Nr. 197. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage„ Neue Welt" 10 Pfg. Bost- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Naum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Earn fprech- Anschlug Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Roubaix. Mittwoch, den 24. August 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Umfang angenommen, angenommen, daß Konstans schleunigst alles französischen Republik, die, nach unseren Zeitungen, so viel verfügbare Militär dorthin gesandt hatte; Carrette für das Unterrichtswesen gethan hat. Eine sozialistische Gemeindevertretung. wurde in Roubaix verhaftet, De lory in Lille, und doch Auch die Entkirchlichung wird man weiter durchführen, Unser französischer Korrespondent schreibt uns: war die Agitation kaum während einer Woche nach dem aber energischer und vor Allem sozialistischer, als es die Maifest lahmgelegt. Mit Marseille theilt heute Roubaix den ersten Platz Die Gewerkschaftskammer der Weber, welche vor autorisirten geistlichen Orden und Brüderschaften hinausRegierung der Frau Carnot thut, welche vorn die nicht unter den sozialistischen Gemeinden Frankreichs. Aber in wenigen Jahren ins Leben gerufen worden war, hatte wirft und hinten wieder hereinspazieren läßt. Endlich war diesen neuen Verhältnissen nimmt Roubaix selbst eine so neue und charakteristische Stellung ein, daß es wohl eine schnell eine große Bedeutung erlangt und war zum Mittel- eine weitere Maßregel die Besoldung der Mitglieder des besondere Betrachtung verdient. Vor ungefähr 30 bis punkt der ganzen Arbeiterbewegung geworden. Gemeinderathes. Man schlug vor, 36 000 Franks für den 40 Jahren war es noch kaum ein Dorf; heute ist es eine sozialistische Gemeinderaths- Lifte glatt durch, und am eiligst ab. Doch der Anstoß ist gegeben, und der GemeindeEndlich ging in diesem Jahr, am 1. Mai, die ganze Gemeinderath zu bewilligen, aber der Minister lehnte es der wichtigsten Industriestädte Frankreichs. Es ist ein plöt- 7. und 15. August wählte das Proletariat, als Antwort vertretung von Roubaix wird man eine Maßregel zu verliches Auftauchen, wie man es sonst nur bei amerikanischen auf das Geschrei der Regierungsblätter von Ueberrumpelung danken haben, die allein den Arbeitern ermöglicht, sich verStädten beobachtet. Die Industrie hat jene Stadt von u. s. w., sozialistische General- und Arrondissementsräthe treten zu lassen, die Besoldung der Mitglieder. Grund aus geschaffen und auf einen Schlag mit Allem ver- und zeigte so, daß es die Macht und Mehrheit in Händen sehen, mit Kapitalisten, mit Kapital und mit Proletariat. habe. Bei den nächsten Wahlen wird Roubaix einen wägung unterbreitet worden. Seit fünf oder sechs Jahren Ein vielleicht noch fühneres Projekt ist eben der ErJnnerhalb eines Jahrzehnts, inmitten von plötzlichen Krisen und sozialistischen Abgeordneten erhalten. unvermitteltem Wiederaufschwung hat sich eine Klasse von besteht ein Plan zur Aufbesserung der Gesundheitsverhält Emporkömmlingen, von Millionär gewordenen Arbeitern geAls die erste Bestürzung vorüber war, stellte sich die nisse von Roubaix, welchen die früheren Vertretungen, von bildet, denen ihre Spiznamen aus der Werkstatt in ihre Bourgeoisie, als verachte sie die sozialistischen Gemeinderäthe. den Kosten geschreckt, stets abgelehnt hatten, obgleich seine Boulevardhäuser gefolgt sind; natürlich sind diese Empor- Arbeiter im Gemeinderath, Bürgermeister ein Wirth, der Ausführung durchaus nöthig ist. Es handelt sich um die fömmlinge fofort die schlimmsten Feinde der Klasse, aus auch Zeitungen verkauft, eine schöne Farce! Bürgermeister Arbeiten für einen allgemeinen Abzugskanal. Sollten sich welcher sie selbst hervorgegangen, geworden. Sie haben sich und Gehilfen würden nie mit ihren Geschäften zu Rande die Unternehmer vor dem Wert scheuen, so wird die Gezu einer wunderlichen Aristokratie herausgebildet, die leb- kommen, denn man brauche Vorbildung, um Bürgermeister meindevertretung selbst den Unternehmer spielen, wie es der haft an jene Ehrfurcht erinnert, mit welcher die Bürger des einer Stadt wie Roubaix sein zu können. Man würde Londoner Grafschaftsrath ja schon gethan hat. freien Amerikas die Titel betrachten, die sie selbst in ihrer Fehler auf Fehler häufen. Soviel über die geleistete Arbeit. Alle Bewohner Verfassung haben fallen lassen. Um diese plötzliche Er- Bürgermeister und Gemeinderath beantworteten diese von Roubaix, die nach dem Temps" nur noch mit dem höhung auch für die Zukunft zu sichern, fuechteten sie Schimpfereien mit Thaten. Zunächst zeigte man dem un- scharf geladenen Revolver in der Tasche auszugehen wagen, die Schöpfer ihrer gestohlenen Reichthümer und traten sie fähigen Präfetten des Departements Du Nord, Beil- fehen die Arbeiter ruhig und zielbewußt ihre Pflicht im Durand, einem der Mörder von Fourmies, daß die Ge- Gemeinderath thun, wie sie sie in der Fabrik zu thun gemit Füßen. Das Proletariat befand sich in Roubaix lange Zeit in meindevertretung von Roubair im Stande sei, ihre Ge- wohnt sind. Alle, die auf die klassische Revolution der einer elenden Lage, ohne Kenntniß seines Klassencharakters. schäfte allein zu besorgen, und daß sie keinen Eingriff des Arbeiter warteten, die man so bequem mit der bewaffneten Es war den Zufällen des industriellen Lebens, das von der Präfekten zu dulden gewillt sei. Da die Polizei in der Hand des Macht hätte zerschmettern können, müssen sich jetzt gestehen, wahnsinnigsten Ueberproduktion unvermittelt zu völliger Un- Bräfetten ist und unter seinem Befehle steht, so kann die daß sich die Revolution vor ihnen und unter ihren Augen thätigkeit übergeht, zu sehr ausgesetzt, um die Zeit zur Gemeindevertretung auf keine andere Weise einen Druck auf vollzieht, und daß diese Art der Revolution gefährlicher Organisation zu finden. Außerdem befanden sich die Arbeiter dieselbe ausüben, als durch den Geldbeutel. Unsere Freund und intensive: ist, als jene andere. Bernard. massen in beständiger Bewegung von einem Ort zum von Roubaix sind eben dabei, den Polizisten, welche den andern, und eine Generation jagte die andere. Der Be- Gehorsam verweigern, das Gehalt zu entziehen, das Gleiche ginn des Klassenkampfes datirt von der Gründung unserer geschieht mit all den Beamten, welche jim Geist der alten Arbeiterpartei auf dem Marseiller Kongreß im Jahre 1879. Gemeindevertretung noch thätig sind. Wenige Jahre später ließ sich unser Freund Guesde als Vertreter des kollektivistischen Programms als Kandidat auf stellen; er fiel durch, aber der Feldzug, welchen er geführt hatte, die Propaganda, welche er begonnen hatte, sollten ihre Früchte tragen. Nachdem man Alles, was der frühere Gemeinder ath Politische Ueberlicht. bei seinem Ausscheiden unerledigt gelassen hatte, und das war nicht wenig, genau bestimmt hatte, machte man sich ans Werk, um das Gemeindeprogramm, welches der Berlin, den 23. August. Das alte Molochspiel. Nachdem die Erklärung des Kongreß von Lyon aufgestellt hatte, in die Praxis um- Kaisers, betreffend die zweijährige Dienstzeit, in den weitesten Die Gemeindevertretung war damals opportunistisch; zusetzen. die zweite Schicht der Bourgeoisie, die reinen, unverfälschten Kreisen einen sehr schlimmen Eindruck gemacht, kommen nun Die erste Reform geschah durch die Einrichtung die üblichen Beschwichtigungs- und Vertuschungs- Versuche. Bourgeois, tamen an's Ruder und gaben das Signal zur von Schultantinen, die wir schon früher in diesem und höchst sonderbarer, wenn auch nicht gerade überraschender Vergrößerung von Roubaix, zu seiner Hausmannisation" Blatt besprochen haben. Auf den Vorschlag von Weise ist es diesmal die bürgerlich demokratische" Frankund häuften dadurch Lasten auf die Stadt, welche wieder Lepers wurden 140 000 Franks bewilligt, um den furter Zeitung", welche als offiziöses Organ benügt worden die Arbeiter zu tragen hatten. Indeffen hatte das Prole- armen Schülern von Roubaix gesunde Nahrung zu liefern. ist. Sie bringt in ihrer geftrigen Abendnummer( Nr. 235 tariat von Roubaix seinerseits abwechselnd Carrette und Sollte diese Summe nicht genügen, und das ist wahrschein vom 22. d.) in Fettdruck nachstehende telegraphische Depesche Lepers in den Gemeinderath gesandt. lich, so wird man sie verdoppeln. So begannen diese Ber- aus Berlin: Kund- störer, diese Kommunarden ihre Verwaltung mit einer Maßsolchen regel, welche vergessen und verbummelt war von jener Zur Zeit des 1. Mai 1890 hatten hatten die gebungen der Arbeiter in Roubair einen Feuilletont. Nachdruck verboten.) Die Waffen nieder! [& ihr Geliebter war Soldat. Mir war's, als müßte ich die Unglücksschwester an mein Herz drücken. „ Es ist nichts, mein Kind," sagte ich weich." Die fortziehen, kommen ja wieder zurück Ach, gräfliche Gnaden, nicht Alle," antwortete sie, von Neuem in Thränen ausbrechend. Jetzt trat meine Tante bei mir ein und Betti entfernte fich. Ich bin gekommen, Dir Trost zu sprechen, Martha," sagte die alte Frau, mich umarmend, und Dir in dieser Prüfung Ergebung zu predigen." Also weißt Du?" " Die Ansprache des Kaisers an die höheren Offiziere nach der letzten Parade wird jetzt authentisch bekannt, und es ergiebt änderlichem Rathschluß vorher bestimmt ist. Die Sterbestunde eines Jeden, die steht schon von der Stunde seiner Geburt an geschrieben. Und wir wollen für unsere lieben Krieger so viel und inbrünstig beten-" Jch hielt mich nicht dabei auf, den Widerspruch, der in diesen beiden Annahmen liegt: daß der Tod zugleich be= stimmt und durch Gebete abzuwenden sein könne, näher zu erörtern. Ich war mir selbst nicht klar darüber und Eine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner. hatte von meiner ganzen Erziehung her das vage Bewußtsein, daß man an so heilige Dinge nicht mit Vernunftfragen Ich raffte mich auf. Seine letzten Worte klangen mir herantreten dürfe. Hätte ich gar der Tante gegenüber solche noch im Dhre nach. Ja offenbar: meine Pflicht war nun Strupel laut werden lassen, so würde sie das arg verlegt die, seinen Muth und seine Thatenluft nicht nur nicht Die ganze Stadt weiß es... Es herrscht großer Jubel, haben. Nichts konnte sie mehr beleidigen, als wenn man zu dämpfen, sondern nach Möglichkeit zu heben. Das ist ja dieser Krieg ist sehr populär." über gewisse Dinge rationelle Zweifel anstellte." Nicht darüber die einzige Art, wie wir Frauen unseren Patriotismus be- Jubel, Tante Marie?" nachdenken" ist allen Mysterien gegenüber Anstandsthätigen können, wie wir des Ruhmes theilhaftig werden Nun ja, bei solchen, die kein geliebtes Familienglied gebot. Wie es die Hoffitte verbietet, an einen König Fragen dürfen, den unsere Männer auf den Schlachtfeldern sich mitziehen sehen. Daß Du traurig sein wirst, konnte ich mir zu richten, so ist es auch eine Art lästerlichen Etiquettenholen Schlachtfelder" sonderbar, wie dieses denken, und darum bin ich hierher geeilt. Dein Papa wird bruchs, wenn man an einem Dogma herum forschen und Wort jetzt plötzlich in zwei grundverschiedenen Bedeutungen auch gleich kommen; aber nicht um zu trösten, sondern zu prüfen will. Nicht darüber nachdenken" ist übrigens ein den Sinn trat. Halb in der altgewohnten, gratuliren: er ist ganz außer sich vor Freude, daß es los sehr leicht erfüllbares Gebot, und bei diesem Anlaß fügte historischen, pathetischen, höchste Bewunderung erregenden geht, und betrachtet es als eine herrliche Chance für Arno, ich mich bereitwillig darein; ich fing daher mit der Tante Bedeutung, halb in dem Ekelschauer der blutigen, brutalen daß er mitthun kann. Im Grunde hat er ja auch recht... feinen Streit an, sondern klammerte mich im Gegentheil an Silbe„ Schlacht". Ja geschlachtet würden sie für einen Soldaten giebt's auch nichts Besseres, als den den Trost, der in dem Hinweis auf das Beten lag. Ja auf dem Felde daliegen, die armen hinausgetriebenen Krieg. So mußt auch Du die Sache betrachten, liebes während der ganzen Abwesenheit meines Gatten wollte ich Menschen mit offenen, rothen Wunden- und unter ihnen Kind- Berufserfüllung geht doch Allem voran. Was so inbrünstig um des Himmels Schuß flehen, daß dieser vielleicht ... Mit einem laut ausgestoßenen Schrei dachte sein muß-" alle Kugeln im Fluge von Arno abwenden werde... Abich diesen Gedanken aus. wenden? Wohin? Auf die Brust eines Andern, für den doch wahrscheinlich auch gebetet wird?... Und was war mir im physikalischen Lehrkursus demonstrirt worden, von den genau zu berechnenden, unfehlbaren Wirkungen der Stoffe und ihrer Bewegung?... Wieder ein Zweifel? Fort damit. mir vor " Um Gotteswillen, Frau Gräfin, was ist geschehen?" kräftigend ein. fragte sie zitternd. " Ja, Du hast recht, Tante, was sein muß- das Meine Jungfer, Betti, kam erschrocken hereingerannt. Unabänderliche" Sie hatte mich schreien gehört. Das von Gott gewollte"- schaltete Tante Marie beMuß man mit Fassung und Ergebung ertragen." Jch blickte das Mädchen an: auch sie hatte rothgeweinte Brav Martha, es kommt ja doch Alles so, wie Augen. Ich errieth- sie wußte schon die Nachricht, und es von der weisen und allgütigen Vorsehung in unab" " Ja, Tante", sagte ich laut, um diese in meinem Geist : fich, daß diese hochwichtigen Aeußerungen doch einen wesentlich nach Berichten aus guter Quelle Baron Paul und vier| tags- Wahlkreis Herford) Deutschfreisinnigen mit den Nationalanderen Sinn und daher auch eine ganz andere Bedeutung und andere leitende Mitglieder der deutschen Straf- Expedition liberalen. Sie spricht von" Pseudo- Freisinnigen", mit denen Tragweite für die politische Situation haben, als man nach am Kilimandscharo ermordet." Ein offiziöses Telegramm die Partei nichts zu thun habe. A bwarten! Die Herren den bisherigen unvollkommenen Berichten annehmen konnte. verkündete dieser Tage, die Station am Kilimandscharo sei in Bünde tanzen vielleicht nicht so wie der Berliner Häupt Der Kaiser hat zunächst im Anschluß an die Kritik über die Parade in sehr lebhaften, nicht mißzuverstehenden Worten sein von der deutschen Expedition unversehrt" gefunden worden. ling pfeift, fie folgen dem Zuge ihres Herzens, und sie sind Erstaunen ausgedrückt, daß in letzter Beit in steigendem Maße Jezt eine neue Schlappe! Rolonialpech, nichts als Bech! so freisinnig" wie all die anderen Helden des Deutschmilitärische Interna in die Tagespresse gelangten, darunter folche, freisinns, d. h. pseudo freifinnig. Die National- Zeitung" die rein theoretischer Natur sind, wie über die Schießversuche mit Durchlöcherung der Sonntagsruhe. Wie die, Post"( Nr. 488 vom 23. b. M.) druckt den Kartell Aufruf der Gewehren neuen Kalibers. Besonders mißbilligte er die Preß meldet, wird dem Bundesrath ein Gesezentwurf für Bünder ab, der 28 Unterschriften trägt und für den national erzeugnisse, die nur rein militärischen Federn entsprungen sein Ausnahme bestimmungen, betreffend die Sonn- liberalen Kandidaten Delius agitirt, der gegen höhere Tabat fönnten, und welche die geplante Heeresvermehrung sehr ver- tagsruhe der Arbeiter in gewerblichen Anlagen zölle und gegen das Tabakmonopol sei. Militarismus und schiedenfach beurtheilten, insbesondere aber weitgehende organi- demnächst zugehen. satorische Ginschränkungen aus Ersparnißrücksichten bei einer Unternehmern ein Dorn im Auge; davon möglichst viel ab- Die National- Beitung" bemerkt noch:" Die Freifinnige Das Bischen Arbeiterschutz ist den Anderes mehr machen den Herren offenbar feine Schmerzen. etwaigen Einführung der zweijährigen Dienstzeit als möglich zukuappsen ist des Schweißes der„ Edeln" werth. erörtern. Derartige Erörterungen über eine Militärvorlage, Zeitung" nennt die Unterzeichner„ Pseudo- Freisinnige". Dem der er noch gar nicht zugestimmt habe, gehörten ins Gebiet der Landtagswahl in Gotha. Das Dorf Siebleben bei gegenüber wird uns mitgetheilt, daß vier der Unterzeichner, Phantasie. Die zweijährige Dienstzeit erscheine weiten Kreisen Gotha hat sich bei der am 21. b. W. stattgehabten Wahl von die Herren C. Rehling, Rud. Biermann, Wilh. Biermann als eine zeitgemäße Einrichtung; sie sei aber ohne Gewährung 7 Landtags- Wahlmännern für die Sozialdemokraten entschieden. und H. Biermann, zu den bekannten Führern der ganz besonderer Gegenleistungen nicht denkbar. Sollte etwa die Mehrheit des Reichstages nicht patriotisch genug sein, mit Von 335 Wählern waren 134 erschienen und diese hatten a us: deusch freisinnigen Partei des Wahlkreises gehören einer Vorlage, die auf der zweijährigen Dienstzeit beruht, gleich- chließlich die von den Sozialdemokraten aufgestellten und als solche auch von Herrn Brandt, der für die zeitig die erwähnten nothwendigen Ergänzungen derselben zu Wahlmänner gewählt. anerkannt Niedergang der Sozial- deutschfreisinnige Sonderkandidatur eintritt, bewilligen, dann erkläre er, daß ihm immer noch eine kleine gut demokratie! werden; Herr Wilh. Biermann sei von Anfang an als disziplinirte Armee lieber sei als ein großer Haufe." Vertreter der Deutschfreisinnigen bei den Besprechungen mit den Nationalliberalen betheiligt gewesen." Diesem Telegramm der Frankfurter Zeitung" ist die Ehre und Gnade widerfahren, heute vom Herrn Pindter in das Allerheiligste der Norddeutschen Allgemeinen Beitung" aufgenommen zu werden. in Offen gestanden, wir begreifen nicht, warum man sich oie Mühe giebt, diesen neuen Text unter die Leute zu bringen. Für jeden, der ihn aufmerksam liest, befagt er genau das selbe, wie der erste Originaltext, der nur viel flarer und fürzer war und an dem wir deshalb auch festhalten. In jedem Fall kommt eine neue Militärvorlage,- und zwar dieses eine Militärvorlage, die dem Volke schwere Mehrkosten auf- hat legt. Daß sie den Gegenstand von Schachergeschäften bilden wird das brauchte die offiziöse Egeria der Frankfurter Zeitung" uns nicht zu sagen. Das wußten wir von vorn herein. Ja, wir wissen, und wer Augen hat zu sehen, und Ohren zu hören, der weiß es so gut wie wir, daß dies Schachergeschäft um die neue Militärvorlage bereits im vollsten Gang ist. Zentrum, Nationalliberale, Freisinnige - Alles ist bereits mitten im Geschäft drin. Ja, wir können es sogar mit voller Bestimmtheit aussprechen: der neuen Militärvorlage, falle sie aus wie sie wolle, ist die Majorität schon gesichert- es sei denn das Volk raffe fich rechtzeitig auf und erhebe so mächtig Protest, daß ein Theil der Majorität zurückweicht. Bei dieser Gelegenheit wollen wir die famosen Reso Tutionen zum Abdruck bringen, die der Reichstag im Juni 1890 namentlich auf Betreiben des alten Wind thorst, mit großer Mehrheit annahm. Sie lauten: Der Reichstag beschließt: " " " " es Der Sperling von Köln. Das Bismarckische Organ Köln, die Westdeutsche Allgemeine Beitung" des Dr. Kleser, hat nun endlich sich bequemt( in ihrer Nr. 205 vom 21. August), den von uns in der gestrigen Nummer gebrandmarkten Kölnischen Ordnungshüter, Kriminalkommissar Sperling, einer Kritik zu unterziehen. Der langen Rede kurzer Sinn ist ja klar, daß erst die energische Anfrage unseres Bruderblattes, der Rheinischen Zeitung", wenigstens bürgerliche Blatt aus seinem Stillleben herausgelockt ist immerhin erbaulich. Die Westdeutsche" schreibt: Wir... ersuchten die hiesige Polizeibireftion, uns das zu einer aufklärenden Darstellung des Falles nöthige Material, soweit es anginge, an die Hand geben zu wollen. Leider wurde uns die erbetene Auskunft nicht nur rundweg verweigert, sondern man stellte uns noch seltsamerweise anheim, nur immerhin die Schilderung des sozialdemokratischen Blattes zu benußen, wenn wir einmal nicht umhin könnten, auch unsererseits die Vorgänge zu besprechen. Jeht verzichten wir allerdings darauf, weil jedes weitere Wort überflüssig zu sein scheint, und überlassen es nach diesem Bescheide unsern Lesern, ob sie die von sozialdemokratischer Seite ver öffentlichte Darstellung für richtig halten wollen; im Nothfalle läßt es sich vielleicht an den Knöpfen abzählen. Wir überlassen es ihnen auch, von all den anderen Gerüchten, die fich durch die Stadt hin jagen, sich dasjenige auszusuchen, welches jedem am besten gefällt: ob der Kriminalkommissar Sperling sich an jenem Morgen in der Ausführung eines amtlichen Auftrages oder auf einem privaten Spaziergange be funden, ob er mit Klarer Ueberlegung oder unter dem Einflusse einer zeitweiligen Trübung gehandelt, ob er sich in eine Heilanstalt zurückgezogen oder seine Entlassung nachgesucht oder die gefährliche Freiheit mit den sichern Mauern des Unterfuchungsgefäugnisses vertauscht, ob man schließlich den mißhandelten Personen ein Schmerzens- und Schweigegeld von tausend oder von zehntausend Mark angeboten hat, es tommt nicht darauf an, wir können glauben, was wir wollen, wir dürfen uns sogar gestatten, in der heimischen Sozialdemokratie die wahre Hüterin der Ordnung und Sicherheit zu erblicken." 1. Die Erwartung auszusprechen, daß die verbündeten Regierungen Abstand nehmen werden, von der Verfolgung von Plänen, durch welche die Heranziehung aller wehrfähigen Mannschaften zum attiven Dienst durchgeführt werden soll, indem dadurch dem Deutschen Reich geradezu unerschwingliche Kosten erwachsen müßten. 2. Die Erwartung auszusprechen, daß die verbündeten Regierungen in eine etwaige weitere Vorlage be hufs Abänderung des Gesetzes über die Friedenspräsenzstärke des Heeres unter Aufhebung der Fristbestimmungen des Septennats das Etatsjahr als Bewillungsfrist aufnehmen werden, Ob der Erzstrolch hinter Schloß während der Reichstag es sich vorbehält, auch bei sonstiger fich Riegel sigt oder noch mit Spatzenfrechheit frei fich ergebender geeigneter Gelegenheit die Durchführung dieser Aende- umhertreibt, das ist die Frage. Wir richten hiermit an rung der Frist zur Geltung zu bringen." 3. Die verbündeten den Vorgesetzten der Kölnischen Polizei, an den Herrn Regierungen zu ersuchen, eine baldige Herabminderung der Minister des Innern, thatsächlichen Präsenzzeit bei der aktiven Armee, sei es durch Botho Grafen zu Eulenburg Ob der und -O Lump bleibt Pump. In der„ Frankfurter Zeitung" ( Nr. 235 vom 22. d. M.) liest man: " Der ehemalige Reichstanzler benützt auch nach seiner Ents laffung noch seinen Rang als General- Oberst, um von den Vortheilen des eximirten Gerichtsstandes zu profitiren. Es mag das Manchen überraschen, und nach der ganzen Art seines rücksichtslosen Auftretens gegen die Regie rung und seinen Nachfolger, der doch auch General ist, sollte man wirklich nicht annehmen, daß er sich seiner Eigenschaft als General und des Gerichtsstandes, dem er als solcher unter liegt, noch bewußt ist. Es ist aber doch so, es läßt sich das wenigstens mit Leichtigkeit aus einem interessanten Vorfall schließen, bei dem Fürst Bismarck plötzlich den General- Oberst der Kavallerie herausgekehrt hat, um einen Militärgeistlichen zur Rechenschaft zu ziehen, durch den er sich verlegt glaubte. Der Vorfall ist auch noch deswegen interessant, weil er zeigt, daß Fürst Bismarck auch jezt noch, wo er vom Rechte der Opposition und Kritik einen seine Bewunderer entzückenden verschwenderischen Gebrauch macht und zur feligen Rührung liberaler Philister auf dem Jenaer Marktplaz fingt:„ Wer die Wahrheit kennt und saget sie nicht- der ist bei Gott ein erbärmlicher Wicht" doch noch der alte verfolgungsfüchtige Feind des freien Wortes ist. Der Militär Oberpfarrer des zehnten Armeekorps in Han nover, Herr Rocholl, hatte einige Zeit nach Bismard's Entlassung bei einer feierlichen Gelegenheit in einer Predigt oder Ansprache über die Treue und den Gehorsam gegen den Kaiser und obersten Kriegsherrn gesprochen, der nie erlöschen dürfe, und in diesem Zusammenhange hatte er eine Anspielung gemacht, die, obgleich kein Name genannt war, doch auf den Frondeur im Sachsenwalde bezogen werden konnte. Die Rede erschien auch in konservativen Blättern. Bald darauf schrieb der Kommandeur des neunten Armeekorps, damals noch General von Lescinski, in dessen Bezirk der General oberst Fürst Bismarck wohnt, und der auch mit ihm in persönlichem Verkehr stand, an den Kommandeur des zehnten Korps, den General Bronsart von Schellendorf, und verlangte die Bestrafung des Militär- Oberpfarrers wegen verletzender Anspielungen auf den Generals obersten der Kavallerie Fürsten Bismarck. Der Ge neral v. Bronfart ging nicht ohne Weiteres darauf ein, die Sache beschäftigte die obersten Instanzen in Berlin, und das Resultat war, daß dem Herrn Militär- Oberpfarrer nichts ges schah, den er hatte nichts Strafbares gethan, wenn er auch den Born des Generalobersten der Kavallerie gereizt hatte." Erst kürzlich, als der alte Reaktionär Diest- Daber, der Die thatsächliche Berlängerung der Rekrutenvakanz, sei es durch die Anfrage: Ist der Sperling eingefangen, ist er in aber stets ein ehrlicher Mann geblieben ist, dem Lügenpeter Vermehrung der Dispositions- Beurlaubungen eintreten zu lassen." 4.„ Die verbündeten Regierungen zu ersuchen, die Einführung Straf- und Disziplinar Untersuchung, ist Bismarck in der Kreuz- Zeitung" die Leviten las, haben der gefehlichen zweijährigen Dienstzeit für die Fußtruppen in er seines Amtes entsegt? Vielleicht sekundirt uns bei wir daran erinnert, daß Bismarck gerne alle Welt mit ernstliche Erwägung zu ziehen." dieser Frage auch diesmal der Reich 3 bote", wie bei feinen Strafformularen verfolgte, gegen eine Klage Diest Wie man sieht, nicht gehauen und nicht gestochen. der einen der vor kurzem gestellten Anfragen( Vorwärts" Daber's aber sich hinter seinen Generalsrang verschanzt hat. Nr. 194 vom 20. August). Damals fragte er stürmisch Für das durch und durch gemeine Wesen des fortgejagten Deutsch Serbischer Handels Vertrag. Der wegen des Schurken Schiff, so stürmisch, daß er die erste Hausmeiers, der Jedermann beschimpft, jeden Angriff aber Handels- und Zollvertrag zwischen Deutschland und Serbien nicht minder wichtige Anfrage in Sachen des Soldaten am liebsten als Hochverrath geahndet sehen möchte, ist die nebst Muster- und Markenschutz- Abkommen sind am schinders Weezeret, der den armien Schweng ber jüngste Anekdote höchst charakteristisch. Sie fennzeichnet, 21. Auguft in Wien von dem deutschen Botschafter und in den Tod getrieben hat, mit Haut und Haaren ver- Hintertreppen- Geschichte wie sie ist, den künstlich auf dem serbischen Gesandten unterzeichnet worden. Die Ver- schluckte und nicht von sich gab. Geht der Reichsbote" gepufften Held der Hintertreppen so vortrefflich, daß es uns träge sollen bereits am 1. Januar 1893 in Kraft treten.nicht an gegen das herrliche Kriegsheer, so vielleicht gegen nüßlich erschien, sie zu verzeichnen. Und dies Subjekt war den frechen Sperling von der Kölnischen Polizei. Jahrzehnte hindurch in Deutschland allmächtig. Kolonialfreuden. Aus London wird der Bossischen Beitung"( Nr. 392 vom 23. b. M.) telegraphirt:" Nach Plumpes Wahlmanöver"? So nennt die Freieiner Drahtmeldung des" Standard" aus Sanfibar wurden sinnige Zeitung" das Wahlbündniß der Bünder( Seichs* Aus dem Reiche der Grubenbarone. Wie der Verwaltungs- Bericht der Knappschafts- Berufs genossenschaft für 1891 mittheilt, betrug die Zahl sich kreuzenden Widersprüche abzubrechen, ja, wir wollen noch, über unsere Lieben hereinbricht, wenn wir nieder- 33 528; davon waren 4005 Fälle entschädigungspflichtig; der Verletzten, für welche Unfallanzeigen erstattet wurden, fleißig beten und Gott wird uns erhören: Arno bleibt geschlagen und in Kümmerniß sind unversehrt." In diesem Ton wäre es noch lange fortgegangen, aber meldet die Geldsackpresse:„ Die durchschnittliche jährliche tödtlich verlegt sind 977 Personen. Triumphirend Siehst Du, siehst Du, Kind, wie in schweren Stunden da wurde die Thüre aufgerissen und mein Bater stürzte ohusum me, die auf" einen Arbeiter kommt, steigt die Seele doch zu der Religion flüchtet. ... Bielleicht schickt herein! seit Beginn der Statistik von Jahr zu Jahr. Sie betrug Dir der liebe Gott die Prüfung, damit Du Deine sonstige Surrah, jetzt geht's los!" lautete feine Begrüßung nämlich 1887 741,38 t., 1888 777,76 m., 1889 826,07 Lauheit ablegft." „ Sie wollen Prügel haben, die Kazelmacher? So sollen sie 1890 901,07 m. und 1891 923,76 m. 923,76 Mart für Das wollte mir wieder nicht recht einleuchten, daß Brügel haben sollen sie haben!" die Unsumme von Arbeit und Gefahr, für eine Thätigkeit, die ganze, noch aus dem Krimkriege herstammende Verstimmung zwischen Desterreich und die mit mathematischer Sicherheit die Gesundheit zerrüttet! und Sardinien, dic Das war nun eine aufgeregte Zeit. Der Krieg ist und dieser Betrag ist ein„ Dealer", ein rechnerisch geschicht ganzen Verhandlungen, die Aufstellung des Ultimatums ausgebrochen". Man vergißt, daß es zwei Haufen Menschen herausgeklopfter Durchschnitt, der nicht Rücksicht auf die und die Ablehnung desselben nur von Gott veranstaltet sind, die miteinander raufen gehen, und faßt das Ereigniß unzahl Feierschichten, die langen Zeitabschnitte der Arbeitsworden wären, um meinen lauen Sinn zu erwärmen. so auf, als wäre es ein erhabenes, waltendes Drittes, dessen losigkeit, auf das stetige Wachsen der Lebensmittelpreise 2. Aber auch diesen Zweifel auszudrücken, wäre unan- Ausbruch" die beiden Haufen zum Raufen zwingt. Die nimmt. Dafür steigen in der That von Jahr zu Jahr die ständig gewesen. Sobald jemand den„ lieben Gott" in den ganze Verantwortung fällt auf diese außerhalb des Einzel- Bechenerträge, Gewinne und Dividenden. Wie der Bergs Mund genommen, giebt das dem daran geknüpften Aus- willens liegende Macht, welche ihrerseits nur die Erfüllung mann für Tautième und Profite bluten muß, das ergiebt spruch eine gewisse salbungsvolle Immunität. Was die der bestimmten Völkerschicksale herbeigeführt. Das ist so die sich aus den oben mitgetheilten erschütternden Unfall. vorgeworfene Lauheit anbelangt, so hatte dieser Vorwurf dunkle und ehrfürchtige Auffassung, welche die meisten Bahlen. einige Begründung. Tante Marias Religiosität kam aus Menschen vom Kriege haben und welche auch die meine tiefftem Herzen, während ich mehr äußerlich fromm war. war. Von einer Revolte meines Gefühls gegen das Krieg- Blaner Dunft. Nachdem die„ Norddeutsche Allgem. Mein Vater war in dieser Beziehung völlig indifferent, ebenso führen überhaupt war keine Rede; nur darunter Beitung" die Lehrerpetitionen als" sozialdemokratisch mein Gatte; also hatte ich weder von dem Einen noch dem litt ich, daß mein geliebter Mann hinauszuziehen hätte denunzirt, sucht sie den Schulproletariern durch eine Andern Anregung zu besonderem Glaubenseifer erhalten. in die Gefahr, und ich in Einsamkeit und Bangen Tartaren- Nachricht den Mund wässerig zu machen. Mich in die kirchlichen Lehren mit Begeisterung zu ver- zurückzubleiben. Ich tramite alle meine alten Eindrücke sprengt nämlich aus, die preußische Unterrichts- Verwaltung tiefen, hatte ich auch niemals vermocht, da ich dieselben über- aus der Zeit der Geschichtsstudien hervor, um mich an wolle in den nächsten Staatshaushalt einen größeren Bes haupt nur mit Anwendung des Nicht darübernachdenken"- dem Bewußtsein zu stärken und zu begeistern, daß die trag zur Aufbesserung der Lage der Volkss Prinzips unangefochten lassen konnte. Ich ging wohl all- höchste Menschenpflicht es war, die meinen Theuren ab- Schul- Lehrer einsetzen. Natürlich wird sich Niemand fonntäglich zur Meffe und alljährlich zur Beichte; auch war berief, und daß ihm hierdurch die Möglichkeit geboten durch dieses Ammenmärchen firren lassen. Herr Miquel ich bei diesen Zeremonien voll Ehrfurcht und Andacht; aber würde, sich mit Ruhm und Ehren zu bedecken. Jetzt lebte runzelt die Stirne, falls Herr Bosse wirklich einige Zehn das Ganze war doch mehr oder minder eine Art staudes- ich ja mitten drinzin einer Geschichtsepoche; das war auch taufende fordern sollte, und- Millionen für die Standes mäßiger Etiquettenbeobachtung; ich erfüllte die religiösen ein eigenthümlich erhebender Gedanke. Weil von Herodot herren find sofort flüssig gemacht. Der Volks- Schullehrer Anstandspflichten mit derselben Korrektheit, wie ich auf dem und Tacitus an bis zu den modernen Historifern herab aber muß den Schwachtriemen fester anziehen und nach des Kammerball die Figuren der Lanziers ausführte und die die Kriege stets als die wichtigsten und folgenschwersten Buttkamer Rathschlag zufrieden" zu sein lernen. Hofreverenz machte, wenn die Kaiserin den Saal betrat. Ereignisse dargestellt worden, so meinte ich, daß auch Unser Schloßkaplan in Niederösterreich und der Nuntius in gegenwärtig ein solches fünftigen Geschichtsschreibern als Wien konnten mir nichts vorwerfen, aber die von der Tante Abschnittsüberschrift dienendes Weltereigniß im Gange war. vorgebrachte Beschuldigung war wohl berechtigt. " Ja, mein Kind," fuhr sie fort, im Glück und im Wohlsein vergessen die Leute leicht ihren Heiland wenn aber Krankheit oder Todesgefahr über uns und, mehr ( Fortsetzung folgt.) Sie Das Baueruparadies Sachsen. Nach einer amt 1887 die Zahl der Konkurse in Sachsen 718; von hier an wuchs fie stetig von Jahr zu Jahr und belief sich im Idem gleichen Zeitraum hat sich die Zahl der Zwangsvers Jahre 1891 auf 1434, also die doppelte Zahl. In " fteigerungen von 1034 auf 1854, das heißt um volle vier wird ihm sicher kein Haar gekrümmt. Ein Ergöt[ gesammte klassenbewußte Arbeiterschaft Italiens unter ihre n Fünftel erhöht. Auf 100 000 Einwohner tamen im liches ist an der Geschichte: Höimark tönnte in Fahnen sammeln wird. Abgedruckt ist außer dem Verhandlungs Jahre 1891 in Sachsen etwa 40 Konkurse, eine Zahl, die Deutschland, wenn er als Deutscher auf dem deutschen bericht nebst Mittheilungen über die Tagung der Anarchisten von keinem anderen Bundesstaate erreicht wurde, sich aber Gebiet Wilhelm I.- und nur dieser kann verständiger Weise u. a. m. der definitive Text des Parteiprogramms und des daraus erklärt, daß Sachsen der industriell und kommerziell gemeint sein beschuldigt hätte, Schleswig geraubt" zu Parteiftatuts. Nochmals Glückauf der Partei und ihrem entwickeltste Staat Deutschlands ist. Man wandelt nicht haben, gar nicht bestraft werden. Denn die zur Stellung trefflich geleiteten Organ! ungestraft unter den Palmen des Kapitalismus, die nun des Strafantrags berechtigten Familienangehörigen es Schwedischer Arbeiterkongreß. Aus Malmö einmal zu den Giftbäumen gehören. Die obigen Ziffern handelt sich um ein Antragsvergehen sind nicht vorhanden, find um so lehrreicher, als in Sachsen bekanntlich die ganze abgesehen von der Großherzogin von Baden, die so wenigmeldet unter'm 23. d. M. das Depeschenbureau Herold":" Gesetzgebung in den Händen der konservativen agrarischen in diesem Falle, wie in andern früheren Fällen öffentlicher Der sozialistische Arbeiterkongreß erklärte in seiner letzten Parteien liegt, welche die Beglückung des Bauernstandes historischer Kritik zu einem solchen Vorgehen zu veranlassen Sigung die Enthaltung von der Theilnahme am parlamen und die Vernichtung der Sozialdemokratie als ihre zwei wäre. Ein hoffnungsvoller Diplomatensäugling, der zu einem tarischen Leben für verwerflich. Bei der Verhandlung über Lebensaufgaben betrachten. Man sieht, jenes ist ihnen munteren Botschafterknaben sich aufpäppelt, scheint der öster- die Frage wegen der Stellung der Sozialdemokraten zum ebensowenig gelungen als dieses; und der Niedergang des reichische Gesandtschafts- Attaché Graf Cronberg zu Unionskonflikt äußerte Höchstgerichts- Advokat Meyer aus Bauernstandes in Sachsen bedeutet die denkbar gründlichste sein, der nun auf einmal nicht den Angeber gespielt haben Christiania, daß die norwegische Linke die Unionsfrage nur reductio ad absurdum- Bankrotterklärung-der agra- will. Wer aber war's denn sonst? Als ob die ganze Diplo aufgeworfen, um ein Programm zu haben, da andere rischen Schwindelhaberei. matie nicht eine hösisch aufgeputzte politische Polizei- Orga- Fragen, namentlich die Wahlrechtsfrage, die Partei zu zernisation ist? sprengen drohten. Die norwegische Arbeiterpartei habe ein Eine feltsame Wahlgeschichte. In der„ Freisinnigen Interesse daran, daß diese Frage aus der Welt geschafft Beitung( Nr. 196 vom 23. d. M.) liest man: Ganz wie bei uns. Das Triester Blatt Mattino" werde, jei es durch Beilegung des Konflikts oder Auflösung Einen eigenartigen Ausgang hat eine Wahlversammlung( Morgen) meldet, wie der Frankfurter Zeitung" berichtet der Union. Redakteur Branting aus Stockholm wies dar der freisinnigen Partei in Kothau nach dem„ Niederschlesischen wird, mit Vorbehalt, daß unter den am Karst manövrirenden auf hin, daß die tieferen Schichten in Schweden kein größeres Anzeiger" gehabt. Dem freisinnigen Redner, Redakteur Winckler österreichischen Truppen in den letzten Tagen Interesse an dem Unionsstreit hätten. Der nächste Kongreß Tannenberg, trat Oberamtmann von Bolto in scharfer Polemit gegen 200 Fälle Sonnenstich vorgekommen seien, soll 1897 in Stockholm abgehalten werden." entgegen. Darauf antwortete Windler Tannenberg ebenso wovon gestern sechs, vorgestern fünf tödtlich verlaufen seien. scharf. Derfelbe betonte, erhaben über allen Meinungskampf Wie mag es unseren bei der tropischen Hize der letzten bots. Die Roggenausfuhr ist am 23. August von Aufhebung des russischen Roggen Ausfuhrvergen- Ausfuh gäbe es ein Gemeinfames, das uns in aller Gegenfäßlichkeit Woche manövrirenden Truppen gehen? Der Gesinnung beherrsche: die Liebe zum Vaterlande. Um ihrer Woche manövrirenden Truppen gehen? Die badische willen fämpfe jede Bartei, weil jede glaube, mit der Ber- Militärbehörde dementirt zwar erfreulicher Weise die Nach der russischen Regierung wieder freigegeben worden. tretung ihrer Grundsäge des Vaterlandes Heil zu fördern. richt von dem Tode der 4 Soldaten an Hitzschlag bei den Getreidevorräthe werden nicht allzuviel auf Lager sein. Die Die Wirkung dieser Wendung war großartig. Oberamt- Gefechtsübungen. Sämmtliche erkrankten Mannschaften be- Mißernte des vorigen Jahres hat furchtbar gewirkt, und mann von Bolto felbst erhob sich und forderte seine fänden sich auf dem Wege der Wiedergenesung. Wozu aber auch heuer lauten die Erntenachrichten aus den großen Ge tonservativen Gesinnungsgenossen auf, dem überhaupt das Risiko der Erkrankung?! freisinnigen Redner ein hoch zu bringen, und jubelnd stimmte Mann für Mann diesem Vorfür Mann schlage bei." = Die Stadtverwaltung von Zürich. Der Stadtrath von Neu Zürich wurde aus 4 Liberal- Konservativen, Die Freifinnige Zeitung" berichtet dieses Anekbötchen 4 Demokraten und-zittere, Byzan 3! 13 Sozial mit dem Thränendrang eines Gefühlsmenschen. Wir stellen demokraten zusammengesetzt. Der Zürisee" ist noch nicht die Preisfrage: Wenn der von Bolko mit dem über seine Ufer getreten, und der Uetliberg hat nicht geWindler Tannenberg fraternisirt und jener mit seinen schwankt. Mannen den Deutschfreisinnigen anhocht, was für eine patriotische" Bauke gehalten oder was für ein Riesenblech muß der Winckler geschwätzt haben? 5. zialismus.Ein wildes Land". Der französische Kriegsminister Freycinet hat betreffs der in den letzten Tagen in der Armee vorgekommenen Fälle von Sonnenstich eine Untersuchung angeordnet. Und bei uns!! treide- Erzeugungsstätten Rußlands sehr ungünstig. Trotzdem ist diese Maßregel, offenbar ein erstes Zugeständniß im Hin und Her der deutsch russischen Handelsvertrags Verhandlungen, mit Freuden zu begrüßen. Ohne russischen Roggen kann der deutsche Bolkshaushalt nie und nimmer auskommen. Die ruffischen Forscher". Der" Standard" meldet aus Shanghai, die russische Regierung habe dem chinesischen Vertreter in Petersburg, welcher Aufklärungen über das Eindringen Rußlands in das Pamir gebiet forderte, geantwortet, die Expedition des Oberst anom bezwecke lediglich die Erforschung jener Gegend", Rußland würde keinen Theil des Pamirgebiets besetzen. Kosackenlanzen und Berggeschütze sind die Instrumente dieser Forscher". Polen" in Noth. Der Reichs- und Staats- An zeiger( Nr. 198 vom 23. d. M.) theilt an hervorragender Stelle seines nichtamtlichen Theiles einen Artikel des in England. Die heurige Ernte wird weit hinter dem Beuthen erscheinenden Katholik", eines Organs der pol- Durchschnitt zurückbleiben. Während der Durchschnittsertrag nischen Partei, ab, der in polnisch-, nationalem" Sinn die an Weizen der letzten 10 Jahre 30 Bushel der Acre betrug, Schulvorstände für die bevorstehende Reife des Kultus beträgt er dieses Jahr höchstens 28, und es wird, bei einem gierungsbezirk Breslau) sind in neuester Beit Erkrankungen Von der Cholera. Im Kreise Nam3lau( Reministers Bosse instruirt. Das amtliche Blatt nennt den Gesammtergebniß von 8 Millionen Bushel, die dreifache Artikel ein recht interessantes Beispiel von den Mitteln, Getreidemenge- etwa 22 Millionen Bushel Getreide- inner an Cholera nostras vorgekommen. Es sind bisher, soweit mit welchen polnische Agitatoren ihre Zwecke verfolgen, zugleich halb der nächsten 12 Monate nach Großbritannien eingeführt der Schlesischen Zeitung" bekannt, zwei Fälle vorgekommen, die beide tödtlich verlaufen sind der eine am 18. d. M. in einen guten Maßstab für die Werthschätzung ihrer Klagen". Die werden müssen. Der schlechte Ernte- Ausfall in England die beide tödtlich verlaufen sind: der eine am 18. d. M. in Germania"( Nr. 192 vom 24. d. M.) meldet zu gleicher Beit: fann natürlich auf die Kornpreise des europäischen Fest Wilkau, der andere am 19. d. M. in der Stadt Namslau Vor einiger Zeit war viel von einer Informationsreife des lands nicht ohne Einfluß bleiben.- Herr Gladstone selbst bei einer Frau Spiller). Obgleich in jedem der beiden Kultusministers nach Oberschlesien die Rede. Diese Reise schweigt sich in Bezug auf die Arbeiterfrage hartnäckig aus. Fälle das Krankheitsbild durchaus dasjenige der Cholera wird nicht stattfinden. Die anderweiten Geschäfte des Dafür hat sein Adjutant in sozialen Dingen, der liberale Groß- nostras war, werden eingehende bakteriologische UnterMinisters würden ihm, so heißt es, selbst dann kaum Beit bourgeois Morley am vorigen Sonnabend in Newcastle, wo suchungen vorgenommen. Dieselben sind augenblicklich noch zu einer solchen Reise lassen, wenn er dieselbe, was auch eine Nachwahl stattzufinden hat und wo Herr Morley nicht zum Abschlusse gebracht. Der Breslauer„ Generalnoch nicht erwiesen sei, überhaupt geplant haben sollte." unserem Genossen Cuningham Grahame gegenübermit, wonach derselbe am 21. d. M. Nachmittags zu einem Anzeiger" theilt das Schreiben eines Breslauer Arztes Bei dem Wohlverhalten der Gruppe Koscielski- Admiralski steht, sich sehr deutlich ausgesprochen. Er will von dem werden diese trüben Wolken vom nationalpolnischen Himmel gesetzlichen Achtstundentag nichts wissen, auch nicht von dem um 12 Uhr erkrankten Arbeiter gerufen wurde. Der gar bald schwinden. Stellt nicht die dem polnischen Pfaffen Achtstundentag für die Bergwerke. Er stellt sich vollständig tomen erkrankt und vor dem Eintreffen des Arztes um Arbeiter war unter choleraverdächtigen Sympa und dem polnischen Grundherrn frohndende Masse wahre auf den Manchesterstandpunkt, daß der Staat, d. h. die 23/4 Uhr bereits gestorben. Der Arzt führt in seinem Kerntruppen der Reaktion, Helden wie die Männer von Gesetzgebung, kein Recht habe, die Arbeitszeit Erwachsener zu Schreiben Klage über die Koscielec? Der Häuptling der Polenfraktion wird durch beschränken, daß dies ein Eingriff in die persönliche Freiheit Schreiben Riage über die mangelhaften Vorkehrungen Dick und Dünn des Marinebudgets und des Militäretats sei u. s. w. Daß die Zehnstunden bill die Arbeits- bezüglich Fortschaffung derartiger Leichen. Die Leiche des mit Wasserstiefeln gehen, und" Bolen" ist nochmals zeit Erwachsener, wenn auch freilich nur erwachsener Arbeiters fonnte erst um 9% Uhr Abends auf einem gerettet. Terweil aber greift weit und weiter in Frauen, schon seit fast einem halben Jahrhundert that aus der Nachbarschaft geborgten Karren fort der polnischen Arbeiterbevölkerung um sich der So- sächlich beschränkt, scheint Herrn Morley unbekannt zu sein geschafft werden!" Der Arzt warnt vor ähnlichen Voroder hält er etwa die Zehnstundenbill, von der Karl kommnissen, da durch den dadurch herbeigeführten MenschenDiplomaten Denunzianten. Der Frankfurter Bei gesagt Marg im Einklang mit den berufensten Autoritäten andrang der Verbreitung der Krankheit Vorschub geleistet wird. Dem„ Berliner Tageblatt"( Nr. 425 vom 28. d. M.) hat, sie habe die englische Arbeiterklasse wird telegraphirt: Nach der Neckar- Zeitung" foll in das tung"( Nr. 236 vom 23. d. M.) wird aus Kopenhagen physisch und unter'm 20. August geschrieben:" Ein hiesiger Kaufmann hafte, den Grundsäten der Freiheit und Gerechtigkeit zu Cholerakranker eingeliefert sein; über den Fall werde moralisch gerettet, für eine fehler- solirspital zu Pforzheim( Baden) ein anscheinend Namens Höimart ist wegen Beleidigung des widerlaufende Maßregel? deutschen Kaisers angeklagt worden. Er befand sich Die Arbeiter von Newcastle, die bei der Hauptwahl Station auf Choleraverdächtigkeit für die aus Rußland - Die Untersuchungsa strengstes Stillschweigen beobachtet. am 11. Juni auf einem Schiffe nach Korför( Seeland). Unter- meistens für Morley gestimmt haben, werden diesmal zum tommenden Eisenbahnreisenden in Alexandrowo ist, wegs begegnete man einem anderen Schiffe mit einer großen größten Theil nicht für ihn stimmen. Interessant ist die Haltung da eine dringende Gefahr nicht mehr vorliegt, bereits aufGesellschaft aus Nord Schleswig, die einen Ausflug nach des Homerulers Michael Davitt, der jetzt ebenfalls in NewFyen machte. Als die Leute von Nord- Schleswig vorbei- castle als Agitator thätig ist. Er gab im Namen seiner gehoben worden, und findet die Untersuchung der Reiſenden es sei schade, daß diese Leute, die so gern zu Dänemark ge- Versprechen ab, daß die Stimmen der Homeruler den Ar- hause zu Rouen( Frankreich) ausgebrochen, gwei fegelten, sagte Höimark zu einem neben ihm stehenden Herrn, irischen Kollegen- er ist diesmal gewählt worden- das nur auf dem Thorner Hauptbahnhof statt.- Die Cholera nostras( einheimische Cholera) ist im Korrektionshören wollten, gezwungen wurden, Deutsche zu werden, beitern für alle Maßregeln im Interesse der Arbeiter sicher Personen sind gestorben. und daß Kaiser Wilhelm Schleswig von Dänemark gefeien. Herr Davitt trat aber nicht direkt für Cuninghame gierung beschloß, gegen alle Reisenden und Waaren Die spanische Rea raubt" habe. Der Herr, zu dem Höimart diese Worte Graham ein, sondern liebäugelt noch mit der Kandidatur aus Belgien Maßregeln zu treffen, weil befürchtet sagte, war der hiesige österreichische Attaché, Graf Morley's, dem außer dem sozialistischen auch ein unio: wird, in Belgien feien choleraartige Krankheitserscheinungen Cronberg. Gestern wurde Höimart vernommen; er ernist is cher, d. h. der Homerule feindlicher Kandidat gegentlärte, wenn er Jemand beleidigt haben sollte, so könnte es übersteht. Die Haltung Davitt's, des radikalsten der irischen aufgetreten. Der spanische Gesandte in Belgien wurde be nicht der jetzige Kaiser, sondern nur Wilhelm I. sein. Vor- Homeruler, zeigt den englischen Arbeitern, daß sie sich auf Cholerakrankheiten Mittheilung zu machen. auftragt, der spanischen Regierung über aufgetretene läufig verblieb er in Freiheit. Graf Cronberg, von dem die Homeruler, die übrigens begreiflicher Weise es heißt, er habe ihn denunzirt, erklärte heute in Politiken", Allem an sich selbst denken, durchaus nicht verlassen der Wissenschaften theilte Pasteur mit, daß die von dem In der abgehaltenen Sigung der französischen Akademie er habe Herrn Höimark nicht denunzirt; er sei nur auf fönnen und nur auf sich selbst zu rechnen haben. Sie russischen Ärzte Haftine au seiner eigenen Berson und an Aufforderung gegen ihn als Beuge aufgetreten. Er finde es find zum Glück stark genug. Und wenn es auch nicht in der brei anderen Personen vorgenommenen Impfversuche gegen jedoch ganz natürlich, daß man Höimark verklagt habe, Macht der irischen Homeruler liegt, den englischen Arbeitern die Cholera zu Ergebnissen geführt hätten, die zu weiteren Er finde es sind zum Glück stark genug. Und wenn es auch nicht in der weil er auf einem Schiffe, das die deutsche Fahne trug zum Sieg zu verhelfen, so liegt es doch in der Macht der Versuchen ermuthigten. und auf dem viele Deutsche sich befanden, den Kaiser englischen Arbeiter, die irische Frage zu lösen und zugleich fommission hat festgestellt, daß die hier vorgekommenen - Die Brüsseler SanitätsWilhelm beleitte. Die Sache macht großes Aufsehen." mit ihr auch die Arbeiterfrage. Wenn die Frländer glauben, choleraähnlichen Fälle teinen epidemischen Charakter haben, Weshalb die dä iche Justiz sich so ins Beug legt, wenn die englischen Liberalen würden ihnen das Heil bringen, sound deshalb beschlossen, auch ferner Gesundheitsscheine für eine Däne auf oner See über einen geschichtlichen Vorgang, irren fie fich ohne die englischen Arbeiter werden sie den Hafen von Antwerpen auszustellen. die Dänemark schwer schädigende Annexion niemals das Ziel erreichen. Jedenfalls aber sind die eng Schleswig Holsteins, ein entschiedenes Urtheil lischen Arbeiter bei der gegenwärtigen politischen Konstellation burg unterm 23. d. M.: Wolff's Telegraphisches Bureau meldet aus Ham. fällt, ist nicht recht verständlich. Hat Höimark die im Stande, ihre Forderungen durchsetzen zu können. Sie Annexion einen Raub" genannt, so hat der teutsche müssen nur zusammenhalten und die Lage mit scharfem Blick Der offiziöse Hamburgische Correspondent" schreibt, Patriot sein Lebtag die Fortnahme des Elsasses und ausuügen. gestern seien in Hamburg 126 Fälle von choleraartigen Era Lothringens einen schnöden Diebstahl, von den wälschen Unter den Baumwollarbeitern von Lancashire, einen tödtlichen Verlauf genommen habe. Bei mehreren frankungen vorgekommen, von denen eine größere Zahl Fürsten am Deutschen Reich begangen, mit dem Brustton die bisher sich in Sachen des gesetzlichen Achtstundentags Erkrankten seien die Symptome der asiatischen Cholera tieffter Ueberzeugung geheißen. Die Herzogthümer Schleswig ziemlich lan verhielten, hat jezt eine Urabstimmung über Holstein sind durch der Waffen rohe Gewalt Dänemark diese Frage stattgefunden, und das Ergebniß ist eine 3 wei- festgestellt worden. Die Medizinalbehörde und die Polizei entriffen, das Band zwischen jenen und dem dänischen Staat brittel- Mehrheit für den Normal- Achtſtundentag. Damit habe für die Lokalisirung der Krankheit auf die am stärksten ist durch das Schwert zerschnitten worden. Wir verfällt eine Hauptstüße der Herren Gladstone und Morley. betroffenen Theile der Altstadt und für schnelle Hilfe. übeln es dem Dänen so wenig wie dem Welfen oder leistung die energischsten Maßregeln getroffen. Auch heute dem Kurhessen, dem Nassauer oder dem Alt- Frankfurter, Italienische Arbeiterpresse. Nr. 4 unseres auf dem sei die Zahl der neu gemeldeten Erkrankungsfälle eine sehr wenn er die Annexion von Hannover, Heffen- Kassel, Hessen- Genueser Kongreß zum Zentralorgan der italie- große. Nassau, Frankfurt a. M. eine Annexion nennt. Im Gegen- nischen Arbeiterpartei gemachten Bruderblattes: Die asiatische Cholera hat also ihren Einzug in theil! Der revolutionäre Junker Bismarck hat mit Königs-" Lotta di Classe"( Der Klassentamps), erschienen am Deutschland gehalten! tronen, Herzogsmänteln und Fürstenhüten Fangeball ge 20./21. August, ist eine echte und rechte Kongreßspielt, hat Throne umgestürzt wie Kinderstühlchen, und nummer. Unsere Leser sind über den hocherfreulichen Preußen hat ganze Länder aufgefressen", dank seinem Ausgang des Parteitages bereits ausführlich unterrichtet. guten Magen", der noch besser ist als der der alleinselig- Die Lotta di Classe" giebt einen mit wohlthuender Wärme machenden Kirche. Wir sind in die Feinheiten des dänischen und Klarheit geschriebenen sachlichen und ausgiebigen Be- mals näher. Strafgesetzbuches nicht eingeweiht, wissen also auch nicht, richt über die Verhandlungen, die zum endgiltigen Bruch Ausländer. Beides ist richtig. wie " vor Briefkaffen der Redaktion. Friz Vorwärts. Anonymen Mittheilungen treten wir niewie es mit der Beleidigung fremder Souveräne" bestellt mit den Anarchisten und zur Organisation einer sozialdemo C. 2. Rosenthalerstraße. Wir sind vollständig Ihrer ist. Kommt der Missethäter vor ein bürgerliches Gericht, kratischen Partei geführt haben, die, wie zu hoffen ist, die Meinung. 07 Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum Th. Keller's Hofjäger, Hasenhaide,] Bergmann- StraßenEdie. Heute, Mittwoch, den 24. August cr. Vorlektes großes gegenüber keinerlei Verantwortung. Ernte- Fest nach ländlicher Siffe mit großem feline, Gratic. Theater. Mittwoch, den 24. August. Opernhaus. Carmen. Schauspielhans. Donna Diana. Leffing- Theater. Das alte Lied. Kroll's Theater. Der Barbier von Sevilla. Verloosung, Hahnenschlagen, Sackhüpfen etc. etc. Großes Garten- Konzert. Im großen Saale: Marionetten- Theater- Vorftell. Volksbeluftigungen. Ball. Abends: Großer Fackelzug und bengalische Beleuchtung. Anfang 4 Uhr. Entree 15 Pf., vorher 10 Pf.( Kinderbille 15 Pf.) A. Froelich. 69/41 Neue Welt, Bergihloß- Brauerei, Hafenhaide. Heute Mittwoch: 1645b Friedrich- Wilhelmäädt. Theater. Ernte- Frenden- Fest mit großer Gratis- Verloosung. Methusalem. 4 Hauptgewinn: 1 lebendes Schaf. Charlottenburg. Große öffentliche Versammlung aller im Handlungs- Gewerbe angestellten Handlungsgehilfen u. Gehilfinnen, Hausdiener, Packer und Berufsgenossen. Freitag, 26. d. M., Ab. 9 Uhr, Bismarckstr. 23a, Gambrinus- Brauerei, Wallstr. 46. Tagesordnung: 1. Jit es unmoralisch, die Umgehung der Sonntagsruhe zur Anzeige zu bringen? Referent: Kaufmann Alfons Borchhardt. 2. Die am 11. Septbr. lands. Referent: Hausdiener Oswald Grauer- Berlin. 3. Distuffion. 4. Wahl von Delegirten zur Konferenz. 5. Verschiedenes. Ostend- Theater. Die Juden von Nachm. ab: Konzert. Spezialitäten- Vorstellung. Puppentheater. lung eingeladen. Worms. Bellealliance- Theater. Das kleine Krokodil. Stangenklettern. Wettlaufen. Bonbonregen. Tanzkränzchen. Um 7 Uhr: Ernte- Feftzug. Um 9 Uhr: Fackelzug.. Entree 15 Pf., Kinder 10 Pf., die beim Eintritt Müze u. 1 Gefchent gratis erhalten. Adolph Ernst- Theater. Fräulein Morgen Donnerstag: Monstre Feuerwerk. Nachtfest in Japan. Feldwebel. Thomas- Theater. Onkel Bräsig. Berl. Sommer- Theater Lassalle- Feier ( Book- Brauerei, Tempelhofer Berg.) des 4. Berl. Reichstags- Wahlkreises( Osten) ( Artistischer Leiter: Paul Pauli.) Mittwoch, den 24. August: Vorstellung in 5 Abtheilungen. 61/2 Uhr: Concert, Musikdirektor Rachfall. 7 Uhr: Spezialitäten 1. Ranges. Miss Elvira. Gebr. Schwarz. G. Rösser. Morlay- Trio. 81/2 Uhr: Zum 18. Male: Die Zillerthaler. Liederspiel von F. Nesmüller mit Ferd. Worms als Gast. 92 Uhr: Specialitäten 1. Ranges. Vorletztes Auftreten der Gebrüder Carl und Camillo Schwarz. 101/4 Uhr: Grosses Ballet. Prima Ballerina: Marie Ala. 6 SoloTänzerinnen, Corps de Ballet 18 Damen. Fantoches- Theater des Mr. Winn. Täglich: Grosse Vorstellung. Siehe die Anschlagsäulen. Donnerstag, 25. August: Abschiedsam Sonntag, den 4. September, Nachm. 4 Uhr, Brauerei Friedrichshain( früher Lips). Billets à 20 Pf. sind in allen mit Plakaten belegten Lokalen, sowie bei den Vertrauensleuten zu haben. Die Genossen werden ersucht, sich frühzeitig mit Billets zu versehen, da dieselben an der Kasse 30 Pf. kosten. 392/10 Freie Vereinigung der Kaufleute. Außerordeatliche General- Versammlung = am Donnerstag, den 25. August, Abends 8½ Uhr. in Th. Boltz' Feßfälen( früher Feuerstein), Alte Jakobstraße 75. Tagesordnung: 1. Erfahwahl zum Vorstand. 178/4 Alle hierbei interessirten Bürger und Genossen sind zu dieser Versamm Der Einberufer. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Soeben erschien: Heft 24der Reden und Schriften Ferd. Lassalle's ( Vollständig in ca. 50 Heften à 20 Pf.) Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen, Zeitungsspediteure und Rolporteure entgegen. Jede Uhr zu repariren und reinigen fostet bei uns unter Garantie des Guts gebens nur Mk.50 Pfg.( außer Bruch), fleine Reparaturen billiger. Großes Lager neuer und gebrauchter Uhren, getragene. Uhren von 5 M. an. Neue filb. Cylinder- Remontoirs, 6 Steine, Gold v. 24 M. an. Gold- und Silberwaaren in gr. Auswahl zu Fabrikpreisen 2. Stellungnahme zur obligatorischen Einführung einer zu gründenden von 14 M. an, do. 10 Steine, von 16 M. an, goldene Damen- Remontoirs, 14- Karat Beitung. 3. Wahl einer Kommission zur Statutenänderung. 4. Bibliothek. 5. Verschiedenes. 178/5 Bei der hohen Wichtigkeit der Tagesordnung bittet um zahlreiches und Benefiz für die Gebr. Carl u. Camillo pünktliches Erscheinen Schwarz. Adolph Ernst- Theater. Der Vorstand. Deffentliche Versammlung Vorletzte Woche. Der Töpfer Berlins und Umgegend. 3um 68. Male: Donnerstag, den 25. August 1892, Abends 7 Uhr, Fräulein Feldwebel. im Saale des Herrn Philippp, Rosenthalerstr. 38, Hof 1 Treppe. Gesangspoffe in 3 Akten von Ed. Jacobsohn und W. Mannstädt. Musik von G. Steffens. Anfang 7%, Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Der Sommergarten in geöffnet. In Vorbereitung: Die wilde Madonna. Gesangsposse in 3. Atten D. Leon Treptow. Mufit v. G. Steffens. Couplets von G. Görss. Mit neuen Dekorationen und Kostümen. PassagePanopticum. Neu! Blaue Grotte mit Waffer, Kähnen u. Beleuchtungseffekten. Neu! Eine Kriminalgeschichte in fieben lebensgroßen Gruppen. Tagesordnung: 1. Wie stellen sich die Töpfer Berlius und Umgegend zum Ausstand der Kollegen in Hennigsdorf?( speziell sind diejenigen Kollegen hierzu eingeladen, welche Waare der Hennigsdorfer Fabrik verarbeiten). 2. Der Antrag der Werkstuben- und Scheibentöpfer. 3. Die Zustellung des Fachorgans an jeden dazu berechtigten Kollegen. Die Versammlung wird präzise 7 Uhr eröffnet. Zahlreiches Erscheinen der Kollegen erwartet Achtung! 411/18 Carl Thieme, Ruppinerstr. 4. Achtung! Große öffentliche Versammlung der Gummi- Arbeiter und Arbeiterinnen am Donnerstag, den 25. August, Abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Röllig, Neue Friedrichstraße Nr. 44. Tages Ordnung: 1. Vortrag über Gewerbegerichte.( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht.) 2. Aufstellung eines Kandidaten. 3. Verschiedenes. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Der Einberufer. 1650b Große öffentliche Versammlung Castan's fämmtlicher Uhrmacher Panoptikum. Geöffnet von 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. Gratweil's Bierhallen Kommandantenstraße 77-79. Täglich: Auftr. d. GermaniaKonzert- u. Couplet Sänger. ( Damen u. Herren.) Wochentag frei. Sonntag Entree 30 Pf. am Donnerstag, 25. August, Abends präz. 9 Uhr, im oberen Saale der Gratweil'schen Bierhallen, Kommandantenstr. 77/79. Tagesordnung: E. Rothert& Stolz, 1. Geschäft: Andreasstr. 62. Urmacher. 2. 3. " Chausseestr. 78. Chausseestr. 34. J. Semmel, praft. Zahn- Arzt, Oranienstr. 55, Moritzplatz. Spr. 9-1, 3-5. Unbemittelte 1-3, 5--6 Nachm. Zur Einsegnung! Poliklinik für 4252T Ganzwollene schwarze Kaschmirs Mtr. 80 Pf., 1 Mk. Ganzwollene schwarze Kaschmirs Mtr. 1,50, 1,80, 2 Mk. 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Aufstellung eines Kandidaten. 2884L Carl Scholz, Wrangelstr. 32 Part. Achtung! Bergolder und Vergolderinnen! am Sonntag, den 28. Auguft, findet ein Ausflug nach dem Grunewald 1643b Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pfg. statt. Abfahrt 3/48 Uhr vom Schlesi 2289L Hellmuth Peters. Die Agitations- Kommission. J. A.: Otto Naether, Fehrbellinerstr. 24. Große öffentliche Versammlung Der Textilarbeiter ( Weber, Wirker, Posamentirer, Sticker, Färber u. s. w.) am Donnerstag, den 25. Auguft, Abends 8½, hr, bei Joël, Andreasstr. 21( oberer Saal). schen Bahnhof. Treffpunkt und Früh ftück um 9 Uhr auf dem Spandauer Bock( rechts); von da nach Pichelswerder, Ueberfahrt nach Schildhorn und Wanns Genannt: ,, Die fidele Nagelkiste". see, Wirthshaus Wannsee von Schröder Rheinländischer Tunnel. Berlin N., Elsasserstrasse No. 73, neben dem königl. Leihamt. Tages- Ordnung: Bortrag über„ Gewerbegerichte". Referent wird in Neu! Das Gänsespiel. Neu! Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch, der Versammlung bekannt gemacht. Ausstellung der Kandidaten. Verschiedenes. Der wichtigen Tages- Ordnung wegen ist ein zahlreiches Erscheinen Zwei Säle E zu Versammlungen und Vergnügungen, nothwendig. sowie 6 Billards, 3 Kegelbahnen. F. Sodtke. Viktoria- Brauerei. Lützow- Straße 111/112. Im Konzertgarten resp. Saal) ( außer Läglich Sonnabends): Stettiner Sänger. Stets wechselnd. Programm. Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pfg. 321/8 Berlin S.- 0. Der Vertrauensmann. Gustav Janz, Gr, Frankfurterstr. 39. A. Schulz, 2826L Berlin S.- 0. Nr. 5. Reichenberger- Straße Nr. 5. Möbel- u. Polsterwaaren- Fabrit. Anerkannt gediegene Arbeit. Zeitgemässe Preise. Coulante Bedingungen. Wochentagsbillets à 40 Pf.( E. Blatate. Bahnarzt Robert Wolf, Chausseestrasse 123. Zahnziehen, etc. Sprechst. 8-7 Uhr. Verantwortlicher Redakteur:( J. V.) Mag Held in Berlin. Druck und Verlag von Max Für 15 Pf. ein Glas Bier u. eine Gans! Ginen prachtvollen Regulator extra gratis! Näheres die Plakate und im Lokal. 2864L] H. Schultze( mit'n B.) 329/6 ( Beelitzhof). Gäste willkommen. Um recht zahlreiche Betheiligung ersucht Die Ortsverwaltung Berlin. Achtung! Lackirer! Sonntag, 28. August: Etablissement ,, Süd- Ost" Herrenpartie nach Waldemarstrasse 75, Johannisthal Abfahrt Morgens 7 Uhr 21 Minuten vom Schlesischen Bahnhof. Nachzügler an Vereine, Gesellschaften, Hochzeiten 2c. werden bis 10 Uhr daselbst erwartet. noch einige Sonnabende unter toulanten Bedingungen zu vergeben. Mit Achtung 1589b 0. Schüssler, Bevollmächtigter. ( früher Philipp's Festsäle Berliner Brot- Fabrik Rosenthalerstr. 38. Fernspr. A. 3 Nr. 130 empf. feine eleganten Säle allen Festlichkeiten Köpeniderstr. 9b, Hof part. Hochzeit, Ball, Kommers zc.) mit u. ohne ist das allergrößte Brot zu haben. Bühne. Gleichzeitig empfehle meinen Das 40 Pf.- Brot wiegt circa 4 Pfd. Borzügliche Abenofarte. Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. " 50 Pf.- Brot 5 Pfd. " 70 Pf.- Brot " " 7 fb. Hierzu eine Beilage. " " Beilage zum„Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 197. MUttttoch, den M. August 1893. 9. Jahrg. PattfeiMadifirfjfcu; Tie Verhandlungen zwischen den Hamburger Vrauerei-Tirektionen nnd der Kartellkommissiou, welche heute stattfanden, haben eine ziemliche Zeit gewährt. Nach längeren Diskussionen erklärten die Brauereien sich zur Auf- nähme derjenigen Brauer und Hilfsarbeiter bereit, deren Stellen noch nicht besetzt sind. Es soll von den Direktoren folgende Bekanntmachung erlassen werden: Die unterzeichneten Brauereien haben nach aufgehobenem Boykott beschlossen, den Wünschen der Kartellkommission entgegenzukommen, indem sie die am 16. August entlassenen Brauer und Hilfsarbeiter wieder in Arbeit nehmen, soweit noch Stellungen offen sind, auch ihren Angestellten nach wie vor völlige Freiheit der Bewegung in politischer sowie gewerkschaftlicher Beziehung gewähren. (Unterschriften.) Gotha.(Zur Landtagswahl.) Ein erster Sieg wird aus Manebach gemeldet. Dort sind bei der am 16. August statt- gehabten Wahlmännerwahl die drei sozialdemokratischen Kandi- baten mit großer Mehrheit gewählt worden. Bravo! »* In Zürich soll es in einer Versammlung zu heftigen Debatten Zwischen unseren Parteigenossen und den Unabhängigen gekommen sein. Tie von letzteren angeblich beabsichtigte Gründung eines sigenen Vereins ist sicherlich an der Thatsnche gescheitert, daß jeder dieser Herren gern einen solchen für sich bilden möchte. Todtenliste der Partei. Plauenscher Grund bei Dresden. Am Sonnabend Nachmittag hatten wir die schmerzliche Pflicht zu erfülle», eine Genossin, die Tabakarbeiterin Agnes Sietzy, zur letzten Ruhe zu begleiten. Etwa 260 Genosien und Genossinnen folgten ihrem Sarge. Die Verstorbene war ein thätiges Mitglied der Partei und hat sich um die Ausbreitung unserer Ideen namentlich in Frauenkreisen sehr verdient gemacht.— Ehre ihrem Andenken! O» Polizeiliches, Gerichtliches it. -—Apolda. Am 20. August fand gegen den Redakteur der„Freien Presse". Genossen August Baudert, vor dem hiesigen Schöffengericht Hauptverhandlung statt wegen angeblich erregten öffentlichen Aergernisses und VerÜbung groben Unfuges. Dem- selben war anf eine Denunziation des Heiraths-Agenten Chr. Schröder vom Gemeindevorstand eine Strasverfügung von 16 M. zugegangen und hatte Genosse B. richterliche Entscheidung be- "»tragt. Die Schöffen selbst beantragten Freisprechung, welche auch erfolgte. rolrerles. ,. Im Gegensat? zu der hohe» Temperatur im August «eßen die Wärmeverhältnisse im Juli sehr zu wünschen übrig. -Wie die„Statist. Korr." nach den Beobachtungen des königlichen Meteorologischen Instituts hervorhebt, hat der Juli seinen fast sprichwörtlich gewordenen unfreundlichen Charakter auch iu diesem Jahr gezeigt: eine längere Reihe heiterer Tage war Nirgends zu verzeichnen, und mit Ausnahme des mittleren Oder- Gebietes, wo die Temperatur des Juli nahezu normal war, lag dieselbe überall unter dem vieljährigen Durchschnittswerth, in den Küstengebieten betrug die negative Abweichung sogar mehr als 2 Grad. Nur zu Beginn und Ausgang des Monats ergab üch, abgesehen von den nordöstlichen Landestheilen, ein Wärme- Uberschuß, während es in der Zwischenzeit vielfach recht erheblich mhl war, sodaß an manchen Orten für die Pflanzenwelt Frostgefahr bestand. Die häufigen Niederschläge, welche sonst den Juli kennzeichneten, blieben dagegen fast überall aus, zumal Ml letzten Drittel. Allerdings sielen in den Provinzen Preußen und Hinterpommern, sowie auch in Oberschlesien und Berlin mehr als normale Mengen, welche jedoch auf einige besonders ergiebige Gewitterregen zurückzuführen sind. Namentlich am 13. und l4. Juli gingen außergewöhnliche Wassermassen nieder: so melden ?löslin und Berlin mehr als 60 Millimeter, die an letzterem Ort m i»/« Stunden fielen und eine bedeutenden Schaden anrichtende Ueberschwemmung verursachten. In den übrigen Landestheilen Mar es zu trocken, in ihnen ist zumeist kaum die Hälfte der uormalen Niederschlagsmenge gemessen worden. Mit Be- ginn des Monats, als von Südwesten her ein Maximum vordrang, begann die Temperatur erheblich zu steigen und �reichte ihren höchsten Stand am 3. Juli, an welchem �age ganz Zentraleuropa unter dem Einfluß der Aticyklone stand. Bald zedoch brachte eine im Nordwesten vorüberziehende Depression mit nordwestlichen Winden kühleres Wetter, während späterhin die Temperatur mehrfachen Schwankungen unterworfen mar. je nachdem das über dem südlichen oder südwestlichen Zcntraleuropa lagernde Maximum oder die nordwärts vorbei- ziehenden Minima, welch« zuweilen Niederschläge im Gefolge Patten, die Witterung beherrschte». Um die Mitte des Monats prrum führten Depressionen, die sich längs der Nord- und Ostsee- Küste bewegten, mit westlichen Winden starke Abkühlung, all- Mälige Trübung und vielfache Negenfälle herbei. Diese Witterung hielt so lange an, als ein Gebiet hohen Luftdrucks sich langsam von Westen her näherte. Vom 2S. ab trat Aufklären ein, und infolge der hierdurch ermöglichten Einstrahlung stieg die Tem- peratur. obgleich zeitweise Winde aus dem nördlichen Quadranten burch ein im Nordwesten liegendes Maximum und ein im Süd- vsien befindliches Minimum hervorgerufen wurden. . Eine Neisebegleiteri« hatte kürzlich«in Tourist in einem fchlesischen Blatte gesucht, um mit dieser gemeinsam das Riesen- gebirge durchstrolchen zu können. Der Staatsanwaltschaft war dieses etwas„sengeriche" Inserat nicht entgangen, sie witterte Unrath und erhob gegen den Verfasser der Anzeige, sowie gegen den verantwortlichen Redakteur des Blattes, in welchem dieselbe Aufnahme gesunden hatte. Anklage auf Grund der Sittlichkeits- Paragraphen. Die Berliner Blätter nahmen von dieser An- gelegenheil gebührend Notiz und stellten sich so, als ob„so etwas" 'n Berlin gar nicht vorkommen könne. Und gerade diejenigen, deren Jnseratenspalten von ähnlichen �Anzeigen wimmeln, ge- berdeten sich gleich unschuldsvollen Lämmern. Es soll von den Heirathsanzeigen, die doch nichts Anderes darstellen als Angebot von und Nachfrage nach Menschenfleisch, noch gar nicht gesprochen werden, es giebt da Anzeigen die Hülle und Fülle, denen gegen- aber die Reisebegleiterin des fchlesischen Blattes ein Muster von ?rttsamkeit ist. Greifen wir das erste beste von diesen Schw— rndel- hasten Inseraten heraus. Ei» hiesiges Blatt veröffentlicht folgendes 'vrrklich famose Inserat: Diskretion. Hübscher, junger Mann sucht Attschluß an ver- mögenden Herrn als Reisebegleiter, Offerten er« beten unter.... Hannover. ,. Das ist doch deutlich, so deutlich, daß der Staatsanwalt über dw Absicht des.hübschen, jungen Mannes" nicht in Zweifel sein kann. Ob der Staatsanwalt gegen diesen Unfug einschreitet oder nicht, ist uns ganz gleichgillig, für uns ist es nur von Interesse, hier wieder einmal festnageln zu können, wie der Bourgeois- Zeitungsverleger ohne Skrupel Alles zur Kenntniß seiner Leser bringt, was ihm bezahlt wird. Bedenken irgend welcher Art kennt der Mann nicht, für ihn giebt's keine höhere Moral, als die des Geldverdienens. Eine Ausrede freilich ist immer bei der Hand. Ter Verleger kümmert sich angeblich nicht darum, was seine Expedition thut, er weiß angebiich nicht, welchen Inhalt die Inserate haben, welche in seinem Blatts stehen. Das ist natürlich nur eine der Hinterthüren, die sich der bürgerliche Moralist offen hält. Der Verleger weiß sehr wohl, was seine Expedition thut, er braucht nur anzuordnen, daß ihm alle Inserate, die verdächtig erscheinen, vorgelegt werden, ehe sie in Satz gegeben werden. Diese Anordnung wird aber wohl- weislich nicht ertheilt, denn dann müßten so und so viel Inserate heransgeworsen werden, und das bedeutete eine Mindereinnahme von einigen hundert Märklein. Das ist aber das Schlimmste, was dem Verleger eines bürgerlichen Blattes passtren kann, und so nimmt er schmunzelnd jeden Jnseratenauftrag an, und sei es selbst die Buchanzeige der Schandbroschüre„Retau's Selbst- bcwahrung". Der Verleger weiß ganz genau, daß das ein furchtbarer Schwindel ist, er empsiehlt aber seinen Lesern diesen Schwindel, weil er das Jnseratengeld einstreichen kann. Wenn solche Leute dann über Zucht, Moral und gute Sitte zu Gericht sitzen, so macht sich das wirklich komisch. Das hätte doch wirklich alle Ursache, zuerst vor der eigenen Thür zu kehren, dort liegt so viel Unrath, wie in dem Augiasstalls, den der selige Herkules nur mit dem Aufgebot all seiner Kräfte auszumisten vermochte. Die Wälder uuserer nächsten Umgebung sind reich an Plätzen, auf welchen sich auf sunipsiger Unterlage eine ganz eigen- artige Pflanzenwelt angesiedelt hat. Ueppig schwellende Moos- Polster, aus bleichem Torfmoos gebildet, erheben sich in kurzen Zwischenräumen bis zu Fußhöhe, dazwischen stehen vereinzelte kleine Kiefern und Birken, denen man aber ansieht, daß sie sich nicht recht wohl fühlen. Hier und da zieht sich ein schmaler, uferloser Graben durch solchen Sumpf, dessen Wasser sich kaum merkbar fortbewegt. Dem Uneingeweihten scheint der Ort wenig einladend, und so sieht man, wie die„Vossische Zeitung" schreibt, die große Mehrzahl der Spaziergänger vorsichtig an ihm vorüber- gehen. Wer aber die meist nur scheinbare Gefahr des Sumpfes nicht scheut, der wird durch das, waS sich ihm hier bietet, reichlich sür die allenfalls etwas naß werdenden Stiefel belohnt. Wo die Sonne recht mit voller Kraft aus die Moospolster prallt, da glitzert und gleißt es, als ob tausende von Brillanten und Rubinen über den kleinen Hügel hingestreut wären. Niedliche kleine Pflänzchen von wenig Zentimeter Durchmesser mache» es sich auf dem weichen Lager bequem. Ihre langgestielten, bald kreisrunden, bald schmal länglichen Blättcheu breiten sich rosetten- förmig flach aus und aus der Mitte erhebt sich ein dünnes, spannenlanges Stengelchen, an welchem zierlich weiße Bluthcheu sitzen. Das ist der Sonnenthau, der gerade jetzt in üppigster Entwickelung steht. Was ihn nun so interestant macht, das sind unzählige Haare, welche die ganze Oberfläche des Blattes be- decken und auch den Blattrand strahlensörmig einfassen. Jedes solches Haar ist an seiner Spitze mit einem winzigen Tröpfchen versehen, das eben in der Sonne so glitzert und der Pflanze den Namen brachte. So reizend und zierlich das Pflänzchen ist, so gefahrbringend ist es sür kleine Insekten, welche sich ihm ahnungs- los nahen. Die geringste Berührung mit einem Haare ist gleich- bedeutend für sie mit langsamen, grausamen Todesmartern. Jedes Tröpfchen ist nämlich klebrig wie Fliegenleim und hält das Thierchen sofort fest. Erschrocken sucht es loszukommen, geräth dabei aber mit einigen anderen Tröpfchen in Berührung und nun ist sein Schicksal besiegelt. Während es sich immer mehr, von Todesangst gefoltert, abmüht, dem klebrigen Grabe zu entfliehen, biegen sich die benachbarten Haare dämonisch langsam nach dem Thierchen hin und klammern es fester und fester ein, bis es sich nicht mehr zu rühren vermag. Dann sondern die Haare iu verstärktem Maße Flüssigkeit aus, welche wie der Magen- saft der Thiere die Eigenschaft hat, die thierischen Weichtheile zu lösen. Die Lösung wird später von der Pflanze wieder eingesogen. So ist der Sonnenthau ein echter Fleischfresser. Am sonnigen Fenster unter einer Glasglocke läßt sich das Pflänzchen leicht kultiviren, wenn man es mitsammt dem umgebenden Moos nach Hause nimmt und hier auf einen tiefen Teller setzt. Nur muß das Moos beständig mit Wasser vollgesogen sein. Außer dem Sonnenthau beherbergen unsere Sümpfe in den Gräben noch eine zweite insektenfressende Pflanze, den Wasserschlauch. Die zierlich fein zerschlitzten Blätter desselben sind mit unendlich vielen, hirsekor»- großen Bläschen besetzt, welche au einer Seite durch einen nach innen sich öffnenden Deckel halb verschlossen sind. Kleine Wasserlhierchen können bequem in das Bläschen hinein, aus welchem es infolge der eigenthümlichen Stellung des Deckels und einer Anzahl Haare kein Entrinnen giebt. Auch diese Pflanze läßt sich, aber im Aquarium, leicht knltiviren. Neben diesen beiden Insektenfressern beherbergt der Sumpf aber noch eine große Anzahl anderer Pflanzen, wie die Moosbeere, das Woll- gras, die WasseraloL n. s. w., alles Pflanzen, welche man fast nirgends trifft. Der sinnige Naturfreund gehe also nicht achtlos am Sumpfe vorüber. Tie Freie Vcreiuiguug der Bau-Arbeiter Berlins feierte am 20. August ihr siebentes Stiftungsfest im festlich dckorirten Saal der Brauerei Friedrichshain. Der rothe Schmuck, Banner und Fahnen, paßte so recht zur Gesinnung der Festtheilnehmer. Die Ballmusik, von Berufsmusikcrn ausgeführt, war eine gute. Ebenso that der Männer-Gesangverein„Hilaritas" seine Schuldig- keit. Die Aufführung bekannter Arbeiterlieder durch denselben kann als eine vortreffliche bezeichnet werden. Genosse Scholz ver- anstaltete eine Bilderverloosung. Alles war in bester Harmonie. Hervorzuheben ist noch das lebende Bild, die„Maiseier" dar- stellend, welches im Garten gezeigt wurde und vielen Beifall fand. In später Stunde wurde noch dem Tanze gehuldigt und trennte» sich die Genossen mit dem Bewußtsein, wieder ein recht würdiges Arbeitersest begangen zu haben. Vor einem Schwindler, der in hiesigen Blättern inseriren läßt, um Dummen Geld abzunehmen, hatten wir dieser Tage ge- warnt. Es handelte sich um einen„hellen" Sachsen Namens Alfred Möbius in Kleinbanchlitz bei Döbeln. Jetzt hat es sich nun herausgestellt, daß dieser Weltbeglücker ein junger— Kommis ist, der in einem Döbelner Bankgeschäft angestellt ist. Was ein Jndustrieritter werden will, übt sich eben bei Zeiten. Einer der Hineingefallenen hat auskundschaftet, daß Möbius bei dem Bank- geschäst von Bruno Niclius in Döbeln angestellt ist und sich a» dieses gewandt,»m klaren Wein eingeschänkt zu erhalten. Jetzt hat derselbe nun von Herrn Niclius folgendes Schreiben er- halten: „Empfing heute Brief von Ihnen nnd bin erstaunt über den Inhalt! Schon am 23. Juli brachte ich einmal in Erfahrung, daß mein junger Mann(Alfred Möbius) den„Dresdener- Nachrichten" ähnliche Annoncen eingeschickt hatte, welche daselbst aber nicht inserirt worden sind! Damals habe ich den p. Möbius vor derartigen Schwindeleien derb gewarnt, und der Mann gab mir das Versprechen, daß solches nicht wieder geschehen solle! Wie ich aber heute aus Ihrem Briefe schließen muß, betreibt mein junger Mann mit einer ganz großen Frechheit solche Schwindel- geschäfte fort, und bin ich fest überzeugt, daß es Dumme genug giebt, die darauf reinfallen! Das Treiben meines jungen Mannes geschieht ganz ohne mein Wissen, und die Sache ist pure Schwindelei; der Manu ist durchaus nicht in der Lage, Jemand zu irgend welchem Nebe»verdien st zu verhelfen, im Gegentheil, er wird froh sein, sür sich selbst per 1. Noveniber eine andcrweite Beschäftigung zu finden! Seit einigen Wochen bin ich gar nicht mehr zufrieden mit meinem jungen Mann, weil derselbe nicht die geringste Aufmerksamkeit mehr zeigte, und darüber brauche ich mich nunmehr nicht zu wundern. Derselbe ist wahrscheinlich von seinen Geschäftchen auf eigene Faust sehr in Anspruch genommen. Es würde mir lieb sein, wenn Sie gegen den p. Möbius Anzeige erstatten; Sie würden mich dadurch zu ganz besonderem Dank verpflichten!" Unsere Leser wissen nun, woran sie sind, wenn ihnen in den hiesigen Zeitungen wieder einmal Inserate aufstoßen sollten, in denen die Chiffernofferte niederzulegen ist anf dem Postamt Kleinbauchlitz bei Döbeln in Sachsen. Eine aufregende Szene spielte sich Sonnabend Nacht in der Nähe der Moltkebrücke ab. Eine Frau, welche schon seit geraumer Zeit längs des Kanals auf und nieder gelaufen war, eilte plötzlich die Ufertreppe hinunter und stürzte sich kopfüber in die Spree. Ihre Begleiterin war ihr nachgeeilt, vermochte sie aber nicht mehr zu fassen und rief nun voll Verzweiflung um Hilse. Es sammelte sich auch auf der Brücke bald Publikum an, aber nur wenige eilten an das Ufer um zu helfen. Man suchte nach dem Rettungsball, nach dem Rettungsboot, aber Niemand griff thatkrästig ein. Da kam ein Mann die Treppe hinunter geeilt. Er hatte kaum gemerkt, um was es sich handelte, als er auch schon den Rock abgeworfen hatte und mit einem Satz der Ertrinkenden nachsprang. Dieselbe war von der Strömung schon ein gut Stück fortgetrieben worden, hin und wieder tauchte der Kopf noch auf, und das gab dem gewandten Schwimmer die Richtung an, welche er einzuschlagen hatte. Bald hatte er die Untersinkende erreicht und hielt sie über Wasser. In- zwischen hatte ein Arbeiter ein Tau frei gemacht und es dem mit den Wellen Kämpfenden zugeworfen. Dieser erfaßte dasselbe und mit vereinten Kräften wurden die beiden auf eine vor Anker liegende Zille gezogen. Der brave Netter wollte in der allgemeinen Verwirrung verschwinden, er hatte schnell seinen Rock übergeworfen und wollte sich eine Droschke holen. Das Publikum verlangte aber den Namen zu wissen, von allen Serien kain man. um dein Retter die Hand zu schütteln. Als derselbe sah, daß die Menge ihn nicht so ohne Weiteres freigeben würde, stellte er sich vor als der Premierlieutenaut Krüger von der Militär-Turnanstalt. Die Gerettete hatte sich bald soweit erholt, daß sie mit Hilfe ihrer Begleiterin nach ihrer in der Wilsnacker- straße gelegenen Wohnung gefahren werden konnte, lieber das Motiv zu dem beabsichtigten Selbstmord war Nichts in Er- fahrung zu bringen. Iu eine« Eiusteiaeschacht der Kanalisation fiel am Montag Mitttag in der Petristraße an der Ecke der Rittergasse der siebenjährige Sohn Rudolf des Petristr. 23 wohnhaften Tischlers Karge. Der Knabe mar beim Steigenlassen eines Drachens rück- wärts gegangen und plötzlich von der Bildfläche verschwunden. Vorübergehende eilten hinzu und retteten den Knaben durch zu- gereichte Stangen. Im Schlaf verunglückt ist Sonntag Morgen der 25jährige aus Aschersleben gebürtige Maurer Karl Menz. Der junge Manu, welcher in dem Hause Posenerstr. 14 in Schlafstelle wohnt, war am Sonnabend spät nach Hause gekommen und hatte sich, wahrscheinlich um noch frische Luft zu genießen, an das Fenster seiner rm vierten Stockwerk belegenen Stube gesetzt. Menz ist dabei eingeschlafen und hat sich wohl iin Schlafe über die Brüstung gebeugt. Um halb 4 Uhr Morgens sahen Passanten plötzlich einen menschlichen Körper aus der beträchtlichen Höhe herabstürzen, und im nächsten Augenblick schlug derselbe auf das Straßenpflaster auf. Die Leiche wurde nach dem Schauhause ge- schafft. Ein Selbstmord erscheint ausgeschlossen, da der junge Mann in geordneten Verhältnissen lebte und sehr lebenslustig ge- wesen ist. In seiner Tasche wurde ein Portemonnaie mit 13 M. Inhalt und eine Flasche vorgefunden. Bei seinem Sturze hat sich Menz, der mit einem Theile des Körpers auf einen Gaskandelaber aufschlug, das Genick abgestürzt, sowie schwere innere Verletzungen und einen Beinbruch erlitten. Zufolge eiueS Hitzschlages stürzte, wie erst jetzt bekaunt wird, am Sonnabend Abend um 71j4 Uhr, vor dem Hause Mark- grafenstraße 46 der 23 Jahre alte Steinsetzer Max Wuike. Hussitenstr. 8 bei seiner Multter wohnhaft, ohnmächtig zusammen und wurde durch einen Schutzmann mittelst Droschke nach der Charitee befördert. Hier liegt er schwer darnieder. Ertrunken iu der Havel gegenüber von Schloß Babels- berg ist am Sonnabend Nachmittag der in der Wachsfabrik von Ritsch und Söhne beschäftigte Arveiter Möllendorf aus Klein- Glienicke bei Potsdam. Derselbe, ein Familienvater von fünf Kindern, war als tüchtiger Schwimmer bis mitten in die Havel hineingeschwommen nnd ging dort, wahrscheinlich infolge eines Schlaganfalles, plötzlich unter. Seine Leiche wurde am Sonntag herausgefischt. Im Fieberwahn stürzte sich in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag zwischen 11 und 12 Uhr in Potsdam die Frau des Hausdieners Loyek aus dem Dachfenster ihrer Wohnung in dem dreistöckigen Hause Nauenerstr. 24 und blieb sofort todt auf dem Straßenpflaster liegen. Die erst vor 6 Tagen entbundene Frau hatte die Gelegenheit wahrgenommen, wo sich ihr Ehe- mann, mit dem sie in glücklichster Ehe lebte, einen Augenblick aus der Stube entfernt halle, um den Sprung zu thnn, Beim Besteige» eiueS bereits in Bewegung befind lichen Zuges ist am Montag Abend der 50jährige Arbeiter Brunzel, Forsterstr. 6 wohnhaft, auf der Station Zoologischer Garten verunglückt. Von der Arbeit zurückkehrend, wollte er noch schnell in den letzten Wagen springen, kam aber mit dem rechten Bein unter das letzte Rad und wurde überfahre». Der Verunglückte wurde mittelst Droschke nach dem Elisabeth-Kranken- Hause gebracht, wo ihm das Bein bis zum Knie sofort amputirt wurde. Polizeibericht. In der Nacht zum 22 d. M. fiel ein Mann auf dem Hofe des Grundstücks Mühlenstr. 72 von der nach seiner Wohnung führenden Freitreppe und erlitt eine be- deutende Verletzung am Hinterkopse, so daß er nach dem Kranken- hause Bethanien gebrachr werden mußte. Am 22. d. M. Vor- mittags geriethen in der Rammlerstraße, zwischen der Putbuser- und Swinemünderstraße, zwei Kinder unter die Räder eine? Geschäftswagens und wurden an den Beinen so bedeutend ver- letzt, daß ihre Uebersührung nach dem Lazarus-Krankenhause er- forderlich wurde.— Ein Mädchen stürzte sich aus einem Fenster der im 3. Stock des Hauses Kastanien-Allee 35—36 belegenen Wohnung ihrer Eltern auf den Hof hinab und mußte, an- scheinend innerlich schwer verletzt, nach dem Lazarus-Kranken. hause gebracht werden.— Mittags wn.rde im Keller Briefe und Sendungen sind zu richten an Joh. Wingert, Tischler, Stettin, Pelzerstr. 21 II. N. B. Sämmtliche Arbeiterblätter werden um Abdruck dieses Aufrufs gebeten. Achtung, Glaser! Des Hauses Fischerbrücke 18 ein Mann mit zwei waren wir gezwungen, in einen Abwehrstreit einzutreten.[ Löhne der Kautabak- Nabeiter durchgängig etwas höher find als Schußwunden in den Schläfen todt aufgefunden. Es liegt Wir hoffen nun, da auch wir stets, soviel in unseren Kräften die der übrigen Tabatarbeiter, so liegt das neben anderen Beunzweifelhaft Selbstmord vor. Gegenüber dem Hause Water stand, die Arbeiter Deutschlands bei Arbeitseinstellungen unter- dingungen daran, daß die Spinumaschine noch nicht das leistet, loo- Ufer 5 fiel Nachmittags der Handelsmann Deifert in den ftüßt haben, daß auch wir bei dieser uns aufgezwungenen Arbeits- was der Unternehmer gern wünschte. Sonst wären, so sagt der Landwehr- Kanal, wurde zwar noch lebend von einem dort auf einstellung auf die Opferwilligkeit der deutschen Arbeiter rechnen Bericht, die Spinner längst von der Bildfläche verschwunden. Boften befindlichen Schuhmann aus dem Wasser gezogen, verstarb fönnen. Da die Konjunktur für uns zur Zeit gerade ziemlich Im Gegensatz hierzu bewährt sich die Spinnmaschine bei der jedoch bald darauf. Als in einem Laden des Hauses Kaiser günstig ist, so glauben wir, schnell zum Siege zu gelangen, Fertigstellung von Rauchtabat in Rollen sehr gut. Nach der Wilhelmstr. 38 der Laufbursche Otto Roch auf einen brennenden falls nur die Kollegen allerorts darauf achten, uns mit 3u Statistik sind 14 Maschinen im Betrieb, es ist aber anzunehmen, Rochapparat Spiritus nachgießen wollte, entzündete sich der In- zug zu verschonen. daß etwa 30 benutzt werden und Rauchtabatspinner überflüssig halt der Flasche, so daß sie zersprang und der Knabe bedeutende Die vier für Rautabat thätigen Maschinen gemacht haben. Brandwunden am Arm und an den Händen erlitt, die seine Ueberleisten nicht einmal das, was ein gelernter Spinner schafft. aus den Die oben Städten genannten eingesandten führung nach der Universitäts- Klinik erforderlich machten. Auf Fragebogen ähnliche Weise verunglückte eine Frau in dem Hause Hochmeister und 45 Lehrlinge, ergaben 137 Tabakspinner Von Den straße 28, indem sie Spiritus in das Herdfeuer goß, wobei sich der Letzteren sind 35 männlich und 10 weiblich Inhalt der Flasche entzündete und die Kleider der Frau in Brandsetzte. Auf 3 Spinner fommt also 1 Lehrling. In Nordhausen stellt Sie erlitt schwere Brandwunden am Oberkörper.- Auf dem Moritz Wir bringen hiermit den Kollegen allerorts zur Renntniß, fich das Verhältniß noch ungünstiger, da z. B. dort 121 Spinner Rollenmacher ver platz fiel ein Mann infolge eines Fehltritts zur Erde und erlitt daß die Berliner Bleiglaser seit Montag, den 22. d. Mts., in mit 50(!) Lehrlingen beschäftigt waren. einen Beinbruch. Er wurde nach dem Krankenhause am Friedrichs- eine Lohnbewegung eingetreten sind und ersuchen wir, bis auf zeichnet die Statistit 40 männliche, 71 weibliche, zusammen 111, hain gebracht. Vor dem Hause Charlottenstr. 48 fand Atends Weiteres Berlin zu meiden, besonders aber die Stellenangebote während s. 3. Nordhausen 163, mit wenig Ausnahmen männ Unter den angeführten Spinnein sind am ein Zusammenstoß zwischen einem Pferdebahnwagen und einer in den Fachblättern unberücksichtigt zu lassen. Die Unternehmer liche, aufwies. Droschte statt, wobei eine in der letzteren sitzende Frau aus dem arbeiten darauf hin, Arbeitskräfte von Außerhalb zu bekommen, meisten solche im Alter von 20 bis 30 Jahren vertreten. Ver Wagen geschleudert wurde und außer einigen Verlegungen am da dieselben nach ihrer Meinung williger sich ausbeuten lassen, heirathet waren 74 Spinner und 55 Rollenmacher, mit 168, Kopfe einen Bruch des Schlüsselbeins erlitt. An der Ecke der als die hiesigen Arbeiter. beziehungsweise 74 Kindern. In vielen Fällen ist der Spinner Ferner theilen wir mit, daß bei der Firma Spinn u. Co. genöthigt, seine Frau mit in die Fabrit zu nehmen. Stalizer- und Wrangelstraße gerieth ein Rollkutscher beim AbLaden einer Riste mit dem Bein unter die Räder seines Wagens eine Differenz ausgebrochen ist, welche zur Arbeitseinstellung Mitglieder des Unterstüßungsvereins der deutschen Tabatarbeiter und erlitt eine starke Quetschung des Schienbeins, so daß seine sämmtlicher Bau- und Bleiglaser führte. Bis zur Regelung dieser waren zur Zeit 76 Spinner und 10 Rollenmacher, während in Nordhausen z. 3. von 121 Spinnern und 50 Lehrlingen im Ueberführung nach dem Krankenhause am Urban erforderlich Differenz ersuchen wir, obige Mittheilung zu beachten. Alle Anfragen sind zu richten an R. Stampehl, Putbuser Ganzen nur 9 und von 163 Rollenmachern im Ganzen nur wurde. Jun Laufe des Tages und am darauffolgenden Morgen Straße 15. 3 Mitglieder des Vereins sind. Arbeitslos waren, einschließlich fanden acht Brände statt. Die Vertrauensmänner. Nordhaufens, 27 Spinner und 11 Rollenmacher, also tamen insNB. Sämmtliche Arbeiterblätter, besonders die süddeutschen, gesammt auf 258 Spinner und 274 Rollenmacher 38 Arbeitslose. werden um Abdruck gebeten. Die Arbeitszeit schwankt zwischen 54 und 76 Stunden die Woche. Durchschnitt: 69 Stunden. Da, wo die längste Arbeitszeit ist, An die Berliner Uhrmacher! werden die miserabelsten Löhne gezahlt. So wurden zum Beis Kollegen! Wie aus dem Inserat in der heutigen Nummer Spiel in einem Orte, wo 76 und 72 Stunden die Woche gearbeitet des Vorwärts" zu ersehen ist, findet Donnerstag, den 25. Aug., wird, Löhne von 16 und 13 M. gezahlt. Sonntagsarbeit fam selten vor. Der Verdienst der Spinner im Wochenlohn Auf Grund des Gutachtens eines Schreibfachverständigen eine öffentliche Versammlung statt. war gegen den Bauunternehmer Robert Thiele eine Antlage Angesichts der wichtigen Tagesordnung dieser Versammlung steigt von 11 auf 25 M., in den meisten Fällen beträgt er 15 bis wegen Urkundenfälschung erhoben worden, die gestern vor der ist es die Pflicht jedes Kollegen, in dieser Versammlung zu 20 m., durchschnittlich 17,60 m. Der Wochenverdienst der Rollenmacher steigt von 4 auf 18 M. Der höhere Lohn wird fiebenten Straffammer des Landgerichts I verhandelt wurde. Es erscheinen. handelte sich um die Unterschrift einer Prozeßvollmacht, die von Es gilt, die Fürsorge" unserer Prinzipale einmal in das erzielt, wo männliche Arbeiter beschäftigt find, und schwankt hier dem Angeklagten gefälscht sein sollte. Im Terminé gelang es rechte Licht zu stellen; es gilt aber auch, jenen Herren, welche zwischen 12 und 18 M. Durchschnittsverdienst 11,80 m. Jm dem Vertheidiger, Rechts- Anw. Dr. Joers, an der Hand einer sich so gern als die wahren Vertreter der Interessen der Ge- Atford wird ein etwas günstigerer Verdienft erreicht: von Spinnern Anzahl Schriftproben des Angeklagten, das schriftliche Gutachten hilfenschaft aufspielen, diese Maske vom Gesicht zu reißen; ihnen vorwiegend zwischen 18 u. 24 M. pro Woche, durchschnittlich 19,37 M., des Sachverständigen derart anzufechten und zu erschüttern, daß zu zeigen, daß sie fein Recht haben, in solch unverfrorener bei weniger Arbeitszeit als im Lohn. Rollenmacher verdienen Der Staatsanwalt auf die Vernehmung des Letzteren verzichtete Weise unsere berechtigtsten Forderungen mit Füßen zu treten, im Afford zwischen 7,50 m. und 20 m., in den meisten und die Freisprechung des Angeklagten beantragte. Der Gerichts- wenn sie sich auch als Jünger der edlen Kunst" dünken, welche Fällen zwischen 9 und 15 M., durchschnittlich 11,31 M. hof erkannte dementsprechend und folgte außerdem nach dem An- durch die besten familiären Beziehungen mit ihren Chef's ver- 280 über 12 M. verdient werden, find männliche Arbeiter wurden von Spinnern trage des Vertheidigers, auch noch die Kosten der Vertheidigung bunden find." Es gilt, diefelben als Diejenigen zu charakterisiren, beschäftigt. In Nordhausen was sie sind: feile Sklaven des Unternehmerthums; jederzeit verdient zwischen 10 bis 21 M., durchschnittlich 17 M., und der Staatskasse aufzuerlegen. bereit, die Intereffen der Gehilfenschaft in schmachvollster Weise von Rolleninachern 6 bis 15. M., durchschnittlich 10 M. im Stich zu laffen, sobald sie Gefahr lausen, daß das harmonische Band zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer", welches angeblich unserem Stande bisher in so hohem Maße eigen war"," ge locfert" werden könnte. Gerichts- Beifung. " " 1 Es gilt mit dieser Versammlung zu beweisen, daß die Ber liner Uhrmacher noch immer gewillt, die Forderung der neunstündigen Arbeitszeit hochzuhalten. Darum nochmals, Kollegen, wahrt Eure Interessen und erscheint Mann für Mann in dieser Versammlung. Mit kollegialem Gruß Die Agitations- Kommission. J. A.: Otto Näther. Ankleidezimmer sind nur in einzelnen Fabriken, und dann oftmals für männliche und weibliche Arbeiter ungetrennt. Die Bentilation ist in 18 von 30 Fabriken ungenügend. Nach der Statistit waren 400 Hilfsarbeiterinnen beschäftigt mit einem Lohn von 3 bis 13 M., meistens von 6 bis 9 m. pro Woche. Die Lehrlinge müssen 3 bis 4 Jahre lernen. " Um betrügerischen Vertrieb von sogenannten ,, Nepperuhren" handelte es sich in einer umfangreichen Verhandlung, die gestern vor der IV. Ferien- Straffammer des Landgerichts I stattfand. Auf der Anklagebant befanden sich die Handelsleute Robert Krause, Wilh. Wagner und August Stahr, sowie der Arbeiter" Otto Höhne und der Barbier Wilh. Regelin. Es fielen ihnen insgesammt etwa 50 Betrugsfälle zur Last, von denen einer auf Regelin und zwei auf Höhne entfielen, in die Der Zentralverband der Maurer Deutschlands und übrigen Fälle hatten sich die drei ersten Angeklagten zu theilen. verwandter Berufsgenossen hielt vorige Woche in Rassel seinen Die letteren gingen zumeist zu zweien ihrem betrügerischen Ge ersten Verbandstag ab. Dem für das Geschäftsjahr 1891/92 er werbe nach, wobei fie in folgender Weise verfuhren: Sie suchten statteten Geschäftsbericht entnehmen wir Folgendes: Es sind ein Schantlokal in einem Vororte auf und machten eine fleine 18 515 Mitglieder in 156 Orten vorhanden. Die Filialen hatten Zeche. Wenn es zum Bezahlen tam, erklärten sie, daß sie zueine Einnahme von 85 523 M. zu verzeichnen. Am Ende des fällig kein Geld bei sich hätten. Einer von ihnen zog dann aber Aufruf an sämmtliche Peitschenarbeiter und Arbeite Quartals verfügten sie über einen Kassenbestand von 2926 M. eine anscheinend goldene Uhr hervor und erfuchte rinnen Deutschlands. Kollegen und Kolleginnen! Ueber ein Die Hauptkasse vereinnahmte insgesammt 64 369 M.( Darunter den Wirth, ihm darauf bis zum nächsten Tage 30 Jahr ist verflossen, daß die Peitschenarbeiter Eschweges eine von der früheren Geschäftsleitung der Maurer Deutschlands bis 40 Mart zu leihen, er versicherte dabei, daß die Vereinigung gegründet haben, welche sich zum Ziel steckt, die 2000 m. und von den Zahlstellen 61 676 m.). Hiervon wurden Uhr das Dreifache werth fei. Die Angaben wurden von Lohnverhältnisse unserer Branche auf ein Niveau zu stellen, das u. A. ausgegeben: 3095 W. Bufchuß an die Zahlstellen, 3000. feinem Genoffen bestätigt, und in der Regel ließ der Wirth sich einem menfchenwürdigen Dasein entspricht. Zu gleicher Zeit an den Generalbevollmächtigten der Maurer Deutschlands, herbei, den Wunsch zu erfüllen. Die Angeklagten ließen sich nicht wurde ein Aufruf an sämmtliche Peitschenarbeiter und Arbeite 18 381 M. für das Fachorgan Grundstein". Per Bant belegt wieder sehen, und nach einigen Tagen sah der Wirth, daß er be- rinnen erlassen, sich dieser Vereinigung anzuschließen. Dieser wurden 25 500 M., und der Kassenbestand betrug am Schluffe des trogen war. Die Uhr hatte einen grauen Ton angenommen, Aufruf ist bis heute wirkungslos gewesen. Heute wiederum er- Jahres 204 M. jeder Schimmer von Gold, der ihr angehaftet hatte, war ver- geht an Euch die Aufforderung, Euch der Vereinigung auzuschwunden. Besonders in Lichtenberg, Rummelsburg und schließen. Laßt diesen Ruf diesmal nicht ungehört verhallen. Aus Stuttgart, 22. August schreibt unser Bruderorgan. die Friedrichsberg waren viele Wirthe auf diesen Schwindel hinein Vereinzelt find wir ein willenloses Werkzeug in den Händen der Schwäbische Tagwacht": gefallen. Die Angeklagten hatten die Uhren bei der Firma May Fabrikanten, organisirt dagegen bilden wir eine Macht. Einen Einblick in die überaus traurige Lage der Arbeiter Mit unseren Erwerbsverhältnissen wird es immer schlechter. und Arbeiterinnen gewähren auch die Thatsachen, welche in der und Blümchen gekauft znm Preise von 11,75 M. bis 12 M., es war ihnen von den Berläufern aber ausdrücklich gefagt worden, Woher kommt das? Erstens, weil der Siegeslauf der Maschine letzten Sigung des Gewerbegerichts fonstatirt wurden. Es heißt daß die Uhren nicht echt sein könnten und daß sie diesetben auch nicht in sämmtlichen anderen Branchen mehr und mehr fortschreitet in dem bezüglichen Bericht: für echt wiederverkaufen dürften, wenn sie sich nicht strafbar machen und die dadurch überflüssig gemachten Arbeiter sich einer solchen Die männlichen Arbeiter hätten zwischen 52 Pf. und 1 M. wollten. Der Sachverständige, Hof- Uhrmacher Hoffmann, begut- Branche zuwenden müssen, welche ihnen Arbeit verspricht. Auch 24 Bf., die weiblichen zwischen 17 Pf. und 59 Pf. täglich ver achtete, daß die Uhren Schweizer Fabrikat seien und von den in unserem Gewerbe ist die maschinelle Technik schon eingedrungen dient, obwohl sie zum Theil nach Beendigung der zehnstündigen Wiederverkäufern für 10 M. bezogen werden könnten, das Ge- und wird immer mehr fortschreiten, wodurch die Arbeiter und Arbeitszeit in der Fabrit noch Arbeit nach Hause mitgenommen häuse bestehe aus schwach vergoldetem Tombak, ein Laie sei durch Arbeiterinnen gezwungen werden, billiger zu arbeiten. Endlich und dort die Morgen- und Nachtstunden und den Sonntag zum das goldähnliche Aussehen leicht zu täuschen. Die Angeklagten aber liegt die Hauptursache unserer schlechten Lage darin, daß Arbeiten benutzt haben." erlitten bei der Gemeingefährlichkeit ihrer Handlungsweise schwere wir Peitschenarbeiter und Arbeiterinnen bisher unorganisirt waren. Und nun ein anderes Bild aus unserer unabänderlichen Strafen, Krause wurde zu zwei Jahren Gefängniß und Selbst in der günstigsten Geschäftskonjunktur ist es dem Fabrikanten göttlichen" Weltordnung. Dem„ Neuen Tageblatt" schreibt man dreijährigem Ehrverlust, Wagner zu einem Jahr drei ein Leichtes, den Arbeitslohn zu kürzen, wenn wir nicht vereint unterm 17. August aus Baden- Baden: Monaten Gefängniß und zweijährigem Ehrverluft, Stahr Die Zahl der Kurgäste dieses Jahres hat nun 40 000 über Deshalb, Kollegen und Kolleginnen! Gerade jetzt, wo wir schritten, und zur Zeit sind wenigstens 5500 anwesend. An Ver zu zwei Jahren Zuchthaus, 1950 m. Geldstrafe, event. noch 195 Tage Buchthaus und dreijährigem Ehrverlust verurtheilt. von der Krise, welche in anderen Branchen herrscht, noch nicht so anstaltungen aller Art bat es natürlich keinen Mangel; so haben Die Angeklagten Höhne und Regelin kamen mit Gefängnißstrafen in Mitleidenschaft gezogen sind, ist die günstigste Gelegenheit vor- wir in dieser Woche Italienische Nacht mit prächtiger Jumi handen, unsere Vereinigung mächtig zu gestalten. Thue ein Jeder nation, sehr besuchten Reunionsball, einen großen Ball der Aristos von sechs Monaten beziv. drei Monaten davon. feine Schuldigkeit, fuche Einer dem Andern begreiflich zu machen, fratie, verschiedene Solistenkonzerte, darunter das zweite Auftreten Wegen Aufreizung zu Gewaltthätigkeiten in einer den daß es auf dem bisherigen Wege nicht weiter gehen kann. Wir des schwedischen Damenquintetts, Regimentsmufit, Ballon- Auf öffentlichen Frieden störenden Weise hatten sich gestern der Schrift sind es uns und unseren Nachkommen schuldig, daß wir von dem fahrt mit Fallschirm- Absturz der Gebrüder Damm, eine Sigung steller und Redakteur des„ Sozialist". Teistler, und der Drucker uns zustehenden Vereinigungsrechte den ausgiebigften Gebrauch des Gedankenlesers Stuart Cumberland, vier Vorstellungen des dieses Blattes, Wilhelm Werner, vor der siebenten Straf machen. Süddeutschen Hoftheater- Ensembles und fostümirtes Kinderfest in tammer hiesigen Landgerichts I zu verantworten. Es handelte Auch der humane Arbeitgeber ist um seiner selbst willen ge- erster Reihe zu verzeichnen. Der erfte Renntag am 26. d. bringt sich um die Festnummer, welche der„ Sozialiſt" zur Feier des zwungen, dem Thun der großen Mehrzahl Folge zu leisten: den Preise im Gesammtwerthe von 37 000 M. 2c. 2c. 1. Mai herausgegeben hatte. Inkriminirt war besonders ein Arbeitslohn zu fürzen und die Waaren zu ebenso billigen Preisen Hier eine Gesellschaft von Faullengern und Tagedieben, Arbeiter Marseillaise", Gedicht: Abdruck abzugeben, um sein bisheriges Absaßgebiet zu behalten. Also die nicht wissen, wie sie dem Herrgott den Tag abstehlen sollen, eine Schaar bewaffneter auch hier sehen wir, daß der einzelne Fabrikant, sowie die Ar- und von einem Vergnügen zum andern rennen, dort erbärmliche eines Doré'schen Bildes Proletarier, geführt von der Göttin der Freiheit, in der beiter einer einzelnen Fabrik auf die Dauer gegen diesen wirth- Hungerlöhne und hunderte von armen schwächlichen Kindern mit Fafobinermüze, darstellend vorangestellt war, ferner ein schaftlichen Konkurrenzkampf Nichts auszurichten vermögen. Die matten, bleichen Gesichtern und hungrigen Magen, die durch die Artikel unter der Ueberschrift" Walpurgis". Der Staatsanwalt Fabrikanten sind bei Strafe der Selbstvernichtung gezwungen, Barmherzigkeit„ edler Menschenfreunde" sich wöchentlich taum hielt es, wenn man diese beiden Artikel im Verein mit dem vor- immer billiger und billiger zu produziren, die Arbeiter dagegen einmal fatt effen können. Ja, es ist eine herrliche, eine göttliche angestellten Bilde aus der Revolutionszeit betrachtet, für gar müssen ihre Arbeitskraft so theuer wie möglich verkaufen. Dies Gesellschaftsordnung, sie ist werth, von denen gestützt und ges nicht zweifelhaft, welcher Art der Kampf sein solle, welchen das können sie nur bei guter Organisation. Deshalb schließt Euch halten zu werden, welche berufen sind, dem Volfe zu predigen, Blatt predige. Er beantragte gegen Teistler 2 Monate unserer Vereinigung an, desto größer wird der Nutzen sein, den daß alle Menschen Brüder sind! Der Eine schwelgt in Saus und Gefängniß, gegen Werner dagegen die Freisprechung. Rechts- 3hr aus ihr ziehen werdet. Alle Anfragen, deren Portokosten auf Verlangen vergütet der Arbeit, der Andere arbeitet in dumpfer Fabrik, in der Werkanwalt Wreschner führte dagegen aus, daß die inkriminirten Artikel sich aus Phrasen und schwülstigen, zum Theil abge werden, sind zu richten an Karl Koch, Peitschenarbeiter, schmackten Bildern zusammensetzen, nirgends aber den Thatbestand Eschwege, Staab 34. des§ 130 des Str.-G.-B. erfüllen, da zweifellos immer nur ein geiftiger" Rampf ins Auge gefaßt sei. Der Gerichtshof schloß fich aber der Auffassung des Staatsanwalts an und erkannte auch nach dem Antrage desselben. der welchem dastehen. beten. Alle arbeiterfreundlichen Zeitungen werden um Addruck gestätte oder unter dem Boden und verdient nicht so viel, daß er selbst ordentlich leben und seine Kinder mit den matten, bleichen Gesichtern satt effen laffen kann. Dem Mann der Arbeit bie Bettelsuppe, dem noblen Tagedieb die Genüsse des Lebens! Fürwahr, wer wollte noch an der Göttlichkeit" dieser Weltordnung zweifeln? leber die Lage der in der Kantabak Fabrikation be schäftigten Personen veröffentlicht der Gewerkschafter" das Resultat statistischer Erhebungen, welche folgende Orte umfassen: Ueber die Bergarbeiterbewegung in Nordfrankreich Magdeburg, Berlin, Gelle, Langenfalza, Frankfurt a. M., berichtet der Hamb. Corresp.": Eine Versammlung von etwa Duisburg, Offenbach a. M., Frankenhausen, Oldenburg, Trier, 1500 Bergarbeitern in Lievin beschäftigte sich mit der unaus Lübeck, Birnbaum, Münden i. Han., Köln a. Rh., Danzig, gesetzten Anwerbung von belgischen Unterthanen für die Gruben Soziale tebersicht. Lemgo, Nauen, Landsberg, Rostock, Uslar a. S., Ikehoe i. Holst., von Lievin. Zwei Delegirte wurden gewählt. um die Bergwerks An die Arbeiter Deutschlands. In der jetzigen Zeit, in Bochum und Wolgast. Die Ergebnisse aus den genannten Städten Gesellschaften zu ersuchen, feine belgischen Arbeiter mehr einzus welcher die Geschäftskrisen von Jahr zu Jahr intensiver und in werden in Vergleich gebracht mit den Ergebnissen einer früheren stellen und dadurch ferneren Streitigkeiten zwischen französischen folgedessen immer mehr Arbeiter brotlos werden, suchen die Statistik, die sich mit den Zuständen in und um Nordhausen, der und belgischen Arbeitern vorzubeugen. Gestern Morgen haben Arbeitgeber auf die Arbeiter einen immer größeren Druck aus Zentrale für Rautabak- Fabrikation, beschäftigte. Danach ist die alle Arbeiter mit Ausnahme der belgischen, welche die Zahlung zuüben, indem sie von dem schon so wie so färglichen Lohn des materielle wie auch geinige Lage der Tabakspinner und Rollen- ihrer Löhnung abwarten, um sodann das Land zu verlassen, die Arbeiters noch mehr abziehen. Ein solches Vorgehen wird gegen macher Nordhausens eine rückständige gegenüber der ihrer anderswo Arbeit wieder aufgenommen. Die Erregung gegen die belgischen uns Tischler Stettins und Umgegend gegenwärtig auch angewendet. thätigen Kollegen, Ist es fast allgemein anerkannt, daß Bentralen Arbeiter dauert jedoch fort. Man befürchtet, daß es am 22. d. M., Unsere Arbeitgeber haben uns nämlich im Jahre 1890 einen bestimmter Industrien die beste gewerkschaftliche Organisation dem Löhnungstage, zu neuen Unruhen kommen werde. Lohntarif ausgearbeitet, welcher von uns auch anerkannt wurde. besitzen, so ist hier das gerade Gegentheil der Fall: nur Diesen Tarif suchen sie jetzt unter ganz unbegründeten Vorwänden wenige Kollegen Nordhausens find im Unterstützungsverein Der reine Bucker! Es zahlten Dividenden pro 1891: um 10-15 pGt. zu kürzen. Durch diese Handlungsweise der der deutschen Tabakarbeiter. Wie die frühere in Nordhausen, hat Gerau Arbeitgeber, welche uns in schroffer Weise jede Unterhandlung auch die jetzige Statistik ergeben, daß diese Industrie den Klein- 50 pet.- Zuckerfabrik Biendorf 48 pet. Zuckerfabrik Ham Wenn die burg 30 pet. Attien- Zuckerjabrit Genera i. S. 27.2abgelehnt haben, und in Anbetracht der hohen Lebensmittelpreise, betrieb nur noch dem Namen nach kennt, Sonstige Dividenden: Eisenwerk Maximilianshütte 231/2 Prozent. Schmalz- Raffinerie- Aktien- Gesellschaft( vormals Ernst Reye) in Hamburg 12 pGt.- Aktien Gesellschaft für Treber: trocknung in Kaffel 12 pet. = Versammlungen. die Binkendorfer Buderfabrit 221/2 pet.- Zuckerfabrik Wendessen 20 pet. Radegaster Zuckerfabrik 17,77 pet. Brit. Wer Voltsbildungsverein für Briß und Umgegend Die Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Roßleben 10 pGt.- Geres- Buckerfabrit 10 pet.- Buderjabrit Tagesordnung„ Das Mutterrecht" von Paul Lafargue. Genoffe au agitiren und Tag für Tag dafür Propaganda zu machen, Buckerfabrit tagte am Montag, den 8. d. M., in Ezymert's Lokal, mit der Referenten vollkommen einverstanden und verpflichtet sich, tüchtig Bodenem 71/2 pet. Remling, welcher den Artikel zum Vortrag brachte, führte folgendes daß im Jahre 1893. der Achtstundentag durchgeführt werde. über: Die Entstehung des Staats, Brivateigenthums und der verpflichtet sich die Versammlung, dafür Sorge zu tragen, bai aus: Wie bekannt, hielt vor kurzem Gen. Glocke einen Vortrag Um dies mit dies mit größerem Nachdruck erstreben zu können, Familie". Dieser Vortrag, außerordentlich lehrreich, litt an dem die Maler, Anstreicher und Lactirer sich sämmtlich der OrganiFehler, daß er ein Material umfaßte, welches für einen Vortrag fation anschließen." Der Vertrauensmann Kölln forderte dann zu reichhaltig war. Es wurde deshalb der Beschluß gefaßt, den dazu auf, der Kommission bezw. ihm etwa vorhandene Mißstände jenigen Theil, der von der Stellung der Frau in der Familie" und überhaupt außergewöhnliche Verhältnisse in den Werkstätten handelt zu wiederholen. In der sich an die Vorlesung an- fofort mitzutheilen. Herr Pusch berichtete darauf über eine ihm schließenden Diskussion bemerkte Gen. Kemling: Mit der Um- gemachte Mittheilung, nach der in der ehemals Richter'schen wandlung der kapitalistischen Produktionsweise in die sozialistische Werkstätte eine Arbeitsordnung existire, die eine Bestimmung wird auch die heutige untergeordnete und unwürdige Stellung enthält, welche das Baues Verlassen des auch in der Frau sich ändere und volle Gleichberechtigung eintreten. den Pausen verbietet und für Zuwiderhandelnde ausgesprochen hatten und einige interne Angelegenheiten erledigt anwesende Kollege die Versammlung schon verlassen hatte, mußte Nachdem noch mehrere Redner sich im Sinne des Referenten Strafe der Entlassung vorsieht. Da der aus dieser Werkstätte waren, schloß der Vorsitzende mit einem dreifachen Hoch auf das ein weiteres Eingehen auf diese Sache unterbleiben. Nachdem Gedeihen des Vereins um 11 Uhr die Versammlung. der Vorsitzende die Bestimmungen von Fragebogen zur Kenntniß der Versammlung gebracht, welche an die Werkstätten- Delegirten Im Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter hielt und von diesen weiter vergeben werden sollen, erwähnte Herr Kollege Sparfeld Alte Jakobstraße 48 a am 18. Auguſt ein Referat Menzel, daß bei der Firma Jakob u. Knappstein Kollegen des über" Freiland, ein sozialistischer Roman". Der Referent entledigte Sonntags Nachmittag gearbeitet hätten, weil die Probirstube sich seines Vortrages in leicht verständlicher Weise, als Grund- eines Weinlokals an einer bestimmten Zeit fertig sein sollte, die lage des Romans Freiland von Dr. Hertta sich bedienend. An bei der Polizei eingereichte Denunziation sei fruchtlos gewesen, der Diskussion betheiligten sich die Kollegen Schmidt und Blum. denn die betreffenden Kollegen seien nicht an ihrer Sonntags Schließlich wurde der von Kollegen Schmidt gestellte Antrag, die Nachmittagsarbeit verhindert worden.- Die Versammelten Diskussion über diesen Vortrag zu vertagen und in der nächsten gingen dann mit einem Hoch auf den Achtstundentag ausBersammlung darüber zu diskutiren, gegen 5 Stimmen angenommen. einander. Dann wurde die Abrechnung vom Maskenball verlesen. Dieselbe ergab eine Einnahme von 557 Mark und eine Ausgabe von 818,55 Mart, mithin einen Ueberschuß von 238,45 Mark. Ew. Exzellenz bitten die Unterzeichneten im Auftrage einer Verfammlung vertagt. Die Wahl eines zweiten Schriftführers wurde bis zur nächsten öffentlichen Versammlung aus sämmtlichen Gewerben Berlins, welche am 1. August d. J. in Berlin tagte, das Drtsstatut für als gemaßregelt proflamirt. Auf den Antrag des Kollegen Sparfeld wurde ein Kollege die Errichtung eines Gewerbegerichts in Berlin, welches der Ein Antrag des Kollegen Seibt:„ Ersuche die Versammlung, Magistrat von Berlin Ew. Exzellenz eingereicht hat, nicht zu Werkstellen- Agitation energischer zu betreiben, und zu dieſem bestätigen; sondern es geneigtest obigem Magistrate zurückzugeben Zweck den Ueberschuß der Vergnügen für die dabei Gemaßregelten mit der Aufforderung: 1. daß das Orisftatut in Ansehung der Wahl der Beisitzer verwenden, anstatt wie bisher zur Unterstützung von franken Kollegen", wurde abgelehnt. so abgeändert wird, daß diese Wahlen nach Kategorien von Berufen durch die wahlberechtigten Berufsgenossen stattfinden, Am 1. August d. J. tagte in der Berliner Ressource eine öffentliche Versammlung aus fämmtlichen Berliner Gewerben, in welcher, nach einem Vortrage des Genossen Keßler über die Berliner Gewerbegerichts- Wahlen, beschlossen wurde, das Bureau der Versammlung zu beauftragen, einen Protest gegen die Genehmigung des Orts ftatuts- Entwurfes für das Gewerbegericht Berlin, wie derfelbe von den städtischen Behörden dem Oberpräsidenten zur Genehmigung eingereicht wurde, zu erheben. Da der größte Theil der Berliner Arbeiter ein Interesse daran hat, daß das Gewerbegericht seinen Zweck- möglichst schnelle und gerechte Rechtsprechung in gewerblichen Streitfragen zwischen Arbeiter und Unternehmer erfüllt; welchen Zweck das Gewerbegericht jedoch nach dem Entwurfe nicht erfüllen fann, so veröffentlichen wir nachfolgend den Wortlaut des Protestes, wie derselbe von dem beauftragten Bureau jener Versammlung an den Oberpräsidenten eingereicht wurde. 2. daß feste Spruchkammern des Gewerbegerichts vorgesehen werden, die sich an dieselben Gewerbe und Berufe anschließen. Zur Begründung dieser Bitte erlauben wir uns Folgendes anzuführen: die zu Zum Schluß macht Kollege Wustrow noch darauf aufmerksam, daß unser Stiftungsfest am 3. September in der Brauerei Friedrichshain, früher Lips, stattfindet und ersucht die Mitglieder um recht rege Betheiligung. Eine Verbandsversammlung der in HolzbearbeitungsW Scheibendreher aus der Töpferbranche erstattete Kollege Babiel In einer Versammlung der Werkstubenarbeiter und Bericht über den Stand des Streikes bei der Firma August Burg in Hennigsdorf a. H. Demnach haben sämmtliche Kollegen die Arbeit einmüthig niedergelegt, leider haben sich aber 19 Streifbrecher gefunden. Folgenden Brief, welcher den Fabrikanten zur Genüge kennzeichnet und den derselbe an einen jungen Arbeiter gerichtet hat, der sich an ihn vor Ausbruch des Streites um Beschäftigung gewandt hatte, wurde zur Verlesung gebracht. Der Brief lautet:„ In Erwiderung Ihres Geehrten vom 12. d. M. theile Ihnen mit, daß Sie als Simsmacher hier sofort in Arbeit treten können, falls Sie ein ordentlicher, nüchterner Mann sind. Gute reinliche Quartiere ohne Entgelt sind vorhanden; für Kochen ist gesorgt. Sollten Sie noch einige Kollegen haben, die ebenfalls Luft haben, hier in Arbeit zu treten, so bringen Sie dieselben ruhig mit. Für jeden guten Arbeiter, den Sie mitbringen, zahle Ihnen 3 M. Ein Antrag für die Werkstubenarbeiter in Berlin eine Filiale Es ist für die schnelle und gerechte Findung des Urtheils in Fabriken und auf Holzplänen beschäftigten Arbeiter und des Wanderunterſtüßungsvereins zu gründen, zeitigte eine lebhafte den gewerblichen Streitfachen, die vor das Gewerbegericht ge- Arbeiterinnen Teutſchlands, Berlin Filiale II Nore, fand Debatte über die Form der Organisation, die damit endete, daßs hören, durchaus erforderlich, daß die Beifizer sachverständig am 16. Auguſt im Vereinslotale Bergstr. 12 statt. Die Ver- der betreffende Antrag bis zur nächsten öffentlichen Töpferverfind. Wenn z. B. ein Maurer in einer Streitfache im Gold- sammelten hörten zunächst einen populär wissenschaftlichen sammlung zurückgestellt wurde. Hierauf machte Kollege Thieme arbeitergewerbe richten sollte, würde es oftmals eines großen Vortrag vom Zahnarzt Herrn Rob. Wolff: Wie schützt man darauf aufmerksam, daß die gesetzlichen Bestimmungen, die FabrikApparates von sachverständigen Zeugen und vielerlei Mühe des fich die Schwindsucht?" und zollten dein Redner ordnungen betreffend, von Seiten der Fabrikanten vielfach unbeBorfizenden der Spruchkammer bedürfen, um die Beiſizer über für seine lehrreichen Darlegungen lebhafte Anerkennung. rücksichtigt blieben und es demnach Pflicht der Kollegen fei, berdie Sachlage, die ihnen vollkommen fremd ist, auszuklären. Es An der Diskussion betheiligten sich mehrere Kollegen, die ebenfalls artige Firmen der Deffentlichkeit zu übermitteln, was zur Folge würde da unter Umständen sogar ein Gericht dem gar keine den Standpunkt und die Ansichten des Referenten vertraten. Der hatte, daß die Firma Scheffel, Lindowerstraße, genannt wurde, Gewerbetreibende angehören, weit schneller und besser zum Ziele Borsigende machte bekannt, baß die Kleberinnen in einer Riften- bei der überhaupt noch keine Fabrikordnung exiſtire und hierbei kommen. Sind die Beisitzer aber dem Gewerbe selbst, oder auch fabrik( Bremen) im Streit liegen, deshalb vom Komitee die der Hoffnung Ausdruck gegeben wurde, daß die Behörden gegen aus verwandten Berufen entnommen, so kann eine Beweis Aufforderung ergangen ist, diefelben materiell zu unterstützen. eine derartige Fabrikantenwillkür das Gesez in Anwendung erhebung durch Sachverständige in der Regel ganz fortfallen, Deshalb habe der Vorstand nach seinem Ermessen( inklusive bringen möchten. Nachdem noch die Lohnverhältnisse bei der was sehr zur Beschleunigung des Verfahrens beitragen würde. Sammlung von einigen Kollegen) 19 Mart überwiesen. Gs Firma Titel( Aft.- Ges.), Steinstraße, einer eingehenden Kritit Auf schnelle und möglichst kostenlose Rechtsprechung ist aber wurde vom Vorstande eine Anfrage an die Versammelten gerichtet, unterzogen worden waren, schloß die Versammlung. jedenfalls das Hauptgewicht der Einrichtung der Gewerbegerichte betreffs derartiger Fälle den jeweiligen Vorstand zu ermächtigen, zu legen. Dieser Zweck würde verfehlt, wenn nicht in der nach seinem Gutachten, nach Maßgabe der Kaffe diese Fälle zu Busammensetzung der Spruchkammern auch die Art der Prozesse unterstützen, was einstimmig angenommen wurde. berücksichtigt werden kann. Das ist aber bei dem von dem Magistrate und den Stadtverordneten von Berlin aufgestellten Ortsstatut- Entwurfe nicht möglich, da an jedem Gerichtstage die allerverschiedensten Angelegenheiten von demselben Gerichte beurtheilt werden müssen. Dann ist die Art, wie die Wahl nach dem Entwurfe zum Drtsstatut vorgenommen werden soll, unpraktisch und höchst un zweckmäßig. Die Wahlkreise für die III. Klaffe der Stadt verordneten Wähler sind durchaus nicht geeignet, eine möglichst gleichmäßige Bertheilung der Wähler und der zu Wählenden möglich zu machen. Arbeiterinnen der Buch-, Papier- und Lederwaaren- Industrie am In einer gutbesuchten Versammlung der Arbeiter und Wolf Albert Schulz zum Revisor einstimmig gewählt. Im Herren Paul und Berau und die Fräulein: Dobrowsky, Arndt Dann wurde an Stelle des ausgeschlossenen Mitgliedes Rob. Montag, den 22. Auguſt bei Feuerstein, schritt man zur Ergänzungswahl der Arbeitsnachweis- Kommission, aus welcher die Weiteren machte Kollege Wegner bekannt, daß sich in jüngst ver- und Marscher hervorgingen. Die fich hieran schließende Wahl der gangener Beit von Verbandsmitgliedern ein Diskutirklub( Holz- Bibliothekkommission ergab, daß diefelbe sich aus den Herren: arbeiter) gegründet hat; das Einschreibegeld beträgt 10 Pf., der Brühlke, Bergmann und Horting zusammensetzt. Hierauf hielt monatliche Beitrag ebenfalls 10 Pf. Man tagt jeden Freitag Herr Dr. Pinn einen Vortrag über die sozialen Zustände bei Abends von 9 Uhr an in der Bahlstelle des Genossen Peterson, den alten Deutschen. Unter Verschiedenem gelangte zur MitVeteranenjir. 22. Derfelbe ermahnte die Kollegen, dem Klub bei theilung, daß vom 1. September ab die„ Gleichheit" an die zutreten, da einem Jeden Gelegenheit geboten würde, sich aufzu weiblichen Mitglieder gratis verabfolgt wird. Ferner wählte klären und im Wissen zu vervollkommnen. Der Vorsitzende brachte einen Entwurf der Generalkommission der Gewerk der Arbeitsordnungen, welche in den Zahlstellen abzugeben sind., man die Herren: Pickert, Frei und Greifenberg zum Einsammeln Jeder Arbeiter soll wählen in dem Bezirke, in welchem er schaften Deutschlands betreffs eines Kartellvertrages oder Ein Antrag, den jüdischen Webern in Rolomea 20 M. Unter arbeitet. Nun giebt es in Berlin bekanntlich Bezirke mit sehr eines Holzindustrie- Verbandes zur Verlesung. Die Anentwickelten Fabriketablissements und Industrien und wieder auch träge oder Abänderungen wurden dem Vorstande über- stützung zu überweisen, wurde gegen 2 Stimmen angenommen, solche, in welchen keine, oder doch nur verschwindend geringe laffen, desgleichen auch ein Stiftungsfest zu arrangiren. Kollege Wahl zu den Gewerbe- Schiedsgerichten. dem Vorstande über- und eine baldige Versammlung in Aussicht gestellt, betreffend die industrielle und gewerbliche Thätigkeit ausgeübt wird. Die Eggert fritisirte scharf diejenigen Kollegen, die gegen unsern Wähler werden sich also in einzelnen Wahlbezirken sehr zum Verband arbeiteten, und machte den Vorschlag, eine schwarze Nachtheile des Wahlvorganges häufen; in anderen Wahlbezirken Tafel anzufertigen und dieselben darauf zu verzeichnen. Kollege 22. August in einer öffentlichen Versammlung mit den Gewerbe Die Metallarbeiter aller Branchen beschäftigten sich am werden die Wähler fast ganz fehlen. Franz sprach dagegen, indem er anführte, daß vom Vorstande gerichts- Wahlen. Genosse Rörst en hielt das einleitende Referat. ein Buch, sogenanntes Schwarzbuch beschafft werden würde, Nach der Debatte darüber beschloß man, mit einer kleinen Abworin die Betreffenden verzeichnet werden sollten. Die nächste änderung die von der Streit Kontrollkommission vorgeschlagene Bersammlung findet am 13. September statt. Vertheilung der Kandidaten, die auf die Metallarbeiter kommen, anzuerkennen. Die Rohrleger sollen einen Kandidaten mehr Die Maurer Berlins und 1mgegend hielten am stellen, als wie die Streit- Kontrollkommission vorgesehen, während 18. August eine Versammlung ab. Das Referat über das die Arbeiter in Sieb, Stich- und Schußwaffen überhaupt auf Thema: Der gewerkschaftliche und politische Kampf und die Stellung eines Kandidaten verzichten sollen. Die Nominirung der Stellung beider zu einander" hielt Herr Tapezier Feder. Unter Kandidaten wurde den öffentlichen Brancheversammlungen zuVerschiedenem" wurde dem Mitglied Engelmann der Rechtsschutz gewiesen. Darauf erstattete Genosse Näther den Bericht über zur Führung einer Lohnklage gegen den Bauunternehmer Pankow Die Thätigkeit der Streit Kontrollkommission. Die Diskussion weiter bewilligt. Sodann machte der Vorsitzende Mittheilung, hierüber schloß mit der Annahme eines Antrags, fünf Delegirte, daß ein Maurer Braak 10 Ginlaßtarten zum Stiftungsfest von ohne besondere Berücksichtigung der verschiedenen Branchen, in ihm erhalten, bis jetzt aber noch nicht abgerechnet habe und auch die Streit Kontrollkommission zu entfenden. Die Genossen in der angegebenen Wohnung unbekannt fei; man möge, falls die Rörsten, Trittelwig, Karpentiel, Bernißtie. Kollegen mit Braaß bei der Arbeit zusammenkommen, ihn an und M. Schulze wurden dann zu Delegirten ernannt. Ferner seine Pflicht erinnern. Ferner gewährleistet der, von den städtischen Behörden im Ortestatuts- Entwurf vorgesehene Wahlmodus durchaus nicht, daß nun auch alle Gewerbe ungefähr nach ihrer Stärke unter den Beisitzern vertreten sind; sondern die Wahl nach politischen Bezirken giebt die Vertretung lediglich dem Zufalle anheim. Die uns beauftragende Versammlung war aber der Ansicht daß solche gewerbliche Wahlen, die gewerblichen 3: vecken dienen, auch nach einer Wahleintheilung getroffen werden müssen, die auf die Natur und den Zweck der Wahlen Rücksicht nimmt. Man legt in den Kreisen der Arbeiter umsomehr Gewicht darauf, daß alle Gewerbe gleichmäßig nach ihrer Stärfe unter den Bei fizern vertreten sind, da ja die Körperschaft der Beisiger zugleich als Einigungsamt und als begutachtende Körperschaft thätig sein soll; wozu unbedingt doch nöthig ist, daß sachverständige Mit glieder derselben angehören. Aus diesen von uns angeführten und nach unserer Meinung nicht von der Hand zu weifenden Gründen bitten wir Ew. Exz. unser Gesuch geneigter Erwägung zu unterziehen und demselben stattgeben zu wollen. Berlin, oen 14. August 1892. Das Bureau der öffentlichen Arbeiter Bersammlung aus sämmtl. Berliner Gewerben. " W = wurde noch eine Revisionskommission, bestehend aus den. Genossen Jähnke, Pinn und Drange, gewählt, um den vom Vertrauensmann Petzold verwalteten öffentlichen Unterstützungsfonds zu revidiren. Ein Protest gegen den§ 2 des Arbeitsnachweis- Reglements wurde nicht verhandelt, weil dazu nur der Verband berechtigt ist. Zum Schluß stimmte dann noch die Versammlung der vom Vertrauensmann geübten Praxis, das„ Verschiedene" für öffentliche Versammlungen nicht auf die Tagesordnung zu setzen, zu. Eine öffentliche Malerversammlung, zu der auch die verwandten Branchen eingeladen waren und die von ca. 200 Personen besucht war, hörte am 21. August einen sehr eingehenden Vortrag des Malers W. Schweiger über den AchtStundentag. Derselbe erörterte in anschaulicher Weise die Vor( Folgen die Unterschriften des damaligen Bureaus.) theile, materielle und ideelle, wie sie die Maler Berlins für das nächste Jahr anstreben. Bezüglich der Reservearmee bemerkte er, Der Allgemeine Arbeiterinnen- Verein sämmtlicher baß dieselbe nicht verschwinden werde mit der Durchführung der Berufszweige Berlins und Umgegend hielt am achtstündigen Arbeitszeit, daß aber wohl eine Verminderung Die Sattler Berlins und Umgegend waren von ihrer 15. August feine Generalversammlung ab. Zur Tagesordnung damit eintreten würde, die werkthätig auf die Lohn Arbeitsvermittelungs- Kommission am Sonnabend, den 27. d. M. ,, stand das Thema: Wie verhalten sich die Mitglieder zu einer und Arbeitsbedingungen im Beruf einzuwirken im Stande ist. zu einer öffentlichen Versammlung nach den Arminhallen geladen.. Auflösung und zur Gründung eines allgemeinen Arbeiter- und Wenn man von einem Wettmachen der kürzeren Arbeitszeit durch Dieselbe nahm mit Beifall einen Vortrag des Zahnarztrs Ge Arbeiterinnen- Vereins?" Bum 1. Punkt der Tagesordnung ver- gesteigerte Intensität der Arbeit rede, so träfe das auf die Maler noffen Wolf über das Thema:" Handwerkerbewegung und las die Kassirerin den Kassenbericht, welcher eine Einnahme von und Berufsgenossen nur in minimaler Weise zu, da in diesen Sozialdemokratie" auf, dem sich eine Diskussion anreihte. Von 205,49 M. und eine Ausgabe von 135,25 M. ergab; danach ver: Berufen die Maschine noch nicht die hervorragende Rolle spiele, der Arbeitsvermittelung, Dresdenerstr. 116, gab J. Leifter Bericht bleibt ein Bestand von 70,24 M. Die Vorsitzende forderte sodann wie in anderen, und die Ausnußung der Arbeitskraft so ziemlich über die Monate April, Mai, Juni und Juli. Es ließen sich in die Anwesenden auf, ihre Meinungen zu äußern. Darauf sprachen ihren höchsten Grad erreicht habe. Um das hohe Biel, das sich dieser Zeit einschreiben 81 organisirte und 48 nicht organisirte fich Frau Frohmann, Frau Lunau, Genossen Arndt, Neumann, die Maler und Berufsgenossen für das nächste Jahr ge- Kollegen. Gingelaufen waren 59 Stellenangebote, 10 hiervon Scholz dahin aus, daß die Frauen sich in noch schlimmerer Lage steckt, siegreich zu erreichen, müßten die Kollegen tüchtig von außerhalb. Reise Unterstüßung 1,00 m. oder 0,60 m. er befänden, wie die Männer, folglich sei es ihre Pflicht, Schulter agitiren, ganz gleich, wann und wo, und vor Allem hielten 34 Mitglieder des Zentralverbandes der Sattler und an Schulter mit den Männern zu kämpfen. Darauf sprach aber in der Zwischenzeit für Anjammlung für Ansammlung eines Kriegs- Tapezirer. Ueber den seiner Zeit von R. Bombin vers Frau Scherzer: Wenn den Männern mit einem Male so viel fonds sorgen. Habe man auch auf die Unterstützung anderer walteten Fonds der Sattler gab C. Achterberg Bericht und baran gelegen ist, mit den Frauen zusammenzuarbeiten, warum Gewerkschaften zu rechnen, so sei es doch besser, sich in solchem wurde derselbe durch einstimmigen Beschluß der Arbeitsfind sie da nicht schon früher gekommen? Der Verein steht jetzt Kampfe auf sich selbst zu verlassen. Wähle man überall in den vermittelungs- Kommission überwiesen. so da, daß er auch ohne Männer bestehen kann. Genosse Hilde- Werkstätten Vertrauensleute, die das nöthige veranlassen. Der Streik- Kontrollkommission wurden J. Passenbach und R. Brix brandt meinte, es ginge nicht wegen des Vereinsgesetzes; es Vortrag fand stürmischen Beifall. An der Diskussion betheiligten gewählt, ferner als Kandidatenz um Gewerbegericht E. Schwarz feien schon so viele Vereine an's Messer geliefert worden, und sich die Herren Josef, Schweiger, Neumann und und E. Wiese aufgestellt. wenn die Verschmelzung stattfinde, so werde es dem Verein ebenso Böling. Herr Josef erklärte, nichts von der außerordentgehen, wie es anderen gegangen sei. Tarauf stellte Fräulein lichen Begeisterung zu wiffen, die nach dem Referenten in den In Cöpenick tagte am Sonntag in Tabbert's Hirschgarten Eichner den Antrag, die Diskussion wegen der vorgerückten Tages Werkstellen für die Bewegung herrsche. Der, welcher agitire, fliege eine gut besuchte öffentliche Volksversammlung, in welcher Genosse zeit zu vertagen und eine Generalversammlung einzuberufen und aus dem Arbeitsverhältniß raus. Ihm sei es schon öfter so gegangen. Rose aus Adlershof einen beifällig aufgenommenen lehrreichen es den Mitgliedern zu überlaffen, ob sie gewillt sind, sich den Dem Pessimismus dieses Redners traten Schweizer und der Vorsitzende Vortrag über die Entwickelung des Sozialismus von der Utopie Männern anzuschließen oder nicht. Der Antrag wurde angenommen. Böling entgegen. Herr Neumann verwies auf die Berufs- zur Wissenschaft" hielt. An der Diskussion betheiligten sich im Darauf machte die Vorsigende bekannt, daß am Dienstag, den genoffen in der Provinz. Es sei nothwendig, eine rege Verbin: Sinne des Referenten die Genoffen Judis und Hoffmann. Hier6. September die Generalversammlung und am Sonnabend, den dung mit diesen zu pflegen, damit die Etreifbrecherschaar nicht auf fand ein Antrag des Genoffen Ginfinger, am Sonntag, den 10. September unser viertes Stiftungsfest bei Joel, Andreasstr. 21, durch sie vermehrt werde. Folgende Resolution wurde dann ein- 28. August, in Tabbert's Hirschgarten die Lassallefeier zu vers stattfindet. stimmig gefaßt: anstalten und die Arrangements dem Vorstand des Arbeiter Als Vertreter zur 1 Turnverein Gesund vereins für Göpenick und Umgegend zu überlassen, einstimmige| abend 9-11 Uhr Abends bei Lade, Zeughofstr. 8. Annahme. Mit der Auffordernng, recht rege für den Besuch brunnen. Die 2. Männer- Abtheilung turnt heute von 8-10% Uhr Abends dieses Festes zu agitiren und mit einem dreifachen Hoch auf die Abends 9 Uhr Uebungsstunde bei Faustmann, Reichenbergerſtr. 73a. in der Turnhalle, Freienwalderstraße 39.- Kraftturnverein Berolina, Sozialdemokratie schloß die Versammlung. Theater- und Vergnügungs- Verein Humanitas Abends 9% Uhr bei Need, Lothringerstr. 94. Sommer, Grünftraße 21. Gefelliger Bergnügungsverein Regia, Abends 9 Uhr, im Restaurant Garten, Dresdenerstraße 45. Humorisicher Verein.Arminia, Dresdener Kreuzfidel, bet Gumlich, Reichenbergerstraße 149. Fidele Brüder, bei 5. Mrose, Lachmannstr. 5.- Touristenverein Frei Weg". Abend 9 Uhr bei Reet, Michaelstirchfir. 39. Rauchklub Moochloch, Abends 9 Uhr, bei Kierstein, Admiralfir. 33. Rauchklub& affalle, Abends, bei Lock, Friedrichsbergerfir. 11. Rothe Nette, bei Steuer, Weinstr. 22.- Humoristischer Rauch= flub, Abends 9 Uhr, bet 2. Niemann, Görlitzerftr. 42.- Rauch flub Sang souci Boechstraße 51. Späth, Weinstr. 28.Rauchklub Ohne 3wang, Abends 9 Uhr, bei Rauchtlub Grüne Quaste, bends 9 Uhr, bei Schlüter, Kleine Markussir. 10. Rauchflub Vultan, Abends 9 Uhr bei bei Muß, Joftyfir. 8.Ahmer, Gräfeſtr. 82.- Rauchklub Goldene Quaste", Abends 9 uhr Rauchklub gutgesinnter Freunde, Abends 8 Uhr bei Neumann, Höchstestr. 28. Rauchklub Schmotes- Werke, Rauchflub„ Vorwärts SO.", jeden Mittwoch Waldemarstr. 74 bei George. Waffer- und Inselstraßen- Ecke beim Restaurateur Sperling Abends 9 Uhr. Sumoristische Pfeifenbrüder jeden Mittwoch Abend 9 Uhr, Kloster= ftraße 83, bet Genossen W. Salzwedel. Bernau. Unsere hiesige Wohllöbliche Polizei verbvt furzer Hand die Lassallefeier des hiesigen Wahlvereins auf Grund des § 8 des Vereinsgefehes. Nach§ 8, Abs. 3, der hier vielleicht gemeint sein könnte, dürfen Frauenspersonen, Schüler und Lehrlinge den Versammlungen und Sigungen solcher politischen Vereine nicht beiwohnen". Ob eine Lassallefeier als eine Versammlung oder Sitzung angesehen werden kann, ist fraglich. Am 19. d. M. fand in dieser Angelegenheit eine Versammlung des hiesigen Wahlvereins statt, in welcher nach längerer Debatte beschlossen wurde, die Lassallefeier dennoch zu begehen und dies bei der Behörde anzuzeigen. Kranken- und Sterbe- Unterfügungskaffe der Berliner HausDiener. Kaffenlotal Neue Friedrichstr. 44 bei Röllig. Sizung jeden Mittwoch Abend von 8% Uhr an. Der Verein ehemaliger Schüler der 18. Berliner Gemeindeschule tagt regelmäßig Mittwoch 8½ Uhr Große Frankfurterstraße 30 bei Haberecht. Sozialdemokratischer Agitationsverein für die Kreise Wittenberg, Schweidnitz, Torgau und Liebenwerda. Versammlung heute Mittwoch, Abends 8% Uhr, bei Lehmann, Neue Grünstraße 14. Vortrag: Die Proftitution. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch, Den 24. August, Abends 8% Uhr, Versammlung mit Damen in den ArminHallen, Kommandantenstr. 20. Arbeiter- Bildungsschule. Mittwoch, Abends 8%-10% Uhr: SüdSchule, Hagelsbergerstr. 43: Unterricht in Geschichte( neu); Süd- Ost: schule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Deutsch( oberes), Mathematit; Ost Schule, Martusstraße 31: Unterricht in Deutsch( mittel); Nord: Schule, Müllerstraße 179 a: Unterricht in Deutsch( oberes): Rechnen. In allen Lehrfächern, mit Ausnahme der Buchführung, tönnen noch Schüler und Lese- und Diskutirklubo. Mittwoch. Bereinte Kraft Abend 8 Uhr, bet klein, Schönleinstraße 6. Jobann Jacoby, bet Otto Thierbach, Schwedterstr. 44.- Heine, jeden Mittwoch vor dem 1. und 15. jeden Monats, Abends s½ Uhr, bet Bechlin, Hornstr. 9.- Gesund Schülerinnen, auch jezt im Laufe des Semesters, eintreten. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Sagan, 23. August.( Reichstagserfahwahl in 2. Liegniger Wahlkreise: Sagan- Sprottau.) Nach dem aus 59 Ortschaften des Wahlkreises vorliegenden Wahlergebnisse sind für den Kandidaten der Konservativen, v. Klizing auf Bauche, 3918 Stimmen, für den Kandidaten der Deutschfreisinnigen, Dr. Müller in Glogau, Rauchttub 3729 Stimmen und für den Sozialdemokraten Zubeil 1286 Stimmen gezählt. Petersburg, 23. August. Nach amtlicher Mittheilung sind hier von gestern Mittag bis heute Mittag 95 Cholrra- Erkran fungen und 33 Todesfälle vorgekommen. Stattlub Treff, Abends 8% Uhr, bei Otto Zabel, Frankfurter Allee 90. Bühnenverband Othello Abends 9 Uhr, Restaurant Lothringer straße 101. Vermischtfes. ( Depeschen des Bureau Herold.) Hamburg, 23. Auguft. Gestern fanden hier einhundertdreißig Erkrankungen und fünfunddreißig Todesfälle an Cholera nostras ftatt. = Briefkaffen der Redaktion. Schankwirth Neumann. Wir haben keine Veranlassung, Ihnen den Namen des betreffenden Vertrauensmannes zu nennen. Pf. Lesen Sie doch Ihren Miethskontrakt. Sie müssen die Vornahme der Fußboden Reparatur gestatten, besonders wenn sellschaftsordnung. In der Nähe von Rodenkirchen( Oldenburg) liche Anordnung die Wohnung räumen müssen, so brauchen Sie Geestemünde, 22. August. Ein trauriges Bild unserer Ge- die Polizei solche Reparatur anordnet. Wenn Sie auf polizei hat gestern eine ganze Familie aus Nahrungssorgen ihrem Leben für die Zeit, während welcher Sie die Wohnung nicht benutzen durch Selbstmord ein Ende gemacht. Der Mann, ein Ziegel- fönnen, feine Miethe zu zahlen. Schadenersah können Sie vom arbeiter, war vor Kurzem, um Arbeit zu suchen, von Bremen Wirth nur verlangen, falls denselben eine nachweisbare Schuld dorthin verzogen, und ließ am Sonntag seine Frau und Kinder trifft, z. B. wenn er troß Aufforderung die Reparatur nicht rechtbrunnen, Abends 8% Uhr, bei Haferland, Bellermannftr. 87. Gleich nachkommen. Als diese nun eintrafen, stellte sich heraus, daß der zeitig bewirft oder bei Vermiethung der Wohnung Kenntniß von heit, Abends 8% Uhr bei Stramm, Ritterstraße 123. Emanzipation, Mann wegen Arbeitsmangel wieder entlassen worden war. Abends 8 Uhr, bei Wagner, Alte Schüßenstr. 6. Die der Reparaturbedürftigkeit gehabt hat. Abends 8% Uhr, bei Betler, Senesebeck- und Herrmannstraßen- Ecke. Frau, feinen Weg sehend, wie sie sich mit den Ihrigen weiter Ede.- Otto Reimer jeden Mittwoch bei A. Brosch, Wilhelmshavner- und die Kinder zu ertränken. Mit den beiden jüngsten Kindern jeden Mittwoch 8% Uhr, bet Bernh. Raabe, Ruppiner- und Schönholzerstraßen- durch's Leben schlagen sollte, faßte den unglückseligen Entschluß, sich Arbeiter- Sängerbund Berline und Umggegend. Alle Aenderungen auf dem Arm, während das dritte, ein Mädchen von acht Jahren, im Vereinstalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 70. folgte, ging fie ans Wasser. Das Mädchen schien jedoch die AbArbeiter- Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwoch. Uebungs- ficht zu merten, es trat vom Wasser zurück, wurde aber von der Stunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Liedesfreiheit, Blumenstraße 38, bet Hente. Freya,( Gem. Chor), Alte Schönhauser verzweifelten Mutter zweimal in dasselbe hinabgestoßen. Dann Straße 22-23, Böyow's Brauerei. Hilaritas, Hochstraße 32 a, bei sprang auch diese mit den beiden Kleinen hinein. Dem Mädchen straße 23. Wilfe. Heine, Rirdorf, Deutsche Eich e, Blumenstraße 46, bei Went. Nothe Melte Nord, Echo 1 = O. S. An Tauf- und Entbindungskosten werden in Berlin von da bis zum 14. Lebensjahre des Kindes zugebilligt. Alimente 60 M., an monatlichen Alimenten 13,50 M. bis zum 4., 15 M. müssen in vierteljährlichen Raten pränumerando gezahlt werden. Ackermann. Diese Schuld verjährt in 30 Jahren. R. E. 72. Der Betressende muß Ihnen den wirklichen Werth des zerbrochenen Glases ersetzen, der von ihm erhobene, Einwand ist unbegründet. Pantow, Schulzestr. 27. erche, Bernauerstr. 72, Restaurant zum Beit- gelang es, wieder ans Ufer zu kommen, es lief rasch nach Hause, G. J. 888. 1. Das Ihrem Bruder geliehene und vor getft". Gefangverein der Steinmeßen, Johannisstr. 20, bei Wüller. um den Vater zu benachrichtigen. Dieser tam auch sofort, fonnte mindestens 4 Wochen zurückverlangte Geld können Sie im Wege Männer- Befangverein der Fürschner, D. V. D. Br. Berlin, Neue jedoch nichts weiter thun, als die drei Leichen aus dem Wasser der Klage von ihm einfordern. 2. Es kommt darauf an, ob Sie, Friedrichstraße 44, bet Möllig. Steinnelle, Röslinerstraße 17, bet ziehen. Voller Verzweiflung ging er dann wieder heimwärts ihm die Uhr geschenkt oder geliehen haben. Im ersteren Falle Wendt. yra 1, Raupacftr. 6, bei Stachel.- Euphonia, bei Hermann, und Elifabethftr. 30.- hand in sandi, Mariannenstr. 31-32, bei Doberstein. erhängte sich auf dem feiner Wohnung. hätten Sie die Rückgabe der ühr, ebenso wie sonstiger Geschente Schneeglöckchen 2, Potsdam, Brandenburger Kommunikation 10, bei Dieses der nackte Thatbestand. Thatbestand. Wem bebt nicht nur binnen 6 Monaten seit der Uebergabe verlangen können. Glafer. unverbroffen, Abends 8% Uhr, bei Sachs, Lindowerstr. 26. das Herz beim Lesen dieser Zeilen und wer Flöter'scher Gesangverein, Koppenstraße 43c, bei Lorenz. Nütli, it Im letteren Falle muß er die Uhr herausgeben, ohne Anspruch Friedenau im surhaus. Vorwärts 5, Friedrichshagen, Rundtheil, bei nicht empört über die Zustände, durch welche eine auf Ersatz der dafür gezahlten Reinigungskosten. Wenn er die Berche. Freundest reue( Gemischter Chor), Grenadierstr. 33, bei See- ganze Familie in den Tod getrieben wurde! Und unsere Uhr nicht hat, so muß er event. deren Werth erstatten. feldt. Lorbeertranz, Lichtenbergerstr. 21 bei Geife. Röpnickerstr. 191, Restaurant. Südost, 1. Spießbürger, unsere Bourgeois? Nun, auch sie werden KlageHoffnung 1, Friedrichsberg, Friedrich lieder anstimmen und Nr. 100. Die Frau haftet nicht für die Schulden ihres Karlstraße 34, bei Schulze. Alles beim Alten lassen. Im Innern Mannes. Werden daher wegen solcher Schulden die von der Schöneberg, GolzStraße 43 bet Siegeler. Kronenbrauerei, huldigen sie ja doch den Worten, die Heinrich Heine ihnen so Frau in die Ehe gebrachten Sachen gepfändet, so muß die Frau Alt- Moabit 47-49. Steinse ger Sänger chor, Staftanten treffend in den Mund legt: Ein Recht zum Leben, Lump, haben unter Glaubhaftmachung ihrer Ansprüche den Gläubiger zur Allee 28 bet Maiwald. Offenbacher Sängertranz, Oranienstraße 153, bei Göte. Gesangverein der Kupferschmiede, Wein nur, die etwas haben! Wir aber fragen, hat eine Gesellschafts- Freigabe auffordern, event. Interventionstlage anstrengen und straße 11 bei Feind.. Rafino. Brandenburger männer- Gesangverein in Branden Wie die Antwort lauten wird, wissen wir, und wir wollen Alles Gidesstattliche Versicherung mindestens eines Zeugen, welcher die Bergißmein nicht, Schulstraße 29, im Webbing ordnung, welche solche Zustände zeitigt, Existenzberechtigung? den Antrag auf Einstellung der Zwangsvollstreckung stellen. burg, Mengert's Boltsgarten. Concordia", Diefenbachstraße 53 bei baran seßen, damit andere Zustände herbeigeführt werden, Zu- Identität der Pfandstücke mit den in die Ehe gebrachten Möbeln Holz. Arbeiter Gesangverein„ Briz". Briß, Werderstraße bei Schöneberg." Deutscher Männerfang", Belforterstraße 15, bei stände und Verhältnisse, welche die Menschen nicht dazu bringen, fennt, ist beizubringen. Schneider. Gefangverein fotosblume, Kleine Kurstraße 10 bei Kanzow. sich aus Nahrungssorgen das Leben zu nehmen, sondern wo Jeder Gesangverein Freiheitst länge, Stallschreiberstr. 29 zum Eichenen Stab. Männer- Gesangverein& ibertee 1, Wrangelstraße 34 bei nürich. Sein Auskommen hat. Der gegenwärtige Fall bildet wieder einen Unverzagt Langefir. 65 bei Tempel. Gesangverein Deutsche Posten, der das Schuldbuch der bürgerlichen Gesellschaftsordnung Liedertafel, Grüner Weg 29 bei Säger. Gefangverein orbeer mit Bleischwere belastet. frana 2, Dranienstraße 190. Gesangverein Liedeslust in Fürstenwalde bet Haupt, Müncheberger Chauffee. Sängerchor der Maler, Alte Fatobftraße 83. Felfenfest( Gemischter Chor), Banfftraße 32'b bei Herzog. Freiheits- Gruß, Schönhauser Allee 46 bei Buffe. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( Zu schriften sind zu richten an Mar Geng, Berlin N, Belforterstr. 26, 1 Tr.) Mittwoch: Berein Fridolin, bet Wolff, Brunnenstr. 36a. Theater und Bergnügungsverein Vultania, bei Zäger, Gartenstr. 18/14. Kreuzfidel, bei Gumlich, Reichenbergerstr. 149. Vergnügungsverein Nord bei Schupte, Schul- und Reinickendorferstraßen- Ecte.- Rauch flub Hellblau bet Fitch, Simonftr. 23. verein Durch Nacht zum Licht, bei Zubeil, Naunynftr. 86. Humoristischer Verein Pipifar, bei Krösche, Fichteftraße Nr. Geselliger Berein lim bim, bet Bredlow, Bülowstr. 65. PollackKlub Lustige Brüder, bet Lucwald, Manteuffelstr. 46. Statklub Ede. Touristentlub Nacht falter, bei Burmann, Frankfurter Allee 56 ( Sigung nach dem 15. jeden Monats). Rauchflub Eiferne Pfeife, 1 Ber ein Theater und Bergnügungs29. A. D. 1. Derselbe ist sirafbar, wenn er das Mädchen vers führt und gewußt hat, daß dasselbe unter 16 Jahre alt iſt. Strafantrag seitens des Vaters oder Vormundes des Mädchens Mädchen nur auf Grund besonderen Dispenses heirathen, ist erforderlich. 2. Vor vollendetem 16. Lebensjahre dürfen 3. Männer bedürfen zur Verheirathung bis zum vollendeten 25. Lebensjahr der Einwilligung des Vaters oder, wenn dieser todt ist, der Mutter. D. B., 1890. In zwei Jahren verjähren Schulden für entnommene und nicht etwa für den eigenen Gewerbebetrieb bes ftimmte Waaren. Die Frist beginnt jedoch erst am 31. Dezember des Jahres der Entnahme. Breslau. Am Sonntag ist ein Arbeiter Namens Auer bach unter choleraverdächtigen Symptomen gestorben. Die Leiche, in farbolfeuchte Tücher gehüllt, wurde ins Choleralazareth über geführt. Brüssel. Die Pulverfabrik bei Arendonk ist am 22. August in die Luft geflogen. Personen sind nicht ums Leben gekommen. Catania, 22. August. Eine bewaffnete Räuberbande nahm gestern den Baron Spitaleri und dessen Sohn sowie die Gräfin Cianciolo gefangen, ließ dieselben aber nach Erlegung eines Lösegeldes von 160 000 Frts. gestern Abend wieder frei. Köpnickerstraße. Die alte Vereinbarung, daß Sie 14 Tage fündigen müssen, Ihr Chef Sie aber jederzeit entlassen darf, hat Volkszählung in Schweden. Nach dem soeben veröffent- feine Giltigkeit. Wenn Sie also mit vierzehntägiger Frist ge lichten Bericht des Statistischen Zentralbureaus hatte Schweden kündigt haben, so darf Sie Ihr Chef, falls nicht besondere Ents am Schlusse des Jahres 1891 4 802 751 Einwohner oder 17 770 laffungsgründe vorliegen, nicht vor Ablauf der Frist entlassen Einwohner mehr als am Schlusse des Jahres 1890. Von dieser Anderenfalls haben Sie Anspruch auf Lohnentschädigung. Der Bevölkerung waren 2 325 978 männlichen und 2476 773 weiblichen Chef kann nicht gezwungen werden, Ihnen vor Ablauf der Geschlechts. Auf dem platten Lande wohnten 3 890 086 Personen Ründigungsfrist eine derartige Bescheinigung auszustellen. und in den Städten 912 665 Personen. Von den größeren Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Mittwoch. Gesangverein Städten hatten Stockholm 250 528, Gothenburg 106 518, Malmö 300 M. beträgt, durch einen Anwalt, sonst kann sie auch von H. B. Die Klage muß, wenn der Werth der Bücher über Brustverein Borwärts, Abends 8 bis 10% Uhr, Große Frankfurter 49 402, Norköping 33 431, Gefle 24 337, Upsala 21 441, Helsing- Ihnen selbst gemacht werden. Wenn Sie die Formalitäten der ftraße 99, 1 Tr. Männer- Gefangverein Waldkapelle 2, Abends 9 Uhr, borg 20 897, Carlstrona 20 892 Einwohner. Klage nicht tennen, auch keinen Anwalt nehmen wollen, so geben Sie die Klage auf der Anmeldestube( Neue Friedrichstr. 13) 34 Protokoll. Buschelgrün, bei Fürstenau, Reichenberger- und Manteuffelstraßen bei Hoffmann, Triftstraße 1. Theater- und Artiſtenklub Jugendtraft bet Werner, Seinfti. 2.( Uebungsstunde.) Arbeiter- Tambourverein Bor ro ärts bei stober, Hermann- und Wanzlichstraßen- Ecke( Nixdorf.) Theater: verein Proletariat bet Kühn, Naunynstr. 38. Verein Inter= national 2 bei Pape( fr. Knebel), Badstr. 58. Knospe, Abends 9 Uhr, im Restaurant Wahlstatt, Belle- Alliancestraße. Restaurant Kayser, Staligerstr. 22. Turnverein Hoffnung, Abends 9 Uhr, im Restaurani Schröder, Manteuffelstr. 9.- Seraftturnverein Jugendkraft, jeden Mittwoch und SonnTodesanzeige. á starb unser Kollege und Mitglied, der Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Möbelpolirer Am 19. Audit, Abends 11%, Uhr, Zentralkasse der Tabakarbeiter.| Artillerieſtr. 27. 8-10, 3-7, Sount. 8-16| Brauerei Borussia, Niederschöneweide, Johannisthal, Oberspree. Rechtsbureau des Königlichen Amts- Jeden Sonntag und Mittwoch: Gr. Militärkonzert u. Ball Adolf Seeger Jakobftr. 180. Gewissenhafter Rath Kaffeeküche ist geöffnet. Franz Hellert 233/10 das Mitglied im Krankenhause am Urban an der am 23. August, früh 81/2 Uhr, verstorben Schwindsucht. Es war ein treuer Mit- ist. Die Beerdigung findet Donnerstag, tämpfer für die Sache der arbeitenden Nachmittags 5 Uhr, vom Trauerhause, zahlreiche Betheiligung ersucht 310/4 Simple und seiner Berufsgenossen. Ehre Brunnenstr. 107, aus statt. Um recht seinem Andenken. Die Beerdigung findet heute, Mittwody, Abends 6 Uhr, von der Leichenhalle in Wilhelmsberg statt. Bahlreiche Betheiligung der Kollegen erwartet Der Vorstand des Verbandes der Möbelpolirer Berlins und Umgegend. In Vertretung: Robert Weber. Nach Gottes unerforschlichem RathSchluß entschlief fauft nach schweren Leiden am 21. Aug., Morgens 71/2 Uhr, meine innigftgeliebte Frau, unsere gute theure Mutter, Tochter, Schwester und Tante, Emilie Neubauer, geb. Glak, Die Ortsverwaltung. Speise- Leinöl. richters a. D., Alte in allen Angelegenheiten. Unbemittelten unentgeltlich. Auch Sonntag.[ 2656L Fr. Dolinski. [ 2560L] Meerschaum-, Bernstein- und Elfenbein- Waaren. mit ſep. Eing. im Often. Off. Frau Manschettentropfen, Stoden, Brochen, Büsten. En gros. En détail E. anſt. Mädchen sucht möbl. Schlafft. Maria in Bigarrensviken, Pfeifenköpfen, Shlipsnadel, Spezialität: Porträts bewährter sozialistischer Führer( Laffalle, Ludwig, Langeftr. 28. 16426 Zuschneider Hausfrauen! 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Rohner, Naunynstr.10 Berantwortlicher Redakteur:( J. V.) Mag Held in Berlin Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.