Nr. 202. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Boft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mr., für das übrige Ausland 3 Mr.pr.Monat. Eingetr. in der Poft- Zeitungs- Preislifte für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Fesitagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprech- Anschlug Amt 1, Ur. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Mit dem 1. September eröffnen wir ein neues Abonnement auf den „ Vorwärts" Berliner Volksblaft mit der illustrirten Sonntagsbeilage ,, Neue Welt". Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Benthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus, wöchentlich 28 Pfennige. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 1,10 Mark für den Monat September entgegen.( Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652.) Neu hinzutretenden Abonnenten wird der bisher erschienene Theil des Romans „ Die Waffen nieder!" Eine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner, auf Verlangen gratis nachgeliefert, worauf wir noch besonders aufmerksam machen. 990 Die Redaktion und Expedition des Dienstag, den 30. August 1892. formation nachstehend noch mittheilen, was unser Pariser Rorrespondent unter'm 26. d. uns schreibt: Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. an revolutionären Zentralfomitee gehört, in Carmaux ankam' fand er den Bahnhof mit Truppen besetzt, welche die Arbeiter schaft verhindern wollten, dem beliebten Redner eine Ovation zu bereiten. Trotzdem wurde er im Zuge und unter den Klängen der„ Carmagnole" zum Versammlungslokal begleitet, wo er, kaum dem Bahnzuge entstiegen, in anderthalbstündiger Rede unter stürmischem Beifall der Anwesenden zu unerschrockenem Widerstand gegen die Attentäter auf das allgemeine Stimmrecht ermahnte. Der Nationalrath der französischen Arbeiterpartei trat gleichfalls energisch für die Arbeiter von Carmaux und ihren Maire ein und erließ ein von den Genossen Lafargue, Guesde und Ferroul unterzeichnetes Manifeft alle Vertreter der Partei, welches dieselben auffordert, mit allen Mitteln die Genossen von Carmaux in ihrem Kampfe gegen die tapitalistische Unterdrückung zu unterstützen. Unnöthig, zu bemerken, daß die Bourgeoispresse infolge des mannhaften Eintretens der sozialdemokratischen Abgeordneten förmlich vor Wuth schäumt; tagtäglich spuckt sie Gift und Galle gegen Ferroul, Baudin, Basly, Lafargue und die ganze andere " Agitatorenbande". Dem gegenüber verdient der Umstand Beachtung, daß der Abgeordnete des betreffenden Wahlkreises, der nichts weniger als Sozialdemokrat ist, gleichfalls für die Arbeiter von Carmaux Partei ergriffen hat, weil er nach seiner eigenen Aussage die Handlungsweise der Aktionäre als ein Attentat auf das allgemeine Stimmrecht ansieht. Der Ausgang des Streits läßt sich noch nicht voraussehen. Vorläufig hat der Generalrath der Industriellen erklärt, die Demission des Direttors nicht annehmen und überhaupt in feinem Punkte den Arbeitern gegenüber nachgeben zu wollen. Dies der Sachverhalt der Kapitalismus pfeift auf Das Hauptereigniß der letzten Tage ist ohne Zweifel der in Carmaux ausgebrochene Streit. Während der Ausstand der Pariser Droschkenkutscher, der unter besonders ungünstigen Verhältnissen erfolgte, fast unbemerkt vorüberging, erregt der Fall Carmaux in der politischen Welt ungeheures Aufsehen. Es handelt sich aber auch um ein brutales Attentat des französischen Prozenthums auf die staatsbürgerlichen Rechte der Arbeiter. Der Sachverhalt ist furz folgender: In dem Industrie- Orte Carmaux herrschten bis vor Kurzem die Bergwerks und Fabrikbesitzer, an deren Spitze der Bonapartist Reille steht, unumschränkt, nicht nur in ökonomischer, sondern auch in politischer Beziehung; Magistrat und Polizei gehorchten ihren Winte. Das änderte sich am 1. Mai dieses Jahres; bei den Gemeinderathswahlen siegte die Liste der Arbeiterkandidaten mit großer Majorität. Unter den neuen Gemeinderäthen befand sich der Monteur Calvignac, der von seinen Genossen alsbald zum Maire von Carmaux ernannt wurde. Seit der Zeit begannen die Verfolgungen der über ihre Wahlniederlage wüthenden Kapitalisten. Die Gemeinde- Aemter sind nicht be foldet und deshalb konnte Calvignac seinen Beruf nicht auf geben. Die Verwaltung der Gemeinde- Arbeiten, der er durchschnittlich zwei Tage wöchentlich widmen mußte, verhinderte ihn jedoch, regelmäßig zur Arbeit zu kommen; obendrein war er noch fränklich. Die Fabrikbesitzer bereiteten ihm alle möglichen Unannehmlichkeiten; und als er nun gar bei den letzten Wahlen zum Generalrath ernannt wurde, verlangte man von ihm die fategorische Erklärung, er würde von nun an täglich zur Arbeit fommen, sonst wäre er entlassen. Calvignac verlangte zwei Tage zur Erfüllung femer Amtspflichten; vergeb- das Gesetz", welches dem Arbeiter die politische Gleich lich, ihm wurde gekündigt. Bu bemerken ist, daß man Calvignac berechtigung gewährleistet und will den Arbeiter gewaltsam während zwanzig Arbeitsjahren, die seiner Wahl vorausgingen, an der Ausübung des höchsten Staatsbürgerrechts hindern. nie die geringste Unregelmäßigkeit vorwerfen konnte. Die Uns in Deutschland klingt das so sehr bekannt. Wir raden in große Aufregung; Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nachricht von der Gitlaffung Calvignac's verfezte ſeine Kame wissen, daß auch unsere Bourgeoisie das allgemeine WahlDie Feinde der Staats- und Gesellschafts- Ordnung. Je mehr der Kapitalismus fich entwickelt, desto rückfichtsloser tritt er Recht und Menschlichkeit unter die Füße, desto frecher verhöhnt und bricht er jedes Gesetz, das seinen niedrigen Zwecken nicht dient, desto zynischer lehnt er sich auf gegen die öffentliche Ordnung und die Interessen des Gemeinwohls. In allen großen Kulturländern mit vollentwickelter Bourgeoisie läßt sich dies verfolgen. Nehmen wir nur die jüngsten Vorgänge in Frankreich und den Vereinigten Staaten. recht durch alle möglichen Kniffe und Tücken illusorisch zu Handlungsweise der Direktoren als einen Schlag gegen machen sucht. In Frankreich ist der Gleichheitsgedanke das allgemeine Stimmrecht auf. Mehrere Arbeiter deputationen begaben sich zum Direktor, um von ihm die jedoch fester gewurzelt als bei uns, und mit Ausnahme der Wiederannahme des Entlassenen zu erlangen; sie wurden ab- unbedingten Handlanger des Kapitalismus ist die gesammte gewiesen. Die Erbitterung nahm zu. Nicht Calvignac foll fort, französische Presse empört über das„ Attentat von Carsondern der Direktor", hieß es, und bald war des Letzteren Haus maux." von Hunderten von Arbeitern umringt; und, obwohl Calvignac selbst seine Freunde zurückzuhalten suchte, man erzwang sich Wo möglich noch schmachvoller und gemeingefährlicher find Einlaß und verfolgte den Direktor, der fein gutes Gewissen die jüngsten Thaten des amerikanischen Kapitaliss hatte, von Zimmer zu Zimmer, bis er endlich nicht mehr ent- mus. Die Greuel von Homestead sind in frischem Ge schlüpfen konnte und gezwungen wurde, seine Demissions- dächtniß; die Mezeleien von Buffalo und Nashville find forderung zu unterschreiben. Calvignac und die ihm unterstellten Polizeibeamten hatten ihr Möglichstes gethan, um die ihnen rasch gefolgt. Sechs Wochen lang blutiger BürgerPersonen des Direktors und feiner Frau zu schützen. Ohne frieg in vier Staaten der Union das Standrecht verEinwilligung des Generalraths der Aftiengesellschaft, hieß es, hängt, Tausende von Soldaten gegen Arbeiter mobil gefönnte Calvignac nicht wieder angenommen werden. So brach macht, Hunderte von Bürgern getödtet. Und warum? der Streit aus. Die Regierung hatte nichts Giligeres zu thun, Weil der Kapitalismus, nicht zufrieden mit den kolossalen In Frankreich ist das allgemeine Stimmrecht die als schnell Militär nach Carmaux zu schicken. Aber Profiten der Mac- Kinley- Bill, die Arbeiter noch bis aufs verfassungsmäßige Grundlage des Staatslebens; es ist das auch die sozialdemokratischen Abgeordneten waren bald Mark aussaugen, sie in ihrer Lebenshaltung auf das oberste Gesetz des Landes. am Plaze. Wohlan in der IndustrieGenoffe Ferroul forderte die Arbeiter europäische Niveau" herabdrücken, und die Lohnstlaven auf, auf dem beschritttenen Wege weiter zu gehen ftadt Carmaux rebellirt der Kapitalismus offen gegen das allgemeine Stimmrecht, und verurtheilt die Arbeiter, und in ihrem Widerstande gegen die Kapitalisten, welche auch ihrer politischen Rechte berauben will. Ist es in die Arbeiter durch die Hungerpeitsche zwingen wollten, Frankreich jetzt in erster Linie das allgemeine Stimmrecht, welche es ausüben, zum Hungertode. Wir erwähnten bereits auf ihre staatsbürgerlichen Rechte zu verzichten, nicht zu er- dem die Angriffe des Kapitalismus gelten, so richtet in des unerhörten Standals. Wir wollen zur genaueren In- lahmen. Als der Abgeordnete Baudin, der zum Pariser Amerika, wo die herrschende politische Korruption das Feuilleton. Macbrudt verboten.] Die Waffen nieder! ( 9 schier unübersteiglich war. Und diese Schranke hatte sich Ausbildung. Nicht, daß ich mich in gründliche Fachstudien durch die drei Jahre meines einsamen Studirens und vertiefte; aber über die Bewegung der Geister erhielt ich Dentens aufgerichtet. Alle diese glänzenden jungen Herren, mich stets auf dem Laufenden, indem ich mir die hervor deren Lebensintereffen in Sport, Spiel, Ballet, Hofklatsch ragendsten neuen Erscheinungen der Weltliteratur anschaffte und, wenn es hoch ging, in Berufsehrgeiz( die meisten und regelmäßig sämmtliche Artikel, auch die wissenschaftwaren Militärs) gipfelten, die hatten von den Dingen, die lichen, der Revue des deux Mondes" und ähnlicher Zeitich in meinen Büchern von ferne erschaut und an denen schriften aufmerksam las. Diese Beschäftigung hatte freilich Eine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner. mein Geist sich gelabt, auch nicht die entfernteste Idee. zur Folge, daß die vorerwähnte Schranke, welche mein Jene Sprache, von der ich freilich auch nur die Anfangs- Seelenleben von der mich umgebenden Junge- HerrenAlle um mich herum schienen Arnos Existenz vergessen gründe kennen gelernt, von der ich aber wußte, daß in ihr welt abschloß, immer höher wurde aber das war zu haben nur ich nicht. Obwohl die Zeit meinen Schmerz durch die Männer der Wissenschaft die höchsten Fragen be- schon recht so. Gern hätte ich in meinen Salon einige um ihn geheilt hatte sein Bild hatte sie nicht verlöscht. rathen und einft gelöst werden; jene Sprache war ihnen Persönlichkeiten aus der Literaten- und Gelehrtenwelt zuMan kann aufhören um seine Todten zu trauern die nicht nur spanisch", sondern patagonisch. gezogen, allein dies war in der Mitte, in der ich mich beTrauer hängt auch nicht vom Willen ab aber vergessen Unter dieser Kategorie junger Leute würde ich wegte, nicht recht thunlich. Bürgerliche Elemente werden soll man sie nicht. Ich betrachtete dieses von meiner Um- mir feinen Gatten wählen das stand fest. Ueberhaupt der österreichischen sogenannten Sozietät" nicht beigemischt. gebung geübte Todtschweigen eines Verstorbenen als eine hatte ich keine Eile, meine Freiheit, die mir so wohl gefiel, Namentlich damals; feither hat sich dieser ausschließliche zweite nachträgliche Tödtung und vermied es, den Armen wieder aufzugeben. Ich wußte meine seinwollenden Freier Geist etwas geändert und es ist Mode geworden, einzelnen auch noch todtzudenken. Ich hatte es mir zur Aufgabe ge- so in Entfernung zu halten, daß keiner einen Antrag wagte Vertretern der Kunst und Wissenschaft seine Salons zu öffnen. macht, täglich zum kleinen Rudolf von seinem Vater zu und daß auch Niemand in der Gesellschaft das kompromit- Bu der Zeit, von der ich spreche, war dies jedoch nicht der sprechen, und in seinem Abendgebet mußte das Kind stets tirende Wort von mir sagen konnte:" Sie läßt sich den Fall; was nicht hoffähig war das heißt, was nicht sechwar von vornherein ausfagen: Gott, laß mich gut und brav sein, meinem ge- Sof machen." Mein Sohn Rudolf sollte einst auf seine zehn Ahnen aufzuweisen hatte liebten Vater Arno zu Liebe!" Mutter stolz sein dürfen keinen Hauch des Verdachtes geschlossen. Unsere gewohnte Gesellschaft wäre ganz unMeine Schwestern und ich amüfirten" uns köstlich auf dem blanken Spiegel ihres guten Rufes vorfinden. angenehm überrascht gewesen, bei mir unadelige Leute anzuich gewiß nicht minder als fie. Es war ja sozusagen auch Wenn jedoch der Fall einträte, daß mein Herz von Neuem treffen, und hätte nicht den rechten Ton gefunden, mit solchen mein Debut in der Welt. Das erste Mal war ich als in Liebe erglühte es fonnte nur für einen Würdigen zu verkehren. Und diese selber hätten meinen mit KomBraut und Neuvermählte eingeführt worden; da hatten fich fein- dann war ich ja geneigt, das Anrecht, welches meine tesseln" und Sportsmen, mit alten Generälen und alten felbstverständlich alle Kurmacher von mir ferngehalten, und Jugend noch auf irdisches Glück besaß, geltend zu machen Stiftsdamen gefüllten Salon schon gar unerträglich langwas ist des Welt"-Lebens höchster Reiz, wenn nicht die und eine zweite Ehe einzugehen. weilig gefunden. Welchen Antheil konnten Männer von Kurmacher? Aber sonderbar: so sehr es mir behagte, Unterdessen von Liebe und Glück abgesehen war Geist und Wissen, Schriftsteller und Künstler, an den ewig von einer Schaar von Anbetern umgeben zu sein, keiner ich recht guter Dinge. Der Tanz, das Theater, der Puh: gleichen Erörterungen nehmen: bei wem gestern getanzt ob bei von ihnen machte einen tieferen Eindruck auf mich. an alledem fand ich lebhaftes Vergnügen. Dabei vernach- worden und bei wem morgen getanzt wird welche Es lag eine Schranke zwischen ihnen und mir, die lässigte ich weder meinen kleinen Rudolf, noch meine eigene Schwarzenberg, bei Pallavicini oder bei Hof 11 werden könnten; die Regierung ist vielmehr bereit, hiergegen Igepeitscht hat! Aber welches Wahlsystem soll an die Stelle im Etatsgesetz Garantien zu geben. Der Unterschied gegen die gesetzt werden? Ein solches, in welchem der Wille der in gesetzliche Einführung der zweijährigen Dienstzeit scheint darin telligenten Mehrheit des Boltes am besten zum Ausdruck zu bestehen, daß die Regierung die Möglichkeit behalten kommt. Diese intelligente Mehrheit sind natürlich die will, nach Ablauf der betreffenden Etatsperiode Nationalliberalen, wie die Bourgeoisie überhaupt, welche zu der jegigen Einrichtung auch einseitig zuWahlrecht der Arbeiter dem Bourgeois noch nicht so gefähr lich erscheinen läßt, die Wuth des Kapitalismus sich vornehmlich gegen das Koalitionsrecht. In Homestead Buffalo und Nashville find die Arbeiter durch das nimmersatte despotische Unternehmerthum mit beispielloser Insolenz herausgefordert und zum rüctehren zu tönnen, falls die thatsächliche zweijährige Stempelfälscherei, Rornwucher, Depotmarderei, RohlenWiderstand förmlich gepeitscht worden und die Dienstzeit sich nach der Meinung der Militärverwaltung nicht ringe und sonstige Ausbeuterstückchen mit solcher IntelliSache der Arbeiter ist eine so gerechte, das Handeln der bewähren sollte. Der Betrag der Mehrkosten, welche die neue genz" zu betreiben verstehen, daß sie das Buchthaus nur Kapitalisten mit ihren gemietheten Mordbanden- den Einrichtung bedingen soll, wird allerdings sehr hoch, noch ftreifen. Was die Bourgeoisie und insbesondere die natioPinkerton Landsknechten-so brutal, so schamlos, so bar höher, als vor einiger Zeit angegeben. Man nennt uns die nalliberale als die Vertretung der Intelligenz bezeichnet, allen Menschengefühls, so ins Gesicht schlagend allen RechtsSumme von achtzig Millionen Mart jährlich." wäre nur die Vertretung der scham- und ehrlosesten Gebegriffen, daß ähnlich wie in Frankreich die öffent- Das Einzige, was Werth hat an dieser Mittheilung", finnungslumperei und Volksausbeutung. Die Wahlrechtsliche Meinung auf Seiten der Arbeiter steht, und den der einzige thatsächliche Kern in diesem Phraſendunst ist reform, welche die Bourgeoispresse im Auge hat, soll den Kapitalismus für den schuldigen Theil erklärt. Und das die Ziffer von achtzig Millionen. Und wohl- plutokratischen Charakter des Landtags- und Gemeindewahlist eine Thatsache von außerordentlicher Bedeutung und gemerkt, nicht um eine einmalige Bewilligung in dieser rechts wie bisher wahren, nur ihn nicht so scharf in die Tragweite. Hat doch sogar ein bürgerliches Blatt, die Höhe handelt es sich, sondern um eine dauernde, all- Erscheinung treten" lassen. " Frankfurter Zeitung", einen Leitartikel über die letzten jährliche Mehrbelastung! % " aber schon die Nationalliberale Korrespondenz" in solche Wuth, daß sie schreibt: amerikanischen Streits( S. Nr. 237 vom vorigen Mittwoch) Der Rest ist Gefafel. Eine zweijährige Dienstzeit mit Nationalliberale Verfaffungstrene. Die Blätter mit den Worten geschlossen:" Die Union wird in ihrer Ausnahmen und mit dem Vorbehalt, daß die Militär- fast aller Parteien halten neben der Steuerreform in Jugendkraft den richtigen Weg selbst wieder finden. Auf behörden jeden Augenblick zu der alten Pragis zurück- Preußen auch eine Wahlreform für nothwendig. Die einjozialem Gebiete stehen uns jenseits des Ozeans noch kehren können, ist nicht einen Pfifferling werth. zige vernünftige Wahlreform wäre die Einführung des allmancherlei Ueberraschungen bevor. Die amerikanische Genug, der Aderlaß soll tommen. Ein richtiger gemeinen gleichen Wahlrechts. Der Gedanke hieran sett Riesenrepublit, welche heute ein Freistaat Aberlaß! Ein wahres Weißbluten! Will das deutsche der Kapitalmagnaten ist, wird entweder Volt still halten und sein Herzblut ruhig hingeben? sozialistisch sein, oder sie wird nicht sein." Das Reichsamt des Junern und die Cholera. sicherlich nicht diesen Satz niedergeschrieben, der die Ab- Der Reichs- Anzeiger"( Nr. 203 vom 29. August) bringt dankung der Bourgeoisie als staaat 3- folgende Mittheilung: erhalten be Klasse ausspricht. Leichten Herzens hat das demokratische Bourgeoisblatt # 7 s Die Frankfurter Beitung" hat Recht. Der Kapitalis mus richtet die Vereinigten Staaten zu Grunde, und sie können nur durch den Sozialismus gerettet werden. Was aber von der großen transatlantischen Republik wahr ist, das ist auch wahr von allen anderen Staaten, in welchen Der Kapitalismus herrscht. Der Kapitalismus, der in Frankreich das Attentat von Carmaux, in den Vereinigten Staaten die Mezeleien von Homestead, Buffalo und Nashville hervorgerufen hat, dem wir in England den Halbmillionenstreit der Kohlenarbeiter, in Deutschland die Bismarck- Fronde des Geldprozenthums verdanken, erkennt keinen anderen Herrn neben sich, der Staat ist ihm nur ein Werkzeug der absoluten Klaffenpolitik, die öffentliche Ordnung, das Gemeinwohl ein überwundener Standpunkt", das Gesetz ein Stück Papier, das er zerreißt, wenn es ihm nicht in den Kram paßt. So drängt Alles zu einem Konflikt zwischen Kapita lismus und Gesellschaftsinteresse; und nicht blos die Vereinigten Staaten von Nordamerika, sondern alle Kulturstaaten der Welt werden sich eines schönen Morgens vor das Dilemma gestellt sehn: sozialistisch sein oder nicht sein. Politische tebericht. Berlin, den 29. Auguft. Vollkommen findisch wenn bevorstehenden teterriform einige beutschfreistang Batter die Einführung des allgemeinen gleichen Reichstags- Wahlrechts für die preußischen Landtags- Wahlen verlangen. Sie thun es auch nur, weil sie ganz genau wissen, daß es ungeheuer billig ist, sich hier wieder einmal in liberal klingenden Redensarten Luft zu machen, weil doch kein ernsthaft zu nehmender Mensch sich auch nur auf eine Erörterung dieses Vorschlags einläßt. Mit dem Reichstags- Wahlrecht haben wir wahrhaftig so schlimme Erfahrungen gemacht, daß die Zahl derer, die es gern los fein möchten, mit jedem Tage zunimmt, bie Bahl derer, die es noch weiter ausdehnen möchten, fich auf etliche politische Kinder beschränkt. Warum fordert man denn nicht auch für die Stadtverordnetenversammlungen das allgemeine gleiche Wahlrecht? Von einem Berliner Rathhaus, wie es alsdann ausfähe, würden bald auch die radikalsten Fortschrittsmänner sich mit Schaudern abwenden. Wir wollen uns aber dieses Rütteln an der Verfassung merken. Wenn Jemand einmal seine Bedenken gegen das Reichstags- Wahlrecht äußert, wird er in der demokratischen Preffe fast als ein Verbrecher geschmäht. Die wichtigsten Grundlagen der preußischen Verfassung anzugreifen aber geziemt einem echten Vaterlandsund Freiheitsfreund. Wir wollen doch abwarten, ob von deutschfreisinniger Seite ernstlich der Antrag eingebracht werden wird, das Landtags- Wahlrecht in dieser Weise umaugestalten." Die Bundesregierungen find bekanntlich schon vor einigen Wochen durch den Reichskanzler ersucht worden, für den Fall des Ausbruchs der Cholera innerhalb des Reichs. gebiets mit denjenigen Maßnahmen vorzugehen, welche für diefen Fall in früheren Jahren aus Anlaß brohender Choleragefahr unter ihnen vereinbart worden waren und welche im Laufe dieses Sommers nach Maßgabe der inzwischen gemachten Erfahrungen einer Revision in einzelnen Punkten unterworfen worden sind. Das ungewöhnlich heftige Auftreten der Seuche in Hamburg und in seiner Nachbarschaft hat aber sowohl bei der Reichsverwaltung als auch bei den hauptbetheiligten Bundesregierungen das Bedürfniß hervortreten lassen, im Wege mündlicher Verständigung die gleichmäßige und schleunigste Durch führung aller jetzt unvermeidlich gewordenen Schuhmaßregeln nach jeder Nichtung hin sicher zu stellen. Zu dem Behufe ist am Sonnabend, 27. d. M., Abends, auf Einladung des Reichstanzlers im Reichsamt des Innern eine Kommission zusammengetreten, welcher Vertreter des Auswärtigen Amts, des ReichsEisenbahnamts, der kgl. preußischen Militär- Medizinalverwaltung, der betheiligten preußischen Ministerien und der Regierungen von Bayern, Sachsen, Württemberg, Heffen, Mecklenburg- Schwerin, Lübeck, Bremen und Elsaß- Lothringen beiwohnten. Für das Kaiserliche Gesundheitsamt waren außer dem Direktor die von Reichs wegen nach Ham- Aber findet die Nationalliberale Korrespondenz" nicht burg entfendeten Sachverständigen, Geheimer Medizinal in einer ganzen Reihe nationalliberaler Blätter den Hin rath Dr. R. Koch und Regierungsrath Dr. Rahts erschienen. weis auf die Nothwendigkeit einer Wahlrechts- Reform? Die Beschlüsse dieser Kommission haben mehrfach zu einer Ergänzung der früher vereinbarten Maßnahmen geführt und eine ft jede Abänderung des preußischen Landtagserfreuliche Uebereinstimmung in allen, weiterhin zu treffenden Wahlgesetzes nicht ein eben solches ütteln an Maßnahmen hervortreten lassen. Die Bevölkerung darf sich der Verfassung" als die Einführung des allgemeinen mit der Gewißheit beruhigen, daß vermöge des auf diesem gleichen Wahlrechts wäre? Wenn aber die Nationalliberale Wege festgestellten Einverständnisses der hauptbetheiligten Re- Rorrespondenz" hervorhebt, daß wenn Jemand seine Bedenken gierungen nunmehr aller Orten mit der größten Energie gegen gegen das Reichstags- Wahlrecht äußert, er in der die Seuche und ihre weitere Berbreitung vorgegangen werden wird. Demokratischen Presse fast als ein Verbrecher behandelt wird, Die Ergebnisse der Kommissionsberathungen werden unverweilt Das Molochspiel. Das Veriren und Verwirren wird tapfer fortgesetzt. Jeden Tag wechselt das Bild; und in jedem der Blätter, die sich zu dem Geschäft hergeben, wechselt zur Nachachtung der betheiligten Behörden und, soweit sie die vollständig verwirrt zu sein. Wer den Boden des gleichen zur Nachachtung der betheiligten Behörden und, soweit sie die so scheint der Rechtsbegriff des nationalliberalen Organs jeden Tag das Bild. Und der Frrwisch der zweijährigen Bevölkerung selbst berühren, aur allgemeinen Kenntniß ge- Rechts herstellt, beraubt Niemanden, entzieht ihm nur, was bracht werden." Dienstzeit" gaukelt wieder herum zum Gebrauch für ihm unrechtmäßig gewährt war. Wer aber an das allgemeine Diejenigen, welche nicht alle werden. Nicht obligatorische, Wahlrechtsreform. Daß infolge der Selbstabschäzung gleiche Wahlrecht taftet, will Millionen Menschen ihres aber fakultative zweijährige Dienstzeit das ist das neueste der plutokratische Charakter des Landtags heiligsten Rechtes berauben, sie gleichsam zur Sklaverei Schlagwort. Nicht gefeßlich, aber thatsächlich soll die zwei- Wahlrechts noch schärfer in die Erscheinung tritt, herabwürdigen. Bei der nationalliberalen Moral find freijährige Dienstzeit eingeführt werden. Sehr dicke und sehr meint das Bennigsen'sche Organ, der Hannover'sche lich alle wirklichen sittlichen Grundsäge ins Gegentheil verviele Bretter muß vor dem Schädel haben, wer sich so Kourier", sei nicht zu leugnen. Es seien hierüber Alle einig, kehrt, bei ihr ist nicht der Sklavenhalter, sondern der plump nasführen läßt. Die„ National- Beitung", die fich be- aber nur nicht darüber, wie die Wahlrechtsreform beschaffen Stlavenbefreier der Verbrecher. Wer im Deutschen Reich sonderen Vertrauens zu erfreuen und troß ihrer sonstigen sein solle. Für die Uebertragung des Reichstags- Wahl- am allgemeinen gleichen Wahlrecht rüttelt, proklamirt den Schwerfälligkeit, und langweiligen Bedanterie an dieser systems auf die preußischen Landtags- und Gemeinde Bürgerkrieg, daraus aber würde die Bismarc'sche Hurrahnichtswürdigen Fopperei besonderen Spaß zu haben scheint, wahlen find nur die Sozialdemokraten; die Sympathieen tanaille sich kein Gewissen machen, wenn sie nicht die Angst schreibt in ihrer gestrigen Nummer: für dasselbe, die gelegentlich in freifinnigen Blättern auf im Baume hielte. liberalen Blatt gefällt das allgemeine gleiche Wahlrecht Richter ein Dorn im Auge. Daß die Einführung der tauchen, seien nicht ernsthaft zu nehmen. Dem nationalDie Sonntagsruhe ist besonders Herrn Eugen Borlage nicht blos auf eine Vermehrung der Zahl der Dispositions- Urlauber herauskomme, sondern allen Infanteristen felbstverständlich nicht: mit geringfügigen Ausnahmen- zu Gute kommen Dieses Wahlsystem hat sich ebenso ungerecht und ver- Sonntagsruhe für viele Personen Unannehmlichkeiten im soll, wird uns mit der Hinzufügung bestätigt, daß es sich um nunftwidrig erwiesen, wie das Dreiklassen- Wahlsystem mangel- Gefolge hat, daß hie und da einige Einschränkungen im die thatsächliche Herabsetzung der Dienstzeit für die Fußhaft und verbesserungsbedürftig ist." Verkehr an Vergnügungs- und Erholungsstätten fallen truppen auf zwei Jahre handelt. Und zwar nicht bloß in der Den Erweis fieht das nationalliberale Blatt wohl tönnten, mag man wohl zugestehen, aber widerlich ist die Form der Dispositions- Beurlaubung, so daß die Mannschaften darin, daß dieses Wahlrecht das nationalliberale Gezücht, nörgelnde Art, mit welcher Herr Eugen Richter, blind gegen im Laufe des britten Dienstjahres auch wieder eingezogen dieses Sumpfgewächs, aus der Volksvertretung heraus- die bedeutende Kulturthat der Gewährung einer Sonntags„ Unsere Mittheilung, daß die thatsächliche bkürzung der Dienstzeit für die Fußtruppen in der MilitärPassionen Baronin Pacher einflößt, welche Partie Komteß setzend. Ich hatte mich ohnehin hierher zurückgezogen, um und so behagt mir die samstägliche Schwarmftunde durchBalffy ausgeschlagen, wieviel Herrschaften Fürst Cron befißt, ein wenig auszuruhen." aus nicht; ich muß Sie allein sprechen." was die junge Almasy für eine Geborene" sei, ob eine Und ich hatte mir die Ehre erbeten, Ihnen vorSie reizen meine Neugier." Sagen wir also morgen, sonst Niemand zu Hause sein." Festetics oder eine Wenkheim, und ob die Wentheim, beren gestellt zu werden, gnädige Gräfin, um ihnen eine Mittheilung austauschten zu machen." Dienstag, um die gleiche Stunde; ich werde für Sie und Mutter eine Khevenhüller gewesen u. s. w. u. s. w. Das war nämlich so der Stoff der meisten um mich herum geführten Unterhaltungen. Auch die geistvollen und unter- ernstes Gesicht. Er war überhaupt ein ernsthaft aussehender Ich blickte erstaunt auf. Der Baron machte ein sehr Eine Weile später kam mein Better Althaus vorbei. Er dankte mit einer Verbeugung und ging. richteten Leute, von welchen boch gar manche in unseren Mann- nicht mehr jung, etwa vierzig, mit einigen Ich rief ihn zu mir, ließ ihn an meiner Seite Platz nehmen Kreisen sich fanden- Staatsmänner und dergleichen Silberfäden an den Schläfen- im ganzen eine vornehme, und verlangte Auskunft über Baron Tilling. glaubten sich verpflichtet, wenn sie mit uns tanzender sympathische Erscheinung. Ich hatte mir angewöhnt, jeden ,, Gefällt er Dir? Hat er Dir solch tiefen Eindruck Jugend verkehrten, denselben frivolen und inhaltslosen Neuvorgestellten auf die Frage hin prüfend anzusehen: Bist gemacht, daß Du Dich gar so angelegentlich erkundigst? Er Ton anzuschlagen. Wie gerne hätte ich oft nach einem Du ein Freier?- würde ich Dich nehmen? Beide Fragen ist zu haben das heißt er ist noch ledig. Darum soll Diner mich in die Ecke begeben, wo ein paar unserer viel beantwortete ich mir in diesem Falle mit einem schnellen er aber doch nicht frei sein... Man munkelt, daß eine gereiften Diplomaten, beredten Reichsräthe, oder sonstige Nein". Es fehlte dem Betreffenden durchaus der sehr hohe Dame( Althaus nannte eine Prinzessin aus bedeutende Männer über bedeutende Fragen ihre Meinung verbindlich- anbetende Ausdruck, welchen alle jene anzunehmen regierendem Hause) ihn durch zarte Bande an sich fesselt aber das war nicht thunlich; ich mußte pflegen, die sich den Frauen mit sogenannten„ Absichten" deshalb heirathe er nicht. Sein Regiment ist erst seit schon bei den anderen jungen Frauen bleiben und die nahen; und die andere Frage fand schon durch seine kurzer Zeit hierher versetzt worden, daher hat man ihm Toiletten besprechen, die wir für den nächsten großen Uniform verneinende Erledigung. Ein zweites Mal würde noch nicht viel in der Gesellschaft begegnet auch iſt er, Ball vorbereiteten. Und hätte ich mich auch in jene ich keinem Soldaten die Hand reichen das hatte ich glaube ich, ein Feind von Bällen und dergleichen. Ich Gruppe eingedrängt, sogleich würden die eben geführten mir fest vorgenommen. Nicht nur aus dem Grunde, um habe ihn im adeligen Kasino kennen gelernt, wo er täglich Gespräche über Nationalökonomie, über Byron's Poesie, fein zweites Mal der schrecklichen Angst ausgefeßt zu ein paar Stunden verbringt, aber gewöhnlich im Lesezimmer über Theorien von Strauß und Renan verstuinmt sein und werden, den Gatten ins Feld ziehen zu sehen, sondern weil in die Zeitungen, oder mit unseren besten Schachspielern cs würde geheißen haben:" Ach, Gräfin Doyly!... gestern ich seither über den Krieg im allgemeinen zu Ansichten ge- in eine Partie vertieft. Ich war erstaunt, ihn hier zu auf dem Damen- Pique- nique haben Sie bezaubernd aus gesehen... und Sie gehen doch morgen zum Empfang bei langt war, in welchen ich unmöglich mit einem Krieger hätte treffen da jedoch die Hausfrau seine Kousine ist, so exflärt sich seine kurze Erscheinung auf dem Ball- er ist der russischen Botschaft?" auch schon wieder weg. Nachdem er sich von Dir empfohlen, sah ich ihn fortgehen." * * Erlaube, liebe Martha," sagte mein Vetter Konrad Althaus,„ daß ich Dir Oberstlieutenant Baron Tilling vorstelle." Ich neigte den Kopf. Der Vorstellende entfernte sich und der Vorgestellte blieb stumm. Ich faßte dies als eine Aufforderung zum Tanze auf und erhob mich von meinem Gif mit gerundet aufgehobenem linken Arm, bereit, ihn auf Baron Tillings Schulter zu lehnen. Verzeihen Sie, Gräfin", sagte jener mit einem flüchtigen Lächeln, das blißend weiße Zähne aufdeckte,„ ich tann nicht tanzen." „ Ah so desto besser", antwortete ich, mich wieder übereinstimmen können. er Hast Du ihn noch mehreren anderen Damen vorOberstlieutenant von Tilling machte von meiner Aufforderung, sich neben mich zu sehen, keinen Gebrauch. " Ich will Sie nicht lange belästigen, Gräfin. Was ich Ihnen mitzutheilen habe, paßt nicht in ein Ballfest. Ich geſtellt?" wollte mir nur die Erlaubniß erbitten, mich in Ihrem Hause einzufinden können Sie mir gnädigst einen Tag und eine Stunde bestimmen, wann ich Sie sprechen darf?" " Ich empfange an Samstagen zwischen zwei und vier." Dann gleicht an Samstagen zwischen zwei und vier Ihr Haus vermuthlich einem Bienenstock, wo die Honigträger aus- und einfliegen" " bilden, daß Du es ihm von weitem angethan, und er des " Nein, nur Dir. Aber darum mußt Du Dir nicht einhalb verlangte, Dich kennen zu lernen: Rönnen Sie mir nicht sagen, fragte er mich, ob eine gewisse Gräfin Dogky, geborene Althaus vermuthlich mit Ihnen verwandthier anwesend ist? Ich muß mit derselben sprechen. Sa, antwortete ich, auf Dich zeigend, dort in jener Ecke auf dem Sopha- im blauen Kleide." Ah, die? Scien Und ich als Königin in der Zelle sige, meinen Sie- Gie so gut, stellen Sie mich vor." Was ich denn bereits willigst that, ohne zu ahnen, daß ich Dich dadurch um ebensowenig als Honig, Deine Ruhe bringen würde." das ist ein recht hübsches Kompliment." Komplimente mache ich nie ruhe, jebe Kleinlichste und spießbürgerlichste Beschwerde be nutt, um gegen die Sonntagsruhe Bresche zu schießen. Mit Genugthuung erfüllt es ihn, daß die Ausführungsverordnungen betreffend die Sonntagsruhe der Industrie und des Handwerks noch nicht erlaffen find. Aus der Willfährigkeit Ser Regierung gegen die Industriebarone schöpft er die Hoffnung, auch die Bestimmungen der kaufmännischen Sonntagsruhe ließen sich noch zurückrevidiren. Ein Wohlthäter der Menschheit. Seinem Vater Alfred Krupp hat deffen Sohn, der Geheime Kommerzien rath Friedrich Krupp ein Denkmal gesetzt, dessen Enthüllung geftern gefeiert wurde. Die telegraphische Meldung von biefem großen Ereigniß wird selbstverständlich der ganzen Bourgeoisie Anlaß zur Feier des Kanonenkönigs geben, zumal der Geheime Kommerzienrath aus den den vielen Millionen, die er aus dem Arbeiterschweiß erworben, eine halbe Million zur Errichtung von Wohnungen für die bei ihm alt und invalid gewordenen Arbeiter bestimmt hat. Und aus welcher segensreichen Thätigkeit stammt der Krupp'sche Reichthum? Lebten wir nicht in einem christlichen Staate, würde man die Kanonenfabrikation gerade für kein beson ders ehrenvolles Gewerbe ansehen, mit dessen Betrieb man Reichthümer und Denkmäler erwürbe. Der Papst ist die einzig mögliche schiedsrichterliche Juftanz in Europa bei Entzweiungen der Völker, schreibt die ultramontane Rölnische Volkszeitung". Bum biesjährigen internationalen Friedenskongreß bemerkt fie: " Ein Schiedsspruch bei Kriegsfällen durch ein aus Abgeordneten aller Nationen bezw. aller Parlamente zusammengefeßtes Romitee ist ein Unsinn, und die Vollstreckung eines folchen Schiedsspruches desgleichen. Die ganze Agitation soll auch nur dazu dienen, um nach den Worten Adriano Lemmi's, des Hauptes ber italienischen Freimaureret, in der Ideale der menschlichen Berbrüderung zuzutreiben", mit andern Rivista Massonica von 1891-" bie Bolter unserm großen Worten, um die lehten Biele der Freimaureret, den Sturz von Thron und Altar, zu fördern." Wir nehmen weder den Friedenskongreß" noch die Freimaurerei" sehr ernst, den Papst aber als europäischen Schiedsrichter finden wir schon mehr als heiter. Internationaler Buchdruckerkongreß und inter nationaler Friedenskongreß. Die in Zürich erschei nende Arbeiterftimme" schreibt:" In Bern tagen die Vertreter der europäischen Buchdruckerverbände, um über die Gründung eines internationalen Buchdruckerverbandes und deffen Thätigkeit zu berathen. Wir entbieten den Männern der revolutionären Schwarzkunft aus Deutschland, Desterreich, Ungarn, Holland, Belgien, England, Frankreich, Spanien und Italien unsere herzlichsten Grüße und wünschen ihren Arbeiten besten Erfolg. Neben dem internationalen Buchdruckerkongreß tagt in Bern auch der internationale Friedenskongreß. Für die Verwirklichung des Friedens wird viel gethan sein, wenn es den Buchdruckern gelingt, durch Schaffung eines internationalen Bundes ein Bruderband uni alle europäischen Buchbruckarbeiter zu schlingen. Der Friede wird nur kommen, wenn er vom arbeitenden Volle erzwungen und durch internationale Organisation des Proletariats verbürgt wird. Die internationale Arbeiterorganisation der Sieg der Sozialdemokratie die Austilgung der Ausbeutung die Austilgung der Ausbeutung bes Menschen durch den Menschen das ist der Friede." Dem allgemeinen Friedenskongreß ist jetzt die parlamentarische Friedenskonferenz gefolgt. Der Buchdruckertongreß tagt noch. Ein Telegramm über denselben besagt: Der seit dem 25. August hier tagende internationale Buchdruckerkongreß, bei welchem die meisten Länder Europas vertreten find, beschloß die Errichtung einer ständigen Zentralftelle in Bern, welche bei Ausständen eine Steuer ausschreiben und eine tägliche Unterstützung bis zwei Franks pro Mann bewilligen kann. bes Leiters der Autorite" nichts Neues; in Wahrheit aber bestätigen sie vieles, was bisher nur vermuthet wurde; und auch für die Arbeiterpartei sind sie von Interesse, da bekanntlich feiner Zeit die Ansichten über den Charakter der boulangitischen Bewegung und über die gegen fie anzuwendende Tattit innerhalb der französischen Sozialdemokratie sehr getheilt waren. Neues wird durch Herrn Granier aus( nicht: von) Caffagnac allerdings nicht enthüllt". Daß Boulanger blos geschäfte. Am 11. Juni fuhr er mit dem deutschen| Dampfer Hertha" von Flensburg nach Korför. Als an dem Schiffe vor Svendborg ein dänischer Dampfer passirte, der eine Gesellschaft dänisch gesinnter Nordfchleswiger an Bord hatte, die einen Ausflug nach Fühnen machte, wintte Soimart nebst einigen anderen Dänen jener Gesellschaft, was diese mit jubelnden Hochrufen auf Dänemark und mit dem Abfingen dänischer Nationallieder erwiderte. Soimark wandte sich darauf in erregtem Zone an einen neben ihm stehenden deutschen Herrn, zu bem er nach seiner gericht ein Werkzeug aller reaktionären, der Republik feindlichen lichen Aussage geäußert haben will, es sei doch schändlich, Elemente war, und daß diese sich über die moralischen und daß diese Leute, die so gern Dänen sein möchten, dies nicht geistigen Eigenschaften ihres Reklamegözen ebensowenig dürften." Etwas anderes will Hoimark nicht gefagt haben. Illusionen hingaben, wie unsere deutschen Schienenflicker Der von ihm angeredete Herr war Graf Coronini- Cronberg, über die ihres Bismarck, das sind„ olle Kamellen", und ist der österreichische Militär- Attache in Kopenhagen. Dänische schon oft von uns gesagt worden. Es schadet aber nichts, Chauvinistenblätter entblödeten sich nicht, den Grafen sofort wenn es wiederholt wird. Man kann dem Volk nicht als Denunzianten hinzustellen. Wenn nun in der Frankfurter oft genug zeigen, aus welchem Stoff seine Gözen" gemacht Beitung" mitgetheilt wird, Graf Coronini- Cronberg habe in dem Blatte Politiken" die Erklärung abgegeben, daß er nicht find. der Angeber sei, so ist dies nicht richtig. Der Graf hat einen Aus Frankreich schreibt man uns: Das Programm Reporter der Politiken" empfangen und demselben die ge wünschten Aufklärungen gegeben. Danach hätte Hoimark nach der possibilistischen Fraktion der französischen Sozialdemo dem ihnen begegnenden Schiffe eine Kaiser Wilhelm betreffende kratie enthält ebenso wie das deutsche Parteiprogramm die ( hier nicht wiederzugebende) Bemerkung hinübergerufen, die ihn, Forderung des Volksreferendum 3. Auf den Vorden Grafen sehr unangenehm berührt hätte, denn es sei doch der schlag von Paul Brousse haben die Pariser Gruppen Gipfel von Tattlosigkeit, eine Beleidigung gegen den deutschen der Fraktion kürzlich beschlossen, dies demokratische Prinzip Raiser an Bord eines Schiffes auszustoßen, auf dem sich viele in ihren eigenen Reihen zur Anwendung zu bringen, um Deutsche befanden und auf dessen Mast die deutsche Flagge den Uebelständen des bisherigen Abstimmungssystems abe wehe." Der Graf stellte in Abrede, daß er der Angeber ge" " Einen dunkelen Ehrenmann" können wir den Herrn Grafen nicht nennen, denn als Graf ist er nicht dunkel und als Denunziant kein Ehrenmann. Der größte Schuft im ganzen Land"- den Rest des Verschens mag der Herr sehen.-1008191015-901 Graf sich selbst vorsingen und dabei in den Spiegel wesen, daß er aber, als Zeuge vernommen, der Wahrheit zuhelfen. Bisher wurde immer nach Gruppen abgestimmt; gemäß ausgefagt habe. Deutsche Blätter in Nordschleswig da dieselben aber von sehr verschiedener Stärke find, je enthalten heute die gerichtsfeitige Anweisung, den p. Hoimark, nachdem sie mehr oder weniger Arbeiterquartieren angehören, falls er deutschen Boden betritt, sofort zu verhaften. so tam es öfter vor, daß die Majorität der Gruppen nicht die Majorität der Parteimitglieder vorstellte. Von jetzt an wird also jede Gruppenabstimmung auf Verlangen der Mitglieder statutenmäßig der nächsten Generalversammlung der Partei zur Annahme oder Verwerfung unterbreitet. Diese Maßregel kennzeichnet sehr gut den durch und durch demo79097ratischen Geist der Pariser Arbeiter. Ein französischer Bergarbeiter Rongreß Die Reife in Italien. Die Geldverlegenheiten und wird vom 28. September bis zum 4. Oktober in Ricamarie sonstigen Schwierigkeiten der Regierung sind so groß, daß( Departement der Loire) tagen. Ein Bezirtssie sich entschlossen hat, die Wahlen schon einen Monat Arbeiterkongreß in Albi( Südfrankreich) hat, früher als ursprünglich geplant war, nämlich im Oftober, einem Telegramm zufolge, beschlossen, in einen allgemeinen vorzunehmen. Wie arg die Verwirrung ist, das erhellt aus Ausstand einzutreten, falls die Forderungen der Arbeiter nachstehendem Bericht nationalliberaler, also für den Dreis von Carmaux nicht innerhalb 14 Tagen bewilligt sind. bund schwärmender Blätter: Der Ausdruck allgemeiner Ausstand" bedarf näherer Erflärung. " Im Laufe des Herbstes werden bekanntlich in Italien Neuwahlen zum Barlament stattfinden. Einen Vorgeschmack von dem Wirrwarr, den diese Wahlen hervorrufen werden, hat man in diesen Tagen bekommen, wo im 4. Wahlkreis der Stadt Rom, für den verstorbenen Finanzminster Ellena ein Erfahmann gewählt wurde. Es hatten sich verschiedene Bes werber gemeldet, aber angesichts der Programmlosigkeit der Regierung und des Parlaments war es schwierig, vorher zu 15 Parteinachrichten: fagen, für welchen die Wähler sich entscheiden würden. Am meisten Wahrscheinlichkeit hatte der Bruder des ver Zur Handlungsgehilfen Bewegung in Leipzig. Das storbenen Abgeordneten, der Oberst Ellena, der denn auch Häuslein Kaufleute, das sich hier der modernen Arbeiterbe.pegung richtig gewählt wurde. Vor dem Tode seines Bruders hatte angeschlossen hat, wird jetzt die Agitation und die Organisation die Welt nie etwas von ihm gehört; noch weniger waren unter den Kaufleuten und deren Hilfsarbeitern, sowie der weibfeine politischen Ansichten bekannt gewesen. Acht Tage hatten lichen Angestellten energischer betreiben. Die Genossen, die sich genügt, um ihn zum Wahlkandidaten und Politiker zu machen. in der Freien Vereinigung der Raufleute" zusammengefunden Wie das zugegangen, darüber giebt sich kaum Jemand Rechen haben, wissen wohl, welch großes und schweres Stück Acbeit sie schaft. In einem Briefe, der als eine Art Programm ver- auf sich laden, aber sie wissen auch, daß sie einen guten Geöffentlicht wurde, erklärte er sich als Anhänger der Linken", fährten und Kampfesgenossen haben: den großen Nothstand, das als ob damit etwas Bestimmtes gesagt wäre. Aber er wurde immer größer werdende Elend im Handelsgewerbe. Der erste Angewählt, weil er der Bruder seines Bruders war, welch lauf gegen den Indifferentismus der Kaufleute wurde bereits Letterer allerdings ein gutes Andenken hinterlassen hat. Das vor 2 Jahren unternommen. Damals fand die erste öffentliche ist aber nichts mehr und nichts weniger als eine Form von Bersammlung statt, die sehr stürmisch verlief und wegen au großen parlamentarischem Feudalismus und zeigt, wie Bärmes aufgelöst wurde. Seit diefer Beit geschah bis in die gegenwärtig hier zu Lande die politische Bewegung angefehen legten Monate wenig und garnichts. Die Unthätigkeit mag ihren wird. Daß er sich als Anhänger der Linken bekannte, ift be- Grund darin haben, daß einige leitende Personen gemaßregelt greiflich, weil einmal heute alle von der Linken sein wollen, wurden und sich nach auswärts wenden mußten. Neuer und dann weil diese Bezeichnung einem die Mühe erspart, Dings regt es sich aber fich aber wieder. Die Freie Ver mit Ideen herauszurücken, die schwer zu finden wären, wo einigung" hatte zu vorigem Freitag eine öffentliche Berdoch das Land, das Parlament, die Regierung selber feine fammlung einberufen, in der Genosse Türk- Berlin referiren aufzuweisen haben. Goethe's Spruch von dem Wort, das sollte. Da es sich um eine öffentliche Vereinsversammlung zur rechten Beit sich einstellt, wo die Begriffe fehlen, paßt handelte, behielt der Vorstand die Leitung in Händen. Die wohl auf nichts so treffend, als auf den gegenwärtigen inner- Antisemiten hatten bereits Bettel ausgegeben, auf welchen das zu politischen Zustand Italiens. In Ermangelung thatsächlicher wählende Bureau genannt war, und als sie faben, daß der Ideen werden die alten verrosteten Begriffe von der Rechten Berein die Leitung der Versammlung in Händen behielt, vollEine bet den hiesigen Gerichten eingeleitete Untersuchung und der Linken aufgetischt. Es fehlt nicht an Stimmen, führten sie einen nicht zu beschreibenden Spektakel. Artikulirte wegen Majestätsbeleidigung des deutschen Kaisers hat ein ge welche dies aufrichtig bedauern und ihrem Wunsche Ausdruck Laute hörte man gar nicht, nur ein wüftes Indianergeheul war wiffes Aufsehen erregt und wird besonders auf den Bierbänken geben, daß an Stelle der vagen Begriffe richtige Barteien auf- vernehmbar. Ein Führer der Antisemiten sprach zur Geschäftseifrig diskutirt. Da theils mangelhafte, theils unrichtige Mittauchen möchten. ordnung und verlangte Bureauwahl, worauf der Borsihende dem theilungen über die Sache ihren Weg auch in die deutsche Der parlamentarische Feudalismus", über den hier Herrn auseinandersetzte, daß dies nicht nöthig sei, and das Genossen Türk Presse gefunden haben, sei hier der Thatbestand in Kürze geklagt wird, ist das eigenste Wert des Liberalismus, der dem ertheilte zu seinem registrirt. Der Angeschuldigte heißt Hoimart, war früher in allen Ländern, wo er die Herrschaft erlangte: in Frank- Vortrage: Die Verkürzung der Arbeitszeit im HandelsBierreisender der Tuborger Brauereien und treibt jetzt Agentur- reich, England und Deutschland, einen solchen Bustand einEine dunkle Geschichte. In einer Korrespondenz der Kreuz- Zeitung" aus Kopenhagen heißt es: Male." Ja, er spricht ein wunderschönes Deutsch." Natürlich alles ist wunderschön an ihm." Althaus stand auf. Jetzt habe ich gerade genug. Erlaube, daß ich Dich Deinen Träumen überlasse; ich will versuchen, mich mit Damen zu unterhalten, welche" Wort gewerbe". Als Redner beginnen wollte, trat die vom Verband deutscher Handlungsgehilfen" und vom„ Reformverein" beorderte Sprengkolonne in Funktion; noch ehe der Referent das erste Wort gesprochen, löfte der überwachende Beamte die Verfammlung auf. Die Arbeiter fangen die Marseillaise und die Teutschen" fingen ihr Rauflied an: Deutschland, Deutschland über Alles". So ist alfo der Wunsch der Königlichen worden, welche durch den Rechten") gleich energisch entgegen. Zum Glück ist die Leipziger Beitung" erfüllt bekannten offiziellen Polizei- Berichterstatter be" geführt, oder einzuführen versucht hat. In Italien tamm So sprich doch keinen Unsinn, Konrad meine Ruhe Wandel geschaffen werden nur durch das allgemeine Wahlist nicht so leicht zu untergraben. Tilling? was ist das recht und durch die Theilnahme der Arbeiter an der Refür eine Familie?- ich höre den Namen zum ersten gierung des Landes. Und dem Einen wie dem Andern treten die herrschenden Parteien( die Linken" wie die " Aha, Du giebst nicht nach... Ist das ein Glücks Ist das ein Glücks mensch! Ich habe mich durch volle drei Monate mit Auf- Logit der Thatsachen stärker als der Wille der Menschen. genugsam in ihrer Mittwochsnummer für für die Sprengung wand aller meiner Bezauberungskräfte in Deine Gunft ein Dank der gräulichen Mißwirthschaft geht das italienische reits zuschleichen versucht vergebens. Und dieser talte Oberst- Bolt zu Grunde, wenn es sich nicht selbst hilft der der Versammlung Stimmung machte. Intereffant ist es, wie das amtliche Blatt die Radauhelden in Schutz nimmt. Lieutenant denn er ist talt und fühllos, laß Dir das ge- Dreibund heischt mehr und mehr Opfer das Volk ist Derselbe Polizei- Berichterstatter fagt, er hätte es den Handlungsfagt sein- fam, fah und fiegte. Was, Tilling' für eine unfähig, mehr aufzubringen. Und eine Ratastrophe kommt gehilfen verübelt, wenn sie nicht Radau gemacht hätten. Das ist Familie fei, fragtest Du? Ich glaube preußischen Ur- so sicher, als das italienische Bolt fortbestehen wird.-. fo recht die Art und Weise die Leipziger Zeitung", da wo sie sprungs doch war schon sein Vater in österreichische die antisemitische Meute auf die Sozialdemokratie heten fann, Dienste getreten feine Mutter ist auch Preußin Du Paris wird uns geschrieben: Konservative und christliche Verschwörer. Aus ist sie stets bereit, mit einem giftigen Gsch! gsch!" den Staat zu retten. Kommt ihr aber dieselbe Meute ins konservative Krautmußt seinen norddeutschen Accent bemerkt haben." " Für die guten Bürger, welche ihr Land von einer Horde feld, so spielt sie die Entrüstete, die wohl von antisemitischen befreien wollen, die dort schon zu lange lagert, find alle Flegeleien spricht. Die Versammlung ist also geMittel gut." Diese Worte, welche eine hochverrätherische sprengt worden und die Helden des Tages" dürfen fich für Verschwörung entschuldigen sollen und gegen die liberale einige Zeit Muth zusprechen, auch für die Folge so heldenhaft" Bourgeoisregierung der französischen Republik gerichtet sind, zu kämpfen. Wir können aber den Leuten heute schon verrathen, ftammen nicht etwa von einem gottlosen Sozialdemokraten, daß die Taktik auf Seiten der Angreifenden geändert werden fondern von dem Vorkämpfer für Thron und Altar, Herrn wird und es dürfte nicht allzu lange dauern, so haben sich genug Paul de Cassagnac. Derselbe, durch den Abfall des anständige Angehörige des Kaufmannsstandes zusammengefchaart, Marquis de Breteuil von der Sache der Monarchie die mit der Unterstützung der Leipziger Arbeiterschaft in die aufs Höchste entrüstet, fühlt sich bemüßigt, mit Ent- Wildniß" eine Bresche schießen werden. hüllungen über die boulangistische Bewegung, die er im Verein mit dem Marquis und noch vier andern Basel. Am Sonntag, den 4. September, feiert der deutsche Monarchisten geleitet haben will, aufzuwarten. Wie er ver- Arbeiterverein Basel sein 60jähriges Stiftungsfest, verbunden mit fichert, ist die wahre Geschichte des Boulangismus der Deffent Fahnenweihe. Dasselbe besteht in einer Volksversammlung am lichkeit noch vollständig unbekannt, troß allen Broschüren und Nachmittag, in welcher Genosse Dr. Rüdt, Heidelberg, die Fest Büchern, die man schon über den Gegenstand geschrieben rede halten wird, und einem Konzert am Abend. Freunde und hat. Alles war jener สิน Zeit, wenn man Paul Genossen find freundlich eingeladen. 60 Jahre reichen Wirkens de Cassagnac glauben darf, von ben Katholiken und liegen hinter uns, viele harte Stürme hat der Verein überdauert, Monarchisten mit Methode und Klugheit kombinirt und mit bis er zu seinem heutigen Standpunkt, zum Sozialismus ge Energie ausgeführt in der Abficht, die Republit zu stürzen. tommen. Wer die Geschichte der deutschen Vereine in der Schweiz Eine Boltsbewegung", schreibt der monarchistische Führer in fennt, weiß, welchen Wandlungen dieselben unterworfen waren. feinem Blatte, der Autorité", war zum Vorschein gekommen, Möge fommen was da wolle, wir werden treu und fest zur ber Boulangismus. Wir bemächtigten uns derfelben, um sie zu Fahne des Proletariats halten und soweit es in unseren Kräften leiten. Boulanger und seine Bande waren nur Werkzeuge in steht mithelfen den Schlachtruf zu verwirklichen: unferer Hand." Man wollte sich dieser Leute bedienen, um die republikanische Regierung unter Anwendung aller Mittel hinwegzufegen; und wäre das hauptsächlichste Werkzeug nicht wie schadhafter Stahl unter ihren Händen zerbrochen, so ver fichert de Caffagnac, war's um die Republit geschehen. Die liberale Preffe thut zwar so, als sagten ihr die Enthüllungen" " genug." Dich wunderschön finden. Solche giebt es wohl Ich verließ den Ball zu früher Stunde. Meine Schwestern tonnten unter den Schuhe Tante Maries noch bleiben und mich hielt nichts zurück. Die Lust am Tanzen war mir vergangen, ich fühlte mich ermüdet und sehnte mich nach Einsamkeit. Warum?... Doch nicht, um ungestört an Tilling denten zu können?... Es scheint doch so da ich noch um Mitternacht die rothen Hefte mit Eins tragung der oben angeführten Gespräche bereicherte und Betrachtungen daran knüpfte, wie folgt:„ Ein intereffanter Mensch, dieser Tilling.. Die hohe Frau, die ihn liebt, denkt jetzt wahrscheinlich an ihn... oder vielleicht niet er in diesem Augenblick zu ihren Füßen und sie ist nicht so allein allein wie ich. Ach, jemand so recht innig lieben zu können... es müßte nicht eben Tilling seinich kenne ihn ja nicht... Nicht um Tilling beneide ich die Prinzeffin, aber um ihr Verliebtsein. Und je leidenschaftlicher, je wärmer sie ihm zugethan ist, desto mehr beneide ich fie." ( Fortsetzung folgt.) * " Unfer die Welt troß alledem!" Sozialdemokratischer Wahlverein Für den Inhalt der Juferate über für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, den 30. Auguft. Opernhaus. Der fliegende Holländer. Schauspielhans. Donna Diana. Leffing- Theater. Der Lebemann. Kroll's Theater. La Traviata. Berliner Theater. Der Hüttenbefizer. Rendenz- Theater. Denise. Versammlung am Dienstag, den 30. Auguſt 1892, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Paster, Neue Königstr. 7. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Wolf über: Die Grundübel in der heutigen Gesellschaft und ihre Beseitigung durch die Sozialdemokratie." 2. Diskussion. 3. Wahl der Vertrauensleute. 4. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein 386/5 Achtung, Töpfer! Bei dem Töpfermeister Hellmuth Hennig, auf dem Bau in der Königsbergerstraße und Elbingerstraße haben die Kollegen die Arbeit niedergelegt wegen 10proc. Abzug vom Lohntarif. Zuzug ist streng_fern zu halten, auch nach dem Bau Müllerstr. 162. H. Hoffmann. Rixdorf. Dienstag, den 30. Auguft 1892, Abends 8 Uhr: Friedrich- Wilhelmäädt. Theater. für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Versammlung des Sozialdemokratischen Vereins ,, Vorwärts" Der Zigeunerbaron. Thomas- Theater. Ein Spiegel. Ottend Theater. Das Stieftind des Proletariers. Bellealliance Theater. Auftreten fämmtl. Spezialitäten. Adolph Ernst- Theater. Fräulein 3. Feldwebel. Adolph Ernst- Theater. Letzte Woche! Fräulein Feldwebel. Gesangsposse in 3 Akten Don Ed. Jacobsohn und W. Mannstädt. Musik von G. Steffens. Anfang 72 Uhr. DE Morgen: Dieselbe Vorstellung. Der Sommergarten ist geöffnet. Dienstag, den 30. August, Abends 8 Uhr: Versammlung in Nagel's Salon, Schwedterstraße Nr. 23. Tagesordnung: 1. Medizinischer Vortrag des Stadtv. Dr. Zadek. 2. Diskussion. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. 4. Fragekasten. Gäste willkommen. 424/12 Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung der Buchbinder sowie aller in Album-, Leder-, Karton- und Papierfabriken beschäf. Arbeiter am Mittwoch, 31. August, Abends 812 Uhr, bei Mundt, Köpnickerstr. 100. Tagesordnung: 439/20 im Lokale des Herrn Hoffmann, Bergstr. 133. Tagesordnung: 1. Die Arbeiter im Kampfe mit dem Kapital. 2. Diskussion. 3. Vereinss Angelegenheiten, Gäfte haben Zutritt. 107/20 Achtung, Maurer. Der Vorstand. Die Geburt des 2. Sozialdemokraten zeigen hocherfreut an 1757b Gustav Döring und Frau. Unserm Freund G. Schmidt, gen. Allen Mitgliedern des Vereins zur Wahrung d. Interessen d. Maurer Nulpe- Piepenhagen, zum heutigen Wiebaß unser Mitglied und freuer Kollege Gustav bleibt's bei 26 5. A. R. Berlins u. Umgegend zur Nachricht, genfeste ein dreimal donnerndes Hoch! H. Carl Schulz am Sonntag, den 28. d., nach langem, 1. Die Wahlen zum Gewerbegericht. Referent: B. Jost. 2. Auf- schwerem Proletarierlerden gestorben ist. stellung von Kandidaten. 3. Bericht der Delegirten zur Streit- Kontrollkommission. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 1. September, Nachm. 5 Uhr, vom Urban Krankenhause aus nach dem Bappel- Allee, statt. Der Einberufer. = Sonnabend; ben 8. Sept.: Johannisthal- Nieder- Schönweide- Adlershof. Friedhof der freireligiösen Gemeinde, Dienstag, den 30. August, Abends 8 Uhr, Zum 1. Male: Die wilde Madonna. Gesangsposse in 3 Atten v.Leon Treptow. Mufit von G. Steffens. G. Görss. 6. Göran, Svit neuen Deforationen Grosse Volksversammlung und Kostümen. für Männer und Frauen Viktoria- Brauerei. in der Borussia Brauerei" zu Nieder: Schönweide. Lützow Straße 111/112. Im Konzertgarten resp. Saal) " = Zages Ordnung: 1. Staatssozialismus. Ref.: Genosse Karl Hoffmann. 2. Diskussion. ( außer 3. Berichterstattung der Lokalkommission. Läglich Sonnabends): 498/15 Um rege Betheiligung bittet Ich bin von der Reise zurückgekehrt Dr. A. Blaschko, Friedrichstr. 104a u. Köpnickerstr. 102. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, 429/7 Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10 Der Vorstand. Todes- Anzeige. Unser treu bewährter Rollege, der Maurer Carl Schulz, 429/8 Stempel! Vereins- Abzeichen. H.GUTTMANN Stempel-, *( Schablonen-, SchilderFabrik Berlin N., Brunnenstr. 9. * Stempel! Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung statt. Um ist am Sonntag, den 28. August cr., Gravirung von Inschriften etc. Der Vertrauensmann. Stettiner abreiches und pünktliches Erscheinen ersucht früh 82 Uhr, nach viermonatlicher, schwerer Proletarier- Krankheit gestorben. Die Beerdigung findet am Donnerstag, 5 Uhr, vom Sänger Arbeiter- Bildungs- Schule.ban- strantenhaus aus nach dem FriedStets wechselnd. Programm. 8 Anfang 3 Uhr. Lehrplan für das III. Quartal 1892. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pig. Die Stunden fallen wie bisher Wochentags Wochentagsbillets à 40 Pf.( S. Plakate.) 81 bis 10% Uhr Abends. PassagePanopticum. montag Blaue Grotte ittwod). Neu! Dienstag * do. mit Wasser, Kähnen u. Donnerstag * Beleuchtungseffekten. do. Neu! Eine Kriminal= geschichte in sieben lebensgroßen Gruppen. Castan's Freitag. do. Sonnabend Montag Dienstag * do. Mittwoch Panoptikum. Donnerstag Freitag. Geöffnet von 9 Uhr Morgens Sonnabend bis 10 Uhr Abends. • Nordschule. Müllerstr. 179a. . Buchführung. Geschichte( mittl.). Deutsch( ob.). Rechnen. Deutsch( mittl.). Chemie. . Deutsch( unt.). Physiologie. Ostschule. Markusstr. 31. Buchführung. Physiologie. Deutsch( mittl.). Rechnen. Geschichte( mittl.). . Deutsch( unt.). von Südschule. Hagelsbergerstr. 48. Deutsch( ob.). Deutsch( mittl.). Geschichte( neu). Rechnen. Buchführung( doppelte). Deutsch( unt.). Südost- Schule. Reichenbergerstr. 133. Rechnen. Deutsch( mittl.). Mathematit. Deutsch( ob.). Geschichte( alt). Deutsch( unt.). Buchführung. Die mit* bezeichneten Stunden werden mit Benutzung der DoppelRäume ertheilt. Für alle vier Schulen: an jedem Sonntag Vormittags 10-12 Uhr: Gratweil's Bierhallen National- Dekonomie in den„ Armin- Hallen", Kommandantenſtr. 20. Rommandantenstraße 77-79. Täglich: Auftr. d. GermaniaKonzert- u. CoupletSänger. ( Damen u. Herren.) Wochentag frei. Sonntag Entree 30 Pf. Gr. Frühstüdis- n. Mittagstisch, 3wei Säle zu Bersammlungen und Vergnügungen, sowie 6 Billards, 3 Kegelbahnen. F. Sodtke. Feen Palast Burgstr. 22, neben der Börse. Wieder- Eröffnung Sonnabend, den 3. Sept. 1892. Moabiter Gesellschaftshaus, Täglich: Gr. Konzert, Theater Alt- Moabit 80/81. und Spezialitäten. Anfang 4 Uhr. 2289L Entree 30 Pfg. Hellmuth Peters. Das größte Brot In alle Lehrfächer mit Ausnahme Buchführung- tönnen noch Schüler und Schülerinnen eintreten. Allee, statt. Gemeinde PappelKollegen, die dem Verstorbenen die letzte Ghre erweisen wollen, bitten wir, um die angegebene Zeit am Krankenhaus Urban sich einzufinden. J. A.: Der Vertrauensmann der Maurer Berlins und Umgegend. Wilhelm Garbe. Todes- Anzeige. oldwaaren billiger wie in jedemLaden. Ketten, Broches, Armbänd., Ohrringe, Modallions, Shlipsnadeln, Ringe etc. Massiv goldene Trauringe 1 Dukaten 11 Mk., 1% Duk. 16 Mk., 2 Duk. 21 Mk., 14 karätig v. 6 MK, 8 karätig von 4 Mk. an. Specialität: RemontoirUhren Uhren in Nickel v.9 Mk., Silber v. 14 Mk.an Gold. Dam.- Remontoir v.22,50 M. an Regulateure v. 10 M., Standwecker v. 2,50 M. an. Das Mitglied der Freien Hilfe- Garantie: 2-5 Jahre. Reparaturen gut u. sehr billig. kasse der Maurer. Stuckateure 2c. Carl Schulz Georg Wagner 63 Oranienstr. 1832 L ist am Sonntag, den 28. August 1892, Nahe Moritzplatz. Bitte auf Haus- No. zu achten. früh 81/2 Uhr, nach viermonatlicher fchwerer Krankheit gestorben. 229/18 Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 1. September, Nachm. 5 Uhr, nach dem Friedhof der Freireligiösen Gemeinde, Pappel Allee, vom UrbanKrankenhaus aus statt. Mitglieder, die dem Verstorbenen die lette Ehre erweisen wollen, bitten wir, um die angegebene Zeit am Krankenhaus Urban sich einzufinden. Die örtliche Verwaltung. J. A.: Wilhelm Roll. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß mein guter Mann und unser Vater, der Maurer 429/9 Carl Schulz Sophabezüge! Refte in Rips, Damast, Granit, Plüsch u. bunt. Stoff, pottbillig. Emil Lefèvre, Oranienstr. 158. Proben franko! Empfehle mein Geschäft in friscaen Blumen und Kränzen. 533 L Robert Meyer, Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. NB. Um häufigen Irrthum zu ver meiden, bitte ich meine Freunde und Gen offen, genau auf meine Adresse zu Die Zahlung der Beiträge und Aufnahme neuer Mitglieder fann an enbftehenden Zahlstellen, deren je eine auch in jeder Schule errichtet ist, erfolgen. Dafelbft wollen auch die Theilnehmer und Theilnehmerinnen am nach langem, schwerem Krankenlager achten. unterricht ihre Schulharten einlösen. Beitrag mindestens 25 Pf. monatlich, am Sonntag, den 28. August 1892, Schulgeld monatlich 50 Pf. An den mit bezeichneten Zahlstellen sind auch früh 81/2 Uhr, gestorben ist. Billets zur Urania à 25 Pf.( welche lettere dann nur noch eine Nachzahlung von 25 Pf. bedingen) gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches zu haben. Tie Zahlstellen find folgende: S. Südschule, Hagelsbergerstr. 43, * Börner, Rifterstr. 108. Gründel, Dresdenerstr. 116. Klein, Schönleinstr. 6. SO. Südostschule, Reichenbergerstr. 133. Kehr, Röpnicferstr. 126. * Schulz, Admiralstr. 40 a. Ulrich, Wrangelstr. 84. Zubeil, Naunynftr. 86. Schayer, Reichenbergerstr. SW. Grube, Mariendorferstr. 10. * Fafforke, Junkerstr. 1. Goepel, Raybachstr. 1. * Antrick, Steinmetzftr. 60. Flick, Simeonstr. 23. 0. Ostschule, Markusstr. 31. A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. E. Böhl, Frankfurter Allee 74. Radke, Krautſtr. 48. 489/7 " Lock, Friedrichsbergerstr. 11. Tempel, Breslauerstr. 27. C. * Berndt, Alte Schönhauferstr. 18. Wernau, Roſenſtr. 30. N. Nordschule, Müllerstr. 179a, Krause, Pappel- Allee 3/4. Abraham, Straßburgerstr. 5. * Gleinert, Müllerstr. 174. Gnadt, Brunnenstr. 38. Kleinau, Gartenstr. 171. Lehmann, Brunnenstr. 83. Schmidt, Tresckowstr. 24. Thierbach, Schwedterstr. 44. Raabe, Ruppinerftr. 42. * Scholz, Raftanien- Allee 35. NO. * Gumpel, Barnimstr. 42. Drescher, Linienſtr. 50. NW. * Vogtherr, Stephanstr. 27a, Voss, Lübeckerstr. 8. Der Vorstand. Bock- Brauerei. Empfehle den Die Beerdigung findet am Donners tag, den 1. September, Nachmittags 5 Uhr, vom Krankenhause Urban nach dem Friedhof der Freireligiösen Gemeinde, Pappel- Allee, statt. Die trauernden Hinterbliebenen. Frau Schulz nebst Kindern. Danksagung. KRONEY 1000 GARN YARDS Bestes Nähgarn! Doberstein, Allen Freunden, Bekannten und Genossen für die liebe und schöne Kranzspende am Grabe meines unvergeßlichen Mannes, ganz besonders Herrn Franz Mariannenstr. 31/32, Industrie- Hallen Gleinert und Herrn Pregenau nebst empfiehlt seinen neu renovirten Saal, Frau für die große Liebe und Auf- 300 Personen faffend, welcher noch einige opferung den wärmsten Dank. Es war Sonnabende zu vergeben ist. Balsam für mein zerrissenes Herz; auch 17586 Dank dem Herrn J. A. Lisezinski für Männer- Gesangver. die umsichtige, selbstlose Aufopferung bei der Besorgung zur Beerdigung; derfelbe hat mir viel Mühe, Gänge und Geldkosten erspart. Frau Kindler nebst Rindern. Die Mechaniker Paul Krause, Richard Gänsehals, Emil Haffelbarth, Weiße Rose", Reinickendorferstr. 25 b. Scheffler, nahe der Schulstraße, sucht Mitglieder. Stimmbegabte Herren fönnen sich jeden Donnerstag v. 9-11 Uhr Ab. melden. 495/17 J. A.: Der Vorstand. Rheinländischer Tunnel. Genannt: ,, Die fidele Nagelkiste". Berlin N., Elsasserstrasse No. 73, neben dem königl. Leihamt. hierselbst, werden hierdurch aufgefordert, Neu! Das Gänsespiel. Neu! 2882L ihren ihnen wohlbekannten Verpflich aus neuem Roggen, ca. 4%, Bfb. 50 pr. großen Garten nebst 2 großen Sälen Pf. Hausbackenbrot, nahrhaft u. wohl schmeckend, ca. 51/ s ẞfd. f. 50 Pfg., liefert bie Bäckerei Prenzlauer Allee 4. zu Vergnügungen und Versammlungen. August Thiedemann, Dekonom. 15 eine Gans! vergangenen Lohnbewegung der Mecha- Einen Prachtvollen Regulator extra nifer Berlins gegenüber nachzukommen. gratis! Rudolf Ziegler, Waldstr. 36. Näheres die Plakate und im Lokal Bertrauensmann der Berl. Mechanifer. 2864L] H. Schultze( mit'n 5.) Verantwortlicher Redakteur:( J. B.) Max Held in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW Beutbitraße 2. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 202. Dienstag, den 30. Angnst 1892. 9. Jahrg. Don der Cholera. Dem Kaiserlichen Gesundheitsamt wird amtlich gemeldet, daß in Hamburg am 27. August 128 Erkrankungen und bb Todesfälle, am 28. August 445 Erkrankungen mit 182 Todesfällen an Cholera stch ereigneten. _ In Altona zählte man am 27. August 22 Erkrankungen nnt 11 Todesfällen, am 28. August(von Mittag bis Mitternacht) 17 bezw. 9, in Kiel am 27. August 1 bezw. 1. sonst im Regie- rungs-Bezirk Schleswig: Elsdorf 1 bezw. 1. Elmshorn 1 bezw. 1, Blankenese 1 Erkrankung, Hemme am 23. August 1; im Regierungsbezirk Lüneburg: Harburg am 27. August 2 bezw. 1, in A l t e n w c r d e r mehrere Erkrankmigen mit 3 Todes- fällen, in Ehestorf 1 Erkrankung, in Oelsen 1 Erkrankung. I» Lauenburg kamen am 23. August 4 Erkrankungen, 1 Todes- fall vor. in Schwarzenbeck 1 bezw. 1. In Perver, Regierungsbezirk Magdeburg, Kreis Salzwedel, erkrankte am 28. August 1 Person; in B e r l i n starb eine Frau an demselben Tage. Im Großherzogthum Oldenburg starben am 23. August zu D e l m e n h o r st 2. im Großhcrzogthum Mecklenburg-Strelitz starb am 28. August in Priegert eine Person. In allen diesen Fällen scheint es sich um Einschleppung ans Hamburg zu handeln. In Hamburg sind am Freitag. 26. August. 416 Personen an der Cholera erkrankt und 156 Personen gestorben. Am Sonnabend, 27. August, wurden bis Mittags 12 Uhr 123 Per- soncn als erkrankt und 55 als gestorben gemeldet. Ter Straßen- verkehr ist, wie„W. T. B." berichtet, erheblich stiller geworden. I» ollen Kirchen haben am gestrigen Sonntage aus Anlaß der die Stadt heimsuchenden Epidemie Bittgebete stattgefunden. Am Sonnabend wurden aus einigen Häusern sämmtliche Mitglieder einer Familie nach den Lazarethen verbracht. Zum Transport der Leichen, wozu die vorhandenen Leichenwagen nicht ausreichten, werden jetzt auch große Möbelwagen benutzt. In der Stadt bilden sich zahlreiche Hilfsvereine, von denen zur Zeichnung von Geldbeiträgen aufgefordert wird. Die Krankheit scheint sich von der Hafengegend mehr nach dem Innern der Stadt und nach dem Landgebiet zu verpflanzen, während am Hafen eine Abnahme der Seuche bemerkbar ist. Regierungsrath Dr. Rahts vom Kaiser- lichen Gesundheitsamt ist nach Berlin zurückgekehrt. In 20 Turn- hallen der Stadt und der Vorstädte sind Tesinsektionsapparate ausgestellt zur unentgeltlichen Desinfektion von Kleidern und Betten. Daselbst werden auch Mittel zur Desinfektion von Wohnungen gratis verabfolgt. Die Bahnhöfe sind von Ab. reisenden überfüllt. Am gestrigen Sonntage erhielten Vergnü- gungsreisende nach Harburg weder aus der Eisenbahn noch auf Dampfschiffen Fahrbillets. Die unterclbische Eisenbahn hatte sämmtliche Sonntags-Sonderzüge vom Fahrplan abgesetzt. Die Haniburger Bürgerschaft ist auf heute zu einer Extrasihung ein» berufen um einen dringlichen Antrag des Senats auf Bewilligung von Geldmitteln für außerordentliche Maßregeln zur Bekämpfung der Cholera zu berathen. Die Polizei hat alle Lustbarkeiten, an denen eine größere Menschenmenge theilnimmt, sowie Versamm- langen verboten; bei Beerdigungen ist es dem Leichengefolge nicht gestattet, das Haus, in dem die Leiche liegt, zu betreten. Die Schulen sind geschlossen. In Harburg wurden am Sonnabend 2 Erkrankungen an Cholera konstalirt: bei einem Arbeiter und einein Handwerks- burschen, welche aus Hamburg gekommen sind. Beide wurden im Krankenhause auf's Strengste isolirt. In Altona find vom Freitag zum Sonnabend 32 Personen an der Cholera erkrankt und 15 gestorben. Tanzmusiken waren dort wie in Hamburg gestern untersagt. In Altona sind die Schulen noch nicht geschlossen, aber fast leer. In WandSbeck sind am Sonnabend 7 Erkrankungen und 4 Sterbefälle, in dem benachbarten H i» s ch e n s e l d e 2 Erkrankungen und 1 Todesfall an asiatischer Cholera vorgekommen. Die Schulen in Wandsbeck wurden geschlossen. In Hinschenfelde wird eine Baracke erbaut. In Kiel wurden der Polizeibehörde bis Sonnabend Mittag 4 Cholerafälle, sämmtlich ans einer Haniburger Familie, ge- meldet; hiervon starben eine Frau und ein Kind. In Bremen sind bis heute, Montag. 13 cholera- verdächtige Personen in das Lazareth eingeliefert worden. Bei acht von ihnen wurde die asiatische Cholera fest- gestellt. Eine davon ist bereits gestorben. In den übrigen Fällen ist die Untersuchung noch nicht beendigt. Wie„D. B. H." aus Oldenburg meldet, ist in Delmen- Horst eine aus Hainburg dort eingetroffene Frau an Cholera er- krankt, nachdem ihr Kind vorher daran gestorben war. In H a l l e a. S. sind, wie unter dem heutigen Datum ge- meldet wird, in die Jsolirbaracke der königlichen Universitätsklinik zwei cholera verdächtige Kranke eingeliefert worden, darunter ein aus Hamburg Zugereister. In Antwerpen stellte die Medizinalkommission 21 Er- kranlungen und 9 Todesfälle an Cholera fest. Bisher sind nur Matrosen und Schiffsleute davon ergriffen. Die Kommission behauptet, die Krankheit sei durch das Schiff.St. Paul" aus Havre eingeschleppt. In Amsterdam starb heute wahrscheinlich infolge von Cholera ein Heizer des von Hamburg hier eingetroffenen und bei Ainuiden in Quarantäne liegenden Schiffes„Urania". In Paris sind dem„Gaulois" zufolge am Sonntag etwa 20 Cholerakranke in die Pariser Krankenhäuser eingeliefert worden. Dr. Peter erklärte auf ein an ihn gerichtetes Interview, die a s i a t i s ch e Cholera sowohl wie die Cdolora nostras seien gleichzeitig in Paris"aufgetreten und kämen daselbst gleich- zeitig vor. Die Epidemie sei in einein Asyl in Nanterre ent- standen. In Havre sind am Sonnabend 45, am Sonntag 71 Per- sone» unter cholcraartigen Erscheinungen erkrankt. Davon sind am Sonnabend 13, gestern 25 Personen gestorben. Die Temperatur hat sich merklich abgekühlt. In L e Maus sind bis heute drei Cholerafälle gemeldet worden. Wie aus St. Petersburg, 23. August gemeldet wird, ist nach amtlicher Mittheilung die Cholera nunmehr auch im Gouvernement L u b l i n aufgetreten; es erkrankten daselbst bis zum 26. d. M. 14 Personen, 7 starben. Am 26. d. M. erkrankten beziv. starben in den Gouvernements S s a m a r a 1129 bezw. 521, Ssaratow 339 bezw. 121 Personen, im Dongebiet er- krankten am 26. und 27. d. M. 823 und starben 556 Personen. In Kronstadt sind am 25. d. M. keine Erkrankungen und keine Todesfälle infolge von Cholera mehr vorgekommen. Aus L o n d o n. 29. August, meldet„W. T. B.": Die Frau, welche in dem Stadtviertel Lambeth am Freitag von der asiatischen Cholera befallen sein sollte, leidet in Wirklichkeit an einer anderen Krankheit.— Bon dem vor Gravesend in Quarantäne liegenden Hamburger Dampfer„Gemma" ist ein weiterer Cholerakranker ausgeschifft worden.— In Glasgow wurde bei z w e i von Hamburg kommenden kranken Auswanderern in einem Hotel garni die Cholera konstatirt; sie wurden ins Hospital geschafft, während die anderen Aus- Wanderer der Beobachtung unterstellt wurden.— Nachrichten aus M id d l e b o-ro u g h zufolge ist dort ein englischer Matrose von einem aus Hamburg angekommenen Dampfer an der Cholera gestorben. Ueber Choleragefahr und Nbsperrungsmaß- regeln wird berichtet: In Braunschweig ist wegen der Choleragefahr das Sedanfest verboten worden. Die Badeverwaltung von H e i l i g e n d a m m hat be- schloffen, von Hamburg, Altona und anderen von der Cholera infizirten Orten ankommende Fremde nicht auf- zunehmen. Wie„W. T.-B." aus Westerland(Sylt) meldet, werden auf Anordnung der Behörde sämmtliche dort landenden Reisen- den auf ihren Gesundheitszustand untersucht. Zugleich ist eine Gesundheitskommifsion ernannt worden, welche die sorgfältigste Handhabung aller sanitären Vorschriften überwacht. Kopenhagen. 28. August. Nach amtlicher Feststellung ist bis heute Abend 9 Uhr kein Fall von asiatischer Cholera hier vorgekommen. Vormittags wurde ein ver- dächtiger Kranker in das Epidemie-Hospital eingebracht; die Untersuchung konstatirte aber, daß es sich nur um Cholerine handelte. Wien, 23. August. Der„Wiener Zeitung" zufolge hat die Regierung die Einfuhr und Durchfuhr von Hadern, alten Kleidern, altem Tanwerk, gebrauchter Leibwäsche, gebrauchtem Bettzeug, ferner von frischem Obst, Gemüse, Fischen, ausgenommen in Blechbüchsen, und rohen Thierprodukten aus Hamburg und Altona verboten. Die Statthalterei von Böhmen und die Landesregierung von Schlesien sind von dem Minister des Innern ermächtigt, bei Annäherung der Cholera an die österreichische Grenze vorerst in den Eisenbahn-Grenz- stationen mit direktem Anschluß an Deutschland, sodann auch in den Grenzstationen ohne Schienenanschluß an Deutschland ärzt- liche Revisionsstationen für Reisende und Gepäck zu errichten und eventuell die Reisenden auf den Grenzübergangsstraßen strenge zu überwachen. Rom, 27. August. Durch eine heute veröffentlichte Ver- ordnung wird die Einfuhr von Lumpen, gebrauchten Kleidern und Bettzeug, soweit sie für den Handel bestimmt sind, aus Rußland, der europäischen Türkei, Frankreich und Deutsch- land verboten. Athen, 27. August. Für Herkünfte aus Hamburg ist eine elftägige Quarantäne ab 24. d. M. angeordnet. In Frankreich unterliegen alle aus deutschen Häfen ankommende Schiffe bis nach vollständiger Desinfektion der Quarantäne. Vnvkeinnrkivilhkcn. Leipzig. Lassalle-Feier. Unter großer Betheiligung der hiesigen arbeitenden Bevölkerung fand am gestrigen Sonntag die Laffalle-Feier statt. Dieselbe war arrangirt worden: für die Altstadt im Pantheon, für den Ostbezirk in beiden Gasthöfen in Paunsdorf, für den Südbezirk in der Goldene» Krone in Conne- mitz, für den Westbezirk im Weißen Roß in Knautkleeberg und für den Nordbezirk im Goldenen Helm i» Eutritzsch. Mit 15 999 Festtheilnehmern ist die Zahl jedenfalls nicht zu hoch gegriffen, denn es war ein Wogen und Drängen auf den zu den Festlokalen führenden Straßen. Der lVerlauf war überall ein vorzüglicher; Nur aus Paunsdorf wird über eine Szene berichtet, die durch den Uebereifer des Obergendarms entstand. Die allgemeine gute Laune mochte ihm schlechte Laune beigebracht haben und so sprach er die fürchterlichen Worte aus: er werde dafür sorgen, daß bei den nächsten Festen nicht nur mehr Gendarmerie, sondern auch Militär reqnirirt werde. Die Genoffen setzten ihm auseinander, daß sie sich auch dann nicht in der Abhaltung ihrer Feste stören laffcn würden. Abends zogen die Festtheilnehmer heim, die Kinder mit Lampions. Die lange» Züge rother Lampions machten einen imposanten Eindruck.— Bemerkt sei noch, daß die Polizei den Vertrauensmännern verboten hatte, Entree zu erheben. Eine Festrede war nur im Pantheon gestattet. woselbst Genosse R ö t h i n g über das Leben und Wirken Laffalle's sprach. Alles in Allem kann das Fest— den Verhältnissen entsprechend— als durchaus gelungen bezeichnet werden. *• Polizeiliches, Gerichtliches ic. — S t a ß f u r t. Unser Parteigenosse Aug. Heine-Halber- stadt wurde wegen Beleidigung zu 299 M. Geldstrafe verurtheilt, weil er einen Gendarm seitwärts angesehen hat. Genosse Julius Große, welcher im Zuhörerraum des V e r h a n d l u n g s s a a l e s anwesend war und eine rothe Uhrkette trug, wurde dieser halb zu 3 Tagen Haft verurtheilt und sofort inhastirt. Uolrnlev. Der Qberprasident der Provinz Brandenburg bringt zur öffentlichen Kenntniß, daß er für den Stadtkreis Berlin nach Anhörung des Magffirats vom 1. Januar 1893 ab als Geld- betrag für den gewöhnlichen Tagearbeiter festgestellt habe: 1. Für mannliche Personen über 16 Jahren 2,79 M., 2.„ weibliche.. 16„ 1,59„ 3.„ männliche. unter 16„ 1,39„ 4.„ weibliche„, 16„ 1,99„ Die vorstehenden Sätze bilden von dem angegebenen Zeit- punkte ab den Maßstab, nach welchem bei der Gcmeinde-Kranken- Versicherung(§ 4) das Krankengeld(§ 6) und die Versicherungsbeiträge(8 9) und bei den eingeschriebenen und sonstigen Hilfs- kassen ohne Beitriltszwang(8 75), von der Gemeindc-Kranken- Versicherung und von der Verpflichtung einer nach Maßgabe der Vorschriften des Gesetzes errichteten Krankenkasse mit Ausnahme der Knappschaftskassen beizutreten, befreit sein sollen, das Krankengeld den in den betreffenden Gemeinden beschäftigten Personen zu gewähren ist. Der erste Fall der asiatischen Cholera in Berlin ist nunmehr amtlich und zwar durch die Cholerakommission, welche Sonnabend Abend um 6 Uhr im Reichsamt des Innern zu- sammentrat, konstatirt worden. Die an der asiatischen Cholera Erkrankte ist die Gastwirtbsfran Marie Frohnert aus Hamburg, dortselbst am 19. März 1852 gebore». Die F. erkrankte sofort nach ihrer Ankunft in Berlin, wohin sie mil ihrem Gatten ge- flüchtet, in einem Hotel der Louisenstraße. Die Erkrankung der F. ist jedoch keine lebensgefährliche, die Patientin be- findet sich, wie wir auf unsere Anfrage erfahren, im Kranken- hause Moabit, wohin sie mit ihrem Gatten gebracht wurde, auf dem Wege der Besse r-ung. Die Gefahr einer Weiterverbreitung der Seuche durch diesen Fall ist aber nicht vorhanden, eine Uebertragnng des Anstecknngsstoffes hat nicht staUgesunden, alle Persouen, welche mit der Erkrankten in Berührung gekommen, sind sofort in Quarantäne genommen und es ist bis jetzt noch kein zweiter Fall der Cdolsra asiatica konstatirt worden. Trotzdem haben die Behörden geglaubt, den Bewohnern der Stadt Berlin die Meldung des Auftretens der Cdolera asiatica nicht vorenthalten zu dürfen und an den Anschlagssäulen sind amtlicherseits Verordnungen und Verhaltungsmaßregeln während der Cholerazeit erlassen werden. Auf Beschußfasfung der Cholerakommission wird eine sanitäre Kontrolle der Häuser Berlins von Montag ab stattfinden, und zwar durch die Polizei; überall, wo sich Miß- stände in gesundheitlicher Beziehung geltend machen, soll sofort Abhilfe geschaffen werden. Das Polizeipräsidium hat einem Industriellen Hierselbst, welcher beabsichtigte, eine söge- nannte„Hausapotheke" gegen die Cholera in Handel zu bringen, den Vertrieb dieses Artikels veir boten, da die Behörde annimmt, daß etwaige Käufer eines solchen mit Medikamenten zweifelhafter Art gefüllten Wandschränkchens bei vorkommendem Cholerakrankheitssall unterlassen dürften, die Hilfe eines Arztes in Anspruch zu nehmen und dadurch der Weiterverbreitung der Seuche Vorschub geleistet werden könne. Ein Gerücht, welches von einem zweiten Fall asiatischer Cholera wiffen wollte, bestätigt sich glücklicherweise nichtl Am Sonnabend Abend erkrankte der 52 jährige Arbeiter Stolze Straußbergerstr. 7a unter choleraverdächtigen Erscheinungen. Ein Arzt war in der Nacht nicht aufzutreiben(?) und so erhielt St. erst am Sonntag Mittag ärztliche Hilfe; dieselbe kam leider zu spät, gestern Nachmittag" um 4 Uhr verstarb der Patient, bei welchem Brechdurchfall konstatirt wurde. Die Leiche ist gestern Morgen nach dem Schauhause geschafft, das Haus Straußberger- straße 7a auf polizeiliche Anordnung gründlich desinfizirt worden. Die Hausbesitzer werden bei der jetzigen Choleragefahr im„Grundeig." zur peinlichsten Sauberkeit in Haus und Hof aufgefordert. Auf den Höfen ist oft nicht Alles, wie es sein sollte. Insbesondere ist Seitens der Hausbesitzer und ihrer Ver- treter daraus zu achten, daß die Spulwässer nicht in die Hof- brunnen oder in deren Nähe ausgegossen werden. Ebenso sollte jeder Hausbesitzer die sorgfältigste Desinfektion der Müllkästen, der Hofklosets und Pissoirs, wie überhaupt die Reinhaltung der Höfe und Flure aufs Strengste überwachen. Der Wahlverein für den dritten Wahlkreis hielt die Laffallefeier am Sonntag im Seeschlößchen zu Friedrichshagen ab. Die meisten Theilnehmer erschienen erst des Nachmittags. Etwa 799 Personen füllten das lieblich am Müggelsee gelegene Lokal, welches aufs Reichste mit rothen Flaggen dekorirt war. Bis zum allgemeinen Ltaffeekochen, das natürlich auch hier nicht fehlen durfte, amüsirte sich Jeder auf seine Weise. Daraus ging es gemeinschaftlich in den Wald, wo gespielt wurde. Sanges- geübte Genoffen, Mitglieder verschiedener Bereine des Arbeiter-Sängerbuudes, ließen die schönsten der Arbeiterlieder ertönen, selbstverständlich solche bevorzugend, die dem Manne gewidmet sind, dessen Andenken das Fest galt. Unter Trommel- klang— ein Tambourkorps hatte sich ebenfalls eingefunden— und Gesang trat man dann den Rückzug nach dem Lokal an, um den Leib zu stärken. Mittlerweile senkte sich der Abend herab, das nöthige Dunkel für den Kinder-Fackelzug verbreitend. Voran das Korps der Trommler, zogen die Kleinen, verstärkt durch einige sehr große Kinder, mit ihren Pappfackel», die ein röthliches Licht über den Garten ergoffen, durch denselben und machten dann in der Glashalle Halt. Genosse Braunschweiger hielt hier eine kurze, kernige Ansprache, in der er aus die Bedeutung des Tages hin- wies und mit welcher er sich hauptsächlich an die Kinder wandte. Nachdem die Sangesbrüdcr noch einige Lieder zum Besten ge- geben, trat Muse Terpsichore, welche die Tanzlustige» schon während des ganzen Nachmittages im Saale vereint hatte, voll in ihre Rechte. Um l9Ve Uhr hatte das harmonisch verlaufene Fest sein Ende erreicht. Ein Hoch auf die internationale Sozial- demokratie, nach gemeinschaftlichem Gesänge der Marseillaise, gab das Zeichen zum Ausbruch. Die Lassalle-Feier, welche vom sozialdemokratischen Wahl- verein für den sechsten Berliner Reichstags-Wahlkreis am 27. d. M. veranstaltet worden war, hatte sich trotz Cholera und Brechdurchfall und trotz Sonnabend einer regen Betheiligung zu erfreuen und verlief in ungetrübtester Weise. Der gewählte Fest- ansschuß hatte Alles aufgeboten, die Feier zu einer wohl- gelungenen zu gestalten und alle Theilnehmer zu befriedigen. In Ermangelung eines ausreichenden gemeinsamen Festlokales waren unter Berücksichtigung der einzelnen Bezirke des Kreises vier Lokale gewählt worden zur Abhaltung der Feier und zwar„Zum Schult- heiß"(früher„Eiskeller"),„Moabiter Gesellschaftshaus", Knebel (Gesundbrunnen) und„Jägerhaus"(Schönhauser Allee). Die Gärten und Säle dieser Lokale waren den Tendenzen des Festes entsprechend mit Fahnen und Emblemen ic., sowie der Bedeutung des Tages entsprechend mit Lorbeerkränzten Lassalle-Büsten sinn- reich geschmückt. Begünstigt vom besten Wetter, waren die Frauen mit den Kinder» schon Nachmittags zahlreichst zum „Familien-Kaffeekochen" eingetroffen und genoffen den braunen Trank und das Gartcnkonzert mit Behagen und Vergnügen, während die Männer der Arbeit erst zu späterer Abendstunde an ihre Erholung denken konnten. Die Hauptanziehungskraft übte der„Schultheiß"(Eiskeller) aus. Dieses Lokal war seit seiner jetzigen Umgestaltung zum ersten Male Arbeiterzwecken dienstbar, erhielt somit durch die Laffalle-Feier eine würdige Weihe und hatte im Bewußtsein dieses ein besonders festliches Kleid angelegt. Saal und Garten waren aufs reichste geschmückt. Hier hatte auch das Vereinsbanner seinen Ehrenplatz er- halten. Ernst und mahnend begrüßte es an der Eingangspforte die tausende Proletarier, welche kamen und den großen Garten in feiner ganzen Fassungskraft füllten. Auch das„Moabitcr Gescllschaftshaus" hatte sich eines Besuches von mehreren Tausend Personen zu erfreuen, und waren die kleineren Lokale,„Knebel" und„Jägerhaus", ebenfalls ent- sprechend besucht. Das gebotene Programm war ein recht reich- haltiges. Konzert, Theater, Spezialitäten. Gesangsvorträge, lebende Bilder und Tanz waren wohl geeignet, den einzelnen Geschmacksrichtungen Rechnung zu tragen. Daneben fehlte es nicht an sonstigen Belustigungen aller Art. Elf Gesangvereine halfen das Fest verschönen, und zwar die Gesangvereine„Nord", „Kaiserscher Männerchor",„Glück zu",„Hilaritas",„Gesund- brunner Männerchor",„Maiglöckchen",„Unverdrossen",„Nord- stern",„Stcinnelke",„Vergißmeinnicht" und der„Steinmetzen". Im„Schultheiß" hielt der Abgeordnete des Wahlkreises, Wilhelm Liebknecht, die Festrede. So war, wie gesagt, seitens des Festausschusses Alles aufgeboten worden, die Feier zu einer ivürdigen zu gestalten. Ohne des Ausschusses daznthun indessen sorgte der neckische Zufall dafür, daß es auch an der höchst nothwendigen, manchen Leuten höchst begehrens- werthen„Explosion" nicht fehle. Abends ging nämlich ein kurzer Regenschauer hernieder, so daß sich ein starker Andrang nach dem Saale bemerkbar machte. Mitten in diesem Gedränge ertönte plötzlich ein großer Krach, die anwesenden Polizeiagenten witterten bereits„Dynamit"— doch ach! es war wieder einmal Nichts! Ein Händler mit rothen Kinderballons war mit seiner lnftigew Woare einer Gasflamme zu nahe gekommen, die Ballons explodirten und bildete somit dieser Zwischenfall des Festes später zu schließen, sowie die beiden Erholungspausen um 9 und| denen eine lange Strafe in Aussicht steht, plöglich die Flucht. eigentlichen Knalleffekt". 11 Uhr um je 5 Minuten zu verkürzen. Bum besseren Verständniß Sie müssen sich beim Anblick des menschenleeren Korridors ver üblich ist, erit 5 Minuten nach 7 Uhr beginnt, um eine fort- hinunter, die er soeben pafsirt hatte, der Zweite entledigte sich fei erwähnt, daß der eigentliche Unterricht, wie auch anderwärts ständigt haben, Giner wandte sich rückwärts und eilte die Treppe währende Störung durch zu spät kommende, weil fernwohnende seiner Pantoffeln und eilte den Korridor entlang. Er gewann Rinder( die Haidestraße hinter dem Lehrter Bahnhof z. B. gehört auch den Ausgang und eilte die Paulstraße herunter, verfolgt noch zum Schulbezirk der Schule in der Stromstraße) zu ver- von dem Gerichtsdiener. Es begann eine wilde Jagd. Der meiden. " Der Verein der in der Buch, Leder- und Papier Industrie thätigen Arbeiter und Arbeiterinnen hielt in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag ein gemüthliches Beisammensein mit Tanz ab, das sich auch zu einer fleinen Lassallefeier gestaltete. Gegen 2 Uhr Morgens hielt Herr Niese eine kurze Ansprache, in welcher er die Bedeutung Lassalle's für Der frühere Schulfchluß um 12 Uhr ist aber nöthig, um ein Flemming- und Melanchthonstraße bis zur Calvinstraße und hier Die Arbeiterbewegung hervorhob. Fräul. M. Müller trug dann zusammentreffen beider Geschlechter, welche die Schule besuchen, erit wurde er von einem Arbeiter gestellt und festfgehalten, bis das Gedicht Karl Buffe's dem Todten" vor, worauf der Buch in dem einzigen Ausgange des Schulhauses zu verhüten. Der der verfolgende Gerichtsdiener athemlos herangekommen war. binder- Männerchor das mit dem Refrain Hoch, Ferd. Laffalle!" 3weck dieser Verfügung, die so plöglich mitten im Semester auf Der zweite Flüchtling war inzwischen im Gebäude selbst einem schließende Lied intonirte. Hierauf hatte Fidelitas wieder das taucht, welcher offenbar nur der sein kann, in übereifriger Weise Aufseher gerade in die Arme gelaufen. Derartige Fluchtversuche die infolge der Hiße ausgefallenen Stunden schleunigst nachzus wiederholen sich in letzterer Zeit auffallend häufig. Zu unserer Notiz Richter Lyuch", welche von zwei bolen, erscheint uns um so verwerflicher, als es gerade bei der drohenden Choleragefahr dringend nöthig wäre, die Pausen, die Prügelszenen in der National- Brauerei" handelte, wird uns jetzt den Kindern nach stundenlangem Stillefigen in heißer, stictiger von den Vertretern der genannten Brauerei mitgetheilt, daß der Luft einige dürftige Bewegung und das Verzehren ihres Früh eine Arbeiter um deswillen Prügel bekommen haben soll, weil er in eine Steilerei, welche ihn nichts anging, durch einen Spatenstücks in frischer Luft gewähren, eher zu verlängern, statt sie in hieb aktiv eingriff, worauf sich die bis dahin Streitenden gegen ungerechtfertigter Weise zu verkürzen. ihn wandten und ihn verwalkten. Der zweite Geprügelte foll Wort. " aber dadurch zu seiner Portion ungebrannter Asche gekommen Rosnic, welcher Teltowerstr. 33 bei Fröhlich wohnte und in dem Verschwunden ist seit dem 25. d. M. der Buchhalter Eduard sein, daß er Streit begann und Kunden der Brauerei beschimpfte. Speditionsgeschäft von Witte, Lindenstr. 20, mit einem MonatsDaß die Miffethäter auf das Romtoir gerufen und fie dort Ginkommen von 150 M. angestellt war. Seit längerer Zeit hatte durchgehauen wurden, wie in unserer Notiz behauptet wirder immer wieder von der Absicht gesprochen, sich das Leben nehmen das bestreitet die uns gewordene Buschrift nicht. Gerade darüber zu wollen, so daß man sich schließlich daran gewöhnt hatte und wäre aber eine Auskunft erwünscht gewesen. man auch jezt noch nicht weiß, wie der fleißige junge Mann dazu gekommen ist, Gelder seines Prinzipals zu unterschlagen. An gehörige des Vermißten sollen in Blau i. M. wohnen. ,, Rittergut befizer Neifurth, Villa Reifarth, Lichter. felde" ein Schwindler, der unter diefer pomphaften Adreſſe hiesigen Firmen in schwindelhafter Weise Waaren auf Kredit entlockt hat, ist jetzt im Moabiter Untersuchungsgefängniß falt gestellt. Der Hochstapler hat, wie der Konfektionär" mittheilt, allererste Firmen zu täuschen gewußt und nach den bisherigen Der Herr Rittergutsbefizer hatte in der That in Lichterfelde eine Feststellungen deren nicht weniger als siebenundzwanzig betrogen. Billa gekauft und bezogen gehabt, die Auflassung an ihn war aber noch nicht erfolgt, weil er die festgestellte Anzahlung nicht geleistet hatte. die Ehefrau des Lindenstraße 21 wohnhaften Gastwirths Karl Polizeibericht. Am 27. d. M. Morgens wurde eine Frau Die Arbeiterfreundlichkeit gewisser Unternehmer in der schwinden sich bei ihr einfand und die entnommenen Speisen und Schlächterwagen überfahren, wobei sie Verlegungen am Kopfe Brauer nichts darauf gab, als er am Nachmittage vor seinem Ver- an der Ecke der Friedrich- und Oranienburgerstraße von einem Theorie und Praxis tennen zu lernen, hatte letthin das Komitee Getränke außer der Zeit mit dem Hinzufügen bezahlte, daß er und am linken Arm erlitt, so daß fie nach der Universitätsklinit der Brauerei- Arbeiter vom Brauerverein der Provinz Branden- dies nicht ohne Grund thue. Er sei auf der Welt nichts mehr gebracht werden mußte. Als Vormittags die bei dem Schant burg Gelegenheit. Die Mitglieder dieses Vereins und speziell die nüße und werde sich das Leben nehmen. In seiner Wohnung wirth Mary, Krausenstr. 31, im Dienst stehenden Mädchen Kusche als Führer" bekannten Arbeiter leiden, seitdem die Herren beglich er gleichfalls seine geringen Schulden und gab die Absicht und Jäckel mit dem Reinigen eines Zimmers beschäftigt waren, Unternehmer den Arbeitsnachweis ausschließlich in Händen haben, fund, im Grunewald, wo ihn Niemand kenne, aus dem Leben und die Lettere, auf einem Stuhle stehend, einen Schrank ab bitter unter ganz offensichtlicher zurücksetzung bei der Vertheilung zu fcheiden. Nachdem man für dies räthselhafte Verhalten An- ftäubte, fand sie auf demselben einen von ihrem Dienstherrn dort von freien Arbeitsstellen. Während früher, wo die Berliner fangs feine Erklärung finden fonnte, lief am 26. d. M. bei dem aufbewahrten geladenen Revolver vor und wollte denselben nebst Brauer Gesellen den Arbeitsnachweis in Händen hatten, die Prinzipal ein Schreiben ein, in welchem Rosnick sich selbst der anderen Gegenständen der Kusche zureichen. Hierbei entlud fich längste Wartezeit 8-9 Wochen betrug, sind fest Fälle konstatirt, Unterschlagung von etwa 600 m. beschuldigte und sein Ver- ein Schuß und die Kugel traf die Rufche in die Brust. Sie daß Gesellen, welche vor 11 Monaten schon sich beim Nachweis schwinden mit dem Vorhaben, freiwillig den Tod zu suchen, be- wurde, schwer verletzt, nach der Charitee gebracht. Mittags meldeten, jetzt noch nicht an der Reihe find um in etwaige gründete. Die Firma war auf das Höchfte erstaunt, da ihr von sprang eine Schneiderin in der Nähe der Königin- Auguftabrücke frei werdende Stellen einzurücken.- Um diesen Uebelstand Beruntreuungen seitens des Buchhalters nichts bekannt war, und in den Landwehr- Kanal, um sich zu ertränken. Sie wurde jedoch zu erörtern, resp. deſſen Beseitigung anzuregen, wandte sich das von vorüberfahrenden Schiffern noch lebend aus dem Wasser geKomitee der Brauerei- Arbeiter an den Vorsitzenden des Vereins zogen. Nachmittags sprang der Zimmerpolier Meinhardt in der Brauereibesitzer Herrn Happoldt, und zwar that dies das der Nähe der Beuffelbrücke während der Fahrt aus einem EisenRomitee mit um so größerer Zuversicht, als Herr Happoldt bei bahnzuge der Stadt- und Ringbahn auf das Nebengeleise, wurde einer früheren Gelegenheit sich äußerte, die Arbeiter möchten, Eine muthige Frau, die mancher anderen zum Muster von einem dort kreuzenden Zuge überfahren und auf der Stelle wenu fie Beschwerden haben, ehe fie an die Deffentlichket treten, dienen tann, ist eine Frau K. in der Mauerstraße. Sie hat durch getödtet. Anscheinend liegt Selbstmord vor. Als ein Kutscher fich doch an ihn, Happoldt, wenden. Leider entsprach der ihre Entschlossenheit nicht nur einen Einbruch verhütet, sondern mit seinem einspännigen Geschäftswagen die Holzmarktstraße Empfang des Komitees durch Herrn Happoldt der früheren auch die Festnahme der Einbrecher bewirkt. Frau K. war gestern passirte, wurde er vor dem Hause Nr. 68 von einem anderen freundlichen Einladung nicht. Der Herr trat ungemein selbst Nachmittag gegen 5 Uhr in ihrer Wohnung mit Waschen be- Fuhrwert angefahren und durch den Stoß vom Wagen gebewußt auf; er leugnete zwar die parteiische Handhabung des schäftigt, als an der Thür zuerst geklingelt und dann geklopft fchleudert. Er erlitt anscheinend schwere Verletzungen am Kopfe. Arbeitsnachweises, gab aber dann selbst zu, daß kein Kommissions- wurde. Da die Frau mit Rücksicht auf ihren Anzug die Thür Abends versuchte während der Fahrt in einem Zuge der mitglied der Arbeiter Aussicht hätte, in einer Berliner Brauerei nicht öffnen konnte, so horchte sie an diefer und nahm wahr, daß Stadt- und Ringbahn auf der Strecke zwischen Jannowizbrückeje wieder Arbeit zu bekommen. Als hierauf das Komiteemitglied auf dem Flur zwei Männer fich flüsternd unterhielten. Dann Schlesischer Bahnhof ein unbekannter Mann sich mittelst Re Preuß sein Bedauern über den Mißerfolg der Mission aussprach wurde nochmals start geklopft. Als Frau R. sich auch hier- volvers zu erschießen. Er wurde schwer verletzt, aber noch lebend und die Bemerkung daran knüpfte, daß nun die Brauerei- Arbeiter gegen ganz ftill verhielt, wurde ein Dietrich durch das nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. In der wüßten, was sie zu thun hätten und auch in Bezug auf den Schlüsselloch der Wohnungsthür gesteckt und der Versuch Nacht zum 28. b. M. erhielt an der Ede der Wald- und Arbeitsnachweis ihre eigenen Wege gehen würden, beliebte es gemacht, die Thür zu öffnen. Dieser Versuch gelang Siemensstraße ein Schlosser von einem bis jetzt unbekannt ge Herrn Happoldt, sadgrob zu werden und belegte er Preuß mit jedoch nicht, da Frau R. von innen den Riegel des bliebenen Soldaten, anscheinend ohne jede Veranlassung, mit dem Zitulaturen, über deren Zulässigkeit der Strafrichter fein Urtheil Schlosses niederdrückte. Als die beiden Männer die Ver- Seitengewehr einen Hieb über den Kopf und wurde schwer verabzugeben Gelegenheit haben wird. Was sagt Herr Rösicke zu geblichkeit ihrer Bemühungen einfahen, verließen sie das Haus, legt nach dem Krankenhause Moabit gebracht.- Am 28. d. M. diesem mit der Harmonietheorie so wenig harmonirenden Ver- ohne den Diebstahl, auf den sie es offenbar abgesehen hatten, Morgens sprang eine Frauensperson an der Schloßbrücke in halten seines Herrn Kollegen? ausgeführt zu haben. Wenn sie aber glaubten, unbehelligt heim- selbstmörderischer Absicht in die Spree, wurde jedoch, ohne Schaden gehen zu fönnen, so hatten sie ihre Rechnung ohne Frau K. ge- genommen zu haben, wieder aus dem Wasser gezogen. Wie das königliche Polizeipräsidium bekannt macht, macht. Diese warf sich rasch entschloffen ein Kleid über, eilte obdachloser Lumpenfammler wurde auf dem Hofe des Grundist mehrfach festgestellt worden, daß als getrocknete Morcheln" den Dieben auf die Straße nach und veranlaßte hier ihre Feststücks Ritterstr. 58 aus mehreren Kopfwunden blutend aufgefunden hier vielfach nicht echte Morcheln, sondern die ihnen nahme. Es war kein schlechter Fang; die beiden Männer ent- und nach dem Krankenhause am Urban gebracht. äußerlich ähnlichen Lorcheln feilgehalten werden, deren puppten fich als ein paar alte 3nchthäusler. Der Eine ift ein Gartenlotal von Grow, Hasenhaide 88-93, fiel Nachmittags ein Genuß, besonders wenn denselben alte, ausgewachsene, Schloffer Geibt, ein Sachverständiger im Fache des Einbruchs, Raufmann bei der Benutzung der dort aufgestellten Drahtseil- Bahn wurmstichige und faule Exemplare beigemengt find, der Andere angeblich ein Raufmann Androschewsky, in Wirklich leicht für die Gesundheit gefährliche Folgen haben kann. feit aber ein Agent eines hiesigen Privat- Detektivinstituts. Ebenso werden als getrocknete Champignons" außerordentlich Androschewsky, in der That ein fauberer Detektivagent, hat bereits häufig nicht diefe, sondern die zerschnittenen Stiele und Hüte des 13 Jahre im Zuchthause zugebracht. Steinpilzes nach Entfernung der Röhrenlamellen verkauft, welchen gelegentlich auch giftige Pilze, wie der Hörnling", der„ KnollenBlätterschwamm" und andere beigemengt sind. Es wird daher die größte Borsicht, nicht nur beim Einsammeln, wobei alle verdorbenen und schädlichen Exemplare fern zu halten sind, sondern auch für den Genuß derartiger Pilze anzuwenden sein, und empfiehlt es sich, die frischen wie die getrockneten Pilze vor der Bubereitung durch kochendes und kaltes Wasser zu reinigen und eventuell aufzufrischen, um alsdann alle ungesund aussehenden Stücke zu entfernen. Hierbei sei bemerkt, daß das Fleisch des eßbaren Steinpilzes nach dem Trocknen weiß bleibt, während seine gefährlichen Nebenarten blau zu werden pflegen. Theater. Ein In dem infolge der von ihm ausgeführten starten Schwingungen über das Fangtuch hinweg, etwa 2 Meter hoch, zur Erde und erlitt an scheinend bedeutende Verletzungen am Kopfe, so daß seine Ueberführung nach dem Krankenhause am Urban erforderlich wurde. Gin 18jähriger, seit mehreren Jahren nervenkranker Knabe wurde Durch die Eifersucht eines Weibes ist der Kriminal in der Wohnung seiner Eltern, in der Wörtherstraße, erhängt vors polizei wieder einmal eine sehr gefährliche Einbrecherbande in die gefunden.- In der Nähe der Schlesischen Brücke sprang Abends Hände geliefert worden. Die geschiedene Lokomotivführer B. hatte ein Arbeiter in den Landwehrkanal und ertrant.- In der Nacht mit dem 34jährigen Schlosser Wilhelm Kruckenberg längere Zeit zum 29, d. M. entstand in dem Zanglokal Perlebergerstr. 18 eine im Konkubinat gelebt, R. war aber des Verhältnisses überdrüffig Schlägerei, wobei der Schuhmacher Mischke dem Arbeiter geworden und hatte die B. hinausgeworfen. In Wuth und Schröder einen Messerstich in den Arm beibrachte. Der Verletzte Eifersucht entbrannt, lief sie nach der Polizei und erstattete dort wurde im Krankenhause Moabit verbunden. Anzeige, daß Kruckenberg sich mit seinem Schlafburschen, dem nung in der Perlebergerstraße versuchte ein Schankwirth, sich durch In seiner Woh Arbeiter" Karl Bänker, zur fortgesetzten Begehung von Ein- einen Schuß in den Kopf zu tödten. Er wurde noch lebend nach bruchsdiebstählen verbunden und daß der Stiefvater des R., der dem Krankenhause Moabit gebracht. Bei der am 27. d. M. 71jährige Almofenempfänger Gustav Baffehl, dabei als Hehler aus Hamburg angekommenen und wegen choleraverdächtiger Er fungirt habe. Bier Einbrüche aus der jüngsten Zeit vermochte frankung in das Krankenhaus Moabit überführten verehelichten Die übertriebene Cholera- Furcht zeitigt allerlei Thor die Anzeigerin speziell anzugeben, und zwar je einen in der Flens- Frohnert wurde durch bakteriologische Untersuchung im Institut heiten. Von ärztlicher Seite ist mit nachdrücklichen Worten auf burger- und der Lessingstraße, und zwei im Norden Berlins. Eine für Infektionskrankheiten ihre Erkrankung an der aftatischen die Gefahren hingewiesen worden, welche ein Darmkatarrh unter sofort vorgenommene Haussuchung förderte so viel gestohlene Cholera festgestellt. Nach bem Bericht der Direktion des Krankenden gegenwärtigen Verhältnissen nach sich ziehen kann; derartige Gegenstände zu Tage, daß es außer Zweifel steht, die Diebe haben hauses befindet sich die Patientin jedoch bereits auf dem Wege Störungen der Verdauungswege erhöhen wie die Berliner noch viel mehr als die angegebenen vier Einbrüche verübt. Die der Besserung und ist ihre Wiederherstellung zu erwarten. Am Beitung" schreibt die Gefahr einer Ansteckung, da die feind Mitglieder der Bande haben eine recht nette Vergangenheit 27. und 28. b. M., sowie am darauffolgenden Morgen fanden lichen Bazillen in dem gefchwächten Körper einen für ihre ver- hinter sich. Der 34jährige Kruckenberg erhielt in seinem acht kleine Brände statt. derbliche Thätigkeit weit mehr empfänglichen Boden vorfinden. 22. Lebensjahre wegen vieler Einbrüche zehn Jahre Zuchthaus, So sehr mit Rücksicht hierauf weise Vorsicht am Blake ist, so die er jüngst verbüßt hat. Sein Schiafbursche, der 41jährige wenig angebracht ist eine allzu übertriebene Angstmeierei! Be- Bänker, hat in vier Raten fünfzehn Jahre Zuchthaus abgefeffen sorgte Gemüther, beren es ja in solchen Zeiten immer genug und der alte Passehl wurde im Jahre 1851 wegen Bertheilung giebt, legen fich nicht nur alle möglichen Opfer der Enthaltsam- der Rollen bei einem Raubmorde und wegen schwerer Hehlerei feit auf, um nur ja teinen Durchfall zu bekommen, sondern zu lebenslänglichem Buchthaus verurtheilt. Nachdem er 20 Jahre fie furiren auch in höchst unzulässiger Weise an sich herum. im Buchthaus zugebracht, wurde er 1871 gelegentlich einer AmBei den geringsten verdächtigen" Anzeichen- es braucht sich nestie begnadigt und in Freiheit gesezt. Er ist wegen feines spiel von Alexander Dumas dem Jüngeren Denise" einen Jm Residenztheater erzielte vorgestern bas bekannte Schau nur gelegentlich ein bischen Rollern im Leibe einzustellen oder statt Alters allein auf freiem Fuße geblieben, während Struckenberg starken Erfolg. Die Kauf- Ehe unserer Bourgeoisie verleitet und einer zwei Entleerungen zu erfolgen wird sofort zum nächsten und Bänker in Untersuchungshaft genommen worden sind. Charaf veranlaßt die literarischen Vertreter derselben scharf zugespitzte Apotheter gestürmt und um die üblichen Choleratropfen gebeten. teristisch ist, wie die Diebe die Gelegenheiten zu den Diebstählen Probleme aufzustellen und diese mit allen Mitteln der Dialektik Ohne Verständniß wird dann medizinirt, lediglich unter dem Ein- ausbaldowert haben. Sie gingen in die Wohnungen von Herr- durchzuführen. Es handelt sich hier darum, ob ein sogenannter fluß der allgemein graffirenden Cholerafurcht. Die Folge solcher schaften und frugen, ob alte Kleider, Lumpen, Knochen, Papier zc. anftändiger Mann eine Frau heirathen darf, die bereits die Ges unmäßigen und übertriebenen Pfuscherei ist natürlich, daß sich zu verkaufen feien. Wurde eine Wohnung nach wiederholtem liebte eines Anderen war. Diese Frage wird hier unter der eine Berstopfung einstellt, die bald wirkliche Beschwerden ver- Klingeln nicht geöffnet, fo wurde flugs ein Wachsabdruck vom üblichen Einwirkung auf die Thränendrüsen der Zuschauer zu urfacht und womöglich erst zu dem ängstlich vermiedenen Durch Schlüsselloch genommen, K. feilte die Nachschlüssel zurecht, und Gunsten der Verführten gelöst. fall führt. Auch unter einer Verstopfung leidet also der Organis wurde bei einem erneuten Besuche wieder nicht geöffnet, dann mus ganz außerordentlich. Noch thörichter ist es, wenn Jemand, wurde die Wohnung aufgeschlossen und ausgeräumt. Der Direttor Lautenburg hatte sich diesmal selbst auf die Bretter begeben, welche in der Blumenstraße den Ehebruch be der sich vollkommen gefund fühlt, nur um allen Eventualitäten vorzubeugen", derartige Tropfen zu sich nimmt und sich aus- Arg zugerichtet wurde am Freitag Nachmittag ein Hunde- pflichtgetreuen Beamten und fand später die zu Herzen gehenden deuten. Er gab den Brissot mit der ganzen Treuberzigkeit eines schließlich auf eine stopfende Diät beschränkt. Am besten wäre fänger, welcher an der Ecke der Anhalt- und Wilhelmstraße den Zöne des zu Tode verwundeten Vaters. Den Grafen von schon, wenn in den Apotheken alle irgendwie eingreifend wirkenden dem Bigarrenhändler Paul Krieg gehörigen Dachshund ergriffen Barbannes gab Herr Nittner mit vieler Würde, und auch Herr Arzeneien, mag es fich auch um sogenannte Haus- und Voltsmittel hatte. Das Thier, welches erfahrungsmäßig ohne Maulforb den Reusch war in der Rolle Fernands der richtige Typus eines handeln, nur gegen Vorweisung eines ärztlichen Rezepts verabfolgt Laden nicht verläßt, hatte um 51/2 Uhr vermuthlich in der Ein- morallosen Taugenichts. Eine gute Afquifition hat das Residenz gangsthür gefeffen und die Schnauze neugierig herausgesteckt, als theater in der Person des Fräulein Olga Görner gemacht, be ein Hundefänger plötzlich mit der Hand zugriff, um das Thier das Publikum durch ihr frisches, fein nüancirtes Spiel entzückte. Die Direktion der Feuerwehr in Berlin hat sich bereit unter dem Arm fortzutragen. Er hatte aber seine Rechnung ohne Auch die übrigen Damen fanden sich gut mit ihren Rollen ab. erklärt, bei Eintritt einer Cholera- Epidemie in zwei ihrer Depots den Hund gemacht, welcher um sich biß, und den Häfcher an der Die szenische Ausstattung war vornehm. Der Eröffnungsabend Räume zur Stationirung von Krantenwagen zur Verfügung zu Nase, an beiden Wangen und an beiden Händen so verletzte, daß scheint dem Theater glänzende Erfolge zu prophezeien. stellen. Im städtischen Obdach ist Fürsorge getroffen, daß dieser sich an einem Brunnen von dem Blute reinigen mußte. alle diejenigen Familien dort Unterkunft finden fönnen, welche Ueber die Berechtigung des Einfangens von Hunden durch wegen Erkrankung eines Familienmitgliedes an der Cholera die angestellten Fänger bestehen übrigens vielfache Zweifel. Wir ihre Wohnung behufs deren Desinfektion verlassen müssen und benutzen daher diese Gelegenheit zu der Mittheilung, daß nur die zur Zeit ein anderes Unterkommen sich nicht selbst beschaffen solche Thiere aufgegriffen werden dürfen, welche auf der Straße tönnen. Den Mitgliedern der städtischen Deputation für die ohne Maulforb und Steuermarke frei umberlaufend angetroffen öffentliche Gesundheitspflege ist zur Kenntniß gegeben, daß sie im werden. Befindet sich dagegen ein Hund in dem offenen EinFalle der Noth sofort per Telegraph zu einer Sigung berufen gange zu einem Laden oder sonstigen Raum, so sind die Fänger würden. werden würden. -zu dem Mitnehmen nicht berechtigt. Gerichts- Beifung. Eine in psychologischer wie rechtlicher Beziehung intereffante Berhandlung fand gestern vor der 126. Abtheilung des Schöffengerichts statt. Aus der Untersuchungshaft wurde der Die Nachwehen der großen Sige machen sich be Die Umgegend des Kriminalgerichts- Gebäudes wurde 19jährige Sandlungslehrling May M. vorgeführt, der des Diebs merkbar. Man schreibt uns: An der Gemeindeschule in der am Sonnabend durch die Flucht eines Untersuchungsgefangenen stahls beschuldigt war. Der junge Mensch hat den Kopf voll Stromstraße, welche zum Bezirk des Schulinspektors Haafe gehört, in Aufregung verfekt. Gegen 5 Uhr Nachmittags wurde ein abenteuerlicher Pläne. Er glaubt ein bedeutendes Talent für die erschien am 27. b. W. eine Berfügung, die den Lehrern der be- Trupp von acht bis zehn Gefangenen dem Untersuchungsrichter Bühne zu befißen und behauptete im Termine, daß Barnay ihm treffenden Schule aufgiebt, den Unterricht vom Montag ben vorgeführt. Als der Bug den Korridor des Gerichtsgebäudes er gesagt habe, er werde dermaleinst ein tüchtiger Schauspielen 29. d. M. ab 5 Minuten früher zu beginnen und 5 Minuten reicht hatte, ergriffen awei der Gefangenen, schwere Verbrecher, werden. Sein Water, ein hiesiger Lehrer, hatte ihn aber für den die Nothwendigkeit der Organisation der Möbelpolirer und unter Anderem die Mangelhaftigkeit des Materials gegen früher, indem mit dem heutigen keine dauernde Politur hergestellt werden könne. Er spricht sein Bedauern aus, daß so viele Kollegen dem Berband fern bleiben, während die wirthschaftlichen Zustände gebieterisch den Anschluß an die Organisation verlangen, um den bestehenden Kaufmannsstand bestimmt und wußte felnen Millen durchzusehen. 1Masse ihm nicht zur Seite steht. Vertreten wir also unsere Jetzt faßte der Angeklagte den Plan, zur See zu gehen und Interessen gemeinschaftlich und dadurch in kräftiger Weise. trachtete danach, fich Mittel zu verschaffen, in diesen Plan Mögen deshalb in diefer wichtigen Versammlung die Kollegen auszuführen. Gelegentlich eines Befuches, den er bei seiner zahlreich und pünktlich am Blaze fein. Großmutter, die mit ihrer Tochter zusammenlebte, ab Der Einberufer: Bernh. Jost. stattete, entdeckte er, daß die Damen ihre Ersparnisse in einem Wäscheschranke aufbewahrten. Er fand bei Die Zentral- Kranken- und Sterbekasse der deutschen Uebelständen mit Erfolg begegnen zu können. Der Vortrag wurde wiederholten Besuchen Gelegenheit, sich davon nach und nach Wagenbauer hielt vom 21. bis 24. Auguft eine außerordentliche beifällig aufgenommen. Kollege Frante beantragte, in Bälde eine 250 M. anzueignen. Dann wurden die Diebstähle und der Generalversammlung in Erfurt ab. Die Staffe besteht seit 1878 Bersammlung zu veranstalten, betr. die Wahl zu den GewerbeThäter entdeckt. Von der Erstattung einer Anzeige wurde Ab- und hat ca. 6000 Mitglieder. Bisher hatte die Kaffe sehr gut Schiedsgerichten. Die Herrenpartie des Verbandes der Möbelstand genommen, der Vater des Uebelthäters ließ demselben aber gearbeitet, so daß fie zur Zeit ein Kaffenvermögen von über polirer findet am zweiten Sonntage im September statt. eine derbe Büchtigung angedeihen. Um sich an dem Vater zu 60 000 m. aufweist, trozdem waren bei einem großen Theil der rächen, erstattete der Angeklagte nun selbst Anzeige; er lief zum Mitglieder doch Zweifel aufgestiegen, ob es nothwendig fei, die In einer zahlreich besuchten öffentlichen Versammlung Staatsanwalt und zur Polizei und verlangte, daß man ihn wegen Kaffe in der jetzigen Form noch weiter bestehen zu laffen. So der Töpfer Berlins und Umgegend, welche am 25. Auguft Diebstahls verhafte. An beiden Stellen wies man ihn ab und waren denn von vielen Orten Anträge auf Auflösung respektive tagte, beschäftigte man sich mit der Frage: Wie stellen sich die erst nachdem er wiederholt und mit großer Hartnädigteit auf Umänderung in eine Zuschußkaffe gestellt worden. Die Debatte Töpfer Berlins und Umgegend zum Ausstand der Kollegen in feiner Verhaftung bestand, wurde fein Verlangen erfüllt. Im über diese Anträge nahm einen vollen Tag in Anspruch, und Hennigsdorf?" Nachdem der Sachverhalt über die Ursachea des geftrigen Termine wiederholte der Angeklagte fein Ge- ging aus derfelben hervor, daß der größte Theil der Delegirten Ausstandes von verschiedenen Kollegen flar gelegt und gleichständniß, er fonnte aber dennoch nicht verurtheilt wohl davon überzeugt war, daß es unter den veränderten gefeßzeitig nachstehendes Schreiben des Direktors Burg an Kollegen werden. In Betreff der bestohlenen Großmutter bes lichen Bestimmungen schwer sein werde, die Kaffe zu erhalten, Raulich einer Kritik unterzogen worden war, tam folgende Redurfte es eines Strafantrages, der nicht gestellt war. Es jedoch wolle man es noch einmal versuchen. Die Abstimmung solution zur Annahme: fonnte sich somit nur um den gegen die Tante begangenen Dieb für völlige Auflösung ergab 7 gegen 28 Stimmen, für Um stahl handeln. Nun stellte sich heraus, daß beide Damen ihre wandlung in eine Zuschußlaffe 10 gegen 25 Stimmen, Die heute versammelten Töpfer beschließen so lange feine Ersparniffe durcheinander in ein Behältniß thaten, welches in Es muß jedoch bemerkt werden, daß drei Delegirte Waare der Hennigsdorfer Fabrit zu verarbeiten, bis die gerechten dem Schranke stand. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr.( Hamburger), welche für völlige Auflösung stimmten, gegen Forderungen der ausständigen Kollegen bewilligt worden sind. Schwindt, stellte den Antrag auf Einstellung des Verfahrens, Umwandlung in eine Zuschußkaffe stimmten, da sie nach ihren Diejenigen Kollegen, welche infolge dieses Vorgehens gezwungen weil das Miteigenthumsverhältniß der beiden Bestohlenen sich örtlichen Verhältniffen diefelbe für werthlos hielten. werden, die Arbeit niederzulegen, sollen gemäß dem Beschlusse nicht aufflären laffe. Es tönne moglich sein, daß die 250 M. Aus der alsdann folgenden Statutenberathung sei noch her vom 14. August ohne Unterschied schablos gehalten werden. Alle alleiniges Eigenthum der Großmutter gewesen, die den Thäter vorgehoben, daß bei einer Beitragsleistung von wöchentlich deutschen Kollegen, welche dieselbe Waare verarbeiten, werden nicht bestraft wiffen wolle. Der Gerichtshof erkannte nach dem 1. Klaffe 20 P., 2. Klaffe 30 P., 3. Klasse 40 Pf., 4. Klasse ersucht, sich diesem Beschluß zu fügen." Antrage des Vertheidigers. Der Staatsanwalt, welcher drei 50 Pf., 5. Klaffe 60 Pf. an Krankenunterstüßung wöchentlich pa Das Schreiben an Kollegen Raulich lautet: Wochen Gefängniß beantragt hatte, dürfte nach Ansicht des Vor- 1. Klasse 3 M., 2 Klasse 5 M. 80 Pf., 3. Klaffe 8 n. 60 Pf., Berlin, den 8. August 1892. fizenden Berufung einlegen und die Sache dann den Instanzen- 4. Klaffe 11 M. 40 Pf., 5. Klasse 14 M. 20 Pf. gezahlt sowie Herrn Ferdinand Kaulich weg durchmachen. Arzt und Medizin kostenlos gewährt wird. " Halle a. G. Der Antrag auf Errichtung einer Frauen- Sterbekasse wurde Es sind hier anfangs d. M. von Ihnen verfaßte Flugblätter In recht leichtfertiger Weise hat sich der Polizei- abgelehnt. erschienen, welche in lügenhafter Weise den Ausstand der hiesigen wachtmeister Hinrich, welcher gestern wegen wiederholten Ver- Noch sei eines Intermezzos erwähnt, welches die General Töpfergefellen durch allerlei Aussprengungen falscher Thatsachen brechens bezw. Bergehens im Amte vor der 1. Straffammer hie versammlung mit der Erfurter Polizei zu bestehen hatte. Am zu rechtfertigen suchen. figen Landgerichts I stand, um Amt und Würden gebracht. Der Dienstag Mittag wurde plöglich das Lokal, in welcher die Berbier 10-17 pet. mehr als in den nächstgelegenen Veltener Hierzu bemerke ich Ihnen: Die Gesellen- Affordlöhne betragen Angeklagte, welcher die brei Feldzüge mit Auszeichnung durch sammlung tagte, von der bewaffneten Macht belagert. Ein bier 10-17 pt. mehr als in den nächstgelegenen Veltener gemacht hat und lange Jahre in dem Rufe eines außerordentlich Polizeikommissarius fam erregt in den Gaal gestürmt mit der Fabriken, womit die Heranziehung und Erhaltung guter Kräfte eifrigen und pflichttreuen Beamten stand, hat sich durch häus- Frage, was hier Ios sei. Als ihm der Bescheid wurde, daß hier bezweckt werden sollte. Dies ist jedoch nur theilweise gelungen liches Unglück und finanzielle Schwierigkeiten zu verleiten laffen, eine Generalversammlung der Krankenkasse tage, frug er, warum den als fleißig und ordentlich bekannten Gesellen, wozu ich dreiund deshalb in Aussicht genommen, diesen Mehrtarif fortan nur durch verschiedene Pflichtwidrigkeiten sich außerordentliche Ein- diese nicht der Polizei angemeldet sei. Nunmehr versuchte der nahmen zu verschaffen. Den Beamten der Polizei ist es Vorsitzende dem Beamten begreiflich zu machen, daß es sich um viertel zähle, zu gute kommen zu laffen, und zwar unter Berück strengstens verboten, für das Publikum Eingaben an Behörden zu feine Versammlung handele, welche sich mit öffentlichen An- fichtigung der Leistungsfähigkeit des einzelnen, während nur denen, machen, der Angeklagte hat dieses Verbot aber mißachtet und gelegenheiten beschäftigt. Deffenungeachtet löste der Vertreter der Be- welchen die Arbeit nicht Ernst ist, und die durch ihr Betragen namentlich in Konzessionssachen den betreffenden Wirthen hörde sofort die Versammlung auf, und zwar mit der Motivirung, die anderen Gesellen noch von der Arbeit abhalten und sich als zweckentsprechende Eingaben angefertigt und sich dafür Honorar baß in Erfurt jede Bersammlung angemeldet werden müffe. Der Bugvögel herausstellen, der Weltener Tarif ausbezahlt wird mit im Voraus versprechen lassen. Auch wenn er in Ron Vorsitzende Tempel begab sich sofort zum Bürgermeister, um einer Erhöhung von 25 Pf. auf 100 Kacheln und 50 Pf. auf Beffionsangelegenheiten mit den nothwendigen Recherchen be- gegen dieses Vorgehen zu protestiren. Er erwirkte auch, daß die 100 Ecken. Von irgend einem Lohnabzug der gesammten Ofentraut worden war, kam es vor, daß von den Wirthen bei ihm Versammlung ihren ungehinderten Fortgang nehmen könne, wenn fabril- und Ziegelei- Arbeiter war nicht die Rede. etwas abfiel. In einem Spezialfalle handelte es sich um die fie fich polizeiliche Ueberwachung gefallen laffe. Um die großen Was die Verfügung, die Arbeiten erst nach dem Brande abAnzeige eines Miethers, welcher zur Räumung der von ihm be Rosten einer nochmaligen Zusammenkunft zu vermeiden, blieb zunehmen, betrifft, so ist diese Forderung von der Leitung im wohnten angeblich gesundheitswidrigen Wohnung polizeiliche freilich weiter nichts übrig, als diese Unbequemlichkeit mit in den Laufe der Berhandlungen schon fallen gelassen und zwar vor der Maßregeln verlangte. Auch in diesem Falle war der Angeklagte Rauf zu nehmen, so daß dann ein Erfurter Polizist mittenmang" Ausstandserklärung. mit den Recherchen betraut worden und hatte ursprünglich einen war und fich langweilte. Der Vorstand wurde beaufSie werden nun hiermit aufgefordert, dieses Machwerk, das dem Miether ungünstigen Bericht erstattet. Später war er mit tragt, Beschwerde zu führen. nur dazu dient, zu hehen und Leuten die Lust zur Arbeit zu verdem Miether in nähere Berührung gekommen und da ihm von leiden, schleunigst zurückzunehmer, was ja auch schon in Ihrem Seiten desselben ein Extrahonorar von 50 m. versprochen worden Deutscher Schneider- und Schneiderinnen Kongref. eigenen Intereffe liegen dürfte, denn Jeder muß den für einen war, hatte er fich dazu herbeigelassen, den ersten Bericht um- Der diesjährige deutsche Schneider- und Schneiderinnen- Kongreß Schuft halten, der sich dazu hergiebt, folche Lügen öffentlich in auftoßen und in einer erneuten Eingabe an das Polizeipräsidium wurde am Freitag, den 26. Auguft cr., Abends 63/4 Uhr, im die Welt hinauszuschreien. Uebrigens fann ich Ihnen die Mitdie thatsächlich vorhandene Gesundheitswidrigkeit der betreffenden Holze'schen Lokal, Brauer- Hirschstr. 3 in Magdeburg eröffnet. theilung machen, daß das hiesige Landrathsamt die Sache in die Wohnung zu betonen. Der Staatsanwalt machte darauf auf Der Geschäftsführer der Vertrauensmänner der Schneider Deutsch- Hand genommen hat und die Sache mit aller Strenge zu Ende mertfam, daß§ 832 des Strafgesetzbuchs bestimmt:" Ein lands, Kollege Reißbaus- Erfurt begrüßt die erschienenen Dele- führen wird. Zu den vorstehenden Bemerkungen füge noch hinzu, Beamter, welcher für eine Handlung, die eine Verlegung girten und bedauert, daß der Kongreß nicht, wie ursprünglich daß die Arbeiter der hiesigen Ofenfabrik eine Stunde weniger der Amts, und Dienstpflicht enthält, Geschenke oder andere geplant, an einem und demselben Ort, an welchem die Kongresse Arbeitszeit haben, als auf allen ähnlichen Fabriken, ohne daß Bortheile annimmt, fordert oder sich versprechen läßt, wird wegen der anderen Berufe der Bekleidungsindustrie stattfinden, ab- ihnen Lohnabzüge gemacht werden. Bestechung mit Zuchthaus bis zu fünf Jahren bestraft. Sind gehalten werden kann, er hoffe aber, daß die Arbeiten des Konmildeznde Umstände vorhanden, so tritt Gefängnißstrafe ein." Der greffes dazu beitragen werden, daß fünftig alle Arbeiter der Gefeggeber habe absichtlich nur eine strenge Freiheitsstrafe an- Bekleidungsindustrie gemeinsam ihre Berathungen haben. Zur gedroht, um das Beamtenthum auf alle Fälle vor der Korruption provisorischen Leitung werden Ulmer- Bremen als Vorsitzender Vorstehendes wird hierdurch beglaubigt. zu bewahren. Im vorliegenden Falle habe sich der Angeklagte und Pfeiffer- Berlin als Schriftführer gewählt. Die Mandats durch fünf verschiedene Thaten gegen§ 332 vergangen und er Prüfungskommission stellt die Anwesenheit von 27 Delegirten, müffe gegen denselben eine Gefängnißstrafe von einem welche 35 Städte vertreten, fest. Bei der definitiven Bureauwahi Bum 2. Punkt der Tagesordnung wurde, um einem jüngst Jahre beantragen. Rechtsanwalt Wronter bat dagegen um ergab sich folgendes Resultat: Neißhaus- Erfurt und Timm- Berlin geäußerten Wunsche der Werkstubenarbeiter und Scheibentöpfer das denkbar mildeste Strafmaß. Mit der Abschreckungstheorie als Vorsitzende. nachzukommen, der Vertrauensmann beauftragt, für diejenigen erreiche man, wie er ausführte, gar nichts, so lange die Welt Nachdem wurden noch 6 Delegirte zu Schriftführern und Kollegen, welche gewillt sind, dem Allgemeinen Unterstützungsbestehe, werde man die Gelüfte einzelner Beamten nach Neben- 8 Delegirte zur Revisionskommission gewählt. Als Vertreter des Verein der Töpfer und Berufsgenossen Deutschlands als Einzelverdienst nicht ausrotten. Der Gerichtshof hielt dafür, daß der Verbandes waren Döring- Hannover und als Vertreter der Preß- mitglieder beizutreten, die Aufnahme zu bewerkstelligen. BeAngeklagte nur in zwei Fällen pflichtwidrige Handlungen(§ 332), fommission Sabbath- Hamburg anwesend und vom Kongreß schlossen wurde außerdem noch, vom 1. Oktober ab jedem hierzu in den drei übrigen Fällen aber an sich nicht pflichtwidrige anerkannt. Eine längere Debatte ruft die Feststellung der Tages berechtigten Kollegen das Fachorgan„ Der Töpfer" durch Boten Handlungen(§ 331) vorgenommen und verurtheilte denselben zuordnung hervor, da von Seiten der Berliner Kollegen der Antrag in die Wohnung zu senden. Für Botenlohn hat jeder Kollege neun Monaten Gefängniß. gestellt war, das Thema:„ Die Ausdehnung des Schwitzsystems an den Vertrauensmann pro Quartal 25 Pf. zu entrichten. Um in Deutschland und welche Maßnahmen ergreifen wir dagegen?" auch denen gerecht zu werden, die aus irgend welchen Gründen als besonderen Punkt zu behandeln. Eine Anzahl Delegirter war diese 25 Pf. nicht zahlen wollen, kann das Organ nach wie vor der Anschauung, daß bei Punkt 2 der provisorischen Tagesord- vom Arbeitsnachweis der Töpfer abgeholt werden. nung, die wirthschaftliche Lage der Schneider- und Schneiderinnen", Soziale Leberlicht. Verein der Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen Kollegen! Die Lohndifferenz bei der Firma M. Priester, Dranienſtr. 185, ist geschlichtet. Die alten Löhne werden weiter Deutschlands. Kollegen! Durch Eure Solidarität ist dies Resultat erreicht. Handelt auch ferner fo und ſeid eingedent unserer Losung: " Bereinzelt sind wir Nichts, vereint sind wir Alles!" Die Verwaltung Berlin. An die Töpfer Deutschlands! Die Kollegen Berlins und Umgegend haben befchloffen, während der Dauer des Henningsdorfer Streits feine Waare aus der dortigen Fabrik zu verarbeiten, eventuell da, wo sie hierzu gezwungen werden sollten, die Arbeit niederzulegen. An die geſammte Kollegenſchaft Deutschlands richten wir das Ersuchen, Diesen Beschluß auch für sich bindend zu erachten. Der Vertrauensmann. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Achtung! Glafer und Tischler. Wir machen hiermit bekannt, daß die Differenzen bei der Firma Wehnert und Komp. zu Gunsten der Arbeiter beigelegt sind. Ferner zur Nachricht, daß die Werkstatt Spinn und Komp. gesperrt ist. Achtungsvoll Direktion der Hennigsdorfer Werke. August Burg. A. Lender. Der Gemeindevorsteher: Schulze. dieses auch behandelt werden könne. Schließlich wurde auf Antrag Die freie Vereinigung der Bau- und gewerblichen Pfeiffer Berlin Punkt 2 der Tagesordnung wie folgt fest Silfsarbeiter für Schöneberg und Umgegend hielt am industrie refultirende 2age ber Schneider- und ab in Jakobs Salon, Grunewaldstr. 110. Der Kassirer gab den gefett:" Die aus dem Schwigsystem und der Haus- Sonntag, den 21. d. M. ihre regelmäßige Mitgliederversammlung Schneiderinnen, und welche Maßnahmen er Raffenbericht vom 2. Quartal 1892, welcher von den Revisoren greifen wir?" Nachdem noch die Geschäftsordnung des bestätigt wurde, worauf ihm Decharge ertheilt wurde. Die AbBernburger Kongresses für den jetzigen Kongreß anerkannt wurde, rechnung vom Stiftungsfest findet in der nächsten Versammlung trat 10/2 Uhr Nachts Schluß der ersten Sizung ein. statt. Der Referent zum Vortrag über: Die Arbeiterbewegung Sigung und ertheilt dem Geschäftsführer Reißhaus das Wort trag des Kollegen Stoldt, einen Arbeitsnachweis zu errichten, Sonnabend 8 Uhr eröffnet der Vorsitzende Timm die zweite Deutschlands in der Gegenwart" war nicht erschienen. Der Anzum Rechenschaftsbericht des Ausschusses, aus welchem sich ergiebt, Behrend dagegen gesprochen hatten. In Verschiedenem wurde noch wurde abgelehnt, nachdem die Kollegen Klinge, Gröbke und daß trotz der schlechten wirthschaftlichen Verhältnisse, trotzdem von maßgebenden Personen gegen das Vertrauensmänner- System und hauptächlich die Lofalfrage behandelt. Der Kollege Behrendt gegen den Schneiderfonds mit allen möglichen, mitunter nicht verwies fodann noch auf die Preffe, eines der Hauptagitationsschönen Mitteln agitirt wurde, das Resultat der Sammlungen mittel aller Partein. Nachdem der Vorsitzende noch bekannt gab, daß am 8. September unsere nächste Bersammlung stattfür den Schneiderfonds ein ganz außerordentlich günstiges ist. daß am 8. September unsere nächste Versammlung statt Die Einnahmen betrugen 15 990,70 M., die Ausgaben 5786,03 m., findet, schloß er die Versammlung mit einem Hoch auf die interso daß ein Bestand von 10 204,63 m. verbleibt. Der Geschäfts- nationale Sozialdemokratie. führer erläuterte dann die Vorkommnisse bei Einberufung der Verband der deutschen Korbmacher( Filiale Berlin). Am Konfektionsschneider- Konferenz zu Berlin und führt dann weiter 22. August fand eine Versammlung derselben statt. Vorsitzender aus, daß, trotzdem die letzten zwei Jahre sehr viele Nachtseiten zeigten, es doch auch erfreuliche Vorkomminiffe, wenn auch wenig, gegeben habe. Hierzu zählte er die Einigung der Berliner Kollegen und deren gemeinsames Vorgehen. Es erfolgt nunmehr Distuffion, wozu eine große Anzahl Redner eingezeichnet sind. Diese dürfte sehr intereffant werden, da hierbei über das Vertrauensmänner- System der Stab gebrochen werden soll. Jasno Versammlungen. Kollege Fuchs. Es wird aufmerksam gemacht, daß in den nächsten Tagen eine öffentliche Korbmacher- Versammlung stattfinden wird, behuss Aufstellung eines Kandidaten zum Gewerbebericht. Das Nähere wird durch Annonce befannt gegeben. Die Lohnkommission berichtet, daß die Verhandlungen mit Herrn Kirschke insofern von Erfolg waren, als derfelbe den angekündigten LohnDie Vertrauensmänner der Berliner Glaser. ng ub hono abzug wieder zurückgenommen hat. Die Kollegen arbeiten unter den alten Bedingungen weiter. Schließlich wird auf den Die Buchbinder, Album, Leder, sowie alle in Kartonungemein schlechten Geschäftsgang in unserem Gewerbe aufund Papierfabriken beschäftigten Arbeiter halten am Mittmerksam gemacht. Arbeiter in jeder Branche suchen schon Wochen woch, den 31. Auguft, Abends 82 Uhr, in dem Lokal des Herrn di lang vergeblich Arbeit und es ist feinerlei Aussicht auf Besserung Mundt, Köpnickerstr. 100, eine öffentliche Versammlung ab. Die vorhanden. Wir veröffentlichen Vorstehendes um auswärtige Berathungen werden sich hauptsächlich auf die Wahlen zum GeKollegen vor unnüßen Ausgaben und Reisekosten zu warnen. Rigdorf. Die Mitglieder der freien Vereinigung der Bau- Auch wird noch aufgefordert zum Einsenden etwaig vorhandener werbegericht fowie Aufstellung der Kandidaten hierzu er- und gewerblichen Hilfsarbeiter für Nixdorf und Umgegend hielten Arbeitsordnungen an den Vorsitzenden resp. den Borwärts". strecken. Laut Beröffentlichung des durch die Streit Kontroll Sonntag, den 17. August cr., ihre monatliche Versammlung im Der Arbeitsnachweis befindet sich bei Junguickel, Wienerftr. 11, tommiffion aufgestellten Zirkulars haben die Buchbinder 3, Vereinslokale, Bring Handjerystr. 7, ab. Nach Punkt 1, Verlesung Herberge, bei Stramm, Ritterstr. 123. Nächste Mitgliederver Kartonarbeiter 1, Albumarbeiter 1 und Lederarbeiter ebenfalls des letzten Protokolls, wurde zu Punkt 2: Beschlußfassung über sammlung am 19. September bei Roll, Adalbertstr. 21. 1 Kandidaten zu ftellen. Da obige Branchen sich in jüngster restirende Mitglieder geschritten, wobei 39 Mitglieder wegen Beit zu einer Organisation verschmolzen haben, so ist auch davon 8 bis 9 Monate nicht gezahlter Beiträge gestrichen wurden. Die öffentliche Versammlung der Bau- Arbeiter Ber Abstand genommen worden, dieselben einzeln zur Aufstellung von Gleichzeitig wurde bekannt gemacht, daß yon nun an in jeder lins vom 28. August war berufen, Stellung zu den GewerbeKandidaten zusammenzurufen. Im Intereffe derselben liegt es Mitgliederversammlung die Quittungsbücher legitimiren. 3. Ab- gerichtswahlen zu nehmen. Den einleitenden Vortrag hielt jedoch, sich recht zahlreich an dieser Versammlung zu betheiligen, rechnung des Vergnügungskomitees vom 2. Stiftungsfefte, wurde Kollege Gaßmann, welcher die Nothwendigkeit der Betheilium dazu beizutragen, daß auch Männer gewählt werden, die sich ebenfalls erledigt. 4. Bei Vereinsangelegenheiten wurde wegen gung an den Wahlen auseinandersetzte und das Gesetz in kurzen mit vollem Eifer der Sache der arbeitenden Bevölkerung widmen. Schon sehr vorgerückter Zeit weiter nichts Nennenswerthes vor- Bügen erläuterte. In der folgenden Diskussion trat die Leider giebt es noch so viele Kollegen, die da glauben, es gebracht. Uebereinstimmung der Versammlung mit dem Referenten zu sei Sache anderer Leute, für fie einzutreten und zu kämpfen und Tage und schritt diefelbe zur Aufstellung der Kandidaten zum die sich nur dann an das Solidaritätsgefühl der Gesammtheit Der Verband der Möbelpolirer Berlins und Umgegend Gewerbegericht. Seitens des gefchäftsführenden Ausschusses der erinnern, wenn ihnen selbst das Fell über die Ohren gezogen hielt am 22. Auguft eine Mitgliederversammlung ab, in welcher Streit- Kontrollkommission find den Bau- Arbeitern 4 Kandidaten wird. Auch der Beste und Gifrigfte ist ohnmächtig, wenn die Kollege Reuter einen fachgewerblichen Vortrag hielt. Er besprach zugewiesen worden und wurden als solche gewählt Gaß mann, Rersten, allenthin und Marasas. Die felben gaben sämmtlich die Erklärung ab, auf dem Boden des fozialdemokratischen Parteiprogramms zu stehen. Die Adressen derselben sind: Wilhelm Gaßmann, Gyerzierstraße 4, Karl Wallenthin, Liebenwalderstraße 20, Wilhelm Kersten, Ruppiner straße 29 und Friedrich Marafas, Prenzlauer Allee 233. Des Weiteren beschäftigte die Versammlung die schon lange schwebende Angelegenheit der Abrechnung der Vertrauensmänner. Die betreffenden Restanten wurden bekannt gegeben. Die Revisoren wurden beauftragt, Material und Gelder, insbesondere von Engelhardt, einzuziehen. Die betreffenden Restanten sind Gebhardt, Glasow, Harms, Schönberg, Grimm, Horlik, Dienegott Lehmann und Kühne. Glasow wurde außerdem von dem Verdachte der Listenfälschung gereinigt. Fürstenwalde a. d. Spree. Die hiesigen Parteigenossen feierten den Todestag unfires unvergeßlichen Vorfämpfers Ferdinand Lassalle durch eine umfangreiche Agitationstour nach dem platten Lande. Sonntag Morgen wurden folgende Ortschaften besucht und mit Druckschriften belegt: erste Kolonne: Moltenberg, Buchholz, Tempelberg, Golsdorf, Eggersdorf; aweite Rolonne: Trebus, Beerfelde, Jänickendorf, Schön felde, Hoppegarten; dritte Kolonne: Neuendorf, Steinhöfel, Hafenfelde, Arensdorf, Heinersdorf, Behlendorf, Jahnsfelde. Die Aufnahme war, abgesehen von einigen unbedeutenden Scharmügeln mit mehreren progigen Großbauern in Buchholz, sowie dem Amtsvorsteher in Schönfelde, überall, selbst unter den besser fituirten Landleuten, eine herzliche. Vielfach wurden die Genossen aufgefordert, bald wieder zu kommen. Die Wohnungen der ländlichen Arbeiter, namentlich auf den großen Gütern, wurden vielfach unter aller Würde angetroffen, so daß die Wohnungsverhältnisse in der Stadt dagegen als Gold zu bezeichnen sind. die Genossen wieder zufammen, um im Verein mit den dortigen In der Nachbarstadt Müncheberg trafen dann gegen Mittag Freunden bei den Klängen der Stadtkapelle und des Fürstenwalder Arbeiter- Sängerchors den Tag in fröhlicher Weise zu beschließen. Riedorf. Sozialdemokratischer Verein Norwärts". Dienstag, den 30. August, Abends 8½ Uhr, Bersammlung bei Hoffmann, Bergstr. 133. Bortrag über„ Die Arbeiter im Kampfe mit dem Kapital". Lese- und Diskutirklub„ Empor". Dienstag, Abends 8% Uhr, bei Behrend, Blumenthalstr. 5. Reliner und Berufsgenossen. Dienstag, den 30. Auguft, Nachm. 4 Uhr, große öffentliche Bersammlung in der Berliner Refsource, Kommandanten2. Aufstellung von Kandidaten zum Gewerbegericht. Verband deutscher Zimmeriente. Grunewaldstr. 110. Theater- Verein Othello 2 Abends 9 Uhr, bet Tägers, Gartenstr. 13-14. Reichspost- Beitungstifte für 1892 unter Mr. 2564 a) beträgt der traße 158 bei Buchs. Privat- Theater- Gesellschaft Berliner Humor, Abends 9 Uhr, Köpnteer- Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 55 Pf.; unfer Privattheaterverein Crescendo. Abends, Puttbuferstr. 35, bet Schulz. ftraße 13-14. Orientalischer Rauchflub Spar- und Kreditverein, Abends 9 Uhr, Inferatenpreis die zweigespaltene Petitzeile 20 Pf. Depeschen: ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Theaterverein Vultania bei Täger, Garten- Kreuzband 85 Pf. Bergnügungsverein micitia, 8% Uhr, bei Schönnagel, Barnimftr. 47. fälen, Müllerstr. 7. Vergnügungsverein Reichstrone, Abends 9 Uhr, in Reichert's FeftGefelliger Verein Brüderschaft, im Restaurant Deutscher Reichsadler, Beuffelstr. 9. Vergnügungsverein Saturnalia, heute Abend 9 Uhr, Raupachstr. 6. Vergnügungsverein Fidelto. Alle Dienstag Abends 9 Uhr Sigung mit Damen bei Setfert, Dranienstraße 21. Bergnügungsverein Berolina, Abends 9 Uhr, im Restaurant Proß, Annenfiraße 9. Reichenbergerstr. 24, bei Schröder.- Rauchklub Eldorado, Abends 8% Uhr, im Restaurant W. Schulze, Ostbahnhof 7.- Rauchklub Dämmerwolfe, Böchftr. 51. Rauchflub Bruderbund, Abends 9 Uhr, Lauftzerftr. 50, bei Grande. Rauchflub 3eitgeist, Abends 9 Uhr bet Kaspar, Restaurant zum Zeitgeist, Bernauerstr. 72. Rauchtiub Amba lema, Abend 9 Uhr, Reichenbergerstr. 73a, bei Faustmann. uhr, bet Sohn, Wrangelſtr. 136. Rauchtlub Portorico, Abends Rauchtlub Gemüthlichteit 2, Abends 9 Uhr bet Achsel, stöpeniderstraße 161. Rauchtlub Blaue& uft, bet Nawrot, marfusstr. 23. Abends 9 Uhr, bei Bredlow, Bülowstr. 65. Rauchtlub Abguß, 8% Uhr, Tambourverein Rothe Nette, Dienstag und Freitag, Abends 9 Uhr, bei Thiele, Brandenburgstr. 56. und Schönhauser Allee Ece. Touristentlub Wanderlust, Abends 9 Uhr, bei Biehrat, Fransectstraße und Schönhaufer Allee Ede. Sprechfaal. Die Redaktion ftellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür abzugeben ist, dem Bublifum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Intereſſes zur Verfügung; the wart fich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. Herr Paul Salzwedel war weder berechtigt noch verpflichtet, von den Strafgeldern Fingblätter zu bezahlen, da laut Vorstands: unberechtigter Weise einbehalten. protokoll feine Fluglätter bestellt waren. Er hat daher die 8 M. Zentralverein der Bildhauer Deutschlands. Dienstag, den 30. Auguft, Abends 8½ Uhr, Annenftr. 16: Bersammlung. Tagesordnung: Remuneration des Berwalters. Wahl eines Schriftführers. Wahl von Vertrauensleuten. Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend 8%-10% Uhr: Südschule: todt. = Der Vorstand der Ethischen Gesellschaft. Vermischtes. Hamburg, 29. Auguft. Der Kranken- und Zeichentransport hat, wie von mehreren Seiten übereinstimmend mitgetheilt wird, feit der vergangenen Nacht wesentlich abgenommen. Auch in Altona ist seit Mitternacht eine Abnahme bemerkbar. Die Beerdigung der großen Anzahl von Choleraleichen wird durch Mangel an geeignetem Fuhrwerk vielfach verzögert. Der Verkehr in der Stadt war gestern außerordentlich still; die Konzertgärten waren leer, der Zirkus Renz und das„ Karl Schulte- Theater" sind geschloffen. Die Altonaer Pferdebahn beabsichtigt wegen der geringen Benutzung eine Einschränkung des Betriebes. ( Depeschen des Bureau Herold.) Hamburg, 29. Auguft. Heute Nachmittag 2 Uhr fand eine. Sigung der Bürgerschaft statt; dieselbe bewilligte 500 000 M. zur Bekämpfung der Cholera. Amtlich ist festgestellt, daß bis jetzt von 2832 Erkrankungen 1068 tödtlich verliefen. Bremen, 29. Auguft. Die Medizinalfommission macht bes fannt, daß asiatische Cholera noch nicht als vorgekommen feſtgestellt ist. Bis heute Mittag seien 16 als choleraverdächtig gemeldet, einer gestorben; auch bei dem letzteren sei Cholera asiatica nicht fonstatirt. Die Untersuchungen werden fortgesetzt und soll das Resultat veröffentlicht werden. Brüffel, 29. August. Bezüglich des Bahnunglücks werden folgende offizielle Ziffern gemeldet: drei Todte, zwei Männer und eine Frau, alle aus Vilvorde, sowie 32 Schwerverwundete, darunter 6 lebensgefährlich. Als Ursache des Unfalls wird an gegeben, daß ein dritter Zug, welcher dem Antwerpener Zuge voran fuhr, plöglich vor dem Nordbahnhof anhielt und dadurch den Antwerpener Bug awang, gleichfalls zu halten, ehe der Weichensteller Zeit hatte, den Ostender Zug zu warnen. Fast wäre auch der Zug, in welchem der König fuhr, zertrümmert worden. Der König kehrte nämlich von Ostende zurück, stieg aber gegen seine Gewohnheit anstatt auf dem Laekener Bahnhofe, heute auf dem Leopold- Bahnhof furz vor der Katastrophe aus. Viele Verwundete sind furchtbar verstümmelt. Eisenbahn- Katastrophen. Brüssel, 29. Auguft. Heute fraße 57. 1. Bortrag des Herrn Dr. Lütgenau über Gewerbe- Schiedsgerichte. Morgen 1/29 Uhr fand ein Zusammenstoß zwischen dem von Ostende kommenden Expreßzug und dem von Antwerpen kommenBersammlung am Dienstag, den 30. August, Abends 8 Uhr, bet Jakob, Oftender Zug ist nur wenig beschädigt; von dem Antwerpener burg gegend. den Personenzug infolge falscher Weichenstellung statt. Der Vergnügungsverein„ Berolina". Sigung jeden Dienstag, Abends von Zug ist der letzte Wagen umgeworfen. Der Waggon I. Klasse 9 Uhr ab, im Restaurant Prot", Annenftr. 9. ist vollständig zerschmettert, der Wagen II. Kl. halb zertrümmert. Lese- und Diskutirklub ,, Vereinte Kraft". Mittwoch, den 31. August, Abends 9 Uhr, bei klein, Schönleinftr. 6. Vortrag über die Marr'schen öto: Einige 50 Personen sind verwundet. Auf Tragbahren werden nomischen Lehren von Karl Kautsky. Ref. Dr. P. Bernstein. fortgesetzt Verwundete fortgeschafft, welche unter den Trümmern hervorgeholt werden. Der Generalfonsul des Orangestaates ist Briefkaffen der Redaktion. schwer verwundet, 20 Priester find verletzt; zwei Personen sind E. 5. 99. Das Inserat tostet 4,80 m. Die genaue Zahl der Verwundeten ist noch nicht Sagelsbergerſtr. 43: Unterricht in Deutsch( mittleres); Südost- Sule: festgestellt. Einige Frauen und ein Kind konnten erst nach Dingen anständiges Benehmen von den Fragestellern. P. W. Jedes bürgerliche Blatt verlangt vor allen Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Deutsch( mittleres): Oft Schule, Martusstraße 31: Unterricht in Physiologie; Nord- Schule, Müller: längerer Zeit aus den Trümmern hervorgeholt werden. ftraße 179a: Unterricht in Geschichte( mittlere). 3. 857. Beantragen Sie unter Darstellung des Unfalls In allen Lehrfächern, München, 29. Auguft. Auf dem Zentralbahnhof in Ingol- beim Polizeipräsidium die Bubilligung einer Unfallsrente. Freimit Ausnahme der Buchführung, tönnen noch Schüler und Schülerinnen, stadt entgleiste heute dadurch, daß eine Rangirmaschine von der lich würden Sie eine solche nicht erhalten, wenn Sie nicht nachLese- und Diskutirhlubs. Bienstag. Johannes Webde, s uhr, Seite in den Münchener Postzug 7 hineinfuhr, der letztgedachte weisen können, daß Ihre Erwerbsfähigkeit durch den Unfall verAgitationsverein affatte, Abends Bug. Ein Wagenwärter ist todt, von den Reisenden sind zwei mindert ist. Lese- u. Diskutirtiub Spinoza, Gendarmen mit zwei zu transportirenden Gefangenen leicht verKönig. Wir können Ihnen nicht rathen, die Rechtzeitigkeit Arbeiter- Sängerbund Berlins und umgegend, Dienstag, Abends wundet. Die Maschinen sind beide erheblich, ein Wagen leicht der Kündigung gegen den Wirth in einem Prozesse geltend zu 9 Uhr, Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Freundschaft 1, bet beschädigt. Der Verkehr der übrigen Züge ist nur unwesentlich straße 5 bei Bartels.- DIympia, Alte Jatobftr. 68 bei Richter.- child: gehemmt und wird gegen Abend wieder in voller Ordnung sein. und Landgerichts haben über diese Frage verschiedene Ansichten, Versuch mit einem elektrischen search light größten Maßstabes so daß sich der Ausgang des Prozesses nicht voraussagen läßt. F. H., Nigdorf. Tausend. im Staate New Hampshire gemacht worden. ist soeben auf dem über 6000 Fuß hohen Mount Washington Mehrere Genossen der Prenzlauer Allee. Die Zentrals auch jezt im Laufe des Semesters, eintreten. bet J. Winkler, Manteuffelftr. 60. 8% Uhr, bei Schayer, Reichenbergerstr. 54. Abds. 8% Uhr, bei Tripke, Reichenbergerstr. 47. Dewald Berliner, Brunnenstraße 114. Harmonia, Flottwellhorn, Usedomftr. 33 bei Miete. Fidelitas, Bergftr.68 bei feller.- II ero, Wrangelfir. 141, bet Schmidt.- Alpenglode, Grüner Weg 29, bei Saeger. " Restaurant Walhalla". Musehold. Vorwärts M Die Elektriker machen. aber nicht. aber er muß die Folgen tragen, welche durch Nichtannahme eines Paris, Velten. Bestraft kann der Betreffende nicht werden, eingeschriebenen Briefes entstehen. Berliner Buchdrucker, Alte Jafobstr. 83 bei Wienecke. Bruderherz, Lichtenbergerstr. 21, bet Heise.- Ihn'scher Humor, Strauß bergerftraße 3 bei Wirt. Unverzagt 2, Moabit, Kronen- Braueret. Hoffnung 2, Deutsch Wilmersdorf, Brandenburgstraße bet Grä. Walbtapelle 1, Stallschreiberstr. 29 3. eifernen Stab.- Arbeiter Mat- wartungen entgegengesehen und erklären sich als sehr befriedigt haben diesem Versuche mit dem" Suchlicht" mit großen Er- leitung der Partei giebt überhaupt keine Bons heraus. Das macht jeder Kreis nach eigenem Ermessen. bund, Nowawes, Wallstraße bei Gärtner.-Sängertette, Schönleinstr. 6 Georg P., Tischler, Rigdorf. Wir können der Sache nicht bei D. Klein.-' reuzberg, Sichterfelderstraße 7-8 bet winter. Ite von dem Erfolge. Sie sagen, daß es nun möglich sein: oird, mit näher treten. Wenden Sie sich beschwerdeführend an den PolizeiLinde, Mariannenstr. 31-32 bei Doberstein. Borwärts 4, Rathenow, Lichtern dieser Art von Bergesspigen aus auf 100-150 englische Einigkeit 2, Landsbergerstraße 31 bei Meilen Warnungssignale zu geben. Bisher galt das„ Suchlicht" präsidenten. Sorgenlos, Röslinerstraße 17 bet Wendt. C. B., 102. Wenden Sie sich an die Frauenklinik in der Gefangverein der Böttcher Steineiche, Jüdenstr. 55 bei Trieschmann. auf dem Eiffelthurme für das höchste von allen, und nun haben Ziegelstraße. 8, Marwig, bei Wilhelm Nölte. Vorwärts 2. die Amerikaner, the highest in the world", da die Seehöhe des Schönhauser Allee 28 bei Stuhlmey.- Silaria, Blumenftraße 46 bei Went, Washington- Berges genau 6348 Fuß beträgt. Das Licht hatte nützt Ihnen auch keine Reklamation. Denunziant. Wenn Sie keine Einwendungen machen können, Fretes Lied 2, Friedrichsberg, Frankfurter Allee 165, bet feber. Sänger Chor der Töpfer, Neue Friedrichstr. 44, bet Röllig. eine Stärke von 100 000 Kerzen, während das stärkste bisher ge- R. P. Das ist teine Prinzipienfrage. Jeder hat das mit Bieberhalt, Eisenbahnstraße 20 bei Siegmund. Bufriedenheit, brauchte, das auf einem Kriegsschiff Verwendung fand, nur sich selbst abzumachen. Zu Versammlungserörterungen eignen Gnetſenauftr.88 b.Kärger.-Gängerfreiheit, 9 Uhr, b. Fröhlich, Naunynftr.44 50 000 Kerzen start war. Als das Licht vom Mount Washington fich derartige Vorkommnisse aus leicht begreiflichen Gründen - Echo 3. Behlendorf, Anglersruh" Alsenstraße bei Ghmfe. Gesangverein Senefelder, bet Althoff, Brüderstr. 26.- Johanni, Rüdersdorfer= erstrahlte, lag in den Thälern dichter Nebel, sodaß das search ftraße 45, Gesellschaftshaus Oftend. Vorwärts 3, Friedrichsfelde, light nicht seine ganze Kraft entfalten fonnte. Doch war die Wilhelmstr. 10 bei Momber. Gefangverein Rothe Nette 2, bei Raabe, Wirkung so stark, daß man in Fabyan House, welches in der Ruppiner und Schönholzerstraßen- Ece. Schneeglöckchen 1, sermannplay 39 bet Jatob. Gefangverein Eintracht, Nieder- Schönweide, Luftlinie genau 7 englische Meilen entfernt ist, großen Druck beRestaurant Hinz. Mohr'sches Doppelquartett, Friedrichsbergerstr. 19. quem leſen tonnte. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Male Buschriften, den Bund betreffend, find zu richten an Max Geng, Berlin N., Belforterstr. 26, 1 Tr. Dienfag. Stattlub Kreuz- Solo bet Mühle, Krautstr. 2.- Theaterverein Blumenlefe bet Ringe, DresdenerTheaterverein, Bultania" bet Täger, Gartenstr. 13-14. ftraße 105. Geselliger Bereif Mehr Licht bet Babel, Frankfurter Allee 90. A. R. 1. Erkundigen Sie sich beim Neftor der dortigen felliger Berein Hoffnung bei Nemit, Lebuserstr. 5. Rauchflub Graue Schule nach Namen und Adresse des Kreis- Schulinspektors und Wolfe bet Ratte, Krautstr. 48. Rauchklub Ambalema bei Faustmann, Reichenbergerstr. 73a. Von der Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der richten Sie an diesen das Dispensationsgesuch, das freilich nur Tambour- Verein Borussia bei Leichniß, Königs bergerftr. 24( Uebungsstunde). Tambourverein Ruf bei Sperling, Infel- Arbeiterinnen( Stuttgart, J. H. W. Diet' Verlag) ist uns soeben ausnahmsweise genehmigt wird. 2. Beantragen Sie beim hiesigen Tambourverein Wirbel, bet Müller, die Nr. 17 des 2. Jahrganges zugegangen. Aus dem Inhalt Amtsgericht II unter Darstellung des Sachverhalts den Erlaß Gartenstr. 52( Uebungsstunde). Tambourverein deutsche Eiche bei dieser Nummer heben wir hervor: Die Frauenabtheilung der eines Zahlungsbefehls gegen Ihren Schuldner. Ist innerhalb Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Dienstag. Gesangverein Weltausstellung zu Chicago.- Gott, daß Brot so theuer zwei Wochen seit der Zustellung Ihnen nicht mitgetheilt worden, Musttverein ist, Und so wohlfeil Fleisch und Blut." Sophie Bardina. daß Ihr Schuldner Widerspruch erhoben hat, so senden Sie den ( Schluß.) Feuilleton: Am Nordpol. Nach dem Englischen Zahlungsbefehl an das Amtsgericht II mit dem Antrage auf von P. Oliverio.( Fortsetzung.)- Arbeiterinnen- Bewegung. Erlaß des Bollstreckungsbefehles, welchen Sie alsdann einem Kleine Nachrichten. Gerichtsvollzieher zur Zwangsvollstreckung übergeben. Berliner Turngenoffenfchaft. Die 9. männerabtheilung turnt jeden Nummer 10 Pi ,, durch die Post bezogen( eingetragen in der Wirth braucht Sie nicht vom Kontrakt zu entbinden. Die„ Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der W. S. 100. Sie haften unbedingt für die Miethe; der ftraße 1( Uebungsflunde). Niederschuh, Fürbringerstr. 7( Uebungsstunde). 1 Ge= Anatreon, Abends 9-11 Uhr, bei Keßner, Annenstraße 16. Nord 8-11 Uhr, Wriesenerfir. 6, bei Gendte. Richter'scher Gesangverein tagt jeden Dienstag Abend 9 Uhr, im Märkischen Hof, Admiralstr. 18c. Turnverein Gesundbrunnen. Die 1. Männer- Abtheilung turnt von 8-10% Uhr in der Turnhalle des Leffing- Gymnasiums, Pantstraße 9-10.Dienstag und Freitag in der Gemeindeschule, Blumenftr. 63 a. Literarisches. Amerika. Ihr Sohn hätte vor seiner Auswanderung sich mit der Berufsgenossenschaft über eine Rapitalabfindung einigen sollen. Er möge jetzt von Amerika aus an die Genossenschaft dieserhalb schreiben. Aegyptische Ausstellung. Be Unmittelbar an der Stadtbahn- Station Zoologischer Garten. Eröffnung Freitag, 2. September. Permanent geöffnet von Morgens 10 bis Abends 11 Uhr. Arabisches Original- Café mit seinen ägyptischen Musikern und Orientalische Bazare. Anfertigung und Verkauf ägyptischer und syrischer Suaheli- und Fellachen- Dorf, Beduinen- Lager. Landwirthschaftliche Anlagen, Maschinen und Geräthe Ober- Aegyptens. National- Tänzerinnen( Almées). Handwerkserzeugnisse. 4 Pfund Brot für 50 Pf. liefert [ 2825L Albrecht's Bäckerei, Wrangelstr. 8, Langestr. 26., Falkensteinstr. 28. Don G. 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Etage, Hamburg, Frau Blohm, Eimsbüttel, Marthastr. 22, 4. Etage. Frau Grünwaldt, St. Georg, Steindamm. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Aufruf. " A 9. Jahrg. Wir ersuchen alle uns und den Organisationen Deutschlands Oberlande gewonnen wurde, hätte seit dem Erscheinen dieses noch fernstehende Frauen und Mädchen, sich uns anzuschließen Buches fortgesezt die Meiningische Fabrik- Inspektion veranlassen. Es soll eine ziemlich all gemein verbreitete Sitte sein, und uns im Rampfe um eine Besserstellung zu helfen, damit wir müssen, weitgehendste Untersuchungen vorzunehmen. Bis heute daß die Gäste, welche an den von den Gastwirthen veranstalteten mit vereinten Kräften erringen, was den Einzelnen zu erringen empfindet wohl jeder einzelne Arbeiter die Unzulänglichkeit seiner Lage, aber die unter seinen Arbeitskollegen graffirende„ Unsoli Abendtischen theilnehmen, nach Beendigung des Essens dem unmöglich ist. Hazardspiel huldigen. Dies geschah auch gelegentlich eines darität" und Gleichgiltigkeit macht jeden Versuch, allmälig Abendtisches, der an einem Novemberabende des vorigen Jahres günstigere Arbeits- und Lohnverhältnisse anzuftreben, wirkungsles im Hotel zum Rothen Adler in der Landsbergerstraße stattfand. und sonst nimmt sich Niemand seiner an, der berufen ist, ähn liches Material zu sammeln und der Deffentlichkeit zu übergeben, Zunächst wurde gepockert, dann ging man zu Meine Tante, Teine Tante" über und bewies bei diesem Spiel eine so große wie es der Fabrit Inspektor für Schwarzburg- Rudolstaot in feinem Berichte für das Jahr 1891( siehe unseren Beitartikel in Ausdauer, daß die letzten Gäste erst am folgenden VorNr. 67 des Thüring. Voltsfreund) gethan hat. Die Berichte mittag den Heimweg antraten. Der Bankhalter, ein hie der Handels- und Gewerbekammer in Sonneberg_beschäftigen figer Goldwaarenhändler, hatte in jener Nacht Pech, er foll Kollegen! Am 11. September d. J. findet in der Ressource, sich wohl im Allgemeinen mit der Lage der Spielwaaren der Behörde, worauf der Juhaber des erwähnten Hotels, Kurbis, schäftigten Arbeiter statt. gegen 3000 Mark verloren haben. Die Sache kam zur Kenntniß Stall schreiberstr. 43, die Konferenz aller im Handelsgewerbe be- Industrie, dem Einfluß der Schuß- und Lebensmittelzölle 2c. 2c., über die Lage der Spielwaaren Arbeiter ist in diesen eine Anklage wegen Duldens von Hazardspiel erhielt. Das Die Bedeutung dieser Konferenz ist den Berufsgenossen in Berichten wenig oder gar nichts gesagt. Aehnlich verhält Schöffengericht verurtheilte ihn zu 25 Mart. Der Staatsanwalt früheren Aufrufen und Leitartikeln zur Genüge flargelegt worden, es sich auch mit der Textif Industrie im Meiningischen. hielt diese Strafe für zu milde und legte Berufung ein. Im so daß wir jezt nur noch nöthig haben, die Berufsgenossen, Gin Bericht aus Pößneck in unserem Bruderorgan, dem Saal geklagte seine Versicherung, daß er von dem Spiel, welches seine dies endgiltig zu thun. Die Zeit bis zur Konferenz ist nur noch der Fabrikinspektor auf der Bildfläche erscheint und seines Amtes Gäfte in jener Nacht betrieben, gar keine Kenntniß gehabt furz, und weil die Kommission das größte Interesse daran hat, walten muß, wenn der Arbeiterschuh" feine Chimäre" bleiben und er den Rauin, Raum, in welchem betrieben wurde, die Berufsgenossen recht zahlreich hier begrüßen zu können, soll. Die nachstehende Mittheilung des Saalf. Boltsbl." zeigt taum betreten habe. Die vernommenen Zeugen, sämmt- fordern wir Euch nochmals auf, für die Beschickung der Konferenz uns, wie in den großen Webereien in Pößneck die Arbeiterschuhlich Theilnehmer an dem Spiel, unterstützten diese Sorge tragen zu wollen. Da in den größeren Städten die gefeßgebung seitens der profithungrigen Unternehmer gehandhabt, Behauptung des Angeklagten. Er habe sich so wenig Wahlen der Delegirten stattgefunden haben, wird, wie vorauszu- wird und jeden ehrlichen Menschen muß das tiefste Wiitleid überum die Spielenden gefümmert, daß es sogar hinsichtlich sehen ist, die Konferenz sich zu einer bedeutenden gestalten. mannen. Es heißt da:" Bu was die Arbeiterschutzgesetzgebung" der Bedienung mangelte. Während sonst ein Wirth, welcher Die einzelnen Puntte der Tagesordnung sind von der Rom- gut ist, dies beweist die anarchische Wirthschaftsweise in den Fas Hazardspiel dulde, dafür zu sorgen pflege, daß reichlich Cham- mission so gewählt, daß es auch im Interesse der kleineren Städte briten. Bei B. Siegel und Schüße wird von früh 5 bis abends 8, pagner getrunken und auch ein hohes Kartengeld gezahlt werde, liegt, hier vertreten zu sein. nein bis 10 Uhr gearbeitet, und hat der Tuchmacher Albert, fei feins von beiden im vorliegenden Falle geschehen, es feien Sollte es trotz eifriger Bemühungen nicht möglich sein, De- welcher in der Tuchschererei Meister" spielt, eine Frau, welche nur einige Flaschen Selters getrunken worden. Der Staats- legirte zu senden, so wird die Kommission auf Wunsch der ein- fich gegen eine dritte Person über die überlange Arbeitszeit beanwalt hielt die Berufung zwar aufrecht, nahm aber davon Ab- legirte schwert hatte, sofort entlassen! Wo bleibt die Schutzbestimmung stand, ein höheres Strafmaß zu beantragen. Gin Spiel, welches zelnen Städte für geeignete Vertretung sorgen. Nachstehend geben wir nochmals die vorläufige Tagesordunne für die Frauen und wo mag wohl der Herr Fabrikinspektor weilen? ununterbrochen fast 12 Stunden betrieben wurde, mußte bekannt: Albert soll sich geäußert haben, er bekäme Leute genug, die Tag und zweifellos in dem Angeklagten die Ueberzeugung hervorrufen, 1. Situationsbericht. Nacht arbeiten wollten! So nüßen die Herren die Arbeitskraft daß es sich um ein Hazardspiel handelte und in dem aus. Dieselben Herren, welche ihren werthen Rörper in Bädern rein passiven Verhalten des Angeklagten sei eben das Dulden zu pflegen, muthen bei dieser afrikanischen Size Arbeitern und finden. Der Gerichts hof fonnte sich den auf Freisprechung zielenArbeiterinnen zu, 16 Stunden den Tag zu arbeiten. Die Landden Ausführungen des Vertheidigers, Rechtsanwalt Dr. FriedWir haben die Dauer der Konferenz auf einen Zag fest firaßen bevölkern tausende Arbeitsuchende und die arbeitenden mann, nicht anschließen, sondern bestätigte das erste Erkenntniß. gesetzt und wird dieselbe Morgens 8 Uhr eröffnet. Im Interesse Brüder müssen Tag und Nacht schuften, bis sie umfallen. Beleidigung von Mitgliedern des Reichs- Versicherungs- aller liegt es, daß bei der reichhaltigen Tagesordnung die Dele- D göttliche Weltordnung! In der Flanellfabrik von B. Siegel amtes, sowie des bei dieser Behörde angestellten Geheimsekretärs girten pünktlich zur Stelle sind. Göße führte gestern den Redakteur des Fuhrhalter", Louis Die Delegirten werden gebeten, der Kommission Tag und Müller, den Rentier Guido Schön und die Fuhrherren Stunde ihrer Ankunft mitzutheilen. Dieselbe hat für billiges Langner und Frante vor die vierte Straftammer des Logis gesorgt. Landgerichts I. Die Anklage ist entsprungen aus einer feit ein Referat übernehmen, so ist es nothwendig, dieses dem UnterSollten Delegirte zu einzelnen Punkten der Tagesordnung Jahren bestehenden tiefen Spaltung zwischen Mitgliedern zeichneten bis 1. September mitzutheilen. dem Vorzeichneten der Berufsgenossenschaft der Fuhrherren und dem Briefe und Zuschriften sind an den Unterzeichneten zu richten. fizzenden dieser Genossenschaft, Herrn Scharffenberg. In zwei Die Agitations- Kommission. Nummern des Fuhrhalter", welcher das Organ der mit dem H. Pinzer, Berlin, Kurfürstenstr. 6. Vorfande Unzufriedenen ist, war die Behauptung aufgestellt, daß Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck ersucht. der Geheim- Sekretär Göße dem Herrn Scharffenberg in indiskreter Weise von einer außerordentlichen Revision Mittheilung gemacht, Aus dem Korrespondenzblatt der Hamburger welche demnächst bei der Fuhrwerts- Berufsgenossenschaft stattGeneralkommission. finden würde. In dem zweiten beanstandeten Artikel wird behauptet, daß es im Reichsversicherungsamte Beamte geben müsse, welche Verrath übten. Der hierüber angetretene Wahrheitsbeweis mißlang, worauf der Gerichtshof den Angeklagten Müller zu 150 Mark und die übrigen Angeklagten als Verfasser des zweiten Artikels zu Geldstrafen von 75, bezw. 30 und 30 Mart verurtheilte. 2. Welche Organisationsform ist für uns die beste> 3. Regelung der Agitation. 4. Stellungnahme zu unserer Preffe. u. Schüße ist am 17. die Ehefrau des Schuhmachers Köcher während des Scheerens umgefallen und noch am gleichen Tage verstorben." Eine Arbeitszeit von früh 5 Uhr bis unter Um ständen abends 10 Uhr! Gine Frau beschwert sich über die Arbeit zusammen!- Wo mag wohl der Herr Fabrikinspektor lange Arbeitszeit und wird entlassen; eine andere bricht bei der Ja, wo mag er weilen? Dürfte man sich vielleicht unterthänigst erdreisten, bei der Regierung nach dem Namen des Herrn Fabrikinspektor" zu fragen, damit wir demselben ein Exemplar des Thür. Bolksfreund" oder des„ Saalf. Voltsblatt" zustellen können? weilen?. " Hungerlöhne in- Deutschland. Unser Bruderorgan, bie Thüringer Tribüne" schreibt in ihrer Nummer vom 26. d. M.: Situationsbericht. Die Direktion der Flensburger Glasfabrik In der Schuhfabrit von Böhnert in Erfurt, Mainzerhof( Aktien- Gesellschaft) wollte am 1. August einen neuen Lohntarif straße, werden erwachsene Arbeiterinnen mit einem Wochenlohn einführen, der die bisherigen Preise um 25 bis 30 pet. herab von 4 geschrieben vier Mark abgespeist. fehte. Da von den Arbeitern jedoch schon im Frühjahre eine Also 4/7 M., ca. 60 Pf. pro Tag. So manches Hunde7prozentige Lohnreduzirung stillschweigend hingenommen worden futter" dürfte wohl den„ lukullischen" Wahlzeiten dieser Aermsten war, so konnte diese neuerdings in Aussicht gestellte Verminderung vorzuziehen sein. ihres Arbeitsverdienstes von ihnen nicht angenommen werden. An den Schandpfahl mit einem System, daß solche Früchte Gine Unterhandlung der Kommission der Arbeiter mit der Direktion führte zu dem Resultat, daß der bisherige Lohntarif bestehen bleibt, den Arbeitern aber 10 pet. vom Baarverdienste abgezogen werden. zeitigt! Der Hanzeigenthümer und Glasermeister Gottschalk Silberstein stand gestern nnter der Anklage der wissentlich Die Schneider Ungarns. Dieser Tage wurde in Budapest falschen Anschuldigung vor der 7. Etraftammer des der erste ungarische Landeskongreß der Gehilfen und Gehilfinnen Landgerichts I. Der Restaurateur Reitmeyer hatte von dem AnDer Ausstand der Brauer in Hanau ist nach neuntägiger des Schneidergewerbes eröffnet. Der Kongreß zeigte, so berichtet geklagten eine Anzahl Räume gemiethet, die zu Restaurations: Dauer zu Gunsten der Arbeiter beendet worden. Es wurde eine die" Frankf. Btg.", daß die national- demokratische Partei, die zwecken eingerichtet werden sollten. Es wurde vereinbart, daß eine vorhandene fleine Maschine abgebrochen und das daraus Lohnerhöhung und kürzere Arbeitszeit sowie die Garantie für sich nicht in faroffen Gegensatze zum Unternehmer stellt, immer gewonnene Material zu einer zu erbauenden größeren Maschine unbeschränktes Roalitionsrecht erzielt. Die Ausstände der Brauer mehr verdrängt wird; denn auf dem Kongresse drangen nur die Wort ührer der internationalen sozialdemokratischen Partei durch. in Frankfurt a. M. und Elberfeld dauern fort. mitverwendet werden sollte. Die Maschine wurde abgebrochen Das Gewerkschaftskartell in Kassel hat ein Regulativ für Nach Verlesung der aus der Provinz und dem Auslande, be und die Kacheln wurden einstweilen in dem Keller des An- die Unterstügung der Streits eingeführt. Gleichzeitig erklärte fich fonders aus Desterreich, eingelangten Begrüßungs- Telegramme getlagten untergebracht. Die Ausstellung der der größeren Maschine verzögerte fich aber trotz das Kartell bereit, den Zentralvorständen bei Arbeitseinstellungen entwarf der Referent Andreas Kornyak aus Budapest ein Bild aller Mahnungen des Miethers, es fam darüber zwischen den Parteien zu Streitig in Raffel unparteiisch über die Lage am Orte Auskunft zu geben. von der traurigen Lage der in der ungarischen Hauptstadt des Miethers, es kam darüber zwischen den Parteien zu Streitig Voraussichtlich werden die Vorftande vorkommenden Falles von lebenden Schneidergehilfen und führte aus, derselben könne nur feiten und als dem Miether die Geduld riß, öffnete er den Keller des Wirthes mit einem nicht dazu gehörigen Schlüffel, ließ diefem äußerst zwedmäßigen Anerbieten Gebrauch machen. Die durch Organisation auf sozialdemokratischer Grundlage abgeholfen die Kacheln herausnehmen und sie zum Ausbau einer größeren Adresse des Vertrauensmannes ist: Ph. Dietrich, Schüßenstr. 33, werden.( Stürmischer Beifall.) Er beantragte eine Resolution, Staffel. der zufolge der Rongreß sich auf sozialdemokratische Basis stellen Maschine verwenten. Hierauf reichte der Angeklagte bei der Von dem Vorstande des Verbandes der Barbiere, Friseure würde. Nachdem mehrere Redner, auch zwei weibliche, in Polizei eine Anzeige ein, worin er den Restaurateur Reitmeyer und Perrückenmacher werden wir ersucht, bekannt zu geben, daß diesem, ein Reoner, der aber niedergezifcht wurde, im Sinne der durch Wegnahme der Kacheln des schweren Diebstahls beschul digte. Nach Ermittelung des Sachverhältnisses wurde der Spieß von der Organisation eine Kontrolltarte eingeführt worden ist, anderen Partei gesprochen hatten, wurde die Resolution unter umgedreht und gegen Silberstein obige Anklage erhoben. durch welche sich die Mitglieder der Organisation legitimiren stürmischem Beifall einstimmig angenommen. Der Angeschuldigte blieb im Termine dabei, daß Reit- tönnen. Die Leitung des Verbandes ersucht nunmehr die Arbeiterschaft, nur in die Geschäfte zu gehen, wo Barbiergehilfen leber den vierten skandinavischen Arbeiterkongrek, des seiner Ansicht schweren Diebs stahls schuldig gemacht habe. Der Staatsan: valt glaubte beschäftigt werden, die Mitglieder der Organisation sind. Es welcher dieser Tage in Malmö abgehalten worden ist, geben wir tem Angeklagten nicht. Der Att der Selbsthilfe, zu dem Reit- soll dieses Mittel zur Stärtung der Organisation dienen, weil hiermit, da uns ein authentischer Bericht bisher nicht zuging, meyer gegriffen, möge sich nicht nach jeder Nichtung hin recht bei dem in diesem Gewerbe noch sehr gepflegten Innungsrummel unseren Lesern die Mittheilungen der Norddeutschen Allgemeinen fertigen laffen, daß es aber fein schwerer Diebstahl war, mußte bei den Arbeitgebern das Bestreben vorhanden ist, die Gehilfen felbst dem Laienverstande des Angeklagten flar sein, denn die und besonders die jüngeren, von der Gewerkschafts- Organisation Racheln waren in seinem Gewahrsam geblieben. Er beantragte Er beantragte fernzuhalten. meyer sich nach Beitung": " Es waren 60 bis 70 junge Männer aus Schweden, unter ihnen 5 aus Stockholm, 4 aus Gothenburg, 9 aus Norwegen, 68 aus Dänemark und dazu 3 weibliche Theilnehmer aus Kopen gegen den Angeklagten drei Monate Gefängniß. Ter Gerichtshof Der Weißgerber Rongreß, welcher in Altenburg tagte, bagen erschienen. Alle Führer der Sozialdemokraten in den brei hielt es zwar für zweifellos, daß die Handlungsweise des Zeugen war von 21 Delegirten besucht, die 41 Orte mit 1650 Mitgliedern Ländern waren anwesend, Berichterstatter aller Blätter von Heitmeyer nicht als schwerer Diebstahl aufgefaßt werden fönne, vertraten. Der Kongreß entschied sich für Anpassung der Organi Malmö, des dänischen Sozialdemokraten" und des Aftonmöglich sei es aber immerhin, daß der Angeklagte anderer Ansicht fation an die Beschlüsse des Halberstädter Kongresses und soll blad", der norwegischen Intelligenssedler", endlich des finmar, und es sei deshalb ein freisprechendes Urtheil zu demgemäß der Titel in Zukunft lauten: Verband der Leder- nischen Unsi Suometar"( in finnischer Sprache erscheinend). rechtfertigen. arbeiter Deutschlands". Wan will damit sämmtlichen Branchen Man begann mit Verlesen von Berichten über den Stand der der Lederindustrie Gelegenheit zu engerem Zusammenschlusse sozialdemokratischen Bewegung in den drei Ländern. Für geben. Boziale Ltebersicht. Aufruf. Der Verband der Posamentiere, Golddrahtzieher ze. verlegte den Sitz des Vorstandes von Offenbach nach Stuttgart, und ist willens, mit dem Verbande der Seiler und Reepschläger einen Rartellvertrag einzugehen. " Schweden berichtete Redakteur Arel Danielsson aus Malmö, Leiter des dortigen Vereins. In den letzten zwei Jahren wären feine besonderen Siege des Sozialismus in Schweden zu ver zeichnen; die Arbeiterbewegung hätte beinahe ſtillgestanden. Ursache wären der Mangel des allgemeinen Wahlrechts und die Herrschaft der Hofbesitzer im Reichstage, welche welche alle Der Zentralverein der Hand- und Fabrik. arbeiterinnen hat, veranlaßt durch die Beschlüsse bes Dem ,, Thüringer Volksfreund" entnehmen wir folgendes: foufervativ wären. Dennoch hätte die sozialistische Idee Halberstädter Kongresses, die dahin gingen, daß die Arbeiterinnen Sonneberg. Giebt es im Herzogthum Meiningen auch soweit Fortschritte gemacht, daß sie sogar an den Unifich den Organisationen der Männer anschließen sollen, die Auf- Fabrikinspektoren? Diese Frage wurde durch unseren Leitartikel versitäten durchgebrochen wäre; Beweis die kürzlich von einem Lösung der Organisation beschlossen. In einer öffentlichen Ver- in voriger Nummer des Thüringer Volksfreund", welcher die Professor herausgegebene sozialistische Arbeit. Der Redner er fammlung der Frauen und Mädchen Hamburgs wurde darüber von dem Fabrikinspektor für das Fürstenthum Schwarzburg- mahnte zu geduldigem Ausharren und warnte vor unvorsichtigen Diskutirt, ob die Organisationen der Männer für die Arbeiterinnen Rudolstadt aufgestellte Lohnstatistik behandelt, in Arbeiterfreisen Streits, wie der in diesem Jahre hartnäckig und nuglos fortgenügen, oder ob es angebracht sei, eine besondere Organisation besprochen. Wir können für heute diese Frage nur dahin be- gesezte der Grubenarbeiter in Norberg. " Der Arbeiterinnen aufrecht zu erhalten. Die Beschlüsse der Ver- antworten, daß es freilich auch im Meiningischen einen Fabrit- Maler Jansen von Dänemark stellte ein stetiges Wachsthum fammlung gingen dahin, es sei nothwendig, eine besondere inspektor giebt, von dem wir aber nicht wissen, wie er heißt, wo der dortigen sozialistischen Bewegung fest. Während im Jahre 1884 Organisation für Arbeiterinnen zu schaffen, da ein Theil von er wohnt, und noch weniger wissen wir etwas von seiner amt- bei den Wahlen für das Volksthing nur 6800 Stimmen ihnen Berufen nachginge, in denen keine Männer beschäftigt lichen Thätigkeit! Von den nahezu 2000 Fabrikanten in Sonne- für sozialistische Kandidaten abgegeben wurden, brachten wären, mithin feine Organisationen derselben beständen, ferner, berg wird sich kein einziger erinnern können, daß in den legten die heurigen Wahlen über 20 000 sozialistische Stimmen. Die weil es vielen Frauen und Mädchen auf Grund der ver- 10 Jahren eine Fabritinspektion stattgefunden hat. Will man aus gegenwärtige Menge der Partei- Anhänger ließe sich auf 82 000 Die Organisation rechnete 400 Vereine. schiedenen Vereinsgesetze unmöglich sei, irgend einer Organi dieser Thatsache den Schluß folgern, daß speziell in der Spiel- veranschlagen. und mit öffentlichen gar waarenindustrie amtliche Untersuchungen überflüssig fation anzugehören, die sich find, Sie gäbe fünf Tageblätter und eine reiche Literatur einzelner an Leib und Seele sozialistischer Arbeiten heraus. Die Streits der letzten 10 Jahre politischen Angelegenheiten beschäftigt, und schließlich noch, weil so sind die Spielwaarenarbeiter ein großer, ja der größte Theil der Frauen und Mädchen noch lebendige Beweise für die Nothwendigkeit gründlicher Unter- hätten den Arbeitern leider gegen 600 000 kronen gekostet. nicht genügendes Verständniß besige, um sich an derartigen ge- fuchungen über ihre wirthschaftliche Lage, die Arbeits- Auch dieser Redner sprach sich für ruhigen und gemäßigten Fort mischten Organisationen betheiligen zu können. In Anbetracht zeit, die Lobnverhältnisse und die Fabrikordnungen. Was an fchritt aus. Der aus Dänemark gebürtige frühere Bürstenbinder, jezige dieser Gründe wurde ein neuer Zentralverein der Frauen und statistischem Material durch die private Forschung eines Dr. Mädchen Deutschlands gegründet. Emanuel Sag( Die Thüringer Hausindustrie im Meininger Geschäftsführer Jeppenfen aus Christiania führte aus: In den wentgen Jahren, in denen der Sozialismus in Norwegen ein Feld nächsten Bersammlung am 28. August bei Deigmüller, Alte lehrreiche Vortrag auch in anderen Bezirksversammlungen des gehabt hätte, wäre er sehr rasch vorwärts gekommen, obgleich der Jakobstr. 48, zu erscheinen, weil hier die Diskussion über den Verbandes gehalten werden möge. jest mit Schweden geführte Verfassungskampf die Theilnahme Vortrag Freiland" weitergeführt wird, und zwar als 1. Punkt Die nächste, für den Vorort Rixdorf bestimmte Versammlung für denselben schwächte. Der Redner glaubt zu wissen, daß die der Tagesordnung. wird mehr im Mittelpunkt des betreffenden Ortes abgehalten Einführung des allgemeinen Wahlrechts in Norwegen nicht mehr Ferner bat Kollege Ulbricht um rege Betheiligung am werden. Die Kollegen werden ersucht, eine rege Agitation weit entfernt, und daß 60 Storthingsmänner derselben günstig Stiftungsfeste, wozu Billets beim Kollegen Lehr, Stralsunder- für besseren Besuch aut entfalten. Bekannt gemacht gestimmt wären. straße 11, sowie bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern zu haben wurde noch, daß ein am Sommerfest abhanden gekommener Nach Verlesung der Berichte ging man am Nachmittage zu find. Schirm beim Koll. Kirsch, Rottbuserstr. 18, Hof II, in Empfang der Frage des Zieles der Arbeiterorganisation über. Der Däne Ueber Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes machte der zu nehmen sei. Knudsen, Mitglied des Landsthings, beantragte nach einem in Rollege Breiter die Mittheilung, daß er in der Fabrik von Bechformaler Hinsicht glänzenden Vortrage, daß das Ziel der Arbeiter stein gemaßregelt sei. Hierzu stellte Kollege Sparfeld den An- im Schüßenhause stattfand, referirte am Sonntag, den 21. Auguft, Schmargendorf. In einer öffentlichen Versammlung, welche der Anschluß an die sozialdemokratischen Bestrebungen, die auf einen trag, diesen Fall der Werkstatt- Kontrollkommission zu überweisen, Genosse Reßler in zweistündiger Rede über Staatssozialismus. fozialistischen Staat abzielten, sein müßte. Gegen solchen Beschluß trat welcher einstimmig angenommen wurde. Zum Schluß machte Nachdem er die einzelnen Phasen desselben gekennzeichnet, fam er der Däne Lindeberg, Vorsitzender eines nichtsozialistischen Arbeiter Kollege Ulbricht auf die am 5. September stattfindende öffent im ferneren Verlauf seiner Rede auf die Februarerlaffe zu sprechen, vereins in Kopenhagen, der etwa 15 000 Mitglieder zählt, auf. liche Versammlung aufmerksam. Neu aufgenommen wurden und zeigte an Beispielen, indem er auf die Gewerbegesetz- Novelle Er berief sich darauf, daß der Kongreß nicht als eine sozialistische 11 Mitglieder. Versammlung ausgeschrieben worden wäre, und es Unrecht wäre, wenn resp. die sehr unvollkommene Sonntagsruhe hinwies, in welcher derfelbe die Arbeiter abstieße, welche nicht mit den Sozialdemo- hielt Herr Dr. Weyl einen weiteren Vortrag und zwar sprach er befinden, wenn es gilt, den Arbeitern die geringsten Konzessionen Arbeiter- Bildungsschule. Am Montag, den 21. d. M. Ohnmacht sich selbst Männer in den höchsten Machtstellungen fraten gehen wollten. Dieser Protest rief alle hervorragenden Diesmal über Nahrungs- und Genußmittel und die vegetarianische zu machen. Zum Schluß beleuchtete Genoſſe Keßler bie vert Redner der Versammlung auf den Plan: den Boltsthingsmann Lebensweise. Der Referent zeigte zunächst, welche wichtige Rolle schiedensten Einrichtungen unseres Klassenstaates und kam dann Holm und den Maler Jensen von Kopenhagen, den norwegischen die Grnährungsfrage für die gesammte Menschheit, besonders aber auf den Fall Vollmar und die durch diesen hervorgerufene Advokaten Meyer und Andere, deren Reden alle geduldig und mit lebhaftem Beifall aufgenommen wurden. Als man zur Ab- gerade für die Arbeiterbewegung spielt. Theoretisch sei die Er- Polemit zu sprechen und kritisirte die in dieser Streitstimmung schritt, wurde gegen den Resolutionsvorschlag nur die nährungsfrage bereits gelöst, indem die Wissenschaft festgestellt frage von Bollmar geübte Zaftit. Eine sich dem Vortrage aneine Stimme des Herrn Lindeberg abgegeben. habe, welche Nahrungs- Bestandtheile für den Körper erforderlich schließende Diskussion, an welcher sich die Genossen Peters, Am Freitag hat man sich mit Organisationsfragen, nament: praktische Ausführung sei jedoch bei wenigen Menschen der Fall, Eingreifen eines Gegners zu einer recht intereſſanten. Die Reg. find, damit der Stoffwechsel gut von Statten gehen kann. Die Spöhnmann und Meister betheiligten, gestaltete sich durch das lich mit den Fachvereinen beschäftigt. Mit großer Mehrheit VerMit großer Mehrheit ba ein großer Theil des Volkes nicht im Stande ist, sich die ſammlung stimmte einer Resolution zu, welche sich mit den Auswurde der Zusammenschluß aller Fachvereine in den drei Ländern zu großen Fachverbänden, namentlich zu dem nöthigen Nahrungsmittel faufen zu können, während andere zu führungen Keßler's einverstanden erklärte und die ferner ausZwecke, um gemeinsames Auftreten in den Lohnfragen zu ermög- tragende zeigte alsdann, aus welchen Stoffen der menschliche den Arbeitern in der sozialen Frage zugeständnisse macht, dieſe viel genießen, sodaß auch hier der Stoffwechsel leidet. Der Vor- drückte:„ Die Sozialdemokratie weiß, daß wenn der heutige Staat lichen, beschloffen. Die Fachvereine sollen nicht blos den technisch gebildeten, sondern auch den Hilfsarbeitern( Hand- Körper besteht und welche Bestandtheile demselben zugeführt wer- nur darauf berechnet sind, das Dasein der herrschenden Klasse zu langern von beiden Geschlechtern) offen stehen. Zu Beschlüssen Schluß behandelte der Referent die vegetariansche Lebensweise. dienlich ist, vom heutigen Staat annimmt, so wird sie doch nicht den müssen, um die fortwährende Abnuzung zu ersetzen. Zum verlängern. Wenn auch die Sozialdemokratie Alles, was ihr über die Stellung der Landarbeiter zur Streitfrage, über den Feldzug Diefelbe set als dem Menschen zweddienlich nicht zu betrachten, aufhören, die Verwirklichung ihrer Endziele anzustreben. Die auf das platte Land behuss Verbesserung der Lage der dortigen da die Pflanzen weniger Nahrungsstoffe und außerdem schwerer Bersammlung hält an dem Programmsatz feft, nach welchem die Arbeiter wurden Kommissionen niedergesetzt, welche die gehörige verdauliche enthalten, wie die animalischen Nahrungsmittel. Der Befreiung der Arbeiterklasse nur das Wert der Arbeiter selbst Formulirung bewerkstelligen sollten, Vorsicht bei der Verfügung Verdauungsorganismus sei auf pflanzliche und thierische Nahrung sein muß." follte." wird berichtet: da 11 von Streits wurde empfohlen und Vorliebe für Anwendung von berechnet. Die Frage des Vegetarismus fei auch gar nicht so Boytotts statt Streits gezeigt. Ein Vorschlag über Errichtung wichtig, die Hauptfache bleibe, daß der Mensch über die rationelle versammlung, welche am Sonntag den 21. August Nachmittags von Agitationsschulen wurde lebhaft behandelt, aber von der ge Ernährung seines Körpers aufgeklärt werde. Der Vortrag wurde im Saale des Herrn Gries( Fr. Weichert) stattfand, sprach Ge Groß- Lichterfelde, 25. August. In einer öffentlichen Volts mäßigten Partei bekämpft. Man beschloß endlich, daß jedes von den zahlreichen Anwesenden mit Beifall aufgenommen. In noffe Th. Glocke- Berlin über Die Ursachen und Wirkungen der Laudes Parteiverwaltung damit nach Gutbefinden verfahren der Diskussion wandten sich einige Anhänger des Begetarismus Arbeitslosigkeit". Redner zergliederte in verständlicher Weise die gegen einzelne Ausführungen des Referenten, außerdem wurder: Aus Australien, Hackney, Süd- Australien, 4. Juli 1892 von demselben mehrere aus der Mitte der Versammlung gestellte wirthschaftlichen Verhältnisse, deren augenblickliche Krisen er als Fragen beantwortet. Am nächsten Montag spricht Herr Dr. Wey! Wirkung das heutige allgemeine Elend sei. Genosse Glocke die Ursachen der großen Arbeitslosigkeit tennzeichnete, deren Heute, den 4. Juli, Morgens 8 Uhr, haben die Bergleute über Gewerbehygiene, Schuhvorrichtungen in Fabriken und Berg schloß seinen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag der Silberbergwerke in Brocken Hill die Arbeit eingestellt. Be werken 2c. und machen wir die Arbeiter und Arbeiterinnen mit der Erklärung, daß diese unheilvollen Zustände abzuschaffen theiligt find gegen 6000 Mann. Grund: Einführung des Berlins auf diesen, für Jeden lehrreichen Vortrag besonders auf nur möglich sei, wenn die Produktionsmittel in die Hände der Kontrakt- Syftems, welchem sich die Arbeiter widersetzen. mertfam. Derselbe findet wieder im Lokale Rosenthaler Gesammtheit übergingen und dieses erstrebenswerthe Biel fei Brocken Hill liegt faft in der Mitte des Kontinents und straße 38 statt. durch die gewerkschaftlichen Kämpfe zu erreichen. An der sich gehört zur Provinz Neu Süd- Wales, hat aber Eisenbahn- Drechslerversammlung. Eine Mitgliederversammlung der anschließenden lebhaften Diskussion sprachen sich alle Redner im verbindung nur mit Süd- Australien. Vor etwa 8 oder Drechsler Deutschlands, Ortsverwaltung Berlin, tagte am Sinne des Referenten aus. Genoffe Zander erstattete den Bericht der 3 Jahren wurde der Silberreichthum dieses Landes entdeckt, 22. August in Reßner's Salon, Annenstr. 16, mit folgender Tages Lokal- Kommiffion. Er bemerkte, wie ungemein schwer es ſei, die eine Anzahl von Aftiengesellschaften entstanden, welche das ordnung: Bortrag des Herrn Dr. Wolff über Handwerfer- Wirthe zum Ueberlassen ihrer Säle zu Versammlungen zu be Land kauften und es zeigte sich, daß die reichste Silbermine bestrebungen und Sozialdemokratie". Redner kritisirte die heutigen wegen, denn alle Lofalinhaber wiesen auf die Schwierigkeiten entdeckt worden war. Die Brocken Hill Propritary Mine Bustände und die bestehende Gesellschaftsordnung. Durch diese hin, die ihnen seitens der lieben Ordnungshüter gemacht würden. wurde eine unermeßliche Fundgrube für die glücklichen Attionäre. Zustände würde das Proletariat immer mehr der Sozialdemo- Genaudt machte den Genossen den Vorwurf, daß sie das Gebot, Die Originalattie foftete 9 Pfund St.( 180 M.), die Dividenden fratie zugedrängt und unsere Pflicht sei es, die Maffen aufzu- nur solche Lokale zu besuchen, welche zu Bersammlungen zu haben betragen seit Jahren 6 Pfund St.( 120 M.) pro Monat, tlären, damit endlich unsere Forderungen durchgeführt würden. sind, zu wenig beachten. Daffelbe gelte von den Berliner Ge die Aktionäre erhalten also alle sechs Wochen ihr Originalfapital An. der Diskussion betheiligte sich Kollege Sangerhausen. Die nossen, besonders von denen, welche einzeln Lichterfelde besuchen, zurück. vorgenommenen Wahlen ergaben folgendes Resultat: 1. Schrift fie respettiren die Lokalliste im Vorwärts" auch nicht genügend. Die anderen Unternehmungen waren nicht ganz fo glücklich, führer: Trümper; 1 Beisitzer: Springer; Rechtsschußkommission: Das Lokal des Herrn Gries, welches nun zu Versammlungen zur jedoch machten alle ein hübsches Profitchen. Unter solchen Um- Ehret; Vergnügungskomitee: Stadelmann und Lehmann; Kassirer: Verfügung stehe, entspreche allen Bedürfnissen und er erwarte, ständen sollte man meinen, daß auch die Arbeiter dieser Berg- Müller. Außerdem wurde noch eine Kommission von 6 Mit- daß die Genossen jene Wirthe, welche sich zähe weigern, ihre werte etwas Bortheil von dem Reichthum derselben hätten; gliedern gewählt, welche die statistischen Fragebogen zusammen- Säle für uns freizugeben, nicht mehr beachten. Ein eingegangener jedoch weit gefehlt. Im Anfang waren die Löhne groß, aber zustellen haben. Nachdem die Angelegenheit Jost contra Jander Antrag, alle 4-6 Wochen eine Bollsversammlung abzuhalten, auch die Entbehrungen 2c. 2c. der Arbeiter ganz außerordent erörtert war, schloß der Vorsitzende die Versammlung. wurde einstimmig angenommen und die Versammlung mit einem liche. In einem Umkreise von hunderten von Meilen ist Hoch auf die Arbeiterbewegung geschlossen. das Land eine Wüste; kein Baum, tein Strauch( mit Die Freie Vereinigung der Kaufleute wählte in ihrer Ausnahme des Saltbush= Salzbusch) soweit das Auge außerordentlichen Generalversammlung am 25. d. Mis. den Kol- Reinickendorf. Eine öffentliche Voltsversammlung tagte reicht; in den Niederungen der Boden mit einer Salzschicht legen Borchart zum ersten Vorsitzenden, Kollegen Blum zum am Montag, den 22. Auguft, im Budewig'schen Lokal. belegt, dabei trocken, heiß und häufige Sandstürme. Alles, zweiten Vorsitzenden, Heymann zum ersten, Born zum zweiten handelte sich um die Berichterstattung der Gemeindevertretung. aber auch alles, was zur Erhaltung des Lebens nothwendig ist Schriftführer, die Kollegen Penn und Mohr zu Beisitzern. Die Die Versammlung wurde um 9 Uhr 10 Minuten durch Genosse ( Waffer eingeschlossen), mußte hingebracht werden. Sobald man Beschlußfassung über den zweiten Punkt der Tagesordnung, be P. Agthen eröffnet. Es wird eine längere Debatte über Ge merkte, daß es sich bezahlte, baute man die Eisenbahn und damit treffend Gründung eines Fach organs wurde bis zur nächsten Ver- meinde- Angelegenheiten gepflogen, in der verschiedene Borgänge wurde Vieles erträglicher. sammlung vertagt, die jedoch noch vor dem Kongreß aller im in der Gemeindevertretung einer eingehenden Kritik unterworfen Handelsgewerbe Angestellten stattfinden soll. In Sachen Sta- werden. Schließlich spricht Herr Leuchner den Arbeitervertretern tutenänderung wurde beschloffen, die Abänderungsvorschläge dem in der Gemeindeverwaltung seine Anerkennung aus und schlägt Vorstande zu überlassen, welcher sie für die im Ottober statt- folgende Resolution vor: Die Versammlung erklärt sich mit der findende Generalversammlung vorbereiten soll. Thätigkeit der Arbeitervertreter einverstanden und spricht den E3 Während des großen Maritime- Streits vom Jahre 1890, welcher ganz Australien durchbebte, wurde ein großer Schachzug versucht. Die Bergleute nämlich steuerten den größten Theil zum Streiffonds, um dieses nun zu verhindern, wurde den Bergleuten in Brocken Hill( die in den Kohlengruben befanden fich bereits im Ausstand) eine erhebliche Lohnreduktion an Eine öffentliche Versammlung aller im Handels- felben für ihre Thätigkeit die vollste Anerkennung aus." Hierauf gelangt das Antwortschreiben des Herrn Finanzministers gekündigt; die Folge war: Streif. Diesmal hatten jedoch gewerbe angestellten Handlungsgehilfen und Gehilfinnen, zur Verlesung und Genoffe Schilling erläuterte, daß der Protest Die Direttoren die Rechnung ohne die Aktionäre gemacht. Hausdiener, Packer und Berufsgenossen fand Freitag, den 26. feiner Beit doch nicht ganz ohne Erfolg gewesen sei. Genoffe Letztere fürchteten, auf längere Zeit auf ihre bereits fetten in Charlottenburg in der Gambrinus- Brauerei statt. In AnDividenden verzichten zu müssen und so wurde ein Druck auf betracht, daß im genannten Ort für Handlungsgehilfen und Ge- Wegener fordert auf, die Arbeitsordnungen zu sammeln, und Dividenden verzichten zu müssen und so wurde ein Druck auf sich allerfeits dem Bildungsverein anzuschließen. Um 1212 Uhr die Direktoren ausgeübt, daß dieselben sich bereit erklärten, bilfinnen erst gegen 10 Uhr Feierabend eintritt, vertagte man wurde die Versammlung mit einem Hoch auf die internationale mit den Arbeitern unterhandeln zu wollen. Das Ergebnis gleich nach Gröffnung die Versammlung um 15 Minuten. SoSozialdemokratie geschlossen. war ein Kontrakt zwischen Arbeitgeber und Arbeiter, dessen darin durchaus keine Unmoralität zu erblicken sei, die Umgebung dann legte Herr Borchhardt in seinem Referat Ilar, daß Hauptpunkt, der Lohn auf 10 Sh.( etwas über 10 Mark) prober Sonntagsruhe zur Anzeige zu bringen, vielmehr sei dieses Friedenau eine Volksversammlung, in welcher Genoffe D. Sillier Friedenau. Montag, den 22. August, tagte im Kurhaus zu 8 stündige Schicht festgesetzt wurde. Auf Grund dieses Kontrattes ist bisher in allen Minen des Silberdiftriftes gearbeitet ein Aft der Nothwehr gegen diejenigen Geschäftsinhaber, welche( Berlin) referirte. Sein Vortrag über" Rapital und Arbeit" ihren Angestellten die gesetzlich garantirte freie Zeit, also ihr wurde von den Versammelten mit großer Befriedigung auf Seit einiger Zeit fursirten bereits Gerüchte, daß Nende garantirtes Eigenthum rauben; da der Einzelne in Anbetracht genommen. In der Diskussion wollten einige Herren Uns rungen dieses Kontraktes von den Direktoren beabsichtigt seien, feines Abhängigkeitsverhältnisses sich selbst nicht helfen fann, abhängige an dem Vortrage herumnörgeln, wurden aber in ist eine Zentrale gebildet worden, wohin alle Umgebungen der kurzen Worten vom Referenten eines Besseren belehrt. Zum welche die Geschäftsführer( Manager) der Bergwerke als Sonntagsruhe schriftlich oder mündlich einzusenden sind, und von Vertrauensmann für Steglitz wurde Genosse Ost gewählt. grundlos erklärten. worden. Plötzlich erhielt der Sekretär der Bergarbeiter- Union die wo aus sie, selbstverständlich unter Geheimhaltung der Nennenden, Mariendorf. Am Dienstag, den 23. August, hielt im offizielle Mittheilung vom Sekretär der Vereinigten Silber der Umtsanwaltschaft unterbreitet werden. Nur, indem je de Arbeiter- Bildungsverein für Mariendorf und Umgegend Genosse bergwerksbesitzer", deren Gig in Melbourne, Prov. Vittoria, Umgebung sur Anzeige kommt, ist es möglich, sich davor zu ist, daß es die Absicht der Besitzer sei, die Gruben fünftig schüßen. Herr Grauer wies auf die am 11. September in Th. Megner einen Vortrag über: Die Stellung der Sozialnach dem Kontrakt- System zu bearbeiten, weshalb der alte Berlin stattfindende Konferenz aller im Handelsgewerbe Angestellten demokratie zur Religion und zum Eide". Die Versammlung zollte dem Referenten reichen Beifall für den interessanten Vortrag und Kontrakt gekündigt werde. Die Arbeiter forderten eine Unter- Deutschlands hin, hierzu bemerkend, daß auf dieser Konferenz wurde von einer Diskussion darüber Abstand genommen. Unter Beschlüsse noch nicht gefaßt werden, vielmehr solle diese vorerst redung mit den Besitzern, diese erklärten jedoch, daß sie nichts zu bazu dienen, allgemeine Klarheit zu schaffen, weshalb die Tages: Verschiedenem wurde der schwache Besuch der Versammlung geunterreden hätten, das Kontraktsystem werde eben eingeführt. tabelt. 1. Situationsbericht. Nachdem noch einige interne Vereinsaugelegenheiten Infolge dessen war die letzte Woche eine sehr lebhafte; die verordnung dazu folgendermaßen lautet: schiedenen Abtheilungen der Union hielten Bersammlungen ab und 2. Welche Organisationsform ist für uns die beste. 3. Regelung erledigt waren, ersuchte der Vorsitzende die Versammlung um erflärten sich gegen das neue System. Gestern, Sonntag Nach der Agitation. 4. Stellungnahme zu unserer Presse. Erfreulicher zahlreiche Betheiligung an der Lassalle- Feier zum Sonntag, den mittag, fand die große Versammlung aller Arbeiter unter freiem Weise sind aus vielen Orten schon eine große Zahl Delegirter 28. Auguſt. Simmel statt und wurde einstimmig beschlossen, am nächsten gewählt. Wegen zu schwachen Besuchs dieser Versammlung be Morgen nicht anzufahren. Auf den weiteren Verlauf darf man versammlung in Charlottenburg einzuberufen, für welche zur Delegirtenwahl demnächst eine Boltsgespannt sein. Propaganda zu machen sei, wie ftühung rechnen. Die Kaffe ist nicht sehr stark, doch darf man auf gute UnterDas Kontraktsystem wird allgemein Schwitz- und Hungersystem genannt. Es werden die Arbeiten in Submission gegeben, wer sich am billigsten anbietet, erhält jedesmal die Arbeit. Schloß beffer " man S au der eben Dermischkes. tagenden. Nachdem eines Herren- Garderoben Geschäfts in Opfer eines Haifisches. Aus Messina wird geschrieben: der Scharrenstraße in Ch. erwähnt worden, dessen Chef von des Unser Hafen war letzthin der Schauplatz eines entfeßlichen UnSonntags früh bis spät Abends vor der Thür stehend Käufer glücksfalles, der die ganze Stadt in große Aufregung verfeht hat. veranlaßt, durch die Hinterthür einzutreten, um Waaren zu falabresische Barke dem Ufer, welche eine 22 Personen starke, Gegen 7 Uhr Abends näherte sich eine große, festlich geputzte faufen, wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: Der Ausstand erstreckt sich auf die Gruben der folgenden Die am 26. August in der Gambrinus Brauerei tagende Ver- luftige Hochzeitsgesellschaft an Bord hatte. Das Meer war Gesellschaften: Brocken Hill Propritary Co.( die größte), British B.$. fammlung der Handlungsgehilfen, Gehilfinnen, Hausdiener, etwas bewegt, und plöhlich hörte man von der Barfe aus Brocken Hill Propritary Co.( die größte), British B. Packer und Berufsgenossen Charlottenburgs erklärt sich mit den Hilferufe, ein kleiner Knabe, Sohn des reichen Pächters Caruso, Prop. Co., B. H. Block 10 Co., B. H. Block 14 Co., Zentral B. H. Mining Co., B. H. South Silver M. E., B. H. Junktion Ausführungen des Genossen Borchhardt voll und ganz ein- batte, am Rande des Bootes stehend, das Gleichgewicht verloren S. M. Co., B. H. North S. M. Co. und Round Hill S. M. Co. verstanden und findet in den Denunziationen, welche in Betreff und war ins Meer gefallen. Sofort stürzte sich der Vater nach, Carl Wiese. der Umgebung der Sonntagsruhe erfolgen, feine Unmoralität, fie riß das Kind an sich und schwamm wieder dem Boote zu; Mit sozialdemokratischem Gruße fordert daher alle Genoffen auf, welchen derartige Fälle bekannt allein plöglich hörte man ihn, kaum drei Meter von der Barke werden, so schnell wie möglich hier in Charlottenburg dem Ge- entfernt, einen furchtbaren Schrei ausstoßen, worauf er sammt nossen Beyer, Leibnizftr. 7, solche bekannt zu geben, damit dem Kinde pfeilschnell in den Wellen verschwand, die sich blutderselbe in der Lage ist, fie der vorgesetzten Behörde zur Anzeige roth färbten. Gleichzeitig sahen drei der Bootinsassen einen ungeheuren Saifisch sie bezeichnen ihn als mindestens vier Meter zu bringen. lang davonschwimmen. Zweifellos sind Vater und Kind einem Rigdorf. Eine Bezirksversammlung des Verbandes aller solchen zum Opfer gefallen, denn später fand man einige entsetzDer Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter hielt in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter, einberufen für den lich verstümmelte, blutige Ueberreste, aus welchen man schließt, am 20. Auguft seine Vereinsversammlung für den Norden Berlins Süden Berlins und Rixdorf, tagte am Sonntag, den 21. August, daß ein Hai Beide erfaßt und mitten durchgebissen habe. ab. Auf der Tagesordnung stand ein Vortrag des Kollegen Spar- in Kliem's Boltsgarten, Hasenhaide. Herr Dr. Lütgenau hielt New- York, 27. August. Das„ Metropolitan Opera House" feld über:" Freiland", ein sozialistischer Roman. Der Vortrag einen beifällig aufgenommenen Vortrag über„ Die verschiedenen in der Nähe des Broadway ist durch eine Feuersbrunst in Asche wurde Don den Anwesenden mit allgemeinem Beifall Lohnsysteme". An der hierauf stattgefundenen Diskussion be- gelegt worden. Der angerichtete Schaden ist sehr bedeutend. Gin entgegen genommen. Diskussion fand, wegen der vorgerückten theiligten sich die Kollegen Siegerist, Hartmann, Drange, Ullrich. anderes Feuer brach an der Ecke der Spring- und der WoosterStunde, nicht statt, jedoch forderte Rollege Ülbricht auf, in der Es wurde hierbei der Wunsch geäußert, daß dieser interessante, Straße aus. Versammlungen. Berantwortlicher Redakteur:( J. V.) Max Held in Berlin Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.