Nr. 114. o Abonnements- Bedingungen: abonnements Breis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Bost. Abonnement: 1,10 Mark pro Monat Eingetragen in die Post- Zeitungs. Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich. Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 22. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Solonel geile oder deren Raum 40 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 25 Big. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fettgebructe) Wort 10 Bfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen. tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet Zelegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutfchlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Schutz der Korruption! Das neunzehnte Jahrhundert brachte zwei solcher Ausbrüche. Den großen Brand 1842 und die Cholera im Jahre 1892. Die großen Unglücsjahre waren nicht zufällige Erscheinungen, sondern die notwendige Folge der inneren Korruption. Lange Zeit hatten die Hausagrarier allein die Herrschaft. Von den 160 Mitgliedern der Staatsgesetzgebung wurden 40 von den Hausagrariern direkt gewählt und 80 in den sogenannten allgemeinen Wahlen, d. h. von denen, die sich das Bürgerrecht gekauft hatten. Unter diesen hatten auch die Hausagrarier die große Mehrheit, so daß auch diese 80 Bürgerschaftsmitglieder Hausagrarier waren, und selbst inden Kreisen der Notabeln spielen die Hausagrarier eine nicht unbedeutende Rolle. Mittwoch, den 17. Mai 1905. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Mittel und Wege zu finnen, wie der sozialdemokratische Einfluß zu gehälter auf den Sanftnimmerleinstag verschieben, für die brechen ist. Da die Mißbräuche so mannichfacher Art sind, weiß Lehrer, namentlich für die jämmerlich bezahlten Landlehrer, jeder Hamburger, daß durch ehrlichen Kampf an ein Zurüderobern hat sie nichts übrig, dagegen beeilt sie sich, sobald als möglich der alten Herrschaft nicht gedacht werden kann. Da greift man die Schule noch mehr der Kirche auszuliefern, als es schon dann zur brutalen Gewalt, man entrechtet die Arbeiter und schafft jetzt der Fall ist. Ist dies Werk erst vollbracht, dann wird sich dadurch Raum zur persönlichen Bereicherung. man sich der wohlverdienten Ruhe hingeben, die preußischen Landlehrer können dann weiterhungern und nach wie vor den Landtag mit Petitionen überschwemmen, die einer altpreußischen Tradition entsprechend in den Papierkorb wandern. Mit Händen und Füßen sträubte sich die Mehrheit im Verein mit der Regierung dagegen, daß man die Regelung besoldungsgesezes verkoppeln will. Nach längerer Debatte, aus der Schulunterhaltungspflicht mit der Revision des Lehrerder besonders das Zugeständnis des Vertreters des Kultusministers, des Ministerialdirektors Schwarzkopf hervorzuheben ist, daß gerade durch die beabsichtigte Regelung der Schulunterhaltung in Verbindung mit der Konfessionalisierung der Volksschule dem Staate große Ausgaben erwachsen, wurden einige Abänderungsanträge abgelehnt und der Kompromißantrag mit der Aenderung angenommen, daß die Regierung aufgefordert wird, im Etat für 1906 den Dispositionsfonds zur Beseitigung der Ungleichheiten in den Lehrerbesoldungen von 200 000 M. auf 5 Millionen zu erhöhen. Die Lehrer müssen sich wieder einmal auf absehbare Zeit mit der platonischen Liebe des Landtages zufrieden geben. Den einen Troſt allerdings haben sie, daß, wenn ihnen auch nicht ihr Gehalt erhöht, so doch wenigstens dem Volke die Religion erhalten bleibt. Am Mittwoch fällt die Sigung aus. Donnerstag: Zweite Lesung der Berggeseknovelle. Die Gründe, welche den frechen Angriff auf das Wahlrecht der Hamburger Bürger veranlaßten, liegen einerseits in der Reichspolitik, im besonderen aber find fie auch in den Hamburger Zuständen zu suchen. Die drei„ Republiken" an der Wasserkante sind Staaten, in denen die Polizeiwirtschaft mit Unterstützung des Kleinbürgertums Ueber den Wahlrechtsraub schreibt man uns noch aus Hamburg: seit Jahrhunderten die giftigsten Blüten getrieben hat. Wer eine Mit brutalem Zynismus wird in der Begründung" der Wahlgenaue Geschichte dieser Staaten schreiben wollte, könnte sein Wert rechtsumsturzvorlage als einziges Motiv die Zurückdämmung der getrost eine Geschichte der Korruption nennen. Einige Tausend sozialdemokratischen Hochflut bezeichnet. Jest oder nie" heißt es Kaufleute und Hausagrarier hatten lange Zeit die Herrschaft allein in den Motiven, muß die Verfassungsänderung erfolgen, weil die in den Händen und sie betrachteten den Staat als eine Einrichtung halbschichtigen Neuwahlen. Der Ref.) jedenfalls so start sein wird, sozialdemokratische Partei schon im Jahre 1907( bei den nächsten zur persönlichen Bereicherung. Wie sehr darunter das Gemeinwohl daß mit der Möglichkeit, eine Verfassungsänderung gegen ihren leidet, empfinden die Arbeiter und die Personen, welche nicht zu dem Willen vorzunehmen, nicht mehr gerechnet werden kann." Das ist Klüngel gehören, täglich. Oft aber kommt es zu gewaltigen Aus- die Absicht! Siten erst 41 Sozialdemokraten in der Hamburger brüchen und dann wird auch die Deffentlichkeit außerhalb des Staates Landesvertretung, dann läßt sich eine Verfassungsänderung nicht aufmerksam auf die notwendigen Folgen dieser Korruption. mehr durchführen, denn dazu ist eine Dreiviertelsmehrheit erforderlich. Widerlich mutet folgende Stelle aus den Motiven an: " Daran, daß die hiesige Arbeiterbevölkerung durch die von ihr nach Maßgabe ihrer politischen Ueberzeugung ausgewählten Personen in der Bürgerschaft vertreten ist, muß jedenfalls fest gehalten werden. Zu einer Zeit, in der die Lösung sozialer Fragen im Vordergrunde steht und die Hebung der wirtschaftlichen Lage der nichtbesitzenden Bevölkerungsklassen den Gegenstand und die Aufgabe mancher Gesetzesvorlage bildet, würde es ein schwerer politischer Fehler sein, wenn man bei der Zusammensetzung einer zur Lösung jener Aufgaben mitberufenen politischen Körperschaft auf die Mitarbeit gerade jener Bevölkerungsklassen verzichten und ihnen die Möglichkeit nehmen wollte, durch die von ihnen ge= wählten Vertreter ihre Wünsche und Ansichten zum Ausdruck zu bringen. Aber ebenso verkehrt würde es auf der anderen Seite sein, wollte man jenen Bevölkerungsklassen eine so weitgehende politische Macht einräumen, daß die Vertreter anderer Interessen dadurch verdrängt würden. Durch die allgemeinen Wahlen zur Leitung des Vorsitzenden der vierten Kammer auch zu einem Der Prozeß gegen den Strafvollzug wird unter der Bürgerschaft soll eine Gewähr dafür gegeben sein, daß alle wirts schaftlichen Interessen, entsprechend der Bedeutung, die sie für das Prozeß gegen die Strafprozeßordnung. Die Machtbefugnisse, Gesamtinteresse beanspruchen können, in der Bürgerschaft ver- die den Vorsitzenden an sich gegeben sind, werden von dem treten sind. Nur durch ein Zusammenwirten aller wirtschaftlichen Herrn Oppermann mit diftatorischer Gewalt gehandhabt. Kräfte und darum durch eine richtige Verteilung der Mandate Rein objektiver Beobachter wird sich dem Eindruck entziehen auf die verschiedenen Interessengruppen wird der Erfolg verbürgt; fönnen, daß der Vorsitzende des Gerichtshofes mehr als Vereine einseitige Vertretung der Sonderintereffen einer einzelnen treter der Anklagebehörde erscheint. Monströs gestaltet sich der Bevölkerungsklasse muß schließlich dazu führen, daß das Gesamt Gang der Beweisaufnahme. Obwohl sie nun zwei Tage interesse einen nicht wieder gut zu machenden Schaden erleidet." währt, find doch bisher die inkriminierten Artikel, die GrundDer Senat will beileibe nicht die Arbeiterbevölkerung aus dem Barlament vertreiben, denn:... Alle übrigen wirtschaftlichen lagen des Prozesses, nicht verlesen worden. Es ist schwer, die Eingeleitet wurde die Vorbereitung zur Cholera 1890. Als am das Gesamtwohl zur Geltung fommen. Dazu ist notwendig, daß fast vermuten, daß man den alten Erfahrungssatz, der erste Interessen müssen entsprechend ihrer wirtschaftlichen Bedeutung für Absicht der Verhandlungsführung zu erkennen. Man dürfte 1. Mai die Arbeiter den Weltfeiertag des Proletariats feierten, auch die Arbeiterbevölkerung in der Bürgerschaft ihrer Eindruck sei der beste, in die Praris umsetzen und den Straf wurden Zehntausende ausgesperrt. Nun schleppten die Agenten der Bedeutung angemessene Bertretung findet, und vollzug vorerst nur in staatsanwaltschaftlicher Beleuchtung Scharfmacher alle nur irgendwo auffindbaren Menschen mit niedrigen gewiß wird niemand daran denken wollen, diejenige politische Partei präsentieren will. Ansprüchen nach Hamburg. Was auf der Landstraße und in aus der Bürgerschaft zu verdrängen, von der die überwiegende Mehrlavischen Ländern sich bereit erklärte, nach Hamburg zu gehen, zahl der Arbeiter eine wirksame Bertretung ihrer Sonderinteressen wurde dorthin transportiert und in Massenquartieren untergebracht. erwartet. Aber dieser Gesichtspunkt darf nicht dazu führen, daß Bergeblich wies der damalige Fabrikinspektor Steinert in seinem iene Partei durch das zahlenmäßige Uebergewicht ihrer Anhänger Jahresberichte auf die große Gefahr für die öffentliche Gesundheit schließlich ihrerseits die Vertreter der übrigen Berufsinteressen aus hin. Die Polizei fühlte sich als Dienerin der Scharfmacher und der Hausagrarier und mußte dem Machtspruch dieser Gewaltigen Folge geben. Was noch neben den Hausagrariern eine Rolle spielte, waren die Großkapitalisten, die unter den Scharfmachern die erste Nolle spielen. Es ist der Klüngel, dessen Organ die„ Hamburger Nachrichten" find. Wie dieser Klüngel wirtschaftete und einen Zustand schuf, dessen notwendige Folge die 1892 ausgebrochene Cholera war, die damals mehr als 10 000 Menschen hinwegraffte, wollen wir nun in Erinnerung bringen. Der Einfluß der Hausagrarier hatte es bewirkt, daß jede vers nünftige Bauordnung und jedes Wohnungsgesetz fehlte. Nur für den Hausagrarier durfte die Gesetzgebung sorgen. Für diesen bestand das Kahlpfändungsrecht so lange, bis endlich das Bürgerliche Gesetzbuch mit dieser brutalen Ausplünderung der Aermſten aufräumte. Dafür durften die Hausagrarier die alle Gesundheit schädigenden Spelunken als menschliche Wohnungen vermieten. Was Steinert vorausgesagt, trat im August 1892 ein. Jegt traten die Sünden hamburgischer Gesetzgebung ans Tageslicht. Alle Welt entsetzte sich über die grauenhaften Bilder menschlichen Elends. Da fast überall die Häfen für von Hamburg kommende Schiffe ge sperrt waren, gerieten auch die Needer in Streit. Es war ein Gegensatz zwischen Reeder- und Hausagrarierinteressen. Im April 1893 versprach der jetzige Bürgermeister Dr. Burchard feierlich im Reichstage, daß in Hamburg in allernächster Zeit ein gutes Baupolizeigesetz und ein Wohnungsgesetz erlassen werden würde, wodurch die Mißstände beseitigt werden sollten. Genosse Moltenbuhr hielt ihm damals schon entgegen, daß daran nur ein Mensch glauben tann, der entweder ein unverbesserlicher Optimist ist oder der die Hamburger Hausagrarier, die die Gesetzgebung in Händen haben, gar nicht fennt. der Bürgerschaft verdrängt." Das Paradies am Plößensee. heimrat Kirchner, der Chef der preußischen Medizinalbehörde, Dienstag kam der Gutachter der Anklage zu Wort. Gehat nach dem Erscheinen der zur Anklage stehenden Artikel hat nach dem Erscheinen der zur Anklage stehenden Artikel im Auftrage des Ministeriums eine Revision der Plößenseer Strafanstalt vorgenommen. Der Bericht, den nun der Herr Alle Bürger mit einem Einkommen bis 3000 m. werden der Geheimrat erstattet, war mehr als eine Verherrlichung des dritten Wählerklasse überwiesen und finden in 24 Abgeordneten ihre Strafvollzuges. Er war ein Idyll, eine Paradieses- Schildeangemessene Vertretung. Die Zehntausende von Arbeiter- rung, die die Sehnsucht nach einem Aufenthalt in Blötzensee bürgern, das große Heer der Beamten und der kleine Mittelstand" förmlich wachrufen mußte. Licht, Luft, Soft, Behandlung von können sich auf Grund des Proportionalsystems in die 24- Gefangenen durch obere, mittelere, untere Beamte und durch geordneten angemessen" teilen. Ausgleichende Gerechtigkeit"! nichts darüber bekannt, ob er den geheimen Verschwörern gegen Wenn im Bereich des Plößenseer Strafvollzuges demnächst die Der Senat hat geheim gearbeitet, bis Sonntag war noch die Aerzte lassen nach seinen Angaben nichts zu wünschen übrig. das jetzt bestehende Wahlrecht Stonzessionen machen werde; erst am Kriminalität start anwachsen sollte, so wäre dies nach dem Sonntag wurden den Bürgerschaftsmitgliedern die Senatsvorschläge Gutachten nicht wunderbar. Und die Personen, die wegen mitgeteilt, die am Montag durch das Senatsorgan veröffentlicht dieser Schilderung die tauglichen Mittel anwenden, um in das wurden. Wie ein Blitz hat dieses Wahlrechtsattentat bei der Paradies von Plößensee zu gelangen, werden dann schwerlich Arbeiterschaft gewirkt. Am Montag abend, als der Senatsantrag für ihre Enttäuschungen den Sachverständigen auf Schadenallgemein bekannt war, wurde überall die Frage der Wahlrechts- ersatz verklagen können. berschlechterung erörtert. Man verlangt die Ergreifung von AbUeber das Wie wird die sozialdemokratische wehrmaßregeln. Arbeiterschaft in Massenversammlungen Stellung nehmen. Politische Ueberlicht. Berlin, den 16. Mai. Vorspiele zum Schulkampf. tadelnd erwähnt sind, wurden in dem mündlichen Vortrag des Einzelne Mängel, die in dem schriftlich erstatteten Berichte Gutachters zu besonderen Vorzügen. Der Dezernent eines preußischen Ministeriums gab ein Gutachten, das der Anklage zugrunde liegt, ab, einer Anflage, die sich gegen den Minister als den leitenden Verantwortlichen des Strafvollzuges richteten. Daß Molkenbuhr recht hatte, bewies die nächste Zukunft. Da es unmöglich wat, mit der Sippe, die sich bis dahin auf Kosten der Allgemeinheit die Taschen gefüllt hatte, gesunde Zustände zu schaffen, so mußte jene Verfassungsreform vorgenommen werden, Doch in der Apotheose des Plößenseer Strafvollzuges durch welche es ermöglicht wurde, eine Anzahl wirklicher Im preußischen Abgeordnetenhause gab es am Dienstag entschlüpften dem Herrn Gutachter Bekenntnisse über seine Voltsvertreter in die Gesetzgebung hineinzubringen. Eine sozialistische ein kleines Vorspiel zu den für den Herbst in Aussicht stehen- sozialpolitischen und hygienischen Auffassungen, die wohl als Mehrheit war völlig ausgeschlossen, aber es konnten doch 40 bis den Debatten über die Volksschule. Vor einigen Monaten das Programm der ihm vorgesetzten Behörden angesehen 50 Sozialdemokraten gewählt werden. Wenn aber ein Viertel der hat das Haus einen Antrag a denberg( natl.) betr. Be- werden können. Nach der Bekundung, daß alle Forderungen, Gesetzgebung aus Sozialdemokraten besteht, dann ist solcher Miß- feitigung unbilliger Ungleichheiten in der Belastung der die man billigerweise an den Strafvollzug stellen kann, in brauch der Staatsgetvalt, wie er dort getrieben wird, einfach aus- Schulverbände und in der Höhe des Dienstein- Plößensee erfüllt seien, erklärte er, daß die Durchführung geschlossen. tommens der Volksschullehrer der Unterrichts- hygienischer Forderungen den Zweck der Gefängnisse illusorisch Im Mißbrauch der Staatsgewalt wetteifern aber die Groß tommission überwiesen. Die Kommission beantragt nun, die machen würde. Der Zweck des Gefängnisses sei die Strafe. kapitalisten mit den Hausagrariern. Aehnliche Zustände wie 1890 Regierung aufzufordern, a) in den Gesezentwurf betr. die Vor diesem Zweck haben die hygienischen Forderungen Halt zu bei der Maiaussperrung traten bei dem Hafenarbeiterstreit 1896 Unterhaltung der öffentlichen Volksschulen Bestimmungen auf- machen. Um die Liebenswürdigkeit des Strafvollzuges schärfer und bei der Werftarbeiteraussperrung 1900 ein. In beiden Fällen zunehmen, durch die eine wirksame Entlastung der überlasteten hervortreten zu lassen, schreckte er selbst nicht davor zurüd, wurden große Massen Streitbrecher nach Hamburg geschleppt. Nur leistungsschwachen Verbände im Sinne der Geseze wegen allein bei ihm nicht zu vermutendes Verständnis der sozialen wurden sie jetzt nicht in Massenquartieren in der Stadt unter gemeiner Erleichterung der Volksschullasten und des Lehrer- Ursachen der Verbrechen an den Tag zu legen. So gab er gebracht, sondern man verletzte frech die zwischen Hamburg und besoldungsgesezes herbeigeführt wird; b) nach Durchführung feiner Meinung Ausdruck, daß die in Plößensee Inhaftierten dem Reiche geschlossenen Verträge und ließ die Streifbrecher auf der Neuordnung der Schulunterhaltungspflicht ohne Verzug unter besseren hygienischen Verhältnissen leben, als sie es in Schiffen und in den Gebietsteilen wohnen, wo das Wohnen von die Revision des Lehrerbesoldungsgesetzes vorzunehmen, der Freiheit gewohnt waren. Die Wirkungen der EinMenschen durch Staatsvertrag untersagt ist. namentlich in der Richtung, daß die Mindeſtsätze des Grund- schließung, der Unterdrückung jeder Willensfreiheit auf den So finden sich Submittenten für Staatsarbeiten, Großkapitalisten gehalts und der Dienstalterszulagen erheblich erhöht werden; Geist und Körper der Gefangenen blieb in seinem Gutachten und Hausagrarier zusammen, die abwechselnd die Staatseinrichtungen c) bis dahin durch angemessene Erhöhung der im Etat aus- unberücksichtigt. Den Hinweis, daß oberschlesische Bauern in zur persönlichen Bereicherung mißbrauchen. Da dieser Beutepolitit gesetzten Fonds die Beseitigung der vorhandenen Härten zu Räumen hausen, vor denen die Gefangenen Kehrt machen durch das Eindringen der Sozialdemokratie ein Ziel gefegt wird, erleichtern. würden, versuchte er zugunsten der Plößenseer Gefängnisso standen die Herrschenden vor der Frage: Entweder den Staat Die konservativ- klerikale Mehrheit des preußischen Land- zustände auszuspielen. Erst der Einwurf eines Verteidigers so einzurichten, daß nur das Gemeinwohl gefördert wird, oder auf tages will also die so notwendige Aufbesserung der Lehrer- ließ ihn die Unvergleichbarkeit dieser Zustände zugeben. Diesem Manne folgte in der Vernehmung ein Assessor der Gewerbeinspcktion, der kurz berichtete, daß er bei seinen Inspektionen gegen die Zustände der Arbeitsbaracken gar nichts oder nur wenig einzuwenden gehabt habe. Die Verteidigung hatte als Gutachter iiber die hvgieni- schen Verhältnisse in Plötzensee Herrn Professor Sommer- f e l d geladen. Schon eingangs der Verhandlung war die Antipathie der Staatsanwaltschaft gegen die nicht von der An- klage geladenen Gutachter zum Ausdruck gekommen. Der Vor- sitzende befragte Herrn Professor Sommerfeld nach seiner Qualifikation als Gutachter. In außerordentlicher Zurück- Haltung erwähnte Herr Professor Sommerfeld, daß er seit Jahren gewerbehygienische Studien betrieben.'Untersuchungen zum Teil mit Unterstützung des Kultusministeriums aus- geführt und ein Werk über Gewerbehygiene veröffentlicht habe. Mit unverkennbarer spitzer Ironie warf der Vorsitzende ein. daß seine Stellung wohl als„Obergutachter" angesehen werden soll. Er versuchte die Bedeutung dieses Gutachters und die von der Verteidigung geladenen Gutachter überhaupt dadurch herabzusetzen, daß er betonte, ihnen fehle jede Praxis inner- halb der Gefängnisse, die ja leider bis jetzt auch den Richtern und Staatsanwälten fehlt. Nach wenigen Worten des Herrn Professors Sommerfeld wandte sich der Staatsamvalt an den Geheimrat Kirchner und ersuchte ihn um eine Auskunft über Herrn Professor Sommer- feld. Geheimrat Kirchner gab im Lapidarstil die Antwort, daß Herr Professor Sommerfeld Arzt sei, ein Buch über Hygiene geschrieben habe und sich für Lungenheilstätten inter- essiere. Von einer Unterstützung der Arbeiten deS Professors .Sommerfeld durch das Kultusministerium sei ihm nichts bs- jkannt. Herr Professor Sommerfeld verlangte das Wort, um auf diese Auskunft zu entgegnen. Vergebens. Rechtsawvalt Liebknecht legte dar, daß mit demselben Recht Professor Sommerfeld über die Leistung und Qualifikation der von der Anklagebehörde geladenen Gutachter vernommen werden könnte und erbat für diesen das Wort. In der Erregung verkannte der Vorsitzende diese Ausführungen und führte einen schleunigen Beschluß herbei, daß Herr Professor Sommerfeld über diese Auskunft nicht bs- fragt werden soll. Nun begründete Liebknecht von neuem jden Slickracu Professor Sommerfeld iiber seine Arbeiten und die Unterstützung des Kultusministeriums hierbei zu veu- nehmen. Auch dieser Antrag wurde abgelehnt. Was brauchte der Chef der preußischen Medizinalbehörde auch zu wissen, daß Herr Professor Sommerfeld seinen Profcssorentitel lediglich der Anerkennung seiner hygienischen Studien durch den Kultus- minister verdankt, dessen Unterstützung er bei seinen Arbeiten genossen hat. Die Anklage und deren Gutachter triumphieren. !Jst doch solche Anwendung der Strafprozeßordnung der reine staatsanwaltliche Zukunftsstaat. Staatsamvalt und Gericht teilen offenbar die erst jüngst vom Reichsgericht kräftig korri- gierte Abneigung des preußischen Justizniinisters gegen Sach- verständige der Verteidigung. Die weiteren Verhandlungen werden ergeben, ob auch im Gerichtssaal der Wahlspruch des seligen Ministers Hammer- stein zur Herrschaft gelangen soll:„Wir befehlen, sie haben zu gehorchen!"_ Das Zentrum und die Bcrggesetmovelle. Die ZsntrumSmitglieder der Koimnission zur Beratung des Bergaröeitcrschutzgesetzes haben nach der„Kölnischen Volkszeitung" beschlossen, bei der zlveiten Lesung sich aus den Boden der Wieder- Herstellung der Regierungsvorlage zu stellen und. alle wichtigen prinzipiellen Zentrumsanträge zu erneuern. Die Meldung ist ziemlich zweideutig. Die Regierungsvorlage enthält weniger als die wichtigen prinzipiellen Zeil- trumsanträge. Der wichtigste Zentrumsantrag verlangte be- kanntlich den Achtstundentag ohne jede Einschränkung für alle Bergwerke vom 1. Oktober 1908 ab, während die Re- gierungsvorlage nur den sogenannten sanitären Arbeitstag und nur für Steinkohlenbergwerke bietet. Wenn da» Zentrum diesen wichtigen Antrag wiederholen will, dann kann es sich nicht darauf beschränken, sich auf den Boden der Wiederherstellung der Regierungsvorlage zu stellen. WaS will aber das Zentrum mit der Wiederholung seiner wichtigen prinzipiellen Anträge, wenn, wie die„Kölnische Volks- zeitung" noch eben erst schrieb, die Bergleute ganz genau wüßten, daß auch im Reichstage ein über die Regierungs- Vorlage hinausgehendes Gesetz nicht zu erreichen ist, so daß die Sozialdemokraten mit ihren Mehrsorderungen auf die christlichen Bergleute keine Wirkung ausüben würden. Stellt etwa das Zentrum seine Mehrforderungen nur deswegen, weil es ganz genau weiß, daß sie nie Gesetz werden?— Deutfcltcs Reich. Der Ritter vom heiligen Grate. Gelegentlich der Berliner Domweihe äußerte Wilhelm U, der srnnmus episkopus der evangelischen Kirche, zu einem Geistlichen seine Anschauungen, auf welche Weise der Katholizismus— in Jahrhunderten!— zu überwinden sei. Diese für einen protestantischen Fürsten auffällig resignierte Stimmung erweckte statt Frohlocken in der katholischen Presse einen Sturm der Entrüstung. Die„Kölnische VollSzeikmg" blies die Posaune und rief das Volk zum Schutz für die bedrohte Existenz der alleinseligmachenden Kirche auf. Das Zentrum bedarf offenbar, durch den Jntereffenstreit innerhalb der Partei bedrängt. ab und zu solcher Sammel- und Gefahr-Rufe. In Metz war dieser Tage, wie ein Blatt byzantinerte,„ganz Deutschland- versammelt: Der Kaiser, der Kanzler. LueanuS, der Statthalter Fürst Hohenlohe, der Staatssekretär v. Koller, Hofmarschälle, Adjutanten, Generäle und Kardinäle waren beisammen, kurz die„edelsten Herren" der weltlichen und geistlichen Armee. Weswegen? Sollte nachträglich Schiller, der Pfaffenfeind, ge- feiert werdtm? Ganz und gar nicht. Fürstbischof Kopp überreichte dem Kaiser einen Orden der Ritterschaft vom He, Ilgen Grabe— eine Erinnerung an die'durch des Pommernva« Frhrn. v Mirbach berühmt gewordene Palästinafahrt. Herr Kopp hielt eine überschwängliche Ansprache an die„erhabene Person" Wilhelms II.. in der er u. a. bemerkte: „Heute ist es die Kirche zu Jerusalem, die mich zu Ew. Majestät schickt. Seit dem Tage, wo Ew. Majestät sie an den heiligsten Stätten der Christenheit grüßten, hat ein zartes Band Ew. Majestät und jene Kirche umschlungen. Unvergeßlich bleiben die erhebenden Aeußcrungen und Kundgebungen religiöser Gesinnung, durch die Ew. Majestät die orientalische Christenheit erbauten und be- "�Wilhelm II. feierte in seiner Erwiderung zugleich das Entgegen- kommen des Sultans, der ihm gestattete, ein Grundstück in Jerusalem den dortigen deutschen Christen zu stiften, und den gegenwarttgen Papst,„für den ich schon nach semer bisherigen Wirksanueit hohe Achtung empfinde".., �„ Die, Köln. Vollsztg" wird nun wohl in dieser Ansprache einen erneuten Beweis sehen, wie das preußische Königtum in I a h r- Hunderten den Beweis erbringen wolle, daß der evangelische Glaube dem katholischen über sei. Die foiferliche Kritik der russischen Armee wird auch in der russischen Presse besprochen. Die oppositionelle Presse äußert ziemlich deutlich ihre Genugtuung über die an den Offizieren geübte Kritik. Die Rede WilhekniZ II. hat also die seltsame Wirkung ge- habt, daß sie von den revolutionären Gegnern des Ab- solutiSmuZ ausgenutzt wird, dessen Unterstützung doch die oberste preußische Regierungsmaxime ist.— StmitSgefährlichcr Protestantismus. Nach der„Christ!. Welthat der preußstche Polizeiminister eine größere Anzahl protestan- tischer Kampfschristen gegen den Ultramontanisnms für den Kolportageoertrieb verboten. Ganz recht! Luther selbst würde heute in der protestantischen Domäne des Zentrums stracks gemaßregelt werden!— Die Strafprozeßreform soll erst— nach der„Nat.-Lib. Korresp."— in der Session lDOll/lU an den Reichstag konimen. Die Protokolle der vorberatenden Kommission umfassen 1000 Druckseiten. Die Beschlüsse aber sind noch nicht die Druckkosten einer Seite wert.— Anslveisung und Kontraktbruch. Die' vollständige Vogelfreiheit der ausländischen Proletarier in Deutschland geht auch aus folgender amtlichen Bekannnnachung im„Teltower Kretsblatt" hervor: L. Ö002. Berlin, de» 11. Mai 1905. Der russisch-polnische Arbeiter Valenttn Dürikofsky hat seine Arbeitsstelle auf dem Gute Klein-Ziethen unter Kontraktbrnch heimlich verlassen. Ich ersuche, ihn im ErraitielungSsalle festzunehmen und seine Ausiveismig zu veranlassen. Der Landrat. I. A.: d. Achenbach. Ein Ausländer, der also nicht auf Gnade und Ungnade sich seinem Gutsbesitzer ausliefert, wird— ausgewiesen. Preußische AuSweisungspolitik im Dienste der Agrarier!— Trinkgelder für die Presse. AuS Dresden wird uns geschrieben: Kaum zwei Jahre sind Verslossen, seitdem den Handelsredakkeuren von vier Dresdener Zeitungen nachgewiesen wurde, daß sie von der inzwischen verkrachten Bank für Handel und Kredit mehrere hundert Mark Trinkgelder angenommen haben, und schon wird wieder ein neuer Fall in der sächsischen Landeshauptstadt bekannt, der zeigt, daß dort die Preßkorruption zu Hause ist. Dem Professor Dr. Störte, Kunstredakteur in den„Dresdner Nachrichten", Hofschauspieler a. D. und Vorsitzender des Vereins Dresdner Presse ist nachgewiesen worden, vom Dresdner Zentraltheater 500 M. Trinkgeld angenommen zu haben. Sie sollen angeblich eine Entschädigung für Bemühungen beim Wohltätigkeitsfcste sein, das der Verein Dresdner Presse im Zentraltheatcr abgehalten hat. Hätte aber Dr. Starke wirklich Anspruch auf Entschädigung für geleistete Arbeit, hätte er sie vom Verein Dresdner Presse bekommen müssen, in Wirklichkeit steht die Summe von 500 M. in gar keinem Per- hältnis zu der aufgewandten Arbeit, die übrigens von mehreren geleistet worden ist. Die 500 M. können nichts anderes als eine Provision von dem Gewinne sein, den das Zentraltheater bei dem Wohltätigkeitsfeste zu verzeichnen hatte oder auch eine Eni- schädigung dafür, daß Starke feinen Einfluß geltend gemacht hat, das Fest im Zentraltheatcr abzuhalten. Das Schönste aber ist das Verhalten des Vereins Dresdner Presse zu der Angelegenheit. Er mußte sich mit dem Riesentrinkgeld des Professors Dr. Starke beschäftigen,'nach- dem ein ehemaliger Redakteur der„Dresdner Nachrichten", Dr. Lohan, die Sache enthüllt und dem Verein unterbreitet hatte. Der Verein entschied, es liege kein Aulaß zum Einschreiten vor, denn die Interessen der Vcreinsmitglieder seien nicht geschädigt. Dr. Storie hätte die 500 M. nur als Entschädigung für die Bureau- arbeiten für das Fest erhalten. Und mit dieser Begründung sprach der Verein seinen Vorsitzenden frei. Offenbar ist die Sache Mir nicht richtig untersucht worden, denn in dem Entscheide de» Verein? steht kein Wort darin, daß Dr. Starke die Summe anfangs selber zurückgewiesen Hat, daß sie aber später durch Vermittelung der Frau Storkes doch in seiner Tasche verschwunden ist— ein Zeichen, daß selbst Starke anfangs nicht wohl gewesen ist bei der Geschichte. Der Verein Dresdner Presse hat sich ja von jeher durch gründ- liche Untersuchungen solcher Trinkgelder- Angelegenheiten aus- gezeichnet. Als die vier oben erwähnten Handelsredakteure durch die Enthüllungen der„Berliner Morgenpost" kompromittiert waren, untersuchte dieser Verein die Angelegenheit auch. In einer Resolution wurde die Sache als vollständig erfunden und erlogen hingestellt. Zwei Tage später wurden die Namen der betreffenden Handelsredatteure festgestellt und die Herren auch von ihren Blättern entlassen. Der neue Fall Swrke hat aufs neue wieder gezeigt, wie der Verein Dresdner Presse die Prcßkorruption be. urteilt. Unter der Herrschaft solcher Richter ist es wahrlich kein Wunder, wenn Journalisten für Gesälliikeiten Trinkgelder nehmen mit derselben Befriedigung wie Kellner und Dienstlente. Wenn solche Ansichten Platz greifen, wie sie der Verein Dresdner Presse hegt, muß der Preßkorruption Tür und Tor geöffnet werden.— Hueland. Frankreich. Limoges. N«ch hat sich die allgemeine Erregung, welche die Massakre de» Militärs am 17. April unter der Limogcr Arbetterbevükferung hervorrief, nicht gelegt, als da» provokatorische Verhalten der Departementsregierung von neuem den Zündstoff in die Bevölkerung trug und die bewaffnete Macht wieder gegen die Arbeiter ausspielte. Wenn sich trotzdem die blutigen Vorfälle der Apriltage nicht wieder- holten, so lag da? nur an dem ruhigen, überlegenen Verhalten der Arbeiter. Wieder kommt eine Differenß der Arbeiter mit einem Fabritanten dabei in Frage. Durch feine kleinlichen Lohnfchindcreien brachte der Unternehnier Beaulieu feine Arbeiter gegen sich auf. Durch seine Doppelseitigkeit machte er jede gütliche Verständigung vor dem Friedensrichter und dem Bürgermeister zn Schanden. Als er nicht mehr weiter konnte, rief er um Schutz, fürchtend, daß man seine Warensendungen zerstören könnte. Die Präsektur sagte zu. Wiederum wurde dem Bürgermeister die polizeiliche Gewalt ge- nommen, Gendarmen überfluteten die Stadt, und die Reaktion, welche die moralische Schlappe, die ihr die Aprilbcwegung beigebracht hatte, nicht vergessen konnte, triumphierte.— Die Gendarmerie leistete sich wieder unerhörte Uebergriffe gegen die Arbeiterschaft. Der Schauplatz der tumultarischen Szenen war in erster Linie der Platz Sadi Carnot. Derselbe war dicht mit Gendarmen, zu Fuß und zu Pferde, besetzt. Die Arbeiter, die mittags und abends den Platz passieren mußten, wurde» unaufhörlich weiter gedrängt, stehen bleiben durste keiner. Mehrere Make kam es zu Zusammenstößen zwischen Gendarmen und Arbeiter, bei denen die ersteren von ihren Säbeln und Gewehrkolben rücksichtslosen Gebrauch machten. Zahl- reiche Verhaftungen, die aber nicht aufrecht erhalten werden konnten, erfolgten. Noch provozierender benahm sich das Militär. In Gruppen durchzogen Jäger und Dragoner die Dtraßen, verhöhnten und beleidigten die Arbeiterbevölkerung. Eine Dragonerabteflung drang in die Straßen des Arbeiterviertels. Die Soldaten schlugen an die Türen, zertrümmerten Fensterscheiben, sie ergossen sich in die Häuser, beschimpften und mißhandelten deren Bewohner. Eine starke Gendarmeriepatrouillc mußte gegen die uniformierten Unruhestifter einschreiten und sie in ihre Quartiere zurückdrängen. Die Limoger Arbeiterpresse, in erster Linie„Le Reveil du Centre", ist voll von lebhasten Protestkundgebungen der Leute, die von diesen Attacken der Gendarmerie und der Soldaten betroffen wurden.— Wenn eS nicht wieder zu den blutigen Auftritten der Apriltage kam, die Schuld dafür lag, wie gesagt, nicht bei der Regierung und der öffentlichen Macht. Ihrerseits war wieder alles geschehen, um die Arbeiterbevölkerung zu Unbesonnenheiten zu reizen. Es blieb aber ruhig, und am Ende voriger Woche mußte dann auch ein großer Teil der Gendarmen aus der Stadt gezogen wurden. Freilich bleiben noch immer genug übrig, um von neuem zu putschen und dadurch zu zeigen, daß auch eine republikanische kapitalistische Regierung für die Arbeiter nur eins übrig hat: die brutale zügellose Gewalt. Limoges, 16. Mai. Infolge eines Artikels in ei«em sozialistischen Lokalblatte, worin die Soldaten ersucht werden, den Befehlen der Ossiziere nicht Folge zu leisten und worin besonders die drei Offiziere, welche die Soldaten befehligten, be. leidigt werden, kam es zu einem Zusammenstoß zwischen den Offizieren und dem Redakteur. Der Hauptmann versetzte dem Redakteur im weiteren Verlaufe eine Ohrfeige. Dieser antwortete mit einem Faust schlage Die Angelegen» hcit hat in Limoges großes Aunehen hervorgerufen. Asien. Kein neues Kiautschou. London,- 16. Mai. Das„Reutersche Bureau" meldet ans Tokio: Hierher ist das Gerücht gelangt, daß eine Ab- teilung deutscher Truppen Haitschu südlich von Schantung besetzte und die deutsche Flagge dort aufgepflanzt und saluttert wurde. Haitschu liegt an der ausgedehnten Bai nördlich des alten Kanals des Hoangho. Das Gerücht hat hier Sensation hervorgerufen. Notiz des„W. T. B.": Wie wir an amtlicher Stelle erfahre«, entbehrt das Gerücht jeder Begründung. London, 16. Mai. Unterhaus. Taylor richtete an den Ministerpräsidenten B a l f o u r die Anfrage, ob er eine Nachricht von der gemeldeten Beschlagnahme eines chinesischen Hafens durch Deutschland habe. Balfour erwiderte, es sei ihm die Nachricht gerüchtweise zu Ohrenge- kommen, es lägen ihm aber keine amtlichen Mel» düngen vor._ Amtliche Jndenhetze. Der russische offizielle Telegraph fährt fort, Judenhetze zu treiben. Er verbreitet nachträglich folgenden„amtlicheu" Bericht über die Vorgänge de» ersten Mai. Im Laufe des gestrigen Tage» und des Abends wurde die Ordnung in der Stadt bei dem üblichen Zusammenströmen des Volles in den Vcrgnügungslokalen nirgends gestört. An einiger Stellen wurden von kleinen, der Arbeiterbevöllerung nicht angehörenden Gruppen versucht, Unruhen hervorzurufen, die jedoch durch das Erscheinen schwacher Polizei- und Militär- Patrouillen ohne Anwendung von Gewalt im Keime erstickt wurden. Derartige Versuche fanden an folgenden Punkten statt: Auf dem Großen Prospekt, in Wassili-Ostrow und zwischen der sechsten und siebenten Linie sammelten sich zwei Gruppen von etwa 40 und 100 verschiedenartigen Personen, hauptsächlich Juden, die revolutionäre Lieder anzustimmen begannen. 14 Personen wurden festgenommen, darunter 6 Juden und 4 Jüdinnen. Aus dem Preobrashenski-Kirchhofe versammelten sich etwa 400 Personen, hauptsächlich Studierende und Personen der freien Berufe und meist jüdischer Herkunft. Auf dem Kirchhofe wurden 12 Personen verhaftet, davon waren 5 Juden und 2 Jüdinnen. Wenn die Angaben richttg sind, so ist das Telcgrmnm ein außer» ordentlich ehrenvolles Zeugnis für den revolutionären Heroismus gerade de? jüdischen Proletariats und der jüdischen Studenten. „Amtlich" aber will man natürlich nicht die Juden ehren, sondern a la Kischinew die noch unaufgeklärten Massen gegen die Juden als die Urheber aller Uebel aufstacheln. Das Volksgericht. Riga, 15. Mai. Auf eine Kosakenpatronille wurde gestern abend um 11 Uhr von der Umzäunung des Woermann- parkcS ans ein Sprengkörper geschlendert, der einen die Patrouille begleitenden Polizeibcamteu am Fuß traf und beim Krepieren ein Pferd verwundete. Die Menge, die sich an dem Ort, wo die Explosion stattgefunden, angesammelt hatte, wurde von den Kosaken zerstreut. Riga, 16. Mai.(Meldung der Petersburger Tele- grapheil-Agentur.) Gestern abend 11 Uhr warfen in der Nähe des Griserubcrgparkes unbekannte Personen eine Bombe gegen einen Polizcikommissar und zwei Polizisten. Der Kommissar und ein Polizist wurden schwer verletzt. Der zweite Polizi st, der zunächst unverwnndet geblieben war, wurde, als er die Täter verfolgte, von diese« durch Revolver schüsse getötet. Der bei dem Bombenanschlag verletzte Polizi st ist eben» falls seineu Wunden erlege«. Ein Seegefecht in Ostasien? London, 16. Mai. Aus Tokio depeschiert man: Laut Meldung eines norwegischen Dampfers, der am 12. d. M. in Moji ankam, ist am 11. d. M. zwischen 8 und 11 Uhr morgens unter 33 Grad 45 Min. nördlicher Breite und 129 Grad 20 Min. östlicher Länge Geschützfeuer gehört worden. Die durch die Schüsse verursachte Er- schüttenmg wurde wahrgenommen, doch war infolge des Nebels die SluSsicht beschränkt. Ein nach der angegebenen Richtung fahrendes japanisches Torpedoboot ist gesichtet worden. « Hongkong, 15. Mai.(Lassan- Meldung.) In der verflossenen Nacht wurden bei dem Gapfelsen in der N ä h e v o n H o n g k o n g 12 Kriegsschiffe unbekannter Nationalität gesichtet. Saigon, 15. Mai.(Telegramm der„Agenee Hava»".) Mit Be- zua auf die Meldung des Admirals JonquiöreS, daß er kein russisches Kriegsschiff angetroffen habe, ist noch zu berichten, daß die russische Flotte wieder auf der Höhe der Hon-Kohc-Bucht erschienen und gestern ganz früh dort vor Anker gegangen war. aber alsbald in nördlicher Rich'tung weiter dampfte. Seitdem ist kein russisches Kriegsschiff gesehen worden._ Saarabien vor Gericht. Trier, den 16. Mai 1905. (Privat-Depesche des„Vorwärts".) Die heutige Vormittagssitzung wau dem Nachweis gewidmet, daß in Saarabien von dem verfassungsmäßigen freien und geheimen Wahlrecht für die Arbeiter nicht viel übrig blieb. Zunächst teilte der Vorsitzende mit, daß das Gericht beschlossen habe, sämtliche von Rechtsanwalt Heine noch genannten Zeugen, zirka 20, von Amts wegen zu laden.(In Saarbrücken war dies nicht geschehen.) Dann verlas er die vom Minister eingegangene Antwort: Er erteile dem fiskalischen Beamten die Genehmigung, in dem Um fange wie im ersten Prozeß auszusagen. Rechtsanwalt Heine hat den Minister telegraphisch ersucht, die Genehmigung ohne Einschränkung zu geben. Eine Antwort ist darauf noch nicht erfolgt. Für heute sind 45 Zeugen erschienen. Die Verhandlung setzte ein mit der Erörterung der Wahlkolvünenzüge Sinncrthal bei der Reichstagswahl 1904. Die Kolonne ist angeblich arrangiert und geführt worden vom Austcher Bremer. Die Zeugen Rümpke und Mohr sagten, die Kolonne sei zufällig zusammengekommen. Es habe seder frei einen Stimmzettel nehmen und wählen können. Die Steiger Köhl und Busse haben auch in Elversberg keine Wahl. bceiuflussung der Bergleute bemerkt. Alles sei frei und gesetzlich auaegangen..(Große Heiterkeit im Zuhörcrraum.h 1 30074 Geheimrat Kirchner faßt am Schluſse ſeiner eingehenden Darlegungen über die von ihm vorgenommene Revision deren Ge am feinbdruck wie folgt zufammen: Ich habe in meiner amtlichen Stellung vielfach Gelegenheit, alle Dagegen bezeugt Gastwirt Sprengart, daß in Giversberg vie Anforderungen elias Burduje Linseye gut, wie wattagen junwetzie Beden in gutem gajtance. Wahlen systematisch von Bergbeten überwacht wurden. Gin frischer Hauch allgemeiner Wissenschaft hinzukommen. Uebrigens Kranten sind eingehend befragt worden über die Beköstigung, die Steiger machte fortwährend Notizen, was die Bergleute ein- ist Herr Möntemöller Leiter einer Anstalt in Osnabrüd, die Aerzte 2c. und es hat auch nicht ein einziger eine Beschwerde vor schüchterte. Zeuge Schriftfezer Artmann sagt, er habe die Wahl- fich gerade mit der Beobachtung geiftestranter Verbrecher zubringen vermocht. Dagegen hat sich die Lateineneinrichtung nicht folonne Bremers gesehen. Es sei ihm nicht möglich gewesen, den beschäftigt. Professor Sommerfeld ist zweifellos speziell in der in tadelsfreiem Zustande befunden; fie ermangelte der genügenden Arbeitern unbemerft Stimmzettel zu geben. Hygiene Sachverständiger. Lüftung, wie das bei älteren Anlagen öfter vorkommit. Ein Staatsanwalt Schönian: Ich beharre auf meiner Ein- Umbau der Latrine wurde damals ins Wert gesetzt. Die Beamten im Wahllokal sich so postierten, daß sie unbedingt sehen wendung bezüglich des Professor Sommerfeld und ebenso auch betreffs Kosten dafür standen- wie Direktor Sauer ergänzend mußten, welchen Zettel der betreffende Wähler abgab. Ein besonderer des Dr. Munter, der sich mit Gefängniswefen niemals beschäftigt hinzufügt fchon 1903 im Etat. Der Sachverständige Beamter saß im Wahllokal und machte fortwährend Notizen. Viele hat. Geheimer Medizinalrat Dr. Leppmann wird uns bestätigen, hat es bemängelt, daß die von den Aerzten geführten Bergleute sind zum Zeugen gekommen und haben über den Wahl- daß für einen sonst durchgebildeten Psychiater praktische Erfahrungen Krantenlisten nicht ausreichende Auskunft über die einzelnen terrorismus gefiagt. Als Seelsorger dürfe er aber die Namen im Gefängniswesen notwendig sind, um ein sachverständiges Urteil Strankheitsphasen einem Dritten gegenüber geben. Da aber die der Klagenden nicht nennen. Als einmal eine besonders große hier abzugeben. und sonst auch Aerzte in allgemeinen ein gutes Gedächtnis Aufpasserzahl die Stöpfe zusammenstedte, hat Albert sie flugs R.-A. Dr. Liebknecht: Ein Recht der Ablehnung eines Sach- noch Anhaltspunkte haben, so ist es doch trotz dieses Mangels photographiert.( Große Heiterkeit im Zuhörerraum.) Bergmann verständigen für den Staatsanwalt gibt es nicht. möglich, über den Gesundheitszustand der Gefangenen während Schack bekundet von der letzten Wahl, das Lokal habe voller Auf- Staatsanwalt Schönian: Ich meine Beanstandung. des ganzen Aufenthalts in der Anstalt sich ein fich ein Bild zu machen. Es passer gestedt. Ein Arbeiter, der später Beamter geworden ist, hat Vors: Wir werden ja bei der Vernehmung jedes Sachver- wäre allerdings zweckmäßiger, besondere Strantenblätter zu führen zum Zeugen gesagt, es müsse aufgepaßt werden, ob die Zettel, die ständigen zu Beginn derselben über die Art, wie er seine Qualifi- und er habe deshalb die allgemeine Einführung solcher einzelnen für den Nationalliberalen verteilt sind, auch nicht vertauscht würden, fation erworben hat, etwas hören. Strantenblätter ganz allgemein in den Gefängnissen beim Justiz darüber müsse später auch der Grube Meldung erstattet werden. minister angeregt. Vorf.: Herr Geh. Rat, hat diese Lücke mit worden, weil Fahrsteiger Busse sich äußerte, den schlechten Wahl- bittet das Wort der Staatsanwalt Schönian: In dem Bericht treters der Nebentläger, Rechtsanw. Chodziesner, erklärt der Bergmann Schad ist seiner Ansicht nach an schlechtere Arbeit verlegt bigu einem weiteren Punkt vor Eintritt in die Tagesordnung er der pflichtgemäßen Behandlung der Kranten irgend etwas zu tun? Sachverst. Nicht das geringste! Auf Befragen des Verausgang in Elversberg würden die dortigen Bergleute noch am Lohn des„ Vorwärts" über die gestrige Verhandlung heißt es am Schluß: Sachverständige, daß für geistestrante Gefangene derartige Schack behauptet aber, man habe ihm sogar zu verstehen gegeben," Die Verteidiger stellen fest, daß tatsächlich den Gefangenen nur ein besondere Krantenblätter schon bestehen. bestimmtes Quantum Wasser zu bestimmten Zeiten geliefert wurde." daß wegen der Wahl seine Jungen noch Schwierigkeiten haben könnte hiernach scheinen, als wenn die Gefangenen überhaupt würden auf der Grube unterzukommen. Pfarrbitar Schü erläutert an Hand borgelegter Zeichnur auf ein Quantum Wasser beschränkt wären, welches ihnen zu be nungen, daß bei der Wahl 1901 in Wiebelskirchen die Wahlkontrolle sämmten Zeiten gereicht wird. Direktor Sauer hat aber ausdrüdlich erklärt, jeder Gefangene habe das Recht zu flingeln, wenn er mit fo eingerichtet und von Aufsichtsbeamten überwacht wurde, daß seiner feinem Wasser nicht auskomunt, und es werde ihn auf Verlangen möglichen Einrichtungen zu revidieren, darunter viele Gewerbebetriebe, Ansicht nach kein Wähler vom Eintritt ins Lokal bis zur Bettel Wasser verabreicht. Daß nicht zu jeder Zeit dem Gefangenen Wasser neue Gefängnisse usiv. und ich muß sagen, daß der Eindruck, den ich abgabe unbeobachtet blieb. Am Rofaleingang seien nationalliberale Zettel ausgeteilt worden. Diese Manipulationen seien schon lange geliefert werden kann, liegt auf der Hand und ist schon durch die von Plößensee bei meiner unerwarteten Revision bekommen habe, üblich. Es seien auch Maßregelungen solcher Bergleute vorgekommen, Ordnung des Gefängnisses verboten. ein so ausgezeichneter war, daß ich mit der Ueberzeugung von Rechtsanwalt Dr. Liebknecht: Herr Direktor Sauer hat dort wegging, daß in Plößensee alle Anforderungen, die für das Zentrum wählten. U. a. find sie in die sogenannte ausdrücklich zugegeben, daß es gewünscht wird, daß die Gefangenen die man billigerweise an eine Gefängnis. Rotte, eine Art Strafabteilung, verlegt worden. Interessant war aber auch, daß der Geistliche zugab, Zentrumszettel den Schulkindern nur zu regelmäßigen Zeiten Wasser entnehmen, und daß es nicht verwaltung stellen tann, in reichlichem Maße zur Verteilung übergeben zu haben. Die Beugen Bergmann Weiß- gern gefehen wird, wenn von den Gefangenen oft getlingelt wird. erfüllt worden seien. Und wenn ich in einigen fleineren mann und Küster Nürting widersprechen, da ihnen selbst Be Borsigender: Es ist ja selbstverständlich, daß ein Ge- Ginzelheiten etwas in Erinnerung zu bringen fand, so ist zu berück schwerden vorgetragen seien. Nürting teilt mit, trok jolierzelle fangener nicht fortwährend Klingeln darf, das ist auch keinem Hotel- sichtigen, daß mir, der ich von außen tam, die Dinge mehr in die fremben gestattet; wollte ein solcher fortgejezt nach dem Hotel Augen sprangen. Ich habe aber bei den Herren, die mich begleiteten, habe das Ueberwachungssystem funktioniert. Ein Aufpasser habe fast personal flingeln, so würde er wohl sehr balb an die Luft befördert u. a. dem Herrn Oberstaatsanivalt, das allergrößte Engegenkommen gefunden und ebenso zeigte sich sofort beim Herrn Justizminister die Die Sigung wird um 1 Uhr abgebrochen. Aufsehen erregte es, daß der Vertreter des Fistus, Rechtsanwalt Lanser, mehrfach die größte Bereitwilligkeit, alles, was ich zu erinnern gefunden hatte, abzustellen. Ich möchte noch eine allgemeine Bemerkung hinzufügen, Genehmigung zur Aussage verweigerte, wenn Rechtsanwalt Heine die vielleicht über den Rahmen meines Gutachtens hinausgeht: einen Beamten über feine intimen Beziehungen aur nationalwir Hygieniker müssen uns immer den einen Punkt im Auge beliberalen Wahlarbeit befragte. Rechtsanwalt Heine konstatierte halten, daß auch der Zweck der betreffenden Einrichtung erfüllt wird. darauf, es sei also festgestellt, daß die wahlpolitische Tätigkeit der Bom rein hygienischen Standpunkt verlangt man alle möglichen betreffenden Bergbeamten als eine Amtshandlung betrachtet wurde. kommt dann der Geldpunkt in Frage. Aehnlich ist es mit so mancher schönen Einrichtungen überall im Lande, aber bei der Ausführung So viel habe der Angeklagte in seinen Flugblättern nicht einmal behauptet. rein militärärztlichen Anforderung, die schließlich doch im Interesse einer Wehrfähigkeit zurückgestellt werden muß. Und wenn die Hygienifer verlangen wollten, daß im Gefängnis alle Anforderungen bis zum äußersten" B" erfüllt werden, so würde der ganze Zwed des Gefängnisses, der ist, daß der betreffende bestraft werde, mit der, Nase in der Isolierzelle gesessen. * werden. Rechtsanwalt Dr. Liebknecht: Es ist keine Rede davon, daß die Gefangenen fortgesetzt Klingeln. Borsigender( unterbrechend): Herr Direktor Sauer hat dies nicht befundet. Der Staatsanwalt hatte ein Interesse daran, den unrichtigen Bericht richtig zu stellen. Er ist irrtümlich schon deshalb, weil die Verteidiger nichts festzustellen haben. Nechtsanwalt Dr. Liebknecht: Es muß also im Bericht heißen, die Berteidiger behaupten.") Hierauf wird in der Beweisaufnahme fortgefahren. Ueber die Wasserverhältnisse und In der Nachmittagsfitung wurde teilweise die faarabische Wahlpraktik weiter erörtert. Die vernommenen Grubenbeamten und liberalen Wahlmänner haben keine Wahlbeeinflussung bemerkt. Der in Plößensee wird hierauf der seit 12 Jahren dort beschäftigte illusorisch werden. Der Gefangene muß meines Erachtens während Aufseher Frank wollte einem Zentrums- Zettelverteiler, der Frank Ingenieur Krüger vernommen. Bettel anbot, in den Hintern treten. Aber die Wahl ist frei gewefen. Wasserverbrauch beträgt 700-800 ubitmeter. Infolge des Eifen- und volle Er sagt ans: Der tägliche feiner Strafzeit so behandelt werden, daß seine Gesundheit wird Arbeitsfähigkeit erhalten ( Große Seiterkeit.) Gin Steiger der Grube will sogar aufgepakt gehalts fieht das Wasser für den Laien trübe aus, doch sei das nur wenn seine Strafzeit vorüber ist, ungeschwächt seine Arbeitsdaß er, haben, daß keine Ungefeßlichkeiten vorfämen.( heiterteit.) Dabei ein Schönheitsfehler. Der Zeuge hat nie eine Klage darüber ver- tätigkeit wieder aufnehmen fan. Alles. was hat er für das Offenstehen einer Tür gesorgt, von wo aus der ganze nommen, daß das Wasser faulig oder stinkig rieche oder unangenehm ist vom Uebel. Und ich glaube darüber ist, Aft überschaut werden konnte. Steiger Thomas hat von seinem schmede oder den Wassertrinkenden anwidere. Der Zeuge und seine ganze stellen zu können, daß dieser Gesichtspunkt in unseren Gefängnissen Und ich glaube die Behauptung auf Obersteiger, der aber auch mit im Wahlfomitee saß, den Auftrag Familie trinken auch von dem Wasser. Das Reservoir wird jährlich voll berücksichtigt wird und insbesondere in Plößenfee. erhalten, zu kontrollieren, wodurch bewiesen ist, daß Grubenbeamte ein bis zweimal gereinigt, um es von Algen zu befreien. Auf eine Frage des Vorsitzenden erklärt der Zeuge weiter, daß bie Wahlarbeit als Getvertsarbeit anzusehen schienen. Zwei Lehrer haben nichts Böses bemerkt. Lehrer Uebel wird von sich ausgeschlossen, daß eine Stauung des Wassers im Neservoir warmer Kleidung vorgefunden habe. Das Reservoir hat einen Inhalt von 70 Stubimeter und es ist ganz er bei seiner unerwarteten Revision die Gefangenen in durchaus Rechtsanwalt Heine in Kreuzberhör genommen, dessen Resultat ist, stattfindet. Prof. Broskauer erklärt, mur in weniger benutten Anzahl Gefangener in wohlwollender und humaner Weise befragt, Er habe eine große daß Zeuge wohl munkeln hat hören über Wahlbeeinflussung, aber Strängen könne das Wasser staguieren.Benge Krüger: Stellen, und es feien ihm keinerlei Klagen vorgebracht worden. Auch das hartnädig beſtimmten Fragen ausweicht. Meesat salt, eine aus denen Waffer nicht entnommen wird, find nicht vorhanden: die 28 affer habe er an verschiebenen Stellen laufen afle bag afte fonstatiert, er habe den Eindruck, daß der Zeuge nicht sage, was er Rohrleitung wird wöchentlich dreimal gespült; das Wasser ist dann Das Wasser sei allerdings eisenhaltig, aber so wenig, daß man es wisse. Gelungen ist auch, daß niemand weiß, wer die betreffenden schon ziemlich tribe. Angell. Salisti weist darauf hin, daß der ruhig trinten tann. Aber hierbei möchte er noch einen Stimmzettelverteiler des Zentrums betrunten gemacht und zur Beuge Krüger mit den Gefangenen nicht direkt in Berührung besonderen Borzug von Plößensee hervorheben. Man könne sich ja Seite geschafft hat. Wie Geistliche bezeugen, erfolgte auf Friedrichs- komme und daß die Gefangenen etwaige Beschwerden über das fragen, weshalb die Anstalt nicht an das allgemeine Wasserwert that ebenfalls systematische Kontrolle der Wähler durch Gruben- Wasser erst an den Aufseher zu geben haben und dieser dann die angeschloffen werde. Aber dadurch, daß die Anstalt ganz in fich abbeamte. Das geheime Wahlrecht ist hiermit zur Farce geworden. Meldung weiter gibt. Angell. Schneidt: Der Zeuge fann sicher geschloffen fei, werde sie von allen Epidemien, die in Berlin aufe Zeuge Schneider Neuhn gibt an, daß die Steiger die Berg- nicht alle Beschwerden erfahren. Ich kann aus eigener Wahrnehmung treten, bewahrt. Nach allem sei feine Veranlassung vorhanden, fic Teute bis zur Urne im Auge behalten konnten. E3 kam dann ein anderes Beweisthema zur Verhandlung. Der Wärtern einfach angeschnauzt werden. id aside fagen, daß die Gefangenen bei Beschwerden oft genug von den über das Trinkwasser in Plößensee aufzuregen. Auf eine weitere Frage 1893 wegen des Streits gemaßregelte Bergmann Klein ist von der der Verteidiger ertlärt Zeuge& rüger: Ihm sei nichts davon Plößensee besser als die Freiheit. Bergwerksverwaltung berfolgt worden, Klein ist bei der Saar- bekannt, daß die Gefangenen in ihrem Wasserverbrauch beschränkt brüder Straßenbahn beschäftigt gewesen und durch die Bergbehörde worden wären. arbeitslos geworden. Im Jahre 1904 war Klein beim Bauunternehmer Karst in Arbeit, der ihn aber auch mit Rücksicht auf die Grubenverwaltung entlassen mußte. Klein hat nämlich das Berbrechen begangen, Sozialdemokrat zu sein, deshalb wurde er geheizt. Der Bergmann oft er, Bertrauensmann der Grube" Bug weiler", erzählt, dem Arbeiterausschusse sei 1904 eine Versammlung berboten worden durch Hilger, der indirett mit Maßregelungen, wie Der Gutachter der Anklage. Vorfizender: Das Gros der Insassen von Plößensee be steht wohl aus schweren Verbrechern. Glauben Sie, daß diese in dec Freiheit unter besseren Verhältnissen in hygienischer Beziehung leben als in Plößensee? großen beklagenswerten Ueberschwemmungen in Oberschleften statt. Sachverständiger: Durchaus nicht. Ate z. B. 1903 die gefunden hatten, habe ich mit meinem Herrn Chef, dem Kultusminister, das ganze Ueberschwemmungsgebiet bereist und bin auch gekommen. Ich kann nur fagen: Wenn fie 1893 vorgekommen, drohte. Die Versammlung habe nur zur der Gefangenen, die Lüftung und Heizung der Arbeitsiäle, die in viele Säulengenen in ein oberschlesisches Bauernhaus treten in Arrest befand, war auszufeßen, erechtsanwaefangenen, die sich nicht frei bewegen können, mit über die Ergebnisse der unvermuteten Revision, die am 26. April 1904 Hierauf äußert sich Geheimrat Dr. Kirschner ausführlich in Blößensee ausgeführt wurde. Diese erstreckte sich auf das geſamte Areal, sämtliche Gebäude und den gesamten Dienstbetrieb, besonders auch auf die Heizung und Lüftung der Bellen, die Kleidung Rochliche, und die der Ansicht habe hinter dieser Geschichte Dasbach gestedt. Wie Hilger Stranfenzimmer, die Einrichtung der Lagerstätten, die Pflege und würde, er machte schleunigst fehrt. Wan tann aber andererseits ver jene hohen Lohnziffern gibt, erwidert Koster, diese hohen Löhne ver- Belöftigung der Gefangenen, die Führung der Listen und das In- langen, daß die Gefangenen nicht fo untergebracht werden, wie dienen diejenigen, die nationalliberale Stimmzettel verteilen. strumentarium. Die Zellen haben einen größeren Luftinhalt, ärmliche Leute draußen, sondern in einem einigermaßen guten Milieu, ( Stürmische Heiterfeit und lautes Bravorufen.) Der Vorsitzende als er beispielsweise den Soldaten in der Kaferne ges weil das ja auch erzieherisch wirkt nid weil die Leute doch gebessert droht mit Saalräumung. währt wird. Die Lüftungseinrichtungen find gut, die Zellen selbst hinauskommen sollen. Vori. Ist Ihnen bekannt, daß die Anstalt dod Soft er berichtet weiter: Die Löhne entsprächen nicht den höheren zeigten sich in durchaus fauberem Zustande, auch die Latrinen- Blögensee seit ihrer Erbauung für die Fachleute des In- und AusLebensmittelpreisen, deshalb herrsche große Dürftigkeit unter den einrichtungen gaben zu Einwendungen feinen Anlaß. Die Tempes landes als vorbildlich zu Studienzweden gedient hat? Sach. Arbeitern. Auf Befragen erzählt Softer weiter, fein Steiger feiratur in den Zellen war genügend, denn fie betrug um diese Beit verständiger: Auf der großen Hygieneausstellung 1888 in Verlin in der Grube umhergelaufen und habe vor der Wahl alle gefragt, 14 Grad Celsius. Bas die besichtigten Arrestzellen betrifft, fo find war ein großer Plan der Anstalt ausgestellt, der sich auch heute noch wen sie wählen. Zeuge ist nach der Wahl schlechter behandelt worden: fie 2,75 Meter hoch, was genügend ist, sie sind an die Zentralheizung im Hygienemuseum befindet. Die Anstalt wurde häufig von FachWer es gut beim Steiger haben wollte, müsse nationalliberal fein. angeschlossen, die Klosetteinrichtungen waren in tadellofem Zustande. leuten besichtigt. Borf.: Hatten Sie den Eindrud, als ob jetzt die Rechtsanwalt eine stellte aus dem Regulativ fest, daß die Die Kommiffion hat die Lagerstätten genau untersucht, die Matratzen Anstalt nicht mehr Anspruch darauf erheben fönnte, als Musteranstalt Arbeiterausschüsse nicht ihre Befugnis überschritten, als sie diese umgewendet, die Decken aufgehoben und alles in bester Ordnung zu dienen?- Sachverständiger: Durchaus nicht. von Hilger verbotene Bersammlung abhalten wollten. Epileptischer befunden. Nur in einer einzigen Belle, in welcher sich ein Liebknecht weist darauf hin, daß die Nach einigen unwesentlichen Zeugenaussagen wurde die Ver- daß diefem teine Pritsche gegeben worden war, denen in der Freiheit befindlichen Leuten z. B. beim Militär, wo die handlung auf morgen früh 9 Uhr bertagt. fondern ihm nur Deden zum Lagern zur Verfügung Leute sehr viel Bewegung und frische Luft haben, nicht zu vergleichen standen. Das lag aber an der Natur seiner Strankheit. Auch die sind. Ju bezug auf die Nahrung wird auch beim Militär jeder beDas Strafgefängnis Plößensee Küche und die Verpflegung der Gesunden wurden revidiert. Die dauert, der nicht einen Bufchuß hat. Durch weiteres Befragen wird 366330 Räume waren außerordentlich fauber, die Steffel tie festgestellt, daß auch in Blößensee die Gefangenen sich Zuschuß zur vor Gericht. geledt, die Leute selbst, die in der Küche tätig waren, Nahrung, fog. Schierig, faufen tönnen und zwar in 14 Tagen für Die Mitglieder der im ganzen 60 Pf., falls fie bereits soviel verdient haben. Daß sie ( Eigener Bericht des„ Vorwärts") machten einen überaus sauberen Eindruck. Kommission haben von dem Essen gegessen, das Brot war außer ein Guthaben von 60 Pf. haben, tritt nach Befundung des Direktors 8 weiter Verhandlungstag ordentlich schmackhaft, wie es von Bäckern draußen manchmal nicht Sauer nach etwa drei Monaten ein. Bald nach 10 Uhr eröffnet Landgerichtsdirektor Oppermann geboten wird. Die Kostordnung ist durchaus ausreichend, um einen Ein Zusammenstoß zwischen Vorsitzenden und Verteidiger. die Verhandlung. arbeitenden Mann zu ernähren, nicht bloß daß er erhalten wird, Als der Verteidiger. Dr. Liebknecht eine Frage mit den Der Andrang des Publikums ist so groß, daß ein Teil im Bu- sondern ihn auch befähigt, die Arbeit zu tun. Das Einzige, was Worten einleitet, ich bin mit dem Herrn Sachverständigen einhorerraum teinen Einlaß mehr findet. von Gefangenen bei dieser Beköstigung ausgesetzt wird, ist, daß sie verstanden, unterbricht der Vorsitzende: Ihr Einverständnis geht Der Streit um die Sachverständigen.pdie Gefängnisnahrung zusammengekocht erhalten. Das läßt sich aber uns nichts an, Sie haben nur Fragen zu stellen. ändern, hat auf den Nährwert und die Schmackhaftigkeit der Rechtsanwalt Dr. Liebknecht: Ich bin nur verpflichtet, in Ma Sachverständige sind seitens der Verteidigung noch Herr Speisen feinen Einfluß und beim Militär find ähnliche Verhältnisse haltlich Fragen zu stellen, die stilistische Form, in die ich sie kleide, Oberurat or nig, Herr Dr. Möntemöller aus Dsnabrüd vorhanden. Dann besichtigte man den Arbeitssaal. Die Stäume ist gleichgültig und ich werde mir dieses Recht der Fragestellung mid Herr Brofessor Sommerfeld Charlottenburg geladen. waren gut im erwärmt und stande sauber, Wasser nicht nehmen lassen. Bor Eintritt in die Verhandlung erbittet das Wort der Staats- war ausreichendem Maße vorhanden, Staub war nicht Borsigender: Ich bitte Sie auch in der Einleitung zu anwalt ünian. Es werden hier von neuem Sachverständige stärker entwickelt, als in anderen Fabricräumen es zu fein pflegt. Shren Fragen Sentiments zu unterlassen, benumit, ohne daß man in der Lage ist, zu prüfen, auf welchen Die Räume im Lazarett wurden ausreichend hoch befunden, waren Rechtsanwalt Dr. Liebknecht: Ich habe auch keine SentiGrundlagen ihre Sachverständigkeit beruht. Ich möchte bitten, zu vein und gut gelüftet, es gibt eine große Anzahl von Stranten ments zum Ausdruck gebracht. Ich frage nur, ob die Verhältnisse bezeichnen, auf welche Weise diese Herren die Spezialtenntnis in häusern, in denen die Größe der Krantenräume hinter der in der in Freiheit befindlichen Leute, etwa der Bewohner des oberGefängniswesen erlangt haben. Sonst würde ich sie als Sachver- Blößensee zurückbleibt. Das Lazarett in Blögensee ist in dieser schlesischen Bauernhauses, vergleichbar sind mit denen der Gefangenen. ständige ablehnen müssen. ம் Beziehung sehr gut bestellt. Die Luft in den Krankenräumen ist Das Haus wird doch von Leuten bewohnt, die in die Freiheit Rechtsanwalt Dr. Liebknecht: Meines Erachtens wäre es hinausgehen können. ungtvedmäßig, gerade fachmännische Kenntnisse im Gefängniswesen*) Jch bemerke dazu, daß die Verteidiger durch Befragen VeraSachverständiger: Gewiß! borauszusehen. Die Gefängnispsychiatrie und die Gefängnishygiene schiedenes festgestellt haben, z. B., daß die Gefangenen nicht, wie R.-A. Dr. Löwenstein: Hält der Sachverständige den Raum find doch wohl nur ein angewandter Teil der allgemeinen Psychiatrie der Vorsitzende annahm, nach Belieben in ihrer Belle oder auf dem der Zellen ausreichend, wenn in einer Zelle von 22 Kubikmeter_statt resp. Hygiene. Daher ist wohl jeder durchgebildete Hygieniter in der Korridor Wasser zapfen resp. holen fönnen. In diesem Falle muß eines Gefangenen deren drei sich aufhalten müssen? Sachzage auszusagen, ob irgend etwas hygienisch einwandsfrei ist oder es allerdings heißen behaupten", weil Direktor Sauer über die in Frage verständiger Geh.- Rat Kirchner: Solche Fälle sind vom hygienis nicht, und ich halte es gerade für zweckmäßig, Sachverständige zu stehende Beit, zu der er ja nicht Direktor war, gar nicht befragt schen Standpunkte nicht wünschenswert. R.-A. Dr. Löwenstein: Lören, die im Gefängniswesen nicht so sehr bewandert sind, daß fie werden fonnte. Gerade deswegen konnte der Bericht auch kein Wenn bei Verhängung von Strafen in einer Dunkelzelle ein Mensch vielleicht haben bestimmen laffen, ihre allgemeinen Mißverständnis ertveden. Der Berichterstatter. vier Wochen lang bei Kostentziehung und Luftmangel untergebracht τα δασ ug 1070msosi tad in md IBtrt und eine so lange Strafe sich bald wiederholt— ist dann nicht eine dauernde Gesundheitsschädigung zu besorgen?— Geh. Rat Kirchner: Eine ununterbrochene Unterbringung in der Dunkel- kammer findet nicht statt, sie wird immer durch Tage unterbrochen, an denen die betreffenden Gefangenen ihre regelmäßige Kost ec. erhalten. Sie werden doch auch ängstlich beobachict. Vertreter der Nebenkläger R.-A. Chodziesner will im An- schlutz an einen Satz des Artikels in Nr. 13 der„Zeit am Montag" eine Frage stellen. R.-A. Dr. Liebknecht protestiert hiergegen, da die Artikel noch gar nicht verlesen sind und ein einzelner Satz nicht aus dem Zusammenhang gerissen werden dürfe. Der Vorsitzende hält es eöenfalls für besser, erst später darauf einzugchen. R.-A. H e i n e m a n n fragt nach der Ausbildung der Personen, Welche die ärztlichen Anordnungen auszuführen haben. Der Sachverständige meint zuerst, sie brauchten nicht als Heilgehülfen geprüft zu sein, sondern müßten vor allem G e- fangenenaufseher sein. Auf Vorhalt von H e i n e m a n n, daß Geheimrat Krohn es für ungesetzlich und unzulässig erklärt, andere Personen als geprüfte HeUgehülfen zu verwenden, meint der S a ch v e r st ä n d i g e. dann würde es sich wohl so verhalten. Auf Beftagen des Staatsanwalts erklärt der S a ch- Verständige, er habe keine Veranlassung zu Bedenken, daß die ärztliche Behandlung der Kranken durch Herren Baer und Pfleger nicht pflichtmäßig und gewissenhaft gewesen sei. ES folgt die Vernehmung des Gewerbe-Assessor Dr. Meyer als Sachverständigen über die hygienischen Verhältnisse in den Arbeitsbaracken. Er hat im Juli v. I. die sämtlichen Arbeitsbaracken der Plötzenseer Strafanstalt revidiert. Bei der Besichtigung sei dem Zeugen im Gegensatz zu den meisten Fabriken, die er besichtigen müsse, eine überaus gute Lüftung der Räume aufgefallen sowie die gute Beleuchtung. Einen Mangel an Lüftung habe er nur in einer getrennt liegenden Wcllblechbaracke konstatiert. Im übrigen sei durch Deckenlüftung und die großen Fenster hinreichend ftir ftische Luft gesorgt. Ans die Frage des Vorsitzenden, ob der Sach- verständige irgendwelche Mißstände in den Arbeitsbaracken bemerkt habe, erklärt dieser, daß er dies nach keiner Richtung hin sagen könne. Freie Fabrik oder Baracke im Strafzefängniö. Rechtsanwalt L ö w e n st e i n fragt, ob daraus, daß die Vev hältnisie in den Arbeitsbaracken besser seien als in manchen Fabriken, geschlossen werden könne, daß sie in den Baracken gute seien? Eine klare Antwort wird hierauf nicht erteilt. Es tritt eine halbstündige Pause ein. Nach Wiederaustiahme der Verhandlungen wird zunächst Geheim rat B a e r als Sachverständiger vernommen. Derselbe bekundet: Er sei, nachdem er von 1806—1872 als Arzt am Zucht Hause zu Naugard in Pommern tätig gewesen, am 1. Mai 1872 als Arzt in Plötzensee mittels Vertrages angestellt worden. Zuletzt habe er ein Gehalt von 3600 M. bezogen, habe das Recht gehabt, Privatpraxis zu üben und sei seit 137g auch Kreisarzt eines Berliner Bezirks. In Plötzcnsee sei 1376 noch ein zweiter Arzt an- gestellt und er zum Oberarzt ernannt worden. Seine dienstlichen Verrichtungen seien durch Instruktion geregelt worden. Er hatte speziell die ärztliche Fürsorge für die Isolierten, sowohl Erwachsene als mich Jugendliche, hatte nach außen hin auch Berichte zu erstatten, gutachtliche Äcußerungen über allgemeine Fragen abzugeben, zwei- mal wöchentlich das Lazarett zu besichtigen und auch auf Krankheits zustände des Geistes und Gemüts sein Augenmerk zu richten. Er hat auch Medizinalrat Pfleger vorkommcndenfalles vertreten und seinerseits seine Pflicht zum Besuch der ihm unterstellten Kranken streng und gewissenhaft erfüllt. Äußer Mittwoch und Sonnabend s«i er täglich in Plötzensee gewesen. Arzt und Gefangener. Alsdann wird Medizinalrat Dr. P f l e g e r vcrnonimen: Er� sei feit März 1882 in Plötzensee tätig und hatte die Gefangenen des ersten und zweiten Gefängnisses sGemeinschaftshaft) ärztlich zu versorgen. Ihm unterstand auch die Behandlung der Kranken im Lazarett, die Untersuchung der Zugänge und bei Verhinderung oder einer Reise des Dr. Baer hatte er diesen auch zu vertreten. Er habe jeden Tag 3—4 Stunden seinem ärztlichen Dienste in Plötzensce gewidmet. Er habe eine Dienstwohnung bei der Anstalt gehabt, wofür ihm von seinem Gehalt, welches zuletzt 3300 M. betrug, 600 M. abgezogen wurden. Er habe das Recht, in Plötzensce Privatpraxis auszuüben, diese sei aber nicht sehr groß. Außerdem sei er Gerichtsarzt des Kreises Niederbarnim. Er habe die Gefangenen in den Isolier- räumen stets besucht, wenn sie sich vormeldeten, und glaube stetS «ach bestem Wissen und Gewissen seinen Dienst getan zu haben. Angekl. Ahrens: Wie kam es, daß ich in drei Jahren slrenger Einzelhaft nicht ein einziges Mal besucht worden bin? Dr. Pfleger: Sie waren als Schreiber wohl nicht in der Zelle, sondern auf dem Spazierhof. Angekl. A h r e n S: Meine Freistunden waren morgens von 7—8 und nachmittags von 2—3; zu dieser Zeit war Dr. Pfleger niemals in der Anstalt. Vors.die Jsolicrgefangenen nur nach ihrer Vormeldung besuchten. Kennen iSie denn den Angeklagten AhrenS überhaupt?— Zeuge Dr. Pfleger: O gewiß kenne ich ihn sehr genau, aber nicht als AhrenS, sondern unter seinem falschen Namen„Behrends". Ihm ist von mir einmal Mittelkost abgelehnt worden. Angekl. AhrenS: Allen Schreibern stand Mittelkost nach zwei Monaten zu. die sie alle bekamen. Ich bestreite, daß Dr. Pfleger mir Mittelkost bewilligt hat, trotzdem ich so krank war, daß ich kaum ein Aktenbündel tragen konnte. Dr. Pfleger: Es existiert keine Vorschrift bezüglich der Mittellost nach zwei Monaten, sondern ein Usus, von dem nicht ab- gewichen wurde.— AhrenS: ES gab auch Leute, die sich nicht mehr vormelden konnten, weil sie geistig zu sehr runter waren. Diese wurden auch nicht besucht, obwohl doch jeder einmal im Monat besucht werden soll.— Zeuge Dr. Pfleger: Wer in "inem solchen Zustande war, kam sicher inS Lazarett!— Rechtsanw. Dr. Liebknecht: Wer hatte denn aber über den Zustand deS Kranken zunächst zu befinden?— Zeuge: Der Aufseher.— An- geNagter A h r e n s: Herr Dr. Pfleger behauptet, daß er die Leute auch mittmter auf Spaziergängen besucht habe. Die Spaziergänge fanden abends statt, da war Dr. Pfleger auch nicht da.— Auf Be- fragen deS Rechtsanwalts Dr. Liebknecht bestätigt Medizinalrat Dr. Pfleger, daß er die 3—4 Stunden täglicher ärztlicher Tätigkeit in der Anstalt nicht ausschließlich den Kranken widmete, sondern eine Menge Anfragen über dies und jenes zu erledigen hatte-c.— R.-A. Dr. Heinemann: Gibt es nicht eine Vorschrift, wonach jeder Gefangene mindestens einmal im Monat besucht werden muß? — Dr. Pfleger: Für die in Gemeinschastshast Befindlichen nicht. — R.-A. Dr. Liebknecht: Aber wohl für die in Jsolierhaft Be- findlichen?— Dr. P f l e g e r: Ja wohl.— R.-A. Dr. L i e b- k n e ch t: Der Zeuge hat zugegeben, daß der Besuch der Isolier- gefangenen nur stattfand, wenn sie sich vormelden ließen. DaS punktiim saliens ist aber, daß sie auch besucht werden, wenn sie sich nicht vomieldcn ließen.— Präs.: Angeklagter AhrenS I Wollen Sie zugeben, daß sie auf Dr. Pfleger nicht gut zu sprechen sind?— Angekl. A h r e n s: Das gebe ich nicht zu. Seitens der Verteidiger ist noch Prof. Dr. Sommerfeld als Sachverständiger geladen worden, der hierauf vernommen wird. Ans die eingehenden Kragen des Vorfitzenden nach dessen Sachverständigen- Qualifikation erklärt derselbe, daß er eine öffentlich-amtliche Tättg« keit nicht ausübe, auch die Verhältnisse in Plötzensee nicht kenne, da er nur als Student vor Jahren die Anstalt unter Leitung seines da- maligen Professors besichtigt habe. Er habe sich aber mit hygieni« scheu Fragen wissenschaftlich und schriftstellerisch viel beschäftigt, ein- mal auch mit Unterstützung des Ministeriums. Er erklärt auf Be- fragen des Vorsitzenden, daß er den Schlußfolgerungen der Vor-Sachverständigen nicht entgegentreten könne, bemerkt aber, daß ihm die Unterlagen gegeben werden müßten, wie sie den übrigen Sachverständigen zu Gebote standen. Insbesondere müsie er wissen, ob beispielsweise das Wasser dauernd oder nur vorübergehend trübe war.� Wenn das Waiser wenig appetitlich ist, dann ist es in gewisicm Grade auch indirekt gesundheitsschädlich. Ebenso glaubt er, daß der Hinweis des Geheimen Rats Kirchner auf die hygienischen Verhältnisse in anderen Betrieben nicht beweiSkrästig sei, denn in vielen gelverblichen Betrieben sind die hygienischen Verhältnisse unzureichend.— lieber die dem Sachverständigen weiter vorzulegenden Fragen kommt es wiederholt zu Meimingsvetschieden- heilen zwischen Rechtsanwalt Dr. Liebknecht und dem Bor- sitzenden, der gelegentlich bemerkt, daß man dem Sachverständigen, der dann wohl gewissermaßen Overgutachter sein würde, nicht ganz allgemeine Fragen vorlegen könne.— Auf Befragen erklärt Zeuge Ingenieur Krüger, dag die Klarheit des Wassers in Plötzensee die Regel und nicht die Ausnahme bildete. Begutachtung der Sachverständigen. Erster Staatsanwalt S ch ö n i a n wünscht zu wissen, was Geh. Rat Kirchner von der Qualifikation und den schriftstellerischen Leistungen des Prof. Dr. Sommerfeld bekannt sei.— Geh. Rat Kirchner erwidert: ihm sei nur bekannt, daß Prof. Sommerfeld ein Buch über„Gewerbehygiene" geschrieben und sich für Lungen- Heilstätten interessiere.— R.-A. Dr. Liebknecht beantragt, dem Prof. Dr. Sommerfeld Gelegenheit zu geben, sich über seine Tätig keit zu äußern; der Vorsitzende lehnt dies ab und die Ablehnung wiederholt sich auf wiederholten Antrag des Rechtsanwalts Dr. Liebknecht, der es als eine wohl einzigartige Erscheinung bezeichnet, daß hier ein Sachverständiger über die Qualifikation eines anderen Sachverständigen vernommen wird — Erster Staatsanw. S ch ö n i a n: Der Sachverständige hatte auch seine Tätigkeit im Auftrage des Ministeriums erwähnt' und daran: bezog sich meine Frage.— R.-A. Dr. Liebknecht: Dann frage ich Herrn Prof. Sommerfeld: Können Sie sich über die wissen- schaftlichen Leistungen der anderen Sachverständigen äußern?— Präs.: Ich lehne die Stellung dieser Frage ab. weil sie nicht sachgemäß ist.— R.-A. Dr. Liebknecht: Daim beantrage ich Gerichtsbeschluß. Die Frage ist ebenso sachgemäß, wie die des Staatsanwalts war.— Der Gerichtshof beschließt die Ablehnung der Frage.— R.-A. Dr. Liebknecht glaubt von einem Beisitzer während der kurzen Beratung des Gerichtshofes das Wort „Ungehörigkeit" vernommen zu haben und erklärt diesen Vorwurf für ungerecht. Er beantragt Gerichtsbeschluß darüber, daß Professor Sommerfeld sich über seine mit Unterstützung, nicht ini Auftrage des Ministeriums ausgeübte Tätigkeit äußere.— Der Gerichtshof lehnt die Frage ab, da Prof. Sommerfeld über das, wie er sich hygienisch betätigt hat, sich genügend geäußert habe.— R.-A. Lieb knecht: Dem Geh. Rat Kirchner ist doch Gelegenheit gegeben worden, sich über den anderen Sachverständigen jjn äußern, so muß letzterem doch dieselbe Möglichkeit werden.— Präs.: Es ist noch in keiner Weise bezweifelt worden, daß Prof. Sommerfeld die genügende Sachkenntnis hat. Rechtsanwalt Dr. Liebknecht: Ich verlange den Gerichts beschluß namentlich deswegen, weil aus der Aeußerung des Vor sitzenden vom Obergutachter hervorzugehen scheint, daß der Saty verständige nicht als vollwertig anerkannt Ivird. Vorsitzender: Das ist ein Irrtum. Professor Sommerfeld soll über seine Schlüsse aus den früheren Gutachten vernommen werden, also liegt das Wort Obergutachter in der Sache. Rechtsanwalt Dr. L4 e b k n e ch t: Es ist für die Stellung der Gutachter wichtig, wenn wir auch Gutachter hören wollen und diese als Obergutachter ironisiert werden. Vorsitzender ferregt unterbrechend): Ich habe schon einmal erklärt, daß eine Jronisierung nicht in Betracht kommt, und bitte mir aus, was ich amtlich erklärt habe, auch als amtlich zu respektieren. Der Gerichtshof lehnt die beantragte Frage als nicht zur Sache gehörig ab. Das Zeugnis der Beamten. Der frühere stellverttetende Direktor, jetzige Direktor des Stadt- Voigteigefängnisses Denzner ist seit dem Jahre 1862 in der Straf anstatt Plötzensee angestellt gewesen. Er hat die ganzen Jahre nie etwas von einer schlechten Beschasscnheit des Wassers bemerkt, ec wie seine Familie haben es stets getrunken. Auch daß irgend ein Ge- sangener nicht die Möglichkeit hatte, sich jederzeit mit frischem Wasser zu versorgen, bestreitet er. Jeder Gefangene bekam dreimal frisches Wasser; im übrigen konnte er klingeln und noch mehr ver- langen. Der Angeklagte AhrenS sei semerzeit unter dem Namen Behrensen zur Sttafverbützung eingeliefert worden. Er machte einen guten Eindruck auf den Zeugen und schrieb eine gute Handschrift. Er war sehr fleißig und ordenttich gewesen/ Von den anderen Gefangenen sonderte sich Ahrens stets ab. Als Expeditionsschreiber hatte A. verschiedene Vergünstigungen, er konnte mehr Licht brennen, Zeitungen und Bücher halten und verschiedene Kostaufbesserungen auf seine Kosten vornehmen. Erst im Jahre 18S8, als mittlerweile sich derartige Vergünstigungen auch auf die übrigen Gefangenen ausdehnten und mehrere Beamte Unregelmäßig- leiten sich zuschulden kommen ließen, wurden auch den Gefangenen- schreibern mancherlei Beschränkungen auferlegt. Trotzdem besteht noch heute für Plötzensee der alte Spruch, wie der Zeuge ans Beftagen des Staatsanwalts bestättgte: Essen jut, Arbeit jut, ehörde jut. Weitere Fragen der Rechtsanwälte Liebmecht und Löwenstein befteffend die Anzahl der Aufseher und ihrer An- stellungSverhältnisse glaubt Staatsanwalt Schöman als zur Sache selbst unerheblich beanstanden zu müffon, da es lediglich in der Ber- Handlung darauf ankomme, festzustellen, ob jene Artikel beleidigenden Inhalts sind oder nicht, nicht aber können hier alle Einzelheiten der Verwaltung von Plötzensee erörtert werden.— R.-A. Liebknecht: Zur Beurteilung der hier zur Frage stehenden Beschwerden sei doch wesentlich, ob der Aufseher überbürdet sei oder nicht. Aufseher Seidenschnur, der nächste Zeuge, bekundet: Als AhreilS-Behrendsen etwa zwei Jahre interniert war. habe er sich mit ihm darüber unterhalten, waS er anfangen würde, wenn er wieder freikäme. Ahrcns erwiderte darauf:„Na, wenn ich nicht gleich Arbeit bekomme, schreibe ich über Plötzensee; da habe ich so viel Stoff, daß ich zwei Jahre davon leben kann. Ich bin doch nicht umsonst fünf Jahre hier gewesen! Der Zeuge hat darauf kein Gewicht gelegt und sich gedacht, daß der Angeklagte vielleicht einen Roman schreiben wolle. Im April vorigen Jahres hat der Zeuge den Angeklagten AhrenS mit dem ehemaligen Kassenschreiber Jülifch an der Beusselstraße getroffen. Auf seine Frage, Ivo er herkomme, habe Ahrens geantwortet: Von Plötzensee I Wir haben ja lange drinn gesessen, nun haben wir cS uns mal von außen angesehen! Mit Rücksicht auf den ersten in der„Z. a. M." damals schon erschienenen Artikel äußerte der Zeuge zu AhrenS: Die Presse schreibt immer über die Kranken und schiebt den Auffehern die Schuld zu, aber für die Aufseher bricht niemand eine Lanze. Darauf sagte Ahrens: Die ganze Sache geht doch nur gegen Dr. Pfleger.— Der Angekl. A h r e n s widerspricht der Bekundung des Zeugen. Ich habe den Aufsehern in Plötzensee seinerzeit versprochen, wenn ich über Plötzensee etwas schreibe, auch über die Aufleher etwas schreiben werde. In einer bei den Akten der Staatsanwaltschaft befindlichen Broschüre habe ich das Leben in Plötzcnsee zu schildern begoimen und darin würden auch die Auffehcr nicht übergangen werden. Auf die Frage des Rechtsanw. Löwen st ein, ob irgend welche Anhaltspunkte dafür vorliegen, daß AhrenS. der mehrfach für andere Gefangene eingetteten ist, dies aus eigennütziger Absicht getan habe. geben die Zeugen eine verneinende Antwort, der Zeuge D e n z m e r hält es auch für unwahrscheinlich, da eS ihm wohl aufgefallen wäre. Bus der Partei PoUzeillebee« Serlcbtlicbe» üb». — Wegen Vergehen gegen§ 153 der Gewerle-Ordnong, Be« gangen im Neuroder Bergarbeiterstreik, wurden von der Straf« kammer in Glatz die Berbandsfunkttonäre Genossen Pokornh zu zwei Wochen und Krause zu einer Woche Gefängnis ver- urteilt. parlameutarifcbes. Die Kommission des Abgeordnetenhauses zur Vorberatung de? Antrages Gamp auf Sperrung der Mutungen begann am Dienstag abend ihre Beratungen. Es wird zunächst konstatiert, daß der An« trag aus der Besorgnis entstanden ist, es möchten die bergsreien Felder in kurzer Zeit in private Hände übergehen Es entstehe die Frage, ob die Regierung in der nächsten Zeit, etwa binnen zwei Jahren, dieser Gefahr durch Aenderung des Berggesetzes vorbeugen wolle, oder ob man zu diesem Zwecke eines Notgesetzes bedürfe. Zur Begründung des Antrages Gamp wird angeführt, daß durch die jetzige Praxis der Bohrgcsellschaften die Produktion ver- t e u e r t wurde. Auch liege die Gefahr vor, daß sich das Kohlen- syndikat der Felder bemächtige. Schon habe sich die Eisenindustrie durch Erwerbung von Kohlenfeldern unabhängig zu stellen gesucht. Von feiten der Regierung wird die Vorfrage, ob Gefahr vor- Händen sei, daß die Kohlcnselder in kurzer Zeit in Privathande kämen, bejaht. ES seien außer den bis jetzt gemachten Kohlen- funden weitere Felder schwerlich zu entdecken. Wenn man jetzt nicht zugreife, so sei die verfügbare Menge rasch belegt. Die Hauptmasse sei schon in festen Händen. Beim Kali seien die Verhältnisse nicht so klar, aber es bestehe doch auch hier die Gefahr, daß die wertvollen Schätze in feste Hände gerieten. Ein Gesetz dagegen sei in kurzer Zeit, etwa in zwei Jahren, nicht zu machen, tmzu seien die Schwierig- leiten zu groß. Im nationalen Interesse sei dringend zu wünschen, daß mit den Bohrungen nicht in der bisherigen Weise fortgefahren werde. Der noch übrige Rest von Kohle und Kali müsse für den Staat reserviert werden. Ueber die Modalitäten ließe sich reden. Von einem Mitglicde der Kommission wird dem Regierungs- kommissar entgegengehalten, daß es sich danach um den U ebergang von der Bergbaufreihcit in das Staatsmonopol handle, ein Ver» fahren, das mit den ftüheren Erklärungen beim Erwerbe der Hibernia in Widerspruch stehe.— Dies wird von der Regierung bestritten; es handle sich nicht um ein Staatsmonopol, sondern lediglich um die Abstellung von Schäden.— Daß diese bestehen, wird zugegeben, aber es wird betont, daß der bestehende Unfug mit den Sperrlöchern durch eine Novelle zum Berggesetz in anderer Weise beseitigt werden könne. Man müsse die Bergbaufteiheit aufrechterhalten, aber dafür sorgen, daß die Felder vergrößert würden und soviel deckten, als zu einer Anlage nötig sei.— Die Regierung hält demgegenüber daran fest, daß eine Aenderung des Gesetzes nicht leicht sei, aber der vom Antrag Gamp be- schrittene Weg der Suspendierung der Mutungs- freiheit sei gangbar. Es handle sich darum, zu ver- hindern, daß der letzte Rest der Bodenschätze in Privathände über- ginge, und dafür zu sorgen, daß er der Allgemeinheit erhalten bleibe. — Auf eine von einem Mitglicde der Kommission gestellte Frage wird über die Erfolge der fiskalischen Bohrungen Mitteilung gemacht. Dabei wird wiederholt der Gedanke einer Verstaatlichung der Kohlengewinnung zurückgewiesen, auch wird bemerkt, daß es wünschenswert sei, das Land durch Bohrungen in großartigem Maße aufzuschließen. Aus der Mitte der Kommission wird der Antrag gestellt, daß der bisherige Muter das Recht, den Schlagkrcis abzu- bohren, auf zwei Jahre behalten soll. Der Antrag wird begründet, und dann die Weiterberatung auf Freitag abend 7% Uhr vertagt. Soziales« Die Gelvericgcrichtswahlen in Brüssel haben den dortigen sozialdemokratischen Gewerkschaften einen glänzenden Sieg gebracht. Die katholischen Arbeitervereine beiciligten sich überhaupt nicht an den Wahlen, die liberalen Arbeiiervercine erhielten etwa? über 500 Stimmen, die Gewerkschaften zirka 3000. Nochmals der Lehrlingöstrrit gegen die Firma Regenhardt. Zu meinem Bericht über die Berhaudlung vor dem Gewerbegericht in Nr. 110 hat der Werkführer H. Schmitz von der Rcgenhardtschen Buchbinderei eine Erklärung in Nr. 113 des„Vorwärts" erlassen, auf die ich antworten muß, soweit mein Bericht durch sie indirekt berührt wtrd. Da ist zunächst die Prügelftage. Herr Schmitz erklärt es einfach für erftmden, daß er die Lehrlinge mißhandelt habe. Von„Mißhandlungen" steht im Bericht kein Wort, nur von Schläge». Daß er aber dem Kläger M., der besonders für blöd verschrien wurde. „mal Ohrfeigen gegeben", also an den Kopf geschlagen habe, hat Herr Schmitz selber in der öffentlichen Verhandlung zugegeben. Im Hinblick daraus, daß der- selbe iunge Mann ihm für sehr beschränkt galt, rechtfertigt das schon allein meine Bemerkung:„Eine nette Lehrmethode!" Man braucht nicht einmal die ganz bestinnnte Behauptung des jungen Mannes hinzunehmen, daß er geschlagen sei, weil er„nicht kapierte". Weiter: Herr Schmitz erwähnt unter Bezugnahme auf die „erfundene Mißhandlung" eine Zeugin, die„aber von dem Richter zurückgewiesen worden sei". DaS kennzeichnet auch die Berichtigung des Zeugen Schmitz. Das Fräu- lein ist nämlich tatsächlich vernommen worden, als der Vertteter der Kläger mit Recht darauf bestand, nachdem der Borfltzende sie erst nicht hören wollte, weil sie vor einem Jahre nur etwa 14 Tage lang bei Regenhardt war. Und diese Zeugin hat wörtlich mit größter Bestimmtheit ausgesagt:„Ich habe gesehen, wie Schmitz den Jungen mit einem Buch auf den Kopf schlug. Auch hat er ihm mal einen Stoß gegeben, daß er umgefallen ist." So also die nach Herrn Schmitz zurück« gewiesene Zeugin.— Herr Schmitz hebt die tadellosen Einbände hervor, die ein anderer Gehülfe lediglich für den Zweck dieses Pro'zesses angefertigt hatte, mn die Lehrkunst bei Regeirhardt zu beweisen. Der Borsitzende machte aber diese Bücher gar nicht zu einem Gegenstand der Verhandlung. Er ließ sie wohl von den Beisitzern ansehen, erklärte ihre Ausführung aber, und zwar mit Recht, für den gegenwärtigen Prozeß nicht für erheblich.— Wemi Herr Schmitz erklärt, es sei nicht festgestellt worden, daß die Lehrlinge vorwiegend mit Heften beschäftigt worden seien, so rennt er damit offene Türen ein, denn der Bericht stellt eine derartige Behauptung gar nicht auf. Im Gegenteil läßt die nach stenographischen Notizen gearbeitete Wiedergabe deS Urteils ganz deutlich erkennen, daß der Gerichtshof auf Grund der im Bericht aus Raumrücksichten nur angedeuteten Beweisaufnahme zu einer anderen, der Firma günstigeren Feststellung gelangt ist. W. W a ch, Journalist. GewerfcrehaftUebes. (Siehe auch zweite Beilage.) Aaituug! Schuhmacher! In der Werkstatt von Carl P i e s ch k e, Nürnbcrgerstr. 66, sind Differenzen ausgebrochen. Vor Annahme von Arbeit wird gewarnt. Die Ortsverwaltung. Posen, 16. Mai. ks„Vorwärts".) Hier ist ein Klcnipnerslrrik ausgebrochen. Zuzug ist sernzuhaltcn. Alle arbeitev- freundlichen Blätter. werden um Abdruck gebeten. Vcrantw.Red.i Franz Rehbew, Berlin. Jnseratevcraiilw.(mit Ausnahme der, NeueWeIt'-Bettage):TH. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr.«.BerlagSanst.PaulSingerchEo.,BtrIin3sV.Hierzii 2 Beilagen».Untcrhalttingsb Br. 114. 22. Jahrgang 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Abgeordnetenbaus. 182 Sigung vom Dienstag, den 16. Mat, bormittags 11 Uhr. am Ministertische: Kommissare. Auf der Tagesordnung steht zunächst die Beratung des SchulRompromißantrages der Abgg. Hadenberg( natl.), Dr. v. Heydebrand und der Lafa( L.) und Freiherr v. 3edlig( ft.), so weit er fich auf die Beseitigung unbilliger Ungleichheiten in der Belastung der Schulverbände und in der Höhe des Diensteinkommens der Wir sind der Meinung, daß eine gründliche Revision des Lehrer besoldungsgeiezes fobald wie möglich erfolgen muß. dieser muß aber das Schulunterhaltungsgesetz vorangehen. Den Antrag Ernst müssen wir ablehnen. Er geht zu weit und fordert etwas, was vielleicht nicht zu erreichen ist. Mittwoch, 17. Mai 1905. nicht so gleichgültig: die starke Differenz verrate doch eine große Unsicherheit und man müsse immer damit rechnen, daß das Reich voll mit seiner Garantie herangezogen werde. Auch die Anschuldigungen des Abg. Lattmann gegen den Gouverneur v. Buttfamer müßten substantiiert und untersucht werden. Auffällig sei der außerordent Abg. v. Schenckendorff( natl.): Der Kommiffionsbeschluß ent- liche Eifer, den das Zentrum in dieser Frage an den Tag lege spricht in feiner Weise den Erwartungen meiner Freunde, er ist ein er stehe im Gegensatz zu dem von ihm sonst gezeigten Wunsche, möglich Wechsel auf die Zukunft. Ein Teil meiner Freunde wird für den viel Material zur Nachprüfung der Regierungsvorlage beschaffen zu lassen. Antrag Ernst stimmen. Die provisorische Regelung des Lehrer9. Abg. Lattmann begründet nach der Mittagspause nochmals besoldungsgesetzes, die Freiherr v. Bedlig wünscht, würde die gründ- fein Mißtrauen gegen die Vorlage. Was die Angriffe auf des Sou liche Revision diefes Geieges nur verzögern. Wir werden für die verneur v. Buttkamer anlange, so werde er das Material Saufe zu o stimmen. feinen Gouverneur gebrauchen, der z. B. in der Frage, was gerren überwiesen war, schlägt eine Resolution vor, in der die Staats- Finanzminister Frhr. v. Rheinbaben: Ich fann Sie nur bitten, lofes Land" wäre, nicht objektiv verfahre. regierung aufgefordert wird, a) in den Entwurf eines Gefeges über die den Kommissionsbeschlüssen zuzustimmen. Eine Verquickung der Der Kolonialdirektor erklärte in der Debatte, die Land. Unterhaltung der öffentlichen Volksschulen Bestimmungen auf- Schulunterhaltungsfrage mit der der Lehrerbesoldung empfiehlt sich gesellschaften könnten eventuell herangezogen werden, besonders wenn zunehmen, durch die eine wirksame Entlastung der überlasteten aus politischen und finanziellen Gründen nicht. Durch das neue die Bahn fortgesetzt wird. Abg. Dr. Müller Sagar machte leistungsschwachen Verbände im Sinne der Geseze wegen allgemeiner eine neue Basis gestellt, und es wäre nicht richtig, in demselben hatte, man denfe nicht an einen Weiterbau. Auf diese Annagelung Volksschulunterhaltungsgeseh wird das ganze Volksschulwesen auf darauf aufmertiam, daß der Kolonialdirektor am Morgen gelagt Erleichterung der Volksschullaften und des Lehrerbesoldungsgefeges herbeigeführt wird, b) nach Durchführung der Neuordnung der Augenblick, wo verschiedene Träger der Schullaften auf Grund des neuen schwieg der Kolonialbireftor!! Schulunterhaltungspflicht ohne Verzug die Revision des Lehrer- Gesezes mehr belastet werden, gleichzeitig durch die Besoldungsregelung besoldungsgesetzes vorzunehmen, namentlich in der Richtung, daß noch gar zu fie zu legen. Gines nach dem anderen. Ich Punkte a und Die Unterrichtstommission, der dieser Antrag zur Vorberatung herr v. Bedi der Kommissionsbeschlüsse und für den Antrag Frei- der nächsten Woche der Kolonialverwaltung unterbreiten. Man lönne bie Mindeſtfäße des Grundgehalts und der Dienstalterszulagen erhoffe, daß wir zu einer Verständigung über die Schulunterhaltungsheblich erhöht werden; c) bis dahin durch angemessene Erhöhung Pflicht kommen. Diese Verständigung würde aber erschwert werden, des im Etat für 1905 ausgefegten Fonds die Beseitigung der vor- wenn gleichzeitig eine Neuregelung des Lehrerbesoldungsgefeges verhandenen Härten zu erleichtern. langt werden würde. Abg. Ernst( frf. Vg.) bedauert, daß die Kommission nur eine allgemeine Resolution gefaßt habe, die lediglich Bukunftsmusik enthalte.b Ein Schlußantrag wird angenommen. Der Antrag der Unterrichtskommission unter a wird einstimmig angenommen. Die Verhandlungen wurden auf Mittwoch vertagt. Hus Induftrie und Handel. Zucker- Baiffe. Seit Beginn vorigen Jahres steht der Buder markt unter stetigen Schwankungen, die weniger durch natürliche Verhältnisse verursacht worden sind. d. h. durch den Rübenernte ausfall und den Stand der Zuckererzeugung in den verschiedenen Ländern, als durch das Treiben der Spefulation. Im Januar 1904 stand der Preis für Rohzuder in Hamburg auf 16 M. pro Doppelsentner, erhöhte fich aber infolge ungünstiger Gerüchte über den Stand der Rübenfelder und einer ziemlich starken, durch die Hauffe spekulation forcierten Nachfrage bis zum Auguft auf über 19 m. Dann jezte unter Hinweis der Spekulation auf die anhaltende Dürre Abgg. Frhr. v. Zedlik( ft.) und Genossen beantragen, dem beantragen. Bunit folgende Fassung zu geben:„ bis dahin aber durch eine zugleich mit dem Schulunterhaltungsgeies in Kraft tretende Novelle zu diesem Gesetze dafür zu sorgen, 1. daß der Mindestbetrag des Grundgehalts auf 1200 M. für erste und alleinstehende Lehrer an Schulen mit nicht weniger als 30 Schülern, auf 1100 m. für alle übrigen Lehrer, auf 900 M. für Lehrerinnen, 2. daß der Mindestbetrag der Dienstalterszulage auf 130 M. für Lehrer und auf 100. für Lehrerinnen erhöht wird, 3. daß die durch diese Erhöhung den Schulverbänden erwachsenden Mehrausgaben aus der Staatstasse erstattet werden, soweit sich dadurch ihre Nationalliberalen abgelehnt, worauf der Kommissionsantrag Dezember stellte sich der Preis am Hamburger Markt auf girla für die Volksschule auf mehr als 50 Proz. des Sollauftommens an Staatseinkommensteuer erhöhen." Im Falle der Ablehnung dieses Antrages beantragen Abgg. Frhr. v. 8edliz u. Gen.( ft.) den Punkt o wie folgt zu faffen: Zur Beseitigung der unbilligsten Ungleichheiten in den LehrerBesoldungen in dem Etat für 1906 den hierzu bestimmten Dispofitionsfonds von 200 000 m. zunächst auf fünf Millionen Mark zu erhöhen." e Abg. Ernst( frf. Vg.) zieht seinen Antrag zugunsten des Antrages wid- Stopsch zurük. 3 Der Antrag der Abgg. 8 wid und Kopsch( fri. Vp.) wird gegen die Stimmen der freifinnigen Parteien und eines Teils der angenommen Koloniale Bahugründungen. Der Hauptantrag Frhr. v. Zedlitz( ft.) wird in namentlicher 28 M., und am 20. Januar notierte die sofort lieferbare Bare gar über 32 M. Darauf trat, da die Produktion der meisten Länder Abstimmung mit 148 gegen 121 Stimmen abgelehnt. des Dispositionsfonds zum Ausgleich der Härten in den Lehrer Welt hinauspofaunt worden war, ein Rückschlag ein, am 1. Mai Der Eventualautrag Freiherr v. Zedlitz( ft.) zu c auf Erhöhung sich als reichlicher herausstellte, wie von der Hauffespekulation in die besoldungen auf fünf Millionen Mark wird mit 158 gegen 113 notierte die Maificht noch mit 26 M. pro Doppelzentner, ist aber seit Stimmen angenommen, womit der Bunft o des Kommiffionsantrages bem, von einer kleinen Zwischen- hausse abgesehen, immer tiefer ge funken. Gestern fiel in Hamburg der Preis für Buder per Mai auf beseitigt ist. Abg. Ernst( frs. Vg.) beantragt, die Punkte b und des Nächste Sigung: Donnerstag 11 Uhr.( Zweite Beratung ber Internationalen Vereinigung für Buderstatistik veröffentlichte 22,70 m., per Juni auf 22,75. Ursache des Preisfalls ist die von Kommissionsantrages durch folgende Faffung zu ersehen: gleichzeitig der Berggesegnovelle auf Erlaß von Arbeiterschutzbestimmungen.) Mitteilung, daß fast in allen Zuckerproduktionsländern das mit mit dem Schulunterhaltungs- Gesetzentwurf einen Gesezentwurf vorRüben bebaute Areal stark zugenommen hat. Auf Grund der vom zulegen, durch welchen 1. der§ 2 des Lehrerbesoldungsgesetzes wie 3. bis 13. Mai dieses Jahres vorgenommenen Umfrage tommt folgt geändert wird: Das Grundgehalt darf für Lehrerstellen nicht die Bereinigung in ihrem Bericht zu folgendem Resultat: In weniger als 1350 M., für Lehrerinnenstellen nicht weniger als 1050 M. Die Budgetkommission des Reichstags beschäftigte sich am Diens- Deutschland wurde für 1905 ein Gesamtanbau von 463 766 Hettar jährlich betragen"; 2. der§ 6 des Lehrerbesoldungsgefeges folgende tag zunächst mit der Beratung eines Entwurfs eines Gesetzes über gegen 414 802 Hektar im Vorjahr ermittelt, der Mehranbau Fassung erhält:„ Die Alterszulage darf in keinem Falle weniger eine Eisenbahn in kamerun. Abg. Dr. Müller Sagan fragte beträgt also+11,8 Proz. Von den hauptsächlichsten Anbaugebieten betragen als a) für Lehrer jährlich 150 M., steigend von drei zu an, wie es sich mit der etwaigen weiteren Ausgestaltung der pro- find hervorzuheben die Provinz Sachsen mit 115 410 Heftar drei Jahren um je 150 m. bis auf jährlich 1350 W.; b) für jeftierten Bahn bis zum Tsab see verhalte: schon jetzt werde das(+10,7 Proz.), Schlesien mit 62 573 Heftar(+ 10,5 Broz.), Posen Lehrerinnen jährlich 120 M., steigend von drei zu drei Jahren um für eine lebhafte Propaganda gemacht. Die Kolonialverwaltung 50 456 Heftar(+6,4 Proz.), Hannover 40 604 eftar(+14,6 Bro3.), je 120 m. bis auf jährlich 1080 m. habe deshalb die Verpflichtung, das ganze Projekt zu beleuchten, Westpreußen 27 567 Heftar(+18,7 Proz.), Braunschweig In Verbindung damit werden zahlreiche Lehrerpetitionen auf damit man wisse, was denn eigentlich geplant fei. Kolonial 25 647 hektar(+ 12,7 Broz.). Pommern 24 924 Heftar(+11,0 Broz.), zahlreiche Gehaltsaufbesserung beraten. direktor Dr. Stübel erklärte, daß für die Kolonialverwaltung Anhalt 21 462 Settar(+11,0 Proz.). Auch in den übrigen ProAbg. Frhr. v. Zedlik( ft.): Sein Antrag fordere, daß gleichzeitig teine weiteren Pläne existieren; sie sei viel zu„ prosaisch", um auf duktionsländern hat das Areal durchweg beträchtlich zugenommen: mit dem Schulunterhaltungsgefeß eine Novelle zur Lehrerbesoldung die Phantasien einer. Tiadseebahn einzugehen; es handele sich aus Frankreich 280( 275) Fabriken 246 650 Heftar(+ 29,0 Proz.) An borgelegt werde, die durch Festsetzung eines Mindestgehalts und von schließlich um eine Bahn zunächst von Duala aus in das Herz bau, Rußland 278( 276) Fabrifen mit 549 400 geftar(+14,8 Broz.) Mindeſtalterszulagen wenigstens die schlimmsten ungerechtigkeiten des Schutzgebietes. Das Projeft fei tatsächlich voll- Anbau. Belgien 94( 90) Fabriten 68 630 Geftar(+ 49,8 Proz.) An 68630 tommen abgeschlossen. Der Reichstag behalte für später in bau, Holland 27( 26) Fabriken 48 480 Heftar(+ 35,2 Broz.) Anbau, jeder Beziehung freie Hand. Schweden 18( 18) Fabriken 27 352 Heftar(+13,3 Broz.) Anbau und Dänemart 7( 7) Fabriken mit 15 200 geftar(+ 8,6 Proz.) Anbau. Die Budgetkommission des Reichstags beschäftigtes Gesetzes über gegen 414 802 Hektar im Vorjahr ermittelt, und schlimmsten Ünbilligkeiten beseitige, die endlich das Land und die fleinen Städte von dem Fluche befreie, die unerfahrensten und schlechtesten Lehrer zu haben. Wenn in Preußen wirklich dazu das Geld nicht vorhanden sein sollte, so müsse man das nur Angenehme, das äußerlich Deforative einschränken.( Sehr richtig! rechts.) Inzwischen ist von den Abgg. Dr. 8 wid und stopsch( frs. Vp.) folgender Antrag eingegangen: Gleichzeitig mit dem Schulunterhaltungsgesetz- Entwurf einen Gefeßentwurf vorzulegen, durch welchen " Abg. Lattmann hält die Bahn für notwendig und auch später für rentabel. Aber er will aus folgenden Gründen die Verhandlungen vertagt wissen: der Konzessionsvertrag ist vom 17. Februar datiert, die Regierung hätte also Zeit genug gehabt, diese Vorlage fähigite; das letzte Jahr zeigt aber weit eher eine Rüd- als VorUnsere Kolonie Samoa gilt nächst Kamerun als die entwickelungsfrüher einzubringen, fodaß wir mehr Zeit zur Vorbereitung gehabt wärtsentwidelung. Nach den offiziellen Angaben des Gouverne hätten. Die Vorlage dürfe nicht durchgepeitscht werden, denn eine ments hat die Einfuhr Samoas im Jahre 1904 um 364 527 W. ab Begründung fei fo gut wie gar nicht gegeben. Das Buch 1. der§ 2 des Lehrerbesoldungsgesetzes vom 3. März 1897 wie von René. das die eigentliche Begründung enthalte, werde vorläufig 2816 878 M., und zwar ist dieser Fehlbetrag durch die Abnahme des genommen. Sie fiel von 2681 405 m. im Jahre 1903 auf folgt abgeändert wird: vom Verlag auf Order des Autors nicht ausgegeben. Die beiden Imports von Industrie Artikeln entstanden, die Einfuhr von Das Grundgehalt darf für Lehrerstellen nicht weniger vorgelegten Karten sind nach dem Urteile eines Startographen falsch; Nahrungsmitteln ist sogar geftiegen. als 1850 M., für Lehrerinnenstellen nicht weniger als 1050 m. die Behauptungen, sie stammten aus den letzten Jahren, jährlich betragen"; sei nicht wahr. Dr. Die Ausfuhr Samoas ist allerdings um 290 274 M., nämlich Baffarge erklärt die Karten für von 1384 607 auf 1 674 881 M. gestiegen. Aber mit der Steige 2. der§6 des erwähnten Gesetzes folgende Fassung erhält: 384 607 ganz falsch. Der Kommission müßten die Einzelaufnahmen zur Die Alterszulage darf in keinem Falle weniger betragen als: Rachprüfung vorgelegt werden. Es ist ferner behauptet worden, es ung ist es ein eigenes Ding; sie erflärt sich daraus, daß a) für Lehrer fährlich 150 M., steigend von drei zu drei Jahren lägen zwei Kostenanschläge vor: von 55 000 und 106 000 m. pro gleich Samoa 1904 zirfa 168 000 Kilogramm Kopra weniger aus die Koprapreise im letzten Jahr außergewöhnlich hochstanden. Db. um je 150 m., bis auf jährlich 1350 M.; Stilometer. Diese Erhöhung sei eingetreten, nachdem die Reichsgeführt hat als 1903, erhöhte fich trotzdem der Wert der Kopra b) für Lehrerinnen jährlich 120 M., steigend von drei zu drei garantie in sicherer Aussicht stand. Der Gouverneur v. Buttkamer Ausfuhr um 267 000 Mart. Jahren um je 120 m. bis auf jährlich 1080 m."; habe nicht das Vertrauen der kolonialen Kreise. Es liege 8. zwecks Bestreitung der aus dieser Besoldungserhöhung entgegen ihn viel Material vor. Eine Untersuchung werde beantragt, felbft nur mit einem verhältnismäßig geringen Bruchteil beteiligt. An diesem Außenhandel seiner Kolonie ist jedoch Deutschland stehenden Mehrkosten Staatszuschüsse nach in dem Gesezentwurf fest- Es werde gesagt, daß der Gouverneur in wirtschaftlicher Abhängigkeit Die Wareneinfuhr Samoas aus Deutschland betrug im letzten Jahr zustellenden Grundsätzen zu gewähren sind. von Kapitalistengruppen sei. Erst müsse er verschwinden, ehe man Ministerialdirektor Dr. Schwarzkopff: Der Miniſter bedauere, an die Beratung der Vorlage herangehen könne. Die ganze Grund- ur 463 991 M., feine Ausfuhr nach Deutschland 821 113 M. Den durch die heutige Rektorenkonferenz verhindert zu sein, persönlich zu lage der Vorlage müsse gründlich durchgeprüft werden: fogar der weitaus größten Teil der jamoanischen Einfuhr liefern Australien, die Südsee- Inseln und die Bereinigten Staaten von Amerika. scheinen. Die Unterrichtsverwaltung weiß ganz genau, wo die stolonialrat habe sich gegen das Konzessionsunwesen ausgesprochen. die Südsee- Inseln und die Vereinigten Staaten von Amerika. Bolksschullehrer und die Schulverwaltung der Schuh drückt. Land- Der Kolonialbirettor bestritt, daß der Vertrag am Neue russische Anleihe. Die russische Regierung befindet sich flucht der Lehrer find ihr alltägliche Worte. Sie ist sich aber auch 17. Februar abgeschlossen sei; es sei vielmehr am 14. März ge- schon wieder in der schlimmsten Geldnot und sucht um jeden Preis flar über den Weg, auf dem allein eine Besserstellung der Lehrer schehen. Die Stolonialverwaltung habe sich sehr beeilt. Der Bundes- neue Mittel heranzuschaffen. Auf taiserlichen Befehl findet, wie aus erreicht werden kann. Erst nach Regelung der Schnfunterhaltungs- rat habe sie allerdings nicht mehr vor den Ferien erledigen fönnen. Die Petersburg gemeldet wird, eine Ausgabe furzfristiger Schuldscheine pflicht ist sie überhaupt in der Lage, an eine Revision des Lehrer- Begründung sei nicht schlecht, sondern gut. Er tönne nicht wissen, der Reichsrentei im Betrage von 200 millionen Rubel statt, bon befoldungs- Gesezes heranzutreten. Die Frage ist: Wie beteiligt man warum Herr René das Buch der Preffe verschließe. Von der Vor- denen bereits 150 Millionen untergebracht sind. Die letzte Mitden Staat an der Schulunterhaltung, welche Form läßt sich dafür lage falschen und unrichtigen Kartenmaterials tönne teine Rede sein; teilung bedeutet eine Ueberrgschung. Bisher war nur bekannt, daß finden? Ueber diese Frage werden wir uns im Herbst flar werden müssen. das beste, was vorhanden, sei vorgelegt worden. Die Einzele die deutschen Banken unter Führung des Hauses Mendelssohn u. Co. Beides, Schulunterhaltung und Lehrerbesoldung, läßt sich nicht auf aufnahmen brauche die Regierung nicht vorzulegen. Zwei Kosten für 200 Millionen Mart solcher Schuldscheine übernommen einmal regeln. Ich hoffe, wir werden uns bereits in 3-4 Monaten anschläge lägen allerdings vor; der eine sei in der Trodenzeit, haben; hier wird aber die Summe der bereits untergebrachten mit dem Schulunterhaltungsgeseh zu beschäftigen haben, und bitte der andere in der Regenzeit aufgestellt worden!!! Auf die Scheine mit 150 Millionen Rubel, also ungefähr 823 Millionen Mark Sie, diefes erst abzuwarten, ehe Sie an die Lehrerbesoldung herangehen. Anschuldigungen gegen den Gouverneur v. Buttkamer gehe er nicht beziffert. Demnach müssen die deutschen Banken entweder einen Abg. Dr. Jrmer( f.): An den Ausführungen des Regierungs- ein, bevor sie nicht substantiiert würden. Jedenfalls weise er zurück, weit höheren Betrag als bisher verlautete, übernommen haben, oder tommissars hat mich besonders gefreut, daß wir uns im Herbst mit daß jener Herr finanziell abhängig und dadurch beeinflußt sei. es ist außerdem nach Desterreich und Frankreich ein bedeutender Teil dem beschäftigen haben werden. Wenn er aber davon spricht, daß dies schon nach bei bitter bg. 2 attmann legte eine Karte aus dem Jahre 1897 vor, der Schuldscheine gegangen. die der angeblich aus 1902 stammenden, der Kommission vorgelegten Natürlich bedeutet auch diese Mittelbeschaffung nur einen Eropfen der Fall sein soll, so glaube ich, daß wir, wenn wir die Berggefettizze zugrunde gelegen hat, und schlug den Geheimrat Danielmann auf einen heißen Stein; und tatsächlich ist denn auch das russische novellen glücklich in den Hafen gebracht haben werden, Anspruch auf als Sachverständigen zur Nachprüfung bor. Finanzministerium mit allen Kräften bemüht, die französische Bankeine längere Frist haben. Gegen die Verkoppelung der Frage der Lehrer- Abg. Erzberger trat sehr lebhaft für die Vorlage ein. welt zur Gewährung der Anleihe, die sie im Februar nach der Besoldung mit der der Schulunterhaltungspflicht muß ich mich auch Die Anklage gegen Gouverneur v. Buttkamer müffe durch Abg. Latt- Schlacht bei Mulden versagte, zu bestimmen. Um den Widerstand erklären. Ich bitte, es bei dem Antrage der Unterrichtskommission mann näher begründet werden. Die Vorlage sei viel besser begründet des französischen Bublifums gegen eine solche Anleihe zu schwächen, zu belassen und die übrigen Anträge abzulehnen.( Beifall rechts.) als die früheren. Es sei am besten, eine freie Stommission zu Vers will fogar die russische Regierung die Verpflichtung übernehmen, für Abg. Dr. Zwid( fr. Vp.): Fast die Hälfte unferer 100 000 handlungen mit dem Syndikat zu bilden, wie man es auch schon den vierten Teil des Anleihebetrages auf franzöfifchen Werften ruffische Boltsschullehrer ist unauskömmlich besoldet. Das schwierigste, früher gemacht habe. Abg. Singer widersprach diesem Vorschlag: Striegsschiffe bauen zu lassen. Der Frautf. 8tg." wird darüber aus so sagte der Ministerialdirektor mit Recht, werde die Vers er legte Protest ein gegen die Bildung eines solchen Ausschusses, Petersburg gemeldet: teilung der Schullasten auf die starten Schultern. Insbesondere der mit einer Privatgesellschaft unverbindliche Besprechungen pflege. Der Chef der Sektion für Schiffsbauten im russischen Marines die Gutsbezirke, die bisher von Schullasten fast gänzlich frei waren abgg. Prinz Arenberg und Arendt erzählten, wie man es ministerium, Admiral Rodionow, ist nach Paris gereist, um an Ort ( Lachen rechts), müssen jezt endlich nach ihrer Leistungsfähigkeit heran- früher bei solchen Gelegenheiten gemacht habe. Abg. Ledebour und Stelle die Frage der Leistungsfähigkeit der französischen Schiffs. gezogen werden. Gegenüber dem Antrag v. Bedliß haben wir das schloß sich dem Vorschlag des Abg. Lattmann an, die Verhandlungen werften zu studieren. Wie ich höre, steht diese Reife in unmittel Bedenken, daß das Provisorium leicht ein Definitivum werden könnte. zu vertagen. Die Angaben gegen den Gouverneur müßten substantiiert barem Busammenhang mit den Anleiheverhandlungen, Wir können ihm deshalb, ganz abgesehen davon, daß ihm die und dann untersucht werden. Die Bedingungen der Konzessionen im Februar diefes Jahres zwar refultatios berliefen, ganze Lehrerschaft schroff ablehnend gegenübersteht, nicht zustimmen. fönnten ohne eine Verlegung der Rechte der Eingeborenen nicht aber feineswegs endgültig abgebrochen wurden. Damals war an Anders steht es mit der Bereitstellung der fünf Millionen im erfüllt werden. Die Trace der Bahn deute an, daß man fie später weiter fänglich an die Beschaffung von 1000 Millionen Frant gedacht, nachDispofitionsfonds. Falls unsere Anträge nicht die Mehrheit des bauen wolle. Die schiffbaren Flüsse würden immer den Haupt her verständigte man sich auf 600 Millionen Frant, aber die Ratifi Hauses finden würden, würden wir auch für ihre Einstellung in den handelsverkehr an sich ziehen: dadurch wird die Rentabilität der Bahn zierung der Anleihe unterblieb. Jest soll das französische Konsortium Etat stimmen in der Erwartung, daß die Regierung uns über ihre immer in Frage gestellt. sich bereit erklärt haben, sogar die ganzen 1000 Millionen Frank zu Verwendung einen Plan zur Genehmigung vorlegen wird. Unsere Abg. Lattmann bestand darauf, daß das Kartographische beschaffen, falls ein größerer Teilbetrag( etwa ein Viertel des ganzen Anträge mit der Forderung von 1850 M. Grundgehalt find ja in verifiziert werde: nur auf Grund einer genauen Starte tönne ein Anleiheerlöses) zum Bau von russischen Kriegsschiffen auf franzöfifchen der Kommiffion schroff abgelehnt worden, aber daß sie berechtigt richtiger Kostenanschlag aufgebaut werden. Geh.- Rat Klein mußte Werften Verwendung findet. Sollten dem franzöfifchen Schiffsbau find, hat heute auch Frhr. v. Bedlig anerkennen müſſen. zugestehen, daß das Kartenmaterial allerdings seit 1897 nicht in der Tat so große Bestellungen zugewiesen werden, dann dürften Abg. Dr. Dittrich( 8.): Die Anträge des Frhrn. v. Zedlig haben wesentlich verbessert worden sei. Abg. Singer wies darauf hin, die übrigen ausländischen Reflektanten ziemlich leer ausgehen, zumal meine Freunde in der Kommission abgelehnt und wir werden uns daß das Mißtrauen gegen die Regierungsvorlage durchaus an- auch die russischen Schiffsbauer alle Hebel in Bewegung seßen, um auch im Plenum auf den Boden des Kommissionsantrages stellen. gebracht sei; auch die Frage der verschiedenen Kostenanschläge sei von der Renovierung der russischen Flotte Vorteil zu ziehen." " bie Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, den 17. Mat: In Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Lohengrin.( Anfang 7 Uhr.) Schauspielhaus. Jm stillen Gäßchen. Neues Operntheater. Sung- Heidel berg. Berliner. Tata- Toto. Westen. Schüler- Opernaufführung des Sternschen Konservatoriums. Anfang 8 Uhr: Deutsches. Der Meineidbauer. Leffing. Elga. Neues. Lebige Leute. Thalia. Die Bäder von Lucca. Residenz. Herzogin Crevette. Schiller 0. ( Wallner Theater.) Der artesische Brunnen. Schiller N.( Friedrich WilhelmUrania, Taubenstr. 48/ 49.1 8 Uhr: Der Simplon und sein Gebiet. Schiller- Theater Wallner- Theater. Mittwoch, abends 8 Uhr: Zum erstenmal: Der artesische Brunnen. Märchenposse in 3 Abteilungen und Sternwarte Invaliden- 4 Bufzügen mit Gefängen u. Tänzen str. 57/62. CASTAN'S PANOP ANOPTICUM Friedrichstr. 165. Mlle. Vallée aus Paris, armlose Fußkünstlerin! Sig. Garcia, phänomenaler Schatten- Silhouettist! Lebende Photographien. Italien. Damenkapelle ,, Revelli". Metropol- Theater flädtisches Theater). Die Herren Der größte Erfolg der Saison! Söhne. Kleines. Abschied vom Regiement. Ungele. National. Die Fledermaus. Zentral. Die Kleinen Lämmer.( Les petites brebis.) Trianon. Ihr zweiter Mann. Lustspielhaus. Der Familientag. Belle Alliance. Liebesmanöver. Carl Weiß. d' Goldher Weichshallen. Stettiner Sånger. Rafino. Hotel Slingebusch. Herrnfeld Theater. Geschloffen. Apollo. Berliner Luft. Speziali täten. Wintergarten. Dtte Reutter. Spezialitäten. Passage Theater. Spezialitäten. Metropot. Die Herren von Magim. Urania. Taubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr: Der Simplon und fein Gebiet. Invalidenstraße 57/62. warte. Stern Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr! Zum 192. Male: Die Herren von Maxim. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Ballett in 5 Bildern. Anf. 8 Uhr. Rauchen gestattet. W. Noacks Theater. Direktion: Rob. Dill. Brummenſtr. 16. Heute: Geschlossen. Die Spieltage sind bis auf weiteres: Sonnabend, Sonntag und Montag. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Bei schönem Wetter: Vorstellung im Garten. Lustspielhaus. Neues Theater._ Anfang 8 Uhr: Ledige Leute. Morgen und folgende Tage: Ledige Leute. Sonnabend z. erstenmal: Künstler. Ein Stüd aus der Wiener Bohème in drei Akten von Josei Holzinger. Kleines Theater Anfang 8 Uhr. Angele. Vorher: Abschied vom Regiment. Donnerstag: Nachtasyl. Freitag: Angele. Abschied vom Regiment. Sonnabend, Sonntag: Salome. National- Theater Weinbergsweg 20. Mittwoch, den 17. Mai 1905: Die Fledermaus. Anfang 8 Uhr. Morgen zum erstenmal: Die Regimentstochter. WOLZOGEN- OPER THALIA THEATER. DIE BÄDER VON LUCCA. Morgen Donnerstag, den 18. Mai, Novität: Zum erstenmal: Reklame. Anfang 8 Uhr. Neue Königl. Oper( Kroll) Jung- Heidelberg. Anf. 7%, Uhr. Billettverk.: Kg Opernhaus, Schalter 3, Wertheim, Invalidendank und Abendkasse. Sonntag, den 21. Mai, nachm. 3 Uhr: Frühlingsluft. Täglich: Garten- Militär- Konzert. Kasino- Theater Lothringerftr. 37. Anf. täglich 8 Uhr, Schlußvorstellung E Sonntag, den 28. Mai. Bis dahin auf Wunsch: Neu einstudiert Hotel Klingebusch. Borher das brillante Maiprogramm. Sonntag nachmittag 4 Uhr: Graphologie. Anfang 8 Uhr. Der Familientag. Donnerstag, Sonnabend, Sonntag: Der Familientag. Freitag: Biederleute. Gebrüder Herrnfeld- Theater. Heute: Geschlossen. Ab Donnerstag, den 18. Mai, täglich 8 Uhr abends die berühmten, einzig dastehenden Winter- Tymians. 15 Humoristen, Du artettsänger, Schauspieler, Solisten, Opernsänger, Instrumenta listen. Bedeutend ermäßigte Sommer. Eintrittspreise. Vorverkauf schon heute 11-2 Uhr. Passage- Theater. Anfg. d. Abendvorstellung 8 Uhr. Anf. nahm.Sonnt.3, Wochentg.5Uhr. Auftreten der liebreizenden phänomenalen 4½ jährigen Sängerin und Schauspielerin Angelika Walter. Emmi Kröchert prolongiert. Oriona und das glänzende Mai- Progr. Otto Pritzkows Abnormitäten- Ausstellung Münzstr. 16. Kurzes Gastspiel des berühmten taubftummen Bauberkünstlers Apollo- Theater. Lo 218. Friedrichshage 218. 7 Uhr: Gr. Gartenkonzert. Brofeffor Paulo. 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Freitag, abends 8 Ubr: Die Tyrannel der Tränen. Trianon- Theater. Residenz- Theater. Heute und folgende Tage: Ihr Dir.: Richard Alexander. und Tage 8 Uhr: Freie Vereinigung der Tapezierer Berlins und Umgegend. und verwandten Berufsgenossen Heute Mittwoch, den 17. Mai 1905, abends 8 Uhr, Schüßenftr. 18/19: Verfammlung. # ages- Ordnung: 1. Vortrag über: ,, Schiller und die Freiheit". 2. Diskussion. 3. Vereins- Angelegenheiten. Pflicht eines jeden Kollegen ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen 178/7 Der Vorstand.. Verband der freien Gast- und Schankwirte Zweiter Mann Serzogin Crevette. Verband der freien Anfang 8 Uhr. Schwant in 1 Vorspiel u. 3 Atten von Georges Feydeau, Deutsch von Benno Jacobson. Nur noch 4 Tage: Mittwoch, den 17. Mai Donnerstag, den 18. Mai Freitag, den 19. Mai Sonnabend, den 20. Mai stellen wir mehrere Posten vorjähriger oder nicht ganz moderner, wie auch mit kleinen Mängeln behafteter Herren- und Knabenkleidungsstücke zu stark herabgesetzten Preisen, teilweise für die Hälfte, teilweise für den dritten Teil der bisherigen Preise zum Verkauf, selbstredend nur so lange der Vorrat reicht, da die Ausverkaufspiècen nicht ergänzt werden können. Ganz Berlin wird über die beispiellos billigen Preise staunen. Ein Posten Sommerpaletots, Din Posten Ein Posten Ein darunter welche, die 30 M. gekostet haben, auch Modelle, jetzt Jackettanzüge, Rockanzige, gute, gediegene Stoffe schwarz u. farbig, darM. 6,9,12 912 M. 15 a. 18 M. u. unter Prachtexemplare Posten Radfahranzüge. No pini Poston Gebrücke Ein Ein ( dunkelgrau Marengo) Posten Herrenjacketts Ein Posten Jünglingsanzüge Poston Knabenanzüge Ein Ein Posten Ein Knabenanzüge Posten Knabenhosen Ein gr. Posten Ein Posten Ein Posten Hansjoppen ( kleinere Nummern). I für das Alter von 2 bis 5 Jahren für das Alter bis 6 Jahre für Knaben bis -7 Jahre. ' für Herren aus Sommerloden Lüstrejacketts Schilfleinenjoppen . 8.M. 9 T. 12 ML. 5 TT7 M. 8 M. 2.75. M. 4.50 ML. 0,75 T. 0,85 M. 2 M. 1,50 M. 0.85 M In regulären Sachen sind unsere Läger bestens sortiert und führen wir Anzüge u. Paletots sowie Knabensachen vom billigsten bis zum feinsten Genre. Wir bitten, dem Verkäufer ausdrücklich zu sagen, wenn zurückgesetzte Sachen verlangt werden.- Die Preise sind streng fest und auf jedem Gegenstand in Zahlen deutlich aufgedruckt. Citinger& Co Oranien. St. 40/41 Deutsche Compagnie Deutschlands.( Ortsverwaltung Berlin.) Freitag, den 19. Mai cr., nachm. 5%, Uhr, beim Kollegen Röpnid in Spandan, Pichelsdorferstr. 39: Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Berichterstattung der Bierkommission. 2. Bericht der Statuten 4. Verbandsberatungs Kommission. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. angelegenheiten. Um zahlreichen und pünktlichen Besuch bittet 69/9 Der Vorstand. J. A.: Ernst Obst. Achtung! Achtung! Karton- Branche! Morgen, Donnerstag, den 18. Mai, abends 29 Uhr, im Lokale Englischer Garten", Alexanderstraße Nr. 27c: Branchen- Versammlung für alle in Kartonfabriken beschäftigt. Arbeiter u. Arbeiterinnen. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen P. Litfin. 2. Diskussion. 3. Werkstuben .24/ 1 Angelegenheiten. Das bollzählige Erscheinen aller Kollegen und Kolleginnen ist dringend notwendig. Der Vertrauensmann. „ Die letzten Tage von 6/7 Pompeji" Feuerwerks- Schauspiel- Kurfürstendamm 153/156 Eröffnung Heute Mittwoch, abends 8 Uhr. Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Gastspiel der Original- Tegernseer. Der Pfarrer von Kirchfeld. Boltsstud mit Gesang und Tanz in 5 Aften von 2. Anzengruber. Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. WINGI BARTH 76 5 Neues Programm. Otto Reutter. Das Liserl vom Schliersee. The Eriks, Akrobaten. La Wima, Sandmalerin. Woodbee Wonders, Nollendorf- Platz. Zirkus Maximilian Brose. Heute Mittwoch, den 17. Mai: 2 Vorstellungen. Nachm. 4 Uhr. Abends 8 Uhr. In der Nachmittags- Vorstellung zablen Kinder auf allen Plätzen halbe Preise. 10. Memelerstraße. Zu erreichen mit Hoch- und Stadtbahn Warschauerstraße, Elektrische: Frankfurterstr. u. -Allee, Warschauerstraße, Droschtenbaltestelle nach jeder Vorstellung. Zirkus Henry. Heute Mittwoch, den 17. Mai cr., komische Akrobaten. Zwei große Vorstellungen O'Neil und Torp, amerikanische Excentrics. Leslie Bros, musikalische Excentrics. La belle Davies mit 2 Negerjungen. The Hartleys, Springer. The Meers, Drahtseilkünstl. Mile. Lo, lebende Bilder. Romain Noiset, Kunstradfahrer. Biograph, Serienbilder. Unserer geehrten Kundschaft die ergebene Mitteilung, daß durch die hier eingetretene Lohnbewegung unser Betrieb keine Unterbrechung erleidet, da wir die an uns gestellten Forderungen unserer Arbeiterschaft sofort voll und ganz bewilligt haben! Gebr. Selowsky, Zigarettenfabr., Dresden. Unsere bekannten Spezialmarken sind: Zenith- Bolero- Hâkim.= 8164L* 4 Uhr nachmittags: Familien- Matinee bei befannten ermäßigten Preisen. ( Erwachsene zahlen, die halben Abendpreise, Schüler und seinder von der Hälfte nech Ermäßigung.) Abends 8 Uhr: Ehrenabend für Direttor Henry, besonderes Sport Programm. 30 Piecen. Etablissement Buggenhagen Moritzplatz. Täglich von 12-4 Uhr: Mittagstisch. Der große Naturgarten ist geöffnet. Täglich: Streich- Konzert. Ricardo Munez. Reichshallen. Stettiner Sänger. Unsere süßen Dienstmädel. Burleste von Mensel. Anf. Wochent. 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Prinzen Dr. Simmel, Str. 41, Spezialarzt für 98/10 Hant- und Harnleiden. 10-2,5-7. Sonntags 10-12, 2-4 Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Genofsinnen! Genossen! Saupt- Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt IV, 9679. Am Mittwoch, den 17. d. M., abends 8%, Uhr, im großen Saale von Buggenhagen, Arbeitsnachweis Zimmer 34. Amt IV, 3353. Sonntag, den 21. Mai 1905: Wahl von 33 Delegierten zum Verbandstay in Leipzig, Gewählt wird in folgenden Lokalen: 1. Raabes Salon, Kolbergerstr. 23. Wahlleiter Menz. 2. Bernhard Rose- Theater, Badstr. 58. Wahlleiter Wegener. 3. Wernaus Festfäle, Schwedterstr. 23. Wahlleiter Denk. 4. Boefers Festfäle, Weberstr. 17. Wahlleiter Buse. 5. Graumanns Festfäle, Naunynstr. 27. Wahlleiter Gunther, Liesack. 6. Thiel, Nixdorf, Bergstr. 152. Wahlleiter Schneller. 7. Kumfe, Bülowstr. 59. Wahlleiter Ficius. 8. Kronenbrauerei, Alt- Moabit 47/48. Wahlleiter Hartmann. 9. Volkshaus Charlottenburg, Rosinenstr. 3. Wahlleiter Wuschick. 10. Steglit, Schellhafe, Ahornstr. 15a. Wahlleiter Loos. 11. Böhle, Spandau, Neumeisterstr. 5. Wahlleiter Wücke. 12. Oberschöneweide, Kaufhold, Wilhelminenhofstraße 18. Wahlleiter Ballach. 13. Rummelsburg, Tempel, Alt- Borhagen 56. Wahlleiter Brühl. 14. Köpenick, Helling, Schönerlinderstr. 5. Wahlleiter Gühne. 15. Reinickendorf, Muster, Berlinerstr. 29. Wahlleiter Püschel. 16. Weißensee, Schmuh, König- Chauffee 38. Bahlleiter Frahm. Bentralwahlbureau ist Engel- llfer 15. Obmann des Gesamtwahl am Morikplah: Volks- Versammlung. Zages Drdnung: Zentral- Verband der Maurer Deutschlands, Zweigverein Nachruf. Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß am 12. Mai cr. unser Kollege Hermann Woitschack im Alter von 50 Jahren an der 1. Welches Intereffe haben die Frauen an dem wirtschaftlichen und politischen Kampf? Broletarierkrankheit verstorben ist. Icin Referent: Reichstags- Abgeordneter Schöpflin. 2. Diskuffion. Zahlreichen Besuch, namentlich der Frauen, erwartet Zentral- Verband der Töpfer Deutschlands. Filiale Berlin. Donnerstag, den 18. Mai 1905, abends 7 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal VII: der Sizung Die Die Vertrauensperson. 04/6 Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Arbeiter Ehre seinem Andenken! 146/4 Der Vorstand. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die reichen Stranz spenden bei der Beerdigung meines unvergeßlichen Mannes, unseres lieben Baters, fage allen, besonders den Genossen des 6. Neichstags- Wahlfreises und dem Gesangverein„ Luftige Brüder" sowie dem Lotterieverein „ Edelweiß" meinen innigsten Dant. Anna Sippel 17895 nebst Kindern, Stargarderstr. 61. tomitees ist der Stollege Hermann Henning. Die Stimmlisten werden an Bau- Vertrauensmänner. Reinhold Winkel Danksagung. den Eingängen zu den Wahllokalen verteilt. Dhne Mitgliedsbuch kann niemand wählen. Bahlreiche Beteiligung wird erwartet. Bau vertreten sein. 117/7 195/19 Die Wahlzeit ist von vormittags 10 Uhr bis nachmittags 2 Uhr. Die Branchen- Verfammlung für die Elektromonteure fällt in diesem Monat aus. Die Ortsverwaltung. fliesenleger. Freitag, den 19. Mai er., abends 81 Uhr, im„ Gewerkschaftshause", Engel- Ufer 15( Saal VII): Es find wichtige Angelegenheiten zu erledigen, daher muß jeder Der Vorstand. Tapezierer! Mittwoch, den 17. Mai, abends 8%, Uhr, bei Wendt, Beuthstr. 20: 921 Versammlung. un Mbolf Stern: Haben wir das Recht, an dem Gottesbegriff festzuhalten? 2. Distuffion. 3. Berbandsangelegenheit( Antrag Gerlach). Pflicht eines jeden Kollegen ist es, zu erscheinen. Die Verbandsleitung. Ausserordentliche Mitglieder- Versammlung Zentral- Verein der Bildhauer Deutschlands. der Sektion der Fliesenleger Verwaltung Berlin. des Zentral- Verbandes der Maurer. Donnerstag, den 18. Mai, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause: Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Dr. Zadek. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. Mitgliedsbuch legitimiert. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 146/ 5* Versammlung. Zages Ordnung: 11. Geschäftliches. lungen, 3. Berschiedenes. Der Sektionsvorstand. J. A.: F. Breiske. 8, Ziebung 5. Klasse 212, bg, Prss, Lotterie, Ziehung vom 16. Mai 1905, vormittags. Nur Gewinne über 240 Mk. sind den betreffenden Nummera in Klammern beigefügt ( Ohne Gewähr. Nachdruck verboten. 39 71 202 39 320 451 578 619 87 97 879 913 1079 T3000] 85 114 15 52 95[ 500] 330 466 536 607 57 82 738 57 858 2116[ 3000] 58 211 692 758 896 3031 93 247 [ 1000] 364 74 452 77 563 816 39 46 58 82 917 35 4164 271 334 445 130001 803 938 5003 131 43 214 89 531 95 [ 500] 648 863 68 947 57 6029 188 455 576 768 94[ 3000] 836 7009[ 3000] 559 693 837 8025 21 286 87 329 555 64 701 65 812 23[ 500] 986 1500] 9030 126 29 626 10027 190 215 28 62 305 404 523 1500] 30 702 961 11297 364 443 50 503 66 610 40 63 715 806 975 77 1500] 12043 67 148 96 301 400 53 669 777 921 54 13007 328 56 400[ 500] 538 842 951 14045 230 306 14 582 665 85 726 43 15060 71 238 369 581 885 92 924 16001 16 23 52 200 16 374 96 404 91 578 713 37 821 42 17130 412 56 547 75[ 5001 95 786 821 987 18137 43 248 750 807 30 87 943 19089 98 344 92 98 466 503 11 75 9 98 344 92 616 733 20368 86[ 500] 593 730 809 79 96 906 7 21038 109 73 300 505 622 719 1500] 58 973 83 22089 13000] 215 25 625 764 838 993 15001 23102 66 318 453 658 91 823 50 963 94 98 24.092 138 269 76 305 31 65 730. 981 25140 83 85 229 76 415 51 98 609 15[ 500] 896 26013 156 255 643 74[ 500] 27108 366 478 609 12 795 869 74 28041 262 303[ 3000] 34[ 5001 468 571 611 49 58 738 66 849 87 29128[ 3000] 282 426 39 75 512 91 674 82 812 911[ 500] 79 30289 318 403 10 86 688 95 797 820 64-966-31125 232 40 346 52 58 538 662 820 940[ 5000] 32020 1000] 145 255 312 422 538 81 693$ 10[ 500] 33024 118 288 92 397 463 82 508 73 704 824 54[ 500] 80 970 34171 216 329 421 98 595[ 3000] 780 35061 67[ 1000] 126 219 25 477 610 835 36086 10001 172 84 228 37 575 718 868 90 915 37420 34 503 683 743 97 999 38115 212 67 15001 373 439 541 610 56 783 950 39061 198 506 660 717 69 820 974 40181 257 623 96 847 84 41227 35 86 486 88 [ 3000] 533 640 861 42089 211 704 839 924 28 43050 119 202 93 352 512 15001 92 672 735 37 839 63 81 91 941[ 500] 44120 26[ 1000] 92 361 552 62 639[ 500] 40 877 45121 384 477 792 815 71 46079[ 500] 117 305 56 70 71 92 520 657 734 95 836 48 47394 576 620 23 742 87 89 892 993 48068 171 231 39 569 611[ 500] 78 727 878 949[ 500] 49294 429 51 582 719 76 85 835 50012 176 336 52 690[ 500] 705 71 864[ 3000] 94 962 51157 227 440 530 763 881 917 52017 13000] 301 530 31 940 88 53236 42[ 500] 388 513[ 3000] 81 677 905[ 10001 87 54038 93 268 391 92 436 99 516 31 98 99 55119 380 418 43 56 521 60 665 736 62 56025 65[ 3000] 115 19 483[ 3000] 91 97[ 500] 583 748 985 57188 229 496 959 69 75 96 58153 209 666 947 59182 211 81 348 72 423 47 502 64 758 951 60077 78 484 544 76 94 671 754 866 70 95 61321 22 679 767 62001 84 188 283 457[ 500] 67 550 621 98 960 30001 63026 46 130001 148 56 268 379 85 484 [ 500] 578 624 835 52 929 65 99 64008 298 303 524[ 500] 645 753 f10001 875 925 65038 181 242 79 301 546 613 821 980( 1000 66106 276.325 449 542 681 748 67036 481 10001 515 632 707 28 84 882 981 68023 102 296 517 72 684 702 52 903 69163 266 15001 70 423[ 1000] 502 9 62 744 90 70315 566 853 71104[ 1000] 204 57 90 390 406 59 67 599 647 49 700 68 895 96 916 73 72010 57 265 15001 308[ 5001 503 14 680 759 848 92 73077( 500) 611 25 985 74286 416 717 910 12 37 55 75331 414 927 76100 11 47 80 91 290 587 622 763 822[ 3000] 47 99 77242 430 606[ 5001 47 905 110001 18 78122 206 374 471 503 684 701 10001 900 94 79245 67 81 316 33 83 421[ 1000] 72 598 634 728 88( 1000] 850 55 934 FOTO 80078 332 61 66 467 919[ 500] 81213 406 659 [ 1000] 726 15001 811 82188 243 341 67[ 30001 626 75 804 730 835[ 500] 83189[ 10001 343[ 1000] 98 407 41 57 97 526 695[ 10001 943 63 15001 84097 287 348 472 ( 3000] 588 94.719 54 819[ 5001 69 71[ 3000] 85006 68 242 58 439 40 541 601 782 90 883 983 15001 96 86154 209 387 422[ 500] 44 91 642 55 852 87180 288 525 673 845 900 92 88353 65 86 444 75 90 582 70 83 695 [ 10001 98 735 97 915[ 500] 90 89018[ 30001 76 101 2 50 331 46 575 823 975 83[ 500] 90057 297 303 90 401 37[ 5001 577[ 800] 667 91089 203 93 361 407 99 13000] 537 714 60 811 956 [ 1000] 92046 119 212 416 78 527 30 969 93120 23 35 76 277 99 312 404 721 94028 32 55 101 253 396 497 900 130001 95020[ 3000] 40 294 359 430 79 617 804 33 927 47[ 3000] 79 96004 15001 80 244 65 463 75 549 764 964 75 1500] 97 97096 164 308 110001 555 714 947 79 98046 56 89 160 297 440 47 620 802 982 99172 420 48 639[ 5001 758 80 864 958 100280 302 530 731 101070 317 44 536 639 79 787 841 50 91 979 102055 126 290 92 448 567( 500) 79 711[ 500] 873[ 3000] 938 103031 68 84 233 326 49 499 500 97 740 90 99 809 78 998 1500) 104060 68 89 158 63 68 260 316 24 50 446 672 708( 3000] 812 963 105048 181 305 1500) 769 833 54 963 106217 583 611 150001 17 32 48 927 107080 96 215 337 46 751 831 45 943 108044 229 339 65 591 645 804 35 908 81 109285 344 110001 46 474 785 98 900 110152 274 330 452 544[ 3000] 603 5 735[ 500] 48 95 111036 255 613 762 69 1500] 904 69 115 000] 20/19 2. Beschluß über unsere Vereinsversamm Der Vorstand. 112055 89 170 389 657 767 113311 26 424[ 500] 32 570 678 89 752 807 47 50 86 923 114068 171 225 70 466 583 785 115038 150ul 169 72 94 214 1500] 30, 43 85 538[ 30007 91 878 96 116072 318 592 956 64 81 117190 245 359 110001 823[ 3000] 118036[ 500] 251 351 452 57 613 42 50 78 730 35 71 818 929 119056 96 [ 1000] 345 435 77 826 130001 67[ 5001 120310 46 15001 418 24 654 709 47 121167 75 86 396 514 647 15001 709 130001 57.900 122060 132 451 591 768 912 89[ 300] 123031 189 219 53 433 634 843 69 958 124021 26 48( 500] 99 105[ 3000] 812 59 905 22 99 125013[ 1000] 41 49 58 383 405 [ 1000] 530 623 782 809 71 91| 1000| 126411[ 15 000] 549 666 800 127168[ 1000 72 89 212 471 15001 666 71 873 128406 818[ 3000] 129184 219[ 3000] 46 412 17 537 674 833 40 71 927 130125 26 460 67 661 110001 884 988 131186 211 418 25 44 97 501 82 691 132024 58[ 500] 167 [ 500] 291 361 97 499 610 726 924 133087 198 308 [ 3000] 40 697 999 134014 428 500 48 610 27 715 819 [ 30001 99 916 135034 113 691 727 35 922 136050 108 210 36 543 651 762 804 137075 89( 1000] 137 271 83 87 331 411 23 47 549 967 138002( 30001 25 [ 3000] 109 54 206 19 15001 66 352[ 1000] 442 641 74 741 876 84 139031 174 502 648 771( 500) 863 140295 440 48 654 778 901 141085 87[ 1000] 452 69 634 51 702 91 142057 75 10 000 85 168 69[ 500] 70 286 586 646 831 143021 90[ 3000] 230 527 40 713 835 911 30 75[ 500] 144134 81 261 329 605 62 86 707 76 990 145123 262 83 499 577 87 637 [ 500] 64 70 911 146026 168 209 66 381 38 420 41 80 742[ 5001 846 69 919 147014 179 306 465 504 713 30 33 56 823 911 67 148128[ 10001 43 80[ 3000] 321 37 54 401 14[ 10001 533 647[ 3000] 781 802 28 62 149149 324 535 628 150022 112[ 1000] 20 317 49 419 46 71 505[ 500] 689 721 826 42 924 151026 84 173 87 260 382 410 682 729 35 40 152107 15001 495 613 710[ 1000] 829 78 153159 213 91 480 674 943 51 154375 79 494 155123 251 377 457 58[ 500] 584 85 625 813 156233 890 157057 496 97 552 692 810 34 158284 469 83 512 685 745 855 159059 237 47 379 664[ 1000] 707 13 871 160042 119 225 37[ 30001 63 420 516 62 610 80 843 55[ 1000] 161102 233 328 73[ 30001 515 658 805 91 950 53 162249[ 500] 308 94 437 97 821 70 163056 85 169 234 45 130001 69 316 18 64 447 1000] 651 95 789 843 67 164085 168 219 50 84 390 414 501 3 65 756 800 26 165033 179 340 423 35 10001 69 84 568 90 605 715 860 960 166128[ 5001 353 592 650 765 968[ 3000] 167007 74 107 281 630 783 921 [ 1000] 168277 378 432 670 758 822 32 900 169063 178 283 522 39 40 767 932 170079 130 49 86 340 678 815 73 171150 270 305 75 460 70 73 82 509 674 858 172223 480 551 676 741 973[ 5001 173091 131 86 205 63 340 15001 55 84 446 80 540 52[ 500] 628 65 718 806 7 21 939 174125 242 48 428 521 866 999 175097 268 592 700 176066 [ 5000] 207 57 501 624 751 55 177013 276 368 531 56 657 705.50 842 178106[ 10001 286 373 532 634 49 67 179107 365[ 500] 467 500 42 625 180067 101 1000] 37 46 344 428 660 88 701 40 47 804 929 181095 281 327 516 96 696 888 182056 215 569 608 813 86 953 60 183111 490 675 727 69 885 908 38 65 184098[ 10001 177 87 275 443 544 642 980 87 1500] 185211 450 92 616 73 792 15001 829 [ 5001 72 81[ 5001 920 186270 376 491 585 718 62 821 38 82 187073 98 125 214 43 110001 58 477 83 188203 665 781 810[ 1000] 31 43 189054 350 456 815 34 190132 47 55 364 448 60 97 508 921 70 82 191024 418 528 616 88 760 83 192035 122 52 259 408 500 [ 1000] 22 38 611 193085 285 380 87[ 500] 419 56 [ 3000] 715 38 62 850 63 89 91 194066 13000] 199 433 589 98 649 716 195016[ 500] 17 51 15001 56 145 289 472 717 18 86 196065 183 201 313 546 628 [ 500] 68 718[ 500] 949[ 3000] 197009 108 93 406 [ 500 82 701 1000] 23 826 31 915[ 30001 198001 500 166 227 307 10001-11 43 76 506 699[ 1000 711 [ 3000] 939 53 199000 158 226 31 324 93 692 500] 740 87 200310 668 754 932 201092 434 869[ 5001 903 89 202029 50 73 88 133 427 1500] 38 10001 39 65 97 550 662 749 890 203000 130 79 95 385 403 589 725 96[ 10001 861 80 204097 99 554 713 46 205000 45 53 695 876 950 206136 328 458 694 741 45 913 207030 180 277 606 940 53 208019[ 50001 109 237 382 401 24 744 910 209015 22 124 312 436 542 916 210002[ 10001 286 367 620 10001 95 713 35 70 74[ 5001 860 972 30001 211056 149 15001 60 207 8 99 352 54 58 418 61 72 582 634 720 71[ 10001 803 1500] 6 15001 969 212191 445 46 662 804 975 213015 62 148 91 215 30 385 440 516 19 691 702[ 3000 850 96 972 214168 230 375 860 215177 220 384 15001 421 550[ 1000] 64 92 659 736 216182 319 50 427 29 659 [ 500] 65 94 834 217007[ 5001 86 174 706[ 30001 867 ( 30001 71 10 0001 921 35 218079 80 122 235 56 302 30 654 986 219335 64 667 973[ 10001 97 220122 75 212 87 419 525 221038 158 268 35 [ 1000] 579 850 907 222156 96 350 471 721 805 94 932 223622 38 948[ 500] 61 Im Gewinnrade verblieben: 1 Prämie à 300 000 M., 1 Gewinn à 500 000, 1 à 15 000 M 1& 100 000, 1 à 75 000, 1 à 60 000, 1& 40 000, 6& 30 000, 12 à 15 000, 34& 10 000, 6& 5000. 1028 3000. 1520& 1000, 2448 & 500, am 13. d. Mts. gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 17. d. Mts., nachmittags 3, Uhr, von der Leichenhalle des Andreas- GemeindeKirchhofes in Wilhelmsberg aus statt. 117/6 D Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Allen Bekannten, Berwandten und Genossen zur Nachricht, daß meine liebe Frau, Mutter und Schwägerin Luise Riedel am Sonntag, den 14. Mai, nach dreiwöchigem schweren Strankenlager, an den Folgen der Entbindung sanft entschlafen ist. Emil Riedel nebst Mutter und Sohn. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 18. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, von der Halle des Emmaus- Kirchhofes, Rirdorf, Hermannstraße aus statt.[ 31722 8. Ziehung 5. Kasse 212. Kgl. Prss. Lotterie. Zlebung vom 16. Mai 1905. rachmittags. Nur Gewinne über 240 Mk. sind en betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) Nachdruck verboten. 77 1500] 120[ 500] 469 96 600 714 982 96 1053 302 574 854 909( 30001 2078 271 327 438 564 762 [ 1000] 956 3043 120 242 342 488 503 8 34 911 4305 417 81 517 678 707 15001 20 15001 35 851 64 988( 1000) 5091 1500 100 337 618 704 812 38 972 6179 256 68 318 74 413 575 632 902 7121 48 248 382 83 409 19 807 924 8141 96 474 77 508 31 33 10001 602 22 844 91 968 9000 15001 31 64 204 54 110001 82 87[ 1000] 374 1500 846 72 15001 99 919 10037 160 85 337 44 419 542 906 25[ 500] 57 72 11096 97 197[ 500] 224 554 56 658 70 91 701 65 74 945 74 12142 80 15001 264 603 35 13066 86 92 199 202[ 30001 343 466 568 693 732 825 14023[ 500] 174 328 83 439 529 89 649 757 77 79 870 911[ 1000] 71 93 15165 207 375 15001 413 861 953 16092 144 379 424 591 627[ 3000] 781 858 85 17143 243 90 422 [ 30001 509 F30001 28 745 800 15001 5 935 18259 530 44[ 1000] 89 609 35 84 1500] 755[ 500] 19283 561 642 729 92 800 49 960 21028 47 22068 20055 83 103 52 403 49 70 710 68 886 95[ 1000 196 110001 386 428 537 45 617 860 173 653 875 23354 73 563 662 743 130001 996 24354 85 602 25[ 30001 25032 149 61 62 231 89 317 83 [ 5001 436 81 828 941 48 80 89 26128 80 208 65 1500] 387[ 1000] 722 821 15001 54 64 27174 670 28076 92 1500 566 73 712 48 930 31 61 29023 187 206 456 503 14 3000] 614 18 30004 89 155 1500] 67[ 10001 280 385 406 49 667 718 42 818 907[ 500] 30 46 31244 549 618 733 39 44 816 78 32103 79 300 38 484 89 561 684 15001 726 970 33143 49 411 27 75 623 732 36 42 74 831 917 23 34156 440 68 511 620 130001 722 35192 548 94 683 725 29 33 860 36115 250 361 522 96 660 740 834 37335 432 99 550 64 82 602 30 848[ 500] 903[ 10001 92 38045 117 287 310 517 18 69 642 75 729 53 82 803 39001 34[ 3000] 80 124[ 5001 340[ 5001 75 693 759 [ 3000] 80 898 T1000] DRAS 40248 303 423 565 88 10001 681 715 41062 95 363 96 401 97 590 15001 619 895 902 51 42167 323 438 94 523 66[ 10001 93 638 799 1000] 43043 142 382 588 667 835 50 44037 262 443 519 51 790 880 45076 100 288 669 731 1000] 895 46006 195 238 353 60 534 823 940 54 47005 27 196 432 55 560 687 961 88 48039 73[ 3000] 148[ 1000] 304 62 491 501 56 75 666 95 747 864 968 72 49490 766[ 500] 92[ 1000] 828 924 50018 148 92 261 433 529 892 51070 267.928 32 52042 1000] 120 265 304 44 89 639 64 713 40 828 53078 85[ 5001 127[ 500] 267 353[ 500] 571 90( 500) 54201 355 429 33 55 65 965[ 1000] 55059 61 271[ 1000] 362 414 647 910 15001 56114 89 203 350 680 742 933 57022[ 5001 206 386[ 1000] 445 84 503[ 30001 44 715 72 806 22[ 30001 58227 562 97 655 80[ 500] 88 717 84 59036 1500] 187 452 69 534 50 640 731 85 904 60022 304 11 539 713 46 61054 107 82[ 1000] 491 612 63[ 500] 62024 305 13 62 70 75 487 1500 516 910 70 63254 459 555 877 982 64036 232 53 69 [ 500] 457 91 621 69 700 32 66 76 842 65122 1500 223 56 338[ 500] 54 467 97 520 835 69 903 91 66110 255 424 505[ 10001 651 78 766 803 5 57 902 69 67055 504 34 825[ 5001 940 68076 95 247 436 504[ 1000] 780 848 93 69144 299 368 407 621 72 96 1000] 789 842 1000] 77 912 26[ 500] 70006 171[ 3000] 230 392 479[ 500] 90 813 92 71011 401 655 937 72226 302 455[ 10001 524 500] 97 659 5001 751 815 1500] 32 66 87 922 77 87 73021 34 405 775 822 44 87 74016 76 103 437[ 1000] 45 92 734 75029( 5001 144 56 336 565[ 10001 651 766 899 925 76221 376 15001 98 448 717 77371 428 576 15001 701 36 987 78073 130001, 250 502 4 92 626 871 79182 283 85 331 601 83 861 928 68[ 500] 80055 101 69 278 305 74 615 704 58 81001 144 47 91( 500) 201 11 431 591 671 734 1500] 82013 363 66 94 452 537 90 675 97 896 83223 44 72 328 402 732 34 858 92 84151 322 43[ 3000] 59 521 877 78 85032 80 432 76 501 714 47 64[ 3000] 73 985 86036 383 88 425 68 110001 543 49 87016 20 346 00 441 683 710 50 57 96 943 63 78 88135 223 15601 80 438 91 659 794 807 44 47 66 938 89041 52 137 40 55 338 424 80 767 842 600) 89 950 90006 55 98[ 5001 107 54 215 69 383 552 686 777 841 929 91106 564 613 27 53 936[ 600] 50 63 80 92015 30 15001 84 134 35 10001 60 88 230 55 10001 352 568 76 724 1000] 827 29 93076 336 591 649 83 1500] 85 900 94144 244 65 70 483 509 801 7 1500] 917 95076 80 181 352 616 874 96126 238 310 28 400 542 51 625 39 888 971 74 97025 150 305 95 457 670 98009 162 345 68 78 416 575 662 772 966 99817 23 396 437 516 793 95 877 952 100003 84 239 358 403 44 727 885 901[ 500] 48 101116 200 55 387 515 672 110001 765 926 47 102047 174 86 537 54 812 13 27 31 94 103303 4 31 79 617 67 104027 386 468 70 15001 22 698 840 900 105067 258 730 10001 58 819 46 903 68 106046 551 674 859 83 107210 39 44 469 612 60 68 864 1500] 952 108029 88 179 267 634 35 723 801 69 15001 76 109108 74 263 [ 3000] 469 652 781 110056 161[ 10001 294[ 500] 559 640 842 917 111063 366 76 523 81 730 48 889 952[ 500] 112258 545 700 99 800 238 113034 89 128 348 458 773 85 114041 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die zahlreichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes und Vaters fagen wir allen Verwandten, Bekannten und Kollegen, insbesondere der Firma Oftrowski u. Schulze, unseren herz17955 lichsten Dank. Frau Brückner und Sohn. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei der Beerdigung unseres lieben Sohnes und Bruders sagen wir allen unseren herzlichsten Dant. +88 Familie Schrolle. 25 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdi gung unseres lieben Sohnes, Bruders und Vaters Wilhelm Prochnow fagen wir allen unseren innigsten Dant. 81782 Die trauernden Hinterbliebenen. 88 258 62 454[ 10001 502[ 10001 45 48 56 608 761 869 115004 151 337 59 587 88 776 92 817 911 116350 76 98 442 520 92 117085 241 130001 48 308 73 1500] 690 802 40 934[ 30001 118170 312 409 686 92 757 893 119038 140 218 353 94 13000) 637 79 704 15 000] 120056 374 469 521 94 683 929 130001 73 83 121115 54 304 8 438 99 712[ 30001 30 887 90 130001 928[ 3000] 122197 845 405[ 500] 24 43 606 726 30 13000] 879 123024 105 240 342 44[ 10001 480 613 53 124241 333 53 79 604 70 76 768 75 125071 186 285 683 720 63 [ 1000] 860 126057 95 224 59 81 504 544 886 1000] 127046 83 98 209 335 72 82 440 92 554[ 500] 855 91 [ 500] 128054[ 5001 77 280 130001 500 54 608 711 903 129062 141 69 78 228 43 453 82 688 1500] 791[ 1000] 814 73[ 10001 130038 10001 129 68[ 1000] 81 130001 205 329 444 571[ 5001 693 748 966 83 131054 253 60 600 899 132031 55 81 379 94 572 605[ 1000] 808 59 907 77 133339 411 576 690 80; 77 995 134035[ 1000] 197 398 450 99 502 613 44[ 500! 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Soll man nicht auch die Waisen selber anhören, wenn sie uns vor- tragen, wie sie's am eigenen Leibe, an der eigenen Seele erprobt haben? Die bei denKommunalbehörden Berlins bestehende Absicht, dem Berliner Waisenhause zu Rummelsburg allmählich den Charakter einer eigent- lichen Erziehungsanstalt zu nehmen, hat den.Friedrichs- Verein", die Vereinigung ehemaliger Zöglinge dieser Anstalt. schon seit längerer Zeit mit wachsender Besorgnis erfüllt. Vor JahreSsrist hat der Verein in öffentlicher Versammlung Einspruch hiergegen erhoben. Nachdem er inzwischen Gelegenheit gehabt hat. das weitere Reifen des Planes zu beobachten, hat er in seiner letzten Sitzung den Protest vom vorigen Jahre in kräftigerer Form erneuert. Die Verhandlungen ivurden eingeleitet durch einen informierenden portrag unseres Genossen Stadtverordneten Dr. Bernstein, der als Mitglied der Waisenverwalwng manchen Blick hinter die Kulissen hat tun können. Bernstein zeigte, daß die Waisen in der Kostpflege und besonders bei den Bauern oft sehr schlecht aufgehoben sind. Der Kostpflege sei die Anstalt schon jetzt bei weitem überlegen Die Erziehungsrcsultate des Berliner Waisenhauses zu Rumniels- bürg seien gut, aber sie könnten durch eine verbesserte Pädagogik noch gesteigert werden, wie ja auch die einst so verrufene Anstalts- pflege der Waisensäuglinge infolge verbesserter Hygiene mit besserem Erfolge arbeite. Lediglich aus unangebrachter Sparsamkeit wolle man jetzt die Rummelsburger Anstalt teils zu einem Waisen- lazarett mit Säuglingsheim umgestalten, teils zu einer bloßen Durchgangsstation für vorübergehend unterzubringende Waisen. In der sehr regen Aussprache, die sich an den Vortrag anschloß, trugen ehemalige Waisenzöglinge die Erfahrungen vor, die sie zeitweise in der Rummelsburger Anstalt und zeitweise in der„vielgepriesenen" Kostpflege gemacht haben. Wir hörten da neben manchem Wort dankbarer Erinnerung manchen bitteren Vorwurf und manche leidenschaftliche Anklage. Zu- gunsten der Koschflege wird von ihren Lobrcdneni oft angeführt, daß sie dem Kind� die Familie wiedergebe. Die Sache liegt genau um- gekehrt: gewöhnlich wird das Kind durch Unterbringung in der Kost- pflege noch des letzten Zusammenhanges mit der eigenen Familie beraubt. Geschwister gibt man fast nie in ein und dieselbe Pflege, weil man nicht gern einer Familie mehr als ein Waisenkind anvertraut. In der Anstalt könnten sie neben einander untergebracht werden— in der Kostpflege müssen sie von einander geriffen werden, Bernstein hatte hierauf hingewiesen, und in der Besprechung wurden die traurigen Beispiele geliefert. Brüder hatten sich viele Jahre hindurch nicht gesehen, hatten nicht einmal gewußt, wo der andere war. Ein Redner versicherte sogar, erst nach Jahren als heranwachsender Junge erfahren zu haben, daß noch irgendwo ein Bruder von ihm stecke. DaS Ergebnis der Verhandlungen war eine Resolution. die aus Gründen der Hygiene, der Pädagogik und der Humanität Protest erhebt gegen die weitere Einschränkung der AnstaltS- erziehung und mindestens die Wiederherstellung des früheren Zustandes fordert. Anstaltserziehung sei das allein richtige Prinzip. Aus eigener Erfahrung sei den ehemaligen Waisenzöglingen bekannt, daß in der Kostpflege oft nur Eigennutz die Pflegeeltern leite. Die Behauptung des Magistrats, daß die Anstalt unselb- ständige Charaktere erziehe, sei unzutreffend. Wolle der Magistrat statistisches Material über Führung und spätere? Fortkommen der Waisen beibringen, so werde sich zeigen, daß die Anstalt besseres als die Kost pflege leiste. Die Resolution wurde einstimmig angenommen. Einmütig billigten die AnstaltS- erziehung alle Anwesenden: von den jungen Leuten, die erst vor wenigen Jahren aus dem Rummelsburger Heim in die Welt hinaus- getreten sind, bis hinauf zu den grauhaarigen Männern, die noch den Umzug des Berliner Waisenhauses nach Rummelsburg vor mm bald einem halben Jahrhundert mitgemacht haben. Ein Kind auf dem Brettl. Nachdem Berlin mit achtjährigen Geigenvirtuosen rcaaliert worden ist und manche Bühnen es für angebracht gehalten haben, im Ballett Kinder auftreten zu lassen, die eben erst gehen konnten, hat das Passage-Theater eS einmal mit einer Soubrette versucht, die nach dem Programmzettel i'Va Jahre alt ist. Es ist gleichgültig, ob der Geburtsschein der jungen Dame mit dieser An- gäbe harmoniert; in mehr als einer Hinsicht bleibt es ein Wagestück, ein Kind in so zartem Alter auf die Bretter zu bringen. Oder richtiger gesagt, aufs Brettl, vor ein Publikum von vielseitiger Mischung, das nicht nur auf Chansonetten, Tänzerinnen und Akrobaten erpicht ist, sondern nebenher in Tabaksqualm und Bier- dunst sein Behagen sucht. Die kleine Angelika Walter ist ein Mädchen zum Anbeißen niedlich; lvenn sie mit ihrem Püppchcn hervortrippelt, einen Knix macht und dann ohne Fehler die ihr ein- studierten Lieder mit klarer angenehmer Stimme zum besten gibt, dann möchte man vor Wehmut weinen. DieS liebliche Geschöpf singt nicht allein in deutscher, sondern auch in französischer Sprache Couplets. die wir beileibe nicht unsittlich nennen wollen, für die aber, wenn sie von einem fünfjährigen Kinde vorgetragen werden, nur der Umstand mildernd in Betracht kommen kann> daß ihr Sinn von dem kleinen Wesen nicht einmal geahnt, geschweige denn verstanden wird. Ein Kind soll heilig sein, und daher berührt es peinlich und verletzt die Menschenwürde, wenn ihm Dinge zum öffentlichen Vor- trag eingetrichtert werden, über die nur ein Erwachsener reden sollte. Nach unserer Ansicht hat die Direktion des Passage- Theaters bei dieser Erwerbung keine glückliche Hand gehabt. Das Publikum allerdings dachte anders. Es lachte unbändig, wenn das Kind alt- klug von Fensterpromenaden und verunglückten Liebeswerbungen fang, klatschte nach Schluß jedes Vorwages wie toll und konnte von der neuen„Kleinkunst" nicht genug bekommen. Von ausgebildetem Geschmack zeugt der Applaus gerade nicht; aber man kann von dem Publikum eines Vanote-Theaters ja wohl auch keine höhere ästhetische Bildung verlangen und wiederum von der Leitung eines solchen Instituts nicht, daß sie die Bühne zur„moralischen Anstalt" her- richte. Wo wir einmal dabei sind, uns mit Geschmacklosigkeiten in unseren Vergnügungsmstttuten zu befassen, wollen wir auch auf eine Neuerung im Ztrkus hinweisen. Dort ist man u. a. dahin gekommen, einen infolge von englischer Krankheit verkrüppelten Menschen als„August auftreten zu lassen; auch treten im Zirkus nicht allem Damen vom Ballett, sondern auch schulpflichtige Knaben als Clowns auf. Es gehört kerne Mimosennatur dazu' um auch solche Abrichtungen widerwärtig zu finden. Wir würden derartige Ausichreitungen nicht erleben, wenn die Leiter der erwähnten Ver- gnuguiigsstätten nicht wüßten, daß die größere Hälfte ihres Publikums Gefallen daran findet, die kleinere Hälfte aber zu zurückhaltend ist. um solche Darbietungen deutlich abzulehnen. J" der gestrigen Sitzung der städtischen Berkehrsdeputation unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisiers Kirschner wurde von dem Beschluß des Kammergerichts betreffend die Herabsetzung des Streitwertes tu der Feststellunasklage der Stadtaemeinde wider die Große Berliner Straßenbahn>owic von der Beschwerde de? Ober- staatsanwaltS.gegen diesen Beschluß Mitteilung gemacht." Die Deputation beichästigte sich dann mit einem Antrage des Vereins Berliner Mehlhändler wegen Errichtung von Barracken als Mehl- fpetcher. Da der städtischen Baudeputation zurzeit ein Antrag wegen Errichtung von Schuppen am Humboldthafen vor- liegt, wurde von einer Beschlußfassung vorläufig noch ab- gesehen. Die Untergrundbahngesellschaft beabsichtigt die Herstellung einer zweigleisigen Straßenbahn in der Treptower Dorfftraße und Neuen Krug-Allee im Anschluß an die sogenannte Spreetunnel- bahn zur Verbindung des Sckilesischen Bahnhofs mit Treptow bezw. Nieder-Schöneweide ze. Die Verkehrsdeputation genehmigte gestern die Vertragsbestimmungen wegen der Herstellung dieser Bahn.— Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat den Magistrat ersucht, zur Entlastung des P o t s d a m e r P l a tz e s bei der Plangestaltung für die Fortführung der Untergrundbahn auf die Herstellung eines Fußgängertunnels unter dem Potsdamer Platz bedacht zu nehmen. Die Tiefbau-Deputation hat sich bereits rnit diesem Ersuchen beschäftigt. Bei der Beratung dieses Planes wurde von mehreren Seiten hervorgehoben, daß mit der Anlage eines solchen Tunnels die VerkchrSschwierigkeiten nicht beseitigt werden können, da daS Publikum Brücken und Tunnel ungern benutze. Wegen der Ueberuahme der im 8 3 des Gesetzes vom 1. April d. I. für den Großschiffahrtsweg Berlin— Stettin geforderten Garantien durch die Stadt Berlin wurde beschlossen, dem Magistrat die An- nähme des Vertragsentwurfs zwischen Fiskus und Stadtgemeinde zu empfehlen. Zum Schluß der Sitzung wurde noch ein Antrag der Akkumulatorenfabrik Aktiengesellschaft wegen Ueberweisung einer A n l e g e st e l I e am Urbanhafcn zur Anstelliing von Versuchen mit einer elektrischen Entladcvorrichtung fiir Mauersteine beraten und genehmigt. Eiue Abordnung des Pariser Gemeinderats unter Führung des Gencralrats R o u s s e l und des Inspekteurs General des Ponts et ChausseS Leon B o r e u x war in diesen Tagen in Berlin, um besonders die großen Etablissements der Berliner Elektrizitätswerke sowie die Fortschritte auf dem Gebiete der Elektrizität kennen zu lernen. Die Abordnung wurde im Rathause vom Oberbürgermeister Kirschner empfangen und hat dann verschiedene städtische Ein- richtungen unter sachverständiger Leitung mit großem Interesse be- sichtigt.' Unter Führung des Stadtelektrikers Dr. Kallmann und des Geheimen Rat Dr. Rathenau wurden mehrere Elektrizitätswerke besucht. Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten-Bersamwlnng am Donnerstag, den 13. Mai d. I., nachmittags ö Uhr. Vorschläge des Ausschusses für die Wahlen von unbesoldeten Gemeindebeamten. — Vorlagen betreffend die von der Versammlung durch eventuelle Wiederaufnahme der Verhandlungen zu verfolgenden sowie derjenigen Angelegenheiten, in welchen die Versammlung einer Vorlage des Magistrats entgegensieht.— die erfolgte Bauabnahme der neuen Schwcineschlachthäuser Bit und Big,— die Verlängerung des Ver- träges mit dem Gouvernement des Jnvalidenhauses wegen lieber lasiung eines Teiles des Jnvalidenparks an die Stadt,— die Er- Werbung eines Schulgrundstücks an der Christburgerswaße,— die Deckung von Reftkosten ans der Herstellung der Entwässerungsanlagen im Tier garten,— die Verwendung der Erträge der Friedrich Wilhelm-Stiftung zur Förderung des deutschen Kunstgeiverbes für 1904,— den Verlan; einer an der Treptower Chaussee in Treptow belegenen Parzelle, die Fesffetzung von neuen Fluchtlinien für den südlichen Teil der Brombergersiraße— die Enteignung des zur Regulierung der Ilrnonstratze zwischen Birken- und Sicmensstraße erforderlichen Ge ländes,— den Ankauf von Straßenland in der Gormannstraße vor den Grundstücken 25 und 26,— die Festsetzung einer Fluchtlinie au der Südseite der Straße„Hinter dem Gießhause", vor dem Grund- stück Nr. 1 in der Straße„Am Zeughause" und den Erwerb der zur Verbreiterung der Straße erforderlichen Fläche— und die Errichtungen von Hafen-, Bahn- und Speicheranlagen am Stralauer Anger.— Berichterstattung betreffend die Wahl eines stellvertretenden bürgerlichen Mitgliedes der Ersatzkommission 6.— Vorlagen be- treffend die Gewährung einer Beihülfe zu dem Ruhegehalte einer ehemaligen Fachlehrerin, und die Neuwahl je eines zweiten stell vertretenden bürgerlichen Mitgliedes der Hülfs-Overersatzrommissionen 1 und 2. Einen kostenlosen Arbeitsnachweis für weibliches Dienstpersonal will eine Anzahl Damen und Herren, die sich unter Vorsitz des Herrn Dr. Freund gestern in den Räumen des Zentralvereins für Arbeitsnachweis versammelt hatten, für Berlin einrichten. Der Jahresbeitrag soll sich auf 4 Mark, die Vermittelungsgebühr für „Herrschaften" auf 1 Mark stellen. Es haben sich 700 Mitglieder gemeldet, 1000 sind jedoch für den Bestand des Arbeitsnachweises notwendig. In der Versammlung wurde das übliche Loblied au das Glück gesungen, das in Berlin die Dienstmädchen genießen; der uns vorliegende Bericht enthält jedoch kein Wort gegen die Gesinde� Ordnung. Daß der Verein sich gegen die Blutsaugereien der ge werbsmäßigen Stellenvecmittler wendet, ist zu verstehen; ob die Neuerung Erfolg haben wird, ist zu bezweifeln, wenn man bedenkt, daß in einigen Vororten Berlins die behördlichen Vermittelungs- stellen nur ein sehr bescheidenes Dasein fristen. Gegen den„Simplicissimus" ist wegen des bekannten„Lizentiaten> Gedichts". daS der Slbgeordnete Lattmann kürzlich im Reichstage zur Verlesung brachte, von dem Evangelischen Oberlirchenrat die Be- leidigungsklage eingeleitet. worden. Dabei soll sich auch ergeben, gegen wen sich der Angriff des Blattes eigentlich richtet. Es wird von verschiedenen Seiten behauptet, daß nicht Lizentiat Weber, der aus dem Kölner Sittlichkcitskongreß als Redner auftrat, damit ge meint sei, sondern daß vielmehr der Lizentiat Bohn, der sich ebeir falls in der Sittlichkeitsbcwegnng hcrvorgetan hat, damit getroffen werden soll. Die Klage ist wegen Schmähung eines Geistlichen an- gestrengt worden. Freistellen in den städtischen Heimstätten für Geuesende. Der Stadtgemeinde Berlin ist im Jahre 1892 von Herrn Dr. jur. Schlösser ein Betrag von 100 000 Mark zur Begründung einer Stiftung unter dem Namen„August-Emilie Schlößer-Stiftung" überwiesen worden. Der Zweck dieser Stiftung ist, aus den Zinserträgniffen des.Kapitals bedürftigen Personen beiderlei Geschlechts ohne Ansehung der Religion freistellen in den städtischen Heimstätten für Genesende zu beschaffen. 'ersonen, welche auf die Wohltaten dieser Stiftung reflektieren, haben ihre Gesuche an das Bureau der städtischen Heimstätten für Genesende, Neue Friedrichstraße 9— 10. 2 Treppen, unter Beifügung eines ärztlichen Attestes über ihren Gesundbeitszustand nach cincin bestimmten Formular, das in dem Bureau kostenftei verabfolgt wird, zu richte,» oder doch mündlich anzubringen. Die städttschen Heimstätten für Genesende verfolgen den Zweck, Personen, die eine Krankheit überstanden haben, auf einige Wochen zur Pflege und zur Wiederherstellung ihrer Erwerbsfähigkeit auf- zunehmen. Der Aufenthalt in den Heimstätten ist also nur vorüber- gehend. Bare Geldunterstützungen aus der genannten Stiftung werden nicht gewährt. Die 31. MastvIeh-uSstcllung ist gestern auf dem mit Fahnen reich geschmückten Zentralvichhof der Stadt Berlin eröffnet worden. Die Ausstellung ist diesmal nur von 169 Ausstellern beschickt gegen 200 im Vorjahre und gegen 172 vor zwei Jahren. Es sind in 961 Anmeldungen 1215 Tiere ausgestellt gegen 1365 bezw. 1435 in den beiden Vorjahren. Keine Puketbestelluug a» Sonntagen. Zur Förderung der Sonntagsruhe wird von Sonntag, den Ib. Juni, ab innerhalb des Oberpostdirekttonöbezirks Berlin an den Sonn- und Feiertagen— abgesehen vom Weihnachts-, Oster- und Pfingstverkehr und von den durch Eilboten zu bestellenden Paketen— eine Bestellung von Paketen nicht mehr stattfinden. Ein frecher Schwindel ist gestern in einem hiesigen Tuch-Engros- Geschäft verübt worden. Die Firma erhielt Montag eine Auswahl- endung von 34 Stück Cheviots- und Kammgarnstoffen in karierten Mustern zugesandt, die gestern wieder abgeholt werden sollten. Es erschien denn auch ein junger Mann und zeigte einen Abholungs- schein mit dem Vordruck der Firma vor, auf welchen hin ihm di« Waare unbedenklich ausgeliefert wurde. Im Laufe des Tages stellte sich jedoch heraus, daß der Schein gefälscht war; die Stoffe, welche einen Wert von 5000 Mark haben, konnten bis zum Abend nicht er« mittelt werden. Der Betrüger ist etwa 22 Fahre alt, 1,68 Meter groß und trägt blondes Haar. Bekleidet war er mit einem schmutzig- grauen Jackett. Auf die Ermittelung der Waren setzt die Firma eine Belohnung von 100 Mark aus; wer in der Angelegenheit etwas mitzuteilen weiß, wird gebeten, sich an das Polizeipräsidium zu wenden. Bemerkt sei noch, daß die Ware ans einem grünen Hand- wagen von der Kronensttaße aus weggeschafft worden ist. Die Betriebsleitung der Berliner elektrischen Straßenbahnen! Aktiengesellschaft teilt uns mit, daß Sonnabend die Abnahme der letzten Strecke Bismarckplatz— Platanensttaße in Nieder- S ch ö n h a u s e n der Straßenbahn-Abzweigung Pankow— Nieder« Schönhausen erfolgt und daß nunmehr die ganze Abzweigung dem regelmäßigen Betriebe übergeben worden ist. ES verkehren jetzt von der Mittelstraße, Ecke der Friedrichstraße, Straßenbahnzüge alle 10 Minuten nach Pankow, Endhaltestelle Mendelstraße, sowie alle 10 Minuten nach Nieder-Schönhausen, Haltestelle Bismarckplatz; jeder zweite Wagen dieser letzteren Linie wird bis zur End- Haltestelle Platanenstraße in Nieder- Schönhaufen durchgeführt. An Sonn- und Festtagen, sowie an Tagen starken Verkehrs, werden Sonderzüge gefahren und zwar von der Gartenstraße. Ecke Jnvalidenstraße, von der Hussitenstraße, Ecke Scheringstraße, und von der Prinzen-Allee, Ecke Badstraße, zur Kirche in Pankow bezw. nach dem Bismarckplatz in Nieder-Schönhausen. Gegen zwei Wettlurcaus ist die Kriminalpolizei gestern ein- geschritten. Es handelt sich um die Sportbörsen Friedrichstr. 174 und Panoramastr. 1. Am Nachmittag erschienen Kriminalbeamte in diesen Geschäften und beschlagnahmten die Bücher und Geschäfts- papiere. Ucber eine Bersammlungsauflösnng in Schönederg wird in bürgerlichen Blättern berichtet: Eine Versammlung von russischen „Revoluttonären" fand Montag abend in der Wirtschast des sozial- demokratischen Schöueberger Stadtverordneten Obst an der Ecke der Meininger- und Martin Lutherstraße statt. Es fanden sich etwa dreihundert Personen ein, darunter auch zahlreiche russische Studenten. Die Polizei erhielt Kenntnis davon, daß in der Versammlung politische Reden gehalten wurden. Der Vorsteher des zuständigen Reviers löste sie daher auf, weil die Versammlung nicht angemeldet war.— Nach unseren Informationen handelte-es sich um eine in jeder Hinsicht harmlose Zusammenkunft. Ein tragisches Ende. Selbstmord verübte Montag vormittag der 21jährige Schloffer Karl Schlatzke, der in der �Langenstraße bei seiner Mutter wohnte, durch einen Revolverschuß in die Brust. Er war Verleger der Zeitung„Der Anarchist". Lieder singend, hatte er sich in seinem Zimmer eingeschlossen. Bald darauf hörte die im Nebenzimmer>>eilende Mutter einen Schuß. Ei» Schlosser öffnete die Tür und man fand den jungen Mann auf seinem Bette liegend mit einer Schußwunde im Herzen tot vor. In einem offenen Briefe an seine Mutter gibt er Nahrungssorgen als Ursache zum Selbst« mord an, fügt aber gleichzeitig hinzu, sie möge das nur annehmen, der wirkliche Grund interessiere sie ja doch nicht, da sie ihn nie ver- standen hätte. Mit dem Dolch. Der 19 Jahre alte Arbeiter Mar Schneider. der in der Tresckowstraße 14 in Schlafstelle wohnt, wurde, wie schon kurz mitgeteilt ist, in der Nacht zum Freitag voriger Woche mit einer schweren Halswnnde bewußtlos vor dem Hause liegend auf- gefunden. Sein Befinden, das anfangs sehr bedenklich war, hat sich jetzt gebessert, er konnte aber noch nicht vernommen werden. Andere Ermittelungen ergaben, daß der junge Mann wahrscheinlich in einem nächtlichen Streite zu der Verletzung, die von einem Dolch- stich herrührt, gekommen ist. Schneider hatte mit seinem Bruder Georg und dem diesen befreundeten Arbeiter Rollenhagen abends mehrere Gastwirtschaften besucht. Um U'/a Uhr trennte er sich von ihnen und ging nach seiner Wohnung, während die anderen noch in einer Wirtschaft an der Ecke der Fransecki- und Tresckowstraße blieben. Bald nach seinem Weggang hörten die Gäste jener Mrt- schaft Lärm und Streit und als nun Georg Schneider hinmisgirtg, fand er seinen Bruder daliegen. Ein Mädchen, das des Weges ge- kommen war, bekundet, daß der Verwundete Streit mit einem jungen Menschen gehabt habe. Diesen hat die Kriminalpolizei noch nicht ermittelt. lieber einen Bauunfall wird amtlich gemeldet: Gestern nach- mittag 3 Uhr stürzte auf dem Abbruch de? einstöckigen Hause» Friedrich Karl-Ufer 2—4 eine Seitenwand plötzlich zusammen, al» diese an der Sohle von dem 5« Jahre alten Abbruchunternehmer Otto Röntfch aus Charlottenburg zwecks Umreißens unterminiert wurde. Der in gebückter Stellung arbeitende Röntsch wurde von den Steinmassen an der Wirbelsäule und an den Füßen schwer ver- letzt und teilweise verschüttet. Auf die Hülferufe des auf dem M- bruch allein Beschäftigten eilten ein Schutzmann und ein Passant herbei, die den Verunglückten aus seiner Lage befreiten und ihn in die Charitä schafften. Straßensperrung. Die Schöneberger Brücke wird behufs Um« baueS der Straßenbahugleise vom 16. bis 25. d. M. für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Fcucrbericht. Dienstag nachmittag kurz nach 4 Uhr wurde ein größeres Löschaufgebot der Feuerwehr infolge mehrilialtger Meldung nach der Bülowfir. 63 gerufen. Dort war im zweiten Stock des Vorderhauses in einer Wohimug Feuer ausgekommen, das Decken. Möbel ic. ergriffen hatte. Die Flammen konnten mit Leichtigkeit erstickt werden.— Ein zweiter Wohnungöbrand beschäftigte den 20. Löschzug in der Jnselstr. 9». Körbe mit Wäschestücken wurden vernichtet.— In der Adalbertstr. 60 brannten dann Verpackungs- materlalien in einem Lagerkeller und in der Wrangelstr. 112 Kleioer in einer Plisscebrennerei. In beiden Fällen nahm die Ablöschung nur kurze Zeit in Anspruch.— Außerdem hatte der 6. Löschzug noch auf der Brandstelle in'der Köpenickerstt. 21 zu tun. Er mußte die eingedrungenen Wassermengen auspumpen. Theater. In der Märchenposse„Der artesische Brunnen" von Gustav Raeder, die heute Mittwoch, den 17. Mai, im Schiller» Theater 0.(Walluer-Theater) zum erstemnal in Szene geht, ist die Besetzung der Hauptrollen folgende: Schalk: Annie Tharau, Grübelein: Leopold Thurner, Balthasar: Alfred Schmasow, Barbara: f anny Wolff, Abd el Kader: Karl Dapper, Mohammed Ben Milut: .:urt Keller.— Im königl. Opernhause beginnt Mittwoch Frau Aiuo Aktü von der Große» Oper in Paris ihr Gastspiel als Elsa in Wagners„Lohengrin". Anfang 7 Uhr.— Im Berliner Theater eröffnet Sarah Bernhardt am 23. d. M. ihr auf drei Abende berechnetes Gastspiel als Margucrite Gautier i» der„Kamelien- dame". Am Mittwoch. 24., tritt die Künstlerin als Phädra auf.— Die Pacht-Sozietät des DcutschenTheaterS hat gestern aiend eine Sitzung abgehalten und auf Antrag des Herrn Direktor Dr. Paul Lindau die Auflösung der Gesellschaft zum 30. Juni beschloffen. Mit der Durchführung der Liquidation ist Herr Direktor Dr. Paul Lindau betraut worden. Damit ist die formelle Lösung der Pachtvertrags- beziehungen erfolgt. Die Einsetzung einer neuen Direktton wird uiinmehr wohl nicht lange auf sich warten lassen.— Neues Königliches Operntheater(Kroll). Heute Mittwoch und morgen Donnerstag gastiert die neue Operetteudiva de« k. k. priv. Karlthearers in Wien, Fräulein Charlotte Frank, in der Partie der Prinzessin in der Operette„Jung-Hetdelberg". Kommenden Sonntag« nachmittag 3 Uhr gelangt die komische Operette„Frühlingsluft" zur Anfführuiia.— Wolzogen-Oper. Am Donnerstag, den 13. d. Mts., wird der 18. Aufführung der«Bäder von Lueea", deren G 750 80.1 orm sid Gewerkschaftliches. dim Der Verrat in Weißenfels mundos sus wird jekt auch in Gewerkverein 3- Kreisen zugegeben und getadelt.dru Ausland. Vermischtes. stoettes Finale eine Neugestaltung erfahren hat, die Erstaufführung| tragte den Arbeiterausschuß, mindestens das zu verlangen, was den eines einattigen musikalischen. Wai, gelangt eines einattigen musikalischen Lustspiels„ Reklame", vorausgehen. Schudertschen Arbeitern gewährt wurde. Hierauf erließ die Am Donnerstag, den am National Direktion eine Bekanntmachung an ihre Arbeiter des In einem Anfall von Geistesstörung ertränkte geſtern früh di Theater„ Die Regimentstochter" von Donizetti zum erstenmal Inhalts, daß fie an ersten Beschluß festhalte 48jährige Ehefrau des Schneidermeisters Erben in Görlik di zur Aufführung. Das Tegernseer Bauernensemble im Carl und die Arbeitsordnung bereits entsprechend geändert habe, so daß beiden jüngsten ihrer acht Kinder, einen Knaben im Alter von acht Weiß Theater bringt als letzte Neueinstudierung Anzengrubers am 15. Mai die Arbeit eine halbe Stunde später beginne. Am Monaten und ein Mädchen von drei Jahren, in einem Aufwaschfaß. Pfarrer von Kirchfeld" und zwar am Mittwoch. Leider fonnte das Sonntag fand eine noch stärker besuchte Fabrikversammlung statt, Sie lief dann auf dem Dache umher, jedenfalls mit der Abficht, Gastspiel nicht verlängert werden, da die anderweitigen kontraktlichen in der beschlossen wurde, die Zugeständnisse der Direktion nicht an- durch Herabstürzen Selbstmord zu begehen, wurde aber von dort Verbindlichkeiten sich nicht verschieben lassen. zuerkennen, demgemäß die alte Arbeitsordnung als noch geltend zu herabgeholt und in polizeilichen Gewahrsam gebracht. betrachten, bis die Forderungen bewilligt sind, und deshalb am 15. Mai zu Beginn der früheren Arbeitszeit vor den Fabrittoren zu Oberitalien, werden anhaltende Regengüsse gemeldet, die ein be Unwetter in Italien. Aus verschiedenen Landesteilen, besonders erscheinen. de trächtliches Steigen der Flüsse herbeigeführt haben. In Cologna Der in der Porzellanfabrik von Fels zu Mailand ausge- Beneta( Provinz Verona) ist die Eisenbahnbrüde, nachdem sie ein brochene Abwehrstreit von gegen 200 Borzellanarbeitern hat folgende Schnellzug passiert hatte, eingestürzt. Die Stadt ist überschwemmt; Ursachen. Als infolge der letzten Obstruktionsbewegung der italieni- das Wasser steht dort einen Meter hoch. Hülfeleistung für die geschen Eisenbahner Materialmangel in der Fabril eintrat, mußten die schädigten Orte ist organisiert. a) Arbeiter zwei Wochen aussetzen. Als sie wieder zur Arbeit gerufen Die Benlenpest in Leith. Ein in Leith( Schottland) aufgetretener Am Sonntag fand in Jena eine öffentliche Versammlung statt, wurden, erklärte der Unternehmer- rechnend auf die durch die Bubonenpestfall endete mit tödlichem Ausgange. Die Witwe und die vom Gewerkverein der Schuhmacher einberufen bierzehntägige Arbeitslosigkeit hervorgerufene Schwächung der die Kinder des verstorbenen Hughes, die nach einem Telegramm aus Arbeiter. den Lohn um 30 Proz. reduzieren zu müssen. Diese London ebenfalls von der Best befallen sind, wurden ins Hospital war. Auf den Tischen waren Propaganda- Exemplare des in Weißenfels erscheinenden Thüringer Gewerkvereinsboten" aus- Zumutung däuchte den Arbeitern um so stärker, als erst im letzten für ansteckende Krankheiten transportiert. Frau Hughes ist gestern gebreitet. Auf der Tagesordnung stand ein Vortrag des Kollegen nehmers durchgedrückt worden war. Die Arbeitsniederlegung erfolgte los danieder. Die 25 Bewohner desselben Hauses wurden unter gebreitet. Auf der Tagesordnung stand ein Vortrag des Kollegen Winter eine Lohnverminderung von 5-25 Pro3. feitens des Unter- Nacht kränker geworden, und ein dreijähriges Kind liegt hoffnungsGeper- Beißenfels über„ Die Beißenfelser Schuhmacher baher einmütig. Die deutschen Porzellanarbeiter werden daher Quarantäne gestellt. Frau Hughes war bei einer Firma mit Sor bewegung." Der Redner gestand nach dem Bericht des" Jenaer nochmals ermahnt, jebes Arbeitsangebot von Mailand abzulehnen tieren von Lumpen beschäftigt, doch erklärt der Chef der Firma, daß Boltsblattes" mit dürren Worten ein, daß die Herren Winter und Kehl den Fabrikanten in die Hände gearbeitet und jeden Zuzug nach dort zu unterlaſſen. haben; fie brauchten uns in Weißenfels die Blamage nicht aus machen." Das Korreferat hielt auf Veranlassung der Verbändler Man schreibt uns aus Jena: ok and non do Jena, 15. Mai. der Borfizende des Tarifausschusses in Weißenfels, Weife, ber Aus der Frauenbewegung. in Frauennachtarbeit. sich unter den Lumpen feine aus dem Osten befänden. Doch herrscht darüber, daß es sich um Pestfälle handelt, kein Zweifel. Aus New townards werden 50 Fälle einer mysteriösen Krankheit gemeldet, die man als Genidstarre anspricht. Doch sind die Aerzte nicht einig. Verschiedene Aerzte meinen, es sei eine besondere Form bes Typhus. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch: den 17. Mai, abends 8%, Uhr, in Feuersteins Feitsälen, Atte Salobstr. 75, Bortragsabend. Bortrag über Friedrich Schiller. 71915 Zentralverband der Handlungsgehülfen und Gehülfinnen Deutschlands, Bezirk Charlottenburg. Heute Mittwoch, abends 9 Uhr ,. Sigung im Boltshause, Rosinenstr. 3. Es spricht Kollege Russel über: Was lehrt uns das Ergebnis der Beifikerwahlen zum Kaufmannsgericht? Zahl reicher Besuch wird erwartet. sg.isdags) " sin den Vorwurf des Verrats gegenüber der Gewerkvereinsleitung ers neuerte und durch Anführung zahlreicher Tatsachen bekräftigte. In der Diskussion tamen noch einige Vorstandsmitglieder des Drts- Ueber die Beschlüsse der internationalen geheimen Arbeiterschutz verbandes der Gewerkvereine zum Wort, die gleichfonferenz in Bern hinsichtlich der Frauennachtarbeit wird hiesigen falls bie Kritik einstimmten, aber für Blättern gemeldet: fünftige Kämpfe das gemeinsame Arbeiterinteresse betonten Die Kommission der Arbeiterschußkonferenz für die Beratung und ausführten, daß man nicht die Mitglieder dafür büßen über das Verbot der Nachtarbeit der Frauen ist zu folgender lassen dürfe, was die Führer gesündigt haben. Dem wurde ent- Lösung gelangt: 1. den Frauen in den industriellen Betrieben der gegengehalten, daß die Mitglieder eine andere Behandlung nicht ver- beteiligten Länder ist unverleyliche Nachtruhe von 10 Uhr abends Sienten, wenn fie fich eine solche gefallen ließen. Außerdem griff bis 5 Uhr morgens( fieben Stunden) zu gewähren; 2. in allen der anwesende Redakteur des Thüringer Gewerkvereinsboten", Herr Fällen soll den Frauen eine zusammenhängende Arbeitsunterbrechung Lechner, in die Disfuffion ein, fand aber mit seinen Staffandra- von 11 Stunden zuteil werden, worin die sieben Stunden Nacht Eingegangene Druckfchriften. rufen kein Echo in der Versammlung. Bon Gewerkschaftsseite sprach ruhe inbegriffen sein sollen. Die Frau, die bis 10 Uhr abends in Der Arbeitsmarkt", Halbmonatsschrift der Zentralstelle für Arbeitsder Kartellvorsitzende, der vorwiegend die verheyende, blindlings der Fabrit tätig war, darf demnach nicht vor 9 Uhr morgens wieder martt- Berichte( Herausgeber Dr. J. Jastrow, Berlin, Verlag von Georg gegen die Sozialdemokratie wütende Schreibweise des" Thüringer zur Arbeit fommen; diejenige, welche die Arbeit um 5 Uhr morgens be- Neimer). Die als Organ des Verbandes deutscher Arbeitsnachweise" Gewerkvereinsboten" charakterisierte. Das Ergebnis der Versamm- gann, muß sie spätestens um 6 Uhr abends verlassen. Dies wird erscheinende Zeitschrift enthält in Nr. 16 des 8. Jahrganges unter anderm: Landwirtschaft: Ber Iung tommt in zwei Resolutionen zum Ausdruck, die folgenden bas in seiner Bedeutung durchaus nicht zu unterschätzende Resultat Rundschau über die Lage des Arbeitsmarktes. Wortlaut haben: der Berner Konferenz sein. Für einzelne Industrien wird man Arbeiter. Bermittelung von Galizien. schärfung des Arbeltermangels im März. Einwanderung russisch- polnischer Nachfrage und Angebot von land1. Die heutige im Stadthaus tagende öffentliche Gewerk- freilich Einschränkungen der neuen Vorschriften zugestehen müssen; wirtschaftlichen Arbeitern in den einzelnen Gegenden Deutschlands. vereinsversammlung verurteilt ganz entschieden das ferner wird beispielsweise für die belgische Wollenindustrie und für Eisengewerbe: Gestaltung des Eisenverbrauchs im laufenden Jahre. Rüd Berhalten des Hauptvorstandes im Weißenfelser Streit die österreichisch- ungarische Zuckerindustrie eine Uebergangszeit von gang der Einfuhr von Eisen. Steigerung der Ausfuhr. Günftige Chancen Tertilgewerbe: und spricht die Hoffnung aus, daß die nächste Generalversammlung zehn Jahren für die Einführung dieser neuen Bestimmungen in für die deutsche Noheisengewinnung im laufenden Jahre. in Bosen Remedur schafft. Aussicht genommen. Tertilwarenausfuhr im ersten Quartale 1905. Zunahme der Ausfuhr höher Absatz nach den Vereinigten Staaten von Amerika und Japan. Streitverzeichnis für Deutschland, Desterreich Ungarn, Schweiz. Markenerlös der Landesversicherungs- Anstalten JanuarMärz. Haushaltungskosten. Konsum: Großhandelspreise im Jahre 1904. Dr. K. Th. Cheberg u. Dr. A. Dyroff. Annalen des Deutschen Reichs für Gefeggebung, Verwaltung und Volkswirtschaft. Nr. 5. Inhalt: Der Kommission für Handel und Gewerbe des preußischen I. Die Attien- und ähnlichen Gesellschaften als Rechts und als Steuer Die Refolutionen sind von Gewerkvereinsmitgliedern Abgeordnetenhauses lag diefer Tage eine Petition der Kreissynode objekte. Bon Prof. Dr. F. J. Neumann, Tübingen. II. Staat, Souveränität gestellt und einstimmig angenommen worden. Die Berlin II vor auf schärferes Vorgehen gegen die Animierkneipen. und Bundesstaat. Von Landgerichtsrat W. Rosenberg, Straßburg i. Elf. Gewerkschaftsmitglieder beteiligten sich nicht an der Abstimmung. Dabei vertrat die Regierung den Standpunkt, daß es sehr schwer sei, III. Die drei preußischen Berggesegnovellen. Von Geh. und Oberbergrat gegen diefe Kneipen vorzugehen. Für Kongeffionsentziehung müßten Prof. Dr. A. Arnbt, Königsberg i. Br. IV. Zeitweise Unzulässigkeit bes Rechtswegs bei Verfolgung von Ansprüchen gegen den Fistus nach Art. 2. Sie bestimmten Boraussetzungen der Gewerbeordnung im einzelnen Bayer. A.-G. zur Z.-P.-D. und K.-D. Bon Dr. A. Knab, Augsburg. Falle genau nachgewiesen werden und das sei nur selten möglich. V. Sfizzen und Notizen, aus den Gefeßblättern und Miszellen. Jährlich Berlag Dagegen erwarte sie eine Befferung von ihrem Antrage auf Aenderung 12 Hefte, welche einen Band bilden. Abonnementspreis 10 M. der Gewerbeordnung, wonach die Landesregierungen ermächtigt werden J. Schweizer( Artur Sellier), München. sollen, die Konzessionserteilung davon abhängig zu machen, daß weibliches Hülfspersonal gar nicht oder nur in beschränktem Umfange angestellt werde. " 2. Die Gewerkvereinsversammlung in Jena tann sich mit Diefer Beschluß würde immer noch die Möglichkeit einer mehr wertiger Waren. Arbeitsnachweise. dem Inhalt des Thüringer Gewerkvereins als elfstündigen Beschäftigungsdauer an einem Tage zulassen boten nicht einverstanden erklären; sie stellt sich nach zehn Jahren 194 vielmehr auf eine höhere Warte und ist der Ueberzeugung, daß mit einer derartigen Schreibweise der Arbeitersache nicht gedient isti olan arald Eine bequeme Methode. und sie ihrem Biele nicht näher bringt. Berlin una amgegend. 1919 prired 50 W. Dreifing. Was hat unsere Zeit Luther zu verdanten? Eir Vortrag. 20 Seiten. Preis 50 Pf. Verlag der Arbeiterversorgung A. Troschel, Grunewald- Berlin. Weltall und Menschheit. Geschichte der Erforschung der Natur und der Berwertung der Naturkräfte im Dienste der Menschheit von Hans Strämer. Erschienen find: Lieferung 79-84. Preis pro Lieferung 0,60 M. Deutsches Verlagshaus Bong u. Co., Berlin W. 57. Geschäftsbericht der Allg. Driskrankenkasse für Berin das Jahr 1004 uni 19 td m Geberbietet ist feine 63 Seiten.16 Bon der Tarifbewegung der Brunnenbauer und ihrer Hilfsarbeiter. Die Verhandlungen mit den Arbeitgebern, über deren Ergebnis in einer Gruppenversammlung am Montag berichtet wurde, find unter Ausschluß der offiziellen Vertreter der Organisation( Bauarbeiter Verband) erfolgt. Während der neunstündige Arbeitstag gefordert wurde, bieten die Arbeitgeber 10 Stunden im Sommer, 8, 9, 10 Stunden im Winter, je nach der Helligkeitsdauer. Gelernte" Da die Prostitution in den Animiertneipen nur einen geringen Brunnenbauer sollen 60 Pfennig Stundenlohn erhalten,„ ungelernte", Teil der allgemeinen Prostitution darstellt, wird die Regierung d. h. solche, die das Gewerbe ohne Lehrlingsverhältnis gelernt hoffentlich diese überraschend bequeme Methode auch zur Bekämpfung haben, 50 Pfennig im Minimum. Gefordert war ein Minimal der Prostitution überhaupt anwenden. Man verbietet einfach die Lohn von 60 f., den auch die nicht als Gesellen eingefchriebenen Verwendung weiblicher Personen und Brunnenbauer erhalten sollten, die nachweisbar 4 Jahre selbständig Hererei die Prostitution ist beseitigt. Da braucht man nicht nach als Brunnenbauer gearbeitet haben. Den Hülfsarbeitern bieten die zudenken über sozialpolitische Probleme, ein Polizeiverbot macht alles. Meifter nur 35 P. Fahrgeld und Fahrzeit sollen erst vergütet werden bei einer Entfernung von mehr als 4 Kilometer vom Play Die Barteigenoffinnen werden nochmals auf die Mittwoch abend oder von der Werkstelle. Als Landzulage will man nur 2 M.( statt 8 Uhr bei Buggenhagen, Morigplay, stattfindende Versammlung 3 M.) geben und für Kost und Logis 60 f.( statt 1 M.) Für Nacht- aufmerksam gemacht. Reichstags- Abgeordneter Schöpflin spricht darzeit und Sonntagsarbeit wird ein Buschlag von 33% Broz. geboten. über, welches Interesse die Frauen an den wirtschaftlichen und poliBei der Abstimmung erhob sich niemand für Annahme des tischen Kämpfen haben. Unternehmerborschlags. Dagegen wurde beschlossen, die Lohntommission zu beauftragen, noch einmal gemeinsam mit der Orts verwaltung des Verbandes die Forderungen durchzugehen und nach weiteren Berhandlungen mit den Arbeitgebern die erforderlichen Schritte zu tun. Bei Verhandlungen mit den Unternehmern soll entschieden darauf gedrungen werden, daß nur unter Hinzuziehung des Leiters der Organisation verhandelt wird. spal Deutfches Reich. In Guben sind die Achtung, Klempner und Rohrleger! Klempner und Rohrleger in den Ausstand getreten. Wir ersuchen dringend den Zuzug fernzuhalten. Stern". Briz. Donnerstag, den 18. d. M., abends 34 Uhr, findet bei Weniger, Werderstr. 27, die Versammlung des Vereins der Frauen und Mädchen von Briz und Umgegend statt. In derselben wird Herr Eichler über„ häusliche Erziehungskunst" einen Vortrag halten. Gäste willkommen. reiniolo Corradisible and Briefkaften der Redaktion. Köpenick. Die Sparkasse des Kreises Niederbarnim befindet sich in Berlin, Friedrich Karl- Ufer 5. P. 2. 100. Berein für Haus pfleg ( Wochenpflege, Strankenpflege), Vorsitzende: Frau Oberbürgermeister Kirschner Alt- Moabit 90. Adresse der Leiterin Ihres Bezirks erfahren Sie durch jed dortige Hebamme. Bflege unentgeltlich nur bei großer Armut, sonst Er mäßigung je nach den Berhältnissen( z. B. 1 D. und Beköftigung.) .. 59. Zu dem Stipendium, das Sie haben, können Sie noch eis zweites erhalten. Wer ehrlich ist, gibt in seinem Gesuch das erste Stipendium mit an, da ja die Lage, das Einkommen usw. wahrheitsgemäß geschilder werden soll. Nötig sind: Geburtszeugnis, Bildungszeugnisse, Führungs zeugnis. m adield Juriftifcher Ceil. Steglit. Die Generalversammlung des Bildungsvereins für Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends Frauen und Mädchen von Steglig und Umgegend findet Donnerstag, von 7 bis 9%, Uhr abends statt. Geöffnet: 7 br. B. 1. 1. Ja. 2. Nein. den 18. Mai, abends 81 Uhr, bei Wahrendorf, Schloßstr. 117, statt. 3. B. 100. In der Regel ja. Tagesordnung: 1. Neuwahl des Vorstandes. 2. Diskussion. 3. Ver- 75 Spandau. Sie können jede Antwort ablehnen und der Behörde mitP., Grunewaldste. schiedenes. Nur Mitglieder haben Zutritt. Ohne Mitgliedsbuch fein teilen, daß Sie von Ihrem Recht Gebrauch machen. 1. Gegen Eifersucht tönnen Sie nur durch Nachficht etwas erreichen; viel Das Erscheinen sämtlicher Mitglieder ist dringend erleicht ist eine ärztliche Behandlung zweckmäßig. Eintritt. 2. und 3. Rein. forderlich. Der Vorstand. Regensburg. So viel uns bekannt: nein. R. M. Nein: Ste tönnten nur auf Instandsetzung und Schadenersatz flagen. St. 100. Si legen ihre Verhältnisse dar und richten das Schreiben an die Steuerdeputation A. R. 7. Das Urteil muß noch durch das Kammergericht mit der Rotfristattest und durch das Landgericht mit dem Rechtstraftattest verseher werden. Die erforderlichen Anträge fönnen Sie schriftlich oder auf der 3. R. Sie sind zahlungspflichtig. C. M. 103. Das Mädchen könnte, falls ein Verlöbnis bestand, weitergehende An Guttentagschen Berlage erschienene von Barifius. D. 100. fprüche geltend machen. Streitfrage. 1. und 2. Nein. 3. Das im D. 100. Nein. 18 136 Gerichts- Zeitung. ellat (-) Deutscher Metallarbeiter- Verband. Drtsverwaltung Berlin. Die Modelltischler in der Pegnitzhütte" in Pegnitz find am Montagmorgen wegen Verweigerung ihrer Forderungen respektive Ablehnung von Verhandlungen in den Streit getreten. Zuzug ist Der Brief des Pfarrers Kolbus in Neunkirchen an Frau Marie werden fernzuhalten. Arbeiterfreundliche Blätter um Abdruck Müller, der bor geraumer Zeit unliebsames Aufsehen erregte, be- Gerichtsschreiberei stellen. gebeten. Zuſchriften sind zu richten an die Ortsverwaltung des schäftigte gestern das Reichsgericht. Der Buchhändler Gustav KaufDeutschen Metallarbeiterverbandes, Begnig, Gasthaus zum„ Goldenen mann in St. Johann hat Boftfarten anfertigen laffen, auf deren Rückseite er den wollustigen Brief des alten Pfarrers abDie„ chriftlich" organisierten Drahtzieher der Dürener bruden ließ. Diese Postkarten wurden viel gekauft. Das Landgericht sille Berliner Marktpreise,( Ermittelt vom Bolizei- Präsidium.) Roggen, Metallwerte hatten nach voraufgegangener Kündigung die Saarbrücken hat am 4.November v. J. Herrn St. wegen Verbreitung (--), geringe Arbeit eingestellt, weil die Direktion ihre bescheidenen Lohn- einer unzüchtigen Schrift zu einer Geldstrafe von 75 M. berurteilt. Der gute Sorte, 1 D3.--(--), mittel ab Bahn. Futtergerste, gute Sorte 1 Dz. 15,90( 14,90) mittel 14,80( 13,80), Vermittelungsversuche des forderungen ablehnte. Bertreters Ginwand des Angeklagten, er habe den Abdruck für unbedenklich ge- geringe 13,70( 12,70) frei Wagen und ab Babn. Hafer, gute Sorte 16,40 des christlichen Verbandes wies die Firma Firma zurück. Als halten, da der Brief, nachdem er in einer Verhandlung des Schöffen-( 15,60), mittel 15,50( 14,70), geringe 14,60( 13,90) frei Wagen und ab Bahn. andere Arbeiter sich weigerten, die Arbeit der Ausständigen zu ver- gerichts Saargemünd verlesen worden war, unbeanstandet durch viele Nichtstroh-(--); Heu,(--). Erbsen, gelbe, zum Kochen richten, wurden fie entlassen. Deshalb legten auch die Arbeiter des Beitungen gegangen sei, wurde als unbeachtlich angefehen. Die 45,00( 30,00), Speifebohnen, meiße 50,00( 30,00), Linjen 60,00( 30,00), StarWalzwerks die Arbeit hin. un berkündete bie Firma durch An- Revision des Angeklagten wurde als unbegründet vom Reichs to 100,000 nelieli 1,70( 1,20), stalbfleisch 1,90( 120), Samuelschlag, daß die Arbeiter entlassen seien, wenn sie bis Montag mittag gerichte verworfen. Gleichfalls berworfen wurde die flelsch( 1,00), Schweinefleisch Die Arbeit nicht wieder aufnahmen. Darauf beschlossen die Walz Revision des Buchhändlers Jakob strämer, der am 13. Januar seg. 2,20( 1,20). Male 3,00( 1,60), Bander 3,20( 1,20), Hechte 2,60( 1,20); tverksarbeiter einstimmig nach einer Rede des christlichen Gewerk von demselben Gericht wegen Berbreitung derfelben Postkarten gleich Bariche 2,80( 0,80), Schleie 3,60( 1,10), Bleie 1,50( 0,80), Strebje 15,00( 3,00). schaftssekretärs Wernerus aus Aachen, der den unüberlegten falls zu einer Geldstrafe bon 75 m. verurteilt worden ist. Schritt" verurteilte, andern Morgens die Arbeit wieder aufzunehmen, Der Schwindelfrankenkassen- Prozeß in Hannover ist am um fich nicht des Kontraktbruchs schuldig zu machen. Ein dortiges Sonnabend zu Ende geführt worden. Der Staatsanwalt hielt sämtSentrumsblatt meint dazu:" Möge die Firma hieraus die richtige Lehre ziehen und einer so gut disziplinierten( 1) Arbeiterschaft nicht liche Angeklagten der Untreue schuldig. Schomburg und Kurre hielt burch Hervorkehrung des Herrenstandpunktes unter allen Umständen er des Betrugs in zwei Fällen für überführt. Der Staatsden Kampf aufzwingen." Gut diszipliniert" ist ausgezeichnet. 11 1 Wasserstand am 15. Mai. Dder bei Ratibor+ 2,28 Meter, bei Breslau Ober- Begel+5,20 Meter, bei Breslau Unter- Pegel+0,18 Meter. Weichsel bei Brahemünde+3,38 Meter. Rege bei Ujh +0,77 meter. anwalt bedauerte, daß das Hülfstaffengefeß für die unwitterungsübersicht vom 16. Mai 1905, morgens 8 Uhr. Better Stationen 2'wollen! Better Temp. n. C. 30530-4°. 2'wollenl 9 1 wollent 10 12 eine Höchststrafe von 300 Mark berechtigten Ausschlüsse nur In den Werken der Maschinenbau- Attiengesellschaft vorm. Cramer vorfehe und beantragte gegen Schomburg ein Jahr Gefängnis Klett in Nürnberg, die zirka 8400 Arbeiter beschäftigt, ist eine Be- und 800 M. Geldstrafe, gegen Kurre zehn Monate und 700 M., wegung der Arbeiter im Gange. Die Verhältnisse in diesen Be- gegen 8idenrodt sechs Monate und 400 M., gegen Gließ- Stationen trieben find außerordentlich reformbedürftig. Schon vor einigen man sechs Monate und 300 M. und gegen Meine de fechei din Wochen wurde von den Arbeitern ein Tarifentwurf eingereicht, der Monate und 850 M. Der Gerichtshof hielt die Untreue nicht für sprach sämtliche Angeklagte von dieser An- Swinemde. 770 D 11 Haparanda 765 NW dem angepaßt war, den die Schudertschen Arbeiter an ihre erwiesen und aber Schomburg, Kurre und Zickenrodt Hamburg 770 DND 2 wolfig 13 Befersburg 765 N Direktion gerichtet hatten. Die Hauptforderungen waren 56stündige flage frei, verurteilte 3 wolfen! 12 Scilly 770 NO 3 heiter Arbeitszeit pro Woche, 15 Proz. Lohnerhöhung und Festsetzung wegen Betrugs und Vergehens gegen das Krankenversicherungs- Berlino 768 D fechs Monaten Gefängnis Franj.a.. 762 4 bedeckt 12 Aberdeen 773 S60 3halb bd. 9 Die Direktion hat nun dem Arbeiter gefeß. Schomburg wurde bon Minimallöhnen. 7 moltig 14 Baris 764 NNO 4 wollent ausschuß mitgeteilt, daß sie die 58stündige Arbeitszeit und eine der und 300 M. Geldstrafe, Surre zu fünf Monaten und 800 M. und München 758 D 764 Stin bededt 12 Berkürzung der Arbeitszeit entsprechende Lohnerhöhung bewilligen 8idenrodt zu einem Monat und 200 m. verurteilt. Kurre und Wien Wetter- Prognose für Mittwoch, den 17. Mai 1905. wolle, die Festsetzung von Minimallöhnen jedoch ablehne. Die Lohn Schomburg werden sich demnächst noch wegen gleicher Schivindeleien, erhöhung soll in einer Bulage von einem Pfennig pro Stunde be- begangen bei der Krankenkaffe Thalia", die die Fortsetzung der Etwas wärmer, zunächst meist heiter und troden bei lebhaften östlichen stehen. Eine folossal besuchte Versammlung der Arbeiter erklärte Union" bildete, au berantworten haben und befinden sich deshalb Winden; später zunehmende Bewöllung. Noitebuted Berliner Wetterburean Diese Bugeständniffe für abfolut unannehmbar und beauf- fchon seit Monaten in Haft. Berantwo. Redakteur: Franz Nehbein, Berlin. Für den Inferatenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW " зи 10