Nr. 42. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements- Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit bem ,, Sonntags Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Numiner müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Die HandwerkerKonferenz. Donnerstag, den 19. Februar 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. " geheuren sozialen Erscheinung gegenüber auf die alten werks" bis jetzt in den Häuptern bürgerlicher Denker" unzulänglichen Mittel beschränkt sehen. Schon seit langer ausgebrütet worden sind. Daß die Schulze'schen Zeit kuriren allerlei fozialpolitische Doktoren an dem siechen Kredit- und Rohstoff- Vereine dem Handwerk zur Im Monat März soll auf Grund einer kaiserlichen Körper des Handwerks herum; aber der arme Patient nachhaltigen Stüße dienen würden, diese Hoffnung hat Im Monat März soll auf Grund einer kaiserlichen hat dabei weit eher Kräfte verloren, denn gewonnen. sich als verfehlt erwiesen, denn diese Assoziationen Verfügung in Berlin eine Handwerker- Konferenz zusammen- Man hat immer einen„ festen" Handwerkerstand als einen können nur den Todeskampf des einzelnen Betriebes vertreten. Dieselbe wird die gewöhnliche Zuſammensetzung Damm gegen den Sozialismus bezeichnet. Mag sein, daß längern und wo das Kleingewerbe massenweise vom Großaufweisen: die Kommerzienräthe, Geheimräthe, Landräthe die Schädel engherziger alter Zunftmeister zu hart sind, betrieb hinweggeräumt wird, da verschlingt der letztere und andere Räthe werden vorwiegend sein und daneben um eine moderne Anschauung zuzulassen. Aber wo das manchmal auch noch, wie zum Dessert, die Schulze'schen wird sich auch eine Anzahl Handwerker herumdrücken. Der Zweck der Konferenz ist leicht zu errathen; man wird Handwerk auch nur den Ansatz zu festeren Formen ge- Assoziationen selber. wonnen hat, wird es von der Hochfluth des Großkapitals Das Handwerk nimmt in Deutschland einen versich nach Mitteln zur„, Rettung des Handwerks" wieder hinweggeschwemmt. Und dies geschieht nicht nur hältnißmäßig noch breiten Raum ein, aber sein Untergang umsehen. etwa in den großen Städten, sondern bis in das ent- naht mit unheimlicher Geschwindigkeit. Wir glauben nicht, daß die Konferenz ein neues und legenste Dorf wird heute das Kleinhandwerk von der Wenn irgend eine Erscheinung beweist, daß wir in ersprießliches Mittel finden wird. Das bureaukratische unerbittlichen Konkurrenz des Großkapitals verfolgt. Was den Sozialismus hinein wachsen, so ist es diese, wenn Element, das auf der Konferenz den Ton angeben wird, wird man wissen an positiven Vorschlägen? Wird man auch die Richter und Genossen es nicht begreifen können. ist ja ohnehin so unfruchtbar an Ideen und von einer auf Innung und Befähigungsnachweis zurückkommen? Hier giebt es keinen Aufenthalt, seitdem man die blinden solchen geistigen Dürre, daß man von ihm nicht erwarten Herr Miquel hat bekanntlich seiner Beit, als er noch Kräfte des Kapitalismus entfesselt hat. tann, es werde eines der schwierigsten Probleme einer die Stadt Osnabrück regierte, ein Musterſtatut für Inneuen und originellen Lösung zuführen. nungen geschaffen; er wird sich inzwischen aber wohl 11 Im Spiegel des Auslands.") " Das Handwerk ist unserer Meinung nach un- selber überzeugt haben, daß solche Vereinigungen nicht im rettbar dem Untergang verfallen, wenn Stande sind, dem Handwerk im Konkurrenzkampf einen auch sein Todeskampf noch eine Weile dauern wird. Indem Rückhalt zu gewähren. Es ist ein ganz vergebliches Man schreibt uns aus Mailand vom 11. Februar 1891: wir diese unsere Ueberzeugung aussprechen, haben wir Unterfangen, dem Großkapital durch rein äußerliche Die heutige Nummer des Mailänder Blattes: Italia nicht, wie man uns unterschiebt, die Absicht, eine Ver- Formen und Gesetzvorschriften gegenüber dem Handwerk del Popolo" bringt den folgenden Leitartikel: nichtung des Handwerks anzustreben. Eine Rücksichten auferlegen zu wollen. Indessen wird man auf Der gestrige, Corriere della Gera"**) enthält unter solche wird uns besonders von der Freifinnigen Zeitung" der Konferenz auch schwerlich sich in der Ackermann'schen Arbeitern", einen Bericht aus Berlin folgenden Wortlautes: der Ueberschrift: Ein Standal unter den deutschen des Herrn Richter lügenhafter Weise imputirt, die Richtung bewegen; man wird die Pflege und Ein Standal und ein wüthender Zwiespalt ist unter gerne die Handwerker gegen die Sozialdemokratie ver- Förderung des Kunsthandwerks empfehlen als den deutschen Sozialdemokraten ans Tageslicht gekommen. hezen möchte. Das wird ihr indessen nicht gelingen, weil ein Rettungsmittel für die schwindende Lebenskraft des Bebel und Auer behaupten, daß Engels, ein drittes die große Masse der Handwerker täglich selber verspürt, Kleinbetriebs. Hauptmitglied der sozialdemokratischen Partei() von der deut= schen Regierung bezahlt sei, in der Monatsschrift:„ Die daß wir Recht haben. Ueberdies ist es thöricht, sich selber Dieser Gedanke ist ohne Zweifel moderner als der Neue Zeit" eine von Karl Marx gegen die heutigen Häupter über offenkundige Thatsachen, so schmerzlich sie da und ganze Zunft und Innungsplunder; aber seine praktische der sozialdemokratischen Partei geschriebene Abhandlung zu dort berühren mögen, zu täuschen. Die Vernichtung des Bedeutung ist gleich gering, wie sehr ihn auch alle die veröffentlichen. Handwerks wird von dem Kapitalismus besorgt. gewerbsmäßigen" Retter des Handwerks" mit vollen schlag gegen das Zentralkomitee von Berlin. Diese Enthüllungen von Karl Marx sind ein wahrer KeulenWir leben insofern unter dem Zeichen der sozialen Backen angepriesen haben. Vor allen Dingen müssen Auer hat sich bereits nach London begeben, um von Revolution; die Kapitalsmacht ist der große Re- wir hier den Einwand erheben, daß das Kunstgewerbe an Engels Aufklärungen zu erlangen. volutionär, der die mächtigste Umwälzung unserer Zeit, Umfang abnimmt, denn es schafft Lurus gegenstände Der Standal ist um so größer, als das Zentralfomitee bedie Aufsaugung des Kleinbetriebs durch den Großbetrieb, und diese finden ihren Absatz doch meistens nur in den Kreifen stehend u. A. aus Bebel, Auer und Liebknecht auf dem Kongreß zu Halle das Einverständniß ihres Programms mit den unbarmherzig und gewaltsam durchsetzt. Die Länder, über der oberen Zehntausend". Wie sehr auch diese ihren Lehren von Mary laut rühmte. Bebel und Konsorten wußten welche sich der Verzweiflungskampf zwischen Groß- und Konsum steigern fie können damit nicht ersetzen, was aber seit Jahren, daß Mary ihre eigenen Theorien verwarf und Kleinbetrieb hinzieht, weisen eine breite Spur von Noth verloren geht, wenn die Konsumtionskraft der Massen so verdammte, wie sich jetzt in der Enthüllung herausgestellt hat. Hunger, von Massenarmuth und Elend aller Art weit hinab gedrückt wird, wie in unseren Tagen. In Trotzdem benutzten sie den Namen von Mary, um für das auf; es ist, wie wenn sich zwei feindliche Heere bekämpft hundert und tausend Fällen aber wird sich die Kapital- Programm Reklame zu machen." hätten. Der ganze Prozeß spielt sich mit der Unaufhalt- macht ohnehin auch des Kunsthandwerks bemächtigen und leugnen kann nur jene Gesellschaft von manchesterlichen dem Kunsthandwerk ein größeres Absatzgebiet eröffnet, Secolo" wohl das verbreitetste Blatt nicht nur in Mailand, sonfamkeit eines Naturereignisses ab, und seine Bedeutung in dem Augenblick, da sich durch günstige Konjunkturen Politikern, welche den Triumphzug des Großkapitals als wird es von der kapitalistischen Spekulation ganz und gar eine Idylle darzustellen bemüht sind. Das sind die Ideen, welche zur Rettung des Handund Die Handwerker- Konferenz wird sich einer so unFeuilleton. Nachdruck verboten.] Bei Mama. Roman von Arne Garborg. ( 42 in ihre Kreise gezogen. " Von diesem Artikel des Corriere", welcher sich ftüßt auf *) Wegen Raummangels verspätet. **) Der„ Corriere della Sera"( Abendkourier") ist nächst dem " " Sern auch in Italien. Es rühmt sich, die feine Bourgeoisie zu vertreten, die sogenannte bessere" Klasse, die für Besitz und Bildung, für Vaterland, Mode und Anstand schwärmt. er brauchte eine tüchtige, verständige Person, keine solche noch nicht auf. Die Thronrede beim Sessionsschluß 1882 er Thörin, wie sie..." Sie können mir also nicht die ge- lärte, er halte unerschütterlich" an seiner Auffassung fest. ringste Hoffnung geben?" fragte er, es zitterte um seine Laune versette? Er begann sogar Manschetten zu tragen. Die Neuwahlen brachten der Linken eine noch größere Lippen und seine Stimme klang angestrengt.„ Nein, lieber Moe; lassen Sie uns davon nicht mehr reden; seien Gines Abends, als sie bei Markussen waren, sagte Helga Ez zu ihm:" Du verjüngst Dich ja geradezu, Uchermann!" Sie doch vernünftig. Sie irren sich so völlig war im Restenmagazin; Moe stand und lehnte sich, halb" Das kommt von der jungen Gesellschaft!" verseite er. abgewandt, an eine leere Kiste; plötzlich warf er sich platt" Recht so", rief Markussen; nur nicht Trübsal blasen! Dieses Thier; er wollte doch nicht? Diese alte, nieder auf die Rifte und schluchzte auf. Das war schrecklich, nimm's faltblütig und laß Dir's schmecken; ah!! ha; Uchermann sah Fanny mit lächelndem Blick tattlose, ekelhafte Beftie; etwas so Gemeines, so Nieder: fie weinte in ihrer Hilflosigkeit mit. Nehmen Sie es doch ha ha!" Sie begreifen doch... Das in die Augen und zitirte Wergeland"):„ Klag' niemals trächtiges Sie schnob vor Wuth und ging, verbarg nicht so schwer, Moe, Ich überwinde es nie", unter den Sternen über Mangel an lichten Punkten in fich in ihrem Alkoven und weinte; wollte dieser Kerl überwinden Sie schon Ihr wurde unsicher zu Muthe:" Sie habt nun kann ich Ihnen eine... halbwegs grenzenlos; sie begab sich in den Laden, sobald es nur ihr erträgliche... Stellung bieten;... ach, Fanny, ich Uchermann?"" Komplimente? Nein, aber Sie wissen, möglich war. würde Sie auf den Händen, tragen!" Gott, wie von seinen Freunden muß man's vertragen, die Wahr „ Himmel", rief Helga aus halten; statt seiner rückte Moe zum ersten Buchhalter traurig das war; aber was sollte sie thun! Es half heit zu hören ,, Er muß betrunken sein," mpor. Er war hilfreich und gutmüthig; sie durfte ins nichts; sie waren zu verschieden... Ei, Sie müssen Uchermann macht den Hof!"" Er nahm sich meinte Fanny.- ,, Ah! haha!" Ja, aber einen Waarenlager und sich niedersehen, so oft sie wollte er sich zuſammen nehmen, Moe!" wollen wir nicht Seien Sie nicht böse auf mich", sprach er Schluck vertrage ich schon noch zusammen. neue Magazinbeamte, ein firer, fommiseleganter, knaben mit sich fämpfend; ich mußte es sagen." Seien Sie Brüderschaft trinken, Fräulein?" Mit Vergnügen... haft aussehender Mensch, war galant und übernahm nur auf mich nicht böse, Moe!" mit Vergnügen" ihre Arbeit im Laden. pflichtſchuldigst den Hof und freite nach acht Tagen. Fanny auf Sie nicht böse werden, und thäten Sie mir noch so fonnte nicht anders als lachen.„ Nein, meinen Sie denn, daß wir an das denken sollen, Rasmussen?" liebe Sie, Fräulein!" versicherte er. wir es uns nicht erst ein paar Jahre überlegen?" Deinem Leben!"_ ihr einreden, daß er davon etwas wüßte? Ah, das war chluchzte er. Die ganze Zeit über habe ich Sie lieb ges sinken doch wohl nicht so tief, Komplimente zu machen, Jlsnaes hatte einen Posten in der Kreditbank er" 1 Er machte " " " Ich?" Er lächelte mit bebenden Lippen und verschluckte die Thränen; ich könnte " Ja, ich wehe!" Aber sollten Wie freien? hoffe es Nun wurde Fanny nervös; wollte denn alle Welt sie begann selbst Uchermann zu mißtrauen. Ob nur der neunte Juni war,) welcher ihn in so gute " Selmer wegen Aufrechterhaltung des absoluten Beto und anderer Ueberzahl. Am 24. April 1882 beschloß sie, das Ministerium Verfassungswidrigkeiten in Anklagezustand zu versehen. Im Frühling 1884 erfolgte die Verurtheilung der Staatsräthe zu Berlust des Amtes. Nach langwierigen Verhandlungen gelang es Johann Sverdrup die Formel zu finden, welche dem König die Nachgiebigkeit erleichterte und im Juni 1884 wurde Sverdrup die Bildung eines neuen Stabinets übertragen. Das Land jubelte. Der 9. Juni 1880, an welchem das absolute Veto, wie Als Minister hat aber der alte Führer der Freisinnigen feiner Ernst. Er überraschte sie und that ihr schrecklich leid. Sie hatte wichtige Folgen. Das Ministerium Stang demissionirte; Schlimmer kam es als Moe freite; denn ihm war es schon früher erwähnt, endgiltig verworfen wurde; dieser Beschluß Partei bittere Enttäuschungen bereitet. mann aus den dreißigerjahren üste yriter 9 *) Henrik Wergeland, größte Norwegens, Freiheits telegraphische Nachricht des Journal de Genève", eines polizei-| Thatsachen mit dem Bericht des, Corriere della Sera",[ Bismarck der gegenwärtigen Regierung auf dem Gebiet lichen Hezorgarns und Breßreptils, läßt sich in Wahrheit sagen: eines Blattes, welches sich brüstet mit seinem Beruf, in Mailand der inneren und äußeren Politik alle möglichen Knüppel So viel Worte, so viel Lügen. und in Italien die tonangebende Klasse, die gebildete Gesellschaft zwischen die Beine zu werfen sucht. su vertreten. Und so retten sie ihre Gesellschaft. Möge der Leser aus dem folgenden urtheilen, welch ein Ragout von Verleumdung und Lügen hier zusammengebraut und von dem„ Corriere" seinen Lesern zum köstlichen Schmaus vorgefeht worden ist. Erstens. Engels soll von der deutschen Regierung getauft worden sein, um in der Neuen Zeit" eine Schrift von Mary voll Feindschaft gegen Bebel, Auer und Liebknecht zu veröffentlichen. Die Wahrheit ist: leiteten Zeitschrift. Der Schlag richtet sich hiernach gegen den Fürsten Bismarc. Es fragt sich nun, ob er auf wirthschaftlichem Gebiet praktische Folgen haben wird. Politische Weberlicht. it, as gilt auch von den Eiſen-, Zuckers und anderen Berlin, 18. Februar. wir. Was von den Grubenbesitzer- Ringen und-Kartellen Ringen, und vor Allem von dem Riesenring, zu sich verDie„ Neue Zeit" ist das offizielle wissenschaftliche Organ der Die heutige Sigung des Reichstags glich den vorher welchem die Großgrundbesizer- Junker und deutschen 1ozialdemokratischen Partei. Bebel, Liebknecht gehenden wie ein Ei dem anderen, nur daß die in Frage bürgerliche Kanaille in brüderlicher Eintracht und Auer sind Hauptmitarbeiter dieser von ihrem Freunde und stehenden Paragraphen einen anderen Buchstaben hinter der einigt haben, um dem deutschen Volke durch Vertheuerung Genoffen, dem Reichstagsabgeordneten Diey in Stuttgart ge Biffer 105 trugen- und außerdem war die Debatte etwas der Nahrungsmittel alljährlich Hunderte von Millionen langweiliger. Handelt es sich doch stets um die gleiche aus der Tasche zu nehmen. Wenn denn einmal dieser modernen Raubritterei zu Engels ist seit mehr als 40 Jahren( sein Buch„ Die Lage Sache und das gleiche Spiel: Hier die in schönster Inter- Leibe gegangen werden soll, dann muß es auch ordentlich der arbeitenden Klasse in England" erschien 1845) der gesammten fozialwissenschaftlichen Welt als Forscher auf sozialökonomischen essen- Harmonie" geeinte kapitalistische Mehrheit des Reichsbleiben. Gebiet wie als lauterer Charakter bekannt. Nur die tiefste un- tags, welche die widerwillig im Prinzip zugestandene Sonn- geschehen, und kein Winkel des Augiasstalls darf ungefegt Freilich hat die Regierung die Macht? wissenheit eines Blödsinnigen kann einen solchen Mann den Lesern tagsruhe in der Praxis fezenweise wieder wegreißen- dort vorführen als von der deutschen Regierung gekauft. Ferner: das Häuslein der Sozialdemokratie, das die Sonntagsruhe Die Herren Großkapitalisten haben sich in der Immer dieselbe Sache, Engels ist der persönliche Freund von Liebknecht und zu einer Wahrheit machen will. Immer dieselbe Sache, Bebel, die sich vor Kurzem erst nach London begaben, um immer dasselbe Spiel, immer dieselben Gründe und Schein Arbeiterschuh- Frage schon stärker gezeigt, als die Regierung- und um ihre Ringe und Kartelle zu retten, Engels die Glückwünsche der deutschen sozialdemokratischen gründe! Partei zu feinem 70. Geburtstage zu überbringen. Dort wird Einen Beigeschmack von Komik erlangte die heutige werden sie sicherlich alle ihnen zu Gebote stehenden die Veröffentlichung der Kritik von Marx, die auch schon im Debatte dadurch, daß Seitens der manchesterlichen Parteien Bismarck vor keinem Mittel zurückschreckt, das wissen Und daß ihr Chef Mittel in Anwendung bringen. Voltsblatt„ Vorwärts" erschien, vereinbart worden sein. 3weitens. Die Veröffentlichung dieser Kritik soll nach( Boltspartei und Fortschrittspartei) konstitutionelle dem„ Corriere" ein Keulenschlag sein gegen das Zentralfomitee Fragen mit dem Ernst von Auguren, die nicht unter fich Die Personentarifreform wird jetzt vom Eisenbahnin Berlin, welches sein Programm auf dem Kongreß zu Halle als sind, aufgeworfen wurden. Nach§ 105 g fann" nämlich im Einverständniß mit den Theorien von Marg erklärte." durch kaiserliche Verordnung mit Zustimmung des Bundesministerium geplant, freilich viel und gewiß ernstlich wird nicht Die Wahrheit ist: raths" das Verbot der Sonntagsarbeit auf andere Gewerbe" reformirt werden. Die einzige tiefeinschneidende Aenderung Auf dem letzten Kongreß zu Halle führte Liebknecht in öffent( als die im Gesetz bestimmten) ausgedehnt werden". Vor besteht in der geplanten Aufhebung der vierten Wagenklasse. licher Rede die großen Mängel vor, welche das noch geltende dieser Ausdehnung" graut es den Manchesterleuten, obgleich Bum Theil wird die Reform" eine Preiserhöhung zur Folge Programm der Partei enthält, sowie die Nothwendigkeit, das die Regierung wahrhaftig keinen Anlaß zu solchen Be haben, da die Rückfahrtbillette und das Freigepäck aufProgramm nach der wissenschaftlich radikaleren Richtung abzuändern. Insbesondere erklärte er unter Anderem, daß die fürchtungen gegeben hat. Und nun kommen die Verfassungs- gehoben werden sollen. Den bei uns gewohnten sozialLassalle'sche Lehre vom ehernen Lohngeset", welche das Pro- bedenken. Es soll dem Ansehen und dem Rechte des Reichs- reformatorischen Anstrich entbehrt der Reformplan nicht, gramm noch aufführt, wissenschaftlich unhaltbar set und fallen tags gefährlich sein, wenn derartige Befugnisse der Kontrolle des was aus folgendem hervorgeht. Während der Zuschlag müsse u. f. w., worüber sich ein heftiger Beitungskampf in zahl- Reichstags entzogen werden u. s. w. Das wäre ganz gut, vom Personenzug auf Schnellzug bei der ersten Wagenreichen Blättern der bürgerlichen Parteien Deutschlands erhob. wenn die Absicht, der Arbeiterschutz- Gesetzgebung Hindernisse klasse 162/3 pCt., bei der zweiten Wagentlasse 25 pCt. ausDieses nach dem Wortlaut noch heute geltende Programm zu bereiten, nicht so offen zu Tage läge. Mit Recht wurde macht, beträgt er bei der britten Wagenklasse 50 pCt. Die welches Siebknecht in eben jener Rede. eine in Kampf und von den sozialdemokratischen Rednern geltend gemacht, daß ganze Reform ist lächerlich und zeigt, wie weit wir selbst Schlachten zerfekte Fahne nannte, ist, wie jeder weiß, der auch dies die unpassendste Gelegenheit sei, fonftitutionelle hinter Staaten wie Desterreich und Ungarn zurückbleiben; gung gehört hat, ein im Jahre 1875 abgeschlossener Kompromis Doktorfragen zu erheben, wenn es gelte, die Rechte des dort ist der Bonentarif und der billige Kreuzertarif tro zwischen den beiden bis dahin fich feindlich gegenüberstehenden Reichstages zu wahren, dann werde man die Sozialdemo: viel geringeren Eisenbahnverkehrs mit unbestreitbarem GrBruderparteien der deutschen Arbeiterwelt, den Lassalleanern" fratie am Poften finden, wo man die anderen Parteien bei folg eingeführt, während man bei uns vor irgendwie ein und den sogenannten„ Eisenachern" unter Bebel und Liebknecht. entscheidenden Gelegenheiten nicht gefunden habe. schneidender Reform zurückschreckt. Es ist allgemein bekannt, daß Mary von Anfang an den na Schließlich wurde der betreffende Paragraph in der tional und enger begrenzten Standpunkt 2assalles, welcher, Kommissionsfassung angenommen; die Debatte über die In Afrika scheint es zu einer Ratastrophe gekommen um die Arbeiterfrage in Deutschland lebendig zu machen, zu- Sonntagsruhe ist aber auch heute nach sechstägiger zu sein. Herr Mißmann, der Reichskommissar, hat in nächst praktische Biele ins Auge faßte, aufs heftigste bekämpfte. Dauer noch nicht zu Ende geführt worden! einem Feldzuge" gegen die Eingeborenen offenbar eine Ein Ausfluß dieser Bekämpfung ist die heut veröffentlichte lichte Kritik von Mary. Sie wurde niedergeschrieben Sie wird jedenfalls noch die ganze morgige Sigung aus Niederlage erlitten, und befand sich nach den letzten Devor 16 Jahren vor dem Einigungstongreß und sollte auf das füllen. Leider sieht das winzige Resultat der Verhandlungen peschen auf der Rückkehr" was vermuthlich heißen sollte: neu abzuschließende Programm in radikaler Richtung ein in einem lächerlichen Mißverhältniß zu ihrer enormen Aus- auf dem Rückzug. Schon vor Monaten sagten wir dem Herrn Reichsdehnung. Kommissar, daß es leichter sei, nach Afrika hinein-, als aus Afrika herauszukommen. nur oberflächlich von der Geschichte der deutschen Arbeiterbewe wirken. Damals aber galt es vor Allem, die Vereinigung zu Stande zu bringen, deren Gelingen von geschichtlicher Bedeutung für Deutschland geworden ist. Zu diesem Behuse mußten Zugeständ nisse erheblicher Art von beiden Seiten gemacht werden und so ist das Programm entstanden, gegen welches heute die nach gelassene Kritik von Mary sich wendet. Seit diese Kritik geschrieben wurde, ist mehr als ein halbes Menschenalter verflossen. Mächtig hat sich in dieser Zeit, in stetem Kampf mit den herrschenden Gewalten, die soziale Bewegung in allen Kulturländern der Erde entwickelt. Am meisten ist sie in Deutschland vorwärts gegangen, wie heute die Welt weiß. Es ist ein Zeichen der Stärfe und der innerlichen Festigkeit der sozialdemokratischen Partei in Deutschland, wenn heute eine so scharfe Kritik an das alte Programm gelegt und der freien öffentlichen Besprechung unterworfen wird. unter Die badische Fabrikinspektion in Karlsruhe hat an die Vorstände der Fachvereine ein Schreiben gerichtet, in welchem erklärt wird, es sei beabsichtigt, in eine amtlich au bearbeitende Darstellung der sozialen Lage der Fabrik arbeiter in Mannheim und dessen nächster Umgebung auch eine zusammenfassende Schilderung der seitens der Arbeiter bestehenden Organisationen aufzunehmen, da ohne eine solche eine wichtige Seite des Gegenstandes vernachlässigt sein würde. Das Material hierzu kann nur seitens der Vereine selbst beschafft werden." Ein dem Schreiben beigegebener Fragebogen enthält die bezüglichen Fragen. Nun, das ist ein kleiner Schritt zur Besserung in der Art, wie man bei uns soziale Enqueten veranstaltet. " Die National- Zeitung" ärgert sich über die ihr unsererseits zu Theil gewordene Abfertigung in Sachen der Diktatur des Proletariats. Das nationalliberale Blatt schreibt unter anderem: Es geht flar hervor, daß auch der Vorwärts" bie gegenwärtige Sozialpolitik troß ihrer Bemühungen um die Erfüllung von Forderungen der handarbeitenden Klassen nicht als ein Mittel zur Herbeiführung eines friedlichen Uebergangs anerkennen will, daß er die Diktatur des Proletariats mindeftens als den wahrscheinlich unvermeidlichen Uebergang" betrachtet." Dem stimmen wir vollständig bei. Wir anerkennen Das neue Programm festzustellen, wird die Aufgabe des nächsten Rongresses sein, der in diesem Herbst stattfinden soll. Wir haben schon das Zirkulär des Handelsministers nicht im geringsten die gegenwärtige Sozialpolitik als ein Es ist kein Zweifel, daß es in wichtigen Punkten nach der radikaleren Richtung, welche die Kritik von Mary angiebt, aus an die Handelskammern wegen der künstlichen Vertheuerung Mittel zur Herbeiführung eines friedlichen Uebergangs. Ein gebaut und geändert werden wird. Und wenn das geschieht, so der Kohlen des rheinisch- westfälischen Reviers erwähnt. Parlament, das, wie der Deutsche Reichstag, fich tagelang wird das neue Programm der Ausdruck sein der heut geltenden Dasselbe richtet sich gegen die Unternehmer Kartelle, abmüht, die Sonntagsruhe, eine der selbstverständlichsten seit 1875 so sichtbar veränderten Zustände und Bedingungen des über deren gemeingefährliches Treiben unsere Leser unter Forderungen, nach allen Regeln der Kunst zu durchlöchern, Kampfes. Wenn es möglich war, einem mangel richtet sind. Auch vom Kaiser wird erzählt, daß er sich ein Parlament, in dem ein 11stündiger Normal- Arbeitstag haften Programm die Siege zu erringen, welche die deutsche beim jüngsten Kanzler- Essen sehr kräftig gegen den Unfug der feine Majorität finden würde, ein Parlamens, welches das Koalitionsrecht meucheln will, ist die Vertretung einer halsSozialdemokratie heute aufzuweisen vermag, dürfen Kartelle ausgesprochen habe. die deutschen Arbeiter ganz gewiß mit stolzer Zuversicht, gehoben Die politische Bedeutung dieser Stellungnahme ist starrigen und furzsichtigen Bourgeoisie, die unfähig ist, einen burch den Rückblick auf ihre Geschichte, dem kommenden Jahr- barin zu suchen, daß die rheinisch- westfälischen Kohlenbarone, friedlichen Uebergang in die jozialistische WirthschaftsordDie Italia del popolo" fügt diesen Ausführungen die Worte welche das Kartell zur Ausplünderung des deutschen Volkes nung herbeizuführen. Lernt die deutsche Bourgeoisie nicht abgeschlossen haben, den Kern der, Fronde" bilden, bald und viel, so wird ihr die Diktatur des Proletariats hinzu: Und nun vergleiche der Leser die im Vorstehenden gegebenen die unter der geheimen Oberschaft des Fürsten von faum erspart werden. zehnt, das ist dem Ende dieses Jahrhunderts entgegengehen.es " . Auf ehrliche Kameradschaft, und keine Komplimente, hörst von welchen ich nichts weiß. Uf, ich bin ja so unmöglich, herum und redete sich ein, sie sei schön, schwelgte im Anblick Du?" Nein, nur Wahrheiten... Staal, Du!"- so unmöglich; ich bin gar fein Mensch; denke Dir nur ihrer feinen Stirn, ihres dichten, lockigen Haares, ihrer natürlich war Er trank; dann faßte er ihre Hand und drückte dieselbe ja eigentlich ist es ein Glück; aber trotzdem... Denke großen, tiefen Augen... Frauenzimmer. feierlich. Dir, ich habe sogar die Fähigkeit zu lieben verloren! jie unwiderstehlich! Niemals aber dachte sie daran, daß sie Es wäre entsetzlich, wenn dieser ausgezeichnete, präch Sie blickte ihn von der Seite verstohlen an; der auch dumm war! Sie fuhr fort mit Uchermann herumzugehen, immer tige Junge! Sie hatte ihn lieb, sie hatte ihn sehr lieb, Ausdruck seines Gefichts veränderte sich. Dann sagte er: allein nicht auf diese Art; warum? Gott weiß Ach, Unsinn! Du gehörst nur nicht zu Denjenigen, die unsicher, immer in der Abwehr. Wie glücklich trifft sich's, Sie begann fich zu wehren. Sie erzählte ihm man durch ein Kompliment erobert. Wer die Valkyrie ge- daß ich einen Kameraden wie Dich gefunden habe! Wir Frauen können fast nie etwas Vernünftiges reden; unsere fie sei ein schlechtes Geschöpf; ihre Familie sei schlecht; sie winnen will, muß durch Flammen reiten können!" habe keine Erziehung, leine Manieren, keinen Verstand; Ach, er war verliebt; o Gett, wie zum Verzweifeln! Mitschwestern sind in der Regel ebenso dumm wie wir selbst, Das einzige, was ihre Selbstachtung noch aufrecht erhalte, uf, so ein elendes Frauenzimmer konnte doch nichts und die Männer... wenn wir einen Mann bitten, us sei ihr heiliger Entschluß, nicht zu heirathen; so wurde anderes stiften als Unheil. Warum vermochte sie nicht zu erklären, was Mathematik ist, so meint er gleich, wir doch wenigstens fein Anderer durch sie unglücklich; fein einen ausgezeichneten Menschen zu lieben, wie er es war? jeien verliebt; warum würden wir uns sonst mit ihm einMensch konnte sich vorstellen, wie schlecht sie sei! Fand fie ihn vielleicht nicht hübsch genug? Nicht jung lassen? Natürlich kann man sich nicht denken, daß eine Er antwortete mit Lobreden. Er pries ihre Natürlich genug? Konnte sie vielleicht nichts anderes lieben als glatt Frau den Drang hat zu lernen... Und dann kommt er feit, ihre Frische; das ist gerade das Herrliche an Dir, gebügelte, milchbärtige Laffen... pfui, am Ende ging fie mit seiner ewigen Freierei, und Gott! wie erstaunt ist er, Warum kokettirten Sie denn daß Du so unerzogen bist! Keine Formen, teine Vorurtheile, noch herum und fenfate in aller Stille um ihren Mediziner? wenn er einen Korb erhält! da mit mir?" fragt er... Nein, Du bist ein gottgesegneter feine Schule, ein freies, offenes Naturkind Weißt Du, Ach nein, so schlecht stand es nicht um sie. Nun war sie wohl gezwungen, sich von Uchermann Mensch, Uchermann, eine seltene Erscheinung unter den wie die Griechen ihre Liebesgöttin nannten? Anadyomene... die aus dem Meer aufgetauchte... Du bist jung zurückzuziehen. Natürlich! Erreichte man einmal im Leben Männern; bei Dir braucht man sich doch nicht zu fürchten, Um daß man mißverstanden wird!"- Er antwortete nichts weiter. und frisch aus dem Volksmeer selbst entsprossen. Dein etwas Gutes, so dauerte es jedenfalls nicht lang. Aber plötzlich konnte er ganz unmäßig verstimmt werden. Vater ein wilder, zügelloser Räuber, ein Waldtroll, ein ihrer selbst willen, mußte sie es wohl auch. Sie hatte deutNöt*) aus den großen Hochland- Wasserläufen, und Deine lich gehört, wie Freunde aus dem Arbeiterverein hinter Er klagte über das Leben und die Gristenz, begriff nicht, Mutter? eine Näherin, eine Pedersen,*) eine Freundin ihrem Stücken murmelten: Frau Uchermann!"... Diese wozu er eigentlich herumging und delirirte; er taugte zu der alten Kari; fie fonnte Dich nicht Damenmoden lehren noblen, edeldenkenden Menschen, diese Rinnsteinseelen.... Und nichts; er besaß feinen Lebensmuth. Ich stachle mich auf oder Deinen trogigen Sinn zähmen! Und bei all dem eine Ladenjungfer mußte auf ihren Ruf achten; man traute ihn zu haben, weil ich auch keinen Todesmuth habe; es ist bist Du begabt, aufwärts strebend, gejagt und getrieben diesen Damen nicht über den Finger breit. Sie galt ferner allzu schrecklich, der schwarzen Verzweiflung in die leeren vom inneren Drang, das Höchste zu erreichen; Du bist für etwas emanzipirt, und auch diesen traute man nicht; Augen zu sehen; allein ich hänge mit dem Leben auf gat um Mamas willen.... Fiel der ge- feinem Punkte zusammen; ich gehe eigentlich nur herum soviel vom Weib der Zukunft, als die Gegenwart leisten überdies.... tann! Sag' mir, weißt Du... für mich liegt Dein ringfte Schatten auf die Tochter, so konnte es den Leuten wie ein Sput." Sie tröstete ihn mit Politik und großen Fragen; nun kriegten wir ja ein Reichsgericht; dann wat ganzes Wesen drin... weißt Du, daß Du so ein kurzes, einfallen, sich um die Mutter genauer zu erkundigen; komisches, trotziges, fnabenhaftes Zurückwerfen des Nackens o Gott, wie nothwendig war es für sie, streng zu sein, die Reaktion gebrochen und nichts mehr vermochte das Boll „ Ich aufzuhalten auf dessen Weg in die Zukunft..... haft ich würde Dich unter Hunderttausenden erkennen, fürchterlich streng.. Feigheit! Mit einem guten Gewissen mußte man dem kümmere mich den Teufel um Politit", sagte er. sobald ich nur diesen tühn graziösen, freigeborenen Nacken Geschwätz der Leute trotzen können. Sie hatte nicht die Wenn er mit Jch" klagte und jammerte, so befferte fie sähe. " Ich, ich habe gewiß nur allzuviele Ungezogenheiten, Mittel, einen Kameraden wie Uchermann aufzugeben. Er es in ein„ Wir" um; wir haben es alle so:" das Leben war bald der einzige, den sie hatte. Er suchte sie auch be- ist uns allen unerträglich;"" Gott weiß, wofür wir eigent ständig, und wie würde er es lächerlich finden, wenn sie auf lich existiren!"-Du verstehst mich nicht", seufzte er. Uf, einmal begömme, Damenfaren zu machen Uchermann wenn sie ihn nur nicht allzu gut verstand; o, wie war das 2 Nöt, Nix, Wassermann. Pedersen ist ein höchst gewöhnlicher Name; biefen Endung deutet nicht auf vornehme Abkunft. verliebt? S Unsinn! War sie eingebildet! Sie ging doch verzweifelt! ( Fortsetzung folgt.) Die Köln. Btg." schreibt: Jn Regierungskreisen blickt| Bolteklassen sind, ferner in Erwägung, daß die Trunksucht nicht| zeugung gewinnen, daß ganz andere Grundlagen für unser Wirth man mit großem Erust auf die in Westfalen feste Gestalt durch hohe Besteuerung des Branntweins bekämpft, sondern nur schaftsleben geschaffen werden müssen, wenn nicht nur sehr annehmende Arbeiterbewegung bezüglich des Acht durch wirthschaftliche wie geistige Hebung der Bevölkerung be- wenige Reiche und viel Arme übrig bleiben sollen. Abgeordneter ftundentages. Die verbündeten Regierungen betrachten feitigt werden kann, die hohe Besteuerung des Branntweins jedoch Simonis fonstatirt, daß die Elfäffer Brennereien durch das die wirthschaftlichen Verhältnisse der ärmeren hauptsächlich bestehende Gesetz zu Grunde gehen. Staatssekretär Malzahn: die Kommissionsbeschlüsse über die Gewerbe- Ordnungs- Branntwein trinkenden Bevölkerung nur noch verschlechtert, Der Schlußfaz des§ 42 beziehe sich nicht auf Absatz 1, sondern Novelle als die äußerste Grenze. Der Verlauf der Bochumer ferner in Erwägung, daß der vorliegende Entwurf eines Gesezes, auf Absah 2. Er hat keinen Anlaß, jetzt auf die Bedeutung dieser Versammlung laffe in wenigen Monaten einen umfassenden betr. die Abänderung des Gesetzes über die Besteuerung des Bustimmungserklärung der betheiligten Staaten näher einzugehen, Ausstand besorgen, welchen Kampf indeß sämmtliche Bechen- Branntweins vom 24. Juni 1887 die Grundlagen einer gerechten da an eine Abänderung des Gesetzes durchaus nicht zu denken ist. Der Antrag Barth wird gegen die Stimmen der Freibefizer, sowie die Regierungen mit größter Entschlossenheit Besteuerung mit genügender Berücksichtigung derjenigen Be durchfechten werden. völkerungsschichten, auf die hauptsächlich diese Steuer abgewälzt finnigen abgelehnt. Abg. Münch vertheidigt seinen Antrag. wird, nicht in Erwägung zieht, erklärt die Kommission, in eine( Nr. 5 Art. 11 zu§ 42, 1.) Geheimrath Rauschnig: Der Berathung des vorliegenden Gefeßentwurfes nicht einzutreten, Antrag Münch bringt eine sehr ungleiche Vertheilung zum Aussondern den Reichskanzler aufzufordern, dem Reichstage baldigst druck. Abg. Gamp: Die Kornbranntwein- Brennereien sind eine Vorlage zugehen zu lassen, durch welche das Gesetz über die durch das bestehende Branntweinsteuer- Gesetz nicht geschädigt, Besteuerung des Branntweins vom 24. Juni 1887 aufgehoben sondern begünstigt worden. Die Sizung wird vertagt. Nächste Sigung Donnerstag Wir wissen nicht, ob es in einigen Monaten zu einer Arbeitseinstellung in Rheinland- Westfalen kommen wird und glauben, daß die„ Kölnische Zeitung" vielleicht die Absicht der Regierung, diese kaum aber auf deren Wunsch aus spricht. Daß die verbündeten Regierungen die Kommissionsbeschlüsse als die äußerste Grenze in Sachen des Arbeiterschutzes ansieht und bei der Haltung des Reichstags ansehen tann, wissen wir wohl; doch glauben wir nicht, daß sie erklären läßt, daß sie mit Entschlossenheit gegen jeden Streik vorgehen werde; so offen demaskirt sich die Regierung doch nicht als Vertreterin der Unternehmerklasse. Die Kölnische Beitung" läßt nur ihrer Phantasie freies Spiel und lebt schon jetzt in der Zeit der Strafbarkeit des Kontrakt bruches.wird. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Abg. Dr. Buhl hält es bei dem Gange, den die Verhandlungen Abends 8 Uhr. genommen haben, für unklug, wenn Kommission und Regierung das Material nicht beibringen lassen würden, da sonst sich im Volke die Meinung verbreiten könne, man habe etwas zu verbergen. Abg. Bröm el weist auf die mittleren Brennereien hin, die ebenfalls noch eine Vergünstigung erfahren müssen. Abg. & amp fügt zum Antrage Barth hinzu: getrennt nach landwirthschaftlichen und gewerblichen Brennereien. Abg. Wurm fügt hinzu: getrennt nach Bundesstaaten und für Preußen nach Ein Dr. Großmann, angeblich ein Berliner Arzt, hat, nach Provinzen. Die Resolution Wurm wird mit allen dem Leipz. Tagebl.", in einem Vortrage über die Prostitution, gegen die Stimme des Antragstellers abgelehnt, nachdem der den er in Leipzig gehalten hat, folgende unglaubliche Aeußerung In Leipzig ist ein antisemitischer Agitator, der Staatssekretär Malyahn im Namen der verbündeten Regie- gethan:" Für die Gestaltung, welche die Prostitution heute anehemalige Besitzer des Böckel- Sonnenberg'schen Tages- rungen erklärt hat, daß diefelbe einer vollständigen Beseitigung genommen hat, sind die Sozialdemokraten besonders mit verant Anzeigers", wegen Schwindeleien und scheußlichster Sittlich des bestehenden Branntweinsteuer- Gesetzes, auch wenn sie im wortlich, die ihre Frauen vielfach nicht hoch genug schäßen und feitsvergehen zu 4 Jahren Zuchthaus verurtheilt worden. Reichstage befchloffen würde, gegenwärtig nicht ihre Zustimmung auf ihr Programm die freie Liebe gestellt haben." Die Rede Wie sich bei den Gerichtsverhandlungen herausstellte, hat geben könnten. Der Antrag Barth wird mit den Zusätzen enthielt noch manches andere konfuse Zeug. Während Großmann der christlich- germanische Judenheter früher schon einmal erklärt, daß er dem Wunsche der Kommission entsprechen und wurfe machte, erklärte er später in einer Replik gegen den Geamp und Wurm angenommen. Staatssekretär Maltz a hn den Sozialdemokraten die Förderung der Prostitution zum Voreine ebenso hohe Strafe wegen ähnlicher Verbrechen be- das gewünschte Material den angenommenen Anträgen gemäß nossen Dr. Gradnauer, der seine Ausführungen widerlegt hatte: Auf Antrag des Dr. Buhl wird die herbeibringen werde. Die Prostitution werde eristiren, so lange die Welt bestehe; es Berathung mit Artikel 11 der Vorlage fortgesetzt, Artifel I erst fei ein Unding, die Prostitution aus der Welt zu schaffen, ge= besprochen, nachdem das statistische Material von der Regierung rade so unsinnig, wie der von der Sozialdemokratie geplante Bu geliefert worden ist. Hierzu liegt ein Antrag des Dr. Barth funftsstaat". Herr Großmann erklärt es also für unmoralisch, die vor: An die Stelle ber§§ 1 und 2 des Gesetzes über die Be Prostitution zu fördern, und für Unsinn, sie beseitigen zu wollensteuerung des Branntweins vom 24. Juni 1887 tritt vom 1. Dt Wo dieser Mann wohl die Logik studirt haben mag? tober 1891 an folgende Bestimmung: tommen. Die österreichische Wahlbewegung wird der Ne gierung recht unbequem. In Wien und in Steiermark hat sie die Verbreiter unseres Wahlaufrufes, der nicht, wie wir irrthümlich gemeldet haben, verboten war, einsperren lassen, in Graz hat sie den politischen Verein" Wahrheit" aufgelöst und auch sonst spart sie nicht mit Maßregelungen aller Art. Das wird ihr aber nichts helfen. Die kurze Zeit, welche für die Wahlbewegung gelassen ist, wird vollauf von unseren Parteigenossen ausgenüßt: Ueberall werden Versammlungen abgehalten, Hunderttausende von Wahlaufrufen werden verbreitet und so dringt der Geist des Sozialismus, wenn auch vielleicht nicht ins österreichische Parlament, so doch in die breitesten Schichten des Voltes, aus welchen sich der Ruf nach Verwirklichung unserer Forderungen immer stärker vernehmen läßt. Der im Gebiete der Branntweinsteuer- Gemeinschaft hergestellte Branntwein unterliegt einer Verbrauchsabgabe von 0,50 M. für bas Liter reinen Alkohols und zu diesem Zwecke der steuerlichen Kontrolle. Von der Verbrauchsabgabe befreit bleibt: 1. Brannt wein, welcher ausgeführt wird; 2. Branntwein, welcher zu gewerb lichen Zwecken 2c. 2c. * Bromberg. Jezt ist man mit aller Macht dabei, die geistige Bekämpfung der Sozialdemokratie in unseren Oſtſeeprovinzen, hauptsächlich in Posen, wo das Pfaffenthum noch eine große Rolle spielt, anzubahnen. Nicht genug, daß von der Kanzel, in den Vereinen und in den hiesigen Beitungen tüchtig geschimpft wird. So wurde vor kurzer Zeit an einem Ort unStaatssekretär Malzahn erklärt im Namen der Regie- weit Bromberg ein Flugblatt in polnischer Sprache in einer rungen, daß sie auch diese Albänderungen nicht annehmen könnten. Massenauflage zur Bekämpfung der Sozialdemokratie herausAbg. Dr. Barth und Wurm weisen nach, daß die fleineren gegeben mit der Ueberschrift:" Aufgepaßt, der Sozialdemokrat Brennereien keinen Vortheil von der bestehenden Kontingentirung fommt!" Und was dann die hiesige Behörde mit Hilfe der haben. sogenannten Zeithemmer aufstellt, ist unbeschreibbar. Erstens ist Die Debatte wird vertagt. Nächste Sizung Mittwoch Bor- es uns nicht möglich, ein passendes Lokal aufzutreiben, sei es zu gewerkschaftlichen oder politischen, öffentlichen oder VereinsDie belgische Kammer wird sich gegen die Vermittag 10 Uhr. versammlungen. Gedenken wir einmal ein Lokal zu haben, so fassungsrevision erklären daran ist jetzt nicht 2. Sigung der XV. Rommission zur Vorberathung setzt sich gleich die Behörde dahinter und in letzter Stunde wird uns das mehr zu zweifeln. Die Erbitterung über diese ablehnende des Entwurfs eines Gesezes, Lokal zurückgezogen. Sogar die Filiale der Kranken- und Sterbekasse Haltung ist so groß, daß die Bergarbeiter, betr. die Abänderung des Gesezes über die Deutscher Tischler und anderer gewerblicher Arbeiter( E. H. 3) gleich nachdem die Kammer formell ihren Beschluß Besteuerung des Branntweins vom 24. Juni 1887. Hamburg wird hier als sozialdemokratischer Verein betrachtet; gefaßt hat, den Ausstand beginnen wollen ein Zum Berichterstatter über die eingegangenen Petitionen das beweist folgender Aft, den wir der Oeffentlichkeit nicht vorSchritt, von welchem die sozialistischen Führer vergebens wird Abgeordneter Gamp gewählt. Abgeordneter Gröb er enthalten wollen. Am Sonnabend, den 7. D. M., hatte die beabgemahnt haben. Es scheint aber in der That, die ultra- erklärt, daß die süddeutschen Brennereien ohne Kontingentirung nannte Rasse ihr 6. Stiftungsfest arrangirt im Paker'schen nicht bestehen können. Abgeordneter Hug ist derselben An- Etablissement. Der Lokalinhaber hatte sein Lokal zu diesem Zivecke montane Regierung wolle einen gewaltsamen Konflikt provo- ficht, wünscht jedoch eine Abstufung in der Höhe der Be selbst angeboten. Kurz, es waren alle Vorarbeiten getroffen, um ziren. Der belgische Musterstaat ist bekanntlich der Idealsteuerung, je nach der Höhe der Produktion. Abgeordneter Barth das Fest mit Theateraufführung, Ball und sonstigen Beluftigungen sta at der katholischen Pfaffen. tritt nochmals für seinen Antrag, Aufhebung zu verbringen. Da erhielt am Sonnabend, d. 7. d. M., NachDepeschen aus Chile konstatiren, daß die Revolution Borrednern behauptete Reservatrecht bei der Branntwein gnügen der Kontingentirung, ein und bestreitet das von den mittags 3 Uhr, der Bevollmächtigte einen Brief, daß das Verbesonderer Umstände halber nicht stattfinden fortschreitet. Außer Santiago und Valparaiso sei bereits steuer, das aus§ 47 2 des Branntweinsteuer- Gesetzes gefolgert Dürfe. die Abbestellung Der Eingeladenen noch das gesammte Land in der Macht der Aufständischen. wird. Abg. Dr. Buhl: Die Produktion ist zurückgegangen und rechtzeitig erfolgen konnte, wurde es vollführt. Präsident Balmaceda erließ am 20, Januar eine Profla- das beweist die Vergünstigung durch das Kontingent. Er bespricht den nun die Uebrigen vor dem Lokal erschienen und die Botschaft mation, aus welcher hervorgeht, daß außer der Armee Antrag Münch I. a. b.( Nr. 5) und bestreitet, daß hierdurch erhielten, daß kein Vergnügen stattfinde und den Wirth deswegen 10 000 Mann Nationalgarden zu seiner Verfügung stehen. eine wirklich zulässige und ersprießliche Begünstigung den zur Rede stellten, gab er zur Antwort:" Da müssen Sie sich bei In Santiago find Vertheidigungswerke errichtet worden. Brennereien zu theil werde. Staatssekretär Malzahn: Der der Polizei beschweren, die hat es mir" verboten; ich könne es Bundesrath hat beschlossen für die zweite Kontingentirungsperiode ja abhalten lassen, aber ich werde sehen, was danach folgt." Rings um den Balaft und die Staatsgebäude wurde den Satz von 4,5 3tr. reinen Alkohols, der mit der Bevölkerungs- ate nun weiter nach den Gründen gefragt wurde, erwiderte er: Artillerie poftirt. Der Präsident beabsichtigte, in Peru Waffen zahl multiplizirt wird, um das Kontingent zu bemeffen, un ver- Ja das wäre ein sozialdemokratischer Verein und so was und Munition anzukaufen, aber da die Dampfer in den ändert zu lassen. Die Bevölkerungszahl der Volkszählung von Bürfe er nicht dulden. Wir sollten unser Recht suchen, wo wir Händen der Jusurgenten sind, so konnten die Kaufaufträge 1890 tommt erst 1898 in Frage. Der Bundesrath hat nun be wollten."( Werdens auch finden.) nicht ausgeführt werden. 2000 Aufständische landeten in schlossen, für die bestehenden Brennereien in der neuen Kontin- Dem Verbande der Zimmerleute wurde nichts in den Weg Coquimbo, wo sie von den Einwohnern enthusiastisch gentirungsperiode für das erste Jahr 1890/91 das Kontingent zugelegt. Sie fonnten ruhig am 9. Februar ihr Vergnügen empfangen wurden. In der Umgegend von Coquimbo/ provisorisch zu bemeffen. Sobald dann die wirkliche Kon abhalten, da sie sich von vornherein als Nichtsozialdemo 5 tingentirungsziffer für jede Brennerei berechnet ist, was traten anboten. Dem Militär wurde überall die Ordre erhaben Gefechte stattgefunden, wobei die Insurgenten siegreich dieses Jahr noch geschieht, dann wird die Differenz der theilt, dies Lokal am Sonnabend Abend zu meiden. Hierüber waren. Zwei Regimenter von den Regierungstruppen gingen provisorischen und endgültigen Kontingentirung den Brennereien hatte das hiesige Spießbürgerthum so recht seine Freude in dem zu den Aufständischen über. Das Heer des Präsidenten ist für die nächsten zwei Jahre zugerechnet, so daß sie ihr Gesammt guten Glauben, daß dadurch die Sozialdemokratie maufetodt geauch sonst durch Massendesertirungen geschwächt worden; so Kontingent bis 93/94 abbrennen können. Die neu entstandenen macht wäre. Nur immer so zu und wir werden sehen, wer den entliefen u. a. bei Valdivia in Süd- Chile, welches die In- landwirthschaftlichen Brennereien follten provisorisch so kontingentirt Sieg davonträgt. jurgenten besetzten, viele Soldaten. Parlamentarisches. Die Wahlprüfungs- Kommission prüfte gestern bie Wahl des Abgeordneten Lucius( Erfurt) und wurde Ausfehung der Entscheidung über die Giltigkeit der Wahl und Erhebungen über zahlreiche Protestpunkte beschlossen. mission eingetreten. werden, wie bestehende, in gleichem Umfange. Abg. Münch hebt hervor, daß der Bundesrath schon bei anderen Gelegenheiten -so bei der Zuckersteuer erklärt habe, die Grundlagen der Be steuerung nicht zu ändern und sie später doch änderte. Abg. Gamp: Die Preissteigerung des Spiritus ist veranlaßt durch die schlechten Kartoffelernten und die hohen Preise der Kartoffeln. Die Beschränkung der Produktion hat das Gute, daß der maßlofen Vergeudung der Volksnahrung, Kartoffeln und Getreide, zu Brennzwecken Einhalt gethan ist. Die Kontingentirung ist eine das heißt desjenigen, Begünstigung des Kleinbetriebes, das was im Verhältniß zur landwirthschaftlichen Produktion der Umfang des Maischminimal ist, also nicht raumes absolut, sondern relativ in Berücksichtigung des Um Wo Gegen die hiesigen Lokalinhaber läßt sich schwer eine Maßregel ergreifen, da hier zur Zeit vier Regimenter liegen und die Wirthe nach den Arbeitern wenig fragen. Erst wenn der Kastengeist der Arbeiter mehr geschwunden, wird es hierin besser werden. Soziale Uebersicht. In Zeit sind die Bildhauer im Ausstand. Es wird gebeten den Zuzng fernzuhalten. 1. Sigung der XV. Kommission zur Berathung des Entwurfs eines Gefeßes, betr. die Abänderung des Geseges über die fanges der Landwirthschaft. Uebrigens ist auch die verschieden- Zum Ausschluk der Hamburger Tabakarbeiter. Besteuerung des Branntweins vom 24. Juni 1887. artige Bemessung der Maischraumsteuer je nach der Größe der Minden i. 2., 15. Februar. Nach einem Referat von An Stelle des Abg. Stolle ist Abg. Schippel in die Kom- Produktion nur eine Art Liebesgabe. Abg. v. Bu hI: Bor W. Stromberg, Hamburg, wurde in der gestern hier abgehaltenen Einführung des Gesetzes nahmen die großen Brennereien über öffentlichen Zabakarbeiter- Bersammlung einstimmig beschlossen, Bon Seiten des sozialdemokratischen Abg. Wurm wird hand, die fleinen gingen zurück; das Gesetz hat dies geändert. Alles aufzubieten, die Arbeiter in den Filialen der Hamburger Antrag auf Generalbiskussion über die Grundlagen des ganzen Der Antrag Barth wurde die kleinen Brennereien vollständig Firmen F. U. Ziegenbein und C. J. Klein u. Butſchle zu veranGesetzes gestellt und gegen seine Stimme abgelehnt.- Abg. Dr. ruiniren, die großen allein könnten bestehen. Graf v. Kleist laffen, die Arbeit sofort einzustellen und sich mit den ausgeBarth ersucht die Regierungen um Auskunft über folgende Sch menzin: Wenn die Kontingentirung nur den kleinen schlossenen Hamburger Tabakarbeitern solidarisch zu erklären. Anfrage: Wie vertheilt sich die Gesammt- Jahresmenge, von Brennereien als Begünstigung zugewiesen wird, dann errichten die Bei den im Landgebiet arbeitenden Hausarbeitern dieser Firmen welcher der niedrigere Abgabenfayz von 0,50 M. per Liter zu ent- Großgrundbesitzer anstatt einer großen viele mittlere Brennereien soll zu diesem Zweck eine rege Agitation entfaltet werden. Northeim, 16. Februar. Die Arbeiter in der Filiale richten ist, auf die Brennereien( unter Angabe ihrer Zahl mit und stecken doch die Liebesgabe ein. Dr. Barth weist die einem Jahreskontingent a) bis 1 hektoliter, b) von 1-5 Hefto- Meinung des Abg. Gamp zurück, als ob er eine Liebes- der Hamburger Firma Karl Herzel erklärten sich heute mit ihren dem allgemeinen Steuer- ausgeschlossenen Hamburger Kollegen solidarisch und stellten litern, c) von 5-10 Hektolitern, d) von 10-20 Sektolitern und gabe für irgend Jemand aus Doch müsse man aus Billigkeits- sofort die Arbeit ein. fo fort, in Abstufungen von je 10 Seftolitern bis 100 Settoliter, fäckel bewilligen wolle. Hamburg, den 16. Februar. In der heute hier abge6) von 100-200 Bettolitern und so fort in Abstufungen von je rücksichten ein Mittelstadium vorläufig finden und wegen würde er vorläufig für eine Begünstigung der kleinen haltenen Volksversammlung in Lütge's Stabliſſement wurde ein100 Hektolitern. Staatssekretär Ma I zahn erklärt, daß das Material zur Brennereien eintreten, als Wildthätigkeitsakt. Prinzipiell stehe er stimmig beschlossen, da ble Behörde sich außer Stande, etffart Beantwortung dieser Anfrage nicht zu Händen der Regierung auf entgegengeseztem Standpunkt. Der badische Vertreter habe, eine Ginigung, zwischen den Zigarrenfabrikanten und den zu schaffen. Nach längerer Debatte erklärt er, daß die Regierung gedeuteten Wege eine Begünstigung der kleinen Brennereien erzielt stützen, bis die Fabrikanten den Arbeitern das ihnen gesetzlich ſei, und es sehr langwierig und umständlich sein würde, dasselbe hält es nicht für unmöglich, daß auf dem vom Abg. Barth an- Tabalarbeitern herbeizuführen, die letteren so lange zu unterdoch sei Verlag. Die Refervatrechte Geſetz zu liefern, bas nach Ansicht der Regierungen gegenwärtig der Süddeutschen sind durch§ 47,2 gewährleistet. Letzteres be- 60 Bf. sollen ausgegeben und in allen Distrikten der Stadt Zahl nicht geändert werden könne. stätigt der bayrische Vertreter. on stellen zum Verkauf derselben errichtet werden. Derselbe Beschluß Wurm weist nach, daß der durch im„ Schwarzen Bären" abgehaltenen Erläuterung die Meinung bestärken muß, die Klarlegung der und Bayern. Graf Mirbach: Durch all die Reden der Oppo Volksversammlung gefaßt. lebs aber nicht ber Fall wäre, müſſe ja die Regierung, das Die Ausführungen gerade der Konservativen haben beBobaftefte Intereffe habe, wir von der Opposition erhobenen wiesen, daß das Flickwerk dieser Gesetzgebung den Heiner Vorwürje durch Veröffentlichung des Materials glänzend zurück- Brennereien auf die Dauer nicht helfen wird, mag man Briefhaffen der Redaktion. Lübbenerstr. Der Anspruch der Armendirektion auf Ersatz fuerung ungerechtfert und ohne anger folgende Rese: Brennereien werden immer stärkere Konkurrenten, sie wolten ist, bringt und ntüssen Absatz erzwingen und schleudern die Preise, dadurch der Ihnen gewährten Kurkosten ist noch nicht verjährt. Wenn In Erwägung, daß die Besteuerung des Branntweins von ruiniren sie gerade die kleinen zuerft. Die Proletarisirung wird dieselbe, was aber nicht anzunehmen ist, von Ihren Sparaufgebra terben auß und in Kenntniß erhält, so kann sie dieselben mit Beschlag beIution ein: Die Finanzrath daß diese Konsumenten in überwiegendem Maße die ärmeren teit wird durch diese Verhandlungen immer mehr die Ueberlegen. Theater. Donnerstag, den 19. Februar. Opernhaus. Hiarne. Schauspielhaus. Der neue Herr. Leffing- Theater. Das Gnadenbrot. Hierauf: Fortuna. Berliner Theater. Ein Freund der Frauen. Deutsches Theater. Ehrbare Mäd. chen. Vorher: Ehrenschulden. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Durch die Geburt eines Kleinen Soci wurden hoch erfreut 171 L August und Marie Penn. Spediteur W. Schmidt zum 40. Wiegenfeste ein tausendfaches Hoch, nur verpasse die Zeit nicht. D. A. F.[ 300 L Unserm Freund Herm. Baner zum heutigen Tage ein donnerndes Hoch, daß die Brillengläser wackeln.[ 555 b Einige vom Diskutirklub Nordhäuser. Meißner Porzellan. Hierauf: Unserm Sfatbruder und Genossen Pariser Leben. Waliner Theater. Miß Selyett. Residenz- Theater. Der selige Toupinel. Viktorin Theater. Die sieben Raben. Bellealliance Theater. Pension Schöller. Oftend- Theater. Maria Stuart. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Thomas- Theater. Der Registrator auf Reisen. Kaufmann's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Circus Schumann. Friedrich- Karl- Ufer. Donnerstag, den 18. Februar, Abends 71/2 Uhr: Große Vorstellung mit neuem, vorzüglich gewähltem Programm. Besonders hervorzuheben: 12 Rapphengste in Freiheit dreffirt und vorgeführt von Herrn May Schumann. Auftreten des anerkannt besten JockenReiters der Welt Mr. Arsène Loyal. Das Schulpferd Troubadour, geritten von Frl. Wilma. Musikalisches Entree der Gebr. Permané. Auftreten der Birouetten- Reiterin Frl. Helene Gerard. Carl Ullrich zu seinem heutigen Wiegenfeste ein donnerndes Hoch, daß die ganze Wrangelstraße wackelt. Na, Carl, merkst Du nischt von wegen am Freitag Abend? 203 L Unserm Kollegen Richard Kempfe zum heutigen Tage ein dreif. Hoch, daß die schweren Geschüße, die Knoblauchsgasse und Schmidt's Bude wackelt. Deine Freunde. 549 b Fachver. d. Weber. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied Robert Butterling am Montag, den 16. d. Mts., gestorben ist. Die Beerdigung findet am Donnerstag Nachmittag 4 Uhr von der Leichenhalle der Markus Gemeinde in Wilhelmsberg statt. Um rege Betheiligung bittet 347 Der Vorstand. Außerordentliche General- Versammlung der Strumpfwirker- InnungsKranken- Kasse zu Berlin am Sonntag, den 1. März 1891, Vormittags 12 Uhr, Tagesordnung: bei Konzagk, Grüner Weg Nr. 103. 1. Nach§ 44 des Innungs- Statuts Die dreifache Springfahrschule geritten Wahl des Gesellen- Ausschusses. von Hrn. Ernst Schumann. Jammarie, 2. Rechnungslegung für das Jahr 1890. arab. Fuchshengst, in Freiheit vorge- 3. Verschiedenes. führt von Herrn Ernst. Komische Entrees und Intermezzos sämmtlicher Clowns 2c. Zum Schluß der Vorstellung: Circus unter Wasser. Eine ländl. Hochzeit. Sensationelle Wasserpantomime. Morgen: Große Vorstellung mit neuem Programm. Eine ländliche Hochzeit. Mitglieder der Kasse werden ersucht, recht pünktlich und zahlreich zu er scheinen. 552b Richter, Rendant. Ad. Fleischer, Obermeister. Verein der Brauerei Pfefferberg. Der Ausstoß und Versandt unseres rühmlichst bekannten Bock- Bieres beginnt Sonnabend, den 21. Februar. Wir liefern dasselbe in Flaschen und Gebinden frei Haus: 20 Fl.. Inh. 3 M., Is Tonne 4 M. 50 Pf. Gleichzeitig empfehlen unser hochfeines goldfarbig. Tafelbier 30 Fl. 410 Inh.= 3 Mk. 7/16 26 " 3 3 18 Tonne= 3 Mk. " Bestellungen bitten direkt zn richten an Telephon Anschluß: = Amt III. Nr. 579. Auftich am 21. Februar 1891. Brauerei Pfefferberg, N. Schönhauser Allee 176. Berliner Original- Bockbier 14P Auftich am 21. Februar 1891. Berliner Bodbrauerei, Tempelhofer Berg. 1 Bom 21. Februar cr. versenden wir an Privat- Kunden unser„ Berliner Original- Bock. bier" in kleinen Gebinden und Flaschen die Tonne au mt. 4,50, 14 Tonne Mt. 9,-, ½ Lonne 8 Mk. 18,-, Tonne Mt. 36, Berliner Original- Bockbier in Flaschen( Flaschen eingeblasenen 2 Böcken!) liefern wir 20 Flaschen für 3 Mark frei Haus. berechnet, die Flaschen bleiben unser Eigenthum und sind nicht verkäuflich. 1| nur echt mit in die Pfand wird nicht Nach außerhalb liefern wir das Berliner Original Bockbier" in gleichen Gebinden und zu gleichen Preisen wie oben und in Kisten à 50 Flaschen( inklusive Pfand Mr. 12,50 frei Bahnhof hier gegen Nachnahme. Bei freier Rücksendung zahlen wir 5 Mt. Pfand für Kifte und Flaschen zurück. Parquetbodenleg. Sur Feier Berlins. Englischer Garten. Generalversamml. Direktion: C. Andress, Alexanderstraße 27c. Margarethe Steinow, Liederfängerin. Paul Jülich, Gesangshumorist. Montag, den 23. Febr., Abends 8 Uhr, Tagesordnung: Mr. Goswin, Musik. Neger- Clown. bei Weigt, Markgrafenstr. 87. Frl. Bonné, Kostüm- Soubrette. Gebr. Corradini, Tanz- Duettisten. Mons. Bernard, Schnellzeichner. Anfang Wochentags 8 Uhr. Sonntags 51/2 Uhr. Entree Wochentags u. Sonntags 30 Pf. 50 Pf. und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. 1. Vierteljahres- Abrechnung. 2. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch ersucht Der Vorstand. 250 Gtabliſſement Buggenhagen Bildhauer! am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschank von Bazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. 641 Laut Beschluß der öffentlichen Versammlung vom 3. Februar ist die Kommission beauftragt, einen wöchentlichen Beitrag von 10 Pf. zu erheben. Derselbe wird von der 7. Woche ab erhoben. 117 Die Quittungskarten find zu haben Dienstags und Sonnabends Abends von 8 Uhr ab bei Kessner, Annenstraße 16. Da der Fonds für Agitationszwecke Pflicht aller Kollegen, möglichst bald Karten zu versehen. Bratweil'sche Bierhallen ons gede beſtimmt ist, ist es wicht Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Grosses Concert mit Quartett- Sängern, ausgeführt von dem Musik- Direktor H. Sanftleben. Wochentags: Frei- Concert. Sonntags Entrée 20 Pf. Empfehle auch zugleich 8 Billards, 3 Kegelbahnen und einen Saal zu Vergnügungen und Versammlungen. 703 F. Sodtke. PassageDie Kommission. Fachverein der Bürsten- u. Pinselmacher Berlins und Umgegend. Sonntag, den 22. Februar 1891, Vormittags 10 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstraße 75. General- Versammlung. Tagesordnung: Panopticum. 1. Bericht des Kassirers und der Revisoren. Plakate find nur echt Berliner Bodbrauerei, SW., Tempelhofer Berg. mit unserer Firma: des Telephon- Anschluß: Amt VI Nr. 4419. Aufſtichs 1891 am Sonnabend, den 21. Februar bei großem Eröffnungs- Concert, ausgeführt vom Musikkorps des 1. Garde Dragoner- Regiments ( Königin von England) unter Leitung des Herrn Voigt in ben festlich Alt- Berlin auf dem Bock! moristisch hiſtoriſche dekorirten Sälen Anfang 5 Uhr. 逸 Rück- Erinnerung. Sonntag: Grosses Doppel- Concert, ausgeführt von dem Musik- Korps des 1. Garde- Dragoner- Regiments und des 4. Garde- Regiments Fuß. F Anfang 4 Uhr. Bockbier. Der Versand begann Sonnabend, den 14. Februar. Bockbier. Spandauerberg- Brauerei vorm. C. Bechmann, Westend bei Charlottenburg. Bockbier. Versand in Flaschen durch Aug. Teetz, ChausseeStrasse 2E. Von Sonnabend, 15. Februar ab He in beiden Etablissements der Brauerei Ausschank von Bockbier. Jeden Sonntag: Militär- Concert. Empfehle mein reichhaltiges Fager von Bockbier. Versand in Flaschen durch Aug. Teetz, ChausseeStrasse 2 E. Cigarren und Tabacken. Clara verw. Hasenclever Chaussee- Strasse 49-50. 120 Möbel auf Theilzahlung Hugo Lewent, Lothringerstr. 75. 2. Vorlesung über Arbeiterschutz- Gesetzgebung. Unter d. Linden 22/23. 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Die Unterbehörde ist gerade vermöge ihrer Kennt niß der lokalen Verhältnisse in der Lage, zutreffend und schnell zu entscheiden. Die gegen sie gerichteten Verdächtigungen des Herrn Stolle sind ohne Halt. 69. Sigung vom 18. Februar, 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: v. Bötticher, v. Ber Vizepräsident Graf Ballestrem ersucht die Redner aller Lepsch, Lohmann. Parteien, mit Rücksicht auf die Zeit und die Geschäfte des Hauses Die zweite Berathung der Gewerbe- Ordnungs- Novelle( Ar- Rückfälle in die Generaldiskussion, wie sie soeben stattgefunden, beiterschutz- Gesez) wird fortgesetzt. in Zukunft thunlichst zu vermeiden.( Beifall.) Die Debatte ist angelangt bei§ 105 f, welcher der unteren Verwaltungsbehörde die Befugniß verleiht, im Falle eines zur Verhütung eines unverhältnißmäßigen Schadens eintreten den, nicht vorherzusehenden Bedürfnisses der Beschäftigung von Arbeitern an Sonn- und Festtagen Ausnahmen von den Bestimmungen über die Sonntagsruhe für bestimmte Zeit zuzulassen. Nach Absatz 2 ist die Verfügung der betreffenden Behörde schriftlich zu erlassen, eine Abschrift derselben an der Betriebsstätte für die Arbeiter auszuhängen. Die Behörde soll nach Absatz 3 über die von ihr gestatteten Ausnahmen ein Verzeichniß führen. Auer und Genossen( Soz.) wollen die Befugniß der Behörde für Genehmigung von Ausnahmen in jedem einzelnen Falle nur ,, auf höchstens vierzehn Tage" gestatten. Die nationalliberalen Abgg.Böttcher und Clemm beantragen, eine Bestimmung einzuschieben, wonach in den Fällen, wo der artige Arbeiten erforderlich werden, ehe die Erlaubniß eingeholt werden kann, der Gewerbetreibende verpflichtet sein soll, vor Beginn dieser Arbeiten schriftlich der Behörde Anzeige zu machen, welche dann nachträglich darüber entscheidet, ob die betreffende Arbeit gemäß§ 105 f zu gestatten war. bestehenden 8. Jahrg. alle nur möglichen Fälle Rücksicht nehmen. Wir haben überall, wo es nothwendig ist, Ausnahmen zugelassen, aber darüber können wir nicht hinausgehen. Wer es ehrlich mit den Arbeitern meint, muß sagen: Bis hierher und nicht weiter! Abg. Hartmann stellt in Abrede, daß Graf Mirbach in der Versammlung der Steuer- und Wirthschaftsreformer irgendwie abweichende Ansichten bezüglich der Auffassung der Vorlage auf konservativer Seite kundgegeben habe. § 105 g bestimmt, daß das Verbot der Sonntagsruhe durch kaiserliche Verordnung mit Zustimmung des Bundesraths auf andere Gewerbe ausgedehnt werden kann. Diese Verordnungen sind dem Reichstag zur Kenntniß vorzulegen. Die nach§§ 105 c bis 105 f zugelassenen Ausnahmen sollen Anwendung finden. Sächs. Geh. Rath Vodel verwahrt die sächsischen Behörden Abg. Hirsch( dfr.): Ich hätte allerlei auf dem Herzen, um gegen den vom Abg. Stolle allgemein erhobenen Vorwurf, daß der Legendenbildung von dem neuen Kartell, zu dem auch die bei denselben ein förmliches Verschleppungsverfahren eingeriffen sei. Abg. Stolle: Der Vorredner giebt selbst zu, daß in einem freisinnige Partei gehören soll, entgegenzutreten, verspare mir das aber, der Mahnung des Präsidenten entsprechend, bis zur dritten Falle eine Verschleppung vorliegt, die aber anderen Faktoren zu Lesung auf. Den Antrag Böttcher kann ich nicht annehmen; er zuschreiben sei. Nun ist aber jede Beschwerde wegen Verletzung würde thatsächlich eine starke Durchlöcherung der Bestimmungen des Wahlrechtes in Sachsen bei der Kreishauptmannschaft anzuüber die Sonntagsruhe in das Belieben der Unternehmer selbst bringen, und hier hat man die Beschwerde so lange liegen lassen, stellen. Ohne Fristbestimmung ist mir der§ 105 f noch bedent- bis über die Wahl überhaupt entschieden war, und dann erst licher, als er an sich schon ist. Da aber 14 Tage, wie sie die erklärt, daß man inkompetent sei. Ferner habe ich seit Aufhebung Abgg. Auer und Genossen wollen, von vielen Seiten als ein zu des Sozialistengesetzes in meinem Wahlkreise noch nicht eine Ver furzer Zeitraum bezeichnet wird, so ließe sich ja für die dritte sammlung abhalten dürfen.( Präsident v. Levetow: Das Lesung noch eine Vereinbarung finden. Für jetzt werde ich dem gehört doch wirklich nicht zu dem Gegenstand unserer Berathung.) In der Abstimmung wird der Antrag Auer gegen die Stiny.men Antrag Auer zustimmen. Abg. Bebel: Nach der dringenden Ermahnung des Präfi- der Sozialdemokraten und eines Theils der Freisinnigen, der Antrag denten verzichte ich für jetzt auf eine Widerlegung der allgemeinen Böttcher gegen die Stimmen der Nationalliberalen abgelehnt, Bemerkungen des Abg. Hartmann, werde sie aber in der§ 105 f unverändert angenommen. dritten Lesung mit Zins und Zinseszins bringen. Nur bemerke ich, daß in der Versammlung der Steuer- und Wirthschaftsreformer Herr Mirbach sich über die Vorlage und ihre Motive ganz anders aussprach als Herr Hartmann und fast wörtlich mit Abg. Stolle( Soz.): Nach den bisherigen Beschlüssen zweiter den Ausführungen Stolle's übereinstimmte. Wir betheiligten uns Abg. Payer( Volksp.) äußert schwere Bedenken gegen diese Lesung fann man von einer Sonntagsruhe nicht mehr reden. nicht an der Subkommission, weil wir voraussahen, es handle Namentlich die Thätigkeit der freien Kompromißkommission, der sich darum, Beschlüsse zu fassen, die die Vorlage der Majorität Vorschrift. Nach§ 105 i soll das Gast- und Schankgewerbe, sofich ja jetzt auch die Freisinnigen angeschlossen haben, wird mundgerecht machen sollen. Der Regierungsrath Wilhelmi pro- wie das Verkehrsgewerbe von den Bestimmungen des Gesetzes schließlich dahin führen, daß aus dem Sonntag ein Werktag ge- testirt dagegen, daß dieser Paragraph die Sonntagsruhe im ausgeschlossen sein. Soll es nun zulässig sein, durch einfache macht wird, und von der ganzen Sonntagsruhe nichts mehr Wesentlichen beseitige. Die Regierung und die anderen Parteien kaiserliche Verordnung für das Gewerbe das Verbot der Sonntags= übrig bleibt; das scheint mir die Signatur der ganzen Ver- dieses Hauses stehen wesentlich auf dem Standpunkte der Arbeit- arbeit auszusprechen? Es möchte das zu Konsequenzen führen, Und da soll der Reichstag sich handlung zu sein. Das Nonplusultra aller Ausnahmen wird geber, meine Partei aber vertritt die Interessen der Arbeiter, und die unsere gesammte Lebensführung und Lebenshaltung ge hier in§ 105f geschaffen, der der unteren Verwaltungs- darum betrachten wir die Vorlage unter ganz verschiedenen Gewaltsam ändern würden. behörde das das Recht zu weiteren Ausnahmen in ganz fichtswinkeln; mir sind, auch von Leuten, die nicht meiner Partei jeder Mitwirkung enthalten? Man könne zu dem Bundesungeheurem Maße verleiht. In jedem Falle, wo angehören, zahlreiche Zuschriften zugegangen, in denen die Be- rath das beste Vertrauen haben und müsse doch solchen getabelt werden. Der Regie: Befugnissen das größte Mißtrauen entgegenbringen. Nicht immer eine günstige Konjunktur auftritt, wird der Fabrikant die Unter- schlüsse zu dieser Vorlage behörde überlaufen und ihr klar machen, daß ein unverhältniß- rungskommissar fand in Bezug auf diesen Paragraphen sei der Bundesrath seinen Ueberzeugungen treu geblieben; in der wesentlichen Unterschied der Vorlage gegenüber Zeit des Umschwungs unserer Wirthschaftspolitik habe seine Anmäßiger Schaden entsteht, wenn er nicht vier, acht oder noch den in Recht darin, daß diesem vom schauung von Woche zu Woche gewechselt, die Vorlagen kamen mehr Sonntage ununterbrochen arbeiten lassen kann. In Sachsen dem ist die untere Verwaltungsbehörde in den Städten der Bürger- dringenden Bedarf" die Rede ist, wo in jener der unverhält mit einem halben Dutzend Sätzchen, die sich noch dazu alle unter meister, der mit den Fabrikanten verwandte, verschwägerte oder nißmäßige Schaden" gesetzt ist: das ist aber gar kein Unterschied, einander widersprachen, an uns, oder es blieb die Begründung sonst in Interessengemeinschaft verbundene Beamte; der kann ja sondern in der Praxis wird sich beides als das Nämliche heraus ganz aus und wurde uns nachgeliefert; kurz der Bundesrath gar nicht anders, als das Vorhandensein eines unverhältniß- stellen. Hier sollen nun die unteren Verwaltungsbehörden zu machte alles mit, was damals von der leitenden Stelle beabsichmäßigen Schadens in allen solchen Fällen anerkennen, und so ist entscheiden haben, aber das sind doch schließlich auch blos Men- tigt wurde. Oft habe er( Redner) in jenen Tagen zum Bundeses denn mit der Sonntagsruhe der Arbeiter gründlich vorbei. schen, und sie werden nicht im Stande sein, richtige Entscheidungen rath aufgeschaut, in ihm den ruhenden Pol in der Erscheinungen Die Regierung hat gewiß die gute Abficht gehabt, etwas Brauch zu treffen, zumal die Arbeitgeber schlau genug sind, wenn sie am Flucht vermuthet; aber seine Hoffnung sei funerfüllt geblieben. bares für die Arbeiter zu schaffen. Nun aber kommen die Herren Sonntage arbeiten lassen wollen, auch eine gehörige Motivirung( Heiterkeit.) Das könne wieder so kommen. Die Volkspartei Industriellen mit ihren Forderungen, und Regierung wie dafür zu finden. Ein Arbeitgeber thut es dem anderen voraus, tonne es deshalb nicht über sich gewinnen, aus praktischen und Kommission suchen sich durch Hinterthürchen zu decken. Die und schließlich ist es dahin gekommen, daß schon viele Arbeiter Bequemlichkeitsrücksichten auf das Recht der Mitwirkung zu verRegierung weiht doch offenbar von ihrem ersten Plane zurück, die Sonntagsarbeit für selbstverständlich halten. Denken Sie zichten.( Beifall links.) Handelsminister von Berlepsch: Ein etwas festerer Punkt schweigt zu diesen immer lauter erhobenen Forderungen ferner den Fall, daß schon Jemand, was ja Sie Alle schon geder Industrie und läßt es so geschehen, daß ihre gute Absicht than haben würden, einen Schneider drängt, ihm ein Kleidungs- in der Erscheinungen Flucht ist der Bundesrath denn doch, als ihn vereitelt wird. Lassen Sie wenigstens diese neue Befugniß der stück zu einem bestimmten Termine zu liefern. Dann wird der Herr Payer darstellt. Nach dem Wortlaut dieses§ 105g können unteren Verwaltungsbehörde durch unsern Antrag einschränken. Schneider, um den Kunden befriedigen zu können, die Erlaubniß allerdings auch andere Gewerbe gemeint sein, als die unter die Was heißt: auf bestimmte Zeit? Ist das ein Monat, ein zur Sonntagsarbeit nachsuchen, und um ihm nicht den Verlust bisherigen Beschlüsse fallenden. Die Bedenken des Vorredners Quartal, ein Jahr? Nehmen Sie unseren Antrag an, dann des Kunden zuzufügen, wird diese Erlaubniß auch gegeben wer- wurzeln in der in der Kommission abgegebenen Erklärung, wowird wenigstens etwas für die Arbeiter gewonnen werden. Möge den. Dem gegenüber ist es eine sehr mäßige Forderung, daß solche nach zunächst" von einer solchen Ausdehnung auf andere Ge Ich gebe zu, daß dieses Wort zu der Reichstag endlich einmal ein„ Bis hierher und nicht weiter!" Ausnahmen sich nur auf 14 Tage erstrecken dürfen. Wenn die werbe nicht die Rede sei. aussprechen. Arbeit so drängt, daß Sonntagsarbeit eintreten muß, so wird solchen Deutungen Veranlassung geben fann und daher fallen zu Reg.- Rath Wilhelmi weist den gegen die verbündeten Re- selbstverständlich der Arbeitgeber auch Nachtarbeit eintreten lassen, lassen ist. Daß aber Gast- und Schankgewerbe, sowie VerkehrsDie und es wird also, wenn gar feine Zeitbeschränkung eintritt, den gewerbe, eines schönen Tages durch kaiserliche Verordnung gierungen gerichteten Angriff als unbegründet zurück. Fassung des§ 105 f sei eine durchaus präzise; sie schränke die zu durch übermäßige Wochentagsarbeit entfräfteten Arbeitern auch den Bestimmungen über die Sonntagsruhe unterstellt werden gestattenden Ausnahmen durch so erhebliche Rautelen ein, daß ein noch die Sonntagsruhe genommen. Nun kommt gar der Antrag fönnen, ist durch das Gefeß nach§ 105i selbst ausgeschlossen. Mißbrauch nicht zu besorgen sei. Die 14 Tage, welche die Sozial- Böttcher. Wenn Sie den annehmen, fo wird die Sonntagsruhe Jm Uebrigen bitte ich Sie, den betreffenden Paragraphen anzudemokraten gestatten wollen, reichen nicht aus. Ueber die gestatteten bis auf den letzten Rest beseitigt. Die untere Verwaltungs- nehmen. Abg. Krause( dfr.): Jch habe trotz der eben erfolgten ErAusnahmen, die Zahl der beschäftigten Arbeiter, die Dauer der Ar- behörde wird auch schwer entscheiden können, ob der Arbeitgeber beit, die Dauer und die Gründe der Erlaubniß müsse ein Ver- im guten Glauben gehandelt halt. Allgemein wird sie mildherzig flärung des Ministers die Meinung, daß ganz unzweifelhaft zeichniß geführt und dem revidirenden Beamten auf Erfordern annehmen, daß es der Fall war, aber auch im entgegensezten nach dem Wortlaut des§ 105g die Ausdehnung der SonntagsFalle, wenn sie eine Strafe verfügt, so wird es der Arbeitgeber arbeit auch auf die von dem Abg. Payer erwähnten Gejederzeit vorgelegt werden. werde erfolgen können, in dieser Richtung Abg. Böttcher( natl.): Der§ 105 f ist nicht ein Bruch in doch auf eine Bestrafung ruhig ankommen lassen, weil der Vor- werbe das Prinzip der Sonntagsruhe, fondern soll nur den Eintritt theil, der ihm aus der Sonntagsarbeit erwächst, größer ist. Soll haben sich auch die Erklärungen der Regierungsvertreter eines unverhältnißmäßigen Schadens abwehren. Diefer Begriff der Arbeiterschutz nicht bloß auf dem Papier stehen bleiben, dann in der Kommission bewegt. In der Kommission hat man bei § 105 g in erster Linie an die Hausindustrie gedacht. Jedenfalls ist ja ein etwas vager, aber doch jedenfalls enger aufzufassen, als bitte ich Sie unseren Antrag anzunehmen. Reg.- Rath Wilhelmi betont diesen Ausführungen gegen fönnen wir die Sache dem Bundesrath nicht allein überlassen, der bisherige Ausdruck der Gesetzgebung„ dringliche Arbeiten". Die Einschaltung, welche ich beantragt habe, halte ich für unent- über, daß Arbeiten dringlich sein können, ohne daß ihre zumal wenn man bedenkt, wie der Bundesrath sich so lange, behrlich. Es kann doch in der Nacht zum Sonntag oder am Sonntag Unterlassung einen unverhältnißmäßigen Schaden brächte; einem gewissen Einflusse gehorchend, gegen jede ArbeiterschutzMorgen dieses nicht vorherzusehende Bedürfniß eintreten, und die solche Arbeiten würden einfach nicht unter den§ 105 f fallen. Gesetzgebung gesträubt hat. Will man eine Regelung der Ber Möglichkeit der Einholung der Erlaubniß ist dann schlechterdings Aber damit ist ja die Reihe der Kautelen noch lange nicht er- hältnisse auf den von Bayer erwähnten Gebieten, so möge man nicht mehr möglich. Für diesen Fall wollen wir die Möglich schöpft. Die Dehnbarkeit der Bestimmung wegen der Frist ist be- den Weg der Gesetzgebung beschreiten. Auch die Befugniß drz teit schaffen, den Arbeitgeber zum Beginn der Arbeit auf seine gründet in den verwickelten Verhältnissen des Gewerbslebens, Reichstags zur nachträglichen Außerkraftsetzung kann nicht genügen; Gefahr zu ermächtigen. Die Besorgniß des Mißbrauchs tann welche nach einer einheitlichen Schablone eben auch an dieser wir beantragen die Ablehnung des ganzen§ 105 g. nicht vorliegen, da der Gewerbetreibende fich in jedem Falle Stelle nicht geregelt werden können. Abg. Böttcher bestreitet dem Abg. Bebel das Recht, alle selbst denunziren muß. Die untere Verwaltungsbehörde kann auch stundenweit entfernt und gar nicht am Sonntag zu er- Parteien außer der sozialdemokratischen als Vertreter des Unterreichen sein. In allen diesen Fällen wird der Arbeiter gleich nehmerinteresses hinzustellen. Die nationalliberale Partei vermäßig von dem Verluste betroffen, der dem Fabrikanten dadurch trete gleichmäßig die Interessen der Arbeiter und Arbeitgeber und erwächst, daß ihm die Möglichkeit, die Arbeit herstellen zu lassen, glaubt damit am besten dem sozialen Frieden zu dienen. Der Anentgeht. und Abg. Hartmann( dk.) hält den Antrag für höchft bedenklich trag sei nur mit 11 gegen 10 Stimmen in der Kommission ab- Die Befürchtungen der Vorredner von der linken Seite werden Es würde damit dem Schlendrian, dem Mißbrauch Thür und worden. Abg. Singer( Soz.): Wir werden für die Kommissions. vorlage stimmen. Wir stehen nicht unter dem Verdacht, den Rechten des Hauses Eintrag thun zu wollen, aber für uns treffen hier konstitutionelle Bedenken nicht zu. Weil wir den Arbeiterschuh fördern wollen, stimmen wir allen Bestimmungen zu, welche diese Absicht in erweitertem Umfange verwirklichen. schon durch den Satz des§ 105 g beseitigt. Danach sind alle Abg. v. Stumm( Rp.): Ich habe in der Kommission für Ausnahmen der§§ 105 c- 105 f zulässig. Nun könnte aber jetzt Thor geöffnet werden. Der sozialdemokratische Antrag sei eben den Antrag gestimmt, aber schon damals erhebliche Bedenken bereits eine Prämie darauf setzen, ob es nach den bisherigen Befalls abzulehnen, weil er die gebotene Latitude zu sehr be- gegen denselben gehabt. Ich werde ihn heute ablehnen, da es schlüssen noch ein Gewerbe giebt, welches nicht von den Ausschränke. Den allgemeinen Ausführungen des Abg. Stolle nach- fich hier um Eventualitäten handelt, die nur ganz selten nahmen getroffen wird; um so grundloser sind alle diese Besorgzufolgen, sei recht schwierig, da sie immer wieder in die General- eintreten, und es zu einem guten Ende nicht führen kann, wenn nisse. Noch mehr freilich schwindet für uns der Werth dieser diskussion zurückfielen. Aber das müsse ihnen doch entgegnet wer- wir alle diese kleinen Nebenrücksichten zum Gegenstande besonderer Vorschrift nach den Erklärungen des Handelsministers. Bis zu der jetzigen Diskussion glaubten wir bei den verbündeten Regieden, daß das Prinzip des Arbeiterschutzes bereits seit 1869 in Anträge und besonderer Beschlußfassung machen wollten. Abg. Stolle( Soz.): Nach dem Wunsche des Präsidenten will rungen ein stärkeres Bestreben auf Ausdehnung der Sonntagsder Gewerbe- Ordnung stehe, daß es weiter ausgebaut wor Troß dieser Abschwäching den sei, und daß von einem Drängen des Arbeiterstandes auch ich auf die allgemeinen Aeußerungen des Abg. Hartmann ruhe zu haben als bei der Vertretung der herrschenden Klassen daraufhin, daß überhaupt in dieser Beziehung endlich ein Anfang nicht eingehen. Meine Bedenken gegen den§ 105f sind nicht hier im Reichstage vorhanden. gemacht werde, gar nicht die Rede sein könne, namentlich in An- widerlegt. Eine Verbesserung des jetzigen Zustandes bedeutet der- stimmen wir für§ 105 g, um die Regierung daran zu erinnern, wendung auf den Reichstag selbst. Könnte man die gesammten selbe feineswegs, in Sachsen z. B. besteht schon dieselbe Be- das Recht zu brauchen, das ihnen eingeräumt ist. Das Volt deutschen Arbeiter Mann für Mann befragen, was sie zu den stimmung. Mit der Berufung an die oberen Verwaltungs- wird uns die Einschränkung der Rechte der Volksvertretung, wenn fozialdemokratischen Vorschlägen sagen, so würde sich nur eine behörden haben wir in Sachsen schlechte Erfahrungen gemacht, es eine ist, sehr gern verzeichnen, denn sie bedeutet nichts anderes, Minderheit dafür erklären.( Lachen bei den Sozialdemokraten.) denn nach dem Muster des Puttkamer'schen sofort" dauert die als eine Einschränkung des Klasseninteresses.( Beifall bei den Je weiter die Entwicklung Deutschlands zum Industriestaat vor Entscheidung der oberen Behörde immer ziemlich ein halbes Jahr. Sozialdemokraten.) Abg. Hirsch: Herr Singer giebt um der Vertretung nackter sich gehe, um so lebhafter müsse man die Sorge empfinden, daß Ueber die Berufung gegen eine Kreishauptmannschaft anläßlich die Induſtrie nicht aus einem Segen zu einem Fluch für unser einer Wahl wurde erst nach vier Monaten enschieden, nachdem Klasseninteressen willen das wichtigste Recht der Volksvertretung Baterland werde. Die Klage des Herrn Stolle über das neue der betreffende Abgeordnete schon längst in der Kammer gesessen preis, die Mitwirkung an der Gesetzgebung.( Sehr gut! links; sogar von der Kammer kassirt Lachen bei den Sozialdemokraten.)„ Die verbündeten Regierungen Kartell sei ganz unberechtigt. Alle dem sogenannten Kartell An- hatte und sein Mandat In Eachsen sind Bürgermeister nicht wiedergewählt nehmen das Interesse der Arbeiter mehr wahr, als der Reichsgehörigen wollen, daß etwas zu Stande kommt, sie wollen den war. weil sie nicht genügende Rücksicht auf die tag", diesen Ausspruch hätte man von jener Seite nicht erwarten Gefeßentwurf annehmen. Die Sozialdemokraten würden das nicht worden, thun. Wäre es nach ihnen gegangen, so hätten wir auch das bisher Bourgeoisie nahmen. Die Besitzenden haben es immer in der sollen. Wie das politische, scheint auch das soziale und wirthErreichte noch nicht.( Abg. Bebel: Viel besser wäre es dann!) Hand, die Wiederwahl eines Bürgermeisters zu verhindern. Es schaftliche Programm der Sozialdemokratie start durchlöchert zu Gewiß, in ihrem Ginne viel besser; denn je schlechter es den heißt nach dem Sprüchwort:„ König abfolut, wenn er unseren fein. Fener Ausspruch widerspricht alledem, was von dem EinArbeitern geht, desto mehr blüht Ihr Weizen. Den Sozialdemo- Willen thut", hier:" Bürgermeister absolut, wenn er für die fluß der herrschenden Klassen auf die Regierungsorgane von eben fraten wurde der Gintritt in die Subkommission freigestellt; sie Fabrikbesitzer eintritt". Der Bürgermeister wird, um sich eine derselben Seite gesagt ist, wenn jetzt der Bundesrath als NothLehnten das tonſequenter Weise ab, weil sie mit der„ reattionären fette Pfründe zu sichern, immer den Leuten zu Willen sein. Sie anker für den Schuß der Arbeiterinteressen erklärt wird. Durch Vaſſe" der übrigen Parteien nicht paktiren wollen." Wie können treiben hier in das Gefeß einen Keil, mit dem Alles, was darin den Wortlaut des§ 105g wird dem Reichstag einfach sein Recht Sie sich darüber wundern, daß auch die anderen Parteien sich steht, zu nichte gemacht werden kann. So werden Sie die Un- der Mitwirkung an der Gesetzgebung entzogen. Das kann nicht im Ihnen gegenüber als eine einzige Masse ansehe, welche die be- zufriedenheit nicht beseitigen. Der Abg. Böttcher sagt, wir ver- Interesse des Arbeiterschußes sein. Zehn Jahre lang haben wir auf will? Den Antrag Böttcher lehnen wir ja übrigens ab und zu den einzelnen Paragraphen sind Beweis genug, daß wir auf allein walten laffen, die weitere Ausdehnung des Geseyes ihm allein vorbehalten? Auch die Ausdehnung der Unfallversicherung auf weitere Kreise ist stets durch besondere Gefeße erfolgt. Wir haben feinen Anlaß, von unserem Programm abzuweichen; wir können der Verkümmerung der Rechte des Reichstags nicht zustimmen und verwerfen deshalb den ganzen Paragraphen. ein schriftliches Verzeichniß über den Nachlaß einzureichen ist. 1 gab er es auf, ihr dies erst plausibel zu machen, sondern wandte Die weiteren Paragraphen treffen die näheren Bestimmungen ein weniger umständliches Mittel an, indem er ihr drohte. In über die Fristen, Juhalt des Verzeichnisses u. s. w. ihrem Unverstand wollte der Frau die Zweckmäßigkeit nicht einAbg. Friedberg( natl.): Daß die Einschätzungsfommission leuchten, sie weigerte sich, sofort weiter zu gehen und meinte, es einen Steuerpflichtigen, welcher die Deklaration unterläßt, ihrer- wäre durchaus nicht so schlimm mit ihr, daß irgend welche Vorseits einschäßt, ohne daß er dagegen reklamiren darf, ist ein ge- fehrungen nöthig seien. Die Absicht, welche den Worten des nügendes Mittel, um die Deklaration indirekt zu erzwingen. Schuhmannes zu Grunde lag, gänzlich verkennend, bedeutete fie Darüber hinaus sollte man bei Einführung des neuen Verfahrens ihm weiter, er solle sich hier doch nicht noch länger aushalten, er nicht gehen, denn der Zuschlag von 25 v. H. wird überall als solle lieber sich dorthin begeben, wo er nöthiger gebraucht würde, Strafe empfunden werden. wenn er nicht anders helfen könne. Natürlich mußte der Beamte Abg. Schmieding( natl.): Die Gründe gegen den Strafzu- im Interesse der Wahrung seiner Schuhmannsautorität gegen schlag von 25 v. H. sprechen gegen die Deklaration selbst. Wer solche wenig respektvolle Aeußerung seitens einer Arbeiterfrau die Deklaration will, muß sie auch ganz durchführen. Der Antrag ihm gegenüber energisch seine Macht zur Geltung bringen von Hammerstein ist geradezu unerträglich. bliebe auch sonst die Achtung vor Gesez und Ordnung klärte ihr, wenn sie noch ein einziges Wort sprechen werde, führe er sie sofort zur Wache. Damit war der Staat gerettet. Abg. Fritzen( 3.) spricht sich ebenfalls gegen den Antrag Hammerstein aus, aber auch gegen den Strafzuschlag von 25 v. H., welchen die Kommission vorgeschlagen für diejenigen, welche die Deklaration verweigern. Wo er er= Abg. Dr. v. Bar( dfr.) erklärt sich ebenfalls für die Streichung. Abg. v. Vollmar( Soz.): Wenn der Reichstag so eifersüchtig auf die Erhaltung seiner Rechte bedacht ist, so hätte er schon viel bedeutendere Gelegenheiten gehabt, diesen Standpunkt zit vertreten, als gerade diese. Wir sind jeder Zeit für das Recht der Volksvertretung eingetreten; aber wir find nicht doktrinär wie andere Leute, die bei den unbedeutendsten Punkten die großartigste fonftitutionellste VorYesung halten. Für uns handelt es sich wesentlich um praktischen Erfolg. Schon ist das Gefeß, das wir hier berathen, nur ein Torso; auch macht mir die Art der Berathung In der ,, Berliner Zeitung" finden wir folgende Notiz: hier nicht den Eindruck der Freudigkeit, welche durch eine solche Verminderung der Rechte des Reichstags verkümmert würde, " In der bekannten Spielaffäre des Prinzen Georg Radziwill Finanzminister Miquel: Es handelt sich hier nicht um fondern mehr den der Flauheit. Bei den Wahlerlassen des Fiskalismus, sondern darum, daß jeder Steuerpflichtige gleich- wird eine Einigung mit den Gläubigern, welche dem Prinzen das vorigen Jahres war eine Gesinnung vorhanden, welche in den mäßig und gerecht veranlagt wird. Wenn die Erbschaftssteuer Geld im Spiel abgenommen haben, herbeizuführen gesucht. Der jezigen Beschlüssen nicht zum Ausdruck kommt. Auf die erste fällt, wenn der Antrag der Kommission abgelehnt wird, wenn die jenige, welcher die höchste Forderung resp. beim Spiel vom Glück Borlage haben sich verschlechternde Einflüsse in immer stärkerem Veranlagungskommissionen so bleiben wie bisher, so haben wir am meisten begünstigt wurde, ist, wie ein stets gut informirter Maße geltend gemacht. Darum glauben wir beim Bundesrath eine Scheindeklaration, die schlechter ist, als das jetzige Verfahren. Korrespondent mittheilt, der bisherige Attaché und Privatmehr Aussicht auf Besserung in dieser Hinsicht zu haben als beim Die Deklaration ift eine staatsbürgerliche Verpflichtung, sekretär des großbritannischen Botschafters, Mr. Howard, ein Reichstage. Lassen Sie uns doch mit diesen formalen Geschichten gegen deren Vernachlässigung der Rechtsnachtheil der Ent: Mann im Anfang der zwanziger Jahre, der sich großer Beliebtin Ruhe. Wollte der Reichstag seine Rechte mit wirklicher Entziehung des Reklamationsrechtes verhängt ist. Die Erfüllung heit in der Gesellschaft erfreut. Die ihm gemachten Angebote von schiedenheit wahren, die Macht dazu hat er jeden Augenblick in der staatsbürgerlichen Pflicht ist in manchen Fällen nicht zehn Prozent der Forderung sind von ihm bisher abgelehnt worden. Der Hand. Wir wünschen, daß eine Reihe von Gewerben, welche angenehm; aber das allgemeine Staatsinteresse erfordert die Er- Mr. Howard gedenkt sich in das Privatleben zurückzuziehen, nachnan jetzt nicht unter das Gesetz bringen fönnte oder wollte, darin füllung dieser Pflicht. Wenn die Einschätzungskommission aus dem er die diplomatische Laufbahn quittirt hat." untergebracht werden. den alten Personen bestehen und die Standesgenossen die De- Das heißt also in gewöhnliches Deutsch übertragen, daß der Abg. Hartmann: Die Gründe für die Uebertragung der flaration verweigern, dann erreichen wir nichts; dann ist Alles, Attaché und Privatsekretär Howard auf seine Beute, die er seinem Befugniß an den Bundesrath sind bei diesem§ 105 g dieselben, was wir thun, nur Schein und Augenverblendung.( Beifall Gesinnungsgenossen am Spieltisch abgenommen hat, feineswegs verzichten will, sondern daß er seinen Raub in Sicherheit bringen wie bei§ 105 c, welchen der Reichstag bereits mit derselben Be- rechts.) fugniß angenommen hat. Abg. Graf Limburg- Stirum( t.) spricht sich für den Antrag und dann fern von den diplomatischen Strapazen ein vergnügtes von Hammerstein aus; es liege durchaus kein Grund vor, in der Leben führen will. Wenn wir uns recht entsinnen, hat der hoffEinreichung des Nachlaßverzeichnisses irgend etwas zu sehen, nungsvolle Prinz von Radziwill die Kleinigkeit von acht Millionen was das Gefühl verletzt. Redner empfiehlt ferner die Aufrecht Mark verloren. Und unter solchen miserablen Verhältnissen wagt erhaltung der Strasbestimmung, welche die Kommission zu- man an den Getreidezöllen zu rütteln! Geheimer Finanzrath Wallach erklärt, daß die Strafe erst dann eintreten tönne, wenn außer der allgemeinen noch eine besondere Aufforderung zur Abgabe Der Steuererklärung unbeachtet geblieben sei. Damit schließt die Diskussion.§ 105 g wird gegen die Stimme der Freisinnigen unverändert angenommen. = Nach§ 105 h sollen die Bestimmungen dieses Gesetzes weiter gehenden Landesgesehlichen Beschränkungen der Sonntagsarbeit nicht entgegenstehen. Den Landes Zentralbehörden bleibt vorgefügt hat. behalten, für einzelne nicht auf einen Sonntag fallende über Jejttage Ausnahmen den Bestimmungen die Sonntagsruhe zu gestatten. Diese Bestimmung soll aber auf das Weihnachts-, Oster-, Himmelfahrts- und Pfingstfest teine Anwendung finden. Abg. Schrader( dfr.) wünscht nicht, daß der Sah, daß Reichsrecht vor Landesrecht geht, an dieser Stelle und aus unter geordneten Gründen durchbrochen werde, und beantragt deshalb, nur die bestehenden" landesgesetzlichen Beschränkungen in den § 105 h aufzunehmen. Der Antrag wird ohne Debatte gegen die Stimmen der Freifinnigen und Nationalliberalen abgelehnt,§ 105 h unverändert angenommen. Um 5 Uhr wird die weitere Berathung auf Donnerstag 1 Uhr vertagt. Die humoristische Beilage zum ult", das Berliner Tageblatt", enthielt gestern folgende Scherze: Sozialdemokratische Abgeordnete hätten in gesperrten Bierlofalen ein getrunken; wegen dieses Verbrechens sollten sie im sozialdemokratischen Staate zur Verantwortung gezogen werden. Der Herzog von Koburg sei im Auftrage des deutschen Kaisers beim Altreichskanzler" gewesen, um ihm wegen seines Preßtreibens die Leviten zu lesen; er sei dabei übel angekommen." Abg. Rickert: Der Finanzminister hat den Steuerzahlern und den Einschätzungskommissionen bei der ersten Lesung ein gutes Zeugniß ausgestellt, heute aber ein schlechtes, und hat an gedeutet, daß fie Diejenigen, welche die Steuererklärung verPreisfrage: Sind dies nun Witze ohne Pointe oder Dummweigern, nicht hoch genug einschätzen. Die Kommissionen z. B. hier in Berlin find schon streng genug, so daß man den armen heiten, die dadurch humoristisch wirken, daß sie ernst gemeint find? Beim Berl. Tagebl." ist so etwas schwer zu entscheiden. Benfiten gegen lebergriffe der Kommissionen schüßen muß. Finanzminister Miquel: Ich bin auch heute noch der Vor einiger Zeit brachte es 3. B. einen gang luftigen Artikel an Meinung, daß die Mehrheit der Steuerzahler richtig deklariren erster Stelle über den„ Minister v. Huene." Uns wird aber ein wird, aber daneben giebt es eine Minderheit, die nicht ehrlich sein bekannter Journalist genannt, der die Ernennung des Ministers wird. Die Lage der ehrlichen Mehrheit wird mißlicher, wenn ihr v. Huene dem Vertreter des Berl. Tagebl." aufgebunden hat. eine unehrliche Minderheit zur Seite steht.( Bustimmung.) Die wißigen Leistungen dieses Blattes sind also keineswegs sehr Wenn die Unehrlichen feine Nachtheile treffen, sondern sie noch selbständig. den Vortheil der niedrigeren Besteuerung haben, dann wird ihr Die hier bestehenden Vereine von Polen halten jetzt Mißvergnügen erst recht groß. Hier handelt es sich hauptsächlich ihre Versammlungen unter polizeilicher Ueberwachung ab, und 36. Sigung vom 18. Februar. 11 Uhr. um Diejenigen, welche die Deklaration verweigern. Die meisten Am Ministertische: Miquel und Kommissarien. Leute werden bei der Deklaration die Wahrheit sagen, aber sie war erfreuen sich der Aufsicht auch solche Vereine, die ganz und gar unpolitisch sind und deren Anmeldung bei der Polizei vollDie zweite Berathung des Einkommensteuer- Ge- werden sich nichts daraus machen, die Deklaration zu verweigern, fommen überflüssig war. Man braucht die Mitglieder der Versetzes wird fortgefeßt. weil sie hoffen niedriger eingeschätzt zu werden, wogegen sie nicht reklamiren. Es handelt sich hierbei nicht um ein Mehr- eine nur über diese Ueberwachung sprechen zu hören, um sich ein Urtheil über die Wirkung der neuen Maßnahme zu bilden. Zu erträgniß, sondern in viel größerem Maße um die gleichmäßige der Ueberwachung wird ein Wachtmeister verwendet, der selbst Besteuerung. Abgeordnetenhaus. Abg. Brömel( dfr.) beantragt folgenden neuen§ 19 a einzuschalten: Bis zur besonderen Regelung der verschiedenen Besteuerung fundirten und unfundirten Einkommens ist bei Ginfommen aus gewinnbringender Beschäftigung ein Viertel des nach§ 17 auf dieses Einkommen entfallenden Steuersatzes bei der Veranlagung in Abzug zu bringen." Abg. v. Sammerstein( t.): Es wird eine mehr oder minder polnischer Nationalität ist. Uns stehen die Vereine, um die es große Wiinorität im Lande geben, welche bestrebt sein wird, dieses sich hier handelt, nach den Meinungen und Interessen ihrer MitGesetz zu umgehen. Wenn die Deklaration eingeführt wird, dann ist es glieder durchaus fern, und wir denken teineswegs daran, uns zu Der Antragsteller begründet seinen Antrag. auch Pflicht der Volksvertretung, die Durchführung der Deklara- hrem Sachwalter aufzuwerfen. Einmal ist jedoch die UeberGeneral Steuerbirektor Burghart: Der Antrag gehört zu der tion zu sichern. Kleine Geldstrafen helfen nicht, die Strafe muß wachung, wenn ein Verein feinerlei Einwirtung auf die öffentlichen Angelegenheiten versucht, ungefeßlich, und zum anderen haben Reihe von Angriffen gegen den Plan der Regierung, welche die so groß sein, daß sie im Verhältniß steht zu dem Steuervortheil, wir auch feinen Grund, die Wirkung der polizeilichen Maßnahmen Aufgabe, welche fie fich gestellt hat, fucceffive Iöfen will. Herr Brömel den ein reicher Mann durch Nichtdeklaration erzielen kann. wie Herr Rickert fordert die gleichzeitige Lösung von Aufgaben, welche Abg. Friedberg( natl.): Daß der Finanzminister die größe- 3u verschweigen. Er nimmt den die Regierung nach und nach in Angriff nehmen will. Wenn ren Zwangsmittel nimmt, ist sehr begreiflich. Derif", ein Organ vom Schlage des„ Klabberabatsch", man eine gleichzeitige Lösung unternehmen wollte, daun hätten Steuerzuschlag als Ersatz für die wegfallende Erbschaftssteuer, das im Verlage von Rudolf Mosse erscheint, bringt folgenden wir bis jetzt noch nicht einmal die Vorarbeiten erledigen können aber er nimmt auch noch den Antrag Hammerstein mit dem Erb- Lokalartikel: und eine Vereinbarung in einer einzigen Seffion des Landtags schaftsinventar. wäre überhaupt nicht erzielt worden. Die Absicht des Antrags, das fundirte Einkommen stärker zu belasten, kann ja von der Negierung nur günstig beurtheilt werden; darin liegt eine Anerkennung des Bestrebens der Regierung nach dieser Richtung hin. Abg. Brömel beantragt nachträglich, seinen Antrag auf die Einkommen bis zu 9500. zu beschränken. Abg. v. Seblin( ft.) spricht sich gegen den Antrag Brömel aus, welcher vollständig außer Acht lasse, daß jetzt schon das fundirte Einkommen aus Grundbesig und Gewerbebetrieb doppelt besteuert ist. Abg. v. Cyneru: Nachdem der Antragsteller seinen Zweck, die Frage zur Distuffion zu stellen, erreicht hat, wäre es wünschens werth, wenn der Antrag zurückgezogen würde. Denn seine An nahme würde einen Ausfall an Einnahme bedeuten und seine Ablehnung würde falsch verstanden werden. Abg. Brömel: Wenn von anderer Seite ebenso eifrig mitgearbeitet würde, wie bei der Steuerfreiheit der Lebensversiche runge- Prämien, dann tönnte mein Antrag sehr wohl zur Annahme gelangen. Ich fann ihn deshalb nicht zurückziehen. Lokales. „ Erfte Markthallenfrau: Du, ben Menschen, der über Deine Meppel so geschimpft hat, läßt Du so ruhig fortgehen? Du hast doch sonst' n jutes Maul. Zweite: Ja, aber mit den laß ich mir nich in, det is'n sozialdemokratischer Stadtverordneter." Abg. von Eynern: Ich habe mich für die Negierungsvor lage einschreiben lassen, aber nach den Aeußerungen des Herrn Finanzministers weiß ich nicht mehr, welches die Regierungsvorlage ist, deshalb verzichte ich auf das Wort.( Heiterkeit.) Eugen Richter scheint diesen Artikel für einen Wiz und noch Abg. Rickert: Gegen die Darstellung möchte ich Ber wahrung einlegen, als ob die Grundbefizer allein die ehrlichen dazu für einen gelungenen zu halten, denn er läßt ihn in der Leute feien. Man wird ja später noch davon sprechen können, humoristischen Ecke seines Blattes abdrucken. Wahrscheinlich daß einzelne Grundbesitzer nicht einmal zur Einkommensteuer ein gefällt er ihm aber bloß, weil er eine derbe Lüge über die geschätzt sind, sondern nur zur Klassensteuer.( Buruf rechts: Sie Sozialdemokraten enthält. Das gemeinschaftliche Lügen über die find zu arm An ihrer Lebensweise merkt man das aber nicht. Rudolph Mosse. Die neue Freundschaft mag Herrn Richter auch Sozialdemokratie versöhnt sogar die Herren Eugen Richter und Abg. Hammacher( ntl.) erkennt an, daß der Antrag Brömel Die§§ 24 bis 29 werden darauf unverändert angenommen. über das Berwürfniß mit feinem bisherigen Dugfreund Georg in seiner Tendenz ein berechtigter ist, bedauert aber, daß man 3m 8 30 wird der Zusatz der Kommission( 25 v. S. Zuschlag Isaac trösten. Herr Isaac, der Begründer der freifinnigen jetzt diese Frage nicht regeln fönne. zur Steuer bei verweigerter Deklaration) mit 183 gegen Arbeitervereine( ohne Arbeiter)", der Herrn Richter fchon einmal Abg. v. Eynern: Der Antrag Brömel würde indirekt die 184 Stimmen in namentlicher Abstimmung angenommen. Dafür in einer Wählerversammlung des ersten Wahlkreises empfindlich Rapitalrentenfteiter einführen. stimmen die Konservativen, die Freifonfervativen, mit Ausnahme Finanzminister Miquel: So lange die Gewerbesteuer und der Abgg. v. Gcartstein, Stüve und Schöller; ferner die Polen blamirte, empfängt es nämlich im Briefkasten der letzten Nummer der Freis. 3tg." folgendermaßen:„ Daß Herr Buchdruckereidie Grund- und Gebäudesteuer eine Staatssteuer ist, wird die und der kleinere Theil der Nationalliberalen. Frage der Scheidung zwischen fundirtem und unfundirtem Ein- Der Antrag von Hammerstein wurde mit 192 gegen 124 Stim- befizer Georg faac aus Charlottenburg in den freisinnigen Arbeitervereinen Mißtrauen gegen Engen Richter zu säen sucht, kommen eine ungelöste bleiben. Auf die Staatssteuer vom Grund men abgelehnt für denselben stimmte die Mehrzahl der Konser ist uns seit einiger Zeit bekannt." und Boden kann ohne Weiteres verzichtet werden; es muß dabei vativen und Freikonservativen; gegen denselben stimmten die die Kommunalbesteuerung überhaupt geregelt werden. Der An- übrigen Parteien und die tonfervativen Abgg. von Eckartstein, An uns wird von einem Leser unserer Zeitung die trag Brömel ist wegen seiner mechanischen Natur so eingehend Krah, von Selle, Stengel, Stuve, Weyerbusch, Christophersen, Anfrage gerichtet, ob wir davon Kenntniß haben, daß die fritisirt, daß ich nicht weiter darauf eingehen will. von Röller, von Kröcher und Schnatsmeier. städtischen Straßenreiniger jetzt auch mit dem Reinigen der Um 4 Uhr wird die weitere Berathung bis Donnerstag Pferdebahnschienen betraut werden, welche Arbeit bisher von den 11 Uhr vertagt. Angestellten der Pferdebahn verrichtet wurde. Der Einsender will diesen Fall am 11. d. M. Morgens in der Leipzigerstraße beobachtet haben. Er fragt nun an, ob die städtischen Arbeiter so wenig zu thun haben, daß sie auch noch andere Arbeiten ausführen müssen. Das dürfte nun nicht der Fall sein, uns ist nicht erklärlich, daß die Arbeiter der Straßenreinigung sich verringert Ueber die Fürsorge der Polizei für das Wohlergehen haben sollten und ebensowenig tönnen wir uns denten, daß mehr der Staatsbürger männlichen und weiblichen Geschlechts ergeht Arbeiter eingestellt sein sollten, das stände im Widerspruch mit Der Antrag Bröm el wird gegen die Stimmen der Frei- sich ein Genosse aus dem Norden der Stadt in einer Bufchrift dem ganzen Verwaltungsverfahren unserer Gemeindebehörden. sinnigen abgelehnt. an uns in Lobeserhebungen. Er hat das, oder vielmehr feine Denn erstens wäre das eine Belastung des Stadtfäckels zu Un Die Berathung wendet sich nunmehr dem 3. Abschnitt zu: Frau, an sich selbst erfahren und er möchte, die Samariter- gunsten der Bourgeoisie und zweitens dürfte es auch schwerlich Veranlagung(§§ 20-56). Dienste, welche ein Organ der heiligen Hermandad an seine Frau gefchehen sein, um eine Arbeitslosigkeit zu vermindern, denn eine § 20( Ort der Veranlagung); SS 21-23( Vorbereitung der ausgeübt hat, weiteren Kreifen bekannt geben, damit das Publi- folche giebt es garnicht laut Beschluß der Stadtverordneten Veranlagung werden ohne Debatte genehmigt. tum den Werth mancher Sicherheitsvorrichtungen auch von allen Mehrheit mit ihrem Oberbürgermeister an der Spize; Die§§ 24-30 betreffen die Steuererklärung. Bet§ 24, Seiten fennen lernt. Der Sachverhalt ist folgender: Die er überdies follen ja auch dazu nicht genügende Geräthschaften wonach Jeder, der bereits mit mehr als 3000 W. Ginkommen wähnte Frau wir bemerken, fie war gut, oder wie man sich vorhanden sein. Sollte demnach es sich bewahrheiten, daß die veranlagt ist, zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet ist, weist bourgeoismäßig ausdrückt, anständig" gekleidet ging mit einem flädtischen Arbeiter im Dienste der Aktionäre der Pferdebahn Abg. Biesenbach( 3.) darauf hin, daß die Selbsteinfchäßung halbfährigen Kinde auf dem Arm neulich an einem der schönen, Gesellschaften verwendet werden, was wir im Augenblick nicht ein tiefes Gindringen in die Privatverhältniffe, eine Offenlegung fonnigen Tage, welcher wir uns in letzter Beit zu erfreuen hatten, erforschen tönnen so wäre es nur möglich, durch eine ge aller Verhältnisse, die man verheimlichen möchte, herbeiführen wird. Die Chauffeestraße entlang spazieren, wobei ihr das Unglück pafsirte, steigertere Anforderung an die Arbeitsleistung der Straßens Die Selbsteinschägung muß aber nicht zur Tortur gemacht werden. Es daß fie plöglich unwohl wurde. Erschöpft und ruhebedürftig arbeiter. Unwahrscheinlich wäre es ja nicht, daß die Stadtvers ist eine genügende Strafe, wenn derjenige, der die Deklaration fette sie sich scheunigst auf die Treppenstufen eines Hausflurs, waltung ein Abkommen mit der Direktion der Pferdebahn- Gesell unterläßt, sein Recht auf Deklaration verwirkt. Die weiteren um einige Augenblice auszuruhen. Hilfsbereite Hausbewohner fchaft geschloffen hätte, leytere würde aber darauf wohl nur ein Strafen, welche die Kommission eingeführt hat, sind überflüssig. hatten die Situation bald wahrgenommen und nahmen sich der gehen, wenn ihr die Arbeitsfräfte zu noch billigeren Preisen ge Bei der weitverbreiteten Leichtfertigkeit in Bezug auf die Hoch- Frau an, fie rieben ihr die Schläfen ein und verabfolgten ihr liefert werden follten, als sie bieber für diese schweren bei Wind haltung der Heiligkeit des Gides ist es bedenklich, das Gebiet, Hoffsmannstropfen, sodaß sie allmälig wieder zu sich tam. Da und Wetter zu vollführenden Straßenarbeiten ausgegeben hat. erschien nun aber auf der Bildfläche ein weiterer Retter in der Jeber, der noch einige Gramm Mitgefühl für arme, nothleidende, auf welchem der Eid zugelassen ist, noch zu erweitern. Abg. v. Eynern erklärt sein vollständiges Einverständniß Noth in Gestalt eines Schußmannes. Mit Scharfblick hatte der nur 12 pGt. Dividenden ziehende Attionäre hat, müßte einen mit den Ausführungen des Vorredners, der ebenso wie er aus felbe fofort erkannt, daß die von den freundlichen Hausbewohnern solchen Schritt zur Besserung der Lage unserer unglücklichen Ar dem praktischen Leben heraus die Sache beurtheile. gebrauchte Methode nicht ganz die richtige sei. Er wandte nicht beitsbrüder er mit der Kouponscheere beschäftigten- mit Auf Antrag Ridert werden alle auf die Steuererklärung Freundlichkeit gegen die Erkrankte an, vielmehr fand er es richtiger, Freuden begrüßen. Lezüglichen Paragraphen( 24-30) gemeinsam berathen und hiermit diefelbe barfch anzufahren, und befahl ihr, sich schleunigst auch verbunden die Berathung des Antrags von Hammerstein, aut entfernen, wäre sie binnen fünf Minuten nicht von Aus Reinickendorf wird uns geschrieben: In der Reividen welcher in vier neuen Paragraphen,$$ 30 a 30 b, 30 c bannen, fie nach der Charitee bringen. Dorferstraße 46 wohnt bei seiner Mutter der Arbeiter H. 2. D uno 30 a, betimmen will, daß beim Zode eines Gintommen- Der gute Mann fagte sich, der Frau fehle nichts weiter als ein felbe hatte seinen Austritt aus der Landeskirche angemeldet. Steuerpflichtigen dem Vorsitzenden der Veranlagungskommission wenia Bewegung, und um sie schneller auf die Beine zu bringen, folge beffen erschien neulich ein Herr- nach Aussage der Nach To würde er t n Է h 汇 t 9 D S 81 Ti 21 C baren soll es em pilfsprediger von der Nazareth- Gemeinde ge-| Rosinenstr. 3; Reichstrone, Wilhelmsplatz; Gambrinus- Brauerei; dem vermeintlichen Knick befindliche Tenderbremse gewirkt haben. wesen sein bei der Mutter des 2. der Sohn war auf Spandauer Bock- Brauerei. Alle anderen sind gesperrt! Nun seien verschiedene Versuche angestellt worden, um zu erArbeit und suchte auf die alte Frau einzuwirken, daß sie Die Lokalfommission. J. A.: Gustav Beyer, Schlüterstr. 74 11. mitteln, wie lange ein Zug von der Schwere des in Rede stehenihren Sohn von seinem unseligen Entschluß abbringen den und bei derselben Fahrgeschwindigkeit und bei denselbent Bormöge. Die Mutter, welche die Noth nicht beten, wohl Der Reichsanzeiger" schreibt: aussetzungen, wie sie vom Angeklagten behauptet worden sind, geaber denken gelehrt hatte, lehnte dieses ab, indem Nachdem durch die rechtskräftigen Urtheile des Land- brauchen, um zum Stillstand gebracht zu werden. Man sei fie ausführte, daß es ihrer Meinung nach in einem christlichen gerichts I hierselbst vom 19. April 1890 und des Schöffengerichts I mit einer Geschwindigkeit von 60 Kilometern gefahren, denn der Staate ganz anders aussehen müßte, daß da weit weniger Glend hierselbst vom 3. Januar 1891 gegen die in Budapest erscheinende Berechnung nach könne der Angeklagte auch eine größere Fahrund Noth vorhanden sein müßte, als wie es der Fall ist. Hierauf illustrirte Zeitschrift„ Caviar, pikante und heitere Blätter" Ver geschwindigkeit nicht angewendet haben. Man habe nur die Luftsagte der Diener des Herrn, der doch jedenfalls auch gelernt urtheilungen auf Grund der§§ 41 und 42 des Strafgesetzbuchs bremse bei dem Tender in Thätigkeit gefeht und nach 750 Metern hatte: Liebet Eure Feinde, segnet die Euch fluchen u. f. w." erfolgt sind, wird auf Grund des§ 14 des Gesetzes über die fei der Zug zum Stillstand gebracht worden. Sodann habe man Ich sehe schon, hier ist nichts zu machen, aber wir werden dafür Presse vom 7. Mai 1874( Reichs- Gesezbl. S. 65) die fernere einen Zug nur durch Anwendung von Kontredampf zuin Stehen forgen, daß solche Leute keine Arbeit bekommen!" und mit den Verbreitung dieser Druckschrift auf die Dauer von zwei Jahren gebracht, hierbei seien etwa 950 Meter Schienenstrecke zurückgelegt Worten: Wieder ein Braten für die Hölle!" ging er zur Thür hierdurch verboten. worden. Wenn der Angeklagte also, wie er angiebt, bei der hinaus. Der würdige Herr hätte jedenfalls, wenn es in seiner Hoffentlich bessert sich der„ Caviar" in den zwei Jahren. Brücke an der Workstraße gebremst und dann Kontredampf geMacht gestanden hätte, den sündigen L. schon hier auf Erden in Polizeibericht. In der Nacht zum 15. d. Mts. fiel ein geben haben will, so müßte der Zug noch vor der Einfahrt in Mittelalter viel tausend Mal gethan haben. einen Braten verwandelt, wie es ja die würdigen Herren im Mann in der Trunkenheit von der nach dem Erdgeschoß des die Halle gestanden haben. Das Gesammturtheil des Gutachtens Hinterhauses Streligerstr. 24 führenden Treppe auf das Pflaster des Sachverständigen geht dahin, daß der Angeklagte nicht bei Die Verbreiterung der Gertraudtenstraße, der Straße des Hofes und erlitt einen Schädelbruch, an bessen Folgen er am der vorgeschriebenen Stelle, sondern erst viel später die Bremse Am Spittelmarkt, sowie eines Theils der Breiten- und der Abend verstarb. Am 16. d. M. Abends erlitt ein zweijähriger gezogen hat und daß dadurch das Unglück entstanden ist. Der zweite Sachverständige, Eisenbahndirektor Callam, ist Scharrenstraße ist von dem Ausschusse, welchen die Stadt- Knabe in der Wohnung seiner Eltern, Liebenwalderstr. 5, so der Ansicht, daß keinerlei Grund für den Angeklagten vorlag, verordneten- Bersammlung zur Vorberathung dieser Angelegenheit schwere Brandwunden am ganzen Körper, daß er nach dem den Stopf zu verlieren. Augenscheinlich habe derselbe in dem eingesetzt hat, einstimmig nach dem Projekt des Magistrats an- Raiser Friedrich- Krankenhause gebracht werden mußte. Der genommen worden. Danach soll die Baufluchtlinie auf der Nord- Knabe hatte sich mit seinem älteren Bruder kurze Zeit ohne Auf- Bestreben, die verlorene Zeit einzuholen, zu viel gethan. Als er feite der Gertraudtenstraße zwischen Breitestraße und Gertraudten- ficht in der Küche befunden und vermuthlich die Aschthür der bemerkte, daß die Carpenterbremse versagte, hätte er sämmtliche brücke und die Baufluchtlinie auf der Nord- und Südseite der Rochmaschine geöffnet, wobei seine Kleider durch herausfallende übrigen ihm zu Gebote stehenden Mittel anwenden müssen, um Straße Am Spittelmartt" so abgeändert werden, daß eine glühende Kohlen in Brand geriethen. Am 17. b. M., Vormittags den Bug zum Stehen zu bringen. Ein Kollege des Angeschuldigten, der Lokomotivführer RettStraßenbreite von 22 Metern erzielt wird. In Verbindung hier- wurde in dem Lichtschacht eines Kellerfenster des Hauses Schönmit soll die östliche Bauflucht der Breitenstraße für die Grund- Haufer Allee Nr. 172A die Seiche eines neugeborenen Kindes mann, hält es für sehr schwer, jest angeben zu sollen, was er in stücke 22 und 21 und die fübliche Baufluchtlinie der Scharrnstraße aufgefunden. Nachmittags entstand in der Wohnung des der Lage des Angeklagten gethan haben würde. Gr meint, daß für das Grundstück 23 soweit zurückgelegt werden, daß erstere Kaufmanns Broßmann, Höchsteftr. 21, ein Brand, welcher von derselbe im Wesentlichen forrett gehandelt, aber die Wirkung der Möglicherweise würde ein Straße eine Breite von ebenfalls 22 Metern und letztere eine der Feuerwehr bald gelöscht wurde. Da in zwei Zimmern die Tenderbremse überschätzt habe. folche von 11 Metern an der betreffenden Stelle erhält. Durch Bolstersachen, Teppiche 2c. mit Petroleum besprengt waren und von dem Lokomotivführer gegebenes Mothsignal bei dem Abänderung der Ecke Breitestraße- Gertraudtenstraße, an der das Dienstmädchen Barnack, welches furze Zeit allein in der vor der Halle herrschenden Verkehr von Zügen für den Bremser verloren gegangen sein. Kettmann bestreitet, daß der Zug Ecke der Roßstraße würde dort eine Breite von 22 Metern ent- Wohnung gewesen war, sich heimlich entfernt hatte, lag der Ver- noch rechtzeitig zum Salten gebracht werden konnte, nachdem stehen. dacht der Brandstiftung vor. Das Mädchen wurde gegen Abend auf dem Boden des Nebenhauses, Höchftestr. 22, aufgefunden und bei der Yorkstraße festgestellt wurde, daß die Carpenterbremse gestand ein, das Feuer vorfäglich angelegt zu haben, um sich an versagte. Die Wirkung der Bremse trete erst etwa 6 Sekunden feiner Herrschaft zu rächen. Abends geriethen in der Wohnung später ein, nachdem der Hebel in Bewegung gefekt wird. bes Tafeldeckers Starcks, Prenzlauer Allee 123, Kleidungsstücke, Lokomotivführer Arnold hat mehrfach die Erfahrung geVorhänge 2c. in Brand. Hierbei erlitt die Ghefrau Brand macht, daß die Garpenterbremse versagte. In einem solchen Falle wunden an den Händen, welche von den Feuerwehr- Mannschaften habe er die Nothpfeise gezogen und dadurch die Handbremsen zur verbunden wurden. Außerdem fanden am 17. b. m, und an Anwendung bringen lassen, wofür er sich aber eine Rüge zudem darauf folgenden Morgen noch drei kleine Brände statt. gezogen habe. Ein anderer Lokomotivführer hat es ebenfalls für feine Pflicht gehalten, die Nothpfeife zu ziehen, als er beim Einfahren mit einem Zuge von der Carpenterbremse keine Wirkung verspürte. 0 Gerichts- Beitung. N Dr. med. Jung hat den Angeklagten in der Krankheit behandelt, von der derfelbe nach dem Unfalle befallen wurde. Rümmel sei infolge desselben in einer hochgradigen Erregung gewesen und fein ganzes Nervensystem erschüttert worden. Der Zustand des Kammerdieners Warnicke, des jüngsten Opfers, an welchem Graf Kleist von Loß seiner Fäufte Kraft er probt hat, ist immer noch besorgnißerregend. Wernicke hat in der Nacht zum Dienstag lebhaft phantafirt; auch am geftrigen Tage litt er noch sehr unter großer Benommenheit des Kopfes und hatte heftige Schmerzen, besonders an dem Ohr, welches der Hauptschlag des Grafen getroffen hatte. Am geftrigen Spätnach mittage erschien ein Kriminal- Schuhmann in der Wohnung der Frau Stenz, bei welcher sich Warnicke noch befindet, und nahm ein Verhör mit dem Diener vor. Das Verhör, bei welchem der Kranke den ganzen Vorfall wieder rekapituliren mußte, hatte den unglücklichen Menschen auf's Neue in hohem Grade aufgeregt. Frau Stenz, welche bisher den Vertretern der Zeitungen gegenüber recht mittheilsam war, hat ihr Verhalten seit gestern geändert. Eine Anklage wegen Gefährdung eines Eisenbahn Auf Befragen des Vertheidigers muß der Eisenbahn- Direktor Der Börs. Cour." schreibt: Wie sie unserem Berichterstatter mit- Transports beschäftigte gestern die erste Strafkammer des Landtheilte, hat ihr der Herr Polizeilieutenant es verboten", noch gerichts I. in längerer Sigung. Es handelte sich um einen Bord zugeben, daß das Verhalten der drei Bremser, welche den weitere Auskünfte zu ertheilen. Frau Stenz, eine einfache Frau, Unglücksfall, der am Abend des 9. September v. J. auf dem Bug begleiteten, als ein ganz vorwurfsfreies nicht zu bezeichnen ist dadurch eingeschüchtert worden. Wir möchten fragen, auf Anhalter Bahnhofe stattfand und durch die große Gefahr, fei. Dieselben mußten ebenfalls wissen, daß an der Yorkbrücke Grund welcher Befugnisse hatte der Polizeilieutenant das Recht, der eine große Menge Fahrgäste ausgesetzt war, bedeutendes Auf gebremst wurde und es mußte ihnen auffallen, daß die Karpenterein solches Verbot zu erlaffen? Die Presse würde sich wahrlich sehen erregte. An dem genannten Abende fuhr der fahrplan- bremse nicht wirkte. Stach geschlossener Beweisaufnahme führte Staatsanwalt mit dem gräflichen Rowdy nicht weiter beschäftigen, wenn nicht mäßige Personenzug Dresden Röderau Berlin mit einer Verein öffentliches Intereffe dabei vorhanden wäre. Man darf ge- spätung von 11 Minuten um 11 Uhr 16 Minuten in den Anhalter Dr. Oppermann aus, daß der Angeklagte in dem Bestreben, mögspannt darauf sein, ob die Staatsanwaltschaft eine Anzeige Bahnhof ein. Die auf dem Bahnsteig anwesenden Personen lichst viel Zeit zu sparen, und in der Voraussetzung, daß die ist bei ihr bisher nicht erfolgt gegen den Grafen Kleist ex wurden von Entsehen ergriffen, der Bug fuhr mit ziemlicher Garpenterbremse ihre Schuldigkeit thun würde, erst so spät geofficio einschreiten wird. Herr Warnicke wird aber jedenfalls Fahrgeschwindigkeit in die Halle ein. Vergebens machten die bremst habe, daß er den Zug nicht mehr rechtzeitig zum Stehen als Kläger auftreten, seine Kündigung hat er dem Grafen bereits Bahnhofsbeamten durch Handbewegungen und Schwenten mit bringen fonnte, als die letztere Voraussehung nicht eintraf. Auf übermitteln lassen. In Ergänzung unserer Mittheilung ist noch den Müzen den Lokomotivführer auf die Gefahr aufmerksam, das einfachste Mittel, die Nothpfeife zu ziehen, fei der zu berichten, daß Graf Kleist von einem Schuhmann nach der der Letztere bog sich über die Maschine hinaus und zeigte Angeklagte nicht gekommen und dies sei der Vorwurf, Polizeiwache geführt werden sollte, aber von diesem schon auf durch verzweiflungsvolle Geberden an, daß er außer Stande der ihm zu machen sei. Er habe aber den Muth gezeigt, auf dem Flur des Hauses auf Grund seiner Legitimationen entlassen sei, etwas zu thun. Der dem Führer beigegebene Heizer der durchgehenden Maschine auszuharren und sein Leben aufs worden ist. rettete sich durch einen Sprung von der Maschine auf Spiel zu sehen, er fei 16 Jahre hindurch ein pflichttreuer Der edle Graf selbst befindet sich nicht mehr auf freiem Fuß, den Bahnsteig. Im nächsten Augenblicke erfolgte die Katastrophe. und gewissenhafter Beamter gewesen und bei der Strafabmessung fondern ist gestern zunächst nach dem Polizei Arrest am Zunächst rannte der Zug gegen den Prellbock. Der mächtige sei das besonders zu berücksichtigen. Er beantrage eine Woche Alexanderplatz übergeführt worden. Dem Vernehmen nach ist Balken brach unmittelbar über den am Boden mit gewaltigen Gefängniß. jedoch ein neues strafrechtliches Verfahren gegen ihn nicht einge Schrauben und Klammern bewerkstelligten Befestigungen ab und Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Halle, führte dagegen aus, feitet worden, feine Festnahme ist vielmehr nur wegen Mißflog zur Seite. Ein eisernes Gitter von über Daumenstärke daß der Eisenbahntransport schon gefährdet war, als er das brauchs der ihm durch den Urlaub gewährten persönlichen Frei wurde wie dünner Draht zu Boden geriffen, der Bug nahm Bersagen der Carpenterbremse bemerkte und es handle sich nur heit erfolgt. Es wäre auch zu schade! feinen Weg über den Bahnsteig, in den Fliesen tiefe Eindrücke um die Frage, ob der Angeklagte noch mehr hätte thun können, erzeugend und dann rannte die Lokomotive gegen die Sandstein- um die ohne sein Verschulden entstandene Gefahr abzuwenden. Fräulein Leopold." Von denjenigen Frauenspersonen, pfeiler des Gebäudes, in welchem sie ebenfalls schwere Ver Sollte der Angeklagte aber wirklich eine Maßregel versäumt haben, welche in den Abendstunden die Berliner Bahnhöfe zu um- wüstungen anrichtete. Der Zug bestand aus Lokomotive nebst so müsse man doch die Lage bedenken, in der er sich befand. Er schwärmen pflegen, um ankommende Geldonkels vom Pfade der Tender, zwei Gepäckwagen und sieben Personenwagen. Die habe doch während der wenigen Sekunden mit beiden Händen Tugend abzulocken und bei günstiger Gelegenheit zu bestehlen, ist Gepäckwagen schoben sich ineinander, die in den Per gearbeitet und feine dritte Hand zur Verfügung gehabt, um damit eine der gefährlichsten soeben der Polizei in die Hände gefallen. sonenwagen befindlichen Fahrgäste famen glücklicherweise das Signal zu geben. Schließlich hätten die Bremser welche Am Sonnabend kam ein fremder Landwirth mit der Schlesischen mit leichten Püffen und großem Schrecken Die der Gerichtshof wegen Verdachts einer Mitschuld nicht hatte Bahn hier an, der in einem Fremdenlogis am Küftriner Platz Schuld an diesem Unglücksfall wird dem Lokomotivführer vereidet auch ohne besonderes Signal Signal die Einkehr halten wollte. In der Nähe des Plazes gesellte sich zu Bernhard Kümmel zugeschrieben, der den verhängnißvollen ihnen Bur Verfügung stehenden stehenden Handbremsen anziehen ihm ein Frauenzimmer, welches so nett und schmuck war, daß Bug fuhr. Der Beschuldigte will voll und ganz seine Pflicht ge- tönnen. Der Vertheidiger bat um Freisprechung, eventuell um das fich der Fremde verlocken ließ, mit ihr in einen dunklen Hausflur than haben und hat durch seinen Wertheidiger, R.-A. Salle, gulässig niedrigste Strafmaß- einen Tag Gefängniß. au treten. Als Beide dort plauderten, ertönten plöglich Schritte einen umfangreichen Entlastungsbeweis angetreten. Er ist seit Der Gerichtshof nahm an, daß die Carpenterbremse Mangel auf bem Trottoir, scheinbar im höchsten Grade erschreckt 16 Jahren Lokomotivführer und hat zumeist die Strecke Dresden gezeigt und nicht funktionirt hatte. Aber der Angeklagte habe sich rief das Frauenzimmer:" Herr Gott! da kommt ein Schuh- Röderau- Berlin und zurück befahren. Am 9. September v. 3. burch einer Pflichtvergessenheit schuldig gemacht, daß er nicht die mann!" und fort war fie. Instinktiv griff der Fremde hatte er nach seiner Angabe den Zug in Röderau mit 20 Minuten Nothpfeife zog. Durch das Versagen der Carpenterbremse sei nach seiner Geldtasche, die er einem Riemen über Berspätung übernommen. Es war feine Verpflichtung, von der eine Transportgefährdung noch nicht als vorliegend erachtet der Schulter unter dein Ueberzieher trug, dieselbe verlorenen Zeit soviel wie möglich einzuholen. Er fuhr deshalb worden. Die Gefahr entstand erst, als es unterlassen wurde, die war verschwunden. Da sich in derfelben 5-600 W. Papier mit einer Geschwindigkeit von 68 Rilometern pro Stunde, bei Nothbremsen zur Anwendung zu bringen. Der Angeklagte geld befanden, so rannte ihr der Fremde eiligst nach und schrie: Personenzügen darf indessen die Fahrgeschwindigkeit bis 75 Kilo- mußte bestraft werden, aber es feien viele Milderungsgründe zu Saltet die Diebin!" Gin aus seinem Geschäft heimkehrender meter die Stunde erhöht werden. Bis Luckenwalde hat der Bug berücksichtigen und besonders boch sei es ihm angerechnet worden, Kellner hielt die Flüchtige auf, Menschen sammelten sich alsbald eine Minute und von dort bis Berlin 8 Minuten eingeholt. daß er Angesichts der Gefahr, unter den Trümmern begraben zu an und bald war auch ein Schuhmann mit einem Nachtwächter Trotzdem die Strecke von Jüterbog bis Luckenwalde Gefälle werden, muthig auf seinem Posten ausharrte. die Karpenterbremse vor Luckenwalde noch so Das Urtheil lautete auf die niedrigste Strafe zur Stelle. Die gestohlene Tasche wurde bei der Frauensperson hat, hat die Karpenterbremse nicht vorgefunden, als man aber den zurückgelegten Weg abfuchte, richtig funttionirt, daß der Zug auf dem bortigen Bahn- Tag Gefängniß. fand sich die Tasche im Rinnstein, diefelbe war jedoch geöffnet hofe an der richtigen Stelle hielt. Nach der Instruction hat Heine Lente. Der Ruder- und Segelsport giebt den Verund leer. Auf dem Polizeibureau nannte sich die Ergriffene ber Lokomotivführer bei der Einfahrt nach Berlin an ber Fräulein Leopold", von dem Gelde wurde bei ihr nichts ge- 1400 Meter vom Anhalter Bahnhofe befindlichen Kolonnenbrücke tretern der gebildeten" Stände häufig Veranlaffung zu luftigen funden, so daß angenommen werden muß, daß sich unter den oder der gleich darauf folgenden Brücke an der Vorkstraße zu Abenteuern mit jungen Damen, welche nach ihrer Weinmen angesammelten Menschen ihr Zuhälter befunden hat und daß es bremsen. Der Angeklagte that dies bei der lettgenannten Brücke. barmlos", sind von den betreffenden Damen aber, als das was sie ihr gelungen ist, diesem die Geldscheine in dem Wirrwarr zugu zu seinem Schrecken bemerkte er, daß die Garpenterbremse nicht sind, nämlich als Rohheiten aufgefaßt werden. Der seltene Fall, tecken. Als die Diebin der Kriminalpolizei zugeführt wurde, er wirkte, sondern der Zug mit unverminderter Schnelligkeit dahin- daß solche Sachen zur Anzeige gebracht werden, führte die Ge tannte man sie als die Frau des Buchbinders Paul Espenhahn, fuhr. Im nächsten Augenblick waren wieder 800 Wieter durchbrüder Albert und Eugen Börngen, sowie den Kandidaten ver Auguste, geb. Leopold, besjenigen berüchtigten Ginbrechers, der messen. Der Angeklagte gab Kontredampf mit der rechten Hand, Theologie und Philologie E. Holland vor die Schranken ber mit der linken fette er die Maschine in Bewegung, welche durch 1. Straffammer des Landgerichts II. Von den Angeklagten ist erst kürzlich zu acht Jahren Zuchthaus verurtheilt wurde. Gin- und Herschieben eines Sebels einen Sandregen auf die der Zweite nicht erschienen und wird daher nur gegen Albert Werthvolle, zum Theil unerschliche Postmarken sind Schienen ergießt und dadurch die Fahrgeschwindigkeit etwas Börngen und Holland verhandelt. Im Juli v. J. wollten die gestern zwischen 11 Uhr Vormittags und 1 Uhr Nachmittags aus ermäßigt. Hierdurch gelang es, den Zug so welt au Genannten mit ihrem Segelboote auf dem Genthiner See sich Nach Ansicht der Sach- vergnügen, mußten aber, da vollständige Windstille herrschte, die dem Postmuseum gestohlen. Unter den gestohlenen Marken be- hemmen, wie es geschehen ist. finden sich solche aus Gwalior( Indien), Neu- Schottland, Ve- verständigen hätte der Bug bei voller Fahrgeschwindigkeit Ruber in Gebrauch nehmen. An einer flachen Stelle am Ufer nezuela, Chile, Peru und Seeland. Die Warten, vor deren An- die Mauer der Halle durchbrechen müssen und das Unglück blieb eins der Ruder im Schlamm stecken. Zwei jungen Damen, tauf Händler und Liebhaber gewarnt werden, repräsentiren einen wäre unabsehbar gewefen. Die Anflage macht nun dem Lokomotiv- in einem Ruberboot fitzend, zogen auf eine Aufforderung von Beuten, Werth von 2000 m. führer den Vorwurf, daß er verfäumt hat, die Nothpfeife zu welche am Ufer standen, das Ruder aus dem Schlamm, ruderten dem In an davon. einen Im nenen Kurs. ziehen. Die meiſten Züge find außer der Carpenterbremse mit Segelboot nach und gaben den Herren bas Ruder zurüid. I'm In einer Buchhandlung in der der früher allgemein üblichen und allein gebrauchten Handbremsen- dieser Gefälligkeit, zu welcher die Damen nach Meinung der Reinickendorferstraße wurden gestern Mittag durch die Polizei 61 Borrichtung versehen. Auf dem in Rede stehenden Zuge befanden Herren nicht aufgefordert waren, erblickten die Angeklagten eine verschiedene Hefte von Corvin's Pfaffenspiegel( Berth 18,80 M.) ich drei Sandbremsen, welche nicht in Thätigkeit gefeßt worden gewisse indirekte Aufforderung, fich einen der oben gedachten abgeholt, weil die 6. und 7. Auflage gleichlautend sind. Die sind, weil der Angeklagte versäumt hat, das Signal hierzu zu Scherze" erlauben zu fönnen und banden das Boot der Damen 6. Auflage ist aber nicht verboten. geben. Er entschuldigt sich mit der Kopflosigkeit; bei der an dem ihrigen fest. Die Damen baten mehrmals, fie los zu Dem Verdienst seine Lotterie- Kollekte. Der Nachfolger orohenden plöglichen Gefahr sei ihm der Gebante um so weniger laffen. Die Herren achteten auf die Bitten nicht nur nicht, Des ermordeten Polizeiraths Stumpf in Frankfurt St., gekommen, weil er nur alle acht Tage einen Zug zu führen sondern erlaubten sich Redensarten, deren Grörterung int zurückgezogen und eine Lotterie- Rollefte bekommen. Hade sich vom Staatsdiensi hatte, der mit Handbremsen versehen war. Der Angeklagte ist ausschluß der Deffentlichkeit stattfinden mußte. ter der Ansicht, daß die Röhrenleitung, welche zum Zwecke des Bremsens diesem Thatbestand erblickt der Gerichtshof eine Freiheitsdie Lokomotive mit dem Schlußivagen verbindet, einen Defeft er- beraubung, und verurtheilt den ersten Angeklagten, mit 218 Charlottenburg geht uns Folgendes zur Veröffent- litten hat. Unter dem sächsischen Wagen müffe die Gumurtleitung, Rücksicht auf die Rohheiten, die sich derselbe den wehrlosen jungen lung au: Parteigen Charlottenburgs! 3hr Alle wipt, welche die einzelnen Rohre mit einander verbindet, einen Stnid Mädchen gegenüber hat zu Schulden tommen lassen, 1 e ingen und man von allen Geiten fucht, unsere Reihen zu durchbrechen erhalten haben und dadurch die Thätigkeit der Karpenter: Monat Gefängniß. Der zweite Angeklagte wird iceiGuch fere Beſchlüſſe illufori, machen; barum erinnern wir Bremise aufgehoben worden sein. Dieser Ansicht widersprach der gesprochen. Diese Einrichtung sei Mirthen, bei denen die bekannten Arbeiterblätter ausliegen, und Beschreibung der Karpenterbremse. Euch wiederum an Euer Pflichtgefühl, daß Ihr denjenigen Gifenbahn- Direktor Bordt. Der Sachverständige gab zunächst eine denjenigen, welche thre Säle unentgeltlich zu allen Versammlungen Störungen unterworfen, wie sie jede Maschine ausgesetzt sei, die Berhandlungen mit dem Wirth von Bismardshöhe stehen uns dafür gegeben, daß die Leitung einen Mangel erlitten habe. hergebent, mehr Aufmerksamkeit schenkt. Nach den gestrigen forgfältig geleitete Untersuchung habe aber keine Anhaltspunkte Versammlungen. Eine Versammlung der golder, Vergolderinnen und Berufegelen tage vers kombinirten von Staffenangelegenheit. • straße 48. Rauchflub ,, Desimal- Waage", Abends 9 Uhr bei Jnsinger, Krauts. Rauchflub ernspize", Abends 8% Uhr bei A. Böhl, Rüders Rauchtlub Collegia", Abends 9 Uhr, in Spengler's Wirths Rauchflub Vorwärts", Abends 9 Uhr, bei Tempel, Antwort wird nicht ertheilt. K. R. 57. Ein Arbeitsbuch muß man bis zum vollendeten 18. Jahre haben. W. 10. Sie können den Vater nur verklagen, wenn Sie beweisen, daß Sie das Geld dem Sohne zur Bestreitung seiner unentbehrlichen Bedürfnisse geliehen haben. A. M., Chausseestr. 78. Wenden Sie sich an die MilitärP. K. 123. Männer bedürfen zur Verheirathung der ZuStimmung des Vaters bis zum zurückgelegten 25. Jahre. Wenn der Vater die Zustimmung ohne gerechtfertigten Grund vers weigert, so kann der Sohn, sofern er das 21. Lebensjahr erreicht, beim Landgerichte des Ortes, an welchem der Vater wohnt, diesen auf Ertheilung der Genehmigung verklagen. tag, den 12. d. M., unter Vorsts vom Kollegen Mehring. Roll.| Resolution wurde angenommen: Die heutige öffentliche SteinNiebergall berichtete, daß gegenwärtig 23 Streifende mit megversammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Refe- borferstr. 8. 14 Kindern und 2 Gemaßregelte zu unterstützen seien, und es renten einverstanden, sie protestirt gegen jeden Versuch, das haus, Staligerstr. 41. nicht ausgeschlossen ist, daß in Bälde noch mehr Kollegen ge- Koalitionsrecht der Arbeiter durch Bestrafung des sogenannten Breslauerstr. 27. zwungen werden, die Arbeit nieder zu legen; ferner bemerkte er, Kontraktbruchs zu verkürzen. Am Schluß wurde zu regerer daß die Fabrikanten trotz ihrer Versprechungen die schwarzen Betheiligung an der diesjährigen Statistik aufgefordert. Listen nicht mehr zu handhaben, jetzt wieder eine im Umlauf Briefkaffen der Redaktion. Steinmetzen. Bei unserer am 8. d. Mts. abgehaltenen setzen und nicht weniger als 14 Kollegen darauf verzeichnet sind. Am 10. Februar fand eine Versammlung der Goldleisten- Könige Monatsversammlung wurde laut Jahresbericht festgestellt, daß Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich Berlins statt, in welcher dieselben den Beschluß gefaßt haben, den die Zahl der Mitglieder von 56 auf 380 im Laufe des Jahres P. Charlottenburg. 1. Sie können den Vater des Mädchens Preis für Kanten auf den alten Tarifsatz herab zu sehen und die gestiegen ist. Für Kollekten sind 368 M. 5 Pf. aufgebracht streifenden Ruthenbergschen Arbeiter aufzufordern, innerhalb acht worden. Bestand der Vereinskasse am 1. September 223 M. 90 Pf. nur verklagen, wenn Sie, z. B. durch Eid, nachweisen, daß das Tagen die Arbeit aufzunehmen, widrigenfalls sämmtliche Fabriken Einnahme 158 M. 50 Pf.= 382 M. 40 Pf. Ausgabe 226 M. 50 Pf. Mädchen den Auftrag zur Entnahme der Waaren von Vater oder gesperrt würden. Trotzdem die Fabrikanten in der damaligen bleibt Bestand 155 M. 90 Pf. Für Zugereiste wurden insgesammt Mutter erhalten hat, oder daß die Waaren für den elterlichen Lebhaft wurde die Lohndrückerei Haushalt verwendet sind. 2. Ist Beides nicht der Fall, so könnten Versammlung bei Aufschlag 129 M. 50 Pf. ausgegeben. Scheffer den 25 pet. respektive 15 pGt. anerkannt haben, und einiger Meister beklagt, die 4 M. 80 Pf. bis 5 M. 40 Pf. Lohn Sie das Mädchen wegen Betruges bei der Staatsanwaltschaft ein Herr Adolf Wertmeister sagte, den Versilberern thut so zahlten, während sie 12 M. pro Arbeiter und Tag vergütigt anzeigen. ein Aufschlag wirklich noth, scheuen sich die Herren der Fabri- bekommen. fantenvereinigung, dessen Vorsitzender Herr Ad. Werkmeister ist, Große öffentliche Versammlung für Männer und Frauen am nicht, jezt den niedrigen Lohn der Arbeiter noch mehr zu kürzen. Sonntag, den 22. Februar cr., Nachm. 6½ Uhr, in der„ Neuen Welt"( Hafen= Der Referent verlas noch ein Schriftstück, welches in einigen haide). Tagesordnung: 1. Ist die heutige Ausbeutung der menschlichen ArbeitsFirmen ausgelegt wurde, und richtete an Alle den Appell, sich fraft durch das Kapital ein Kulturfortschritt? Referent: Wilhelm Schweizer. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. F. H. Die Kündigung ist zwar verspätet; Sie müssen dievon den ohnehin färglichen Löhnen nichts abziehen zu lassen. Zentral- Krankenkasse der deutschen Schmiede. Mitglieder- VersammDies Schriftstück besagt, daß Herr R. nur eine Herabsetzung der lung am Donnerstag, den 19. Februar, Abends 8½ Uhr, bei Hoffmann, Raiser- felbe aber gelten lassen, wenn Sie nicht innerhalb acht Zagen Preise auf Barockfanten von 3 3oll abwärts einführen wollte. ftraße 4. Tagesordnung: Vorschläge für Kandidaten zur Generalversammlung. nach Empfang gegen dieselbe protestirt haben. Arbeiter Bildungsverein für Friedrichsfelde und Umgegend. In Anbetracht der schlechten Verhältnisse sei beschlossen, 65 Pf. für Halbstäbe, Hohlkehlen und Platten und 70 Pf. für Rundstäbe Bersammlung am Donnerstag, den 19. Februar, Abends 8 Uhr, bei Momber, Pensionskasse. inkl. Aufschlag zu zahlen. Sollte die Arbeit zu diesen Be- Wilhelmstr. 10. Gäſte haben Zutritt. Berein der Modelleure und Gipsbildhauer. Donnerstag, den 19. d., dingungen nicht aufgenommen werden, so sollten am Sonnabend, Abends 8% Uhr, bei Norbert( früher May), Beuthstraße Nr. 22, Bersammlung. den 21. d. M., sämmtliche Gehilfen und Mädchen entlassen werden. Tagesordnung: 1. Vorlesung des Kollegen Barduhn über das Alters- und Unterzeichnet war das Schriftstück von der Vereinigung der Berliner Invaliditätsgeset". 2. Geſchäftliches. 3. Verschiedenes. Berliner Naturheilverein 2. Heute, Donnerstag, den 19. Februar cr., Goldleisten- Fabrikanten und war mit 13 Unterschriften versehen. abends 8% Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstraße Nr. 75: Bortrag des Herrn In der darauf folgenden Debatte sprachen sich alle dahingehend Griebel aus Meran über:" Gegen das Kochmittel" Gäfte, Damen wie W. N., Weberstraße. Die Marken zur Invaliditätsaus, daß, das jetzige Vorgehen der Fabrikanten im höchsten Herren, willkommen. Lese- und Diskutirklubs. Donnerstag. Freiheit", Abends Grade zu verurtheilen sei. Ferner bemerkte Redner, daß die 8 Uhr, Naunynſtr. 86 bei Zubeil. Gäste tönnen durch Mitglieder eingeführt Versicherung müssen stets fortlaufend eingeklebt werden. Ist Einigkeit in der Fabrikantenvereinigung sehr ins Schwanken ge- werden. Verein Voltsbildung"( Männer und Frauen) Abends 9 uhr, der Arbeiter eine ganze Woche ohne Arbeit, so braucht für diese Lese- und Diskutirklub rathen sei und ein Mitglied derselben, im Fall seine Kollegen im Restaurant Nürnberg, Schönhauser Allee 28. ihn in seinem Vorhaben nicht unterstüßten, den monatach Auf" Nachm. 3 Uhr, in der Gr. Frankfurterstr. 99, Frankfurter Bier- Woche nicht geklebt zu werden, aber es darf nicht ein Play in Wahrheit, Markusstr. 31. Abends 8 Uhr, der Quittungskarte freigelassen werden. G. B. 25. 1. Wir können Ihnen an dieser Stelle nicht die lichen Beitrag von 3 M. seit Bestehen der Vereinigung zurück verlangt aiserstr. 4, bet Hoffmann.-Auftlärung", Abends 8% Uhr, in Heindorfs " eine" in Rigdorf, Ece Bedeutung eines Fideikommisses auseinander sehen. Die Haupthabe. Im Uebrigen wurde noch von einem Kollegen ausgeführt, Restaurant, Langestr. 70. Gäste willkommen. Knesebeck und Hermannstraße, Restaurant Beyler. daß die Großfabrikanten dahingehend zusammenwirken, ein paar neue Zeit", 8 Uhr, Boyenstr. 40. Gäste haben Zutritt. Süd- Ost", sache ist, daß ein Fideikommiß stets ungetheilt auf den betreffenFirmen und zwar Neumann u. Henig und Ruthenberg zu vernichten, 8 Uhr bei Toltsdorf, Görlitzerstr. 58. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, den Erbberechtigten übergeht, und daß der jeweilige Eigenthümer um ein Paar leistungsfähige Konkurrenten weniger zu haben, und der haben Zutritt. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Donnerstag Abends nur über die Einkünfte, nicht über die Substanz selbst verfügen fann. 2. Dagegen wäre höchstens eine Beschwerde beim OberAnfang ist darin schon gemacht. Folgende Resolutionen wurden 9 Uhr, Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder.„ Seeger'scher angenommen: Gesangverein", Blumenstraße 46 bei Wendt. Uebungsstunde von 9 bis präsidenten möglich, welche aber kaum Erfolg haben würde. Gesangverein Ginigteit"( Hutmacher), LinienJ. D. 52. 1. Der Zigarren- respektive 20031. Die Farbigmacher, Barockvergolder, Bersilberer, Ver- 11 Uhr. Gesangverein Edelweiß" Melchiorstraße 15 golderinnen 2c. erklären, für den Fall, daß eine Sperrung der Straße 73 bei Roth. Gefangverein Echo 2" Alte Schönhauserstraße händler hatte kein Recht, von Ihnen, nachdem Sie in der dritten Fabriken nicht stattfindet, mit den Barock- Kantenarbeitern sich Nr. 42 bei Reimann. Gesangverein Frühlingsluft", Flottwell Klasse mit einem Freiloos herausgekommen waren, noch eine Männerchor ,, St. Urban", Annenstraße 9 bei solidarisch zu erklären und in keinem Fall die Arbeiten der Straße 5 bet Bartels. Nachzahlung zu verlangen. Nachdem Sie aber solche geleistet Männergesangverein Bora r", Admiralstr. 38 bei Bülow. Barock- Kantenmacher, auch nicht für den alten Preis anzunehmen. Gesangverein ,, Kornblume", Blumenstr. 54 bei Wuttre. Gefangverein haben, steht Ihnen kein Recht auf Rückforderung zu. 2. Ein 2. Die heutige Versammlung der Vergolder 2c. erklärt, von Hand in hand", Staligerstr. 142 bet Greiser. Gesangverein ,, Dorf: Testament braucht man nicht bei Gericht zu Protokoll zu diktiren, sondern kann solches auch verschlossen dem Gericht überreichen. unseren bisher bestehenden Akkordpreisen feinen Deut abzugehen glödlein" Deutsch- Willmersdorf, Berlinerstr. 40 bei Pietsch. verein des ,, Tischlerverbandes" in Steglig, Restaurant Hildebrand. und allen Angriffen der Fabrikanten energisch zu begegnen. Gesang Immerhin ist ersterer Weg rathsamer, wenn man nicht etwa Gesangverein, armonte", Tempelhof, Restaurant Wesenberg. 3. Die heutige Versammlung der Vergolder 2c. erklärt sich mit verein Weiße Rose", Reinickendorf, Residenz- und Holländerstraßen vorher bei Abfassung des Testaments einen Rechtskundigen zuges Arbeiter- Gesangverein ,, Morgenroth, Rummelsburg, der geübten Praris betreffs unserer Lohnverhältnisse völlig ein- Ecke bei Caro. Gesangverein, Freundschaft" Abends zogen hat. E. K. Lothringerstr. Ihre Frau braucht das neue Kleid verstanden, weist das Anfinnen der profitsüchtigen Unternehmer Göthestraße 9 bei Konrath. 9 Uhr, bei Oswald Berliner, Brunnenstr. 114. Gesangverein Bregel auf energische Weise zurück, und sieht den weiteren Folgen ruhig fchluß" in Sahm's Klubhaus, Annenstrauße Nr. 16. Mufit und der Kundin nicht eher herauszugeben, bis sie den Arbeitslohn Gesangverein aber entschlossen zu; wird die Drohung der Unternehmer zur Gesangverein Firmitas", Adalbertstr. 8 bet Schneider. Gesangverein für dasselbe erhalten hat. Dagegen kann sie wegen des Arbeitslohns für ein früheres Kleid jetzt kein Rückbehaltungsrecht mehr Wahrheit, so werden die Vergolder, Vergolderinnen und Berufs- reuzberger Sarmonie", Lindenstr. 106, bei Boppe. genossen ihr von ihnen nicht provozirtes Schicksal als selbit" Amicitia", Adlershof Bismarckstraße bei Albrecht, wenn die Kundin verheirathet ist, gegen den Mann gerichtet bewußte Arbeiter zu tragen wissen; veranlaßt jedoch die Streit Tub Rüdwärts", Abends 8% Uhr, im Restaurant Boderte, Pallisaden- geltend machen. Eine etwaige Klage seitens Ihrer Frau muß, tommission diese Forderung der Unternehmer mehr denn bisher Straße 47. werden. in die Deffentlichkeit zu bringen, um ihr Gebahren in das richtige Licht zu stellen. " hallen". bei Stehmann. Proz. " " Matur " Gäste willkommen. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Gefang Stat= Lübeck'scher Turnverein, Männer Abtheilung, Abends 8-10 Uhr, Elisabethstr. 57-58, Königstädt. Gymnaſium. Männer- Gesangverein„ Crescendo", Abends 9 Uhr, bei Körting, GneisenauGefelliger Verein„ Regina", Sizung mit Damen, Abends 8% uhr, Im Verschiedenen wurden die Kollegen Niebergall und ftraße 88. Geselliger Club Blau in den Luisenstädt. Bierhallen, Alte Jakobstr. 89. Pfropfenverein Köpnit von den Geschäften der Streiffommission entbunden und veil chen", Abends 9 Uhr bei Förtsch, Stallschreiberstr. 60an dessen Stelle die Kollegen Vogt und Kiefer gewählt. Ein webbing", Abends 8 Uhr bei U. Engel, Müller- und Antonstraßen- Getc. Bergnügungsverein" Caprice", Abends 9 Uhr, Sigung mit Damen im Bergnügungsverein Beil= Antrag, daß Kollege Vogt die Kasse zu verwalten und Ganske Marienbad", Badstr. 35-36, Saal 1 Tr. die schriftlichen Arbeiten zu besorgen hat, wird einstimmig ange- hen", 9% Uhr, Sigung mit Damen bei Sülow, Admiralstraße 38. Gäste will Adonis", bet Heid, Koppen Humoristischer Klub Berein straße Nr. 75. Nach der Sigung Zanz. Gaste willkommen. 9 Abends 98. Gemeindeschule, der uhr, ehemaliger Schüler Rüdersdorferstr. 45. Privattheater Gesellschaftshause Ostend", Gesellschaft" offnung", Abends 8 Uhr, im Klubhaus, Ohmgaffe 2. Gäste willkommen. nommen. tommen. im " Verein ehemaliger Schüler der 23. Gemeinde In einer öffentlichen Steinmetversammlung am 11. d. M. sprach Regierungs- Baumeister Keßler über: Welche Dr ganisation ist die beste für den Handwerker?" Redner empfahl das Vertrauensmännersystem, wie es z. B. bei der sozialdemo- schule. Sigung, Abends 9% Uhr, bei Eaeger, Grüner Weg 29. Berein ehemaliger Schüler der 22. Gemeindeschule bei fratischen Partei Deutschlands bestehe. In der Diskussion Schröder, Steglitzerstr. 18, Gäste willfommen.- Zambourverein ,, Jungferntrans", sprachen sämmtliche Redner im Sinne des Referenten. Folgende weidenweg 12. tommen. Sozialdemokratischer Wahlverein des 1. Berliner Reichstags- Wahlkreises. Freitag, den 20. Februar, Abends präzise 8½ Uhr: Versammlung im Lokale des Herrn Röllig, Neue Friedrichstraße Nr. 44. Tages Ordnung: 343 Der 20. Februar 1890." Rückblicke. Referent: Herr Robert Flatow. Der Vorstand. J. A.: Theodor Metzner. Vereinigung der Schmiede Deutschlands. Zahlstelle Berlin. Freitag, den 20. Februar, Abends 81/2 Uhr: Große Versammlung in Feuerstein's Salon, Alte Jakob- Straße Nr. 75. Zages Ordnung: 1. Die Entwickelung des Sozialismus. Referent: Herr Bruns. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragetasten. Gäste haben Zutritt. Die Ortsverwaltung. 279 Achtung! Klavierarbeiter und verwandte Berufsgenossen! In der Pianoforte Fabrik von Mak& Co. haben die Arbeiter wegen Lohnreduzirung die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist fern zu halten. 185 Die Kommiffion. NB.: Sammellisten können jeden Abend bei Winzer, Naunynstr. 78; bei J. Meyer, Andreasstraße 12, und bei dem Beitragsammler für den Norden W. Neumann, Ackerstr. 133, 2. Hof, im Keller, empfangen und abgegeben werden. Filz- und Seidenhüte ( nur mitArbeiter- Kontrolmarke) neuester Façons in großer Auswahl empfiehlt zu billigen Preisen 1126 Carl Raettig, Das Rechts- Bureau( 401 Masken- Garderobe Fehrbellinerstrasse No. 88, part. links, eines tönigl. preuß. Amtsrichters a. D., Alte Jakobstraße 102, II, erth. gewissenh. Rathu. Hilfe in allen Angelegenheiten. F.Unbemitt. unentgeltlich. Auch Sonntags. Empfehle den Genossen meine verleiht zu den billigsten Preisen 150 J Werner, Solmsstr. 8. Maskenkostüme wegen vorgerückter Saison zu billigsten Leihpreisen 66 L Frankfurter u. Markusstraßen- Ecke. Masken- Garderobe für Herren und Damen. Elegante Kostüme, solide Preise. C. Trolle, Grüner Weg 19, zwischen Kraut- und Markusstr. gr. Lager Berlins Hutmacher, ( vis- a- vis der Apotheke). Bither- Unterricht Kölln. Fischm. 1,111 Musik Juftitut Ritterstraße 19a. Gäste will 147 962. Daß Sie vor 15 Jahren wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt verurtheilt worden sind, ist kein Grund, um Ihnen die Ertheilung der Schanktonzession zu versagen. Die Ronzession kann nur auf den Namen dessen ertheilt werden, welcher das Lokal gemiethet hat. P. K. 100. Das tommt ganz auf die Art der Beschäftigung der verheiratheten Frau an. Frau Pracht. Annonzen sind stets an die Expedition, Beuthstr. 3, zu richten; alle aus einer falschen Adresse entstehender Irrthümer haben sich die Auftraggeber selbst zuzuschreiben. Briefkasten der Expedition. Harms, Charlottenburg. In Ihrem Inserat fehlt dal Datum, wann die Versammlung stattfinden soll. Verlag des ,, Berliner Volksblatt" Berlin SW., Beuthstraße 3. In unserem Verlage erschien soeben: Die Invaliditäts- und AltersVersicherung nach dem Reichsgesetz vom 22.16. 1889 übersichtlich dargestellt. Mit ausführlichem Sachregister. ca. 4 Bogen 80, Preis 20 Pfennige. Das vorliegende Handbuch ist bestimmt, allen an der Alters- und Invaliditäts- Versicherung Betheiligten ein zuverlässiger und unentbehrlicher Rathgeber in allen dabei in Frage kommenden Verhältnissen zu sein. Es ist kein bloßer Kommentar des Gesetzes, sondern eine flare, übersichtliche, gemeinverständliche Darstellung, wie sie allein bei der Komplizirtheit desselben dem Laien von Nutzen sein kann. Ein erschöpfendes S a chregister ermöglicht schnellste und zuverlässigste Orientirung. Vereinen und Wiederverkäufern beim Bezuge von Partien Rabatt. Größtes Berlins Ein Zimmer mit Piano ist noch Kinderwagen. Granienstr. 3, im einige Abende der Woche zu vergeben, Bimmer für Vereine( bis 50 Personen) sind jeden Tag, und zum 14. März Korbgeschäft. ist der Saal zu vergeben. 532b 416 b auch zur Zahlstelle passend, bei[ 557b J. Dornblatt, Meyerbeerstr. 9. v. 2-3 Stuben m. u. Doberstein, Mariannenstr. 31/32. Wohnungen ohne Badez., Balkon, Wohnungen 50-70 Thlr. sofort und Erter, freier Aussicht, z. 1. April zu 57 M verm Friedenstr. 55, Eckhaus. 195 Kinderwagen. Andreas nr. 23, 5.p. 1. April Forsterstraße 51/52. Arbeitsmarkt. T. Vorricht. v. Seiler, Adalbertstr. 8 Wir suchen einen jungen Mann mit flotter Handschrift mit 18 M. Wochen will taufen Aug. Saner, lohn. Zu melden 9-10 Uhr Vorm 100 J Deutsche Hutfabrit, Pappel- Allee 84 18 Lexikon Rüdersdorferstr. 36. Möbel-, Spiegel- u. Polsterwaaren- Magazin on Aug. Herold, SO. 5. Reichenbergerstraße 5. So. Central- Leihhans- Ausverkauf 72, Jägerstr. 72,( wißßen Sanonier- und Institut für Gelegenheitskäufe einzig in seiner Art in Berlin. 20000 elegante alte u. neue in Eskimo u. besten Manerstraße part. 172 L von Mark 10-12, 15, 20 Knaben- und Burschen- Anzüge, Röcke, Hofen, Kaiser- Mäntel, Joppen, Schlafröcke, goldene u. silberne Herren- u. 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Dem Kassirer wurde vom Vorsitzenden Die Berliner Streif- Kontrollkommission baldigst zum Siege gebracht zu haben glaubt, nach den Aus- Decharge ertheilt. Kollege Stein brachte zur Sprache, daß im hielt Freitag Abend ihre Sigung ab, in welcher dem Genossen führungen des Genossen M. Schmidt. Die Versammlung be- Arbeitsnachweis für den Norden zu verschiedenen Malen die VerWigle der Vorsitz übertragen wurde. Genosse Börner stellte den trachtet durch Kenntnißnahme diese Angelegenheit für erledigt. treter gefehlt hätten. Der Vorsitzende erklärte die Sache unterAntrag, vor Eintritt in die Tagesordnung dem Genossen von Der Genosse Körsten meint zu den beiden vorliegenden Fällen, suchen zu wollen. Ein Antrag vom Vorstand, den arbeitslosen VerElen- Hamburg zu einem Bericht über die Aussperrung der daß die Streif- Kontrollkommission, wenn das so weiter gehe, nie bandsmitgliedern, welche über 14 Tage ohne Arbeit sind und VerbandsZabatsarbeiter das Wort zu ertheilen, da derselbe noch und nimmer zu dem werden könne, was sie sein solle. versammlungen besuchen, an jedem Versammlungs- Abend 50 Pf. diesen Abend abreisen müsse. Diesem Antrage wurde Folge ge: G3 müsse entschieden durchgesetzt werden, daß fein Streit, weder aus der Vereinskasse zu bewilligen, wurde einstimmig angeben, und Genosse Elm legte dar, einen wie schweren Stand die Angriff- noch Abwehrstreit, ohne Billigung der Kommission in genommen. Hierauf wurde ein Antrag des Kollegen Rühl an Ausgesperrten hätten, welche ungeheuren Entbehrungen sich die Szene gesetzt werden; die einzelnen Gewerkschaften könnten die genommen, die Gelder, welche sich zu Händen der Werkstattfelben während der Zeit des Kampfes der Streik währt die weiteren Folgen nicht immer übersehen. Kontrollkommission befinden, der Agitationskommission zu überzwölfte Woche hätten auferlegen müssen. Der Kampf sei Als legter Punkt gelangte der Wergolderstreit bei Rutenberg weisen und die Werkstatt- Kontrollkommission aufzulösen. Kollege ein heroischer, es gelte hier, das heiligste Recht des Arzur Besprechung, wozu der Vergolder Ganzle die näheren, Rühl theilte mit, daß die Rechtsschutz- Kommission aus den Kollegen beiters, das Koalitionsrecht, zu vertheidigen, bereits bekannten Ausführungen machte; als neu ist hervor- Rühl, Stein, Brimühl bestehe. Koll. Rühl sei zum Vorsitzenden nicht blos für ihr eigenes Interesse, sondern für die gesammte zuheben, daß der Fabrikant eine schwarze Liste angefertigt und gewählt und alle Wünsche und Anfragen betreffs des RechtsArbeiterschaft Deutschlands seien die Hamburger Tabak- versandt hat. schutes feien an ihn zu schicken.( Wohnung: Breslauerstr. 7, Arbeiter eingetreten. Während der ganzen Zeit hätten Unter Verschiedenem drückte Genosse Witzke sein Bedauern vorn 4 Tr.) Die Kollegen Teller und Kästner wurden als Ersatzfich nur zehn Streifbrecher gefunden, man fönne könne dar darüber aus, daß von den in der Rommission vertretenen Ge- männer gewählt. Die nächste Verbands- Versammlung findet am aus ermessen, wie einmüthig die einmüthig die Masse sei, Redner werkschaften bisher nur 29 zur Deckung der Untoften Beisteuern 9. März statt. bespricht auch die von den Unternehmern vorgenommenen Mani- geliefert hätten. Die Delegirten möchten bei ihren Gewerkschaften Bur endgiltigen Beschlußfassung über eine Zentral pulationen und erwähnt dabei die unwahre Nachricht des Wolff'schen Telegraphen Bureaus, welche nur organisation der Lithographen, Steindrucker und Berufsdarauf berechnet war, die Unterstügungen zu verhindern. Pflicht genoffen fand Mittwoch Abend unter dem Vorsitz des Lithoeines jeden zielbewußten Arbeiters sei es, die tämpfenden Kollegen graphen Preuß eine von etwa 1500 Personen besuchte öffentliche zu unterstüßen. Leider sehe er sich aber gezwungen, festzustellen, Bersammlung der Angehörigen dieser Berufsarten statt. In der selben referirte über Zentralisation der Steindrucker Sillier, daß seitens der deutschen Arbeiter wenig, welcher in seinem Vortrage den Zweck und den Nutzen einer seitens der Berliner Arbeiter aber verschwin= dend wenig bisher gethan sei. Redner richtet noch- Der fozialdemokratische Wahlverein für den zweiten zentralisirten Vereinigung einer eingehenderen Besprechung untermals an die Berliner den Appell, beffer einzutreten, fie möchten Berliner Reichstags- Wahlkreis hielt am Montag, den 9. Fe- 30g. Der Kongreß in Magdeburg habe sich für Gründung einer erwägen, welche Fragen auf dem Spiele ständen; weiter empfiehlt bruar, eine Versammlung bei Reller, Hafenhaide, ab, in welcher Beutralorganisation entschieden, wobei sämmtliche Berufsgenossen den Verband eingeschlossen sein sollen. Zum Siz der er, wie es in Hamburg geschehen sei, in verschiedenen Stadt der Reichstags- Abgeordnete Förster unter lebhaftem Beifall über in gegenden 3 a hlstellen einzurichten.( Lebhafter Beifall.)„ die Arbeiterbewegung und ihre fulturhistorische Bedeutung" Organisation sei Berlin bestimmt, der Name des Vereins laute: Von den nächsten Rednern wird allgemein bedauert, daß so sprach.( Wir haben über den Vortrag bereits berichtet. Red.) Bevein der Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen". wenige Gelder aus Berlin geflossen wären, alle sind sich einig, Nachdem beschlossen worden war, am zweiten Osterfeiertag eine Redner geht nun näher auf die einzelnen Bestimmungen des daß da etwas gethan werden müsse; es wird auch auf die Ge- Matinee und im Monat Juni ein Sommerfest abzuhalten, schloß Statuts fowie auf die Aufgaben, welche der Verein sich) Schäftsstockungen hier hingewiesen. Einige Redner schieben die der Vorsitzende die Versammlung mit einem Hoch auf die inter- gestellt habe zur Verbesserung der Lage seiner Mitglieder ein. Daraus ist hervorzuheben, daß man die Errichtung Schuld dem zu, daß die Kommission damals die Martenausgabe| nationale Sozialdemokratie. Die Zahlstellen des Vereins befinden sich bei Otto eines Zentral- Arbeitsnachweises plane; von Berlin aus sollen feitens ihres Ausschusses nicht billigte, diesem wird aber von anderer Seite heftig widersprochen. An der Debatte betheiligten Klein, Bigarrengeschäft, Rottbuser Damm 14; Scheuer, über ganz Deutschland die Arbeitsverhältnisse ihre Regelung fich die Genossen R. Schmidt, Börner, Ortland, Fischer, Restaurant, Gneisenaustr. 35( Ecke Schleiermacherstr.); augt, finden. Um für Berlin eine schnellere Einigung der bisher Bernau II, v. Elm, Grupp, Ebert und Bombin. Legterer giebt Restaurant, Boechstr. 12; Schmid, Restaurant, Dieffenbach- getrennt gewesenen Berufsarten herbeizuführen, empfiehlt der feiner Verwunderung darüber Ausdruck, daß der Genosse Glocke straße 34; uhm, Restaurant, Brandenburgstr. 11; Ernst Redner die Einrichtung von drei Filialen und zwar eine für als Mitglied der Generalfommission bisher in Berlin feinerlei 23 ils ch te, Bigarrengeschäft, Ragbachstr. 1; Ernst Wilschte, Lithographen, eine für Steindrucker und eine dritte für HilfsZum Schluß richtet derselbe an seine Rollegen die Agitation entfaltet habe, derselbe hätte sowohl zu Gunsten der Bigarrengeschäft, Junterstr. 1; Schröder, Zigarrengeschäft, arbeiter. Ausgesperrten große Volksversammlungen abhalten, als auch Kreuzbergstr. 15; Schönfeld, Restaurant, Mariendorferstr. 10; Aufforderung, sich alle, ohne Ausnahme der Zentralorganisation Gorge tragen müssen, daß der Vorwärts" mehr Aufforderungen Riesel, Restaurant, Schützenstr. 58; Böhlandt, Restau- anzuschließen.( Lebhafter Beifall.) zu Sammlungen von freiwilligen Beiträgen bringe.( Bustimmung.) rant, Bülowstraße 52; Graffunder, Restaurant, SchwerinEin Antrag folgenden Inhalts wurde mit überwiegender Mehrheit angenommen: " Die Beiträge für die Glasarbeiter sind vorläufig an den Ausschuß der Streif- Kontrollkommission, und zwar an Genosse Millarg, Lehrterstr. 22, zu senden. straße 9. In der Diskussion wurde von keiner Seite Widerspruch gegen die Zentralisirung erhoben, doch wurde von einer ganzen Reihe von Rednern die Eintheilung in drei Eine Generalversammlung der Pater von Berlin und lassen bemängelt, es wurde eingewandt, daß damit umgegend fand am Freitag, den 13. Februar, unter dem Vorsitz von vornherein eine Scheidung herbeigeführt werde. Namentlich des Kollegen Neumann statt. Zunächst legte der Kassirer den seitens der Hilfsarbeiter wurden nach dieser Richtung hin BeAbrechnungsbericht des Generalfonds vom 4. Quartal 1890 vor fürchtungen laut. Von anderer Seite wurde dagegen vorgeführt, und konstatirte, daß sich der Baarbestand der Kasse augenblicklich daß dieser Vorschlag nicht etwa einem Kastengeist entsprungen die Richtigkeit des Rechenschaftsberichtes, und die Versammlung Nach einer langen und theilweise sehr erregten Debatte über auf 290,09 M. belaufe. Die anwesenden Revisoren bestätigten sei, sondern allein aus taktischen Gründen gemacht worden sei. ertheilte dem Kassirer Entlastung, die Revisoren legten darauf ihr diesen Punkt, an welcher sich etwa 20 Redner für und gegen be= Amit nieder. Von einer sofortigen Neuwahl wurde Abstand ge- theiligten, beschloß die Versammlung mit überwiegender Mehrheit nommen und dieselbe bis zu einer später stattfindenden Berfamm- gemäß dem Vorschlage Silliers. lung verschoben. Der Vorsitzende theilt ferner mit, daß die Vertrauensmänner der Puzer die ftreifenden Silberarbeiter mit 100 M. unterstüßt hätten, womit die Versammlung sich einverhandwerker", die Buzzer betreffend, scharf kritisirt und allgemein standen erklärte. Des Weiteren wurde ein Artikel des„ Bauabfällig beurtheilt. Bureau der Versammlung ohne weitere Diskussion zu einem solchen Bei der Wahl eines provisorischen Vorstandes wurde das erhoben. Die Mitglieder zum Verband werden an folgenden Stellen aufgenommen: bei Sillier, Steinbrucker, Gräfefir. 77; bei Mescha, schleifer, Landsbergerstr. 16. Steindrucker, Urbanstr. 37; bei Preuß, Lithograph, Gräfestr. 72; bei Dübelt, Lithograph, Mittenwalderstr. 47; bei Rose, Steinschleifer, Landsbergerſtr. 16. " Die heutige Versammlung der Delegirten der Streif- Kontroll Kommission erklärt sich mit den ausgesperrten Arbeitern in Hamburg solidarisch, und es verpflichtet sich jeder Einzelne, dahin zu wirken, daß dies durch die That bewiesen wird. Zu diesem Behuf werden die Delegirten öffentliche Versammlungen in ihren Gewerkschaften einberufen, damit von den Angehörigen derselben Extra steuern erhoben werden. Ferner wurde auf Antrag Ortland das Büreau beauftragt in den nächsten Tagen in dieser Angelegenheit eine öffentliche Volksversammlung einzuberufen. Die Versammlung trat dann in den ersten Punkt der Tages: ordnung, betreffend die Lohnreduktion der Glasarbeiter ein. Der Borsigende gab zunächst die Erklärung ab, daß die Ausschußpetent sei, über diesen Fall, obgleich er in Charlottenburg spiele, mitglieder der Meinung gewesen sind, daß die Kommission fom: zu berathen, die Delegirten der Glasmacher hätten auch erklärt, fie wären für Berlin und Umgegend gewählt. Hiergegen erhob schaftskonferenz resp. Wahl von Vertretern" führte Kollege Zu Punkt 2 der Tagesordnung„ Stellungnahme zur Gewerkfich fein Ginspruch, es erhielt daher der Genofie Richter, Dietrich aus, daß man den Blan gefaßt habe, einen großen Unter Berschiedenem" tam Genosse Albert Schulz auf den Deiegirter der Glasmacher, das Wort, Derselbe führte Berliner Verband aller im Baugewerk beschäftigten Arbeiter zu Streit bei der Firma Oestreich u. Hartmann zu sprechen. In aus, daß den Arbeitern der grünen Glashütte gründen. Es würde dieser Plan ja wohl mit Freuden zu be- der letzten Versammlung sei eine aus sechs Personen bestehende in Charlottenburg am 1. Februar eine Lohn grüßen sein, wenn nicht schon ein loser Verband aller deutschen Kommission gewählt worden, welche sich bemühen sollte, die reduktion vom 1. März an von 5-13 pt. ange: Maurer bestände, dem sich bis jekt über 150 Städte angeschlossen tändigt sei. Die Arbeiter fönnten sich das aber aus folgenden hätten. Man müsse zudem auch zugeben, daß ein großer Berliner höflichen Brief gefandt- Redner bringt denselben zur Verlesung Differenzen zu schlichten. Sie habe an die Firma einen sehr Gründen nicht gefallen lassen: erstens wegen der theuren Lebens- Lokalverband gewiß bedeutenden Nugen bringen würde, aber mittelpreise, zweitens, weil die Löhne schon gedrückt genug seien derfelbe sei zu dem ungeheuren Vortheil, der durch eine Zentrali- mit der Kommission zu einer gemeinsamen Besprechung der An- und in demselben angefragt, ob die Herren geneigt wären, sich und drittens, weil einem Wenn nun die Berliner Bauhandwerker einen Verband für sich die Firma auf alle Vermittelungsversuche Berzicht geleistet mit fchloffen haben, nachfolgen würden. Der Redner macht darauf gründen würden, so handelten sie den Beschlüffen des 7. deutschen der Begründung, daß sie fest entschloſſen, ſei, die bisherigen Araufmertfam, unter welchem harten Druck fie leben müßten, so Maurerfongresses direkt es sei zu be= beiter von diesen sind nebenbei bemerkt Einzelne 17, 18, auch dürften sie laut Fabrikordnung teinem Fachberein angehören. Die gegenwärtige Konjunktur wäre fürchten, daß diefes im Falle einer eventuellen Arbeitsdes Redners Ansicht gehe nun dahin, die Konferenz durch zwischen zu Millionären geworden sind nicht mehr einzwar sehr günstig für die Flaschenarbeiter, doch wären ihre einstellung unberechenbare Folgen nach sich ziehen könnte. Seine ihre bei derselben Firma beschäftigt, deren Inhaber in eigenen Mittel infolge der siebenmonatlichen Aussperrungen einen Delegirten zu beschicken, der Kenntnis von dem Gang der austellen, da dieselben sich eines Kontraktbruches schuldig gemacht hätten. Genosse Schulz erklärte nun weiter schöpft. Er lege den Fall der Kommission deshalb vor und Verhandlungen nehme, ohne jedoch eine beschließende Stimme zu fortfahrend das Verhalten der betreffenden Arbeiter für vollihrer Kollegen in Bergedorf und Ottensen völlig bitte zu prüfen, ob der Streit aufgenommen werden solle und Es gelte jetzt die Ausgesperrten, 8 Steindrucker und 16 Hilfs ob die Gewerkschaften glanben, sie in ihrem Kampfe genügend treter Kollege Schulz gewählt. Ferner beschloß die Versamning, arbeiter mit allen Kräften zu unterstützen, damit sie ihren Kampf sich in geheimer Abstimmung für Aufnahme des Streits ein die Berechnung der event. entstehenden Unkosten dem Delegirten fiegreich durchkämpfen.( Lebhafter Beifall.). ftimmig ausgesprochen. Betroffen würden 92 Mann, davon selber zu überlassen und keine bestimmte Entschädigung festzu der Fall, sowie das Verhalten der Firma einer eingehenden Be zu Die Es wurde hierauf fprechung unterzogen, gebührend beleuchtet wurde namentlich, daß Lohnkommission der Glasarbeiter, ergänzt noch die Ausführungen fordert, sobald wie möglich – am besten an einem Sonntag der streikenden Arbeiter verzeichnet sind, also ich te te die Samen eine allgemeine Versammlung der Buyer einzuberufen Alle Redner waren darin einig, daß ihre Kollegen bis zum letzten des Vorredners. Die nächstfolgenden Redner, die Genossen Körsten, Millarg, Zack, Fischer, Wernan II halten zwar den Streit für gerechtfertigt, machen aber auf die ungünstigen Ver und auf die Tagesordnung eine Besprechung der augenblicklichen Augenblick unterstützt werden müßten, dementsprechend war auch Arbeitsverhältnisse der Puzer zu sehen. Hierauf wurde die Vereine mit allen Stimmen angenommene Resolution, welche sammlung geschlossen. welche unter sich einen gegen die Arbeiter gerichteten Ring gelation erzielt werden könnte, doch nur außerordentlich winzig gelegenheit zu vereinen. In einem Antwortschreiben habe nun zu können. -48er: haben. sezen. zuwider und Ein diesbezüglicher Antrag wurde angenommen und als Vermittag tommen torreft. lautete: hältnisse aufmerksam und ersuchen die Delegirten, es sich sehr wohl zu überlegen. Der Vorsitzende theilt noch mit, daß einem Brief des Vorsitzenden der Generalfommission zufolge derselbe Die Stuckateure Berlius und Umgegend hielten am Die heutige öffentliche Versammlung der Steindrucker, Lithoden Glasmachern wohl Unterstützung verspricht, daß er aber er 9. d. M. eine gut besuchte öffentliche Versammlung ab." Ueber graphen und Berufsgenossen erklärt sich mit den streiflärt, ihnen augenblidlich keine größeren Buwendungen machen Arbeiterorganisation und Unternehmerverbände" hielt Genoffe tenden Kollegen der Firma Destreich und BartStabernack einen beifällig aufgenommenen Vortrag. In der mann solidarisch und verpflichtet sich, dieselDie Abstimmung erfolgte nach Gewerkschaften, die Mehrzahl Diskussion tadelte der Vorsitzende, Kollege Marker, das Berhalten ben so lange zu unterstügen, bis der Streit bederselben war anwesend und es wurde von sämmtlichen eines unserer Unternehmer, des sogenannt freisinnigen Stadtver- endet ist. Die Unkosten der Versammlung sollen laut Berdafür votirt, daß die Glasmacher in einen Streit eintreten sollen. ordneten und Jnnungsbruders Herrn Kleefeld in der Stadtversammlungsbeschluß aus dem Fond gedeckt werden und der Ertrag Der Vorsitzende richtete an sämmtliche Gewerkschaften, welche in waltung. Nachdem ein Redner die Lehrlingszüchterei eingehend der Tellersammlung der Streit- Kontroll- Kommission überwiesen der Kommission vertreten sind, die Aufforderung, für die Glas fritisirt hatte, bemängelte Kollege Brachvogel die behördlichen Er werden. macher nun auch einzutreten. Auf Antrag Rojatt sollen die hebungen in Sachen der Arbeitslosen und weist nach, daß in Eine öffentliche Versammlung der Maler fand am Gewerkschaften, welche nicht anwesend waren oder sich der Ab- einem ihm bekannten von zirka 50 Miethern bewohnten Hause ftimmung enthalten haben, im Vorwärts" bekannt gegeben nur 4 Arbeitslose angegeben sind, während er 5 Arbeitslose in 13. Februar unter dem Vorsitz des Herrn Pusch statt, um zu werden, es sind das folgende: 1. Brauer, 2. Buchdruckerei- Hilfs einer Wohnung allein konstatiren wolle. Ferner wird von einem der am 15. Februar stattfindenden Konferenz der Berliner Bauarbeiter, 3. Dachdecker, 4. Drechsler, 5. Einsetzer, 6. Fabrit aus Braunschweig zugereiften Kollegen die Stuckfirma Brendes arbeiter Stellung zu nehmen. Herr Busch verlas, um die Berarbeiterinnen, 7. Gärtner, 8. Gewerbliche Hilfearbeiter, 9. Glaser, daselbst, welche Stucksachen im Gefängniß anfertigen läßt, einer bandlungen einzuleiten, den Aufruf, in welchem zum Besuch dieser 10. Handschuhmacher, 11. Sausdiener, 12. Holz- und Bretter gebührenden Kritik unterzogen. Die Kollegen Otto Heindorf und Konferenz aufgefordert wird. Hierauf entspann sich eine lebhafte träger, 13. Hutmacher, 14. Kaufleute, 15. Ristenmacher, 16. Kupfer- Wilhelm Schulz wurden als Delegirte zur Berliner Bauband. Diskussion, an welcher sich die Herren Schweiter, Hohlschmiede, 17. Lederarbeiter, 18. Lederfärber, 19. Maler, 20. Maurer werfer- Konferenz gewählt. Die Tellersammlung wurde den strei- wegler, Schulz, Borchardt, Heidemann, Otten und Buyer, 21. Mechaniker, 22. Metallschleifer, 23. Müller, fenden Bergoldern überwiesen und beschlossen, daß sich die Ver- Schmidt betheiligten. Sämmtliche Redner sprachen sich für 24. Schäftebranche, 25. Schmiede, 26. Schraubendreher, 27. Stein- trauensleute mit den Bildhauern in Verbindung zu sehen haben, eine Beschickung der Konferenz aus. Als Hauptzweck derselben meizen, 28. Steinfeger, 29. Stellmacher, 30. Stereotypeure, um so bald wie möglich eine öffentliche Versammlung von Bild- sei die Anbahnung einer gegenseitigen Annäherung der verschiedenen 81. Wäschebranche, 32. Stucateure, 33. Wirfer. bauern und Stuckateuren einzuberufen, um über die Innungs- Branchen der im Baugewerbe Beschäftigten zu betrachten; es müffe der frage zu diskutiren. möglich gemacht werden, daß dieselben bei sie gemeinsam berüh Steindrucker bei Destreich u. Hartmann. Dieser Streit wird von renden Angelegenheiten gemeinsam handeln können. Vielerlei der Gewerkschaft, wie deren Delegirter Schettke ausführte, aus Der Lokalverband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und Mißstände, welche im Gewerbe existiren, könnten dann leichter Sollte jedoch bezweckt werden, einen eigenen Mitteln geführt. Er ist der Kommission nur zur auf Holzplätzen beschäftigten Arbeiter Deutschlands, Orts- beseitigt Senntnißnahme und Willigung vorgelegt für den Fall, daß er verwaltung Berlin, hielt feine Mitgliederversammlung am Bund der im Berliner Baugewerbe beschäftigten Arbeiter zu größere, ungeahnte Dimensionen annehmen sollte. 9. Februar ab. Herr Nöhden hielt einen beifällig aufgenommenen schaffen, so würden die Maler die Hand dazu nicht bieten. EinNachdem hierzu die Delegirten Rose und Seibel gesprochen, Bortrag über Wanderschaft und Herbergswesen. Sodann verlas zeine der betreffenden Branchen seien in sich selbst nicht einis; VM darum könne man schon an eine derartige allgemeine Bereinigung Im Lehrkurjus der Berliner Arbeiter und Arbeite- erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden garnicht denken. So ungefähr waren die Ausführungen der ver- rinnen zur ersten Hilfe bei Unglücksfällen( männliche Abtheilung) und verpflichtet sich, in Pankow und Umgegend nur bei solchen schiedenen Redner. Nach dem Schluß der Debatte wurde be- sprach der leitende Arzt, Herr Dr. Bernstein, über Vergiftungen Gastwirthen zu verkehren, die ihren Saal zu Versammlungen herschlossen, die Konferenz durch drei Delegirte zu beschicken. Ge- und Erstickungen. Bei starten Säuren wendet man in Wasser geben oder Arbeiterblätter auslegen und danach zu streben, daß wählt wurden dazu die Kollegen Minkley, Schweizer gerührte Kreide, doppelt kohlensaures Natron, Seifenwasser an. Vereine und Krankenkassen auch nur in solchen Lokalen tagen, und Hohlwegler. Es erhielt nun Herr Hohlwegler Bei starken Laugenvergiftungen saures Gingemachtes, Essigwasser, insbesondere die Vorstände der genannten Vereine zu beauftragen, das Wort zur Berichterstattung über die Thätigkeit der Ber- Zitronensaft; bei Arsenik( Fliegengift) sehr verdünnte Kalkmilch; daß dieselben diese Resolution beachten und danach handeln. Außerdem wurde beschlossen, eine Agitation dahin zu entliner Streit Kontrollkommission. Er wies auf die großen bei Phosphor( der Athem leuchtet) abgerahmte Milch, nichts fettes. Hoffnungen hin, welche sich so mancher Arbeiter bei der Bei Vergiftung durch Pflanzengifte, z. B. durch Opium, Mor falten, daß in den Lokalen, die nicht zu Versammlungen zu haben Gründung der Kommission gemacht. Von dem, was phium, Schierling, Stechapfel, Tollkirsche, Bilsentraut, Fingerhut, find, weder getanzt noch Bier getrunken wird, sowie ins man damals von der Thätigkeit der Kommission erhofft, sei Tabat, giftige Pilze giebt man starken Kaffee, Eis auf den Kopf, besondere auch in Berlin dahin zu wirken, daß der Boykott nichts in Erfüllung gegangen. Auf der einen Seite sei hieran Senf auf die Herzgrube, den Magen, die Waden; man soll den über die Wolfsbrauerei in Moabit verhängt wohl das preußische Vereinsgesetz schuld, auf der anderen Seite Kranken nicht einfchlafen lassen. Bei Chloroform- Vergiftung wird wird, bis der Saal in der Kaiser Friedrichstraße 50/51 zu bildete das Fehlen genügender Geldmittel ein großes Hinderniß. besonders künstliche Athnung angewandt. Bei Erstickung wurden Pankow, welcher dem Direktor dieser Brauerei, Hrn. Gregorovius, Im Großen und Ganzen sei die Kommission ein viel zu schwer die verschiedenen Arten der Rettung erklärt und die Hilfeleistungen gehört, den Arbeitern zur Verfügung gestellt wird. Die Anfälliger Apparat; sie habe es nicht mal fertig gebracht, die Frage geübt. Der Vorsitzende machte bekannt, daß das Stiftungsfest wesenden verpflichteten sich ferner, nur in folchen Lokalen zu, verder Geldeinbringung richtig zu regeln, außerdem habe sie sich mit am 14. März cr. bei Feuerstein stattfindet. Nächste Versammlung fehren, in welchen der Vorwärts"( Berliner Volksblatt) oder Fragen beschäftigt, die sie als Streit- Kontrollkommission gar nichts( männliche Abtheilung) am 23. Februar cr. bei Feuerstein. Gäste das in nächster Zeit erscheinende Blatt„ Das werkthätige Bolt", Organ für die Kreise Niederbarnim, Oberbarnim und Teltowangingen. Dazu gehört die Lokalfrage, sowie die der verschiedenen willkommen. Beeskow- Storfow, ausliegt." Boykotts, namentlich aber des Boykotts, welcher sich gegen die dem Gastwirthsgehilfen- Verein nicht angehörenden Kellner Eine öffentliche öffentliche Versammlung für Frauen und Nachdem Genosse Bilz unter Verschiedenem" die Genossen richtete. Redner giebt zum Schluß, nachdem noch Männer tagte am Sonntag unter Leitung des Herrn Sünder- von Pankow und Umgegend aufgefordert, sich recht zahlreich an Den Vortrag des Abends hielt Genosse Wilde über dem Lese- und Diskutirverein Proletarier", näher auf die verschiedenen Angelegenheiten, welche die mann. Kommission während der Zeit ihres Bestehens erledigt hat, Henrick Ibsen's Dramen Nora und Gespenster". Da weiter nichts welcher jeden Dienstag nach dem ersten und fünfzehnten eines eingegangen, der Meinung Ausdruck, daß die Kommission so viel vorlag, wurde die Versammlung mit einem dreifachen Hoch auf jeden Monats, Abends, im Lokale von Borchardt, Pankow, wie gar nichts bis jetzt geleistet habe und nie etwas leisten werde. Die völkerbefreiende Sozialdemokratie geschlossen. Tanz und Wor- Schulze straße 28, tagt, zu betheiligen, schließt der Vor figende die Versammlung mit einem Hoch auf die internationale Nachdem noch mehrere Redner im selben Sinne gesprochen, träge hielt die Theilnehmer noch lange zusammen. völkerbefreiende Sozialdemokratie. wurden folgende Resolutionen angenommen: 1. Die Versamm lung beschließt, daß das Mandat der beiden Delegirten der Maler und verw. Berufsgenossen zur Berliner Streif- Kontrollkommission mit dem heutigen Tage zurückgezogen ist. Die Versammlung erklärt sich mit der Thätigkeit des Stoll. Hohlwegler in der Kommission einverstanden, da derselbe dortselbst im Sinne der Maler, Anstreicher und verw. Berufsgenossen gehandelt hat." 2. Die Versammlung erklärt, daß sie über den Antrag des Gaft wirthsvereins, nur in solchen Lokalen zu verkehren, deren Be fitzer dem betreffenden Berein angehören, sowie über den Beschluß der Berliner Streit- Kontrollkommission, die Kellner betreffend, zur er Tagesordnung übergeht." Nach Erledigung einiger interner Angelegenheiten wurde die Versammlung geschlossen. Eine vom Leseklub ,, Karl Marg" einberufene öffentliche Versammlung für Männer und Frauen fand am 8. Februar Für Groß- Lichterfelde- Laukwik und Umgegend tagte am auf dem Bock statt, in welcher Herr Dr. Bernstein über das Dienstag, den 3. Februar, unter dem Vorsitz des Genossen Labjuhn Roch'sche Heilverfahren sprach. Der Andrang zur Versammlung eine öffentliche Boltsversammlung zwecks Gründung eines Boltswar so stark, daß Hunderte abgewiesen werden mußten. In der Bildungsvereins. Buchdrucker Wilh. Werner Berlin referirte Diskussion empfahl Herr Schlächter das Naturheilverfahren. über: Werth der Bildungsvereine für die Arbeiter." Die hochGenosse Regeran griff die Aerzte in der heftigsten Weise an. interessanten Ausführungen des Referenten wurden von Seiteir Im Schlußwort wies Referent die Angriffe Rezerau's als under Versammlung mit großem Interesse verfolgt, und er erntete am Schlusse seines Vortrages den Beifall der Anwesenden. An gehörig zurück. Eine große öffentliche Versammlung der gewerblichen der Diskussion betheiligten sich mehrere Redner, welche sämmtlich Hilfearbeiter Berlins und Umgegend tagte am 16. Februar im für die Gründung eines Volks- Bildungsvereins sich aussprachen. Folgende Resolution wurde einstimmig ange Saale der Ahrens'schen Brauerei. Das Referat hatte Genosse nommen:" Die öffentliche Voltsversammlung erklärt sich Am Sonntag tagte in Knebel's Salon eine bis auf den Thierbach übernommen. Derselbe hatte als Thema:„ Das privat mit den Ausführungen des Referenten Genossen Wilh. Werner Am Sonntag tagte in Knebel's Salon eine bis auf den fapitalistische Produktionssystem und dessen Beseitigung" gewählt einverstanden und verpflichtet sich, mit aller Energie für die Tekten Platz gefüllte öffentliche Versammlung für und erntete reichen Beifall. An der Diskussion betheiligten sich einverstanden und verpflichtet sich, mit aller Energie für die Männer und Frauen. Die Leitung wurde Genossen mehrere Genossen, welche sich mit den Ausführungen des Ne Gründung eines Volts- Bildungsvereins einzutreten. In Gr Heitmann übertragen. Herr Julius Türk hielt einen Vortrag ferenten einverstanden erklärten und gleichfalls reichen Beifall licher Beziehung nur von der Sozialdemokratie zu erhoffen ist, wägung, bus Besserung der heutigen Verhältnisse in wirthschafts über Frauenbefreiung. In der Diskussion forderte der Vorsitzende erhielten. Nach einigen Schlußworten des Referenten beschloß verpflichtet sich die Versammlung, die Partei durch freiwillige die Gegner auf, sich zum Worte zu melden. Trotzdem mehrere die Versammlung, zum Zwecke der Agitation weitere Vortrags: Beiträge materiell zu unterstützen. Zum Punkt 3 der TagesMitglieder des freifinnigen Arbeitervereins Moabit" anwesend abende zu veranstalten. Mit einem Hoch auf die Sozialdemo- ordnung: Wahl einer Statuten- Durchberathungs- Kommission, waren, getrauten sich die Herren nicht, gegen folgende Resolution tratie schloß der Vorsitzende, Herr Arndt, die Versammlung. wurde folgender Antrag angenommen:" Die Versammlung wolle zu stimmen: Die heutige öffentliche Versammlung von Frauen und Männern erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten In der letzten Mitgliederversammlung des Militär zur Durchberathung der Statuten des gegründeten Volls- Bildungseinverstanden. Sie verspricht, thatkräftig für die Befreiung der schneider- Vereins hielt Genosse Feldmann einen Vortrag über Vereins eine Kommission von 5 Mitgliedern wählen. Diese KomFrau aus dem kapitalistischen Joche einzutreten. Ferner ist die Gewinnbetheiligung der Arbeiter, der großen Beifall fand. mission hat mehrere Listen auszufertigen, welche in den arbeiterBersammlung der Ueberzeugung, daß nur durch Anschluß an die Kollege Jerwin forderte alle Kollegen auf, die schlechten Blätter freundlichen Lokalen am hiesigen Orte zur Einzeichnung für Sozialdemokratische Partei etwas zu erreichen ist. Mit einem drei- abzuschaffen und nur auf den„ Vorwärts", die" Berliner Volks- diejenigen Arbeiter ausgelegt werden, welche Mitglieder des fachen Hoch auf die völkerbefreiende Sozialdemokratie schloß der Tribüne" und die Fachzeitung der Schneider" zu abonniren. Vereins werden wollen. Innerhalb dreier Wochen hat die KomVorsitzende die Versammlung. Hierauf schloß der Vorüßende die Versammlung mit einem drei- mission die eingezeichneten Personen zu einer konstituirenden Versammlung einzuladen, wo dann das Statut seine definitive Fassung erhält." Folgende Genossen wurden in die Kommission fachen Hoch auf das Gedeihen des Vereins. gewählt: Labjuhn, Hinze, Bauer, Wolter und Zöllner.- Unter Verschiedenem wurde auf die zum 1. April für den Wahlkreis Teltow- Beeskow erscheinende Arbeiterzeitung aufmerksam ge Das Ein macht. Zum Schluß nahm der Referent nochmals das Wort und fritisirte das Verhalten des Lokalbefizers Herrn Grunow und forderte die Arbeiterschaft von Gr. Lichterfelde- Lankwitz auf, die jenigen Lokalbefizer mit ihrem Besuch zu bevorzugen, welche ihre Säle zu Versammlungen hergeben und Arbeiterblätter auslegen. Mit einem stürmisch aufgenommenen Hoch auf die internationale Sozialdemokratie schloß der Vorsitzende die von etwa 600 Theilnehmern besuchte Bersammlung. Die Freie Bereinigung der Seifensieder und Berufsgenoffen Berlins und Umgegend hielt am 8. Februar ihre Mit- Eine öffentliche Versammlung der Albumarbeiter und glieder- Versammlung mit der Tagesordnung: Vortrag des Herrn Arbeiterinnen tagte am Mittwoa). Die Statuten wurden W. Werner über Invaliditäts- und Altersversicherung, Diskussion, genehmigt. Der Verein führt den Namen:" Freie Vereinigung Entrichtung der Monatsbeiträge, Aufnahme neuer Mitglieder, der Albumarbeiter und Arbeiterinnen Berlins". Vorstandswahl, Verschiedenes, ab. Da Genosse Werner nicht er- schreibegeld beträgt 10 Bf., die wöchentlichen Beiträge 10 Pf. schienen, es auch nicht einmal der Mühe für werth gehalten hat, 3u provisorischen Vorstandsmitgliedern wurden gewählt als Den Vorsitzenden davon zu benachrichtigen oder einen anderen 1. Vorsitzender Kollege Herzhoff, 1. Schriftführer Kollege Gessinger, Referenten zu schicken, so sprach die Versammlung ein stärkstes 1. Kassirer Kollege Bahl, zu deren Stellvertretern und Beisitzern Mißtrauens- Votum gegen Genossen Werner aus. Bei der Vor- zwei Arbeiter und vier Arbeiterinnen, zu Revisoren Kollege standswahl wurden wiedergewählt: W. Hoffmann, erster Borsigend., Freudenreich und Frau Ahner. M. Tilliger, aweiter Bors.; P. Hentschel, Rendant; H. Labsch, zweiter Schriftführer; Haberland, Beisitzer; Borjian und Zidel, Revisoren. Neugewählt wurden Gabbei, erster Schriftführer; Schüler, zweiter Rendant; A. Mandel, Beisiger; Damian, Revisor; F. Bischof, Bibliothekar. Zu Verschiedenem sprachen mehrere Kollegen, auch wurde ein großer Theil der Billets zum Stiftungsfest ausgegeben. Ferner ersuchte der Vorsitzende unter den indifferenten Kolleg en tüchtig zu agitiren, damit die Zahl der Mitglieder recht bald um das Doppelte vermehrt wird. Denn der größte Theil der Kollegen steht der Vereinigung noch fern. Dann schloß der Vorsitzende mit einem Hoch auf die internationale Arbeiterbewegung die Versammlung. Sprechlaal. Eine Mitglieder Versammlung des Fachvereins der Tapezirer Berlins fand am 10. Februar statt. Kollege Freiwald hielt einen interessanten Vortrag, der großen Beifall fand. Unter" Verschiedenem" theilt Kollege Freiwald mit, daß der Vertrag mit dem Dekonomen der Neuen Welt," betreffs des Sommerfestes, abgeschloffen ist. Kollege Linstedt fordert zum Bei- Die Redaktion stellt die Benugung des Sprechfaals, soweit Raum dafür absu tritt zur Arbeiter- Bildungsschule auf. Kollege Hartig macht begeben ist, dem Wublikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Inhalt deffelben identifizirt zu werden. fannt, daß am 18. Februar eine öffentliche Tapezirerversammlung ntereffes zur Verfügung; fie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dent stattfindet und ersucht um rege Betheiligung. Zur Fachschul- Veranlaßt durch die Sprechsaalnotiz vom 11. Februar er Kommission wurden zwei neue Mitglieder gewählt und zwar die kläre ich hierdurch in Sachen des Posamentier Carl Nöhden, daß Kollegen Kühn und Jakob. Kollege Rack regt die Frage an, derselbe nicht aus dem Fachverein ausgestoßen werden konnte, welche Stellung nehmen wir zum 1. Mai ein? Es wird be- da er zur Zeit gar nicht Mitglied desselben war. Doch wurde Der allgemeine Arbeiterinnenverein sämmtlicher Berufs- schlossen, die Entscheidung der öffentlichen Versammlung zu gleich nach dem 1. Mai im Fachverein der Antrag gestellt und zweige Berlins und Umgegend hielt am Dienstag, den 3. Februar, überlassen. angenommen: Nöhden wegen seiner gegen die Interessen des eine öffentliche Versammlung ab. Dieselbe war leider schwach besucht. Herr Theodor Megner hielt einen Vortrag über: Der Der Verein der Wäschezuschneider und verwandten Be- Bereins verstoßenden Handlungsweise und seiner Haltung am erste Mai." In ausführlicher Weise legte der Vortragende die rufsgenossen tagte am 9. Februar. Herr Türk sprach über 1. Mai nie mehr in den Verein aufzunehmen. Als er dennoch Gründe dar, welche die Arbeiterschaft aller Länder bewogen Herenprozesse. Ünter Verschiedenem brachten die Kollegen Grasim Bersammlungslokal auftauchte, wurde ihm die Thür gewiesen. haben, eine erhebliche Verkürzung der Arbeitszeit zu fordern. Der feld und Koopmann den neu zu gründenden Zentralverein in Der Ruf nach dem Staatsanwalt, den Herr Nöhden nach dent internationale Arbeiterfongreß zu Paris im Jahre 1889 habe be: der Wäschebranche in längerer Debatte zur Sprache, und der 1. Mai(§ 153) und auch jetzt wieder ertönen ließ, zeigt schlossen, da die Lage der Arbeiter aller Länder eine gleich schlechte Plan fand allseitig befriedigende Anerkennung. In der Januar- wohl allen Genossen, weß Geistes Kind Herr Nöhden ist. Rudolf Klau sei, den achtstündigen gesetzlichen Normalarbeitstag mit allen Versammlung wurde, was nachzutragen wäre, beschlossen, den aulässigen Mitteln zu erstreben, und zur Dokumentirung dieser Hamburgern und den Glasarbeitern je 50 Mart zu überForderung den ersten Mai eines jeden Jahres als Feiertag des senden. internationalen Proletariats zu betrachten. Die dringendste Frage fei gegenwärtig die, in welcher Weise der 1. Mai d. J. gefeiert werden soll. Die Folgen des 1. Mai v. J. waren großartige Kämpfe in Form von Aussperrungen und Nachtheile, die theilweise heute noch nicht ganz ausgemerzt sind. Es empfehle sich daher den Tag für Deutschland nicht durch Arbeitsruhe, sondern Demonstration am ersten Sonntag im Mai zu feiern, und zwar empfiehlt Redner eine ähnliche Feier wie fie der 30. September refp. 1. Oktober 1890 für Berlin ge jeitigt hat. In der Diskussion sprachen sich die Damen Frl. Wabnik, Frau Scherzer und Frau Sumann und die Herren Stabernac, Schlüter, Pinn und Treuherz im Sinne des Referenten aus. Mit einem Hoch auf das Gedeihen des Vereins wurde die Versammlung geschlossen. Der Fachverein sämmtlicher in der Firmenschilder. Briefkaffen der Redaktion. Branche beschäftigten Arbeiter hielt am 11. Februar eine Bei Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Briefli Mitgliederversammlung ab, in welcher der Genosse Lehmann einen Vortrag über Eugen Richters Irrlehren hielt. Annvort wird nicht ertheilt. K. S., Grüner Weg. 6 Mart resp. 1,50 Mart. O. B. III. Ihre Frau ist versicherungspflichtig. Für Pankow, Schönhausen und Umgegend fand eine R. K. Der Gläubiger hat nicht das Recht, bei einer große öffentliche Volksversammlung am Sonntag in Albrechts Pfändung in der Wohnung des Schuldners zugegen zu sein, wenn Jägerhaus" in der Schönhauser Allee, an der Grenze von Letterer widerspricht. Bankow, mit der Tagesordnung: Das System der Lokal- A. Werner. Da Sie voraussichtlich im Miethskontrakt verweigerung", Referent Stadtverordneter Otto Hein ausdrücklich darauf verzichtet haben, wegen zeitweiser Entziehung dorf, statt. Ungefähr 30 Schuyleute zu Fuß und zu Pferde der Wasserleitung Schadensersah zu verlangen, so find Sie au waren zu dieser Versammlung aufgeboten. Der Saal faßte die diesen Berzicht gebunden. Jedoch würde es sich empfehlen, bet zahlreich Erschienenen nicht und Hunderte mußten auf die Theil der Polizei aus gesundheits- und feuerpolizeilichen Gründen nahme an der Versammlung wegen Raummangels verzichten. Nach Beschwerde zu erheben. ? Der sogenannte Heine Belagerungszustand konnte nur auf der Bureauwahl trat Genosse Heindorf sein Hejerat an. Er beleuchtete die Ursachen der Lokalverweigerung im Allgemeinen, Grund des jezt abgelaufenen Sozialistengejeges vom Bundesrath welche einerseits in dem Bestreben der Kapitalmacht, das Ver- verhängt werden. Jeßt wäre nur noch in besonderen Fällen Der Allgemeine Metallarbeiter Verein hielt am 4. Febr. sammlungsrecht der Arbeiter illusorisch und dieselben damit( z. B. bei Aufruhr, Kriegsgefahr u. dergl.) Der große Belagerungs in„ Süd- Ost" eine gut besuchte Mitgliederversammlung ab, in machtlos zu machen, andererseits in dem Indifferentismus zuftand möglich. der Herr Bruns über die Entwicklung des Sozialismus sprach. der Arbeiter In der Diskussion sprachen sämmtliche Redner im Sinne des Geschichte Referenten. Der Vorsitzende macht bekannt, daß in der nächsten es beschließenden Versammlung die Statistik veröffentlicht wird. iit, Man wird dann sehen, wie groß der Verdienst der Metallarbeiter Menschen zweiter Klasse betrachtet zu werden, sondern nach ift; er erwähnt hierbei die Recherchirung der Polizeibehörde, be- Bedürfniß Versammlungen abhalten zu können, und er kam zu treffs Feststellung der Zahl der Arbeitslosen in Berlin, wo viele dem Schluß, daß, wenn die Parteigenossen unentwegt weiter Arbeiter jagten, sie hätten Arbeit, um nicht für arbeitsschen er- tämpfen für unsere große Sache, dann der Sieg unser werden flärt zu werden. Ebenso unzuverlässig verhält es sich mit der muß. In der Diskussion fragte der Vorsitzende, ob Gastwirthe Kontrolle über die Sonntagsarbeit, denn die meisten Fabrikanten, von Pankow und Umgegend anwesend sind und zu dieser Sache wenn sie auch Gonntags Dein in der welcher Bermo 9,50 M. gelungen bestehen. Dann entwickelte Redner die Berliner Lokalbewegung, in der Arbeiter einmüthigen Rampfe hundert Lokalen nicht mehr ungefähr Für die Mainzer Tischler. Parquetbodenleger der Firma M. Wilschke 24,75 M. Laut Postschein für die ausgesperrten S. B. Berlin N. 20,-. als Arbeiter abgeschickt. Gesangverein„ Maiglöckchen" Mitgl. d. 2. Gujohn u. Go. 1,50 m. Berliner( Schneekoppe) 3,27 R H. A. J. 53. Derjenige Erbe, welcher sich benachtheiligt verlangen. 2. Ihre zweite Frage ist unklar. Genosse. Sie haften für den Schaden, der durch das Offen Nein beantworten; auch hierüber wird die Statifiit Auskunft cher uns seinen Saal im Dezember v. J. zu einer Versammlung Auch wenn die Wasserleitung abgesperrt war, mußte Ihre Frau geben. Redner bittet, daß jeder seinen Verpflichtungen dem überlassen hatte, aber seitdem denselben beharrlich verweigert, sein den Hahn verschlossen halten. Berein gegenüber nachkommen möge, da in nächster Zeit eine Verhalten damit zu rechtfertigen suchte, daß er erklärte, nicht beVeränderung in den Berliner Metallarbeiter Vereinen eintreten rechtigt zu sein, den Saal herzugeben. Das Lokal gehöre vielwerde. Zwei Streitende. 1. 1 200 000 Frant. 2. 5 000 000 2 D. 35. Es kommt darauf an, in welcher Weise Ihr Mutter Auf die Frage, betreffs des Ecffiein'schen Streits, wurde Herrn Gregorovius, und der hätte darüber zu verfügen. I sondern können Sie dasselbe sofort bei Ihrer Großjährigkeit aus erwidert, daß nur ein Kollege mit einem persönlichen Wunsch an dieser Sache berichtete die Lokalkommission, daß sie schon seit gezahlt verlangen. Wenn aber dasselbe z. B. hypothetarisch mit den Borstand herangetreten sei; zwei von den vier Arbeitern, längerer Zeit mit Herrn Gregorovins in Verbindung stehe, daß bestimmter Kündigungsfrist angelegt ist, so wäre allerdings die welche die Arbeit niedergelegt hatten, haben sofort wieder ange diese Verhandlung aber bis jeht fein befriedigendes Resultat vor Ihrer Mündigkeit erfolgte Kündigung ohne jede rechtliche fangen; Unterstützung hätten dieselben so wie so nicht erhalten, weil dieselben nicht nach den Statuten gehandelt haben. Dies mögen sich die Mitglieder auf alle Fälle merken. Mit einigen zur Folge gehabt habe. Wirksamkeit. D. B. 77. Sie unterliegen der Altersversicherung. J. 18. Bei monatlichem Gehalt darf der Chef einen Abzug Nachdem sich noch mehrere Redner an der sehr lebhaften Diskussion betheiligt hatten un, nach einem Schlußwort des genommen: Die Volksversammlung für Pankow und Umgegend war, nicht machen. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. ermunterno en Worten zur regen Agitation für die Arbeiterfache Referenten, wurde folgende Resolution mit Einstimmigkeit an- für die Sonn- und Feiertage, an welchen der Lehrling nicht thatig schloß der Vorsitzende die Bersammlung. ber die nic imt wel feir die am DOD Go etn frei dru Sy gef Fro beu Bu Per gre Da hör un wo des wer Den ha der der Ar 84E wel jäh laft we fol Pa Rac fie erh zu ma Let die wa eige ma Eu geit iva Fre ant in nid feig of fet hu