Nr. 203. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Viertel jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage„ Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Duartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn a Mr., für das übrige Ausland 3 Mr.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preislifte für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts S 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Vors mittags geöffnet. gern fprech- Anschluß amt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. „ Vorwärts" Berliner Volksblatt Mittwoch, den 31. August 1892. " Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. preußischen Regierung, die gegen den Willen der Mehrheit In den fortschrittlichen Bildungsvereinen berauschte des Abgeordnetenhauses die Militärorganisation durchsetzen man die Arbeiter förmlich mit dem Lobe des ungeheuren wollte und, auf ihre Macht pochend, sich wenig um die Fortschritts des Wohlstandes der Bevölkerung und fand Mit dem 1. September eröffnen wir ein neues Abonnement Frage des verfassungsmäßigen Rechts fümmerte. In jener eine Befriedigung, die Lage des Arbeiters von heute mit auf den Beit entfaltete der Liberalismus im ganzen Lande die der vor Jahrhunderten zu vergleichen. Dieses Blendwerk feurigste Beredsamkeit gegen die Regierung und für die das man dem Arbeiter vorhielt, zerreißt Lassalle, indem er Rechte des Volkes, als dessen Vorkämpfer er sich hinstellte; er erschien dem Volke, das die Phrase nicht nach ihrem Gehalt zu prüfen vermochte, als der Inbegriff aller Mannestugend und allen Freiheitsstrebens. Alle Leiden des Volkes waren Schuld der Regierung und würden schwinden, wenn nur die Fortschrittspartei an die Regierung täme, das war das A und D, womit man jede Klage des Arbeiters beschwichtigte. Aus den Segnungen der freien Konkurrenz würde der allgemeine Wohlstand emporwachsen und damit auch der Antheil des Arbeiters an demselben sich mehren. Sparsamkeit und Tüchtigkeit würden auch dem Wermsten den Weg zum Kapitalisten bahnen, in den Genossenschaften von Schulze- Delitzsch, den Konsum, Sparmit der illustrirten Sonntagsbeilage Neue Welt". Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, fowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus, wöchentlich 28 Pfennige. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements und Kreditvereinen könne auch der Kleinbürger sich die zum Preise von 1,10 Mark für den Monat September entgegen.( Eingetragen in der Post- Beitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652.) Neu hinzutretenden Abonnenten wird der bisher erschienene Theil des Romans Die Waffen nieder!" " Eine Lebensgefchichte von Bertha von Suttner, auf Verlangen gratis nachgeliefert, worauf wir noch besonders aufmerksam machen. Die Redaktion und Expedition des „ Vorwärts" Berliner Volksblatt. ben ausführt: Was entbehrt der Botokube dabei, wenn er keine Seife taufen, was entbehrt der menschenfressende Wilde dabei, wenn was er feinen anständigen Rock tragen, entbehrte der Arbeiter vor der Entdeckung Amerita's dabei, wenn er keinen Tabat rauchen, was ent behrte der Arbeiter vor Erfindung der Buchdruckerkunft dabei, wenn er ein nützliches Buch sich nicht anschaffen fonnte? „ Alles menschliche Leiden und Entbehren hängt also nur von dem Verhältniß der Befriedigungsmittel zu den in derselben 3eit bereits vorhandenen Bedürfnissen und Lebensgewohnheiten ab. Alles menschliche Leiden und Entbehren und alle menschlichen Befriedigungen, also jede menschliche Lage be mißt sich somit nur durch den Vergleich mit der Lage, in welcher sich andere Menschen derselben Zeit in Bezug auf die gewohnheitsmäßigen Lebensbedürfnisse derselben befinden. Jede Lage einer Klasse bemißt sich somit immer nur durch ihr Verhältniß zu der Lage der anderen Klassen in derselben 3eit." Das ist heute eine Binsenwahrheit, die aber die fortschrittlichen Volksbildner damals und noch lange nachher mit Vorliebe zu verhüllen suchten. Vortheile des Großkapitals zu eigen machen. An der Noth des Arbeiters trage nur die konservative Regierung und die Unbildung des Arbeiters Schuld. In allen größeren Städten gründeten die Fortschrittler Handwerkervereineder Name Arbeiter war verpönt-, um ihrer Heeresfolge Bildung", d. h. einen Mischmasch oberflächlichen Wissens auf allen Gebieten beizubringen. Die Arbeiter sollten ihre ganze Rettung von den liberalen„ Gebildeten", als ihren eigentlichen Vertretern erwarten; das Volk wäre noch nicht Mehr noch als durch die Stumpfheit und Theilnahmreif", seine Geschicke in die eigene Hand zu nehmen. In losigkeit war die Entwickelung der Arbeiter in Frage ge ferner Zukunft, nach dem Siege des Liberalismus, stellt durch die geistige Verblödung, mit welcher sie die werde auch dem Arbeiter die Bildung zu Theil landläufige liberale Philisterbildung bedrohte. Unter diesem werden, welche ihm befähige, Theil zu nehmen Gesichtspunkte war die Eingangs erwähnte Rede Lassalle's an der Leitung und an der Verwaltung der eine erlösende That, ein Nacht und Nebel verscheuchender öffentlichen Angelegenheiten. Dann, aber auch erst Lichtstrahl. Er entwickelt historisch die ökonomischen Grunddann, werde man an ein allgemeines gleiches Wahlrecht lagen als die ausschlaggebenden Faktoren der Gesellschaft denken können; bis dahin aber sei das Dreiklassenwahl- und die hieraus sich ergebenden Umwälzungen der MachtSystem gerade für die Arbeiter die beste Bürgschaft des verhältnisse. Nicht neu ist der Juhalt seiner Rede, des wollenden und liberalen Bourgeoisie lege. In der Arbeiter halts des Kommunistischen Manifests" von 1847. Aber schaft fehlte jedes Gefühl der Solidarität; der Buchdrucker, die zündende Gluth, die gewaltige Leidenschaft, mit der Maschinenbauer fühlte sich dem anderen Arbeiter gegen welcher Lassalle die Arbeiter durchflammte, ihnen den unüber hoch erhaben, der Schlosser und Maurer hätte es als vertilgbaren Glauben an sich selbst und den Willen, ihn Beleidigung angesehen, auch nur Arbeiter genannt zu werden, zur Geltung zu bringen, einflößte, das ist seine gewaltige er war Handwerker und sah auf den gewöhnlichen Arbeits- That. In dieser Rede proklamirt er das Prinzip des mann von oben herab. Selbst die Empfindung für die Arbeiterstandes als das herrschende Prinzip der Geselleigene Noth war abgeftumpft. Lassalle konnte mit vollem schaft; seine Idee ist zur leitenden Idee der ganzen Rechte den Arbeitern zurufen: Gesellschaft zu machen. Er zeigt, wie der Arbeiter beTodestage Laffalle's. Fortschritts, da es ihre Geschicke in die Hände der wohl Am 12. April waren 30 Jahre verflossen, seit jener denkwürdigen Rede: Ueber den besonderen Zusammenhang der gegenwärtigen Geschichtsperiode mit der Idee des Ar beiterstandes", bekannt unter dem Titel„ Arbeiterprogramm", mit welcher Ferdinand Lassalle die moderne deutsche Arbeiterbewegung einleitete, und heute vor 28 Jahren, also 2 Jahre später, war Lassalle bereits aus dem Leben geschieden. Man muß sich die Zeit des Auftretens Laffalle's in Erinnerung bringen, um das gewaltige Wirken dieses Mannes würdigen zu können. Die Arbeiter Deutschlands waren in ihrer großen Masse politisch stumpf und theilnahmslos, und wo sich bei ihnen politisches Leben und Bildungsbrang zu regen begann, standen sie unter dem Banne des bürgerlichen Liberalismus. Die Liberalen, und unter ihnen voran die Fortschrittspartei, befanden sich damals im Konflikt mit der Feuilleton. Nadbrud verboten.] Die Waffen nieder! [ 10 Eine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner. Arbeiterprogramms", ſie iſt eine Umschreibung des In" Ihr deutschen Arbeiter seid merkwürdige Leute! Vor fran- rufen ist, die Bourgeoisie abzulösen, und wie mit der Erzösischen und englischen Arbeitern, da müßte man plädiren, hebung seiner Idee zur leitenden Idee der ganzen Gewie man ihrer traurigen Lage abhelfen könne, Euch aber fellschaft die Klaffenherrschaft überhaupt fallen muß. Wie muß man vorher erst noch beweisen, daß Ihr in einer traurigen fehlerhaft und irrig Lassalle's Schlußfolgerungen und anLage seid. So lange Ihr nur ein Stück schlechte Wurst habt gerathene Mittel auch oft sein mögen, fällt nicht in die und ein Glas Bier, merft Ihr das gar nicht und wißt gar nicht, daß Euch etwas fehlt! Das tommt aber von Eurer ver- Waage gegenüber jenem Verdienst. Fest fundamen dammten Bedürfnißlosigkeit!" tirte Lassalle das Klassenbewußtsein der Arbeiter; " , Dann will ich gleich, ohne lange Einleitung, sagen, was ich zu sagen habe. Daß ich es nicht schon gestern gethan, geschah, um Ihre fröhliche Stimmung nicht zu trüben " Sie erschrecken mich-" so etwas erzählt sich nicht. Männer, die kriegerischen Geistes sind, werden mitten im Pulverdampf und Kugel regen von so einem Taumel erfaßt, daß sie eigentlich nicht wissen, was um sie vorgeht. Dotzky war ein solcher Mann. Seine Augen sprühten, er zielte mit fester Hand; nüchterner Mit einem Wort: ich habe die Schlacht von Magenta war in vollem Kriegsrausch, das konnte ich mitgemacht-" " Und Sie haben Arno sterben sehen!" schrie ich auf. " So ist es. Ich bin in der Lage, Ihnen über seine letzten Augenblicke Bescheid zu geben." " Sprechen Sie", sagte ich bebend. sehen. Da kam ein Hohlgeschoß geflogen und fiel auf ein paar Schritte Entfernung vor uns nieder. Als das Ungethüm platte, stürzten zehn Mann zusammen- darunter Mein erster Gedanke beim Erwachen war wieder Dozky. Es erhob sich ein Jammergeschrei unter den Unglücklichen aber Dotky schrie nicht er war todt. Ich Tilling. Ja richtig: er hatte sich für diesen Tag behufs wichtiger Mittheilungen bei mir angesagt. So gespannt," Bittern Sie nicht, Gräfin. Wenn diefe letzten Augen- und noch ein paar Kameraden bückten uns zu den Ge wie auf diesen Besuch, hatte ich mich schon lange nicht blicke so schrecklich gewesen wären, wie bei so manchen an- troffenen herab, um ihnen, wenn möglich, Hilfe zu bringen. Es war aber nicht möglich. Sie rangen alle mit dem gefühlt. deren Kameraden, so würde ich Ihnen sicher nicht davon Um die bestimmte Stunde gab ich Befehl, daß mit gesprochen haben: es giebt nichts Traurigeres, als von Tode, auf das greulichste zerrissen und zerfleischt, die Ausnahme des Erwarteten Niemand vorgelassen werde. einem theueren Todten zu erfahren, daß er qualvoll ge- Beute schrecklichster Schmerzen. Nur Dozky, zu dem ich mich zuerst auf den Boden gekniet, athmete nicht mehr; Meine Schwestern waren nicht zu Hause. Tante Marie, storben das ist aber hier nicht der Fall." quoll das Blut in solchen Strömen, daß zählen Sie." " wenn die unermüdliche garde- dame, hatte sie auf den Eislaufplat" Sie nehmen mir einen Stein vom Herzen. Er sein Herz stand still und aus der aufgerissenen Seite begleitet. Ich setzte mich in meinen fleinen Salon mit einer" Ich werde Ihnen nicht die leere Phrase wieder sein Zustand auch nur Ohnmacht und nicht der Tod gehübschen Haustoilette von violettem Sammt angethan holen, mit welcher man Soldatenhinterbliebene zu trösten wesen wäre es nicht zu befürchten stand, daß er wieder ( violett steht Blondinen bekanntlich vortheilhaft), nahm ein pflegt:„ Er starb als Held", denn ich weiß nicht recht, zu sich komme Buch zur Hand und wartete. Lang' habe ich nicht warten was man damit sagen will;- den wirklichen Trost" Bu befürchten?" unterbrach ich weinend. müssen: zehn Minuten nach Zwei trat Freiherr v. Tilling kann ich Ihnen aber bieten: er starb, ohne an den Tod zu" Jadenn wir mußten sie hilflos da liegen lassen: denken. Er war von allem Anfang überzeugt, daß ihm vor uns erklang wieder das mordgebietende Hurrah!" und Wie Sie sehen, Gräfin, habe ich von Ihrer Erlaub nichts geschehen werde. Wir waren viel zusammen, und er hinter uns stürmten berittene Schaaren heran, welche über diese niß pünktlich Gebrauch gemacht", sagte er, mir die Hand erzählte mir oft von seinem Familienglück, zeigte mir das Sterbenden hinwegsehen würden- glücklich der Bewußtlose! küssend. Bild seines schönen jungen Weibchens und das seines Kindes; Sein Gesicht hatte einen ganz ruhigen, schmerzlosen AusGlücklicherweise," antwortete ich lächelnd, indem ich er lud mich ein, wenn nur einmal die Kampagne aus sei", druck und als wir, nachdem der Kampf vorüber war, ihm einen Platz anwies; ich hätte sonst vor Ungeduld ver- ihn in seiner Häuslichkeit zu besuchen. In dem Gemetzel unsere Todten und Verwundeten auflasen, fand ich ihn auf gehen müssen, denn Sie haben mich wahrhaftig in große von Magenta befand ich mich zufällig an seiner Seite. Ich derselben Stelle, in gleicher Lage und mit dem gleichen friedSpannung versetzt." erspare Ihnen die Schilderung der vorhergehenden Szenen lichen Ausdruck. Das habe ich Ihnen sagen wollen, bei mir ein. " aus ihm schmiedete et bie Waffe, welche fie zu ihrer und der Menschheit Erlösung befähigt. Er zeigt Politische Uebersicht. seit nicht fleiner. Daß auch die fundigen Thebaner ber gebaut werden soll. " fich erfüllen: die Armee wird größer gemacht und die Dienstwie unter der Klassenherrschaft die herrschende Klasse ihre Berlin, den 30. August.. " Kreuz- Zeitung" auf die Einseifungskomödie zur Inszenirung Interessen auf Kosten der Beherrschten zu befriedigen und der neuen Militärvorlage' reinfallen würden, das hätten auf diese die Laften abzuwälzen weiß. Für sich alle Rechte, Maßnahmen für den Fall der aftatischen Cholera. die Herrn Einseifer wohl faum gedacht. Dder gehört etwa für die Arbeiter alle Pflichten! Dank dem Dreitlassen: Der Reichs- Anzeiger" veröffentlicht die durch Beschluß der dieser Kreuz- Zeitungs"-Reinfall auch zur Komödie? Wahlsystem steht die große Masse des arbeitenden Wolfes Cholera Rommission den rechtlos da. Er legt deshalb das Hauptgewicht auf das anderer Stelle dieser Nummer ab und machen ausdrücklich( Nr. 404 vom 30. August), die es doch wissen muß, empfohlenen allgemeinen Maßnahmen. Wir drucken sie an Vom Buß- und Bettag"! Die Kreuz- Zeitung" allgemeine gleiche Wahlrecht. In einem fortschrittlichen Handwerkerverein hielt Lassalle seine bedeutungsvolle Rede, auf sie aufmerksam. Schreibt: und nur wenige Arbeiter mochten es dort sein, die sich zu " In den letzten Zagen lief folgende Notiz durch die Zur Militärvorlage. Einige Zeitungen bringen die Zeitungen: In firchlichen Kreisen schweben, wie dem Ham der Höhe der Lassalle'schen Auffassung, zu der Idee, das seltsame Ansicht zu Warkt, innerhalb der Regierungskreise burger Korrespondent" aus Berlin gemeldet wird, Er Prinzip des Arbeiterstandes zum Weltprinzip zu machen, herrsche Meinungsverschiedenheit bezüglich der neuen Militär- wägungen über die eventuelle Anordnung eines allgemeinen aufschwingen konnten. Aber Lassalle wollte schon für vorlage;- aus drei widersprechenden unklaren Mittheilungen Bußtages. Damit sollte doch wohl ein außergewöhnlicher seinen Vortrag sich reich belohnt betrachten, wenn der Regierungsblätter sei auf Mangel an einheitlichem Bußtag gemeint sein. Auf Anfrage haben wir erfahren, daß es nur zwei oder drei Hörer wären, bei denen Denken zu schließen. Es gehört eine große Naivität dazu, eine solche Maßnahme bis jetzt nirgends angeregt worden ist." es ihm geglückt sei, die fittliche Gluth dieses Gedankens in um einer solchen Ansicht zu huldigen. Daß die Regierung männern aller Schattirungen so ganz tannibalisch wohl Da es in unseren Tagen den Muckern und Dunkelseiner ganzen Vertiefung zu entzünden. Die Arbeiter weist als Gesammtheit genommen unter Caprivi ebensowenig ein er hin auf die hohe weltgeschichtliche Ehre, die ihnen ihre festes politisches Programm hat wie weiland unter ift", wie dem ewigdurstigen Chorus in Auerbach's Keller, Aufgabe zumißt. Fürst Bismard, der ja blos persönliche Politik trieb und so war die Bet- und Buß- Nachricht nur zu glaubhaft. Es ziemen Ihnen nicht mehr die Lafter der Unterdrückten, zwar von der Hand in den Mund, das steht allerdings fest. noch" die müssigen zerstreuungen der Gedankenlofen, noch selbst Diese Rath- und Planlosigkeit ist in den Verhältnissen be- tags- Wahlkreise Herford- Halle wird die Kandidatur Stöcker- Jekrant'sche Kuüppelgarde. Im Reichsder harmlose Leichtsinn der Unbedeutenden. Sie sind der gründet und ein Symptom des allgemeinen sozialpolitischen bes ritterlichen Freiherrn von und zu Hammerstein durch Fels, auf welchem die Kirche der Gegenwart Auflösungsprozesses. Etwas anders ist's aber mit dem die Bastoren Stöcker und Jskraut patronifirt. Die Stöckers Er ist eine so verzweifelt einfache, Der hohe sittliche Ernst dieses Gedankens ist es, der Militarismus. sich mit einer verzehrenden Ausschließlichkeit Ihres Geistes be fadengrade Sache, und hat eine so verzweifelt einfache, mächtigen, Ihr Gemüth erfüllen und als ein feiner würdiges, fadengerade Logit, daß es da kein Abweichen und kein Ab ihm angemessenes und immer auf ihn bezogenes gestalten irren giebt, ebensowenig wie von dem schneidig zugeherrschten muß. Der sittliche Ernst dieses Gedankens ist es, der, ohne Kommando des Drillmeisters. Der Militarismus braucht immer Sie je zu verlassen, vor Ihrem Innern fiehen muß, mehr Soldaten, immer mehr Geld, einen immer breiteren in Ihrem Atelier während der Arbeit, in Ihren Muße Raum im Staatswesen. Das liegt in der Natur des Ihren Spaziergängen, und felbst, wenn Sie sich auf Ihr hartes Lager zur Ruhe Militarismus sind ausnahmslos in diesem Programm einig. zulösen. Die Erregung der Massen ließ den tapferen Pastor mehrlofen und beschäftigen muß, bis sie in die Arme des Traumgottes Betreffs der neuen Militärvorlage, die sich genau im Rahmen skraut, der seinen Muth nur gegenüber einer wehrlosen hinübergleitet. Je ausschließender Sie sich vertiefen in den deffelben bewegt, bewegen muß, hat sicherlich auch keinen Minderheit fühlt, erzittern, daß an ihm das Bubenstück von fittlichen Ernst dieses Gedankens, je ungetheilter Sie sich der Moment lang in den maßgebenden Kreisen eine Meinungs jedoch ruhig seines Weges ziehen; mit Berachtung faben sie Spenge vergolten werden könnte. Die Genossen ließen ihn Gluth deffelben hingeben, um so mehr werden Sie wiederum verschiedenheit bestanden höchstens betreffs der Quantität -deffen feien Sie sicher die Zeit beschleunigen, bes fofort zu Fordernden und der Zeit des Forderns, was follte in Spenge der Jskraut'sche Standal wiederholt den feigen Knüppelhelden vor Angst schlottern. Gestern innerhalb welcher unfere gegenwärtige Geschichtsperiode ihre aber ganz nebensächliche Punkte sind. Aufgabe zu vollziehen hat, um so schneller werden Sie die werden; einige hundert skrauter waren aus der ganzen Erfüllung dieser Aufgabe herbeiführen." Das Widersprechende und Unklare der Mittheilungen Umgebung zu diesem Zwecke zusammengetrommelt. Durch alle seine Reden und Schriften lodert die Flamme ist freilich nicht zu leugnen, allein es ist nicht die Folge Versammlung konnte jedoch, wie uns telegraphisch gemeldet der Begeisterung, die er in den Arbeitern entfachen will; von Planlosigkeit, sondern sehr planvoll. Der öffentlichen wird, nicht stattfinden. Es ist aus der Depesche noch nicht das hohe Selbstbewußtsein, das ihn ihn selbst beseelte, Meinung mußte der Puls gefühlt, fie mußte auf den unserem ersichtlich, durch welches Bubenstück die Versammlung ge suchte er den Arbeitern einzuflößen. Verhältniß- Bolt zugedachten gewaltigen Aderlaß vorbereitet werden. hindert wurde. Nur der schwächlichen Haltung der Freimäßig gering waren die äußeren Erfolge; nur gering Und das ist immerhin ein heifles Geschäft, welches doppel finnigen" und Nationalliberalen wird es zuzuschreiben sein, war die Anhängerschaft, die er in Deutschland bei seinem deutige Wendungen, Ausflüchte, und mancherlei Wenn und wenn Herr v. Hammerstein siegreich, wenn auch nicht ehrenTode hinterließ. In Berlin selbst verschwand die Handvoll Aber mit sich bringt. In den scheinbaren Widersprüchen voll, seinen Einzug in den Reichstag hält. In der Biele seiner Jünger gegenüber der großen Masse der Arbeiter, und Uuklarheiten liegt Methode. felder Volkswacht" erläßt das sozialdemokratische Wahldie sich von den blöden Fortschrittsphrasen berauschen ließ. Merkwürdig, daß die Kreuz- Zeitung" das nicht be- fomitee eine Bekanntmachung, worin dem Pfaffen Jskraut Aber die Flamme, die er entfacht, loberte fort in der Brust greift. Wir verstehen es wirklich nicht, wie sie gestern in der Zutritt zu allen sozialdemokratischen Bersammlungen seiner Getreuen, und viele Tausende, die ihn nicht gekannt, einer Polemit mit der National- Beitung" schreiben konnte: verboten wird. Hoffentlich sorgen unsere Genossen auch entzündete der Fenergeist seiner aufgezeichneten Reden. Wenn in " es in der Arbeiter- Marseillaise", die Jakob Audorf zur Gedenkfeier der ersten Wiederkehr des Lassalle'schen Todestages dichtete, heißt: Ift auch der Säemann gefallen, Auf guten Boden fiel die Saat, Uns aber bleibt die kühne ThatHeil'ges Vermächtniß sei sie Allen! so hat sich die Wahrheit dieses Dichterwortes in vollem Sinne bewährt. Die kühne That Lassalle's war auf guten Boden gefallen, das Vermächtniß derselben ist von Millionen von Arbeitern aufgenommen und ihr unentreißbares Erbtheil geworden. Welche Verfolgungen auch die Sozialdemokratie bedrohten und sie in Zukunft bedrohen mögen, welche Kämpfe ihr auch bevorstehen, niemals wird man mehr aus dent Empfinden und Denken der Arbeiter Die Idee seiner Vollberechtigung an allen geistigen und materiellen Gütern rauben können. Die Arbeiter sind mündig geworden. Die sozialistische Wissenschaft mag weit über Lassalle fortgeschritten sein, die Wege und Mittel, die er für die richtigen hielt, mögen als fehlerhaft aufgedeckt werden, die Schwächen seiner Person mögen erkannt werden, was ihn aber unter den Arbeitern und in der Menschheit für alle Zeiten fortleben lassen wird, das ist die unauslöschliche Flamme, die er entzündet, und mit der er in Millionen Herzen das Bewußtsein der Menschenwürde angefacht hat. Und so wird den deutschen Arbeitern heute und in Zukunft Ferdinand Lassalle eine Leuchte sein im Kampfe für die menschenbefreiende Sozialdemokratie! fchen Lorbeeren haben den Pastor Jskraut angespornt, ihn noch zu übertrumpfen. Der Meineidspfaffe wird von dem Herford zwar nicht seine Knüppelgarde loslassen, da die Knüppelpastor überboten. Am Sonnabend konnte er in Sozialdemokratie sich in der großen Mehrheit befand, aber Herford zwar nicht seine Knüppelgarde loslassen, da die sein Anhang konnte doch durch sein Toben den überwachenden Polizeibeamten veranlassen, die Versammlung auf" Die Daß wir uns von unserem Standpuntt aus der Worte für die genügende Anzahl handfester Thürsteher, welche dem Sr. Majestät des Raifers, wie sie von der National- Zeitung" gescheitelten Rowdy und seinem Anhang gegenüber das mitgetheilt wurden, lieber eine fleinere Armee mit längerer, Verbot auch zur praktischen Durchführung bringen. als eine größere mit fürzerer Dienstzeit" gefreut haben, wird sie selbst wohl natürlich finden. In der Aeußerung dieser Nicht bornirter Haß gegen die Sozial Freude find wir aus dem sehr naheliegenden Grunde zurück- demokratie"" soll es gewesen sein, wie wir in unserer haltend gewesen, weil wir die authentische" Feststellung jener Worte abwarten zu müssen glaubten. Sind nun die( neuesten) Nr. 201 vom letzten Sonntag schrieben, sondern ein unter Angaben der National Beitung" hinsichtlich der Militär- den gegenwärtigen Verhältnissen entschuldbares Versehen", vorlage zutreffend, so wäre jene Feststellung" zwar nicht in daß die Hamburger Sanitätsbehörde unserem Parteiorgan Worten" wohl aber durch die geplante That" erfolgt:„ Echo" zwei Tage hinter einander die offiziellen Er Ge. Majestät hätte also danach nicht eine kleinere Armee mit frankungs- und Sterblichkeitsberichte nicht zuſandte. Ist längerer, sondern eine größere mit fürzerer Dienstzeit gewollt; es aber kein Versehen gewesen, so ist unser Bruderorgan er lehnte das allein bliebe von dem Wortlaut, den am stehen 19. d. M. die National- Beitung" brachte, als zutreffend be- gutmüthig genug anzunehmen, daß der mit Ausgabe der die gesetzliche Einführung der zweijährigen Dienstzeit Berichte betraute Beamte feine Kenntniß davon gehabt hat, ab, wollte sie aber wenigstens für die Infanterie- that- daß das„ Echo" in 26 000 Exemplaren gedruckt und von fächlich zulassen. ca. 150 000 Menschen täglich gelesen wird." " Daß wir hiermit die Sachlage richtig gekennzeichnet haben, Nun, mag dem sein wie ihm wolle, auf alle Fälle zeigt dürfte auch die National Zeitung" zugeben. Daß uns der auch dieser Vorgang, wie so viele andere, daß die Ham von ihr jest gebrachte und, wie behauptet wird, von Seiner burger Sanitätsbehörde bei ihren Maßnahmen sehr viel zu Majestät bereits gebilligte Plan der Militärverwaltung, eben wünschen übrig läßt. Darüber ist ja das Urtheil auch ein weil er von unserem, wie wir meinten, wohlbegründeten militä- einstimmiges in wie außerhalb Hamburgs. Das zeigt der Antrag risch- technischen" Standpunkt sich vielfach unterscheidet, nicht in der Hamburger Bürgerschaft auf fofortige Entfernung des gerade freudig stimmt, wird gewiß sie wie auch andere begreifen; daß er uns dagegen parteipolitisch", da er die vom Leiters der Medizinalbehörde, das zeigen auch die zahllosen ein Freifinn und auch von den Nationalliberalen( wenn auch gehend begründeten Klagen in Hamburger Korrespondenzen fast weniger bestimmt) geforderte gefeßliche Fixirung der Dienstzeit aller großen Blätter. Mag also sein, daß es nicht bornirter auf zwei Jahre prinzipiell ablehnt, viel weniger zu verstimmen Haß gegen die Sozialdemokratie, sondern Ausfluß der Unbraucht, liegt gleichfalls auf der Hand." fähigkeit war, was zur Ignorirung des gelesenen Arbeiter Die Kreuz- Zeitung" kann sich trösten was fie organs führte; unter den gegebenen Umständen ist letzteres fürchtet, wird nicht geschehen, wohl abe: ihr schönstes Hoffen sogar noch schlimmer als ersteres. Nichts liegt uns ferner, als die Aufregung zu schüren oder den Hamburger Be hörden in der jeßigen schweren Beit unnüße Schwierigkeiten Gräfin. Freilich hätte ich das schon vor Jahren thun schon an, eintönig zu werden. Immer dieselben Touren zu bereiten, aber das kann uns nicht abhalten zu tadeln, können und, da ich nicht mit Ihnen zusammentraf, an Sie und immer dieselben Gespräche und immer ein und derselbe was Tabel verdient. Und daß man zwei Tage hinter schreiben aber die Jbee kam mir erst gestern, als mir Tänzer: denn ob es nun der Husarenlieutenant X, oder einander das Organ der Hamburger Arbeiterschaft- jener meine Roufine sagte, fie erwarte unter ihren Gästen die der Dragonerlieutenant, oder der Ulanenrittmeister 8 ist Arbeiterschaft, unter der die Seuche am furchtbarsten hauft schöne Wittwe Arno Dokky's. Verzeihen Sie, wenn ich es sind doch die gleichen Verbeugungen, die gleichen Bes einfach übersieht, das ist ein Vorkommniß, das schmerzliche Erinnerungen wachgerufen; ich glaube doch eine merkungen, die gleichen Seufzer und Blicke. Nicht ein nicht scharf gar getabelt genug fann. werden Pflicht erfüllt und Sie von peinlichen Zweifeln befreit zu interessanter Mensch darunter, nicht einer. Und der einzige, Gerade das in Verhalten haben." der allenfalls... reden wir nichts von dem, der gehört ja Hamburg beweist, wie unferer Parteigenoffen fie, die oft verlästerten Er stand auf. Ich reichte ihm die Hand: seiner Prinzessin. Sie ist eine hübsche Frau, ja- zu- Umstürzler", in Zeiten allgemeiner Noth einen Ich danke, Baron Tilling," sagte ich, meine Thränen gestanden, aber ich finde sie sehr unsympathisch." trocknend. Sie haben mir in der That ein werthvolles Gemeinsinn und Opfermuth bethätigen, den so viele Obgleich der Fasching mit seinen großen Ballfesten Stützen der Gesellschaft", welche austueifen und fern vom Geschenk gemacht: die Beruhigung, daß das Ende meines zu Ende war, so hatten die geselligen Bergnügungen Seuchenherd, der zum Theil sogar durch ihre Profitfucht erst theuren Mannes frei von Schmerz und Qual war.... barum nicht aufgehört. Soiréen, Diners, Konzerte: geschaffen wurde, ihre werthen Personen in Sicherheit zu Aber bleiben Sie noch ein wenig, ich bitte Sie... Ich der Wirbel dauerte fort. Auch eine große Liebhaber bringen suchen so sehr vermissen lassen. wollte Sie noch sprechen hören... Borhin, in Ihrer Aus Theatervorstellung ward in Aussicht genommen dies Sind es doch die organisirten Arbeiter, an welche fich brudsweise, haben Sie einen Ton angeschlagen, der in jedoch erst nach Ostern. Für die Fastenzeit war doch die Polizei in ihrer Noth wandte, welche ein Flugblatt mit meinem Gemüthe eine gewisse Saite vibriren gemacht eine Mäßigung in Bergnügen geboten nach Tante Maries Berhaltungsmaßregeln gegen die Cholera in einer Auflage ohne Umschweife: Sie verabscheuen den Krieg? Ansicht mäßigten wir uns lange nicht genug. Daß ich die von 150 000 Exemplaren verbreiteten. Diefelben Arbeiter, Tilling's Gesicht verfinsterte sich: Fastenpredigten nicht regelmäßig besuchte, fonnte sie mir welche Jahre lang wie Verbrecher verfolgt, ausgewiesen nicht recht verzeihen, und sie entschädigte sich für meine und eingesperrt wurden, wenn sie ihre Partei- Flugblätter Lauheit, indem sie Rosa und Lilli zu allen berühmten verbreiteten, an sie wendet sich jetzt die Polizeibehörde, damit Kanzelreduern schleppte. Die Mädchen ließen sich das gern fie in jene verpesteten Göfe, Gänge und Seitengassen, gefallen; einmal trafen sie in den Kirchen mit ihrer ganzen wie sie in solch sanitätswidriger Weise keine deutsche gewohnten Koterie zusanimen Pater Klintonftröm war Großstadt außer Hamburg fennt, die Belehrungen ebenso sehr Mode bei den Jesuiten, als die Murska in zur Bekämpfung der Cholerafeuche tragen. Während ein der Oper, und in zweiter Linie waren sie ja auch leiblich Theil der Bourgeoisie feige flieht, stellen die sozialdemokra fromm. tischen Proletarier sich in den Dienst des öffentlichen Wohls, Aber nicht nur den Predigten, auch den Soiréen hielt unbekümmert und ungeachtet der Gefahren, denen sie sich ich mich während jener Fastenzeit ziemlich fern. Ich hatte dadurch aussetzen. plöglich an geselligen Zusammenfünften den Geschmack verloren Wir beglückwünschen unsere Hamburger Barteigenossen und liebte es, manchmal allein zu Hause zu bleiben mit zu ihrem Thun, wir haben nie Anderes von ihnen erwartet. meinem Sohn zu spielen, und wenn der Kleine zu Bett ge Wir wissen aber auch, daß sie uns verstanden, warum wir bracht war, mich mit einem guten Buch an das Kaminfeuer einer unerhörten Zurückfehung gegenüber gleichgiltig ob zu sehen und zu lesen. Zuweilen besuchte mich dann mein beabsichtigt oder nicht ein die Sache ricksichtslos charakte Bater und verplauderte ein bis zwei Stunden bei mir. rifirendes Wort gebrauchten. Natürlich kamen die Feldzugserinnerungen dabei unablässig zum Vorschein. Ich hatte ihm Tilling's Bericht über Arno's Ende mitgetheilt; er nahm die Geschichte jedoch ziemlich tühl auf. " Berzeihen Sie, Gräfin," sagte er, wenn ich Ihnen über diesen Gegenstand nicht Rede stehe. Auch bedauere ich, mich nicht länger aufhalten zu können ich werde Jetzt nahm mein Gesicht einen kalten Ausdruck an: vermuthlich erwartete ihn die Prinzessin und der Gedanke war mir unangenehm. erwartet." " Da will ich Sie nicht zurückhalten, Herr Oberst Lieutenant," entgegnete ich falt. I Ohne nur die Erlaubniß zu erbitten, wiederkommen zu dürfen, verbeugte er sich und ging. * " Der Fasching war zu Ende. Rosa und Lilli, meine Schwestern, hatten sich ungeheuer amüfirt". Jede ver zeichnete ein halb Dugend Eroberungen; dennoch befand sich feine wünschenswerthe Partie darunter und der Rechte" war für feine erschienen. Desto besser: sie wollten gern noch ein paar Mädchenjahre genießen, ehe fie ins Chejoch traten. Und ich? In den rothen Heften stehen meine Faschingseinbrücke folgendermaßen notirt: " Ich bin froh, daß die Tanzerei vorüber ist. Es fing ( Fortsetzung folgt.) Eine Krähe hackt der andern die Augen aus. Die Konservativen haben von jeher teine weit genug gehende Beschränkung des Vereinsrechts fordern können, jede Be stimmung, welche das Vereinsrecht illusorisch machte, war ihnen willkommen, weil sie es gar nicht für möglich halten| Gelegenheiten die aufopferndften Dienste geleistet, und nun, Es ist erwünscht, daß namentlich vermögenslose und schlecht konnten, daß die von ihnen selbst geschaffenen Gesetzes- statt ihn dankbar zu schonen, benügen fie gleich die ersten untergebrachte Krante in thunlichst umfassender Weise in Krankenbestimmungen auch auf fie Anwendung finden könnten. Sie Tage seiner Regierungsherrlichkeit, um ihm den Knüppel häusern, womöglich fostenlos, untergebracht und verpflegt werden. hielten vertrauliche Zusammenfünfte, forrespondirten mit der Pamirfrage" zwischen die Beine zu werfen. Unter 9. Für den Transport der Kranken sind dem öffentden gleichgesinnten Vereinen, schlossen Verbände, ohne sich Salisbury hätten die Russen das nicht gewagt, denn er zu benutzen. Hat eine solche Benutzung trotzdem stattgefunden, lichen Verkehr dienende Fuhrwerke( Droschken und dergl.) nicht durch die Gesetzesbestimmungen über Geheimbünde oder das hätte ihnen den Knüppel fofort um die Ohren gehauen. So ist das Gefährt zu desinfiziren. Verbot für politische Vereine, mit einander in Verbindung Aber der milde, für Rußland schwärmende, die Türken und zu treten, genirt zu fühlen. Jetzt, da die waschechten Ron- Desterreicher hassende Gladstone- da läßt es fich schon lichst bald aus der Behausung zu entfernen, namentlich dann, 10. Zeichen der an Cholera Gestorbenen find thunservativen des Herrn v. Helldorff und sein Konservatives wagen. Und es würde auch gelingen, wenn nicht John wenn ein gesonderter Raum für die Aufstellung der Leiche nicht Wochenblatt" wegen Regerei in den Bann gethan, beißt sich Bull wäre, der nicht blos den Russen auf die Finger sieht, vorhanden ist. Für Einrichtung von Leichenhäusern ist Sorge zu Herr v. Helldorff auf den Denunzianten heraus und macht sondern auch Gladstone. Zu einem Entschluß hat sich dieser tragen, die Ausstellung der Leichen vor dem Begräbniß zu unterim Konservativen Wochenblatt" darauf aufmerksam, daß bis jetzt nicht aufgerafft. Wird er es überhaupt können? fagen, das Zeichengefolge möglichst zu beschränken und dessen die Einladung des Herrn v. Manteuffel an die konser- Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu Eintritt in die Sterbewohnung zu verbieten. vativen Lokalvereine, dem Bureau des Wahlvereins der sorgen Die Beerdigung der Cholera- Zeichen ist unter Abwird Gladstone wehmüthig denken, wenn er fürzung der für gewöhnliche Zeiten vorgeschriebenen Fristen Ronservativen Auskunft über die Mitgliederzahl und die erfährt, daß der Zusammenstoß auf dem Pamir- Plateau, thunlichst zu beschleunigen. Stellung zum Programm zu geben, dem preußischen der ihm so viel Kummer und Kopfzerbrechen verursacht, die Vereinsgefeße zuwiderlaufe, nach welchem politische Vereine unerwartete Wirkung gehabt hat, China auf die Weltnicht mit anderen Vereinen gleicher Art zu gemeinsamen bühne und in scharfe Opposition gegen Rußland zu bringen. Zwecken in Verbindung treten dürfen. Herrn v. Helldorff's Der Ort, wo der Zusammenstoß zwischen Kosaken und Organ schreibt: Der Vorsitzende des Wahlvereins der deutschen Ronfer Gebiet, und die Regierung des Reichs der Mitte ist so in die Afghanen stattgefunden hat, liegt nämlich auf chinesischem vativen ist von der Annahme ausgegangen, daß ein Beschluß Wolle gekommen, daß sie ihren Gesandten in Berlin an des Parteivorstandes existire, nach dem jedes Mitglied eines gewiesen hat, sofort nach Petersburg zu reisen und dort tonservativen Lokalvereins eo ipso auch Mitglied des Wahl vereins der deutschen Konservativen wird. Es ist ihm dabei energischen Protest einzulegen. Und Gladstone steht rathder Irrthum untergelaufen, daß er totalverbände von Mit: los ba. Wer aber hat den Zopf? Die Chinesen oder der gliedern des Wahlvereins mit beliebigen konservativen Lokal- große alte Mann"? vereinen verwechselt hat. Aber selbst wenn dieses Mißverständniß nicht vorläge, ist doch flar, daß selbst nach dieser praktisch auf dem Gebiet der Fittion gebliebenen Theorie die Mitglieder fonfervativer Lokalvereine nur als Einzelpersonen, nicht in ihrer Vereinsgesammtheit, mit deren befonderen Statuten, in den Wahlverein eintreten und diesem angehören fönnten. Dem steht doch zweifellos das -OV Maßnahmen Cholera gestorben sind, nach einem anderen, als dem ordnungsDie Beförderung von Zeichen folcher Personen, welche an der mäßigen Beerdigungsorte ist zu untersagen. Für Ortschaften, welche einen eigenen Begräbnißplah nicht schaften ist der Verkehr mit Nahrungs- und Genußbesitzen, ist ein solcher erforderlichenfalles einzurichten. 11. In den von Cholera ergriffenen oder bedrohten Ortmitteln sowohl betreffs der Beschaffenheit der Waaren als auch der Verkaufsstellen aufs Sorgfältigste zu beaufsichtigen. Es kann nöthig werden, Verkaufsräume wegen Gefahr der Verbreitung der Krankheit zu schließen. Den hiervon betroffenen Personen ist soweit irgend thunlich, Entschädigung zu gewähren. 12. Für reines Trink- und Gebrauchswasser ist bei Zeiten Sorge zu tragen; als solches ist das Wasser, welches mittels gewöhnlicher Brunnen aus dem Untergrund des Choleraortes geschöpft wird, in der Regel nicht anzusehen und nicht zu benutzen, wenn vorwurfsfreies Leitungswasser zur Berfügung steht. Bu empfehlen sind eiserne Röhrenbrunnen, welche direkt in den Erdboden und in nicht zu geringe Tiefe getrieben Bereinsgefek entgegen. Aber hier wird nicht etwa den für den Fall des Auftretens der sind( abessinische Brunnen). asiatischen Cholera. A. Allgemeine Maßnahmen seitens der Behörden. . Brunnen mit gesundheitsgefährlichem Wasser sind zu schließen. Jede Verunreinigung der Entnahmestellen von Wasser zum Trink- oder Hausgebrauch und ihrer nächsten Umgebung, insbesondere durch Haushaltsabfälle ift zu ver hindern. Das Spülen von Gefäßen und Wäsche, welche mit Cholerakranken in Berührung gekommen sind, an den Wafferentnahmestellen oder in deren Nähe ist strengstens zu unterfagen. Mitgliedern konservativer Lokalvereine gesagt:" Ihr seid, wissend oder nicht, auch Anhänger des Wahlvereins der Deutschen Konservativen, und Eure besonderen Vereinsverbände fümmern uns nicht", sondern direkt lettere, die Vorstände Der Reichs- Anzeiger" schreibt: Im Anschluß an die gestrige fämmtlicher Vereine", werden zur Kommunikation mit der Mittheilung über die Berathungen der aus Anlaß des Auftretens Zentralstelle des Wahlvereins der deutschen Konservativen auf der Cholera in Hamburg im Reichsamt des Innern am 27. und gefordert. Wird dieser Aufforderung entsprochen, so wäre die Folge 28. d. Mis. versammelt gewesenen Kommission werden nach gesetzlich möglich, daß alle in diesen Schriftwechsel eintretenden stehend die durch Beschluß der Kommission den Bundesregierungen Bereine, einschließlich des Wahlvereins der deutschen Konser- empfohlenen allgemeinen Maßnahmen bekannt gegeben. 13. Für rasche Abführung der Schmugwässer aus der vativen selbst, gefchloffen werden; und nicht minder werden alle befreundeten Zeitungen", die, vertrauensvoll bem asiatischen Cholera. Maßnahmen für den Fall des Auftretens der Nähe der Häuser ist Sorge zu tragen und deren Einleitung in etwa vorhandene Sentgruben am Hause zu vermeiden. In Appell des Vorsitzenden des deutschen Wahlvereins folgend, den öffentliche Wasserläufe oder sonstige Gewässer sollten Schmutzin Rede stehenden Aufruf an hervorragender Stelle wiederholt wäffer nur eingeleitet werden, nachdem Desinfektionsmittel( Anzum Abdruck zu bringen", der Gefahr ausgefeht, ungemach und Strafe zu erleiben. Ein solches Vorlage IV) in genügender Menge zugesezt worden sind und aus1. Die Polizeibehörden müssen von jedem Ertran- reichend lange eingewirkt haben. gehen ist doch wirklich auffallend außergewöhnlich." fungs- oder Todesfall an Cholera oder cholera14. Borhandene Abtrittgruben find, so lange die Ob die Mahnung v. Selldorff's wirklich rein freund- fofort in Kenntniß gefeßt werden. Ausgenommen während der Herrschaft der Epidemie dagegen ist die Räumung, verdächtigen Krankheiten( insbesondere von Brechdurchfall) Epidemie noch nicht am Orte ausgebrochen ist, zu entleeren; schaftlichen Gründen entsprungen ist, um die Konservativen bleiben Brechdurchfälle von Kindern unter zwei Jahren. Wo be wenn thunlich, zu unterlassen. vor Ungemach und Strafe" zu schützen? Ob er wirklich reits eine Verpflichtung zur Anzeige derartiger Erfrankungs- und die Besorgniß hegt, man würde so einhundert fonservative Todesfälle besteht, soll dieselbe neu eingeschärft werden, wo sie Junter wie gewöhnliche Sozialdemokraten beim Kragen noch nicht oder nur betreffs der Erkrankungsfälle besteht, ist sie nehmen, ihnen den Prozeß machen und die sämmtlichen einzuführen bezw. auf die Todesfälle auszudehnen. Namentlich sind Tonservativen Vereine schließen? Wir trauen dem Herrn auch die Führer von Flußfahrzeugen zur Anzeige der auf diesen v. Helldorff einen großen Glauben zu, der selbst Berge ver- vorkommenden Fälle zu verpflichten. Auf Grund der eingegangenen setzen kann, aber daß Herr v. Helldorff diesen Glauben Anmeldungen haben die Orts- Polizeibehörden Listen nach einem hegt, möchten wir doch bezweifeln. Diese freundschaftliche bestimmten Muster fortlaufend zu führen. Mahnung sieht einer Denunziation wie ein Ei dem anderen ähnlich; an die angedeuteten Folgen glaubt Herr v. Helldorff selbst nicht, aber er möchte gerne den konservativen Häuptern, die seine Führerschaft von sich wiesen, wenigstens ein Bein stellen. Regel nach nur an den dem öffentlichen Verkehr zugänglichen Eine Desinfektion von Abtritten und Pissoirs ist der nach Lage oder Art des Verkehrs besonders gefährlichen Anlagen dieser Art( Eisenbahnstationen, Gasthäusern und dergl.) erforderlich. Auf peinliche Sauberkeit ist in allen derartigen öffent lichen Anlagen zu halten. 15. Die Desinfektionen sind nach Maßgabe besonderer Anweisung zu bewirken. In größeren Städten ist auf die EinCholera- Erkrankungsfall in einer Stadt dem Reichsamt des wendung heißen Wasserdampfes als Desinfektionsmittel erfolgen Im übrigen wird vorausgefeßt, daß von jebem erften richtung öffentlicher Desinfektionsanstalten, in welchen die AnInnern und von dem weiteren Verlauf der Epidemie in den tann, hinzuwirken. Die auf polizeiliche Anordnung erfolgenden einzelnen Ortschaften wöchentlich dem Kaiserlichen Gesundheits- Desinfektionen sollten unentgeltlich geschehen. amt nach Anleitung des im Jahre 1879 zwischen den deutschen 16. Gine bereits früher vereinbarte und schon mehrfach verRegierungen vereinbarten Formulars Renntniß gegeben wird. öffentlichte Belehrung über das Wesen der Cholera Die Wochenberichte find so zeitig abzusenden, daß bis Montag und über das während der Cholerazeit zu bes Der Verbandstag der deutschen Baugewerks: Mittag die Mittheilungen über die in der vergangenen Woche o ba ch tende Verhalten ist in eindringlicher Weise zur Berufsgenossenschaften ist am 27. August in Kiel er- bis Sonnabend einschließlich gemeldeten Erkrankungen und Todes- Kenntniß des Publikums zu bringen. öffnet worden. Der bekannte„ Dufel Felisch" aus Berlin fälle im Gesundheitsamt eingehen. B. Maßnahmen, wurde wieder zum Vorsitzenden gewählt. In Betreff der ben Stand der Epidemie, womöglich täglich, in geeigneter Weise welche an den einzelnen von Cholera bebrohten Auch ist es nothwendig, daß fortlaufende Nachrichten über Bekämpfung der Trunksucht bei den Bau- Arbeitern zur öffentlichen Renntniß gebracht werden. oder ergriffenen Orten zu treffen find. ( nicht bei den Baugewerks- Meistern) beschloß man bei der 2. Die zuständigen Behörden haben ihr besonderes Augen- Wo nicht bereits dauernd Gesundheitskommissionen bestehen Aussichtslosigkeit des Trunksuchts- Gefeges von weiteren mert darauf zu richten, ob etwa Messen, Märkte und andere oder für den Fall drohender Choleragefahr vorgefehen sind, find Schritten abzusehen. Es wurde mitgetheilt, daß das Reichs- Veranstaltungen, welche ein ähnliches gefährliches Bufolche einzurichten. Versicherungsamt die Berufsgenossenschaften mit ihren An- fammenströmen von Menschen zur Folge haben, an oder in der Schon vor Ausbruch der Epidemie sind die trägen wegen Beschneidung der Verjährungsfrist bei Bruch- Nähe folcher Orte zu verhindern sind, in welchen die Cholera Zustände des Ortes in Bezug auf die im Abschnitt A Nr. 11 schäden gründlich habe abfallen laffen. bis 14 erwähnten Puntte einer genauen Untersuchung zu unterDas an die ausgebrochen ist. preußischen und bayerischen Minister gerichtete Gesuch unter besonderer Berücksichtigung der früher vorzugsweise von ziehen und ist auf Beseitigung der vorgefundenen Mißstände um ermäßigte Eisenbahnfahrt zum Verbandstage Cholera betroffenen Dertlichkeiten hinzuwirken, sowie das sonst wurde abgelehnt. Eine Petition betreffend den Erforderliche in die Wege zu leiten. Befähigungsnachweis für das Baugewerbe ist eingereicht. Bisher find alle ähnlichen Petitionen abgelehnt. Es hat gewiß ergerniß erregt, daß Unfälle nicht ausschließlich bei Gleichartige Bestimmungen müssen auch hinsichtlich des Be- 1. die Choleratranten, namentlich solche, welche sich Innungsmeistern, die allein das Privileg dazu haben, vor fuchs des Konfirmandenunterrichts erlaffen werden. in ungünstigen häuslichen Verhältnissen befinden, wenn möglich gekommen find. Eine Petition gegen den Bauschwindel, begleitungs- und Bahnhofspersonal wegen Ausschließung offenbar nungen verbleibende Kranke sind zu isoliren. Unter Umständen 4. Hinsichtlich des Eisenbahnverkehrs ist das Bug- nach einer Krantenanstalt überzuführen; in den Wohgleichviel ob er von Innungsmeistern oder unprivilegirten cholerafranker Reifenden von der Weiterreise mit Anweisung nach fann es sich empfehlen, den Kranken in der Wohnung zu be Bauunternehmern getrieben wird, kam nicht zur Sprache. vereinbarten Grundsätzen zu versehen. Bon allen Handwerkerverbänden ist die baugewerkschaftliche lassen und die Gefunden aus derselben fortzuschaffen. Eine der Auf den der Verbreitung der Epidemie entsprechend ausartige Evacuation tann nothwendig werden betreffs derdie egoistischste und engherzigste; und solche Vereine, wie zuwählenden Stationen des Eisenbahnverkehrs ist wegen Fürsorge jenigen Häuser, welche früher von der Cholera gelitten haben die baugewerkschaftliche Berufsgenossenschaft, zu ausschließ für frank befundene Passagiere durch Bereitstellung ärzt- und ungünstige sanitäre Zustände( Ueberfüllung, Unreinlichkeit lichen Trägern der Unfallversicherung gemacht zu haben, ist der größte Fehler des Unfallversicherungs- Gesetzes. Aus Kiel meldet unterm 30. August Wolffs Tele. graphen- Büreau:„ Der Delegirtentag des Innungsverbandes deutscher Baugewerksmeister wurde heute Vormittag 11 Uhr auf Grund des Regierungserlaffes, betreffend die Cholera, polizeilich aufgelöst". dürfen, so lange in dem lehteren die Cholera herrscht, die Schule 3. Schulkinder, welche außerhalb des Schulortes wohnen; nicht besuchen; desgleichen müssen Schulkinder, in deren Wohnort die Cholera herrscht, vom Besuch der Schule in einem noch cholerafreien Orte ausgeschlossen werden. An Orten, wo die Cholera heftig auftritt, sind die Schulen zu schließen. Sobald der Ort von Cholera ergriffen wird, sind: licher Hilfe und Unterbringung in geeigneten isolirten Räum und dergleichen) aufweisen. Zur Unterbringung der Evacuirten lichkeiten, wegen Ausrangiren und Desinfiziren( Nr. 15) der von eignen sich am besten Gebäude auf frei und höher gelegenen folchen Baffagieren benußten Waggons das Erforderliche zu ver. Orten und namentlich an solchen Stellen, welche in früheren alaffen. Die Landesregierungen baben Anordnung zu treffen, Epidemien von der Seuche verfchont geblieben find. daß an denjenigen Eisenbahn- Stationsorten, an welchen geeignete 2. Besonders wichtig ist es, bei den ersten Krankenhäuser sich befinden, der Aufnahme dort abgesetter Kranken Fällen in einem Ort eingehende und umsichtige Hindernisse nicht in den Weg gelegt werden. Die schmutzige Nachforschungen anzustellen, wo und wie sich die Kranken Wäsche derjenigen Echlafwagen, welche aus Cholera- Orten infigirt haben, um gegen diesen Punkt die Maßregeln in erster Frankreich. Nach einem Telegramm aus Paris den Bielstationen zu desinfiziren. tommen oder in solchen Reisende aufgenommen haben, ist auf Linie zu richten. 3. Die Gesundheitskommissionen haben sich beständig durch wurden in Earmaur zwei Grubenarbeiter verhaftet. An besonders bedrohten Orten( z. B. an der Grenze gegen fortgesette Besuche in allen einzelnen Häusern der Ortschaft über Weshalb wird nicht gesagt. Aus diesem Schweigen ist mit verfeuchtes Ausland) und bei Transporten, welche ihrer Be- den Gesundheitszustand der Bewohner in Kenntniß Bestimmtheit zu schließen, daß die Verhaftung mit dem schaffenheit oder Herkunft nach( Auswanderertransporte, Trans- zu erhalten, den sanitären Zuständen derfelben( Reinlichkeit des Attentat" der Herren Geldproßen zusammenhängt. Wenn porte aus verfeuchten Orten) besonders verdächtig find, kann aufes im Allgemeinen, Beseitigung der Haushaltungsabfälle und dasselbe Telegramm von Ausschreitungen" spricht, die bei rathsam fein, eingehende ärztliche Besichtigungen der Schmutzwäffer, Abtritte u. f. w.) ihre besondere Aufmerksamkeit es jener Gelegenheit stattgefunden haben, so ist das zur Ab- Deifenden und ihres Gepäcks, eventuell auch Desinfektion des zuzuwenden und auf die Abstellung von Mißständen hinzuwirken, wechselung einmal keine Lüge, denn die Verhaftung der namentlich auch gefährlich erscheinende Brunnen schließen zu letteren eintreten zu lassen. 5. Die Polizeibehörde eines Ortes wird je nach den Um lassen. zwei Grubenarbeiter war unzweifelhaft eine neue Ausständen auf solche Personen ein besonderes Augenmerk zu richten 4. In Häusern, wo Gholerafälle vorkommen, schreitung" der geldproßigen Attentäter. In den frant haben, welche dort sich aufhalten, nachdem sie kurz zuvor in von hat die Kommission die erforderlichen Anordnungen wegen Desösisch belgischen Grenzbezirken hat sich die ber Cholera heimgesuchten Orten gewesen waren. Es kann sich infektion der Abgänge sowie der Umgebung des Kranten oder Aufregung wieder so ziemlich gelegt. Dem Zureden der empfehlen, die von solchen Orten mitgebrachten Gebrauchsgegen Gestorbenen zu treffen und die Ausführung zu überwachen. Sozialisten hüben und drüben ist es gelungen, die Arbeiter stände( namentlich gebrauchte Wäsche und Kleidungsstücke) au Ganz besondere Aufmerksamkeit ist der Desinfektion der Betten zu beruhigen, und weitere Gewaltthätigkeiten zu verhüten. besinfiziren und die Zugereiften selbst einer der Intubations- und der Leibwäsche des Kranten oder Gestorbenen zu widmen. Die ganze Schuld an diesen bedauerlichen Vorkomminissen tung zu unterstellen, jedoch in schonender Form und so, daß Be es nöthig, daß eine Entschädigung für vernichtete Gegenstände dauer der Cholera entsprechend bemessenen, ärztlichen Beobach- Um der Berheimlichung infizirter Gegenstände vorzubeugen, ist tragen die französischen Unternehmer, die sich selbst durch lästigungen der Personen thunlichst vermieden werden. Schutzölle die freie Konkurrenz vom Hals halten, ihre" 6. Auf die Bevölkerung solcher Flußfahrzeuge, 5. Alle Personen, welche vermöge ihrer Beschäftigung mit Arbeiter aber durch die freie Konkurrenz" mit den Ar- welche zum Frachttransport dienen, sowie auf die Personen, Cholerakranken, deren Effekten oder Entleerungen in Bebeitern des Auslandes zu Hungerlöhnen herabdrücken welche Holzflöße transportiren, ist besonders Acht zu geben. rührung fommen( Krantenwärter, Desinfektoren, wollen.Sofern fie aus einem Choleragebiet kommen oder auf der Reise Wäscherinnen u. s. w.), sind auf die Befolgung der Des sich einem solchen Gebiet genähert habend, sind sie an den Anlege- infektionsvorschriften besonders hinzuweisen. Gladstone in Nöthen. Wir reden jetzt nicht von den stellen ärztlicher Besichtigung zu unterwerfen und je nach deren 6. Sollte sich Mangel an ärztlicher Hilfe, oder Gefahren, welche dem neuen englischen Ministerium auf dem Ergebniß weiter zu behandeln.( Unterbringung etwaiger Kranten, ArzneiDesinfektionsmitteln fühlbar Gebiete der inneren Politik drohen, sondern von den Desinfektion der Effekten 2c.) machen oder zu befürchten sein, so ist bei Zeiten für Abhilfe zu Schwierigkeiten, welche ihm Rußland soeben durch das Vor- Bost( Brief- und Packet-) Sendungen, sowie des Gepäc 7. Jm Uebrigen ist eine Beschränkung des Verkehrs mit forgen. bringen gegen Afghanistan auf dem Gebiete der auswärtigen und Gütervertebrs nicht anzurathen. Politik bereitet hat. Diese russischen Diplomaten sind so 8. Für Bereitstellung von Krantenräumen( Baracken oder rücksichtslos! Der große alte Mann" hat ihnen bei hundert dergl.) in ausreichendem Maße ist bei Seiten zu forgen. # gewährt werde. Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum Neue Welt. Bergſglo- Brauerei, saßenhaide. Allgem. deutscher Lapezirer- Verein. gegenüber keinerlei Verantwortung Lektes Kinder- Fest it here. f. 1 lebender schat. Theater. Mittwoch, den 31. Auguft. Opernhaus. Cosi fan tutto( So machen es Alle). Schauspielhaus. Was ihr wollt. Leffing- Theater. Das alte Lied. Kroll's Theater. Der Freischüß. Sonnabend, den 3. September 1892: 1764b großer Gratis- Verloosung. Hauptgewinn: Puppen- Theater. Bonbonregen. Stangenklettern. Wettlaufen. Fackelzag. Grosses Familien- Kränzchen Komiker- Vorstellung.- Pantomime.- Ball. Entree 15 Pf. Kinder 10 Pf. bien Anfang 4 Uhr. Die Munk wird ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung, in Boltz' oberem Saal, Alte Jakobstr. 75. Donnerstag: Schlacht bei Sedan. Konzert. erhalten. Einmaliges unter gütiger Mitwirkung des Gesang- und Charakter- Komiters Hrn. Kuphal. Monstre- Feuerwerk. HF Herren 50, Damen 25#fg. Billets sind zu haben bei Engel, Wilhelmstr. 21; Grimpe, Waldemars Hasenhaide, ftraße 3; Wachsen, Pallisadenstr. 72; sowie im Restaurant, Alte Jakobstr. 92. Anfang 8 Uhr. 5 Bergmann- StraßenHente, Mittwoch, den 31. Auguft cr.: Letztes Th. Keller's Hofjäger, Ecke. Das Komitee. 463/2 Hierzu ladet ergebenst ein NB. Die nächste Versammlung findet am Montag, 5. September, in demselben Lokale statt. Tagesordnung, äußerst wichtig, wird in der Versammlung bekannt gemacht. Um zahlreichen Besuch ersucht Berliner Theater. Dorf und Stadt. Ernte- Fest uch bondlider Site at genannte sie den Residenz- Theater. Denise. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Zigeunerbaron. Thomas- Theater. Ein Spiegel. Oftend- Theater. Das Stieftind des Proletariers. Bellealliance Theater. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Adolph Grant- Theater. Fräulein Feldwebel. Adolph Ernst- Theater. HF Letzte Woche! Fräulein Feldwebel. Gesangsposse in 3 Atten von Ed. Jacobsohn und W. Mannstädt. Musik von G. Steffens. We Anfang 7%, Uhr. vi Morgen: Dieselbe Vorstellung. Der Sommergarten ist geöffnet. Sonnabend, den 3. Sept.: Zum 1. Male: Die wilde Madonna. Gesangsposse in 3 Aften v.Leon Treptow. Musit von G. Steffens. Couplets von G. Görss. Mit neuen Dekorationen und Kostümen. Viktoria- Brauerei. H Lützow Straße 111/112. Im Konzertgarten resp. Saal) Verloosung, Hahnenschlagen, Sackhüpfen etc. etc. Im großen Saale: Ball. Großes Militär-- Konzert. Marionetten- Theater- Vorstell. Volksbeluftigungen. Abends: Großer Fackelzug und bengalische Beleuchtung. Anfang 4 Uhr. Entree 15 Pf., vorher 10 Pf.( Kinderbillets 15 Pf.) A. Froelich. Freitag, 2. September( Sedantag): Grosses Volksfest, Feuerwerk etc. Unter d. Protectorat I. Maj. d. Kaiserin Friedrich AUSSTELLUNG von Wohnungs- Einrichtungen und damit verwandter Gewerbe BERLIN 1892 13. August bis Mitte October Ausstellungspark am Lehrter Bahnhof Geöffnet von 10 Uhr Morgens bis 9 Uhr Abends Eintritt 50 Pf. 9884 816 M Läglich Sonnabends): Brauerei Borussia, Niederschöneweide, Johannisthal, Oberspree. Jeden Sonntag und Mittwoch: Gr. Militärkonzert u. Ball Stettiner Sänger. Kaffeeküche ist geöffnet. [ 2560L] Fr. Dolinski. Stets wechselnd. Programm. Meerschaum-, Bernstein- und Elfenbein- Waaren. Anfang 8 Uhr. Spezialität: Porträts bewährter sozialistischer Führer( Laffalle, Sonntags7 Uhr. Mare n. 3.) in Bigarrenspitzen, Pfeifenköpfen, Shlipsnadeln, Entree 50 Pfg. Manschettenknöpfen, Stöcken, Brochen. Bütten. En gros. En détail. Wochentagsbillets à 40 Pf.( S. Platate.) 2274 L B. Günzel, jeht Lothringerstr. 53, am Rosenthaler Thor. PassagePanopticum. Arbeiter- Bildungs- Schule. Neu! Blaue Grotte Lehrplan für das III. Quartal 1892. Die Stunden fallen wie bisher Wochentags von bis 10% Uhr Abends. mit Wasser, Kähnen u. Beleuchtungseffekten. Neu! Eine Kriminalgeschichte in fieben lebensgroßen Gruppen. Castan's 8 Montag Dienstag. Mittwoch. do. Nordschule. Müllerstr. 179a. . Buchführung. Geschichte( mittl.). Deutsch( ob.). Rechnen. Donnerstag.... Deutsch( mittl.). ak do. dp. Panoptikum. Freitag. Geöffnet von 9 Uhr Morgens Sonnabend bis 10 Uhr Abends. Montag . * do. • Gratweil's Bierhallen Dienstag Kommandantenstraße 77-79. Mittwoch. Täglich: Auftr. d. Germania- Freitag.. Konzert- u. Couplet- Sonnabend Sänger. ( Damen u. Herren.) Wochentag frei. Sonntag Entree 30 Bf. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch, We Bwei Säle zu Versammlungen und Vergnügungen, fowie 6 Billards, 3 Kegelbahnen. F. Sodtke. Feen Palast Burgstr. 22, neben der Börse. Wieder- Eröffnung Sonnabend, den 3. Sept. 1892. Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80/81. Donnerstag * Chemie. Deutsch( unt.). Physiologie. Ostschule. Markusstr. 31. Buchführung. Physiologie. Deutsch( mittl.). Rechnen. Geschichte( mittl.). Deutsch( unt.). Südschule. Hagelsbergerstr. 43. Deutsch( ob.). Deutsch( mittl.). Geschichte( neu), Rechnen. Buchführung( doppelte). Deutsch( unt.). Südost- Schule. Reichenberger str. 133. Rechnen. Deutsch( mittl.). Mathematit. Deutsch( ob.). Geschichte( alt). Deutsch( unt.). Buchführung. Die mit bezeichneten Stunden werden mit Benutzung der DoppelRäume ertheilt. Für alle vier Schulen: an jedem Sonntag Vormittags 10-12 Uhr: Nationa!-Oekonomie in den Armin- Hallen", Kommandantenstr. 20. In alle Zehrfächer- mit" Ausnahme Buchführung können noch Schüler und Schülerinnen eintreten. Die Zahlung der Beiträge und Aufnahme neuer Mitglieder fann an endstehenden Zahlstellen, deren je eine auch in jeder Schule errichtet ist, erfolgen. Dafelbst wollen auch die Theilnehmer und Theilnehmerinnen am Unterricht ihre Schulkarten einlösen. Beitrag mindestens 25 Pf. monatlich, Schulgeld monatlich 50 Pf. An den mit bezeichneten Zahlstellen sind auch Billets zur Urania à 25 Pf.( welche letztere dann nur noch eine Nachzahlung von 25 Pf. bedingen) gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches zu haben. Tie Zahlstellen find folgende: S. Südschule, Hagelsbergerstr. 43. * Börner, Ritterstr. 108. Gründel, Dresdenerstr. 116, Klein, Schönleinftr. 6. SO. Südostschule, Reichenbergerstr. 183. Kehr, Röpniderstr. 126. * Schulz, Admiralstr. 40 a, Ulrich, Wrangelstr. 84. Zubeil, Naunynftr. 86. Schayer, Reichenbergerstr. 54. Täglich: Gr. Konzert, Theater Grube, Mariendorferstr. 10. und Spezialitäten. Entree 30 Pfg. Hellmuth Peters. Anfang 4 Uhr. 2289L Gesangslehrer für Lichterfelde gesucht. Reflektanten bitte sich an August Genandt, Prinz Heinrichstraße 7, Gr. Lichterfelde, zu wenden, * Fafforke, Junkerstr. 1. Goepel, Razzbachstr. 1. * Antrick, Steinmezstr. 60. Flick, Simeonstr. 23. 0. Ostschule, Markusstr. 31. A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. E. Böhl, Frankfurter Allee 74. Radke, Krautstr. 48. 489/7 2905L * Lock, Friedrichsbergerstr. 11. Tempel, Breslauerstr. 27. C. * Berndt, Alte Schönhauserstr. 18. Wernau, Rosenstr. 30. N. Nordschule, Müllerstr. 179a. Krause, Pappel- Allee 3/4. Abraham, Straßburgerstr. 5. * Gleinert, Müllerstr. 174. Gnadt, Brunnenstr. 38. Kleinau, Gartenstr. 171. Lehmann, Brunnenſtr. 83. Schmidt, Tresckowstr. 24. Thierbach, Schwedterstr. 44. Raabe, Ruppinerstr. 42. * Scholz, Rastanien- Allee 35. NO. * Gumpel, Barnimstr. 42. Drescher, Linienfit. 50. NW. * Vogtherr, Stephanstr. 27a. Voss, Lübeckerstr. 8. Der Vorstand. Die Ortsverwaltung. Große öffentliche Versammlung sämmtl. Hausdiener und Berufsgenossen am Mittwoch, den 31. Auguft, Abends 9 hr, in der ,, Berliner Resource", Kommandantenstraße Nr. 57. Tagesordnung: 1. Das Gewerbe- Schiedsgericht. Referent: Oswald Grauer. 2. Diskussion event. Wahl der Kandidaten zu demselben. 3. Bericht der Einigungs- Kommission. 4. Anträge zur Berliner Konferenz. 1763b Der Vertrauensmann. Deffentliche Versammlung sämmtl. Interessenten d. Genossenschafts- Bäckerei am Donnerstag, 1. September, Abends 8 Uhr, im ,, Wedding- Park", Müllerkraker. 178. Tagesordnung: 1. Die Mißstände in der Genossenschafts- Bäckerei. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes.( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht.) Berichterstattern ist der Zutritt gestattet. 1769b Der Einberufer. Oeffentl. Volksversammlung für Rummelsburg und Umgegend am Sonnabend, den 3. Sept., Abends 8 1hr, in Weigel's Ball- Salon, Ecke d. Göthe- u. Thürrschmidtstr. Tages Ordnung: = 1. Vortrag über:" Anarchismus, Sozialismus n. Kommunismus". Referent: Reichstags- Abgeordneter Wilhelm Liebknecht. 2. Diskussion. 484/18 3. Berichterstattung der Revisoren des Wahlkomitees der Kommunalwahlen. 4. Verschiedenes. Entree nach Belieben. Die Versammlung wird sehr pünktlich eröffnet. Der Vertrauensmann. Achtung! Achtung! Steglit, Friedenau und Umgegend. Sonntag, den 4. September, im Kurhaus zu Friedenau: Lassalle- Feier bestehend in Konzert. Ball. Festrede des Genoffen Stabernack. Auszug der Närgler. Lebende Bilder. Kinder- Fackelzug, wozu jedes Rind eine Stoclaterne gratis erhält. Eintritt 20 Pf. Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 40 Pf. nach. Das Komitee. 498/16 Achtung! Achtung! Der Arbeiterschaft Berlins und Umgegend, sowie allen politischen und gewerkschaftlichen Vereinen hiermit G. Jahnke, a 35 Rügenerzur Kenntniß, daß der Musiker wohnhaft, aus unserer Vereinigung ausgeschlossen werden mußte, weil sich derselbe einen großen Vertrauensbruch als Kassirer unserer Ber einigung hat zu Schulden kommen lassen. Freie Vereinigung der Sivil- Berufsmusiker Berlins. Der Vorstand. Achtung! Achtung! Sonnabend, den 3. Sept.: Zur Laffalle- Feier 457/15 unserem Sangesbruder und Genoffen Franz Wendt zu seinem 25jährigen Gänger- Jubiläum ein dreifach donn. Lebehoch. Möge es ihm vergönnt sein, feine Stimme in unserem Kreise noch Nachtpartiep.Dampfer recht lange ertönen zu laſſen.[ 1760b nach Hankel's Ablage. Abfahrt von Alt- Berlin( Stralauerstr.) mit Dampfer Milow" Abends 9 Uhr, " Gefangverein ,, Liedesfreiheit". Ankunft 11 Uhr. Preis für Hin- und Den Genossen und Genossinnen zur Retourfahrt 50 fg. 2902L Nachricht, daß am 28. August nach Hierzu ladet alle Genossen freund- langem Krantenlager der Maurer lichst ein Max Schrobbach. Achtung! Von der Berloosung im Bittoria- Bart find folgende Gewinne verfchied. 185 193 176 66 86 151 219. bei mir abzuholen: Nr. 94 220 167 [ 29049 Carl Scholz, Wrangelſtr. 32. Arbeitsmarkt. Sattler, selbständiger Arbeiter, auf engl. Kummete, gegen hohen Lohn bei dauernder Stellung sofort gesucht. Ang. Hoffschmidt, Halle a. G., Lindenstr. 16a. 692M Tücht. Marmorschleifer, aber nur solchen, verlangt F. Priek, Mathias straße 3, Ecke Landsberger Allee.[ 1767b Karl Schulz 391/13 Er war ein Kämpfer für Freiheit, Wahrheit und Recht. tag, den 1. September, Nachmittags Die Beerdigung findet am Donners 5 Uhr, von der Leichenhalle des Krankenhauses St. Urban, nach dem Friedhof der Freireligiösen Gemeinde in der Pappel- Allee, statt. Um rege Betheiligung bitten Die Vertrauenslente des 4. Berl. Reichstags- Wahlkreises. ( Osten). Ein treuer Kämpfer für die Sache des Voltes schieb am 29. Auguft dahin, 17736 der Zapezirer Schneiderlehrling, der bereits feit Edmund Levin. dem 1. April gel. hat, sucht and. anst. Die Beerdigung findet auf dem Kirch Meister. Adresse: Frau Thonad, hofe der Zionsgemeinde in Weißenfee Adalbertstr. 98. 1765b am 1. September, 1 Uhr Mittags, von der Leichenhalle aus, statt. Brotfabrik. Adolf Schenka, Genossen und Freunden die traurige Nachricht, daß unser Mitglied, der Ein zur technischen Leitung u. Ein Schneider 452/14 richtung befähigter Fachmann wird um Aufgabe seiner Adresse unter A. 101 an die Exped. der„ Thüringer Tribüne" am 29. August, früh 434 Uhr, an der in Erfurt ersucht. 2903L Proletarierkrankheit verstorben ist. Die Beerdigung find. am Donnerstag, A senten uns acquifiteure von einer ben 1. Cept., Borm. 9 Uhr, von bo Feuer Versicherungs- Gesellschaft Leichenhalle des Krankenhauses am gegen hohe Provision gesucht. Offerten Friedrichshain aus, statt. sub F. 6 nimmt die Expedition des Lese- und Diskutirklub Emanzipation. Vorwärts" entgegen. Der Vorstand. 1262b Berantwortlicher Redakteur:( J. VB.) Max Held in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. < Beilage zum„Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 303. Mittwoch, den 31. Angnst 1893. 9. Jahrg. Uon der Cholera� AliS H a m b u r g wird der„Vosfischen Zeitung" von einem Arzte geschrieben:„Die Lage der Dinge in Hamburg ist nach rme vor überaus ernst. Als das Wetter umschlug, hoffte man. daß die Erkrankungszahl herabgehen werde. Diese Annahme hat sich aber als irrig erwiesen. Am Sonntag war geradezu herbst- liches Wetter, und doch ist die Arbeit der Aerzte ganz un- vermindert geblieben. Ein vielbeschäftigter Arzt auf St. Pauli willfahrte meinem Ansuchen, ihn aus seinem ärztlichen Gange ein Stück weit begleiten zu dürfen. Dq ist mir eines insbesondere anfgefallen. Die stumpfe Resignation, mit welcher die arbeitende Bevölkerung sich in die Schrecken der Seuche ergiebt. Wie etwas Selbstverständliches wird die Anordnung des Arztes zur Heber- führung des Kranken in das Cholerahospital entgegengenommen. In einem Hausquartier, das ich mit besuchte. war eine Frau mit zwei Kindern der Seuche erlegen. Nach ihnen erlrankte ein Einlieger oder Schlafbursche der Familie. Da übernahm es, weil kein anderer zur Stelle war, ein halbwüchsiges Mädchen, den Transport des Kranken zu ver- anlasse». An anderer Stelle war der Todtenschcin für einen Hasenarbeiter auszufertigen. Ohne Thräne und ohne einen Klagelaut, ohne mehr Worte zu machen als gerade uothwendig waren, brachte die Frau Dinte und Feder berdei. Als wir das Haus verließen, hörte ich. wie der Wirth Klage darüber führte, daß es bis zur Abholung der Leichen so lange dauere. Aber auch ohne daß man einen Arzt auf seinem Gange begleitet, be- kommt man. und zwar auf offener Straße, des Elends genug zu sehen. Hier begegnet man einem der improvisirten Kranken- wagen, an dessen Fenster man das erdfahle Gesicht eines Cholera- kranken erblickt. Dort sieht man in etwas schnellerer Gangart einen Leichenttansport-Wagen dahin fahren. Weiter auf seinein Wege stößt man vor einem Hause aus eine Ansammlung von Frauen. Männern und Kindern, welche zuschaue», wie ein Kranker fortgeschafft wird. Dicht umlagert sah ich Nachmittags das Portal des Eppendorser Krankenhauses, bei dem Transportwagen stetig aus- und einfuhren. Vielfach hört man �in Hamburg der Medizinal- Verwaltung den Vorwurf machen, daß die Vorkehrungen gegen die Cholera nicht hinreichend und rechtzeitig getroffen wurden. Auch im ärztlichen Verein von Hamburg kam am Sonnabend Abend dieser Umstand zur Sprache, dawider wird zur Entlastunc der Hamburger Behörde, wohl mit Recht, ins Feld geführt, daj man auf einen Cholera-Einsall von so plötzlicher und außer gewöhnlicher Heftigkeit durchaus nicht gerüstet sein konnte; gegen eine Seuche von so verheerender Gewalt wie die jetzige Hain- burger sei überhaupt nur wenig auszurichten. Eines sollten aber die Vorgänge in Hamburg lehren: daß man sich beim Bestehen der Choleragesahr, nicht wie es jetzt in Berlin geschieht, auf das Abwarten legt. Jeder Tag des Wartens kann unsäglichen Schaden an Menschenleben bringen; rüstet man aber, und die Cholera verschont Berlin, so wäre das immerhin nur ein Verlust un Geld." Demselben Blatt wird auS Hamb urg unterm 29. d. gemeldet: „Der Polizeiches Senator Dr. H a ch m a n n theilte in der Bürger- schafts-Sitzung mit, daß bis heute MitststJ von 3400 Erkrankten etwa 1070 gestorben seien, und sprach sich zuversicht- lich dahin auS, daß die Seuche ebenso schnell schwinden werde, wie sie gekommen. Das Mitglied Gerard verlangte unter lautem Beifall der überfüllten Tribünen die sofortige Absetzung des Medizinalinspektors Dr. Kraus, welcher die Cholera- diagnose um mehrere Tage zu spät gestellt habe.') Aussehen er- regte ferner die Mittheilung des Bürgerschasts-Mitgliedes und Arztes Dr. Hagedorn, wonach das Reich s-Gesundheits- amt nicht aufVeranlassung Hamburgs, sondern aus diejenige der viel später infizirten Stadt Altona Beamte nach Hamburg entsendet habe." Wenn Dr. Kraus seines Amtes entsetzt würde, so wäre dies gerechtsertigt, aber mit ihm müßte der ganze Patrizierklünael, der die Freie und Hansestadt Hamburg kraft seiner Geldsack- Vorrechte deherrscht, kurzer Hand sortgeschickt werden. Kraus ist nur ein Beamter jener Geschlechter-Klique, die in Hamburg regiert, während die große Masse der Steuerzahler„nix to seggen" hat. Das schofelste K r ä m e r- I n t e r e s s e ist die Triebfeder der hamburgischen Bourgeois- Politik, die Angst vor einer Schädigung des„süßen Handels" war die Haupt- Ursache jener Taktik des Todtschweigens, die nicht mit Menschen- leben, sondern mit Kaffeesäcken, nicht mit Staatsbürgern, sondern mit Petroleum-Tankschiffen rechnet, und nicht blos Hamburg, sondern ganz Deutschland bedroht. Offen, sofort offen eingestehen, daß die asiatische Cholera in Hamburg ihren Einzug gehalten hat, heißt die Renste der Rheder, der Kaffeekönige, der Händ- ler, der Makler, der Börsenspekulanten, der Assekuradeure um etliche Prozente herab- setzen. Und heilig, dreimal heilig ist das Eigenthum. Es ist ein Sakrileg, die prosttlichen Geschäfte zu störe», das Kaffee- Termingeschäft ist ein Tempel, hütet euch vor der Tempel- schändung und schweigt von der Cholera! Daran trägt natürlich die Schuld Herr KrauZ, wie die Schuld am Kulturkampf nicht etwa trug Bismarck, der Busen- freund des Hamburger Patrizierthnms, sondern der obskure Ge- heimderalh Krätzig. Die Unsähigkeit der Bourgeoisie zur Durchführung öffent- licher Aufgaben tritt Haarschars zu Tage in Hamburg. Welche jainmerliche Verwaltungs- Politik, die der Stadl gesundheitsschädliches Trinkwasser liefert I Der Stadt, d. h. dem„Mob", der sich nicht Sekt und Rothwein kaufen kann! Der Polizeichef Dr. H a ch m a n n erklärt so zuversichtlich. daß die Cholera so schnell gehen werde, wie sie gekommen sei. Das ist derselbe Dr. Hachmann. der unter dem Sozialistengesetz für Hamburg der kleine Puttkamer war, der rücksichtslos verbot, beschlagnahmte, unterdrückte, der mit beispielloser Härte nicht blos die Preßzensur übte. Glaubt Herr Hachmann etwa, es herrsche noch der kleine Belagerungszustand in Hamburg und die asiatische Cholera lasse sich ausweisen wie ein armer Teufel von Zigarrenarbeiler oder Tischlergescll? Rathlos und hilflos steht die Hamburger Geldsack-Koterie der Seuche gegenüber, die nur da erntet, wo bodenlose Loddrigkeit der Verwaltung, engherzig st e Kapitalisten-Selbstsucht, unglaubliche Be- *) Nach dem Berichte des„Hamburger Echo"(Nr. 203 vom 30. d. M.) sagt« Dr. Hachmann:„Vor etwa acht Tagen, am 22. August, Mittags, gelangte der erste Bericht des Medizinal- inspektors. Herrn Dr. Kraus, in meine Hände. Darin heißt es: „Ich erlaube mir anzuzeigen, daß ich glaube, daß die Cholera hier ausgebrochen ist.(Lachen.) Am 17. August trat der erste Erkrankungsfall ei», am 13. August häuften sich die Fälle. Eine wiffenschaftliche Entscheidung darüber, ob die asiatische Cholera vorliegt, kann ich erst geben, wenn die mit der Untersuchung be- trauten Faktoren das Vorhandensein des Bazillus nachweisen." Der Nachweis des Vorhandenseins des Bazillus wurde am 22. August erbracht, aber nicht bei dem am 17. August Ver- porbenen, sondern bei am 16. und 19. August Erkrankten und Verstorbenen. Damit war die asiatische Cholera als vor- Händen lonstatirl." schränktheit eines verzopften, vervetterten und leistungsunfähigen Geschlechterregiments gefäet haben. Hier hat die Kritik schonungslos einzusetzen, die Impotenz der Kapitalistenklasse, sobald gesellschaftliche Funktionen in Frage stehen, zu geißeln, und nicht die Handlanger des Regimes. die Krethi und Plethi, die den Herrschenden zu Diensten sind? sondern diese Herrschenden selbst in ihres Wesens Herrlichkeit dem Volke zu zeigen. Die Mehrheit der Hamburgischen Bevölkerung bekennt sich zur Sozialdemokratie, alle drei Reichstags-Wahlkreise haben Arbeitervertreter, in der stadtstaatlichen Ver- waltung herrscht eine lächerlich kleine Gruppe von Großkapitalisten. die Arbeiterschaft zahlt zwar Steuern, trägt alle Lasten, ist aber von allen Rechten ausgeschlossen. Es lebe der Zensus! heißt die Losung. Wenn je, so ist angesichts der jetzt zu Tage tretenden Kläglichkeit des herrschenden Systems der Weg geebnet, um die verrottete Protzenwirthschaft abHausen zu machen. Nach den furchtbaren Lehren der Cholera- Epidemie wird die Einsicht sesbst dem Blödesten aufgehen, daß eine Verwaltung, die eine gtößere Zahl sozialpolitisch denkender Mitglieder hat. nicht blos den Feind bekämpft, wenn er erscheint. sondern diejenige Strategie verfolgt, die in Gesund- heitspflcge und sozialer Reform allein grundsätzlich ist, die Strategie des Vorbeugens, die Prophylaxis. Und schrillt nicht in das furchtbare Trauerspiel der Ham- burger Seuche das Schellengeklingel der Narrheit, erscheint nicht der Hanswurst aus der Bühne und erklärt durch den Mund des staatlichen Krankenhaus-Kolleginms:„Bei dem Umfang, den die Cholera-Epidemie in unserer Vaterstadt an- genommen hat, fehlt es in den Krankenhäusern und den pro- visorisch eingerichteten Lazarethen an Pflegekräften. Patriotische junge Männer und Frauen werden dringend aufgefordert, Hilfsdienste als Pfleger und Pflegerinnen zu leisten"! Tragödie, ragikomödie! •• Dem„Reichs-Anzeiger"(Nr. 204 vom 30. d. M.) entnehmen wir Folgendes: Den, kaiserlichen Gesundheitsamt wird amt- l i ch aus Hamburg gemeldet, daß daselbst am 29. August 447 Erkrankungen und 173 Todesfälle an Cholera vorgekommen sind. Am 27. August wurden aus dem Regierungsbezirk Stade je ein Choleratodcsfall aus Königreich und Neuenfelde(Kr. Jork) und eine Erkrankung aus W i s ch h a f e n(Kr. Kehdingen) gemeldet, am 30. August eine Erkrankung aus Buxtehude. Aus dem Regierungsbezirk Schleswig liegen folgende Nachrichte» vor: Altona 28. August 35 Erkr., 15 Todesfälle, W a n d s b e ck 27. August 5 Erkr.. 3 Todesfälle, 28. August 2 Erkr.. 1 Todesfall. Kiel 26. August 4 Erkr.. 27. August 3 Erkr.. 3 Todesfälle, 23. August 4 Erkr., Elmshorn und Blankenese am 27. August je 1 Todesfall. H e m m e (Süderdithmarschen) am 27. August 1 Erkr., Lauenburg 27. August 19 Erkr., 5 Todesfälle, 28. August 15 Erkr., 2 Todesfälle, Hinschenfelde(Stormarn) 27. August 1 Er- krankung, 28. August 2 Erkr.. 1 Todesfall, S ch i f f b e ck(Stor- marn) 27. August 1 Erkr., Poppenbüttel(Stormarn) 28. August 2 Erkr., 1 Todesfall, Rethwischfeld(Stormarn) 28. August 1 Erkr., Rendsburg, Schülp(Kreis Rends- bürg), S u k st o r f(Kr. Kiel), Pinneberg und Heid- graben(Kr. Pinneberg) je 1 Erkr. am 29. August; ferner aus dem Regierungsbezirk Lüneburg: Uelzen 27. August, Lauenburg(sie)(Kr. Harburg), 29. August, und Over(Kr. Harburg), 30. August je 1 Todesfall. Im Krankenhause zu Leipzig wnrde bei einem auS Hamburg gekommenen Schlosser am 29. August die Cholera fest- gestellt. Dem„Hamburger Echo" entnehmen wir folgenden Be- richt der Zahl der in Hamburg gemeldeten Erkrankungen und Sterbesälle an Cholera: Zahl der Datum Erkrankungen Sterbefälle 26. August 416 150 27.„ 433 145 23.„ 143 72 Durch Hamburger Arbeiter wurde die Cholera in Mecklenburg eingeschleppt. Bisher wurden im Süden und Südwesten des Landes an der Elbe zwei Todesfälle und drei Erkrankungen festgestellt. „Im Polizeigefängniß zu Altona, schreibt die „Nalional-Zeitung"(Nr. 500 vom 30. d. Mls.) ist die Cholera konstatirt worden. Mit Rücksicht darauf hat der Justiz- m i n i st e r angeordnet, daß die„leichteren" Straf- und Untersuchungsgesangenen einstweilen aus dem Altonaer Gefängniß entlassen werden, um einer Uebersüllung vorzubeugen. Infolge dieser Verfügung gelangten etwa 150 Personen vor- läufig zur Entlassung.— Im Einverständniß mit der Behörde haben die Vorstände sämmtlicher Kampfgenossen- und Krieger- vereine von Altona und Ottensen beschlossen, für dieses Jahr unter Berücksichtigung der Lage der Dinge von der Veranstaltung einer Sedanseier Abstand zu nehmen." Bremen, 30. August. Wie„Bösmann's telegraphisches Bureau" erfährt, wird der Norddeutsche Lloyd aus jedem der von hier abgehenden Passagierdampfer bis auf Weiteres zwei Aerzte anstellen. Die Desinfektion der Dampfer wird mit größter Sorgfall täglich ausgeführt und von den Aerzten persönlich über- wacht. Das gesamnile Gepäck der Reisenden wird in einer Baracke, die für diesen Zweck erbaut ist, desinfizirt. An die Mannschaft sowie an die Paffagiere wird während der Fahrt nur abgekochtes oder mit einigen Tropfen Salzsäure vermischtes Wasser verabreicht. D a r m st a d t, 29. August. Der Sohn des Bäckermeisters Bopp in der Mühlstraße ist an der asiatischen Cholera erkrankt. Er kommt von Hamburg. Die Behörden trafen die entschiedensten Maßregeln.(„Frks. Ztg.") Nürnberg, 29. August. Der diesjährige deutsche Natur- forscher- und Aerztetag ist wegen der Cholera abgesagt worden. In H i r s ch b e r g ist wegen der drohenden Choleragefahr von der Abhaltung eines Kinder- und Volksfestes am Sedantage Abstand genommen worden. K o h l f u r t, 29. August. Durch Medizinalbeamte fand auf dem hiesigen Bahnhof die Einsetzung einer Sanitätswache und die Errichtung einer Krankenstation stall. Sämmlliche Züge werden auf choleraverdächtige Reisende untersucht. Halle a. S., 30. August. Nach Mittheilung des Ober- bürgermeisters Staude in der gestrigen Stadtverordneten-Sitzung hat die ärztlich« Beobachtung der beiden choleravcrdächtigen Er- krankungen Wurstvergistung im ersten und Durchfall ohne Er- brechen im zweiten Fall ergeben. T h o r n, 30. August. Gestern ist hier der erste Cholerafall vorgekommen. Der der hiesigen Jsolirstation eingelieferte er- krankte Arbeiter Schönwald verstarb kurz nach der Ankunft. Der Garnison ist das Baden in der Weichsel verboten worden. Frankfurt a. M., 30. August. Die„Franks. Ztg." er- klärt die gestrige Nachricht über den Ausbruch der Cholera für unzutreffend. Bremen, 30. August. Diese Nacht ilt ein zweiter Cholera- Todesfall vorgekommen; heute wurden zwei Erkrankungen ge- meldet. Die Schwimmbäder sind geschlossen. In Bremerhafen hat sich bis jetzt kein Cholerafall ereignet. Der Frachtverkehr zu Schiff mit Hamburg ist geschlossen. Kopenhagen, 30. August. Bau-Jnspektor Professor W. Th. Walther ist in Aarhus im Alter von 73 Jahren kurz nach seiner Ankunft aus Hamburg unter choleraähnlichen Symptomen gestorben.''Dozent Salomonfen an der hiesigen Universität, ein Schüler Koch's, ist telegraphisch nach Aarhus be- rufen worden, um bakteriologische Untersuchungen bei der Sektion vorzunehmen. Kopenhagen, 30. August. Durch Verfügung der Re- gierung wird die Einfuhr mit der Post aus Deutschland von Lumpen, gebrauchter Watte, Kratzwolle, Papierabfall, Frucht, Gemüse und Blumen verboten. Gebrauchte Wäsche. Kleidungs- stücke und Betten können mit der Post nur eingeführt werden, wenn sie per Schiff über Warnemünde, Lübeck oder Kiel befördert werden. Alle Packet«, welche Gegenstände der bezeichneten Art enthalten, werden nach der Zollrevision von den Grenz-Post- anstalten zurückgesandt; gleiches geschieht auch mit Waaren- proben. Helsingborg, 30. August. Die Verwaltung der schwe- dischen Westküstenbahn hat Krankenpflegerinnen engagirt, welche seit Freitag aus allen Hauptziigen mitfolgen und besonders mit Zügen, welche durchreisende Passagiere befördern. Jede Kranken- pflegerin ist mit Medizin und Desinfektionsmitteln versehen und hat das Recht, die nöthigen Jsolirungen anordnen zu können. H a v r e, 29. August. Gestern sind hier 60 Cholera- Erkrankungen und 24 Todesfälle vorgekommen. Petersburg, 29. August.(Amtliche Mittheilung.) Im Gouvernement Ssamara erkrankten am 27. d. M. 501 Personen an der Cholera und starben 302, im Gouvernement Ssaratow er- krankten 530 und starben 253, im Gouvernement Rjäsan erkrankten 200 und starben 82; am 26. und 27. d. M. erkrankten im Gouvernement Tambow 419 und starben 191, im Jekaterinodar- gebiet kamen 970 Erkrankungen und 560 Todesfälle vor; in den Städten ist die Epidemie im Abnehmen begriffen, zum Theil bereits erloschen. Nach Meldungen aus Persien wären bis zum 19. August in Tabris etwa 1000 Todesfälle vor- gekommen. In Astara nehme die Epidemie ab, in Ardebil zu. Antwerpen, 29. August. In einem hiesigen Hospital sind heute zwei Personen an der Cholera erkrankt und zwei ge- storben.— 30. August. Seit gestern sind hier 22 Cholera- Erkrankungen und 4 Todesfälle vorgekommen. Die im Hafen liegenden infizirten Schiffe werden an einer mitten im Flusse be- legenen Stelle isolirt und einer gründlichen Desinfektion unter- zogen werden. Kopenhagen. 29. August. Gegenüber den Herkünften aus den deutschen Nordseehäfen von der dänischen bis zur holländischen Grenze ist heute eine Quarantäne angeordnet worden. London, 29. August. Um die unbeschränkte Einwände- rung bedürftiger Ausländer, welche die Cholera verbreiten könnten, zu verhindern, beschloß die Regierung Verordnungen zu erlassen, wonach sämmtliche Schiffsahrts-Gesellschaften verpflichtet werden, an Bord ihrer Schiffe alle diejenigen Auswanderer zurück- zuhalten, welche nicht genaue Auskunft über diejenigen Personen geben können, bei denen sie zu wohnen beabsichtigen. Der Zweck der Maßregel ist die Benachrichtigung der Lokalbehörde, damit die- selbe die Ueberwachung der betreffenden Personen ausüben könne. Amsterdam, 29. August. Ein heute auf dem Dampfer „Urania" gestorbener Heizer ist, wie ein Medizinalinspektor fest- gestellt hat, der asiatischen Cholera erlegen. Die Leiche ist heute beerdigt worden. Die Sanitätskommisston hat Maßregeln ge- troffen, um die weitere Ausbreitung der Cholera zu verhindern. Wien, 29. August. Die Landesbehörden sind angewiesen worden, infolge Fortdauer des ungünstigen Gesundheitszustandes in Frankreich den Reisenden aus Frankreich gegenüber dieselben sanitären Maßnahmen anzuwenden wie bei Reisenden aus Ruß- land und dem Deutschen Reiche. So sollen auch die französischen Reisenden einer fünftägigen ärztlichen Ueberwachung unterworfen werden. Der Verkehr direkter Eisenbahnwagen von Berlin durch Tirol ist eingestellt. Der Wagenwechsel sowie die ärztliche Re- vision der Reisenden und des Gepäcks findet in Kufstein statt. Bern, 30. August. Der Bundesrath hat ein am 2. Sep- tember in Kraft tretendes Verbot der Ein- und Durchfuhr von tischen, Schalthieren. als Austern, Scekrebsen re.. ferner von aviar aus Rußland, Deutschland, Belgien und Frankreich, mit Ausnahme von direkten Sendungen aus den Mitlelmeerstationen, sowie Büchsenpräparaten erlassen. Ferner ist ein Rundschreiben des Bundesralhs an die Kantone betreffend Maßnahmen zum Schutze gegen die Cholera, sowie eine Anleitung zur Desinfektion und eine Verordnung über Maßnahmen betreffend die Verkehrs- anstalten publizirt. Am 1. September sollen Desinfektions- beamte und Aerzte zur Ueberwachung des Personenverkehrs er- nannt werden. San tander, 30. August. Sämmtliche Schiffe, die auS verseuchten Häfen kommen, müssen in Quarantäne gehen, die da- niit eintreffenden Paffagiere müssen sich einer siebentägigen Beobachtung im Lazareth unterziehen..' H a v r e, 80. Angnst, Gestern kamen hier 71 choleraartige Erkrankungen vor, von denen 17 einen tödtlichen Verlauf nahmen. Wien, 29. August. Der Referent des Obersten Sanitäts- raths Kusy trat heute im Auftrage des Ministerpräsidenten Grasen Taaffe eine Inspektionsreise an zunächst nach Mähren. Schlesien, Galizien und der Bukowina behufs Information über die gegen die Cholera getroffenen Maßnahmen und behufs mündlichen Meinungsaustausches mit den Landesbehörden bezüglich eines weiteren Vorgehens. Wien, 29. August. Der Minister de? Innern beauftragte die Gesellschaft vom Rothen Kreuze mit Rücksicht auf die Cholera- gefahr die nöthigen sanitären Vorkehrungen zu treffen. Die Bnndesleitung erklärte sich daher heute in Permanenz, um ein- gehend die Frage der Errichtung mehrerer Spitäler undsReserve- baracken zu beralhen. Infolge starken Andranges von Reisenden ans Deutschland auf der Station Halbstadt ist daselbst ein Waggonwechsel, ärztliche Revision der Reisenden und des Gepäcks sowie Desinfektion des letzteren angeordnet worden. Haag, 29. August. Die niederländische Regierung hat anläßlich des Austretens der Cholera in Havre sämmtliche Plätze an der Nordküste von Frankreich von Brest bis zur belgischen Grenze, sowie sämmttiche Plätze in Frankreich, die an Gewässern liegen, welche in den Kanal munden, für von der astatischen Cholera infizirt erklärt. N e w- A o r k, 29. August. Das Gesundheitsamt erließ eine Verordnung, wonach alle Schiffe, die aus Häfen kommen, welch« von der Cholera instzirt sind, einer drei bis fünftägigen Quaran- täne zu unterwerfen sind. Die Reisenden werden nach der Hoff- manninsel gebracht und erst nach erfolgter Desinfizirung des be- treffenden Schiffes darf dasselbe, falls an Bord keine Cholera- fälle vorkamen, in den Hafen einlaufen. Nach einer Meldung aus Panama sind dort alle atlantischen Häfen für Schiffe, welche von choleravcrdächtigen Häfen aus- gelaufen sind, geschlossen. S e m l i n, 29. August. Das Gerücht über den Ausbruch der Cholera im hiesigen Orte ist unbegründet. Der Gesundheils- zustand der Bevölkerung ist ein befriedigender. Die ankomnien- den Schiffe und Eisenbahnzüge, fowie die aus dem Orient antommenden Reisenden werden einer ärztlichen Untersuchung unter zogen. Mons( Belgien), 30. Auguft. 3 Cholerafälle sind in Wasmes konstatirt worden. Paris, 30. August. Gestern haben 56 Cholera- Erkrankungen stattgefunden. Die Gesammtzahl der Kranken im Hospital beträgt 164. 18 Todesfälle sind zu verzeichnen. 13 Personen sind geheilt worden. Havre, 30. August. Hier wurden 60 Erkrankungen und 24 Todesfälle gemeldet. London, 30. Auguft. Ein Ingenieur des Schiffes, Gerona", welches von Hamburg hier eingetroffen, ist in Dundey an der Cholera geftorben. London, 30. August. Hier sind 5 Todesfälle an Cholera Dorgekommen. London, 30. Auguft. In Boston ist ein Arbeiter der asiatischen Cholera erlegen. 2ien, 30. August. Der Handelsminister Marquis Bacquehem hat für die Herkünfte aus den russischen Häfen der Ostsee und aus den Häfen der Elbemündung, sowie für Herkünfte zur See aus den Häfen der Nordküste Frankreichs von der belgischen Grenze bis einschließlich Cherbourg eine siebentägige Beobachtung angeordnet. 213 nothwendige Voraussetzung für einen nutzbringenden Fürsorge für einige in unseren Gemeindedienst beschäftigte Männer Schulunterricht wird mit Recht ein guter Nahrungszustand der obliegen." Es handelte sich um einen Kirchendiener und einen Schüler und ein gesättigter Magen bei denselben erachtet. In Kallanten, die beide der Altersversicherungspflicht unterlagen, und großen Städten sind diese Voraussetzungen feineswegs immer der angeführte Satz stand in einem Birkular, durch welches Witte vorhanden, und in der französischen Hauptstadt hat man diesen zur Gemeinde- Rirchenrathssigung einlud. Die Worte wurden Punft mit vollem Verständniß und in Erwägung aller seiner von den Gemeinde Kirchenrathsmitgliedern einfach und richtig Konsequenzen ins Auge gefaßt. Die Ernährung und Be- verstanden und die Versicherung wurde dem Gesetze gemäß bewirkt. kleidung der Schulkinder wird dort in schonendster Als aber das Konsistorium bezw. der Konsistorialrath Arnold das Weise und ohne daß die Kinder das Bewußtsein empfangen, mit 3irfular revidirte, da war Herr Arnold, der anscheinend von dem diesen Vergünstigungen eine Armen unterstüßung zu genießen, ge- Altersversicherungsgefehe nicht viel weiß, der Meinung, daß Witte handhabt. Die erforderliche Garderobe erhalten Kinder un mit diesem Saze die Kirchenältesten hätte verhöhnen und als inbemittelter Eltern unentgeltlich, und Nahrung wird ihnen aus valide Leute hinstellen wollen.(!) Und der medizinische Gutden Schulkantinen entweder unentgeltlich oder gegen einen hinter achter findet in dem Sage unverständliche, selbst dem Konsistorials den Selbstkosten zurückbleibenden Preis verabreicht. Das Defizit rath Arnold unverständliche Redeweife" und" moquante" Absicht. wird aus der städtischen Kasse gedeckt. In Lyon und in andern Er verstand also gleichfalls die Worte nicht, in die durchaus etwas französischen Großstädten ist die Forderung solcher Schul- hineingeheimnißt werden sollte, und so hieß das Ergebniß: fantinen und Schülerbekleidung ein Programmpunkt für die Der Pastor Witte redet unverständliches Zeug, er ist verrückt. Gemeinderathswahlen geworden. Nun ist es ja sicher, daß durch solche Einrichtungen die Aus dem Manöverterrain. Es ist zwar von verschiedenen soziale Moth nicht aus der Welt geschafft wird, aber man erkennt Seiten darauf hingewiesen worden, daß es wohl angezeigt erdarin doch den guten Willen, diese Noth da zu lindern, wo sie scheine, die Manöver unter Berücksichtigung der großen Hige und am schreiendsten und ohne jede Verschuldung der Nothleidenden, der drohenden Choleragefahr abzutürzen oder ganz ausfallen zu der Schultinder nämlich, in die Erscheinung tritt. laffen. Da stand aber die militärfromme Presse wie ein Mann Das Halloh aber möchten wir einmal hören, wenn ein auf auf gegen diesen durchaus billigen Vorschlag und behauptete, daß Schulfantinen, Schülerbekleidung, Schulärzte und freie Unter- die Sache gar nicht so schlimm sei, die Sie mache den Soldaten richtsmittel gerichteter Antrag bei unserer Stadtverordneten nichts und ein richtiger forscher Soldat friege die Cholera überVersammlung eingebracht würde! haupt nicht. Zudem sei der Gesundheitszustand der Truppen ein Und doch sind wir heute mit diesen nothwendigen und nüß- vorzüglicher, nur hin und. wieder sei einmal ein besonders zart lichen Einrichtungen hinter anderen Städten zurück, denen wir gebauter Stert schlapp" geworden. Wie's in dem Manöverfelde früher mit unserem Gemeinde- Schulwesen voraus waren. aussieht, geht aus einem Briefe hervor, den ein Soldat des InAber damit nicht genug. Es machen sich auch bereits in fanterieregiments von Alvensleben( 52. brandenburgisches) an London, 30. Auguft. Die Dampfschifffahrt Gesellschaft einzelnen Schulen Uebelstände bemerkbar, die ernstlich die öffent- einen hier lebenden Verwandten gerichtet hat. Das Schreiben Donald Currie u. Ko. hat den Verkehr ihrer Dampfer von Ham- liche Aufmerksamkeit auf sich ziehen, so daß selbst die brave wird uns zur beliebigen Benutzung zur Verfügung gestellt. Wir burg und Vlissingen nach Südafrika, Madeira und Las Palmas Tante Voffin, die sonst gegen unsere Stadtverwaltung nicht gern veröffentlichen dasselbe wortgetreu: bis auf Weiteres eingestellt. ihre Stimme erhebt, sich doch genöthigt sieht, Folgendes zu 3üllichau, 20. Auguft. schreiben: Paris, 30. Auguft. In dem Krankenhäusern La Pitié" und„ La Charité" find gestern besondere Abtheilungen für die Aufnahme von Cholerakranten eingerichtet worden. Es find ungefähr 30 neue Erkrankungen und 4 Todesfälle, und zwar drei in den Hofpitälern und einer außerhalb derselben, zur Meldung gelangt. Unter den Erkrankten befindet sich auch eine barmherzige Schwester vom Krankenhaus„ St. Louis". Parteinachrichten. Aus Belgien. Brüssel, den 25. Auguft 1892. Am 13. Juni d. J. ist der vor zwei Jahren schlafen gegangene sozialistische Verein" Deutscher Leseklub" wieder ins Leben getreten. Ist die Zahl der Mitglieder auch heute noch eine geringe, so hoffen wir doch dieselbe bald auf eine des Vereins und der sozialistischen Idee würdige Höhe zu bringen. Der Zweck des Vereins ist wie früher, durch rege Diskussion unsere Ideen in immer weitere Kreise zu tragen und durch materielle Opfer die deutschen Genossen in ihren Rämpfen zu unterſtüßen. Aus Oesterreich. Sonntag, den 14. August fand im Gasthaus zum Prater" in Reichenberg( Böhmen) eine Konferenz der deutsch- böhmischen Sozialdemokraten statt. " Polizeiliches, Gerichtliches ze. - Chemnis, den 27. Auguft. Eine Antlage in Sachen Theodor Fritsch- Leipzig, des bekannten antisemitischen Verlagsbuchhändlers, ist heute dem Redakteur des Chemnißer Beobachter", Emil Rosenow, zugegangen. Die Verhandlung findet am 5. September, Vormittags 3/2 Uhr vor dem tgl. Schöffengericht au Chemnitz statt. Die Lassalle- Feier in Altona, die der sozialdemokratische Berein veranstaltet hatte, ist wegen der Betheiligung der Frauen polizeilich verboten worden. aus Lokales. Der Unterricht in den meisten hiesigen Gemeindeschulen wurde in den lezten Tagen bereits um 10 Uhr, nach dreistündiger Dauer, geschlossen. Günstig gelegene Schulen unterrichteten bis 11 Uhr. Trotzdem eine ungebührliche Neberanstrengung wohl allgemein vermieden wird, ist der Gesundheitszustand der Kinder doch nicht überall der beste. Wahrfcheinlich wirkt der Aufenthalt in ungenügend gelüfteten Wohnräumen in vielen Fällen schä= Digend. Als sehr wohlthätig hat sich für die jetzigen heißen Tage die Einrichtung in der Schulbadeanstalt in der Mühlenstraße erwiesen, und es ist zu wünschen, daß die Schulbehörde möglichst allen in der Nähe der Spree gelegenen Schulen bei den betreffenden Badeanstalten Badegelegenheit zu gleichen Bedingungen auswirkt. Es wird beobachtet, daß die von der Schule aus zur Badeanstalt geführten Kinder sich auch im Uebrigen, insbesondere in der Leibwäsche, sauberer halten, als die nicht Badenden." Von dieser Mittheilung hat sich nun aber nur der ungünstige erste Theil bewahrheitet, nicht aber die Nachricht von der Schulbadeanstalt. Ein Schulmann schrieb der Bossischen Zeitung" nämlich aus Anlaß der vorerwähnten Mittheilung Folgendes: " Lieber Freund! Da ich auf meinen Brief an.... teine Antwort ers halten habe, so will ich Dir die ersten Tage im Manöver beschreiben. Wir tamen am Donnerstag hier an und wurden in der Ulanentaferne einquartiert. Wie dieselbe befchaffen ist, wirst Du Dir denken können, wenn uns Wanzen und Flöhe bald auffressen. Zu essen giebt es auch nichts Gescheutes und zu trinken fast gar nichts wie Wasser. Am anderen Morgen rückten wir aus, es war eine tropische Hitze, es fielen ungefähr dreißig Mann. Das ging aber noch. Heute rückten wir um 6 Uhr aus, es war eine Hihe zum Umikommen, gleich als wir auf dem Platz ankamen ( Rendezvous), fielen die ersten schon. Wir exerzirten ungefähr bis 11 Uhr und marschirten dann zurück. Auf dem Wege stürzten die Kerle" immer rechts und links. Es sind etwas über 200 Mann, die man zu Wagen und auch so nachgeschleppt brachte. Als wir gegen 12 Uhr in der Kaserne eingerüdt waren, waren wir unfähig, irgend etwas machen zu können, wir fielen auf die Bänke nur fo hin. Das Gepäck wurde abgeworfen und wir konnten die erste Stunde nicht wieder aufstehen. Unser Regimentstommandeur ist der Oberst v. Schfoop. Mit vielen Grüßen " In der Mühlenstraße ist gar feine Schulbateanstalt: die dort eröffnete Anstalt heißt offiziell Städtische Schwimm- und Badeanstalt", und es ist nur gestattet, daß sie in gewissen Stunden So hat es beim 52. Regiment ausgesehen und so wird's bei des Tages von Schülern und Schülerinnen der umliegenden allen Anderen wohl auch gewesen sein. Welchen Zived es hat Schulen unter Aussicht ihrer Lehrer und Lehrerinnen gegen die Mannschaften über Berg und Thal zu jagen, bis sie rechts Bezahlung benutzt werde. Eine Anzahl von Kindern hat und links zu Boden stürzen, wollen wir nicht beurtheilen, dar allerdings von der Armenkommission Freikarten erhalten; der über fönnen uns die„ militärischen Autoritäten" aufklären. Die größte Theil der Kinder ist bei Bertheilung derselben indessen Schönfärberei der militärfrommen Blätter steht aber mit dem leer ausgegangen, da die Zahl der Freikarten eine beschränkte ist. Juhali des vorstehenden Briefes in schreiendem Widerspruch. Die große Mehrzahl der Gemeinde schüler kann " Skandalöse Zustände herrschen auf dem Bahnhofs. Abort Schlachtensee. Am Sonntag, den 28. 5. M., stant es dort so fürchterlich, daß jeder Kommabazillus feine Freude daran haben konnte. Von Karbol oder Chlorkalt war für den schärfsten Riechsinn nichts zu spüren. So sieht es in einer Anlage aus, die zum Bannkreise der staatlichen Musterbetriebe gehört. aber den halben Nickel für ein Bad nicht auf- Die nichtswürdige Frivolität" des hiesigen Tageblatt" bringen, und so kommt es, daß im günstigst en tritt in der gestrigen Abendnummer wieder fraß zu Zage. G3 Falle nur die Hälfte der über zehn Jahre schimpft rohrspaßenmäßig über uns, weil wir ihm seine sens alten Rinder baben. Die Anstalt tönnte in viel höherem fationswüthige Ausbeutung des Cholerafchreckens vorwarfen, und Maße wohlthätig wirken, wenn die Stadt sie für Kinder, die auf der folgenden Seite desselben Blattes bringt das saubere Der Reichs- Anzeiger" schreibt:„ Einzelne Beitungen unter Aufsicht ihrer Lehrer baden, ihrem ursprünglichen Blane Klatschorgan in einer Hamburger Privatdepesche die fauftdicke bringen Klagen über eine angeblich mangelhafte Kontrolle der gemäß frei gäbe. Dies vorausgesetzt, stimmen wir dem Sensationslüge: Von Sonnabend bis heute( gestern) Mitternacht Hamburg- Altona Bureifenden auf dem Wunsche, die Schulbehörde wolle möglichst allen in der Nähe der 700 neue Ertranfungen und 500 Todesfälle! Lehrter Bahnhof in Berlin; die Reifenden würden in Spree gelegenen Schulen bei den betreffenden Bade- Anstalten Das" Tageblatt" scheint sich die Praxis jenes Spitzbuben anfeiner Weise auf ihren Gesundheitszustand untersucht, ebensowenig Badegelegenheit auswirken, bei. Nur dann stiftet die Einrichtung geeignet zu haben, der in flagranti erwiſcht, die Hand in fremder finde eine Untersuchung ihres Gepäcks statt. Diese Klagen, welche wirklich Nugen auch für die Aermsten, die Tasche, den Tugendhaften spielt und Anderen Moral predigt. in weite Kreise Beunruhigung tragen und das Vertrauen in die unter den jegigen Bedingungen betrübt und Der Reichs- Anzeiger" schreibt: In Berlin war am Zuverlässigkeit der von den Eisenbahnbehörden in Uebereinstim- traurig zurück stehen müssen. Was nun die wohl- 24. b. M. Der aus Hamburg angekommene Reifende Josef Karpen mung mit der Medizinalverwaltung angeordneten Maßnahmen thätige Einwirkung in den jetzigen heißen Tagen" betrifft, so erschüttern, beruhen auf einer irrigen Auffassung über die Be- muß diese doch als zweifelhaft bezeichnet werden. Mit der Ver- wegen choleraverdächtiger Erkrankung nach dem Krankenhause Moabit gebracht worden, befindet sich jedoch auf dem Wege der deutung der auf dem Zehrter Bahnhof in Berlin und anderen fügung der städtischen Schuldeputation zugleich, nach welcher auf Besserung. Erst nachträglich wurde durch bacteriologische Untertroffenen Einrichtungen. Es wird daher darauf aufmerksam ge- follte, erschien eine Verfügung der Badeverwaltung, daß die fuchung festgestellt, daß Erkrankung an der afiatischen Cholera macht, daß die auf diesen Stationen anwesenden Aerzte lediglich Bade- Anstalt in der Mühlenstraße an den„ schulfreien Nach- vorlag. Es sind demnach bisher in Berlin erst zwei Fälle afia die Aufgabe haben, diejenigen an Cholera erkrankten oder der mittagen" für das Publikum geöffnet sei. Das hieß nichts An- tischer Cholera zur amtlichen Kenntniß gekommen und festgestellt Cholera verdächtigen Reisenden, welche von ihnen als solche deres, als: Schullinder dürfen Nachmittags von 2 bis 5 Uhr worden. Beide Kranke waren aus Hamburg gekommen und ſehen nach dem Augenschein erkannt oder ihnen von dem Zugpersonal nicht mehr in die Bade- Anstalt geführt werden, und in der ihrer Wiederherstellung entgegen. oder Mitreisenden bezeichnet werden, auf ihren Gesundheits. That find auch während der heißen Tage Nachmittags feine Der von der Cholera asiatica befallenen Frau zustand zu untersuchen. Ergiebt diese Untersuchung den Ver- Kinder zum Bade geführt worden. Wo bleibt da die wohlthätige Frohnert, welche im Moabiter Krankenhause gepflegt wird, geht dacht der Cholera, so werden die Untersuchten sammt ihrem Ge- Einwirkung?" es, wie der Bolts- Beitung" gestern aus bester Quelle mitgetheilt päck dem Krankenhause überwiesen. Eine Untersuchung sämmt Wäre dieser Schulmann" nicht Rorrespondent der Bossischen wurde, den Umständen nach vortrefflich. Sie hat Aussicht, dem licher, äußerlich unverdächtigen Reifenden findet nicht statt, weil Beitung", so fönnte man ihn für einen verkappten Sozialdemo: nächst völlig wiederhergestellt zu werden. eine Feststellung der Cholera an äußerlich Gesunden nach dem fraten halten. Jedenfalls lie..t feine Mittheilung ein prächtiges Urtheil der maßgebenden medizinischen Autoritäten durch eine Bild von der Höhe, auf der sich das Berliner Gemeindeschulwesen flüchtige Untersuchung überhaupt nicht ausführbar ist, sondern befindet. nur bei einer mehrtägigen genauen Beobachtung des zu Unter fuchenden möglich sein würde. Es wird deshalb von einer Der Pfarrer Witte ist bekanntlich für verrückt erklärt Einzelvorführung der aus Choleraorten Bugereiften, welche nur und zwangsweise pensionirt worden. Uns intereffirt nicht das dazu dienen würde, Unruhe und Besorgniß unter der Bevölke- tirchliche Amt Witte's und auch die politische Rolle, die Herr rung zu verbreiten, Abstand genommen." Witte einmal als Gegner Stöcker's gespielt hat, gehört bereits so Nun, es wäre dann eben das Einfachste, eine vollständige sehr der Vergangenheit an, daß sie gegenwärtig taum noch Quarantäne einzuführen. Auf den bloßen Augenschein Ver- Interesse für die Person Witte's erweckt. Allerdings hat es den Die Erfahrungen eines Cholerakranken. Die„ Hamb. dächtige und unverdächtige zu unterscheiden, gewährt keine Anschein, daß diese Gegnerschaft des Stöcker auch bei den legten Nachrichten" veröffentlichen folgende Einsendung: Garantie für die Verhütung der Einschleppung der Cholera. gegen Witte geführten Streichen wirksam gewesen ist. Witte Der Zweck dieser Zeilen ist, die Erfahrungen eines Choleras macht dies in seiner soeben herausgegebenen Echrift Meine franken, sowie das erfolgreiche natürliche Heilverfahren darzus Das Berliner Gemeinde Schulwesen scheint allmälig Amtsenthebung wegen beginnenden Querulantenwahns nebst legen, um womöglich eine richtige Ansicht über diese Krankheit immer weiter von der stolzen Höhe herabzusinken, auf der es sich einem Gutachten des Sanitätsraths Dr. Mittenzweig" wahr anzubahnen, zu Nuß und Frommen der leidenden Menschen. vor zwei Jahrzehnten befand. Seit jener Zeit haben die weisen scheinlich. Jedenfalls aber beansprucht die Darstellung der Ver- Die Cholera beginnt mit Frösteln auf der Haut, starkem Väter der Stadt nicht vermocht, sich zur Ausführung einer der rückterklärung Witte's ein lebhaftes staatsbürgerliches Jntereffe. Druck in der Magengegend, Rollern im Leibe, Abfluß fog. Reisjenigen neuen Ideen aufzufchwingen, welche als nothwendige In der Schrift wird das Gutachten des genannten Arztes waffers mit starkem Drange, innerlicher Hige, brennendem Durst, Folgen des gesetzlichen Schulzwanges fich ergeben, obwohl fort wörtlich abgedruckt und mit kritischen Bemerkungen versehen. während die Ausscheidung des Urins gänzlich aufhört. Ohne dies und fort, namentlich in Arbeiterkreisen, und zwar in der Presse Dasselbe enthält unbegreifliche Widersprüche und die seltsamsten Symptom ist feine Cholera vorhanden. sowohl wie in Vereinen, diese Forderungen im Einzelnen psychologischen Deutungen. Zu der Frage, ob mit unserem Um nun die plötzliche Zersetzung des Blutes in die Länge zu geltend gemacht worden sind. Es ist ja noch in guter Erinnerung, Jrrenrecht alles in der Ordnung ist, bietet es jeden ziehen, damit der Organismus Muße gewinnt, die ausscheidenden welchen Schwierigkeiten die Forderung unentgeltlicher falls den werthvollsten, bis bis jetzt gelieferten Beitrag. Waffertheile auf natürlichem Wege zu ersetzen, muß das Blut auf Unterrichtsmittel begegnete; der sozialdemokratische An- Wir können hier in feine ausfährliche Kritik desselben die Haut und nach den Extremitäten geleitet werden vermittelst trag in der Stadtverordneten- Bersammlung wurde abgelehnt, ein eintreten; wir wollen nur eine der angewandten Beweis- falter Abreibungen, Massage, Heilgymnastit, bis die Haut ge Antrag Langerhans, eben weil er ein Antrag Langerhans war, methoden betrachten. A13 Beweis für die Verrücktheit röthet und erwärmt ist. Durch reichliches Wassertrinken ist der wurde angenommen, und obwohl er nur einen geringen Witte's führt das Gutachten unter Anderem an, daß Witte un- brennende Durst zu befriedigen, zum Ersas für das dem Blute Theil der Forderungen gewährte, die in dem sozialdemo- verständlich" zu sprechen pflege, daß seine Entgegnungen und entzogene Wasser, sodann ein Sigbad mit Reibungen des Bauches, fratischen Antrage ausgesprochen waren, ging die Stadt Beschwerden unverständliche Anspielungen, Andeutungen und des Rückens und der Beine, um das Blut in Zirkulation zu verwaltung ein Wenig über diesen Antrag Langerhans hinaus ironische Wendungen enthielten", seine Aeußerungen waren so halten. Das Sitzbad oder Rumpfbad von etwa 20 Minuten. und gewährte freie Unterrichtsmittel an bedürftige Schüler wenig in einfachen und schlichten Worten abgegeben, daß fie Dauer gewährt insofern große Erleichterung, als der durftende in größerem Umfange als früher. felbft von dem Konsistorialrath Arnold, der doch die gesammten Organismus Wasser durch die Poren einzufaugen scheint. Nach Während wir in Berlin über diese Frage der freien Unter- Vorgänge aus der Vergangenheit kannte und an die Witte'schen dem Bade Gehen mit Unterstützung und wenn dieses nicht richtsmittel noch streiten, sind andere Stadtgemeinden des In- Redeweifen gewöhnt war, nur unvollkommen verstanden wurden." möglich, Massage, Reiben, Gymnastik, um das Blut von Innen und Auslandes längst über diese Forderung und über eine Reihe Als solche unverständliche Ausdrücke werden nun aufgezählt das nach Außen zu leiten, welche Behandlung fortzusetzen und zu anderer einig, die bei uns noch garnicht zur Erörterung ge- Wortspiel: empfindungslose Empfindlichkeit" und das Wort: wiederholen ist, bis eine regelrechte Ausscheidung durch die Blafe tommen find. Ruhstall"-Geflüster. Letzteres Wort bezog sich auf Vorversamm bewirkt worden, 100 dann augenblicklich die Funktionen Die Frage der gesundheitlichen Ueberwachung lungen der Gegenpartei Witte's in dem Restaurant Ruhstall" des Organismus in das richtige Geleis zurückgekehrt sind; unferes Schulwesens ist nach einer furzen Grörterung in der und war daher den Betheiligten natürlich völlig verständlich; der der ermüdete Patient fann mit dem Neptunsgürtel Presse sanft eingeschlafen. Magiftratus scheint diese Erörterung Gutachter schreibt übrigens dafür, damit allerdings seinerseits sehen des nöthigen Schlafes genießen, denn beim Ernicht zu wünschen, folglich hat die gutgefinnte liberale Presse die Verständlichkeit start herabfegend: Ruhstallgeflüster. Das Beste wachen werden die genannten Erscheinungen sich wieder feinen Raum für dieselbe, folglich ist die Sache erledigt. Leipzig, ist aber wohl Folgendes. Unter den Proben der unverständlichen holen jedoch in kürzeren Perioden, um in der angegebenen Wien, ja irren wir nicht, auch Breslau und andere preußische Medeweise Witte's steht auch dev Saz:„ Es wird uns im Weise überwunden zu werden, für welchen Zweck ozonirtes Waffer Städte haben ihre Schulärzte. Berlin ist noch nicht so weit. Sinne des Invaliditäts- und Altersversicherungs- Gesezes noch die wohl kräftiger wirken dürfte, als gewöhnliches. Halbbäder von. " ver ozonirtem Waffer mit Uebergüssen dürfte sich erfolgreich erweifen. 13wischen den Letzteren und dem in demselben Etablissement an- Gure Jutereffen in jeder Hinsicht zu wahren, und erscheint Alle Unter allen Umständen darf reichliches Trinten weder den Truppen gestellten Kassirer Hodeck war es zu einer feindseligen Stimmung am Sonntag, den 4. September, Nachmittags 5 Uhr, in der Verauf dem Marsche, noch den Cholerakranken vorenthalten werden, gekommen. Eines Tages standen mehrere Angestellte des Ost sammlung bei Seefeldt, Grenadierstraße 33. weil sie fonst einem Irrthum zum Opfer fallen, der meinem Bahnhofs- Parts am Büffet des Stamm. Die Unterhaltung guten Bater 1848 das Leben foftete. drehte sich um die Thatsache, daß es ihrem Chef bisher nicht geDie Jugend wird förmlich gemartert mit Griechisch und lungen sei, die Konzession für ein Spezialitäten- Theater zu er Latein, dagegen wird vom menschlichen Organismus, und was langen. Stamm äußerte dabei, daß es an den Polizeidemselben frommt oder schadet, Nichts gelehrt mit einem beamten Worte: es werden klassisch gebildete, aber unselbständige Menschen erzogen, unfähig, das ihnen von der Schöpfung verliehene höchste Gut, die Gesundheit, sich zu erhalten, was gewöhnlich erft erfannt wird, wenn es zu spät, und Nichts mehr zu erhalten ist. Mögen diese Zeilen einen Wandel anregen! Gustav Christ. Heymanry aus Rio de Janeiro. Mit follegialem Gruß Wilhelm Schwarze, Memelerstr. 45. Versammlungen. Des Reviers liege, welche von ihrem Chef arg bestochen worden feien. Stamm foll hieran noch Schimpfworte gegen die Schuhleute geknüpft haben. Hodeck fand sich veranlaßt, Stamm wegen Beamtenbeleidignng zu denunziren, worauf Stamm auch Dom Schöffen Die Vereinigung zur Wahrung der Intereffen der gerichte zu einer Geldstrafe verurtheilt wurde. Nun zeigte Maurer Berlins und Umgegend hielt am 23. August in Stamm den Hodeck wegen wiffentlich falscher Anschuldigung an, Weißensee im Kleb'schen Lokale, Charlottenburgerstraße, eine Ver indem er behauptete, daß an der angeblichen Beleidigung der fammlung ab, in der Kollege Siedler, Berlin, über:" GewerkSchuhleute fein wahres Wort fei. Die Ermittelungen ließen schaftsvereinigungen und ihre Bedeutung" sprach. Er sprach die Die Ermittelungen ließen feinen Zweifel baran, daß die fragliche Aeußerung gefallen fei mieinung aus, daß die Lokalorganisation die zweckentsprechendste und nun richtete sich die Anklage wegen wissentlich falscher Ansei, die es gäbe. Der Zentralverband hätte für die hiesigen schuldigung gegen Stamm. Auf dem städtischen Zentral- Vichhof herrscht gegenwärtig ein Geruch, der zum Himmel stinkt. Es wird anläßlich der Choleragefahr so viel gethan, daß es auch an der Zeit wäre, hier energisch einzuschreiten. Auf dem Biehhof sind eine Menge Der Gerichtshof hielt denselben auch durch die gestrige Beweis- Kollegen noch nie etwas Gutes geschaffen, weil der BentralArbeiter beschäftigt, die unter dem schauderhaften Geruch schwer aufnahme für überführt und verurtheilte ihn zu einer Ge- porstand nicht in der Lage sei, die örtlichen Verhältnisse so kennen zu leiden haben. Ein Beispiel sei angeführt: Der Darmschleim fängnißstrafe von sechs Woche u. zu lernen, wie es unbedingt erforderlich sei. Wir am Orte tennen der geschlachteten Thiere wird nicht weggeschafft, sondern vers unfere Lage am besten und sind immer im Stande, die Verhält" focht, was einen pestilenzartigen Geruch verbreitet. Wahrschein- Von sechsmonatiger Gefängnisstrafe befreit wurde nisse zu prüfen und danach zu handeln. Man könne seine Lotallich ist diese Berkochmethode billiger als das Wegtransportiren. gestern durch Urtheilsspruch der Berufungsstrafkammer des intereffen auf diese Weise am besten wahren, ohne die Interessen Ob es der Gesundheit der Arbeiter schadet, danach scheint Nie- hiesigen Landgerichts I der Agent Carl Bock, welcher des Be- der deutschen Maurer aus den Augen zu verlieren. Redner mand zu fragen. Der Darmschleim liegt manchmal wochenlang fruges in 11 Fällen angeklagt war. Derselbe vermittelt die Ver- warnt vor Indifferentismus und fordert auf zum Anschluß an herum und die Arbeiter müssen bei jedem Bissen Nahrung, den bindung geldbedürftiger Leute mit den Geldmännern Richard die Organisation, weil nur mit vereinter Kraft etwas zu er fie zu sich nehmen, den pestilenzialischen Gestank als Kompot mita ar mann und Hugo 2öw und pflegt eine diesbezügliche reichen sei. An der Diskussion betheiligten sich nehrere Kollegen, verzehren. Schön ist das nicht, es ist auch der Gesundheit nicht anzeige in hiesigen Beitungen zu veröffentlichen. Glf Personen mit Ausnahme eines einzigen, im Sinne des Referenten. Mit fehr zuträglich. Es scheint überhaupt nothwendig, daß die behaupteten, daß sie durch ihn betrogen worden seien. Alle elf einem Hoch auf die Lokalorganisation schloß die gut besuchte fanitären Berhältnisse auf dem Bichhof einer Revision unter- belundeten, daß Bock die Beschaffung der von ihnen gewünschten Versaminlung. zogen werden, denn es riecht dort gar manches sehr faul". Bei Geldsumme ganz bestimmt versprochen und das zur Unterlage Der Hitze der letzten Tage lagerte geradezu eine Dunstwolte über dienende Mobiliar 2c, als durchaus genügend erklärt, dann eine diener" wurde die Frage, ob der Paragraph 21 des Statuts, In der letzten Versammlung des ,, Vereins der Hand. dem Gebäudekomplex. Es ist sehr gut, daß dasselbe so außerhalb Gumme von 5 M. eingestrichen und das Geld nicht beschafft nach welchem neun Mitglieder die Auflösung vereiteln tönnen, der Stadt liegt, daß die unmittelbare Umgebung noch nicht sehr habe. Wenn die Betreffenden ihm dann auf den Zahn gefühlt, abgeändert werden solle, bezw. ob der Verein sich mit dem Verangebaut ist. Mit der Zeit wird sich das aber auch ändern, habe er erklärt, daß der Geldgeber das Geschäft nicht machen bande der Hausdiener zu einer einzigen Organisation verdenn alle auf dem Biehhof beschäftigten Leute legen natürlich wolle und daß die 5 Mart als Honorar für feine Be- einigen will. Bekanntlich war hierzu in ciner öffentlichen VerGewicht darauf, möglichst in der Nähe ihrer Arbeitsstätte zu mühungen verfallen seien. Das Schöffengericht hatte anwohnen. Und das um so mehr, als die Arbeit zu außergewöhn- genommen, daß es sich hier nur um Schwindelmanöver des An- sammlung der Hausdiener die Anregung gegeben und auch eine Ginigungskommission gewählt worden. In der Versammlung lich früher Stunde beginnt, es also von großem Werth ist, nicht geklagten handele und derselbe sich ernstlich gar nicht um das sprachen nun sämmtliche das Wort ergreifende Hausdiener gegen erst stundenlang bis zur Arbeitsstätte zu laufen. Während sich Geld bemüht, sondern nur diese geschäftliche Form gewählt habe, die Streichung des Paragraphen 21 und auch gegen der fatte Bürger noch wiederholt in seinem Bette von einer Seite um auf bequeme Art cine möglichst große Sahl von Fünfmark die Einigung. Einige Redner machten dem Verbande" den auf die andere dreht, ist auf dem Zentral- Biehhof Alles schon in scheinen einzuheimfen. In der Berufungsinstans stellte sich durch Vorwurf, daß er zu jugendliche Personen, sowie Leute, vollster Thätigkeit. Wenn sich die sehr geschätzte Sanitäts- Vernehmung der beiden Geldmänner heraus, daß ihnen der An- die aus anderen Berufen herüber gekommen feien, tommission einmal in die für die Schlachtthiere bestimmten Räume geklagte thatfächlich alle hier in Frage kommenden Personen an aufnehme; andere meinten, daß die Verschmelzung den Streit bemühen wollte, sie würde dort wohl gar Manches zu moniren gestellt" habe, aus den Geschäften aber Nichts geworden sei, der Hausdiener bedeute; einige wieder brachten persönliche finden. weil ihnen die Geldfuchenden zu unsicher erschienen. Auf der Gründe gegen die Vereinigung vor; zwei Redner endlich veranderen Seite mußten bie Zeugen zugeben, daß ihnen der An- wahrten fich dagegen, Sozialdemokraten zu sein. Für die ein Vermikt wird seit 2. b. M. ber 80jährige Kar! Trebubb, geklagte die 5 M. ausdrücklich für seine Bemühungen", Be- heitliche Drganisation auf dem Boden der sog. modernen Argenannt Schmidt, der schon 10 Jahre lang im Hause Strom- fichtigung der Wohnungen der Darlehnenehmer zc. abverlangt beiterbewegung sprach allein Dr. Lütgenau als Obmann der ftraße 40c im Reller bei seinem Schwiegersohne Weidemann hatte und solche Besichtigungen und andere Bemühungen that Ginigungskommission. Seine Ausführungen wurden zwar wohnte. Tredubb ist ein für sein Alter noch außerordentlich fächlich stattgefunden haben. Unter diesen Umständen erkannte applaudirt, aber die Abstimmung ergab einmüthige Ablehnung rüftiger Mann und hat sich an dem genannten Datum entfernt die Berufungstammer auf Aufhebung des ersten Erkenntnisses des Vorschlages und damit definitives Scheitern der Einigung. mit der Angabe, eine leine Reise nach Liebenwalde, Kreis und Freisprechung des Angeklagten. Niederbarnim, und nach Altwarb, Kreis Úedermünde, wo Verwandte von ihm wohnen, unternehmen zu wollen. Wie sich ecst vor Kurzem herausgestellt hat, ist der alte Mann weder in Liebenwalde, noch in Altwarb eingetroffen. Es scheint demselben irgend ein Unglück zugestoßen zu sein, da zu einem etwaigen Selbstmord jedwede Motive fehlen. Der Bermißte ist von mittelgroßer Statur, trug einen röthlichen Vollbart, hatte blonde Haare, Platte, braune Augen, etwas spiye Nase. Beide Unterarme waren tätowirt, blau und roth mit dem Buchstaben Den Kollegen hiermit zur allgemeinen Stenntniß, daß die Kollegen C. S. Auf der linken Seite des Genicks hatte der Verschwundene in der Fabrit von Werner, Neue Friedrichstr. 5-8, die Arbeit ein Gewächs. Bekleidet war derfelbe mit schwarzeni Gehrock, wegen Lohndifferenzen niedergelegt haben. Der Sachverhalt ist schwarzer Wefte, dunkelgrauer Hose. Hemd roth gestreift, Unter- furz folgender: Der betreffende Herr hat erst Wochenlohn bezahlt hose weiß, C. S. gezeichnet, graue Strümpfe, Schaftstiefeln, und seit voriger Woche ist nach Afford gearbeitet worden. Herr schwarze Tuchmüze, buntes Halstuch. In einem rothgestreisten Werner hat sich jedoch nicht veranlaßt gefühlt, den Tarif zu be: Beutel trug derselbe 18-19 M. Geld bei sich. Etwaige Anzahlen, und haben aus dem Grunde die Kollegen die Arbeit gaben über den Vermißten sind zu machen an Herrn G. Weide- niedergelegt. Wir ersuchen, den Zuzug von obiger Fabrik fern mann, Berlin NW., Stromstraße 40c, im Reller. zuhalten. Soziale Ltebersicht. Achtung Kistenmacher! In der öffentlichen Versammlung der Hausdiener am Mittwoch, den 31. August, also heute, wird die Einigungskommission berichten und vorher die wichtige Angelegenheit der Gewerbegerichtswahl diskutirt werden. Erscheinen Aller ist erforderlich. Einen eigenthümlichen Verlauf resp. Schluk nahm die öffentliche Militär, Lieferungs- und Zivilschneider Versammlung am Sonnabend, den 24. d. M., in Gratweil's Bierhallen, in welcher Kollege Kroll über die Lohndrückerei im deutschen Offizierverein und unsere endgiltige Stellung hierzu" referiren sollte. In Anbetracht der Wichtigkeit dieser Angelegenheit war die Bersammlung gut besucht. Das Bureau setzte sich zufammen aus Jerwin, Roloff und Knopp. Nachdem der Referent Kroll das Wort erhielt, theilte er den Versammelten mit, daß er in einer sehr mißlichen Lage sei, da die Militärschneider ihm das Material zu seinem Referat verweigert hätten mit der Motivirung, daß fie immer noch mit dem Offizierverein in Unterhandlungen ständen, außerdem auch gewillt feien, troßdem Zivilschneider von gleichen Maßnahmen betroffen find, das betreffende Material nur dem Militärschneider- Verein auszuhändigen und nicht der Agitationskommission. Die Meinung des Redners jedoch war, daß dann ein definitives Resultat nicht herausfäme, bennoch Angriffe gemacht werden müssen, und stellte der Versammlung anheim, in der Diskussion sich schlüssig zu werden, was da zu thun sei. Wider alles Erwarten erklärte hierauf der Borsitzende Jerwin den darob zuerst sprachlosen Versammelten, ein Referat habe nicht stattgefunden, folglich könne in keine Diskussion eingetreten werden, somit sei die Tagesordnung erledigt, und er schließe die Versammlung. Troy energischen Protestirens hiergegen, troß Meldungen zur Geschäftsordnung, trot Befragens des überwachenden Lieutenants, ob dieses Verfahren Ernst des Vorsitzenden sei( diesem wurde zur Antwort; ja, Sie können gehen, worauf jenerseits erwidert wurde, er würde gehen, wann er wolle), verließ Jerwin den Vorstandstisch unter stürmischen Rufen wie: Berrath, verabredete Schiebung, lumpenhaft, Mache, Furcht vor Maßregelung u. f. w. Aus der sich geltend machenden Stimmung Ein Zweites: Der Bericht des Delegirten zur Streit- Kontroll- verschiedener Gruppen, die sich aus den Bersammelten bildeten, tommiffion geht Euch ebenso viel wie die männlichen Arbeiter war zu entnehmen, daß in nächster Zeit in einer öffentlichen an; Ihr habt ihn seiner Zeit ebenfalls gewählt, damit er auch Schneider- Versammlung die ganze Sache zum Austrag gebracht Gure Fachinteressen in der Kommission vertrete. Heute, Mitt- werden muß. woch, bietet sich Gelegenheit zu prüfen, ob es auch der Fall war. Ihr seid deshalb hierdurch aufgefordert, in dieser wie bisher in allen öffentlichen Versammlungen zu erscheinen. Die Kollegen werden ersucht, die Arbeiterinnen auf Vorstehendes aufmerksam zu machen. Mit kollegialem Gruße Die Laffallefeter für Brin und Umgegend fand am Aufruf an die Arbeiterinnen der Album, Sonntag, den 28. Auguft in Gebr. Walter's Rosen- Seeterrasse Buch, Karton, Lederwaaren- und Papierbranchen. ftatt. Zahlreich hatten die Genossen sich zu dem Feste ihres Kolleginnen! Bu heute, Mittwoch, den 31. August, Abends Bortämpfers eingefunden. Den musikalischen Theil des Festes 81/2 Uhr ist in Mundt's Lokal, Köpenickerstr. 100, eine öffentliche hatte der Berein der Musikfreunde" von Nixdorf unter Leitung Versammlung für die männlichen Arbeiter der obigen ihres Dirigenten Herrn Gacon übernommen. Mit den Konzert- Branchen einberufen, in welcher Rollege B. Jost über die piecen wechselten ab die Gesangsvorträge des Arbeitgefangvereins Wahlen zum Gewerbegericht" referiren wird, und soll auch Auffür Brit. Für Spezialitäten hatte der Wirth des Lotales in stellung von Kandidaten, sowie Bericht des Delegirten zur Streittoulantefter Weise gesorgt und dem Komitee zur unentgeltlichen Kontrollkommission stattfinden. Verfügung gestellt. Abends fand eine Fackelpolonaise statt und Arbeiterinnen, obwohl Euch das Gesez sowohl das attive, den Schlußeffekt bildete die bengalische Beleuchtung der Büften als auch das passive Wahlrecht versagt und Ihr als Beisitzer der beiden Vorkämpfer des Proletariats, was allgemeinen Beifall zu den Gewerbegerichten nicht fungiren könnt, so kann und darf hervorrief. Erst zu später Stunde trennten sich die Festgenossen Euch nicht das Recht genommen werden, wenigstens bei mit dem frohen Bewußtsein, daß kein Mißton die schöne Feier der Aufstellung der Kandidaten mitzuwirken. Der Beisitzer gestört hatte. Auch die Honoratioren des Ortes hatten sich hat mit Recht zu sprechen" auch in Guren gewerblichen Streitzahlreich eingefunden und nahmen Antheil an der Festesfreude fällen: deshalb schon ist es Euer natürliches Recht, in öffentlicher bes Proletariats. Der anwesende Gendarm hielt sich reservirt, Versammlung das zu bethätigen, was Euch das Gesetz vor was allgemeine Anerkennung fand. enthält. Er H. Greifenberg. Beschlagnahmt wurden in der Buchhandlung von Mayhofer, Weinbergsweg 15b, mehrere Exemplare der Druckschrift: Rettet die Kinder, ein Mahnruf von Otto Wichers van Gogh." Polizeibericht. Am 29. d. Mts. Morgens fiel auf dem Brit. Am 22. August tagte in Gebr. Walter's RosenseeSchloßplaß ein Laufbursche beim Besteigen eines in der Fahrt Terrasse eine Versammlung des Bolts- Bildungsvereins für Brig befindlichen Geschäftswagens zur Erde, gerieth unter die Räder und Umgegend. In welcher Genosse Siegerist einen sehr interund erlitt bedeutende Verlegungen am Kopfe, die seine leber effanten mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag über„ Die führung nach der Charitee erforderlich machten. In seiner Arbeiter im Kampfe mit dem Kapital" hielt. In der Diskussion Wohnung in der Franzstraße versuchte ein Handlungsgehilfe sprachen mehrere Redner im Sinne des Referenten. Der Vorsich durch einen Revolverschuß in die Brust zu tödten. stand erstattete Bericht vom Stiftungsfest, und nachdem noch wurde schwer verlegt nach dem Krankenhause am Urban gebracht. Achtung! Gasanstaltsarbeiter und Berufsgenossen mehrere Vereinsangelegenheiten erledigt waren, ging die VerVor dem Hause Schönhauser Allee 31 fiel Vormittags ein Berlins! Kollegen! Immerfort werden Gazanstalts- Arbeiter- fammlung mit einem dreifachen Hoch auf die internationale revo= Arbeiter beim Entleeren eines Müllkastens in den Müllwagen versammlungen einberufen zu dem Zwecke, Euch mit allen lutionäre Sozialdemokratie auseinander. von diesem herab und wurde durch den nachstürzenden Raften anderen Arbeitern zu vereinigen, Euch flar zu machen, daß Ihr im Gesicht so schwer verletzt, daß seine Ueberführung nach dem von den Unterdrückten die Unterdrücktesten seid. Und doch Die Kranken- und Sterbekasse der Berliner HausLazarus- Krankenhause erforderlich wurde. Nachmittags fürste fommt Ihr den Einladungen Euerer aufgeklärten Kollegen nur diener( E. H. 61) hielt am 26. d. W. in den Arminhallen eine ein dreijähriges Mädchen aus einem Fenster der im zweiten Stock vereinzelt nach. Habt Ihr nicht Euer Elend täglich vor Augen? außerordentliche Generalversammlung ab, in welcher die Aende des Hauses Brunnenstraße 55 belegenen Wohnung seiner Eltern Macht Ihr nicht täglich die Erfahrung, daß Ihr nur als Ar- rung des Statuts den Hauptgegenstand der Tagesordnung bildete. auf den Bürgersteig hinab und erlitt schwere innere Ver- beitsmaschinen von den Kapitalisten betrachtet werdet? Man Nach Genehmigung des Protokolls der legten Verfammlung legungen, so daß es nach dem Lazarus- Krankenhause gebracht überbürdet Euch mit Pflichten, gewährt Euch aber feine Rechte!-und einigen geschäftlichen Mittheilungen des Vorsitzenden gab werden mußte. Im Hause Sebastianstr. 19 wurde die bereits Glaubt Ihr vielleicht durch Euren Indifferentismus Eure erbärm- der Obmann der Statutenberathungs Rommission Bericht über in Berwefung übergegangene Leiche eines neugeborenen Kindes liche Lage verbessern und die Hungerlöhne auf den Gasanstalten zc. die Thätigkeit derfelben und es wurden die Paragraphen der aufgefunden. In der Wohnung des Echantiwirths Leonhardt, abfchaffen zu können? Nie und nimmermehr werden die Arbeits- Reihe nach einzeln verlesen und zur Diskussion gestellt. Alexander- Ufer 2, ließ Abends die unverehelichte Radtke eine geber sich dazu verstehen, Euch auch nur einen Pfennig Lohn Mit Ausnahme des§ 3( Verlust der Witgliedschaft), des§ 6 brennende Lampe fallen, so daß das ausfließende Petroleum sich zuzulegen. Im Gegentheil! Im kommenden Winter werden die( Pflichten der Mitglieder) und des§ 8( Nechte der Krankenentzündete. Das Mädchen versuchte das Feuer mit den Kleidern Löhne verkürzt, wenn die Direktionen sehen werden, daß Ihr mit unterstüßung), bei denen längere Debatten stattfanden und einige zu ersticken und erlitt dabei schwere Brandwunden, die ihre Euch spielen laßt, daß es Euch egal ist, ob Eure Familie hungert Stimmen dagegen waren, wurden die übrigen Paragraphen fast Ueberführung nach der Charitee erforderlich machten. Am oder nicht. Wie ungerecht werdet Ihr oftmals von den Arbeit ohne Debatte genehmigt, mit Ausnahme der SS 10 und 12 gegen 27. d. M. war der aus Hamburg angekommene Reisende gebern und dessen Trabanten behandelt und dürft Euch nicht ver- cine Stimme. Der Vorsitzende brachte hierauf das GesammtRarpen wegen choleraverdächtiger Erkrankung nach dem Kranken- theidigen!! Und wagen es dennoch Einzelne, dann werden sie ftatut zur Abstimmung, und es wurde dasselbe von 120 anwesenhause Moabit gebracht worden, befindet sich jedoch auf dem Wege brotlos gemacht. Wäret Ihr fest organisirt, dann könnte so etwas den Mitgliedern gegen eine Stimme angenommen. der Befferung. Erst nachträglich wurde durch die bakteriologische nicht vorkommen, dann hätten die Herren Ausbeuter mit Euch Untersuchung festgestellt, daß eine Erkrankung an der asiatischen zu rechnen, so aber wissen sie, daß Ihr in jeder Beziehung gleichCholera vorlag. Am 29. d. M. und in der darauffolgenden giltig seid, daß Ihr Euch das größte unrecht gutwillig zu Nacht fanden sieben Brände statt. fügen laßt und deshalb behandeln sie Euch schlechter als Stlaven. Wollt Ihr diefem Treiben nun noch länger zusehen? Wollt Ihr Euch noch länger als deutscher Michel gebrauchen lassen? Wollt Ihr noch länger am Gängelbande Eurer Peiniger einher Die Gummiarbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Umgehen? Nun wohlan, dann rechnet Euch aber auch nicht zu den gegend hielten am 25. August eine öffentliche Versammlung ab zielbewußten Arbeitern und verlangt nicht, daß dieselben Euch mit der Tagesordnung: Gewerbegerichte", worüber Genosse als Mitarbeiter am Befreiungswert anerkennen! Seid Jhr aber Faber referirte. Indem der Redner den Zweck der Gewerbes Gerichts- Beitung. Auf Antrag der Kollegen Segebrecht und Puzzer wurde der Vorstand beauftragt, das revidirte Statut der Behörde zur Genehmigung einzureichen, und weiter ermächtigt, alle etwa von der Behörde noch geforderten Aenderungen selbständig vorzunehmen, ohne Einberufung einer besonderen Generalversammlung. Die Folgen der Anzeigewnth traten in recht deutlicher Willens, das Stlavenjoch des Kapitals von Euch abzuschütteln, gerichte erläuterte, zeigte er zugleich die Mängel des Drtsstatuts, Weise in einer Verhandlung, welche gestern vor der 7. Ferien- dann seid Jhr allen Arbeitern willkommen und reichen Euch die dessen Bestimmungen den Zweck der Gewerbegerichte illusorisch Straffammer des Landgerichts I stattfand, zu Tage. Der Pächter selben die Bruderhand. Darum auf, Rollegen, schließt Euch machten. Er führte aus, daß ein Bäcker oder ein Schneider un des Oft- Bahnhof Barts hatte im vorigen Jahre dem Büffetier alle dem Fachverein der Gasanstalts- Arbeiter und Berufsgenossen möglich ein Gutachten über eine Streitfrage der Gummiarbeiter Eduard Stamm den Bier- Ausschant in Afterpacht überlassen. Berlins und Umgegend an, welcher es sich zur Aufgabe macht, l abgeben könne. Im Interesse der Arbeitgeber sowohl wie der " Der Verband der Sattler und Tapezierer hielt am 27. August feine regelmäßige Versammlung ab, in welcher Dr. Borchardt über: die Erhaltung der Kraft" sprach. Unter Verschiedenem forderte der Vorsitzende die Kollegen auf, die Arbeitsordnungen ihrer Werkstellen an die Redaktion der Sattlerund Tapezierer- Zeitung" abzugeben. Ferner macht Kollege Wiese auf den Artikel des„ Vorwärts", betreffs der Verhandlungen des Verbandstags der Sattlerinnung zu Breslau aufmerksam, wo Obermeister Robau unter anderem gesagt hat: Se. Majestät der Kaiser habe ihm versichert, daß das Handwerk wieder zur Blüthe gelangen müsse, wie vor dem dreißigjährigen Kriege u. s. w. Diese Ausführungen feien mit lautem Hurrah aufgenommen worden, was den Geist unserer Innungsmeister kennzeichne. In der hierauf folgenden Debatte wurde angeführt, daß die Jnnungsmeister durch Lohndrückerei das Handwerk zu heben ge= dächten und ihr Obermeister ihnen dabei würdig zur Seite stehe. Derselbe hat 1890 als die bei ihm beschäftigten Kollegen trot angeftrengter Thätigkeit nur 12-15 m. verdienten, und deshalb Lohnaufbesserung forderten, gesagt: so lange meine Gehilfen ein belegtes Butterbrot effen, lege er nicht zu." Die nächste Versammlung findet am 10. September statt. straße 43, bei Siegeler. 47-49. straße 11 bei Feind. Uhr, bei Gefund Nord, Liedesfreiheit, B Depeschen: ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) " Arbeitnehmer müßte das Gewerbegericht in Berufskammern ein-| 2bterbach, Schwebterftr. 44. Setne, jeden Mittwoch vor dem 1. und 15.| Frl. Gählert betroffen. Auf Befuch befand sich bei der lekteren getheilt werden, um jederzeit ein sachverständiges Urtheil zu beren monats bens e ir, bet paterland, Bellermannitr. 87.-& fetch der Bruder, königlicher Kammermusiker am Hoftheater in Kaffel. erzielen. An der Diskussion betheiligen sich die Kollegen Holz- heit, Abends 8% Ubr bei Stramm, Ritterstraße 123. Emanzipation, Während den beiden erstern sämmtliche Kostüme und Schmuckmann, Ende, Scholz und der Referent. Die zur Abstimmung Abends 8% Uhr, bet Wagner, Alte Schüßenfir. 6. Seine, Rirdorf, sachen im Werthe von über 3000 m. verbrannten, verlor Herr eingereichte Resolution lautete:" Die Gummiarbeiter Berlins Abends 8 Uhr, bei Beiler, Knesebeck- und Herrmannstraßen- Ecte. Gählert eine werthvolle Geige. Das Befinden der Schwer jeden Mittwoch 8% Uhr, bei Bernh. Raabe, Sluppiner- und Schönholzerstraßenund Umgegend, welche heute versammelt sind, verpflichten sich& de.- Otto Reimer jeden Mittwoch bei A. Brosch, Wilhelmshavner verletzten im hiesigen Krankenhauſe iſt den Umständen nach gut. mit aller Kraft für die nächstens stattfindenden Gewerbegerichts- ftraße 23. wahlen einzutreten und tüchtig zu agitiren." Als Kandidat wurde im Bereinstalender sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelfir. 70. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umggegend. Alle Aenderungen explosion zurückzuführen sei, ist unwahrscheinlich. Bestimmtes einstimmig Karl Bernau gewählt. Hierauf schloß der Vorsitzende Arbeiter- Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwody. Uebungs- läßt sich in dieser Richtung noch nicht feststellen. mit einem dreifachen Hoch auf die moderne Arbeiterbewegung stunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Eisenbahn Unfall. Ingolstadt, 29. August. Im die Versammlung. Blumenstraße 38, bei Hente. Freya( Gem. Chor), Alte Schönhauser: hiesigen Bahnhofe fuhr eine Rangirmaschine auf einen Poftzug. straße 22-23, Bötow's Brauerei. Hilaritas, Hochstraße 32 a, bei Wilfe. Deutsche Eich e, Blumenstraße 46, bet Went. Echo1 Ein Bahnbediensteter blieb sofort todt, ein Postadjunct, drei Bantow, Schulzestr. 27.- Lerche, Bernauerstr. 72, Restaurant zum Beit- Sträflinge und zwei Gendarmen wurden schwer verleßt. seiſt" Gesangverein der Steinmegen, Johannisstr. 20, bet Müller. Männer- Gesangverein der Kürschner, D. V. D. Br. Berlin, Neue Friedrichstraße 44, bet Röllig. Steinnelfe, Röslinerstraße 17, bei Wendt.- 2yra 1, Raupachstr. 6, bet Stachel.- Euphonia, bet Hermann, Glifabethstr. 30.- and in and 1, Mariannenstr. 31-32, bei Doberstein. Glaser.- unverbroffen, abends 8% Uhr, bet Sachs, Lindowerstr. 26. Schneeglöckchen 2, Poisdam, Brandenburger Kommunikation 16, bet Flöter'scher Gesangverein, Koppenstraße 43c, bei Lorenz. Rütli, Friedenau im Kurhaus.- Vorwärts 5, Friedrichshagen, Rundtheil, bei Freundest reue( Gemischter Chor), Grenadierstr. 33, bei Seeerche. feldt. Lorbeertranz, Lichtenbergerstr. 21 bei Hetse. Südost, 1. Röpnickerstr. 191, Restaurant. Stralfund, 30. Auguft. Das tönigl. Eisenbahn- Betriebsamt Hoffnung 1, Friedrichsberg, Friedrich Karlstraße 34, bei Schulze. Rothe Nelte, Schöneberg, Golz macht bekannt: Seit 30. August 1892 ist infolge Cholera der Alt- Moabit Freiheit, Moab'it, Kronenbrauerei, Personen- und Güter- Verkehr auf der Strecke StralsundSteinfeger Sängerchor, Kaftantenallee 28 bei Maiwald. Malmö Kopenhagen bis auf Weiteres unterbrochen. Die Offenbacher Sängerfranz, Oranien= Straße 153, bei Götze. Gefangverein der Kupferschmiede, Wein- Züge fahren bis Stralsund- Hafen. Die Reisenden müssen in Bergißmeinnicht, Schulstraße 29, im Wedding- Neustrelitz umsteigen. Der durchgehende Personenverkehr wird Kasino. Brandenburger Männer Gesangverein in Branden burg, Mengert's Boltsgarten." Concordia", Diefenbachstraße 53 bei durch Gelegenheit von Neustrelitz- Kopenhagen vermittelt und über Sol. Arbeiter Gesangverein" Briz", Briz, Werderstraße die Linie Neustrelitz- Warnemünde geleitet. bei Schöneberg.- Deutscher Männerfang", Belforterstraße 15, bet Halle a. S., 30. Auguft. Die unter choleraverdächtigen Gefangverein 2otos blume, kleine Kurjiraße 10 bei Kanzow. Erscheinungen in die Jfolirbaracke der königlichen UniversitätsGefangverein Freiheitstlänge, Stallschreiberstr. 29 zum Eichenen Männer- Gefangverein Sibertee 1, Brangelstraße 84 bet nürich. Hlinit eingelieferten zwei Kranken sind beide auf dem Wege der Unverzagt Langefir. 65 bei Tempel. Gefangverein Deutsche Genesung. Der Eine war an Brechruhr, der Andere durch Liedertafel, Grüner Weg 29 bei Säger. Gesangverein Lorbeer= franz 2, Dranienstraße 190. Der Arbeiter- Bildungsverein für Friedrichsfelde und bei Haupt, Müncheberger Chauffee. Gefangverein Liebes lust in Fürstenwalde Wurstgift erkrankt. Sängerchor der Maler, Alte Bremen, 30. Auguft. Die Medizinalkommission macht be Umgegend feierte am Sonntag, den 28. Auguft, im Lokale des Jakobftraße 83. Felfenfest( Gemischter Chor), Pantstraße 32 b bet tannt, daß von den unter choleraverdächtigen Symptomen ErHerrn Momber in Friedrichsfelde seine Laffallefeier, welche sehr Herzog. Freiheits- Gruß, Schönhauser Allee 46 bei Busse. start besucht war und in fröhlichster Stimmung ihr Ende er- fchriften find zu richten an Mar Geng, Berlin N, Belforterstr. 26, 1 r.) sich auf dem Wege der Besserung befänden. Ein Kind sei geBund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( Bu frankten mehrere als genesen entlaffen feien und die übrigen reichte. Statt der Festrede, welche vom Herrn Amtsvorsteher ittwoch: Rauchtlub Hellblau bei Flick, Simeonfir. 23. Rauchtlub storben; bei demselben sei die Todesursache nicht festgestellt. Der verboten wurde, fand eine Versammlung staft, in welcher Genosse Giferne Pfeife, bet Soffmann, Triftstraße 1. Theater Berein Gesundheitszustand der Stadt sei unverändert. Das Vorkommen Proletariat bet Kühn, Naunynstr. 38.- Theater- Verein JugendMegner einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag über die Bestraft 2 bet Werner, Heimstr. 2. Tourt stenklub Nachtfalter, bei Bur- der asiatischen Cholera sei bis jetzt in keinem Falle nachdeutung der Lassallefeier hielt. Zum Schluß ersuchte der Vor- mann, Frankfurter Allee 56. Stattlub Buschelgrün, bei Fürstenau, gewiesen. Pollack Klub Lustige sigende die Versammlung, für die Ideen und Prinzipien der Sozial- Reichenberger- und Manteuffelstraßen Ece. Bern, 30. Auguft. Die interparlamentarische Friedenskon Brüder, bei Lucwald, Manteuffelstr. 46. Vergnügungs- Verein Demokratie zu agitiren und schloß dieselbe mit einem dreifachen Fridolin, bei Wolff, Brunnenstr. 35a.- Bergnügungsverein 28aldes- ferenz nahm einstimmig folgenden Antrag des deutschen ReichstagsHoch auf die Sozialdemokratie. grün", Krautstr. 6( estaurant). Vergnügungsverein Durch Nacht Abgeordneten Baumbach an:" Die Konferenz ersucht die Mitzum Licht, bet Gründel, Dresdenerstr. 116. Humoristischer Verein bei Rober, Hermann- und Wanzlichstraßen- Ecke( Rigdorf.) Pipifar, bei Krösche, Fichtestraße Nr. 29. Tambourverein Vorwärts glieder, in den Parlamenten, denen sie angehören, zu beantragen, Bergnügungs- ihre Regierungen einzuladen, durch eine internationale Konferenz Verein International 2 bet Pape( fr. Knebel) Badstr. 58.- Berdas völkerrechtliche Prinzip der Unverletzlichkeit des Privateigengnügungs- Verein Ii mbim" bei Brodlow, Bülowstr. 65. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Mittwoch. Gesangverein thums auf dem Meere in Kriegszeiten anzuerkennen." Haag, 30. Auguft. Nach amtlicher Bekanntgabe wurde Musikverein Borwärts, Abends 8 bis 10% Uhr, Sangestraße 108 gestern Abend ein Fall asiatischer Cholera tonstatirt bei einem bei Mebelin.- Männer- Gefangverein Waldtapelle 2, Abends 9 Uhr, von Wilna mit Frau und zwei Kindern über Hamburg hier einRestaurant Kanser, Staligerstr. 22. Turnverein Hoffnung, Abends 9 Uhr, im Restaurant Schröder, Man- getroffenen russischen Juden. teuffelstr. 9.- Kraftturnverein Jugendtra ft, jeden Mittwoch und Sonnabend 9-11 Uhr Abends bei Lade, Beughofftr. 8. Zurnverein Gesund brunnen. Die 2. Männer- Abtheilung turnt heute von 8-10% Uhr Abends in der Turnhalle, Freienwalderstraße 39. Kraftturnverein Berolina, Abends 9 Uhr Uebungsstunde bet Faustmann, Reichenbergerstr. 73a. Theater- und Vergnügungs- Verein Humanitas Abends 9% Uhr bet Reed, Lothringerstr. 94. Wir erhalten folgendes Schreiben: Der in der Dienstag Nummer enthaltene Bericht über die öffentliche Versammlung in Groß- Lichterfelde enthält unter anderen Ünrichtigkeiten eine falsche Wiedergabe meiner Schlußausführungen. Ich habe nicht gesagt, wie es in dem Bericht heißt, daß die Ueberführung der Produktionsmittel aus dem Privatbesitz in die Hände der Gesammtheit nur durch die gewerkschaftlichen Kämpfe möglich sei, sondern ausgeführt, daß dies Aufgabe der politischen Organisation der Arbeiter sei. Es sei jedoch nothwendig, daß ein jeder Arbeiter auch einer gewerkschfiftlichen Organisation angehöre und für dieselbe zu wirken habe, da dieselben neben ihren positiven Aufgaben Erringung befferer Lebensbedingungen unter den heutigen Verhältnissen durch die Besprechung in ihren Versammlungen über die Verhältnisse in ihrem eigenen Gewerbe, und die technischen Fortschritte in demselben, besonders geeignet find, den Gang der wirthschaftlichen Entwickelung jedem Einzelnen verständlich zu machen; ferner zeigten die von den Gewerkschaftsorganisationen geführten Rämpfe auf wirthschaftlichem Gebiete den an denselben theilnehmenden Arbeitern die Klassengegenfäße der heutigen Gesellschaft, deren Erkenntniß für den Emanzipationstampf unbedingt vorhanden sein müsse. Achtungsvoll Zh. Glode. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin( gegründet ben 25. März 1892). Mittwoch, den 31. August, Abends 8 Uhr, Bersamm: lung der Landsleute in den Armin- Hallen, Kommandantenstraße 20. Zages: Ordnung: Aufnahme. Mittheilungen. Bilder- Ausgabe. Verschiedenes. Sonntag, den 4. September 1892, Abends 8 Uhr, im oberen Saal der Armin- Hallen, Kommandantenstraße 20. Vorträge, Sigung mit Damen; nachher: Gemüthliches Beisammensein mit Tanz. Landsleute, Damen und Herren, find willkommen. Diskutirklub der Hausdiener. Donnerstag, den 1. September, Abends 9 Uhr, bei Sommer, Grünftr. 21: Große Bersammlung. Sonnabend, den 3. September, Abends 9 Uhr, in Deigmüller's Salon, Alte Jakobstraße 48a, anläßlich der Lassalle- Feier: Großer geselliger Abend mit Damen. Zanz, Festrede, Gesang, Borträge. Kranken- und Sterbe- Unterstütungs- Raffe der Berliner HausDiener. Kaffenlokal: Neue Friedrichstraße 44 bet Röllig. Sigung jeden Mittwoch Abend um 8% Uhr. Arbeiter- Bildungsschule. Mittwoch, Abends 8%-10% Uhr: SüdSchneider. Stab. " Knospe, Abends 9 Uhr, im Restaurant Wahlstatt, Belle- Alliancestraße. 1 Der hiesige Gemeinderath bewilligte einen Kredit von 36 000 fl. zur Ergreifung von Maßnahmen gegen die Cholera. ( Depeschen des Bureau Herold.) Bremen, 30. Auguft. Die widersprechenden Meldungen über die hiesigen Cholerafälle finden in einer Mittheilung der Sommer, Grünstraße 21. Gefelliger Bergnügungsverein Regia, Abends 9 Uhr, im Restaurant" Weserzeitung" Aufklärung, nach welcher zwar durch den Direktor Humorist cher Verein Arminia, Dresdener Garten, Dresdenerstraße 45. Streusfibel, bei Gumlich, Reichenberger: Der Krankenanstalt durch mikroskopische Untersuchungen Kommastraße 149. Fidele Brüder, bet 5. Mrose, Lachmannstr. 5. Touristen- bazillen gefunden waren, indessen andere Aerzte noch das Resultat der Reinkulturen abwarten wollen, ehe sie die Fälle definitiv als verein Frei Weg", Abend 9 Uhr bei Reeb, michaelstirchftr. 39. Rauchtlub Ro o chloch, Abends 9 Uhr, bei Kierstein, Admiralstr. 33. Rauchtlub& affalle, Abends, bei Lock, Friedrichsbergerfir. 11. Rauchttub asiatische anerkennen. Auf den Zweifel der Letteren beruft sich tub, Abends 9 Uhr, bet A. Niemann, Görligerfir. 42.- Rauch flub Sans: Cholera noch nicht fonstatirt sei. Dr. Weiser aus Altona, Rothe Nelte, bei Steuer, Weinftr. 22. Humoristischer Rauch die Medizinalkommission mit ihrer Mittheilung, daß die asiatische fouci, Boechstraße 51.- Rauchklub Ohne 3wang, Abends 9 Uhr, bei Späth, Wein ftr. 28.- Rauchtlub Grüne Quaste, bends 9 Uhr, bet eventuell Geheimrath Roch sollen die Zeichentheile untersuchen. " Schlüter, Kleine Markusstr. 10. Rauchklub Vultan, Abends 9 Uhr bei Ahmer, Gräfeftr. 82. Rauchtlub Goldene Quaste", Abends 9 Uhr bei Muß, Jostystr. 8. 8 Uhr bei Neumann, Höchſteftr. 28. Rauchtlub gutgesinnter Freunde, Abends Rauchtlub Schmotes- Werte, Waffer- und Inselstraßen- Ede beim Restaurateur Sperling Abends 9 Uhr. Rauchklub Vorwärts SD.", jeden Mittwoch Waldemarstr. 74 bet George. umoristische Pfeifenbrüder jeden Mittwoch Abend 9 Uhr, Klofterftraße 83, bei Genossen W. Salzwedel. Stattlub Treff, Abends 8% Uhr, bei Otto Babel, Frankfurter Allee 90. Bühnenverband Othello Abends 9 Uhr, Restaurant Lothringer ftraße 101. Vermischtes: Briefkaffen der Redaktion. K., Lieguiterftr. Der Wirth muß infolge seiner schrift lichen Genehmigung zum Weitervermiethen Ihnen gestatten, die Frau mit Kind bei sich aufzunehmen. Die Polizei hat kein Recht, Dies zu verbieten. Seidel 176. Wir können Ihnen keinen weiteren Rath zur Erlangung der Alimente geben. Sie können aber, sobald der Schuldner irgendwie neues Vermögen erworben hat, das Urtheil stets wieder zur Vollstreckung bringen. Lohnarrest ist unzulässig. 2. B. 9. Jemand kann blos deshalb, weil er einmal in Feuersbrunst. Iserlohn, 28. Aug. Bei dem gestrigen einer Frrenanstalt war, nicht gehindert werden, ein Gewerbe zu Shule, Sagelsbergerstr. 43: Unterricht in Geschichte"( neu); Süd- D- Brande find drei blühende Menschenleben zu Grunde gegangen. beginnen, z. B. Barbier zu werden. Wenn er jedoch ungeheilt chule, Reichenbergerfir. 138: Interricht in Deutſch( hematit: Verbrannt sind die Dienstmädchen Lina Sobrowsky aus Retinathe, entlassen und als gemeingefährlicher Geisteskranker zu betrachten Schule, Müllerstraße 179 a: Unterricht in Deutsch( oberes); Rechnen. In Maria Weffel aus der Gegend von Brilon und Anna Mahnes ist, so hat die Polizei das Recht und die Pflicht, hindernd einallen Lehrfächern, mit Ausnahme der Buchführung, tönnen noch Schüler und aus der Nähe von Paderborn. Man hatte bis heute noch immer zugreifen. Schülerinnen, auch jetzt im Laufe des Semesters, eintreten. Lese- und Diskutirklubs. Mittwoch. Bereinte Kraft Abend die Hoffnung, daß die Vermißten sich irgendwo aufhielten. Recht Deutscher Sozialdem. 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