Kr. 57. ntattiKmcnt$-B«iinguityen: Abonnements- Preis pränumerando! «ierteliährl. 3�0 Mt. monatt 1,10 Mt. wöchentlich W Pfg. frei ins Haus. EinZelne Nummer ö Psg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags- Vellage.Die Neue Welt" l» Pfg. Post- Abonnement: 1,10 Marl pro Monat. eingetragen in die Post-ZeitungS- Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich< Ungarn S Marl, für das übrige Ausland b Marl pro Monat. SS. IiihrA. DK TnKrt)0M*6(MDr beträgt für die sechsgespaltene KolonA- zelle oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerlschastlichc Vereins- und VcrsamnllungS-Anzeigcn 25 Pfg. „Kleine Hnzeigen", das erste(fett- gedruckte) Wort 10 Psg., jedcS weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate sür die nächste Nummer müssen bis 6 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen- tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Wdnint tüglid) auBtr OloaUgt. Devlinev Volksblalt. Telegramm-Adresse: „ZosiltltlemolllZi Hill!»" Zentralorgan der fozialdcmokrat» fchen partei Dcutfchlancb. Redaktion: 8ÖQ. 68, Lindenetrasse 6g. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Expedition: SM. 68, I-indenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. Herr v. Budde als Sozialpolitiker. Angesichts des Lobliedes, das dervar Giolitti verloren. Zog er die Gesetze zurück, so ließ ihn die Kammer, deren Mehrheit reakttonär ist, fallen; hielt er sie aufrecht, so mußte sich un- sehlbar die jetzige Bewegung zum Generalstreik steigern und darüber hinaus, zu einer Volksbewegung von unabsehbarer Tragweite. Für Giolittis staatsmännifchen Namen und politische Zukunft wäre es das Beste gewesen, die Gesetze zurückzuziehen und dem danach unausbleiblichen Mißttauens- votuni der Kammer zu weichen. So blieb er für eine Auf- erstehung vorgemerkt, mtt dem Nimbus eines mit periodischen Reattionszuständen behafteten Liberalismus. Schlechter, als er heute abschneidet. konnte er es nicht tun: er erscheint als der Mann, der schwierige Situattonen heraufbeschwört, um dann seine Nachfolger in der Patsche zu lassen. Für das Land selbst ist die Flucht des Ministeriums nur eine nwmentane, vielleicht sogar nur scheinbare Lösung. Es ist ein Waffen st ill st and zwischen Regierung und Eisenbahnern, den die Regierung angeboten hat, während gerade das Agitationskomitee die Fortführung der Obstruktion zu beschließen im Begriff stand. Als Waffcnstill- stand faßte das Komitee die neue Lage auch auf. Sofort wurden alle Unterkomitees aufgefordert, die Obstruktion ein- zustellen. Der Aufruf an die Eisenbahner Italiens schließt mit den Worten: „Der moralische Sieg, der allein dem energischen Ver- halten der Eisenbahner zu danken ist, möge uns Stärke und Kraft geben für die kommenden schwereren Kämpfe." Soviel ist sicher: wir stehen in einer Periode, in der die Organisationen des Proletariats einen schwer wiegenden Ein- fluß auf die politischen Geschicke des Landes haben können. Wenn die Regierung weiß, daß hinter dem Stteittecht das gesamte organisierte Proletariat steht, bereit zum General- stteik der Eisenbahner, zum Generalstteik der gesamten Arbeiterschaft, wenn sie weiß, daß in diesem Generalstreik potenttell, wenn nicht die Revolutton, so doch der Massenaufstand steckt, so wird sie sich wohl hüten, das Streik- recht zu bedrohen. So erscheint es nicht unwahrscheinlich, daß die Stteikgesetze einfach in einer Versenkung verschwinden und man bis auf weiteres sie nicht wieder hervorholt. Freilich ist die neue Kammer reaktionärer als die alte, die Reaktion einiger und energischer als je vorher. Es ist eben die Kammer, diS Giolitti in seiner Sozialistcnfnrcht ge- wollt hat und die jetzt über ihn fortgeschritten wäre, wenn er es nicht vorgezogen hätte, sich einfach auf französisch zu empfehlen. Trotzdem ist nach unumstößlichen parlamentarischen Regeln ein Ministerium der Rechten jetzt ausgeschlossen. Giolittis Abgang ohne Votum bringt eben diese bizarre Situation: das neue Ministerium muß die Farbe des alten haben, obwohl das Parlament, mit dem es leben und arbeiten niuß, viel reaktionärer gefärbt ist. Hier liegt eine Hauptschwierigkeit der Lösung der jetzigen Krise. Die Krone kann nicht ein Mitglied der Rechten zur Bildung des Kabinetts auffordern— eben weil ein Votum der Kammer in diesem Sinne fehlt— und sie tvird Schwierig- keiten haben, ein Mitglied der Linken zu finden, das mit dieser Kammer regieren zu können sich gettaut. Der wahr- scheinlichste Ausweg ist so die Bildung eines Geschäfts- Ministeriums, mit dem man sich durchschlägt, bis das heutige Parlament älter und also eventuell„auflösbar" wird. Frankreich. Kosakisches aus Paris. Paris, 4. März.(Eig. Ber.) Man kennt zur Genüge das allerwegen brutale Gebahren der Pariser Polizei. In frischer Erinnerung sind noch namentlich die gewalttätige Polizei-Attacke gegen die Arbeitsbörse im Juli 19l)1(unter dem Kabinett Waldeck-Rousseau-Millerand) und die in der Arbeitsbörse angerichtete Arbeitermetzelei im Oktober 1903 (unter dem Kabinett Combes).„Die Minister vergehen, die Beamten bleiben"— dieses Wort paßt ganz besonders auf den Pariser Polizeipräsidenten, L 6 p i n e, und dessen Polizei- kosaken. Herr Lupine scheint wirklich unabsetzbar zu sein. Er ist sozusagen eine vierte Staatsgewalt, gleich erhaben über die gesetzgebende wie über die ausführende und die richterliche Gewalt. Im Verhalten des Pariser Polizei- Paschas läßt sich nicht einmal eine Nuancierung der Brutalität unterscheiden entsprechend der Verschiedenheit der jeweiligen Ministerien. Wenn er aber unter Combes unbehelligt und ungehindert gegen die Arbeiterschaft wüten durfte, so erst recht natürlich unter Rouvier-Etienne. In den letzten Wochen, d. h. in den Flitterwochen des neuen Ministeriums, hat er seine Polizeibestien wiederholt in einer Weise wüten lassen, wie es in einem Rechtsstaat, ge- schweige denn in einer Republik, schlechterdings undenkbar sein sollte. So namentlich bei Gelegenheit der russischen Polizeibomben, als ein paar schuldlos verhaftete junge Leute von der Polizei mir nichts, dir nichts halb tot geschlagen wurden. Diese Untat wurde von der Liga der Menschenrechte aktenmäßig festgestellt, und ihr Vorsitzender, der sozialistische Abgeordnete Pressensd, hat in einer ausführlichen Beschwerde an den Minister des Innern die Bestrafung der Schuldigen verlangt. Minister Etienne mußte, angesichts des erwiesenen skandalösen Sachverhalts, zwei Polizeibestten bestrafen lassen. Die Strafe war freilich gelinde genug: ein Monat bezw. zwei Wochen Aussetzung aus dein Dienst. Dieser Tage aber hat Löpines Polizei eine massenhafte Gelegenheit bekommen, um ihre Fäuste und Füße gegen streikende Arbeiter zu üben. Sie begnügt sich nicht mit der provokatorischen Belästigung der friedlichen Streikposten der Wagner, der Gießer und Schuhmacher, sowie mit dem üblichen provokatorischen Massenausgebot von Ordnungshütern zu Fuße und zu Pferde. Sie mißhandelt kosakisch jeden Streikenden, der sich gegenüber ihren Belästi- gungen durch Worte, durch die Berufung auf sein gutes Recht zur Wehr setzt. Nur die allerwenigsten Fälle dieser Art gelangen in die Oeffentlichkeit. Der krasseste Fall ereignete sich vor der Wagnerwerkstätte Riviöre. Im Gefolge eines Wortwechsels zwischen einem Polizisten und einem Streikenden stürzte sich auf diesen eine Gruppe Polizisten: der Arbeiter C h a s s o i n g wurde zu Boden geworfen, mit Fäusten und Stiefelabsätzen so blutig geschlagen, daß man ihn ins nächste Spital trans- Portieren mnßte. Einer der zuschauenden Kameraden, der Arbeiter Chandelier, protestierte besonders heftig gegen die Bestten. Die Polizisten stürzten sich nun auf ihn. Da griff er in berechtigter Notwehr zum Revolver und verwundete den Polizisten Couchet... Unnütz zu sagen, daß auch Chandelier auf der Stelle bestialisch mißhandelt wurde und daß sein halb tot geschlagener Kamerad Chassoing obendrein— verhastet wurde und ge- richtlich wegen Beleidigungen und Tätlichkeiten gegen die Polizei verfolgt wird! Der verwundete Polizist aber hat die übliche goldene Medaille bekommen und wurde oben- drein im Spital mit dem Besuche seiner Exzellenz des Ministers des Innern beehrt. Die Polizei verbreitet die Lügcnnachricht, daß Chandelier Anarchist sei. Wahr ist hingegen, daß er in seiner Werkstätte wie im Militärdienst sich als ein durchaus sanfter Charakter bewährt hat. Uebrigens bereiten die Einwohner des be- treffenden Stadtviertels als Augenzeugen der Polizei- brutalitäten eine Petition gegen die Polizei vor. Die streikenden Wagner haben auf einer Massenversamm- lung(10 000 Teilnehmer) beschlossen, falls die Untätigkeit der Regierung gegenüber den Ausschreitungen der Polizei an- halten sollte, selbst das R e ch t d e r N o t w e h r zu üben.— Trennung von Staat und Kirche. Die mit den Vorberatungen für die hochwichtige Frage der Trennung von Staat und Kirche betraute Kommission hat unter dem Vorsitz Buissons und nach Verhandlungen mit dem Kultusminister Bienvenu-Martin einen Gesetzentwurf ausgearbeitet, der in 37 Paragraphen die ganze Materie regelt. Wir geben im folge, wen den Wortlaut einiger der wichtigsten Bestimmungen wieder: § 2. Die Republik anerkennt weder, noch besoldet oder subventioniert sie irgend eine Religionsgesellschaft. Demzufolge haben ab 1. Januar, der auf das Jnkrafttteten dieses Gesetzes folgt, aus dem Budget des Staates, der Departements und Kommunen alle Ausgaben für Kultzwecke zu verschwinden. § 17... Die Religionsgesellschaften dürfen vom Staate, von den Departements oder Kommunen keinerlei Unter- stützungen— unter welcher Form es auch sei— erhalten. Als„Unterstützungen" gelten nicht etwaige Ausgaben, die der Staat, die Departements oder Kommunen für ersorderlich halten, um unerläßliche Reparattiren an den Gebäuden vor- nehmen zu lassen, die sie den Religionsgesellschaften vermietet haben. 8 24. Es ist verboten, polittsche Versammlungen in den Lokalitäten abzuhalten, die gewöhnlich zur Ausübung des Gottesdienstes benutzt werden. § 25. Die Zeremonien, Prozessionen und sonsttgen äußer- lichen Kundgebungen einer Religionsgcmeinde dürsen nicht auf öffentlichen Wegen stattfinden.(Für Leichcnbegräbnisse gelten die bezüglichen Sonderbestimmungen.) Ueber das Glockenläuten haben die Gemeindebehörden Anordnungen zu erlassen. § 26. Es ist in Zukunft verboten, irgend' ein religiöses Zeichen oder Emblem an öffentlichen Gebäuden oder an irgend einer öffentlichen Stelle aufzurichten oder anzubringen. Aus- genommen sind nur die Kultzweckcn dienenden Gebäude, sowie Begräbnisplätze, Museen und Ausstellungen. 8 27. Mit Geldsttafe von 16—200 Frank und Freiheits- sttafe von 6 Tagen bis zu 2 Monaten(oder mit einer von beiden' Arten) wird besttaft, wer eine Person entweder durch Handlungen(Gewalt, Drohung) oder durch Erregung der Furcht, ihre Beschäfttgung zu verlieren oder ihr bezw. ihrer Familie Nachteil oder ihrem Vermögen Schaden zuzufügen, dazu veranlaßt: einen Kultus auszuüben oder sich der Aus- Übung eines Kultus zu enthalten, zu den Kosten eines Kultus beizutragen oder sich der Beitragsleistung zu enthalten. Wird das Gesetz— wenn auch mit kleinen Abänderungen — angenommen, so ist in Frankreich wenigstens bald die Zeit gekommen, wo es mit dem offiziellen Charakter der katholischen Kirche ein Ende hat. Wer etwa glauben wollte, daß sie darum auch ihre gefürchtete Machtstellung einbüßen müßte, der irrt sich allerdings. So weit sind wir denn doch noch nicht— auch nicht in Frankreich.— Belgien. Die Profite der belgischen Kohlenbarone, die den armen Grubcnsklaven kaum des Lebens Notdurst gönnen, sind recht ansehnlich, wie eine neuere Statistik beweist. So haben von den 32 Gruben im Becken Charleroi 27 in 15 Jahren an Dividenden über 137stz Millionen Franks er- zielt— das bedeutet: In 15 Jahren ist an die Akttonäre mehr als das Dopppelte des eingezahlten Betrages in Form von Dividenden abgeführt worden! Einige der Kohlengruben sind richtiger als Goldgruben zu bezeichnen, d. h. natürlich nur für die Aktionäre I Z. B. Courcelles-Nord, wo in 15 Jahres das Dreifache des Kapitals an die Akttonäre in Form von Dividenden ausgezahlt wurde usw. usw. bis zur Grube Sacre-Madame, wo den Aktionären mehr als der elffache Betrag anheimfiel I Und diesen Tatsachen gegenüber haben die liberalen und die katholischen Zeitungen noch die Dreistigkeit, die Arbeiter zu beschimpfen, die diese unerhörten Zustände nicht länger ge- duldig mit ansehen wollen!— In der Schlacht bei Mulden ist auch heute noch keine Entscheidung eingetreten. Nack) den russischen Telegrammen ist es den Russen gelungen, im wesent- lichen ihre Posittonen gegen die Angriffe der Japaner zu halten. Die russischen Telegramme behaupten sogar, daß es den Russen gelungen sei, einiges verlorenes Terrain im Westen und im Zentrum wiederzugewinnen. Trotzdem einige englische Telegramme melden, daß Mukden beretts in Flammen stehe, daß Kuropatttn den Rückzug organisiert und seine schwere Artillerie bereits nach Tieling geschafft habe, ist offenbar die Entscheidung auf dem Kriegsschauplatz noch immer nicht gefallen. Offizielle japanische Telegramme liegen nicht vor. Die Reuter-Meldungen besagen, daß dje Japaner ununter- brochen gewaltige Ansttengungen machen, um die Russen im Zentrum und auf den Flügeln endgülttg über Mukden zurück- zuwerfen. Nach einigen Meldungen der ftanzösischen Presse ans Petersburg sind die russischen Verluste so hoch, wie wir sie gestern bereits schätzungsweffe beziffert haben.„Echo de Paris" gibt an, daß der russische linke Flügel 7000 Mann, der russische rechte Flügel 22 000 Mann und General Lienewitsch im Zentrum ebenfalls 7000 verloren habe, was insgesamt 36000 Mann ergibt. London, 7. März. Dem„Reuterschen Bureau' wird aus Niutschwang von gestern gemeldet: Hier eingetroffene Händler berichten, daß die Japaner in Stärke von 30 000 Rkann gestern nacht bis zu einer fünf Meilen westlich von den TorenvonMukden gelegenen befestigtenStellung vorgedrungen sind. Bei Tagesanbruch dauerte das Hand» gemenge fort, doch hatte noch keine der beiden Sellen einen Vorteil errungen. Die Russen haben die Regierungsgebäude inMukden in Brand gesteckt und bereiten sich z u m R ü ck« z u g e vor. Die flüchtende Bevölkerung strömte nach Tieling und Sinminting. Eine russische Abteilung geht auf des Ostufer des Liauflusses nach Süden vor, um die Japaner im Rücke» an» zugreifen. Die Japaner haben heute das Telegraphenamt von Sinminting besetzt und dort eine militärische Zensur ein« gerichtet trotz des Widerspruches der chinesischen Beamten. Im Süden gehen die Japaner siebzehn Li von Mukden stetig gegen die brennenden Dörfer vor. Chinesische Flüchtlinge treffen hier zu Tausenden ein. Japamsche Offiziere erklären, Kuropatkin sei unschlüssig, ob er in Mukden Widerstand leisten solle. Er habe die schwere Artillerie nach Tieling gesandt, das von Chunchusen eingeschlossen sei. Dort herrsche Schrecken. Die Europäer rüsten sich, die Stadt zu verlassen. Aus dem heftigen Feuer am Liao schließt man, daß die Russen versuchen, die Japaner zu umgehen. » Mukden, 7. März. Das Hauptgefecht des gesttigen Tages wurde südlich von Mukden in der Umgegend von Taschitschao, etwa 13 Kilo- meter von Mukden, an der Sinmintingbahn und in der Nähe von Jansywn geführt. Gegen Abend hielten sich beide Seiten in ihren Stellungen, nachdem sie vorzugsweise durch Artillerie» feuer beiderseits Verluste erlitten hatten. Im Zentrum ivar es ver- hältnismäßig ruhig. Auf dem linken Flügel setzten die Japaner ihre Angriffe im Bezirk Kandolisan und gegen die Abteilung des Generals von Rennenkampf fort. Heute wurde bei Tagesanbruch der Kampf bei Mukden erneuert. Das Artilleriefeuer nimmt große Stärke an. * Paris, 7. März. Der Petersburger Korrespondent des„Echo de Paris" berichtet seinem Blatte, er habe gestern einen Minister und einen Offizier des Gcneralstabes gesprochen, welche erklärten, daß die Laxe K'uropatkins sich zu bessern scheine. .Kuropatlin halte ttotz der heftigen Angriffe der Japaner seine Stellungen. Es frage sich jetzt nur, lver von beiden, Oyama oder Kuropatkin, über die größten Reserven verfüge. Ein durchschlagender Erfolg sei indessen weder auf der einen noch auf der anderen Seite wahrscheinlich, da beide Gegner erschöpft seien. Auf der russischen linken Flanke seien 7009, auf der rechten 22 000 Mann getötet oder verwundet worden. Das zehnte und achte Korps seien beinahe völlig aufgerieben. Die Verluste im Zenttum seien noch nicht bekannt. Ein nachts eingetroffenes Telegramm berichte, datz die Kolonne Gerkow in Sinminting«ingetroffen ist, die versuche, die Japaner, welche die russische Flanke zu umgehen beabsichtigen, zu umfassen. Man glaubt, daß der Kampf sich seinem Ende nähere. Beide Gegner werden sich wahrscheinlich noch weitere drei Monate gegenüberstehen, ohne endgültige Operationen zu unternehmen. London, 7. März.„Times" meldet aus Petersburg, trotz der ernsten Lage in Mukden seien die Generalstabsoffiziere über- zeugt, datz es Kuropatkin gelingen werde, seine Niederlage wieder gut zu machen. Wie verschiedene Telegramme berichten, hätten die Japaner bereits ihre gesamten Reserven ins Treffen geführt. Nach Informationen des genannten Blattes werde Kuropatkin seine ge- samte Armee morgen nach Süden und Südwesten von Mulden werfen und den Versuch machen, die Armee Oyamas zu überrumpeln. Weiter berichtet das genannte Blatt aus Petersburg, datz in einem gestern abgehaltenen Kriegsrat unter dem Vorsitz Tragomirows in Anwesenheit Gricpenbergs beschloffen worden sei, weitere 400 00a Mann nach Ostasien zu entsenden. Paris. 7. Marz...Nelv Dork Herald' berichtet aus Petersburg, in militärischen Kreisen herrschte gestern abend neuerdings Optimismus. Man hofft, daß Kuropatkins Umgehungs- bewegung von Erfolg gekrönt sein wird. Tausende von Verwundeten treffen in den Spitälern ein. Es heißt, daß die Verluste diesmal alle vorherigen übatreffen. General Liniewitsch soll allein 7000 Mann verloren haben. London, 7. März. Nach einer Depesche aus Tokio wird dort berichtet, daß K u r o p a t k i n sich in gefährlicher Lage b e-- f i n d e. Die Japaner stünden schon 8 Kilometer südlich von Mukdcn. Die russischen Verluste betrüge» schon 40 000 Mann. Man erwartet in Tokio, daß Kuropatkins Verbindung nach Norden abgeschnitten und seine Armee vollständig umzingelt werden wird. Nach anderen Berichten sei seine Rückzugslinie bereits abgeschnitten. Die Anhöhen 8 Kilometer westlich von Mukdcn werden jetzt von zahlreichen schweren Geschützen bombardiert und ihre Eroberung steht bevor. Der allge- meine japanische Angriff begann am 3. März. Diesmal befolgen sie eine energischere Taktik als früher und nützen ihre Erfolge schnell aus. Enorme Massen von Vorräten wurden erobert. Tieling ist stark befestigt und hat eine Garnison von 40 000 Mann. Die Be- setzung von Muiden wird ungcsähr am 10. bis 12. März erwartet. London, 7. März. Der Korrespondent des Reuterschen Bureaus bei der Armee Okus meldet vom Sonntag: Seit dem 28. vorigen Monats drängt der linke japanische Flügel nachdrücklich vorwärts und greift trotz großer Schwierigkeiten beständig an; heftige Schneestürme wüten. Die Bewegungen werden bei Nacht durch Sternraketen und Scheinwerfer erhellt. Die Japaner nahmen die russischen Schanz- grüben, die durch Drahtgeflecht geschützt loaren, mit Maschinen- gewehren und dem Bajonett trotz hartnäckigen Widerstandes der Russen, die sich jetzt in Unordnung zurückziehen und ihre Waffen und Bekleidungsstücke fortwerfen, um die Flucht zu erleichter». Die Japaner erbeuteten eine Anzahl sechszölliger Geschübe und Maschinengewehr«! ihre Angriffe lverden durch heftiges Geschütz- feuer gedeckt. Alle Belagerungsgeschütze von Port Arthur wurden verwendet, ihre Wirkung war furchtbar. Dörfer wurden zerstört und' Erdverschanzungen vernichtet; die Russen wurden entmutigt. In- zwischen beschränkt sich der Kampf in dem. Zentrum auf Artillerie- tampf. Der japanische äußerste linke Flügel steht jetzt nordivestlich dicht bei Mulden, und ein Entkommen der russischen Hauptmacht scheint unmöglich. Hus der frauenbewegunef. Ans einer urgemütlichen Schneiderinnen-Werkstatt. Vor deni Gewerbegericht in Halle klagten die Schneiderinnen Dücker und Stützer gegen die Schneiderin Gitter mann. Die jungen Mädchen erhielten von ihrer Meisterin pro Stunde fünf Pfennige Lohn— zehnstündige Arbeitszeit— und— nichts zu essen. Dabei wurden nach einer Aufstellung für die dort beschäftigten jungen Mädchen folgende Strafen verhängt: Für jede Minute Zuspätkommen...... i Pfennig Für jedes Fallenlassen einer Schere..... 5„ Für Nichtausziehen der Schuhe bei dem Betrete» der Werkstätte........... 10„ usw. Der Gerichtsvorsitzende, Stadtrat Winter, der darüber sehr erstaunt war, daß die Schneiderinnen bei dem Wochenlohn von drei Mark nicht einmal Kost bekänien, stellte die berechtigte Frage. wie viel Geld die Schneiderinnen auf ihren Lohn immer noch drauf gelegt hätten, mn die„notwendigen" Strafen bezahlen zu können. Die Beklagte entgegnete:„Ordnung und Disziplin" müsse sein, denn sonst ginge es drnnter und drüber in solcher Schneiderinnenwerkstätte. DaS Gericht konnte sich durchaus nicht mit der Beklagten einverstanden erklären und der Vorsitzende bemerkte, die Beklagte möge es in ihrem fidelen Gefängnis nur nicht zu weit treiben. Darauf zahlte die Beklagte den den Klägerinnen zukommenden Betrag von 17,40 M. und verließ, hoffentlich für immer kuriert, denXLerichtssaal. Hiid Industrie und Kandel. Neue deutsche ReichSanleihe. An der Berliner Börse liefen in der letzten Woche Gerüchte um, daß schon in allernächster Zeit, wie manche wissen wollten, schon in den nächsten acht Tagen, die Aufnahme einer neuen Reichs- und preußischen Anleihe bevorstehe. Wie der„Franks. Ztg." zu diesem Gerücht aus Berlin ganz richtig geschrieben wird, muß es jedoch als ausgeschlossen gelten, daß das Reich, bevor das Budget genehmigt ist, mit einer Anleihe herbor- tritt. Die offenen Kredite, die der Finanzverwaltung des Reiches noch zur Verfügung stehen, könnten allerdings sogleich durch eine Anleihe gedeckt werden; aber man geht im Finanzministerillin von dem Standpunkt aus. daß es sich nicht empfiehlt, jetzt nur deshalb, weil der Geldmarkt flüssig ist, diesen kleineren Betrag aufzunehmen und dann im Laufe dieses Jahres nochmals für eine größere Summe an den Markt zu appellieren, am wenigsten im Herbst. In de» sogenannten maßgebenden Kreisen ist man sich wohl bewußt, daß freilich die derzeitige Lage deS Geldmarktes einen passenden Zeitpunkt für die Aufnahme einer Anleihe abgibt; aber unter den gegenwärtigen Verhältnissen dürste doch vorgezogen werden. zu warten, bis die sämtlichen Kredite bewilligt sein werden. Aller Voraussicht»ach dürfte das noch in diesem Monat geschehen, so daß man f u'r den Monat April eine neue deutsche Reichs- an leihe zu getv artigen hat, Preußen lvird sich dann anschließen. Mt dieser Auffassung stimmt auch die Auskunft überein, welche die„Voss. Ztg." an„zuständiger Stelle" erhalten hat. Ihr wurde erklärt, daß von Verhandlungen über die Ausgabe einer neuen ReichSanleihe noch keine Rede sein könne; die zuständigen Stellen der Finanzverwaltung seien noch nicht einmal über den zu wählenden Typus(ob 3 oder 3>/, Proz.) in eigentliche Beratungen getreten. Es sei nämlich keinesfalls ohne weiteres als sicher anzusehen, daß drei- prozentige Anleihen ausgegeben werden, indem die Kursgestaltung der alten dreiprozentigen TitreS trotz der längeren Schonung des Marktes und der Geldabundanz durchaus nicht bestiedige. Die ReuauSgabe an Reichsanleihe soll sich auf ungefähr 400 Millionen Mark belaufen. Bevor diese Ausgabe erfolgt, ivird aber noch eine andere finanzielle Operation vorgenommen lverden, nämlich die Konvertierung der am 1. April 1905 fälligen 4prozentigen deutschen Schatzanweisungen vom Jahre 1900 auf 3>/z Proz. Vorläufig scheint man allerdings nur an die Konversion der am 1. April 1905 fälligen 20 Millionen Mark 4prozentiger Schatzscheine zu denken. Es bliebeir dann noch die anr 1. Juli d. I. rückzahlbaren 20 Millionen Mark 4prozentiger Reichsschatzscheiue im Umlauf. Ein recht sonderbares Spiel treibt die rheinifch-westfälifche Unter- nehmer-Presse mit ihren Nachrichten über die Lage des Kohlen- Marktes. Bald meldet das eine Blatt,_ die Situation ließe sich noch immer nicht überblicken, dann folgt ein anderes mit der Nachricht, der Absatz von Kohlen bleibe hinter den Erwartungen zurück, da noch große Vorräte an unverkauften englischen und belgischen Kohlen vorhanden seien, darauf wieder heißt es in einem dritten Bericht, der Streik hätte aus den Kohlenmarkt höchst„belebend" eingewirkt usw. Zum Teil mag die Verschiedenheit dieser Urteile darauf zurückzuftihren sein, daß jeder Berichterstatter von besonderen ört- lichen Verhältnissen ausgeht; aber außerdem scheint bei einzelnen Blättern ein gewisses Bestreben vorzuwalten, die Lage ungünstiger zu schildern, älS sie wirklich ist. Eine» recht günstigen Bericht bringt zur Abwechslung wieder mal die„Rheinisch-Wcstfälische Zeitung", die noch vor wenigen Tagen beweglich— klagte. Nach ihren letzten Angaben ist die Förderung nach Beendigung des AusstandeS unerwartet schnell höher gegangen, denn sie stieg in nur einer Woche von etwa 4000 D.-W. auf über 19 000 D.-W.„Ohne Frage", heißt es in ihrem Bericht, „hat der Streik auf dem rheimsch-westfälischen Kohlenmarkt eine erfreuliche Belebung hervorgerufen. Der Abruf ist augenblicklich als recht befriedigend zu bezeichnen, namentlich sind zahlreiche Be- stellungen seitens der Eisenwerke eingegangen. Diese bedürfen wegen ihrer besseren Beschäftigung nicht allein durchweg sowieso größerer Zufuhren, sondern sie sind darauf bedacht, die aufgebrauchten Vor- räte zu ergänzen und nach Möglichkeit zu vergrößern. Der rheinisch- westfälische Kohlenbergbau würde hieraus noch mehr Nutzen ziehen, wenn nicht die großen Quantitäten englischen Brennmaterials hereingenommen wären, welche selbstredend zunächst aufgebraucht werden müssen." Für die oberschlesische Kohlenkonvcntion ist der Bergarbeiterstreik im Ruhrrevier von bedeutendem Vorteil gewesen, da sie viele Auf- trüge aus mitteldeutschen Gebieten erhielt, die sonst ihren Kohlen- bedarf aus Westfalen beziehen. Laut Meldung� des Berg- und Hüttenmännischen Vereins stellte die Kohlenkonv'eiition in ihrer gestrigen Sitzung fest, daß der Versand in den Monaten Januar und Februar denjenigen in der gleichen Zeit des Vorjahres um etwa 30 Proz. überschritt. Für den Monat März wurde die volle Vcrhältniszahl, die dem tatsächlichen Versand im März des Jahres 1904 entspricht, mit einem Zuschlag von 6 Proz. freigegeben. Soziales. Acrzte gegen Krankenhäuser. In einer Aerzteversammlung am Montag, die dem Kampfe für die freie Arztlvahl galt, hat der Dr. W. B e ch e r einen Grund gegen die feste Anstellung der Aerzte und für die freie Arztwahl geltend gemacht, der jeden ruhig urteilenden Arzt stutzig machen sollte. Dr. BeHer sprach über„Die U e b e r f ü l l u n g der K r a n k e n h ä u l e r und das K a s s e n a r z t s y st e m". Schon die Benennung des Themas zeigt, daß es sich nicht um eine fach- dienliche Erörterung der KrankenhauSpflege handeln sollte, sondern um Ausschlachtung der Ueberfüllung der Krankenhäuser für die Forderung der freien Arztwahl. Das zeigte sich auch bei der Be- Handlung des Themas. Dr. Becher sagte unter anderem: Es sei eine alte Erfahrung, daß beim System der fixierten Aerzte, wo dem einzelnen Arzt eine große Arbeitsleistung zufällt, die Zahl der Kranken, die ins Krankenhaus geschickt werden, sehr groß ist. Beim System der freien Arztwahl könne viel eher auf Einreihung ins Krankenhaus verzichtet werden. Der Magistrat solle deswegen die freie Arztwahl fördern. Welcher ehrliche Arzt könnte diese Begründung vor seinem Ge- wissen verantworten! Muß es nicht vielmehr ein Ziel aller Kranken- behandlung sein, mindestens jeden betilägerige», der Abwartung bedürftigen Kranken in einer Anstalt unterzubringen, um ihn: dort sachgemäße Abwartung und geeignete Aufeuthaltsräume zu ge- währen? Die Ueberfüllung der Krankenhäuser dadurch beseitigen zu wollen, daß man ein Arztsystem empfiehlt, bei dem der Arzt ei» Interesse an der Hausbehandlung hat, das hat man ja selbst in der freisinnigen Berliner Stadtverwaltung nicht zu empfehlen versucht. Das mußte einem„aus idealen Gründen" für die freie Arztwahl kämpfenden Arzte vorbehalten bleiben. Die Anhänger der freien Arztwahl sollen sich nach besseren Ver- tretern ihrer Wünsche umsehen; ihrer Sache wird durch solche Gründe nicht gedient.__ Allgemeine Einführnng der Arbeiteransschnsse bei der Eisenbahn. Eine hiesige Korrespondenz berichtet: Die Errichtung von Arbeiterausschüssen bei den preußisch- hessischen Staatsbahnen ist jetzt voni Minister der öffentlichen Arbeiten für alle Bezirke angeordnet worden, nachdem sich die Versuche in Berlin, Köln und Frankfurt bewährt haben. Die neuen Ausschüsse umfassen die Arbeiter außerhalb der Werk» statten, Gasanstalten und ähnlichen Anlagen der Bahn- Verwaltung, für die es schon jetzt Ausschüsse gibt. Die neuen Ausschüsse sollen nach den Inspektionen für Verkehr, Maschinen und Betrieb getrennt werden. Für jeden Bahnhos, auf dem eine entsprechende Zahl von Arbeitern derselben Inspektion vorhanden ist, sind in der Regel besondere Ausschüsse zu bilden, doch können benachbarte Bahnhöfe mit gleichen Betriebsverhältnisseu zusammengezogen werden. Voraus- setzung ist aber, daß im einzelnen Ausschuß wenigstens hundert Arbeiter vertreten sind. Zahl und Sitz der Aus- schüsse bestimmen die Direktionen. Zu jedem Ausschuß gehören mindestens 3 und höchstens 13 Mitglieder. Die Vertreter müssen 30 Jahre alt und mindestens fünf Jahre im Dienste der Vertvaltung, ein Jahr ans dem Bahnhofe beschäftigt sein. Die Wahl erfolgt geheim durch Abgabe von Stimmzetteln. Die Wahl der Ausschußmitglieder und Ersatzmänner erfolgt auf fünf Jahre. Ausscheidende sind wieder»vählbar. Eine Verpflichtung zur Annahme der Wahl liegt nicht vor. Die Ausschüsse sollen nicht nur Anträge, Wünsche und Beschwerden der Arbeiter beim Dienststellenvorsteher vorbringen und sich darüber gutachtlich äußern, sondern auch ihr Gutachten über Fragen, die das ArbeiterverhältniS treffen, auf Anforderung abgeben, insbesondere über neue Arbeiterordnungcn und Ein- richtungcn zur Verhütung von Unfällen sowie zuni Wohle der Arbeiter und ihrer Angehörigen. Soweit die Ausschüsse von beiden Teilen angerufen werden, sollen sie auch Streitigkeiten der Arbeiter untereinander schlichten. Der OrtSverein städtischer Arbeiter in Nürnberg(Hirsch-Duncker) ersucht uns mitzuteilen, daß er 130 Mitglieder hat. Ein mangelhaftes Ortsstatut. Der Bahnhofswirt R. war ln zweiter Instanz zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil er seinen Kellnerlehrling eines Tages nicht in die städtische Fortbildungsschule von Halle geschickt hatte. Das Kammergericht hob jedoch das Urteil auf und sprach den Angeklagten aus folgenden Erwägungen frei: Für gewöhnlich bezögen sich Ortsstatute betreffend den Fortbildungsunterricht allgemein ans„gewerbliche Arbeiter" in den durch daS Gesetz gezogenen Altersgrenzen. Das Ortsstatut von Halle spreche dagegen nur von den in der Stadt wohnenden, im Handwerk und im Fabrikbetrieb sowie im H a n d e l s g e w e r b e be- schästigten Personen ic. Dazu gehörten aber Kellnerburschen nicht, denn sie wären weder im„Handwerk" und.Fabrikbetriebe", noch im„Handels- gewerbe" beschäftigt. Deshalb könne dies Ortsstatut überhaupt nicht auf Kellnerburschen und Restaurateure. welche sich solche hielten, angewendet werden. Das müsse zur Freisprechung führen. -T Unter diesen Umständen ging das Kammergericht nicht auf die im Prozeß aufgeworfene Frage ein, ob Bahnhofswirtschaften unter den§ 0 der Gewerbe- Ordnung fielen und demzufolge nicht der Gewerbe- Ordnung unterstellt seien. ES meinte nur nebenbei, diese Frage wäre an sich„nicht ganz zweifellos", könne aber hier aus- scheiden. Bei den GewcrbcgerichtSwahlen in Düsseldorf erhielten die freien Gewerkschaften 4201 Stimmen, die Christlichen 2903 und die Hirsch- Dunckerschen 655. Die Mandate verteilen sich deshalb aus die drei Gruppen mit 5, 4 und 1. Sericdts-Leitung. Tie Eidesverweigerer vo� Gericht. Eine Verhandlung, welche kürzlich unter eigenartigen Umständen vertagt werden mußte, be- schäftigte gestern wiederum die 9. Strafkammer deS Landgerichts I i\ unket Vorsitz des LandgerichtSdirekrörZ K a v z o tS. Wie noch er» innerlich sein dürfte, mußte vor kurzem ein Termin gegen den Generalagenten und Tanzlehrer Eduard P i n k p a n k und dessen Ehefrau Helene geb. Ditkmann vertagt werden, da sich zwei Zeugen, der Steppcr Emil L a u ck n e r in Magdeburg und die 52jährige unverehelichte Näherin N e n t w i g, welch«' Mitglieder einer Religionssekte sind, heharrlich weigerten, den Zeugcneid zu leisten. Die beiden Zeugsn wurden seinerzeit zu einer O r d- n u n g s st r a f e von je 3 0 Mark verurteilt, auch wurden ihnen die sämtlichen Kosten des durch ihre Eidesverweigerung vereitelten Termins auferlegt.— Sie gehörten zu den Leidtragenden, die von Herrn Pinkpank angeblich zu einer„Lebensstellung" engagiert wurden und dann die Hingabe von Geldern betrauerten, weil sie nicht imstande gewesen waren, die Begriffe von„jiaution" und„Gc- schäftseinlage", mit denen der Angeklagte geschickt operierte, ausein» ander zu halten. Wie gesagt, weigerten sich in der vorigen Verhand- lung sowohl Lauckner als die Zeugin Nentwich trotz aller Vor- Haltungen des Vorsitzenden, den Zeugeneid zu leisten, da sie einer christlich-dissidentischen Sekte angehören, welche den Eid verbietet. Tie Ordnungsstrafe war von den Angehörigen der Sekte solidarisch bezahlt worden. Die schwierige Sachlage machte gestern dem Richter» kollegium wieder einige Kopsschmerzen. Auf die Frage des Land» gerichtsdirektors K a n z o w, ob die Zeugen den Eid leisten wollten, erklärten beide im bestimmten Tone:„Nein, wir schwören nicht! Wir gehören beide zur Gemeinde Gottes und unser Glauben steht ausschließlich auf dem Boden der heiligen Schrift, welche die Anrufung Gottes in weltlichen Dingen verbietet!"— Vors.: Es steht doch aber in der Bibel,„man solle der Obrigkeit gehorchen und nur in unnützen Dingen den Namen Gottes nicht anrufen." Der Vorsitzende versucht nun an der Hand einer großen Anzahl Bibeln zitate den beiden Zeugen klar zu machen, daß der Eid nicht ver- boten ist. Beide Zeugen erklärten trotzdem, den Eid nicht leisten zu wollen. Ter Staatsanwalt beantragte daraufhin gegen beide Zeugen die Haft, welche das Gesetz in Höhe bis zu 6 Monaten im Falle einer Eidesverweigerung zuläßt, anzuordnen. Zeugin Nentwich: „Wenn Sie die Todes st ro sc über mich verhängen oder mich arfs- Jahre ins Gefängnis werfen, ich leiste keinen Ehisl" Nach kurzer Beratung verkündete der Vorsitzende, daß der Gerichtshof von einer Bestrafung Abstand g«- uommen habe, da er sonst einen förmlichen Gewissenszwang auf die Zeugen ausüben mühte. Ein Fall, in welchem ein Gerichtshof einem Zeugen trotz unbeeideter Aussage ebenfalls Glauben schenken muhte, sei erst kürzlich vom Reichsgericht entschieden. Wenn ein Zeuge vor feiner Vercidung nach gemachter Aussage plötzlich vom Schlag getroffen wird und verstirbt, so müsse dieser Aussage derselbe Glauben bei- gemessen werden, als einer beeidigten.— In der Sache selbst war seitens des Rechtsanwalts Dr. S ch w i n d t der Beweis dafür an» getreten worden, dah der Angeklagte durch Schicksalsschläge wiederum auf die fchiefe Ebene des Verbrechens gedrängt worden war. Die Ehefrau müsse nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme ohne weiteres freigesprochen werden, da gegen sie nicht das mindeste Belastende festgestellt worden sei. Der Gerichtshof verurteilte den Ehemann Pinkpank zu fünf Monaten Gefängnis, die Ehefrau P. wurde freigesprochen. feixte Nacbnchten und Depefcben» Leipzig, 7. März.(23. T. B.) Das Reichsgericht hat die Revision des Dr. med. Gottschalk, des Redakteurs Linde und sechs weiterer Sozialdemokraten verworfen, die vom Land- gericht Königsberg am 26. Mai 1904 wegen Hausfriedens- bruch, begangen bei der Wählerversammlung der vereinigten liberalen Partei am 2. November 1903, zu zwei Wochen bis zwei Monaten Gefängnis verurteilt worden waren. Paris, 7. März.(W. T. B.) Deputiertenkammer. C hadert(Rad.) unterzieht das zwischen dem Finanzminister Rouvier und den Inhabern von Majoraten, die unter früheren Re- gierungsformen geschaffen worden sind, abgeschlossene Abkommen, nach dem diese Majorate zurückgekauft werden sollen, einer Kritik. T h i v r i c r(Soz.) beantragt Abschaffung der Majorate. Minister- Präsident Rouvier erwidert, die Majorate bilden einen Teil der öffentlichen Schuld; sie seien legitimer Besitz und es sei unmöglich, sie abzufchassen. Der Antrag Thivrier beantragt darauf, den Be» trag für den Rückkauf der Majorate von 16 auf 4 Millionen herab» zusetzen. Rouvier bekämpft diesen zweiten Antrag energisch. Der zweite Antrag Thivrier wird darauf ebenfalls abgelehnt und zwar mit 321 gegen 244 Stimmen. Das Budget-Kapitel betreffend die Majorate wird darauf ohne weitere Erörterung angenommen. Gouthier de Elagny(Rat.) ersucht den Ministerpräsidenten, die Anordnungen des früheren Ministerpräsidenten Combcs wegen der Schaffung von Delegierten, die der Regierung Auskunst erteilen sollen über die politische Gesinnung von Beamten usw., aufzuheben. Rouvier erwidert, er gedenke lediglich die rcgekmähigen Organe der Regierung, unter Ausschluh jeden fremden Einflusses, zu be- nutzen. Jaures(Soz.) erklärt, die Republikaner hätten die Pflicht, der Regierung zweifelhafte Beamte, die von den Gegnern der Republik erkauft würden, namhaft zu machen. Der Minister- Präsident versichert, es gebe keinerlei ungesetzliche öffentliche Funktion; die Delegierten der republikanischen Komitees würden nach wie vor von den Tepartementsbehörden empfangen werden. Lissaven, 7. März.(28. T. 8.) Der spanische Dampfer„Villaleire". von Middlesborough kommend mit der Bestimmung nach Genua. ist 25 Meilen von der Küste gegenüber Aveiro gekentert. DaS Schiff und die Ladung sind verloren; 12 Leute von der Besatzung find gerettet, 13 werden vermißt. London. 7. März.(W. T. Unterhaus. W elby (kons.) fragt, ob die Landesverteidigungskommission einen engültigen Beschluß darüber gefaht habe, welche Streitmacht zur Verteidigung Großbritanniens unterhalten werden solle. Premierminister B a l- four erwidert, die Kommission sei der Meinung, daß ein Ein- dringen in Großbritannien in einer Stärke, mit der London ge- uommen werden könne, außerhalb jeder Betrachtung liege. Die Erwägungen, die für die Stärke der Truppen, wie sie erhalten werden solle, in Betracht kämen, hingen nicht von der Frage der Verteidigung Englands, sondern von der der Kolonien und noch mehr der Indiens ab. Vom ostasiatischen Kriegsschauplatz. Tokio, 7. März.(Meldung des Reuterschen Bureaus.)' Nach einem Bericht vom japanischer. Hauptquartier wurden am Montag mehrere Gegenangriffe der Russen in der Richtung auf Singching in der Nähe von Titajtita zurückgeschlagen; unsere Angriffe gegen Machuntan machen trotz des hartnäckigen Widerstandes langsam Fortschritte. Ein Teil unserer Truppen besetzte um 8 Uhr Montag abend die nordöstlichen Höhen von Hungtai, 4 Kilometer südlich Machuntans in der Richtung auf Ponsihu. Am Montag nachmittag besetzten wir die Höhenlinie Paitzukon, 7 Meilen südlich Machuntans, die Russen zogen sich gegen Sanghiatzu, 3 Meilen südwestlich Machun- tans, zurück. Sonntag nacht machten die Russen einen Gegenangriff auf unsere Stellung am Kutulinpaß, wurden aber nach dem Schaho in der Richtung östlich der Eisenbahn zurückgeschlagen. Sonntag nacht machten die Russen einen Gegenangriff nördlich Tunghiafens, wurden aber ebenfalls zurückgeschlagen. Im übrigen ist die Lage unverändert. Im Westen der Eisenbahn haben unsere Truppen jetzt nach einem Gefecht Ost-Hanchcngpao und Ertaitzu besetzt, wobei sich der Feind hartnäckig verteidigte. Am rechten Hunho-User machte am Montag früh eine russische Division mit 70 Geschützen einen Gegen- angriff in der Nähe von Taschikiao, 10 Meilen nordwestlich MukdcnS, wurden aber zurückgeschlagen. "'erantw. Red.: Paul Büttner, Bertin. Jnleratc verantiv.(mit'Ausnahme der.Rene Welt'-Beilage):TH> Glocke, Berlin. Druck u. Verlag:'Vorwärts Buchdr. u. Vcrlagsanst.Paul«ingcr& Co., Berlin SW. Hierzu£ Beilagenu.Unterhaltnngsbl. Dr. 57. 22. Jahrgang. 1. ßfilnjt des Jornifirts" ßetlinrt KcksM Mittwoch, 8. März 1905. Reichstag. 157. Sitzung vom Dienstag, den 7. März ISOS, nachmittags 1 U h r. Am Bundesratstische: Graf P o s a d o>v Z k h. Zunächst wird in erster und zweiter Beratung ein Nachtrags Nebereinkommen zum Handelsvertrage mit Oesterreich-Ungarn ohne Debatte angenommen. Hierauf folgt die Fortsetzung der zweiten Beratung des Etats zum Reichsamt des Innern nebst den 21 Resolutionen. Abg. Zubeil(Soz.): Wir haben seit Fahrzehnten auf die Kinderausbeutung im Deutschen Reiche aufmerksam gemacht. Auf unsere fortwährenden Bitten hin erfolgte dann endlich eine Enquete und als deren Resultat 1903 das Kinderschutzgesetz. Bei der Beratung stellte die Sozialdemokratie den Antrag, auch den Kindern, die in der üandwmschaft beschäftigt sind, die Wohltaten des Gesetzes zukommen zu lassen. Dieser Antrag wurde leider abgelehnt. Der freisinnige Abgeordnete Mertens hat ja gestern auf die großen Lücken auf- merksam gemacht, die das Gesetz noch hat. Nicht allein die in der Landwirtschaft beschästigtenKinder, sondern auch die in der Heimindustrie arbeitenden Kinder wurden von dem Schutze des Gesetzes ausgenommen. Wir sind es nicht, die den Haß schüren, sondern Sie legen den Keim des Hasses von der frühesten Fugend an in das heranwachsende Proletariat. Glauben Sie denn, daß die Prolctarierkinder es nicht fühlen, wenn sie sehen, daß ihnen die goldigsten Tage des Lebens, wie Sie es ja immer bezeichnen, verbittert werden? Sie werden diese Ungerechtigkeit nicht aus der Welt schaffen können, wenn Sie nicht die Resolution der Sozialdemokraten, daß ein Verbot der Arbeit von Kindern unter 14 Jahren ausgesprochen werden müsse, zustimmen. Aber ein solches Verbot darf stch nicht nur auf die I n d u st r i e beschränken, sondern muß sich auch auf die Landwirtschaft erstrecken. Wir haben tviedcrholt schon Resoluttonen eingebracht zum Schutze deS Koalitionsrechtes. Ich muß dem Abg. Pauli widersprechen, Ivenn er meint, daß das Koalittonsrecht jetzt schon gesichert sei. Ich könnte Ihnen viele Maßnahmen von Arbeitgebern vorlegen, welche bewirken sollen, daß Arbeiter brotlos durch ganz Teutschland getrieben werden als©träfe dafür, daß sie sich bessere Arbeitsbedingungen verschaffen wollten. Ich kann Ihnen eine Liste eines Osnabrücker Tischlerei- betriebeS vorlesen, in welcher die Namen der sämtlichen damals in Osnabrück in Streik befindlichen Tischler aufgezählt werden. Es heißt darin: Wir bitten Sie, diese Liste unter den Berufskollegen möglichst zu verbreiten. Auf keinen Fall dürfen die Ans- ständigen wieder irgendwo als Tischler eingestellt werde». Zu Gegen- diensten gern bereit.... sHört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Kein Staatsanwalt, keine Polizei, kein Richter hat die Tischlermeister an dieser Achterklärung, an dieser Bcrriifserllärung gehindert! Das Schreiben blieb unbeanstandet. Selbst vor den elendesten Denunziattonen scheuen die Unternehmer nicht zurück. So schrieb der Pianofabrikant G. Winkler an einen der ausständigen Aus- arbeiter, er möchte die bei ihm angefangene Arbeit fertig stellen, sonst werde er ihn bei der Polizei anzeigen und diese werde ihn ausweisen.(Hört I hört I bei den Sozial- demokraten.) Die Herren scheinen ganz vergessen zu haben, daß der größte Lump im ganzen Land der Denunziant ist. Hingegen werden an den Arbeitern die geringsten Uebertretungen im sozialen Kampfe schwer gerächt. Gegen sie werden alle Hülfsmittel der Staatsgewalt aufgeboten, wenn sie von dem wirtschaftlichen Fortschritt auch für sich einige Brosamen nehmen, wenn sie entweder von der Zeit der guten Konjunkttir auch ein lvenig Besserung ihrer Lage erhalten oder in ungünstigen Zeiten das Niveau ihrer Lebenshaltung nicht herunterdrücken lassen wollen. Ein Rixdorfer Polizeibeamter hat unter seinem Eid vor Gericht aussagen inüssen, daß der Polizei- Präsident von Berlin den Befehl erlassen habe, Streikposten, die sich gegen die Straßenpolizei-Verordnung vergehen, so lange auf der Wache festzuhalten, bis in den von dem Streik betroffenen Betrieben Feierabend eingetreten sei und die Streikbrecher die Betriebe verlaffen hätten.l) Mark unterboten. Dabei bestand ein Abkommen unter den Mitgliedern der Innung, unter einen bestimmten Preis nicht hcrabzugchen. Der Tischlermeister Pauli-Potsdam hat sich an dieses Abkommen nicht gehalten.(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Herr Erzberger wandte sich gegen den Hausierhandel und wies auf die Schilder an den Häusern hin: Betteln und Hausieren verboten. Es gibt noch kleinere Schilder, darauf steht: Mitglied des Vereins gegen Verarmung und Bettelei, und die Häuser sind auch ganz verschlossen. Die Herrschaften wollen sich eben durch eine jährliche Abschlagszahlung von 3 Mark davor schützen, das Elend täglich vor Augen zu haben, ssie sehen es nicht gerne mit eigenen Augen. Wir sind gegen die Beschränkung deS Hausierhandels, denn die Leute greifen nicht aus Uebermut zu dieser wenig an- genehmen Beschäftigunq.(Sehr richtig I bei den Sozialdemokraten.) ES ist nicht das leichteste Brot, welches die Hausierer essen. Es gibt gerade aus dem flachen Lande Leute, die nur alle paar Monate ein- mal in die Stadt kommen. Für die meisten Bewohner des platten Landes ist der Hausierhandel geradezu ein Segen. Wenn Sie, meine Herren vom Zentrum, das Gegenteil meinen, so denken Sie eben nur an die wenigen Wohlhabenden und Besitzenden auf dem Lande.(Sehr richtig! links.) Abg. Dr. Mngdan hat seinem gepreßten Herzen am vorigen Freitag Luft gemacht und sein Gift und seine Galle, die er seit langem angesammelt hatte, gegen die Sozialdemokratie ausgespien. Am meisten klagte er, daß die Krankenkassen die Aerzte in ihrer Lebensstellung herabsetzen. Er klagte auch, daß auch von den Kranken- kassen-Vorstandsmttgliedern verlangt würde, daß sie gewerkschaftlich organisiert seien. Ja, Herr Kollege Mugdan, wo in der Welt ist es denn anders? Sie erklären doch auch jede» Kollegen als minder- wcrttg, ja sogar für unehrenhaft, sobald er Ihre Bestrebungen nicht teilt. Handeln denn nicht auch die H i r s ch- D u n ck e r s ch e n Vereine so, daß sie von jedem bei ihnen Angestellten verlangen, daß er zu ihrer Partei gehört? Hat die Sozialdemokratie sich je darüber beklagt? In welcher Gesellschaftsklasse wird anders ge- handelt? Dann haben Sie an der B e f ä h i g u n g eines Teiles der Mitglieder an unseren Krankenkassen einen Zweifel erHobe». Aber die Regierung weiß es vielleicht besser als Sie, daß die Mitglieder unserer Kassen befähigter sind als die der anderen. Als in diesem Jahre im kaiserlich st a t i st i s ch e n A m t e eine Berattmg stattfand, da wurden als Sachverständige lediglich Ve- amte unserer freien Gewerkschaften sowie sozial- demokratische Redakteure hinzugezogen.— Seinen ärztlichen Kollegen hat Dr. Mugdan ein außerordentlich gutes Zeugnis ausgestellt. Honorige, cdeldenkende Leute lassen sich doch sonst nicht so von einem Kollegen beschimpfen. Dr. Mugdan sagte näm- lich: Die Aerzte seien durch die Behandlung in den Krankenkassen wissenschaftlich und ethisch zugrunde gerichtet, und ihre politische Abhängigkeit sei geradezu unwürdig. Sie, Kollege Dr. Mugdan, werfen also den Kassenärzten vor, daß sie nach dem Sprüch- lein handeln:„Weß Brot ich esse, deß Lied ich singe". Sie werfen ihnen also geradezu Gesinnungslumperei vor. Legen Sie doch einmal einen Arzt, der wegen seiner politischen Gesinnung von den Kassenärzten gemaßregelt worden ist, auf dem Tisch des Hauses nieder!(Große Heiterkeit.) Wir haben allerdings unter den Aerxten schon Männer, die sich zur Sozialdemokratie rechnen. Das ist selbst- verständlich(Widerspruch rechts), und das sind die vorgeschrittensten unter den Aerzten.(Lachen rechts und bei den Freisinnigen.) Die Tatsache, daß ein sozialdemokratischer Arzt mehr Vertrauen bei den Krankcnkassenmitgliedern genießt als ein anderer, werden Sie durch keine Gesetzgebung ändern können. Heute sind Sie Gift und Galle gegen die Vorstände der Berliner Krankenkassen. Aber es gab eine Zeit, Herr Dr. Mucjdan, wo Sie mit ihnen gut Freund waren und es nicht verschmähten, manche Nachtstunde in jovialer Geselligkeit mit den Mitgliedern der Vorstände zu verbringe». Da hatten Sie noch keinen Fußtritt von ihnen erhalten, da konnten Sie sich noch an ihre Rock- schöße klammern. Nachdem aber die Krankenkassenvorstände den Charakter deS Arztes Mugdan— außerhalb dieses tauses— erkannt hatten, da kündigte Ihnen der Vorstand die reundschaft. Ich glaube, daß Ihnen das sehr schmerzlich war, aber es war doch kein Grund zu Ihrem jetzigen Auftteten. Präsident Graf Ballestrem(unterbrechend): Sie dürfen die Ver- hältnisse der Mitglieder außerhalb des HauscS nicht in die Debatte ziehen. Abg. Zubcil(Soz., fortf.): Nur weil Herr Dr. Mugdan die Vorstandsmitglieder d er Kr an k en k a f s e n in ehrenrühriger Weise hier angegriffen hat, hielt ich mich für berechtigt, darauf hinzuweisen, daß er früher, als er noch nicht Abgeordneter war, als seine Tätigkeit ganz außerhalb des Hauses lag, anders über diese Beamten geurteilt hat. Präsident Graf Ballestrem: Herr Abgeordneter, hier im Reichs tage dürfen Sie nicht erörtern, was ein Abgeordneter getan hat, bevor er Abgeordneter war, sondern nur, was er als Abgeordneter getan hat.(Heiterkeit.) Abg. Zubeil(Soz., fortf.): Der Verein freigewählter Kaffenärzte hat als Sekretär einen agitatorisch tätigen Sozialdemokraten angestellt. Die eigenen Kollegen des Dr. Mugdan urteilen alw etwas anders über die Sozialdemokraten, als er sich hier am Freitag er- laubt hat. Wie steht es mit dem Verein fteigewählter Kassen- ärzte? Wehe dem Kollegen, der diesem Verein nicht beitritt! Er ist ausgelöscht aus der Reihe der Aerzte. die auf irgend welche Tüchtigkeit und Ehrenhaftigkeit Anspruch machen können. Wenn er aber eintritt, dann ist er alle Minder Ivxrtigkeit loS, dann hat er sich alle ärztlichen Qualitäten wieder erworben. (Heiterkeit.) Es ist Herrn Dr. Mugdan auch gar nicht darauf an- gekommen, von diesem Platze aus die Unwahrheit zu sagen. Er hat ans den Fall„Oswald" hingewiesen. In der Lichtenberger Orts- krankenkasie hatte der freisinnige R e n d a n t und die Leuchte des dortigen Freisinns, Kaufmann, durch die Aufsichtsbehörde entfernt werden müssen, weil er sich zahlreiche Unregel Mäßigkeiten hatte zlischulden kommen lassen und sich auf Umwegen eine lebenslängliche Stellung verschafft hatte. Für die offene Stelle meldeten sich außer unserem Partei genossen Oswald Grauer noch acht Bewerber, darunter zwei Korvettenkapitäne a.D.(Heiterkeit.) Im Vorstande saßen damals vier Arbeitgeber und acht Arbeitnehmer, darunter nur zwei Sozialdemokraten. DaS hätte Herr Dr. Mugdan bei seinen politischen Freunden im Vorstande der Lichtenberg-Friedrichsfelder Krankenkasse leicht erfahren können. Einstimmig wurde von den Nicht-Sozialdcmokraten unser Genosse Grauer zum Rendanten gewählt, gerade auch von den freisinnige» Parteigenossen deS Herrn Dr. Mugdan. Trotzdem hat dieser sich nicht gescheut, einen ehrenwerten Mann in der Oeffentlichkcit herabzusetzen. Eine einzige Erkundigung bei der AuffichtSbehörde für die Krankenkasse hätte dem Herrn Dr. Mugdan auch darüber belehrt, ivelchen Aufschwung die Kasse seit dem Amtsantritt des Sozialdemokraten Grauer bis zum heutigen Tage genommen bat. Dr. Mugdan sprach dann vom Verwalter der S ch n e i d e r k a s s e, der neun Monate Gefängnis verbüßt habe, zwar in jurganisation und Agitation bewährt sei, aber von den Krankenkassenverhältnissen keine Ahnung hätte. Herr Dr. Mugdan weiß, warum der Mann besttaft worden ist, weiß, daß er nichts Ehrenrühriges begangen hat. weiß, daß die AufsichtS- behörde den Man» bestätigt hat— und ttotzdem hat er sich nicht gescheut, auf diesen Fall Bezug zu nehmen und es so darzustellen, als ob ein moralisch minderwertiger Mensch in den Kassenvorstand gewählt worden seil Nur den Namen hat Herr Dr. Mugdan nicht genannt; so viel Schamgefühl hat er noch be- scssen. Aber hunderttausend Menschen kennen in Berlin den Leiter der Schneiderkasse; und darum können wir hier ruhig sagen, daß Genosse Täterow dadurch nicht an seiner polittschen Ehren- hafttgkeit verloren hat, daß er für andere eine Strafe auf sich nahm. Ich glaube, daß Dr. Mugdan mit seiner Rede vom Freitag den Aerzten und seiner Partei einen üblen Dienst geleistet hat. Aber das kaim uns schließlich gleichgültig sein. Wir wollten nur die Kampfcsweise charailerisieren. die Herr Dr. Mugdan in dieses Haus einzuführen beliebt hat. ES wird Ihnen nicht möglich sein, von den Angaben, die ich Ihnen gemacht habe, auch nur eine einzige zu widerlegen. Aber hoffentlich werden Sie in Zukunft etwas vorsichtiger sein, ehe Sie unwahre Angaben über ehrenhafte Personen hier im Reichstage verbreiten. Ob Ihre Aerztevercine Ihr Verhalten ebenfalls ehrenrührig ansehen werden, wage ich nicht zu entscheiden. Aber in den Kreisen der Arbeiterschaft sind Sie für immer gerichtet.(Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten. Lachen bei den Freisinnigen und rechts.) Abg. Jtschert(Z.): Die Sonntagsruhe spielt eine wichtige Rolle in der Sozialpolitik. Das zeigt sich auch darin, daß sich diesmal eine ganze Anzahl Resolutionen zum Etat des Innern mit ihr beschäftigen. Wir fordern so gut wie die Sozialdemokratie grund- sätzlich die volle Sonntagsruhe, und die Sozialdemokratie läßt wie «vir Ausnahmen zu. Es fragt sich nur, Ivo man die Grenze zieht. Wir ziehen es vor, das Mögliche zu erreichen, anstatt Un« mögliches zu erstreben. Am k ö n i g l. O p e r n h a u s e ist auch Sonntags gearbeitet worden.(Hört I hört I bei den Sozial- demokraten.) Wir halten das nicht für unbedingt notwendig. Wir erwarten, daß die vom Bundesrat beabsichtigten Aenderungen am SonntagSrnhe-Gesetz dem Reichstage zur Kenntnis kommen.— Was die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe betriff so verlangt unsere Resolution ein Höchstmaß von zwei Stunden. Wir sind mit der redaktionellen Aenderung, daß hinter den Worten „zwei Stunden" eingefügt werde:„hintereinander" auch einver» standen. Die Gemeinoen sollten einsichtiger sein. In Berlin wird noch fünf Stunden gearbeitet. Man sagt, Berlins Weltmarktstellung sei sonst bedroht. Wenn Reisende aus England kommen, müßten die von ihnen mitgebrachten Aufträge sofort erledigt werden, da in der Saison kein Tag verloren gehen' könne. Das sind rückständige Ansichten. Man beruft sich auch ans die Ministerien, wo am Sonntag gearbeitet würde. Ich weiß nicht, ob das wahr ist. Wir wünschen auch, daß die zwei Sttmdcn SonntagSarbeit vor den Hauptgottesdienst fallen.— Ueber die Sonntagsruhe der kauf- männischen Angestellten sprach bereits Kollege LipinSki. Er erwähnte eine„private" Statistik über die jetzige Ausdehnung der Sonntags- arbeit im HandelSaewerbe. Es lväre wohl richttger gewesen, wenn er angegeb." bätte. daß diese Statistik vom deutsch-nationalen HandlungSgehülsrN'Verband stammt, zumal er die Stattstik ziemlich stark benutzt hat.(Sehr richtig l im Zentrum.)— Herr LipinSki hat es meinem Freunde Erzberger vorgeworfen, daß er einen Antrag Fritzsche und Genossen in einen Antrag Schweitzer und Genossen umgetauft habe, nur um Herrn Bebel angreifen zu können. In der Tat aber hat der damalige Abg. v. Schweitzer den betreffenden Antrag ausführlich begründet, während der Abg. Fritzsche kein Wort dazu gesagt hat. Der Antrag hat jedenfalls Antrag Fritzsche geheißen wie heute Ihre Anträge Antrag Auer oder Albrecht heißen, während man doch häufig genau weiß, wer der wirkliche Bater des Antrages ist.— Den Gastwirtsgehülfen wollen wir möglichst jeden Sonntag, zum mindesten jeden zweiten Sonntag den Besuch des Gottesdienstes ennöglichen. In Berlin kenne ich einen sogenannten besseren G a st h o f. wo die Gehiilfen Tag für Tag von S Uhr morgens bis 2 Uhr nachts im Dienst fein müssen. Mit 30 bis 40 Jahren sehen diese GasthosSgehiilsen aus wie Greise. Die Erhebungen über die Sonntagsarbeit im Verkehrsgewerbe werden hoffentlich recht bald zu einer Beschränkung dieser Arbeit führen.(Bravo I im Zentrum.) Abg. Dr. Müller-Meiningen(frs. Vp.) regt an, daß der Senioren- kondent überlegen solle, Ivie die Debatte über daS Reichsamt des Innern am zweckmäßigsten geregelt werden könne. Ich sage nicht „am kürzesten", denn kurz werden diese Dinge zumal vor Einführung vonDiäten niemals behandelt werden können. Bei dem jetzt herrschenden Tohuwabohu ist dem einzelnen Redner kein Vorwurf daraus zu machen. Ivenn er über alle möglichen Sachen redet. Vielleicht überlegt namentlich das Zentrum die Einführung einer gruppenwetsen Be- Handlung der zum Reichsamt des Innern gehörigen Gegenstände. Mir als Bayern macht hier das sozialpolitische Wettrennen zwischen dem Zentrum und der äußersten Linken besonderen Spatz: in Bayern gehen die Herren ja Hand in Hand gegen uns.(Zwischenrufe des Abg. Erzberger.) Jawohl. Abg. Erzberger, das habe ich schon voriges Jahr gesagt. ES ist auch heute noch wahr. Die in Aussicht gestellte Anerkennung der Berufsvereine durch den Grafen Posadowsky war ja das einzig Erfreuliche an der bisherigen Debatte. Aber im engsten Zusammen- hang damit steht die Notwendigkeit einer reich Sgesetz- lichen Regelung des Vereinswesens. In den Einzel- Landtagen wird immer auf das Reich, im Reichstage auf die Einzel- staaten hingewiesen. DaS geht nicht so weiter. In bezug auf das Berechtigungswescn geht Preußen in Deutschland wirklich voran. DaS erkenne ich als Süddeutscher an, ich bin nicht der Parttknlarist, für den mich der Abg. Gamp erklärt hat. In engstem Zusammen- hang mit der in der Resolution Eickhoff ausgesprochenen Resolutton um Berechttgung der Oberrealschul-Abiturienten steht auch die Frage des Frauen st udiumS. Ich will darauf aber nicht näher eingehen, sondern nur noch kurz auf die zwei Resolutionen hinweisen, welche meinen Namen tragen. Die eine verlangt eine Regelung oeS künstlerischen und photographischen Urheberrechts. Nachdem die deutsche graphische Kunst auf der Weltausstellung in St. Louis einen so großen Erfolg errungen hat, ist eine solche Regelung besonders bringend geworden. Die andere Resolution verlangt eine Gesetz- gebung über daS Automobilwesen. Der Herr Staatssekretär hat ja eine solche in Aussicht gestellt, hat sie aber für äußerst schwierig erklärt. Aber alle anderen Staaten, die tiberhaupt in Betracht kommen, sind uns schon mit solchen Gesetzen vorangegangen, so daß der Regierung ein sehr reiches Material vorliegt. Die Unpopularität dieser großen Erfindung, die meines Erachtens das Zukunfts- Vehikel bildet, wird in dem Maße schwinden, als die Exzesse und die Belästigungen deS Publikums aufhören werden. Nicht bloß die sportliche Raserei muß aufhören, sondern auch die Staubfrage und die Benzingeruchftage muß geregelt werden. Der Herr Staatssekretär sollte das Reichsgesundheitsamt einmal auf diese Herren aufmerksam machen. Wenn einer seinen Hahn krähen läßt des frühen Morgens(Schallende Heiterkeit im ganzen Hause), wenn einer seinen Hund bellen läßt, so muß er diese Tiere ein- sperren. Aber ein Butler darf beliebigen Lärm machen. Wenn ein Junge auf der Straße mit seinem Stecken etwa? Staub aufwirbelt. so kann er bestraft werden; ein Butler aber darf eine Landstraße für eine halbe Stunde so in Staubwolken hüllen, daß niemand sich dort aufhalten kann. Zum Schluß möchte ich mich der Schmiergelderfrage in einigen Worten zuwenden. Wir wollen eine Enquete machen, das Zentrum, sozialpolitisch fortgeschritten, ein Gesetz. Ja, wenn daS Zentrum sogleich ein Gesetz vorgelegt hätte.(Abg. Erzberger(Z.>: Dann hätten Sie es refüsiert.) Gewiß, dazu sind»vir da.(Heiter- keit.) Denn das Zentrum unterschätzt die Schwierigkeiten der Regelung einer solchen Frage. Die Formen des gewerblichen Trinkgelderwesens sind überaus verschieden. Sie treten als Paten-, als Weihnachts-, als Neujahrsgeschenke usw. auf, haben schon auf die Syndikate und Konsumvereine übergegriffen. Unter diesen Ilmständen müssen wir erst versuchen, durch eine sorgfälttge Untersuchung mit Hülfe der Prinzipale und Angestellten, den Schlichen auf die Spur zn kommen. Die ausländischen Bestimmunäen sind entweder sehr spezialisiert und kompliziert, oder sie sind so kautschukartig, daß sie auch das Dienstmädchen, das vom Bäcker eine Semmel geschenkt bekommt, mit Strafe treffen. Nirgends ist das Expreßtempo in der Gesetz- gebung so gefährlich als auf dem Gebiet deS gewerblichen Konkurrenzlebens. Ich bitte Sie deshalb, unseren Antrag auf Ber- anstalttmg einer Enquete anzunehmen.(Bravo! links.) Staatssekretär Graf Posadowsky: Der Abg. Dr. Müller« Meiningen hat die Länge der Beratung des Etats mit der Diäten- frage in Verbindung gebracht. Er ist doch sonst so menschen- freundlich; da hoffe ich, daß er mich nicht als Geisel zurückbehalten wird, so lange bis die Diätenfragc gelöst ist.(Stürm. Heiterkeit.) Ueber die Ausführungen des Gesetzes betreffend die Kaufmannsgerichte, haben mir die Bundesregi�rungon bc »ichiet, daß di« Einrichtung der Knufmannsgerichtc allerdings nur in einer kleinen Zahl der dazu verpflichteten Städte rechtzeitig erfolgt ist, daß aber der Rest wahrscheinlich gegen Ende des Januar oder im Laufe des Feb'"ar zu ordnungsmäßigen Kaufmannsgerichten ge- kommen sein werde. Die hier im Hause angeregte Frage der rechtlichen Desserstellung der Handelsagenten verdient ernste Würdigung; ich werde sie in Verbindung mit den preußischen Ressorts und den beteiligten Kreisen vertiefen. Es sind weiter Ausstellungen gemacht worden über die Stellung der P r i v a t b e a m t e n. Mit den Verhältnissen der B u r e a u b e a m t e n ist zurzeit der Beirat für Arbeiterstatistik beschäftigt; er hat seine Untersuchungen noch nicht beendet. Die landwirtschaftlichen Beamten unter- stehen der Gewerbe-Ordnung. Für die technischen Beamten ist ein Bedürfnis oder eine Anregung, ihre Arbeitsverhältnisse zu regeln, noch nicht hervorgetreten. Nachdem die Frage aber hier angeregt worden ist, will ich nicht verfehlen, ihr nachzugehen. Es ist ge- fordert worden, die rechtlichen Ungleichheiten zwischen den technischen und kaufmännischen Beamten einerseits und den übrigen Privat- beamten andererseits zu beseitigen. Ich habe mit dem preußischen Justizminister besonders über die Stellung der Hülfsbeamten in den Bureaus der Rechtsanwälte, Notare und Krankenkassen Ver- Handlungen angeknüpft, aber diese sind noch nicht abgeschlossen. Für die Beaufsichtigung der Arbeitsverhältnisse der Werkmeister nach§ 139b der Getverbe-Ordnung sind die Gewerbe-Jnspcktoren nicht zuständig. Sehr eingehend ist hier die Frage der Hygiene in den Glas- Hütten behandelt worden. Auf Grund früherer ähnlicher An- regungen habe ich einzelne Glashütten bereisen lassen. Es war namentlich aus die Gefahr hingewiesen, die darin besteht, daß bei einzelnen Arten des Glasblasens verschiedene Arbeiter mit demselben Instrument das Blasen besorgen und dadurch ansteckende Krankheiten übertragen würden. Nur in einigen Fabriken wird das Glasblasen durch Anwendung von Apparaten mit komprimierter Luft besorgt. Aber auch das hat sich nicht als praktisch herausgestellt. Ueberhaupt liegt die Gefahr der Ansteckung gar nicht so nahe, als man glaubt. Auch der Rat, daß jeder Arbeiter sein eigenes Mund- stück haben solle, hat sich als praktisch un durch- führbar erwiesen. Was die Revision der Apothekergesetzgebung anbetrifft, so haben sich der Ablösung der Apothekerkonzessionen unübersteigliche Hindernisse entgegengestellt. Ich habe den preußischen Kultusminister deshalb gebeten, zu erwägen, ob sich die Reformen nicht auf einem anderen Wege ermöglichen ließen. Man scheint jetzt in Preußen die Sache landesgesetzlich regeln zu wollen, Ich kann aber nicht leugnen, daß eine rcichsgesetzliche Regelung des Apothekerwesens sehr erwünscht wäre.(Sehr richtig! links.) Die zurzeit dem preußischen Kultusministerium vorliegenden Gesetzentwürfe zum Schutz der Werke der bildenden Künste und der Erzeugnisse der Photographie werden dem Bundesrat bald zugehen. Es wird eine Enquete über die Kartelle der Feuerversiche- rungs-Gesellschaften gewünscht. Man darf diese Kartelle, die sich aufLeistungen beziehen, nicht mit den Warenkartellen vergleichen. Das AuffichtSamt für Privatversicherungen hat sich prinzipiell dahin erklärt, daß es sowohl die Interessen der Verficherungsgesellschaften wie der Versicherten gleichmäßig zu vertreten habe. Die Frage der B e- stechungsgelder im wirtschaftlichen Verkehr ist ja erst gaiiz kurz vor Beginn dieser Tagung neu aufgetaucht. Ueber den Umfang dieses Mißstandes sind nähere Mitteilungen nicht vorhanden. Tritt man der Frage also überhaupt nahe, so halte ich es für das richtigste, zunächst einmal die Handelskanmiern hierüber zu hören.>.ommen: »Die Verjamilstung erklärt sich mit den Forderungen des Ber- dandeS der Schneider und Schneiderinnen einverstanden; sie erklärt weiter, daß nur auf diesem Wege eine Verbesserung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Maßkonfektion und Konfektion zu erwarten ist.— Sollten die Inhaber der in Frage kommenden Geschäfte die Erfüllung der Forderungen ablehnen, beziehungsweise ignorieren, so spricht, in Anlehnung an die Beschlüsse des letzten Heimarbeitcrschutz- Kongresses, die in der Heimarbeit der Schneiderei beschäftigte Ar- beiterschaft die Erwartung aus, daß ihr die während und nach diesem Kongreß zugesagte moralische Unterstützung seitens aller Bc- völkerungsklassen auch zuteil wird.— Zu diesem Zweck beauftragt die Versammlung den Verband der Schneider und Schneiderinnen, die ihm geeignet erscheinenden Schritte bei den zuständigen Instanzen in die Wege zu leiten."_ Achtung, Tapezierer! Wir ersuchen die Kollegen, die Näherinnen ihrer Werkstätten auf die heute abend 8 Uhr in den„Arminhalleu", Kommandantenstr. 20, stattfindende Näherinuenversamnilung auf- merksam zu machen. Die Verbandsleitung. Achtung, Schuhmacher! In der Schuhfabrik von A. Schweiger, Rungestraße 18, sind Differenzen ausgebrochen. Zuzug ist fern- zuhalten. Verband Deutscher Schuhmacher. Zahlstelle Berlin. Der gemaßregclte Bademeister der Badeanstalt„Süd-Ost" er- sucht uns um Aufnahme folgender Erklärung: In Nr. S3 Ihrer Zeitung vom 3. März befindet sich eine Be- richtigung des Besitzers von Bad„Süd-Ost", Herrn Jager, wonach der betreffende Bademeister wegen seines Betragens beim Einfordern der Trinkgelder und eines höchst unpassenden Ausdrucks mit Bezug auf dem Besitzer entlassen worden wäre. Diese Berichtigung kann ich nicht stillschweigend über mich ergehen lassen, denn sie ist durchaus nicht zutreffend. Der Sachverhalt war folgender: Ich hatte im Bad „Süd-Ost" seinerzeit einen Verdienst, der jeder Beschreibung spottet; in den letzten 84(vierundachtzig) Arbeitsstunden 15,85 M.— Als der Besitzer am 3. Janckar noch nichts merken ließ betreffs des Tarifs, der am 1. Januar in Kraft trat, fragte ich ihn, welche Vorteile ich aus dem Tarif zu erwarten hätte. Er sagte, er könne noch nichts machen, da die Krankenkassen noch nichts bewilligt hätten. Ich machte ihn darauf aufmerksam, daß in der„Badeanstalt" stehe, der Tarif ist nicht abhängig von den Verhandlungen mit den Kranken- lassen. Darauf erwiderte der Besitzer, daß ich nichts fordern dürfte, wenn auch Schilder ausgehängt seien. Am nächsten Sonnabend waren die Schilder noch ausgehängt. Als eine Reihe von Gästen keine Bedienung bezahlt hatten, sagte ich zu einem Gast: Vom 1. Januar ab kostet die Bedienung 10 Pf., die betreffenden Schilder sind nur noch beim Glaser. Dieser Gast hat sich beim Besitzer be- schwert, worauf mir der Besitzer Vorhaltungen machte. Ich gab eine ausweichende Antwort. Am anderen Morgen rief er mir zu:„Daß Sie mir ja nicht wieder Bedieuungsgelder verlangen I" worauf ich mit„Nein" antwortete. Dem Herrn Besitzer war aber dieses Ver- bot noch nicht genug, sondern er rief noch:„Sonst werden Sie ent- lassen I" Ich sagte:„Herr Jager,©ie können doch nicht verlangen, daß ich ganz umsonst arbeite." Diese Aeußerung hielt der Herr für so ungehörig, daß er mir allerlei Liebenswürdigkeiten sagte, auf die ich nicht weiter eingehen will, weil ich verklagt habe wegen tätlicher Beleidigung und das gerichtliche Urteil noch aussteht. Deutkcbes Reich. In der Lederfabrik von Neumann in Wittenberg sind die Arbeiter am 6. März in einen Abwehr st reik getreten, da Herr Neumann die kürzlich vereinbarten Bedingungen durchbrochen hat und seinen Arbeitern das gesetzlich gewährleistete Koalitionsrecht zu rauben versucht.— Zuzug von Lohgerbern ist streng fernzuhalten. Achtung, Metallarbeiter! Wir ersuchen den Zuzug nach Hannover fernzuhalten, wegen Streik. Deutscher Metallarbeiterverband, Ortsverwaltung Berlin. Die Bauarbeiter Krefelds, Maurer sowohl als Bauhülfsarbeiter, wollen, wie uns unser dortiger Korrespondent mitteilt, mit den Unternehmern einen längeren Vertrag abschließen und haben ihre Forderungen eingereicht. Doch verhalten sich die Unternehmer vollständig ablehnend. Die zehnstündige Arbeitszeit wollen sie akzep- tieren; doch stehen sie auf dem Standpunkte, daß der Lohn nur nach Leistungen bezahlt wird. Sie lehnen sogar das Gewerbegericht als Schiedsgericht ab; e§ war dieses in dem Bertrage vorgesehen. Den Bau- hiilfsarbcitern wollen sie überhaupt keine Zugeständnisse machen, ergingen sich vielmehr in Beleidigungen gegen die Vertreter derselben. Wohl hatten sie den Versuch gemacht, mit den Christlichen und Unorganisierten einen Vertrag zu schließen, doch scheiterte dieser Versuch an dem Protzen- standpnnkt, den die Unternehmer einnahmen. Das Herr im Hause sein, wird von denselben in der rücksichtslosesten Weise hervor- gekehrt; deshalb wird der Kampf, der entbrennen wird, ein heftiger sein. Die Bauarbeiter sind aus dem Grunde im Vorteil, daß eine Anzahl größerer öffentlicher Gebäude errichtet werden; die Haupt- fache ist, daß der Zuzug ferngehalten wird. Gleichzeitig sind die Anstreicher,. Stukkateure und Zimmerer A» die Lohnbewegung eingetreten, auch diese Gruppen beabsichtigen längere Verträge mit den Unternehmern abzuschließen. Doch ist wenig Aussicht vorhanden, daß auf dem Wege der Verhandlungen viel zu erreichen sein wird, auch hier stellen sich die Unternehmer sehr halsstarrig, so dckß es schließlich zu Streiks kommen kann. Steinsetzer. Die Differenzen in Prenzlau sind erledigt. D»r Steinsetzmcister Schmidt hat den Tarif ebenfalls bewilligt. Rusisiick. Eine große Maureraussperrung hat die dänische Arbeit. gebervereinigung angekündigt, und zwar für die Städte Horsens, Vejle, Svendborg, Maribo und Nyköbing auf Falster. Die Aussperrung soll am Sonnabend, den 11. März, durchgeführt werden, falls bis dahin keine Einigung erzielt wird. Es finden gegenwärtig Verhandlungen über die Streitfragen zwischen den Vertretern der Hauptorganisationen der dänischen Arbeiter und Arbeitgeber statt. Der Konditorcnstreik in Stockholm ist bei den Mitgliedern des Konditormeiswrvereins noch immer nicht beendet. Er dauert jetzt schon 17 Wochen, dennoch denken die Streikenden nicht daran, die Arbeit wieder aufzunehmen, bevor ihre Forderungen bewilligt sind. Der Boykott der von Streikbrechern angefertigten Waren hat sich teilweise als sehr wirksam erwiesen. Die Eisentahner New Dorks sind gestern früh auf den Untergrund- und Hochbahnen in den Ausstand getreten infolge der Weigerung der Verwaltung, die gestellten Forderungen zu bewilligen. Der Ausstand erstreckt sich auf öOOO Angestellte und hemmt fast den ganzen Verkehr, sodaß es für viele Bewohner der unteren Stadt unmöglich ist, zur richtigen Zeit ihre Geschäftsstellen zu er- reichen. 3000 Polizeibeamte bewachen die Stationen der Unter- grund- und Hochbahnen. Am Nachmittag waren die Züge teil- weise mit neuem Personal besetzt. Nach 4 Uhr morgens war es dem Publikum gestattet, auf den Untergrund- und Hochbahnen auf eigene Gefahr(!) zu fahren. Abteilungen der Ausständigen stehen an den Eingängen zu den Stationen und warnen die Fahr- gäste vor der Fahrt, die infolge der Unerfahrenheit der Streikbrecher gefährlich sei. Nach 8 Uhr verkehrten die Züge auf der Untergrund- bahn etwas häufiger, auch fahren einige Schnellzüge. ipiir den Inhalt der Inserate iiberniinmt die Redaktion de», Publikum gegenüber keinerlei Berantivortnng. Ukeater. Mittwoch, den 8. März. Ansang lll, Uhr: Opernhaus. Bajazzi.(Pagliacci.) CavaUeria rosticana.(Bauernehre.) Neues tönigi. Oper»- Theater. Geschlossen. Deutsches. Schusselchen. Berliner. Der Kaiserjäger. Lessiug. Ein Volkssemd. Westen. Wiener Blut. Zentral. Die Jurheirat. National. Die Jüdin. Neues. Em Sommernachtstraum. Thalia. Der Kilometerftesser. Ansang 8 Uhr: Schiller O.(Wallner- Theater.) Im Hafen. Schiller Zk.(Friedrich Wilhelm- städtisches Theater). In Be- Handlung. ttleines. Abschied vom Regiment. Angele. Residenz. Hotel Pompadour. Luftspielhaüs. Der Familientag. Trianon. Das Abenteuer des Herrn Malezieux.— Die Bricstasche.— Sin peinlicher Zwilchcnsall. Deutsch-Amerikanischeo. New Jork. Luisen. Götz von Bcrlichingen. Belle-Zlllianee. Der beste Tip. Earl Weiß. Die Kinder des Kapitän Grant. Metropal. Die Herren von Maxim. Slpollo. Das Vcilchenmädchen. Spezialitäten. Kasino. Heirat aus Probe. Herrnfeld-Theater. Die Meher« Hains. Pasiagr-Theater. Die 5LorrisonZ. Batten Lassan. Spezialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Palast. Wie mau Weiber sesselt. Spezialitäten. Wintergarte». Spezialitäten. «rauia. Taubeustratze 4«/4». Im Theater abends 8 Nhr: Der Simplon und sein Gebiet. Juvalideustratze 57/62. Stern. warte. Täglich geöffnet von 7 bi« U Uhr._ Neues Theater. Anfang 7'/, Uhr. Kiv Sommklnachtstraum. Donnerstag: ein Sommeenaokt»- Kaum. Freitag: vor Graf von Charolals. Sonnabend, Sonntag: Ein Sommor- nachtstraum. Kleines Theater Ansang 8 Nhr. Angele. Vorher: Abschied vom Regiment. Donnerstag: Nachtasyl. Freitag zum erstenmal: 5anna. Sonnabend: Angele. Der Bär. Sonntag: Angele. Abschied vom Regiment._ Hational-Theater Wembergsweg 19. Mittwoch, den 8. März 1905: Die Jüdin. Ansang VI, Uhr. Donnerstag: Ensemble• Gastspiel deS Theater des Westens: die neu- gierigen Frauen._ Kasino»Theater Lothringerjtraße 37(Roscnthaler Tor.) Täglich 8 Uhr, Sonnt. 7'/,— 8 Konzen. Heirat auf Probe. Borher das vollst, neue Programm. Sonntag nachmittags 4 Uhr: Butter Gräben.(Kleine Preise.) Urania, Taubenstr. 48/49. 8 Uhr: iet Sternwarte lnvaliden str. 57/62. ) gastan s ANOPTICUM. Friedrichstr. 165. Da..cn.ationelle Riesen-Mädchen!!! Ko.a Wcd.ted, 2 Meter 20 cm hoch, größte lebende Riesin VAU- der Welt.'VS Zentral-Theater Slbends 71/, Uhr: Die Juxheirat. Operette in 3 Akten von Jnl. Bauer. Mufik von Franz Lehär. Morgen und solgende Tage: Die Juxheirat. Sonnabend nachm.: Her gestiefelte Kater. Abends: Die Juxheirat. Sonntag nachm.; Die Fledermaus. Abends; Die Juxheirat. Luisen-Theater. Abends 8 Uhr: Götz von Berlichingen. Donnerstag: Opern- Gastspiel des Nasional-Theaters: Die Jüdin. teltag: Das Stistimgsseft. onnabend: Der neue SttstSarzt. Sonntag nachm.: Dorf und Stadt. 'Abends: Rcgistrator aus Reisen. Montag: Götz v. Berlichingen. Das Veilchenmädel Musil von Pros, toset tteilmesberger, k. k. Hoskapcllmcister. Vettori a. G. Willi Bauer a. G. Borher 8 Uhr: Neue Sgerlalltäten. Sonntag, 12. März, nachmittags 3 Uhr. ermäßigte Preise: Berliner Luft und Spezialitäten._ Metropol-Theater Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz In 5 Bildern von Julius Freund. Musik von Viktor Hollaender. Inszeniert vom Direktor Richard Schultz. Benr� ßetuler. Josef Giampietro. Jose! Joseptii. Änfon Gnioleld. Fpid Fit Fritzi Massary. Das Fest des Lichts.(Ballett.) Rauchen gestattet. Änf. 8 Uhr. Sonnabend, den 11. März: Wer Metropol-Theater-Ball. Bernhard Rose-Thealer Gesundbrnimen, Badslraße 58. Zwischen zwei Herzen. Schausp. in 4 Ausz. von Richard Voß. Anfang 8 Uhr. Nach der Vorstellung: Ball. Vorzugskarten z» halben Kassen- preisen haben Gülligkeit. Sonntag, 12. März, nachmittags: Das Käthchen von Heilbronn. Abends 7 Uhr: Der Goldfuchs. o. Wallner-Theater. Mittwoch, abends 8 Uhr: In» Hafen. Drama in 3 Alten von Georg Engel. Donnerstag, abendS8Uhr: Be? Ijelbalte. Freitag, abends- 8 Uhr: Medea. TS. Schiller-Theater s/sss Mittwoch, abends 8 Uhr: In Behandlnng. Komödie in 3 Auszügen von Max Dreher. Donnerstag, abendS 8 Uhr: Im Hafen. Freitag, abends 8 Uhr: Bei» I-eldalte. Thalia-Theater. Belle Alliance-Theater. Dresden erstr. 72/73. Direktion: Kren& Schönfeld. Belle Alliancestr. 7/8. Täglich abends 71/2 Uhr: Stürmischer Lacherfolg! Der Kitnnittcrstcflcr STÄ"rf m Cfiarleys Tante. Täglich abends 8 Uhr: Durchschlagender Laeherfolg! Der beste Tip. Sonntag nachmittags 3 Uhr: Kean oder: Genie und Leidenschaft. In Borbet eiwng: Die Note. Deutsche Konzert- Hallen. An der Spandauer Brücke 3. Täglich: GroOes Urbock-Jubelfest. Internationale Künsderkonzerte. x Theater-Abteilung. Spezlal-Ansschank der Berliner Bock- Bi-anerel. Eirkus Schumann. Heute Mittwoch, den 8. März, abends präz. 7'/, Uhr: MF~ Greste-Wg Wohlttitigktits-Vorstkjlung zum l 5. Lokal-Kommissariats des �°z"'Woi!3llIMsllrVeterWi!. Ganz exquisites Gala-Programm. � DM- Die glänzenden neuen Spezialitäten u. die größte Sensation der Gegenwart! Mr. Gph. Thompsons te«. MM««. worunter der einzig existierende Moiflortsle schlapile Elefant. Ferner: Dir..Alk. hlelininann» neue moderne Dressuren. Um 9>/z Uhr: Beispiellos dastchender Ersolg! Die grobe Schumannsohe mit märchcnha'ter Pracht inszenierte Zlusstattnngs-Pantomime: Rinn Nordlandsreise im Strahle der Milternachtsscnne. 7 herveragend schöne Bilder. ca. 400 Mitwirkende. 2 Musikkorps. Neue Einlagen. Vkut5eh'Amenksm5ehk8 Theater. KSpnickerstr. 67/68, Stat. Jannowitzbr. Jed. Abd.SUhr: Gastsp. Ad. Philipp. Der große Erfolg!! Zum Male: 107. NEW-YORK Sonntag nachm. 3 Uhr, halbePreise Ueber'n großen Teich. Boritzplatz. Täglich von 12—4 Uhr: Mittagslisch. 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Selbige ist zur Notwendigkeit geworden, da die BnterneHmcr der Schilderbranchc durch unbotmSstigeS Borgehen gegen die einzelnen unserer Mitglieder uns zwingen, schon morgen Stellung zu unseren Forderungen zu nehmen. 2822b Grschetnt pünktlich und macht es Ench zur Ehrensache, zu der für Euch so wichtigen Bersammlnng zn agitieren, dost auch keiner unserer Leute fehlt. IM« Vepwnltnnj. Zur ßtst. Seachtung! Allen Freunden, Bekannten, Partei- genossen und Kollegen zur Mit- ieiwiig, dich ich in der(Schilling, strafte 84 eine Schankwirtschaft eröffnet habe. Hochachtungsvoll und ergebenst Leo Ostrowski, Schankwirt, 282.86 Schillingstr.«4. 2193L* Sofastoffe Riatanauiwahl aller QualitMen. Wolle- Daclof Macquettas. Plnsch-�vSte� Satteltaschen. Mos terb. näher. An�abefruiko. Emil Lefönre,?r�"?,;.158. e teppdecken taust man am prua- tocrtcslen aar direkt tn der Aadrtk, TS tö.H- strafte?S, wo auch Atta «t»»pde«»n aufgeardeltei werden. W. Atrodmaudel, verli»»A. glkustrlerter Preiatataloa qratta. Soeben erschien in unserem Ver- läge der Führer durch die Landgemeinde- Ordnung für die sieben östlichen Provinzen der Monarchie. Dieser Führer gibt nicht nur die einzelnen Paragraphen wieder, sondern erläutert dieselben auch ausführlich, so dost er ein wertvolles Anslunstsmittel nament- lich für die Gemcindcvertrcter und die Genossen bildet, welch« die 'Agitation in den ländlichen Bc- zirken leiten... Preis 30 Ps. Ferner find zu haben: Eilhrar durch dat Invalidenver aieherungs-Gesetz..•ö durch das Gewerheunfall versicherungs-Gcsotz ,, durch das Gauunfall veraicherurgc-Sesetz „ durch dar. lliifiiilvcrsiche rungs-6e:cU tiir Fora! und Landwirtschaft. ., für den Militirpflichtigan. Von W. Schröder. Preis 30 Ps. „ durch die Stralprczeecrdnung, Rechte des Angeklagten vor Strafgericht und Polizei. Ben Dr. Heinemann. Preis 40 Ps. 0aa Veraina- und Versammlungsrecht in Deutschland haben wir soeben in zweiter Auslage, durchgesehen und revidiert herausgegeben. Dasselbe enthält anSfühittche Erläuterungen zum preußischen V-reinsges-tz vom 11. März 1850 und eine Uebersicht des Vereins- und Versammlungs- rechts nach den reichsgesetzlichen und -andesrechtlichen Vorschnsten.— DaS Buch ist mit aussnhrllchem Sachregister versehen und kostet geb. 233/13*] 1,25 Mark. VoriÄ Berlin SW. 68. H l-indenstr. 09, l-aden STO. Weberstr. 40 b Sebönste Baceanstalt Berlins. Rttssisch-Räm. Bäder mit dem in allen Staaten patent. LiIcht-Iinn.perl-BaMHln. Besteingerichiete Medizin. Abteilung für elettr. Licht- und Dampflchwitzkasten-Däder. Be'brwKI« I. u. II. Klasse mit elektr. Beleuchtung. Anntesiinitl. Krankenkassen. WUk Billigste Preise.— Billigste ßezngsgnelle von K arnituren, PatieelsofaS. Musche.lsofas.Schlafsofas.Eftaise- longueS Bettstellen mit Matrali.. Kleideripinde, Bertiko«, Spiegel in reeller AuSsührung. Langjähr. Gar. * NetimnM, Tapez., Oranlansir. 202. Möbel, ganze W oftnungs- Einrichtuiige» sowie einzelne Stücke äußerst billig. 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Um pünktliches Erscheinen ersucht 271/1 Ter Borstand. vkttiiligmig der Melkt, Lerifiercr tft. Filiale Berlin. Donnerstag, den 9. März, abends WL tthr, in den„Arminhallcn", Kommandanienstr. 20: Mitglieder-Uersammlung. Tages-Ordnung: 1. Fortsetzung der Wahl der OrtSverwaltung. 2. VerelnSangelegenheiten. DM- Mitgliedsbuch legitimiert. ES ist Pflicht jedeS Mitgliedes, zu erscheinen. 124/10 Hl« OrtsversraltanU, in ner»» Bis 80,00 Mark verdienen wöchentlich redegewandte Herren und Damen durch Abonnentensammeln aus billige Wochenschrisi. Zu melden Linden- straße 20, II, vormittags. 281Kb Verbancl d.Zzpczkrcr, fiC Berlin. nir Mittwoch, de« 8. März, abends 81/-. tthr, in de» chrnslnliallen, Kommandantenstr.«0: AM" Tersammlnng."Wff Tages-Ordnung: Welche Borteile können die Näherinnen durch die Lohnbewegung der Gehülfen erreichen'# 177/13__ Die Verbnwdsleltnng. Deutscher Holzarbeiter-Verband. Branche der Korbmacher. Donnerstag, den 9. d. M., abends 8>/z Uhr, bei Krause, Koppenstr. 41: vettrauenzmäfifiei'-yef'ianimlung. Buch und Karte legitimiert,— Jede Werkstatt muß vertreten sein. 81/9 Ble Kommission. (Mitglied d. Arb.-Rads.-Bundes.Solidarität'). Sonnabend, den 11. März, in den«ermanla-SNlem (Jnh. D. Wodrich), Charlottenburg, Spreesttaße 13: Großer Miener Maskenball. Nach der Dcmaskierung� Belgenfahren. =b Während der Ansang 8 lihr. Es ladet hierzu sreundlichst ein ornlseb« VortrNm«.- Eintritt 60 Ps. [28376] Das Komitee. Gewlnnverleilunn. Die Auszahlnns der Gewinnanteile für 1904 nach§ 54 ird am der Betriebsordnung wir! Freitag, den Ib. Mär;, d. I., nachm. 5 Uhr. erfolgen. gien Arbester werden Di« im abgelaufenen Jahre von mir beschästigicn .n der der Auszahlung vorangehenden Versammlung der Fabrikmitgliedcr Donnerstag, den 9. März, präzise 8st, tthr: Tersammlnng. TageS-Ordnung: 1 GeschästlicheS. 2 Bortrag des Herrn Fck. Bernnteln über: »Die Eutwickelung des Sozialismus in Denischland seit 1848." 3. Verschiedenes. 20/12 jä- Gäste willkommen.-MW_ Per Vorstand. Jlrbeiter-Bildungssehule Berlin Soanabend, den II. März, abends»'/, Uhr, im Qewerkschattshaus, Engel-Ufer 15, Saal 3 Fortsetzung der Mitglieder-Versammlung. Tages-Ordnung; Diskussion ickisr den Vortrag des Genossen Davidsohn: „Neue Bildungsbestrebungen des Proletariata". 4/13* WM- Hitgliedsbuch legitimiert. Friseurgebulfen. Donnerstag, den S.IMSrz. abend« 10 tthr, Kaiser Wilhelmftr. 18m- Cessentlietle Verssmmluiig. Tagesordnung: 287/9 1. Welcher Friseurgehülsenvereiii vertritt die Interessen der Kollegen? Referent: O t t o W e r m k c. 2. Diskussion und Anträge. Werte Kollegen l Di« Versuche einzelner Kollegen, durch Gründung von Gehülsenvereinen Uneinigkeit in unser« Reihen zu traget:, bedürfen der Aus- llärung, wir erwarten daher, daß ketn Kollege dieser Versammlung scrnbleibL Verband(lentra!) der Friteurgehttlfen, Zweigvcrein Berlin. P. Liere. Deukeber kdetallarbeller-Verband. VerwaltnnUsstelle Berlin. Haupt-Bureau: Engel-User IS, Zimmer 1— S. Fernsprecher: Ami IV, 9079. Arbeitsnachweis: Zimmer 34. Amt IV, 3353. Sonntag, de» 12. März, vormittags 10 tthr: General- Versammlung in der Renen Welt, Hasenheide 108/114. TageS-Ordnung: 1. Jahresbericht und Kassenbericht sowie Bericht der Revisioren. 2. Neu- wähl deS ersten Bevollmächtigten, des zweiten Kasfierers. zweier Revisoren, zweier Beisitzer, der Auszahier der tlrbeitSIolen-llntersiützung, deS BibliothetarS und deS Registrators.— Ohne Mitgliedsbuch kein Zuiriti. s Jrilz SehneMer zum Wiegenfeste ein dreifache» > Hoch k ti P. W. f. U.E. G. M Nachruf. Am Montag, den 6. d. MtS., abends 10 lllu-, verschied plötzlich tnsolge Herzschlages in der Rur« anstatt Weißer Hirsch bei Dresden unler hochverehrter Ehes, der Fabrikant 2827b Herr G. A. Hoffmann im noch nicht vollendeten S3. Le- bensjahre. Erschüttert und sassungSIoS stehen wir an der Bahre dieses edlen Mannes, den wir alle wie einen Vater geliebt haben und In dem wir das Vorbild eines treuen, rechtschassenen Mannes. sowie Kansmannes und Arbeitgebers verkörpert sahen Sein Andenken wird in uns nie erlöschen. Berlin, den 7. März 1905, Das lienior- und Fabrik-Personal der Firma G. A. Hoffmann Hui- und Mützen- Fabrik. Sozialfleniokratiscber Verein im§. Kerl. Heiebstags Wahlkreise. Unser treues Mitglied, der Me-] tallarbeiter Max Bauer (2. Abteilung) ist nach kurzem schwerem Leiden f? im 45. Lebensjahre verschieden. Ehre seinem Zlndenken! Die Beerdigung findet heute s Mittwoch, den 8. März, nach- mittags 5 Uhr, von der Leichen- Halle deS Krankenhauses Friedrichs- Hain nach dem St. Georgen-Kirch. hos, Landsberger Allee, statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet I 245/4 Der vorstand. fl HBI■ Anmeldung, von Patenten in allen Staaten. Aeußerst billige Preise. Bequeme .sahlungSw. Gleich». Verwertung u. Finanzierung der durch uns. Bur. an- gem. Pai. Prüf. o. Ideen s. Ratscht. kostenlos. Sprz. 10—1 und 4— 0. Wolter» 4 Co., Wilh-lmst. 119,120. Betttnlm. Bcdakteur: PtUfl sBUttner, Kerlin. gut dm Lfnleratkvtvl verftlltw.: Tj. Gl esse» Berlin. Dnxk II. VerlaglTorwärts Buchdruckerei u. Berfagscmstaft Paul Singer Sc Co., Berlin SV. hiermit eingeladen Berlin. 7. März 1904. 287/8 Heinrich Freese. Achtung! Klempner! �btung! Die in der letzten Rummer der.Metallarbctter-Zeiiung'' bclaimt- gegebene Versammlung sindel wegen Verhinderung dcS Reserenten erst am 1«. d. Mts. statt. 112/20 Die Ortsvcrwaltnng. Deutscher Metallarbeiter-Yerband Verwalwngsftellc Berlin. Todcs-Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß imser Mitglied, der Schlosser �.uckariii Noel am 4. d. MtS. gestorben ist. Ehre seinem Andenken k Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 8, o. MtS., nachmittags 3 Uhr, von der Rostocker- straße 12 nach dem Sebastian- Kirchhos statt. Rege Beteiligung erwartet 112/19 Die Drtsverwattuag. ZeM-VeM der Maurer i Oeatselilaiis.'"Ä"" Am Sonntag, den 6. März, verstarb unser altes Mtglied Oskar Otto im Alter von 30 Jahren. Ehre seinem Andenken; Die Beerdigung findet am s Mittwoch, den 8. März, nach- mittags 3 Uhr. aus dem neueu j Paul»- Kirchhos in der Seesiraßc j statt. 137/31 Gute Beteiligung wünscht Der Vorstand. lifsaliliell-lliiterstlltWgskasse Die Beerdigung des am 5. März verstorbenen Steindrucker» Joh. Gerhardt findet statt am Mittwoch, den 8. März, nachmittags 5'/, Uhr, von der Leichenhalle des Andreas. u. MartuStirchhoses.Wilhelmsbcrg. Brrrris?�i�?�tprU� 2812b n. Schütte. Dr. Simmel, Spczialarzt sllr 87/9» Bant» nnd Harnleiden. 10-2, 5—7. Sonntags 10—12, 2— t. r?/ku8soknki6en'NH We?tch-Mllr» kunsfl.Illkneklsfui'Desl'elt ridell. Ausführ, äutsersf billig ck A8chmerzl.Zahnzieh. m« NervHis. Zähne reinij. M JB Bei BetMlung umsansh. mS Kaine extra BarechnuRj W E/H.Rassniahigesfat!; Fl UnMisstrayenzunfineH oh missss Max Guckel, K-ansItzer Fiats L atent'Kurea«. Ir. 57. 22.|i|i|n«g. z. Ktilsgt des„UljWlirtS" Serlilltt AHlSllllltt. M»w.ch. 8. Um lS«� Parteigenossen! Heute ist 2ahlabenll in Kerlin und den Vororten! Berliner partel-Hn�elegenbeiten. Dritter Wahlkreis. Heute ist Zahlabeud in folgenden Lokalen: Restaurant Schnieder, Admiralstr. 21; Krüger, Naunhnstr. 64; Blume, Alte Jakobftr. IIS; Voigt, Ritterstr. 75; Stramm, Ritter� ftratze 123; Manegold, Sebafttanstr. 1; Engel, Seydelstr. 30; Ladetvig, Alte Jakobftr. 83; Gärtner, Michaelkirchplatz 21: Bieber- stein, Adalbertftr. öl. Die Genossen werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand. Mariendors. Heute Mittwoch abends 8 Uhr hält der sozial- demokratische Wahlverein seine Mitgliederversammlung ab, in welcher Genosse Schubert einen Vortrag halten wird:»Die preugische Volks- schule— eine Klassenschule". Gäste, auch Frauen, haben Zutritt. Die Bibliothek ist eine Stunde vor Beginn der Versammlung geöffnet. Trcptow-Baumschulenweg. Auch hier ist von heute ab jeden zweiten Mittwoch im Monat Zahlabend in sämtlichen Bezirken. 1. Bezirk: Schäfer, Baumschulenstr. 7; 2. Bezirk: Christ, Emst- und Marienthalerstraßen-Ecke; 3. Bezirk: Mischke, Baumschulenstr. 34/86; 4. Bezirk: Kleinschmager, Baumschulenstr. 67. Lichtenberg! Die Gemeindewahlen finden am 16. und 1ö. d. M. statt. Nutzt die Zeit zur lebhaften Agitatton aus. Am Donnerstag, den 9. Nkärz, abends 8 Uhr, wird im Lokale von Gürsch, Frankfurter Chaussee 8ö, der Wahlverein seine Generalversammlung abhalten. Hier werden die Parteigenossen über die aufzustellenden Kandidaten zu beschließen haben. Die Zahlabende, die heute, Mittwoch stattfinden, müssen von allen Mitgliedern wahr- genommen werden._ Lohales. Die Rnfnahmeklassen der Gemeindeschulen können für einzelne Lehrfächer in zwei Abteilungen zerlegt werden, die jede ihren besonderen Unterricht er- halten. Durch solche Zerlegung werden die Nachteile ge- mildert, die die starke Besetzung der Aufnahmeklassen den in die Schule eintretenden sechsjährigen Kindern bringt. Wenn eine achte Klasse zu 60— 69 Kindern in zwei gesonderte Klassen zu je 30— 35 Kindern geteilt wird, so ist lvenigstens in den- jenigen Lehrfächern, für die die Teilung durchgeführt wird, eine Beeinträchttgung des Unterrichtserfolges durch zu hohe Klassenfrequenzen nicht mehr zu befürchten. Als solche Lehr- fächer kommen Rechnen und Deutsch nebst Anschauungsunter- richt in Betracht. Bon freisinniger Seite ist versucht worden, die Be» mängelung der bis 69 hinaufgehenden Frequenzen der achten Klassen durch den Hinweis auf die erfolgten Teilungen zu entkräften. Aber unsere Bitte, doch einmal anzugeben, wie viel achteKlassen denn wirklich geteilt sind, ist bisher unerfüllt geblieben. Mit derselben Ausflucht suchte man sich auch m der Stadtverordneten-Versammlung zu helfen, als die sozialdcmokrattsche Fraktton wieder einmal eine Herab- sctzung der Frequenz namentlich der untersten Klassen forderte. Kürzlich trug dort ein sozialdemokrattscher Redner den Wunsch vor, der Magistrat möge die Zahl der geteilten Klassen in seinen halbjährlichen Frequenzübersichten mitteilen. Der Stadt- schulrat versprach das, aber er ließ schon im voraus durch- merken, daß es nicht viele sind. Die Teilung gibt der Schulverwaltung die Möglichkeit, den etwa nicht vollbeschäftigten Lehrern den Sonderunterricht in einer geteilten Klasse zu übertragen, damit sie auch wirklich bis zur vollen Zahl ihrer Pflichtstunden beschäfttgt werden können. Besonders seit Einführung des neuen Lehrplanes, der einzelnen Klasscnstufen eine Verminderung der wöchent- lichen Stundenzahl brachte, gibt es manchen nicht mehr vollbeschäfttgten Lehrer. Die Teilung achter Klassen wird bereitwillig gewährt, so lange sie sich noch unter Verwendung solcher Lehrkräfte ausführen läßt. Sobald aber besondere Lehrkräfte nötig werden, denen ein Uebersttindenhonorar ge- zahlt werden muß, läßt die Teilungsfteudigkcit nach..Auch der Stadtschulrat deutete an, daß der Kostenpunkt mitspricht. Zur Beleuchtung dieser Verhältnisse können einige An- tobendes Gemeindeschul-Etats für 1905 dienen. )ort wird vorgerechnet, daß in den Aufnahmeklasscn durch Teilung des Unterrichts wöchentlich 900 Stunden inehr er- forderlich sein werden. Da nun 654 achte Klassen mit wöchentlich 13080 Stunden angesetzt sind, so kann man sich ungefähr ein Bild davon machen, wie selten geteilt wird. Ge- teilt werden soll allerdings nur in den wichttgsten Fächern und nur in den stärkstbesetzten Klassen. Aber selbst unter dieser Voraussetzung ist 900 Stunden pro Woche doch wohl ein bißchen wenig. Wird nur für 10 Stunden pro Woche der Unterricht geteilt(Rechnen und Deutsch nebst Anschauungsunterricht beanspruchen 14 Stunden), so kommt man auf nur 90 geteilte Aufnahmeklassen. Dem Freisinn ist schon das zuviel. In dem Stadt- verordneten-Ausschuß. der die geplante Abänderung der Lehrerbesoldungs-Ordnung vorbcrät, ist darüber geklagt worden, daß die Teilungs schon jetzt die Hauptursache der Ilcberstunden sei. Man hat darauf hingewiesen, daß die Teilung ursprünglich nur „nach Maßgabe der zur Verfügung stehendenLehrkräftc" erfolgen sollte, und hat ausgerechnet, zu welchen Ausgaben eine all- gemeine Teilung der achten Klassen führen würde. Die„guten Hausväter" dürfen sich beruhigen: die allgemeine Teilung kommt vorläufig nicht. Sie ist„zu teuer und für die Volksschule gilt in Berlin noch immer der Grundsatz, daß sie möglichst wenig kosten darf. Billig muß sie sein, das ist die Hauptsache. Ob sie leistungsfähiger wird, das kommt erst in zweiter Linie in Betracht._ Der Ausschuß für die in den Etat für 1906 auf- zunehmenden Veränderungen hielt am Dienstag nach- mittag seine zweite Sitzung unter Vorsitz des Stadtv. Wallach ab. Die Beratung wurde bei den Tttularsekretären fortgesetzt; die- selben verlangen 4800 M. Endgehalt. Der Magistratsvorschlag von 4600 M- wird angenonimen. Bei den Burcau-Assistenten schlägt der Magistrat ein Anfangsgehalt von 2000 M. vor, das Endgehalt soll in 11 Steigerungen nut je 200 M. nach 22 Jahren in Höhe von 4200 M. erreicht werden. Bon unseren Genossen wurde moniert, daß es doch nicht an- geht, so große Unterschiede zu machen, wie es hier geschieht. Von anderer Seite wurde vorgeschlagen. das Anfangsgehalt auf 2100 Mark festzusetzen. Bon sozial- demokratischer Seite wurde noch auSgeftchrt. um dem Drängen von außen einen Riegel vorzuschieben, sei doch jetzt gerade die beste Gelegenheit, hier einzugreifen, um die Arbeitsftendigkeit zu heben. Bei der Abstimmung wurde der Antrag angenommen, das Anfangsgehalt der Bureau-Assistenten auf 2100 M. festzusetzen, das Endgehalt nach dem Vorschlage des Magistrats zu belassen. Beim Titel„Bureau diätare" beantragt der Magisttat, das Anfangsgehalt auf 1520 M., das Höchstgehalt auf 1800 M. fest- zusetzen. Dieser Vorschlag sowohl als auch die Aufbesserung der Diätare, die die Magistratssckretärpriifung bestanden haben, wurde einstimmig angenommen. Bei Beratung der Aufbesserung des Gehalts der Steuer- e r h e b e r wurde von seiten des Magistrats ausgeführt, daß es ihm bei keiner Kategorie vonBeamten so schwer werde, Aufbesserung zubean- tragen. Von mehrere» Seiten wurde darauf aufmerksam gemacht, daß doch die Steuererheber einen Vertrauensposten inne haben und für ihre Tätigkeit wohl eine Aufbesserung von je 100 M. verdienen: dann sei es mich nicht angehend, die Steuererheber im Anfangsgehalt niedriger zu stellen als die Magistratsdiener. Ein Antrag, das Anfangsgehalt auf 1ö00 M. festzusetzen, wird abgelehnt; dagegen der Magistrats- anttag, das Anfangsgehalt auf 1600 M., das Endaehalt auf 2700 M. (in 20 Jahren zu erreichen mit einer pensionssähigen Funktions- zulage von 300 M. pro Jahr) angenommen. Nach denselben Vorschlägen werden die Gehälter der Magiftratsdiener, Arbeitshausaufseher, Chaussee- und Wegeaufseher, Brücken Wärter, Hausväter und Entwässerungsrevisoren angenommen. Ebenso werden die Magistratsvorschläge betteffend die Hülfsauffeher und Hülfs-Steuererheber angenommen. Bei den MaaistratSräten wird vom Magistrat vor- geschlagen, daS Anfangsgehalt auf 6100 M., das Endgehalt auf /, bis 9>/, Nhr abeudS statt. tScössnct! 7 Nl>r. Chr. S. Nein.— Alter Abonnent, Gartenstrafte. 1. Ja. 2. Die Hälfte der gesetzlichen Portion. 3. u. 4. Ja. Die Schenkung hätte keinen Zweck. 5. Nein.— M. Richter. In der Regel hastet der Ehemann nicht sür die Schulden seiner Ehefrau.— Neida 90. 1. Soweit ersichtlich, liegt Verjährung vor. 2. Nein.— Karl Bors. Falls das Kind nicht vom Rektor(aus Beschwerde von der Schuldcputatiou) voni ferneren Besuch der Schule dispensiert wird, hat sie noch das lausende Jahr hindurch die Schule zu besuchen.— A. W. 59. Der Fall ist.längst verjährt.— R. Ich. 16. 1. DaS ist möglich: das Gericht kann und wird scheiden, Ivenn es annimmt, unheilbare Geisteskrankheit besteht seit drei Jahren. 2. Die Klage muß durch einen Anwalt beim Landgericht Berlin I angestellt werden. 3. Die Höhe der Kosten hängt davon ab, wie hoch das Gericht die Höhe deS Streitobjekts annimmt. 4. Etwa ein Jahr. 5. Volle UntcrhaltSverpflichtung. 6. Dieselben wie zuvor. 7. Gar nicht. 8. Nein. 9. Nein. 10. Ja, aber eS kann dagegen beim Amtsgericht Beschwerde erhoben werden. 11. Nein. — Poftabonncnt 29. Der Liesernnt hat Zeugnis abzulegen.— R. B. Sie sind zur vollen Zahlung verpflichtet: der Umstand, dag der Agent die ZahlungSratcn nicht abgeholt hat oder verreist war oder dergleichen, befreit Sie keineswegs von Ihrer Zahlungsvcrpslichtung gegenüber der Gesellschaft. — Albert. 1. Ja. 2. 3)ie Aushebung eines Prozesses durch Rücknahme der Klage ist, nachdem Verhandlung stattgefunden bat, nur mit Einwilligung des Beklagten wirksam.— M. H. 29. Ihre Abmachung ist gültig, sie wäre auch güllig gewesen, wenn sie sür Sic günstig gewesen wäre.— C. 101. 1. Nein. 2. Ja.— R., Rummelsburg. Eine Erklärung darüber, in welcher Religion Ihr Sohn unterrichtet werden soll, müssen Sie in Ihrem Falle abgeben.— M., Charlottenburg. 1. Ja. 2. Nein. — I. F. 71. Kemeswegs ist ein Mädchen verpflichtet, den Mann zu heiraten, der der Vater ihres Kindes ist. Trotz der Weigerung hat der Er- zeuger seine Verpflichtungen als solcher zn erfüllen.— F. 100. In der Regel hasten die Sachen der Frau nickst sür die Mietsverpstichtimgen des Ehemannes. Unwahre Angaben im Mictsverwage über has Eigentums- Verhältnis kann aber zur slrasrechtlicheti Verfolgung wegen BewugeS führen. Ist Ihre Wohnung gesundheitsgefährdend, so klagen Sie aus Aushebung deS Vertrages und aus Schadenersatz.— 8., Adalbcrtstr. 73. In der Regel nicht i Sie müßten sich an die Verwaltung des Kirchhofs wenden.— — 31. N. 58. 1., 3., 4. Wird die Miete von mehreren verlangt, so ist dem Mieter zu raten, die Miete rechtzeitig zu hinterlegen, spätestens aber vor dem ersten Prozeßtermin. Sonst können ihn Nachteile aus der nicht oder nicht rechtzeitig crsvlgten Zahlung der Miete treffen. Der Mieter kann daraus, daß er nicht wußte, an wen er zahlen solle, nicht das Recht her- leiten, Ratenzahlungen zu leisten. 2. Wird der Beklagte im Termin nicht vertreten, so wird er verurleilt. Hinterlegen Sic schleunigst die Miete (Hinterlegungsstelle Jnvalidenslr. 52) und beantragen Sie im Termin oder lassen Sie im Termin beantragen, Sie aus dem Rechtsstreit zu entlassen oder den Kläger abzuweisen, weil diejenigen nicht geladen sind, die eben- jalls Anspruch aus die Miete erheben.— Sch. 14. Wegen Krankheit können Sie während der Krankheit entlasten werden; erfolgt die Eni- lassung erst nach gehobener Krankheit, so steht Ihnen ein Anspruch aus Entschädigung sür die Dauer der KündigungSsrist zu.— R. O. Nein. Marktpreise von Berti» am K. März. Nach Ermittelungen des kgl. Polizei-Präsidiums. Für 1 Doppel-Zentner: Weizen"), gute Sorte >7,45—17,44 M.. mittel 17,43—17.42 M., geringe 17,41—17,40 M. Roggen"), gute Sorte 13,70—00,00 M.. mittel 00,00—00,00 M., geringe 00,00-00,00 M. Fnttergerstc»), gute Sötte 16,40-15,10 M.. mittel t5.00 bis 13,70 M.. geringe 13,60-12,40 M. Haser»), gute Sorte 16.20-l5.50 M.. mittel 15,40— 14,70 M., geringe 14,60—14,00 M. Erbsen, gelbe, zum Kochen 45,00-30,00 M. Spciscbohncn, weiße 50,00-30,00 M. Linsen 60.00—30,00 M. Kartoffel» 10,00—8,00 M. Richtstroh 0,00-0,00 M. Seil 0,00-0,00 M. Für ein Kilogramm Butter 2,80—2,00 M. Eier per«chock 4,80—3,20 M. *) Frei Wage» und ab Bahn.") Ab Bahn. Wasterstanv am 6. März Elbe bei Aussig+ 1,23 Meter, bei Dresden— 0,46 Meter, bei Magdeburg-s- 1,60 Meier.— N n st r u t bei Straußsutt-j- 1,40 Meter.— O d e r bei Rntibor+ 1,86 Meter, bei Breslau Ober• Pegel+ 5,40 Meter, bei Breslau Unter- Pegel— 0,12 Meter, bei Frankfurt 4- 1,77 Meter.— Weichsel bei Brahemünde-s- 3,82 Meter.— Warthe bei Posen 0,00 Meter.— N e tz e bei Usch-j- 1,54 Meter. «itternngSübersicht vom 7. März 1905, morgen» 8«he. Stationen Swinemde. Hamburg Berlin Franks.a.M. München Wien 769 SO 759 WSW 758 S 761>S 764 jS® «1 WSW Scttn 2Schnee 2 bedeckt 1 Regen 2Regen 5 Regen 3 Regen «äs st V & II 5» HS> — 0 3 2 4 1 4 Stationen °-s « c aparanda Petersburg .icilly Aberveen PattS 4 s s« 765 S 763'O 764 SW 755; SNS 764! SN© «eller 2Schnee iSchnee 4Dunft liwolkig 3bedeckt (äs st% ä ii S? Hä — 5 — 5 » s 7 Wetter-Prognose für Mittwoch, vcu 8. März 1905. Zeitweise aufklarend, vorwiegend trübe mit Niederschlägen und schwachen westlichen Winden; Temperatur wenig verändert. Berliner Wetterbureau. Th. Forck, Kretzschmar& Co. vereinigte Tischler- und Tapezierer-Meister. In der Jannowilzbrücke IS E Ifi Dicht neben dem Sladlbahnhof Jannowitzbrilcke Eingang während des Neubaues rechts um die Ecke von der Holzmarktstrasse. Deutschlands srösstes Möbel-Kaufhaus für Wohnungseinrichtungen in allen Preislagen. Besichtigung der grossen Ausstellungsräume ohne Kaufverpflichtung gern gestattet. Oekaufte Möbel können bis znr Abliefernng frei lagern. 2189Lt c» No. 1259. 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März 1S05, vormitlagS. ihn die S-Winne über 144 Mk. find der. ictreffenten Nummern in Ulammern tcijefüßl. (Ohne Gewähr.) Nachdruck verboten. 488 663 65 708 76 92 962 13001 64 1300] 310 90 91 475 809 955 73 85 2034 62 161 71 388 551 629 34 777 ftfti(4001 0096 aE f«0,209 60 574 608 997 M � 70% M 262 82'rax/l6 4� 79� � 82V 50«« 8138 3i0 428 OT6 944 9005 24 67 W 154 1300 1. S84 633 59 767 140 OOO| 10003 134 471 547 76 83 602 13001 S41 S1 flR4 w»046! 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Nachdruck verboten. . 69 497 521 779 950 1240 58 392 510[3001 55 852 «3 2204 329[5001 554 678 719 35 915 17[4001 3009 53[4001 79 207 41 13001 8? 427 574 614[4001 726 70 4052 186 219 414 631 56 804 989 3134 60 201 110 OOO] 301 4 95 401 56 74 84 85 602 34 60 94 702 861 71 966 67 6217 1300] 328 570[5001 98 702 53 859 13001 91 99 980 82 14001 7019 98 125[4001 336 [3001 554 707 962 8159 69 291 333 610 37 773 886[500] 921 53 9163 260 79 634 40 838 10123[10001 503 38 691 761 960 75 11215 624 3o 718 925 65 1 2513 18 47 59 635 81 13172 218 495 651 086 743 935 1 4025 30 77 00 140 78 322 52 98 [3001 444[3001 69 79 83 13001 560 1 5095 237 301 41 47 55 78 81 95 421[3001 41 594 621 65 857 98 934 40 56 1 61,9 309 61 537 645 775 841 71 948 1 7041 71 85 341[3001 88 06 562 690 957 70 1 8136 78 3o3 99�«96 1 9002 28 202 317 51 446 519 65 641 762 so™ 203 8 33 59 382 94 503 60 84 818 934 77 21674 217.6[3001 430 90 555 620 705 15 820 69 «1 m,34�-4�-6� 757, 23002 30 292 492 595 619 A.�94 W.,947 � 92 24147 236 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