Nr. 111. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerando: Bierteljährl. 3,80 r., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Post. Abonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Post- Zeitungs Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. % Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 22. Jahrg. Die Infertions- Gebur beträgt für die sechsgespaltene Rolonel. geile oder deren Raum 40 Big., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Versammlungs- Anzeigen 25 Pig. Kleine Anzeigen", das erste( fettgebruckte) Wort 10 Pfg., jedes weitere Bort 5 Bfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen. tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefllagen bis 8 Uhr bormittags geöffnet. Telegramm Adresse: ..Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Flottenverein und PanzerplattenPatrioten. Sonnabend, den 13. Mai 1905. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. " mehr auch dann noch hat bezahlen lassen, nachdem das Flotten- sagen vor Sthungsschluß las man es anders: der alte geset zu stande gekommen war und sich ihr damit Aussichten ultramontane Jurist Noeren wurde von dem jungen auf große Lieferungen eröffneten. Für die Verdingungen im antisemitischen Juristen Battmann Lügen gestraft, der März und April des Jahres 1900 und die im Laufe den Haß der Dunkelmänner gegen den" Simplicissimus" Dem deutschen Flottenverein war unlängst von einer des ganzen Etatsjahres erfolgten Lieferungen sei ein mit fast rührender Offenheit zum Ausdruck brachte. Qitgsforrespondenz vorgeworfen worden, daß er, der so billigerer Preis nicht eingetreten! Nach wie vor seien 2320 M. Herr attmann ist ein wahrer Christ; er tut denen wohl, eheuer redselig Propaganda für Flottenbauten macht, sich pro Toune gezahlt worden, während die amerikanische Regierung bie er hasset; der von ihm so brünstig verabscheuten Linten auch einmal ein wenig näher mit den Panzerplatten bereits seit August 1900 nur 1900 M. bezahlt habe! bereitete er ein paar töstliche Minuten, indem er das oben Batrioten und deren Bewucherung des deutschen Volkes be- In der Antwort auf Frage 4 erklärt zwar die Firma Krupp, erwähnte Spottgedicht des Simpliciffimus" auf den Bicentiaten schäftige. Der Flottenverein hat sich daraufhin veranlaßt ge- daß den amerikanischen Panzerplattenfabrikanten auf einmal von München- Gladbach verlas und die Wirkung der satirischen sehen, sich an die Firma Krupp wit der Bitte um Aufklärung das Quantum von 37 000 Zonnen in Auftrag gegeben worden Verse durch die salbungsvolle Entrüstung, mit der er sie darüber zu wenden, was es denn eigentlich mit der Ueber- fei, fie verschweigt aber, daß diefe Lieferung sich auf 5 Jahre begleitete, in ebenso ungewollter wie ausgiebiger Weise teuerung der deutschen Regierung auf sich habe, die den verteilte, daß also die Jahreslieferung nicht ganz 7500 Tonnen steigerte. Die Genossen Heine und Stadthagen geißelten Banzerplattenfabrikanten, speziell der Firma Strupp, seit betrug. Ferner behauptet die Firma Strupp, daß das deutsche die Sittlichkeitsheuchelei der geschorenen und gescheitelten Jahren vorgeworfen werde. Er ersuchte speziell um Beantwortung Jahresquantum erheblich hinter dem amerikanischen Jahres- Moralpfaffen mit verdienter Schärfe und gutem Humor; von folgender vier Fragen: quantum zurückgeblieben sei. So lange uns nicht die Firma nationalliberaler und von freisinniger Seite schloß man sich 1. Ob die Firma Krupp den Vereinigten Staaten Strupp bestimmte Zahlen angibt, gestatten wir uns, diese Be- ihren Ausführungen an; aber die alte Heinze- Mehrheit, von Banzerplatten zu billigerem Preise geliefert habe als an hauptung in 3 weifel zu ziehen. der sich nur der Graf Reventlow absplitterte, konnte sich Deutschland? So viel über die Bewucherung des deutschen Volkes durch das Vergnügen nicht versagen, die Bittschrift der Berliner 2. Ob es richtig fei, daß die Firma Krupp zur Herab- die Firma Krupp bis zum März 1901. Später erklärten sich Synode dem Reichstanzler zur Erwägung" zu empfehlen. segung der Panzerplattenpreise erst durch die Verhand- dann die Panzerpatrioten bereit, auch ihrerseits den Panzer- Nächste Sigung Donnerstag, den 18. Mai. Lungen der Budgetkommission im März 1901 bewogen plattenpreis auf 1920 m. zu reduzieren, wenn ihnen fämttiche Panzerplattenlieferungen bis zum Jahre 1907 übertragen würden. Daß aber auch selbst bei diesem Preise die Panzerplattenfirmen ganz ungeheuerliche Profite machten, das tonstatierte damals die„ tölnische Volkszeitung". Sie schrieb: worden sei? 3. Ob die Behauptung zutreffend sei, daß die Firma Krupp an die deutsche Marine noch zu höheren Preisen geliefert habe, als bereits in Amerika die Preise herabgefekt gewesen seien? 4. Db das Herabgehen der Preise in Amerika die Veranlassung gewesen sei, daß die Firma Krupp auch ihrerseits niedrigere Preise gestellt habe? Diese Fragen hat die Firma Krupp folgendermaßen beantwortet: ad 1. Sie habe überhaupt niemals Panzerplatten an Amerita geliefert, nicht einmal folche angeboten. ad 2. Sie habe dem Reichsmarineamt bereits am 23. Juni 1900, also wenige Tage nach der Annahme des Flottengefeges vom 14. Juni 1900, die Bereitwilligkeit erflärt, eine erhebliche Herabsetzung der Preise eintreten zu laffen. In der Budgetkommission sei die Angelegenheit erst acht bis neun Monate später, nämlich am 2. März 1901 zur Sprache gekommen. ad 3. Die Firma Krupp habe die Herabsetzung der Preise nicht nur sofort angeboten, sondern nachher auch auf die ihr schon vertragsmäßig zu bestimmten Preisen über tragenen Lieferungen, soweit sie noch nicht abgewickelt gewesen seien, einen Nachlaß gewährt. Zentrum und Bergarbeiterschuh. In der Germania" ist zu lesen: Für uns vom Zentrum ist die Stellung zur Bergarbeiter schutznovelle flar vorgezeichnet durch unser bisheriges Berhalten Die Regierungsvorlage ist das Minimum, was wir für jezt als Bergarbeiterschuß absolut verlangen müssen; also auch den sanitären Marimalarbeitstag von acht Stunden. Im Reichstage iſt uns diese Sache sicher. Daher sehen wir auch den kommenden Dingen ziemlich ruhig entgegen." Die maßgebenden Personen dürften sehr wohl wissen, daß die seither mit 2320 M. pro Tonne bezahlten Platten den Herstellern nur 950 bis 1000 m. pro Tonne tosten und daß, felbft wenn fie jetzt eine Herabfezung des Preises auf 1920 W. erreichen, den Fabrikanten immer noch ein Nutzen von 100 Broz. So tlar und bestimmt hat sich das Zentrum in letter auf die Herstellungskosten berechnet bleiben würde. Glaubt nun Zeit noch niemals ausgesprochen. Nur läßt diese Aeußerung das Reichsmarineamt wirklich, unter allen Umständen teurer noch immer vermissen, wie das Zentrum zu verfahren gedenkt, fabrizieren zu müssen, und womit will es diese Ansicht begründen? um mindestens die Vorschläge der preußischen RegierungsSchon vor längerer Zeit ist mitgeteilt worden, daß ein rheinisches vorlage unter allen Umständen zum Gesetze zu machen. Wird Stonfortium sich bereit erklärt habe, vom Jahre 1903 ab gleiche es zu den vom Abg. Erzberger angekündigten Anträgen ſeine Qualität Nickelstahl- Panzerplatten zu 1550 M. pro Tonne, also 770 9. billiger als seither an die Lieferanten bezahlt worden, zu unterschriften geben und dann dafür sorgen, daß deren Verliefern, wenn ihm nur die Zusage eines entsprechenden Teiles handlung im Reichstage schleunigst erfolgt? der künftigen Lieferung gegeben werde. Diese Offerte scheint auch zur Kenntnis der seitherigen Privilegierten gekommen zu sein... Damit( mit der oben erwähnten Uebertragung sämtlicher Liefe= rungen bis zum Jahre 1907) soll der Entstehung eines neuen Werkes der Boden entzogen werden, da dieses dann auf Jahre hinaus von allen Lieferungen für das Reich ausgeschlossen sein Die Kölnische Boltszeitung" befolgt noch immer die Methode des Drumherumredens. Sie schreibt: würde. Alles das beweist, welche fabelhaften Summen unsere ad 4. Die Verhandlungen zwischen dem Staatssekretär Panzerplattenpatrioten an unserem Marinismus verdienen. der amerikanischen Marine und den dortigen Panzerwalz- Und der deutsche Flottenverein, der das, was wir soeben werfen hätten erst im September 1900 begonnen, also fonstatierten, mit leichter Mühe den Erklärungen der Firma gleichfalls erst mehrere Monate, nachdem die Firma Krupp Krupp gegenüber felbst hätte feststellen können, hätte alle Urdem Reichsmarineamt eine Preisermäßigung angeboten fache, wenn er denn wirklich einmal von der Notwendigkeit habe. Die amerikanische Preisermäßigung set übrigens einer starken Flotte überzeugt ist, darauf hinzuwirken, daß Sarauf zurückzuführen gewesen, daß an die Panzerwalz- die Flottenlieferungen möglichst verbilligt werke auf einmal ein Quantum von 37 000 Tonnen in werden, denn je billiger geliefert wird, desto mehr Auftrag gegeben worden sei, das Jahreslieferungen ent- Schiffe tönnen ja gebaut werden! Da aber halten habe, hinter denen die deutschen Jahresraten auch freilich hinter dem Flottenverein die Flotteninteressenten und nach dem neuen Flottengeseze erheblich zurückgeblieben feien. Panzerplattenpatrioten selbst stecken, kommt es dem FlottenIm übrigen set es ein Unding, von Panzerplattenpreifen berein besonders darauf an, daß möglichst viel Milliarden für an und für sich zu sprechen. Die Hauptrolle bei der Preis- den Bau von Panzerschiffen verpulvert und in die festsetzung spielten die gestellten Anforderungen, die in den Taschen der Flotteninteressenten geleitet werden. Die Wehrbeiden Ländern bekanntlich nicht dieselben seien. traft des Reiches zur See" ist manchen dieser Herren nur Mittel zum Zweck! Politische Uebersicht. Reichstag. Berlin, den 12. Mai. Es ist wenig wahrscheinlich, daß bei der zweiten Lefung eine Berständigung herbeigeführt wird. Dann bliebe nur noch die Möglichkeit, daß zwischen der zweiten und dritten Lesung eine solche zustande käme. In der Hauptsache wird es darauf ankommen, wie die Konservativen sich verhalten. Die Regierung hat denselben durch ihre Offiziösen jetzt oft und deutlich genug vor Augen gehalten, welche Folgen ihr fortgesetter Widerstand gegen dieses foziale Reformiert haben müßte. Nicht nur das Ansehen der preußischen Regierung, sondern auch das der tonservativen Partei müßte gewaltig darunter leiden, wenn infolge Versagens des Abgeordnetenhauses die notwendige Reform der Bergesetzgebung von Reichswegen durchgeführt würde. Die Konservativen mögen vielleicht darauf rechnen, daß Graf Bülow sich nur schwer dazu entschließen dürfte, die Hülfe des Reiches gegen Breußen in Anspruch zu nehmen. Das ist zweifellos der Fall. Andererseits aber hat Graf Bülow den Bergarbeitern gegenüber sich so start engagiert, daß er nicht mehr zurüdgehen fann. Vom sozialen Gefichtspunkte aus fönnte es nur erwünscht sein, wenn der Neichstag die Sache in die Hand nähme, weil dann jedenfalls ein befferes Gesez zustande fäme, als es bom preußischen Landtage zu er warten ist; aber dem preußischen Staatsinteresse wäre jedenfalls wenig damit gedient, wenn das Gesez Preußen vom Reichstage aufoftrogiert werden müßte. Was diese Fragen und Antworten anlangt, so ist zunächst Was bedeutet: Verständigung? Die Leute, die der Versu bemerken, daß die Frage 1 ganz überflüssig war. In der ständigung das Wort reden, haben darunter bisher nur immer Budgetkommission sowohl wie in den Plenardebatten am an ein Nachgeben der Regierung gedacht. Und tatsächlich hat 7. März 1901 wurde ausdrücklich erklärt, so z. B. von dem ja die Regierung mindestens den sanitären Arbeitstag längst die Firma Krupp angreifenden Abgeordneten Müllerpreisgegeben, so daß ein Gesetz, das der Regierungsvorlage Fulda, daß kein Mensch behaupten wolle, daß entspricht, vom Landtage unter feinen Umständen zu erwarten ist. Darüber besteht nicht der geringste Zweifel mehr. Hat die Firma Krupp Panzerplatten an Amerika geliefert habe. Diese Panzerplatten seien vielmehr von amerikanischen Von den Petitionen, über die der Reichstag am Freitag also das Zentrum den ehrlichen Willen, alles zu tun, was in Firmen geliefert worden. Ein Vergleich zwischen diesen beschließen sollte, wurden angesichts der Beschlußunfähigkeit seinen Sträften steht, um mindestens ein der RegierungsBanzerplatten und denen der Firma Strupp sei deshalb diejenigen, welche Befähigungsnachweis und Lehrlings Aus- borlage entsprechendes Gesetz zu schaffen, dann ist das Gerede angebracht, weil die Panzerplatten nach dem Kruppschen Ver- bildung, Theatergenfur, Stillegung von Kohlenzechen usw. be- von einer Hoffnung auf Verständigung überflüssig. In der fahren hergestellt worden seien, weshalb die amerikanischen treffen, wiederum von der Tagesordnung abgesetzt. Nur eine Frage des Arbeitstages ist die Verständigung" schon erfolgt. Werke an die Firma Krupp pro Tonne eine Lizenzgebühr von bedeutsame Petition tam zur Verhandlung: die Bitte Das Zentrum tann nur noch vom Reichstage die Wieber100 M. zu zahlen hatten. der Kreisfynode Berlin II Unterdrückung der herstellung der Regierungsvorlage erlangen. Da muß aber " um eine " Deutfches Reich. Militär- Pensionsgefeße. " Zu der Antwort auf die Frage 2 sei folgendes festgestellt: schlechten Literatur- und Kunsterzeugnisse. Die Herren schnell gehandelt werden, ehe die weiter erhoffte VerIn der Reichstagsfibung vom 7. März 1901 erflärte der Pastoren hatten sich schrecklich darüber gebost, daß der ständigung" zwischen Regierung und Landtag das Eingreifen Staatssekretär des Reichsmarineamtes v. Tirpit, daß Simplicissimus". Stöter einem von ihnen in die Waden ge- der Reichsgesetzgebung unmöglich macht. zhvar Verhandlungen bezüglich einer Preisreduktion mit fahren war und den Lic. Weber wegen seiner Rede auf dem der Firma Krupp schwebten, daß dieselben aber noch zu Kölner Unsittlichkeitskongreß als „ gnadentriefende teinem Abschluß gelangt seien. Nur soviel könne er mitteilen, Schöpfenteule", eine evangelische Unschlittkerge" und einen daß die Firma Krupp sich erboten habe, den Preis pro Tonne gottseligen Bettbesteuger" bernehmlich angebellt angebellt hatte. um 150 Mark zu ermäßigen, wenn ihr eine Jahreslieferung Flugs forderten sie vom Reichstag schärfere StrafDie Budgett'ommission des Reichstages fette am Die gesetze gegen die unjittliche Literatur, insbesondere gegen von wenigstens 6000 Tonnen zugesichert werde. amerikanischen Panzerplatten aber wurden damals die Wigblätter. Die katholischen Dunkelmänner fanden sich Freitag die Spezialberatung fort, und zwar beim§ 9: Benfions. fähiges Diensteinkommen. Als solches soll nach der Borbereits zum Preise von 1900 Mart geliefert, während die in edlem Bunde mit ihnen zusammen. Herr Roeren vom lage gelten: das etatsmäßige Gehalt, Wohnungsgeldzuschuß, der Firma Krupp sich bisher 2320 Mart pro Tonne hatte Bentrum war der erste, der den Heinze- Reigen dieses Tages pensionsfähige Wert freier Dienstwohnungen, der mittlere Serbis zahlen lassen. Strupp wollte also immer noch 270 Mark mehr eröffnete. Er sprach mit einer gewissen Vorsicht: die Ob- der Klaffen A 1 und 2 für Offiziere vom Brigadekommandeur aufhaben als die amerikanischen Panzerplattenfabrikanten, struktion vom Frühjahr 1900 scheint ihm noch in den Gliedern wärts; für die übrigen Offiziere der Klassen A, 1-3; für Offiziere trotzdem diese doch noch 100 Mart pro Zonne Lizenzgebühr zu liegen. Mit einer Absichtlichkeit, die freilich verstimmend vom Regimentskommandeur abwärts eine Burschenentschädigung von an die Firma Krupp zu zahlen hatten! Es handelte sich also wirkte, stellte er für sich und die Betenten jede Ab- 500 M.; die Dienstzulagen für Offiziere vom Brigadekommandeur und Wissenschaft in aufwärts, bei den Beutnants der Wert der Berechtigung der Teil. immer noch um eine Ueberteuerung und Bewucherung Deutsch- ficht eines Angriffs auf Stunft lands durch die Kanonenfirma! Abrede; er streute sogar ein paar anerkennende Worte nahme am gemeinsamen Offizierstisch und der Aufnahme in das Lazarett. Der ein Einkommen von 12 000 M. übersteigende Betrag Zu der Antwort auf Frage 3 ist zu bemerken, daß der an die Adresse der sozialdemokratischen Presse ein; nach seiner foll nur zur Hälfte als pensionsfähig angerechnet werden. Abg. Abg. Müller Fulda als Berichterstatter der Kommission Behauptung sollen allein die Kolportage- Literatur und Erzberger( Bentr.) beantvagte, auch die Bezüge über 12 000 in seiner Antwort auf die Rede des Herrn v. Tirpit aus- sonstiges Beug, über dessen negativen Wert volle Einstimmig Mart volt als pensionsfähig anzurechnen, gemäß den ReichsAber noch vor Tisch, will tagsbeschlüssen aum Pensionsgefeß für Reichsbeamte. Abg. Graf drücklich konstatierte, daß sich die Firma Krupp die 400 Mart feit herrscht, getroffen werden. # Crtciö J»IH Viesen Antrag mir desyalv annehmen, weil bei den Reichsbeamten eine ähnliche Bestimmung besteht. Sonst habe er aber keine Lust, den Generalen mit ihren hohen Gehältern so hohe Pensionen zu bewilligen, zumal bei den unteren Beamten- und Militärchargen Bedürftigkeit, ja Not bestehe. Durch den Antrag Erzberger werde der Pensionsetat um etwa 400 000 M. erhöht. Klbg. Gradnauer: Durch den gestrigen Kommissionsbeschluß zu Z 4 sVerschlechterung durch das Amendement Mugdan) ist die freundliche Stellung der Sozialdemokratie zur AuDesserung der Pensionen der unteren Offiziersgrade sehr erschwert worden. Durch die Ablehnung der erst vom Zentrum selbst gestellten, dann aber mit seiner Hülfe wieder beseitigten Forderung, daß zu einer Pen- sionierung stets ein Gutachten der Aerzte erforderlich ist, sei von der Kommission geradezu sanktioniert worden, daß die Militärverwaltung das Recht habe, ohne jedes Attest Offiziere auch schon vor Vollendung des 39. Lebensjahres zu pensionieren. Die Sozialdemokratie müsse sich daher ihre endgültige Stellungnahme bis zur dritten Lesung vorbe- halten, wie sie auch keineswegs geneigt sei, bei den höheren Offiziers- chargen 20 Sechzigste! des Diensteinkommens als Grundlage des Pensionsbetrages zu bewilligen, statt 15 Sechzigstel. Ebenso fehle jeder Nachweis der Notwendigkeit, die Entschädigung für Burschen von dem jetzigen Satz von 300 M. auf 500 M. zu erhöhen. Völlig unannehmbar sei die Forderung, den zur Aufnahme in das Lazarett berechtigten Offizieren statt 15 M. 100 M. anzurechnen; dasselbe gelte für die 103 M. in Beziehung auf den gemeinsamen Offizier- tisch. Wundern müsse er sich über das Zentrum, das bei der General- diskussion sich gegen die Pensionscrhöhungen bei den hohen Gehaltschargen ausgesprochen habe, jetzt aber auf einmal weit über die Regierungsvorlage hinausgehe. Die Sozial- demokratie könne nicht zustimmen, daß vom Major aufwärts so große Erhöhungen des dienstfähigen Einkommens und der Pen- sionen eintreten; dagegen verlange die Sozialdemokratie, daß beim Mannschafts- Pensionsgesetz bedeutende Erhöhungen vorgenommen werden müssen. Dort seien die Not- leidenden. Soll aber diesen etwas Ordentliches geboten werden, dann ist es auch schon wegen der Finanzlage einfach ausgeschlossen, die Pensionen der Offiziere mit hohen Einkommen zu steigern. Die Bestimmungen im Reichsbeamten-Pensionsgesctz können nicht in Betracht gezogen werden; außerdem erfreuten sich die hohen Offiziere ohnehin schon großer Vergünstigungen. Den über 12 000 M. hinausgehenden Betrag an Einkommen pensionsfähig zu erklären, i st eine soziale Ungerechtigkeit sondergleichen. Bei den unteren Chargen werde nur minimales geboten, und oben sollen trotzdem Erhöhungen eintreten, die außerordentlich sind, z. B. beim Divisions-Kommandeur nach 37 Dienstjahren um 773 M., also von 10 819 auf 11592 M., beim Brigade-Kommandeur nach 33 Dienstjahren um 1000 M., d. h. von 7606 auf 8606 M., beim Regiments-Kommandeur nach 30 Jahren um 825 M., von 5487 auf 6282 M., beim Oberstleutnant nach 27 Jahren um 1022 Vi., von 4354 auf 5376 M., beim Major nach 25 Jahren um 906 M., von 3507 auf 4413 M. Gegen solche Pensionserhöhungen wende sich die Sozialdemokratie ganz entschieden. Er beantrage daher auch, daß im§ 9 festgelegt werde, daß Diensteinkommen, die höher als 12 000 Mark sind, nur bis zu dieser Grenze pensionsfähig sind. General ValletdeBarres trat für Erhöhung der Burschen. entschädigung ein, weil heute 300 M. für einen Burschen nicht mehr ausreichen und der Offizier einen Anspruch auf Bedienung habe. Abg. Lesche(Soz.) wandte sich gegen das künstliche Hinauf- schrauben des Einkommens und der Pension. Der Kriegs- minister gab den etwas künstlichen Aufbau an manchen Stellen Du und trat für den Antrag Erzberger ein. Sonst könnte es vor- kommen, daß ein Oberpräsident trotz seines niedrigeren Dienst- einkommens mehr Pension erhält als ein kommandierender General; ein Regierungspräsident mehr als ein Divisions-Kommandeur. Schatzsekretär v. Stengel gab zu verstehen, daß der Antrag Erzberger von der Regierung ausgegangen ist. Die eigentümliche geschäftliche Lage bei der Behandlung von Reichs. Gesetzesvorlagen bringe es mit sich, daß die verbündeten Re- gierungen im Bedarfsfalle ihre eigenen Vorlagen nicht selbst amendieren können. Sie müssen deshalb eventuell notwendige Amendements einem Reichstags- Abgeordneten in die Tasche st ecken, damit sie dieser als Antrag einbringe. DaS sei übrigens ein offenes Geheimnis. Abg. Erzberger verteidigte nochmals„seinen" Rcgierungsantrag. Die Abstimmung über§ 9 wurde vorläufig ausgesetzt und zur Beratung des§ 6: Betrag der Pension geschritten. Die Regierungsvorlage fordert, daß die Pension bei vollendeter zehn- jähriger oder kürzerer Dienstzeit jährlich 20 Sechzigstel des zuletzt bezogenen Diensteinkommens beträgt; sie steigt nach vollendeter zehnjähriger Dienstzeit mit jedem weiteren Jahre um 1 Sechzigstel bis auf 45 Sechzigstel. Ein Antrag Gradnauer und Genossen will die Pensionssätze wie folgt festgesetzt wissen: Die Pension beträgt bei einer Dienstzeit von weniger als zehn Jahren jährlich 20 Sechzigstel des zuletzt bezogenen pensionsfähigen Diensteinkommens. Sie beträgt bei vollendeter zehnjähriger Dienstzeit für Leutnants und Oberleutnants 25 Sechzigstel, für Hauptleute zweiter und erster Klasse 20 Sechzigstel, für Offiziere vom Bataillons-Kommandeur aufwärts 15 Sechzigstel und steigt mit jedem weiteren Dienstjahr um 1 Sechzigstel bis auf 40 Sech- zigstel des zuletzt bezogenen pensionsfähigen Diensteinkommens. Die Mindestpension eines höheren Ranges darf nicht hinter der Höchstpension des zunächst niederen Ranges zurückbleiben. • DaS Zentrum beantragte diese Fassung: Die Pension beträgt in Stellen vom Bataillons-Kommandeur einschließlich abwärts bei vollendeter zehnjähriger oder kürzerer Dienstzeit jährlich 50 Proz. und steigt innerhalb der nächstfolgenden 15 Dienstjahre mit jedem weiteren Dicnstjahre um 1 Proz. und von da ab mit jedem weiteren Dienstjahre um% Proz. bis auf 75 Proz. des zuletzt bezogenen pensionsfähigen Diensteinkommens. Abg. Graf O r i o l a will in einem Antrage ebenfalls mit 50 Proz. beginnen lassen, dann bis zum 30. Dienstjahre um 1 Proz., von da ab um � Proz. bis 75 Proz. die Pension steigern. Graf Oriola erklärte, auch sein Wunsch sei es, die unteren Chargen aufzubessern, da diesen die Regierungsvorlage keine entsprechende Versorgung biete. Bezüglich des Antrages Erzberger habe er Be- denken, da dieser Antrag eine Anzahl Offiziere schlechter stelle. Abg. Gradnauer: Die Anträge können zunächst nur die Tendenz der Antragsteller feststellen. Der Zentrumsantrag gehe auch bei den unteren Offizierschargen zu weit, da er stellenweise eine Verdoppelung der jetzigen Pensionssätze zur Folge haben müßte. Er würde trotzdem zustimmen, wenn es sich bei den in den unteren Chargen pensionierten Offizieren nur um Personen handelte, die wegen wirklicher gesundheitlicher Schädigungen aus dem Dienstverhältnis ausscheiden müssen, also nicht mehr erwerbsfähig sein winden. Das sei aber nicht der Fall, weil auch oft Offiziere verabschiedet werden, ohne in gesundheitlicher Beziehung geschädigt zu sein, und nach dem Kommissionsbeschluß des§ 4 die Militär- Verwaltung daran auch gar nicht gehindert sei. Jungen und körperlich rüstigen Leutnants Pensionen von 1100— 1400 M. zu geben, sei nicht angängig, wenn den Unteroffizieren und Mannschaften selbst bei völliger Erwerbsunfähigkeit bis zu 540 Mark hinab als Vollrente geboten werden soll. Der sozialdemo- kratische Antrag halte für die Leutnants die Mitte zwischen Re- gierungsvorlage und der Zentrumsforderung. Für die Hauptleute sei die Regierungsvorlage angemessen, für höhere Dienstgrade sei keinerlei Anlaß, höhere Pensionen als bisher zu bewilligen. Schatz- sekretär v. Stengel wandte sich gegen die Anträge des Zentrums und des Grafen Oriola mit Rücksicht auf die Finanzlage. Er gebe auch zu bedenken, daß tatsächlich viele der verabschiedeten jüngeren Offiziere noch erwerbsfähig seien, kranken und invaliden Offizieren soll ja mit den Mitteln des Ausgleichfonds beigesprungcn werden. So weitgehenden Anträgen, wie denen des Zentrums, werden die verbündeten Regierungen nicht beitreten können. Der Kriegs- minister erklärte, die Militärverwaltung habe auch den Satz von 50 Proz. als Anfangspension gefordert, sie sei aber damit im Bu»' Z- rate nicht durchgedrungen. Er müsse sich aher dagegen gussprechen, daß die höchste Pension, wie es die Anträge wollen, erst nach 45 Dienstjahren erreicht werde. Die Regierung halte an 35 Dienst- jähren fest. Nach weiterer Diskussion wird die Weiterberatung des§ 6 ver- tagt, inzwischen sollen Berechnungen über die finanzielle Wirkung der einzelnen Anträge beschafft werden. Bei der Abstimmung über den§ 9 wird der Antrag Grad- n a u e r abgelehnt, der Antrag Erzberger angenommen; ebenso der ganze Paragraph gegen die Stimmen der Sozialdemokraten.— In der nächsten Sitzung(Dienstag nächster Woche) steht zuerst die Kamerunbahn zur Beratung; dann folgt die Weiterberatung der Pensionsgesetze._ Der Begriff der militärischen Notwehr, der in der letzten Zeit vielfach erörtert worden ist, wurde, wie uns aus Kiel berichtet wird, anerkannt in einem militärischen Gerichtsverfahren, das gegen Marinerekruten anhängig gemacht worden war. Ein Oberheizer — im Gefteitenrang stehend— der in der Wiker Kaserne unter- gebrachten Werftdivision beabsichtigte vor zirka zwei Monaten eines Abends einem Rekruten, der sich sein besonderes Mißfallen zu- gezogen hatte, eine„erzieherische Lektion" zu erteilen. Er hatte nach Zapfenstreich die Stube der Rekruten von außen abgeschlossen, um Hülfskräfte herbeizuholen. Inzwischen bewaffneten sich die Rekruten, die BöseS ahnten, mit Feuerschaufeln, Besen, Eimern und dergleichen. Als der Oberheizer eindrang, setzten sie sich energisch zur Wehr, und bei der in der Dunkel- heit sich abspielenden Schlägerei versetzte der besonders bedrohte Rekrut seinem Peiniger Messerstiche, die diesen übel zu- richteten und den Verlust eines Auges zur Folge hatten. Eine strenge militärgerichtliche Untersuchung wurde gegen die Rekruten ein- geleitet, das Verfahren ist aber jetzt eingestellt worden, weil die Matrosen, auch der Messerstecher, in Notwehr gehandelt hatten. Die Akten über den Oberheizer, der inzwischen aus dem Militär- dienst ausgeschieden ist, sollen durch das zuständige Bezirkskommando der Staatsanwaltschaft übermittelt werden, damit die ordentlichen Gerichte gegen ihn vorgehen. Schiller und die Hohenzollern I Der„Frankfurter Zeitung" wird aus Straßburg geschrieben, daß während des Festaktes, den die Universität zum Gedächtnis Schillers veranstaltete, zu gleicher Zeit 250 Schritte vor der Universität Wilhelm II. eine Parade über die gesamte Straßburger Garnison abgehalten habe. Infolge dieser Parade fehlten bei der Universitätsfeier die Vertreter der Be- Hörden, wie der Statthalter und der Staatssekretär. Die Parade begann genau zur gleichen Zeit wie die Universitätsfeier, zu der der Kaiser durch den Statthalter ausdrücklich eingeladen war. Anch der konservative„Reichsbote" wundert sich darüber,„daß bis jetzt nichts davon bekannt geworden ist, daß der Kaiser in irgend einer Weise sein Interesse oder seine Teilnahme für die Schillerfeier der deutschen Nation kundgegeben habe". Die Verwunderung des Frankfurter demokratischen und des Berliner konservativen Blattes beruht auf einer Unkenntnis des Ver- hältnisses, das die Hohenzollern zu dem desertierten Militärarzt, späteren Hoftat Schiller haben. Wir haben schon neulich darauf hingewiesen, daß die Hohenzollern eine viel richtigere Auffassung von dem Wesen des Dichters haben. als die Byzantiner, die gleichzeitig Schiller und die Hohenzollern zu feiern belieben. Wilhelm 1. hat die Schillerfeier als Prinz- regent 1859 einen gegen ihn gerichteten Baalsdienst genannt, und die Grundsteinlegung des Schillerdenkmals und der Schillerpreis verdanken lediglich der Absicht des Regenten ihre Ent- tehung, die Volkstümlichkeit jener Schillerfeier zugleich abzu- leiten und für sich nutzbar zu machen. Jene hohenzollerischen Schillerehrungen waren taktische Schachzüge, geboren aus der Ab- neigung gegen Schiller, nicht aus Liebe. Wenn man neuerdings darüber geklagt hat, daß der offizielle Schillerpreis niemals wirk- lichen Dichtern gegeben wird, sondern daß immer höfische Zwecke mit der Verteilung verbunden worden sind, so ist dies ganz im Sinne des Stifters. Es ist nicht anzunehmen, daß Wilhelm II. über das Wesen Schillers anders denkt als sein Großvater, und die Auftichtigkeit, mit der der jetzige Kaiser die Ehrung eines Revolutionärs ablehnt, ist durchaus anerkennenswert. Es ist im Interesse des Gefeierten wie der Feiernden durchaus angemessen abzulehnen, wo man ehrlicherweise nicht anerkennen kann. Uebrigcns ist es ein Glück, daß der Kaiser keinen Versuch gemacht hat, eine offizielle Schillerfcier in Szene zu setzen. Der Lärm war schon jetzt unerträglich. Wie hätte man erst gelärmt, wenn es sich darum gehandelt hätte, durch die fei er Schillers höfische Gunst zu gewinnen! Wahrscheinlich hat in enntnis der Stimmungen seines Herrn der Graf Bülow seine ursprüngliche Absicht nicht ausgeführt, einige Schillerzitate zu einer Festrede zusammenzurühren.— Das Programm im Geldschrank. Die„Freie Deutsche Presse' weiß nichts darauf zu erwidern, wie sie ihre Gegner- schaft gegen die Reichserbschaftssteuer mit der fteisinnigen Programm- sordcrung einer Erbschaftssteuer vereinigen kann. Was sie sonst zur Entschuldigung ihrer großkapitalistischen Entblößung sagt, ist un- gewöhnlich verwirrt. Sie sei „keineswegs gegen jede Besteuerung von Erbschaften, sondern nur gegen eine neue und hohe Erbschaftssteuer des Reiches. Die Uebertragung von Landcssteuern d i e s e r Art auf das Reich i n den Grenzen der preußischen Erbschaftssteuer haben wir stets befürwortet. Der„Vorwärts" möchte eS so darstellen, als ob eine Reichserbschaftssteuer nur die großen Ver- mögen treffen würde. Das preußische Erbschaftsstenergesetz be- steuert schon Erbschaften im Werte von über 150 Mark." Die preußische Steuer ist überhaupt keine eigentliche ErbschastS- steuer, sondern eine bloße Stempelabgabe. Wir treten für eine Erbschaftssteuer für größere Vermögen ein. Das erklärt dies Blatt für unmöglich, weil— Preußen alle Erbschaften über 150 M. be- steuert. Ein tolle Logik! Nun aber will ja gerade das Organ der Volkspartei für eine NeichSerbschaftssteuer nach preußischer Art eintreten. Also hat eS selbst offenbar gegen die Heranziehung der kleinen Erbschaften nichts einzuwenden, und nur die Besteuerung der großen Vermögen ist ihm unbehaglich. Die„Freie Deutsche Presse" erklärt mithin nur deshalb eine Beschränkung der Steuer auf die größeren Erbschaften für unmöglich, weil sie die Heranziehung gerade der kapitalistischen Erbschaften nicht wünscht!— Kulturkämpferchen. Die große„Bewegung" um die akademische Freiheit hat auch auf dem Verbandstage deutscher Hochschulen in Weimar nichts zutage gefördert, was einen günstigeren Eindruck erwecken könnte. Nach wie vor versteift man sich auf eine Paukerei gegen konfessionelle Verbindungen. Sie wollen„Freiheit", aber sie verwerfen ganz nach dem Muster des reaktionären Polizeistaates den„Mißbrauch" der Freiheit. Darunter verstehen die jungen Herren nach den für den„Verband deutscher Hochschulen" beschlossenen Grundsätzen: „Mißbrauch der Freiheit aber ist eS. wenn man... insbesondere u geschlossenen Korporationen rein politischer oder kon- ession eller Natur von der übrigen Studentenschast ab- sondert." Mißbrauch der Freiheit ist also, wenn man von der Freiheit Gebrauch macht. Uebrigens sind die Leute so gnädig, nicht die zwangsweise Unterdrückung der konfessionellen Verbindungen zu verlangen. Sie wollen nur ein„Prinzip" aufftellen. Wie war'S, wenn die Helden den entfachten Begeisterungssturm auch für Proteste gegen die Unterdrückung sozialwissenschaftlichen Studentenvereine oder gegen die Boykottierung der sozialistischen Wissenschaft und die Aussperrung oder Maßregelung sozialdemo- kratischer Universitätslehrer nutzbar machten!— Die Geburt eines neuen Gesetzgebers wird in folgender hoch- politischer Familienanzeige verkündigt: In daS Herrenhaus berufen ist der Regierungspräsident a. D., Wirkliche Geheime OberregierungS- rat Jesco von Puttkamer-Nippoglense, wohnhaft zu Charlottenburg, durch Allerhöchsten Erlaß vom 24. April 1905 auf Präsentation der Familie von Puttkamer an Stelle des am 20. Dezember 1904 det» storbenen Generalmajors a. D. Siittergutsbesttzers von Puttkamer- Nipkau.—_ Eifrige„BorwSrts"-Lefer. Man berichtet uns unterm 10. Mai: Daß der„Vorwärts" im Ministerium gründlich studiert wird, ist allgemein bekannt, und in welcher Weise in Beziehung auf den Inhalt Nachforschungen an- gestellt werden, dürfte folgende kleine Episode darlegen. In der Nummer vom 9. April berichtete man unter der Spitzmarke:„Agra- rische Paschawirtschast" aus Halle, daß der Großgrundbesitzer Rudolf Burckhardt von Kröllwitz bei Merseburg mit seiner Dienstmagd seit Jahren im Konkubinat lebe, und daß ein Gendarm Marotzke in der Sache Ermittelungen angestellt habe. Als der Gendarm nach einem anderen Ort versetzt wurde, besaß der Agrarier noch die Dreistigkeit. dem Pastor Reinstein mitzuteilen, er, B., habe den Gendarm weggebracht. Der Gendarm fühlte sich beleidigt, der Agrarier erhielt eine Anklage, und Pastor Reinstein trat vor der Halleschen Strafkammer als Zeuge auf und sagte: Ich habe den Eindruck, die zuständigen behirdlichen Organe haben im Falle Burckhardt nicht funktioniert, denn zum Einschreiten lag sowohl ein staatliches als ein kirchliches Interesse vor. Der letztere Satz soll nicht den Beifall des Ministers des Innern gefunden haben, denn bald nach der Veröffentlichung wurde dem Landrat des Kreises Merseburg die„Vorwärts"-Notiz zugesandt mit dem Hinweise, Nachprüfungen anzustellen und dem Ministerium darüber„Tatbericht" einzusenden, inwiefern die behörd- lichen Organe nicht funktioniert hätten. Der Landrat, der— so könnte man vermuten— als ein Organ, das nicht funktioniert habe, mit in Frage kommen könnte, soll bei den Nachprüfungen etwas in Schwulitäten geraten sein, zumal Pastor Reinstein seine vor Gericht unter dem Eide abgegebene Aussage selbstverständlich aufrechterhält. Ob es nun dem Herrn Landrat bei seinen jedenfalls schwierigen und mit Eifer betriebenen Nachforschungen glücklich gelingen wird, das richtige Organ zu finden, das nach Ansicht des Pastors nicht funktioniert hat, und ob er dem Ministerium einen befriedigenden Tatbericht einsenden wird, das kann man bis jetzt noch nicht sagen. Vielleicht genügen diese Zeilen vorläufig, den Wissensdurst des Mini- steriums zu stillen.—_ Zu den Landtagswahlen in Sachse». Aus Sachsen wird uns geschrieben: Wie bekannt, ziehen bei den diesjährigen Landtagswahlen die ehemaligen Kartellbrüder, Konservative und Nationalliberale, ge- trennt in den Wahlkampf. Die Ursache dieser Trennung ist— das Dreiklassenwahlrecht. Diese Tatsache gibt uns jedoch keinen Anlaß zur Schadenfreude. Wir bettachten die feindlichen Kartellbrüder gleichern, aßan als Reaktionäre, die wohl in bezug auf das Milieu von einander abweichen, aber grundsätzlich gemeinsam dem polittschen Fortschritt sich entgegenstemmen. DaS Kartell ttat formell zum erstenmal im Jabre 1887 in die Erscheinung. Die Fortschritte der Sozialdemokratte in Sachsen trieben zwar schon bei früheren Wahlen— speziell bei Stich- wählen— zum Reichstage wie zum Landtage die beiden Parteien zusammen, und die gelegentliche Vereinigung gegen den gen, einsamen Feind, die Sozialdemokratie, brachte ihnen unleugbar Erfolge. Diese Erfolge machten Schule. Als daher Bismarck den berüchtigten Kriegsschwindel für die Reichstagswahlcn 1387 in Szene setzte, riet er zugleich den beiden Parteien zu einem formellen Kartell im Reiche. Der Rat wurde befolgt, und eZ ist ja bekannt, wie nach den für die Kartellparteien erfolgreichen Reichstagswahlen von 1887 daS nationalliberal-konservattve Kartell als sicherster Wall gegen die chwarze Opposition des Zentrums und die rote der Sozialdemokratte zugleich gepriesen wurde. In Sachsen, wo unsere Partei trotzdem ziffernmäßig erwiesene Fortschritte machte, hielten die vereiingten Reakttonäre das Kartell für unentbehrlich und anstecht. Bereits bei den Landtagswahlcn im Jahre 1887 zeigte«» sich aber schon, daß das Kartell sozialdemokratische Wahlerfolge nicht zu verhindern vennochte; bei diesen, wie bei allen nachfolgenden LandtagSwahlen errang die Sozialdemokratie neue Mandate. Dann kamen die ReichStagSwahlen im Jahre 1890, die das Kartell der beiden Parteien im Reiche zerschmetterten: die Kartellparteien wurden in die Minderheit gedrängt, und die Schuld an dem Rück- gang schrieben die Konservativen dem Kartell mit den politisch an- rüchigen Nationalliberalen zu. Wohl beschworen die sächsischen Kartellbrüdcr ihre Gesinnungsgenossen im Reiche, den Bruch zu ver- meiden, allein, eS nützte nichts. Nun blieb nur noch daS sächsische Kartell übrig. Gemeinsam suchten die sächsischen Reaktionäre gegen den Ansturm der Sozialdemokratie zu retten, was zu retten war; aber es half alles nichts, selbst bei den Landtagswahle» gewann die Sozialdemokratie in einer Reihe von Wahlkreisen das Ueber- gewicht. Von Wut und Angst verübten dann im Jahre 1896 die sächsischen Kartellbrüder den Wahlrechtsraub, um die Sozialdemokratie bei den politischen Kämpfen in Sachsen in den Hintergrund zu drängen. Die Nattonalliberalen beherrschte dabei außerdem der Hintergedanke, das Erbe der Sozialdemokratte antreten, die Mandate in den industriellen Wahlkreisen erringen zu können. Darin haben sie sich schmählich getäuscht, denn sie wurden von ihren konservattven Kartell- brüdcrn um diese Mandate bewogen und immer mehr an die Wand gedrückt. Endlich wagten sie es, sich au««der brudermörderischen Umklammerung loszumachen und ziehen nunmehr selbständig in die Wahlbelvegung. Daß sie dabei keine Seide spinnen werden. dafür sorgen aber ihre ehemaligen Kartellbrüder, ganz abgesehen davon. daß die Sozialdemokratie in ihren Angriffen zwischen nattonal- liberalen und konservativen Wahlrechtsravbern keinen Unterschied macht; daß sie überhaupt das Kartell aufgegeben haben. ist also den Wirkungen des Dreiklasscn-Wahlrechts zuzuschreiben, denn unter diesem System haben sie weniger� von den um ihr Wahlrecht be- raubten Wählern der dritten Klasse, die in ihrer Mehrheit sozial- demokratisch gesinnt sind, zu befürchten, wohl aber von den Konser- vattven, die in die industtiellen Kreise der ersten und zweiten WählerNasse eindringen, bisher aber schon die kleingewerbetteibenden und Handwerkerschichten beherrschten._ Aus diesen Gesichtspunkten muß die Auflösung des Kartells und der Beginn des LandtagS-WahlkampfeS in Sachsen bettachtet werden. Die gegenseittge Bekäinpfung der feindlichen Kartellbrüder wird un» manches Gaudium bereiten, aber ftlr die Führung unseres Kampfes gegen die Wahlenttechtung ist das von nur geringer Bedeutung.—- „Legende" und„Klitterung"? Herr Leuß ersucht uns um die Aufnahme der folgenden Abwehr: Ein wunderliches Schwanken hat die liberale Press« in der Kritik meines Buches über Hammerstein gezeigt. Nachdem zuerst die geschichtlichen Urkunden, die ich mitgeteilt habe, als ein wert- volles Material zur Kritik der konservativen Polittk gerühmt worden waren, schlug plötzlich die Stimmung um, und nun hastete sich die Kritik von jener Seite in vollkommener Uebereinsttmmung mit der in konservativen und agrarischen Blättern an die einigen Stellen des Buches, an denen ich erhebliche Tatsachen ohne Nennung des Gewährsmannes mitgeteilt habe: an die Aufklärungen über den Tod deS b a y e r i s ch e n K ö n i g S L u d w i g II. und an die Mit- teilung über die Versammlung von konservattven Notabeln, deren Unterstützung Hammerstein im Namen des Grafen Eulenburif für eine Suspension des allgemeinen Wahlrechts gesucht hat. Die„Freie deutsche Presse"(Freis. Zeitung) ließ sich von„wohlinformierter Seite" schreiben, daß�meine Behauptung über die Episode Eulenburg„ganz unglaublich" sei, eine„Geschichs- klitterung". Eulenburg habe nicht Kanzler, sondern Statthalter in den Reichslanden werden wollen.„Schon aus inneren Gründen wäre es auch der Gipfel der UnWahrscheinlichkeit, daß konservative Koryphäen, die ausdrücklich von Leuß als Journalisten und Politiker der äußersten Rechten bezeichnet wurden, den Staatsstteich nicht gebilligt haben sollten," so hieß eS in dem Artikel der„Freien beut- schen Presse" wörtlich. Die„Vossische Zeitung" registrierte diese Aenßerung ebenso wie einen giftigen Artikel des„Reichsboten". jenes " Blattes, Bas feinen früher so großen Einfluß auf die Paftoren mit jebem Jahre mehr schwinden sieht, und eine Aeußerung der agrarischen Tageszeitung", die auf Grund ihrer Erkundigungen feststelltel einer der stärksten Irrtümer meines Buches sei die Erzählung, daß nach dem Sturze Caprivis dem Grafen Eulenburg das Amt des Reichskanzlers angeboten worden sei. Weder davon noch von dem Straatsstreichsplane wüßten„ kundige Kreise" irgend etwas. 11 Die Frivolität dieser Dementis ist erstaunlich; die kurzen Beine, auf denen sie zu gehen haben, werden schon heute ganz erlahmen; denn in der heute erscheinenden Nummer der Nation" bestätigt der Abgeordnete Hellmuth von Gerlach als Teilnehmer an jener Notabelnsizung meine Behauptung; ich könnte eventuell noch auf weitere Teilnehmer mich beziehen, aber das Zeugnis von Gerlachs genügt ja vollkommen, um die„ wohlinformierte Seite" der Freifinnigen Zeitung" ebenso außer Gefecht zu sehen, wie die vortrefflichen kundigen Thebaner der Deutschen Tageszeitung". Ich will nur noch hinzufügen, daß es auch der " Freifinnigen Zeitung" bekannt sein könnte, daß von jeher, ganz bes fonders aber seit Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre, gerade zur extremsten Seite der konservativen Partei solche Politiker gehört haben, die einen gewissen demokratischen Einschlag mitbrachten und von diesem zum Teil in ihrer späteren Entwickelung bestimmt worden sind. " " Die Deutsche Tageszeitung" hat ferner in Abrede gestellt, daß Versuche gemacht worden seien, das Erscheinen der Schrift zu verhindern. Diese Provokation nötigt mich, einen Briefwechsel zu ber öffentlichen, den ich sonst für mich behalten hätte. Mitte Januar, nachdem eine Korrespondenz die Tagespresse von der bevorstehenden Veröffentlichung unterrichtet hatte, erhielt ich von Herrn v. Gloeden furz nacheinander mehrere Briefe, in denen er mir mit teilte, daß Versuche gemacht würden, die Schrift zu unterdrücken, und daß man mich vielleicht auffordern würde nicht alles zu veröffentlichen oder mich um Einsicht in das Manustript bitten werde. Am 15. Januar traf ein Telegramm von Herrn b. Gloeden aus Sizilien ein: Bitte, lassen Sie sich von nichts beirren." Unmittelbar vorher erhielt ich folgenden Brief: Herrn Schriftsteller Hans Leuß Hochwohlgeboren Steglitz. Russische Judenhetzen. " " ergriffen habe, um einen friedlichen Charakter der franzöfifchen Politik in Marokko und die Aufrechterhaltung der NeuDer Barismus wendet systematisch die Judenhezze an, um die tralität Frankreichs in Ostasien zu sichern. Ich wäre gegen ihn angesammelte Empörung abzulenken. Selbst die offiziellen Ihnen sehr verbunden", heißt es in dem Schreiben, wenn Sie für die Telegramme lassen erkennen, daß die Behörden die Mezeleien direkt Ministerpräsidenten verständigt habe, einen möglichst nahen ZeitErörterung dieser Interpellation, von der ich gleichzeitig den begünstigen, die ja wohl auch von ihnen angestiftet sind. Die punkt feftfeßen wollten." Gegeneinanderhekung der Feinde des Barismus ist das alte und Tokio, 12. Mai.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) Die legte Mittel der russischen Camorra. letzten von Frankreich gegebenen Zusicherungen bezüglich der Auslassung des„ Regierungsboten" telegraphiert: Ueber die Judenschlächtereien in Schitomir wird die folgende Neutralität haben der Lage etwas von ihrer Spannung genommen, wenn sie auch die tiefgehende Verstimmung im Daß die Zahl der Opfer bei den Unruhen in Schitomir ver- Bolte nicht behoben haben. Die Presse, welche die Regierung hältnismäßig gering ist, ist den energischen Maßnahmen zuzuschreiben, bringend auffordert, eine starte Saltung Frankreich die die Regierung zur Unterdrückung und zur Verhütung von Un- gegenüber einzunehmen, verlangt Erklärungen und führt ruhen ergriffen hat. Bereits seit dem 21. April haben die Juden in aus, es sei notwendig, daß Frankreich die Vorgänge zwischen dem Schitomir eine herausfordernde Haltung an den Tag gelegt, so ge- 3. und 9. d. Mts. aufkläre. brauchten sie z. B. das Bild des Kaifers als Ziel für Schießübungen. Dem Ministerium des Innern, so fährt das Blatt fort, liegt eine Reihe von Berichten über von Juden auf der Straße gegen Christen berübte tätliche Beleidigungen vor. Parlamentarifches. Am 25. April wurde in Schitomir ein Aufruf des Die Petitionskommission des Reichstags verhandelte in ihrer Wolhynischen Komitees der sozialrevolutionären Partei verbreitet, Sitzung am Freitag über eine Petition aus Rostock betreffend worin eine Judenheze angekündigt wurde. Die Verantwortung Herabsehung der Brausteuer für die kleinen Schwachbier- Brauereien hierfür falle der Verwaltung am Orte zu, wodurch ein Teil der und beschloß, das Petitum dem Reichskanzler als Material zu überBevölkerung gegen den anderen aufgereizt sei. Das oben erweisen. Ein Herr Pieste in Charlottenburg scheint ein arger Feind der wähnte herausfordernde Betragen der von der revolutionären Propaganda beeinflußten Juden habe nicht nur die Maßnahmen Sozialdemokratie zu sein. Er petitioniert um Aenderung des Reichsder Verwaltung gegen die Unruhen beeinträchtigt, sondern sogar tagswahlgesetes, um die Sozialdemokratie aus dem Reichstage zu Konflikte geschaffen. Um solche unmöglich zu machen, habe der vertreiben, und um Verschärfung des Preßgesetzes um die sozial Minister des Innern den Gouverneuren vorgeschrieben, neben demokratische Agitation durch die Presse zu verhindern. Wie aus energischen Maßnahmen auch dem gutgesinnten Teil der Juden der Begründung seiner Petition hervorgeht, möchte er besonders dem nahezulegen, daß sie im Interesse der jüdischen Massen ihre in fozialdemokratischen Zentralorgan, dem Vorwärts" eins auswischen. den politischen Kampf hineingezogenen Glaubensgenossen vor einer Ferner verlangt der gute Mann, daß Bestimmungen erlassen werden, Feindschaft erzeugenden herausfordernden Haltung gegen die Christen welche den Juden die Zulassung zum Richteramt verbieten. Alle warnen mögen. seine Herzenswünsche ließ die böse Petitionskommission unberück fichtigt; die schöne Petition wurde für nicht geeignet zur Erörterung im Plenum befunden, d. h. dem Papierkorbe überliefert. Derselbe Betent hatte wohl auch schon vom Abgeordnetenhause das Verbot des Vorwärts" verlangt. Es ist natürlich boshafter Unsinn, daß die Juden eine Herausfordernde Haltung gegen die Christen eingenommen haben sollen. Die offizielle Darstellung will lediglich die Morddienste der Behörden Beitungsnachrichten zufolge beabsichtigen Sie eine Sammlung fie für begründet erklärt. Zwischen den Zeilen dieser verlogenen rechtfertigen, ja fie provoziert geradezu neue Mezeleien, indem fie von Briefen aus dem Nachlaise des ehemaligen Kreuz- Zeitungs" Segerei liest man leicht die Wahrheit: Das von dem westeuropäischen Redakteurs Freiherrn von Hammerstein herauszugeben. Im Interese der tonservativen Partei liegt dem Herrn Bantjudentum ausgehaltene Zarenregiment hat unaufgeklärte Massen Freiherrn von Manteuffel roffen sehr viel daran, gegen die sozialistisch gesinnten jüdischen Proletarier gedungen und von dem Inhalte der beabsichtigten Veröffentlichung baldmöglichst bewaffnet. Kenntnis zu erhalten und läßt er Sie deshalb bitten, ihn zu einer Unterredung hierüber am Sonnabend, 14. d. M., gegen 2 Uhr nachmittags in feinem im Landeshause Matthäifirchstr. 20/21 eine Treppe hoch befindlichen Sprechzimmer aufsuchen zu wollen. In vorzüglicher Hochachtung ergebenst Glied, Privatsekretär. Ein offizielles Telegramm gibt folgenden Streckenrapport: In Schitomir sind während der Unruhen 15 Juden getötet und 81 verwundet worden; von Christen wurden drei getötet und acht verwundet. 17 Kommission für die Maß- und Gewichtsordnung. In der Freitagsfizung wurde zu§ 7 von 3ubeil und Genossen der Antrag ein tränke unterliegen ebenfalls dem Aichzwang." Von seiten der gebracht:" Die Fäffer für Trinkbranntwein und alkoholfreie Ge Regierungsvertreter wurde darauf hingewiesen, daß die Frage noch nicht genügend geklärt sei; eine Umfrage habe ergeben, daß die Interessenten eine Aichung resp. eine Nachaichung ablehnten, auch sei festgestellt, daß es alkoholfreie Getränke so gut wie gar nicht gebe, es sei deshalb das beste, die Regelung dieser Frage dem Bundesrat zu überlassen. Die Abgeordneten gubeil, Stolle Nach Berichten des" Tag" fand eine noch furchtbarere Juden- und Birk zeigten, wie notwendig eine Aichung resp. Nachaichung auch hezze in Taurien statt, vornehmlich in Melitopol, wobei die dieser Gefäße ist, um die Konsumenten vor Schaden und Betrug zu Meine Antwort lautete: Es ist sehr dreist, mir mitzuteilen, russische Einwohnerschaft die jüdische direkt beraubte und die meisten Interessierten, die Gastwirtsverbände zu befragen. Müllerschüßen; die Regierung habe unterlassen, bei der Umfrage die am daß ich den Freiherrn v. Manteuffel aufsuchen soll, wenn dieser mit geplünderten Sachen in aller Ruhe in Sicherheit brachte. mir eine Unterredung im Interesse der konservativen Partei wünscht. Polizei verhinderte wiederholt das Löschen brennender Häuser, die verständige, durch die Aichung würde nicht viel gewonnen werden, es Die Sagan führte aus, die Gastwirte seien doch auch nur einseitige Sach Ich bin für den Freiherrn, wie für jeden anderen Mann, in meiner Juden gehörten. Ganze Straßen wurden vollständig demoliert, müßte denn auch nach jedem Antreiben des Faſſes eine Nachaichung Wohnung zu sprechen." Damit war der Zwischenfall erledigt und ich denke, damit wird darauf die Wohnungen mit Betroleum begossen und niedergebrannt. stattfinden, wer solle die Kosten dafür tragen? Nachdem Zubeil und auch der Verfuch der D. Tageszeitung" erledigt sein, mich Lügen Insgesamt brannten 42 Magazine mit Vorräten von über einer Stolle erwidert hatten, wurde in der Abstimmung über Absatz 1 der au strafen. Hans Leuß. Million Mark Wert nieder. Auf den Straßen wurden regelrechte Antrag Zubeil u. Gen. abgelehnt und die Regierungsvorlage an Schlachten geliefert. genommen. Zu Abs. 2 lag ein Antrag Raab vor: Ausländischer Obstwein, Bier und Wein, deren Weiterverkauf in Originalgebinden geschieht, unterliegen dem Aichzwang nicht. Der Antrag wurde nach längerer Debatte abgelehnt. Nächste Sigung Dienstag. H Husland. Balfour über die Landesverteidigung. Im Unterhaus hielt am Donnerstag Balfour eine große Rede über die Frage der Landesverteidigung sowohl in bezug auf das Mutterland als auch speziell auf Britisch- Indien. Die Hinrichtung der Mörder. Nischni- Nowgorod, 11. Mai. Um Mitternacht wurde der Die Kommiffion des Abgeordnetenhauses zur Vorberatung der aus dem Theater heimkehrende Gendarmerie- Oberstleutnant Berggesebnovelle betreffend die Stillegung der Greschner am Eingang seines Hauses durch Revolverschüsse 3 e che n setzte die Beratung beim Titel 6 der Vorlage, der von der getötet; der Wächter des Hauses wurde schwer verlegt. Der Aufhebung des Bergiverkseigentums handelt, fort. Bei§ 156, welcher Täter wurde ergriffen; er nennt sich Edelmann Nikiforow. Kämpfe in der Mandschurei. 0 bei Weigerung der Betriebsfortsetzung seitens des Bergwerkseigens tümers dem Oberbergamt das Recht gibt, die Einleitung des Verfahrens auf Entziehung des Bergwerkseigentums durch einen Bes schluß auszusprechen, wird auf eine Anfrage von der Regierung erklärt, daß die Entziehung des Bergiverkseigentums erst dann er. folgen kann, wenn der Aufforderung zur Aufrechterhaltung des Be triebes in der gestellten Frist nicht Folge geleistet wird. Es wird Es wird Die Verteidigung des Mutterlandes sei der wichtigste Teil, denn wenn diese schlecht gesichert sei, so möge das britische Reich zwar ein großartiges Gebäude sein, es ruhe aber dann auf tönernen Füßen. Angenommen, unsere Flotten wären nicht in den heimischen Gewässern und unsere Armeen im Ausland, so würde die Frage, die wir an unsere militärischen Ratgeber stellen, die sein: Welches ist die Petersburg, 12. Mai.( Meldung der Petersburger Telegeringste Anzahl von Mannschaften, mit welcher ein fremdes Land graphen Agentur.) General Linewitsch telegraphiert möglicherweise eine Invasion Englands versuchen könnte? Lord unterm 11. Mai: Eine unserer Abteilungen wurde in einem Engpaß, konstatiert, daß die Frist drei Monate nicht überschreiten darf. Der Roberts hält es nicht für möglich, einen derartigen Versuch mit 10 Werst südwestlich von dem Dorfe Schimiaotse, am 5. Mai von§ 156 wird angenommen. m§ 161 wird im zweiten Absatz ausweniger als 70 000 Mann zu unternehmen. Balfour zählt die dem Feinde angegriffen und gezwungen, sich nach Schimiaotse gesprochen, daß der Verzicht des Eigentümers auf sein bisheriges Schwierigkeiten auf, welche sich solchen angenommenen Invasionen zurüd zuziehen. Am 6. Mai zwang eine andere russische Abteilung Eigentum ihn von seinen Verpflichtungen, die in dem vorhergehenden entgegenstellen würden. Er betont, daß ungefähr Schiffe im Gesamt- 10 Werst von Ufangor die Japaner zurückgehen. Gegen Abend Abschnitt der Vorlage festgelegt sind, nicht entbindet. Von nationalinhalt von 250 000 Tonnen nötig sein würden, um 70 000 Mann ging der Feind wieder zum Angriff über. Es kam zum liberaler Seite wird beantragt, die Bestimmung zu streichen. Der zu transportieren. Das Zusammenbringen einer derartigen Anzahl Bajonettkampf; der Angriff wurde jedoch zurückgewiesen. Die erſt- Eigentümer werde schwer dazu kommen, den Verzicht auf das Bergbon Schiffen würde es schwierig machen, eine Invasion in überraschender genannte Abteilung hatte am 7. d. Mts. während des ganzen werkseigentum auszusprechen, aber es sei unbillig, ihn dann, wenn Weise vorzunehmen; überdies würde eine Landung 48 Stunden Tages und während der ganzen Nacht bei Schimiaotse zu kämpfen; er es trotzdem täte, noch für weitere Kosten des Zwangsbetriebes in Anspruch nehmen und die Transportschiffe würden den An- das Gefecht blieb jedoch unentschieden. Die unserer zweiten und der Bauhafthaltung verantwortlich zu machen. Von der Regriffen von Unterseebooten und Torpedobooten ausgesezt sein. Abteilung gegenüberstehenden japanischen Truppen erhielten Ver- gierung wird dem Antrag widersprochen, da dann der Zwangsbetrieb Balfour behandelt dann die Frage der Verteidigung stärkungen; am 7. Mai begann sich diese Abteilung bereitelt werde. Der nationalliberale Antrag findet aber bei FreiIndiens und sagt, daß eine Invasion Indiens ein häufig beshalb zurüdzuziehen. Eine dritte Abteilung, welche bis fonservativen und Zentrumsmitgliedern Unterſtügung. wiederkehrender Gesprächsgegenstand unter den russischen Offizieren zum Engpaß von Tawangulin vorrückte, wurde von dem Feinde dabei betont, daß die Sache für Aktiengesellschaften, die sich im Besitz fei, daß er aber nicht glaube, daß fie irgend einen Teil der angegriffen und operierte fo glücklich gegen ihn, daß es ihr gelang, von Bergwerken befinden, nur eine theoretische Bedeutung habe. russischen Regierungspläne bilde. Wenn wir die Grenzfrage end von dem Engpaß Besiz zu ergreifen. Am 7. Mai unternahm der Von seiten der Nationalliberalen wird auf die große prinzipielle gültig festlegen müssen, so kann dies nur geschehen, wenn wir Feind einen entschiedenen Angriff gegen unsere rechte Wichtigkeit der Frage hingewiesen und hervorgehoben, daß bei AnDie Schwierigkeiten, die eine feindliche Streit Flante, wurde aber zurückgeschlagen. nahme des Antrages das Gefeß für viele unannehmbar werde. macht zu überwinden hat, unvermindert auf- Tokio, 12. Mai. Amtlich wird mitgeteilt: Am Morgen des Diesen Ausführungen stellte sich die Regierung mit der Erklärung rechterhalten. Die Transportfrage ist die größte 9. d. Mts. griffen die Russen in Stärke von 2 Regimentern In- gegenüber, daß auch für sie das Gesetz schwer annehmbar werde. Schwierigteit einer angreifenden Armee und wir fanterie, 5 Sotnien und einer Batterie, die aus Nanshanhengtzu, wenn die Bestimmung des§ 161 gestrichen werde. Trotzdem lehnte dürfen nicht zulassen, daß irgend etwas geschieht, 15 Meilen von Hengcheng famen, uns in der Nähe von Yengsheng die Kommission den entsprechenden Abfaz des§ 161 mit großer um den Transport zu erleichtern. Meiner Meinung nach an. Um 2 Uhr nachmittags begann der Feind unter dem Schutz von Mehrheit ab. Angenommen wird§ 207a, der mit Geldstrafe bis müßte es als eine direkte feindselige Handlung Artilleriefeuer einen energischen Angriff, wobei die Infanterie bis 2000 20. und im Unvermögensfalle mit Gefängnis bis zu fecha gegen England betrachtet werden, wenn irgend ein Versuch auf hundert Meter an unsere Stellung herantam. Unsere Truppen Monaten Bergwerksbefizer bestraft, die den ihnen durch die Begemacht würde, eine Eisenbahn im Zusammenhang gingen dann zur Offensive über und verjagten den Feind, der ſtimmungen der Vorlage auferlegten Verpflichtungen zuwidermit den russischen strategischen Bahnen auf 60 Tote und 160 Verwundete auf dem Plaz ließ. Außer solchen, handeln. Mit unwesentlichen Aenderungen wird der Rest des Ge afghanischem Boden zu bauen. Ich habe nicht den die Uniform trugen, waren unter den Toten und Verwundeten auch setzes angenommen, und die erste Lesung der Vorlage ist damit geringsten Grund, anzunehmen, daß die russische Regierung jegt, biele in chinesischer Kleidung. Der Verlust des Feindes wird beendet. hoffentlich auch in Bukunft nicht, beabsichtigt, eine solche Bahn zu auf 300 Mann geschäkt, der unsrige beträgt ein Mann tot, 50 ver- Anschließend wird noch über einen vom konservativen A6bauen. Sollte aber der Versuch trotzdem gemacht werden, so wundet. geordneten Schulze- Belfum gestellten Antrag verhandelt, welcher glaube ich, wenn es auch zuerst unsere Interessen nicht zu berühren lautet:„ Die königliche Staatsregierung zu ersuchen, da der§ 65 scheint, daß dies der denkbar schwerste, geradezu gegen das Herz des Kaiserreichs Indien gerichtete Schlag Tokio, 11. Mai.( Meldung des„ Reuterschen Bureaus".) Es wird des Berggefehes vom 24. Juni 1865 eine ausreichende Handhabe wäre.( Bustimmung.) Balfour schließt: Wenn wir jedoch aus bestätigt, daß am 9. d. M. zwei russische Kriegsschiffe, nicht bietet, um das freiwillige, die beteiligten Gemeinden und deren Blindheit, Läffigkeit oder Feigheit eine allmähliche Ab- wahrscheinlich Roffija" und" Gromoboi", auf der Höhe von Komori Einwohner schwer schädigende Stillegen von Bergwerksunterforbierung Afghanistans zulassen in der Weise, wie wir not- gewesen sind; seit dem 9. d. M. find sie nicht mehr gesehen worden. nehmungen zu verhindern, noch in dieser Session dem Landtage gedrungen die Absorbierung verschiedener Khanate Sentralaftens anscheinend haben sie feinen japanischen Küsten einen Gesetzentwurf vorzulegen, welcher das Berggefeh dahin ergänzt, daß gegen jene Schädigungen wirksame Vorkehrungen getroffen zugelaffen haben, wenn wir gestatten, daß die gestatten, daß die fahrer aufgebracht. werden können, ferner eine Ergänzung des Kommunalabgabenrussischen strategischen Eisenbahnen immer gesetzes vom 14. Juli 1893 herbeizuführen, welche den Gemeinden näher an die Grenze herantommen, dann wird Paris, 12. Mai. Es verlautet, das vom Minister des Aus- gestattet, analog der Besteuerung von Liegenschaften gemäß§ 27 Großbritannien unweigerlich für seine Sorg wärtigen Delcassé im Einvernehmen mit dem Ministerpräsidenten des Gesetzes eine Abgabe von dem Wert stillgelegter, aber noch be losigkeit dadurch bezahlen müssen, daß es eine Rouvier borbereitete Gelbbuch über die Neutralitäts- triebsfähiger Bergwerksunternehmungen zu erheben. biel größere Armee unterhalten muß, als wir mit angelegenheit werde einen Bericht über die verschiedenen Unter- Der Antrag wird nach kurzer Beratung der Regierung zur ruhigem Gewissen zu halten planen könnten. Voraussicht und rebungen des japanischen Gesandten in Paris mit Delcassé, Grwägung überwiesen. Mut werden diese Gefahren abwenden, aber ohne Voraussicht und ferner Telegramme des französischen Gesandten in Tokio, die In der Abendsizung wurde zunächst der grundlegende Mut tönnen sie über uns kommen.( Bustimmung.) § Campbell Bannerman( Lib.) erklärt sich im allgemeinen mit den dem Generalgouverneur von Indochina erteilten telegraphischen 65 des Entwurfes nach dem Vorschlag der Nationalliberalen in Weisungen, Telegramme des Admirals Jonquières über eine folgender Fassung angenommen:" Der Bergwerkseigentümer ist verAusführungen Balfours einverstanden und gibt dem Gedanken Unterredung mit Admiral Roschdjestwensky und schließlich Depeschen pflichtet, das Bergwerk insoweit zu betreiben als der Unterlassung Ausdruck, daß Balfour einen vernünftigen gemäßigten Standpunkt der franzöfifchen Botschafter in London und Petersburg enthalten. oder Einstellung des Betriebes überwiegende Gründe des öffentin bezug auf Afghanistan einnehme. Dieses Gelbbuch werde, so wird aus offiziöser Quelle ver- lichen Interesses entgegenstehen, sofern die Eröffnung der Forts sichert, beweisen, daß Frankreich sogar über die ihm durch sehung des Betriebes Gewinn verspricht." Sodann wird in§ 650, fein Neutralitätsreglement auferlegten Verpflichtungen hinaus der in der ersten Lesung abgelehnte 3wangsbetrieb wieder gegangen ist, indem es den Admiral Roschdjestwensty veranlaßte, hergestellt. Ein nationalliberaler Antrag, die Kosten des Minifterkrise. Nach einer aus Lissabon in Madrid eingegangenen auf die Wohltaten mehrerer Bestimmungen des Neutralitäts- 3wangsbetriebes dem Staate aufzubürden, soweit sie nicht aus den Meldung wird dort infolge vor: Meinungsverschiedenheiten, welche reglements zu verzichten. Erträgen gedeckt werden, wurde abgelehnt. Die Rechismittel der zwischen dem Justizminister und dem Finanzminister in der Frage Paris, 12. Mai. Der Deputierte Pressensé richtete Bergwerkseigentümer gegen die Entscheidung des Oberberggerichts Portugal. Ein Streifzug der Wladiwostockkrenzer. Zum Neutralitätskonflikt. der Verpachtung der Einnahmen aus dem Tabat herrschen, eine an den Minister des Auswärtigen Delcassé ein Schreiben, in wurden weiter ausgedehnt als in der Vorlage, insbesondere auch Ministerkrisis für unvermeidlich gehalten. Die Zensur halte alle auf welchem er ihm ankündigt, daß er nach Wiedereröffnung auf die Einführung des Zwangsbetriebes. Abgelehnt wurde eine die politische Lage bezüglichen Depeschen zurüd. der Kammer eine Interpellation einbringen Einschiebung in§ 65d, wonach die Kosten des Zwangsbetriebes, fowerde, ob der Minister, entsprechend dem vom Barla- weit sie nicht durch die Erträge gedeckt sind, dem Staate zur Last ment fundgegebenen Willen, die notwendigen Maßnahmen I fallen, sobald durch rechtsgültige Entscheidung festgestellt worden ist, Saß§ 65( Aufforderung zum Weiterbetrieb)' au Unrecht angewendet wurde. Die Einführung einer Anzeigepflicht sechs Monate vor der Stillegung wurde auf Betriebe mit mehr als hundert Arbeitern beschränkt. Abgelehnt wurde ferner ein nationalliberaler Antrag, falls die Zwangsversteigerung refutatlos berläuft und dadurch nach Meinung der Antragsteller festgestellt sei, daß der Zwangsbetrieb zu Unrecht eingeleitet sei, das Bergwerk dem Eigentümer zurückzugeben. Bu§ 161 wurde beschlossen, daß in den Fällen, wo der Bergtverkseigentümer auch für Eigentum verzichtet, die Verpflichtung zur Tragung der weiteren Soften aus der Fortführung des Betriebes oder des Zwangsbetriebes fortfällt. Diese Beschlüsse wurden ent gegen der Stellung der Regierungsvertreter gefaßt, besonders leba haften Widerstand sette ihnen der Vertreter des Finanzministers entgegen. werden können. . zu verlangen, ein Verlangen, welches sich nur aus dem Herrent 140 auf 50 Centimen, Gewährung einer Umzugsunterstüßung von dünkel der an der Spige stehenden Arbeitgeber erklären läßt. Die 40 Fr. an die verheirateten Mitglieder, Berkürzung der Arbeitszeit ben Arbeitern zugemutete Ehrlosigkeit, fämpfenden Kollegen in den in den Geschäftsbücherfabriken und Berlegung des Vorortes von Rüden zu fallen, wird zur unmoralischen Niedertradht, wenn man St. Gallen nach Bern. Dem ebenfalls in Winterthur abgehaltenen die Arbeiter auf Grund der herrschenden Produktionsform, der Verbandstag der Hafner wohnte ein Vertreter des Deutschen Hausindustrie, zu unbewußten Streifbrechern zu degradieren sucht. Hafnerverbandes bei. Seine Einladung der schweizerischen Kollegen Die Bersammelten erheben gegen die ihnen von seiten der zur nächsten Generalversammlung des Deutschen Hafnerverbandes Arbeitgeber zugemutete, in den Augen jedes Arbeiters als schmußig mußte leider des Kostenpunktes wegen abgelehnt werden. Auf dem geltende Handlungsweise einmütigen Brotest und verpflichten sich. Verbandstage in Winterthur waren 9 Seftionen durch Delegierte in jedem Falle ihnen angebotene Streitarbeit zu verweigern und vertreten. Beschlossen wurde der Ausbau des Unterstübungswesens, fich nötigenfalls mit den auswärts im Kampfe stehenden Kollegen die Förderung der Agitation für den Verband, die Abschaffung des solidarisch zu erklären." Kost und Logiszwanges bei den Meistern und die Bestätigung St. Gallens als Vorort. Die Friseurgehülfen mren Berlin und Amgegend. in Bern versammelt, und zwar hatten sich zehn Delegierte einMit dem Teppichweberstreik befaßte sich am Donnerstag eine gefunden. Der Wochenbeitrag wurde auf 30 Centimen festgeset, zahlreich besuchte Wolfsversammlung, die im Lokal tönigsbank" Bern als Vorort bestimmt, das Fachblatt wie bisher im Privat Die Beschlüsse sind noch nicht endgültig. Es wurde eine Re- tagte. Das Referat hatte der Reichstags- Abgeordnete Wilhelm befit bes Druckers belassen und sodann an alle organisierten Arbeiter daktionskommission eingefest, die ihre genaue Formulierung vor Stolle übernommen, der mit großer Sachkenntnis und teils auf der Appell beschlossen, nicht an Sonntagen den Friseur aufzusuchen zunehmen hat. Alsdann soll gelegentlich der Berichtsfestsetzung noch Grund eigener Beobachtung die Entwickelung und die elenden Ver- und ferner überall die Gehülfen darüber zu befragen, ob fie ge eine dritte Lesung gehalten werden. Der Vorsitzende hofft, daß Vorhältnisse in der Textilindustrie schilderte und die verschiedenen törichten wertschaftlich organisiert seien oder nicht; im letzteren Falle find Tage und Berichte vor Ablauf der nächsten Woche fertiggestellt Einwände widerlegte, mit denen die Teppichfabrikanten die Ab- sie dazu zu veranlassen. Der Verband der Sülfsarbeiter lehnung der so bescheidenen Forderungen der Streifenden zu besim graphischen Gewerbe hielt feine Generalversammudung gründen suchen. In der lebhaften Diskussion, die dem Vortrag in St. Gallen ab, zu der neun Delegierte aus acht Geftionen er. Hus Induftrie und Handel. folgte, wurde unter anderem erwähnt, daß in einer Fabrik besonders schienen waren, ebenso Vertreter der verwandten Berufsverbände tüchtige Arbeiterinnen wohl auf 12 M. Wochenverdienst kommen, der Buchdrucker und Lithographen sowie der Maschinenmeister. Der Ueber die Ursachen des Rücktritts der englischen Dampfschiff. daß aber der Durchschnitt etwa 10,50 M. sei und manche Arbeiterin Berband zählt zirka 500 Mitglieder. Als Vorort wurde Bern be fahrtsgesellschaften von dem Tarifvertrag mit den kontinentalen Ge- in den Teppichfabriken nur 6 M. verdiene. Die erbärmlichen Löhne stätigt; über die eigentlichen Verhandlungen gelangte nichts in die sellschaften erfährt der„ Hamburgische Korr." wahrscheinlich aus lernen neue? Hülfsträfte erleiben, wurden ebenfalls besprochen. Bahnwärter Berband beschloß seinen Beitritt zum Ge. Geber männlichen Arbeiter und die Verluste, die sie durch das An- Deffentlichkeit. Der 2000 Mitglieder zählende Weichen und dem Bureau der Hamburg- Amerita- Linie:" Die Linien des Morgan. Dabei wurde auf die Tatsache hingewiesen, daß die geforderten Er werkschaftsbund. trust haben bezüglich der Beförderung der amerikanischen Bost mit der Regierung der Bereinigten Staaten ein Abkommen, durch das höhungen der Löhne den Verkaufspreis eines Teppichs von 20 M. fie gehalten sind, die Abfahrt der Postdampfer von New York am nicht einmal um ganze 50 Pf. erhöhen würden, also wohl kaum den Sonnabend erfolgen zu lassen. Da die amerikanische Regierung die Absah der Produkte beeinträchtigen können. Ferner wurden die genannten Linien bei der Beförderung der Post im Vergleich zu den traurigen hygienischen Zustände in einzelnen Fabriken geschildert. übrigen Reedereien außerordentlich bevorzugt, so ist dieses Verhältnis die ein Eingreifen der Fabrikinspektoren äußerst notwendig er zur amerikanischen Postverwaltung für die genannten Reedereien von scheinen lassen. Sämtliche Redner hielten es für selbstverständlich, erheblichem Wert. Es ergibt sich aber bei den Abfahrten am daß der Streit fortgesetzt wird, bis die Fabrikanten nachgeben. Sonnabend eine Kollision mit den ebenfalls am Sonnabend erfolgen- Der Lohntarif der Bauanschläger ist jetzt auch von der Span den Abfahrten der Cunard- Linie, und infolgedessen waren von den dauer Junung anerkannt worden und hat damit Gültigkeit nicht nur dem Sitz der holländischen Textilindustrie, ist von der dortigen amerikanischen Linien Verhandlungen mit der Regierung wegen einer für Berlin und Charlottenburg nebst umgegend, sondern auch für Fabrikantenvereinigung beschlossen worden, weil bei der girma Berlegung des Bofttages geführt worden; in eine Verlegung hat aber ben Spanbaner Jinungsbistritt. Außer den Innungen und dem Sarphos u. 8onen 44 Textilarbeiter streifen. Der Streit die amerikanische Regierung nicht willigen wollen. Die vor einigen Verband Berliner Schlofiereibetriebe haben bis jetzt auch 44 Firmen, felbst, obgleich er durch die Mißstände in der Fabrit gerechtfertigt Monaten zwischen den transatlantischen Reedereien getroffenen Ber die weder einer Zwangs- noch einer freiwilligen Arbeitgeber erscheint, wird von den organisierten Arbeitern insofern nicht einbarungen waren von der Cunard- Linie aber unter dem Vorbehalt organisation angehören, den Tarif ebenfalls unterzeichnet, darunter gebilligt, als die Arbeitsniederlegung ohne Rücksprache mit ber geschlossen worden, daß jene Verlegung des New Yorker Posttages mehrere große Eisenhandlungen. Nur ein kleiner Rest von Arbeit Organisation und ohne die Arbeitskammer um Vermittlung ist. ersuchen, erfolgt zustande komme, und da das nicht der Fall war, so hatte die gebern steht mit der Anerkennung des Tarifs noch aus, doch dürfte Die Fabrikantenvereinigung hat Cunard- Linie bereits vor einiger Zeit, wie in ihrer Generalversamm auch mit diesen Firmen nächstens eine Verständigung erzielt werden. Die Arbeitsverhältnisse bei Sarphos untersucht, die agen der Streifenden gum Teil als berechtigt anerkannt lung auch bemerkt wurde, erklärt, daß sie sich an die sämtlichen In der Branchenversammlung der Bauanschlager am Donnerstag, getroffenen Abmachungen nicht mehr gebunden erachte. Da es fich woselbst dieses Resultat bekannt gegeben wurde, forderte der auch Einigungsvorschläge gemacht, die jedoch von den Streifenden Die Firma hat um die Unterstützung der um eine Meinungsverschiedenheit unter den englischen Linien Branchenführer die Anschläger noch besonders auf, nun auch ihrer abgelehnt wurden. handelt, so sind die kontinentalen Linien dabei nicht beteiligt, und feits fich stritte an den Tarif zu halten. Fabrikantenvereinigung nachgesucht und diese erklärt nun, deß sie felbst wenn der jeßige Stand der Dinge sich etwa verschärfen sollte, fich ihrem Statut entsprechend genötigt fähe, in den ersten zivei würde kaum eine Rüdwirtung auf das fontinentale Geschäft in folgenden Wochen je einen Tag länger, so daß also von der fester Wochen sämtliche Fabriken je zwei Tage stillzulegen und in. den Frage kommen können." Woche ab fämtliche Tegtilarbeiter und arbeiterinnen dauernd ausgesperrt sein würden. Der Vereinigungsvertrag zwischen der Aktiengesellschaft für Feld und Kleinbahnenbedarf, vorm. Orenstein u. Stoppel und den Stahlbahnwerken Freudenstein u. Co. ist in seinen Grundzügen nun auch vom Aufsichtsrat der letztgenannten Gesellschaft genehmigt. Nach dem Inhalt dieses Vertrages berpflichtet sich die Orenstein u. Koppel Aktiengesellschaft, der Freudenstein Attiengesellschaft für die Dauer von 35 Jahren eine Dividende, welche jedesmal die Hälfte der auf die Orenstein u. Koppel Aftiengesellschaft entfallenden Divi dende betragen soll, zu gewähren. Den Aktionären der Freuden stein Geſellſchaft wird seitens der Aktiengesellschaft Orenstein u. Stoppel das Recht eingeräumt, nach Genehmigung des Vertrages durch die beiderseitigen Generalversammlungen ihre Attien gegen Attien der Aktiengesellschaft Orenstein u. Stoppel im Verhältnis von 5: 3 einzutauschen, so daß auf je fünf Attien der Stahlbahnwerke drei Aktien der Aktiengesellschaft Orenstein u. Koppel entfallen. in einer Berichtigung, daß es nicht ben Tatsachen entspricht, daß Achtung, Kürschner! Die Firma Jacob u. Bräutigam behauptet ein Kollege der Maifeier wegen entlassen sei. Da die Firma cs wohlweislich unterläßt, die Gründe anzugeben, weshalb der bes treffende Sollege entlassen worden ist, so wollen wir den Tatbestand öffentlich bekannt geben: Als die Kollegen Sonnabend, den 29. April, im Laufe des Tages der Firma mitgeteilt hatten, daß sie am Montag, den 1. Mai, feiern, hieß es, das ginge nicht, da noch eilige Arbeit fertig werden müßte, die für die Ausstellung während der Messe in Leipzig zu Dienstag, den 2. Mai, gebraucht wird. Da die betreffenden Sachen ebensogut am 2. Mai fertiggestellt und nachgesandt werden konnten, blieben die Kollegen dabei, daß sie Montag nicht arbeiten. Als am Dienstag, den 2. Mai, der in Frage kommende Kollege gleich den anderen Kollegen zur Arbeit fam, wurde ihm, bevor er die Werkstatt betreten konnte, von Herrn Jacob entgegen gerufen, er verzichte auf seine fernere Tätigkeit. " Allgemeine Aussperrung der schweizerischen Bauarbeiter in Sicht. Der schweizerische Baumeisterverband ist auf nächsten Sonntag nach Zürich einberufen, um zu den Ausständen in Zürich und Basel Stellung zu nehmen und möglicherweise einen Beschluß über eine allgemeine Aussperrung an allen Bläken der Schweiz zu fassen. Eine allgemeine Aussperrung der Tertilarbeiter von Enschede, und Der Bauarbeiter- Konflikt in Malmö. Nachdem die Ba u= hülfsarbeiter vor etwa acht Tagen bei den Mitgliedern der Neuen Baumeister- Bereinigung die Arbeit niederlegten, haben die der alten Baumeisterorganisation angehörenden Firmen ihrerseits Hülfsarbeiter vorgenommen. Mit den Maurern haben nun die Baumeister einen neuen Tarif abge= eine Aussperrung der schlossen, der bis zum 1. April 1909 gelten foll und eine Erhöhung des Stundenlohnes von 46 auf 50 Dere enthält. Mit den Holzarbeitern im Baufach wird über einen neuen Tarif verhandelt. Die Arbeit im Baugewerbe wird aber erst wieder im bollen Unfange aufgenommen werden können, wenn auch ein lebereinkommen mit den Hülfsarbeitern zustande fommt. Uebrigens befinden fich auch die Maler Malmös noch im Ausstande. Aus der Frauenbewegung. Eine Schiller- Gebeuffeier veranstaltete am 8. Mai der Berein Der Sollege arbeitete bei genannter Firma seit dem Monat Die Lage des Baumwollfabrikationsgeschäfts in Manchester Oktober 1904, also über sechs Monate. Nachdem Herr Jacob am fann nach einem Bericht des dortigen deutschen Generalkonsulats 2. Mai nach der Entlassung des betreffenden Kollegen nach Leipzig als recht günstig gelten, wenigstens was die Verarbeitung ameri- gereist war, erklärte Fräulein Bräutigam auf telephonische Anfrage: Tanischer Baumwolle anbelangt. Fast alle Garne aus amerikanischer die Arbeit wäre sehr nötig gebraucht worden, und sie glaubte, daß Baumwolle sind für viele Monate hinaus engagiert. Ebenso geht es nur große Fabriken den 1. Mai feierten; aber die Entlassung wäre für Frauen und Mädchen der Arbeiterllaffe mit einem Schillermit Geweben. Shirting Fabrikanten find niemals so gut mit Auf- Sache des Herrn Jacob. trägen versehen gewesen. Schwere Waren für China und für Indien Da das Gespräch unterbrochen wurde und Fräulein B. später Bortrag Stampfers. In diesen Tagen, in denen man im Namen find für viele Monate unter Kontrakt. Alle Arten Zeuge für Indien, nicht anwesend war, so gab Herr Franke- der nicht offizieller des Dichters einen solchen Wust von Banalität, Dummheit und China, Singapore find in derselben Lage; auch die Levante und Firmeninhaber ist als Angestellter" ber Firma die Erklärung widerlichen Kriechertums über sich ergehen lassen mußte, toar es Aegypten haben ziemlich stark gekauft. In amerikanischen Garnen ab, daß der Stollege nicht der Maifeier wegen entlassen sei, sondern eine wirkliche Erquidung, wie Stampfer hier vor einem andächtig und aus diesen verfertigten Waren ist es kaum möglich, vor dem feines Benehmens" wegen. Auf die Frage, wie es denn komme, daß lauschenden Arbeiterinnen Publikum in schlichten und wahrhaften Herbst auch mir fleine Orders zu plazieren. der Betreffende auf solche Art und Weise entlassen sei und nicht Bügen das Bild des großen Dichters und Geisteskämpfers erstehen Die günstige Lage der Spinner und Weber hat zu Berhand- früher, war die lakonische Antwort: Darüber lassen wir uns feine ließ, der bis zu seinem letzten Atemzuge für die edelsten Menschheitsan den philosophischen lungen zwischen den Bertretern der Northern Counties Weavers Vorschriften machen, es sei feine Kündigung vereinbart, und die ideale fang und litt. Des Denkers, der Association( Arbeiter) und der North u. North East Lancashire Firma fönnte entlassen, wen sie wolle. Auf die Frage: ob der Ideen der franzöfifchen Revolution gebildet Freiheit, GeistesCotton Manufacturers u. Spinners Association geführt. Vom Kollege wieder eingestellt wird, gab der Herr als Nichtinhaber" und politische Freiheit, gleich als die Grundbedingung und des Biel Juli ab werden die Arbeitslöhne um 5 roz. er die kurze und bündige Antwort, daß er auf keinen Fall eingestellt aller Entwickelung betrachtete. An der Hand von Schillers Briefken über die ästhetische Erziehung des Menschengeschlechts", wie einiger fühn höht, und eine fernere Erhöhung von 2% roswerde. ist für den nächsten Januar zugesichert. revolutionärer Gedichte, die in den allgemein verbreiteten gereinigten Schillerausgaben fehlen, entwickelte ber Referent die Grundzüge der philosophischen Anschauungen des Dichters und wies hin auf das feurige Freiheitsfehnen, auf den tief revolutionären Grundgag des Die Hörer und Hörerinnen folgten den hochinteressanten AusSchillerschen Geistes. nicht an. führungen mit gespanntem Interesse; eine Diskussion schloß sich Die nächste Vereinsversammlung findet Montag, den 22. Mai, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20 statt. Frau Gertrud Amerifa eine reiche Weizenernte haben wird; es kann sich in den Smith. Comp. in Magdeburg hat seit zwei Wochen den vereine." Der Ausstand der Steffelschmiede bei der Firma Garrett David referiert über das Thema: Die Arbeiterin und die Konsum " Möge aus vorstehendem jeber objektiv beurteilen, ob die Ent. Der Saatenstand in den Bereinigten Staaten von Amerita ist laffung des Stollegen eine Maßregelung ist oder nicht. Bemerkt nach dem vorgestern vom Washingtoner Aderbaubureau veröffent fei noch, daß nach Beschluß der Sperre durch die Vorstände beider lichten Bericht ein recht günstiger. Der Durchschnittsstand für in Betracht kommenden Organisationen der zweite Kollege und fämt interteizen betrug am 1. Mai 92,5 Broz. gegen 91,6 Proz. am liche fünf Stolleginnen am 3 Mai einmütig die Arbeit 1. April 1905 und 76,5 Proz. am 1. Mai des Vorjahres. Die niederlegten. Anbaufläche umfaßte nach Abzug der aufgegebenen Flächen Deutscher Kürschnerverband, Bahlstelle Berlin. Verband der Kürschner Berlins und Umgegend. 29 723 000 eres gegen 27 084 000 acres im Vorjahre. Der Saatenstand ist also um 16 Broz. besser als im vorigen Deutfches Reich. Jahre. Allerdings ist damit noch immer nicht gesagt, daß diesmal nächsten beiden Monaten noch vieles ändern. Gewerkschaftliches. Neber die drohende Aussperrung im Schneidergewerbe, Eingegangene Druckfchriften. " Der Arbeitsmarkt", Halbmonatsschrift der Zentralstelle für Arbeits. marli- Berichte( Herausgeber Dr. J. Jastrom, Berlin, Berlag von G. Reimer). Die als Drgan des Verbandes deutscher Arbeitsnachweise" erscheinende Beitschrift enthält in Nr. 15 des 8. Jahrganges unter anderm: Die Auf gaben der deutschen Stadtverwaltungen in der Verfolgung des Arbeits. marttes, Bon Prof. J. Jastrow. gangen Betrieb, girla 600 Mann, in Mitleidenschaft gezogen. Sämtliche Dreher, Former, Schlosser, Schmiede, Stellmacher usw. sind munmehr mit im Ausstande. Die bis herigen Verhandlungen, an denen auch eine Kommission des Metallindustriellenverbandes mit teilnahm, ließen eine die Arbeiterschaft zu friedenstellende Erledigung in fürzester Frist erwarten. Gestern deren Vorgeschichte unsere Leser kennen, machte das Zentralschlug aber das Blatt um. Der Chef der Fabrik, ein Engländer, vorstandsmitglied Holzhäuser des Schneiderverbandes in machte im Gegensatz zu den vorherigen Vereinbarungen ein solch Reben und Verhandlungen des ersten allgemeinen Tages für deutsche einer Versammlung der Herren- Maß- und Maßkonfektions- erbärmliches Angebot, daß die ganze Arbeiterschaft fich sagte, fie Schneider folgende Mitteilungen: solle damit verhöhnt werden. 30, 40, 50 Pros. Abzüge sind in den Erziehung in Weimar zu Pfingsten 1904. 120 Seiten. Preis 1,20 M. Dr. Th. Barth. Was ist Liberalismus? 22 Seiten. Preis 40 Pf. Nach seinen Informationen habe der Vorstand des letzten Jahren erfolgt. Die Refselschmiede verlangten eine Zulage Berlag der Blätter für deutsche Erziehung" in Friedrichshagen bei Berlin. Arbeitgeberberbandes an dessen Ortsgruppen ein vertrauliches on 25 Broz. und sind dann bei den Berhandlungen bis an die Berlag der Bülfe", Berlin- Schöneberg. äußerste Grenze zurückgegangen. Dieses Entgegenkommen der Ar- Franz Mach, Professor. Die Strifis im Christentum und die Religion Zirkular versandt, in dem Sinne gehalten, daß, wenn die beiter belohnte Herr Smith damit, daß er ihnen bei einem Ge- der Zukunft. Ein Wed- und Notruf an unsere Zeit. Piersons Verlag. Streits in Leipzig, Gießen und Würzburg nicht bis zum famtobjett von 3. B. zirka 160 m. 4. Bulage anbot, also Dresden. 8. Mai beendet seien, ein Druck durch eine Aussperrung aus 2% Prog. Die ganze Handlungsweise empfinden auch Nichtarbeiters geübt werden müſſe. Eine einmütige Stellungnahme in diefer freise als einen Standal, und sie lernen verstehen, wie heute Birbeiter Letzte Nachrichten und Depefcben. Richtung sei nun wohl bisher im Rahmen des Hauptvorstandes behandelt werden. Nunmehr wollen aber auch die übrigen Wert der Arbeitgeber möglich gewesen, in ihren Drtsgruppen habe ftätten mit Forderungen an die Firma herantreten. indessen eine Einhelligkeit nicht erzielt werden können. Nach Zu dem Streif der rheinisch- westfälischen Brauereien mit ihren einer vertraulichen Mitteilung solle jedoch die Absicht bestehen, Arbeitern erfährt die Frankfurter Zeitung", daß der Vorsitzende des am 13. Mai in 60 Orten zusammen 12 000 Kollegen auszu. sperren. Die Verantwortung für die Folgen falle den Arbeit. gebern zu. Die Versammlung ließ teinen Zweifel darüber aufkommen, daß die Berliner Schneider sich nicht dazu hergeben würden, ehrlos ihren streitenden Kollegen anderer Orte in den Rücken zu fallen. Einstimmig wurde folgende Resolution angenommen: Deutschen Brauerbundes. Kommerzienrat Henrich, sich an den Rheinisch- westfälischen Brauereiberband mit dem Vorschlag gewandt hat, den ganzen Streit einem Schiedsgericht vorzulegen, das aus je wei Brauereibesitzern und Arbeitervertretern zusammengefeßt sein würde, die jedoch nicht aus den beteiligten Provinzen genommen werden sollten. Diesen Vorschlag haben die rheinisch- westfälischen Brauereiverbände aber ablehnen zu müssen geglaubt, da sie diesen Streit durchfämpfen wollen. Rusland. Die versammelten Maßschneider Berlins haben von dem Bor Berufskongreffe der Arbeiter in der Schweiz. gehen des Vorstandes des Arbeitgeberverbandes für die HerrenMaßschneiderei Kenntnis genommen. Die Versammelten erbliden Der schweizerische Buchbinderberband, der in elf in dem Braunschweiger Beschluß der Arbeitgeber, fich das Recht Sektionen 445 Mitglieder zählt, beschloß auf feiner Delegierten herauszunehmen, ohne weiteres die Anfertigung von Streitarbeit versammlung in Winterthur Erhöhung des Wochenbeitrages bon Beuthen( Oberschl.), 12. Mai.( W. T. M.). Laut einer amtlichen Meldung der Oberschlesischen Zeitung" sind im Landkreis Beuthen in der Zeit vom 4. bis 10. b. M. 35 Personen an Genicstarre ertranft, wovon 9 gestorben find. Die Gesamtzahl der Erfrankungen in der Zeit vom 19. November bis 10. Mai beläuft sich auf 378, die der Todesfälle auf 167, bie der Genesungen au 51; die übrigen Erkrankten sind noch in Behandlung. Bern, 12. Mai.( W. T. B.) Die von der internationalen Arbeiterschußtonferenz eingesetzte Kommiffion für den Erlaß eines Phosphorverbotes in der Zündholzfabrikation stimmte der Anregung zu mit der Einschränkung, daß das Inkrafttreten des Verbotes an gewiffe Bedingungen gefnüpft würde. London, 12. Mat.( W. T. B.) Aus Leith in Schottland werben bier beulenpestartige Erkrankungen gemeldet. Ein Arbeiter ist gestorben; seine Familie und givei Kinder sind jetzt unter Beobach tung. Man nimmt an, daß die Krankheit durch Ratten mit Schiffen von auswärts eingeschleppt worden ist. Berantto. Ned.: Paul Büttner, Berlin. Inferate verantw.( mit Ausnahme der Neue Welt"-Beilage): Th. Clode, Berlin. Drud u. Berlag: Vorwärts Buchdr. u. Berlagsanft. Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen. Nr. 111. 22. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. 184. Sigung vom Freitag, den 12. Mai 1905, nachmittags 2 Uhr. Am Bundesratstische: Kommissare. Zunächst werden einige Rechnungsfachen in dritter Lesung bebattelos erledigt. Die auf der internationalen Sanitätstonferenz zu Paris am 3. Dezember 1903 zwischen Deutschland und einer großen Anzahl von Staaten geschlossene uebereinkunft wird in dritter Beratung auf Antrag des Abg. v. Normann( f.) en bloc angenommen. worden. war. Begriff„ unzüchtig" verstand man früher nur, was in irgend einer Weise bestimmt war, geschlechtliche Erregung hervorzurufen. Heutautage steht die Rechtsprechung auf dem Standpunkte, daß unzüchtig alles ist, was geeignet ist, das Scham- und Sittlichkeitsgefühl des normalen Menschen in geschlechtlicher Beziehung zu verlegen. Und der Normalmensch, das wissen wir ja, ist bei uns der Denunziant ( Große Heiterkeit links, Unruhe im Zentrum), das Mitglied eines Sittlichkeits- Denunziantenvereins, der Normalmensch, das ist der Schutzmann, der sogar noch einmal umfehrt, um an den unzüchtigen Darstellungen das vorschriftsmäßige Aergernis zu nehmen. " " die D die bie Sonnabend, 13. Mai 1905. Als die Menschen noch glücklich waren, Herr Lizentiate, vor vielen Jahren, Da wohnte Frau Venus im Griechenlande In schönen Tempeln am Meeresstrande. Man hielt sie als Göttin in hohen Ehren Und lauschte innig den holden Lehren. Sie reden von einem schmutzigen Laster, Sie jammerfeliges Sündenpflaster. Sie haben den Schmutz wohl häufig gefunden In Ihren fündigen Fleischesstunden, Bei Ihrem christlichen Eheweibchen, In Frau Pastorens Flanellenleibchen! Abg. Stadthagen( Soz.): gegen die, Die Auslegung des§ 184 hat eine Ausdehnung erfahren, daß man, wenn man will, alles darunter bringen kann. Wenn heute $ 184 auf Schiller und Goethe nicht angewendet wird, so geschieht es nur deshalb nicht, weil man sie als Klassiter respektiert und weil Es folgen Petitionen. man sich doch etwas fürchtet, sie anzufassen, es gibt ja auch bei uns Die Verlefung des Gedichtes ruft stürmische Unterbrechungen Die ersten Petitionen betreffen die Einführung des Be- ab und zu Leute, die sich fürchten, fich lächerlich zu machen. Aber oder Gemeinheit?" Das Zentrum und die Rechte antworten: Es hervor. Redner fragt nach jeder Strophe:" Ist das nun Kunst fähigungsnachweises für das Handwert und das nach der Judikatur des Reichsgerichts könnte man unzählige Sachen oder Gemeinheit?" Das Zentrum und die Rechte antworten:" Es Privilegium der Lehrlingsausbildung. Die Diskussion ist von Goethe und Schiller unter den§ 184 bringen. Entgegen der ist eine Gemeinheit!" Auf der Linken wird unter großer Heiterfeit in einer früheren Sigung geschlossen und die Abstimmung ausgesetzt Ansicht des Rechtslehrers. Dishausen hat sich das Reichsgericht fieht man ja ben Ernst, mit dem Sie die Sache auffaffen. gerufen:" Weiter verlesen!" Der Redner entgegnet darauf:„ Da auf den Standpunkt gestellt, daß auch der künstlerische Das Auf Vorschlag des Präsidenten Grafen Ballestrem wird auch Standpunkt nicht den Charakter der Ünzüchtigkeit befeitige, wenn ruft erneute, langandauernde Heiterkeit der Linken hervor. Heute die Abstimmung ausgesetzt. durch die Darstellung das Schamgefühl beim Normalmenschen ver- Man mag zu dem Kongreß in Köln stehen wie man will, Die nächste Betition, von der Kreisfynode Berlin II legt wird. Sie sehen, es gibt heute schon gar keine Grenze für die und ich persönlich könnte nichts Uebertriebenes in feinen Beratungen ausgehend, besteht in der Uebermittelung des dort einstimmig ge- Handhabung des§ 184. Dazu kommt noch die Verschärfung des und Forderungen finden. Jedenfalls hat er das große Berdienst, faßten Beschlusses: beim tgl. Staatsministerium und beim Reichs- Strafgesetzbuches in bezug auf das Verbot des Angebots von un- uns zugänglich gemacht und einen Bergleich ermöglicht zu haben. Und die gesamte Strafrechtsliteratur des Auslandes auf diesem Gebiet tage eine erneute Prüfung der einschlägigen strafgefeßlichen Be- fittlichen Schriften an die Jugend. stimmungen dahingehend in Anregung zu bringen, daß den Ver- Num gebe ich zu, daß die rigorose und weitestgehende Auslegung Gebiet leider zu erreichen nahe daran ist. Während früher Hauptda hat sich ergeben, daß Deutschland den Weltrekord auf diesem waltungs- und Gerichtsbehörden schärfere gesetzliche Handhaben zur des Strafgesezbuches nichts genügt hat gegen die wirklich schmutzige sächlich Paris und Budapest die unfittliche Literatur lieferten, hat Unterdrüdung schlechter Literatur und Kunst- Literatur. Trotz der Strafbestimmungen werden immer wieder sich jetzt die Produktionsstätte nach Deutschland verschoben. Seit erzeugnisse( wir verweisen insbesondere auf Wizblätter und schmutzige Sachen verbreitet, und das merkwürdigste ist, daß die Polizei sich jetzt die Produktionsstätte nach Deutschland verschoben. Seit dergleichen) gegeben werden. diese schmutzigen Dinge ganz ruhig gewähren läßt.( hört! hört 1) wir der hochverdiente Otto v. Leirner die Künstler und die Bresse mit Die Petitionskommission hat mit 18 gegen 10 Stimmen be- haben bekanntlich in der Gewerbe- Ordnung die Bestimmung, daß aufgerufen hat zum Kampf gegen die Unfittlichkeit, ist zu hoffen, schlossen, diese Petition dem Reichskanzler zur Erwägung zu über- gewisse Sachen vom Straßenhandel ausgeschlossen werden können, daß die strafrechtliche Unterdrückung der schlechten Literatur fort weisen. und alle Augenblicke liest man, daß politische Wigblätter mit Beschreiten wird, sie, deren Burüddrängung auch im Interesse der Abg. Dr. Semler und Genossen( natt.) beantragen Uebergang ichlag belegt werden. Aber alle Tage werden einem die 10 Pfennig- wahren Kunst liegt.( Beifall rechts und im Zentrum.) zur Tagesordnung. Schriften schmußiger Literatur mit halbnackten Frauenzimmern auf Abg. Noeren( 3.): Ich hoffe immer noch, daß, wenn das MißAbg. Roeren( 8.) wendet sich gegen die in der Kommiffion aus der Straße angeboten, ohne daß die Polizei zupadt. Wahrscheinlich berständnis beseitigt ist, auf den alle Ausführungen des gesprochene Ansicht, daß die Petition weder einen Antrag, noch eine geht man von dem richtigen Standpunkt aus, daß man durch Ber. Abgeordneten Heine beruhten, wir zur einstimmigen Annahme der Begründung enthalte. Die Petition enthält beides, wenn auch nicht folgung die Sachen nur interessanter macht. Tatsächlich ist Petition gelangen werden. Ich kann dem Kollegen Heine als Juristen formell, so doch tatsächlich. Es wird auch behauptet, man gehe mit der Absag dieser kleinen schmuzigen wizblätter den Vorwurf nicht ersparen, daß er in all seinen Ausführungen der Petition einer neuen lex Heinze entgegen. Darum handelt es zurückgegangen, feitdem die Polizei fich weniger darum kümmert neben der Sache her und nicht aufs Biel losgegangen ist. Es wird ja teine bestimmte Maßnahme, teine Erweiterung des Strafgefeßes, sich aber gar nicht. Die Petition will den„ Schmuz" in den Literatur- und man die Schriften nicht mehr mit dem Hinweise empfehlen teine diskretionäre Vollmacht der Polizei oder der Gerichte in der und Kunsterzeugnissen bekämpfen. Was alles unter„ Schmug" tann: Ronfisziert gewesen!" Wenn die Strafgeseze wenig erzielt Betition verlangt. Es wird ja nur der Wunsch ausgesprochen, zu verstehen ist, darum brauchen wir uns jest nicht zu haben, so ist das für mich nicht ein Grund, neue Strafgefeße zu die Regierung möge auf wirksamere Maßnahmen streiten, sondern erst dann, wenn eine Gefeßvorlage eingebracht ist. geben. Man sollte lieber andere Wege einschlagen, um die wirkliche gegen die Schmuhliteratur sinnen. Sie behalten ja die Freiheit, die Niemand kann leugnen, daß unfittliche Literatur sogar bis aufs Unfittlichkeit zu bekämpfen. Land dringt und die Jugend sittlich verseucht.( uhu! links.) Selbst Nun haben wir noch andere Gründe, weswegen wir uns gegen Maßnahmen der Regierung, die sie Ihnen später vorschlägt, anzunehmen liberale Blätter haben das mehrfach betont. Die Münchener Allg. die Petition wenden. Wir glauben, daß hinter diesem Kampf gegen oder abzulehnen. Der„ Borwärts", dessen Saltung in dieser Frage ich Beitung" zum Beiſpiel, seinerzeit eine heftige Gegnerin der die vermeintlich unfittliche Literatur fich ganz andere Zwecke ver- durchaus nicht so verurteile, wie Sie( zu den Sozialdemokraten) lex Heinze, bergleicht die unfittliche Literatur mit geistiger Syphilis bergen, daß sich dahinter verbirgt die Absicht, die Erörterung des vielleicht glauben, da er in der Bekämpfung der öffentlichen Unund meint, daß der Schmutz zum Himmel stinte. Selbst das Natürlichen und des Wahren noch mehr einzuengen und wirkliche Sittlichkeit einen vielfach entschiedeneren Standpunkt einnimmt als die liberalen Blätter, schrieb vor einiger Zeit, daß niemand, am Berliner Tageblatt" ruft in einem Artifel vom 6. August vorigen Kunst und Wissenschaft noch weiter zu beschränken. In der den Simpliciffimus" und wenigsten die Sozialdemokratie die auf die Erregung geschlechtlicher Jahres den groben Unfugparagraphen gegen die unfittliche 10 f. Kommission hat man Literatur auf.( Buruf bei den Sozialdemokraten: Gegen die Jugend" als unzüchtige Schriften bezeichnet. Nach meinem Triebe und namentlich auf die Storruption der Jugend in Wort und Bild gerichteten Machiverte verteidigen werde. In diesem Sinne eigenen Ruppelei Annoncen?)( Seiterkeit.) Das Blatt spricht nur Gefühl und dem weiter Streife des Volkes find diese Zeit nehmen Sie den Antrag der Kommission an!( Beifall im Zentrum.) von der unfittlichen Literatur. Auch der Goethe- Bund bekämpft diese. schriften zwar derb, derb, aber nicht unzüchtig.( Sehr richtig! Von allen Seiten wird ein Einschreiten gegen obszöne Schriften links.) Gewiß find fie manchen Beuten unangenehm, namentlich der befürwortet. Bis jetzt hat ja das Einschreiten in einzelnen Fällen Zentrumspartei. Was die Jugend" betrifft, so ist leicht verständlich, Wenn es richtig wäre, daß die Petition nur die Regierung aufnur den Erfolg gehabt, daß die beschlagnahmten Schriften wieder daß alle" Schwarzen Auguste" darin übereinstimmen, dieses Blatt fordern will, nachzudenken, wie man den Schmuz in Wort und Bild freigegeben werden müssen und dann für sie mit der Beschlagnahme möglichst zu unterdrücken. Die Ausführungen des Herrn Roeren bekämpft, so könnten wir ihr vielleicht zustimmen. Aber die Betition besondere Reklame gemacht wird. Das zeigt, daß der§ 184 des gegen die halb naturwissenschaftliche, halb unfittliche Popular- verlangt ausdrücklich eine Berschärfung des Strafgesetzes, insbesondere Strafgesetzbuches nicht weit genug geht. Alle anderen Länder find Literatur haben etwas für sich. Aber wir fürchten, daß wenn man gegen die Wizblätter, und wenn noch ein Zweifel bestehen in dieser Beziehung weiter gegangen, nur das deutsche Strafgesetz der Polizei die gewünschten Handhaben gibt, fie fich eher gegen konnte, so zeigten die Bitate des Abg. Lattmann, daß buch steht noch auf dem Standpunkt, der vor 33 Jahren maßgebend folche ernsten Bücher wie Bölsches Liebesleben in der Natur" diejenigen getroffen werden sollen, die Ihre unfittlichen politischen Defzendenz Theorie vor- Bestrebungen ins rechte Licht fehen und Ihre Henchelei entlarven, Seitdem hat aber die technische Vervielfältigung von Ab- wenden würde, weil darin bildungen große Fortschritte gemacht. Auch ein Vorwärts"-Artikel getragen wird! Wir sind auch der Ansicht, daß noch etwas daß die Klassenjustiz und Klassenverwaltung aufgeboten werden Es geht ja cine Tendenz des foll gegen die, die das bodenlos Gemeine, erkennt an, daß gegen die Schmuzliteratur wirksamer vorgegangen anderes hinter der Petition steckt. werden muß. Stimmen Sie also( zu den Sozialdemokraten) der unwahren, unkeuschen Muckertums durch gewisse Kreise. Wir müssen die politische Unfittlichkeit der herrschenden Klassen Petition zu, fo stimmen Sie damit nur dem zu, was auch der in dieser Zeit erleben, daß in einer Schule den Mädchen verboten fennzeichnen.( Große Unruhe rechts und im Zentrum). Wenn auch Borwärts" als notwendig anerkannt hat.( Beifall beim Zentrum.) wurde, aus Schillers Lied von der Glocke" die Stelle, die beginnt: der Abg. Lattemann gesagt hat, wer das Simpliciffimus- Gedicht " Vom Mädchen reißt sich stolz der Knabe bis„ daß sie ewig grünen nicht unjittlich finde, gehöre nicht hierher, so empfinden wir es doch Abg. Heine( Soz.): bliebe, die goldne Zeit der jungen Liebe", auswendig zu lernen. nicht als unfittlich. Es mag derb und Ihnen unangenehm sein. Auf die Frage, ob formelle Bedenken gegen die Beratung der( Große Heiterfeit.) Die Mädchen haben das Gedicht gedrudt vor( Buruf rechts: Schweinisch) Ach, meine Herren, dem Reinen ist Petition vorliegen, will ich mich nicht einlassen, weil so viele materielle fich, sie lernen das ganze Gedicht auswendig, nur diese Stelle ist alles rein, dem Schweine alles Schwein!( Große anhaltende Unruhe Bedenken gegen sie sprechen, daß man sie damit am besten tot ihnen verboten, auswendig zu lernen. Heißt das nicht die Kinder rechts, Glocke des Präsidenten.) Aber ich kann Ihnen mit einem machen kann. Meine Parteigenossen und ich erkennen vollkommen mit der Nafe auf das Geschlechtliche stoßen.( Sehr richtig! lints.) Bitat dienen. Der evangelische Pfarrer Pflüger an der an, daß es ekelhafte und widerwärtige Schmugliteratur gibt und wir haben erlebt, daß in einem Gesangbuch aus einem Stadtkirche in Zürich hatte ein hochfittliches Flugblatt gefind durchaus nicht geneigt, diese Literatur zu beschönigen. Ich alten schönen Lied die Stelle fortgelassen wurde, wo es schrieben( Zuruf rechts: Ach, ein sozialdemokratischer erinnere mich, daß vor einigen Jahren der„ Kunstwart" ge- heißt:" Der uns von Mutterleib und Kindesbeinen an usw." Pfarrer) Ja, es gibt auch sozialdemokratische Pfarrer, wenn schrieben hat, daß von sämtlichen Zeitungen die sozial- Das mußte gestrichen werden, weil, ja weil es eben gewiffe Leute man sie auch in der preußischen Landeskirche nicht demokratischen ihre Spalten am sorgfältigften rein gibt, die es für unteusch halten, vom Mutterleib zu sprechen, weil duldet( Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Aber das wollen hielten von schlüpfrigen Romanen und Novellen ihnen der bloße Gedante der Heiligkeit der Mutterschaft ein un- Sie eben nicht gelten lassen, alles Ihnen Feindliche kennzeichnen Sie unzüchtigen Inhalts. Meine Barteigenoffen und ich wissen feufches Gefühl erregt.( Sehr richtig! links.) Wir haben es erlebt, als unfittlich! Auf wie tönernen Füßen muß Ihre Weltanschauung stehen, auch ganz gut, daß die unfittliche Literatur sich in allerhand Ge- daß irgend so eine Tugendleuchte, ein Pfarrer oder ein Lehrer, den wenn Sie gegen alle, die entgegengesetzter Weltanschauung sind, nach wänder fleidet, daß sie hier und da unter der Maste von Wissen- fleinen Mädchen verboten hat, mit nadten Armen in die Schule zu dem Strafrichter rufen! Ich danke Ihnen( zu den Konservativen.) schaft und Kunst verbreitet wird. Wir wollen auch nicht bestreiten, tommen, weil er sich dabei aufrege.( Große Heiterkeit.) Wir haben für den Zwischenruf; Herr Roeren mag fich die Bundesgenossen andaß in einem gewissen Maße darin eine Gefahr für die heran- es vor ganz kurzer Zeit erlebt, daß die Rheinische Zeitung" den sehen.( Unruhe und Lachen rechts.) Gegen das Flugblatt des wachsende Jugend liegt. Beichtzettel eines 10jährigen Jungen abgedruckt hat. Auf diesem evangelischen Pfarrers Pflüger schrieb die Harburger Zeitung" Aber alle diese Dinge dürfen doch nicht so übertrieben Beichtzettel mußte der Junge folgende Fragen beantworten: Ich( Redner verliest unter ungeheurer Heiterkeit der Linken und wachsenwerden, wie es diese Petition und ihre Befürworter tun. Alle habe Unkeusches gedacht. Wie oft? Ich habe unteusches der Unruhe der Rechten einen Artikel der Harburger Zeitung". diese Dinge dürfen doch nicht dazu führen, der Verwaltung und Justiz gehört, gesagt, gesungen. Wie oft? Ich habe Unteufches getan; indem er folgende Kraftstellen besonders martiert):„ Die hiesigen weitere distretionäre Getvalt gegen die Literatur und Kunst in die allein, wie oft? oder mit anderen, wie oft?( Große Heiterkeit.) Sozialdemokratenführer, allerdings nur die bezahlten bers Hand zu geben. Erstens glaube ich gar nicht, daß dieser unbestreite Diesen Bettel hatten die zehn oder zwölfjährigen Kinder auszufüllen. breiten... ein Schandstück, ein Schmutzstück, das die Herzen ver bare Hebelstand jet wirklich so viel stärker ist als früher. Gibt es denn etwas Jugendverderbenderes, als die Kinder in der rohen und die Sinne verderben soll. einen ellen Wisch, mit Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts foll Schule solche lüfternen Fragen beantworten zu lassen?( Sehr richtig! Geifer und Gift durchsetzt. Mit dieser Hallunkenschrift entpuppen es damit viel ärger gewesen sein, wenigstens habe lints.) Dieselben Kreise, aus denen solche Dinge hervorgehen, wollen. fich die Genossen als wahre Luftverpester und Wasserich in den Memoiren des Ritters b. Lang, eines alten jegt uns zumuten, diskretionäre Bestimmungen zu treffen. Damit verseucher Die Spitfindigkeit, die Verrohung, die hohen bayrischen Beamten, Beamten, gelesen, gelesen, daß zu jener Zeit noch weiterer Unfug damit getrieben wird!( Lebhafter Beifall links.) Berdrehungsgemeinheit, mit der das Evangelium unferes Herrn ein Domherr des Kapitels Würzburg eine Würzburg eine Sammlung von Ein Kind, das von Jugend auf gewöhnt ist, Bilder von nackten zitiert wird, sind hundsgemein. Die Genoffen" müßten sich mit zweitausend unzüchtigen Büchern besaß.( Große Heiterkeit.) Menschen zu sehen, wird sich nichts Schlimmes dabei denken. Die Ekel und Widerwillen von solchen im Miste verkommenen OberJezt dürfte es doch einigermaßen schwer schwer fallen, einen Geheimnisträmerei ist es, die die Unfittlichkeit erregt, die zum führern abwenden. Der Verfasser dieses Wisches... ist ein gebildeten Mann zu finden, der sich solch eine Sammlung mindesten ihre Bekämpfung erschwert, die die Kinder veranlaßt, Betrüger und ein Lügner, aber fein Pfarrer. Er verdient für seine gulegte.( Heiterfeit.) Ich glaube auch, daß vor dreißig Jahren, wenn fie etwas älter sind, nach der wirklich unfittlichen zynische Impotenz lebensfängliche Zuchthausstrafe."( Stürmische etwa im Anfang der 70. Jahre, es vielfach ärger zuging als jegt. Literatur zu greifen. Deshalb find alle meine Parteifreunde gegen Seiterfeit im ganzen Hause.) Das unterstehen sich ernsthafte Wenn ich mich der Zeit erinnere, als ich noch ein halbes Kind war, die Petition. Jeder, dem deutsche Geistesfreiheit, deutsche Bildung politische Blätter Ihrer Richtung gegen einen evangelischen was da an Couplets gesungen und in den Zeitungen an Wizen ge- und die Sittlichkeit der Jugend etwas wert ist, muß gegen die Pfarrer! Das ist die Sittlichkeit des Abgeordneten Lattmann. leistet wurde, so glaube ich, daß die Sache heute nicht so arg ist Betition stimmen.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) Wir würden den Pfarrer Pflüger bedauern, wenn er wegen dieser twie damals. Die Polizei toloriert heut in solchen Dingen viel weniger; damals wurden ganz offen Botereien der ärgsten Art auf beabsichtigen, was der legte Herr Borrebner befürchtet. Nicht um Ansicht bestimmten Ständen gegenüber, allerdings in derben, rohen Abg. Lattmann( wirtsch. Vg.): Die Betition will gar nicht das Auslaffung nach dem Strafrichter riefe. Wir haben das Beug einfach tiefer gehängt. In dem„ Simplicissimus"-Gedicht wird die den Bühnen der Tingeltangel gefungen. Die Herren, die älter find, Kampf gegen Wahrheit, Schönheit und Freiheit handelt es sich: Worten dargelegt.( Buruf im Zentrum: Es ist eine Gemeinheit!) Gegen die Betition find wir vor allem aus dem Grunde, weil wird von dem fozialdemokratischen Rebner als echte stunt" be- ist noch lange nicht fo derb, wie die katholischen Schriften des sondern um Unterbrildung der Afterkunft. Der Simpliciffimus Es fie ganz unbestimmte Befugnisse für die Behörden zeichnet. Ich will Ihnen eine Probe davon geben. Der Pfarrer Mittelalters!( Unruhe und Widerspruch im Zentrum.) Das könnte dieser Sache fordert. Sie verlangt neue HandWelcher ernst Weber wurde wegen feines Kampfes gegen die Unfittlichkeit vom ich Ihnen durch sehr viele Zitate beweisen. Man sollte die schlechten Literaturerzeugnisse tiefer hängen, ebenso hafte und vernünftige Mensch fann fich auf eine Betition" Simpliciffimus mit einem Gebicht bedacht, bon dem ich Ihnen festlegen, die den Behörden Befugnisse geben will, ohne zu wissen, zwei Berfe vorlesen will.( Buruf links: Das Ganze borlesen 1) Gut, wie wir das gemeine Gezeter über meine Freunde, das in verwas das für welche find! Wir sind aber überhaupt der Ansicht, daß wenn Sie wollen, werde ich Ihnen das Ganze vorlesen. Es schiedenen Zeitschriften steht, tiefer hängen. Solche Aeußerungen zeigen, daß man in den Streisen, in denen man die Toleranz nicht heißt also: fennt, Furcht hat. Gerade die Ausführungen des Abg. Lattmann sollten den Abg. Roeren darüber aufflären, daß bei den ganzen Bes strebungen, um die es sich hier handelt, das wesentlichste ist, die Ansichten anderer zu unterdrücken. Der Wizz und die Starikatur zeigen, daß die von ihnen gegeißelten Fehler wirklich vorhanden sind, und wer nicht wünscht, daß die Fehler aufgedeckt werden, der zeigt feine Furcht vor den Menschen. Ich möchte dringend bitten, der Betition entgegen zu treten. Wenn wir für sie eintreten, so würden wir für etwas eintreten, was im legten Grunde Heuchler und Oberheuchler schafft.( Beifall links.) in man sich auf diesem Gebiete wie auf den meisten anderen grundfäßlich gegen neue Strafgeseze wehren soll. Was das Strafrecht auf dem Gebiete der Bekämpfung unfittlicher Literatur leisten kann, hat es tatsächlich geleistet, was man der Justiz anvertrauen kann, ist ihr heute schon anvertraut. Herr Roeren berief sich darauf, daß § 184 feit 50 Jahren in Geltung fei, ohne erweitert worden zu sein, während andere Gesetzgebungen neue Formu lierungen angenommen hätte. Es wird dem Herrn Kollegen Roeren als Richter nicht unbekannt sein, daß, wenn auch der Wortlaut des Gesetzes derfelbe geblieben ist, doch durch us. legung und Handhabung des§ 184 durch die Gerichte das Gesetz einen vollkommen anderen und erheblich erweiterten Juhalt bekommen hat, ganz abgesehen von den Aenderungen, die es vor einigen Jahren durch die lex Hompesch erfahren hat. Unter dem Warum schimpfen Sie, Herr Lizentiate Ueber die Unmoral in der Kemenate? Warum erheben Sie ein solches Geheule Sie gnadentriefende Schöpfenteule! Ezechiel und Jeremiae Jünger, Was beschmeußen sie uns mit Bibelbünger, Was gereucht Ihnen zu solchem Schmerze? Sie evangelische Unschlittkerze? Was wissen Sie denn von der Liebe, Mit Ihrem Bastoren- Kaninchentriebe? Sie multiplizierter Mindererzeuger, Eie gottesseliger Bettbesteuger! W Abg. Heine( Soz.): Dem Abg. Stoeren möchte ich mit dem Dichter erwidern: Das Gute, dieser Saz steht fest, ist stets das Böse, das man läßt." Die Steuschheit ist die Abwesenheit der Un teufchheit. Das Geschlechtliche ist etwas Natürliches und nichts unteuses. Darin stimme ich dem Abg. Roeren bei:] Abg. Dr. Müller- Sagan( frf. Vp.) bittet wiederholt unter wird auf den kulturellen und parlamentarischen Nüdschritt hin wenn Menschen einen widerlichen Reiz bei der Lektüre einer Schrift wachsender Heiterkeit des Hauses den Berichterstatter Abg. Schickert gewiesen, der in dem durch das neue Ministerium und die ihm empfinden, so ist das unteusch. Aber die Unkeuschheit liegt meist in den( f.) um Aufklärung der Unstimmigkeiten des Kommissionsberichts; folgenden„ Liberalen" zustande gebrachten Prügelgesetz und in der Menschen und sehr oft nicht in den Schriften und Bildern.( Sehr richtig! der Berichterstatter ist jedoch nicht anwesend. Anmerkung" zum Militärbudget zutage tritt, sowie auf die der links.) Man kann die Jugend nicht von allem Geschlechtlichen ab- Abg. Wattendorf( 3.) spricht als Vorsitzender der Petitions- Tätigkeit der Sozialdemokratie zu verdankenden Fortschritte: die wendig machen, aber man soll nicht lehren, das Geschlechtliche als kommission seine Ansicht dahin aus, daß die Kommission Erwägung Tuberkulosengefeße, das Gesetz über Erziehung verwahrloster etwas überaus Wichtiges und Besonderes anzusehen, wenn man habe beantragen wollen. Kinder, weitere Ausdehnung der Unfallversicherung, Vors der Jugend fagt, das Geschlechtliche ist Unsittlichkeit, fo Das Haus beschließt demgemäß. bereitung zur zur Revision des Gesindegesetzes und Aussicht weiß sie ja, daß sie selbst auf diesem Wege zur Welt gekommen Ueber eine Petition des Verbandes deutscher Köche um Aus- auf eine gerechte Wahlkreiseinteilung. Unter Hinweis auf ist. Wir müssen die Jugend frühzeitig sittlich stärken und ihr dehnung der besonderen Bestimmungen der Ge- die im Jahre 1906 stattfindenden Wahlen- Stadtrats- und Kirch Interesse auf andere Dinge lenken, damit ihre reinen Seelen werbe Ordnung für das Handwerk auf das Koch- spielratswahlen im ganzen Lande, Follethings- und Landthings bor dem Schmutze zurückschaudern. Das Verteilen von Beicht gewerbe wird nach dem Kommissionsantrage zur Tages- ivahlen wird zu eifrigem Kampf gegen die Reaktion und für die zetteln an die Kinder im Kommunionsunterrichte wird auch von sehr ordnung übergegangen. Ein vom Abg. Erzberger( 3.) Sozialdemokratie aufgefordert. Das Manifest schließt: Jeder Forts strenggläubigen Katholiken nicht für richtig gehalten; sie erwecken in begründeter und vom Abg. Schwarz( Soz.) bekämpfter Antrag auf schritt auf gewerkschaftlichem, politischem und kooperativem Wege ist den Kindern geradezu eine unteusche Lüsternheit. Abg. Roeren sagt, Ueberweisung zur Erwägung ist damit abgelehnt. für uns ein Hebel zu weiterer Wirksamkeit für die Befreiung des die Petition wolle feine Erweiterung oder Umbildung des§ 184. Damit ist die Tagesordnung erledigt. Boltes vom Kapitalismus, Militarismus und Kleritalismus. Keine Ja, was will sie dann? Er sagt ja selbst, der Paragraph Präs. Graf Ballestrem: Teils wegen Mangel an Material, teils ernstlich demokratische Befreiungsarbeit ist in sei unzulänglich!- Wenn den verbündeten Regierungen die Petition um den Kommissionen Zeit zu lassen, neues Material für die unsern Tagen möglich, ohne auf die Schwächung zur Erwägung oder Berücksichtigung überwiesen wird, so glauben Plenarsizungen vorzubereiten, teils auch, weil andere Gründe und schließliche Abschaffung des Kapitalismus wir, daß aus den Erwägungen nichts Gutes herauskommt.( Beifall wenigstens für einen freien Tag vorliegen, schlage ich Ihnen vor, gerichtet zu sein. links.) die nächste Sigung erst Donnerstag, den 18. Mai, nachmittags 2 Uhr, abzuhalten mit der Tagesordnung: Rechnungssachen, zweite Lesung des Totalisator- Gesezes und dritte Lesung des Gesetzes betr. Aenderung der Strafprozeßordnung. Abg. Bebel( Soz.) beantragt, nach den während der ersten Etatsberatung getroffenen Vereinbarungen jetzt vom Dienstag an außerordentliche Schwerinstage abzuhalten. Präs. Graf Ballestrem bekämpft diesen Antrag mit Rücksicht auf die Arbeiten der Kommissionen. Abg. Lenzmann( frs. Vp.): Wenn man sieht, wie hier die evangelische Kreissynode mit den Katholiken Hand in Hand geht, so tönnte man meinen, wir wären endlich so weit, bald zu einem konfessionellen Frieden zu kommen. Aber diese Allianz will mir nicht behagen! Die lex Heinze, die übrigens sehr dazu angetan war, den konfessionellen Frieden zu stören, ist durch den Reichstag abgetan. Nun geht man einen anderen Weg und will mittels einer Betition diese Bewegung wieder in Fluß bringen. Ich bin mit dem Abg. Heine der Meinung, daß die Erziehung zur natürlichen Keuschheit ein sehr probates Mittel gegen die Unsittlichfeit ist. Aber noch probater wäre es, wenn von oben herab gute Beispiele gegeben würden( Sehr gut! links), auch in den oberen Kreisen tönnte man etwas teuscher sein." Simplicissimus" und " Jugend" sind teure Blätter, die meist in besseren Kreisen gelesen werden, die keine Freude an der Schundliteratur haben. Wenn wir die Petition den Regierungen zur Berücksichtigung überweisen, so könnte dabei etwas herauskommen, was der Abg. Noeren nicht will. Wir verwahren uns gegen die Ueberweisung zur Berücksichtigung, wir fönnen nicht den Regierungen überlassen, Buschrift: die Petition zu interpretieren, und werden daher für den Uebergang zur Tagesordnung stimmen.( Beifall links.) Der Antrag Bebel wird gegen die Stimmen der Sozialdemofraten und einzelner freifinniger Abgeordneten abgelehnt. Es bleibt also bei dem Vorschlage des Präsidenten. Aus der Partei. " Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Die Zimmernummer. In Breslau sind zwei Parteigenossen in Strafe genommen worden wegen Verlegung des Vereinsgefezes, der eine als Referent und der andere als Wirt des Gewerkschaftshauses, in dem eine unangemeldete Versammlung abgehalten worden sein soll. Die Vers sammlung war ordnungsgemäß angemeldet worden mit der Orts. angabe: Gewerkschaftshaus, Margaretenstraße 17. Das hielt die Polizei für ungenügend, sie verlangte die Angabe der Zimmernummer und verweigerte, als diese nicht angegeben wurde, die Bes scheinigung. Die Versammlung ist aber trotzdem in Anwesenheit der Polizei abgehalten worden. Die darauf ausgeworfene Polizeistrafe wurde vom Schöffengericht und von der Straffammer bestätigt. Die Bestraften wollen aber Revision einlegen. Das Breslauer Gewerkschaftshaus ist ein ver hältnismäßig fleines Haus mit wenigen Räumen. Daß darin eine Versammlung leicht zu finden ist, dürfte die Anwesenheit der Polizeibeamten in der„ ungenügend" angemeldeten Versammlung beweisen. Die Aktion zeugt von sehr großer Auffassung. Offerten mit Gehaltsansprüchen. Mit der Bitte um Veröffentlichung erhalten wir folgende Die Nummer 108 des Vorwärts" bringt ztvei Ausschreiben: Daß die Einberufer die Angabe der Zimmernummer ber ein größeres Parteiblatt sucht einen Redakteur, das Arbeiter- weigerten, hat seinen guten Grund. Erfahrungsgemäß passiert es sekretariat Nürnberg eine weibliche Hülfskraft. Beide ver manchmal, daß Versammlungen in solchem Lokale das ursprünglich langen Angabe der Gehaltsansprüche. Zwischen ihnen steht ein in Aussicht genommene Zimmer nicht benutzen können und im letzten bürgerliches Geschäft, das einen Schriftenmaler sucht und sein Lohn- Augenblick ein anderes nehmen müssen. Wenn die Angabe der angebot genau spezialisiert. Die Arbeiter sind mit Recht Gegner Zimmernummer ein Erfordernis der genügenden Anmeldung bildete, des heutigen Submissionswesens, das zur gegenseitigen Unterbietung dann könnte es passieren, daß beim Wechsel des Zimmers, obwohl der Unternehmer und in letter Linie zur Lohndrückerei führt. Wie beide vielleicht auf einem Sorridor liegen, die Versammlung nicht Der Antrag Dr. Semler( natl.) wird gegen die Stimmen der können sie es da dulden, daß ihre eigenen Unternehmungen Stellungen, mehr als die angemeldete angesehen und dadurch unmöglich gegesamten Linten und des Grafen Reventlow( wirtsch. Vg.) a bin dieser unwürdigen Art ausschreiben? Jeder Betrieb, der einen macht würde. gelehnt, der kommissionsantrag mit demselben Stimmen- Angestellten sucht, weiß ziemlich genau, wie hoch er in der berhältnis angenommen. Gehaltszahlung gehen will. Er wird die Gehaltsansprüche also Abg. Patig( natl.) begründet den Antrag seiner Freunde auf Uebergang zur Tagesordnung über die Petition. Der Streit, der vor einigen Jahren über die lex Heinze entbrannt, aber nun zur Ruhe gekommen sei, werde von neuem entbrennen, wenn diese Betition den Regierungen zur Berücksichtigung überwiesen werden würde.( Beifall links.) Die Petition betreffend Beseitigung der Theaterzensur nicht einfordern, um eventuell wesentlich mehr zu bewilligen, wird auf Antrag Dr. Müller- Sagan( frs. Vp.) von der Tages- sondern um den billigsten Satz zu finden, zu dem eine geeignete ordnung abgesetzt, da sie nur vor einem vollbesetzten Hause ver- Kraft zu haben ist. Und unter sonst gleichen Umständen wird handelt werden soll, ebenso die Petition betreffend Stillegung natürlich der Mindestfordernde den Sieg davontragen. Bedenkt bon Kohlenzechen auf Antrag Dr. Pasig( natl.), welcher man, daß ein nicht geringer Teil stellungsuchender Personen und ausführt, daß der Reichstag sich ja doch bald mit dem sozialdemo- freier Schriftsteller" in Verlegenheiten und vielfach selbst in bitterer tratischen Antrag, der diesen Gegenstand betrifft, beschäftigen wird. Not lebt, so wird man es verstehen, daß eine solche Art der AusDie Petition des Vorstandes der demokratischen Partei zu ſchreibung nur zur Lohndrückerei durch gegenseitige Unterbietung Mühlhausen i. E. betreffend Aenderung der Militär- führen wird. Ein anständiger Betrieb, vor allem aber ein UnterStrafgerichts- Ordnung wird nach dem Kommissionsantrag nehmen der organisierten Arbeiter, soll angeben, was er zu zahlen ohne Debatte zur Kenntnisnahme überwiesen. gewillt ist. Dann weiß jeder Stellungsuchende, wie er sich zu verDie zahlreichen( über 40) Petitionen betreffend Einschränkung halten hat. bes Flaschenbierhandels und Aenderungen des Unangemessen erscheint aber auch das Ausschreiben unter Chiffre. Schanttonzessionswesens sollen nach dem Kommissions- Nicht nur sind die Kosten des Lebensunterhalts an den einzelnen antrage a Is Material überwiesen werden. Drten verschieden, so daß ohne Kenntnis des Drtes gar keine Berechnung des notwendigen Einkommens, also auch keine wohl überlegte Gehaltsforderung möglich ist die stellungsuchenden Genossen sind doch schließlich auch Menschen, die sich fragen, ob sie für einen bestimmten Ort, man denke nur an die verschiedene Stellung zu Parteifragen, sich eignen und ob dieser für sie passend ist. Also möge man, wie jenes Kasseler Geschäft in genannter Nummer, ruhig den Ort angeben. Soziales. Das„ Selbstverwaltungsrecht" in den Krankenkassen. In Rheydt, einem Industrieort des Kreises M.- Gladbach ist ein grimmer Krieg zwischen der Orts- Krankenkasse und der Aufsichtsbehörde entbrannt. Bis vor einiger Zeit herrschte dort zwischen dem Vorstand der Kasse und der Behörde ein sehr harmonisches" Verhältnis, das wohl hauptsächlich seinen Grund darin hatte, daß die Stasse von einem Magistratsbeamten im Nebenamte verwaltet wurde. Der innige Konner zwischen Rendant und Behörde war aber auch daran schuld, daß die Arbeitervertreter im Vorstand als das fünfte Nad am Wagen betrachtet wurden. Opposition ihrerseits hatte feinen Erfolg, der Rendant bezog seine mehrere tausend Mark Nebeneinnahmen ruhig weiter. Nun machte sich eine Opposition in der Bürgerschaft im allgemeinen bemerkbar, weil ein großer Teil der Kommunalbeamten sich Neben Abg. Pichler( 3.) betont die wichtigkeit dieser Petitionen: Durch einnahmen verschafften und die Bürger dadurch schädigten. Diese das Flaschenbier dringen geistige Getränke in Streise hinein, die Opposition mag wohl der Grund gewesen sein, daß der Stendant er sonst nicht davon berührt wurden, z. B. die Schnitter bei der Ernte. klärte, daß er sein Amt am 1. April d. J. niederlegen wolle. Von Wenn die Petition des Deutschen Vereins gegen Mißbrauch geistiger den zahlreichen Bewerbern um diesen Posten tam nur ein städtischer Getränke auch zu weit gehen mag, so ist doch viel Wahres daran. Beamter, der aber den Kommunaldienst quittieren wollte, und unser Mein Parteigenosse Erzberger.hat deshalb den Antrag eingebracht, Genosse Heusgen aus Krefeld in Frage. Heusgen, dem das die Petitionen nicht als Material, sondern zur Erwägung zu über Beugnis eines ausgezeichneten Kassenbeamten ausgestellt wurde, weisen. Alles das sind freilich nur kleine Mittel". Notwendig zur ward von dem Vorstande, aber gegen die Stimmen der Abg. Heine( Soz.): Ich habe seitens meiner Partei turz zu Herbeiführung würdigerer Zustände ist die Herbeiführung eines Tarifs Arbeitgeber, die den städtischen Beamten haben wollten, gewählt. erklären, daß wir sowohl gegen den Antrag Erzberger mit Lokalzuschlägen, der eine Gleichmäßigkeit für das ganze Reich Der Schluß der Affäre war, daß der Vorstand, nachdem die Arbeit als gegen den Kommissionsantrag sind. Ich kann sicherte, während es heute von dem Zufall der Rentabilität einer geber ihr Amt niedergelegt, von der Aufsichtsbehörde abgesetzt wurde. nicht anerkennen, daß Leute sich am Flaschenbier leichter betrinken, Beitung, die mit den Leistungen ihrer Redakteure oft gar nichts zu Die Wahl unseres Genoffen Heusgen zum Rendanten wurde, obwohl als am Faßbier. Wir sehen in diesen Petitionen nur das Bestreben, tun hat und von der übertriebenen oder mangelnden Bescheidenheit derselbe allen an ihn gestellten Anforderungen genügte, annulliert einen neuen Erwerbszweig mit politischen der in Frage kommenden Personen abhängt, ob fie unwürdig oder und am 1. April ein städtischer Beamter als Kassenführer eingesetzt. Schitanen zu bedenken. Wir erleben es ja in fleinen angemessen, vielleicht auch anmaßend hoch besoldet werden. Was wir Selbstverständlich wird sich der Bezirksausschuß noch mit der An Städten alle Tage, daß, wenn ein Sozialdemokrat um die von anderen verlangen, ziemt sich doch wohl für uns zu allererst. gelegenheit beschäftigen. Während des ganzen Kampfes hatten sich Konzession einkommt, die Bedürfnisfrage berneint wird, Simon Kagenstein. die Vertreter der Generalversammlung auf seiten des Vorstandes tommt aber dann ein Konservativer ein, fo ist das gestellt und die Maßnahmen der Aufsichtshörde verurteilt. Legtere Bedürfnis mit einem Male vorhanden. So soll es nun Ein Manifeft der dänischen Sozialdemokratie. Der Hauptvorstand machte jetzt aber ganze Arbeit, sämtliche Vertreter der auch beim Flaschenbierhandel werden. Ich begünstige und wünsche der Sozialdemokratie Dänemarks, der aus 48 von den Parteigenossen Generalversammlung erhielten dieser Tage ein Zirkular des Inhalts, wahrhaftig nicht das Saufen der Leute, aber ich kann in der Petition des ganzen Landes gewählten Männern und Frauen besteht, hielt daß sie ihres Amtes enthoben seien und ihre Funktionen von gegen den Flaschenbierhandel fein geeignetes Wittel für seine Be- am Sonntag in Kopenhagen seine statutengemäße Frühjahrs- der Aufsichtsbehörde ausgeübt würden. Und was war der fämpfung sehen. Die Herren, die die Petitionen unterstützen, scheinen versammlung ab. Der Geschäftsführer der Partei, P. Knudsen, Grund? Die Generalversammlung hatte einem Entwurf zu einem sich auch nicht klar darüber zu sein, wie sehr sie den Mittelstand, gab Bericht über die Tätigkeit der Partei und der Reichstags- Vertrag mit den Kassenärzten, der ihr von der Aufsichtsbehörde vor namentlich die fleinen Stolonialwarenhändler damit schädigen. fraktion im letzten Halbjahr und legte den Entwurf zu einem gelegt war, nicht bedingungslos zugestimmt. Es wurden von den ( Beifall links.) Manifest an die Bevölkerung vor. Nach gründlicher Debatte wurde Vertretern verschiedene Paragraphen des Entwurfs als schädigend Hierauf wird der Antrag Erzberger( 8.) auf Ueberweisung eine Kommission von fünf Mitgliedern mit der Ausarbeitung des für die Kasse angesehen und eine Aenderung befürwortet. Darauf zur Erwägung" gegen die Stimmen der gesamten Linken, der Manifestes betraut, das dann nachher von der Versammlung ein- ließ sich die Aufsichtsbehörde nicht ein, sondern waltete kurz und Bolen und der Reichspartei angenommen. stimmig angenommen wurde. In dem Manifest, das in der entschieden ihres Amtes". Eine Petition der Handwerkskammern für Mittelfranken auf Dienstagnummer von„ Social- Demokraten" an leitender Stelle Die Ursache, daß die Versicherten gänzlich von der Verwaltung Sicherung der Bauforderungen will die Kommission zur Er- veröffentlicht wurde und beinahe zwei Spalten füllt, wird ausgeschlossen wurden, ist darin zu suchen, daß der Vorstand sich wägung überweisen; an einer anderen Stelle des Kommissions- zunächst die allgemeine politische Lage beleuchtet, wie sie sich durch einen Rendanten wählte, der oben nicht gefiel, und der Grund, daß berichts ist von Ueberweisung als Material die Rede. den Ministerwechsel vom Anfang dieses Jahres und die damit zu- er nicht genehm war, ist der, daß er sich zur sozialdemokratischen fammenhängende Sprengung der Linkenpartei gestaltet hat. Es Partei bekannte. Abg. Erzberger( 3.) beantragt Ueberweisung zur Berücksichtigung. Carl Weiß. Der Schniter- Franal Für den Juhalt der Inserate bon Berchtesgaden. übernimmt die Redaktion dem Reichshallen. Stettiner Sänger. Publikum gegenüber feinerlei Rajino. Lolos Bater. Verantwortung. Apollo. Berliner Luft. Speziali täten. Theater. Sonnabend, den 13. Mai: Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Die Heirat wider Willen. Schauspielhaus. Wie die Aten sungen. Neues Operntheater. Jung- Heidel berg. Deutsches. Der Pfarrer von Kirch feld. Berliner. Tata Toto. Weften. Die Fledermaus. Nachmittags 3 Uhr: Wilhelm Tell. Neues. Ledige Leute. Thalia. Die Bäder von Lucca. Nesidenz. Herzogin Crevette. Anfang 8 Uhr: Schiller 0.( Wallner Theater.) Das Heiratsneft. Schiller N. ( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Der Leibalte. Leffing. Traumulus. Nachmittags 3 Uhr: Demetrius. Kleines. Nachtasyl. National. Das Glöckchen des Eremiten. Zentral. Die fleinen Lämmer. Trianon. Ihr zweiter Mann. Luftspielhaus. Der Familientag. Belle Alliance. Liebesmanöve Metropol. Die Herren von Marim. Wintergarten. Otto Reutter. Spezialitäten. Neues Theater. Urania, Taubonstr. 48/49 Anfang 8 Uhr: 8 Uhr: Ledige Leute. Der Simplon und sein Gebiet. Sonntag und folgende Tage: Ledige Leute. Herrnfeld Theater. Die Meher Kleines Theater hains. Paffage Theater. Spezialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr: Der Simplon und sein Gebiet. Invalidenstraße 57/62. Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Anfang 8 Uhr. Sternwarte Invalidonstr. 57/62. Nachtasyl. PASTAN'S Sonntag: Nachtasyl. National- Theater Neue Königl. Oper( Kroll). Weinbergsweg 19. Sonnabend, den 13. Mai 1905: Lektes Gastspiel von Mme. Ch. Wyns. Heute und folgende Tage: Jung- Heidelberg. Glöckchen des Eremiten. Opernhaus, Schalter 3, Wertheim, Morgen: Die Jüdin. Gastspiel des Kammerfängers Werner Alberty. Anfang 8 Uhr. Lustspielhaus. Täglich abends 8 Uhr: Anf. 7, Uhr. Billettverk.: Kgl. Invalidendank und Abendkasse. Ab Sonntag täglich: Garten- Militär- Konzert. Residenz- Theater. Dir.: Richard Alexander. " WOLZOGEN- OPER THALIA- THEATER. DIE BÄDER VON LUCCA. Sonntag: X Auf vielseitigen Wunsch: X Wiederholung d. Schillerfeier. Anfang 8 Uhr. ANOPTICUM. Kasino- Theater Friedrichstr. 165. Mlle. Vallée aus Paris, armlose Fußkünstlerin! Sig. Garcia, phänomenaler Schatten- Silhouettist! Lebende Photographien. ♦ Italien. Damenkapelle ,, Revelli". Apollo- Theater 218. Friedrichstraße 218. 8 Uhr: Heute und folgende Tage 8 Uhr: Herzogin Crevette. Der Familientag.ant in 1 Borſpiel u. 3. iten von Sommerpreise. Georges Feydeau, Deutsch von Benno Jacobson. Lothringerstr. 37. Anf. täglich 8 Uhr, Sonntag 72 Uhr: Nur noch bis Sonnabend: Lolo's Vater. Ab Sonntag: Neu einstudiert: Hotel Klingebusch. Sonntag nachm. 4 Uhr: Heirat auf Probe. Passage- Theater. Anfg. d. Abendvorstellung 8 Uhr. Anf.nchm.Sonnt.3, Wochentg.5Uhr. Oriona akrobatische Tänzerin. Hinode Truppe japanische Gymnastiker. Emmi Kröchert mit neuem Repertoire und das glänzende Mai- Programm. Trianon- Theater. 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Lebensjahre verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 13. Mai, nach Spezial- Karten mittags 4 Uhr, vom Strantender Umgebung Berlins. Bernau- Biesenthal, Lante- Liepnik- und Wandliz- See Bulow u. Umgegend mit angehängtem Führer Eberswalde und Umgegend 1 M. • 75 Pf. 75 Pf. und 1 M. 75 Pf. 75 " Behrens Griner und Umgegend. SpezialitätenTheater, Frankfurter Allee 85. Das großartige neue Mai- Programm. 20 erstklassige Nummern. Allabendlich: Großer Ringkampf Parodie. Freienwalde- Falkenberg Freienwalde, Briezen, Dderberg, 1 M. Brodowin Friedrichshagen, Köpenid, Grünau, Schmödwik 75 f. Grunewald und westliche Vororte, 2-, 3-, 5- u. 8- farbig 25, 50, 75 ẞf. und 1 M. Nördliche Bororte, Spandau, Tegel 2c. 1 M. • Botsdam und Umgegend. 75 3f. Potsdam und Werder. 1 M. Rüdersdorfer Kallberge, Umgegend von Woltersdorfu. Ertner 75 3f. Spreewald mit praktischem Touristenführer 75 3f. Straußberg u. der Blumental 1 M. Tegel und Umgegend 75 Pf. Ferner empfehlen wir: Stettiner Sänger. 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Mai, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Wilhelmshavenerstr. 34, aus nach dem Heilands- Friedhof in Blögenfee statt. 133/6 Um rege Beteiligung ersucht Die örtliche Verwaltung. 3. A.: H. Neumann. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und zahlreichen Kranz spenden bei der Beerdigung meiner lieben Frau, unserer guten Mutter fagen wir allen Verwandten und Bekannten sowie dem Genossen Manasse unseren herzlichsten Dant. Rudolf Beutel nebst Stindern. Filz- n. Seidenhüte. estuebe Diese Façon 1,80 m. Spezialhut 3,50 M. Beste Qualität 4,00 m. Haarhüte von 5,00 W. an. Strohhüte von 35 Pf. an. Schirme Regenschirme, Sonnenschirme größte Auswahl bon 1,50 M. an Krawatten Wäsche Plastron b. 90 Pf. an Schleifen b. 15 Pf. an Oberhemden, Kragen, Manschetten Servi teurs in bester Qualität farbige Glacés, Handschuhe, Baar 1,50 r.!! Gottmann, Gr. 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In Leipzig ist die Bahn für den FortDeder Berlin bittet ben letzten Absatz der Resolution ab- schritt vom Vorstand geebnet worden, es hat einen harten Kampf Der Vorzulehnen; Redner schildert die unerquicklichen, durch die Lokalisten in gekostete, die dort herrschende Engherzigkeit zu brechen. Aus der Mittwochs- Sigung ist noch nachzutragen: Berlin geschaffenen Berhältnisse; die die Freizügigkeit beschränkenden stand muß darauf bestehen, daß seitens der Orte nötigenfalls alles Den Antrag Berlin:" Der Antrag, bei großen Streifs anderer Bestimmungen müßten unter allen Umständen verschwinden, der vorhandene Kapital der Hauptkasse aur Verfügung gestellt werden Verbände unserer Richtung eine Ertramarte obligatorisch zu ent- Antrag Heyne trifft das Richtige, daß jeder Verbandsfollege Arbeit muß. Von der Leipziger Straßenbahnbewegung fehlte jebe Grunds nehmen, ist den Delegierten für den Gewerkschaftsfongreß mit auf nachgewiesen bekommt; das Umschaugehen ist schlecht, aber die Be- lage, deshalb ist sie im Bericht nicht veröffentlicht. Berlin ist start den Weg zu geben," begründet Sorg Berlin: Da bei größeren schränkung des Nachweises zugunsten der Drtsansässigen zerstört den durch Streife in Mitleidenschaft gezogen worden, deswegen seine Streits sowohl von der Partei wie von der Gewerkschaftskommission Verband. verhältnismäßig geringe Ablieferung an die Hauptkasse. Die GauSammellisten ausgegeben werden, in die sich die Kollegen einzeichnen, Rrezien Stettin schildert, wie von der Abwimmelungssucht organisation ist an der finanziellen Misere nicht schuld, denn die fei den Drüdebergern Gelegenheit gegeben, fich auf die eine oder verschiedener Städte die Indifferenten profitieren. Die wirklichen Ausgaben dafür haben sich gemindert. An der Gauorganisation au andere Lifte hinauszureden. Durch Extramarten, die eingeflebt Berliner sind ganz gute Kollegen, aber gerade die, die sich in Berlin sparen, wäre grundverkehrt. Die ungünstige Entwickelung in West werden müssen, sei eine Kontrolle darüber möglich, ob der betreffende angefiedelt haben, gönnen den Zuziehenden nicht ein Fortkommen. falen ist durch die Verhältnisse zu entschuldigen versucht worden; an Kollege der freiwilligen Pflicht, eine andere im Kampfe befindliche Lachenmayer Nürnberg fann sich für eine Zentralisation den Verhältnissen liegt es aber nicht allein, sondern auch an dem Gewerkschaft zu unterſtügen, nachgekommen fei. Silber des Arbeitsnachweises nicht begeistern, die Arbeitsnachweise sind Fehlen siner soliden inneren Organisation. Es muß dafür gesorgt schmidt, Vertreter der Generalfommission, ersucht, den Anohnedies die Opfer nicht wert, die für sie gebracht wurden. werden, daß die fonservativen Widerstände ein Ende finden. Dumm trag in diefer Form nicht anzunehmen, da der Gewerk Liebschwager Lübed lehnt jeden einseitigen Arbeits- heiter und Gleichgültigkeiten müssen energisch und ohne Rücksicht schaftstongreß einen derartigen Beschluß, der in die Rechte nachweis ab. auf die Personen bekämpft werden. Der Vorstand beabsichtigt einen der einzelnen Gewerkschaften eingreife, nicht faffen könne, ständigen weiteren Ausbau seiner Berichte, die diesbezüglichen Wünsche der Gewerkschaftstongreß sei nicht die oberste Behörde, die der Delegierten sollen berücksichtigt werden. Selbstverständlich ist Befehle zu erteilen habe, die einzelnen Verbände seien vielmehr es, daß bei Anstellungen zuerst Verbandsmitglieder in Betracht autonom. Auf Borschlag Segawe Berlin wird daher be fommen; aber das kann und darf nicht so weit gehen, daß man a schlossen, daß der Verband für sich selbst bei großen Streits anderer unfähigen Leuten greifen muß. Ce liegt nicht im Interesse Berbände obligatorisch eine Extramarte entnimmt. des Verbandes, den Ausschuß stets auf die Wanderschaft zu schicken, weil dadurch die Abwickelung der Geschäfte wesentlich gehemmt wird. Daß den Gauleitern und den Ortsverwaltungen mehr freie Hand gelaffen werden soll, ist ein schöner Wunsch, der im Interesse des Verbandes wohl nicht immer erfüllt werden kann. Die Aussprache war notwendig und sie wird hoffentlich keinen persönlichen Stachel zurücklaffen. Der wichtige Antrag Glogau: Die Generalversammlung möge Stellung nehmen gegen die Lehrlingszüchterei", wird auf Vorschlag Sille Welten dem Bentralvorstand zur Vorberatung, insbesondere zur Veranstaltung einer Enquete, überwiesen. Ueber die Sigung vom Donnerstag. Arbeitsnachweisfrage referiert Drunfel. Redner schildert die verschiedenen Phasen, die der Arbeitsnachweis bei den Töpfern durchgemacht und welche Schäden er gezeitigt hat. Von einer Bentralisation fönne nicht die Rebe fein, es fönne sich nur darum handeln, den örtlichen Nachweis beffer auszugestalten und die vorhandenen Fehler auszumerzen. Da müffe vor allem der Bassus fallen, daß die ortsangesessenen Ge fellen bevorzugt werden, der um den Ort gewissermaßen eine chine fische Mauer bilde. Ferner dürfe der Arbeitsnachweis nicht in den Tarif aufgenommen werden, ein Arbeitsnachweis läßt sich oft nicht aufrechterhalten und dann wäre der Tarif, um dessen Zustandes tommen man jahrelang gefämpft habe, ebenfalls verloren. Referent faßt seine Ausführungen in folgender Resolution, die er zur Annahme empfiehlt, zusammen: " In Erwägung, daß einseitige Arbeitsnachweise sehr schwer im ftande find, eine ausschließlich obligatorische Arbeitsvermittelung zu bewerkstelligen, in fernerer Erwägung, daß Verbandsmitglieder, welche ihre Pflichten erfüllt haben, allerorts Arbeit nehmen und baran nicht gehindert werden dürfen, empfiehlt die General bersammlung den einzelnen Orten, in ihre Arbeitsnachweis Statuten Bestimmungen aufzunehmen, die diese Mißstände be Teitigen. Und zwar foll bei einseitigen Arbeitsnachweisen das Umschauen gestattet sein und bei paritätischen Arbeitsnachweisen das Einschreiben nicht erschwert werden. Nur im Falle an einem Orte 831 Broz. der Kollegen arbeitslos eingeschrieben find, kann ber Arbeitsnachweis zeitweise eingestellt werden. Die Gründe find im Fachorgan bekanntzugeben. Die paritätischen Arbeitsnachweise find nicht als Tarifeinrichtungen festzulegen." Seyne- Leipzig hält eine Verbindung der Arbeitsnachweise mit der Arbeitslosenversicherung für möglich. Redner empfiehlt den Antrag Leipzig, aus den bestehenden Arbeitsnachweisen eine Grundregel zu schaffen, die den solidarischen Gefühlen der organisierten Segawe Berlin ist auch ein Gegner aller Nachweise. Beim paritätischen Nachweis werden die Kollegen ausgesucht, das ist so schlimm als das Umschaugehen. Marfig- Rathenoto: Die Arbeitgeber von Rathenow benügten Arbeitgeber sogar den Berliner Arbeitsnachweis. Neil Chemnik: Die„ chinesische Mauer" ist in Chemnitz jetzt gefallen, jeder sugereiste Kollege wird eingeschrieben, aber der Kollege muß, wenn keine Arbeit vorhanden ist, wieder abreisen. Da jetzt nur in wenigen Städten Nachweise bestehen, strömen die Kollegen hier ausamnien. V Sorg Berlin: Der obligatorische Berliner Nachweis ist eine Gefahr für den Verband, ist aber nur eine Folge der Nachweise anderer Städte. Der Arbeitsnachweis in Berlin leidet unter dem großen Buzug, besonders von Nürnberg und München, obwohl die Kollegen gewarnt wurden. Der Zuzug muß geregelt werden, durch Bekanntgaben im„ Töpfer", aber nicht durch Beschränkung der Freis zügigkeit, die die Solidarität untergräbt. Dem Hauptkassierer wie dem gesamten Zentralvorstand wird hierauf einstimmig Decharge erteilt. " Folgende Resolutionen wurden einstimmig angenommen, " Die vierte Generalversammlung des Zentralverbandes ver Handels-, Transport- und Berkehrsarbeiter gibt ihrem lebhaften Hofbauer München: Der Arbeitsnachweis ist ein Schmerzens- Bedauern darüber Ausdruck, daß der Verein Berliner Hausdiener" find durch den Egoismus der Kollegen selbst. Ein Münchener wurde es trob der weitgehendsten Zugeständnisse feitens des Zentralver von Berlin weggeefelt, obwohl in Berlin die Verhältnisse besser find bandes abgelehnt hat, sich letzterem anzugliedern. Da die Statuten als in München, dort ist die Arbeitslosigkeit 8, hier 26-36 Wochen. des Vereins nicht in Ginklang zu bringen find mit den Tendenzen Filialen, die günstige Konjunktur haben, sollten den Zentralvorstand der modernen Arbeiterbewegung, so erhebt die Generalversammlung in Kenntnis segen, daß einige Kollegen untergebracht werden können. Schärfsten Protest dagegen, daß dem Ersuchen des Vereins um AufFräßdorf Dresden ist befürworter des paritätischen Arbeits- nahme in die Berliner Gewerkschaftskommission entsprochen wird. nachweises; dazu gehört freilich geschlossene Arbeitgeberschaft. Die Generalversammlung ertvartet von der Gewerkschaftskommission, Soppens Leipzig: Ein Schaden des Arbeitsnachweises war baß sie die eventuelle Aufnahme des Vereins abhängig macht von es, daß man nur Organisierten Arbeit vermittelte; die Indifferenten einer Abänderung der Statuten im Sinne der Arbeiterbewegung wurden daher fortgetrieben und erschwerten dort, wo sie sich festsetzten, und von der Bedingung, daß der Verein sich spätestens innerhalb die Drganisationsarbeit. Redner wendet sich gegen den Paffus der eines Jahres nach seiner Aufnahme in die Gewerkschaftskommission Resolution, daß der Arbeitsnachweis geschlossen werden könne, wenn dem Zentralverbande anschließt. In diesem Falle wird der Hauptein Drittel Kollegen arbeitslos feien. borstand beauftragt, in Gemeinschaft mit der Ortsverwaltung Berlin I die Bedingungen zu formulieren, welche den Uebertritt Werner Berlin." des Vereins ermöglichen. Drunfel eriveitert den eben beanstandeten Baffus der Ne folution dahin, daß ein Drittel der Kollegen längere Zeit arbeitslos fein müssen und teine Aussicht auf Arbeit vorhanden ist. Roczorowsky Posen bittet, die Resolution und den Arbeitsnachweis rundweg abzulehnen. In Posen drängten die Meister, daß der Arbeitsnachiveis im Tarif festgelegt wurde, die Meister nüßen dies nun rücksichtslos zu ihrem Vorteil aus. $ Berlich Berlin ist Anhänger der Nachweise. Redner bedauert, daß der Fall vorkommen konnte, den Hofbauer angeführt hatte. Der Berliner Nachweis wurde als Hindernis für die Kollegen hingestellt, und doch haben die Kollegen in einer Versammlung sich gegen die Aufhebung des Nachweises ausgesprochen. Mauthe Berlin: Die Solidarität kann nicht so weit gehen, daß verheiratete Familienväter fort missen, während die jungen Leute herzuftrömen und beim Arbeitsnachweis gleiche Rechte haben. ( Widerspruch.) # John Berlin ist mit der Resolution einverstanden, dann werden auch in Berlin die Verhältnisse anders. Die Resolution Drunsel wird sodann einstimmig an genommen. Die Statutenberatungs- Kommission erhält den Auftrag, die Resolution als Paragraphen in entsprechender Form dem Statut einzuverleiben. Pierte Generalversammlung des Zentralverbandes der Handels-, Transport- u.Verkehrsarbeiter Deutschlands. Frankfurt a. M., 11. Mai. Es wird in der Debatte über den Vorstandsbericht fortgefahren. Dann halten die Berichterstatter ihr Schlußwort. # Die vierte Generalversammlung des Zentralverbandes der Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter hält nunmehr den Beit punkt für gekommen, daß seitens der Berliner Gewerkschafts fommission an den Verein Berliner Droschfenkutscher" die Aufforderung gerichtet wird, sich dem Zentralverband anzuschließen. Anderenfalls kann nach Meinung der Generalversammlung dieser Verein nicht länger mehr der Gewerkschaftskommission angeschlossen bleiben. Gebert Charlottenburg." . Marktpreise von Berlin am 11. Mat. Nach Ermittelungen des fgl. Polizei- Präsidiums. Für 1 Doppel- Rentner: Weizen**), gute Sorte 00,00-00,00 9., mittel 00,00-00,00 0, geringe 00,00-00,00 2. Roggen**), gute Sorte 14,75-14,72 m., mittel 14,69-14,66., geringe 14,63-14,60 2. Futtergerste*), gute Sorte 16,00-14,90 2., mittel 14,80 bis 13,70 M., geringe 13,60-12,60 m. Hafer*), gute Sorte 16,20-15,40., mittel 15,30-14,60 M., geringe 14,50-13,80 9. Erbsen, gelbe, zum Stochen 45,00-30,00 2. Speisebohnen, meiße 50,00-30,00 M. Linfen 60,00-30,000. Sartoffeln 10,00-7,00 M. Richtftroh 0,00 bis 0,00 M. Seu 0,00-0,00 2. Für ein Kilogramm Butter 2,80-2,20 M. Gier per Schod 4,00-2,80. *) Frei Wagen und ab Bahn.**) Ab Bahn. $ Wafferstand am 11. Mai. Ibe bei Auffig+1,87 Meter, bei Dresden 0,19 Meter, bei Magdeburg+2,11 Meter. Unstrut bei Straußfurt+1,55 Meter. Oder bei Ratibor+ 2,61 Meter, bei Breslau Ober Begel+ 5,28 Meter, bet Breslau Unter Begel+0,30 Meter, bei Frankfurt+2,18 Meter. Weichsel bei Brahemünde+ 8,54 meter. Barthe bei Posen+1,14 Meter. Nese bei Usch+0,70 Meter. Witterungsübersicht vom 12. Mai 1905, morgens 8 Dr. Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Raßler Berlin: Die gegebenen Anregungen zur Kaffen- Stationen führung werden gewiß einer eingehenden Erwägung unterzogen werden. Die Differenzen mit den Revisoren waren rein persönlicher Natur und entsprangen daraus, weil den betreffenden Kollegen das Stimmrecht nicht gegeben wurde. In der Praxis gestaltet sich die Swinembe. 763 23 Kaffenführung ganz anders als sich in der Theorie voraussehen läßt. Hamburg 766 Berlin 76523 Die einzelnen Monitas erläuternd, spricht Rebner schließlich den Franfi.a. M. 765 92 Wunsch aus, daß dem Hauptkassierer durch größere Aufmerksamkeit München 765 D auf Aufstellung der Abrechnungen die Arbeit zu erleichtern sei. Schumann Berlin: Der Vorstand hat keine Veranlassung, bei seiner Kritit persönlich zu werden, er stellt nur die Tatsachen fest. Ein recht großer Teil der Erfolge unseres Verbandes kommt leider SURAIGHT SEIFE Wien Better 2Regen 2bebedt Temp. n. C 5° C= 4° R. Stationen Barometer. Windrichtung Windstärke Better 2Mebel 11 Haparanda 759G 9 Betersburg 762DGD 1Mebel 1 bedeckt 14 Scilly 7719 1wolfen! 16 Aberdeen 768 28N 4beiter 10 Paris 767 ipollent 13 Temp. n. T. 3beiter 4 heiter 11 8 molten! 11 767 Still Wetter- Prognose für Sonnabend, ben 13. Mai 1905. Etwas fühler, zunächst ziemlich frübe, später auftlarend bei mäßigen nordwestlichen Winden; teine erheblichen Niederschläge. Sunlight Seife Ein kleines Stück reicht meilen weit, denn sie ist reine Seife, enthält keine Beimischungen, die mit dem Reinigungsvermögen nichts zu tun haben. Ebenso ist sie frei von allen Bestandteilen, welche die Farben ge. strichener Fußböden, Türen, Wandverkleidungen und Delanstriche an. greifen. 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Die Branchenkommission. Verband der Maschinisten u. Heizer sowie Berufsgenossen Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin u. Umgegend. Sonntag, den 14. Mai, nachm. 4 Uhr, bei Voigt, Ritterstr. 75: Außerordentliche General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Staffenbericht. 2. Bericht der Revisoren. 3. Anträge. Ohne Mit 138/13 Die Ortsverwaltung. gliedsbuch kein Zutritt. Bilanz der Gesellschaft für elektrische Hochund Untergrundbahnen in Berlin 1. Raffe 2. Bankguthaben am 31. Dezember 1904. Aktiva. 3. Bau- u. Grunderwerbs- Konto der Bahnanlage 4. Konto Kraftwerk 5. Konto Betriebsmittel 6. Vorrätige Betriebsmaterialien 7. Grundstücks- und Gebäude- Konto Abschreibung 8. Wertpapiere Kautionen ( bei Behörden hinterlegte 9. Bureau- Inventar Abschreibung 10. Verschiedene Debitoren 1. Aktienkapital Passiva. 2. Gesetzlicher Reservefonds 3. 4% Schuldverschreibungen ( außerdem Mt. 4700 000,- noch nicht begebene Schuldverschreibungen) 4. Hypotheken auf erworbenen Grundstücken. 5. Bahnanlage- Tilgungsfonds 6. Erneuerungsfonds 7. Fonds für außergewöhnliche Ausgaben im Betriebe davon 1904 berausgabt hierzu Nüdlage aus dem Erträgnis des Jahres 1904 Mk. .. 33 479 34 Mk. 2 070 600 50 29 004 553 52 2 954 329 89 3 235 441 34 123 871 57 4 608 181 72 5.9 269 21 22 616 98 22 615 98 Mk. S 4 548 912 72 65 109 941 198 207 59 42 279 339 12 Mk. 30 000 000 18281 328 208 39 7 800 000 1 115 300 221 700 825 000 100 000 32 291 11 67 708 89 100 000 167 708 89 78 000 9. Noch nicht erhobene Dividende und Zinsen 7 580 399 394 40 1 293 217 75 43 229 69 8. Zinsen der Schuldverschreibungen für die Zeit vom 1. Oktober bis 31. Dezember 1904 ( fällig am 1. April 1905) auf Schuldverschreibungen 10. Verschiedene Kreditoren 11. Reingewinn des Jahres 1904 zuzüglich Gewinnvortrag aus dem Jahre 1903 Gewinn- und Verlust- Rechnung. Debet. 1. Zinsen der Schuldverschreibungen 2. Nüdlage für den Bahnanlage- Tilgungsfonds 3. Nüdlage für den Erneuerungsfonds 4. Rüdlage für außergewöhnliche Ausgaben im Betriebe 5. Abschreibungen: auf Wohnhäuser Bureau- Inventar 6. Saldo, zur Verteilung verbleibender Ueberschuß Kredit. 1. Bortrag aus 1903 2. Betriebseinnahmen. abzüglich Betriebskosten( einschl. der festen Bergütung an den Aufsichtsrat nach§ 29 des Statuts) 3. Verschiedene Einnahmen aus der Vermietung von Bohnhäusern, Viadukt und Bahnhofsräumen, der Ber pachtung des Anschlagwesens u. Bahnhofsbuchhandels, sowie aus Binsen usw.. Mk. 1 336 447 44 42 279 339 12 Mk. 312 000 83 000 300 000 100 000 59 269 22 615 98 81 884 98 Mk. す 4 163 800 77 1 336 447 44 2 213 332 42 Mk.& 43 229 69 2 269 431 12 1 894 369 65 275 733 08 2 213 332 42 Die auf 4 Proz. festgesezte Dividende gelangt mit 40 M. für die Attie gegen Einreichung des Dividendenscheines Nr. 8 zur Auszahlung bei der Deutschen Bank oder der Berliner Handelsgesellschaft oder der Mitteldeutschen Kreditbank oder dem Bankhause Robert Warschauer& Co., Berlin. Berlin, den 11. Mai 1905. 31072 Der Vorstand. Barbier- u. Friseur- Genossenschaft Eine Mark eingetragene „ Voran" Genossenschaft beschränkter Haftpflicht. mit Bilanz pro 31. Dezember 1904. Aktiva. Inventar nach Abschr. v. 5% 2543,70 Kontotorrenttonto, Debit. Staffatonto Kautionskonto Warenkonto 815,98 175,55 20, 43,15 M. 3 598,38 Passiva. 276,06 2 187,74 Rontokorrenttonto, Kredit. Darlehnkonto Anteillonto Reservefondskonto. Gewinn- und Verlustkonto wöchentliche Teilzahlung liefere elegante fertige Herren- Garderoben. Ersatz für Maß. Anfertigung nach Maß. Tadellose Ausführung. Julius Fabian, Schneidermeister, 1088.70 Große Frankfurter- Str. 37, II, 36,25 9,63 M. 3 598,38 Die Mitgliederzahl betrug am Anfang des Geschäftsjahres 21 Im Laufe des Geschäftsjahres traten ein. 7 Mitglieder am Schlusse des Geschäftsjahres 28 Mit dem Schlusse des Geschäfts. jahres scheiden aus: durch Auffündigung 1 Ausschluß. Mitgliederzahl bei Beginn des " neuen Geschäftsjahres 1 = 2 26 Es haben sich die Geschäftsguthaben der Genossen um 110,80 m. vermindert. Die Haftfumme bleibt 1400 M. Der Vorstand. V. Kitschmann, Paul Liere. Otto Kranz. Hienfong- Essenziederverfür Eingang Strausberger Platz. Reste Damentuche, schwarz u.farb. Costumes- Stoffe, neueste Kammgarne Staubmäntel- Stoffe Corkskrew Sammet, Plüsch Besatzartikel. [ Muster 2265L* Confection Jaquetts, Dollmann Staubmäntel, Costumes Costum- Röcke, Blousen. Kottbuser C. Pelz, Straße 4. fäufer verſendet 1 D4d. 2,50 M. bei Dr. Simmel, Prinzen, 30 Flaschen 6 M. tostenfrei überallhin Halle a. S., Spezialarzt für 98/10 Hant- und Harnleiden. Laborator. E. Walther, 10, Reilftr.2. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 3-4 Deuticher Metallarbeiter Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Haupt- Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher Amt IV, 9679. Arbeitsnachweis Zimmer 34, Amt IV, 3353. Montag, 15. Mai, abends 8½ Uhr, im Saal der Brauerei Friedrichshain, Am Friedrichshain 16/23: General- Versammlung Zages Drdnung: 1. Raffenbericht vom 1. Quartal und Bericht der Revisoren. 2. Diskussion über die Tages- Ordnung des Gewerkschaftskongresses. 3. An die Verwaltung gelangte Anträge. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Bahlreichen Besuch erwartet 117/1 Stukkateure! Montag, 15. Mai, abends 6 Uhr, in den Musiker- Festsälen, C., Kaiser Wilhelmftr. 18m: Außerordentliche General- Versammlung der filiale Berlin. Zages Ordnung: 1. Feststellung der vertretenen Firmen. 2. Unter welchen Bedingungen arbeiten wir nach dem 15. Mai 173/16 Kollegen! Schon der erste Punkt muß ergeben, daß alle Firmen vertreten sind. Der Besuch der Versammlung muß weiter beweisen, welches Intereffe jeder organisierte Kollege an den zukünftigen Arbeitsbedingungen hat. Besonders Ihr, Wertstattarbeiter, erscheint Mann für Mann! Eintritt, auch der Lokalvereinsmitglieder, nur gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches. 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Nachdrud verboten. 205 305 11 453 528 30 15001 696 98 775 85 804 48 1180 212 341 50 464 827 9682 2200 16 83 381 458 764 944 85 94 3047 137[ 500] 240[ 500] 573 85 612 30 49 765 831 51 70 4048 395 457 725 907 5110 47 500 49 600 727 50 860 918 G050 190 225[ 1000] 392 515[ 500] 19 640 56 733 7008 81 139 334 60[ 1000] 472 506 58 746 81 849 961 8016[ 1000] 258 309 23 406 15 638 84 9209 328 68 517 691 864[ 500] 941 49 10022 59 171 75 218 407 525 1000] 33 51[ 500] 689 712 28 917 11008 33 138 446 416 47 63 75 894 973 12366 601 91 746 83 1 489 727 865 942 14017 34 212 344 467 509 87 732 856 15141 439[ 500] 640 61 620 746 72 95 16139 281 382 553 62[ 3000] 17303 433 73 590 628[ 3000] 779[ 1000] 810 18388 438[ 1000] 87[ 1000] 500 913 14 31 9056 108 15[ 3000] 578 879 86 20003 23 49 108 36 508 637 799 948 85 21094 107 246 73 381 453 71 72 828 78 22164 78 203 18 66 386 [ 500] 410 48 525 75 85 602 743 67 934 23317 28 40 549 735 96[ 5001 804 86 942 24153[ 1000] 98 453 814 25077 388[ 1000] 464 73 86 573 838 935[ 10001 87 26049 63 64 79 136 89 221 353 409 98 513 706 831 67 27126 419 623 25 50[ 1000] 745 890 978 94 28021 66 313 75 403[ 500 616 59 702 94 846 902 46 59 29098 189 [ 500] 217[ 1000] 85 90 343 516 19 624 71[ 1000] 700 887 974 30013 86 101 230 376 484 613 60[ 500] 749 903 31017 81 88 270 90 518 64 639[ 1000] 73 845 907 32011 21 108 238 351 53 486 528 699 768 78 847 62 33238 373 78 488 520 61 629 746 997 34014 27 42 55 280 99[ 500] 707 863 77 966 73 35010 265 396 555[ 500| 64 794 809 73[ 500] 77 999 36046 66 79 118 95 201 465 605 87 733 52 935 37101& 66[ 500] 487 685 756 868 38070 86 329 497 537 60 648 99 818 33 53 39140 356 551 610 48 721 40215 398 672 714 31 41 826 82 915 41050 55 60 94 183 243[ 1000] 661 825 63 42026 56 114 330 657 88 743 814 43031 56 175 254 335 41 542 696 972 97 44072 345 449 75 780 81 918 33 45294 301 51 92 13000] 404 38 519 602 742[ 500] 839 46089 123 41 62 1500 63 210[ 500] 425 63 608 63 86 747 927 81 47039 380 [ 500] 83 436 662 725 77[ 500] 800 38 48198 293 339 670 93 702 844 49049 122 73 212 302 65 745 894 50063 105 212 516 707 811 987 51013 107 52 338 569 676 878 52024 39 102 9 68 222 518 631[ 500] 784 53032 48 120 286 403 47 97 750 79 808 37 54046 47 [ 1000] 96[ 1000] 186 398 415 80 513 671 732 51 896 971 55141 673 750 949[ 500] 99 56086 529 716 804 74 975 [ 500] 57171 282 582 608 66 58069 204 301 43 437 41 90 91 669 844 59125 228 440[ 500] 531[ 3000] 63 85 630 [ 500] 725 39[ 500] 882 939 T001 60015[ 5001 175 431 44 620 760[ 1000] 810[ 500] 52 935 61015 60 67 131 130001 373 482 684 712[ 1000] 88 62052 196 355 444[ 500] 569 671 709 86 826 59 63024 76 99 323 96 448 93[ 10001 561 69 669 788 1500 863 64071 237 311 19[ 1000] 63 591 964 65023 37 311 716 933[ 3000] 66090 150 524 31 95 717 860 67510 606 737 909 68226 320 80 418 530 52 97 781 822 69020 50 149 527 78 91 752 68 1500] 897 981 70150 99 299 306 87 510 757 71006 23 52 153 217 30 419 515 766 863 72157 292[ 500] 547 754 83 97 73245 305 11 402 13 638 712 891 74053 91 102 8 43 47 216 376 454 502 74 657 753 91 75053 152 364 77 [ 500] 624 69 796 964[ 500] 76079 126 49 57 71 333 82 428 35 91 527 40 811 921 77079 245 408 527 49 53 94 696[ 500] 735 63 996 7809 125 329 31 457 98 549 53 724 907 88 79291 300 30 15001 57 503 883 941 78[ 1000] 80000 176 218 87 417 51 692 712 51 888 999 81186 202 45 308 662 715 872 921 82052[ 1000] 123 403 25 [ 1000] 536 58 83111 422 12 84 13000] 685 98 741 72 84162 96 232 302 47 88 440 618 78 716 62 826 85052 120 36 301 463 850 922 48 52 86052 79 114 81 361 436 780 850[ 3000] 87001 117 267 87 93 377 983 88008 23 66 336 52 727 837 89017 146 260 67 324 47 471[ 500] 537 55 90000 21 151 221[ 5001 38 76 741 55[ 1000] 81 5001 812 88 91141 426 31 669 744 57[ 30001 63 883 952 92321 84 408 590 880 948 93121[ 1000] 247 82 [ 5000] 347 476[ 30001 520 635 53 727[ 500] 36 829 74 961 94168 407 521 31[ 3000 702 899 954 80 81 95035 208 16 74 99 416 504 618 73 76 96010[ 1000] 125[ 500] 252 447[ 500] 543 57 72 931 51 97063 103 73 262 435 533[ 30001 641 796 828 49 65 959 98053 132 72 222 376 512 726 73 852 99044 135 551 797 100038 138 80 276 343 425 66 524 758 101173 275 412 817 102015 303 48. 425 66 569 727 1500] 38 42 103000 79 185 324 472 81 642 854 905 15001 18 3000] 62 104002 95 133 57 59 226 52 50 828 105052 163 328[ 3000] 72 423 614 752 81 23 88 106007[ 500] 97 108 17 87 94 202 88 369 94 401 9 603 59 706 886 950 107017 19 101 370 416[ 10001 26 886 108006 51 15000] 88 125 268 632 756 922 1500] 109052 122 62[ 3000] 94 411 95 535 54 60 617 94 804 77 945 110054 153 269 411 532[ 500] 784[ 500] 803 111129 83 536 626 713 47 70 112194 265 372 81 447 562 15001 688 959 113469 55 054 728 45 51 86 114056 61[ 500] 69 75 268 448 511 35 607 50[ 500] 51 922 86 Besonders beliebte Anzüge. zu. außergewöhnlich extra billigen Preisen. 3125L Besonders beliebte Paletots. 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Nachbrud verboten. 245 67 323 577 91[ 3000] 630 41 56 707 815 984 [ 500] 1045 103 382 729 71 868 1500 969 15001 2500 677 711 42 54 88 15001 3100 13 852 15001 949 52 4101 61 466 598 15001 681 741 46 839( 30001 5024 30 47 66 98 267 724 988 6118 76 83 214 13000] 39 349 581 716 846[ 5001 7316 55 803 77 975 97 15001 8088 104 63 230 313[ 500] 476 589 716 13000] 836 63 909 9116 31 75 15001 253 68 365 443 80 99 524 43 88 797 [ 5001 983( 5001 10042 172 79 395[ 500] 662[ 500] 927 11005 T3000] 40[ 5001 78[ 500] 154 313 474 564 611 53 758 68 99 12020 22 70 342 70 81 85 462 500 608 33 842 60 985 13074[ 3000] 314 37 645 130001 728 14236 39 [ 1000] 57 84 410 514 130001 67 625 110001 873 950 55 15132 74 314 662 64 759 844 16067 112 371 526 654 803 94 934 950 17012[ 5001 116 630 31 63 834 51 18004 93 135[ 3000] 394 413 63 96 99 720 817 11000 991 19006 15001 39 173 207 15001 416 26 80 533 946 20000 15001 93 314[ 500] 79[ 10001 417[ 3000] 546 99[ 500] 815 21066 142 53 83 348 73 416 70 588 718 67 22024 91 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Borchert, Borndorferstraße 50. Berantw. Redakteur: Verschiedenes. 105/ 6* Der Streit der Schildermaler ist noch nicht beendet und wir bitten die Kollegen allerorts, den Buzug nach Berlin streng zu meiden! 289/ 7* Die Ortsverwaltung Berlin. gesperrt. 102/10 Buzug ist streng fernzuhalten. Deutscher Kürschnerverband. Bahlstelle Berlin. Verband der Kürschner Berline und Umgegend. Achtung! Achtung! Der Arbeitsnachweis befindet ſich bet a betique Katobitrage 83. Bretterträger Berlins u. Umgegend! tagtiger Zigaretten- Arbeiter für ovale und Mundstud- Zigaretten( Handarbeit) finden bei gutem Berdienst dauernde Beschäftigung. 31169+ Vereinigte Zigarettenfabriken, Stuttgart. Die Arbeiter der Firma Sauer. landt Nachf. Poßling ,, Loh mühlenstraße, find noch ausgesperrt. Da die Verhandlung der Kommiffion gescheitert ist, bleibt dieser Blat fernerhin gesperrt. 19/12 Paul Casner, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Corwärts Buchdruderei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Ut-lü. N. 3. Sfilagt des Jotmärts" ßttlintt SölbblitL Sonnabend, 13. Mai 1905. ßerlincr JVacbncbtcn. Zur Umgestaltung der kommunalen Waisenpflege. Aus dem jetzt erschienenen 3. Teil des„Berichtes über die Ge- meindeverwaltung der Stadt Berlin in den Jahren 1895— 1900" bringt die„Vossische Zeitung" eine statistische Darstellung des Zu- standes unserer kommunalen Waisenpflege. Sie macht dazu die Bemerkung, der Bericht ergebe, daß die Befürchtung, d i e Anstaltserziehung solle beseitigt werden, über- trieben sei. Uns ist nicht klar geworden, wieso das aus dem Bericht hervorgehen soll. Die Frage, um die es sich handelt, ist ja im wesentlichen erst nach 1900 zu einer„brennenden" geworden. Die Bevorzugung der Familiencrziehung vor der Anstaltserziehung ist zwar sehr alt, und die Anfänge dieser aus Sparsamkeits- rü deichten entstandenen Bewegung liegen um viele Jahrzehnte zurück; im„Vorwärts" ist das oft genug gesagt und nachgewiesen worden. Aber den Plan, nicht einmal mehr die vorhandene Anstalt in ihrem bisherigen Umfange dem Erziehungszweck dienstbar zu machen, sondern ein Stück nach dem anderen von ihr abzubröckeln und höchstens einen armseligen Rest übrig zu lassen— diesen Plan auszuführen hat man doch erst in den allerletzten Jahren begonnen. In welchem Tempo die Ausfuhrung bisher erfolgt ist und wie weit sie bereits vorgeschritten ist, das haben wir im März aus Anlaß der Beratung des städtischen Etats gezeigt. Schon Ende 1904 war die Rummelsburger Anstalt zum geringsten Teil noch Erziehungs- anstalt, zum größten Teil nur noch Lazarett und Säuglingsheim. In der Anstalt befanden sich nur noch 66 gesunde Kinder, aber bereits 139 kranke Kinder und 49 Säuglinge, die der Etat gleich- falls zu den Lazarettinsassen zählt. Noch Ende 1901 waren 256 gesunde Kinder in der Anstalt. Angesichts dieser Zahlen fehlt uns wirklich ein parlamentarischer Ausdruck für den Versuch, die Um- gestaltung zu bemänteln, den in der Stadtverordneten-Versammlung der Oberbürgermeister Kirschner gemacht hat. Wenn die Rummels- burger Anstalt größtenteils nicht mehr Erziehungs- anstalt, sondern Kranken- und Siechenanstalt ist, und wenn selbst die paar gesunden Kinder, denen noch ein Plätzchen darin gewährt wird, auch nur deshalb aufgenommen werden, weil sie vor- aussichtlich nur kurze Zeit in der Waisenpflege bleiben, sodatz eine Unterbringung in Familien sich nicht lohnt, dann kann doch kein Mensch im Ernst behaupten wollen, daß noch von Anstaltserziehung im früheren Sinne die Rede sein könne. Die Streitfrage, ob Anstaltserziehung oder Familienerziehung, ist nicht neu. Schon seit etlichen Jahrhunderten wird sie erörtert. Wenn in der Stadtverordneten- Versammlung kürzlich von freisinniger Seite gesagt wurde, dazu seien lange Erfahrungen nötig, so möchte man fast annehmen, daß der betreffende Redner zum ersten Mal in die Berliner Waisen- pflege hineingeschaut hat. Das städtische Waisenhaus Berlins ist rund zweihundert Jahre alt, da könnte man nachgerade Erfahrungen genug gesammelt haben. Seit es besteht, sind schon recht oft Zweifel laut geworden, ob nicht Familienerziehung empfehlenswerter sei. Zu jeder Zeit bestand neben der Anstaltserziehung auch noch Familienerziehung. Aber der Gedanke, Familienerziehung noch mehr als bisher zu bevorzugen, tauchte besonders dann auf, wenn infolge ungewöhnlich starken Zuwachses von Waisenkindern die Pflicht zur Sparsamkeit wieder einmal recht deutlich empfunden wurde. Dieselbe Erwägung gibt ja auch heute den Ausschlag. Man fühlt, daß die Stadt sich ihrer Verpflichtung, das Waisenlazarett zu erweitern und ein ausreichendes Heim für Waisensäuglinge zu schaffen, nicht entziehen kann. Da man aber kein besonderes Grund- stück dazu hergeben, keine eigene Anstalt errichten mag, so muß die Rummelsburger Anstalt aushelfen. Wo sind denn die Beweise dafür, daß die Anstaltserziehung nicht besser sei? Heraus mit der Sprache, wenn Ihr etwas darüber witztl Der Verwaltung ist es ja ein Leichtes, Material hierzu zu beschaffen. Wiederholt ist früher solches Material zusammengetragen worden, um die alte Streitfrage zu beleuchten: in den bOcr Jahren des vorigen Jahr- Hunderts, als Berlin das neue Waisenhaus in Rummelsburg baute, in den 70er Jahren, als man dazu übergegangen war, wenigstens die Mädchen nur noch in Familien zu geben. Für die neueste Zeit ist man auf das angewiesen, was die Waisenverwaltungs- Berichte sagen, und da ist das Urteil über die AnstaltS- erziehung stets günstig. Dagegen kommt die Kostpflege in manchen Berichten sehr schlecht weg. Beispiele sind im„Vor- wärts" oft mitgeteilt worden, und noch kürzlich wurde in der Stadtverordneten-Versammlung vom Genossen Tolksdorf, der in der Waisenverwaltung sitzt, der Fall angeführt, daß ein„Waisen- vater" nach Berlin berichtete, das ihm zur Kontroll« überwiesene Kind befinde sich wohl, während es tatsächlich— ,m Krankenhause lag. Auch in dem großen Verwaltungsbericht für 1895—1900 steht über die Waisenanstalt nur Günstiges. Insofern könnte man sich allerdings versucht fühlen, aus ihm mit der„Voss. Ztg." zu folgern, daß die Befürchtungen„übertrieben" seien— wenn man nicht wüßte, daß im Rathaus nicht das Gute, sondern das Billige den Sieg davonzutragen pflegt. Die Ausführung des HafenprojetteS am Stralauer Anger wurde in der gestrigen Magistratssitzung beschlossen. Nach einem eingehenden Vortrage des Stadtbaurats Krause stimmte der Magistrat den Plänen des StadtbanrateS für die Errichtung eines großen städtischen Hafens am Stralauer Anger mit Bahn- und Speicheranlagen zu und bewilligte die Kosten für die Vorarbeiten in Höhe von 300 000 M. Die Gcsamtkosten der Anlage werden sich»ach dem Voranschlage auf rund 8 000 000 M. stellen, wobei das städtische Terrain in einer Ausdehnung von etwa 5000 Quadratn'.eter außer Ansatz geblieben ist. Die Aeltesten der Berliner Kaufmannschaft und die Handelskammer haben eine ZinSgarantie je zur Hälfte bis zur Höhe von 70 000 M. jährlich übernommen. Es wird nach Ansicht dieser Körperschaften zu erstreben fem, daß die Hafenanlage zur Tarifstation gemacht und in dem Tarif- satze nur die Strcckenfahrt zur Anrechnung gebracht wird. Ebenso wie auf den Bahnanschluß wird von der Kausinannschaft großes Gewicht darauf gelegt, daß in dem projektierten Speicher eine zoll- freie Niederlage mit eigener Zollabfertigungsstelle eingerichtet werde. Die nach dieser Richtung mit der kgl. Provinzial-Steuerdirektton gepflogenen Verhandlungen haben bereits zu einem günstigen Ergebnis geführt. Wie sich der Betrieb des neuen, abgesehen von dem Wert des städtischen Geländes, mit einem Kostcnaufwande von rund acht Millionen Mark herzustellenden Unternehmens wirtschaftlich gestalten wird, ist natürlich nicht mit Sicherheit vorher anzugeben. Es sind nur Schätzungen möglich. Der undankbare Künstler. Wegen Bedrohung seiner Wohltäterin, der 60jährigen Witwe eines Berliner Kanzleirats. hatte sich der Cellist Walter Ferner aus Wilmersdorf bei Berlin vor der Straf- kammer zu Wiesbaden in der Bernftmgsinstanz zu verantivorten. Der junge, begabte Künstler hatte in der alten Dame, die seinerzeit in Wiesbaden in Pension wohnte, eine mütterliche Freundin ge- funden. die ihm reichliche Geldmittel zukommen ließ. Im März 1903 erfuhr die Freundschaft zwischen beiden aber eine jähe Trübung: wie man sagt, weil Ferner die Geschenke der Dame zwar mit Freuden akzeptierte, von Verpflichtungen, die ihm daraus erwuchsen, aber nichts wissen wollte; nach einer anderen Version soll die Kanzleirätin ein Verhältnis nicht gebilligt haben, das Ferner mit einer Wiesbadener Dame angeknüpft hatte. Als sich der Künstler und die Rätin eines Tages auf der Straße trafen und die letztere ihn mit„Walter. Walter T" anrief, sagte Ferner in erregtem Tone: „Wie können Sie es wagen, mich anzurufen I" und setzte, indem er drohend seinen Stock hob, hinzu:„Machen Sie, daß Sie weg- kommen, sonst schlage ich Ihnen den Schädel ein I" Die Dame er- stattete Anzeige, und der undankbare Künstler wurde wegen Bedrohung mit Totschlag vom Schöffengericht in Wiesbaden zu 100 M. Geld- strafe verurteilt. Seine Berufung wurde gestern von der Strafkammer kostenpflichtig verworfen. Der Eisenbahnverkehr von und nach Werder sowie auf der Wannseebahn hat aus Anlaß des Besuches der Baumblüte einen ge- walttgen Umfang erreicht; am letzten Sonntag überstieg die Frequenz- ziffer die der Vorjahre um ein ganz Bedeutendes. Es fuhren allein von Werder 41 264 Personen nach Berlin zurück sam Baumblüte- Sonntag des Vorjahres nur 24 230 Personen). Auf der ganzen Strecke Werder-Potsdam-Berlin wurden am letzten Somitag 71 747 und auf der Wannseebahn 65 942 Personen, zusammen 137689 Personen nach Berlin zurückbefördert, während an dem betreffenden Sonntage des Vorjahres auf der Sttecke Werder-Berlin nur 40 402 und auf der Wannseebahn 39 533, zusammen 79985 Personen zurückbefördert wurden. Die Steigerung des Verkehrs betrug somit gegen das Vorjahr 57 704 Personen. Die Bctriebskrankenkasse der Firma Rengert u. Co., Linienstr. 81, ist durch Erlaß des Oberpräsidenten vom 14. April d. I. am 1. Mai aufgelöst worden. Die zurzeit der Betriebskrankenkasse angehörenden Mitglieder sind der Ortskrankenkasse der Kaufleute, Handelsleute und Apotheker überwiesen worden. Das am 1. Mai vorhanden gewesene Vermögen der aufgelösten Bettiebskrankenkasse wurde gegen Ueber- nahme sämtlicher Verpflichtungen dieser Kasse der genannten Orts- Krankenkasse übereignet. Ein schwerer Unglücksfall hat sich heute nachmittag in der Prenzlauer Straße ereignet. Aus dem Hause Ecke der Hirtenstraße kam aus dem Torweg ein Arbeitsfuhrwerk heraus, während auf der Straße Arbeiter beim Straßenpflastern beschäftigt waren. Plötzlich scheuten die Pferde und überrannten mit ihrem Fuhrwerk die Arbeiter. Einem von ihnen, dessen Persönlichkeit noch nicht fest- gestellt ist, wurde der Schädel zertrümmert, so daß er auf der Stelle tot war. Die Leiche wurde nach dem Schauhause gebracht. Abermals Genickstarre. Der zehn Monate alte Sohn Arthur des Kaufmanns Kopper, Kleine Auguffftr. 11 wohnhaft, wurde nach dem jüdischen Krankenhause und von dort nach der Charits gebracht. Dort wurde nun gestern nach eingehender Untersuchung eine Er- krankung an epidemischer Genickstarre festgestellt. Für geeignete Ab- sperrung und fofortige Desinfektton der Wohnung wurde Sorge ge- tragen. Der Provisionsschwindler Meiner, der vorgestern hier verhaftet wurde, hat nicht nur Zeitungen und Zeitschriften, sondern auch viele Geschäftsleute geschädigt. Er führte sich mit gefälschten Karten als Vertreter von Zeitungen bei ihnen ein, ließ sich für Inserate be- zahlen, gab aber diese nicht auf. Viele Geschädigte haben jetzt der Kriminalpolizei Anzeige gemacht.- Zwei Fledderer wurden am Donnerstag abend in der Großen Frankfurterstratze abgefaßt. Auf dem Mittelwege vor dem Hause Nr. 14 saß ein Tischler Bernhardt auf der Bank, um etwas frische Luft zu schöpfen. Zu ihm gesellten sich rechts und links zwei alte Fledderer namens Olitzki und Wahlen, die auch schon wegen Raubes bestraft sind. Sobald der Tischler eingeschlafen war, senkten sie ihre Hände in seine Taschen. Aber so ttef sie auch hineinfaßten, sie fanden nichts, weil Bernhardt sie zu Hause geleert hatte. Während sie immer noch suchten, packte plötzlich ein Schutzmann, der sie beobachtet hatte, mit jeder Hand einen am Kragen. Im ersten Schrecken konnten sie ihre Hände kaum aus den Taschen herausbekommen. Dann sprangen sie auf und stellten sich wie auf Verabredung schwer betrunken. Auf der Revierwache spielten sie diese Rolle weiter. Es war kein vernünftiges Wort aus ihnen herauszubekommen. Auch gestern bei ihrer Vernehmung durch die Kriminalpolizei taten sie so, als ob sie noch nicht nüchtern wären und sich nicht erklären könnten, wie sie mit den Händen in die Taschen des Tischlers gekommen wären. Beide wurden in Untersuchungshaft genommen. Sttaßcnspcrrung. Die Eisenbahnstraße von Wraugelstraße bis Lausitzer Platz einschließlich der nördlichen und östlichen Seite des Lausitzer Platzes wird wegen Asphaltieruna vom 15. d. M. ab bis auf weiteres für Fuhrtverke und Reiter gesperrt. Auf der Treptow- Sternwarte werden jetzt täglich interessante Sonnenfleckengruppen mtt dem großen Femrohr von nachmittags 2 bis 7 Uhr gezeigt. Alsdann ein Fixstern und bis 12 Uhr nachts abwechselnd der Mond und M a r S. Das Thema für den Sonntagnachmittags-Bortrag von Direktor A r ch e n h o l d um 5 Uhr lautet:„Einfiihrung in die Astronomie"; um 7 Uhr:„Wie finden unfere Schiffe den Weg über den Ozean"? Das Thema für den Borttag am Montag, den 15. Mai, abends 9 Uhr, lautet:„Ausflug in die Sternenwelt". Im wissenschaftlichen Theater der Urania in der Tanbenstratze wird der mit zahlreichen farbigen Bildern ausgestattete Vortrag „Der Simplon und sein Gebiet", welcher sich mit dem Durchstich und der Vollendung deS Simplontuiniels, sowie mit einem Paß- Übergang über denselben beschäftigt, in nächster Woche am Sonntag. Dienstag, Mittwoch, Freitag und Sonnabend zur Darstellung ge- langen; am Montag und Donnerstag finden Wiederholungen des mit Momentbildern des Afrikarcisenden C. G. Schillings illustrierten Vortrages„Tierleben in der Wildnis" statt. Theater. In der Wolzogen-Oper wird Sonntag der 14. Wiederholung der crsolgreichen Zeplerschen Oper„Die Bäder von Lucca" auf vielseitiges Verlangen noch einmal die Schiller- Gedächtnisfeier vorangehen sFestkläuge von Franz Liszt, zu Schillers Gedächtnis, verfaßt und vorgetragen von Ernst v. Wolzogen, Schillersche Lieder zur Laute gesungen von Elsa Laura v. Wolzogen und Schillers Hymnus von Richard Strauß, gesungen von Hermann Jacobs). Im Laufe der nächsten Woche wird als Neuheit den „Bädern von Lucca" ein Einakter„Reklame", Text und Musik von Mattin Jacob vorausgehen.— Ratio nal-Theater. Heute Sonnabend, den 13. Mai, gastiert Madame Charlotte Wyus als„Rose Fttguet" im„Glöckchen des Eremiten". Am Sonntag, den 14. Mai, abends 8 Uhr:„Die Jüdin", Gastspiel des königl. Kammersängers Werner Alberty.— Im Gebrüder Herrnfeld-Theater findet morgen die letzte Sonntags-Vorstellung in dieser Spielzeit statt, da die Direktion am Montag bereits die dieSjähttge Saison beschließt, um ihre Gastspiel-Tournee nach Leipzig und Hannover zu beginnen. Die Komödie„Die Meyerhains" gelangt daher nur noch dreimal zur Aufführung. Am Donnerstag, den 18. Mai, beginnen die Winter-Tymian-Sänger ihr Gastspiel. Vorort- l�acbricbten. Charlottenburg. Lohnbewegung der Frisenrgehülfen. Die vom Zweigverein Berlin deS Zentralverbandes der Frisenrgehülfen Deutschlands am Mtt- woch, den 10. Mai, im Restaurant„Jägerhos" zu Charlottenburg veranstaltete und gut besuchte öffentliche Versammlung befaßte sich mit folgender Tagesordnung:„Die Lohnbewegung Berlins und schließen wir uns derselben an?" Der Referent L i e r e- Berlin be- leuchtete eingehend die Lohn- und Arbeitsverhältnisse Groß-Berlins. Er zeigte die Notlvendigkeit der Lohnbewegung und forderte die Charlottenburger Gehülfenschast auf, sich derselben anzuschließen. Nach einer regen Diskussion fand folgende Resolution einstimmige Annahme: „Die Charlottenburger Gchülfen erklären sich mit den Aus- führungen und den vom Referenten aufgestellten Forderungen ein- verstanden. Die Versammelten versprechen, dieselben mit Nachdruck zu vertreten. Ferner verpflichten sich die Anwesenden, sich der Organi- sation anzuschließen." Schöneberg. Bei einer Razzia, die von 20 Polizeibeamten des 2. Revier? in den Anlagen der Hauptstraße sDorfane) veranstaltet wurde, sind gegen 40 Personen sistiert worden. Schon wiederholt gingen Klagen über das schamlose Treiben halbwüchsiger Burschen und Mädchen ein, die sich auf den Bänken und in den Gebüschen herumdrückten, so daß es den Passanten vielfach unmöglich war, die Anlagen am Abend zu betreten. Ein großer Teil der sistierten 14— 16jährigen Jungen und Mädchen wurde nach Fesistellung ihrer Personalren mit einer Verwarnung entlassen und die übrigen vorläufig in Hast behalten. Spandau. Einen Festzug durch die Stadt werden die organisierten Arbeiter, insoweit sie Turn-, Radfahrer- und Gesangvereinen angehören, zum erstenmal Hierselbst veranstalten(nachdem die Polizei hierzu bereits ihre Genehmigung erteilt hat) und zwar anläßlich deS allgemeinen Arbeiter-Sportfestes, das am 23. Juli hierorts stattfindet. Dir Genickstarre. Auch hier sind, wie erst nachttäglich bekannt wird, bereits Ende April zwei Fälle von Genickstarre zur amtlichen Kenntnis gekommen. Der eine Fall betraf das Kind einer in der Ackerstraße wohnhaften Arbeiterfamilie, der zweite einen Soldaten. Erfreulicherlveife nahmen beide Erkrankungsfälle einen befriedigenden Verlauf. Bor dem Tode deS Ertrinkens mit knapper Not gerettet wurde am Donnerstagvormittag das Töchterchen eines Eisenbahnbeamten, das von einem Knaben mutwillig in die Havel gestoßen sein soll. Durch die Hülferufe anderer Kinder wurde der Maschinist des städttschen Pumpwerkes am Lindenufer auf den Vorfall aufmerksam und holte das Kind aus dem Wasser. Dem herbeigeholten Arzt Dr. Breustedt gelang es schließlich, die Verunglückte wieder zum Bewußtsein zu bringen. Potsdam. Ein aufregender Vorfall spielte sich am Donnerstag auf dem Bahnhofe in Potsdam ab. Der vormittags 9 Uhr 5 Min. vom Potsdamer Bahnhofe in Berlin abgelassene Fernzug nach Magdeburg hatte sich eben zur Abfahrt in Bewegung gesetzt und war etwa drei Wagenlängen vorgerückt, als man vor der Erfrischungshalle des Bahnhofswirtes zwischen den Schienen unter dem fahrenden Züge liegend den zappelnden Körper eines neugeborenen Kindes erblickte. Zugleich wurde in dem Zuge die Notbremse gezogen, so daß er hielt, und nun stellte es sich heraus, daß in einem Wagen vierter Klasse eine von der Berliner Markthalle kommende Frau eines Werderschen Obstzüchters plötzlich von Mutterwehen befallen war. Sie eilte, als sich eben derZug in Potsdam inBewegung setzte, nach dem Abort des Wagens, woselbst sie einem Kinde das Leben gab. Dieses, ein kräftiger Knabe, entfiel ihr plötzlich durch den nach außen führenden Trichter des Aborts und zwar so glücklich, daß es unversehrt dicht neben der einen Eisenbahnschiene zu liegen kam. Dort wurde der junge Weltbürger von einer anderen Werderschen Frau, die in Be- gleitung eines Bahnbeamten unter den stillstehenden Zug kroch, her- vorgeholt, in eine Schürze gewickelt und samt der inzwischen aus dem Wagen herausbeförderten Mutter nach dem städtischen Kranken- haus gebracht, wo es beiden den Umständen nach wohl ergeht. Rummelsburg. Die Misiachtung der Gemeinde-Jnteressen durch die staatliche Aufsichtsbehörde wird durch die von ihr beliebte Führung des Disziplinarverfahrens gegen den früheren Baumeister Hatzky der Gemeinde Boxhngen-Rummelsburg recht charakteristtsch beleuchtet. Verschiedeue Vorkommnisse in der Geschäftsführung dieses Herrn gchben der Gemeindevertretung Veranlassung, auf seine ferneren Dienste zu verzichten. Gleichzeitig wurde ihm aufgegeben, daS Disziplinarverfahren gegen sich selbst z-u beantragen. Das geschah auch. Seitdem sind nun bereits zwei Jahre verflossen, auch die Vernehmungen in dieser Angelegenheit sind seit etwa einem Jahre abgeschlossen. Dennoch ist seit dieser Zeit die Angelegenheit keinen Schritt weiter gelommen. Heute noch ist nicht abzusehen, wann das Disziplinarverfahren seine Erledigung finden lvird. Die Gemeinde hat dem Baumeister, der ein Jahresgehalt von 6000 M. bezieht, bis jetzt also bereits 12 000 M. zahlen müssen, ohne daß er auch die geringste Tätigkeit für die Gemeinde ausübt. Ihm kann diese unverantwortliche Verzögerung natürlich nur angenehm sein, nicht aber der Gemeinde Rummelsburg, die unter schlvierigen Finanz- Verhältnissen leidet und 150 Prozent Kommunalzuschlag zur Staats- einkommensteuer erheben muß. Da alle Beschwerden des Gemeinde- Vorstandes unberücksichtigt blieben, beschäftigte sich die Gemeinde-� Vertretung in mehreren Sitzungen mit der Frage, wie es mögliche sei, die Auflichtsbehörde zu einem schnelleren Tempo in diesem Ver- fahren zu bewegen. Nach einem allgemeinen Gerücht, dessen Urheber»� schaft man dem Herrn Hatzky selbst zuschreibt, soll er eine hohe Ver- wandtschaft mit weitreichendem Einfluß besitzen. Die Möglichkeit. I daß es diesem Einfluß gelänge, das Disziplinarverfahren aufzu- halten, schien der Gemeindevertretung undenkbar. Sie vermag aber keine Grunde für die unverzeihliche Verzögerung des Disziplinar- Verfahrens zu entdecken. In einer Sitzung erklärte der Gemeinde- Vorsteher auch, daß er nicht in der Lage wäre, seiner vorgesetzten Behörde gegenüber diese Sache mit der unter den obwaltenden Um- ständen notwendigen Energie zu vertreten. Auch müsse er der vor- gesetzten Behörde gegenüber in Anwendung des„Tones' sehr vor- sichtig sein. Unter diesen Verhältnissen beschloß die Vertretung, einen Rechtsanwalt, der den Willen der Gemeinde stärker zum Aus- druck bringen kann, mit der ferneren Vertretung zu betrauen. Ob das Disziplinarverfahren nun einen schnelleren Verlach nimmt? Zernsdorf. Ein umfangreicher Brandstiftnngsprozeß begann gestern vor dem Schwurgericht des Berliner Landgerichts II und erregt das lebhafte Jnter- esse der Dorfbewohner von Zernsdorf und Umgegend. Die Anklage richtet sich gegen den Gastlvirtssohn Karl August Albcrt Rüden, der seit dein 5. Dezember v. I. in Untersuchungshaft sitzt und sich wegen wiederholter Brandstiftung und Verleitung zum Meineide zu verantworten hat. Es handelt sich um eine Reihe mysteriöser Brandstiftungen, die seit den letzten zwei Jahren die Be- wohner von Zernsdorf in Aufregung erhallen haben. Den Vorsitz im Gerichtshofe führt Landgenchtsdirektor v. HaugSdorf, die Anklage verttitt Staatsanwalt Giersdorf, die Verteidigung führen die Rechtsanwälte Dr. S ch w i n d t und Arndt. In dem Zeitraum von zwei Jahren sind imOrte nicht weniger als 16 Brände ausgekommen, die von böswilliger Hand angelegt waren und großen Schaden anrichteten. Der Verdacht der Täterschaft richtete sich zunächst gegen den Büdner Wilh. Ruft, er wurde aber nicht genügend bestättgt und richtete sich sodann auf Grund der verschiedensten Indizien nach und nach immer mehr gegen den jetzigen AngeNagten. Es war auffallend, daß bis Mai 1903 fast alle Brände in der Nähe des damals von dem Vater des An- geklagten bewohnten Grundstücks stattfanden. Der Vater verlegte dann seine Wohnung an das andere Ende des Dorfes und nun wechselte.auffallenderweise auch der Schauplatz der Brände. Seit Mai 1903 fanden fast alle Brände wieder in der Nähe des neuen Grundstückes des Vaters statt. Es war ferner auffällig, daß bei den meisten Bränden der Augeklagte als einer der Ersten in der Nähe der Brandstätte anzutreffen war. Insbesondere war dies bei den beiden Brände» der Fall, die dem Angeklagten von der Anklagebehörde zur Last gelegt werden. Am 27. Juli brannte eine Scheune des Büdners Wolfermann vollständig ab, so daß nur die Umfassungsmauern stehen blieben. Die Scheune grenzt mit einem Flügel unmittelbar an das zum Grundstück des Vaters gehörige Gartenland. Zwei Knaben hatten um die Zeit des Brandes den Angeklagten»forsch" durch den Garten nach einem Kirschbaum zu Laufen fehen; bald darauf brannte die Scheune. Auch bei leben und Poznansth zu je einer Woche Haft, die gegenwärtig Feststellungen über die Zahl der Beteiligten und die weiteren Einzelheiten gemacht. einem am 22. September ausgebrochenen Brande, die eine übrigen wurden freigesprochen. Scheune des Lohnbauers Ruden einäscherte, ist der AnDen Bericht über die Tätigkeit der Schlichtungskommission, Der Krankenkassenprozeß in Hannover zeitigt in seinem ferneren geklagte von dem Nachtwächter, der auf den Feuerlärm herbei Verlaufe unglaubliche Manipulationen der Kaffengründer. Durch Werkstattdifferenzen und Streils erstattete Ma a f. In acht Sizungen hat die Schlichtungskommission 77 Werkstattdifferenzen entschieden. geeilt war, in verdächtiger Nähe der Brandstätte gesehen worden. Besonders gravierend erscheint für den Angeklagten, daß er bei einer Inserate suchte die Staſſe Agenten. Jeder, der sich meldete, wurde 86 Differenzen wurden durch die Beauftragten der Kommission " Generalagent" und wurde mit reichlicher Provision ausgestattet. Vernehmung fälschlich angegeben haben soll: er fei, als er von dem etwa 150 Generalagenten waren angestellt, und um deren Tätigkeit erledigt ohne daß es zu einer Verhandlung in der Sigung kam. Nachtwächter gesehen wurde, von einem nächtlichen Besuch bei der Dienstmago Hanfche, mit der er ein Liebesverhältnis unterhielt, ge- Beit vom 10. August bis 10. Ottober die meisten Mitglieder machte" fam es zum Streit, der in 28 Fällen mit, in 3 Fällen ohne Erfolg zu heben, wurde ein Wettbewerb veranstaltet. Wer in der m ganzen waren 221 Werkstattdifferenzen und Streits zu vers zeichnen. 39 Differenzen wurden ohne Streit erledigt, in 31 Fällen tommen. Er soll dann auch versucht haben, die Dienstmagd zu sollte 300 Mart Egtraprämie erhalten, der nächste 200 und gesagt haben:„ Wenn wir beide vor Gericht kommen, dann sage doch, tam den gewissenlosen Gründern ja nur auf das Geld an. Verlangte wurden 274 Mitglieder ausgesperrt, beziehungsweise entlassen und einer falschen Aussage zu überreden. Er soll nämlich dem Mädchen der dritte 100 M. Alles wurde als Mitglied aufgenommen, denn es endete. Außerdem wurden vier erfolgreiche Branchenstreits geführt, an denen 64 Werkstellen beteiligt waren. Anläßlich der Maifeier ich hätte zu Dir kommen wollen. Du kriegst auch eine gute !" Belohnung. Es ist ja alles da, Du sollst meine Frau werden 1" ein Mitglied aber Krankengeld, dann wurde es ohne weiteres auswurden 274 Mitglieder ausgesperrt, beziehungsweise entlassen und ftehen. Charakteristisch ist, daß seit der Verhaftung des Angeklagten teine gefchloffen. Aus den Büchern ist festgestellt, daß in der kurzen war nur bei solchen Arbeitgebern, die nicht unter dem Vertrage Dem Bericht des Arbeitsvermittelers ist zu entnehmen, daß im jede Schuld, ein rechtes Motiv zur Tat ist nicht erkennbar, es sei erfolgt find. Man schloß aus, weil die Mitglieder ein Zahngeschwür, Laufe des Quartals 3742 Adressen von 2524 Unternehmern einBrände mehr vorgekommen sind. Der Angeklagte bestreitet entschieden Beit vom September 1902 bis März 1908 616 derartige Ausschlüsse Brandwunden, die in zwei Tagen heilten, weil ein Nagel am denn, daß sich die Annahme der Anklage bestätigte, daß der An Daumen abgegangen, eine Erkältung und ähnliche mit Erwerbs- gingen. Besetzt wurden 2300 Stellen, 4015 Arbeitslose hatten sich geklagte aus dem bei solchen Bränden stattfindenden Zusammen- unfähigkeit nicht verbundene Kleinigkeiten nicht angegeben eintragen lassen, am Schluß des Quartals waren 499 Arbeitslose strömen der Dorfbewohner für das Schanklokal feines Vaters größeren Zuspruch erhoffte. Da es sich um einen Indizienbeweis batten, ferner weil die Wohnung nicht richtig angegeben und Einfeger erfolgt auf Grund des Vertrages die Arbeitsund die Krankmeldung nicht binnen 48 Stunden einging. handelt, bei dem eine Reihe von Verdachtsmomenten den Beweis em das Krankengeld nicht vorenthalten werden konnte, der befam bermittelung vom 1. Juni ab in dem paritätischen Arbeitsnachweiſe der Schuld des Angeklagten erbringen follen, fo find über 40 Bengen eben feine Antwort und wurde der Generalagent, dem die Be- in der Gormannstraße. Für die übrigen Branchen wird die Arbeit haben zahlreiche Zeugen geladen, um die Unmöglichkeit der Täter- trogenen das Haus einliefen, grob, dann wurde dieser entlassen; nach wie vor vom Verbandsbureau im Gewerkschaftshause verin München gar sechs Wegen der Arbeit, welche durch die Einführung der Krankenschaft bei den früheren Bränden nachzuweisen und daraus zu folgern, man hatte ja in allen Städten mehrere daß er auch bei den unter Anklage gestellten beiden Brandstiftungen Generalagenten. Geld gab es von der Hauptkasse nie. Ausdrücklich unterstützung erforderlich ist, beantragte die Verwaltung die Anwurden feine Mitglieder aus Hannover- Linden aufgenommen, denn nicht der Täter sei. Für die Verhandlung find zwei Tage angefeßt. fo fagten die Obergauner: Wenn die Kasse kaput geht, dann stellung eines neuen Bureaubeamten. Die Versammlung stimmte Zoffen. demolieren uns sonst die Arbeiter Hannover- Lindens die Bude!" Nach den vorläufigen Feststellungen sind 65 Prozent der mittelt. dem zu und übertrug das Amt dem Möbelpolierer Nitsche. Den Streifenden der Stockfabrit von Gembicki wurde eine Einen Mordversuch gegen seine Ehefrau verübte der Schlächtermeister und Grundstücksbesitzer W. Diebloff. Die Diedloff- Einnahmen zu Verwaltungszweden verbraucht. Extra- Unterstützung von 15 M. bewilligt und gleichzeitig beschlossen, schen Eheleute lebten bereits seit Jahren in Unfrieden. Die Frau Bon 40 000 M. Bareinnahmen sind 8000 M. an Strankengeldern daß für die Zukunft jede Extra- Unterstügung in Fortfall tommt. hielt sich in den letzten Tagen in dem nahegelegenen Dabendorf auf ausgezahlt. Wie unglaublich dreift der Schwindel betrieben wurde, Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter und tehrte trob wiederholter Aufforderung ihres Mannes nicht zu geht aus den Prospekten und Flugblättern hervor, in denen es hieß: Gedentet der Not! Wer die Not abwenden will, der trete( E. S. 29, Hamburg), Filiale Berlin 1. Sonnabend, den 13. Mai, ihm zurück. Diedloff glaubte Grund zur Eifersucht zu haben, da sich seine Frau in der Wohnung eines Mannes namens Lindemann ein in die unter fachmännischer Leitung stehende Krantentasse abends von 6-11 Uhr bei Thomsen, Gneisenaustr. 30: Stichwahl der Filiale Berlin VI. Heute Union"!" An die Generalagenten schrieb man: Wenn Sie Abgeordneten zur Generalversammlung. aufhielt. Montag früh lauerte er auf der Treppe seiner Frau auf und versuchte sie, als sie flüchten wollte, zu erstechen. Sie erhielt fich unferer guten Sache widmen wollen und für Sonnabend, den 13. Mai, abends von 8-11 Uhr bei Diefe, Aderftr. 123: notwendig. Filiale Charlottenburg. Heute Sonnabend, den einen tiefen Stich im Rücken sowie Verlegungen am Halse und im biele Menschen ein gutes Werf tun wollen"! usw. Stichwahl zur außerordentlichen Generalversammlung. Bahlreiches Erscheinen Gesicht. Der auf ihr Geschrei herbeieilende Lindemann erhielt eben vor Gericht erzählten die beiden Hauptangeklagten, sie hätten im 13. Mai, abends 8%, Uhr, im Volkshause, Rosinenstr. 3: Außerordentliche falls durch Messerstiche schwere Verlegungen an den Händen. Intereffe der Kaffe biele Nächte hindurch und bis in die Mitgliederversammlung. Stichwahl der Delegierten. Diedloff flüchtete, fehrte aber bald zurück und wurde verhaftet. Die fintende Nacht hinein gearbeitet, aber ein Angestellter tonstatierte unter Eid, daß die Herren tagelang in animiertester Frau befindet sich außer Lebensgefahr. Stimmung waren und nur wenige Stunden gearbeitet haben. Der„ Kontrolleur" Schomburg habe unbequeme Briefe verbrannt. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 14. Mai, vorm. 8 Uhr, im Bürgersaale des Rathauses, Eingang Stönigstr. 15-18: Bersammlung. Freireligiöse Borlesung". griefeitet Um 10%, Uhr vormittags in der Schul- Anla, Kleine Frankfurterstr. 6: Bersammlung. Bortrag des Frl. Jda Altmann: Verfammlungen. Zu dem rätselhaften Leichenfunde in dem Walde bei Caputh' fiber welchen wir bereits berichtet haben, wird uns mitgeteilt, daß nach behördlichen Feststellungen ein Verbrechen anscheinend nicht vorliegt. An dem Körper des Toten, der schon lange Zeit an der Fundstelle gelegen haben muß, wurden keinerlei Spuren entdeckt, die Die Berliner Holzarbeiter und die Maifeier. auf ein an dem Manne begangenes Verbrechen schließen lassen. Es In der letzten Generalversammlung der Filiale Berlin des wird angenommen, daß der Unbekannte Selbstmord verübt, möglicherweise sich vergiftet hat. Der Körper war zwar mit Tannenreifig Holzarbeiterverbandes beantragte Wermuth die nachstehende Rebedeckt, jedoch nicht so dicht, daß daraus unbedingt zu schließen ist, solution, welche die Versammlung ohne Debatte einstimmig daß die Nadeln von dritter Hand auf den Körper geworfen find. Da bei dem Toten keinerlei Wertsachen vorgefunden wurden, ist allerdings auch mit der Möglichkeit zu rechnen, daß die Leiche von Strolchen beraubt und dann mit Tannenreisig bedeckt wurde. Auf der Havel untergegangen ist am Mittwoch bei Küzkow ein mit Tonerde beladener Brahm, der durch die durch einen vorüberfahrenden Dampfer veranlaßten Wellen voll Wasser geschlagen wurde. Die Mannschaft konnte gerettet werden. Gerichts- Zeitung. annahm: um I Der sittliche Wert der Arbeit". Gäste, Damen und Herren, sehr will tommen. Verein ehemaliger Gütergoher zur Bekämpfung der Zuber fulofe. Sonnabend abends 9 Uhr im Musikerhaus, Kaiser Wilhelmftr. 18m: Sigung. Gäfte willkommen. Der Borstand. In der humanistischen Gemeinde, Niederwallstr. 12, in der Aula der Friedrichwerderfchen Oberrealschule, hält am Sonntag vormittags 10%, Uhr Herr Dr. Rudolf Benzig einen Vortrag über: Schillers Künstler". Damen und Herren haben freien Zutritt. Eine öffentliche Dienstboten- Versammlung findet am Dienstag, den 16. Mai, abends 8, Uhr bei Buggenhagen, am Morigplab, statt. Herr Dienstboten an die Gesetzgebung". Nach dem Vortrage Diskussion. Eintritt S. Staßenstein wird über das Thema sprechen:" Die Forderungen der frei für jedermann. Vermischtes. " Schiller als Schuhgeist des Militarismus. Das Unmögliche ist in Gießen möglich gemacht worden: Wie das Gießener Amtsblatt" meldet, wurde dort am Schillertage bei der Parole- Ausgabe jedem Soldaten des Regiments eine eigens für diesen Zwed hier gedruckte Broschüre überreicht, worin auf Schillers Schöpfungen, die den Wehrstand, das Soldatenleben und die Vaterlandsliebe be handeln, hingewiesen wird. 11. a. find in der Schrift das Gedicht " Die Schlacht" und einzelne Stellen aus Wallensteins Bager" abgedruckt. " Die Versammlung erblickt in der eigentümlichen Stellung nahme einiger Verbandsbeamten gegen die bisherige Form der Maifeier eine dem proletarischen Klassenkampf zuwiderlaufende Kleinigkeitskrämerei. Den auf verschiedenen Gewerkschaftstongreffen aus Opportunitätsgründen ausgesprochenen Gedanken: Die Opfer, welche die Arbeitsruhe am 1. Mai erheischt, für andere nüßlichere Swede zu verivenden", verwirft die Versammlung im Hinblick auf die Tatsache, daß die Feier durch Arbeitsruhe ein erhebendes Beispiel für alle Arbeiter bedeutet, die sich noch nicht zur sozialistischen Weltanschauung burchgerungen haben. Dem einseitigen Standpunkt, den Gewerf Und wieder ward die Sittlichkeit nicht gerettet! Ein literarischer schaften erwachsen durch die Maifeier zu hohe Opfer, die in keinem Prozeß beschäftigte gestern wieder die dritte Straffammer des Land Verhältnis zu den Erfolgen ständen, tritt die Versammlung mit gerichts I unter Vorsiz des Landgerichtsdirektors 2angner. Unter der Anschauung entgegen, daß der Kampf um die Durchführung Ser Anklage der Verbreitung einer unzüchtigen Schrift standen der der Maifeier nicht nur ein Proteft gegen alle verbrecherischen Nach diesem Muster könnte etwa Heinrich Heine für das Verlagsbuchhändler Bruno Cassirer aus Charlottenburg; und der Handlungen unserer herrschenden Klassen, sondern auch ein Kampf Mudertum aller Schattierungen ausgeschlachtet werden. Aber inter Schriftsteller Frank Wedekind. Die unzüchtige Schrift, die sie verbreitet haben sollen, ist das Wedekindsche Drama, Die Büchse die Anerkennung der Organisation und der daraus effant ist das Gießener Experiment und interessant wäre, die zuEinzelne Die fammengestoppelte Broschüre zu Gesicht zu bekommen. der Pandora", welches eine Fortseßung des Erdgeistes" dar resultierenden Freiheit und Menschenrechte bedeutet. stellt und in geschlossener Vereinsvorstellung bereits fünfmal in organisierten Holzarbeiter Berlins haben sich durch energisches Stapitel müßten lauten: Schiller und die Soldatenmißhandlungen", Schiller und die Militärjustiz" usw. Db der Literatur- Feldwebel Nürnberg und einmal in München aufgeführt worden ist. Als Sach Handeln den Feiertag der Arbeit zu erkämpfen erkämpfen gewußt, den Soldaten auch erzählt, daß Schiller das Recht auf Rebo. verständiger war seitens des Gerichts Professor Dr. Witttowstí. es würde für fie tie für alle anderen an der Mai- lution predigt und daß er den Tyrannenmord verherrlicht? Leipzig geladen, auf Ersuchen des Verteidigers Justizrat Paul feier beteiligten Arbeiter die Beseitigung desselben nicht nur Jonas war auch Gerhard Hauptmann als SachDie Montignofo- Affäre. Der neue Vertrag, den der sächsische eine Ignorierung der um der Maifeier willen geführten Kämpfe verständiger zur Stelle. Als Dolmetscher für die in dem Drama bedeuten, sondern die Arbeiterschaft auch vor den Gegnern Justizminister Dr. Otto mit der Gräfin Montignoso in Florenz enthaltenen französischen und Stellen englischen fungierten die Herren Brofessor Dr. Lamprecht blamieren. Die Versammelten verweisen auf die Tatsache, daß bereinbart hat, und der jetzt der Genehmigung des Königs von und Sachsen unterliegt, die unzweifelhaft erfolgen wird, weist folgende überall, wo die Maifeier feine fünftliche Eindämmung erfahren, Hauptpunkte auf: 1. Die Gräfin verzichtet auf die fächsische StaatsHaake. Die Verlefung des Dramas fand unter Ausschluß der Deffentlichkeit statt. Professor Dr. Wittlowsti sprach fich dieselbe im Wachsen begriffen ist. Die Versammelten sind überangehörigkeit. 2. Sie liefert die Prinzessin Pia Monica ein Jahr dem Vernehmen nach vollständig zugunsten der Angeklagten und des zeugt, daß mit der zunehmenden Macht und Bedeutung der Arbeiter nach Infrafttreten des neuen Vertrages an den sächsischen Hof aus. Buches aus, so daß der Gerichtshof auf ein weiteres Gutachten bewegung auch die Maibewegung zunehmen wird.- Aus diesen Grün- 3. Die Gräfin erhält eine monatlich zahlbare jährliche Apanage von bon Gerhard Hauptmann verzichten fonnte. Staatanwalt den erwartet die Versammlung von dem deutschen Gewerkschaftsfongreß, 40 000 m.( früher 30 000 m.). 4. Der fächsische Hof gibt der Gräfin Der Vertrag ist Liebenow, der gegen Caffirer die Freisprechung beantragte, führte daß er beschließt, die Maifeier in der bisherigen Form beizubehalten. Gelegenheit, alljährlich ihre Kinder zu sehen. aus, daß durch das Buch das Scham- und Sittlichkeitsgefühl verlegt Sonst nahm die Versammlung den Geschäfts- und Kassenbericht für zustande gekommen durch einen Briefwechsel des Großherzogs von werde und beantragte gegen den Angeklagten Wedekind 100 Mart das erste Duartal entgegen. Die Haupttasse verzeichnet eine Ein- Toskana mit dem König von Sachsen, ferner durch den Einfluß der Geldstrafe und Einziehung der vorfindlichen Exemplare. Juftiz nahme von 106 854,50 W., eine Ausgabe von 211 685,64 m. und langjährigen Freundin der ehemaligen Stronprinzessin, der Gräfin rat Jonas führte dagegen aus, daß Wedekind nimmermehr den ein Guthaben der Lokaltasse von 15 281,14 W. Die Lofalfaffe hat Fugger, die schon in Wartegg in der Schweiz weilte und sich jetzt rat Jonas führte dagegen aus, daß Wedekind nimmermehr den ein Guthaben der Lokaltasse von 15 281,14 m. Zwed verfolgt habe, das Scham- und Sittlichkeitsgefühl zu bereingenommen 250 812,86 W., ausgegeben 136 501,26 W., es bleibt in Florenz aufhält. Bur späteren Auslieferung der Prinzessin Pia lezen oder die Sinnlichkeit zu erregin, fondern daß er ein ernſtes ein Bestand von 113 811,60 m. inter den Ausgaben finden sich Monica hat sich die Gräfin Montignoso nur auf die Aussicht hin Thema in künstlerischer Weise behandelt habe. Der Verteidiger be antragte die reisprechung der beiden Angeklagten, auf die unter anderem folgende Boften: Für Streits, Maßregelungen und entschlossen, ihre übrigen Kinder wiedersehen zu dürfen.- Gräfin antragte die Freisprechung der beiden Angeklagten, auf die Aussperrungen 175 490,80 W., Arbeitslosen- Unterstützung 83 835,82 M. Montignoso siedelt im Sommer nach der Insel Wight über. das Gericht auch erkannte. Diese Boften find aus der Haupt- und der Lokalkaffe zufammen ges Durch den Tornado, der in der Stadt Snyder, Amerika, wütete, Dem Extrablatt Schwindel, der aus Anlaß des russisch zahlt worden. Außerdem hat die Hauptkaffe noch für Sterbes, wurden 125 Personen getötet und 150 verlegt. Die Stadt, die japanischen Strieges und der russischen Wirrnisse besonders überhand Umzugs, Notfall- Unterstützung 1963,12 M., und für Rechtsschuß 1000 Einwohner zählte, ist tatsächlich zerstört. Großer Schaden genommen hatte, wird von der Kriminalpolizei seit einiger Zeit 1518,10 M. ausgegeben, wurde auch an der Eisenbahn angerichtet; die Hauptlinie nach San besonders scharf entgegengetreten. Am Abend des 27. Dezember v. J., Dem Borstandsbericht, den Glode erstattete, ist folgendes zu kurz nach Theaterschluß, zog eine Anzahl Straßenhändler die Friedrich entnehmen: Im ersten Quartal wurden abgehalten 3 General Francisco ist unterbrochen. Zur selben Zeit wurden in dem Stadtstraße entlang, die in dem üblichen brillenden Zone bas Bublifum girls- und Branchen. Vertrauenmännerversammlungen, 17 Be gebiet von Dustee, einige Meilen südlich von Snyder, 80 Personen 62 burch die Mitteilung:„ Ruropatlin gefallen" und ferner: verfammlungen, 4 Gesamt- Vertrauensmännerversammlungen, 02 Be getötet. Bei dem Eisenbahnunglück bei Harrisburg auf der Pennsylvania Ein Attentat auf den Baren" zum Kaufe von Extra- girls- Mitgliederversammlungen, 92 Branchenversammlungen, 1 Ber blättern aufforderten. Diese fanden auch reißenden Absatz. Die fammlung der gesamten Kontrollkommission, 13 Verwaltungsfizungen. bahn wurden nach neueren Feststellungen gegen 20 Personen getötet Leser wurden jedoch einigermaßen enttäuscht, als sie in bem mit techtsschutz erhielten 78 Kollegen. Die Drganisationen der Möbel- und 70 berlegt. Kuropatkin gefallen" überschriebenen Extrablatt, fleingebrudt die Mit polierer und der Stiftenmacher find am 1. April in den Verband teilung fand, daß Kuropatkin infolge eines Schusses leicht verlegt war. übergetreten. Der Redner heißt sie als Kampfgenossen in den Neihen Die Mitteilung von einem Attentat auf den garen war bollständig aus des Holzarbeiter- Verbandes willkommen. 1800 Bolierer und 150 Stiftenber Luft gegriffen. Auf Veranlaffung eines der Stäufer dieser macher haben sich neue Bücher ausstellen laffen. Schwindel- Erirablätter erfolgte die Festnahme der Händler durch die Die 78 Mitglieder, welchen Rechtsschutz bewilligt wurde, hatten Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends Kriminalschuhleute Dröscher und Stodel.- Vor dem Schöffen- 77 Prozesse zu führen. Davon betrafen 82 gewerbliche Streitigkeiten von 7 bis 9% Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Ubr. M. H. Prinzenallee 46. Sind Sie bei Unterschrift auf das Werk gericht I waren gestern wegen Betruges angeklagt: der ändler und 45 Straffachen. Von diesen sind 41 aus Anlaß von Streits 5. 5. 1.- 3. Ein Ernst Siedersleben, dessen Ehefrau, der Buch eingeleitet worden und zwar betrafen 18 die allgemeine Aus- großjährig gewesen, so ist leider ein Rüdiritt unmöglich. bruder Wigantow und die Händler Sebel und sperrung, 9 den Klavierarbeiterftreit, 12 verteilen sich auf vier Beispiel für solchen innerhalb eines Jahres nach der Hochzeit zu stellenden Dabib Poznansky. Wigantow hatte jene Schwindel- Werkstattstreiks, je eine auf die Metallarbeiteraussperrung, den Rüderstattungsantrag finden Sie S. 605 und 501 des in den öffentlichen Extrablätter gedruckt, während die übrigen Angeklagten diese Tapeziererstreit und den Mülltutscherstreit und 4 auf die Kontrolle Bibliotheken ausliegenden Arbeiterrechts". Die Hälfte des Betrages der geflebten Marken wird zurüderstattet. 4. Sit die Wohnung gesundheitsberbreitet hatten. Auf den Extrablättern zeichnete fich als des Arbeitsnachweises der Innung. 12 mal ist gegen Strafmandate gefährdend, so steht dem Mieter das Recht zu, den Bertrag aufzuheben und Rebatteur" ein gewiffer Otto Winkler. Die Ermittelungen wegen Streitpostenstehens gerichtliche Entscheidung herbeigeführt Schadenersatz zu begehren. Klagen Sie, falls eine Einigung nicht zustande nach diesem ergaben, daß diefer Herr Redakteur" ein wegen Geistes worden. Drei Kollegen wurden freigesprochen, fünf Klagen schweben tommt, beim Amtsgericht auf Aufhebung des Vertrages und auf Schaden23. 2. 9. Ihr Loshändler wäre Ihnen für den Fall eines Ge frankheit entmündigter Arbeiter ist, der sich zurzeit in der Abteilung noch, vier Kollegen find zu 6-80 M. Geldstrafe verurteilt worden. erjab.- 23. für Gemeingefährliche einer Jrrenanstalt befindet. Der Phantasie Wegen angeblicher Nötigung, Bedrohung und Beleidigung von Streit minnes Schadenersabpflichtig. Zurüdverlangen tönnen Sie nichts. dieses Mannes waren jene Schauernachrichten entsprungen, die später brecherri find 20 Kollegen angeklagt worden. In zwei Fällen wurde R. 2. 51. Der bei Erlaß des Sie freisprechenden Urteils vom Jahre 1873 bestandene Rechtszustand ist nicht geändert. Die Betreffenden tönnten auf dem gutgläubigen Bublitum, das immer wieder auf den Extrablatt bas Verfahren eingestellt, 8 Kollegen wurden freigesprochen, fiinf das damalige Ertenntnis Bezug nehmen und Sie als Zeugen benennen. schwindel hereinfält, als eine Wahrheit aufgetischt worden. Anklagen find noch nicht erledigt, in vier Fällen wurden Geldstrafen 3. R. 65. Ihre Frau müßte mündlich oder schriftlich den Antrag auf Ma. 2. B. 1. Sind Sie In der geftrigen Berhandlung bezeichnete der Staatsanwalt von 20-50 2. und in einem Falle eine Gefängnisstrafe von fünf Bornahme der Zwangsbouftredung stellen. ben Extrablattschwindel als ein geradezu gemeingefährliches Tagen verhängt. volljährig, so find Sie( nicht Ihr Mann) zur Bahlung verpflichtet. 2. Die Ueber den Streit der Modelltischler teilte der Redner mit, daß Erlernung ist wertlos. A. B. C. 1. und 2.: Ja. Unternehmen, dem mit aller Schärfe entgegengetreten werden .. 23. Benn müßte. Der Antrag lautete beshalb gegen Siebers derfelbe unverändert fortdauert. Wo Berliner Streifarbeit in anderen Sie nicht( innerhalb sechs Wochen nach dem Tode) auf die Erbschaft in Arbeits- gültiger Weise verzichtet haben, sind Sie zur Zahlung der Stoften ber leben, Hebel und Boznansty auf je einen Monat, Städten ausgegeben werde, würde dieselbe verweigert. nach auf 23igantow auf 2 ochen Gefängnis. Der Gerichts- nieberlegungen, die aus diesem Grunde erfolgen, werden auf Beschluß fräglich dagegen nichts machen. Es lag bei Ihnen, bei dem Einkauf vor Beschlußpflichtet.- Villa 6071. Wenn Sie überteuert find, können Sie naghof glaubte indeffen den Hauptattentäter in der Person des geistes- des Hauptborstandes aus der Hauptkasse unterstützt. einem halben Jahr sich die Ware genauer anzusehen. .. 32. 1. franten„ Nebatteurs" Winkler finden zu sollen, der die jetzigen An- Der Reformberein der Tischlermeister in Berlin wünsche den und 2.: Wahrscheinlich. 3. Ein Anwalt ist beim Reichs- Bersicherungsamt geklagten zu feinem Werkzeuge gemacht habe. Wegen groben Abschluß eines Vertrages analog dem, der mit den Organisationen nicht erforderlich. Wenden Sie fich an das Reichs- Arbeltsjefcetariat, Engel Bu diesem Zived werden fer 15. Memel, H. V. Nein. infugs berurteilte das Schöffengericht die Angeklagten leders- l der Holzindustriellen zc. abgeschlossen ist. M. W. 1099, 1. Nein. 2. Ja. Beranti. Redakteur: Baul Büttner, Berlin. Für den Inseratenteil berant.; Zh. Glode, Berlin. Drud u. Berlag: Borwärts Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Baul Ginger& Co, Berlin SW Briefkaften der Redaktion. Juriftifcher Ceil. 19