Nr. 92. Abonnements- Bedingungen: W Abonnements Breis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 r., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Post. Abonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Bost- Zeitungs Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 22. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonel. geile oder beren Raum 40 Pfg. für politische und gewerkschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen 25 Pfg. Kleine Anzeigen", das erste( fettgebruckte) Wort 10 Bfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werben. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutfchlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Rr. 1983. Der neue Generalstreik der Eisenbahner. Dienstag, den 18. April 1905. Rom, 17. April. Laut Beschluß der EisenbahnerOrganisationen wurde hente früh um 6 Uhr der Bahn Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Mr. 1984. Streifdebatte in der Kammer. Rom, 17. April. Deputiertenkammer. Das Haus beginnt mit dienst vollständig eingestellt. Aus allen der Beratung über den Gesetzentwurf betreffend den Betrieb der Verkehrszentren liegen gute Nachrichten über die Streif Eisenbahnen durch den Staat. Cao Binn a tritt dafür ein, der disziplin vor. Alle Stationen sind militärisch besetzt, alle Regierung unumschränkte Vollmacht zuzugestehen als Strecken bewacht. Ein Flugblatt der Eisen- Rundgebung gegen den Versuch des Eisenbahnpersonals, dem bahner in Rom wurde beschlagnahm t. Die Parlamente seinen Willen aufzudrängen.( Lebhafte Zustimmung.) Regierung beabsichtigt, durch das Eisenbahner Bataillon Alessio beklagt im Namen der radikalen Partei, und durch die Marinemaschinisten den notdürftigsten Ver- daß der Ausstand der Eisenbahn Angestellten, der den kehr fortzuführen. Acht Torpedoboote versehen Post- Charakter einer Auflehnung angenommen habe, dienst. der Kammer die notwendige Muhe die notwendige Nube des Urteils genommen Die Generalfommission der Gewert habe, um über das schwere Problem der Regelung des Eisenbahn schaften läßt einen Aufruf, in dem sie dem Prole- betriebes schlüssig zu werden. Alessio bemerkt schließlich: die tariat Ruhe empfiehlt und Bereithaltung, um Saltung der Bahnbediensteten kommt der Empörung gegen eventuell den Kampf der Eisenbahner die Boltsvertretung und gegen den Staat gleich. wirksam zu unterstüben. Die Stimmung der Die radikale Partei kann diese Empörung gegen den Staat, der der Streifenden ist eine gute. Unter den zahlreichen Fremden Ausdruck des Rechtes und der Hingabe der Bürger ist, nicht herrscht große Panik. Das Verhalten der Behörden ist bis zulassen.( Lebhafter Beifall.) Arnaboldi erklärt, er sei jekt forreft. zwar gegen den Staatsbetrieb, werde aber für die Artifel Als nach Giolittis Rücktritt seinerzeit die Obstruktion der Eisenbahner eingestellt wurde, schien es, als ob die Regierung es nicht zum äußersten kommen lassen wolle, sondern gewillt sei, sich mit den Eisenbahnern friedlich- schiedlich zu vertragen. Die Organisation, der 60 000 Eisenbahnarbeiter angehören, ist start genug und hat hinlänglich ihre Aktionstraft bewiesen, um von der italienischen Regierung als respektabler Faktor berücksichtigt zu werden. Der Rücktritt Giolittis, der nach außen hin aus„ Gesundheitsrücksichten" erfolgt war, war nichts anderes, als das Eingeständnis der Niederlage der Regierung, die daran verzweifelte, den Kampf gegen die Eisenbahner- Drganisation bis zu deren Niederwerfung fortführen zu können. Allerdings war man sich tros dieses Rücktritts Giolittis keineswegs flar, ob man in den leitenden. Streifen den Krieg gegen die Eisenbahner cinstellen, oder nur bertagen wolle. Die neueren Ereignisse haben bewiesen ,, daß es sich nur um eine Ver- Zu welchem Ausgange schließlich der erbitterte Kampf betreffend die Aufsicht über die Angestellten stimmen, da tagung des Stampfes gehandelt hat. Das Kabinett führen wird, läßt sich natürlich nicht voraussagen. Zweifel- fie das Mittel darstellen, der Regierung in Augenblicken, wo Fortis hat alsbald seine Absicht bekundet, den Stampf los wird die Regierung alles aufbieten, um diesmal der sie so hohe Interessen des Landes zu verteidigen habe, die dazu gegen die Eisenbahner als echtes Bourgeoisministerium mit Situation Herr zu werden. Das Eisenbahn- Bataillon und nötige Straft zu geben. Colajanni( Republikaner); betont, aller Energie aufzunehmen. Das von dem neuen Winisterium die Marinemaschinisten werden vielleicht in der Lage sein, den Fortis habe gestern einen Beweis großen Billigkeitsfinnes gegeben eingebrachte Eisenbahngeset entrechtete die Arbeiter in notdürftigsten Verkehr aufrechtzuerhalten. Ob aber die und wünscht, daß jedermann auf allen Seiten bei seiner Abstimmung bezug auf ihre Stoalitionsfreiheit in womöglich noch Schäden für das ganze Verkehrsleben bei länger dauerndem und seinem sonstigen Vorgehen sich daran ein Beispiel nehme. Es schlimmerer Weise als der Gefeßentwurf des Kabinetts Streit nicht doch derartige werden, daß die Regierung fich handelt sich darum, schließt Colajanni, das Mittel zu finden, um Giolitti. Und als die Eisenbahner aufs neue ihre unbeug- abermals zu einem Nachgeben bereit finden läßt, bleibt ab- unter Achtung des Rechts und der Gerechtigkeit einer dem ande same Entschlossenheit bewiesen, sich ihr Koalitionsrecht nicht zuwarten. und der Volkswirtschaft Jtaliens schädliche Be rauben zu lassen, erklärte am Sonntag Fortis in der wegung ein Ende zu machen. Rammer, daß er die Absicht habe, die Notwehr der Eisenbahner mit Gewalt zu brechen. Er dente nicht daran, nachzugeben, sondern das Eisenbahnpersonal werde einsehen, daß der Ausstand kein richtiges Mittel sei, um seine Interessen zur Geltung zu bringen. Mögen die Interessen der Eisenbahner noch so berechtigte sein, so habe doch niemand das Recht, die Interessen des Landes unter seine eigenen zu stellen. Sollten die Eisenbahner nicht zur Einsicht gelangen", so würde die Regierung wiffen, was sie zu tun habe. Die Regierung werde unter allen Umständen die Ordnung aufrecht erhalten und dafür Sorge tragen, daß der öffentliche Dienst so wenig wie möglich Schaden erleide. " 1 Diese Erklärung des neuen Ministerpräsidenten fand bei der Majorität der Kammer stürmischen Beifall, nur die äußerste Linke erhob energischen Protest. Es kann kein Zweifel darüber bestehen, daß die Kammermajorität einstweilen die Scharfmacherpolitik der Regierung mit allen Sträften unterstüßen wird. Den bürgerlichen Elementen ist der lange Kampf mit einer Arbeiterorganisation schon längst langweilig und lästig geworden. Sie wünschen, daß die Eisenbahner bedingungslos unter das Joch der fapitalistischen Regierung gebeugt werden. Die führenden bürgerlichen Blätter verurteilen denn auch auf das schärfste den Ausstand und begrüßen mit lebhafter Genugtuung die feste Haltung" der Regierung. Man prophezeit, daß die Ausständigen völliges Fiasko machen würden. Giornale d'Italia", das Organ Sonninos, sagt, daß die öffentliche Meinung sich durchaus gegen den Ausstand wende, der finnlos fei. Alle verfassungstreuen Parteien, selbst Angehörige der republikanischen Partei, würden, die Regierung unterstützen. Daß die klerikalen Blätter sich auf die Seite der Regierung stellen, versteht sich von selbst. Daß sich die kapitalistische Mehrheit des Parlamens und der Presse so entschieden auf die Seite der Regierung schlägt, fann um so weniger wundernehmen, wenn man beobachtet, wie schnell auch unsere liberale Presse bereits den Stab über den neuen Kampf der italienischen Eisenbahner bricht. Berliner Tageblatt"," Bossische Zeitung" und andere Blätter des Liberalismus wünschen Fortis mit aller Entschiedenheit den Sieg. Es sei endlich an der Zeit, daß der fortdauernden Beunruhigung des Verkehrswesens in Italien ein Ende gemacht werde. Daß diese Beruhigung" auf Kosten der Arbeiter geschieht, daß einer großen Kategorie von Arbeitern einfach das Koalitionsrecht geraubt werden soll, kümmert diese liberale Bresse nicht. In Wirklichfeit handelt es sich ja um die vollständige Vernichtung des Koalitionsrechtes, denn daß ein Roalitionsrecht, das nicht gleichzeitig das Streifrecht als ultima ratio der Arbeiter in fich enthält, feinen Pfifferling wert ist, braucht nicht erst auseinandergesetzt zu werden. T Der einzig wirklich zuverlässige Verbündete der Eisenbahner ist lediglich das klassenbewußte italienische Proletariat. Zwar hat bereits die bürgerliche Presse Die Nachricht gebracht, daß die italienischen Arbeiter dem Streit der Eisenbahner unsympathisch gegenüberstünden und daß sie unter feinen Umständen daran dächten, die Eisenbahnerbewegung eventuell durch die Tat zu unterstützen, allein diese Meldungen entbehren vollständig der Zu verlässigkeit. Wenn auch die Arbeiter Roms einstweilen davon absehen wollen, zugunsten der Eisenbahner in den allgemeinen Generalstreif einzutreten, um erst einmal die Erfolge des Streits der Eisenbahner abzuwarten, so beweist das noch lange nicht, daß sie vor weiteren energischen Unterftügungen zurückschrecken, falls dieselben geboten sein sollten. Die wirkliche Lage schildert uns folgendes Telegramm unferes römischen Korrespondenten: Vom ostasiatischen Kriegsschauplay. Die russische Flotte Der Ministerpräsident über den Konflikt. Colajanni führt in seiner Rede weiter ausführlich aus: Rom, 16. April.( Deputiertentammer.) Ministerpräsident& ortis Die Forderungen der Eisenbahnangestellten sind übertrieben erklärt, daß der Ausstand, der sich jetzt in Neapel offenbart, fich und ungerechtfertigt, was auch durch die ruhige und ganz nicht ausdehnen wird, denn das Eisenbahnpersonal muß reservierte Haltung der sozialistischen Deputierten bewiesen wird. einsehen, daß ein Ausstand fein richtiges Mittel ist, um seine Wenn diese wirklich überzeugt wären, daß die Forderungen der AusIntereffen zur Geltung zu bringen; niemand hat das Recht, die ständigen gerechtfertigt feien, würde ihr Verhalten ganz anders fein; Interessen des Landes unter seine eigenen zu stellen, mögen sie im Gegenteil haben einige der angesehensten sozialistischen Deputierten auch noch so berechtigt sein.( Lebhafter Beifall.) Wenn diese in der Bresse erklärt, die Ansprüche der Eisenbahner seien überUeberzeugung nicht vorherrschte, würde die Regierung trieben.( Sehr lebhafter Beifall.) Die Sigung wird hierauf unter wissen, was sie zu tun hätte.( Sehr gut!) Die brochen. Regierung, gestützt auf die öffentliche Meinung, ist sicher, die Ordnung aufrecht erhalten zu können, und dafür Sorge zu tragen, daß der öffentliche Dienst so wenig tie möglich Schaden leidet.( Sehr lebhafte Beifallsäußerungen.) BruniaIti erflärt, er sei glüdlich über diese Erklärungen und befindet sich zur Zeit an der Küste Cochinchinas. Offenbar fage der Regierung die Unterstützung der Kammer und des Landes nimmt sie sich gemütlich die Zeit. Ueber ihre Absichten gezu( Beifall), auch wenn sie gefeßliche Widervergeltungsmaßregeln währt ihre langsame Vorwärtsbewegung augenblicklich keinerlei anwenden würde.( Zwischenrufe auf der äußersten Linken, Aufschluß. Ebenso wenig weiß man über die Stationierung wogegen die anderen Parteien der Kammer pro- und die Absichten der japanischen Flotte. testieren.) Fortis antwortet darauf, daß die Regierung feine Wiedervergeltungsmaßregeln anwenden fönne und vermeiden Hongkong, 17. April.( Meldung des Reuterschen Bureaus.) Der müsse, solche Fragen zu verschlimmern, die die größte Ruhe und deutsche Dampfer Brunhilde, der heute hier angekommen flares Denten erfordern.( Lebhafte Zurufe, langanhaltender Beifall.) ist, hat am 14. d. M. 30 Seemeilen nördlich Stap adaran an Die Kammer beschließt darauf, in einer Sigung morgen nach der Küste von Cochinchina 3 ruffische Streuzer gesehen. mittag die Vorlage über den Betrieb der Eisenbahnen durch den Saigon, 17. April.( Meldung der Agence Havas".) Admiral Staat, worüber der Referent Vendramini schon heute den Bericht Streuzer Descartes" in der Samrauh Bucht gefahren, in deren Jonquières ist mit dem Torpedojäger Talou" gum eingereicht hatte, zu beraten. Nähe eine Anzahl russische Schiffe antern. Eine fran zösische Firma in Saigon hat den Dampfer Eridan" angefauft, ber gestern abend mit voller Ladung, bestehend aus LebensAus der Unzahl der von der italienischen Regierung inspirierten Wolfffchen Telegramme über den Streit seien nur bie folgenden wiedergegeben: Die vorliegenden Telegramme besagen: " mitteln verschiedener Art, die vom russischen Geschwader beRom, 17. April. Am Bahnhof in Nom feiert nur das Bug- stellt sind, in See gegangen ist. Das russische Geschivader personal, fast alle anderen Arbeiter sind tätig. Die Züge, deren hat seit der Abfahrt aus Europa mur acht Mann an Krankheiten Abfahrt gestern festgesetzt wurde, fuhren mit nur wenigen Minuten berloren bei einem Effektivbestand von 18 000 Mann. Ein bon Verspätung ab. Diese wurde hauptsächlich durch die Notwendigkeit Beriberi befallener russischer Offizier liegt im Hospital zu Saigon. verursacht, wegen der großen Anzahl von Reisenden Wagen anzu- Die Japaner nahmen auf der Höhe der Küste von Saigon viele hängen. Der Bahnhof ist mit Militär befest; auch alle ab- Stohlenschiffe weg, find aber durch das plögliche Erscheinen der fahrenden Züge werden von Soldaten begleitet. Flotte Roschbjestwenslys in Unruhe versezt. Es wird bestätigt, daß das russische Hospitalschiff Drel" feinen Verwundeten an Bord hatte, da ja keine Schlacht stattgefunden hat. Unter den wenigen Kranten befindet sich Fürst Cantatuzène. Sechs Personen von japanischer Herkunft landeten am Kap St. Jacques mit einer anamitischen Dschunke, schifften sich aber an demselben Abend wieder ein. Nom, 17. April. Popolo Romano" zufolge ist in Neapel nur das Zugpersonal vollständig in den Ausstand getreten; man versucht jedoch, diefes durch andere Personen und Soldaten zu erfegen. In Mailand ist die öffentliche Meinung gegen die Ausständigen. Auch diese sind, der Agenzia Stefani" zufolge, persönlich gegen den Ausstand, da sie die lleberzeugung haben, daß er bei der Unpopularität, welche er bei der Bevölkerung findet, feinen Erfolg haben wird. In Turin gibt es unter dem Eisenbahnpersonal nicht viele Anhänger des Ausstandes, doch hat man ihn gemäß dem Willen des römischen Agitationskomitees proklamiert. Man ist der Ansicht, daß der Ausstand nur ein teilweiser sein werde. " 9 London, 17. April.( Bureau Laffan.") Zur Fahrt des Dampfer russischen Ostsee Geschwaders wird gemeldet: Der Lincolnshire" berichtet, daß er das russische Torpedo boot Nr. 35" auf der Höhe von Hougtong traf, wo es nach bier mit Cardifffohlen beladenen Dampfern Umschau hält, die am Sonnabend in Hongkong eintrafen. Die Besagungen der KohlenDas Eisenbahnpersonal in Asti stimmte der Tagesordnung dampfer weigern sich weiterzufahren. Viele chinesische Lieferanten auf Eintritt in den Ausstand zu mit der Erklärung, daß der Aus- find dent russischen Geschwader entgegengefahren. Der Dampfer stand für das Eisenbahnpersonal und die Nation nachteilig sei und Prinz Heinrich bom Norddeutschen Lloyd der Kamranhunter Protesten gegen die Beschlüsse der Agitatoren. Nachrichten fichtete Roschbjestwenstys Geschwader in aus der Proving, die im Ministerium eingetroffen find, befagen, Bucht. Sechs große Kriegsschiffe lagen außerhalb und zahlreiche daß überall Ruhe herrsche. Messagero" sagt, der Minister andere innerhalb der Bucht. Ein Kreuzer dampfte hinaus, bent der öffentlichen Arbeiten erhielt Nachrichten, wonach es Prinz Heinrich" entgegen, beobachtete das Schiff, stellte aber keine ausgeschlossen ist, daß das gesamte Personal in bezug auf den Frage und hielt den Dampfer auch nicht an. Der japanische Brinz Ausstand solidarisch sei. In Rom seien 450 Geniesoldaten bereit, risugaiva, der mit feiner Gemahlin zur Hochzeit des deutschen den Eisenbahndienst zu übernehmen. Kronprinzen auf dem Dampfer nach Deutschland unterwegs ist, sah Rom, 17. April. Telegramine aus den Brovinzen melden, sich die russischen Kriegsschiffe mit großem Jntereſſe an. daß auf allen Bahnhöfen bolllommene Nuhe Dampfer Telemachus" berichtet, er habe am 12.(?) April 150 herrscht. Es ist überall nur ein Teil der Eisenbahnangestellten englische Meilen nördlich von den Natuna- Inseln Schießen gehört. aller Klassen ausständig. Außer dem Minimaldienst, der für den Vorräden der Japaner gegen Kirin. Fall eines Ausstandes bereits in allen seinen Einzelheiten geregelt ist, ist es auf vielen Bahnhöfen möglich, auch andere Züge abzulaffen. Lugano, 17. April. Die italienische Behörde hat den Fernsprechverkehr mit der Schweiz untersagt. Gespräche mit Como und Mailand werden nicht mehr vermittelt. " Der Petersburg, 17. April. Eine Depesche aus Awangtientse berichtet, daß große japanische Streitkräfte nach Kirin unterwegs sind. Bedeutende Tschungusenbanden sind auf dem Wege nach Norden und bermeiden es, mit den russischen Truppen in Fühlung zu kommen. Es sollen also keine objektiven Darstellungen der Lage Die Japaner drängen die Einwohner der von ihnen besetzten Ortmehr durchsichern. Wahrscheinlich waltet auch bereits die schaften nach Norden, so daß es oft vorkommt, daß auf diese irrtümDepeschenzensur ihres Amtes! Ilich geschossen wird, weil man sie für Japaner hält. Allgemein glaubt man. daß ein emster Kampf innerhalb weniger Tage be- ginnen werde. Zur Frage der Neutralität. Tokio. 15. April.(„Laffan"-Meldung.) Das Blatt„ I i j i Shimpo" sagt, wenn Frankreich auch dielleicht auf seine Neutralität peinlich bedacht sei. so gelte das doch nicht für Rußland. Sollte Admiral Roschdjestwensky in einem der französischen Häfen Jndochinas Aufenthalt nehmen, so würde die Macht der Verhältnisse Japan zwingen, einen solchen Hafen als russische Operationsbasis anzusehen und entsprechend zu handeln. In ähnlicher Weise lvarnt„ I i j i Shimpo' Holland und China und erklärt, man nehme an, daß alle drei Länder über Japans Absichten wohl unterrichtet seien. Das Blatt„Kokumin" glaubt, Admiral Roschdjestwensky müsse eine Basis suchen, da er nicht hoffen könne, Wladiwostok zu erreichen, ohne auf Admiral Togos Geschwader zu treffen. Wenn der„Kokumin' auch nicht glaubt, daß Frankreich Holland oder China dem Feinde irgend welchen Beistand leisten werden, so gibt er doch gleichzeitig der Hoffnung Ausdruck, die japanische Regierung werde dafür Sorge tragen, daß Rußland sich nicht von diesen Ländern Vorteile verschaffe. Im übrigen heben alle Blätter erneut die gewaltige Bedeutung der bevor st ehenden Entscheidung hervor. Sie sind sämtlich der Ansicht, daß ein Sieg RoschdjestwenskyS die Mobil'- sierung der russischen Landstreitkräfte beschleunigen, daS Vertrauen Frankreichs in Rußland wieder herstellen und die Finanzen Rußlands neu beleben würde. Eine Niederlage RoschdjestwenskyS hingegen würde den völligen Zusammenbruch Rußlands bedeuten. poUtifche GebeiTicbt. Berlin, den 17. April. Noch mehr Streikbrecherschutz. In der„Nationalliberalen Korrespondenz" war am Sonnabend davon die Rede gewesen, daß die Nationalliberalen im Plenum deS Landtages vielleicht doch noch mit sich reden lassen würden wegen einer Aendcmng der Beschlüsse der Berggesetzkommission. Es handelte sich dabei natürlich nicht um wesentliche Verbesserungen. Daß die Arbeiterausschüsse zu einer Korporation von Zechen- Polizisten gemacht werden sollen und daß keine gesetzliche Begrenzung der Arbeitszeit eingeführt werden soll, darüber besteht in den Kreisen der den Landtag beherrschenden Parteien keinerlei Differenz mehr. Aber auch dieses scheinbare Eni- gegenkommen wird nicht beabsichtigt. Wie in der.Nationalliberalen Korrespondenz" inzwischen mitgeteilt worden isy besteht die national- liberale Landtagsfraktion fest auf ihrer bisherigen Haltung. Das Entgegenkommen war nur von der Redaktion der„National- liberalen Korrespondenz" empfohlen worden, nicht aber aus den Kreisen der Fraktion. Wenn die Nationalliberalen überhaupt noch Aenderungen der jetzigen Kommissionsbeschlüsse in Erwägung ziehen, dann nur in der Richtung, die„positiven Aufgaben der Ausschüsse", um im Stile der„Norddeutschen Allg. Ztg." zu reden, noch mehr zu„erweitern". Es heißt nämlich in der aus der nationalliberalen Fraktion stammenden Auslassung der„Nationalliberalen Aar- respondenz": „Wenn nach Schluß der Parlamentsferien an der Vorlage noch Aenderungen gemacht werden sollten, so könnten dieselben sich höchstens auf Anträge erstrecken,, die einen besseren Schutz der Arbeitswilligen, der in der Kommission beantragt worden war, aber bei dieser sd trsto- Gesetzgebung nicht die richtige Fassung finden konnte, herbeizuführen geeignet wäre." Das könnte dann nur noch in der Richtung geschehen, daß man die Ausschüsse durch Androhung von Kriminalstrafen für das Wohl- ergehen der Streikbrecher verantwortlich macht. Aus einer Korrespondenz, die als offiziös bezeichnet wird, es jedoch nicht ist, wird mitgeteilt, daß die Regierung, falls ihr der Landtag nicht mehr entgegenkomme, die Vorlage zurückziehen und im H e r b st dem Reichstage eine Vorlage machen werde. Es ist eine vollkommene Verkennung der politischen Verhältnisse in Preußen und im Reiche, anzunehmen, die Regierung werde von? Landtage an den Reichstag appellieren. Sie wird das nicht tun. Ebensogut könnte man behaupten, die preußische Regierung werde demnächst den Bundesrat zur Vorlage eines Reichsgesetzes auf Einführung des Reichstags-Wahlrechts in Preußen veranlassen. Die Zentrumspresse allerdings setzt ihr Hinterhältiges Gerede, daß die Regierung an den Reichstag gehen müsse, auch fort. Das ist indessen bei dieser Presse nur ein verräterisches Spiel. Das Zentrum kennt die Sachlage ganz genau. Es weiß, daß die Regierung nicht an den Reichstag gehen wird; es benutzt diese billige Gelegenheit nur, um seine Anhänger in Arbeiterkreisen bei guter Laune zu erhalten, sie glauben zu machen, daß das Zentrum wohl Arbeiterschutz schaffen möchte, daß es aber durch die bösen Konservativen und die schwache Regierung daran gehindert werde. So ist aber in Wirklichkeit die Sachlage nicht. Nur wenn das ReichstagSzentrum die Initiative ergreift und wenn es der Regierung zeigt, daß eS entschlossen ist. unter allen Umständen ein einigermaßen brauchbares Bergarbeiterschutzgesetz zu schaffen und entsprechende Anträge im Reichstage stellt, nur dann wird der Reichstag in die Lage kommen, ein solches Gesetz zu machen. DaS Zentrum muß au dm Reichstag gehen, dann ist die Möglichkeit vorhanden, daß sich die Regierung der Er- füllung ihrer den Bergarbeitern gegebenen Versprechungen auf diesem Wege nicht mehr zu entziehen sucht. Und dazu hat daS Zentrum die Möglichkeit. Wenn eS das nicht tut, dann ist alles Gerede der Zentrumspresse, daß die Regierung an den Reichstag gehen solle, eitel Spiegelfechterei. Im Ruhrrevier fanden am Sonntag wieder viele Bergarbeiter- Versammlungen statt, in denen sich große Erbitterung über die Kommissionsbeschlüsse bemerkbar machte. Eine Resolution, ähnlich der vor acht Tagen beschlossene«, wurde in allen Versammlungen angenommen._ Kronprinzensteuer! Die hübsche mecklenburgische Sitte, daß bei der Verheiratung von angestammten Prinzessinnen die Untertanen durch eine sogenannte Prinzessinsteuer die Ausstattungskosten übernehmen, soll anscheinend auch in Preußen und im Reich, natürlich in dem entsprechend größeren Maßstabe, geplant sein. Die„Staatsbürger-Zeitung", die gelegent- lich etwas von Hintertreppen hört, beschäftigt sich in einem ausführlichen Leitartikel zunächst mit dem Charakter des Kronprinzen und dann mit den Finanzverhältnissen der Hohenzollern überhaupt. Der Kaiser Friedrich sei stark verschuldet gewesen und deshalb in Judenhände geraten. lieber die Finanzverhältnisse des gegenwärsig regierenden Kaisers werden unklare Andeutungen gemacht, dann aber als sichere Wissenschaft verkündet,„daß es ihm sehr schwer fallen wird, den Kronprinzen so zu apanagieren, daß dieser frei und unbekümmert ein selbständiges Dasein führen könnte, ohne vielleicht ftüher oder später allerhand Einflüssen zu unterliegen, die sich an Kronerben in mancherlei Gewand heranzudrängen pflegen. Reichstag und Landtag werden kurz nach den Ofterfeiertagen zum erstenmal Gelegenheit Haie», sich mit der Frage zu befassen, in welcher Weise die Bottsvertretung der bevorstehenden Vermählung deS Kronprinzen gerecht zu werden gedenkt." Und die„Staatsbürger-Zeitung" meint— wir wissen nicht, ob aus eigener Pückler-Phantasie oder aus Inspiration—, „diese Gelegenheit dürfte nicht ungenützt vorübergehen, müßte vielmehr den Anlaß geben zu einer großzügigen Aktion, die von höchster Bedeutung sein würde. Das deutsche Volk hat ein brennendes Interesse daran, daß der Erbe der Kaiserkrone sich frei entwickeln kann, ohne von den Miseren des Alltages geplagt zu werden und ohne andererseits paktieren zu müssen mit jüdische» Börsemnänner» und reichgewordenen Pfeffcrsäckc». Also wäre es auch an der Zeit, daß sich die Volksvertretung entschlösse, frei und losgetrennt von der Apanage, die dem Kaiser zukommt, eine laufende Summe auszuwerfen, die der Erbe des Thrones als Ehrenspende seines Volkes erhält." Das Deutsche Reich und Preußen sollen also nunmehr eine an- gemessene Mitgift auch für den Bräutigam liefern. Der Vater des Hochzeiters bezieht ein Jahrcsgchalt von annähernd 16 Millionen und ist außerdem einer der größten, wenn nicht der größte Grund- besitzer des Deutschen Reiches. Die„Staatsbürger-Zeitung" kleidet ihre auffällige Anregung in die Sorge um die finanzielle Unabhängig- keit des jungen Kronprinzen. In welcher Weise diese Unabhängigkeit durch ein vom Reiche oder von Preußen auszusetzendes Gehalt gewährleistet werden könnte, ist nicht abzusehen. Auch das höchste Einkommen schützt nicht vor Schulden und vor der Abhängigkeit von den Gläubigern. Da aber bei den Hohenzollern ja sprichwörtlich ist, daß sie außerordentlich sparsam mit den ihnen aus den Mitteln des Volkes zu teil werdenden Millionen umzugehen wissen, so genügt entweder das Einkommen, was er väterlicherseits bezieht, oder aber die Bedürfnisse des Kronprinzen würden derart sein, daß sie auch die höchste Gehaltsgcwährung übersteigen könnten, somit die Gefahr erst recht heraufbeschworen werden würde, vor der sich die„Staatsbürger-Zeitung" so fürchtet, vor den Intimitäten mit den jüdischen Börsenmännern und reich gewordenen Pfeffersäcken. Ob diese reich gewordenen Pfeffersäcke und jüdischen Börsen- männer bisher Anlaß gegeben haben zu derartigen patriotischen Beklemmungen, verrät die„Staatsb.-Ztg." nicht. Ihre ganze Sorge schwebt also in der Luft. Die Anregung des antisemitischen Organs aber würde auch mit der ganzen staatsrechtlichen Auffassung der preußischen Monarchie im geraden Widerspruch stehen. Von Reichs- wegen läßt sich überhaupt kein Gehalt fiir den Kronprinzen aus- werfen, wie ja auch der Kaiser keinerlei Vergüwng für das Präsidium im deutschen Bunde bezieht. Wenn aber Preußen zugemutet werden sollte, ein Gehalt für den Kronprinzen auszusetzen, so würde damit endgültig jene teure Fiktion zerstört, an der die Hohenzollern bisher zäh festgehalten haben. Die Hohenzollern wollen nämlich nicht vom Volke bezahlt werden, wollen kein Gehalt beziehen, ihnen wird keine Zivilliste bewilligt, wie in konstitutionellen Staaten. Es war viel- mehr eine von der Dynastie besonders akzentuierte Veränderung der konterrevolutionären Verfassung vom Dezember 43, daß die von der Verfassungskommission beschlossene Zivilliste beseitigt würde. Artikel 57 der heute noch in Kraft befindlichen Verfassung bestimmt: „Dem Kronfideikommiß verbleibt die durch das Gesetz vom 17. Januar 1820 auf die Einkünfte der Domänen und Forsten angewiesene Rente." Das Einkommen des Königs von Preußen wird somit nicht als Gehalt gedacht, sondern als zivilrechtliche Abfindungssumme. Allerdings hat diese Abfindungsrente die Merkwürdigkeit, daß sie immerfort wächst. Zur Zeit der Abfindung im Jahre 1320 betrug sie nur 2 500000 Taler. Seit 1889 aber ist die Rente auf 16 Millionen er- höht worden, obwohl natürlich inzwischen nicht für die bereits abgefundenen Domänen und Forsten neue Abfindungsrenten hinzugekommen sein können. Aber dieses historische Recht, das mit den Jahren immer einträglicher wird, bildet die juristische Einkommcnsformel des preußischen Königs. Beim Kronprinzen aber kann man auch mit dem besten Willen die Rente nicht mit irgend welcher Abfindung begründen. Sie würde also eine nackte Gehaltszahlung darstellen— ein staatsrechtliches Verhältnis zwischen Volk und Dynastie, das ja gerade die Hohen- zollern als revolutionär nicht wünschen. Wir wissen nicht, ob die„Staatsbürger-Zeitung" etwa? aus- dert, oder ob sie nur in ihrem Byzantinismus An- regungen geben will. Immerhin scheinen sowohl im Reich wie in Preußen Kronprinzenspenden für die Hochzeit geplant zn sein. Vielleicht ist diese Absicht des Rätsels Lösung, warum der Präsident Graf Ballestrem bereits für den 2. Mai den Reichstag wieder aus den Ferien zurück haben wollte und warum er wegen Durch- kreuzung dieses Planes seinem Parteifteund Spahn so heftig ins Gewissen redete, daß dieser darob in Ohnmacht fiel.— Veutkckes Reich. Der schärfste Gegner des„Vorwärts". Unser Parteiorgan in Dortmund veröffentlicht einen amüsanten Bettelbrief, den die„ P o st" im erschütternden Jammer ob der sie heimsuchenden Abonnentennot durch das Land sendet: Berlin SW., Datum des Poststempels. Zimmerstr. 94. „Deutsche Unternehmer steht fest und geschlossen zusammen!" Diese Parole verficht keine Zeitung so konsequent wie die„Post". Hochgeehrter Herr! Der von der Sozialdemokratie künstlich vorbereitete Streik im Ruhrrcvicr und die laue Haltung, welche die meisten bürger- lichrn Zeitungen dieser Machtprobe der Umsturzpartei gegenüber einnahmen, haben von neuem aufs deutlichste gezeigt, wie notwendig eine große politische Zeitung ist. die mit aller Energie das verhetzende Treiben der sozialistische» Agitatoren bekämpft und für die Wahrheit, das Recht und die Ordnung eintritt. Kein Blatt hat bisher den Kampf gegen die Umsturzpartei so energisch geführt wie die„P o st", die darum auch das von der Sozialdemokratie am meisten gehaßte Blatt ist. Für gerechte Wünsche und Forderungen der Arbeiter ist auch die„Post" stets eingetreten, gegen demagogische Gelüste aber zieht sie stets schonungslos zu Felde. Da so viele Zeitungen heute, um die Gunst der Massen buhlend, der Sozialdemokratie gegenüber nicht die nötige Festigkeit zeigen, ist speziell in der Re,chshauptstadt ein Organ doppelt nötig, das der Regierung und den bürgerlichen Kreisen das Gewissen schärft gegenüber der das Vaterland und hiermit auch das Unternehmertum aller Gewerbe- und Industrie- zweige so schwer bedrohenden sozialdemokratischen Gefahr. Angesichts der allgemeinen Lauheit betrachtet die„Post" es als einen Ehrentitel, daß sie von der Sozialdemokratie mit Vorliebe das Scharfmacherblatt genannt wird: sie will für die nationalen Kreise das sein, was der„Vorwärts" für alle umstü rzleri schen Elemente ist. Darum ist es auch Pflicht aller BatcrlandSfteunde, den schärssteu Gegner des „Vorwärts" zu unterstützen und der„Post" so eine umfassendere Durchführung ihrer Aufgabe zu ermöglichen. Wir laden Sie daher zu einem Abonnement auf die „Post" ein. Die„Post" hat von jeher eine hochangesehene Stellung in der deuffchen Presse eingenommen. Vor einigen Jahren wesentlich umgestaltet und erweitert und seit dieser Reorganisation täglich in zwei Ausgaben— als Morgen- und Abendblatt— erscheinend, erfteut sie sich infolge ihres reichhaltigen und interessanten Inhalts großer Beliebtheit... Wir bitten, nicht bloß selbst auf unsere Zeitung zu abonniere»,' sondern sie auch in Ihren Kreisen zu empfehlen. Dem„Pro- letarier aller Länder vereinigt Euch' gilt es ein „Deutsche Bürger aller Stände rüstet Euch zu energischer Abwehr" und insbesondere„Deutsche Unternehmer steht fest und geschlossen zusammen" entgegenzusetzen. Nur so ist der Sieg zu erringen. Und diese Parole verficht kein Blatt so konsequent wie die„Post". Der Bezugspreis bettägt vierteljährlich 6 Mark, monatlich 2 Mark. Wir bitten Sie, sich der beifolgenden Postanweisung zur Bestellung eines oder mehrerer Exemplare zu bedienen und werden sofort nach Eingang des Betrages die Ueber« Weisung veranlassen. Mit vorzüglicher Hochachtung I Die Expedition der„ P o st Berlin SW., Zimmerstt. 94. Die Komik des Bettelbriefes ist unwiderstehlich. Um dem schmerzlichen Uebel zu steuern, daß leidlich ihrer Sinne fähige Menschen die Erzeugnisse des Stummschen Posteseltums nicht ertragen, wird die Sozialdemokratte und der„Vorwärts" zur Rettung zitiert. Wenn nichts hilft, der„Post" Leser zuzuführen, auch nicht die„hochangesehene Stellung in der deutschen Presse"— von welcher Tatsache unter allen deutschen Blättern sie allein Wissenschaft besitzt—, so soll nun der„Vorwärts" das schwere Geschick überwinden. Unser Mitgefühl mit der gräßlichen Abonnentennot der„Post" ist rege genug, um die Aus- Nutzung unseres verhetzenden Treibens wohlwollend zu gestatten. Wir dulden in Entsagung, daß die„Post" sich als„den schärfsten Gegner" des„Vorwärts" empfiehlt. Wir wünschen der„Post", daß die ersehnten Abonnenten nicht aus der ersten Stummer des Blattes, das vor ihr Auge gelangt, zu erkennen vermögen, daß die„Post" zwar nicht der schärffte, aber ganz gewiß der plumpeste und dümmste Gegner der Sozialdemokratie ist. Wir bekennen uns zugleich schuldig, bisher nicht genug verhetzt und umgestürzt zu haben. Hätten wir unsere Schuldigkeit erfüllt, dann müßte die„Post" längst das gelesenste Blatt Deutschlands sein. Wir versprechen der„Post", unsere verhetzenden Bemühungen eifriger beweiben zu wollen, auf daß es ihr gelinge, die Lauheit der meisten bürgerlichen Zeitungen, die im dringenden Verdachte der sozial- demokratischen Förderung stehen, zu überwinden, das schlafende Ge- wissen einer mit dem künstlich vorbereiteten sozialdemokratischen Bergarbeiterstreik pflichtvergessen sympathisierenden Regierung zu erwecken und vor allem— die nötigen Abonnenten zu erhaschen.— Handelsvertrags-Berhandlungcn mit de» Vereinigte» Staaten von Amerika. Wie die Londoner„Morning Post" aus Washington zu berichten weiß, hat die deutsche Regierung mit der amerikanischen Handelsvertrags-Verhandlungen ein- geleitet oder vielmehr einzuleiten versucht. Herr Speck von Sternburg, genannt Specky(Speckchen), hat dem Präsidenten Roosevelt die Geneigtheit der deutschen Regierung zur Ein- leitung von Vertragsverhandlungen ausgesprochen, indem er erklärte, wenn Amerika keine Konzessionen mache. Deutsch- land sich gezwungen sehen werde, gegen die amerikanische Einfuhr in das deutsche Zollgebiet die schärfsten Differential- zölle anzuwenden. Mr. Roosevelt meinte, daß der amerikanische Senat in seiner jetzigen Verfassung kaum zu einem Re- ziprozitätsvertrag geneigt sein werde; vielleicht würde er aber doch sich zu Handelszugeständnissen bereit finden lassen, da Deutschland Amerikas bester Kunde sei.— Dombaugcschichten. Der Flügeladjutant Friedrich Wilhelms IV. und Wilhelms I. von Preußen, Prinz Kraft zu Hohenlohe-Jngelfingen hat Aufzeichnungen hinterlassen, von denen dieser Tage der zweite Band erschienen ist. Diese Erinnerungen sind von solcher Kindlich- keit, daß man wenigstens den günstigen Einfluß deS HoflebenS konstatteren kann, der sich hinsichtlich der Erhaltung eines naiven Gemütes bemerkbar macht. Die Erinnerungen des Flügeladjutanten aus der Perspektive eines Militärs, der berufen ist, in höfischen Vor- zimmern Gäste zu empfangen, find weder besonders zuverlässig noch irgendwie sensattonell. Aber die vielen Züge, die der Flügcladjutant zweier preußischer Könige auS seinen Erlebnissen zusammenstellt, geben doch ein so charakteristisches Bild dieser Welt, deren Wesenlosigkeit nur durch ihre Absperrung vor der Außenwelt einen gewissen Nimbus bei Urteilslosen zn behaupten vermag, daß ein näheres Eingehen sich auch in der sozialdemokratischen Presse verlohnt. Einstweilen sei eine kleine Notiz aus seinen Erinnerungen wiedergegeben, die gerade heute nicht uninteressant ist. Berlin ist kürzlich, wie man weiß, durch einen ungeheuren Steinbaukasten der« schönt worden, der sich Dom nennt." In protestantischen Kreisen hat man mehrsinsgeheim als offen gegen diese„katholisierende" Architektur Einspruch erhoben, wobei allerdings zu bemerken ist, daß der Katholizismus in seiner Blüte andere Bauwerke hervor- zubringen vermocht hat, als dieses mehr einem protzenhaften Spezialitätentheater als einer Kirche ähnelnde Gebäude. In gewissem Sinne aber klebt an dieser kümmerlichen Nachahmung des römischen Peterdomes, so neu sie ist, bereits eine historische Tradition. Prinz Hohenlohe erzählt in den Aufzeichmingen, daß Friedrich Wilhelm IV. unmittelbar vor seinem vollständigen geistigen Zusammenbruch seine architektonische Liebhaberei insbesondere dem Neubau eines Domes gewidmet habe. Warum aus diesem Lieblings- Projekt Friedrich Wilhelms IV. damals nichts geworden ist, begründet der Flügeladjutant wie folgt: „Schon in Rom hatte der König die Zeichnungen des Domes vor sich liegen. Dort und hier in Sanssouci machte er täg- lich Aenderungen an den Zeichnungen und besprach sie mit den Architekten, unter denen Stüter ein gewichtiges Wort sprach. — Es ist nicht wahr, daß Mangel an Geld den Dombau iuS Stocken brachte. Man konnte sich auf Grund konfessioneller Stteitigkeitcn nicht über den Plan einigen. Der König wollte einen Kuppeldo nr bauen nach Art der römischen Peterskirche, lediglich snr feierlichen Gottesdienst bestimmt, denn er neigte sehr zum anglikanischen bischöflichen Kultus. Dem widerstrebten aber die lutherischen Grundsätze, welche die Lehre zum Hauptzweck des Gottesdienstes»rächten und vor denen ein Dom mit einem so großen Raum, daß darin keine Predigt ver- standen werden kann, kein evangelischer Dom war. Sie verlaugten die Forn, der alten christlichen Basilika, welcher der Prinz von Preußen zuneigte. Die Folge dieser Streitigkeiten war, daß nichts entschieden wurde." Inzwischen hat die Disziplin der protestantischen Geistlichkett solche Fortschritte gemacht, daß. wie man jetzt gesehen hat. der alte Plan Friedrich Wilhelm IV. in seinem vollen Umfange ans- geführt worden ist und vermutlich noch erheblich geschmackloser, als er damals zustande gekommen wäre. Ob die Pläne von Friedrich Wilhelms IV. und die Aenderungen, die er daran vorgenommen hat, mit zur Hülfe gezogen worden sind, ist uns nicht bekannt; aber die Tendenz Friedrich Wilhelms IV. ist jedenfalls durchaus übernommen worden.—_ Dr. Gutbrod, der Präsident deS Reichsgerichts, ist Montag ftüh in Leipzig gestorben. Dr. Gutbrod bekleidet diese Stellung erst seit Ottober 1903. Zuvor hat er 26 Jahre dem Rerchsjustizamt an- gehört.— Plötzensee-Prozcß. Als neuer Termin für den am 4. März vertagten Plötzensee-Prozeß gegen die Redakteure des„Vorwärts" und der„Zeit am Montag" ist der 15. Mai angesetzt.— Rat da einziger Fußtritt. Der famose Siussenfürst Kotschoubey, ein Verwandter''deS Zaren, der vor einigen Monaten in Dresden den Portier seines Hotels schmählich mißhandelte, sorgt dafür, seine erlauchte Tätigkeit nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Er hat sich von neuem über den„Simplicissimus" ärgern müssen, dessen Anblick ihn zur Mißhandlung gegen den Wehrlosen erregt hatte, und er erließ durch seinen Dresdener Rechtsvertreter eine Berichtigung seiner Taten, die höchst geeignet, den russischen Kulturruhm zu steigern. Die Be- richtigung lautet: Dresden, am 12. April 1905. Ärt die Redaktion des„Simplidssimus" München. In der Stummer 48 des 9. Jahrganges Ihrer Zeitschrift findet sich auf der 4. Seite unter der Ueberschrift:„Sächsische Richter haben folgendes Urteil gefällt" der angebliche Wortlaut dieses Urteils und darin unwahre Angaben über den russischen Fürsten Kotschoubey. Eine ebenfalls unwahre Angabe ist ferner in der Nummer 49 desselben Jahrganges auf der 6. Seite in bezug auf den Fürsten Kotschoubey enthalten. Im Auftrage des Fürsten Kotschoubey ersuche ich Sie in Gemäßheit von§ 11 des Preß- gesetzeS um Aufnahme folgender Berichtigung in der nächsten Nummer Ihrer Zeitschrift an entsprechender Stelle: Es ist unwahr, daß Fürst Kotschoubey in einem Dresdner 'Hotel den„Simplicissimus" verlangt habe, letzterer ist ihm viel- mehr von dem Portier unaufgefordert übersendet worden, obwohl er nur namhaft gemachte Tageszeitungen bestellt hatte. Es ist ferner unwahr, daß Fürst Kotschoubey den Portier in sein Zimmer gelockt habe und daß letzterer schwächlich und alt sei. Der Portier ist vielmehr 37 Jahre alt und in voller Manneskraft. Er hat auch nicht todkrank lange Wochen im Spital gelegen. Die ihm von, Fürsten Kotschoubey zugefügte Körperverletzung hat ferner nicht in Fußtritten gegen den Leib des Portiers k�standen, vielmehr in einem einzigen Fußtritt gegen den hinteren linken Oberschenkel, wobei der Fuß mit einem absatzlosen leichten Lederschuh be- kleidet war. Hochachtungsvoll gez.: Justizrat Dr. Thürmer. Der„SimplicissimuS" erteilt darauf die nette Antwort: München, den 14. April 1905. An Herrn Rechtsanwalt Justizrat Dr. Thürmer Dresden. Aus Ihrem Briefe entnehmen wir zunächst mit Vergnügen, taß der Portier Müller sich noch im Besitze seiner vollen Mannes« kraft befindet. Ihre Schilderung der Mißhandlung hat uns sehr beruhigt. Es scheint sich also nur um einen kleinen Scherz mit Juchten. stiefelchen gehandelt zu haben. Sie haben Recht, wir verstehen Müller auch nicht. Wohin soll das kommen, wenn sächsische Untertanen nicht ein« Mal mehr mit absatzlosen Lederschuhen getreten werden dürfen? Noch dazu auf dem hinteren linken Oberschenkel, also eine ziemlich unanständige Gegend. Man sollte meinen, daß russische Fürsten verlangen können, daß ihnen dieser minderwertige Körperteil anstandslos preis- gegeben wird. Hochachtungsvoll gez.: Die Redaktion des„SimplicissimuS". Sie können Ihren Mandanten beruhigen: wir bringen mit Vorliebe Witze gegen russische Fürsten und werden auch diese Erklärung gerne abdrucken. Wenn Ihr Mandant ein Freund von Veröffentlichungen ist, soll er diesmal seine helle Freude haben. Aus dem fidelcn Gefängnis. Ms Ende vorigen Jahres die sozialdemokratische Preffe das dielbesprochene Hüffcner- Bild mit den Enthüllungen aus dem Festungsleben in Ehrenbreit st ein veröffentlichte, da war die gutgesinnte Presse sich einig, daß es sich hier um eine „sozialdemokratische Fälschung" handle. Erst war das ganze Bild gefälscht, dann ivarcn einzelne Teile gefälscht— bis man nach und nach von den„Fälschungen" immer mehr nachlassen und zugeben mußte, daß das Bild in allen Teilen— abgesehen von geringen zeichnerischen Abweichungen— echt sei. Auch von der anfangs mit so vielem Geräusch verkündeten Absicht, alle sozialdemokratischen Blätter, die das Bild gebracht hatten, zu verklagen, hört man nichts mehr. UnterdeS wird auch wohl die Militärbehörde eingesehen haben, daß bei der Sache keine Lorbeeren zu ernten waren: vielleicht ist ihr zum Bewußtsein gekommen, daß bei einer gerichtlichen Ver- Handlung Dinge aufs Tapet gekommen wären, denen gegenüber das Hüssener-Jdyll noch harmlos zu nennen war. Dem Gewährsmann der„Rheinischen Zeitung" in Köln ist, wie dieses Blatt berichtet, im Laufe der Zeit ein ganz bettächtliches Material über das FestungSleben auf Ehrenbreitstein zugegangen: sehr interessante Schilderungen und auch sehr interessante Bilder. Was Hüffener mit seiner Kamera getan, das ist auf dem Ehrenbreitstein seit langem ein angenehmer Zeitvertreib. Es stehen photographische Aufnahmen aus den neunziger Jahren zur Verfügung, die die lustigen FestungSbrüder in der Zelle, im Freien, ja sogar auf einer Kanone zeigen, immer mit dem Ausdruck fidelsten Wohlbefindens und meist mit den Symbolen bacchischer Lust: inmitten Flaschen und Gläsern, vollen und leeren! Das gemütliche Leben dort oben auf dem Ehrenbreitstein war sogar zeitweise organisiert in Form einer festen Verbindung, Satzungen und kommentmäßigen Bestimmungen, die im Druck ver« vielfälttgt worden waren. Zum Zeichen, wie gut man es in Preußen haben kann, wenn man nichts getan hat, als— im Duell oder in Erfüllung der„harten, harten Soldatenpflicht"— einen Menschen ermordet zu haben, sei die folgende Probe aus dem Festungsleben in Ehrenbreitstein hier wiedergegeben: Statuten der angeschlossenen Gesellschaft mit beschrankter Haftpflicht „Kasino Oberehrenbreitstein'. Zelle Nr. 3. Trinkspruch und Schlachttuf„Umtrunk". Zur Förderung und Beibehaltung eines anständigen Tones wurde es für erforderlich erachtet, eine Tischkasse einzurichten. Damit dieselbe in möglichst kurzer Zeit zu bowlesähigcm Bestände heranwachse, sind folgende Statuten entworfen und gebilligt worden. §1. Zoten und Flüche sind nicht gestattet, werden jedoch gerne gehört und daher mit mindestens je 6 Pf. besttast. Z 2. Zur Vermeidung fortgesetzter Zweikämpfe wird jede persönliche Beleidigung mit mindestens 20 Pf. bestraft sauf Antrag). mit welcher Sühne der Beleidigte sich zu beftiedigen hat. Diese Bestimmung gilt auch außerhalb der Tischzeit. Z 3. Falsche Anschuldigungen im Sinne der KZ 1 und 2 werden mit ö Pf. bestraft. �.,. § 4. Aus ZweckmaßtgkeltSgründen gehören die Flaschen unter den Tisch, die Gläser auf den Tisch. Zuwider- Handlungen wie Umwerfen der Gläser werden mit 5 Pf. besttast § 5. Anulken der Statuten und der Tischkaffe wird mit 10 Pf. besttast. K ö. Sämtliche verhängten Sttafen müssen mit fruchtstöhlicher Miene in Bar sofort erlegt werden. Wer es zur Abstimmung kommen läßt, muß, falls selbe zu seinen Ungunsten ausfällt, den doppelten Betrag zahlen. 8 7. Reueintretende haben 50 Pf. Einttittsgeld zu zahlen. 8 8. Der Kassenbestand muß zum leiblichen Wohle der Gefangenen verwandt werden; die Verwendung der Kaffe bleibt dem Mehrheitsbeschlutz unterworfen. 8 9. Abänderung der Statuten kann nur mit ein» stimmiger Genehmigung der Kommandantur er- folgen. ß 10. Jeder der Freiheit Wiedergegebene bleibt als„Alter Sierr" Mitglied der Gesellschaft und hat jedem Notschrei nach estcn Kräften Folge zu geben, unter allen Umständen mindestens eimnal im Jahre von sich hören oder ein„Segelschiff" sFutter liste) vom Stapel zu lassen. § 11. Umtrunk! Gegeben Festung Oberehrenbreitstein. 30. Juli 1896. Rotberg, Woenckhaus, van Biema, Runkel, von Bracken, Scheidt. Wie man sieht, gibt eS eine Fidelität auf Ehrenbreitstein nicht erst seit Hüssener, und wenn der schneidige Mordsjunge nach Weichsel- münde verbannt worden ist, so ist er dabei mehr ein Opfer des Systems als eigener Sünden geworden. Für die Festungshäftlinge auf Ehrenbreitstein war alles erlaubt, was gefiel, und Hüssener hat nicht mehr getan, als von dieser Gunst der Umstände Gebrauch zu machen.—_ Schmerzlose Stöße vor die Brust. Daß es hienieden„Stellvertreter GotteS" gibt, die„schmerzlose Ohrfeigen" applizieren, ist aus Kriegsgerichtsverhandlungen genugsam bekannt. Daß es aber auch einen Unteroffizier gibt, der einen schmerz- losen Stoß vor die Brust ausführte, zeigt folgender Vorfall, über den das„Kasseler Volksblatt" berichtet. Ein im Waldeckschen wohnender Leser dieses Blattes hatte bei dem Kommandeur des 3. Bataillon der 83er in Arolsen den Unteroffizier Wöstenfeld von der 10. Kompagnie Jnfanterie-Regiments 83 zur An- zeige gebracht, weil derselbe seiner Auffassung nach einen Unter- aebenen mißhandelt hatte. Darin hat aber der beschwerdeführende Leser sich geirrt, denn nach einem Beschluß des Kriegsgerichts der 22. Division ist das gerichtliche Verfahren gegen Wöstenfeld eingestellt worden. Hier die „Gründe: Der Beschuldigte st i e ß am 25. Februar 1905 nach dem Antteten zum Revierreinigen den Musketier Aha mit der Hand auf die Brust, weil Aha seinen Namen so leise nannte, daß der Beschuldigte ihn nicht verstand. Der Stoß hatte zur Folge, daß Aha nach rückwärts an die Gcwehrstützen fiel und daß das Waschbecken, welches er hielt, mit der Kante gegen sein rechtes Auge anstieß, so daß das obere Augenlid eine blau unterlaufene Stelle erlitt. Während nach Ahas Bekundigung das Getroffenwerden mit dem Waschbecken schmerz Haft war, war dies bei dem Stoß auf die Brust und dem Sturz gegen die Gewehrstützen nicht der Fall. Der Erfolg, daß das Waschbecken das Auge traf und verletzte, lag aber jedenfalls nicht im Willen des Beschuldigten, vielmehr muß nach der vom Beschuldigten und vom Zeugen Aha gegebenen Schilderung angenommen werden, daß Wöstenfeld an das Waschbecken versehent- lich anstieß, als er dem Aha den Stoß auf die Brust versetzte. Hierin würde also keine vorsätzliche Mißhandlung, sondern höchstens eine vorschriftswidrige Behandlung liegen, die— wie das Reichs- Militärgericht Band II seiner Entscheidungen Seite 1791 ausführt— auch fahrlässig begangen werden kann. Das Anstoßen an das Waschbecken ist überdies eine einheitliche Handlung mit dem Stoßen gegen die Brust, welches, da es kein Schmerzgefühl erzeugt hat, nicht als Mißhandlung, sondern nur als vor- schriftswidrige Behandlung eines Untergebenen anzusehen ist. (§ 121 M.-St.-G.-B.) Da der Fall ein leichterer ist. kann nach 8 3 E. G. zum M.-St.-G.-B. seine Ahndung im Disziplinar wege erfolgen." Der„schmerzlose" Stoß vor die Brust, der so geführt wurde, daß der Unteroffizier dabei„versehentlich" an das von Aha ge- haltene Waschbecken stieß, das Waschbecken hinwiederum das rechte Auge Ahas derart„anstieß", daß das Augenlid eine blutunterlaufene Stelle erlitt und schließlich Aha selber rückwärts gegen die Gewehr stütze stürzte— dieser„schmerzlose" Stoß eröffnet recht unerfreuliche Möglichkeiten der Militärrech tssprechung. So milde Auffassungen sind nicht geeignet, den Wunsch des Kriegsministers zu erfüllen, daß die Soldatenmißhandlungeu aus der Armee ausgerottet werden sollen.—_ Rekrutenschindcr bei der Marine. Aus Kiel wird uns vom 14. April berichtet: Vor dem Kriegsgericht der 1. Marine-Jnspektton hatte sich gestern der Maschinistenmaat Hummel von der zweiten Kompagnie der 1. Werftdivision wegen Mißhandlung und vorschrifts widriger Behandlung von Untergebenen, Mitzbrauchs der Dienslgewalt und des Seitengewehrs zu verantworten. Der Angeklagte, ein ganz junger Unteroffizrcr, hatte offenbar den Ehrgeiz besessen, die beim Landheer hier und da üblichen Methoden der Rettuten„auSbildung" in der Marme einzuführen. So stieß er beim Einühen des langsamen Schrittes den Heizer Krause mit dem Seitengewehr fünf- bis sechsmal so heftig in die Knie, daß starke Anschwellungen der betreffenden Stellen eintraten. Die Freistunden der Stubenmannschasten benutzte er zur Fortsetzung des Drills. Besonders übel spielte der Angeklagle dabei dem Rekruten Parsch mit. Er hieß ihn ein dickes Tuch um den Hals binden und ließ ihn dicht vor dem heißen Ofen Kniebeuge machen und„Griffe kloppen", sodaß ihm der Schweiß in Sttömen herunterlief. Ein anderes Mal ließ er ihn eine halbe Stunde lang das Gewehr wagrecht ausstrecken. So- bald der Rekrut schlapp wurde,„kitzelte" der Angeklagte ihn mit einem Messer an den Armen und brachte ihm zehn Wunden bei. Auch am Ouerbaum ließ er ihn bis zur Erschöpfung hängen und quälte ihn dabei auf dieselbe Art. Das Kriegsgericht dittierte dem Soldatenschinder eine Gefängnisstrafe von drei Monaten zu. Ein zweiter Fall von schweren Mißhandlungen Untergebener kam heute vor dem Kriegsgericht der Aufklärungsschiffe zur Ab- urteilung. Der Bootsmannsmaat Fehrmann vom Kreuzer„Arcona" wurde zu 4'/z Monaten Gefängnis verurteilt, weil er den Matrosen Lutz, einem schwächlichen Rekruten, und, wie er selbst angab,„in nicht der besten Stimmung darüber, daß er beim Bootsdrenst naß geworden war", wegen Unvermögens, eine schwere Arbeit auszuführen. auf den Kopf schlug, ihn niederwarf und mitß Füßen trat und beschimpfte, an einem anderen Tage ebenso behandelte und hoch oben in den Wanten ihm ein Band um den Hals schlang und daran zog, so daß dem Untergebenen die Lust ausging, ihn ferner zu mindestens fiinfzehn Malen mit Fußttitten traktierte, ferner ohne Grund einem schlafenden alten Matrosen so gegen den Leid trat, daß er ins Revier mußte und 24 Stunden starke Schmerzen erlitt. Mit Fußttitten und Schlägen hatte er außerdem drei andere Mattosen bedacht. Der Ankläger hatte fünf Monate Gefängnis und De- gradation beanttagt. Letztere wurde nicht ausgesprochen, weil der Angeklagte gerichtlich nicht vorbesttaft war!— Auö schwarzen Gefilden. Aus Mainz wird uns geschrieben: Der katholische Pfarrer Wenland von Gundheim, einem Dorfe unweit Worms,„agitterte" in seinem Wirkungskreise in so ungenierter Weise, in Beichtstuhl und Kanzel für seine politische Partei und Presse, daß es selbst den ftömmsten Schäfchen seiner Herde zu toll wurde: eine große Anzahl der Gläubigen machten eine Eingabe an den Bischof von Mainz und verlangten die Versetzung des Pfarrers. Der Pfarrer hatte nämlich u. a. bei Gläubigen, die sich nicht seinen politischen Ansichten anschlössen, die Erteilung von Absoluttonen, ja sogar der Sterbesakramente verweigert. Einem A u S« träger der.Wormser Volkszeiwng". eines bürgerlich-demottattschen Blattes, hat der Pfarrer mit der Verweigerung der Absolutton für sich und seine Angehörigen gedroht, wenn er Wetter für die genannte Zeitung tättg sei. Bei der letzten Gemeinderatswahl machte der Pfarrer recht Hand« greifliche Versuche, ihm genehme Wähler zur Wahlurne zu bringen. ES entstand dadurch ein großer Auflauf. Die Frau eineS Gemeinde« ratsmitgliedeS soll dabei dem Pfarrer zugerufen haben:„Gehen Sie doch in die Kirche und predigen Sie Gottes Wort!" Viele Wähler sagten dem Pfarrer: Gehen Sie doch in die Kirche, anstatt auf der Gasse herum zu laufen. Aus diesen Vorgangen bei der Gemeinderatswahl ging eine Klage des Gundheimer Bürgermeister« und des ErheberS gegen den Pfarrer hervor, die vom Staatsanwalt aufgegriffen wurde. Pfarrer Wieland aber erhob Klage gegen den Redakteur unseres Mainzer Partei-OrganS, Genossen Adelung, sowie gegen den Redakteur der bürgerlichen„Wormser Volksztg." wegen Beleidigung. welche in der Kritik der pfarrherrlichen Agitatton enthalten sein sollte. Letztere Klage vertrat ebenfalls der Staatsanwalt. Am Donnerstag sollte dieser Doppelprozeß, zu dem 94 Zeugen geladen waren, sich vor der 3. Mainzer Strafkammer abspielen. Da Plötzlich am DienStag nahm Pfarrer Wieland feine Klage gegei» >ie beiden Redatteure bedingungslos zurück, während anderer» eits auch der Gundheimer Bürgermeister und der ErHeber ihre Klage gegen den Pfarrer„infolge Einwirkung von höherer behördlicher Stelle und auf gewisse Zusicherungen hin" zurücknahmen. Warum diese plötzliche Zurücknahme? Man bedenke, daß am Tage vorher vor derselben Sttafkammer, die sich mit diesem Prozeß zu befassen hatte, das Urteil gegen den Sittlichkeitsverbrecher Domprobst Malzi aus Worms gefällt worden war. Ferner war von den angeklagten Redakteuren der Mainzer Bischof als Zeuge geladen, um gegen seinen Pfarrer auszusagen. Und weiter waren neben den in der Preffe erörterten Vorgängen noch eine Anzahl weiterer Skandale durch Zeugenvernehmung festgestellt worden. All' diese Umstände wirkten dahin, daß„höhere Einflüsse" die Niederschlagung der Klagen fertig brachten. Nach dem Fall Malzi der Fall Wieland, das war den Ultramontanen zu viel auf einmal. Leider ist nun der Mitwelt durch das Zurückziehen der Klagen ein neues Kulturbild klerikal-polittschen Wirkens in schwarzen Gefilden verhüllt geblieben.— Hueland. Die Revolution in Ruhland. Gegen die Nationalitäten-Verhetzung richtet sich eine von dem in Petersburg tagenden Professorenkongreß angenommene Resolution, die dem„B. T." übermittelt wird: „Da die Regierung allen Nichtruffen gegenüber eine Polittl der Unterdrückung, Erniedrigung und Rechtseinschränkung betreibt, die den elementarsten Forderungen der Gerechttgkeit widerspricht, da sie ferner dadurch die kulturelle und wirtschaftliche Entwickelung nicht nur ganz Rußlands, sondern einzelner Volksstämme künstlich aushält, sie dadurch viel zur inneren und äußeren Ohnmacht des Reiches beittägt, so hält eS der Kongreß der Universitätsprofessoren für seine moralische Pflicht, gegen die Fortsetzung einer derartigen Politik zu protestieren und volle Gleichberechttgung aller in Ruß» land lebenden Nattonalitäten zu fordern." Daß diese Polittl der Aufhetzung der Russen gegen die Nicht» russen nicht ohne Erfolg von dem Zarismus betrieben wird, zeigt das folgende Telegramm: Tscheljabinsk, 16. April. Soldaten des Lokalkommandos demolierten und plünderten 16 Häuser. Es wurden Auftufe ver» teilt, die sich gegen die Juden richteten. Dieselben suchen in Christenhäusern Schutz, viele verlassen die Stadt. Die Aufrufe, die Juden hinzuschlachten, werden gegenwärtig von der zaristischen Presse mit besonderer Niederttacht verbreitet. Frankreich. Paris, 17. April. Das vom Senate nur in wenigen Punkten abgeänderte Budget wird wahrscheinlich Mittwoch an die Kammer gelangen. Von den radikalen Gruppen soll beantragt werden, daß die Beratungen über das Budget an den Vormittagen stattfinden, damit die Erledigung der Gesetzesvorlage über die Trennung von Kirche und Staat keine Verzögerung erleide. Zu längerer Debatte wird wahrscheinlich nur das Budget des Ministeriums des Aeußern Anlaß geben. Der sozialistische Deputierte I a u r ö s besteht in der heuttgen Ausgabe der„Humanitö" abermals darauf, daß in dieser Debatte die marokkanische Frage erörtert werde. Er schreibt, eS sei Pflicht derKammer, von Delcassä Aufklärungen zu verlangen. Eine klare, versöhnliche, die Rechte aller respektterende Polittl werde die Autorität der ftanzösischen Diplomatie zur Verteidigung der Rechte Frankreichs nur vermehren.— Etos der Partei. Heinrich Oehme. In Nürnberg starb am Sonntag vormittag an einem Herz« schlage der Genosse Heinrich Oehme, Redakteur der„Fränkischen Tagespost", im Alter von 67 Jahren. Der Verstorbene hat beinahe die ganze EntWickelung der deutschen Sozialdemokratie Mit gewacht und war an den verschiedensten Partei-Orten hervorragend agitatorisch tätig. Ende der sechziger Jahre wurde er in Dresden, wo er als Handschuhmacher tätig war. der Partei zugeführt und machte sich sofort durch seine populäre Rednergabe der Partei in hohem Maße nützlich. Anfangs der siebziger Jahre siedelte er von Dresden nach Breslau über, wo er neben Bruno Geiser und anderen lange Jahre als Parteiführer tätig war. Hier wurde er mit dem Amte eines Vertrauensmannes bettaut, auch war er längere Zeit Mitglied der Kontrollkommission bis zur Auflösung der Parteiorganisation infolge des Sozialistengesetzes. Solange die Partei noch gespalten war, gehörte er der sttengen Eisenacher Richtung an. Nach Erlaß des Sozialistengesetzes war er in verschiedenen Städten Deutsch- lands als Agitator. Redatteur oder Expedient von Parteiblättern tätig, u. a. auch mit Geiser in München am„Zeitgeist", wo er sich verschiedene Gefängnissttafen holte. Vier Monate davon verbüßte er im Zellengefängnis zu Nürnberg. Von München ging er anfangs der achtziger Jahre nach Bremen. Dort übernahm er die Leitung eines Blattes, welches für die ganze nordwestdeutsche Ecke bestimmt war. Wie alle Blätter, die unter der Herrschast des Sozialistengesetzes erschienen, mußte das Blatt möglichst farblos gehalten sein. Der politische Teil wurde in Braunschweig ge- macht. Es war das unter der Leitung von Kokosky erscheinende Braunschweiger Parteiblatt: aus diesem wurde der polittsche Teil des zweimal wöchentlich erscheinenden nordwestdeutschen zusammengestellt. Den lokalen Teil machte Oehme. Seine Haupt- tättgkeit bestand in der mündlichen Agitation. Hierfür war im Groß- Herzogtum Oldenburg Gelegenheit gegeben. Dort brauchten Ver- sammlungen nicht angemeldet zu werden und kamen auch nicht die Verbote auf Grund des Sozialistengesetzes. Die Haupttätigkeit wurde in den um Wilhelmshaven liegenden oldenburgijchen Orten, wo die Arbeiter der kaiserlichen Werst wohnten, entfaltet. Hier hatte auch das Blatt die meisten Abonnenten. Diese gingen verloren als im Oktober in Hamburg die„Bürger-Zeiwng" und damit noch das für das Land erscheinende Wochenblatt„Der Sonntagsbote" verboten wurde. Für den„SonntagSboten" sollte ein Ersatz ae- schaffen werden. Aber in Hamburg verbot man jedes Blatt, welches geeignet war, den„SonntagSboten" zu ersetzen. Nun wurde in Bant„Die Nordwacht' gegründet. Mit der Herausgabe dieses Blattes verlor Oehme den größten Teil der Abonnenten des von ihm herausgegebenen Blattes. Bei den Wahlen 1884 und 1887 kandidierte Oehme in den: zweiten und dritten oldenburgischen Kreise und dem 19. Hannover- schen Wahlkreis. Im Juli 1889 wurde Oehme durch Grillenberger nach Nürnberg berufen, um an Stelle des auSgettetenen Bruno Schoenlank die Redaktton der„Arbeiterchronik" zu übernehmen, ein Wochenblatt das unter dem Ausnahmegesetz über ganz Deutschland verbreitet war und die unterdrückten Lokalzeitungen ersetzte. Als nach Aufhebung des Sozialistengesetzes überall wieder Parteiblätter erscheinen konnten und die„Arbeiterchronik" überflüssig wurde, war Oehme in der Redaktton der„Fränttschen Tagespost" tättg. In den ersten Jahren semeS Aufenthalts in Nürnberg war er noch agitatorisch tättg bis da» zunehmende Alter ihn daran verhinderte. 1890 kandidierte er zur Reichstagswahl im Wahlkreise Bamberg. Im gleichen Jahre zog er sich wegen einer in Nürnberg gehaltenen Wahl» rede einen Majestätsbeleidigungs-Prozeß zu. als er die kaiser« lichen Erlasse krittsierte. Er erhielt damals drei Monate Festung, die «, der einzige sozialistische Redatteur in Nürnberg, der jemals mit Festung bestrast wurde, auf Feste Oberhaus bei Passau verbüßte. Die Leiche wird verbrannt werden. Parteipresse. Die Dortmunder ----------------- 1„Arbeiterzeitung" hat ihre maschinellen Einrichtungen verbessern müssen, um die steigende Auf ......---- m' 30 000 beträgt jetzt die Auflaw läge bewälttgen zu können. des Blattes. Nahe an 30 000' beträgt jetzt die Aufläge Aus Induftrie und Handel. daß hierfür nicht mehr als höchstens 1500 m. jährlich auf- 1 Bereiche des Gesamtverbandes von der Einstellung auszu gewandt werden dürften. Der Bezirksausschuß versagte schließen." Die neue Reichsanleihe. Die Interimsscheine der neuen diesem Nachtrag zum Statut die gesetzlich vorgeschriebene GeDie Modelltischler gehören dem Holzarbeiter- Verbande an, der 8½ prozentigen Reichsanleihe gelangten gestern an der Börse zur nehmigung und blieb hierbei auch in der vom Kassenvorstand foeben eine Aussperrung fiegreich abgeschlagen. Die Kühnemänner Notierung und stellte sich der sturs auf 101,50 Broz, während be- beantragten mündlichen Verhandlung. Er meinte, die Kasse werden sich hoffentlich auch einmal die Zähne ausbeißen. tanntlich der Emissionsfurs 101,20 Broz. beträgt und der Senrs der würde mit solcher Bestimmung ihre gesetzlichen Befugnisse alten 3% prozentigen Anleihe gestern mit 101,75 Prog. notiert wurde. überschreiten. Zu einem furzen Streif der Bühnenarbeiter kam es am Sonntag Das Angebot war ziemlich mäßig und erreichte der Umsatz nur etwa im„ Neuen Theater". Die Bühnenarbeiter werden halbmonatlich 300 000. Der Vorstand der Kasse legte beim Ober- Verwaltungs- abgelohnt, am 1. und and 16. jeden Monats. Wie an jedem 16., Dresdener Stadtanleihe. Wie wir fürzlich mitteilten, kauft die gericht Revision ein. Sein Vertreter machte unter anderem so gingen sie auch am Sonntag zur Direktion, um ihren Lohn in Stadt Dresden die beiden Dresdener Straßenbahn- Gesellschaften an. in den Rahmen der Befugnisse der Krankenkassen und die dafür wird nicht ausbezahlt". Die Arbeiter gingen zurück auf die Bühne, Stadt Dresden die beiden Dresdener Straßenbahn- Gesellschaften an. geltend, die Beschickung derartiger Kongreffe falle sehr wohl Empfang zu nehmen. Aber die Direktion erklärte,„ an Sonntagen Zu diesem Zwed nimmt die Stadtgemeinde Dresdens eine neue 31/ prozentige Anleihe auf im Betrage von 40 Millionen Mark, aufgewandten Kosten aus Mitteln der Kasse müßten als Ver- 80gen ihre Arbeitskleider aus, die Sonntagskleider an und er. Die Anleihe ist bis 1. Januar 1922 unfündbar und unterliegt von waltungskosten angesehen werden. Zu den Angelegenheiten flärten dem Inspektor, daß für sie ebenso Sonntag da ab einer Tilgung innerhalb 70 Jahren. Für die Anleihe und der Krantentassen gehöre es nicht nur, Krankheiten zu wollen. Dies hatte die Wirkung, daß in unglaublich kurzer Zeit wäre wie für die Direktion und daß sie diesen auch halten deren Berzinsung haftet die Stadtgemeinde Dresden mit ihrem ge- behandeln, sondern auch Krankheiten zu verhüten. Um vor- nicht nur die Bühnenarbeiter, sondern das gesamte Personal, bas famten Vermögen. Von dem Anleihebetrage ist seitens eines beugend wirken zu können, sei es aber erforderlich, den unter der Direktion des Neuen und Kleinen Theaters beide Dresdener Bankentonsortiums ein Teilbetrag von 86 Millionen Mark Ursachen auf den Grund zu gehen und die Institutionen zu gehören zusammen übernommen worden, der zum Kurse von 100,20 Proz. zur Ausgabe ersinnen, die geeignet seien, die hauptsächlich in Betracht war, ausbezahlt wurden. steht und deren Lohn am 15. d. M. fällig gelangt. Eine neue Schiffswerft des Stettiner Bultans. Seit mehreren fraglichen Kongresse. Deutfches Reich. kommenden Krankheiten einzudämmen. Mittel dazu seien die Jahren schon wird von der Direktion des Stettiner Vulkans die daran zu verhindern, bedeute einen Verstoß gegen die den gerber und Färber im Streif. In Grimma hat die Firma Dennerlein Die Beteiligung der Krankenkassen Achtung, Lederarbeiter! In Eglingen stehen sämtliche WeißAnlegung einer Werft an der Elbe verlangt, damit der Wulkan dort Strankenkassen vom Gesetzgeber zugewiesenen sozialen Auf- die Forderungen bewilligt, bei der Firma Händel ſtehen die Weißdie ihm aus dem Kreise der Hamburger und Bremer Reeder zu gehenden Aufträge ausführen lassen kann. Jekt soll dieses Projekt gaben. gerber in Kündigung. Von Kirchhain tommt die Nachricht, daß zur Ausführung gelangen. Die Verwaltung fordert von der einberufenen Generalversammlung der Aktionäre die Genehmigung cines Bachtvertrages, den sie mit dem Hamburger Senat wegen der Ueberlassung eines zur Werftanlage geeigneten Terrains ab geschlossen hat. Das Ober- Verwaltungsgericht bestätigte jedoch am unsere nicht in sündigung stehenden Kollegen von den Meistern 13. April das Urteil des Bezirksausschusses und führte aus: ausgesperri werden sollen. Zuzug von Weißgerbern und Färbern Die Genehmigung zum Statutennachtrag sei mit Recht versagt. nach Ghlingen, Grimma und Kirchhain ist streng fernzuhalten. Den Ausführungen des Vertreters der flagenden Kasse könne Der Zentralvorstand. Glasschleifer! Bei der Firma Keil u. Co. in Dresden, Augssich der Senat nicht anschließen. Die Kassen, die keine all- burgerstraße, drohen Differenzen auszubrechen. Zuzug nach Dresden Die Schweizer Konsumvereine haben nach der foeben von ihrem gemeine Selbstverwaltung hätten, sondern Zwangskaffen ist fernzuhalten. Arbeiterfreundliche Blätter werden um Abdruck Berbandssekretariat veröffentlichten Jahresstatistik im Jahre 1904 feien und dem Geseze unterlägen, könnten Aufwendungen nur gebeten. sviederum recht ansehnliche Fortschritte gemacht. Die Zahl der dem machen zu statutgemäßen Unterstügungen, das heißt zu solchen, Unternehmer- Brutalität. Die bei der Firma Sa geru. Wörner Verbande angeschlossenen Vereine ist auf 175( gegen 142 pro 1903) welche gesetzmäßig festgesezt würden; dann zur Bildung nachdem ihnen Streifarbeit zugemutet wurde. Am Dienstag find in München beschäftigten Steinarbeiter haben die Arbeit niedergelegt, gestiegen. Die Mitgliederzahl sämtlicher Vereine beläuft sich auf des Refervefonds und zur Deckung der Verwaltungskosten. bann auf weiteren vier Werkplägen die Arbeiter in den Ausstand ge rund 126 000 gegen 111000 im Vorjahre. Konsumvereinsa läden waren 593 vorhanden; sie verteilten sich auf 276 Gemeinden. Unter die Verwaltungskosten könnten die, welche der Statuten- treten. Nun hat der Scharfmacherverband im Baugewerbe sich der Die Warenbezüge erreichten die Summe von 48471000 Fr., was nachtrag im Auge habe, unmöglich fallen. Verwaltungs- Sache bemächtigt und mit der Aussperrung der gesamten Steineiner Zunahme des Umfages gegenüber dem Vorjahre im Betrage fosten seien nur solche, welche nötig seien, damit die Kasse arbeiter von München gedroht, wenn bis Donnerstag die Arbeit von 5,25 Millionen 12,1 Broz entspricht. Die von den ihre statutgemäßen, im gesetzlichen Rahmen liegenden Zwecke nicht wieder aufgenommen werde. Dieser Drohung haben die 175 Konsumvereinen erzielten Ueberschüsse erreichten 1904 die Höhe erreichen könne. Es bleibe die Frage, ob die Stasse gesetzlich Scharfmacher heute, Donnerstag, die Tat folgen lassen. von 4,62 Mill. Gr. 9,5 Proz. des Umsatzes. Hiervon wurden dem berechtigt sei, Aufwendungen zu machen, um Krankheiten zu Gestern haben die Unternehmer den Arbeitern einen Revers vorReferbefonds 615 200 Fr. zugewiesen, so daß die Totalhöhe dergelegt, in dem sie sich ehrenwörtlich verpflichten jelben auf 3,63 Mill. Fr. angewachsen ist. Das Anteilscheinkapital verhüten, vor allem, um sich die Lasten zu erleichtern, die sie sollten, aus der Organisation auszutreten und die Streifenden ist auf 2,25 Mill. Fr. gestiegen, die Zahl der Angestellten auf 1815. bei Krankheiten zu tragen habe. Wenn das allgemein zu in feiner Weise zu unterstützen. Das lehnten die Arbeiter lässig wäre, dann wäre der Statutennachtrag gefeßlich un- famt und fonders ab, worauf heute morgen bei sämtlichen Firmen bedenklich. Es sei aber nicht zulässig. Es müßte ja sonst die Entlassung der organisierten Gehülfen erfolgte. Buzug von Vierte Generalversammlung des Seemannsverbandes. auch zugelassen werden, dem einzelnen Mittel zuzuwenden, Steinarbeitern nach München iſt ſtreng fernzuhalten. Hamburg, 17. April. damit er nicht krank werde; z. B. jemandem, der mit einem Ein Streit der Maler, Anstreichher 2c. droht auch in Fürthi. B. Die Generalversammlung wurde am Montag morgen in Stanges Schwindsüchtigen zusammenwohne, eine andere Wohnung zu auszubrechen. Die Einreichung des von der Lohntommiffion der Gesellschaftshaus durch den Verbandsvorsitzenden P. Müller mieten usw. Arbeiter ausgearbeiteten Tarifvertrages wurde von den Unternehmern eröffnet. Der Sigungssaal ist geschmackvoll dekoriert; im Hinter- Auch für Belehrung dürften die Kassen Gelder nur soweit dadurch beantwortet, daß sie ihrerseits einen Tarif vorlegten, der grunde prangen über den Büsten von Marg und Lassalle in großen aufwenden, als es den Aufgaben der Kasse zugute komme, noch Berschlechterungen gegenüber dem bisherigen Zustande enthält. Lettern die Mahntvorte des ersteren:" Proletarier aller Länder, ver- 3. B. für Vorträge über Rechte und Pflichten der Mitglieder. Die Arbeiter wurden aufgefordert, den Tarif zu unterzeichnen, für den Weigerungsfall wurde Ihnen sämtlich mit Entlassung gedroht. Vertreten sind alle größeren und eine Anzahl fleinerer Drte. Die Verwendung von Kassengeldern zur Beschickung jener Die Unterschrift wurde einmütig verweigert. Der Kampf ist unAls Vertreter der Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands Songresse sei nicht zulässig. abwendbar, wenn sich die Unternehmer nicht eines Befferen befinnen. ist Genosse Sassenbach erschienen. Die Tarifbewegung der Zimmerleute Fürths nahm einen be Eine Erhöhung der Beiträge Invalidenversicherung wird zu Auf der Tagesordnung stehen acht Punkte, darunter„ Nechtsschuß einer von der schlesischen Bersicherungsanstalt herausgegebenen Dent- friedigenden Verlauf. Die Unternehmer haben einem Tarif au und Unterstützungseinrichtungen des Verbandes"," Kartellvertrag oder Industrieverband?" und" Der Gewerkschaftstongres in Köln a. Mh." schrift für notwendig erklärt. Die Anstalt rechnet für das Jahr 1908 gestimmt, der u. a. die 91stündige Arbeitszeit und einen Minimal lohn von 47 Pf. pro Stunde vorsieht. Dem gedruckten Geschäftsbericht des Zentralvorstandes für 1908/4 bereits mit einem Defizit von 7 Millionen Mark. entnehmen wir folgende Angaben: Die Bindung des Grundbesizes durch Fideikommiffe macht in Der Hafenarbeiterausstand in Nantes nahm gestern einen es über neue Seemanns- Veröffentlichungen der statistischen Korrespondenz im Jahre 1903: wobei etwa zehn Gendarmen durch Steinwürfe verlegt wurden. ... Wir haben stets vor Ueberschäzung der neuen 11 Fideikommisie mit 14 234,5 hektar neuerrichtet, während 5 Fidei- Mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen. Die meisten Läden Bestimmungen gewarnt und die praktischen Erfahrungen haben alle kommisse mit 6555 Hektar Fläche aufgelöst wurden. Es betrug dem im Hafenviertel sind geschlossen. unsere schlimmsten Befürchtungen als durchaus berechtigt erwiesen nach Ende 1908 die Zahl der Fideikommisse in Preußen 1152 und und bestätigt." einigt Euch!" Ausland. politikern über den Schellendaus gepriesene bon gewissen Sozial- Preußen noch immer Fortschritte. So wurden nach den neuesten heftigen Charakter an. Es kam zu Kundgebungen der Ausständigen, ordnung: Mit besonderer Freude wird konstatiert, daß es gelungen ist, für den Herbst 1905 einen allgemeinen Schugtongreß zustande zu bringen, auf dem Regierung und Reichstag recht derb die Wahrheit wird gesagt werden müssen". Der Schugtongreß wird voraussichtlich im Dezember cr. in Berlin stattfinden. 23 ihre Fläche 2 197 115,5 hektar, das find 6,3 Proz. des ganzen Staats- Letzte Nachrichten und Depefchen. gebietes. Der dritte österreichische Krankenkaffentag wird von der Reichs kommission der Krankenkassen Desterreichs für den 13., 14. und 15. Auguft nach Wien einberufen. Gewerkschaftliches. Drohender Ausstand wegen Maßregelung. Mannheim, 17. April.( B. H.) In der Benaschen Motorent fabrik wird der Ausstand morgen von neuem beginnen. Es handelt sich um die Maßregelung eines Ausschußmitgliedes, der Zurüd nahme die Arbeiterschaft bis heute abend verlangt. Wenn auch Fortschritte, die einigen wenigen Mitgliedschaften zu danken find, verzeichnet werden können, entsprach doch die Entwickelung des Verbandes nicht allen Erwartungen. Hamburg Christliche Missionstätigkeit im Gewerkschaftsleben. zeigt 1904 einen erheblichen Rückschritt; in Memel, KönigsAblösung der notleidenden Majorataherren. berg, Danzig, Wismar, Kughaven und Emden liegt die Bewegung Von dem durch sein rücksichtsloses Vorgehen im vor- Paris, den 17. April.( Senat.) Bei der Beratung des Bgevöllig brach. Die Zahl der eingeschriebenen Mitglieder fant von jährigen Maurerstreik resp. Aussperrung bekannten Bau- anschlags der Staatseinnahmen wird mit großer Mehrheit der Artitet 7440 zu Anfang 1908 auf 7233 Ende 1904, die der zahlenden stieg arbeitgeberbund zu Königsberg unter Führung des im angenommen, durch welchen fünfzehn Millionen Frant im gleichen Zeitraum von 2621 auf 3211, das Verbandsvermögen in fatholischen Kirchenvorstand sitzenden Herrn Lauffer sind Entschädigung den Inhabern der bom erften der Hauptkasse von 42 648 M. auf 59 453 M., in den Mitglied feit etwa 14 Tagen die Zimmerer ausgesperrt, weil sie Raiserreich gefchaffenen Majorate zugesprochen werden schaften von 22 299 auf 85 438 M. Da in Deutschland etwa 32 000 fich nicht einen Vertrag auf fünf Jahre aufzwingen lassen zum Ausgleich des Verzichts auf die jährlichen Zahlungen, die ihnen organisationsfähige Seeleute vorhanden sind, beträgt die Zahl der wollten. vom Staate bisher geleistet wurden. Minister Nouvier hatte Organisierten etiva 10 Proz. Die Zahl der Mitgliedschaften stieg von 28 mit 57 Zahllokalen auf 24 mit 59 Bablokalen; Rotter sich damals in einer Zwangslage befindenden Maurergesellen ohne Zahlungen der Entschädigungen abgeschafft werden sollten, Denselben Terrorismus, den diese Herren gegenüber den lebhaft einen Abänderungsantrag bekämpft, wonach die Majorate dam ging ein, Hoboken und Marseille wurden eröffnet. Die Einnahmen der Mitgliedschaften beliefen sich 1903 auf anwandten, üben sie jetzt nicht nur allein bei den und hatte die Vertrauensfrage gestellt. 47 307 2., 1904 auf 47 289 M., die Ausgaben auf 37 275 M. bezw. ausgesperrten, sondern auch bei den arbeitswilligen 40 908. Die Einnahmen der Hauptlasse 1908 auf 24 684., 8immerern aus. Sie verlangen, daß jeder Zimmer- Beratung des Gesezentwurfs betreffend die Trennung von Staat Baris, 17. April.( W. T. B.) Deputiertentammer. 1904 auf 26 273., die Ausgaben auf 15 461. beztv. 16 278 M. gefelle, den die Unternehmer beschäftigen, MitDas Verbandsorgan" Der Seemann" erschien laufend in glied im„ Christlichen Verband" ist. Kommen Zimmerer aus öffentlichen Kultusinstitute wird mit 341 gegen 222 Stimmen an und Kirche. Artikel 3 des Entwurfs betreffend das Vermögen der 5000 Auflage; der Seemanns kalender in 3500 bezw. der Provinz an und fragen diese bei einem Unternehmer nach genommen. Geemanns- Kalender 4000 Gremplaren; beide erforderten Zuschuß aus der Hauptkasse. Tarifbewegungen erfolgten 1908 imb 1904 in Flensburg, Stettin, Arbeit an, so erhalten dieselben erst einen Zettel an Herrn Ein Zusazantrag, der dahin ging, daß die Güter der religiösen Lübed, ein Streit 1904 in Stettin, partielle Stonflitte in Bremer Lauffer zur Aufnahme in den„ Chriftlichen Verband". Erst Institute, welche der Nation gehören, verkauft und den Erlös den haben und Rostock. Sie berliefen ausnahmslos günstig für wenn die Zimmerer durch Beitritt in diesen Verein gute Staffen für die Altersversicherung der Arbeiter zugewiesen werden die Beteiligten, denen sie zum Teil beträchtliche Verbesserungen Christen" geworden sind, erhalten sie gnädigst Beschäftigung. sollen, wurde mit 520 gegen 51 Stimmen verworfen. Soweit ist der Uebermut der Unternehmer im Bauarbeitgeber aur Beratung an die Stammer gelangen muß. Senat. Das Haus nahm das Budget an, welches nochmals Der Verbandsvorsitzende Müller erläutert eingehend den ge- bund schon gestiegen. druckt vorliegenden Geschäftsbericht. Den Kassenbericht erstattet der Freilich gibt es wenige Zimmerer in der Stadt und Tanger, 17. April.( W. T. B.)( Meldung der„ Agence Havas".) Haupttassierer Meyer, den Ausschußbericht SchmalfeldtBremerhaven, der hervorhebt, daß zwischen Verbandsvorstand und Provinz, die sich in dieser Weise verhöhnen und terrorisieren Der Vertreter des Sultans Ben Said hat amtlich bekannt gegeben, Ausschuß in allen zur Verhandlung gelangenden Fragen völlige lassen, deshalb läßt aber auch wohl die hochlöbliche Polizei baß Raisuli zum Kaid der Stämme in der Umgebung von Tanger lebereinstimmung geherrscht habe. Im Namen der Revisions- diesen christlichen Scharfmachern bereitwilligst ihre Unterstützung ernannt worden ist, die bereits in den letzten Monaten seiner Autorität tatsächlich unterstanden haben. tommission berichtet hoffmann- Hamburg, daß die Kaffenführung angedeihen. des Hauptkassierers sich in bester Ordnung befunden hat. Genau so wie bei dem vorjährigen Maurerstreik und trotz Bom ostasiatischen Kriegsschauplak. Zu dem Geschäftsbericht liegt ein Antrag vor, für die Hafenorte der damaligen vielen Freisprechungen auf ihre erfolgten An- Tokio, 17. April.( W. T. B.) Ein amtliches Telegramm meldet: der Provinzen Ost- und Westpreußen einen Beamten anzustellen. zeigen fahnden die Schuhleute auch hier wieder mit einem Fünf Schwadronen feindlicher Kavallerie zogen in der Nacht am Mehrere Anträge verlangen die Ausgestaltung bezw. öfteres Er Eifer, der einer besseren Sache würdig ist, auf Streifpoften. 15. d. M. in Sanhenching auf der Fatumen- Fenghmastraße ein. Die fcheinen des Verbandsorgans" Der Seemann". Ueber diese Anträge entspinnt sich eine lebhafte Debatte. Den Die organisierten Bauhülssarbeiter und Maurer erklären japanischen Truppen machten einen Nachtangriff und schlugen den Antrag auf Anstellung eines Verbands funktionärs begründet wa at sich mit den ausgesperrten Zimmerern solidarisch. Sie haben eind nach Norden zurück. Der Feind geriet in Banik und ließ acht Flensburg mit dem Hinweis, daß der Osten nur gewonnen werden beschlossen, an feiner Zimmererarbeit Hand an zu legen. Die Tote zurüd; unsere Verluste betrugen zwei Mann. Bei der Beschung verschiedener Punkte geriet die beiderseitige Kavallerie häufig fönne, wenn die Agitation planmäßig geschehe. Von Hamburg aus Unternehmer, die nun aber ohne die verpönten Arbeiter nicht aneinander. Sonst sind keine wesentlichen Veränderungen einlaffe sich diese Agitation nicht in gewünschter Weise betreiben. existieren können, lassen die nötigsten Arbeiten von unfundigen getreten. Arbeitswilligen- natürlich, chriftlichen" und Lehrlingen ausführen. Das hat natürlich schon Unfälle herbeigeführt. Würde die Polizei dem Treiben der übermütigen Unternehmer auch nur einen Teil der Aufmerksamkeit widmen, die sie den Streitposten schenkt, dann würde schon längst Friebe im Königsberger Baugewerbe sein. einbrachten. Soziales. Krankenkassen und Kongresse. Zur Neutralität Frankreichs. Tokio, 17. April.( Meldung des Reuterschen Bureaus.) Man rechnet hier aus, daß das baltische Geschwader am 12. d. M. mittags 14. mittags gesehen wurde, 48 Stunden in dem Hafen aufgehalten in der Kamranhbucht angekommen ist. Es muß sich also, als es am haben. Die Meldungen von dem verlängerten Aufenthalt des Geschwaders in den Gewässern von Cochinchina habe in Tokio UeberBerlin und amgegend. raschung hervorgerufen, da man es allgemein in Zweifel gezogen Aussperrung der Berliner Modelltischler. hatte, daß Frankreich das Anlaufen seiner Häfen der Flotte einer Der Gesamtverband deutscher Metallindustrieller friegsführenden Macht gestatten würde, die in Angriffsoperationen dem Berein deutscher Arbeitgeberberbände mit: Borstellungen erhebt; die Antwort darauf wird hier mit Spannung begriffen ist. Man erwartet, daß Japan unverzüglich bei Frankreich Der Verband deutscher Metallindustrieller hat befchloffen, die erwartet. Wenn Frankreich in Abrede stellen sollte, daß die Flotte Forderungen der Modelltischler abzulehnen. Auf Antrag fidh innerhalb der Grenzen der französischen Territorialgewäffer de genannten Verbandes sind bis auf weiteres alle von Berlin befindet, werde dies Japan Gelegenheit geben, die Schiffe Roschdjesttommenden Modell- usw. Tischler gemäß§ 25 der Sagungen im wenstis anzugreifen, ohne die französische Neutralität zu verleben. Die Aufgaben der Krankenkassen. Für Krankenkassen sehr wichtig ist eine Entscheidung des preußischen Ober- Verwaltungsgerichts, die dessen 3. Senat gefällt hat. Die Orts- Krankenkasse für den Gewerbebetrieb Der Kaufleute, Handelsleute und Apotheker zu Berlin wollte in ihr Statut eine Bestimmung aufnehmen, wonach die Beteilte schickung von Rongreffen aur Bekämpfung der Tuberkulose, des Alkohols und der Geschlechtsfrankheiten sowie der Wohnungstongresse gestattet sein sollte, mit der Maßgabe, Berantw. Red.: Paul Büttner, Berlin. Inserate verantw( mit Ausnahme der NeneWelt" Beilage): Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Borivärts Buchdr. u. Verlagsanft. Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Bellagen u.Unterhaltungsbl Nr. 92. 22. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 18. April 1905. Parteistimmen zum Organisationsstatut. angebracht, daß die Ausschlußvorschriften an der Spike ſtehen, tönnen. Wir erwarten beſtimmt, daß der Parteitag dieſe Beſtimmung " während diese Stelle den Vorschriften zukäme, die die Zu- des Parteivorstandsentwurfs, wonach die Fraktion durch eine Das Hamburger Echo", das den Entwurf in der Haupt- gehörigkeit zur Partei und die Form der Organisation fest- Delegation in ber Stärke des vierten Teils ihres Bestandes auf den stellen. Parteitagen vertreten werden soll, wieder herstellt und damit dem fache günstig aufnimmt, wendet sich gegen die unbedingte ZuTassung der ganzen Reichstags- Fraktion zum Parteitage, die örtliche Beschränkung in der Auswahl der Beisitzer eines Die Brandenburger Zeitung" wünscht, daß Instanz auf das Barteileben nach Kräften vorbeugt. illegitimen Einfluß dieser überhaupt nicht organisationsmäßigen Schiedsgerichts fallen gelaffen wird; der Angeschuldigte wenigstens sollte ganz frei sein in der Auswahl von Schiedsrichtern, die sein Vertrauen haben. indem es schreibt: Mit Bedauern haben wir gesehen, daß die im vorjährigen Entwurf des Parteivorstandes enthaltene Bestimmung, wonach die Hus der Frauenbewegung. Reichstagsfraktion nur durch eine, nicht ein Viertel ihrer Zahl überschreitende Delegation vertreten sein sollte, fallen gelassen worden ist. Der Parteitag foll eine Vertretung der Genossen im allgemeinen in einem längeren Artikel unter anderem mit der Vertretung Stockholm hat in den letzten Tagen zu aufregenden Ereignissen Die Leipziger Volkszeitung" beschäftigt sich Polizeibrutalität und Berleumdungen gegen ausgesperrte Arbeiterinnen. Die Näherinnenaussperrung bei der Firma Josephsson in fein und es ist nicht gut, wenn die Zahl der Parteifunktionäre eine der Fraktion auf dem Parteitage. Sie schreibt dazu: zu bedeutende wird. So lange die Reichstagsfraktion flein an Zahl geführt, die wieder einmal deutlich zeigen, in welcher Weise die war, hatte die Zulassung sämtlicher Abgeordneter als bevorrechtigte trägen niedergelegt worden sind und die auch der Parteivorstand in und wie die reaktionäre Presse Beihülfe dazu leistet. Am Mittwoch Die Wünsche, die auf dem Parteitag zu Dresden in sieben An- Bolizei der schwedischen Hauptstadt das Unternehmertum unterstützt Vertreter auf dem Parteitage feine Bedenken. Mit dem immer Bremen dadurch als berechtigt anerkannt hat, daß er in seinem Ent wurden drei streitende Arbeiterinnen, denen man nichts anderes weiteren Wachsen der Fraktion wird durch die bisherige wurf an den Parteitag zu Bremen die Bestimmung, vorschlug, daß vorwerfen Bestimmung der Organisation, die nun wieder in ihrem Bestande die Reichstagsfraktion durch Delegierte vertreten sein soll, deren gezeigt hatten, einem peinlichen Krenzverhör auf dem Polizeibureau konnte, als daß fie auf eine Streifbrecherin verlängert werden soll, das geordnete Vertretersystem durchbrochen, Baht den vierten Teil der Fraktionsstärke nicht übersteigen dürfe, ausgesetzt und erst nach Verlauf von vier Stunden wieder freigelassen. indem gerade den leistungsfähigeren Wahlkreifen zu den zugelassenen hat die Kommission zur Revision des Organisationsstatuts schnöde Eine von ihnen, ein 14jähriges Mädchen, fuchte die Polizei drei Delegierten in ihrem Abgeordneten ein vierter gegeben wird. ignoriert. Wir sagen schnöde ignoriert; denn es handelt sich hier durch Drohung mit 8uchthausstrafe zu dem Bekenntnis Der Einfluß, den die große Waffe der Parteigenossen durch ihre für um die Sanftionierung eines Parteiunrechts, das nunmehr zu zwingen, daß fie gefehen habe, wie ein demonstrierender Arbeiter ben bestimmten Fall gewählte Vertreter ausübt, wird durch das An- anfängt, eine Parteiplage zu werden. Längst ist der illegitime einer Streitbrecherin einen Fußtritt versetzt habe. Als der Polizeischwellen der Zahl der Abgeordneten und sonstiger Parteifunktionäre Einfluß, den die Fraktion im zu start eingeengt. Wollte man konsequent fein, so müßte den Mit gewöhnt, unangenehm aufgefallen und hat sich in parteiſchädlicher Sistierung der Arbeiterinnen befragt wurde, fonnte er felbft feine Parteileben auszuüben sich gewaltige Stendahl später von einem Journalisten über die Gründe zur gliedern der verschiedenen Landtage das gleiche Recht eingeräumt Weise geltend gemacht. Die Fraktion ist teine organisationsmäßige Auskunft darüber geben, Offenbar um diesen Mißgriff der Polizei werden, da nicht nur Fragen der Reichsgesetzgebung auf den all- Instanz in der Partei, sie ist kein Ausschuß der Parteigenoffen, zu bemänteln und die Deffentlichkeit gegen die Streitenden aufgemeinen Parteitagen verhandelt werden, vielmehr schon mehrfach ganz sondern der Wähler, also einer formlosen Masse, deren politische zuhetzen, brachten bürgerliche Blätter am Freitag eine verlogene spezielle, die Tätigkeit in Einzelstaatslandtagen betreffende Fragen Organisation ganz untontrollierbar ist. Ferner steht die Fraktion Geschichte über einige Unannehmlichkeiten, die ein Dienstmädchen zu zu scharfen Auseinandersetzungen Veranlassung gegeben haben. Wir unter dem Parteitag, ist dem Parteitag verantwortlich, und wenn erbulben hatte, das von einigen jungen Burschen unglücklichererinnern, um nur eins herauszugreifen, an die Stellung unserer sie auch in Sachen ihrer eigenen Tätigkeit nicht stimmberechtigt ist, weise für eine bayerischen und badischen Genossen zur Votierung des Gesamtbudgets. so kann sie doch durch ihre große Anzahl einen großen Einfluß auf sie übrigens selbst durch ihr törichtes und herausforderndes Streifbrecherin angefehen wurde, wozu Würde aber in diefer Weise das Vorrecht der Abgeordneten, das Zustandekommen von Parteitagsbeschlüssen ausüben und in Verhalten Veranlassung gegeben hatte. Nach dem auf Grundlage eo ipso als berechtigte Teilnehmer am Barteitage zu gelten, in der fritischen Lagen der Partei eine tattische Richtung geben, die nicht von Polizei- Angaben verfertigten Lügenbericht soll das Dienft Weise verallgemeinert, so würden wir schnell zu unhaltbaren Bu im Sinne der Gesamtheit der Parteiorganisation ist. Bei dem gegen mädchen gewaltsam nach dem Volkshause geführt, dort ganz ständen kommen, wie sie in den bürgerlichen Parteien üblich find, wärtigen Besuch der Parteitage bildet die Fraktion allein den vierten nach Bolizeimanier festgehalten" und wo die Offiziere alles, die Mannschaften nichts bekommen. Da die Teil; das ist ein großer Unfug, und man versteht nicht, wie ihn die untersuchungsgericht verhört worden sein, bei dem die im Berallgemeinerung aber weder wünschenswert noch der Partei Kommission der Dreiundzwanzig in dem Organisationsentwurf be- Bureau des Parteivorstandes angestellte Genoffin Frau Sterky den zuträglich ist, so liegt unseres Erachtens kein Grund vor, lassen konnte, troßdem ihn der Parteivorstand in seinem Vorentwurf Vorsiz geführt haben soll. bas bisherige Privilegium der Reichstags- Abgeordneten Wie in bereits preisgegeben hatte. aber das Mädchen selbst vollem Umfange aufrecht zu erhalten. Es erscheint als völlig aus- Eine derartige Einschränkung der Fraktionsvertretung auf den erklärt hat, ist sie auf ihren eigenen Wunsch nach dem zwei Parteigenossen, die sie später nach Hause begleiteten, reichend, wenn die Reichstagsfraktion durch eine genügend starke Parteitagen ist um so notwendiger, je größer einmal die Frattion Boltshause geführt worden, um hier über ihre Stellung Aufflärung Delegation vertreten ist. Den einzelnen Abgeordneten, die jeweilig und je buntfchediger ihre Zusammensetzung wird. Wir haben es bei zu geben. Sie wurde hier auch feineswegs gewaltfam festgehalten, nicht zu der Delegation gehören, muß es selbstverständlich un- den Wahlen von 1898 erlebt, daß da eine Reihe von Kandidaten sondern man bot ihr einfach allen nur möglichen Schutz an, Trotzbenommen bleiben, sich wie andere Genoffen als Delegierte wählen auftauchten, die man bis vor kurzem im gegnerischen Lager gesehen bem telephonierte sie nach dem Bolizeibureau um Schuß. Es tamen zu lassen. Den demokratischen Grundsätzen wird mit einer solchen hatte und die eben erst in die Partei hineingerochen hatten. jedoch keine Polizeibeamte und so verstand sie sich denn dazu, bon Einschränkung des Vertretungsrechts der Reichstagsfraktion durchaus Dem einen oder anderen wurde es auf den Kopf zugefagt, ben erwähnten zivei Parteigenoffen in einer Droschte nach Hause ge nicht zu nahe getreten, da die Demokratie gerade erfordert, daß auf daß sie noch gar feine Sozialdemokraten wären, und das bracht zu werden. Gegen den Lügenbericht, der zuerst in Aftonden Parteitagen, die doch gewissermaßen die Richter über die Tätig Berhalten dieser Herren in und nach Dresden hat ja diese posten" erschien, hat Reichstags- Abgeordneter Branting, welcher feit der Parteifunktionäre sein sollen, auch der vorwiegende Einfluß pessimistische Auffassung reichlich bestätigt. Zweifellos liegt da eine ben Vorgängen im Boltshause beiwohnte, eine Berichtigung an das der Genossenmaffen unter allen Umständen gesichert werde. große Unvorsichtigkeit der Parteigenossen in den Wahlfomitees bor, Schwedische Telegrammbureau" zur Veröffentlichung in der Presse Sonst hat das„ Echo" nur noch einige fleinere Aus- und diese ist um so verhängnisvoller, als die Barteigenossen in den übergeben. stellungen. Es macht darauf aufmerksam, daß die Be Wahlkreisen erfahrungsgemäß meist auf ihrem Stopf bestehen. Auch fendung der Berichtigung ab, so daß Branting fich ge Das Bureau lehnte jedoch die Ver stimmung, besondere Beiträge seien durch Marken zu Göhre foll im 20. sächsischen Wahlkreis bereits wieder so gut wie nötigt fah, fie direkt an die verschiedenen Blätter zu schicken. quittieren, das Sammeln in anderer Form verhindern könnte. aufgestellt fein. Die Partei aber muß sich gegen derartige In Hamburg aber habe sich das nötig erwiesen, da das Elemente schützen, und kann sie auch ihre Vertretung in der Deutscher Senefelder- Bund, Mitgliedschaft Berlin. Heute abend Sammeln mittels Marken dort nicht erfolgreich war. So Frattion nicht verhindern, so muß sie doch dafür sorgen, 8 Uhr im Restaurant Miegel, Stralauerstr. 57: Mitgliederversammlung dann weist es darauf hin, daß zwischen dem Tage der ersten nach Möglichkeit ferngehalten werden. Da gehören erprobte, alt(.. 29, Samburg), Filialen Berlin IX und X: Bersammlung daß sie aus der obersten Vertretung der Partei, dem Parteitag, und Borstandsfizung. Allgemeine Kranken und Sterbefasse der Metallarbeiter Einladung zum Parteitage und der Veröffentlichung der bewährte Parteigenossen hin und nicht Advokaten und Literaten, die am Dienstag abend 8 1hr bei Hahn( früher Gohlfe), Beuffelstraße 22. Anträge jetzt nur noch eine Woche Frist gelassen werden soll, eben in die Partei hineingekommen sind und nur ein Mandat der Tagesordnung: Aufstellung der Kandidaten zur außerordentlichen General mas zu wenig sei. Schließlich findet das„ Echo" es un- Bartei haben wollen, um die Partei bürgerlich retten" zu versammlung. Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Neues Theater.| Urania, Taubonstr. 48/49. Anfang 7%, Uhr. 8 Uhr: Bublitum gegenüber feinerlei Ein Sommernachtstraum. Der Simplon und sein Gebiet. Berantwortung. Theater. Dienstag, ben 18. April. Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Der Evangelimann. Schauspielhaus. Göz von BerMittwoch und folgende Tage: Ein Sommernachtstraum. Freitag: Geschlossen. 4 Uhr: Tierleben in der Wildnis. National- Theater Sternwarte Beinbergsweg 19. Abends 7, Uhr: Invalidenstr. 57/62. CASTAN'S ANOPTICUM. Die lustigen Weiber von Windsor. PAN lichingen mit der eisernen Hand. Die lustigen ( Anfang 7 Uhr.) Deutsches. Faust I. Teil.( Anfang 7 Uhr.) 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Schwagers und Schwiegervaters Albert Maaß sage allen Freunden, Gäften, fomie dem Gastwirtsverein der Schönhauser Vorstadt und insbesondere den Angeftellten der Kabelwerke herzlichsten Dant. Wwe. Elise Maaß.. Für die herzliche Teilnahme und die zahlreichen Kranzspenden am Sarge meines geliebten Mannes und herzensguten Baters, Schwiegersohns, Bruders, Schwagers und Dntels, des Bildhauers 10595 Emil Mantz sagen wir allen Bekannten, dem Verein, dem Personal des Professors Riegelmann und Herrn Pastor Groß mann für die troftreichen Worte unseren herzlichsten Dank. Die tieftrauernde Witwe u. Kinder. Orts- Krankenkasse der Stadt Schöneberg. Am Donnerstag, den 27. April 1905, abends 8 Uhr, findet in Obst's Festfälen, hier, Meiningerstraße 8, eine am Ordentliche Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 19. April, nachm. 5/2 Uhr, von der Leichenhalle des Elisabeth Kirchhofes, PrinzenAllee, aus statt. # Um zahlreiche Beteiligung er jucht 195/15 Der Vorstand. Zentral- Verband der Maurer Deutschlands. Zweigverein Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied Gottlieb Diehr am 14. d. Mts. gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Dienstag, den 18. April, nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des Georgen Kirchhofes in Neu1376 Weißensee aus ftatt. Rege Beteiligung erwartet Der Zweigvereinsvorstand. Deutscher am General- Versammlung statt. Tages Ordnung: 1. Geschäftsbericht. 2. Bericht der Revisionskommission und Entlastung des Vorstandes und des Geschäftsführers. 3. Bericht über den Stand der Bauangelegenheit. 4. Bericht über den Krankenkassen. tag in München. 5. Anstellung eines Beamten. 6. Verschiedenes. Der Vorstand. Reinh. Küter, 272/15 E. Flamme, Vorsitzender. Schriftführer. Ordentliche General- Versammlung Orts der Orts Krankenkasse der Hutmacher, Hutfurnituren und Filzwaren Verfertiger = in Berlin am Mittwoch, den 26. April 1905, abends 8 Uhr, im Restaurant A. Feind, Weinstr. 11, Holzarbeiter- Verband. vozu die Delegierten hiermit ein Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Jalousiearbeiter Adolf Dunker am 15. April verstorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Dienslagnachmittag um 4 Uhr von der Leichenhalle des Auferstehungs- Kirchhofes in Weißenfee aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 83/20 Die Ortsverwaltung. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau 1053b Justine Münch geb. Thiel nach langen Leiden gestorben ist. Die Beerdigung findet am Mittwochnachmittag 4 Uhr von der Friedhofshalle, Pappel- Allee 16, aus statt. Ernst Münch nebst Kindern. Am 15. d. M. berstarb nach langen schweren Leiden meine liebe gute Frau, unsere herzensgute Mutter, Großmutter, Schwie germutter, Schwester, Schwägerin und Tante Luise Ringer geb. Lohan im Alter von 58 Jahren. Dies zeigen tiefbetrübt an die trauernden Hinterbliebenen August Ringer, Maurer, nebst Kindern. am Die Beerdigung findet Dienstag, den 18. April, nachmittags 3 Uhr, vom Trauer hause Wollinerstr. 34 aus, nach dem Kirchhof der Friedensgemeinde in Nieder- Schönhausen, Nordend statt. Danksagung. 10516 Für die zahlreiche Beteiligung bei Hausvoigtei- Platz 11, 2. Etage ber Beerdigung meines lieben Mannes ( an der Jerusalemerstraße).* Bei Vorzeigung dieses Inserates an der Kasse werden 5 Proz. Rabatt vergütet: Singer Nähmaschinen Einfache Handhabung! Große Haltbarkeit! Bobe Arbeitsleiftung! ST. LOUIS 1904: 7 Grand Prix und 7 Goldene Medaillen. Unentgeltlicher Unterricht, auch in der modernen Kunststickerei. Elektromotore für Nähmaschinenbetrieb. Singer Co. Nähmaschinen Act. Ges. BERLIN, Leipzigerstr. 92. Filialen in allen Stadtteilen. 26372* und Vaters sage ich allen Kollegen und Kolleginnen sowie der Firma Schreiber u. Co. und dem Rauch klub „ Osten" meinen herzlichsten Dant. Bitive Martha Prauße 10785 nebst Kindern. Danksagung. Allen Teilnehmern bei der Beerdigung meines lieben Mannes und guten Baters, insbesondere Kollegen der Allgemeinen Elektrizitätsden geladen werden. Tages- Ordnung: 10476 1. Jahres- und Kaffenbericht. 2. Be richt der Revisoren pro 1904 und eventuell Antrag auf Erteilung der Decharge des Vorstandes und des Rendanten. 3. 3. Berschiedenes. Eintritt nur gegen Borzeigung der Postkarte gestattet. Der Vorstand. Hermann Lentz, Borsigender, Gneisenauftr. 102. Kranz- und Blumenbinderei von Robert Meyer, uur Mariannen- Straße 2. Vereins- Kränze, Palmen- u. Blumen Arrangements, Bouquets, Guirlanden usw. werden fein u. preiswert geliefert !!! Auf Teilzahlung!!! kaufen Sie am besten!!! Wöchentlich nur 1 Mark Herrenund Damenuhren, Standuhren, Regulateure, Freischwinger, Brochen, Ringe, Ketten, Zither n, Phonographen, Plattensprech maschinen, große Auswahl in Platten, echte Edisonund Columbia- Apparate und Walzen zu Originalpreisen. Juhre& König, Warschauerstraße 72, 1. 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Die Mitglieder werden ersucht, ihr Wahlvereins- oder Gewerkschaftsbuch den Stontrolleuren vorzulegen. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. 3..: Ernst Obst. 69/5 Verband der Sattler. Achtung, Koffermacher! Mitgliedsbuch legitimiert. E Der Vorftand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 18. April, abends 8% Uhr, in der Ressource, Kommandantenstraße 57: General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Duartal. 2. Vortrag des Schriftstellers Heinr. angelegenheiten. Ströbel: Schiller und seine Zeit". 3. Diskussion. 4. Vereinss Mitgliedsbuch legitimiert. N Mitglieder werden in der Versammlung, auf dem Bahlabend und in folgenden Zahlstellen aufgenommen: Gottfried Schulz, Admiralstr. 40a. Wilh. Börner, Ritterstr. 15. Emil Götte, Brandenburgstr. 18. Ad. Flick, Simeonstr. 23. 0. Blume, Alte Jakobstr. 119. Franz Krüger, Naunynstr. 54. Grunewald. Karfreitag: Herrenpartie nach dem Dienstag, den 18. April, abends 8, Uhr, im Gewerkschaftshaus, Treffpunkt Bahnhof Hallensee, Restaur. über der Brücke rechts, früh 9 Uhr. Engel- fer 15, Saal 8: 240/13 Der Vorstand. Außerordentliche Koffermacher- Versammlung. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Tages 1. Das Resultat der Verhandlung mit den Arbeitgebern. 2. Unfere UAE tpeitere Stellungnahme. 156/13 NB. Wir erwarten, daß jeder Koffermacher zur Stelle ist. Die Schlichtungs- Kommission. Zentral- Verband der Steinarbeiter Berlin I. Donnerstag, den 20. April, abends 8 Uhr, im Englischen Garten", Alexanderstr. 27c: Mitglieder- Verfammlung. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal, 2. Maifeier. 3. Die neue Verbreitung unseres Fachorgans. 4. Gesuch der Potsdamer Kollegen, 5. Wahl der Gauleitung. 6. Berschiedenes. Achtung! Verwaltungsstelle Berlin. Haupt- Bureau: Engel- llfer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Aint IV, 9679. Arbeitsnachweis Bimmer 34. Amt IV, 3353. Schlosser! Achtung! Mittwoch, den 19. April 1905, abends 8 Uhr: der Schlosser Berlins und Uingegend Allgemeine Versammlung im Lokal Kolberger Salon", Kolbergerstraße 23. Tages- Ordnung: 20ie sieht es in den Berliner Schlosserei- Betrieben aus, und was haben die Schlosser zu tun, um ihre Lage zu verbessern?" Referent: Kollege Wuschick. Zu dieser Versammlung sind ganz besonders eingeladen die Kollegen der Firmen: Breeft& Co., Thyssen& Co., Arnheim, Panzer ( Aft.- Gef.), Röjjemann, Benecke, Schulz& Holdefleik, Hein, Lehmann& Co., König, Kücken& Co. usw. Kollegen! Es ist dies seit langer Zeit die erste Bersammlung, die 172/10 im Norden Berlins für die Schlosser abgehalten wird. Darum agitiert, daß diese Versammlung recht zahlreich besucht wird. Hauptsächlich ist es not wendig, daß die Stolonnenführer in dieser Versammlung erscheinen. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Morgen, Mittwoch, den 19. April, abends 8, Uhr, im ,, Gewerkschaftshaus", Engel llfer Mr. 15: Vertrauensmänner- Verfammlung für sämtliche Bezirke und Branchen. Zages- Ordnung: 1. Der 1. Mai. 2. Streifs und Differenzen. 3. Verbandsangelegenheiten. Vertrauensmännerkarte nebst Mitgliedsbuch legitimiert. 83/ 18* Jede Werkstatt muß vertreten sein. Die Ortsverwaltung. Mittwoch, den 19. April 1905, abends 8%, Uhr: Versammlung der Chirurgischen Branche im Rosenthaler Hof", Nosenthalerstraße 11-12. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen int über:" Die Bedeutung des Unfall. gesetzes für die Arbeiter". 2. Diskussion. 3. Der Streit bei der Firma Hauptner. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. 115/8 Die Kollegen werden ersucht, pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Unter Lehrer richts tag Max Montag ökonomie künfte, Abgaben, Gebühren, Grunwald Natur- Erkenntnis Geschichte Gesetzeskunde Fortschr.Die Ortsverwaltung. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarheiter Deutscher Holzarbeiter- Verband. E. H. No. 29, Hamburg.- Filiale 7. Mittwoch, den 19. April 1905, abends 8 Uhr: Zahlstelle Rixdorf. Donnerstag, den 20. April 1905, abends 8%, Uhr, bei Thiel, Bergstraße 151/52: 83/19 Mitglieder- Versammlung General- Versammlung. bei Hoffmann, Basewalterstraße Nr. 3. Tages- Ordnung: Tages Drdnung: Steuern. 6. Staatsschuldenwesen. 7. Gemeindefinanzen. 8. Die Finanzen des Deutschen Reiches und der Bundesstaaten. Die Abstammungslehre und die Lehre Darwins. 1. Der Grundgedanke der Abstammungslehre. 2. Die Zuchtwahllehre Darwins, die künstliche Züchtung von Haustieren und Kulturpflanzen. 3. Natürliche Zuchtwahl, Gesetz der übermäßigen Vermehrung, Individuelle Unterschiede. Kampf ums Dasein. Selektion( Auswahl). Anpassungen. ( Schutzfärbung, Nachahmung usw.) 4. Die Bedeutung der vergleichenden Anatomie für die Abstammungslehre. 5. Wechselwirkung Rückder Teile( Korrelation). bildung und rudimentäre Organe. Entwickelungsgeschichte und Namensgeschichte. Biogenetisches Grundgesetz. 6. Geschlechtliche Zuchtwahl, Verschiedenheit der Geschlechter. Sekundäre Geschlechtscharaktere. Schmuckfarben, Bewerbungskünste, Waffen und Kämpfe der Männchen. 7. Die paläontologische Urkunde ( Bedeutung der Versteinerungen). 8. Verschiedenheit der Tierwelt in den Perioden der Erdgeschichte. Stammbaum der Tierwelt. 9. u. 10, Abstammung des Menschen. Schiller und die deutsche Kultur des achtzehnten Jahrhunderts. 1. Das deutsche Bürgertum um 1750. 2. Fortschritte des nächsten Menschenalters.. 3. Schillers Jugendjahre und Jugenddramen. 4. Das Ideal der Menschlichkeit. 5. Der Geschichtsschreiber Schiller. 6. Wendung zum Idealismus: Einfluß Kants.- 7. Einfluß der griechischen Dichter. 8. Das Ideal der Freiheit. 9. Die großen Dichtungen des letzten Jahrzehnts. 10. Schicksale des Idealismus im neunzehnten Jahrhundert. Preußische Verfassung und Verwaltung. 4. Die 1. Die Entwickelung der deutschen Einzelstaaten. 2. Die Bildung des preußischen Staates, seine Stellung im Deutschen Reich. 3. Die Rechtsstellung des Königs und seiner Familie. Zentralverwaltung. Die Ministerien. 5. Verwaltung und Polizei. Die Verwaltungsgerichtsbarkeit. 6. Der Landtag. 7. Provinzial-, Bezirks- und Kreisverwal8. Gemeindeverwaltung. tung. 9. Finanzwesen und Steuern. 10. Schule und Kirche. Staatsbürgerrechte. 11. Die 12. Die Arbeiterschaft und der preußische Staat. Kursus in Arbeiten über Probleme aus der National- theoretischen Nationalökonomie. ökonomie M. H. Baege Dienstag Max Mauren Mittwoch brecher Simon Katzenstein Donners tag Max Grunwald Freitag RedeUebung Uebungen in mündlicher Rede und im schriftlichen Aufsatz. Max Mauren- Freitag brecher Der Unterricht beginnt in Nationalökonomie Montag, den 8. Mai; Natur- Erkenntnis Dienstag, den 2. Mai; Geschichte Mittwoch, den 3. Mai; Gesetzeskunde Donnerstag, den 4. Mai; Rede- Uebung und Fortschrittskursus in Nationalökonomie Freitag, den 5. Mai. Jeder Kursus erstreckt sich auf zehn Abende und beginnt Die reichhaltige Bibliothek ist an diesen Abenden von 8 bis 1. Bericht des Kassierers. 2. Beschlußfaffung über Einführung der Kranten pünktlich um 9 Uhr und endet pünktlich um 11 Uhr. Der Vorstand. 1. Warum findet eine außerordentliche Generalversammlung" statt? faffe. Referent: Exner. 3. Maifeier. 2. Wahl eines Wahlkomitees. 3. Aufstellung eines Kandidaten zur General Mittwoch, den 19. April er., abends 8 Uhr, bei Buggen- Uhr geöffnet. versammlung. 4. Verschiedenes. 115/9 Die Ortsverwaltung. 3. A.: E. Warnst, Colbergerstraße 7. hagen, Morigplas,( Kaiserfaal): Proteft- Verfammlung. Brennabor- Räder Medizinische Experimente an lebenden Menfchen. und Jenensia- Räder auf Teilzahlung! Zwei Jahre Garantie! m. 65.-, mit Freilauf Sozial- Lurus . 100.Gebrauchte Räder billig! Bitte genau auf Hausnummer 23" zu achten. Sozial Räder 23. R. Groskurth, Berlin C. Münzstr. 23. 200 Cigarren umsonst. Da ich bekanntlich die größten Konkursläger und Gelegenheitsposten lause, versende ich jetzt 200 Std. volle 8 Pf.- Bigarren für 11,40 M. und gebe außerdem 200 Std. gratis, für Weiterempfehlung. Also diesmal 400 Std. für 11,40 M. oder 800 Std, für 22 M. Bersand franko Nachnahme ohne Staufzwang. Garantie: Zurücknahme und Geld refour. Nur iver bis 28. April bestellt, erhält 200 Std. umsonst. F. Kauffmann, Bersandhaus, Hamburg I. 3/ Pfund Brot 53%. ( Backware 104/ 11* Darf ungestraft an lebenden Menschen medizinisch experimentiert werden? Referenten die Herren Gerling, Canitz, Schirrmeister. Freie Diskussion ist jedem zugesichert. err Brof. Dr. Jacob ist zu dieser Bersammlung schriftlich eingeladen. Die Bevölkerung Berlins muß einmütig dagegen Berwahrung einlegen, daß ohne weiteres Experimente an Iebenden Menschen vorgenommen werden dürfen. [ 10586] Der Einberufer Berlin SO. 16, H.& P. Uder, Engel- Ufer 5. Tabak- Grosshandlung u. Tabakfabrik. Rauch, Kau-, Schnupftabake, Zigarren, Zigaretten. Vorteilhafteste Bezugsquelle für Wiederverkäufer. Größte Auswahl gelagerter Zigarren in allen Preislagen. Sämtliche bekannten Marken Zigaretten( Garbáty, Josetti usw.) Amt 4, 3014. zu Originalpreisen. 50 Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Albrechts Bäckereien: Wrangelftr. 135, Krautstraße 19, Falckensteinstr. 28, Laufikerstr. 2. Markthalle Püdlerstr., Stand 222/23 Markthalle Andreasstr., Stand 16/18 Centrale: Boghagenerstr. 13. Würzburger Hühneraugenmittel Berlins und Umgegend. Mittwoch, den 19. April 1905, abends 8 Uhr, bei Dracsel, Neue Friedrichstraße 35: General- Versammlung. Tages Drdnung: Der Mitgliedsbeitrag beträgt pro Monat 25 Pf.; das Unterrichtsgeld für jedes Fach beträgt pro Kursus 1 Mark und ist spätestens am zweiten Abend zu zahlen. Der erste Abend jedes Kursus steht jedermann zum unentgeltlichen Besuche frei. Die Aufnahme neuer Mitglieder und Schüler erfolgt am besten bei Beginn jedes Kursus im Schullokal Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Hot links 2 Tr., und in nachstehenden Zahlstellen: Gottfr. Schulz, Admiralstraße 40a; Reul, Barnimstraße 42; Vogel, Demminerstraße 32; Krause, Müllerstraße 7a; Horsch, Engel- Ufer 15. Alle Zuschriften sind an den Vorsitzenden Hermann Lammé, Berlin S. 59, Freiligrathstraße 3, 1. Querg. IV, Geldsendungen an den Kassierer H. Königs, Berlin S. 59, Hasenheide 56, zu senden. 4/ 19* Der Vorstand. E. Dörings Restaurant Joersfelde. Amt Tegel 21. Tegelort bei Tegel. Schönstes und größtes Etablissement dieser romantischen Gegend. Unmittelbar an der Havel und am Walde gelegen. Herrlicher schattiger Garten mit Hallen, 2 Kegelbahnen, Karussell, Schießzelt, Spielplätzen. Kaffeeküche. Ruderboote. Großer Tanzsaal. Unterzeichneter empfiehlt den verehrlichen Vereinen und Gesellschaften sein Lokal zur Abhaltung von Festlichkeiten und zur Einkehr bei Ausflügen zu Wasser wie zu Lande. Mittagstisch zu kleinen Preisen. Ausspannung. bon Dr. H. Unger- Würzburg.20 f. 129/17 Sn Berlin: 1. Abrechnung des Raffierers vom 1. Quartal 1905, Bericht der Revisoren und Wahl eines Dampferlinie: Tegel- Heiligensee. Landungsstelle direkt am Restaurant. Salomon- Apotheke, Charlottenstraße. Revisors. 2. Anträge des Ausschusses und Vorstandes. 3. Vereinsangelegenheiten. Greif- Apotheke, Barnimstr. 33. Mitgliedsbuch legitimiert. Jn Breslau: ctoria Apothete, Friedr.Bihelmstr.34. 2571L* Der Vorstand. Straßenbahnverbindung: Unter den Linden- Charlottenstraße- Tegel u. Oranienburger Tor- Tegel. Bahnverbindung: Nordbahn- Tegel( ab Stettiner Bhf.). Bollzähliges Erscheinen erwartet Verantw. Red.: Paul Büttner, Berlin. Inferate verantwo( mit Ausnahme der Neue Welt. Beta Barwärts Buchdr. u. Merlagsanft. Paul Singer& Co., Berlin W 2852 Nr. 92. 22. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Achter Verbandstag der Maurer Deutschlands. Braunschweig, 15. April. Dienstag, 18. April 1905. Delegierten mit einem gebundenen Mandat zur Arbeitslosenunter- Groß Hamburg dafür gesprochen, wird der Antrag an stügung hierher gekommen, aber auch sie würden nicht als Gegner, genommen. sondern als warme Verteidiger derselben arbeiten. Es erfolgt nunmehr die In der heutigen Es erfolgt eine weitere Beratung des Vorstandsentwurfes der Vormittags- Sigung Arbeitslosenunterstügung. Beratung des vorgelegten Statutenentwurfs, tommen zunächst die noch übrigen allgemeinen Anträge zur Be- Ede- Hamburg befürwortet denselben mit beredten Worten, da die verhältnismäßig sehr kurze Zeit in Anspruch nimmt. Als handlung. Eine von Dortmund beantragte Resolution, welche von derselbe auf den Erfahrungen, die andere Drganisationen mit der Neuerungen sind die Verbandsbeiträge und die zu leistenden Unterdem Verbandsorgan und den agitatorisch tätigen Kollegen verlangt, Arbeitslosenunterstügung gemacht haben, aufgebaut fei. Ob die fügungen festgesezt. Ein weiterer Absaz regelt die Unterstüßungs auf die Gefahren des Alkohols aufmerksam zu machen, veranlaßt felben sich auch für unsern Verband bewähren, bleibe abzuwarten, fäße, die an die Familien derjenigen Mitglieder, welche infolge von eine Alkoholdebatte, die mit der einstimmigen Annahme der aber jedes weitere Experiment scheine überflüssig, ja bedenklich. Alle Rechtsstreitigkeiten inhaftiert sind, gezahlt werden. Dieselben be weiteren Anträge, die zur Arbeitslosenunterſtügung gestellt sind, 2,15 m., in der dritten 2,35 M., in der vierten 2,55 M., in der Einige Anträge, die den Rechtsschutz unfallverletzter Kollegen werden teils abgelehnt, teils zurückgezogen. Der Entwurf des Vor- fünften 2,75 M., außerdem für jedes schulpflichtige Kind in allen tragen in der ersten Beitragsklasse pro Tag 1,95 M., in der zweiten oder den Rechtsschutz der Kollegen gegenüber den Baulöwen betreffen, standes und Ausschusses wird gegen 6 Stimmen angenommen. werden als durch das Statut erledigt erklärt. Es erfolgt die Berichterstattung Gegenüber einigen Anträgen, den Ort des nächsten Verbandstages schon jetzt zu bestimmen, beschließt der Verbandstag, die Wahl des Drtes wie bisher dem Vorstand und Ausschuß zu überlassen. Längere Zeit nehmen noch die Anträge in Anspruch, die sich mit der Affordarbeit der Statutenberatungs- Kommission. い Klaffen 25 Bf. pro Tag. Weiter wird statutarisch festgelegt, daß in Zukunft die Gauleiter in allen Generalversammlungen beratende Stimme haben. Auch ist der Vorstand berechtigt, mit den Gaus leitern gegebenenfalls Konferenzen abzuhalten. Römer Hamburg gibt die einzelnen Menderungen bekannt. redaktionellen Aenderungen erfolgt die fast einstimmige An Nach einigen Es wird beschlossen, daß zur besseren Uebersicht für die Delegierten nahme des die Vorlage gedruckt vorgelegt werden solle, um dann weiter darüber reglements. Auf Anfrage von Rathmann erklärt Römer Statuts einschließlich des Wahl- und Streitbeschäftigen. Die stritte Beseitigung der Affordarbeit fordert zwar zu beraten. Zum nächsten Punkt: feiner der Anträge, weniger, weil man, der Beseitigung feindlich Hamburg, warum bei allen Leistungen des Verbandes die negative Gewerkschafts- Rongreß gegenüber steht, als in Erkenntnis der Schwierigkeiten, die aus einem macht Schrader- Hamburg einige Ausführungen. Er streift die Gesetz nicht in Konflikt zu kommen. Die erhöhten Beiträge sollen, Form gewählt sei, daß dies lediglich darum geschehe, um mit dem dahingehenden Beschluß erwachsen würden. Es nehmen eine beträcht- Hauptpunkte, die zur Beratung stehen. Bezüglich der Maifeier wie bereits mitgeteilt, erhoben werden, das Statut tritt dagegen mit liche Anzahl Delegierte zu diesem Punkte das Wort. Der Verbands- ist Redner der Ansicht, daß es notwendig sei, einmal flipp und klar dem 1. Juni 1905 in Kraft. tag beschließt darauf einstimmig, die Frage der Affordarbeit auf auszusprechen, daß, wenn die Maifeier Wert haben solle, eine bedie Tagesordnung des nächsten Verbandstages zu sehen. In der stimmig wird dann weiter beschlossen, die Resolution des fünften und Deutschland mit der Arbeitsruhe gerechnet, und der Kongreß möge wird die Diätenfrage dahin geregelt, daß pro Tag 7 M. und Entdingungslose Arbeitsruhe eintreten müsse. Bisher hat man nur in Nachmittags Sigung fiebenten Verbandstages in Sachen der Affordarbeit wieder zu demgemäß beschließen. Auch den Generalstreit streift Redner. Es schädigung des Arbeitsverdienstes sowie Retourfahrkarte III. Klasse erneuern. Die Resolution lautet: Der fiebente Verbandstag des Zentralverbandes der Maurer Regterer äußert sich zu der Tätigkeit der Gewerkschaftskartelle, die Bremen und Hannover die Verbandsrevisoren zu wählen haben. Ein sprechen hierzu Failenschmied- Stuttgart, Jansen- Düsseldorf. bezahlt werden soll. Ferner wird bestimmt, daß die Zahlstellen Deutschlands spricht aus, daß die Affordarbeit ungleich mehr als nach seiner Meinung bei dec Agitation für den ginimerer- Verband Antrag Bergedorf, der besagt, im Verbandsbureau sind teine weibjede andere Lohnarbeit dazu angetan ist, die Ausbeutung der in den meisten Fällen versagt habe, wie wohl die meisten Gauleiter lichen Personen zu beschäftigen, wird nach kurzer Debafte abgelehnt. Arbeiter durch die Unternehmer und besonders auch die Unfall- bestätigen tönnten. gefahr auf den Bauten zu fördern. Damit sind die Arbeiten der Generalversammlung vollendet. Ein In Erwägung dessen und in fernerer Erwägung, daß auch die Akkordarbeit dazu angetan ist, die Solidarität der Arbeiter hintan zu halten, spricht der Verbandstag den dringenden Wunsch aus, daß die Mitglieder für die Abschaffung der Akkordarbeit wirken mögen." Angenommen wird auch ein Antrag Barby: " Ist in einem Zweigvereinsgebiete die Attordarbeit verboten, so dürfen dortfelbft auch Mitglieder anderer Zweigvereine nicht im Afford arbeiten." Es bleiben nun noch einige Ergänzungen des Statuts, die nach den Vorschlägen der Redaktionsfommission angenommen werden. Dasselbe geschieht bei dem Bericht der Beschwerdekommission. Von Jakob Leipzig wird nun beantragt, den Sitz des Verbandes von Hamburg nach Berlin zu verlegen. Antragsteller begründet das mit der günstigeren geographischen Lage der Metropole des Reiches und der sich daraus ergebenden Vorteile. In der Debatte werden nun natürlich alle Gründe hervorgesucht, die für diesen oder jenen Drt sprechen. Für Hamburg spricht Sense, für Berlin ante. Bömelburg erklärt, daß der heutige Verbandstag teine Entscheidung treffen dürfe. Die Frage der Verlegung des Verbandes fei eine so einschneidende, daß man doch erst gewichtigere Gründe dafür anführen müßte, als bisher dafür vorgebracht sind. Uebrigens solle man nicht vergessen, daß das alte reaktionäre preußische Vereinsgesetz immer noch besteht. Der Antrag at ob wird abgelehnt. Es folgen nun die Wahlen mit folgendem Resultat: Zum Gewerkschaftskongreß werden delegiert Muth Köln, Ersazmann Hante- Berlin.( Die übrigen Delegierten sind bereits auf dem vorigen Verbandstage gewählt.) Der Ausschuß( jetzt 11 Personen) setzt sich zusammen aus den früheren Mitgliedern und zwei Berliner Kollegen. Die Wahl des Verbandsvorstandes ergibt die einstimmige wiederwahl aller bisherigen Vorstandsmitglieder. Neu gewählt werden: Busch als Beifißer, Banfer als Sekretär. Die Wahl der Redaktion des„ Grundstein" zeitigt dasselbe Resultat: Baeplow, Staningt; neu gewählt wird Winnig Gelsenkirchen. Die Arbeiten des Verbandstages find damit erledigt. betont, daß die harten Worte, die zum Teil gefallen sind, vergessen Schrader gibt ein kurzes Resumee über die geleistete Arbeit. Er werden müssen, um trotz aller Meinungsverschiedenheiten die gefaßten Beschlüsse zur Ausführung zu bringen, damit die 16. Generalversammlung als ein weiterer Markstein in der deutschen Zimmererbewegung zu betrachten sei. der Marsellaise erreichte die Generalversammlung ihr Ende. Marktpreise von Berlin am 15. April. Nach Ermittelungen des Roggen), gute Sorte 13,80-13,79., mittel 13,78-13,77 9., geringe gl. Polizei- Präsidiums. Für 1 Doppel- Bentner: Weizen**), gute Sorte 17,30-17,27 M., mittel 17,24-17,21 M., geringe 17,18-17,15. 13,76-13,75 M. bis 13,80 M., geringe 13,70-12,60 m. afer*), gute Sorte 16,20-15,40., Futtergerste*), gute Sorte 16,10-15,00 m., mittel 14,90 mittel 15,30-14,60 m., geringe 14,50-13,80 M. Erbsen, gelbe, zum Stochen 45,00-30,00 m. Speisebohnen, weiße 50,00-30,00 m. Linfen 60,00-30,00 2. Kartoffeln 10,00-6,50 M. Richtstroh 5,00-4,66 m. eu 9,10-7,40 M. Für ein Kilogramm Butter 2,80-2,20 M. Gier per Schod 4,00-2,80 m. *) Frei Wagen und ab Bahn.**) Ab Bahn. Witterungsübersicht vom 17. April 1905, morgens 8 1hr. den Standpunkt, daß die Maifeier in Deutschland sich nicht zu dem Bringmann Hamburg vertritt in längeren Ausführungen auswachsen konnte, als was fie bei Einführung gedacht worden sei. Grund hierfür sind die Verhältnisse, die in Deutschland ganz anders als wie in anderen Ländern liegen. Ursprünglich sei die Maifeier als Demonstration für die Arbeiterschutzgesetzgebung gedacht. Durch diese Demonstration follte für die gefeßgebenden Faktoren ein gebung zu beobachten. Doch die Gesetzgebung in Deutschland fümmert Gradmesser geschaffen sein, den Fortschritt der Arbeiterschutzgesetz hat die Demonstration für Deutschland nicht die beabsichtigte Wirkung fich den Teufel um die diesbezüglichen Wünsche der Arbeiter. Dadurch gehabt. In Rußland liege die Sache wesentlich anders, dort habe fie den Charakter einer bevolutionären Bewegung dank der dort herrschenden wirtschaftlichen und politischen Krisen annehmen können. Redner betont, nach seiner Meinung sei die Maifeier in Deutschland fein gewerkschaftliches Aktionsmittel. Ferner bezeichnet Redner den Standpunkt, den der Genosse Friedeberg in Berlin zu dem Generalstreit eingenommen habe, als einen anarchistischen. Bei Durchführung von dessen Ideen werde nur die Reaktion Vorteile haben. Generalstreits als solche lassen sich nicht vorher vorbereiten, fondern dieselben müssen impulsiv auftreten, um die Wirkungen zu erzielen, die man erhofft. Selbst der Generalstreit, der einmal ein Mittel sein könne, das herrschende Klassenregime zu stürzen, fönne Stationen nicht vorher vorbereitet werden, sondern müsse zur gegebenen Zeit aus fich selbst heraus fich entwickeln. Ueber die Tätigkeit der Kartelle spricht Redner sich dahin aus, daß fie all die Funktionen Swinemde. 746 D erfüllen follen, wozu die einzelnen Gewerkschaften am Drte nicht in Hamburg 764 NND der Lage find. Berlin Durch Schluß der Debatte wird einer Anzahl Delegierten, die Frantf.a.M. 758 NO gegenteiliger Meinung über die Maifeier find, das Wort abgeschnitten. München 756 D Hierauf tritt Schluß der Sizung ein, die bis zwei Uhr ausgedehnt wurde. Die Nachmittagsstunden sollen zu einem Ausfluge benugt werden. Dresden, 15. April. Bormittags- Sigung. Wien Barometer stand mm Windrichtung Windstarte Better Temp. n. C. 5° C. 4° R. Stationen Barometerstand mm Wind richtung Windstärke Wetter Temp. n. C. 9 3 heiter 5 Haparanda 780 2wollent-4 4 bedeďt 762 MO 4 bedeckt 5 mollig 5 bedeckt 1bebedt 4 Petersburg 5 Scilly 7 Aberdeen 4 Paris 758 DND 1halb bd. 770 DGD 4 bedeckt 756 N 1bebedt 856 757 D Wetter- Prognose für Dienstag, den 18. April 1905. Biemlich fühl, vorherrschend wollig, aber troden bei frischen nordöstlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Es erfolgt die weitere Beratung von Anträgen allgemeiner Dresden+ 0,12 Meter, bei Magdeburg+ 2,89 Meter. Wasserstand am 16. April. Elbe bei Auffig+1,62 Meter, bei folgenden Wortlauts: Natur. Angenommen wird ein Antrag zum Bauarbeiterschuß Straußfurt+2,05 Meter. - Unstrut bei Frattion beweisträftiges Material zu übermitteln, den von ihr ge Frankfurt+2,48 Meter.-23 eich fel bei Brahemünde+ 4,45 Meter. Um der sozialdemokratischen Reichstags- Dber Begel+5,36 Meter, bei Breslau Unter Begel Dber bei Ratibor 2,49 Meter, bei Breslau 0,12 Meter, bei stellten Initiativantrag betreffend Sicherung der Lohnforderumgen versammlung beschließen, den Hauptvorstand zu beauftragen, der Bauarbeiter richtig begründen zu können, wolle die General statistisches Material zu sammeln, wie viel verdienter Lohn jährlich von unseren Mitgliedern eingebügt wird." " 3 Briefkaften der Redaktion. Technit 1905. Uns unbekannt. Alter Abonnent. Es ist ein Srrtum, daß Zehnpfennigftüde bon 1873 nächsten Generalversammlung. Diefelbe fowie die Bestimmung des Es erfolgt sodann die Beratung über die Einberufung der höher bewertet werden als andere. Ortes, wo sie tagen soll, wird dem Vorstand überlassen. Es erfolgt Wahl des Vorstandes. Derselbe wird einstimmig durch einfache Abstimmung wieder Das Schlußwort nimmt Silberschmidt- Berlin: Mit Stolz fönnen wir auf den diesjährigen Verbandstag zurückblicken, die Befürchtung, daß mit der Zahl der Delegierten auch die Schwierigkeiten bei den Verhandlungen wachsen, hat sich nicht als zutreffend erwiesen. Mit Ruhe, Würde und Geschick hat der Verbandstag feine wichtige Miffion erfüllt. Das ist ein Zeichen des erzieherischen Einflusses unserer Organisation. Redner gibt dann ein Resumee der Verhandlungen, sodann die jeden Punkt der Tagesordnung würdigend. Durch alle Verhand fungen, ganz gleich ob sie den Geschäftsbericht, die Statutenberatung, die Lohnbewegung, die Maifeier oder die Tarifverträge betrafenüberall tlang der Grundton durch die im Zentralverband der gewählt. Ferner bestimmt die Generalversammlung, daß Maurer Deutschlands vereinten Kollegen sind ein Teil des großen Ganzen, der modernen internationalen Arbeiterbewegung. So war es, so soll es bleiben heut und immerdar. Neu gestärkt betreten wir nun wieder den Kampfplatz, und ob es gilt, angreifend für die Berbefferung der Lebensbedingungen unserer Kollegen vorzugehen, oder ob es heißt, Verschlechterungen abzuwehren wir sind die Alten! Redner schließt mit einem begeistert aufgenommenen drei fachen Hoch auf den Zentralverband der Maurer Deutschlands. 4 Wolters Hamburg ferner als Schriftführer des Zentralvorstandes fungieren soll. Ebenfalls wird Kube Berlin als Ausschuß- Vorigender wiedergewählt. Mit der Delegation zum Gewerkschaftsfongreß werden Bringmann und Schrader- Hamburg, tube und knüpfer- Berlin sowie emmer- München beauftragt. Eingegangen ist weiter ein Antrag Frankfurt, der besagt, die Generalversammlung möge beschließen, daß den Angestellten des Verbandes die Hälfte des Beitrages zu der Unterstüßungs- Vereinigung der in der modernen Arbeiterbewegung tätigen Angestellten auf Koften der Zentralfasse bezahlt wird. Bon Ege- Frankfurt und Kube- Berlin dieses Beschlusses, indem er die Versicherungsgesetzgebung, der die Brivatunternehmer fich fügen müssen, als Vergleich heranzieht. Unter diesen Verhältnissen sind die Mitglieder als Arbeitgeber verpflichtet, für ihre Angestellten die Hälfte des Versicherungsbeitrags zu leisten. Nachdem Rathmann- Wandsbed dagegen, 2ehmann und 16. Generalversammlung der Zimmerer und verwandten wird diefer Antrag warm befürwortet. Letterer betont die Notwendigkeit gart Berufsgenossen Deutschlands. Dresden, 14. April. Bor Eintritt in die Tagesordnung gibt 2euger- Stutt folgende Erklärung ab: Wohl seien die Stuttgarter SUNLIGHT SCHUTZMARKE SEOFE GARANTIKT UNVERFALSINT FREI VON SCHÄDLICHEN BESTANDTEILER 口 口 SUNLIGHT ( SCHUTZMARKE SEIFE wird mit Vorteil für alle 3wecke ver. wendet. Für die Hauswäsche und alle häuslichen Reinigungsarbeiten beftens geeignet ist das bekannte gefällige Doppel stück im Karton zu 25 pf. Weil ausgiebig- sparsam! Für fleinere Wäsche und für die Körperpflege, zum Händewaschen, Bad und selbst als Ersatz der Rasierseife ist das fleine Oktogonftück( Achteckformat) zu 10 Pf. wie geschaffen. Es ist handlich, schäumt leicht und macht die Haut sammetweich. Der vielen Nachahmungen wegen achte man ganz besonders auf die gesetzlich geschütte Aufmachung und heftehe darauf, die Seife uur in Originalpadung zu erhalten.- alle guten Kolonialwaren- und Droguenhandlungen führen Sunlight Seife. Von den in unserem Verlage unter dem zusammenfassenden Titel ,, Kulturbilder" herausgegebenen wichtigen Abschnitten aus der Kulturgeschichte beginnt soeben der zweite Band zu erscheinen. Dieser Band behandelt: Die Hohenzollern- Legende Vom Standpunkt der materialistischen Geschichtsauffassung aus wird hier ein Bild des brandenburg- preußischen Staates gezeichnet. Wir sehen ihn entstehen aus der großen Wanderung heimatlos gewordener deutscher Bauern, und wir erfassen die Notwendigkeit, warum in diesem Staatswesen der ritterliche Adel die führende Klaffe wurde. Wir sehen, wie die Hohenzollern als Fremdlinge ins Land kommen; wie der Adel aus dem Raubritter zum Getreideverkäufer ward. Wir sehen die Knechtung und Ausbeutung der Bauern und die rücksichtslose Niederwerfung der Städte. Wir werden allen Nachdruck darauf legen, bei jedem einzelnen Puntte die Nebel zu zerstören, die der Volksschulunterricht, nicht nur in Preußen, sondern auch im übrigen Deutschland über die Hohenzollerngeschichte gelagert hat. Wir fragen bei allen Fürsten zuerst: was hat er als Vertreter der Monarchie für die Kultur, für die Leistungsfähigkeit und das Vorwärtskommen seiner ,, Untertanen" geleistet? Welchen Klassen und welchen Interessen hat seine Politit gedient? Dabei wird es unser Hauptbestreben fein, zu zeigen, was die unteren Klassen an diesem Fürstengeschlechte gehabt haben. Das Märchen vom sozialen Königtum der Hohenzollern zu zerpflücken und zu zerzausen, die Tatsachen der Wirklichkeit, die aktenmäßig feststehen, diesem Märchen entgegenzustellen, das ist unsere Absicht. Staatsbagl Von Max Maurenbrecher Wir rechnen aur Leser aus allen Kreisen der Arbeiterschaft, die gewillt sind, die geschichtliche Wirklichkeit zu erfahren. Aber wir denken noch ganz besonders an die schulentlassene Jugend, die anfängt, ins Leben zu treten. Ihnen hat die Schule noch eben den Kopf voll Dunst und Weihrauch geblasen; ihnen in erster Linie soll dieses Werk Befreiung, Klärung, wissenschaftliche Kenntnisse bringen. Es will an seinem Teile helfen, sie in die Reihen des kämpfenden Proletariats zu führen. Auch dieser Band wird gegen 400 Abbildungen und Dokumente aus der Zeit bringen, mit deren Hilfe die Darlegungen des Verfassers anschaulich gemacht, das Intereffe für vergangene Zeiten angeregt werden soll. Der Band erfcheint in 50 Lieferungen à 20 Df.; wöchentlich erfcheint ein Heft. Jeder Band unserer Kulturbilder ist für sich abgeschlossen, so daß der Bezug dieses Werkes nicht das Abonnement auf die folgende Bände notwendig macht. Bestellungen nehmen alle Partei- Buchhandlungen, die Kolporteure und Austräger unserer Parteizeitungen oder der Verlag entgegen. Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW.68 Linden- Strafse 69 Jedes Wort: 5. 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Die amtlichen Formulare für die Wahllegitimation find unentgeltlich außer beim M a g i st r a t, P o st st r. 16. auch an folgenden Stellen zu haben: Bureau des Zentralverbandes der Handlungsgehülfeu und-Gehülfinnen Deutschlands, Neue Friedrichstr. 2V I; Bureau der Gewerkschaftskommission, Engel Ufer 15; Expedition des„Vorwärts", Lindeustr. 69; Jakob Wiebe, Gr. Fraukfurterstr. 38. pami-�ZngelegenKeiten. Die Lokal-Lifte für Berlin und Umgegend ist neu herausgegeben und der heutigen Nummer unseres Blattes beigefügt worden. Bei der Wichtigkeit der Lokalfrage erwächst den Parteigenossen die dringende Pflicht, die Lokal-Liste streng zu beachten. Den Saalabtreibereien und Verweigerungen gegenüber, die in Berlin teilweise noch versteckt, in den Bororten dagegen offen betrieben werden, bleibt uns kein anderes Mittel übrig als die Lokalsperre; und diese dort, wo nötig, durchzuführen, muß das Bestreben aller Parteigenossen sein. Arbeiter, Partei- genossen, Gewerkschaften, Gesangvereine zc., besucht daher bei Ausflügen, Vergnügungen ec. nur solche Lokalitäten, welche auf der Liste verzeichnet stehen! Vor allen Dingen erwächst aber den Vorständen von Arbeitervereinen die Pflicht, beim Ab- schlutz von Festlichkeiten und Partien auf das strengste die neue Lokal-Liste zu beachten. Die Vorstände wollen in solchen Fällen auch darauf sehen, daß in den Verträgen mit den Wirten eine Klausel Platz findet, wonach für den Fall, daß das Lokal für Arbeiter- Versammlungen später verweigert werden sollte, der Vertrag seine Gültigkeit verliert. Verschiedene Vorkommnisse der letzten Zeit lassen eine Bestimmung dieser Art dringend ratsam erscheinen. Ebenso ist es Pflicht der Vorstände und Komitees, dafür nach Mög- lichkeit zu sorgen, daß bei Mehrbedarf an Bedienungspersonal der Stellennachweis des»Verbandes deutscher Ga st Wirts- gehülfen' sOrtsvcrwaltung Berlin), Dircksenstr. 39 I. Telephon Amt 3 1813, Berücksichtigung findet. Tut ein jeder seine Pflicht, so kann der Erfolg nicht ausbleiben. Lokale, die keine Säle haben, sind frei. Die Parteigenossen werden bei Gelegenheit von Ausflügen darauf aufmerksam gemacht, daß die Lokalliste bei allen Mitgliedern der Lokallommisfion jederzeit zu haben ist. _ Die Lokalkommission. Dritter Wahlkreis. Dienstag, den 13. April, abends 8l/2 Uhr, in der»Ressource', Kommandantenstr. 57, Generalversammlung des Wahlvereins. Tagesordnung: Abrechnung vom ersten Quartal 1965. Vortrag des Schriftstellers Heinrich S t r ö b e l über: Schiller und seine Zeit. Diskussion. Vereinsangelegenheiten. Zahlreicher Besuch erwünscht. Der Borstaild. Am KarfreitagHerrenpartie nach dem Grunewald. Treffpunkt: Halensee-Bahnhof lRestamant an der Brücke rechts), früh 9 Uhr._ ßerUwer JVacbricbten. Ernst Höckel» der bekannte Naturforscher, ist feit einigen Tage» in Berlin, um hier eine Reihe von Vorträgen zu halten. Seine Bedeuwng als Vor- kämpfer der monistischen Weltanschauung wird auch in Arbeiter- kreisen gewürdigt werden, besonders seitdem sein hervorragendes Werk„Die Welträtsel' für den billigen Preis von 1 M. jedermann zugänglich geworden ist. Doch die Bedeuwng Häckels im Kampfe gegen die Mächte geistiger Bevormundung mag an anderer Stelle veranschaulicht werden als hier, wo neben den Unglücksfällen und Verbrechen der Reichshauptstadt auch ihre sonstigen Menschlichkeiten in die Erscheinung treten. Den Menschen Höckel, so weit als angängig losgelöst von dem Vertreter der Wissenschaft, gilt cS dem Publikum vorzuführen, und dieser domo supientisoimus, als welcher er auf dem am Sonnabend im Zoologischen Garten ver- anstalteten Kommers gepriesen wurde, wird nicht allein denen ge- fallen, die ihm wie die sozialdemokratischen Arbeiter auch als po- litische Gegner Ehrfurcht zollen, sondern er muß selbst vor den Augen seiner geschworenen Feinde Gnade finden. Der Kommers war veranstaltet worden von der F r e i e n H o ch s ch u l e Berlin und dem Giordano Bruno-Bunde. Einige tüchtige Kunst« kräfte kamen mit ernsten und heiteren Vorträgen: außerdem war dem Publikuin zur Pflicht gemacht worden, durch Absingen von sechzehn»allgemeinen Liedern' von nicht zu kurzem Umfang die Kehlen zu animieren. Ob dies Pensum erledigt worden ist, wissen wir nicht, da wir schon gegen Mitter- nacht heim zu Muttern gingen; zu dieser Stunde aber waren erst süns.Allgemeine' abgesungen. Höckel betrat um 9 Uhr den hübschen Festsaal, wurde mit einem Tusch empfangen und bald darauf von Bruno Wille mit einer Ansprache begrüßt. Eine handsaßliche Selektionstheorie stellte der Friedrichshagener Schriftsteller auf: er zog einen Stamm märchenhafter Südsee-Jnsulaner heran, bei welchem die Männer alle Jahre aus die Palmbäume kletttcrn müssen, lvorauf die Weiber versuchen, sie hcrabzuschütteln, um sie dann vor Liebe aufzufressen. Ein Manu, bei dem alle Abschüttelungsversuche nichts nutzten, sei Ernst Höckel. Bald erhob der also begrüßte Forscher sich, um für die ihm erwiesenen Ehrungen zu danken. Zu der hünenhaften Gestalt des 71jährigen Gelehrten steht seine feine Stimme, die wie geschaffen ist zu sarkastischen Pointierungen. in auffallendem Gegensatz. An manche Anspielungen Willes knüpfte der streitbare Herr an, um in allerhand hübschen Anekdoten seine Stellung in den Känipfen der Gegenwart zu kennzeichnen. Von seinem einjährigen Aufenthalt in Berlin vor Jahren wußte er zu rühmen, daß er in dieser Zeit als Arzt kein einziges Menschen- leben sich aufs Gewissen geladen habe. DaS lag daran, daß er als Mann der Theorie keinen rechten Sinn für die Praxis gehabt und daher seine Sprechstunden auf die Zeit von morgen sechs bis sieben aiigesetzt hat. Drei Patienten, Hausgenoffen, habe er in diesem Jahre an Unfallvcrletzungen behandelt, und alle drei seien am Leben geblieben. Weiter enunerte Höckel an den einzigen Orden, dessen er sich rühmen kann. Der verstorbene Großherzog von Weimar, ein jovialer Herr, habe sich einst einige Tierbilder, darunter das eines weißen Falken, bei einem zufälligen Besuch von ihm ausgebeten, und als Gegenleiswng habe er dann den Orden vom weißen Falken bekommen. Pietätvoll gedachte Höckel diese» Fürsten, unter dessen Walten die Universität Jena so weit als möglich vom Unglück der Berpreußung verschont geblieben ist. Vor mehr Orden glaubt Höckel gesichert zu sein, vor allem vor preußischen: Bebel möge recht gehabt haben, als er im vorigen Jahre im Reichstage gesagt habe, daß ein Naturforscher seines Kalibers längst aus einer preußischen Universität hinaus- geflogen wäre. Einige Spitzen gegen die hierorts vorschriftsmäßige Muckerei folgten; dem„Reichsboten' wurde die Ehre zu teil, ein „besonders sympathisches' Blatt genannt zu werden. Höckel frischt? dann Erinnerungen an den Berliner Zoologischen Garten ans und schloß mit dem Glückwünsche für dies Institut und seinen Direktor Herrn Heck. Hierauf feierte Herr Wilhelm Bölsche den Naturforscher und Kämpfer Häckel in einer gehaltvollen Rede, worauf Rezitationen «id Gesangsvorträge mit Kommersliedern abwechselten. Daß Pfäfferei und Muckerei hierbei nicht besonders gut wegkamen, ist begreiflich. Da zeigte Häckel in der zwölften Stunde, daß man auch als Forscher und Käinpfer Gerechtigkeit üben muß; er erhob sich zu einer zweiten Rede, in der er rühmend der Gastfreundschaft gedachte, die er hinter Klosterinauern genossen, als er vor Zeiten aus einer dalmatinischen Insel wissenschaftlich tätig war. Der Prior sei nicht allein ein feiner Weiukenner, sondern auch ein vorurteilsfreier Mann gewesen, der seinen Goethe verehrt und eine Jerusalemsreise lieber kuttenlos in Berlin, Paris und London als im heiligen Lande absolviert habe. So förderte nach frischen Kämpfen die späte Stunde versöhnliche Stimniung ans Licht und ließ der Hoffnung Raum, daß der Monismus dereinst Mikrokosmos und Makrokosmos, Klerisei und Antiklerisei einen wird. Man muß nur das richtige, auch von der schwarzen Gesellschaft mit Verständnis gewürdigte Medium gebrauchen— einen guten Trunk nämlich._ Unt eine große Errungenschaft ist die Reichshauptstadt gekommen. Nachdem der Fünfuhrtee der»Gesellschaft' kläglich zu Wasser ge- worden war, wollen die Leute, die nichts zu versäumen haben, nach dem von anderen Weltstädten gegebenen Muster die Ueberflüssigkeit ihres Daseins täglich durch K o r s o f a h r t e n in der Siegesallee demonstrieren. Die Polizei fand dies Vorhaben merkwürdigerweise nicht aufreizend, sondern unterstützte es insoweit als sie anderen Fuhr- werken untersagte, sich unter die Korsofahrer zu mischen. Selbst- verständlich wehrten sich die nicht auf Zeitvertrödelung geaichten Kutscher und Fuhrherren gegen diese Maßregelung: sie erhoben Ein- spruch gegen die vom Polizeipräsidium erlassenen Strafbefehle. Nicht weniger als siebennndfllnfzig Prozesse, Strafmaudats-Einsprüche und Schadenersatzklagen haben die Absperrungsmaßregeln im Gefolge gehabt, und sie sind sämtlich zuungunsten der Polizei entschieden worden. Nach diesem Fiasko der polizeilichen Absperrungsmaßnahmen glaubte die Polizei, dem Korso eine Unterstützung nach dieser Richtung hin versagen zu müssen. Intoleranz gegen Intolerante. Ueber den Anlaß zur Auflösung des Ausschusses der Studierenden an der Technischen Hoch- schule in Berlin-Charlottenburg gibt der Anschlag Auskunft, worin Rektor und Senat den Studierenden die Auflösung anzeigen. Eine allgemeine Studentenversammlung hat im März d. I. beschlossen, die beiden katholischen Verbindungen an der Hochschule„Burgundia" und „Borusso-Saxonia" nicht anzuerkennen. Daraufhin hat der Ausschuß der Studentenschaft diese Verbindungen von den Einrichtungen des Ausschusses ausgeschlossen. Der Anschlag der akademischen Behörden lautet wie folgt:»In Ausführung des Beschlusses der allgemeinen Studentenversammlung vom 7 März d. I., durch welchen den bei der hiesigen Hochschule bestehenden, von der akademischen Behörde genehmigten katholischen Verbindungen„Burgundia' und„Borusso Saxonia" die Rechte und die Achtung als studentische Korporationen versagt werden, hat der Ausschuß, als Vertreter der Studenten schaff, die vorbezeichneten Verbindungen von den Einrichtungen des Ausschusses ausgeschlossen und aus der Liste der ange meldeten Korporationen gestrichen und ihnen zugleich eröffnet, daß sie zu den Veranstaltungen der Studentenschaft fernerhin nicht mehr eingeladen würden. In diesem Ausschluß der konfessionellen Korporationen von den Einrichtungen des Ausschusses und in der offenkundigen Verrufserklärung erblickt der Senat eine umso ernstere Störung des akademischen Friedens und der Disziplin an der königlichen Technischen Hochschule, als der Ausschuß ein dem Rektor imter dem 22. Februar gegebenes Versprechen damit gebrochen hat. Rektor und Senat haben daher in ihrer Sitzung vom 14. April beschlossen, die Vereinigung der Studierenden der königlichen Technischen Hochschule �Ausschuß) aufzulösen. Die weiteren Be- ftimmungen zur Ausführung dieses Beschlusses werden vom Rektor erlassen.' Eine Liebes tragödie im Grunewald. An den Gleisen der Berlin- Wetzlarer Eisenbahn im Grunewald wurden Montag vormittag un- weit des„Sterns' die grauenvoll verstümmelten Leichen eines jungen Mannes und eines Mädchens aufgefunden, die sich vor einen von Charlottenburg nach Potsdam fahrenden Zug geworfen hatten. Die Persönlichkeit des jungen Mädchens konnte mangels jeder Legitimation bisher nicht festgestellt werden. Der totgefahrene junge Mann ist der 1885 zu Schluppow in Westpreußen geborene Schuhmachergeselle Adolf S o n n e n b u r g, der in der Grolmannstr. 63 zu Charlotten bürg in Schlafftelle gewohnt hatte. Gestern morgen hatte sein Wirt einen Brief durch die Post zugestellt erhalten, in welchem ihn Sonnenburg mit dem Bemerken, daß er sich das Leben nehmen werde, ersucht, das Logis anderweitig zu vennieten. Irgend eine Angabe über das Motiv zur Tat oder einen Hinweis iiber die Persönlichkeit de» Mädchens, das mit ihm in den Tod ging, hat Sonnenburg nicht gemacht. Der Brief ist Sonntag abend geschrieben und auf einem Charlottenburger Postamt aufgegeben worden. Danach ist anzunehmen, daß das Paar nach seinem Entschluß, gemeinsam aus dem Leben zu scheiden, sich Sonntag abend nach dem Grunewald begeben und nach einer längeren nächtlichen Wanderung sich heute in den ersten Morgen- stunden hat überfahren lassen. Die Räder zerschnitten beiden die Brust und zermalmten außerdem dem Mädchen den Kopf. DaS Paar scheint, nach der Lage der Leichen zu urteilen, gleichzeittg auf den Schienen den Tod erwartet zu haben. Bei Sonnenburg, der als ruhiger und fleißiger Arbeiter bekannt war, fanden sich Uhr und Kette und ein Portemonnaie mit 65 Pfennig Inhalt. Das Mädchen trug roten Hut, braunes Kleid, schwarze Strümpfe und gelbe Schuhe. DaS Polizeipräsidium teilt mit: Zu den gewerbsmäßigen Unter-- nehmern von Ausstellungen, bei denen tatsächlich ein öffentlicher Wett- bewerb nicht stattfindet(sogenannte Sch w i n d e I a u s st e l l u n g e n), gehört seit einiger Zeit anscheinend ein gewisser Franz Joseph Guillaume. zurzeit wegen Betnigsvcrsuchs in Basel in Unter- snchungShaft. Er ist geboren am 15. Mai 1855 zu Ramur, mehrfach bestraft(u. a. wegen Urkundenfälschung am 4. Juni 1904 mit sechs Monaten) und in Deutschland zuletzt in Mülhausen im Elsaß beobachtet worden, wo er eine Gewerbe« und Nahrungsmittel- ausstellnng veranstalten wollte, von wo er jedoch plötzlich unter Mitnahme von einigen hundert Mark Platzgeldern und Hinterlassung von Schulden im Februar d. I. verschwunden ist. Dw Gewerbe- treibenden werden gut tun, auf Einladungen und Offerten des Ge- nannten betreffend Ausstellungen nicht einzugehen. Ein internationaler Taschendieb wurde in der Zenttalmarkthalle festgenommen. Es ist ein Russe, der sich Apothekerlehrling Josef Ciruttischk nennt und angibt, 24 Jahre alt zu sein. Kriminalbeamte sahen, wie er gestern vormittag eifrig beschäftigt war, fremde Taschen zu leeren und faßten ihn auf frischer Tat ab. Der junge Mann behauptet, daß er erst am Sanntag auf der Durchreise nach Berlin ;ekommen sei, einige Standinhaber sahen ihn jedoch schon zur Zeit >er Ausstellung in der Markthalle, wo er sich auch schon damals verdächttg machte. Dazu kommt, daß man in einem Portemonnaie bei ihm außer einem größeren Geldbetrag auch eine EinttittSkarte zur 94. Vorstellung im Opernhause, 4. Rang erste Bank 33. Platz and. Wahrscheinlich hat er das Portemonnaie mit der Karte in oder vor dem Opcruhause gestohlen. Nach Rußland, wo er her- kommt, will er des Krieges wegen nicht zurück, lieber bei uns»un- schuldig' ins Gefängnis. Gekentert ist Sonntag auf dem Müggelsee der Bierer-Doppel- riemer Friedrich Schiller vom Märkischen Nuderklub. Das Ruderboot, daS erst seine zweite Fahrt unternahm, schlug, etwa 400 Meter vom Land entfernt, zwischen Bad Vellevue und den Wasserwerken infolge hohen Wellenganges um. Die aus fünf Personen bestehende Mannschaft sttirzte in das Wasser. Der Unfall wurde vom Lande bemerkt, und den hinzueilenden Booten gelang eS. die mit den Wellen Ringenden sämtlich zu retten. Die Bootsgeräte und Kleidungsstücke gingen in den Fluten unter. Die Postverbindung mit den Vororten ist zurzeit noch recht um- ständlich, und in manchen Fällen kann man daraus rechnen, daß ein nach Hamburg oder Dresden gerichteter Brief eher bei dem Empfänger eintrifft, als einer, dessen Adressat von Berlin aus in einer guten halben Stunde zu erreichen ist. Vor einigen Monaten erst hatten wir zu rügen, daß die Post einen Eilbrief nach Wilmersdorf im Schneckentempo besorgt hatte; und auch heute liegt der Fall vor, daß ein zum Zweck schnellster Beförderung mit dreißig Pfennig frankierter Brief, der aus dem hiesigen Postamt 68 zwischen 3 und 4 Uhr nachmittags abgestempelt war, in Wilmersdorf erst in der neunten Abendstunde dem Empfänger zugestellt worden ist. Fünf Stunden hat diese Eilsendung also aus einem Wege gebraucht, der von der Straßenbahn in einer guten halben Stunde durchmessen wird. In dem vor einiger Zeit erörterten Falle begnügten wir uns mit der amtlichen Versicherung, daß ein unglück- sicher Zufall vorliege; jetzt scheint es aber, daß solche Zufälligkeiten Wilmersdorfer Eigenart sind. Durch Gift dem Sttasrichter entzogen hat sich die 22 Jahre alte Margarete Brockendorf. Aus guter Familie stammend, kam sie nach Berlin; hier wurde sie erst Kellnerin, dann gesellte sie sich der Halb- weit zu. Unter der Maske einer schüchternen anständigen Ver- käuferin wußte sie Männer anzulocken, die sie dann nach Möglichkeit bestahl. Einem jungen Mann stahl sie sogar die Kleider, sandte ihm aber die Pfandscheine darüber. Sie nannte sich später Margarete v. Plan. Um sich vor der Polizei zu verbergen, ließ sie Briefe an sich nur postlagernd- senden. Durch einen Herrn, der mit ihr verkehrt hatte, erfuhr die Polizei endlich, daß die Diebin bei einem Schuhmacher arbeiten ließ, der einen großen Hund besitzt. Die Polizei erinnerte sich nun, daß einem Schuhmachermeister in der Großen Hamburgerstraße ein großer Hund zugelaufen war. Es ergab sich, daß dieser Meister der richtige war. Durch einen Zufall erfuhr man zugleich auch den richttgen Namen des gesuchten Fräuleins v. Plan. Dieses hatte bei dem Meister einmal ihre Adresse für eine Sendung geschrieben. Der Zettel Ivar mißglückt; sie hatte ihn zerrissen und hinter den Kachelofen geworfen. Dort hatte der neugierige Schusterjunge die Fetzen gefunden und daraus den Namen Margarete Brockendorf zusammen- gestellt. Dieser war der Polizei nicht unbekannt, denn seine Trägerin hatte schon öfter mit ihr zu tun gehabt. Es wurde vermutet, daß die Br. in Charlottenburg ungemeldet bei einem Studenten wohnte. Diesen hatte sie ganz in der Hand. Sie nahm ihm alles ab und wußte ihn durch die Drohung, daß sie seinen Eltern über sein Verhältnis zu ihr schreiben werde, immer wieder gefügig zu machen. Als er sich endlich entschloß, sie anzuzeigen, nahm sie Lysol, um sich der Strafe zu entziehen. Vorgestern wollte die Kriminalpolizei die nach vielem Suchen gefundene Diebin fest- nehmen. Als die Beamten kamen, war sie gerade der Wirkung des Giftes erlegen. Verhaftung von Sittlichkeitsverbrechern. Wegen eine? schweren Sittlichkeitsverbrechens ist der 30jährige Schlosser Karl K i n z e l aus der Manteuffelstr. 20 verhaftet worden. Er war nach Rixdorf gekommen und traf hier auf der Treppe des Hauses Jägerstr. 74 die sechsjährige Helene Paschke, Tochter des im selben Hause wohnenden städtischen Sttaßenarbciters Paschke, die sich in Begleitung einer Freundin auf die Straße begeben wollte, um eine Besorgung aus- zurichten. Kinzel schickte die Freundin fort, und verging sich dann auf dem Treppenflur in der schwersten Weise an der kleinen Helene. Es kam ihm leider zu statten, daß in dem genannten Hause sehr wenig Verkehr herrscht. Das unglückliche Kind liegt jetzt im Elisabeth- Kinderhospital in bedenklichem Zustande danieder. Dem Unholde gelang eS, nach der Tat zunächst zu entkommen. Da er jedoch in der Nähe des Hauses von zahl- reichen Personen gesehen worden war, konnte er auf Grund der Personalbeschreibung ermittelt werden. Er ist in das Untersuchungs- gefängnis eingeliefert worden.— Wegen Sittlichkeitsverbrechens sind auch die Arbeiter Reinhold Z. aus der Pallisadenstraße und Max H. aus der Marienstraße verhastet worden. Feuerbcricht. Ein großes Löschaufgebot der Feuerwehr wurde Montag nachmittag kurz nach 2 Uhr nach der Schulstr. 27 gemsen, weil dort durch Ueberkochen von Teer in der Kohlenanzünderfabrik von I. Hirsch Feuer ausgekommen war, daS einen gefährlichen Charakter anzunehmen drohte. Die Gefahr konnte aber innerhalb einer halben Stunde beseittgt werden.— In der Koloniestr. 122 ivar vorher eine Baubude in Brand geraten, der indes ebenfalls vom 16. Zuge mit Leichtigkeit unterdrückt wurde.— Wegen eines Fahrstuhlunglücks wurde die Wehr nach der Neuen Friedrichstt. 9/10 alarmiert. Ein Arbeiter war mit seinen Beinen in den Fahlstuhl- schacht fest eingeklemmt. Es dauerte geraume Zeit, bevor der Ver- unglückie aus seiner gefährlichen Lage befteit werden konnte. Er hatte so schwere Verletzungen davongetragen, daß er sofort nach dem Krankenhause Friedrichshain geschafft werden mußte.— Die übrigen Alarmienmgen. die noch in den letzten 24 Stunden einliefen, waren auf ganz geringfügige Anlässe zurückzuführen. Eine Ausstellung für Kunst und Kunstgewerbe ist gestern in der Aula der städtischen Schule, Alte Jakobstr. 127 an der Ritterstraße, eröffnet worden. Diese Ausstellung ist von der kaufmännischen und gewerblichen Fortbildungsanstalt für die weibliche Jugend(Rektor Hcllennann) veranstaltet und zeigt die Fortschritte, die unsere Weib- liche Jugend auf diesem Gebiet in den letzten Jahren gemacht hat. Der Besuch ist frei und kann besonders Damen sehr empfohlen werden. Am Donnerstag soll die Ausstellung geschloffen werden. Gannebich. Hochdeutsch schreibt er sich Kannepich; aber das ist falsch, seine Gemeinde kennt ihn nur als Gannebich. Denn er ist Pfarrer im Thüringer Walde, hoch droben in einem weltverlaffenen Walddorfe. Ein braver Herr, hat sieben Töchter und dazu die Hungerpsarre. Kein Wunder, daß er da mehr Bauer als geistlicher Herr ist. Die Welt außerhalb seines Dorfes ist ihm fremd geworden, sein Latein hat er so vollständig vergessen, daß er moäios für etwas zu essen hält. Dieser würdige Pfarrer wird eines Tages in höchsten Schrecken versetzt durch die Ankündigung einer Kirchenvisitation, wobei der Herr Visitator sich fürs Essen moäios ausbittet. Wie sich Gannebich über mockios den Kopf zerbricht, wie ihm der Herr Kandidat, der natürlich die älteste Pfarrerstochter heimlich liebt, klarmacht, daß dies Kalbskopf in Sahne sei, wie er ihm wieder weißmacht, daß der Herr Superintendent eine Passion fürs Licht- putzen habe, wie dann der arme Gannebich seine verzweifelte Visitationspredigt hält, der Herr Superintendent im Pfarrhause nach den Ratschlägen des Kandidaten bedient und geehrt wird mit Kalbs- köpf k la rnodice und mit der Gelegenheit, recht viel qualmende Talglichter zu putzen, und wie schließlich alles noch gut wird, indem der Kandidat sein Dortchen und die Aussicht auf eine Pfarre kriegt: das bildet den harmlosen Inhalt einer Geschichte, die W o l z o g e n zuerst den Ruf eines Humoristen eingetragen hat. Die.Gloriahose" betitelt sie sich deswegen, weil Ganncbich eine Hose trägt, die einst als Altartuch diente und bei der die goldgestickten Worte:„Gloria in Excelsis Doo" gerade inS Sitzteil geraten sind. Im Rathaussaale trug am Sonntagabend Wolzogen diese Geschichte den Mitgliedern der Freien Volksbühne selber vor. Wolzogen trägt gut vor. Der liebliche sächsische Dialekt, den er vollkommen beherrscht, tat das Seinige. Der Abend war gelungen. Die Zuhörer wanden sich vor Lachen. Der lusttgen Geschichte folgte ein emstes Gedicht:„Mann über Bord". Es ist dem Leben auf einem der großen Salondampfer gewidmet, dem eleganten Leben oben und der nienschenmordenden Arbeit unten im Maschinenraum. Oben die vornehme Welt, dazu ein verkrachter preußischer Leutnant, der von seiner Sippe nach Amerika geschickt wird, um dort Kellner zu werden; unten dsr Sohlentrimmer, den die dörrende Glut der Riefenfeuer wahnsinnig| Bäckers Karl Thiele, des Schlossers Robert Bauer und des Bäckers| behördlicher Erlaubnis 25 Kilogramm Dynamit aufbewahrt werden, macht. Er geht über Bord. Man streicht ihn aus der Liste. Man streicht ihn aus der Liste. Hermann Otto vor der Straffammer des Berliner Landgerichts II in Brand, anscheinend durch das Umfallen einer Petroleumlampe. Das ist alles. standen, war einem glücklichen Zufall zu danken. Der Angeklagte Die Arbeiter konnten sich auf die Warnrufe des Schachtmeisters noch Der Kontrast zwischen der heiteren Harmlosigkeit und dem Thiele war verdächtigt, einen Diebstahl bei einem Bäckermeister in durch eilige Flucht retten, dieser selbst aber wurde bei der Explosion Drama aus dem modernen Leben war gewaltig. Die Kunst des Friedenau begangen zu haben und als man bei ihm der Bude durch einen Pfosten derart an der Brust getroffen, daß Vortragenden übertand ihn und gewann die Zuhörer für das eine Haussuchung hielt, kamen zwei Fahrräder zum Vorschein, sofort der Tod eintrat. wie für das andere in gleichem Maße. die einem einem Rentier in Hankels Ablage Ablage gestohlen worden Eisenbahnunglück. Aus Speyer wird gemeldet: Infolge falscher waren. Ferner wurde ein Militärpaß, der einem Dritten Weichenstellung ist in der Nacht zum Sonntag gegen 12 Uhr in der gestohlen worden, vorgefunden und es wurde ermittelt, daß auf Nähe der Station Schifferstadt ein Güterzug entgleist. Der diese Legitimation hin ein Posten Uhren und Ringe bei zwei Berliner Heizer war fofort tot, mehrere Beamte sind schwer Pfandleihern versetzt worden war. Die Goldsachen rührten aus verlegt. dem Kattschen Diebstahl her. Die Beweisaufnahme ließ keinen gweifel an der Schuld der Angeklagten aufkommen. Thiele wurde zu einem Jahr sechs Monaten Zuchthaus, die beiden anderen Angeklagten zu je drei Jahren Buchthaus, Ehrverlust und Polizeiaufsicht verurteilt. Adlershof. Zwei kleine satirische Gedichte Wolzogens bildeten den Schluß. Nicht endenwollender Beifall überschüttete den Dichter und VortragsKünstler. Der Abend kann als ein Erfolg bezeichnet werden. Die homöopathische Poliklinik Oranienburgerstr. 55 wird nach der Rückkehr von Dr. med. Schaper wieder täglich 7-8 Uhr abends abgehalten. Im großen Saale der Brauerei Friedrichshain gastiert bis zum 30. April mit feiner gesamten Kapelle Johann Strauß aus Wien. Das erste Konzert am Sonntagabend erfreute sich eines überaus zahlreichen Besuches. Wegen Beleidigung des Gewerbe- Jufpektors Professor Dr. Mente Theater. Zu dem geistlichen Konzert, das im Schiller Köpenick f. 3. zu 4 Wochen Gefängnis verurteilt worden. D. hatte in war der Arbeiter D. aus Adlershof vom Schöffengericht zu Theater O.( Wallner- Theater) am Freitag, den 21. April( Star- einer Fabritarbeiter- Versammlung ein Gerücht zur Sprache gebracht, freitag) von der ausgezeichneten Barthschen Madrigal- Vereinigung das dem Gewerbe- Inspektor den Vorwurf der Pflichtverlegung hinveranstaltet wird und in dem die hervorragendsten geistlichen sichtlich der Betriebsrevision machte. Komponisten aller Zeiten zu Worte kommen, find Eintrittstarten Straffammer des Landgerichts II zu Berlin als Berufungsinstanz Am Montag setzte die zweite außer an den Kassen der beiden Schiller- Theater im Waren- das erste Urteil auf eine Geldstrafe von 75 M. herab. hause A. Wertheim zu haben. Im Gebrüder Herrnfeld= Theater ist das Repertoireſtück„ Die Meyerhains" Sonnabend Wilmersdorf. zum 50. Male gegeben worden. Das lustige Stück hatte denselben In Wilmersdorf hat die Gemeindevertretung Montag abend den ftarten Erfolg wie bei der ersten Aufführung. Die Direktion des seit einiger Zeit im Gemeindedienst tätigen Gerichtsassessor Brohn National Theaters hat soeben mit der weltbekannten Firma zum zweiten befoldeten Schöffen gewählt. Sozogne in Mailand einen Vertrag abgeschlossen wonach während des Monats Juni eine italienische Operngesellschaft ein Monatsgastspiel daselbst absolvieren wird. Impresario ist Doktor Morlini, der Entdecker Carusos. Als Kapellmeister fungiert Cavaliero Tango. = Vorort- Nachrichten. Charlottenburg. Die Wonne der Bauspekulation. Weitere Landverkäufe im Grunewald beabsichtigt die Forstverwaltung. Es handelt sich diesmal um Teile des Geländes zwischen Bahnhof Grunewald, Dahlem und Hundekehlensee. Die Verhandlungen mit einem Konsortium sind dem Abschluß nahe, bedürfen jedoch noch der königlichen Genehmigung. Als Kaufpreis sind im Durchschnitt etwa 16 M. pro Quadratmeter Rohland festgesetzt. Die Einnahmen aus diesen Verkäufen sollen nicht zur Deckung der laufenden Ausgaben der Forstverwaltung verwandt werden, sondern zum Ankauf von Forstgelände im Osten der Monarchie. Gerichts- Zeitung. Die Genickstarre. Die„ Augsburger Abendzeitung" meldet das Auftreten der Genicstarre in der Gegend von Augsburg. Am Sonnabend ist ein Gärtnerlehrling in Hannstetten an dieser Krankheit gestorben. In Heimburg, Kreis Blankenburg, ist eine Frau an Genicstarre erkrankt.-Im Krankenhaus zu Stade ist gestern ein Mann an Genicstarre gestorben, der seit kurzem auf einer Ziegelei beschäftigt und vor zwei Tagen ins Krankenhaus eingeliefert worden war. gegangen sind, fenterten mit ihrem Boot und ertranken. Fünf kurländische Fischer, die am Sonnabend abend in See " Memeler Dampfboot" meldet, sind zwei Leichen und das Boot bei Wie das Wellneraggen geborgen worden. der französischen Insel Martinique wird berichtet: Bom Mont Belée Ein neuer Ausbruch des Mont Belée. Aus Fort de France auf aus steigt seit einigen Tagen wieder starker Rauch auf, und beträchtliche Lavamassen strömen den Berg herab. Briefkaften der Redaktion. Juriftifcher Teil. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7 bis 9½ 1hr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. 1 Hegmer. Söhne und Töchter sind den Eltern gegenüber rechtlich nur soweit unterhaltungspflichtig, als sie dies ohne Beeinträchtigung ihres und ihrer Familie standesgemäßen Unterhalts zu tun im stande sind. Vollends einer Armendirektion erwachsenen Kosten sind sie in Ihrem Falle zu erstatten nicht verpflichtet. Lehnen Sie das etwaige Ersuchen mit der Begründung ab, daß Sie zur Zahlung nicht verpflichtet sind, und lassen es auf gerichtliche Entscheidung ankommen. R. P. 28. Ja. 3. A. Ja. Ein Friedhofsstreit, der in recht markanter Weise die üblen 23. P. 4. Die Nichtzahlung der Miete wäre nur dann angebracht, Folgen der Kirchenherrschaft auf den Begräbnisstätten erkennen läßt, wenn Sie lediglich mündlich gemietet haben. Haben Sie, wie wahr erregt seit längerer Zeit die Gemüter aller Frommen der Kirchenscheinlich, auf Grund eines der für Berlin und Umgegend ge gemeinden Charlottenburgs. Jm vorigen Jahre fündigte die Luisenbräuchlichen Formulare gemietet, so läßt sich nur dazu raten, auf Einräumung des vereinbarten Zubehörs und auf Schadenersatz schleunigst zu Gemeinde der jüngeren Trinitatis- Gemeinde die Mitbenutzung des flagen. 2. B. 19. Da Sie nicht vereinbart haben, daß Sie eine Ent Luisen- Kirchhofes. Angeblich war derselbe gegenüber den starken Anforderungen beider Gemeinden zu klein. Nach dem echt christlichen dritten Straffammer des Landgerichts I verhandelt. Angeklagt sind: schriftlicher Berzicht genügt nicht, er müßte notariell oder gerichtlich beglaubigt sein. Ein großer Kellerwechselprozeß wird seit einigen Tagen vor der schädigung erhalten sollen, so ist der Ausgang der Klage ein zweifelhafter. Für die Klage ist das Gewerbegericht zuständig. P. S. 72. Ein privatGrundsay, daß jeder sich selbst der nächste ist, fündeten die Hirten 1. der Agent Lesser Leiser, 2. der Kaufmann Hans Stephan der Luisen- Gemeinde den Brüdern der Trinitatis- Gemeinde an: aus Dessau, 3. der Guts- und Steinbruchbefizer Karl Heinrich Leistung des Offenbarungseides verpflichtet. Ihre Frau haftet nicht für Fürstenwalde. 1. und 2. Sie sind wie jeder andere Schuldner zur Vom 1. Januar 1905 soll uns kein Toter Eurer Gemeinde mehr Böhme in Beißholz bei Königsbrück in Sachsen, 4. der Tuch Ihre Schulden und könnte gegen eine Pfändung mit Erfolg intervenieren. auf den Luisen- Kirchhof kommen. Nun war guter Nat teuer; denn es fabrikant Friedrich Wilhelm Goebel in Neustadt, Landgerichts- Eine Pfändung gegen Sie fann auch außerhalb Ihrer Wohnung vors hielt schwer, für die Trinitatis- Gemeinde einen neuen Begräbnisplatz zu bezirk Gera, 5. der Tapetenfabrikant Wilhelm Boller in Braun- genommen werden. 3. Wenn Sie fremdes( Bereins-) Geld in Berwahrung beschaffen. Man mußte bis nach Stahnsdorf hinaus; denn die Luisen- schweig. Sie werden sämtlich beschuldigt, eine Reihe kaufmännischer fun Sie das nicht, so kann es gepfändet werden. 4. Bird Eigentum Ihrer haben, so ist es Ihre Pflicht, das Geld als fremdes kenntlich zu machen; gemeinde ließ sich nicht erweichen. In dem Hin und Her der Dis- Firmen durch Hingabe einer Reihe von Wechselakzepten getäuscht zu minderjährigen Tochter wegen Ihrer Schulden gepfändet, so kann Shre fussion fielen Worte und gegenseitige Anschuldigungen zwischen den haben, indem sie ihnen vorspiegelten, diese Wechsel seien Kunden- Tochter mit Aussicht auf Erfolg Interventionsflage erheben. Liberalen" von Trinitatis und den„ Positiven" der Luisengemeinde, wechsel, während es tatsächlich Akzepte mit wertlosen Unterschriften X. y. Ja. die gar nicht mehr christlich flangen. Es half aber nichts, der völlig unbemittelter Leute waren. 10. 1. Ja. 2. Nein. P. U. 137. Da Sie den betreffenden Bassus Luisenfriedhof hielt seine Tore für die Fremden" verschlossen. Die Anklage wird vom Staats- unterschrieben haben, so haften Sie für die erforderlichen Reparaturen. Sie anwalt Reiner vertreten, die Verteidigung führen die Rechts- hätten bei dem Einzuge die fehlerhafte Beschaffenheit rügen sollen.- A. Gärtner. Jezt tobt jedoch ein neuer Sturm der Entrüstung durch die Reihen anwälte Burchardt, Bahn, Dr. Siegmann und Morris. 1. Ja. 2. Dies ist zulässig, aber wohl unpraktisch. O. P. C. 1. Nein. der Trinitatisbrüder. wohl noch Blaz auf ihrem Friedhof habe und denselben gegen und Simon der Verhandlung bei. Man kam dahinter, daß die Luisengemeinde Als Sachverständige wohnen die gerichtlichen Bücherrevisoren Reuter 2. Genehmigung ist nicht vorgeschrieben. 3. Das Amtsgericht, in deſſen Bezirk der Schuldner wohnt, ist für die Pfändung der Forderung zuständig. 4. u. 5. Nein. gutes Geld gern an die Reichen der Trinitatisgemeinde abtrat, während die Toten der Armen bis auf Angeklagten Leiser in Haft zu nehmen, da durch richtlich beglaubigt zu erklären, daß Sie nicht nach märkischem Recht, sondern In der gestrigen Verhandlung beantragte der Staatsanwalt, den heiratet, so steht es Ihnen frei, innerhalb sechs Wochen notariell oder geN. 2. 100. Haben Sie sich vor 1900 in der Mark Brandenburg verSen ferngelegenen, neu erworbenen Friedhof in das Gutachten des Bücherrevisors Reuter schon eine große Zahl nach dem Recht des Bürgerlichen Gesetzbuches erben wollen. Diese Erder Scharnweberstraße geschafft werden müssen! Sellerwechsel identifiziert worden sei, Leiser danach eine hohe Strafe flärung ist innerhalb der sechs Wochen dem Nachlaßgericht einzureichen. Die firchlichen„ Liberalen" nennen das ein„ unchristliches, unsoziales zu erwarten habe und Fluchtverdacht vorliege. Rechtsanwalt Unterbleibt die Erklärung, so erben Sie nach märkischem Recht. Dann und gar nicht liberales Verhalten der Luisengemeinde" und wollen Bahn widersprach diesem Antrage. Leiser sei im Gegenteil durch würde aus Ihrem und der verstorbenen Frau Eigentum eine Waffe gedie Begründung der„ Positiven" nicht gelten lassen, daß auch die die Beweisaufnahme wesentlich entlastet, von den 289 Wechseln, die bildet werden, von dieser erben Sie eine Hälfte, die andere fiele den anderen Luisen- Kirchengemeinde Geld, Geld und abermals Geld braucht. ursprünglich in Frage standen, seien bei ihm nur 23 übrig geblieben. nach dem Recht des B. G. B. Dann fällt Ihnen als Witmer die Hälfte des Erben zu. Geben Sie aber die oben gedachte Erklärung ab, so erben Sie Wie naiv doch diese liberalen" Kirchenstreiter sind oder sein wollen! Die Strafsache schwebe seit 1901, der Angeklagte 2. habe keinerlei Vermögens Ihrer Frau zu und außerdem als Voraus die HochzeitsSie tennen ihre eigene Kirche herzlich schlecht, die es ja stets ver- Fluchtversuch gemacht, habe hier feste Wohnung und seine Familie geschenke und das zum Haushalt verwendete Mobiliar. Da zur Nachlaßstanden hat, aus der Freundschaft mit den Reichen dieser Erde sich und habe sich zu allen Vernehmungen pünktlich gestellt. Der masse auch die Schulden( Begräbniskosten, legte Krankheitskosten) gehören, Vorteile zu sichern, die so gar nichts Himmlisches an sich haben. Gerichtshof beschloß, die Angeklagten Reiser, Stephan und fiele tatsächlich Ihren Miterben nichts zu. 999. Ja. E. F. Nein. Traurig ist aber nur das eine, daß der Drang zum schnöden Böhme in gerichtliche Haft zu nehmen und die VerR. Sch. Die Frau haftet weder für die Gerichtskosten, noch für andere Mammon" die firchlichen Finanzpolitiker nicht einmal vor der Stätte handlung auf Mittwoch zu vertagen. Schulden des Ehemannes, falls nicht Gütergemeinschaft vereinbart ist. der Toten Halt machen läßt. Jedenfalls zeigt dieser Fall, wie Pfändet der Gerichtsvollzieher dennoch Sachen der Ehefrau, so strengt fie unbedingt notwendig es ist, daß die Friedhofsverwaltung den Kirchen- Ein 9jähriges Mädchen als Geschäftsinhaberin und Wechsel- mit Erfolg Interventionsklage an. J. J. 1. Nein. 2. Teilen Sie dem behörden abgenommen und die Friedhöfe von einem Ausbeutungs- akzeptantin ist eine im geschäftlichen Leben nicht oft vorkommende Birt mit, daß Sie Erfüllung des Vertrages und eventuell Schadenersatz objekt für die Kirche zu wirklichen Höfen des Friedens gemacht Erscheinung. Daß es sich um keine Phantasie handelt, zeigte eine welcher Weise Sie erben, müßten die Nachlaß- und die Grundbuch- Atten begehren und flagen Sie eventuell. Lübbenerstr., 1000. Db und in gegen den Nutzholzhändler Emil Fleischer gerichtete Betrugs- ergeben. Wenden Sie sich unter Darlegung des Sachverhalts mit einer Anklage, die gestern die erste Straffammer des Landgerichts I be- Anfrage an das Amtsgerichts. Wenn das nicht zieht, zieht gar nichts mehr. Zur Bekämpfung schäftigte. Der früher schon in Konturs gegangene Angeklagte hatte gebunden und M. F. 62. Sie sind an den Vertrag fönnten nur, wenn der Wirt einverstanden ist, der Sozialdemokratie ist hier fürzlich eine Filiale des Windthorst- unter der Firma„ Joh. Fleischer" ein Geschäft begründet, das tat- vor Ablauf desselben davon entbunden werden. Bundes etabliert worden, der eine junge Garde katholischer Streiter fächlich auf den Namen seiner Tochter, eines Schulmädchens, ging. Greifenhagen. Ja. M. 28. Der Antrag betreffend Veteranenbeihülfe ist heranbilden soll. In den Reihen der katholischen Geistlichkeit ist Er trat als" Joh. Fleischer" mit einem auswärtigen Lieferanten in an das Polizeipräsidium zu richten. B. B. 1. Dem Arbeitgeber fällt, man anscheinend von dieser Gründung nicht sehr erbaut; denn der Verbindung und bezog von diesem eine Lowry Bohlen im Werte falls nicht vertraglich mehr übernommen ist, ein Drittel der KrankenkassenErzpriester Faber las den Windthorst- Bündlern jüngst gründlich den von 551 M. unter der Abmachung, daß sofortige Regulierung er- Vormund haben. Sie meinen wohl einen Pfleger, der für bestimmte Fälle beiträge zur Last. 2. Ein Lehrling, dessen ehelicher Bater lebt, kann keinen Tert. Mehr Freude macht die Vereinigung jedoch dem konservativen folgen solle. Als die Sendung hier eingetroffen war, hat sie dem Sohne gesezt ist. Wiederholen Sie Ihre Anfrage unter Klarlegung der Bürgerverein, der in seinen Mitteilungen" die Stämpen der jungen der Angeklagte zwei Tage darauf weiter verkauft und Ihren Fall betreffenden Sachlage. fatholischen Garde freudig als eine neue Hülfstruppe der bürgerlichen den Betrag dafür in barem Gelde erhalten. Er schrieb dann dem richtet sich nach der Anzahl und der Höhe der geklebten Marten. S. 492, Parteien in ihrem Kampfe gegen die Sozialdemokratie reklamiert. Lieferanten, daß die Ware gut angekommen sei und fügte zur Re- 493 des in den öffentlichen Bibliotheken ausliegenden Arbeiterrechts" ist Bei den nächsten Stadtverordnetenwahlen gedenkt man diese Garde gulierung einen auf" Joh. Fleischer", also auf den Namen seiner die Art der Berechnung näher dargelegt. Rechnen Sie sich an der Hand schon ins Feld führen zu können. Mit der„ nörgelnden Kritik" der 91/ jährigen Tochter, ausgestellten Dreimonats- Wechsel bei, der natür- dieser Darlegung die Rente aus oder wiederholen Sie Ihre Anfrage unter fozialdemokratischen Stadtverordneten im Rathause wird es nun lich völlig wertlos war. Als er darüber zur Rede gestellt wurde, Angabe, wie viel und welche Marken geklebtt sind. bald alle sein. trat er mit der Behauptung hervor, daß ihm das Geld in einem invaliden- und, soweit sie in Berlin wohnen, frankenversicherungspflichtig. E. K., Prenzlauer Alle 27. Die Arbeiterinnen sind in Ihrem Falle Freie Voltsbühne Charlottenburg. Der Kunstabend am Kar- Straßenbahnwagen, wo er während der Fahrt eingeschlafen sei, ge- Etwaige Zweifel wegen der Invalidenversicherung beheben Sie durch eine freitag 7 Uhr im großen Saale des Volkshauses darf, wie schon stohlen worden sei. Der Gläubiger hat noch immer kein Geld Anfrage an die Versicherungsanstalt( Köllnischer Part). Wegen der Krankenfurz bekannt gegeben, nicht für die Deffentlichkeit, sondern nur für bekommen, obgleich inzwischen zwei Jahre vergangen sind. Der versicherung können Sie sich an die Gewerbedeputation( Stralauerstr. 3-6) die Mitglieder veranstaltet werden. Die Folge davon ist natürlich, Gerichtshof entnahm aus der Beweisaufnahme, daß es dem An- wenden. Die minderjährigen Arbeiterinnen endlich bedürfen eines Arbeitsdaß das fünstlerische Programm mit größerer Freiheit gestaltet geklagten von vornherein darauf angekommen fei, die Gläubiger zu so verworrene, daß eine andere Antwort seitens der zuständigen, oben buches. Indessen ist auf dem Gebiete der Heimarbeit die Rechtslage eine werden kann und dadurch an Schönheit sehr gewinnt. Zur Rezitation benachteiligen. Er verurteilte ihn daher wegen Betruges zu drei angegebenen Instanzen nicht unmöglich ist. C. M. 1. Ja. 2. Nein. gelangen Dichtungen von Goethe, Freiligrath, Ada Monaten Gefängnis. Negri, Liliencron u. a., der Gesangsvortrag bietet Lieder von Richard Wagner, Joh. Brahms, C. Loewe, Schubert, Tschaikowsky, und am Konzertflügel werden Kompositionen von Franz Liszt und Sebastian Bach gespielt werden. werden. Die Mitglieder werden gebeten, ihre Karten, a 35 Pf., zeitig Bei den Zahlstellen zu lösen. Rixdorf. Vermischtes. K. 3. Nein. K. W. Die Höhe der Invalidenrente H. H. 10. Ihr Bruder hat mehr als Finderlohn zu beanspruchen. Ein Säckchen Geld mit 650 alten Mariatheresien- Talern, der unter einem Schornstein beim Abbruch gefunden wird, ist keine nur gefundene Sache, sondern ein Schatz, d. h. eine Sache, die so lange verborgen gelegen hat, daß der Eigentümer nicht mehr zu ermitteln ist. Wird ein Schatz entdeckt Die Schreckenstat einer Wahnsinnigen. Ein grauenhafter Mord und infolge der Entdeckung in Besitz genommen, so wird das Eigentum zur fleinen Sommerresidenz Pillniz bei Dresden in ungeheuere Auf- also ein Anspruch auf 325 Theresien- Taler zu. und Selbstmordversuch versetzte Freitag die Einwohnerschaft der Hälfte von dem Entdecker, zur anderen Hälfte von dem Grundstücks- Eigentümer, dessen Grundstück den Schatz barg, erworben. Ihrem Bruder steht A. H. Ihr Sohn fann regung. Die Ehefrau des Privatiers Jähnichen Anna geborene fich direkt an das Bezirkskommando oder an den Truppenteil wenden, dem Hofmann in Oberpoyriz hat während der Abwesenheit ihres Mannes er zugeteilt werden will. W. W., Reichenberg. 1. Ja. 2. Nein. Wer ist Schiller? Die Nixdorfer städtische Baudeputation hat ihr ein Jahr altes Töchterchen in einem Anfalle von Wahnsinn auf Zoffen G. Sch. 200. Wenn in der Tat der Vormund die Unfallvente bewiesen, daß sie den Mut hat, ihrer Ueberzeugung Ausdruck zu grauenerregende Weise ermordet. Die Wahnsinnige, welche schon des armen verunglüdten jungen Mannes für sich behielt und verwendete, geben. Während ganz Deutschland sich zur Schiller- Feier rüstet früher Anzeichen von geistiger Gestörtheit zeigte, legte ihr Töchterchen so liegt eine ganz gemeine Unterschlagung vor. Das Mündel täte gut, sich und die bürgerliche Welt in Schiller- Verehrung scheinbar schwelgt, Striden fest, nahm ein Beil in die Hand und schlug ihm den Kopf ab. zu wenden und, falls es 18 Jahre iſt, Großjährigkeitserklärung, fouſt Be aus dem Bett auf eine im Garten stehende Bant, band das Kind mit schleunigst unter Darlegung des Sachverhalts an das Vormundschaftsgericht hat die Baupeputation dem Bericht einer Korrespondenz zufolge die ftellung eines Gegenvormundes, zu beanfragen und ferner Niederlegung wirkliche Stellung des Bürgertums zu Schiller in folgendem Beschluß Die ersten Beilhiebe müssen das unglückliche Wesen nicht sogleich des Geldes sowie Ersatz des Vormundes durch einen anderen bei Gericht befundet: Es war beschlossen, zu Ehren Schillers eine Schiller- getroffen haben, denn der Körper des Kindes zeigte noch eine An- zu beantragen. Die strafrechtliche Berfolgung geschieht dann von Amtswegen. Promenade und eine Tellstraße zu schaffen. Gegen den zahl anderer ihm mit dem Beil beigebrachter Wunden. Nach Ver- Br. 100. In dem Briefe könnte eine Beleidigung und der Versuch einer Letzterwähnten Vorschlag sind nachher Bedenken aufgestiegen. Übung dieser furchtbaren Bluttat ging die unfelige Mutter wieder in Erpressung gefunden werden. Ein etwaiger vermögensrechtlicher Anspruch Verschiedentlich wurde dagegen geltend gemacht, daß es sich für ihre Wohnung zurück, nahm eine gefüllte Petroleumkanne und begoß der Dame ist längst verjährt. Unterlassen Sie die Absendung und sehen Sie sich über das rein Menschliche hinweg, das doch Ihrer Braut nach Dann brannte sie sich selbst teiner Richtung zum Vorwurf gereicht. eine Stadtverwaltung nicht schicke, eine Straße nach einem wenn sich über und über mit dieser Flüssigkeit. auch sagenhaften Freiheitshelden zu benennen, der selbst vor einem an und binnen wenigen Minuten es war inzwischen 7 Uhr auf Grund des Eilgutscheines, den Sie sich geben lassen müßten) foll K. H. Ihr Schwager( oder Sie Morde nicht zurückschreckte". So hob denn die Baudeputation ihren morgens geworden stand fie lichterloh in Flammen. Inzwischen schleunigst bei der Eisenbahndirektion reklamieren. Sie ist in vollem ersten Beschluß wieder auf und beschloß, die Werrastraße, die den lehrte der Ehemann der Wahnsinnigen nach Hause zurück. Brennend Umfange schadensersatpflichtig. D. M. 100. 1. Nein. 2. Ja. Namen Tellstraße erhalten sollte, nicht nach dem Schweizer Freiheits- stürzte die Tetzte dem Tode erschrockenen Maime Schnellmaler. Erlaubnis der Ortspolizeibehörde ist erforderlich. An entgegen und wollte helden, sondern nach Wildenbruch zu benennen. ihn unter furchtbarem Geschrei um- diese muß der Betreffende sich wenden, nicht an den Regierungspräsidenten. Dammann. Die geforderte Steuer müssen Sie zunächst zahlen. Ihre Dieser Widerwillen gegen die„ Tellstraße" ist von nicht geringer Bedeutung. Die allerloyalfte Gesinnung der Rigdorfer Baudeputation Beschwerde hält die Beitreibung nicht auf, wenn Sie nicht die vorläufige hat den Schlachtruf geschaffen, unter dem die bürgerliche Welt eigentEinstellung beantragen. Zuständig ist die Steuerdeputation des Magistrats. 5. 2000. Leider würde der Herrschaft auf Grund des§ 36 der alt lich die Schiller- Feier begehen sollte: preußischen Gesinde- Ordnung das Recht der Cinbehaltung zugestanden werden. Los von Schilleres lebe Wildenbruch! D. 9. Wegen drohender Strafen für nicht ehrlose Handlungen sich der Strafe durch die Flucht entziehen, ist in der Regel insbesondere dann Feig heit, wenn die Verfahren aus Anlaß eines vermeintlichen Stampfes für die Allgemeinheit erwachsen sind. Welche Länder wegen solcher Vergehen aus. liefern, lehnen wir grundsätzlich mit Rücksicht auf die Rechtsprechung ab, die in solcher Mitteilung strafbare Begünstigung der Straftat erblickt, derentwegen der Fragesteller berreisen will. Die Auslieferungsverträge fönnen Sie in den öffentlichen Bibliotheken einsehen. Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Erfner. Ein Einbruchsdiebstahl wurde am 11. September v. J. bei dem Uhrmacher Rati in Ertner verübt, bei welchem den Dieben Uhren und Goldwaren im Gesamtwerte von zirka 1000 M. in die Hände fielen. Die Ermittelung der Diebe, die gestern in den Personen des Berantto. Redakteur: Baul Büttner, Berlin. Für den armen. Nunmehr cilten auf die Hülferufe des Mannes mehrere Nachbaren herbei, welchen es nach vieler Mühe gelang, die Flammen zu ersticken. Die unſelige Mutter hat indessen solch schwere Brandwunden erlitten, daß an ihrem Aufkommen gezweifelt wird. Sie wurde heute mittag nach der Landesirrenanstalt Sonnenstein bei Birna gebracht. Während der Schreckenstat der Mutter schlief ihr vierjähriger Sohn im Nebenzimmer. Das Ehepaar lebte in sehr guten finanziellen Verhältnissen, auch das eheliche Zusammenleben ließ nichts zu wünschen übrig. Dynamitexplosion. An der Neubauftrede Mez- Bolchen geriet die Arbeiterbude bei der Station Bolchen, in welcher gewöhnlich mit Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Nieder- Schöneweide. Berkehrslokal: J. Franz, Grünauerstr. 5. " Hasselwerder", Jnh. G. Hempel. Waldhaus", Berlinerstr. 10a. " Poseidon", a. d. Fußgängerbrücke. Waidmannsruh", Berlinerstr. 16. Seleine Fischerhütte", J. Fischer, BerlinerStraße 17b. " Drachenfels", Berlinerstr. 17 d. Alle anderen Lokale gesperrt. : L.-K.-M. R. Mohrmann, Hasselwerderstr. 6. Nowawes- Neuendorf. Paul Ebel, Stahnsdorferstr. 6. Robert Godglück, Volksgarten, Priesterstr. 31. Otto Himke, Wallstr. 55. Karl Gruhl, Priesterstr. 69. Ernst Schmidt, früher Kaiser- Saal, Wilhelmstraße, Ecke Friedrichstraße. L.- K.- M.: Gomoll, Priesterstr. 29. Pferdebucht bei Köpenick frei. L.- K.- M.: W. Kegel, Köpenick, Rudowerstr. 13. Rauchfangwerder. Lokal Rutkowski, frei. L.- K.- M.: C. Walter, Zeuthen, Poststr. 1. Rixdorf. Vereinshaus am Richard- Platz gesperrt. Alle anderen Lokale frci. L.- K.- M.: R. Voges, Richardstr. 115. Rudow bei Johannisthal. Verkehrslokal: Aug. Balm, Köpenickerstraße. Franz Reime, Bendastraße. L.- K.- M.P.Mann, Johannisthal, Bismarckstr.7 Schenkendorf. Otto Pätsch( Saal). Schmöckwitz. Gasthaus Zur Palme", am Seddinsee, Hermann Peter. Noad, Restaurant zum Seddinsee. Murfeldt,„ Seglerschloß". Alle anderen Lokale gesperrt. Schmargendorf. " Restaurant Sanssouci", Ruhlaerstr. 20/21. Kaffee Bein, Hubertusbadestr. 8( Grunewald). Alle anderen Lokale gesperrt. L.-K.-M. F. Red, Hundekehlenstr. 21. Schöneberg. Obsts Festfäle, Martin Luther, Ede Meiningerstraße. Klubhaus, Hauptstr. 5/6. Schloßbrauerei Schöneberg. Wilhelmhof, Ebersstr. 80. L.- K.- M.: Ed. Petersohn, Tempelhoferstr.2IV. Senzig. D. Kühne und Curth frei. Lot.- Kom.- Mitgl.: K. Schütz in Zernsdorf. Stahnsdorf- Klein- Machnow. Kein Lokal frei. L.- K.- M.: H. Keßler, Teltow, Ritterstr. 16. Steglitz. Frei: Schellhafe, Saal und Garten, Ahornstraße 15 a, und Birkenwäldchen, Saal und Garten. L.-K.-M. Karl Dräger, Herderstr. 3. Südende. Kein Saal frei. L.- K.- M.: Otto Gohl, Mariendorf, Dorfstr. 24. Tempelhof. Frei: Martin Müller, Berlinerstraße 41/42. Alle anderen Lokale sind gesperrt. L.- K.- M.: H. Schierių, Kaiser Wilhelmstr. 77. Teltow- Seehof. Deutsches Wirtshaus, Jnh. E. Pieckenhagen, Berlinerstr. 16. Verkehrslokale: E. Derz, Zehlendorferstr. 4. G. Kupsch, Hoher Steiniveg 10. Alle anderen Lokale gesperrt. 2.- K.- M.: H. Keßler, Ritterstr. 16. Trebbin. Wolf," Zum Kronprinzen", Bahnhofstr. 1. L.- K.- M.: C. Walter, Beuthen, alte Poststr. 1.| Schulz, Gesellschaftshaus", Bahnhofstr. 3. " Lehmann, Bahnhofstr. 6. Gleiche, Bahnhofstr. Gräfe, Berliner- und Bahnhofstr. Ecke. Graf, Belizerstraße. Bintsch, Löwendorf bei Trebbin. Alle anderen Lokale sind gesperrt. L.- K.- M.: R. Knorr, Schüßenstr. 4. Treptow. Inkl. den beiden Eierhäuschen sämtliche Lokale frei, außer Paradiesgarten L.- K.- M.: J. Hering, Köpenicker Landstr. 23 L Wannsee." Bayrischer Hof", H. Milling, Glienickerstraße 10. Alle anderen Lokale gesperrt. L.- K.- M.: K. Schulze, Alsenstr. 38. Wildau. Inh Karl Nelke, Wildauer Hof. Otto Heiser," Zur Dahme". L.-K.-M. W. Greyer, Schwarzkopfstr. 58. Zernsdorf. Emil Schulz, Zur Eiche". Julius Knorr, am Wasser. L.-K.-M. K. Schük. Zeesen. Paul Behrend, Gasthof zur Palme. L.- K.- M.: W. Franke in Korbisfrug. Zwiebusch. Gärtner, Berliner Schweiz, am Seddin- Sea Zeuthen. Alle Lokale gesperrt. Lotal- Kommissions- Mitglied für obige Drte C. Walter, Zeuthen, alte Poststr. 1. Zehlendorf. Bellrich, Alsenstr. 86( Anglers Ruh). B. Miellei, Potsdamerstr. 25( Sperlingsluft) 2.- K.- M.: A. Wirth, Machnowerstr. 11. Zossen. Verkehrs- und VersammlungsTotal: C. Rüffer, Barutherstr. 55. Alle anderen Lokale gesperrt. L.- K.- M.: R. Rönisch, Fischerstr. 108. Kreis Potsdam- Ost- Havelland. Anfragen find zu richten an Karl Linz, Spandau, Bötzow. Franz Rhinow. Falkenhagen. ,, Zu den vier Linden", Paul Schöneberg. Staaker und Neu- Staaken. Kein Lokal frei. Finkenkrug. Hofmeister. Henningsdorf. Gesperrt: Gustav Böhnert, Gasthof" Bum Deutschen Kaiser". Partei- Lokal: Ww. Euen's Gasthof, Fabrikstraße. Neubrück. Beckmann. Hohenschöpping. Stein. Kremmen. Urad. Paproth. Marwitz. Schurbaum. 3. Peschel. Pinnow. Jodiel. Velten. Aug. Paris, Louisenstraße 17. Grunow, Wilhelmstr. Gericke, Bergstr. R. Thiele. H. Otto., W. Barschall. Lokal- Kommissions- Mitglied für obige Orte: Heinrich Schwabe, Belten, Mühlenstr. 25. Vehlefanz. Heinr. Beetsch, Gesellschaftshaus, Ausbau, frei. Nauen. Scholz, Marktstr. 16. Schützenhaus, Chausseestr. 33. Anfragen find zu richten an Belzig. Sandberg, Gasthof Bur grünen Tanne"( Inh. Fr. Thiele), frei. Biesenthal. Gasthof Zur Sonne". 2.- K.- M.: E. Klipke, Schützenstr. 3. Eisenspalterei bei Eberswalde. Restaurant Buchwald frei. Eberswalde. Restaurant zur Mühle", Eichwerderstr. 55. Lokal- Kommissions- Mitglied: Richard Goldbach, Kreuzstr. 9. Heegermühle. W. Baugat frei. Beauregard bei Wriezen a. 0. Gust. Thron, Gasthaus z.„ Viertelstündchen". Wriezen a. O. Kein Lokal frei. Werneuchen. Kein Lokal frei. Alt- Ranft bei Freienwalde a. 0. Verkehrslokal: ,, Deutsches Haus". Der Weinberg( am Wald). Alle anderen Lokale sind gesperrt. Lokal- Kommissions- Mitglied: Wilhelm Buge, Brandenburgerstr. 33. Spandau. Paul Kumte, Schönwalderstr. 80. Böhle, Neumeisterstr. 5. E. Köpnicks Ball- Salon, Pichelsdorferstr. 39. Hackenfelde. Max Teßnows Volksgarten. A. Ausflugsorte an der Unterhavel: Spandauer- Bock. = Der Brauerei Ausschank( Eigentum der Spandauer- Bergbrauerei) steht der Arbeiterschaft seit Jahren nicht mehr zur Verfügung. Pichelsdorf. Gesperrt sind die Lokale von Reinsberg und der Brauerei- Ausschank Pichelsdorfer Brauerei; alle anderen Lokale frei. Pichelsberge. Alle Lokale frei! Pichelswerder. Alle Lokale frei. Schildhorn. Alle Lokale frei! Weinmeisterhorn. Frei! Diverse Orte. Mittelstr. 13. B. Ausflugsorte an der Oberhavel: Helgoland. Frei! Papenberge. Restaurant Lemke frei! Saatwinkel. Alle Lokale frei! Valentinswerder. Frei! Wilhelmsruh. Früher G. Erbe gesperrt. Potsdam und Umgegend. Potsdam. Verkehrslokal: Glasers Restaurant, Inh. Ww. Ladenthin, Kaiser Wilhelmstr. 38. Viktoriagarten, Alte Louisenstr. 32. Bahnhof Charlottenhof. Neu- Bornim. Krügers Restaurant. R. Laas,„ Schwarzer Adler", Mittelstr. 12. Nedlitz. Bungard," Zur Römerschanze". Gunia, Schweizerhaus, ist gesperrt. Lokal- Kommissions- Mitglied für obige Orte M. Hausmann, Potsdam, Alexandrinenstr.9. Ketzin a. d. Havel. Klemms Restaurant frei. Werder a. d. Havel. Verkehrslokal. Koch, Fischerstr. 98( Schwarzer Adler). Lokal- Kommissions- Mitglied: August Himlich, Cemnigerstraße 37. Michendorf. Gesperrt: Seyffert. Gustav Nowag, Strausberg( Stadt), Walkmühlenstraße. Falkenberg. Nur die ,, Carlsburg" frei. Freienwalde a. 0. Verkehrslokale: Radday, Kanalstr. 3. W. Voigt, Eberswalderstr. 7. Frei: Grüne Tanne, Waldschänke, Krieger denkmal. W. Künzel, Alt- Kiez 21, Baafee. Lokal- Kommissions- Mitglied: A. Pinnow, Grünstr. 7. Lehnin. H. Taege, Hauptstr. 63 frei. Lindow i. M. Kaufels Restaurant. Oderberg i. M. Gesperrt: A. Irrlig," Bur grünen Aue" und Schützenhaus". Alle anderen Lokale frei. Neu- Ruppin. Schröders Gesellschaftshaus, Gartenstr. 2. Buckow bei Müncheberg. ( Märk. Schweiz.) Rich. Reinsch, Schweizerhaus, frei. Weitere Auskunft erteilt: Otto Kolbe, Neue Promenade 69. Fürstenwalde. Schloßfellerei. Lokal- Kommissions- Mitglied: H. Weiland, Promenadenstr. 53. Strausberg( Stadt). Restaurant Franz Magnus, Wilhelmstraße Carl Albrecht, Bürgergarten, Wriezenerstraße Strausberg( Vorstadt und Umgegend). Schlagmühle Hegermühle Spit mühle- Rotkäppchen Neue Spigmühle Lotal- Kommissions- Mitglied: Gustav Now a g, Walkmühlenstraße. Zehdenick. Restaurant Bucholz. Berantwortlich: Carl Rott, Berlin 0.34, Straßmannstr. 29.- Drud: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. 68, Lindenstr. 69. Alle Lokale, die keinen Saal haben, find frei! Lokal- Lifte für Berlin und Umgegend. Ausgegeben am 16. April 1905. Alle Mitteilungen, Anfragen etc. find an die Kommiffionsmitglieder des Kreifes zu richten. Obmann der Kommiffion: 1. Wahlkreis. Dräsels Festsäle, Neue Friedrichstr. 35. Miegel, Stralauerstr. 57. Balast- Theater, Burgstr. 22. Radtke, Flensburgerstr. 24. Trieschmann, Jüdenstr. 55. Belt 2, 3, 4. Gesperrt: Zelt 1, Brauerei- Ausschank J. Böhow. Lotal- Kommissions- Mitglied: Jacob Ege, Roßstr. 23. 2. Wahlkreis. Anhalt. Ressource, Mödernstr. 114. Belle Alliance- Kasino, Belle- Alliancestr. 87. Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg. Bohne, Hasenhaide 45/47. Alter Bürgergarten, Lindenstr. 105. Ferdinand Ewald, Schönleinstr. 6. M. Gerth, Blücherstr. 66. Gliefing's Ball- u. Gesellschaftshaus, Wasserthorstr. 68. Goßmann, Kreuzbergstr. 48. Gramkau, Stegligerstr. 18.. Gründer, Schwerinstr. 13. Habels Brauerei- Ausschank, Bergmannstr. 5/7. Heinrichs Festsäle, Blücherstr. 61. Hofjäger- Palast, Hasenhaide 52/53. Kliems Festsäle, Hasenhaide 18/15. Königshof, Bülowstr. 87/40. Linden- Kafino, Lindenstr. 106. Markgrafen- Kafino, Markgrafenſtr. 83. Mürichs Festsäle, Stegligerstr. 35. Raabes Festsäle, Fichtestr. 29. Reinhardts Neues Ges.- Haus, Hafenhaide 57. Seraber, Hermann, Friedrichstr. 16( Handelsstätte Belle- Alliance). Schnegelbergs Festsäle, Inhaber Cart Schwarz, Hafenhaide 21, Jahnstr. 8. Schwantes Festsäle, Mittenwalderstr. 15. Unions- Brauerei, Hasenhaide 22/31. Viktoria- Brauerei, Lüßowstr. 111/112. Vittoria- Park, Gneisenaustr. 67. E. Zühlfe, Dennewigstr. 13. Lokal- Kommissions- Mitglied: Heinrich Schröder, Kreuzbergstr. 15 pt. 3. Wahlkreis. Alcazar- Theater, Dresdenerstr. 52/53. Alexandrinen Festsäle, Alexandrinenstr. 110. Apollo- Saal, Sebastianstr. 39. Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Beckers Festsäle, Kommandantenstr. 62. Berliner Klubhaus, Ohnistr. 2. Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57. Buggenhagen- Etablissement, Moritzplatz. Central- Festfäle, Alte Jakobstr. 32. Deutscher Hof, Luckauerstr. 15. Dietrichs Festsäle, Alexandrinenſtr. 32. Dietrichs Festsäle, Dresdenerstr. 116. Dresdener Kasino, Dresdenerstr. 96. Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45. Englischer Hof, Neue Noßstr. 3. Feuersteins Festfäle, Alte Jakobstr. 75. Fürstenhof, Köpenickerstr. 137/138. Gesellschaftshaus, Prinzenstr. 94. Gewerkschaftshaus, Engelufer 15. Gratweils Bierhallen, Kommandanten jtraße 77/79. E. Gründer, Köpeniderstr. 100. Grupes Festsäle, Annenstr. 16. Hintsches Festfäle, Köpenickerstr. 62. Insel Festsäle, Inselstr. 10. Industrie- Festsäle, Beuthstr. 20/21. Köpenicker Festsäle, Köpenickerstr. 127a. Ladelvig, zur Klosterglocke, Alte Jakobstr. 88. G. Rott, O. 34, Straßmannstr. 29. Berlin. Luisenstädt. Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37. Luisenhof, Bukowerstr. 9. Lipple, Melchiorstr. 15. Märkischer Hof, Admiralstr. 18c. Neues Klubhaus, Kommandantenstr. 72. Schultheiß- Ausschant, Neue Jakobstr. 24/25. Vier Generationen, Dranienſtr. 69. Vogts Nitter- Säle, Ritterstr. 71/75. " Zum Alexandriner", Alexandrinenſtr. 37a. Lokal- Kommissions- Mitglied: Paul Jacob, Grünauerstr. 26, 2. Qugb. I. 4. Wahlkreis( Süd- Ost). Behrends Festsäle, Manteuffelstr. 95. Borchardt, Köpenickerstr. 158. Central- Festsäle, Dranienstr. 180. Reichenberger Hof, Reichenbergerstr. 147. Glebe, Süd- Ost", Waldemarstr. 75. Graumann, Naunynstr. 27. Hoffmann, Zeughofstr. 8. Industrie- Festsäle, Mariannenstr. 31. Jüngers Variété, Manteuffelstr. 47. Köpenicker Hof, Köpenickerstr. 170. Mariannen- Festsäle, Mariannen- Ufer 2. May Nowack, Manteuffelstr. 9. Otto( Drachenburg), Vor dem Schlesischen Tor. Dranien- Salon( A. Lott), Oranienstr. 170. Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Schuhmacher, Skaligerstr. 126. " Vereinshaus Sängerheim", Naunynstr. 6. Walter( Urania), Wrangelstr. 9/10. G. Wollschläger, Adalbertstr. 21. Lokal- Kommissions- Mitglied: Wilhelm Sedler, Wienerstr. 26, v. II. 4. Wahlkreis( Ost). Alhambra, Wallnertheaterstr. 15. Albrecht, Gesellschaftshaus, Langestr. 108. Andreas- Festsäle, Andreasstr. 21. Andreas- Garten, Andreasstr. 26. H. Behrend, Sängerheim, Landsb. Allee 156. Bolzmanns Gesells.- Haus, Lichtenbergerstr.21. Böhmisches Brauhaus, Landsberger Allee 11. Börsen- Restauration, Central- Viehhof. Boekers Gesellschaftshaus, Weberstr. 17. A. Diez, Landsberger Allee 76/77. Elisabeth- Garten, Elisabethstr. 30. Elysium, Landsberger Allee 40/41. Englischer Garten, Alexanderstr. 27c. Feindt, Weinstr. 11. Fiebig, Große Frankfurterstr. 28. Flechs Festsäle, Fruchtstr. 36 a. A. Förster, Große Frankfurterstr. 41/42. Fortuna- Säle, Strausbergerstr. 3. Germania- Brauerei, Frankfurter Allee 53. Gesellschaftshaus, Lichtenbergerstr. 16. Giestes Wirtshaus, Landsbergerstr. 89. Habrecht, Große Frankfurterstr. 30. Keller, Koppenſtr. 29. Kern, R., Große Frankfurterstr. 18. Kollwigs Festfäle, Große Frankfurterstr. 99. Fr. Kienitz, Große Frankfurterstr. 183. E. Kienast, Warschauerstr. 26. C. Koczorowski, Schillingstr. 36. Königstadt- Kasino, Holzmarktstr. 72. Königstädt. Stafino, Gr. Frankfurterstr. 76. P. Litfins Gesellschaftshaus Ostend, Memelerjtraße 67. Ladewig, Gesellschaftshaus, Frankf. Allee 127. Lips, Am Friedrichshain 22/29. Ost- Rafino, Frankfurter Allee 106. Ostbahnpark, Rüdersdorferstr. 71. Residenz- Festsäle, Landsbergerstr. 31. Scheruchs Festsäle, Rüdersdorferstr. 45. Scholz, Große Frankfurterstr. 74. B. Schumski, Langestr. 65. Theel, Große Frankfurterstr. 85. Grauer, Große Frankfurterstr. 117. Zimmermann, Grüner Weg 29. Lokal- Kommissions- Mitglied: Carl Rott, Straßmannstr. 29, ptr. 5. Wahlkreis. Apitsch, Rosenthalerstr. 39. Diesener, Landsbergerstr. 37. A. Ernsts Gesellschaftshaus, Prenzlauerstr. 41. Gesellschaftshaus Berliner Musiker, Kaiser Wilhelmstr. 18m. Johannissäle, Johannisstr. 20. Königssäle, Neue Königstr. 26. Kuhns Festsäle, Linienſtr. 8. Leydeckers Salon, Sophienstr. 34. Luna- Säle, Neue Königstr. 7. Müller, Restaurant, Linienstr. 65. Mündner, Linienstr. 19. Neues Konzerthaus, Alexander- Play. Bachuras Clubhaus, Landsbergerstr. 39. Cart Patt, Dragonerstr. 15. Paul Pfeffer, Rosenthalerstr. 57. Philadelphia, Greifswalderstr. 138/139. Rosenthaler Hof, Nosenthalerstr. 11/12. Schützenhaus, Linienstr. 5. Schweizergarten, Am Königstor. Lokal- Kommiffions- Mitglied: Friedrich Rausch, Winsstr. 12 pt. 6. Wahlkreis. Moabit. Artus- Hof, Perlebergerstr. 26. Arminius- Hallen, Bremerstr. 70/71. Carl Fischer, Waldstr. 8. Giesveit, Insel- Restaurant( Plößensee). Peter Hahn, Beusselstr. 22. Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47/49. Moabiter Gesellschaftshaus, Wiclefstr. 24, Emdenerstr. 34/35. Moabiter- Kasino, Wilsnackerstr. 68. Moabiter Schützenhaus( Plößensee). Schößler, Stromstr. 28. Schüler( Brauerei Moabit), Turmſtr. 25/26. Stolpmanns Festsäle, Lehrterstr. 34. Spree- Hallen, Kirchstr. 27. Vittoria- Salon, Perlebergerstr. 14. Wilhelmshof, Alt- Moabit 104/105. Lokal- Kommissions- Mitglied: J. Buchweiß, Wilhelmshavenerstr. 51, Qu. I. Wedding und Oranienburger Vorstadt. Berliner Bock- Brauerei, Abt.II, Chauffeestr.58. Berliner Nordpark, Müllerstr. 148. Gebr. Cranz Festsäle, Köslinerstr. 8. Dieckes Vereinshaus, Ackerstr. 123. P. Fortanier, Tegelerstr. 56. Feldschlößchen, Müllerstr. 142. Funkes Gesellschaftshaus, Triftstr. 41. Germania- Säle, Chausseestr. 103. Hoffmann, Pasetvallerstr. 3. Humboldt Säle, Hussitenstr. 40. Hübners Festsäle, Chausseestr. 113. Köhlers Salon, Tiechstr. 24. Meeses Gesellschaftshaus, Schulstr. 29. Meyers Gesellschaftshaus, Bohenstr. 12. Milbrodis Gesellschaftshaus, Müllerstr. 7. Miethes Festfäle, Invalidenſtr. 84/85. Raabes Festsäle, Kolbergerstr. 23. Sachon, Müllerstr. 136. Schellbachs Festsäle, Schulstr. 66. Schmidts Festfäle, Gartenstr. 6. Schumanns Vereinshaus, Köslinerstr. 17. Wedding- Park( Jnh.C.Maschke), Müllerstr.178. Zum Storchnest, Müllerstr. 161. Lotal- Kommissions- Mitglied: Richard Thiel, Chausseestr. 68/69 II Rosenthaler Vorstadt und Gesund brunnen. Brunnen- Säle, Brunnenstr. 15. E. Daase, Brunnenstr. 154. Dietrichs Festsäle, Brunnenstr. 34. Feh, Brunnenstr. 184. R. Fiebigs Festsäle, Aderstr. 6/7. Gramotte, D., Bergstr. 12. Hensel, Invalidenstr. 1a.. Hillers Volksgarten, Brunnenstr. 150 Melchert, Bergstr. 68. Roads Festsäle, Brunnenstr. 16. Dlböter, Usedomstr. 33. Roetvers Festsäle, Elisabethkirchstr. 14. Swinemünder Gesellschaftshaus, münderstr. 42. F. Schuster, Aderstr. 144. Weiß, Invalidenstr. 146. F. Wilkes Festfäle, Brunnenstr. 188. SwineBallschmieder, Badstr. 16. Bernhard Nose- Theater, Badstr. 58. Cranz Vittoriagarten", Badstr. 12. M. Gradhandt, Bellermannstr. 70. Gregory- Brauerei, Badstr. 67. Leonhardt, Koloniestr. 147. Micksch, Koloniestr. 124. Marienbad, Badstr. 36. Schirms Festsäle( Wäbekind), Badftr. 19. Schmidt, Herm., Prinzen- Allee 33. Weimanns Volksgarten, Juh. Silberstein. Badstr. 56. Lokal- Kommissions- Mitglied: R. Henschel, Wollinerstraße 51, II. Schönhauser Vorstadt. Adamis Festsäle, Schönhauser Allee 161. Berliner Prater, Kastanien- Allee 7. Berolina- Festsäle, Schönhauser Allee 28. Brauerei Bötzow, Prenzlauer Allee. Kreis Nieder- Barnim. Brauerei Gabrielu. Jäger, Defonom Wendorf, Zehdenickerstr. 10. Brauerei Königstadt, Defonom Rob. Liebing, Schönhauser Allee 10. D. Hoffmann, Kastanien- Allee 23. Forper, Prenzl. Allee 165( Ringbahn- Station). Fröbels Allerlei- Theater, Schönhaus. Allee148. Genossenschafts- Wirtshaus, Stargarderstr. 3. Jägerhaus, Schönhauser Allee 103. Kopenhagener Klubhaus, Wüstenhagen, Kopenhagenerstr. 74. Schönhauser Volksgarten, Schönhauser. Allee 101/102. Steuerhaus, Prenzlauer Allee 148. E. Schulz Festfäle, Belforterstr. 15. Wirtshaus Zum Strauß", Pappel- Allee 25. Wernaus Festsäle, Schwedterstr. 23/24. Lotal- Kommiffions- Mitglied: Rudolf Wenzel, Schliemannstr. 43, vorn, IV. Anfragen find zu richten an Robert Rieck, Rummelsburg, Bezirk Bernau. Bernan. Großmann, Schützenhaus, Mühlentor. Lah, Elysium, Königstor. August Mai, Kaiser- und Chausseestr.- Ede. Rückert, Gasthof Zum Goldenen Hirsch". Wagner, Restaurant, am Bahnhof. Lanke. Stodmann, Restaurant Waldschloß". Datz, Restaurant ,, Schloßpark". Ladeburg. Sein Lokal frei. Preuden. Nur Engelhardt frei. Röntgenthal. Lange, Nestaurant Röntgenthal. Zepernick an der Stettiner Bahn. Zum Pant- Schlößchen", Jnh. Ostertag. Lokal- Kommissions- Mitglied für obige Orte: Emil Hoppe, Bernau, Weinbergstr. 11. Oranienburg. Dietrich, Mühlenstr. 15. Braun, Kurfürstenstraße 48( Saal). Schumann, Waldhaus, Sandhausen( Saal). Schönow. Schulz, Restaurant, frei. Maiz bei Grabowsee. H. Neubert, Waldschlößchen. Anfragen sind zu richten an: Karl Schumann, Habelstr. 38, I. Bezirk Erkner. Alt- Buchhorst. Alle Lokale gesperrt. Erkner. Gesperrt sind: Gasthof zur Eisenbahn, Bahnhofstr. 11. Gasthof zur Traube, Bahnhofstr. 6. Alle anderen Lokale sind frei. Fangschleuse. Frd. Schulze, Hotel„ Zum Dampfschiff." Alle anderen Lokale gesperrt. Grünhaide. Alle Lokale gesperrt. Hessenwinkel. D. Napmund, Gesellschaftshaus. F. Schreyer, Kaiserzelt. Alle anderen Lokale gesperrt. Rüdersdorf( Dorf). Robert Zademad, Schüßenhaus. R. Marg, Luisenstraße 31. Alle anderen Lokale gesperrt. Rüdersdorf( Kallberge). Greve, Gasthaus zur Linde, Heinigerstr. 19. H. Möller, am Kallsee, Karlstr. 8. Alle anderen Lokale gesperrt. Stolpbrück. Wilhelm Lehmann frei. Woltersdorf( Dorf). Blankenfeld, Wilhelmshöhe, Bahnhofstr. 17. Friz Saetvert,„ Schloß Woltersdorf", Bahnhofstr. 18/19. A. Volkmann, Restaurant ,, Seehof", Rüdersdorferstr. 1. Hanke, Bahnhof, Nr. 23. Ewald Paschke, Restaurant Interlaken". Alle anderen Lokale gesperrt. Woltersdorf Schleuse und Kietz. Carl Spetzke, früher Albrecht. Palm, Café Ruhwald. Prawit, auf Riekwerder. Alle anderen Lokale gesperrt. Lotal- Kommissions- Mitglied für obige Drte: Julius Kranz, Erfuer, Königstr. 13. Bezirk Friedrichsfelde. Gensler frei. Biesdorf. Alle anderen Lokale gesperrt. Dahlwitz. " Deutsches Haus" gesperrt. Alle anderen Lokale sind frei. Friedrichsfelde. Franz Bube's, Bolfsgarten", Prinz.- Allee 30. Frizz Haberland, Wilhelmstr. 38. Gottlieb Schulz, Lindenpart", Wilhelmstr. 11. Frei. Kupsch, Karlshorst. Waldschänke", frei. Kaulsdorf. Bobey, Restaurant am Bahnhof, frei. Göze, Gasthof, Chaussee, frei. Mahlsdorf. Anders, frei. Lokal- Kommissions- Mitglied für obige Drte: C. Gronwald, Friedrichsfelde, Louisenstr. 15. Bezirk Friedrichshagen. Friedrichshagen. Sämtliche Lokale frei, außer Kaiserhof" ( Kraaz), Friedrichstr. 71 und Franz Lerche, Friedrichstr. 81. T Teufelssee, Müggelschloß, Rübezahl, Strand Restaurant, Marienluft, bei Friedrichshagen, Restaurant Waldburg am Bahnhof Hirschgarten frei. Restaurant Ravenstein gesperrt. Fichtenau. R. Höhne, Gesellschaftshaus 1 und Roth, Kurpark- Restaurant, frei. Hirschgarten. Alle Lokale frei. Kiekemahl. Alle Lokale gesperrt. Münchehofe. Alle Lokale gesperrt. Rahnsdorf. August Witte gesperrt. Alle anderen Lokale frei. Rahnsdorfer Mühle. Alle Lokale frei. Berkehrslokal: Gasthof von Witwe Klemm. Schöneiche- Schönebeck. B. Babel, Restaurant Waldschloß. Alle anderen Lokale gesperrt. Wilhelmshagen. Alle Lokale frei. Lokal- Kommissions- Mitglied für obige Orte: Emil Süßmilch, Friedrichshagen, Kastanien- Allee 16. Bezirk Lichtenberg. Friedrichsberg- Lichtenberg. Paul Schwarz, Konzertgarten, Dorfstraße gesperrt. Alle anderen Lokale frei. Wilhelmsberg, Neu- HohenSchönhausen, Dorf HohenSchönhausen. Alle Lokale frei, außer Robert Schulze, Berlinerstr. 8 in Hohen- Schönhausen. Lotal- Kommissions- Mitglied für obige Orte: D. Liesegang, Lichtenberg, Mainzerstr. 2. Kantstr. 22, part. Bezirk Pankow. Französisch- Buchholz. Klimas Restaur.„ Zum Storch", Hauptstraße. K. Kähnes Festsäle, Berlinerstr. 39. Alle anderen Lokale gesperrt. Buchhorst. Mayer frei. Woltersdorf bei Mühlenbeck. Adolf Baersch, Gasthof zur Sonne, frei. Pankow. Buge, Vereinshaus, Schulzestr. 28. Ebersbach ,, Zum Kurfürsten", Berlinerstr. 102. Lange," Zum Türmchen", Kaiser Friedrichstraße 12. Ww. Mierke, Berlinerstraße 51. Großfurth, Feldschlößchen", Berlinerstr. 27. Soppazz, Konzertsaal, Wollantstraße 113. Rozyde, Kranzstraße 3/4. Schönwalde i. d. Mark. H. Schulz, L. Liebenhagen, frei. Zühlsdorf. Bruno Jden, frei. Gross- Schönebeck. W. Jung, Gasthof z. deutschen Hause". Lokal- Kommissions- Mitglied für obige Orte: Albert Schön, Pantow, Berlinerstr. 26. Nieder- Schönhausen. Wenzels Lindengarten, Lindenstr. 43. Settekorn, Lindenstr. 1. Sanssouci, Kaiser Wilhelmstr. 18B. Alle anderen Lokale sind gesperrt. Blankenfelde. Stab, gesperrt. Alles andere frei. Schildow. Kein Lokal frei. Lokalkommissions- Mitglied: Otto Rißmann, Nieder- Schönhausen, Eichenstraße 17. Reinickendorf u. Umgegend. Reinickendorf. Osten. Schützenhaus( Gebr. Leder), Residenzstr. 1-3. E. Kirsch, Seepark", Markstr. 2/3. B.Lücke ,,, Kastanienwäldchen", Residenzstr.109. F. Sadau, Residenzstr. 124. A. Schorsch,„ Zur Wartburg", Kopenhagenerstraße 71. F. Meinhard, Hauptstr. 51. " Rudolf, Borussia- Park", Provinzstr. 68/69. Schiller, Bum Storchnest", Provinzstr. 79. Gäricke, Wirtshaus Zur Tanne", Nordbahnstraße 11. Frizz Sens, Rest. 3. Eisenbahn, Nordbahnstr. 22. Baumann, Hausotterstr. 55. Wolframms Restaurant, Hausotterstraße 48. C.Großmann ,,, Schönholzer- Flora", ProvinzStraße 76. Westen, Tegeler Chaussee. Ernst Muster, Berlinerstr. 29. J. Franke, Eichbornstr. 18, Ecke Augusta Vittoria- Allee. W. Otto, Berlinerstr. 118/114. Engel, Eichbornstr. 73. F. Bree, Berlinerstraße 70. Rosenthal. A. Kabelitz, Gasth... Bur Mühle", Hauptstr. 38. Schönholz. Gesperrt sind: Schloß Schönholz, Schönholzer Flora, Jnh. Großmann. Alle anderen Lokale frei. Liebenwalde. Verkehrslokal: Rest. Gleinert, Berlinerstraße. Nordend. B. Thomsen, Restaurant„ Nordend", Blankenfeldestraße.- N. Pohl, Restaur. ,, Friedensgarten", Blankenfeldestr. 19. Berkehrslokal: Krieg. Wilhelmsruh. Haltestelle Reinidendorf. Alle Lokale frei. Lokal- Kommiffions- Mitglied f. obige Drte: Robert Jursch, Reinickendorf( Oft), Bürgerstr. 21, part. Bezirk Stralau. Hennickendorf. Alle Lokale gesperrt. Kagel. Hermann Meyer, Gasth. z. Klosterglode, frei. Herzfelde. Henze, Hauptstr. 57. Alle anderen Lokale gesperrt. Stralau. Alle Lokale frei. Lotal- Kommissions- Mitglied: Hermann Hollwaß, Stralau, Alt- Stralan 56, Quergeb. III. Bezirk Rummelsburg. Bruchmühle bei Alt- Landsberg. Restaurant zum Prinzen Heinrich( Inhaber Nagel) frei. Märker, Restaurant, frei. Neuenhagen. Aug. Wünsche frei. Petershagen. Otto Bräfike frei. Alt- Landsberg, Fredersdorf, Eggersdorf alles gesperrt. Lokal- Kommissions- Mitglied f. obige Drte: Otto Warttig, Neuenhagen( Ostbahn), Dorfstraße 30. Rummelsburg. Alle Lotale fret. Lotal- Kommiffions- Mitgliel: Carl Bartel, Rummelsburg, Türrschmidtstr. 18, II. Ober- Schöneweide. Ale Lokale frei. Verkehrslokal: Ernst Kaufholt, Wilhelminenhofftr. 18. Lotal- Kommiffions- Mitglied: Peter Meinholz, Wilhelminenhofftr. 16, II. Bezirk Weissensee. Birkenwerder. Kein Lokal frei. Bergfelde, Kein Lokal frei. Borgsdorf. Kein Lokal frei. Buch. Alle Lokale frei. Kolonie Buch. Kaiser Friedrich- Garten frei. Blankenburg. Wirtshaus an der Banke frei. Heinersdorf. Kein Lokal frei. Karow. Bollers Restaurant. Malchow bei Weissensee. „ Kaffee Tietz" frei. Weissensee. Alle Lokale frei. Lokal- Kommiffions- Mitglied für obige Drte: Gustav Roßtopf, Straßburgstr. 27, III. Bezirk Waidmannslust. Borsigwalde. Alle Lokale frei. Dalldorf a. d. Nordbahn. Hermann Koll, Restaurant zur Mühle, Ver fehrslokal. Hermsdorf. Verkehrslokal: Schulz, Berlinerstr. 21. Carl Dimle, Forsthaus, Augusta Bittoriastraße 18. Alle anderen Lokale gesperrt. bahn. Hohen- Nenendorf an der NordWaldschänke, Inh. Jaedice, Stolper Haltestelle. Stolpe an der Nordbahn. Bergemann, im Dorf. Schulzendorf. Restaurant Fleißmann. Neye, Restaurant Sommerlust. Triller, Restaurant Hubertus". Heiligensee. Restaurant Schröder frei. Alle anderen Lokale gesperrt. Tegelort. 2. Kielezki, Restaurant Zum Schwan". H. Weinsbach, Restaurant Bellevue". H. Weihrauch, zum„ Leuchtturm". Alle anderen Lokale gesperrt. Jörsfelde. Restaurant Döring. G. Kuhn, Havelschloß. Fr. Gumlich, Kurgarten. Alle anderen Lokale gesperrt. Tegel. Kittles Restaurant, Berlinerstr. 15. Hermann Gehlhaar, Berlinerstr. 92 May Rosenberg, Berlinerstr. 65. Trapps Festfüle, Bahnhofstr. 1. Julius Klippenstein, Spandauerstr. 4. Schmidt, Schlieperstr. 64. E. Rentner, Berlinerstr. 86. Waidmannslust. Schmidt, Restaurant, an der Chauffee. Hoffmann, Restaurant Schweizerhäuschen". Lokal- Kommissions- Mitglied für obige Orte: Carl Jarius, Borsigwalde, Schubartstr. 54. Kreis Teltow- Beeskow. Anfragen find zu richten an Robert Gramenz, Baumschulenweg, Adlershof. Wöllsteins Lustgarten, Bismarckstr. 24. Laues Gesellschaftshaus, Bismarckstr. 10. Meißners Adlershofer Garten, am Bahnhof, Bismarckstr. 60. Restaurant Ruhwald bei Spindlersfeld. Alle anderen gesperrt. L.- K.- M.: Joh. Feyerstein, Sedanstr. 28. Alt- Glienicke. Verkehrslokal: Wirtshaus Zum goldnen Stern", H. Saß, Grünauerstr. 29. Gesperrt: Kart Schmidt, Saalbesiker, Rudowerstraße. Bohne, Saalbesitzer, Grünauerstraße. L.- K.- M.: G. Seifert, Köpenickerstr. 36. Baumschulenweg. Alle Lokale frei. L.- K.- M.: F. Schiefte, Baumschulenstr. 75. Bindow. Gasthaus Ww. Engelhardt frei. 2.- K.- M.: K. Klein, Grünau, Bohnsdorferstr. 15. Bohnsdorf. Gesperrt: Schulz, Saalbesizer. L.- K.- M.: G. Seifert, Alt- Glienice, Köpenickerstraße 36. Britz. Sämtliche Säle frei. Buckow bei Britz. Alle Lokale gesperrt. 2.- K.- M.: P. Brasch, Brik, Johannisthalerstr.6. Charlottenburg. " 1 August Schütze, Rosinenstr. 3," Boltshaus". Carl Wodrich, Spreestr. 18, Germaniasäle". Karl Klabunde, Spandauer Chaussee, NoßTrappe". Paul Lorenz, Tegeler Weg 38/39, Waldhaus". Ad. Lange, Tegeler Weg 40,„ Waldkater". Am Spandauer Schiffahrtskanal: Gustav Wagners Kastanienwäldchen". May Broß, Gasthof zum deutschen Kaiser". Pasternacki, Klostergarten". Wiemer, Karlshof". K. Doil, Deutscher Kronprinz". K. Schadow, Haideschlößchen", Plößensee. L.- K.- M.: Robert Geride, Kantstr. 106 II. Dahlem. Alle Lokale gesperrt. L.- K.- M.: Th. Red, Schmargendorf, Hundefehlenstr. 21. Deutsch- Wilmersdorf. Gesperrt: Struk, Luisenpark, Wil. helmstraße 112. Alle anderen Lokale sind frei. L.- K.- M.: G. Feese, Ringbahnstr. 20. Drewitz. August Puhlmann, Potsdamerstraße. Alle anderen Lokale sind gesperrt. L.- K.- M.: Gomoll, Nowawes, Priesterstr. 29. Eichwalde. Alle Lokale gesperrt. L.- K.- M.: C. Walter, Zeuthen, Alte Poststr.1. Friedenau. Wilhelm Grube, Kaiser- Allee 85. Gesellschaftshaus, Rheinstr. 14. Alle anderen Lokale sind gesperrt. 2.- K.- M.: Paul Schmidt, Rheinstr. 31. Gosen. Alle Lotale gesperrt. 2.- K.- M.: W. Kegel, Köpenick, Rudowerstr.13. Gr.- Besten a. d. Görlitzer Bahn. Ww. Rodominsin, Gasthof. Alle anderen gesperrt. L.- K.- M.: W. Franke. Gross- Lichterfelde. Reisen( früher Richter), Chausseestr. 104. Alle anderen Lokale gesperrt. Gross- Beeren. Alle Lofale gesperrt. Giesensdort. Alle Lofale gesperrt. L.- K.- M.: C. Schönwetter, Groß- Lichterfelde, Moltkestraße 84. Grünan. Arbeiter Verkehrslokale:" Bur grünen Ede", Köpenickerstr. 88, Jnh. Stabbert Ww. J. Duchauffour, Köpeniderstr. 79. Wendenschloß, Juh. F. Dietrich. Alle anderen Lokale gesperrt. 2.- K.- M.: R. Klein, Bohnsdorferstr. 15. Halensee. Wert.- Lot.: P. Hilpert, Kurfürstendamm 126. Kurfürstenpart, Kurfürstendamm 119-120. L.- K.- M.: G. Feese, Wilmersdorf, Ringbahnstr. 20. Hankels- Ablage. W. Heinrich, Seglerschloß( früher Käppel). L.- K.- M.: C. Walter, Zeuthen, Alte Poststr. 1. Johannisthal. Alb. Gobin, Roonstr. 2. Verkehrslokal: Johannisthaler Volksgarten, Senftleben, Friedrich- und Köpenickerstraße- Ecke. Ww. Raus Part- Restaurant, Barlstr. 12/18. W. Krüger, Friedrichstr. 10. Wendt, Friedrichstr. 1. Lindenhof, Friedrichstr. 61. L.-K.-M. Paul Mann, Bismarckstr. 7. Karolinenhof. Mandts Wirtshaus. 2.- K.- M.: K Klein, Grünau, Bohnsdorferstr.15. Kiefholzftr. 253. Königs- Wusterhansen. Verkehrslofal: Wedhorn, Altes Schützenhaus. Gustav Lange, Berlinerstr., zum Siegestranz. August Sindermann, Luckenwalderstr. Heinrich Große, Potsdamerstraße. L.-K.-M. Haug, Potsdamerstraße. Korbiskrug b. Gr.- Besten. Gasthof Peter Kaczmarek. L.- K.- M.: W. Franke. Köpenick. und Außer Wiv. Schulz, Müggelheimer Marienstr.- Ecke, alle Lokale frei. L.- K.- M.: W. Kegel, Rudowerstr. 13. Lankwitz. Wolf, Wirtshaus Bum grünen Kranz", Calandrellistr. 27. Alle anderen Lokale gesperrt. L.- K.- M.: C. Schönwetter, Gr.- Lichtera felde, Moltkestr. 34. Mariendorf. Restaurant Reichardt, Chausseestr. 16. Alle anderen Lokale sind gesperrt. L.- K.- M.: D. Gohl, Dorfstr. 24. Marienfelde. Arbeiter Verkehrslofal: Dittmann, früher Teutschbein, Großbeerenstraße. Staffelt, Berlinerstraße. L.- K.- M.: C. Schliebner, Großbeerenstr. 51. Markgrafpieske bei Fürstenwalde. Wilh. Graßnid Langendammerstraße. 2.- K.- Mitgl.: D. Schröder, Langestr. 9. Müggelheim. Alle Lokale frei. L.- K.- M.: Kegel, Köpenid, Nudowerstr. 13. Mittenwalde. Schmidt, Saalbesitzer, frei. Neumühle. Wilhelm Herrmann, Bellevue, Dampferstat. Robert Riedel,„ Zur Neuen Mühle"( Dampferstation). Karl Leifte, Bum Waldschlößchen". Dtto Ballmüller, Zur Schleuse, Dampferstat. Rudolf Parlow, Park- Restaurant. Niederlehme. Wilhelm Gaerisch, Dorfstraße( Saal). Rob. Rindfuß, Restaurant Jägersruh. Niederlehme Kolonie. Zum Sporthaus, M. Mörschel. Gust. Heiß, Restaurant Ziegenhals. Lotal- Kommission für obige Orte: aug, Königs- Wusterhausen, Potsdamerstr