Mr. 196. Crscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage ,, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652, Vorwärts 9. Jahrg. Inferttons- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Eernsprech- Anschluk Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Der Moloch. Dienstag, den 23. August 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. trat, da war der Entschluß gefaßt, flipp und klar mit der Die Armee des modernen Militarismus muß aber für Scharnhorst'schen Idee zu brechen, und die preußische den Angriffskrieg ebenso gut zu haben sein, wie für den Als im Frühjahr 1890, zu Anfang der ersten Session Heeresor ganisation alles demokratischen Wesens, bis Vertheidigungskrieg, und für den Bürgerkrieg ebenso gut des Reichstage, nach den letzten Neuwahlen, der damalige auf die letzten Refte zu entkleiden. Die Militär- als für den auswärtigen Krieg. Kriegsminister sein Herz entdeckte und der Budgetkommission reorganisation unter Wilhelm I. war der denkbar Und je mehr die Klaffengegensäße sich zuspitzen, je mehr seine Schwärmerei für die Scharnhorst'sche Idee" anver- gründlichste Bruch mit der Scharnhorst'schen Idee, deren der Militärstaat das Klassenbewußtsein des Klassenstaates traute, da schüttelte jeder Weltkluge den Kopf und revolutionärer und demokratischer Charakter sich mit dem erlangt, desto mehr drängt die Eventualität des Bürgerfagte sich: Hohenzollern'schen Militärstaat nicht vertrug und sich krieges neben der des auswärtigen Krieges sich hervor, defto Dieser romantische Traum wird nicht verwirklicht jetzt erst recht nicht mit ihm verträgt, seit dieser Militär- mehr tritt, dem entsprechend, die innere Mission" werden. Im ausgereiften preußischen Militärstaat die staat par excellence ein lassenstaat comme il faut des Heeres gegenüber der äußeren in den Vordergrund. Scharnhorst'sche Idee, den idealen Jugendtraum des Mili- geworden ist, der sich berufen glaubt, die Interessen der Wäre dem nicht so, wir hätten längst die zweijährige tarismus, durchführen wollen, das ist eine noch hoffnungs- besitzenden Klasse gegen die Arbeiterklasse, den Kapitalismus Dienstzeit, und viel mehr noch. Das Junkerthum wäre lofere Aufgabe als die Quadratur des Zirkels. Die Scharn- gegen den Sozialismus zu vertheidigen. nicht im Stand gewesen, den junkerlichen Militarismus zu horst'sche Idee, das heißt die Idee der allgemeinen Volks- Was soll aus dem Militärstaat werden, wenn jeder retten, wenn die Bourgeoisie nicht den Militarismus brauchte bewaffnung, konnte wohl auftauchen in einer Zeit, die noch Schuster und Schneider so gut Soldat und General werden ihn brauchte, nicht gegen den äußeren Feind, nicht gegen unter dem Einfluß der französischen Revolution und ihrer, kann, wie der Junker? Und was aus dem Klassenstaat, Russen und Franzosen, nein gegen den inneren Feind, gegen auch die Kriegskunst revolutionirenden Massenaufgebote" wenn jeder Staatsbürger Soldat ist und das arbeitende das Proletariat, gegen die nationalen" deutschen Ar- levées en masse stand, und der die modernen Klassen- Volk in dem Gebrauch der Waffen geübt, wenn König beiter. gegenfäße noch unbekannte Begriffe waren. Heute ist sie Stumm" nicht wehrhafter" ist als jeder seiner" 20 000 Noch vor dreißig Jahren schwärmte unsere Bourgeoisie unmöglich." Arbeiter? für das Milizsystem, für das Volksheer. Heut wirft sie Und so ist's gekommen der damalige Kriegsminister Nein, das geht nicht. Und der arme Herr Verdy du dem Moloch des Militarismus Milliarden über Milliarden ist gegangen, das Lock- und Trugbild der zweijährigen Bernois hatte geschlafen, als er 1890 in jener famosen in den Rachen nur um Ruhe" zu haben, nur weil sie Dienstzeit ist verflogen, und der stahlgepanzerte Militarismus Sigung der Budgetkommission seinen Traum von der Ver- hofft, in dem stehenden Heer eine millionenarmige Mordsans phrase und ohne sentimentales Beiwerk steht vor uns, wirklichung der Scharnhorst'schen Jdee ausplauderte. maschine zu haben, welche die sozialistischen Arbeiter jeden hungriger denn je, neue Opfer heischend, immer mehr Das Umgekehrte wäre Wahrheit gewesen mehr Augenblick über den Haufen zu schießen vermag und Opfer - nach der eisernen Logik der Thatsachen. Strammheit, mehr Drill, längeres Drillen- nach der absoluten bereit iſt. Fürwahr, es bedurfte nicht der klärenden Worte" des Entdemokratisirung der Armee die absolute Entindividualisi- Der Sozialismus hat die Bourgeoisie, wie von anderen Kaisers, um die Situation zu klären und die rosigen rung, Entmenschlichung*) des Soldaten, d. h. die Verwandlung Jugendeseleien" auch von der des Volksheeres, der allWöllchen der Selbsttäuschung wegzublasen. Es braucht nur des Soldat gewordenen Menschen in eine Maschine, die nicht gemeinen Voltsbewaffnung geheilt. Der Klassenstaat der eines Blicks auf die Entwickelung des Militarismus, auf persönlich denkt, nicht persönlich fühlt, die einfach Ordre Bourgeoisie bedarf des Militarismus. Der Brüsseler Kondie Geschichte Preußens, des Militärstaats par excellence, parirt, auf Kommando fich bewegt, marschirt, springt, greß hatte Recht: Militarismus steht und und auf die allgemeine politische Lage und jede Illusion tödtet- schießt, haut, sticht, wann und wohin ihm befohlen fällt mit dem Klassenstaat-nur der Sozialismus kann verschwindet; scharffantig, massig breiten sich vor uns aus wird, auf Kommando Vater, Mutter, Bruder todtschießt, uns von der Geißel der stehenden Heere befreien und den die harten, halsstarrigen Thatsachen, an denen nicht zu haut, sticht, ohne mit den Wimpern zu zucken, stolz ist, die ewigen Frieden uns bringen, und wir bekommen eine rütteln und nicht zu deuten ist. Und sie reden eine Unteroffiziersprämie" zu verdienen, und durch eine breite neue Wilitärvorlage ohne zweijährige Dienstzeit. Sprache, die auch der Taubste verstehen muß, falls er nicht Kluft sich von jedem nicht uniformirten Staatsbürger ge= König Mammon und der Moloch sind siamesische Zwil blöde. trennt dünkt, thurmhoch erhaben über ihm. Das nennt linge. Kapitalismus und Militarismus find unzertrennlich. Die Hohenzollern- Monarchie ist eine Soldaten- Mon- man den richtigen militärischen Geist", und um ihn Beider müssen wir uns entledigen, auf daß Wohlfahrt, archie. Der Militarismus ist ihr Kind, ihre ur- handelt es sich. Und bei kurzer Dienstzeit ist dieser mili- Freiheit und Friede herrsche auf Erden. eigenste Schöpfung, die sie durch ihre glorreichen" Siege tärische Geist" nicht herzustellen. von 1866 und 1870/71 allen sogenannten Großstaaten des Die militärische Tüchtigkeit ist's nicht, was in Frage europäischen Festlandes aufgezwängt hat. Die Scharnhorst- steht. Ein Milizsystem mit Jugenderziehung zur Wehrsche Idee der allgemeinen Wehrhaftigkeit, des Volks in haftigkeit kann ohne Zweifel weit tüchtigere Soldaten der Waffen" war für den Hohenzollernſtaat nur eine augen- schaffen, als der Militarismus ſelbſt bei höchster Bollendung. Politische Uebersicht. Berlin, den 22. August. blickliche Verirrung, zu der er sich unter dem wuchtigen, Soldaten, die von Jugend an militärisch ausgebildet, im feinen Widerstand zulassenden Druck der Verhältnisse ent- Turnen, Manövriven, Fechten, Schießen und Marschiren schloß, weil er sich anders nicht retten konnte, die er aber geübt worden sind, werden im Krieg- wie der gesunde Die Ausdehnung der Unfallversicherung auf das allezeit verabscheute wie später den„ Ludergeruch der Menschenverstand jedem Ueberlegenden sagt ungleich Handwerk, die Seefischerei u. s. w. dürfte nach den Revolution". Die Abneigung Friedrich Wilhelms III. leistungsfähiger sein, als die bestgedrillten Maschinen des Berliner Politischen Nachrichten" schon den nächsten Reichsgegen die schmutzige, abscheuliche Landwehr" ist bekannt, Militarismus. Allein auch nur im Krieg mit einem tag beschäftigen. Da jedoch in den verschiedensten Branchen wenn auch im Widerspruch mit der idyllischen Geschichts äußeren Feind, und nur in einem Vertheidigungskrieg. Für die Gefahr für Leben und Gesundheit der Arbeiter und legende zum Schul- und Hausgebrauch. Der Militärstaat einen Angriffstrieg sind sie nicht zu haben, und nicht für vornehmlich die Unfallgefahr nicht größer sei, als im geder Hohenzollern sah die Landwehr nie für voll an, und einen Bürgerkrieg. wöhnlichen Leben, und gesetzliche Kriterien schwer anzugeben als 1848 und 1849, in den zwei tollen Jahren", der demoseien, so werde man sich des administrativen Weges bedienen, fratische Charakter der Landwehr etwas bedenklich zu Tage und zwar im Allgemeinen alle dem Handwerk u. s. w. anFeuilleton. Nagbrua verboten.] Die Waffen nieder! 1 [ 3 Wohlgemerkt, nicht Entmenschung. Eine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner. " Dann kann man sich fügen. Aber hoffen das erfüllung! heißt" also wünschen, daß einem solch bittere Pflicht erwachse Bitter? So ein frischer, fröhlicher Krieg muß ja was Herrliches sein. Du bist eine Soldatenfrau " bas nicht Punktes" theilte er immer leuchtenden Auges mit; die hier und da, leider immer spärlicher werdenden Friedens aussichten hingegen konstatirte er stets mit einer gewissen Niedergeschlagenheit. Es war ja tein bedrohter Herd da, keine Barbaren horden standen vor den Thoren einfach politische Spannung zwischen zwei Kabinetten Wenn also mein Mann begeistert in den Krieg ziehen wollte, so war es doch nicht so sehr das dringende Bedürfniß, Weib und Kind und Mein Vater war auch ganz Feuer und Flamme für Baterland zu schützen, als vielmehr die Lust an dem aben- den Krieg. Die Besiegung der Piemontefen würde ja nur ein teuerlichen, Abwechselung bietenden Hinausmarschiren Kinderspiel sein, und zur Bekräftigung dieser Behauptung Der Drang nach Auszeichnung Beförderung... Nun regneten wieder die Radetzky- Anekdoten. Ich hörte von dem ja, Ehrgeiz ist es- schloß ich diesen Gedankengang drohenden Feldzug immer nur vom strategischen Standpunkt schöner, berechtigter Ehrgeiz, Luft an tapferer Pflicht- sprechen, nämlich ein Hin- undHerwägen der Chancen, wie und wo der Feind geschlagen würde und die Vortheile, welche uns" Es war schön von ihm, daß er sich freute, wenn daraus erwachsen mußten. Der menschliche Standpunkt er zu Felde ziehen müßte; aber noch war ja nichts nämlich daß, ob verloren oder gewonnen, jede Schlacht unzäh entschieden. Vielleicht würde der Krieg gar nicht aus lige Blut- und Thränenopfer fordert, tam gar nicht in Bevergiß brechen, und selbst für den Fall, daß man fich schlage, tracht. Die hier in Frage stehenden Interessen wurden als so wer weiß, ob gerade Arno wegkommandirt würde sehr über alle Einzelschicksale erhaben dargestellt, daß ich Ich fiel ihm um den Hals... es geht ja doch nicht immer die ganze Armee vor den Feind. mich der Kleinlichkeit meiner Auffassung schämte, wenn Du mein lieber Mann, sei ruhig; ich kann Nein, dieses so herrliche, abgerundete Glück, welches mir mir bisweilen der Gedanke aufstieg: Ach, was frommt auch tapfer sein... Wie oft habe ich's den Helden das Schicksal zurecht gezimmert hatte, konnte doch dieses den armen Todten, was den armen Berfrüppelten, was Heldinnen der Geschichte nachempfunden, welch felbe Schicksal nicht so roh zertrümmern.- Arno, mein den armen Wittwen der Sieg?" Doch bald stellten erhebendes Gefühl es sein muß, in den Kampf zu vielgeliebter Mann, Dich in Gefahr zu wissen, es wäre ent- fich als Antwort auf diese verzagten Fragen wieder ziehen. Dürfte ich nur mit- an Deiner Seite fechten, fallen feßlich!... Solche und ähnliche Ergüsse füllen die in die alten Schulbuchdithyramben ein: Ersatz für alles oder siegen!" jenen Tagen beschriebenen Tagebuchblätter. bietet der Ruhm. Doch wie, wenn der Feind siegte? Brav gesprochen, mein Weibchen aber Unsinn. Von da ab sind die rothen Hefte eine Zeit lang voll Diese Frage ließ ich einmal im Kreise meiner mili Dein Plaz ist hier an der Wiege des Kleinen, in dem auch Kannegießerei: Louis Napoleon ist ein Intrigant... Defter- tärischen Freunde laut werden- wurde aber schmählich ein Vaterlandsvertheidiger groß gezogen werden soll. Dein reich tann nicht lange zuschauen... es tommt zum Kriege... niedergezischt. Das bloße Erwähnen von der Möglichkeit Platz ist an unserem häuslichen Herd. Um diesen zu Sardinien wird sich vor der Uebermacht fürchten und nach- eines Schattens eines Zweifels ist schon antipatriotisch. Im Schüßen und vor feindlichem Ueberfall zu wahren, um geben... Der Friede bleibt erhalten... Meine Wünsche voraus seiner Unüberwindlichkeit sicher sein, gehört mit zu unserm Heim, und unsern Frauen den Frieden zu erhalten, trotz aller theoretischer Bewunderung vergangener Schlachten den Soldatenpflichten. Also gewissermaßen auch zu den ziehen wir Männer ja in den Krieg." - waren natürlich inbrünstig nach Erhaltung des Friedens Pflichten einer loyalen Lieutenantsfrau. * Ich weiß nicht, warum mir diese Worte, welche ich in gerichtet, doch der Wunsch meines Gatten rief offenbar die ähnlicher Fassung doch schon oft zustimmend gehört und andere Alternative herbei. Er sagte es nicht grad' heraus, Das Regiment meines Mannes lag in Wien. Von gelesen hatte, diesmal einigermaßen als" Phrase" flangen... aber Nachrichten über die Vergrößerung des schwarzen unserer Wohnung hatte man die Aussicht * " auf den gehörigen Betriebe der Unfallversicherungspflicht unterwerfen, aber dem Bundesrath die Befugniß ertheilen, Ausnahmen zuzulaffen. Flickarbeit und beständige Durchkreuzung von Gesez und Verwaltung ist das Wesen unserer SozialLeform". Ein Hüter der Ordnung. Unser niederrheinisches Bruderorgan, die in Köln erscheinende Rheinische Ztg.", schreibt( Nr. 39 vom 13. d. M.): T " wickelt werden, lenkt, indem die vollen Namen derselben ver-[ Briefträger, die von Morgens frith bis Abends spät öffentlicht werden, nur konstatiren, daß die Redaktion der die Straßen zu durcheilen, treppauf treppab zu steigen Kölnischen Voltszeitung" sehr genau über die Exzesse in- haben. Und das in einer Uniform, die überhaupt unformirt war. Laut Angabe des Bäckermeisters Bach fanden bequem und für die jetzige Witterung so ungeeignet ist, wie sich am 9. d. M., also dem Tage der Berübung der Exzesse, möglich. Warum giebt man den Briefträgern, die doch zwei Berichterstatter der Kölnischen Volkszeitung" ein, informirten sich eingehend über die Vorgänge und nahmen Ab- Tag für Tag bedeutende Marschleistungen zu vollbringen schrift von dem ärztlichen Attest. Die Kölnische Boltszeitung" haben, nicht eine für ihren Beruf passende leichte, die war also, das steht fest, über die Erzesse ganz genau bis in die Körperbewegung nicht hemmende Tracht? In der Schweiz fleinsten Details informirt, trotzdem berührte dieselbe die Vor- tragen die Briefträger im Sommer leinene Kittel, gänge mit feiner Silbe; wie tam das? Nun, die Schritte, und sie finden sich dabei vortrefflich. Und der Dienst" welche der Polizeitommiffar Sperling bei uns zwecks Unter- desgleichen brüdung der Sache, freilich erfolglos, gethan, that er auch bei den sich mit der Post jedes anderen Landes messen, namentlich die schweizer Post ist musterhaft und kann Redaktionen der andern Zeitungen und dort, wie Figura zeigt, mit " Am Morgen des 9. d. M. spielten sich in Köln in dem Hause Kyffhäuserstr. 59 Szenen ab, welche, obschon wir ja auch schon viel gewöhnt sind, man doch wohl nur in der Türkei oder in Rußland für möglich gehalten hätte. Eine junge Frau, deren Mann auswärts beschäftigt ist, begleitete ihre jüngere Schwester, welche die Nacht bei ihr zugebracht Erfolg. Wenn wir auch nun ob dieses Erfolges nicht allzusehr auch mit der deutschen, wie die zahlreichen Landsleute, die erstaunt sind, so hatten wir doch von der Kölnischen Bolts- alljährlich auf Wochen und Monate in der Schweiz leben, hatte, des Morgens um 5 Uhr nach der in der Kyffhäuser- Beitung" nicht geglaubt, daß bei ihr die Scham ganz zu den bezeugen können. Wenn Herr Stephan sich entschließen straße gelegenen elterlichen 28ohnung. Unterwegs wurden dieHunden entflohen sei." tönnte, den Post- Militärzopf abzuschneiden und die armen selben von einem Herrn in Zivil, welcher sich später als der Kriminalfommiffar Sperling entpuppte, verfolgt und beWir fragen: Was geschieht mit diesem polizistischen Briefträger von der schwerfälligen und ganz sinnlosen läftigt; wenn die Frauen jedoch geglaubt, mit dem Erreichen Erzftrolch, der in so hundsföttischer Weise seine Buben- Militäruniform zu befreien, so würde er einmal ein gutes der auf dem 1. Stock belegenen elterlichen Wohnung sich der streiche verübt? Ist das Subjekt noch im Dienst? Aber Werk thun. Verfolgung entzogen zu haben, so hatten sie sich gründlich ge- vielleicht hält ihn der oder jener einflußreiche Notable so gut täuscht. Der Kommiffar stürmte den geängstigten Mädchen die reif für das Allgemeine Ehrenzeichen," wie den Ihring- Tuntenhäuser Bauern( Bayern) hat der ultramontane LandOrterer, der bayerische Zentrums Clown. Den Treppe hinauf nach, wars die sich ihm entgegenstellende Mutter Mahlow oder Naporra! Eins bedauern wir, daß die An- Tuntenhäuser Bauern( Bayern) hat der ultramontane Landder Mädchen zur Seite, drang in die Wohnung ein, faßte das gegriffenen von dem Recht der Nothwehr nicht den geredet, wobei er sich gar furchtbar gebärdete und selbigen tags- und Reichstags- Abgeordnete Dr. Drterer eine Rede ältere Mädchen bei den Haaren und mißhandelte dasselbe unter ausgiebigen Gebrauch gemacht haben, der ein für untenhäusern eine grausliche Freude bereitete. Er sagte: nicht wieder zu gebenden Ausdrücken. Auf das Geschrei der nicht wieder zu gebenden Ausdrücken. Auf das Geschrei der alle Mal diesem Sallunten und allen feinesgleichen Gine zu erwartende Militärvorlage werde das Zentrum felben sprangen der Vater und ein Bruder der Mädchen nun aus dem Bette, und es gelang denselben schließlich, den sich wie eine Wiederholung vergällt. Ist dieser Ordnungshüter mit strengster Vorsicht prüfen, nur absolut Nöthiges berafend geberdenden und mit einem Degenstock um sich Schlagen- nicht ein Typus, der in unseren in der Selbstzersetzung bewilligen, nachdem die Gegenleistung der Regierung in Form den die Treppe hinab zu befördern. Der in feiner im Keller griffenen Klassenstaat vortrefflich hineinpaßt? Und har- willigen, nachdem die Gegenleistung der Regierung in Form belegenen Backstube beschäftigte Bäckermeister Bach eilte, durch monirt mit diesem Gebahren des frechen Sperling nicht das der zweijährigen Dienstzeit aussichtslos erscheine. Die den Skandal aufmerksam gemacht, nun herbei, hob den am Schweigen tödtlicher Verlegenheit bei den bürgerlichen der Reichseinnahmen nahe. fehlenden Mittel legten ohnehin eine Vermehrung Fufe der Treppe liegenden Mann auf und fragte ihn, wer er Zeitungsspaken? denn eigentlich sei und was paffirt wäre; er erhielt darauf die den Sperling unter ihre russigen Fittiche nimmt, so ver- Berlegung des bayerischen Reservates entschieden entgegen Einer drohenden NeuWenn die Kölnische Zeitung" regelung der Biersteuer werde das Zentrum als Antwort, das ginge ihn nichts an, und der Herr Kommissar entfernte fich nun, um gleich darauf mit vier Nachtwächtern steht sich das von selbst. Wie reimt sich aber die Frumb- treten. Für die Menderung der Militär- Strafprozeßordnung zurückzukehren. Ein Söhnchen des Bäckermeisters, welches eit und der angeblich so große Gerechtigkeitssinn halte es an dem bekannten Beschluß des bayerischen Landfich auf der Straße befand, verhaftete er und trat dann wieder der ultramontanen Kölnischen Volkszeitung" in das Haus in Begleitung der Nachtwächter ein und faßte zusammen mit ihrer Wanzentaktik des Todtland befämpfe das Zentrum auf's Entschiedenste als die tages fest. Die Ausdehnung der Handelsverträge auf Rußden sich nach dem Grund der Verhaftung seines Sohnes er- ch weigens"? tundigenden Bäckermeister am Halse, gleichzeitig den NachtLandwirthschaft schwer schädigend und weder aus volts wächtern den Befehl ertheilend, fämmtliche im Hause befindliche Offiziöfe Lockung. Die Sozialdemokratie muß wieder wirthschaftlichen noch aus politischen Gründen geboten. Die Personen zu verhaften. Zwischen dem Bäckermeister und dein herhalten, um die Liberalen ins Regierungslager zu locken. Aussichten der Sozialdemokratie bei den nächsten bayerischen Kommissar entspann sich nun ein Kampf, wobei der Kommissar Seht auf die Sozialdemokratie! ruft die Norddeutsche Landtags- Wahlen bezeichnet Orterer als sehr schwach. zu Boden geschleudert wurde. Der Bäcker, welcher feinen Allgemeine Zeitung". Während die bürgerlichen Parteien Orterer und seine Freunde gehen mit der Regierung durch Ofen voll Backwaaren hatte, eilte nun rasch hinunter, um sich wacker mit Worten streiten und in Worten allerlei Dick und Dünn, und selbst den Erzpatrioten" von unter nach denselben zu sehen, und nun spielten sich Szenen ab, welche sich die Feder sträubt zu schildern. Der Kommissar drang treffliche Systeme bereiten, hält es die Sozialdemokratie mit hausen werden nachgerade die Kasperlsprünge dieses elastiin das Schlafzimmer des Bäckermeisters ein, riß die Frau der Weisheit, wonach im Anfange nicht das Wort, sondern schen Strebers zu" fad"! deffelben aus dem Bette und mißhandelte dieselbe durch die That gewesen sei." Welche Gesetze auch gegeben, wie Schläge, Stöße und Tritte; die Frau flüchtete von einem 3im fie auch gegen die Sozialdemokraten zugespitzt und daher mer in das andere, immer verfolgt von dem mit einem Stocke von diesen bekämpft werden, so wie das Gesetz gegeben ist, auf sie einschlagenden Kommiffar. Schließlich gelang es find die Sozialdemokraten hinterher, um sich auch die Vorihr, auf die Straße zu flüchten. Der Bäckermeister eilte auf theile solcher Geseze zu Nuze zu machen. Sie erobern die das durchdringende Hilfegefchrei seiner Frau rasch wieder Gewerbegerichte, fie dringen in die Gemeindevertretung, sie herbei, und es gelang ihm schließlich, den Rasenden aus seiner dehnen ihre Feldzüge auf das flache Land aus. Dem gegenWohnung zu entfernen. Die Nachtwächter, denen mittlerweile doch wohl Zweifel an der Berechtigung eines derartigen Vor- über sei es an der Zeit, daß die Bourgeoisie ihre Nörgelei gehens entstanden sein mochten, hatten unterdeffen den Revier- gegen die Regierung aufgebe, und ihr sans phrase Folge Kommissar herbeigeholt und diesem gelang es erft, den Toben- leifte. den zu besänftigen. Das Attest des herbeigeholten Arztes fon" U ftatirte an den Armen und Beinen der mißhandelten schwäch- Der Freifinn weicht muthig zurück. Die Deutschlichen Frau des Bäckermeisters eine Anzahl thalergroßer blut- freisinnigen in Bünde erlassen, wie der National- 3tg. unterlaufener Stellen. Der Schaden, welcher durch das Ver-( Nr. 486 vom 22. Auguft) telegraphisch gemeldet wird, Iorene bestellt, wenn Leute, welche solche Eresse verüben, jetzigen Wahlkampfes im Kreise Halle- Herfurth sagte der Iskraut. In einer Agitationsrede während des oder das Iskraut nach dem Bericht konservativer und nationalliberaler Blätter: " Ja, wir sind intolerant und wollen intolerant sein, denn es giebt nichts Unsinnigeres wie die Toleranz. Wir wollen auch nicht gleiches Recht für Alle, sondern wir erstreben ein besonderes Recht für die Evangelischen und eins für die Katholiken, eins für die Juden und eins für die Mohamedaner und was sonst noch herumläuft. Wir erstreben ein besonderes Recht für die Handwerker und für die Bauern, der Beamtenstand soll sein besonderes Recht haben und der Offiziersstand auch. Jeder soll nach seinem eigenen Recht be handelt werden, und der jetzige Zustand, daß für Alle daffelbe Gesetzbuch gilt, muß aufhören." Das ist wenigstens offen und ehrlich gesprochen. Und der Backwvaaren, demolirte Thüren und Fenster eine über den Kopf der Parteileitung erlassene Erklärung, scheiben entstanden ist, soll sich auf zirka 100 m. belaufen. wonach fie die freisinnige Kandidatur im Wahlkreis Wahrlich, es ist herrlich um die Ruhe und die Sicherheit der Bürger alle- Herford fallen lassen und den nationalliberalen wenn der oder das Istraut einmal nach seiner schönen über dieselbe wachen sollen. Merkwürdig ist es, daß Kandidaten Delius als den ihrigen aufstellen, und die Regel behandelt und intolerant" burch- oder todtgeprügelt unfere fämmtlichen bürgerlichen Zeitungen, welche doch sonst Herforder Leitung auffordern, desgleichen zu thun. Wir wird, dann darf es sich nicht beklagen. Jedem sein jede Neuigkeit brühwarm bringen, von diesem Vorfall, der werden sehen, ob es sich hier nur um ein nationalliberales Recht, auch dem Jskraut. schon Stadtgespräch bildet, noch keine Notiz genommen haben. Manöver handelt, oder ob der Freisinn", hier wie so oft, Sonderbar, höchst sonderbar!" vor seinem eigenen Anlauf erschrickt. Und in seiner Nummer 40 vom 17. d. Mts. schreibt daffelbe Blatt: zu Das neue englische Ministerium. Die Zeit der Vertagung des Parlaments wird für Gladstone keine Ruhe Die Auswanderung aus Deutschland. Im Monat zeit fein. Schon zeigen sich unheilverkündende Wölkchen. Um welchen Preis mag wohl das Juli wanderten aus über Bremen 4038, über Hamburg 3069, Noch in der letzten Sizung, unmittelbar vor dem Schluß, Schweigen der Kölnischen Boltszeitung" über andere deutsche Häfen 133. Jm Juli des Vorjahres beantragte Keir Hardie eine Herbstfession, die ausschließlich den Exzessen des Kriminalfommissars waren die entsprechenden Zahlen 3855, 2486, 119. Ueber der sozialen Frage gewidmet sein solle. Gladstone versteckte Sperling erkauft worden sein? Wenn wir es am Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam wanderten aus sich hinter eine Formalität, um den Antrag zu Fall zu Schlusse unseres Berichtes über die Exzesse des Kommiffars 1390, 385 und 104 Deutsche, gegen 1341, 147 und 65 im bringen. Er ist aber an den Unrechten gekommen, und Sperling sehr fonderbar fanden, daß keine der hiesigen Vorjahre. Während die Zahl der deutschen Auswanderer Keir Hardie, Burns und die übrigen Arbeitervertreter, die Zeitungen, welche doch zeilenhungrige Reporter genug besitzen, über deutsche Häfen gegen das Vorjahr um 780 abgenommen, nicht im Gefolge der Bourgeoisie sind, treffen bereits ihre natürliche Lösung dieses Räthsels gefunden, und können hat die der deutschen Auswanderer über ausländische Häfen Maßregeln, um eine Bemogelung der Arbeiter durch das speziell in Bezug auf die Kolnische Volkszeitung" fich um 1106 vermehrt. Es spricht dieses nicht zu Gunsten liberale Minifterium zu verhindern. welche in ihrem Ableger, dem Lokal- Anzeiger", jo der deutschen Rhederei. Gladstone will für die Arbeiter augenscheinlich nichts gerne die Aufmerksamkeit der Arbeitgeber auf Arbeiter, welche Der militaristisch- bureaukratische Postzopf. Wohl gelöst werden müsse. Die Arbeiter meinen jedoch mit Recht, thun er flüchtet sich hinter die irische Frage, die vor Allem Eintreten für ihre Ideen in eine Gerichtsverhandlung ver- am schlimmsten dran bei dieser afrikanischen Hiße sind die die Arbeiterfrage sei mindestens so wichtig wie die irische, und sie von diesen Exzessen Notiz genommen, so haben wir heute die wegen Berbreitung von Flugblättern, oder sonst durch das Arno mitgehen muß?" Es standen mir schon wieder die Thränen in den Augen. " Prater, und wenn man da ans Fenster trat, wehte ,, Nein, nein, mein Arno... Ich begreife mich selber es fommerlich verheißend herein. Es war ein wunder nicht. Das mar nur so ein Anfall... ich bin ja doch voller Frühling. Die Luft war lau und veilchen- felber für militärischen Ruhm begeistert... aber ich weiß Das wird er auch der beneidenswerthe Junge." duftend, und zeitiger als in anderen Jahren sproßte nicht vorhin, als Du sagtest, alles hänge von einem Aber meine Angst die Gefahr-" das junge Laub hervor. Auf die im kommenden Monat be- Worte ab, das jetzt gesprochen werden soll ein Ja oder Nein " Ach was, Gefahr! Man kommt vom Kriege auch vorstehenden großen Braterfahrten freute ich mich unbändig. auf das sogenannte Ultimatum- und dieses Ja oder Nein nach Haus, wie Figura zeigt. Ich habe mehr als eine Wir hatten uns zu diesem Zweck ein tokettes Beugel" an folle entscheiden, ob Tausende bluten oder sterben sollen Kampagne mitgemacht, Gott sei Dant, bin auch mehr als geschafft, nämlich einen Rutschierwagen mit einem Viererzug sterben in diesen sonnigen, seligen Frühlingstagen da einmal verwundet worden von ungarischen Juckern. Schon jetzt, in diesen herrlichen war mir, als müßte das Friedenswort fallen, und ich konnte Apriltagen, fuhren wir beinahe täglich in den Prateralleen nicht anders, als betend niederknieen" spazieren, aber das war nur ein Borkosten des eigentlichen Maigenusses. Ach, wenn nur bis dahin nicht etwa der Herzensnärrchen?" „ Um dem lieben Gott die Sachlage mitzutheilen, Du Krieg ausbräche!. Die Hausglocke ertönte. Schnell trocknete ich meine Thränen. Wer konnte das sein- so früh? Es war mein Vater. Derselbe kam hastig hereinNa, Gott sei Dank jetzt hat die Unentschiedenheit ein Ende!" rief mein Mann, als er am Morgen des neunzehnten April vom Exerzieren nach Hause kam. Das Ultimatum ist gestellt." " Ich erschrat. Wie was- was heißt das?" " Das heißt, das letzte Wort der diplomatischen Verhand. lungen, welches der Kriegserklärung vorausgeht, ist ge sprochen. Unser Ultimatum an Sardinien fordert, daß Sardinien entwaffne was dieses natürlich bleiben läßt, und wir marschiren über die Grenze." " Großer Gott! Vielleicht aber entwaffnen sie?" " Run, dann wäre der Streit auch beigelegt, und es bleibt Frieden." Ich fiel auf die Knie gestürzt. Nun, Kinder," rief er athemlos, indem er sich in einen Lehnsessel warf. Wißt Ihr schon die große Nachricht das Ultimatum Soeben hab ich's meiner Frau erzählt." Sag' Papa, was meinst Du," fragte ich bange, wird der Krieg dadurch abgewendet?" und bin doch am Leben, weil es mir eben bestimmt war, am Leben zu bleiben." Die alte fatalistische Redensart! Dieselbe, welche für Nurus künftige Berufswahl hatte herhalten müssen und die mir auch jetzt wieder als ein Stück Weisheit einleuchtete. Wenn etwa mein Regiment nicht beordert werden sollte" begann Arno. eine Hoffnung." " " Ach ja," unterbrach ich freudig, das ist auch noch " Dann lasse ich mich versehen, wenn möglich " " Es wird schon möglich sein," versicherte mein Vater. Heß bekommt den Oberbefehl und der ist mein guter Freund." Mit welch anders, als diese beiden Männer bewundern. Das Herz zitterte mir, aber dennoch konnte ich nicht " Ich wüßte nicht, daß ein Ultimatum jemals einen sprachen, als handelte es sich um einen geplanten Spazier fröhlichem Gleichmuth sie von einem kommenden Feldzug ich konnte nicht anders. und diesem italienischen Fammerpack, wenn es nachgeben würde die Pflicht nicht riefe freiwillig vor den Feind ziehen, Lautlos und dennoch heftig wie ein Schrei, fchwang sich gute Bater Radetky nicht voriges Jahr gestorben, ich glaube, natürlich. Ich raffte mich auf. Fort mit meinem kindifchen, aus meiner Seele die Bitte zum Himmel:" Frieden, er hätte, trotz seiner neunzig Jahre, sich noch einmal an die weibischen Bangen! Frieden!" Spize feines Heeres gestellt, und ich wäre, bei Gott, auch Lieben würdig zu zeigen, das Herz über alle egoistischen Jetzt galt es, mich dieser meiner Arno hob mich auf: Du närrisches Kind!" Ich schlang meine Arme um seinen Hals und fing wie man mit dem welschen Gesindel fertig wird. Sie Raum geben: Wiein Gatte ist ein Held. zu weinen an. Es war kein Schmerzensausbruch, denn noch haben aber noch nicht genug daran, die Razelmacher war ja bas Unglück nicht entschieden aber die Nachricht sie wollen eine zweite Bettion haben! Auch recht! hatte mich so erschüttert, daß meine Nerven zitterten und unser lombardisch venetianisches Königreich wird sich diesen Thränensturz verursachten. durch das piemontesische Gebiet ganz schön vergrößern Vater gewendet, mit freudestrahlender Miene: Martha, Martha, Du wirst mich böse machen", schalt lassen ich sehe schon den Einzug unserer Truppen in Arno. Bist Du denn mein braves Soldatenweiblein? Turin." Vergissest Du, daß Du Generalstochter, Oberlieutenantsfrau Aber Papa, Du sprichst ja, als wäre der Krieg schon erklärt und als wärst Du darüber froh. Doch wie, wenn schloß er lächelnd Korporalsmutter bist?" und Ich sprang auf und hielt ihm beide Hände hin: Arno, ich bin stolz auf Dich!" Er zog meine Hände an seine Lippen; dann an den " Das Mädel hast Du gut erzogen, Schwiegervater!" in Turin am 26. April. Die Würfel gefallen Abgelehnt! Das Ultimatum abgelehnt! So geschehen ausgebrochen"! 1 der Krieg wollen Thaten sehen- der Gladstone'sche blaue Dunft ver-| bauliche Schriftstücke dieser Art veröffentlicht werden würden. I gegliederten Aerzte- Fachverein bilden, die Gelegenheit eine sehr fängt nicht mehr. Sehr zu Statten kommt ihnen, daß Das bulgarische Volt theile seine Anschauumgen, weil es erwünschte war, mit dem Medizinalverband zu brechen. Es Gladstone auch die Radikalen vor den Kopf gestoßen hat, seine Unabhängigkeit von Rußland bedroht fühle. Vor zwei thaten sich hierin ganz besonders einige liberale Heißsporne indem er deren tüchtigsten Vertreter: Labouchère von dem Jahren habe er bei Rußland die offizielle Anerkennung hervor. Sofort wurde also dem Verband gekündigt und mit Minifterium ausschloß angeblich, weil die Königin dies Bulgariens nachgesucht. Der Journalist Tatistscheff habe Batienten, die doch gewiß nicht schuldig waren, daß ihr Raffirer feltener Einmüthigkeit ließen die Herren Aerzte ihre armen verlangt hätte. Ein schöner Grund für einen Volksmann", ihm darauf folgende Bedingungen über bracht: In der sie schuftig im Stiche ließ, im Glend schmachten. Die Aerzte als welcher der alte große Windbeutel" fich gern aufspielt! Bolitik russische Inspiration, an der Spize der Armee empfanden in dem Verbande eine sie in ihren Erwerbsverhält Noch schlimmer ist für diesen, daß die Irländer Forde- russische Offiziere und eine russische Flotte in Burgas. Er, niffen beengende Fessel, die sie sich bei der ersten besten Gelegenrungen an ihn ftellen, die weder er, noch ein Theil seiner Stambulow, habe geantwortet: Dann bliebe dem Zaren heit vom Halfe schaffen wollten. Unter solchen Umständen mußte Anhänger zu bewilligen geneigt find. Unter solchen Um- nur übrig, auch die bulgarischen Steuern selbst einzu der Verband entweder verkrachen oder den Kampf unter den erständen ist mit ziemlicher Gewißheit vorauszusehen, daß heben." schwerendsten Umständen aufnehmen. Einmüthig entschieden sich Gladstone am 4. November keine regierungsfähige Majorität die Mitglieder für letzteres. Bis jetzt scheint der Erfolg finden und bald zu einer abermaligen Auflösung gezwungen auch mit uns zu fein; bereits haben sich auch Aerzte fein wird. In jedem Fall haben die englischen Arbeiter das gemeldet, welche die Behandlung unserer Kranken überSpiel in der Hand. Deckung der Aerzteschuld geht flott vor sich und so dürfen wir nehmen. Auch die Sammlung freiwilliger Beiträge zur erwarten, daß auch dieser bittere Schlag überwunden wird, ohne daß die Hoffunng unserer Gegner sich erfüllt, welche von dem Fall Hänsler einen vollständigen Zusammenbruch unserer Parte in Baden und der Pfalz erwarten. Die Niobe der Nationen. Unsere bürgerliche Preffe bringt folgende Notiz aus London: 17 * Südamerikanische Wirren.! Der ,, New- York Herald" meldet aus Valparaiso, daß Baptista zum Präsidenten der Republik Bolivia gewählt worden fei. Zugleich bestätigt die Meldung die Verhängung des Belagerungszustandes über Bolivia.- Der Londoner Standard" meldet aus Buenos Ayres( Argentinien) vom 20. d. Mts., der Präsident Der zweite Theil der jüngsten Volkszählung in Pellegrini sei infolge des zwischen der Regierung und dem Irland, der soeben als Blaubuch veröffentlicht wurde, ent- Kongreß entstandenen Zwiftes von seinem Posten zurück hält die wahrhaft überraschende Thatsache, daß nicht weniger getreten; der Kongreß habe darauf Saens Pena, welcher, als 3 415 090 Irländer in den letzten vierzig Jahren nach der wie jüngst gemeldet, zum Präsidenten gewählt wurde, ersucht, geordneten Stadthagen anhängig gemacht sein. St. foll in einer Irlands beziffert sich blos auf 4 704 750 Seelen und beträgt die Präsidentschaft jetzt schon anzutreten. daher kaum halb so viel, als in den Jahren, welche der großen irischen Hungersnoth unmittelbar vorausgegangen find. Auch während der letzten zehn Jahre hat diese Auswanderung ununterbrochen angedauert, und es verdient besonders hervor: gehoben zu werden, daß von den 770 706 Personen, welche seit 1891 Irland den Rücken gefehrt, faft eine halbe Million im besten Mannesalter, nämlich zwifchen 20 und 45 Jahren, fich befunden hat. Neuen Welt ausgewandert sind. Die ganze Bevölkerung = Von der Cholera. Der„ Hamburgische Korresponこれ Ein neuer Prozek soll gegen unseren Genossen Abs Rede in Sagan sich einer Beamtenbeleidigung schuldig gemacht haben. So wenigstens weiß der Niederschles. Anzeiger" zu be richten. " " dent dementirt die auswärts verbreiteten Gerüchte, daß in Hamburg Cholerafälle vorgekommen seien. Gestern feien schen Wahlkreise( Hameln) findet am Sonntag, den 28. d. M., in Eine Parteifonferenz der Genossen im neunten hannovers zwar mehrere Personen in der Hafengegend, am Billhörner Springe statt, zu welcher jeder Ort des Kreises einen Delegirten Deich und in Barmbeck unter choleraartigen Erscheinungen zu entfenden hat. gestorben. Die amtliche Sektion der Leichen habe jedoch ergeben, daß es sich in allen diesen Fällen nicht um dic Die freifinnige ,, Breslauer Zeitung" giebt sich in einem So wird eine Nation zu Grunde gerichtet, ausgetilgt, asiatische Cholera, sondern um die jedes Jahr während der Artikel, betitelt Sozialdemokratie und Stadtverordnetenwahlen", in dieser besten der Welten. Ueberraschend" ist die heißen Jahreszeit hier vorkommende Cholerine oder Cholera große Mühe, die zweite Stadt der Monarchie" vor dem Schicksal Thatsache" jedoch nicht, wenn auch haarsträubend." I'm nostras handle.- In Sastedt( im Bremischen) starb u bewahren, ein paar sozialdemokratische Hechte" in den friedI. Band seines Kapital", der vor genau einem Vierteljahr eine Wittwe an amtlich konstatirter Cholera nostras. Scharfe Prinzipiell" hat das würdige Blatt gegen die Betheiligung der famen Karpfenteich des Stadtverordneten- Kollegiums zu bekommen. hundert erschien, die Vorrede trägt das Datum des Vorsichtsmaßregeln find getroffen worden. Aus Grange- Sozialdemokratie an den Kommunalwahlen natürlich nichts ein25. Juli 1867 hat Karl Marx diese Ermordung mouth( Schottland) wird der Frankfurter Beitung" zuwenden, aber praktisch will es die Hechte selbstverständlich nicht eines Volkes mit Meisterhand geschildert und auch die( Nr. 233 vom 20. d. M.) ein Cholera- Fall gemeldet. Ein im Kollegium haben, denn die gute Verdauung der Karpfen leidet, und Folgen verkündet. deutscher Schiffsheizer, der vorgestern von Hamburg fam, wennauch nur ein Hecht den Teich unsicher macht. Damit nun die Seitdem ist der Bernichtungs- Prozeß ununterbrochen verstarb im Hospital innerhalb 6 Stunden. Die Cholera Breslauer ja nicht etwa die Extravaganz begehen, die sozialweiterfortgeschritten, die Regierungen haben in England nostras( heimische Cholera) ist seit dem 20. d. M. in Jumet Beitung" vor Augen, wie in Berlin die sozialdemokratischen Stadtdemokratischen Kandidaten zu wählen, führt ihnen die Breslauer gewechselt, allein weder Whig noch Tory, weder Liberaler( Belgien) aufgetreten und scheint sich weiter auszubreiten. Da verordneten so gar nichts Positives geschaffen haben. Nichts noch Ronservativer hat das Verbrechen zu fühnen fortwährend neue Erkrankungen gemeldet werden, besonders Positives", das ist immer durchschlagend beim Philister, der ge gesucht, das der Kapitalismus und die englische Mißwirth von Kindern, sind umfassende Schutzmaßregeln angeordnet wöhnt ist, Alles mit Mark und Pfennigen zu bewerthen, Alles fchaft an Irland verübt. Auch Gladstone wird es nicht worden. Die niederländische Regierung verbot die fogar feinen Patriotismus", wie fich Anno 70 so schön fühnen. Die Rettung Frlands liegt einzig im Sozia- Einfuhr aller aus den russischen Häfen kommenden Waaren.seigte. Aber troh der Thatsache, daß die Sozialdemokratie lismus. Aus Teheran( Perfien) kommt die Nachricht, daß der im Berliner Stadtverordneten- Kollegium in der Minderheit ist, ist Schwedischer Arbeiter Kongreß. Das Depeschen gekniffen ist. Hunderte von Familien, die gleichfalls aus fratischer Abgeordneter hindert die Vertreter des Bürgerthums, Schah und sein Gesinde vor der Cholera in die Berge aus der Zweck, den sie mit der Wahl von Stadtverordneten verband, voll und ganz erreicht worden. Die Anwesenheit sozialdemobureau Herold" meldet aus Malmö unter'm 22. b. M.: wandern wollten, wurden durch Landleute in die Haupt ihren Ausbeutungsgelüften die Zügel schießen zu laffen. Sie " Der sozialistische Arbeiter- Rongreß beschloß, die Errichtung stadt zurückgedrängt. Die letzte Nummer der amtlichen müssen etwas Selbstzucht üben, so schwer ihnen das auch wird, von standinavischen Fachvereinigungen und die Aufnahme Beitung bringt eine Beschreibung der Verwüstungen, welche und daß das mit einer geringeren finananziellen Belastung des aller Hilfsarbeiter in dieselben zu empfehlen, sprach sich für die Cholera in den Landgegenden, wo weder Arzt noch arbeitenden Volkes identisch ist, bei dem im Mammonismus die Agitation unter den Landarbeitern aus, um deren Arzneimittel vorhanden, angerichtet hat. Ein in der untergegangenen Bürgerthum ist selbstverständlich. Eben deshalb ökonomische Lage wirklich heben zu können, und beschloß, Sigung des Pariser Gesundheitsrathes vom 20. b. M. will es nirgends Vertreter des Proletariats in der Gemeinde haben am 1. Mai 1898 eine Demonstration zu veranstalten. In erstatteter Bericht über den gegenwärtigen Gesundheits- und dies kann anderseits das arbeitende Bolt in der energieder Streiffrage wurde theils die größte Vorsicht bei den zu zustand von Paris besagt, daß die Cholera- Erkrankungen vollsten Betheiligung an den Kommunalwahlen nur bestärken. veranstaltenden Streiks, theils statt der Streits der Boykott in der Stadt und in deren Weichbilde fortdauernd ab- Hoffentlich gelingt es unfern Breslauer Parteigenossen, die Wahl empfohlen. Ein engerer Zusammenschluß aller skandinavischen nehmen, der Gesundheitszustand sei so zufriedenstellend wie itirten Artikel der Breslauer Beitung" fchließen läßt, harrt der fozialdemokratischer Kandidaten durchzusetzen; wie sich aus dem Arbeiterorganisationen zur gegenseitigen Unterstützung wurde möglich. Nach russisch- amtlicher Mittheilung ist die Gewählten auch in Breslau die bekannte Herkulesarbeit. für durchaus nöthig erklärt." Cholera jetzt auch im Gouvernement Twer aufgetreten; es Ministerwechfel in Serbien. Das Ministerium werden 6 Erkrankungen gemeldet, von denen 2 tödtlich verBafic ist gefallen, an seine Stelle trat das Ministerium liefen. Nach in Stockholm aus Helsingfors( Finn Avatumovic. Wolff's Telegraphisches Bureau meldet: land) vorliegenden Nachrichten sind einige weitere Cholera Als Programm des neuen Rabinets wird angegeben: fälle, welche theilweise tödtlich verliefen in Reyholm, Unterhaltung guter Beziehungen zu allen Mächten behuss Serdobol und einem Orte an der finnisch- russischen Grenze Sicherstellung der Neutralität Serbiens, stramme Ber- vorgekommen. In Petersburg sind vom 20. bis waltung, Hebung der Volkswirthschaft durch Schaffung ge 21. b. M. an der Cholera 87 Personen erkrankt, 32 ge eigneter Einrichtungen, Vermehrung der Kommunikations- storben und 53 genesen. Der Kaiser von Desterreich liche Kampfesformen. mittel, Regelung des Steuersystems, um das Gleichgewicht hat, offenbar wegen der die Grenze bedrohenden russischen im Staatshaushalte dauernd herzustellen und die Organi Choleragefahr, die Einstellung der Schlußmanöver des firung der Landesvertheidigung zu ermöglichen." Diese 10. und 11. Armeekorps in Galizien( Defterreichisch- gegen 17 Theilnehmer der Maifeier richtete, beschäftigte dieser schönen Rebensarten hindern natürlich nicht, daß Serbien Polen) anbefohlen. ein Basallenstaat ,, Bäterchens" bleibt. Bulgarisches. Der Chef der bulgarischen Regierung ift vom Suzerän Bulgariens, dem Sultan, in Audienz empfangen worden. Das bedeutet einen Schritt zur Anerkennung des jungen Gemeinwesens. Der Pariser Figaro" veröffentlicht ein Interview Stambulow's, worin es heißt: Stambulow habe die von der Swoboda" publizirten Dokumente für echt erklärt und geäußert, daß bald weitere er heim " ... -Parteinachrichten. " Frankenhausen am Kyffhänser. Bei der am 19. d. M. hier stattgefundenen Nachwahl für den Gemeinderath fiegte der fozialdemokratische Kandidat, Landtags- Abgeordneter Karl Apel sen. mit 365 Stimmen über den Gegner( Kartell), der nur 292 Stimmen erhielt. 64 Stimmen unseres Genossen wurden für ungiltig erklärt, da der Name des Kandidaten das Wörtchen fenior" fehlte uugenau angegeben war, obwohl es hier keinen anderen mit dem Namen Karl Apel giebt. Kleine Verhältnisse- KleinPolizeiliches, Gerichtliches 2c. Sagan. Gin Sozialistenprozeß, welcher fich Tage das hiesige Schöffengericht. Auf Antrag der fgl. Staatsanwaltschaft waren diefelben beschuldigt, am 1. Mai 1892 zu Sagan bezw. Deutschmachen an einem öffentlichen Aufzuge theilgenommen zu haben, zu welchem die nach den§§ 9 und 10 des Versammlungs- und Bereinsgesetzes vom 11. März 1850 erforderliche Genehmigung nicht ertheilt war, ferner groben Unfug verübt zu haben, indem sie sich an einer Gruppe bezw. einem Aufzuge betheiligt, in welchem drei rothe Papierbrachen mit Inschriften wortlichen Streiche des Lübrians Hänsler der Parteibewegung durch ein Auflauf Aus der Pfalz. Wie schon berichtet, haben die unverant und sozialdemokratischen Sinnbildern getragen wurden, wovon Mannheim und der Pfalz eine schwere unde geschlagen, war". von Menschen herbeigeführt herbeigeführt worden Sämmtliche Angeklagten erklärten sich für nichtdie nicht so schnell vernarbt sein dürfte. Auch heute sind wir schuldig. G3 habe sich am 1. Mai nur um einen Spaziernoch nicht in der Lage, genaue Details über die Veruntreuungen gang, nicht um einen Aufzug im Sinne jenes Gesetzes Seit einer Woche war ich auf die Ratastrophe gefaßt, deffelben anzugeben. Der Konkurs, der über Häusler's Ver- gehandelt; ein solcher sei von der Polizeibehörde nicht genehmigt dennoch versetzte mir deren Eintreffen einen derben Schlag. laffenschaft verhängt werden dürfte, wird uns eine genaue Auf- worden. Ferner bestritten sie die Verübung groben Unfugs. As Schluchzend warf ich mich auf das Sopha, den Kopf in die klärung geben. Zeuge wurde der berittene Gendarm Tesch gehört. Die AnklageRissen verbergend, als mir Arno diese Nachricht brachte. Hänsler war befoldeter Geschäftsführer des hiesigen behörde hielt nach geschlossener Beweisaufnahme die Anklage aufEr setzte sich an meine Seite und tröstete mich fanft. Medizinalverbandes, der von ihm unter den denkbar schwierigften recht und beantragte gegen die Befchuldigten Geldstrafen bis zur Mein Liebling, Muth- Fassung! Es ist ja nicht Berhältnissen 1884 mitbegründet wurde. Händler's rasilofer Höhe von 20 M. Der Gerichtshof indeß erkannte auf FreiThätigkeit so schlimm... in furzer Zeit fehren wir als Sieger verdanken, daß dieses Justitut fich trefflich entwickelte. welche sie hatten aufsteigen lassen, nirgends einen Schaden anwar und seinem Geschick es wesentlich zu sprechung. Da festgestellt wurde, daß die drei rothen Drachen, .. Dann werden wir zwei doppelt glücklich sein. Der Verband befand sich immer vorwiegend unter der Leitung gerichtet hatten. Es könne fich, so motivirte der Richter das Weine nicht so, es zerreißt mir das Herz... fast berene von Parteigenossen. Die Manuheimer nationalliberale Partei Erkenntniß, nicht im Mindesten darum handeln, ob man es mit ich, daß ich mich engagirt habe, auf jeden Fall mitzugehen. verfuchte zwar wiederholt, das Unternehmen in die Hände zu be- Sozialdemokraten oder Angehörigen anderer Parteien zu thun doch nein, bedenke: wenn meine Kameraden hinaus müssen, kommen, doch stets ohne Erfolg. Anhänger dieser Partei be- babe, sondern nur barum: ist eine Uebertretung begangen worden? mit welchem Recht dürfte ich da zu Hause bleiben? Du gründeten dann einen neuen Medizinalverband. Derselbe segelt Nach reiflicher Prüfung sei der Gerichtshof nicht zu der Anselber müßtest Dich meiner schämen... Einmal muß ich offen unter liberaler Flagge, fonnte es aber trotzdem oder vielnahme gelangt, daß ein Aufzug, oder daß durch das Führen und ja die Feuertaufe erhalten ehe das geschehen, fühle ich leicht auch weil er von dem Prozenthum protegirt wurde, nicht Steigenlaffen der Drachen, gleichviel von welcher Farbe, eine Bemich gar nicht recht als Mann und als Soldat. Dent' nur, einmal zu einem Achtungserfolg bringen. Auch die Gewerkvereine läftigung des Publikums, welche der§ 360, 11 St.-Str.-G.-B. vormich gar nicht recht als Mann und als Soldat. Dent' nur, versündigten sich an einer Konkurrenzgründung mit dem gleichen aussett, stattgefunden habe. wie schön wenn ich zurückkomme mit einem dritten negativen Erfolg. Bis zum letzten Jahresabschluß des Verbandes Stern am Kragen vielleicht mit einem Kreuz auf der konnte nur von einer musterhaften Ordnung gesprochen werden. Kolonnade der Zentralhalle zu Zeitz die Parole der dem BildungsNur für Männer! lautete am 12. August Abends in der Bruft." Die Thätigkeit Hänsler's sicherte ihm bei den übrigen Vorstands verein angehörenden Sozialdemokraten. Infolge der Auslegung Ich lehnte meinen Kopf an seine Achsel und weinte mitgliedern ein unbegrenztes Vertrauen. Die Revision erfolgte der Gesetze sowohl seitens der Polizei als auch seitens des Oberba weiter. Wie klein ich doch wieder dachte: Sterne fchließlich nicht mehr mit der nothwendigen Umsicht und so war verwaltungsgerichtes darf der Zeizer Bildungsverein als„ pound Kreuze erschienen mir in diesem Augenblick als so es möglich, die Kaffe um den hohen Betrag von 18-20 000 M. litischer" Verein auch zu seinen Bergnügungen feine Damen mehr Schaler Flitter Nicht zehn Großkreuze auf dieser au schädigen. Hänsler's Thätigkeit als Rassenbeamter brachte ihn aulaffen und so mußte das Kränzchen am 12. August ohne solche theuren Brust konnten einen Ersatz bieten für die grause nicht zu schüßen vermochten, und der Leichtfuß war für deren Einfluß über Schwierigkeiten dieser Art zu triumphiren versteht. Um 9 Uhr mit verschiedenen Leuten in Berührung, die den Werth des Geldes stattfinden. Der Zeiger Bildungsverein bewies aber, daß er auch Möglichkeit, daß eine Rugel fie zerschmettere Arno tüßte mir die Stirn, schob mich sanft beiseite und Jahresfrist in Nußlach und anderen Orten der nächsten Umgebung liedes", bas, vom Genoffen Strzelewicz gedichtet, in seinem ersten nur zu empfänglich. Bu allebem kam, daß vor ungefähr begann das Kränzchen und zwar mit dein Gesange eines Feſtstand auf: Mannheims eine Anzahl Zigarrenarbeiter in der schofelſten Weise Vers folgendermaßen lautet: Ich muß jetzt fortgehen, liebes Rind zu meinem wegen Betheiligung an unserer Bewegung gemaßregelt wurden, Obersten. Weine Dich aus... wenn ich wiederkomme, und fich in ihrem Glend an ihn wandten. Hänsler schaffte Rath hoffe ich, Dich standhaft und heiter zu finden ich brauche indem er die Genossenschaft Vorwärts" begründete. Obwohl es bas, um nicht von trüben Ahnungen beschlichen zu werden. noch nicht festgestellt ist, darf doch als sicher angenommen werden, Jezt, in so entscheidender Zeit, wird doch meine eigene daß 5. einen Theil des Fehlbetrages des Medizinalverbandes zu tleine Frau nichts thun, mir den Muth zu benehmen, meine Thatenluft zu dämpfen? Adieu, mein Schat." Und er ( Fortsetzung folgt.) ging. dieser neuesten Gründung verwendete. Bemerkt sei hier, daß seine engeren Freunde und Genoffen Hänsler oft und in der entschiedensten Weise von seinem Thun abgerathen haben, leider ohne Erfolg. So tam der Krach mit Schrecken. Sofort, als das traurige Resultat befannt wurde, fand eine Generalversammlung des Medizinalverbandes statt, die in der einmüthigften Weise es als Ehrensache erflärte, die Verpflichtungen gegenüber den Aerzten, bie 11000 m. su fordern hatten, zu erfüllen. Das Merkwürdige aber bestand barin, daß die erste schon viel früher über die Kalamität unterrichtet geivesen zu sein scheinen und daß denselben, die einen feftDas erste Uebel auf der Welt Das war die Frau,' s ist festgestellt. Sie brachte uns um's Paradies, Weil sie verbotene Früchte biß. Der Polizeichef Michael Erließ hierauf gleich den Befehl, Den man noch heute befolget genaut: Raus mit dem Umsturz, hinaus mit der Frau! So luftig wie das Fest begann, endete es auch. Jedenfalls haben sich die Mitglieder des Bildungsvereins bei demselben viel besser amüsirt, als die Ordnungsbrüder das bei ihren langweiligen Festivitäten fertig bringen können. 80 Sozialdemokratischer Wahlverein Für den Inhalt der Inserate über für den IV. Berliner Reichstags- Wahlkreis. nimmt die Redaktion dem Publikum Jugut, Abends 8½ Uhr, im 15. Stiftungs- Fest ber gegenüber keinerlei Verantwortung. Dienstag, den 23. Augune gratulerit. 117. Sotale Bönigsbank, Berlin. Unterstützungs-& Begräbniss- Kasse Theater. Dienstag, den 23. Auguft. Opernhaus. Die Zauberflöte. Schauspielhaus. Imogen. Leffing- Theater. Der Lebemann. Kroll's Theater. Ein Maskenball. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Methusalem. Ostend- Theater. Die Juden von Worms. Bellealliance- Theater. Krokodil. Das kleine Adolph Ernst- Theater. Fräulein Feldwebel. Thomas- Theater. Onkel Bräfig. Versammlung. Tagesordnung: ( Eingeschriebene Hilfskaffe 42) der Vergolder und Berufsgenossen am Sonnabend, den 27. August 1892, 1. Staatssozialismus und Sozialdemokratie. Referent: Reichs in Jul. Haase's Salon ,, Königsbank", Gr. Frankfurterstr. 117, tagsabgeordneter J. Auer. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Um zahlreichen Besuch ersucht 398/4 Sonntag, den 28. August: Der Vorstand. 399/18 Lassalle- Feier des Sozialdemokratischen Wahlvereins für den III. Berliner Reichstags- Wahlkreis im ,, Seeschlösschen"( Friedrichshagen). Entree 10 Pf. Abfahrt 8,02 vom Schlesischen Bahnhof. Entree 10 Pf. Für Nachzügler: 9,04. 10,32. 12,32. 2,32. bestehend in Vokal- und Instrumental- Konzert ausgeführt von der verstärkten Haustapelle, sowie des Gesangvereins„ Orpheus", und Auftreten des Genoffen Osang nebst Tochter u. anderer bewährter Kräfte. Festrede gehalten vom Kollegen Vieht. Entree 30 PT. Anfang 8 Uhr. Nach dem Konzert: Grosser Ball. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Während der Kaffeepause finden Vorträge verschiedener Art statt. Der Vorstand. 500/4 Gr. öffentliche Versammlung Berl. Sommer- Theater Achtung! Bohner. Achtung! der Klempner und aller in der Blehinduſtrie beſchäft. Arbeiter ( Artistischer Leiter: Paul Pauli.) Dienstag, den 23. August: Vorstellung in 5 Abtheilungen. 61 Uhr: Concert, Musikdirektor Rachfall. 71/2 Uhr: ad Spezialitäten 1. Ranges. Miss Elvira. Gebr. Schwarz. G. Rösser. Morlay- Trio. 81/2 Uhr: Zum 17. Male: Die Zillerthaler. Liederspiel von F. Nesmüller mit Ferd. Worms als Gast. 92 Uhr: Specialitäten 1. Ranges. Nur noch kurzes Auftreten der Gebrüder Carl und Camillo Schwarz. 1014 Uhr: Grosses Ballet. Prima Ballerina: Marie Ala. 6 SoloTänzerinnen, Corps de Ballet 18 Damen. Fantoches- Theater des Mr. Winn. Täglich: Grosse Vorstellung. Siehe die Anschlagsäulen. Donnerstag, 25. August: AbschiedsBenefiz für die Gebr. Carl u. Camillo Schwarz. Adolph Ernst- Theater. Vorletzte Woche. E 3um 67. Male: Fräulein Feldwebel. Gesangsposse in 3 Atten von Ed. Jacobsohn und W. Mannstädt. Mufit von G. Steffens. Anfang 7%, Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Der Sommergarten ist geöffnet. We In Vorbereitung: Die wilde 3 Sämmtliche Bohnergehilfen Berlin's werden eingeladen, sich behufs Gründung eines Vereins Sonnabend, den 28. Auguft, Abends 8 Uhr, im Restaurant zum Eichenßtab, Stallschreiberstraße 29, einzufinden. Referent Herr W. Schmidts. 1633b Dienstag, den 23. August 1892, Abends 8½ Uhr: Große öffentliche Versammlung am Mittwoch, den 24. August, Abends 8½½ Uhr, in Joël's Salon, Andreas- Straße Nr. 21. Tagesordnung: 1. Vortrag über Gewerbegerichte.( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht.) 2. Wahl von vier Kandidaten zu denselben. 3. Wahl von zwei Vertretern zur Streif- Kontrollkommission. 4. Verschiedenes. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann: C. Sponholz. Grosse 500/4 aller Gold- u. Silberarbeiter Mäntelnäherinnen- Versammlung und verw. Berufsgenossen u.-Genossinnen in Deigmüller's Salon, Alte Jakobftraße Nr. 48 a. Tages- Ordnung: 1. Vortrag über„ Gewerbegerichte". Referent: Regierungsbaumstr. a. D. Herr G. Kessler. 2. Diskussion und Aufstellung von Kandidaten zu den Wahlen zum Gewerbegericht. 3. Bericht des Delegirten der Berliner Streif- Kontrollkommission. 4. Verschiedenes. Dringend nothwendig ist das Erscheinen aller in der Gold- und Silberwaaren- Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. 183/16 Die Agitations- Kommission. Mittwoch, den 24. August 1892, Abends 8% Uhr: Große öffentliche Versammlung fämmtl. Steinsetzer Berlins u. Umg. 1631b bei Seefeldt, Grenadierstr. 33. Tagesordnung: 1. Vortrag.( Referent wird in der Versammlung bekannt gegeben.) 2. Diskussion. 3. Bericht des Delegirten zur Streit- Kontrollkommission. 4. Rechenschaftsbericht des Vertrauensmannes und Neuwahl eines solchen. 5. Bericht der Revisoren, 6. Verschiedenes. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vertrauensmann. Madonna. Gesangspoſſe in 8 Atten Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter v. Leon Treptow. Musit v. G. Steffens. Couplets von G. Görss. Mit neuen Dekorationen und Kostümen. E PassagePanopticum. Neu! Berlins und Umgegend. Donnerstag, den 25. August 1892, Abends 8% Uhr, in Hoffmann's Festsälen, Oranienstr. 150: Branchen- Versammlung aller in der 2ampenbranche beschäftigten Arbeiter( Gürtler, Drücker, Galvaniseure, Schnittarbeiter). GewerbeTagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Otto Klein über gerichte". 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Blaue Grotte Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden in der Lampenbranche beschäftigten Arbeiters, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Vorstand. mit Wasser, Rähnen u. 480/16 Beleuchtungseffekten. Neu! Eine Kriminalgeschichte in sieben lebensgroßen Gruppen. Achtung! Achtung! Sonntag, den 28. August 1892: Bur Lasalle- Feier Castan's grosser Ausflug nach Grünau Panoptikum. Geöffnet von 9 Uhr Morgens bis 10 1hr Abends. Gratweil's Bierhallen Kommandantenstraße 77-79. Täglich: ( Restaurant Domnick, Köpenickerstr. 108) arrangirt vom Verein der Plätterinnen u. verw. Berufsgenossen Berlins. Abfahrt von Station Jannowig- Brücke( Stadtbahn) 8,18 früh. vom Görlizer Bahnhof 8,35" Uhr, heute, Dienstag, den 23. August, Abends 8 in Hoffmann's Festsälen, Oranien- Straße Nr. 180. Tages Ordnung: 1. Vortrag der Kollegin Bertha Wächter über:„ Die Ursachen und Wirkungen der heutigen Krife in der Mäntelbranche." 2. Diskussion. 3. Die Zustände in einzelnen Werkstellen der Mäntelschneidermeister. Das Erscheinen aller Mäntelnäherinnen, Bügler und Stepper erwartet Die Agitations- Kommission. 180/12 Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuth- Strasse No. 2. Soeben erschien in unserem Verlage: Das Vereins- und Versammlungsrecht in Deutschland. In ausführlichen Erläuterungen zum Prenkischen Vereins gesetz vom 11. März 1850 und einer Uebersicht des Ver eins- und Versammlungsrechts nach den reichsgesetzlichen und landesrechtlichen Vorschriften. Mit einem Anhange, enthaltend: eine Zusammenstellung des Tertes der in den einzelnen Bundesstaaten bestehenden Bestimmungen über Vereins- und Ver sammlungsrecht, und alphabetischem Sachregister. VIII. und 210 Seiten 8°. Elegant broschirt Mk. 2,50, in braunem Bädekerband gebunden Mk. 3,-. Dieses auf dem Gebiete der Vereinsgesetzgebung in Deutschland umfassendste Nachschlagebuch sollte in feiner Haus- und Vereinsbibliothek fehlen. Für jeden Vereinsvorstand und Ver sammlungsleiter unentbehrlich. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Alle Buchhandlungen, Rolporteure und Zeitungsspediteure nehmen Bestellungen entgegen. Bei Aufträgen von Außerhalb bitten wir um gleichzeitige Einsendung des entfallenden Betrages( Porto extra). Sanitäts- Verein für Arbeiter beiderlei Geschlechts. ( E. H. Nr. 85.) Donnerstag, den 1. September 1892, Haufirern ausdrücklich M. Krüger's Abends 82 Uhr: Speise- Leinöl. Hausfrauen! Verlangt in allen Ros lonialwaaren- Geschäften und von den Speise- Leinöl; denn bei diesem Fabritat wird für frisches reines und wohl schmeckendes Leinöl Garantie geleistet. Die Fabrik- Niederlage befindet sich Tagesordnung: Wahl eines zweiten 1487b SO., Skalitzerstr. 105. General- Versammlung Der Vorstand. Ankunft in Grünau von der Stadtbahn um 9 Uhr, vom Görlitzer in Th. Boltz' Salon, Alte Jakobftr. 75. Bahnhof 10 Minuten später. Die Theilnehmer, welche mit der Stadtbahn fahren, erwarten die mit dem Görlizer Zuge Ankommenden. Von dort Vorsitzenden. Mitgliedsbuch legitimirt. Auftr. d. Germania- Abmarsch unter den klängen der Musik nach dem Walde, wo ein allgemeines 260/13 Frühstück stattfindet, bei dem Jeder ist, was er sich mitgebracht hat.( Für Konzert- u. Couplet- ein schönes, fühles Glas Bier ist gesorgt.) Nach beendetem Frühstück AufSänger. bruch nach Domnic's Restaurant 2c. Alles Nähere befagen die dazu verausgabten Billets, welche für 20 Bf. bei allen Mitgliedern, sowie im Restaurant ( Damen u. Herren.) Wochentag frei. Sonntag Entree 30 Bf. Deter, Holzmarktstr. 3, zu haben sind. Alle Freunde und Gönner des Vereins werden gebeten, sich recht zahl= Mit Gruß Gr. Frühstücks- n. Mittagstisch, reich an betheiligen. Wa Bwei Säle B zu Versammlungen und Vergnügungen, sowie 6 Billards, 3 Kegelbahnen. F. Sodtke. Viktoria- Brauerei. Lützow Straße 111/112. 259/10 Der Vorstand. J. A.: Emil Möhring. Bock- Brauerei. Empfehle den 2882L Im Konzertgarten refp. Saal) großen Garten nebst 2 großen Sälen Läglich Sonnabends): Stettiner Sänger. Stets wechselnd. zu Vergnügungen und Versammlungen. August Thiedemann, Dekonom. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, Moabiter Gesellschaftshaus, Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10 Alt- Moabit 80/81. Program ir. Täglich: Gr. Konzert, Theater Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pfg. und Spezialitäten. Wochentagsbillets à 40 Pf.( S. Plakate. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pfg. Vereinszimmer b. Flick, Simeonstr. 23. 2289L Hellmuth Peters.. Größtes Berlins oldwaaren billiger wie in jedemLaden. Ketten, Broches, Armbänd., Ohrringe, Arbeitsmarkt. Einen Anschläger z. fof. Göthestr. 10, Rummelsburg. 1638b Tüchtige Kreissägenschneider verl Medallions, Shlipsnadeln, Ringe etc. Admiralstr. 18b. 685M Massiv goldene Trauringezüchtige Farbigmacher werden fo 1 Dukaten 11 Mk., 1% Duk. 16 Mk., verl. Liebenwalderstr. 39. 2 Duk. 21 Mk., 14 karätig v. 6 Mk, 8 karätig von 4 Mk. an, Uhren Specialität: 1637b 1630b Ristenmacher verl. Karge, Komman dantenstr. 18. RemontoirUhren Einen tüchtigen Bügler auf Regens 1632b in Nickel v. 9 Mk., Silber v. 14 Mk.an mäntel verlangt Leyferson, Alte Schö Gold. Dam.- Remontoir v.22,50 M. an Regulateure v. 10 M., Standwecker v. 2,50 M. an. Garantie: 2-5 Jahre. Reparaturen gut u. sehr billig. Georg Oranienstr. 63 Nahe Moritzplatz. Bitte auf Haus- No. zu achten. Kinderwagenl. Andreass. 23.5.p. 4% Pfund Brot Andreasftr.23.H.p. Ich warne hiermit Jedermann, meiner Frau auf meinen Namen etwas zu borgen, da ich für diese feine Zahlung leifte. A. Schönicke, Winterfeldstr. 25a. hauserstr. 3. Belegerinnen für Goldleisten verlangt C. Franck, Eisenbahnstr. 16.1 1634b 1636b Geübte, selbständig arbeitende Fliesenleger fofort verlangt bei Adolph Pieck Meldung [ 2825L Albrecht's Bäckerei, Wrangelstr. 8, für 50 Pf. liefert Langestr. 26., Falkensteinstr. 28. Berantwortlicher Redakteur:( J. B.) Max Held in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. Wir suchen per sofort einen tüchtigen Hohlschleifer. 1597b Dauernde Arbeit gesichert. Gebrüder Ziegler, Bergzabern, Pfalz Hierzu eine Beilage C d b le u g if ge 90 ib it Ic δι h d fo tr 30 ft fo b I ſt h D n b g ge f ta b eL ei de di de nu th au es a Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 196. Dienstag, den 23. August 1892. 9. Jahrg. mit seiner Genossen des dritten Berliner Reichstags- Wahkreises! Zur Lage der Post- Unterbeamten. Familie, also, 9 Bersonen, eine Wohnung inne, bie in der Astraße Da der Amtsvorsteher die affallefeier in Treptow bei Uns wird geschrieben: " " " auf dem Hofe im Keller nur aus Stube und Küche besteht; Rümpel verboten hat! wogegen der Beschwerdeweg beschritten 2. Poftschaffner B., Vater von 5 Kindern, wohnt mit seiner wird zu der wir unsere Einrichtungen schon getroffen hatten, Der dem Postdienst Fernstehende sieht, falls er ein scharfer Familie, alfo 7 Köpfe, in der Xstraße 4 Treppen, ebenfalls in mußten wir wieder von vorn anfangen. Dadurch war es uns Beobachter, in dem Briefträger" wie der Post- Unterbeamte Stube und Küche. nicht möglich, das Fest früher zu publiziren. Unser Beschluß, gewöhnlich genannt wird, zwar die Kehrseite der postalischen So aber, und nicht beffer, liegen die Verhältnisse auch in die Lassallefeier in Berlin oder unmittelbarer Nähe abzuhalten, Medaille, aber die große Masse urtheilt immer noch anders. In der Provinz, nicht allein bei den Post- Unterbeamten, sondern bei scheiterte, da wir zu so später Zeit kein Lokal mehr bekommen ihren Augen geht es dem Unterbeamten noch ganz passabel, denn dem gesammten Unterbeamtenstande. Ab und zu offenbart fonnten, und mußten wir daher nach Außerhalb unsere Zuflucht - er hat ja eine feste Anstellung". Nichts verkehrter als das. eine Behörde, wie z. B. die Staats- Eisenbahnverwaltung ihr nehmen. Schon beim Eintritt in den Postdienst als Posthilfsbote Bestreben, dem bestehenden Mangel an billigen und ge- Wir laden alle Genossen des dritten Berliner Reichstagswird der Schleier von dieser festen Anstellung" gezogen. funden Wohnungen für die unteren Beamten Wahlkreises ein, an unserer Feier am Sonntag, den Während die Postbehörde sich ausdrücklich das Recht wahrt, nach Möglichkeit abzuhelfen" aber, o weh, nur soweit 28. August, im Seeschlößchen in Friedrichshagen ihren Kuli jeder Zeit ohne jegliche Kündigung auf's Pflaster es die Lage der Staatsfinanzen gestattet."( Reichs- und Staats- theilzunehmen und für regen Besuch zu agitiren. Billets à 10 Pf. werfen zu können, ist der Posthilfebote verpflichtet, feine Ent- Anzeiger Str. 190. Siehe„ Borwärts" Nr. 191: Arbeiterfreund- find bei allen bekannten Genossen, in den Zahlstellen und mit laffung bei der Ober- Postdirektion nachzusuchen. Letztere bestimmt lichkeit".) Das heißt mit anderen Worten: Es bleibt Alles beim Plakaten belegten Handlungen zu haben. Das Komitee. den Zeitpunkt des Ausscheidens nach Maßgabe der Anforderungen Alten. Kein Wort wird laut über die auf Grund des Gesetzes des Dienstes." Thatsächlich fliegt denn auch ohne jede voran vom 80. Juni 1878 alle 10 Jahre vorzunehmende, alfo im Tausenden zählenden Menge unbefriedigt verlaffen hat, war am Ein Sommerfest, das wohl kein einziger der nach vielen gegangene Ründigung alljährlich eine Anzahl Post- nächsten Jahre bevorstehende Revision der hilfsboten auf's Pflaster, je nach den Schwankungen Wohnungsgeldfrage; kein Wort darüber, daß Sonnabend von den Parteigenossen des zweiten Berliner Reichsdes Verkehrs. Auch die nach zirka 8-10jähriger Dienst diese Revision eine Erhöhung der bisher gil tags- Wahlkreises auf Tivoli veranstaltet worden. Durch nichts zeit eintretende etatsmäßige Anstellung, Die den Poft tigen, viel zu gering bemessenen Säge bringen wurde die festliche Stimmung beeinträchtigt. Troß der übergroßen hilfsboten auf pierwöchige Kündigung setzt, ändert wird. Ohne Aufsehen, möglichst im Dunkeln soll dieser Zeit- Menge herrschte eine Ordnung und Ruhe, die ihre wohlthuende an diesem Verhältniß so gut wie gar nichts; erst die un- punkt vorüberschlüpfen, damit die Lage der Staatsfinanzen" un- Wirkung auf jeden Einzelnen ausüben mußte. Die Menge der, tündbare Anstellung bringt den Unterbeamten auf eine sichere geschädigt bleibt. Inwieweit aber derartige Verhältnisse der die Woche über schwer arbeitenden Proletarier, welche vom Basis. Aber die Behörde schiebt in wohlwollender" Absicht Seuchenverbreitung Borschub leisten und die Degenerirung ganzer frühen Morgen bis zum späten Abend im Dienste des Kapitals diesen Zeitpunkt so weit hinaus, daß die unfündbare Ernennung Beamtenschichten herbeiführen, inwieweit Moral und Sitte durch für einen oft erbärmlich geringen Lohn thätig sind, welchen die faft mit der Pensionirung zusammenfällt: sie kann ein solche Zustände zu Grunde gehen, darum fümmert sich eine Ge- Gelegenheit genommen ist, das von der Bourgeoisie so vieltreten... nach einer Gesammt- Dienstzeit von sellschaft nicht, die nach dem Grundsatze handelt: Nach uns die gepriesene wohlthuende und herzerquickende" Gefühl des 30 Jahren". Wohlgemerkt, sie tann eintreten, ein Zwang Sintfluth! innigen" Familienlebens fennen zu lernen, fie waren, zum Theil zur Vornahme dieser Anstellung besteht für die Behörde Es bedarf keiner großen Einsicht, um zu erkennen, daß die aus den entferntesten Stadttheilen, mit Weib und Kindern hier überhaupt nicht. Dreißig Jahre aber lebt und Dreißig Jahre aber lebt und schwebt Verbesserung der Lage der Post- Unterbeamten abhängig ist von hinausgezogen, für wenige Stunden Kummer und Sorgen verder Unterbeamte zwischen Furcht und Hoffen; 30 Jahre ist er dem Fortschreiten der Arbeiterbewegung, daß die Emanzipation geffend, um sich an dem Dargebotenen zu erfreuen. Ein reichWohlwollen" seiner Borgesetzten völlig preisgegeben. der arbeitenden Klasse zugleich auch die Befreiung der gesammten haltiges musikalisches Programm trug dazu bei, die festliche Erst im Alter von ca. 50 Jahren, mit einem Fuß im Grabe, Unterbeamten aus elenden Verhältnissen bedeutet. Dieser Einsicht Stimmung zu erhöhen, welche sich jedesmal steigerte, wenn fichert ihn das Reichsbeamten- Gefez gegen ungefeßliche Maß- werden sich die Unterbeamten sicherlich nicht verschließen. durch die anwesenden Arbeiter Gesangvereine so ein rechtes, nahmen seiner Behörde. Ausdrücklich sagen wir ungeset= echtes, kerniges Arbeiterlied zum Vortrage gebracht wurde. Wie liche Maßnahmen. Denn ist es schon moralisch unzulässig und freudig ertönte der Mahnruf" von den Sängern, als sie bei unter allen Umständen zu verurtheilen, wenn die Postbehörde Vorführung der herrlich arrangirten lebenden Bilder" im ihren Untergebenen, der infolge seiner abhängigen Lage Hintergrunde im Lichte des bengalischen Feuers postirt einen Widerstand nicht zu leisten vermag, zur Einwilligung waren. Als gegen 9 Uhr der Reichstags Abgeordnete eine bei ihm vorzunehmende Haussuchung zwingt, Karl Frohme aus Hamburg in dem sestlich dekorirten Saale eine fo find Haussuchungen, wie sie noch in neuerer Zeit der Postfurze Festrede hielt, fernige, zum Herzen dringende Worte an die faffirer St. bei den Posthilfsboten F. und K. und der Postinspektor den übergroßen Saal füllende Menge richtend und zum Schluß M. bei dem Posthilfeboten M. vorgenommen haben, geradezu Wahlkreises Mainz- Oppenheim hat heute im Körner'schen Lokale und gerechtigkeitverheißende Sozialdemokratie aufforderte, hatte Mainz, 21. Auguſt. Eine Konferenz der Parteigenossen des zu einem dreimaligen Hoch auf die internationale, völkerbefreiende ungefeßlich; fie bedeuten einen ungeheuerlichen behördlichen Uebergriff, eine flagrante Verum Krokodil" hier stattgefunden. Den Vorsitz führte Konrad- die Begeisterung ihren Höhepunkt erreicht, worauf der Saal für legung der auch den Unterbeamten zustehenden nämlich Mainz, Kostheim, Weisenau, Hechtsheim, Bretzenheim, wirbelten die unermüdlichen Tänzer und Tänzerinnen flott durch Mainz; anwesend waren 30 Delegirte, welche 11 Orte vertraten, die tanglustige Jugend hergerichtet wurde. Troh tropischer Hize staatsbürgerlichen Rechte. Aber je weiter nach unten, desto größer die slavische Ab- Marienborn, Gonsenheim, Finthen, Mombach, Budenheim und den Saal und bedauerten nur, daß dies Bergnügen schon gegen hängigkeit. Das ist ein alter Erfahrungssatz, der sich auch hier be- Alzey. Der erste Punkt der Tagesordnung, die kommende Wahl 2 Uhr sein Ende erreicht hatte. währt. Ausgeschlossen von allen Annehmlichkeiten und Genüssen, zum hessischen Landtage, wurde auf Antrag von Genosse Jöst die das Leben bietet, Tag für Tag in harter Arbeit dahinvegetirend, wird der Unterbeamte durch die drohend über seinem Haupte schwebende Kündigung zum willenlosen Werkzeug in der Hand seiner Vorgefeßten. In dieser 30jährigen Periode des Duckens soll und muß er gegen jede freie Regung abgeftumpft werden, und daß dieses vollständig geschieht, dafür sorgen die Unterstützungs- und Sonstigen Fonds und der Dienst. dem in " . Parteinachrichten. V = Darmstadt tagenden Landestonferenz nicht vorzugreifen. Ueber Gesindevermiether schenkt die Polizei fortgefeht ihre Aufmerk. von der Tagesordnung abgesetzt, um der im nächsten Monat in Der Ausbeutung Stellefuchender durch Stellen und die bevorstehenden Stadtverordneten- und Gemeinderaths- Wahlen samkeit und sucht durch scharfe Kontrolle des Gewerbebetriebes referirte Genosse Miedreich- Mainz. Die dreistündigen Debatten einer solchen Ausbeutung entgegenzutreten. Wie aus dem polihatten das Resultat, daß die Parteigenoffen an allen Orten, wo zeilichen Verwaltungsbericht hervorgeht, werden jetzt über einzelne eine. Organisation der Partei besteht, sich an der Wahl be- der hiesigen Gefindevermiether lebhafte Klagen geführt, weil fie, theiligen, jedoch keinesfalls mit den Gegnern paktiren, sondern veranlaßt durch den in den westlichen Provinzen herrschenden Die Poftbehörde gehört zwar zu denjenigen, die dem tion soll eine Kommission ernannt werden, zu der die Stadt heranziehen und in Stellungen vermiethen, für welche diefelben eigene Kandidaten aufstellen sollen. Zur Regelung dieser Agita- Arbeitermangel, aus den östlichen Provinzen massenhaft Bersonen Bolte die Religion erhalten wollen", aber von dem Bibelspruche Sechs Tage sollst Du arbeiten", will sie nichts wissen; fie Mainz 3, jede sozialdemokratische Organisation des Kreises Mainz nach ihrer Vorbildung nicht geeignet sind. Für das Herbeije 1 Mann zu ernennen hat. Der Sit dieser Kommission ist schaffen namentlich solcher Personen, die mit den ländlichen Gerechnet die Woche zu sieben Arbeitstagen. 11 bis 14 Arbeitsstunden Mainz, und dieselbe hat sofort ins Leben zu treten. Mit der findearbeiten vertraut sind, werden Vermittlungsgebühren bis zu täglich( die Woche zu sechs Arbeitstagen gerechnet) find gang Mahnung, die bevorstehende Landestonferenz in Darmstadt recht 30 und 50 M. gezahlt. Die Folge davon ist, daß die erwähnten und gäbe. Aber troß dieser Arbeitsleistung, trotzdem den zahlreich zu beschicken, schloß der Vorsitzende die Konferenz. Unterbeamten die angestrengteste Gesindevermiether durch ihre Agenten in den östlichen Provinzen der und schwerste Beschäf= tigung zugewiesen ist, troß der troß der Thatsache, daß viele Monarchie Personen unter der Vorspiegelung, daß sie hier in Berlin der intelligenteren Unterbeamten heute schon in Stellen Aus Wilkan( Sachsen) wird uns geschrieben: Der hiesige oder in der Nähe gut bezahlte Stellen erhalten können, geradezu verbeschäftigt werden, die beſtimmungsgemäß den Beamten bes Sozialistengesetzes, der zirka 500 Mitglieder zählt und ur- reichende Geldmittel zum Warten auf derartige" gute" Stellen Beamten Allgemeine Ortsverein", eine Vereinsgründung aus der Zeit locken, nach Berlin zu kommen. Diese Personen, welche ausim engeren Sinne vorbehalten find( Brief- Poſtamt Berlin), ia fprünglich nur die Erörterung ortsgemeindlicher Angelegenheiten nicht besigen, sehen sich dann genöthigt, die ihnen angebotenen daß sie sogar zur Fortführung der Dienstgeschäfte der auf Erdaß sie sogar zur Fortführung der Dienstgeschäfte der auf Er- sprünglich holungsurlaub gehenden Beamten verwendet werden, was doch pflog, hat im Laufe dieses Jahres seine Statuten auch auf die Stellen als ländliches Gesinde" anzunehmen, obwohl sie die sicherlich Zeichen ihrer Intelligenz sind, trotz alledem ist die ge- politischer, erweitert und steht nunmehr vollständig auf dem stehen und in diesen Arbeiten nicht geübt sind. Wo dies nachErörterung aller anderen öffentlichen Angelegenheiten, u. A. auch ihnen als solchem obliegenden Arbeiten zu verrichten nicht verfammte Unterbeamtenklaffe, die 66 pet. des Postpersonals umfaßt, Boden unserer Partei. Er ist hiermit den Gegnern entgegen gewiefen wird, wird stets die Klage auf Untersagung des Gevon dem Genusse eines Erholungsurlaubs, der dem jüngsten Postsekretär schon nach gekommen, die ihn in ihren Breßorganen auch zu der Zeit, als werbebetriebes angestrengt. Leider ist dies nur selten möglich, 5jähriger Dienstzeit gewährt wird, vollständig ausgeschlossen. Schon er mit Politik noch gar nichts zu thnn hatte, in unverkennbar weil die Unteragenten in der Provinz sich von den des Lesens Dies allein könnte zur Kennzeichnung des Wohlwollens" der denunziatorischer Absicht stets als" Sozialdemokratischen Orts- und Schreibens oft unfundigen Personen dort schon entsprechende Postbehörde genügen, wenn nicht die kürzlich aus Leipzig dieses Ehrentitels thatsächlich auch würdig zu erweisen, und das verein" bezeichneten. Nun hat also der Verein beschlossen, sich Reverse unterzeichnen lassen. gemeldeten Borkommnisse, wo dortigen Unterbeamten der Die Konfektionensen stehen in dem Ruf, wenig und leichte, Urlaub zum Zwecke 1. der Theilnahme an der Beerdigung der ist ein Erfolg, den die hiesigen Parteigenossen nicht zum geeigenen Geschwister und Eltern, 2. der Vornahme der eigenen ringsten Theile den Gegnern zu verdanken haben. Eine weitere fogar angenehme Arbeit zu haben und überhaupt ein ganz verTrauung, 3. um an das Sterbebett der eigenen Frau zu eilen, recht erfreuliche Erweiterung seiner Statuten hat der Verein gnügtes, in seiner Behaglichkeit noch durch allerlei nicht zum Geschäft gehörige Dinge gesteigertes Dasein zu führen. Es mag rundweg verweigert wurde, einen noch tieferen Einblick in das dadurch bewirkt, daß er eine Beſtimmung aufnahm, wonach sein, daß ein Theil davon zutrifft, dann aber nur bei denjenigen für die Unterbeamten väterlich" schlagende Herz des Herrn fünftig Personen beider Geschlechter als Mitglieder aufgenommen Konfektioneusen, welche mit der Kundschaft in Berührung kommen für die Unterbeamten väterlich" schlagende Herz des Herrn werden können. Die Statutenänderungen haben die oberbehörd- und im Laden beschäftigt sind. Dagegen ist die Lage zahlreicher Don Stephan gestatteten.( Auch eine prachtvolle Flustration zu dem der Sozialdemokratie gemachten Vorwurf der Zerstörung der liche Bestätigung gefunden und steht demnach der Theilnahme anderer von ihren Berufsgenossinnen feineswegs beneidenswerth. Familie und Religion.) Zwarder Londoner Grafschaftsrath der Frauen am Verein Nichts mehr entgegen. hat die Arbeitszeit seiner Angestellten auf 54 Stunden pro Woche ( 9 Stunden täglich) herabgesezt, und er gewährt sämmtlichen von ihm beschäftigten Arbeitern in jedem Jahre eine Woche Urlaub bei vollem Lohn, aber das ist England; wir leben dafür auch im Lande der Gottesfurcht und frommen Sitte.... Wir fagten, auch die Unterstützungs- und sonstigen Fonds helfen die Abhängigkeit und Unterwürfigkeit vergrößern. Ein Beispiel möge dies erläutern: X., Poſtſchaffner in Berlin, 17 Jahre um Lokales. Diejenigen Konfektionensen z. B., welche in den Lagern der Mäntel- Engrosgeschäfte angestellt sind, wissen ein Lied davon zu singen. Gegenwärtig steht die Saison für Fabrikation der Wintermäntel auf der Höhe. Da werden täglich Tausende von Doubelmänteln oder von schweren, mit Watte gefütterten Seidenmänteln abgeliefert, und die Probirmamfell" muß von früh bis zum Spätnachmittage ununterbrochen thätig sein, um die abgelieferte Arbeit anzuprobiren. Auf eine einzige Konfettioneuse Parteigenoffen des 5. Berliner Reichstags Wahl- tommen dabei mehrere hundert Stück Mäntel; denn die Anim Postdienst, erhält 1240 Mt. Gehalt incl. Wohnungsgeldzuschuß. kreises. Wie in früheren Jahren, so wird auch in diesem Jahre probe wird mit äußerster Schnelligkeit vorgenommen, und Er fleht im Alter von ca. 40 Jahren. Nach postalischem Muster der Todestag unseres Vorkämpfers Ferdinand Lassalle von den die Probirmamfell" hat aus einem Mantel in den anderen zu die Woche zu fieben Arbeitstagen und den Tag zu 11 Arbeitsstunden Genoffen der verschiedenen Orte als ein Gedenktag gefeiert schlüpfen. In den heißen Tagen des August ist das wahrhaftig berechnet, fommt dies einem Stundenlohne von 31 Pf. gleich. werden. Die Berliner Genoffen rüften sich bereits, diese Feier fein Vergnügen, und mit den Konfektioneusen möchten in dieser Die Behörde weiß, daß mit diesem Einkommen eine Familie zu einer des Tages würdigen zu gestalten. Die Genoffen des Beit selbst die Mäntelnäherinnen nicht tauschen, die in schwüler nicht bestehen fann, und daß der Unterbeamte, um 5. Wahlkreises nun werden an diesem Tage, dem 28. August, Arbeitsstube mit den schweren Mänteln zu hantiren haben. Diese leben zu können, zum Nebenerwerb greifen muß. Aber eine Festlichkeit nicht veranstalten, sondern dem Beschlusse einer Schattenfeiten in dem Erdenwallen eines großen, vielleicht des die Unzufriedenheit zu bannen, um den Unter- Boltsversammlung gemäß eine Agitations- Parthie in die größten Theiles der Konfektioneufen sind dem ferner stehenden gebenen stets an der Kette zu behalten, hält sie ihm Proving Brandenburg unternehmen. Parteigenossen! Wir Publikum wenig bekannt. Die bürgerlichen Kreise zumal haben Das Zuckerbrot der Unterstüßung" hin. Wie gering das auch glauben das Andenken Lassalles nicht allein durch Festlichkeiten, fich gewöhnt, sich unter einer Konfettioneuse eine lebenslustige, ift, was unten" hängen bleibt, bei den Stellenzulagen ganze fondern auch dadurch zu ehren, daß wir auch an diesem ein flein wenig verliebte Person vorzustellen, die eigentlich nur 5 Mart pro Kopf und Jahr so ist dies doch die moralische Tage in seinem Sinne wirken, und unsere Jdeen, die die Aufgabe hat, sich schneidig zu kleiden und dem kaufenden Reule, die den Unterbeamten zum stillschweigenden Tragen seiner Ideen der Sozialdemokratie in immer weitere Streise des Volkes Publikum die Tadellosigkeit der Waare am eigenen Körper jammervollen Lage zwingt. Aufhebung jedweder tragen; wissen wir doch, daß gerade die Landbevölkerung zum vorzudemonstriren. Diese Ansicht wird gefördert durch die Fond3, dafür aber eine Bezahlung, die ein größten Theil unserer Partei noch sehr fern steht. Sorgen wir bürgerliche Presse, welche von Zeit zu Zeit ihren Lesern eine menschen würdiges Dasein ermöglicht, das muß dafür, daß auch sie den Sozialismus als eine erlösende Macht mehr oder weniger geschickt erfundene Konfettioneusengeschichte unsere Losung sein. erkennt, dazu berufen, die Menschheit von ihren Leiden zu be-( natürlich mit einem fleinen Stich ins Pitante) auftischt. Die Es ist hiernach nur zu leicht erklärlich, daß über die freien. Konfektioneusen dienen der bürgerlichen Presse zu demselben Zweck, elenden Wohnungsverhältnisse der Unterbeamten so wenig in die Darum, Parteigenoffen, erwarten wir, baß ein Jeder von wie die Verkäuferinnen, Fabritarbeiterinnen und Dienstmädchen, die Deffentlichkeit dringt. Den Unterbeamten wird z. B. in Berlin Euch, so weit dieses seine materiellen Mittel erlauben, an dieser Droschkentutscher, Dienstleute und Hausknechte. Sie liefern die ein jährlicher Wohnungsgeldzuschuß von 240 M. gewährt( der in Agitationspartie sich betheiligen wird. Suchen wir diesen Tag komischen Zwischenfälle" und" heiteren Erlebnisse", aus denen Dem vorerwähnten Gehalte von 1240 M. enthalten ist). Daß auch nach dieser Richtung hin zu einem denkwürdigen zu ge- fich dann die Bourgeoisie und der für diese schreibende Possendieser Betrag noch nicht mal die Miethe für Stube und Rüche ftalten. dichter den echten Typus" einer Berliner Konfettioneuse, eines deckt, weiß in Berlin jedes Kind, nur die Postbehörde will es Das Nähere über diese Partie wird noch im Inseratentheil Berliner Droschtenkutschers u. f. w. zurecht macht. Manche Leute nicht wissen. Die Unterbeamten müssen demnach auch stets von des" Borwärts" am Donnerstag bekannt gegeben werden, doch bilden sich ein, diese Art, das arbeitende Volk zu betrachten, sei ihrem Gehalte zur Miethe zugeben, aber sie müssen das thun mögen sich die Genoffen auf eine weitere Tour in die Provinz eine wohlwollende". Wir möchten sie eher eine frivole nennen. auf Kosten ihrer und ihrer Familie Ernährung. Diejenigen, die Brandenburg vorbereiten. Es giebt im Leben des Arbeiters und der Arbeiterin viel mehr des Ernsten und Traurigen, als des Heiteren, Romischen und Humoristischen. Wer sich die Mühe macht, tiefer hinein au blicken, dem vergeht das Lachen manchmal schneller, als ihm lieb ist. es nicht verstehen, den Hungerriemen noch enger zu schnallen, als es das so färgliche Gehalt ohnehin schon gebietet, leben in Räumlichkeiten, die allen sanitären Anforderungen Hohn sprechen. Hierfür einige Beispiele aus Berlin: Das Mitglied der Agitationskommission: Ostar Griepentrog. Die Vertrauensmänner: Elem. Mager. Ludw. Mörler. Cheifliche Denunziationsmission. Die Berliner Stadt- einen zweiundvierzig Jahre alten Gürtler Julius Wolf hin, mission hat gegen die vor einigen Wochen an großen Verkehrs- welcher aus Gera stammt. Ob es sich um diese Persönlichkeit punkten der Stadt gratis ausgetheilte Broschüre:" Die Bibel in handelt, ist bisher nicht festzustellen gewesen. Ebensowenig weiß der Westentasche" Beschwerde beim Polizei- Präsidenten eingelegt. man, auf welche Weise jener Mann in das Wasser gerathen ist. Der Gendarm bleibt schließlich die Haupt geistige Waffe des Aeußere Verlegungen sind an der Leiche nicht wahrzunehmen. Pfaffenthums. = Eine genaue Zählung der Fahrgäste, welche die Stadt: und Ringbahn auf ihrer ganzen Ausdehnung benutzen, findet von gestern ab für die Dauer von acht Tagen statt, da die ausgegebenen Fahrkarten im Hinblick auf die zahlreichen Abonnenten zur Abschäzung des Verkehrs nicht maßgebend find. Jeder Beamte hat die Jafaffen von vier Wagen auf jeder Haltestelle nachzuzählen und das Ergebniß dem Stationsvorstand zu melden. Soziale Uebersicht. Anfeuf. Kollegen! Am 11. September d. J. findet in der Ressource, Stallschreiberfir. 43, die Konferenz aller im Handelsgewerbe be Polizeibericht. Am 20. d. M. Vormittags wurde vor dem fchäftigten Arbeiter statt. Gause Glisabethstr. 55 ein zehnjähriger Knabe durch eine Kutsche Die Bedeutung dieser Konferenz ist den Berufsgenossen in überfahren und erlitt einen Bruch des Unterschenkels. Gin früheren Aufrufen und Leitartikeln zur Genüge fargelegt worden, seit Jahren schwerkranker Mann sprang aus einem Fenster seiner so daß wir jetzt nur noch nöthig haben, die Berufsgenossen, im 4. Stock des Hauses Demminerstr. 9 belegenen Wohnung auf welche noch nicht Stellung hierzu genommen haben, aufzufordern, den Sof hinab und verstarb sofort.- An der Ede ber Gtaliger dies endgiltig zu thun. Die Zeit bis zur Konferenz ist nur noch und Lübbenerstraße gerieth Nachmittags die 14jährige Emilie furz, und weil die Kommission das größte Interesse daran hat, Hoffmann unter die Räder eines Bierwagens und wurde auf der die Berufsgenossen recht zahlreich hier begrüßen zu können, Stelle getödtet.-Vor dem Hause Staligerstr. 104 fiel dem fordern wir Euch nochmals auf, für Befchichung der Konferenz Dachdeckermeister Adolf Thiem vom Dache ein Stück Sols auf Sorge tragen zu wollen. Da in den größeren Städten die Nach einem Bericht der städtischen Schuldeputation den Stopf. Gr erlitt dadurch eine so bedeutende Berlegung am Wahlen der Delegirten stattgefunden haben, wird, wie vorausbestanden Ende März 1892 in Berlin 277 öffentliche Kopfe, daß seine Ueberführung nach dem Krankenhause zusehen ist, die Konferenz sich zu einer bedeutenden gestalten. Schulen mit 4019 Klaffen, und zwar 2192 Knaben, 1748 am Urban erforderlich wurde. In dem Schwimmraum Die einzelnen Punkte der Tagesordnung sind von der Kom Mädchenklaffen und 79 Knaben- und Mädchentlassen gemischt des Bades„ Germania" an der Michaelbrücke wurde Abends mission so gewählt, daß es auch im Interesse der kleineren Städte Die Zahl der Schüler betrug 110 420, die der Schülerinnen ein Mann vom Schlage getroffen und ging unter. Er wurde liegt, hier vertreten zu fein. 95 331, aufamenen also 205 751 Schüler und Schülerinnen. von dem Schwimmlehrer sofort herausgeholt und bald wieder Sollte es troß eifriger Bemühungen nicht möglich sein, De Darunter befanden sich Schüler 2c., die über 14 Jahre ins Leben zurückgerufen. Am 21. d. M. Morgens stürzte fich legirte zu senden, so wird die Kommission auf Wunsch der einalt waren, 13213 oder 6,42 pet. im Alter von 6 bis ein Mann aus seiner im 4. Stock des Hauses Posenerstr. 14 bezelnen Städte für geeignete Vertretung sorgen. 14 Jahren 192 538. Der Bestand der jüdischen und Privat legenen Wohnung auf die Straße hinab und verstarb auf der Nachstehend geben wir nochmals die vorläufige Tagesordnung schulen betrug aur angegebenen Zeit 83 mit 657 Klaffen und Stelle. In der Spree, hinter dem Grundstück Solsmarttfir. 18, bekannt: 18 821 Schülern refp. Schülerinnen, darunter über 14 Jahre alte wurde die Leiche eines Mannes angefchwemmt. Bormittags 3194 oder 16,97 pet. und im Alter von 6 bis 14 Jahren 156 27. wurde eine Frau in ihrer Wohnung in der Perlebergerstraße erDie öffentlichen und Privatschulen betrugen somit Ende März 1892 hängt vorgefunden. Auf der oberen Freiarchenbrücke wurde überhaupt 360 mit 4676 Klassen und 224 572 Schülern and Nachmittags ein Knabe durch eine Kutsche überfahren und an Schülerinnen, gegen 1890 mehr: 8 Schulanstalten mit 111 Slaffen beiden Beinen bedeutend verlegt. Bei einem Streit zwischen und 3356 Schülern resp. Schülerinnen. Die öffentlichen Schulen einem Arbeiter und seinem Sohne, der ihm den Zutritt zu seiner bestanden aus 17 Gymnasien, darunter 6 tönigliche Anstalten, Wohnung am Weinbergsweg 8 Realgymnasien, darunter 1 königliche Anstalt, 2 städtischen der Vater Abends dem Sohne mehrere Messerstiche in den verweigert hatte, brachte Ober- Realschulen, 8 städtischen Bürgerschulen, 7 höheren Mädchen Arm und die Hüfte bei, sodaß dieser nach der Charitee gebracht schulen, darunter 2 königliche Anstalten, i töniglichen Prä- werden mußte.-- Gegenüber dem Hause Schiffbauerdamm 7 1 paranden- Anstalt, 234 öffentlichen Mittel- und Elementarschulen sprang eine etwa 30jährige Frauensperson in die Spree, wurde incl. der Vorschulen der Gymnaften, darunter eine fönigliche jedoch noch lebend aus dem Waffer gezogen und nach der Seminarschule( Mittelschule) und eine fönigliche Theaterschule Charitee gebracht. In der Nacht zum 22. b. M. verfuchte ein ( Elementarschule). Die Schülerzahl ber töniglichen Mann in der Wohnung seiner Eltern in der Stralauerstraße fich Gymnasien hat infolge des Zutritts des föniglichen West zu erhängen. Er wurde jedoch alsbald aus seiner Lage befreit gymnasiums eine Bucnahine erfahren, während bei den städtischen und noch lebend nach dem Krankenhause am Friedrichshain ge Gymnasien eine Abnahme der Schülerzahl konstatirt wird. bracht. An der Ecke der Elfaffer- und Gartenstraße entstand Im Eisenbahnzuge vom Sinschlag getroffen und an eine Schlägerei, wobei ein Mann durch einen Stockhieb am den Folgen deffelben bald darauf gestorben ist vorgestern Nach- Kopfe so bedeutend verletzt wurde, daß seine Ueberführung nach mittag der hierselbst auf einem Neubau der Andreasstraße beber Charitee erfolgen mußte. Am 21. b. M. und am darauf fchäftigt gewefene Maurer Möser. Möser fuhr am Sonnabend folgenden Morgen fanden fünf Brände statt. Stachmittag, nachdem er Feierabend gemacht hatte, zu seiner in Friedrichshagen wohnenden Familie. Schon während der Fahrt nach diesem Borort zeigten sich bei dem Maurer, der den ganzen Tag hindurch der glühenden Sonnenhige ausgesetzt gewesen war, Spuren des Hitfchlages. Der Kranke versuchte noch zu Fuß nach feiner Wohnung zu gehen, wenige Schritte vom Bahnhof brach M. jedoch bewußtlos zusammen und, wiewohl dem mittels Krankenwagen nach seiner Wohnung Geschafften sofort ärztliche Hilfe zu Theil wurde, verstarb er zwei Stunden darauf an den Folgen des Hitschlages. Kenntniß gefeßt. Ein Zusammenstoß eines Zuges der Dampfstraßenbahn mit einem Kremser hat vorgestern Abend gegen 11 Uhr an der Ede des Kurfürstendammes und der Tauenzienstraße statt gefunden. Die Lokomotive fuhr mit solcher Gewalt in den Kremser hinein, daß diefer zum größten Theil demolirt, eine fchleudert wurden. Alle drei verletzten Berfonen wurden zunächst Dame und ein Herr, fowie der Kutscher auf die Straße genach der zuständigen Polizeiwache Charlottenburgs gebracht und erhielten dort ärztliche Hilfe. Gerichts- Beitung. 1. Situationsbericht. 2. Welche Organisationsform ist für uns die beste? 3. Regelung der Agitation. 4. Stellungnahme zu unserer Presse. Wir haben die Dauer der Konferenz auf einen Tag festgefeßt und wird dieselbe Morgens 8 Uhr eröffnet. Jm Intereffe girten pünktlich zur Stelle sind. Aller liegt es, daß bei der reichhaltigen Tagesordnung die DeleStunde ihrer Ankunft mitzutheilen. Dieselbe hat für billiges Die Delegirten werden gebeten, der Kommission Tag und Logis gesorgt. ein Referat übernehmen, so ist es nothwendig, dieses dem UnterSollten Delegirte zu einzelnen Bunkten der Tagesordnung zeichneten bis 1. September mitzutheilen. Briefe und Zufchriften find an den Unterzeichneten zu richten. Die Agitations Rommission. H. Pinzer, Berlin, Kurfürstenstr. 6. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck ersucht. An die Steinbildhauer Berlins! Kollegen! Am 9. August fand im Gauverein Berlin eine Branchenversammlung der Steinbildhauer statt, welche verhältniß mäßig gut besucht war. Nachstehend bringen wir allen Kollegen die Beschlüsse dieser Versammlung zur Kenntniß und erwarten von ihnen, daß fie ungesäumt an die praktische Ausführung der felben gehen. Bei Beginn der Versammlung legte Kollege W. dar, wie die Bewegung der Steinbildhauer in legter Zeit voll Abend Die große Verantwortlichkeit der Lokomotivführer ständig zum Stillstand gekommen sei, erläuterte die Ursachen zeigte sich wiederum in einer Verhandlung, die gestern vor der dieser Thatsachen und warnte dringend, weiter in diesem gleich dritten Straflammer des Landgerichte I stattfand. Der geprüfte giltigen, indifferenten Zustande zu verharren. Den feftorgant Heizer Adolf Schimming war beschuldigt, durch Fahrlässigkeit irten Innungsmeistern müsse eine ebenso feste Gehilfenorganis einen Eisenbahntransport gefährdet zu haben. Am 10. Auguft erhaltungstrieb und das Beispiel der übrigen Arbeiter. As fation entgegengestellt werden. Dies erheische schon der SelbstEin eigenartiger Unfall machte am Sonnabend Abend vorigen Jahres fuhr der Angeklagte zum Zwecke des Rangirens Beweis führte Redner die Lohndrückereien auf verschiedenen nach acht Uhr in der Friedrichstraße das Einschreiten der Feuer- mit einer Maschine auf dem Görlitzer Bahnhofe hin und her. Blägen an, sowie das„ sattsam bekannte Wohlwollen" der Brin wehr nothwendig. Ein Möbelwagen hatte die vor dem Hause Er fuhr dabei in einen Güterzug, wodurch zwar keine Personen aipale, sobald es sich um irgend welche Wünsche der Gehilfen Friedrichstraße Str. 37, unweit der Kochstraße stehende brennende beschädigt wurden, aber doch ein nicht unerheblicher Schaden am handle. Er forderte auf, mit aller Kraft wieder in die Be Laterne angefahren, und der Laternenpfahl war mitten durch- Material entstand. Verein gebrochen, ein etwa meter hoher Stumpf blieb stehen. Das Gas Fahrlässigkeit schuldig gemacht zu haben. Er hatte furs sämmtliche Steinbildhauer als Mitglieder zuzuführen, damit die Der Angefchuldigte bestritt, fich einer wegung einzutreten. Die Hauptarbeit bestehe darin, dem Bebe rohr war natürlich auch gebrochen und so entstand die Gefahr vor dem Zusammenstoß zwei Weichen, die mit den einer Explosion. Die Feuerwehr stopfte die Oeffnung des Gas- Nummern 20 und 21 bezeichnet waren, zu paffiren. Er fab, Unterdrückungsversuchen derer, denen sie nur die Arbeit fertig Kollegen bei ausbrechenden Lohnkämpfen in der Lage seien, den rohres zu und beseitigte jegliche Gefahr. Die Verwaltung der daß die erste Weiche richtig für ihn gestellt war und fam auch stellen helfen, erfolgreichen Widerstand entgegenzusehen. Zu diesem städtischen Gaswerke wurde von dem Vorfall ebenfalls sofort in in's richtige Geleife. Als er aber im Begriffe stand, fich auch wed unterbreitete er der Bersammlung folgende Borschläge, von der richtigen Stellung der Weiche 21 zu überzeugen, wurde welche am Schlusse der Diskussion auch einstimmig angenommen barauf deutete, daß die Dampfverhältnisse nicht in Ordnung im ahnlichen Sinne gesprochen hatten. Als erster Schritt seine Aufmerksamkeit durch den Manometer abgelenkt, welcher wurden, nachdem noch die Kollgen Dumansky, Salrein, Kraft waren. Er traf erft hier seine Maßregeln, überfah dabei, daß zur Wiederaufnahme der Bewegung der Steinbildhauer erver u. a. die Weiche 21 nicht richtig gestellt war und fuhr im nächsten Augen- ich zunächst die Stärkung des Zentralvereins der Bildhauer blick mit dem Güterzuge zusammen. Der Sachverständige erklärte, daß das Verhalten des Bingelagten gwar menschlitter Deutschlands durch die Steinbildhauer als nöthig. Als Mittel Der Angeklagte hatte gleichzeitig zwei Pflichten zu erfüllen, er oder gwei) zu wählen, welche laufende Präsenzlisten der auf immerhin als eine, wenn auch leichte Fahrlässigkeit anzusehen fei. dazu diene folgendes: I. Auf jedem Play find durch die dort ber fchäftigten Kollegen Vertrauensleute( je nach Erforderniß einer hatte sich von der Richtigkeit der Weichenstellung zu überzeugen ihrem Blaze beschäftigten Kollegen zu führen haben, auf und das Dampfverhältniß zu regeln. Zweifellos fei die erstere welchen der wöchentliche Ab- und Zugang zu verzeichnen Das Dunkel, welches die Rieder'sche Mordthat umgiebt, dies nicht einfab, müiffe immerhin als eine Fahrlässigkeit aufgefaßtober verheirathet, ob fie Witglieder der Organisation find oder Aufgabe die wichtigere und zunächſtliegende gewefen und daß er it. Berner ist darauf anzugeben, ob die einzelnen Kollegen ledig ist troß der angestrengtesten Thätigkeit unserer Kriminalpolizei werden. Den Weichensteller treffe keine Schuld, da derfelbe die nicht 2c. 2c. II. Diese Listen werden an jedem Steinbildhauer, noch nicht aufgehellt. Eine Anzahl Beitungen hatten berichtet, Beiche Turz vorher für eine andere Maschine hatte stellen müssen. alb von den Vertrauensleuten zur Versammlung mitgebracht, ein Schuhmacher Kubelmann, Perlebergerstraße Nr. 18, habe die Der Gerichtshof gelangte auf Grund dieses Gutachtens zu der bort zusammengestellt und zum Bortrag gebracht. III. Die bie Dom Mörder am Thatort zurückgelaffenen Schnürstiefel wiedererkannt und erinnere sich genau, die Stiefel am 25. Juni b. F.eberzeugung, daß der Angeklagte bestraft werden müsse, das trauensleute sammeln die Beiträge wöchentlich ein und lassen die lautete aber auf das zulässig niedrigste Strafmaß einen Bücher quittiren, wodurch der Ausschluß nachlässiger Kollegen en an einen jungen Mann verkauft zu haben, den er fofort urtheil refognosziren fönnte, falls er ihn zu Gesicht bekommen würde. Tag Gefängniß. feltener vorkommen würde; sie halten alle Kollegen zum regel Diese Nachricht beruht, wie wir an zuständiger Stelle erfahren Ein Akt der Rohheit, der beinahe ein Menschenleben mäßigen Besuch der Versammlungen an. IV. Sie beforgen den haben, nicht auf Wahrheit. Es haben sich zwar schon sehr viele gekostet hätte, fand gestern vor dem hiesigen Schöffengericht Vertrieb der Bildhauer Zeitung". V. Sie haben über alle Schuhmacher die Stiefel angefehen, feiner von ihnen hat sich aber eine sehr nachbrückliche Ahndung. Der wegen gefährlicher Störper- wichtigen Ereignisse von ihren Plätzen am Steinbildhauer- Abend bis jetzt barüber bestimmt äußern tönnen, ob die Stiefel von ihm verlegung angeklagte Kellner Ei cholewsti entpuppte fich vor Bericht zu erstatten und den dringend verhinderten und nicht an angefertigt worden sind. Gericht als ein Raufbold der schlimmsten Sorte. Er war eines wesenden Kollegen die Beschlüsse des Vereins mitzutheilen. Nachts in der Gegend der Linienstraße mit anderen Personen in Nachdem sich die Bersanmmelten in einer Refolution noch bei Eine neue Blutthat wird aus dem Norden der Streit gerathen, su beffen Schlichtung ber- Biseleur Schädler, Antrage des Gauvereins Frankfurt a. M. angeschlossen, beim Stadt gemeldet. In dem Hause Weinbergsweg 6, und zwar im welcher mit mehreren Bekannten auf dem Heimwege begriffen Bentralvorstand den Ausschluß des Steinbildhauers König aus vierten Stock bes rechten Seitenflügels, wohnt die 51 Jahre alte war, fich in die Nähe der Streitenden begab. Diese Da- Mähren in Desterreich zu beantragen, schloß der Vorsitzende Arbeiterfrau Augufte Brauer, geborene Angeres mit ihrem 34 zwifchenkunft brachte aber den Angeklagten in eine Donath die Versammlung um 12 Uhr. G. Winkler. Jahre alten Sohn, dem Rolltutscher Wilhelm Brauer, bei ihrem hochgradige Wuth, die sich ausschließlich gegen den Schwiegersohn, dem Arbeiter Sobiraisky. Bis zum 1. März d. I. gutmüthigen Friedensstifter fehrte. Er fiel über den Achtung! Beisitzerwahlen zum Gewerbegericht! hatte dort auch ihr Ehemann, der 62 Jahre alte Arbeiter Brauer felben her und bearbeitete ihn mit dem Stock und schließlich Die Delegirten zur Streit Kontrollkommission, sowie die gewohnt. Da dieser aber dem Trunke ergeben ist und wiederholt mit dem Messer so unmenschlich, daß Sch. blutüberströmt bewußt. Bertrauensmänner der vom geschäftsführenden Ausschuß oben, Die Drohung hatte fallen laffen, er werde die ganze Familie er los azu Boden fant. Glücklicher Weise gelang es den Zeugen genannter Kommission zu den bevorstehenden Gewerbegericht morden, so ging man mit der Abficht um, ihn aus der Nähe dieser Rohheit, den Messerhelden festzunehmen, noch ehe derselbe Wahlen unter Gruppe 16, Bekleidungsindustrie, Stoffe, Leber, feiner Familie zu entfernen. Als er in einer Nacht nach sich unsichtbar machen konnte. Der Zustand des Schwerverletzten nachstehend benannten Gewerbe, als Spinnerei, Weberet einem Meffer oder einem Beil suchte, um fein Bor war ein so besorgnißerregender, daß man denselben mittelft in Wolle, Baumwolle, Baumwolle, Leinen, Seide, Velvetfabriken, der Trunkenheit auszuführen, wurde ihm be- Krankenwagens nach dem St. Hedwigs- Krankenhause in der Ham Teppichfabriken 2c., Färbereien, Druckereien, Schuhmacher, deutet, fich eine andere Schlafstelle zu suchen. Brauer zog hierauf burgerstraße schaffen mußte. Dort hat sich derselbe einer schwierigen Buschneider, Stepper, Vorrichter und Filzschuharbeiter, Schneider am ersten März diefes Jahres nach Grüner Weg 119 zu Gerloff und medizinisch interessanten Operation zu unterziehen und mehrere und Mäntelnäher, Lohgerber und Lederzurichter, Weißgerber, Wiederholt ist er dann vor die Wohnung seines Schwiegerfohnes Wochen auf dem Krankenbette ausharren müssen. Nach der Bekundung Handschuhmacher, Hutmacher und Filzarbeiter, Kürschner und gekommen und hat dabei geäußert: Ich steche Euch doch noch des ihn behandelnden Anstaltsarztes Dr. Knorr ist es fast als Müßenmacher, Bofamentirer, Wirt, Strick-, Klöppel- und Häkeltodt". Am Freitag vor acht Tagen versuchte er gewaltsam zu ein Wunder zu betrachten, daß Sch. das Leben gerettet worden arbeiter, Bußfach und Blumenfabrikation, Wäschefabrikation, feinen Familienangehörigen zu gelangen Frau Sobiraisty ist; auf alle Fälle werden noch einge Wochen vergehen, ehe der Wäscherei und Blätterei, Seilerwaaren, Nege- und Reppschläger, wehrte ihn dadurch ab, daß sie ihn mit einer Stopfnadel in die felbe als arbeitsfähig zu betrachten sein wird. Der Staatsanwalt Tapezirer, Sattler und Riemer, Wachstuch- und Gummis Hand stach, als er die auf das Klingeln geöffnete Korridorthür war der Meinung, daß, wenn dem Rowdythum schon im waaren- Fabriken und Arbeiter werden hierdurch erfucht, zurückschieben wollte. Unter schweren Drohungen verließ er das Allgemeinen mit scharfen Strafen entgegengetreten werden müsse, am Sonnabend, den 27. August, Abends 8%, Uhr, bei Röllig, Haus. Gestern Abend um acht Uhr wurde Brauer auf dem dies in einem Falle befonders nothwendig erscheine, wo Neue Friedrichstr. 44, zu einer nochmaligen Besprechung über Hofe des Grundstückes Weinbergsweg 6 in dem Augenblick von die Brutalität eines Rausboldes so bose Folgen nach eine einzuberufene Industriegruppen- Versammlung zu erscheinen, mehreren Mädchen gesehen, als er sich anschickte, mit einem fogen. fich gezogen habe. Aus diesem Gesichtspunkte beantragte in welcher dann die vorgeschlagenen Kandidaten enbgiltig Genickfänger- Messer in der Hand, die Treppen zum vierten Stock- ber Staatsanwalt zwei Jahre Gefängniß. Der Gerichtshof ging als solche für die Wahlen zu Gewerbegerichts Beisitzern aufzu werk hinaufzusteigen. Wenige Augenblicke nachher topfte über dieses Strafmaß noch hinaus und verurtheilte den Messer stellen sind. Laut Beschluß der ersten Sitzung vom 18. Auguft er leise bei seinem Schwiegersohn an, dessen sechsjährige Tochter stecher zu drei Jahren Gefängniß. werden die Kandidaten zum Gewerbegericht in ihren Branchens Elife in dem Glauben, es sei ihr Vater, die Thür öffnete. Is versammlungen aufgestellt sein. haben in fie durch einen Ruf die Ankunft ihres Großvaters gemeldet hatte, Während Kommerzienrath Anton Wolff sich bei dem Genossen! Um ein einheitliches und ganzes Resultat zu ers erschien Wilhelm Brauer. Kaum hatte der Vater feinen Sohn wider ihn ergangenen Erkenntniß beruhigt hat und, wie bereits zielen, ersuchen wir sämmtliche hier aufgeführten Berufe durch erblickt, so stürzte er auf ihn zu, brachte ihm zunächst einen Stich gemeldet, nach Blößenfee übergeführt worden ist, hat der ehe- Delegirte bezw. Vertrauensmänner vollzählig zu erscheinen, daß in die linke Schulter bei und bohrte ihm dann das Messer bis malige Bankier& eipziger gegen das Erkenntniß, welches ihn nicht, wie in der ersten Sigung, 5 Berufe durch Delegirte mit zum Heft in den Unterleib. Der Getroffene brach fofort be- zu 10 Jahren Zuchthaus verurtheilte, durch seine Vertheidiger das ihrer Abwesenheit glänzen. Kein einziger Beruf darf fehlen. wnßtlos zusammen, erhielt von der in demselben Hause wohn- Rechtsmittel der Revision anmelden laffen. Bei derfelben wird Im Auftrage: D. Bölt el, Sutmacher. B. Busse, Lohgerber, haften Krantenwärterin Struck einen Nothverband und wurde der Nachdruck darauf gelegt werden, daß sich der Gerichtshof M. Arendt, Weißgerber. bann mittels Droschte nach der Charitee befördert. Der Thäter mit dem Zugeständniß des Wolff begnügte, in den zur Antlage entfam, wurde aber bereits heute Morgen durch die Kriminal- ftehenden Fällen Unterschlagungen begangen zu haben. Nach Achtung! Schneider und Schneiderinnen! Kollegen polizei gesucht. Der Stich in den Unterleib hat eine lebens- Ansicht der Vertheidigung hätte in jedem einzelnen Falle unter- und Kolleginnen! Wie in allen Gewerken, so hat auch in unsere sucht werden müssen, wie das Verhältniß Wolffs zu den einzelnen Gewerbe, speziell in der Mänteltonfektion, die herrschende Krise gefährliche Verlegung herbeigeführt. Kunden in dem Augenblick, als er deren Depots lombardirte, eine noch nie dagewesene Höhe erreicht. Trotzdem augenblicklich Wafferleiche. Gestern früh etwa um 5% Uhr wurde hinter war, ob danach wirklich in jedem einzelnen Falle eine Unter die sogenannte gute Saison ist, wo sonst das Geschäft geht, find dem Hause Holzmarktstraße Nr. 18 aus der Spree die Leiche schlagung vorlag und ob Leipziger bei jedem diefer Fälle habe die Arbeiterinnen dieser Branche größtentheils arbeitslos, bie eines Mannes gelandet und in das Schauhaus übergeführt. annehmen müssen, daß Wolff die betreffenden Effekten mittelft Behandlung derjenigen, welche in Arbeit stehen, ist seitens der Papiere, welche bei dem Todten vorgefunden wurden, lauten auf strafbarer Handlungen erlangt hat. Unternehmer oder Zwischenmeister eine brutale. 3ur- Besprechung der angeführten Mißstände findet heute Dienstag, Abends Im Verein deutscher Schuhmacher sprach am 15. b. M.| Versammlung nabm Renntniß von der Angelegenheit, erklärte 81/2 Uhr, in offmann's Festfalen, Oranienstr. 180, eine Serr Bahnarzt Dr. Wolff über das Thema: Wie schützt man aber, dazu keine Stellung nehmen zu können, bevor nicht der große öffentliche Versammlung der Mäntel- fich gegen die Echwindfucht". An den mit Beifall aufgenommenen Parteivorstand gehört worden ist. Es findet daher in nächster näherinnen, Bügler und Stepper statt, in welcher die Vortrag schloß sich eine lebhafte Diskussion, woran sich die Zeit wieder eine Volksversammlung mit dementsprechender TagesKollegin Frau Bertha Wächter einen Vortrag über die Kollegen Müller, Lau, Haupt und Döring betheiligten. Im ordnung statt, wozu ein Mitglied des Parteivorstandes besonders Ursachen und Folgen der heutigen Krife in der Mantelbranche Verschiedenen gab der Vorsitzende bekannt, daß eine Stichwahl eingeladen werden wird. Ort und Zeit der Versammlung wird halten wird. Es ist Pflicht aller Kollegen und Kolleginnen zwischen dem Berliner und Potsdamer Kandidaten zur General noch bekannt gemacht. zu erscheinen. versammlung stattfinden müsse, welche alsdann vorgenommen Gleichzeitig erinnern wir die Kollegen und Kolleginnen an wurde. Hierauf verlas der Kassirer die Abrechnung vom zweiten den diese Woche in Magdeburg beginnenden Schneider und Quartal, welche eine Ginnahme von 184,25 m. und eine AusSchneiderinnen- Rongreß; bierzu sind in der öffent- gabe von 154,95 M. ergab. Die Mitgliederzahl beträgt 160. lichen Versammlung am 8. Auguft 2 Delegirte gewählt worden. Dem Kassirer wurde Decharge ertheilt. Die nächste VerfammDie Pflicht Aller ist es, zu den Delegationsfosten beizutragen, des- lung findet am 29. August Gypsstr. 3( Norden) statt. halb ersuchen wir, da wo es noch nicht geschehen, Sammlungen vorzunehmen. Sammellisten sind bei W. Schulze, Seydelstr. 24, Hof 4 Tr. und im Arbeitsnachweis, Markgrafenftr. 88, zu haben, woselbst auch die gesammelten Gelder Dienstag, Mittwoch oder spätestens Donnerstag Abend abgeliefert werden müssen. Kollegen und Kolleginnen, erscheint zahlreich in der Versammlung. Mit follegialem Gruß. Die Agitationstommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins. in bei M Die Freie Vereinigung der Seifenfieber und Berufsgenoffen hielt am 17. Auguft ihre öffentliche Versammlung bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44, ab. Bu Bunft 1 sprach Genosse Thierbach über die Berfehung in der Gesellschaft." Der Vortrag wurde von der leider schwach besuchten Versammlung mit Beifall aufgenommen. Eine Diskussion fand nicht statt. Betreffs der Der Fachverein der Stuckateure hielt am 15. Auguft Gewerbe- Schiedsgerichte wurde der Vorschlag gemacht, in nächster feine Mitgliederversammlung ab. Der Vorfihende macht bekannt, Beit eine öffentliche Versammlung für Arbeiter und Arbeiterinnen daß jezt die Versammlungen jeden Dienstag, nach dem 1. und der Seifenbranche abzuhalten. Vom Kollegen Henschel wurden 15. jeden Monats bei Deigmüller, Alte Jakobstraße, stattfinden, verschiedene größere Lokale verlesen, welche für die Arbeiter ge= und dieselben um 7 Uhr anfangen. Sodann verpflichtete fich die sperrt find. Es wurde noch beschlossen, das Kränzchen am Versammlung für das Sammeln von Arbeitsordnungen in 22. Oktober in Puster's Salon abzuhalten. Der Vorsitzende schloß unferem Gewerbe zu sorgen und sind dieselben baldigst an Kollege hierauf die Versammlung mit einem Hoch auf die internationale Doste, Brunnenstr. 77a einzusenden. Ferner find etwa vor- Arbeiterbewegung. Wie die Herren Unternehmer mit ihren Arbeitern tommende Klagen über unsolidarisches Verhalten der Puzer, verfahren, wenn dieselben nicht ihren Wünschen nachkommen, was In Adlershof fand am 18. Auguft cr. eine Versammlung letzter Zeit mehrfach vorgekommen ist, zeigt wieder einmal die Handlungsweise der Firma Rich. Roll, dem Vorstand anzubringen, des Arbeiter Bildungsvereins mit der Tagesordnung skatt: und wird derfelbe für Louifen- Ufer 8. Abhilfe solcher Vorfälle Sorge tragen. Bekannt wurde 1. Bortrag des Genossen Max Rofe über die Auswanderung einem Reporter des In- und ihre Folgen. 2. Distusfion. 3. Vereinsangelegenheiten. Redner schildert in seinem 1/2 stündigen Vortrage die Austelligenz- Blattes" gebrachte Notiz, auf einem Bau am Hallefchen Thor sei Stuackarbeit abgefallen, auf Irrthum beruht, da wanderung als einen Vorgang, den wir schon im Alterthum, es sich um Buzarbeit handelt. Letzterer Fall ist schon mehrfach wenn auch in einer ganz anderen Weise als heute, beobachten vorgekommen, und möchten sich doch die Herren Reporter erft fönnen. Als Beispiele führt er an: Die Völkerwanderung, die genauer erkundigen, ehe sie solche Notizen bringen. Auf Antrag Auswanderung der Juden aus Egypten und in neuerer Zeit die des Bibliothekars wurden diesem 30 Mt. zur Anschaffung von Judenauswandernng aus Rußland. Die Folge dieser MassenAuswanderung ist für das Land, wo jene hinkommen, eine schlechte, guten Büchern bewilligt. denn es treten dadurch die Krisen ein, welche sofort den Lohn drücken, da ein zu großes Angebot an Arbeitskräften entsteht. An der Diskussion betheiligt sich Genosse Bökert im Sinne des Referenten und betonte, daß speziell die Album- und Lebearbeiter auswandern, da durch den amerikanischen Boll dieses blühende Handwerk hier zu Gründe gegangen ist. Zu Punkt 3, Vereinsangelegenheiten, werden die Genossen aufgefordert, doch nicht in den gesperrten Lokalen zu verfehren. Da wir ein größeres Sofal jetzt nicht haben, wird beschlossen, die Lassalle Feier durch ein Um dem Herrn Wertführer der betreffenden Fabrit eine Ueber- ferner gemacht, daß die raschung an feinem bevorstehenden Wiegenfeste zu bereiten, wurden die Arbeiter von dem Besitzer derfelben aufgefordert, ihr Scherflein hierzu mit beizutragen; diejenigen, welche sich weigern würden, hätten sofortige Entlaffung zu erwarten. Wider Erwarten des Arrangeurs und trok Drohung mit Entlaffung waren unter den Arbeitern doch einige räubige Schafe, welche eine Beisteuer zu einem derartigen Unternehmen verweigerten, demzufolge wurden diese, insgesammt acht Mann, von dem Herrn Fabrikanten sofort entlassen. Derselbe betitelte dieselben mit Sozialdemokraten, welche, nach feinem Ausspruch, Spizbuben seien, welche er in seiner Fabrik nicht beschäftigen fönne. 0 Eine öffentliche Versammlung der Schmiede Berlins und Umgegend tagte am 16. b. M. in Mundt's Salon, Köpnicker straße 100, mit der Tagesordnung: 1. Unser Raffenwesen, 2. Verfchiedenes. Der Referent, Herr E. Basner, erklärte die Ent An alle Arbeiter und Arbeiterinnen der Schuh- und stehung und Bedeutung der Krantenfassen. Er wies darauf hin, Schäftebrauche Deutschlands ergeht die dringende Mahnung, daß das neue Krankenkassen- Gesetz das Bestehen der freien Hilfe den Buzug nach Leipzig ftrengstens fernzuhalten, da die Firma tassen so erschwere, daß es zur Unmöglichkeit wird. So sei auch Hoffmann u. Komp. den Zwidern, Steppern c. eine Lohntürzung diesem Gesez die Kranken- Unterstützungs- und Sterbefaffe der angedroht hat. Aus diesem Grunde haben sich 39 Personen mit deutschen Schmiede zum Opfer gefallen. Als Erfaß derselben sei familiäres Busammenkommen würdig zu begehen. den Betroffenen solidarisch erklärt und Dienstag, den 16. August, ein Kranken- Unterstützungs- und Begräbnißverein gegründet die Arbeit gekündigt. Der Geist unter den Arbeitern ist ein worden. Diesem beizutreten fordert er die Kollegen in ihrem Der öffentlichen Versammlung der Glaser am 20. b. M. guter, denn es haben außer dem Werkführer und dem Schäfte- eigenen Interesse auf. Darauf hin wird folgende Resolution erstattete zunächst ber Delegirte zur Streif- Kontroll- Kommiffion meifter nur zwei Mann die Kündigung nicht vollzogen. Darum, angenommen: Die heutige öffentliche Versammlung der Schmiede Bericht über die Verhandlungen und Beschlüsse derselben, worauf Ihr Arbeiter und Arbeiterinnen, steht fest zu einander und haltet Berlins erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten ein- die Versammlung zur Wahl eines Standidaten zum GewerbeDen Zuzug nach hier fern. Die Kommission. verstanden und empfiehlt den Kollegen, recht zahlreich in den gericht schritt. Kollege Vertrauensmann Stampehl leitete die Kranken- Unterstützungs- und Begräbnißverein als Mitglieder ein- Wahl mit einer kurzen Auseinandersehung der Materie ein und zutreten und für die Weiterentwicklung des Vereins zu sorgen. bemerkte, daß die Glafer in der Gruppen- Aufstellung seitens der Im zweiten Punkt der Tagesordnung wurde zur Sammlung von Streit Kontroll Rommiffion irrthümlicher Weise übergangen Arbeitsordnungen aufgefordert; dieselben sind beim Kollegen worden sind. Dieselben würden unter Gruppe 3 rangiren und hätten einen Kandidaten aufzustellen. Als solcher wurde einTempel, Langestr. 65, abzugeben. ftimmig Kollege Mertens gewählt. Des Weiteren beschäftigte = Hamburg, 22. Auguft. Der Brauerstreit ist durch Verein barung der Brauereidirektoren mit der Lohnfommission beendet. Die entlassenen Brauerei- Arbeiter werden, wieder aufgenommen. Die Tegtilarbeiter und Arbeiterinnen Sachsens halten Mitte September in Glauchau einen Delegirtentag ab. Die Der Fachverein der Klempner Berlins hielt am die Versammlung die Frage, wie in diesem Jahre die Agitation vorläufige Tagesordnung deffelben lautet: Bericht des Agitations 16. Auguft bei Seeger, Grüner Weg 29, eine öffentliche Berfamm- zum Austritt aus der Innungs- Krankentaffe zu betreiben sei. fomitees, Situationsbericht der Delegirten, Berichterstattung und lung ab. Ueber den ersten Punkt der Tagesordnung: Ueber Auch hierüber referirte Stollege Stampeh L. Wenn auch der Stellungnahme zu den Beschlüssen des Halberstädter Gewerk die Licht- und Schattenfeiten der Großproduktion" referirte Ge- prinzipielle Standpunkt der Innungs- Krantenkaffe gegenüber unter schaftskongresses, Anträge der Delegirten, Neuwahl des Agitations- noffe Appelt. Rebner führte aus, daß einzelne Organisationen allen Umständen aufrecht erhalten werde, fo haben sich die anderen gegenüber sehr weit zurück stünden und gerade dadurch Dinge doch durch die Krankenkassen- Novelle infoforn etwas Die Krankenkaffe des Senefelder Bundes wird gemäß das Unternehmerthum Gelegenheit fände, sein Ausbeutungs- verschoben, als es zu erwägen fei, ob den Kollegen zu empfehlen dem Beschlusse der in Offenbach stattgehabten Generalverung, dem Beschlusse der in Offenbach stattgehabten Generalver geschäft schwunghaft zu betreiben. Redner ist der Wet- fet, fich der freien Hilfskaffe oder der Orts- Krankenkasse Seine persönliche Meinung ging dahin, daß tomitees. Dersammlungen. fammlung den neuen gefeßlichen Bestimmungen nicht angepaßt, nung, daß nur durch geschlossenes Auftreten der Arbeiter dem anzuschließen. Stapital gegenüber etwas erreicht werden könne. Namentlich diejenigen Kollegen, welche die materiellen Stoften felbständig zu sondern bem Senefelder Bund als Unterstüßungskaffe einverleibt. müßte alles aufgeboten werden, um die ländlichen Arbeiter für tragen bereit sind, sich der freien Hilfskaffe, sonst aber der OrtsDieser Beschluß wurde mit 19 gegen 6 Stimmen gefaßt. unfere Bestrebungen zu gewinnen, um durch sozialdemokratische tasse anschließen möchten. Auf jeden Fall müsse aber aus der Wahlen auf die Gefehgebung immer größeren Einfluß zu ge- Innungs- Strantentaffe ausgetreten werden. Der Austrittsantrag winnen. Es entspann sich eine Diskussion über den Vortrag, zum 1. Januar 1893 hat am 1. Oktober zu erfolgen. Der Verin welcher ein paar Uuabhängige gegen den Referenten polemi trauensmann Stampehl ist bereit, diesbezügliche Wünsche entfirten. Doch wurden deren Ausführungen entschieden zurück- gegenzunehmen und das Weitere zu veranlassen. Die Versammlung gewiesen. Im Sinne des Referenten sprachen die Kollegen erklärte sich mit den gemachten Vorschlägen einverstanden, In Pohäche, Selgo und Sponholz. In Verschiedenem" fritisirte einer Pause wurden ad hoc Austrittserklärungen entgegenKollege Lippich die Werkstatt Ordnung von der Bussischen genommen. Es erfolgten deren 18. Der dritte Punkt der TagesDer Interessenverein der Buchdruckerei- Hilfsarbeiter Fabrik. Dieser Punkt wurde aber auf die nächste öffentliche ordnung lautete: Diskussion und Beschlußfassung über eine event. Lohnbewegung der Bleiglafer. Die Anzahl der Bleiglafer wird Berlins und Umgegend hielt am 14. August seine zweite Ge- Bersammlung vertagt. Schluß 12 Uhr. auf 43 geschäßt. Anwesend waren von diesen 30. Die Diskussion neralversammlung unter Borsiz des Kollegen H. Jahns ab. Bu Zu einer öffentlichen kombinirten Versammlung der wurde eingeleitet durch Stampehl, welcher konstatirte, daß nächst theilte derselbe mit, daß die Beerdigung des in der Ober: Bäcker und Reliner sprach am 16. August Genosse Borch für die Bleiglaser infolge der zahlreichen Kirchenbauten gegenwärtig Spree ertrunkenen Kollegen P. Teichert am Freitag den 13. August mann über Gewerbegerichte. Dem beifällig aufgenommenen eine bessere Geschäftstonjunktur zu verzeichnen sei. Diese könnte stattgefunden hat; ferner, daß, um dem Verstorbenen die letzte Vortrag folgte eine lebhafte Diskussion, wobei es sich haupt erfolgreich ausgenutzt werden, wenn die Bleiglaser vom richtigen Ehre zu erweisen, vom Vorstand ein Kranz zum Preise von 10 M. sächlich darum handelte, ob die Gastwirthsgehilfen von Geifte beseelt find. Redner befürwortete die Forderung einer angeschafft worden ist. Hierzu bat der Vorsitzende die Verfamm- ben 10 ihnen zugetheilten Vertretern im Gewerbegericht einige Sohnerhöhung, nicht eine Verkürzung der Arbeitszeit, da er der lung, diesen Betrag aus der Vereinskaffe zu bewilligen; man an die Bäcker abgeben würden. Der Kellner Bolter ftellte den Meinung war, daß der Lehrsatz der politischen Nationalökonomie, gab dem Wunsche einstimmig statt. Nachtem der Kassirer die Antrag, von Seiten der in den Gastwirthschaften Angestellten daß eine Verkürzung der Arbeitszeit von selber den Lohn steigere, Namen von 4 neu aufzunehmenden Kollegen verlesen, fühlte sich nur 6 Kandidaten aufzustellen und auf die übrigen 4 zu Gunsten bei dem deutschen Unternehmerthum nicht dem nöthigen Berder ehemalige Vorsitzende Herr Oskar Krüger veranlaßt, gegen der Bäcker, Konditoren und Schlächter zu verzichten. Pfeiffer, ständnisse begegne. Redner hielt eine Lohnforderung von 27 M. die Aufnahme eines derselben zu protestiren, weil der Betreffende Rusch und Most von den Bäckern traten lebhaft für diesen pro Woche für angemessen und eine erfolgreiche Durchführung seinen Verpflichtungen der Vereinigung gegenüber schon Antrag ein. Pfeiffer machte geltend, daß die Bäcker zu dieser Bewegung von großem Einflusse aaf die Gesammtbewegung. früher nicht nachgekommen, speziell im Beitragzahlen wenig Bertreter haben und die Gastwirthsgehilfen wahrscheinlich Die Zeitung würde eine Kommission zu übernehmen haben. Als sehr lässig war und deshalb ausgeschlossen werden mußte. Nach gar nicht im Stande feien, 10 Bertreter stellen zu können. Ebert maßgebende Gründe für eine Lohnbewegung wurden in der follängeren Auseinandersehungen wurde auf Antrag des Kollegen( Kellner) macht dem gegenüber geltend, daß 10 Vertreter nicht zuviel, da genden Diskussion nicht allein die günstige Geschäftstonjunktur, D. Bleich beschlossen, die Sache bis zu einer beffer besuchten die Köche, Portiers, Weinküfer alle unter den Begriff„ Gastwirths- sondern auch die herrschende Schmußkonkurrenz der Meister und Bersammlung zu vertagen. Hierauf wurde Herr Oskar Krüger Gehilfen" fallen und diese einzelnen Zweige doch auch vertreten bie gesundheitliche Schädigung der Bleiglaser( Bleikolit und selber wegen sechsmonatlicher Beitragsrückstände aus der Vereini- fein müßten. Pösch wandte sich ebenfalls gegen den Antrag Echwindfucht) erachtet. Die Versammlung beschloß einstimmig gung ausgefchloffen, da er die vorher angefegt gewefene Pause Bolter; im Sommer seien viele Reliner auswärts beschäftigt, den Eintritt der Bleiglafer in eine Lohnbewegung. Da bereits nicht benutzt hatte, um feinen eigenen Verpflichtungen nach außerdem könne es vorkommen, daß einer oder der andere der ein großer Theil 27 M. verdient, so wurde beschlossen, 162/3 pSt. zukommen. Dann gab der Kassirer, Kollege A. Schulze, den Vertreter sein Mandat dadurch verliere, daß er bei einem der Lohnerhöhung und 27 M. Minimallohn zu fordern. Auch foll ersten Vierteljahrsbericht, wonach ein Bestand von 46,81 m. ver- zahlreichen Innungswirthe in Stellung trete. Auch müsse man auf eine bessere Ventilation der Arbeitsräume und beffere Desblieb. Die Revisioren bestätigten diesen Bericht in allen Puntten, mit der Möglichkeit rechnen, daß einige Kandidaten vielleicht infektion der Puylappen hingewirkt werden. Die For worauf dem Raffirer Decharge ertheilt wurde. Weiter machte der nicht gewählt würden. Ueber den Antrag Polter wurde nur von derung muß laut Beschluß der Versammlung bis SonnBorsigende einige Vorschläge zu Vergnügungen. Hierzu wurde Seiten der Kellner abgestimmt und darauf derselbe abgelehnt. abend, den 27. d. Mis.- mit Ausnahme derjenigen Fälle, auf Antrag des Kollegen R. Wahle ein Bergnügungskomitee ge- Jedoch wurde den Bäckern in Aussicht gestellt, daß die Gast- wo Kündigung befieht bewilligt sein. Am Sonnabend wählt, welches aus den Kollegen H. Freienstein, H. Lange, wirths- Gehilfen fuchen werden, solche Kandidaten auszustellen, die wird sodann eine öffentliche Versammlung weitere Beschlüsse R. Schulz, M. Graffold und. Bleich besteht. Zum Schluß ständig in Berlin sind, und dann würden die Kellner gern fassen. In die Lohntommission wurden gewählt Deser, theilte Rollege Jahns mit, daß am Dienstag, den 23. August, in einige Kandidaten abgeben. Ludwig und Hünecke( Glasermeister). Die Vertrauens Gratweil's Bierballen eine öffentliche Versammlung aller in Auf Antrag Ebert wurde den einzelnen Agitationsfommissionen männer wurden beauftragt, zu Gunsten der Bewegung SammelNr. 189 des Vorwärts" unter Gruppe 7: Buch und Papier überlassen, sich darüber zu einigen und der nächsten, für alle liften zu verausgaben. Industrie" genannten Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen stattfindet, Branchen der Nahrungsmittelindustrie einzuberufenden Ver- Die in den Werkstätten von Spinn u. Ko. und von Wehlert und schloß hierauf die Versammlung mit einem Hoch auf die fammlung Bericht zu erstatten. Unter Verschiedenem bedauerten u. Ko. ausgebrochenen Differenzen wurden den Vertrauensallgemeine und moderne, Arbeiterbewegung. mehrere Redner, daß eine solche Anarchie in Bezug auf Ab- männern zur Regelung überwiesen. Gine besondere Lassallefeier haltung von Versammlungen herrsche. So sei schon am nächsten findet diesmal nicht statt. Die Kollegen haben sich den Wahlvereinen Tag( am 17.) in demselben Lokale wieder eine Bersammlung für anzuschließen. Die Versammlung schloß mit einem dreifachen Nachtarbeiter, einberufen von der Arbeiter- Bildungsschule. Bei Hoch auf die moderne Arbeiterbewegung. dieser fämen dieselben Branchen( Bäcker und Kellner) wieder in " Pankow. Am 15. August sprach Genoffe Hoffmann- Berlin in Cristan's Gasthaus Bum Thürmchen" über Sozialismus und Anarchismus. Referent erläuterte die Entstehung und Entwickelung der Arbeit zur Waare, den Kapitalismus, dessen unsinnige Betracht, und die Folge würde sein, daß der Besuch ein schwacher Eine gutbesuchte Versammlung der Brauergesellen Produktion, die daraus hervorgehenden Krisen und kam dann sein werde. Der Vorsißende Most schloß hierauf die Versammlung und Berufsarbeiter Berlins und Umgegend tagte am 20. Auguft. zum Wesen des Sozialismus und der daraus sich entwickelnden mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie. Regierungsbaumeister G. Keßler referirte über die kommenden Gesellschaftsform. Nur der Sozialismus sei berufen und im Gewerbegerichtswahlen. Der äußerst interessante Vortrag fand Stande, dem Arbeiter ein menschenwürdiges Dafein zu schaffen. Eine öffentliche Volksversammlung für Mariendorf reichen Beifall. An der Debatte nahmen Theil die Herren Redner beleuchtete hierauf den Anarchismus, sein Wesen und und Tempelhof tagte am Dienstag, den 16. August er, in Hilpert, Kreslinsti, Faber und Steiner. Herr feine Rampfesweise sowie seine verschiedenen Strömungen, wobei E. Hilgert's Lotal, Mariendorf, Ackersiraße. In derselben aber trat einer irrthümlichen Auffassung seiner Ausführungen er ausführte: So viele Anarchisten es gäbe, so viele Systeme, referirte Genosse Emil Berndt- Berlin über: Das Ver entgegen, die er in der Anfangs August stattgehabten großen " Jeder soll thun und lassen, was er will." Diefer Grundsatz der trauensmänner System der sozialdemokratischen Gewerkschaftsversammlung gemacht, in welcher die Frage der Anarchisten flinge sehr gut, sei jedoch nicht durchführbar. Der Partei". Derfelbe erläuterte in eingehendster Weise den Zweck Wahlen zum Gewerbegericht verhandelt wurde. Er habe damals Kapitalist hängt mit Leib und Seele an seinem Kapital, wird es und die Gründe, warum in jedem Orte, wo Genossen vorhanden der Streit Kontrollkommission nicht das Recht zuerkennen zähe vertheidigen und nicht aus Schreck vor den Dynamitattentaten, find, ein Vertrauensmann gewählt wird. Nach Beendigung des wollen, Personenrichterei bezüglich der von den Gewerkschaften wie die Propagandisten der That" meinen, aufgeben. Dem Proles beifällig aufgenommenen Vortrages wurde Genoffe Auguft Dispert nominirten Kandidaten treiben zu dürfen. Er sei im Gegentheil tariat verhelfe nur der Sozialismus zum Siege. An der darauf zum Vertrauensmann für Mariendorf gewählt. Genosse A n- dafür, daß bei dieser rein gewerkschaftlichen Sache es ganz gleich folgenden lebhaften Debatte betheiligten sich die Genossen Frei Drejewsti erstattete den Bericht der Lokalfammission für sei, ob sich einer der Kandidaten sonst unabhängig nenne oder wald, Knapp und Bilz. Beim Punkt Verschiedenes machte Genosse Tempelhof und erklärte zum Schluß, daß dieselbe ihr Amt nieder- nicht. Die Hauptfache wäre, daß er auf dem Boden des KlassenEchockel bekannt, daß die Laffallefeier für Pankow und Nieder- gelegt habe. Neugewählt wurden in diefelbe: R. Gaede, tampfes stehe. Die Versammlung stellte nach dem Schluß der Schönhausen vom Lese- und Diskutirverein" Proletarier" arrangirt E. Hecht und A. Reisen. Unter Verschiebenem be Distussion als Kandidaten für die Gewerbegerichts- Wahten die. und in Borchardt's Vereinshaus, Schulzefiraße, und Cristan's schwerte sich Genosse se cht über den Parteivorstand, da der Herren Steiner( Brauer), und Müller( Berufsarbeiter) Gasthaus zum Thürmchen am 28. August unter Mitwirkung der felbe den im Jahre 1879 ausgewiesenen und nach Aufhebung des auf. In einer früheren Versammlung war beschlossen Gefangvereine Echo I und dem Sängerchor der Töpfer abgehalten. Ausnahmegesezes nach Tempelhof zurückgekehrten Genoffen Ludwig worden, einer Rommission die Ausarbeitung eines neuen werde. Um 1214 Uhr schließt der Vorsitzende die interessante Hecht, welcher jetzt an drei schweren Krankheiten im Krankenhause Reglements für den Arbeitsnachweis zu übertragen. Es sollte und anregende Versammlung. darniederliegt, die fernere Unterstühung verweigert habe. Die damit bezweckt werden, eine freiere, den Arbeitern mehr-Mechte.ge " Der Kranken Unterstützungs- und Begräbniß- Verein für Bau- und gewerbliche Silfsarbeiter Berlins hielt am Sonntag, den 21. Auguft, im Lofal des Herrn Saeger, Grüner Weg 29, eine gutbesuchte Mitglieder- Versammlung ab. Zu beachten sind folgende Punkte. männern. 3. Wahl eines Schriftführers. fammten Ortsverwaltung. Böckhftr. 51. Rauchklub Bruderbund, Abends 9 Uhr, Lauftgerstr. 50, Rauchtlub Ambalema, Abend 9 Uhr, Vermischtes: währende Geftaltung des Arbeitsnachweises der Brauer herbei-[ mann war beschuldigt worden, seine Kollegen bei der im Restaurant W. Schulze, Dftbahnhof 7.- Rauchlub Dämmerwolfe, zuführen, als wie die derzeitige ist. Die Kommission war diesem Arbeit benachtheiligt zu haben. Die Kommiffion hat einstimmig bet Brande. Rauchflub Zeitgeist, Abends 9 Uhr bei Kaspar, Restaurant Auftrage nachgekommen und legte der Versammlung den Entwurf die Frage der Schädigung verneint. Eine weiter gestellte Frage, zum Beitgeist, Bernauerfir. 72. vor. Bevor noch die Berathung der einzelnen Paragraphen vor: ob Grothmann durch Annahme der qu. Arbeit die Allgemeinheit Reichenbergerstr. 73a, bei Faufimann. Rauchtlub Portorico, Abends 9 Uhr, bei Kohn, Wrangelstr. 136. Rauchflub Gemüthlichtett 2, genommen wurde, machten sich schon Stimmen aus der Ver- der Puzer geschädigt habe, hat die Kommission unbeantwortet abends 9 uhr bet Achsel, köpenickerstraße 161. Rauchflub Blaue Suft, fammlung gegen die augenblickliche Anbahnung eines reformirten gelaffen, dieselbe vielmehr der Deffentlichkeit übergeben. Bezüg- Abends 9 Uhr, bet Bredlow, Bülowftr. 65. Nachweises geltend. Von einem Redner wurde die Zeit als lich dieser Frage war die Versammlung der Meinung, daß die Tambourverein Rothe Nelte, Dienstag und Freitag, Abends 9 Uhr, eine ungünstige bezeichnet, bei Thiele, Brandenburgstr. 56. Man möge noch warten Annahme von Arbeiten unter Bedingungen, wie im vorliegenden Touristentlub Wanderlust, Abends 9 Uhr, bei Biehrat, Franfeciftraße damit. Die Unternehmer würden sich weigern und bei Falle, nicht den Interessen der Puzzer im Allgemeinen entspreche. und Schönhauser Allee Ecke. einem dann unvermeidlichen Kampfe den Sieg davon tragen. Der Vorsitzende der Versammlung, Preuß, war dagegen der Meinung, daß es die Brauereibefizer bei den gemachten geringen Verbesserungs- Vorschlägen, und gewißigt durch den Verlauf der verschiedenen Boytotts, auf einen Kampf in diesem Falle nicht anfommen lassen würden. Und der Unterstützung der Berliner Arbeiter könne man sich auch in diesem Falle versichert halten. Kahla( Sachsen- Altenburg), den 22. Auguft. Heute morgen Die Beiträge werden, wie bei der aufgelösten Hilfskaffe 13, Darauf wurde in die Besprechung der einzelnen Paragraphen des bis auf weiteres an jedem Sonntag nach dem Ersten des Monats 4 Uhr ist hier Großfeuer ausgebrochen. 7 Häuser mit dazu ge Entwurfs eingetreten, aber nach einigen Einwendungen beim Grünen Weg 29 bei Saeger und an jedem Sonntag nach dem hörigen Nebengebäuden sind bereits zerstört. Das Rathhaus noch schlossen, denselben an die Kommission zurückzuweisen, die zur 15. des Monats in der Manteuffelstr. 112 bei Pohl von 10 bis immer gefährdet. Das Feuer schreitet mit großer Schnelligkeit nochmaligen Durchberathung desselben nach Norden fort, vom Südwinde begünstigt. Es dürfte kaum tüchtige Bertreter 12 Uhr entgegen genommen, auch werden neue Mitglieder auf- gelingen, die Flammen in Schach zu halten, da die Bauten faft anderer Gewerkschaften hinzuziehen soll. Es waren nämlich in genommen. einigen Paragraphen Anflänge an zünftlerische Anschauungen Ferner hat sich der Rendant bereit erklärt, zu jeder fämmtlich alte Holzhäuser find. Schon lange vor Kolumbus wurde Amerika bekanntlich enthalten, was die Genossen Greifenberg und Faber fonstatirten. Beit in seinem Lokal, Weidenweg 12( Restauration) Beiträge entgegen Herr Preuß berichtete dann über die Erfolge, welche durch zu nehmen, sowie neue Mitglieder aufzunehmen, und es werden von Europäern, namentlich von Germanen besucht. Ueber die das gemeinsame Vorgehen der Beschwerde- Kommission der Brauer Interessenten, welche gewillt find, dem Verein beizutreten, nordischen Länder und Inseln Shetland, Faröer, Jsland und Grönland ging die Fahrt nach den östlichen Gestaden Nordund des Vertrauensmannes von Charlottenburg in der Goſe- darauf aufmerksam gemacht. Von dem Kaffirer der aufgelöften Kaffe Amerikas. Früher war es im Norden noch wärmer, die Rüften Brauerei erzielt wurden. Der Befizer zahle nunmehr den( Eingetragene Hilfskaffe Nr. 13) wurde die Frage angeregt, wie Lohn von 120 M. und laffe die geforderte Arbeitszeit inne er sich denjenigen Mitgliedern gegenüber zu verhalten habe, boten noch eine reiche Vegetation, woher ja auch Grönland( gleich halten. Man diskutirte hierauf noch den Hamburger Brauer- welche dem neuen Verein nicht beitreten und den Beschluß der Grünland) seinen Namen hat. Ueber diese Beziehungen Europas Ausstand. Sofern derselbe länger anhält, sollen schleunigst General- Versammlung vom 17. Juli nicht anerkennen wollen, mit Amerika vor der welthistorischen Fahrt des Kolumbus hat Sammelliften ausgegeben werden. Dem Vorwärts" wurde welcher befagt, daß das übrigbleibende Vermögen dem neuen der Präsident der Pariser Gesellschaft für Handelsgeographie", von einigen Rednern verübelt, daß er" bei der Bericht- Verein zufällt. Dem Fragesteller wurde dahin Bescheid gegeben, gebniß derselben wird er in einem Buche veröffentlichen, aus deſſen Bericht- Verein Herr Napoleon Ney, eingehende Forschungen angestellt; das Gr. Brauern indirekt unkorrektes Vorgehen vorgeworfer. Eine miß- heben, diese abzuweisen und das Weitere klar zu machen. Nach die nordischen Seefahrer Amerika tannten, geht insbesondere aus den ernhalt er vorläufig dem„ Matin" Einiges mitgetheilt hat. Daß erstattung über den Hamburger Boykott auch den Berliner daß, wenn sich noch Mitglieder melden sollten, welche Anspruch ergebniß derselben wird er in einem Buche veröffentlichen, aus dessen billigende bezügliche Refolution wurde nach einigen erklärenden einigen internen Angelegenheiten folgte Schluß der Versammlung. isländischen Sagas" hervor, dafür sprechen aber auch archäologische Bemerkungen aber's, der sich als Ausschußmitglied der StreikRontrollkommiffion in dieser Sache an den Chefredakteur des Der Bericht über die allgemeine Buchdrucker- Versamm. Funde in Norwegen, Dänemark, Jsland, Grönland und in Vorwärts" gewandt hatte, wieder zurückgezogen. Nachdem noch lung, so schreibt man uns, vom 17. d3. Mts. enthält einen be- Amerika selbst. Schon vom Jahr 1000 unferer Zeitrechnung an ..und wagen besuchten die Normannen„ Vinland", d. i. Weinland, die Küste dauerlichen Druckfehler. Es heißt darin u. A. Genoffe Faber zur Agitation für die sozialdemokratische Lite- 03 jeht, angesichts ber Theuerungsverhältnisse uns Reduktionen von Massachussets bis zum Kap Cod, und sogar darüber hinaus ratur aufgefordert hatte, schloß die Versammlung mit einem Hoch anzubieten, welche 10-15 m. pro Woche ausmachen." Anstatt bis nach Florida. Ebenso sicher ist, daß die normannischen Schiffer auf die internationale Arbeiterbewegung. 10-15 Mart muß es heißen; 10-15,90 pet. Wenn auch bei an der ganzen Westküste Grönlands Faftoreien und Kolonien der bekannten Bescheidenheit unserer Herren Prinzipale selbst eine gründeten; diese bildeten zusammen ein Bisthum, von dem eine Eine öffentliche Versammlung der Maurer und Buker derartige„ Berbefferung" des Tarifs durchaus nicht überraschen Liste der Bischöfe bis zum Jahre 1537 vorhanden ist. Einige Berlins tagte am 21. d. M. in den Arminhallen. Zur Tages- dürfte, so soll doch unsererseits der Wahrheit die Ehre gegeben normannische Schiffe find fogar bis Brasilien hinab ordnung stand als erster Punkt:„ Unsere wirthschaftliche Lage werden." gefahren, doch scheint das dortige Klima von weiteren und der erste Verbandstag der Maurer Deutschlands." An Stelle des Unternehmungen abgehalten zu haben. Man weiß auch, daß ein verhinderten Kollegen Bömmelburg Hamburg referirte Zentralverein der Bildhauer Deutschlands( Gauverein Berlin). Heute Kapitän der Handelsflotte von Dieppe an der Küste Südamerikas W. Ker sta n. Derfelbe bezeichnete die wirthschaftliche Lage der Dienstag, Abends 8% Uhr, Bersammlung Annenstr. 16. Tagesordnung: BorMaurer Deutschlands, speziell Berlins als eine traurige. Lohn- trag des Herrn Dr. Spazier über:" Spiritismus“. 2. Wahl von Bertrauens- landete und dort die Ruinen einer Stadt entdeckte, die angeblich von Skandinaviern erbaut worden ist. Die Dokumente dieser abzüge fänden aller Orten statt. Um ein noch tieferes Sinfen Zentral- Kranken- und Sterbekaffe der Tabakarbeiter Deutschlands Expedition sind im Jahre 1694 mit dem Archive von Dieppe der Löhne zu verhindern, sei vor Allen Dingen Einigkeit und Berlin 2). Heute Dienstag, Abends 8% Uhr, bei Nitoley, Elisabethkirchstr. 14, verbrannt. Dagegen besitzt das„ Smithsonian Institute" in Organisation erforderlich. Der Strom der Zeit weise auf die Mitgliederversammlung. Tagesordnung: Rechnungslegung. Neuwahl der ge= Washington eine reiche Sammlung von Dokumenten des vor zentralisirte Organisationsform hin. Prozentual berechnet habe Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekaffe. Dienstag, den columbischen Amerika. Herr Ney hat ein gemauertes Grab ges der größte Theil der Maurer Deutschlands sich für die zentralistische 23. August, Abends s¼Uhr, im Reſtaurant P. Bodenburg, Kommandantenir. 10, sehen, daß am Ende des vorigen Jahrhunderts bei Boſton gefunden Organisationsform ausgesprochen. Es wäre nun endlich an der Vorstandssitung und Aufnahme neuer Mitglieder. Zeit, daß auch die Berliner Kollegen ernstlich Stellung hierzu Gagelsbergerstr. 43: Unterricht in Deutsch( mittleres); Südost- Sule: Das Stelett war das eines Mannes weißer Raffe; der Schwertgriff Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend 8%-10% Uhr: Südschule: wurde. Es enthielt ein Stelett und einen eisernen Schwertgriff nehmen und sich der Allgemeinheit der Maurer Deutschlands an- Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Deutſch( mittleres): ft Schule, stammte aus Europa und gehörte der Zeit vor dem 15. Jahrschließen. So wie bisher könne es nicht weiter gehen. Dähne martustraße 31 Unterricht in hottiere). In allen Lehrfächern, hundert an. Herr Ney hat auch die Inschrift von Digston Writing führte vor Augen, wie in vielen Gegenden Deutschlands die Kollegen mit Ausnahme der Buchführung, fönnen noch Schüler und Schülerinnen, Rock gesehen: fie zeigt Worte in Runenschrift und Zeichnungen, nicht einmal ordnungsmäßig Versammlungen abzuhalten ver- auch jetzt im Laufe des Semeſters, eintreten. möchten und folgerte hieraus, daß es unbedingt nothwendig sei, bet S. Winkler, Manteuffelfir. 60. Lese- und Diskutirklubs. Dienstag. Johannes Wedde, s uhr, die sich auf die Abenteuer der Skandinavier im Weinland be Agitationsverein affalle, Abends ziehen. Die Inschrift besagt, ins Deutsche übertragen:„ Hundert daß die Maurer Deutschlands sich fest und eng zusammenschließen. 8% Uhr, bei Schayer, Reichenbergerstr. 54.- Lese- u. Distutivtlub Spinoza, ein und dreißig Männer des Nordens haben mit Thornfinn Die Kollegen an den zurückgebliebenen Orten fönnten nicht sich abbs. 8% Uhr, bei Eripfe, Reichenbergerstr. 47. selbst überlassen bleiben, die Bewegung müsse vielmehr von einer 9 Uhr, uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Freund fchaft 1, bei( Pfeilspige), die am Ufer des Potomac gefunden wurde. Arbeiter- Sängerbund Berlins und umgegend, Dienstag, Abends dieses Land befeht." Noch wichtiger ist die Inschrift Arrow- Head" Zentralstelle aus geleitet werden. Alles dies sei auf dem Ver- Oswald Berliner, Brunnenstraße 114. bandstage flar gestellt worden. Auf die internen Angelegenheiten ftraße 5 bei Bartelé.-Dlympia, Alte Jakobftr. 98 bei Richter.tr: war der Grabstein der Frau eines normannischen Häuptlings, desselben einzugehen, sei eine öffentliche Versammlung nicht der horn, Usedomftr. 33 bei Miete. Fidelitas, Bergfir.68 bet Keller.II e- die durch einen Pfeil getödtet wurde. Die Inschrift, ebenfalls geeignete Ort. Alpenglode, Grüner Weg 29, bei in Runen, besagt:" Hier ruht Syafi, die Blonde aus West- Island, Der Deffentlichkeit werde Rechnung getragen Saeger. Berliner Buchdrucker, Alte Jakobftr. 83 bet Wienecke. Wittwe Koldi's, Schwester Thorgr's von Seiten des Vaters, werden durch das Protokoll des Verbandstages, welches seinerzeit Bruder herz, Sichtenbergerſtr. 21, bet Heiſe.- Ihn'scher Humor, Strauß- alt 25 Jahre. Gott sei ihr gnädig. 1051." In dem Grabe fand erscheinen werde. Schulz forderte gleichfalls zum Anschluß an offnung 2, Deutsch- Wilmersdorf, Brandenburgstraße bei Gräß. bergerstraße 3 bei Birf. Unverzagt 2, Moabit, Kronen- Brauerei. man drei Zähne, ein Knochenstück, das in Staub zerfiel, vers den Zentralverband, entsprechend den Beschlüssen der Mehrheit Batotapetlé 1, Stallschreiberſtr. 29 3. éifernen Stab.- Ar better- wat- schiedene Schmucksachen in Bronze und zwei Münzen bes oströmischen der Maurer Deutschlands, denen man sich unterordnen müffe, auf. bund, Nowawes, Wallstraße bei Gärtner.-Sängertette, Schönleinſtr. 6 In der Thatsache, daß der Zentralverband nach 14monatigem inde, Mariannenftr. 31-32 bei Doberstein. bei D. Klein. Kreuzberg, Lichterfelberstraße 7-8 bei Winter. Ite Raiserreichs. Die letteren können nicht auffallen, denn es ist Borwärts 4, Rathenow, Thatsache, daß viele Normänner, Dänen, Schweden und Nor Bestehen über 13 000 zahlende Mitglieder aufweise, welche Re flaurant Walhalla". Ginigteit 2, Landsbergerstraße 31 bei weger in Konstantinopel und namentlich in der kaiserlichen Garde eine geschlossente organisirte Masse darstellten, liege ein Faftor, usehold. Sorgen los, Röslinerstraße 17 bet Wendt. dienten. Merkwürdiger Weise hat man im Jahre 1863 in Is mit dem das Unternehmerthum zu rechnen habe. Unter der Gesangverein der Böttcher Steinei che, Jüdenstr. 55 bei Trieschmann. Vorwärts 8, Marwig, bet Wilhelm Nölte. Borwärts 2. land, bei der Kirche von Stalholt, ein lateinisches Manuskript Ungunst der wirthschaftlichen Verhältnisse habe natürlich auch Schönhauser Allee 28 bei Kuhlmen. Silaria, Blumenstraße 46 bei Went, aus dem Jahre 1117 gefunden, das unter dem Namen der Stal der Verband in Bezug auf seine Mitgliederzahl zu leiden. Die Freies Lied 2, Friedrichsberg, Frankfurter Allee 165, bei Feder. holt Sage den Gelehrten bekannt wurde; es erzählte eben den jezigen Mitglieder seien überzeugte Kollegen. Der Verband Sänger- Chor der Töpfer, Neue Friedrichstr. 44, bet Röllig. Wiederhall, Eisenbahnstraße 20 bei Siegmund. Bufriedenheit, Tod der Syaft und beschreibt ganz genau den Ort im Weinfei fiegreich aus allen Anfechtungen hervorgegangen und habe Gnetfenaufraße ss bet kärger.- Gängerfreibeit, ubt, bet röhland, wo ihr Grab sich befindet. Es kann also kein Zweifel bar eine hoffnungsreiche Zukunft. Besonders für die kleineren, lich, Naunynstr. 44. Freiheitsgruß, Schönhauser Allee 46 bei Busse. über sein, daß Amerika den feefahrenden Völkern des europäischen unselbständigeren Ortschaften sei der Verband von größtem enefelder, bei Althoff, Brüderstr. 26. Johanni, Rüdersdorfer Nordens bekannt war. Diese Kenntniß scheint sich allerdings nicht Vortheil. Aber auch für die Berliner Kollegen sei es Pflicht, straße 45, Gesellschaftshaus Ostend. Borwärts 3, Friedrichsfelde, weit nach Süden verbreitet und sich allmälig sehr verflüchtigt selbst wenn die jeßige Organisationsform nicht die bessere wäre, Wilhelmstr. 10 bei Momber.- Gefangverein Rothe Nelte 2, bei Raabe, Ruppiner und Schönholzerstraßen- Ecke. schon aus Solidaritätsgefühl für dieselbe einzutreten. Die gegenSchneeglödchen 1, Hermann zu haben. play 39 bei Jakob. Gesangverein Eintracht, Nieder- Schönweide, feitige Bekämpfung beider Organisationsrichtungen müsse schwinden. Restaurant Hinz. Mohr'sches Doppelquartett, Friedrichsbergerstr. 19. Die Zeit, wo für Berlin nur eine Organisationsform und zwar Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. die zentralistische, maßgebend sei, liege nicht mehr fern. Die gute Alle zuschriften, den Bund betreffend, find zu richten an Mar Geng, Berlin N., Belfortersir. 26, 1 Tr. Dienstag-Theaterverein BI umeniese bei Sache breche sich Bahn, trotz alledem. Jm Sinne der Vorredner Ringe, Dresdenerstr. 105.- Tambourverein Deutsche Eiche bei Niederschuh, sprechen noch Petri und Gröppler, während Dähne Fürbringerstr. 7.( Uebungsfiunde). Geselliger Verein Mehr Licht bei Tambour- Werein Borussia bei Leichniß, hervorhob, daß Unterhandlungen mit anderen Gewerken behufs Babel, Frankfurter Allee 90Königsbergerfir. 24( Uebungsstunde). Tambourverein uf bei Sperling, Abschlusses von Kartellverträgen zum gegenseitigen Schuh und Inselstr. 1( Uebungsstunde). Tambourverein Wirbel, bei Müller, Truß im Gange seien, was nicht den Beifall Walter's Gartenstr. 52( Uebungsstunde). Rauchtlub Graue Wolte bet Ratte, Stattlub Kreuz Solo bei Mühle, Krautstr. 2. fand. Gegen zwei Stimmen gelangte, nachdem Blaurock rautſtr. 48. Theatergesellschaft Lustspiel bei Hoffmann, Oranienftr. 180. Kegel: Klub im Namen feiner anwesenden Freunde erklärt hatte, ustige 13" präc. 8 Uhr bet Boll, Wiener Straße 1. sich der Abstimmung zu enthalten, folgende Resolution zur Annahme: Die heutige Versammlung der Maurer Berling erklärt: da die wirthschaftliche Lage der Maurer im Allgemeinen durch den Druck des Unternehmerthums einerseits, durch das behördliche Vorgehen andererseits und drittens durch die wirth schaftlichen Krisen eine immer schlechtere wird, 1. In fernerer Zukunft mögen alle persönlichen Streitigkeiten bei Seite bleiben. 2. Um die angegebenen Mängel zu beseitigen, verpflichten sich fämmtliche Kollegen, sich dem Zentralverband der Maurer Deutsch- straße 158 bei Buchs. lands anzuschließen, um einheitlich einer weiteren Unterdrückung thatfräftig entgegentreten zu können." Die Versammlung war ferner berufen, Stellung zur Streit- Kontrollkommission zu nehmen. Alle Redner, welche hierzu das Wort nahmen, befürworteten die Entfendung von Delegirten in die Streit- Kontrollkommission. Vergnügungsverein Fidelio. Alle Als solche wurden gewählt Franz Schulz( Buher) und Dienstag Abends 9 Uhr Sigung mit Damen bei Seifert, Drantenstraße 21. Gröppler( Maurer). Im Anschlusse hieran erstattete Bergnügungsverein Berolina, Abends 9 Uhr, im Restaurant Proz, AnnenArndt Bericht über firaße 9. die Angelegenheit Grothmann Orientalischer Rauchflub Spar- und Kreditverein, Abends 9 Uhr, Namens der niedergesetzten Untersuchungs- Kommission. Groth- Reichenbergerstr. 24, bei Schröder.- Rauchtlub Eldorado, Abends 8% Uhr, gro, Wrangelfir. 141, bei Schmidt. Physiologie; Nord- Schule, Harmonia, 1 1 Echo 3. Zehlendorf, Anglersruh" Alsenstraße bei Chmte. Gesangverein Depeschen. " ES ( Wolff's Telegraphen- Bureau.)! Bern, 22. Auguft. Der internationale Friedenskongreß, zu welchem 308 Theilnehmer angemeldet sind, ist heute durch den Privat Bundesrath Ruchonnet eröffnet worden. ( Depeschen des Bureau Herold.) Hamburg, 22. August. Gestern und heute sind hier 26 Ers frankungen an Cholera nostras vorgekommen, darunter 12 Fälle Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Dienstag. Gesangverein natreon, Abends 9-11 Uhr, bei Keßner, Annenstraße 16.- Musikverein Nord 8-11 Uhr, Wriezenerftr. 6, bei Gendte. Richter's cher Gesangverein tagt jeden Dienstag Abend 9 Uhr, im Märkischen Hof, mit tödtlichem Ausgange. Admiralstr. 18c. 8-10% uhr in der Turnhalle des Leffing- Gymnasiums, Pantstraße 9-10.Turnverein Gesundbrunnen. Die 1. Männer- Abtheilung turnt von Berliner Turngenossenschaft. Die 9. Männerabtheilung turnt jeben Dienstag und Freitag in der Gemeindeschule, Blumenstr. 63 a. Theater- Berein Othello 2 Abends 9 Uhr, bei Tägers, Gartenstr. 13-14. - Privat- Theater- Gesellschaft Berliner Humor, Abends 9 Uhr, KöpnickerPrivattheaterverein Crescendo. Abends, Puttstraße 18-14. Briefkaffen der Redaktion. F. G., Schriftsetzer. buferftr. 35, bei Schulz. Theaterverein Bultanta bei Zäger, Garten- Drudertenfel? Natürlich hieß es im Manuskript Syrien. Was vermögen Sie gegen den Bergnügungsverein Amicitia, 8% Uhr, bei Schönnagel, Barnimftr. 47. Aber auch gelahrte Korrektoren leiden bei der Size. Bergnügungsverein Reich strone, Abends 9 Uhr, in Reichert's Fest Quittung für die Arbeiter- Bildungsschule. Vom Früh sälen, Müllerstr. 7. Geselliger Verein Brüderfchaft, im Restaurant fonzert 5 Gesangvereine durch Herrn W. Binzens 12 M. 30 Pf. heute Abend 9 Uhr, Raupachstr. 6. Deutscher Reichsabler, Beuffelfir. 9. Bergnügungsverein Saturnalia, erhalten. Chausseestrasse 123. Zahuziehen, Bahnarzt Robert Wolf, Gebisse, Plomben etc. Sprechst. 8-7 Uhr. 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