" Nr. 67. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Big. Bost Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs. Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. 3 Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 17 D 22. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Solonel geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Versammlungs- Anzeigen 25 Bfg. „ Kleine Anzeigen", das erste( fettgedruckte) Wort 10 Bfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Hohenzollern als Expropriateure! " Sonntag, den 19. März 1905. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Der Glücksburger Gefeßentwurf ist ganz von den Rechts- und Moralanschauungen jener dynastisch revolutionären Epoche diktiert. Die preußische Junkerregierung ist darin gut Bismärdisch geblieben. Sie stolpert niemals über juridische Zwirnsfäden, sie nimmt, was sie friegt und wie sie es friegt, und sie gibt andererseits nach Willtür, wo feinerlei Rechtsansprüche vorhanden sind. Im Verwechseln von Mein und Dein hat die preußische Staatskunst allezeit Triumipfe gefeiert. Russischer Schwindel! von Preußen aufgesogen war. Dagegen hielt es Wilhelm I. Es bleibt dabei, daß die Hohenzollern als Expropriateure eine mit den Interessen des Staates und dem bürgerlichen Befiz- Meisterschaft entwickelt haben, deren Ruhm man ihnen nicht streitig recht vereinbar, große Teile der Hessischen Staatsforsten, den machen sollte. Sie haben Fürsten entthront, ihr Privatvermögen Der Standal des beabsichtigten Staatsgeschentes für Schmalkalder Wald, an den Herzog Ernst II. von Sachsen Coburg- unter nichtigem Vorwand beschlagnahmt, die beschlagnahmten das Haus Glücksburg, über den wir vor einigen Tagen be- Gotha für seine angeblichen Verdienste um die deutsche Sache zu ver- Summen für gefezwidrige Zwecke verwendet, und sie haben selbst richtet haben, hat in politischen und parlamentarischen Kreisen schenken. Diese Schenkung des Schmalkalder Waldes bildet ein Staatsgut als Geschenke für befreundete Potentaten verwendet. einen so starken Eindruck gemacht, daß selbst die Offiziösen sich nicht moralisches Vorbild für den jetzt unternommenen Versuch, aus getrauen, den Entwurf zu rechtfertigen. Man schweigt sich aus, um Staatsmitteln irgend eine Fürstenfamilie zu subventionieren. die öffentliche Aufmerksamkeit gegenüber diesem überpreußischen Ent- Wir sehen also schon hier eine mit größter Rücksichtslosigkeit wurf des Justizministers Schönstedt nicht zu erregen, und dann in durchgeführte Expropriation. Immerhin wurde zunächst noch eine der Stille mittels des Dreiklassen- Landtages nach geheimnisvoll Kleine Abfindung beliebt. Jm März 1868 aber beschlagnahmte befriedigenden Aufflärungen" in der Kommission ein privates Preußen das gesamte in Preußen greifbare Vermögen des eheGeldbedürfnis aus Staatsmitteln zu sättigen. Der„ Vorwärts" hatte maligen Kurfürsten von Hessen. Die Verordnung des preußiin seinen Betrachtungen furz angedeutet, daß dasselbe Preußen, das schen Königs wurde ein Jahr später Gesetz. Begründet wurde die einst die rücksichtsloseste Expropriation an dem Kurfürsten von Hessen Maßnahme als ein Aft staatlicher Notwehr" gegen die angeblichen und dem König von Hannover verübt hat, heute plöglich Ansprüche hessischen Umtriebe. Der Kurfürst hätte die ihm von Preußen zur auf„ Schabloshaltung" daraus ableitet, daß eine befreundete Fürsten- Verfügung gestellten Mittel benutzt zur Agitation durch die ausfamilie durch die Vorgänge der Jahre 1864 und 1866 teinerlei ländische und inländische Presse, die eine Gefahr für die Erhaltung Die Offiziösen in Petersburg erklären, daß die japanischen Nachteile gehabt hat. und Sicherheit des Friedens und die ruhige Fortentwickelung des Nachrichten über die russischen Verluste bei Mukden ganz Einige Blätter versuchen nun, diese unangenehmen Erinnerungen Norddeutschen Bundes sei. Das war Bismarcks Begründung. Der bedeutend übertrieben gewesen seien. Der Gesamtverlust der an die Vorgänge von 1866 aus der Welt zu schreiben. Der Landtag schluckte denn auch dieses radikale und grundverlogene Russen bei Mukden habe nicht mehr als 80 000 Manu beSchwäbische Merkur" bemüht sich, durch ein paar geschicht- Expropriationsgesetz. Ob auch das Zentrum gegen diesen tragen. Diese Behauptungen sind natürlich unverschämter liche Daten Unwissenden einzureden, daß unsere Behauptung, die Aft revolutionären Charakters" protestieren mochte und ins Schwindel. Bereits gestern gaben wir die amtlichen beiden Botentaten seien von den Hohenzollern enteignet besondere dagegen Bedenken erhob, daß die beschlagnahmten Gelder russischen Zahlen wieder, wonach die Russen vom 28. Februar worden, unwahr: sei. Wenn der Schwäbische Merkur" die als geheimer Korruptionsfonds benutzt wurden, Bismard erklärte bis zum 14. März 58 000 Verwundete nach Charbin von uns angedeuteten historischen, allgemein bekannten Tatsachen fühl: Ueber juridische Zwirnsfäden wird die königliche befördert hätten. Diese Verwundeten waren natürlich bestreitet, so mag man annehmen, daß das württembergische Organ Regierung nicht stolpern." Das offenbare Recht ein Zivirusfaden! nicht die volle Zahl der in der Schlacht bei von preußischer Geschichte nichts weiß. Wenn aber die Kreuz- Man braucht für alle fünftigen Erpropriationen keine andere Mutden kampfunfähig Gemachten. Zahlreiche Verwundete 8eitung" fich zu erlauben behauptet, daß wir uns einer großen Begründung, als sie Bismarck hier gab. mußten zurückgelassen werden. Aber selbst, wenn man nur Geschichtsfälschung schuldig gemacht hätten, so kann man für dieses Aber auch damit waren die Expropriationskünfte der Hohen- mit diesen 58 000 Verwundeten rechnet und hierzu die Blatt mangelnde Kenntnis nicht als Entschuldigung gelten laffen; zollern noch nicht erschöpft; denn das beschlagnahmte Vermögen 27 000 Toten zählt, die nach den unbedingt zuverlässigen denn wir hoffen, daß die„ Kreuz- Zeitung" wenigstens doch die aller- wurde nicht einmal zu dem gesetzlichen Zweck verwendet, zu dem Nachrichten der Japaner zu verzeichnen waren, so ergibt sich elementarsten Tatsachen der preußischen Geschichte, dazu aus einer es bestimmt war. Es sollte gegen die Agitation der entthronten schon ein Verlust von 85 000 Mann. In derselben Zeit wurden noch nicht fern liegenden Beit, einigermaßen beherrscht. Fürsten benutzt werden, in Wahrheit aber wurde der Fonds für alle aber auch 5000 Mann nach der offiziellen russischen MitDie Kreuzzeitung" verfolgt also offenbar die Absicht, möglichen anderen Zwecke aufgebraucht. Das hessische Vermögen rann teilung als erkrankt nach Charbin geschafft, so daß dadurch Schönstedt Glücksburgschen Interesse burch historische mit in den Welfenfonds der König von Hannover wurde auf ganz schon die russische Armee um 90 000 Mann reduziert wurde. Märchen von diesem neuesten Korruptionsentwurf abzulenten. ähnliche Weise expropriiert, wie der Kurfürst von Heffen durch Zählt man noch die 43 000 Gefangenen hinzu, die die Aber wir können der Kreuz- Zeitung" nicht die Geschicklichkeit den nicht angebliche welfische und hessische Intriguen bekämpft Ruffen nach Dyamas Mitteilung verloren haben, so ergibt zugestehen, daß sie mit ihrer Uebernahme der Unwissenheit des wurden, sondern Bismärdische Reptile ausgehalten, demokratische sich ein Gesamtverlust von bereits 133 000 Mann. Da „ Schwäbischen Merkurs" ihrer Sache dient. Die„ Kreuz- Zeitung" Beitungsbefizer durch Schenkung von Maschinen konservativ gemacht, nun Armee Kuropatkins schwerlich mehr follte sich wahrhaftig angelegen sein lassen, lieber nicht an die mit dem später Spigel gegen die Sozialdemokratie gefüttert, ja selbst 300 000 Mann gezählt hat, so wären nicht viel mehr als die bynastische Revolution von 1866 zu erinnern, in der von der Hohen- notleidende Schwiegerväter amtierender Minister vor dem finanziellen Hälfte übrig geblieben. Diese Truppen sind aber weiterhin zollernmonarchie nicht nur das autoritäre Legitimitätsprinzip um- Busammenbruch gerettet wurden. Der Gewaltakt der allerhöchsten in dem Kampfe bei Tieling dezimiert worden. Außerdem gestürzt wurde, sondern auch alle privatrechtlichen Besigbegriffe von Expropriation Bismardsche Revolutionstaktit arbeitete muß man die Verluste hinzurechnen, die General GriepenGrund aus zerstört worden sind. Wenn die Sozialdemokratie ein- allerdings mit Kaffeneinbrüchen! erhielt demnach die echt preußische berg bei seinem mißglückten Angriff auf die Japaner mal nach Vorbildern suchen wollte, um ihre Expropriation der Ergänzung durch die gesezwidrige Verwendung der durch hatte, Verluste, die mit 10 000 Mann wahrscheinlich viel Expropriateure zu rechtfertigen, so brauchte sie nur an die Hohen- einen Rechtsbruch errafften Mittel. zu niedrig veranschlagt worden sind. Sonach dürften von den zollernpolitik der 60er Jahre zu erinnern, in der eine Fülle von brutalsten Praktiken einer jedes Recht aufhebenden Expropriation so strupellos geleistet worden ist, daß jede sozialistische, ehrliche und gemeinnüßige Expropriation dagegen verblassen würde. im " " " # die als Nach dem Tode des Kurfürsten( 1875) wurde die Beschlagnahme 300 000 Mann Kuropatkins höchstens 140 bis 150 000 Mann aufgehoben. Die Erben verlangten Rechnungslegung und Heraus- Tieling erreicht haben. Wie viel davon zurzeit noch übrig zahlung. Es ergab sich, daß 7 Millionen von dem persönlichen sind und nach Abschluß der Kämpfe übrig sein werden, Eigentum des Kurfürsten als Nuznießers seines Familien wird sich ja herausstellen. Wir können deshalb nur wiederEs ist nur unmöglich, die Vorgänge des Jahres 1866 auch nur Fideikommisses vollständig verausgabt worden waren. Die Erben holen, daß der neue Oberstkommandierende Lienewitsch froh im Hinblick auf die Expropriation der entthronten Botentaten in allen erhielten statt der sieben Millionen baren Geldes nur ein paar sein kann, wenn er auch nur den dritten Teil der Truppen Einzelheiten zu schildern. Nur ein paar Tatsachen seien in die Er- Waffen, Möbel und ähnliche Wertgegenstände. Alles andere war nach Charbin rettet! innerung zurüdgerufen, um einmal wieder der Deffentlichkeit zu von dem Vermögen des Kurfürsten zur Ueberwachung und Abwehr Unbegreiflich ist es, daß auch deutsche Kriegskritiker die zeigen, in welcher Weise die berufensten Hüter der Drdnung und der gegen Preußen gerichteten Unternehmungen des Kurfürsten und Lage künstlich zu verschleiern suchen. So hat nämlich auch ber Autorität, wenn es in ihren Kram paßt, Monarchen nicht nur seiner Agenten" angeblich verausgabt worden; in Wahrheit war Oberst Gaedte einen Rückfall in seinen russischen entthronen, sondern auch ihres allereigensten Besitzes be- die Summe für alle möglichen gesetzwidrigen Dinge verwendet worden. Optimismus bekommen. Er behauptet nämlich, daß Kurorauben. Der„ Schwäbische Merkur" hat die deutsche Geschichte Genau dieselbe Entwickelung nahm der eigentliche Belfenfonds, pattin wahrscheinlich zwei Drittel seiner Infanterie gerettet des Grazer Historikers v. Zwiedinet- Südenhorst aufgefchlagen der aus dem Vermögen des Königs von Hannover gebildet war. haben würde. Da er selbst die Truppen Kuropatkins auf und darin gefunden, daß der Kurfürst von Hessen 1866 Die Beschlagnahmung wurde aber hier erst 1892 aufgehoben, als der allerhöchstens 300 000 Mann einschätte, müssen es ganz von Preußen durch Vertrag eine einmalige Abschlagszahlung von Fonds aufgebraucht war. eigenartige Rechentünste sein, bermittels deren 600 000 Zalern und die Weiterzahlung der bisherigen Krondotation Will man nach diesen Tatsachen noch leugnen, daß die Hohen- er es zu Wege bringt, zwei Drittel der russischen Infanterie von 300 000 Zalern zugebilligt erhalten habe, also nicht beraubt zollern eine Expropriationspolitit mit allen erdenklichen Mitteln zu falvieren! del worden sei. Das ist hinsichtlich des Vertrages richtig. Wir können getrieben haben, so gibt es überhaupt keine Expropriation, sondern Ueber die Rückzugskämpfe von Tieling jedoch nicht kontrollieren, ob erst der Schwäbische Merkur" oder man wird auf bekannte Manier für genommenen Besitz die Beraubten schweigt sich der russische Telegraph, der sich so emfig beschon der genannte Historiker verschweigt, daß 1½ Jahre nach diesem abfinden" und dann die Abfindung beschlagnahmen". müht, falsche Nachrichten über die Verluste bei Mukden zu bermögensrechtlichen Vertrag zwischen Preußen und dem davon- Der„ Schwäbische Merkur" hat und die Kreuz Zeitung" verbreiten, vollständig aus. Ein unter dem 18. März vergejagten Kurfürsten von Hessen das gesamte Vermögen des Kur- übernimmt auch diesen Unsinn schließlich noch den besonderen öffentliches Telegramm Kuropatkins vom 16. März berichtet fürsten von Hessen beschlagnahmt worden ist. Schon jener in Trumpf auszuspielen versucht, daß am 14. März 1892( richtig muß nur über Gefechte, die sich am 15. März noch südöstlich von September 1866 unter den Bajonetten der preußischen Soldaten ab- es heißen am 12. März 1892) der Vorwärts" gegen die Rückgabe Tieling abgespielt haben. Das Telegramm lautet: geschlossene vermögensrechtliche Vertrag bot im zivilrechtlichen Sinne des Welfenfonds an den Cumberländer protestiert habe. Es kann feinerlei angemessene Entschädigung für das, was der Kurfürst von ganz dahingestellt sein, ob die damalige Begründung, daß die im Hessen verlor. Zudem war diese Zahlung an die Verpflichtung Welfenfonds ehemals vorhandenen Gelder hannöverscher Staatsgebunden, daß der Kurfürst feierlich seine Truppen und Beamten schatz oder Kronschatz gewesen seien, zutreffend war oder nicht. vom Treueid entbinden mußte. Unter anderem ging damals Selbstverständlich wird die Sozialdemokratie, die die Ueberführung auch das Verfügungsrecht über die kurhessischen Schlösser der Produktionsmittel in Gemeineigentum als Endziel verfolgt, in Kassel und Wilhelmshöhe an Wilhelm I. von Preußen über. gegen jede Uebergabe staatlicher Mittel an Privatpersonen Einspruch Bismard begnügte sich damals nicht mit der Aneignung des erheben. Wir haben uns nicht darum zu fümmern, wie die Ers furhessischen Kronschatzes, sondern er wollte auch den Staatsschat propriation von Fürsten zustande gekommen ist und ob sie den für Preußen annektieren. An diesem Staatsschatz hingen die Kur- Rechtsanschauungen der herrschenden Klasse entspricht, sondern uns heffen mit ganz besonderer Leidenschaft, da er in den heißen und ist die vollzogene Tatsache ein Fortschritt, der nicht rückgängig geopferbollen langjährigen hessischen Verfassungskämpfen ein wichtiges macht werden darf. Daß aber die Verteidiger der Legitimität und Objekt gebildet hatte. Selbst die zahmen Kurhessen muckten also des Privateigentums plöglich sich auf uns berufen, gegen diese weitergehende Annektion auf, und die Anschauung Bis- eine brutale Expropriation zu verteidigen, sollte man nicht marcks, daß der hessische Staatsschatz in den gemeinsamen preußischen für möglich halten. Indem wir aus Anlaß des Glüds. über die von ihnen unternommenen strategischen Bewegungen. Etat aufgehen müsse, verspottete man damals mit der Be burger Falles der Regierung den Widerspruch nachwiesen, merkung, Bismard gehe weit über die Lehre des Kommunismus daß sie jetzt, wo gar teine Rechtsansprüche vorhanden sind, staatliche hinaus, denn er fage: Laßt uns gerecht und gleich teilen, du Mittel zur Verfügung stellen will, während sie einst, wo im Sinne übernimmst meine Schulden und ich übernehme dafür dein Ver- des heutigen Rechtes wohlbegründete Ansprüche vorhanden waren, mögen." Bismarc mußte in der Frage der Annettion des Staats- rücksichtslos Millionen privaten Eigentums sich aneignete, haben tvir schazes nachgeben, freilich nur, um sehr bald auf indirektem Wege doch nicht die Anschauung vertreten, daß man nicht Fürsten den beabsichtigten Zwed boch zu erreichen. Der Staatsschatz wurde expropriieren dürfe, sondern vielmehr, daß man den Staat nicht der annektierten Provinz zunächst als Provinzialdotation überlassen. expropriieren dürfe zugunsten fürstlichen Privatvermögens. Uebrigens Ein paar Jahre später aber wurden aus allgemeinen preußischen war es 1892 ganz gleichgültig, ob der Welfenfonds dem CumberMitteln auch alle übrigen Provinzen mit gleichen Dotationen länder zurückgegeben wurde oder nicht, denn der Welfenfonds wurde ausgestattet, so daß tatsächlich damit das hessische Staatsvermögen eben erst aufgelöst, als nichts mehr aufzulösen war. um Petersburg, 18. März. Kuropatkin meldet dem Kaiser unter dem 16. März: Die Arrieregarden unserer Heere fämpften am 15. auf dem Höhenkamm südöstlich von Tieling und bei dem gleichfalls südöstlich von Tieling gelegenen Dorfe Palizuan. In der Nacht gingen die Arrieregarden bis zu den am Knie des Liaoho und beim Dorfe Kaolinsa gelegenen Stellungen zurüd, ohne vom Feinde bedrängt zu werden. Am 16. haben die Heere den Marsch fortgefeßt. Die Stadt Fatumönn ist am 15. von Chunchufen befegt worden. Sodann meldet Kuropatkin, daß er gemäß taiserlichen Befehls vom 15. ben Oberbefehl am 17. an den General Linewitsch übergeben habe. Die Uebernahme des Oberbefehls durch General Linewitsch wird von diesem unter dem 17. gemeldet. Die Japaner verhalten sich auch noch ziemlich schweigsam Immerhin ist die japanische Striegsberichterstattung über die Rückzugsgefechte der russischen um 24 Stunden voraus. Ein Telegramm aus Totio lautet: Tokio, 18. März. Amtliche Meldung. Marschall Oyama berichtet, daß japanische Truppen am 16. März rechts vom Liacho acht russische, mit Artillerie versehene Eskadrons zerstreuten, worauf fie eine nördlich von Tieling und auf der rechten Seite des Liaoho gelegene Anhöhe besetzten und den im Rückzug begriffenen Feind, der aus einer Infantericdivision und mehreren Estabrons bestand, beschossen. Englische Nachrichten schildern die Lage der fliehenden Russen als eine völlig verzweifelte: wechsel gezwungen werden. Bauernaufstand in Rußland. - einer London, 18. März. Den zurückgehenden russischen Truppen Versuch machte, diese Kolonialgesellschaften als die opferwilligen Weise über das bisher übliche Bauerntheaterstü wird im Verfolgungskampfe von den Japanern furchtbar zugefest. Nationalen hinzustellen der Nationalismus läßt sich immer und damit auch über den Konzessionsrahmen hinausgehe. kämpfen, wobei die Russen auf beiden Flügeln immer auf Einsetzung einer Untersuchungskommission über sie an. Die Japaner zwingen die Russen zu fortwährenden Nachhut- gut bezahlen- nahm der Reichstag fast einstimmig den Antrag Da ferner die Eintrittspreise billig sind und auch während der Vorstellungen alkoholische alkoholische Getränke verabreicht werden, so sei die Möglichkeit vorhanden, daß wieder überholt und zu fortwährendem Front- Das Mißbehagen über den moralischen und finanziellen geteilten Auffassung des Publikums, sei es nach der religiösen oder Bankrott der ganzen bureaukratisch- kapitalistischen Kolonial- politischen Seite der im Stück aufgerollten Frage, oder auch infolge wirtschaft erreichte seinen Höhepunkt, als der Solonial- der dramatischen Behandlung der Berson des auftretenden Geistlichen direktor durch den Hinweis auf einen drohenden Aufstand und des hierdurch etwa gestörten religiösen Empfindens eines Teiles in Togo eine schleunige Vermehrung der dortigen Schußtruppe der Zuhörerschaft sich eine Ordnungsstörung ergeben könne. Mit Die revolutionäre Bewegung in den Industriebezirken verlangte und zugleich dem Reichstage eine jener unendlichen Rüdicht auf solche Möglichkeit, die für die Bensur maßgebend sei, dauert fort und verstärkt sich. Auch die Nachrichten millionen- Nachtragsforderungen für Südwestafrika vorlegte. erfolge das Verbot! aus dem Inneren des platten Landes lauten Gleichwohl bewilligte mit der für einen sozialdemo- Stück, auch die harmloseste Bauernkomödie verbieten. Mit einer derartigen Begründung läßt sich schließlich jedes andauernd besorgniserregend. Amtlichen Berichten fratischen Volfsgeldverwalter geradezu unbegreiflichen Leicht Münchener Zenfurstückchen wird aber erst noch richtig beleuchtet zufolge werden von den Bauern Versammlungen veranstaltet, fertigkeit die bürgerliche Mehrheit auch heute alle Kolonial- durch die Tatsache, daß die gleiche Truppe erst vor einigen in denen Briefe des Priesters Gapon berlesen forderungen. Monaten auf derselben Bühne und unter den nämlichen Verwerden, welche auf die Bevölkerung großen Einfluß auswie Anzengrubers Kreugelschreiber" üben. Die Unruhen dauern fort. Mehrere Großinduſtrielle Montag wird fie dem Moloch Militarismus neue Opfer hältnissen Stüde des Gouvernements Witebsk, welche gestern in Petersburg eintrafen, erklärten, daß die meisten wohlhabenden Eigentümer dieser Provinz infolge der jüngsten Aufstände ruiniert worden find. Die Unruhen erstrecken sich sogar bis nach Sibirien. Die Nowo st i" schreiben warnend: " im Urwalde vergleichen könnten." Brücken verlangt. d Politische Uebersicht. Berlin, den 18. März. vom Volksgut bringen. " unt 11 Dieses ober! und Der Pfarrer von Kirchfeld" unbeanstandet aufführen konnte. Und in beiden Stücken wird ja auch manches gejagt, was bei den Frommen im Lande Anstoß erregt. Trotzdem So, der Et at wäre glücklich verabschiedet! Und nichts haben sich aber keine Ordnungsstörungen" ergeben, während erst hätte den tiefen Frieden des preußischen Abgeordnetenhauses fürzlich in dem vornehmen, alkoholfreien Schauspielhaus ein Herr, gestört, wenn es nicht eben immer noch Polen, Welfen und der geteilter Auffassung" war und deshalb auf dem Hausschlüffel „ Es ist an der Zeit, aus dem politischen Winterschlaf zu Juden gäbe. Gestern haben wir wieder vom Reichskanzler pfiff, von einem anderen Zuhörer geohrfeigt wurde. bod erwachen, denn es sind hundert Millionen, die bei uns gehört, daß nur diesen Ausländern" die Revolution von 1848 Reichsländisches Vereins- und Versammlungsrecht. anklopfen und ihren Hunger gestillt haben wollen. Jawohl, zu danken sei, und auch heute noch wollen sich diese drei großen Aus Straßburg schreibt uns unser W.- Korrespondent vom es ist eine offenkundige Tatsache: 80 Proz. unserer Bevölkerung Unruhestifter nie ganz zufrieden geben. So hatte denn 15. März: Es erscheint als wenig rücksichtsvoll, um die Mitte verfügen nicht einmal über das primitivste Nahrungsmittel, das das preußische Abgeordnetenhaus, nachdem die Polendebatte März dem Parlament den Entwurf eines Gesetzes vorzulegen, das Brot! Und wenn wir länger zögern, den Bauern entgegen- borüber war, noch eine kurze Welfendebatte und als Schluß nach§ 23 des Entwurfes am 1. April des Jahres in Kraft zukommen, werden wir ein schreckliches Schauspiel erleben. Eine einen Judenmonolog. Der Abg. Cassel beschwerte sich darüber, treten sol!! Man ist unwillkürlich geneigt zu glauben, es liege elementare Katastrophe wird über unser Reich hereinbrechen, die wir daß Juden zu den höheren Richterstellen nicht mehr zugelassen in diesem Verfahren eine Warnung an die Volfsvertreter, irgend welche Aenderung am Entwurf anzuregen. Entweder ungefähr mit einem vom Sturm getriebenen verheerenden Feuer werden. Der Bedauernswerte nimmt offenbar die Verfassungs- Der Entwurf wird angenommen, wie wir ihn ausgearbeitet haben bestimmung von der Gleichheit aller Preußen immer noch als oder es gibt überhaupt keine Reform! Dynamitanschläge. existent an. Wie kann man heute noch so töricht sein Wenn aber eine Reform der nach Herrn v. Köllers Aeuße mit den Worten unseres geistvollen Kanzlers zu sprechen rung veralteten gesetzlichen Bestimmungen notwendig war, so ist doch Moskau, 18. März. Da den Militärbehörden zur Kenntnis gezu glauben, daß derartige Rudimente aus dem der Reformentwurf sehr wenig zufriedenstellend. Yangte, daß auf den Eisenbahnbrücken der Samara- uitd aufgeflärte Zeit hineinpassen! Im großen und ganzen hat das preußische Gesetz der Sibirischen Bahn Dynamitattentate geplant seien, tollen Jahre in unsere Muster gedient. Der„ Entwurf eines Gesetzes über wurden sämtliche Truppenkommandanten angewiesen, die Brücken- Ja, über Kirchenverordnungen aus dem 16. Jahrhundert läßt als = und Versammlungsrecht für Elsaß wachen zu verstärken. fich noch streiten; aber über 1848? Jrgend ein Satz derselben das öffentliche Vereins Warschau, 18. März. Drohbriefe, die der Direktion der Weichsel- Verfassung lautet ja wohl auch:" Die Wissenschaft und ihre Lothringen" behandelt unter I das Vereinsrecht(§§ 1-8), unter II bahn zugegangen find, rufen Befürchtungen hervor für die Sicher- Lehre sind frei". Einen fleinen Epilog auf diesen Sag bildete das Bersammlungsrecht(§§ 9-17), muter III die Straf- und Ueberheit der Bug- und Livez- Brücke sowie anderer Brücken zwischen das, was die preußischen Abgeordneten heute über den Fall find folgende hervorzuheben: Alle Vereine, deren Mitgliederzahl gangsbestimmungen(§§ 18-23). Aus den einzelnen Bestimmungen Siedlce und Maltin. Die Direktion hat militärische Bewachung der Rottenburg zu sagen hatten, jenen Gelehrten, der die Kühn- mindestens sieben beträgt, unterliegen den Vorschriften des heit gehabt hatte, seine Sympathie für die streifenden Berg- Gesetzes(§ 1). Für alle diese Vereine besteht Anzeigepflicht, Kuebelung der Presse. Je arbeiter offen auszusprechen. auf Verlangen ist das Mitgliederverzeichnis der Behörde Petersburg, 18. März. Der Minister des Junern hat dem Nachdem der Etat erledigt war und man die beruhigende vorzulegen. Es ist flar, daß diese Bestimmungen einen sehr Chefredakteur Kulakowski des Regierungsboten"( 1) eine auf Rüge erteilt, weil er beim Abdrud des taiserlichen Manifestes vom Gewißheit hatte, daß die preußische Regierung auch im Jahre reaktionären Geiſt atmen. Denn wenn man die Verhältnisse auf 3. März von der gefegmäßigen Ordnung abgewichen 1905/06 glücklich die alten Wege wandeln werde, gab dem Lande berücksichtigt, nutß zugegeben werden, daß die Pflicht der Anzeige und weit mehr noch die der Einreichung der Mitglieder war. Das Manifest war ihm gefeßwidrig nicht durch den Senat es noch ein ergötzliches, niedliches Nachspiel. Zwischen lifte für alle Heinen Vereinigungen unangenehm sein muß, nicht zugegangen, der alle Manifeste und kaiserlichen Erlaffe bruden dem preußischen und dem bremischen Staat soll ein bie gerade in der Gunst des Herrn Gendarmen Lassen muß, bevor sie durch offizielle Privatblätter verbreitet werden Vertrag geschlossen werden, der die Landesgrenzen ein wenig oder Bürgermeisters stehen. Die Zahl fieben im§ 1 müßte eine dürfen. verschiebt. Bei dem tiefen Vertrauen, das die geeinten deutschen Erhöhung erfahren. Nach§ 6 dürfen Vereine, die einen politischen, Selbst die Offiziösen beginnen zu meutern! Brüder zu einander haben, nimmt man in Preußen natürlich sozialpolitischen oder religiösen Zwed verfolgen", Minderjährige an, daß man von Bremen ganz sicherlich über's Ohr gehauen nicht aufnehmen. Ferner dürfen Vereine, welche eine Einwirfung werde, und daß man bei der Abfassung des Ver- auf politische Wahlen bezwecken", feine Frauen und feine Ausländer aufirehmen. Zum allermindesten sollten von dieser an sich Und man trages gar nicht vorsichtig genug sein könne. schon sehr reaktionären Vorschrift die auf Grund des§ 152 der hat vielleicht in diesem Punkte nicht so unrecht.„ Les Gewerbe- Ordnung zusammengetretenen Gewerkschaften ausgenommen affaires, c'est l'argent des autres" und so erfolgreich werden, wenn nicht die ganze gewerkschaftliche Bewegung einem Der Kolonialjammer. unsere altpreußischen Aristokraten im letzten Jahrzehnt sich ungerechten und harten Schlage ausgefeßt sein soll. Der$ 7 gibt Nachdem drei Tage lang die Frühlingsstürme der russi- auch bemüht haben, diese Technik zu handhaben, so dürfte die dem Bezirkspräsidenten das Recht, Vereine aufzulösen, schen Revolution über den Reichstag dahingebraust waren, war alte Handelskultur der Hansestadt ihnen einstweilen noch deren Verfassung, Zwecke oder Tätigkeit mit den Gesetzen in Wider heute die Beratung des Kolonialetats ziemlich furz und ruhig. darin überlegen sein. Man beschloß also, sicher zu gehen spruch stehen oder deren Tätigkeit die öffentliche Die Rechte und die Regierung sind es endlich müde geworden, und die Sache noch einmal in der Kommission zu beschlafen. abt bent, fowie solche, welche andere als die in der Sagung be Sicherheit oder den öffentlichen Frieden gefährden, durch immer neue trügerische Versprechungen noch irgend welche Hoffnungen auf eine baldige gedeihliche Entwickelung der Kolonien zu nähren. Der konservative Abgeordnete Frhr. v. Richthofen Damsdorf faßte die augenblickliche Freifinniger Autoterrorismus. Man hat schon viel von den Stimmung aller Kolonialfreunde treffend dahin zusammen, Freisinnigen erlebt, aber daß sie sogar imstande wären, eine neue Das Versammlungsrecht ficht gleichfalls lediglich eine An. daß es sich für sie nicht empfehle, bei der gegenwärtigen Lage Spielart geistiger Unterdrückung zu erfinden, das hätte man ihnen zeigepflicht für öffentliche Versammlungen vor. Es ist nur ein der Kolonien viel darüber zu reden; da man die Kolonien ein- doch nicht zugetraut. Die Freifinnigen das weiß man ver- Ginberufer erforderlich, entgegen dem jetzigen lästigen Zustande, der mal ha be, müsse man sie auch erhalten, fuhr der Redner raten gewohnheitsmäßig, um nicht Sozialdemokraten wählen zu sieben erfordert, die auch alle ortsansässig sein müssen; nach dem fort und deutete in diesem Worte richtig an, daß, wenn Deutsch- müssen, einen Wahlkreis nach dem anderen an die äußerste Realtion. Entwurf genügt die Reichsangehörigkeit. Eine Reuerung liegt darin, land die Kolonien be halte, es sie auch unter halten müssen Da wo sie in den Gemeinden die Macht haben, üben sie sich in daß Versammlungen unter freiem Himmel möglich sind, die allerWahlrechtsverschlechterungen. Ihre Versammlungen und Parteitage dings der Genehmigung bedürfen. Interessant ist, daß der Begriff Zum Etat für Ostafrika machte Genosse Dr. Südefumpflegen sie unter Ausschluß der Deffentlichkeit zu veranstalten. der öffentlichen Versammlung" beibehalten ist, offenbar um auch die Zum Etat für Ostafrika machte Genosse Dr. Südekum Gegnerische Redner werden hinausgeworfen, Diskussion wird nicht Abhaltung von Privatversammlungen" weiterhin zuzulassen, die auf die Gefahr eines allgemeinen Aufstandes der Eingeborenen gestattet. Daß sie aber schließlich ihre eigenen Parteigenossen namentlich den Klerikalen sehr angenehm sind. Die Bestimmungen über aufmerksam, damit, falls er eintritt, die Regierung sich nicht nicht mehr reden lassen, das ist denn doch der Gipfel des Terrorismus. die Minderjährigen, die Frauen, die Ausländer sowie wieder darauf berufen kann, daß sie vollkommen überrascht Da die Herren sich offenbar nicht mehr stark genug fühlen, die An- über das Verbot der Abhaltung bei Gefährdung der öffentworden sei. Der Abg. Dr. Arendt, der sich im übrigen des hänger anderer Parteien zu terrorisieren, so wollen sie wenigstens lichen Sicherheit entsprechen den im Vereinsrecht enthaltenen. Auch längeren über die historische Entwickelung der Konfessionen die Genugtuung haben, aneinander ihre Gelüste zu befriedigen, hier ist die obige Kritit angebracht. Die Bestimmungen bezüglich in den Schutzgebieten aussprach, wollte diese Befürchtung nicht der polizeilichen leberwachung der Versammlungen erfordern nur als berechtigt anerkennen. Aber auch er mußte anerkennen, insoweit eine Korrektur, als die Auflösung durch den Beamten unter anderem dann zulässig ist, wenn der verantwortliche Leiter Fragen daß die wirtschaftliche Lage der Eingeborenen dieser Kolonie fich Daß diese Blüte des Freisinns gerade in Königsberg auf zur Erörterung gelangen läßt, welche mit dem in der Anzeige ans ganz bedeutend verschlechtert habe, da ihre gewöhnliche Ein- sprießen mußte, ist begreiflich; denn die Königsberger Freifinnigen gegebenen Gegenstande der Verhandlung in keinem Zusammenhange nahmequelle, der Warentransport nach der Küste, immer mehr entwideln innerhalb ihres Bezirks, allerdings mit geringerem stehen(§ 16, 4)! In Königsberg Es soll nicht bestritten werden, daß der Entwurf Fortschritte versiege. Dr. Arendts Genie hat als Abhülfemittel gegen diesen Geschick, die Praxis ostelbischer Gutsbesitzer. Notstand den Bau einer Eisenbahn nach der Küste erfunden; werden den Sozialdemokraten prinzipiell die Säle abgetrieben, gegenüber dem bestehenden Rechtszustande aufweist, allein es müßte er machte obendrein dem Genossen Südefum noch Vorwürfe, und wenn sie wenigstens in freisinnigen Versammlungen zu Wort noch viel an ihm gefeilt und verbessert werden, damit das Geset daß unsere Partei für einen solchen Bahnbau nicht zu haben fommen wollen, so werden sie wegen Hausfriedensbruches freifinnig als ein wahrer Fortschritt empfunden werden könnte! denunziert und ins Gefängnis geschleppt. Wer von den lokalen Frei sei. Sonst drehte sich die Debatte um kleinere Verwaltungs- sinnigen gegen diese Schreckensherrschaft sich auflehnt, wird schleunigst fragen: es stellte sich heraus, daß bei den Uebersee- Banken die egkommuniziert. Die Herren Dullo und Krieger wurden auf dem Regierung das Privatkapital ganz ungebührlich begünstigte. Altar dieses Königsberger Freisinns geopfert. Man erinnert sich Das leitete passend zu den Verhandlungen über das Schuß- auch, daß die freifinnige„ tönigsberger Hartungsche Zeitung" über gebiet Togo über. Genosse Ledebour fonnte nachweisen, den Königsberger Prozeß in einer Weise schrieb, daß sie kaum von daß durch eine amtliche Untersuchung all die im Vorjahre von der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" überboten werden könnte. uns behaupteten Praktiken der Landgesellschaften tatsächlich fest- Runmehr aber hat man sogar auswärtige Mitglieder der eigenen gestellt worden seien: Die ungeheuerliche Bewucherung der Ein- Partei in Königsberg bontottiert. Unser dortiges Parteiblatt erhält die folgende Buschrift: geborenen, denen man nicht einmal so viel Land läßt, wie zur Fristung des notwendigsten Lebensunterhaltes erforderlich ist. Die Regierung selbst, die im Vorjahre noch alles zu beschönigen suchte, hat die Gesellschaften zwingen müssen, einen Teil ihres Naubes wieder herauszugeben. Die Mehrheit des Reichstages, die im Vorjahre unseren dahingehenden Antrag abgelehnt hat, stand jetzt gründlich blamiert da. werde. Deutfches Reich. -und so haben sie eine selbstmörderische Methode erfunden, die man den Autoterrorismus nennen kann. Sie entziehen sich selber das Wort. Freifinniger fann man nicht gut fein! " Herr Pfarrer Naumann, der einem hiesigen Komitee unter Führung von Herrn Dr. Dullo sein Erscheinen in Königsberg für den Monat Mai zugesagt hatte, hat seine Zusage leider zurückziehen müssen, weil, wie er schreibt, der Vorstand der Freisinnigen Vereinigung, Ortsgruppe Königsberg, durch die Herren Wiehler und Poffeldt in aller Form gegen sein Auftreten Prstest eingelegt hat." Der stimmten Zwecke verfolgen. Eine Handhabe zu willkürlichem Vorgehen gegen mißliebige" Vereine! Leider ist keine Aussicht vorhanden, daß der Landesausschuß sich mit dieser Bestimmung nicht einverstanden erklärt! Eine Berichtigung sendet uns der Zentrumsabgeordnete Erzberger " In Nummer 66 des Vorwärts" schreiben Sie unter der Aufschrift„ Bülows Zitatenlatai", daß der Unterzeichnete Sekretär der Zentrumsfraktion im Reichstage sei und ferner:„ Als Graf Bülow in den letzten Tagen die Verteidigung gegen die sozial demokratische Kritif seines Russenfurses versuchte, erstand ihm in Erzberger dem Reichskanzler einige feiner Bettel mit sozialdemo Herrn Erzberger ein willkommener Helfer. Hurtig lieferte Herr fratischen Zitaten und der glorreiche Kanzlererfolg war gesichert." Daran Inüpfen Sie noch allerlei persönliche Verdächtigungen. Demgegenüber habe ich zu erklären: 1. Es ist wahr, daß ich Sekretär der Zentrumsfraktion des Reichstages bin. oder überhaupt von der Fraktion irgend einen Auftrag in dieser Richtung habe., 2. Es ist unwahr, daß ich dem Herrn Reichskanzler irgendwie ein Material( Bettel mit sozialdemokratischen Zitaten") geliefert habe. Ich ersuche Sie, diese gesetzliche Berichtigung in der nächsten Nummer des Vorwärts" erscheinen zu lassen. Hochachtend Südwestafrikanische Verluste. Herr Naumann ist Mitglied der Freisinnigen Vereinigung. Er Aber die Hoffnung, daß sie durch diesen Schaden klug werden wird, ist nur gering. Als Genosse Ledebour später fit fogar, wenn wir nicht irren, in ihrem Vorstand. Trotzdem wird ihm in einer Ortsgruppe feiner Partei das Reden untersagt. das Bestehen derselben Mißstände in Südwestafrika aufzeigte, serikalismus tann von dieser Art Betätigung freisinniger GeistesM. Erzberger, M. d. M. da suchten, in trautem Verein mit einigen anderen Häuptern freiheit noch lernen. anspoglou sid Zu dieser Berichtigung wird sich unser Gewährsmann noch der Rechten, der gestern gegen den Genossen Bernstein noch so Ein Zensurstreich in München, nd nad pm äußern. ordnungsliebende Dr. Paasche und der Zentrumsjünger München, 17. März. dls bloms Erzberger die Stimme unferes Redners durch ihre lauten im hiesigen Deutschen Theater, das den größten Teil des Privatgespräche zu übertönen. Als sich Genosse Ledebour diese Jahres Baritétézwecken dient, gaftiert zurzeit das Deungsche Berlin, 18. März. Ein Telegramm aus Windhuk meldet: Störung energisch verbat, war Herr Erzberger ganz entrüstet Bauerntheater. Dieses wollte das oberbahrische Voltsstick" Der Reiter Kurt Ent, geboren 1. 4. 83 zu Mühltorff, ist am 13. März darüber, daß man einem Reichstags- Abgeordneten zumute zuzu- Lehrer von Seespis" aufführen, in dem die Frage der geist in der Krankenfammelstelle Stalffontein an Typhus gestorben. Reiter hören: seit er die Schulbank verlassen habe, hätte niemand von lichen Schlaufsicht behandelt wird. Die Zensur hat aber die Alfons Rittershofer, geboren 5. 11. 80 zu Straßburg i. Elj., ihm verlangt, daß er still sein solle. Leider! Aber da es noch Aufführung des Stückes verboten und zwar mit dieser famosen Be- wurde am 12. März auf der Jagd durch unvorsichtigkeit erschossen. nicht lange her ist, daß Herr Erzberger der Kaplansschule ent- gründung: Der Autor behandele die in hohem Grade aktuelle" Der seit dem 15. Februar vermißte Reiter Emil Bergemann, Laufen ist, wird man ihm diese Reaktion gegen den Schulzwang Frage der geistlichen Schulaufsicht. Wenn er der Beantwortung dieser geboren 9. 11. 81 zu Damm, ist nördlich Hatakobis wieder aufgeverzeihen müssen. Neben dem Genossen Ledebour brachte der Frage dadurch aus dem Wege gehe, daß er den die geistliche Schul- funden und befindet sich gesund bei der Truppe. Südlich Okahandja im Gefecht mit Hereros am 14. März antisemitische Abgeordnete attmann, ehrlich empört über aufsicht verteidigenden Drtspfarrer in der ihm aufgedrängten Erinnerung ant eine in seiner Kooperatorenzeit begangene wurden verwundet: Unteroffizier Ewald Friedrich, geboren die Ausbeutungswut der Kapitalistengesellschaften in den schwere sittliche Verfehlung refignieren laffe, fo vermöge dies 9. 3. 82 au Magdeburg, Schuß rechtes Fußgelenk. Kolonien, reiches Tatsachenmaterial und Aussprüche gewichtiger an dem eigentlichen Charakter des Stückes nichts zu ändern, da Im Gefecht bei Geibanes am 11. März d. J. sind ge= Autoritäten gegen sie bei, um das Verlangen nach ihrer Expro- nicht etwa wegen der Art der Lösung des Konflikts, sondern durch fallen: Leutnant Eduard Fürbringer, geboren 3. 10. 76 zu priierung zu begründen. Trotzdem Herr Dr. Paasche den dessen Herbeiführung das Stück in entschiedener und beabsichtigter Emden Schwerverwundet: Feldwebel Gustav Mesech, geboren 12. 11. 75 zu Klein- Blumenberg, Brustschuß. Unteroffizier Peter Jensen, geboren 1. 10. 83 zu Schleswig, Schuß rechten Oberschenkel. Unter offizier Andreas Schwinn, geboren 6. 2. 82 zu Bamberg, Schuß durch die Brust. Reiter Friedrich Niedecker, geboren 13. 1. 83 zu Halscheid, Brustschuß. Reiter Johann Gehnen, geb. 3. 4. 83 zu Krefeld, Schuß in beide Oberschenkel. Kriegsfreiwilliger Franz Kopf aus Langenenslingen bei Sigmaringen. Leichtverwundet: Leutnant August Funk, geboren 27. 4. 80 zu Triepkendorf, Schuß in den rechten Oberschenkel. Leutnant Herbert Babel, geboren 22. 6. 78 zu Erfurt, Streifschuß in die rechte Hand. Leutnant Kurt Wolff, geboren 28. 10. 80 zu trefeld. Unteroffizier Wilhelm Barteld, geboren 7. 11. 81 zu Ruhlow, Schuß in den linken Oberarm. Unteroffizier Edwin Eckhardt, geboren 4. 5. 82 zu Zwößen, Streifschuß am Halse. Neiter Friedrich Gebser, ge= boren 23. 12. 73 zu Karlshafen, Streifschuß in das linke Knie. Ausland. Das Interium der Ministerpräsidentschaft. zulegen", wie die parlamentarische Phrase lautet. An den Clarion", erscheint. Eine andere Parteizeitung, die ebenfalls eine im deutschen Branntweinsteuergebiet während des Betriebsjahres gute Verbreitung hat, ist der" Standard" in Port Arthur, Ontario; 1903/04. Nach dieser ist die Branntweinerzeugung nach dem starken dieselbe erscheint auch wöchentlich. Wahlen Rückgange im Vorjahre wieder erheblich gewachsen. Unter den Ersich zu beteiligen, ist für die Arbeiterklasse nicht leicht, gebnissen der letzten zehn Jahre steht sie an dritter Stelle und wird da bestimmte Vorschriften des Wahlgefeyes eine Beteiligung sehr nur übertroffen durch die Erzeugung der Jahre 1900/01 und 1901/02. teuer machen. Das Gesetz verlangt, daß jeder aufgestellte Kandidat Jm ganzen wurden 3 854 299 Hektoliter Alkohol erzeugt, gegen die 200 Dollar deponieren muß, um auf die offizielle Wahlliste zu vorjährige Erzeugung( 3 382 935 Hektoliter) rund 14 Proz. mehr. kommen. Dies Geld ist verloren, wenn der betreffende Kandidat Von der Mehrerzeugung( 471 364 hektoliter) entfallen 397 111 weniger als die Hälfte der Stimmen erhält, die auf den gelvinnenden Hektoliter Alfohol allein auf die landwirtschaftlichen KartoffelKandidaten fallen. Bei den letzten Wahlen wurden nur in fünf brennereien. Insgesamt wurden in den Kartoffelbrennereien Kreisen von Britisch Columbia sozialistische Kandidaten aufgestellt, 3 045 605 hektoliter Alkohol( 1902/03: 2 649 952 hektoliter) ers während die Gesamtzahl der Wahldistrifte 215 beträgt. Das zeugt, davon in gewerblichen Betrieben 5722 Hektoliter( 1902/03: Resultat in diesen fünf Kreisen war das folgende: 7180 Hektoliter). Liberale Konservative Nanaimo.... 1509 Vancouver City 2939 Sozials demokraten 1122 784 2081 752 Kootenay.... 2204 Yale Cariboo 1595 602 1380 1323 393 Victoria City. 1692 1192 383 Der Branntweinverbrauch im Betriebsjahre 1903/04 berechnet sich im ganzen auf 3 743 817 Hektoliter Alkohol gegen 3 631 565 Hektoliter im Vorjahre oder auf 6,3 gegen 6,2 Liter auf den Kopf der Bevölkerung. Davon wurden 1391 895 hektoliter steuerfrei( zu gewerblichen Zwecken usw.) verabfolgt und 2 351 922 Heftoliter nach Entrichtung der Verbrauchsabgabe oder des Eingangszolles in den freien Verkehr gesetzt. Rom, den 16. März.( Eig. Ber.) Schon seit einigen Tagen erschien es zweifelhaft, daß Fortis mit der Kabinetibildung zu Kreise, in Nanaimo, mehr als die Hälfte der Stimmen des ge- verhältnisse veranlaßt die großen Reedereien, ihre Flotte beträchtlich Wie man sieht, erhielt der sozialistische Kandidat mur in einem Norddeutscher Lloyd. Die Besserung der Fracht- und Passagiergutem Ende kommen würde. Bereits am 14. berichteten wir telegraphisch, daß Fortis nur noch zwei Wege offen blieben: entweder winnenden Liberalen. In den übrigen vier Kreisen gingen deshalb das alte Kabinett Giolitti beibehalten oder auf die Präsident- die deponierten 200 Dollar, im ganzen also 800 Dollar, verloren. In drei auszudehnen. Der Norddeutsche Lloyd in Bremen hat, wie der schaft zu verzichten, ſein Mandat„ in die Hände des Königs zurück- anderen Kreiſen waren noch unabhängige Arbeiterkandidaten auf Dampfer im Bau. Für seine neu einzurichtende Frachtdampferlinie Hambg. Korresp." mitteilt, zurzeit nicht weniger als 13 große gestellt, die ebenfalls ihre Wahldepositen einbüßten. Wenn die nach Australien hat er sechs. Dampfer im Bau, von denen jeder 5500 Nun wurde aber noch in der Nacht des 14. der Plan, das alte Partei erſt etwas mehr erſtarkt, wird es ihr auch möglich sein, gegen bis 6000 Brutto- Registertons groß wird und mit je 2700 PferdeKabinett beizubehalten, zu Wasser, aus einem sehr einfachen und solche Härten der Wahlgefeße Front zu machen. Noch ist die fräften 11% bis 12 Geemeilen in der Stunde zu laufen imstande natürlichen Grunde: Die drei Minister, deren" Absägung“ von Industrie sehr schwach entwickelt und das ganze ungeheuere Land sein wird. Ferner werden für ihn zurzeit drei Reichs- Postdampfer Anfang an festzustehen schien: der öffentlichen Arbeiten, des Unter- ſehr dünn bevölkert( 6 000 000 Einwohner), aber es birgt reiche der„ Roon- Klasse" gebaut, die sich außer für den Reichs- Postdampferrichts und der Posten, wollten nichts mehr von der nachträglichen Schäße und der Kapitalismus macht sich immer mehr an die Ausverkehr auch für die Beförderung einer großen Anzahl von Zwischenbeutung derselben. Daß mit der weiteren Entwickelung des Landes Schonung wissen, die nur aus der Schwierigkeit entſprang, Nach auch der Sozialismus schnell wachsen wird, das zeigen die be deckspassagieren nach Amerika eignen werden. Jeder von ihnen wird folger zu finden. ſtehenden kräftigen Ansätze. Daß aber Fortis überhaupt gescheitert ist, hat vielerlei Ursachen, derem wichtigste wir bereits telegraphisch andeuteten: es fehlt seiner es, daß die Portefeuille- Aspiranten, anstatt sich wie sonst gierig und devot um den neuen Kabinettchef zu scharen, ihm alle möglichen Schwierigkeiten in den Weg legten. Natürlich nicht etwa aus moralischen Bedenken, sondern einfach aus praktischen Gründen, tveil niemand sich auf einem lecken Schiff einschiffen will. Die Hoffnung, Minister zu werden, wollte niemand eintauschen gegen die Gewißheit dieser Würde in einem Eintagsministerium, aus dem man vielleicht für lange Zeit kompromittiert hervorging. politischen Persönlichkeit jedes Prestige. Deshalb geschah Leutnant Modugno vor den Assisen. Rom, 14. März.( Eig. Ver.) Am 18. März beginnt vor den Assisen von Perugia der Prozeß wegen Mord gegen den Leutnant Vito Modugno. Ein zweiter Prozeß wegen Raub und Plünderrung während der militärischen Expedition in China, von welchem Feldzug Modugno als reicher Mann zurückgekommen sein soll, wird vor einem Militärgericht nachfolgen. Es sei daran erinnert, daß Leutnant Modugno im SepDaher bestanden Tittoni und Luzzatti auf den Anti- tember 1903 vom deutschen Kaiser mit dem Roten Adlerorden Streitgesetzen, doch es wollte niemand das Portefeuille der öffent- III. Klasse mit Schwertern dekoriert wurde. Er saß damals bereits lichen Arbeiten und des Unterrichts, daher machte der eine seinen seit neun Monaten in Untersuchungshaft. Eintritt vom Austritt der anderen abhängig, Luzzatti und die Regel ist, liegt die den jezigen Prozeß veranlassende Tat Wie das bei der verrucht langsamen Rechtspflege in Italien Ronchetti beanspruchten beide das Portefeuille des Innern, kurz, bereits mehrere Jahre zurück. Am 29. Dezember 1902 es gab eine Unzahl von Schwierigkeiten, denen Fortis nicht ge- wurde am frühen Morgen die junge Frau Modugnos in ihrem Bett Unter diesen Umständen hat die Krone korrekt gehandelt, von sterbend aufgefunden. Sie hatte einen Schuß in der linken Schläfe, jeder Entscheidung abzusehen und die Frage vor die höchste Instanz, der von einer Mauserpistole großen Kalibers herrührte. Die Sterbende die Kammer zu bringen. Also brauchte man einen interimistischen erlangte den Gebrauch der Sprache nicht wieder und verschied nach Kabinettchef, der das alte Kabinett unverändert dem Parlament einige Stunden, ohne ein anderes Wort ausgesprochen zu haben Der Gatte war nicht zu bevorstellte und von diesem ein Votum provozierte, eben das Votum, außer dem Ausruf: Madonna mia! Sem Giolitti durch seine Flucht aus dem Wege gegangen ist. Zu wegen, an das Sterbebett zu treten. Unter dem Kopfkissen der jungen Frau fand man folgendes dieser undankbaren Aufgabe wurde Tittoni, der Minister des Aeußern, auserlesen, dem es nun obliegt, für Giolitti die Krise durchzumachen, Schreiben: in Stellvertretung ein für Giolitti bestimmtes Mißtrauens- oder Vertrauensvotum zu empfangen. wachsen war. Cenzina Modugno- Di Cagno." 8500 Brutto- Registertons groß werden und mit je 6000 Pferdes fräften 14 Seemeilen in der Stunde fahren können. Weiter hat der Norddeutsche Lloyd einen großen Doppelschraubendampfer für seine ostasiatische Reichs- Postdampferlinie nach dem Typ des„ Prinz Eitel Friedrich", der sich sehr bewährt hat, in Bau gegeben, der 10 000 Brutto- Registertons groß werden und mit einer Maschinenstärke bon 7000 Pferdekräften 15 Seemeilen in der Stunde zurücklegen foll; außerdem zwei kleinere Dampfer für die Fahrt von Singapore nach Borneo und einen Dampfer für den Badeverkehr von Bremen nach Wangeroog. Eine Warenhaus- Aktiengesellschaft. Manche der heutigen großen Warenhäuser sind, wenn auch nominell der Firmenträger als Besitzer fungiert, in Wirklichkeit Eigentum einer oder mehrerer größeren Banken; doch ist uns nicht bekannt, daß bisher schon eines findet. Jetzt soll die Firma Leonhard Tieb in Köln in eine Aftiender größeren Warenhäuser sich im Besitz einer Aktiengesellschaft be= gesellschaft umgewandelt worden sein. Das Grundkapital beträgt zehn Millionen Mark. Es handelt sich um eine Familiengründung, da sämtliche Aktien von Angehörigen der Familie Tich übernommen worden sind. Zu dem Konzern der eingebrachten Tietzschen Geschäfte gehören außer dem Hauptgeschäft in der Hohenstraße und den drei Filialen in Köln die Zweigniederlassungen in Aachen, Barmen, Bonn, Düren, Düsseldorf, Elberfeld, Eschweiler, Koblenz, Krefeld, Mainz, Remscheid und Stralsund. Soziales. Das Recht der Schausteller. Betonto, 28. Dezember. ,, Schwere Gewissensbisse zwingen mich, aus diesem Leben zu scheiden, das so mühselig und traurig ist. Ich bitte meinen Mann, der mir immer ein guter Gefährte und tugendhafter Führer war, In dem Streit zwischen Kammergericht und Ober- Verwaltungsmir zu verzeihen, bitte um Berzeihung alle meine lieben Bergericht über die Auslegung des§ 33b der Gewerbe- Ordnung hat wandten und empfehle allen warm meine liebe unschuldige Marie. nunmehr doch das Kammergericht nachgegeben.§ 33b bestimmt:„ Wer Jch grüße alle mit einem legten zärtlichen Kuß. gewerbsmäßig Musikaufführungen, Schaufstellungen, theatralische Vorstellungen oder sonstige Lustbarkeiten, ohne daß ein höheres Interesse der Kunst oder Wissenschaft dabei obwaltet, von Haus zu Haus oder auf öffentlichen Wegen, Straßen, Plätzen darbieten will, bedarf der vorgängigen Erlaubnis der Ortspolizeibehörde." Das Kammergericht ist nun jahrelang entgegen dem Ober- Verwaltungsgericht dabei geblieben, daß hier unter öffentlichen Plätzen auch eingefriedigte Privatgrundstücke zu verstehen sind, so lange zu ihnen jedermann Es schien also ein Selbstmord vorzuliegen. Kaum hörten aber die Verwandten von dem Unglück, so gaben sie offen dem Verdacht Ausdruck, daß die arme Frau ermordet worden sei und forderten die Untersuchung des Abschiedsbriefes durch Sachverständige. Gegen die Annahme des Selbstmordes führten die Verwandten an: den findlich heiteren Charakter der Toten, ihre völlige UnBescholtenheit, die in ihr keinerlei schwere Gewissensbisse" aufkommen lassen konnte, ihre notorische Unfähigkeit, mit Waffen umzugehen und ihre kindische Angst vor ihnen. Giolitti ist also nachträglich von seinem Schicksal ereilt worden. Die Entscheidung der Krone schließt einen Tadel seines außerparlamentarischen Rücktritts ein und bringt ihn gleichzeitig um alle Vorteile dieses Rücktritts, da die Kammer ein posthumes Urteil über seine Politik aussprechen muß. Hoffentlich fruchtet diese Lektion parlamentarischer Korrektheit, die die Kammer den Ministern gibt, bei denen das Vermeiden des Kammervotums Mode geworden war! Tittoni wird also demnächst von der Kammer ein politisches Votum fordern. Ist ihm dieses günstig, so betraut ihn der König mit der Bildung des neuen Kabinetts; ist es ihm ungünstig, so fällt die Nachfolge dem ihn niederstimmenden Teil der Kammer, also der Rechten zu. Wahrscheinlich wäre dann ein Kabinett Sonnino; daß ein so anrüchiger Politiker, wie Rudini berufen werde, erscheint Zutritt habe, also auch die sogenannten Jurpläge, auf denen Wesentlich für die Entwickelung der politischen Ereignisse der nächsten Zeit wird nun die Frage sein, über die Tittoni das Die Untersuchung wurde eingeleitet. Die sachverständigen Aerzte Karussells, Schaubuden und dergleichen stehen. Es sind das gewöhnpolitische Votum erhält. Wer die Feigheit und Verlogenheit schlossen die Möglichkeit eines Selbstmordes nicht aus, erklärten lich Baustellen, die an die Veranstalter solcher Darbietungen verunferer parlamentarischen Bolitik fennt, der wird kaum erwarten, aber, daß die junge Frau eine absolut ungewöhnliche und verrenkte pachtet werden. daß das entscheidende Botum über eine wesentliche Frage Stellung eingenommen haben müßte, um sich eine in der Richtung Das Ober- Verwaltungsgericht meinte dagegen stets, auch nach fällt. Denn der Chef jeder Fraktion hält sich jetzt für den fünftigen des Schußlanals verlaufende Kugel beizubringen. Die kleinen Hände einer nochmaligen gründlichen Nachprüfung der Rechtsmaterie, unter Minister und hat also alles Juteresse, sich nicht im voraus zu der Cenzina( Handschuhnummer 51/2) schließen es aus, daß dieselbe binden, sondern sich möglichst viel Wege offen zu halten. So wird wahr- Hand, die den Revolver hielt, auch den Hahn abdrückte; es müßten öffentlichen Plätzen im Sinne des§ 33 b feien nur öffentlich rechtliche Pläße und nicht Privatpläge mit öffentlichem Verkehr zu scheinlich die Kammer sich mit Tittoni darüber einigen, daß also beide Hände verwendet worden sein. das Votum über eine prinzipiell unverbindliche Frage fällt. Bei Das Gutachten fiber die Handschrift des Abschiedsbriefes stellt berstehen. Sich stüßend auf die Stellung des Ober- Verwaltungsgerichts, der schwammigen Unbestimmtheit unserer Parteibildung, die die fest, daß die Schriftzüge eine äußerliche Aehnlichkeit mit denen der hatte der Unternehmer Witt keine polizeiliche Genehmigung für den unglaublichsten Verschmelzungen zuläßt, sind aber Ueberraschungen, Verstorbenen trugen, bei photographischer Bergrößerung aber Betrieb eines Dampffarussells auf einem eingefriedigten Berliner wie ein plögliches Auftauchen einer fampfbereiten konstitutionell zweifellos als vom Leutnant Modugno herrührend Bauplatz nachgefucht. Er war deshalb angeklagt worden, wurde Das Kammergericht bestätigte diesmal nach radikalen Linken, nicht ausgeschlossen. Diese würde vielleicht ein zu erkennen sind. Das Datum des Briefes ist mit anderer aber freigesprochen. prinzipielles Votum anstreben. Sie gehört aber, wie gesagt, ins Neich Tinte geschrieben als der Text und ist augenscheinlich später hinzu- langer Beratung dies Urteil und führte unter anderm aus: gefügt. ber Ueberraschungen- und Unwahrscheinlichkeiten. Aus der Entstehungsgeschichte des§ 33b hätten Kammergericht Auf Grund dieses Befundes wurde der Offizier am 13. Januar 1903 verhaftet. Während der langen Unter- und Ober- Verwaltungsgericht ihre fich widersprechenden Auffassungen Moderne Schatzgräber. suchungshaft hat er nicht aufgehört, seine Unschuld zu beteuern. Er gewonnen. Eine genaue Durchsicht der ganzen Verhandlungen des St. Gallen, 14. März.( Eig. Ber.) Eine alte Klage in allen Ge- hat auch versucht, ein Alibi zu erbringen. Ein Landmann, der einen Reichstages hätten mun ergeben, daß die Materialien zu dieser meinden und Stantonen der Schweiz betrifft die Stenerunterschlagung Apfelbaum in der Nähe des Hauses pfropfte, will den Leutnant in Entstehungsgeschichte vollständig im Stich ließen. Klar sei nur, meinden und Kantonen der Schweiz betrifft die Steuerunterschlagung dem Augenblick im Klosett gefehen haben, in dem ein Schuß ertönte. daß im Regierungsentwurf noch die Worte standen:„ und an anderen durch Berheimlichung eines größeren oder des größten alles durch die Fenster Teiles des und Vermögens, Einkommens Modugno in das öffentlichen Orten", welche auf Antrag aus dem Reichstage gestrichen wurden. Wenn man genau folge, so finde man, daß man den die in allen Todesfällen, insofern minderjährige Hinterlassene Simmer der Frau eilen sehen. Dieser Aussage des Landmannes gegenüber macht man geltend Restaurateuren nicht zu große Schwierigkeiten bereiten wollte. Das da find, vorgenommene amtliche Inventarisation helles Licht verbreitet. Die Steuerbetrüger haben allerdings in daß sie 1. fehr spät gemacht wurde, 2. daß der Schuß um die anden meist hohen Stenerfäßen eine Entschuldigung für sich, allein gegebene Zeit von niemandem gehört wurde, obwohl schon Leute Ober- Verwaltungsgericht schließe aber aus dem Fortfall der Worte, bei offener Angabe alles Vermögens und Einkommens fönnten eben im Hause auf waren; 3. daß man von dem Ort, wo der Mann daß damit alle nicht öffentlich rechtlichen, aber tatdie Steuersätze erheblich niedriger sein. Wie schlimm die Ein- arbeitete, nicht das sehen konnte, was er gesehen zu haben angibt. fächlich öffentlichen Plätze ausgeschieden seien Gegen den Angeklagten fiel ferner ins Gewicht, daß alle Unter- In Anerkennung der großen Zweifelhaftigkeit der Frage, die kommens- und Vermögensverheimlichung getrieben wird, lehrt suchungen über sein Vorleben ihn als moralisch minderwertig dar auch nicht durch die Gründe des Ober- Verwaltungsgerichte neuerdings der Kanton St. Gallen, wo infolge der Schaffung Totalrevision stellen. Seiner Frau brachte er eine schwere syphilitische Infektion bei, zweifelsfrei geflärt werde, und mit Rücksicht darauf, neuen Steuergesetzes eine der Steuerregister stattfand. Gesamt Ergebnis der an der sie lange frankte. Wenige Monate nach der Hochzeit wurde das Ober- Verwaltungsgericht doch bei Konzessionsfällen von besonders felben ist die Erhöhung des Steuertapitals von er auf seinen Wunsch nach China fommandiert, wo er große ausschlaggebender Bedeutung sei, wolle das Kammergericht jetzt aber 375,92 auf 612,45 Millionen Frank. In zahlreichen Grausamkeiten und gemeine Räubereien begangen haben soll. ausschlaggebender Bedeutung sei, wolle das Kammergericht jetzt aber Gemeinden ist das Steuerkapitel mehr als verdoppelt worden, in man berechnet den Ertrag seiner„ Kulturmission unter den Wilden" doch dem Ober- Verwaltungsgericht folgen. Demnach bedurfte der der Stadt St. Gallen stieg es von 150,38 auf 230 Mill. Frant. auf mehrere hunderttausend Lire. Vom Untersuchungsrichter über damals in Berlin wohnende Angeklagte feiner Genehmigung und Unbefriedigend bleibe dieses Ergebnis aber Die Folge davon ist die Reduktion des gegenwärtigen Staats- diese Dinge befragt, antwortete Modugno mit folgenden viel- fei freizusprechen. steuerfages von 3,2 auf 2,2 vom Tausend. Dabei steigt aber fagenden Worten: Meine Offizierspflicht berbietet doch, denn die haufierenden Schausteller zc., d. h. diejenigen, die ihr das Steuerergebnis um 636 000 Fr., von 1 880 000 auf 2516 000 Fr. mir, Geheimnisse zu offenbaren, die viele der Gewerbe im Umherziehen betrieben, fielen nicht unter§ 33b, sondern Das neue Steuergesetz bringt auch insoweit Entlastung, als es die in China gewefenen Offiziere angehen; ich könnte unter§ 60a der Gewerbe- Ordnung, in welchem die Worte:„ oder an Summe des steuerfreien Vermögens von 210 auf 1000 Fr., das dies nur den höchsten Militärbehörden gegenüber anderen öffentlichen Orten", erhalten geblieben seien. Sie bedürften steuerfreie Einkommen von 800 auf 1000 Fr. erhöht. Insoweit tun und nur dem Kriegsminister gegenüber ohne also auf jeden Fall der Genehmigung auch für Darbietungen auf fönnen also die Arbeiter mit dieser Neuordnung des Steuertvesens tüdhalt sprechen." in unserem Kanton zufrieden sein. Die Regierung hat beschlossen, der Typographia St. Gallen einen Staatsbeitrag von 540 Fr. an ihre ArbeitsLosenkasse zu gewähren. eintes Schweiz. Schweden. Amerika. worüber dann Dann habe er day Das Motiv der Tat ist der unklarste Teil der Sache. Es nur tatsächlich öffentlichen Privatplägen. Die Sache sei nun die, tann sein, daß Modugno einfach seiner Frau müde war. Vielleicht daß der Schausteller, Karussellbesizer 2c. aus Luckenwalde auf demhandelte er auch unter dem Einfluß der Eifersucht, da ihm am Tage felben Berliner Platz, wo der in Berlin wohnende keine Genehmigung vor der Tat ein Telegramm ausgehändigt wurde, das er als eine brauche, eine solche haben müsse. Und umgehrt der aus Berlin in Verabredung mit seiner Frau ansehen konnte. Modugno selbst Luckenwalde. äußerte sich dem Untersuchungsrichter gegenüber, als hätte beWahl eines sozialdemokratischen Stadtverordneten. Gegenwärtig fagtes, Rodia unterzeichnetes Telegramm seine Frau zum Selbst- Die Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten hält finden in Stockholm die Gemeindewahlen statt. Am Mittwoch wurde mord getrieben. In der Folge stellte sich heraus, daß das Vito zurzeit ihren zweiten Songreß unter zahlreicher Beteiligung von im dritten Wahlkreise gewählt. Hier siegte die Liste der Liberalen Modugno adreffierte Telegramm für einen gleichnamigen Reservisten Aerzten, Juristen und Sozialpolitikern in München ab. Am Freitag und Sozialdemokraten. Unter den zehn Gewählten ist unser Partei- bestimmt war, was aber der Angeklagte nicht wußte. wurde verhandelt über Einführung einer Meldepflicht für Geschlechtsgenosse, Bibliothekar Fredrit Nilsson. Der Prozeß, zu dem einige Hundert Zeugen geladen sind, wird frankheiten gegenüber Aerzten und alle Personen, die mit der Be voraussichtlich Monate dauern. handlung von Geschlechtskrankheiten zu tun haben unter gleichzeitiger Ausdehnung des gesetzlichen Schweigegebots auf alle Pers sonen und Organe, die mit der Behandlung und Be Von der Sozialdemokratie in Kanada erzählt die International Socialist Review", daß die Genoffen dort Anstrengungen machen, fämpfung der Geschlechtskrankheiten befaßt werden. Damit im Zus fammenhange soll der Gesundheitspolizei das Recht zum Eins die kleinen Organisationen, die an vielen Orten bestehen, zusammendem Reichs- Seuchengesetze gegeben werden. Branntweinproduktion und-Verbrauch. Das erste der Viertel- schreiten nach zufassen und eine„ Sozialistische Partei von Kanada" zu bilden. Das Hauptquartier der Partei wird in Vancouver, Britisch Columbia, jahrshefte zur Statistik des Deutschen Reiches", Jahrgang 1905, ent- Das Schweigegebot vor Gericht soll in gewissen Fällen( Eheerrichtet werden, wo auch eine gut bestehende Wochenzeitung, hält eine Statistik über die Branntweinbrennerei und Besteuerung scheidung) aufgehoben werden. Diese Fragen wurden in allen EinzelAus Industrie und Handel. " Jciten von verschiedenen Seiten Keleuchtet, es standen sich verschiedene Meinungen und in den Einzelheiten abweichende Vorschläge gegen- über. Beschlüsse wurden nicht gefaßt. Dann wurde über die Be- rämpfung der Prostitution verhandelt, wobei sich die Anhänger und die Gegner der Kasermerung gegenüberstanden. Ge�erKlcKaftlicKes. Berlin und tlmgegend. Die Krnhnführer, Transporteure und Hülfsarbciter von der Allgemeinen Elektrizitätsgeselllchaft, Abteilung Meister Lehmann, Brunnenstraße, in Frage kommen 80 Mann, welche sämtlich Mitglieder des Zentralverbandes der Handels-, Transport- und Verkehrsarbciter sind, legten am Sonnabendnachmittag um 3 Uhr einmütig die Arbeit nieder. Veranlassung dazu gab die Maß- regelung des Krahnführers Franke, welcher Vertrauensmann für sämtliche Packer, Lagerarbeiter. Krahnfllhrer-e. des Betriebes war. Bei einer Revision, welche während seiner Abwesenheit auf dem Krahn desselben vorgenommen worden ist, wurde eine Broschüre gefunden und nahm man an, daß Franke während seiner Arbeitszeit in dieser gelesen habe, was jedoch nicht zutraf. Daraufhin wurde der- selbe, nachdem er acht Jahre im Betriebe tätig war. ohne jemals zu Klagen Veranlassung zu geben, sofort entlassen. A«f Grund von Verhandlungen wurde er allerdings später wieder eingestellt, jedoch an einen anderen Posten, auf welchem er weniger verdiente. Damit erklärten sich seine Kollegen nicht einverstanden, wurden bei der Direktion vorstellig und forderten die Zuriickvcrsctzung des Gemaßregelten an seinen früheren Posten als Krahnführer. Dies lehnte die Direktion ab. Eine Verhandelimg seitens des Arbeiterausschusses mit der Direktion zwecks Beilegung der An- gelegenheit blieb ebenfalls erfolglos. Die Stimmung der Streikenden ist gut? dies um so mehr, als Vorkehrungen getroffen sind, daß seitens der noch in anderen Abteilungen des Betriebes beschäftigten Krahnfllhrer jede Streikarbeit abgelehnt wird. Der gesamte Betrieb wurde auf Veranlassung der Direktion um 4 Uhr geschlossen. Alle Berufskollegen werden ersucht, hiervon Notiz zu nehmen und Zuzug fernzuhalten. Die Holzbildhauer der Anhalter Holzindustrie, A.-G. in Dessau befinden sich in, Streik. Die Firma versucht nun, ihre Arbeiten in Berlin anfertigen zu lassen. Es handelt sich hauptsächlich um eichene Schlafzimmer-Einrichtungen, Füllungen und Aufsätze, in modern naturalistischer Flachschnitzerei. Bei mehreren hiesigen Bild- Hauerprinzipalen ist diese Arbeit von unseren Kollegen bereits mit Erfolg zurückgewiesen worden. Wir fordern nun die Kollegen auf, überall die Augen offen zu halten und bei zweifelhaften Arbeiten im Bureau, Engel-Ufer 15, III, Erkundigungen einzuziehen. Die Zeichnungen hängen dort ans. Auch sucht betreffende Finna in dem in Essen erscheinenden„Deutschen Arbeitsmarkt" tüchtige Holz- bildhauer nach Dessau zu locken.' Diese Annonce ist unberücksichtigt zu lassen. Die Agitationskommission der Bildhauer Berlins. Die Tapezierer und Dekorateure bei der Firma Tür klitz, Möbelfabrik in Brandenburg a. d. H., sind in einen Ausstand ge- treten. Der Firmeninhaber sucht nun in Berlin Arbeitskräfte zu gewinnen. Zuzug ist streng fern zu halten. Veutkcbes Reith. Die Klempner, Drücker und Berzinner der Firma Z i l I g i t t u. Lemke in Elbing, welche als Spezialität Molkerei-Gerätschaften fabriziert, haben die Arbeit niedergelegt. Die Firma hatte die Ein- richtung eingeführt, daß jeder Klempner zc. Lehrlinge zum Anlernen bekam, diese auch selbst auszahlen mußte. Es ist durch dieses System eine Lohndrückerei sondergleichen entstanden, weil die Firma den Arbeitern stets sagte, daß sie(die Arbeiter) durch die Lehrlings- ausbildung ja Profit hätten. Dem zufolge wurden Schritte zu einer Lohnbelvegung eingeleitet. Als erste Folge war. die Maß- regelung eines Kollegen zu verzeichnen, welcher für die Arbeitcrintereffen eintrat.— Vor zirka zehn Tagen war die Sache soweit gediehen, daß die Forderungen der Firma unterbreitet wurden. Die Firma ließ eine volle Woche verstreichen, ohne zu antworten. Als danach der Bezirkslciter deS Metallarbeiter- Verbandes vorstellig wurde, erklärten die Herren, nur mit ihren Arbeitern verhandeln zu wollen, und suchten sich selbst pine„Kom- Mission" zusammen, unter deren Mitgliedern zwei Verwandte der Betriebsinhaber und ein ausgesprochener Feind und Beschimpfer der Arbeiterorganisationen waren l Mit solcher.Kommission" läßt sich natürlich wohl im Sinne der Herren Chefs verhandeln, die Arbeiter aber mußten solche„Vermittler" ablehnen — und traten in den Ausstand. In Elbinger Blättern stellt die Firma die Sache so dar, als ob nur wegen Wieder- einstellung eines Arbeiters gestreikt würde. Das ist natürlich nicht wahr. Im Gegenteil, wegen Wiedereinstellung eines Arbeiters wäre nie die Arbeitseinstellung erfolgt. Hätte die Firma mit den Verbandsbeamten verhandelt, so wäre diese Forderung ohne weiteres fallen gelassen worden. Es handelt sich wie bemerkt in erster Linie um Aufbesserung der Löhne und Regelung des Lehrlingswesens. Wenn nach dieser Richtung hin Zugeständnisse erfolgen, ist der Boden für die Beseitigung der Differenzen geebnet. Achtung, Fensterputzer! In Breslau befinden sich die Kollegen im Streik. Wir erwarten, daß die Berliner Kollegenschaft den Breslauern die moralische Unterstützung nicht versagen wird und Zu- zug auf jeden Fall fern hält. Zentralverband der Handels-, Transport- u. Verkehrsarbeiter Deutsch!. Sektion Fensterputzer. Der Streit in den Gruben zu Neurode ist beendet. Die Grafen P i l a t y und Magnus haben eine Aufbesserung der aller- niedrigsten Lohnsätze und den Ausschluß von Maß- regelnngen zugesagt. Die Deputatkohle wird vom November ab nachgeliefert. 200 Mann von den Streikenden haben bereits ander- wärts Arbeit gefunden; die übrigen erklärt der technische Leiter der Gruben bis zum Mittwoch unterbringen zu können. Der Streit der Arbeiter in der Bcnzschen Motorenfabrik zu Mannheim ist ausgebrochen wegen der Willkür, deren die Arbeiter in jeder Beziehung ausgesetzt waren. Der Arbeiterausschuß wurde deshalb wiederholt vorstellig bei der Direktion, namentlich verlangte er die Einführung resp. Aushängung von Akkord-Preislisten, um den willkürlichen Abzügen der Meister entgegentreten zu können. Die Direkiton wollte jedoch darauf nicht eingehen, sondern erklärte sich nur bereit, solche Listen unter Verschluß der Meister herauszugeben. Darauf wollten die Arbeiter nicht eingehen und traten in den Aus- stand. Nunmehr kam es endlich am 15. d. Mts. zu einer Einigungs- Verhandlung vor dem Schiedsgericht, bei der die Direktion folgende Vorschläge machte: 1. Sie verspricht, für jede Werkstatt eine Akkord-Preisliste mit der Schreibmaschine herstellen zu lassen, die von dem Meister unter Verschluß zu halten ist. Auf Verlangen der Arbeiter ist diese Liste jederzeit vorzuzeigen; außerdem ist sie M i t t- >v o ch s und Sonnabends ohne Aufforderung von 11—12 Uhr zur Einficht der Arbeiter aufzulegen. 2. Zu jeder Aenderung der in der Preisliste vorgesehenen Akkordsätze ist ein von der betreffenden Werkstatt zu delegierender Vertrauensmann zuzuziehen, falls dies der betreffende Arbeiter verlangt. Dem Vertrauensmann ist, wenn er es wünscht, in zu seiner Aeußerung eine Woche Zeit zu lassen. 3. Der unter Ziffer 2 gemachte Vorschlag gilt zunächst nur für die Dauer von drei Monaten von der Wiederaufnahme der Arbeit an gerechnet: wird er nicht 14 Tage vor Ablans dieser Zeit gekündet, so gilt er als auf weitere neun Monate verlängert. Hatte man geglaubt, daß nunmehr auf Grund dieser Ab- machungen ein billiger Friede geschlossen werden könne, so hatte man die Rechnung ohne die— Scharfmacher des Metall- industriellen-Verbandes gemacht. Als diese Herren sahen, daß eine Firma, dem Zivange der Verhältnisse gehorchend. ihren Arbeiten, einige geringe Konzessionen zu machen bereit war. erwachte in ihnen der Schleifstein- Ivahnsimr und sie suchten Mittel und Wege, um die Abmachungen rückgängig zu machen. Der A u f s i ch t s r a t der Firma Benz u. Co. trat zusammen zur„Beratung" der von Herrn Direktor Hammes- fahr vor dem Gewerbegericht unterschriebenen Zugeständnisse und beschloß, diese dahin zu revidieren, daß die Liste nur den Arbeitern zugänglich sein solle, die einen neuen Akkord beginnen. Weiter heißt es in' dem Beschluß des Auffichtsrates:„Die Direktion muß sich das Recht vorbehalten, die Akkordsätze, wenn erforderlich, zu ändern, weil jede Aenderung der Modelle, jede Verbesserung der Werkzeug- einrichtungen, überhaupt jede Anordnung, die geeignet ist, die Arbeit produktiver zu machen, eine Aenderung der Akkordsätze bedingt. Zu jeder Aenderung der Akkordsätze ist ein von der betreffenden Werk- statt zu delegierender Vertrauensmann zuzuziehen, falls dies der be- treffende Arbeiter verlangt.— Wird von feiten des Streikkomitees nicht heute, den 16. März, der Direktion die Annahme der Vorschläge durch die Arbeiterversammlung mitgeteilt und die Arbeit Freitag, den 17. März, nicht wieder aufgenommen, so gelten die Vorschläge als zurückgezogen." Die Arbeiter lehnten darauf einstimmig den Vorschlag des Auf- sichtSrats ab, erklärten aber, jederzeit zu den Bedingungen, die Herr Direktor Hammesfahr vorgeschlagen hat, die Arbelt aufnehmen zu wollen.— Die Erbitterung der Arbeiter ist nun bis zur Siede- Hitze gestiegen, nachdem dieselben erfuhren, daß noch während der Verhandlungen in der Buchdruckerei des„Mannheimer Tageblatts" eine schwarze Liste gedruckt worden ist. Die Arbeiter der Bürsten- und Pinselindustrie in Nürnberg treten in eine Bewegung ein. Sie fordern: Verkürzung der Arbeitszeit von 56 aus 54 Stunden, einen Lohnzuschlag von 10 Proz., Ver- glltung der Ueberstunden mit 25 Proz. Zuschlag, Befragung der Arbeiter über die Preisstellung bei Einführung von neuen Sorten und Aushängung der Preistabellen. Die Schneider Würzburgs haben durch eine Kommission mit den Unternehmern wegen tariflicher Regelung der Lohn- und Arbeits- Verhältnisse Verhandlungen angeknüpft. Bei der großen Mehrzahl der Unternehmer zeigte sich keine Geneigtheit, mit den Gehülfen auf gütlichem Wege Vereinbarungen zu trefsen. Hueland. Streik am Simploutunnel ist das erste Ereignis nach dem erfolgten Durchschlag. Es scheint sich uni Lohnerhöhung und Arbeitszeit- Verkürzung zu handeln. Der Streik spielt sich auf der Südseite ab und hat die italienische Regierung nach altem berüchtigtem Muster sofort Militär und Polizei aufgeboten. Die Tunnelunternehmung, die für sich vom Bund durch Streikandrohung 8 Millionen Franken er- oberte, lehnte wie immer jedes Entgegenkommen ab. Dafür ver- kündigte sie marktschreierisch der Welt, die italienischen Arbeiter auf der Schweizer Seite hätten insgesaint 2 100 0 Franken„Ersparnisse" in ihre Heimat gesandt. Bei 20/z Uhr, findet im Hoffäger- Palast, Haisenheide 52/53, eine Versammlung statt, in der Reichstags-Abgeordncter F. L e s ch e über„Die EntWickelung der Sozialreforni in Deutschland" sprechen wird. Frauen haben Zutritt. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. 4. Wahlkreis Süd-Ost: Dienstag, abends 3 Uhr, Versammlung in Graumanns Festsälen, Raunhnstr. 27. Vortrag des Redakteurs Kaliski.(Siehe Annonce). Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Vierter Wahlkreis(Osten). Dienstag, abends 8 Uhr, findet in Scheruchs Festsälen, Rüdersdorferstr. 4S, eine Versammlung des Wahlvereins statt, in welcher Redakteur Genosse S t r ö b e l über das Thema:„Kulturfortschritt und gepanzerte Faust" sprechen wird. Die Mitglieder werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Gäste sind willkommen. Ter Vorstand. Chnrlottenburg. Der vierte Bezirk hat heute im„Volkshans", Rosinenstr. 3, ein gemütliches Beisammensein. Beginn 5 Uhr. Die Bezirksführer erbitten zahlreichen Besuch. Friedrichsfelde. Dienstag ist bei Haberland, Wilhelmstr. 38, die Mitgliederversammlung des Wahlvereins. Vortrag des Gen. B u ch h o l z über„Rußland". Gäste sind willkommen. Friedenau. Dienstag, abends Uhr, findet die Mitglieder- Versammlung des W ah lv er eins bei Grube, Kaiser-Allee, statt. Tagesordnung: Vortrag des Genossen Lankow über„Platonischen und urchristlichen Kommunismus", Abrechnung vom Stiftungsfest, Maifeier und Verschiedenes. Zehlendarf. Am Dienstag, den 21. März, findet die Wahl- Vereins- Versammlung bei B e l l r i ch, Alsenstr. 86, statt. Genosse Stadtv. G r o g e r spricht über„Die Aufgaben der Kommunal- polittk". Zahlreicher Besuch erbeten. Französisch- Buchholz. Dienstag, abends 3>/z Uhr, findet in Kähnes Lokal die Mitgliederversammlung des Sozialdemokratischen Wahlvereins statt, in der Gen. Benno Maaß- Berlin einen Vortrag über„Die wirtschaftlichen Forderungen der Sozialdemokratie" halten wird. Gäste willkommen. Treptow-Baumschulcnweg. Dienstag, abends 8Vz Uhr, findet die Mitgliederversammlung des Wahlvereins statt. Gen. Kiesel spricht über„Die deutsche und französische Revolution im Jahre 1848". Die Versammlung, zu welcher um zahlreiche Beteiligung ersucht wird, wird pünktlich eröffnet. Britz. Dienstag, abends 8'� Uhr, ist Zahlabend in allen Ve- zirken, der erste und zweite Bezirk tagt bei Weniger, Werderstr. 27. Mitglieder, welche mit ihren Beiwagen im Rückstände sind, werden ersucht, ihren Pflichten nachzukommen. Per Vorstand. Tegel. Dienstag, pünktlich abends Uhr, findet bei Robert Schmidt, Schlieperstraße 64, die Mitgliederversammlung des Wahl- Vereins statt. Genosse Maspfuhl spricht über:„Partei-, organisation". Stralau. Mittwach, abends 8 Uhr, findet bei Hönisch, Mark- grafendamm 16 unsere Wahlvereins-Sitznng statt. Mühlcnbeck(Wahlverein Bezirk Pankow). Heute, 3 Uhr nach- mittag, findet im Gasthof„zur Sonne" eine öffentliche Versammlung statt, in der Reichstagsabgeordneter Stadthagen referiert. Die Ge- nassen, namentlich auch aus den Nachbarorten, werden ersucht, zahl- reich zu erscheinen._ Lokales« Bülow. (Reichstags-Sitzung vom 17. März ISOö.) Höre mich, Berliner! Achtundvierzig War Dein Handeln keineswegs gescheidt, Und das Demokratenpack, es irrt sich, Nennt es jene Zeit die große Zeit. Und im Rechte warst Du damals auch nicht, Denn es ist in Preußen unerhört, Wenn man amtlich Kugeln in den Bauch kriegt, Daß man sich auf Barrikaden wehrt. Doch in diesem Fall zu Deinen Gunsten Jener Vielbeklagte Umstand spricht, Daß in langen Nächten nicht umsunsten Ich den Büchmann intus Hab' gekriegt. Heinrich Heine sagt es unverhohlen Und von mir sei jetzt sein Vers zitiert. Daß die Fremden, höchstwahrscheinlich Polen. Zur Rebellion Dich angeführt. Opfer jener wüsten Elemente, Die zu Höllentaten Dich entflammt. Ohne die vor einem Parlamente Ich zu stehen wäre nicht verdammt! — Aber Schwamm darüber I Im Vergeben Zeig ich um so lieber mich als Christ, Weil an jenem schlimmen Umsturzsweben Heute doch nichts mehr zu ändern ist. Doch das Eine möchte ich Dich bitten: Wenn Du abermals in deutschen Gaun Unerhörte Unbill hast erlitten, Mußt Du keine Barrikaden baun. Landgerichtsrat Braun sprach an den Quellen Deutschen Rechts ein Wort, das jedem frommt: Daß vielleicht in solchen schlimmen Fällen Bei der Polizei man Recht bekommt. Drum. Berliner, gönne Ratlm dem Zweifel Eh' Du Dich ans Barrikaden wagst, Ob Du im Instanzenweg den Teufel Nicht bei seiner Großmama verklagst. Ines. In dem soeben ausgegebene» vorletzten Heft des Werkes „Wider die Pfaffenherrschaft" beginnt das Schlußkapitel, in dem der Verfasser noch einmal zusammenfassend den Inhalt des Buches skizziert; in einem Ausblick behandelt er den Kampf zwischen Wissenschaft und Religion, wie ihn namentlich die Philosophie des 18. Jahrhunderts zu bestehen hatte. Der Verfasser zeigt dann, wie sich Wissenschaft und Religion in der neueren Zeit wieder aussöhnen aus Furcht vor den Konsequenzen, die das Proletariat aus den Lehren der Wissen- schaft zieht, bis schließlich die Arbeiterklasse, den Sieg des Sozialismus erringend, jegliche Pfaffenherrschaft endgültig be- seitigeu wird. In der nächsten Woche erscheint das Schlnßheft des Werkes, auf das aber noch immer Abonnenten an- genommen werden, die das Werk von Heft 1 au nachbeziehen können. Am 1. April wird das erste Heft des zweiten Bandes der Kulturbilder ausgegeben, der den Titel trägt: Die Hohen- zollern- Legende. Auch dieser Band umfaßt 50 Lieferungen a 20 Pf._ In Sachen der städtischen Straßenbahnen fand am gestrigen Sonnabend im Dienstgebäuds. des Polizei- Präsidiums eine Konferenz statt, an welcher die Vertreter der Aus- sichtsbehörden und des Magistrats teilnahmen. Es lagen die von der Stadtverordnetcn-Versammlung in der Sitzung vom 12. Januar d. I. genehmigten fünf Straßenbahnprojekte vor. Drei davon beweffen die Südlinien(Großgörschenswaße, Kreuzberg. Hermannplatz), die sämtlich auf dem Dönhoffplatz enden sollen, zwei die Nord- l i n i e n Stettiner Bahnhof(Elsasserstraße— Baltenplatz und Wcddingplatz— Balten platz). Gegen die Südlinien, die bekanntlich nach dem Stettiner Bahnhof bezw, dem Bahnhofe Friedrichswaße ver- längert werden sollen, ergaben sich im allgemeinen nur unwesentlichs Bedenken, so die Führung der Linie Kreuzberg- und Großgörschen- straße— Dönhoffplatz durch die Friedrichftrahe(zwischen Zimmer- und Krausenstraße), über welche noch Erhebungen angestellt werden sollen und ferner die Ueberschreitnng des Landwehrkanals am Hafen- platz durch die Linie Großgörschenswaße— Dönhoffplatz. Hier hat der Magistrat sich die Wahl vorbehalten, entweder die Augustabrücke zu verbreitern und einen Teil der Böschung zum Bürgerfteig um- zuwandeln, wobei freilich die Bahn in der engen Uferstraße diesseits des Kanals eingleisig bleiben muß, oder am Hafenplatz, neben der Bahnüberführung, etwa im Zuge der Köthenerstratze eine neue Brücke anzulegen. Eine solche ist zwar früher schon einmal von der Stadt- verordneten-Versammlnng wegen der hohen Kosten abgelehnt worden, indes lagen ja damals keine'Projekte für städtische Straßenbahnen vor. Die neue Brücke müßte freilich so gelegt werden, daß sie nicht unmittelbar gegenüber der Ein- und Ausfahrt zum Potsdamer Güterbahnhof ausniündet, da hier zu gewissen Zeiten ein sehr leb- hafte r Lastenvcrkehr herrscht. Jedenfalls schien man dem Projekts einer neuen Brücke den Borzug einzuräumen, da die Augustabrücke zu schmal und zu eng, auch zu überlastet ist. Glatter ging die Be- ratung der beiden Nordlinicn von statten, deren Linienführung eigent- lich nur am Stettiner Bahnhof Bedenken erregte, weil hier sowohl die Jnvalidenstraße wie auch die Zufahrtstraßcn nach dem Bahnhofe besonders während der Reisezeit von zu- und abfahrenden, auch haltenden Droschken usw. sehr in Anspruch genommen zu werden pflegen. So ist namentlich die Borsigstraße ein lebhaft frequentierter Zufahrtsweg zum Bahnhof, und hier, an der Ecke der Elsasserstraße, war der Endpunkt der Linie Stettiner Bahnhof— Baltenplatz gedacht. Man dürfte der Schwierigkeit aber dadurch aus dem Wege gehen können, daß man die Endhaltestelle in die Tieckstraße, Ecke iier Chausseestratze verlegt. An der Einmündung der Garten- in die Jnvalidenstraße bat der Magistrat den Vertehrsvcrhälwissen schon dadurch Rechnung getragen, daß er das Eckgrundstück, das wegen der Straßenbahnlinie etwas abgerundet werden muß, käuflich erworben hat. Eine definitive Entscheidung wurde zwar noch nicht getroffen, es sollen aber der Entscheidung der landespolizeilichen Genehmigung schwerwiegende Bedenken nicht entgegenstehen. Der Berein der Lehrling: schreibt uns:„Wenige Tage noch und eine große Anzahl Schüler und Schülerinnen tritt in das Erwerbs- leben, um irgend einen Beruf zu erlernen. Bei den männlichen Lehrlingen ist es üblich, einen schriftlichen Lehrvertrag abzuschließen. Mit diesem Vertrag in der Tasche meinen dann die Eltern ihr Kind wohl aufgehoben und zu einem brauchbaren Menschen heranwachsen zu sehen. Wer aber das heutige Lehrlingswesen kennt, der weiß auch, daß sehr viele Arbeitgeber ihre Pflicht als Lehrherr sehr leicht nehmen, daß sie durchaus nicht immer die Gewähr für sachgemäße Ausbildung und menschenwürdige Behandlung bieten. Die, die das täglich erfahren, die Lehrlinge selbst haben sich vor kurzem in Berlin zu einer Organisation, dem„Verein der Lehrlinge und jugendlichen Arbeiter" zusammengeschlossen, um hierin Wandel zu schaffen. Die Organisation zählt schon an tausend Mitglieder und beginnt deshalb den Arbeitgebern unbequem zu werden. Die Herren haben sich Lehr- vertrage drucken lassen, in denen sich folgender Passus vorfindet: „Der Beitritt zu Vereinen oder Organisationen, lvelche die Wahr- nehmung der Interessen minderjähriger Arbeiter bezwecken, ist ihm (dem Lehrling) verboten. Namentlich darf er(der Lehrling), so- fern in dem Betriebe des Lchrherrn ein Streik ausbricht, über die zu seiner Kenntnis gelangten Zustände und Ereigniffe innerhalb des Betriebes niemandem eine Mitteilung machen und muß jede Ver- bindung mit den streikenden Arbeitern vermeiden." Hiermit gedenkt man dem Verein den Garaus zu machen natürlich ohne Erfolg. Dafür aber ist der einzelne Lehrling durch diese Bestimmung nach jeder Richtung hin gefesselt, er ist dem Meister mit Haut und Haaren ausgeliefert. Wenn der Vater oder der Bruder streikt— der Lehrling darf nicht mit ihnen sprechen. Oder wenn er, um dem Sport zu huldigen, einem Verein beitreten will,— er darf es nicht, sondern muß hinterm Ofen versauern. Eltern, die sich nicht ihrer natür- lichen Rechte begeben, die ihre Kinder nicht als Sklaven verkaufen wollen, dürfen deshalb derartige Verträge nicht unterschreiben! Prüfe jeder den ihm vorgelegten Lehrvertrag, ob er eine derartige Klausel enthält."_____ Die Spreeiriicke zwischen Manteussel- und Fruchtstrasie wird. wie bekannt, einstweilen nicht gebaut, weil auf dem linken Spreeufer. wo noch Land erworben werden muß, ein Anlieger zu hohe Forderungen stellt. Inzwischen ist aber ernf dem rechten Spreeufer die Fruchtstratze in ihrer östlichen Bauflucht bis ziemlich an das Wasser heran mit Wohnhäusern besetzt worden, die jetzt fertig sind und zum April bezogen werden. Dabei hat man nun bereits an die geplante Brücke gedacht und sich nach ihrer voraussichtlichen Höhen- läge gerichtet. Die Hauseingänge sind gleich in Höhe der Rampe angelegt worden, die einmal zu der Brücke hinaufführen wird. Da- mit aber die Häuser überhaupt benutzbar werden, hat längs der östlichen Bauflucht diese Rampe schon jetzt angeschüttet werden müssen. Man hat daher den Straßendamm vom Stralauer Platz bis hinab zum Wasser der Länge nach halbiert. Die westliche Hälfte, an der das alte Gasanstaltsgrundstück der Stadtgemeinde liegt, hat in ihrer bisherigen Höhenlage verbleiben müssen, die östliche aber ist in eine stark ansteigende Rampe umgewandelt worden, die an ihrem höchsten Punkt reichlich 3 Meter über der westlichen Dammhälfte liegt. Der Anblick dieser zweiteiligen Straße gibt den Bewohnern von Berlin- Ost die tröstliche Gewißheit, daß der Bau der Brücke doch noch einmal zustande kommen wird. Eine ycue Strasienbahiilinie eröffnet die Große Berliner Straßenbahn in Gemeinschaft mit der Westlichen Berliner Vorortbahn am nächsten Dienstag, den 21. März. Die neue Linie erhält die Bezeichnung Halxvftfr— Mstrinw f fefc. Sie geht W» Henrietten- Aus den Nabbarorten. Potsdam. Ein Mordanfall auf einen Werderschen Fischermeister wurde blak bein. Bahnhof Halensee über den Kurfürstendamm bis zur sondern zwei eng befreundete Krankenschwestern der Stadtgemeinde Augsburgerstraße. Sie wendet sich hier nach Süden und verfolgt die Charlottenburg. Als Schwester Rosa" und" Schwester Gerda" seien Augsburgerstraße bis zur Nürnbergerstraße, geht dann durch diese sie bis vorgestern auf dem Pavillon 8 des Krankenhauses Westend bis zur Kurfürstenstraße, wo sie das Berliner Gebiet erreicht. In stationiert gewesen. Einen gemeinsamen Ausgehtag hätten sie be= der Kurfürstenstraße wird sie bis zur Schillstraße, durch diese über nutzt, sich vereint mittelst Morphium zu vergiften. Ihre Familien- am Freitag am Ufer des großen Schwielowsees bei Baumgartendie Lützowplatz durch die Lüßowstraße, die Potsdamerstraße, den namen waren ebenfalls auf dem Bettel verzeichnet. Es handelt sich brück unternommen. Die Umgegend von Werder a. H. wurde bes Potsdamer Platz, die Leipzigerstraße, über den Spittelmarkt, den danach um die dreißigjährige Rosa Konsky aus Berlin und eine fanntlich in der letzten Zeit arg von Dieben heimgesucht, welche auch Mühlendamm, den Moltenmarkt, durch die Stralauer, Schickler- und Gerda Leyser, die erst vor kurzer Zeit von Mecklenburg hierher ge- wiederholt die Reusen des Fischermeisters entleert hatten. Im Blumenstraße bis Grünen Weg und zurück geführt. Für die Linie ist kommen war. Schmucksachen und ein Geldbetrag von etwa fünfzig Morgengrauen hatte sich dieser deshalb nach dem Seeufer begeben, folgender Fahrplan vorgesehen: Der erste Wagen geht Werktags Mark fanden sich im Besize der Beiden vor. Materielle Schwierig- um die aufgelegten Reusen zu kontrollieren. Er traf dort einen Bevon Halensee um 7 Uhr 9 Min. morgens, der legte 11 Uhr 24 Min. feiten scheinen der verhängnisvollen Tat nicht zugrunde zu liegen. fannten, dem er den Morgengruß bot und dabei seine Hand bis zur Vom Küstriner Platz geht der erste Wagen Werktags 7 Uhr 13 Min., Weit eher wird angenommen, daß es sich um eine unglückliche Liebes- Kopfbedeckung erhob. In diesem Augenblick fiel von der anderen der letzte 11 Uhr 30 Minuten. sgeschichte handelt. Seite aus dem Wald heraus ein Schuß und eine Kugel durchbohrte die Hand des Fischermeisters. Sie wäre ihm unfehlbar in den Kopf gedrungen, wenn er nicht zufällig die Hand erhoben hätte. Der unbekannte Schüße entfloh darauf eiligst im Walde, während sich der Fischermeister nach dem Potsdamer städtischen Krankenhaus begab. Die illustrierte Romaubibliothek In Freien Stunden" ist " Selbstmordversuch eines Rekruten. Durch Deffnen der Pulsadern versuchte sich in Potsdam ein Rekrut von der 11. Kompagnie des 1. Garde- Regiments zu Fuß, der vorgestern in Litewka und Müze aus der Kaserne fortgelaufen war, zu töten. Da man aber ahnte, daß der Soldat Selbstmordgedanken hegte, wurde fast die ganze Rompagnie ausgeschict, um ihn zu suchen. Bei den Schießund schon recht erschöpft vor und beförderte ihn nach Anlegung eines ständen im Katharinenholz fand man schließlich den Mann blutend Notverbandes nach dem Garnisonlazarett. Nowawes- Neuendorf. Und wieder Lysol. Einen Selbstmordversuch durch Trinken von jekt bis zum 11. Heft erschienen. Es enthält die Fortseßung Lysol unternahm am Sonnabend mittag die Ehefrau des Arbeiters des Romans Jm Banne der Versuchung" von Hektor Malot 8 a bewitz in der Prinz Eugen- Straße 12. Unter qualvollen und ferner die Fortsetzung des Romans von Ott Ruppins: Schmerzen wurde die Frau in ein Krankenhaus überführt. An ihrem ,, Der Pedlar". Jin kleinen Feuilleton finden wir eine Aufkommen wird gezweifelt. Mißliche Familienverhältnisse sollen die interessante Stizze Ein Wrack" und endlich unter Dies und Bedauernswerte zu ihrer Verzweiflungstat getrieben haben. Jenes" wissenswerte Notizen. In jeder Woche erscheint ein Zwei Personen bei einer Benzinexplosion schwer verletzt. Gestern Heft der Zeitschrift, das 10 Pf. tostet und von jeder Partei-( Sonnabend) mittag war der 49 jährige Kaufmann Wilhelm buchhandlung und von den Austrägern und Spediteuren Unruh, der seit einer ganzen Reihe von Jahren in der Urban unferer Parteizeitungen, in Berlin auch die Parteispeditionen traße 184, Ede der Tempelherrenstraße, eine Handschuhwäsche bebezogen werden kann. Die bereits erschienenen Hefte dieſes Benzin zu reinigen. Während er sich allein in dem nach dem Hofe treibt, damit beschäftigt, einen größeren Posten Handschuhe mit Jahrganges können nachbezogen werden. hin belegenen Waschraum befand, entwickelten sich von dem beDie Kaufmannsgerichtswahlen find endlich ausgeschrieben worden! nußten Benzin Dämpfe, die sich wahrscheinlich an einem entfernt Der Magistrat macht bekannt, daß die Wahl der Beisiger für das stehenden leicht geheizten Trockenofen entzündeten. Es erfolgte eine heftige Explosion. Die Fenster des Waschraumes wurden auf den Im Zeichen des Verkehrs. Endlich scheint die schon seit Jahren Berliner Kaufmannsgericht für die Handlungs of geschleudert und die gegenüberliegenden Fenster des Seitenflügels von der hiesigen Einwohnerschaft geforderte Höherlegung des durch gehülfen am Sonntag, den 7. Mai, von 10 Uhr vor und Quergebäudes ebenfalls zertrümmert. Der Geschäftsinhaber beide Orte führenden Bahnkörpers gesichert zu sein. Bei dem Neuenmittags bis 3 Uhr nachmitags, und die für die Kauf- Unruh wurde durch den Luftdruck in eine Ecke geworfen, und seine dorfer Gemeindevorstand ist ein Schreiben des Landtagsabgeordneten Teute am Mittwoch, den 10. Mai, von 12 bis 4 Uhr stattfindet. Kleider gerieten durch Stichflammen in Brand. Seine 19jährige Felisch eingegangen, in welchem er mitteilt, daß die Kosten für diesen Gewählt wird in 24 Wahllokalen. 8um 1. Juni d. J. foll Tochter Erna, die im Augenblick der Explosion den Waschraum be- Bwed in den Etat für 1906 eingestellt sind. Damit würde ein Stüc dann das Kaufmannsgericht seine Tätigkeit beginnen. trat, um dem Vater eine geschäftliche Mitteilung zu machen, wurde Strähwinkelei beseitigt werden, welches schon oft zu den größten Un Die Zahl der Beisiger ist auf 200 festgesetzt; davon sind ebenfalls von den Stichflammen erfaßt. Während es ihr aber mannehmlichkeiten geführt hat. Selbstverständlich sind damit nicht alle 100 aus dem Kreise der Kaufleute und 100 aus dem der gelang, durch eine Seitentür nach dem Hofe zu gelangen und dort Wünsche der Interessenten in bezug auf die hiesigen Bahnverhältnisse Handlungsgehilfen auf drei Jahre zu wählen. Für die Hülfe zu rufen, blieb ihr Vater brennend im Raume zurück. Schnell erfüllt, der Neuendorfer Gemeindevorstand beabsichtigt mit NoWahlen der Gehülfen werden Wählerlisten nicht aufgestellt; den in Flammen gehüllten Geschäftsinhaber heraus. Durch Auf- behörde vorstellig zu werden, mit der Höherlegung des Bahnkörpers eilten Hausbewohner herbei, drangen vom Hofe aus vor und zogen wawes in Verbindung zu treten, um gemeinsam bei der Eisenbahnes genügt vielmehr zur Ausübung des Wahlrechts ein Zeugnis des werfen von Decken und Tüchern wurde dann das Feuer an seinem die Anlage eines Güterbahnhofes zu verbinden. Im Prinzipals oder der Polizei. Zur Teilnahme an diesen Wahlen sind Körper erstidt. Mittlerweile war auch die alarmierte Feuerwehr Interesse der fortschreitenden Entwickelung der beiden Orte wäre zu berechtigt: Kaufleute, die das 25. Jahr vollendet, im Bezirk ihre eingetroffen. Sie schaffte den Schwerverletzten schleunigst nach dem wünschen, daß die Eisenbahnverwaltung diesem Verlangen VerständHandelsniederlassung haben und mindestens einen Gehülfen oder Krankenhause am Urban, wo er fast hoffnungslos darniederliegt. nis und Berücksichtigung entgegenbringen würde. Lehrling regelmäßig beschäftigen und Gehilfen, die das 25. Jahr Die 19jährige Erna wurde nach einem in der Nachbarschaft wohnenvollendet und in dem Bezirk beschäftigt sind, sofern ihr Verdienst den Arzte gebracht und dort verbunden. Sie hatte an den Händen den Betrag von 5000 m. nicht übersteigt Die Wahl der Beisiger und im Gesicht schmerzende Brandwunden erlitten, die jedoch nicht erfolgt nach den Grundsäßen der Verhältniswahl. Die Wahl in furzer Zeit auf den Waschraum beschränken, der aber auch volllebensgefährlich zu sein scheinen. Die Feuerwehr konnte das Feuer ist unmittelbar und geheim. ständig ausbrannte. " Da die Verhandlungen zwischen Nowawes- Neuendorf und Pots dam wegen Anschluß an die dortige Kanalisation von Potsdam ab gebrochen sind, beabsichtigt Neuendorf, eine eigene Klärstation zu erhierbei zur Anwendung kommen soll, ist noch nicht entschieden, doch richten und Nowawes den Anschluß zu gewähren. Welches System soll im Sommer mit der Ausführung der Kanalisation in Neuen dorf begonnen werden. Groß- Lichterfelde. Ein Kind von der Equipage der Kaiserin überfahren. Das Der Selbstmord des Bizefeldwebels Engel vom AlexanderW. T." meldet: Die Kaiserin traf heute nachmittag 3 Uhr 45 Mi Regiment ist noch nicht aufgeklärt. Der 30 Jahre alte Mann diente muten auf dem Potsdamer Bahnhof ein. Die Hofequipage überfuhr feit 9½ Jahren und gehörte der 1. Kompagnie an. Seit 3 Jahren an der Ecke der Königgrägerstraße nnd der Droschken- Einfahrtstelle verwaltete er die Kammer des 1. Bataillons, die vorgestern ein anderer das vierjährige Kind des Plättanstaltbesizers Fritsche, Köthener übernahm. Am Mittwoch nachmittag entfernte fich Engel aus der straße 2. Das Kind wurde zunächst nach der Unfallstation gebracht, Kaserne, in der er mit seiner jungen Frau wohnte, und nahm in geworden. Die Gemeinde- Vertretung stimmte den diesbezüglichen wo feſtgeſteſtellt wurde, daß es lediglich eine unbedeutende Ver- einem Hause in der Landsbergerstraße, wo er sich für einen KaufLetzung durch Duetschung an der Wade erlitten hat. Die Kaiſerin mann ausgab, ein möbliertes Zimmer. Einen Brief, der Aufschluß zog sofort Erkundigungen über das Befinden des Kindes ein, und über den am Donnerstag nachmittag durch Erhängen ausgeführten forgte auch dafür, daß eine barmherzige Schwester zur Pflege des Selbstmord gäbe, hat er nicht hinterlassen. Die Kammer wird jetzt Kindes fich in die Wohnung begab. Den Kutscher der Hofequipage revidiert. Ob in ihrer Verwaltung vielleicht Unregelmäßigkeiten vortrifft teine Schuld an dem Unfall. gekommen sind, ist noch nicht festgestellt worden. Wie die Poftverwaltung den Beamten entgegenkommt. E3 Das Ende einer Vermißten. Die 18 Jahre alte Tochter Marfind heute andere Zeiten als ehedem unter dem verknöcherten Regiment garete bes Rettors F. S. aus der Köpenickerstraße, deren VerDes Herrn Stephan. Ein sozialer Hauch, oder was man so nennt, weht neben dem ständigen Luftzug auch durch unsere Postämter und schwinden wir seinerzeit reldeten, ist jest als Leiche aus dem Landversöhnt Beamte wie Unterbeamte mit den Mühen ihres Berufes. wehrkanal gelandet worden. Am 2. Januar verließ das Mädchen die elterliche Wohnung, um den Musikunterricht zu besuchen. Sie fehrte Iſt da vor kurzem das Kleidergeld, das die Beamten abladen aber nicht mehr zurüd. Ob sie verunglückt oder freiwillig ins Wasser müssen, von 6,15 M. auf 7,60 M: erhöht worden. So etwas wird von den Beamten mit gemischten Gefühlen aufgenommen und in gegangen ist, weiß bisher niemand. diesem Bewußtsein hat die Oberpostdirektion am 28. Februar d. J. folgende Verfügung erlassen: Aus der Gemeindevertreter- Sigung. Infolge der.neuerlichen Judikatur ist eine Abänderung der Hundesteuer- Ordnung und der polizeilichen Bestimmungen über das Halten von Hunden notwendig Borschlägen des Gemeinde- Vorstandes zu. Maulforblose Hunde find fünftig an einer höchstens einen Meter langen Leine zu führen. Der von mehreren" Interessenten" verlangte Reitweg in der Ringstraße ist abgelehnt worden; es wird stati deſſen eine 5 Meter breite Promenade angelegt. Von besonderem Interesse für die Einwohnerschaft war die Debatte über den unhaltbaren und geradezu lebensgefährlichen Zustand am Uebergang über die Anhalter Bahn am Bismarckplay. Gemeindevertreter Dr. Kübler wies auf die verhängnisvollen Folgen für den ganzen östlichen Ortsteil hin, die bei den häufigen und oft zehn Minuten dauernden Sperrungen der Wilhelmstraße bei Feuersgefahr entstehen können. Die Gemeinde müſſe unter allen Umständen ener gische Schritte zur Beseitigung dieses Uebelstandes unternehmen. Gemeindevertreter Lehmann schildert die Gefahren beim UeberJeverbericht. Lever ein Duhend Alarmierungen hatte die Wehr fchreiten des Bahnüberganges aus eigener Wissenschaft. Diese Stelle in der legten 24 Stunden zu verzeichnen. Sonnabend vormittag sei besonders bei dem Zugpersonal als die gefährlichste bekannt. „ Wenn die Entrichtung des auf 7,60 M. erhöhten Kleider- gegen 10 Uhr wurde fie nach dem Meßzpalast in der Alexandrinen- Gemeindevorsteher Schulz bemerkt, daß seitens des Gemeindefassenbeitrages in einer Summe einzelnen Unterbeamten straße 110 gerufen, weil dort durch Ueberkochen von Teer Feuer vorstandes bereits früher bei der Eisenbahnverwaltung auf Bes Schwierigkeiten bereiten sollte, so kann der Betrag in zwei Teil- entstanden war. Der 18. Löschzug konnte die Gefahr bald beseitigung des unheilvollen Zustandes gedrungen wurde, aber leider zahlungen von 6,15 M. und 1,45 M. am 1. April und 1. Mai seitigen. Derselbe Löschzug hatte dann in der Schüßenstraße 32 vergeblich. Bei der nunmehr beschlossenen Erweiterung des geleistet werden. Die Verkehrsämter haben jedoch den Beitrag zu tun. Holzwolle, Papier usw. brannten dort im Keller des Quer- Vorortverkehrs weit über Lichterfelde hinaus und in Höhe von 7,60 M. an die Generalpostkasse abzuführen und den gebäudes. Gin zweiter Kellerbrand mußte später in der Petri- der damit notwendig werdenden Verlängerung des dritten und vierten etwaigen Restbetrag im April schwebend zu führen." straße 32 abgelöscht werden. Allerlei Gerümpel und alter Hausrat Gleises sei es notwendig, noch einmal einen Versuch zu unternehmen. Die Postbeamten lachen nunmehr und sagen, daß diese merk- wurde hier eingeäschert. Längere Zeit nahm die Ablöschung eines Hierauf wird eine Kommission bestehend aus dem Gemeindevors würdige Teilung für die Katz sei und man den Betrag doch halbieren Wohnungsbrandes in Anspruch, der in der Nacht zum Sonnabend stand und den Gemeindevertretern Raete, Dietrich und Lehmann könne, wenn man ihnen eine Erleichterung bereiten wolle. Diese in der Belle- Alliancestraße 56 austam. Bei Ankunft des ersten Lösch gewählt, welche die erforderlichen Schritte zu unternehmen hat und unter Hohngelächter verkündete Ansicht zeugt aber von destruktiver zuges standen Möbel, Betten, Kleidungsstücke, der Fußboden und zugleich als Verkehrskommission funktionieren soll. Hierauf folgte Tendenz und ans Sozialdemokratische streifenden Unzufriedenheit. die Balfenlage in Flammen. Nach der Schulstraße 1 und nach der nach einigen unwesentlichen Wenderungen die zweite und dritte Lesung Kurz, eine derartige Teilung wäre der erste Schritt in den Zukunfts- Seydelstraße 19 wurde dann die Wehr gerufen, weil in beiden Fällen des Etats und dessen Annahme. Die Aufnahme einer Anleihe von staat und so etwas kann es im Reich des Herrn Krätte nie und Gas ausgeströmt war und daher eine Explosion befürchtet wurde. 1 200 000 m. soll erst später erfolgen und vorläufig nur ein Darlehen nimmer geben. Daher war es weise, daß die Teilung, wie geschehen, Die Gefahr fonnte noch rechtzeitig abgewendet werden. Unfug am von 150 000 m. bei der Kreissparkasse aufgenommen werden. angeordnet wurde. Lieber etwas scharfen Luftzug als eine leber- öffentlichen Feuermelder lag einer Alarmirung zugrunde, die gegen fülle des sozialen Hauches. Mitternacht nach der Müllerstraße erfolgte. Der Täter konnte leider Ober- Schöneweide. wieder nicht gefaßt werden. Außerdem gab es noch an einigen anderen Orten zu tun. Straßensperrung. Die Roonstraße vom Rampenfuße bis zur Kronprinzenbrücke wird behufs Umpflasterung vom 20. d. M. bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt, ebenso die Karlstraße vom Rampenfuße bis zur Kronprinzenbrücke. now Mit der Errichtung einer katholischen Volksschule, die bekanntlich Ertappt und festgenommen wurde gestern ein 23 Jahre alter wiederholt von der Gemeinde abgelehnt wurde, mußte sich die letzte Bernhard Binnow, der der Kriminalpolizei schon viel zu schaffen Gemeindevertreter- Sibung beschäftigen. Der als Vertreter der Rea machte und im vergangenen Jahre als Lieutenant Stiller v. Heide- Die Markthallen- Ausstellung. Die Eröffnung der vom 21. bis gierung anwesende Regierungsrat Dr. v. Bartenhausen er famp auftrat. Der Schwindler taufte damals in Geschäften auf 24. d. M. in der Zentralmarkthalle I veranstalteten Ausstellung klärte, daß bei weiterer Weigerung der Gemeinde die Errichtung furzen Kredit allerhand Waren, redete dann irgend einen Offiziers- findet am 21. d. M. 3 Uhr nachmittags statt. Der Eintritt ist nur der katholischen Schule auf Grund gesetzlicher Befugnisse erzwungen burschen auf der Straße an und ließ sich von diesem die Sachen mit Ehrenkarten gestattet, doch wird die Halle um 5 Uhr nachmittags werden würde. Genosse Grunom präzisierte noch einmal unsere dorthin bringen, wo er sie haben wollte. Die acht Monate Ge- für die Besucher zum freien Eintritt wieder geöffnet. Mit den Auch die Gründe für die Ablehnung einer fonfessionellen Schule. fängnis, die er für diese Schwindeleien erhielt, waren kaum vorbei, Innen- und Außendekorationen der Markthalle, für welche die Stadtbürgerlichen Vertreter Heegewaldt, Beierls, Neumann als er auch schon wieder mit großer Frechheit von neuem zu 4000 M. bewilligt hat, ist bereits begonnen worden. Die Stand- bürgerlichen Vertreter Heegewaldt, Beierls, Neumann und Rottmeier sprachen gegen die Errichtung, nur ließen ihre schwindeln begann. Diesmal gab er fich für einen Kaufmann Kahn inhaber der Markthalle haben beschlossen, in Anbetracht der zu Ausführungen erkennen, daß sie bereit wären, zu anderer Zeit ihre aus Frankfurt a. M. oder für einen Sohn des Kommerzienrats treffenden Vorbereitungen für die Ausstellung den Verkauf in der Auffassung zu ändern. Diese Stellung führte dann auch im Laufe Sieber aus Königsberg aus und spiegelte hiesigen Geschäftsleuten Bentralmarkthalle am Dienstag statt um 1 Uhr schon um 11 Uhr zu ber ausgedehnten Debatte zu einem Kompromiß. Genosse Gru bor, daß er für seinen Vater Einkäufe machen wolle. Um den schließen. Außer der Stadt Berlin, welche für die mit der AusLeuten Vertrauen einzuflößen, stellte er sich, als ob er sich durch den stellung verbundene Prämiierung drei Ehrenpreise gestiftet hat, haben" oto mahnte noch einmal die Ablehnung aufrecht zu erhalten und Fernsprecher mit seinem Vater in Königsberg", seinem Schwager noch eine Reihe von Vereinen und Innungen Ehrenpreise dem Preis zureichenden Mietsräumen untergebrachte 4stufige Schule, mit deren der Regierung die Verantwortung zu überlassen für eine in una der Regierung die Verantwortung zu überlassen für eine in unin Charlottenburg oder dem Hotel, in dem er wohne, unterhalte. richterfollegium zur Verfügung gestellt. Die Preisrichter treten am aureichenden Mietsräumen untergebrachte 4stufige Schule, mit deren Der„ Schwager" gab ihm dann auch noch diesen oder jenen Auftrag 20. d. M. zu der ersten Sizung zusammen; die Verkündung der zu Die Forderung der Regierung, die Schule bis zum 1. Oftober 1905 Grgebnissen selbst die Betenten nicht zufrieden sein können. und um den ausführen zu können, erbat und erhielt er dann auf erkannten Breise findet am Freitag, den 24. d. M. statt. Außer den einzurichten, wurde einstimmig abgelehnt. Man beschloß jedoch die einen Augenblick die Kleinigkeit von 70, 80 und mehr Mark. Ehrenpreisen kommen noch goldene, filberne und bronzene Medaillen Schaffung der zwei Unterstufen ab 1. April 1906 mit fortlaufendem Aufbau. Auch die katholischen Antragsteller find sich zur Verteilung. Die Direktion des Carl Weiß- Theaters teilt uns mit, daß gestern der Minderwertigkeit einer 4stufigen Schule gegenüber der hier bedas Reichsgericht in Leipzig die von der Deutschen Volksbühne gegen stehenden 7stufigen Volksschule bewußt. Sie bescheiden sich mit dem für das Urteil des föniglichen Kammergerichts eingelegte Revision ab ihre Geistesrichtung charakteristischen Einwand, daß die religiöse Begelehnt hat; vorher hatte schon der Anwalt der Deutschen Volts handlung der einzelnen Fächer diesen Mangel aufwiege. Zum bühne die Verteidigung mit der Begründung, daß der Prozeß für Beiter der obligatorischen Fortbildungsschule wird Rektor Reh geseine Partei vollständig aussichtslos sein würde, niedergelegt. wählt. In der Enteignungsfache Haferland wird beschlossen, demCaftans Panoptikum. Das Grufeln muß ein eigenartiges Ver- felben gegen Hergabe des strittigen Grundstückes für StraßenverIn einem Zimmer des Kurfürsten- Hotels Ede Ansbacher- und Kurfürstenstraße, hat sich Freitag eine erschütternde Tragödie abge- gnügen sein. Denn während die Menschheit im allgemeinen zu breiterung einstweilen 25 000 M. zu zahlen. spielt. Zwei Krankenschwestern verübten dort Selbstmord. Beide ihrer Erholung nicht den Schrecken sucht, findet sie beim Besuch des Johannisthal. fand man Freitag abend tot in ihren Betten auf. Die beiden Panoptikums ein Behagen an dem Anblick von Dingen, die mit dem Schwestern waren in der Nacht zum Freitag in einer Droschte vor besten Willen nicht schön zu nennen sind. In der Schreckenstammer dem Hotel vorgefahren. Sie nannten sich Geschwister Wehlisch und nicht der Moabiter, sondern der in Caftans Panoptikum sind der Mehrheit der Gemeindevertretung und dem Vorsteher wegen der baten um ein Zimmer, das sie sofort bezahlten. Mit Rücksicht auf in bunter Reihe alle berüchtigten Mörder mit derselben Präzision auf- Unterbringung des Gemeindeamtes im Lehrerwohnhaus hat das ihren Standfie trugen Schwesterntracht wurde den Beiden gestellt, wie in den anderen Räumen des bekannten Inftituts die Oberverwaltungsgericht zuungunsten der. Gemeindevertretung ents Unterkunft gewährt, obgleich man sonst Damen ohne Gepäck mitten Botentaten und Kriegshelden der Gegenwart. In der Gallerie schieden. Obwohl die unzutreffende Begründung des Urteils Verin der Nacht nicht aufgenommen hätte. Befremden erregte es, daß die jener Persönlichkeiten, die nicht das offizielle, mit Orden und Titeln wunderung erregte, nahm die Gemeinde von einer weiteren Vers Schwestern den ganzen Vormittag über nicht zum Vorschein kamen; belohnte Morden pflegen, sondern das illegitime, welchem das folgung der Angelegenheit Abstand, da die Streitfrage durch den bes als aber auch bis zum späten Nachmittag nichts von ihnen zu hören Schafott wintt, hat in den letzten Tagen ein Kert Aufnahme ge- schlossenen Bau eines Gemeindehauses in Jahresfrist erledigt sein war, benachrichtigte man die Polizei. Als diese das Zimmer öffnen funden, der in der Quantität seiner Taten nicht hinter den An- dürfte. Man tam deshalb überein, das Gemeindeamt auf ein weilich, bot fich den Eintretenden ein trauriger Anblid. Die beiden wärtern auf Georgskreuze und Sonnenorden zurüdsteht. Es handelt teres Jahr in den bisherigen Räumen zu belassen. Kaum ist dieser Strankenschwestern lagen tot in ihren Betten. Bei der älteren, etwa sich um den Chitagoer, Blaubart Johann Hoch alias Jakob Schmidt, Konflikt erledigt, so droht ein neuer Konflift zwischen der Gemeindes dreißigjähren war das Gesicht krampfhaft verzerrt, die jüngere, etwa der in den letzten zehn Jahren in Amerika 13 Frauen geheiratet und vertretung und dem Vorsteher. Der Gemeindevorsteher hatte bei 22 Jahre alte, lag mit friedlichem Gesichtsausdruck und gefalteten von diesen nachweislich fünf vergiftet hat. Es ist ja nicht jeder der Etatsberatung beantragt, fein Gehalt um 900 M. zu erhöhen Händen auf ihrem Lager. Ein halb geleertes Glas mit weißlicher manns Sache, sich am Anblick solcher Berühmtheiten zu weiden. und 2 neue Stellen zu schaffen, so daß die Gemeindeverwaltung um Flüssigkeit stand neben jedem Bett. Auf einem auf dem Tisch liegen Wer't mag, de mag't und wer't nich mag, de magt jawoll nich airfa 3000 m. mehr belastet worden wäre. Die Vertretung bewilligte den Bettel erklärten die Beiden, daß sie keine Geschwister seien, I mögen. bem Vorsteher 400 M. Gehaltserhöhung, 1 neue Stelle und eine Selbstmord zweier Krankenschwestern. Der Gemeindevorsteher im Konflikt. In dem Konflikt zwischen Hülfsschreiberstelle. Der Gemeindevorsteher erklärte nunmehr, daß er beim Kreisausschuß die zwangsweise Einstellung der von ihm geforderten Summe in den Etat beantragen werde. " Lichtenberg. " wurde wegen eines gut gelungenen Vortrages von den Gästen viele Annahme, daß Sie über alle diese Fälle Beweis erheben lassen können, ist irrig. fach gelobt und in Gespräche gezogen. Dies erregte die Eifersucht Heilstätte. Richten Sie ein Gesuch um Aufnahme an die Ver der Frau Schwalbe. Beide Frauen verließen bald darauf das Lokal, ficherungsanstalt. Diese kann dem Antrag auf Aufnahme in eine Heilstätte Artur B. 2. 1. Das ist um sich nach ihrer gemeinschaftlichen Wohnung zu begeben. Von stattgeben, ist aber hierzu nicht verpflichtet. hier tönten nach kurzer Zeit gellende Hülferufe in das Lokal zurück. 2. Schlagen Sie im Konversations- Lexikon oder in einem Wörterbuch nach. fein Grund zur Aufhebung des Vertrages: Sie müssen vereinbaren. Die Wahlen zur Gemeindevertretung haben nun ihren vorläufigen Der Angeklagte stürmte die Treppe hinauf und fand beide Frauen Diese Bücher finden Sie in jeder öffentlichen Bibliothek. A. M. Nixdorf. Abschluß gefunden. Die Zusammensehung der Vertretung ist durch in einer wüsten Schlägerei. Als er die beiden stark blutenden Frauen Richten Sie ein Gesuch an die Schuldeputation: ein Anspruch auf Um das Wahlergebnis nicht wesentlich verändert. Wohl sind die bürger- trennen wollte, wurden plötzlich aus den beiden Gegnerinnen die schulung steht Ihnen nicht zu, die Deputation kann aber Ihrem Antrage lichen Gruppen bei der Wahl sich nicht mehr als feindliche Brüder" alten Freundinnen. Gemeinschaftlich gingen beide nunmehr gegen stattgeben. W. F. Der Betreffende fönnte es mit einem Gesuch an das gegenüber getreten, es scheint vielmehr, daß sie sich gegenseitig ihren den Angeklagten vor, der sich kaum vor den hageldicht niedersausenden Konsulat versuchen. E. V. 1885. Nein. G. 2. 95. 1. u. 2. Ja. Besitzstand" garantiert haben, doch ist in der ersten Abteilung der Schlägen retten konnte. Als er der Urheberin der ganzen Szene it G. K. 1. Die Kosten sind verjährt. 2. Sie leben in Gütertrennung. Es Als er der Urheberin der ganzen Szene ist ratsam, vor der Heirat notariell und gerichtlich einen Ehevertrag nach Direktor des Eckertwerkes als ein neuer Vertreter der Großindustrie" sein Haus verbot, machten beide Weiber gegen ihn Front, so daß er Art des S. 225 Nr. 22 im Führer zum Bürgerlichen Gesetzbuch entworfenen mit 26 Stimmen gewählt" worden. Die Freisinnigen verkünden schließlich unter deren wüsten Schimpfereien den Rückzug antreten( Anhang zum Arbeiterrecht) zu schließen. 3. Ihr Bruder kann nach Deutsch frohlockend, daß, obwohl 60 Vollmachten" in ihrem Besize waren, mußte. In dem Lokal erzählte er seinen Bekannten wie es ihm er- land unbehelligt zurückkehren. Die etwa gegen ihn erkannte Strafe wird nicht ein„ papierner" Wähler seine Stimme abzugeben brauchte. Es gangen sei und bemerkte dabei, noch heute ein Ende machen zu aber nicht verjährt sein, da sie durch Vollstreckungsversuche unterbrochen zu feint fast, als ob etwas wie politische Scham sich geltend machtel Um so wollen. The ihn jemand daran hindern konnte, hatte der Ange- ficht auf Erfolg verfolgbarer Anspruch nicht zu. werden pflegt. 5. G. 56. In beiden Fällen steht Ihnen ein mit Aus freisinniger" war ein Wahltrick, der an die Schimpfreden des Dr. Mugdan flagte einen unter dem Ladentisch liegenden Revolver ergriffen und fäumnisurteil ist möglich. Auf den Anwalt ist aber in der Regel bis zum K. 2. 10. Ein Ver im Reichstage anknüpfte. Die Arbeitgeber" des Vorstandes der war damit in seine Wohnung gestürmt. Nach einigen Sekunden Schluß aller Termine zu warten.- Wilhelm. Nein, da längst verjährt. Drts Krankenkasse Lichtenberg gaben am Wahltage- den 15. März hörten die erschreckten Gäste einen Schuß fallen und sahen gleich) eine Erklärung in einem Lokalblatte_ab, die sich gegen die Reichstags- darauf die Frau Schwalbe, aus einer Brustwunde blutend, die T. W. Das Abzahlungsgeschäft fönnte als Eigentümer intervenieren. F. E. 39. Gegen diese Unannehmlichkeit könnte Ihr Sohn nichts rede des Genossen Zubeil vom 7. März richtet, ohne daß darin Treppe herunterkommen. In dem Lokal brach die S. bewußtlos zu- ausrichten. Albert H. 1. Nein. 2. Schriftliche Bollmacht. C. Köhler. die Beria tigung Zubeils, die er am 11. März im Reichstage gegeben, sammen. Nach Verübung der Tat ging der Angeklagte nach der Für den Anspruch auf Schadenersatz des Dienstmädchens wegen unberechtigter berücksichtigt wurde. Das Manöver war zu durchsichtig. Die Ant- Wache des 16. Polizeireviers und machte von dem Geschehenen Mit- Entlassung ist das Amtsgericht zuständig. Die Klage ist jedoch nur wort der Beteiligten wird folgen, die Antwort der Wähler ist bereits teilung. Er wurde daraufhin verhaftet, später jedoch aus der Haft Wiederannahme des Mädchens ersucht war. zulässig, wenn die Polizei vergeblich von dem Dienstmädchen um Karl D. erfolgt. der dritten Klasse erhielten im zweiten Bezirk die Partei- entlassen. Vor Gericht behauptete der Angeklagte, in der Notwehr Nein. genossen Seifel und Tiete 423 und 428, die Bürgerlichen gehandelt zu haben, konnte aber keinerlei Beweise hierfür erbringen. Urteil vollstrecbar. Die Frist läuft von jeder Pfändung ab von neuem. R. 99. 1. Nein. 2. 30 Jahre lang ist ein auf Zahlung lautendes 4 Stimmen. Im dritten Bezirk Genosse Grauer 553, die Bürger- Der Staatsanwalt beantragte eine Gefängnisstrafe von N. 3. Die Versicherungsanstalt tann die Kosten für ein Zahngebiß lichen je Stimmen. Im vierten Bezirk Grauer 488, Buch- einem Jahr sechs Monaten, da die Tat des Angeklagten( 3weds Abwendung späterer Nachteile) bewilligen, ein flagbarer Anspruch druckereibefizer Koch 2 Stimmen. Die Sozialdemokratie hat nun an versuchten Mord grenze. Der Gerichtshof kam jedoch dem An- steht Ihnen jedoch nicht zu. 20. M. 40, M. G. 70, D. D.: Nein. wieder 6 Bertreter, während für den Genossen Grauer, der in trage des Verteidigers gemäß zu einer milderen Beurteilung der drei Bezirken gewählt ist, 2 Ersazwahlen vorzunehmen sind. Auch ganzen Sachlage und erkannte auf nur neun Monate Ge= diese dürften schwerlich besser für die„ bürgerlichen Arbeiterfreunde" fängnis. ausfallen. " " Ein Postbote unter dem Verdacht des Sittlichkeitsvergehens verhaftet. In der Kommunalwähler- Versammlung am 14. März sprach ein Redner von den Gefahren, denen Kinder, deren Eltern zur Arbeit gehen müssen, ausgesetzt sind. Er erwähnte dabei, daß an demselben Tage ein etwa 8jähriges Mädchen in der Blumenthal straße, das allein in der Wohnung war, von einem Briefträger auf feinem Dienstgange unfittlich berührt worden war. Am nächsten Tage wurde der Briefträger 2. vom Postamt 112, wohl auf Grund der Aufzeichnungen der überwachenden Beamten, unter dem Verdacht des Sittlichkeitsvergehens verhaftet. 2. soll seine Tat bereits eingestanden haben. Freie Volksbühne Charlottenburg. Wie bereits mitgeteilt, findet die Eröffnungsvorstellung der Freien Volfsbühne Charlottenburg Donnerstag, den 23. d. M., abends 8½ Uhr, im Voltshaus, Rosinenstr. 3, statt. Zur Aufführung gelangen:" Abschied vom Regiment"," Die fiftliche Forderung" und" Lore" von Otto Erich Hartleben. Als ziveite Vorstellung ist für die zweite Woche des April„ Liebelei" von Schnißler und" Die Hafenpfote" von Brennert in Aussicht genommen. Außerdem bereitet der Verein für den Charfreitag einen unstabend mit musikalischen, deklamatorischen und gefanglichen Darbietungen ernsten Inhalts vor. Die Mitgliederzahl ist in erfreulicher Zunahme begriffen, so daß die Schließung der ersten Abteilung in furzer Zeit erwartet werden darf. Es wird deshalb allen, welche sich dem Verein anschließen wollen, geraten, ihre Mitgliedschaft schnellstens anzumelden bei einer der untenstehenden Zahlstellen: Paesler, Schlüterstr. 8, Wilf, Kirchstr. 31, Franz Schmidt, Wilmersdorferstr. 130, Müller, ( Voltshaus), Rofinenstr. 3, Konsumverein, Wilmersdorferstr. 27. ausb Gerichts- Zeitung. Drei Monate unschuldig in Untersuchungshaft. Eine unerwartet schnelle Erledigung fand eine am Schwurgericht des Landgerichts II gegen den Stoßfäten Emil Schmidt aus Kagel geführte Verhandlung, zu welcher mehr als 60 Zeugen geladen und zwei Sigungstage anberaumt waren. Der Angeklagte hatte im Januar 1904 die 15jährige Hedwig Barth, Tochter eines Ziegelmeisters aus Herzfelde, als Magd gemietet. Gegen Ende März 1904 verließ das Mädchen den Dienst unter der Behauptung, der Angeklagte habe fie zweimal vergewaltigt. Da die Barth sich bei ihrem Weggange einen Hut und Schuhe der Frau Schmidt angeeignet hatte, wurde sie wegen Diebstahls angeklagt und in diesem Verfahren beschwor Schmidt, daß er das Mädchen niemals unzüchtig berührt habe. Obgleich allein die Aussage des 15jährigen Mädchens vorlag und Schmidt keinerlei Anstalten zur Flucht gemacht hatte, wurde er durch Beschluß des Untersuchungsrichters beim Landgericht II in Untersuchungshaft genommen und die Anklage wegen Notzucht und Meineides erhoben. Diese Verhaftung gerade zur Zeit der Herbstbestellung bedeutete für den Angeklagten die Gefahr vollständigen Ruins, auf alle Fälle aber schwere Schädigung, denn erst nach einigen Monaten gelang es seinem Verteidiger Rechtsanwalt Heine die Aufhebung der Haft gegen eine durch Freunde und Verwandte aufgebrachte Raution von 3000 M. zu erzielen. In der Hauptverhandlung wurde festgestellt, daß Hedwig Barth die angeblichen Gewaltatte dem Amtsborsteher Reinhardt gegenüber ganz anders geschildert hatte, als später dem Richter und zwar zum Teil in einer nicht wiederzugebenden, ganz unmöglichen Weise. Sie verwickelte sich auch sonst in Widersprüche. Ferner wurde von Zeugen bekundet, daß der Bater des Mädchens von vornherein beabsichtigt hatte, sie zum April unter irgend einem Vorwande aus dem Dienste zu nehmen und daß ihr Ruf und ihr Betragen nichts weniger als gut waren. Unter diesen Umständen verzichtete der Verteidiger auf einem großen Teil weiterer Entlastungszeugen und der Staatsanwalt beantragte selbst die Berneinung der Schuldfragen. Nach ganz kurzer Beratung der Gefchworenen erfolgte die Freisprechung des Angeklagten. bnu Ein Richter wegen Freiheitsberaubung verurteilt. Die Straffammer in u blinit hat am 17. Oftober v. J. den jetzigen Rechtsanwalt Kurt Naumann in Groß- Strehlik wegen fahrlässiger Vollstreckung einer nicht vollstreckbaren Strafe nach§ 345 Abs. 2 zu einer Geldstrafe verurteilt. Der Angeklagte war bis August 1904 Affeffor beim Amtsgerichte Lublinik. Er war durch einen anderen Beamten in den Irrtum versetzt worden, das Urteil gegen einen gewissen K., der zu Geldstrafe verurteilt worden war, sei rechtsfräftig. Er beschloß deshalb den K. sogleich seine Strafe abfigen zu laffen. Auf seine Beschwerde wurde St. nach 8 Stunden entlassen. Der Angeklagte hat fahrlässig gehandelt, da er selbst hätte prüfen müssen, ob das Urteil bereits in der Weise zu vollstrecken war. Seine Revision, in welcher er bestritt, fahrlässig gehandelt zu haben, wurde vom Reichsgericht berworfen. 81.8 Vermischtes. In den Flammen umgekommen. In Fleien bei Kollmar brannte gestern morgen das Haus des Schiffers Mohr total nieder. Die Frau und zwei Kinder von 15 und 12 Jahren tamen in den Flammen um. Mohr war mit seinem Fahrzeug abwesend. Eine von einer Zigeunerbande verübte Gewalttat wird aus GroßMorgen zu Eurem Hochzeitstage Wünschen wir viel Glück Euch gern. Fern mög' Euch bleiben Not u. Plage, Freund Jacobey mit Minna Kern. Bleib' treu den Bahnen, die Dein Bater ging! Dies wünschen die Bezirksführer vom Wedding. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die zahlreichen Kranz spenden bei dem Begräbnis unseres so unerwartet von uns entrissenen lieben Mannes und Vaters, des Einfegers Sozialdemokrat. Wahlverein Gustav Geisenhainer Kirschbaum bei Lagow im Oſtſiernberger Kreis gemeldet. Die f.d.4.Berl. Reichstagswahlkreis.ern Beiler, dem Kontorpersonal und Bande hatte schon verschiedene Tage lang die Umgegend durch Betteln und Stehlen beunruhigt und lehrte schließlich im Gasthof zu Groß- Kirschbaum ein, wo der Anführer zu Essen und zu Trinken verlangte. Der Gastwirt hatte aber keine Lust, dem wilden Gesellen etwas zu verabfolgen, worauf der Anführer derselben sehr aufgebracht wurde, einen Revolver zog und zwei Schüsse abgab. Eine Kugel flog dem Gastwirt dicht am Ohr vorüber, während eine zweite Kugel seine Frau ins Bein traf und darin fizen blieb. Einige andere Zigeuner zogen inzwischen ihre Messer und es wäre wahrscheinlich noch mehr Unheil von ihnen angerichtet worden, wenn nicht inzwischen die Dorfbewohner dem Gastwirt zu Hülfe gekommen wären. Die Zigeuner ergriffen nun die Flucht. wird, am Freitag auf der Grube Eine Grubenkatastrophe ereignete sich, wie aus Lüttich gemeldet wird, am Freitag auf der Grube Gosson". Mehrere Arbeiter stießen bei ihrer Arbeit auf einen verlassenen Schacht, in welchem fich giftige Gafe angesammelt hatten. Das Ausströmen der Gase verursachte den sofortigen Tod von 4 Arbeitern. Infolge der zunehmenden Ausdehnung der Genidftarre in Oberschlesien hat die Militärverwaltung angeordnet, daß die Aushändigung von Postsendungen aus verseuchten Ortschaften an Soldaten zu vers hindern sei. Die Soldaten in Garnisonen des verseuchten Bezirks follen feinen Urlaub erhalten, wie auch Leuten anderer Garnisonen Urlaub nach verseuchten Ortschaften zu versagen ist. Fälle von Ge nidstarre beim Militär sind bisher in Brieg, Lamsdorf, Dhlau und Glogau festgestellt worden. Eisenbahnunglüd. Der Krakau- Wiener Personenzug ist in der Station Stauding infolge schlechten Funktionierens der Signalanlagen von einem Güterzuge in die Flanke gefahren worden. Hierbei wurden drei Personen schwer und 34 leichter berlebt. Unter den Verwundeten befinden sich meist russische Auswanderer. Eine Geldsammlung für die Gräfin Montignoso wird in Dresden veranstaltet. Die erste von der Montignofo- Partei in Umlauf gesetzte Beichnungsliste für die Gräfin hatte bis Freitag mittag über 4000 Zeichnungen mit rund 41 000 Mark. Die Liste wird fortgesetzt und soll bei andauernder Apanagesperrung der Gräfin die Einflagung der Mitgift und die Abwartung des Gerichtsurteils ermöglichen. Sollte die Kassenebbe bei der Gräfin Montignoso wirklich so arg sein? Arbeiter: Samariterkolonne. Montag abend 9 Uhr: Uebungsstunde Dresdenerstr. 45. Vortrag des Augenarztes Dr. Cohn über Hülfeleistung bei Augenverlegungen. Nachher praktische Uebungen. Gäste willkommen. Neue Mitglieder können jederzeit eintreten. Einschreibegeld sowie Monatsbeitrag je 25 Pf. Bibliothek steht zur Verfügung. Briefkaften der Redaktion. Juriftifcher Ceil. 1822010 Osten. Stadtbez. 150. Todes Anzeige. Freiwillig aus dem Leben geschieden ist unser alter braver Genosse, der Buchhändler H. Leow. bor Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 19. d. M., mittags 9, Uhr, von der Leichenhalle des Gemeinde- Friedhofs in Friedrichsfelde aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 242/18 Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Dreher Emil Wittkowski am 16. d. M. gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 19. d. M., nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Auferstehungs- Kirchhofes in Weißensee( Weißenseer Weg), aus statt. Rege Beteiligung erwartet 113/11 Die Ortsverwaltung. Todes- Anzeige. Allen Verwandten, Freunden, Genossen und Genossinnen die traurige Nachricht, daß mein lieber guter Mann, der Buchbinder Max Artelt am 17. März, nachmittags 33%, Uhr, nach kurzen aber schweren Leiden plötzlich an Herzlähmung im Alter von 47 Jahren verstorben ist. Um stille Teilnahme bittet Frau Marie Artelt. Die Beerdigung findet am Montag, den 20. März, nachm. 4 Uhr, bom Trauerhause, Georgenkirchstraße 63, aus nach dem GeorgenKirchhof, Weißensee, Röllestraße, statt. 31. Lebensjahres erreicht. Uuf Antrag kann das Vormundschaftsgericht ſcho Spezial- R 1915 wir dem Herrn H. Mittag, sämtlichen Verbandskollegen der Firma Mittag, dem Deutschen Holzarbeiter. Verband, Branche der Einsetzer Berlins, dem Holzarbeiter Verband( Bahlstelle Schöneberg), dem Vorsitzenden Herrn Giebler und dem sozialdemo fratischen Wahlverein Wilmersdorf, ferner dem Gesangverein der Maurer Wilmersdorfs für die trostreichen Ge fänge, sowie sämtlichen Freunden und Bekannten unseren innigsten Dank. Wilmersdorf, im März 1905. Die trauernde Witwe Auguste Geisenhainer nebst Tochter. Uhlandstr. 112/113. Danksagung. Meinen herzlichen Dank für die rege Teilnahme und zahlreichen Kranz spenden bei dem Begräbnisse meines lieben Mannes, des Gürtlers Emil Papke. Dank den Arbeitsgenossen der Baugesellschaft Memelerstr. 13/14 und dem Deutschen Metallarbeiter Verbande. 1886 Witwe Agnes Papke, Memelerstr. 4. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die reichen Blumenspenden bei der Beerdigung meiner lieben Frau, unserer guten Mutter Luise Roggan, geb. Ludwig, sage ich allen Freunden, Bekannten, Verwandten, sowie den hochverehrten Chefs und Personal der Firma Stelzner, den hochverehrten Chefs und Bersonal der Firma Kierzec u. Schult, den Arbeiterinnen der Firma Sudikatis, sowie dem BillardKlub„ Gut Stoß" meinen tiefgefühltesten Dank. 24612 Der trauernde Gatte nebst Kindern. Orts- Krankenkasse der Gastwirte u. verwandten Gewerbe zu Berlin. Bekanntmachung. Laut Beschluß der Generalversamm lung vom 29. November 1904 wurde der§ 38 des Statuts dahin abgeändert, daß den Vorstandsmitgliedern für durch die Wahrnehmung der Vor standsgeschäfte erivachsenen Zeitverlust außer den zu erseßenden baren Ausa lagen eine Entschädigung von 2, ― M. pro Sigung zusteht. § 62 wurde erweitert, indem außer den bisherigen Publikationsblättern die Deutsche Krankenkassen- Zeitung" als solches bestimmt wurde. " Diese Abänderung der Statuten wurde durch Beschluß des Bezirks. genehmigt. ranzbinderei. aususses vom 21. Februar 1905 Fritz Eltner, W., Bayreutherstr. 20. Freunden, Bekannten und Parteigenossen bringe mein Lokal in empfehlende Erinnerung. Wilhelm Krüger, 24472* Ede Bergmannstr. Belle Allianceftr. 74a, H ygienische Artikel, Sanitäre Bedarfsartikel, Gummiwaren etc. v. Prof. und Aerzten vielfach empfohlen. Apotheker S. Schweitzer's Fabrik hygienischer Präparate. Berlin O. 27. Holzmarktstr. 70. * Berlin, 10. März 1905. Der Vorstand. Poppe. Braun. Vorsitzender. Schriftführer. 271/7 Wer selbst Stoff hat, fertige eleganten Anzug oder Paletot mit guten Zutaten für 25 Mark. Bandelow, aftr. 65, I. Schneidermeister, Möbel, K. S. Ein Mann darf in Deutschland nicht vor dem Eintritt der Bolljährigkeit eine Ehe eingehen. Die Volljährigkeit wird mit Vollendung des von Vollendung des 18. Lebensjahres ab Volljährigkeit aussprechen. gemacht, Pauter. Sind Sie zu den Kosten eines Beleidigungsprozesses Gut verurteilt, so haben Sie die Gerichtskosten und die dem Gegner erwachsenen Soften zu zahlen, soweit diese erstattungsfähig sind. Welche Kosten das find, läßt sich ohne genaue Kenntnis der Atten nicht sagen. Bahlen Sie auf die Aufforderung des Gegners hin nicht, so kann dieser die Kosten durch das Gericht festlegen laffen. Die festgelegten Kosten sind beitreibbar. 2. B. 10. Sie könnten Berücksichtigung der Verhältnisse durch Eingabe an die Steuerdeputation beantragen. bes 1500 m. jährlich übersteigenden Lohnes bei dem Amtsgericht beantragen, Frike. Sie können Beschlagnahme in dessen Bezirk der Schuldner wohnt. G. R. 100. Sie müssen die Wohnung im Laufe des ersten Biehtages räumen. A. St. R. Der Ankauf russischer Staatspapiere bedeutet Stärkung des herrschenden Systems. Solche Anlage ist weder verständig noch sicher. M. R. 37. Sie müssen bis zum 23. Juni mit der Anmeldung warten. Der Weg zur Bolljährig feitserklärung ist in dem von Ihnen zitierten Buch angegeben, ist aber für Sie nicht gangbar, weil mehrere Monate bis zur eventuellen Großjährigkeitserklärung verstreichen würden.- W. N. Ist uns nicht bekannt H. K. Ein außereheliches, nach dem 31. 12. 1892 geborenes Sind hat Anspruch auf Alimente bis zu seinem zurüdgelegten 16. Lebensjahre. Bei förperlichen oder geistigen Gebrechen des Kindes ist auch über diese Beit hinaus Unterhalt zu gewähren. Verf. 1. Nein. 2. Wenn Sie noch Eine Revolverschießerei aus eigenartigen Anlässen, die ein nicht 40 Jahre alt find: ja. 3. Die Versicherungsanstalt. Trokkopf. Schlaglicht auf gewisse Zustände im Scheunenviertel werfen, Tag 1. Sie fönnten sich an das Vormundschaftsgericht wenden. 2. Etwa 5 bis einer Anklage wegen Körperverlegung mittels gefährlichen Wert- 10 Mart. 3. bis 5. Ueber die Beilegung des Namens, über die Adoption, zeuges zugrunde, welche gestern vor der vierten Straffammer des über die Folgen der Namensbeilegung oder der Adoption finden Sie das Sie Landgerichts I zur Verhandlung kam. Auf der Anklagebant mußte Interessierende auf S. 45, 46 und 221 des dem Arbeiterrecht beigefügten Führers. Der Führer liegt in den öffentlichen Lesehallen aus. der 31jährige Artist Albert Boldt Plaz nehmen, dem der M. M. 90. 1. und 2. Ja.-E. M. 100 Charlott. Seite 238 und!! Von 36 Mk. an!! Rechtsanwalt Lustig II als Verteidiger zur Seite stand. In dem 239 des dem Arbeiterrecht beigefügten Führers finden Sie Beispiele und Hause Füsilierstraße 13 befindet sich eine Gastwirtschaft von Anleitung zur Abfassung von Testamenten. Das Buch liegt in den öffent liefere Herrenanzug, ohne Konfurrenz, neueste Muster, nur Schmarsow. Am 27. Dezember feierte die Inhaberin des Lokals, lichen Lesehallen aus. Frau Schmarsow, ihren Geburtstag, zu dem u. a. auch der Ange- 4. und 5. Erscheint der Beklagte im Chefcheidungstermin nicht, läßt sich reino. Stoffe, feinste Zutaten. 2 Anflagte Boldt mit seiner um ein Jahr älteren Ehefrau, sowie die auch nicht vertreten, so wird neuer Termin anberaumt und dann, auch proben. Für guten Siz bekam goldene F. W., Ober: Medaille. Ludwig Engel, Brenz42jährige Steinfegmeistersfrau Anna Schwalbe eingeladen waren. wenn der Beklagte nicht erscheint, Beweis erhoben. Schöneweide. 1. Leider ja. 2. Ja. Es tönnen aber die ehe- lauerstraße 23 II( Alexanderplatz). Lettere wohnte bei den Boldtschen Eheleuten, und zwar zum größten lichen Kinder gegen die Beschlagnahme mit Erfolg Widerspruch erheben. Gegründet 1892. Großes Tuchlager. Leidwesen des Ehemannes, der beobachtet hatte, daß sich zwischen E. B. 39. Beantragen Sie bei dem Magistrat, Abteilung für der Frau Schwalbe und seiner Ehefrau ein gewisser Verkehr ent- Invalidenversicherung, Beschleunigung und eventuell, unter Schilderung der 3. 20. Arbeiterrecht S. 487 bis 503 finden Sie wickelt hatte. Wegen perverser Neigungen war die S. bereits zwei- Lage, Vorschußzahlung. mal geschieden worden. Trotz eifrigster Bemühungen des Ange- die Voraussetzungen usw. für Erlangung der Invaliden- und Altersrente 2. S. K. Hagten, dieses Freundschaftsverhältnis" zu beendigen, hing seine dargelegt, das Buch liegt in den öffentlichen Lesehallen aus. Grüschot. In Ihrem Falle würde das Sofa als unpfändbar Frau mit noch größerer Festigkeit an der Frau S. Bei jener Ge= erachtet werden. H. D. in G. Ihren Wunsch, die zeitraubende Arbeit burtstagsfeier brachten Boldt und seine Ehefrau mehrere Duette für Sie anzufertigen, vermögen wir nicht zu erfüllen, müssen Ihnen vielzum Vortrag, die vollen Beifall fanden. Besonders Frau Boldt mehr überlassen, fich eventuell aus den alten Jahrgängen zu informieren. Sure J. Tomporowski, Bringenstr. 55. 10-2,5-7. Sonntags 10-12, 2-4 Nein. A. S. 100. 1. und 2. Nein. 3. Etwa 100 Mart. + ygien.Bedarfsartik. Illustr. Preisl. frei. Gustav Engel, Berlin 172, Potsdamerstraße 131. redit. Monatlich Kredit ganze Wohnungs- Einrichtungen fowie einzelne Stücke äußerst billig. Eigene Tischlerei- Werkstatt. Berlin 0., 22172* Wiehr, petersburgerstr. 62. 29 bon Gardinenhaus Bernhard Schwart Walstr. 29 Flur Eing. Billigste Bezugsquelle Garnituren, Baneelsofas, * Muschelsofas, Schlafsofas, Chaise: longues, Bettstellen mit Matrah., Kleiderspinde, Vertikos, Spiegel in reeller Ausführung. Langjähr. Gar. * Neumann, Tapez., Oranienstr. 202. Prinzen10 Mark liefere Anzüge Paletots nach Maß. Per Kasse auch billigste Preise.* Schneidermeister, Dr. Simmel, Str. 41, 87/ 9* Spezialarzt für Haut- und Harnleiden. WARENHAUS A.WERTHEIM Gardinen Mtr. 38, 55, 75 Pf. Engl. 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Der Redakteur des technischen Teiles hat seine Sündigung Filiale ausgesprochenen, jedoch vom Ausschuß tassierten Ausschluß als Mitarbeiter mit mindestens monatlichen Beiträgen weiter der Auflösung der Filiale Ludwigshafen wurde bestätigt. Nach einer Es wird heute in den Punkt„ Unsere Stellung zu der freien Schriftleitung zur Verfügung zu stehen. Ferner war man der An- heftigen Debatte wird gemäß den Kommissionsberatungen im Hülfstaffe" eingetreten. Tobler als Referent entwirft einen sicht, daß alle Anträge auf Vergrößerung des Vereinsorgans ab- Falle Berlin mit 37 gegen 36 Stimmen beschlossen. historischen leberblick über die Entwickelung der Freien Hülfs- zulehnen feien. Die Errichtung einer Sterbetafel in demselben, frankenkasse der Maler und verwandter Berufsgenossen Nr. 71", welche den Filialen monatlich einmal zur Verfügung zu stellen set, Marktpreise von Berlin am 17. März. Nach Ermittelungen des welche namentlich in den Jahren des Ausnahmegesetzes ein starter ist ebenfalls nicht ratsam. Demgegenüber wird andererseits, so auch gl. Bolizei- Präsidiums. Für 1 Doppel- Bentner: Weizen), gute Sorte Rückhalt der Gewerkschaftsorganisation war. Mit der Erstarkung von Tobler, vor einer Unterschäßurig des technischen Teiles ge- 17,40-17,38 m., mittel 17,36-17,34 M., geringe 17,32-17,30. der Organisation hat man an eine Agitation für die Hülfstaffe nicht warnt. Die Vorschläge der betreffenden Kommission akzeptiere er Roggen**), gute Sorte 13,70-00,00., mittel 00,00-00,00 M., geringe gedacht. Da gefeßliche Schwierigkeiten nicht drohen, muß dahin ge- deshalb auch nicht vollständig. Der Antrag Charlottenburg, welcher 00,00-00,00 M. Futtergerste*), gute Sorte 16,40-15,10 M., mittel 15,00 wirkt werden, daß die Organisation die Krankenkasse in ihre Hände die Presse unabhängig vom Vorstande gestaltet wissen will, bitte er bis 13,80 M., geringe 13,70-12,50 M. Hafer*), gute Sorte 16,20-15,50 M., übernimmt. Vorbedingung zum Eintritt in die Krankenkasse muß analog den Kommissionsberichten abzulehnen. Beispiele anderer Ge- mittel 15,40-14,70., geringe 14,60-13,90 M. Erbsen, gelbe, zum Kochen ja dann naturgemäß die Zugehörigkeit zur Vereinigung der Maler werkschaften haben gezeigt, wie dadurch Konflikte geradezu herauf- 45,00-30,00 M. Speisebohnen, weiße 50,00-30,00 M. Linjen 60,00-30,00 M. Startoffeln 10,00-7,00 m. Richtstroh 4,66-4,32 m. Heu 9,20-7,40 m. fein. Sei dies erreicht, so fönne man auf eine wesentliche Er- beschworen werden. Das Einverständnis, das bisher zwischen Vorstand Für ein Kilogramm Butter 2,80-2,00 M. Gier per Schod 4,20-2,80 m. leichterung im Unterstüßungswesen und in der Vereinfachung der und Redaktion bestand, fönne leicht eine Beeinträchtigung erfahren. *) Frei Wagen und ab Bahn.**) Ab Bahn. Verwaltung rechnen.( Beifall.) In der lebhaften Debatte befür- Dieser Punkt findet Erledigung durch Annahme folgenden, von worteten besonders Gehlert- Hamburg, Vorsitzender der Freien Link- Berlin formulierten Antrages:„ Eine technische Beilage allHülfstasse, Flemming Charlottenburg, Iob Berlin, Nehr- monatlich in der der Generalversammlung vorgelegten Form wird forn- Weimar, Streine Dresden u. a. diesen Gedanken. nicht eingeführt. Dagegen bleibt der fachgewerbliche Teil des Folgende von Bartels Hamburg gestellte Resolution wird fast Vereinsanzeigers" bestehen. Die Redaktion des Vereinsanzeigers" einstimmig angenommen:" Die Generalversammlung erklärt, daß ist verpflichtet, in jeder Nummer des Vereinsanzeigers" den vor- Stationen fie eine Verschmelzung der Zentralfrankenkasse mit der Vereinigung" handenen fachgewerblichen Teil zu berücksichtigen dadurch, daß Arals erstrebenswert anerkennt. Da aber eine solche ohne weiteres tifel oder Feuilletons in kunst- und fachgewerblicher Literatur ge= nicht bewerkstelligt werden kann, beauftragt sie den Vorstand, wenn bracht werden müssen." Die Versammlung atzeptiert noch: Bemöglich unter Buziehung des Vorstandes der Krankenkasse, sich mit antrage den Antrag Frankfurt a. M. betreffend allmonatlicher Swinemde. 760 SD dieser Frage eingehender zu beschäftigen und das Ergebnis der Be- Sterbetafel anzunehmen unter der Bedingung, daß mehr als zwei Hamburg 759 DSD 2 halb bd. ratung drei Monate vor der nächsten Generalversammlung der Beilen für den einzelnen Todesfall nicht in Anspruch genommen Franks.a.M. 760 Krankenkasse zu veröffentlichen, damit eine Agitation unter den Mit- werden dürfen." Die Beschwerdekommission berichtete hierauf durch München 762 S gliedern der Krankenkasse in diesem Sinne vorgenommen werden v. Rönn Hamburg und beantragt, den Rekurs des auf der neunten Bien Generalversammlung ausgeschlossenen Kollegen Schmidt- Erfurt dahingehend zu regeln, daß der zuständigen Filiale anheimgestellt wird, Schmidt gemäß den statütarischen Bestimmungen eventuell wieder mäßigen südlichen Binden. aufzunehmen. Der Berufung Berlins, 37,50 M. Maßregelungszum 1. Juli eingereicht. Jedoch habe Genannter sich verpflichtet, des Kollegen Schwab wieder herzustellen, jei abzuweisen, Die fann." = " Die Nachmittagsfibung fällt wegen einer von der Filiale Hamburg zu Ehren der Delegierten veranstalteten Dampferpartie im Hafen sowie nach Blankenese aus. " clicht bout Witterungsübersicht vom 18. März 1905, morgens 8 Uhr. Berlin Barometer stand mm Windrichtung Bindstärke 760 Still Better 2 bedeckt -Nebel Temp. n. T. 5° C. 4° R. Stationen Barometer stand mm Wind richtung 4 Haparanda 768 S 4 Petersburg 771 GD 5 Scilly 754 283 Windstärke Wetter Temp. n. C. | 6 Aberdeen 2 Paris 2 Schnee-8 1wolfen! 6 3 wollig 9 751 Still bededt 2 754 SSD 3Regen 8 2 wolkenl 2 wolfenl 761 23 1 heiter Wetter- Prognose für Sonntag, den 19. März 1905. Warm und vielfach heiter, aber veränderlich mit etwas Regent und Berliner Wetterbureau. Frühjahr- Paletots. *** Sonder- Angebot. Frühjahr Paletots chagestreifte und karierte Frühjahr- Paletots Frühjahr- Paletots Piqué- Westen Fantasiestoffe Vielseitigste Auswahl in Stoffen u. Fassons 45,-, 39., 36, 30.27.-, 24, 21.-, 18.-, Restbestände Saisons . aus früheren 12-, 8.24 M. Enorme Auswahl. 15M. 5M. 8.& B-, 4-, 3-, 2,80, GummiMäntel und Havelocks Gummi- Regenmäntel Wasserdicht. 36. 30, 24, 21.0 18.- 15 M. Loden- Havelocks Bequeme Tragart 21-67 18.-, 15.- 12.-, 10, 75 Das 25te Haupt- Preisbuch Pracht- Ausgabe mit über 200 Illustrationen, teilweise original englischen Modebildern, ist erschienen und wird auf Wunsch kostenlos und portofrei zugesandt. 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Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW Nr. 67. 22. Jahrgang. 4. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Wochen- Spielplan der Berliner Cheater. Königliches Opernhaus. Sonntag: Die Walküre.( Anfang 7 Uhr.) Montag: Abreise. Bajazzi. Dienstag: Siegfried.( Anfang 7 Uhr.) Mittwoch: Sinfonie- Konzert der königl. Kapelle. Donnerstag: Die weiße Dame. Freitag: Götterdämmerung.( Anfang 62 Uhr.) Sonnabend: Mignon. Sonntag: Der Roland von Berlin. Montag: Lohengrin. ( Anfang 7 Uhr.) Neues Königl. Opern Theater, Sonntag: Geschlossen. Montag: Geschlossen. Dienstag: Théâtre paré. Prinz Friedrich von Homburg. ( Anfang 8 Uhr.) Mittwoch: Geschlossen. Donnerstag: Prinz Friedrich von Homburg. Freitag: Gök von Berlichingen.( Anfang 7 Uhr.) Sonnabend und Sonntag: Brinz Friedrich von Homburg. Montag: Göz von Berlichingen.( Anfang 7 Uhr.) Deutsches Theater. Sonntag nachmittag 1, Uhr: Don Carlos. Abends: Die Brüder von St. Bernhard. Montag: Schusselchen. Dienstag: Dedipus. Mittwoch: Schusselchen. Donnerstag: Helden. Freitag bis Sonntag: Wilhelm Tell. Sonntag nachmittag 2%, Uhr: Maskerade. Montag: Unbestimmt. Berliner Theater. Sonntag: Weh' dem, der lügt. Montag: Die Räuber. Dienstag: Die Jüdin von Toledo. Mittwoch: Weh' dem, der lügt. Donnerstag: Die Räuber. Freitag: Die Jüdin von Toledo. Sonnabend und Sonntag: König Richard II. Montag: Weh' dem, der lügt. Leffing: Theater. Sonntag nachmittag 2, Uhr: Es lebe das Leben. Abends und Montag: Elga. Dienstag: Der Biberpelz.( Anfang 7%, Uhr.) Mittwoch u. Donnerstag: Elga. Freitag: Traumulus.( Anfang 7 Uhr.) Sonnabend: Elga. Sonntag nachmittag 22 Uhr: Rosenmontag. Abends: Elga. Montag: Ein Volksfeind.( Anfang 72 Uhr.) Sonntag, 19. März 1905. nachmittag 3 Uhr: La Traviata. Abends: Figaros Hochzeit. Montag: mittag 3 Uhr: Lorbeerbaum und Bettelſtab. Abends: Khrik- Bhrik. Das Glöckchen des Eremiten. Montag: Lorbeerbaum und Bettelstab. Neues Theater. Sonntag: Ein Sommernachtstraum. Montag bis Lustspielhaus. Sonntag: Der Familientag. Bon Montag bis Montag: Sonntag: Ein Sommernachtstraum. Montag: Der Graf von Charolais. Der Familientag. Schiller- Theater O.( Wallner- Theater.) Sonntag nachmittag 3 Uhr: Carl Weiß- Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Maria Stuart. Fuhrmann Henschel. Abends: Krieg im Frieden. Montag: Die Kreuzel- Abends und Montag: Die Kinder des Kapitän Grant. Dienstag bis schreiber. Dienstag: Die Herren Söhne. Mittwoch: Der Leibalte. Sonnabend: Der schmale Weg. Hierauf: Frauen Liebe und Leben. Donnerstag: Strieg im Frieden. Freitag: Die Herren Söhne. Sonnabend: Sonntag nachmittag 3 Uhr: Die Kinder des Kapitän Grant. Abends Wallensteins Tod. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Die Haubenlerche. Abends: und Montag: Der schmale Weg. Hierauf: Frauen Liebe und Leben. Fuhrmann Henschel. Montag: König Lear. Zentral Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der Zigeunerbaron. nachmittag 3 Uhr: Wallensteins Lager. Die Piccolomini. Schiller- Theater N.( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater.) Sonntag Abends: Die Jurheirat.( Anfang 7, Uhr) Montag bis Freitag: Die Jur Abends und heirat. Sonnabend nachm. 4 Uhr: Der gestiefelte Kater. Abends: Die Jur Montag: Die Herren Söhne. Dienstag und Mittwoch: Medea. Heirat. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der Bettelstudent. Abends( Anfang Donnerstag: Die Herren Söhne. Freitag: Medea. Sonnabend: Die 72 Uhr) und Montag: Die Jurheirat. Herren Söhne. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Wallensteins Lager. Die Piccolomini. Abends: Die Streuzelschreiber. Montag: Johannisfeuer Residenz- Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Nora. Abends: Hotel Pompadour. Bon Montag bis Sonnabend: Hotel Pompadour. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der Hüttenbesiger. Abends und Montag: Hotel Pompadour. Kleines Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Familienidyll. Liebesträume. Serenissimus- Zwischenspiele. Abends: Nachtasyl. Montag: Der Bär. Angele. Dienstag: Sanna. Mittwoch: Der Bär. Angele. Donners tag: Nachlasyl. Freitag: Salome. Sonnabend: Nachtasyl. Sonntag nach mittag 3 Uhr: Familienidyll. Liebesträume. Serenissimus- Zwischenspiele. Abends: Sanna. Montag: Die Neuvermählten. Abschiedssouper. = Trianon Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Die glüdliche Gilberte. Allabendlich: Das Abenteuer des Herrn Malezieur. Die Brieftasche. Ein peinlicher Zwischenfall. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Die glückliche GilTheater des Westens. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der Zigeuner- berte. Abends und Montag: Das Abenteuer des Herrn Malezieur. Die baron. Abends: Die Liebesfeftung. Montag: Die neugierigen Frauen. Brieftasche. Ein peinlicher Zwischenfall. Dienstag: Die Afrikanerin. Mittwoch bis Freitag: Die Liebesfeftung. Belle Alliance Theater. % Sonntag nachmittag 3 Uhr: Deborah. Sonnabend nachmittag 2, Uhr: Der Prinz von Homburg. Abends: Abends: Die Rote. Von Montag bis Sonnabend: Die Nothe. Sonntag Die neugierigen Frauen. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Martha. Abends: nachmittag 3 Uhr: Die Jüdin von Toledo. Abends und Montag: Die Liebesfeftung. Montag: Der Prophet. Die Rote. National Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Die Fledermaus. Luisen Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der Hüttenbefizer. Abends: Undine. Montag: Das Glöckchen des Eremiten. Dienstag: Der Abends und Montag: Lorbeerbaum und Bettelstab. Dienstag: Hopfemrats Troubadour. Mittwoch: Undine. Donnerstag: La Traviata. Freitag: Grben. Mittwoch: Der Verschwender. Donnerstag: Das Leben ein Traum. Das Glöckchen des Eremiten. Sonnabend: Die Hugenotten. Sonntag, Freitag: Kyrik- Pyrik. Sonnabend: Hasemanns Töchter. Sonntag nach 10 Mehlgeschäft Zerstr. 41 Skalitzerstr. 41 Wegen Uebernahme Wieder Eröffnung !! Wichtig für Hausfrauen!! Montag geschlossen! Dienstag früh! Jeder Käufer erhält beim Einkauf von 1 Mark = ein Präsent!= Otto Lemme. unüber in Qualität FÜR JEDEN RADFAHRER UNENTBEHRLICH GUMMILÖSUNG& REPARATURKASTEN MARKE NATIONAL trefflich Thalia Theater. Sonntag nachmittag 3%, Uhr: Charleys Tante. Abends: Der Kilometerfresser. Montag bis Sonnabend: Der Kilometerfresser. Sonntag nachmittag 32 Uhr: Charleys Tante. Abends und Montag: Der Kilometerfreffer. Kasino Theater. Sonntag nachmittag 4 Uhr: In Vertretung. Abends: Heirat auf Probe. Montag bis Sonnabend: Heirat auf Probe. Sonntag nachmittag 4 Uhr: Mutter Gräbert. Abends und Montag: Heirat auf Probe. 10 Apollo Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Berliner Luft. Abends Das Beilchenmädchen. Montag bis Sonnabend: Das Beilchenmädchen. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Berliner Luft. Abends und Montag: Das Veilchenmädchen. Ueber'n großen Teich. Abends: Weber'n großen Teich. Bon Montag bis Deutsch- Amerikanisches Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Sonnabend: Ueber'n großen Teich. Sonntag nachmittag 3 1hr: Ueber'n großen Teich. Abends und Montag: Uebern großen Teich. Gebrüder Herrnfeld Theater. Allabendlich: Die Meyerhains. Metropol Theater. Allabendlich: Die Herren von Marim. Passage- Theater. Allabendlich: Die 5 Lorrisons. Spezialitäten. Wintergarten. Allabendlich: Saharet. Spezialitäten. Reichshallen Theater. Allabendlich: Stettiner Sänger. Palaft Theater. Allabendlich: Wie man Weiber feffelt. Spezialitäten. Urania- Theater. Taubenstraße 48/49. Jm Theater: 8 Uhr: Der Simplon und sein Gebiet. Montag und Donnerstag: Tierleben in der Wildnis. Invalidenstraße 57-62: Sternwarte. ORIGINAL SINGER WAHMASCHINER Singer Nähmaschinen. 16332* Einfache Handhabung! Große Haltbarkeit! Hohe Arbeitsleistung! Weltausstellung Grand Prix Weltausstellung Paris 1900: St. Louis 1904. Unentgeltlicher Unterricht, auch in moderner Kunststickerei. Elektromotore für Nähmaschinenbetrieb. Singer Co. Nähmaschinen Act. Ges. Berlin W., Leipzigerstr. 92. Filialen in allen Stadtteilen. L.Katz& Co. Spandauerstr. 45, am Molkenmarkt. Größtes Spezial- Gefchäft sämtlicher Gastwirtsartikel. Neu eröffnet! Neu eröffnet! !!! Auf Teilzahlung Niederlage der Liegnitzer Hutfabrik vorm. F. 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Dienstag den 21. März, abends 8 Uhr, in Scheruchs Festsälen, Rüdersdorferstr. 45: Versammlung. Tages- Ordnung: 242/ 17* 1. Vortrag des Redakteurs Genossen Ströbel über: Kulturfortschritt und gepanzerte Faust". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Aufnahme neuer Mitglieder. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. ( Süd- Oft.) Dienstag, den 21. März, abends 8 Uhr, in Graumanns Festfälen, Naunynstr. 27: Versammlung. Zages Drdnung: 1. Die Proletarisierung bürgerlicher Schichten. 2. Diskussion. Referent: Redakteur Kaliski. 3. Vereinsangelegenheiten. Bahlreichen Besuch erwartet Sozialdemokratischer Dienstag, den 21. März, abends 8½ Uhr, bei Hensel, Invalidenstraße la: Verfammlung. Allgem. Sterbekaffe für Männer und Frauen. Sonntag, 26. März, vorm. 10 Uhr, in Noads Festsälen, Brunnenstr. 16: SF Ordentliche General- Versammlung. Zages Drdnung: 1. Bericht des Vorstandes über das abgelaufene Geschäftsjahr. 2. Bericht der Revisoren. 3. Wahl von 3 Vorstandsmitgliedern und 3 Revisoren. 1085 4. Antrag F. Boigt betreffend: a) das Kaffenlotal aufzuheben; b) dem ständigen Rendanten zu fündigen; c) die Kassierer find ebenfalls zu fündigen und haben die Mitglieder selbst die Beiträge an geeigneten Bahlstellen an die Borstandsmitglieder zu zahlen und in den neu anzus schaffenden Duittungsbüchern durch Stempel zu quittieren; d) den§ 7 zu diejenigen Mit Mai 1892 Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Paul John über: Erklärung der Religion zurber, die nach dem bei ihrer Auf Privatsache. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste Damen und Herren haben Zutritt. Zu zahlreichem Besuch ladet ein Der Vorstand. Genoffen und Genoffínnen! 246/ 20* nahme das 40. Lebensjahr über fchritten haben, 60 Pf. pro Monat zu zahlen haben; e) den§ 11 dahin zu ändern, daß nach Ablauf von sechs Jahren 142 M. gezahlt werden. 5. Antrag D. Knopf betreffend: 242/19 Dienstag, den 21. März 1905, abends 8%, Uhr, bei Keller, Koppenstraße Nr. 29: Das Statut dahin zu ändern, daß Wahlverein Charlottenburg. Dienstag, den 21. März, im Volkshause, Rosinenstr. 3: Volks- Versammlung. Referentin: für Mitglieder, welche vor 1892 Mitglieder der Kaffe waren, der Beitrag pro Monat 50 Pf. und das Sterbe geld 150 M. beträgt. 6. Verschiedenes. Tages- Ordnung:„ Der politische Massenstreif". Klara Zetkin aus Stuttgart. gliedern gestattet gegen Borzeigung Bu äußerst zahlreichem Besuch dieser Versammlung ladet ein 1/ 2* Die Vertrauensperson für die Frauen Berlins. Der Eintritt ist nur mit des Legitimationsbuches oder der legten Duittung. Der Vorstand. Außerordentliche General- Versammlung Gewerkschaften Schönebergs! Orts- Krankenkaffe Tages- Ordnung: für 1. Bortrag bes Reichstags- Abgeordneten Hermann Förster über: Mittwoch, den 22. März 1905, abends 8% Uhr, in Obsts Festsälen, Bierbrauergewerbe Reichsfinanzpolitik". 2. Diskussion. 3. Ersakwahl des Vorstandes und der Bezirksführer. 4. Verschiedenes. 250/7 In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist das Erscheinen sämtlicher Mitglieder notwendig. Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Achtung! Stock- u. Celluloidarbeiter. Achtung! den 20. abends 8 Uhr: Oeffentl. Meiningerstr. 8: Gewerkschafts- Verfammlung Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Adolf v. Elm:„ Die achte Million". 2. Diskussion und Verschiedenes. Gewerkschaftskommission zu Schöneberg. J. A.: Karl Henkel, Golzstr. 6. In Anbetracht des wichtigen Themas ist es Pflicht aller Arbeiter Schönebergs zu erscheinen. 287/17 Branchen- Versammlung Verband der Tapezierer( Filiale Berlin). in den Andreas- Festsälen, Andreasstr. 21. Zagesordnung: 1. Jahresbericht der Werkstatt- Kontrollkommission und Diskussion. 2. Neuwahl der Werkstatt- Kontrollfommission. 3. Die vom Verband( Bahl stelle Berlin) geplante Einführung der Kranken- Unterstützung. 4. Der Streit bei Gembidi. 5. Werkstatt- Angelegenheiten und Verschiedenes. Die Branchenkommiffion. Modell- und Fabriktischler. Montag, den 20. d. Mts., in Schmidts Gesellschaftshaus, Gartenstraße 6: Vertrauensmänner- Verfammlung. Zages- Ordnung: Tapezierer! zu Berlin, Mte Schönhauserstr. 32, Hof I. Freitag, den 31. März 1905, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, SO., Engel- Ufer 15, im Saale III: Ordentliche General- Versammlung der Delegierten. Tages- Ordnung: 1. Jahresbericht des Vorstandes. 2. Bericht der Revisionskommission. 3. Entlastung des Vorstandes und Rendanten. 4. Beschlußfassung über Erhöhung der Beiträge oder Herabsehung der Leistungen und eventl. Abänderung der darauf bezüglichen§§ 30 und 13 des Kassenstatuts. Montag, 20. März, abends 8% Uhr, in der„ Ressource", Kommandantenstr. 57: Bücher oder alten notwendig ist, Außerordentliche General- Versammlung. Tages- Ordnung: 177/18 5. Berschiedenes. Anfragen und Beschwerden, au welchen die Einsicht in die Kaffen müssen mündlich oder schriftlich be hufs Beantwortung derselben in der General Versammlung bis zum 27. März dem Vorstande mitgeteilt werden. 271/8 Als Legitimation dient die überUm recht pünktliches und zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Otto Ullrich, Vorsitzender. Orts- Krankenkasse 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Robert Schmidt fante Ginladungskarte. über:„ Lohufyfteme in der kapitalistischen Produktionsweise". 2. Diskussion. 3. Wahl einer 1. Branchenangelegenheit. 2. Verschiedenes. Dienstag, den 21. März, abends 8%, Uhr, im Rosenthaler Hof, Neuner- Kommission. 4. Stellungnahme zum Gewerkschaftskongrek. Rosenthalerstraße 11/12: Außerordentliche Branchenversammlung der Stellmacher. Tages- Ordnung: 1. Die Einführung der Krantenunterstügung. 2. Diskussion. 3. Branchenangelegenheiten. 4. Berschiedenes. Die Kommission. Drechfler. I Dienstag, den 21. März 1905, abends 8 Uhr, im KönigstadtKasino, Holzmarktstr. 72: Branchen- Verfammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Fendel über: Die Kunst im Volksleben." 2. Bericht über die Tätigkeit des Gesellenausschusses und über die Krankenfaffen. 3. Bericht der Kommiffion. 4. Verbands- und Branchenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Verbandsleitung. Stukkateure! des Korbmacher- Gewerbes zu Berlin. Die im November 1904 in der General Bersammlung beschlossene 15 Die laut Fachblatt am Montag, den 20. März, abends pünktlich 8 Uhr, bei Statutenänderung des§ 13 Abs. 3 Franke, Sebastianstr. 39, stattfindende Mitglieder- Versammlung erhält auf einstimmigen Beschluß des Vorstandes folgenden ersten Punkt der Tagesordnung: Der Tarif- Entwurf unserer Unternehmer. Referent: Kollege Krebs. Die Wichtigkeit des Themas erfordert das Erscheinen aller Kollegen, welche sich ihre Lebenslage 82/5 nicht vertragsmäßig verschlechtern lassen wollen. Gäste und Nichtmitglieder haben Zutritt. Jeder muß seinen Tarif mitbringen! Zentral- Verband der Töpfer Deutschlands. Filiale Berlin. 195/11 Montag, den 20. März 1905, abends 62 Uhr, bei Keller, Koppen- Straße 29: Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Wahl der Delegierten zur Generalversammlung in München eventuell Stichwahl. 2. Beschlußfassung über zurückgestellte Anträge. 3. Gewerkschaftliches. Wir erwarten, daß jeder Kollege in der Versammlung erscheint. Jeder Kollege erhält gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches einen Wahlzettel. Der Vorstand. Achtung! Kürschner! Achtung! Mittwoch, den 22. März, abends 8 Uhr, im Alten Schützenhaus, Linien- Straße 5: Oeffentliche Versammlung 102/6 aller in der Kürschuerbranche beschäftigten Arbeiter u. Arbeiterinnen. Tages- Ordnung: 1. Die Erfolglosigkeit der Einigungsverhandlungen mit der Jnnung und welche Taktik schlagen wir jetzt ein? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ersuchen wir um zahlreichen Besuch der Versammlung. Der Vorstand der Zahlst. Berlin des deutschen Kürschnerverbandes. Der Vorstand des Verbandes der Kürschner Berlins u. Umg. Tegelort Restaurant Leuchtturm, Tegelort. Direkt an der Havel und am Tegeler See gelegen. Großer herrlicher Garten von Wald u. Wasser umgeben. Schutzhallen. Tanzsaal. Kegelbahnen. Ruderboote. 173/ 7* Die Ortsverwaltung. ist vom Bezirksausschuß genehmigt und tritt hierdurch in Kraft. 19. März 1905. 271/9 Der Vorstand. J. B.: Richard Blume. Hygienische Bedarfsartikel. Neuest. Katalog m. Empf. viel. Aerzte u. Prof. grat. u. fr. H. Unger, Gummiwarenfabrit, Berlin N., Friedrichstr. 131c. Atung! Herren- Maß- und Herren- Konfektions- Verband der Sattler. Schneider und-Schneiderinnen! Montag, 20. März, abends 8%, Uhr: Zwei öffentliche Versammlungen. Für den Nordosten:„ Altes Schüßenhaus", Linienstr. 5. Dſten: Keller, Koppenstr. 29( oberer Saal). Tagesordnung in beiden Versammlungen: W #. Die vom Verband der Schneider an die Berliner Detail: Konfektionsgeschäfte gestellten Forderungen. Referenten: Kollegen Käming und Ritter. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung wird auf ein zahlreiches und bestimmtes Erscheinen der Kollegen gerechnet. Frauen haben ebenfalls Zutritt! 162/17 Der Einberufer. Ortsverwaltung Berlin. Telephon: Amt IV, 6076. Bureau: Gewerkschaftshaus, Zimmer 22. Mittwoch, 22. März, abends 81% Uhr, in den Arminhallen, Allgemeine Kommandantenstraße 20: Mitglieder- Versammlung. Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag des Genoffen Davidsohn: Soziale Probleme der neueren Kunst". 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Bahlreiches und pünktliches Erscheinen der Mitglieder erwartet Die Ortsverwaltung. 156/7 Fachverein derTischler Berlins und Umgegend. Verband der Schneider u. Schneiderinnen Dienstag, den 21. März 1905, abends 8½ Uhr, im„ Fürfienhof", ( filiale Berlin). Dienstag, den 21. März, abends 8% Uhr: Mitglieder- Versammlung in den„ Arminballen", Sommandantenstr. 20. Zages Ordnung: 1. Die gestellten Forderungen an die Detail Konfektionsgeschäfte, die 2. Mai i eingelaufenen Antwortschreiben und unsere fernere Stellungnahme hierzu. 2. Der V. deutsche Gewerkschaftstongreß am 22. Mai in Köln a. Rh. und Wahl von sieben Delegierten zu demselben. Spielplätze. Kaffeeküche. Dampferverbindungen nach allen Richtungen.. 3. Mitteilungen der Drtsverwaltung. Für Vereine, Fabriken 2c. zu Partien sehr geeignet. Die Mitglieder aller Branchen werden ersucht, zahlreich u. pünktl. zu erscheinen. Das Mitgliedsbuch legitimiert. Ohne dasselbe kein Zntritt! Die Ortsverwaltung. Sommerwohnungen auf beliebige Zeit mit und ohne Penſion. H. Weihrauch, Telephon: Amt Tegel, Nr. 121. 162/18 Röpniderftr. 137: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 186/4 1. Die wichtigsten Bestimmungen über Unfallversicherung. Referent: Genosse Theodor Fischer. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Wir ersuchen die Mitglieder, mit Frauen recht zahlreich zu erscheinen. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. Achtung! Vereine! Achtung! Umständehalber ist mein großer Saal mit Bühne am ersten 1905 Ofterfeiertage frei geworden. Badstraße 12. 0. Cranz' Fest- Säle. Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. Montag, den 20. März, abends 81/2 Uhr, in Graumanns Festsälen, Naunyn Strasse 27: Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag: Fräulein Jda Altmann über Leo Tolstoi, die russische Staatskirche und das Sektenwesen. 2. Diss tusfion. 3. Abrechnung vom Maskenball. 4. Vereinsangelegenheiten. 141/10 Gäste, auch Frauen, willkommen. Bahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Achtung! Moabit! Achtung! Verein für Gesundheitspflege des Volkes Berlin- Moabit. Montag, den 20. März, abends 8, Uhr, im Lokale der Brauerei Patzenhofer, Turmstr. 25-26: Großer Lichtbilder- Vortrag über Freilichtgymnastik auf Grundlage moderner Körperkultur. Referent: Herr Möckel, Redakteur der Zeitschrift Kraft und Schönheit". Diskussion. Verschiedenes und Vereinsangelegenheiten. 287/19 Der Vorstand. Voran II Einkaufsgenossenschaft des„ Berliner ArheiterRadfahrer- Vereins" Arb.- Radf.- Bund ,, Solidarität“. Räder! erfi ein Fahrrad zu kaufen beabfichtigt, nehme zuvor unsere Proberäder in Augenschein. Durch großen Abschluß sind wir in der Lage, nur befte Räder zu billigsten Preisen zu liefern. Unsere sämtlichen Räder sind mit dem hier abgebildeten ausziehbaren Doppelglodenlager( D. R.-P. Nr. 100 596) versehen. Absolut staubsicher, 2 Jahre ohne Delung laufend. Preise: Mod. I 159 M., Mod. II 145., Mod. III 123 M. Teilzahlung: Anzahlung 58 M., monats lich 10 M., bei bar 5 M. billiger. Sämtliche Bedarfsartikel für Radfahrer am Lager. Jede gewünschte Auskunft wird bereitwilligst erteilt durch die Geschäftsftelle M. Labbé, Swinemünderstraße 69 III. Ferner durch: M. Stippekohl, Rigdorf, Emserstr. 94/95; P. Müller, Rummelsburg, Mozartstr. 5; E. Möller, Reichenbergerstr. 16; P. Seifert, N. Rugler Straße 45. 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Der sozialdemokratische Wahlverein hielt am Dienstag in Leydeders Festsaal eine außerordentlich gut besuchte Versammlung ab, zu der sich auch zahlreiche Frauen eingefunden hatten. Zunächst verlas der Kassierer Leopold Liepmann die Namen von 42 neuaufgenommenen Mitgliedern, deren Aufnahme bestätigt GoldSpazierstöcke mit echt silb. Griff 800/1000 ges. ge stempelt, schon топ M. Goldene Broschen ,. mit Steinen verziert 333/1000 ges. gestempelt, schon VOD M und SilberWaren. Ringe, Brillant( nicht Diamant). 14kar. Gold, solid gefasst, schon von M. Sonntag, 19. März 1905. wurde. Sodann hielt der Genosse Eduard Bernstein einen nicht statt. Zum Schluß teilte sodann der Vorsitzende Zucht mit, ca. zweistündigen Vortrag über das Thema:„ Aus Englands großer daß die diesjährige Maifeier für den 5. Kreis im Lokale der Revolution". Redner beleuchtete in befannter flarer Weise und er- Brauerei Boow in der Prenzlauer- Allee stattfinden wird und schöpfender Gründlichkeit die umwälzenden geschichtlichen Ereignisse nicht im Schweizergarten, dessen Wirt im Vorjahre be= des 17. Jahrhunderts in England, durch welche die Macht des dortigen kanntlich eine ganz horrende Entschädigung für die Hergabe seiner Königtums wesentlich beschränkt wurde und sich das Bürgertum den Räumlichkeiten zur Maifeier verlangte. ausschlaggebenden Einfluß in der Gesetzgebung sicherte. Der Vortrag wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen; eine Diskussion fand Belmonte& Co. 6 Kein Risiko! Nichtkonvenierendes wird bereit willigst umgetauscht. Bei uns gekaufte Juwelen werden zum vollen Kaufpreis in Zahlung genommen. Die Annahme von Umarbeitungen, Steinefassungen, Vergolden, Versilbern, Gravieren sowie sämtlichen Reparaturen, auch an Uhren, erfolgt werktäglich zu Original- Fabrikpreisen. Jedes Wort: Pfennig. Juweliere, Gold- und Silberschmiede. 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