Nr. 85. Abonnements- Bedingungen: S Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 8,30 Mt., monatl. 1,10 r., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mdt illustrierter Sonntags. Bellage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Bost Abonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Post- Zeitungs, Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. 16 Gribeint täglich außer Montags. 16022. are vore 22. Jahrg. Vorwärts Berliner Volksblatt. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonel zeile oder deren Raum 40 ẞfg., für politische und gewerkschaftliche Bereins und Versammlungs- Anzeigen 25 Pfg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fett. gedruckte) Wort 10 Bfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen. tagen bis 7 1hr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. An unsere Abonnenten. Die in den letzten Jahren eingetretene und, weil in dieser Höhe kaum erwartete, doppelt erfreuliche Steigerung unserer Auflage fie beträgt jetzt 92000 Urbeiterausschüsse im österreichischen Bergbau. Sonntag, den 9. April 1905. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. angemessene Einwirkung beizutragen." Bor Aufstellung weiter, als sie die Vorlage der preußischen Regierung be der Dienstordnungen ist ihr Gutachten" einzuholen; die„ leber stimmen will. Außerdem wird das aktive Wahlrecht schon den wachung der Befolgung der Dienstordnungen und der für die 21jährigen gewährt; dieses Wahlrecht steht auch den weiblichen Gesundheit und Sicherheit der Arbeiter er tassenen Vorschriften und Anordnungen" kann ihnen vom Werksherrn übertragen werden was nun freilich nicht viel mehr ist als die theoretische Anerkennung des Rechtes der Arbeiter auf die Grubenkontrolle, aber als Institution der Aus gestaltung immerhin zugänglich. " er tann auch eine außerhalb der Genossenschaft stehende Berfon Arbeitern zu. Hervorzuheben ist auch als prinzipiell wichtig, daß die Mitwirkung der Arbeitervertretung auch über den Nahmen des einzelnen Betriebes hinaus vorgesehen ist, während im preußischen Entwurfe der Arbeiterausschuß lediglich auf den einzelnen Betrieb beschränkt ist. Wenn das auch nicht die ausdrückliche Anerkennung des Mitbestimmungsrechtes der Berufsorganisation der Arbeiter ist, fo ist doch tatsächlich der Grundgedanke gemeinsamer Interessen der Arbeiter über den Rahmen des einzelnen Betriebes darin enthalten, derselbe Gedanke, ber der Gewerkschaftsorganisation au Eine wichtige und, wie bemerkt, schon erprobte Tätigkeit fällt dem Großen Ausschuß" zu, der als Zusammenfassung der Ause schüsse der beiden Gruppen natürlich aus Unternehmern und Arbeitern paritätisch zusammengesett ist. Er hat im Bedarfsfalle" als grunde liegt. Ginigungsamt zu fungieren, das zur Herbeiführung eines Das berrottete Desterreich ist also schon vor fast zehn Jahren macht die Anschaffung einer weiteren Dreidecker- Rotations. gütlichen Uebereinkommens zwischen Arbeitgebern und in diesem Punkte erheblich weiter gegangen, als die mit so viel macht die Anschaffung einer weiteren Dreidecker- Rotations Arbeitern über die Bedingungen der Fortsetzung oder Theaterdonner arbeitende soziale Monarchie in Breußen heute gehen maschine notwendig. Am Montag beginnen wir mit der wiederaufnahme des Arbeitsverhältniffes( also will, aber nicht einmal gehen darf. Demontage einer unserer Maschinen, auf denen bisher der Verhinderung oder Beilegung der Streifs) bestimmt ist" und das " Vorwärts" gedruckt wurde. Wir haben natürlich alle wenn über die aus dem Arbeitsvertrage entspringenden Rechte und Stehen Seeschlachten in Ostasien bevor! insbesondere die Aufgabe hat, bermittelnd einzugreifen, Vorkehrungen getroffen, um eine Verspätung in der täglichen Verpflichtungen oder über die Abänderung des Arbeitsvertrages Schon seit mehreren Tagen wurde mehrfach gemeldet, daß Ausgabe zu verhüten; sollte aber dennoch in den nächsten Meinungsverschiedenheiten zwischen Arbeitern und Unternehmern die russische Flotte sich den ostasiatischen Gewässern nähere, entstanden sind oder zu entstehen drohen". Die Verhandlung vor dem drei Wochen einmal eine Verzögerung in der Zustellung Ginigungsamt ist einzuleiten, wenn von einer Gruppe bel bem um offenbar den Kampf zur See gegen die Japaner aufzuan unsere Abonnenten eintreten, so bitten wir das nicht Großen Ausschuß das Ansuchen gestellt wird oder wenn barum nehmen. Heute nun liegen bestimmte Nachrichten vor, einem Versäumnis unserseits oder einem Mangel an bon einem oder mehreren Werksbefizern, von der Arbeiterschaft oder daß die Flotte Roschdjestwenskis bereits Singapore, also die Pünktlichkeit der Träger oder Trägerinnen des Vorwärts" 3m legteren Falle, wenn also nicht die Genossenschaftsgruppe, sondern füdchinesischen Meere nähere. Sind diese Nachrichten, die wie einer Kategorie derselben eines Werkes eingeschritten" wird. Spike Sinterindiens passiert habe und sich dem zuzuschreiben, sondern es mit der beim Abbruch und Aufbau eine Partei die Verhandlung begehrt, muß der Anrufung eine frucht erbitterte Seekämpfe in nicht allzu ferner Zeit bevorstehen. gefagt, mit großer Bestimmtheit auftreten, richtig, so dürften solcher großen Maschinen nahezu unvermeidlichen Betriebs. lofe Berhandlung zwischen dem Arbeitgeber und dem Lotal- Arbeiter Noch einmal wird Japan um die Entscheidung zu kämpfen ausschuffe vorangegangen sein. Eine Verhandlung und das ist störung entschuldigen zu wollen. ist aber auch dann einzuleiten, wenn das( ſtaat das wichtigste ist aber auch dann einzuleiten, wenn bas( staat, haben, die auf dem Festlande bereits gefallen ist. Nur die liche) Revierbergamt im Einvernehmen mit der politischen Behörde Einsicht der Russen in diese Tatsache fann ja auch Rußland liche) Revierbergamt im Einvernehmen mit der politischen Behörde Vorwärts Buchdruckerei.( Bezirkshauptmannschaft) hierzu im Intereffe ber Bere veranlaßt haben, seinen lesten Trumpf auszuspielen und den Reſt feiner Schlachtflotte hinderung oder Beilegung eines Arbeiteraus eft feiner Schlachtflotte von der Schwarzen Meer- Flotte standes auffordert. Der Borstzenbe wirb ad hoo gewählt, abgesehen aufs Spiel zu feßen. Ueber das Stärteberhältnis der beiderfein. Einigen sich Unternehmer und Arbeiter über ihn nicht, fo erettigen totten sind ja oft genug Betrachtungen angestellt nennt ihn die Regierung, doch darf in diesem Falle teine worden. Die japanische Flotte ist trop ihrer Verluste der der Genossenschaft angehörige Person berufen werden.( In dem russischen Flotte zweifellos gewachsen. Sie ist ihr an Zahl Aus Wien wird uns geschrieben: großen Streit im Jahre 1900 wurde für die Berhand der Schlachtschiffe ebenbürtig, an Kreuzern und TorpedofahrAngesichts der Demolierung der von der preußischen Regierung fungen im mährisch schlesischen Revier der bekannte Brünner beugen überlegen. Dazu sind die japanischen Schiffe als die dem Dreiklaffen Barlament ausgelieferten Vorlagen zur Verbesserung Landesgerichtsrat und freisimmige Abgeordnete D'Elbert ernannt.) Der moderneren den russischen an Gefechtswert zum größten Teil ber 2age ber Bergarbeiter wird es für die deutsche Verhandlung vor dem Einigungsamt find„ Bertrauenspersonen" in überlegen. Andererseits iſt Japans Flotte dadurch geschwächt, Deffentlichkeit von Interesse sein, einiges über die betreffenden ge gleicher Bahl sowohl aus dem Kreise der Unternehmer als aus daß sie sich teilen muß, um den Rest der Wladi. seglichen Bestimmungen in Desterreich zu erfahren. Die jenem der Arbeiter beizuziehen." wostodflotte, die aus zwei großen Kreuzern und einer Die Bergbehörden können, obligatorischen Arbeiterausschüsse, welche die preußische Regierungsvor- wenn die Anrufung von ihnen ergangen ist, müssen sie eingeladen Anzahl Torpedoboote besteht, in Schach zu halten und an lage vorfieht und welche in der Kommission des Abgeordnetenhauses ab- werden. Das Einigungsamt fann auch Beugen und Sachvers einer Vereinigung mit der Rofchbjestvensti- Flotte zu verhindern. Das Einigungsamt fann auch" Zeugen und Sachver- Diese gelehnt worben find, bestehen in Desterreich feit neun Jahren; fie ständige vernehmen, sowie von öffentlichen Behörden und Korpo- Diese Aufgabe ist deshalb besonders schwierig, weil bei find eingeführt in dem Gefeße vom 14. Auguſt 1896 über die Er rationen Ausfünfte einholen". Die Verhandlung ist solange fort. Bladiwostock a wet Ausgänge zu bewachen sind. richtung von Genossenschaften beim Bergbau. Diese Genossen zusehen, bis eine Einigung erzielt oder die Untunlichkeit einer solchen erprobte Flotte wird alle Aufmerksamkeit und alle Energie aufJapans Aufgabe ist alfo teine leichte. Die schlachtschaften find allerdings ein etwas tompliziertes und deshalb un fonstatiert ist". Kommt eine Ginigung zustande, ſo ift der Inhalt bieten müssen, um die Angreifer zu vernichten. fruchtbares Gebilde; immerhin haben sie bei dem großen Bergarbeiter in einer von sämtlichen Mitgliedern des Ginigungsamtes, sowie von Fraglich ist, ob die russische Flotte den Kampf in nächster streit des Jahres 1900 nicht zu unterschäßende Dienste geleistet. ben Vertrauenspersonen zu unterzeichnenden Bekanntmachung zu berEs wird darin das System der gewerblichen Genossenschaften auf den öffentlichen; kommt es zu feiner Ginigung, so kann das Amt in Ab- Bukunft aufnehmen wird, oder ob Roschdjestwenski es nicht Bergbau übertragen. Sie find sowohl in der Bugehörigkeit, als in wesenheit der Vertrauensmänner einen Schiedsspruch fällen und ihn wieder vorzieht, in einen Hafen Annams, des französischen der Errichtung obligatorisch; wer ein Bergtvert befigt oder erwirbt den Parteien zur Aeußerung übermitteln; nach Ablauf der Solonialbesitzes in Südchina, vorläufig seine Zuflucht zu und wer bei einem Bergwerk als Arbeiter beschäftigt ist, ist Mitglied bestimmten Frist ist dann der Schiedsspruch samt den Erklärungen suchen. Das Dulden eines längeren Aufenthalts der russischen der Genossenschaft";" in der Regel soll für jeden Revierbergamts der Parteien bekannt zu machen. Der Schiedsspruch entfällt, wenn Flotte in einem franzöfifchen Hafen wäre zwar ein evidenter bezirk eine Genossenschaft bestehen". Die Drganisation ist so, daß sich die Beisiger der beiden Gruppen gefchloffen gegenüberstehen und Neutralitätsbruch, allein bisher hat sich ja Frankreich berjede Gruppe( Unternehmer und Arbeiter) ihre eigenen Organe hat: der Vorsitzende sich der Stimmabgabe enthält; auch dieses Ergeb. teufelt wenig um die völkerrechtlichen Vorschriften der Neutralität gefümmert. „ Bersammlungen", welche bei den Arbeitern aus gewählten Dele nis ist öffentlich bekannt zu machen". gierte bestehen, und Ausschüsse; beide Ausschüsse bilden den so- Zur Wahl der Delegierten für die Arbeiterfurie, find alle genannten Großen Ausschuß", dem die wichtige Aufgabe aufällt, Arbeiter berufen, welche das 21. Lebensjahr überschritten haben und bei Streits als Einigungsamt zu fungieren. Der Zweck der Genossen mindestens seit einem Jahre bei dem betreffenden Werke bedienstet schaft selbst ist recht weit geſtedt; außer der recht nebelhaften Pflege find". Das paffive Wahlrecht in alle der angeführten Institutionen des Gemeinsins und bergmännischen Geistes sowie der Standes( Delegiertenverfammlung, Lokalarbeiterausschuß. Gruppenausschuß ebre" erfaßt er auch ganz ernste Seiten des Bergbaulebens: die und Einigungsamt) ist an das männliche Geschlecht, die Vollendung Förderung gemeinsamer Interessen,„ bie Obforge dafür, daß die des 24, Lebensjahres, die österreichische Staatsbürgerschaft und an jugendlichen Arbeiter die nötige Anleitung zur Ausbildung für dreijährige Arbeit bei einem zur Genossenschaft gehörigen( also nicht ihren Beruf erhalten", die Dienst- und Arbeitsvermittelung, ein und demselben) Werke geknüpft. Die Wahlperiode beträgt drei und als wichtigste Aufgabe, die Verhütung und gütliche Jahre; die Wahl als Delegierter muß jedes Mitglied der Gruppe Die betreffenden Depeschen lauten: Ausgleichung von Gegensägen zwischen den Arbeit annehmen, von den anderen Wahlen befreit nur eine schon eine London, 8. April. Der Kapitän eines Küstendampfers gebern und der Gesamtheit ihrer Arbeiter oder ganze Wahlperiode umfassende frühere Funktion, das 60. Lebensjahr im Indischen Ozean berichtet, wie" Daily Expreß" aus einzelnen Arbeiterkategorien in Angelegenheit oder ein die Amtsführung hinderndes Gebrechen. Den Arbeiter Singapore meldet, er habe 70 englische Weilen süddes Dienst und ohnverhältnisses sowie die schieds- vertretern gebührt der im Statut festgefeßte Grfaz der Reisekosten, westlich von Penang 27 Kriegsschiffe gesehen, über sie gerichtliche Entscheidung von Streitigkeiten, welche sich aus diesem ein angemessener Behrkostenbeitrag und eine Entschädigung für jedoch nichts näheres feststellen können. Nach einer Meldung Berhältnisse zwischen den Arbeitgebern und einzelnen Arbeitern er den Verdienstentgang". Die Verweigerung der Befähigung einer aus Batavia berichten chinesische Schiffer, daß japanische geben". Jede Gruppe fann die Mitglieder des Ausschusses zu ihrer Wahl, die Siftierung von Beschlüssen, die Schließung von Versainm- Kriegsschiffe alle Wafferwege bewa chen, auf welchen das Bersammlung einladen; sonst fällt die Vermittelung des Verkehrs lungen und die Auflösung von Ausschüssen fann nur wegen Geschwader des Admirals Roshdje stwenski möglicherweise 31 vischen den beiden Gruppen, insbesondere die Vorbringung von Gefezwidrigkeiten, aus Gründen des öffentlichen Interesses oder versuchen würde, die chinesische See zu erreichen. Münschen der einen Gruppe bei der Bersammlung der anderen wegen Gefährdung des Genossenschaftszweckes erfolgen". London, 8. April. Der britische Postdampfer Gruppe" dem Wirkungskreise der Ausschüsse zu. Das wichtigste Das Gesetz ist eine Frucht des Privilegienparlaments es ist Tara" begegnete gestern mittag 47 russischen KriegsGlieb in der Drganisation find dann die 2otal- Arbeiter vor Einführung der fünften Sturie entstanden, also gestaltet worden, fchiffen auf der Höhe von Ein- Faden- Bank in der Meeraatsschüsse, die bei jedem Werk gebildet werden müssen und bevor ins österreichische Abgeordnetenhaus Vertreter des Proletariats enge von Malakka füdwärts fegelnd. Hier herrscht große Aufgei neinhin aus den von den Arbeitern des Werkes gewählten De- eingezogen waren. Die Spuren davon sind in dem Gesetz auch nicht regung bezüglich einer zu erwartenden Seeschlacht. Legierten für die Versammlung" der Arbeiter( auf je 100 Arbeiter zu übersehen; immerhin bildet es dadurch ein richtiges Vergleichs- Penang, 8. April. Zwei hier eingetroffene Dampfer ein Delegierter) bestehen. Die Aufgabe des Lokal- Arbeiter- objekt, daß die Zeit, die in Jesterreich politisch schon über- berichten, ein großes russisches Geschwader in der ausschusses besteht zunächst darin, dem Berksherrn oder wunden ist, in Breußen noch traurige Gegenwart ist und das öfter- malattastraße gesehen zu haben; von den Schiffen seien defen Beamten die Wünsche oder Beschwerden reichische gewesene nadte Benfusparlament an dem Dreitlassen 25 Transportschiffe gewesen, die in der Richtung auf der Arbeiterschaft oder eines Teiles der Landtage ein würdiges Gegenstid findet. Singapore steuerten. Ferner meldet meldet der Dampfer felben in Beziehung auf den den Lohnbertrag Soweit Sie Darstellung unseres Korrespondenten. Man braucht Sumanny", 12 Kreuzer, vermutlich japanische, geund auf die sonstigen Arbeitsbedingungen vorzutragen, sowie die die Einrichtung nicht ideal zu finden; charakteristisch an ihr ist aber sichtet zu haben, die in einer Entfernung vor ihm her dampften; Beilegung von in dieser Hinsicht vorhandenen Meinungsverschieben eine ziemlich weitgehende Anerkennung der Gleichberechtigung der augenscheinlich ein japanisches Aufklärungs. heiten anzubahnen." Ueberhaupt haben die Bokal- Arbeiterausschüsse zur Arbeiter bei der Regelung der Arbeitsverhältnisse. Von dem schroffen geschwader. Hier und in Singapore herrscht Erregung, Erhaltung des guten Einvernehmens zwischen den Werksherren und Herrenstandpunkte des preußischen Unternehmertums ist darin nichts da man vermutet, daß ein Treffen in den malaiischen ihren Organen einerseits und den Arbeitern andererseits durch zu spüren. Die Befugnisse der Arbeitervertretung gehen erheblich Gewässern stattfinden wird. " 1 " " " " Db fremde Mächte zugunsten Japans intervenieren würden, ist sehr fraglich; Japan felbft aber kann sich kein Recht einstweilen wiederum ettige Wochen lang einen Schutzhafen aufschaffen. Es wäre also nicht ausgeschlossen, daß Roschdjewenski einstweilen wiederum etlige Wochen lang einen Schutzhafen aufsucht, bis sich auch die russische Nach& it glerflotte mit sucht, bis sich auch die russische Nach& it glerflotte mit seinem Geschwader vereinigt hätte. Beit höchst wichtige Entscheidungsschlachten Unter Umständen freilich könnten auch schon in turzer seit höchst wichtige Entscheidungsschlachten stattfinden. Singapore, 8. April, 2 Uhr nachmittags. Ein russifches Geschwader kommt soeben in Sicht; es fährt anscheinend nach der Durianstraße, 37 Meilen südsüd westlich von Singapore. Landtagsferien. Einige Deutsches Reich.. Anonyme Briefe. Stadt Lemgo, das heißt ihre oberen Zehn, konnten sich in der 1 ihr das Verständnis dafür mangelt, die Intereffen deutschen Auch das preußische Abgeordnetenhaus machte Sonnabend Handels und deutscher Industrie in dem Lande nußbringenderFerien, nachdem es in einer sonderbaren und verwirrten weise wahr zu nehmen." Sigung eine sehr umfängliche Tagesordnung bewußtlos herSingapore, 8. April, 3 Uhr nachmittags. Das russische untergehaspelt und eine Reihe wichtiger Materien durch nichtsGeschwader passiert soeben Singapore, nordöstlich steuernd, fagende Beschlüsse für erledigt erflärt hatte. So vor allem in der Richtung nach dem chinesischen Meer. die Neuregelung des Submissionswesens. Zugentgleisung auf dem Kriegsschanplay. Traumredner, die auf gegebene Stichworte hin auf dem Drei Wochen lang haben Nichter und Geschworene, Zeugen, Petersburg, 8. April. Der„ Nowoje Wremia" wird von Podium agierten, konnten durch ihre Darbietungen feinerlei Sachverständige, Staatsanwälte, Verteidiger, ein Aufgebot von Chailar telegraphisch gemeldet: Gin von Charbin kommender Interesse erregen. Erst als der Präsident die Ferien ver- mehreren hundert Mann, der schwierigen Aufgabe obgelegen, zu Militärzug entgleifte bei Weiche 9; der Maschinist, sein Ge- fündete, erwachten die Anwesenden aus dem hypnotischen untersuchen, von wem ein paar alberne Briefe und Postkarten ge hülfe und der Heizer lagen infolge von Uebermüdung in Schlaf der letzten Stunden und suchten durch wilde Schreie schrieben worden sind, die vor Jahr und Tag die vornehme Geselltiefem Schlafe und konnten weder durch eine gelegte Petarde sich wieder in ihr normales Leben zurückzurufen. schaft der Stadt Lemgo beunruhigt haben. Drei Wochen lang noch durch Zurufe geweckt werden. Der Zug fuhr über die Sachlich das wichtigste war wohl die Erklärung des haben die Zeitungen berichtet über den Prozeß gegen Paul und Weiche auf einen ihm entgegenkommenden Militärzug. Acht Finanzministers, daß der der Deffentlichkeit übergebene Ent- Martha Kracht, die einen Meineid begangen haben sollten, indem fie Soldaten find tot, 26 verwundet; der Maschinist ist schwer wurf des großen preußischen Wohnungsgesetzes einstweilen nur ihre Autorschaft an jenen Erzeugnissen einer franken Phantasie unter berlegt. Eid leugneten. Aftenstöße, die bis zur Dede reichen, sind ver kommissarisch festgelegt, vom Staatsministerium aber noch nicht Eid leugneten. Gefechte in der Mandschurei. genehmigt sei. Es fänden noch weitere Beratungen statt, und schrieben, ungeheure Papierballen find bedruckt worden, der Plaz Petersburg, 8. April.( Meldung der Petersburger Tele- ganz ungewiß sei es, wann die Vorlage endlich an das Haus des Vorfizenden wurde mit anonymen und nichtanonymen Zugraphen- Agentur.) General Linewitsch meldet dem fäme. Da wird also wohl noch genügend Zeit sein, um aus schriften aus allen Teilen Deutschlands überschwemmt, und die gute Kaiser unter dem heutigen Tage: Das Gefecht bei Chin- dem Wenig ein Weniger, aus dem Weniger ein Nichts zu Lat einbilden, der geistige Mittelpunkt von Deutschland geworden Den ersten, größeren Teil der Sizung füllte man dadurch zu fein. aus, daß man die gestern mit so großem Erfolge begonnene Nie ist die Deffentlichkeit mit einer läppischeren, gleichgültigeren, rte Beratung des Ausführungsgesetzes zum Reichs- Seuchen- unbedeutenderen Geschichte behelligt worden. Nie ward größerer gefe z glücklich zu Ende führte, so daß dies Gesetz nach mancherlei Aufwand ſchmählicher vertan.„ Anonym- Papierkorb!" Dieſe rrfahrten endlich im Hafen angelangt ist. Noch in lekter stehende Rubrik aller Redaktionsbriefkasten hätte die einfachste Lösung Stunde ergoß sich eine Flut von Anträgen über den Entwurf. dieser Affäre gegeben, die in ihrem weiteren Verlauf zu so phanVor allem der Sostenpunkt war es, der die Gemüter tastischen Verwickelungen aufstieg. Kam es anders, so ist das nur aufregte und sie so verwirrte, daß die Herrschaften Hals über aus dem versauerten Milieu der Kleinstadt zu erklären, in der sich Stopf Anträge als neu fabrizierten, die bereits von anderen der blödsinnige Klatsch zur Tragödie entwickeln konnte. Hausgestellt waren und dergleichen mehr. Staatsregierung und fuchungen, Beschlagnahmen, Untersuchungen, plötzlicher Tod infolge Haus tomplementierten sich gegenseitig wie die beiden edlen Aufregung, schließlich ein Buchthausprozeß alles, weil sich eine Bolen, von denen bekanntlich keiner zahlen kann. Was alberne Person ihre überflüssige Zeit mit unsinnigem Geschreibsel finnigem schließlich dabei herauskam, war bei der Geschwindigkeit, in vertrieb. der die Ereignisse sich überstürzten, nicht genau festzustellen. Diese Person durfte von ernsten Leuten unmöglich ernst geIrgendwie kam jedoch das Gesetz zustande. Die eigentlichen nommen werden. Hatte Fran Martha Kracht die Briefe wirklich Kosten des Gesetzes- die in dem ungenügenden Schutz gegen geschrieben, war ihr dann zuzutrauen, daß sie die fittliche Bedeutung Seuchengefahr bestehen wird ja die Bevölkerung selbst zu des Eides überhaupt zu erkennen imſtande sei? War es nicht vortragen haben, die im übrigen, wie der Minister neulich fest. auszusehen, daß durch ein Untersuchungsverfahren, in dem Leute als stellte, sich in solchen Fällen nicht zu beunruhigen hat. Zeugen beschwören mußten, daß sie nicht verdienen Angeklagte zu werden, notwendig irgend wer in einen Meineid hineingetrieben werden mußte? Hier zeigt sich in der Tat eine ernste Seite der sonst so überaus lächerlichen Geschichte, hier zeigt sich, daß unsere chiatun am 4. d. M. dauerte zwölf Stunden. Der Feind machen. hatte bedeutende Verluste. Auf unserer Seite fielen ein Offizier und vier Rosaken; verwundet wurden zwei Offiziere und einige dreißig Kosaken. Am 5. 6. M. drängten unsere Vorhutmannschaften die japanische Vorhut bis Taipinlin zu rück. Am 6. d. M. besetzte unsere Infanterie das Dorf Kujuschu, nachdem sie den Feind aus dem Dorfe vertrieben hafte; der Feind trat einen eiligen Rückzug ait. Eine findisch aufgebauschte Nachricht! Politifche Uebersicht. Berlin, den 8. April. Das Schicksal der Berggeseknovelle. In der ultramontanen Presse wird ausgesprochen, daß die Regierung an den Reichstag gehen müsse, wenn die Konser bativen auf ihrem bisherigen Standpunkt gegenüber der Berggesegnovelle verharren. Dazu schreibt der Hannoversche Courier": Wirtschaftliche Folgen des Russenkurses. Situation werden schließlich auch die Gegner des Entwurfs in getroffen wurde, liefert der„ General- Anzeiger für durch Bereidigung zugelassen werden? Allerdings hätte sich Es ist ein offenes Geheimnis, daß die zweite Lesung in der Kommission wesentlich anders ausfallen wird als die erste. Die Drohung des Zentrums, daß, wenn kein Gesetz im Abgeordnetenhause zustande kommt, die Angelegenheit durch den Die Schlappen, die sich der Bülowsche Russenkurs auf dem Strafprozeßordnung durch Hintertüren immer noch den„ ReinigungsReichstag erledigt werden soll, sei„ keine leere Drohung, denn in Gebiete der Politik und Diplomatie zuzog, werden noch er- eid" zuläßt, durch dessen Ableistung der Verdächtige seine Lage ver der Tat soll Graf Bosadowsky einen Entwurf für den Reichstag fertig und bereit liegen haben. Die Regierung und hier hält gänzt durch die für die deutsche Industrie und den deutschen schlimmert, der wirklich Schuldige aber aus einem kleinen Sünder sich die Reichsregierung mit der preußischen offenbar für Außenhandel recht fühlbaren Rückschläge, die dem Wirtschafts- zu einem großen Verbrecher und Zuchthauskandidaten wird. Wie solidarisch ist jedenfalls jetzt der Meinung, daß sie nach den leben infolge der furzsichtigen Russenfreundschaft der Reichs- war es möglich, die Krachts darauf zu vereidigen, daß sie den digieninis jest der preußischebag fie ben zur Zeit des Streits abgegebenen Versicherungen verpflichtet ist, regierung zugefügt werden. Einen recht sinnfälligen Beweis anonymen Briefen fernständen? Hatte man sie nicht im Verdacht, unter allen Umständen ein Gesez durchzusegen, das dafür, wie stark die deutsche Industrie durch die schwankende was bedurfte es des Eides, hatte man sie aber im Verdacht, wie sich einigermaßen sehen lassen fann. Haltung der Regierung in dem russisch- japanischen Kriege die solche Vorsicht und das ist wieder eine heitere Seite der die gesamte Glas- und keramische Industrie". Sache die Anomalie ergeben, daß man überhaupt keinen Zeugen Der Ton ist auf die Worte zu legen, die wir im Sake Ein Mitarbeiter des genannten Blattes hatte jüngst mit einem hätte bereidigen können, da ganz Lemgo im Verdacht der anonymen hervorgehoben haben: ein Gesetz, das sich einigermaßen fehen hervorragenden Mitgliede der japanischen Gesandtschaft in Autorschaft stand. laffen kann. Das heißt also, daß die Regierung feinesfalls Berlin eine Unterredung, deren ausführlicher Inhalt in Dann die Schriftgelehrten! Auch ihr Verhalten bitdet eine auf ihre Vorlage als dem Mindestmaß des Arbeiterschutzes be- dem Fachblatte wiedergegeben wird. Die Unterhaltung ernste Seite dieses Prozesses. Da Herr Langenbruch, der stehen bleiben werde. Ueber den Begriff dessen, was sich knüpfte an die jüngste japanische Anleihe, die von englischen zunächst Herrn Kracht für den Schreiber hält, dann sich zur Ansicht fehen lassen" tann, können ja dann die Meinungen sehr aus- und amerikanischen Banthäusern mit Umgehung der deutschen belehrt, daß er nur der„ Musterzeichner" der anonymen Schrift ge einandergehen. In den Erörterungen über die Kommissions. beschlüsse und der Erwägungen, was noch daraus werden Finanzwelt im Nu überzeichnet wurde, an. Das Gesandt wesen sei. Da Herr Grabow, der zuerst erklärt, weder Herr noch könne, spielt bezeichnenderweise die Frage der Regelung der schaftsmitglied bestätigte bei dieser Gelegenheit, daß die Frau Kracht seien die Schreiber, dann aber die Frage, ob Frau früheren japanischen Anleihen infolge des Einflusses der Kracht die Schreiberin sei, mit einem entschiedenen Ja" beantwortet, Arbeitszeit nur noch eine ganz untergeordnete Rolle, so daß deutschen Regierung in der deutschen Finanzwelt feine Gegen während minder schwankende Sachverständige, wie z. B. Herr Buſſe, man den Eindruck gewinnt, es werde fein Wert mehr darauf liebe fanden. Erstaunt fragte der Interviewer darauf: nur von einer ,, Wahrscheinlichkeit" zu reden sich flugerweise getrauen. gelegt, den sanitären Arbeitstag zu retten. Man wird halt dann den Arbeitern erzählen, daß sich das Gesetz auch ohne Und die Regierung sah es damals aus naheliegenden Schließlich Herr Junge, der auf Grund des Aftenstudiums ein Gründen nicht gern?" Die Antwort des Japaners lautete: Urteil über Schuld und Unschuld gewinnt, und dann gewiß nach den sanitären Arbeitstag noch sehen lassen lann. Damals allerdings. Jezt, wo unsere Truppen bestem Wissen und Gewissen graphologische Aehnlichkeiten zwischen fortgefest fiegen, liegt die Sache anders. Nun der anonymen Schrift und jener der Angeklagten entdeckt! Wäre war es regierungsseitig dem führenden deutschen Bantinstitut der Glaube an die Zuverlässigkeit solcher Gutachten von Schreib freigestellt, sich an der neuen japanischen Anleihe zu beteiligen, sachverstädigen nicht längst erschüttert, so wäre es durch diesen nur daß die Banken Englands und Amerikas über die deutsche Bedächtigkeit fich eines Lächelns nicht erwehren fonnten und die Prozeß geschehen. Zwischenzeit als fluge Spekulanten benutzten, die deutschen Banken absolut falt zu stellen." Meinen Sie, daß diese deutsche sagen wir Ueber bedächtigkeit für Deutschlands Handel und Jndustrie unliebſame Begleiterscheinungen zeitigen wird?" Die Hauptrolle in den Erörterungen spielen die Arbeiterausschüsse und es ist ja auch nach dem Abstimmungsberhältnis Stimmengleichheit leicht möglich, daß sich in diesem Punkte noch ein anderes Resultat ergibt. Aber darüber ist gar kein Zweifel: wenn überhaupt noch obligatorische Arbeiterausschüsse zustande kommen, dann nur unter Bedingungen, die sie für die Arbeiter unannehmbar machen. Wir erinnern an die von uns zitierten Auslassungen der Konservativen Korrespondenz" und der Post" sowie an die Aeußerungen des Handelsministers zu den konservativen Forderungen, daß es auf die Formulierung der Vorschläge zum Schuße der Streitbrecher and ate. Weiter sei dafür auf das Bülow- Blatt, die Norde. Aug. 8tg.", verwiesen, die in ihrer Sonnabendnummer schreib: n " Der Haupteinwand, der gegen obligatorischen Arbeiter " " In Ihren maßgebenden Handelskreisen wird man Ihnen fagen, daß man die Befürchtung hegt, daß Japan dem Export der beiden Länder, die es in Kriegszeiten unterstügt haben, unbedingt mehr als bisher Tür und Tor öffnen wird." Verstehe ich recht, so haben also England und Amerika mit der alleinigen Aufnahme der neuen japanischen Anleihe einen geschickten Schachzug zugunsten des eigenen Erports getan und einen vernichtenden Schlag gegen die deutsche Einfuhr geführt?" " Alles in allem aber, sollte man meinen, hätte die Welt doch größere Sorgen als die, ob Frl. Wippermann wirklich ihren Ges liebten und späteren Mann auf Postkarten Bettschwein" tituliert, und würdige Damen der Lemgoer Gesellschaft Klatschbasen genannt habe. Und auch in der deutschen Rechtspflege gäbe es anderes zu un, als nach solchen Sperlingen mit den großen Kanonen der Justiz u schießen.se mod is off Wahlrechtsminierer. Aus Hamburg wird uns berichtet: Vor einigen Wochen brachte die Frankfurter Zeitung" die Mitteilung, es fänden unter der Hand" unter den Mitgliedern der Hamburger Bürgerschaft( Landesparlament) Besprechungen So scheint est Und Japan besitzt doch nun einmal, statt, die zum Ziele hätten, das Wahlrecht dahin abzuändern, daß obgleich seine Industrie in den legten zwanzig Jahren ganz bes ein au startes Wachstum der sozialdemokratischen Fraktion verhindert deutend erstarkt ist, gegenwärtig hohe Bedeutung für den Erport. werde. Zunächst verlegenes Schweigen in der hiesigen bürgerlichen In anderen Ländern hat man das auch richtig erkannt und schon Presse. Erst als unser Parteiorgan, das Hamburger Echo", das Treiben jezt in richtiger Würdigung der Sachlage Bestrebungen in die der Dunkelmänner scharf beleuchtete, mußten die bürgerlichen Breßorgane Wege geleitet, um für die Folge engere Handelsbeziehungen mit zu der Angelegenheit Stellung nehmen. Von den lintsliberalen Japan zu unterhalten.. Organen führt das Fremdenblatt" einen wahren Eiertanz auf, um .12 end " ausschüsse erhoben wird, besteht in der Gefahr politischer Verseuchung, wie sie ja z. B. im Krankenkassenwefen zweifellos zu Tage getreten ist. Diesem Gesichtspunkt hat aber bereits die Regierungsvorlage vorbeugend Rechnung getragen, indem sie dem Arbeiterausschuß lediglich eine beratende und informierende Stellung zugewiefen und dem Werkbefizer die volle Entschließung über feine Maßnahmen vorbehalten hat. Hält man weitere Kautelen gegen einen politifchen Mißbrauch der den Arbeiterausschüssen eingeräumten Befugnisse für notwendig, so ist dabei doch immer das Ziel im Auge zu beIn Deutschland fehlte diese richtige Würdigung. Sie fehlte schließlich eine Verbesserung von Fehlern" zu empfehlen, die der halten, daß durch solche Einschränkungen nicht die ganze Institution dank dem Bremsen der Bülow- Regierung, die zugunsten ihrer Gefeggeber offenbar übersehen hat". Vorbehaltlos auf ſeite der illusorisch gemacht und ihrem eigentlichen Zweck der Vermittelung rückhaltlofen Russenfreundlichkeit die deutschen Geldgeber von Wahlrechtsmineure stellen sich nur die edlen„ Hamb. Nachr.", während zwischen den Massen der Arbeiter und den Zechenverwaltungen der Zeichnung japanischer Anleihen zurüchtelt. Dafür aber der fenatsoffiziöse, vor einiger Zeit verscherlte Hamb. Corresp." zwar entfremdet wird." fonnte um so bedachtloser das deutsche Geld auf die recht un- die Meinung vertritt, daß in einem Stadtstaat von der Art Ham Das bedeutet das Zugeständnis an die Konservativen, sicheren russischen Anleihen hingegeben werden. Erst als ein burgs die Entscheidung über öffentliche Angelegenheiten niemals in daß man gern bereit sei, den Arbeiterausschüssen solche Fesseln japanischer Sieg dem anderen folgte, die Russen eine Schlappe Hamburg erspart bleiben müsse, mit dem Königreich Sachsen um den die Hände der besiglosen Masse gelegt werden dürfe, daß es aber anzulegen, daß sie dann für die Arbeiter wertlos find. Ganz nach der anderen erlitten, da entfiel auch für die deutsche zweifelhaften Ruhm zu wetteifern, aus bloßer Angst vor der Sozial ähnlich verhält sich die ultramontane Presse, die auch zugibt, der Regierung jeder plausible Grund, um die japanischen Anleihe demokratie ein ohnehin schon start verklausuliertes Wahlrecht noch Mißbrauch der Arbeiterausschüsse zu sozialdemokratischen Partei- begehren auf dem deutschen Geldmarkt diskreditieren zu können. weiter verschlechtert zu haben. zwecken müsse verhütet werden. ,, Mißbrauch zu sozialdemokratischen Doch nun hatten die„ bedächtigen" Deutschen das Nachsehen. Bei der 1899 erfolgten Abänderung des Wahlrechts hat das Parteizwecken", diese Redensart kennt man längst; sie stellt Die Engländer und Amerikaner hatten das Geschäft bereits damalige Dreißigmarkbürger- Parlament die Privilegienwahlen für sich immer dann ein, wenn die Arbeiter ernstlich ihre Inter- gemacht. Und zweifellos fönnen sie damit zufrieden sein. die Notabeln und Grundeigentümer beibehalten, durch die von vornessen wahrnehmen. Genau so redet man ja von einem Miß- Lachend werden sie sich die Hände reiben, denn dem deutschen herein die Hälfte der Barlamentssize- 80 bon 160- dem, Plebs" vorbrauch des Reichstagswahlrechts. Leute, die sich nicht davon Konkurrenten haben sie damit einen fühlbaren Schlag verfekt. Mitgliedern der Gerichte und Verwaltungsbehörden, haben, wenn sie enthalten werden. Die Notabeln, bestehend aus gewefenen und jetzigen freimachen können, hinter jedem selbständigen Auftreten der Offen gestand das der japanische Gesandtschaftsbeamte Grundeigentümer find, ein dreifaches Wahlrecht; sie wählen darm Arbeiter Mißbrauch zu sozialdemokratischen Zwecken zu wittern feinem Interviewer gegenüber ein, indem er beispielsweise noch in der Gruppe der Grundeigentümer und als allgemeine Wähler, und jede sozialpolitische Einrichtung mit Rautelen" zur Ver- nur auf die Schädigungen hinwies, die England und Amerika wie auch die Grundeigentümer zum Volle herabsteigen und mit ihm hütung solchen Mißbrauches zu umgeben, die werden niemals dem deutschen Export allein in bezug auf Glas- und Keram- nochmals zum Wohl und Wehe der Republik Mammonia votieren. einen wirklichen Arbeiterschutz zustande bringen und sie haben branchen fünftig zufügen werden. Sind auch die Exportziffern Von den verbleibenden 80 Bürgerschaftssigen haben die sozialkeinen Anspruch darauf, als Sozialpolitiker ernst genommen zu dieser Industrien verhältnismäßig gering, so fällt dagegen hauptsächlich zu Eugen Richter schwörenden hausagrarischen demokraten 13 besetzt, und diese unglückselige Zahl hat es den umso schwerer ins Gewicht, als der Zweig der deutschen Ein- Bahlrechtsestamoteuren angetan, welche die Befürchtung hegen, die fuhr in Japan gerade im Entstehen begriffen ist. In der Rheinisch Westfälischen Zeitung" sozialdemokratische Bürgerschaftsfraktion werde es bei den nächsten Angesichts dieser Umstände fommt daher das industrielle halbschichtigen allgemeinen Wahlen 1907 auf 40 und mehr Size bekommt die Regierung noch einmal einen fräftigen Fußtritt; Blatt zu folgendem Raisonnement:" Gerade in den letzten bringen fönnen. Die Einführung einer Stlassenwahl soll neben der sie sei selber schuld an der jetzigen Situation. Das Blatt Jahren hat Deutschlands Glas- und Keramindustrie sich be- Herauffezung des Wahlzenfus lebhafte Befürwortung finden. Be schreibt: müht, ihre Erzeugnisse mehr als bisher nach Japan zu scheiden wie sie nun einmal find, wollen sich die Wahlrechtsfeinde einzugreifen. Wir haben betont, daß dadurch der ganze Stampf Striegsanleihe in Deutschland dem deutschen Erport Nutzen Bruchteil, bielleicht 20 von den 160 Parlamentssigen der allgemeinen „ Wir haben die Regierung stets davor gewarnt, in den Streit exportieren. Gerabe jetzt hätte der Abschluß einer japanischen auch damit zufriedengeben, wenn, wie es in der ebenfalls„ fecien" Republik Lübeck in der Durchführung begriffen ist, ein geringer politischen Charakter annehme. Jetzt läßt sich deutlich erkennen, daß das Vorgehen der Regierung, keinen Frieden stiften gebracht. Statt dessen stehen wir jetzt vor der nicht angenehmen wählerschaft gnädigst überlassen bleiben. Die geheimen„ liberalen" konnte, sondern, anstatt das Feuer auf seinen Herd zu beschränken, Tatsache:" Die Engländer und die Amerikaner, sie sind Wahlrechtsunstürzler werden bald öffentlich Farbe bekennen müssen; den wilden Streit der politischen Leidenschaften ins weite Land ge- schlauer und geschulter gewesen als wir!" Mit anderen Gelegenheit dazu wird ihnen bald geboten werden. Worten: Wiederum hat die deutsche Regierung gezeigt, daß werden. tragen hat." W Jm Simpliziffimusprozek, der am nächsten Montag vor den können. Mit Recht wies Genosse Keil darauf hin, daß mit diesem Pariser Komplott Kenntnis hatte und die Sache auch keinesfalls Stuttgarter Geschworenen verhandelt werden wird, vertritt in- und Herschieben der Zigeuner nichts getan sei, und man wird ernst nehme, so daß sich ein diesbezügliches Dementi feinerseits der Generalstaatsanwalt die Anklage, weil der König von Sachsen menschlichere und zweckmäßigere Mittel erfinnen müssen, die Be- erübrige. felbft Strafantrag gestellt hat. Der Antrag auf Beizichung der wohner der in Württemberg und Baden seit Jahrhunderten be- Paris, 8. April. Das Komitee für Voltsaufrufe fächsischen Ehescheidungsakten und auf Ladung der Gräfin Montignoso stehenden Zigeunerniederlassungen zu seßhaften und nüglichen Staats- teilt in einer Buschrift an die Blätter mit, daß bereits im bürgern zu machen. Vor allem müsse für eine ordentliche Schul- vorigen Jahre der in einem Fachblatte erschienene Aufruf an die ist abgelehnt worden; dagegen wird Thomas Theodor Heine als bildung und Erziehung des Nachwuchses der Zigeuner gesorgt werden, Bonapartistenpartei nicht gutgeheißen worden sei. Das Komitee erhebt Zeuge vernommen worden. und das für die Vermehrung der Landjäger geforderte Geld würde Einspruch gegen die Rolle, die man es zu spielen veranlassen Zur politischen Moral des Dänenkurses. Der„ Apenrader An- weit besser verwendet werden zur Abstellung der Ueberfüllung der wolle und protestiert ferner gegen die von gewisser Seite unterzeiger", eines jener deutschen Blätter in Nordschleswig, die für ihre Schulklassen auf dem flachen Lande, die eine erziehliche Einwirkung nommenen Manöver, um den Prinzen Viktor Napoleon zu kompro journalistische Unterstützung des Germanisationskurses von der Regie- des Lehrers zur Unmöglichkeit mache. Natürlich wurde trotz der mittieren. Das Komitee habe immer jedwede Gewaltmaßregeln und rung„ subventioniert" werden, veröffentlichte in diesen Tagen eine Finanznot die geforderte Vermehrung der Landjäger vom Landtage jede Abenteurerpolitik gemißbilligt; es sei entschlossen, die Regierung Reihe von Meldungen über Strafanträge, die von nordschleswigschen bewilligt, während die weit notwendigere Vermehrung der Gewerbe- zu unterſtügen, um volles Licht in die Angelegenheit zu bringen. Beamten gegen Redakteure dänischgesinnter Blätter gestellt worden Inspektoren im Etat nur unzulänglichste Erfüllung gefunden hat. Der Vorsigende des bonapartistischen Komitees ist der bekannte find. Das Apenrader Blatt schloß eine dieser Meldungen mit dem Ulm, 8. April. Die Zivillammer des hiesigen Landgerichts ver- Anarchist Dion. In der Verschwörungsangelegenheit wird noch bezeichnenden Sage:" Man kann also früher oder später interessante tündete heute in Bebels Erbschaftsprozeß das Urteil weiter berichtet, daß außer den Offizieren der Garnison Rochefort, Prozesse erwarten." Wie nun das dänische Blatt„ Heimdal" in dahin, daß die Klage der übergangenen Mitglieder der Familie welche den Abg. Rabier von dem Bestehen des Komplotts in Kenntnis Apenrade feſtſtellt, hat bis jetzt keiner der belangten Redakteure von Kollmann abzuweisen sei. Den Klägern hätte der Beweis ob- fetten, noch drei weitere Offiziere der Kolonialinfanterie um ihren den Strafanträgen etwas gewußt, erst durch den„ Apenrader Anzeiger" sind gelegen, daß das Testament nicht in lichter Geistesverfassung er- Offiziere sowie der Berichterstatter des Abg. Rabier werden Beitritt zu der Verschwörung ersucht worden sind. Diese drei fie auf die ihnen drohende Juſtizaktion aufmerksam gemacht worden. richtet wurde. Die hierfür vorgebrachten Tatsachen seien jedoch nicht Offiziere ſowie der Berichterstatter des Abg. Rabier werden Offenbar ist die Information des Regierungsblättchens auf dessen ausreichend. demnächst vom Untersuchungsrichter berhört werden. Einer enge Beziehungen zu dem„ Deutschen Verein in Nordschleswig" der Offiziere befindet sich auf dem Wege nach Indochina und zurückzuführen, und dieser Verein, dessen Haupttätigkeit in der Ueber- Die zweite Lefung der lex Köller. Klerikaler Gewerkschaftshaß. wird zum Zwecke seiner Bernehmung zurüdberufen werden. Gegen töllerung des Köllerkurses besteht, wird wohl auch den neuesten Straf- Aus Straßburg schreibt uns unser W- Korrespondent unterm den Vorsitzenden der Gesellschaft für foloniale Studien, Buneau, ist anträgen der Amtsvorsteher und Landräte nicht fernstehen. Der Verein 7. April: Nicht besser als sein Ruf erwies sich in der gestrigen, bei- ein Haftbefehl erlassen worden. Rabier befindet sich angeblich jetzt besigt nämlich bereits seit 10 Jahren innerhalb seines gefchäfts- nahe vierstündigen Beratung des Gesetzentwurfes über das Vereins- in Belgien. Obgleich die genauen Einzelheiten der Verschwörung führenden Ausschusses eine besondere Kommission, der die lleberwachung und Bersammlungsrecht das reichsländische Musterparlament", das noch nicht bekannt sind, geht doch aus den bisher bekannten Tat der dänischoppofitionellen Bresse obliegt und die gegebenenfalls den Straf sich nie dieser Bezeichnung würdiger zeigte, mit der Herr v. Köller sachen hervor, daß es sich bei dem Komplott darum handelt, den richter in Bewegung zu jesen hat. An der Generalversammlung des es einst treffend charakterisierte. Die Kommission, die sich mit wenigen Prinzen Vittor Napoleon zum Staatsoberhaupt auszurufen und das Vereins, die am 8. Dezember 1895 in Rothenkrug diese Kommission Ausnahmen aus Leuten zusammensetzte, für die politische Ver- bonapartiſtiſche Regime in Frankreich wieder einzuführen. Bisher ins Leben rief, hatten u. a. ein Professor, ein Landrichter und ein einigungen und Versammlungen nicht im entferntesten Bedürfnis wurden fechs Offiziere vom Untersuchungsrichter verhört, welche Amtsrichter teilgenommen, und in dem verflossenen Jahrzehnt ihrer find, hatte jeden Abänderungsantrag abgelehnt, und ihrem Beispiel sämtlich ersucht worden waren, an der Verschwörung teilzunehmen. Wirksamkeit hat die Dänenpresse wiederholt sichtbare Beweise der folgte gestern die Mehrheit des Landesausschusses. Ein einziger An- Sie erklärten nach Mitteilung des Sachverhalts, daß sie das Aneigenartigen Tätigkeit der Kommission erfahren. Welchen verhängnis- trag, den Herr Blumenthal gestellt hatte, wurde angenommen, finnen mit Entrüstung zurückgewiesen hätten. vollen Einfluß diese Kommission auf den Stand der politischen nach dem in den Kundgebungen der Vereine der Mitgebrauch fremder Moral in Nordschleswig ausgeübt hat, läßt sich an dem Register der Sprachen gestattet sein soll. Es ist für die Stellung der Regierung außer Strafen, die sie den dänischen Redakteuren verschafft hat, auch ordentlich interessant, daß Herr v. Köller zuerst diese ganz unerhebliche nicht annähernd ablesen. Abweichung als unannehmbar erklärte, später freilich einen Rückzug mit den Worten antrat, er werde bei der dritten Lesung in der Lage sein mitzuteilen, ob die Annahme des Amendements das ganze felbständigkeit der Regierung dem Bundesrat gegenüber, ferner aber Gefeß gefährde. Bei dieser Gelegenheit zeigte sich die Unauch durch den Rückzug des Staatssekretärs, daß Abänderungen immerhin möglich gewesen wären, ohne daß der Bundesrat seine( Rep.) unterstützt diesen Antrag, und die Dringlichkeit wird mit 342 Zustimmung versagt hätte. Die Kammer beschloß ferner Allein, wie gesagt, jede weitere Ab- gegen 232 Stimmen, angenommen. änderung wurde abgelehnt, fast immer mit dem" Bloc" der mit 353 gegen 219 Stimmen bezüglich des Gesezentwurfs über schweigenden Alten, auf den sich Herr von Köller mit Sicherheit die Trennung der Kirche vom Staat in die Spezialdebatte einverlassen durfte. Waren die Gründe, die für eine Modifizierung vor- zutreten. gebracht wurden, noch so einleuchtend, der Herr Staatssekretär bat um glatte Ablehnung" und die„ glatte Ablehnung" ging glatt" vor sich. nur die Aus der Zeugniszwangshaft entlassen ist nunmehr der Redakteur der Lippischen Landeszeitung" May Staerde, dessen Angelegen heit jüngst im Reichstag verhandelt wurde. Er wurde zweimal wegen der gleichen Sache in Zeugniszwangshaft gesperrt. wie " Agrarische Paschawirtschaft. " " Paris, 8. April. Deputiertenkammer. Bei der forts gesetzten Beratung des Gesetzentwurfs betreffend Trennung von Staat und Kirche befürwortet Berthoulat( unabh. Rep.) einen Antrag, nach welchem die Gemeinde- und die Generalräte über die Vorlage befragt werden sollen. Der Berichterstatter bekämpft den Antrag, ( S03.) beantragt die Dringlichkeit für die Vorlage. Etienne der dann mit 335 gegen 239 Stimmen abgelehnt wird. Briand Italien. Aus Halle berichtet man uns unterm 8. April: Ein nettes Bild über die agrarischen Machtverhältnisse auf dem Lande entrollte ein heute vor der Straffammer stattgehabter Prozeß gegen den Großgrundbefizer Rudolf Burckhardt von Kröllwitz bei Merseburg wegen Beleidigung des Landgendarmen Maroyle von dort. Eine Demonstration der äußersten Linken hat soeben ein uns Burckhardt besitz 240 Morgen Land und war bis vor kurzem Kreisertvartet gutes Resultat ergeben. Am 4. April nahm im Parlament vorsigender des 2 ndes der Landwirte. Er herrscht in seinem Reiche Die eingebrachten Abänderungsanträge betrafen der Abgeordnete Macola zum erstenmal seit sieben Jahren, seit ein fleiner König. Als bekannt wurde, daß B., größten Schwächen des Entwurfes, mit Ausnahme eines fleritalen seinem Duell mit dem radikalen Führer Felice Cavallotti, obwohl er verheiratet ist und schon erwachsene Kinder besitzt, Antrages. der für die religiösen Jugendvereine eine Monopolstellung das Wort. In diesem Duell erstach Macola den allgemein bermit feiner etwa 20jahrigen Dienstmagd seit Jahren im bezüglich der Aufnahme Minderjähriger schaffen wollte, während doch ehrten Parlamentarier. Es ging damals ein Schrei der Entrüstung Stonkubinat lebt, mußte der Gendarm Marotte Ermittelungen gerade die katholischen Jünglingsvereine als flerifale Kampforgani- durch ganz Italien und man nannte die Tat offen einen Mord, da anstellen. Bald nachdem wurde der Gendarm nach einem anderen fationen gegen die Sozialdemokratie Anwendung finden sollen, Macola, ein großer starker Mann, den viel Kleineren Cavallotti in Drt versezt und Burckhardt besaß noch die Dreistigkeit, dem wenn Fama recht hat. Dagegen erklärte sich der Chefredakteur des ganz ungleichem Kampfe getötet und sich dann frech gerühmt hatte, Pastor Reinstein, der an dem Betragen des Agrariers schweres klerikalen Elsässischen Volksboten" und ehemalige Reichstags- ihn wie ein Lamm abgestochen zu haben. Seitdem ruhte die allAergernis genommen hatte, mitzuteilen, er habe den Gendarm weg- abgeordnete Hauß, der zu den christlichen Gewerkvereinen enge gemeine Verachtung auf dem flerital- konservativen Rohling, der sich gebracht, da dieser sich„ pflichtwidrig" in seine, Burchardts, Beziehungen hat, gegen den Antrag Emmel, gewerbliche Berufsvereine als Anhänger Niessches aufspielte. Dank der Dummheit des LandFamilienangelegenheiten" eingemischt habe. Die ganze Dorf von den Bestimmungen über die Aufnahme Minderjähriger aus- volkes weiter zum Abgeordneten gewählt, schwieg er in der Kammer. bewohnerschaft, die zuweilen auf Leitern" dem Treiben des zunehmen! Genosse Emmel vertrat diesen Antrag wie alle übrigen Gestern sprach er, aber kaum hatte er sich erhoben, als alle AbAgrariers nachgespürt hatte, empörte sich über die Vorgänge, und von ihm gestellten mit großer Sachlichkeit, aber gegenüber dem geordneten der äußersten Linten die Sigung verließen. besonders zornig war der Pfarrer, daß der Vater des Mädchens festen Willen einer reaktionären Majorität war nicht aufzukommen. Macola verlor die Fassung und mußte hinausgeführt werden. die eigene Tochter nicht einmal dem Agrarier entreißen konnte. Die geftrige Sigung war jedenfalls sehr lehrreich. Einige Heute hat er sein Parlaments mandat nieder Mitte November v. J. ging der Pfarrer auf das Landratsamt und wenige Abgeordnete arbeiteten, die anderen lehnten ab. Die erzählte dort die Dinge, die längst kein Geheimnis mehr waren. Regierung fiegte auf der ganzen Linie, geschlagen sind Gendarm Marozzke wurde dann zur Beruhigung des Publikums a ber die Hülfstruppen der Regierung, und zwar wieder nach Kröllwig versetzt, Burckhardt erhielt die Beleidigungs- in erster Linie die klerikalen, denn vor der Bevölkerung sind sie geflage, weil er gesagt hatte, er habe den Gendarm weggebracht, und richtet. Wenn die dritte Lesung, wie zu erwarten ist, das Ergebnis der Pfarrer trat mun heute gegen Burckhardt als Zeuge auf. der zweiten bestätigt haben wird, hat Herr v. Stöller im Jahre Recht hübsch war es, wie der Pfarrer Burchardts Macht 1905 ein weit mehr reaktionäres Gefeß geschaffen, als es das schilderte und dann auf einmal erklärte: Meine Herren, preußische von 1750 darstellt, das ihm als Muster gedient hat. ich stehe bor Gericht und darf wohl auch fagen, Allerdings enthält das Gesetz Fortschritte gegenüber dem jegigen wie ich über die Sache denke; ich habe den Eindruck, Rechtszustand, aber den Bedürfnissen unserer Zeit wird es bei weitem die zuständigen behördlichen Organe haben im Falle Burckhardt nicht nicht gerecht. funktioniert, denn zum Einschreiten lag sowohl ein staatliches als ein firchliches Interesse vor. Hiernach verzichtete das Gericht auf weitere Beweisaufnahme. Burckhardt Mark Geldstrafe wurde- wegen der Strafe traje verurteilt- In derselben Sache gelegt. Endlich! Rom, 8. April. Deputiertentammer. Der Minister der öffentlichen Arbeiten legt die Gefeßentwürfe betr. Betrieb der Eisenbahnen durch den Staat vor. Auf Antrag des Ministerpräsidenten werden die Vorlagen an die Kommission verwiesen, welche die Eisenbahnvorlagen des vorigen Ministeriums beraten hat. England. Ein wichtiges Wahlresultat. London, 6. April.( Eig. Ber.) In Brighton fand gestern eine Gefecht östlich Hurub am 19. März 1905 gefallen: die Reiter eine konservative Mehrheit von 2000-3000 Stimmen, gestern aber Verlustliste. Nach einem Telegramm aus Windhut find im Tage der Konservativen geendet hat. Der Wahlkreis zeigte feit 1884 parlamentarische Nachwahl statt, die mit einer empfindlichen NiederJürgen Groth, Karl Ardelt, Arthur Neich. Verwundet: Ge- siegten die Liberalen im Zeichen des Freihandels mit einer Mehrheit freiter Albert Belfa, leicht, Schuß rechten gir zut von über 800 Stimmen. Der Sieger ist ein Nachkomme eines der schwebt noch ein Prozeß gegen den Redakteur unseres Halleschen Im Gefecht in der Gegend von Hurub am 21. März sind Borkämpfer des Freihandels. Das Wahlresultat wird ohne Barteiorgans, Genossen Weißmann, durch den sich Burckhardt be- irtskommando Schöneberg; Reiter Christoph Koch, Reiter nigen, denn es zeigt mehr als alle andere Nachwahlen, daß die Regefallen: Sanitäts- Sergeant Waldemar Naundorf, früher Beweifel eine Auflösung des Parlaments beschleuleidigt fühlt.Georg Bieth, Neiter Albert Stüber; verwundet: Gefreiter Karl Stuttgart, 8. April.( Privatdepesche.) Die gestern begonnene Hense, schwer, Schuß Ellenbogen; Reiter Michael Wiedemann, leicht, gierung das Vertrauen der Volksmehrheit verloren hat. und heute fortgeführte Debatte über den Etat des Ministeriums des Schuß beide Waden. Innern lieferte wieder den Beweis, daß auch im liberalen Württem- Nachträglich gemeldet: Im Gefecht bei Geibanes am 11. März gestern in Leeds eine Rede, in der er sagte, die Regierung wolle berg die Bickelhaube regiert. Genosse e il unterzog die Polizei- als gefallen: Reiter Alois Stern; verwundet: Reiter Georg gar nicht die wichtigkeit der Niederlage bei der Wahl in schitanen, mit denen insbesondere in den Garnisonorten Ulm und Neubert, ſchiver, Schuß linken Unterarm; Reiter Bruno Jäckel, Brighton herabtezen, aber die Schlußfolgerung, die die Ludwigsburg die Arbeiterbewegung behelligt wird, einer scharfen schwer, Schuß linke Hüfte; infolge der Verwundung am 16. März Opposition daraus zöge, daß das Kabinett feine Entlassung nehmen Kritik. Er erinnerte daran, daß er bei seiner Wahlagitation in an Herzschwäche gestorben. Reiter Johann Storch infolge infizierten müsse, fei nicht gerechtfertigt. Das Kabinett sei entLudwigsburg infolge der Lokalabtreibungen durch das Militär- komplizierten Knochenbruchs( Sepsis) am 4. April im Lazarett Windhut schlossen, so lange im Amte zu bleiben, als es Vertrauen befize. verbot gezwungen war, alle seine Versammlungen in Höfen und auf gestorben. London, 8. April. Handelsminister Gerald Balfour hielt Die Allmacht des Wachtpostens. Wiesen abzuhalten, im übrigen aber sich auf Sprechstunden in Chronik der Majestätsbeleidigungen. Eine Anklage wegen Privatwohnungen zu beschränken. Sei es nun auch in Ludwigsburg Majestäts- und Beamtenbeleidigung führte den Gastund Militärbiftaturno nichränkt in ber feither etwas besser geworden, so herrscht die verbündete Bolizei wirt Futh aus Lichtenberg vor die zweite Straffammer des LandDort sei im gerichte II Berlin. Der Angeklagte, der, wie weiland der grobe Ende Februar dieses Jahres wurde nachts der Rentier Baugenez Borjahr auf Geheiß des kommandierenden Generals fogar der Gottlieb" im Verkehr mit seinen Gästen die deutsche Sprache in sehr aus Woippy auf einer öffentlichen Straße von dem Wachtposten geplante Maiumzug der Arbeiter verboten worden. Der libevale urwüchsiger, drastischer Art handhabt und unter Umständen nicht sehr Böhle erschossen. Böhle stand in der Nacht vom 26. zum 27. Februar Ministerpräsident brachte es fertig, sich einerseits mit der in zart in der Wahl seiner Ausdrücke ist, fränfte eines Tages einige Posten vor dem Feldbahndepot. Der Erschossene war ein alter Herr, Stuttgart ausgeübten vorbildlichen Toleranz gegen die Maiumzüge Bolizeibeamte, die als Gäste in seinem Lokale verweilten. Dabei der ruhig seines Weges ging, um zu seiner Wohnung zu gelangen, zu briften und feiner politischen Erleuchtung ein Loblieb zu fingen, soll ihm eine Aeußerung untergelaufeu sein, die als Majestäts- der übrigens nur französisch sprach und vermutlich gar nicht gehört die ihn zu dieser Toleranz geführt habe; dem, meinte er, es habe beleidigung aufgefaßt wurde. Die daraufhin erhobene Anklage oder verstanden hat, daß der Posten„ Halt" gerufen. Der Musketier fich auf den Parteitagen in Dresden und Bremen gezeigt, daß sich wurde unter Ausschluß der Deffentlichkeit verhandelt. Aus der in der Arbeiterbewegung zwei Richtungen gebildet haben, von denen Urteilsverkündigung ging hervor, daß nach Ansicht des Gerichts der Böhle hatte sich wegen dieser Tötung vor dem Kriegsgericht in Metz die gemäßigte gewerkschaftliche selbst zugibt, daß sich einem Partei- Angeklagte, der ein konservativer Mann ist, jahrelang Unteroffizier zu verantworten, und er wurde wegen vorfäßlicher Tötung ohne oder Arbeiterfeiertag unüberwindliche Schwierigkeiten entgegenstellen. war und Mitglied einer Schüßengilde ist, nicht aus chrloser Gesinnung Ueberlegung und unter Mißbrauch der Dienstwaffe und Verlegung Zum Belveis berief sich der Minister auf den Beschluß der Stutt gehandelt hat. Es wurde ihm geglaubt, daß die als Majestäts- des Wachtreglements au 8 Monaten Gefängnis verurteilt, garter Gewerkschaften, die durch freiwillige Einsicht auf den Umzug beleidigung aufgefaßte Aeußerung lediglich auf das Konto feines zur indem man ihm mildernde Umstände zubilligte. verzichtet haben. Andererseits aber führte Herr von Bischet aus, Grobheit und Schnoddrigkeit" neigenden Naturelle zu sehen ist. wäre es zu verstehen, wenn der Ullmer Militärverwaltung in ihrem Deshalb sah der Gerichtshof von einer Gefängnisstrafe ab und verBereiche eine solche Maidemonstration unerwünscht wäre, da die urteilte den Angeklagten zu drei Monaten Festungshaft.. „ Schwäbische Tagwacht" kurz vor dem 1. Mai darauf hingewiesen Gibt es denn überhaupt Majestätsbeleidigungen, die aus ehr habe, die Maifeier sei auch eine Demonstration gegen den Loser Gesinnung begangen werden? Militarismus. Gegen diese unverhüllte Proflamierung der Militärdiktatur erhob nur der sozialdemokratische Redner Protest, die übrigen Berichtigung zum Agitationstalender. Die„ Germania" bemerkt zu dem Fall des Breslauer Stadtverordneten Buchhändlers Schild, Dagegen verlangte der Zentrums- Abgeordnete Rembold ber unzüchtige Schrift verschleißt, daß er fein Zentrumsmann und strengere Bestimmungen gegen das Waffentragen jüngerer Personen evangelisch sei. und verwies darauf, daß der Mißbrauch von Schußwaffen so Ist er vielleicht nur ein Mann des Zentrums? biel Unheil angerichtet habe. Aber die Sorgen des waderen Gottesmannes treffen nur waffentragende Zivilisten, während das Ausland. größere Unheil doch durch legitime bewaffnete Militärpersonen au- d gerichtet wird, was von seinen Parteifreunden nicht berührt wurde. Im Gegenteil, als heute die von der Regierung geforderte Ver- Warschau, 8. April.„ Warszatvskij Duetnik" meldet, nachdem mehrung des Landjägerkorps um 20 Mann zur Verhandlung der Verkauf von Revolvern verboten sei, würden Revolver in großer tam und der Volksparteiler außmann unter Hinweis auf mehrere Bahl eingeschmuggelt. Fälle leichtfertiger Tötung von verfolgten Zigeunern durch Berdjanst, 8. April.( Meldung der Petersburger TelegraphenLandjäger auch für diese Barias Schuß forderte, fand er fein Echo bei Agentur.) Die Arbeiter aller industriellen Anstalten, die Laftträger den Vertretern des Christentums und ein Bauernbändler widerlegte an den Anlegeplätzen und die Gepäckträger am Bahnhof sind in den die Humanitätsduselei" mit dem Wort, die Obrigkeit trage ihr Ausstand getreten. Schwert nicht umsonst. Die geforderte Vermehrung wurde vom Minister insbesondere mit der Notwendigkeit des Grenz schutzes gegen das fahrende Volt begründet, da auch Baden und Bayern ihre Landesgrenzen stärker besetzt haben, um die Bräffel, 8. April. In der Umgebung des Prinzen Bittor Bigeunertrupps möglichst rasch über die Grenzen zurüeschieben zu Napoleon wird erklärt, daß der Prinz in keiner Weise von dem Parteien schwiegen. Die Revolution in Rußland. Frankreich. Zur Butschaffäre. Die Gemeingefährlichkeit der Wachtpostenbefugnisse hat sich noch niemals fo grell gezeigt wie in dieser Verhandlung. Aus mit absoluter Klarheit hervor, daß der junge Musketier, der zum dem Bericht, der uns noch nicht vollständig vorliegt, geht bereits erstenmal Boften stand, offenbar benommen von widersprechenden Instruktionen, die in seinem Kopfe verwirrt wühlten, ängstlich aufs Geratewohl, um ja nicht gegen seine militärischen Pflichten zu ver stoßen, ben unglücklichen Mann niederknallte. Es ergibt fich aus den Verhandlungen die ungeheuerliche Tatsache, daß der Musketier sich über die Instruktionen nicht flar fein konnte, weil anscheinend mehrfache Vorschriften bes stehen. Bevor der Soldat auf Wachtposten zieht, wird er in einer Weise instruiert, die zwar auch die große Gefahr der Wachtpostenbefugnisse nicht beseitigt, die aber doch wenigstens die ärgsten Möglichkeiten beschränkt: Insbesondere soll der Posten nicht schon aus dem Grunde schießen dürfen, weil jemand nicht seinem Haltruf Folge leistet. Aber bei der Kompagnie, so ging aus den Zeugen aussagen hervor, da wird den Leuten gesagt, daß sie das Recht hätten, scharf zu schießen, wenn eine Person auf dreimaligen Haltruf nicht stehen bleibt. Diese Meinung soll auf Verwechselung zweier Vorschriften beruhen. Es ist unter allen Umständen eine in Friedenszeiten verhäng nisvolle Befugnis, daß ein junger urteilsloser Soldat, wenn er auf Posten zieht, damit das Recht erhält, nicht nur Todesurteile zu fällen, sondern auch auf der Stelle zu vollstrecken. Die Ungeheuer- lichkeit dieser Befugms aber steigert sich ins Entsetzliche, wenn es wahr ist. dag die Soldaten überhaupt nicht genau wissen, welche Jnstrultionen sie zu befolgen haben. Ueberhaupt ist nicht einzusehen, warum eS nötig ist, daß Wacht Posten das Recht erhalten, scharf zu schießen? gegen tätliche Angriffe können sie sich auch mit der blanken Waffe wehren. Es ist aber ganz selbstverständlich, daß Posten, die auf Wachtposten da« unum- schränkteste Recht erhalten, das überhaupt einem Menschen eingeräumt werden kann, ein Recht, demgegenüber die souveräne Gewalt eines absoluten Herrschers ein Kinderspiel ist,— daß die Leute unter dem Druck dieser Verantwortung Gespenster sehen müssen. Ei ist fast ein Wunder, daß der Fall des alten Baugenez sich nicht öfter wiederholt. Der Musketier, der mit der allerdings gelinden Strafe von 8 Monaten davongekommen, ist das Opfer jener militaristischen Schneidigkeit geworden, die selbst in dem jüngsten Soldaten schon einen Richter über Tod und Leben sieht. In dem Alter, in dem sich der Soldat befand, darf man zwar noch nicht einen Wahlzettel abgeben, aber er darf töten. Wenn der Totschlag in diesem Falle bestraft wurde, so geschah dies nur deshalb, weil auch der geringste Anlaß für das Borgehen des Wachtpostens fehlte, weil er unter der aufregenden Gewalt widerspruchsvoller Instruktionen auf das Geradewohl in das Dunkel schoß. llnd noch eins verdient aus der Verhandlung beachtet zu werden. Nachdem der Soldat geschossen und gesehen, daß das Opfer gefallen, kümmerte er sich nicht weiter r.m die Wirlungen seiner Schießsertigkeit. Er wartete ruhig, bis die Ablösimg kam, und erst dann findet man den Mann im Blute schwimmend, noch lebend, vielleicht, daß er hätte gerettet werden können, wenn rechtzeitig Hülfe gekommen wäre. - Wir lassen nun den Bericht, soweit er uns vorliegt, folgen: Der Angeklagte Musketier Eduard Böhle ist am 24. Mai 1884 grboren, dient im ersten Jahre und hat„gute Führung". Die Anklage kautet: Der Musketier Eduard Böhle, Regiments 98, ist beschuldigt, in der Nacht vom 26. zum 27. Februar d. I. als Posten vor dem Feldbahn-Dcpot den Vorschriften als Posten entgegen gehandelt zu haben, indem er um etwa 12V4 Ilhr in jener Nacht ohne jede Ber- anlassung auf den Rentner Baugenez aus Woippy, welcher von „Devant-les-Ponts" kommend, den an dem Feldbahndepot vorbei- führenden Feldweg benützte, zwei Schüsse abgab, von denen der eine denselben verletzte und den Tod desselben zur Folge hatte. Die Bernehmnng des Angeklagten. Angeklagter: Als ich auf Posten stand, sah ich gegen 12% Uhr, als ich um die Ecke zwischen die beiden Schuppen bog, eine Person. Berhandlungsführer: Wo befanden Sie sich und wo war die Person? — Angeil.: Zwischen den beiden Schuppen. Ich sah die Person oben, da wo die Straße links acht.— BerhandlnngSf.: Auf welche Ent- fernung haben Sie die Person gesehen?— Angekl. schweigt eine Weile.— Berhandlungsf.: Nun?— Angekl.: So lang wie die schuppen sind.— Berhandlungsf.: Konnten Sie denn die Person sehen? Es war doch dunkel?— Angell.: Die Laternen der Bahn gaben so viel Licht, daß ich sie sehen konnte.— Berhandlungsf.: Wo blieb denn die Person?— Angekl.: Sie ging der Bahn zu. Ich lief ihr nach, verlor sie aber aus den Augen. Als ich vorn um die Ecke bog, sah ich den Mann dicht an dem Schuppen. Ich lief weiter, er auch. Ich rief ihm dreimal„Halt!" zu, er blieb nicht stehen. Dann gab ich einen Schreckschuß ab.— Berhandlungsf.: In welcher Richtung haben Sie denselben abgegeben?— Angekl.: Nach der Bahn zu. Da plötzlich bückte sich der Mann zur Erde. Ich dachte. er wollte Steine schmeißen.— Berhandlungsf.: Woraus schloffen Sie das?— Der Zaun war doch da?— Angekl.: Der Mann bückte sich— Berhandlungsf.: Also sie schlössen dies lediglich aus der Tatsache, weil er sich bückte?—?lngekl.: Ja.— Berhandlungsf.: Erzählen Sie weiter.— Angekl.: Dann legte ich mein Gewehr an und feuerte. Im Moment des AbseuernS streckte sich der Mann und erhielt den Schuß in die Brust.— Berhandlungsf.: Was taten Sic nun? Blieb der Angeschossene liegen oder lief er noch weiter?— Angekl.: Er blieb auf der Stelle liegen. Ich lief hinzu, blieb jedoch innerhalb des Gitters. Ich sah mich um, ob niemand kam, da alles rnhig blieb, ging ich meinen Posten weiter ab. Als ich ans meinem Postengange zurückkam, hörte ick» den Mann wimmern und weinen. Als die Ab lösung kam, sagte ich ihnen, was geschehen sei. Dann kam auch der Bahnwärter....— Berhandlungsf.: Warum haben Sie nicht sofort die Angabe gemacht, daß Sie den Mann schon vorher und hinter dem Schuppen gesehen haben?— Angekl. schweigt.— Berhandlungsf.: Das ist aber sehr wesentlich, wenn Sie es uns sagen?— Angekl. schweigt. Berhandlungsf.: Jetzt sagen Sie uns: Wann dürfen Sie schießen?— Angekl.: Wenn ich jemand arretiert habe, wenn er sich dann wehrt oder wegläuft. Ich rufe ihm dreimal:„Halt" zu, steht er dann nicht, darf ich schießen.— Berhandlungsf.: Wie arre. lieren Sie denn jemand?— Angekl.: Indem ich ihm die Hand auf die Schulter lege.— Berhandlungsf.: Das trifft doch hier alles nicht zu. Sie durften doch nicht sofort von der Waffe Gebrauch machen? — Angekl.: Er konnte aber auch gestvhlen haben.— Berhandlungsf.: Dürfen Sie dann schießen?— Angekl.: Wenn er gestohlen hat und wegläuft? Wenn ich nicht geschossen hätte und er hätte eine« Revolver bei sich gehabt, dann hätte er aus mich geschossrn.— Berhandlungsf.: Dürfen Sie denn auf jeden schießen?— Angekl.: Er lief doch weg und außerdem glaubte ich von der Waffe Gebrauch machen zu können; weil ich fürchtete, er griffe mich an.— Berhandlungsf.: Ist Ihnen Ihre Instruktion als Posten bekannt gegeben?— Angekl.: Jawohl. Unteroffizier Schmidt hat unS am Freitag instruiert.— Berhandlungsf.: Sind Sie auf Wachs auch noch instruiert?— Angekl.: Jawohl. Berhandlungsf.: Ist Ihnen folgendes vorgelesen: Dem Militär ist auf Wache und Posten sowie bei Patrouillen der Gebrauch der Waffen aus eigenem Recht gestattet: 1. wenn dasselbe angegriffen oder mit einem Angriff gefährlich bedroht wird oder durch Tätlichkctt oder gefährlich« Drohung Widerstand findet— um den Angriff abzuwehren und den Widerstand zu bewältigen: 2. wenn es zur Ablegung der Waffen oder anderer zum An- griff oder Widerstand oder sonst gefährlicher Werkzeuge auffordert und dieser Aufforderung nicht sofort Folg« ge- leistet wird, oder die abgelegten Waffen oder Werkzeuge wieder aufgenommen werden— um den ihm schuldigen Gehorsam zu erzwingen; 3. wenn bei Feswahmeu der bereits Verhaftete oder ein zur Abführung oder Bewachung anvcrtrauter Gefangener ent» springt oder auch nur den Versuch dazu macht; 4. nötigenfalls zum Schutze der seiner Bewachung anvertrauten Personen oder Sachen. Angekl.: Jawohl.— Berhandlungsf.: Ist Ihnen auch In- struktion geworden, wann der Posten nicht schießen soll? Wenn das Leben einer unbeteiligten dritten Person ge- fährdet ist, wenn auf Anruf die Person davonläuft oder wenn der Anruf nicht erwidert ist. Angekl.: Jawohl. Zeuge Karl Renüat, Bahnwärter: Zeuge hatte die Schüsse gehört, wagte sich aber erst mit der Ablösung a» den Tatort.— Berhandlungsf.: Haben Sie mit den» Verletzten gesprochen?— Zenge: Ja, ich sprach französisch mit ihm. Er sagte, er sei auf dem Wege nach Hause gewesen. Plötzlich habe er den Posten rufen hören. Er habe nicht gewußt, was los war, dann habe der Posten auf ihn geschossen. Berhandlungsf.: Wissen Sie, ist der Weg, auf welchem sich Baugenez befand, ein öffentlicher Weg?— Zeuge: Ja.— Berhandlungsf.: Angeklagter, war dies Ihnen auch bekannt?— Angekl.: Ja. Zeuge Bahnwärter Jacques: Es wurde mir telephoniert, daß der Posten jemand angeschossen habe. Ich ging hin. Baugenez sagte: Sie wissen nichts, ich sprechen nur französisch. Ich frug lhn darauf französtsch: Woher er gekommen sei? Er sagte: Ich war auf dem Wege nach Woippy. Ich frug ihn: Waren Sie im Militärfiskus? Nein, sagte Baugenez. Er erzählte dann, daß er den Posten rufen hörte, weshalv habe er nicht gewußt, auch nicht. daß der Anruf ihn anging. Er sei auf einer öffenrlichcn Straße gegangen und wohl tausendmal hier vorbeigekommen. Ehe der Schuß gefallen, sei er beim Barricrrwärter gewesen und habe„guten Abend" gesagt.— Berhandlungsf.: Sit hören, was Baugenez dem Zeugen erzählt hat; wie sollte der Mann auch innerhalb»er Nmzämuing kommen?— Angekl.: Ich habe ihn innerhalb der Bahn gesehen.— Ber- handlungSf.: Kann man leicht in die Umzäunung kommen?— Zeuge: Das wäre schwer für so einen alten Mann, wie es Baugenez war, gewesen. Zeuge MuSketier Kopotka 7., 98. Als ich den MuSketier Walkowiak aufführte zur Ablösung, trafen wir auf Baugenez. Er lag auf dem Wege dicht am Zaun nach dem Depot zu. Auf unseren Ruf kam Böhle vom Schilderhaus her. Berhandlungsf.: Was wissen Sie aus Ihrer Instruktion über den Gebrauch der Waffe und das Schießen? Zeuge: Man soll nicht schießen, sondern zuerst amtieren. ES gibt aber doch noch einen anderen Fall. z. B. am Pulvermagazin. Wenn der Zivilist wegläuft und ich rufe ihn dreimal mit„Halt" an, dann kann ich schießen." Berhandlungsf.: Und sind Sie vom Wachhabenden so instruiert? Zeuge: Nein, der Wachhabende instruierte, erst solle man arretieren, dann erst schießen. Berhandlungsf.: Wer hat Ihnen denn daS gesagt, daß Sie schießen dürfen, wenn Sie dreimal„Halt" gerufen haben? Zenge: In der Kompagnie bin ich s« instruiert. Anklagevertreter: Es scheint mir, als ob die Leute die Wachposten inftruktion mit der Felddienstinstruttio» verwechseln. Zeuge: Es ist so instruiert wie ich bereits angegeben habe. Verteidiger Dr. Kaiser: Wie benehmen Sie sich, wenn der Rondcoffizier kommt? Zeuge: Ich rufe ihn mit Halt! Halt! Haltwerda l an und mache fertigl Berhandlungsführer: Wenn man nun trotzdem auf den Posten zugeht, was muß der Posten tun? Muß er ihn nicht arretieren? Zeuge: In der Kompagnie ist instruiert, daß man schießen darf, wrn» er nicht auf daS dritte Halt steht. Zeuge Sanitätssoldat Peter Schleid, Drag. 13: Baugenez habe erzählt: Er habe zweimal Rufe gehört, dann sei ein Schuß in unmittelbarer Nähe von ihm gefallen, die Kugel sei ihm an» Kopfe vorbeigepfiffen, eingeschüchtert habe er sich gebückt, da sei der zweite Schuß gefallen, mit den» er zusammengebrochen sei. Was die Rufe bedeuteten, habe er nicht verstanden. Baugenez sagte dann: Wenn mich doch der Unglückliche nur in den Kopf geschossen hätte, anstatt in die Brust, dann brauchte ich hier nicht zu liegen. Zeuge MuSketier Dannrnberg: Nachmitttag sah ich eine verdächtige Person. Berhandlungsf.: Haben Sie Böhle nicht ängstlich gemacht? Zenge: Nein. (Schluß folgt.) Achter NerNndstag der Kanhölfsarbeiter Deutschlands. Bei der Fortsetzung der Beratung über die Maifeier nimmt das Wort r ü g e r- Berlin. Er meint, als Parteigenosse müsse sich jeder schämen, der die Maifeier nicht durch ArbeitSruh« begehe, obwohl er dazu in der Lage sei. Er will jedoch dazu keine Mittel aus der Hauptkasse hergegeben wissen, daS müsse den örtlichen Ver. walttingen überlassen werden. Er möchte eS keinen» raten, den Kollegen das Arbeiten am 1. Mai zu empfehlen, solange der Gewerk- schaftskongreß nicht gesprochen. H a a s e- Dresden findet es ebenfalls beschämend von einem aufgeklärten Arbeiter, nicht an der Feier deS 1. Mai teilzunehmen. Durch das Vorgehen der Scharfmacher habe sich zwar die Partei ver. anlaßt gesehen, die Arbeitsruhe nur dort zu empfehlen, wo Wirt- schaftliche Nachteile nicht zu befürchten seien, aber das fei ein Zwitterding. ES liege lediglich an den Arbeitern selbst, wenn die Scharfmacher zu Aussperrungen verschritten. Er will für die Rc- solution des Borstandes stimmen. Jeder, der halbwegs rn der Lage dazu sei. solle daS kleine Opfer auf sich nehme»». H a r t m a n n- Görlitz sieht in der jetzigen Maifeier noch keine Feier, die der Bedeutung des Tage? entspreche. DaS lieg« daran, daß leider die übergroße Mehrheit der Arbeiterschaft daS Prinzip der Arbeiterschaft nur im Munde führe, aber nicht im Herzen trage. Er tritt für die Resolution ein und wünscht, überall zu feiern, wo eS»nöglich ist. In seinem Schlußwort polemisiert Töpfer- Hamburg gegen diejenigen Redner, die behauptet haben, die Gewerkschaften betrieben zu viel AengstlichleitSpositik. Dazu hätten sie keine Ursache. Es handelt sich nur darum, die Ge- werkschasten nicht in Konflikt zu bringen. DaS könne aber eintreten, wenn inan den Aeußerungcn einzelner Gewerkschaftsführer auf dem letzten Parteitage folge. Er wolle den ideellen Charakter der Maifeier aufrecht erhalten wissen als Demonstration zur Herbeiführung deS Achtstundentages. U h d e- Magdeburg beantragt, der bereits veröffentlichten Re. folutton noch einen Zusatz anzufügen, daß nicht nur auS Verbands- Mitteln, sondern auch aus der Lolallasse Unterstützung auS Anlaß der Maifeier zu verweigern fei. Gegen diesen Antrag tritt aber Heide- mann-Berlin auf, der betont, daß bei Annahme dieses Zusatzes den Berliner Kollegen die Arbcitsruhe unmöglich gemacht werde, obwohl, wie er schon gestern ausgeführt, die Unterstützung durch Extrasteuern wieder bis auf den Pfennig gedeckt würde. Darauf wird die vom Vorstande vorgeschlagene Resolution un- verändert einstimmig angenommen. Nachdem der Dcrbandsvorsitzende Behrendt die Anträge deS Vor- standes über Einteilung des Verbands in Bezirke und Neu» anstellung der Gaubeamten begründet, wird die Diskussion eröffnet. Die einzelnen Delegierten treten im Interesse einer wirksameren Agitation sämtlich für Ver» mehrung der Gaubeamten ein und befürworten ihr« dahingehenden Anträge. Nach weiterer Diskussion über die Agitation werden die Anträge des Vorstandes, drei neue Gauleiter anzustellen, angenommen, und die Ermächtigung zur eventuellen Anstellung zweier weiterer Gau. leiter erteilt. Ebenso werden zwei Anträge, betr. Bekämpfung der überhandnehmenden Frauenarbeit, dem Vorstande zur Berück. sichtigung überwiesen. Auch hat der Vorstand jedes Jahr eine Broschüre nach der Art derjenigen deS Maurerverbandes heraus- zugeben. ES folgt der Punkt Gren-zstreitigkeiten. . Unter dieser Bezeichnung werden alle Differenzen verstanden, die sich besonders auS der Zugehörigkeit der BauhülfSarbeiter zum BauhülfSarbeiter- oder zum Fabrikarbciterverband ergeben. Wie aus den Klagen der einzelnen Delegierten des VerbandStageS her- vorgeht, hat der Fabrikarbeiterverband die Abmachungen zwischen beiden Organisationen nicht respektiert. Beklagt wurde auch, daß der Vorstand deS FabrikarbetterverbandS den wichtigen Vorschlag des Vorstandes der BauhülfSarbeiterorganisatton, einen im Fabrik» arbeiterverband Organisierten, wenn er drei Monate auf Bauten beschäftigt ist, auszuschließen, damit er sich beim Bauhülfsarbctter- verband organisiert, zurückgewiesen hat. Der Vorsitzende des Fabrik- arbeiterverbandes ist auf dem Vcrbandstage erschienen und beteiligte sich ebenfalls an der Debatte über diesen Gegenstand. Auf Ansuchen der Beschwerdekommission wurde auch eine Ent- scheidung darüber getroffen, ob die Jnhaftierten-Unterstützung auch erst, wie der Rechtsschutz, nach 26wöchiger Karenzzeit, oder ob sie auch schon früher gewährt werden solle. In der Debatte über diese Angelegenheit richtet der Kölner Dele» gierte heftige Angriffe gegen den Verbandsvorstand, weil er bei dem Kölner Streik wohl Rechtsschutz, aber keine Jnhaftierten-Unter» stützung gezahlt habe. Der VerbandStag entscheidet sich schließlich für die vom Vor- stände beobachtete Praxis, für diese Unterstützung die Karenzzeit für Rechtsschutz maßgebend sein zu lassen. UKeater. Deutsches Theater.„Die Boheme." Schauspiel in fünf Aufzügen von H. M»» r g e r und Theodor Barriöre. Be- arbeitet von Paul Lindau. Mit dem leichten Gepäck seiner Er- zählungen au» den» Lebe» der Pariser Künstlerbohöme wandert Henri Murger einer bescheidene» llusterb lichkeit entgegen. Der über« sprudelnde, farbenreiche Witz, der holde, abenteuerfrohe Jugend- leichtsini», der der gewöhnlichen Misere lacht und, Ivo kein Lachen »nehr»nöglich, dem schneidend Schmerzlichen der Wirklichkeit noch eine poetiich sentimentale Umhüllung leiht, wirkt heute, ein halbes Jahrhundert nach den» Erscheinen deS Büchleins, so frisch wie je. Der Frohsinn der Murgerschen Rudolf, Marcel, Schaumard, der Mimis und Musetten steckt an; man merkt darüber kaum, wie sparsam das Völkchen sonst mit Tugenden ausgestattet ist. Der Dichter, selbst ein richtiger Boheme, dessen Gesundheit durch die Entbehrungen und Unregelmäßigkeiten dieses Lebens vorzeitig »lntergraben wurde,»nag sich in seinen Helden selbst geschildert haben, aber so sehr ihn ihre Streiche amüsieren, er ist von keiner blinde» Verliebtheit für seine Ebenbilder. Wenn er dem Typ»ls junger Künstler, den er vorführt, keinen andere» Gehalt als de» einer lustigen Unbekümmertheit zu geben vennochte, so hat er, hierin bis zun» Ende konsequent, auch jede Pose falscher Größe verschmäht. Diesen Bohemies, so charakterisiert er sie im Vorwort, sind alle Wege recht, wenn sie nur zum Ziele führe». Sie wissen sogar a»lS den unerwartetsten Zufällen Kapital zu schlagen. Ihre Existenz ist ein geniales Kunstwerk, ein täglich sich erneuerndes Problem, das nur mit Hülfe kühnster Kombinationen gelöst werden kann. Sie würden Harpagon anborgen und auf dem Flosse der Medusa Trüffeln entdecken. Wenn möglich, wissen sie auch Ent- haltsamkeit zu üben wie Anachoreten. Kommt ihnen jedoch Geld in die Hände, dann reiten sie unverzüglichst die kostspieligsten Stecken- pferde, lieben die Schönsten und Jüngsten, trinlen vom Aeltesten »lnd Besten und können gar iricht Fenster genug finden, un» möglichst schnell ihr Geld hinaus zu werfen. Wenn dann der letzte Taler tot und begraben, beginnen sie wieder an der Table ä'boto des Zufalls zu speisen, wo ihr Gedeck stets bereit liegt, und brechen mit einer ganzen Meute von Kniffen gleich Wilddieben in alle der Kunst verwandten Erwerbszweige ein, un, mit unermüdlicher Ausdauer jenen» Bilde nachzustellen, das man für gewöhnlich Fünffrankenstück nennt.— So leben Rudolf und seine Freunde und schlagen sich im Kampfe durch. Aber wie sie sich wegen der Fünffrankenstücke nicht mehr zu sorgen brauchen, hälr zugleich auch das Philisterium bei ihnen Einzug. Was sie hatten, war ihre J>»aend; kein hohes vor- wärtsweisenoes Ziel hebt sie empor. Der fluchtige Glanz verfliegt. DaS Schlußkapitel Murgerö init den» melancholisch resignierten Ab- schiedsiiede an die Jugend ist nicht die geistreichste, aber die psycho» logisch wahrste in der Reihe seiner Schilderungen. Mit Theodor Barriere zusaminen hat Murger die Skizzen, die gesaminelt erst später in Buchform erschienen, zu einem fünsaktigen Schauspiel verarbeitet, das man seiner wohlverdienten Vergeffenheitmcht hätte entreißen sollen. Man sieht dem auf Draht gezogenen, verwelkten Strauße kaum»nehr an, aus welchen Blumen er gelounden wurde. Zurechtgestutzt für den Zwang dramatischer Szenenfolge verlieren die losen freien Bilder der Erzählung das Wesentliche ihrer Emen- art. ja sie nehmen sich in dieser theatermäßigen Zusammenpressung und Uebermalung»inerttäglich unwahr auS. Spielender Humor verwandelt sich ii» täppische Posse, gedän»pste Sentimentalität in glatte, breite und selbstgefällig ausgesponncue Melodrmnattk. Nicht eine einzige ReimniSzenz, bei der man nicht sofort auch den ge- waltigen Abstand fühlte. Noch schlimmer aber steht es um die neuerfundene»» Momente. Rudolf, der Habenichts, erscheint fier als künftiger Erbe eines schwerreichen Onkels, sein eben in der Bohsine als eine völlig unmotivierte Laune. Und weil der Onkel den Nesse» mit einer reichen Dame verheiraten »„ächte, darum beschließt die kleine Miini, Rudolfs Geliebte, ihm die Karriere zu erleichtern, indem sie tut, als wäre sie seiner Armut überdrüssig. Der Engel! Während Rudolf, zurückgestoßen, Frau v. Rouvre den Hof macht, wartet Mimi unten im Schnee und »vird ohnmächtig zusammenbrechend ins Spital gebracht. Aber auch Rudolf ist edel. Nur. weil er Mimi untreu glaubte, umwarb er die Vornehme. Im Schlußakt gruppiert da« Drama um das sterbende Mädchen eine ganze Gesellschaft. Sogar der ominöse Onkel»miß noch erscheinen und durch die Bemerkung, er halte die Krankheil der Grisette für pure Komödie, endgültig seine Nichtswürdigkeit dokunientieren. Au der Aufführung lag e« nicht, wenn da« Stück nicht besser iiefiel. Besonders Käthe Hannemann und MariettaOlly pielten ihre Rollen, die sentimentale Mimi und die leichte Musette. ehr hübsch.—_ dt Letzte Naebnebten und Depefeben. Da« Urteil i« Meineidsprozeß Kracht. Detmold, 8. April.(W. T. B.) In dem MeineidSprozeß gegen das Ehepaar Kracht aus Leingo in Sachen der anonymen Schmäh» briefe fällte heute, am 17. Verhandlungstage, das Schwurgericht das Urteil. Frau Kracht wurde zu 1 Jahr 6 Monaten Zuchthaus ver- utteilt, ihr Ehemauu wurde fteigesprochen. Die Angeklagte beteuerte bis zuletzt ihre Unschuld. Eisenhahnunfall. Nordhansen, 8. April.(Amtliche Meldung.) Vortnitiag 12% Uhr fuhr auf den Bahnhof Riestedt ein von SanderSlebe», kommender Güterzug einem gerade in der Richtung nach Halle an der Saale ausfahrenden Güterzuge in die Flanke. Beide Hauptgleise waren sechs bezw. acht Stunden gestört. Der Personenverkehr wurde w dieser Zeit durch Unrsteigen aufrechterhalten. Personen wurden nicht verletzt. Der Materialschaden ist unbedeutend. Der Unfall wurde dadurch herbeigeführt, daß der Lokomotivführer deS von GandcrSIeben kommenden Personenzuges das Haltesignal vor der Station Riestedt außer acht gelassen hatte. Unglücksfall beim Bau der Stadtbahn. Budapest, 8. April.(W. T. B.) Bei dem Tunnel der Stadt» bahn in der Nähe von Kolmnitz waren mehrere Arbeiter mit Erb- arbeiten und Felssprengungen beschäftigt, als eine riesige Fels-»mo Erbmasse vor der Tunnclmündung heral'stiirzte. drei Arbeiter unter sich begrabend»md den Eingang de« Tunnels versperrend. Von den Arbeitern wurden zwei schwer"»etzt und einer getötet. Der verkehr war bis 4 Uhr nachmittags, wo der Tunnel wieder frei. gemacht war, behindert. »hm. Er sagte, er sei aus dem Wege nach Hause gewesen. Plötzlich Vorstand des FabrikarbetterverbandS den wichtigen Vorschlag des gemacht war, behindert, Verantw.Red.: Paul Büttner. Berlin. 3nserat«verontw.(nlit?luSnahmebtr.NeueS«lt".Beilag-)!Th. Glocke. Berlin. Druck«.Verlag: vorwärts Suchdr.u.v»rIazSanst.Paul Singers Co., Serlta SV. Hierzu« Beilagenu.llnterhaltungSbl Nr. 85. 22. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt Gewerkschaftliches.n Berlin und amgegend. Wie Sonntag, 9. April 1905. Achtung, Hausfrauen! Die heutige Nummer des Vorwärts" Erfolg gegeben worden sind, legten die Leute( zirka 80 Mann), die enthält an anderer Stelle die Liste derjenigen Bäckereien, welche die Arbeit nieder. Forderungen der Gehülfen bewilligt haben. Wir weisen darauf besonders hin. Der Vorstand des Verbandes der Bäder. Deutfches Reich. An die Textilarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands! Euch schon bekannt, befinden sich die Teppichweber und Hülfsarbeiter der brei Berliner Firmen Baader, Benjamin und Feibisch seit Mittwoch, den 5. d. M., im Streit. Die Arbeiter obiger Firmen waren zu diesem Schritt gezwungen, weil auf gütDie Stellmacher bei der Firma G. F. Richter, Fabrik landlichem Wege nichts zu erreichen war. An Unterhandlungen hat es wirtschaftlicher Maschinen und Geräte, Brandenburg a.§., nicht gefehlt, diefelben scheiterten jedoch an dem Verhalten des Herrn haben am Freitag, nachdem die Kündigungsfrist verstrichen war, einFeibisch, welcher sogar das Einigungsamt des Gewerbe- mütig die Arbeit niedergelegt. Jn Ausstand getreten sind 12 Mann, gerichts ablehnte mit der Motivierung, diese Komödie nicht 4 Kollegen hatten einige Tage früher bereits den Staub dieser Ar. mitzumachen". Die beiden anderen Firmen find zu Unterhandlungen beitsstätte von den Pantoffeln gefchüttelt. Die Differenzen find aus bereit, erklärten fogar, daß die Verhältnisse in der Teppichindustrie Anlaß von angekündigten ganz erheblichen Lohnabzügen entstanden. es wohl rechtfertigen, die Lage der Arbeiter aufzubessern. Buzug ist fernzuhalten. Kollegen! Wie sehen denn unsere Forderungen aus? erhöhung. Die Kieler Schuhmacher haben durch friedliche Vereinbarung eine Aufbesserung ihrer Lohn- und Arbeitsverhältnisse erzielt. Der Wochenlohn wurde von 20 auf 21 M. erhöht. Auch die Stücklöhne erhielten eine Aufbefferung. Die Fournituren werden fünftig vom Arbeitgeber geliefert. Die Arbeitszeit beträgt 9% Stunden. Tarif ist auf drei Jahre abgeschlossen. Der Gine liberale Stadtverwaltung als Streifbrecher- Agentur. Die Breslauer Steinseher sind ausgesperrt. Nun bes schäftigt die Stadt einige Steinfeger in eigener Regie. Diese RegieGesellen sollten von ihren Vorgesezten zu Streitbrecherarbeiten dirigiert werden. Einer derfelben hat sich unter Berufung auf seine Arbeiterehre geweigert, Streitbrecherdienste zu verrichten. Das für ist der Mann entlassen worden. Der Streit der Dachdeckergehülfen in Gera ist beendet, da die = Wir verlangen: 1. Einführung der neunstündigen Arbeitszeit. Die Kesselschmiede der Firma Garrett Smith u. Ko. in Magde2. Bezahlung der Nebenarbeiten. 3. Eine 15prozentige Lohnburg haben die Arbeit niedergelegt. Die Arbeit der Schmiede und Arbeitgeber die Forderungen der Arbeiter größenteils bewilligt Kesselschmiede ist, soweit die Metallindustrie in Frage kommt, die haben. Was die erste Forderung betrifft, so wird wohl jeder, welcher schwerste und aufreibendste. Sehr häufig haben diefelben zum Früh Die Maßschneider in Elberfeld Barmen haben einen Erfolg erdie Verhältnisse in unserer Industrie kennt, ohne weiteres zugeben, stück schon feinen trockenen Faden mehr auf dem Leibe. Dazu zielt. In den Geschäften der Tariftlasse III wurde der Tarif ganz daß dieselbe berechtigt ist. fommen die zumeist jammervollen Luftverhältnisse, die zum Ruin eingeführt. Ebenso in der Klasse II, wo bisher fein Tarif war. Bei der zweiten Forderung wird sich mancher fragen, wie es der Gesundheit beitragen. Die Kesselschmiede leiden dann besonders In den erstklassigen Geschäften gelang es zwar nicht, den Tarif ganz möglich sei, daß es in heutiger Zeit in einer Industrie, welche für die noch unter dem unaufhörlichen, Trommelfell und Nerven zerstören- durchzuführen, jedoch wurden auch hier den Gehülfen nennenswerte Fabrikanten so ertragreich ist, noch Arbeiten gibt, welche nicht ent- den Bärm, so daß die Leute geistig und förperlich schwer geschädigt Konzessionen gemacht. lohnt werden. Noch mehr wird man sich wundern, wenn man hört, werden. Für diese Leute eine möglichst turze Arbeitszeit daß diese Arbeiten häufig den ganzen Tag, ja manchmal und einen an ständigen Lohn müßte sich jede weise WerkstattSieg der Gasarbeiter in Köln. noch darüber hinaus andauern. verwaltung fagen. Zumeist ist es aber nicht der Fall, vor allem nicht Ein Privattelegramm meldet uns: bei Garrett Smith, obgleich die Betriebsleitung fein Hehl daraus Köln, 8. April. Am Freitag trat die Nachtschicht der städtischen macht, daß gerade ihr Betrieb die tüchtigsten Beute mit aufweist. Gasarbeiter nicht an. Zwei der Kommissionsmitglieder wurden entIn diesem Betriebe ist als besonders erschwerend hervorzuheben, daß laffen. Die Fuhrparkarbeiter gaben sich dazu her, den Betrieb mühdurch Luftdruck getriebene fogenannte Revolver eingeführt finb, fam aufrecht zu erhalten. Die Tagschicht trat am Sonnabend früh welche mit erhöhter Geschwindigkeit Schläge auf die Arbeitsstüde ausüben. Die damit arbeitenden Leute laufen nach dem Gebrauch nur unter der Bedingung an, daß im Laufe des Vormittags eine wie dunim herum. Der aus dem Revolver strömende Luftzug er- Ginigung erfolge. Diese tam um 1 Uhr zustande. Sie brachte er. gießt sich über den häufig start schwißenden Körper der Leute und he bliche Zugeständnisse und die Wiedereinstellung der Geverursacht bei diesen mit tödlicher Gewißheit Rheumatismus, maßregelten. den die Leute ihr Leben lang nicht wieder los werden. Trotz alledem sind aber ununterbrochen die Affordpreise reduziert worden, so daß die Leute immer unmenschlicher arbeiten mußten, um auf 50 Bf Berdienst pro Stunde zu kommen. Sie haben deshalb an die Betriebsleitung durch eine Kommission das Ersuchen gerichtet: Die Ueberstunden fallen gänzlich fort; die Affordpreise, welche fast durch weg eine Reduzierung von 20-80 Broz. erfahren haben, werden um 25 Proz. erhöht; die Affordpreise werden vor Beginn der Arbeit angegeben; die sich schwer quälenden Kolonnen( Hülfs-) arbeiter erhalten einen Stundenlohn von 35 Pf. bescheiden nennen dürfen. Bei der dritten Forderung war für uns die nun schon so lange andauernde Teuerung maßgebend. Wenn man bedenkt, in welcher Weise in letzter Zeit die Preise der gesamten Lebensmittel in die Höhe geschnellt sind, so wird man unsere Forderungen nicht unKollegen! Daß die Fabrikanten sehr wohl in der Lage find, unsere Forderungen zu bewilligen, beweist der Umstand, daß man Leuten, welche man in Thorn zu Streitbrecherdiensten angeworben hatte, bei achtstündiger Arbeitszeit, 85 Mart Arbeitslohn zahlen wollte. Kollegen! Wir richten nun an Euch alle die Aufforderung, uns in diesem uns aufgezwungenen Kampfe moralisch zu unterstüßen. Unsere Lage ist bis jetzt sehr gut, und sollten sich keine Streitbrecher finden, so muß in furzer Zeit der Sieg unser sein. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Das Streiffomitee der Berliner Teppichweber. Verband der Hafenarbeiter. Wegen Differenzen find folgende Bläge für Bretterträger gesperrt: C. W. Eger, Maybach- Ufer; Kaempfer u. Lude, Treptow, Hoffmannstraße. Zuzug ist fernzuhalten. Sozialdemokratischer Wahlverein Adlershof. Todes- Anzeige. Am 7, April berstarb an der Proletarierkrankheit unser Mitglied, der Tischler 202/14 Hermann Furchert im 32. Lebensjahre. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 9. April, nachm. 4 Uhr, vom Trauerhause, Bismard ftraße 58, aus nach dem GemeindeFriedhofe statt. Zahlreiche Beteiligung wird er wartet. Der Vorstand. Freitag mittag 11, Uhr entschlief nach langem, geduldigen Leiden mein lieber guter Mann, der frühere Restaurateur Wilhelm Grieß. Dies zeigt in großer Betrübnis an 8115 Die trauernde Witwe u. Verwandten. Luise Grieß geb. Schwoche, Gr.- Lichterfelde. Am Freitag, den 7. April, ver mehrwöchentlicher fchied nach Strantheit unser lieber Kollege, der Schriftseger 805b Karl Langenhahn im Alter von 52 Jahren. Ehre seinem Andenken! Das Personal der Buchdruckerei Seydel& Cie. Die Beerdigung findet Sonntag, den 9. April, nachmittags 1,2 Uhr, von der Halle des Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der deutschen Wagenbauer, E. H., Filiale Berlin XII. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Arbeiter Karl Bath am im Alter von 35 Jahren nach furzem schweren Leiden Montag, den 3. d, M., verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 9. d. M., nach mittags 4, Uhr, von der Leichenhalle der Heilands Gemeinde in Plößensee statt. G am Um rege Beteiligung ersucht 253/5 Die Ortsverwaltung. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß meine liebe Frau, unfere herzensgute Mutter Marie Sasse geb. Bleichstein plöglich verstorben ist. 27342 Die Beerdigung findet am Dienstag, nachmittags 5 Uhr, bon der Leichenhalle des EmmausKirchhofes aus statt. Um stilles Beileid bitten Alex Sasse nebst Kindern. Die Ortsverwaltung. Allen Freunden und Bekannten hierdurch die traurige Mitteilung, baß mein lieber Mann, der Tischler Albert Zernicke im 42. Lebensjahre von seinem langen Leiden erlöst ist. Die Beerdigung findet Dienstag nachmittags 5 Uhr von der Halle des neuen Luisen- Kirchhofes, Fürstenbrunner Weg, aus statt. Witwe Ottilie Zernicke. Allen Freunden und Kollegen zur Nachricht, daß unser Bater, der Former Adolf Kusch am 7. b. M. verstorben ist. der Die Beerdigueg findet heute, nachmittags 3 Uhr, bon Leichenhalle in der Barfusstraße aus ftatt. Im Namen der Hinterbliebenen: Richard Kusch. Allen Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Bater, der Töpfergeselle 8136 Adolf Rozanski im Alter von 42 Jahren an der Proletarierkrankheit gestorben ist. Dies zeigen an Die trauernde Witwe nebst Kindern. Die Beerdigung findet am Dienstag nachmittags 3 Uhr von der Leichenhalle Friedhofes statt. Die Betriebsleitung erklärte, die Sache untersuchen zu wollen. Da solche Erklärungen unzählige Male ohne irgend einen Danksagung. Für die vielen Beweise stiller und herzlicher Teilnahme anläßlich des Hinscheidens meiner lieben Frau Helene geb. Baudorf sage ich allen Berwandten, Freunden und Bea fannten meinen tiefgefühltesten Dant. A. Bogemühl, Restaurateur, Frankfurter Allee 52. 7985 Verlag Max Richter, Berlin W. 30, Speyererstr, 27, Soeben erschien: 3tes Causend Die Harnleiden Ihre Gefahren, Verhüfung und Beseitigung von Dr. med. Schaper. Preis 1 Mark, Hamburger Der Kampf im Kölner Brauereigewerbe. Am Sonnabend vor. mittag betrug die Zahl der Entlassenen 268, der Gekündigten etwa 40. Den Umfang der Aussperrung wird man genau erst am Montag überblicken fönnen. Am Sonnabend abend wird in einer Volksversammlung der Boykott über sämtliche Brauereien verhängt, die organisierte Arbeiter ausgesperrt oder gekündigt haben. In den Eschebachschen Werken in Radeberg wurden neben den Tischlern die Selempner der Eisschrank- Abteilunn ausgesperrt. Die Bahl der Ausständigen ist dadurch auf 150 gestiegen. Der Zuzug von Klempnern und Tischlern ist fernzuhalten. Arbeiterfreundliche Blätter werden um Abdruck gebeten. Maschinenmeister für ein großes industrielles Unternehmen gesucht. Derselbe muß bereits in Großbetrieben als Maschinenmeister fungiert und den fombinierten Maschinenbetrieb( Sauggas- Anlagen, Gasmotore, Dampfmaschine) selbständig geleitet haben. Ausführliche Bewerbungen mit Angabe von Gehaltsansprüchen unter Beifügung von Zeugnisabschriften unter Chiffre K. 2 in der Expedition diefer Zeitung erbeten. Monatlich Freunden, Bekannten und Partei genossen bringe mein 2otal in empfehlende Erinnerung. Wilhelm Krüger, Belle- Allianceftr. 74a, 24472* Ede Bergmannstr. Chinesische Nachtigallen, das ganze Jahr schlagend, Std. 5 M., 2 Std. 9 M., 5 Std. 20 M. Zucht- Weibchen 1 M., versendet unter Garantie leb. Ankunft geg. Nachnahme L. Förster, Vogel- Export, Chemnitz Sa. 103/ 20* Ernst Lipfert, Kredit. Technikum Elektra Herren- Moden. = Invalidenstr. 160.= 10 Mart Hefere Anzüge Paletots nach Maß. Per Kaffe auch billigste Preise. Schneidermeister, Eleg. Herren- Garderobe. J. 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April, abends 8½ Uhr, im Alten Schükenhauſe, Bezirks- Versammlungen. Wedding und Gesundbrunnen: bei Bernh. Raabe, Kolbergerstr. 23. Linienftraße 5: Volks- Versammlung. Tages- Ordnung: Orts- Krankenkasse Weißensee. Donnerstag, den 20. April 1905, abends 8 Uhr: General- Versammlung der Vertreter Charlottenburger- Straße 150. Tagesordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Verbands- und Werk- 1. Konsumgenoffenschaften und moderne Arbeiterbewegung. Referent: Reichstags. im Restaurant„ Bereinshaus", hier, Die Wohnung des Obmanns J. Petersen befindet sich Nazarethkirch. Abgeordneter Dr. David- Mainz. 2. Diskussion. 3. Parteiangelegenheiten u. Verschiedenes, statt Angelegenheiten. ftraße 36, Portal II, 2 Treppen. Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt: in den ,, Berolina- Sälen", Schönhauser: Allee 28. Tagesordnung: 1. Bortrag des Genossen Salomon über Storea". 2. Diskussion. Osten u. Nordosten: bei Mann, Strausbergerstr. 5. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Max Kiesel. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Südosten: im Märkischen Hot, Admiralstr. 18c. Für zahlreichen Besuch dieser Versammlung seitens der Genossen und Genossinnen bitten zu agitieren Die Vertrauensleute. Achtung! Tages Ordnung: 1. Rechnungslegung für das Jahr 1904 durch den Vorstand. 2. Bericht der Rechnungs- Prüfungs Kommission Decharge- Erteilung VI. Wahlkreis! Achtung! be land und ben Stenbontem Sonntag, den 9. April, abends 6 Uhr, im Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23: Volks- Versammlung für Männer und Frauen. Tages- Ordnung: 247/4 Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Eugen Brückner über Soziale Gesetzgebung"( Unfallgesek). 2. Diskussion. 3. Verbands- Angelegenheiten 1. Vortrag des Genoffen Fritz Zubeil über„ Soldatenmishandlungen und Militärjustiz". 2. Diskussion. und Verschiedenes. Der Vertrauensmann. Westen und Süd- Westen: bei Habel, Bergmannftr. 5-7. Tagesordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Verbands- Angelegenheiten und Verschiedenes. Auch Nichtmitglieder und Frauen haben Zutritt. wird pünktlich eröffnet. Die Versammlung Bezirk Friedrichsberg: bei Wildner, Friedrich Karlstraße 11. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Böhling über Die Be deutung des 1. Mai". 2. Distusfion. 3. Verbands- Angelegenheiten und Berschiedenes. Es wird jedem Kollegen der wichtigen Tagesordnung halber zur Pflicht gemacht, zu erscheinen. Frauen und Nichtmitglieder haben Zutritt. Zu zahlreichem Besuch ladet ein Nach der Versammlung: Gemütliches Beisammensein und Tanz. VI. Wahlkreis. Dienstag, den 11. April, abends 81% Uhr, bei Gebr. Cranz ( Kösliner Hof), Köslinerstr. 8: Branche der Korbmacher. Volks- Versammlung. Montag, den 10. April, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal 7: Verfammlung. Tagesordnung: 1. Wie stellen wir uns zum Abschluß eines Tarif bertrages mit den Arbeitgebern der Grünbranche? 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zum 1. Mai. 4. Branchenangelegenheiten. 5. Ver: fchiedenes. Bahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet Die Kommission. Kistenmacher. Montag, ben 10. April, abends 8, Uhr, Breslauerstraße Nr. 28: Vertrauensmänner- Sitzung. Der Obmann. Achtung! Kammmacher! Achtung! Dienstag, den 11. April, abends 8, Uhr, bei F. Kienitz, Große Frankfurterstraße 133: Branchen- Versammlung der Kammmacher und aller in der Zelluloid- Haarschmuckbranche befchäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Tagesordnung: 1. Bortrag des Kollegen Boeste über: Der Kampf zwifchen Kapital und Arbeit." 2. Distusfion. 3. Werkstattangelegen heiten. 4. Berschiedenes. Der sehr wichtigen Tagesordnung wegen ist es Ehrenpflicht eines jeden Kollegen, in dieser Bersammlung zu erscheinen. Die Rommiffion. Zages Drdnung: ST 3. Beschlußfassung über einen ein gegangenen Antrag:" Burüdzahlung der von den Kassenbeamten gestellten Dienstsicherheiten." 272/7 4. Verschiedenes. Bemerkung: Eventuelle Beschwerden gegen den Vorstand 2c. werden in der Generalversammlung nur beantwortet, wenn diese mindestens drei Tage vor der Generalversammlung im Kassenlofal schriftlich abgegeben werden. Der Vorstand. J. A.: W. Reske, Borsigender. Zum Eintritt berechtigt sind nur die mit Legitimationstarten ber sehenen Vertreter. Orts- Krankenkaffe der Bildhaner, Stukkateure und verw. Gewerbe zu Berlin. Bekanntmachung. Am Montag, den 17. April, abends 8 Uhr, findet im Lokal Annenstraße 16 die Ordentliche General- Versammlung 1. Vortrag des Reichstags Abgeordneten Genossen Eduard Bernstein über: Was fann uns Lassalle heute noch lehren!"( Eine Gedächtnisrede zum 80. Geburtstage.) 2. Diskussion. statt. 3. Verschiedenes. 247/5 Der Einberufer. Bei der wichtigen Tagesordnung erwartet zahlreichen Besuch Tapezierer! Tages- Ordnung: 1. Borstands- Erfahwahl: 2 Arbeit geber, 2 Arbeitnehmer. 2. Abnahme der Jahresrechnung 1904 und Bericht der Revisoren. 3. Die Gehaltsfrage unserer Beamten gemäß den Beschlüssen des Münchener Krankenkassentages. 4. Abänderung des§ 35 unseres Statuts. Donnerstag, den 13. April, abends 8% hr, bei Wendt, Beuthstraße 20, 5. Grledigung von eventuell in ber großer Saal: General- Verfammlung. Zages Drdnung: 1. Bericht des Borstandes. 2. Kaffenbericht( Streitabrechnung). 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Pflicht eines jeden Kollegen, zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimiert. 178/2 Es ist Die Verbandsleitung. Zentralverband der Töpfer Filiale Berlin. Montag, den 10. April 1905, abends 61 Uhr: Achtung, Parkettleger! Mitglieder- Verfammlung Dannerstag, den 13. April, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer Nr. 15: Kommiffionssihung mit Vertrauensleuten. Jede Firma muß vertreten sein. Die Vertrauensleute, welche die Billetts vom Maskenball noch nicht abgerechnet haben, werden ersucht, dies sofort zu erledigen. Der Obmann. Branchenversammlung der Sihmöbeltischler am Dienstagabend 8%, Uhr im Gewerkschaftshause, Saal 5. Tagesordnung: 1. Wie verbessern wir unsere Lage? 2. Berbandsangelegenheiten. 3. Berschiedenes. Laden- Branche. Donnerstag, den 13. April, abends 8%, 1hr, im Englischen Garten", Alexanderstr. 27c: Branchen- Verfammlung. Tagesordnung: Wie gedenken wir die Agitation in der Branche zu entfalten? im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer Nr. 15( Großer Saal). Zages Ordnung: Versammlung gestellten Anträgen. Der Vorstand. J. A.: Fritz Waldeyer, Königsbergerstr. 4.[ 272/11 Orts- Krankenkasse der Schneider, Schneiderinnen und verwandt. Gewerbe zu Berlin. Bureau: Dresdenerstr. 88/89. Fernspr. Amt IV. 8410. Da die Aufsichtsbehörde die Ber treterwahl der Arbeitnehmer pro 1905, die am 17. Januar 1905 stattfand, für ungültig erklärt hat, so findet am 17. April cr., abends v. 8-10 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenftr. 20, großer Saal, eine wiederholte Wahlversammlung d. Arbeitnehmer ftatt, wozu fämtliche Raffenmitglieder, die großjährig sind und fich im Be 1. Wie ftellen sich die Kollegen zu unserem jehigen Arbeitsnachweis. 2. Diskussion. se ber bürgerlichen Ehrenrechte be195/14 Wir erwarten bei dieser wichtigen Tagesordnung das Erscheinen aller Mitglieder. Der Vorstand. Mitgliedsbuch legitimiert! Stukkateure. Montag, 10. April, pünktlich abends 8 Uhr, in Dräfels Festfälen, Neue Friedrichftr. 35: Außerordentliche General- Versammlung. Zages Drbnung: 173/ 42* 1. Anwesenheitsfeststellung der vertretenen Berkstellen. 2. Wie verhalten wir uns zur Antwort der Unternehmer auf unsere diesjährigen Tarifwünsche? 3. Abstimmung über die Bertretung des Verbandes auf dem Gewerkschaftstongreß( Antrag des Hauptvorstandes). 4. Verschiedenes. Vertretung jeder Werkstatt und Anwesenheit aller Stollegen ist Ehrenfache! Eintritt, auch der Zu dieser Bersammlung find die Kollegen aus folgenden Wert- Mitglieder des Lokalvereins, nur gegen Borzeigung des Mitgliedsbuche 3. Die Ortsverwaltung der Filiale Berlin des Zentralverbandes der Stuffateure Deutschlands. ftätten besonders eingeladen: Kuttner& Hanf, Stallschreiberstr. 21, Stavenow, Bülowftr. 51, Kallinich, Gollnowftr. 13, Harris& Scheldon, Krausenstr. 40. Das Erscheinen aller Kollegen ist dringend notwendig. Verband der an Holzbearbeitungsmaschinen finden, hiermit eingeladen find. Tagesordnung: Wahl von 358 Bers tretern aus den Reihen der Kaffen mitglieder laut§ 49 des Staffenstatuts. Das Duittungsbuch dient als Legi timation, ohne dasselbe keinen Bus tritt. 7965 Berlin, den 7. April 1905. Der Vorstand. Frau Emma Reimann, Borfizende. Frau Elis. Rösicke, Schriftf. J.B J. Baer Ecke Badstr.26, Prinz- Allee Herren- und KnabenModen. Berufskleidung. Elegante EinsegnungsAnzlige. Großes Lager in- und ausländischer Stoffe zur Anfertigung nach Maß. Allerbilligste, streng feste Preise. Kostümschneider- Schneiderinnen! Zentral- Verband der Schuhmacher Deutschl Bureau: Waßmannstr. 32a, Hof part. * Montag, den 10. April cr., abends 8½ Uhr, in den„ Armin: Montag, den 10. April cr., abends 8, Uhr, bet Habrecht, Gr. Frankfurterstr. 30( oberer Saal): hallen", Kommandantenftr. 20: beschäftigt. Arbeiter Berlins und Umgegend. Oeffentliche Versammlung. Montag, den 10. April 1905, abends 81 Uhr: General: Versammlung im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal 1. Tages- Ordnung: 1. Raffenbericht. 2. Wahl eines Arbeitsvermittlers. 3. Gewerkschaftliches. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist pünktliches Erscheinen aller Mitglieder notwendig. Mitgliedsbuch legitimiert! 75/10 Der Vorstand. Achtung! Achtung! Brunnenbauer und Hülfsarbeiter Berlins und Umgegend. Montag, den 10. April, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ilfer 15, Saal 5: Versammlung aller im Brunnenbaufach beschäftigten Arbeiter. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Tarifberatungs- Kommission. 2. Diskussion. 3. Wann gedenken wir Forderungen zu stellen? 4. Berschiedenes. Das Erscheinen aller Stollegen ist erforderlich. 8art Die Ortsverwaltung. Zages Drdnung: Ballschuhmacher- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Die eingeriffenen Mikstände bezüglich des Ueberstunden: 1. Bortrag des Kollegen Hammacher. 2. Die Lage der Ballschuh. wesens in der Kostümbranche und unfere weitere Stellungnahme macher nach Einführung der Wendemaschine. 3. Verschiedenes. dazu. Referent: Stollege Snoop. 2. Diskussion. Die Kollegen und Kolleginnen der Kostümbranche werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. 163/1 Der Einberufer. Genossinnen! Genossen! Montag, den 10. April, abends 8 Uhr, in der Patzenhofer Brauerei( früher Ahrens), Turmstraße 25/26 Oeffentliche Versammlung. Zages- Didnung: 1. Der Berliner Kindertag oder wie das Bürgertum Kinderschuh treibt. Referentin: Luise Zietz- Hamburg. 2. Diskussion. Am Dienstag, den 11, April, abends 8 Uhr, spricht Genoffin Zietz über dasselbe Thema bei Kliems, Hasenheide. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 1/ 4* Die Vertranелsperson. Sonnabend, den 15. April, abends 8%, Uhr, bei Pfeffer, Rosenthalerstr. 57: 169/10 Schäftearbeiter- Versammlung. Die Ortsverwaltung. Bu der heute, nachmittags 4 Uhr, stattfindenden Urania- Vorstellung sind noch Billetts zu haben. 9. D. Zentral- Krankenkaffe der Maurer ,, Grundstein zur Einigkeit". Sonntag, den 16. April, vormittags 10 Uhr, im Gewerkschaftshause: Außerordentl. Mitglieder- Versammlung Tages Ordnung: 149/2 1. Anträge zur General Bersammlung. 2. Wahl der Abgeordneten zu derselben. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert Die örtliche Verwaltung. Freie Kranken- u. Begräbniskasse Orts- Krankenkasse der Drechsler Orts- Krankenkasse Schuhmaster Bering Berlin Arbeiter- Bildungsschule Berlin und verwandter Gewerbe. der Lackierer. d. u. Berufsg. Sonntag, den 16. April, vor: Schumacher, Stalikerstr. 126: ( E. H. No. 27.) Montag, 10. April, abends 8 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75: Sonntag, den 9. April 1905, abends 7 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal I: 4/ 17+ Montag, den 17. April, abends 7, Uhr, in den Arminhallen, mittags 10 laurent General- Versammlung. Vortrag des Herrn Engelbert Graf über: ,, Bildung und Proletariat. Kommandantenstr. 20: Ordentliche General- Versammlung wozu die Herren Vertreter hiermit ergebenst eingeladen werden. Tages- Ordnung: 1. Bahl von 3 Vorstandsmitgliedern( 2 Arbeitgeber, 1 Arbeitnehmer). Die Wahl findet für die Herren Arbeitgeber und Arbeitnehmer getrennt statt. Hierauf um 8, Uhr für sämtliche Vertreter: 2. Jahresbericht. 3. Bericht der Revisoren. 4. Statutenänderung§ 13 Alinea 2. 5. Festlegung der Gehälter der Beamten nach den Beschlüssen des Münchener Krankenkassentages. 6. Verschiedenes er Borstand. 7425 J. A.: G. Tiedt, Borsigender. Berliner Konsumverein, Abt. III, Moabit, Montag, den 10. April 1905, abends 8 Uhr: Volks- Versammlung im Artus- Hof, gr. Saal, Perlebergerstr. 26, und Stendalerftr. 18 ( Inh. Adolf Schmidt). Tagesordnung: 106/19 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Dr. Ed. David über: Die Bedeutung der Genoffenschaft für die moderne Arbeiterbewegung. 2. Freie Aussprache. Die tiefgehenden sozialen Strömungen unserer Zeit sowie die Wichtigfeit des Vortrages erheischen das Erscheinen jedes vorwärtsstrebenden Mitbürgers. Die Abteilungsleitung. Deutscher Metallarbeiter- Verband. General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Jahresbericht pro 1904. 2. Bericht der Revisoren. 3. Verschiedene 7686 Sassenangelegenheiten. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Herrn Stumpe über die Tätigkeit der Bentraltommission. 2. Kassenbericht vom 1. Quartal 1905. 3. Jnnere Kaffenangelegenheiten. 3856 Der Vorstar Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Orts- Krankenkasse Der Vorstand. Otto Weidemann, Vorsitzender. Orts- Krankenkasse der Tabakfabrikarbeiter zu Berlin. Montag, 17. April, ab. 82 Uhr, bei Herrn Feind, Weinstr. 11: Ordentliche der Handschuhmacher und verw. Gewerbe zu Berlin. Montag, 17. April, abends 82 Uhr, Rosenthalerstr. 57 bei Pfeffer: Ordentliche General- Versammlung der Delegierten. Zages Ordnung: 1. Bericht des Rendanten. 2. Bes richt der Revisoren. 3. StatutenGeneral- Versammlung. anberung( 88 22 und 41). 4. VerTagesordnung: 1. Abnahme der Jahresrechnung pro 1904. 2. Gehaltszulage für den Rendanten Engel. 272/9 Berlin, den 7. April 1905. Der Vorstand. Zur Beachtung! Der Männer- Gesangberein ,, Steinnelke". der Radfahrer- Verein Fahr wohl 1900", der Mundharmonikas Berein ,, Harmonie II" teilen hierdurch mit, daß vom 1. April unfer Bereins schiedenes. 1272/10 Die Delegierten werden ersucht, pünktlich und vollzählig zu erscheinen. Berlin, 9. April 1905. J. A. Der Vorstand. Herm. Hinz, Vorsitzender. Beige hiermit allen Freunden, Bekannten und Genossen des zweiten Wahlkreises an, daß ich das Weiß- und Bayrisch Bier: Lokal bon Joh. Schömann Willibald Alexisstr. 5 lofal von Banfftr. 47 nach Buttmann übernommen habe. Haupt- Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt IV, 9679. straße 13 bei Schumann verlegt wird. Arbeitsnachweis: Zimmer 34. Amt IV, 3353. Dienstag, den 11. April, abends 84, Uhr, im ,, Gewerkschaftshaus", Engel- Ufer Nr. 15( Saal 1): dres Versammlung der Metalldrücker Berlins u. Umg. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Stollegen Pawlowitsch über: Leben und Leiden In deutschen Zuchthäusern und Strafgefängnisfen".. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Bahlreicher Besuch ist wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung un bedingt erforderlich. Dienstag, den 11. April 1905, abends 8, Uhr: Gäste willkommen! Katalog gratis. Merzner 3115* 好 Nachdem Gemütliches Beifammenfein und Tanz, Eintritt 20 Pf. inklusive Garderobe. 89 Für 10 Pfennig erreicht man aus allen Stadtteilen Berlins die für Anzug, Paletot, Hosen, Westen- Stoffe überaus leistungsfähige Firma. H.& J. Friedlaender Berlin C., Molkenmarkt 12. Neueste, 140 cm breite Stoffe 2,25, 2,75, 3, 4, 5 M. pr. Meter. Englische Stoffe in kolossaler Auswahl. 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Verbandsangelegenheiten. Bahlreiches Erscheinen erwartet 114/18 Die Ortsverwaltung. Deutscher Textilarbeiter- Verband. Filiale Berlin I. Montag, den 10. April, abends 8 Uhr, im Lokal Andreas- Festsäle, Andreasstr. 21: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Der Streit in der Teppichindustrie. 2. Distuſſion. 3. Allgemeines. De Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 197/9 Der Vorstand. Fliesenleger! Dienstag, den 11. April, abends 84, Uhr: Außerordentliche Mitglieder- Versammlung der Sektion der Fliesenleger des Zentral- Verbandes der Maurer im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal 7. hei Tages Drdnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Regelung der Maifeier. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 137/ 16* Der Sektionsvorstand. J. A.: F. Breiske. 1000 Mark zahle jedem, der mir in Berlin ein grösseres Spezial- Geschäft in der Belohnnng Branche als das meinige nachweist. Geschäftsgründung 1873. Billige Preise. 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Muschelkonsole mit Maas 35 PL Waschbecken mit Selfennapf 55, 65 Pt. 40,48 PL Dutzend 63 PL Seifennapf far die Wasserleitung Seifennapf Muschelform zum anhängen Nachtgeschirre decorirt 12PL 25 Pf. 70PL 2.95 Hervorragende Ausstellung von Oster- Artikeln Berantwo. Redakteur: Baul Büttner, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. ob Nr. 85. 22. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Aus der Partei. 1976 Sonntag, 9. April 1905. 9.2 zwischen der ersten und der im vorigen Jahre vorgenommenen den nächsten Jahren der Viehstand wieder in stärkerem Maße Zählung liegt also ein Zeitraum von 32 Jahren. Gezählt wurden im preußischen Staate mit Einschluß Waldecks und Pyrmonts: 1873 1883 . 2 282 435 2 417 367 8 639 514 8 737 641 19 666 794 14 752 828 5819 136 Barteipreffe. Die in heutiger Nummer veröffentlichte Uebersicht über die Parteipreffe ist gewissermaßen denkwürdig; es ist nämlich jetzt aus dieser Uebersicht die Rubrik: Wöchentlich dreimal erscheinende Pferde Blätter" verschwunden. Ehemals war diese Reihe recht lang im Rinder Verhältnis zu der Reihe der täglich erscheinenden Blätter; jetzt sind Schafe aus allen diesen fleinen Blättern politische Tageszeitungen geworden. Schweine Ein Zeichen für die fortschreitende Entwickelung der Parteipresse. 1892 1900 1904 2 653 661 2 923 627 2 963 155 9 871 521 10 876 972 11 143 753 10 109 594 7001 518 5 654 273 4 294 926 7 725 601 10 966 921 12 540 498 Biegen. 1 481 461 1 680 686 1 964 130 2051 560 2110 612 ,, Sozialdemokratische Gemeindevertreter". Wie vorsichtig unsere Dennoch vermehrte(+) beztv. verminderte(-) sich in dem ZeitGenossen bei der Aufstellung von Kandidaten zur Gemeinderatswahl raum von 1873 bis 1904 der Viehstand in Preußen: sein müssen, wird wieder einmal durch Zustände beleuchtet, wie fie in Einsiedel eingerissen sind. Dort hat sich der sozialdemokratische Verein mit der jegigen Arbeitervertretung im Gemeinderat beschäftigt und schließlich nach eingehender Beratung folgenden Beschluß gefaßt: Die heutige Versammlung des sozialdemokratischen Bezirksbereins sieht sich nach Lage der Sache veranlaßt, die drei betreffenden Gemeindevertreter nicht mehr als sozialdemokratische Bertreter zu betrachten." Die drei hatten für die Bewilligung von Gemeindemitteln zum Empfange des Königs gestimmt. Ihren Rücktritt vom Mandat genehmigte der Gemeinderat nicht. Pferde Rinder Schafe Schweine Siegen um Stüd um Proz. 680 720 29,82 2 504 239 28,99 14 012 521 71,25 8 245 572 629 151 191,98 42,47 Aus Industrie und Handel. felbft die Schweinezucht hat beträchtlich nachgelaffen. Während unimmt. # Die Lage des Ruhrkohlenmarktes hat sich nach dem Bericht des Effener Glückauf" im Monat März wenig verändert. Die starte Beschäftigung der Eisenindustrie machte sich, wenn sie auch in erster Linie den großen gemischten Werken, welche ihren Sohlenbedarf selbst fördern, zugute kam, doch auch in einem allgemein lebhafteren Abruf von Brennstoff geltend. Der Wasserstand des Rheines war günstig und gestattete die Wiedereröffnung der Schiffahrt auf dem Oberrhein; im Zusammenhang hiermit waren die Zufuhren nach den Ruhrhäfen zeitweilig so start, daß im legten Drittel des Monats in Ruhrort und Hochfeld einige Kipper vorübergehend wegen Ueberfüllung gesperrt werden mußten. Störend wurde der Markt durch den Umstand beeinflußt, daß immer noch wie im Vormonat beträcht liche Mengen fremder Brennstoffe, insbesondere englische Kohlen, herankamen. Dazu war die Förderung so hoch, daß sie tros der verhältnismäßig günstigen Absatzverhältnisse nicht voll unterzubringen war. Vielfach wurden deshalb Feierschichten eingelegt. Soziales. Die Zusammenstellung zeigt, daß fast bei allen Vieharten die jährliche Zunahme in den Jahren 1888-1900 eine weit stärkere gewesen ist, als von 1900-1904. Die Zahl der Pferde stieg z. B. in den Jahren 1883/92 jährlich um 0,98, von 1892/1900 jährlich um 1,27 Broz, von 1900/04 dagegen nur um 0,34 Proz.; ebenso war die Zunahme des Rindvichs von 1883/1900 im Durchschnitt jährlich um mehr als doppelt so hoch, wie feit 1900, und Der zweite ordentliche Genossenschaftstag des Zentralverbandes fich von 1892/1900 der Bestand an Schweinen in Preußen deutscher Konsumvereine wird am 19., 20. und 21. Juni in Stuttdurchschnittlich von Jahr zu Jahr um 5,24 Proz. vermehrt hat, gart abgehalten. Außer den geschäftlichen Angelegenheiten stehen betrug seit 1900 die jährliche Zunahme nur noch 3,59 Proz. Danach folgende Gegenstände auf der Tagesordnung: Die Errichtung einer Die Statistische Korrespondenz" veröffentlicht die vorläufigen scheint es, als wenn die Steigerung bereits ihren Höhepunkt über- Unterſtügungstaffe für die in den Genossenschaften und Vereinigungen Ergebnisse der am 1. Dezember vorigen Jahres vorgenommenen schritten hätte und eine Abflauung der Viehaufzucht eingetreten des Zentralverbandes deutscher Konsumvereine beschäftigten AnBiehzählung für den preußischen Staat sowie die Fürstentümer wäre, doch ist der Zeitraum zwischen den letzten beiden Vieh- gestellten und Arbeiter. Die weitere Entwickelung des genossenschaftBalded und Pyrmont. Die erste Viehzählung fand bekanntlich am zählungen zu kurz, als daß sich daraus mit einiger Sicherheit der lichen Arbeitsverhältnisses. Umsatzsteuer und Konsumvereine. Ge10. Janur 1873 statt, der weitere in 1883, 1892 und 1900 folgten; lartige Folgerungen ziehen ließen. Möglich ist immerhin, daß in nossenschaftliche Verwaltungsgrundsäge. Luisen. Der Hergottschniger. " Preußens Vichbestand. Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Bublikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 9. April. Freie Voltsbühne, nachm. 2, Uhr: 5. Abteilung: im Metropol- Theater, Sapphó. 2. Abteilung: im Berliner Theater, 2: Ein Teufelsterl. Steue freie Boltsbühne, nachm. 2 Uhr: 7. Abteilung: im Neuen Theater: Der G'wissensturm. 4. Abteilung: im Schiller- Theater N.: Wallensteins Lager und Die Piccolomini. Anfang 7%, Uhr: N. Nachmittags 3 Uhr: Der neue Wallner- eater. Schiller- Theater bilhelm- Urania, Taubenstr. 48/49. Friedrich- WilhelmMontag: Hajemanns Töchter. Rafino. Lolos Bater. Nachmittags 4 Uhr: Heirat auf Probe. Montag: Lolos Bater. Apollo. Das Veilchenmädchen. Spezialitäten. 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Borwärts" Berliner Volksblatt, SW. 68, Lindenftraße 69. Täglich erscheinend. Wiffenschaftliche Wochenschrift. Magdeburg Volksstimme" Jakobsstr. 49. Redaktion: Münaftr. 3. Mainz Mainzer Boltszeitung"( Hessische Volksstimme") Margarethengasse 13. Mannheim Boltsstimme" R 3, 14. Gewerkschaftspresse Deutschlands. II. Quartal 1905. Dreimal wöchentlich erscheinend. Correspondent für Deutschlands Buchdrucker und Schriftgießer", Salomonstr. 8. Mülhausen i. E.„ Mülhauser Boltszeitung" Drei- Leipzig fönigsstr. 37. München Münchener Post" Wittelsbacherplay 2. Nürnberg Fräntische Tagespost" Luitpoldftr. 9. Offenbach„ Offenbacher Abendblatt" Große Marktstr. 25, Rostock Mecklenburgische Boltszeitung" Doberanerstr. 6. Saalfeld Boltsblatt" Rosmaringasse 15. Die Neue Zeit", Revue des geistigen und öffentlichen St. Johann„ Saarwacht" Hafenstr. 7-9. Lebens. Stuttgart, Furthbachstr. 12. Redaktion: Solingen Bergische Arbeiterstimme" Hohegaffe 7. Berlin- Friebenau, Saarstr. 19. 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Königsberg Der Ostpreußische Landbote" Knochenfte. 32. Fürth Fürther Bürger- Zeitung" Moststr. 7. Gera Reußische Tribüne" Alte Schloßgasse 11. Görlik Görlizer Volkszeitung" Teichstr. 6. Greiz Reußische Boltszeitung" Untere Silberstr. 2. Monatlich einmal erscheinend. Wöchentlich erscheinend. Altenburg Correspondent für die Arbeiter und Ar beiterinnen der Hut- und Filzwaren- Industrie", Wilhelmstr. 2, parterre. Berlin Bildhauer- Beitung", SW. 29, Solmsstr. 33. Buchbinder- Zeitung", SO. 26, Elisabeth- Ufer 40 I. Correspondenzblatt der Generalfommission der Gewert schaften Deutschlands", SO. 16, Engel- Ufer 15. Die Einigkeit", Organ der freien Vereinigung deutscher Gewerkschaften, SO. 16, Franzftr. 2, part. Allg. Fahr- Zeitung", SW. 12, Schüßenftr. 58. Der Gastwirtsgehilfe", C. 25, Dirdfenstr. 39 I. " Allg. deutsche Gärtner- Bettung", N. 37, Megerstr. 3. „ Der Handschuhmacher", O. 34, Tilsiterftr. 40, II. Fachzeitung für Schneider", SO. 38, Stöpentderftr. 32. " Der Töpfer", SO. 16, Engel- Ufer 15. Bochum Deutsche Berg- und Hüttenarbeiter- Beitung", Wiemelhauserstr. 42. Bremen Deutsche Böttcher- Zeitung", Hankenstr. 21/22. Charlottenburg Die Ameise", Organ des Porzellanarbeiter- Berbandes, Rosinenstr. 3. Chemnių„ Der Textilarbeiter", Uferstr. 14. Gotha„ Schuhmacher- Fachblatt", Mohrenberg 7. Hamburg Deutsche Bäder- Zeitung", Organ des Bäder Verbandes, Hamburg 23, Marstr. 27. " Der Bauhilfsarbeiter", Bremerreihe 15, part. " Der Grundstein"( für Maurer), Hamburg 5, St. Georg, Brennerstr. 11, I. Schmiede- Zeitung", Uhlenhorst, Herderstr. 2. Berlin Sonntag, 9. April 1905. Der Courier", Zentralorgan für die Interessen der im Handels, Transport- u. Verkehrsgewerbe beschäf tigten Arbeiter Deutschlands, SO. 16, Engel- Ufer 15. " Correspondenzblatt des Verbandes der Vergolder Deutschlands", NW. 5, Wilsnaderstr. 39. " Deutscher Maschinist und Heizer", Organ der Maschinisten und Berufsgenossen Deutschlands, SO. 33, Büdlerstr. 55. „ Die Gewerkschaft", Organ für die Interessen der Arbeiter in Gasanstalten und sonstigen städtischen Be trieben, Berlin W. 57, Bülowstr. 21. Reberarbeiter- Zeitung", SO. 16, Engel- Ufer 15, IV. Sattler- Zeitung", SO. 16, Adalbertstr. 56. Aug. Steinfeger- Beitung", NW. 21, Wiclefftr. 16. " Solidarität", Organ aller im graphischen Berufe be schäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, NO. 18, Elbingerstr. 27, b. IV. Solidarität Publikationsorgan der deutschen Metall. arbeiter- Gewerkschaft, S. 59, Urbanstr. 83. " Der Bäsche Bote", Organ für alle in der Wäsche und Krawattenbranche, Dampfwäschereien und Blättereien beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, NO. 55, Greifswalderstr. 218, II. Bremerhaven Der Werftarbeiter", Am Hafen 49. Frankfurt a. M.„ Neue Deutsche Dachdecker- Beitung", Brüdenstr. 31. Hamburg Correspondenzblatt der Tapezierer", Steinbamm 99. Friseurgehilfen- Zeitung", Hamburg 19, Dfterstr. 166, III. " Der Hafenarbeiter", Hamburg 1, Gänsemarkt 35, II. " Handlungsgehülfen- Blatt", Hamburg 6, Marktstr. 136. Der Schiffszimmerer", Gilbed, Konventstr. 5. " D Der Kupferschmied", Hamburg 23, Gilbed, Marstr. 6, I. Der Seemann", Hamburg 4, St. Pauli, Hafenstr. 116. " Weckruf der Eisenbahner", Hamburg 27, AusschlägerAllee 32. Hannover Der Proletarier"( für Fabrik- 2c. Arbeiter und Arbeiterinnen) Burgstr. 9, I. Leipzig- Boltmarsdorf Der Lithograph", Natalienſtr. 12 Der Stuffateur", Hamburg 22, Barmbed, Am Holften- Offenbach Portefeuiller- Beitung", Waldfir. 8, I. " Vereins- Anzeiger für Maler ze.", Hamburg 22, Barmbed, Schmalenbeckerstr. 17. tamp 39a, II. Monatlich einmal erscheinend. " Der Zimmerer", Hamburg 22, Barmbed, Feßlerstr.28, I. Berlin Die arbeitende Jugend", Drgan des Bereins Karlsruhe Glaser- Zeitung", Schüßenftr. 8a. " Leipzig Der Steinarbeiter", Gr. Fleischergaffe 14. I. Der Tabafarbeiter"( für Bigarrenarbeiter)," Zaudhaer straße 19/21. Leipzig- Schkeudik„ Graphische Presse", Schreudig. Linden- Hannover Brauer- Zeitung", Burgstr. 9. Löbtau- Dresden„ Der Fachgenosse"( für Glas-, Porzellanund Thonwaren- Arbeiter), Reisewigerstr. 34. Hanau„ Der Bauernfreund" Philipp Zubwigs- Anlage 9. Stuttgart Holzarbeiter- Zeitung", Ablerftr. 43. Gotha Boltsblatt für die Herzogtümer Coburg und Berlin" Die Fadel" N. 31 Boltaftr. 45. Gotha" Mohrenberg 7. Halle a. S. Boltsblatt für Halle" Geiftftr. 21. Hamburg Hamburger Echo", Hamburg I, Fehlandstr. 11. Harburg Boltsblatt" Großer Schippfee 4, part. Hannover Bollswille" Burgstr. 9. of Oberfränkische Volkszeitung" Karolinenftr. 39. Karlsruhe Boltsfreund" Louisenstr. 24. Witblätter( Erscheinen aller 14 Tage). München„ Süddeutscher Postillon" Senefelberstr. 4. Kiel Schleswig- Holsteinische Bolls- Zeitung" Bergstr. 11. Stuttgart Der wahre Jacob" Furthbachstr. 12. Köln Rheinische Zeitung" Ursulaplap 6. " Königsberg i. Pr. Königsberger Bolts- Beitung" Knochenftraße 32, part. Leipzig Leipziger Boltszeitung" Taudhaerftr. 19-21. " Boltszeitung für das Muldenthal" Tauchaerstraße 19-21. " Ludwigshafen Pfälzische Post" Marftr. 65. Lubed Lübeder Boltsbote" Johannisstr. 50. Lüneburg Lüneburger Bollsblatt" Schröderstr. 11. beeidigter angestell ARTHUR Dellent REcherr Illustrierte Unterhaltungsblätter. Berlin Jn freien Stunden SW. 68, Lindenstr. 69. Er scheint in Wochenheften. Metallarbeiter Beitung", Druderei des deutschen Metallarbeiter- Berbandes, Rötestr. 16b. der Lehrlinge und jugendlichen Arbeiter Berlins, NW. 87, Beuffelstr. 83. Der Asphaltarbeiter", Drgan des Verbandes deutscher Asphalteure, Pappdecker und sämtlicher Hülfsarbeiter, SO. 26, Elisabeth- Ufer 29. " Der Bäcker", Drgan für die Intereffen der Bäder gesellen Berlins und Umgegend, C. 54, Gipsstr. 2. Der Bureau- Angestellte", NW. 21, Emdenerstr. 4. Der freie Gastwirt". " Die Sanitätsivarte", SO. 16, Neanderftr. 13. " Beitschrift für Xylographen", Drgan der Xylographen des deutschen Sprachgebietes, Schöneberg- Berlin, Hauptstr. 110 I. " Der Schläger", Druckerei des deutschen Metallarbeiter- Hamburg Verbandes. Monatlich dreimal erscheinend. Altenburg Müller- Zeitung", Publikationsorgan des Verbandes deutscher Mühlenarbeiter, Zwickauerstr. 12. Berlin Zeitschrift für Graveure und Eiseleure", SO. 26, Mariannenplatz 5, Hof I. Monatlich zweimal erscheinend. Berlin Der Fleischer", C. 54, Dragonerstr. 15. Aller 14 Tage erscheinend. Hamburg Die Neue Welt" Hamburg I, Fehlandstr. 11. Altona- Ottensen Die Biene", Organ des Sentral Erscheint wöchentlich einmal. berbandes der Konditorgehilfen 2c., Eulenstr. 61, III. BA Gutachten. 790 abait 281 735,20 Meter Stoffe, in Worten: Zweihunderte inundachtzig Tausend siebenhundertfünfunddreissig Meter und zwanzig Zentimeter Stoffe sind gemäss der mir vorgelegten, ordnungsgemäss geführten Bücher und Beläge von der Firma Baer Sohn zu Berlin, N. 4, Chausseestrasse 24a/ 25, So. 16, Brückenstrasse 11 und O. 17, Gr. Frankfurterstrasse 20 im Jahre 1904 für deren Handel und zur Verarbeitung bezogen worden. Berlin, den 27. März 1905. Fachzeitung für Zibilmusiker", HamburgEimsbüttel, Hellfamp 33, II. Etage. Der Organisator", Schäferstr. 19. Leipzig Monats- Blätter" des Lagerhalter- Verbandes, Connewig, Marienftr. 5. * Obige Zusammenstellung veröffentlichen wir zu Be ginn jedes Quartals. In der Zwischenzeit sich ergebende Adreß oder sonstige Veränderungen bitten wir uns zur Bormertung mitteilen zu wollen. Berlin, den 6. April 1905. Der Parteivorstand. Aus nebenstehendem Gutachten geht unsere bedeutende Leistungsfähigkeit hervor. Es soll hierdurch dem geehrten Publikum der Stoffeingang für unsere Fabrikation, einschließlich der für unsere Maßbestellungen geschnittenen Ballen, während eines einzigen und zwar des letzten Jahres dargetan werden. In diesem überaus großen Waren- Eingang liegt das Geheimnis unserer sehr billigen Preise, die wir auch für das Jahr 1905 in Anfak gebracht haben. Intereffante Hypothefen. Bu Kleidungsstüden verarbeitet, ergeben die von uns im Jahre 1904 bezogenen 281,785.20 Meter Stoffe 90-100,000 Herren Anzüge oder 140,000 Herren Baletots ober 280,000 Herren Hosen oder eine viertel Million Knaben- Anzüge. Folgende Bergleiche bieten in mancherlei Beziehung ein intereffantes Bild. Wenn die bei uns im Jahre 1904 bermendeten Stoffe in voller Breite und ganzer Länge aneinander gelegt würden, so würden fie einen Teppich darstellen, der etwa von Berlin nach Hamburg reicht. Bei einer Durchschnittslänge von 25 Metern pro Ballen Stoff ergibt sich eine Anzahl von etwa 11,260 Ballen. Ein Stoffballen ist durchschnittlich etwa 4 Meter hoch. Aufeinandergestellt ergeben 11,260 Stoffballen die stattliche Höhe von 2815 Metern. Man denke sich das Berliner Stat haus, dessert Höhe 74 Meter beträgt, 38 mal, den Eiffelturm in Paris Höhe 300 Meter. 9 mal übereinandergestellt oder, orographisch betrachtet, eine Ballenhöhe, welche noch einmal so hoch ist wie die Schneekoppe im Riesengebirge 1603 Meter über dem Meeresspiegel oder mehr als noch einmal so hoch wie der Vefuv bei Neapel, dessen feuerspeiende Höhe 1303 Meter beträgt, etwa drets mal so hoch wie der große Feldberg im Taunus. Würden die 281,735.20 Meter Stoffe in Streifen von 5 Zentimetern geschnitten werden, so ergeben 1 diese bei einer Stoffbreite von 140 Bentimetern 8,888,585.60 Meter, gleich 8,888% Stilometer, eine Strede, welche fast so groß ist wie von Hamburg nach dem brasilianischen Hafen Santos- 5790 Seemeilen eine Route, die mit dem Dampffchiffe etwa 30 Tage bauert. Die genannte Strede entspricht etwa folgen den Eisenbahnentfernungen zusammengenommen: Oftende- Berlin- St. Petersburg 2575 km, BerlinStraßburg- Mentone 1857 km, Berlin- VeronaMailand 1257 km, St. Petersburg- Wien- Cannes 3091 km, Summa 8782 km. Hydrographisch betrachtet, würde es erforderlich sein, folgende Flüsse hintereinander sich anschließen zu lassen, um mit thren gesamten Stromlängen der Stofflänge zu ent sprechen: Die Donau hat eine Stromlänge bon 2850 km, die Elbe 1112 km, der Rhein 1320 km, die Weichfel 1068 km, die Ober 860 km, die Weser 726 km, die Themse 405 km und die Seine 700 km, Sumima 9041 km. Würde man nun gar lauter Tuchenden, sog. Tuchränder, aus dem Stoffquantum eines Jahres schneiden, dann hätte man 39,442,900 Meter 39,442.9 km, eine Strede, die mehr als noch ein mal so weit ist wie von Bremerhaven nach dent japanischen Hafen Yokohama, eine Fahrt, zu der die Dampfer hin und zurüd 104 Tage gebrauchen, einfache Fahrt 12,793 Seemeilen. Geschäfts- Häuser AR BAER SOHN Rettig Gerichtlicher Bucher- Revisor, vereidigt für das Kgl. Kammergericht und die Gerichte des Landgerichtsbezirks Berlin I und offentlich angestellter beeidigter Bücher- Revisor. Spezialhaus grössten Massstabes für Herren- und Knabenkleidung fertig und nach Mass Chausseestrasse 24 a 25 11 Brückenstrasse 11 Gr. Frankfurterstr. 20. Das 25 Haupt- Preisbuch( Prachtausgabe) wird kostenlos und portofrei zugesandt. Zu Ostern gewaltig grosse Vorräte in fertiger Herren- und Knaben- Kleidung. Neues Königl. Opern- Theater( Krol) Eröffnung der Operetten- Saison Montag, den 1. Mai 1905. Novität! Tung- Heidelberg. Operette in 3 Akten von Carl Millöcker. Café Ruhwald Wolersdorfer Schleuse bei Erkner. Halte mein in unerreicht schöner Lage direkt am Wald und Wasser belegenes Lokal den verehrlichen Gesellschaften, Vereinen, Fabriken und Schulen zu Land- und Wasserpartien bestens empfohlen. 27282* Großer schattiger Garten( 2000 Sitzplätze). 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Feiertag noch ein Hant- und Harnleiden. Saal für 150 Personen frei! 26492* 10-2, 5-7. Sonntags 10-12-2-4 2. Ziehung 4. Klasse 212. Kgl. Preuß. Lotterie.[ 937 116004 137 405[ 4001 30 820 963 117191 234 927 89 114183 215 465 99 604 115216 389 450 57 2. sichung 4. Klaffe 212. Kgl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 8. April 1905, vormittags. Nur die Gewinne übe: 192 Wei, find den betreffenden Nummern in Slammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) Nachbrnd rerboten. 25 631 34 846 88 96 1376[ 400] 415[ 400] 96 898 947[ 400] 2148 72 235 48 313 22 482 503 648 736 47 50 59 3174 220 95 507 605 33 4057 96 224 325 589 795 972 5216 410 928 6058 272 356 474[ 400] 538 608 35[ 400] 704 54 7056 116 770 8004 75 182 380 623 94 766 918 9047 51 115 301 473 560 609 963 10005 165 243[ 500] 314 66 572 89 15001 786 869 907 24 11002 310 618 93 761 808 13 932 47 12068 193 262 94 441 620 820 13045 468 578 87 88 622 68 78 944 14291 377 15089 284 422 93 516 51 683 715 862 87 16101 30 344 583 17051 167 244 306 78 [ 3000] 92 550 608 729 59 841 940 18025 163 554 661 769 19384 471 669 883 20249 87 310[ 400] 435 569 21022 578 875 22196 245 59 445 720 855 23034 52 120 35 425 597 624 708 75 808 970 24216 17 30 75 337 62 68 81 944 25179 [ 5000] 246[ 400] 697 895 937 26094 300 69 880 27226 42 429 15001 51 516 76 756 867 83 28078 93 289 29262 484 785 99 947[ 4001 64 86 88 30018[ 400] 158 267 343 433 654 834 919 31057 208 424 98 572 858 32117[ 400] 595 610 854 98 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April- 1905, nachurittags. Sur die Gewinne über 192 t, find den betreffenden Nummern ir: Slammern beigefügt. ( Chne Gewähr.) Rachbud verboten.. 92 390 581 624 717 56 964 1010 41[ 400] 64 133 416 553 622 2091 380 610-831-68 3011 273 84 420 512 635 892 994 4184 251 96 693 5185 326 451 514 639 793 964 6138 215 42 48 64 496 554 665 954 [ 400] 7086 170 654 74 753 882 8173 268 303 24 32 492 98 575 994 9256 648 794 10162 239 431 749 954 11072 128 325 95 471 716 12141 219 21 395 685 721 25 20 919 13097 359 516 765 932[ 400] 70 14316 48 404 617 961 15305 [ 15 000] 49 500 654 721 62 16124 221 400 605 808 24 17363 430 539 753 98 862 18228 403 651 715 47 924 29 73 19164 346 47 487 96 801 973 20050 155 541 753 826 38 21124 95 269 413 82 587 725 892 22132 61 256 300[ 400] 49[ 500] 428 97 519 47 871 978 23040 221 840 24071 510 885 924 37 80 25480 519 654 892 901 26076 257 333 48 66 77 81 97[ 500] 930 94 27105 207 324 96 507 829 942[ 400] 69 28109 61 209 352 447 768.953.29101 [ 500] 23 257[ 500] 454 551 67 719 30373 612 61 767 31011 60 172[ 500] 353 734 [ 400] 932 32152 228 72 809[ 400] 34 955 56 33104 235 382 614 34063 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Röniglich Prenkijon Waffenlottere inbet Batt vom 8. bis 27. Mai 1905 TWARENHAUS HERMANN TIETZ Aum Leipzigerstrasse 46-50 Krausenstrasse 44-49 KINDER WOCHE In dieser Woche kommen in allen Abteilungen Bedarfsartikel für Kinder besonders preiswert zum Verkauf. 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Redakteur: Paul Büttner, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 85. 22. Jahrgang. 4. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 9. April 1905. Bitte ausschneiden und aufbewahren! Liste der bewilligten Bäckereien. Norden. Dderbergerstr. 49, Böhme. " 46, Schönherr. " 38, Busch. 21, Wagner. Jm Norden werden durchweg Tarif Bäckereien aufgeführt, jedoch halten die mit einem+ ver- Dudenarderstr. 44, P. König. fehenen Bäckereien zwar alle Forderungen ein, haben aber nicht unterschrieben. Aderftr. 16, Eduard Goldader. " 68, Eduard Goldacker. 111, Andr. Thoma. 153, D. Schumann. " " 171, P. Nentwig. Adolfstr. 11, Tennigkeit. 1, E. Bathke. 12b, Hänisch. Antamerstr. 19, Eduard Goldacer. 36, Falkenberg. Artillerieftr. 3, Eduard Goldader. Badstr. 37a, Schimehed. Bernauerstr. 47, Schimed. 35, H. Schröder. 97, D. Mary. Biesenthalerstr. 2, Mensing. Bohenstr. 11, Leopold Jhle. 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Blum. " 11, Brotfabrik Berolina. 28, Stolzmann.+ 33, Wittlers Brotfabril. 37, Friedrich Beher. 166a, ante. Schönholzerstr. 5, Mittelbach. Schulzendorferstr. 14, D. Agrifola. 23, A. Franz. Triftstr. 2, M. Förster. 43, Heinrich Naehr. Tresdowstr. 44, L. Lehmann. 57, K. Mörschner. Tegelerstr. 11, Lenzner. 51, Scholz. Tiedstr. 16, Jurte. Usedomstr. 4, Stolberg. 15, H. Schröder. Utrechterstr. 8, Sterften. Wattftr. 21, F. Riebenstahl jr. Willdenowftr. 29, J. Breier. Weißenburgerstr. 55, H. Nobiling. 42, A. Aßmus. 16, A. Aẞmus. Wiesenstr. 31, J. Schneemann. 19a, P. Schardien. 28, Seeger. Wolgasterstr. 13, Bwe. Dreier. Wollinerstr. 50, Nicol. " 58, F. George. " 44, E. Raddat. " 23, J. Dahlen. 31, N. Bordasch. 38, Fuhrmann. Weddingstr. 7,. Brendel. Weinbergsweg 7, Hante. Wichertstr. 5, C. Schmidt. Zionstirchstr. 2, Regen. 26, E. Förster. Bionstirchplatz 1, Th. Mollweide. Nordosten. Barnimftr. 4/5, Grosch.* 17, C. Dorendorp. 35, Dzienian.* Büschingstr. 11, F. Schüße.* 18, A. Alfert. 29, B. Roloff. Elisabethstr. 15, W. Porath. 41, Th. Josephsohn. Frankfurterstr. 108, Büttner. Al. Frankfurterstr. 14,.Mittelstadt.* Georgenkirchstr. 48, eiged. Greifswalderstr. 29, Raschel.* 76,. Wegner. 12, D Hante.* 202, H. Förster. Heinersdorferstr. 12, P. Lamler.* Immanuelfirchstr. 10, S. Krause. 33, R. Kleiner.* 21, J. Kreil. 39, H. Dönike. " " Kuglerstr. 8, W. Ziebell.* " Landsbergerstr. 146, D. Schwarze. Landsberger Allee 157/58, G. Eggert. 43, Gruschka. 57, A. Ramin. Landwehrstr. 12, H. Ded. Lippehnerstr. 2, H. Haff.* 5, Sabrowski. 8, H. Kruse. Marienburgerstr. 7, A. Seemann.* 24, 2. Schmidt. Mehnerstr. 21, Grosch.* Neue Königstr. 23, P. Nitschke. 60, Ed. Goldacker.* 55/56, J. Schultasch. Pallisadenstr. 44, P. Martin. 84, S. Rinzel. 9, R. Schäle. 20, H. Kähne. 58,. Hecht.* Woldenbergstr. 17, P. Bley. NW. Moabit. Alt- Moabit 77, D. Blottner.* Bandelstr. 34, Brotfabrik Berolina.* Beusselstr. 24, H. Graf. " 42, A. Schmidt.* " 44, R. Schwämmlein.* " 74, Th. Krull. " 50, W. 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Blottner. 69, Brotfabrik Berolina* Boechstr. 46, Schnittger. Bärwaldstr. 47, P. Dehmelt. Brandenburgstr. 21, A. Beder.* Camphaufenstr. 6, J. Zindler. Dieffenbachstr. 27, 2. Bripkar. 52, C. Kelch. Dresdenerstr. 6, Ed. Goldader.* 104, St. Herse. Fürstenstr. 8, R. Loudwin. Gneisenaustr. 96, Ulbrich.* Gräfeftr. 67, J. Brendel. " # " " 12, Rabatt- Spar- Berein. 35, Rabatt- Spar- Berein. 25, Böttcher u. Co. 4, A. Kaddy. Grimmstr. 1, Hentsch. Hasenheide 49, D. Hartmann. Jahnstr. 21, Köhler. Brinzenstr. 64, Brotfabrit Berolina.* Ritterstr. 15, Herm. Trapp.* Stallschreiberstr. 82a, Hanke. Schönleinftr. 27, D. Hollunder. 21, C. Anders. 6, E. Drauschke. Solmsstr. 27, S. Kranz. Urbanstr. 1, Neubarth. ** 20, Friz Hermann.* Wasserthorstr. 16, Lautenschläger. 101, Becker. 21, Bobel.* Rottbuser User 21, G. Wenzel.* 44, Rabatt- Spar- Berein„ Süd- Ost".* Rottbuserstr. 2, R. Halbauer.* 21, G. Wenzel.* Köpniderstr. 23, Hante. * 114, S. Weil. " W 172, Laudahn.* " 90, Bobel.* " 31b, F. Pflugt. Markusstr. 9, K. Keil. Lausitzerstr. 16, C. Städler. " 11, M. Schneeberger. " 25, A. Kauf.* " 27, Mohlnau. " " 38, 2. Stöppe. 47, Schmidt.* 2, Albrecht. 15, W. Stüße. Kleine Markusstr. 12/13, Lehmann. Memelerstr. 4, Estler.* 7, Stnode.* " 20, 2. Holbe.* " " 47, Nifisch.* " 52, F. Mehlbose.* 59, G. Donite. 29. * Mirbachstr. 14, Genossensch. Bollsbrot.* Schulz. Matternstr. 2, 2. Zeplin.* 13, H. Dörner.* Martgrafendamm 32, Lehmann. Münchebergerstr. 15, D. Lau. 32, E. Albrecht. Mühlenstr. 35, A. Müller.* 51, 3. Schön.* 68, Gädel. Mustauerstr. 28, P. Heinzelmann.* Am Ostbahnhof 1, R. Adam. Petersburgerstr. 2, E. Wiedekind. 66, Alb. Thiel. 21, P. Mertens. Posenerstr. 2, St. Cymer. " 16, H. Bietsch. Bintschstr. 4, R. Gorgens. Proskauerstr. 28, Bloch. Richthofenstr. 5, R. Zelm. 33, H. Neumann. Rigaerstr. 138, B. Burkat. Romintenerstr. 20, J. Stöwer. 44, E. Stüfter.* 57, M. Gorgar.* Rüdersdorferstr. 20, W. Bödner.* 62, Heinr. Büttner. Samariterftr. 2, F. Fischer. 11, Fr. Hanke. Schreinerstr. 57, Louise Ramisch. 60, R. Steffen. Straußbergerstr. 1, C. Reglin. 17, A. Pirschel. 5, F. Schubert. 46, Fr. Müller: Straßmannstr. 8, Ernst Feller. 24, Hein.* Stralauer Blaz 18/19, Heida. Stralauer- Allee 23, H. Binnenberg.* 17, A. Lipsti.* Thaerstr. 11, Fr. Reinike. Tilsiterstr. 26, A. Geßner.* 34, Röpig. 77, Ferd. Stahnsdorf.* 91, Hanke. Liegnizerstr. 22, Gustav Lehnert. Lübbenerstr. 10, Hante.* 24, C. Witschel.* 29, Gierz.* Manteuffelstr. 45, Bobel.* " 67, A. Lippert.* " 87, 2. Schirrmeister.* 90, E. Lelleit.* 99, A. Brauer.* 103, 2. Ragmann." Manteuffelstr. 61, A. Stolla.* * ( beschäftigt nur Lehrlinge.) 5, W. Bergmann.* 100, Laugti.* Mariannenstr. 5, W. Toerlik.* 27, R. Lutosch. 32, H. Pook. Muskauerstr. 6, P. Tews.* 18, Kanatkowski. 28, Heinzelmann.* 34, C. Schulz.* Naunynstr. 1, E. Barth.* 7, Fielit.* " 13 " 11 64, E. Heilmann. 68, H. Neumann. 73, Stojaczyt.* 90, Hante. Ohmgasse 9, Nowosadko.* Oppelnerstr. 4, Schenk. " 20, Stephan.* " 24, Güldener. " 35, A. 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Belleftr. 2, Franke. Borndorferstr. 4, Emil Hammel.* 8, 2. Göbel.* 27, Nietsching. 34, Maaj. 55, Richter.* Südost. Adalbertstr. 93, N. Finger. 66, Hoppe. Admiralstr. 10, Hante. " " 22, C. Blümel.* 30, Mar Heinroth.* 37, Rabatt- Sparverein.* Annenstr. 5, E. Kadelbach. Stalizerstr. 1, Frizz Richter. 59c, H. Rieger.* 63, Dehmel.* 95, H. Stammmit.* 101, C. Plenert.* " 109, A. Köhler. " 124, E. Huth.* 138, Sahlmann. Sorauerstr. 1, H. König.* 8, D. Wagenknecht.* 12, A. Jsmer.* 18, M. Eule.* Schlesischestr. 19, C. Tennert.* Waldemarstr. 66, P. Hamel.* Wienerstr. 8, Zobel. 32, E. Slammer.* 36, Joh. Dietschmons.* 56, A. Laugwin.* 58, F. Bachstein.* Wrangelstr. 9, A. Wohler.* 21, G. Gumtau.* 77, E. Genzmann.* 82, F. Meister.* Wrangelftr. 91, Hante.* Beughofstr. 8, A. Helbich. Südwesten. Merandrinenstr. 46, Riebenstahl 28, M. Hilbig.* Bergmannstr. 10, Stnofius.* " 14a, Polenz.* 104, D. Blottner.* Fidicinstr. 14, Aug. Preuß. Friesenstr. 27, Brotfabrik Berolina.❤ Jerusalemerstr. 3/4, R. Richter. Kreuzbergstr. 38, S. Hesse. Mittenwalderstr. 30, Franz Dohnal Mödernstr. 124, D. Blottner.* Markgrafenftr. 73, R. Richter. 74, Gust. Rothe.* Mariendorferstr. 3, J. Steinte. 8, Nagel. mittentvalderstr. 44, G. Schröder. Noftizstr. 9, A. Bockisch.* 49, Aug. Micheli.* Simeonftr. 28, W. Bergmann.* Wilhelmstr. 133, N. Richter. Yorfstr. 40, D. Blottner.* 65, A. Trümpler. Bimmerstr. 84, R. Richter. Boffenerstr. 41, D. Blottner. Westen, Blumenthalftr. 6a, Gerdwik. Dennewigstr. 4, Elias Radanovit⭑ Dennewigstr. 6, D. Blottner.* 33, M. Jahn. Friedrich Wilhelmstr. 20, A. Zapp. Frobenstr. 20, Brotfabrit Berolina." Kirchbachstr. 14, D. Gaedide.* Neue Steinmetstr. 1, Starl Beglin. Nürnbergerstr. 29, G. Kakomsky. Stegligerstr. 71, D. Schaper. Steinmegstr. 27, M. Poche. 43, D. Hoher. Göbenstr. 18, Brotfabrit Berolina.* Groß- Görschenstr. 8, D. Gaedice. 9, Elias Radanovitz.* Kurfürstenstr. 9, D. Blottner.* Centrum. Alexanderstr. 28, W. Hittig. 21, Eduard Goldader.* Auguftstr. 26, Brotfabrik Berolina. Dragonerstr. 15, A. Weher, Hantes Bäckerei.* Dragonerstr. 36, N. Neumann. Elsasserstr. 92, H. Better. 19, Thuiges. Gipsstr. 7, L. Lisken.* Grenadierstr. 47, E. Hannisch. Linienstr. 56, E. Schneider.* 65, P. Hanke.* Lothringerstr. 16, J. Schmit Mulackstr. 10, A. Beiske." Dranienburgerstr. 39, M. Strud. " 84, Hante, Sophienstraße, Aschingers Bierquelle, Steinſtr. 18, Otto Minuth. Alte Schönhauferstr. 33, Ed. Goldacer.* Charlottenburg. Ansbacherstr. 25, A. Kühnast. Cauerstr. 17, G. Schulz. Courbiereſtr. 9, K. Dunker. Christstr. 18, B. Liebe.* Dankelmannstr. 46, Lehmann. Erasmusstr. 12, Schmidt u. Hamerski. Florastr. 10, Maaß. Friedrich Karlsplak 1a, W. Nitsche. Goethestr. 25, G. Schott.* 79, W. Weigand. Guerideſtr. 40, P. Zorgeler. Huttenstr. 32/33, C. Schäffer, Kantstr. 24, Görnig. " 40, A. Lüdtke. 61, 2. Förster. Kanalstr. 15, G. Lente. Kaiser Friedrichstr. 59, S. Larisch. Kirchstr. 35, E. Stnorr. Knobelsdorffstr. 8, H. Schmidt. 42, P. Bleh. Krummeftr. 20, D. Scholz. Leibnizftr. 5, Hempel. 62, D. Wörbc. Motftr. 19, D. Blottner.* Nehringstr. 4, C. Brand.* Nettelbecftr. 14, D. Blottner.* Bestalozzistr. 76, J. Spitbart. Rüdertstr. 3, D. Wilde.* Plößenfeeftr. 12, A. Thiele. Sophie Charlottenstr.15a, PaulDähne.* 80, H. Proef* Spandauerstr. 20, B. Lüd. Spreeftr. 46, Porath. Schillerstr. 83, R. Roth, Scharrenstr. 28, A. Karsch.* Schlüterstr. 17, E. Kraus. Stuttgarter Plaz 15, A. Nitsche. Tauroggenerstr. 10, G. Jandfe. Wallstr. 8, P. Reiche. " 85, A. Ulbrig. Wilmersdorferstr. 59, M. Funt. " 158, D. Geisler. Schöneberg. Ansbacherstr. 8, D. Blottner.* Alazienstr. 12, Wwe. Herbst. Albertstr. 12, A. Borbet. Augsburgerstr. 36, D. Blottner.* Bahnstr. 21, A. Lehmann. 40, D. Sterling.* Bahnstr. 46, D. Blottner.* 47, N. Schwämmlein. Barbarossaftr. 78, Wekel.* Brunhildstr. 9, Fach. Belzigerstr. 61, B. Kernchen. Ebersstr. 85, Rauchschnabel. Feurigstr. 67, E. Merfert.* 54, F. Michaelis.* Frankenstr. 7, P. Neumann. 2, Eduard Hanke.* Friz Reuterstr. 9, H. Gork. Gleditschstr. 11, Hantes Bäderei. Gothenstr. 11, D. Blottner.* " 21, E. Brauer. Golzstr. 2, J. Wurst, fr. Hanke.* Golzstr. 31, D. Blottner.* Golzstr. 68, Brotfabr. Berolina.* Gustav Freytagstr. 9, H. Bed. Grunewaldstr. 129, D. Blottner.* 110, 120, A. Lehmann( Inh. Schäfer). Hauptstr. 53, F. Kaiser. 85, S. Hettgen.* 126, R. Steuer.* Hohenfriedbergstr.21, Friedr. Templin.* 5, E. Obiglo. 19, D. Blottner.* Hohenstauffenstr. 7, A. Lehmann.* Kaiser Friedrichstr. 14, F. Pietschmann. 11, Peter. 4, Brotf.Berolina. " Kolonnenstr. 46, E. Tozlowsky. Krimhildstr. 1, D. Reinemann.. Kyffhäuserstr. 11, Bohndorf. Meiningerstr. 9, E. Naudyus. Nollendorfstr. 28, B. Maiberg. 40, Hankes Bäckerei.* Sedanstr. 6/7, F. Lehmann.* " 18, P. Pranke. " 22, 2. Johannes.* " 34, E. Brauer. " 36, B. Schmidt.* " 39, E. Niemann. 83, H. Wurst. Siegfriedstr. 1, Brotfabr. Berolina.* 4, Josef Bagner.* Steinmetstr. 22, D. Blottner.* 42, D. Blottner.* Tempelhoferstr. 8, Hampe. 5, 28. Danice. Winterfeldtstr. 20, H. Bomerente* Ziethenstr. 3, N. Hoffmann.* Rixdorf. In Nixdorf werden nur die Tarif- Bäckereien aufgeführt. Bergstr. 16, D. Wienece. 32, Rob. Kießling. 122, Conrad Bente. 129, Mast. 134, Rich. Liebenow. Berlinerstr. 20, A. Voigtländer. 26, B. Reich. 80, Spandel. 85, N. Leinaut. Boddinftr. 64, F. Godawa. Delbrückstr. 35, Fr. Modrow. 65, R. Seiler. Elbestr. 6, Kirstädter. Elfenftr. 82. F. Pietsch. Emferstr. 44, M. Jeschal. Erfstr. 4, Speiseforn. 15, Schimpfe. Faltstr. 3, Rabatt- Sparverein Südost. " 21, M. Lehmann. 25/26, G. Persice. Fuldastr. 10, E. Stroder. Fuldaftr. 60, M. Kasten. Friedelftr. 3, 2. Marmul. Hermannstr. 42, M. Firnstein. 16, E. Reinhardt. 210, A. Brir. 231, Friedrich. " Herthastr. 3, Hilmer. Herzbergstr. 11, Gribat. 28, W. Stange. Herfurthstr. 34, R. Seiler. Hobrechtstr. 1, B. Neubauer. 71, Grünhagen. Hohenzollernplatz 11, W. Schmidt. " " 13, Dornbusch. 18, D. Markus. Jansenstr. 2, J. Willig. Jägerstr. 70, Paul Hahn. 77, E. Haase. 63, Jonscher. Juliusstr. 65, J. Scholz. Kaiser Friedrichstr. 175, J. Weigmann. 12, A. Braun.. 7, A. Herrmann. Karlsgartenstr. 13, H. Sadow. Knesebecstr. 33, Rob. Galler. 38, C. Gruhlke. 41, M. Belzig. 146, A. Hentschel. Kirchhofstr. 2, Rabatt- Sparv. Südost. 32, E. Hoffmann. 46/47, Breffa. " Kopfstr. 45, J. Hornig. Lessingstr. 22, Aug. Jahnke. " 30, Hoppe. 34, M. Perseke. Münchenerstr. 17/18, Gustav Wöller. " 31, Wilh. Theil. 44, R. Weigelt. Pannierstr. 13, K. Junter. " 16, A. Jsmer. 4, Otto Görg. Pflügerstr. 11, W. Ohlhoff. 43 Prinz Handjerystr. 22, W. Bennewik. " " 24, Brig. 38, Leuchte. 58, J. Bartsch. 75, D. Lemte. 83, D. Griebat. Richardstr. 104, Handte. " 15, Baul Blasius. 63, Lüdicke. Richardplak 7, Rich. Liebenow. Ringbahnstr. 25, P. Scholz. 30, V. Kofiel. Reuterstr. 32, Arthur Rybikki. 94, Friz Bosse. Selchowerstr. 4, M. Lehmann. Steinmetstr. 23, Summer. 29, Rich. Liebenow. 39, R. Senftleben. Steinmetstr. 121, Löwigt. 129, Rabatt- Sparverein. 131, J. Runge. Schöneweiderstr. 9, Fr. Leinau. Thomasstr. 7, R. Lobbes. Thüringerstr. 18, E. Würfel. 36, Carl Adamed. Walterstr. 18, C. Pritschkow. Warthestr. 9, Cziicior. 68, Spandel. Banzlichstr., Kaffjube. Wißmannstr. 7, J. Treffer. Wipperstr. 12, Strell. Weserstr. 206, C. Slawinski. Biethenstr. 19, 2. Ossa. " 20, M. Lehmann. " 36, F. Bahn. " 41, Emil Bankow. " 57, Carl Jeltrust. 75, Klein. 81, Hentschel. Britz. Budowerstr. 8, W. Spielhagen. Budower Chaussee 4, Laqua. Bürgerstr. 12, K. Diedhoff. 24, D. Weihrauch. Chauffeeftr. 17, Witwe Clausniker. Dalldorf. Bahnhofstr. 9, F. Korstädt. Hermsdorferstr. 1, A. Gutschow. Oranienburgerstr. 10, E. Jahn. 21, P. Pasch. Oranienburger Chaussee 17e, G. Trost. Rosenthalstr. 2a, H. Karstädt. " " 3, W. Frost. 4a, A. Plättner. 9, Ch. Prächter. Triftstr. 11, D. Richter. Stralau. Alt- Stralau 49, C. Hartung.* 56, P. Franke.* Dorfstr. 10, H. Schäfer. Alt- und Neu- Weißensee. Berlinerstr. 1, D. Hohenschild.* 87, J. Harenburg. Charlottenburgerstr. 78, N. Bid. " 79, H. Dahm. 79, A. Schadwinkel 93, A. Gollin. 98, E. Engel* Elsaßstr. 15, G. König. Faltenbergerstr. 46, J. Frösch. Feldmannstr. 94, D. Lehmann. Friedrichstr. 1, Fr. Noth. Friesickestr. 22, H. Bohnhoff.* Gäblerstr. 8,. Christukat.* 60, W. Engel.* Große Seestr. 26, F. Köhler. Gustav Adolfstr. 7, Ernst Engel. 146, A. Beher. 152, B. Klinner. 156, Lud. Mägdefrau. Hauptstr. 82, A. Herks Ww.* Heinersdorfer Weg 11, G. Schneider. 24, R. Engel.* 37, H. Schulz. 48, B. Siforšti. König- Chauffee 10, Herm. Schüler.* 41, Brotfabr.Berolina* Kronprinzenstr. 13, G. Holz. Langhansstr. 55, J. Stöhr. 122, Kron.* Lothringenftr. 12, A. Schent. 31, Krempe. Lehderstr. 112, D. Strunz. Parkstr. 7, A. Lausse. Pistoriusstr. 95, J. Knuft. Prenzlauer Chauffee 3/4, M. Kohler. 20, B. Päkold.* Rölteftr. 17a, 3. Boschinky. 127, W. Vogel. Straßburgstr. 20, H. Hähnge.* Wilhelmstr. 23, E. Schwarz. 30, E. Großkopf. Wörthstr. 24, 2. Popp.* Reinickendorf. Antonienstr. 56, Fr. Hoffmann.* Auguste Victoria- Allee 53, C. Himrich. Berlinerstr. 14, Hattwig. " 42, H. Guthsmuths. " 104, Rich. Krause.* 134, W. Gottschalt. Bürgerstr. 20, Popp. Eichbornstr. 12, Behrend.* 35, H. Ziesmer. 39, D. Fliegner. 72, D. Köhler. " " Gesellschaftsstr. 31, H. Koblik. " Grüner Weg 51, M. Modrom. 52, R. Milster. Hausotterstraße, R. Witte. Herbststr. 24, Fr. Kottenhahn. Holländerstr. 125, C. Nitschke. Justusstr. 14, Modrow. 29, H. Kahle. Martstr. 5, A. Scheer. Bankower Allee 72, W. Köpke. Provinzstr. 28, H. Schenkel. 51, Herm. Baumgärtel. Residenzftr. 61, Buffe.* " " " 50, A. Friefe. " 72, E. König. " 80, J. Schwarz. 36b, G. Ramdohr. 86, T. Braun. " " " 43, E. Schädel. " 50, M. Fischer. " 75/76, S. Zimmer. 68, Otto Markwart. 13 " " 68/70, G. Heidemann. " 150, E. Liebing. 118, C. Stege. " 77, S. Braun. " 152, A. Wiangle. 114, C. Radtke. Dorfstr. 47, G. Sya. Jahnstr. 45, D. Schulze. Rudowerstr. 6, A. Haupt. Werderstr. 89, Fr. Parniko. Scharnweberstr. 135, F. Naujad. Schwedenstr. 16, Hebrod. Pankow. Berlinerstr. 84, J. Kalbow.* Brehmestr. 54, D. Harm. Floraftr. 24 u. 35, G. Piest. Floraftr. 34, B. Hein. H 50, M. Eichstädt.* 78, E. Saffe. Hehnstr. 5, M. Koller. Kaiser Friedrichstr. 67, Bienice. Streuzstr. 17, Stibbe.* Kuglerstr. 8, W. Zibell. Maximilianstr. 2, R. Voleh. 50, A. Rohr. Mühlenstr. 13, C. Barjekow. 78/80, K. Linde. Neue Schönholzerstr. 4, H. Steuer. Schloßstr. 4, R. Grunow. Schönholzerstr. 7, R. Seiffer.* Wollantstr. 22, W. Schmidt. En 130, B. Hartmann. Friedrichsfelde. Berlin erstr. 1, Meyer.* D 102, D. Wölfert.* Ober- Schöneweide. Frischenstr. 21, M. Pietsch. Laufnerstr. 4, H. Strache. Marienstr. 18, Th. Mielke.* Ohmstr. 7, F. Dams. Barkstr. 1, Franke.* Siemensstr. 16, H. Jähne. Wilhelminenhofstr. 1, H. Kunze. " 17, Fronober. 37, Emil Strukke. 47, Th. Mielle.* Tegel. Berlinerstr. 3, 2. Gieße. Schlieperstr. 29, 2. Schwanz. Schloßftr. 22, H. Witte. 67, Weißhaupt. " 27, Petersohn.* Haselhorst bei Spandau. Otto Engel Köpenick. In Köpenick werden nur die Tarifbäckereien aufgeführt. Alter Markt 64, R. Reppmann. Bahnhofstr. 5, W. Hartmann. 16, A. Borzym. 2, F. Rößler. Berlinerstr. 12, C. Stufinski. Dorotheenstr. 16, Julius Huster. Glienickerstr. 1, Grams. " 3b, M. Friedrich. 29, H. Hackenberg. Grünauerstr. 10, N. Stiehr. " 27, P. Krämer. J. Stenglewski. Grünstr. 36, August Haut. Stieb 26, Sponholz. Kaiserin Augusta Bictoriaftr. 16, Guft. Kühn. Kaiser Wilhelmstr. 100, R. Springhorn. Louisenstr. 9, D. Reglaff. Marienstr. 44, D. Jurzok. " " 13, Anna Kosse. Müggelheimerstr. 13, Dräger. 21, Herm. Kabisch. 32c, Gustav Hoppe. Parifiusstr. 11, H. Thiele. Rosenstr. 111, D. Scheibe. Rudowerstr. 10, Hein. Schönerlinderstr. 12, C. Bernard. Adlershof. A. Bartenberg. C Schulz. E. Lelleid. Joh. Laserich. Frau Römisch Fr. Babke. Wohlgemuth. Grünau. Ropniderstr. 107, P. Stadelhoff.* A. Euen.* Steglitz. Ahornstr. 16a, E. Thiel. Burgstr. 3, C. Felsch. Düppelstr. 22, Holz. Düntherstr. 2, M. Gorkig. Floraftr. 2a, E. Lämmfe. Herderstr. 3, Leupold. Schloßftr. 95, W. Papier. 116, E. Stramer.* Schüßenstr. 11, Hermann Anaths. 38, H. Wache. " Wilmersdorf. Augustastr. 3, J. Schramm. Berlinerstr. 38, W. Groffe.* Brandenburgischestr. 3, H. Angerstein. Düsseldorferstr. 4, G. Jauch. Sigmaringenstr. 35, J. Larisch.* Uhlandstr. 46, H. Forstemann. 128, A. Wiese. " " P 135, E. Basemann. 140, M. Esser. Rummelsburg. Alt- Borhagen 30/31, E. Knopf. Goethestr. 16, Ad. Plaschner.* Hauptstr. 82, Ww. Hercks.* Stantstr. 1, E. Böhme.* " 13, Spöttlich.* 47, R. Schubert. Leffingstr. 2, Wilh. Merten.* Prinz Albertstr. 5, Fr. Hensel.* 44, Fr. Hensel.* Neue Prinz Albertstr. 3, Großbäderei Peter. 30, G. Hahn.* 48, M. Luntwik* Neue Bahnhofstr. 9, D. Fritsche.* 27, R. Hanisch.* Sonntagstr. 36, B. Joachim." Schillerstr. 27, P. Medelburg.* Türrschmidtstr. 2, A. Westphahl.* 31, G. Schön.* 38, Großbäderei Peter 40, Th. Böhme.* Alt- Glienicke. Köpniderstr. 44, D. Stadelhoff.* Rudowerstr. 57, M. Lange. 76, Hermann Berner.* B. Beuster. Mühlenbeck. Paul Groß. A. Hende. Groß- Ziethen. Chauffeeftr. 37, A. Warner. Selchow 5. Teltow. Bahnhofstr. 2, J. Bernik. Lichtenberg und Friedrichsberg. Blumenthalftr. 7, E. Schültke.* , 10, E. Hanke. 19, R. Martin. 24, S. Biedermann. 27, H. Holland. Frankfurter Chauffee 50, Dammtöhler.* Friedrich Karlstr. 14, G. Adomeit. Hubertusstr. 53, Großbäderei Peter. Streuzigerstr. 20, A. Wenger. Rummelsburgerstr. 22, C. Opik. 38, Werner. Scharnweberstr. 37, W. Köpke.* 71, Geher. Mainzerstr. 24, L. Schmidt.* Dorfstr. 82, B. Mägdefrau. Wagnerstr. 79, W. Sorge.* 99, N. Sorge. Wilhelmstr. 57, A. Jesse.* Schönerlinde. E. Beege. Waffe.* Waßmannsdorf. G. Stengel. Nieder- Schönhausen. Kaiser Wilhelmstr. 27, 2. Höhne. 37, Achterhagen. Uhlandstr. 3, Lübach. Beuthstr. 11, Manté. Blankenburgerstr. 11, M. Bugwurft. Buchholzerstr. 8b, G. Remter. M. Geisler. Hohen- Schönhausen. H. Maihofer. Roskestr. 17, A. Kusche. Neu- Hohen- Schönhausen. Berlinerstr. 8, E. Schulze. Wartenberg. Beißenbach. Treptow. Elfenftr. 38, B. Roebert. Lichtenew Herzfelds, H. Bulprecht. Dahlem bel Steglit K. Schilling. Friedenau. Lauterftr. 24, D. 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Hartmann Eichstädt bei Belten, Dorfstraße 26, H. Bilike. Borsigwalde. Ernststr. 6, E. Ekat. Heinersdorf. Prenzlauer Chauffee 2, A. Neumann. Rothenbachstr. 51, D. Neumann. Hermsdorf. Hauptstr. 34, R. Herrmann. Rothenbachstr. 51, Dtto Neumann. Stolpe a. d. Nordbahn. Dorfstr. 3, A. Gütschow. Lubars a. d. Nordbahn. . Rügot. A. Zidow. Reklamationen oder Berichtigungen gegen obige Lifte bitten wir bis Dienstag, den 11. d. M., mittags an das unterzeichnete Bureau einzusenden. Rosenthal Heiligensee. M. Lahrmann. 23. Mühne. Die mit einem* versehenen Bäckermeister haben den Tarif des Einigungsamtes anerkannt, und bitten wir die Konsumenten, diese besonders zu unterstützen, da sie als die zuverlässigsten gelten müssen. Vom Norden sowie Rixdorf und Köpenick werden nur Tarifbäckereien aufgeführt, sind also nicht mit Sternen versehen, was zur Vermeidung von Irrtümern mit angeführt sei. Hausfrauen! Arbeiter! Bürger! Berücksichtigt in erster Linie die tariftreuen Bäckereien! Der Vorstand des Verbandes der Bäcker und Berufsgenossen Deutschlands. ( Mitgliedschaft Berlin.) Bureau: Gipsstraße 2, Hof parterre. Telephon: Amt III, Nr. 1243. Central- Möbel- Halle Berlin S., Kommandantenstr. 51 Ecke Alexandrinen- Straße. Gegr. 1871. Dieses Wohn- und Schlafzimmer liefern wir unter Garantie solidester Arbeit und bestem Material. Echt Nußbaum fourniert mit kompletter Kücheneinrichtung schon bei einer Anzahlung von 60,- Mark und monatlicher Abzahlung von 12,- bis 15,- Mark. Bevantiv. Redakteur: Baul Büttner, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Gloce, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 85. 22. Jahrgang. 5. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Aus der Frauenbewegung. Genossinnen! Von Zeit zu Zeit fällt es den Angehörigen der befizenden Klasse ein, daß nicht alle Leute in solchem Wohlstande leben wie sie, daß es arme, unglückliche Menschenkinder gibt, denen es oft am allernotwendigsten mangelt. Anstatt nun dafür zu wirken, daß die Not der Armen an der Wurzel ausgerottet wird, sucht man ab und zu durch Wohltätigkeitsveranstaltungen etwas zu tun. Wie wenig dabei herauskommt, kann man ja täglich sehen. Es wird hier und da ein Brosamen gegeben, der wie ein Tropfen auf einen heißen Stein fällt. Die Damen und Herren der guten Gesellschaft" werden als gute Engel der Besitlosen hingestellt, doch wenn man die Dinge recht befieht, haben sich die Herrschaften nur einmal wieder recht schön amüsiert. Sonntag, 9. April 1905. Der Vorstand. Genoffin Luife Ziez, Hamburg, wird in zwei Versammlungen, Der Verein für Frauen und Mädchen in Adlershof hält am Montag, den 10. April, in der Bazenhofer Brauerei, Turmstr. 25, Montag, den 10. April, abends Punkt 8½½ Uhr bei Wöllstein eine und Dienstag, den 11. April, bei Kliem, Hasenheide, zeigen, was in Mitgliederversammlung ab. Auf der Tagesordnung steht ein Vortrag dieser Hinsicht getan werden muß. Um rege Agitation für den der Frau Jhrer- Pankow über„ Die Wohnungsfrage". Zahlreichen Besuch Die Vertrauenspersonen. ertvartet Besuch dieser Versammlungen ersuchen Schöneberg. Der Verein für Frauen und Mädchen von Schöne- Der Berein Frauen- Erwerb( gegründet 1899) eröffnet Anfang berg und Umgegend hält Montag, den 10. April, abends 82 Uhr, Mai sein erstes Erholungsheim und zwar in einem dicht am Walde in Weimanns Klubhaus, Hauptstr. 5/6, eine Versammlung ab. Herr gelegenen Landhaus nahe Station Borgsdorf a. d. Nordbahn. Haus Dr. Alfred Pinkus wird über Strebstrantheit" sprechen. Wir bitten die Mitglieder, diesen wichtigen nützigen Bestrebungen, Herrn Dr. ing. Wolff, in opferivilligſter Weise Erkennung und Bekämpfung der und Garten sind dem Verein von einem Gönner seiner gemeinVortrag zu hören und fleißig zu agitieren. Gäste, Männer und zur Verfügung gestellt, so daß durchgängig Freistellen vergeben Frauen, haben freien Zutritt. Der Vorstand. werden können. Alles Nähere durch die Zentralstelle des Vereins, W. 15, Liegenburgerstr. 13. Weißensee. Der Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiter Am 3. Mai soll nun wieder so ein Wohltätigkeitsrummel in Klasse von Weißensee hält Montag, den 10. April, abends 8 Uhr, Spandau. Der Frauen- Bildungsverein hielt am Mittwoch seine Szene gesetzt werden. Einen sogenannten Kinderhilfstag will man feine Vereinsversammlung im Lokale des Herrn Schmutz, Königs erste Generalversammlung ab, Der Geschäftsbericht des Vorstandes veranstalten. Wie die bürgerliche Gesellschaft bei allem, was sie tut, Chaussee 38, ab. Frl. Lüders wird über das Thema:„ Wie schüßen weist eine Mitgliederzahl von 56 und einen Kassenbestand von rund einen großen Tam- Tam schlägt, so auch hier. Es sollen Patro- wir die Mütter unseres arbeitenden Volkes" referieren. Zahlreicher 45 M. auf. Ein langsames, aber stetiges Wachsen des Vereins sei nessen ernannt werden, die je zehn junge Mädchen unter sich haben Besuch der Mitglieder wird erwartet. Gäste willkommen. Gleich- unverkennbar; dies sei der beste Beweis für das erwachte Bildungsim Alter von 12-16 Jahren. Diese jungen Mädchen sollen zeitig machen wir darauf aufmerksam, daß unser zweites Stiftungs- bedürfnis der proletarischen Frauen Spandaus. Der Kassiererin am gedachten Tage, festlich gekleidet, in die Häuser gehen und für fest am 13. Mai stattfindet. Billetts find zu haben bei Frau wurde einstimmig Decharge erteilt und die ausscheidenden Revi arme Kinder betteln. Diese Opferfreudigkeit ist gewiß recht rührend, Demmig, Friedrichstr. 1, bei Frau Rocfontaine, Straßburgerstr. 21, forinnen, die Frauen Liersch und Schulz, wiedergewählt. Der annur wir sozialdemokratischen Frauen fönnen uns nicht dafür begeistern, sowie in den Lokalen bei Schmutz, König- Chauffee 38, und im gekündigte Schiller Vortrag des Herrn Eichler mußte wegen wir sehen nicht ein, daß mit derartigen Pflästerchen das soziale Vereinshaus, Charlottenburgerstr. 150, wo unser Stiftungsfest statt. Erkrankung des Referenten ausfallen. An Stelle dessen las Genosse Elend aus der Welt zu schaffen ist. findet. Der Vorstand. Rieger eine fritische Abhandlung über Friedrich II. bor. 38 38 Starke Personen finden ateta passende Kleidungsstücke am Lager. 38 MAGGI MAGGI SUPPEN K TAPIOKA MILCH SUPPE wei Taller 10 Pig. Commandit- Haus für Herren- und Knaben- Bekleidung Herrmann Schendel 33, 26, 22, 20, 18, 16, Oranien- Str. 38, Stes Haus vom Oranienplatz Oranien- Str. 38. Frühjahrs- Paletots vielseitige Auswahl in Stoffen 15 Mk. 30, 27, 24, 21, 15, 12, 8,50 Jackett- Anzüge in den neuesten Mustern Frühjahrs- Anzüge in hochmodernsten und besten Stoffen sto, 15, 9 Mk. 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Ter Propst sagte: Ich gebe zu, daß ich das Kind geküßt habe; das Mädchen hat so schöne rote Wangen. Ich habe cS geküßt, weil ich es als meine Schwester be- trachtete. Ich erwiderte: Unterlassen Sie das. Herr Propst, sonst muß ich Anzeige machen. Auf weiteres Befragen bekundet die Zeugin: Am 17. Jmmar dieses Jahres sagte Katharina: Ter Propst hat mich heute zu sich bestellt._ Als die Katharina zurückkam, Ivav sie ganz verändert. Sie weinte heftig und erzählte: Sie und auch Hedwig Schmidt seien jjom Propst durch Schläge und Drohungen gezwungen worden, ein Schriftstück zu unterschreiben, in dem sie. erklärten: sie haben mit Franz Werner unanständigen Verkehr gehabt. Als sie �Katharina) unterschrieben hatte, habe sie gesagt: Ich habe unter- schrieben, aber getan habe ich es nicht, es ist alles gelogen. Darauf habe sie der Propst so heftig auf den Kopf geschlagen, daß ihr die Ohrringe herausgefallen seien. Sie sei außerdem vom Propst so gestoßen worden, daß sie mit dem Kopf an die Wand geprallt sei. Das Kind klagte über heftige Kopfschmerzen. Die Ohrmuscheln waren rot und blau unterlaufen und dick angeschwollen. Ter Propst habe sie nach erhaltenen Schlägen an sich gezogen, geküßt, sie un- züchtig berührt, aufs Sofa geworfen und entblößt. Er habe mls- dann unanständige Tinge mit ihr vornehmen wollen, mit dem Bemerken: Jetzt machst Du das mit mir, was Du mit Werner gc- macht hast. Sie habe den Propst abgewehrt und gesagt: Nein, ich habe mit Werner nichts gemacht. Was Sie mit mir machen wollen, ist Sünde.„Wenn Tu es mit Werner machst, dann ist es Sünde, wenn Tu es mit mir machst, ist es keine Sünde." habe der Propst gesagt.(Bewegung.) Ich begab mich sofort zum Propst und stellte ihn zur Rede. Da sagte der Propst: Das Mädchen ist schlecht, sie hat mit einem„Bub" unsittlichen Verkehr gehabt, deshalb habe ich es gezüchtigt. Ich war sehr aufgebracht und sagte: Das lasse ich mir nicht gefallen, ich lasse mein Kind nicht schlecht machen. Stellen Sie mir den„Bub", mit dem meine Katharina etwas gemacht haben soll, gegenüber.— Na, gehen Sie mit Ihrer Tochter nicht so hoch hinaus, das ist ein schlechtes Mädchen, sagte der Propst. Ich sagte: Das lasse ich mir nicht gefallen, ich lasse mein Kind nicht schlecht machen, stellen Sie mir den„Bub"'gegenüber. Das werde ich tun. sagte der Propst. Ich will den Bub noch heute sprechen, sagte ich. Der Propst bestellte den'Bub. Als ich wieder zum Propst kam. war Herr Rechtsanwalt Roth und der Kirchen- diener Wicgand bei ihm. Der Propst war mit Franz Werner im Nebenzimmer und redete auf ihn ein.— Vors.: Konnten Sie hören, was der Propst zu dem Bub gesagt hat?— Zeugin: Nein. Dann kam Franz Werner aus dem Zimmer. Er sagte auf mein Befragen: Ich habe auch vom Herrn Propst„Schlag kriegt", weil ich das Schriftstück nicht unterschreiben wollte; ich habe aber nichts mit dem Mädchen gemacht.— Vors.: Hat der Propst außerdem den Versuch gemacht, Ihre Tochter schlecht zu machen?— Zeugin: Jawohl, er sagte: sie habe sich im Kreise gedreht und in un- anständiger Weise gebückt. Sie habe auch schlechte Lieder gesungen. ■— Bors.: Ist Ihre Tochter ein schlechtes Mädchen, so daß man annehmen konnte, es habe sich mit Jungcns umhcrgetriebcn?— Zeugin: Nein, mein Kind ist ein sehr folgsames, durchaus sitten» reines Mädchen.— Vors.: Haben Sie nach der ersten Äußaffäre zu dem Herrn Propst gesagt: Er halte das Kind zum Lügen an?— Zeugin: Jawohl, ich sagte: Sie haben dem Kind gesagt: eS solle nichts sagen, daß Sie es geküßt haben.— Der Propst sagte: Na, machen Sie.nichts daraus, es wird nicht mehr vorkommen. Ich werde dem Kinde ein„Kleidche" kaufen, oder sonst ein Geschenk machen. Ich habe die Sache bereits dem Herrn Bischof angezeigt. und werde wohl bald aus Worms herauskommen. Ich erwiderte: Herr Propst. Sie brauchen meinem Kind nichts zu'schenken; bc» handeln Sie nur mein Kind wie jedes andere.— Oberstaatsanwalt: Wie haben Sie die Mitteilung: er hätte bereits alles den: Herrn Bischof angezeigt, aufgefaßt?— Zeugin: Ich hatte de» Eindruck, der Propst habe das alles erzählt, um mich von einer Anzeige ab- zuhalten.— Oberstaatsanwalt: Sie hatten schließlich mit dem Herrn Propst Frieden geschlossen, und zwar in einer Weise, daß Sie�beide vor Rührung geweint haben?— Zeugin: Das ist richtig. Bors: Hat nun der Herr Propst ein Geschenk gemacht?— Zeugin: Ja, er hat am weißen Sonntag ein Gebetbuch und. ein Neues Testament und ein Kleidchen geschenkt. Katharina erzählte mir: Ter Propst habe sie gefragt: Hast Tu noch mehr Verehrer?— Oberstaatsanwalt: Sie hatten die Auffassung, der Propst habe die Prügelasfäre nur vorgenommen, um zu verhindern, daß Sie wegen der ersten Kußaffäre Anzeige erstatten?— Zeugin: Jawohl.— Bors.: Ist darauf noch etwas zu erklären?— Vert.: Ich danke.— A n g e k l. Dompropst M a l z i: Ich versichere wiederholt. ich habe zu Frau Zimmermann nur gesagt: ich habe das Mädchen nur geliebkost: ich habe nicht zugegeben, daß ich es geküßt habe. Mag Frau Zimmermann ihr Gedächtnis einmal zusammen. nehmen.— Frau Zimmermann: Ich weiß ganz bestimmt. »er Herr Propst hat zugegeben, er habe das Kind geküßt. Vernehmung von Sckiülerinnen. Eine weitere Zeugin ist die ISjährige Schülerin Elise Zimmermann, Schwester der Katharina Zimmermann. Sie bestätigt im wesentlichen die Bekundungen ihrer Mutter. Katharina Z i m m ermann bemerkt auf Befragen: Sie habe ein unanständiges Lied von den Schülerinnen des katholischen Instituts in Worms, der„englischen Fräulein", gehört.— Schülerin Elisabeth Metzger: Katharina Zimmermann habe ihr erzählt: Der Propst habe sie gestreichelt; erst einige Zeit später habe sie er» zählt, der Propst habe sie geküßt. Die Katharina habe sich niemals unanständig benommen, habe sich auch niemals mit„Buben" umher- getrieben.— Schülerin Elise Schellen schleger: Katharina Zimmermann, Hedwig Schmidt und Franz Werner sollen sich in der Kirche derartig unanständig benommen haben, daß sie aus der Kirche verwiesen wurden. Katharina Zimmermann habe ihr die Vorgänge in dem Pfarrhause erzählt und ihr gesagt: der Propst habe schließlich beide Mädchen aufgefordert, ihn um Verzeihung zu bitten und ihm zur Bekräftigung einen Kuß zu geben. Da habe Katharina geank. wartet: Wenn Hedwig Schmidt das tut, dann tue ich es auch. Hed- wig Schmidt habe darauf den Propst um Verzeihung gebeten und ihm einen Kuß gegeben. Tarauf habe sie das auch getan. Schülerin Elise Bauer: Die Katharina habe sie gebeten, sie solle nicht sagen, daß sie einmal auf der Straße einem Lehrer nachgc- pfiften babe und daß sj, r.int Lügnerin sei.— Oberstaatsanwalt: Eltse Bauer. veZhalo soll Katharina Zimmermann eine Lügnerin sein?— Zeugin schweigt.— Oberstaatsanwalt: Bei welcher Gc- legenheit hat sie gelogen?— Zeugin: Sie hat einmal in der Schule gesungen. Der Lehrer sagte: weshalb hast Du gesungen? Da sagte Katharina: Ich habe nicht gesungen.— Oberstaatsanwalt: Eine solche Notlüge ist auch schon von anderen Leuten begangen worden, deshalb ist Katharina Zimmermann noch nicht eine Lügnerin zu nennen.— Schülerin Katharina Hofmeister schließt sich im Wesentlichen de» Bekundungen der Vorzeugin an.— Nach einer kurzen Pause wird Kaplan Grein als Zeuge aufgerufen. Er wohnte in Worms im Pfarrhause. Am 17. Januar habe er gerade Unterricht erteilt, da habe er aus dem Studierzimmer des Propstes heftiges Schreien und Schläge gehört. Er wußte, daß gegen einen Knaben und zwei Mädchen eine Untersuchung wegen Vornahme un- anständiger Handlungen schwebe. Der Propst habe ihm erzählt, es seien das sehr unerquickliche Dinge. Er habe angenommen, daß der von ihm wahrgenommene Vorgang eine Folg« dieser Unter- suchung sei. Er habe sofort die Fenster geschlossen, denn es wäre ihm peinlich gewesen, wenn die von ihm unterrichteten Knaben von dem Vorgang etwas wahrgenommen hätten.— Oberstaatsanwalt: Kommen denn derartige Dinge öfters in dem Studierzimmer des Herrn Propstes vor?— Zeuge: Ich weiß es nicht, ich bin erst seit Dezember 1904 in Wormö. Schülerin Magdalene G e r st: Der Propst habe oftmals Katharina Zimmermann auS der Schule gerufen. Er habe sie stets seinen Liebling genannt und gestreichelt. Katharina und auch andere Mädchen haben bisweilen unanständige Lieder gesungen. Eins habe geheißen:„Mensch gedenke". Eines Tages habe die Schülerin Rupp sie aufgefordert, zum Herrn Propst mitzukommen.— Vors.: WaS solltest Du beim Herrn Propst?— Zeugin: Ich sollte sagen, daß Katharina Zimmermann mit„Buben" verkehrt und sich auf der Straße unanständig bückt, wenn Buben in der Nähe sind.— Vors.: Wußtest Du etwas davon?— Zeugin(weinend): Nein.— Vors.: Da konntest Du doch nichts sagen?— Zeugin: Ich glaubte, wenn? der Herr Propst sagt, ist es wahr. Oberstaatsanwalt: Du wolltest also etwas gegen Deine Mitschülerin sagen, wovon Du gar nichts wußtest?— Zeugin(weinend): Ja.— Vors.: Hast Du denn einmal gesehen, daß Katharina Zimmermann sich mit Buben umhergetrieben hat?— Zeugin: Nein, ich habe nur gesehen, daß Buben der Katharina nachgelaufen sind.— Vors.: Hat sich Katharina dabei unanständig benommen?— Zeugin: Nein, sie hat sich aber manchmal umgedreht.— Vor.: Ist sie aber sonst schnell gelaufen?— Zeugin: Jawohl.— Vors.; Es hatte also den Anschein, daß die Katharina bemüht war, so schnell als möglich von den Buben fortzukommen?— Zeugin: Jawohl.— Eine fernere Zeugin ist die 16jährige Anna Schmidt, Schwester der Hedwig Schmidt: Meine Schwester hat mir den Vorgang beim Propst erzählt. Der Propst hat die Mädchen„Heuchlerinnen" und„Säue" genannt. Ich sagte: ich bedauere den Herrn Propst, denn wenn die Sache an die Oeffentlich- keit kommt, dann kann es ihm schlimm ergehen. Da sagte meine Schwester: Wenn Du alles wüßtest, dann würdest Du den Propst nicht bedauern. Polizeisekretär Kranz- Worms: Eines Nachmittags, als er sich auf einem Spaziergange befand, habe er wahrgenommen, daß ein älterer Herr ein Schulmädchen in sehr auffallender Weise der- folgte. Er habe den Vorgang genau beobachtet und dabei wahrge- nommen. daß der Mann der Dompropst Malzt wat. Er sei auch schließlich ins katholische Pfarrhaus eingetreten.— Vors.: Können Sie sich in der Persönlichkeit nicht irren?— Zeuge: Nein, ich bin meiner Sache ganz sicher.—- Vors.: Kannten Sie den Herrn Dom propst schon von früher?— Zeuge: Nein, ich habe aber die Per sönlichkcit ganz genau ins Auge gefaßt und kenne den Herrn Dom propst mit vollster Bestimmtheit wieder. DaS Treiben einer Handarbeitslehrerin. Ein weiterer Zeuge ist Hauptlehrer Sander.— Oberstaats anWall: Ist es richtig, Herr tzauptlehrer, daß die Handarbeits lehrerin Zimmer Kinder, von denen sie wußte, daß sie zu dieser Verhandlung als Zeugen geladen seien, zu beeinflussen gesucht habe? — Zeuge: Davon ist mir nichts bekannt ich habe aber wahrge- nommen, daß Fräulein Zimmer gegen Katharina Zimmermann und Hedwig Schmidt zum mindesten sehr voreingenommen war. Sie hat u. a. den Kindern gesagt: Ihr tut am besten, wenn Ihr Katha- rina Zimmermann ins Gesicht schlagt.(Bewegung.) Knaben und Mädchen haben vor den beiden Mädchen ausgespuckt und sie ge schlagen. Wenn Hedwig Schmidt sich sehen ließ, da umringten sie die Knaben mit den Worten:„Da ist sie ja!" Sie spuckten dem Mädchen i»S Gesicht und schlugen es. Ich habe die Sache dem Schulinspektor mitgeteilt, dieser hat die Kinder ermahnt, verträglich zu sein. Ich habe Fräulein Zimmer zur Rede gestellt und ihr mit einer Anzeige gedroht. Fräulein Zimmer antwortete darauf: Die Mädchen haben sich in der Kirche ungehörig betragen.— Vors.: Was sollen denn die Mädchen in der Kirche begangen haben?— Zeuge: Sie sollen während des Gottesdienstes geplaudert haben. Ich habe zu Fräulein Zimmer gesagt, wenn die Mädchen sich in der Kirche ungehörig bc� nommen haben, dann muß das in der Schule, nicht aber beim Hand- arbeitSunterrickt gerügt werden. Fräulein Zimmer antwortete: Die Mädchen sind frech und unaufmerksam, ich werde tun, was ich für recht halte. Da ich die Voreingenommenheit des Fräulein Zimmer gegen die beiden Mädchen nicht länger dulden konnte, habe ich bei der Schulbehörde Anzeige erstattet.— Oberstaatsanwalt: Die Vor- eingenommenheit des Fräulein Zimmer gegen die beiden Mädchen datiert erst seit dem Vorgang beim Dompropst?— Zeuge: Jawohl. — Oberstaatsanwalt: Die Mißhandlungen der beiden Mädchen seitens der anderen Kinder sind doch wohl auch eine Folge des Vor. ganges beim Tompropst?— Zeuge: DaS scheint wenigstens so, denn vorher wurden die Mädchen in keiner Weise behelligt.— Oberstaats anmalt: Wenn der Verdacht besteht, ein Schüler oder eine Schülerin habe eine Ungehörigkeit begangen, ist es dann üblich, diese im Studier. zimmer des Lehrers zum�AuStrag zu bringen?— Zeuge: Keines. wegS, daS gehört in die Schule.— Oberstaatsanwalt: Halten Sie es vom pädagogischen Standpunkte für gerechtfertigt, daß, wenn ein Schüler oder eine Schülerin eine Unsittlichkeit begangen hat, diese den Kindern in allen Einzelheiten vorgehalten wird?— Zeuge: Das kommt ganz daraus an. Ich habe vor einiger Zeit aus einem vor- gefundenen Briefe vernommen, Laß ein Schüler Unanständigkeiten begangen hat. Da war ich, um die Wahrheit zu ermitteln, auch ge- nötigt, aufs Einzelne einzugehen. Die Verhandlung wird danach auf Sonnabend nachmittags 2M Uhr vertagt.__ Partei Fünfter Wahlkreis Dienstag S>/„ Uhr abends spricht Genosse Dr. Dsvid int Alton Schiitzcnhaufe, Liitienstr. 5, über„Konsum- Geuossenschafte» und moderne Arbeiterbewegung". Für zahlreichen Besuch dieser Volksverininmlung bitten wir die Genossen und Genossinnen zu agitieren. Tie« VertraucitSleute. Berliner)STacbricbten. Trinmplzc der Unfähigkeit hat wieder einmal die.Große Berliner Straßenbahn- Gesellschaft" seiern dürfen in den Tagen de».MatscheS", die der Apriljchnee un» gebracht halt«. Die Straßenbahn- die in Berlin 1 mehrere» ja das Hauptverkehrsmittel bildet, reichte da nicht im entferntesten aus, den Andrang zu bewältigen und die Harrenden zu befördern. Die Szenen, die sich in den Stunden des stärksten Verkehrs an den Straßenbahn-Haltestellen abspielten, spotten jeder Beschreibung. Nun wird man sagen: Wer kann dafür, wenn plötzlich schlechtes Wetter eintritt und alle Welt fahren Willi Und vielleicht wird man uns erzählen, die Straßenbahn- Gesellschaft habe ihr gesamtes Wagenmatcrial in Betrieb gestellt und ihren letzten Mann auf die Beine gebracht. Gewiß, mehr ließ sich im Augenblick nicht tun. Aber der Fehler ist eben der, daß der ganze Betrieb nur auf Ver- Hältnisse zugeschnitten ist, die von dem Normalen nicht viel abweichen dürfen. So wie das Fahrbedürfnis einmal um ein Erhebliches darüber hinausgeht, versagt sofort der ganze Apparat, weil die Reserven an Material und Personal zu gering sind. Da müßten die Einsatzwagen beträchtlich vermehrt werden, da müßten sehr viel mehr Anhangewagen mitgegeben werden— aber woher nehmen, wenn sie nicht bereit stehen I Das vorhandene Wagenmaterial wird oft genug selbst bei starkem Bedarf nicht einmal voll ausgenutzt. Wozu auch? Mögen die Leute doch warten, bis sie mitkominenl Schließlich findet jeder mal ein Plätzchen frei, wenn er, sich mit der nötigen Geduld wappnet. Ob er dabei um eine halbe oder um eine ganze Stunde zu spät an sein Ziel gelangt, das ist der Direktion ebenso schnuppe, wie den Aktionären. Wer wird denn so dumm sein, gleich bei jedem bißchen schlechten Wetters auf das fahrende Publikum Rücksicht zu nehmen I Wer wird denn, weil ein paar Leute nicht rasch genug mitkommen, gleich Einsatzwagen auf die Tour schicken oder Anhängewagen mitgeben I Das kostet manchmal mehr, als es einzubringen verspricht. Wie viel Material und Personal sollte man denn da bereit halten? Das frißt doch Geld! Sollen etwa deshalb die Ueberschüsse geschmälert und die Dividenden verringert werden? Siein, daS kann man von einer Gesellschaft, wie es die„Große" ist, allerdings nicht verlangen. Zwar pflegt sonst im Erwerbsleben jeder Geschäftsmann seinem Kundenkreis entgegen zu kommen und seinen Betrieb— oft sogar mit erheblichen Kosten— auf das stärkste Bedürfnis einzurichten, damit ihm Niemand wegzulaufen braucht. ?lber das geschieht nur, weil die Konkurrenz niedergehalten werden mutz, und das hat doch unsere liebe„Große" nicht nötig. Denn sie hat das Monopol nicht nur in den Straßenzügen, die ihr kon- zessioniert sind, sondern überhaupt in dem größten Teil von Berlin. Wo sie sich eingenistet Hat, da kann kein anderer auskommen— durch dieses Monopol unterscheidet sich das Stratzenbahnwesen von den meisten anderen Unternehmungen des Erwerbslebens. Aber aus solchem Vorrecht darf beileibe nicht die Verpflichtung her» geleitet werden, nun auch etwas an das Verkehrsbedürfnis zu denken und nicht immer nur an die Höhe des UeberschusseS. Wie die„Große" ihr Monopol zum Schaden der Ber- liner Bevölkerung auszunutzen entschlossen ist, das zeigt mit besonderer Deutlichkeit der Prozeß, den sie wegen der Untergrund- bahn Potsdamer Platz— Spittelmarkt herbeigeführt hat. Sie selber erweist sich andauernd als unfähig, den Verkehr zu bewältigen, aber sie will auch nicht dulden, daß ein anderer ihr dabei zu Hülse kommt. Verdenken kann ihr das vom privatkapitalistischen Standpunkte aus niemand. Denn dieser andere würde, weil er ihr wahrscheinlich noch viel mehr Fahrgäste abnähme, als nötig ist, ihr mit seiner Hülfe- leistung zugleich die Geldsäcke erleichtern— und das darf nicht sein. „Schiller-Park". Die Stadtverordneten Regierungsbaumeister Stapf und Genossen haben bei der Stadtverordncten-Versammlung folgenden Antrag eingebracht:„Die Versammlung ersucht den Magistrat, aus Anlaß der hundertjährigen Wiederkehr des Todes- tageS Friedrich Schillers zttf dauernden Ehrung des Andenkens des großen vaterländischen Vichters dem in Vorbereitung befind» lichen Nordpark auf dem Wedding den Name»„Schiller-Park" zu geben." Fiir den Neubau einer grossen Volks-Bade-Anstalt auf dem Wedding an der Pauke, Ecke Gerichtsstraße, sind der Stadt- verordneten-Versammlung die Bauprojekte mit den Kostenanschlägen zugegangen. Pie Anstalt wird die größte in Berlin werde» und zwei mächtige Schwimmbassins für Frauen und Männer erhalten. Die Baukosten sind auf 1 571 800 M. veranschlagt. Sie haben sich wegen der Beschaffung von bakterienfreien Wassers um rund 70 000 M. erhöht. Mit dem Bau dieser Bgde-Anstalt soll noch in diesem Jahre begonnen werden. Der wegen Mordes verhaftete ckS Jahre alte Arbeiter Otto Bastian, der am Mittwoch mittag in der Adalbertstr. 49 die 49 Jahre alte Produktenhändlerin Auguste Jrrgang erschoß, weil sie ihm ivegen seiner Trunksucht und Gewalttätigkeit den Laufpaß gegeben hatte, und sich selbst durch einen Streifschuß am Kopfe leicht ver- letzte, wurde gestern geheilt aus der Charitöe entlassen. Die Kriminalpolizei brachte ihn jetzt nach Moabit in das Untersuchungsgefängnis. Für den Strassenverkehr waren die beiden verflossenen Tage verhängnisvoll. Infolge ber niedergegangenen Schneemasseu Wurden' Stockungen im Verkehr hervorgerufen, wie sie sich bisher glücklicherweise nur selten ereignet hatten. Ueberall konnte man Wagenburgen von Straßenbahnen beobachten, und am Fuße jedes aufsteigenden StratzenzugeS standen alle möglichen Fuhrwerke fest, deren Kutscher vergeblich auf die Pferde cmhieben. Schwere Lastwagen waren überhaupt nicht von der Stelle zu bringen. Viele Droschkenkutscher lehnten jede Fahrt ab mit der Bemerkung, daß sie doch nicht vom'Platz kämen. Nicht besser War es in der Nacht. als der Frost in einer Stärke von 4 Grad die Straßen in eine Eisbahn verwandelt hatten. Für Maurer. Frau Luise Wurthe, Stralsunderstr. 33, vorn 4 Treppen, teilt uns mit, daß ihr 36 Jahre alter Sohn, der Maurer Franz S e i fe rt, am 13, März plötzlich am Herzschlag gestorben ist, Sie weiß nun nicht, auf welchem Bau der Verstorbene gearbeitet hat, kann daher nicht in den Besitz seines Krankenbuches und seiner Jnvalidcnkarte kommen und somit auch von der Krankenkasse kein Sterbegeld erhalten. Die Frau hofft, durch diese Mitteilung die Kollegen des Verstorbenen auf die für sie wichtige Angelegenheit aufmerksam machen zu können und bittet sie, den in Betracht kommenden Polier zur Herausgabe der Papiere zu veranlassen. Eine wilde Jagd auf einen Kollidieb verursachte gestern im Zentrum der Stadt eilten großen Auflauf. Der Schaffner eines Rollwagens der Paketfahrtgesellschaft sah. daß in der Kaiser Wilhelmstraße ein verdächtiger Mensch sich an seinem Wagen zu schaffen machte. Als er nun nach der Dircksenftraße weiter fuhr. beobachtete er, wie der Maim unter den Plan faßte, um etwas vom Wagen zu ziehen, und die Flucht ergriff, sobald er wahrnahm. daß man auf seilt Beginnen aufmerksam geworden war. Der Schaffner verfolgte ihn unter einem ungeheuren Zulauf durch die Dircksen-, Roch- und Neue Friedrichstraße, wo er ihn mit Hülfe des Publikums faßte. Man hatte einen guten Fang gemacht, denn die Kriminalvolizei erkannte in dem Erwischten einen alten Fledderer und Kolltdieb Louis Poetsch, den sie schon seit August vorigen Jahre? suchte. Poetsch hatte sich die ganze Zeit in Berlin aufgehalten und in Kaschemmen und auf Hausböden Unterschlupf gefunden. Bei allen Streifen war er entschlüpft. Er räumte ohne weiteres ein, daß er habe stehlen wollen. Ein Ehedrania. Der 45 jähr ige Kaufmann Adolf Noack, seit einiger Zeit subüstenzlo»,»ersuchte gestern seine von ihm seit Jahre» ggsAsk« ffixtti» Sophie Noack. die in de, Der Landgerichtsrat Braun hat bekanntlich in einem der Wenn mich einer auf der Straße fragt, wer oder was ich bin, gebe ich ihm einen Tritt vor den Bauch, daß er aufs Pflaster fällt." Wie denkt der Landgerichtsrat Braun über die Anwendung dieses Grundsatzes auf die unerhörten Belästigungen durch Spikel gentlemen? Tilsiterstr. 8 einen Zigarrenladen innehat, zu töten. Er verlegte Zahlstellen eingereicht sind: E. Müller, Rosinenstr. 3; Wilf, Kirchsie jedoch nur ganz unerheblich und erschoß sich dann selbst. Ueber straße 30; Bachsler, Schlüterstr. 8; Franz Schmidt, Wilmersdorfer- jest alltäglichen Streifprozesse geäußert: den aufregenden Vorgang liegt. folgende Mitteilung vor: Als Frau straße 130; Konsumvercin, Wilmersdorferstr. 27; Gustav Bigalge, Noad früh gegen 5% Uhr den Laden öffnete, drängte sich ihr ge- Schloßstr. 26a. Nach dem 11. April eingehende Meldungen werden schiedener Mann herein, den sie seit länger als einem Jahre nicht also nur für die dritte Vorstellung in Betracht kommen. gesehen hatte. Er griff die Frau sofort mit einem Dolchmesser an; fie fuchte es ihm zu entreißen und erlitt hierbei an der rechten Hand Schnittwunden. Dann rannte sie hülferufend aus dem Laden auf die Straße. Der Mann schoß ihr durch die Glasscheibe der Ladentür eine Stugel aus seinem Revolver nach, die glücklicherweise ihr Ziel herfehlte. Hiernach verschloß der Täter den Laden von innen, ließ die Jalousie hinab und schoß sich eine Kugel in die Schläfe. Sein Tod trat sofort ein. Ein verkrüppelter Handelsmann ersucht uns mitzuteilen, daß sein Korb mit Waren ihm fürzlich abhanden gekommen ist. Er leidet an Strampfanfällen; als er vor einigen Tagen abermals auf der Straße besinnungslos war, habe ein Gastwirt sich erbeten, den Korb in Verwahrung zu nehmen. Nun weiß der Handelsmann aber nicht, in welcher Straße er sich damals befunden hat; er bittet den unbekannten Gastwirt, den Korb mit Inhalt bei Frau Rauch, Schwedterstraße 34a, Hof, Keller, abzugeben. Aus dem Fenster. Der 42 Jahre alte ledige Mörtelfutscher Dubran war im vergangenen Jahre sechs Monate lang in der Irrenanstalt zu Dalldorf. Auf sein Bitten nahm ihn dann seine Tante, die Blätterin Frau Röseler, zu sich in ihre Wohnung in der Meinen Markusstraße 2. Sein Zustand besserte sich immer mehr, bis er vor acht Tagen anfing zu trinken und deshalb seine Beschäftigung verlor. Es wurde so schlimm, daß ihm seine Tante gestern die Tür wies und ihn abmeldete. Gestern abend um 9 Uhr erschien Dubran wieder vor der Wohnung, und als er nun nicht eingelassen wurde, stürzte er sich aus dem Flurfenster des dritten Stockiverks auf den Hof hinab und zog sich Kopfwunden, einen Bruch beider Beine und innere Verlegungen zu. Ein Schuhmann brachte ihn mit einer Droschte nach dem Krankenhaus am Friedrichshain.- Der 47 Jahre alte Sellner Emil at te lebte seit sechs Jahren von seiner Frau geschieden und wohnte mit seiner 67 Jahre alten Mutter und einer ledigen Schwester zusammen im dritten Stock des Hauses am Schlesischen Bahnhof 3. Heute morgen um 5 Uhr fand ihn ein Bäckerjunge mit zerschmetterten Gliedmaßen auf dem Hofe liegen und rief die Polizei des 45. Reviers zu Hülfe. Diese wollte ihn mit einer Droschte nach dem Krankenhaus bringen lassen; er starb aber schon auf dem Wege dorthin und seine Leiche wurde dem Schauhauſe zugeführt. Seine Angehörigen vermuten, daß Pazke beim Austreten in der Schlaftrunkenheit, statt der Tür, ein Fenster geöffnet habe und hinausgefallen sei. Ritterlichkeit. Ueber das Roheitsvergehen eines Arztes gegen ein Weib weiß der„ Lokal- Anzeiger" zu berichten: Frau v. S., die Witwe eines Offiziers, hatte vor länger als Jahresfrist in einem Berliner Sanatorium, in dem sie die Aufsicht über den Krankenpflegedienst führt, den dort als Assistenzarzt tätigen Dr. B. kennen und lieben gelernt. Letzterer brach jedoch die Beziehungen ab, als er seine Tätigkeit im Sanatorium aufgab und sich als praktischer Arzt niederließ. Frau v. S. gab ihn indessen nicht ohne weiteres frei; sie verlangte von ihm die Einlösung des Eheversprechens, das er ihr nach ihrer Darstellung gegeben haben soll. Die Auseinandersetzungen wurden nochy erregter, als sie vor kurzem erfuhr, daß Dr. B. sich in zwischen verheiratet hatte. Für gestern abend hatte er Frau b. S. zu einer Aussprache über eine gütliche Beilegung des unerquidlichen Streites eingeladen. Die Zusammenkunft fand auch statt. Das Baar war um 11 Uhr nachts auf der Promenade bis zum Brandenburger Tor gekommen. Hier fiel Frau v. S. plötzlich in Weinfrämpfe und überhäufte ihren Begleiter mit bitteren Vorwürfen. Aus der sich um das Paar gruppierenden Schar von Neugierigen führte Dr. B. nach gütlichem Zuveden die Frau v. S. fort in den Tiergarten hinein. Auf dem Ahornsteig unweit der Siegesallee übermannte ihn plöblich die Wut über die vorangegangene peinliche Szene derart, daß er die neben ihm Einherschreitende mit einem Faustschlag niederschlug und sie durch Stöße und Fußtritte aufs rohejte mißhandelte. Als die Unglückliche um Hülfe rief, wandte sich Dr. B. von dannen. Eine Schußmannspatrouille brachte die blutüberströmte Frau nach ihrer Wohnung, wo ihr ärztliche Sülfe zuteil wurde. Ueber seine Täterschaft hat Dr. B. später selbst bei der Polizei Anzeige erstattet. Aufgeführt werden am 14. April, wie schon gemeldet: Siebelei", Schauspiel in 3 Aften von Arthur Schnitzler, und " Die Hasenpfote", Schwank in 1 Aft von Hans Brennert. Friedrichshagen. Ein Arbeiter- Turnverein„ Vorwärts"( nicht, wie irrtümlich in der Freitagsnummer des„ Vorwärts" stand, ein Arbeiter- Bauverein) wurde hier vor kurzem gegründet. Der Arbeiter- Turnverein Vorwärts" hält jeden Montag und Freitag im Gesellschaftshaus" seine Turnabende ab. Neue Mitglieder werden dort aufgenommen. Potsdam. " Anläßlich des Neubaues der Glienickerbrücke, welcher vom Landtage genehmigt wurde und in diesem Jahre in Angriff genommen werden soll, beschloß am Freitag die Potsdamer StadtverordnetenVersammlung, in Magistrat zu ersuchen, bei der Staatsregierung Schritte zu tun, daß bei dem Brüdenbau zugleich darauf Bedacht genommen wird, in Zukunft die zweigleisige Anlage einer elektrischen Bahn von Potsdam nach Klein- Glienicke usw. zu ermöglichen. agar1 Off Allgemeine Familien Sterbekaffe. Heute Bahltag: Aderstraße 123 bei Diefe von 3-6 Uhr. Sozialdemokratischer Agitations Verein für den Neichstags. Wahlkreis Züllichau Schwiebus Kroffen: Sommerfeld. Dienstag, Versammlung bei Batt, Dragonerstr. 15. 1. April, abends 8, Uhr: Diejenigen Mitglieder, welche noch Billetts übrig haben, werden ersucht abzurechnen. Der Vorstand. = Vermischtes. Bierhundert Menschen verunglückt! Eine furchtbare Katastrophe hat sich in Madrid ereignet. Man Ein im Bau befindliches Wasserreservoir ist eingestürzt. nimmt an, daß vierhundert Menschen verunglückt sind. Gendarmen eilten zuerst zur Hülfe, dann traf Militär auf der Unglücksstätte ein und bald darauf erschienen der Kriegsminister, der Gouverneur Ein mysteriöser Leichenfuns ist in der Schönholzer Heide auf der Provinz, der Prinz von Asturien und ein vom König entsandte: Rosenthaler Gebiet gemacht worden. In einem Dickicht wurde eine Offizier. Bis nachmittags 3 Uhr waren 50 Leichen geborgen. über 60 Jahre alte, vollkommen entkleidete Frau, deren Persönlichkeit Abgerissene Gliedmaßen und verstümmelte Leichname wurden aus Ein verwundeter Arbeiter erzählt, noch nicht festgestellt ist, tot aufgefunden; mit ihren Händen hatte dem Schutt herausgefördert. fie fich in die aufgelockerte Erde bis zu den Ellbogen eingegraben; der Einsturz sei so plötzlich erfolgt, daß er sich kein Bild davon habe ihr Gesicht wies einige Straßwunden auf. Die Kleidungsstücke der machen können. Die Arbeiter hatten eine Katastrophe schon beFrau sind noch nicht aufgefunden. Die Leiche soll in Rosenthal fürchtet, da vor vierzehn Tagen schon drei Gewölbe eingestürzt und Der Ingenieur behufs Feststellung der Todesursache obduziert werden. Nach der da in vier anderen starke Risse aufgetreten waren. ersten ärztlichen Besichtigung wird vermutet, daß es sich um eine und der Unternehmer des Baues werden allgemein aufs schärfste geistestrante Person handelt, die nachts ihre Wohnung verlassen und verurteilt. Der Ackerbauminister hat eine Untersuchung eingeleitet. beim planlosen Umherirren in der Heide den Tod infolge Herz Der Ministerrat tritt um 5 Uhr zur Beratung zusammen. Scharen schlags gefunden hat. An irgend ein Verbrechen glaubt die Be- von Arbeitern, die ihre Arbeit unterbrochen haben, find an der Unglüdsstätte versammelt; allenthalben in der Stadt herrscht die hörde nicht. größte Erregung. Gerichts- Zeitung. Oppermann und Braun. Ein Telegramm aus Madrid berichtet noch folgendes über den Unglüdsfall: Im Laufe des Nachmittags wurden 80 Leichen aus dem Schutt des eingestürzten Wasserreservoirs hervorgezogen. Alle Verwundeten haben schwere Verlegungen davongetragen. Das Unglück rief große Bewegung unter den Arbeitern hervor. Frauen ziehen mit schwarzen Fahnen in der Stadt umher und erzwingen die Schließung der Läden zum Zeichen der Trauer. Alle Miniſter begaben sich an den Ort der Nataſtrophe, wo der König lange Zeit, umringt von schluchzenden Frauen, verweilte. Der König verließ die Unglücksstätte tief bewegt. Kein Tag ohne Eisenbahnunglück. Gestern vormittag fuhr auf Bahnhof Nieſtedt ein von Sandersleben kommender Güterzug einem gerade in der Richtung nach Halle an der Saale ausfahrenden in die Flanke. Personen wurden nicht verletzt. Ein dankbarer Gast. In Jever war in einem Hause in der Nacht vom Montag auf Dienstag in einem Zimmer zu ebener Erde ein Fenster offen geblieben. Diesen Umstand hat sich irgend ein Obdachloser. zunuze gemacht, er ist eingestiegen und hat sich FreiDie Bewohner fanden am anderen Morgen quartier genommen. in dem Zimmer einen Bettel mit folgenden Dankesworten( buch" Schönen Dank für das sanfte Nachtquartier, stäblicher Abdruck): ein erquidendes Schläfchen in dem weichen Sofa abgehalten, das es ist mir lange nicht solch ein billiges geboten worden. Ich habe weitgeöffnete Fenster lud mich dazu ein. Um die Herrschaften nicht in Ihrer Ruhe zu stören, werde ich zum Dant das Fenster gleich -Vermißt von außen sanft zudrücken. Gott lohn es Ihnen!" wurde nichts. Ein bitterer Aprilscherz. Als der Werkmeister 2. in Wülfel am Abend des 1. April sich von seiner Frau verabschiedete, um zum Kegeln zu gehen, bemerkte er scherzhaft: Mutter, ich schicke Dich heute noch in den April!" 1 Stunde später tam jemand zu Frau 2. in die Wohnung und sagte ihr, sie möchte doch gleich mit zur Kegelbahn kommen, ihr Ehemann sei plöblich bedenklich erkrankt. Die Frau lachte darüber und sagte, sie ließe sich nicht in den April schicken, ihr Mann würde schon kommen. Erst als noch ein weiterer Bote die betrübende Nachricht mit ernstlichem Nachdruck überbrachte, begab sie sich schließlich zur Kegelbahn. Sie fand ihren Ehemann als Leiche. 2. war beim Kegeln plöglich von einem Herzschlage ereilt worden und tot zu Boden gesunken. Die bedauernswerte Frau fonnte längere Zeit noch nicht fassen, daß es sich um feinen Aprilscherz handelte, denn sie fragte den Verstorbenen unausgesetzt:" Ja, bist Du wirklich tot?" Der unter dem Namen„ Senna Hoy" bekannte Schriftsteller Johannes Holzmann, Redakteur der anarchistischen Zeitschrift " Der Kampf", stand gestern unter der Anklage des Bergehens gegen§ 114 St.-G.-B. vor der dritten Straffammer des Landgerichts I. Er wurde beschuldigt, es versucht zu haben, durch Drohung den Polizeipräsidenten v. Borries zur Unterlassung von Amtshandlungen zu nötigen. Nachdem ein Antrag des Angeklagten, die Verhandlung mit Rücksicht auf seinen Gesundheitszustand zu vertagen, vom Gerichtshof abgelehnt worden war, erklärte der Angeklagte, daß er den Vorsitzenden Landgerichtsdirektor Dr. Oppermann und den Beisitzer Landgerichtsrat Braun wegen Befangenheit ablehnen müsse. Wie ihm bekannt sei, hätten beide Herren bei verschiedenen Gelegenheiten über die Presse Worte gesprochen und Urteile gefällt, die nach seiner Ansicht auf so falsche Vorstellungen von amtlicher Angabe sind vom 1. bis 6. d. Mts. 3 erwachsene Personen Die Genicstarre. Aus Königshütte wird gemeldet: Nach dem Wesen der Presse schließen ließen, daß er von ihnen fein un- und 20 Kinder an Geniditarre erfrankt, ebensoviel Erwachsene befangenes Urteil erwarten fönne. Dazu fomme, daß er selbst gegen und 11 Kinder gestorben. Auch im Westen Deutschlands haben beide Herren in der Presse polemisiert habe. Eine Zwischenbemerkung sich schon einige Todesfälle infolge von Genicstarre ereignet, des Landgerichtsrats Bra un gab dem Angeklagten Veranlassung, In Ostenwalde bei Hörstel an der Bahnstrecke Osnabrücksich gegen die Annahme zu verwahren, daß er mit anonymen Briefen, Rheine kamen drei Fälle von Genicstarre vor, von denen zwei tödDie Herrn Landgerichtsrat Braun seinerzeit zugegangen, in Berlich verlaufen find. bindung stehe. Die beiden genannten Herren gaben die amtliche Erklärung ab, daß sie sich in feiner Weise befangen fühlten und die übrigen drei Mitglieder des Kollegiums lehnten nach kurzer BeHungersnot in Andalusien. ratung den Ablehnungsantrag al. Zur Sache äußerte fich der An- Verning der Ernten durch Fröste am Berhungern. Eine halbe Million Menschen ist jetzt in Andalusien infolge der geklagte dahin: Die ganze Angelegenheit hänge mit der BeIn der spikelung" solcher Personen zusammen, die in politischer Beziehung Provinz Malaga sind 40.000 Leute arbeitslos, in Cadiz unbequem erscheinen. Er selbst sei in unangenehmer Weise über- 30 000, in Sevilla 25 000. Die Lage ist so ernst, daß die Rewacht worden. Am Sonntag, den 13. November, habe er sich mit gierung beschlossen hat, sofort Unterſtübungen zu schicken, ohne erſt mehreren Bekannten in dem Aschingerschen Café am Alexanderplatz die Stortes zu befragen. befunden. Als dann der Student Karfunkelstein in dem Lokal erschien und sich zu ihnen gesellte, seien diesem zwei Leute gefolgt, die Feuerbericht. Sonnabend früh wurde die Wehr nach der Höchste- ihn offenbar beobachteten. In dem Moment, wo er mit seinen straße 17 gerufen, weil dort in einer Wohnung des Quergebäudes Freunden aufstand und die Zeche bezahlte, seien auch die„ Spigel" der Fußboden und die Balkenlage in Brand geraten war. Der erste aufgesprungen und ihnen auf dem Fuße gefolgt. Die Verfolgung Löschzug hatte längere Zeit zu tun, um die Gefahr zu beseitigen. habe allgemein auffallen müssen. Am Ende des Alexanderplates Ein ähnliches Feuer mußte dann vom 16. Zuge in der Anton- habe er sich deshalb umgedreht und die beiden„ Spikel gefragt, was straße 9 abgelöscht werden. In der Boppstr. 4 war in einem fie von ihm wollten und warum sie ihn belästigten, und als er darauf Tapezierkeller ein Brand entstanden, der einen größeren Posten Werg eine abweisende Antwort bekommen, habe er einen Schuhmann um ergriffen hatte. Der 11. Löschzug konnte die Flammen leicht er- Feststellung der beiden Leute ersucht, da er gegen sie strafrechtlich stiden. Abends gegen 10 Uhr kam in der Alten Jakobstr. 18/19 vorgehen wolle. Auf der Polizeiwache habe er sich legitimiert, die im ersten Stod in einer Badestube Feuer aus. Matten und Tücher beiden Männer aber seien in ein besonderes Zimmer geführt worden. wurden im wesentlichen beschädigt. Gin Schornsteinbrand mußte Sein Berlangen, daß ihm die Namen der beiden Männer genannt dann im Kaiserhof" beobachtet werden. Außerdem hatte die würden, habe der Wachtmeister abgelehnt und ihn an den PolizeiWehr in den letzten 24 Stunden noch in der Waßmannstr. 12, leutnant verwiesen. Diesen habe er am nächsten Tage aufgesucht, Memelerstr. 66 und in der Probststr. 11 zu tun. Grober Unfug aber auch er habe ihm die Nennung der Namen verweigert, und als an öffentlichen Feuermeldern lag zwei Alarmierungen zugrunde, die ihm der Leutnant die Tür wies, habe er auch diesen um die Nennung die Wehr um Mitternacht kurz hintereinander nach dem Platz vor seines Namens ersucht, aber auch damit keinen Erfolg gehabt. Erst dem Neuen Tore und nach der Invalidenstr. 52 führten. Da die daraufhin habe er den Brief an den Polizeipräsidenten geschrieben, Melder dicht bei einander stehen, so ist anzunehmen, daß man es der zur Anklage steht. In dem Briefe heißt es etwa wie folgt: mit ein- und derselben Person zu tun hat. Leider gelang es aber Mein Herr v. Borries! Ich hatte heute ein Rencontre mit zwei nicht, diese bei ihrem lichtscheuen Treiben abzufassen Gentlemen, die sich rühmen dürfen, in Ihrem und des Staates Sold zu stehen. Da ich nicht gejonnen bin, mir meine persönliche Freiheit auch nur um ein Jota beschränken zu laffen, habe ich die Ehre, Ihnen mitzuteilen, daß ich die Unverschämten, die es ferner wagen sollten, mich zu beſpiteln und mich zu begleiten, sei es, daß ich allein, sei es, daß ich in Begleitung anderer Personen gehe, mit der Faust in das Geficht schlagen werde. Die Folgen und die Verantwortung tragen dann Sie, mein Herr Polizeipräsident." Der Angeklagte bestritt, sich durch diesen Brief, den er als Privatbrief betrachtet habe, des Vergehens gegen§ 114 schuldig gemacht zu haben. Ein von ihm vor= Ein neuer Jack der Aufschlitzer". In New York wurde eine geladener Zeuge bestätigte ihm, daß die beiden observierenden 28jährige Prostituierte ermordet. Der Täter ist ein Kellner Bohne, Männer, die erst aufgetaucht seien, als Starfunkelstein das Gafé der 21 Jahre alt und verheiratet ist. Der Mord erregt darum Aschinger betrat, dem Angeklagten und seinen Begleitern unmittelbar Sensation, weil der Ermordeten der Leib nach der Methode' Jads gefolgt seien: Ginige Beweisanträge des Angeklagten, durch die er des Bauchaufschlitzers aufgeschnitten war. nachweisen wollte, daß er selbst schon mehrfach polizeilich beobachtet worden sei, und daß die ihn verfolgenden Leute gar teine Beamten" gewesen seien und es sich in dem Briefe gar nicht um die Unterlaffung einer„ Amtshandlung" handeln könne, wurden vom GerichtsStreitfrage Blücherftr. 35. Für den inneren Eisenbahnbetrieb des hof abgelehnt. Der Staatsanwalt beantragte das Schuldig nach Bereins deutscher Eisenbahnverwaltungen am 1. Juli 1891, reichsgesetzlich § 114. Wenn sich der Angeklagte in Gesellschaft auswärtiger für das bürgerliche Leben am 12. März 1893. K. S. 1. Lachmann u Auf der Treptow- Sternwarte spricht Direktor Archenhold am Anarchisten bewege, so müsse er es sich auch gefallen lassen, wenn er Bauber. 2. Messel.- 3. Sehring. 4. Augustin Düsseldorf. Die Adressen Sonntag, den 9. d. Mts., nachmittags 5 Uhr, über:" Die Eroberung polizeilich beobachtet wird. Da hier ein junger Mensch, der noch finden Sie im Adreßbuch. des Kosmos", abends 7 1hr über: Der Mond im Treptower Re- nichts geleistet, einen hohen Beamten in unverschämter Weise bc= fraftor", am Montag abend 9 Uhr über:" Die Sonne". Während der lästigi habe, so beantrage er gegen den Angeklagten neun Monate Marktpreise von Berlin am 7. April. Nach Ermittelungen des ganzen Woche wird nachmittags von 2-7 Uhr die Venus, als= dann der Mond beobachtet. Gefängnis. Der Angeklagte beantragte dagegen die Frei- fgl. Polizei- Präsidiums. Für 1 Doppel- Rentner: Beizen**), gute Sorte mittel 17,16-17,14 M., sprechung und erklärte, daß er den ganzen Prozeß für einen Tendenz Roggen), gute Sorte 13,70-00,00., mittel 00,00-00,00 M., geringe 17,20-17,18 M., geringe 17,12-17,10 m. Schillerfeier. Bei der heute abend 7 Uhr im Gewertschafts- prozeß halten müsse. Nach seiner Meinung habe der Polizeipräsident 00,00-00,00 M. Futtergerite), gute Sorte 16,00-14,90 m., mittel 14,80 hans stattfindenden Schillerfeier gelangen zum Vortrag ein Prolog, nicht das Recht, eine Person, gegen die nichts vorliegt, nach seinem bis 13,70 M., geringe 13,60-12,50 M. Hafer), gute Sorte 16,20-15,40 m., ausgewählte Gedichte und Bruchstücke aus Schillers Dramen. Die Belieben überwachen zu lassen. Der Gerichtshof war anderer mittel 15,30-14,60 m, geringe 14,50-13,80 M. Erbsen, gelbe, zum Stochen gefanglichen Vorträge hat Betsy Schot übernommen. Karten zu 30 Pf. Ansicht: Die Beobachtung von Personen gehöre zu den Amts- 45,00-30,00 M. Speifebohnen, weiße 50,00-30,00 M. Linsen 60,00-30,00 M. heute abend an der Kasse. befugnissen der Polizei, welcher die Sorge für die Sicherheit und das Kartoffeln 10,00-6,50 Richtftroh 4,66-4,60. Heu 8,80-7,20 m. Arbeiter- Bildungsschule Berlin. Heute abend 7 Uhr Vortrag Leben des Publikums obliege. Daß von seiten der Anarchisten Ge- Für ein Kilogramm Butter 2,80-2,20 M. Eier per Schod 4,00-2,70 m. *) Frei Wagen und ab Bahn.**) Ab Bahn. des Herrn Graf über" Bildung und Proletariat" im Gewerkschafts- fahren der bestehenden Gesellschaftsordnung drshen, fei gerichtshause, Engel- Ufer 15, Saal I. notorisch und die Beobachtung von Anarchister liege im Kreise der Amtspflichten der Polizei. Der Gerichtshof habe berücksichtigt, daß Dresden+0,54 Meter, bei: Magdeburg+3,20 Meter.- Unstrut bei Wasserstand am 7. April. Elbe bei Auffig+1,99 Meter, bei der Angeklagte bei der Abfassung des Briefes an den Polizei- Straußfurt+1,70 Meter. Oder bei Natibor+2,50 Meter, bei Breslau präsidenten sich in Erregung befunden haben mag. Andererseits ent- Ober Begel+5,23 Meter, bei Breslau Unter Begel 0,46 Meter, bei halte aber der Brief ein solches Maß von Ueberhebung, eine solche Frankfurt+2,18 Meter. Weichsel bei Brahemünde+4,40 Meter. Mizachtung jeder Autorität und eine so flagrante Unverschämtheit, Warthe bei Posen+ 1,58 Meter. daß über das Mindest- Strafmaß hinausgegangen werden müsse. Freie Wolfsbühne Charlottenburg. Da die nächste zweite Vor- Der Brief sei für einen hochgestellten Beamten schwer beleidigend Wetter- Prognose für Sonntag, den 9. April 1905. stellung der Freien Volksbühne Charlottenburg am Freitag, den und verlegend, cr müsse als frivol und frech bezeichnet werden, und Bielfach heiter, aber noch fühl und veränderlich mit geringen Nieder 14. April, stattfindet, können nur solche Meldungen noch für diesen deshalb habe der Gerichtshof auf vier Monate Gefängnis schlägen und ziemlich frischen nordwestlichen Binden. Termin berücksichtigt werden, die bis zum 11. bei einer der folgenden lerkannt. Berliner Betterburea Berantw. Reda eur: Beal Büttner, Berlin. Ede den Inferatentek Pesan 24. Glade, Lein. Dead. Berlag: Dortedits Bruderel Berlaganfalt Baul Finger& 6, Berim SW Botanischer Garten. Von Dienstag, den 11. April, an bis Von Dienstag, den 11. April, an bis Ende September wird der Neue botanische Garten in Dahlem Dienstag, Mittwoch und Freitag von 2 bis 7 Uhr nachmittags in derselben Weise wie Sonntag nachmittags Erwachsenen und den sie begleitenden Kindern von mehr als 10 Jahren zugänglich sein. Die Schiller- Feier im Berliner großen Rathaus- Festsaal, zu der die Stadtverordneten und der Magistrat von Berlin die Festräume des Rathauses zur Verfügung gestellt haben, wird im Bibliothetssaal eine Schiller- Ausstellung von Reliquien, Manuskripten Schillers, von Ansichten der Stätten, wo er gelebt hat, Porträts von Schiller, seinen Freunden und Verwandten, wichtige Ausgaben seiner Werke bieten. Das Goethe- SchillerArchiv zu Weimar u. a. haben Beiträge und Reproduktionen zur Ausstellung zugesagt. Hervorragende Dichterinnen und Damen der Gesellschaft gedenken in dieser Ausstellung die Repräsentation zu übernehmen. Vorort- Nachrichten. Charlottenburg. " Briefkaften der Redaktion.