Nr. 124. BbennemcntS'Bedingungen: UtonnemenlS■ Preis pränumerando; »lertcljährl. 330 Mk.. monoil. 1,10 MI., wöchentlich 28 Pfg. frei in» Haus. einzeln« Rümmer 5 Pfg, Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags- Beilage»Die Reu« Weit' 10 Pfg. Post- Abonnement: 1,10 Marl pro Monat. Eingetragen in die Post. Zeitung»- Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Oeslerreich- Ungarn i Marl, für das übrige Ausland 5 Mark pro Monat. 22. Jahrg. vk fulertloitt-Gedfllp betrögt sllr die sechsgespaltene»olonel- zeile oder deren Raum 40 Psg,, für poNtische und gewerkschastliche Berein». und Versanimlungs-Slnzeigcn 2b Pfg, „titeln« Anreizen", daS erste(feil« gedruckte) Bort 10 Psg,, jede» weitere Wort b Psg, Worte über IS Buchstaben zählen für zwei Worte, Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen- tagen bis 1 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bt» S Uhr vormsttag» geiftnet. «»tibi tilgllch ittitl lllonvg». Verlinev VolksblAkk. Telegramm- Adresse: „S«Ä»Illtw»IilgI BtrUn". Zcntralorgan der rozialdernokratifchcn Parte» Deutfcblanda. Rcdahtton: SM. 68, Lindenstrassc 69. Kernsprechcrt Amt IV, Nr. 1983. Expedition: SM. 68, Lindenstrasae 69. Merniprecher: Amt IV, Nr. 1984. Geisteskranke im Strafvollzug. Die Sonnabend-Sitzung des Plötzensee-Prozesses wurde voll- ständig ausgefüllt durch die weitere Erörterung des entsetzensvollen Falles Skläroff. jeiles armseligen Skläroff, der bereits im Unter- suchungsgefängnis Spuren der Geistesstörung gezeigt hat, der in Plötzensee wegen Arbeitsverweigerung fortdauernd mit schweren Disziplinarstrafen belegt wurde, um schließlich als geisteskrank in die Irrenanstalt überführt zu werden; es sind dem Unglücklichen innerhalb 60 Tagen 72 Tage Arreststrafe zudiktiert worden. Der Fall bietet ein erschreckendes Musterbeispiel für die Unhalt- barleit der ärztlichen Fürsorge im Strafvollzug, wie sie zur Zeit unserer Veröffentlichungen in den Gefängnissen der Justiz« Verwaltung bestand und wie sie. wenn auch seit jener Zeit in einiger Hinsicht gebessert, fortbesteht. Die vierte Strafkammer des Herrn Oppermann allerdings hält es hartnäckig für ihre Aufgabe, die große Frage des Strafvollzuges aus der Erörterung zu verbannen und lediglich die in den inkriminierten Artikeln nicht beabsichtigte Behailptung zu prüfen, daß die Aerzte geradezu Pflichtverletzungen begangen haben. Aus dieser Auffassung des Gerichts ergab sich wiederum eine peinliche Differenz zwischen dem Borfitzenden und der Verteidigung. Der Bor- sitzende erklärte nochmals ausdrücklich, daß es sich nicht darum handeln solle, ob im Strafvollzug irgend welche Verbesserungen nötig find. Der Staatssekretär des Reichs-Justizamtes und die preußische Justizverwaltung, welche die Aufklärung, ob Mißstände vorhanden sind, als Zweck des Prozesses bezeichnet haben, werden sicherlich durch dies Scheiten: ihrer Erwartungen äußerst enttäuscht sein. Zugleich werden die Angeklagten schwer beeinträchtigt, da, auch im Falle nicht vorliegender Pflichtverletzung der Aerzte. der Erweis dringlicher Reformbedürftigkeit des Strafvollzugs für die Feststellung der Absichten der Angeklagten und für das Maß der Strafe, sofern das Gericht verurteilen will, wesentlich, ja entscheidend sein müßte. DaS Gericht ließ sich jedoch nicht genügen an dieser Ablehnung von Fragen, die es„als mit dem Gegenstand der Verhandlung in gar keinem Zusammenhang stehend" auffaßt, sondern verkündete die präventive Drohung, daß eS. falls die Verteidigung weiter solche Fragen stelle, darin„eineMißachtung desGerichts" sehen würde. Abgesehen davon, daß nach unserer Ansicht eine solche Generalabschreckung unzulässig erscheint, ist eS natürlich unmöglich für die Verteidigung, in jedem Falle vorher zu wissen, waS das Gericht als»im Zusammenhang" und was es als.außerZusammen- hang" ansehen mag. Dieser Beschluß kann unter Umständen eine bedenkliche Einschränkung der Rechte der Angeklagten zur Folge haben. Höchst bedeuffam gestaltete sich die Vernehmung der S a ch- verständigen. Der Fall Skläroff führte zu einem ver» nichtenden Urteil der Wissenschaft über die Be- Handlung von Geisteskranken in den Gefängnissen. Allerdings unternahm es Medizinalrat Leppmann, die Anschauungen der Anklage, die offensichtlich in weitem Maße auch die Anschauungen des Gerichtes sind, eifrigst zu stützen. Leppmanns Gutachten beruht auf der Anschauung, daß die dem Arzt im Falle Skläroff bekannt gewordenen Tatsachen, wie die andauernde Arbeits- Verweigerung eines erstmalig Bestraften, auch bei geistig Gesunden vorkommen, daß deshalb auch von einer Fahrlässigkeit des Dr. Pfleger nicht geredet werden könne. ES müßte aus Leppmanns Darstellung folgerichtig der Schluß gezogen werden, daß er das Schicksal SkläroffS und aller derer, die in ähnlicher Art im Ge- fängnis geisteskrank werden, für unabwendbar hält. Während Leppmann in diesem Teil seines Gutachtens vollständig die in Schriften und auf wissenschaftlichen Kongressen von ihm vertretenen Anschauungen verleugnete, machte er andererseits Ausführungen, die sich zu einer vielleicht ungewollten Beschuldigung des Systems der Arztpflege verdichteten. Herr Leppmann er- klärte es für nicht leicht, zeitig den Zustand des Geisteskranken festzustellen; selbst bei genauer Beobachtung sei die beginnende Geistesstörung nicht mit Sicherheit zu erkennen. Herr Leppmann wollte damit zeigen, der Arzt in Plötzen- see verdiene keinerlei Borwurf, eine so schwierige Auf- gäbe nicht gelöst zu haben. Herr Leppmann hat ge- zeigt, daß bei der Schwierigkeit solcher Aufgabe um so mehr Borsicht nötig ist und um so mehr Ein- richtungen für möglichst rechtzeitige Erkennung entstehender Geistes- krankheit getroffen werden müssen. Herr Leppmann wird der Letzte sein, der die psychiatrische Kunst so tief herabsetzen will, daß er die zeitigere Feststellung der geistigen Erkrankung Skläroffs und die Möglichkeit der Rettung von völligen geistigen Verfall bei guten Einrichtungen für ausgeschlossen erklärt. Trotz der Schwierigkeiten, die der Vorsitzende bereitete, führten die Gutachten der Herren Dr. K 0 e n i g und Dr. Mönckemöller — jenen Oberarzt in der Irrenanstalt Dalldorf, dieser Oberarzt der Provinzial-Heil- irnd Pflege-Anstalt in Osnabrück— weit hinaus über die Kleinlichkeit der Beleidigungsbagatelle und auf die Höhe des eminent sozialen Problems, das trotz alledem hier zur Ver- Handlung bleibt. Beide Sachverständige erklärten übereinstimmend, daß Aerzte mit guter psychiatischer Vorbildung aus den Tatsachen. die in den verschiedenen Stadien des Falles Skläroff hervortraten, den Verdacht der Geisteserkrankung geschöpft und genauere Beobachtung für erforderlich gehalten haben würden. Dr. Mönckemöller trat in den sachlich schärfsten Gegensatz zu Dr. Leppmann: während Leppmann sagt, weil auch Gesunde öfter aus Trotz die Arbeit andauernd verlveigern. darum konnte Dr. Pfleger, ohne pflichtwidrig oder fahrlässig zu sein, auch aus SkläroffS Ver- halten nicht alsbald Verdacht der Geisteserkrankung schöpfen, erklärt Dr. Mönckemöller: im Falle wiederholter grundloser Arbeits- I Verweigerung müsse der Verdacht der Anormalität durch gründliche I Beobachtung deS Geisteszustandes beseitigt werden und noch weniger ' dürften ohne solche Beobachtung andauernd Disziplinarstrafen ver- hängt werden, die geeignet find, den geistigen Zustand eines Kranken zu verschlechtern. Dr. Koenig und Mönckemöller bekräftigten, so weit die Ein- engung ihrer Aussprache durch den Vorsitzenden eS zuließ, die in der wissenschaftlichen Literatur seit geraumer Zeit dringlich ausgesprochene Ueberzeugung, daß die Arztpflege für Geisteskranke in den Gefängnissen völlig ungenügend ist. Sie betonten, daß unter den jetzigen Verhältnissen vieles, was vom Standpunkte des ArzteS wünschenswert und nötig ist, nicht geschehen könne, daß die Aerzte überlastet sind, daß sie die erforderlichen psychiatrischen Unter- suchungen nicht auszuführen vermögen, daß das Warte- personal nicht im stände sei, sich den genügenden Blick für die Erkennung von Geisteskranken zu verschaffen. Eine den gesamten Prozeß ironisierende Szene ergab sich in dieser Erörterung, als der Verteidiger Liebknecht aus der vielfach aus- gezeichneten Schrift des Herrn Dr. B a e r einen PaffuS vortrug, der in denkbar drastischem Wort dieselben Uebelstände rügt und unter anderem Klage führt, daß viele Fälle chronischen Irr- sinns dem Arzt verheimlicht bleiben. Und derselbe Dr. Baer ist durch die Justizverwaltung veranlaßt worden, gegen diejenigen Strafantrag zu stellen, welche um die Beseitigung jener, von der Wissenschast ohne irgendwie hinreichenden Erfolg beklagter Mißstände die Oeffentlichkeit anrufen I Auch die Beisitzenden des Herrn Oppermann traten mehrmals in Aktion. Da Dr. Mönckemöller die frühere Feststellung der geistigen Erkrankungen für erforderlich erklärte, überraschte Land- gerichtSrat Gräber den Gerichtssaal durch die erstaunlichste der Fragen: Dann soll wohl in jeder Zelle fortwährend ein Aufseher sitzen? Man wird zunächst gut tun, den Scherz des Richters, dem auch Herr Oppermann beipflichtete, nicht ernsthaft zur Urteilsbildung über die Geistesbeschaffenheit der vierten Straf« kammer zu verwenden.» Von andersartigem Jntereffe war ein Wort des Landgerichtsrats Braun. Anscheinend meinte Braun,- daß die Krankheit des Skläroff nicht gerade durch die Disziplinarstrafe verschlimmert worden sein müßte, und er drückte dies in der Frage aus: Wäre er nicht verrückt geworden, da er die Ausweisung nach Rußland fürchten mußte? Landgerichtsrat Braun ist keineswegs im Verdacht sentimentaler Anwandlungen, ist er eS doch, der in einer Verhandlung über Streikpostenbeunruhigung erklärte: Wenn an mich jemand herantritt und stagt: Wer sind Sie? so gebe ich dem Mann einen Tritt vor den Bauch, daß er auf den Damm fliegt. Obschon also eitcle Sitte nicht Sache des Landgerichtsrats ist. erachtet er das Leben in Rußland als so unendlich furchtbar, daß die Befürchtung eines in Rußland in keiner Weife Beargwöhnten, dorthin ausgewiesen zu werden, geeignet ist, ihn verrückt zu machen. So schreckensvoll wie Landgerichtsrat Braun hat noch kein Sozialdemokrat die russische Barbarei ge- zeichnet; er hätte verdient, als Sachverständiger im Königsberger Hochverratsprozesse zu erscheinen!— Eine Seeschlacht in der Korea-Stratze? Tokio, 27. Mai, mittags.«Meldung deS„Reuterscheu Bureaus".) Hier geht das Gerücht, zwischen den Flotten TogoS und R 0 s ch d j e st w e n S k y S sei es in der Straße von Korea zum Kampfe gekommen. Diese Nachricht klingt deshalb erheblich wahrscheinlicher als die bisherigen Sceschlachtenberichte, weil inzwischen das Geschwader Roschdjestwenskys nach zuverlässigen Meldungen die Höhe von Schanghai bereits am 24. Mai erreicht hatte und inzwischen tatsächlich bei Fortsetzung der Fahrt die Straße von Korea erreicht haben kann l Entweder ist es der russischen Flotte geglückt, der japanischen Flotts auszuweichen und so Formosa zu passieren, oder aber die Japaner hatten ihre Flotte überhaupt nicht bei Formosa respettive den Pescvdares-Jnseln stattouiert, sondern erwarteten Rosch- djestwensky erst in den japanischen Gewäffern. Aber selbst wenn die russische Flotte ihren Kurs nach Wladiwostok fortsetzt, ist es noch gar nicht sicher, daß es zu einer größeren See- schlacht kommt. Möglich wäre es immerhin, daß Togo wirklich die Absicht hätte, die russische Flotte ungestört Wladiwostok erreichen zu lassen, um das Geschwader dort zu blockieren und später die Festung von der Landseite anzugreifen, wodurch dann eventuell die Möglichkeit gegeben wäre, den Schiffen Roschdjestwenskys das Schicksal der Port Arthur-Flotte zu bereiten. Freilich schlösse der Aufenthalt der russischen Flotte in Wladiwostok eine nicht geringe Gefahr für Japan ein. Eine Blockade des Hafens würde schwerlich das Auslaufen starker Kreuzerflottiilen ver- hindern können. Welchen Schaden aber solche Stteistouren anzurichten vermögen, haben ja die Japaner seinerzeit bitter genug erfahren. Das günstigste wäre deshalb fiir Togo, wenn es ihm gelänge, die russische Flotte vor der Ankunft in Wladiwostok nach Möglichkeit zu schwächen. Die letzten Telegramme lauten: Saigon, 27. Mai.«Meldung der„Agence HavaS'.) Den Bc- richten der leer zurückkehren den Kohlenschiffe zufolge war die Flotte Roschdjestweilskys am 24. Mai auf der Höhe von Schanghai angekommen und ist tn der Richtung nach der Korea-Straße weiter- gegangen. Tokio. 27. Mai. 4'/- Uhr nachmittags.«Meldung deS„Neuterschen Bureaus".) Admiral Roschdjestwensky ist auf der Höhe von Tfuschima. «Straße von Korea.) Ein kleiner russischer Landerfolg. Petersburg, 27. Mai.«Meldung der»Petersburger Telegrapben- Agentur".) Ein Telegramm des Generals Linewitsch meldet oem Kaiser unter dem 25. Mai folgendes: Eine aus Teilen der kaukasischen Brigade und der transbaikalischen Kosakendivifionen gebildete Kavallerie-Abteilung unter dem Befehl des Generals Mischtschenko näherte sich am 17. Mai, den Feind nach Süden zurückdrängend, Sinluntschuan. Am 18. Mai gelang es den Eskadrons der Vorhut dieser Abteilung, die Straße nach Fakumen zu erreichen, wo sie ein Güterlaaer verbraunten und die Telegraphen- leitung aus eine große Strecke zerstörten. Starke sich in dieser Gegend aufhaltende Chunchusenbanden wurden teils vernichtet, teils auseinandergesprengt. Am 1v. Mai gelangte die Kavallerie- abteilung auf die Straße, die von Fakumen nach Schifuidzy führt, wo die Japaner eine starke aus Linien- und Gardetruppen gebildete Abteilung mit Revolverkanonen auf den südlich von Fakumen gelegeneu Höhen zur Aufstellung gebracht hatten. Unsere Abteilung griff die Japaner an. vernichtete zwei ihrer Kompagnien, nahm eine dritte mit sämt- lichen Offizieren gefangen und eroberte zwei Revolverkanonen. Sie gelangte dann auf die Straße auf dem rechten Ufer des Liauho, zersprengte bei Schifuidzy einen sieben Kilometer langen Transport von Wagen mit Reis, Tee und Konserven und zerstörte den Telegraphen. Nachdem die Abteilung noch einige Gefangene gemacht und etwa 100 Pferde erbeutet hatte, ging sie wieder zurück, wobei sie auf dem Wege einige Banden von Chunchusen auseinandertrieb. Die Russen haben bei diesem Zuge 234 Gefangene gemacht, darunter 5 Offiziere. » Tokio, 27. Mai. Amtlich wird vom 25. d. M. gemeldet: Japanische Kavallerie trieb eine Abteilung der russischen Kavallerie nach Norden und Nordosten und besetzte Hsumiencheng 13 Meilen nordöstlich von Changtu. Im übrigen ist, kleine Zusammenstöße au!- genommen, die Lage unverändert. potttifcbe(leberfickt. Berlin, den 27. Mai' Der Gewerkschaftskongreß. Köln. 27. Mai.(Privatdepesche.) Der Kölner Gewerkschaftskongreß ist vorbei. Qx begann mit der Erklärung Legiens, daß diejenigen sich verrechnet hätten, die mit einem Zwiespalt der polittschen und ge- werkschaftlichen Arbeiterbewegung rechnen, und schloß mit einer ähnlichen 5lundgebung Bömelburgs. Und die Delegierten, die sich gestern noch aufs hefttgste bekämpft hatten, als es an die Erörterung der Maifeierfrage ging, stimmten nichtsdestoweniger der Meinung ihres Vorsitzenden begeistert zu. Eine merkwürdige Wendung war über Nacht in der Sttmmuna des Kongresses eingetreten. Die Debatte bewegte sich am Sonnabend früh im Gegensatz zu der Leidenschaftlich- keit, die am Freitag herrschte, in ruhigen Bahnen. Wie eine Ermattung, auch ein Stück Erkenntnis davon, daß die Szenen des Freitag der deutschen Arbeiterbewegung unwürdig seien. lag es auf der Versammlung. Der Hauptredner der Opposition gegen die Maifeier, Döblin, verttat seinen Standpuntt sachlich in beinahe würdiger Form. Als dann der Referent Robert Schmtdt das Schlußwort nahm und mitteilte, alle drei Anttagsteller wären mit einander übereingekommen, ihre Resolutton zurückzuziehen, ging nach dem ersten Augenblick fassungsloser Ueberraschung über diese unerwartete Wendung der Dinge ein Aufatmen durch die Masse der Delegierten. Das zeigt jedenfalls, daß Bömelburg und Legten in einem Recht haben. Die Gegensätze zwischen Partei und Gewerkschaften sind zweifellos vorhanden. Das muß ausgesprochen werden, um jeder Selbsttäuschung aus dem Wege zu gehen. Aber das Gefühl der Gemeinsamkeit besitzt bei alledem solches Maß, daß man dem offenen Kampfe, dem Bruderkrieg gern aus dem Wege ging. Und ein wirk- licher Beschluß auf Abschaffung der Arbeitsruhe hätte einen solchen herbeigeführt. Zu wessen Gunsten dieser Kampf ausgefallen wäre, ist nicht vorauszusehen. Ganz sicher war der Sieg der Arbeits- ruhegegner nicht. Der Riß zwischen Partei und Gewerk- schaften zieht sich nicht auf der Grenze zwischen beiden hin. Er schneidet einen nicht unerheblichen Teil der Gewerkschaftler selbst von ihren übrigen Mitkämpfen! ab. Gerade das hat ja dieser Kongreß so deutlich gezeigt. Auf ihm waren nur Vertreter der Gewerkschaften anwesend, Konnten die Debatten so heftig werden, wenn in den Ge- werkschasten selbst über die Frage der Maifeier völlige Einig- keit geherrscht hätte? Die Stimmen von Führern wie Bock, Timm, Glocke w., die man doch für alle Zeit als überaus tättge Gewerkschaftler kennt, durfte man nicht gut unbeachtet lassen I Noch etwas über den Ton der Debatten. Vielleicht kann man von manchem der Redner heut sagen: Kaum war das Wort dem Mund entfahren, möcht cr's im Busen gern be- Wahren. Es ist, das hatte das Beispiel des Referenten gezeigt, sehr wohl möglich, eine gegenteilige Meinung zu vertreten und diese doch in einer Form vorzutragen, die Verletzendes vermeidet. Die Selbstbeherrschung hat man in der Debatte ehr oft fehlen lassen. Das soll keine lehrhafte Ermahnung ein, aber beide Seiten haben einen Anspruch darauf, daß man eine nach reiflicher Ueberzeugung gewonnene Memung achtet. Beide haben das Recht, sich Beschimpfungen zu verbitten. In Köln ist manches Wort gefallen, das nicht wegen " 1 E feines Inhalts, sondern wegen seiner Form leider lange Zeit| Der Vortvärts" hat im Gegensatz zur gesamten bürgerlichen| Die Stillegung des Abgeordnetenhauses. unvergessen bleiben wird. Presse keinen Augenblick mit dem Scheitern der Vorlage gerechnet, Die Erregung, die das preußische Abgeordnetenhaus am: Die Gewerkschaften verlangen Einfluß auf sozialpolitischem er hat von Anfang an die Verständigung in der dann wirklich er- Freitag markierte, hat sich gelegt. Das schwere Herz hat sich Gebiete. Schön! Man sage uns aber, wo die Partei ihnen folgten Art vorausgesagt, und er ist über die Erfüllung seiner Vor- zum schweren Herzen gefunden, die große Aktion ist vorüber, teſtänd aves die er dann erdiesen vorenthalten hat! Den Einfluß bei der Regierung aussagen so ohumächtig und wütend geworden, daß er am liebsten es herrscht die Ruhe der Grube, und die christlichen Bergmüssen sie sich erkämpfen. Aber auch in diesem Kampfe hat einen Jubelartikel gebracht hätte über diese Verständigung", die der arbeiter haben Muße, über die ihnen vielleicht noch weniger ihnen die Partei in Wort und Schrift stets zur Seite ge- Sozialdemokratie den glänzendsten Agitationsstoff bietet, der ihr auf geläufigen Begriffe„ Regierungsversprechen“ und„ preußischer standen. Was die Partei in parlamentarischer Beziehung tat, sozialpolitischem Felde bisher gewährt worden ist. Wenn die Landtag" nachzudenken. hat sie nach Möglichkeit im Einverständnis mit den Gewerk- Regierung und die Kartellparteien insgesamt aus verkappten Die tragische Komödie selbst ist damit noch nicht völlig schaften, stets aber wenigstens im Interesse der Gewerkschaften Sozialdemokraten bestünde wirksamer für die Agitation hätte sie die beendet. Es folgt ein Epilog, der freilich die Zuhörer nicht ebenso wie in dem der Partei getan. Sache nicht endigen lassen können. Wenn wir dennoch nicht mehr fesselt: die meisten haben das Theater verlassen, gejubelt, sondern ernst kritisiert haben, so geschah das lediglich des- und die dageblieben sind, scheinen nur in einem halb, weil der an den Bergarbeitern verübte Betrug gar zu nichts- stillen Schläfchen sich von den ungewohnten Gefühlswürdig ist, als daß unser agitatorisches Interesse gegenüber der von strapazen des Vorangegangenen erholen zu wollen. der Regierung und dem Abgeordnetenhaus verübten Verhöhnung der Das fehlte auch noch, daß man von einem der überanstrengten " In Köln haben sich die Gewerkschaften für Arbeiterkammern statt für Arbeitskammern entschieden. Wir glauben nicht, daß die Partei daraus einen Konfliktstoff machen wird. In Köln haben die Gewerkschaften den Generalstreit verworfen. Die Debatte über diese Frage war teilweise rein Bergproletarier die Oberhand gewinnen könnte. fich niemals Herren gar verlangte, er solle sich auch für diesen Gegenstand, politisch, aber wir glauben nicht, daß deswegen die Partei Die sozialdemokratischen Bergarbeiter haben sich niemals für das Gesez gegen die Stillegung der Zechen herkommen wird und sagen: Das ist unser Feuer, ihr dürft Illusionen hingegeben. Aber auch die christlichen Arbeiter, wenn sie intervenieren! Es handelt sich ja doch nur um kleine Leute, hier nicht löschen! Haben die Gewerkschaften den Wunsch, nicht schon heute sehend geworden sind, werden binnen einer Woche um Gemeinden, die durch die Syndikatspolitik ausgepowert sich über den politischen Massenstreit auszusprechen, warum bewußt werden, welches Spiel die Regierung und das Zentrum werden. Zwar wir haben ein warmes, ein heißes Herz nicht? Die Frage ist wichtig genug, ihre Erörterung in allen mit ihrer Not getrieben hat, ein wahrhaft ruſſiſches Spiel. Sie für den guten Mittelstand! Das weiß ja jeder, und wie sind Kreisen der Arbeiterschaft zu wünschen. Sie bedingt sicher werden erkennen, wie die Regienung ihr feierliches Versprechen in wir nicht erst vor ein paar Tagen noch gegen die Warenfeinen Gegensatz zwischen Partei und Gewerkschaften. Viel der Weise eingelöst hat, daß das schließlich angenommene Schuh- häuser losgezogen! Aber hier, du lieber Gott, das Teicht gar sind die Gegner des Generalstreits in der Partei gesetz" nicht nur die ursprüngliche Regierungsvorlage preisgibt etwas anderes. Gewiß, es ist auch hier der kleine prozentual noch zahlreicher als die in den Gewerkschaften. sondern sogar den bestehenden Rechtszustand der Bergarbeiter in Mittelstand aber schließlich, das Kohlensyndikat Hier ist also fein Konflikt vorhanden. wesentlichen Punkten verschlechtert! läßt nicht mit sich spaßen, erst neulich neulich ist der In der Frage der Arbeitskammern und Arbeiterkammern Das ist die Wahrheit und das ist das Ende der großen sozial- Hochfelige Minister gerüffelt worden, wir können doch den ist er zwar offenkundig. Die Frage ist aber ihrer ganzen politischen Aktion: Regierung und Zentrum bewußt oder unbewußt Herren nicht zu nahe treten und endlich: Der ganze Natur nach weniger geeignet, die Massen zu Erörterungen zu düpiert von der schlimmsten Scharfmacherelique, von denen um Zedlik. Entrüstungssturm über die Stillegung der Zechen ist ja lange bewegen und daher für die Gesamtbewegung der deutschen Es ist denn heute auch die" Post", das niederträchtigste stapitalisten vorüber, man spricht gar nicht mehr davon; also lassen wir Arbeiterschaft nicht von so unheilvollem Einfluß, wie der organ, dessen Chefredakteur erst kürzlich bei den Grubenlords im ruhig die Regierung ihre Zusage auch hier in ihrer Art einStreit um die Maifeier. In dieser aber sind, wie gesagt, Ruhrrevier Abonnenten und Inferenten sammelte, das mit erstaunlichem lösen: sie wird es schon machen! die Gewerkschaften gespalten. Die Partei ist einig und kann 3ynismus offen sein Entzücken bekennt. deswegen eine Erörterung der Frage in fühler Gelassenheit an sich herankommen lassen. Und sie macht es. Macht es wie immer. Und ist sehr Dieser Zynismus wird nur übertroffen von der Zentrumspresse. zufrieden über die Erledigung der immerhin peinlichen Affäre. Die beiden Berliner katholischen Organe bringen es fertig, zu- Daß das Gesetz selber für die, die es angeht, keinen Wert Auf dem Gebiete rein gewerkschaftlicher Forderungen hat stimmend in fettem Sperrdruck die folgende Aeußerung aus der hat, ist nur ein Nebenumstand: Für die Regierung hat es der Kongreß mit viel Glück positive Arbeit geleistet. Was gestern unverständlich gebliebenen Rede des Herrn Spahn zu zitieren: großen Wert: sie hat sich wieder einmal tadellos benommen die Regelung der Streifunterstützung in außerordentlichen„ Wäge ich ab, was zugunsten der Arbeiter durch die Anträge und kann am Schlusse des Sessionsabschnitts sich das Zeugnis Fällen anlangt, so ist diese nicht ohne einen starken Wider- gebracht wird, gegenüber dem, was die Vorlage geboten hat, so ausstellen lassen: es ist alles geschehen, was geschehen konnte! stand der großen und leistungsfähigen Organisationen zustande bin ich geneigt zu sagen, daß die Anträge in Verbindung mit den Ueber die Sache selbst braucht unseren Lesern nichts gegekommen. Sie war aber eine Notwendigkeit und wird es Beschlüssen, die das hohe Haus in zweiter Lesung gefaßt hat, fich fagt zu werden. Die Beschlüsse der Kommission, die hier immer mehr. An dem Grundfah, daß die Beschaffung der noch günstiger für die Arbeiter gestalten, wie es die Regierungs- bereits mitgeteilt worden sind, wurden im Plenum nicht Mittel zu den wirtschaftlichen Kämpfen zunächst Sache jeder vorlage war." weiter angefochten. Auch die Regierung erklärte, mit ihnen einzelnen Gewerkschaft sei, wurde mit Entschiedenheit fest- Für Herrn Spahn mag es als Entschuldigung gelten, daß er zufrieden zu sein. Nur unwesentliche Abänderungen wurden gehalten. Für den Fall, daß einige Gewerkschaften trotz aller als Kompromißfuppler nur sich diesem Geschäft gewidmet und darüber noch angenommen. Bezeichnend war es, daß gerade die Vorsicht in einen Streit hineingeraten sollten, der ihre teine Zeit gefunden hat, das jetzt geltende Berggesez, die Regierungs- Freifinnigen die angeblichen Härten des Gesetzes gegen diefinanzielle Leistungsfähigkeit übersteigt, soll die General- vorlage und die Kompromißanträge auch nur flüchtig zu lesen. Der Bergwerksbesitzer zu mildern versuchten, indem sie einen Antommission ermächtigt sein, unter Zustimmung der übrigen Breffe aber trauen wir zu, daß sie den Gang der Aftion ein wenig trag einbrachten, der es den Oberbergämtern erst recht zur Zentralvorstände die Beschaffung finanzieller Mittel zu ver- verfolgt hat. Sie weiß also, daß die Anträge, die für die Arbeiter Unmöglichkeit machen würde, ein Zwangsverfahren auch nur anlassen. günſtiger" seien als die Regierungsvorlage, die von dem offiziellen einzuleiten. Wie die Sache freilich liegt, hätte auch diese BeZentrumsredner vor acht Tagen gebrandmarkten, Ungeheuer- stimmung- die abgelehnt wurde- nichts Sonderliches lichkeiten" enthielten. den Einfluß geändert. " Deutfches Reich. Toge Wir halten diesen Beschluß für änßerst glücklich. Im zeitalter der Aussperrung war er, wie gesagt, eine Notwendigkeit. Vielleicht ist er sogar geeignet, die Aussperrungs- Ist der Verzicht auf die sanitäre Arbeitszeit etwa eine Ver- Und doch sage man nicht, daß die preußischen Abgeordneten wut der Herren Scharfmacher etwas zu dämpfen. Sie stehen besserung? Ist es günstiger, daß statt der Regierungsforderung, alle keiner Leidenschaft fähig wären! Gerade gestern zeigte sich's, nun in Zukunft nicht mehr einzelnen, vielleicht gar noch kleinen Geldstrafen insgesamt zu kontingentieren, nach wie vor der Unter- wie sehr sie verkannt werden. Es ereignete sich nämlich ein und leistungsunfähigen Verbänden gegenüber, sondern einer nehmer willfürliche Strafen verhängen darf und außerdem noch Zwischenfall. Der Vizepräsident unterbrach plötzlich die festgefügten Organisation, der gesamten deutschen Arbeiterschaft, das Recht erhält, statt des Nullens monatlich bis 5 M. abzuziehen? Beratung" des Gesetzentwurfs und machte dem Hause die und was die leisten kann, hat sie bei der Aussperrung in ein Raub an dem Arbeitsverdienst von rund 5 Proz.; wenn man wichtige Mitteilung: es sei das Gerücht verbreitet, daß Crimmitschau und in erhöhtem Maße bei dem Streit im Ruhr die Millionäre mit 5 Proz. Einkommensteuer bedroht, sprechen sie der Magistrat der Stadt Berlin der Abgeordnetenhausverwaltung revier gezeigt. Jetzt hängt aber die Unterstützung derartiger von Vermögenskonfiskation und drohen, ihr monarchisches Gefühl zu auf die Anfrage, welche Tribüne die Abgeordneten bei der Streifs und Aussperrungen nicht mehr von dem oft durch revidieren! Oder sind etwa die suspensionsfähigen Arbeiterausschüsse Einholungs- Feierlichkeit für das Kronäußere Umstände beeinflußten eventuellen Interesse der für das Zentrum eine Verbesserung der Regierungsvorlage, diefe prinzen Paar erhielten, keine Antwort erteilt! Masse an derartigen Bewegungen ab, fondern ihre jämmerlichen Schuhmannschaften für die Unternehmer, deren Ein- Es war ein gewaltiger Aufschrei der Empörung, der durch den Notwendigkeit wird geprüft und über dieselbe wird entrichtung nichts als eine freche provokatorische Verhöhnung der Saal tönte. Ein erschütternder, aber ein erhabener Augenblick. schieden durch ein Kollegium von Männern, die durch Arbeiterforderungen bedeutet? Der Vizepräsident löste die Spannung mit der weiteren MitJahrzehnte im wirtschaftlichen Kampfe mit dem Kapital im Wenn die Zentrumspreffe auch nur eine einzige Bestimmung teilung: Der freisinnige Abg. Cassel hatte bereits, in der LeidenBordertreffen gestanden haben. Das ist gleichzeitig eine Gewähr der Abgeordnetenhaus- Beschlüsse nachweist, die günstiger ist als die schaft alle vorgeschriebenen Aktenwege überschreitend, direkt teledafür, daß aussichtslose schlecht organisierte Streits nicht un- Regierungsvorlage- geschweige, daß sie die berechtigten Forde- phonisch den Geist des Magistrats zitiert, und durch ihn wurde die nötigerweise bis zum Weißbluten geführt werden, und dafür, rungen der Arbeiter erreicht, so verpflichten wir uns, an den frohe Botschaft: für die Abgeordneten sind auf einer Tribüne daß auf der anderen Seite, wenn notwendig und angebracht, Teufel Bitru zu glauben und die Unfehlbarkeit des Papstes in unser vor dem Brandenburger Tor 100 Herren und 50 Damendie Unterstützung eine tatkräftige sein wird. Uebrigens dürfte Parteiprogramm aufzunehmen. Wir harren gespannt dieses Nach farten reserviert! Die Empörung schlug in freudige Erregung aus diesen beiden Punkten ein gewerkschaftlicher Juliusturm" weiſes. um. Wir können ruhig sein: Preußen in der Welt voran: entstehen, dessen bloße Existenz. die Unternehmer mit einigem In Wahrheit lassen die endgültigen Beschlüsse nicht nur nichts Gleich am Brandenburger Tor 100 Abgeordnete nebst Respekt erfüllt. von der Regierungsvorlage übrig und übernehmen durchaus die 50 Damen! 1:11 Von anderen Beschlüssen ist noch bemerkenswert die Ein- ungeheuerlichkeiten der Kommission, sie verschlechtern sogar in einem Dann konnte die zweite Lesung des Gesetzes in Ruhe führung gewerkschaftlicher Unterrichtskurse. Dieselben haben entscheidenden Punkt den bestehenden Rechtszustand! Schon fortgesetzt in Stille beendet werden. den Zweck, Gewerkschaftsbeamten und einzelnen fähigen Mit bisher konnte das Oberbergamt aus fanitären Gründen die Arbeitsgliedern der Gewerkschaften Gelegenheit zu systematischem Unter- zeit für gewisse Betriebe verkürzen. Diese Befugnis ist geblieben richt in Fächern zu geben, deren Kenntnis sie zur Ausübung statt der ursprünglichen gefeßlichen Festlegung des sanitären Arbeitsihres aufopferungsvollen Amtes besonders befähigt. tages aber gegenüber dem geltenden Recht eingeschräntt Der Triumph der Flottentreiber. Die Heimarbeiterfrage zeigt wieder einmal ganz deutlich, worden. Künftig fönnen nämlich die Unternehmer gegen wie wenig die Gewerkschaften bei unseren politischen Zuständen etwaige sozialpolitische Anwandlungen des Oberbergamts durch Stuttgart, den 27. Mai 1905.( Eig. Ber.) die Mitarbeit der Partei zu entbehren vermögen. Hier haben bas Verwaltungsstreitverfahren appellieren, das heißt Der Flottenverein hat die Gefahr der Verdunkelung höfifie die Gewerkschaften aus sich heraus bestimmte sozialpolitische können scher Gunst glücklich von sich abzuwenden gewußt. Seinen, der staatlichen Bureaukratie Forderungen erhoben. Sie zu verwirklichen, brauchen sie die Bezirksausschüsse( Bergausschüsse) mobil machen, in denen wieder das zur siebenten Jahresversammlung in Stuttgart eingetroffenen Tätigkeit der Partei. Unternehmertum herrscht. Der einzige Schuß also, der den Berg- Mitgliedern zu Ehren, wurde am Donnerstag abend eine Hoftafel Die Tage in Köln waren nicht ohne Mißklang, aber arbeitern gewährt wird, besteht darin, daß sie künftig sogar gegen gegeben. Für morgen sind sämtliche Delegierten in das königliche Bömelburg hat recht: unsere ökonomischen und politischen das etwaige Wohlwollen der Regierung zugunsten des Groß- Luftschloß zu einem Imbiß geladen, und der heutigen HauptGegner, Staat und Gesellschaft, Kapital und Polizei sorgen tapitals geschützt" werden! bersammlung wohnten der König, der Thronfolger, schon dafür, daß politische und gewerkschaftliche Arbeiterbewegung Dem Schwindel des Zentrums und der Regierungsoffiziösen, fämtliche königliche Prinzen sowie sämtliche in Deutschland einander wieder näher gebracht werden. Wir be- als ob auch nur irgend etwas für die Bergarbeiter erreicht worden württembergische Minister bei. Sowohl diese hohen dauern, daß es zu so heftigen Auseinandersetzungen kommen sei, macht die" Post" ein Ende, in dem sie kühl und klar die Vor- Heinrich hatten am Vorstandstische neben dem Präsidenten Gäste als auch der heute früh eingetroffene Prinz mußte. Wir wünschen und hoffen, daß die Reibung zwischen teile aufzählt, die das Unternehmertum von dem Gesetz Fürst Salm Platz genommen, ebenso die Delegierten beiden Faktoren in der Arbeiterbewegung sich immer mehr hat. Sie rühmt, daß der Arbeiterausschuß auch dann aufgelöst vermindert, und wir wollen nach geschehener Aussprache ein- und suspendiert werden kann, wenn er sich mit Streitigkeiten v. Wehling. Eröffnet wurde die Versammlung mit einer des Reich Marineamts b. Holleben und ander geloben, mit um so größerem Eifer, mit unserem ganzen über das Arbeitsverhältnis über die Grenzen des eigenen Bergwerks byzantinischen Ansprache des Fürsten Salm, die in einem Hurra Können an der Einigung der deutschen Arbeiterbewegung hinaus befaßt". tätig zu fein. Gewerkschaft und Partei seien eins! P. J. Die" Post" ist sicher, daß der Ausschuß ausschließlich von der auf den Kaiser und auf den König von Württemberg gipfelte, sebhaften Belegschaft aus den Kreisen der älteren, erfahrenen und den Prinzen Heinrich hochleben ließ. Dieser wiederum dankte der seinerseits den weiten Blick des Kaisers bewunderte und an dem Gedeihen des Bergwerks interessierten Arbeiter gewählt dem König namens des Flottenvereins für die Gastfreundwird. Um den Wert dieser Aenderung der Regierungsvorlage voll schaft. Der Vorsitzende des württembergischen LandesZeitung" verpflichtet ist, allwöchentlich einmal statt mit der Schere 8u würdigen, muß man fich erinnern, daß nur die Mehrzahl der verbandes des Flottenvereins Fürst Uhrach pries die Mitglieder des Arbeiterausschusses aus Wahlen der Belegschaft hermit der Feder zu arbeiten, erzählt dieses aus Wolffschen Telegramm- vorzugehen hat, so daß z. B. für einen Arbeiterausschuß von fünf über alle Klassenangehörigen hinausgehenden Ideale des Zitaten zusammengeklebte Bülow Blatt der staunenden Welt von Mitgliedern deren zwei von dem Arbeitgeber ernannt werden der Flottenvereins, all verbrüdernde Partei des dem Eindruck, den die Annahme des Berggesezes auf den„ Vorwärts" gesamten Landes anbahne. Und der württembergische gemacht hat, das Folgende: Der fanitäre Arbeitstag sei beseitigt, ebenso die Bestimmungen württembergischen Staatsregierung und erklärte, trotz mögMinister v. Breitling beglückte die Versammlung namens der Jm großen und ganzen entspricht das Gesetz in der vom Abüber Neben oder Ueberschichten. Der Grundjag der freien geordnetenhause angenommenen Fassung den ursprünglichen Intentionen der Regierungsvorlage. Dies beweist auch der Umstand, besiker voller Rechtsschutz dem Oberbergamte gegenüber dadurch ge- wendenden Mittel, sei außer Frage, daß die Flotte eine daß die Parteien des Zentrums und tentionen der Regierungsvorlage. Dies beweist auch der Umstand, einbarung" sei voll gewahrt. Endlich werde„ dem einzelnen Gruben- licher Meinungsverschiedenheiten über die Höhe der zu verLebens- und Existenzbedingung für Deutschland als Handel mit ihrem Standpunkt vereinbar erachteten, den Kompromiß- währt, daß ihm gegen dessen Verfügung die Klage im Verwaltungs- treibende Weltmacht sei. An den Kaiser und den König von nachgebildeten anträgen zuzustimmen. Dieses Eintreten sucht der Vorwärts" Bergausschusse gegeben". vergeblich unter üblicher Entstellung des Tatbestandes in ohnDiese Erläuterung der" Post" beweist klar, daß das neue Gesetz und pensionierter Generäle, Hoflieferanten und Kommerzienabzusenden beschlossen. Wer von dieser Versammlung aktiver mächtiger Wut darüber, daß seiner Partei ein dankbarer Agitations- eine Buchthausvorlage für die Arbeiter ist, dagegen verbesserten räte irgend welche Ueberraschung erwartet hatte, erhielt gleich stoff zu entgehen droht, als Verrat an der Arbeitersache zu Schutz den Unternehmern gegen die Regierung ge- nach den Begrüßungsansprachen Gewißheit, daß eine solche stigmatisieren. Mit Recht spottet das„ Reich", das Organ der christlich- nationalen Arbeiterbewegung, über diese Bettelsuppenartikel, mit denen die Sozialdemokratie, nach Art schlechter Köche, hat der Freifinn bewilligt! Schäßt man die christlichen und frei- nach der Rücktritt der Generäle Menger und Keim eine Und ein solches Gesetz hat die Regierung, hat das Zentrum, nicht zu befürchten. Der Präsident verlas eine Erklärung, wogleichmäßig jeden Braten aus der Staatsküche übergieße, und Folge von Mißverständnissen gewesen sei, die nunmehr behoben bezeichnet das Reſultat des gestrigen Tages als einen sozialen sinnigen Arbeiter wirklich so tief ein, daß man ihnen zutraut, fie sind und sprach die Erwartung aus, daß die beiden Herren Fortschritt, der jedenfalls einem Scheitern der Aktion im Ab- bermöchten dies plumpe Spiel nicht zu durchschauen? geordnetenhause vorzuziehen sei." Die Berggefet- Farce. In ihren Rückblicken, in denen die„ Norddeutsche Allgemeine V " fönnen". währt! die ihre selbstlose Tätigkeit für den Verein wieder aufnehmen. Natürlich lag auch bereits die Erklärung der beiden Generäle bor, daß sie eine Wiederwahl annehmen. Was da hinter Gefallen im Gefecht bei Bisseport am 19. Mai 1905: Feldwebel| abzugeben, daß das, was der Zeuge als Protokollfälschung aufgefaßt den Kulissen vorgegangen ist, läßt sich ungefähr Robert Schnalle, geb. am 2. 10. 04 zu Leobschütz, Unteroffizier hat, sich nicht als Protokollfälschung erwiesen hat. aus der zu dem Referate über Richtung und Ziel der Agitation Heinrich Delze, geb. am 8. 3. 83 zu Hildesheim. Gefängnisdirektor Sauer hat eine neue und eine abgebrauchte für die nächste Zukunft eingebrachten Resolution erraten, die 1905: Reiter Adolf Bode, geb. am 21. 3. 83 zu Nordhausen, Reiter lassen. Die Angeklagten, Verteidiger und Sachverständige drängen Verwundet auf einem Patrouillenritt bei Kowes am 17. Mai Decke für Gefangene sowie Gefangenenkleidung zur Stelle schaffen darauf hinausläuft, daß der Verein seine Werktätigkeit zwar Louis Bernhardt, geb. am 24. 11. 82 zu Waltersdorf. in erster Linie für die von der Regierung aufgestellte Flottensich um die auf dem Gerichtstische liegenden Sachen; auch die gesternt Verwundet im Gefecht bei Kowes am 17. Mai 1905: Assistenz- vernommenen Zeugen S. und K.( frühere Strafgefangene) werden forderung vertritt, aber zugleich erklärt: arzt Johannes Kahle, geb. am 27. 6. 78 zu Neuendorf, Unteroffizier hervorgerufen und geben Aufschluß darüber, welche Kleidung sie ge" Der Deutsche Flottenverein tritt für den beschleunigten Franz Jegust, geb. am 6. 3. 78 zu Wittgirren, Gefreiter Friedrich tragen haben. Ausbau der deutschen Flotte ein und gibt insbesondere dem Bröcker, geb. am 1. 2. 85 zu Röbel. Es wird nun der Sachverständige Medizinalrat Wunsche Ausdruck, daß der Ersatz der minderwertigen Schiffe, Verwundet im Gefecht bei Bisseport am 19. Mai 1905: Sergeant Dr. Koenig vorgerufen und vom Vorsitzenden gebeten, sein welche nach dem Flottengesetz von 1900 noch zu den Linienschiffen Wilhelm Knoke, geb. am 27. 6. 79 zu Diesdorf, Unteroffizier Albert Gutachten im Falle Skläroff zählen, durch vollwertige Schlachtschiffe möglichst bald erfolge." Haufler, geb. am 25. 7. 80 zu Marbach a. Neckar, Gefreiter Emil Die Vormittagsfizung wurde durch die Erstattung der Bawries, geb. am 31. 7. 82 zu streiwöhnen, Reiter Karl Gölide, in bezug auf die Fragen abzugeben, ob Geisteskrankheit vorliegt und Rechenschafts- und Tätigkeitsberichte ausgefüllt, die fast debatte- geb. am 21. 1. 83 zu Würmlizz, Reiter Richard Hartwig, geb. am der Richtung vorliegen, die erkennen lassen, daß Dr. Pfleger in der wann sie wohl zum Ausbruch gekommen ist, und ob Tatsachen nach Los zur Kenntnis genommen wurden. Der Nachmittag brachte 11. 1. 82 zu Flicth, Reiter Rudolf Barenthin, geb. am 22. 12. 82 dann das erwähnte Referat, das über allgemeine Redensarten zu Manter, Heiter Gustav Wildner, geb. am 1. 12. 81 zu Brimfenau. age gewesen wäre, dieselbe früher zu erkennen. Vermißt im Gefecht bei Kowes am 17. Mai 1905: Unteroffizier habe, einschließlich der Akten aus der Frrenanstalt Eberswalde, die nicht hinausging und nach einer kurzen Debatte mit der Annahme Johann Grundmann, geboren am 15. 11. 81 zu Königsberg. Sachverständiger Dr. Koenig: Nach allem, was ich hier gehört der vorgeschlagenen Resolution endigte. In der Stadt begegnete An Typhus find gestorben: Gefreiter Arno Schumann, geb. Diagnose die richtige ist. Es handelt sich zweifellos um eine mit ich eingesehen habe, komme ich zu dem Schluß, daß die gestellte die Veranstaltung völliger Teilnahmlosigkeit, nur der Ober- am 4. 6. 1883 zu Strölpa, am 24. 5. 05 in Lazarett Keetmanshoop, Sinnestäuschungen und Wahnideen einhergehende Psychoſe. bürgermeister Gauß hatte den geschmackvollen Einfall, in seiner Seiter August Hertrampf, geb. am 16. 11. 82 zu Nimfau, am 21. 5. 05 wurde als eine afute bezeichnet, und es ist nichts in der Verhandlung Begrüßungsansprache die Tagung des Flottenvereins für einen im Lazarett Kalkfontein, Heiter Karl Eberling, geb. am 22. 5. 81 zu vorgekommen, was dagegen spricht. Aber ich kenne eine Reihe von würdigen Abschluß der Stuttgarter Schillerfeier hinzustellen, Mein- Eichstädt, am 24. 5. 05 im Lazarett Lüderigbucht, Kriegs- Fällen akuter Psychose, wo sie doch eine Reihe von Jahren schon denn Schiller habe den Schwaben den Sinn für Seewesen, freiwilliger Arthur Hennig, am 22. 5. 05 im Lazarett Warmbad. latent war. Db das hier der Fall war, weiß ich nicht; es wäre insbesondere für eine starke Seemacht eingepflanzt. Ferner: Interoffizier Starl Rehnisch zu zu Seifersdorf am möglich. Jedenfalls konnte man hier keine andere Diagnose stellen, 14. 5. 05 auf dem Wege Huams- Amhub an der Ruhr als die auf akute Paranoia. gestorben, Gefreiter Ernst Heher, geb. am 31. 5. 85 zu Stawisten, am 21. 5. 05 im Lazarett Kub an Hirnhautentzündung ge storben, Sergeant der Landwehr Wilhelm Hampel, geb. am 3. Juni 1870 zu Schlanowig, wurde auf dem Wege Kowes- Windhut durch Unvorsichtigkeit von einem Bosten erschossen, Interoffizier der Landwehr Jakob Vajendowski, geb. am 11. 4. 73 zu Neukirch( Kreis Marienburg), hat sich auf der Farm Sandhub bei Grootfontein durch Unvorsichtigkeit erschossen. * Das Danktelegramm des Kaisers lautete: An den Präsidenten des Deutschen Flottenvereins Fürsten Dtto zu Salm- Horstmar in Stuttgart. Berlin, Schloß, 27. Mai. Ich danke Euerer Durchlaucht für den Huldigungsgruß des im Beisein Seiner Majestät des Königs von Württemberg tagenden Flottenvereins, dessen von vaterländischer Gesinnung getragenes Witten Mir eine wesentliche Gewähr für die Erreichung des Zieles ft, welches Sie am Schlusse Ihres Telegramms erwähnen. Das crhabene Opfer. Wilhelm. Am vorigen Donnerstag erklärte sich der Zentrumsgraf, der noch immer dem deutschen Reichstag präsidieren darf, mit dem ausgetilgten russischen Großfürsten Sergius solidarisch, indem er dem Genossen Ledebour, der den russischen Freiheitshelden Kalajew erwähnt hatte, den folgenden Ordnungsruf nach dem amtlichen Stenogramm erteilte: Herr Abgeordneter, ich darf es nicht dulden, daß auf der Tribüne des Deutschen Reichstages ein Meuchelmörder so qualifiziert wird, wie Sie ihn eben qualifiziert haben, und sein erhabenes Opfer hier heruntergezogen wird. Ich rufe Sie deshalb zur Ordnung. ( Lebhaftes Bravo.) Der Meuchelmörder ist nicht etwa Sergius, sondern Kalajew, und das erhabene Opfer nicht Kalajew, sondern Sergius sittlichen Empfindungen des Grafen Ballestrem zufolge. den Um der Ehre des deutschen Reichstages willen aber muß öffent lich die Anfrage erhoben werden, ob sein Präsident öffentlich einen Verbrecher„ erhaben" finden darf, der, wie der Großfürst Sergius, von anderen Schandtaten zu schweigen, seine Macht notorisch migbraucht hat, um Leiter von Schulanstalten zu zwingen, seinen Lüften Kinder zur Verfügung zu stellen! Die Sozialdemokratie wenigstens lehnt es ab, diese Bestialitäten erhaben zu finden. Ein Provokationsplakat". Der Künstlerbund ladet zu seiner Berliner Kunstausstellung durch ein Plakat ein, auf dem eine schlichte Frau am Rinnstein Blumen pflückt, während oben gespreizt eine Hohlköpfige Madame stolziert, die in einem progigen, im SiegesalleeStil geformten Topf ein bejammernswürdig elendes Gewächs trägt. Der„ Reichsbote" denunziert dieses harmlos vergnügliche Plakat gesträubten Haares: Husland. Frankreich. Vom Deputiertensozialismus. Paris, 25. Mai.( Eig. Ber.) Die von der sozialistischen Partei abgejpaltete Deputiertengruppe hat nunmehr ihren Sozialismus" in einer eigenen Prinzipienerklärung festgelegt. " An erster Stelle betont die Erklärung natürlich ihr treues Festhalten an der Bloc- Politik und der unmittelbaren Reformarbeit. Dann folgt der eigentlich prinzipielle Teil der Erklärung, der also lautet: Die Gruppe denkt nicht daran, durch irgend eine Formel die Freiheit ihrer Mitlieder und die Entwickelung des Sozialismus selbst zu binden. Um aber jede Zweideutigkeit zu beseitigen, erklärt sie deutlich: ,, 1. Taß sie alle Kundgebungen des Anarchismus von den und zur Propaganda durch die Tat als der sozialistischen Idee und antipatriotischen Theorien bis zur direkten Aktion" den Interessen des Proletariats widersprechend zurückweiſt; 2. daß sie gemäß dem wesentlichen Gedanken der Sozialisten aller Länder und der französischen jozialistischen Ueberlieferung seit der Revolution( von 1789!) bestrebt ist, jedem und allen die Freiheit und das Eigentum zu sichern, deren niemand gemäß der Erklärung der Menschenrechte entblößt werden sollte. Macht, die fortschreitende Ersetzung des fapitalistischen Eigentums Zu diesem Zwecke erstrebt fie: Dic Eroberung der öffentlichen durch das gesellschaftliche Eigentum und die internationale Verständigung der Arbeiter." Eine längere Kritik dieser in all ihrer Nüchternheit gründlichen Verfälschung des internationalen proletarischen Sozialismus erübrigt sich wohl. Nur ein paar Bemerkungen. Sie beantworten. Die Frage nach dem Beginn der Erkrankung ist sehr schwer zu Arbeitsverweigerung würde vielleicht den Die häufige, hartnädige und anscheinend alberne einen oder anderen Psychiater auf die Idee gebracht haben:" Hier ist nicht alles richtig". aber ich glaube nicht, daß ein Kunstfehler vorliegt, wenn das nicht geschieht. Auffällig ist ja, daß Skläroff gesagt haben soll:„ Mir ist gesagt worden, ich soll nicht arbeiten". Rückschauend auf deur ganzen Verlauf und auf die Tatsache, daß der Mann schließlich als geistestrant erkannt ist, kann man auf den Gedanken kommen, man hätte ihn vielleicht fragen können, wer hat das gesagt, und hätte es dann als auf Halluzinationen beruhend erkannt, aber notwendig ist das nicht. Vorsitzender: Im Gefängnis kommt auch bei Gesunden öfter Arbeitsverweigerung vor; liegt also auch da diese Frage fehr nahe? Sachverständiger Dr. Koenig: Jedenfalls ist es kein Zeichen von Gedankenlosigkeit, wenn man die Frage unterlassen hat. R.-A. Liebknecht: Die Isolierhaft übt bekanntlich einen schädlichen Einfluß aus und verursacht wohl in erster Reihe die als Gefängnispsychoje bezeichnete Krankheit. Sachverständiger Dr. Koenig: Gewiß; die Gefangenen bekommen den sogenannten Zuchthaus- Knall. Wenn man weiß, daß jemand für geistige Erkrankung prädisponiert ist, würde man ihn nicht isolieren; aber man weiß das vorher nicht. Vors. In der Blei- Industrie z. B. ist die Arbeit mit großent Gesundheitsschädigungen verbunden. Man sucht denselben nach Kräften vorzubeugen, aber absolut ausschließen lassen sich diese Gefahren nicht, und so bringt diese Industrie für die, die darin arbeiten wollen, große Gefahren mit sich. So ist auch der Zweck der Strafe im Gefängnis verbunden mit einer gewissen Schädigung der Geſundheit. Wenn man hört, daß die Aerzte bei längeren Arreststrafen etwa sich die Leute haben vorführen lassen, 11111 zu sehen, ob die Strafe unterbrochen werden muß, damit der Mann wieder zu Kräften kommt, würden Sie das als ein Mittel ansehen, die Gefahren, die an sich in dem Mittel des Gefängnisses liegen, möglichst zu vermindern? Sachverständiger Dr. Koenig: Gewiß; vielleicht könnte bie Vorführung öfter geschehen.- Präs.: Sie würden also wohl nach Die dreifältige Schlußformel ist noch viel schlimmer als ihre dem Ergebnis der Verhandlung nicht sagen, daß hinsichtlich des an fich genommene wörtliche Fassung. Ta nämlich die ganze Er- Stläroff dem Medizinalrat Dr. Pfleger ein Vorwurf zu machen ist. flärung mit feinem Worte von der Aktion der Ar- Sachverst. Nach dem was ich gehört habe: Nein! beiterklasse und ihrer Partei spricht, da diese R.-A. Dr. Liebknecht: Schon der Gefängnisarzt Dr. Puppe Aktion vielmehr durch das enge Bündnis mit den Linksrepubli- hatte gewisse Erscheinungen an Skläroff beobachtet und vermerkt, fanern" ersetzt wird, so bedeutet die„ Eroberung der öffentlichen daß er im Untersuchungsgefängnis gesagt habe:„ es stinkt" und: er „ Dieses Provokationsplatat gegen den Kaiser steht Macht" weiter nichts als das jeder bürgerlichen Gruppe naturgemäß ist erregt und des Nachts mehrfach aufgestanden. Dr. Baer hat nun den ganzen Sommer über täglich an allen Anschlag innewohnende Streben, die Mehrheit der Mandate zu gewinnen. Daraus geschlossen, daß wohl damals die Geisteskrankheit ihren säulen und in allen Bahnhöfen. Das ist doch ein Standal, Miller and hat übrigens von jeher diesen Sinn der„ Macht- Anfang nahm. Würden auch Sie diese beiden Tatsachen schon für wie ihn noch niemand sich erlaubt hat und man muß sich wundern, eroberung" dem proletarischen Sinn derselben entgegengestellt. Die den Beginn der Erkrankung ansehen? daß die Polizei das unbeanstandet geschehen läßt. Wahrscheinlich fortschreitende Ersetzung des kapitalistischen Eigentums" und so fort Sachverst. Dr. Koenig: Die beiden Symptome, die Dr. Puppe hat sie aber bisher nicht gewußt, was das Plakat bedeutet." ersetzt die alte sozialistische Formel, die allen französischen Sozia- verzeichnet hat, find nicht ausreichend. Sie könnten höchstens einen Da wird nichts anders übrig bleiben, als dem Polizeipräsidenten listen seit 1899 gemeinsam ist, wonach der Zweck der Klassenpartei gewissen Verdacht begründen. schleunigst den Prozeß wegen Majestätsbeleidigung zu machen. des Proletariats die Umgestaltung der kapitalistischen Gesellschaft Präs.: Herr Prof. Dr. Puppe hat, worauf ich hinweise, aber Vielleicht flagt man einen mit einem St. beginnenden verantwortlichen in eine tollektivistische oder kommunistische ist. Die Deputierten- erklärt, daß Skläroff jene Aeußerung nur ein einziges Mal gemacht Schutzmann gleichzeitig an, damit der Polizeipräsident als Genosse formel aber kann ruhig von den bürgerlichen Linksradi habe und deshalb für ihn keine Beranlassung vorgelegen habe, an dieses K. vor die Oppermann- Kammer kommt! talen unterzeichnet werden, die ja ebenfalls die fortschreitende dessen geistiger Gesundheit zu zweifeln. Verstaatlichung der kapitalistischen Monopolbetriebe( Eisenbahnen, R.-A. Liebknecht: Beobachtet hat Puppe die Erscheinungen Banken, Bergwerke) anstreben. Und schließlich die„ internationale nur einmal; wie oft sie da waren, wissen wir nicht. Würden diese Verständigung der Arbeiter" nimmt sich merkwürdig aus in einer Erscheinungen in Ihnen schon einen Verdacht erregen und würden Prinzipienerklärung, die erstens mit den Prinzipien des internatio- Sie es für bedenklich gehalten haben, ihn schlechthin als einzelhaftnalen Sozialismus bricht und die zweitens von Personen ausgeht, fähig zu bezeichnen. die auf den internationalen Amsterdamer Beschluß pfeifen und den national bereits verständigten sozialistischen Arbeitern Frankreichs den Rücken fehren. Zum Hamburger Wahlrechtsrand " Norwegen. Sachverständiger Dr. Koenig: Wenn mir weiter nichts bekannt gewesen wäre, als diese beiden Bemerkungen, so doch wohl. Ich würde mir vielleicht überhaupt jeden in Einzelhaft Befindlichen jeden Tag ansehen. R.-A. Liebknecht: Wie würden Sie die Frage, ob er einzelhaftfähig ist, beantwortet haben? Sachverständiger Dr. Koenig: Vorläufig mit ja, ich hätte mir wohl eine weitere Beobachtung vorbehalten. Vors.: Aber Dr. Pfleger wußte von diesen Tatsachen nichts, also konnte er auch nichts aus ihnen schließen. Würden Sie unter solchen Umständen Bedenken getragen haben, ihn für einzelhaftfähig zu erklären. Sachverständiger Dr. Koenig: Nein. wird uns aus Hamburg vom 27. Mai geschrieben: Ueber die Behandlung der Wahlrechtsvorlage in der Bürgerschaft verlautet, daß die Mehrheit der allgemeinen Beratung ungehindert ihren Lauf lassen will, so daß mindestens noch zwei Sizungen dafür verwendet werden müßten. Etwa 40 Mit glieder der verschiedenen Fraktionen sollen entschlossen sein, gegen Am sonstigen Inhalt der Erklärt. ist besonders schön die die Vorlage zu stimmen, wenn die allgemeine Beratung durch einen Berdächtigung aller französischen Sozialisten, die auf den Deputierten Schlußantrag abgeschnitten und die Ausschußprüfung sozialismus nicht schwören, als. Anarchisten" und„ Antiabgelehnt wird, doch sind darunter viele unsichere Stantonisten. patrioten" Aber freilich mag der betreffende Passus dem Im Senat soll die Vorlage zu lebhaften Auseinanderseßungen Deputiertensozialismus bei seiner„ Eroberung der öffentlichen geführt haben. Die Mehrheit für die Vorlage sol hauptsächlich Macht" wesentliche Dienste leisten. durch die scharfmacherisch veranlagten aufmännischen Senatoren mit dem Präses der Deputation für Handel und Schiffahrt, dem Reeder' Swald an der Spize, gebildet worden sein, denen sich Eine Bertagung der Konsulatsbeschlüsse aus unbekannten nur wenige juristische Senatoren, darunter die Landherren Doktor Gründen. Am Donnerstag follte das Storthing den Vorschlägen v. Melle und Dr. Predöhl, anschlossen, während die sich ablehnend des Spezialfomitees gemäß über die Kündigung des mit verhaltenden Bürgermeister Dr. Möndeberg und Dr. Burchard mit Schweden gemeinsamen Konfulatswesens auf den 1. April 1906 dem Polizeiherrn Dr. Stammann und einigen weiteren Juristen in sowie über vorbereitende Maßnahmen zur Errichtung des der Minderheit blieben. Die Anschauungen dieser Minorität im eigenen norwegischen Konsulatswesens beschließen. Der Staats- gefängnis wird dem Arzt in Plößensee feine Mitteilung gemacht. Senat werden im„ Hamb. Correfp." vertreten, der mit einer auf- minister Michelsen sprach jedoch im Namen der Ne- Halten Sie das nicht für reformbedürftig? fälligen Entschiedenheit und Ausdauer gegen die Senatsvorlage gierung den Wunsch aus, daß die Angelegenheit bis auf weiteres mit Berbesserungen im Gefängnis zu tun, sondern mit dem Fall Vors: Diese Frage muß ich ablehnen; wir haben es hier nicht plädiert. vertagt werde, und ersuchte das Storthing ohne Angabe fläroff. von Gründen, demgemäß zu beschließen. Ca ft berg sowie unser R.-A. Liebknecht: Ich bitte den Vorsitzenden doch, die VerIm Wahlkreise Obervarnim, dessen bisheriger Reichstags- Ab- Parteigenosse Eriksen sprachen dagegen. Das Storthing nahm den geordneter Pauli durch ungültigkeitserklärung seiner Wahl des Vertagungsvorschlag gegen 10 Stimmen an, darunter die Sozialdemo- handlung nicht zu einer einfachen Erörterung der privaten AngelegenMandats verlustig gegangen ist, befürchtet man in nationalen Streifen, traten. Auf eine Anfrage, ob die Angelegenheit in der nächsten Woche heiten der Herren Dr. Baer und Dr. Pfleger zu machen. so meldet eine Storrespondenz, für den Fall der Wiederaufstellung wieder auf die Tagesordnung fommen könne, erklärte der Staats- gesamten Artikel dokumentieren sich ihrer ganzen Tendenz nach als Paulis den Verlust des Wahlkreises an die Sozialdemokraten, die schon minister, so viel er wisse, stehe dem nichts entgegen. Der Ber- eine Geißelung von Mißständen, und daher muß es uns gestattet bei der Hauptwahl 1903 dem bürgerlichen Kandidaten hart auf den tagung liegt offenbar die Absicht zugrunde, das Konsulatsgesetz erst sein, auf solche einzugehen. Der gegenteilige Standpunkt ist um so Fersen waren. Ein Teil der rechtsstehenden Wähler will deshalb dem Kronprinzen zur Sanktionierung vorzulegen. an Stelle Baulis den im Kreise begüterten Grafen v. Hanseler= Harnekeh aufstellen, in der Erwartung, dadurch eine Stichwahl zu vermeiden. Auch seitens der Freisinnigen Volkspartei, die bei der letzten Wahl nur eine verhältnismäßig geringe Stimmenzahl aufbrachte, soll jetzt energisch in den Wahlkampf eingegriffen werden. Man will einem bekannten Parlamentarier die Kandidatur anbieten. Neue Verlustliste aus Südwest- Afrika. Das Strafgefängnis Plötzensee vor Gericht. " ( Eigener Bericht des Vorwärts".) Zehnter Verhandlungstag. Wieder ein Zusammenstoß zwischen Vorsitzendem und Verteidigung. R.-A. Liebknecht: Von den Beobachtungen im Untersuchunge Die unerträglicher, als bei Beginn der Verhandlung vier Tage lang durch den Vorsitzenden über Fragen ganz allgemeiner Art verhandelt ist. Wir können nicht aus jedem einzelnen Fall das, was allgemeines Interesse hat, herausschälen und bis zum Schlusse aufsparen, denn das würde ein Sammelsurium werden, aus dem man nicht mehr herauskommt. Die Vorgänge im Untersuchungsgefängnis, die Vorgänge bei der Einlieferung von Stläroff sind ers örtert worden, obwohl sie gar keinen Bezug auf die Beleidigungen der beiden Aerzte haben. Wir bleiben also im Nahmen der Verhandlung des Falles Stläroff, wenn wir diese Fragen hineinziehen. Ich muß darauf bestehen, daß an dieser Stelle, wo es fich darum handelt, ob gegenüber Stläroff ein Fehler begangen ist, auch auf allgemeine Mißstände hingewiesen wird. Kurz vor 410 Uhr wird die Verhandlung mit dem ZeugenBerlin, 27. Mai.( Telegramm aus Windhuk.) aufruf begonnen. Gefallen auf einem Patrouillenritt bei Rowes am 17. Me Staatsanwalt Schönian hat das Totenbuch von Plößensee 1905: Oberleutnant Heinrich Haering, geb. am 15. 5. 71 zu Freyburg, aus dem Jahre 1890 herbeigeschafft. In demselben befinden sich von Staatsanw. Schönian: Ich bitte den Antrag abzulehnen. Unteroffizier Reinhold Stahn, geb. am 22. 11. 78 zu Logau, Reiter Dr. Pfleger eingetragen Notizen über einen am 5. Mai 1890 an Derselbe bezieht sich nicht auf den Fall Stläroff, sondern will Kritik Wilhelm Bitter, geb. am 16. 12. 81 zu Neujaromirz, Reiter Wilhelm Lungenschwindsucht verstorbenen Gefangenen mit der Bemerkung: üben an den bestehenden Einrichtungen. Dazu sind wir hier nicht Thies, geb. am 3. 3. 81 zu Celle. Sektionsbefund: Ausgebreitete Tuberkulose beider Lungen. Dr. Pfleger tompetent. R.-A. Liebknecht: Dieser Widerspruch ist mir gar Gefallen im Gefecht bei Kowes am 17. Mai 1905: Unteroffizier erklärt noch einmal, daß er im Anschluß an diese Feststellung sehr nicht verständlich, da die Anklageschrift alle diese Verhältnisse auf Franz Lengowski, geb. am 22. 8. 78 zu Bialfen, Reiter August wohl ein vollständiges Protokoll zu seiner llebung diftiert haben das Eingehendste in den Kreis ihrer Erörterungen zieht. Strüger, geb. am 29. 11. 82 zu Jakobshagen, Reiter Konrad Girob, tönne. M.-A. Heinemann: Selbst vom Standpunkt des Vorgeb. am 8. 4. 79 zu Dresden, Reiter May Hellwig, geb. am 11. 6. 88 figenden muß die Frage zulässig sein. Zu einer Pflichtwidrigkeit zu Bromberg. gehört zweierlei, ein objektives und ein subjektives Moment. An die Damit ist diese Angelegenheit vollständig aufgeflärt und Rechtsanwalt 2öwenstein erklärt: Ich bin gern bereit, die Erklärung Feststellung des objektiven Bestandes schließt sich die zweite Frage, ob, da der Tatbestand an Dr. Pfleger nicht mitgeteilt war, es för ihn nicht notwendig war, Recherchen anzustellen. Ich beantrage im Falle der Ablehnung der Frage genaue Protokollierung des Vor- gangs. R.-A. Dr. H a I p e r t: Nach meiner Meinung nmß das Kollegium solche Frage zulassen. In dem Artikel sind Miststände in, Gefängnis- Wesen im allgemeinen und in Plötzensee im besonderen erörtert»nd nach der Anklage ist behauptet worden, daß die Mißstände sich in einzelnen Fällen sogar zun, Verschulden der Aerzte verdichtet hätten. Wir müssen doch eine objektive Unterlage für die behaupteten Miß- stände haben, die doch auch, selbst wenn der Beweis mißlänge, für das etwaige Strafmaß von Bedeutung wäre. Wir erstreben doch alle die Aufklärung und man sollte doch nicht jede einzelne Frage zu einer Kabinettsfrage machen. Nach längerer Beratung verkündet der Vorsitzende den Beschluß des Gerichts dahin: Die Frage wird abgelehnt, da sie mit dem Gegenstande der Verhandlung in gar keiner Beziehung steht. Ich habe auch namens des Gerichtshofes die Verteidiger darauf hin- zuweisen, daß, falls sie in der vorliegenden Richtung, entgegen der wiederholt festgestellten Auffassung des Gerichts fortfahren, diesem Gerichtsbeschluise immer von neuem entgegen zu arbeiten, das Ge- richt hierin eine Mißachtung des Gerichts erblicken würde. N.-A. Liebknecht richtet an den Med.-Rat Dr. Koenig als- dann die Frage: Die ärztliche Diagnose wird doch gestützt ans Symptome und die Diagnose wird doch wohl besser und sicherer, je ausgiebiger die Symptome mitgeteilt werden? Wenn Sie eine völlig ausführliche Darstellung der im Untersuchungsarrest beobachteten Symptome bekommen, werden Sie doch gewiß ein klareres Bild für die Diagnose bekommen?— Sachverständiger Dr. Koenig: Gewist.— Auf weiteren Vorhalt erklärt der Sachverständige: Die Möglichkeit, daß die vorliegenden Symptome hätten auffallen müssen, will ich nicht bestreiten. Mir persönlich würde die Tatsache, daß Skläroff sagte:.Ihm habe man das Arbeiten verboten", vielleicht aufgefallen sein: wenn es aber nicht aufgefallen ist. dann kann ich, wie ich wiederhole, nicht den Vorwurf des Kunstfehlers machen. Der Angeklagte H a l i S k i will von Dr. Pfleger Auskunft darüber haben, aus ivelchem Grunde denn bei Skläroff, bevor der Irrsinn bei ihm konstatiert wurde, zweimal schon ins Lazarett ge schickt worden ist. Ist dies aus dem Verdacht der Simulation qe schehen?' Dr. Pfleger bestreitet, daß er den Skläroff jemals für einen Simulanten einer Geisteskrankheit gehalten habe, wohl aber glaubte er, Skläroff siniuliere körperliche Leiden, und deshalb hat er ihn ins Lazarett gebracht und auf vierte Form gesetzt. Angckl. S ch n e i d t: Würde der Sachverständige nicht Ver anlassnng haben, einen Mann, der vier Tage die diagnostische Hauskost der vierten For« durchgemacht hat und trotz des dort erlittenen Hunger« schon nach zwei Tagen wieder zum Lazarett sich meldet, für krank zu halten'' Dr. Pfleger: Ich hatte keine Veranlassung dazu. Angekl. S ch n e i d t: Der Mann meldete sich also aus reinem Uebennut. R.-A. Dr. Liebknecht wünscht zu wissen, ob nach Ansicht des Sachverständigen eine genügende medizinische Beobachtung des Skläroff stattgefunden habe und ob es nicht wünschenswert sei, daß bei der Aufnahme eines Gefangenen eine eingehende ärztliche Untersuchung desselben stattfinde. Medizinalrat Dr. Koenig: Das wäre natürlich Wünschens Ivert, namentlich auch bevor die Einzelhaftsfähigkeit attestiert wird. Ich persönlich würde, sobald auch nur der geringste Verdacht über nur den Geisteszustand des Betreffenden auftaucht, eine Beobachtung für meine Pflicht halten. R.-A. Liebknecht will dem Medizinalrat Pfleger nach seiner psychiatrischen Vorbildung beftagen. Vorsitzender richtet zunächst an Medizinalrat Dr. Koenig die Frage, ob er sich über die Oualifikation des Dr. Pfleger aus- lassen könne.— Medizinalrat Dr. Koenig: Sowohl Dr. Baer als auch Dr. Pfleger haben den jRust tüchtige Psychiater zu sein.— Vors.: Haben Sie dies vielleicht auch ans dem Gutachten derselben bestätigt erhalten?— Rechtsanwalt Liebknecht: Ich muß diese Frage beanstanden. Wir sind schon einmal in der peinlichen Situation gewesen, daß ein Gut achter über die Persönlichkeit des andere» gehört wurde und hier soll nun wieder Medizinalrat Koenig über Dr. Pfleger in dessen Gegenwart ein Gutachten abgeben. Es ist wohl klar, daß wir dadurch kein klares Bild über die psychiatrische Fähigkeit des Dr. Pfleger erhalten. Vors.: Die Frage war verursacht worden durch den Wunsch des Verteidigers, über die Oualifikation des Dr. Pfleger aufgeklärt zu werden. R.-A. Liebknecht: Ich wollte es von Herrn Dr. Pfleger selbst hören. Vors.: Schön, es zeigt sich also, daß er eS für richtiger hält, darüber Herrn Dr. Pfleger selbst zu hören. Er scheint dadurch eine sicherere Grundlage gewinnen zu»vollen. R.-A. Liebknecht: Das habe ich ganz und gar nicht gesagt, der Borsitzende hat das in meine Worte hineingelegt, ich muß diese Bemersimg zurückweisen. Wedizinalrat Dr. Pfleger gibt an, daß er auch Psychiatrie studiert habe und im Gefängnis so viel Geisteskranke gesehen und begutachtet, auch so viel andere Gutachter studiert habe, daß er die geirügende Sachkenntnis vollauf zu besitzen glaube. Er sei kein SpezialPsychiater und mache auch gar keinen Anspruch darauf. R.-A. Dr. Liebknecht(zum Sachverständigen Dr. Koenig): Würde es Ihnen genügen, wenn Sie einen aufzunehmenden Ge- fangenen fragen, ob er gesund ist und dann bloß Herz und Lunge untersuchen? Dr. Koenig: Na, das ist sehr kurz. Herz und Lunge ist allerdings die Hauptsache.— V e r t.: Wäre es nicht ivünschenswert, namentlich wem« es sich um Jsolierhaft handelt, daß eine Untersuchung des Nervensystems stattfindet?— S a ch v e r st.: Wünschenswert wäre es allerdings.— Präs.: Aber auch durchaus erforderlich?— S a ch v e r st.: Welche Form soll die Untersuchung haben? Die wichtigsten Punkte des Nervensystems kann man ja, wenn man Routine hat, sehr rasch feststellen. R.-A. Liebknecht: Würden Sie diese Untersuchung nicht vor einer längeren Einsperrung in Jsolierhaft für notwendig halten?— S a ch v e r st.: Es ist so wünschenswert, daß ich es fast als erforder- lich erachte, aber ich würde nicht sagen, daß es ein ganz besonderer Fehler ist. wenn es nicht stattgestinden hat. R.»A. Dr. Liebknecht: Geheimer Rat Kirchner hat hier in einer der ersten Sitzungen als Postulat bcS Gefängniswesens hingestellt, daß die Gefangenen ebenso gesund aus dem Gefängnis hinauskommen, wie sie hineinkamen. Würde hierzu nicht«ine solche Untersuchung notwendig fein?— Sachverst. Koenig: Von diesem Standpunkte ans wäre' diese.Untersuchung erforderlich, sonst läßt dieser Standpunkt nicht durchführen.— P e r t.: Würden Sie es angängig erachten oder würden Sie nicht bedenklich werden. wenn einem Planne innerhalb 60 Tagen 72 Tage Arrest zudiktiert werden?— Sachverst.: Um dies definitiv zu beantworten, müßte ich den Mann selbst gesehen haben. V e r t.: Sie haben gehört, daß hier viele Beamte ihn für mittel- mäßig ernährt geschildert haben.— S a ch v e r st.: Wenn ich den Verlauf in Betracht ziehe, so würde ich ja sagen, daß es sich wohl enipfohlen hätte, einen geistig nicht ganz normalen Menschen früher aus dem Gefängnis herauszunehmen.— V e r t.: Halten Sie es denn für möglich, daß ein solcher Mensch eine solche Fülle schwerer Arreststrafen in fast ununterbrochener Folge durchmacht, ohne ver- rückt oder doch schwer krank zu werden?— S a ch v e r st.: Wenn er nicht prädisponiert ist, braucht er nicht verrückt zu werden.— Bert.: Auch nicht unter Berncksichtigniig der Einzelhaft unter Entziehung berf Kost?— Sachver st.: Er würde dadurch wohl körperlich krank werden können, aber nicht not- wendig geistig krank.— Bert.: Wenn ein nervös-leidcnder Mensch, wie Skläroff, 14 Tage Haftstrafe verbüßt hat und herauskommt aus dem Arrest, würde es nicht notwendig sein, den Mann dann genauer zu untersuchen?— Sachverst.: Ich persönlich würde eine genaue Untersuchung vornehmen.— Bert.: Ist nicht ein Arrest von 8 Tagen bei Wasser und Brot nütcinsamerEinsperrung gesundheitsgefährlich?— Sachve est.: Bei nicht sehr guter Konstitution liegt die Gefahr einer Ge- sundheitsschädigung ziemlich nahe. Ehe ichjemand in Arrest schicke, würde ich nur seine ganze Konstitution genauer ansehen.— R.-A. Liebknecht: Wenn jemand so zahlreiche schwere Arreststrafen erhält, müßte er doch wohl öfter ärztlich besucht und beobachtet werden?— Sachverst.: Ja.— Bert.: Jetzt hat infolge einer Ministerial- Verfügung eine solche Beobachtung in Zwischenräumen von je drei Tagen stattzufinden. Ist damit nicht ein Desiderat der ärztlichen Wissenschaft erfüllt?— S a ch v e r st.: Ja.— V e r t.: Würde es nicht nötig sein, einen Arrestanten, nachdem er die Arreststrafe verbüßt hat, zu untersuchen?— Sachverst.: Das wäre schon aus Wissenschaft- lichen Rücksichten wünschenswert. Nach der Verbüßung einer drei- wöchigen Arreststrafe würde ich es für geboten halten.— Bert.: Und wenn dann ein solcher Arrestant bald wieder vier Wochen Arrest aufgepackt erhält, würden Sie ihn nicht genau ansehen?— Sachverst.; Dann natürlich erst recht.— V e r t.: Ist es richtig. daß bei einer Kostschmälerung auch ein Rückgang der Körperwärme stattfindet und daß daher vom ärztlichen Standpunkte die Tencheratur in dem Aufenthaltsort der Arrestanten eigentlich höher sein müßte, da die Betreffenden mehr frieren als andere, und daß auch ihr Beklcidungsbedürstns größer ist?— Der Sachverständige bestätigt dies im allgemeinen. �— V e r t.: Sind Sie nicht der Meinung, daß die GefängniSarzte eine ganz spezifisch psychischeVorbildung haben müßten? Sachverständiger: Dieser Ansicht bin ich stets gewesen, sowie die meisten Psychiater. Die Frage, ob sich nicht viel geisteskranke Verbrecher in den Gefängnissen befinden, lehnt der Borsitzende ab und verweist auf den wiederholt angezogenen Gerichtsbeschluß, wonach nur solche Fragen zugelassen werden sollen, die ans den Einzelfall Bezug haben. — Rechtsanwalt Dr. Liebknecht erklärt, daß eine für die ganze Zeit der Verhandlung gültige Generalklansel, daß gewisse Fragen zuzulassen seien und gewisse Fragen nicht, nicht anerkannt werden könne.— R.-A. Dr. L ö w e n st e i n: Hält der Sachverständige Dr. Koenig es vom ärztlichen Standpunkte für an- gemessen, oder für unzulässig, einen Geisteskranken, der als solcher erkannt ist, noch längere Zeit im Lazarett zurückzubehalten? Skläroff ist noch einen Monat, nachdem er als irrsinnig erkannt worden, in der Anstalt geblieben, ehe er in die Irrenanstalt über geführt wurde.— Sachver st ändiger: Natürlich ist die schnellste Ueberführnng die beste; da Skläroff jedoch andernfalls, wie der Vorsitzende feststellt, ins Amtsgefängnis nach Tegel gebracht wäre, so war das Lazarett das kleinere Uebel. R.-A. Liebknecht: Es wäre vie&eicht auch möglich gewesen ihn schneller in eine Irrenanstalt zu bringen, als es die Bureau- kratie zuläßt. Staatsanwalt S ch ö n i a n macht darauf aufmerksam, daß die Kostentziehung bei der strengen Hast doch immer in bestimmten Tagen unterbrochen werde, an denen der Arrestant volle Kost be kommt. R.-A. Liebknecht: Wenn jemand vier Tage fast nichts be- kommen hat. kann er dann ohne weiteres alles vertragen, speziell die schwere Gefängniskost? Sachver st ändiger: Sehr häufig nicht. Beisitzer Landgerichtsrat Braun fragt Herrn Medizinalrat Dr. Koenig: Wenn nun Skläroff sein ganzes Leben nicht Herrn Dr. Pfleger oder Herrn Dr. Baer gesehen hätte, hätte er nicht schon in der Untersuchungshaft darüber verrückt werden können, daß er die Angst hatte: Du wirst sofort nach Berbüßung Deiner Strafe ausgewiesen und nach Rußland abgeschoben? Mcdizinalrat Dr. Koenig glaubt nicht, daß die bloße Angst diesen Effekt haben würde.— Auf eine weitere Frage, ob er nach dem Studium der Eberswalder Akten den Skläroff für unheilbar halten müsse, antwortet Medizinalrat Dr. Koenig: Nach dem, was hier vorgetragen ist, ist es mir unmöglich, die Krankheit des Skläroff für unheilbar zu erklären, denn sie ist als alute Paranoia estgestellt worden. Ich Vennute aber, daß sie unheilbar ist. Dr. Baer will über die Vorgänge bei der Aufnahme in Plötzensee Aufklärung geben, wird aber vom Vorsitzenden hieran ge hindert. Aus eine Frage von Rechtsanwalt Liebknecht, ob er die bloße Frage:»Sind Sie gesund?" mit darauf folgender Untersuchung von Herz und Lunge als genügend ansieht, schildert Dr. Baer eingehend, welche Fragen er bei einem zum erstenmal Konnnenden stellt, um sich ein Bild zu machen. Auch Dr. Pfleger mache es ebenso. Dieser bestätigt das, und bemerst u. a., daß er mangels einer Aufzeichnung bei jemand be- timmt sagen kann, derselbe hat vor der Einlieferung keine Krämpfe gehabt; denn diese Frage stelle er stets. Manchmal müss« er iber sich selbst lache», weil er immer dieselben stereotypen Fragen tellt. R.-A. Liebknecht bittet, die anwesenden Zeugen, die frühere Strafgefangene sind, im Anschluß hieran sofort darüber zu ver- nehmen, ob bei ihrer Aufnahme diese Fragen an sie gestellt seien. Der Vorfitzende läßt eine halbstündige Pause eintreten. Räch Mederanfnahme der Verhandlungen liest R.-A. Lieb knecht ans dem Buche von Dr. Baer„Die Hygiene des Gefängnis- Wesens" eine Stelle vor, in der erklärt wird, warum die aus den Strafanstalten in die Irrenhäuser gebrachten irren Verbrecher fast immer unheilbar und meist in Roheit und Bösartigkeit verwildert tnd.„Dies ist die Frucht der unseligen Behandlung, die vielen fieser Kranken durch Jahre hindurch zu teil wird." Vorsitzender stellt fest, daß Skläroff aus Eberswalde als gebessert entlassen ist. Sachverständiger Dr. K o e n i g vermutet, daß Skläroff unheilbar war, wenn er es auch nicht mit absoluter Gewißheit sagen kann. Die Zeugen, die R.-A. Liebknecht über die bei ihrer Auf- nähme an sie gerichteten Fragen vernomnien wünscht, werden zunächst aus dem Saal geschickt, und der Sachverständige der Anklage, Medizinalrat Dr. Lrppmann, vernommen. Aus seinen Darlegungen und Antworten auf eine Reihe von Fragen der Rechtsanwälte Dr. Liebknecht und Dr. Löwen- Ü e i n tatsächlicher und medizinischer Natur heben wir folgendes servor: Der Sachverständige schließt sich im allgemeinen den Aus- .ührungen des Medizinalrats Dr. Koenig an. Wenn er sich jetzt urückversetze in die ganze EntWickelung der Krankheit des Skläroff, a sei es niöglich, dag der Beginn der Krankheit schon ins Unter- uchmigsgefängnis verlegt werden müsse und daß die Fortsetzung dann im Lazarett vor sich gegangen ist. Solche.Krankheiten haben mitunter eine wellenförmige Bewegung und auch jemand, der eine genaue psychiatrische Erfahrung mitbringt, kann nicht immer zleich eine Geistesstörung erkennen. Es sei die Amiahme übrigens alsch. daß von Gefängnis zu Gefängnis keine Mitteilungen über gesundheitliche Fragen der Gefangenen erstattet werden. Der Ge- richtsarzt Dr. Puppe hat immer, wenn er irgend eine auffällige Erscheinung an dem betreffenden Untersuchungsgefangenen bemerkte, bestimmte Notizen bei dessen Ueberführnng'n das Gefängnis an den Rand der Asten geschrieben, wie z. B.„Achtung!".„Eigen- tiimlich".„Selbstmordversuch". Dann widme man sich einem olchen Manne speziell und doch könne ein solcher Mann manchmal für Einzelhaft sähig erklärt werden. Es sei also nicht leicht, selbst wenn solche Andeutungen vorliegen, zu sagen, der betreffende Mann sei geisteskrank. Einem so erfahreneu Manne wie Professor Dr. Puppe muß dach Skläroff harmlos erschienen sein. Zwecklose Arbeitsverweigerung komme in vielen Fällen vor, müsse aber durchaus nicht immer zu Zweifeln an der geistigen Gesundheit des Betreffenden Veranlassung geben, sondern könne auch dem Trotze entspringen. Diese Frage sei einmal von seinem Lehrer Krahne, wohl dem besten Kenner des Gefängniswesens, auf einem Kongreß behandelt worden. Es wurden damals Fälle mitgeteilt, � wo Leute— darunter auch ein geschulter Züchtling, also ein mehrfach Rückfälliger— aus reiner Wider- setzlichkeit die Arbeit verweigerten. Einen sicheren Schluß und' die dringende Vermutung, daß eS sich um Geisteskrankheit handele, Km« man aus der bloßen Tatsache der Arbeitsverweigerung nicht ziehen. Skläroff allerdings habe nach dem Zeugnis des Rabbiners Levy einen verschüchterten Eindruck genracht; aber dies sei vielleicht des- halb nicht besonders aufgefallen, weil russische Juden, die ins Ge- sängnis kommen, überhaupt fast stets einen sehr demütigen und weh- leidigen Eindruck machen. Auf die Vorhaltung, daß Skläroff sich zuerst frech betragen haben soll, erwiderte der Sachverständige,«s gäbe auch eine Frechheit aus Angst. Er glaube, daß die akute Paranoia erst im Lazarett zum Aus- bruch gekommen ist. Hinterher kann man natürlich viel leichter über die Eiitwickelung der Krankheit bei einen: psychisch- labilen In- dividuum sich ein Urteil bilden. Daß eine Pflichtwidrigkeit der Aerzte hier vorliege, könne nicht gesagt werden. Merken konnte man ein Symptom der späteren Geisteskrankheit vielleicht, aber daß man es merken mußte, glaubt er nicht. Wenn der Kollege Dr. Pfleger leine Bedenken gegen die Haftfähigkeit hatte, werde wohl der Eesamteindruck des Mannes ihn dazu veranlaßt haben. Man sei nicht genötigt, eine Fahrlässigkeit oder Pflicht- Widrigkeit anzunehmen. Wa§ die Arbeitsunfähigkeit nach einem Arrest betrifft, so sei eS damit grundverschieden. Er wisse, daß Leute, die 13 Tage Arrest gehabt haben, gleich wieder an der Bandsäge. also bei sehr schwerer Arbeit, ihr Pensum arbeiten, während andere so schlapp sind, daß sie nicht gleich wieder arbeiten können.— R.-A. Dr. Löwenstein: Ist es aber nicht doch wohl zu ver- langen, daß ein Plann, der drei Wochen Arrest abgemacht hat, auf seine Arbeitsfähigkeit hin erst imtersucht wird?— Sachver si.: Wünschenswert sei daS allerdings. Im allgemeinen werde man es dem Arzt überlassen müssen, pflichtmäßig selbst in dem einzelnen Falle sich über den Gesundheitszustand zu orientieren. Nach seiner Meinung wäre eS wünschenswert gewesen, nach Verbüßung einer Ärreststrafe die Arbeitsfähigkeit des Skl. festzustellen, sie wurde aber indirekt dadurch festgestellt, daß Skl. sofort die Arbeit wieder verweigerte und sofort wieder eine Arreststrafe zudiktiert erhielt, wobei dann seine Arrest- fähigkeit und damit also auch seine Arbeitsfähigkeit von neuem festgestellt wurde.— R.-A. L ö w e n st e i n: Mir scheint daS ein circulus vitiosus(fehlerhafter Zirkelschluß). Wenn er nicht Arrest bekam, lvar er arbeitsfähig, wenn er Arrest bekam, wurde er unter- sucht. Auf weitere Fragen erklärte der Sachverständige: Ein Ge- fangener habe das Maß ärztlicher Hülfe zu verlangen, wie ein Mann in der Freiheit, wenn er über etwas klagt. Eingehende psychiatrische Untersuchungen eines jeden Arrestanten seien unmöglich. Man könne eS nicht verallgemeinern, daß ein minderwertiger Mensch iHierhaiipt nicht in Arrest kommen dürfe; das müsse der Einzelfall und das pflichtgemäße Ermessen des Arztes entscheiden. Ueber Unter- suchuu» bei Antritt des Arrestes habe er keine Erfahrungen; nach Verbüßung einer langen Ärreststrafe sei eS im allgemeinen wünschens- wert, daß die Arbeitsfähigkeit geprüft werde. WaS die Frage der Widerstandsfähigkeit nervöser Personen be- treffe, so solle man dieselbe nicht unterschätzen. Vor 16 Jahren war die ganze Autorität Krahnes nötig, damit er als Neuling nicht häufig Widerspruch gegen die Vollstreckung von Arreststrafen erhob. Die Erfahrung hat ihn gelehrt, daß das Nervensystem nicht gar so labil und zerbrechlich ist. Angekl. K a l i s k i macht darauf aufmerksam, daß bei Arrest auch die Arbeitscntziehung als Strafe verwendet werde, und der Sachverständige gibt zu, daß der größte Teil der Gefangenen gerne arbeitet, die Arbeitsentziehung als ein Uebel empfindet. Es wird sodann der Sachverständige, Oberarzt der Provinzial- Heil- und Pflege-Anstalt zu Osnabrück, Dr. M ön cke möller, vernommen. Aus seinem Gutachten und seinen Antworten auf die an ihn gestellten Fragen geht folgendes hervor: Der ganze äußere Verlauf der Krankheit des Skläroff entsprach dem Bilde der akuten Gefängnispsychose. Die Heilaussichten find nach Aufzeichnungen der Anstalt Eberswalde ungünstig und es sei nicht unwahrscheinlich, daß die Krankheit schon am 27. September ILOO, als Skl. vom Medizinalrat Dr. Richter untersucht wurde, einen chronischen Charakter gehabt habe. Daß er als gebessert entlassen sei, besage nichts, da solch Attest fast jeder bekomme, um ihm nicht das Arbeitfinden zu erschweren. Selbst ein ausgebrochener Geiste?- kranker, erzählt der Vorsitzende, soll eS nachträglich erhalten haben, und der Sachverständige erklärt einen solchen Fall für nicht aus- geschlossen. Weiter führt er aus, es sei richtig, daß die Arbeit vielfach aus Faulheit, Frechheit und Ungehorsam ver- weigert werde, oft aber auch aus pathologischen Beweggründen. Ob solche bei Skläroff vorlagen, wisse er nicht, halte es aber immerhin für auffällig, daß ein Mann, der noch nicht vorbestraft War, seine Lage durch seine Weigerung fortgesetzt verschlechterte. Ein gewisser Verdacht müsse also auffteigen; daß die Behauptung Skläroffs,„andere hätten ihm gesagt, er solle nicht arbeiten", auf Sinnestäuschung beruhte, sei nicht ausgeschlosien, aber auch, wenn es nicht der Fall gewesen wäre, sei eS doch verdachtcrregend, daß Skl. den Reden Beachtung schenkte. Wenn die Arbeit in dieser Weise fort und fort verweigert wurde, dann würde er persönlich sich für verpflichtet gehalten haben, den Mann zu untersuchen, ob er auch ganz normal ist. Diese Berweigerung in Ver- bindung mit den verschiedenen anderen Momenten hätte wohl einen Verdacht erregen müssen. Eine Untersuchung des Nervensystems vor Antritt der Jsolierhaft würde er für erforderlich halten, wenn sie durchführbar wäre, das sei bei der starken Ueberlastung der Aerzte aber nicht der Fall. Eine psychiatrische Ausbildung der Gefängnisärzte halte er für wünschenswert. Psychisch labile Individuen können durch strenge Isolierungen und Kostverringerungen gesundheitlich sehr geschädigt iverden. Vor Antritt einer strengen Arreststtafe sei eine Unter- suchung wünschenswert. ebenso wäre es sehr zweck- mäßig, einen solchen Arrestanten öfter ärztlich zu besuchen und nach Verbüßung der Arrestsirasen auch eine psychische Untersuchung eintteten zu lassen. Der Gefängnisarzt könne die Ge- fangenen nicht in solchem Maße beurteilen, daß er allein zu einem sicheren psychiatrischen Gutachten kommen kann, auch das Warte- personal im Gefängnis könne sich nicht einen ausreichenden psychiatrischen Blick erwerben. Wann bei Skläroff die ersten Hallun- ziattonen aufgetreten sind, könne mit Bestimmtheit nicht gesagt werden. Wenn Skläroff. obgleich er solange im Arrest gesessen, dem Geist- lichen sagte, er arbeite nicht, weil er unschuldig verurteilt sei, und sich an der Gefängnisverwaltung rächen wolle, so sei dies jedenfalls eine ganz verschrobene Vorstellung. Die Unterernährung als diagnostisches Mittel zu gebrauchen, halte er für bedenklich.— Dr. Baer bekundet hierbel auf erneute Fragen noch einmal nachdrücklich, daß er Hungern zur Erkennung der Simulation von Geisteskrankheit nie angewandt habe, wohl aber, wenn er Simulation körperlicher Leiden vermutete.— Dr. M ö n ck e m ö l l e r meint. daß man ohne solche Mittel die Simulation erkennen könne, wie er denn über- Haupt die Simulationsriecherri stir eine große Gefahr für die Gefangenen halte und in Uebereinstimmung mit dem von Dr. L e p p m a n n in seiner Publikation:„Die Fürsorge für geisteskranke Strafgefangene" vertretenen Standpunkt die Simulation für ziemlich selten halte. Weiter erklärt der Sach- verständige noch, daß ein solcher Komplex von Symptomen, wie er hier vorlag, ihn wahrscheinlich veranlaßt haben würde, den Mann etwas schärfer zu beobachten. Die Verhandlung wird hierauf auf Montag um lsi/z Uhr vertagt. Letzte Nachrichten und Dcpcfchea Portin. 27. Mai.(28. T. B) Nachdem der Vesuv schon seit einigen Tagen lebhaft tätig gewesen war, ist heute abend 7 Uhr der westliche Teil des kleinen Kegels unter Auswurf einer großen Menge Lava eingestürzt, die in einer Stunde ungefähr einen Kilo- mcter weit bis zur BisiS des großen Kegele im Adrio della Cavallo floß. P»»»...-----•.•»» V- k V V- V-..-■------------ W,.—' Vi; n k L) i-» w--------- I'— U' Perantw. Red.: Franz Rehbein, Berlin. Jnjeratevergntw.(»sit Ausnahme Her. ReueWeU"-Beilage):TH.Glocke, Berlin. Druck u. Perlag: BsrwärtsBuchdr. u Perlag'anst.Paul Singer Sc Co., Berlin SV7. Hierzu Z Betlazen u. Unterhaltungsb l Nr. 124. 22. Iahrgaug. 1. KnlM des Jotmätls" DMtt KIKsbIM Zonvtllg, 28. Mai 1903. Die Berggesetz- Novelle nach den Beschlüssen dritter Lesung. Da durch die bielfachen Abänderungen der Berggesetznovelle die Uebersicht über die gefaßten Beschlüsse verloren gegangen ist, teilen wir nachstehend die wesentlichsten Beschlüsse nach der amtlichen Zusammenstellung mit: 2.§ 80c Ms. 2 erhält folgende Fassung:„Genügend und bor- schriftsmäßig beladene Fördergefäße bei der Lohnbcrechnnng in W- zug zu bringen, ist verboten. Ungenügend oder vorschriftswidrig beladene Fördergefäße müssen insoweit angerechnet werden, als ihr Inhalt vorschriftsmäßig ist. Der Bergwerksbesitzer ist verpslichtet zu gestatten, daß die Arbeiter auf ihre Kosten durch einen aus ihrer Mitte von dem ständigen Arbciterausschusse oder, wo ein solcher nicht besteht, von ihnen gewählten Vertrauensmann das Verfahren bei Feststellung der ungenügenden oder vorschriftswidrigen Beladung und des bei der Lohnberechnung anzurechnenden Teiles der Beladung überwachen lassen. Durch die Ueberwachung darf eine Störung des Betriebes nicht herbeigeführt werden; bei Streitigkeiten hierüber trifft auf Beschwerde des Vertrauensmannes die Bergbehörde die entsprechenden Anordnungen. Der Vertrauensmann bleibt im Ar- beitsverhältnis des Bergwerks. Mit der Beendigung desselben er- lischt sein Amt. Der Bergwerksbesiher ist ferner verpflichtet, den Lohn des Vertrauensmannes auf Antrag des ständigen Arbeiter- ausschrssses oder der Aiehrzahl der beteiligten Arbeiter vorschußweise zu zahlen.— Er ist berechtigt, den vorschußloeife gezahlten Lohn den beteiligten Arbeitern bei der Lohnzahlung in Abzug zu bringen." 3.§ 80d Abs. 1 erhält hinter dem zweiten Satze folgenden Zusatz: die im Laufe eines Kalendermonats gegen einen Arbeiter ivegen ungenügender oder vorschriftswidriger Beladung von Förder- gcfäßen verhängten Geldstrafen dürfen in ihrem Gesamtbetrage fünf Mark nicht übersteigen." 4.§ 806 Ms. 2 erhält folgende Fassung:„Alle Strafgelder müssen zum Besten der Arbeiter des Bergwerks verwendet werden. Wenn für das Bergwerk ein ständiger Arbeiterausschuß vorgeschrieben ist, müssen die Strafgelder einer Unterstiltzungskasse zu- gunsten der Arbeiter überwiesen werden, an deren Verwaltung der ständige Arbciterausschuß mit der Matzgabe beteiligt sein muß, daß den von den Arbeitern gewählten Mitgliedern mindestens die Hälfte der Stimmen zusteht. Die Grundsätze für die Verwendimg und Verwaltung müssen nach Anhörung der volljährigen Arbeiter oder des ständigen Arbeiterausschusses in der Arbeitsordnung oder in be- sonderen Satzungen festgelegt werden. Eine Uebersicht der Ein- nahmen und Ausgaben und des Vermögens dieser Kasse ist all- jährlich in einer vom Oberbergamte vorgeschriebenen Form aufzu- stellen und diesem, nachdem sie zwei Wochen durch Aushang zur Kmntnis der Belegschast gebracht ist, einzureichen." 0.§ 80k erhält folgende Fassung: (Abs. 1)„Auf denjenigen Bergwerken, auf welchen in der Regel mindestens 100 Arbeiter beschäftigt werden, muß ein ständiger Arbeiterausschuß vorhanden sein. Ihm liegt es ob. darauf hinzu- wirken, daß das gute Einvernehmen innerhalb der Belegschaft und zwischen der Belegschaft und dem Arbeitgeber erhalten bleibt oder wiederhergestellt wird. einem Jahre Gemaßregelten beträgt nach dem Bericht der General-j kommission höchstens ein Tausend. Wenn die Resolution Schmidt die hohe Bedeutung der Maifeier anerkennt, so sollte sie den deutschen! Arbeitern auch die Energie zutrauen, den einen Tag zu feiern. Im unserem bekannten Capua(Zuruf: Ach! Ihr wollt Euch ja hloßi rehabilitieren!) stellten die Metallarbeiter unter den Feiernden das' größte Kontingent.(Kammer- München: Wcil'S der Maffai Euch erlaubt hat.— Große Heiterkeit!) Bisher hat die Gcwerk- schaftsbewegung in der Maifeierfrage vorwärts getrieben, während- die Partei gebremst hat.(Lachen.) Warum jetzt umgekehrt? Die> ArbeitSruhe hat sich immer mehr eingebürgert.(Lachen. Zurufen Wo denn?) Ueberalll(Lachen.) Möge der Gewerkschaftskongreß' nicht den Fehler nachmachen, den 1890 die Fraktion gemacht hat» durch ungeschickte Stellungnahme die Maifeier zersplittern.(Leb- haftcr Beifall.— Aha I. Rufe.)! Bringmnnn- Hamburg(Zimmerer): Soll die Maifeier Selbst- zweck sein, so mag sie der Teufel holen.(Heiterkeit.) Mögen Glocke' und Schmidt ihre Resolutionen doch auf dem Parteitage einbringen., Denn bis zum heutigen Tage haben die Parteifunktionäre nichts für die ArbeitSruhe am 1. Mai getan. Denn nur eine Parteifeier kann der 1. Mai sein. Daß er für die Gewerkschaften keinerlei agitatorische Wirkung hat, das hat Bömelburg auf dem Bremer Parteitage zwingend nachgewiesen.(Widerspruch.) So legt mir doch den Ge- werffchaftler auf den Tisch des Hauses, der durch die Maifeier ge» Wonnen ist.(Mehrere Delegierte rufen: Ich! Ich!— Ein neben- sitzender Delegierter versucht einen der Rufer zum Tisch des Hauses zu schleppen.— Stürmische Heiterkeit.) Im Gewcrkschaftswesen ist' die Maifeier ein Fremdkörper: die ganze Feier nutzt ihr nichts und die Arbeitsruhe schädigt sie außerordentlich. An jedem 1. Mai können die Unternehmer den feiernden Arbeitern clnen Konzepttarif gegenüberstellen. Und dann werden wir sicherlich eine Niederlage erleiden wie 1330.(Hu! hu!) Wir haben biSher gesiegt, indem wir mit möglichst schmaler Kampffront kämpften. Wollen wir unS der Gefahr aussetzen, uns nach jedem 1. Mai den Kampf auf der ganzen Front aufoktroyieren zu lassen?(Sehr gut!— Glocke deS Vorsitzenden.) Mein Armsünderglöcklein läutet(Heiterkeit). Ich schließe zusammenfassend: Die ArbeitSruhe am 1. Mai durchkreuzt systematisch eine vernünftige Gewerkschaftstaktik.(Vereinzelter Beifall.) Diehl- Frankfurt a. M.(Dachdecker) empfiehlt die Resolution Glocke. Die Maifeier habe den Organisationsgedanken bis in die' weitesten Kreise verbreitet, auch bis zu den Frauen und Kindern- getragen. Das könne eine Abcndversammlung nimmermehr. Wenn die Maifeieridee noch nicht genügend verbreitet sei, so trüge daran auch die mangelnde Tätigkeit der Gewerkschaftsführer einen Teil Schuld. Paul Hoffmann- Hamburg(Seemann): Wenn Robert Schmidt ein Wort Bebels als demagogisch bezeichnet hat, so will ich mit Rück- ficht auf den Vorsitzenden dieses ganz unmotivierte Hineinziehet» hierher nicht gehöriger Gegenstände nicht auch so nennen, obgleich ich es könnte. Bringrnann kann ich versichern, daß wir Partei- funktionäre in Hamburg stets pflichtgemäß eifrig für die Maifeier gewirkt haben. Auch Stolten hat sich jetzt zu unserer Ansicht be- kehrt. In diesem Jahre war die Maifeier in den ländlichen Wahl- kreisen b'ci Hamburg viel besser besucht als früher— mein Nachfolgerin der Rednerliste, der Kandidat des Kreises, ist allerdings anderer Meinung.(Stürmische Heiterkeit.) Gerade jetzt ist der un- geeignetste Zeitpunkt, die Maifeier zu revidieren; danach würde das Scharfmachcrtum noch übermütiger werden. Aber die Gewerk- schaften weichen harmoniedusclig den Konflikten auS.(Lachen.) Unnütz zahlen sie schon vom ersten Tage an Streikunterstützung und' gewöhnen dadurch die Arbeiter, alle Handlungen nach dem Gcldsack einzurichten. Ich stimme also für die Aufrechterhaltung der Arbeits- ruhe am 1. Mai. Freilich, sollten wir die Maifeier neu schaffen, so, würde ich nicht mitmachen. Aber jetzt dürfen wir nicht den Macht- gelüsten der Reaktionäre Rechnung tragen. Paul Müller- Hamburg(Seemann): Wohl mutz sich der Ge»! werkschaftskongreß mit der Frage der Maifeier beschäftigen. Ist es! doch seine Pflicht, gegen die Schmähungen die gegen die Zentral-' verbände in Bremen ausgestoßen wurden, Protest zu erheben. Die. Angriffe Richard Fischers treffen uns alle, denn abgesehen von zwei! Ausnahmen haben alle Zentralvorstände der Schmidtschen Resolution zugestimmt. Wir könnten auf diese Angriffe mit der Frage nach- der Zusammensetzung und Abstimmungsweise des internationalen' Kongresses antworten; aber jedenfalls müssen wir mit der Partei,. die auch die ArbeitSruhe nicht durchsetzen kann, und dem nächsten! internationalen Kongreß ein deutliches Wort reden. Nicht um die, Abschaffung der Maifeier handelt es sich, sondern um ihre Form- und die Möglichkeit ihrer Vereinheitlichung. Ich begreife ja, daß der' Vertreter Frankfurts sich so für die ArbeitSruhe am 1. Mai be- geistert, denn die Maiseier ist diesmal in Frankfurt am 21. Mai be- gangen worden.(Stürmische Heiterkeit.) Nachdem der Kongreß� sich so entschieden gegen den Generalstreik erklärt hat, muß er sich, auch gegen den eintägigen Generalstreik, die ArbeitSruhe am 1. Mai, aussprechen.(Heiterkeit und Beifall.) ReichstagSabgeortmeier Boch-Gotha: Manchen Genossen scheint daS Gefühl der Zusammengehörigkeit abhanden gekommen zu sein., Nur so kann ich mir das leichtfertige Urteil Brinkmann? erklären.- Weiß er nicht, daß er auf dem besten Wege ist, einen Konflikt mit der Partei heraufzubeschwören? Robert Schmidt nannte die Länder,, die den 1. Mai nicht feiern. Warum führte er unS nicht Oesterreich als Beispiel für die Maifeier bor?(Robert Schmidt: Nur Wien!); Oder Schweden. Dänemark und andere?(Zuruf: Und andere?)) Man fragt, waS die Partei getan hätte, um die Mai-Gemaßregelten zu unterstützen. Ich weiß es nicht, aber in ihren schweren Wirtschaft- lichen Kämpfen haben die Gewerkschaften nur an der Sozialdemo- kratie eine Stütze gefunden und sollte ihr nicht Knüttel zwischen die Beine werfen.(Bravo!) Man nähert sich aber immer mehr dem Standpunkte RexhäuserS, dem eine Viertelstunde AckbeitSzeitver- kürzung wichtiger ist, als drei Millionen Sozialdemokraten.(Wider- spruch von Rexhäuser.) Das muß die Partei zugrunde richten. (Reichstags-Abgeordneter Hu e: DaS ist doch wohl nicht möglich! Ein Rexhäuser doch wohl nicht? Heiterkeit. j Jetzt, wo-die Ge- werkschaften größer geworden sind, wollen sie den auf Abbruch verkaufen.(Unruhe und Widerspruch.) Wenn alle Gewerk» schaftSführer mitgegangen wären, wäre die letzte Maifeier noch gewaltiger geworden. Im vorigen Fahre jubelten Sie BömelburaS Worten zu, daß Partei und Gewerkschaften eins feian. Wenden Sie das Wort jetzt an. machen Sie einander nicht leid.en-schaftliche Vor- würfe, sondern erledigen Sie diese Debatte so rasch als möglich durch Annahme der Amsterdamer Resolution..(Lebhafter Beifall.)! Scheffel- Leipzig( Maschinist): Abendversammlungen find Beier Leipzig( Maurer): Zunächst muß ich den toter Schoenfiberhaupt keine Demonstration. Wollen wir den 1. Mai nicht eher feiern, als bis alle Arbeiter ihn feiern, so werden wir wohl früher den Achtstundentag haben. Die ganze Agitation gegen die Maifeier geht von den Vorständen aus, die feinen Pfennig herausgeben wollen. Dieses Sparsystem, über dem das System zugrunde gehen mag, бedeutet eine Verflachung des Gewerkschaftslebens.( Bravo!) lank gegen die Schmidtsche Behauptung in Schuh nehmen, er habe vor 9 Jahren sich gegen die Arbeitsruhe am 1. Mai erklärt. In Wirklichkeit hat er nur gesagt, daß die Schneider in dem betreffenden Jahre anders gehandelt hätten, als die Leipziger Arbeiter im allgemeinen. Die Arbeitsruhe in Leipzig bestand von Anfang an bis heute und hat sich im letzten Jahre sehr verstärkt. Die Schneider Leimpeters- Bochum( Bergarbeiter): Der Gedante der Mai- hatten damals eine besondere Versammlung einberufen und haben feier ist an sich vorzüglich, aber die Arbeitsruhe ist undurchführbar. sich nicht an der großen allgemeinen Versammlung beteiligt, die wir Dieses Jahr demonstrierten wir in Redlinghausen zu 20 Mann, jedes Jahr in Stötterit veranstalten. Dagegen hat sich Schoenlant darunter 17 gemaßregelte Bergleute.( Heiterkeit.) Das ist nach gewandt, nicht aber gegen die Arbeitsruhe am 1. Mai. Ich stehe, 15 Jahren feine Maidemonstration, sondern eine Maitariftur. Die was die Frage selbst betrifft, auf dem Standpunkt, daß vorBeschlüsse des internationalen Kongresses binden uns nicht. Die geschrittene Gruppen und Bezirke nicht zurückgehalten werden sollen Chinesen und Botokuden können nicht bestimmen, was wir ausführen durch Bezirke und Berufe, die noch nicht so weit gekommen sind. follen.( Heiterfeit. Unruhe.) 1890 hat die Reichtstagsfraktion sich Wer noch zurück ist, muß sich damit begnügen, die Maifeier im Geiste nicht um den internationalen Beschluß gekümmert. Und da sollten mitzufeiern. Wenn im Handumdrehen alles zu gewinnen wäre, was wir, die wir nicht einmal von einer unkontrollierbaren Masse zu- wir fordern, dann stände es anders. Auch die volle Arbeitsruhe am ſammen gewählt sind", wie die Leipziger Volkszeitung" sagte, nicht 1. Mai ist nicht ohne weiteres, vielleicht in einem Jahrzehnt noch diesen Männerstolz vor Königsthronen zeigen?( Große Heiterkeit.) nicht zu erreichen. Darüber war man sich von vornherein auch in Der Beschluß des Maurerverbandes, den 1. Mai zu feiern, aber Paris flar.( Widerspruch.) Der Wert der Maifeier liegt darin, teine Verbandsmittel dafür bereit zu stellen, ist ein Verbrechen.( Un- daß die Allgemeinheit an einem Tage in der ganzen Welt unsere ruhe.) Familienväter fönnen nicht ihre ganze Eristena so leichtfertig Forderungen erhebt, die einen durch absolute Arbeitsruhe, die aufs Spiel setzen. Was sollen die Bergarbeiter machen, die wegen anderen dadurch, daß sie im Geiste mitfeiern. Die Aufklärung, die der Maifeier eine Geldstrafe bekommen haben? Weder unser Ver- der 1. Mai bringt, ist die Hauptsache. Es sollte doch auch nicht verband, noch die Partei gibt ihnen die 15 M. Am Ende müssen sie noch geffen werden, daß die Mehrzahl der Verbandstage beschlossen hat, zum heiligen Antonius von Düsseldorf( Antonius Erkelenz, Vor- es in Sachen der Maifeier beim Alten zu lassen.( Sehr richtig!) fizender des Hirsch- Dunckerschen Ausbreitungsverbandes) betteln Wenn wir anders beschließen, machen wir uns nur zum Sturmbock gehen.( Große Heiterkeit.) Den lendenlahmen Gaul der Maifeier gegen unsere eigenen Verbandstage. Nachgelassen hat das Ruhenspanne ich nicht vor meine Agitationskarre.( Große Unruhe; ver- lassen der Arbeit am 1. Mai durchaus nicht. In Leipzig hatten einzelter Beifall.) letten 1. Mai 15-18 000 Arbeiter die Arbeit eingestellt. Die Vormittagsversammlung war von 6000 Personen besucht. Mir Maurer stehen in großer Majorität auf dem Standpunkt der Amsterdamer Resolution und entscheiden uns für die Resolution Glode.( Bravo!) Ein Schlußantrag wird angenommen. Husemann- Bochum( Bergarbeiter): Leimpeters stand mit seiner Ansicht auf unserer Generalversammlung ganz allein. Wenn die Bergarbeiter den 1. Mai nicht feiern, so ist unser Organ schuld daran, das keinen Maifestartikel bringt.( Hört! hört!) Die Bergarbeiter können am Abend nicht leichter feiern als am Tage. Jezt find sie stolz darauf, sich ihren eigenen Arbeiterfeiertag errungen zu haben.( Bravo!) Fritsch- Landshut und Hübsch- Berlin( Textilarbeiter) legen dar, daß den Tertilarbeitern troß aller Agitation angesichts der kapitalfräftigen Unternehmer nur in verschwindender Zahl möglich sei, am 1. Mai zu feiern. Reichel- Stuttgart( Metallarbeiter): Timm fragte, was denn vorgekommen sei, daß wir den 1. Mai nicht mehr feiern wollten. Umgekehrt sollte er fragen. Wir waren nicht von vornherein gegen die Maifeier eingenommen, aber wir haben erkennen müssen, daß die Maifeier einen wesentlichen Einfluß auf die Umgestaltung unserer öffentlichen Verhältnisse nicht ausübt. Unter den Metallarbeitern feiern nach unserer Statistik 7,1 Proz., unter den Textilarbeitern und Bergarbeitern noch weniger.( Hört! hört!) Durch Vereinheitlichung der Feier wollen wir sie wirksamer gestalten. Der Schlußsah der Resolution Schmidt befriedigt uns allerdings nicht, aber wir haben uns darein gefügt, dem nächsten internationalen Kongreß nicht borzugreifen.( Bravo!) Vorsitzender Bämelburg teilt mit, daß eine Resolution Bock eingegangen ist, die die Generalkommission auffordert, sich noch vor dem nächsten Parteitage mit dem sozialdemokratischen Parteivorstand zu verständigen Sechster Verhandlungstag. Köln, 27. Mai.( Privatdepesche des„ Borw.") Vormittagssigung. Bad Vor Eintritt in die Tagesordnung macht Stühmer- Berlin (( Schneider) von den Kämpfen im Schneidergewerbe Mitteilung. Nach fünfwöchigem Streit in Gießen und Leipzig verlangte der Arbeitgeberverband, daß wir bedingungslose Unterwerfung unseren Mitgliedern anbefehlen. Zugleich verlangte er überall Anfertigung von Streitarbeit und lehnte jede Verhandlung, jede Unterwerfung unter einen Schiedsspruch und dann die Vermittelung des Arbeitgebervereins in Braunschweig ab. Die Zahl derer, die nach Ablehnung der Zumutungen der Unternehmer ausgesperrt sind, betrug 4000, aber die Aussperrung dürfte bald noch größeren Umfang annehmen. Der Kongreß tritt in die Tagesordnung ein. Zur abgebrochenen Debatte über die Maifeier erhält das Wort Gerligte- Dresden: Die Stimmung der Arbeiterschaft in den großen Industrieorten ist: entweder oder. Aber die VerlegenheitsResolution Glode erfüllt diesen Wunsch nicht: Mehr wie bisher wird die Maifeier seit 15 Jahren gefeiert und seit 15 Jahren verkünden nach jedem 1. Mai die Parteizeitungen, daß diesmal die Maifeier viel größer gewesen sei, als bisher.( Sehr gut!) Ist nun die Maifeier Opfer und Einsatz wert? Ich glaube, wir nüßen der Arbeiterschaft mehr, wenn wir praktisch auf die Verkürzung der Arbeitszeit hinwirten und nicht mehr den freien Maitag hinterher durch leberstunden einholen.( Sehr gut!) = Das Schlußwort erhält Robert Schmidt: Ich habe Ihnen zuerst mitzuteilen, daß wir uns geeinigt haben, sämtliche Resolutionen zurückzuziehen.( Große Bewegung.). Da wir nicht die Absicht hatten, an der Sache selbst etwas zu ändern, wollen wir es an der Aussprache genug sein lassen. Wir hoffen, daß der nächste internationale Stongreß Mittel und Wege finden wird, eine die Gewerkschaften befriedigende Regelung der Frage herbeizuführen. Einstweilen wollen wir alles unterlassen, was der in der bürgerlichen Presse wiederholt aufgetauchten Ansicht von Gegensäzen zwischen Partei und Gewerkschaft ein Relief geben könnte. Niemand von uns ist bestrebt, einen Gegensatz hervorzurufen, der tatsächlich nicht besteht.( Sehr wahr.) Meinungsverschiedenheiten bestehen überall, auch innerhalb der Partei. Bock ist seit 15 Jahren stehen geblieben. Damals waren natürlich die Gewerkschaften nur eine Hülfstruppe der Partei. Seit dem haben sie gezeigt, was sie leisten fönnen, mit der großen Macht haben sie ganz natürlich auch die Freiheit der Entscheidung bekommen. Diese Entwickelung sollte man auch auf der anderen Seite berücksichtigen und als einsichtiger Politiker den Gewerkschaften entgegentommen. Man sollte es möglichst vermeiden, Reibungsflächen zu schaffen, damit sich die beiden Teile der Arbeiterbewegung nicht in gegenseitigen Stämpfen erschöpfen. Gerade um jeden Gedanken an einen Konflift von vornherein abzuschneiden, bitte ich Sie, von einer Beschlußfassung abzusehen.( Bravo!) In persönlichen Bemerkungen sehen sich Diehl und Paul Müller über die Maifeier in Frankfurt a. M., Bringmann und Paul Hoffmann über Bringmanns Stellung zum Jdeengehalt der Maifeier auseinander. Bringmann erklärt, die Maifeier nur als gewerkschaftliches Agitationsmittel nicht anzuerkennen. Er wolle sie in ihrem ganzen Umfange mitsamt der Arbeitsruhe der politischen Partei überweisen. Hue polemisiert gegen Husemann, Bock und Döblin streiten sich um den Inhalt des Rerhäuserschen Artikels im Correspondent" vom Jahre 1900. Glode- Berlin als Antragsteller gibt die Erklärung ab, daß er seine Resolution nur zurückziehe, um Schlußfolgerungen zu vermeiden, die Dritte aus dem Abstimmungsverhältnis etwa über die Stellung von Partei und Gewerkschaft ziehen fönnen. Er hoffe aber, daß in Zukunft, nachdem die einzelnen Verbandstage entschieden haben, auch der Gewerkschaftsfongreß zu einer Stellungnahme kommen werde. " Vorsitzender Bömelburg: Anträge liegen nicht vor. Nach meiner Auffassung bleibt damit der Beschluß des Amsterdamer Kongresses für uns maßgebend, so daß wir die Maifeier genau so wie bisher begehen und die Gewerkschaften für verpflichtet halten, im Rahmen des Beschlusses dafür zu sorgen, daß die Arbeitsruhe nicht weniger, sondern mehr als bisher durchgeführt wird.( Bravo!) Ich glaube aber, daß gleichzeitig zum Ausdruck gebracht werden soll, daß die in Betracht kommenden beiden Körperschaften sich noch vor dem nächsten internationalen Kongresse, nicht erst auf ihm über eine bestimmte Stellung zur Maifeier sich einigen sollen. Der Gewerkschaftskongreß drückt ferner den Wunsch aus, daß auf dem nächsten internationalen Songreß diese Frage nicht so nebenbei behandelt werden soll, sondern einer eingehenden Besprechung zu unterziehen ist. Das wird wohl leicht möglich sein, da die langen Debatten über Lattik usw. nicht mehr notwendig sein dürften.( Reichstagsabgeordneter Hue: Weißt Du das genau?) Widerspruch gegen meine Feststellung ist nicht erhoben worden, der Kongres hat demnach so beschlossen.( Zustimmung.) Damit ist die Frage der Maifeier Die Fünfzehnerkommission legt die inzwischen fertiggestellte Resolution über Streikunterstützungen Sie lautet: Der Kongreß erklärt 1. In bezug auf die Streifunterstübung ist mit ganzer Entschiedenheit an dem Grundsaß festzuhalten, daß die Führung der Streits, so auch die Beschaffung der Mittel zu ihrer Unterstüßung Aufgabe jeder einzelnen Gewerkschaft und die allein richtige Beschaffung der Mittel die Erhebung ausreichend hoher Mitgliederbeiträge ist. Döblin- Berlin( Buchdrucker): Die Buchdrucker müssen immer dazu herhalten, die Verhandlungen des Gewerkschaftskongresses intereffant zu machen. Ich kann in bezug auf das Zitat aus dem " Correspondent" nur sagen, daß Bebel über die Angriffe auf uns in den Barteizeitungen jagte:" Bei uns herrscht Breßfreiheit". Freilich, wenn Rerhäuser wirklich solche Dummheiten geschrieben hätte, wie Bod gesagt hat, würde ich auch dafür sein, daß er abgesägt erledigt. wird.( Heiterfeit.) Es zeigt doch von wenig Vertrauen in die Festigkeit der Partei, wenn man glaubt, daß sie durch einen Artikel im" Correspondent" erschüttert werden könnte. Aber ebensowenig vor. kann die Partei gefährdet werden durch irgend ein Urteil des Gewerkschaftskongresses gegen die Maifeier. Die Maifeier hat unliebsame Streitereien in der Gewerkschaftsbewegung hervorgerufen. Ist nicht diese unsinnige Debatte der beste Beweis dafür, daß die Maifeier zersplitternd auf die Arbeiter wirkt? Den Unternehmern imponiert die Maifeier wirklich sehr wenig, wenn sie die Arbeiter nach dem 1. Mai noch ein paar Tage können feiern lassen. Es muß ein Gefühl der Schwäche bei den Arbeitern hervorrufen, wenn sie sich solche Behandlung gefallen lassen müssen. Die Maifeier ist nicht entsprechend dem Wachsen der Organisationen gewachsen. Früher fonnten die Gewerkschaften fühn sein, sie hatten nichts zu verlieren. Heute ist das Verantwortlichkeitsgefühl der Leiter naturgemäß geftiegen. Unsere Taktik geht darauf hinaus, dem Unternehmertum möglichst feine neuen Angriffspunkte zu geben. Wir verstoßen mit der Resolution Schmidt nicht gegen den internationalen Beschluß. Wir drücken nur unsere Meinung aus und geben dem nächsten internationalen Kongreß ein Avis. Wenn wir uns in einer uns eng berührenden Frage zu einer selbständigen Meinungsäußerung unfähig erklärten, so würden wir die Selbständigkeit der Gewerkschaftsbewegung gegenüber der Partei diskreditieren.( Sehr wahr!) Glocke sagt: Wir Buchdruder sollten einmal mit der Arbeitsruhe am 1. Mai anfangen. Die Buchdrucker feiern, wo es ohne Schädigung möglich ist. Aber von der Arbeitsruhe erwarter wir eben Schädigung und daher lassen wir es.( Heiterfeit.) Sie sehen, wir entsprechen der Amsterdamer Resolution auch.( Heiterkeit.) Es ist schließlich nur zu erwägen, ob die internationalen Kongresse die richtige Stelle zu Beschlüssen sind, die so tief in das soziale Wirtschaftsleben eingreifen. Die Veranlasser des Beschlusses waren sich seiner Tragweite wohl nicht voll bewußt. Hamburger Rohtabak- Haus. St. St. Felig Brasil, geschnitten, fertig als Bigarren- Ginlage zu verarbeiten, per Pfd. 1Felix Brafil, gemischt mit Java geschnitten, per Pfd. 80 Blg. Feinschnitt per Pfd. 1,-. 295/5 Filiale: Berlin N., Brunnenstraße 190. Roh- Tabak. Decke Nr.5230 rötlich, hell, reinfarbig, Bollblatt, unter 1%, Bfb. dedend, à 2 M. verzollt. W. Hermann Müller, Berlin O., Magazinstrasse 14. 2. Der Kongreß macht es deshalb den Gewerkschaften zur Pflicht, so weit es noch nicht geschehen ist, ihre regelmäßigen Beiträge so festzusehen, daß sie ihnen auch größeren Anforderungen gegenüber die finanzielle Selbständigkeit sichern, wie auch bei der Beschlußfassung über Arbeitseinstellung sich immer im Rahmen der eigenen finanziellen Leistungsfähigkeit zu halten. 3. Ist somit die Aufbringung von Mitteln zur Streikunterstübung durch allgemeine Sammlungen in gewöhnlichen Fällen zu beriverfen, so kann trotzdem auch in Zukunft bei unerwarteten großen Streifs oder Aussperrungen ausnahmsweise die finanzielle Hülfe der gesamten organisierten Arbeiter zur erfolgreichen Durchführung solcher außerordentlichen Kämpfe im allgemeinen Interesse notwendig werden. 4. In solchen außerordentlichen Fällen soll deshalb die Generalfommission ermächtigt sein, auf Antrag der betreffenden Gewerkschaften unter Zustimmung der übrigen Zentralvorstände die Beschaffung finanzieller Mittel eventuell durch Vornahme allgemeiner Sammlungen zu veranlassen. 5. Die Gewährung jeder derartigen Unterstützung hat zur Voraussetzung, daß der Generalfommission von der betreffenden Gewerkschaft über die Leitung des Kampfes und alle taktischen Maßnahmen bis zu seiner Beendigung das Mitbestimmungsrecht Roh- Tabak E. Nauen, a. b. webterstraße Templinerstr. 3, Heinrich Franck Berlin N., Brunnenstr. 185. Besichtigen Sie bitte sofort: Decke Ganzhell, 200 Pf. Vollblatt reinfarbig, schneeweißer Brand. Ferlag Max Richter, Berlin W. 30, Speyererstr, 27. Soeben erschien: 3tes Causend Die Harnleiden ihre Gefahren, Verhütung und Beseitigung von Dr. med. Schaper. Preis 1 Mark. eingeräumt wird. Ueber die zweckmäßige Verteilung der ge sammelten Gelder hat die Generalfommission zu entscheiden. Alle solche Gelder sind aus diesem Grunde an die Generals fommission abzuführen. 6. Die Gewerkschaftskartelle sind nicht berechtigt, selbständig solche Sammlungen vorzunehmen, sondern erst dann, wenn durch die Generalfommission ein diesbezüglicher Aufruf erfolgt. Besondere Beiträge für die angeschlossenen Gewerkschaften zu diesem Zwecke zu beschließen, ist dem Kartell nicht gestattet. 7. Die Kontrolle der Generalfommission über die richtige Verwendung der Erträgnisse und etwaiger Ueberschüsse einer Sammlung steht der Konferenz der Zentralvorstände zu. Bringmann Hamburg empfiehlt seine Resolution als Berichterstatter. Bäplow Hamburg bedauert die ausdrückliche Zustimmung öffentlicher Sammlungen in der Resolution. = Weinschild Offenbach legt dar, daß manchmal Streits auch angenommen werden müßten, selbst wenn man wüßte, daß sie über die Mittel der Organisationen hinausgingen. Sein Verband sei durch die Handelsverträge in eine Lohnbewegung geradezu hineingetrieben worden. Von den Portefeuillewaren wurden 66 Proz. exportiert, 50 Broz. davon nach Rußland und Oesterreich. Jezt habe Rußland in den neuen Handelsverträgen den Zoll von 4 auf 17% M., Defterreich von 70 auf 750 M. erhöht.( Lebhaftes hört! hört!) Damit sei der Erport vernichtet. Nur eine Verkürzung der Arbeitszeit tönne den Portefeuillern die Arbeit erhalten. 75 Proz. der Berufsgenossen, von denen 95 Proz. organisiert seien, ständen in einer offenen Lohnbewegung. Der Berichterstatter Bringmann entgegnet, daß die Resolution nicht engherzig ausgelegt werden solle. Unter Ablehnung eines Antrages Weinschild wird die unveränderte Resolution gegen 17 Stimmen angenommen. Den Schluß der Verhandlungen können wir erst in der nächsten Nummer bringen. piche Soziales. Amtliche Untersuchung der Arbeiterinnenheime in der Schweiz. Sie Nach bald einem Jahre, nachdem von unserem Genossen Arbeitersekretär Greulich über die Sklaverei in einem kapitalistisch- katholischen Arbeiterinnenheim des Kantons St. Gallen die schlimmsten Enthüllungen gemacht wurden, veröffentlicht die St. Galler Kantonsregierung endlich den amtlichen Untersuchungsbericht, den der kantonale Fabrikinspektor Buchegger und der eidgenössische Fabrikinspektor Dr. Wegmann, die beide zusammen die Arbeiterinnenheime im Kanton St. Gallen untersuchten, ihr erstatteten. haben demnach acht Arbeiterinnenheime, die zu sieben Fabriken gehören und die von einem Fabrikanten in St. Gallen betriebene Kostgeberei besucht. Die Entstehung dieser Anstalten datiert bis ins Jahr 1864 zurück, die meisten sind aber erst seit 1900 entstanden. In den acht Anstalten wurden zusammen 292 Mädchen, die meistens fatholisch und Italienerinnen sind und im Alter von 14 bis 16 Jahren eintreten, angetroffen. Die Leiterinnen sind katholische Nonnen, und sie sorgen dafür, daß der Import aus Italien beständig fließt. Italienische Gemeindevorstände, zweifellos katholisch- fromme Händler mit Menschenfleisch, offerieren förmlich den Heimen massenhaft junge Mädchen, einer bot auf einmal 50 jugendliche Ausbeutungs- und Verdummungsobjekte an. Die Mädchen müssen für ihre Verpflegung 5,50 bis 8 Frank pro Woche bezahlen. Sie müssen morgens um 4% Uhr, zum Teil etwas später aufstehen, zu Mittag haben sie eine ein- bis eineinhalbstündige Pause; nach Feierabend müssen sie weibliche Handarbeiten und Hausgeschäfte verrichten. Das Alleinausgehen ist den Mädchen in der Regel nicht erlaubt, sic stehen beständig unter der Aufsicht der Schwestern, von denen sic am Sonntag in die Kirche und spazieren geführt werden. 9 Uhr gehts in das Bett. Körperliche Büchtigungen sollen nicht vorkommen, dagegen Geldstrafen von 5 bis 10 Rappen, die für einen guten( natürlich religiösen) Zweck" verwendet werden. Die Nontrolle der Korrespondenz der Mädchen wurde festgestellt, aber sie werde da und dort von den Eltern und von Behörden, welche Armenund Waisenkinder hier untergebracht haben, verlangt. Geld befommen die Mädchen nicht in die Hand, von ihrem Löhnli" wird das Verpflegungsgeld abgezogen, den Rest erhalten die Schwestern, die den Mädchen die Beträge für kleine Ausgaben verabfolgen und buchen. Die Schwestern erübrigen sich von den kleinen Löhnen auch noch etwas für religiöse und firchliche Zwede, für Opferung am Monatsonntag in der Kirche, für Beiträge an die Mission, an den Heidenverein, für Messen, Rosenkränze usw. Soweit wir nachforschen fonnten, find derartige Leistungen überall dem freien Willen ber Mädchen entsprungen. In mehreren Fabriken und Heimen wurden harte Vertragsbußen in den Reglements und Verträgen festgestellt. Ueber die Höhe der Löhne werden leider nicht die geringsten Mitteilungen gemacht.. Der umfangreiche Bericht bestätigt alle Angaben, die Greulich in seiner Enthüllung machte, aber er ist so kritiklos, so hyperobjektiv" gehalten, daß er diese kapitalistisch- katholischen Sklavenanstalten als ideale Erziehungsheime erscheinen läßt. Die bürgerliche Presse spekuliert auf die Kritik- und Urteilslosigkeit der öffentlichen Meinung und schwätzt unverfroren von günstigen Resultaten" der Untersuchung, von„ lebertreibungen". Dieser Trid wird aber nicht gelingen, die organisierte Arbeiterschaft und ihre Presse wird ihn vereiteln. Vollständige Aenderung der Verhältnisse in diesen Heimen im Sinne der völligen Selbständigkeit und Bewegungsfreiheit der Arbeiterinnen, die feine Sflaven sind und nicht sein dürfen, muß nach wie vor die Forderung lauten. Die Kritiflosigkeit des Fabrikinspektors Dr. Wegmann ist sehr zu bedauern, denn so werden Mißstände nicht beseitigt, sondern fonferviert. So aber auch kann das Ansehen der schweizerischer Fabrikinspektion bei der Arbeiterschaft nur noch weitere Einbuße erleiden, nachdem es schon lange nicht mehr so groß ist, als es vor Jahren war. Sie bleibt schließlich auch hier auf ihre Organisation und tatträftige Selbsthülfe angewiesen. (--) Berliner Marktpreise.( Ermittelt vom Polizei- Präsidium.) Roggen gute Sorte, 1 Dz.-(--), mittel--(--), geringe ab Bahn. Futtergerste, gute Sorte 1 Dz. 16,10( 15,10) mittel 15,00( 14,10), geringe 14,00( 13,10) frei Wagen und ab Babn. Hafer, gute Sorte 16,50 ( 15,80), mittel 15,70( 15,00), geringe 14,90( 14,30) frei Wagen und ab Bahn. Richtstroh 1 Dz. 4,82( 4,50). Seu 9,00( 7,20). Erbsen, gelbe, zum Kochen 45,00( 30,00), Speisebohnen, weiße 50,00( 30,00), Linien 60,00( 30,00), Star toffeln 9,00( 7,00), Rindfleisch, von der Keule, 1 g. 1,80( 1,30), Bauchfleisch 1,40( 1,00), Schweinefleisch 1,70( 1,20), Stalbfleisch 1,90( 1,20), Hammelfleisch 1,70( 1,10), Butter 2,80( 2,00), Gier, 60 Stüd, 4,00( 2,28). Starpfen, 1 g. 2,20( 1,20), ale 3,00( 1,60), Bander 3,20( 3,20), Hechte 2,60 ( 1,20), Barsche 2,00( 1,00), Schleie 1,60( 1,40), Bleie 1,40( 0,80), Streble 60 Stüď 16,00( 3,00). Dresden Wasserstand am 26. Mai. Elbe bei Aufsig+1,27 Meter, bet Straußfurt+ Unstrut bei 0,27 Meter, bei Magdeburg+1,88 Meter. Meter. Oder bei Ratibor+ 3,05 Meter, bei Breslau Ober- Begel+5,34 Meter, bei Breslau Unter- Pegel+0,96 Meter, bei Frankfurt+2,25 Meter. Beichsel bei Brahemünde+3,16 Meter. arthe bei Bojen+1,36 Meter. Nete bei Usch+0,78 Meter. ORIGINAL SINGE Singer Nähmaschinen. Einfache Handhabung! Große Haltbarkeit! 16332* Hohe Arbeitsleistung! Weltausstellung Grand Prix Weltausstellung Paris 1900: St. Louis 1904. Unentgeltlicher Unterricht, auch in moderner Kunststickerei. Elektromotore für Nähmaschinenbetrieb. Singer Co. Nähmaschinen Act. Ges. Berlin W., Leipzigerstr. 92. Filialen in allen Stadtteilen. Eine gute Empfehlung omni seitens unserer Kundschaft haben wir die heutige Bedeutung unseres Hauses und den nach 100 000 zählenden Kundenkreis zu verdanken, denn diejenigen Kunden, die bei uns einen Kaufversuch gemacht haben, haben nicht nur dauernd ihren Bedarf bei uns gedeckt, sondern unsere Firma auch ihren Freunden als reelle Bezugsquelle für Herren- und Knabenbekleidung warm empfohlen. Unsere in den letzten Jahren so rapide gestiegenen Umsätze ermöglichen uns, durch billigste Sinkäufe die niedrigsten Preise zu machen, ebenso sind wir imstande, durch Selbstfabrikation in größtem Maßstabe unsere Fabrikate sachgemäß gut und dabei billig herzustellen. Unsere Preise sind streng fest und äußerst niedrig kalkuliert, so daß wir nicht in der Lage sind, Zugabe- Artikel oder Gratis- Geschenke, welche der Käufer naturgemäß mithezahlen muß, beigeben zu können. Unser Prinzip ist und bleibt: An allen Tagen und an alle Kunden zu Einen Posten Jackett- Anzüge gleich billigen Preisen zu verkaufen. Wir offerieren als besonders vorteilhaft: Ein Sortiment wunderbarer Paletots hergestellt a. Neuheiten ersten in allen nur erdenklichen in allen nu Rang, sowohl in solid. Mustern wie auch in entzückend. brau- Farbenschattierungen, vornen, grauen u. anderen kariert. nehm und modern verarStoff ,, vornehm in Ausführung beitet und ausgestattet. u. tadellosem Schnitt. M. 45, 40, 36, 30, 26, 22, 18. M. 36, 30, 25, 20, 17, GehrockAnzüge aus Kammgarn, Tuch oder Tuchkammgarn elegant vers arbeitet, erstklassig ausgestattet. Knaben- Anzüge für jedes Alter passend, aus nur haltbaren Stoffen, ebenso Schul- Anzüge vom billigsten bis zum feinsten Genre, einzelne Knaben- Hosen aus 16. M. 50, 45, 40, 36. 30, 25, 20 Resten von 0,85 M. Maßkleidungsstücke fertigen wir auf unser Risiko aus modernen haltbaren Stoften, vorzüglich sitzend, zu sehr billigen Preisen an. Starke Herren, auch untersetzte, finden stets passende Kleidungsstücke 0031 am Lager. Preis- Courant gratis und franko. Die Preise sind streng fest und auf jedem Gegenstand in Zahlen deutlich aufgedruckt. an. Neu! Neu! eitinger& Co Rock- Anzüge Hei Oranien. $ 6.40/ 41 Deutsche Compagnie IT 28 Berlin. Parzellierungs- Terrain Biesdorf. A Heute Sonntag, aus karierten Stoffen, engl. Muster. Neu! Neu! nachm. 2, Uhr, Café Meyer billige ExtraDampfschiffahrt Stadtbahnverkehr, Gas- und Wafferleitung, daher schnelle Entwidelung von der Michaelbrücke nach Müggelund steigende Grundpreise. Front- und Eckparzellen R. 15 M. an. Berkäufer täglich im Bahnhofs- Restaurant Biesdorf. 1000 Befizer: Nischalke, Rieger& Co. Berlin C., Landsbergerstr. 66/67. Pläne gratis und franko. werder. Wer Stoff hat, 20336 fertige für 25 Mark Anang oder Paletot auf Rozhaar und guten Zutaten an. A. Storbeck, Weinbergsweg 11. 28752* Tuchhandlung und Maß- Abteilung. Deutsche Bierbrauerei A.-G. ( Absatz im letzten Geschäftsjahre 210912 Hektoliter) empfiehlt ihre aus bestem Malz und Hopfen hergestellten Biere in Fässern und Flaschen. Adresse für Faßbier: Alt Moabit 60. 038 137 200 725 100011 Telephon: Amt II, 1615 u. 1616. 2630L* Adresse für Flaschenbier: Kaiserin Augusta- Allee 15/16. Telephon: Amt II, 3066. 13060 100-1 012 33089 DresdenerStrasse 128/29. Kaffee 10 u.15, Bier, hell u. dunt., 10 Pf. ca. 50 Zeitungen; 2 Billards Std. 40 Ein Verfuch. Dauernde Kundschaft. Zahlstelle der Freien Volksbühne. teppdefen tauft man am reiswertesten nur direkt in der Fabrit, 72 Wall ftraße 72, wo auch alte Steppdecken aufgearbeitet werden. 8. Strohmandel, Berlin 14. Illustrierter Breistatalog gratis. Eine Mark wöchentl. Teilzahlung liefere elegante, fertige Herren- Moden. Ersatz für Makarbeit. Anfertigung nach Maß, feinste Verarbeitung. Garantie tadelloser Sitz. Spezialgeschäft für Herren- Bekleidung. :: Kein Waren- Kredithaus. Gegen Caffa billigste Preise. J. Kurzberg, An der Jannowitzbrücke 1, I. Bahnhof Jannowitbrüde. P. Lelbiger Schuhwurmfund. Landsbergerstr. 40 Ecke Lehmannstr in Roß, Kalb, Box- Calf, Chevreaux in schwarz, rot, braun wie sämtliche modernen Farben von 4,90, 5,80, 6,30, 7,40 usw. Herren- Stiefel Damen- Stiefel wie Promenaden- Schuhe zu staunend billigen Preisen. Knaben- u. Mädchen- Stiefel in kolossaler Auswahl zu sehr soliden Preisen. Sonntag geöffnet 7-10 und 12-2 Uhr. Augen auf! Wir empfehlen: 1 Posten getragene Herren- Paletots 1 Posten getragene Herren- Anzüge 1 Posten getragene Hosen 1 Posten getragene Gehröcke u. Rockanzüge von den feinsten Herrschaften und Kavalieren. Nur kurze Zeit getragene Monatssachen spottbillig. Zugleich machen wir auf unsere Abteilung neuer Garderobe aufmerksam. J. Wand, Herren u. Knaben- Garderoben Hauptgeschäft: Chausseestr. 80 a. 2. Geschäft: Prinzenstr 17, a. d. Wasserthorstr. 3. Geschäft: Gr. Prankfurterstr. 116, a. d. Andreasstr. Die meisten Krankheiten haben ihren Ursprung im unreinen Blute, in der mangelhaften Funktion der Ausscheidungsorgane. Da im Winter der Bluttreislauf ein trägerer und deshalb die unhäufung der Krankheitsstoffe ein größerer au sein pflegt als jonft, so reinigt Euer Blut zum beginnenden Frühjahre von Grund aus mit Reichels Echtem Wachholder- Extrakt Marke ,, Medico", dem volltommensten und natürlichsten Blutreinigungsmittel. feit Jahrhunderten glänzend bewährt, von wunderbarer und vielseitiger Wirtung gegen Rheuma tismus, Blutitodung, Blutarmut, Verstopfung, Hämorrhoiden, chron. Suften, Atemnot, fchleimlösend auf Bruft und Lunge, stäriend für den Wagen, Appetit und Berdanung anregend. Bet Darm- und Blafenleiden leiftet er betanntlich großartige Dienite; vermöge feiner barutreibenden, die Nierentätigkeit und Sautausdünftung fördernden wirtung ift er gleichsam[ 45258 ein Filter für den ganzen inneren Menschen. Niemals lofe, garantiert rein und unverfälscht nur in Flaschen mit Marte, Medico" à 0.75. 150 u. 250 hter frei Haus. Prompter Versand nach auswärts nur durch Berlin SO Fernspr. Anscht. Otto Reichel, elfenbahnstraße 4. IV. 646 und 3190. Bade- Anstalt Süd- Ost Manteuffelstr. 40, sämtliche Bäder, auch Russisch- Römisch Für Damen jeden Tag von 1 Uhr ab: Russisch- Römisch. SOOLKLEIE SCHWEFER FICHTENNADEL RADER. Lieferant sämtlichor Krankenkassen. STOGO ZER OF STC 100001 0008 De 160081 382 Brennspiritus- Gesellschaft 09 100081 805 m. b. H. FOOD 208 jetzt 我 Berlin- Tempelhof Ringbahnstr. 32/35. Telephon: Amt Tempelhof 269. 270. Ausverkauf in Samt und Seide. Wegen Umzuges nach dem Dönhoffplatz stelle die großen Samt- und Seiden- Vorräte zu beispiellos niedrigen Preisen zum Ausverkauf direkt an Private. Darunter: Reinseidene schw. Damaste, Merveilleux etc., früher bis 6,00, jetzt 1,50 bis 4,50. Reinseidene Streifen, Schotten, Chinés etc., früher bis 4,50, jetzt 1,00 bis 2,75. Reine Seiden für Braut- Roben, früher bis 7,50, jetzt 1,25 bis 5,00. Reinseidene Taffetes- Mousselines, anstatt 3,50 jetzt 2,25. Elegante Sommer- Seiden, früher bis 4,00, jetzt 1,00 bis 2,25. 120 cm breite Gloria- Seiden in allen Farben, jetzt 1,75. Samt- und Seiden- Reste in großer Anzahl, früher teilweise bis 3,00, jetzt durchschnittlich 75 Pf. per Meter. Eine Gelegenheit, bei welcher ein allererstes Seiden- Engros- Haus seine gesamten Vorräte, nur prima Qualitäten modernsten Genres, dem Privat- Publikum zum Ausverkauf stellt, ist in Berlin noch nicht geboten worden, und liegt es im Interesse jedes Käufers, sich zwanglos hiervon zu überzeugen. Seiden- Engros- Haus Hermann Herzog, Berlin, nur Spandauerstr. 33-35, 1 Treppe links, Ecke Simons- Apotheke. Adresse und Eingang genau zu beachten! Telegramm- Adresse Seidenherzog". W2 in Fertige Sommer- Anzüge und Paletots in enormer Auswahl nodad 1250 17.- 21.- 25.- 29.- 35.- 42.- bis 65 Mk. 21.- 25.subia nedat dog Aus neats and ind cib 521 H. Esders& Dyckhoff 3099L Spezial- Haus für Herren- und Knaben- Bekleidung, fertig und nach Maß. Leipziger Straße No. 50 a Ecke Jerusalemer Straße. 00 Oranien- Straße No. 48 Ecke Luckauer- Straße. Voranzeige! London- House Königstraße, Ecke Spandauerstraße Herren- und Knaben- Bekleidung. ( gegenüber dem Rathause). AHerren- Ausstattungen. Eröffnung in den nächsten Tagen! 18. Ziehung 5. Kl. 212. Kgl. Prss. Lotterie. Ziehung vom 27. Mai 1905, vormittags. Nur Gewinne über 240 Mk. sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. Nachdruck verboten. ( Ohne Gewähr.) 96 155 95 324 30 38 675 706 884 922 1402 540 686 853 922 80 2027-111[ 1000] 209 317 48[ 500] 740 84 92 3016[ 5000] 192[ 500 231 323 46 515 659 713 835 4071 376 77 474 521 92 713 5050 224 47 60 342 605 6211[ 500] 723 26 32 15001 7012 20 184 270 388 441 754 62 8082 290 312 60 441 85 504 792 809[ 1000] 13 24.95 9010 83 283 614 720 921[ 5001 94 10138 210 320 485 568 836 44 923 11022 161 317 94 1500] 440 15001 86 530 130001 636 708 865 910 83 [ 1000] 12024 136 305 546 621 46 756 849[ 1000] 983 13142 307 39 426[ 500] 49 559 648 71 81 88 756 77 14056 80 265 416 51 92 504 43 611 500] 719 815 956 15044 267 416 646 58 723 43 51 96 933 38 16142 57 69 237 358 517 31[ 3000] 32 639 768 79 826 52 955[ 3000] 70 71 99 17036 56 228 94 866 963 18215 57 500] 423 43 572 626 27 49 95 19324 429 740 860 908 21[ 1000] 36 44 57 58 20026 32 38 90 172 240 323 97 577 81 617 57 767 941 21145 56 362 534 54 623 99 754 22017 207 375 513 40 748[ 5001 810[ 500] 23132[ 500] 46 327 60 418 568 835 931 99[ 3000] 24007 188[ 3000] 377 445 65 677 801 25018[ 500] 142 95 96 99[ 30001 389 523 657 85 858[ 5001 952 54[ 500] 55 26121 42[ 500] 243 303 79 88 495 541 661 700 27169 350[ 500] 95 638 863 28070 206 17 28[ 500] 336 578 603 889 900 8 56 29056 109 296 332 42[ 3000] 72 521 720 898 990 30016 49 206 310 34 58 446 60 527 40 51 78 631 97 806 60 93 993 31087 186 292 546 11000] 50[ 3000] 761 62 74 829 931[ 500] 69 32219 86 479 509 734 33017 133 212 70[ 500] 381 460 545 78 738[ 500] 50 72 956 [ 1000] 34024 194 359 410 523 619 959 35139 85[ 500] 94 474 502 41 630 47 845 914 31 54 36072[ 3000] 372 90 526 693 848 50 37026 325 98 449 71 552 817 915 30 38406 67 81 590 633[ 10001 811[ 1000] 954 67 39186 541 66 600 84 712 867 40037 115 46 76 426 52 83 551[ 3000] 609 12 727 60 70[ 500 41085 288 399 424 65 820[ 3000] 906 42078 265 365 79 430 37 500 605 43020 47 231 33 85 393 548 50 712[ 3000] 98 44129 57 637 700 816 45099 181 205[ 1000] 640 941 46173 212 42[ 10001 56 452 566 613 21 761 47011 132 64 262 379 656 85 802 51 75 976 48128 287 97 371[ 3000] 484 616 36 801 931 78 49414[ 1000] 17 811[ 500] 41 961 50003 19 155 283 85 664 69 937 71 51043 500] 173 308 51 419 77 513 47 636 710 59 83 850 52130 98 386[ 500] 462 580 84 658 83[ 1000] 724 945 50 88 53179 309 540 669 725 54025 29[ 500] 43 406 11 1500 16 41 635 735 64 956 78 55038 108 33 406 38 540 45 701 44 881 951 56317 403[ 3000] 17 19 61 712 80 820 967 1500] 57005[ 1000] 8 135 277 409 541 93 58061 145 75 274[ 1000] 337 424 71 835[ 3000] 63[ 3000] 59205 41 77 79[ 1000] 587 629 36 41 78[ 1000] 729 822 94 910 60338 88[ 1000] 401 515 74[ 1000] 632 822 917 61142 452 920 62016 53 80 92 218 34 315 459[ 500] 99 643 49 65 74 855 63184 96 233 343 482 527 741 93 828 94 64239 472 96 504 15 619 775 65034 143 248 67 320 418 507 985 66078 155 66 324 400 67000 119 250 408 569 690 701 9 73 885 944 70 68019 200 [ 500] 350 413 513 619[ 5001 76 756 905 49 69021 62 301 401 573 041 703 70316 422 895 938 46 71117 47 374[ 500] 498 582 98 601 52 727 33 884 72040 192 521 28 636 939 92 [ 3000] 73059[ 5001 243[ 500] 320 588 620 71 98 733 837 90[ 1000] 934 74062[ 5001 75 275 322[ 500] 439 [ 3000] 529 93 638 762 75041 316 440 93 95 548 720 46 943 76108 72 258 62 92[ 10001 426 526 90 96 675[ 1000] 775 981 77072 147 54 254 552 649 60[ 500] 750 989 78082 128 526 637[ 5001 90 711 98 99 914 39 97 79054 111[ 500] 86 204 44 72 444 608[ 5001 777 806 12[ 500] 989 80020 322 777 818 52 961[ 1000] 81163 295 367 474 99 82004 42 122 291 315[ 5001 86 587 673 717 130001 814 59 62 92 917 40 1500] 83115 47 202[ 5001 74 440 504 603 69 763 90 817 96 84129 334 56 504 8 [ 500] 32 63 613 61 712 849 85059 119 33 48[ 15 000] 230 50 402 614[ 3000] 27 753 838 909 57[ 1000] 70 [ 1000] 86162 285 326 652 737 52 819 20[ 30001 68 80 91 903 64[ 1000] 87002 222 326 83 684 705 87 839 932 88124 263 404 29 48 648 89[ 1000] 97 803 997 89040 15001 154 241 334 435 585 939 90078 190 355 83 507 633 64 91035[ 30001 266 T5000] 84 365[ 3000] 442 51 79 649 880 92049 51 64 1500] 100 284 513 612 14 83 713 929 91 93025 98 339 600 994 94079 98 132[ 10001 348 73 425 39 585 688 831[ 10001 956[ 500] 59 63 95072 197 15001 381 587 681 809[ 1000] 96107 208 9 27 351 85 98 474[ 500] 584 [ 3000] 894 97105 369 621 37 751 64 927 98015 71 208 41 375 682[ 30001 743 99124 67 303 483 558 692 833 52 911 100206 17 423 86 580 605 78 757 857 67 101082 T500] 362[ 10001 630 898 911 130001 55 67 102103 92 232 655 820 42 103147 76 99 259 378 707 65 815 927 104250 579 612 949 88[ 500] 105095 172 824 76 [ 1000] 451 58 675 84 716 57 812 14[ 1000] 106198 237 15001 705 37. 65 68 932 107601 892[ 1000) 904 96 108119 548 845 109099 702 110275 80[ 3000] 303 407 654 728 828[ 500] 72 034 11050 75 288 300 541 50 640 838 934 112610 36 644 | 113179 266 402 25 63 606 49 777 896[ 1000] 114030 124 293 550 678 793[ 500] 878 115527 681 93 10001 904 116012 328 444[ 5001 89[ 3000] 645 763 842 45 91 117054 147 212 404 63 532 686 786 829 55 73 83 68 990 118104[ 500] 23 254 71 373 420 704[ 1000] 5 76 851 55 80 938 119182 15001 204 459 696 848 120193 97 257 589 783 938 121082 89 90 250 379 402 9 28 571 95 721 871 938 81 122032 50[ 5000] 110[ 1000] 232 304 48 489 596 750 917 59 74 123181 354 430 615 17 758 89 124085[ 3000] 409 678 712 867 [ 5000] 72 917 125208 315 481 698 805[ 500] 47 126048 54 160 565 86 96 1500] 673 76 942 63 127298 622 74[ 500 702 50 817 909 75 128163 91[ 1000] 331 51 698 774 82 940 129030 195 271 857 131190 228 95 434 606[ 500] 712 132373 90 548 612 130002 113 95 411 18 523 24 73 606 99 808[ 3000] 27 884 95 133150 57 291 305 78 424 51[ 500] 96 582 688 89 745[ 3000] 61 927 79 84 134167[ 500] 392 427 55 85 516[ 500] 53 603 45 817 49 135170 212 30[ 1000] 307 507 84 136032[ 500] 137 54 67 272 385 417 504 96 754 959 137007[ 1000] 56[ 1000] 546 54 1000] 611 766 67 91 138055 93 103 209 83 87[ 3000] 94 361[ 500] 506 15001 32 54[ 500] 600 33 54 90 721 847 878[ 1000] 139097 204 339 518 828 902 72[ 500] 140039 162 244 76 82 620 814 94 985 141035 175 344[ 5001 81 87 434[ 10001 511[ 500] 14 771 861 [ 1000] 142062 129 234 357 567 630 712[ 1000] 889 91 981[ 500] 143064 401 745 98 844 966[ 500] 144105 257[ 10001 420[ 500] 67[ 5001 99 887 914 60 145186 206 92 466 651 716 867 78 907 146008 10 58 427 77 523 35 617 59[ 1000] 67 712 31 839 40 910 147029 282 97 375[ 1000] 463 930 148007 351 453 512 612 [ 500] 48 746[ 0001 954[ 3000] 99 149094 113 17[ 1000] 18 282 351 433 514 796 150025 1000] 143 226 83 558 636 49 705 977 151062 15001 272 522 65 95 830 42 152008 71 101 71 85 226 930 84 153006 38 196 335 402 95 508 28 47 65 614 500] 85 154026 33 37 603[ 500 14 85 833 88[ 10001 936 F500] 155205 27 41 325 463 966 156298 392 406 623 752 869 79 82 927 65 157251 506 802 9 18 158632 65 825 1500] 982 90 159022 153 65 92[ 500] 322 517 22 53 945 160081 207[ 1000] 78 88[ 30001 317 480 88 568 647 792 816 21 61 928 161081 319 49 469 612 919 45 162009 102 77 486[ 500] 614 705 809 980 163011 89 167 382[ 1000] 94 415 502 11 684 164056 209 31 364 406 33 38 89 728 70 845 916 28 165036 98 280 302 19 604 166169 95 270 384 473 588 632[ 500] 809 167096 144 605 712 49 75 110001 834 39 42 86 168051 105 240 532 56 610 72 169122 300 28 7 71 423 71 547 689 789 948[ 500] 170251 91 322 28 59 63 76 406 586 620 740 896 [ 500] 969 171256 435 542 80 172073 125 65 87 248[ 500] 343 98 479 514 98 640 45 733 825 53 905 173006 44 170 345 463 89 587 625 830 174254 68 328 596 609 40 45 81 752[ 3000] 860 63[ 500 936 94 175225 400 720 871 176267 74 320 417 36 50 527 936 72 91 177000[ 1000] 197 257[ 3000] 633 717 15001 178013 161 252 415 522[ 500] 756[ 30001 77 977 179047 292 96 10001 350 522 660 180437 56 91 583 708 829 74 77[ 500] 181097 [ 1000] 348[ 1000] 545 761 182158 59 220 89 387 435 500 30 82[ 500] 749 995 183051 294[ 500] 380[ 500] 608 55 732 62 953 76 95 184082[ 1000] 185 271 508 [ 500] 24 840 99 185119 45 408 505 45 87 610 916 186407 1500] 38 76 99 528 93 1500] 872[ 500] 187052 144 258 81 340 415 622 866 930 58 188018 [ 500] 211 17 375 903 80 82 189010 15001 122 65 214 91 509 750 988 99 190164 257 305 36[ 10001 66 475 612 851 992 191147 358 65 755 96 805 70 916 53 93[ 1000] 192007 25 278[ 500] 403 614 18 71 82 15001 888 193350 460 510 72 96 751 852 194318 79 432 579 86 195068 331 403 500 7 619[ 10001 706 45 59 196000 18 73 230 80 542 754 97 995 197074 123 44 366 575 669 778 85 87 1500] 806 71 911 88[ 500] 198127 321 454 001 77 792 854 986 199023 119 20[ 3000] 81 266 314 72 434 63[ 500] 536 662 734 76 909 23 200148 200 82[ 1000] 339 511[ 1000] 48 718 88 845 130001 54 64 981 201001 71 119 80 92 305 803 54 202038 78[ 500] 83 112 284 541 652 69 731 44 881 913 74 203040 123[ 1000] 478 675 77 875 999[ 500] 204004[ 500] 321 75 77 574 628 63 786 87 939 65 205079 97 715 73 926[ 3000] 206062 169 237 571 683 1500] 85 852 91 990 92 10001 207058 150[ 500 295 [ 10001 410 58 588 608 867 208005 101 288 326 517 606 778 940 130001 209050 144 59 253 13000] 346 585 781 210046 214[ 1000] 311 30 439 514[ 500] 20 63 912 25 211331 044 725 861 992 212139 369 84 88 495 930 213206 10 354 79[ 5001 92 433 93 581 687 715 81 98[ 500] 846 82 95 214085 216 527 612 736 60 866 215001 92 171 242 61 437 522 87 836 84 130001 91[ 500] 940 58 60 216004 54 56 108 480 605 752 15001 835 1500] 57 965 217012 42 57 74 123 337 47 458 578 658 83 778 907 218135 291 351 525 770 219007 140 48 [ 3000] 55 89 393 563 833 220129 278 448 564 651 728 42 862 906 221013 103 60 276 98 1000] 549[ 10 000] 727 30 37 932 [ 1000] 222190 433 658 80 737 223233 84 306 10 92 420 83 788 816 32 92 95 921 Im Gewinnrado verblieben: 1 Prämie 300 000 M. 1 Gewinn& 15 000, 1& 10 000, 15000, 44& 3000 64& 1000, 121& 500 18. Ziehung 5. KI. 212. Kgl. Prss. Lotterie.| 384 590[ 50001 900 112061 121 72 362 70 506 627 Ziehung vom 27. Mai 1905, nachmittags. Nur Gewinne über 240 Mk. sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) Nachdruck verboten. 24 189 254 309 39 410 67 534 79[ 1000] 87[ 500] 610 766 941 1174 87 226 30 446 649[ 10001 832 86 903 2113[ 5001 206 57 59 344 77 589[ 5001 675 714 807 3114 19 1000] 248 769 959 4214 88 89 304 650 911 48 5054[ 10001 89 95 208 400 13 39 68 98 611 831 6064 346 434 511 677 878 969 7161 217 41 478 515 69 776 825 8019 554 668 849 9134 221 344 589 774[ 1000] 96 848 954[ 500] 10016 230 377 401 574[ 1000] 721 824 11316 407 T5001 31 59 669 72 834[ 500] 39 40 911 12018 50 98 167 10001 71 566 689 130001 850 13198 250 586 613 763 857 931 99 14026 130 52 110001 83[ 500] 246 67 [ 1000] 330[ 3000] 737 806( 1000] 23 988 15589 604 9 97 16302 512 74 770 90 874 17059 531 71[ 1000] 747 890 934 18058 65 201 344 49 508 16 82 87 673 741 946 19336 608 15001 93 747 982 83[ 10001 to 20512 29 712 877 93 21647[ 3000] 61 95 734 901 22271 333 734[ 5001 858 93[ 500] 903 10 23101 638 75 821[ 3000] 47 935 24043[ 500] 241 487 501 794 854 86 87 25083 336 42 71 78 589 669 26184 97 317 99 413 38 43 501 610 823[ 1000] 46 27249 1500] 486 700 33 46 911 28009 43[ 5001 168 205 10 33 60[ 500] 354 423 664 709 879 983 29081 120 40 383 668 30179 492 97[ 3000] 636 720 833 904 31010 13 236 82 322 621 79[ 3000] 709 97.900 30001 32192 96 230 80[ 1000] 719 805 71 95 934 33033 85 224 336 90 1500] 406 10 554 659 761 851 75 967[ 1000] 34144 236 357 558[ 5001 75 772 970 35143 66 259 63 75 341[ 1000] 414 883 36369 582 92 601 40 849 94[ 500] 909[ 500] 72 85 37069[ 15 000] 340 447[ 10001 51 69 601 17 49 70 917 71 38056 101 83 1500] 213 96 353 97 574 603[ 500] 83 855 39201 38[ 1000] 360 531 63 616 71 714 24 60 65 807 41 47 960 40544 86 630 46 814 60 936[ 3000] 64 41002 10 120 293 318 425 713 810 44 930 42046 281 403 512 26 94 616 727 803 919 43132 489 623 92 841 44084 108 61 76 258 319 437[ 500] 537 689 766[ 30001 857[ 500] 927 45002[ 3000] 53[ 3000] 79 144 240 327 486 593 [ 500] 714 862[ 3000] 931 60[ 500] 46285 324 81 473 557 78[ 10001 604 58 713[ 500] 54 849 968 47061 326 451 76 582 804 48027 169[ 1000] 267 387 710 63 813 51 67 49031 116 556 673 81 707 36 37 823 25[ 500] 992 98 50016 34 106 56[ 3000] 78[ 10001 492 500 30 1500] 643 749[ 1000] 64 825 944 66 51003 163 536[ 3000] 704 808 921 38 52 52132 274 396 434[ 10001 581 846 51 937 53190 330[ 500] 421 798 54058 159[ 500 452 672 76 720 871 87 936 55099 221 425 32 611 71[ 1000] 734 943 56015 81 158 270 324 64 65 418 541 745 91 839 914 20 57087 182 261[ 1000] 65[ 30001 394 403 605[ 1000] 68 869 83 90 58044 173 80 407 85 522 66 737 932 65 59063 69 158 15001 248 303 16 421 68 15001 514 642 53 57 91 793 912 50 60087 181 212 371 732 90 915 61279 385 466 71 [ 500 717 33 62013 118 1500] 54 536 686 837 58 930 46 63095 123 69 296 386 528 767 13000] 68 885 934 64031 74 109[ 500] 89 252 544 614 36 39 91 704 924 [ 1000] 65049 149 331 417 513 28 793 854[ 500] 96 66030[ 3000 191 300 23 452 591 745 67068 140 42 200 43 15001 81 387 502 641 812 15001 957 15001 88 68054 270 93 340[ 500] 64 411 545 673 870 929 69293 395 468 547 94 98 954[ 5001 70049 161 98 220 53 329 488 533 60 72 87 738 79 817 945 97 71012 38 502 691 777 823 53 72005 [ 1000] 95 111 83 203 42 303 87 418 715 1000 17 38 928 73094 336 613 15 718 836 958 74006 184[ 500] 258 313 62 95 450 83 730 811 1100063 13000 75070[ 500] 267 482 608 734 963 76011 331 429 509 718 947 77372 83 404 69 697[ 500] 775 876 912 1500] 78237 [ 5001 394 619 837 940 500 45 79013 29 56 59 80 372 584 97 619 46 90 799 80085 145 62 693 723 83 803 110001 58 932 90 81036 179 321 437 52 700 809 911 82011[ 3000 168 220 51 52[ 1000 326 15001 37 62 621 65 89 722 1000] 83025 285 305 50 76 424 44 1500] 532 73 906 84215 98[ 500] 364 632 709 829[ 5001 81 85008 107 27 1000] 93 308 5001 65 429 543 500 46 626 53 85 87 791 811 30 944 62 91 86008 117 34 42 75 15001 330 469 645 760 907 31 46 87102 279 519 735 68 874 944 73 96 88088 133 54 57[ 5001 216 49 375 569 87 636 798 813 54 1500 918 36 89205[ 500] 51 430 611 739 66 854 99 904 90257 353 407 57 516 613 810 992 91122 323 418 563 856 98 15001 92191 450 90 514 23 686 721 92 93002 46 47 111[ 500] 338 72 74 545 664 72 781 94060 94 138 86 98 274 15001 653 96 13000] 740 929 95054 113 29 287 95 495 632 71[ 500] 96 814 42 1500] 903 96258 433 580 638 700 873 1500 991 97068 101 367 98049 128 41 587 731 855 909 96 99140 47 242 419 552 5001 672 783 983 100172 73 94 334 64 73 531 716 830 900 62 101110 23 30 49 231 519 660 968 102034 89 90 116 23 37 725 T10001 30 858| 500) 62 941 103017 951 104215 88 338 445[ 5001 582 627 856 105121 80 204 354 67 15001 727 825 106043 155 314 430 571 79 647 723 923 56 77 107059 83 123 46 54 209 364 571 619 96 15001 739 826 55 96 11000][ 300 000] 108014 81 390 507 608 17 726 37 824 109094 182[ 3000] 232 311 409 23[ 500) 50 594[ 500] 654 80[ 500] 85 983 94 110205 460 772 85 897 111134 1500] 96 13000] 51 798 881[ 1000] 903 113246 427 593 674 887 931 98 114010 19 46 265 429 527 649 13000] 72 115053 271 306 64 65 505 57 638[ 3000] 47 116058 122 32 244 82 15001 614 1500] 713 10001 66 814 117165[ 500) 238 75 317 458 90 509[ 30001 923 118002 37 117 58 493[ 3000] 565 91 867 87 119060 83 245 326 52 88 603 820 970 120042 234 694 768 852 73 904 121213 80 453 576 629 704 867 914[ 500] 122054 609 700 806[ 500 14 957 78 123030 244 69 345[ 3000] 55 576 659 15001 83 765 124006 74 79 101 240 343 65 414 642[ 500] 707 110001 64 899 976 125039 73( 30007 144[ 10001 T 235 351 64 80 671 126184 210 32[ 3000] 91[ 10 000 414 500] 95 528 739 47 812 912 54 127125 217 317 23 688[ 3000] 788[ 500] 851 97 934 500 128259 652 815 965 129165 75 77[ 500] 242 531 76 618 818 918 76 78 84 91 130086 117 309 493 614 22 52 721 874 131022 480 523 680 772 97 832 949 93 132106 308 25 39 83 498 524[ 10001 133035 270 360 501 62 89 926 134046 77 209 463 577 686 135061 65 86 644 802 77 906 24 [ 500] 34 39 136328 96 445 732[ 500] 89 854 930 137177 91 312[ 3000] 868 965 138102[ 1000] 264 415 543[ 500] 653[ 1000] 709[ 500] 993 139006 337 415 539 631 809 82 92 96 916 140006 18 87 333 67 077 726 857 954 82 141055 97 397[ 3000] 404 42[ 500] 560 89 849 142022 37 167 428 603 49[ 1000] 899 978 143.44 70 205 379 425 805 80 943 70 144002 284 333 628 762 861 986 145088 160 230 303 438 46 730 94 863 146202 23 343[ 1000] 672 748 13000] 898 147035 66 165 280 479 626 719 877 148206 12 20 690 849 915 31 51 149038 110 69 249 323[ 3000] 89[ 500] 477 93 680 714 922 48 150207 1500] 312 65 608 39 93 885 940 151036 123 67 240 43 74 413[ 500] 55 631 70 751 852 62 152003 14 16 18 73 102 454 612 41 69 77 833 34 38 45 83[ 1000] 942 46 153060 149 214[ 1000] 37 355 485[ 500] 908 154027 477[ 3000] 565 798 825 94 900 155117 215 54 301 51 713 876 986 96 156003 458 97 534 634 68 157056 184 272 371 535 732 800 35 941 158216 24 1500] 320 47 409 602 963 159090 101 13 217 38 40 586 623 39 51 734 49 54 863[ 500] 983 160004 49 80 111 384 92 424 60 566 710 83 818 946 51 161201 39 660 15001 729 96 162142 68 240 317 51 80 617 767 826 912 13 24 163062 254 55 372 554 652 53 65 835 164088[ 3000] 273 430 512 74 750 53 61 814 80 91 165002 148[ 500 1203[ 500] 331 46 413 572 623[ 500] 71[ 3000] 733[ 500] 987 166012[ 1000] 79 99 296 437 670 167101 32 217 326 69 726 888 168185 224[ 1000] 485 743 66 819 20 43 82 984 169029[ 500] 285 444 75 563 901 26 81 170007 227 551 607 821 907 171062 106 94 322 485 603 757 820 172103 27 730 50 15001 51[ 500] 880 937[ 1000] 173030 222 89 321 86 404 17 520 48 797 941 42[ 1000] 174228[ 1000] 44 74 342 557[ 500] 641 65 771 862 907 175271 376 452 625 770 931 176320 92[ 500] 637 44 89 762 868[ 3000] 177055[ 1000] 163 92 238 323 489 508 33 607 49 67 83 707 14 935 178045 93 211 580 78 719 906 67 179328 551 81 656 776 81 935[ 1000] 180012 61 62 472 600 15 823 99 181030 241 74 [ 500] 485 821 98 966 182181 334 69 455 563 798 839 910 67 78 183370[ 500] 495 557 75 813 26 77[ 3000] 951 184000[ 1000] 142 70 224[ 500] 326 87 402 563 90 608 9 815 906 50 79 185024 195 303 42 478 86 674[ 1000] 738 67 883 935 186044 424 32 515 623 52 58 816 42 187175 425 29 557 617 79 777 881[ 500] 188094 213 33 90 445 510 52 872 922 189282[ 300] 558 74 636 711 87 944 190285 363 10001 552 89 613 844 59 60 191057 187 291 614 19 749 94 837 984 192039 83 138 1500] 535 633 796 937 66 193000 63 78 158 225 58 64 87 321 56 656 801 975[ 500] 194081 329 63 91 96 400 59 510 36 713 74 195130 293 404 30001 85 545 620 769 943 48 196023 25 71 307 62 501 49 775 86 901 197107 78 512 853[ 3000] 920 198051 318 409 541 682 983 199032 72 115[ 1000] 294 389 609 1500 719 200034 61 258 359 642 731 925 40 201089 178 245 418 76 693 748 844 202006 58 91 94 1500] 192 [ 500] 235 372 488 576 711 57 882 914 203028 113 216 110001 350 498 511 636 717 858 81 204074 13000] 224 33 315 64 587 631[ 5001 84 795 205249 98 411 20 34 39 71 555 600 10 752 810 20 206288 311 37 71 567 706 800 207143 48 208 389[ 500] 94 411 56 654 [ 1000] 91 950 208390 15001 506 29 42 764 209003 13000 146 280( 1000] 394 575 995 110001 210145 50 230 41 343 412 749 993 211485 530 614 54 760 98 954 212016 367 435 507 24 52 54 764 80 895 956 66 213045 83 132 322 47 546 73 753 84 830 214015 440 84 685 800 27 51 999 215097 132 76 391 581 758 216137 51 218 49 417 94 537 624 53 91 753 952 58 217124 62 231 65 344 513 39 603 25 936 43 218013 128 217 1000 44 497 1500] 533 35 99 634 812 41 965 219130 43 234 453 665 724 896[ 1000] 928 50 90 220410 28 611 717 897[ 500] 907[ 500] 221015 167 417 87 662 805 73 1301 222513 56 617 64 68 734 99[ 500] 983 223061 80 93 202 49 317 15001 418 553 991 Die Ziehung der ersten Klasse der 218. Königlich Preussischen Klassen- Lotterie findet statt am 1. und 8. Jull 1905. Berantw. Redakteur: Franz Rehbein, Berlin. Für den Inseratenteil verantwo.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW, Nr. 124. 22. Jahrgang. 3. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt Verfammlungen. = Sonntag, 28. Mai 1905. " an der im Februar abgeschlossene Vertrag seitens der Arbeitgeber ge- werden." Ferner wurde der Antrag des Vorstandes angenommen, halten wird. Besonders zeigt sich bei Berechnung der Fahrgeld- daß diejenigen, welche zu Bedingungen arbeiten, die gegen die Beentschädigung für Affordarbeiter, daß die Arbeitgeber alles versuchen, schlüsse verstoßen, aus der Organisation auch dann ausgestoßen Die Generalversammlung des 1. Berliner Wahlkreises, die am um sich der Zahlung zu entziehen. Bei der Lohnbewegung wurde von werden, wenn sie der Sektion nicht angehören. 16. Mai in Dräsels Festsälen stattfand, nahm den Vorstandsbericht den Arbeitern die volle Entschädigung des Fahrgeldes verlangt; in Brauereiarbeiter Versammlung. In einer gut besuchten Verdes Genoffen Strehl entgegen. Im verflossenen Halbjahr fanden den Verhandlungen, die zum Abschluß des Vertrages führten, wurde fammlung der Sektion I des Zentralverbandes deutscher Brauereifünf Vorstandssitzungen statt. Der Besuch der vier Mitgliederver- jedoch festgesetzt, daß nur die Fahrgelder zu vergüten sind, die mehr arbeiter referierte Genosse Mar Schütte über„ Attentate in der sammlungen und der Bahlabende ließ sehr viel zu wünschen übrig. wie 10 Pf. betragen. Der Wortlaut des Vertrages ist allerdings preußischen Geschichte". Dann gelangte der Kaffenbericht zur Ver Den Kassenbericht erstattete Bittner. Einschließlich eines Bestandes nicht glücklich abgefaßt( Fahrgelder, die außerhalb des Zehnpfennig- lesung. Er weist für das erste Quartal 1905 folgende Bahlen auf: bon 626,12 M. hatte der Kreis 1496,73 M. Einnahme und 1003,85 Tarifes liegen), jedoch war man sich in einer Sigung der Schlich Verbandskasse: Einnahmen 3702,50 M., Ausgaben 2247,94 M., Mart Ausgabe, so daß ein Bestand von 492,88 m. verbleibt. Der tungstommission am 6. März auf beiden Seiten darüber einig, die Hauptkasse abgesandt 1454,56 M. Lokaltaise: Einnahme 1520,55 Bericht des Kassierers wurde einstimmig gutgeheißen und der bis daß Fahrgelder, die mehr wie 10 Bf. betragen, gemeint find. Mart, Ausgabe 714,29 M., jetziger Bestand 6014,32 M. Als eine herige Vorstand wiedergewählt. Dem Vertrauensmann wurden 450 Erst später fiel es einigen Meistern ein, daß die Bestim grobe Nichtachtung der Organisation rügt die Versammlung, daß Mark zur Agitation überwiesen. Darauf hielt Genosse John einen mung auch so ausgelegt werden fönne, daß, wenn eine der Verein der Brauereien ein höfliches, die Maifeier bebeifällig aufgenommenen Vortrag über den Entwurf des neuen Arbeitsstelle von irgend einem Punkte Berlins aus für 10 Bf. treffendes Schreiben nicht einmal beantwortet hatte. Dagegen Partei- Organisationsstatuts. Er befürwortete im allgemeinen die erreicht werden kann, keine Fahrgelder zu vergüten sind. Die Vervorgeschlagenen Aenderungen. Daß 25 Proz. der Einnahmen an die fammlung protestierte ganz entschieden gegen dies Verhalten und bringen es aber jetzt die Herren fertig, auch an unsere Mitglieder das Ansinnen zu stellen, bei den Hochzeitsfeierlichkeiten Haupttaffe abgeliefert werden, fei notwendig, weil die leistungs- beauftragte die Kommiffion, auch in diesem Punkte dem Vertrage des Kronprinzen als Staffage zu dienen. Die Versammlung nahm fähigen Kreise ihre Mittel für lokale Zwecke verwenden. Man ist Geltung zu verschaffen. Ferner wurde beschlossen, die Baukontrolle daher auf die Ueberschüsse der Parteiunternehmungen angewiesen in der Zukunft besser durchzuführen. Es werden graue Berechtigungs- nach lebhafter Debatte einstimmig folgende Resolution vor:„ Die Es farten herausgegeben, die regelmäßig jeden Monat in den Bezirks- arbeiter, Zweigverein Berlin I( Brauer), weist das Anfinnen des heutige Versammlung des Zentralverbandes deutscher Branereiund hier sei eine unwürdige Ueberschußwirtschaft eingerissen. fehle am nötigsten und die Presse tönnte nicht genügend ausgebaut vertrauensmänner- Versammlungen abgestempelt werden müssen. Vereins der Brauereien Berlins und Umgegend, als Staffage bei werden. Leider sähe der Entwurf keine Aenderung in der Form der Delegiertenwahlen vor, denen die Ungerechtigkeit der WahlkreisDie Sektion der Putzer des Zentralverbandes der Maurer hielt der Einzugsfeierlichkeit zu dienen, ab und betrachtet es als gauz selbsteinteilung zugrunde liege. Große Kreise fönnten daher leicht von am 24. Mai cr. im großen Saal des Gewerkschaftshauses eine gut berständlich, daß sich jedes einzelne Mitglied unserer Glenden" solidarisch fleinen majorisiert werden. Die Fraktion solle nur durch eine Dele- besuchte außerordentliche Mitgliederversammlung ab, die sich mit der Organisation mit den gation auf dem Parteitage vertreten sein. Schließlich ist nicht die Frage beschäftigte:" Wie ist den Mißständen, welche im Buzzer- ertlärt." gewerbe einzureißen drohen, am wirksamsten entgegenzutreten?" Dann beleuchteten mehrere Redner, besonders ein Ausgesperrter; Organisationsform die Hauptsache, sondern der Geist, der die Partei- Der Vorstand hatte im Einverständnis mit der Obmännerfißung einer aus Düsseldorf, die Brutalitäten und sonstigen Machinationen der genossen beseelt. In der Diskussion tadelt Wolderski den Fis- früheren Versammlung den Antrag unterbreitet:" Bur besseren Unternehmer im Rheinland sowie den Verrat der Christlichen" und falismus des„ Borwärts". Er bringe viel zu wenig Breßstimmen, und wichtige Vorfälle im Parteileben würden erst post festum be- Stontrolle der Kollegen auf den Bauten noch einen dritten Kollegen der Bundesgesellen". Alle forderten zur fräftigsten Unterſtügung richtet. Gegen die Anwesenheit der Gesamtfraktion spricht der anzustellen." Dieser Antrag wurde damals vertagt, um erst in den der ausgesperrten Kollegen auf, und die Versammlung beschloß einKostenpunkt. Dem demokratischen Prinzip entspräche, wenn die Ab- Bezirken durchberaten zu werden. Da dieses inzwischen geschehen, stimmig, außer der auf Sammellisten aufgebrachten Summe noch Die Brauerei Altschuh geordneten mit in Wettbewerb träten bei einer Delegiertenwahl, für sollte nun die Versammlung vom 24. d. M. über den Antrag Ve- 500 M. aus Lotalmitteln abzusenden. die das Zahlenberhältnis der praktisch tätigen Genossen, nicht der er- schluß fassen. Der Vorsitzende Neumann faßte die Berichte aus den in Spandau beschäftigt bei zwei Brauern sieben Lehrlinge. zielten Wahlstimmen maßgebend sein müsse. Derselben Ansicht ist Bezirken dahin zusammen, daß zwar ein Teil gegen die Anstellung Genoffe Oppel. Mit der Fassung von§ 25 Abs. 2 ist er ein- sei, aber die große Mehrzahl halte die Anstellung desselben für notverstanden, erinnert aber daran, daß im vorigen Jahre im 1. Berliner wendig. Lehnig gab dann einen kurzen Bericht über seine bisWahlkreise ein Antrag angenommen worden sei, der den Wahl- herige Bautenkontrolle und wurde darauf nach erregter Diskussion Darauf Stationen treisen mehr Selbständigkeit sichert. Im Schlußwort gibt Genosse mit großer Mehrheit zum dritten Angestellten gewählt. John zu, daß die Stellung des Borwärts" als Zentralorgan gelangte folgende Resolution zur Annahme:" Die heute, am 24. Mai Mißstände mit sich bringe. Es ist eine bestimmte Spaltenzahl auf 1905, tagende Versammlung der Buzer Berlins beschließt, und macht Anweisung des Parteivorstandes vorgeschrieben. Der Wunsch der es jedem organisierten Buzer zur Pflicht, mit allen Mitteln darauf Gesamtredaktion, mehr Artikel theoretischen Inhalts zu bringen, lasse au bringen, daß sämtliche auf einem Bau arbeitende Bußer sich Swinemde. 768 232helter 2wolten! 14 Petersburg 76623 sich bei dem Andrang aktuellen Stoffes nicht verwirklichen. Bum in einer Bude einquartieren und einmütig die auf den einzelnen Hamburg 767 SD heiter 13 Scilly 764 SS Schluß fordert der Borsitzende Strehl die Versammlung zu reger gegenseitige Kontrolle über Arbeitszeit und Arbeitsverträge qusüben. München Bauten bestehenden Mißstände zu beseitigen trachten, sowie eine 2wolfen! 15 Aberdeen 761 SS Agitation für die Parteipreffe und Parteiliteratur und zu zahl Des weiteren hat jeder Arbeit annehmende Stollege die Pflicht, feinen Bien 768 D 2 heiter 10 Paris 7679 7689 1wolfen! 12 reichem Abonnement auf die Hohenzollernlegende" auf. abgeschlossenen Vertrag sofort dem Sektionsvorstand zur Einsicht Wetter- Prognofe für Sonntag, den 28. Mai 1905. und Prüfung vorzulegen, da fünftig Listen nicht mehr ausgegeben Etwas wärmer, vorwiegend heiter und trocken bei mäßigen südlichen und auf Bauten beschäftigte Buzzer als Einzelzahler nicht angenommen winden. Berliner Wetterbureau. # In der Versammlung der in Treppengeländerfabriken beschäftigten Arbeiter, die am Montag stattfand, berichtete Battloch darüber, wie Moderne Anzüge Schüler- Anzüge 27. 24 21 18 15. 12. 9 6. 5. 4. 3. 2.80 2 M M. KnabenCheviot- Anzüge von 2.- M. an Wasch- Anzüge von 1.-M. an Wasch- Blusen von 50 Pfg. an. " Witterungsübersicht vom 27. Mai 1905, morgens 8 IIhr. Barometerstand mm WindBerlin 768 Still Frankf.a.M. 768 D Bunjpa Windstärke Wetter Temp. n. C. 5° C. 4° R. Stationen Barometerstand mm Windrichtung. Bindstärke 15 Haparanda 763 Wetter Temp. n. C. 1050. 4° R. 9' 2heiter 1bebedt 3bedect 13 2bedeckt 12 1volten! 13 Paletots= Mäntel Jackett- Anzüge 50-45-40-36-30.- 15M. 27.- 24.- 21.- 18.Rock- Anzüge 55.- 30.- 45.- 36.- 33.- 30.SONDER- ANGEBOT 27 M. Jackett- Anzug Cheviot- Genre in aparten 18 M. Streifen und Karos Gehrock- Anzüge 65,- 55,- 50,- 45.- 21 M. Strand- Anzüge 30.- 30.- 27.24,- 21.- 18.15.- 12.- 7.50 Radler- Anzüge Radler- Hosen Pelerinen 6 M. 27.- 24.- 21, 18.- 15,- 12, 98-7, 6.5.- 4.Stoff- Hosen Tausende Exemplare 16.- 15.- 14.- 12.- 10.9.- 8.- 7,- 6.- 5, 4.-M. Auto- Hosen Auto- Mäntel 3.M Auto- Mützen Gefütterte Piqué- Westen Tausende Exemplare 9.- 8-7- 6.- 5.4.80 4.- 3.50 3.- 2.50 1.75M 27,-24- 21,- 18, Sommer- Paletots 49933-30-15 M. Loden- Havelocks 21-18-10-12-6.75 M. SONDER- ANGEBOT Sommer- Paletots Elegante moderne Karos 18 Mi und vornehme Streifen 24.- 20.Gummi- Mäntel- 33-30-27-15 M. Staub- Mäntel Auto- Gamaschen Sommer- Joppen Auto- Manschetten Auto- Handschuhe Loden- Joppen 18. 5.- Automobil- Leder- Jacketts 18 Mk. Lüster- Jacketts 18.- 13.50 12, 10.8.75 6.50 32 24 3.30 173 8.4.- 3. 86.50 5.50 4.50 3.2.50 9.1 7.50 4.50 3.75 3.50 85PM. 7 2.60 2.25 Hochschicke Stoff- Neuheiten für unsere vornehme, wohlfeile Mass- Anfertigung. BAER SOHN SPEZIAL- HAUS GRÖSSTEN MASSSTA BES Chausseestrasse 24- a- 25 11 Brückenstrasse 11 Zwischen Invalidenstrasse und Schiller- Theater N. Zwischen Jannowitzbrücke u. Köpenickerstr.( Ecke Rungestr.) Gr. Frankfurterstr. 20 Ecke Koppenstrasse.- Am Bürger- Hospital. Das 25ste Haupt- Preisbuch( Pracht- Ausgabe) wird auf Wunsch kostenlos und portofrei zugesandt. Gesellschaftshaus Ostend Memelerstraße 67. Fernsprecher Amt VII 1075. Den geehrten Bereinen und Gewerkschaften empfehle meinen Saal mit Bühne und Nebenräumen, 500 Personen fassend, sowie Bereinszimmer zur Abhaltung von Bersammlungen und Festlichkeiten. Sonnabende und Sonntage au bergeben. Ergebenit Paul Litfin. 29102 GUMMILÖSUNG& REPARATURKASTEN MARKE NATIONAL Frefflich in Qualitat unüber FUR JEDEN RADFAHRER UNENTBEHRLICH Meilenweiter Rundblick! Landparzellen und baureise Baustellen nahe dem Bahnhof Grünau. Hochbau und Landhausbau. Kanalisation u. Wasserleitung gesichert. Jezt noch sehr billige Preise. Näheres nachmitt. von 2-3 Uhr( auch Sonntags) im Nestaurant Meier, Straße an Faltenberg 19 bei Grünau. Gesunde Höhenlage! Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 28. Mat. Freie Volksbühne, nachm. 2, Uhr: 5. Abteilung: im Metropol- Theater, Hedda Gabler. 7. Abteilung im Berliner Theater, 2: Rabale und Liebe. 6. Oper im National Theater, 3 Uhr: Die Fledermaus. bon Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Der Roland Berlin. Montag: Der Ring des Nibe lungen. Götterdämmerung. Anfang 6 Uhr. Schauspielhaus. Prinz Friedrich bon Homburg. Montag: Wilhelm Tell. Anfang 7 Uhr. Urania, Taubenstr. 48/49.) 8 Uhr: Der Simplon und sein Gebiet. Montag: Tierleben in der Wildnis. Sternwarte Invalidenstr. 57/62. CASTAN'S PANOPTICUM. Friedrichstr. 165. Neu! Der Kronprinz und Herzogin Cäcilie. Neu! Der russische Admiral !! Roschdjestwensky!! Mlle. Vallée, d. 16 jährige armlose Fußkünstlerin und andere Spezialitäten. Nenes Operntheater. Sung- Seibel- Berliner Aquarium berg. Nachmittags 3 Uhr: Frühlingsluft. Montag: Jung- Heidelberg. Berliner. Die Sturmglode. Montag: Weh' dem, der lügt! Weften. Hans Heiling. Nachmittags 3 Uhr: Martha. Montag: Der Prophet. Anfang 8 Uhr: Deutsches. Die Streuzelschreiber. Montag: Doppelfelbstmord. Anfang 7 Uhr. Leffing. Elga. Nachmittags 3 Uhr: Die Weber. Montag: Elga. Neues. Der Familientag. Montag: Diefelbe Borstellung. Thalia. Reflame. Bäder von Lucca. Hierauf: Die Montag: Dieselbe Vorstellung. Nefidenz. Herzogin Crevette. Montag: Dieselbe Vorstellung. 0. Unter den Linden 68a Eingang Schadow- Straße No. 14. Heute Sonntag Eintrittspreis: 25 Pfg. Reichhaltigste Ausstellung der Welt an lebenden Seetieren, Reptilien etc. Passage- Theater. Anfg. d. Abendvorstellung 8 Uhr. Anf.nchm.Sonnt.3, Wochentg.5Uhr. Auftreten der liebreizenden phänomenalen 4½ jährigen Sängerin und Schauspielerin Schiller( Wallner Theater.) Angelika Walter. Der artesische Brunnen. Nachmittags 3 Uhr: Rabale und Liabe. Montag: Der artesische Brunneu. Schiller N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Die Logenbrüder. Nachmittags 3 Uhr: Wallensteins Zod. Montag: Die Logenbrüder. 8/8 0. Ballner- eater. Schiller- Theater ebriibelntSonntag, nach m. 3 Uhr: Kabale und Liebe. Ein bürgerliches Trauerspiel in fünf Aften von Friedrich Schiller. Sonntag, abends 8 Uhr: Der artesische Brunnen. Posse in 3 Abteilungen und 4 Aufzügen mit Gesängen und Tänzen bon Gustav Raeder. Montag, abends 8 Uhr: Der artesische Brunnen. Dienstag, abends 8 Uhr: Der artesische Brunnen. N. Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. Sonntag, nach m. 3 Uhr: Wallensteins Tod. Trauerspiel in 5 Aften von Friedrich Schiller. Sonntag, abends 8 Uhr: Die Logenbrüder. Schwank in 3 Aften von Karl Laufs und Curt Kraag. Montag, abends 8 Uhr: Die Logenbrüder. Dienstag, abends 8 Uhr: Die Herren Söhne. Im Garten: Gr. Militär- Konzert. Max Kliems Sommer- Theater Hasenheide 13-15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. Täglich: Gr. Konzert, Theater u. Spezialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Jeden Mittwoch: Die beliebten Jeden Donnerstag: Elite- Tag. Kinderfeste. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr ab geöffnet. 2 hochelegante Kegelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. In den Sälen: Großer Ball. Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Gesamt- Gastsp. d. National- Theaters. andine. Romantische Zauberoper in 4 Aften von A. Lorking. Anfang 8 Uhr. Morgen: Die Fledermaus. Diens tag: Undine. Mittwoch letztes Gastfpiel: Regimentstochter. Heute Sonntag im Sommergarten: Spezialitäten- und/ Theater- Vorstellung. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Gebrüder Emmi Krächert Herrnield- Theater. prolongiert. Oriona k und das glänzende Mai- Progr. Täglich 8 Uhr! Von heute ab wieder Total neues Programm. Die einzig dastehenden, brillanten WOLZOGEN- OPER 15 Kleines. Abfchied vom Regiment WOLZOGEN- OPER Angele. Montag: Salome. National. Frizzo. Montag: Dieselbe Vorstellung. Zentral. Die Fledermaus. Nachmittags 3 Uhr: Die Kleinen Lämmer. Montag: Die feinen Lämmer. Trianon. Ihr zweiter Mann. Montag: Dieselbe Vorstellung. Lustspielhaus. Biederleute. Montag: Dieselbe Vorstellung. Belle- Alliance. Liebesmanöver. Montag: Geschloffen. Carl Weiß. Undine. Montag: Die Fledermaus. Reichshallen. Stettiner Sänger. Kafino. Hotel Klingebusch. Nachmittags 4 Uhr: Gebrüder Born. Montag: Gefchloffen. Herrnfeld Theater.Winter- ThmianSänger. Montag: Dieselbe Borstellung. Apollo. Am Hochzeitsabend. Spezialitäten. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wintergarten. Dtto Reutter. Spezialitäten. Montag: Dieselbe Borstellung. Passage Theater. Spezialitäten. Montag: Dieselbe Vorstellung. Metropol. Die Herren von Marim. Montag: Dieselbe Vorstellung. Urania. Taubenstrasse 48/49. THALIA- THEATER. URTEIL DES MIDAS. Hierauf: DIE BÄDER VON LUCCA. Anfang 8 Uhr. WinterTymians 15 Sächs. Humoristen! Opernsänger Schauspieler! Heute jede Nummer zum 1. Male! 2 Original- Schlagerpossen: „ Der Papagei". W. Noacks Theater. Direktion: Rob. Dill. Brunnenstr. 16. Extra- Elite- Vorstellung. Arbeiter- Turnerbund$ 13 VII. Bundes- Turntag Pfingsten 1905 im festlich dekorierten großen Saal der Neuen Welt", Hasenheide 114. Fest- Programm: Sonnabend, den 10. Juni, abends 8 Uhr: Großer Kommers zu Ehren der auswärtigen Delegierten.( Begrüßung, Konzert, turner. Aufführungen.) Eintritt 10 Pf. Sonntag, den 11. Juni( 1. Pfingstfeiertag), vorm. 10 Uhr: Feierliche Eröffnung des Bundes- Turntages unter gütiger Mitwirkung d. Arbeiter- Sängerbundes.( Dir.: R. Blobel.) Abends 8 Uhr: Künstler- Konzert im großen Saal.( Mitwirkende: Berl. Sinfonie- Orchester Kapellmeister M. Fischer, Frau Klara Urlau, Konzertsängerin, Herr Joh. Cotta, Rezitator.) Sommerbühne: Turnerische Massen- Aufführ. Nachher Tanz. Eintritt 50 Pf. 289/ 20* Zu recht zahlreichem Besuch ladet freundl. ein Turnverein ,, Fichte" Geschäftsstelle C. 17, Koppenstr. 24 II. Neu eröffnet! Vollständig renoviert! Nora: Ein Puppenheim. Diez' Seeterrasse Lichtenberg ober: Schauspiel in 3 Affen v. H. Ibsen. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Bei schönem Wetter: Vorstellung im Garten. Montag zum letzten Male: Nora. Nollendorfplatz. Zirkus Röderstraße 6. Die breite Röderstraße verbindet die Landsberger Allee mit dem Dorfe Lichtenberg. Größtes und schönstes Vergnügungs- Etablissement d. D., mit 11 000 m großem See, ca. 25 000 Bersonen fassend. Fahr verbindungen: Ab Alexanderplatz Linien 64, 65, 66, 67, 68, 69, 70, 71, 81. Heute sowie jeden Sonntag: Großes Militär- Konzert. Um 52 und 92 Uhr: Maximilian Brose Auftreten der weltberühmten Turmseilkünstler„ The Liepelts“. 2 Sonntag, 28. Mai 1905: 2 Vorstellungen Nachmittags 4 Uhr: Kinder- u. Familien- Vorstellung. Kinder zahlen auf allen Plägen halbe Preise. Abends 8 Uhr: Große Fest- Vorstellung, aus 18 bestehend hervorragenden Nummern. In beiden Vorstellungen: Auftreten sämtlicher Spezialitäten. Direktor Maximilian mit 5 seiner Wunderelefanten. Preise der Plätze wie bekannt. Brillant- Land- u. Wasser- Feuerwerk. Erstklassiges Spezialitäten- Theater u. Ball. Bei ungünstiger Witterung Schutz für 6000 Personen. Am Himmelfahrtstage( 1. Juni): Militär Konzert, Turmseil Künstler, Land- und Waffer- Feuerwerk, Spezialitäten- Vorstellung und Ball. Das größte und schönste Programm Berlins. Am 1. und 2. Pfingstfeiertage: Früh: und Nachmittags- Vorstellung mit obigem Programm. Aegidius Diez. Diez' Spezialitäten- Theater Landsberger Allee 76/79, direkt an der Ringbahnstation. Bequeme Fahrgelegenheit nach allen Stadtrichtungen. Sonntag, den 28. Mai 1905: Kasino- Theater„ Lehmann' in der Sommerfrische". Schweizer- Garten. Großes Konzert und Spezialitäten- Vorstellung. Lothringerstr. 37. Anf. täglich 8 Uhr. 4 Uhr. Lezte Nachmittags- Vorstellung: Im Zorn. 8 15: Abschieds- Vorstellung Uhr: Hotel Klingebusch. Trianon- Theater. Heute und folgende Tage: Ihr zweiter Mann. Anfang 8 Uhr. Residenz- Theater. Dir.: Richard Alexander. Heute und folgende Tage 8 Uhr: Abends 8 Uhr: Der Simplon Herzogin Crevette. und sein Gebiet. Montag: Tierleben in der Wildnis. Stern Invalidenstraße 57/62. warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Neues Theater. Ensemble- Gastspiel d. Lustspielhauses. Täglich: Der Familientag. Anfang 8 Uhr: Schwant in 1 Vorspiel u. 3 Atten von Georges Feydeau, Deutsch von Benno Jacobson. Apollo- Theater. Heute 7 Uhr: Garten Konzert. 8 Uhr: Die Mai: Spezialitäten. 9 Uhr: Am Hochzeitsabend Kleines Theater mit Jona Sperr vom fönigl. SchauAnfang 8 Uhr. Angele. Borher: Abschied vom Regiment. Montag: Salome. Dienstag: Nachtasyl. Mittwoch: Salome. Mufit von Paul Lincke spielhause in Berlin a. G. Metropol- Theater Der Urtomisch! Kanonier Zündloch! Sylvari, der beste aller Damendarsteller! Sämtliche Plakpreise ermäßigt! Parkett 1 M., Entree 50 Bf. Am Königstor. Am Friedrichshain. Straßenbahn Nr. 1, 2, 4, 17, 62, 63, 74. Von Sonntag, den 21. Mai, ab bis fingiten: Jeden Sonntag, Montag, Mittwoch und Donnerstag Etablissement Buggenhagen Konzert, Theater u. Moritzplatz. Täglich von 12-4 115r: Mittagstisch. Der große Naturgarten ist Spezialitäten- Vorstellungen ſowie Ball und ( Nur Kräfte allerersten Ranges.) Original- Robert und Bertram, die luftigen Vagabunden. Original- Rennert- Stange, der lustige Stabstrompeter. viele Kunstkapazitäten sind da. The Noranas mit ihren 40 Kakadus, Papageien 2c., und Großer Ball. Kaffeeküche. Volkshelustigungen aller Art. Entree 30 Pf. Jeder Erwachsene hat das Recht, ein Kind unter 10 Jahren frei einzuführen, ältere Kinder zahlen halben Eintrittspreis. Ab 1. Juni täglich: Großes Konzert und Vorstellung. Das größte und beste Programm Berlins. Die Direktion: A. Diez Teleph. Amt Vila. 6401. 66 geöfuet. Volks belußigungen. Etablissement ,, Klostergarten" Täglich: Streich- Konzert. Ricardo Munez. Reichshallen. Stettiner Sänger. Unsere süßen Dienstmädel. Burleske von Meysel. Anf. Wochent. 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. WINGI BARTEN 76 બે Anfang 5 Uhr. 30 Victoria- Brauerei Lützowstr. 111/112. Täglich: Horst's Sänger. Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Gustav Behrens SpezialitätenTheater, FrankfurterAllee 85. Das großartige neue größte Erfolg der Saison! Otto Reutter. Mai- Programm. Zum 203. Male: Nene Königl. Oper( Kroll). Die Herren von Maxim. Jung- Heidelberg. Große Ausstattungsposse mit GeAnf. 7, Uhr. Billettverk.: Kgl. Opernhaus, Schalter 2, Wertheim, sang und Ballett in 5 Bildern. Anf. 8 Uhr. Rauchen gestattet. Invaliden dank und Abendkasse. Sonntag, den 28. Mai, nachm. 3 Uhr zu halben Preisen: Frühlingsluft. Im Garten täglich: Großes Militär- Konzert. Otto Pritzkows POMPEJI täglich Concert 7, Vorstell. 8 Uhr KURFÜRSTENDAMM Preise der Plätze von 50 Pf. bis 5 Mk. Abnormitäten- Ausstellung Bernhard Rose- Theater Münzstr. 16. Täglich: Das neue Riesen- Progr. Der 18jährige Muskelfönig Fred Rollon. Das größte Wunder der Muskulatur, zum erstenmal in Berlin. Miß Anita, total tätowierte Schönheit. Mister Kaplano, der berühmte taubstumme Schnellzeichner. Erich v. Daenzer, der amujante Zauberkünstl. m. neuest. Trics. Riesin Ilona, 485 Pfund schwer, schwerste Dame, die je gelebt. Entree 20 Pf. Gesundbrunnen, Badstraße 58. Gastspiel des Direttors Wilh. Richter vom Gebr. Richter- Theater. Das Liserl vom Schliersee. 20 erstklassige Nummern. The Griks, Akrobaten. La Wima, Sandmalerin. Woodbee Wonders, komische Akrobaten. O'Neil und Torp, amerikanische Excentrics. Leslie Bros, musikalische Excentrics. La belle Davies. mit 2 Negerjungen. The Hartleys, Springer. The Meers, Drahtseilkünstl. Mile. Lo, lebende Bilder. Romain Noiset, Kunstradfahrer. Biograph, Serienbilder. Prater- Theater Kastanien- Allee 7-9. Heute: Lustige Friesacker. Große Extra- Vorstellung. Große Posse mit Gesang in 4 Atten von W. Richter. Außerdem das Attraktions- Programm ut. a. The Hilgerts, Gentlemen- Akrobat., Rheingold- Trio, Transformat.- Terzett. Im Saale: Gr. Elite- Ball. Anfang 4 Uhr Konzert. Theater. ♦ Spezialitäten. Ball. Anfang 4%, Uhr. Entree 30 Pj. Numerierter Platz 50 Pf.[* Allabendlich: Großer Ringkampf Parodie. Alhambra Wallner- Theaterstraße 15. Jeden Sonntag u. Dienstag: Großer Ball Gr. Orchester. Entree infl. Tanz Herren 50 Pf., Damen 25 Pf. Anfang Sonntags 5 Uhr, Dienstags 9 Uhr. A. Zameitat. BrodtⓇ® direkt am am Spandauer Schiffahrts- Kanal u. Jungfernheide, Jungfernsteg Straßenbahn No. 12( Görlitzer Bahn- Plötzensee), Stadt- und Ringbahnstation Beusselstraße. Jeden Sonntag Großes Freikonzert Im elektrisch erleuchteten Riesensaal großer Ball unter Leitung des Tanzmeisters Herrn Max Fuß. Empfehle den verehrten Vereinen und Gesellschaften mein Etablissement zur Abhaltung von Sommer- u. Vereins3298L* Festlichkeiten. Amt II 2694. W. Pasternacki. Tabberts Waldschlößchen an der Oberspree. Bon Bahnstation Nieder- Schöneweide in 15 Min., von Karlshorst in 18 Min. zu erreichen. Dampfer- Station der Stern- Gesellschaft. Großer schattiger Garten direkt an der Spree. Jeden Sonntag Tanz unter Zeitung des Tanzmaître in 2 Sälen: Kaffeeküche täglich geöffnet. Ausspannung für 100 Pferde. Schultheiß und Münchener Löwenbräu. Herrn Räder. 4 verdeckte Kegelbahnen. Boltsbeluftigungen aller Art. Vorzügliche Speisen. Vereinen, Gesellschaften, Schulen 2c. ganz besonders zu empfehlen. Jnh.: Karl Kartensch. Emil Geier's Treptower Lustgarten Parkstraße Treptow Bade'sches Haus. I. Ranges Seben Konzert, Spezialitäten- Vorstellung Entree frei. Sonntag: Schönster Saal und Garten- Etablissement Treptows. Herrlicher Naturgarten, zirfa 4000 Personen fassend. Parkett Festsaal mit 32482* Theaterbühne( bis 1000 Personen). Kaffeeküche und Volksbelustigungen jeder Art. Jeden Sonntag Großer Ball. Beste Getränke. Borzügliche Küche. und Donnerstag Am ersten u. zweiten Pfingstfeiertag: Früh- Vorstellung: Cabaret. veranstaltet von Horst's Norddeutschen Sängern. Verbindung nach allen Richtungen. Gesellschaftshaus Hasselwerder a. d. Oberspree Erkner Inh. M. Degebrodt. Habe noch Sonnabende und Sonntage frei, welche den geehrten Fabriken u. Vereinen empfehle. Zwei Säle und Platz für 5000 Perfonen. 31962* Jeden Sonntag: Großes Garten- Konzert u. Ball. Montag, Mittwoch u. Donnerstag: Tanzkränzchen ut. Freikonzert. Kaffeeküche, 6 Kegelbahnen, Volksbelustigungen, Ausspannung. Einige Sonnabende sind noch an Vereine 2c. unter günstigen Bedingungen zu vergeben.[ 31412) Gustav Hempel. Schwarzer Friedrichsberg Fernspr.: Friedrichsberg No. 8 Adler Frankfurter Chaussee 5 ( früber 120). Inh.: Gebr. Arnhold. Fernspr.: Friedrichsberg No. 8 Im herrlichen Lindenparke jeden Sonntag Großes Künftler- Konzert. Spezialitäten- Vorftellung. Im Königssaal: Großer Ball. 4 Uhr. Anfang& Entree 20 Pf. 3143L* Volksbeluftigungen. Entree 20 Pf. Avis! Ab dritten Pfingstfeiertag jeden Dienstag Soiree der Führmann- Walde- Sänger. Ernst Höflichs und Gebrüder Arnhold. Garten- Restaurant Gesellschafts- Saal. Palast Theater Burgstr. 22, früher Feen- Palast. Das Theater ist zu Versammlungen, Matineen und Bergnügungen infl. Vorstellung und Ballmusik zu fulanten Bedingungen zu haben. Es sind für den Winter noch Sonnabende für Bälle und Sonntage für Matineen Sozialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 30. Mai, abends 8 Uhr, in der Bockbrauerei, Tempelhofer Berg: General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Bericht der Kommissionen. 3. Anträge. 4. Wahl des Raffierers resp. Hülfsspediteurs. 5. Ersagwahl eines Revisors und zweier Mitglieder zur Vergnügungs- Kommission. Bu Punkt 3: Antrag der Bezirksführer- Versammlung: daß der zu wählende Hülfsspediteur gleichzeitig den 238/17 Kassiererposten des Wahlvereins übernimmt. Mitgliedsbuch legitimiert, ohne dieses kein Einlaẞ. Der Vorstand. Zahlreichen Besuch erwartet -Zentral- Verband der Zimmerer Zahlstelle Berlin und Umgegend. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 32. Fernsprecher: Amt 4, Nr. 2789. Mittwoch, den 31. Mai, abends 812 Uhr: Zwei Versammlungen. Im Gesellschaftshaus", Swinemünderstraße Nr. 42. Zages Drdnung: 254/17 1. Vortrag des Genossen Waldeck Manasse über: Der Friedensgedanke und die fret. Tel. I 8198, vorm. 11-1 Uhr. Sozialdemokratie. 2. Gewerkschaftliches. ,, Im Krug zum grünen Kranze Kegler- Schlößchen. 3m„ Gewerkschaftshaus“, Engel- llfer Nr. 15. dole oll Mittelpunkt der Erde. 6ber- Schöneweide straße 73/74. Herrlich am Wald und Wasser gelegen, den geehrten Vereinen und Gesellschaften bei Partien und Ausflügen bestens empfohlen. 31422* 0 Station Sadowa und Nieder- Schöneweide. X Drei verdeckte Kegelbahnen. X Ausspannung. X Kaffeeküche. Ernst Höflich. Restaurant ,, Neuer Krug" Bahnstation Wilhelmshagen. Herrlich an der Oberspree gelegen. 2000 Meter Wasserfront. Für Vereine Fabriken 2c. großartig zu Dampfer- resp. Landpartien geeignet. Große Säle, Spielpläte, Kaffeeküche 2c. Direkter Weg nach den Müggelbergen. Gutgepflegte Biere, billiger Mittagstisch. Achtungsvoll 21362* Fernsprecher: Wilhelm Müller, Amt Erkner No. 51. Mentes Volksgarten Röderstr. 35/36, an der Landsberger Allee. Jeben Sonntag: Walter- Konzert. Harburger Sänger. Jeden Sonntag im Riesensaale: Ball. Tanzmeister W. Bauer. Spezialitäten und erstklassige Schaunummern. Anfang 4 Uhr. Eintritt 10 Pf., Kinder frei. Kaffeeküche und Volksbelustigungen aller Art. Restaurant„ Heidekrug" Ostend bei Ober- Schöneweide, Köpenickerstr. 16, 12 Minuten vom Bahnhof Sadowa. Haltestelle der Straßenbahn vom Bahnhof Nieder- Schöneweide. Einkehrstelle des Arbeiter- Radfahrer- Bundes. Angenehmer Aufenthalt am Wald und Wasser, dem geehrten Bublikum und Vereinen bestens empfehlend. Frik Groffer. Kaffeeküche täglich geöffnet. H Katalog gratis. Metzner Achtung! Ich habe mein [* 20626* Vereine! 25562* Weiß- und Bayrischbier- Lokal nach Alte Jakobstr. 83, vis- a- vis der Sebastianstraße verlegt. Empfehle zwei Vereinszimmer, Saal, zwei Stegelbahnen und Garten. früher Gustav Ladewig, Kommandantenstr. 65 Metzners Korbwaren. Kinderwagen Bettstellen. Berlin O., Andreasstrasse 23, gegenüber Andreasplatz, II. Brunnenstrasse 95, gegenüber dem Humboldhain. III. Beusselstrasse 67, Moabit, Hausnummer achten. IV. Leipzigerstrasse 54-55, unter den Kolonnaden. Verkauf Hof in Fabrikgebäuden Grösstes Spezial- Geschäft 1000 Mark zahle jedem, der mir in Berlin ein grösseres Spezial- Geschäft in der Belohnnng Branche als das meinige nachweist. Geschäftsgründung 1873. Billige Preise. Metzner Dem hochverehrten Publikum und Vereinen von Adlershof und Um gegend zur gefälligen Mitteilung, daß ich das Musikgeschäft in Adlershof, Feldherrnstr. 2, von Herrn Wilhelm Damis läuflich erworben habe und bitte, das Wohlwollen, das Sie meinem Vorgänger geschenkt haben, auch auf mich übertragen zu wollen. Ich werde ebenfalls bemüht sein, die Musit bei vorkommenden Fällen zur Zufriedenheit zu stellen. Hochachtungsvoll MusikWilhelm Mau, meister. Ein Jeder sage es dem Andern! Kaufe auf Teilzahlung!!! Wöchentlich nur 1 Mark. Herren- und Damenuhren, Standuhren, gr. Standuhren, Regulateure, Freischwinger, Broschen, Ringe, Ketten, Bithern, Phonographen, Plattensprechmaschinen, gr. Auswahl in Platten, echte Edison- u. Columbia- Apparate und Walzen zu Original- Preisen. Juhre& König Warschauer Straße 72, I. Etage. ( H. Redlich.) Treptow, Köpenicker Landstr. 27. Jeden Sonntag: Konzert. Jm Saale: Gr. Ball. Mittwochs: Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Mag Grunwald über: Deutschland und der Weltmarkt. 2. Gewerkschaftliches. Alle im Lohngebiet beschäftigten Verbandsmitglieder ersuchen wir, in diesen Versammlungen' Der Vorstand. zu erscheinen. Site: Leipziger Sanger. Achtung! Herren- Maßschneider! Kaffeeküche 70, Riter 40 Pf. Glas Bier 10 Pf. Vorzügl. Weiße. Gute Speisen zu soliden Preisen. Zu Festlichkeiten, Sommerfesten 2c. halte mein Lokal mit Saal und Garten bestens empfohlen. 32492* Reichels weltberühmter ühneraugentod beseitigt schmerzlos u. gründ lich jedes Hühnerauge, selbst veraltete, u. jedwede Hautverhärtung. Dose 75 Pf., M. 1,- frt. Erfolg garantiert. Tägl. Anerkennungen. Otto Reichel, BERLIN 43, Eisenbahnstr. 4. Achtung! Zwei Montag, den 29. Mai, abends 8½ Uhr: öffentliche Verfammlungen in den Armin- Hallen, Kommandantenstr. 20, und „„ Johannis- Sälen, Johannisstr. 20. Zages Ordnung: Der Stand der Aussperrung der auswärtigen Kollegen und welche Stellung haben wir als Berliner Kollegen gegenüber dem Arbeitgeberverband nunmehr einzunehmen? Referenten: Kollegen Käming und Ritter. In Anbetracht der überaus wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht jedes Kollegen, in diesen Bersammlungen zu erscheinen; in denselben soll weiterer Bericht über die gegenwärtige Situation sowie die eventuelle Beschlußfassung über von uns zu unternehmender Schritte vorgenommen werden. Ortsverwaltung Berlin des Verbandes der Schneider. 163/12 Achtung! Achtung! Zentralverband der hangewerk. Hülfsarbeiter Deutschlands Zentral- Verband der Maurer Zweigverein Berlin und Umgegend. Bezirk Wedding. Donnerstag, den 1. Juni, nachmittags 6 Uhr, im„ Wedding- Kafino", Schulstraße 29: Mitglieder- Versammlung mit Frauen. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. VerbandsAngelegenheiten. Nach der Versammlung findet ein gemütliches Beisammensein statt. Wir ersuchen die Kollegen, recht zahlreich mit ihren Frauen zu erscheinen. Die Versammlung am 4. Juni fällt dieserhalb aus. Die Bezirksleitung. 33/ 12* Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. Donnerstag, den 1. Juni( Simmelfahrtstag): Herren- Partie nach Spandau Heiligensee- Hermsdorf. Achtung! Deutschlands. Zweigverein Berlin. Bezirk Osten I. Dienstag, den 30. Mai 1905, abends 8%, Uhr: Versammlung mit Frauen im Lokale Königsbant, Große Frankfurterstr. 117. Tages Ordnung: 1. Vortrag der Genoffin Frau Klara Weyl über: Unsere Frauen. 3. Bera 2 Bericht aus der Vertreter- und Oblente- Situng. schiedenes. Jeder Kollege erhält einen Versammlungsstempel ins Mitgliedsbuch. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es notwendig, daß die Kollegen mit ihren Frauen recht zahlreich erscheinen. 146/ 8* Die Viertelsleitung. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Bureau: SO., Engel- Ufer 15( Gewerkschaftshaus). Fernsprecher: Amt 4, Nr. 3578. Treffpunkt morgens 7 Uhr Schlesischer Bahnhof. Für Nachzügler Montag, den 29. Mai, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Hakenfelde, Teßnows Boltsgarten. Rege Beteiligung erwartet 141/15 Engel- Ufer 15, Saal 1: Der Vorstand. 133/20 Branchen- Versammlung. Putzer! Fußpartie am Donnerstag, den 1. Juni( Himmelfahrtstag). Die Mitglieder der Sektion sowie die Sänger treffen fich vormittags 9 Uhr am Bahnhof Grunewald. Abmarsch präz. 91, Uhr. Um recht zahlreiche Beteiligung ersucht Die örtliche Verwaltung. J. A.: H. Neumann. Verband der Maschinisten u. Heizer sowie Berufsgenossen Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin u. Umgegend. Bureau: C. 54, Dragonerstr. 15. Telephon Amt III, 5028. Am Donnerstag, den 1. Juni( Simmelfahrtstag) findet eine Herrenpartie nach Lehnik- Grabowfee- Malzerschleuse- Seilers TheerofenOranienburg statt. Abfahrt: Berlin, Stettiner Vorort- Bahnhof, morgens 7,40, von Gesund brunnen 7,46, von Bankow- Nordbahn 7,52. Ankunft in Lehnik 8,36. Früh stück und Sammelpunkt: Restaurant zum Seelöwen. Die Fußpartie nimmt folgenden Weg: Am Ufer des Lehnigsees und dem Stintgraben entlang Blodbrüde- Grabowsee bis zur Malzer Schleuse. Im Restaurant Waldschlößchen Mittagpause sowie Treffpunkt für Nachzügler, welche bis Fichtengrund fahren. Nachmittagstour: Von Malzer Schleuse nach Dorf MalzSeilers Theerofen- Suhbrücke nach Dranienburg. 138/14 Reſtaurant, Zum Jägerbeim" Inhaber: Josef Kura. Treptow, an der Verbindungsbahn 19, Köpenicker Landstraße 19. Meinen ca. 1000 Personen fassenden Garten empfehle zu allen Festlichkeiten. Kaffeeküche von 2 Uhr an. 4 Segelbahnen. Telephon: Amt IV, 5777. 29762* Saal. Dr. Bocks Buch: Kleine Familie". Pr.30Pf.G.Klötzsch, Verlag3, Leipzig. Erhältlich in all. Buchhandlungen. Elektromotoren- Anlagen. Ingenieur J. Freund jr., Gitschinerstr.106a. Zages Drdnung: 1. Bortrag. 2. Branchenangelegenheiten. und Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Kommission. Hierzu wird auch das Erscheinen der Kollegen von Hannover und Breslau erwünscht. 86/5 Verband der Kürschner Berlins und Umgegend.( Tel. Amt 7a, 6071.) Geschäftsstelle und Arbeitsnachweis: Restaurant Marquardt, Mendelssohnstr. 9 Mittwoch, den 31. Mai, abends 8 Uhr, im Alten Schükenhaus, Linienstr. 5: General- Versammlung. Zages Ordnung: Abrechnung vom 1. Quartal 1905. 2. Die bevorstehenden Be wegungen im Gewerbe. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Erscheinen sämtlicher Mitglieder ist Ehrenpflicht. 102/13 Der Vorstand. Zentral- Verband der Schuhmacher Deutschl. Bureau: Waßmannstr. 32a, Hof part. Am Montag, den 29. Mai 1905, abends 8 Uhr, im ,, Rosenthaler Hof", Rosenthalerstraße 12: Außerordentliche General- Verfammlung. Tagesordnung: 1. Beschlußfassung über die Vorschläge zum Regulativ der Beschwerde. fommission und Neuwahl der Beschwerdekommission. 2. Vereinsangelegen heiten und Verschiedenes. 169/16 Die Ortsverwaltung. Mitgliedsbuch legitimiert. Herrenpartie. Am schönsten und besten lebt es sich im Naturgarten des Andreas- Festsale. Gesellschaftshauses von A. Lau, Adlershot, Bismarck- Str. 10. Empfehle meine Säle zu Hochzeiten, Festlichfeiten und für Vereine. Sonnabend u. Sonntag frei. * Großer Tanzsaal. Schattiger tag: Freikonzert und Tanz. Station. RadfahrerNaturgarten.-- Himmelfahrts. Gute Küche. Billige Preise. Bu zahlreichem Besuch ladet ein J. Bertr.: Robert Bayer. 32512* Kaufhaus Max Mannheim Frankfurter Allee 89. Berlin O. Frankfurter Allee 89. 2190 Reste. Rest- Bestände die sich während des Umzugs- Ausverkaufs in großen Mengen angehäuft haben, wie in in allen Abteilungen S Kleiderstoffen, Mousselinen, Seidenstoffen, Leinen- und Baumwollwaren, Möbelstoffen, Spitzen und Besätzen, sowie Teppichen Fehlern, Damen- und Herren- Wäsche, leleht angestäubt, etc. etc. werden bis zum Schluß des Umzugsmit kleinen Ausverkaufs Ende Mai bedeutend unter Preis abgegeben. 10% Rabatt oder doppelte Marken 10% Rabatt 00 Gesundheit ist Reichtum! 0000 Regelmässiges Baden erhält und fördert die Gesundheit. Bade Berlin- Ost im: Bad Frankfurt Ritter- Bad SOOLKLEIE SCHWEFEL FICHTENNADELBADER Gr. Frankfurterstraße 136. Ritterstr. 18, Ecke Prinzenstraße. Medizinische Bäder aller Art in werktäglich ununterbrochen geöffneten Sonder Abteilungen für Damen und Herren. mit je 2 2 Wannen Bäder Handtüchern 0,75 Mk.( 40 Minuten Badezeit.) Cogen Hygienisch einwandfrei bleiben nur Einzelbäder, niemals gemeinschaftlich benutzte Bassinbäder! 7-10-60. Sportwagen bon 4,00 ant. S. Kaliski- Bazar- Baby. Grösstes Spezialhaus für Kinderwagen, Metallbettstellen, Nähmaschinen. 12.00, 15.00-100.00 Bobbin, Schnellnäher, Elastic, Wheeler& Wilson c. mit 5jähr. Garantie. Fertige Betten und Matraken Billigste Caffapreife auch bei größ.Statenzahlungen. Nähmaschinen auch ohne Anzahlung 1.00 wöchentlich an. Wit versenkbarem Oberteil ohue Breiderhöhnng. Stick- und Nähunterricht gratis. Hauptgeschäft: Invalidenstr. 160 a. d. Brunnenstr. Spezial- Abt. für Nähmaschinen: Brunnenstr. 16. 2. Lager Gr. Frankfurterftr. 115, Andreasstr. 3. Lager Orantenstr. 31, an der Adalbertstraße. 4. Lager Beuffelstr. 18, an ber Turmstraße. 5. Reinickendorferstr. 2c, Auf Nummer adjten. 6. Lager Belleallianceftr. 107, am Halleschen Tor. in befter Ausführung Bobbin, Oberteff berfentbar 145.00. 7. Lager Tauenzienstr. 7a, an der Rünbet gerstr. 8. Lager Brunnenstr. 92, an der Rügenerstraße, für Kinder von 7.00 an Auf Wunsch kommt Vertreter mit Katalog. für Erwachsene von 13.50 an. 29 Gardinenhaus Bernhard Schwark Wauftr. 29 Flur Eing. Dr. Lell wohnt jetzt: Rosenthaler. strasse 26 II. Homöopath und Spezial- Arzt für Haut, Harn- und Geschl.- Leiden. 11-2 u. 5-8. Sonnt. 11-3. + Hygienische Bedarfsartikel. Neueft. Katalog m. Empf. viel. Aerzte u. Prof. grat. u. fr. H. Unger, Gummiwarenfabrik, Berlin NW., Friedrichstr. 91/92.* Hüte. Verkauf zu mäßigen, streng festen Preisen Schirme. Gegr. 1875 Gegr. 1875 Max Kaplan 1 Friedrichstraße 1. Maß- Anfertigung in allen Preislagen und bekannter Güte. Nur moderne Stoffe Wäsche. Sommer- Paletots, M. 15, 16, 18, 20, 24. neueste Muster Sommer- Paletots, elegante Ausführung Seidenfutter, hervorragend M. 42 Jackett- Anzüge in allen Farben, neueste Fasson's M. 20, 21, 22.50, 24, 25, 26, Entzückende Neuheiten in Knaben- Garderobe. Leichte Sommer- Jacketts in Lustre, Alpacca usw. von usw. 80242* 00 M. an. 10% Krawatten. Verantw, Redakteur: Franz Rehbein, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Eh, Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 124. 22. Jahrgang. 4. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Gewerkschaftliches. Berlin und amgegend. Achtung, Schuhmacher! In der Schuhfabrik von August Voigt in Burg hat man den Zwidern 60 Pf. pro Duhend ab= gezogen, worauf diefelben in den Ausstand traten. Nun fucht man Arbeitswillige von außerhalb nach Burg zu loden. Wir ersuchen des halb, Zuzug von Zwidern nach Burg fernzuhalten. Die Ortsverwaltung der Schuhmacher Berlins. Deutfches Reich. An die Arbeiterschaft Deutschlands! Wiederum tasten die Unternehmer ein gefeßlich gewährleistetes Recht der Arbeiter an. Kaum ist der Riefenkampf in Crimmitschau vorbei, so wagt es eine Gruppe von Unternehmern, von der Arbeiter schaft zu verlangen, ihre festeste Stühe, ihren Verband preiszugeben! Am 23. Mai haben 25 Dresdener Zigarettenfabritanten beschlossen, von den Arbeiterinnen zu ber= Tangen, entweder dem Deutschen ZabatarbeiterVerband den Rüden zu kehren oder die Abeit zu verlassen! Weil die Zigarettenarbeiterinnen versucht haben, ihre erbärmlichen Löhne aufzubessern und gestützt auf ihre Organis fation kleine Lohnforderungen stellten, weil sie verlangen, daß ihre überlange Arbeitszeit verkürzt, die Nachtarbeit nach und nach abgeschafft und der Lehrlingszüchterei Einhalt getan werden soll, haben die Zigarettenfabrikanten beschlossen, die Organifation zu zertrümmern! Es fämpfen 4000 Zigarettenarbeiterinnen um ihr gefeßliches Recht, das Recht der Koalition, in der bestimmten Erwartung, daß die gesamte deutsche Arbeiterschaft fie in jeder Weise unterstüben wird. den Anschlag einer übermütigen Unternehmerclique abzuwehren! Ueberall hin haben diese Herren ihre Agenten gesandt, um arbeitswillige Frauen und Mädchen zu veranlassen, den kämpfenden Bigarettenarbeiterinnen in den Rüden zu fallen! An Euch Gewerkschafts- und Parteigenossen wenden wir uns, daß Ihr Eure Frauen und Mädchen aufklärt! Sorgt dafür, daß leine Streitarbeit gemacht wird. Haltet den Zuzug nach Dresden fern! Wir find überzeugt, daß die organisierte Arbeiterschaft die junge Organisation der Dresdener Zigarettenarbeiterinnen nicht untergehen Tassen wird und appellieren an das Solidaritätsgefühl der Arbeiterschaft, energisch gegen den Gewaltakt Front zu machen und die um ihre Rechte kämpfenden Zigarettenarbeiterinnen nach besten Kräften zu unterstützen. Die Lohnkommission. Richard Uhlig. Dresden- A., Rißenbergerstraße, Volkshaus. Das Gewerkschaftskartell für Dresden und Umgegend. Otto Streine, Vorsitzender. Sonntag, 28. Mai 1905. ständigen auszuüben. Die Bauhülfsarbeiter arbeiten vorläufig noch Auch in der Stadt Bern ist dem Unternehmertum Heil weiter. Während sich die Streifenden und Ausgesperrten bereit widerfahren. Die Regierung des Kantons hat ihm den Gefallen erflärten, das Gewerbegericht als Einigungsamt anzurufen, haben getan und den Belagerungszustand über die Bundesstadt die Arbeitgeber dies abgelehnt; sie wollen den Kampf bis zum verhängt, wozu die Begleitung eines Dugends Streifbrecher durch bitteren Ende durchkämpfen. eine Anzahl Streifender den Vorwand abgeben mußte. Es find Zur Aussperrung der Brauereiarbeiter in Rheinland- Westfalen. also in Bern alle Ansammlungen und Umzüge, soweit sie mit dem auf den telegraphisch nach Dortmund abgesandten Antrag des Schreinerstreik in Zusammenhang stehen, untersagt. Rheinisch- Westfälischen Wirteverbandes In der Stadt St. Gallen, wo die Schlosser und Dachdecker an den Boykottschutz berband der Brauereien ist folgende Antwort eingegangen: Der im Stampfe ſtehen, hat der Stadtrat eine vor zwei Jahren erlaffene Boykottschutzverband hat ebenso wie die anwesende Arbeiter ungefegliche Polizeiverordnung aufchlagen lassen, um die Streifenden bertretung den Antrag des Barmer Wirtevereins bezw. des darin an einzuschüchtern. Eine Versammlung von zirka 2000 Mann protestierte gebotenen Schiedsgerichts einstimmig abgelehnt. Er strebt aber Generalstreit sämtlicher Arbeiter in St. Gallen, der jedoch Er strebt aber gegen die Gesezwidrigkeit des auch seinerseits im Interesse seiner Wirtekundschaft die baldige verschoben wurde. Ein Massendemonstrationszug überbrachte dem herbeiführung eines Friedens mit den Brauereiarbeitern an. Das Gemeinderat den Protest gegen seine Verordnung. ist schon eine wesentlich andere Sprache, als man sie bisher zu hören gewohnt war. Die rheinisch- westfälischen Brauereibefizer oder ihre Beauftragten scheinen einzusehen, daß ihr Vernichtungskampf gegen die Brauereiarbeiter- Organisation aussichtslos ist. Bei den Gewerbegerichtswahlen in Ludwigshafen( Pfalz) erhielten die freien Gewerkschaften 16 Beisiber und die christlichen vier. Husland. der städtischen Arbeiter Stockholms umfaßt ungefähr Die Streits und Aussperrungen in Schweden. Der Streit 1000 Mann. In der großen Versammlung, die den Streit beschlossen hat, wurde bestimmt, daß die Arbeiter des Wasserwerkes sich in Reserve halten sollen, um, falls Schäden an der Wasserleitung entstehen, sie sofort reparieren zu können. Ferner wurde beschlossen, daß Maschinisten sowie Tag- und Nachtwächter bei mehreren Werken in Arbeit bleiben sollen, um eventuellen Beschädigungen vorzubeugen. Die Arbeiter sind also so schonend wie möglich vorgegangen, als sie über das letzte Mittel zur Verbesserung ihrer Lebenslage Beschluß der Streifenden ud dem Chef der städtischen Werke zustande zu faßten. Einen Versuch, Verhandlungen zwischen den Vertretern bringen, hat der Vorsitzende der Stadtverordneten- Versammlung im haben den Erfolg gehabt, daß sich beide Parteien zu verhandeln bereit Auftrage von 34 Stadtverordneten gemacht. Seine Bemühungen erklärt haben. Die kommunalen Arbeiter haben am Donnerstag in einer Versammlung, in der auch mehrere Stadtverordnete anwesend waren, sich bereit erklärt, die Streits am 27. oder 29. Mai aufdie Verhandlungen leitet, daß diese beginnen, sobald die Streits aufzuheben unter der Bedingung, daß ein unparteiischer Vorsitzender gehoben sind und die eventuellen Tarifverträge von den Vertretern der Gewerkschaften einerseits und den Chefs der städtischen Werke andererseits unterzeichnet werden. Der Streit der Abfuhrleute hat zu sonderbaren Zumutungen an Abfuhrleute hat übrigens zu allerlei sonderbaren Zumutungen an das Publikum geführt. Mehrere Hauswirte fordern durch Blakate ihre Hausbewohner auf: Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. e hodh it notwendig ist, zu benußen"; andere erklären Die Klosetts nicht mehr als es höchst Zur Aussperrung im Schneidergewerbe. Mehr und mehr zeigt kurz und gut, daß die Klosetts überhaupt nicht be. es sich, daß die Scharfmacher im Schneidergewerbe mit ihrer Genußt werden sollen. Das städtische Reinigungswert mutet hülfenaussperrung feinen Erfolg haben. Nicht nur weigern sich den Einwohnern zu, die vollen Klosettonnen nach dem Boden oder zahlreiche Firmen, dem Aussperrungsbeschluß Folge zu leisten, es ähnlichen Räumlichkeiten zu bringen. Diese übelriechenden Gefäße treten sogar viele aus dem Scharfmacherverband aus. In sollen dann mit einem Deckel versehen oder mit Papier verklebt Dresden haben ihm z. B. zehn namhafte Firmen den Rücken werden. gefehrt. Unter solchen Umständen kann natürlich von einer VerDie Aussperrung im Baugewerbe Stod nichtung der Gehülfenorganisation 2c., nicht im entferntesten die holms hat nicht so gewirkt, wie die Unternehmer wünschten. Ein Rede sein. Im Gegenteil! Die Herren Scharfmacher fallen dem großer Teil der Ausgesperrten hat die Stadt verlassen und an anderen wohlverdienten Spott anheim. In Hannover wurde am Donners- Orten Arbeit gefunden. Nun hat der Zentrale Arbeitgeberberband tag in allen Geschäften, die auf Unterzeichnung des Reverses be- die Unternehmer im ganzen Lande aufgefordert, keine Bauarbeiter standen, die Arbeit eingestellt. Nach den vorläufigen Feststellungen aus Stockholm einzustellen. Inzwischen hat der frühere Minister find 346 Streitende eingetragen. Davon find 327 organisiert. des Aeußeren, Lagerheim, den streitenden Parteien seine Vermitte-In Kassel haben die maßgebenden Arbeitgeber, da sie lung angeboten und Verhandlungen sind angebahnt worden. mit ihren Gehülfen einen bis zum Jahre 1908 gülDer große Konflikt in der schwedischen tigen Lohntarif abgeschlossen haben, Kontrattbruch begangen Metallindustrie hat bis jetzt noch nicht zu der angekündigten und 90 bis 100 Gehülfen in 10 Geschäften ausgesperrt. allgemeinen Aussperrung geführt. Die Sigung des Hauptvorstandes In Stuttgart find 350 Gehülfen ausgesperrt refp. im Streit. der Schwedischen Werkstattvereinigung am 24. Mai, die über„ weitere In Mainz und Straßburg dauert der Streit fort, desgleichen Maßnahmen" beschließen sollte, hat, wie durch das Schwedische in Gießen. Mit den Tausend Hamburger Ausgesperrten und Telegrammbureau mitgeteilt wurde, eine außerordentliche Sigung benen Münchens, Frankfurts a. M., Nürnbergs und auf den 2. Juni anberaumt. Wie Sozial Demokraten" mitteilt, der kleineren Ortschaften mag sich die Gesamtzahl der Streifenden hat der Minister der Innern am Mittwoch Vertreter des Eisen- und und Ausgesperrten bis jest auf etwas mehr als 4000 belaufen. Metallarbeiterverbandes zu sich rufen lassen, um mit ihnen über die Situation zu sprechen. Ueber ein pofitives Resultat ist noch nichts bekannt geworden. Maßregelungen von Potsdamer Tischlern. Troh der friedlichen Beilegung der Tarifbewegung können es einzelne Unternehmer nicht laffen, ihrem Unmut durch Entlassung mißliebiger Arbeiter Luft zu machen. Neben einigen Fällen vor und während der Bewegung ist jest z. B. wieder die ohne Grund vorgenommene Entlassung von zivei Tischlern der Firma Jöster erfolgt, unter denen sich auch der Bevollmächtigte der Bahlstelle Botsdam des Holzarbeiter- Verbandes befindet. Da weitere Maßregelungen allem Anschein nach nicht ausgeschlossen sind, ist bis auf weiteres jeder Zuzug von Tischlern nach Potsdam fernzuperfiber Mißbrauch der ihnen anvertrauten öffentlichen Gewalt. halten. Die Bauarbeiteraussperrung in Jena ist perfekt geworden. Die Unternehmer haben sämtliche organisierten Maurer und 3immerer entlassen, um dadurch einen Druck auf die AusJedes Wort: 5 Pfennig. Das erste fettgedruckte Wort 10 Ptg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Steppdecken billigst Febril Große Frankfurterstraße 9, parterre.+37 Teppiche mit Farbenfehlern Fabril niederlage Große Frankfurterstraße 9, parterre. + 87* Gardinenhans Große Frankfurter straße 9, parterre. +37 Fahrräder, Zeilzahlungen. In balidenstraße 148( Eingang Berg ftraße), Große Frankfurterstraße 56, Staligerstraße 40. 544st Schweizerische Behörden gegen streikende Arbeiter. In Zürich ist der italienische sozialdemokratische Abgeordnete Todeschini, der auf Einladung der streifenden Italiener seit etwa 14 Tagen dort weilte, von der Polizei berhaftet worden, nachdem er in der Neuen Züricher Beitung" demunziert und feine Verhaftung und Ausweisung gefordert worden war: ein ganz niederträchtiger Gewaltstreich der im Dienste der Unternehmer stehenden Behörden, ein Todeschini hatte die Aufgabe, die Disziplin und Solidarität unter den ftreifenden Italienern aufrecht zu erhalten, also für die Erhaltung der öffentlichen Ruhe und Ordnung zu sorgen. Aber gerade diese Ruhe hatte das Spießbürgertum schon seit Wochen so nervös gemacht. Stadtrates und beriet den Wochen- Spielplan der Berliner Cheater. Königliches Opernhaus. Sonntag: Der Roland von Berlin. Montag: Götterdämmerung.( Anfang 6%, Uhr.) Dienstag: Mignon. Mittwoch: Der Barbier von Sevilla.( Anfang 8 Uhr.) Donnerstag: Carmen. Freivon Bagdad. Montag: Lohengrin 1 Att. Meistersinger. tag: Manon. Sonnabend: Der Noland von Berlin. Sonntag: Barbier Königliches Schauspielhaus. Sonntag: Prinz Friedrich von Hom Dienstag: Göz von burg. Montag: Wilhelm Tell.( Anfang 7 Uhr.) Berlichingen.( Anfang 7 Uhr.) Mittwoch: Wilhelm Tell.( Anfang 7 Uhr.) Donnerstag: Im stillen Gäßchen. Freitag: Wilhelm Tel.( Anfang 7 Uhr.) Sonnabend: Göß von Berlichingen.( Anfang 7 Uhr.) Sonntag: Wilhelm Kell.( Anfang 7 Uhr.) Montag: Götz von Berlichingen.( Anfang 7 Uhr.) Nenes Königl. Operutheater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: FrühAbends: Jung- Heidelberg. Bon Montag bis Sonnabend, lingsluft. allabendlich: Jung- Heidelberg. Sonntag nachmittag 8 Uhr: Frühlingsluft. tag und Mittwoch: Doppelſelbstmord. Donnerstag: Der Pfarrer von Abends: Jung- Heidelberg. Deutsches Theater. Sonntag: Die Kreuzelschreiber. Montag, Diens stirchfeld. Freitag, Sonnabend und Sonntag: Der Privatdozent. Montag: unbestimmt. Wellen. # dem, der lügt. Dienstag: Alt- Heidelberg. Mittwoch: Die Sturmglode. Berliner Theater. Sonntag: Die Sturmglode. Montag: Web' Donnerstag: Sapfenstreich. Freitag: Alt- Heidelberg, Sonnabend: Ba ftreich. Sonntag: At- Heidelberg. Montag: Des Meeres und der Liebe und Montag: Elga. Dienstag: Traumulus. Mittwoch: Ein Volksfeind. Leffing Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Die Weber. Abends Donnerstag: Elga. Freitag: Elga. Sonnabend: Die Weber Sonntag nachmittag 2 Uhr: Rosenmontag. Abends und Montag: Elga. Theater des Westens. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Martha. Abends: Hans Heiling. Montag: Der Prophet. Dienstag: Undine. Opernaufführung des Sternschen Stonservatoriums. Donnerstag, Freitag, Sonnabend, Sonntag und Montag: Der Strohmitwer. National Theater. Sonntag bis Sonnabend: Frizzo. Sonntag und Montag: Unbestimmt. Mittwoch: Neues Theater. Allabendlich: Der Familientag. Kleines Theater. Sonntag: Abschied vom Regiment. Angele. Montag: Salome. Dienstag: Nachtafyl. Mittwoch: Salome. Donners tag: Abschied vom Regiment. Angele. Freitag: Salome. Sonnabend: Der Bar. Die Neuvermählten. Sonntag: Der Bär. Montag: Nachtasbl. Die Neuvermählten. Schiller- Theater O.( Wallner- Theater.) Sonntag nachmittag 3 Uhr: Kabale und Liebe. Abends, Montag und Dienstag: Der artefische Brunnen. Mittwoch: Maria Stuart. Donnerstag nachmittag 3 Uhr: Johannisfeuer. Abends: Die Logenbrüder. Freitag: Der Leiballe. Sonnabend: Die Logenbrüder. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Die Haubenlerche. Abends: Die Logenbrüder. Montag: Der Leibalte. Schiller Theater N.( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater.) Sonntag nachmittag 3 Uhr: Wallensteins Tod. Abends und Montag: Die Logenbrüder. Dienstag: Die Herren Söhne. Mittwoch: Die Logenbrüder. Donnerstag nachmittag 3 lhr: Wallensteins Tod. Abends, Freitag und Sonnabend: Der artesische Brunnen. Sonntag nachmittag 8 Uhr: Wallen steins Tod. Abends und Montag: Der artesische Brunnen. Belle Alliance Theater. Sonntag: Liebesmanöver. Montag und Dienstag: Geschlossen. Mittwoch und folgende Tage: Madame Tip- Top. Trianon Theater. Allabendlich: Ihr zweiter Mann. Residenz Theater. Allabendlich: Herzogin Crevette. Lustspielhaus. Allabendlich: Biederleute. # Carl Weiß Theater. Gastspiel des National Theaters. Sonntag: undine. Montag: Die Fledermaus. Dienstag: Undine. Mittwoch: Die Regimentstochter. Donnerstag bis Montag: Unbestimmt. Bentral Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Die fleinen Lämmer. Abends: Die Fledermaus.( Anfang 7%, Uhr.) Montag und Dientag: Die fleinen Lämmer. Mittwoch: Der Bigeunerbaron. Donnerstag und folgende Tage: Tata- Toto. Montag: Alt- Heidelberg. S Thalia- Theater. Allabendlich: Gastspiel der Wolzogen- Oper. Re flame. Die Bäder von Lucca. Kafino Theater. # abends: Hotel Klingebusch. Ab Montag: Gefchloffen. Sonntag nachmittag 4 Uhr: Gebrüder Zorn. Apollo Theater. Allabendlich: Am Hochzeitsabend. Ilona Sperr. Spezialitäten. Metropol Theater. Allabendlich: Die Herren von Marim. Gebrüder Herrnfeld Theater. Allabendlich: Winter- Tymian- Sänger. Baffage- Theater. Allabendlich 5 Uhr: Angelika Walter. Emmi Kröchert. Spezialitäten. Sonntag: Anfang 3 Uhr. Wintergarten. Allabendlich: Otto Reutter. Spezialitäten. Reichshallen Theater. Allabendlich: Stettiner Sänger. Irania Theater. Taubenstraße 48/49. Im Theater: 8 Uhr: Der Simplon und sein Gebiet. Montag: Tierleben in der Wildnis. Mittwoch Donnerstag und Sonnabend: Die deutsche Nordseeküste. Kleine Anzeigen. Teppiche!( fehlerhafte) in allen Größen für die Hälfte des Wertes im Teppichlager Brünn, Hackescher Markt 4, Bahnhof Börse. 142/12 Küftrinerplas 7, Pfandleihe, billige Einlaufsquelle für Waren aller Art. 570s Gardinen, Teppiche, Tischdecken Steppdecken, Betten, Bettwäsche, Leib. wäsche, Anzüge, Wanduhren, Taschen uhren, Stetten, Ringe usw. spottbillig Pfandleihe Küstrinerplatz 7. 569 Wringmaschinen, Zinkwaschfäffer, Waschmaschinen, Bober, Sigwannen, beste Ware. Teilzahlung gestattet. Bostkarte. Stottloff, Stalizerstr. 108. Herren Garderobe nach Maß saubere Arbeit, großes Stofflager Baletot, Anzug 36 Mart an. Sauft beim Handwerker, laffet den Handwerker verdienen. Teilzahlung gestattet. F. Dörge, Dresdenerstraße 109. Teppiche, alle Größen, Farbenfehler, jekt für halben Breis, Bortieren, Gardinen, Steppdeden, Blüschdecken, Möbelstoffe spottbillig. Stoehr, Münzftraße 17, Eingang Königsgraben. Anzeigen Nummer werden für die nächste Nähmaschinen ohne Anzahlung vergüte noch bis 10,00, wer Teilzahlung Nähmaschine kauft oder nachweist. 28oche 1,00. Alle Systeme. Posttarte. Borchert, Borndorferstraße 50. Teppiche, Gardinen, Dimandeden, Bortieren, Steppdeden, Tischdecken, Sofabezüge, Läuferstoffe. spottbillige Räumungspreise. Potsdamerstr. 100' Conrad Fischer. in den Annahmestellen für Berlin bis I Uhr, für die Vororte bis 12Uhr, In der Hauptexpedition Lindenstrasse 69 bis 5 Uhr angenommen. Knabenanzüge, Mädchenkleider, Baletots, Jadetts verkauft billigst Hoff mann, Veteranenstraße 14. 3728 Serrenanzüge, Ueberzieber, wenig getragene Monatsgarderobe bon 5 Mart an, große Auswahl für jede Figur, elegante, nicht abgeholte Maßfachen fauft man am billigsten aus erster Quelle direkt nur beim Schneidermeister Fürstenzelt, Rosenthalerstraße 15, III. Stein Laden! Restauration, Droschtenplay, Borgarten, Bau, verkauft Nikant, Linien traße 16. 20135 Töbs, Paul, Insterburgerstraße 16, Papageien, Sing- und Biervögel, Laden. Reichhaltiges Lager in und größte Auswahl, billigste Breise. ausländischer Stoffe. + 138* Stommandantenstraße, Ede Dranien Gaskocherhaus! 8weilochgas, straße, Engros- Geschäft Born. 1961b* focher! 3,00. Beschloffene Gastocher Kistengeschäft mit Bortierstelle 5,00. Gasbügelapparat! Gasplatt frankheitshalber verläuflich. Lange, eisen spottbillig! Betroleumtocher Neuenburgerstraße 1. 20225 zweiflammig 2,00. 32 WallnertheaterStraße 32.( Beleuchtungshaus!) WohFreie Scholle, gemeinnüßige Baugenossenschaft in Waidmannsluft- Tegel gibt Einfamilienhäuser mit 40Quadrat ruten Land von 25 Mart Monat an in Erbpacht. 582* Baumaterialien, neue und ges Schlofferei mit Spezialarbeit ist brauchte wie: Stantholz, Bretter. Altersschwäche wegen für 600 Mart gatten, Leisten, Türen, Fenster, Dach zu verkaufen. Schriftliche Meldung pappe, Linoleum, in größter Auswahl bei Otto Raasch, Memelerstraße 60, 15425* im Geschäft. billigst Stottbuserdamm 22. Abessinierpumpen 8,00-100,00. Sauger 2,50. Saugrohr Flügel pumpen 10,00. Gartensprigen 25,00. Pumpenfabrik Schröder, Hochstraße 43. Nadfahrer! Fahrräder, neue und gebrauchte, fauft man am reelsten und billigsten in dem ältesten Fahr. radgeschäft von Mar Babel Nachfolger Spart! Kauft Pfandleibhaus Rupietta, Drantenstraße 19a. Schläuche Weidenweg neunzehn staunenerregend bon 2,50, Mäntel von 3,50 an. BuSommerpaletots, Jadettanzüge, Da menfonfettion, Aussteuerwäsche, Braut- behörteile in großer Auswahl. Eigene Gartenschläuche, betten, Bermietungsbett, Fenster- Bernidelung, Schleiferei und große gebrauchte, Reparaturwerkstatt mit borhänge, Steppdecken, Teppiche, Bettelektrischem Gummi, einzölkg, Meter 0,50. Neue 392 Gummischläuche, Hanfschläuche, Spiralinlette, Regulatoren, Freischwinger, Taschenuhren, Verschiedenes, Trau Galvanophon- Fabrit, Prenzlauer- fchläuche, Strahlrohre, Messinghähne + 27* ftraße 42( Alleganderplat). ipottbillig. Schlauchlarren 6,00. Gardinen liebten Sprechmaschinen und Platten Rasenmäher 17,00. Hochstraße 43. Stores Tüllbett Milchgeschäft Krankheit halber, decken enorm billig!!! Geringe Teilzahlung!!! nur beste Qualitäten enorm billig! Gardinen- Bersandhaus, Inseriere mur Sonntags. Adresse Fabritlieferung. Austunst Bäderei 4978 Mittenwalderstraße 44. Jerufalemerstraße 12, nahe Dönhoffplay. 5478* ringe. Betrieb. merken. Die be Nähmaschinen! Ringschiff, Adler, Zentral- Bobbin, Drion, Wheeler und Gardineureste, spottbillig, 1 bis Bilson, Elastit, Säulen 2c. Prima 4 Fenster passend, in dem Gardinen. Dualität, Breise billigit. Für die Güte Fabrik Lager 80 Grüner Weg 80. meiner Nähmaschinen sprechen Tau( Stein Laden.) Eingang vom Flur. sende meiner Stunden. Drei Jahre Ringschiffchen, Bobbin, Echnell reelle Garantie, bei Abzahlung fu näher, ohne Anzahlung, Woche 1,00, lanteste Bedingungen. E. Bellmann, gebrauchte 12,00, Stopniderstraße 60/61, Gollnowstraße 26, nahe der Lands. Große Frankfurterstraße 43, Prenz- bergerstraße. Alte Maschinen nehme lauerftrage 59/60. in Zahlung. 4508* + 112* Nähmaschine, neu, wegen Strant heit der Frau mit hohem Berlust zu berlaufen. Abzahlung Woche 1,50. Gans, Forsterstraße 57, IV. Son tags vormittag oder schriftlich. 2020 Restauration mit Borgarten, gut. gehend, preiswert zu verfaufen. Er. fragen: Franz Rau, Triftstraße 1. lauer. 5618+ Abessiinerpumpen von 8,00 alte von 5,00 an, Sauger, Schläuche, 7/ 19* Rohre billig. Erdbohrer umsonst. Wolff, Pumpenfabril, Aderstraße 81 Kanarien, echt Seifert, prämiiert goldene Medaille, Stühl, Schöneberg Bahnstraße 43. + 103* Kanarienhähne, Seifert, Buchtweibchen billig. Ohnesorge, Andreasftraße 24. Kanarienhähne, Zuchtweibchen, Lehmann, Brunnenstraße 29. 20645 Kanarienhähne, KanarienweibBetter. 20606 5958* Bigarrenmacher! Wegen Ge fchäftsaufgabe gebrauchte Wickelformen, Bresse, Zabatreste billigst abzugeben. hen, Heckbauer, Alexandrinenstraße 32, 8/13 19285* Antrid, Steinmetzstraße 60. Kanarienhähne 3,50, Aussuchen, Hochvornehme Herrenhofen aus Monatsanzüge bon 6,00 ant, feinsten Maßstoffen 9-12 Mart. Sommerpaletots von 5,00 an, Hofen Dukend billiger. Hedweibchen, BornBertauf Sonnabend und Sonntag. Kostümröcke Stüd 5 Mart, zum von 1,50 an, Gehrodanzüge von holz, Scharnhorststraße 34, Quer Berfandhaus Germania, Unter den Aussuchen, Blusen von 1 Mart an. 12,00 an, Frade von 2,50 an, auch gebäude. Linben 21. Keine Filialen. 54280* Nur Selbstfabrikat. Spezialfabrit für forpulente Figuren. Neue Garde Flugbauer, Heckbauer und 8u Blumenstraße 9. Bis neun, auch robe zu staunend billigen Preisen, 20126* fowie behör, Puppen Sportswagen billig, Sonntags geöffnet. aus Pfandleihen verfallene Nostizstraße 46, of IV. Kinderwagen, Kinderbettstellen Sachen. Naß, Muladstraße 14. 19485* Eckparzelle am Walde, 40 Pfennig Sportwagen, gebrauchte, zurückge- Köpenick, Herrenhüte, steif 1,85, tour, 100 Anzahlung, vertauft Stappet, fette, spottbillig. Schneider, Kur Dedelmüßen 35, Wäsche, Krawatten, Boedhstraße 46. 19896 fürstenstraße 172. 14366* Bahnhofstraße 15. 5898 1990b 5985* Hohlroller, Borschläger Seifert, Romintenerstraße 2, Schmolle.+81 Kanarien, Lehrorgel, Einsatzbauer billig, Hausburgstraße 25a, Kunz. Kanarienroller, 6,00, Vorschläger, Seifertstamm. Schloßplat 2. 8/17 60150* zu +65 = +5 Hugo +93 Möbelangebot. Im Möbelver- Entzückende Blusen, Kostümröde, Pianino, kreuzfaitig, 125,00, Turm- Umständehalber sind zwei Stuben, Möblierte Schlafstelle vermietet Humorist Ernst Becher, Pädler. Taufsspeicher( Anhalter Bahnschuppen), Jadetts aus guten Stoffen selbst- straße 8 parterre. 8/19 Küche, Zubehör auf vier Monate Salow, Wollinerstraße 58. 20756 ftraße 42. Mödernstraße 25, Hochbahnstation gefertigt, da keine Ladenmiete, verMöblierte Schlafstelle, 12,00, Volksfänger Gesellschaft Mödernbrüde, ftehen Schlafsofa 20,00, Plüschsofa 38,00,( Juni- Oktober) preiswert zu berZimmer Nußbanmmöbel zum Ver- Littauer, Brunnenstraße 4, I. 20775 ftraße 23, Tapezierer. verschiedene kaufe zu auffallend billigen Preisen. Bettstelle, Matrage 15,00, Palisaden mieten. Sofort beziehbar. Winter Herrn, Lindner, Frankfurterstraße 133, Ante, Swinemünderſtraße 1. 8/2 feldtstraße 32. +112 IV. +32 Flickschneider, spottbillig, gutfauf. Darunter befinden sich hochHolzbildhauer. Gutgehendes renNähmaschinen! Vergüte bis Idyllische Sommerwohnungen am Schlafftelle für 2 Herren, großes sigend, schnell, geübt, Aenderungen, moherne Schlafzimmer, Speilezimuner, tabeles Holzbildhauergeschäft in Bro- 10,00, wer Nähmaschinen Teilzahlung Gorinſee, Schönwalde, Zweigbahn Bimmer, gut möbliert, separater Ein- Reparaturen, ſucht Kundschaft. Garde Herrenzimmer, auch einzelne Salon- vinzialstadt mit über 100 selbständigen taust, nachweist. Woche 1,00. Sämt- Reinickendorf, Waldhaus Dornemann. gang, Admiralstraße 37, Hof IV. robenreinigung Ebert, Fruchtſtraße 46. garnituren, Baneelfofas, Bücher- Tischlereien ist krankheitshalber bei liche Systeme. schränke, Ankleideschränke, Nußbaum- einer Anzahlung von 6000 Mart auf Maschinen Postkarte. Alte Pfropfreis. Zimmer. büfetts, Bronzefronen, Salonbilder, Grundstück und höchsten Preisen Stellenangebote. Schlafstelle für Herren, separat, Schreibtische 26,00, neue Ruhebetten billig zu verkaufen. Gefällige Offerten straße 5. Maschinen sofort in Zahlung. Funt, Rigdorf, Mainzer Freundliches möbliertes Zimmer Ritterstraße 124, Hof III. Elsholz. Nebenverdienst für jedermann. mit wunderschöner Divandecke 22,50, unter D. 4 Expedition des + 119* born. Stadie, Solmsstraße 28, Schlafstelle vermietet Frau Fischer, Auskunft fostenlos. Herm. Wolf, Hochelegante Säulentrumeaux 30,00, wärts" erbeten. Bor 20076 Brinzenstraße 10, Hof III. 5688* Herrenfahrrad, Damenrad, mo- vorn II. +65 3widau, Reichsstraße 44. Bimmerteppiche 8,00, Salonteppiche dern er eleganter Bau, sehr gut erhalten, Gasthof in einer Stadt von 9000 sämtliches Zubehör, sofort 45,00. Große für Herrn, monatlich 10 Mart. Danel, Voltastraße 31, Freundliches möbliertes Zimmer Bessere Schlafstelle für Herrn Schlosser- Lehrling Gartenstraße 101. fchon 14,00 bis zum allergrößten 1. Duergebäude, Saalteppich, Schloffer- Lehrling Wille u.Engwer, reich gestickte Ueber Einwohnern ist zu verkaufen. Es Frankfurterstraße 14, Hof geradezu. Strautstraße 3 III. 20596 +94 Kunstschmiede, parterre, Paul. Wilhelmshavener gardinen, Spachtelſtores, Tüll- tagen vier größere Gewerkschaften, Restauration billig zu verkaufen ein Ber ein und viel Fremdenverkehr. Freundliches möbliertes Zimmer, gardinen, Steppdecken, Standuhren, + 72* Möblierte Schlafstelle Ruppiner- straße 16. Laufiber- Platz 13. +5 Admiralstraße 26, born III, Buchstraße 5, II rechts. +91 Plüschtischdecken 5,00, verschiedene Anzahlung 10 000 Mart. Offerten Schloffer- Lehrling, eventuell auch Gelegenheits 2016b Berkäufe. Ankauf Sportwagen, zweifigig, fast neu, wald. unter C. 4 befördert die Expedition Möblierte Schlafstelle, Herr oder in Kost, sucht August Lewin, Frieden 600s verfauft Otto, Reuterstraße 37a.+119 19865* Möbliertes Zimmer vermietet an Dame, Usedomstraße 4, Schuhmacher- straße 106. ganzer Warenlager, Wirtschaften, dieses Blattes. Kontursmassen. 56480* Todesfallhalber meiner Frau ber Gelegenheitsfauf, wenig ge- zwei Herren Prizel, Gitschinerstraße laden. +94 Kräftigen Laufburschen verlangt faufeGrünkram-, Materialgeschäft, schön brauchte Bobbin, Afrana und Phönir- 62, vorn rechts II. Teilnehmer zur Schlafstelle bei S. Rabofsky Nachfolger, Ate JakobMöbliertes Zimmer vermietet, Müller, Wolgasterstraße 8, born III. ftraße 120. eingerichtet mit Rolle, wenn sofort Nähmaschinen billig verkäuflich. Thieme, 600, Friedrichsfelderstraße 38, Miete Raumerstraße 20. +52 1 oder 2 Herren, Köhler, BelleKleine separate Stube als Schlaf221/2 Aquarien, 3 und 4 Mart, verkauft Alliancestraße 73, vorn 3 Treppen. stelle. Gafert, Zionskirchstraße 52. Petroleumkocher! zweiflammig Hesad, Oppelnerstraße 15. +5 Meines möbliertes Zimmer ver2,00! Emaillekocher! ZweilochgasSchlafstelle, Herrn, billig. LehAquarium verkauft Neumann, mietet Herrn, Manteuffelstraße 119, Wilhelmstraße 28, 20376 focher! 3,00, Basbügelapparate! Gas- Kreuzigerstraße 23. +5 Krüger. gebäude IV. fronen! 6,00. Wohlauer, Wallner- lich 90 Liter. plätteisen, spottbillig! Bronzegas- Milchgeschäft zu verkaufen, täg- Mebbliertes Zimmer, 15 Mart, Keller, Schwedter Filiz, Schwarzkopffstraße 11, 1 Treppe. theaterstraße 32, Gaskocherhaus! .+ 5 Kleines Zimmer, anständiges Fräu- born IV. Fahrrad, 35,00, zu verkaufen. lein oder Herrn. Barschauerstraße 60, Lehmann, Rigaerstraße 32.+5 of rechts II. Grünau. Bahnhofnähe, Bau- Möbliertes separates Borderstraße 6. parzelle 61 Ruten, Obst-, Gemüse- zimmer, Dresdenerstraße 58, III links. garten, Sommerhäuschen und Ernte Terres oder möbliertes Bimmer preiswert, verkauft Kunze, Schlesische vermietet Engel, Treptow, Beermannstraße 24. ftraße 7. 20096 Möbliertes Zimmer an Dame zu vermieten. Hochvornehme Herrenanzüge, Sommerpaletots, feinsten Maßstoffen herrührend 18-38,00. Täglich, auch Sonntagverkauf. Deutsches Versandhaus, Jägerstraße 63, I. 591* Bronzegaskronen! dreiflammig Gaszugampel! 9,00, Salongastronen! 15,00! Gaslyren 1½ Wohlauer, Wallnertheaterstraße 32. ( Gaskocherhaus!) 5948* 6,00. Must Damen- und Mädchenhüte, garniert, in der Fabrit Kommandantenstraße 70, 1. Etage, Ecke Neue Grünstraße. Sehr billig. 19926* Schankgeschäft, fleines, 1100 Miete, Preisforderung 1600, 301, Bayrisch, 8/2 Weißbier monatlich Umsab, wegen Bergrößerung. Auf Wunsch Brauereihülfe. Näheres Blumenstraße 58, Eddestillation. 19986* Schankgeschäft, Parteilokal, Vereine, Bahlstellen, billig zu verkaufen. Passend für Anfänger( im Arbeiter viertel). Brauerei hilft. Näheres bei Johann Gnadt, Ruppinerstraße 41. Konfitürengeschäft, besseres, zu verkaufen Friedenau, Rheinstraße 63. Vorkostgeschäft, Rolle, Micte 35 Mart, verkauft sofort billig Stüdersdorferstraße 21. 20366 Obst, Gemüsegeschäft, acht Jahre bestehend, krankheitshalber sofort billig verkäuflich Nirdorf, Pannierstraße 58. Haarfärbemittel, unübertroffen, Probeflasche 0,50. Winterfeldt, Starlftraße 27. 20495 540. Sportwagen, herrschaftlicher, gebraucht, ist billig zu verkaufen. Riege, Landsberger Alee 139. +32 Grünframgeschäft, alt, gut, schöne Wohnung, billige Miete, verkäuflich. Näheres Schulz, Thaerstraße 46.+32 Fahrrad, fast neu 45,00. Naunynstraße 38, Friseurladen. 20876 Restauration mit Orchestrion, große Zukunft, zu verkaufen. Graunstraße 26. +93 Damenrad, neu 250,00, jest 75,00. Photokasten 9X12 mit Zubehör, neu 60,00, jett 25,00 verkauft wegen Mangel an Geld. Hoppe, Rügener straße 18. +93 Gemüsegeschäft, Feuerung, große Wohnung, 43 Miete, verkauft Mainzerstraße 15, Eingang Borhagenerstraße. Sportwagen und Aquarium billig zu verkaufen. Bödikerstraße 3, II, geradezu. +131 Jungbier und Likörverkauf wegen Krankheit der Frau sofort ver fäuflich, passend als Nebenerwerb 750 Mart. Woldenbergerstraße 27. 20866 straße 6. Verschiedenes. +5 Pfandleihe, Prinzenstraße 63, täglich 8-8, Sonntags bis 2. 551* Teilzahlung. Anfertigung eleMarcus, ganter Herrengarderobe. 480 Landsbergerstraße 75. Kunststopferei von Frau Kokosky, Charlottenburg, Goethestraße 84, I. Schreibmaschine, Buchführung, Stenographie, Sprachen. Salomon, Karlstraße 26. Pfandleihe. Pro Mark und Monat 2 Pfennige. Liebigstraße 7. 250/ 12* Vereinszimmer, renoviert, 4858* 40 Personen, Pianino, auch zwei Stegelbahnen, zu vergeben. Karl Spaet, Liebmannstraße 26. + 88* Tischler, die nach Zeichnung ar beiten und gewillt sind einer Genossens 2015b 20516 vier Charlottenburg, Goethestraße 84, hochparterre rechts. 597* Teilnehmer zum möblierten Zim mer, 13 Mart mit Kaffee, wird ge= wünscht Dresdenerstraße 19, Treppen links, am Oranienplag.+5 Leeres Vorderzimmer zu ver= mieten. Lehmann, Rigaerstraße 32. Kleines Zimmer für einen Herrn bermietet Manteuffelstraße 105, erster +5 Aufgang, IV rechts. mictet Schnur, Büdlerstraße 19.+5 Bimmer für zwei Herren verEin Teilhaber gesucht, möbliertes Bimmer, Dresdenerstraße 18, Breithaupt. 20886 Teilnehmer, Zimmer, 12,00, +64 Adalbertstraße 22 II. Zimmer für ein oder zwei Herren, Brandenburgstraße 4, Witwe Wagner. Möbliertes Zimmer, Fürsten+64 ftraße 15, Hof III, Lehmann. Möbliertes Zimmer, Herrn, 10,00, Prinzenstraße 107 vorn IV, Winter. mann, Zwei Genossen finden saubere Schlafstelle. Plehn, Gerichtstraße 3, +82 Schlafstelle mit separatem Eingang bei Wiedenbauer, Reichenberger 2089b Möblierte Schlafstelle Admiralstraße 16, III lints. +65 Möblierte Schlafstelle. Werner, Elisabeth- 11fer 21 +65 Freundliche Schlafstelle, gänzlich separater Eingang, für Herrn, Linienstraße 203/201, Ecke Rosenthalerstraße, vorn zwei Treppen. Stanfiewiz. Möblierte Schlafstelle bei Prahl, Woldenbergerstraße 14 IV, am Friedrichshain. D 19885* Fliegenfänger! Mottenplatten! Mottenkugeln! Klosettsteine! spottbillig! Handelsleute, Frauen ber langt: Ostermanns chemische Fabrik, Duer +52 Schönhauserallee 141. 20906 Schlossergeselle verlangt Roßkopf, +119 Thomasstraße 29, Rirdorf. Grundierer verlangt Wienece, +5 Görlitzer Ufer 23. Korbmacher auf Peddig und Lackrohrmöbel geübt, sucht sofort F. Ancion 20276 u. Ko., Wilhelmstraße 123. Tüchtige Bautischler für Fenster verlangt Tischlerei Teltowerstraße 53. Dirigent für Arbeiter Gesangberein zum Dienstag gesucht. Offerten +65 Kirschkowski, Wienerstraße 54. Lebensstellung. Herren tadelloser Vergangenheit und redegewandt, die sich dem Versicherungsfache- Außendauernd widmen wollen, dienst 20546 werden von erstklassiger Gesellschaft gegen festes Einkommen und ProGut möblierte Schlafstelle zu verbifion per 10. oder 15. Juni 1905 mieten( Herrn). Wolff, Manteuffelangestellt. Die Stellung ist angenehm straße 68, Laden. selbständig und bei gutem Erfolge Möblierte Schlafstelle, Flur garantiert dauernd. Nichtsachleute bermietet eingang, Spreenberg, werden durch Fachmann eingearbeitet. Dranienstraße 3, Quergebäude II. Offerten unter W 282, Gerstmanns Möblierte Schlafstelle( beffere). Annoncenbureau, Alexanderplatz 1. Dalichau, Mariannenstraße 43, vorn Knabenhosen- Arbeiterin. Winkler, 1 Treppe, Ecke Stalizerstraße. 2013b Frankfurter Allee 97. +32 Schlafstelle Manteuffelstraße 48, Frauen zum" Borwärts"- Ausof parterre. 20416 tragen verlangt Spedition Treptow, Freundliche Schlafstelle für Herren Elsenstraße 37. oder Mädchen. Müller, Dranienstraße 3, Quergebäude IV. 2010b Schlafstelle, Herrn, bermietet Nickich, Rottbuserstraße 11, vorn I. Freundliche Schlafstelle vermietet Stegmann, Naunynstraße 54, vorn IV, 1000 Mart. Offerten unter A. 10, 19386 Bostamt 29 erbeten. Eingang Naunynplay. Wäsche wird Sauber möbliertes Zimmer, se parat, billig, zwei Herren, Schmidstraße 10, Seitenflügel I rechts. † 64 Möbliertes Zimmer, Hobrechtstraße 13. +110 4788* Möbliertes Zimmer vermietet Freienhagen, Löwestraße 26.+32 Handwäscherei. sauber, schonend gewaschen, Bettwäsche. Leibwäsche, 4 Handtücher, 4 Taschentücher 0,10. Abholung Mittwoch F. Kussazz, Köpenick, Müggelheimerstraße 36. Pfandleihe Markusstraße 27. 1393* Vereinszimmer vergibt Höfer, Staligerstraße 117. 19476* Handwagen, start, Vierräder, Halbrenner wie neu, elegant, nie Raften, billigst, Schlosserei, Beuth- wieder gebotene Gelegenheit, berstraße 15. 20216 tauft Krause, Straßmannstraße 29, Herrenrad, Damenrad, spottbillig Seitenflügel II. Wienerstraße 37, Lokal. 20466 Herrenjackettanzüge, neu, nach Nähmaschinen, sämtliche Systeme, Maß bestellt, nicht abgeholt, mittelschaft beizutreten, Einlage 800 bis verkaufe Hälfte ohne Anzahlung, wöchentlich eine figur, KostenMart, gebrauchte zwölf Mart. Acer- preis. Herrenschneiderei Prenzlauer20806 straße 113, Wienerstraße 6. 20395 Straße 23, II. Nußbaumtisch, Bettstellen, Schreib- Zwei Kleider, schwarze Seide, weiß tisch, Chaiselongue, verkauft Aeuster- Alpacca, verkäuflich. Erfragen Stolpengerling, Ritterstraße 22. 20245 burg, Wiesenstraße 41. +82 Elektrische Apparate, 2 ReklameHippodrom verkauft frankheitstafeln, 1 Glockenspiel mit Klaviatur, halber. Erfragen Bartelstraße 7, 2 Oktaven, viele andere Sachen. GeRestaurant. +82 legenheitskauf für Mechaniker zur Eta- Milchgeschäft, gutgehend, preisblierung, äußerst billig. Gröbenufer 5, wert zu verkaufen Friedebergerparterre, Corthym. 20356 ftraße 7. +32 Deftillation, Goldgrube, verkäuflich. Milchgeschäft, schöne Wohnung, Demminerstraße 12. 20656 verkauft Putbuserstraße 34.+93 Aquarium, Witwe Batte, Weber- Zigarrengeschäft wegen zweier ftraße 51. 20586 Geschäfte verkauft billig Behm, Schul+82 Obfts, Materialgeschäft ohne Ston- ftraße 20. kurrenz, Laden, sofort verkäuflich. 500 2okalstühle, gut erhalten, sind Rigdorf, Fuldastraße 59.+104 billig zu verkaufen. Ritfin, Memeler+32 Herrenfahrrad, hochreelles, erst straße 67. flaffiges, Schöneberg, Frankenstraße 9, Kinderbettstelle verkauft Lehmann, Klemm. +104 Stöpenickerstraße 26. Plüschsofa, fast neu, Trumeau Billard verkauft, weil Lokal zu vertaust Bestian, Kleine Markus- lein, billig Restauration Holzmarkt straße 22. 20685 straße 50. +32 Verkaufe, für Brauleute Gelegenheit, hochfeines Plüschtaschensofa 45,00, geschliffener Trumeau 32,00, Schränke, Stühle, Tische, komplette Muschelbettstellen 33,00, Verschiedenes, jeden Preis. Landsbergerstraße 42, II. 2091b Kinderwagen, ein Jahr gebraucht, verkauft billig Restauration Holzmartt straße 50. # +32 Vereinszimmer 25, 40, Saal, 150 Personen, Pianino, zwei Regelbahnen, vergibt Rademig, Alte Jakobstraße 83. 5438* 5798* Mietsgesuche. Möbliertes Zimmer sucht achtbares Fräulein. Morgenrot 30", 20106 Bostamt 17. " Zwei junge Herren suchen möblierte Schlafstelle, Umgegend Blumenstraße. Offerten unter E. M., Spedition +32 Frankfurter Allee 79. Vereinszimmer mit Piano 25-60 Personen sassend, Dienstag, Donners tag und Freitag zu vergeben. Kleines Gewerkschaftshaus, Blumenstraße 38, F. Kubat. Schlafstellen. Platina, alte Bahngebisse, allerhöchste Preise, Ackerstrap 174, 2Treppen, Freundliche Schlafstelle für Herrn nicht Laden. 20746*( Balkonzimmer) Zimmer, O., Lithauer Ersten Tenor gesucht. Offerten straße 13. + 31* „ Nebenerwerb“ Postamt 59. 20425 Freundliche Schlafstelle für Damen Klempner, welcher sich an be- Schlesischer Bahnhof 1, IV, Raaz. ſtehendem Unternehmen mit Stapital Möblierte Schlafftelle( Herrn) beteiligen will, beliebe Offerten unter Kirchbachstraße 20, parterre. 20185 F. 4 an die Expedition d. BI.[ 20296 Möblierte Schlafstelle, 2 Herren, mittenwalderstraße 45, Hof parterre Zwei Mark vierteldugend Damen Drei Vereinszimmer von 20 bis hemden, Herrenhemden 3,30. Große 70 Personen, sehr geeignet zu VerBettlaken 1,30, Bettbezug, zwei Stopf sammlungen, Werkstattfizungen, Zahltiffen 3,90, Handtücher, Tischtücher, stelle und Gesellschaften, Garten. Servietten, Normalwäsche spottbillig. Kegelbahn noch frei. Glas Bier Wäscheausstattungs Fabrik Adolf 10 Pfennige. Engel, Seydelstraße 30. Dirdjenstraße 21 Salomonsky, Pfandleihe Heinersdorferstraße, ( Alexanderplatz). 221/4 Ecke Greifswalderstraße. Nähmaschinen ohne Anzahlung 10,00 Bergütung. Postkarte. Breitholz Reichenbergerstraße 181. +64 20066* 20456 20286 Möblierte Schlafstelle, Herrn. 20086 Junges Mädchen für leichte Wirtfchaft berlangt Gerede, Wilhelm20316 straße 129. 20 Zigaretten- Arbeiterinnen ber langt Ben Schira, Greifenhagener+ 52* straße 14. Jm Arbeitsmarkt durch Stahsnik, Schüßenstraße 53, vorn II. besonderen Drud hervorgehobene Möblierte Schlafstelle für Herrn Muzeigen kosten 40 Bf. pro 8eile. Admiralstraße 7, vorn I links.+4 Möblierte Schlafstelle, separat, Reichenbergerstraße 52, vorn II, Hoffmann. Lehrmädchen +4 zum sofortigen Antritt gesucht. Möblierte Schlafstelle, Herrn. Friedenheim& Heymann, Köpenickerstraße 176, Hof 1 Treppe, 20476 Gertraudtenstr. 20/21, +4 Fabrik konfektionierter Weißwaren. Bleil. Freundliche Schlafstelle zu vers mieten. Holz, Wendenstraße 2( Görlizer Bahnhof), born 4 Treppen.+4 Saubere Schlafstelle für 2 Herren, feparat, bei Stlopsch, Waldemarstraße 16, born 4 Treppen rechts. Achtung, Holzarbeiter! Einsetzer! Jalousie- Arbeiter. Saubere Schlafstelle für 2 Herren. Schmidt, Waldemarstraße 65, of I. Der Bau Zimmermann in Riga Saubere Schlafstelle für 2 Herren.dorf, Knesebecstr. 64, ist gesperrt, Staligerstraße 28, vorn 4 Treppen, da sich die Firma Starl und Emil Bieschet. +1 Schneider weigert, den bisher gezahlten Tarif einzuhalten. Schlafstelle für Herrn bei Labedzki, Wrangelstraße 14. +4 Schlafstelle Wrangelstraße 6, born IV. Markgrafenstraße 76, of IV. 20706 Beffere Schlafstelle bei Hennig, links. Saubere Schlafstelle für zwei Möblierte Schlafstelle( Herrn) born parterre bei Presse. Herrn oder einzeln, Gartenstraße 24, +82 Dresdenerstraße 61, IV, Faber. vermietet fleines Möblierte Schlafstelle, Zimmer, vermietet Kesinfit, Gitschinertraße 63, I. 20175 Die Kollegen der Firma Bock Buzug ist fernzuhalten. staller befinden sich im Streit. Da bei mehreren Firmen noch Differenzen bestehen, bitten wir, sich auf den Bauten 2c. die blaue ge Arbeits- Stontrollfarte stempelte zeigen zu laffent, nur diefe ist gültig. Andersfarbige Karten sind zu ver 83/ 8* nichten. 19995 19946 frei. Saubere Schlafstelle Gohlke, Straußbergerstraße 16, Hof III. Schlafstelle, 2 Herren, bei Fidert, Bellealliancestraße 88, Hof II.+139 11 Mart, vermielet Emmerich, Neue Freundlich möblierte Schlafstelle, Hochstraße 23, vorn IV.+82 Schlafstelle, feparat, Seydel 20826 straße 27, Wesenigt. Küche, leer, Cadinerstraße 22, parterre. Arbeitsmarkt. +32 Schlafsofa 20, Ruhebett 15, Taschenfofa 45. Heinzel, Kleine Alexanderstraße 3. 251/5 Herren fahrrad, hochschneidig, 38,00. Neue Schönhauserstraße 1a, II. Möblierte Schlafstelle für Herrn Lieferwagen, alle Sorten Räder. Achtung! 20 Mart kostet der An- Manteuffelstraße 12, vorn III. rechts. Ballisadenstraße 100. 20565 zug, wer Stoff bringt. Für tadelFreundliche Schlafstelle bei Klas Singspind für sechs Vögel zu berlosen Sitz Garantie. Ruschewski, taufen. Halm, Gertraudtenstraße 22. Guterhaltene Kleider, elegante Annenstraße 2. mandt, Camphausenstraße 3. 20326 Kinderzeug, Schlafstelle Angenehme Waschanstalt E. Lehmann, KöpeAlpenberge am Schwanebecker Blusen, Kostümröde, Wald und den Berliner Anstalten Schuhwert, auch neue Sachen. BerBelforterstraße 14 möblierte frei 4 Handtücher, Taschentücher, in Buch herrlich gelegene Solonie. liner Fensterbrett. Anes spottbillig. nid, Glienickerstraße 13, wäscht chlor- Lubrich, Sorauerstraße 14, Hof I. Quadratrufe 10 Mark an. Station Kleine Anzahlungen gestattet. Ufer Leibwäsche 0,10. Abholung Mittwochs. Schlafstelle. Witwe Adam.+52 Bahnhof Buch 20 Pfennig durchs Dorfstraße 18, rechter Aufgang, 4 Treppen. Platinabfälle, alte Goldsachen, Möblierte Schlafstelle Dderbergers +82 geradeaus bis zur Alm. Ich oder Gursch. Bruchgold, Silber, Gebisse, alte Uhren, straße 35, III. Albrecht. mein Vertreter anwesend. Verkaufe billig Teppich, Gardinen, alte Tressen, Blattgold, Kehrgold Joers, Schlächtermeister, Berlin W., Joachims. Uebergardinen, Steppdecken, Plüschtisch- sowie alle Gold- und filberhaltigen Zehdenickerstraße 5, vorn IV, bei Freundliche Schlafstelle für Herrn thalerstraße 35. 20716 dede, Gastrone. Hoffmann, Naunyn Abfälle sowie Rückstände fauft Gold- Schmidt. +52 Fahrrad, fast neu, 65 Mart, ver- ftraße 52. schmelze Broh, Wrangelstraße 4, Möblierte Schlafstelle, separat, fauft Müller, Brunnenstraße 163. Herrenrad, gut erhalten, verkauft Telephon 4, 6958. Feinste Referenzen. Dame oder Herr, Stammrath, NyteHandfamera, 9X12, Scioptikon, billig. Schöneberg, Ebersstraße 17, Tauben, Stich tauben, junge Fliege Straße 5, Quergebäude 1. Mikroskop billig, Meckel, Waßmannzirka 100, fauft sofort Möblierte Schlafstelle, Schlesischer ftraße 33A. 20786 Halbrenner 35,00, tadellos, Spott Schraubet, Naunynstraße 69.+5 Bahnhof 3, Hof III, Witwe Wolff. Vereinszimmer, Saal, schöner preis, feltene Gelegenheit verkauft Horn, Große Frankfurterstraße 124. Schlafstelle, Balfonzimmer, ver Naturgarten, Bühne, empfiehlt Theatermietet Nicolay, Demminerstraße 15. Sofas, neue spottbillig, Graudenzer und anderen Bereinen Tzschacksch, straße 2, Tapezierer. + 31* Vereinshaus, Naunynstraße 6.+ 5* Freundliche Schlafstelle, Herrn, Sportwagen mit Verdeck verkauft Patentanwalt Dammann, Dranien- vermietet Trumpke, Fruchtstraße 31, oder Rohrarbeit. Offerten Spedition billig, Rigdorf, Weichselstraße 10, ge- straße 57( Morigplak). Rat in Patentborn II. +133 Laufiger Platz 14/15, Berlin Süd- Ost. radezu IV. +119 jachen Teilnehmer, möblierte Schlafstelle, Blankglafer, Rentenempfänger, Manteuffelstraße 37, parterre. +4 zuverlässig, fucht dauernde Stellung Freundliche Schlafstelle, Balkon- bei mäßigen Ansprüchen. Offerten zimmer, 1 oder 2 Herren, 10 Mart, G. 4, Expedition dieses Blattes er Johr, Müllerstraße 30. +82 beten. 20725 geschäft. Krebs. 20915 +104 Ecdeftillation, nachweislich sichere Existenz, größerer Unternehmung halber billig verkäuflich; imposante Ladeneinrichtung. Näheres Stümpel, Immanueltirchstraße 20, 3igarren20736 Möbelverkauf in meiner Möbel fabrit Wallstraße 80/81, nahe Spittel markt. Infolge des großen Umzugs befinden sich am Lager viele zurückgefekte und verliehen gewesene Möbel, die wie neu find, Kleiderspind, Bertito 27,00, Ausziehtisch 16, Muschel bettstelle, Bolsterstuhl, Serviettenpresse Kinderwagen, Gummiräder, gut erhalten, großes Aquarium billig vertäuflich, Heinemann, Rigdorf, Hermannstraße 91. +150 Mahagoni- Kleiderschrank, Kinder 20815* Vermietungen. Elisabeth- Ufer 10 schöne Restaubettstelle mit Federmatraße und verkauft Behlte, W. Blumenthal rationsräume mit Borgarten sofort Keillissen 36, Taschensofa 50, Paneelstraße 6. +112 preiswert zu vermieten. fofa 70, Waschtoilette 20, Suhebett 25, ganze Einrichtungen billigst. Zigarrengeschäft mit Wohnung, Transport frei. 8/14 8 Jahre bestehend, verkauft Schulze, Raumerstraße 16. +52 Wohnungen. 20196 Stellengesuche. Arbeit. Stühle werden abgeholt und Blinder Stuhlflechter bittet um +52 zurückgeliefert. A. Gläser, Mulad straße 27. 14686 Gnörich, Humorist, Fennstraße 1a Weißbierabzieher empfiehlt sich. +52 Barbknecht, Dunderstraße 67. Korbmacher sucht Stelle. GestellTüchtiger Vorarbeiter Meister Korbmacher. Die Kollegen von Franke, Waldemar straße 18, befinden sich im Streit. Zuzug ist fernzuhalten. Teppichweber! Der Zuzug nach den Teppichfabriken von Feibisch, Treptow, Söpnider Landstr. 28/29, Benjamin u. Co., Melchionstr. 23, und Nud. Baader, Bethanien- Ufer 6, ist fernzuhalten, da die dortigen Arbeiter und Arbeite197/ 11* rinnen sich im Streit befinden. Die Streifleitung. Achtung! Bauhandwerker und Bauarbeiter! Die Schmiede, Fahrstuhlführer und Maschinisten bei der Firma Seld u. Franke befinden sich im Ausstand. Die Firma weigert sich, mit der Drganisation zu verhandeln. Wenn die Differenzen beigelegt sind, werden an unsere Kollegen Legiti mationstarten in brauner Farbe aus. gegeben. Es wird gut sein, wenn die Bauarbeiter nach dieser Karte fragen. Dieselbe muß den Organisationsstempel tragen. 176/ 12* Zentral- Verband der Schmiede, Verwaltungsstelle Berlin. Steinwohnungen, gefunde, alter für Messing- und Kupferrähren Bürstenmacher. 7/ 14* Die Bürstenfabrit Schächter, Bar schauerstraße 88, ist gesperrt. 68/ 6* Die Ortsverwaltung. Kaninchenverkauf, Belgier, junge und Zuchttiere billig, Tabbert, Fried- Milchgeschäft zu verkaufen, Woh- billigst, sofort, später Rigdorf: Stopf2067b mung, 100 Liter täglich, reell. Bu er- ftraße 15, Wanzlichstraße 12( Hermann wird von einem Werte in Desterreich sofort gesucht. Offerten mit näheren richsfelde, Prinzenallee 60. fragen Glogauerstraße 24, Zigarren plaz). 6/ 17* Angaben über bisherige Verwendung und Gehaltsansprüche unter Chiffre Wald- und Landparzellen, nahe geschäft. +5 Mittelwohnungen, Kleinwoh- ,, P. G. 762" an Rudolf Mosse, Wien. Bahnhof Fredersdorf, Quadratrute vier Mark an, verkauft Otto Bresete, stehend, zu verkaufen. Erfragen Loth- Geschäftsladen Zigarrengeschäft, 5 Jahre bes nungen 17,00, 23-27,00, Stallungen, Augusta VittoriaPetershagen. ringerstraße 8, Zigarrenfabrik.+52 Allee 33, West- Reinickendorf.+72 Metallbetten, zwei hochelegante Bigarrengeschäft spotibillig ver- Ondenarderstraße 37/38, Klein100,00, zwei elegante eiserne 55,00, fäuflich. Näheres Rechtsbureau Butt- wohnungen von 18 Mart ab, sofort Tomplett Ritterstraße 112, II. 8/ 16* I mannstraße 21. +52 und später. Näheres Wirt Nr. 37.* Verantw. Redakteur: Franz Rehbein, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Z. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. 20576* Gut dotierte Stellung finden fleißige, gebildete Herren in einer ersten Bersicherungs- Gesellschaft, beliebt und bekannt durch ihre vorzüglichen, liberalen Einrichtungen. Die Ausbildung erfolgt durch Fachleute. Während dieser Zeit werden nach einigen Resultaten Bewegungsgelder gezahlt. Offerten sub E. 4 an die Expedition dieser Zeitung. Der Stadt- und Vorort- Auflage unferer heutigen Nummer liegt Prospekt von Kaisers Kaffeegeschäft bei. ein Nr. 124. 22. Jahrgang. tilinet JpteliWl Sonntag, 28. MaiKN. partci-Hnöfclcgcnbclten. Zur Lokalliste. In Staaken und N e u st a a k e n bei Spandau steht jetzt das Lokal von H. Kopp, in Neu-Zittau das Lokal von K. Kurzhals, in Wernsdorf das Lokal von W. Erkner der Arbeiterschaft zur Verfügung. Die Lokalkommission. Rixdorf. Am Mittwoch, den 31. Mai, abends 8>/z Uhr. findet m den Victoria-Sälen, Hermannstr. 4g, eine Bolksversamm- l u n g statt. Genosse Fritz Zubeil spricht über das Thema: „Die Militärmitzhandlungen vor dem Forum des Reichstages". Zahlreichen Besuch erwartet Die Vertrauensperson. Wahlvcrein Steglitz. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am Himmelfahrtstage, laut Beschluß, eine Herrenpartie im An- schluß an den Gesangverein„Zukunft" nach„Römerschanze" statt- findet. Treffpunkt ftüh 6 Uhr bei Schellhase, Ahornstraße. Wir hoffen'auf eine rege Beteiligung. Der Vorstand. Nieder-Schönhansen. Bezirk P a n k o w. Dienstag abend ZVz Uhr; Wahlvereinsversammlung bei Wenzel. Lindenstr. 43. Tagesordnung: 1. Protokollverlesung. 2. Vortrag des Genossen L e v i n s o h n über:„Assyrien und Babylonien". 3. Vereins- angelegenheiten und Verschiedenes. Pünktliches und zahlreiches Er- scheinen erbittet Der Vorstand. Eichwalde. Die Mitgliederversammlung deS Wahlvereins fällt wegen anderweitiger Besetzung des Lokals aus. Reinickendorf sOst). Am Himmelfahrtstage(Donnerstag, den 1. Juni) veranstaltet der Wahlverein eine Herrenpartie nach dem Liebnitzfee. Treffpunkt: Vorortbahnhof Gesundbrunnen ftüh 6,30, Abfahrt 6,46 Uhr. Recht rege Beteiligung erwartet Der Vorstand. Schöncderg. Eine Herrenpartie veranstaltet der Wahl- verein am Himmelfahrtstage nach Spandau, Hakenfelde, Heiligensee, Tegelort und Tegel.— Abfahrt Bahnhof Ebersstraße 6 Uhr 50 Mi- nuten, Ankunft in Spandau 7 Uhr 36 Minuten. Die Mitglieder werden ersucht, sich möglichst zahlreich daran zu beteiligen. Pankow. Mittwoch, abends 8Vz Uhr, ist die Mitgliederversainm- lung des W a h l v e r e i n s im Lokal von Mierke, Pankow, Ber- linerstr. 51. Auf der Tagesordnung steht unter anderem der Vortrag des Genossen Wollheim-Berlin über„Die hygienische Bedeutung der Volksbädcr", ferner ein Antrag betreffend die Einrichtung eines vierten Bezirks für den Zahlabend. Zahlreicher Besuch wird er- wartet. Mühlenbeck-Blankenfelde. Wahlverein Bezirk Pankow. Heute ist im Gasthof„Zur Sonne" in Mühlenbeck die regelmäßige Mitglieder- Versammlung. Anfang 5 Uhr. Spandau. Ueber„die Revolution in Rußland" spricht am (Dienstagabend 8% Uhr im Tetznowschen Saal zu Hakenfelde der Genosse Reichstags-Abgeordneter Stücklen-Altenburg. Partei- «zenossenl Betrachtet es als Euere Pflicht, für einen imposanten Besuch der Versammlung zu sorgen. Sertmer JVachnchten* Geisteskranke in Familienpflege. Nach den Angaben einer Lokalkorrespondenz hatten wir in unserer Sonnabendnummer mitgeteilt, daß ein Mafseur in Unter- suchungshast genommen worden sei, weil er— nach seinem eigenen Geständnis— sich an einem jetzt 31jährigen geistesschwachen Madchen vergangen habe. Das Mädchen, so wurde hinzugefügt, sei ihm und seiner Frau von der Stadt gegen Entgelt in Pflege ge- gcheu worden. Wenn diese der Presse übermittelte Meldung in allen Einzel- heften richtig ist, so wird unsere Kommunalverwaltung sich -zu dem Vorkommnis äußern müssen. Zehn Jähre hindurch soll der Mann seine Schändkichkeiten getrieben haben, bis endlich die Nach- barschaft aufmerksam wurde, weil die Folgen in dem Zustand des Mädchens zutage traten. Hat die verantwortliche Stelle sich hin- reichend darum gekümmert, wie gut oder schlecht das Mädchen in der Pflege aufgehoben war? Um Antwort wird gebeten! Der Brauch, körperlich oder geistig sieche Personen, für die die Stadt zu sorgen hat, gegen Entgelt in Familien unterzubringen, hat in Berlin in den letzten Jahren sehr zugenommen. Leiderl Sieche Personen gehören in eine Anstalt, nicht in Familien, die ihren Pfleglingen in der Regel nur eine mangelhafte Pflege ge- währen können, weil sie meist selber in wenig günstigen Verhält- niffen leben und auch selten das rechte Verständnis für die ihnen gestellte Aufgabe haben. Der„Vorwärts" hat auf das Bedenkliche dieser Zustände oft genug hingewiesen. Geistig sieche Personen in Familien unterzubringen, ist ein ganz besonders verwerflicher Unfug. Der Laie nimmt gewöhnlich an, daß zur rechten Pflege eines Geistesschwachen oder Irren Fach- kennwisse erforderlich seien. Aber im Rathausc ist man anderer Meinung. Eine Familie, die einen ungefährlichen Insassen von Dalldorf, Herzberge usw. für ein bescheidenes Pflegegeld bei sich aufnehmen will, gilt dort als zulässiger Ersatz für eine gut ein- gerichtete Anstalt mit tüchtigen Aerzten und geschultem Personal. Daß dann mal ein geistesschwaches Mädchen von seinem Pfleger in verbrecherischer Weise mißbraucht wird, das wird natürlich zu den Ausnahmen gehören. Aber auch sonst dürften die Segnungen des Familienlebens, die einem armen Irren in der Privat- pflege von unwissenden und ungeduldigen Pflegern zuteil werden. nicht immer von der besten Sorte sein. Auch das wird im„Vor- wärts" nicht zum erstenmal ausgesprochen. Eine Gefahr bilden diese Zustände nicht nur für die Irren, die man in Familien unterbringt. sondern auch für die Familien, die Irren aufnehmen. Man gibt Geisteskranke auch in Familien, die noch Kinder haben. Ob das Zusammenleben z. B. mit einem erwachsenen Idioten geeignet ist, die Erziehung der Kinder zu fördern, das muß stark bezweifelt werden. Vielleicht erleben wir's noch, daß mal ein Geisteskranker sich gegen die Kinder seiner Pfleger in ähnlicher Weise vergeht, wie jetzt ein Pfleger sich gegen eine ihm anvertraute Geisteskranke der- gangen haben soll._ Mehr Sonntagsruhe im Handelsgewerbe. Die Gemeindebehörden Berlins hatten, wie bekannt, beschlossen, ourch ortsstatutarische Bestimmungen die Vorschrift der Gewerbe- ordnung, nach der im Handelsgewerbe Gehülfen, Lehrlinge und Arbeiter am ersten Weihnachts-, Oster- und Psingsttage überhaupt nicht, im übrigen an Sonn- und Fösttagen nicht länger als fünf Stunden beschäftigt werden dürfen— insofern nicht die zuständigen Behörden Ausnahmen zulassen—, dahin abzuändern, daß in Fabrik-, Engros-, Bank-, Berficherungs-, Speditions- und Agenturgeschäften, soweit der Betrieb nicht in offenen Verkaufsstellen stattsindet, die zugelassene fünfstündige Arbeitszeit auf zwei Stunden, und zwar fiir die Zeit von 3 bis 10 Uhr vor mi.t tags herabgesetzt wird.— Auf den Handel mit Nahrungs- und Genuß- mittein, sowie auf den Handel mit Eis sollte diese Einschränkung der Sonntagsarbeit keine Anwendung finden. Zuwiderhandlungen gegen das neue Ortsstatut, welches nach dem Beschlüsse der Gemeinde- behörden bereits am 1. April dieses Jahres in Kraft treten sollte, wurd'en nach§ 4 des Ortsstatuts mit Geldstrafen bis zu 600 M., im Unvermögenssalle mit entsprechender Haststrafe bedroht. Leider hat dieses Ortsstatut, welches vielen in Kontoren be� " schüft igten HandelssugeiMkN eine Ausdehnung der Sonntagsruhe gebracht hätte, am 1. April noch nicht in Kraft treten können, weil es die Zustimmung des Oberpräsidenten der Provinz Brandenburg bisher nicht erhalten hat. So kurz das beschlossene Ortsstatut auch ist— es besteht aus nur vier Paragraphen—, so hat doch der Oberpräsident ebensoviel Bedenken dagegen geltend gemacht. Bedenklich erscheint es ihm, daß auch die Bersicherungsgeschäfte durch das Ortsstatut getroffen werden sollen. Weit größere Be- denken noch hat er gegen die Bestimmung, daß auch in den Speditionsgeschäften die Arbeitszeit an den Sonntagen auf zwei Stunden beschränkt werden soll. Ferner wünscht der Herr Ober- Präsident noch einige unwesentliche Abänderungen in den Para- graphen 1 und 4 des Ortsstatuts. Die Gewerbedeputation des Magistrats beschäftigte sich in ihrer letzten Sitzung eingehend mit den Einwendungen des Ober- Präsidenten, konnte sich aber dessen Bedenken durchaus nicht an- schließen. Sie beschloß vielmehr das Ortsstatut— dem einzig ein Hinweis auf Z 41 der Gewerbeordnung hinzugefügt werden soll— im übrigen so zu belassen, wie es von den Gemeindebehörden be- schlössen worden ist. Mit einer ausführlichen Begründung versehen, soll das Ortsstatut dem Oberpräsidenten aufs neue vorgelegt werden. — Wenn wir recht unterrichtet sind, enthält übrigens das denselben Gegenstand betreffende Ortsstatut unserer Nachbarstadt C h a r- lottenburg dieselben Bestimmungen wie das Berliner Statut und hat die Genehmigung des für Charlottenburg zuständigen Regierungspräsidenten gefunden. Die Erziehungsanstalt als Gefängnis. Ueber den Ausbau des Kinderschutzes hielt Direktor Plaß, der Leiter der Erziehungsanstalt für verwahrloste Knaben und Mädchen in Zehlendorf, gestern abend im„Bund für Mutterschutz" einen außerordentlich lehrreichen Vor- trag. Der Redner führte etwa folgendes aus:„Woher kommt es, daß schon so viele Kinder im frühesten, zartesten Alter sittlich ver- fallen, dem Laster in die Arme geraten können? Die Statistik stellt überall als gewiß hin, daß die Verwahrlosung ein Produkt der sozialen Verhältnisse, der zerrütteten Familienverhältnisse, besonders aber ein Produkt der Wohnungsnot ist. Ueber 30 Proz. der sittlich verkommenen Kinder stammen aus den ärmsten und traurigsten Verhältnissen, von Eltern, die nicht einmal 300 M. jährlich ver- dienen. Verwahrloste Kinder, die aus einem Pfuhl heraufgehoben werden, um auf einen anderen Mutterboden gepflanzt zu werden, müssen weit besser und nachsichtiger behandelt werden als andere. In den Erziehungsanstalten werden oft Maßnahmen angewendet, die in Gefängnissen gang und gäbe sind; so Freiheits- beraubung, Gummi schläuche, Sträflingsklei- dung usw. Ich will gar nicht reden von der Arbeitsausbeutung in den Erziehungsanstalten. Die Kinder müssen Freude zur Arbeit haben, und dies ist vielleicht durch Verteilung von Prämien zu er- reichen. Gemeinschaftliche Ausflüge, Veranstaltung von Festlich- leiten usw. dienen dazu, das Kind zu entschädigen für erlittene Un- bill. Sie erwecken das Vertrauen der Verivahrlosten zu den Er- ziehern und zu den Eltern. Es fehlt tatsächlich in den Anstalten an einer systematischen Erziehungsmethode. Hinsichtlich des Straf- Vollzuges ist neuerdings ein erfreulicher Umschioung(?) vollzogen worden. Der Justizminister ist angewiesen worden, von dem Be- gnadigungsrecht bei verurteilten Kindern in der weitgehendsten Weise Gebrauch zu machen. Das Kinderschutzgcsetz und das Fürsorge- gesetz bedarf jedoch noch eines bedeutend umfangreicheren Ausbaues. Eine Besserung deS Jugendschutzes ist abhängig von der Besserung der gesamten sozialen Lage der Menschheit. Schaffen wir bessere soziale Verhältnisse für unser Volk, so wird sich das soziale Elend des Kindes von selbst verlieren!" So wuchtige Anklagen, wie sie hier der Leiter einer Erziehungs- anstatt erhebt, sind bisher nur in der sozialdemokratischen Presse zu finden gewesen. Dann werden diese Anklagen offiziell als haltlos hingestellt. Tatsache ist leider, daß an den Gliedern der Gesellschaft, die am unglücklichsten sind und die daher sorg- samer behandelt werden sollten, daß an den verwahrlosten Kindern heute aufs s ch l i m m st e gesündigt wird. Es mag eine Konsequenz der heutigen„Ordnung" sein, aber es ist darum nicht minder traurig, daß diese so verkehrt wie nur möglich behandelten Kinder sich dadurch an der Gesellschaft rächen, daß sie zu Verbrechern werden. In dem soeben ausgegebenen 8. Heft der„Hohcnzollern-Legende" beginnt das 3. Kapitel:„Das Evangelium von der weltlichen Obrigkeit", in dem der Verfasser behandelt: Die lutherische Refor- mation als Werk der herrschenden Klassen.— Joachim I.— Feind- schaft gegen Luther aus Nachsucht und Feigheit.— Ehebruch und Gcinalttat.— Tie Flucht der Knrfürstin.— Luther„greift dem kurfürstlichen Hut ins Futter, daß die Haare stieben".— Joachim II. — Die Reformation.— Luthers Humor.— Wo sind die Kirchen- güter geblieben?— Der soziale Nährboden der lutherischen Ortho- doxic: Schuldenwirtschast, Bürger-Verhöhnung,„die schöne Gießerin". — Aus der Leichenpredigt auf Joachim II. Die bereits erschienenen Hefte des Werkes können von jeder Parteibuchhandlung nachbezogen werden.— In jeder Woche erscheint ein Heft zum Preise von 20 Pf. Infolge einer Unvorsichtigkeit ertrunken ist heute morgen gegen 8 Uhr an der Moabiter Brücke die 24jährige Verkäuferin Klara Kür aus der Oranicuburgerstr' 87. Trotz des Abratens ihres Begleiters bestieg sie au den„Zelten" ein Boot»nd fuhr darin allein nach der bezeichneten Stelle. Hier glücklich angelangt, stürzte sie bei dem Versuch, das schwankende Boot zu verlassen, dicht am Landungs- steg ins Wasser und ertrank, bevor ihr Hülfe werden konnte. Nach längerem Suchen fanden Schutzleute die Leiche und bargen sie mittels Rettungsbootes. Zwei gewerbsmäßige Einbrecher wurden gestern in der Bremer- straße ergriffen. Sie waren eben in eine Wohnung des Hauses Nr. 32 eingedrungen als sie gestört wurden und die Flucht ergreifen mußten. Eine Kinderschar verfolgte sie und Erwachsene, die sich ihr anschlössen, holten sie noch in der Bremerstraße ein und nahmen sie fest. Die Revierpolizei führte die Ertappten der Kriminalpolizei zu, die sie feststellte als mehrfach bestrafte gewerbsmäßige Einbrecher namens Fritz Ramme und Max Bolz. Bei diesen fand man noch eine An- zahl Sachen ans einem Wohnungseinbruch in der Wilhelmshavener- straße, bei Ramme Beutestücke aus einem Diebstahl in der Turm- straße und einem Einbruch in eine Schankwirtschaft und Invaliden- karten, die bei einem Einbruch im Norden der Stadt gestohlen wurden. Die Verhafteten räumen alle diese Einbrüche ein und wurden gestern nach dem Untersuchungsgefängnis gebracht. Verkrachte Krankenkasse. Der Polizeipräsident gibt bekannt, daß die Norddeutsche Kranken-Versicherungskasse„Sanitas"(Ein- geschriebene Hülfskasse) zu Rostock durch Beschluß der großherzoglichen Gewerbekommission zu Schwerin vom 1. d. M. geschlossen worden ist. Zu Liquidatoren sind der Versicberungsdirektor Teutmann und der beeidigte Bücherrevisor Keese zu Rostock bestellt worden. Das Geschäftslokal befindet sich zu Rostock, Große Mönchenstr. 14. Ein großer Dachstuhlbrand kam gestern abend gegen 7 Uhr in der Burgsdorf st ratze 9 auf nicht ermittelte Weise zum Ausbruch. Als auf den ersten Alarm hin Brandinspektor Julius mit seinem Löschzuge aus der Pankstraße eintraf, schlugen die Flammen schon aus dem Dach des Oucrgebäudes. Das Vordringen der Wehr war sehr erschwert, da es unmöglich war, mit einer mechanischen Leiter auf den Hof zu fahren, weil sich das Pflaster gesenkt hatte und auch die Treppenaufgänge total verqualmt waren. Ter Hausbewohner hatte sich eine große Panik bemächtigt. Sie flüchteten in die hinteren Räume ihrer Wohnungen, da die Treppen nicht mehr passierbar waren..Erst nachdem es den Sappeuren gelungen war, aus einer Dachwohnung durch eine durchgebrannte Decke den Dachboden zu erreichen, war es möglich, einen wirksamen Angriff zu machen. Es mutzte mit drei Rohren lange Zeit Wasser gegeben werden, um die Gefahr zu beseitigen. Der Dachstuhl mit seinen Bodenkammern ist total vernichtet. Straßensperrung. Die Maaßenstraße vom Lützowplatz bis Kurfürstenstraße wird behufs Asphaltierung vom 1. Juni d. I. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Erhängt hat sich am Sonnabend nachmittag die etwa 60 Jahre alte Witwe I. in ihrer Wohnung Großgörschenstr. 28. Den Be- wohnern des Hauses fiel es auf, daß die Dame einen heftigen Zank mit ihrem Dienstmädchen hatte, wobei vieles Geschirr zerschlagen wurde. Nach dem Auftritt verließ Frau I. die Küche; als das Mädchen nach einer Weile in die Stube trat, fand sie die Frau er» hängt vor und rief schreiend die Nachbarschaft herbei. Die Leiche wurde ins Schauhaus gebracht. Anscheinend an Genickstarre erkrankt ist das fünf Monate alte Töchterchen des Arbeiters Janke, Oppelnerstr. 34 wohnhaft. Da sich die Mutter bisher weigerte, das Kind einem Krankenhause zu über» geben, ist der Vater veranlaßt worden, seiner Wohnung fernzubleiben. Außerdem isolierte man die drei Geschlvister des erkrankten Mädchens. — In Nieder-Schöneweide ist am Sonnabend bei emem erkrankten Fräulein Kreitlow die Genickstarre festgestellt worden. Einen großen Schnhwarendiebstahl verübten Einbrecher gestern morgen bei dem Kaufmann Mendelsohn, Mendelssohnstraße 17. Sie öffneten das Haus mit einem Nachschlüssel und drangen mit Stemmeisen und Säge durch die Türfüllungen in die Geschäftsräume ein. Sie schleppten für mehrere tausend Mark Herren- und Damen» stiefel weg. Beteiligt sind bei dem Einbruch drei Personen, davon sind zwei so schlank, daß sie durch eine verhältnismäßig kleine Oeff- nung in der Türfüllung in den Laden gelangen konnten. Fcuerbericht. In der Nacht zum Sonnabend kam in der Pots- damerstraße 77g. ein größerer Kellerbrand aus. Allerlei Gerümpel und Verpackungsmaterml stand bei Ankunft der Wehr in Flammen. Um diese zu ersticken, mußte längere Zeit mit einer Schlauchleitung Wasser gegeben werden.— In der Brunnenstraße 129/130 hatten dann in einem Maschinenraum der Bäckerei von C. Goldacker Kisten, Putzlappen, Kleidungsstücke w. Feuer gefangen, das aber bald unterdrückt werden konnte.— Wohnungsbrände beschäftigten die Wehr in der Barnimstraße 41, Grenadierstraße 36, Sebaftianstr. 76 und in der Stallschreiberstraße 37. In allen vier Fällen wurden Betten. Gardinen und Wäschestücke im wesentlichen beschädigt.— In der Swinemünderstraße 31 ging dann der Inhalt eines Schau- fensters des Kurz- und Wollwarengeschäfts von Julius Löwenheim in Flammen auf. Die Gefahr konnte in kurzer Zeit beseitigt werden.— Ein großer Schuppenbrand mußte später in der Großen Ouerallee 1/2 abgelöscht werden.— Die übrigen Alarmierungen, die in der Zwischenzeit noch aus der Winsstratze 24 und noch aus einigen anderen Orten einliefen, waren durchweg aus„blinden Lärm" zurückzuführen. Im wissenschaftlichen Theater der Nrania wird der Vortrag: „Der Simplon und sein Gebiet", welcher sich mit dem Simplon- durchstich beschäftigt, in dieser Woche noch am Sonntag, Dienstag und Freitag zur Wiederholung gelangen. Am Montag wird noch einmal der Vortrag:„Tierleben in der Wildnis", ausgestattet mit Momcntbildern des Afrikareisenden C. G. Schillings, gehalten und am Mittwoch, Donnerstag und Sonnabend der neue mit zahlreichen farbigen Bildern ausgestattete Vortrag:„Die deutsche Nord- s e e t ü st e" zur Darstellung gelangen. Ter Berliner Wegweiser mit kleinem Pharusplan ist in neuer Ausgabe im Pharus-Verlag erschienen. Dies offizielle Fahrplan- buch der Großen Berliner Stratzenbahngesellschaft kostet 25 Pf. und enthält außer den genauen Straßenbahn-Fahrplänen auch eine Uebersicht über die sonstigen Verkehrsgelegenheiten Berlins, sowie andere beachtenswerte Mitteilungen. Arbeiter-Bildnngsschule Berlin, Gewerkschastshaus, Engel-Ufer 15. Die vom vorigen Quartal nachzuholenden Unterrichtsstunden in Sozialer Gesetzgebung, unter Leitung des Genossen Katzen- stein, beginnen am Dienstag, den 30. Mai. im Saale 2. Der am Himmelfahrtstage ausfallende Unterricht in Sozialer Gesetz- g e b u n g wird am Sonnabend, den 3. Juni, nachgeholt. Die Wiiiter-Tymian-Sängcr, jene sächsische Humoristengesellschaft, die zurzeit im Gebr. Herrnfeld-Theater gastiert, bringt von heute ab ein neues Programm zur Darstellung. Vorort- l�acbricbten. Charlottenburg. Das neueste Hohenzollcrn- Denkmal ist gestern in Charlottenburg aus Anlaß der Feier des zwei» hundertjährigen Bestehens der Stadt enthüllt worden. Es steht vor dem Schloß»nd stellt den Kaiser Friedrich dar. Bei der Eni- hüllungsfeier waren der Kaiser, Graf Bülow, etliche andere Minister sowie als Vertretung der Stadt Berlin die Herren.Kirschncr, Reicke und Langerhans zugegen. Der Schöpfer des Denkmals. Professor Uphues, erhielt einen Orden dritter Klasse, ebenso Oberbürgermeister Schustehrus und der Charlottenburger Polizeipräsident. Herr Schustehrus feierte Kaiser Friedrich mit gewählten Ausdrücken als die Gestalt des deutschen„Frühlingskaisers", der da wußte, was das Volk ersehnte. Der Kaiser hielt keine Rede. Die Berlinerstratze in Charlottenburg war mit Fahnen, Guirlanden und Ehrenpforten ge- schmückt; an den Linden prangten rote Rosen aus Papier, die sich von echten Rosen ebenso unterschieden wie etwa der den Berg- arbeitern verächtlich hingeworfene Brocken von wirklichem Arbeiterschutz. Das Kaiser Friedrich-Denknial in Charlottenburg hat den denkbar ungünstigsten Platz. Es verdeckt nämlich durch seine unmotiviert hohe Ausdehnung das alte Schloß, dessen Frönt so charakteristisch aus dem Grünen heraussah. Auch der große Mittelteil des Schlosses, der in Nachbildung auf der Weltausstellung in St. Louis war, wird nicht geschont. Die beiden hohen Obelisken des Denk- mals treten störend dazwischen. Das Schloß, das von der Sttaße zurückliegt, dessen Front so klar zu übersehen war, mit dem breiteir Hof und den Gartenanlagen vor den niedrigen Seitenflügeln mit den hohen Schloßtüren, verliert vollkommen seine Wirkung. Der einheitliche, ruhige Eindruck wird zerrissen. Was soll man zu einem Künstler sagen, der ein Denkmal architektonisch aufbauen zu könne« behauptet und so plump die Gesetze des Raums verletzt? Auch die schönen alten Anlagen, Sträucher, Bäume, Hecken, Beete, mußten diesem kalten Steine weichen, der sich nun so breit macht, als meinte er wirklich, für das Verlorene entschädigen z« können.. Und wahrlich, breit macht sich das Denkmal. ES pflanzt fich vor die breite Front des Schlosses und verdeckt es den Blicken ganz. Es scheint, als lväre es nur auf Raumausdehnung an« gekommen. Zu diesem Zwecke hat man sich nämlich nicht begnügt, das Reiterstandbild aufzustellen, sondern man hat eine hohe Stein- mauer dahinter aufgeschichtet, lang, dick, breit und hoch und an den beiden Enden dieser Mauer ragen zwei Obelisken turmhoch in di« Luft. Und wer steht dort oben in schivindeluder Höhe, weißlich Teuchtend? Apollo und Athene. Apollo machte bor furzer Zeit den energischen Versuch, feinen Ort zu verlassen und stürzte sich kurz entschloffen hinimter und brach einen Arm dabei. Aber es half ihm nicht er mußte wieder hinauf, er wurde wieder hinaufgewunden. Als altes Wahrzeichen der Stadt stand dort ein Meilenstein, eine Säule mit einer Kugel oben. Es mußte bekanntlich weichen. Man stellte es auf die andere Seite der Straße. Dort steht es bescheiden in die Ede gedrückt. Es hat dort aber wenig Sinn, denn auf seinem alten Platz verfah es die Funktion einer Sonnenuhr. Aber man ging noch weiter. Die Patina der alten Beit paßt nicht zu den festlichen Tagen. So wurde gefragt und geschabt und schließlich glänzte die alte Säule wie neu. Ein ganzes Stück des Sockels brach zwar dabei heraus. Aber das schabet nichts. Es wurde ein neues Stück zurechtgeschnitten und eingefügt. Und dann wurde die Säule wieder angestrichen, so daß sie nun den alten, gelben Ton hat, aber doch nicht schmutzig aussieht. Gegen die Einheitlichkeit des Schulwesens in Berlin und den Arbeiterinnen, achtet darauf, daß diese zu Eurem Schuße ers Vororten hat sich der Magistrat und die Schuldeputation in Schöne- lassenen gesetzlichen Bestimmungen durchgeführt und innegehalten berg ausgesprochen. Die Stadverordneten- Bersammlung hatte bewerben. fanntlich am 25. Februar dieses Jahres einen Beschluß gefaßt, nach Wir weisen darum von neuem darauf hin, daß nachstehende welchem der Magistrat ersucht wurde, darauf hinzutvirken, daß für Personen bereit sind, um es den Arbeiterinnen zu ermöglichen, ohne die Volksschulen in Berlin und den Vororten einheitliche Lehr- Nachteile für ihre Gristenz auf Beseitigung der Mißstände in den pläne und gleiche Lehrbücher eingeführt werden. Magi- Arbeitsstätten hinzuwirken, wahrheitsgetreue Beschwerden entgegenstrat und Schuldeputation sind nun zu der Ansicht gekommen, daß zunehmen und für schleunigste Abhilfe Sorge zu tragen. diesem Antrage der Stadtverordneten- Versammlung nicht stattgegeben Die Namen der Beschwerdeführer werden streng geheim gewerden kann, weil Berlin bei seiner achtstufigen Gemeindeschule halten! einen anderen Lehrplan hat als Schöneberg bezw. die Berliner Beschwerden nehmen entgegen: Fräulein Baader, Blücher Vororte bei der siebenstufigen Gemeindeschule; ferner sei es aber straße 49, Hof II. Frau Bauschte, Rostockerstr. 43, Quergeb. I. auch sehr bedenklich, für bestimmte Bücher ein Monopol zu schaffen. Frau Dr. Beyl, Lothringerstr. 67, I. Frau Lub, Waterloo- Ufer 9, im Laden. Frau Panzeram, Pappel- Allee 128, born I. Frau Tiek, Die außerordentliche Vereinsversammlung des Sozialdemokra Blumenstr. 63, I rechts. Frl. Heidemann, Alte Jakobstr. 108, IV. tischen Wahlbereins zu Schöneberg stand im Zeichen der Stadt Frl. Grünberg, Köpniderstr. 8b, IV. Frau Jeeze, Nirdorf, Steinmetz Gegenüber dem Denkmal, das durch die steifen Seitenobelisten berordneten Erfahwahl im vierten Kommunal- Wahl- ftraße 120, born I. Frau Schmidt, Charlottenburg, Wilmersdorferso unbeholfen aussieht, stand in einem alten Park, deffen hohe, bezirk. Diese Wahl ist, wie bekannt sein dürfte, durch die Mandats- ftraße 180. alte Bäume so friedlich über die niedrige Steinmauer, die allmählich niederlegung des Dr. Engelmann, welcher nach Sorau als Direktor Sprechzeit jeden Mittwochabend von 7-9 Uhr. berfiel, herübernicten, ein altes Landhaus. Es war wie eine Greiner höheren Schule geht, notwendig geworden. Reichstags- Ab- Gewerkschafts- Bureau, im Gewerkschaftshause, Engel innerung aus der Vergangenheit, die um so eigentümlicher wirkte, geordneter Genosse Adolf offmann prach über:„ Die Sozial- Ufer 15, im Laden. Vorm. 9-1 und nach m. 6-8 Uhr. als die breite, belebte Hauptstraße dicht daran vorüberführte. Das demokratie in den Stadtparlamenten". In einem ettva zwei- Zur Auskunftserteilung über alle die Gewerbe- Aufsicht beHäuschen war von Schinkel gebaut und wurde von niemand mehr stündigen Vortrage entwickelte der Referent fast alle auf tommus treffenden Angelegenheiten sind die Gewerbe- Aufsichtsbeamten zv bewohnt. Nun wurde es furzerhand abgeriffen. Der Park wurde nalem Gebiet in Frage kommenden Punkte unferes Programms und sprechen: nicht etwa von der Stadt übernommen, sondern der ganze, alte erntete für fein sehr oft satierisch und humoristisch gehaltenes Re- A. Für Arbeiter und Arbeitgeber: Baumbestand fiel, es fab aus, als würde ein Wald gerodet. Einmal ferat großen Beifall. In der Diskussion forderten mehrere Parteiwerden mühsam neue Anlagen hergestellt. Und hier wird der genossen die Anwesenden energisch auf. am Tage der Wahl für den fertige Bart beseitigt. Weshalb? Damit an den Grundstücken, die Kandidaten der Sozialdemokratie einzutreten und sich recht zahlder Boden abgibt, Millionen verdient werden können. reich dem Wahlkomitee zur Verfügung zu stellen. Als Kandidat für die am 8. Juni stattfindende Wahl im vierten Bezirk wurde nach einer furzen Erklärung des Genossen Däumig, wie schon mitgeteilt, Genosse Wilhelm Fritsche einstimmig nominiert. Vom Vergnügungskomitee wurde bekannt gegeben, daß der Verein sein 15. Stiftungsfest am 25. Junt in Obst's Festsälen Die Zahlstelle Charlottenburg der Vereinigung der Maler, Lackierer, Anstreicher hielt am Donnerstag eine Versammlung ab, in der Genosse Pöseneder über das Thema:" Was lehren uns Die letzten Streifa?" referierte. Der Redner kam zu dem Schlusse: daß nach Lage der Organisationsverhältnisse der Gewerkichaften feiert. Zur Aufnahme gelangten 89 Genoffen. Deutschlands an große gewaltige Streifs, wie der in Crimmitschau und im Ruhrgebiet, vor der Hand nicht zu denken sei. Den Rummelsburg. Bericht über die Tätigkeit der Voltshaus- Kommission" erstattete Flemming, der an der Hand des joeben gedruckt herausgegebenen Köpenider Chauffee der Nachtwächter Wiedenhöft aus der An einer Telegraphenstange erhängt hat sich gestern auf der Geschäftsberichts die Verhältnisse eingehend schilderte. Als neues W. Hatte die Nacht hindurch noch Mitglied in die Kommission wurde Bliß gewählt. Beschlossen Lessingstr. 7 in Rummelsburg. wurde, daß am Sonnabend, den 5. August, im Volkshause feinen Dienst in Rummelsburg versehen und brachte am frühen das übliche Sommerfest stattfinden soll. Ein fünfgliedriges Morgen den geplanten Selbstmord zur Ausführung. Er fletterte an Komitee, bestehend aus den Mitgliedern Förster, Taapten, Hilbert, einer Telegraphenstange empor, befestigte in einer Höhe von etwa Springer und Strumzit soll die Vorarbeiten zu dem Feste in die atvei Metern einen Strick und erhängte sich daran. Der Lebensmüde wurde morgens gegen 6 Uhr von Milchhändlern, welche die Chauffee entlang fuhren, entdeckt und sofort abgeschnitten, doch waren die Wiederbelebungsversuche erfolglos. Hand nehmen. Als Obmann der Getverkschaftskommission Charlottenburg fungiert jetzt der Genosse Otto Flemming, Schlüterstr. 71. Alle Anfragen, Mitteilungen 2c. sind an diesen zu richten. Der Ausschuß der Charlottenburger Gewerkschaftskommission. Nixdorf. Spandau. Es spukt schon wieder. Das von unseren Parteigenossen im Stadthause mit so viel Leidenschaft bekämpfte Projekt des Verkaufs bon 2000 Morgen Spandauer Stadtforst an den Grundstücksfpekulanten und Stadtverordneten Kleinfeld ist bekanntlich im Vor jahre ruhmlos begraben worden, nachdem Herr N. die vor ihm selbst ausbebungene Frist halte verstreichen lassen, ohne den Kauf perfekt zu machen. Nunmehr ist die Leiche wieder zum Leben erwacht, denn Herr St. hat dieser Tage beim Magistrat den Antrag gestellt, ihm das umivorbene Terrain noch einmal unter den gleichen Bedingungen ( 4000 m. pro Morgen) an die Hand zu geben", diesmal aber nur auf vier Wochen! Der Magiftrat hatte denn auch nichts eiligeres zu tun, als unter Umgebung ber Grundeigentums- Depu tation die feinerzeit eingefekte Spezialfommiffion zur erneuten Be schlußfaffung zu veranlassen, und am nächsten Dienstag soll sich bereits die Stadtverordneten- Bersammlung mit diesem Wechselbalg Bauunfall. Auf dem Grundstück Hermannstraße 56 zu Rigdorf wird zurzeit ein Neubau, der bereits gerichtet ist, hochgeführt. Die Firma Höfchen u. Beschte hat die gementarbeiten für diesen Bau übernommen. Sonnabend früh nach 8 Uhr waren Arbeiter der Firma bei den Decken der dritten Etage mit Flechten und Einschalen beschäftigt. Die Vorarbeiten zu der Decke in der gesamten vierten Gtage waren bereits soweit fertig gestellt, daß die hierzu notwendigen eisernen Träger, welche zirka 10 Meter lang und 10 Zentimeter hoch sind, verlegt waren. Auf den Trägern war ein Bretter- Belag und auf diefem war Material für die Maurer gelagert. Auf noch nicht aufgeklärte Weise ist plöglich ein Teil( girka 60 Quadratmeter) dieser Träger mit dem darauf befindlichen Material ins Wanten getommen und auf die Decke der dritten Etage herabgestürzt. Bei beschäftigen. Zimmerer stürzten mit hinunter, tamen aber glücklicher Weise mit bloßem Schrecken davon. Auf den Flechter Ludwig Michaelis, der auf der Decke der dritten Etage beschäftigt war, fiel der Friedenau. ganze Ballast und vergrub ihn fast vollständig. Als er von den Arbeitsgenossen aus seiner qualvollen Lage befreit war, wurde er mittels Droschte sofort nach der Rettungswache gebracht. Der herbeigeholte Arzt fonnte aber nur noch den Tod feststellen. Wen die Schuld an dem bedauerlichen Unfall trifft, fonnte zurzeit noch nicht festgestellt werden. Auf jeden Fall ist das Unglück aber, nach Ausfagen der auf dem Bau beschäftigten Arbeiter, der überhafteten Arbeitsweise zuzuschreiben. Schöneberg. Dienstags und Freitags von 1 bis 2 Uhr mittags. B. Für Arbeiter allein: Donnerstags von 7 bis 8 Uhr abends und am 1. Sonn tag des Monats bon 9 bis 10 Uhr vormittags. C. Für Arbeiterinnen allein halten die Gewerbe- InspektionsAffiftentinnen Fräulein Reichert, Fräulein Kummert und Fräulein Conradt zu den unter B angegebenen Zeiten Sprechstunden in den Räumen der Gewerbe- Juspektion Berlin O beztv. C und N ab. Außerdem find zur Auskunftserteilung über alle die GewerbeAfficht betreffenden Angelegenheiten täglich von 1 bis 8 Uhr Gewerbe- Aufsichtsbeamte in den Dienstlokalen der Gewerbe- Inspektionen anwesend. burg, Schöneberg und Rigborf find wie folgt abgegrenzt: Die Bezirke der Gewerbe- Inspektionen für Berlin, Charlotten1. Gewerbe- Inspektion Berlin C., umfassend die Bezirke de Bolizeireviere 1, 2, 6, 12 bis 16, 19 bis 22, 27, 29, 38, 40, 55 2. Gewerbe Inspektion Berlin O., umfassend die Bezirke der Polizeirebiere 28 bis 26, 43 bis 45, 48, 49, 52 bis 54, 65, 66, 70, 79, 86, 87, 94 bis 96, 102 unb 103, sowie den Stadtkreis Rigdorf. 3. Gewerbe- Inspektion Berlin S., umfassend die Bezirke ber Bolizeireviere 28, 80, 81, 84 bis 36, 89, 41, 42, 47, 56, 68, 67, 71 bis 78, 78 und 85, foivie den Stadtfreis Schöneberg. 4. Gewerbe- Jufpeftion Berlin W., unifassend die Bezirke der Bolizeiveviere 8 bis 5, 8, 32, 33, 37, 57, 58, 64, 74 bis 77, 88, 84, 91, 100 und 104, sowie den Stadtkreis Charlottenburg. 5. Gewerbe- Juspektion Berlin N., umfaffend die Bezirke der Polizeireviere 7, 9, 10, 11, 17, 18, 46, 50, 51, 59 bis 62, 68, 69, 80 bis 82, 88 bis 90, 92, 97 bis 99, 101 und 105. Uebersicht der Gewerbe- Inspektionen und der Gewerbe- Aufsichtsbeamter. von Berlin, Charlottenburg, Schöneberg und Rigdorf. Bezeichnung Gewerbeder GewerbeInspektoren Inspektion Sgt. GewerbeInsp. Berlin C. Dr. Jungfer. Kgl. GewerbeInsp. Berlin N. Segl. Gewerbes Dr. Rajah. Donath, Gewerberat. Stgl. GetverbeInsp. Berlin S. Segl. GewerbeInsp. Berlin W. v. Gishdi. Achtuhr- Ladenschluß in Friedenau. Ein allgemeiner Achtuhr- Susp. Berlin O. Dr. Fischer. Ladenschluß in den Sommermonaten Juli und August soll im Vorort Friedenau herbeigeführt werden. Der Handels- und Gewerbeverein, dem die meisten Ladenbefizer am Drte angehören, hat sich zugunsten biefer Maßnahme ausgesprochen und seinen Vorstand beauftragt, die Gemeindebehörden zum Erlaß einer dahingehenden ortspolizeilichen Vorschrift zu veranlassen. Wann wird Berlin folgen? Ober- Schöneweide. Beamte ber Gewerbe- Inspektionen GewerbeDiensträume der GewerbeInspektionen NO. 43, Dr. v. Finch, Referendare. Georgen- KirchWehlmann, Erl. Kummert, Affiftentin. Menz, Steinhoff, Wolf, Gewerbes Referendare. play 21. N. 20, Brinzen Allee 88. Frl. Conradt, Assistentin. Schmidt, Gewerbe- Assessor. SO. 26, Böllner, Gewerbe- Referendar. Elisabeth Fr. Reichert, Assistentin. Ufer 45 Schöneberg, Lampe, Gewerbe- Referendar. Geisbergstr. 38. Lohmann, GewerbeFriz, Referendare. NW. 52, Calvinstr. 18. Verfammlungen. Eine Bande gewerbsmäßiger Bodenbiebe macht seit kurzem das ganze Stadtgebiet unsicher und es vergeht fast tein Tag, wo der Die Entwickelung von Ober- Schöneweide nimmt jeht, nachdem artige Diebstähle nicht zur Meldung tommen. Besonders haben es in Verfolg des ersten übermäßigen Aufschwunges ein gewisser Still Zentralverband der Töpfer. In einer zahlreich besuchten Mitdie Spizbuben auf Wäsche und Kleidungsstücke abgesehen. Einige stand eingetreten war, wieder regen Fortgang. Neben vorhandener gliederversammlung der Filiale Berlin, die am Freitag im Ge Familien haben bereits ganz erheblichen Schaden erlitten. Bisher guter privater Bautätigkeit haben mehrere Baugesellschaften größere wertschaftshause stattfand, berichteten die Delegierten Sagawe und fehlt von den Dieben noch jede Spur. Komplere erworben, die möglichst bald der Bebauung erschlossen Sorh über die Verhandlungen und Beschlüsse der Generalversamm werden sollen. Desgleichen ist seitens einer Gesellschaft mit dem lung in München. Die Diskussion über den Bericht wurde bis zu Bau des Norddeutschen Eisenwerke( Maschinenfabrik) in der Nähe einer demnächst stattfindenden Versammlung vertagt, um den Mitder neuen Brücke begonnen worden. Daß die bereits im Dezember gliedern Gelegenheit zu geben, sich aus dem bald erscheinenden Provorigen Jahres für den Fußgängerverkehr freigegebene Trestow- tokoll, das unentgeltlich geliefert wird, ein flares Bild von den Brüde noch immer nicht dem Fahrverkehr übergeben ist, erregt all. Verhandlungen und Ergebnissen der Generalversammlung zu machen. gemeine Unzufriedenheit. Es zeigt sich hier wie überall in folchen Darauf erfolgte die Ergänzungswahl zum Bentral. Fällen der Hemmschuh in Gestalt privater Baugesellschaften, welche vorstand. Als Beisiger wurden Rudolf Scheffler, Otto in diesem Falle mit der Fertigstellung ihrer Bufahrtsstraße un seron feld und Gustav se ihn gewählt; als Referen des Zentralgewöhnlich lange zurückhalten. vorstandes Perlich, seinaid und Geg Förster. Sodann fand eine längere Destuen über die aage statt, ob es zulässig sein! soll, daß Verbandsmitglieder bei einem Unternehmer arbeiten, der, allerdings auf anderen Bauten, auch Mitglieder des Lokalvereins beschäftigt. Die prinzipielle Entscheidung über diese Frage wurde Feuerwehrleute sind Gemeindebeamte. Gine Anzahl hiesiger Feuerwehrleute, die bereits vor dem 1. April 1900 in ben Dienst der Stadt getreten waren, ist auf Anerkennung ihrer Rechte als lebenslänglich angestellte Beamte gegen die Stadtgemeinde flagbar geworden. Die Klage ist indes furz vor dem angesetzten Termin zurückgezogen worden, da der Magistrat in einem Nachtrage zum Ortsstatut vom 31. März 1900, betr. die Anstellung und Versorgung der Beamten und sonstigen Bediensteten der Stadtgemeinde, die Feuerwehrleute als lebenslänglich angestellte Gemeindebeamte anerkannt hat. Es entspricht dies den in einer Vorlage vom 17. Jamuar d. J. bliebenen- Versorgung an alle Bediensteten der Feuerwehr, sowie ber Besoldungsordnung für die Feuermänner und Feuermannsanwärter der Stadtgemeinde, welcher die Stadtverordnetenversammlung am 27. Februar d. J. generell zugestimmt hatte. gemachten Vorschlägen über Gewährung von Pensionen und Sinter Arbeiter, Arbeiterinnen Berlins, wahret Eure Rechte! Die Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung, die zum Schuße der Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeiter erlassen sind, werben viel fach seitens der Unternehmer nicht beachtet und die Rechte der Arbeiterinnen werden oft gekürzt. Das Gesetz bestimmt: Die Arbeitszeit dauert für Arbeiterinnen über 16 Jahre 11 Stunden täglich, mit einstündiger Mittagspause; an Vorabenden von Sonnund Festtagen nur 10 Stunden, und es muß die Arbeitsstätte an diesen Tagen bis spätestens 5 Uhr verlassen sein. Jugendliche Arbeiter von 14-16 Jahren dürfen täglich nur 10 Stunden mit einstündiger Mittagspause sowie je stündiger Frühstücs- und Vesperpause befchäftigt werden. Kündigungen und Entlaffungen. Gründe für sofortiges VerTaffen der Arbeit sind z. B.: Unfittliche Angriffe der Unternehmer oder ihrer Vertreter, Tätlichkeiten, grobe Beleidigungen un regelmäßige Lohnzahlung, bei Affordarbeit nicht ausreichende Beschäftigung usw. Die Kündigungsfrist beträgt 14 Tage; sie kann durch gegen seitige Vereinbarung ausgeschloffen werden. Wenn Kündigungsfristen bestehen, müssen sie für beide Teile gleich fein. bis zu einer in nächster Zeit stattfindenden Versammlung vertagt. Zentralverband der Maurer. In der am Freitag abgehaltenen Generalversammlung des Zweigvereins Berlin erstattete der Kassierer die Abrechnung vom ersten Quartal. In den Zahlstellen und Sektionen betrug die Einnahme 101 306,84 M., die Ausgabe 11 892,74 M., der verbleibende Bestand 89 414,10. Die Kasse des Zweigvereins verzeichnet eine Einnahme von 163 810,72 W., eine Ausgabe von 51 443,64 M., einen Bestand von 112 367,08 W. Am Schluß des Quartals sählte der Zweigberein 14 804 Mitglieder, bon denen 10 761 ihre Beiträge voll bezahlt hatten, während die übrigen mit ein bis fünf Wochen im Rückstande waren. Hierauf trat die Versammlung in die Beratung des örtlichen Statuts ein, zu dem einige Abänderungsanträge beschlossen wurden, die jedoch nicht grundsätzlicher Art sind. Ein Familienbrama rief in der vergangenen Nacht in dem Hause Beckerstraße 8 zu Schöneberg große Aufregung hervor. Der 59 Jahre alte Rentner Julius War nede, der früher Kaufmann war, bewohnt dort seit zwei Jahren mit seiner Familie das halbe Erdgeschoß. Warnede ist seit acht Jahren zum zweitenmal ber heiratet. Seine Frau Klara gählt 44 Jahre. Zur Familie gehören außerdem drei Kinder aus erster Ehe, die alle schon erwachsen sind, atvei Söhne und eine Tochter. Der betagte Wann litt infolge eines Falles an Kopfschmerzen und Nervosität. Daher fam es wohl, daß es in der Häuslichkeit mitunter laut herging. Sonst aber wird seine zweite Ehe als glücklich geschildert. Wie er nun bagn tam, Der vierte Wahlfreis( Bezirk Often) hatte zum Freitag eine einen Mordanschlag auf seine Frau zu machen und an sich selbst Volts bersammlung nach Boekers Festsaal in der WeberHand zu legen, ist noch nicht ganz aufgeklärt. Vermutet wird, daß straße 17 einberufen, um Herrn Adolf Stern Gelegenheit zu er in einem plöglichen Anfall bon geistiger Umnachtung gehandelt einem Vortrage über: Die Religion der Wahrheit" zu geben. Herr habe. Freitagabend fuhren seine beiden Söhne zu einem Besuch Stern ist Pfarrer gewesen. Er hat vor einiger Zeit aus freiem nach Berlin. Später ging Warnede mit seiner Frau auch aus. Entschuß sein geistliches Amt aufgegeben, weil er es mit seiner Als er um 11 Uhr zurückkehrte, waren seine Tochter und das Dienst. modernen Weltauffassung nicht für vereinbar hielt, die frommen mädchen schon zu Bett gegangen. Frau Warnede muß wegen eines Lügen" der Religion vorzutragen. Auch der Kirche hat er den Halsleidens jeden Abend mit einer Arznei gurgeln. Als sie damit Rüden gefehrt. Wie sein Vortrag ergab, versteht denn auch Redner gestern abéns um 11% Uhr begann, schmeckte ihr die Arznei, die ihr unter dem Begriff Religion der Wahrheit" das Streben, im Leben Mann eingegoffen hatte, so schlecht, daß fie sie wieder ausspie und wahr zu sein, feine Ueberzeugung in seinen Taten leben zu laffen. mit dem Hülferuf:" Mein Mann hat mich vergiftet!" zum Flur Sein Vortrag war gleichsam ein hoheelied der Ueberzeugungstreue. nachbarn, dem Kaufmann Brennewald, lief. Sice flingelte sie ver Er fand bei der sozialdemokratischen Hörerschaft, aus deren Reihen geblich, weil die Familie verreist ist. Ihre Sülferufe wedten aber so manchet Märtyrer seiner Ueberzeugung hervorgegangen ist, lebden Hauswirt Schofe und andere Bewohner Nun schoß Warnede Hygienische und Schuhmaßregeln. Arbeitsräume, Betriebs hafte Zustimmung. Die Genossen Adolf Hoffmann und feiner Frau mit einem Stevolver zivet Sugeln in die rechte Schläfe vorrichtungen, Maschinen und Gerätschaften find fo einzurichten und Walded Manasse erörterten dann noch in beifällig aufund bedrohte auch den zur Hülfe herbeieilenden Schofe, so daß dieser zu unterhalten, daß die Arbeiterinnen gegen Gefahren für Leben genommenen Ausführungen die Fragen des Gewissenszwanges auf fliehen mußte. Warnecke schloß sich dann in der Küche ein und ver- und Gesundheit geschützt sind. Es ist für genügend Licht, reine gute firchlichem und anderen Gebieten, wobei fie schart mit der weit. suchte sich dort durch einen Revolverschuß zu töten. Seine Tochter Luft, Beseitigung von Staub und Abfällen zu sorgen; ebenso sind verbreiteten Heuchelei ins Gericht gingen und auch soziale Saiten und das Dienstmädchen hatte er vorher eingeriegelt. Die Haus Schugvorrichtungen an Maschinen anzubringen. In Anlagen, deren anschlugen. In einigen Schlußbemerkungen ermunterte der Borgenossen und der Wirt holten nun einen Argt. Dieser ließ die Betrieb es mit jich bringt, daß die Arbeiterinnen sich umfleiden und fibende der Berfammlung diejenigen Genossen, die innerlich der schtververwundete Frau nach dem Elisabeth- Krankenhause und den nach der Arbeit reinigen, müssen ausreichende, für beide Geschlechter Kirche abhold seien, dazu, im Sinne des Gehörten zu handeln und Mann, der weniger gefährlich verletzt ist, nach der Charité bringen. getrennte Antleide und Waschräume vorhanden sein. Bedürfnise sich auch äußerlich von ihr zu trennen. Wie festgestellt wurde, befand sich in der Arznei, die die Frau sunt anstalten müffent in genfigenber Zahl vorhanden und so eingerichtet Gurgeln benutzen wollte, Strychnin. sein, daß Sitte und Anstand nicht verlegt werden. Verantw. Rebatteur: rana Nehbein, Berlin. Für den Ausstellung von Zeugnissen. Die Arbeiterin hat das Recht, ein Beugnis über Art und Dauer ihrer Beschäftigung zu berlangen; befondere Merkmale, welche die Schädigung der Arbeiterin zur Folge haben fonnen, find ungefeßlich und zurüazutveisen. Strafgelder. Bestimmungen über Lohnabzüge in Form von Strafgeldern müssen in der Fabrikordnung, die sichtbar aushängen muß, befannt gegeben sein. Die Verhängung jeder Strafe muß der Arbeiterin ohne Verzug mitgeteilt werden. Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Berlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW