Nr. 204. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Viertel: jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652, Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vors mittags geöffnet. Fernsprech- Anschlug Amt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Donnerstag, den 1. September 1892. Mit dem 1. September eröffnen wir ein neues Abonnement Ihrigen, einen gewissen Copeland, wenn ich nicht irre von in auf den „ Vorwärts" Berliner Volksblaff ,, Neue Welt". mit der illustrirten Sonntagsbeilage Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mart 10 Pfennige frei ins Haus, wöchentlich 28 Pfennige. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 1,10 Mark für den Monat September entgegen.( Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652.) Theil des Romans Neu hinzutretenden Abonnenten wird der bisher erschienene Die Waffen nieder!" Eine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner, auf Berlangen gratis nachgeliefert, worauf wir noch besonders auf Verlangen gratis nachgeliefert, worauf wir noch besonders aufmerksam machen. Die Redaktion und Expedition des Vorwärts" Berliner Volksblatt. " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. vor= Der letzte ernsthafte Versuch in dieser Richtung wurde Andererseits liegt es durchaus im Wesen des englischen im Jahre 1883 bei Gelegenheit einer Nachwahl gemacht. Parlamentarismus, daß diejenigen Gruppen der WählerEin Theil der organisirten Arbeiter versuchte, einen der schaft, die sich für spezielle Fragen interessiren, aber nicht der Lage find, selbständige Kandidaten Beruf Zimmermann, aufzustellen, indeß erfolglos. Statt zuschicken, für den Kandidaten der beiden großen seiner wurde der damalige Redakteur der radikalen Ball Parteien stimmen, der ihnen gerade in Bezug auf Mall Gazette", John Morley, gewählt, und seitdem ist der ihre Bestrebungen die weitestgehenden Konzessionen macht, felbe auch Vertreter von Newcastle geblieben. Ebenso ge- bezw. der Durchführung derselben am wenigften gefährlich hörte der zweite Abgeordnete, den Newcastle zu wählen hat, erscheint. Nach diesem Prinzip verfahren die religiösen bisher der liberalen bezw. radikalen Partei an. Newcastle, Seften, die Temperenzler, die Anti- Vivisezirer und ähnliche dies sei hierbei bemerkt, zerfällt nicht in zwei Wahlkreise, unpolitische Verbindungen, und es ist als politische Waffe sondern bildet einen jener Wahlkreise, dessen stimmberechtigte im großen Stil von Parnell bei den Wahlen des Jahres Mitglieder das Recht haben, zwei Abgeordnete zu wählen. 1885 angewendet worden. Indem der Führer der Irländer Bei der Wahl im Jahre 1885 wählte es neben Herrn seinen Anhängern die Parole gab, überall gegen die Liberalen Morley den Redakteur der„ Newcastle Daily Chronicle", und für die Tories zu stimmen, und die Partei dieser Joseph Cowen, einen ehemaligen Chartisten; nach der Auf- Parole mit der Disziplin folgte, wie sie die Spannung des Lösung 1886 wurde statt Cowen's ein gewiffer J. Craig ge- nationalen Kampfes in jenem Moment erzeugte, stellte er wählt, der aber bei der diesmaligen Hauptwahl unterlegen die Liberalen vor die Nothwendigkeit, entweder auf die ist. Er erhielt 10 686 Stimmen, John Morley nur etwas über politische Herrschaft zu verzichten oder Homerule in ihr 200 Stimmen mehr, nämlich 10 905 Stimmen, während der Programm aufzunehmen. Man weiß, welches der Erfolg ihnen von den Tories gegenübergestellte Kandidat, C. F. Hamond, war. Mit der ihm eigenen geistigen Elastizität studirte" 13 823 Stimmen erhielt. Herr Gladstone Frlands Geschichte und fand, daß Homerule Dieses Resultat, das einer Niederlage des Herrn durchaus berechtigt und nothwendig sei, und einer der Morley gleich fem, war nur zum Theil der Beliebtheit zu Ersten, der dies mit ihm fand, der von nun an zum be zuschreiben, deren sich sein fonservativer Gegner auf Grund geistertsten Homeruler wurde, war Herr John Morley. seiner Verdienste um die lokale Verwaltung Newcastles er Schreiber dieses hat selbst einer Versammlung beigewohnt, in frente. Eine ganze Anzahl Stimmen hatte Herr Hamond der Morley mit bemerkenswerther Selbstentsagung Barnell vielmehr dem Umstand zu verdanken, daß ein Theil der dafür bekomplimentirte, daß er 1885 ihm und seiner Partei Morley für seine ablehnende Haltung gegenüber dem ge- Recht und seine Pflicht gewesen, und wenn die liberale Sozialisten und vorgeschrittenen Arbeiter Newcastles, um einen so fräftigen Fußtritt verabfolgt habe. Das sei sein setzlichen Achtstundentag eine Lektion zu ertheilen", dem Partei wieder einmal dem Interesse der irischen Sache entTorytandidaten ihre Stimme gaben. Herr Morley ist ein gegen stehe, werde Parnell nur zu loben sein, wenn er tadikaler älterer Schule. Als Schriftsteller hat er sich viel genau eben so handle. Irgend welche Rückſichten auf fie mit den französischen Materialisten des 18. Jahrhunderts, habe er nicht zu nehmen, sondern nur so zu verfahren, wie es insbesondere mit Diderot beschäftigt, und es gab eine Zeit, das Interesse der von ihm vertretenen Sache erheische. wo der jetzige Generaladjutant des frommen Gladstone das Nach diesem Vorgang ist es durchaus kein Wunder, Die Nachwahlen in Newcastle. Wort„ God"( Gott) ftets nur mit einem kleinen" g" zu daß auch bei den Sozialisten und vorgeschrittenen Arbeitern schreiben pflegte. Auch ist er der Verfasser einer ver- die Tattit Parnells ihre warmen Anwälte gefunden hat. Von unserem englischen Korrespondenten. herrlichenden Lebensbeschreibung des Freihandelsagitators Seit die englischen Arbeiter das Wahlrecht besitzen, haben Mit über 2000 Stimmen mehr als er in der Haupt- Richard Cobden fein Wunder, daß er, wenn sie im Großen und Ganzen den Schwanz der liberalen wahl im Juli d. J. erhalten, ist am 25. August Herr John auch gerade kein Manchestermann bis zum letzten Bartei gebildet; und alle bisher gewählten Arbeiter Morley, der getreue Adlatus Gladstone's, zum Abgeordneten Buchstaben, sich der Forderung des gesetzlichen Acht Abgeordneten figurirten im Parlament als Liberale, so daß für Newcastle gewählt worden. Diese Wahl ist in mehr stundentages gegenüber bisher ablehnend verhalten hat. Herr Gladstone in einer seiner jüngsten Wahlreden nicht facher Hinsicht für den gegenwärtigen Stand der englischen Dagegen hat er sich in den Fragen des Koalitionsrechts der mit Unrecht höhnend sagen konnte, die Tories redeten so Arbeiterbewegung bezeichnend. Newcastle ist eine Fabrik- Arbeiter, so namentlich um die Reform der sogenannten viel von ihrer Arbeiterfreundlichkeit und ihrem Anhang und Industriestadt ersten Ranges; das Gros der Wähler Verschwörungsparagraphen, gewisse Verdienste erworben, unter den Arbeitern, aber er habe zu seinem Bedauern noch besteht aus Arbeitern, unter denen ein erheblicher Prozentsatz und dies, sowie der Ruf besonderer Ehrlichkeit von nie einen Tory- Arbeiter im Parlament entdecken tönnen. gewerkschaftlich organisirt sind, und der Gegensatz zwischen seinen Verehrern wird er mit Vorliebe honest John" ge- Das wird wohl auch kaum je geschehen, da die Tories heute Kapital und Arbeit hat daselbst schon oft und noch in den nannt machen ihn zu einem nicht ungefährlichen Gegner die Partei des Kapitalismus sans phrase bilden. Wohl letzten Monaten große und bittere Kämpfe gezeitigt. Auch der Achtstundenbewegung. aber besteht eine starke Strömung unter den Arbeitern, sich fehlt es Newcastle nicht an einer Anzahl von Sozialisten, Gerade deshalb aber suchten die Anhänger des gesetz von der Vormundschaft der liberalen Partei zu emanziberen Eifer es bereits gelungen ist, einige Arbeiter in die lichen Achtstundentages seine Wiederwahl in Newcastle zu piren. dortige Schulbehörde zu entsenden. Aber alle Versuche, verhindern. Die Leser des Vorwärts" wissen, welche Das sicherste Mittel dazu wäre natürlich die Bildung Newcastle eine Arbeitervertretung im Parlament zu er Schwierigkeiten das bestehende Wahlrecht in England der einer eigenen zielbewußten und einheitlich vorgehenden Arkämpfen, sind bisher fehlgeschlagen. Aufstellung von Arbeiterkandidaten in den Weg legt. beiterpartei. Aber soviel Anläufe dazu auch schon gemacht Feuilleton. Nadbrud verboten.) Die Waffen nieder! ( 10 Eine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner. " denn gerade der vielleicht unsoldatische, aber sicherlich menschliche Abscheu, mit welchem er das schreckliche Ende seiner Kampfgenossen geschaut und erzählt, war mir ins Herz gedrungen. " Die ist heute wieder von ihrem gewissen Kopfschmerz befallen; es bleibt mir also nichts Anderes übrig-" - wie dies schon " Als Deine Tochter hinzuopfern andere Väter im Alterthum- 3. B. Agamemnon mit Wie gern hätte ich mit Tilling über dieses Thema noch Iphigenia- gethan? Ich füge mich." weiter gesprochen aber er schien meine Bekanntschaft nicht ,, llebrigens find unter den Gästen auch ein paar pflegen zu wollen. Seit seinem Besuche waren vierzehn Tage jüngere Elemente: Doktor Bresser, der mich in meiner vergangen und weder hatte er den Besuch wiederholt, noch letzten Krankheit so ausgezeichnet behandelt hat und dem war ich ihm in der Gesellschaft begegnet. Nur zwei- ich die Artigkeit einer Einladung erweisen wollte; ferner oder dreimal auf der Ringstraße und einmal im Burg- Oberstlieutenant Tilling- Du wirst ja ganz feuerroth Ob einer mit Schmerzen oder ohne Schmerzen ge- theater war ich seiner anfichtig geworden: er grüßte ehr- was ist Dir?" endet, schien ihm eine ganz nebensächliche Frage. Ge- erbietig, ich dankte freundlich weiter nichts. Weiter " Ich?.... ... Es ist die Neugier: jetzt muß ich doch blieben" sein wie der Tod auf dem Schlachtfelde heißt nichts?... Warum klopfte mir bei diesen Gelegenheiten schauen, was Du mir gebracht hast." Und ich begann, das -war seiner Anschauung nach eine so rühmliche- durch ein das Herz, warum fonnte ich dann stundenlang die Geberde Packet aus seiner Papierhülle zu lösen. so erhabenes Fatum herbeigeführte Sache, daß die Details feines Grußes nicht aus dem Sinn bringen?... Es ist nichts für Dich erwarte nicht etwa ein der dabei allenfalls ausgestandenen körperlichen Leiden gar- Liebes Kind, ich habe eine Bitte an Dich." Mit Berlenhalsband. Das gehört dem Rudi." " Ja, ich sehe, eine Spielereischachtel nicht in Betracht kamen. In seinem Munde klang das diesen Worten trat eines Bormittags mein Vater bei mir ah, Bleis Geblieben", stets wie die neidende Ronstatirung einer be- ein. Er hielt ein papierumwickeltes Packet in der Hand, soldaten! Aber Vater, das vierjährige Kind soll doch sonderen Auszeichnung, und die dem Bleiben" nächst hier bringe ich Dir etwas mit," fügte er hinzu, das Ding nicht-" folgende Annehmlichkeit war nach seiner Auffassung offen- auf einen Tisch legend. Ich habe schon mit drei Jahren Soldaten gespielt bar das Blessirt"-werden. Die Art und Weise, wie er Eine Bitte und ein Geschenk zugleich?" lachte ich. man kann nicht früh genug damit anfangen... Meine von sich mit Stolz und von den anderen mit Respekt er-„ Das ist ja Bestechung." allerersten Eindrücke waren Trommeln, Säbel- exerziren, zählte, daß sie bei diesem oder jenem nach irgend einer So höre mein Anliegen, ehe Du mein Geschent aus- kommandiren: auf die Art erwacht die Liebe zum Metier, Ortschaft benannten- Gefecht verwundet worden, ließ einen packst und von dessen Pracht geblendet wirst. Ich habe auf die Art" ganz vergessen, daß das Ding eigentlich weh thun fönne. heute ein langweiliges Diner Welch ein Unterschied mit der kurzen Erzählung Tilling's: in" Ja, ich weiß; drei alte Generäle mit ihren Frauen." der Schilderung der zehn Unglücklichen, welche, von dem Und zwei Minister mit den ihrigen; kurz, eine feierplazenden Geschoß zerschmettert, in lautem Jammer ausbrachen liche, steife, einschläfernde Geschichte-" - was lag da für ein anderer Ton erschütternden Mitleids darin! Ich habe Tilling's Worte meinem Vater nicht wiederholt, denn ich empfand instinktiv, daß ihm dieselben un- mit soldatenmäßig erschienen wären und seine Achtung vor dem Sprecher beeinträchtigt hätten, und das hätte mich verdrossen; " " " Da muthest Du mir doch nicht zu, daß ich-" Ja, ich muthe es Dir zu, denn da mich Damen ihrer Gegenwart beehren wollen muß ich doch eine Dame zum Honneursmachen haben." Dieses Amt hat ja Zante Marie übernommen?" Mein Sohn Rudolf wird nicht unter die Soldaten gehen," unterbrach ich. " Martha! Ich weiß doch, daß seines Vaters Wunsch-" " Der arme Arno ist nicht mehr. Rudolf ist mein alleiniges Eigenthum und ich will nicht" Daß er den schönsten fund ehrenvollsten Beruf " Das Leben meines einzigen Rindes soll nicht im Kriege auf das Spiel gesetzt werden." einschlage?" worden sind, bis jetzt hat es noch nicht gelingen wollen, der Kandidaten empfahlen; aber nachdem die lokalen Leiter der Jedenfalls hat der österreichische Gesandte Graf ihr im Wege stehenden Schwierigkeiten Herr zu werden. unabhängigen Arbeiterpartei sich einmal für sie ent- Coronini- Cronberg von seiner Denunziation nichts, als Wir haben gesehen, an wie wenigen Orten es gelungen ist, schieden, wäre es sicher richtiger gewesen, ihnen daß er am Schandpfahl steht. Und da soll er bleiben! von den Liberalen unabhängige Kandidaten durchzubringen. nicht entgegen zu arbeiten. So viel fam auf den Für solche- Edelste giebt's keine Amnestie. Um dem Fehler abzuhelfen, ist man denn auf das Mittel einen Wahlsiz nicht an, sein Gewinn hätte den Tories verfallen, einige die Arbeiter besonders intereffirende Fragen, einen vorübergehenden, durch die Erklärungen des Arbeiter- Lockspitliches. Feigheit" nennt es das amtliche insbesondere die Achtstundenfrage, herauszugreifen, und von Wahlkomitees obendrein sehr abgeschwächten Triumph, aber Organ der sächsischen Regierung, daß die Leipziger Sozialder Stellung der bürgerlichen Kandidaten zu ihnen die nicht die Regierungsgewalt in die Hände gespielt, während demokraten bei ihrer Lassallefeier am vorigen Sonntag sich Stimmabgabe für dieselben abhängig zu machen. Welche der Sieg Morley's mindestens für den Augenblick eine der Gendarmerie, welche eine durchaus überflüssige VerWirkung dies auf den Werdeprozeß der angestrebten Ar- Schwächung des Ansehens der auf die Schaffung einer unab- haftung vornahm, nicht gewaltsam widersetzten. Der er beiterpartei haben wird, bleibt abzuwarten. Thatsache ist, hängigen, b. b. sozialistischen Arbeiterpartei hinwirkenden bärmliche Wicht, der diese verrätherische Notiz schrieb, hat daß eine große Anzahl Abgeordneter meist Liberale oder Elemente bedeutet. seinen Brotgebern damit keinen guten Dienst geleistet. Was Radikale nur dem Versprechen, für jene Forderung einzutreten, ihre Wahl verdankten. " Es wäre total falsch, es sich zu verhehlen, Herrn sagte doch der Chef dieses ganzen Lockspizel- und OrdnungsMorley's Majorität besteht zum Wesentlichen aus Janbagels, der altoholistische Säkularmensch"? Er habe, Bu denen, die sich jedoch nicht dazu verstehen wollten, Arbeiter stimmen; gerade die Arbeiter in den großen um sich in seiner Hausmeierei zu behaupten, 1890 einen für den gesetzlichen Achtstundentag, und sei es auch nur Maschinenwerken Newcastle's haben fast Mann für Mann Konflikt gesucht, und einen schneidigen General, der das zunächst für Bergarbeiter, sich zu verpflichten, gehört, wie für ihn gestimmt. Aber ebenso falsch wäre es, die Wahl Bolt rücksichtslos zusammengeschossen und die Nothwendigschon erwähnt, Herr Morley. Seine Freunde erklären dies für für eine Niederlage des Sozialismus zu erklären. Abgesehen keit der Fortdauer des sozialistengefeßlichen Schandrégiments bewundernswürdige Prinzipientreue; es ist aber zu bemerken, daß von dem Achtstundengesetz hat Herr Morley den Arbeitern die praktisch erwiesen hätte. die Bergarbeiter der Grafschaft Northumberland, in der New weitestgehenden Versprechungen gemacht und eine sozialistische In Ermangelung eines schneidigen Generals" begnügt caſtle liegt, bis jetzt aus nicht sehr rühmenswerthen Gründen eben- Partei, die durch Geschlossenheit und Leistungsfähigkeit das die Leipziger Zeitung" sich mit einem„ schneidigen" falls Gegner des gesetzlichen Achtstundentages waren. Jedenfalls Bertrauen der Arbeiter auf sich lenkt, besteht noch nicht in Gendarmen. erklären die Sozialisten und die zu ihnen haltenden Ar- England. Sie wird kommen, tausend Anzeichen sind dafür beiter, daß wenn Herr Morley sich zu Homerule für Frland da, aber noch ist die Bewegung zu zersplittert, so daß sie bekehren ließ, er sich auch zum Anhänger des Achtstunden sich mit lokalen Erfolgen begnügen, einstweilen damit zu tages befehren lassen könne, und bei der einflußreichen Stel- frieden sein muß, den Sauerteig der politischen Kämpfe des lung Morley's wollten sie gerade an ihm ein Exempel Tages zu bilden. ftatuiren. Aus diesem Grunde stimmten sie bei der Hauptwahl gegen ihn und erreichten es, daß er beinahe durchfiel, und aus demselben Grunde versuchten sie es bei der durch ſeine Ernennung zum Staatssekretär für Irland nöthig politische Ueberlicht. 33 hehlten sich durchaus nicht, daß der Gegner Morley's noch Beiten. Berlin, den 31. August. Schiff. Unsere Anfrage, ob gegen den Buben Schiff Untersuchung eingeleitet sei, ob man diesen Schuft nicht gezwungen habe, die ihm übertragenen Aemter niederzulegen, ist bis heute noch nicht beantwortet. Aus Els fleth wird uns geschrieben: ,, Es ist in der Adolf Schiff'schen Angelegenheit hier ein Bogen in Umlauf gesetzt, worin gesagt wird, daß man Schiff nicht für fähig halte, sein Bedauern über die Rettung der beiden Mannschaften in dem bekannten Briefe auszusprechen. Man versucht einige hundert Unterschriften zu erhalten; Sie haben in Ihrer ersten Notis richtig vorausgesagt, daß der kollegialische Trost" nicht ausbleiben werde." In der That, wir kennen unsere Rapitalisten gut genug, gewordenen Nachwahl seine Wiederwahl zu Fall zu bringen. Einen Augenblick dachte man daran, ihm in der Person, Cunninghame Grahams einen sozialistischen Gegenkandidaten Militarismus und Cholera, das sind die zwei gegenüber zu stellen, und dies wäre sicherlich auch der beste Fragen", welche jetzt im Vordergrund des Interesses find. Weg gewesen. Aber der Plan zerschlug sich aus ver- Welches von beiden Uebeln das größere, wird auf den schiedenen Gründen vor Allem, weil es nicht mög- ersten Blick schwer zu entscheiden sein. Die heimtückische, um zu wissen, daß sie für den Mann des Leider herzlich war, die erforderlichen hohen Kosten des Wahl- ekelhafte Seuche, die Behntausende, Hunderttausende weg- innigftes Wohlwollen empfinden, und daß es auch abKampfes in so kurzer Zeit aufzubringen. Es blieb rafft, ist gewiß eine furchtbare Geißel der Menschheit, gebrühte Mitstr- ebende giebt, die ihren Namen unter einen daher nichts anderes übrig, als, nachdem Morley noch während der Militarismus, troß seines wenig anziehenden solchen Wisch setzen. Wie steht es, wir fragen nochmals, einmal erklärt, ich nicht für den gesetzlichen Achtstundentag Wesens, auf den ersten Blick vergleichsweise harmlos er- mit der Untersuchung? verpflichten zu können, für seinen unionistisch- konservativen scheint. Allein wenn man genauer zuschaut, gewinnt die Gegner zu stimmen. Der Rütlibund zwischen Nationalliberalen und Freis Sache ein anderes Aussehen. Die Cholera fommt blos Dafür traten nicht nur die lokalen Anhänger der unab- alle 10 oder 15 Jahre und würgt dann ihre hundert- oder sinnigen" hat keine lange Dauer gehabt. Die„ Norddeutsche hängigen Arbeiterpartei, sowie der oben erwähnte Joseph hundertfünfzigtausend Menschen und entfernt sich wieder. Allgemeine Zeitung" verhöhnt Beide in ihrem Streit um Cowen ein, sondern auch unter Anderen Keir Hardy, der Der Militarismus dagegen ist immer da, und er ist die Wahlrechtsreform. Die Nationalliberalen" wollen foeben gewählte sozialistische Arbeiterabgeordnete. Sie ver nimmer ſatt; und tödtet er auch in gewöhnlichen selbstverständlich vom allgemeinen gleichen Wahlrecht für ben preußischen Landtag nichts wissen und den„ Deutschnicht die Opfer welche er verschlingt, weniger Anspruch auf die Stimmen der Arbeiter habe, als so vernichtet er doch den Wohlstand ganzer Völker und Freifinnigen" ist es nur darum zu thun, sich eine„ volksdieser, und daß es nur niedrige Wahldemagogie war, wenn schafft unsäglichen Schaden, unsägliches Elend. Und wenn thümliche" Miene zu geben. Die Norddeutsche Allgemeine" derselbe sich bei der Nachwahl für den gesetzlichen Acht- er dazu kommt, seinen Beruf auszuüben, seine wahre Natur fragt, wenn das allgemeine gleiche Wahlrecht in Preußen stundentag erklärte, nachdem er in der Hauptmahl in zu zeigen, und wenn er mit seinen Kriegsdoggen" auf die und in den Gemeinden das alleinige Heil wäre, so dränge einem benachbarten Wahlkreise- dagegen Stellung ge- Menschenjagd geht, dann tödtet er in einem Jahr so viel sich die Frage auf nommen hatte. Aber sie wollten in dieser Wahl und durch und mehr Menschen, als die Cholera seit ihrem ersten Aufdieselbe den Liberalen einen Beweis von der Stärke der treten in Europa, Alles zusammengenommen, vertilgt hat. radikalen Arbeiterbewegung ablegen und sie dadurch zu Einzig der letzte Krieg- der heilige" mit Frankreichgrößeren Konzessionen zwingen. hat über einer halben Million Menschen das Leben gekostet Sie find unterlegen, Herr Morley hat seinen Gegner was den Opfern der Cholera seit 1832, wo sie zuerst mit über 1700 Stimmen geschlagen, und die Liberalen bei uns ausbrach, ungefähr gleich kommen dürfte. Und der triumphiren. Eine ganze Reihe Umstände hat zu diesem Krieg, auf welchem der Militarismus sich jetzt vorResultat beigetragen. Ob auch die Drohung der Irländer bereitet, der Krieg, für den die neue Militär- Die National- Zeitung" verwahrt sich dagegen, daß die dazu gehört, eventuell für den Sturz Morley's fich dadurch Borlage" berechnet ist, wird voraussichtlich Nationalliberalen aus Vorliebe für die Deutsch- Freisinuigen zu rächen, daß fie in Zukunft überall der Arbeiter doppelt so viel, nein zehnmal so so viel Menschen diese bei Stichwahlen unterstützen, es geschähe dieses nur, partei entgegentreten würden, erscheint mir zweifelhaft. Die wegraffen. Und was sonst noch zerstört wird! Die Cholera um den Sieg der Konservativ- Klerikalen zu verhindern. Frländer brauchen die Stimmen der Arbeiter mindestens mordet nur Menschen, nicht die Kultur, wie der Milita- Wahrscheinlich haben auch zu diesem Zwecke die Nationalebenso, als diese die Hilfe der Irländer. Biel wichtiger rismus; und sie mordet lange nicht so viel Menschen. liberalen in Siegen die Wahl Stöcker's durchgesetzt. ist, daß auf dem Programm der Liberalen Punkte stehen, Darum ist mit dem Militarismus verglichen die Cholera die für die Arbeiter momentan fast noch von größerer Be- bei Weitem das kleinere Uebel. Möge der Kampf gegen deutung sind, als das Achtſtundengesetz für Bergarbeiter. Die Cholera, der jetzt geführt wird, das Vorspiel sein eines So vor Allem die Wahlreform, deren Nothwendigkeit grade noch thatkräftigeren und allgemeineren Rampfes gegen ten der jezige Wahlkampf ihnen ad oculos vordemonstrirt hat. Militarismus, der schlimmer und gefährlicher ist, als die Nicht nur die alten Gewerkschaftsführer, sondern auch der Cholera! gegen Liberale und Tories gewählte Arbeiter Abgeordnete J. H. Wilson und verschiedene fabianische Sozialisten traten unter dieser Motivirung für die Wiederwahl Morley's ein. Es ist bei der Zersplitterung der Bewegung und der Verzwicktheit der Situation nicht angängig, hier ohne Weiteres von Berrath an der Sache zu sprechen, zumal neben Keir Hardie, an dessen Ehrlichkeit und Unabhängigkeit Niemand zweifelt, auch Leute von etwas zweideutiger Vergangenheit mit vordringlichem Eifer bie Taktik der Wahl des ToryUnd darum Näuber und Mörder! Ein Telegramm aus Kopenhagen vom heutigen Tage besagt: ob denn die freisinnige Partei überhaupt heute noch existiren möchte, wenn ihr nicht durch das preußische Landtagswahlrecht die Möglichkeit gegeben gewesen wäre, diejenigen Kerntruppen für die Opposition in früherer oder späterer Zeit zu freiren, die doch ebenso wie in der Konfliktszeit auch in den Jahren des Kampfes der Manchesterdemokratie gegen die Vertreter der Sozialreform zum Ruhme der freisinnigen Fahne, ihrer Meinung nach, nicht wenig beigetragen haben." Das Großkapital in der Seefischerei. Wie der Großbetrieb des Seefischerei- Gewerbes sich mehr und mehr bemächtigt, die Kleinbetriebe aufsaugt, an Stelle des Segelbootes den Dampfer setzt, und die Bewohner der Fischerdörfer aus selbständigen Unternehmern zu Hintersaffen der fapitalfräftigen Händler macht, ergiebt sich aus nachstehen der Hamburger Korrespondenz der Frankfurter Zeitung" ( Nr. 242 vom 29. d. M.):„ Die schon seit einiger Zeit im Die hiesigen Behörden haben die Sache gegen den Kauf- Entstehen begriffene Hamburg- Altonaer Hochseemann Höimark, der beschuldigt ist, den deutschen Kaiser an fischerei Gesellschaft hat sich jetzt hier endgiltig Bord eines deutschen Dampfers beleidigt zu haben, fallen laffen mit 330 000 M. Kapital, eingetheilt in 330 Inhaberaktion müffen, weil nur ein Beuge vorhanden ist, nämlich der österreichische Gesandte Graf Coronini- Gronberg. Das Land zu 1000 m., konstituirt. Bum taufmännischen Direktor des gericht in Flensberg hat aber einen Steckbrief gegen Höimart Unternehmens ist der auf dem Gebiete der Fischverwerthung und des Fischversandes überaus erfahrene hiesige beeidigte erlassen." " Ich schon und ich finde dieselbe sogar höchst widerwärtig. Was verstehst Du davon?" " " Lassen Sie hören, Althaus wir kennen die Ges schichte nicht." Das ließ sich der Vater nicht zweimal sagen. " Ich war auch ein einziger Sohn und bin Soldat ge- nicht der eine Gast gewesen, dessen Nähe mich eigenthümworden. Arno hat keine Geschwister, so viel ich weiß, und lich bewegte Dein Bruder Otto ist gleichfalls einziger Sohn und ich Baron Tilling war knapp vor dem Speisen gekomen; habe ihn doch in die Militär- Akademie gegeben. Die ich hatte daher, als er mich im Salon begrüßte, nur zu Tradition unserer Familie fordert es, daß der Sproffe einem ganz furzen Wortaustausch Zeit gefunden, und bei eines Dotty und einer Althaus seine Dienste dem Vater- Tisch, wo ich zwischen zwei eisgrauen Generälen saß, war lande weihe." der Baron so weit von mir entfernt, daß ich ihn unmöglich" Der Hupfauf also vom Regiment Tyroler Jäger selber ein Tyroler, hat ein famoses Stück aufgeführt. Das Vaterland wird ihn weniger brauchen, in die an unserem Tischende geführte Unterhaltung ziehen als ich." konnte. Ich freute mich auf die Rückkehr in den Salon; Er war der beste Schütz', den man sich denken kann; bei allen er traf fast jedesmal dort wollte ich Tilling an meine Seite rufen und ihn noch Scheibenschießen war er immer König weiter ausforschen über jene Schlachtszene; ich sehute mich ins Ziel. Was hat der Mann gethan, als die Mailänder tein darnach, noch einmal jenen Ton zu hören, der mich das revoltirten? Er erbat sich die Erlaubniß, mit vier Kameraden erste Mal so sympathisch berührt hatte. " Wenn alle Mütter so dächten!" " Dann gäbe es keine Baraden und Revuen und keine Männerwälle zum Niederschießen Ranonenfutter, wie der bezeichnende Ausdruck heißt. Das wäre auch kein Unglück." Mein Vater machte ein sehr böses Gesicht. Dann aber zuckte er die Achseln: auf das Dach des Domes zu steigen und von dort auf die Rebellen herab zu schießen. Man hat's ihm erlaubt und er hat's auch ausgeführt. Die vier Anderen, von welchen Feder einen Stuten trug, thaten weiter nichts, als ohne Unterlaß ihre Waffen laden und sie dem Hupfauf reichen, damit dieser keine Zeit verliere. Und so hat er hintereinander neunzig Italiener todtgeschossen." Doch zur Ausführung dieses Vorhabens bot sich mir anfänglich keine Gelegenheit; die beiden Eisgrauen blieben mir auch nach Tische treu und nahmen an meiner Seite " Ach, ihr Weiber," sagte er verächtlich. Bum Glück Blaz, als ich im Salon mich anschickte, den schwarzen wird der Junge nicht um Deine Erlaubniß fragen; das Kaffee einzugießen. Dazu gesellten sich noch, im Halbkreis, und auch Soldatenblut fließt ihm in den Adern- Na, und Dein mein Vater, der Minister***, Doktor Bresser " Abscheulich! rief ich. Jeder dieser todtgeschossenen einziger Sohn wird er ja nicht bleiben. Du mußt wieder Tilling, aber die sich entspinnende Unterhaltung war eine heirathen, Martha. In Deinem Alter ist's nicht gut allein allgemeine. Die übrigen Gäste, darunter sämmtliche Damen, Italiener, auf die der oben aus sicherer Höhe zielte, hatte sein. Erzähl' mir: giebt es feinen unter Deinen Bewerbern, ließen sich in einer Ede des Salons nieder, wo nicht eine Mutter und eine Beliebte zu Haus und hing wohl der vor Deinen Augen Gnade findet? Da ist zum Bei geraucht wurde; während in unserer Ecke auch ich selber an seinem jungen Leben." - das Rauchen gespiel der Rittmeister Olensky, der sterblich in Dich hatte mir eine Bigarette angezündet verliebt ist er hat mir neulich wieder vorgeseufzt. Der stattet war. gefiele mir recht gut als Schwiegersohn." Mir aber nicht als Gatte." Ob es denn nicht bald wieder losgehen wird?" warf Hm," meinte der andere, den nächsten Krieg werden einer der Generäle hin. " Jeder war ein Feind, Kind; das ändert den ganzen Standpunkt." Begriff Feindschaft unter den Menschen sanktionirt wird, Sehr richtig," sagte Doktor Bresser; so lange der so lange fönnen die Gebote der Menschlichkeit keine allgemeine Geltung erlangen." Was sagen Sie, Baron Tilling?" fragte ich. Ich hätte dem Manne einen Orden gewünscht, der ihm die tapfere Bruft geschmückt und eine Kugel, die ihm das harte Herz durchschossen hätte. Beides wäre verdient So gewesen." Muß es denn immer einen nächsten Krieg geben?" Da wäre noch der Major Millersdorf-" Und wenn Du mir den ganzen Militärschematismus wir mit Rußland haben, dent' ich." herfagft- es ist vergebens. Um wie viel Uhr findet Dein Diner ftattwann soll ich kommen?" fragte ich, um warf ich dazwischen, aber Niemand achtete darauf. abzubrechen. " Um fünf. Aber tomm' um eine halbe Stunde früher. Und jetzt adieu- ich muß fort. Grüß' mir den Rudi zukünftigen Oberbefehlshaber der t. t. Armee." *** Eine feierliche, steife, einschläfernde Geschichte So Eher mit Italien," versicherte mein Vater." Wir müssen doch unsere Lombardei zurückbekommen einen Einmarsch in Mailand, wie im Jahre 49 mit Vater Radetzky an der Spige das wollte ich doch noch erleben. Es war an einem sonnigen Vormittag-" Ach, die Geschichte vom Einmarsch in Mailand kennen hatte mein Vater sein bevorstehendes Diner genannt; und wir Alle," unterbrach ich. so würde ich die Zeremonie auch aufgefaßt haben, wäre Auch die vom braven Hupfauf?" Ich warf dem Sprecher einen warmen, dankbaren Blick zu; die Anderen aber, mit Ausnahme des Doktors, schienen von den eben gehörten Worten unangenehm berührt. Es entstand eine kleine Pause. Cela avait jeté un froid, GFortsetzung folgt.) " Fischauktionator G. Playmann ernannt worden, dessen es habe, daß die Parlamentarier der verschiedenen Staaten beswegen ungeeignet. Zur Verwendung fonimt die sogenannte Persönlichkeit für gute Leitung der Geschäfte Gewähr bietet. fich persönlich näher treten. Er schilderte sodann die herab- 100prozentige Karbolsäure" des Handels, welche sich in SeifenBeabsichtigt wird, den Fang ausschließlich mit Fischdampfern segende Beurtheilung, welche die Friedenskonferenz in einem wasser vollständig löst. Man bereitet sich die unter Nr. 8 beschriebene Lösung von zu betreiben, von denen zunächst drei in Fahrt gestellt wer- Theile der deutschen Presse finde, sodaß sich nur die Organe kalifeife. In 20 Theile dieser noch heißen Lösung wird 1 Theil Den sollen. Diese Dampfer sollen ihren Fang übrigens des verschiedenen Liberalismus dem deutschen Komitee an- Rarbolsäure unter fortwährendem Umrühren gegoffen. nicht selbst nach Hamburg bringen, da die Fahrt elbaufwärts geschloffen hätten, bezeichnete es aber als durchaus irrig, Diese Lösung ist lange Zeit haltbar und wirkt schneller und wieder elbabwärts zu lange Zeit erfordern würde, sie daraus zu folgern, daß man in Deutschland kriegerisch ge- desinfizirend als einfache Lösung von Kaleife. Soll reine werden vielmehr die gefangenen Fische an ein sogenanntes sinnt sei. Troß dee großen Kriegsrüstung Deutschlands sei der Karbolsäure( einmal oder wiederholt destillirte) verwendet werden, Jagerschiff zum Transport nach der Elbe abgeben, so daß Charakter des Deutschen Volkes nichts weniger als friegerisch, welche erheblich theurer, aber nicht wirksamer ist als die sogen. fie ungestört dem Fange obliegen können. Das Jagerschiff vielmehr habe es sich das Deutsche Reich zur Aufgabe gestellt, 100 pro3. Rarbolsäure", so ist zur Lösung das Seifenwasser nicht wird ihnen andererseits auch wieder den erforderlichen Mund- ein Hort des Friedens zu sein. Das abfällige Urtheil eines nöthig; es genügt dann einfaches Wasser. 5. Dampfapparate. vorrath für die Mannschaft sowie das für die Fischverpackung Theils der deutschen Presse über die interparlamentarische Geeignet sind sowohl solche Apparate, welche für strömenben nöthige Eis zuführen." Konferenz hänge zusammen mit der Vorstellung, daß die Wasserdampf bei 1000 C. eingerichtet sind, als auch solche, Konferenz ein Konglomerat von Jdealisten und Utopisten sei. in welchen der Dampf unter Ueberdruck( nicht unter 1/10 Atmo " Zeigen wir, wie verkehrt diese Auffassung ist. Die Deutschen sphäre) zur Verwendung kommt. sind durch eine harte Schule zu praktischen Leuten geworden 6. Siedehise. und möchten, daß die Konferenz die Friedensfrage praktisch Die zu desinfizirenden Gegenstände werden mindestens eine anfaffe. Wir wissen, daß alle Kriege nicht aus der Welt halbe Stunde lang mit Wasser gefocht. Das Wasser muß während geschafft werden können. Es giebt im Völkerleben dieser Zeit beständig im Sieden gehalten werden und die GegenMomente, wo die nationalen Gegensäge mit Gewalt auf stände vollkommen bedecken. einander stoßen, auch sagt ja der größte deutsche Dichter: mitteln ist die Wahl nach Lage der Mmstände zu Unter den aufgeführten Desinfektions Nichtswürdig ist die Nation, die nicht ihr Alles seht an treffen. Insbesondere wird, wenn es an der ihre Ehre." Aber eines können wir thun: dahin wirken, unter 4 vorgesehenen 100 prozentigen arbol daß Kriege seltener werden." Die Rede klang in ein Hoch säure mangeln follte, auf die unter 1 bis 3 Mittel zurückzugreifen sein. auf die freie Schweiz aus, das, ebenso wie die ganze Rede, angegebenen mit lebhaftem Beifall aufgenommen wurde. Sollten auch diese Mittel nicht zu befchaffen " Die ,, Kölnische Volkszeitung" in der Klemme. Der Kölner Sperling, den die ultramontane Kämpferin für " Wahrheit und Recht" unter ihre Fittiche genommen hat, macht ihr viel Pein. Unser Bruderorgan, die Rhei nische Beitung", geißelt die Wanzentaktik der Rölnischen Volkszeitung" und ihre kläglichen Flausen wie folgt: Wie steht es, Kölnische Volkszeitung", mit der Aenderung, welche seit den 70er Jahren in Bezug auf Veröffentlichung der artiger Beamtenerzeffe stattgefunden? Hat die Kölnische Volkszeitung", als sie die Exzesse des Polizeikommissars Klose in einem fenfationellen Artikel behandelte, dies etwa auch nach den Aussagen des Kommissars Klose gethan? Damals war ja auch freilich eine andere Beit, es tobte eben der Kulturfampf, heute scheint die„ Kölnische Volkszeitung" aber Berichte Herr Baumbach scheint sehr konfuses Zeug geredet zu sein, so wird im Nothfall Karbolsäure mit für richtig zu halten. Wir wollen aber der Kölnischen Volks zu schaffen sind", dann weiß er gerade so viel wie Moltke wenden ist, oder ein anderes wissenschaftlich fiber Grzesse von Beamten nur nach deren eigener Schilderung haben. Wenn er„ weiß, daß nicht alle Kriege aus der Welt geringerem Gehalt an wirksamen Stoffen, welche dem gemäß in größerer Merige zu ver= zeitung" zum Schluß noch sagen, weshalb fie eben geschwiegen und hatte nicht nöthig nach Bern zu gehen. Und wer hat als gleichwerthig anerkanntes Mittel zu ver hat. Dem Bäckermeister Bach war von Seiten Sperling das Anerbieten einer Abfindungssumme gemacht worden, um die Sache ihm denn gesagt, daß das Deutsche Reich sich die Aufgabe wenden fein. II. Anwendung der Desinfektionsmittel. dadurch zu begraben; nahm nun eine der hiesigen Zeitungen gestellt habe, der Hort des Friedens zu sein?" Hat er den von der Sache Notiz, dann war stilles Beseitigen der Sache Reichsgründern ins Herz gesehen? Jedenfalls hat er seine 1. Die flüssigen Abgänge der Choleras ausgeschlossen, und die Kölnische Wolfszeitung" hat wir fühne Behauptung, daß die Deutschen„ praktisch" geworden tranten( Erbrochenes, Stuhlgang) werden nzöglichst in Ge konstatiren dies nochmals obgleich fie genau informirt war feien, durch sein Auftreten praktisch" recht grausam ad fäßen aufgefangen und mit ungefähr gleichen Theilen Kaltmilch und sich noch weiter informiren fonnte, reinen Mund gehalten; absurdum geführt. ( I, Nr. 1) gemischt. Diese Mischung muß mindestens eine Stunde um welchen Preis, das wissen wir freilich nicht, die Vermuthung liegt aber fehr nahe, daß Herr Sperling wie bei uns, Errichtung eines aus fünf bis zehn Angehörigen der ver-( I, Nr. 2) benutzt werden. Von demselben sind rindestens zwei Die interparlamentarische Friedenskonferenz beschloß die stehen bleiben, ehe sie als unschädlich beseitigt werden darf. Zur Desinfektion der flüssigen Abgänge fann auch Chlortalt so auch bei den Redaktionen der bürgerlichen Blätter nicht sparsam mit dem Versprechen gewesen ist. Ob die Exzesse zu schiedenen Staaten bestehenden Zentralbureaus mit dem gehäufte Eßlöffel voll in Pulverform auf 1/2 1 der Abgänge hinOhren der Kölner Polizeibehörde gelangt wären, falls wir sie Size in Bern. Das jeweilige schweizerische Mitglied soll zuzusetzen und gut damit zu mischen. Die so behandelte Flüssignicht in die Oeffentlichkeit gebracht, erlauben wir uns zu be- Präsident des Zentralbureaus sein und die Geschäfte keit fann bereits nach 15 Minuten beseitigt werden. zweifeln; wo fein Kläger, ist auch kein Richter. Daß die führen. Schmugwässer sind in ähnlicher Weise zu Köln. Boltsztg." jedoch so gut wie die anderen der hiesigen desinfiziren, jedoch genügen geringere Mengen bürgerlichen Zeitungen zur möglichen Vertuschung der Anvon Kaltmilch oder Chlorlalt. gelegenheit die Hand geboten, ist ein Vorwurf, den sie nicht von sich abzuwälzen im Stande ist, sie möge sich drehen und wenden, wie sie wolle." " Schweizerisches. Bei der Bundeskanzlei sind nun mehr 71 246 Unterschriften für das Initiativbegehren abgegeben worden, wonach in die Bundesverfassung die Bestimmung aufgenommen werden soll, daß das Schlachten von Thieren ohne Betäubung vor der Blutentziehung aus nahmslos untersagt ist. Die Bestimmung richtet sich gegen as Schächten der Juden, worüber nunmehr eine Boltsabstimmung stattfinden muß. 2. Hände und sonstige Körpertheile milfsen jedesmal, wenn sie durch Berührung mit infizirten Dingen( Ausleerungen des Kranken, beschmutzter Wäsche u. s. w.) in Berührung gekommen sind, durch gründliches Waschen mit Chlortalflösung ( I, Nr: 2) oder mit Karbolsäurelösung( I, Nr. 4) desinfizirt werden. Wofür die Bourgeoispreffe Plak hat. Ueber die berüchtigte Buhldirne Frau Prager, die im Buchthause zu Jauer fitt, weil sie gegen ihren Mann einen Mordversuch gemacht hat, bringen von Beit zu Zeit die liberalen Blätter Bulletins; so auch jetzt wieder das HalbweltOrgan Berliner Tageblatt"( Nr. 440 vom 31. Auguft), so die keusche Tante Boß( Nr. 405 vom felben Datum), so auch die Freisinnige Beitung" ließ und bei dieser Gelegenheit dummes chauvinistisches In dieser Flüssigkeit bleiben die Gegenstände, und zwar in ( Nr. 203), die, beiläufig bemerkt, seit der Rückkehr des Beug schwätte, da sagten wir gleich: Der Mann kommt der ersteren mindestens 24 Stunden, in der letztereri mindestens Herrn Eugen Richter aus der Sommerfrische so munter nicht nach Berlin; er hat sich politisch toot interviewt! 12 Stunden, ehe sie mit Wasser gespült und weiter gereinigt werden. schimpft wie früher. Im Uebrigen bedarf es keiner Kritik und er ist nicht gekommen. Die Ernennung ward kassirt, Wäsche u. f. w. tann auch in Dampf- Apparaten, sowie durch dieser chronikartigen Berichterstattung. und der neue italienische Gesandte bei der deutschen Ne- Austochen desinfizirt werden. Aber auch in diesent Falle muß Sonntagsruhe und Choleragefahr. Mit ähnlicher gierung heißt Lanza, und ist ein ehemaliger Schüßling sie zunächst mit einer der genannten Desinfektionsflüssigkeiten Logit, wie die Kreuz- Zeitung" den Sitzschlag gegen die zwei- Napoleon's des Kleinen. Jedenfalls zeugt diese Ernennung( I, Nr. 3 oder 4) start angefeuchtet und in gut schließenden Gefäßer oder Beuteln verwahrt, oder in Zücher, welche ebenfalls jährige Dienstzeit, suchen fortschrittliche Blätter die Cholera nicht von großer Zärtlichkeit für den Dreibund. mit Desinfektionsflüssigkeit angefeuchtet sind, eingeschlagen werden, gegen die Sonntagsruhe zu verwerthen. Das Sonntagsgesetz Wer wagte nun zu zweifeln? Nach einer Meldung damit die mit dem Hantiren der Gegenstände vor der eigentlichen hindere den Verkauf von Cholera- und Heilmitteln, Gis des russischen Regierungsboten" hat der Verweser des Desinfektion verbundene Gefahr verringert wird. Auf jeden Fall Nun diesem Weißstand" helfen zwei Beilen Petersburger auswärtigen Amtes, Geheimrath Schischkin, muß Derjenige, welcher solche Wäsche u. f. w. berührt hat, für die Dauer der Choleragefahr ab. Charakteristisch ist an die diplomatischen Vertreter Rußlands im Auslande seine Hände in der unter II Nr. 2 angegebenen Weise desaber dieses Sichverstecken der Profitwuth hinter Fürsorge eine Birkulardepesche versandt, worin die sämmtlichen in infiziren. für das Gemeinwohl. Neu freilich nicht, denn zu allen der Swoboda" veröffentlichten, der russischen Regierung werden tönnen, sind in Dampf- Apparaten( 1, 5) zu des4. Kleidungsstüde, welche nicht gewaschen Beiten hat die Gemeinheit sich in das Gewand der Tugend bezw. einigen ihrer Agenten im Auslande zugeschriebenen infiziren. zu hüllen gesucht. Schriftstücke kategorisch als gefälscht bezeichnet werden. Wer Gegenstände aus Leder sind mit Rarbolsäure Lösung( I, 4) wagte nun zu zweifeln, daß die Geheimakten echt bis auf oder Chlortalt- Lösung( 1, 2) abzureiben. den letzten Buchstaben sind? 3. Betts und Leibwäsche, sowie andere Klei dungsstücke, welche gewaschen werden können, find sofort, nachdem sie beschmust find, in ein Gefäß mit Des Todt interviewt. Als vor einem halben Jahr Graf infektionsflüssigkeit zu stecken. Die Desinfektionsflüssigkeit besteht Taverna, der neu ernannte Gesandte Italiens in aus einer Lösung von Kaliseife( I, Nr. 3) oder Karbolsäure Berlin, sich von einem Berliner Klatschblatt interviewen( I, Nr. 4): u. f. w. Der verduftete Welfenwein. Auch wir hatten von der durch die Blätter gehenden Mittheilung, daß die zum Vermögen des Königs von Hannover gehörigen Weinvorräthe von 30 000-40 000 Flaschen auf 7000 zusammengeschmolzen seien, Notiz genommen. Darauf berichtete der„ Hannoversche Courier", die Sequesterverwaltung habe bei ihrer Einrichtung einen buchmäßigen Bestand von 19 212 Flaschen vorgefunden. Darunter wäre eine große Menge alter Borbeaux und Rheinweine gewesen, die nicht länger aufzu " Anweisung bewahren waren, wenn fie nicht schließlich werthlos werden zur Ausführung der Desinfektion sollten. Es wären daher in den Jahren 1870 und 1872 im Ganzen 12 060/2 Flaschen meistens Bordeaux und Rheinweine öffentlich meistbietend verkauft worden. Die " Kölnische Volkszeitung" bemerkt hierzu:„ Ein Rheinwein, der durch höheres Alter werthlos wird, ist freilich ein sonder barcs Getränt." bei Cholera. Der„ Reichs- Anzeiger"( Nr. 205 vom 31. August) schreibt: Zu den Berathungsgegenständen der vor einigen Tagen versammelt gewefenen Cholera- Kommission gehörten auch die Grundfäge, nach welchen bei Cholera die Desinfektion auszuführen ist. Im Wesentlichen ist es in der erneuten Berathung bei denjenigen Ausstandsversicherungs- Verbände. Der preußische Grundsägen verblieben, welche im Reichs- Anzeiger" unter dem Handelsminister hat, wie der Frankfurter Zeitung" 28. Juli d. J. Veröffentlichung gefunden haben. Gleichwohl wird unter ( Nr. 244 vom 31. August) aus dem westfälischen Kohlen- den gegenwärtigen Verhältnissen die wiederholte Bekanntmachung revier geschrieben wird, die Verfügung getroffen, daß die iener Grundsätze, und zwar in der jetzt maßgebenden Fassung fich empfehlen. Genehmigung von Ausstandsversicherungs- In dem nachfolgenden Text sind die Aenderungen Verbänden, seien sie von Arbeitern oder Unternehmern gesperrt gedruckt. begründet worden, an folgende Bedingungen geknüpft Anweisung 5. Holz und Metalltheile der Möbel sowie ähnliche Gegenstände werden mit Lappen sorgfältig und wiederholt ab= gerieben, die mit Karbolsäure- oder Kaliseifenlösung( 1, 4 oder 3) befeuchtet sind. Ebenso wird mit dem Fußboden von Krantenräumen verfahren. Die gebrauchten Lappen sind zu ver= brennen. Der Fußboden tann auch durch Bestreichen mit Ralfmilch( 1, 1) besinfizirt werden, welche frühestens nach zwei Stunden durch Abwaschen wieder entfernt wird. 6. Die Wände der Krantenräume sowie Holztheile welche diese Behandlung vertragen, werden mit Raltmilch( 1, 1) getüncht. Nach geschehener Desinfektion sind die Krankenräume, wenn irgend möglich, 24 Stunden lang unbenutzt zu lassen und reichlich zu lüften. 7. Durch Cholera- Ausleerungen beschmußter Erdboden, Pflaster, sowie Rinnsteine, in welche verdächtige Abgänge gelangen, werden am einfach sten durch reichliches Uebergießen mit Kaltmilch( 1, 1) desinfizirt. 8. Soweit Abtritte im Hinblick auf den öffentlichen Verkehr( A. Mr. 14 der Maßnahmen") zu desinfiziren find, empfiehlt es fich, täglich in jede Sigöffnung 1 Liter Ralt. milch( 1, 1) oder ein anderes gleichwerthiges Mittel in entsprechender Menge zu gießen. Tonnen, Rübel u. dgl., welche zum Auffangen des Koths in den werde: a) Die Sagungen müssen Fürsorge treffen, daß die zur Ausführung der Desinfektion bei Cholera. Abtritten dienen, sind nach dem Entleeren reichlich mit KalkEntschädigungen oder Unterstützungen nur an solche Theil- I. AIs Desinfektionsmittel werden empfohlen: milch( I, 1) oder einem anderen gleichwerthigen 1. Raltmil ch. Mittel außen und innen zu bestreichen. nehmer gezahlt werden, die nachweisen, daß sie über die Schwierigkeiten, durch die der Ausstand veranlaßt worden Die Sigbretter werden durch Abwaschen mit Kalifeifenlösung Zur Herstellung derselben wird 1 Liter zerkleinerter reiner ist, ein Einigungsverfahren vor dem zuständigen Gewerbe- gebrannter Ralt, sogenannter Fettkalt, mit 4 Liter Wasser gemischt,( I, 3) gereinigt. 9. Wo eine genügende Desinfektion in der bisher angegebenen Weigerung des Gegners nicht zu Stande gekommen ist oder bestimmte Gefäß gegossen und dann der Kalf hineingelegt. Federbetten, in Ermangelung eines Dampfapparats auch gericht beantragt haben, dieses Verfahren aber infolge der und zwar in folgender Weise: Es wird von dem Wasser etwa 3/4 Liter in das zum Mischen Weise nicht ausführbar ist( z. B. bei Polstermöbeln, ohne Verschulden des den Anspruch Erhebenden zur Bei- Nachdem der Kalt das Wasser aufgesogen hat und dabei zu bei anderen Gegenständen, wenn ein Mangel an Desinfektionslegung des Streits nicht geführt hat. In Fällen, in denen Pulver zerfallen ist, wird er mit dem übrigen Wasser zu Kalk- mitteln eintreten sollte), sind die zu desinfizirenden Gegenstände ein zuständiges Gewerbegericht nicht vorhanden ist, muß der milch verrührt. mindestens sechs Tage lang außer Gebrauch zu setzen und an Nachweis geführt werden, daß der Versuch eines Einigungs- Dieselbe ist, wenn sie nicht bald Verwendung findet, in einem einem warmen, trockenen, vor Regen geschüßten, aber womöglich verfahrens auf einem anderen, näher zu bezeichnenden Wege gut geschlossenen Gefäß aufzubewahren und vor dem Gebrauch dem Sonnenlicht ausgesetzten Orte gründlich zu lüften. 10. Gegenstände von geringem Werth, namentlich Bettstroh, gemacht worden und ohne Verschulden des den Anspruch umzuschütteln. sind zu verbrennen. Erhebenden erfolglos geblieben ist. b) Der Aufsichtsbehörde Der Chlorkalt hat nur dann eine ausreichende desinfizirende Die Desinfektion ist dort, wo sie geboten muß die Befugniß eingeräumt werden, von allen Ber- Wirkung, wenn er frisch bereitet und in wohl verschlossenen Ge- erscheint, insbesondere wenn Orte, die dem handlungen, Büchern und Rechnungen der Kasse selbst oder fäßen aufbewahrt ist. Die gute Beschaffenheit des Chlortalts öffentlichen Verkehr zugänglich find, ge durch einen Kommissar Einsicht zu nehmen. Die Rasse hat ist an dem starken, dem Chlorkalk eigenthümlichen Geruch zu erfährdet erscheinen oder wo sonst eine In jährlich einen Rechnungsabschluß vorzulegen, aus dem die kennen. fettion au besorgen ist oder stattgefunden hat, Zahl der Mitglieder, die vereinnahmten Beiträge und die Er wird entweder unvermischt in Pulverform gebraucht oder mit der größten Strenge durchzuführen. in Lösung. Letztere wird dadurch erhalten, daß zwei Theile Im übrigen ist aber vor einer Vergeudung geleisteten Unterstützungen zu ersehen sind. Chlortalt mit 100 Theilen falten Wassers gemischt und nach von Desinfektionsmitteln eindringlich zu unwirksame Desdem Absetzen der ungelösten Theile die klare Lösung ab warnen; unnöthige und infettionen bedingen unnügen Kostenaufwand gegoffen wird. und vertheuern die Preise der Desinfektionsmittel, verleiten aber auch das Publikum zur Sorglosigkeit in dem Gefühle einer trügerischen Sicherheit. Friedenskonferenz. Die vierte interparlamentarische Friedenskonferenz, in der auch verschiedene Deutsche, meist fortschrittliche, Parlamentarier anwesend sind, tagt seit Montag. In der Eröffnungssigung hielt der fortschrittliche Bizepräsident des Reichstags, Herr Baumbach eine Rede, über die seine Parteiorgane berichten: Der Abg. Dr. Baumbach legte bar, einen wie großen Werth 2. Chlorfa It. 3. 2ösung von Raliseife( sog. Schmierseife oder grüner oder schwarzer Seife). ( 3. 3 Theile Seife werden in 100 Theilen heißen Waffers gelöst 28. 12 Kilogr. Seife in 17 Liter Wasser). 4. ösung von Rarbolsäure. Reinlichkeit ist besser als eine flechte Des Die rothe Karbolseife löst sich nur unvollkommen und ist infettion. Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum Neue Welt. Bergiglo- Brauerei, Safenhaide. Fachverein der Tischler. Donnerstag: Sedanfeier. Von 5 Uhr ab: Gr. Konzert. Schlachtmusik. Spezialitäten. Ball. Gegen Gegen Montag, den 5. September, Abends 8½ Uhr: Gegenüber Feinerlei Verantwortung Monstre- Feuerwerk in 4 3btheilungen. Außerordentl. General- Versammlung Theater. Donnerstag, den 1. Septbr. Opernhaus. Lohengrin. Schauspielhaus. Iphigenie auf Tauris. Lesing- Theater. Die Ehre. Kroll's Theater. Don Juan. Berliner Theater. Wilhelm Tell. 10 Uhr: Schlacht b. Sedan. v. Militär, Sturm der Festung, Zapfenſtreich. Pyrotechnisches Schauspiel unter Mitwirkung Entree 50 Pf., im Vorverkauf 40 Pf. Refervirter Platz 1 M. Große Todten- Feier in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79. Tagesordnung: 1. Berichterstattung über die vom Verein in der letzten Zeit geführten Prozesse. 2, Die Bedeutung der Gewerbegerichte. Referent: Th. Glocke. 3. Diskussion. 4. Vereinsangelegenheiten. zu Ehren d. verstorb. Kämpfer unserer Partei, in veranstaltet von der Sellealliance- Theater. Die schöne Sozialdemokratie des zweiten Berliner Melusine. Residenz- Theater. Denise. Friedrich- Wilhelmnädt. Theater. Der Zigeunerbarou.. Thomas- Theater. Ein Spiegel. Oftend Theater. des Proletariers. Das Stieftind im Adolph Ernst- Theater. Fräulein Feldwebel. Adolph Ernst- Theater. Letzte Woche! E 39 Reichstags- Wahlkreises am Sonntag, den 4. September, Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Kollegen, dieser Bersammlung zu erscheinen. Vorstands- Sitzung am Freitag, den 2. September, Abends 8½ Uhr, bei Norbert, Beuthstraße 22, 1 Tr. Hierzu find fämmtliche Mitglieder der Werkstatt- Kontrollkommission ein geladen. Der Vorstand. 413/20 Seelchlößchen" zu Friedrichshagen. Blumen- u. Putzfeder- Arbeiter u. Arbeiterinnen. Deffentliche Versammlung Donnerstag, den 1. September er., Abends 8 Uhr, bei Keuer, Annenstr. 16( oberer Saal). Zages Ordnung: Von Vormittags an großes Konzert, unter gütiger Mitwirkung der Genoffen des Musikvereins ,, Firmitas", Tanz und verschiedene Beluftigungen, am Abends große Fackelpolonaise, wozu Stocklaternen gratis verabfolgt werden. Um recht rege Betheiligung bittet 451/11 Das Komitee im Einvernehmen mit dem Vertrauensmann. Fräulein Feldwebel. Den Parteigenossen des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises Gesangsposse in 3 Aften von Ed. Jaco osohn und W. Mannstädt. Musit von G. Steffens. Anfang 7%, Ubr. 1 Morgen: Dieselbe Vorstellung. Der Sommergarten ist geöffnet. In Borbereitung; Die wilde Madonna. Gesangsposse in 3 Aften v. Leon Treptow. Musit v. G. Steffens. Couplets von G. Görss. Mit neuen Dekorationen und Kostümen. Viktoria- Brauerei. Lützow Straße 111/112. = ( Südosten), speziell den Mitgliedern der Südost- Schule zur Nachricht, daß die AgitationsTour nicht am 3. September, sondern Umstände halber erst am 10. September unternommen werden kann. Es wird eine zahlreiche Betheiligung erwartet. [ 892/14] Fr. Zubeil. Achtung, Maurer. Sonntag, den 4. Sept., Vorm. präc. 10 Uhr: Versammlung I'm Konzertgarten refp. Saal) D. Vereins 3. Wahrung d. Interessen d. Maurer ( außer Läglich Sonnabends): Stettiner Sänger. Stets wechselnd. Programm. Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pig. Berlins und Umgegend. Tagesordnung: 1. Bericht der Revisoren. 2. Vortrag des Herrn Dr. Bernstein über: " Bazillus". 3. Diskussion. 4. Vereinsangelegenheiten und Fragekasten. Aufnahme neuer Mitglieder. Jeder Maurer hat Zutritt. Um rege Betheiligung bittet Der Vorstand. [ 429/10 Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 4. September, Abends 8 Uhr, = [ 87/6 1. Vortrag und Diskussion. 2. Wahl einer Agitations- Rommiffion. 3. Stellungnahme zu den Gewerbegerichts- Wahlen. Zahlreicher Befuch erwünscht Die Einberuferin. Unserm Kollegen August Gäbel ein donnerndes Hoch zu seinem heutigen Wiegenfeste. 1785b Artistenverein Einigkeit. Steppdecken!! größte Auswahl!! am billigsten in Emil Lefèvre's Fabrik, Berlin, Oranienftr. 158.[ 1820L mit kleinen 1 Boften Schlafdeden Flecken reinw. Stück 4, 6, 8 und 10 Mark. Werth das Doppelte!! Illustr. Preisliste gratis u. franto. Jede Uhr 2 zu repariren ( außer Bruch) unter Garantie foftet bei mir 1,50 Mk. Allen Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß am 29. Auguft unser lieber Sohn, Bruder, Schwager und Onkel 1788b Hermann Zoll nach schwerem Leiden gestorben ist. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 1. September, Nachmittags 5 Uhr vom Trauerhause Birkenstr. 46 statt. Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Für die so wohlthuenden Beweise der herzlichen Theilnahme, sowie für die überaus zahlreichen Blumenspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes und Baters August Mühlisch fage ich hiermit allen Verwandten, Bekannten, Freunden, insbesondere der Firma Hauschild und denjenigen, die meinen Mann zur Gruft trugen, den Mitgliedern des Kriegervereins und Dem Serrn Prediger Bayerhofer für die troftreichen Worte am Sarge Kleine Reparaturen entsprechend billiger. meines entfchlafenen Mannes meinen a. d. Drenienplay, Uhren, Gold- u. Silberwaaren tiefgefühlten Dank. C. Wunsch, Mannftr. 38, lefen kann." Möbel, 1777b Die tieftrauernde Wittwe n. Sohn. Achtung! Achtung! Sonnabend, den 3. Sept.: Bochentagsbillets à 40 Bf.( S. Blatate. in Gratweil's Bierhallen, Sommandantenstr. 77-79: PassageVortrag des Herrn W. 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Dem kaiserlichen Gesundheitsamt Weidete Erkrankungen und Todesfälle: Hamburg: am 30. August 425 Erkrankungen, 219 Todes- fälle. Berlin: am 39. August 3 Erkrankungen; die zuerst er- krankte Frau Frohnert ist am 30. August gestorben. � Im Kreise Uork, Regierungsbezirk Stade, in Este- brügge vom 21. bis 27. August 4 erkrankt, 3 gestorben, in Moor- ende in derselben Zeit 4 bezw. l(ein meilerer"Todesfall ereignete sich in Moorende am 30. August), ferner vom 21. bis 27. August in Hassehverder 6 und in Hove 1 Erkrankung; am 30. August in Königreich 1 Todesfall. Regierungsbezirk Schleswig: Altona am 28.A»gnst nicht 15, sondern II Cholerafälle; am 29. August 20 Erkrankungen, 8 Todesfälle; Wandsbeck 30. August 7 Erkrankungen, 1 Todes- fall; Poppenbüitel(Kreis Stormarn) am 30. August eine Erkrankung, 1 Todesfall; Gut Grabau(Kreis Stormarn) am 30. August eine Erkrankung, 1 Todesfall; Rendsburg am 30. August 1 Todesfall; Arlewatt, Kreis Husum, am 30. August 1 Erkrankung; Lauenburg am 30. August 1 Todesfall. Im Lockstedter Lager, Kreis Steinburg, erkrankte am 30. August eine Militärperson. In Magdeburg erkrankte am 29.. Augilst ein Boots- mann des Tampfers„Neckar" der Elbschifsfahrls- Gesellschaft, ivclcher ani Abend vorher aus Hamburg eingetroffen war; er starb am 30. August. Von demselben Tainpfer erkrankte am 30. August noch ei» Heizer. In Mecklenbürg-Schwerin sind zu Boitzenburg am 28. August 2 Cholerafälle festgestellt, in Wendisch- Wehningen (Amt Dömitz) 2 dringende Verdachtsfälle vorgekommen. Zu Rositz im Herzogthum Sachsen-Altenburg starb am 30. August ein aus Hamburg zurückgekehrter Mann. Lübeck meldet 2 Eholera-Erkrankungen am 31. August bei Personen aus Hamburg.— In,„R e i ch s- A» z e i g e r" liest nian:„Die von einer Berliner Zeitung als Korrespondenz aus Altona gebrachte Mitlheilung, daß wegen der bestehenden Choleragefahr aus dem Gerichtsgefängniß in Altona auf Anordnung des Justizministers 150 Untersuchungs- und Strnsgefangene— letztere unter Erlaß ihrer Reststrafen— entlassen seien, ist dahin richtig zu stellen, daß wegen Ueberfüllung des Gefängnisses im Verlauf der letzten Woche nach und nach 12 Weiber und 9 Männer seitens des Ersten Staatsanwalts aus der Strafhaft beurlaubt worden sind. Ein Erlaß der Reststrasen ist damit selbstverständlich nicht ver- bunden. Untersuchungsgesangene sind aus der gedachten Veran- lassung überhaupt nicht zur Entlassung gelangt. Der Gesund- heitszustand in dem Gefängniß ist durchaus befriedigend. Die gestern unter Mainz gebrachte Mitlheilung. daß die für die Post bestimmten Packete aus Hamburg nach den Be- stimmungeil des kaiserlichen Gesundheitsamts desinfizirt werde» sollen, bestätigt sich nicht. Vielmehr ist die Frage, ob sich die erwähnte Desinfizirung empfiehlt, vom kaiserlichen Gesundheitsamt und auch von der Kommission, die am 27. und 23. August im Reichsamt des Innern tagte, cnvogen und allseitig verneint worden, weil die Möglichkeit einer Verschleppung des Ansteckungsstoffes auf diesen Wegen gegenüber den sonstigen Gefahren nicht in Betracht kommt und eine wirksame Desinfektion ohnehin bei dem gegenwärtigen Umfange des Postverkehrs un- durchführbar sein wurde.(Vgl. die gestern mitgetheilten, von der Kommission beschlossenen Maßnahmen für den Fall des Aus- tretens der asiatischen Cholera unter Nr. 7.)" In der„Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" liest man: „Aus Antrag der Medizinalabt Heilung des Kriegs- m i n i st e r i u m s ist der vorhandene Vorralh des Zentralkomitees der Deutschen Vereine vom Rothen Kreuz an transportablen Lazarethbaracken in den Besitz der Militärverwaltung über- gegangen, um im Bedarfsfalle der Unterbringung an cholera- erkrankten Militärpersonen zu dienen. Da die bisher mit der Lieferung dieser Baracken allein befaßte Fabrik Christoph u. Unmack in Niesky im Augenblick infolge Vrandschadeus nicht vor Ende September wieder licsernngssähig sein wird, so ist das Zentral- komitee nicht in der Lage, anderweitigen Gesuchen um Gewährung von transportablen Lazarethbaracken sofort nachzukommen. In Ersatz für die Fabrik zu Niesky hat die Firma L. Stromeyer u. Co. zu Konstanz in Baden es unternommen, unter besonderer Befürwortung des Zentralkomitees, Militär-Lazarelhbaracken in möglichst großer Anzahl mit Rücksicht aus den entstehenden Be darf herzustellen." Hamburg, 30. August. Das„Hamburger Frcmdenblatt' stellt fest, daß die amtlichen Choleraziffern des Medizinal- J nspektorats bedeutend geringer sind als die Angaben des Polizeichefs. Auch die Cholera-Abnahme an, Sonntag sei unrichtig gewesen. Der Fremdenverkehr stockt vollständig; gestern waren keine dreißig Fremde in den Hotels. Gestern und heule(auch während der Nacht) wurden gegen fünfhundert Choleraleiche n beerdigt.(„Voss. Ztg.") Hamburg, 30. August. Die Ziffer der transportirten Kranken und Leichen betrug am 27. d. M. 806, am 28. d. M. 684 und am 29. d. M. 650. Man schließt daraus, telegraphirt Wölffchen, auf eine, wenn auch nicht sehr erhebliche Abnahme der Epidemie. Die Ziffer der heute Transportirten steht noch nicht fest. Auch aus Altona wird berichtet, daß ein Rückgang der Gr krankungen eingetreten sei. Verhältnißmäßig zahlreiche Cholerw fälle werden aus dem Vororte Barmbeck gemeldet. Hamburg, 31. August. Wie endgiltig festgestellt ist, sind am 30. Zlugust von Mitternacht bis Mitternacht 503 Kranke und 263 Todte, zusammen also 776, transportirt worden gegen 650 am 29. August. Die Standesämter sind bis Zlbends 10 Uhr und auch Sonntags geöffnet. Etwa 400 Leichen liegen u»beerdigt im Exerzierschuppen. Tie Herbeischasfung der Personalakten ist bisweilen äußerst schwierig, da ganze Familien aus- gestorben sind. Viele Geschäfte der Krämer, Bäcker, Schlächter ,c. wurden polizeilich geschloffen, weil unter den An« gestellten Cholera-Erkrankungcn vorgekommen sind. Das preußische Kritgsministerium hat dem Altonaer Garnisonlazareth Befehl ertheilt, 500 Betten an die Hamburger Krankenhäuser zu liefern. Aus Hamburg meldet das„Hamburger, Echo":„Aus Verzweiflung ins Wasser gestürzt hat sich am Jscbekkanal ein vierzehnjähriges Mädchen, nachdem es sämmtliche Angehörige durch die lückische Cholera verloren hatte. Die sofort angestellten Rettungsversuche waren erfolglos. Man zog das Mädchen als Leiche aus dem Wasser. Letzlere wurde auf.die Böschung nieder« gelegt und mußte, da es an Transportmitteln fehlte, leider längere Zeit dort liegen bleiben. Die kg l. Eisen bahn-Direktion zu Altona er- läßt folgende Bekanntmachung:„Im Hinblick ans die sanitären Verhältnisse in Hainburg-Zlltona machen wir zur Beruhigung der die Nordseebäder auf Sylt. Föhr und Amrum besuchenden Reisen- den darauf aufmerksam, daß für den direkten Verkehr von Berlin nach den Seebädern ans Wyk, Amrum und Sylt und zurück Kursivagen 1./2. Kl. Berlin Lehrter Bahnhof— Hoyer Schleusein den Zügen Nr. 8/1006/1204(ab Berlin 11,20 Abends) und Hoyer Schlezise— Berlin Lehrter Bahnhof in den Zügen Nr. 31/7 (ab Hoyer 3,15 Nachm., an Berlin 11,37 Abends) auf dem Wege über Glückstadt laufen und die Benutzung dieser Kurswagen den in Hamburg und Altona zugehenden Reisenden bis auf Weiteres nicht mehr gestattet wird. Außerdem werden für die Folge zur Beförderung des Gepäcks der die Durchgangswagen benutzenden Reisenden in den obenbezeichneten Zügen besondere Gepäckwagen von Berlin nach Hoyer und umgekehrt durchgeführt, in welche in Hamburg und Altona kein Gepäck eingeladen wird. Die betr. Personen- und Gepäckwagen werden vor Abfahrt von Berlin bezw. von Hoyer Schl. gründlich desinfizirt und diese Wagen auf dem ganzen Weg von besonderen Schaffnern begleitet, die in Berlin stationirt sind und während des Aufenthalts im Ham« burg-Altona die ihnen zugetheilten Wagen nicht verlassen dürfen. — Reisende, welche in Hamburg oder Altona den Kurswagen verlassen, werden nicht wieder in denselben aufgenommen, son- der» müssen in anderen Wagen Platz nehmen.— Von diesen Anordnungen ist dem Berliner Polizeipräsidium Mittheilung ge- macht, um zu erreichen, daß die sanitätspolizeiliche Kontrolle bei Ankunft in Berlin für diese Reisenden gemildert wird." Aus Altona meldet unterni 31. August das„Hamburger Echo":„Nach amtlichem Ausweis sind in der Zeit vom Aus- bruch der Cholera bis vorletzte Nacht um 12 Uhr im Polizei- bezirk Altona 157 Choleraerkrankungen gemeldet worden, wovon 64 tödtlich verliefen. Gestern, vom Anfang bis Ende des Kalendertages, sind 20 Erkrankungen und 3 Todesfälle an der Cholera zur Meldung gekommen. Gegen vorgestern, wo 35 Krankheits- und 11 Todesfälle gemeldet wurden, ist eine Ab- nähme der Epidemie zu verzeichne». Trotz dieser Abnahme von Krankheits- rcsp. Todesfällen ist die größte Vorsicht geboten. Läßt man letztere außer Acht, so können wir sicher sein, daß eine Zunahme wieder eintritt.— Das Stadttheater, welches am I. September eröffnet werden sollte, bleibt aus Anlaß der Epi- demie bis zum 16. September geschlossen. Ob dann die Er- öffnung stattfindet, wird davon abhängen, ob die Choleragefahr vorüber ist." Hamburg, 31. August.(„V ossische Zeitun g.") Trotz Gewitterregens in der letzten Nacht ist nur eine geringe Abkühlung eingetreten. Tie Lage ist noch immer ernst. Eine bürgerliche Sicherheitskommission unterstützt die Polizei bei der Kontrolle der Häuserdesinfizirung, da den Behörden die Kräfte mangeln. Im Uebrigen werden die sanitären Einrichtungen täglich bessere.— Die Cholera hat seit der letzten Nacht b e- deutend abgenommen, nachdem sie noch gestern Hunderte hingerafft hatte. Die Nachbarstädte setzen Gefängnißstrafe auf die Einfuhr von Hamburger sArtikcln. Berliner Militärärzte werden heute erwartet. Das Aussehen Hamburgs ist schrecklich, alles ist verödet. Nachts fährt eine ununterbrochene Reihe von Leichenwagen durch die Straßen.— Nach offizieller Meldung sind von gestern bis heute Mittag 425 Erkrankungen und 219 Todesfälle vorgekommen. Altona, 31. August. Nach Meldung aus dem Lockstedter Lager erfolgte die Jsolirung des 3. Bataillons vom 85. Re- giineut, weil ein Offizier und zwei Gemeine cholerakrank wurden. („Voss. Ztg.") Lübeck, 31. August. Das Medizinalamt macht durch Säuleuanschlag und im Amtsblatt bekannt, daß heute in hiesiger Stadt 2 Fälle von asiatischer Cholera an Personen, die aus Ham- bürg zugereist, festgestellt worden sind. Die Erkrankten seien in die Krankenhans-Baracken übergeführt und die Häuser, in denen die Cholernfälle festgestellt, polizeilich geschlossen' worden. Posen, 31. August. Die„Posencr Zeitung" meldet: Der in Ruda bei Zduny, Kreis Krotoschin, an der asiatischen Cholera erkrankte, aus Hamburg geflüchtete Arbeiter ist gestern gestorben. Fünf weitere Erkrankiingsfälle in Ruda sind ärztlich festgestellt. Eine ärztliche Kommission aus Krotoschin hat sich nach Ruda be- geben.(„Voss. Ztg.") Seebad'Heringsdorf, 31. August. Die hiesige Sanitätskommission hat die gesundheitspolizeiliche Kontrolle sämmtlicher nach Heriugsdors kommenden Reisenden, sowie die Zurückweisung aller aus cholcraverdüchtigen Orten kommenden Reisenden angeordnet. B r e m e n, 30. August, Abends. Die widersprechenden Mel- düngen über die hiesigen Cholerafälle sinden in einer Mit- theilung der„Wcser-Zeitung" Ausklärung, nach welcher zwar durch den Direktor der Krankenanstalt durch mikroskopische Unter- suchungen Kommabazillen gefunden waren, indessen andere Acrzte noch das Resultat der Reinkulturen abwarten wollen, ehe sie die Fälle definitiv als asiatische anerkennen. Auf den Zweifel der letzteren beruft sich die Mcdizinalkouimission mit ihrer Mittheilung, daß die asiatische Cholera noch nicht konstatirt sei. Dr. Weiser aus Altona, eventuell Geheimrath Koch sollen die Leichentheile untersuchen. Bremen, 31. August. Wie„Bösmann's telegraphisches Bureau" erfährt, ist die Meldung einiger inländischer Blätter, daß der„Norddeutsche Lloyd" wegen der Choleragesahr in der Passagicrbeförderung eine Beschränkung habe eintreten lassen, un- richtig. Der„Norddeutsche Lloyd" befördert nach wie vor mit sänittitlichen Dampfern sowohl Kajüt- als auch Zwischendeck- Passagiere; ausgeschlosseii sind alle aus Rußland und anderen choleraverdächtigen Gegenden kommenden Personen. Die Dampf- schifffahrtsgesellschast„Neptun" hat ihre regelmäßigen Fahrten zwischen Hamburg und Kiel wegen der Cholera bis ans Weiteres eingestellt. Kiel, 30. August. DaZ königliche Eisenbahn-Betriebsamt macht bekannt: Das Danipsschiff„Aurora" hat wegen der Quarantäneverhältnisse in Kopenhagen bis auf Weiteres die regelmäßigen Fabrten zwischen Kiel und Kopenhagen eingestellt. — 31. August. Von dem Aviso„Greis" ist ein choleraverdächtiger Matrose ins Marinelazareth überführt worden. Auf dcni„Greis" ist die Qnarautäneflagge gehißt, und ist derselbe im Außenhasen verankert. Kiel, 31. August. Der Kapitän, der Steuermann und der Koch des von Hamburg kommenden Schiffe»„Eintracht", sowie die Frau und die Kinder des Kapitäns sind als choleraverdächtig in die Quarantänebaracke gebracht worden. Ein Kind ist auf dem Transport gestorben. Auch aus der Stadt werden wieder einzelne eingeschleppte Cholerafälle gemeldet. Stralsund, 30. August. Das kgl. Eisenbahn-Betriebs- Amt macht bekannt:„Seil 30. August 1392 ist infolge Cholera der Personen- nud Güter-Verkehr auf der Strecke Stralsund- Malmö-Kopenhagen bis auf Weiteres unterbrochen. Die Züge fahren bis Stralsund Hasen. Die Reisenden müssen in Neustrelih nmsleigen. Ter durchgehende Personen-Verkehr wird durch G e- l e g e n h e i t von Neustrelitz-Kopenhagen vermittelt und über die Linie Neustrelitz-Warneniünde geleitet." Krotoschin, 31. August. In Ruda wurde ein Todesfall an asiatischer Cholera anitlich bestätigt. K ö n i g s b e rg i. Pr., 31. August. In einer gestern im Regierungsgebäude unter dem Vorsitze des Oberpräsidenten statt- gehabten Konferenz zur Bcrathung weiterer Maßnahmen gegen die Cholera wurde konstatirt, das infolge der von den Eisenbahn- Verwaltungen getroffenen Anordnungen der ZuznZ von russischen Auswanderern auf ein Minimum herabgeaangen und damit die Gefahr der Einschleppung der Seuche aus Rußland erheblich ver- mindert sei. Beuthen(Oberschlefien), 31. August. In Deutschneukirch, Kreis Leobschütz, ist die asiatische Cholera konstatirt bei einem Maurer, der in Hamburg gearbeitet hatte. Darmstadt. 30. August. Auf Grund des§ 66 Ziffer 2 der Städte-Ordnung für das Großherzogthum Hessen verordnet das hiesige Polizei-Amt, daß Jeder, der eine aus Hamburg oder Umgegend kommende Person in seine Behausung aufnimmt, ver- pflichtet ist, dem zuständigen Polizeirevier sofort und spätestens innerhalb zwei Stunden nach Eintreffen des Gastes Anzeige zu erstatten. Zuwiderhandlungen gegen diese Anordnung werden mit Geldstrafen bis zu 90 M. geahndet.(„Franks. Ztg.") Halle a. S., 31. August. Die Polizeiverwaltung hat der Cholcragefahr wegen bis aus Weiteres die Erlaubniß zu öffent- lichen Tanzlustbarkeiten überhaupt, sowie zu der Genehmigung unterworfenen Veranstaltungen am Sedantage versagt. Breslau, 31. August. Die Morgenblätter veröffentlichen den offiziellen Bericht über die am Montag Abend stattgehabte Versammlung des Breslauer Aerztevereins, welche sich höchst un- günstig über die bisherige Thätigkeit der Sanitätskommisston anS- sprach. Die von der letzteren getroffenen Maßnahmen seien theils völlig wirkungslos, theils durchaus ungenügend. B r e s l a u, 31. August. Der Regierungspräsident von Oppeln hat die Abhaltung von Ablaßfesten in Annaberg untersagt. München, 30. Zlugust. Ein von Helgoland zugereister Priester ist unter choleraartigen Symptomen leichterer Art hier erkrankt und befindet sich in der Jsolirbaracke. Der Zustand des Kranken hat sich bereits gebessert. Von sonstigen Cholera- Erkrankungen ist München bis jetzt vollständig frei. München. 30. August. General Helvig, der Koni- mandeur der 1. Division, liegt schwer erkrankt an Cholera nostraa im Garnisonslazareth.(„Frks. Ztg.") Würz bürg, 30. August. Die für hier ausgeschriebene Versammlung des deutschen Vereins für öffentliche Gesundheits- pflege findet in diesem Jahre nicht statt. Stuttgart, 31. August. Am Montag ist hier ein Cholera- Todesfall vorgekommen. Wien. 30. August. Ein Erlaß des Ministeriums des In- neren ordnet an, daß alle Hunde und Katzen, welche über die österreichische Grenze kommen, wo dieselbe mit verseuchten Gegenden des Auslandes zusammenhängt, oder welche in den an verseuchtes Ausland unmittelbar angrenzenden Bezirken herum- schweifen, getödtet und verscharrt werden sollen. R e i ch e n b a ch i. SS., 30. August. Die gestern in Tetschen- Bodenbach stattgehabte S a n i t ä t s k o n f e r e n z, welcher der Landes-Sanitätschef Dr. Pelz aus Prag, ein Delegirter des Handelsministeriums, Delcgirte der Postdirektionen in Wien und Prag, die Vertreter der politischen Behörden, Aerzte u. s. w. an- wohnten, beschloß, daß von heute ab das Gepäck aller auslän- dischen Reisenden, gleichviel ob aus Hamburg oder nicht, des- infizirt wird, desgleichen die Reisenden selbst. Die beantragte Desinfektion der Postheutel sowie die absolute Schifffahrtssperre werden erst von der Statthalterei endgiltig entschieden werden. Der Touristenverkehr in der sächsisch-böhmischen Schweiz hat sehr stark abgenommen. Von Seiten der Reichenberger politischen Be- Hörde wurde als Kontrollstation für die Desinfektion der Reisen- den und deren Gepäckes von Deutschland nach Reichenberg via Zittau die letztere Station vorgeschlagen, ab Zittau nach Reichen- berg die Waggonsperre empfohlen und in Grottau zur strengsten Ueberwachung des Grenzverkehrs auf der Zollstraße eine Sanitäts- kommission, sowie für alle Fälle eine Nothlazareth in Eohland an der Grenze errichtet. Wien. 30. August. Die Bundesleitung deS„Rothen Kreuzes" errichtet in Wien ein C holer ad epot mit Aus- rüstung zur Erbauung von Barackenspitälern mit zusammen 500 Betten.(„Franks. Ztg.") Prag, 30. August. Der mit Uebernahme der reichsdentschen Postsendiiugen betraute Expeditor des Pilscner Postamtes, Starcke, ist nach eintägiger Krankheit angeblich an Cholera gestorben. Ärztliche Untersuchung des Leichnams und strengste Jsolirung wurde angeordnet.(Franks. Ztg.) G r a z, 30. August. Der Stadtrath verbot ans sanitären Gründen die Abhaltung des Juristentages. P e st, 30. August. Ter.Minister des Innern hat für die aus Galizien, der Bukowina und Deutschland kommenden Reisen- den strenge Untersuchung und 5tägige ärztliche Beobachtung ver- fügt, und der Handelsminister für die von russischen Häfen, der Ostsee, sowie von der Elbmündung kommenden Schiffe eine 7tägigc Beobachtung angeordnet. Kopenhagen, 30. August. Gegenüber den Herkünsten ans den deutschen Ostseehäfen, den französischen Häfen am Atlantischen Meer und am Kanal und den belgischen Häfen ist heute eine Quarantäne angeordnet worden. Der Eisenbahn- verlehr zwischen Dänemark und dem Auslande erfolgt fortan über die Stationen Vamdrup und Wedstedt. Die ärztliche Unter- suchiing der vom Auslande ankommenden Personen, welche am 26. d."M. für Vamdrup aiUzeordnet wurde, ist nunmehr auch auf die über Wedstedt und aus der Landstraße über Eggebeck nach Dänemark reisenden Personen ausgedehnt worden. Aus Ländern, die von der Cholera infizirt sind, kommende Per- sonen werden nach der Ankunft fünf Tage hindurch ärztlich beobachtet. P a r i s. 30. August. Der Gesundheitsstand hier scheint sich heute gebessert zu haben, es wurden heute nur gegen 20 unter choleraähnlichen Symptomen erkrankte Personen in die Hospitäler eingeliefert, wovon vier starben. Paris, 31. August. Durch ein Dekret der obersten Sanilätsbehörde wird angeordnet, daß alle Reisenden, welche die Nord- und Ostgrenze Frankreichs überschreiten, das Ziel ihrer Reise anzugeben und bei der Ankunft an ihrem Bestimmungsort einen an der Grenze ausgestellten Gesundheitsschein vorzuweisen haben. Alle Personen, welche über die Nord- und Ostgrenze herkommende Reisende bei sich ausnehmen, haben hiervon bei der Behörde unverzüglich Anzeige zu erstatten. Die betreffenden Reisenden werden einer fünftägigen ärztlichen Beobachtung unter- worfen. Alle verdächtigen Fälle müssen zur Anzeige gebracht werden. Die Einfuhr von Hadern, Lumpen, Bettzeug, Obst und Gemüse aus Rußland, Deutschland und Belgien ist verboten. Die obigen Maßnahmen finden auch in den Häfen von Frank- reich und Algier für Reisende und für die bezeichneten Einfuhr- artikel aus Deutschland, Rußland und Belgien Anwendung. Paris, 31. August. Wie„XIX. Siäcle" meldet, sind unter den im Lager von Chälons befindlichen Truppen zahlreiche Er- krankungcn an Diarrhö und Ruhr vorgekommen. Das Journal „Autorito" giebt die Zahl der„choleraähnlichen" Erkrankungen, welche gestern Vormittag in den Hospitälern von Paris behandelt wurden, auf 274, die Zahl der im Laufe des Montags eingetretenen Todesfälle auf 21 an. H a v r e, 31. August. Die transatlantische Dampfer-Gesell- schaft verlegte den Dampferdienst von Havre nach Cherbourg, um die Quarantäne in New-Aork zu vermeiden. Die Cholera ist hier stationär, durchschnittlich sind täglich 50 Erkrankungen und 20 Todesfälle. Havre, 31. August. Hier wurden gestern 71 Erkrankungen und 17 Todesfälle an der Cholera gemeldet. St. O u e n, 31. August. Gestern sind hier 3 Choleratodes- fälle gemeldet. S a r c e l l e s. 31. August. 4 Choleratodesfälle sind gestern hier vorgekommen. Brüffel, 81. August. Wie die Indépendance belge"| furt a. M. erschienen zwar nur 150 Handlungsgehilfen, der Vor- schwer gut handhaben ist, daß ihn ihn fein Kind in meldet, hat sich der Professor der Bakteriologie an der Univer- trag aber wurde mit großem Beifall angehört und die Resolution die Höhe zu ziehen vermag. Jm Often Berlins und fität Gent, Banermengen, dahin ausgesprochen, daß es die gegen eine Stimme angenommen. Um den Sieg abzufchwächen, Südost wird dieser Uebelstand ganz allgemein empfunden. Auf asiatische Cholera sei, welche in Antwerpen herrsche. verkündeten am nächsten Tage die dortigen Sonnemann'schen jede Beschwerde versichern die Hauswirthe, daß sie keine Schuld Antwerpen, 31. Auguft. Gestern waren hier acht Er- Organe, es wären 10 000 Einladungen versandt worden. Die treffe, die Leitung sei in vollständiger Ordnung, aber die Wasserfrankungen und ein Todesfall an Cholera. Reporter hatten eine O zugelogen. werte lieferten nicht genügend Waffer. Die Bewohner sind nun Amsterdam, 31. August. Nach einer Meldung aus Außer diesen Städten besuchte Türk noch andere, in denen zwar bemüht, nach Kräften nachzuhelfen, indem sie durch NachGroningen starb daselbst gestern ein aus Hamburg zugereifter er teine Versammlungen abhielt, die befreundeten Handlungs- gießen aus den Kücheneimern nachspülen, aber ein Radikalmittel Mann an der Cholera. Gegen die Verbreitung der Seuche sind gehilfen aber ermahnte, die geplante Konferenz am 11. September ist das nicht. Es giebt Leute, die in der Beobachtung solcher Maßregeln getroffen worden. zu besuchen, überall wurde er von den Genossen freundlich auf- fanitärer Maßnahmen bald lässig werden, von Kindern garnicht genommen und fand die bereitwilligste Unterstügung. zu reden, die feine Kräfte haben, um die schweren Wassereimer Die Handlungsgehilfen find heute freisinnig, weil ihre Chefs nach dem Kloset zu schleppen. Nach dieser Richtung hin sofortige freisinnig sind und morgen antisemitisch, weil ihre Chefs anti- Abhilfe zu schaffen, ist um so nothwendiger, als die gebotene semitisch find, es ist also thöricht anzunehmen, daß sie in der schleunige Isolirung eines Erkrankten immerhin einige Zeit in Mehrzahl eine politische Ueberzeugung vertraten. Der erste Vor- Anspruch nehmen dürfte. Eine nachhaltige Desinfektion dieser stoft ist jetzt gemacht und in allen großen Städten zeigt es sich, Klosets ist in den meisten Miethskasernen wahrscheinlich bis jetzt daß ein kleines Häuflein von Handlungsgehilfen ihre Klaffenlage noch nicht vorgenommen worden. Die Miether haben die fünfzig erkannt haben und sich der Sozialdemokratie anzuschließen bereit Pfennige für ein Packet Chlortalt sehr oft nicht übrig und der find. Die Bewegung hat Fuß gefaßt in Hamburg, Dresden, Hauswirth übernimmt die Desinfektion auch nicht. In den Magdeburg, Hannover, Braunschweig, Köln, Elberfeld, Frank städtischen Desinfektionsanstalten wird gewartet, bis sich Jemand furt a. M., Leipzig, Stettin, Breslau, München und Dortmund, und zur Ausräucherung meldet oder ein polizeilicher Auftrag zur die freisinnigen und antisemitischen Gegner fönnen sich darauf Desinfektion der oder jener Wohnung eintrifft. Dann aber ist verlassen, daß wir den Fuß nicht wieder zurückziehen werden. nicht nur die eine Wohnung, sondern bereits das ganze Haus Das fleine Häuflein wird wachsen und den Gegnern den Nach- durchfeucht. Es könnte nur von Nutzen sein, wenn die städtischen weis liefern, daß gesprengte Versammlungen und Radau nicht Desinfektionsanstalten aus freien Stücken eine Desinfektion der die Mittel sind, geschichtliche Beivegungen zu hemmen und zu am meisten bevölkerten Häuserquadrate vornähmen. Eine vorGrunde zu richten. herige Anfage durch den Hausverwalter würde genügen, um den Desinfektionsbeamten alle Thüren zu öffnen. Aber freilich dürfte für diesen sanitären Dienst Bezahlung nicht gefordert werden, die Desinfektionsmittel müßten fostenlos geliefert werden. Aber gegen die fostenlose Lieferung von Desinfektionsmitteln hat sich die städtische Sanitätskommission schon in ihrer ersten Sizung ausgefprochen, weil damit Mißbrauch" getrieben werden könnte. Wahrscheinlich meint die Kommission, daß bei der Gratislieferung jeder Arbeiter dann ein Pfund Chlorkalt zum Frühstück verspeist und den guten Geruch durch einen Schluck aus der Karbolflasche hinunterspült. London, 80. August. Wie das" Reutersche Bureau" meldet, sind zwei dieser Tage aus Hamburg hier zugereiste Deutsche, welche in City Road Wohnung genommen hatten, heute an der Cholera erkrankt. Neapel, 31. August. Mehrere Cholera- Todesfälle sind in Apulien vorgekommen. Gibraltar, 31. Auguft. Die Häfen von Marokko find für aus den Häfen von Altona, Antwerpen, Bordeaux und Hamburg kommende Schiffe geschlossen. London, 31. Auguft. Das Reuter'sche Bureau" meldet aus Teheran( Persien) von heute, die Cholera sei zwar in der Abnahme begriffen, die Zahl der gestern Gestorbenen betrage aber immer noch 200. Neu aufgetreten sei die Epidemie in einem Dorfe in der Nähe von Ispahan, und mit großer Heftigkeit herrsche sie in Hamadan und Hazvin. Die russischen Truppen hätten Astrabad verlassen. London, 31. Auguft. Der gestern als in City Road an der Cholera erkrankt gemeldete Deutsche ist heute in dem Hospital, wohin er mit seinem ebenfalls an der Cholera ertranften Rinde gebracht worden war, gestorben. New- Yort, 30. August, Abds. Die Cholera ist in NewYork, Boston und der Havannah aufgetreten. Parteinachrichten. Schöneberg. Zur Aufklärung in der Siegelerschen Sache ift von den Schöneberger Parteigenossen ein Schiedsgericht von 5 Mann gewählt worden, welches die Sache des Siegeler untersuchen sollte. Derselbe gab zu, daß er denunzirt hat, weil er ge reizt und angegriffen worden sei. Daß er Spigeldienste geleistet hat, ist unwahr, indem er uns seinen vollständigen Lebenslauf mitgetheilt und nachgewiesen, wodurch er sich ernährt hat. Die Mitglieder des Schiedsgerichts. die sozialdemokratischen" Konsumvereine wetterte. Was " Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Beschlagnahme und Verhaftung. Langenbielau, 28. August. Heute wurde die Nr. 68 des Proletariers aus dem Eulengebirge", sowie des„ Langenbielauer Wochenblattes" wegen eines Artifels, Die glorreichen, ruhmvollen und groß artigen Thaten Sr. Majestät Stier des Großen" betitelt, mit Beschlag belegt und der verantwortliche Redakteur Franz Feldmann wegen Majestätsbeleidigung verhaftet und in das AmtsgerichtsGefängniß in Reichenbach zur Untersuchungshaft eingeliefert. schiedenerlei Gestalt: Tokales. an be: Gegen die Cholera werden überall die verschiedensten Maßregeln und Vorschriften in Anwendung zu bringen gesucht und dies mit Recht. Sind auch zur Zeit erst wenige Fälle asiatischer Cholera in Berlin fonstatirt worden, so scheint dennoch die größtmöglichste Vorsicht gegen diese Seuche geboten. In HamDie Laffallefeier wurde von den Genossen des fünften burg hat die Cholera in rapid zunehmender Weise Eingang geWahlkreises auf eine recht würdige Weise begangen. Wie funden und wenn auch die sanitären Verhältnisse Berlins konnte man den großen Agitator besser ehren, als dadurch, daß günstiger sind, als die Hamburgs, so darf eine angemessene, doch man den Ideen des Sozialismus, für die er gekämpft und ge- wie wir betonen wollen, nicht unbegründet ängstliche Borsicht Titten, in immer weiteren Kreisen Eingang zu verschaffen suchte. nicht außer Acht gelassen werden. Eine jener erlassenen Vorschriften Ueber die Agitationstone des Kaufmanns Türk geht aufs Land!- Das war die Losung am legten Sonntag für die ist die, tein junges, schlechtes oder faltes Bier zu trinkeu. Es uns nachfolgender Bericht zu: erwähnten Genossen. Etwa 150 Personen zogen am Morgen in besteht nun in den meisten Wirthschaften das Verfahren, das Bei diesen Von Seiten eines sozialdemokratischen Handlungsgehilfen wurde in Magdeburg eine öffentliche Versammlung aller im traße nach dem Stettiner Bahnhof, von wo ein Theil nach Kohlensäure, Luftdruck oder Wasserdruck beruht, ist es wurde in Magdeburg eine öffentliche Versammlung aller im geschlossenem Zuge vom Lokale des Herrn Pyrteck in der Gips- Bier mittelst Bierdruck- Apparat zu verzapfen. Apparaten, unbekümmert ob das System derselben auf Handelsgewerbe angestellten Personen einberufen, ungefähr Biesenthal, der andere nach Falkenberg fuhr. Von diesen Ort- Rohlensäure, Luftdruck oder Wasserdruck beruht, ist es 500 Personen folgten diesem Rufe; in der Versammlung ließen schaften aus zogen die Genossen auf Eberswalde zu, alle Dörfer nothwendig, daß es seinen Weg durch eine längere oder wenig die Antisemiten ihre Flugblätter vertheilen. Bei der Bureau- und Gehöfte beadfernb. Ueberall wurde der Geistessame aus längere, enge Röhrenleitung nehmen muß, ehe es getrunken wird. wahl sprang ein Antisemit auf und schlug brei seiner Freunde gestreut, der einst herrliche Früchte zeitigen foll. Er hatte ver- In diesen Röhrenleitungen fetzt sich Bierschleim ab, der leicht auf vor; mit bedeutender Mehrheit wurden dieselben auch gewählt. den Gesundheitszustand des Menschen nachtheilig wirken tann. die eindringlicher Reden und die Danu erhielt Genosse Türk das Wort zu seinem Vortrage: Die von leicht faßlichen Broschüren, welche allerwegen ver- Bestehen auch speziell in Berlin für die Handhabung der DruckVerkürzung der Arbeitszeit im Handelsgewerbe", welcher allBemerkenswerth ist, daß sich theilt wurden. Der apparate besonders scharfe Bestimmungen, so ist dies doch nicht gemeinen Beifall fand. In der zweistündigen Diskussion sprachen ganzen Tour vier überall, besonders in Provingstädten der Fall. So hat fich, wie und Dem Vertheilungswerk auch mit Ausnahme eines Einzigen nur Handlungsgehilfen und Ar Genofsinnen betheiligten. Unermüdlich suchten auch sie das ein Fachblatt meldet, bei einer unlängst vorgenommenen Unterbeiter, Die alle die Richtigkeit der Ausführungen des Thrige zur Befreiung des Proletariats beizutragen. Giner Ersuchung berausgestellt, daß von 177 in Breslau untersuchten Referenten anerkannten. Diese Ausnahme bildete ein mudung beugte der Vortrag von Arbeiterliedern auf dem Marsche Bierdruckapparaten, die in 198 2otalen aufgestellt waren, antisemitischer Führer, ein Kleinkaufmann, der gegen vor, den sich vornehmlich der Gefangverein„ Lorbeerfrang" an- nur 19 gleich 10,7 pct. im gehörigen Zustande befunden Etablissements, half's, daß die nachfolgenden Redner überzeugend dar- gelegen sein ließ. Bei allem Ernst zu der Sache war nicht 3 welche durchschnittlich in gutem Stande gehaltene Apparate aufthaten, Konsumvereine feien feine sozialdemokratischen Soll hiermit auch nicht gesagt sein, daß das Gründungen, was half's, daß der Referent darauf hinwies, daß Beit zu Zeit ein recht ferniger Humor, der Humor der Arbeiter, wiesen, wurden bei der Revision wenig erfreuliche Zustände anDurchbrach. Heiterfeit erregte folgender Fall: Einem Bauern getroffen. selbst in Geschäften, die ihren Inhabern sehr große Gewinne in Nieder- Fienow wurde die vorzügliche Agitations- Broschüre vermittelst der Druckapparate verzapfte Bier immer schlecht ist, einbrächten, 75 M. Gehalt gezahlt wurde, daß gerade die christ Bracke's:" Nieder mit der Sozialdemokratie!" überreicht. Der so ist es jedenfalls eine Thatsache, daß ein Glas Bier direkt lichen Inhaber der Zigarren- und Kolonialwaarengeschäfte die längste Arbeitszeit hätten und am eifrigsten gegen die Sonntags: felbe, welcher nach der Aufschrift den Inhalt natürlich nicht vom Faß" vorzuziehen ist, was man in Bayern schon längst einruhe agitiren die Wahrheiten prallten ab und konnte in bie ermessen fonnte, äußerte ganz entrüftet: Nieder mit der gesehen hat, wo alle Druckapparate, gleich viel welchen Systems, Sozialdemokratie!? so watt giebt's nich! Er sei ia sogar die Sprißhähne verboten sind. Sirne der antisemitischen Gefolgschaft nicht eindringen. Eine selbst ein Rother. Er wurde jedoch bald darüber Seit der Cholera gefahr hat in Berlin der Obstverkauf Resolution wurde eingereicht, nach der die Versammlung be- selbst ein Rother. Tehrt, wes Geistes Kinder eigentlich die Leute waren, schließen sollte, in eine Agitation für die Verkürzung der Arbeits- die ihm Gegner schienen. Von Sommerfeld aus zog der ganz enorm nachgelassen; die halboffenen, langgestreckten, mit zeit, für Erhöhung der Gehälter und menschliche Behandlung eine Trupp der überall Unfrieden säenden, Familie und Moral oft alles mögliche grüne und unreife Obst zum Verkauf feilgeboten Bunden bespannten Wagen, schreibt die" Nat.- 3tg.", auf denen einzutreten, wurde bei der Abstimmung mit etwa 50 gegen zerstörenden Wanderer im Sozialismus, Arbeiterlieder gen wurde, find in ihrer Mehrzahl aus unseren großen Verkehrsadern 400 Stimmen, von welch' letzteren die große Mehrzahl gar nicht Simmel fendend, geschlossen in Eberswalde ein. Hier traf man verschwunden; es ist keine Nachfrage mehr nach Obst; 14 M. abstimmten abgelehnt. mit den anderen Berliner Genossen und mit denen aus Ebers: 20 Pf. habe ich, so flagte uns vorgestern eine alte Händlerin, Die Gegner hatten ihr Ziel erreicht, die Nesolution war walde zusammen; die Letteren hatten eine Voltsversammlung in voriger Woche Verlust gehabt; selbst die besten rothbäckigen niedergestimmt, aber sie mochten sich wohl wie Bychus 3 gehabt, in welcher Genosse Reßler über die Biele der Sozial- Birnen sieht kein Mensch mehr an, die jungen Mädchen im Gegestehen: Noch einen solchen Sieg und wir sind ver bemokratie gesprochen hatte. Während des ganzen Tages war schäfte, welche sonst meine Haupttäuferinnen waren, fehlen zum loren. In dieser Erkenntniß änderten sie ihre Tattit, man nur einer einzigen Pickelbaube begegnet, und diefer Mann Theil freiwillig, zum Theil unfreiwillig; denn viele Prinzipale als Genosse Genosse Türk die Städte Hannover und Leipzig hatte sich veranlaßt gesehen, höflichst zu grüßen und seiner Wege haben auf das Strengste das Mitbringen von Obst unterfagt. besuchte. Noch bevor die Versammlung in in Hannover zu ziehen. Des Abends brachten die Eberswalder Genossen und Nun, die Frau war avanzirt: da das Geschäft mit förperlicher begann, rannten zwei Herren, Geschäftsleute aus der Stadt, um- Genofsinnen ihre Berliner Freunde nach dem Bahnhof. Ueber Nahrung nicht mehr gehen wollte, hatte sie sich dem Verkauf von her und fragten jeden, der nicht an den Tischen saß, ob er 300 Menschen zogen so durch die Straßen des friedlichen, schönen geistiger Nahrung zugewandt; sie handelte von gestern ab mit Handlungsgehilfe wäre. Bei der Bureauwahl gab der eine der Städtchens, dasselbe ganz in Aufregung bringend. Auch jetzt Beitungen. Die Obstverkäuferinnen in den Markthallen machen beiden, Bischof war sein Name, ein Zeichen, und alle Antisemiten ließ sich weber Polizeidiener noch Gendarm sehen, was ebenfalls absolut kein Geschäft mehr; die Gurken in den Marktund die Mitglieder des dortigen kaufmännischen Vereins machten wesentlich zur Vermeidung von Unliebsamkeiten beitrug. einen Höllenlärm, schrien und johlten, als ob sie den Beits- Die Sonntagsruhe scheint sogar ihre Schatten bis auf das Gebiet Speisekarte verschwunden. In den Gemüse- und Grünfram- Läden ballen verfaulen und der Gurkensalat iſt ſtellenweise von der tanz hätten. Da meldete sich Genosse Türk zum Wort zur Geber Staatsrettung zu werfen. Vollauf befriedigt von ihrer fieht es nicht anders aus, troydem die Preise für allerlei Obst schäftsordnung und wies nur mit wenigen Worten auf die sichtigkeit der Tagesordnung hin und bat sie, ruhig zu sein. affalleseier kehrten die Genossen nach dem großen Steinhaufen enorm gesunken sind. Wir können dies nur als ein hocherfreu= Doch das sollte ja grade vermieden werden; kaum hatte Türk Gine Lassallefeier veranstalteten auch die Berliner liches Beichen betrachten, es zeigt, daß man in allen Kreisen den drei Säße gesprochen, schrie der rührige Herr Bischof durch den Gesangvereine„ Gleichheit“ und„ Euphonia" in Gemeinschaft mit Ernst der Situation begriffen hat. Saal:" Ich bitte alle Handlungsgehilfen den Saal zu verlassen, den Genossen von Straußberg. Die genannten Vereine wurden Nachfolgende zeitgemäße Anfrage finden wir im Sprech und als nun die Ruhestörer wirklich Miene machten, den Saal vom Straußberger Bahnhofe von den dortigen Sozialdemokraten faal des Hamburger Echo". Wäre es nicht zweckmäßig, den zu verlassen- da löste der wachthabende Beamte die Versamm abgeholt und marschirten unter dem Gefange bekannter Arbeiter Familien, in denen Cholera- Erkrankungen vorgekommen sind, und Lung auf. Trotzdem tamen mehrere Handlungsgehilfen zu Ge- lieder in das Lokal des Herrn Krüger, wo die vom Straußberger Die infolge deffen die bisherige Wohnung räumen müssen, die nossen Türk and luden ihn ein, bald wieder nach Hannover zu Bildungsverein inszenirte Feier abgehalten wurde, an der auch Wohnungen derjenigen Leute zur Verfügung zu stellen, die aus tommen, sie würden dafür sorgen, daß dieses schmachvolle Treiben der Arbeiter- Gesangverein des Ortes theilnahm. Das Festlokal Angst vor der Epidemie den Ort verlassen haben? Offenbar find des kaufmännischen Vereines und der Antisemiten unmöglich war gut besucht, und verlief die Feier, welche außer durch die die engen Gaffen und Höfe ein Herd für die Seuche und wäre gemacht würde. In Leipzig forderte die Leipziger Beitung" und das dortige vorgetragenen Lieder durch die Festrede eines Straußberger Ge- es wünschenswerth, wenn diese Wohnpläge zur Zeit überhaupt In Leipzig forderte die Leipziger Zeitung" und das dortige noffen verschönt wurde, auf das Angenehmste. Abends wurde geräumt würden. Die Sigung der Sanitätskommission in Berlin Antisemitenblatt die Handlungsgehilfen auf, den" sozialdemo- ber 11/ aftündige Marsch nach dem Bahnhofe wieder in Begleitung hat erklärt, daß in solchen Zeiten das Einzelinteresse dem Gesammtfratischen Agitater" nicht anzuhören, der dortige kaufmännische der Genossen Straußbergs zurückgelegt. intereffe unterzuordnen ist. Das Einzelinteresse hat jene FlüchtVerband ersuchte seine Mitglieder per Karte, schon um se ch 3 linge genöthigt, ihre Wohnpläge zu verlassen. Das GesammtUhr in der Mersammlung anwesend zu sein, die Antisemiten Große Todtenfeier zu Ehren der verstorbenen Rämpfer interesse fordert die Räumung der schlechten Wohnungen. Mit luden die Mitglieder des deutschsozialen" Reformvereins ein, unserer Partei, veranstaltet von der Sozialdemokratie hin wäre es nur im Gesammtinteresse gehandelt, wenn die leerbin wäre es nur im Gesammtintereffe gehandelt, wenn die leerPunkt 62 Uhr erscheinen, obgleich die Versammlung um des II. Berliner Reichstags- Wahltreises Sonn- ftehenden guten Wohnungen Denen zur Verfügung gestellt werden, 8, Uhr angemeldet war. Punkt 6 Uhr rückte der Vorsitzende tag, den 4. Sept. 1892, in Friedrichshagen( Seebie schlechte haben." des Verbandes mit seinen 11 angestellten Beamten an und war sehr schlößchen). Von Vormittags an großes Konzert, unter Berlin zurück. traurig, als er vernahm, daß erst um 71/2 Uhr der Saal geöffnet gütiger Mitwirkung der Genossen des Musikvereins Firmitas", Zur Choleragefahr. Frau Frohnert ist gestern Abend würde. Um 8 Uhr füllten etwa 1500 Sandlungsgehilfen den Tanz und verschiedene Beluftigungen. Abends große Fackel- um 1/27 Uhr und der Arbeiter Krumrey, welcher gestern am Saal. Schon bei der Bureauwahl wurde Radau geschlagen und polonaise, wozu Stocklaternen gratis verabfolgt werden. Um Humboldthafen erkrankte und in das Moabiter Lazareth einals der Referent das Wort erhielt, tlang ihm unisono, ein von recht rege Betheiligung bittet das Komitee im Einvernehmen mit geliefert wurde, heute früh um 2 Uhr gestorben. Frau Frohnert 1000 Rehlen geschrieener Zon entgegen, wie ihn afrikanische dem Vertrauensmann. Wilde bei ihren Kriegstänzen anzustimmen pflegen. Auch hier löfte der überwachende Beamte die Versammlung auf. Den Geboten der Reinlichkeit, welche anläßlich der war bis gestern Mittag ziemlich wohl, dann trat Bewußtlosigkeit ein. Dem Kaufmann Rarpen geht es verhältnißmäßig gut. Seit gestern Mittag find 24 neue Erkrankungen gemeldet worden. befinden sich einige 30 Personen zur Beobachtung in befinden sich einige 30 Personen zur Beobachtung in Moabit. Dies sind die drei Siege, deren sich die Antisemiten, National drohenden Choleragefahr aufgestellt werden, möchte sicher ein liberalen und die kaufmännischen Vereine erfreuen und die sie in Jeder ganz gern nachkommen. In vielen Fällen bieten sich aber ihren Blättern in die Welt hinauspofaunen. Sie verschweigen dieser Erfüllung Hindernisse dar, die gar nicht aus dem Wege Ueber Manöverfreuden haben wir gestern berichtet, indem aber, daß Genoffe Türk noch in zwei anderen Städten, in Braun zu räumen sind. Am bedrohtesten sind natürlich die dicht be schweig und Frankfurt a. M., Versammlungen abhielt, die mit wohnten Arbeiterviertel. Hier giebt es ausschließlich 4 bis 5 Stock wir den Brief eines Soldaten vom Infanterie- Regiment einem endgiltigen Siege endeten. In Braunschweig wurde hohe Vorder- und Hinterhäuser, in denen 4 bis 5 Mal so viel Nr. 52 abdruckten, den dieser aus dem Manöverfelde an einen die Versammlung von ca. 900 Personen besucht, unter denen zwei Menschen eng aneinander gedrängt wohnen, als in den Häusern seiner Freunde gerichtet hatte. Daß der Soldat nicht übertrieben Drittel Handlungsgehilfen, und trotzdem auch hier wieder die im Zentrum oder im vornehmen" Westen. Die Benutzung der bat, geht daraus hervor, daß seine Leidensgefährten vom KönigsAntisemiten versuchten, ihre Leute ins Bureau zu bringen, trotz- Klosets in diesen Miethskafernen ist, zumal die dort wohnenden Grenadier- Regiment, das gegenwärtig ebenfalls in der Umgegend dem sie wieder das provokatorische Hoch auf den Herzog von Familien oft ziemlich viel Köpfe zählen und außerdem noch von Pofen einquartirt ist, dasselbe Lied singen. In schlesischen Braunschweig ausbrachten, worauf ihnen mit einem donnernden Aftermiether ins Quartier nehmen müssen, eine sehr starke. Blättern finden wir ein paar solcher Briefe veröffentlicht, nach Hoch auf die internationale Sozialdemokratie erwidert wurde, Klosets mögen ja in hinreichender Zahl vorhanden sein, es fehlt welchen der schlimmste Tag der großen Nebungen jezt Sonnabend, troy alledem wurde der Bortrag des Referenten begeistert auf- aber sehr oft an dem nothwendigen Wasser, um die Spülung der 20. August gewesen sein soll, an welchem das Brigade- Exerziren genommen. In der Diskussion versuchten ein Freisinniger und gründlich vornehmen zu können. Der Wasserdruck ist ein so ge- stattfand. Das Regiment rückte schon früh um 41/2 Uhr aus dem zwei Antisemiten den Vortrag zu widerlegen, aber ihr Versuch ringer, daß es in den oberen Etagen oft stundenlang gar kein Fort 11. in Poſen aus und erreichte nach einem Marsche von war lau und schwächlich, und die Resolution wurde gegen circa Wasser giebt. Kinder sind überhaupt nicht im Stande, die zirka 3 Stunden den großen Gluwnoer Blah, auf welchem sofort zu können, weil 50 Stimmen angenommen. In der Versammlung zu Frant- Spülung vornehmen der Sebel soldie Parade- Aufstellung begann. Die Mannschaften trugen Tuch Soziale Lebericht. anzüge 3. Garnitur mit feldfriegsmäßigem Gepäck, wodurch die den Händen zu ersticken, was ihm natürlich nicht geLeute außerordentlich von der Hihe zu leiden hatten und schon lang, wohl aber zog er sich heftige Brandwunden an den unterwegs viele Leute matt wurden und zurückbleiben mußten. Händen und im Gesicht zu, die zunächst von den Samaritern Achtung, Schneider und Schneiderinnen! Um 8 Uhr begann die Abnahme der Parade durch den Brigade verbunden wurden. Trotzdem man sogleich mit einem Laut Beschluß der letzten Werkstatt- Delegirten- und Agitations Kommandeur, wobei wieder eine Anzahl Leute um fielen und Rohr zur Löschung vorging, geriethen doch noch mehrere Ballons hinter die Front geschafft wurden, denn die Temperatur betrug in Brand. Glücklicherweise war der Keller gewölbt, so daß die Sigung findet Sonnabend, den 8. September, Abends 8½½ Uhr, 38 Gr. Reaumur. Deshalb befahl der General sofort, die Uniform Flammen sich nicht den darüber liegenden Bureau- Räumen mit bei Leopold, Markgrafenſtr. 88, eine Zusammenkunft der auffragen zu öffnen und die Binden abzulegen. Es wurde sofort theilen konnten. Die betäubenden Dämpfe, welche den Keller er gestellten Kandidaten zum Gewerbegericht statt. Da es nun leicht nach Pofen depeschirt, von wo nach kurzer Zeit Sanitäts- füllten, wären beinahe den Löschmannschaften gefährlich geworden, möglich ist, daß einzelne der aufgestellten Kandidaten bei Fahrzeuge und Mannschaften eintrafen, welche die Er die von Zeit zu Beit im Freien Luft schöpfen mußten. In den Innungsmeistern arbeiten, und infolge deffen von der Kandidatur matteten nach der Stadt schafften. Gegen 9 Uhr begann das Räumen ist fortwährend trockener Sand aufgespeichert, um zurücktreten müssen, ersuche ich alle Kollegen, welche gewillt sind, Gefecht, welches jedoch schon nach 20 Minuten unterbrochen etwaiges Feuer sofort zu ersticken, wäre dieser Sand sogleich an eventuell als Kandidaten zu fungiren, sich am Sonnabend bei wurde, damit auf Befehl des Generals das Gepäck, das Schanz gewendet worden, so wäre man vielleicht der Gefahr begegnet; Schneider, welcher 30 Jahre alt ist, in dem der Wahl vorander stattfindenden Sigung einzufinden. Wählbar ist jeder zeug und die hinteren Patronentaschen abgelegt wurden. Ferner als die Feuerwehr antam, war es natürlich dazu schon zu spät. Schneider, welcher 30 Jahre alt ift, in dem der Wahl voranwurde bestimmt, beim Vorgehen der Schützenlinien 2c. nur im Von dem Naphta sind etwa 3 Zentner verbrannt, außerdem noch gegangenen Jahre für sich und seine Familie Beine Armenuntergewöhnlichen Schritt, statt im Laufschritt oder sprungweise, vor mehrere Flaschen Benzin und Benzol. Nach dem Feuer ſtant ſtützung empfangen, oder dieselbe zurückerstattet hat, ferner in zugehen. Die Site war inzwischen noch gestiegen, und die die ganze Zimmerstraße noch stundenlang nach den verbrannten bem betr. Gerichtsbezirk seit 2 Jahren wohnt oder beschäftigt ist, Strapazen für die Soldaten vergrößerten sich durch das öftere ätherischen Delen und zahlreiche Neugierige umstanden die und nicht bei einem Innungsmeister arbeitet. Die Agitations Rommission Hinlegen in den glühend heißen Sand. Die Gewehrläufe Brandstelle, die übrigens schon häufig von Feuersbrünsten heim- der Schneider und Schneiderinnen Berlins. waren so heiß geworden, daß die Gewehre an den gesucht worden ist. Riemen getragen werden mußten. Um 12 Uhr erfolgte der Schluß des Ererzierens, und darauf wurde nach der Stadt zurückmarschirt, wo die Ankunft gegen 3 Uhr erfolgte. Auf dem Rüdmarsch wurden von dem einen Bataillon des Poſener Regiments allein 11 Mann schwach. Die Aerzte und Lazarethgehilfen hatten alle Hände voll zu thun, um die Matten zu erfrischen. in den Manövergefilden! Konfiszirt wurden in der Buchhandlung von Hans Baate, City- Passage, 17 Exemplare der Hefte 16 und 17 der Lichtstrahlen. Der darin enthaltene Artikel von Gogh:" Rettet die Kinder" soll Gebräuche der christlichen Kirche beschimpfen. = Ersatztahl. Für die aus der Stadtverordneten- VersammEs muß nach diesen Schilderungen recht gemüthlich zugehen der dritten Abtheilung im 15. Gemeinde- Wahlbezirk bis Ende lung ausgeschiedenen Stadtverordneten Zuhauer, gewählt von 1895, Höhne, gewählt im 25. Gemeinde- Wahlbezirk bis Ende Ortsfrankenkasse der Schneider in Berlin. Wenn 1897 und Sabor, gewählt im 26. Gemeinde- Wahlbezirk bis Ende Jemand durch Beitragszahlung in eine Krankenkasse sich gegen 1897, find die Erfahwahlen auf Dienstag, den 27. September, Krankheit versichert zu haben glaubt, dann aber im Erkrankungs- von Vormittags 9 bis Nachmittags 7 Uhr anberaumt worden. falle ziemlich noch die Hälfte der Kosten im Krankenhaus zahlen Polizeibericht. In der Nacht zum 30. v. M. wurde in muß, so ist ihm mit dieser Art von Krankenversicherung" der Friedensallee, in der Nähe des Königsplates, ein Kaufmann natürlich wenig gedient. Ein solcher solcher Fall hat sich fürzlich bei der Ortskrankenkasse der Schneider ereignet. von einem unbekannten Mann überfallen und durch zwei Meffer Das stiche am Arme so bedeutend verlegt, daß er nach dem ElisabethMitglied dieser Kaffe, eine Frau R. war Am 30. v. M. NachKrankenhause gebracht werden mußte. laut Attest des Raffenarztes, Herrn Dr. Braun, an Lungen mittags sprang ein Arbeiter anscheinend in einem Anfalle von fatarrh erkrankt. In dem Attest heißt es wörtlich: Der Kranten ist wegen mangelnder häuslicher Pflege Aufnahme in Säuferwahn gegenüber dem Hause Luisenufer 34 in den Kanal, ein Krankenhaus zu empfehlen. Nun fichert der§ 13 des wurde jedoch noch lebend aus dem Wasser gezogen und nach der Statutes der erwähnten Kasse den Mitgliedern freien Arzt, Charitee gebracht. Beim Anbringen eines Hängegerüftes an Medizin u. f. w. und die Hälfte des ortsüblichen Tagelohnes als dem Hauſe Ruppinerstraße 34 fiel eine von dem Arbeiter Wiese Krankengeld zu.§ 14 fagt: An Stelle der im§ 13 normirten und verlegte den Wiese so schwer am Kopfe, daß seine Ueberführung emporgewundene eiserne Stange aus der Höhe des 4. Stockes herab Leistung tritt auf Anrathen des Arztes und Verfügung nach dem Lazarus- Krankenhause erforderlich wurde. In der des Vorstandes freie Kur und Verpflegung im Krankenhause. Hierzu ist also die Verfügung des Vorstandes" noth- Spree, hinter dem Schlosse Bellevue, wurde Abends die Leiche eines unbekannten, etwa 25 Jahre alten Mannes angeschwemmt. wendig! Der Mann der Erkrankten ging mit dem Schein des Arztes Durch den Sturm wurde im 3. Stock des Hauses Jerufalemerzur Raffe, um einen Aufnahmeschein für das Krankenhaus bittend. Straße 13 eine große Spiegelscheibe zerbrochen und auf die Straße Dort wurde ihm gesagt, ein solcher sei nicht nöthig, er könne seine Frau geschleudert, wo ein vorübergehender Kaufmann von den Scherben hinbringen, wohin er wolle. Man wählte das nächstgelegene Augusta- getroffen und am Bein bedeutend verletzt wurde. Vormittags Hospital, dessen Verwaltung aber einen Aufnahmefchein verlangte. wurde auf einem Steinplag am Nordhafen, in der Nähe der Der Mann mußte nochmals den Weg nach der Staffe antreten. Fennbrücke, der obdachlose Arbeiter Krumrey schwer frant aufDer Rendant verweigerte die Ausstellung des Scheines. Jetzt gefunden und nach dem Krankenhause Moabit gebracht, wo durch Der Rendant verweigerte die Ausstellung des Scheines. Jetzt bakteriologische Untersuchung schwere Erkrankung an der asia erfolgte eine Beschwerde an den Kassenvorstand. Dieser antDie in diesem Krankenhause wortete, daß er das Verfahren des Rendanten korrekt und gesetz- tischen Cholera festgestellt wurde. lich durchaus richtig finde. Es erfolgten neue Verhandlungen untergebrachte Frau Frohnert aus Hamburg, deren Erkrankung mit dem Rendanten. Dieser erklärte, daß die Kasse Kur- und an der asiatischen Cholera bereits gemeldet wurde, ist inzwischen Verpflegungskosten nicht zahle, sondern nur für Arzt und Me- verstorben. Am 30. v. M. und in der darauffolgenden Nacht dizin ein Bausch quantum von 37½ Pf. pro Tag und die Hälfte fanden 4 Brände statt. des ortsüblichen Tagelohnes im Betrage von 75 Pf. als Krankengeld, also in Summe 1,1212 M. Die Kosten im Krankenhaus betragen über 2 M. pro Tag. Auf die Bemerkung, daß dann der Kranke pro Tag noch 87% Pf. zu zahlen, also Schulden machen müffe, folgte die Erwiderung: Das ist mir gleich, wenn es gesetzlich nicht richtig wäre, würde man uns schon auf den Kopf tommen. " " Theater. " = J. A.: Fr. Lange. Kameraden! Die neue Gewerbegefeß- Novelle gestattet uns, aus unserer Mitte Beisitzer zu wählen, welche berufen sind, bei Gewerbestreitigkeiten neben den Unternehmern und mit denselben das Gewerbe- Schiedsgericht zu bilden. Kameraden, nun sind alle Vorarbeiten zu diesem Zwecke bederselben festgestellt, daß wir vier Kandidaten aufzustellen haben. reits von der Streit- Kontrollkommission soweit gethan und von Kameraden! Zu diesem Zwecke ist eine öffentliche Zimmererversammlung für Sonntag, den 4. September, in den ArminNäheres darüber Säulenanschläge und hallen anberaumt. Annoncen. Kameraden! Eure Pflicht ist es nun, vollzählig in dieser Versammlung zu erscheinen, mag uns dieses Gesetz auch nur geringe Vortheile bieten, aber unser Aller Pflicht muß es sein, auf diesem Wege für uns Bahn zu brechen. Die Vertrauensleute. J. A.: E. Obst, Blumenthalstr. 8, H. III. Wien, 31. Auguft. Das Neue Wiener Tageblatt" meldet, daß die österreichische Waffenfabrit in Steyr, die bisher 9000 Arbeiter beschäftigte, 5000 Arbeitern gekündigt hat, welche letzteren nach Ungarn, Belgien und Frankreich auswandern. Arbeit niedergelegt, die Ruhe ist bisher aber nicht gestört. Man Genna, 31. Auguft. Sämmtliche Kohlenarbeiter haben die hofft, den Streit gütlich beizulegen. Versammlungen. " Der Fachverein der Marmor. und Granit- Arbeiter hielt am 21. Auguft seine regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Genosse R. Schmidt hielt einen mit großem Intereffe aufgenommenen Vortrag über das Thema: Auf dem Arbeitsmarkte." Gine Diskussion fand nicht stand. Die hierauf vom Raffirer gegebene Vierteljahrs- Abrechnung vom Refervefonds ergab eine Einnahme, inklusive Bestand vom 1. Quartal 1892, von 168,90 M., dem gegenüber stand eine Ausgabe von 36,20 M., was einen Bestand von 132,70 M. ergiebt. Dem Kassirer wurde Decharge ertheilt. Unter Verschiedenem wurde noch erwähnt, daß die Marmorsteinmeßen einen Lohn- und Affordtarif den Fabrifanten übermittelt haben. Ein Beschluß wurde darüber noch nicht gefaßt. Nachdem der Vorsitzende bekazmt gegeben, daß die nächste Versammlung am 18. September stattfindet, in welcher ein Vortrag über Gewerbegerichte gehalten werden soll, wurde die Versammlung geschlossen. " Thomas- Theater. Gesammt Gastspiel des Fritz ReuterEs wurde zum letzten Mittel gegriffen, zu einer Beschwerde Ensemble unter Direktion von August Junkermann. Die Gesellan den Magistrat. Es fand ein Zermin vor dem Magistrats- fchaft trat mit der vorgestern( Dienstag) vorgeführten Novität aus vertreter Leisegang statt, in welchem der Thatbestand festgestellt dem Rahmen der Reuter- Darstellungen heraus." Ein Spiegel", Eine große öffentliche Versammlung der Klempner und baldiger Bescheid in Aussicht gestellt wurde. Dieser traf auch Lebensbild in 3 Auszügen von Nestor de Tiere," aus dem Blämi- und aller in der Blechindustrie beschäftigten Arbeiter tagte wirklich binnen Kurzem ein. Er erkennt die Mitgliedschaft und die schen übersetzt von A. von Ziegesar, ist dramatisch nicht gerade am Mittwoch, den 24. August, bei Joel, Anoreasstr. 21. TagesKrankheit der Fraun. an, weist aber die Forderung ab, weil die Raffe von besonderer Bedeutung. Der Spiegel" soll der Gesellschaft ordnung: 1. Vortrag über Gewerbegerichte. 2. Wahl von vier nach dem Gesetz wohl berechtigt, aber nicht verpflichtet einen Spiegel vorhalten, in dem sie erblickt, wie hohl und er- Kandidaten. 3. Wahl von zwei Kandidaten zur Streif- Kontrollsei, die Kosten im Krankenhaus zu zahlen. Es kommt also alles bärmlich die Grundlage mancher glänzenden Existenz ist, die, um kommission. Ins Bureau wurden gewählt: Kollege Segehr als auf die Verfügung" des Vorstandes an, die Anordnung des den Schein des Wohlstandes und Reichthums zu wahren, zur erster Vorsitzender, Kollege Willkens als zweiter Vorsitzender und Kaffenarztes ist vollkommen gegenstandslos, sobald der Borstand Lüge und Selbstentwürdigung herabfintt. Ein Ministerialrath, Rollege Lippich als Schriftführer. Da ein Referent nicht zu benicht verfügt". Diese Verfügung soll davon abhängig sein, wie ein gutherziger, schwacher Charakter, hat durch den Aufwand tommen war, sprach Kollege Ellert zu Punkt 1 und gab der Meinung lange der Erfrankte Mitglied der Kasse gewesen ist. und die Genußsucht seiner Frau und Tochter seine Vermögens- Ausdruck, daß von einer Wahl von Beisigern zum Gewerbegerichte Die Auffahme der Erkrankten in das Krankenhaus erfolgte verhältnisse zerrüttet; seine Tochter, in dem Zeichtsinn ihrer abzusehen sei. Nachdem aber die Mehrzahl der Versammlung sich erst, als sich der Ehemann schriftlich verpflichtete, die Koften in Mutter erzogen, verschmäht die Liebe eines braven Mannes, um dafür ausgesprochen hatte und Kollege Selcho, die Wahlbestimm fleinen Raten abzuzahlen. Die Schwertranke wurde bezüglich ihr Jawort einem Spekulanten zu geben, der eine reiche Erbin ungen mitgetheilt, wurde zur Wahl von vier Kandidaten geihrer Herkunft, ihres Erwerbes und ihres bisherigen Verdienstes zu heirathen hofft und sich ebenfo getäuscht findet, schritten. Diefelbe ergab als Beisiger: W. Groß, W. Wittle, wiederholt eines sehr strengen Examens unterzogen, das ihr ihre wie feine Frau, die auf die reichen Einkünfte ihres Bogels und A. Winter. In die Streit- Kontrollkommission wurde Krankheit nicht gerade leichter machte. Auf jeden Fall ist das Mannes gerechnet hat. Statt die Lage der Eltern Kollege Köhler und zum Beisitzer Kollege Thäcke gewählt. Inftitut der Ortsfrankenkassen kein solches, das auf Vollkommen zu erleichtern, liegen sie diesen selbst zur Last, und verschmähen unter Verschiedenem" wurden einige innere Angelegenheiten beheit Anspruch erheben kann. fein Mittel, um ihre bisherige Lebensweise fortzusetzen. Die prochen, da die Zeit indeffen schon vorgerückt war, wurde bejungen Gatten betrügen sich gegenseitig, und die Ehefrau ist schon schloffen, in der nächsten Versammlung die Sache dem VertrauensFrau Wittwe Kleinfeldt, Wrangelstr. 17 III, erfucht uns willens, fich einem reichen Wüftling zu verkaufen. Man sieht, mann zu überweisen. Schluß 12 Uhr. mitzutheilen, daß unser Bericht über das Eisenbahn- Unglück bei der Inhalt des Stückes bewegt sich auf dem flachen Niveau unsrer Stralau- Rummelsburg vom 25. d. M. in einem Punkte der deutschen„ Bolfsstücke" à la Wiltens und L'Arronge, es verschmäht besucht war, erstattete Herr Stampeh den Bericht über den In der Glaserversammlung am 27. August, welche gut Wahrheit nicht entspreche. Der verunglückte Arbeiter Kleinfeldt nur die fonventionelle Lüge, nach welcher alle Konflikte am Schluß bisherigen Verlauf der Lohnbewegung der Bleiglafer. Er verwies sei durchaus nicht betrunken gewesen, als das Unglück paffirte. fich ganz gemüthlich lösen. Das vlämische Stück ist ins Hoch- zunächst auf den Beschluß der letzten Bersammlung, die augenEr habe in vollständig nüchternem Zustande seine Arbeitsstätte deutsche übersetzt, und nur einzelne Personen sprechen glatt. Herr blickliche gute Konjunktur in der Bleiglaferei auszunutzen und in verlassen und gleich darauf habe sich das Unglück zugetragen. Juntermann spielte die Rolle des Ministerialraths; er be- eine Bewegung für einen Minimallohn von 27 M. pro Woche Der Getödtete sei als solider Arbeiter bekannt, dies Beugniß währte sich auch hier als gewandter Schauspieler, aber die einzutreten, wie auch die Forderung desinfizirter Buklappen und könnten ihm alle ſeine Kollegen, mit denen er schon Jahre lang rührende Sentimentalität steht ihm bei weitem nicht so gut, als einzutreten, wie auch die Forderung desinfizirter Puzlappen und zusammen gearbeitet habe, ausstellen. Der Verunglückte war der prachtvolle Reuter'sche Humor. Herr Peters, der als alter befferer Ventilation in den Werkstätten aufzustellen und zur Durchübrigens nicht 50, sondern erst 38 Jahre alt. Jugendfreund des Ministerialraths die bürgerliche Solidität gegen- theilnehmen wollten, seien verpflichtet worden, ihren Meistern führung zu bringen. Die Kollegen, welche an dieser Bewegung über dem vornehmen Schein darstellen sollte, war vorzüglich; er unmittelbar die Forderungen zu unterbreiten. Das sei Ein tapferes kleines Mädchen hat am Montag drei allein sprach glatt", nicht mecklenburg'sch aber hamburgisch. Im nun geschehen, habe aber ein negatives Resultat erzielt, feiner schweren" Jungen das Geschäft gründlich verdorben. In dem allgemeinen war die Darstellung zu loben, aber besonders zünden habe bewilligt. Einzelne Meister erklärten sich wohl dazu bereit, Hause Hochmeisterstraße 32 betreiben die 2.'schen Eheleute im wollte sie nicht. Keller ein Grünframgeschäft; an das Geschäftslotal schließen sich aber mit der Bedingung, daß die anderen auch erst bewilligen die Wohnräume der Familie an. Am Sonntag Nachmittag war müßten. Es habe sich herausgestellt, daß die Herren Meister ber 2. mit seiner Frau ausgegangen und die Kinder des Ehepaars Koalition der Arbeiter eine solche der Unternehmer gegenüberspielten vor dem Hause. Gegen 5 Uhr betraten drei Männer gestellt haben. In einer ihrer Zusammenkünfte hat nur ein Ginden Hausflur und begaben sich sofort nach dem L.'schen Keller; ziger das Verlangen der Bleiglafer als gerecht anerkannt. Es der ältesten Tochter des Grünframhändlers, einem zehnjährigen wurde dort argumentirt, daß man einem wenig Leistenden keine Mädchen, fiel der Besuch auf und sie rief den Fremden zu, daß 24 M. zahlen könne. Die Bewegung müsse nunmehr energischer Niemand zu Hause sei. Na, flopfe man an, Ede," meinte Ein 60jähriger Heiratheschwindler stand gestern in der fortgeführt werden. Herr Förster theilte hierauf mit, daß er einer der Männer. vielleicht ist doch Jemand da." Als Person des früheren Buchhalters Eduard Schackwitz vor der von dem Redakteur des Lukas" erfahren habe, die Meister aber niemand öffnete, ergriff einer der Burschen ein Bund Nach- 128. Abtheilung des Schöffengerichts. Der Angeklagte veröffent- erkennten die augenblickliche Versammlung, zu der sie zu gemeinschlüssel und versuchte, die Thür zu öffnen. Die Kleine 2. hatte lichte eine Anzeige, wonach er eine Wirthschafterin mit einigen famer Berathung der Gehilfenforderungen eingeladen wurden, vom Treppengeländer aus die Thätigkeit der Männer beobachtet, hundert Mark Vermögen suchte. Eine Wittwe M. hatte das nicht als geeignet zu einer derartigen Verhandlung an, würden rafch entschloffen eilte sie nach dem Keller hinunter, versuchte die Unglück, sich zu melden. Ihre Annahme, daß es sich um einen aber gern bereit fein, eventuell mit einer Gehilfenkommission zu Einbrecher zurückzudrängen und schrie unaufhörlich: Bei uns versteckten Heirathsantrag handelte, fand Bestätigung, nachdem verhandeln. Nach einer längeren Debatte, an der die Herren Stampehl, Hackebeil, May, Fuß, wird nicht eingebrochen, Ihr Spitzbuben, macht, daß" Ihr fort- sie dem Angeklagten mitgetheilt, daß sie 400 M. befize. Er er- Müller, Stampehl, fommt!" Durch Drohungen und Schläge versuchten die Diebe flärte sofort, daß er sie heirathen wolle, wenn sie ihr Geld zur Hünte, Gerlach, Braun u. A. sich betheiligten, wurde die Kleine fortzujagen, diese aber ließ sich nicht einschüchtern und Gründung eines kleinen Eisenwaaren Geschäfts in Herzfelde einstimmig, nach genauer Durchberathung der einzelnen Punkte, rief laut um Hilfe. Nun tamen Hausbewohner hinzu und bergeben wolle. Die Frau ließ sich überreden, ihn nach Herz- folgende Resolution angenommen, die sich aber nur auf die BleiHier erklärte der Angeklagte, daß glaser bezieht: scheuchten die Einbrecher, die anfänglich Miene machten, es auf felbe zu begleiten. " Eine aus fünf Mann bestehende Kommission hat mit einer einen Kampf ankommen zu lassen, fort. Leider ist es nicht ge- es vortheilhafter sei, eine Ackerwirthschaft zu pachten. lungen, einen der Einbrecher dingfest zu machen, doch wird es, Frau M. gab ihr Geld dazu her, anstatt es aber ebenfalls fünfgliedrigen Kommission der Prinzipale zu verhandeln, da die kleine L. die Männer ziemlich genau beschreiben fonnte, zu dem verabredeten Zwecke zu verwenden, gebrauchte der An- und zwar hat sie zu fordern: Gesellen, welche noch nicht 24 m. der Kriminalpolizei wohl möglich sein, die Diebe zu ermitteln. getlagte es selbst und ließ Frau M. ohne einen Pfennig in erhalten, haben diefen Lohn zu bekommen. Gesellen, welche jetzt Herzfelde sitzen. Als die Betrogene den Angeklagten in Berlin 24 M. erhalten, haben 27 M. zu bekommen. Den Gefellen, Ein gefährlicher Brand suchte gestern Vormittag nach wieder auffand, hatte derselbe schon ein anderes Verhältniß an welche heute schon 27 M. erhalten, ist es überlassen, die Höhe 11 Uhr das Droguen. Engrosgeschäft von Braumüller u. Sohn, geknüpft. Es zeigte sich im Termine, daß der Angeklagte ein ihrer Mehrforderung zu bestimmen; es wird aber erwartet, daß Bimmerftr. 35, heim. Die ganzen Rellerräume des geräumigen äußerst gemeingefährlicher Mensch ist. Die Verlesung seiner bie Prinzipale auch diesen Gesellen den Lohn erhöhen. Diese Hofes sind mit leicht entzündlichen Droguen gefüllt, von welchen Borstrafen wegen der verschiedensten Vergehen und Verbrechen Verhandlung hat diese Woche zu geschehen und hat die Kombedeutende Quantitäten Naphta, Benzin, Benzol 2c. im Keller- nahm längere Zeit in Anspruch. Der Gerichtshof hielt deshalb miffion Sonnabend, den 3. September, endgiltig Bericht zu er geschoß des linken Seitenflügels lagern. Hier war Bormittags auch das vom Staatsanwalt beantragte Strafmaßfechs Mo- ftatten. Verläuft die Verhandlung resultatlos, so wird in den Der Lehrling Lelms mit Abfüllen beschäftigt, als, wahrscheinlich nate Gefängniß für zu niedrig und erkannte auf ein Jahr Werkstellen die Arbeit eingestellt, wo die Forderungen nicht bedurch unvorsichtiges Umgehen mit Licht, plöglich eine Explosion Gefängniß und zweijährigen Ehrverlust. " erfolgte und auch sofort der ganze Raum in Flammen stand. In seiner Angst suchte der Lehrling das helle Feuer mit Gerichts- Beitung. " willigt werden. Bolonteure sind hier nicht inbe griffen."- Herr Förster wandte sich hierauf an die Bauglaser mit der Bitte, ihre Kollegen, die Bleiglaser, nun auch noch 21 M. " von I. = " Vermischtes. tüchtig zu unterstützen, diese würden es ihnen bei gelegener Beit| schloß endlich, die Kommission zu beschicken, und betraute Herrn| N. Kahlert, Reichenbergerstr. 113a.- Rauchklub Dhneforge, Abends 9 Uhr mit Zinsen zurückgeben. Dies könne vielleicht schon im nächsten Rautenhaus mit der Vertretung in derselben. in Rogge's Bierhaus, Kohlenufer 2.- Rauchflub Kernspige, Abends 8% 1hr, bei A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Rauchflub Arcona, Abends Jahre erforderlich sein. Herr Stampehl theilte dann mit, Eine öffentliche Drechslerversammlung aller Branchen Abends 9 Uhr, bei Berndt, Perlebergerstr. 17. 9 Uhr, bei Siementinsti, Reichenbergerstr. 71.- Rauchflub Arabi Pascha, daß die Streit- Kontrollkommission durch eines ihrer AusschußKlub Ohneftreit, jeden mitglieder schon unterrichtet sei, ebenfalls aber auch schon der tagte am 29. August in Deigmüller's Salon, Alte Jakobstr. 48a Donnerstag Abend 9 Uhr im Restaurant Böhmer, Brißerfir. 32.- Rauchtlub Generalkommission in Hamburg Mittheilung von der Bewegung gerichte". Diskussion. Ausstellung der Kandidaten. Zum Punkt 181öden gnglische bends 8 Uhr, be mit folgender Tagesordnung: Vortrag über„ Gewerbefchieds- Süd- West, Abends 9 Uhr, Simeonstr. 23 bei Flick.- Theaterverein maigemacht wurde. Der Unterstützung der anderen Arbeiter Stattlub Tournee, Abends 8½ Uhr, bei Ullrich, Wrangelstr. 84.- Stat fei man also ficher. Die bestehende Lohnkommission, referirte Genoffe Zubeil. Redner setzte in eingehender Weise ver- tlub Rückwärts, Abends 8% Uhr bei Arndt Pallisadenstr. 47. Der Herr Hünte zurückgetreten ist, schiedene Paragraphen auseinander und betonte, daß auch diesem wurde nun auf fünf Gesetz nicht so stattgegeben würde, wie die Arbeitervertreter es Personen ergänzt. Sie besteht jetzt aus den Deser, Hatebeil, Ludwig, Förster und Koh befürworteten. Die Kommune Finsterwalde z. B. sträubte sich, dieses Obgleich die Forderungen bezüglich der reinen Puhlappen nicht dieselben Rechte einräumt, welche die Bourgeoisie im vollsten Gesetz einzuführen. Redner bedauerte, daß man den Arbeitern und der besseren Ventilation der Werkstätten nicht in der Resolution enthalten sind, werden sie von der Lohnkommission Arbeiterin das gleiche Gesetz bestehe wie für den Arbeiter; denn Maße genießt. Es müsse dahin gewirkt werden, daß auch für die den Prinzipalen gestellt werden. Der zweite Punkt der TagesBrandunglück. Bremen, 31. Auguft. Heute früh 41/2 Uhr Ordnung: Die Arbeitseinstellung bei Spinn u. Komp." zeitigte grade die Arbeiterin ist es, die dem Arbeiter Lohn und Brot brach im Speicher IV im Freibezirk, in welchem Baumwolle und gleichfalls eine längere Debatte. Es handelte sich bei dieser Ar- Streitig macht. In der Diskussion richteten etliche Kollegen an Whisky lagert, eine heftige Feuersbrunft aus. Gegen 9 Uhr Vorbeitseinstellung um das Eintreten für einige gemaßregelte Kollegen. Den Referenten einige Fragen, die derselbe zur vollsten Zufrieden mittags war es der Feuerwehr gelungen, den Brand auf seinen Von den 22 ausständig gewesenen Kollegen sind 6 zu Streit- heit beantwortete. Als Kandidaten wurden aufgestellt die Kollegen Herd zu beschränken. brechern gervorden, die anderen halten nach den Aus- Baumberg für Holzbranche, Barth für Stockbranche, Aus Westfalen, 29. Auguft. In Iserlohn ist der Gasthof führungen ibes Berichterstatters Hadebeil zusammen. für Bernstein- und Elfenbein- Arbeiter. Ferner giebt Kollege Lebensgefahr wurden noch in letzter Minute die vielen Bewohner Klotsch für Kammmacher und Perlmutter- Arbeiter, Kattgon 3um Grafen von der Mart" total niedergebrannt. Mit großer Stampehl wie auch einige andere Redner traten energisch Do st bekannt, daß die Wahlen zum Gewerbegericht im November gerettet. Drei Dienstmädchen aber kamen in den Flammen um. für Aufrechterhaltung dieses Ausstandes, der wie kein anderer gerecht fei", ein. Ueber die Firma Spinn u. Ko. verhängte die stattfinden. Zwei Schauspieler aber sprangen in ihrer Angst aus dem dritten Versammlung( gegen 1 Stimme) die Sperre. Dann beschloß man In der öffentlichen Versammlung der Maurer Berlins Stockwerk aufs Pflaster und wurden lebensgefährlich verlegt mit folgendes: Die Gehilfen haben da die Arbeit zu verweigern, wo und Umgegend widmete der Vorsitzende, Kollege Fiedler, gebrochenen Gliedmaßen ins Krankenhaus transportirt. Wegen für Spinn gearbeitet wird." Ferner:" Die streifenden Spinn'schen dem dahingeschiedenen Kollegen Karl Schulz einen warm großen Wassermangels mußte die Feuerwehr sich darauf beArbeiter und andere Kollegen, die wegen der jetzigen Bewegung empfundenen Nachruf und erhoben sich die Versammelten zum schränken, bie Nachbargebäude zu schützen. der Bleiglaser gemaßregelt werden, sind zu unterstützen. Die ehrenden Andenken an den Verstorbenen einmüthig von ihren Unfall im Brauereibetrieb. Raiserslautern, 29. August. Höhe der Unterstützung ist den Vertrauensleuten überlassen, Plätzen. Die Versammlung hörte hierauf einen Vortrag des Durch einen eigenthümlichen Unfall kamen heute Vormittag in der welche die Angelegenheit in die Hand zu nehmen haben." Kollegen Blaurod über Kapital, Profit und Arbeiterlohn" hiesigen Großbrauerei von Jänisch zwei Brauburschen ums Leben. Die Entlassung des Kollegen Majewski, der bei Bleichstein mit Interesse und Beifall an und erkannte die Mahnung des Um den Stand der Maische zu beobachten, lehnte sich der Brauer die Forderungen der Bleiglaser dem Meister unterbreitet Referenten zur Agitation für die Organisation im Fachverein und Math. Müller über den Maischbottig, wurde durch den aufhat, welchen Umstandes wegen sie erfolgte, ist als Maß zu geschlossenem Vorgehen auf den Bauten behuss Abwehr der steigenden Dunst betäubt und fiel in den Bottich, sein Kamerad regelung zu betrachten." Betreffs der bei der Firma Schmidt er fapitalistischen Lohndrückereien voll und ganz an. Auch Kollege Otto Winkler wollte ihn noch zurückziehen, wurde aber gleich-. folgten Arbeitsniederlegung, die ebenfalls wegen Maßregelung er Sche e I, welcher in anschaulicher Weise die Nothlage der Maurer falls betäubt und fiel erstickt zu Boden. Der hinzueilende Herr folgte, wurde den Vertrauensleuten die Vollmacht ertheilt, die schilderte, fand allseitige Anerkennung. Ein nach einem Schluß- Jänisch konnte glücklicherweise noch einen dritten Brauer zurückSache zur Erledigung zu bringen. Darauf wählte die Verworte des Referenten eingebrachter Antrag, sich entweder dem reißen, sonst würde auch dieser, der schon betäubt war, den Tod fammlung Herrn Stampehl zum Delegirten in die Streit Zentralverbande oder dem Verein zur Wahrung der Interessen der gefunden haben. Kontrollkommission. Nach Erledigung einiger anderen An- Berliner Maurer anzuschließen, gab Veranlassung, die Organisations- Eine Dame der Frankfurter Finanzwelt behandelte gelegenheit schloß dann die Versammlung mit einem stürmi- frage wiederum zu ventiliren. Nach längerer Debatte ging die schon seit langer Zeit ihre Dienstboten in unmenschlicher Weise. schen Hoch auf die internationale Sozialdemokratie. Versammlung über den gedachten Antrag des Kollegen Wegener Das Personal war selbst vor Mißhandlungen nicht sicher, so daß Eine unangenehme Störung erwuchs der Versammlung, welche zur Tagesordnung über, indem sie allein den Verein zur Wahrung der Herr des Hauses oft zu Gunsten seiner Dienerschaft interim Parterresaal bei Gratweil stattfinden mußte, obgleich vom der Interessen der Berliner Maurer für maßgebend erachtete. veniren mußte. Sonntag Nachmittag nannte die Dame ihre Wirth der obere Saal gemiethet war, dadurch, daß die erst im Wernau beantragte dagegen, die Vertrauensmänner zu beauf- Kammerzofe eine Dirne". Weinend berichtete die Lettere den Garten konzertirende Musikkapelle in dem nur durch eine lose tragen, auf die Tagesordnung der nächsten öffentlichen Ver- Vorfall dem Hausdiener, ihrem Geliebten. Man kam überein, die Wand von der Versammlung getrennten Raume weiter spielte. fammlung folgenden Punkt zu setzen: Was will und erstrebt der Alte" einmal gründlich zu züchtigen. Koch, Diener, Kammerzofe, Man hatte deshalb einen unangenehmen Auftritt mit Herrn Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Hausmädchen, Hausbursche und Gärtner vereinigten sich, drangen Sodtke, dessen Verhalten scharf gerügt wurde. welche Zwecke verfolgt derfelbe? Dieser Antrag wurde mit in die erste Etage der Villa vor und bemächtigten sich der gegroßer Majorität angenommen und soll diese Versammlung so fürchteten Herrin. Zwei Mann hielten dieselbe fest und dann Die Feilenhauer Berlins hielten am 28. Auguft bei schnell wie möglich stattfinden. Allgemeine Mißbilligung fand verabreichte ihr jeder der Betheiligten einige derbe Ohrfeigen. Meißner, Gartenstr. 162, eine schwach besuchte öffentliche Ver- die mitgetheilte Thatsache, daß beim Rathsmaurermeister Kuhn Die Mißhandelte fiel vor Schreck in Ohnmacht. Noch ehe fie sammlung ab. Zur Tagesordnung stand der Rechenschaftsbericht von Morgens 5 Uhr bis Abends 8 Uhr für einen Stundenlohn sich erholte, hatte die Dienerschaft, die am 1. August ihren Lohn des Vertrauensmannes über die vor Jahresfrist zurückgekommene von 52/2 Pfg. und sogar Sonntags gearbeitet wird. Lebhafte empfangen, die Billa mit Sack und Pack verlassen. Der heimUnterstützung aus Duisburg im Betrage von 30 M. Nach Abzug Klage wurde auch geführt über den Zustand der Baubuden und kehrende Herr des Hauses fand ſeine Gattin der Verzweiflung der bis dato gehabten Unkosten für Annoncen u. s. w. verblieben der Aborte auf den Bauten, welche in der jebigen Cholerazeit nahe, allein im Haufe vor. Die Herrschaft war durch das EntDiese sollten dem Vertrauensmann der Metall- wahre Pestherde abgeben. laufen der Dienerschaft in großer Verlegenheit, sie mußte sich in arbeiter überwiefen werden. Nach einer lebhaften Diskussion der Nachbarschaft solche leihen, damit wenigstens das Allernothwurde ein Antrag angenommen, das Geld dem seit 32 respektive pert- und Feperbranche beschäftigten Arbetter und Arbeiterinnen am Donner: wendigste besorgt werden konnte. Große öffentliche Versammlung fämmtlicher in der Blumen-, Blätter, Da leider der„ Herrschaft" 50 Wochen an der Proletarierkrankheit leidenden Kollegen Adolf stag, den 1. September, Abends 8 Uhr, im Restaurant Keßner, Annenftr. 16. laut Gesinde- Ordnung das Recht zusteht, das Gesinde zu züchtigen, Seeburg resp. Adolf Dremel zu überweisen. Ferner wurde der Tagesordnung: Bortrag des Herrn Gründel. so war für den gemißhandelten Dienstboten kein Rechtsweg vor Donnerstag Abends 8%-10% Uhr: Süd= Vertrauensmann beauftragt, die restirenden Schuldner schriftlich schule Sagelsbergerjir. 43: Unterricht im Rechnen; Südost- Schule, handen und daher blieb ihnen die Selbsthilfe als letzter Ausweg. zu mahnen, und wenn hierauf zahlung nicht erfolgt, die Namen Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Geschichte( alt); Oft- Schule, MartusKongresse. Moskau, 31. August. Der zoologische Kongreß der Restanten zu veröffentlichen. Dieser Restbetrag von 84 M. ftraße 31: Unterricht in Rechnen; Nord- Schule, Müllerstr. 179a; Unter- ist gestern geschlossen worden. Der nächste Kongreß soll in Leyden soll dem Vertrauensmann der Metallarbeiter übergeben werden. rich in Deutsch( mittlere) und Chemie. In alle Zehrfächer, mit Ausnahme abgehalten werden. Der nächste internationale Rongreß für der Buchführung, fönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jetzt im Laufe Der Vorsitzende machte auf die bevorstehenden Gewerbegerichts- des Semesters, eintreten. Archäologie und Anthropologie wird sich in Konstantinopel vers Wahlen aufmerksam, und es wurde beschlossen, daß auch die Lese- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Dießgen, Abends 8% Uhr, sammeln. Neue Beit, Abends 8 Uhr, Boyenstr. 40, bei Feilenhauer einen eigenen Vertreter wählen. Ferner wurde das bet Schröder, Wieſenſtr. 39. Gieshoit. Süd- Ost, bei Tolksdorf, Sorauer- und Görligerstraßen Ece. Verhalten des Kollegen Reinhold Schneider( Beisiger des Ver- serwegh, Abends 8 Uhr, Reichenbergerstraße 54, Ecke Lausitzerstraße, bei bandes) kritisirt, ibelcher seinen Pflichten nicht nachgekommen ist. Schayer.- Aug. Geib, Donnerstag bei Zubeil, Naunynstraße 86, Abends Betreffs der Gewerbegerichts- Angelegenheit und der des 2c. Schneiweg Treptow.- Emanzipation, Abends 8% Uhr bei Spät, Weinstr. 28. Hasenclever, Abends 8% Uhr, Restaurant Bischof, Baumschulender wird der Verband eine Branchenversammlung einberufen, Distutirklub der Hausdiener, Abends 9 Uhr bei Sommer was zur vorläufigen Kenntniß gebracht wird. Grünftr. 21: Sigung. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Donnerstag. UebungsIn einer Versammlung von Lackirern der verschiedensten Annenstr. 9, bet Prob.- Kornblume, Blumenstr. 54, bei Wuttke.-- FrühSt. Urban, stunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. Branchen referirte Genosse Millarg am 29. August über die Iingsluft, Flottwellstr. 5, bei Bartel. Brezelschluß, Annenftr. 16, bevorstehenden Gewerbegerichts- Wahlen. An der Debatte be- b. Reßner.- 28eiße Rose, Reinickendorf, Reinickendorferstr. 25, b. Scheffler. Morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerstr. 9, bet Friefecte.- Dorftheiligten sich die Herren Mächer, Rautenhaus und ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) glöcklein, Wilmersdorf, Berliner- u. Auguftstr.- Ecte bei Schulz. Echo 2, Gebauer. Der erste Redner in der Diskussion, welcher Bei- alte Schönhauserstr. 42, bei Reimann. Einigteit,( Hutmacher), Pappel New- York, 31. August. Der New- York Herald" meldet fiter des Schöneberger Gewerbegerichts ist, führte als Illustration Allee 3-4, bei Strauſe. 8utunft 1, Steglit, Kurhaus Friedenau. aus Curaçao, infolge der in Puerto Cabello vorgekommenen für die dortige Bummelei an, daß er einer Sizung am 30. Mai Samonte, Tempelhof, Dorfir. 10, bei Gerth. Beilchen blau, Stott: Unruhen und der dabei erfolgten Zerstörung und Verwüstung bufer Damm 39, bet Jafob. 8utunft 2, Nied.- Schönhausen, Buchholzerftr. bei beigewohnt und bis jetzt noch nicht seine Entschädigung erhalten Sempel. Ditpreußischer Männer- Gesangverein, holzmarktstr. 3 von Privateigenthum hatten das französische Kriegsschiff Magon" habe. Gebauer wünschte nicht zu viel Gewicht auf die bei Deter. Edelweiß, Melchiorstraße 15, bei Stehmann. Borar, und das spanische Schiff Jorge Juan" Befehl erhalten, zum Gewerbegerichte gelegt zu sehen. Herr Rautenhaus erinnerte angeftr. 65 bet Tempel von 9-11 Uhr.- Maiglöckchen 2, S.-D., Reichen Wienerstraße 31 bei Drügemüller. Seeger'scher Gefangverein, Schutze der dortigen französischen resp. spanischen Unterthanen daran, daß die Maler in einer Versammlung der Berufsgenossen bergerstr. 16 bei Bäzold.- Eintracht, Glienicke bei Adlershof, bei Keller. Dahin abzugehen. Deutsche, englische und holländische Schiffe drei Kandidaten für das Gewerbegericht nominirt haben. Von Ginigtett 2, Groß- Lichterfelde, Amalienstraße, bei Sann.off- feien ebenfalls dahin auf dem Wege. der Streit- Stontrollkommission seien den Malern einschließlich der nung 3", Brandenburg, Neust. Markt 2, bei Weyomers. Freie Sänger, New- York, 31. August. An Bord des von Hamburg hier Lackirer nur drei Kandidaten zugebilligt worden. Nun seien aber, reuzberger Harmonie, Lindenfir. 106, bet poppe. Nordstern, eingetroffenen Dampfers" Moravia" sind während der Fahrt obgleich die Lactirer der Zentralvereinigung der Maler mit an- Müllerstr. 7 bei Reichardt. Morgengrauen,( Bäcker), 3 bis 5 Uhr zwei Erwachsene und zwanzig Kinder infolge von Cholera gegehören, die Arbeitsverhältnisse beider Branchen so verschiedene, Nachmittags, Barnimftr. 16, bei Heindorf. Treue Brüder, Ahrendt storben. Die" Moravia" wurde in die Quarantänestation beordert. Libertee, Eisenbahnstraße 20 bei Siegmund... Siedes: Daß die Ladirer speziell einen Kandidaten aus ihrer Mitte auf Echo, Reichenberger- und Forsterstraßen- Ecke, bei Spindler. Liedertafel ( Depeschen des Bureau Herold.). stellen müßten. Die maßgebenden Vertreter der Maler hätten sich e ste nd. Blumenthalftr. 5 bei Behrendt. Borwärts 9, CharlottenDemgegenüber auch bereit erklärt, für eventuelle Zurückziehung Brunnenstr. 114 bet Oswald Berliner. burg, Schillerstr. 102 bei Stahl. Bremen, 31. Auguft. Das Reichs- Gesundheitsamt zu Berlin Gesangverein Freundschaft 1, eines der drei Kandidaten einzutreten. Es wird darauf demgemäß Deutsch- Wilmersdorf bei Mölter. Gejangverein Abendroth in hat den Streit der hiesigen Aerzte, ob Cholera hier vorliege oder Gefangverein der Stuckateure nicht, entschieden. Laut einem Telegramm aus dem Reichsbeschlossen und Herr Rauzenberg zum Kandidaten der Lackirer Berlins und Umgegend, Seydelfir. 30 bei Preußer. ernannt. Nachdem die Herren Gebauer, Rolazinsti alle Buschriften den Bund betreffend find su richten an: Mar Geng, der Leichen der Choleraverdächtigen Cholerasymptome nicht Bund der geselligen Arbeitervereine Serlins und Umgegend. Gesundheitsamt hat dasselbe in den ihm übersandten Theilen und Brandt zu Revisoren der Kasse des Vertrauensmannes Berlin N., Belforterstraße 26, 1 Tr. Donnerstag: Geselliger Verein rei gefunden. gewählt waren, wurde lebhaft darüber diskutirt, ob seitens der und Lustig bei Göye, Oranienstraße 153. Zimmer- Schützengesellschaft Lackirer die Streit- Kontrollkommission wieder beschickt werden ein korn bet Klatt, Boechstr. 51. Geselliger Verein Azalie, MichaelBrücke 1( zu den 3 Raben). Humoristischer Verein Pautenschwengel, solle oder nicht. Rautenhaus legte die Gründe dar, welche bet Sommer, Stallschreiberstraße 58. Musitverein Animo, bei Schmidt, seiner Zeit die Zurückziehung des Delegirten veranlaßten. Er Wrangelstraße 141. Theaterverein Grüne Eiche( vor dem Halle'schen Musikverein Osiris, bei Roll, Adalbe: t- Briefkaffen der Redaktion. erfenne, wie schon zu jener Zeit, auch heute noch die Kommission Thor), bet aporte, Solmsstr. 1. straße 21. höchftens als Gewerkschaftskartell mit bestimmten Funktionen an, Gefang-, Turn- und gefellige Vereine. Donnerstag. Männer Jochim.( In Sachen„ Ethische Gesellschaft".) Ihr Sprech nicht aber als Streit- Kontrollkommission. Ge- Gesangverein Alt- Dessau, Abends 9 Uhr, bet A. Niemann, Görlizer faal- Artikel fann in den Spalten unseres Blattes feine Aufnahme bauer äußerte sich in gleichem Stnne und erklärte sich für Weißenfee und Umgegend. Donnerstags und Sonnabends Abends finden. Wir habe beide Parteien je einmal zu Worte kommen Gesangsabtheilung des sozialdemokratischen Arbeitervereins gegen eine Delegation in die Kommission, während Die bei Müller( Pfeifenmüller), Königs- Chauffee. Männer- Gefangverein lassen, können einer weiteren Diskussion jedoch keinen Raum geHerren Müller und Millarg sich dafür aussprachen, Tyrolienne, Abends 9 Uhr bet Faustmann, Reichenbergerstr. 73a. währen. Das Schriftstück steht zu Ihrer Verfügung. der Lettere, indem er sich des Längeren über ihre Musikverein Frisch- Auf, Annenstr. 14, bei Ehrenberg. M. W. Ch. Leipzig. Privat- Theaterverein, Fideler Geist 2", Abends 9 Uhr, im Märkischen Thätigkeit verbreitete. Energisch verurtheilt wurde von Hof, Admiralstr. 18. Rautenhaus, Raußenberg und Millarg, daß die Turnverein Gesundbrunnen( Lehrlings- Abtheilung) turnt Montag Arbeiter ihre Kraft in Vergnügungen vergeuden. Seit 1878 sei und Donnerstag Abend von 8-10 Uhr, in der Turnhalle, Pantstr. 26. Geselliger Verein Freiheit, Abends 9 Uhr, bet Thierbach, Schwedternoch nie solch Vergnügungsrummel wie zur Zeit seitens der Ar- straße 44.- Geselliger Verein Regina, Oranienftr. 121, bei Seifert. beitervereinigungen ausgeführt worden. Seit dem letzten Jahr Geselliger Klub Blau- Beilchen, Abends 9 Uhr, Annenstraße bei vornehmlich herrsche eine reine Epidemie in der Beziehung. uhr, bet Schröder, Stegligerstr. 18. Verein ehemaliger 22. Gemeindeschüler, punkt Pfropfenverein Wedding, Abends Millarg erklärte, daß von der Streit- Kontrollkommission 8% Uhr, bei Selterhoff, Antonftr. 5. Freundschaft, Abends 9 Uhr, Schritte gethan werden würden, die nicht nur bezüglich der über- bet Buffe, Schönhauser Allee 46. Vergnügungs- Verein Renata jeden mäßigen Menge von Vergnügen, sondern auch bezüglich des aus- Donnerstag 9 Uhr Abends im Restaurant Göß, Drantenstr. 153. Rauchflub Kollegia, Abends 9 Uhr, in Bernhardt's Destillation, gearteten Versammlungswesens Abhilfe schaffen sollen. Man be- staligerstr. 41.- Rauchflub Waldesgrün, Abends 8% uhr, Restaurant Uhr. 1 Friedenstr. 74, bei Engelhardt. 3utunft 3, Velten, bei W. Grunow. straße 23. straße 42.C. Prob. 1 Eisenbahn- Unfälle. Brüssel, 31. Auguft. Zwei neue Eisen bahn- Unfälle sind auf der Linie Brüssel- Antwerpen gestern Abend vorgekommen. Nur Waggons sind beschädigt. Depeschen. 11 Die Nr. 99. Eine Kreofotlösung dürfte das Beste sein. Lebensversicherungs- Gesellschaften sind dazu verpflichtet. H. K. 1. Jede chemische Waschanstalt. B. H. 16. Sie müssen für die Erziehung des Knaben selbst Sorge tragen. 2. L. 17. Erkundigen Sie sich im Haupt Depot in der Lindenstraße. Uralter Abonnent. Unglück in der Dranienstraße 1873, Brand von Havelberg 1870. " Biene". Der Artikel ist für uns nicht verwendbar. Aegyptische Ausstellung. HOF Unmittelbar an der Stadtbahn- Station Zoologischer Garten. Eröffnung Freitag, 2. September. Permanent geöffnet von Morgens 10 bis Abends 11 Uhr. Arabisches Original- Café mit seinen ägyptischen Musikern und Orientalische Bazare. Anfertigung und Verkauf ägyptischer und syrisch er National- Tänzerinnen( Almées). Handwerkserzeugnisse. Rheinländischer Tunnel. 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