Nr. 87. fltwnnfmentS'Bedlngunsni: Abonnements■ Preis pränumerando; »ierteljährl. 3,30 Mt, monatl. 1,10 Mk.. wöchentlich 23 Pfg, frei ins Haus. «wzelne Nummer S Pfg. EonntagS- nummer mit illustrierter Eonnlag». Vellage.Die Neue Welt" 10 Pfg. Post» Wonncment: 1,10 Marl pro Monat. Eingetragen w die Post.Zeitung». Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich. Ungarn 2 Marl, für das übrig- Ausland S Marl pro Monat. LS. Jahrg. Die TnferflonS'Gebflftr beträgt für die sechsgespaltene kolonel- zeile oder deren Raum 40 Psg., für politische und gcwerlschastliche Vereins- und BersammIungS-iinzeigeii 25 Psg. „Kleine Hnzetgcn". da? erste(fett« gedruckte) Wort 10 Psg., jedcS weitere Wort b Psg. Worte über 15 Buchstaben zählen sllr zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedillon abgegeben werden. Die Expeditton ist an Wochen- tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vornisttags geöffnet. CiHKlnt täglich außer Elontaai. Derliner Volksblertt. Telegramm-Adresse: „sotliliitalokrat Rennt", Zentralorgan der foztaldemokratifcben Partei Deutfcblands. Redaktion: SSl. 68, Lindenetrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Expedition: SSI. 68, Lindenstradee 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 198». Quittung. Im Monat März gingen bei dem Unterzeichneten folgende Partei beitrage ein:~ � y-™~ �. Aachen O. B. w,—. Berlin. Beltrage der Wahlkreise: 2. KreiS Igt».-(darunter: Tischlerei DunSky 20,-, weil nicht orgamsiertl,-). 3 Kreis 1300,—. 4. Kreis Südost 2500,—. 4. Kreis Ost 3000,— (darunter: Kranzüberschutz der Arbeiter der Finna Julius Pintsch. Andreasstrake 50,30, Maskenball der Maurer v. Frau P. 5,30, desgl. d. Berl. Arb.-K.-V.. ges. d. Mitgl. Zimmermann 2 55. Ueberschuh v. Ver- anügen de« 179. u. 180. Stadtbez. 100.—. Möbeltischlerei v. Köhlert, Pallisadenstr. 178 30.-. Andreas B. 30.-1, 6� Kreis 15000.- sdarunter: für ein nicht genehmigtes Grabstandchen der vereinigt. Sanaesbr. Moabit 10.—. Uebersch. V. Marzkranz der Arb. der Firma ... y_ vi cio or\ CYl w»■•« A B' Mister 1,—, Uebersch. der Kranzspende A.-E.-G.. Abt. K. F. 15,80, v. Saalinhaber f. eine Versammlung d. Z. V. d. M. D. Zgv. Berlin B. O. I d. H. Beier 15,—.) Berlin, diverse Beiträge: Jesuitenfeind 30,—. Von den Arbeitern und Arbeiterinnen der Buch- druckerei„Vorwärts", Abt. Buchbinderei 10,—. Rote Inseraten- aaenten durch Zietsch 15,10. Machetes 5,—. Mundharmonikaver, Svmphonie" 7,—. Von den Arb. d. Firma Raabe, Usedom- straüe 13,70. Dr. L. A. 100,—. Uebersch. v. Märzkranz v. d. Kollegen d. Maschinenfabr. Spanholz u. Wrede 6,—. Desgleichen v d Arbeitern der Firma Lange. Frankfurterstr. 22/23 22,35. Desgleichen von den Arbeitern der Firma Werner durch Tbomas 6 95. Desgleichen von den Arbeitern der Firma Möwes 2,15. Desgleichen v. d. Kollegen d. Elektrizitätswerkes Berg- mann Oudenarder- u. HennigSdorserstr. 83,65. Desgleichen v. d. Kollegen der Firma Ludwig Löwe. Maschinenbau 28.—. Putzer« kolonne Schulz. 12,—. Arbeiter v. Kehling u. Thomas 32,45. Märzkranzüberschuh v. d. Arbeitern der Firma A. Borsig, Tegel 252 75. Statt eines Märzkranzes von den Tischlern der Möbelfabrik Friedrich. Fruchtstr. 30 20,—. Fr. Herzog, Frieda 5.30. Munition zum Kampfe für Wahrheit u. Recht 4,—. Die Kontobucharbeiter v. Wedding 5.-. A. B. 50.-. P. S. 50.-. C. D. Guhrau 1.-. Mitglieder d. U.«Dr. 5.—. C. Gugelwitz 20,—. I. M. 1,—. Bon den Mitgl. de« Verbandes deutscher Buchdrucker im„Vorwärts" 100,—. BleiftegS Bierkasse 3,75. Gutenberg 57,20. Jule, Ritter- straße 85, 1. Quartal 1905 25,50. Jule II 11,80. Butzbach in Hessen 5,—. Buxtehude, von den Alten durch Weber 3,—. Bremen, von den Parteigenossen 500,—. Beuthen(Oberschl.), von den Partei- genossen 3,—, ges. am Biertisch 1,—. Sa. 4.—. Breslau, sozial- demokratischer Verein 150,—. Bern 50,—. Bunzlau-Lüben. sozial- demokr. Wahlvcrein drei Quartale 46,—. Cassel-Melsungen, Wahlkreis 50,—. Charlottenburg. Ueberschuß vom Märzkranz von den Kollegen d. Firma Zwiewsch u. Co. 16.—. Chemnitz.� V. drei Fackelbr. b. Königsbesuch 4,50. Crimmitschau, v. 18. sächsischen Wahlkreis, am Jahrestag der Aussperrung. 200,—(darunter v. Mitgl. des Turnvereins Cr. 1.—.) Charlottenburg, für die Agitatton 15,—. Dresden, Vermächtnis des verstorbenen Parteigen. L. S. an die Partei, abgeliefert d. Rudolf Kobitzsch 182,—. Dresden. 4. sächs. Reichstagswahlkr. Dresd.-Neust. 500,—. Durlach, von den Parteigenossen 100,—. Delmenhorst, v- 3- oldenkmrg. Reichstagswahlkreis 24.—. Erfurt- Schleus.-Ziegenr., Wahlkreis 25.—. Kallenberg(Oberschl.) 3.—. Fürth, Wahlverein 20.—. Gotha, durch den Vertrauensmann 30,—. Gera(Neufc), v. sozialdemokr. verein Reutz j.L. 150,—. Grabowsee. v. den Patienten der Lungenheilstätte 5,65. Desgleichen von„Vor- wärts"-Lesern der Lungenheilstätte Grabowsee 7,55. Gutschdorf b. Striegau 5,—. Hessen(Grohherzogt.), Landesorganisation 500,—. Hamburg, im Monat März in der Expedition des„Hamburger Echo" eingegangen 547,42. Kattowitz(Oberschl.), v. sozialdemokr. Verein 5,—. Kiel, R. 3,—. Luckenwalde, RusuS 5,—. Mannheim, sozialdemokr. Verein 200,—. Mariendorf, Uebersch. v. Märzkranz I. C.G. 15,65. München. Waldläufer 5.—. Nürnberg. Dr. S. 5,— Newarwich, L. 4,18. Ober-Schöneweide, ges. v. d. Modelltischlern der Deutschen NileS-Werke zur Erinnerung an die Märzgefallenen 11,55. Paris. Jos. Schr. 2.—. Rybnick(Oberschl.), von Parteigenossen 5.—. Seligen- stadt i. H., v. R. K. 5,—. Straßburg i. E.. Altvater 6,—. Stuttgart, G. 11. 10,—. Torgau-Liebenwerda, Wahlkreis durch d. Kreis- kassierer 25,—. Teltow-Beeskow-Charlottenburg, Sozialdem. Zenttal« wahlverein 250.—. Württemberg 100,—. Zwickau, Sozialdem. Verein 1000,—. Zeitz-Weißenfels-Naumburg. Wahlkreis 300_ Zeitz. Rckzhl. 500,-.'' Berlin, den 10. April 1905. Für den Parteivorstand: A. Gerisch, Lindensttaße 69. Die russische Kirche. Bon der Ferne ist es nicht leicht, den Umfang und die Be- deuwng des allgemeinen Auflösungsprozesses zu ermessen, in dem die russische Gesellschaft begriffen ist. Die altersrostigen Fesseln lösen sich auf, die kolossalen Mauern, die eine hundertjährige Arbeit in Anspruch nahmen, verfallen. Alles, was noch gestern Dogma war, ist heute niedergeworfen und zerttümmert. Die Wüste ist voller Leben, die tote Stille der Nacht wird verscheucht von dem Lärm der er- wachenden, fieberhast tättgen und kämpfenden Menschen. Den lang- samen, zähen Gang der eisernen Maschine ersetzte das Chaos des mächtig tind bunt emporkeimenden neuen Lebens. Es entstand eine ganze Welt von verschiedenen sozialen, geistigen, religiösen und nationalen Bestrebungen. Bedürfnissen und Kräften. Unter der undurchdringlichen Hülle des Despotismus erwachte das junge Rußland und ist im Begriffe, sich von jeglichem Drucke des weißen und schwarzen Terrors zu befreien. Mitten in der allgemeinen Anarchie und Verworrenheit ringt um die Existenz da« wahre Rußland des Volkes. Schon fühlt man das Rieseln seines heißen jugendlichen Blutes, aus dem Tosen der herübertönenden Stimmen treten immer deutlicher die Akkorde der politischen Ideologie seiner Klassen und Gruppen hervor. Und die mächtige Stimme des russischen Proletariats übertönt bereits den miß- klingenden Chor der bürgerlichen Klassen und Parteien, während die Lichter der Sozialdemokratie, entzündet über dem ganzen Antlitz der großen russischen Erde, in das bluttge Rot des Tagesanbruches zusammenfließen.... In den finsteren Zeiten der Reaktion, in der eisigen Nacht der absolutistischen Willkür sang der russische Dichter: Die Natter kriecht aus dem Versteck, Die Schlange erwacht im Sumpfe, Fürchte nichts, du unerfahrener Bruder: Die Natter kriecht— vor dem Tagesanbruch. Nun ist der Tag gekommen und die Nattern verschwinden nicht. DaS Volk, das zum neuen Leben erwachte, bemerkt mit Entsetzen und Abscheu, daß die Strahlen der aufgehenden Sonne sie nicht verjagen, daß sie sich vermehren und wachsen, um den letzten ver- zweifelten Kampf zu kämpfen. Ja, anstatt der Ungetiime, die der VolkeSzorn getötet hat. entstehen neue dunkle Mächte, denen ein zahlreiches Heer von Menschenhassern und Henkern folgt..-. *-* « Schon im Mittelalter leistete die russische Kirche dem russischen Zarismus unzählige Dienste. Als die russischen Zaren versucht hatten, die Gewatt, die sie den tatarischen Chanen entliehen, in einen Absolutismus des„christlichen Typus" zu verwandeln, fanden sie in der griechischorthodoxen Kirche alle Attribute der göttlichen byzanttnischen Macht. Schnell wurde in dem kirchlichen Laboratorium die griechische„GotteSgnade" hergestellt und den russischen Zaren verabreicht, schnell wurde die Legende der Herkunst russischer Fürsten von den byzanttnischen Caesarea zusammengefälscht, während die Salbung, die göttliche Weisheit und Gnade in ganzen Strömen auf die Häupter der russischen Zaren vom Himmel flössen. Es ist selbstverständlich, daß zum Lohne dafür Ketzer ver- brannt und Raskolnitt dem Tode geweiht werden mußten. Der alleinseligmachende Glaube richtete sich aus den ver- brannten Leichen der Sünder und in den Folterkammern des kirch- lichen Gerichte? auf. Nicht weniger selbstverständlich ist es, daß die Lossagung von allem Irdischen durch ungeheure Reichtümer der toten Hand entschädigt wurde, während das Enttee in das russische Paradies und die Erlösung der Sünder mit Häusern, beweglichem und unbeweglichem Gute bezahlt wurden. Die heiligen Bäter schoren mit großem Erfolge ihre Lämmlem, sorgten für das Seelen- heil, schufen innerhalb des Staates einen eigenen Staat und häuften Güter auf Güter. Es lag in der Natur der Sache, daß die Geist- lichkeit sich nun stark genug fühlte, um die ganze Macht an sich zu reißen und behufs des Seelenheils eine Theokratte(Pfaffen- Herrschast) zu schaffen, wie sie in Rom und im Westen Europas unter Gregor VII. herrschte. Die russischen Pattiarchen machten sich die römische Ideologie zu eigen und wagten sich an die Sünder auf dem Throne heran. Unter Peter I. und seinen deutschen Nachfolgern gestaltete sich die Sache etwas anders. Die Sorge für das Heil der Seele über- nahm der Staat selbst, die Kirchengüter wurden ausgeplündert, während die Kirche selbst zur Polizeibehörde wurde, die nebst der Gendarmerie den Thron zu stützen hatte. Das war umso leichter, als der gesamte religiöse Vorrat, der der Byzanz entlehnt wurde, aus Aberglauben und ritualen Gebräuchen bestand, während unter kirchlichen Formen Unwissenheit und heidnische Sitten blühten. Während zweier Jahrhunderte spielte die russische Kirche eistig ihre Rolle. Sie betete zum Zaren, vergötterte den Polizeistock, lieferte der weltlichen Gewalt geistliche Spione, Gefängniswächter und Henker, verfolgte die„Ketzer" und die„Andersgläubigen", quälte die„Verdächtigen" zu Tode in den Gefängnissen, überwachte die Klostergefängnisse fiir die„Rebellen", verfolgte die„Vagabunden", unterdrückte„Rebellionen" und machte Jagd auf die Heiligen unter den Raskolniks. In außerordentlichen Fällen rief sie die himm- lischen Armeen als Bundesgenossen der zarischen Soldateska an, ver- bannte und verfluchte die Volkshelden Pugatschow und Rasin, feierte Triumphe auf den Leichen der niedergeschossenen polnischen „Pane"(Herren) und russischen Bauern, jüdischen Handwerker und christlichen Arbeiter. Die russische Kirche diente eifrig und treu dem russischen Zaren, unterdrückte den steten Gedanken und das steie Wort, den religiösen Enthusiasmus und die Wissenschaft. Und damit die heiligen Väter nicht müde werden, die Rolle der'Henker und Unterdrücker zu erfüllen, wurde an Stelle des Pattiarchen der Synod eingerichtet, der Synode ein Oberprokurator und jedem Hierarchen ein Sekretär, der dem Oberprokurator untergeordnet war, beigegeben. Die gesamte Hier- archie wurde zu einer Organisatton gegenseittger Spionage aus- gebildet und auf dieser Basis richtete sich empor„das Tor des HeilS" für das russische Volk. » Der Oberprokurator, der von Mettopoliten mit Stab und Kreuz umgeben war. der über unzählige kirchliche Güter,„weiße" Popen und„schwarze" Mönche verfügte, erschien als Oberpriester von ttdischer Majestät, auf dessen Altar die ganze Armee gedungener und be- soldeter Pfaffen die Wahrheit, den alleinseligmachenden Glauben, das alleinige Heil darbrachten— alles auf Befehl des all- mächngen Ministers der geistlichen Polizei, des heiligen und mifehl- baren Oberprokurators. Der nissische Zar wurde zu einem mensch- lichen Gott erhoben und keii.e Opfer genügten diesem„Wal" oder .Welsewal" des russischen Christentums. Brutaler Götzendienst wurde verbreitet im Namen der polizeilichen Orthodoxie, das Blut des Volkes war das Abendmahl Christi für die Popen der Kirche. Und als der blutige Strom vom 22. Januar sich nach und nach über Petersburg, die Ostseeprovinzen, das Polenreich, über den Kaukasus, Kursk, Kasan, TomSk und andere Städte und Gebiete ergoß, da leistete das schwarze Departement seine größte und letzte Tat: Es segnete mit seinem Priesterworte das Tun der Gewalttäter und Mörder und verdammte als Verräter die Märtyrer der Freiheit; das schwarze Departement befürwortete den Kreuzzug gegen Kinder und Studenten. Intellektuelle und Liberale. Juden und Deutsche, Polen und Armenier..Haut sie— hieß eS in seinen Austufen—, die von den Japanern gekauften Spione I Haut sie, die Rebellen gegen den irdischen orthodoxen Gott! Haut alle, die Freiheit, Gerechtigkeit, steten Glauben und steies Handeln anstreben! Haut sie, die verfluchten Verräter der Kirche und des Vaterlandes I Haut sie zu Ehren der orthodoxen Kirche und ihres stammen Selbstherrschers I" Weiter konnte man nicht gehen. Der Kelch des Leidens war übervoll. Die Kirche in der Rolle des politischen Mörders und zynischen Henkers war so abscheulich, daß sogar zwei Jahrhunderte Disziplin nichts halfen und selbst Pobjedonoszelo es nicht mehr aushalten konnte. Das kirchliche Gebäude begann zu schwanken. Die schwarzen Massen wollten es zuerst nicht glauben und suchten die Urheber— sie plünderten und mordeten, wo sie nur konnten. Dann hielten sie inne in starrer Angst. Die Zeitungen verbreiteten ihre schmachvollen Taten über die ganze Welt. Die hetzenden Pfaffen kamen vor das Forum der öffentlichen Meinung. Die Hierarchie geriet in eine verzweifelte Lage. Alles was so geschickt mit Gebeten und der heiligen Schrift verhüllt lvar, trat an die Oberfläche und zeigte die Tiefe ihrer Verkommen- heit, den ganzen Schmutz und das ganze Verbrechen ihres Daseins. Jede Geduld ward erschöpft. Um sich zu retten, verriet die Hierarchie ihren Obersten, ihr Haupt. Sie, die bis zum Halse im Blute steckten, die auf Befehl der Regierung das Volk verleumdeten, machten die weltliche Gewalt zum Sündenbock und gebürdeten sich als Opfer des Oberproknrators, der sie verführt haben sollte. Die gehorsamen Polizisten des russischen Zaren erinnerten sich endlich, daß sie Priester sind und keine Gendarmen, daß sie Bischöfe sind und keine Provinzialbehörden der Geheim- Polizei. Innerhalb der Kirche selbst machten sich Streitigkeiten geltend. Jeder, der noch unter der Soutane eine Spur von Mensch- lichkeit bewahrt hatte, erhob sich gegen diese geistliche Bevormundung und schloß sich dem neuen freiheitlichen Rußland an. ES gab nur einen Ausweg'und der wurde auch benutzt: Die Kirche, die durch ihre Gemeinschaft mit dem Staate besudelt war, beschloß, um einem fürchterlichen Skandale aus dem Wege zu gehen, diese Beziehungen abzubrechen. Eine Organisation, die sich Jahrhunderte lang für nichts und wieder nichts der weltlichen Gewalt verkaufte, beschloß sich zu bessern und die verlorene Unschuld wiederzugewinnen. Die alte Sünderin besann sich auf ihr selbst und wurde schamrot. Der Synod forderte die kirchliche Freiheit.... Es unterliegt gar keinem Zweifel, daß die russische Kirche mit dem Patriarchat an der Spitze und an Vorrechten reich ihre Ge- schäste besser besorgen wird, als wenn sie in der Eigenschaft einer offiziellen Maitresse Seiner Majestät verbliebe. Diese freie und privilegierte Kirche würde für ihre Liebesdienste mehr bekommen können, als die frühere mißhandelte Magd der Regierung. Sie wird leichter ihren heiligen Schein und ihre sittliche Autorität austechterhalten. Sie tvird größeren Einfluß auf die Massen gewinnen Und offen den Bund mit dem mäßigen Nationalismus und der kleinbürgerlichen Reaktton eingehen. Indem sie sich für das steie Rußland vorbereitet, kündigt sie ihr Verhältnis mit dem Polizeidepartement, um sich in der VolkSverttetung Sitz und Stimme zu sichern. Das polizeiliche Christentum wird von dem KkerikaliSmuS abgelöst; neben der adeligen Rechten und dem bürger» lichen NattonalismuS entsteht eine neue Kraft des klerikalen Slawophilentum und der freien Verdummung des Volkes. Man kann schon jetzt voraussagen, daß Rußland nicht nur eine kirchliche Wiedergeburt, sondern auch Experimente des orthodoxen Sozialismus bevorstehen. Die Wiedergeburt der russischen Kirchlichkeit wird dennoch nicht ohne weiteres vor sich gehen. Zweihundert Jahre Dienstzeit unter' der Obhut der Oberpro knratoren gehen nicht spurlos vorüber. Achtzehn Millionen Roskolniki und Sektierer sind bereits aus dem Schöße der Kirche ausgeschieden, während nur noch durch die äußere Polizei- liche Gewalt Hunderttausende Untaten, Ketzer, Atheisten und Anders- gläubige an sie gefesselt sind. Wird der Glaube frei, so werden sich diese Elemente vor allem von der Kirche loslösen. Innerhalb der Geistlichkeit selbst entstand in der letzten Zeit eine radikale politische Gruppe, die der russischen Revolution einen Siyes schenken wird, wie sie ihr einen Gapon geschenkt hatte. Auf dem Boden des Christen- tunrs wuchs ein„Christlicher Bund des Kampfes" empor, dessen interessantes Programm auf das„Gepräge des Antichristt" hinweist, das dem Synod anhastet, dem„Unterdrücker und Kenner des russischen Volkes". In diesem Prograinm werden die Christen aufgefordert, die„Wahrheit von der Erde" zu offenbaren, die in dem„Wesen der christlichen Lehre liegt". Der Absolutismus wird„als die gott» loseste Aeußerung der weltlichen Gewalt bezeichnet, die sich gottes- lästerlich auf die Autorität der Kirche beruft, an denr Organismus des Volkes zehrt und alle guten Kräfte der Gesellschaft fesselt." In sozialökonomischer Hinsicht erstrebt der„Bund"„den Uebcrgang von dem individualistischen Besitz zum kollektiven gesellschaftlichen auf Grundlage der christlichen Liebe und gemeinsamer Arbeit". Der „Bund" fordert alle, die an Christus glauben, ohne Unterschied der Glaubensbekenntnisse und der Nationalitäten zu gemeinsamen Werken auf, da der Kampf gegen die„gottlos« weltliche Gewalt keinen nationalen, sondern internationalen Charakter trägt"... •• • „Die Nattern kriechen vor dem Tagesanbruch... Allein nicht nur die Nattern sammeln sich, nicht nur die dunkle» Machte des Pfaffentums und der Finsternis suchen sich in eine freie Bande zu organisieren, um ihr sürchtliches Werk zu verrichten— die Kräfte des erwachenden Volles sammeln sich um für daS eigene Wohl und die Freiheit zu streiten. Die schon längst verwundete russische land zu drängen. Jaurès schreibt in der„ Humanité" aus Anlaß Jeinen Teil der Ausführungen des Sozialdemokraten Ulrich als Reformation erzeugt in den Gefängnissen und in den fernen Wüsten der Behauptung eines Pariser offiziöjen Blattes, daß Deutschland ein gesundes Gegengift gegen das laute Lamento" bezeichnete,„ das Sibiriens Apostole des freien Gewissens, schon längst rüsten sich mit seiner marokkanischen Politik lediglich den Sturz Delcassés gerade die wohlhabendsten Kreise des Großherzogtums über die die russischen Sekten für den„ seligen" Chiliasmus, für das herbeiführen wolle: brückende Steuerlaft in Hessen" zu erheben pflegten. Eine solche Herr Delcassé hat hier ein plumpes, aber seiner Meinung kommunistische Reich und die soziale Brüderlichkeit. Es braucht nur nach sicheres Mittel gefunden, um unantastbar" zu werden. Ein Aeußerung, meinte Heyl, habe im Lande große Beunruhigung eine Bresche im Gefängnisse der religiösen Sklaverei geschlagen zu ähnliches Manöver hat seinerzeit General Boulanger bersucht erregt und sei geeignet, das monarchische Gefühl auf das schwerste werden, damit das freie Wort in mächtigen Strömen sich ergießt und und mit ihm auch eine Zeitlang Erfolg gehabt. Wann wird end- zu erschüttern!" die religiöse Bewegung in eine weltliche und soziale sich verwandelt. Die Zeit wird kommen, sie ist schon nahe, daß der verfolgte Seftierer dem zielbewußten sozialdemokratischen Proletarier den Blah räumen wird, dem Proletarier, der alle, die nach dem wahren Christentum lechzen, zum Kampfe gegen den niederträchtigen Feind führen wird. Der russische Klerikalismus wird auf viele starke und standhafte Feinde stoßen. Die Kirche, die sich durch zwei Jahrhunderte Polizeidienst mit Schmach bedeckt hatte, besitzt den Nimbus des französischen Katholizismus während der Revolution und der deutschen Katholiken während des Kulturkampfes nicht. Die russischen Revolutionäre hingegen kennen ihren Feind schon jetzt zu gut. Die russische Kirche wird sich nicht retten tönnen, wenn sie sich auch von Pobjedonoszew und Konsorten befreit. Je höher das Prinzip war, mit dem die Kirche ihre schmachvollen Taten schützte, um so schönungsloser wird die Strafe sein. Nicht umsonst lehrte die Kirche: Das Verbrechen gegen den heiligen Geist wird nicht verziehen! " lich die Unklugheit der französischen Diplomatie und eines Teiles. Nun erscheint plötzlich der„ rote Großherzog" auf dem Kampfder französischen Presse aufhören? Wann wird Herr Delcassé den platz und ermächtigt die amtliche Darmstädter Zeitung" zu der von ihm heraufbeschworenen Schwierigkeiten ins Gesicht sehen? Mitteilung, daß er nach Kenntnisnahme von den Verhandlungen Wann wird er die Ehrlichkeit und den Patriotismus haben, die der Ersten Kammer zum Staatsvoranschlag Anlaß nehme, dem Initiative zu den notwendigen Verhandlungen mit Deutschland Finanzminister v. Gnauth erneut fein volles Vertrauen, zu ergreifen und so die Folgen seiner Unbesonnenheit und Anmaßung wieder gut zu machen? Es ist um so dringender insbesondere auch sein Einverständnis mit der von Gnauth vernotwendig, alles Unbehagen und jedes Mißverständnis zwischen tretenen Staatssteuerpolitik auszudrücken." Frankreich und Deutschland zu zerstreuen, als unliebsame ZwischenSo stellt sich also auch der Großherzog auf seiten des Finanzfälle und verdächtige Machenschaften wie z. B. das vorgestrige ministers und last not least des Sozialdemokraten Ulrich. Er Scharmützel, zwischen französischen und algerischen Soldaten einer erschüttert dadurch zweifellos ebenfalls das monarchische Gefühl auf seits und den Truppen des Prätendenten Buhamara andererseits das schwerste". Heyl wird alle Mühe haben, das erschütterte die Marokkofrage zu verwirren drohen." monarchische Gefühl der hessischen Reichen wieder zu befestigen. zerbrechliches Ding. Es plagt, wenn es Steuern hergeben soll. Das monarchische Gefühl ist ein überaus empfindsames, leicht zerbrechliches Ding. Es plagt, wenn es Steuern hergeben soll. " bureau und ebenso unsere patriotischen" Beitungen fortdauernd sich Es ist höchst interessant, wie das offiziöse deutsche Depeschenauf die Aeußerungen der franzöfifchen Sozialdemokraten be rufen. Dieselben Leute, welche über Vaterlandslosigkeit der Veteranenbeihülfen. Der Bundesrat hat über die Gewähdeutschen Sozialdemokratie schreien, sobald wir die auswärtige rung von Beihülfen an Kriegsteilnehmer Bestimmungen Politik Bülows fritisieren, scheuen sich nicht, fich auf die„ Vaterlandslosen" der französischen Sozialdemokratie zu stützen, schriften in allen Bundesstaaten herbeiführen sollen. U. a. werden angenommen, die eine einheitliche Ausführung der betreffenden Vorobschon diese die auswärtige Politit ihrer Regierung aus völlig die Gesichtspunkte, nach denen ein Antragsteller wegen seiner Lebensanderen Gründen befehden als die deutschen Marokkolärmer. Daß führung der Beihülfe als unwürdig anzusehen sei, näher beſtimmt nur die unablässige Berufung auf die Stellungnahme der französischen und festgelegt. Es wird dabei ausdrücklich betont, daß sein poli. Sozialisten den Reichskanzler Grafen Bülowo nicht in den erschrecklichen Verdacht der Bundesfreundschaft mit der Sozial- isches Verhalten nicht mit in Betracht zu ziehen sei. Auch foll eine etwaige Bestrafung die Fürsorge nicht ohne demokratie bringt! weiteres ausschließen. Vielmehr sind zur Beurteilung dieser Frage einmal die Art und Schwere der begangenen Straftat, die seitdem verflossene Zeit und namentlich auch die spätere LebensDie Wirkung der Arbeitszeit- Verkürzung im österreichischen Bergbau. " Der ostasiatische Krieg. Von der Roschdjestwensky- Flotte. Während nach den gestrigen Meldungen anzunehmen war, daß die russische Flotte, die bereits in der Höhe von Muntot gesichtet worden war, sich in die Gewässer der Großen Sunda- Inseln begeben habe und von dort aus bersuchen werde, vom Osten her den Kordon der japanischen Flotte zu durchbrechen, liegt heute die Meldung vor, daß die in hezug auf die gesetzliche Festlegung der Arbeitszeit nicht ent- Bom Zentrums- Hausknecht. Abg. Frhr. v. Hertling wird in Die preußische Regierung hat den Forderungen der Bergarbeiter führung des Antragstellers entscheidend zu berücksichtigen. russische Flotte 10 Meilen nördlich von den Amamba- sprochen und die Kommission des Abgeordnetenhauses hat auch den der bayerischen Zentrumspresse wegen seiner gegen Dr. Heim Inseln Anfer geworfen habe. Die Amamba- Inseln be- sanitären Arbeitstag beseitigt. Selbstverständlich wird auch hier das gerichteten Bemerkung, daß jede Wirtschaft, also auch jede Partei, finden sich in der südchinesischen See, so daß es also alte Argument wiederholt, daß die Verkürzung der Arbeitszeit von einen Hausknecht brauche, daß es aber schlimm sei, wenn der scheint, als ob Roschdjestwensky den direkten Weg durch einer ebenso oder mindestens so großen Sentung der Leistung be- Hausknecht den Herrn spiele, mit Heftigkeit angegriffen. Nun hat der Präsident des bayerischen Abgeordnetenhauses Dr. das chinesische Meer borzöge. Da bei Saigon mehrere gleitet werden würde. Um so größeres Gewicht erlangen die Unter- auch japanische Kriegsschiffe die Russen erwarteten, ist es nicht aus- fuchungen über die Wirkungen des österreichischen Neunstundentages, b. Orterer zu dem Aufsatz des Frhrn. v. Hertling Stellung gegeschlossen, daß es schon in einigen Tagen zu Gefechten kommen der seit 1. Juli 1902 in gefeßlicher Geltung steht. Er ist bekanntlich eine nommen. Herr v. Orterer führte in einer Versammlung u. a. aus: Frucht des großen opfervollen Streits des Jahres 1900 und hat zum So kann kein Reichsrat sprechen, der weiß, was wir geschafft wird. Möglich ist freilich auch, daß die russische Flotte sich Kern die Vorschrift, daß die Schichtdauer intl. Ein- und Ausfahrt für haben. Der im Auffage gebrauchte Ausdruck" Hausknecht" an geteilt hat, und daß nur ein Teil sich anschickt, das füd- die beim Kohlenbergbau in der Grube beschäftigten Arbeiter doch wohl nicht auf eine bestimmte Person gemünzt sein, denn in chinesische Meer zu durchfahren, um dadurch die japanischen 9 Stunden täglich nicht übersteigen darf und zwar gilt als Schicht- diesem Tone spricht kein Reichsrat, der sich der höheren Schiffe von dem anderen Flottenteil, der wahrscheinlich dauer gemäß einer bei der Beratung im Parlament von der Regie- Diplomatie zuzuwenden bestrebt ist, über einen Fraktionsden Kurs nach Wladiwostock innehalten würde, abzuziehen. rung abgegebenen und feither vom Verwaltungsgerichtshof als rechts- follegen im Reichstage. Solchen Ausdruck gebraucht ja an und für Da muß ein Irrtum Vielleicht aber denkt. auch, wie wir schon vor einigen Tagen verbindlich anerkannten Interpretation die Gesamtschicht von sich sonst nur so ein gemeiner Plebejer". vermuteten, Roschdjestwensky einstweilen überhaupt nicht der Einfahrt der ersten bis zur vollendeten Ausfahrt der letzten unterlaufen fein, wir müßten uns sonst vorbehalten, uns unsererdaran, sich mit den Japanern in offener Seeschlacht zu Angaben in den größeren Betrieben Ein- und Ausfahrt der gesamten neue Skandal der Zentrumskollegen scheint sich ganz nett auszuFörderschale, so daß die effektive Arbeitszeit, da nach zuverlässigen seits über die Sache auch noch anderwärts zu unterhalten." Dieser messen, sondern zieht es vor, sich einstweilen in Französisch- Belegschaft mindestens 14 Stunde, im Marimum aber eine Stunde wachsen. Südchina in Sicherheit zu bringen. Die nächsten Tage werden dauert, für den überwiegenden Teil der Arbeiter weniger als Landwirtschaftskammer in Hessen. es ja zeigen. 9 Stunden, für einen beträchtlichen aber nur 8 Stunden Die Stärke der beiden Flotten beträgt. Wie nun diese Verkürzung der Arbeitszeit, die Aus Hessen wird uns geschrieben: Das Großherzogtum Hessen wird als erster Staat in Südwird folgendermaßen angegeben: Japan soll über 4 Linien- ein gewiegter Fachmann auf 13 bis 20 Proz. veranschlagt, auf die Die Zweite schiffe erſter Klasse, 1 Linienschiff zweiter Klasse, 8 gepanzerte darüber hat der Privatdozent Dr. Ludwig Sinzheimer in der Rammer hat den Gesetzentwurf angenommen. Die Zustimmung der Größe der Leistungen, auf die Ergiebigkeit der Arbeit einwirkt, deutschland eine Landwirtschaftskammer errichten. Streuzer, 13 Panzerdeck- Kreuzer, 5 ungedeckte Streuzer, Gozialen Braris" eine ungemein lehrreiche Darstellung gegeben, Ersten Kammer ist sicher. Die Vorlage baut die im Lande beſtehenden 19 Torpedobootszerstörer und 60 Torpedoboote verfügen, bie, und das erhöht ihren Wert, aus privaten Quellen geschöpft ist, landwirtschaftlichen Vereine gleichsam zu Zwangsorganisationen während die russische Kampfstärke 5 Linienschiffe erster auf Angaben der Unternehmer beruht. Es ist flar, daß die Unter- aus. Mitglied zu werden ist jeder Landwirt verpflichtet, der ein Klaffe, 6 Linienschiffe zweiter Selasse, 3 gepanzerte Streuzer, nehmer, welche dem Gesetz so heftigen Widerspruch entgegengesetzt Bermögen an landwirtschaftlich genutztem Grundbesitz oder an land8 Kreuzer mit Deckpanzer, 2 Hilfskreuzer( eventuell noch hatten und von ihm die ungünstigsten Wirkungen prophezeiten, die wirtschaftlichem Betriebskapital im Werte von mindestens 3000 m. mehrere weitere Hülfstreuzer) sowie 8 Torpedobootszerstörer Leistungszahlen eher zu niedrig als zu hoch einfeßen werden. Die sehr befigt, wobei jedoch der Wert von Hofreite und Wald nicht in und 3 oder 4 Kanonenboote beträgt. Danach besäße Rußland an lehrreichen Daten des Dr. Sinzheimer beziehen sich auf die Arbeits- Ansatz zu bringen ist. Da Hessen 133 840 landwirtschaftliche Betriebe Linienfchiffen erster und zweiter Klaffe eine nicht unerhebliche leistung in siebzehn Gruben des Ostrau- Karwiner Reviers vor und mit 434 730 Hettar Fläche im ganzen befigt, aber nur 75 234 Be nach der Durchführung der Berggesetz- Novelle. Die Erzeugung triebe ohne Hofreite einen größeren Wert als 3000 m. reUebermacht. Dabei ist aber zu berücksichtigen, daß die dieser Gruben beträgt fast die Hälfte der gesamten Produktion des präsentieren, so bleiben 58 606, aljo 43 Prozent aller japanischen Schlachtschiffe den russischen Schlachtschiffen an Dstrau- Karwiner Reviers, es wird also nicht leicht fallen, nachzu- Landwirte mit einer Fläche von über 22 000 ettar Größe überlegen sind, und daß die russischen Linienschiffe weisen, daß, was von der einen Hälfte des Reviers gelte, nicht auch der Landwirtschaftskammer zweiter Klasse einen recht fragwürdigen Gefechtswert befizen. für die andere Hälfte zutreffe. Man beachte nun folgende Tabelle: Schlucker haben nichts mitzureden, natürlich auch nicht mit zu beDie Kreuzerflotte der Japaner ist der der russischen weit überlegen, ebenso haben der Torpedoflottille der Japaner die Russen auch nichts annähernd Gleichwertiges entgegenzusehen. Die russische Flucht nach Zieling Der Grube 12345678901234 Leistung per Schicht der Grubenarbeiter ( Leistung im Jahre 1899= 100) 1900 94,0 95,1 109,1 96,0 1901 1902 1903 83,1 94,0 89,2 77,7 92,2 96,1 109,1 87,9 84,8 101,2 108,4 98,0 112,3 106,0 116,5 92,1 100,0 90,2 111,7 106,5 98,4 111,4 96,5 93,0 DHIA 100,0 100,0 94,7 100,0 100,0 82,7 89,9 89,4 110,8 104,5 92,6 107,3 107,6 99,2 105,6 95,3 ausgeschlossen. Also von die kleinen zahlen. Aber immerhin werden rund 65 000 Landwirte, welche sich bisher um Drganisationen nicht bekümmerten und für dieselben fein Opfer brachten, in diese Organisation hineingezwungen. Bezüglich der Beitragspflicht ist bestimmt: Die Umlage darf in der Regel 20 f. auf 1000 m. des der Umlage unterliegenden Vermögens nicht übersteigen. Der Mindestbeitrag, der auf einen Umlageschildert ein Kriegsberichterstatter im„ Tag" folgendermaßen: pflichtigen entfällt, ist 50 f. Die Wahl zur LandwirtschaftsDas, was ich im Laufe weniger Stunden von den Augenfammer ist eine indirekte. Nur unfere Genossen und zeugen der Mukdener Schreckenstage gehört habe, das läßt sich mit zwei Antisemiten stimmten gegen diesen Wahlmodus, der von der der Feder nicht wiedergeben. Man muß die Stimme, den Tonfall aus Zentrum und Nationalliberalen bestehenden Mehrheit damit dieser Aerzte, dieser Schwestern gehört haben, um sich von der verteidigt wurde, daß hierdurch der Wahlmechanismus vereinfacht Nervenerschütterung, der Aufregung dieser Leute einen Begriff zu werde. Die Landwirtschaftskammer übt öffentliche Rechte aus und hat machen. Und doch waren sie schon 4-5 Tage unterwegs. Thre die Berechtigung, mit den Behörden direkt in Verbindung zu treten. Berichte übertrafen die schlimmsten Erwartungen. Als Hülfsorgane der Landwirtschaftskammer zur Erledigung wirt Rückzug von Mukden war eine wilde, panit schaftlich- technischer Fragen sollen in jeder der drei Provinzen ein artige Flucht. Es war wie ein Ameisenhaufen, der ausSonderausschuß mit 30 Mitgliedern, sowie Bezirksausschüsse und einanderstob. Jede Zucht, jede Disziplin war aufVertrauensmänner tätig sein. Die Zahl der Kammermitglieder gelöst. Die Soldaten weigerten den Gehorsam. Und dieser wirre Knäuel, er wurde von zwei Seiten von Japanern beschossen. wurde auf 45 festgesetzt, wovon jede Provinz 15 zu wählen hat. In der Generaldebatte über die Vorlage wurde vom Genossen Die Pferde scheuten, rissen aus, überfuhren die Fußgänger... Ulrich die prinzipielle Zustimmung der Sozialdemokratie ausEs war eine völlig desorganisierte Horde, die am gedrückt. In Hessen hätten jetzt die Kaufleute, Gewerbetreibende 27. und 28. Februar( a. St.) in Tieling anlangte. Die Ver- Diese Tabelle ist außerordentlich lehrreich. Man sieht auf den und Landwirte ihre staatlich anerkannten berufsständigen Dr wirrung war vollständig. Die Regimenter, ja selbst die ersten Blid, daß die Unternehmer mit der Verkürzung der Arbeits- ganisationen. Die Sozialdemokratie verlangt, daß die Regierung größeren Verbände waren völlig zersprengt und zeit ein gutes Geschäft gemacht haben. Die Leistungen im endlich Gerechtigkeit übe und auch den Arbeitern eine Vermußten mit allergrößten Anstrengungen erst zusammengefunden Jahre 1902, in dem das Gesetz in Straft getreten ist, müssen außer tretung schaffe. Mit den Vertröstungen auf das Vorgehen des werden. Wie schnell die Reorganisation gelingen wird, können Betracht bleiben, da sie zum Teil in der längeren, zum Teil in der Reiches, wie sie die hessische Regierung wiederholt vorbringe, wir hier nicht beurteilen. In diesem Wirrwarr erschien es fast fürzeren Schicht erzielt wurden. Erst im Jahre 1903 konnte die könnten wir uns nicht länger abspeisen lassen. Hessen möge in wie ein Wunder, als Linewitschs Armee in vollster Wirkung der Herabjegung der Schichtdauer sich voll entfalten, und dieser Frage voran gehen. Ordnung mit Fahnen und flingender Musik in da zeigt sich mun, daß bei allen Gruben, mit Ausnahme von Tieling einzog. Das ist der Kern, um den sich die leberrefte von Kuropatkins einst stolzem Heere sammeln werden." Japan über die Fortsetzung des Krieges. 15 16 17 100,0 100,3 100,0 100,0 109,9 81,6 97,5 98,3 89,0 100,0 110,5 107,0 86,8 86,3 78,5 92,6 94,3 110,4 zweien, einzelne Jahre der Zehnstundenschicht geringere Leistungen Straßburg, 11. April.( Telegr.) Der Landesausschuß nahm aufzuweisen haben als das Jahr 1903 mit seiner furzen Schicht. Heute das von der Regierung eingebrachte Gesetz betreffend das Für die Grube 6, die eine der beiden Ausnahmen, konstatiert die Unter- Vereins- und Versammlungsrecht in dritter Lesung in der nehmung übrigens selbst, daß die Leistungsminderung lediglich ursprünglichen Fassung der Regierungsvorlage an. In der zweiten Tokio, 11. April.( Meldung des" Reuterschen Bureaus".) darauf zurückzuführen sei, daß die Förderung infolge der größeren Lesung war die Vorlage in einer Bestimmung über die Geschäfts-. Japan ist dabei, dem russischen Plan der Reorganisation Ausdehnung der Förderwege eine umständlichere wurde". Bleibt sprache der Vereine geändert worden. Es hatte in der Regierungsder Armee in der Mandschurei durch umfassende Vor- Grube 14, bei der ein beträchtlicher Rückgang zu verzeichnen ist vorlage geheißen, für öffentliche Kundgebungen der Vereine sei für bereitungen zu begegnen, indem es die gegenwärtigen( 1900: 100, 1903: 81,6). Aber ohne Aenderung der Arbeitszeit- das französische Sprachgebiet der Mitgebrauch der franzöfifchen Einheiten verdoppeln und stellenweise verdreifachen will. Man verhältnisse ist zum Beispiel die Leistung in Grube 2 von 100 im Sprache gestattet. Statt dessen war nach einem Antrage Blumenthal nimmt an, daß im Herbst die japanischen Streitkräfte über eine Jahre 1899 auf 77,7 im Jahre 1901 zurückgegangen, wie denn in der zweiten Lesung eine Fassung angenommen worden, nach überhaupt ein Blick auf die beiden ersten Spalten der Tabelle zeigt, welcher der Mitgebrauch fremder Sprachen überall gestattet sein Million start sein werden, einschließlich der tatsächlichen Feldarmee wie sehr unter der ungestörten Herrschaft des Behnstundentages die foll. Zu Beginn der heutigen Sigung erklärte Staatssekretär von 700 000 Mann. Die Japaner sind überzeugt, daß sie Charbin Leistungen von Jahr zu Jahr schwanken. Dr. Sinzheimer ist durch- v. Köller, das Gesetz sei mit dieser Abänderung für die Regierung nehmen und besetzt halten und gleichzeitig gegen die Russen im aus im Recht, wenn er erklärt, daß im wesentlichen den österreichischen unannehmbar, er bitte das Haus, die Regierungsvorlage wiederOften operieren können. Unternehmern die verkürzte Schicht mindestens dasselbe Produktions- herzustellen. Abg. Preiß brachte einen Antrag in diesem Sinne quantum lieferte wie früher die gleiche Arbeiterzahl bei längerer ein, der mit großer Mehrheit angenommen wurde. Die Gesamts Schicht", und daß man sich eher einer Unterschätzung als einer abstimmung über das Gesez ergab dann einstimmige Annahme desUebertreibung der günstigen wirtschaftlichen Resultate der Verkürzung selben. der Schichtdauer schuldig macht, wenn man sagt, daß die Verkürzung Politische Ueberlicht. Berlin, den 11. April. Zur Marokkofrage. " Im Erbschaftsprozeß Bebels hat, wie aus Im gemeldet wird, der Schicht die Höhe des auf den einzelnen Arbeiter täglich ent- die unterlegene Partei Kollmann Berufung gegen das Urteil des fallenden Produktionsquantums unberührt gelassen hat". Landgerichts eingelegt. Südwestafrikanische Verluste. Der Berliner Standard"- Korrespondent will aus amtlicher Quelle erfahren haben, daß zwischen dem Deutschen Reiche und Ein Großherzog gegen das monarchische Gefühl. Marokko ein Vertrag abgeschlossen worden ist, in welchem dem Der Wormser Lederbaron v. He hI ist Mitglied der hessischen Berlin, 11. April. Ein Telegramm aus Windhut meldet: Reiche neue Küstenfchiffahrtsrechte zugestanden sind. Der Pairs- Kammer. Weil das hessische Ministerium to the Gnauth am 31. März 1905 bei Keibub auf Patrouille gefallen: Vertrag bedeute aber feinerlei Monopol, sondern sichere nur dasselbe zum größten Merger des Wormser liberalen" Sozialpolitikers und Reiter Johann Edersberger, geboren am 26. Juli 1882 Recht, das andere Staaten in Maroffo genießen. Die gestrige, durch den„ L. A.“ verbreitete Meldung, daß der Bauernlegers die Wahlrechtsreform einbrachte und auch schon andere zu Wendelstein; Reiter einrich Ebner, geboren 8. Oftober 1882 italienische Minister des Auswärtigen die Vermittelung Italiens in" Sünden" auf dem Gewissen hat, so läßt Heyl keine Gelegenheit 34 Kembs; Reiter Josef Groß, geboren zu Neustadt D.-S. Am 2. April 1905 im Gefecht bei Sandmund gefallen: VizeAussicht gestellt habe, wird jetzt aus Rom als völlig erfunden bergehen, den Erzellenzen feine Ungnade zu dokumentieren. Anläßlich feldwebel Hugo Nobel, geboren am 13. Mai 1877 zu Dümpfen; bezeichnet. der Etatsberatungen der Ersten Kammer griff Heyl den Reiter Richard Heinze, geboren am 23. Januar 1882 zu Maltsch, Die französischen Sozialisten fahren fort, den Finanzminister Doktor Gnauth heftig an, weil der am 8. April 1905 im Lazarett Windhut am Typhus gestorben; Minister Delcaffé zur Aufnahme von Verhandlungen mit Deutsch selbe bei der Etatsberatung in der 8weiten Kammer Gefreiter Robert Schröter, geboren am 28. April 1879 zu Diedorf, am 7. April 1905 im Lazarett Kaltfontain an Typhus, gestorben. Nachträglich gemeldet: Jm Gefecht bei Aub am 11. März 1905 gefallen: Reiter Gottlieb Baehr, geboren am 14. Juli 1882 zu Doktorowo. Die Behandlung der Witbois. Hus der Partei. Aus Amerika. stärkeren Streites, als je vorher in den betreffenden Gewerk Die Einwanderung. Seit einiger Zeit nimmt die Einwanderung schaften herrschten. Und doch glauben wir fest und unwieder bedeutend zu. Aus Rußland allein kamen in den sechs erschütterlich an das endliche Kommen einer Einigung, weil Monaten vom 1. September 1904 bis 1. März 1905 nicht weniger diese Einigung eine Notwendigkeit ist. als 84,766 Personen an. Im leßten. Kongreß hatte der Abgeordnete Bekanntlich besteht auch unter den Berliner Adams eine Bill vorgelegt, nach welcher nicht mehr als 80 000 Per Töpfern der Gegensatz zwischen Lokal- und Zentralfonen aus einem fremden Lande während eines Jahres in Amerika Unsere südwestafrikanischen Ansiedeler verbreiten seit langem die Auf- Aufnahme finden sollten. Adams wird dem nächsten Kongreß denselben Organisation, der gerade in diesem Berufe eine leider befaffung, daß die ganze Südwestafrika- Politit des Oberst Leutwein eine Vorschlag machen, der zwar nicht angenommen werden wird, aber doch sonders schroffe Form annahm. Gegenwärtig erscheint mun grundverkehrte gewesen sei. Er habe nicht nur durch seine Nachgiebigkeit die Besorgnis zeigt, mit welcher viele Amerikaner auf die starke die Arbeitsnachweisfrage berufen, eine Andie Hereros zum Aufstand veranlaßt, sondern er sei auch schuld an der Einwanderung blicken. Jm Monat Februar famen in New York näherung zwischen beiden Organisationen Erhebung der Witbois, denen nicht rechtzeitig die gepanzerte Faust ge- 67 117 Einwanderer an. Die Zurückveisungen bei der Landung sind in die Wege zu leiten. In einer gut besuchten Versammlung zeigt worden sei. Als Mitschuldiger Leutweins wird der Bezirksamtmann feltener geworden, trotzdem es heißt, daß die bestehenden Vorschriften der Berliner Verbandsfiliale, die am Montag im Gewerkschaftsb. Burgsdorff bezeichnet. Burgsdorff versuchte bekanntlich, als er den nicht weniger streng zur Geltung gebracht werden, z. B. daß jeder Hause stattfand, wurde auf Anregung des Filialvorstandes Brief Hendrit Witbois, der den Krieg erklärte, empfangen hatte, den 50 Dollar Bargeld mitbringen muß. Die deutsche Einwanderung ist über die Beseitigung der Mängel des Verbands- Arbeitsnachweises Häuptling der Witbois durch eine persönliche Aussprache von Ge- auch stärker geworden und man erwartet eine erhöhte Zunahme, walttätigkeiten abzuhalten. Er ritt trotz der empfangenen Kriegs- wenn erst die deutschen Handelsverträge in Kraft treten, weil da eingehend beraten. Der Verband hatte seinerzeit, als die Töpfererklärung unbewaffnet in das Lager der Witbois, nur auf seine durch den Arbeitern das Leben schwerer gemacht wird im deutschen innung aus dem paritätischen Arbeitsnachweisverhältnis austrat, den Nachweis selbständig übernommen und jedes Mitglied zu persönliche Beliebtheit und Autorität vertrauend. Bevor es ihm Vaterlande. deffen Benutzung verpflichtet. Nun hat aber auch der Lokalverein jedoch gelang, mit Hendrik Witboi selbst eine Aussprache herbeizuführen, wurde er von den Aufständischen niedergeschossen. Diese einen eigenen Arbeitsnachweis, ebenso die Innung. angeblich ungeheuerliche Vertrauensseligkeit ist von den Ansiedeler dieser Zersplitterung und der Rivalität beider Organisationen treifen dem Hauptmann v. Burgsdorff und dem Oberst Leutwein zum Vorwurf gemacht worden. In den Berliner Neuesten Die Schiller- Nummer der Buchhandlung Vorwärts ist abermals ergaben sich nach und nach, besonders während der ungünstigen Konjunktur des vergangenen Winters, unleidliche Zustände, Nachrichten" legt jedoch ein Kenner Verhältnisse, ein vergriffen, nachdem auch der Nachdruck von 6000 ExemplarenHauptmann a. D. b. Bomsdorf, eingehend dar, Bomsdorf, eingehend dar, daß Gesamthöhe der Auflage 96 000 ausverkauft ist. Nur bei größeren die vor allem den Arbeitgebern als lachendem Dritten zugute Deswegen wurde von den verschiedensten Disdas Verhalten speziell von Burgsdorffs keineswegs ein un- Neubestellungen fann ein weiterer Nachdruck veranstaltet werden. tamen. kussionsrednern befürwortet, ein anderes Verhältnis zu besonnenes und vornherein aussichtsloses gewesen sei. Aufträge sind baldigft an die Buchhandlung Vorwärts zu richten. den Lokalisten herbeizuführen, weil der gegenwärtige Herr seinein v. Burgsdorff sei ein Vertrauter Hendrik Witbois Die Errichtung eines Arbeiterfekretariats ist in Dresden endgewesen. Seine Aufgabe, das kriegerische Hottentottenbolt während gültig beschlossen worden. Das Sekretariat wird wahrscheinlich am Zustand eine Gefahr für den Bestand der einer Beitdauer von acht Jahren zur friedlichen Seßhaftigkeit zu ver- 1. Juli eröffnet werden. Organisation in sich berge. Als notwendig anlaffen, habe er glänzend erfüllt. Sein diplomatisches Geschick und seine Das Arbeitersekretariat Düsseldorf befindet sich nicht mehr Beschlusses, mit Lokalisten nicht zusammenzuarbeiten; gleichbezeichneten mehrere Redner eine Aufhebung des früheren torrefte Haltung hätten ihm einen bestimmten Einfluß auf Hendrik Witboi Die Adresse ist deswegen gewonnen. Das Vertrauen des alten Häuptlings in den Bezirksamtmann Bergerstr. 8, sondern Kasernenstr. 67a. fei unbegrenzt gewesen, selbst bei persönlichen Angelegenheiten, beim sorgfältig zu beachten, weil in Düsseldorf noch ein christliches und zeitig empfahlen sie die Einrichtung eines gemeinsamen Arbeitsnachweises beider Organisationen. Rauf eines Pferdes oder Rindes, eines Stüd Landes habe er den ein Hirsch- Dundersches Arbeiterfekretariat besteht. Nach langer, teilweise recht heftiger Debatte, die mehrfach ein Bezirksamtmann zu Rate gezogen. Auf Grund dieser Vertrauensstürmisches Echo in der öfter äußerst unruhigen Versammlung stellung sei es denn auch erklärlich, daß Herr v. Burgsdorff Aus Induftrie und Handel. noch Augenblick nach fand, wurde sodann beschlossen, den Arbeitsnachweis in seiner Letzten Empfang der Striegseinmal versucht habe, die Aufständischen jezigen Form vorläufig noch bestehen zu lassen. Alsdann erklärung noch durch sein Die Substription auf die neue 3½ prozentige Reichsanleihe kann wurde der Altgeselle beauftragt, möglichst noch im Wort bon der Eröffnung der Feindseligkeiten abzuhalten. v. Burgsdorff habe auf dem Standpunkte eines ver- als bedeutender Erfolg gelten. Obgleich durch die Bestimmungen Laufe dieser Woche eine öffentliche Töpferständigen Kompromiffes zwischen Weißen und Schwarzen gestanden, über die Sperrverpflichtung die spekulativen Zeichner von der Be- bersammlung einzuberufen, um mit dem Daher das Vertrauen, das ihm die Hottentotten entgegengebracht teiligung zurückgehalten wurden, ist trotzdem der Betrag von Lokalverein gegenseitige Vereinbarungen hätten. Uebrigens sei nicht sei nicht nur bei den Eingeborenen, 300 millionen Mark fünfzehnmal überzeichnet worden, das heißt es anzubahnen. sondern auch bei den weißen, sowohl den Kaufleuten wie den wurden 42 Milliarden Mark angeboten. Allein die Anmeldungen, Weiter wird uns geschrieben: Die Einigungsverhandlungen Farmern, Buren und Schutztruppen- Angehörigen, nur eine Stimme vorhanden gewesen, daß sie sich einen besseren Bezirks- welche die Sperrberpflichtung bis zum 15. Oftober d. J. sowie die zwischen dem Berliner Gewerkverein und der Zentralamtmann hätten wünschen können, als Herrn v. Burgsdorff. Bedingung der Eintragung in das Reichsschuldbuch akzeptieren, stellen Organisation der Steinsetzer und Berufsgenossen fanden Das kühne Vorhaben des Bezirksamtmanns sei ja mißglückt, aber sich auf beinahe 150 Millionen Mark, und zu diesen kommen dann in der am Sonntag abgehaltenen Generalversammlung des wenn es geglüdt wäre, so hätte man ihm diesen Schritt nicht noch die Anmeldungen mit bloßen Sperrberpflichtungen im Betrage Gewerkvereins der Berliner Steinsetzer einen beals Fehler angerechnet, sondern ihn als eine heroische Tat von umgefähr 420 Millionen Mart, so daß voraussichtlich die friedigenden Abschluß. Der Vertreter des Verbandes, gefeiert. Aus diesen Darlegungen geht jedenfalls hervor, daß die Politik Beichner auf freie, nichtgesperrte Stücke bei der Zuteilung ganz leer Steinseher Paul Schenke, referierte über die politische und ausgehen werden. wirtschaftliche Arbeiterbewegung. Nach eingehenden Darlegungen der Leutwein und Burgsdorff durchaus teine Illusions= Der größte Betrag ist wieder in Berlin gezeichnet, dann folgen über die Verhältnisse im Steinfegergewerbe empfiehlt Redner politit war, sondern eine mit den Verhältnissen streng rechnende Kden Mitgliedern des Gewerkvereins, in corpore zum Verband Realpolitik, solange nicht die Kolonialabenteurer diesen Leuten ihr Frankfurt a. M. und Hamburg. Konzept verdarben. Durch welche Umstände der Hereroaufstand Eine neue Verschmelzung von Elektrizitätsgesellschaften. Der überzutreten. Nach sehr reger fachlicher Diskussion beschloß hervorgerufen wurde, braucht ja nicht mehr erörtert zu werden. Konzentrationsprozeß in der Elektrizitätsindustrie hat zu einer neuen die Versammlung mit großer Majorität, dem Auch die Witbois würden niemals daran gedacht haben, sich gegen Fusion zweier bekannter Elektrizitätsgesellschaften geführt. Wie aus Verbande beizutreten. Zur Regelung innerer AnDeutschlands Souveränität aufzulehnen, wenn ihnen nicht durch die Köln gemeldet wird, haben die Verwaltungen der Firma Felten gelegenheiten wird noch eine Geschäftskommission gewählt. Kolonialhetzer und Renommiſten in Südwestafrifa die Entwaffnung u. Guilleaume, Cartswert Aktiengesellschaft, Mühlheim a. Rh., und Nachdem Schenke die Minorität in follegialer Weise ermahnt und vollständige Berstlavung angedroht worden wäre! Erst die Furcht der Elektrizitätsgesellschaft vorm. W. Lahmeher u. Co., Frant hatte, den Mehrheitsbeschluß nach ruhiger Ueberlegung gleichvor der vollständigen Entrechtung und Niederwerfung trieb die furt a. M., vorbehaltlich der Genehmigung der zum 4. Mai ein falls sich zu eigen zu machen, schloß die harmonisch verBitbois in den Aufstand. Wäre man in Südwestafrika, der Politik zuberufenden beiderseitigen Generalversammlungen eine Vereinbarung der Leutwein und Burgsdorff treu geblieben, hätte man nicht die bahin getroffen, daß die Fabrikationsabteilung der Attiengesellschaft laufene Versammlung. Eingeborenen zu vertreiben und zu versklaven gesucht, so wäre und Lahmeyer mit der Gesellschaft Fetten u. Guilleaume, deren Firma das Dreihundertmillionen- Abenteuer erspart geblieben. im Hustand. Frankreich. am D'Estournelles, bekanntlich der hervorragendste Friedenspropagandist Frankreichs, hat zwar eine Schiedsgerichtsgruppe von 250 Mitgliedern der französischen Stammer und des Senats zu gründen vermocht, allein wir bezweifeln sehr, daß es ihm gelingen wird, mit seinem gutgemeinten Vorschlag den nötigen Anilang zu finden. So lange noch die ökonomische Möglichkeit des Wettrüftens für die rivalisierenden Staaten besteht, wird die Stimme der Vernunft und Humanität verhallen! " " Berlin und amgegend. Die Tarifbewegung der Stuftatenre. in Vereinigte Felten u. Guilleaume- Lahmeyer Werte, Aktiengesellschaft" umgewandelt wird, vereinigt averden foll. Bur Durchführung der Verschmelzung wird die Gesell- Am Montag fand in Dräsels Festfälen eine außerordentliche schaft Felten u. Guilleaume ihr Attienkapital von 36 Millionen Mart Generalversammlung der hiesigen Filiale des Stuffateurverbandes auf 55 Millionen erhöhen, wodurch gleichzeitig eine Verstärkung statt, die den großen Saal famt der Galerie bis auf den letzten der Betriebsmittel stattfindet. Die neu auszugebenden Aftien werden Platz füllte. Der Vorsigende Krebs berichtete über den Stand der Für Einhalt des internationalen Wettrüftens. zu 110 Prozent frei von Kosten berechnet und nehmen schon Bewegung. Tarifverhandlungen haben noch immer nicht stattBaris, 11. April. Der Senat trat heute vormittag in die Be- für das laufende Geschäftsjahr an den Dividenden teil. Die beider- gefunden, jedoch haben die Unternehmer den von ihnen auscatung des Marinebudgets ein. D'Estournelles legt gegen eine Ber- feitigen Vorstände bleiben dem Unternehmen auch weiterhin erhalten. gearbeiteten Tarif zurückgezogen und find num bereit, auf GrundAm vorigen Mittwoch sollte mehrung der Aufwendungen für die Flotte auf Kosten derjenigen Nach dieser Meldung geht die Lahmeyer- Gesellschaft nicht völlig lage des alten Tarifs zu verhandeln. für dringende produttive 8wede Verwahrung ein und an die Aktiengesellschaft Felten u. Guilleaume über, sondern nur die eine gemeinsame Sigung der Schlichtungskommission stattfinden. führt aus, die Herrschaft zur See tönne nur einer Vereinigung Fabrikationsabteilung mit ihren Vorräten und Ausständen. Wie Die Bertreter der Arbeitgeber erschienen jedoch nicht; sie entbon Völkern gehören. Eine folche Bereinigung müsse vor hoch sich diese belaufen, ist nicht bekannt, da die Lohmeyer- Gefell- fchuldigten sich später mit Strankheit und ähnlichen hinderungsbereitet werden. Er sei überzeugt, daß man durch ein inter- fchaft für das legte Geschäftsjahr noch keine Bilanz veröffentlicht hat. gründen. Nun ist zu Dienstag, den 11. April, nachmittags, eine bor dem Gewerbegericht anberaumt worden und, nationales Uebereinkommen die Rüstungen gerade so regulieren Ende 1903 standen die Fabrikanlagen mit 4,75 Millionen, die Vor- Sizung bersichert wird, haben Redner weist auf das Beispiel räte mit 6,65 Millionen Mart zu Buche, während die Gesamt wie die Abdie Arbeitgeber fönne wie die Zuderbesteuerung. Argentiniens und Chiles hin, denen es gelungen fei, Feind ausstände auf 13,1 Millionen Mart angegeben wurden, von welcher ficht, den Tarif zu verschlechtern, aufgegeben und scheinen. seligkeiten zu vermeiden, als sie schon Vorabend Summe jedoch nur etwa die Hälfte auf die Fabrikationsabteilung auch geneigt, einige Verbesserungen für die Werkstattarbeiter aneines Stampfes standen, und auf England und Rußland, tommen dürften. Als Entschädigung für diese Abtretung soll die zuerkennen. Da man nun annehmen muß, daß die Arbeitgeber zu die den Huller Zwischenfall auf friedlichem Wege beigelegt hätten. Lahmeyer- Gesellschaft, wie Stölner Blätter wissen wollen, 15 Millionen einer friedlichen Regelung der Tariffrage bereit sind, empfahl der England und Frankreich tönnten die Initiative Mart Aktien der Firma Felten u. Guilleaume erhalten, deren Wert, Referent, das Ergebnis der Verhandlung abzuwarten und in der am zu einem solchen Schritt ergreifen. Es würde un- zum vereinbarten Kurfe von 110 Proz. berechnet, sich auf 16,5 Millionen nächsten Montag stattfindenden Generalversammlung darüber zu beentschuldbar sein, einen Versuch zur Herbeiführung eines Ein- Mark stellt. Die Lahmeyer- Gesellschaft wird also zu einer bloßen schließen. Das bisherige Verhalten der Arbeitgeber wurde als ein verständnisses zwischen beiden Ländern zu unterlassen. Der Senat Finanzgesellschaft, deren Besit sich nach der Durchführung der Fusion Beichen dafür aufgefaßt, daß die Arbeitgeber die Absicht haben, die möge seinen Einfluß aufbieten, um der Regierung, der Kammer aus dem früheren Wertpapierbestand( der am 31. März 1904 in den Arbeiter von dem durch den Tarifvertrag vorgeschriebenen Weg abund allen Parlamenten einen die Angelegenheit fördernden Finger- Rechnungsabschluß mit 20 980 006 M. eingestellt worden ist), dem zudrängen. Darauf deutete auch eine am 4. April in der„ Boss. zeig zu geben. Buchwert der eigenen Werke"( im vorigen Jahre 8 745 886 m.), Beitung" erschienene Notiz hin, in der in altbekannter Manier von einem Teil der Ausstände und den oben erwähnten 15 Millionen einem leichtfertig heraufbeschworenen Lohnkampf" die Rede ist und Mart Attien der Firma Felten u. Guilleaume zusammensetzen wird. die Architekten, Baumeister, Baugeschäfte, städtischen und staatlichen. Die Attiengesellschaft Felten u. Guilleaume übernimmt dagegen Behörden um ein sympathisches Verhalten für die hart bedrängten die. Fabrikationsabteilung der Lahmeyer- Gesellschaft nebst Waren- Arbeitgeber ersucht werden. Der Referent verlas die Notiz und widerlegte vorräten und Ausständen und erhält außerdem den Betrag für fie, indem er rein fachlich den bisherigen Verlauf der Bewegung 4 Millionen Mark Attien zu neuen Betriebseinrichtungen. Bekannt- schilderte und damit bewies, daß die Stukkateure ihre bescheidenen lich ist die Firma Felten u. Guilleaume erst 1900 mit einem Kapital Forderungen mit Ruhe und Mäßigung vertreten haben. In der von 30 Millionen Mark, das bald darauf auf 36 Millionen Mart lebhaften Diskussion, die sich an das Referat schloß, trat eine leberhöht wurde, in eine Attiengesellschaft umgewandelt worden. Sie hafte Erregung über das Verhalten der Arbeitgeber zutage, wozu befindet sich seit mehr als 75 Jahren im Besiz der Familie namentlich der Umstand beitrug, daß in letzter Zeit auffallend viele Guilleaume und beschäftigt zur Zeit über 5000 Arbeiter. Seit der Entlassungen stattfanden und die Zahl der Arbeitslosen trotz der Umwandlung in die Form der Aktiengesellschaft find 10, 0, 5 und vielen Bauten übermäßig groß ist. Von einem Redner wurde der o Proz. Dividende verteilt worden. gegenwärtige Zustand als eine bertappte Aussperrung bezeichnet. Es wurde ein Antrag auf sofortige Arbeitsniederlegung Preiserhöhungen. Die in der Eisen- und Textilindustrie hervor eingebracht, der jedoch abgelehnt wurde. Die Mitglieder der tretende Befferung der Geschäftslage veranlaßt in diesen Industrie Schlichtungskommission sowie der aus Hamburg anwesende Verbands Budgetberatung. In der Beratung des Budgets wurden die zweigen einen Verband nach dem andern, die Preise für ihre vorsigende Odenthal sprachen ganz entschieden dafür, den in Vorschläge Austen Chamberlains im allgemeinen günstig auf- Fabrikate hinaufzusetzen. Borgestern hat auch die Vereinigung der bem bis zum 15. Mai geltenden Tarifvertrag enthaltenen Begenommen. Eine Resolution, welche die Regierung zur Ausgabe Rheinisch- Westfälischen Bandeisen- Walzwerke beschlossen, wie die ftimmungen entsprechend zu handeln. Folgender Antrag wurde mit von neuen Bonds in Höhe von 10 Millionen Pfund Sterling auf„ Köln. Boltsztg." meldet, die Verbandspreise für Abschlüsse von 729 Stimmen angenommen: zehn Jahre ermächtigt, gelangte in der von Chamberlain beantragten weniger als 50 Tonnen um 2 Mart für die Tonne zu erhöhen, Die Generalversammlung nimmt Kenntnis von dem Stande Form zur Annahme. für größere Abschlüsse dagegen vorläufig die bisherigen Preise noch der Verhandlungen und erklärt sich bereit, sofort in den Streit zu bestehen zu lassen. Bugleich beschloß die in Köln tagende treten, wenn die Schlichtungskommissionsmitglieder es für notwendig Maffendemonstrationen gegen die Zuchthausvorlage. Am Sonntag Bersammlung rheinisch- westfälischer Flachsspinner, die Preise verhalten." haben in verschiedenen Städten Schwedens große Protestversamm- schiedener Garnforten um 0,50 m. pro Bad zu erhöhen, bei den lungen gegen den von der Regierung eingebrachten Gefeßentwurf, übrigen Sorten aber fest auf Preise zu halten. Eine baldige Die Tarifverhandlungen der Stuftateure, die der streifende Arbeiter mit Geld- und Gefängnisstrafe bedroht, ſtatt- weitere Preissteigerung für sämtliche Qualitäten gestern nachmittag unter Vorsiz des Magistratsassessors Wölbl'ing gefunden. Die Arbeiterschaft Stockholms versammelte sich, 15 bis wurde in Aussicht genommen. stattfanden, haben, obgleich sie fast volle fünf Stunden dauerten, zu Wenn in Zeiten aufsteigender Konjunktur die Arbeiter ihre feiner endgültigen Einigung geführt. Sie sollen am Freitag, den 20 Tausend Mann start, auf dem alten Sammelplatz Es wurde eine Resolution angenommen, Löhne zu erhöhen trachten, zetert die Unternehmerpresse über die 28. April fortgesetzt werden. Inzwischen sollen sich die Versammbei Lill Jans". den Regierungsentwurf als auch unverschämtheit der Arbeiter; wenn aber die Fabrikanten sofort eine lungen der Arbeiter und der Unternehmer über die noch strittigen die sich sowohl gegen die von reaktionärer Seite eingebrachten Anträge Besserung der Geschäftslage zu Preisaufschlägen ausnuten, so gilt Puntte äußern. Angenommen wurden von den Vertretern der gegen zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit der Gewerkschaften das derselben Bresse als ein ganz berechtigtes Streben. Arbeitgeber die Allgemeinen Bestimmungen in der von den Arbeitwendet und mit den Worten endet: Nieder mit den Klassennehmern vorgeschlagenen Fassung mit geringen Aenderungen, wovon die wichtigste die ist, daß die Lehrlingsskala fortfallen soll. Für die gefeßen. Vorwärts für Freiheit und MenschenWerkstattarbeiter wollten die Arbeitgeber eine Erhöhung der Tagerecht!" Die Verfammelten zogen dann durch die Stadt nach dem löhne um 25 Pf. zugestehen. Seitens der Arbeitnehmer wurde jedoch Voltshause. Die Polizei versuchte an mehreren Plätzen den Zug zurückzudrängen und zu zerteilen, und war namentlich darauf bediese Erhöhung für zu gering erklärt. Es handelte sich außerdem dacht, Ansammlungen vor den Wohnungen der Minister Boström Wir sind unverbesserliche Optimisten. Oft haben wir wesentlich nur um 7 Positionen des Affordtarifs, über die trotz Berger zu verhindern. Einzelne Personen wurden verhaftet, fröhlichen Herzens Anzeichen der beginnenden Sinnesänderung werden konnte, so daß die Vertreter beider Parteien schließlich er gegenseitiger Zugeständnisse nur teilweise eine Einigung erzielt jedoch bald wieder entlassen mit der Weisung anderen Tags zum Berber zu erscheinen. Im allgemeinen verhielt sich die Polizei ziem der sich bekämpfenden Arbeiterorganisationen festgestellt, um flärten, erst mit ihren Mandatgebern Rüdsprachen nehmen zu müssen, lich verständig und human, so daß die Demonstration ohne nennens- nachher betrübt erfahren zu müssen, daß die schönen Anfäße und die Vertagung der Verhandlungen beschloſſen. beginnender Verständigung sich auswuchsen zu Ursachen viel Italien. Der parlamentarische Journalistenstreit. in Rom ist beendet. Der Präsident der Deputiertenkammer ließ den Militärposten von der Treppe, welche die Pressetribüne mit den Wandelgängen verbindet, entfernen. England. werte Zwischenfälle verlief. Schweden. Gewerkschaftliches. Auf dem Wege zur gewerkschaftlichen Einheit. Achtung! Herren- Maß- und Maßkonfektions- Schneider. Für laffen. Die Börsenkurse der Elektrizitätsattien seien höher als in einem Jahr Gefängnis und 150 Mart Geldstrafe verDüsseldorf, wo die Firma Peek u. Cloppenburg, hier, den letzten Jahren feit Ausbruch der Strife. Im allgemeinen werde urteilt. Das Urteil wurde von dem Vorsitzenden der Straffammer Gertraudtenstr. 26/27, eine Filiale befigt, wird von dem hiesigen die Lage dieser Industrie sehr günstig beurteilt. Angesichts der folgendermaßen begründet: 9 Betrieb Streitarbeit angefertigt. Unsere Kollegen befinden deutschen Handelsvertragspolitik bedürfen die Arbeiter fünftig eines Als erwiesen erachtet ist, daß am 17. Januar der Angeklagte sich dort im Aus stand! Desgleichen fertigt die Firma Adalbert höheren Lohnes, wenn sie die gleiche Lebenshaltung wie bisher den Werner wiederholt geohrfeigt hat wegen der verlogenen AusStier, Wallstr. 9-13, welche sonst nur Maßkonfektion für aus- aufrecht erhalten wollen. Die Industrie müsse die Zeit bis zum sagen betreffs des Verkehrs mit dem Mädchen. Der Werner hat, wärtige Pläge anfertigt, für die Firmen Munt wig Leipzig, Inkrafttreten der Tarife ausnügen, müsse bis dahin möglichst über diese Körperverlegung beunruhigt, zu allem Ja gesagt. Stamm- Gießen und Hettlage- Düsseldorf Maßarbeit, viel in das Ausland liefern. Diese Zeit sei die letzte günstige Zeit als erwiesen erachtet ist somit, daß der Angeklagte sich der das heißt Streifarbeit an, da sich die Kollegen in Leipzig und für die Arbeiter, sie müsse bald und gründlich ausgenügt werden, Körperverlegung des Zeugen schuldig gemacht, um ihn durch Gießen ebenfalls noch in der Lohnbewegung befinden. Diese Firmen sonst werde der Zeitpunkt verpaßt, um eine Verbesserung der Lohn Bwang zu einer Aussage zu nötigen. Nicht erwiesen ist( abgesehen find von unseren Kollegen streng zu meiden. Die organisierte und Arbeitsverhältnisse noch erzielen zu tönnen. Man müsse vor von der Gewalt), daß die Niederschrift unter Zwang erfolgt ist. Der Arbeiterschaft wird ersucht, von dem Treiben der Firma Peet u. bauen, um nicht später das Nachsehen zu haben. Damit solle nicht Angeklagte sei daher mit 100 m., im Unvermögensfalle mit zehn Cloppenburg besonders Notiz zu nehmen. gefagt sein, daß der Kampf provoziert werden soll; es müsse alles Tagen Gefängnis zu bestrafen. Verband der Schneider( Drtsverwaltung Berlin). baran gesetzt werden, auf dem Wege friedlicher Vereinbarung sowohl Die Mißhandlung der Zimmermann ist als erwiesen im Interesse der Firma als der Arbeiter das seit langem Erstrebte erachtet, und zwar ist der Angeklagte hier als Pfarrer handelnd zu erreichen. Als Forderungen der Arbeiter nannte Redner: Neun- angesehen worden. Daher fällt die Frage über Beamtenqualität tündige Arbeitszeit, die Berliner Stundenlöhne und Deffentlichkeit fort. Da ihm als Seelsorger feine Büchtigung erlaubt war, so sei der Affordsysteme, d. H. Herstellung einer Affordpreisliste, die allen er nach§ 223, mit Rücksicht des Verhaltens der Zimmermann, durch Arbeitern zugänglich ist. das er erregt war, mit 50 M. Geldstrafe eventuell fünf Tagen GeArbeitern zugänglich ist. fängnis zu bestrafen. Die Brunnenbauer( Verband der Bauarbeiter) beschlossen in einer gut besuchten Versammlung am Montag, ihren Arbeitgebern zweds einheitlicher Regelung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse nächstens einen& ohntarif zur Anerkennung zu unterbreiten. Gefordert werden: eine neunstündige Arbeitszeit; ferner ein Stundenlohn bon 60 Pf. für Gesellen und solche Arbeiter, die länger wie vier Jahre als Brunnenbauer beschäftigt gewesen sind; für Junggesellen im ersten Gefellenjahre 50 Pf. und für Hülfsarbeiter während der ersten brei Monate 40 Pf. und nach drei Monaten 45 Bf. Außerdem Fahrgeldentschädigung und Zuschlag für Auswärtsarbeiten sowie für Ueberstunden, Sonntags- und Nachtarbeit. Die Arbeiter gedenten die Berhandlungen derartig zu beschleunigen, daß der Tarif bereits mit dem 1. Mai in Kraft treten kann. Deutfches Reich. Die Textilarbeiter in Herford sind in eine Bewegung getreten. Die Weber einer Firma weigerten sich, die bisherige lange Arbeitszeit innezuhalten. Darauf erfolgte ihre Aussperrung. Geflagt wird allgemein über die niedrigen Alforde. Ein Streit der Maurer und Bauarbeiter ist in Osnabrüd ausgebrochen. Zuzug ist fernzuhalten. Arbeiterfreundliche Blätter werden um Abdruck gebeten. Der Bevollmächtigte des Verbandes, verschiedene AusschußTroz des Leugnens des Angeklagten ist als erwiesen anzusehen, mitglieder und eine Anzahl Arbeiter sprachen sich im gleichen Sinne aus und betonten, daß eine friedliche Einigung zu erstreben sei, daß die Kinder die reine Wahrheit gesagt haben. Es ist zweifellos werden solle. Die Forderungen wurden einstimmig zum Beschluß Male gefüßt und zum Lügen gegen die Mutter angehalten hat und aber auch vor ernsteren Maßnahmen nötigenfalls nicht zurückgeschreckt erwiesen, daß der Angeklagte 1904 die gimmermann verschiedene erhoben. Der Arbeiterausschuß wird veranlaßt, auf Grund der hier daß die Kinder die Erklärung, daß ihnen nichts geschehen sei, untergemachten Ausführungen mit Vorschlägen an die Fabrikleitung her- zeichnet haben. Diese Erklärung hatte nur Sinn, wenn etwas voranzutreten, damit in einem Tarifbeschluß die oben erwähnten Punkte gefallen war. Das Gericht ist der Meinung, daß eine objektiv unfestgelegt werden. Am ersten Arbeitstag nach Ostern findet eine züchtige Handlung vorliegt. Ferner ist auch das subjektive Moment zweite Versammlung statt, in der, wenn die Verhandlungen des als vorhanden erachtet worden. Demnach ist die Anklage erwiesen, Arbeiterausschusses mit der Firma zu feinem Ergebnis geführt es tritt Strafe nach§ 174 und nach§ 176 ein. Als Strafe ist erhaben sollten, über das weitere Verfahren Beschluß gefaßt fannt: im schwereren Falle Zimmermann: auf eine Gefängnisstrafe Die werden soll. von neun Monaten, im Falle Schmidt von sechs Monaten. Gesamtstrafe beträgt ein Jahr Gefängnis und 150 Mart Geldstrafe. Außerdem hat der Angeklagte die Kosten zu tragen. Soziales. Die Borschriften über die Beschäftigung von Arbeiterinnen und Die Pappdecker und Asphalteure Leipzigs traten am Montag in jugendlichen Arbeitern in Zigarrenfabriken find vom Bundesrat durch Letzte Nachrichten und Depefchen. worden. den Ausstand. Ihre Forderungen bestehen nur in ein paar Pfennigen Bekanntmachung vom 9. April d. J. bis zum 1. Mai 1907 verlängert Lohnerhöhung. Die Unternehmer haben sich auf nichts eingelaffen. Sie schützen vor allen Dingen schlechten Geschäftsgang für das Nichtbewilligenkönnen vor. Der Zuzug nach Leipzig ist streng zu meiden. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Künstliches Mineralwasser. Leipzig, 11. April.( W. T. B.) In der Feststellungsklage des Magistrats von Berlin gegen die Große Berliner Straßenbahngesellschaft hat das Reichsgericht die Verhandlung über die von der Gesellschaft gegen das Urteil des Kammergerichts angemeldete Revision auf den 10. Juli festgesetzt. Hamburg, 11. April.( W. T. B.) An Bord des vom La Plata gestern eingetroffenen Dampfers" Desterro" wurden heute bei Löschung der Ladung eine Anzahl toter, pestverdächtiger Ratten gefunden. Die Behörde sistierte die Entlöschung; der Dampfer ist Neuer Versuch zur Knebelung der Eisenbahner. Rom, 11. April.( Privatdepesche des Vorwärts".) Die " Die Gültigkeit der Polizeiverordnung des Regierungspräsidenten zu Potsdam vom 15. Dezember 1898 tourde in einem Strafprozeß Lohnbewegungen und Streits in Hamburg. Die Schauer gegen den Selterwafferfabrikanten Grothe in Frage gestellt. Nach Leute haben an die in Betracht kommenden Arbeitgeber- Vereine der Verordnung darf fünftliches Mineralwasser aus nicht destilliertem einen neuen Lohntarif eingesandt, der in der Hauptsache einen Tage- Waffer nur dann hergestellt werden, wenn durch chemische und lohn von 5 M.( bisher 4,50 m., welcher Lohnjay infolge des batteriologische Untersuchung die Bakterienfreiheit sowie sonstige Hafenarbeiterstreits 1896/97 zugestanden wurde), für Nacht-, Sonn- bedentenfreie Beschaffenheit des fraglichen Wassers festgestellt im Jonashafen isoliert. Die Untersuchung der toten Ratten ist und Festtagarbeit 6,50 M. 2c. berlangt. Der Verein der ist. Grothe war wegen Uebertretung dieser Vorschrift angeflagt noch nicht abgeschlossen. Stauer will sich mit der Angelegenheit in der nächsten General- und verurteilt worden. Das Kammergericht verwarf am 10. April versammlung befassen, während die Amerika Linie nur mit seine Revision und erklärte im Gegensatz zu den Darlegungen des ihren eigenen Arbeitern verhandeln will. Der Verein Ham- Angeklagten jene entscheidende Bestimmung der Verordnung für burger Reeder äußerte: Der Verein der Stauer sei bisher noch rechtsgültig. Die Polizeibehörden seien berechtigt, dahin zu wirken, nicht an die Reeder herangetreten, und da die Stauer die Bunächst daß die fünftlich hergestellten Mineralwasser nicht aus gesundheits- heute eingereichten Eisenbahnentwürfe verleihen allen Eisenbeteiligten feien, habe er zurzeit noch keine Veranlassung, sich mit schädlichen Substanzen beständen. Solches Wasser müsse sich lange bahnern den Charakter von Staatsbeamten, wodurch die dieser Angelegenheit näher zu beschäftigen. Keine Antwort erhalten, und es werde auch franken, nicht widerstandsfähigen Leuten Eisenbahner den bestehenden strafgesetlichen Beteilt haben die übrigen Verbände. Am Sonntag beschloß gegeben. Zweifellos fönne durch schlechtes schlechtes Mineralwasser ft i m mungen über Dienstverweigerung bon eine Versammlung der Sektion Schauerleute, die Durchführung des die Gesundheit gefährdet werden. Die erwähnte, Staatsbeamten unterstellt werden. Der Avanti" Lohntarifs weiter zu betreiben, ebenso erklärte fich am Montag hier angezogene Bestimmung fet auch für fich ganz bezeichnet diesen Versuch, den Eisenbahnern das Streif abend eine allgemeine Hafenarbeiter- Bersammlung mit den auf selbständig, so daß ihre Gültigkeit nicht dadurch beeinträchtigt würde, recht zu rauben, als ungefeßlich. Das Streifrecht sei gestellten Forderungen einverstanden. Die Möbeltischler, wenn etwa eine andere Bestimmung der Verordnung, die mit ersterer allen Kategorien beren es in Hamburg und Umgegend etwa 800 gibt, nahmen am nichts zu tum habe, ungültig wäre. Kategorien von Arbeitern durch das Geset Die entgegengesette Montag abend in einer zahlreich besuchten Versammlung Stellung Argumentation des Angeklagten sei falsch, so daß auf die Frage, ob garantiert und nicht durch hinterlistige Kuiffe aufzu dem Schreiben der Arbeitgeber auf die eingereichten Forde eine der anderen Bestimmungen der Verordnung ungültig sei, hier zuheben. Die Erregung der Eisenbahner ist eine ungeheuere. rungen. Die Arbeitgeber sind bereit, in neue Verhandlungen ein- nicht eingegangen werden brauche. Die Lage ist erust. zutreten, wenn gewisse Punkte des Tarifs auch auf die anderen Paris, 11. April.( W. T. B.) Senat. Jn der NachmittagsTischlerbranchen übertragen werden. Die Versammlung erteilte der situng wird die Beratung des Marine Etats fortgesetzt. Lohnkommission den Auftrag, die strittigen Buntte binnen acht Tagen Lecour Grandmaison verlangt Verstärkung der zum Abschluß zu bringen und behielt sich die weiteren Schritte vor. Bei der Allgemeinen Orts Krantentasse zu Stendal besteht die Rüstungen unter besserer Ausnutzung der Opferwilligkeit des Von den etwa 150 auf der Straßenbahn- Werkstatt be schäftigten Tischlern haben 140 die Arbeit eingestellt, weil die Generalversammlung aus Delegierten. Durch einen Statutennachtrag Landes. De Euberville fagt: Er glaube trotz der heute von Direktion im Interesse der notleidenden Aktionäre die Erhöhung des bom April 1904 wollte nun die Staffe ermöglichen, daß auch Stell D'Estournelles ausgesprochenen Hoffnungen, daß die Kriegswahrdie bei bertreter der Delegierten gewählt werden, Stundenlohnes auf 45 Pf. nicht bewilligen zu können glaubte. Bon tretenden Balanzen( Ausscheiden scheinlichkeit weiterbestehe und berlangt, daß Frankreich darauf vor= bon Delegierten während bereitet werde. Wehe dem Wolfe, so ruft der Redner, das sich heute den noch in Arbeit stehenden paar Mann find einige ältere Leute, in dreijährigen Wahlzeit) die der Rest steht in Kündigung. Außerdent befinden sich im Streitber Generalversammlungen Friedensillusionen hingäbe. Das Erwachen aus diesem Traume eintreten sollen. Die Genehmigung hierzu wurde die Landschaftsgärtner, zirka 250, die die Erhöhung ihres bom fönnte schredlich sein. Redner betont schließlich, die Herrschaft zur jest praeter propter 40 Bf. betragenden Stundenlohnes auf 45 Bf. Bezirksausschuß bersagt, der dabei auch nach der von der Kaffe See hänge einzig und allein von den Banzerschiffen ab, und verlangt verlangen, und die Marmorsteinarbeiter, etwa 120 Mann. betonte, das Gesetz sehe solche Stellvertreter nicht vor und enthalte beantragten mündlichen Verhandlung blieb. beantragten mündlichen Verhandlung blieb. Der Bezirksausschus rasche Ausführung des Flottenprogramms von 1900. In beiden Arbeiterbranchen herrscht seltene Einmütigkeit. auch nirgends einen Hinweis auf ihre Buläffigkeit. Hieraus sei zu Paris, 11. April.( W. T. B.) Deputiertentammer. Unternehmer- Wahnwis. Die Kölner Maler- und Anstreicher- folgern, daß das Gesetz solche Stellvertretung habe ausschließen Beratung des Gefebentwurfes betreffend Trennung von Staat und Inmung hat am Sonntag beschlossen, sich aus einer freien in eine wollen. Das Ober- Berwaltungsgericht hob aber am Stirche. Der erste Teil des ersten Artikels, welcher besagt, daß die Zwangsinnung zu verwandeln, mit der Begründung, daß man den 6. April dies Urteil auf und erkannte auf Erteilung der Genehmigung Republik die Freiheit des Gewissens gewährleiste, wird angenommen. Gehülfen gegenüber mächtiger dastehen wolle. Bu gleicher Zeit zu dem strittigen Statutennachtrag. Ungerechtfertigte Berweigerung der Genehmigung des Statuten nachtrages einer Krankenkasse. Gerichts- Zeitung. er ein= Paris, 11. April.( W. T. B.) Das Schwurgericht verurteilte den Franzosen Philipp, welcher an der im März 1904 in Lüttich er folgten Explosion einer Dynamitbombe beteiligt war, zu 15 Jahren Zuchthaus. Gruben- Unglüd. Mons, 11. April.( W. T. B.) In der der belgischen Kohleneignete sich heute nachmittag eine Explosion schlagender Wetter, durch welche sieben Bergleute getötet und einer berlebt wurde. Die Beerdigung der Opfer der Baukatastrophe. Madrid, 11. April, mittags.( 2. T. B.) Zahlreiche Arbeiter begeben sich nach dem Ostfriedhof, der vier Kilometer von der Stadt referborirs Berunglüdten beizuwohnen. Es sind sehr strenge Maßentfernt liegt, um der Beerdigung der bei dem Einsturz des Wassernahmen zur Aufrechterhaltung der Ordnung getroffen. Bisher ist die Nuhe nicht gestört worden. Madrid, 11. April.( W. T. B.) Die Beerdigung der bei dem Einsturz des Wasserreservoirs Berunglückten verlief ohne Zwischenfall. Allrussischer Kongres. aber hat die Jnnung einen Beschluß gefaßt, durch den sie die Organisation der Gehülfen, die bekanntlich im Streit um Anerkennung eines Lohntarifs stehen, vollständig machtlos machen, wenn nicht zerstören möchte. Die Innung hat nämlich beschlossen, alm Ein abgefeimter Heirats- und Rautionsschwindler wurde gestern 1. September dieses Jahres( warum nicht am 1. April 1906?) der 4. Hülfsstraftammer des Landgerichts I aus dem Moabiter Untersämtliche Gehülfen auszufperren, die irgend einer fuchungsgefängnis vorgeführt. Wegen wiederholten vollendeten und bergwerks- Gesellschaft gehörigen Grube Noirchain" bei Mons er Organisation angehören. Man hofft, so wurde erklärt, versuchten Betruges war der Kaufmann Gottfried Kossad durch diesen Beschluß die Organisation so zu schwächen, daß am angeflagt, welcher schon vielfach mit dem Strafgesetz in Konflitt ge1. September nur noch die Hälfte der heutigen Zahl gewerkschaftlich kommen ist. Bulegt wurde der Angeklagte wegen einer großen Anorganisierter Gehülfen vorhanden ist. Wer die Macher der Kölner zahl Kredit- und Rautionsschwindeleien zu 2 Jahren GeMalerinmung persönlich kennt, der wird sich über diesen tollen Befängnis verurteilt. Diese Strafe verbüßte er in Blögenfee. Mit Unterstützungen von Verwandten richtete sich der schluß, der in seiner Art wohl einzig dasteht, nicht sonderlich Angeklagte in der Kanonierstraße ein fleines Bigarren wundern. Die Leitung der Innung liegt nämlich in den Händen geschäft ein, und legte fich wieder auf den Kautionsschwindel. Er bewährter Kölner Karnevalisten. Weiter beschloß die Innung, der inserierte in verschiedenen Zeitungen, daß ein Inhaber eines gut Einladung des Gewerbegerichts- Borfizenden, zur Beilegung des gehenden Bigarrenengrosgeschäfts eine Repräsentantin mit 1000 m. Malerausstandes am Einigungsamt zu erscheinen, nicht Folge zu Geschäftseinlage suche. Auf dieses Inserat hin meldete sich eine Frau St., welche glaubte ihr erspartes Kapital in dieser Weise gut geben. anlegen zu fönnen. Der Angeklagte machte sie mit den Die Arbeiter der Siemens- Schuckertwerke in Nürnberg find ent- glaublichsten Angaben sicher. Er erzählte, sein Geschäft, welches schlossen, in eine Bewegung einzutreten. Wie sehr ihre Lage einer mit einem Kapital von 10 000 m. begründet sei, gehe sehr gut; Verbesserung bedarf, wurde durch eine von der Organisation aufer selbst habe ein Bankkonto bon 80 000 M. und genommene Statistik der Lohn- und Arbeitsverhältnisse in den außerdem befize Petersburg, 11. April.( W. T. B.) Gestern trat hier der noch auf einer Bank in England Schudertwerken Nürnberg, Berlin und Wien, deren Ergebnis von ein Vermögen bon 200 000 m. Durch diefe Angaben allrussische Advokatenfongreß zusammen, zu welchem fich 180 RechtsAd. Braun in einer Broschüre verarbeitet wurde, auf das Grellste ließ sich Frau N. verleiten, 1000 m. herzugeben. Mit biefem anwälte aus dem europäischen Rußland versammelten. Nachdem die beleuchtet. Die Broschüre wurde am Sonnabend und Sonntag an Gelde spielte der Angeklagte nun, mit dem Hintergedanken, noch Polizei gestern gedroht hatte, die Versammlung mit Gewalt aufalle Schuckertarbeiter verteilt. Am Montag abend fand im„ Bürger- mehr Geld zu erschwindeln, den reichen Mann. Schließlich ließ der zulösen, tamen die Kongreßteilnehmer am Abend in der Wohnung faal" eine massenhaft besuchte Versammlung der Schuckertarbeiter Angeklagte auch noch durchblicken, daß er die Absicht habe, Frau N. eines hiesigen Rechtsanwalts zusammen und beschlossen, ein Bureau statt, um zur Frage einer Bewegung Stellung zu nehmen. Tische zu heiraten. Obwohl er schon verheiratet war, trat er zu seiner zu bilden, die politische Agitation in Petersburg zu überwachen und Stühle mußten aus dem Saale entfernt werden, Repräsentantin" in näheren Verkehr. Er gab u. a. auch ein schrift- und einen Entwurf einer demokratischen Verfaffung auszuarbeiten. allen Erschienenen Raum zu verschaffen. Es waren liches Eheversprechen, nach welchem die Trauung in England statt- In der Nacht erschien ein Polizeitommiffar mit zwei Polizeiauch auffallend viele Frauen anwesend. Ad. Braun finden follte, ferner sollten die Kinder der Frau R. ein Kapital von Offizieren in der Versammlung. Die Advokaten weigerten sich, aus. referierte über die Lage und über die Ergebnisse der aufgenommenen 80 000 M. von ihm erhalten. Als lektere zu dem Angeklagten ziehen einanderzugehen, so lange Polizei anwesend sei. Die PolizeiStatistit, nach der sich für das Nürnberger Werk die Verhältnisse am wollte und zu dem Umzug 50 m. von ihm berlangte, hatte dieser bie 1000 m. beamten notierten die Namen der Anwesenden und zogen sich dann ungünstigsten gestalten. Wenn schon in Nürnberg unter Hinweis auf bis auf den letzten Pfennig verbraucht. Ein Konditor Figner zurück. Der Vorstand teilte nunmehr mit, General Trepow habe die angeblich billigere Produktion in den anderen Werken ein starker wurde von dem Angeklagten als Geschäftsführer engagiert.. befohlen, eine Liste der zum Kongreß nach Petersburg gekommenen Druck auf die Arbeiter ausgeübt wird, so dürfte dies in noch viel mußte 1600 M. Kaution stellen und hat von dieser Summe teinen Advokaten aufzustellen, damit diese ausgewiesen würden. höherem Maße mit Beziehung auf Nürnberg in Berlin und Wien der Pfennig wiedergesehen. Ein gewisser Berg, welcher von Kossack gegen In der heutigen Versammlung der Rechtsanwälte wurde beFall sein. Deshalb sei es nicht nur ein dringliches Interesse für die Stellung einer Raution von 300 M. engagiert wurde, beklagt eben- schlossen, zu erlären, es sei Aufgabe des jetzt gebildeten Nürnberger Schuckertarbeiter, ihre Lohn- und Arbeitsverhältnisse zu falls den Verlust seiner Ersparnisse. Die übrigen Fälle der An- Verbandes der Advokaten, auf den Sturz des autokratischen verbessern, es sei auch eine Ehrenpflicht den Berliner und Wiener flage liegen ganz gleichartig. Staatsanwalt Musial bezeichnete Regimes und die Proklamierung einer demokratischen VerKollegen gegenüber. Nun tomme es selbstverständlich im gewerkschaft den Angeklagten als einen gemeingefährlichen Schwindler, der fassuung auf der Grundlage des allgemeinen Stimmrechts und der lichen Kampfe nicht darauf an, ob etwas gut und empfehlenswert sei, möglichst lange unschädlich gemacht werden müsse. Dem Antrage geheimen Wahl der Volksvertreter hinzuarbeiten, Bropaganda fondern auch darauf, ob es durchführbar sei und ob das Erzielte bes Staatsanwalts gemäß lautete das Urteil auf 3 Jahre zu treiben zur politischen Erziehung der Nation und die Volks später den Opfern entspricht, die event. gebracht werden müssen. Es sei vor Gefängnis und 5 Jahre Ehrverlust. bewaffnung zu fördern, damit der administrativen Willtür entgegenEinberufung der Versammlung diese Frage ernstlich geprüft worden. Schließlich heißt es in der Resolution: Der getreten werde. Viele Anzeichen sprechen dafür, daß die Siemens- Schudertwerte fich Verband müsse die zukünftige Revolution vorbereiten. Ferner wurde vieler Aufträge erfreuen, die auf eine längere Reihe von Monaten die Bildung eines Zentralbureaus zur Organisation der Bewegung eine dauernde Beschäftigung, ja fogar die stärkste Anspannung der Nach viertägiger Verhandlung wurde, wie wir gestern bereits unter Festsetzung der zu leistenden Beiträge sowie die Gründung Arbeiter und sehr viele Ueberstunden im nächsten Sommer erwarten telegraphisch meldeten, der Dompropft Malzi aus Worms zu eines eigenen Breßorgans des Advokatenstandes beschlossen. um Das Urteil im Prozeß Malzi. Berantw. Red.: Paul Büttner, Berlin. Inferateverantw.( mit Ausnahme der NeueBelt"-Beilage): Th. Glode, Berlin. Drud u. Berlag: Borwärts Buchdr. u. Verlagsanst. Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagenu.Unterhaltungsb Nr. 87. 22. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. fordert, in 4 Fällen Maßregelung, in 12 Lohnreduzierungen, in Den 4 Verlängerung der Arbeitszeit und in 7 Fällen Nichtinnehaltung Achter Verbandstag der Bauhülfsarbeiter Deutschlands. Ses Tarifes. Die Dauer der Streits schwankte auch hier zwischen erstattet pa e ploto. Den Bericht über die Der Verbandstag beschloß im weiteren Verlauf seiner Ver- einem Tage und 35 Wochen. handlungen u. a. die Erhöhung der Umzugsunterstügung. Sie betrug bisher bei einer Entfernung von 20 bis 50 Kilometern 15 M., von über 50-100 Kilometern 25 M., von über 100 kilometern 35 M. Sie beträgt jetzt 20, 30 und 40 M. auf die angegebenen Entfernungen. 8um Streifreglement Presse Mittwoch, 12. April 1905. Bericht über das Verbandsorgan Bae Die Aufwendungen hierfür betrugen 1903 100 949,82.. 1904 125 230,75 M. Die Auflage entspricht der jeweiligen Mitgliederzahl. Den Kassenbericht erstattet Redakteur Brinkmann, der einige interessante Mitteilungen über die Wirksamkeit des Verbandsorgans macht. Er führt erstattet öster. Die Netto- Einnahme betrug in den beiden Beaus, daß eine Zeitung immer erst nach einer geraumen Zeit ihres richtsjahren 4 507 231,32 m., das Verbandsvermögen beträgt am Bestehens und ihrer Wirksamkeit beurteilt werden könnte. Mit hoher Schluß 1904 2090 681,47 m. Befriedigung erfülle es ihn, daß die Grundfäße und Ideen, die seit wurde beschlossen, daß ein Streit schon beendigt werden kann, wenn Jahren im Zimmerer" propagandiert worden sind, zum Teil Geein Drittel der Streifenden die Beendigung beschließt. Ein fernerer Beschluß lautet: Verweigern ledige Kollegen die Abreise, so ist ihnen nach AbTauf der ersten Streitwoche die Unterſtügung auf die Hälfte zu reduzieren und nach Ablauf der zweiten Streitwoche ganz zu entziehen.( Zusatz zu§ 20 des Streifreglements.) Als wichtige Neuerung ist auch der Beschluß zu bezeichnen, wonach die Bewilligung von Streits und Sperren durch die Hauptberwaltung unzulässig ist, wenn die Zahlstellen ihre Schulden an die Organisation noch nicht gedeckt haben. Ferner wurde die Zahl der Mitglieder, die einen Delegierten wählen dürfen, von 250-500 auf 500-700 erhöht. Kurz vor Schluß des Verbandstages entwickelte sich noch eine lebhafte Debatte über einen vom Verbandstage angenommenen AnAbschaffung der Akkordarbeit trag aus Spandau, der die verlangt. Diese Angelegenheit hat auch die früheren Verbandstage der Organisation schon beschäftigt, aber trotzdem sei, wie der Vorfizende Behrendt hervorhob, von einer Einschränkung der Akkordarbeit noch nichts zu bemerken. Auch der heutige Beschluß werde an dem Uebel nicht viel zu ändern vermögen, weil die Bedingungen dazu noch nicht vorhanden seien. Bur Regelung der Verhältnisse der Verbandsbeamten wurde beschlossen: meingut aller Gewerkschaften geworden sind. Der Zimmerer" habe mit dafür gesorgt, daß die Grundsätze der Taktik bei Lohnkämpfen in der Masse bekannt wurden, ferner habe sich der„ Zimmerer" bemüht, die Frage der Arbeitslosenunterstützung klar zu legen und Freunde und Anhänger dafür zu werben. Für die Preßkommission berichtet Groß- Hamburg und für die Revisionskommission E de. Hierauf wird in die Debatte über den Vorstandsbericht eingetreten. Als erster Redner erhält Briefkaften der Redaktion. Juriftifcher Teil. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends bon 7 bis 9½ 1hr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. J. M. 107. Nach§ 1718 B. G.-B. Tann derjenige, der seine Vater schaft nach der Geburt eines unehelichen Kindes in einer öffentlichen Urkunde anerkennt, sich weicht darauf berufen, daß ein anderer innerhalb der Empfängniszeit der Mutter beigewohnt habe. P. B. Der Vertrag ist nur bis zum 1. Juli 1905 gültig. Westfalen. Nein.-W. W., Adlershof. Das Geld müssen Sie zurückzahlen.- A. G. 30, 1. Nein. 2. Das ist möglich. Semmer München das Wort. Derselbe schildert die Grenz- P. S. 16. Die Beiträge wären noch nicht verjährt. Es kann also, verhältnisse zwischen Bayern und Desterreich, wie dort die Unter- wenn noch nicht Austritt erfolgt ist, noch jetzt mit Erfolg Silage erhoben werden. W. R. Db der Betreffende 65 Jahre ist oder ob er früher nehmer die böhmischen Zimmerer zu williger und billiger Arbeitskraft feine Steuern bezahlt hat, ist für seine Steuerveranlagung völlig unerheblich. herbeilocken. Er begrüßt es daher mit Freuden, daß der Verband Es kommt lediglich darauf an, ob er ein steuerbares Einkommen hat. den österreichischen Zimmerern finanzielle Beihilfe gewährt habe. A. S. 29. Die Einwilligung des Vaters zum Dienstantritt ist erNachdem Walter Dortmund, Dehmichen Dresden und forderlich. Wird sie grundlos verweigert, so kann die Tochter sich an das och Köpenick gesprochen und zum Teil lediglich die Dortmunder Vormundschaftsgericht wenden. Dies kann aber nur dann helfen, wenn ein Angelegenheit behandelt, nimmt Schrader- Hamburg das Wort, offenbarer Mißbrauch des Erziehungsrechts in der Weigerung liegt. Den stellt die Sache noch einmal klar und betont, daß nach seiner Meinung untrag zur Ausstellung eines Arbeitsbuchs( zwecks gewerblicher Beetwas böser Wille des Walters vorhanden sei, den Vorwurf, der des Baters erforderlich. Lehnt dieser die Zustimmung ohne Grund ab, so schäftigung) ist an die Polizeibehörde zu richten. Auch hier ist Zustimmung Bureaukratie weise er ganz entschieden zurück. Nachden noch Jansen- fann diese Zustimmung durch den Gemeindevorstand( Magistrat in Berlin) Düsseldorf sich dazu geäußert, tritt die Mittagspause ein. In der Nachmittagssigung erstattet die Mandatsprüfungs- Kommission Wer aus der Kirche in ergänzt werden. H. D. 27. Die an das Patentamt zu zahlende Anmeldungsgebühr beträgt 30 M. Es ist zu raten, sich schleunigst Gegens stand und Zeichnung von dem auswärtigen Herrn zurückgeben zu lassen und Bericht. Danach sind 118 Mandate in 89 Wahlbezirken ausgestellt; Sie im Bureau des Vorstandes der Patentanwälte Unter den Linden 16.sich an einen hiesigen Batentanwalt zu wenden. Sachgemäßen Rat erhalten 1. In Erwägung, daß die Unternehmer verpflichtet sind, jedem außerdem ist je 1 Mandat an den Ausschuß und die Preßkommission Rinaldi 01. Ja. C. B. 47. Jm Faß 24 M. für einen Doppelzentner. ihrer Arbeiter einen bestimmten Teil der Beiträge für die Kranken- gegeben. Die Kommission beantragt, das Mandat für Oranienburg Dr. L. Austritt aus der Kirche. und Alters- und Invalidenversicherung zu zahlen, beschließt der für ungültig zu erklären, da keine ordentliche Wahl stattgefunden Preußen austreten will, richtet einen hierauf gerichteten Antrag( Formulare Verbandstag, daß die Organisation die Hälfte der von den Verbands- habe. Gegen die Wahl des Halberstädter Delegierten ist Protest in der Vorwärts- Buchhandlung und Blumenftr. 14 bei Hoffmann erhältlich) angestellten zu zahlenden Beiträge für die unterstüßungs- erhoben. Die Angelegenheit wird an die Kommiſſion zurückver- lichem Protokoll erklärt werden. Diesen Antrag übermittelt das Gericht an das Amtsgericht seines Wohnsitzes. Der Antrag kann auch zu gericht: bereinigung zu tragen hat. Ebenso beschließt der Verbands wiesen. Ferner wird beschlossen, das Mitglied Kohlrepp aus abschriftlich dem Borstande der Kirchengemeinde, der der Antragsteller an tag, daß Zahlstellen die Lokalbeamte haben, diese verpflichten, daß Rathenow telegraphisch herbeizurufen. sie sich der Unterstügungsvereinigung der in der Arbeiterbewegung Angestellten anzuschließen haben; die Zahlstellen haben die Hälfte diefer Beiträge ebenfalls zu tragen. gehört. Der Austritt felbst erfolgt dann durch persön Als Gäste nehmen an den Verhandlungen teil Frohmliche Erklärung des Austretenden vor dem Richter. Petersen- Kopenhagen und Wesly- Wien. Dhne eine Ladung abzuwarten( in der Regel erfolgt eine Ladung nicht) Der Vorsitzende macht bekannt, daß Begrüßungsschreiben aus hat der Austrittswillige diesen Austritt nicht vor Ablauf von vier Wochen 2. Allen Verbandsbeamten sind acht Tage Ferien zu gewähren." Brag und Königsberg eingelaufen feien. Hierauf erfolgt Fort- und spätestens innerhalb sechs Wochen nach Eingang feines Antrages Schließlich gelangte noch eine Resolution zur Annahme, die fetzung der Debatte über den Geschäftsbericht. ( frühestens also am 29., spätestens am 42. Tage) sich persönlich bei Gericht alle Zahlstellen verpflichtet, in Anbetracht der fortwährenden Preis- Redakteur Brinkmann gibt einige Aufklärungen über den dieser 14 Tage seine Austrittserklärung zu Protokoll genommen. zur Abgabe feiner Austrittserklärung zu melden. Dort wird innerhalb M. Ja. steigerung aller Konsumartikel ihren Lokalbeamten ein Mindestgehalt Dortmunder Fall, die den Delegierten schiver belasten. Die Debatte bon 1800 M. zu zahlen. hierüber spielt sich zwischen Vorstand- Ausschuß und Walter ab. DieMarktpreise von Berlin am 10. April. Nach Ermittelungen des Der Hauptvorstand felbe umfaßt internere Angelegenheiten. tgl. Polizei- Präsidiums. Für 1 Doppel- Zentner: Weizen**), gute Sorte Durch Beschluß der Generalversammlung wird die Zahlstelle 17,30-17,28., mittel 17,26-17,24., wurde um zwei Mitglieder vermehrt. Insoweit die alten Beamten in Dortmund verpflichtet, den restierenden Streiffonds- Beitrag unver- Roggen**), gute Sorte 13,80-13,79 W., mittel 13,78-13,77 M., geringe geringe 17,22-17,20. Frage kommen, wählte der Verbandstag dieselben wieder; neus züglich an die Hauptkasse abzuführen. An der weiteren Debatte be- 13,76-13,75 W. Futtergerste*), gute Sorte 16,00-14,90., mittel 14,80 gewählt wurden als zweiter Vorsitzender Brandmohr- Bremen, während teiligt sich Nad zuhn- Bremen, der die Haltung der Bremer bis 13,70 R., geringe 13,60-12,50 M. Safer), gute Sorte 16,20-15,40 W., bezüglich eines neueinzustellenden zweiten Staſſierers dem Vorstand Zimmerer bei der Aussperrung zu verteidigen sucht. Schrader mittel 15,30-14,60 m., geringe 14,50-13,80 W. Erbsen, gelbe, zum kochen das Recht eingeräumt wurde, sich eine geeignete Persönlichkeit dazu Hamburg und Brinkmann- Hamburg widerlegen denselben. Ein 45,00 30,00 M. Speiſebohnen, weiße 50,00-30,00 M. Linsen 60,00-30,00 22. heranzuziehen. Nach Wahl verstanden erklärt, gelangt zur Annahme und damit ist die Bremer zuziehl der Revisoren bestimmte der Verbandstag zehn Antrag, der sich vollständig mit dem Vorgehen des Vorstandes ein- Für ein Kilogramm Butter 2,80-2,20 W. Eier per Schod 4,00-2,80 Dt. Delegierte zum nächsten Gewerkschaftstongreß. Als Termin des Inkrafttretens des neuen Statuts wurde der Angelegenheit erledigt und es erfolgt Schluß der Verhandlung des ersten Tages. 1. Mai festgesetzt. Damit waren die Arbeiten des Kongresses beendet. 16. Generalversammlung der Zimmerer und verwandten Berufsgenossen Deutschlands. Dresden, 10. April 1905. Die 16. Generalversammlung der Zimmerer tagt in dem hübsch geschmückten Dresdener Volkshause. Der Vorsitzende Schrader ergänzt den schriftlich vorliegenden Geschäftsbericht. Achter Verbandstag der Maurer Deutschlands. Kartoffeln 10,00-6,50. Richtstroh 0,00-0,00 m. eu 0,00-0,00 2. *) Frei Wagen und ab Bahn.**) Ab Bahn. Wasserstand am 10. April. Elbe bei Auffig+1,93 Meter, Bei Dresden+0,55 Meter, bei Magdeburg+3,15 Meter. Unstrut bei Straußfurt+2,10 Meter. Oder bei Ratibor+ 2,08 Meter, bei Breslau Ober Begel+5,26 Meter, bei Breslau Unter= Begel 0,28 Meter, bei Frankfurt+2,27 Meter. Weichsel bei Brahemünde+0,00 Meter. Warthe bei Posen+1,58 Meter. Witterungsübersicht vom 11. April 1905, morgens 8 Uhr. Barometers stand mm Windrichtung Windstärke Wetter Braunschweig, 9. April 1905. Der Verbandstag bietet ein imposantes Bild: Erschienen sind 241 Delegierte. Der Vorstand ist durch Bömelburg, Köster, Efftinge und Tönnies, der Ausschuß durch Aug. DähneBerlin, die Redaktion des„ Grundstein" durch Paeplow ber- Stationen treten. Die Tagesordnung umfaßt 7 Punkte, von denen die Taktik bei Lohnbewegungen in nicht öffentlicher Sigung erörtert werden soll. Swinemde. 752 D Bei der Bureauwahl werden Silberschmidt- Berlin, Hamburg 748 D Hüttmann Frankfurt a. M. und Bömelburg als Vorsitzende Berlin gewählt; desgleichen werden die Vorschläge zu den verschiedenen Franti.a. M. 748 SS 2 wolkig Kommissionen, Redaktions- und Mandatsprüfungskommiffion, sechs München Schriftführer zum Beschluß erhoben. 9 des Demnach hat der Verband, obgleich eine riesige Fluftuation der Mitglieder stattgefunden habe, doch einen enormen Fortschritt zu berzeichnen. Die Bahl der Bahlstellen hat sich in den letzten zwei Jahren von 464 auf 561 erhöht und ist die Zahl der Mitglieder von Bur Tagesordnung regt Richter Magdeburg an, als achten 22 811 aus dem Jahre 1898 auf 37 043 im legten Quartal 1904 Punkt den Generalstreit" anzusetzen. Da jedoch ein formeller Angestiegen. Redner tabelt das eigenmächtige Vorgehen der Mitglieder trag nicht vorliegt, so wird die Tagesordnung wie vom Vorstand in Bremen, Bremerhaven, Rostoc und Grabow, welches nicht ge- vorgeschlagen belassen. eignet sei, den Verband im Ansehen zu stärken. Es biete ein Den Vorsitz führte am Montag vormittag Silberschmidt. schlechtes Bild, wenn alle anderen Berufsklassen aus Vernunfts- Vom Auslande sind erschienen Rasmussen Dänemark und gründen vorläufig die Waffen strecken, daß dann noch die Zimmerer Fr. Siegel- Desterreich... Bömelburg begrüßt die Vertreter in diesen Orten, selbst in den Wintermonaten, weiter im Kampf des Auslandes, die ihrerseits der Freude Ausdruck geben, an den teilnehmen Verbandstages beharren, der dann vollständig aussichtslos ist und nur die Staffe Verhandlungen zu fönnen. schwächen und dadurch die Lohnfämpfe im Frühling lahm legen muß. Rasmussen gibt in längeren Ausführungen ein Bild von dem Der Unternehmerverband hat versucht, in Holland und Oesterreich Stand und dem Wirken der dänischen Organisation: Es find Streitbrecher zu werben. Nachdem aber seitens des Vorstandes in 5000 Maurer der Organisation angeschlossen; es gibt faum einen Holland Aufklärung über die Situation in Deutschland gegeben, unorganisierten dänischen Maurer. In keinem Orte wird mehr als wandte sich das Unternehmertum nach Böhmen, um dort Dumme 10 Stunden pro Tag gearbeitet; der Lohn beträgt im Minimum Das Verbandsvermögen beträgt pro zu suchen. Aber auch hier hatten sie kein Glück, und dies berechtigt 40 Dere( 45 Pf.) pro Stunde. Er überbringt die Grüße der dänischen Kollegen, die zu der frohen Hoffnung, daß die internationale Verbrüderung Stopf 60 W. bortvärts schreitet und dadurch die Herbeischaffung der Arbeits- die Erfolge ihrer deutschen Arbeitsbrüder mit Bewunderung und willigen auf immer unmöglich gemacht wird. Daher habe aber auch Freude verfolgen. Siegel Desterreich überbringt die brüderlichen der Vorstand im Interesse der deutschen Zimmererbewegung den Grüße der österreichischen Bauarbeiterschaft. Sie werde es sich anösterreichischen Brüdern eine finanzielle Beihülfe gewährt. gelegen sein laffen, es ihren deutschen Kollegen gleich zu tun. AsVerbandstaffierer Römer gibt ebenfalls kurze Erklärungen Sann nimmt Bömelburg das Wort zum zu dem gedruckt vorliegenden ur Kassenbericht, M Bericht des Verbandsborstandes, der übrigens den Delegierten gedruckt vorliegt. banach beträgt die Einnahme für 1903 646 351,33., die Ausgabe Er betont zunächst, daß sich die Arbeiten des Vorstandes in den 339 021,50 M., die Einnahme 1904 stellt sich auf 861 916,29 M., die letzten zwei Jahren ganz bedeutend vermehrt haben. Der Ein- und Ausgabe auf 474 121,92 m. Unter den Angaben finden wir folgende Ausgang der Briefe und Karten hat eine Steigerung um 61 Proz., Posten, die die Leistungsfähigkeit des Zimmererberbandes ins beste der Ein- und Ausgang der Geldsendungen eine solche um 17 Proz. Licht stellen. Im Jahre 1903 find für Reiseunterstüßung 6048,65 beztv. um 41 Broz., der Ein- und Ausgang der Drucksachen um Mart, für verbranntes Handwertszeug 771,20 M., für Agitation 34 Proz. erfahren. 35 552,50 M., für Unterstützungen 3576,75 M., für Rechtsschutz Wien 4'Regen 3 Nebel Temp. n. T. 5° C. 4° R. Stationen Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Better 749 SD 1 bedeckt 2 Haparanda 762 Still 5 Petersburg 758 DND 1halb bd. 8 Scilly 743 NNW 3bedeckt 12 Aberdeen 746 2 7 Paris 747 10 wolfen! 751 23 Temp. n. T. Bot=|| 17° 1 bedeckt 3 2 Regen 11 2 bedeckt 752 Still Dunst Wetter- Prognose für Mittwoch, den 12. April 1905. Mild, jedoch ziemlich trübe und regnerisch bei mäßigen füdlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 3. Berliner Reichstagswahlkreis. Nachruf. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Genosse Sattler Bernhard Marsch vorige Woche an der Proletarierfrankheit verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Der Vorstand. 240/11 Zentralverband der Handels-, Transport- u. Verkehrsarbeiter Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin I. Hierdurch diene den Mit gliedern zur Nachricht, daß der Adolf Gräben verstorben ist. am Die Beerdigung findet Mittwoch, den 12. d. M., nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Thomas- Kirchhofes in Rirdorf, Hermannstraße aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 68/5 Die Ortsverwaltung. Montag, den 10. d. M., starb unser Kollege, der Schriftseter Ernst Hett nach fürzer Krankheit im 62.Lebensjahre. Wir verlieren in ihm einen braven Kollegen und werden sein Andenken stets in Ehren halten! Die Kollegen d. ,, National- Zeitung". Beerdigung: Donnerstag, den 13. d. M., nachm. 6 Uhr, auf dem Kirchhofe der Christus- Gemeinde, Mariendorf, Lichtenrader Chauffee. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die zahlreichen Stranz spenden anläßlich des Hinscheidens unferes lieben Baters und Schwieger baters, des Schriftsetzers Karl Langenhahn sagen wir allen Freunden, Bekannten, Kollegen sowie dem Gesamtpersonal der Buchdruckerei Seidel u. Co. unseren herzlichsten Dant. 8915 Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Für die herzliche Teilnahme und reichen Kranzspenden bei der Beerdigung meiner lieben Frau sage ich allen Beteiligten meinen herzlichsten Dant. Kollege Die auf dem letzten Verbandstag beschlossene Kranken14 962,50 M., für Streifunterstüßung 170 724,66 m. gezahlt worden. unterstüßung wurde in zirka 6000 Fällen ausgezahlt. In Desgleichen sind im Jahre 1904 für Agitation 53 932,95 M., bezug auf die Streitbewegung beriveist er auf den gedruckten für Unterstübung 4729,36 D., für Rechtsschutz 12 222,31 M., für Bericht. Der Verband hat in den Jahren 1903 und 1904 637 Streits berbranntes Handwertszeug 1012,30 M., für Reiseunterstüßung geführt, an denen zirka 56 000 Kollegen beteiligt waren. Auf die 9484 M., für Streifunterstübung 276 705,07 m. gezahlt worden. Angriffstreits entfallen 257 und 40 Aussperrungen; von allen Streits waren 1903 zirka 80 Proz., im Jahre 1904 zirka 86 Proz. von Erfolg Die Streits in der Berichtszeit. gefrönt. Die Kosten des Streifs betragen in beiden Jahren Ferner haben im Jahre 1903 in 52 Bahlstellen 89 Angriffs- 1773 663,29 m. leber die Mitgliederbewegung liegen Streits stattgefunden. So sind aus dem Gebiet der Einzelmitglied- folgende Zahlen vor: schaft Dresden allein 18 folcher Bewegungen gemeldet worden. Die Zahl der Mitglieder im Jahresdurchschnitt: 1902 82 223; Ursachen waren in 66 Fällen Forderung auf Lohnerhöhung, in 1903 101 155; 1904 128 850. Jm 3. Quartal 1904 betrug die 15 Fällen Lohnerhöhung und Verkürzung der Arbeitszeit, in Bahl der Mitglieder 138 483, im 4. Quartal 130 129. Die Zunahme Für die vielen freundlichen Glück25 Bahlstellen mußten 33 Abwehrstreits geführt werden. Die Ur- in den beiden Berichtsjahren beträgt 46 627. Ueber die Sterbewünsche zu unserer Hochzeitsfeier Für die herzliche Teilnahme beim fachen waren in 15 Fällen Aussperrungen, in 3 Austritt aus der unterstützung geben folgende Zahlen Aufschluß: Von 1824 fagen wir auf diesem Wege unseren Hinscheiden meines lieben in Schlawe Organisation, in 12 Lohnreduzierung, in 7 Maßregelungen und in Sterbefällen entfallen auf die Mitglieder 1033, auf die Frauen der verbindlichsten Dank. Allen Freunden, blößlich am Herzschlag verstorbenen einem Falle Verlängerung der Arbeitszeit. Die Dauer der Streifs Mitglieder 791; von den Sterbefällen der Mitglieder entfallen Bekannten und Gästen bei unserem Mannes, des Monteurs schwankte zwischen einem Tag und 32 Wochen. Für 1904 betrug die allein 288 auf Lungenleiden. Dieselbe Erscheinung tritt bei der Scheiden von Berlin noch ein herz- sage seinen Mitarbeitern der Firma Bahl der Streits in 95 Zahlstellen 156 Fälle, davon waren 102 An- Krankenſtatiſtik zutage: über 700 entfallen hier auf ungen- liches Lebewohl! Bastreils und 54 Abwehrstreits. Die Ursachen waren in 21 Fällen leiden, 681 auf Rheumatismus und 1327 auf Otto Göb. Elsa Göb schneider. Die trauernde Witwe Emma Harnach. 890b Dannenberg u. Quandt meinen herzAussperrung, in 2 Fällen wurde Austritt aus der Organisation gefälle. geb. Karl Röhn n. Kinder. Karl Harnach 8885 Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. 20 Theater. Mittwoch, den 12. April. Anfang 72 Uhr: Opernhaus. La Traviata. Schauspielhaus. bon Homburg. Prinz Friedrich Dentsches. Fauft. I. Teil.( Anfang 7 Uhr.) Berliner. Die Jüdin von Toledo. Westen. Die neugierigen Frauen. National. Fra Diavolo. Neues. Ein Sommernachtstraum. Thalia. Der Kilometerfresser. Zentral. Die Jurheirat. Anfang 8 Uhr: Schiller 0. ( Wallner Theater.) Die Herren Söhne. Schiller N.( Friedrich Wilhelm0. Ballner- Theater. Schiller- Theater bride Mittwoch, abends 8 Uhr: Die Herren Söhne. Donnerstag, abends 8 Uhr: Augen rechts. Hierauf: Die siitliche Forderung. Freitag, abends 8 Uhr: Augen rechts. Hierauf: Die sittliche Forderung. N. Friedrich- Wilhelm städtisches Theater. Mittwoch, abends 8 Uhr: Wallensteins Tod. Trauerspiel in 5 Aufzügen von Friedrich Schiller. Donnerstag, abends 8 1hr: Der Leibalte. Freitag, abends 8 Uhr: Iphigenie auf Tanris. Neues Konzerthaus Grand Hotel Alexanderplatz. Gr. Kurt Goldmann- Konzert unter Mitwirkung des Salon- HumoristenG. Bonné. Anfang 8%, Uhr. Meine Säle in Berlin wie Blumengarten empfehle zu Versammlungen und Festlichkeiten jeglicher Art. 23232* Albert Moerner. städtisches Theater). Wallensteins Urania, Taubenstr. 48/49. Tod. Lessing. Ein Boltsfeind. Kleines. Abschied vom Regiment. Angele. Residenz. Herzogin Crevette.( La Duchesse des Folies- Bergère.) Trianon. Ihr Alibi. Deutsch- Amerikanisches. großen Teich. Uebern Belle Alliance.... noch einmal so lieben! Carl Weiß. Die Kleinen Vagabunden Luifen. Die Rosa- Dominos. Kasino. Lolos Bater. Metropol. Die Herren von Marim. Lustspielhaus. Der Familientag. Apollo. Das Veilchenmädchen. Spezialitäten. Herrnfeld Theater. hains. Die MeyerPalaft. Der Raub der Sabinerinnen. Spezialitäten. Passage Theater. Emmi Kröchert. Pipp. Die 7 Allisons. Spezialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Wintergarten. Cleo de Merode. Julius Spielmann. Spezialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Jm Theater abends 8 Uhr: Der Simplon und sein Gebiet. Nachmittags 4 Uhr: Tierleben in der Wildnis. Invalidenstraße 57/62. Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Neues Theater. Anfang 7 Uhr. Ein Sommernachtstraum. Donnerstag: Ein Sommernachtstraum. Freitag: Minna von Barnhelm. Sonnabend nachm. 22 Uhr bei ermäßigten Preisen: Ein Sommernachtstraum. Abends 72 Uhr: Ein Sommernachtstraum. Sonntag: Ein Sommernachtstraum. Kleines Theater Anfang 8 Uhr. Angele. Vorher: Abschied vom Regiment. Donnerstag: Salome. Freitag: Die Neuvermählten. Bor her: Abschiedssouper. Sonnabend: Salome. National- Theater Beinbergsweg 19. Mittwoch, den 12. April 1905: Fra Diavolo. Anfang 7 Uhr. Donnerstag: Die Hugenotten. Freitag: Der Freischütz. Sonnabend: Das Glöckchen des Eremiten. Luisen- Theater. Zum erstenmal: Die rosa Dominos. 8 Uhr: Der Simplon und sein Gebiet. Nachmittags 4 Uhr: Tierleben in der Wildnis. InvalidenSternwarte str. 57/62. CASTAN'S ANOPTICUM. PANOP Friedrichstr. 165. Das sensationelle Riesen- Mädchen!!! Rosa Wedsted, 2 Meter 20 cm hoch, größte lebende Riesin der Welt. Passage- Theater. Anfg. d. Abendvorstellung 8 Uhr. Anf. nehm.Sonnt.3, Wochentg.5Uhr. Emmi Kröchert dem Berliner sein Fall. Die7 Allisons Afrobaten. Lotte Sebus Vortragskünstlerin. Losoros, Kolovatur- Sängerin. Man de Wirth, Damen- Jmitator. 14 neue glänzende Nummern. Apollo- Theater. 218. Friedrichstraße 218. Täglich 8, Uhr: Zirkus Schumann. Schumann. Achtung! Nur kurzes Gastspiel! Wunder über Wunder! 12 Original- Chinesen 12 darunter der weltberühmte Ex- Mandarin Ching- Ling- Foo. Hier noch nie gesehene Leistungen! Chad- ru, ber zweitöpfige Suabe. Die reizende Little Chee- Toy. Pe- ta- to, das lebende Rätsel. Die berühmten kleinfüßigen Frauen 2.C. 2C, Vorher: Das vorzügliche Programm und um 92 Uhr: Maler! Achtung! Maler! Donnerstag, den 13. April, abends 8 Uhr: in ni Oeffentliche Verfammlung der Maler und Berufsgenossen Berlins und Umgegend im Lokale des Herrn Feuerstein, Alte Jakobstraße 75. Tagesordnung: Gedenken wir in eine Lohnbewegung einzutreten? Und welche Forderungen wollen wir stellen? Referent: Gustav Genz. 155/ 1+ Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser so wichtigen Versammlung pünktlich zu erscheinen, da es sich um wichtige Beschlüsse handelt. Der Einberufer: Wilhelm Berndt. Vereinig. der Maler, Lackierer. Auftreicher Filiale Berlin. Donnerstag, den 13. April, abend3 84 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Mitglieder- Versammlung. 24/12 Tages Ordnung: 1. Wahl des Kassierers. 2. Festsetzung der Höhe des Beitrags. 3. Aenderung des Regulativs. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Die Ortsverwaltung. Direttion: Rob. Dill. Brunnenstr. 16. W. Noacks Theater. Die Banditen. Deutscher Metallarheiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Lustspiel in 4 Aften von Benedig. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Ball. Donnerstag, den 13. April, abends 8, 1hr, im Kolberger Salon, Sonnabend: Gr. Benefiz- Vorstellung für die Damen Paroni, Reich, Rochow und Seelen, Kolbergerstr. 23: Verlammlung Eine Nordlandsreise. Etablissement Buggenhagen alter in Eiſengießereien Berlins und Umgegend beGrößt.Pracht- Ausstattungspantomime Der Begenwart. Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Täglich 8 Uhr: Die kleinen Vagabunden. Sensationskomödie in 5 Aften und 8 Bildern von P. Decourcelles. Sonnabend nachm. 4 Uhr: Kinderborstellung: Hänsel und Gretel. Sonntag nachm. 3 Uhr: Die Kinder des Kapitän Grant. Bernhard Rose- Theater Gesundbrunnen, Badstraße 58. Marianne, ein Weib aus dem Volke. Schauspiel in 5 Aften von A. Jahn. Anfang 8 Uhr. Nach der Vorstellung: Gr. Ball. Vorzugskarten zu halben Staffenpreisen haben Gültigkeit. Moritzplatz. Täglich von 12-4 1hr: Mittagstisch. In den unteren Sälen heute großes Streich- Konzert. Rigo, Lagos. Dienstag, Donnerstag, Sonnabend, Sonntag: Fritz Steidl- Sänger. Nach jeder Borstellung im Kaisersaal: Tanz. Sanssouci. Kottbuser Tor- Stat. der Hochbahn. Heute Mittwoch: schäftigten Former und Berufsgenossue. Tages- Ordnung: 1. Unsere Vereinbarungen. 2. Die Berliner Anträge zur General versammlung in Leipzig. 3. Diskussion. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. im Die Kollegen werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Sonntag, den 16. April, vormittags 9%, Uhr: Gewerkschaftshaus, Engel- fer 15, Gaal 4( großer Saal) Versammlung sämtlicher Werkzeugmacher Berlins u. Umgegend. Tages Drdnung: 1. Die Metallindustrie einst und jetzt, und welche Bedeutung hat der Werkzeugmacher für die Metallindustrie in der Zukunft? Referent: Sollege Muttersegen. 23iefenthal. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Branchenvertreters und einer Schauspiel m. Gef. in 5 Aft. Sonntag, Montag, Donnerstag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger u. Branchen- Agitationstommission. Kollegen! Die Ortsverwaltung hat einen lange gehegten Wunsch der Werkzeugmacher erfüllt und ihnen eine eigene Branche zugestanden. Pflicht eines jeden Stollegen ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen. Montag, den 17. April, abends 8, Uhr, in der Neuen Welt, Hafenheide 108/114: Tanzkränzchen. General- Versammlung. Boranzeige! Montag, den Volksgarten- Theater 17. April: Große Ertra- Benefiz- Borstellung für Lina und Karl Moeller. Zur Aufführung gelangt: Die Tochter des Heimgekehrten. Palast- Theater Burgstr. 82. früher Feen- Palast. Das Veilchenmädel 2min. b. Bf. Börje. Bis- a- vis d. Börje. Borher 8 Uhr: Die April- Spezialitäten. Heute und folgende Tage 81 Uhr: Der Sensations- Schlager! ( früher Weimann). Mittwoch, den 12. April 1905: Käthe. Tages Ordnung: 1. Aufstellung der Kandidaten zur Generalversammlung in Leipzig. 2. Diskussion über die Anträge zum Verbandstag. 114/9 Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Bahlreichen Besuch erwartet Schauspiel in 4 Alten v. Meier- Förfter. Stassenöffnung 7 Uhr. Anf. 8 Uhr. Achtung! Nach der Vorstellung: Ball. Otto Pritzkows armastate, Breite: Wertiner Sufi Der Raub der Sabinerinnen. Abnormitäten – Ausstellung Sontag, 16. April, nachm. 3 Uhr, ermäßigte Luft und die April- Spezialitäten. Deutsch- Amerikanisches Theater. Köpnickerstr. 67/68, Stat. Jannowitzbr. Zum Jeden Abend! Ueber'n großen TEICH. 458. Male: Schwank in 4 Alten von F. und P. v. Schönthan. Strieße, Theaterdirektor: Richard Winkler. Vorher: Konzert und Spezialitäten 1. Rangos. Freitag, den 14. d. Mts.: Elite Vorstellung: Anf. 8 Ubr, Endo 10% Das Geheimnis der alten Mamsell. Sonntag nachm. 3 Uhr: HALBE PREISE. ,, Ueber'n großen Teich". Donnerstag: Der neue Stiftsarzt Residenz- Theater. Freitag: Die rosa Dominos. Sonnabenb: Kyritz- Byriz. Sonntag nachm.: Der HerrgottIchniker. Abends: Die rosa Dominos. Montag: Die rosa Dominos. Trianon- Theater. Heute und folgende Tage: Anfang 8 1hr. Dir.: Richard Alexander. Heute und folgende Lage 8 Uhr: Herzogin Crevette. ( La Duchesse des Folies- Bergère.) Schwank in einem Vorspiel u. 3 Atten bon Georges Feydeau, in Deutsch bearb. v. Benno Jacobson. Sonntag, 16. April, nachm. 3 Uhr: Der Hüttenbesitzer. Ibr Alibi" Kasino- Theater ( Les Duponts). Sonntag nachm.: Die glückliche Gilberte. Metropol- Theater Die Herren von Maxim. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Julius Freund. Musik von Viktor Hollaender. Inszeniert vom Direktor Richard Schultz. Josef Giampietro. Josef Josephi. X Anton Grünfeld. Frid Frid. X Fritzi Massary. Das Fest des Lichts.( Ballett.) Rauchen gestattet. Anf. 8 Uhr Staffeneröffnung 7 Uhr. Entree 50 Pf. Vorzeiger dieser Annonce zahlen wochentags halbe Preise. Die Räume des Palaft- Theaters stehen großen Vereinen wochentags mit Vorstellung und Ballmusik zu fulanten Bedingungen zur Verfügung. WINGARTEN Neues Programm. 765 Neues Programm. Cléo de Mérode. Lothringerstraße 37. Täglich 8 Uhr: Genaro u. Theol, Stelling u. Revell, Lolo's Vater. Boltsftud in Ad. L'Arronge. 4 Akten von Münzstraße 16. Täglich Borstellung MiB Arabella, die einzigste Dame, welche auf dem ganzen Körber tätowiert ist. Medizinische Rätsel, anatomische Wunder. Riesen! Zwerge! Reichshallen. Stettiner Sänger Täglich: Unsere süßen Anf. Wochent. Dienstmädel. 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. 0001 Die Ortsverwaltung. mogen Achtung! Etuis- Branche! Donnerstag, den 13. April, abd3. 8, Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- fer 15( Saal 5): Branchen- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Redakteurs H. Ströbel über" Friedrich Schiller". 2. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vertrauensmann. 23/16 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Adhtung! Stock- und Zelluloid- Arbeiter. Achtung! Donnerstag, den 13. April, abends 8, hr, im Gewerkschaftshause, Saal 8, Engellfer Nr. 15: Branchen- Verfammlung. Zages Ordnung: 1. Der Streit bei der Firma Gembicki. 2. Stellungnahme zum Die Branchen- Kommission. 1.at. 3. Bert ſtattangelegenheiten. 4. Berschiedenes. 83/10 Mai. Orts- Krankenkasse Contorsionisten. Kom. Reckturn Schloffer n. verw. Gewerbe. Violet Wegner, Berthe Brésina, W. C. Fields, Karl Hertz, der Engl. Soubrette. Paris. Sängerin. Ordentl. General- Versammlung Borher das gr. neue April- Programm. Komisch. Jongl. Amer. Illusionist am Donnerstag, den 20. April, Sonntag nachm. 4 Uhr: Keirat auf abends 8 1hr, im Saal der„ ArminProbe. Hallen", SW., Kommandantenstr. 20. Tages Ordnung: Gebrüder Herrnfeld- Theater. 8um 46. Male: Lustspielhaus. Die Meyerhains. Anfang 8 Uhr. Paul Jülich, Kaufmann- Truppe, Humorist. Kunstradfahrer. Diane de Fontenoy, Pas de Fleurs. Lebende Bilder. Biograph. Gustay Behrens 1. Bericht der Kommission zur Prüfung der Jahresrechnung pro 1904. 2. Entlastung des Rechnungslegers. 3. Bortrag über das Unfallversicherungs Gesez. Referent: Herr Ed. Warnst. 4. Berschiedenes. Herren Delegierten werden erabtreich zu zuLegitimation ist am Eingang Laden- Branche. Donnerstag, den 13. April, abends 8 he, im„ Englischen Garten", Alexanderstr. 27c: Branchen- Verfammlung. Tages Drdnung: Wie gedenken wir die Agitation in der Branche zu entfalten? Zu dieser Versammlung sind die Kollegen aus folgenden Werk stätten besonders eingeladen: Kuttner& Hanf, Stallschreiberstr. 21, Stavenow, Bülowstr. 51, Kallinich, Gollnowstr. 13, Harris& Scheldon, Strauſenſtr. 40. Das Erscheinen aller Kollegen ist dringend notwendig! 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Die amtlichen Formulare für die Wahllegitimation sind von heute ab außer beim Magistrat, P o st st r. 16, und in folgenden Stellen zu haben: Bureau des Zentralverbaudcs der Handlungsgehülfe» und-Gehülfinnen Deutschlands, Neue Friedrichstr. 20 I; Bureau der Gcwerkschaftskommisfion, Engel- Ufer 15; Expedition des„Vorwärts", Lindenftr. 69; Jakob Söiebe, Gr. Frankfurtcrstr. 38. Partei-Hngclegenbciten. ./V Partrigenoffen und Geuosfiunen! Die Verwaltung der„Neuen steien Volksbühne" stellte an die Berliner Lokalkomm, ssion das Ansinnen, den über die Philharmonie verhängten Boykott aufzuheben; sie beschloß aber schon vorher, die Schiller-Feier in diesem Lokale abzuhalten, selbst wenn die Lokal- kommisfion dem Berlangen des Borstandes der„Neuen freien Volks- bühne" nicht entsprechen sollte. Die Lokalkommission und die Berliner Vertrauensleute haben es abgelehnt, auf den von der Verwaltung der„Neuen freien Volks- Kühne" in einer so anmaßenden Weise gestellten Antrag einzugehen. Aus den allen Genossen und Genossinnen bekannten Gründen, Haupt- sächlich aber, weil die Philharmonie für Versammlungen der Arbeiter in der von der Lokalkommission überall geforderten Weise nicht zu haben ist, ersehen wir keine Notwendigkeit, die? Lokal zur Abhaltung von Festlichkeiten freizugeben, und haben deshalb den Antrag ver- tvOr?en. Trotzdem wird versucht, die Billetts zu dieser Schiller- Feier in den Kreisen der Parteigenosten und Genossinnen zu vertreiben. Diesem Treiben gegenüber erklären ivir einstimmig: Man mag zu dem Beschluß der Lokalkommission stehen wie man will, eS ist Pflicht der Genossen und Genossinnen, unsere straffe Disziplin hoch- Inhalten. Wir fordern die Genossen und Genossinnen Berlins und der Umgegend auf, die Beschlüsse der Partei-Organisationen streng zu beachten, die Schiller-Feier der„Neuen freien Volksbühne" zu meiden und die Billetts dazu unbedwgt zurückzuweisen. Jeder Ge- oste, der die Beschlüste der Organi,at,onen mcht pflichtgemäß hält, hat die hieraus sich ergebenden Konsequmzen zu tragen. Die Vertrauensleute Berlins und Umgebung. Die Bertrauenspersonen der Frauen. berliner JNadmchten. Die«vabenhaudarbeit, ein Mittel der Erziehung zur Kunst. Die Knabenhandarbeitssache will in Berlin nicht recht vorwärts kommen. Vor Jahren, als hier durch Vereins-' tätiakeit die Schülerwerkstätten ins Leben gerufen worden: waren, in denen schulpflichtige Knaben in Papier-, Papp-, Schnitz-, Hobelbankarbeiten usw. unterwiesen werden sollten, prophezeite mancher dem Unternehmen eine große Zukunft und erhoffte davon allerlei Wunderwirkungen nicht nur für die Erziehung der Jugend, sondern auch für das gewerbliche, Leben und für unsere sozialen Zustände. Jetzt weiß man, daß daS em leerer Traum war. Die Schülerwerkstätten sind ein Veilchen geblieben, das im Verborgenen blüht— die paar hundert Schüler, die darin arbeiten, verschwinden in dem Heer der Berliner Schuljugend — und an die damals geträumten Wirkungen glaubt längst kein nüchterner Beurteiler mehr. Längst hat man einsehen gelernt, daß der Nutzen dieses Handfertigkeitsunterrichts vor- wiegend nach der künstlerischen Seite hin zu suchen ist. Empfunden wurde das von Anfang an, aber in der Agitation, die nach außen für die Knabenhandarbeit entfaltet wurde, hoben die Wortführer der Bewegung dieses Moment zunächst keineswegs als das wichtigste hervor. Heute wird mehr die kunsterzieherische Wirkung des Handfertigkeits- Unterrichtes in den Vordergrund gerückt, womit er unseres Erachtens erst die rechten Bedingungen für den Fortbestand und seine Weiterentwickelung erhalten hat. Im wesentlichen von diesem Standpunkt aus wurde die Knabenhandarbeitssache auch in einem Vortrag betrachtet, den vor der Vereinigung„Die Kunst im Lebe» des Kindes" der Lehrer Frenke l hielt, der Vorsitzende der beim Berliner Lchrerverein bestehenden„Vereinigung für Knabenhandarbeit". Herr Frenke! zeigte die Beziehungen der Knabenhandarbeit zur künstlerischen Erziehung. Wie die Vereinigung. vor der er sprach, die Erziehung zur Kunst nach der rezeptiven Seite hin fördere, so biolle die Ver- einigung, der er selber vorsteht, dasselbe nach der produktiven Seite hin erreichen. Durch gute Bilderbucher, künstlenfchen Wandschmuck. Besuch von Kunstsammlungen usw. leite man die Jugend zur rechten Kunstbetrachtung an, durch die Arbeit in den Schülerwerkstätten könne man ste zu einem Swck der- ständnisvollen Kunstschaffens erziehen. Das 5wid soll sehen lernen, soll Sinn für den Aufbau eines Gegenstandes, für das Verhältnis seiner Teile bekommen, soll erkennen, wie aus Material und Technik die Form sich entwickelt. Natürlich sollen und können dort keine Künstler Herangebildet werden, aber der Knabe und heranwachsende Jüngling wird durch eigenes Schaffen die Tätigkeit des schaffenden Künstlers besser ver- stehen und würdigen lernen..„ Die Diskussion brachte eine Enttäuschung. Von der Ver- einigung„Die Kunst im Leben des Kindes" wäre eigentlich zu erwarten gewesen, daß sie über den Standpunkt des Vor- tragenden noch hinausginge. Statt dessen betonte Schrift- steller Fritz Stahl, die Hervorhebung des Künstlerischen an sich sei gar nicht die Hauptsache. Die Änabenhandarbeit werde den Sinn für gediegene Arbeit wieder erstarken lassen, und dann werde auch das Handwerk wieder zu seinem , u°mTen:�.4 Srau. Deutsch meinte, aus dem Hand- fertigkeitsunterricht werde mancher Jüngling die Erkenntnis, daß Handarbeit keine Schande ist, mit ins praktische Leben hlnubernehmen. Herr Stahl und Frau Deutsch scheinen dem Handfertigkeitsunterricht ihre Aufmerksamkeit erst spät zugewendet zu haben, sie vortrugen, bedeutet einen Rü-ksall m Zeit die uberwunden sein sollten. Der Gewinn für das Handwerk., die Wertschätzung der Handarbeit— das sind die- mit denen vor zehn und mehr Jahren die Knabenhandarbeit angepriesen wurde. Damals bezeichneten Hofsnunffk� Schwärmer den Handarbeitsunterricht sogar als ein Mittel zur Herbeiführung des„Ausgleichs der Klassen- gegensätze" und zur Bekämpfung„destruktiver Tendenzen". Die Krankenhausnot in Berlin, die erst in diesem Frühjahr wieder in der Stadtverordneten-Ver- samnilung dreist abgestritten wurde, wird gerade durch die jährlichen Berichte über die städtischen Krankenhäuser immer wieder aufs neue beleuchtet. Zwar sind in neuerer Zeit die Berichte in diesem Punkte nicht mehr so gesprächig, wie sie eS ftüher waren. Aber manchmal verirrt sich in diese amtlichen Publikationen doch auch heute noch eine Bemerkung, die„tief blicken läßt". So finden wir in dem jetzt von der Krankenhausdeputation ver- öffentlichten Aerztebericht des Urban-Krankenhauses für daS Jahr 1903/04 hinter den Tabellen der Inneren Abteilung II einige Erläuterungen, die von dem dirigierenden Arzt Dr. Plehn herrühren. Darin heißt es:„Die Erzielung besserer Heilnugsergebnisse im ganzen wird dadimh leider sehr erschwert, daß ein großer Teil der Kranken erst in den letzten Stadien— man konnte fast sagen, nur zum Sterben ins Krankenhaus gebracht wird." Nur zum Sterben?! Ja, warum eigentlich? Sollte das nicht zun, Teil darauf zurückzuführen sein, daß bei dem Platzmangel, der in den Krankenhäusern herrscht, gewöhnlich nur die„dringendsten" Fälle Aufnahme finden? Für einige Krankheiten belegt Dr. Plehn seine Behauptung mit Zahlen. Er hebt hervor, daß ihm von 19 an fibrinöser Lungen- entzündung sterbenden Personen 7 bereits am Aufnahmetage kurz nach der Einlieferung starben. Plehn fügt übrigens hinzu, daß bei fibrinöser Lungenentzündung die Steiblichkeit überhaupt außer- ordentlich hoch war— 19 Todesfälle bei nur 60 Erkrankten macht ein volles Drittel— und er erklärt das aus dem elenden Zustande der meisten Erkrankten, die„größtenteils ßSchnnpSsäufer waren". Vielleicht wird man uns hier erwidern, daß an Säufern ohnedies nichts verloren wäre, und daß man eS eigentlich bedauern müsse, wenn durch sie den anderen Kranken noch der Platz weggenommen werde. Aber Plehn führt weiter aus, daß auch bei Lungentuberkulose die Auf- nähme vielfacher st im letzten Stadium erfolgt. Von 191 Tuberkulösen, die er aufnahm, starben 16 schon in den ersten drei Tagen und von diesen sechs schon am Aufnahmetage. DaS waren keine Säufer; denn in dem Bericht steht davon nichts; und das würde er sonst wohl auch hier ausdrücklich hervorheben. Rettungslos waren aber natürlich auch sie, und sie wären es gewiß selbst dann gewesen, wenn ihre Aufnahme um Wochen und Monate früher erfolgt wäre. Doch die Plehnsche Aeußerung bezieht sich offensichtlich nicht nur auf diese beiden Krankheiten, sondern soll in viel weiterem Umfange gelten. Groß sind die Heilungsergebnisse bei innerlichen Krankheiten m den Krankenhäusern in der Tat nicht. Im Jahre 1903/94 starben im Urban-Krankenhaus m der inneren Abteilung dem dirigierenden Arzt 13 Proz., dem Direktor sogar lO'/z Proz. aller Behandelten. Der Durchschnitt für die ganze innere Abteilung stellte sich hier auf 10% Proz. Die innere Abteilung der Anstalt im Friednchshain hatte eine Sterblichkeit von 10% Proz., die der Anstalt in Moabit 14% Proz., die der Anstalt in der Gitschiner Straße(nur innerlich �Kranke) 12 Proz. Man kann sich hier wirklich nur schwer des Gedankens erwehren, -daß zu den Ursachen so vitter Mißerfolge auch der in den Krankenhäusern herrschende Mangel an Platz gehört. Die -Schwierigkeit, in einem Krankenhause Aufnahme zu finden, trägt sicherlich nicht dazu bei. die in der Bevölkerung leider immer noch bestehende Abneigung gegen Krankenhauspflege zu verringern. Da "dürfte mancher noch mehr als sonst geneigt sein, die längst not- wendige Ueberweisung an ein Krankenhaus bis zum letzten Augen- blick hinauszuschieben._ Landgerichtsdirektor Friedrich Denso ist am Sonntag nach längerem Krankenlager gestorben. Nach Berlin wurde er am 1. Juni 1880 versetzt, hier wurde er am 12. Dezember 1888 zum Landgerichtsrat und am 2. April 1895 zum Landgerichts- direktor befördert. Die preußische Regierung, die in den Braun, Opper- mann k. ihre forschesten Stützen sieht, die einen Brausewetter in Schutz zu nehmen wagte, erlebte an Denso eine sehr herbe Enttäuschung. Dieser Richter hatte den Mut. das Un- recht beim rechten Namen zu nenne«, auch wenn es von den Hütern des Rechts begangen wurde. In lebhafter Erinnerung ist es noch, daß unser verstorbener Redakteur Jacobey 1899 wegen Beleidigung des sächsischen Oberlandesgerichts an- geklagt war, weil er, auf schwerwiegende Tatsachen gestützt, der sächsischen Justiz nachgesagt hatte, daß sie Sozial- demokraten als Leute niederen Rechtes erachte. Es war Jacobey ein Leichtes, diese offenkundige Tatsache an der Hand von Urteilen sächsischer Gerichte nachzuweisen; und als Denso sich somit von der Richtigkeit der vom„Vorwärts" aufgestellten Behauptung überzeugt hatte, hielt er es für selbstverständlich, gegen Jacobey den bekannten Frei- s p r u ch zu fällen, der damals die sächsische Justiz so schwer traf. Kurze Zeit darauf wurde Denso an eine Zivilkammer versetzt;„auf eigenen Wunsch", wie ent- schuldigend behauptet wurde. Ein sächsisches Ordnungsblatt brachte zu jener Zeit die Meldung, daß die sächsische R e- a i e r u n gH sich wegen der scharfen Kritik, die das Berliner Landgericht unter Densos Vorsitz an der Rechtsprechung des sächsischen Oberlandesgerichts übte, beschwerdeführend nach Berlin gewandt habe, worauf von hier aus eine b e- ruhigende Zusicherung ergangen sei. Als Zivilrichter war Denso ungefährlich und zum stillen Mann geworden. Ein warnendes Exempel. Die Große Berliner setzt ihre Obstruktionspolitik gegen die städttschen Pläne fort. Stadtverordneter Wallach teilte gestern in einer Versammlung des freisinnigen Luisenstädtischcn Bezirksvercins mit, daß die Große Berliner Straßenbahngesellschaft gegen alle städtischen Bahnen Einspruch erhoben und sogar bei den Aufsichts- behörden beanttagt habe, ihr den Bau der geplante» städtischen Straßenbahn vom Dönhoff-Platz nach dem Krcnzberg bezw. der Großgörschenstraße zu überlassen, wobei sich die Gesellschaft auf ältere Rechte und Verträge stütze. Die Untecnehmen würden durch diese Einsprüche aufs neue unliebsam verzögert. Bemerkt sei noch, daß in der erwähnten Versammlung eine Mitteilung gemacht wurde, die auf die landesübliche Steuer- mogelet ein grelles Licht wirft. Ein Mitglied der Steuer- veranlagungs-Kommission erwähnte, man habe zwei Zcnsiten, die bisher nur Einkommen von 2100 und 2400 M. versteuert hätten, zur Selbsteinschätzung aufgefordert, und da habe sich ergeben, daß ihr Einkommen jährlich 46 000 und 00 000 M. betrage. Die Kommission habe im ganzen rund eine Million Mark an höheren! Einkommen ermittelt. Und da sage noch einer, daß sich die Berliner Finanzen nicht aufbessern ließen I Die Ermäßigung der Fahrpreise bei der Allgemeinen Berliner Omnibus- Gesellschaft durch Verlängerung der Fünspfennig- Strecken auf den wichtigsten Linien ist jetzt auf nächsten Donnerstag, den 13. April, festgesetzt worden. Die Linien verbinden den Norden mit dem Süden, den Westen mit dem Osten, den Südwesten mit dem Nordosten. Im einzelnen erhält Linie 3 Hallesches Tor— Landsberger Tor folgende Fünfpfennig- Sttecken: Hallesches Tor— Spittelmarkt, Jerusalemer Kirche— Rathaus(Ecke Spandauer und Königstraße), Dönhoffplatz(Ecke Jerusalemerstraße)— Bahnhof Alexanderplatz, Spittelmarkt— Kleine Frankfurterstraße(Ecke Landsbergerstraße), Rathaus-Büschingplatz, Bahnhof Alexanderplatz-Landsberger Tor. Bei der Linie 3 Potsdamer Brücke— Frankfurter Linden sind die folgenden Teilstrecken vorgesehen: Potsdamer Brücke— Spittel- niarkt, Potsdamer Platz(Ecke Leipzigerstraße)— Molkenmarkt, Leipzigerstraße(Ecke Friedrichstraße)— Rathaus(Ecke Span- dauer- und Königstratze), Dönhoffplatz(Ecke Jerusalemer« und Leipzigerstraße)— Bahnhof Alexanderplatz, Spittelmarkt— Kleine Frankfurterstraße, Rathaus(Ecke Spandauer- und König- straße)— Waßmannstraße, Bahnhof Alexanderplatz— Frankfurter Linden. Auf der Linie 12 Anhalter Bahnhof— Greifswalder- sttaße kommen zur Einführung die Teilsttecken Anhalter Bahnhof— Hausvogteiplatz(Ecke Mohrenstraße), Kochstraße(Ecke Friedrich- straße)— Schloßplatz(Ecke Breitestraße), Friedrichstraße(Ecke Leipziger- straße)— Rathaus(Ecke Spandauer- und Königstraße), Dönhoffplatz (Ecke Leipziger- und Jerusalemerstraße)— Bahnhof Alexanderplatz, Hausvogteiplatz(Ecke Mohrenstraße)— Linienstraßo, Schloßplatz(Ecke Breitestraße)— Kömgstor, Bahnhof Alexanderplatz— Greifswalder straße. Ueber einen Konflikt im Lichterfeldcr Kreis-Krankcnhause wissen die Zeitungen abermals zu berichten. Der Leiter der chirurgischen Abteilung des Krankenhauses, Dr. Stabcl, habe sich darüber be» schlvert gefühlt, daß ihnr in seiner Abteilung nicht genügend Assistenten zur Verfügung ständen nnd daß die ihm von Herrn Prof. Schweninger aushülfsweise zugewiesenen Aerzte nur tviderwillig seinen, des Chirurgen, Weisungen nachkämen. Eine Beschwerde an den Landrat v. Stubenrauch habe gezeigt, daß von einein gedeih- lichen Zusammenwirken der beiden Aerzte nicht weiter die Rede sein könne und daher sei Herrn Dr. Stabe! nahegelegt worden, zu kündigen. Diesem Winke sei der Oberarzt aber nicht gefolgt, worauf dann durch das Landratsamt seine Kündigung erfolgt sei. Der Oberarzt habe dann für den ganzen Monat April Urlaub genommen und werde jetzt von dem früheren Oberarzt vom Augusta-Hospital, Dr. Robert Franz Müller, vertreten. Ob diese Mitteilungen zutreffen, wissen wir nicht,(ebensowenig steht es uns zu, in diesem Konflikt ein Urteil abzugeben. Wir hätten in solchen Streitfällen nur die Interessen der Kranken wahrzunehmen, und soweit diese in Betracht kommen, müssen wir sagen, daß, so oft über manche Berliner Krankenhäuser Klagen erhoben werden, so selten dies in bczug auf das unter Herrn Schlveningers Leitung stehende Kreis-Krankenhaus in Lichterfelde geschieht.' Hieraus die nöttgen Schlüsse zu ziehen, dürfte nicht schwer fallen. Die Erdiodcnwärme folgt in ihrer Zu- und Abnahme, wie die von der Kanalisationsverwaltung täglich vorgenommenen Messungen ergeben, der Zu- und Abnahme der Lüstwarme immer erst nach einiger Zeit und unter weniger großen Schwankungen. Bei% Meter Tiefe macht die Erdbodenwärme noch alle nennenswerten Schwankungen der Luftlvärme mit, aber schon hier ist eine bettächt- liche Abschwächung bemerkbar, sowie eine Verzögerung von mehreren Tagen. Bei drei Meter sind die Schwankungen nur noch gering und die Verzögerung ist hier so bedeutend, daß die Erdbodenwärme in dieser Tiefe ihren höchsten Stand ge- wöhnlich erst Mitte September, ihren nievrigsten im Marz und manchmal sogar erst im April erreicht, das heißt erst dann, wenn die Luftwärme längst wieder in der Ab- bezw. Zunahme begriffen ist. In dem diesjährigen Winter ist in der Tiefe von 3 Meter die Abnahme der Erdbodenwärme in der zweiten Hälfte des März durch erneute Zunahme abgelöst worden, während die kälteste Woche des ganzen Winters bereits in die zweite Hälfte des Januar fiel. Dabei fällt auf, daß diesmal selbst an derjenigen Messungs- stelle, die in der Regel den geringsten Wärmegrad zeigt, in der Gartensttaße(Humboldt-Ghmnasiuni), die Erdvodenwärme nicht unter ff- 0,0 Grad Celsius gesunken ist. An derselben Stelle wurde dagegen in den fünf vorhergehenden Jahren zurück bis 1900 als tiefster Stand ermittelt: ff- 6,0 Grad, ff- 6,8 Grad, ff- 6,6 Grad, ff- 6,0 Grad, ff- 6,6 Grad. Eine Predigt vor tauben Ohren hält der.Reichsbote". Er schreibt:„Der„Vorwärts" teilt seinen Lesern mit, daß er jetzt 92 000 Abonnenten hat. Wenn man bedenkt, daß eS noch eine große Zahl anderer sozialdemokrattscher Blätter gibt, die auch zum Teil eine große Leserzahl haben, so erhält man eine Vorstellung von der wachsenden Macht der Sozialdemokratie in unserem Volke. Diese Leute wissen, was die Preffe zu bedeuten hat und sie halten zu ihrer Presse. Was will dagegen die ganze ernsthast nationale Presse bedeuten? Denn das nicht sozialdemo- kratische Volk wird immer gesinnungsloser; es liest die patteilosen„General- Anzeiger",„Tägliche Rundschau" und die Scherlschen- und Mosseschen Jnseratenblätter, bei denen der je nach Umständen in verschiedenen Farben schillernde redaktionelle Teil nur als das Aushängeschild für das Jnseratengeschäft erscheint. Diese Gesinnungs- und Charakterlosigkeit des Volkes ist das schlimmste Zeichen unserer Zeit, es ist die Frucht des alles zersetzenden Kritizismus. Es kann keine Frage sein, daß der Sieg m der EntWickelung der Zeit der GesinnungS- und Charakterstärke gehört." Diese Quittung legen wir zu den übrigen. Auf die Frage, wie lange der„Reichsbote" noch imstande ist. für eine verlorene Sache zu lämpfen, erlassen wir ihm die Antwort. Sollten aber zu dem „immer gesinnungsloser" werdenden Volk der auf den„Lokalanzeiger' usw. abonnierten Nichtsozialisten nicht auch schon etliche Pastoren gehören? Was man gelegentlich aus Weihereden der Hofgeistlichkeit hört, klingt sehr nach diesem Blatt. In eine Agitation gegen die Konkurrenz der Militär- und Beamtenmusik wollen die Zivilberufsmusiker eintteten. Sie wenden sich in einem Flugblatt an die Bevölkerung mit der Bitte, nicht die gewerbliche Tätigkeit der Beamten- und Militärmusiker zu unterstützen: in den„Gcrmama-Prachtsälen", Chausseestr. 103, wollen sie Donnerstag, den 20. April, eine Protestversammlung abhalten. Mit der Verlegung des Friedrichs-Werderschcn Gymnasiums nach dem Stadtteil Moabit wird jetzt vorgegangen, nachdem die Vorschul- klaffen schon ftüher dort ihre neue Stätte geflinden haben. Ostern dieses Jahres folgen die beiden Sexten. Auch diesen Klassen wird das Gebäude der 13. Realschule am Schleswiger Ufer noch bis Michaelis 1906 Uutevkmift bieten. Der Direktor des köuiglichcn Seminars für Stadtschullehrer in der Friedrichstraße 229, Schulrat P a a s ch e ist in der vergangenen Nacht nach einein qualvollen Leiden gestorben. Karl Swoboda, der bekannte Operettentenor ist Montag hier in seiner Wohnung Panlftr. 14 nach schweren Leiden gestorben. In der Glanzzeit der Operette war er zehn Jahre lang bis 1882 am Friedrich Wilhelmstädtischen Theater täsig z später trat er zum Schau- spiel über. Eine Krankheit führte 1902 seine völlige Verarmung herbei, sodaß er das städtische Siechenhaus in der Fröbelstraße auffuchen mußte. Einige Unterstützungen brachten ihn in die Lage, die letzten Tage seines Lebens im Kreise der Seinen zuzubringen. Neber die Erziehung der Gymnasiasten hat bei der Eröffnungs- Die Unterrichtskurse für Arbeiter, veranstaltet von der freien die Pferde, so daß der Wagen über die Brust des Kindes rolle. feier des neuerrichteten Realgymnasiums, das vorläufig in dem Studentenschaft der Stadt Berlin, treten nächstens in ihr Trotzdem ärztliche Hülfe sofort zur Stelle war, verstarb das Kind neuen Gemeindeschulhause in der Bankower Allee Unterkunft gefunden zweites Halbjahr. Gelehrt wird Deutsch in fünf Kursen und Rechnen nach zwei Stunden. hat, der Regierungsvertreter eine recht beachtenswerte Ansprache in drei Kurjen. Außer den Elementarfursen finden gelegentlich an gehalten. Er forderte besonders das Lehrerpersonal auf, dahin zu den Sonntagen Museumsführungen und gemeinsame Theaterbefuche Pankow. wirken, daß keine Ueberhebung der Schüler der höheren Lehranstalt statt. Jeder Kursus findet wöchentlich einmal statt in den Abend- Zurückgewiesener Protest. Im Januar d. J. wurden als Arbeit gegenüber den Volksschülern Platz greife, was umsomehr zu be- stunden von 8-10.- Veginn des Unterrichts am 2. Mai. Ende geber- Beisiger zum Gewerbegericht die Genossen Eichler, Freifürchten sei, da sich beide Schulen unter einem Dache befänden. Anfang August. Zur Deckung der Kosten wird für jeden Kursus waldt und Glöckner gewählt. Die bürgerlichen Arbeitgeber Noch wünschenswerter wäre es, wenn der Herr Regierungsvertreter ein einmaliger Beitrag von 50 Pf. erhoben. Die Kurse finden statt erhoben durch den Gärtnereibefizer Bonneß Protest gegen die selbst dahin wirken wollte, daß in der Behandlung und Erziehung in dem Gebäude des Zentral- Arbeitsnachweises, Gormannstr. 13 Gültigkeit der Wahl, weil einige Wähler nicht als Arbeitgeber im der Gymnasialschüler und Volksschüler keine Unterschiede gemacht würden.( 5 Minuten vom Bahnhof Börse) und in der Friedrich- Werderschen Sinne des Gesetzes anzusehen seien. Der Bezirksausschuß beDurch die Einführung der von der Sozialdemokratie verlangten Oberrealschule, Niederwallstr. 12. Die Anmeldungen zu den Kursen stätigte die Gültigkeit der Wahl und führte aus, daß die Einheitsschule würde auch der Ueberhebung der Söhne der besigenden werden am 13., 14., 15. April und am 26., 27., 28., 29. April, all- Wählerlisten den Bestimmungen gemäß ausgelegen hätten und nur Klasse, wenigstens während ihrer Schulzeit, am besten vorgebeugt abendlich von 8-9, Uhr, Gormannstr. 13, Seitenaufgang II, ent- während dieser Zeit Einwendungen gegen die Richtigkeit der Wählergegengenommen. Dort werden auch die Wochentage für die einzelnen listen erhoben werden können. Kurse bekannt gegeben und alle gewünschten Auskünfte erteilt. werden. Einen verspäteten Aprilscherz leistete sich die Deutsche Grammophon- Aktiengesellschaft am Montag abend. Sie hatte im Beethoven- Unentgeltliche Aufführung der Matthäus Paffion. Am Palm- Auf der Havel untergegangen sind infolge des starken Sturmes faal ein Konzert arrangiert, welches von der Leistungsfähigkeit ihrer fonntag, 16. April, abends 6 Uhr, führt der Kirchenchor der Drei- in der vorigen Woche beim Plauer Gemünde drei von dem Dampfer Fabrikate Zeugnis ablegen sollte; doch waren von ihr zu dieser Ver- faltigkeits- Kirche( Mauerstraße) unter der Leitung des königlichen Helene" geschleppte Kähne. Sie schlugen im Umsehen voll Waffer, anstaltung weit mehr Karten ausgegeben worden als Pläge im Musikdirektors H. Pfannschmidt die„ Matthäus- Passion" von Heinrich als sie in das Gemünde einfuhren und fanten bis auf den Grund. Saale vorhanden waren. Die Folge war, daß das Lokal sehr früh Schütz in der Kirche auf. Mitwirkende: Herr Martin Jacobi( Baß), Die Kähne, deren Hebung durch die Schiffsbaumeister Krüger und abgesperrt wurde und hunderte Personen beiderlei Geschlechts an Herr Willy Merkel( Tenor), Herr Paul Bronsch( Tenor), Herr Mette in Brandenburg a. H. ungesäumt erfolgen wird, gehörter geschlossener Tür halt machen mußten. Von acht Uhr abends an Wilhelm Musehold( Baß), Fräulein Magda Humbert( Alt), Herr den Schiffern Julius Schröder aus Plaue, Gröppler aus füllten sich die Aufgänge zum Saal mit Leuten, die sehr erstaunt Haensgen( Orgel). Herr Konsistorialrat Lahusen wird eine An- Altenplathow und Frehse aus Kezin. waren, als die Angestellten des Lokals ihnen den Einlaß verweigerten sprache halten. Der Eintritt ist unengeltlich, nur Abnahme des und auf die Einwendungen hin, die selbstverständlich erhoben wurden, Tertbuches mit Programm( 10 Pf.)- beim Küster oder am Konzertrecht rücksichtslos verfuhren. In lauten Verwünschungen gegen die abenderforderlich. Grammophon- Gesellschaft machte sich die Empörung der Genasführten Luft. mis Vermischtes. is Italienische und spanische Sprachkurse. In dieser Woche be- Wegen eines Lustmordes wurde in Hannover der 36jähriges ginnen in der III. faufmännischen Schule der Korporation der dem Trunke ergebene Postschaffner Buether verhaftet. Derselbe hat ,, Lasset uns das Leben genießen!" Der 41 Jahre alte frühere Berliner Kaufmannschaft neue italienische und spanische Sprachkurse. das 5jährige Töchterchen der Tischlerscheleute Schär an sich gelock, Kurbelstepper Michaelis Grün aus der Angermünderstr. 2, der zulegt zu diesen Kursen haben auch Damen und Nichtkaufleute Zutritt, so vergewaltigt und darauf zerstückelt. Einen Teil der Leiche versteckte mit Blumen handelte, war Stammgaft im„ Englischen Garten" in haben bisher Künstler, Kaufleute, Herren und Damen, deren Beruf er im Keller seines Hauses, den Rest warf er, in Papier eingewickelt, der Alexanderstr. 27a und dort als„ Blumenmar" bekannt. Bor- Sprachkenntnisse verlangt, daran teilgenommen. Das Honorar be- er im Keller seines Hauses, den Rest warf er, in Papier eingewidelt, gestern abend besuchte er den„ Kavalierball". Als er um 11 Uhr trägt 13,50 M. pro Semester. Die Kurse finden im Köllnischen gelegt. Unter dem Verdachte der Mittäterschaft wurde der Schuhauf eine Bahnrampe. Der Mörder hat bereits ein Geständnis abmit einer 32jährigen Witwe die Polka„ Lasset uns das Leben ge- Gymnasium abends 8-10 Uhr statt, wo auch Anmeldungen entgegen- macher Baul festgenommen. Man vermutet, daß Buether ein gleiches nießen" tanzte, brach er bei der zweiten Runde zusammen und genommen werden. Verbrechen an der seit zwei Jahren vermißten Else Cassel berfonnte sich nicht wieder erheben. Besinnungslos wurde er in einen Nebenraum getragen, wo er nach zehn Minuten starb. Ein Arzt übt hat. konnte nur noch den Tod feststellen. Mordversuch. Auf der Strecke Aschaffenburg- Hanau bersuchten gestern morgen zwei Zuchthausgefangene den Gendarmen Dieß aus Aschaffenburg, der beide nach Frankfurt a. M. bringen sollte, im Eisenbahnzuge zu erwürgen. Beide waren mit den Händen aneinander geschlossen, so daß sie eine Hand frei hatten. Dem Gendarm gelang es, die Notbremse zu ziehen, wobei die Verbrecher entspringen konnten, aber wieder eingeholt wurden. Der eine der Verbrecher heißt' Machers und stammt aus Düsseldorf, der andere Losch und stammt aus München. Der Gendarm mußte sich in ärztliche Behandlung begeben. Schwere Vorwürfe gegen die Westfälische Landeseisenbahn werden Die 189. Beobachtungsabend am Mittwoch, den 12. April, abends 8 Uhr, Der Berein von Freunden der Treptow- Sternwarte hat für seinen im Hörsaal der Treptow- Sternwarte einen DiskussionsRampf mit einem geifteskranken Zuhälter. Als der Kriminal- und Frage- Abend angesezt, um den Mitgliedern und Gästen Gelegen schuzmann Podraz gestern abend den bei der Prostituierten Bodin heit zur Aussprache über naturwissenschaftliche Fragen zu geben. im Hause Engelufer 4a sich aufhaltenden 26 Jahre alten Zuhälter Insbesondere wird über die bevorstehende Expedition zur Beobachtung Richard Busse festnehmen wollte, drang diefer mit einem Beile der totalen Sonnenfinsternis am 30. August nach Burgos eine Be auf den Beamten ein, so daß der Schutzmann sich Hülfe von der sprechung stattfinden. Mit dem großen Refraktor wird der Mond nächsten Polizeiwoche holen mußte. Darauf begaben sich ein vor und nach der Diskussion beobachtet. Statuten und AnmeldeKriminalwachtmeister und zwei uniformierte Beamte in die Wohmung formulare sind im Bureau der Sternwarte erhältlich. der Bodin. Busse, der sich inzwischen völlig entkleidet hatte, flüchtete nun in die Stube der Arbeiterin Klara Tödter, die auf dem- Vom Amateur- Wettstreit. Am Montagabend wurden die RingDiesmal trat die Leichtgewichtsklasse felben Flur wohnt, verriegelte die Zimmertür und drohte der fämpfe fortgesetzt. Wohnungsinhaberin, fie zu erstechen, falls sie den Beamten die Tür blieben: 1. Th. Schibilsti( Jugendkraft", Friedrichsberg); 2. War welches sich am Freitagmittag auf der Strede zwischen Nieder( bis 135 Pfd. Körpergewicht) an. Die Kämpfe, bei denen Sieger im Westf. Boltsbl." erhoben aus Anlaß eines Eisenbahnunglüds, öffnen würde. Er verfiel in Tobsucht und zertrümmerte die Wohnungseinrichtung der Tödter. Als es einem Schlosser nicht ge- Beeskow(„ Heros 03", Berlin); 3. Eugen Kißling(„ Kraftsportverein", welches sich am Freitagmittag auf der Strecke zwischen Niederlang, die Tür zu öffnen, wurde sie mit einem Beil zertrümmert Stuttgart); 4. Mag Wiesner( Jugendkraft", Weißensee); 5. Arthur leben hätte fosten können. Ein Güterzug von 15-20 Wagen, welcher bergheim und Völlinghausen ereignete und leicht mehrere MenschenTimmler( Berolina", Nigdorf); 6. J. Halik( Bizka", Prag) waren und Buffe, der mit gezücktem Messer auf die Beamten eindrang, bei der Gewandtheit der Ringer überaus fefſelud. Nur dauerte durch eine der erst kürzlich neu beschafften 1200 Zentner schweren durch zwei Säbelhiebe unschädlich gemacht, mit Stricken gebunden Lokomotiven befördert wurde, entgleiste dem genannten Blatte und nach dem Bolizeipräsidium eingeliefert. Busse hat nur leichte der Austrag geradezu ungeheuerlich lange, wurde doch von 8 Uhr zufolge- dadurch, daß die Schienen auf dem allzu schwa ch abends bis 5% Uhr morgens gerungen! Die Hälfte des Publikums to Hautabschürfungen an beiden Armen davongetragen. Vermutlich ist Bahnkörper von der Lokomotive er geisteskrant. war zwar so heroisch, auszuharren, aber für die breitere Deffent- gebauten lichkeit sind solche Geduldsproben doch eine etwas zu starke Zu- erdrückt und die Schwellen entzweigerissen wurden. Maschine stürzte, sich mehrmals überschlagend, eine tiefe muitung. Warum nimmt man nicht vorher in privatem Böschung herunter; Lokomotivführer und Heizer blieben wie durch Streise die nötige Durchfiebung vor?! ein Wunder am Leben und trugen nur einige Quetschungen und Theater. Im Luisen Theater gelangt Mittwoch Die Brandwunden davon. Zwei Wagen folgten der Maschine in die Rosa Dominos" zur Aufführung. Schulz, Bendendorff, Sylrod, Tiefe, der im Packwagen befindliche Zugführer erlitt einige Winter, Himer, Böhm, Dehmig, Wichardt sind in den Hauptrollen Verlegungen. Wiederholt sind nun, so bemerkt das„..", beschäftigt. Thalia Theaters, geht, da die Saison Ultimo April schließt, für den Bahnförper zu schwer seien und der letztere vorerst genügend " Der Kilometerfresser", der tolle Schwvant des in letzter Zeit Warnungen laut geworden, daß die neuen Maschinen werden müsse. Die Erregung darüber, daß alle nur noch 16 mal in Szene. Nächsten Sonntag nachmittag gelangt verstärkt Warnungen mußlos gewesen sind, ist umso größer, als der Unfall " Der Hochtourist" zur Aufführung. an einer geradlinigen Stelle, also nicht an einer Kurve geschah und zudem der verunglückte Güterzug größtenteils leere Wagen führte. Entgleisungen und Zusammenstöße. Im Februar d. J. find Ein Unhold. Unter dem Verdacht eines Sittlichkeitsverbrechens Zu der Kaninchenausstellung, welche der Zentralverein deutscher auf deutschen Eisenbahnen ausschließlich der bayerischen und der wurde der 48jährige Kellner Ludwig Hauser im Tiergarten ver- Kaninchenzüchter während der Osterfeiertage im Restaurant Buggen- Bahnen mit weniger als 50 Kilometer Betriebslänge vorhaftet. H., der von seiner Frau getrennt lebt und teine feste Woh- hagen, Morigplag, Berlin, veranstaltet, sind die Anmeldungen über gekommen: 7 Entgleisungen auf freier Bahn( davon 3 bei Personennung befigt, lockte die zehnjährigen Schülerinnen Margarete K. und Erwarten reichlich ausgefallen. Sowohl Sport als Nutzfaninchen zügen), 12 Entgleisungen in Stationen( davon 3 bei Personenzügen), Gertrud D., deren Väter Kaufleute sind, vom Reichstags- Ufer her find in großer Anzahl gemeldet worden. Besonderes Aufsehen wird zusammenstoß auf freier Bahn( Auffahren eines Güterzuges auf durch allerhand Versprechungen in den Tiergarten. Nach furzer es erregen, daß der Verein im Ausstellungslokal ein Gehege für einen Personenzug), 8 Zusammenstöße in Stationen( sämtlich Unterhaltung versuchte er an einer wenig belebten Stelle dem einen Wildkaninchen errichtet, in welchem die hier üblichen Fangmethoden zwischen Güter- und Rangierzügen). Dabei wurden 8 Bahnbedienstete Kinde Gewalt anzutun. Als das zweite Mädchen ängstlich davonlief, borgeführt werden. Das Frettieren dürfte das Interesse der Besucher sprang der Unhold diesem nach und warf es zu Boden. Als beide deshalb in Anspruch nehmen, weil hierbei das Frettchen( ein RaubKinder laut um Hülfe schrien, lief der Mann davon. Ein Kriminal- tier, dem Marder ähnlich) durch geschickte Dressur die Rolle des fommissar und ein Schuhmann, die zufällig vorbeikamen, nahmen Treibers übernimmt. seine Verfolgung auf und verhafteten ihn am Brandenburger Tor. Hauser ist wegen Sittlichkeitsvergehens bereits vorbestraft. Ein alter Wechselfallenschwindler wurde gestern in der Berson eines Arbeiters Witthoeft aus Hamburg festgenommen. Er betrieb den Schwindel in bescheidenem Umfange namentlich in Geschäften des Oftens. Nur eine Mark suchte er in jedem Falle zu„ berdienen", indem er sie wechseln ließ und mit der kleinen Münze wieder einstrich. Ein Geschäftsmann, den er geprellt hatte, sah ihn am Nüftriner Platz und machte Kriminalbeamte auf ihn aufmerksam. Diese folgten ihn unbemerkt und beobachteten, wie er in elf Läden feinen Kniff versuchte, aber keinen Erfolg damit hatte. Im zwölften endlich gelang er ihm. Die Beamten sahen es an der Art, wie er den Laden verließ, nahmen ihn draußen in Empfang, führten ihn wieder hinein und ließen durch den Geschäftsinhaber feststellen, daß Witthoeft ihn um eine Mark geschädigt hatte. Bei einer Schlägerei schwer verletzt wurde gestern nachmittag der 23 Jahre alte Steintutscher Paul Thomas aus der Goßlerstr. 29. Thomas fuhr für die neuen Konzerthallen von Schippanowsky neben dem Nationaltheater am Weinbergsweg Steine an und geriet mit dem 27 Jahre alten Maurer Rudolf Fund aus der Schliemannstr. 11 in Streit, weil er deffen Bitte, einem steckengebliebenen Mörtelwagen Vorspann zu leisten, nicht entsprechen wollte. Nachdem er mit dem Futtertübel nach Fund geschlagen hatte, ergriff dieser eine eiserne Hacke und versetzte ihm damit einen wuchtigen Hieb über den Kopf. Der Verlegte wurde mit einer Droschte von der Rettungswache in der Kastanienallee nach dem Moabiter Krankenhause gebracht, sein Gegner, von der Revierpolizei festgenommen, nach dem Verhör aber einstweilen wieder entlassen, weil er eine feste Wohnung hat. Durch einen Sturz vom Gerüst verunglückte gestern morgen der Klempnergeselle Paaschen aus der Schlegelstraße 4 beim Ausbau des Hauses Gipsstraße 12a. Er verlor bei der Arbeit das Gleichgewicht, stürzte rücklings hinab und blieb besinnungslos liegen. Die Arbeitsgenossen brachten ihn mit einer Droschte nach der Charité, wo schwere innere Verlegungen festgestellt wurden. : A " Im Arbeiterinnenheim II, Usedomftr. 7, findet heute Mittwoch, um 8 Uhr, ein Vortrag statt über: Schiller und seine Werte". Eintritt frei. Mädchen und Frauen find willkommen. berletzt. Drei Bergleute tot, zwei lebensgefährlich verleht. " Zwei Grubenumfälle werden aus Bochum gemeldet: Auf Beche „ Bruchstraße" verunglückten zwei Bergleute durch Sturz in den Die Veranstaltungen der Freien Volksbühne beginnen am Bremsschacht. kommenden Sonntag, den 16. April: National Theater: Schacht 4/5, verunglückten drei Bergleute, von denen einer gleich Freien Volksbühne beginnen am Bremsschacht. Beide waren sofort tot. Auf Beche Konstantin", Rigoletto", 3 Uhr.( Verlosung der Billetts 2-3 Uhr.) Metropol- tot war, während die beiden anderen lebensgefährliche Verlegungen Theater:" Sappho", 2 Uhr. Berliner Theater:" Ein erlitten. Teufelstert", 2 Uhr. 7. Kunstabend im Rathaus 8 Uhr, ( Internationaler Boltsliederabend) von Ernst von Wolzogen und Die Ausbreitung der Genickstarre nimmt erschreckenden Umfang Laura Seemann. Die Opernhefte find in allen Zahlstellen für an. Aus Kassel wird gemeldet: Die Genicstarre ist hier ausdie Besucher der Oper zu haben, desgleichen die Opernmarken. gebrochen. Der Kanonier Apel aus Bochum von der 1. Batterie Weitere der hiesigen Artillerie ist an der Krankheit gestorben. Belten isoliert. Aus Braunschweig kommt die Nachricht, daß 20 Mann, die ebenfalls an Genicftarre erkrankten, wurden in Belten isoliert. Aus Braunschweig kommt die Nachricht, daß die dieser Tage an Genickstarre erkrankte ostpreußische Arbeiterin 24 Stunden nach ihrer Einlieferung ins städtische Krankenhaus zu Wolfenbüttel gestorben ist. zehn Jahren im Bittoria- Lyceum, Potsdamerstraße 39, wird SonnDie Ausstellung von Reformkleidung für Mädchen bis zu achtabend, den 15., und Montag, den 17. April, von 10-7 und Sonntag, den 16. April, von 12-7 Uhr geöffnet sein. Eintrittspreis für Grwachsene 50 Pf., für Kinder 25 Pf. Vorträge halten u. a. Herr Fräulein Doris Riesewetter. Dr. med. Scheher, Mater Walter Schulze, Frau Marg. Bochhamer, Schöneberg. Vorort- Nachrichten. Die gestorbene Bolizeibehörde. Ein Einwohner in Hamburg benötigte eines Führungsattestes zum Betriebe eines Ansichtskartenhandels und wandte sich deshalb an die Polizeibehörde in Joachimshammer und erhielt folgendes Schreiben: Mit dem Bericht zurück gereicht, daß die Polizeibehörde( Amtsvorsteher) zu Joachimshammer im Oktober 1903 gestorben ist. Die Polizeibehörde über Joachimshammer ist jetzt Herr Direftor Blohmer zu Militsch- Schloß, es ist deshalb dieses Gesuch dorthin zu schicken. Podasch, den 2. April 1905. in: über Joachimshammer. Neldner. shi Gemeinde- Borsteher. Der Bau eines Theaters in Schöneberg scheint jetzt gesichert zu Reiche Beute machten Einbrecher gestern nachmittag in der sein. In nichtöffentlicher Sitzung der Stadtverordneten am Montag Pfandleihe von Moritz Jacob in der Prenzlauerstr. 22. Der wurde dem Projekte nach dem Vorschlage des Magistrats im wesentGeschäftsinhaber schließt seine Räume, die im Hofe liegen, jeden lichen zugestimmt. Die Vorlage gelangte nach ausgedehnter Debatte Mittag um 1 Uhr und macht sie erst nach dem Essen um 3 Uhr einstimmig zur Annahme. Das Theater wird von einem wieder auf. In diesen zwei Stunden ist niemand zur Bewachung Finanzkonsortium, an dessen Spize der Bantier Salomon- Detmold da. Das ganze Grundstück wird von einem Bförtner beaufsichtigt.teht, auf dem Plaß an der Grunewaldstraße errichtet. Es soll Die gestorbene Polizeibehörde" ist gut! Daß man das Gesuch Auf dem Hinterlande enthält es Fabrikgebäude. Einbrecher bal- mit den Vorstellungen bereits am 1. Ottober 1906 durch die Polizei nicht gleich nach Militsch beförderte, sondern dem dowerten die Gepflogenheit Jacobs aus, gelangten unbemerkt nach begonnen werden. Die Stadt Schöneberg verkauft genannten Antragsteller erst Zeitverlust und doppelte Portokosten verursachte, feinen Geschäftsräumen, öffneten sie mit Nachschlüsseln, erbrachen die Platz der Gesellschaft zum Preise von 100 000 m., jedoch gelangt zeigt übrigens, daß St. Bureaukratius leider noch nicht geBulte und Schränke und benußten die Mittagspause, für 5000 W. Diese Summe nicht zur Auszahlung, sondern kommt in Form torben ist. Brillanten, goldene Ketten und Broschen, Uhren und Ringe aus einer Hypothek zur Eintragung. Durch einen noch abzuzuwählen und alles forgfältig zu verpacken. Eilig überschritten sie schließenden gegenseitigen Vertrag, der der Zustimmung der Stadt- Das Opfer eines Versehens ist der Fabrikant Friedrich Reuter ( drei Männer) mit der Beute den Hof und erreichten, nur von der verordnetenversammlung bedarf, soll die Uebernahme des Theaters in Holzminden geworden. Der Arzt hatte ihm ein Wittel gegen den Pförtnerfrau, die ihren Mann vertrat, gesehen, die Straße und durch die Stadt spätestens nach 10 Jahren gesichert werden. Der Bandwurm verordnet. Statt dessen erhielt St. in der Apotheke Gift. entkamen. Erst als Jacob um 3 Uhr zurückkehrte, wurde der Ein- Bau, der mit einem Kostenaufwande von einer Million Mark her- Er nahm es ein und starb am 9. d. Mits. daran. An dem Unglück bruch entdeckt. Die Kriminalpolizei hat bis jetzt noch keine Spur gestellt wird, ist mit der Hauptfront nach der Grunewaldstraße ge- foll das Versehen eines Apothekerlehrlings die Schuld tragen. der Diebe gefunden. dacht und wird vom Regierungsbaumeister Moritz ausgeführt. Das erste größere mit Turbinenkraft betriebene Seefahrzeug Feuerbericht. Ein größeres Löschaufgebot wurde Dienstag vor- Die künstlerische Leitung soll dem Direktor Halm vom Berliner mittag nach der Halleschenstr. 15 gerufen, weil dort in einer Theater übertragen werden. Der volkstümliche Charakter der VorWohnung Möbel, Kleidungsstücke und Gardinen Feuer gefangen stellungen im Sinne des Schiller- Theaters soll ebenfalls vertraglich hatten. Die Gefahr konnte leicht beseitigt werden. Ein ähnlicher festgelegt werden. Brand kam dann in der Dresdenerstr. 19 durch Umfallen einer Reinickendorf. Nachts gegen 2 Uhr erfolgte Alarm nach Petroleumlampe aus. wurde auf dem„ Vultan" in Stettin am Sonnabendmittag vont Stapel gelaffen. Es ist dies der Doppelschrauben- Turbinendampfer Kaiser", der für Rechnung der Hamburg- Amerika- Linie gebaut ist. Das Schiff soll dem Passagierverkehr für die Nordseebäder dienen. 13 000 Menschen bei dem Erdbeben in Indien umgekommen. dem Eiskeller in der Chausseestraße. Der Fußboden und die Balken- Von einem Laftwagen überfahren und getötet wurde das drei Schäßungen zufolge sind bei dem letzten Erdbeben im Bezirk lage war dort in Brand geraten. Der 14. Löschzug hatte längere Jahre alte Töchterchen des Arbeiters Haaf, der im Echaufe der Palampur ungefähr 3000 und im Bezirt Kangra ungefähr 10 000 Zeit mit der vollständigen Ablöschung zu tun. In der Rüdert- Granatenstraße und Provinzstraße wohnt. Mehrere Kinder spielten Menschen umgekommen. straße 8 war dann in einer Kürschnerwerkstatt Feuer entstanden, an der genannten Straßenede, als ein Wagen einer Bankower während in der Gr. Hamburgerstr. 26 ein Bosten Prestohlen Firma in langsamem Tempo von der Provinzstraße in die Granatenbrannte. In beiden Fällen konnten die Flammen leicht erstickt straße einbog. Während die anderen Kinder, darunter auch zwei werden. Die übrigen Alarmierungen, die noch in den letzten größere Brüder des Mädchens, durch den Zuruf des Kutschers auf24 Stunden einliefen, waren auf„ blinden Lärm" zurückzuführen. merksam gemacht, dem Wagen auswichen, lief die Kleine direkt unter Berantw. Redakteur: Paul Büttner, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts de Briefkaften der Redaktion. Abonnent Fischerstraße. Sendung erhalten. Dank. E. 32. Beides längst vergriffen. Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.