Nr. 206. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprech- Anschluß Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Das Duell, Sonnabend, den 3. September 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Wenn man strenge Beobachtung des Gesetzes verlangen begründet wäre, warum denn das Gesez, welches das Duell tann, so ist es doch zunächst von den berufenen Trägern bestraft? Dann schafft doch das Gesetz ab. Und ihr eine christliche Staatseinrichtung. der Staatsordnung. Von einer besonderen Ehre, die sie zu Geistliche, die ihr kein Wort der Verdammung des Duells = schützen haben trotz des Gesetzes und gegen das Gefeß, tann habt, insbesondere ihr Militärprediger, die ihr noch niemals Täglich liest man bald hier bald dort, daß zwei hier nicht die Rede sein. Wäre diese Ehre wirklich vor das Duell zum Gegenstand eurer erbaulichen Reden gemacht Blüthen der Nation auf einander geschossen und Einer den handen, so müßte der Offizier wie der Beamte, wenn ihn habt, nehmt doch auch in euren christlichen Ratechismus Anderen getödtet oder verwundet hat, und alles dieses wird seine Ehre mit dem Staatsgefeße in Widerspruch setzte, es dieses heilige Justitut auf und erklärt es als neues als Selbstverständliches berichtet, fein Regierungs- und kein doch als erstes Gebot der Ehre betrachten, sein Amt Sakrament! Pfaffenblatt eifert dagegen, kein Regiments- oder Armee- niederzulegen, bevor er zum Duell schritte. Wäre der Wenn der„ chriftliche" Staat einem so offenkundigen Befehl schreitet gegen den Unfug ein, nur hört man hie Offizier und Beamte vor diese Alternative gestellt, und skandalösen Unfug wie das Duell nicht zu steuern verund da, daß auf eine kürzere oder längere Festungshaft er- dann würde bald das Duell schwinden. Nicht eine mag, dann stellt sich das ganze Christenthum" des Staates tannt ist, die oft noch im Wege der Gnade erlassen oder besondere Ehre hat das Duell zu schützen, als viel als nichts weiter dar, wie als eine foloffale Heuchelei. Wie verkürzt wird. Das Gesetz verbietet zwar das Duell, indem mehr einen Mangel an Ehre. Die Kreise, in denen kann man aber auch von dem Klassenstaate etwas erwarten, es dasselbe unter Strafe stellt, freilich unter eine sehr gelinde, das Duell seine Haupt Nährstätte hat, sind am was ihm selbst widerspräche? Christenthum, Moral und die ungemein absticht gegen die Strafen für alle anderen wenigsten empfindlich im Buntte der Ehre. Sie Gerechtigkeit können im Klassenstaate nichts Anderes sein, Vergehen. Wer Jemanden im Duell erschießt, erhält haben sich vor der gemeinsten Maitresse jedes Fürsten ge- als Heuchelei. höchstens Festungshaft, eine Strafe, die man in der großen beugt, und der Dirne, über welcher die Sonne fürstlicher Masse des Volkes gar nicht als Strafe, sondern vielmehr Huld leuchtete, die Hand geküßt. als wohlthuende Erholung empfinden würde. Die Festungs- Doch wozu mit den Vertheidigern des Duells um den Aufsicht vollstreckt und in Preußen ist für sie das Militär- Raufbolds- Ehre ihre Geseze auch wirklich ehrenhaften Strafvollstreckungs- Reglement vom Juli 1873 maßgebend. Männern aufzwingen konnte, daß auch diese gezwungen sind, Was dem Deutschen wohl thut, ist für den Ruffen der Tod," Der Gefangene erhält ein komfortables Zimmer, das un- dem ehrlosen Lumpen, dem Gesetze zum Troßz, sich mit der sagt ein altes russisches Sprichwort. In neuerer Zeit ist es zum verschlossen bleibt, das gelieferte Meublement ist zwar nicht Waffe in der Hand zu stellen. Flugworte der Glawjanophilen geworden, die bekanntlich auf's stilvoll, aber einfach und anständig, sogar der Preis des Wo bleibt aber die Achtung vor dem Gesetz? Ist das eifrigste bemüht sind, die gediegene russische Kultur" von dem Spiegels ist reglementsmäßig auf 9 M. festgesetzt. Nichts Gesetz nur dazu da, um den Niedrigen" auf Schritt und Einflusse des faulen" Westens zu säubern und vor ihm zu be aber hindert den Gefangenen, fich größeren Komfort zu be- Tritt zu beengen und zu beschränken, während der Hohe", wahren. Jetzt ist aber an uns die Reihe gekommen, uns in den schaffen, wenn er die Mittel dazu besitzt. Auch eigene Be- sich über das Gesetz hinwegseht? Mis vor etwa 30 Jahren wahren Sinn dieser Worte etwas näher hineinzudenken. Ja, was dem Ruffen der Tod ift, thut dem Deutschen wohl. Wir dienung kann er sich halten. Wenn er mittellos ist, erhält zwei Grafen Kerssinkrogt die Aeußerung thaten, daß sie das sprechen von der Cholera. Die Cholera in Rußland ist eine er 75 Pf. pro Tag, außerdem hat er Heizung und Be Duell als gegen die Gebote des Staats, der Kirche und der derjenigen seltenen Erscheinungen, denen wir es zu verdanken Leuchtung. Er kann sich nach Belieben beschäftigen, Moral verstoßend betrachteten, wurden sie aus dem Offiziers: haben, daß uns die wirklichen Zustände in diesem unforrespondiren, Briefe und Zeitungen empfangen. Im All- stande gestoßen oder verabschiedet. Die beiden Grafen glücklichen Lande immer klarer vor die Augen treten. gemeinen ist die Korrespondenz vollständig frei und ohne waren Katholiken, und die katholische Kirche hat noch in Wollten wir auch zugeben, daß wir in militärischer Beziehung Kontrolle. Fünf Stunden täglich darf fich der manchen Dingen den Muth bewahrt, ihre Grundsätze auch gegen ziemlich gut mit den Verhältnissen in Rußland vertraut find, so Gefangene auf einem ihm angewiesenen Theil der den Staat und die Staatsmoral zu vertreten. Kein lutherischer müssen wir doch einsehen, daß im Allgemeinen unsere Kenntnisse Festung ergehen. Nun nehme man hierzu die Pfaffe, kein Stöcker und fein Disfelhöft haben es aber von Rußland als solchem noch Vieles zu wünschen übrig lassen. Man sehe sich nur die Zeitungen, Zeitschriften und Reisebesonderen Vergünstigungen, die den Gefangenen, jemals gewagt, gegen die Gepflogenheiten der Gesellschaft" beschreibungen an; man findet in ihnen die genauesten Angaben und zumal den wegen Duells Inhaftirten gewährt werden, aufzutreten. Der Hofprediger hat ihnen gegenüber das und Berichte über die entferntesten und unbedeutendsten Länder, die soweit gehen, daß der Gefangene oft nur sein Nacht- Auge zuzudrücken. die uns so gut wie gar nicht interessiren, von den Großmächten quartier in der Festung hat und bei Tage beurlaubt ist. Das Duell ist zu einem über dem Staate stehenden zu schweigen, deren Leben und Treiben uns doch mindestens Wie entwürdigend im Vergleich zur Festungshaft ist da- Institut geworden. Ehrengerichte verhandeln, ob ein Duell ebenso gut bekannt ist, wie unser eigenes. gegen die gewöhnliche Haft- und Gefängnißstrafe, die über stattfinden soll oder nicht, an den Universitäten bestehen große Macht in Europa, die russische Despotie, traurig wie fie die kleinsten Verge hen verhängt wird! Dabei eifern alle Verbindungen, die das Duell obligatorisch machen, und keine ist, steht wie eine dunkle Sphing vor uns. Zwar bekommen wir von dort ein Paar mal wöchentlich„ telegraphische Nachrichten", Reaktionäre gegen die Gelindheit dieser Strafen und ver- Polizei, fein Staatsanwalt wendet gegen diese Verbindungen, es sind das aber entweder solche Nachrichten, die nur für den langen alle möglichen Verschärfungen, während kein Pfaffe welche die Verlegung des Staatsgesetzes zur Pflicht machen, Depeschendienst passen, oder etwas wichtigere, aber noch mehr und fein Oberstaatsanwalt nach schärferen Maßregeln die Strenge des Gesetzes an. entstellt, als im Browitelstweni Wjestnit"( russ. Reich- Anzeiger") ruft, um die systematische Verhöhnung des Strafgesetzes zu Alles, was man zu Gunsten des Duells sagen mag, ist selbst. Und in der That, wie soll man sich da ein flares Bild beseitigen. nichtig. Aber, wenn es auch nicht nichtig, wenn es selbst verschaffen, wie soll man Bericht erstatten über die Bewegungen haft wird für Militär wie für Zivilisten unter militärischer Begriff der Ehre streiten? Traurig ist es nur, daß die Das„ Väterchen" und die Cholera. Feuilleton. Nabrua verboten.) Die Waffen nieder! [ 12 -" " Nur eine schießen auf den Feind leistet: Läfferung! Soldaten sind auch ein Mitmensch so genieße ich den Respekt, welchen doch bekanntlich je faltblütiger sie tödten desto guts die Welt meinem Stande entgegenbringt; ich habe eine leidbin bei den Kameraden bemüthigere Kumpane; es giebt feine sentimentalere Rührlich gute Karriere gemacht figur im melodramatischen Repertoir, als den schlachten liebt, und freue mich dieser Erfolge. Vermögen befize ich ergrauten, weichherzigen Krieger: feiner Fliege könnte der feins, als Privatmann hätte ich weder die Mittel, anderen stelzfüßige Veteran etwas zu Leide thun." noch mir zu nützen aus welchem Grunde hätte ich da meine Laufbahn aufgeben sollen?" Warum sind Sie Soldat geworden?" " Mit dieser so gestellten Frage beweisen Sie, daß Sie Weil ihnen das Todischlagen widerstrebt." mir ins Herz geschaut haben. Nicht ich nicht der neun- Wenn es gilt, das eigene Leben gegen einen anderen unddreißigjährige Friedrich Tilling, der drei Feldzüge ge- Todschläger zu vertheidigen, so hört die persönliche Tödtungssehen, habe den Beruf gewählt, sondern der zehn oder verantwortung auf. Der Krieg ist oft und ganz zutreffend zwölfjährige kleine Frigl, der unter hölzernen Streitroffen ein Massenmord benannt worden, aber der einzelne fühlt und bleiernen Regimentern aufgewachsen und den fein sich nicht als Mörder. Daß mir jedoch der Kampf widerVater, der ordensgeschmückte General, und sein Dutel, strebt, daß mir die Jammerauftritte des Schlachtfeldes Schmerz der mädchenerobernde Lieutenant aufmunternd fragten und Etel einflößen das ist wahr. Ich leide dabei, leide Junge, was willst Du werden? Was sonst als ein wirk- intensiv... aber so muß auch mancher Seemann während licher Soldat, mit einem wirklichen Säbel und einem des Sturmies von der Seekrankheit leiden, und dennoch, lebendigen Pferd?" wenn er ein halbwegs braver Kerl ist, hält er aus auf Deck, und wagt sich, wenn es sein muß, immer wieder hinaus ins Meer." Eine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner. Baron Tilling! Wir haben angefangen, als zwei vernünftige Leute ernste Dinge zu sprechen verdiene ich da, plöglich als komplimentensüchtige Salondame behandelt zu werden?" Verzeihen Sie mir so war es nicht gemeint. Ich habe nur das mir zunächst liegende Argument gebraucht. Es entstand eine kleine Pause. Tilling's Blick hing mit einem bewundernden, fast zärtlichen Ausdruck an meinen Augen, die ich nicht sentte. Ich weiß wohl, daß ich Für meinen Sohn Rudolf wurde mir heute auch eine hätte wegschauen sollen aber ich that es nicht. Ich Schachtel Bleisoldaten gebracht ich werde sie ihm nicht fühlte meine Wangen erglühen und wußte, daß, wenn er geben. Doch warum- als der Fritzl zum Friedrich sich" Ja, wenn es sein muß. Muß der Krieg denn sein?" mich hübsch fand, ich in diesem Augenblick noch hübscher entwickelt hatte, warum haben Sie da nicht einen Stand" Das ist eine andere Frage. Aber mitziehen muß der Einzelne bös- verlassen, der Ihnen verhaßt geworden?" und das giebt ihm, wenn auch nicht Lust, erscheinen mußte... es war ein angenehmes gewisfiges", verwirrendes Gefühl und dauerte eine halbe" Verhaßt? Das ist zu viel gesagt. Ich hasse den Bu- doch Kraft zu seiner Amtserfüllung." in leisem So sprachen wir noch eine Zeit lang fort Minute. Länger durfte es nicht dauern; ich hob den stand der Dinge, der uns Menschen so graufige Pflichten Fächer vors Gesicht und veränderte meine Stellung. Dann auferlegt, wie das Kriegführen; da dieser Zustand nun aber Ton, um die Bifetspieler nicht zu stören- und wohl auch, einmal da ist unvermeidlich da ist so kann ich die Leute um von ihnen nicht gehört zu werden, denn unsere gein gleichgültigem Tone: Sie haben vorhin dem Minister Allerdings" eine nicht hassen, welche die daraus erwachsenden Pflichten auf tauschten Ansichten Tilling schilderte noch einige vortreffliche Antwort gegeben." sich nehmen und gewissenhaft, mit Aufwand ihrer besten Schlachtenepisoden und seinen dabei empfundenen AbTilling schüttelte den Kopf, als ob er sich aus einem Kräfte, erfüllen. Wenn ich den Militärdienst verließe, scheu, ich theilte ihm die von Buckle aufgestellten Be Traume risse: würde darum weniger Krieg gefüht? Gewiß nicht. Es würde trachtungen über den mit steigender Zivilisation ab" Ich?... Vorhin? nehmenden Kriegsgeist mit diese Reden paßten nicht Ich erinnere mich nicht. Im nur an meiner Stelle ein Anderer sein Leben einsetzen nehmenden Kriegsgeist mit für die Ohren des Generals Althaus. Ich empfand, daß Gegentheil: mir scheint, daß ich ergerniß gegeben habe, das kann ich schon auch selber thun." mit meiner Bemerkung über den Springauf- Hopsauf es ein Zeichen großen Vertrauens von Seiten Tillings war oder wie der brave Schütze hieß." mir über dieses Thema so rückhaltlos sein Inneres aufzudecken- es war da ein Strom von Sympathie von einer einer Seele zur anderen übergegangen " Hupfauf." „ Könnten Sie Ihren Mitmenschen nicht in einem anderen Stande mehr Nußen bringen?" " Ich wüßte nicht. Ich habe nichts anderes gründlich " Sie waren die Einzige, der ich zu Dank gesprochen. gelernt als die Soldaterei. Man kann um sich herum Die Exzellenzherren hingegen habe ich mit meiner für einen immer Gutes und Nützliches wirken; ich habe Gelegenheit" Ihr seid ja dort in sehr eifriges Geflüster vertieft!" t. t. Oberstlieutenant höchst unpassenden Aeußerung natürlich genug, den Leuten, die unter mir dienen, das Leben zu er- rief einmal beim Kartenmischen mein Vater zu uns her verlegt... hartes Herz". von einem, der so braves Best leichtern. Und was mich selber betrifft- ich bin ia sozusagen über. Was komplottirt Ihr denn?" " " Politische tebericht. Berlin, ben 2. September. des gesellschaftlichen Lebens in einem Lande, wo jede freie gleich offensiven und defensiven Stellung in Europa, bei seinem Izarische Rußland neben einander nicht bestehen können, daß die Regung noch im Entstehen erstickt wird, wo jeder Hund von despotischen Regiment, welches nur auf der äußersten Verdum- politische Umgestaltung Rußlands nicht nur Sache des russischen Tschinownik( Beamter) nur dazu da ist, um dem mung und Auspreffung der Volksmaffen bafirt, ist es Rußland Voltes, oder gar etwa der russischen Sozialisten ist, sondern Bürger die Fauft auf den Mund zu drücken mit physisch und moralisch unmöglich, zu einem europäischen Staate eine unumgängliche Forderung der mordernen Kultur. dem klaffischen Buspruche: djerschimordu, mordu djerschi" zu werden. Es will und kann den inneren Zusammenhang nicht ( halt's Maul). Nur von Zeit Zeit zu Zeit, und das begreifen, welcher zwischen Boltsschulen, guten Wegen, Preßnicht immer aus Rußland, sondern auf Umwegen, wie freiheit, vervollkommnetem Ackerbau, Stabtefanalisation und neuerdings z. B. durch die bulgarische Swoboda", erscheinen ähnlichen Chimären" einerseits und Hungertyphus, Bocken und auf dem Zeitungshorizont, wie ein schrecklicher Meteor, die fo Cholera andererseits existirt. Rurz, es ist der geeigneteste Boden genannten„ ruffischen Enthüllungen", und unseren Augen offen für jedes mögliche Unheil. bart sich dann, zwar sehr verkleinert, aber ganz naturgetreu, die Aber wie gesagt, Rußland steht nicht nur vor der Cholera endlose Niederträchtigkeit, welche einzig und allein mit den hilflos da, die Gholera ist dort ein fehrerwünschter Worten charakterifirt werden fann:„ russische Zustände, ruffischer Gaft, die Jmperatorstoje Browitelstwo frent Sedan. Heute vor 22 Jahren wurde der französische Staatsmechanismus, die Drawo Hawhoje Imperatorstoje fich über ihre Ankunft, wie füber eine neu er- Raiser mit einem großen Theile seiner ganzen Armee geDrowitjelstwo"( taiferlich- orthodoxe Regierung). Eine folche Entworbene Gubernie. Das spricht sich so leicht weg, hört fangen genommen. Wäre das feierlich abgegebene Verhüllung ist auch die ruffische Cholera, umfomehr da fie dort ver- fich aber so wild, so unglaublich an, nicht wahr? Nun, und die sprechen, daß Deutschland nur mit dem französischen Kaiser, hältnißmäßig schroff auftritt und immer mit denselben Reisebeschreibungen Kennans, wahrheitsgetreu, aber auch nicht ein Symptomen, nicht nur im medizinischen, sondern auch im Millionstel von der Wahrheit enthaltend, die den Russen selbst der uns den Krieg erklärte, nicht aber mit dem französischen sozialen Sinne des Wortes. Es ist wahr, die Geburtsstätte der bekannt ist, find sie nicht unglaublich? Und die unsäglichen Volfe Krieg führe, gehalten worden, und hätten damals Cholera ist nicht Rußland, aber daß sie in Europa wüthet, trägt Qualen, denen in Rußland 5 Millionen unschuldiger jüdischer Unter- in Deutschland Männer das Regiment geführt, die den Rußland allein die Schuld. Läge nicht zwischen uns und dem hanen ausgesezt sind, und ihre Vertreibung aus einem Lande, Frieden und die Freiheit liebten, und denen des Volkes " von Gott selbst verfluchten"() Often ein noch viel verfluchteres in welchem fie lebten und vollständige Gleichberechtigung ges Wohl das oberste Gesetz so wäre mit dem Sieg von Land, befände fich zwischen Europa und Asien ein noffen, noch bevor es dem Bäterchen" gehörte, ist das Gedan der fürchterliche Bruderkrieg zwischen den zwei ersten europäischer Staat, ganz abgesehen davon, daß dann Asien nicht unerhört? Und die Ablieferung von gemahlenen Siegel Kulturnationen des europäischen Festlandes beendigt worden, nicht das wäre, was es jegt ist, wir bekämen, bei den uns zu steinen dem hungernden Wolfe ftatt des gespendeten und nach dem Sturz des französischen Kaiserreichs hätte Gebote stehenden Ergebnissen der Naturwissenschaften und der Mehls; und die Beseitigung von unbequemen Individuen" durch eine Aera des Glücks für die Völker anbrechen können. Heilkunst, besonders wenn wir den verschwindend kleinen Verkehr eine organisirte Staatsmörderbande und gar all der russische in Betracht ziehen, der zwischen Rußland und den anliegenden Despotismus mit seinen traurigen Attributen am Ende des Und dann wäre der 2. September ein Gedenktag, den au ch ein Geden asiatischen Ländern stattfindet, nie Etwas von einer Cholera zu 19. Jahrhunderts ist das nicht ein unglaublicher Anachronis- wir feiern fönnten. hören. Aber was anfangen mit allen möglichen wissenschaftlichen mus? Allein die Dinge nahmen einen anderen Verlauf. Ergebnissen und Mitteln gegen die Cholera in einem Lande, Nero war ein Tyrann, aber ein großer, der ganzen Welt Nicht Freiheit und Friede waren das Leitgestirn der welches für jedwede Pest wie geschaffen ist und wo eine Cholera zeigte er seine Schlechtigkeit und seine Zeitgenossen kannten ihn Gewalthaber in Deutschland sondern Macht. Der Krieg ein nur zu lange erwarteter Gast ist. Wir wollen hier nicht von dem russischen Schmutz und der Un- nordischen Throne will noch gerecht erscheinen. Ihm ist es wenig, reich gestürzt war, die Eroberung von Elsaß- Lothringen ebensfogut wie wir, aber sein Antipode, dieser Zwerg auf dem ward fortgesetzt, obgleich der Kaiser gefangen, das Kaiserreinlichkeit sprechen, das ist schon genügend besprochen worden, 115 Millionen zu tyrannisiren, er will der Welt zeigen, daß wurde Kriegsziel, der Krieg gegen den Kaiser zu einem wenn auch ein Europäer sich nie davon selbst die entfernteste feine lieben Unterthanen es gar nicht verdienen anders Vorstellung machen tann, so etwas muß man persönlich beobachten. behandelt zu werden( als wenn Recht und Freiheit Krieg gegen das französische Bolt. So kam es, daß na ch Man muß mit eigenen Augen schauen, wie der russische Bauer, erst verdient werden müssen), daß diese Behandlung für sie Sedan der Krieg noch doppelt so lange dauerte, als er vor durch die Tyrannei und die unglaubliche Auspreffung im halb- teine Tyrannei sondern im Gegentheil eine väterliche Für Sedan gedauert hatte, und daß der Sieg, der nach langer wilden Zustande erhalten und zur äußersten Armuth gebracht, forge ist. Es ist in den Zeitungen mehrfach behauptet worden, blutiger Massenschlächterei uns aufiel, Deutschland und der mit seiner ganzen Familie in demselben Stall sich herumwühlt wo die Unruhen während der Cholera wären von den Nihilisten Welt statt des Friedens fortwährende Kriegsgefahr brachte, auch sein winziges Vieh haust; man muß die unzähligen Städte und angeftiftet, um um auf solche Weise eine allgemeine Revo die den Moloch des Militarismus zu riefiger Größe hat Städtchen fennen, in welchen der ungepflasterte Boden, im Hert ft lution in Rußland herbeizuführen. Wir lassen laffen und im Frühling erweicht, gar nie gefriert und nie austrocknet; Gerücht auf einen Augenblick für möglich gelten, aber liegt fchon tatt einer Aera des Glücks eine Aera der Knechtschaft, der diefes heranwachsen lassen, und daß Sedan für uns Deutsche man muß persönlich beobachten, und das ist in Rußland spielend nicht etwas Schreckliches allein in dem Gedanken, daß diese leicht, wie die ungeheuren Summen, zum Austrocknen der an- Männer, die auf jedem Schritt und Tritt ihr Leben für das Ausnahmegefeße, der maßlosesten Unterdrückung und Austeckenden Moräfte, zum Wegebau, zur Städte- Kanalisation u. f. w. Wohl ihrer Nation preisgeben, zu solchen Mitteln greifen beutung, der Millionärzüchterei und Maffenverarmung, des erhoben, ganz ohne Weiteres in den bodenlosen Taschen der müffen, um zu ihrem Ziele zu gelangen? Beweist das nicht Streberthums und der Korruption eröffnet hat Administration verschwinden... Und Worte, wie: Boßjaken", schon hinreichend, wie hoch die Bestialität der russischen Regierung Einem Worte, die Aera Bismard. Ratlen"," Burlaten" tönnen gar in feine europäische Sprache gestiegen? Doch mit nichten! So etwas zuzulassen, hieße dem Den Schmutz und die schlimmen Folgen dieser Aera übersetzt werden, während man in Rußland unter diesen russischen Staatsmechanismus Unrecht thun, ihn gänglich ver hinwegzuräumen, dazu wird es eines Menschenalters beNamen Millionen von Glenden versteht, die es so weit tennen. Vor den Augen der millionenköpfigen russischen Polizei dürfen. Wer an ihr Vortheil gehabt hat, oder Freude an gebracht haben, daß sie die unbeschränkteste Freiheit ge-( denn dort ist Alles Polizei, von Pobjedonoszew bis auf den nießen, ste stehen außer Bäterchens" Schuß, weder werden letzten Schuhmann) werden ganze Städte, ganze Distritte zur ihr, der feiert den Sedanstag. Wir nicht. fie, noch wird man ihretwegen bestraft. Diesen Unglücklichen Meuteret gereizt und nicht einer von den Thätern, von den Sundert Millionen mehr für den Militarismus fehlt absolut jeder Begriff für Wäsche, Seife, Schlafstelle und Kramolnits( Hochverräther) wird ergriffen. Wie naiv! Nein! Aehnliches, und so bilden sie denn einen wahren Herd für alle Nicht die Nihilisten, die Regierungs- Agenten ver ist also die neueste Lesart, nicht die lehte. Ehe die möglichen ansteckenden Krankheiten, die Syphilis insbesondere. breiten im Bolte die Märchen, welche zu den lächerlichen Militärvorlage vor den Reichstag kommt, wird es noch Daß es in Rußland gar nicht anders sein fann, braucht Aufftänden führen, diefelben Agenten, welche auf der Ballan- etliche Duhend andere Trug- und Verirbilder geben, so daß nicht erst bewiesen zu werden. In einem Lande mit einem halbinsel die heilige" Sache des orthodoxen Thrones ver- das Volk schließlich gar nicht weiß, woran es ist. Eins Throne, ber nur auf Lug, Trug und Mord errichtet ist, in einem fochten, diefelben Agenten, welche während der sogenannten steht fest, die Wirklichkeit wird schlimmer sein, als die Staate, der nur auf Raub, auf die Unterwerfung und Knechtung großen Cholera von 1831( Bäterchen Nicolaus ärgerte sich das schlimmsten Angaben, die vorher gemacht werden. Seit feiner Nachbarn ausgeht, ist teine innere Ordnung möglich, und mals sehr über die Juli- Revolution) das Märchen verbreitet 1871 hat das Militärbudget, stetig anschwellend, sich verunter den räuberischen Dynastien, die je in der Welt gelebt haben, haben, bie Cholera wäre bei den ersten von den Gutsbesitzern doppelt. Jetzt beträgt es 427 Millionen Mark; im steht die Romanow'sche obenan. Seit dem Tage, da das russische Reich gekauft, um die Armen auszurotten, diese Agenten erzählen jetzt gegründet wurde, fennt es teine Ruhe, und im letzten Jahr- dem Bolte, es gäbe gar keine Cholera, man wolle nur die einen Jahre 1886 war es noch 85 Millionen niedriger: hundert tennt diese wahnsinnige Raftlosigkeit gar feine Schranken oder die anderen lebendig einfargen lassen und fie erreichen 342 Millionen. Und nun soll es mit einem Ruck um mehr. Dort erobern ihm die Mörder- Banden von Kosaken die ihr Ziel vollständig! Europa foll sich überzeugen, daß das russische 100 Millionen und wahrscheinlich um noch mehr emporunermeßlichen Länder von Sibirien und Mittel- Asien, hier haut Bolt sich noch auf einer sehr niedrigen Kulturstufe befindet, daß geschnellt werden. Nicht gerechnet die einmaligen Ausgaben fich Bäterchen" felbst ein Fensterchen nach Europa zu", baut man in Rußland an Freiheit, Humanität und europäische und Anleihen, welche sich seit 15 Jahren schon auf_andertganz auf ruffische Art, durch Schweden, Finnland, Litthauen und Zivilisation noch gar nicht Denken kann. Und wenn balb Milliarden belaufen. Wo soll das enden? Es giebt Polen, dort geht er hin das kleine Grusien zu erben" und er einige Bösewichter von Nihilisten trotzdem von Um nur ein Ende: den Bankrott. Es fragt sich blos: obert" ben ganzen Kaukasus und vergießt 50 Jahre ununter- wälzungen und Neuerungen träumen, so bat Väterchen" vollen Bankrott des deutschen Volkes oder Bankrott des brochen das unschuldige Blut det freiheitliebenden Bergföhne, Grund, diese Träume auf seine Art zu deuten und desto mehr feine unterbessen beschwichtigt" er die frechen Polen, die es noch lieben Rinder von den verderblichen Lehren des faulen Westens Militarismus? wagen, von Freiheit und Republit zu träumen, bald ge- zu säubern und vor ihnen zu bewahren. Das ist das Ende vom fällt ihm die Moldawa und die Walachei( Neu- Beffarabien) russischen Liedchen!-G3 ist nun flar, welche nüßlichen Lehren unb en pendant geht er die„ Brüderchen" auf dem Balkan wir von dem Beltschew- Prozeß, von der russischen Cholera 2c. zu retten und organisirt Raub und Meuchelmord auf der ziehen haben. Die zivilifirten Völker müssen weitsichtiger sein, als die ganzen Halbinsel. Ist das möglich", fragt man sich unwillkür- russische Regierung. Europa, und vor Allem Deutschland muß sich lich, wenn man die Geschichte dieses Landes, oder besser, dieser überzeugen, daß die gegenwärtige Lage der Dinge in Ungeheuer in Gestalt von Väterchen" liest: ist das möglich, Rußland nicht lange mehr fortdauern kann. Die republikanischdaß in diesem Lande die Cholera nur in gewiffen Perioden und französische Liebäugelei mit dem russischen Despoten, das nicht immer tobt?".... Wir meinen: Sind in diesem Lande Jammern des Horzogs aller Deutschen" über Ordnung, Wohlfahrt, gute wirthschaftliche Einrichtung und all riffenen Draht zwischen Berlin und der Festung Gatschina, die fieben Sachen möglich, die dem Einzelnen, wie dem Bolte wo dieser Despot versteckt liegt, ist nicht nur lächerlich, es ist ein nur Ruhe und Frieden bringen? Gewiß nicht! Raub- Verbrechen an Allem, was sich Europa mit so viel Mühe und thiere müßten aufhören Raubthiere zu sein, um die Knochen durch so viel Opfer erworben hat. Mögen die Re ihrer Beute in einen Haufen zu sammeln, nachdem sie das gierungen, die Pfaffen und die Geldsäcke ein noch so Fleisch verzehrt und das Blut ausgesaugt haben. großes Interesse haben, vor dem russischen Moloch sich Bet seiner wahnsinnigen Politit, bei seiner frampfhaften, zu- zu beugen, die Völker müssen einsehen, daß Europa und das " Ich erzähle der Gräfin Feldzugsgeschichten-" So? Das ist sie schon von Kindheit an gewohnt. Ich erzählte dergleichen auch zuweilen. Sechs Blatt, Herr Doktor, und eine Quartmajor-" Wir nahmen unser Geflüster wieder auf. Plöglich, während Tilling sprach er hatte feinen Blick wieder in den meinen gesenkt und aus seiner Stimme tlang so inniges Vertrauenfiel mir die Prinzessin ein. Es gab mir einen Stich und ich wandte den Kopf ab. Tilling unterbrach sich mitten in seinem Sat: Was machen Sie so ein böses Gesicht, Gräfin?" fragte er erschrocken; hab' ich etwas gesagt, das Ihnen mißfallen?" ,, Nein, nein... es war nur ein peinlicher Gedanke. Fahren Sie fort." Ich weiß nicht mehr, wovon ich sprach. Vertrauen Sie mir lieber Ihren peinlichen Gedanken an. Ich habe Ihnen die ganze Zeit über so offen mein Herz ausgeschüttet vergelten Sie mir das." „ Es ist mir ganz unmöglich, Ihnen das mitzutheilen, woran ich vorhin dachte." Unmöglich? Darf ich rathen?... Betraf es Sie?" Nein." Mich?" Ich nickte. Etwas Peinliches über mich, was Sie mir nicht sagen tönnen?... Ist es-" " Berbrechen Sie sich nicht den Kopf; ich verweigere jede weitere Auskunft!" Dabei stand ich auf und blickte nach der Uhr. " Schon halb zehn.. Ich werde Dir jezt adieu sagen, Papa" Mein Vater schaute von seinen Karten auf: " Gehst Du noch in eine Soirée?" " Nein, nach Hause- ich bin gestern sehr spät zu Bett gegangen-" Und da bist Du schläfrig? Tilling, das ist kein Rompliment für Sie." " Rein, nein," proteftirte ich lächelnd, den Baron den zer trifft keine Schuld... wir haben uns sehr lebhaft unterhalten." Ich verabschiedete mich von meinem Vater und dem Doktor; Tilling bat sich die Erlaubniß aus, mich bis zu meinem Wagen zu geleiten. Er war's, der mir im Vorzimmer den Mantel umhing und der mir über die Treppe hinab den Arm reichte. Beim Hinuntergehen blieb er einen Moment stehen und fragte mich ernsthaft: Nochmals, Gräfin, habe ich Sie etwa erzürnt?" " Nein auf Ehre." " Dann bin ich beruhigt." Indem er mich in den Wagen hob, drückte er fest meine Hand und führte sie an die Lippen. " Wann darf ich Ihnen meine Aufwartung machen?" An Samstagen bin ich-" Er verneigte sich und trat zurück. Ich wollte ihm noch etwas zurufen, aber der Bediente schloß den Wagenschlag. # " ... mit bekanntlich neugeordnet werden. Man liest darüber u. A.: Die offene Hand. Das Militär- Pensionswesen soll Die auf die Offiziere bezüglichen Vorschriften dürften umgestaltet werden. Es soll beabsichtigt sein, die Grenze, von welcher ab die Pension für Premier- und Setonde- Lieutenants gekürzt werden darf, hinaufzusehen. Gegenwärtig wird die Pension der Offiliere gekürzt, wenn sie zusammen mit dem Zivildienst- Einkommen beim Major den Betrag von 6530 M., beim Hauptmann 1. Klasse von 5030 M., beim Hauptmann 2. Klaffe von 3590, beim Premierlieutenant von 2126 und beim Sefendelieutenant den Betrag von 1946 M. übersteigt. Es soll nun in der Absicht liegen, die Beträge für die beiden letzteren Chargen auf 3000 m. hinaufzusetzen. Wie bei den niederen Militärklassen soll dieser Bestimmung auch rückwirkende Kraft und zwar für die Theilnehmer am Kriege 1870/71 fowie vielleicht bin ich die Einzige, der er seine Gedanken über den Krieg mittheilt aber darum ist er noch lange nicht verliebt in mich und ebensowenig darf ich es in ihn sein. Daß ich ihn nicht aufforderte, mich an einem anderen Tage, als an den ihm so verhaßten offiziellen Empfangstagen zu besuchen, mochte wohl nach dem vorausgegangenen, vertrauensvollen Gedankenaustausch etwas unfreundlich geschienen haben... Aber es ist vielleicht besser so. Wenn nur erst ein paar Wochen über die geistigen Eindrücke, die mich so tief erschüttert haben, verstrichen sind, dann werde ich Tilling wieder ganz ruhig begegnen können, mit der Idee vertraut, daß er eine Andere liebt, und mich harmlos an seinem freundschaftlichen und geistanregenden Umgange erlaben. Denn es ist wahrhaft ein Vergnügen, mit ihm zu verkehren er ist so anders, so ganz anders als alle Anderen. Ich bin wirklich froh, daß ich das heute so gelassen konstatiren fanu- geftern mußte ich einen Augenblick schon fürchten, daß es um meine Ruhe geschehen sei, und daß ich die Beute quälender Eifersucht würde... heute ist diese Furcht verflogen." Ich warf mich in die Ecke zurück und hätte am liebsten geweint- Thränen des Troyes, wie ein erbostes Kind. Ich Am selben Tage besuchte ich meine Freundin Lori Griess war auf mich selber wüthend: wie konnte ich nur so talt, bach- diefelbe, bei der ich den Tod meines armen Aruo erfahren. so unhöflich, so beinahe grob mit einem Menschen sein, der Sie war unter den jungen Frauen meiner Bekanntschaft mir so warme Sympathie einflößte Daran war diese diejenige, mit welcher ich am meisten und am intimsten Prinzessin schuld wie ich die haßte! Was war das?. verkehrte. Nicht, daß wir in vielen Hinsichten übereinEifersucht? Jetzt blitzte mir das Verständniß dessen auf, stimmten, oder daß wir uns gegenseitig vollkommen verwas mich bewegte: ich war in Tilling verliebt standen wie dies doch die Grundlage echter Freundschaft Verliebt, liebt, liebt" raffelten die Räder auf dem Pflaster, sein soll; aber wir waren als Kinder Gespielinnen, als " Du liebst ihn," leuchteten mir die vorüberfliegenden jung verheirathete Frauen Stellungsgenossinnen gewesen; Straßenlaternen zu Du liebst ihn," duftete es mir aus hatten damals fast täglich verkehrt und so war eine gewisse dem Handschuh, den ich an meine Lippen führte an der Gewohnheitsvertraulichkeit zwischen uns entstanden, welche Stelle, die er geküßt. - trotz so mancher Grundverschiedenheit unserer Wesen unseren gegenseitigen Umgang zu einem recht angenehmen Tags darauf trug ich in die rothen Hefte folgende Zeilen und gemüthlichen gestaltete. Es war ein gewiffes engbegrenztes ein: Was mir gestern die Wagenräder und die Straßen- Gebiet, auf dem wir uns begegue ten, aber auf dem waren laternen sagten, ist nicht wahr, oder doch zum mindesten sehr wir einander aufrichtig gut. Ganze Seiten meines Seelenübertrieben. Ein sympathischer Zug zu einem edlen lebens blieben ihr ganz verschlossen. Von den An- und und gescheidten Menschen: ja; aber Leidenschaft? Einsichten, zu welchen ich in meiner stillen Studienzeit genein. Ich werde doch mein Herz nicht so hinschleudern an langt war, hatte ich ihr nie ein Wort mitgetheilt und fühlte Jemand, der einer Anderen gehört. Auch er empfindet Sym- auch kein Bedürfniß dazu. Wie selten kann man sich einem pathie für mich- wir verstehen uns in vielen Dingen; Menschen ganz geben! Das habe ich recht oft im Leben " für solche Perfonen verliehen werden, welche feit diesem Kriege durch Geboren mag diefer Staatsmann schon sein; möchte er noch erhöht, daß die Bevölkerung Frankreichs seit 1850 eine militärische Aktion oder durch Seereisen invalid geworden sind. bald, und zwar in unserem Vaterlande, entdeckt werden; denn stehen geblieben ist so gut wie nicht zugenommen hat. Die Sodann soll es in der Absicht liegen, eine Ungleichheit zu be- das Land, das ihn besitzt, wird an der Spitze marschiren." Unzweckmäßigkeit des herrschenden Strafsystems tann nicht feitigen, welche gegenwärtig zwischen der Behandlung pen- Gewiß wird er entdeckt werden, der Wundermann, der handgreiflicher demonstrirt werden als durch diese Ziffern. fionirter Offiziere und penfionirter Reichs- und Staatsbeamten bei der Wiederanstellung im Kommunaldienst allen sozialen Faktoren", dem Groß- und dem Klein- Die Bestraften verlassen das Gefängniß ungebessert", besteht. Nach den Militär Pensionsgesehen hat bei An- grundbesitz, der Großindustrie und dem Handwerk neben fangen sofort wieder die alten Praktiken an, bis sie wieder stellungen im Kommunaldienste die Kürzung der Pension ein- einander zur sozialen und politischen Geltung" verhilft"." bestraft" werden u. s. w. Wozu da das Strafen? Ist es zutreten, nach dem preußischen und dem Reichs- Beamtengefeg Ja, er ist schon entdeckt. Und wir wollen der Kreuz- nicht eine zwecklose Prozedur? Nun Dame Justitia ist bagegen nicht. Diefer Unterschied, der nur daher rührt, daß Beitung" auch verrathen, wo er zu finden. Herr von eben blind, und die bürgerliche Gesellschaft will an ihren bas Militär Pensionsgesetz von 1871 den beiden anderen er Hammerstein gehe nur nach- Dalldorf! morschen Einrichtungen nicht rütteln, weil sie füachtet, das wähnten Gesetzen der Zeit nach voranging, soll nunmehr befeitigt werden. M Leuten verbreitet." Aus dem Reichstags- Wahlkreife Halle- Herford ganze Gerümpel könne einstürzen. Für diese Gruppen hat der Staat immer Geld und( Regierungsbezirk Minden 2), wo die Spreng- und Falsch- Gendarmen- Kartell. Aus Brüssel znelbet bas Bugeständnisse übrig. Das Volt aber zahlt die Kosten. eids- Pfaffen Jskraut, Stöcker und Genossen für den von Depeschenbureau Herold":" Französische und belgische Hammerstein stöckern und gödschen, liegen über das Wahl- Gendarmen besetzten gestern Abend das gesamante GrenzDer Hamburger Senat und die Sozialdemo- ergebniß die Wahl hat am 1. d. M. stattgefundengebiet von Roubaix bis Waterloo. Sämmtliche Wege und tratie. Im Hamburger Echo"( Nr. 206 vom 2. d. M.) am Vormittag des 2. September folgende Angaben vor: Dörfer wurden besetzt, worauf eine Nazzia auf die Rädelslieft man: Es wurden gezählt für von Hammerstein( fonservativ) führer der letzten Unruhen angestellt wurde Bisher 250 000 Flugblätter mit genauen Anweisungen über 4193, für Delius( nationalliberal) 2335, für 8 wiener haben 11 Verhaftungen stattgefunden." Die Sädelsführer die Desinfektion werben heute Nacht auf Veranlassung der( Sozialdemokrat) 1660, für Buskühl( deutschfreifinnig) und Unruheftifter sind die französischen Grubenbarone, die Behörde bei Auer u. Ko. gedruckt und morgen( 2. September) 1592 Stimmen. den heimischen Bergleuten die Schmuh konkurrenz auf die gewöhnliche Weise von den darin geübten Nach späteren Nachrichten scheint der Vertreter der nichtorganisirter belgischer Arbeiter aufhalsen wollten. Aber unverfälschten Reaktion im ersten Wahlgang gewählt diese Edlen sind sicher vor einer Razzia". Das hilflose Geschlechterregiment wendet sich zum worden zu sein. Auf einen Obsturanten mehr oder weniger zweiten Male während der Seuche in der höchsten in diesem Reichstage kommt es in der That nicht an. Die Ueberall diefelben. Der Bürgermeister in Haa Noth an die von ihm unterdrückte, gehegte National- Zeitung" meint, eine Stich wahl zwischen hat die Erlaubniß zur Abhaltung eines großen Aufzug und bitter gehaßte Sozialdemokratie, die bem Krautjunker- und Schlotjunk er- Kandidaten sei wahr zu Gunsten des allgemeinen Stimmrechts schlank allein in Stande ist, öffentliche Funktionen gut fcheinlich. weg verweigert. Auch in den Niederlauben zitte, und sicher auszuführen, und die aufopferungsvoll sich in den Einem vom Freitag datirten Privattelegramm der das Prozenthum vor dem Eindringen der Arbeitervertretet Dienst der Menschlichkeit stellt. Freifinnigen Beitung" zufolge war das Resultat folgen in das Parlament. Warum die bürgerliche Presse wohl so trampfbes: v. Hammerstein 7531, Delius 2972, 3wiener 1755, haft sich über diese Voränge ausschweigt? Bustühl 1871. Nach allgemeiner Schäßung ist die Wahl Rom, 2. September meldet das Wolff'sche Telegraphen Offizielle gegen nichtoffizielle Diebsbanden. Au Hammerstein's gesichert. Welcher Schmerz! In der National Zeitung" National- Zeitung" ( Nr. 506 vom 2. September) jammert ein Gothaischer Gentleman: ,, Metternich, Bismarck und--?" bureau: Der General der Gendarmerie Olivieri ist nach Sizilien entfandt worden, um daselbst gegenüber dem Räuberunwesen die erforderlichen Sicherheitsmaßregeln zu ergreifen." = ,, Die jetzt vor sich gehenden Gothaischen Lands Seit unvordentlichen Zeiten wird das Räuberunwesen tags- Wahlen gewähren ob der Gleichgiltigkeit und Lässig in Italien bekämpft, und ließe es sich fast zahlenmäßig aus teit in den Urwählerkreisen der nicht sozialdemokratischen den letzten zwei Jahrtausenden beweisen, daß die Vermehrung Parteien einen höchst unerfreulichen Eindruck. So der Räuberbanden stets in demselben Grade wuchs, als die haben schon in verschiedenen Orten die Sozialdemokraten in Regierenden selbst, römische Konsuln, Kaiser, Päpste und ibrer Minderheit wohlfeile Siege errungen, weil diese Minister, stablen. Gegenwärtig wird die Richtigkeit dieser Minderheit zur Wahlurne geht, die Mehrheit der anderen statistischen Erfahrung neu bestätigt. Die Gewalthaber Parteien aber sich von der Wahl fern hält. Gin energifcher Aufruf an die letzteren hat wenig Erfolg gehabt. ftehlen zumeist wie die Raben, und so wächst auch das RäuberErst vorgestern sind im Orte Gräfenhain unter 6 Wahlmännern unwesen, das nur eine geschichtlich leicht verständliche 5 Sozialdemokraten gewählt worden, weil von 243 Ürwählern Wirkung des Massenelends ist. nur 88 erschienen und diese ihre Stimmen auf 54 Kandidaten zersplitterten." Ein Bravo unseren Genossen, die wacker auf dem Bosten sind! gelebt habe und was man ihm nachsage. Es scheint, daß Pleite über Pleite. Der portugiesische Staats bankrott ist für die Gläubiger ein böses Kreuz. Die deutschen Kleinbürger, die den deutschen Emissions- Haien zum Opfer gefallen find, friegen keinen Heller. Die Zolleinnahmen der Wie man ein Kadaver galvanisirt. Das untergehende Handwerk soll wieder einmal gerettet werden. Offiziöse Blätter berichten, daß eine Reihe positiver Maß nahmen zur Hebung des Handwerkerstandes" in Aussicht ftehe. Sie sollen theils im einzelstaatlichen Verwaltungss wege, theils durch die Reichsgesetzgebung zur Ausführung kommen." Auf dem Verwaltungswege sollen u. A. die berechtigten Klagen über die Konsumvereine, die Gefangens arbeit und das Submissionswesen" abgestellt werden. Die Reichsgesetzgebung soll mit Vorlagen über die Abzahlungsgeschäfte und über den Hausirhandel, mit der Ausdehnung der Unfallversicherung auf das Handwerk und einer weiteren Ausgestaltung der Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung im Interesse einer Besserung des Lehrlingswesens beschäftigt werden. Auch eine gesetzliche Vertretung des Handwerkerstandes( Handwerkerkammern) wurde für Preußen in Ausficht gestellt. Die Vorarbeiten schritten rüftig vor, und es sei wahrscheinlich, daß einige der hier in Aussicht gestellten Maßnahmen bereits in allernächster Zeit zur Ausführung gelangen. So sollen die Gesezentwürfe über die Abzah- Baare- Spitzel. Aus München wird der Frank- Häfen von Lissabon und Oporto im vergangenen Monat Tungsgeschäfte und den Hausirhandel nahezu furter Zeitung"( Nr. 245 vom 1. September) geschrieben: find hinter denjenigen vom August 1891 um 338 Contos vollendet sein. Während Großgewerbe und Großhandel Als der vielgenannte Redakteur Fusangel feinen be- Reis zurückgeblieben. So stürzt ein Kleinkapitalist nach dem die Wirthschaft mehr und mehr beherrschen, wird dem kannten Feldzug, zunächst mit der Steuerfrage eröffnet hatte, anderen in die Tiefe, er wird proletarifirt. Uns ist Handwerk eine Luftspiegelung vorgegaufelt, die an der wurde aus dem Bezirk des jezigen Wirkungskreises Fus- dieser Vorgang ein willkommenes Zeichen der Auflösung des Thatsache des Unterganges der Kleinproduktion nichts, angels im Privatauftrage ein Herr überallhin gesandt, wo Bestehenden. auch garnichts ändert. Denn: Stiefel muß sterben! früher Fusangel gewohnt hatte, um zu erforschen, wie jener Sucht Rußland Krieg? So fragt ein rumänischer ?" So betitelt die Ausbeute nicht gegen Fusangel verwendet werden konnte, zeuge":" Vor einigen Tagen, am 25. d. M.( August) wollte Korrespondent unseres Blattes und erzählt als Augenfich ein Leitartikel der heutigen Kreuz- Zeitung". Das ge- und nun kommt ein Nachspiel. Ein zweiter Herr bereift der Dampfer" Ismail", von der, die Spionendienste für heimnißvolle Fragezeichen fragt nach dem fragt nach dem„ kommenden jetzt die gleichen Orte und erkundigt sich, ob denn der erste Rußland versehenden„ Gagarin- Linie", ohne Quaran= Mann". Metternich war der Staatsmann der Ruhe", Ausforscher seine Sache richtig angefaßt habe." Die Spähertaine gehalten zu haben im Gulina- Safen( am Bismarck der Staatsmann des nationalen Gedankens". der Bochumer Gewaltherren haben mit ihren Schnüffeleien Ausfluß der Donau) anlegen. Ich habe keine Kranken an Jezt, nachdem Bismarck schon bei lebendigem Leib der so wenig Glück, wie gewisse Leute mit ihren Mohren- Bord", war die Antwort auf die Frage des Hafen- Kapitäns Ausfluß der Donau) anlegen. Ich habe keine Kranken an Geschichte" verfallen ist, brauchen wir einen anderen wäschen. " großen" Staatsmann, der die Aufgaben der Gegenwart zu und nur durch das energische Vorgehen der Behörde und lösen versteht. Welcher Art er sein muß, sagt uns die Reichstags- Erfahwahl in Kelheim. Die Reichstags- die Drohung: das Schiff in Grund schießen zu lassen, war Kreuz- 8tg." ganz genau: Ersatzwahl zu Kelheim( 6. Niederbayerischer Wahlkreis) für der Jsmail" zu bewegen, wieder das offene Meer aufzuDer Staatsmann, der mun erfordert wird, muß nicht nur den Gutsbesitzer Sebastian Kirchhammer( Bentrum) findet fuchen und Quarantaine zu halten. Anzeige ist erstattet. Das rumänische Kanonenboot Grivita" hatte die Kanonen der tapitalistischen wie der sozialistischen am 19. Oktober statt. Schablone gleicherweise feind, allen sozialen frei gemacht." Faktoren, dem Groß und Kleingrundbesib, der Die Rettung Deutschlands durch die Orden Es handelt sich um einen der vielen üblichen VertragsGroßindustrie und dem Handwerk zc. und in jeder diefer predigte der Reichstags- Abgeordnete Dr. Bieber am und Gesetzesbrüche Rußlands, die diesem Räuberstaat so hinGruppen wiederum den leitenden und den untergeordneten Gliedern 31. August in der Generalversammlung der Katholiken gehen, weil es die Stüße des monarchischen Europas ift. zu der entsprechenden sozialen und politischen Geltung ver- Deutschlands zu Mainz. Vor allem verlangte er die Aufhelfen, sondern er muß auch die rechte Stellung zur hebung des Jesuitengesetzes. Wir haben uns von jeher gegen Argentinische Wirren. Die herrschende Gruppe der Kirche finden, um der Gnadenmacht des Christen- Dieses wie gegen jedes andere Ausnahmegesetz erklärt. argentinischen Bourgeoisie ist in Schwulitäten. Konkurrenten thums ihren Einfluß frei zu gewähren auf eine Entwicke- unferetwegen tann man die sämmtlichen Orden der Dunkel- machen ihr das Leben sauer, und die Prätorianer werden lung, die im zunehmenden Maße eine unchristliche geworden männer zulassen, aber etwas Anderes ist, ihnen die schwierig. Die Regierung ließ, wie gemeldet wird, die Herrschaft von Staatswegen einzuräumen. In dem Offiziere eines aufrührerischen Bataillons in der Hauptstadt Augenblick, wo der Staatsgendarm nicht das Pfaffenthum sämmtlich verhaften. Angeblich war ein Staatsputsch" ge erfahren, daß ich dem einen nur diese, dem anderen nur unterstützt, wird der Geist der Freiheit alle Dunkelmänner plant. Der Putsch- Plumpsack geht dort reihum. jene Seite meiner geistigen Persönlichkeit erschließen konnte; tniffe bald zu Schanden machen. Freilich in einer Zeit, Saß, so oft ich mit diesem oder jenem verkehrte, sozusagen wo der Staat im Pfaffenthume seine Stütze sucht, kann nur ein gewisses Register sich aufzog, die ganze übrige dieses den Mund nicht voll genug nehmen und die volle Klaviatur aber stumm blieb. Unterwerfung des Staats als Bedingung der kirchlichen Zwischen Lori und mir gab es der Gegenstände genug, Unterstützung hinstellen. Die Stüßen, auf welche die heutige die uns zu stundenlangem Blandern Stoff boten: unsere Staatsordnung sich verläßt, sind übereifrig bestrebt, den Kindheitserinnerungen, unsere Kleinen, die Ereignisse Staat unter ihre Fuchtel zu zwingen. Militarismus, und Borkommnisse unseres Gesellschaftskreises, Toilette, Junker und Agrarier, Bourgeoisie und Pfaffenthum helfen englische Romane und dergleichen mehr. insgesammt die gegenwärtige Staatsordnung zu Falle zu bringen. Aus der Rede des Dr. Lieber wehte echte Inquisitions- und Scheiterhaufen- Luft. ist, um schließlich eine antichristliche zu werden. Loris Knabe, Xaver, war im Alter meines Sohnes Rudolf und dessen liebster Spielkamerad; und Loris Töchterchen, Beatrix, damals zehn Monate alt, wurde scherzweise von uns bestimmt, einst Gräfin Rudolf Dotzky zu werden. • Parteinachrichten. " 1 Aus Oft und Westpreußen. Nachdem Genoffe Cart biel, Redakteur der Breslauer„ Volkswacht", fürzlich in itfit einen agitatorischen Vortrag gehalten hatte, sprach er am 22. August im Saale des Gesellschaftshauses zu Memel vor einer zahlreichen Zuhörerschaar über: Die Ziele der Sozialdemokratie." Der Vortrag wurde sehr beifällig aufgenommen, und unsere Memeler Genossen wählten bei dieser Gelegenheit in Die Unzweckmäßigkeit unserer Strafrechtspflege. der Person des Schuhmachers F. Mos zeit, Barbierstr. 4/5, einen Wer sich an den Gefeßen der bürgerlichen Welt, namentlich am Bertrauensmann. Am 24. August sprach Thiel in der" Phönix" Sieht man Dich endlich wieder!" empfing mich Lori. heiligen Eigenthum vergreift, wird ins Gefängniß gesteckt Salle" zu Königsberg, welche zum Erdrücken besetzt war, über: Die zehn Gebote und die besitzende Klasse" unter dem Du bist ja in letzter Zeit ganz Einsiedlerin geworden. verordnet Dame Justitia in allen Kulturländern. Und lebhaftesten Beifall der Versammelten. Im gleichen Lokale fand Auch meinen künftigen Schwiegersohn habe ich schon lange da die Zahl der Verbrechen" gegen das Eigenthum am Abend des 25. Auguft eine gewerkschaftliche Versammlung nicht die Ehre gehabt bei mir zu sehen Beatrix wird genau gleichen Schritt hält mit den Verbrechen des Eigen- statt, in welcher Thiel über: Zweck und Nutzen der Organisation 3wed das sehr übel nehmen Jetzt erzähle, Rind, thums und den Verbrechen für und durch das Eigen- referirte. Es wurde nach längerer Debatte die Gründung einer was treibst Dut? Und wie geht es Rosa thum, so hat Dame Justitia immer mehr Arbeit mit dem Tischlerorganisation beschlossen. Am 26. August fand im und Lilli? Für Lilli habe ich übrigens eine inter- Ginsperren. Da sie aber blind ist, so kann sie sich die Saale des Gasthauses zum Vater Jahn" in Elbing eine effante Nachricht, die mir mein Mann gestern aus Verbrechen und Verbrecher nicht ansehen und arbeitet" gutbesuchte Versammlung statt, in welcher Thiel über Das Thema: Was wollen die Sozialdemokraten?" sprach. dem Kaffeehaus mitgebracht: es ist einer sehr verliebt in gedankenlos, mechanisch darauf los. Die drastischste reductio an den beifällig aufgenommenen Vortrag schloß sich eine fie einer, von dem ich glaubte, er machte Dir ad absurdum oder Bankerotterklärung unserer modernen Ansprache des Genossen Fichtmann Glbing über - den die Kour doch das erzähle ich später. Was Du da Strafrechtspflege wird durch die zunehmende Zahl der Streit der Talesweber Kolomea in Galizien. für ein hübsches Kleid haft von der Francine, nicht wahr? rück fälligen Verbrecher- Rezidivisten ge Am 27. August sprach Thiel im großen Saale des GesellschaftsDas habe ich gleich erkannt sie hat doch ein eigenthüm- boten. Für Frankreich liegen uns jetzt die Ziffern hauses zu Marienburg über: Die Sozialdemokratie und liches Cachet... Und der Hut von Gindreau? Steht Dir vor. Seit dem Jahre 1875 bis zum Jahre 1889 dem ihre Gegner" und über: Ferdinand Lassalle". Auch diese Vorallerliebst. Er macht jetzt auch Kostüme, nicht nur legten, von welchem eine amtliche Statistik vorliegt ist träge fanden gute Aufnahme und die Marienburger Arbeiter Hüte... auch mit ungeheurem Geschmack. Gestern Abend die Zahl der Rückfälligen von 69 809 auf 98 159 gestiegen: Sträften den Kampf gegen den Kapitalismus aufnehmen zu können. beschlossen, einen Wahlverein zu gründen, um mit vereinten bei Dietrichstein warum bist Du nicht gekommen? um 40 pct. in 14 Jahren! Seit Mitte dieses Jahr Gegner meldeten sich in teiner der Versammlungen zum Wort, Jahr- Kräften hatte die Nini Chotet eine Gindreau'sche Toilette an und hunderts- die früheren Ziffern liegen uns nicht vor trotzdem sie stets zahlreich vertreten waren. Es ist zu hoffen, rasches Steigen zu daß durch die Vorträge das Klaffenbewußtsein einer großen Zahl So ging es eine Zeit lang fort, und ich antwortete im bemerken. Zwischen 1851 und 1855 betrug die Zahl noch indifferenter Arbeiter geweckt wurde. Sehr nöthig erscheint felben Tone. Nachdem ich das Gespräch geschickt auf die der Rückfälligen in Frankreich: 34 901; 1856-1860: jedoch schreibt man uns die Entfendung eines pol in der Welt" tursirenden Klatschereien gelenkt, stellte ich 41255; 1861-1865: 48 000- alle Jahre eine Steigerung nifchen Agitators nach Posen und Westpreußen, um auch die in möglichst unbefangener Weise die Frage: von 18 pCt. Von 1850 bis 1875 hat die Zahl sich genau ver- polnisch sprechenden Proletarier aus ihrem dumpfen Hinbrüten Hast Du auch gehört, daß Prinzessin*** ein doppelt; und am Ende des Jahrhunderts wird, nach dem aufzurütteln. Verhältniß mit mit einem gewissen Baron Tilling bisherigen Tempo, auch die Zahl von 1875 nahezu ver haben soll?" sah beinahe hübsch aus..." ist ein ununterbrochenes und ( Fortsetzung folgt.) doppelt sein. Die Bedeutung dieser Ziffern wird dadurch Für den Inhalt der Inserate über nimmt die Redaktion dem Publikum Egyptische Ausstellung. Unmittelbar an der Stadtbahn- Station Zoologischer Garten. Verein der Einsetzer( Tischler) Berlins und Umgegend. gegenüber keinerlei Verantwortung Eröffnung: Freitag, den 2. September. Permanent geöffnet Sonntag, den 4. September, Vormittags 10 Uhr, Neue Friedrichstraße 44: von Morgens 10 Uhr bis Abends 11 Uhr. 702 M Mitglieder- Versammlung. Theater. Arabisches Original Café mit seinen egyptischen Musikern und Zagesordnung: 1. Vortrag. Referent wird in der Versammlung National- Tänzerinnen( Almées). Orientalische Bazare. Anfertigung bekannt gemacht. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. 86/2 und Verkauf egyptischer und syrischer Handwerkserzeugnisse." Der Arbeitsnachweis befindet sich nur Neue Friedrichstr. 44 im Restaur. Der Vorstand. Suaheli- und Fellachendorf- Beduinenlager, Landwirth- Abends 8-9 Uhr, Sonntags Vorm. 10-12 Uhr. Schaftliche Anlagen, Maschinen u. Geräthe Ober- Egyptens. In der grossen Arena: Einzug der Mekka- Karavane in Kairo um Sonnabend, den 3. Septbr. Opernhaus. Die Hochzeit des Figaro. Schauspielhaus. Nathan der Weise. Leffing- Theater. Ein Tropfen Gift. Deutsches Theater. Der Kom- 5 und 8 Uhr. Von 32 Uhr ab: Grosses Konzert. Entree 50 Pf., Loge 3 Mk., I. Tribüne 1,50 Mk., II. Tribüne 1 Mk. I pagnon. Kroll's Theater. Der Waffenschmied. Berliner Theater. Krieg im Frieden. Freie Vereinigung der in der Blumen- u. Putzfeder- Branche Pankow. Borchardt's Vereinshaus, und verw. Berufen beschäft. Arbeiter u. Arbefterinnen Station Nordbahn. Berlins und Umgegend. Bellealliance- Theater. Die schöne Größter Saal der Umgegend. Allen Ausflüglern bestens empfohlen.[ 2641L Sonnabend, den 24. Sept., im Konzerthaus Sanssouci, Rottbuſerſtr. 4a Melusine. Residenz- Theater. Denise. Friedrich- Wilhelmkädt. Theater. Der Bettelstudent. Thomas- Theater. Ein Frih ReuterAbend. Oftend- Theater. Maria Stuart. Adolph Ernst- Theater. Fräulein Feldwebel.. Adolph Ernst- Theater. Letzte Woche! E Fräulein Feldwebel. Gesangsposse in 3 Atten von Ed. Jacobsohn und W. Mannstädt. Musik von G. Steffens. Anfang 7%, Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Der Sommergarten ist geöffnet. In Vorbereitung: Die wilde Madonna. Gesangspoffe in 3 Atten Achtung! Achtung! Grosse Lassalle- Feier Sonntag, den 4. September 1892: in den Räumen der Aktienbrauerei Friedrichshain( früber arrangirt von den Genossen des Lips) 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises ( Osten.) Gr. Vokal- u. Instrumental- Konzert D. Leon Treptow. Mufit v. G. Steffens. unter gütiger Mitwirkung mehrerer Gesangvereine( Mitglieder des ArbeiterCouplets von G. Görss. Mit neuen Dekorationen und Kostümen. Sängerbundes), sowie des berühmten Malabaristen Mr. Pool. Viktoria- Brauerei. Lützow Straße 111/112. Im Konzertgarten refp. Saal) ( außer Läglich Sonnabends): Lebende Bilder. Anfang des Konzerts 42 Uhr. Kasperle- Theater. Billets find in allen mit Plakaten belegten Handlungen und bei den Vertrauensleuten H. Baumgarten, Poſenerstr. 4, und Rob. Wengels, Roppenstraße 41, zu haben. Im Vorverkauf 20, an der Kaffe 30 fg. Das Komitee. 892/15 Stettiner Große Lassalle- Feier Sänger. Sonnabend, den 3. September 1892 Stets wechselnd. Programm. Anfang 8 Uhr. Sonntags7 Uhr. Entree 50 Pfg. Wochentagsbillets à 40 Pf.( S. Plakate.) Passageauf der Berliner Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg, arrangirt vom Sozialdemokratischen Wahl- Verein 1. Stiftungs- Feff, bestehend in Konzert, Theater und Ball. U. A. gelangt zur Aufführung: Der Zigeuner", und während der Kaffeepause Die alte Raketenkiẞte". Hör- und Sehspiel in 5 Bildern. In verständliches Deutsch übertragen von Guillaume Chasseur. Anfang 8% Uhr. E Mitglieder und Gäste erhalten Billets à 25 Pf. bei: Frl. Hahn, Sophienstraße 34; Frl. Lindau, Falkensteinstr. 43; Frl. Jakoby, Stüdersdorferstr. 44; Fr. Goldacker, Gneisenaustr. 63, Querg. IV; W. Jäger, Rigdorf, Hermannstr. 34 Es ladet freundlichst ein [ 87/7] Das Komitee. Beschäftigungslose Mitglieder haben gegen Legítimation Eintritt u.Garderobe frei, Achtung! Vergolder. Achtung! Große öffentliche Versammlung sämmtl. in unserem Gewerbe beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen Berlins und Umgegend am Montag, den 5. September, Abends 8½ Uhr, in Scheffer's Salon, Inselstr. 10. Tagesordnung: 1. Bortrag des Herrn Julius Apelt über: Emanzipations- Bestrebungen der arbeitenden Klasse. 2. Diskussion. 3. Wahl zweier Beisitzer zum Gewerbegericht. 4. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht aller Arbeitsgenossen und Genoffinnen in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Agitations- Kommission. J. A.: Richert, Blumenftr. 33. 461/5 Verein der Maschinisten u. Heizer Berlins Versammlung am Sonntag, den 4. September 1892, Nachmittags 5 Uhr, im Schultheiss Brauerei- Ausschank, Neue Jakobstr. 24/25. Tagesordnung: 1802b 1. Vortrag des Ingenieurs Herrn R. Mittag über: Kleinkraft und Gas, Benzin- und Petroleummaschinen. 2. Verschiedenes. Gäste willkommen. für den 1. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Achtung! Panopticum. Gr. Votal- u. Jnstrumental- Konzert Neu! unter gütiger Mitwirkung der Gesangvereine Hanges- Echo, Maiglöckchen, Blaue Grotte Alte Linde, Allegro, Veilchenblau, Liedes- Echo und Tempelhofer mit Wasser, Rähnen u. Beleuchtungseffekten. Neu! Eine Kriminalgeschichte in fieben lebensgroßen Gruppen. Castan's Harmonie, unter Leitung ihres Dirigenten Herrn Oskar Apelt. Lebende Bilder( Neue Komposition) dargestellt vom Verein für volksthümliche Kunst, unter Leitung seines Dirigenten Genossen Fritz Hansen. Großer Ball. Anfang des Konzerts Nachmittags 5 Uhr. Anfang des Tanzes 812 Uhr. Entree 20 Pf. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Billets sind in allen mit Plakaten belegten Lokalen, sowie in den Zahlstellen des Wahlvereins zu haben. NB. Der Prolog, verfaßt von C. M. Scävola, wird als reich ausgeftattetes Fetblatt( gez. vom Genossen Fritz Hansen) ausgegeben. Die Kaffeeküche steht den geehrten Damen von Nachmittags 4 bis 6 Uhr zur gefälligen Benutzung. Der Vorstand. Panoptikum. Geöffnet von 9 Uhr Morgens 474/11 bis 10 Uhr Abends. Während der Pausen finden Vorstellungen im Puppen- Theater des Mr. Winn statt. Gratweil's Bierhallen Fachv.d. Musikinstrumenten- Arbeiter. Kommandantenstraße 77-79. Sonnabend, den 3. September: Töpfer. Der Vorstand. Achtung! Deffentliche Töpfer- Versammlung am Sonntag, den 4. September, im Lokale des Herrn Lerche, Friedrichshagen, Friedrichstraße 109. Tagesordnung: Gewerkschaftliches. Der Einberufer. Große öffentliche Versammlung sämmtlicher in der Kistenfabrikation beschäftigten Arbeiter am Sonntag, den 4. September, Vormittags 10 Uhr. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Millarg über das zu bildende Gewerbe- Schieds. gericht und Aufstellung eines Kandidaten zu demselben. 2. Wahl eines Vertrauensmannes. 3. Bericht über die Lohndifferenzen in der Kistenfabrik von Werner. E. Tschernig, Louisen- Ufer 39. Achtung! 494/4 Rixdorf. Achtung! Sonntag, den 4. September 1892: Lassalle- Feier 498/17 in den Lokalen von Hoffmann, Bergstraße 133, Niesegk, Bergstraße 129 und Wiersing, Knesebeckstraße 77. Auftr. d. Germania- in der Brauerei Friedrichshain( früher Lips) Großes Vokal- u. Instrumental- Konzert Konzert- u. CoupletSänger. ( Damen u. Herren.) Wochentag frei. Sonntag Entree 30 Pf. BF Bwei Säle Zur Feier des 10. Stiftungs- Festes Vokal- u. Instrumental- Konzert = Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch, ausgeführt von Zivil Berufsmusikern unter Leitung des Herrn Schonert, sowie des Gesangvereins Liederlust"( M. d. A.-S.-B.), Golovorträge von zu Versammlungen und Vergnügungen, ben Genoffen Osang und Zademack und des Damen- Komikers Herrn Stern. sowie 6 Billards, 3 Kegelbahnen. F. Sodtke. Feen Palast Nach dem Konzert: Grosser Ball. E Die Festrede hält Reichstags- Abgeordneter W. Liebknecht. Billets für Herren 50 Pf., für Damen 30 Pf. sind im Verkehrslokal, Naunynstr. 78, und bei allen Borstandsmitgliedern zu haben. 436/19 Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der Burgstr. 22, neben der Börse. Buch, Papier- und Lederwaaren- Industrie. KEF Versammlung Wieder- Eröffnung Sonnabend, den 3. Sept. 1892. Moabiter Gesellschaftshaus, Täglich: Gr. Konzert, Theater und Spezialitäten. Alt- Moabit 80/81. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pfg. 2289L Hellmuth Peters. Parteigenossen am Montag, den 5. d. M., Abends 81/2 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75. Zages Ordnung: D 1. Geschäftliches.( Der Winkler'sche Arbeitsnachweis in Leipzig.) 2. Bor trag des Herrn Dr. Lütgena u. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Folgende Zahlstellen sind errichtet und an den Sonnabenden geöffnet und zwar: Von 6-8 Uhr: Lenz, Alte Jakobstr. 69. Thalmann, 28afferthorfstr. 22, Von 8-10 Uhr: Gründel, Dresdenerstr. 116. Norbert, Beuthstr. 20/22. Henke, Blumenstr. 38. Herschleb, Adalbertstr. 4. 441/1 Daselbst werden Beiträge und Anmeldungen entgegengenommen und unter gütiger Mitwirkung der Arbeiter- Sänger- Vereinigung von Rixdorf und Umgegend und des Artistenvereins Einigkeit. Aufführung lebender Bilder. Entree 20 Pf. Anfang 3 Uhr. Die Billets haben zu allen drei Lokalen Giltigkeit. Zahlreichen Besuch erwartet Das Comité. Berlins und Umgegend. Achtung! Achtung! Verein gewerbl. Hilfsarbeiter Sonnabend, den 3. Sept.: Bur Lasalle- Feier Nachtpartiep.Dampfer Grosse Mitgliederversammlung, am Sonntag, den 4. Sept., Vorm. 10 Uhr im Saale des Hrn. Säger, Grüner Weg 29 Tagesordnung: 1 mit Dampfer„ Milow" Abends 9 Uhr, 1. Vortrag über Gewerbe- Schiedsgenach Hankel's Ablage. Abfahrt von Alt- Berlin( Stralauerstr.) Ankunft 11 Uhr. Preis für Hin- und richte. 2. Diskussion. 3. Ersagwahl Retourfahrt 50 Pfg. 2902L des ersten Schriftführers. 4. VereinsHierzu ladet alle Genossen freund- Angelegenheiten. 158/3 lichst ein Max Schrobbach. Die Kollegen werden ersucht, ihren Anmeldung bitte baldigst an Herrn Verpflichtungen nachzukommen. Herm. Hertzer, Berlin, Beuffelstr. 73, länger als brei Monate die Beiträge Wer rückständig ist und sich nicht beim au machen. Raffirer meldet, wird als Nichtmitglied betrachtet und gestrichen. Behufs Sammlung von Arbeitsordnungen werden die Kollegen gebeten, dieselben mit zur Stelle zu bringen. Das Erscheinen Sonnabend, den 3. September, sämmtlicher Mitglieder wird in dieser Tischler- Verein. Abends 9 Uhr: fordern wir unsere Mitglieder zu ausgiebiger Benüßung und fietem Zuführen Versammlung mit Frauen neuer Mitglieder auf. Der Vorstand. Melchiortr. 15. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Dr. Stahn über:" Cholera". Beschließung einer Herrenpartie. Meerschaum-, Bernstein- und Elfenbein- Waaren. Spezialität: Porträts bewährter sozialistischer Führer( Laffalle, empfehle mein Butter- und Käse- Ge- Marr u. 3.) in Bigarrenspiken, Pfeifenköpfen, Shlipsnadeln, schäft Markthalle XIV, Reinickendorfer- Manschettenknöpfen, Stöcken, Brochen. Büften. En gros. En détail. 1807b straße, Stand 260. H. Grashold. 2274 L B. Günzel, jetzt Lothringerstr. 53, am Rosenthaler Thor.. Der Vorstand. Verantwortlicher Redakteur:( J. V.) Max Held in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. Versammlung erwartet. Gäfte haben Butritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. Achtung! Stat- Ropp- Klub werd. herzGenoffen z. Gründung eines lich gebeten, sich Sonntag Vormittag zwischen 9-12 Uhr einfinden z. wollen bei Philipp, Reichenbergerstr. 5, Reft. Sierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. so«. Sonnabend, den 3 September 189I. 9. Jahrg. A« die Gemerbschasten Kerlins! Laut Beschluß der öffentlichen Versammlung sämmtlicher Berliner Gewerkschaften vom I. August cr. wurde die Berliner Streik-Kontrollkommisston beauftragt: die Vorarbeiten, sowie die Agitation für die Gewerbegerichts-Wahlen in Berlin in die Hand zu nehmen. Auf Grund dieses Beschluffes ersuchen wir die sämmtlichen Gewerkschaften Berlins, jede für sich in öffent: lichen Versammlungen— soweit dieses noch nicht ge schchen sein sollte— gemäß nachfolgenderZusammen st e l l u n g ihre Kandidaten vorzuschlagen. 1. Gruppe. Nahrungs- und Genußmittel-l Bedienung. lewerbe und Bäcker, Konditoren, Brotfabriken. Gärtnerei und verw. Berufe.,.,, Dampfmühlen, Reismühlen..,,, Schlächtereien und Fleischereien,., Brauer und Mälzer........ Wein-, Branntwein- und Essigfabrik- Arbeiter........... Zucker, Chokolade, Käse- und Butter- fabrik-Arbeiter, Konservenfabrik-Arb. Gastwirthsgehilfen........ Tabak- und Zigarrenarbeiter..., Barbiere und Friseure......, Kornträger und Speicherarbeiter... Beisitzer > 2 1 1 2 2 1 6 2 1 1 1. Gruppe 20 Beisitzer 8. Gruppe. Verkehrs- und Handelsgewerbe. Beisitzer Landstraßen- u. Stadtverkehr, Omnibus, Pferdebahn und Droschkenbetriebe. S Kaufmännisches Gewerbe, Hausdiener, Packer ee, 8 2. Gruppe 13 3. Gruppe. Baugewerbe. Maurer und Putzer. Maler und Anstreicher Lackirer..... Steinmetzen.»,, Stuckateure..., Töpfer...... Dachdecker..... Bauarbeiter.,,. Brunnenmacher,.. Glaser Ziminerer..... Beisitzer 9 2 1 2 2 2 1 4 1 1 4 3. Gruppe 29 4. Gruppe. Metall-Jndustrie. Beisitzer Gold-, Silber- und Bijouterie-Arbciter. 1 Graveure und Ziseleure...... 1 Uhrmacher........... 1 Mechaniker für Feinmechanik, mathe- matische und chirurg. Instrumente, 1 Sieb-, Stich- und Schußwaffen... 1 ürtler............ 3 Galvaniseure.......... 1 Blechwaaren» und Vlech-Emballagen-Ar- beiter und Klempner...... 4 Metallschleifer......... 1 Zinn-, Blei-, Kupfer- und Messingwerk- Arbeiter........... 1 Rohrleger und Jnstallationsarbeiter., 1 Schlosser und Maschinenbauer.... S Beschlag-, Fabrik-, Zeug- und Nagel- schmiede........... 4 Eisen-, Metall-, Zink- und Gelbgießer S Eisen-, Metall- und Schraubendreher. 3 Metalldrücker.......... 1 Kupferschmiede......... 1 Feilenhauer.......... I Nadlet und Siebmacher...... 1 Heizer und Maschinisten...... 1 4. Gruppe 41 Beisitzer 5. Gruppe. Holzindustrie. Beisitzer Tischlerei der verschiedenen Zweige: Bau- tischler, Parkett-Fußbodenleger, Möbel- tischler,Musik-Jnftrumentenmacher,Ein- setzet und Anschläger u. s. w.... 10 Fabrikation von Holzjalousien. Kisten- macher, Holz- und Bretterträger, Holz- schneidereien, sowie sämmtliche in Holzbearbeitungs- Fabriken und aus Holzplätzen beschäftigte Arbeiter.. 6 Bildhauer........... 2 Böttcher............ 1 Stellmacher..........« 1 Korbmacher........... 1 Drechsler. Schnitzer, Knopffabrik-Arbeiter. Korkschnitzer, Kammmacher, Schirm-, Stock-, Elfenbein- und Bernstemarb. 5 Bergolder........... 1 Möbelpolirer.......... 1 3. Gruppe 28 6. Gruppe. Bekleidungsind u st rie, Stoffe, Leder. Beisitzer Spinnerei........... 1 Weberei in Wolle. Baumwolle, Leinen. Seide, sVelvetfabriken, Teppichsabr.:c. 3 Färbereien, Druckereien...... 2 Schuhmacher und Zurichter..... 4 Schneider und Mäntelnäher..,., 12 Lohgerber und Lederzurichter.... 1 Weißgerber........... 1 Handschuhmacher......... 1 Hutmacher und Filzarbeiter..... 2 Kürschner und Mützenmacher.... 1 Posamentirer, Wirk-, Strick-, Klöppel- und Häkelarbeiter....... 1 Putzfach und Blumenfabrikation..> 1 Wäschesabrikation, Wäscherei und Plätterei 4 Seilerwaaren und Netze 1 Tapezirer 2 Beisitzer Sattler und Riemer........ 2 Wachstuch- und Gummiwaaren-Fabriken und-Arbeiter......... 1 6 Gruppe 40 7. Gruppe. Buch- und Papierindustrie. Beisitzer Kartonagen........... 1 Album- lind Lederwaaren-Fabriken... 2 Tapetendrucker. Formstecher und Tapeten- Fabrikarbeiter......... 1 Buchbinder........... 3 Buchdrucker........... 4 Buchdruckerei-Hilfsarbciter 2 Lithographen und Steindrucker.... 2 Schriftgießer und Stereotypeure.... 1 7. Gruppe 13 8. Gruppe. Verschiedene Gewerbe. Beisitzer Porzellandreher, Fayence- und Steingut- arbeiter........... 1 Glasbläser und Glasschleifer..... I Musterzeichner, Zeichner, Xylographen, Glas- und Porzellanmaler.... 1 Photographen.......... 1 Bürsten- und Pinselmacher..... 1 6. Gruppe S 9. Gruppe. Fabrikarbeiter. Appreturen, Preß-, Schcer- und Walkanstalten, Asphalt- fabriken. Chemische Fabriken, Zichorienfabriken, Dachpappen- sabriken, Dampf-Knochenbrennereien und Dungfabriken, Dinten- und Siegellackfabriken, Farben- und Farbholzfabriken, Fischbein- und Rohrfabriken, Gipsfabriken, Glasbuchstaben-, Gummi- und Guttaperchafabriken, Kalkbrennereien und Mörtelfabriken, Kunst- steingießereien, Knnstwollfabriken, Lumpensortirereien, Mühlstein- sabriken, Mineralwasserfabriken, Maschinenöl- und Wagenschmier- fabriken, Papier- und Pappenfabriken, Parfümerie-, Licht- und Seifenfabriken, Pergament- und Leimfabriken, Roßhaars pinnereien, Stärke-, Stahlfeder-, Steinpapp-Rahmen- und Wattenfabriken, Telegraphenbauanstalten, Zündhölzer- und Zündwaarenfabriken; Gasanstaltsarbeiter: Soweit die Arbeiter dieser Betriebe und Fabriken nicht als Arbeiter der vorigen Gruppen schon mit an- geführt sind.18 Beisitzer 9. Gruppe: 18 Beisitzer. Sind diese Kandidaten von den einzelnen Gewerkschaften vorgeschlagen, so haben die Vertrauensleute der Gewerkschaften, welche zu einer der oben angeführten Gruppe gehören, nach vorheriger Verständigung unter einander, eine große öffentliche Versammlung sämmtlicher Berufe ihrer Gruppe ein- zuberufen, in welcher dann die, von den einzelnen Gewerk- schaften vorgeschlagenen Kandidaten endgiltia als solche für die Wahlen zu Gewerbegerichts-Beisitzern aufzustellen sind. Eine Ausnahme hiervon würde die nennte Gruppe machen müssen, da es hier nicht möglich fein wird, die Arbeiter der einzelnen Betriebe oder verwandten Berufe zu einer öffentlichen Versamm- lung behufs Verth eilung der Kandidaten zusammen zubekommen. Es könnte an Stelle dessen zur Erledigung der Aufstellung der Kandidaten sogleich die allgemeine Versammlung der ganzen Gruppen stattfinden. Wir führen hierbei den ß 6 des Ortsstatuts für das Gewerbegericht Berlin, betreffend„Allgemeine Erfordernisse be- züglich der Mitglieder", also der vorzuschlagenden Kandidaten, an, um vielfacher Unklarheit und einer zwecklosen Ausstellung von Kandidaten für die Gewerbegerichts-Wahlen vorzubeugen. § 6.„Allgemeine Erfordernisse bezüglich der Mitglieder. „Zum Mitglieds des Gewerbegerichts— einschließlich der Vorsitzenden und der Stellvertreter— soll nur berufen werden, werdas dreißig st eLebensjahrvoll- endet, in deni der Wahl vor aufgegangenen Jahre für sich oder seine Familie Armen- Unterstützung auf Grund des Gesetzes über den Unter- stützungswohnsitz vom 3. Juni 1870(R.-G.-Bl. S. 330) und des Gesetzes, betreffend die Ausführung des Bundes- gesetzes über den Unterstützungswohnsitz vom 3. März 1671 (Ges.-S. S. 130), nicht empfangen oder die empfangene A r in e n u n t e r st ü tz u n g erstattet hat und in dem Bezirke desGewer'begerichts seit mindestens zwei Jahren wohnt oder be- schäftigt ist. Desgleichen sollen zu Mitgliedern des Gewerbegerichts nicht berufe» werden Personen, welche wegen geistiger oder körperlicher Gebrechen zu dem Amte nicht geeignet sind. Personen, ivelche zum Amt eines Schöffen unfähig sind (Gerichtsverfassungs-Ges. ZK 31, 32) können nicht berufen werden." Außerdem können diejenigen Arbeiter als Kandidaten nicht aufgestellt werden, welche bei Unternehmern arbeiten, für deren Gewerbe ein Jnnungsschiedsgericht nach§§ 97a und lOOd der Reichs-Gewerbe-Ordnung errichtet ist. Name, Wohnung, Berns und Alter der von den Gruppen endgiltig aufgestellten Kandidaten sind nur von den Bureaus dieser Industrie- resp. Gruppen- Versammlungen dem Ausschuß der Streik-Kontrollkom Mission dann umgehend m i t z u t h e i l e n. In diesen Industrie- oder Gruppen-Ver- sammlungen würde gleichzeitig die Aufstellung der Kandidaten für diejenigen Gewerbe zu erfolgen haben, welche bis zum 15. September d. I. noch nicht zur Ausstellung ihrer Kan- didaten Schritte gethan haben. Ferner bleibt es den Gruppen- Versammlungen ebenfalls überlassen, die Vertheilung der Kan- didaten eventuell in anderer Weise für die einzelnen Gewerkschaften ihrer Gruppe vorzunehmen. Im allgemeinen Interesse liegt es nun, daß die einzelnen Gewerkschaften bis zu dem angegebenen Datum diese Angelegenheit erledigt haben, damit von diesem Zeitpunkte an die Gruppen-Versamm- l u n g e n— unbehindert durch einzelne Gewerkschaften— stattfinden können. Es soll noch hervorgehoben werden, daß durch obige Ein- theilung der Berufe und Gewerkschaften in Gruppen auf keine Gewerlschaft ein Zwang ausgeübt wird, wenn dieselbe sich zu einer anderen, als der von uns bezeichneten Gruppe zugehörig betrachtet, resp. sich an eine andere Gruppe anschließen will; jedoch hätte die Gewerkschaft dann bei einer derartigen Aenderung in der Gruppeneintheilung dem Ausschuß der Berliner Streik- Kontrollkommission davon Mittheilung zu machen. Es soll noch außerdem angeführt werden, um auch in dieser Beziehung keine Unklarheit in verschiedenen Gewerben auskommen zu lassen, daß sämmtliche Hilfsarbeiter der einzelnen zu Gruppen zusammengestellten Branchen und Gewerbe zu diesen Gewerben mit hinzugezählt sind, soweit dieselben zur Aufstellung von Kandidaten nicht besonders aufgeführt wurden. Um den Gewerkschaften, falls einige derselben noch in irgend einem Punkte Aufschluß wünschen, Gelegenheit zu geben, sich näher zu informiren, veröffentlichen wir hiermit Namen und Wohnung sämmtlicher Mitglieder des geschäfts» führenden Ausschusses der Streik.- Kontroll- k o m m i s s i o n: R. M i l l a r g, Tischler, Lehrterstr. 22. B. Jost, Buchbinder, Greifswalderstr. 68. B. Busse, Lederzurichter, Sophienstr. 23. A. K ö r st e n, Former, Skalitzerstr. 33/34. O. Völle l, Hutmacher, Dunckerstr. 3. A. M a s s i n i, Buchdrucker, Belle-Alliancestr. 36. H. F a b e r, Goldarbeiter, Grünauerstr. 4. Mit solidarischem Gruße Der geschäftsführende Ausschuß der Berliner Streik-Kontrollkom Mission. I. A.: Hermann Faber, SO., Grünauerstr. 4, Hof I. Uon der Cholera. Dem Kaiserlichen Gesundheitsamt gemeldet« Eholera-Erkrankungs- und Todesfälle: Außerdem an vereinzelten, fast durchweg ausdrücklich auf Hamburg zurückgeführten Fällen einschließlich der nachträglich gemeldeten: Regierungsbezirk Stade: im Kreise Jork und der Stadt Stade 2 Erkrankungen, 1 Todesfall. Regierungsbezirk Schleswig: in den Städten Pinneberg und Rendsburg und in 13 Orten der Kreise Stor- marn, Pinneberg. Steinburg, Norderdithmarschen, Lauenburg und Kiel(Land) 13 Erkrankungen und 7 Todesfälle. 3t egierungsbezirk Lüneburg: 4 Orte der Kreise Lüneburg(Land),"Harburg(Land) und Dannenberg zusammen 3 Erkrankungen, 4 Todesfälle. Regierungsbezirk Hildesheim: in der Stadt Hildesheim und je 1 Ort der Kreise Marienburg und Zellerfeld zusammen 3 Todesfälle. Regierungsbezirk Magdeburg: in der Stadt Magdeburg und je 1 Ort der Kreise Salzwedel und Wolmirstedt zusammen ü Erkrankungen und 2 Todesfälle. Regierungsbezirk Stralsund: zu Greifswald 1 Erkrankung, 1 Todesfall. M e ck l e n b u r g- S ch w e r i n: In den Städten Rostock, Malchin, Doberan und in einem Orte des Amts Dömitz zusammen 5 Erkrankungen. Berlin: 1 Erkrankung, 1 Todesfall. Herzogthum Braunschweig: Jerxheim am 1. September 1 Todesfall. Der preußische Minister der öffentlichen Arbeiten hat Ver- halt u n gs maßregeln für das Eisenbahn-Per- sonal bei choleraverdächtigen Erkrankungen auf der Eisenbahnfahrt erlassen. Dieselben lauten: 1. Choleraverdächtig ist jeder, welcher in Eholerazeiten an Erbrechen und Durchfall leidet. Es giebt aber auch schwere Cholerafälle, welche einen tödtlichen Ausgang nehmen, ohne daß es zum Erbrechen und Durchfall gekommen ist. Solche Fälle sind an der großen Schwäche und Mattigkeit, die oft ganz schnell die Betreffenden überfällt, zu erkennen. 2. Von jeder choleraverdächtigen Erkrankung, welche während der Eisenbahnfahrl vorkommt, hat der Schaffner dem Zugführer sofort Meldung zu machen. 3. Der Zugführer hat den Erkrankten der nächsten Eisenbahn- statiou, welche mit den erforderlichen Krankentransportmitteln versehen ist und eine genügende Krankenunterknnft bietet, zu übergeben; berührt der Zug vor Ankunft auf dieser Station eine Zwischenstation, so hol der Zugführer sofort beim Eintreffen aus der letzteren dem diensthabenden Stationsbeamten Anzeige zu machen, damit dieser die telegraphische Meldung an die Ueber- gabeslatiou ungesäumt bewirke. Die Stationen, auf welchen eine Uebergabe Erkrankter erfolgen kann, werden dem Zugführer be- zeichnet. Will der Erkrankte auf einer früheren Station den Zug ver- laffen, gleichviel ob diese das Ziel seiner Reise ist oder ob er hier seine Reise zu unterbrechen beabsichtigt, so ist, falls dort- selbst eine Polizeiwache besteht, dieser die Entscheidung über die Zulässigkeit des Vcrlassens des Zuges lediglich zu überlassen, andernfalls ijt der Erkrankte— so lange nicht eine gcgentheilige Verfügung der Polizeibehörde vorliegt— am Verlassen des Zuges nicht zu hindern; der Zugführer hat aber dem diensthabenden Beamten der Station, auf welchen der Er- krankte den Zug verläßt, Meldung zu machen, damit der Be- amte, falls der Erkrankte nicht bis zum Eintreffen ärztlicher Hilse auf dem Bahnhofe bleiben will(wo er möglichst zu isoliren ist), Namen, Wohnort und Absteigequartier des Erkrankten fest- stellen und unverzüglich der nächsten Polizeibehörde unter An- gäbe der näheren Umstände mittheilen kann. 4. Sobald eine Cholera-Erkrankung eintritt oder der Verdacht einer solchen vorliegt, sind sämmtliche Mitreisende, ausgenommen Angehörige des Erkrankten, welche zu seiner Unterstützung bei ihm bleiben wollen, aus dem Wagenabtheil, in welchem sich der Erkrankte befindet und wenn mehrere Wagenabtheile einen ge- meinschastlichen Abort haben, aus diesen sämmtlichen Abtheilen zu entfernen und in einem andern Abtheil und zwar abgesondert von den übrigen 3!eisenden unterzubringen. 5. Die Sorge um den Erkraukten hat sich zunächst auf eine möglichst bequeme Lagerung desselben zu erstrecken und ist Sache desjenigen Schaffners, dessen Aufsicht der betreffende Wagen untersteht. 6. Der Zugführer eines jeden zur Beförderung von Personen dienenden Zuges ist mit einem Abtropfflüschchen versehen, welches etwa 30 oom eines Gemisches von gleichen Theilen einfacher Opium- JI. tinktur und Aether enthält, woraus Erkrankten 20-30 Tropfen| bitten wir daher, da hier große Gefahr im Verzuge, bei der be- zurückgehalten. Alle Züge erleiden deshalb bedeutende Veram besten auf Zucker, verabreicht werden können. treffenden Eisenbahnstelle geneigtest dahin zu wirken, daß diese spätungen. 7. Die Bugbeamten haben sich mit den über die Desinfektion Verhandlungen umgehend zu einem Resultate führen, damit Sille, 2. September. Hier und in Dunkerque haben je erlassenen Borschriften genau bekannt zu machen, damit sie sich, die entsprechenden sanitären Maßregeln noch heute in Kraft treten 4 Erkrankungen an Cholera stattgefunden. wenn sie oder ihre Kleider mit Ausleerungen Erkrankter in Be- können. Rouen, 2. September. Gestern waren hier 22 Erkrankungen rührung gefommen sind, vor Ansteckung schützen können; auch und 7 Todesfälle an Cholera. sind Reisende, welche mit Ausleerungen Grkrankter in Berührung Havre, 2. September. In den Cholera- Grkrankungen und gekommen find, auf die Nothwendigkeit der Desinfektion auf Todesfällen hat keine Veränderung stattgefunden. merksam zu machen. Die Desinfektionsvorschriften find den Stationen in einer besonderen Anweisung mitgetheilt; die Angaben über die Desinfektion von Händen und sonstigen Körpertheilen, Wäsche und Kleidungsstücken finden sich unter II Nr. 2 und 3 der Anweisung. Die Desinfektion ist der Regel nach auf Der nächsten Station zu bewirken; damit sie jedoch auch während der Fahrt bei Zügen, welche längere Strecken ohne Aufenthalt durchfahren, erfolgen kann, werden die Zugführer solcher Züge mit einem entsprechenden Vorrath an Chlorkalk und Kalifeife aus gerüstet. Hamburg, 1. September. Unter Theilnahme des Senators Hachmann fand heute eine Bersammlung von Vertretern der Bürgervereine und von Aeraten statt, in welcher die Bildung von Sicherheitskommissionen beschlossen wurde, die im Verein mit der Polizei in allen Bezirken der Stadt die Desinfizirung der Wohnungen an der Cholera Erkrankter ausführen sollen. Die Herren vom Senat befolgen den guten Rath der Krähwinkler Landwehr: Nur immer langsam voran! Die zu des An das Reichsgesundheitsamt. " Da die Choleraepidemie durch auswandernde Hamburger stets mehr sich verbreitet, ist von Vertretern unserer Bürgerschaft Havre, 2. September. Die transatlantische Gesellschaft der Wunsch an uns herangetreten, das Reichsgesundheitsamt zu verlegte den Abfahrtsort der Linien Havre- Santander und Havreersuchen, ob sich nicht eine Quarantäne für das ganze Bordeaux- Haiti neh Saint Nazaire. Hamburger Gebiet durchführen läßt. Mit Rücksicht auf die große Gefahr, mit der das ganze Land, in erster Linie aber die auf den Verkehrslinien nach Hamburg liegenden Städte, zu denen auch unsere Stadt gehört, bedroht sind, glauben wir diese Anregung dem Reichsgesundheitsamte zur schnellen Entscheidung unterbreiten zu müssen." worden. Auswanderer nach Hamburg. Die Stadtverordneten- VerWWW Brüssel, 2. September. Gestern ist hier eine Erkrankung an Cholera gemeldet. Antwerpen, 2. September. Die Hafen Sanitätstommission hat für Schiffe aus Bremen und Lübeck eine Quaran täne von vierundzwanzig Stunden statt einer siebentägigen festgefeßt. Gestern Abend ist hier eine Schifferin an der Cholera gestorben. London, 1. September. In London ist heute kein weiterer Cholerafall vorgekommen. Die heutige Meldung über zwei Cholerafälle in Jslington ift dahin richtig zu stellen, daß es sich hierbei um die beiden schon vorher in City Road, einem Theile der Vorstadt Islington, festgestellten Fälle handelt. aufgetreten mit 4 Erfrankten, sodann in Grimsby, Liverpool, London, 2. September. Die Cholera ist gestern in Laith Falmouth, wo durchschnittlich 1-3 Erkrankungen, meistens durch Hamburger Schiffe eingeschleppt, stattgefunden haben. Dampfer„ Coblenz" liegt in Quarantäne, weil die Cholera an Bord ist. Der London, 2. September. Die Inman- Line" macht bekannt, daß sie im Laufe des Septembers wegen der CholeraGorunna, 1. September. Der deutsche Dampfer„ Berlin", welcher mit Reis befrachtet aus Antwerpen hier eingelaufen ist, wurde unter zehntägige Quarantäne gestellt. Gibraltar, 2. September. Die Schiffe aus Rouen, Dünkirchen, Rotterdam ,. Brest und Bremen unterliegen hier einer Dünkirchen, Rotterdam ,. Brest und Bremen unterliegen hier einer 14tägigen Quarantäne: Rom, 1. September. Die„ Agenzia Stefani" bezeichnet die auswärts verbreitete Meldung von dem Auftreten der asiatischen gründung entbehrend; bisher sei fein einziger Cholerafall in Cholera in Venedig; Florenz, Neapel und Brindisi als jeder Betalien vorgekommen. Die Gefundheitsverhältnisse im ganzen Königreich seien bis jetzt ganz vorzüglich. Rostock i. M., 1. Sept. Der Kommandant der Festung Dömis ließ heute Militärposten am Elbufer aufstellen, da die Mannschaft eines choleraverdächtigen Schiffes trotz des Berbotes versuchte, an Land zu gehen.( Berl. Tagebl.") Braunschweig, 1. Sept. fammlung bewilligte in heutiger Sigung einen unbegrenzten Kredit bei einer etwa eintretenden Cholera- Epidemie. Die ver einigten Hotelbefizer haben beschlossen, jedem aus Hamburg ZuIn der Neuen Freien Preffe" schreibt ein Arzt über die gereisten Aufnahme zu verweigern..( Berl. Tagebl.") Lübed, 1. Sept. Bis heute Mittag ist hier fein neuer Zustände in den Hamburger Krankenhäusern u. A.: Cholerafall festgestellt worden. Die Erkrankten befinden sich auf Ich war heute im Alten Allgemeinen Kranten- Cholerafall hause. Dasselbe ist ein altes schmutziges Gebäude. dem Wege der Besserung. Das Polizeiamt verbietet alle öffentschmuzigen, vollkommen verwahrloft au3lichen Bergnügungen, Tanzmusiken u. f. w. sehenden Gänge dieses Spitals, von welchen aus man Greifswald, 1. Sept. Ein gestern aus Hamburg hier in die Krankenzimmer gelangt, machen einen höchst depri- eingetroffener Matrose, Namens Brandenburg, ist heute Nachgefahr keine Auswanderer aus Europa befördern werde. mirenden Eindruck. Hier liegen nämlich die mittag an Cholera gestorben. infizirenden Kleidungsstüde der Patienten und Stralsund, 2. September. Gegen die Cholera sind die viele Leichen im Wirrwarr durcheinander. umfaffendsten Maßregeln angeordnet. Die Schiffe im Hafen Wie dieser Anblick auf die Kranken wirkt, ist begreiflich, sind unter Quarantäne gestellt, die auf dem Bahnhof eintreffenumsomehr, als die Thüren der Krankenzimmer auf die Gänge den Züge werden von Aerzten untersucht, für den heutigen Sedan münden und offen stehen, so daß die armen Kranken einen tag fino alle Tanzvergnügen verboten. Ein neuer Cholerafall ist direkten Ausblick auf die sich stets vermehrende nicht vorgekommen, der Gesundheitszustand der Stadt ist vorZahl der Leichen haben. Um in manches Krankenzimmer trefflich, die Witterung kühl. zu gelangen, muß man über Leichen und in Bündeln zusammen- findet feit heute eine ärztliche Ueberwachung, Untersuchung und Posen, 2. September. Auf dem Bahnhofe in Bentschen gelegte Kleidungsstücke der Erkrankten förmlich stolpern; natürlich Desinfizirung sämmtlicher von Westen kommenden Reisenden, die find dieſe Kleidungsstücke noch nicht desinfizirt.... Die Kranken ben Zug in Bentschen verlassen, statt. In Wronke ist eine gleiche find diese Kleidungsstücke noch nicht desinfizirt.... Die Stranken werden bei der Aufnahme nicht untersucht, und so kommt es vor, Einrichtung für die aus Kreuz anlangenden Reisenden getroffen nahmen zum Schuße gegen die Cholera, so weit sie VerkehrsBern, 2. September. Die Verordnung betreffend die Maßdaß Patienten, die gar nicht Choleratrante find, in die Cholerazimmer tommen, dort natürlich Myslowig, 2. September. Gestern Nacht wurden wieder anstalten betreffen, ist mit Ausnahme der Artikel 6, 7, 8, 10 für erſt infizirt werden und elend zu Grunde gehen. Ich selbst sah 20 aus Hamburg zurückgewiesene hier eintreffende Auswanderer die Zentralbahn, Nordoftbahn, Neuenburger Jurabahn, die Bereinige Patientinnen in einem Cholerazimmer liegen, welche gar keine Symptome von Cholera aufwiesen, sondern eine Temperatur auf ihrer Rückreise nach Galizien hier sistirt. Die Auswanderer- einigten Schweizerbahnen und die Gotthardbahn, ferner für die von 37,6 Grad und darüber besaßen und wahrscheinlich infolge halle ist überfüllt. Infolge deffen ging eine Petition an den Dampfschiffe auf den Bodensee und Gensersee in Vollzug gesetzt. Unwohlfeins oder eines Herzfehlers irgendwo zusammengestürzt Regierungspräsidenten ab, behufs Erwirtung der Grenzsperre für Reifenden hat stattzufinden in: Basel, Schaffhausen, RomansDie ärztliche Ueberwachung der aus dem Ausland kommenden waren. Die Zahl der Sterbefälle in diesem Spital ist eine bedeutend größere, als jene im neuen( Eppendorfer) KrankenMünchen, 2. September. Geheimrath Zimffen hat sich horn, Rorschach, Pruntrut, Locle, Verrières, Vallorbe und Genf. haufe. Die Zimmer find geradezu furchtbar überfüllt, oft liegen nach Berlin gegeben zur Besichtigung der Einrichtungen in den Das Departement des Inneren ist ermächtigt, im Falle des Bedürfnisses die Neberwachung des Personenverkehrs auf weiteren fechszig Kranke in einem Raume, wo faum für dortigen Cholerabaracken. dreißig Play ist. Nach Aussage der Wärter waren die ersten der deutschen Mathematiker- Vereinigung in Verbindung mit einer Nürnberg, 1. September. Die geplante Jahresversammlung Grenzstationen oder größeren Stationen im Innern anzuordnen. Petersburg, 1. September. Neu aufgetreten ist die hierher gebrachten Cholerakranten keine Hamburger, sondern pol- Ausstellung mathematischer Instrumente und Modelle, welche hier Cholera im Gouvernement Nowgorod, wo am 31. Auguſt zwei uisch und russisch aussehende Männer und Frauen, die oft schon abgehalten werden sollte, wurde wegen der Choleragefahr eben- Personen daran, erkrankten und eine starb. m 30. Auguft er nach einer bis zwei Stunden starben. Einer approximativen Schäzung nach dürften in Hamburg täglich mindestens falls abgefagt. achthundert Cholera Erkrankungen und Mannheim, 1. September. Wegen der Choleragefahr bezw. 524, Ssamara 547 beziv, 256, Sfaratom 245 bezw. 106, im gefähr vierhundert Todesfälle infolge Cholera vor sind die Generalversammlungen des Evangelischen Bundes und Dongebiete am 28. und 29. Auguft 621 bezw. 296 Personen. tommen. Wie viele Cholerakranke in den Häusern Hamburgs der Evangelischen Arbeitervereine Deutschlands, welche in der Im Gouvernement Stavropol erkrankten am 29. August 459 und starben 134 sterben, ist nicht bestimmbar, da die Behörde auf eine einfache nächsten Woche in Speyer stattfinden sollten, auf nächstes Früh- Konstantinopel, 1. September. Die Herkünfte aus den Anzeige einer Cholera Ertrantung in einem Privathause, nach jahr verschoben worden. der eigenen Angabe des Polizeipräsidenten, garnicht reagirt und Kopenhagen, 1. September. Das Ministerium und das Häfen der Ost- und Nordsee von Flensburg bis zur niedererst dann einschreitet, wenn der Transport in ein Krankenhaus Gesundheitskollegium haben, wie die" Nat.- Tib." berichtet, eine ländischen Küste, die Häfen Dänemarks ausgeschlossen, werden verlangt wird. In einem Theile des Partes des alten Kranten vollständige Sperrung der Landgrenze gegen Deutschland in Greiner zehntägigen Quarantäne unterworfen. New York, 1. September. Auf den hier eingetroffehauses werden eben zwei große, je 60 Meter lange und 6 Meter wägung genommen. Da die bestehenden Gesetze eine solche Maßbreite Baracken gebaut; es dürfte aber noch einige Tage dauern, nahme nicht gestatten, fo tönne dieselbe nicht sogleich getroffen nen Dampfern Lahn" vom„ Norddeutschen Lloyd"," Teutonie" bis dieselben belegbar sein werden. Man sieht auch stabile, mit werden, erweise sie sich aber als nothwendig, dann werde die von der White Star Linie" und" Gallia" von der„ Cunard New York, 1. September. Die„ New- York Times" meldet Cholerakranken belegte Baracken im Parke; diefelben find sehr Regierung sich nicht bedenken, ein provisorisches diesbezügliches Line" sind keine. Cholerafälle vorgekommen. primitiv eingerichtet, während die stabilen' Baracken im Eppen- Gesetz zu erlassen. Dorfer Spitale eine zweckmäßige Einrichtung aufweisen; sehr gute Ropenhagen, 1. September. Nach einem gestern Nach- aus Washington, bie internationale Münzkonferenz werde ber eiferne Bettgestelle, Nachtkästchen aus Bled) mit Glasbelag, felbft mittag aus Stockholm eingegangenen Telegramm ist die freie Cholera wegen verschoben werden. eiferne Bettgestelle, Nachtkästchen aus Blech mit Glasbelag, felbft Verbindung mit sämmtlichen dänischen Häfen, inkl. Kopenhagen heute unter dem Vorbehalt, daß dadurch kein Eingriff in die Washington, 1. September. Präsident Harrison erließ die Kopftafeln an den Betten sind aus Blech. Nichtsdestoweniger und Helsingör, nach Schweden von gestern ab gesperrt worden. sah ich auch dort einzelne Kranke auf der bloßen Matraße ohne" Diese Nachricht," bemerkt„ Berlingske Tidende"," fommt gewiß gefeßgeberischen. Rechte der einzelnen Bundesstaaten geschieht, Leintuch, mit Dejetten ganz beschmußt, liegen. Der Leichenhof des alten Krankenhauses bietet, um mich des Ausdruckes des überraschend, da, soweit uns bekannt, von dänischer Seite Vereine Verordnung, wonach alle aus Europa tommenden Schiffe, mich begleitenden Arztes zu bedienen, einen recht tollen handlungen eingeleitet worden sind, indem von hier angeboten welche Auswanderer an Bord haben, in allen Häfen der VerAnblick". Ich will eine nähere Beschreibung des graufigen wurde, für Schiffe nach der See zu ebenso wie in Schweden eine einigten Staaten einer zwanzigtägigen und nöthigenfalls einer Bildes unterlassen, allein ich muß gestehen, ich konnte mich 48stündige Observationszeit zu etabliren. Hoffentlich wird bes noch längeren Quarantäne unter: vorfen werden sollen. Die Ver-obwohl ich doch sehr abgehärtet bin eines Schauderns nicht halb die von Schweden getroffene Maßnahme nur von furzer ordnung tritt vom heutigen Tage ab vorläufig in Kraft. Die felbe hat jedoch für Schiffe, welche sich gegenwärtig bereits auf erwehren. Die Aerzte und das Wartepersonal leisten geradezu Dauer sein." Uebermenschliches; sie arbeiten mit geringen Unterbrechungen provisorisches Gesetz wird der Justizminister ermächtigt, die sonderen Bestimmungen, deren Verfügung dem Schaßsekretär anRopenhagen, 1. Sept. Durch ein heute veröffentlichtes bem Meere befinden, keine Giltigkeit. Die Letzteren werden befortgesetzt bei Tag und Nacht. An einen Erfolg der ärztlichen fortgesetzt bei Tag und Nacht. An einen Erfolg der ärztlichen Landesgrenze von morgen an vorläufig abzusperren. In Korför beimgestellt ist, unterworfen. Bemühungen ist aber nicht zu denken, denn in einem Pavillon, und Gedser ist eine 48 stündige Quarantäne angeordnet, während New York, 1. September. Vier Passagierdampfer liegen der mit 40-60 Kranken belegt ist, fungirt nur ein Arzt mit die allgemeine Quarantäne Deutschland gegenüber bestehen bleibt. mit 22 Todesfällen an Cholera bei. 24 Erkrankungen hier ein, die hier in Quarantäne. Der Hamburger Dampfer„ Moravia" lief zwei Wärtern oder Wärterinnen. Summa summarum, ich fann jagen, daß man sich von einer Cholera- Epidemie nie überraschen Kopenhagen, 1. Sept. Die hiesigen Hotelbefizer haben mit 22 Todesfällen an Cholera bei 24 Erkrankungen hier ein, die laffen darf, sonst sieht es ebenso aus, wie jetzt hier. Ich habe beschlossen, bis auf Weiteres teine Reisenden aus Deutschland übrigen Passagiere. waren gefund. Eine Verordnung des Prähier gelernt, wie man einer Cholera- Epidemie aufzunehmen. Die Postverbindung mit Schweden wird einmal fidenten, welche die Einwanderung bis zum Erlöschen der nicht begegnen darf. Erst jetzt, nachdem die Epidemie in täglich über Sveen, wo ein schwedisches Observationsschiff Cholera vollständig verbietet, gilt als unmittelbar bevorstehend. Buenos Ayres, 1. September. Für die Dampfer aus der erschreckenoften Weife wüthet, hat sich, wie Sie schon wissen stationirt ist, aufrecht erhalten. werden, der wohllöbliche Senat von Hamburg endlich entschlossen, Gefahr der Einschleppung und des Auftretens der Cholera in 28ien, 1. Gept. Der oberste Sanitätsrath bezeichnet die Hamburg, Bremen und Havre ist eine achttägige Quarantäne angeordnet. einstweilen 500 000 Mt. für Cholerazwecke zu votiren. Wäre nur Desterreich als sehr drohend, namentlich durch deren unerwartetes Montreal( Kanada), 2. September. Für die aus die Hälfte dieses Betrages vor zwei Wochen votirt worden, wie Auftreten im Westen sei ein weiteres Vorschreiten der Seuche zu infizirten Häfen kommenden Schiffe ist eine ſtrenge Quarantäne anders hätte es jetzt in Hamburg ausgesehen! Möchte doch diese befürchten. Die Landesbehörden Böhmens, Mährens und angeordnet. Schilderung der wahrhaft entfeglichen Situation in Hamburg den Galiziens werden angewiesen, Desinfektionsmittel unverzüglich maßgebenden Faktoren anderer Länder eine Warnung, eine Auf- anzuschaffen, unvermögenden Gemeinden zu diesem Zwecke Kredite forderung zu schleunigstem thatfräftigem Vorgehen sein. Wer nur halbwegs tann, verläßt diese Stadt des Glends und des zu eröffnen.( Franff. 3tg.") Jammers; die von Hamburg nach allen Richtungen abgehenden Züge find überfüllt, die Folgen können nicht ausbleiben." fälle." u 11erklärte der Bürgermeister, daß gegen die Choleragefahr die Wien, 1. September. In der heutigen Stadtrathssitzung Cholerakommission sei jedoch nicht am Playe, da im Reichsgebiete umfassendsten Maßnahmen getroffen seien. Die Ginsegung einer bisher kein Cholerafall konstatirt sei. 3 = Parteinachrichten. Schwedt a. O. Am Sonntag, den 28. Auguft, feierten die hiesigen Genoffen mit ihren Familien in dem nahe gelegenen wäldchen„ Heinrichsluft" den Sterbetag unferes großen Vorfämpfers Ferdinand Lassalle: Die Betheiligung war eine rege, der Verlauf der Feier vortrefflich. * Aus Hamburg meldet unter'm 1. September der„ Echo" „ Eine Abnahme der Cholera scheint nunmehr doch eintreten zu wollen. Während für den 30. August noch 357 Grtrantungen und 161 Todesfälle gemeldet wurden, weist die Pest, 2. September. Die Einfuhr und Durchfuhr aller die Meldung für den 31. August bis Mittag nur 115 Grfrankungen Choleragefahr befördernden aus den deutschen Häfen der Nordsee und 61 Todesfälle auf. Auch die Transporte haben abgenommen. sowie aus Havre und Antwerpen kommenden Artikel ist verboten Am 30. Auguft wurden 508 Kranke und 268 Leichen transportirt, worden. am 31. August nur 369 Krante und 223 Leichen. Die Summe Lemberg, 2. September. Der Verkehr aller Nachts aus In Offenburg( Baden) wurde der Steckbrief gegen den aller Transportfälle vom 20. bis 31. August infl. ist 3491 Kranke Rußland eintreffenden Personenzüge wurde der Choleragefahr Mannheimer Raffirer Hänsler in Form eines rothen Plakats und 1693 Todesfälle. Dagegen sind bis heute Mittag im wegen eingestellt. an auffallender Stelle auf dem Bahnhof angeschlagen. Der Medizinalbureau gemeldet 3589 Krankheits- und 1401 Lodes- Triest, 1. September. Der Hamburger Dampfer Offenburger Boltsfreund" fragt nun, warum man diese praktische " Neapel", welcher in Palermo landen wollte, wurde wegen der Art der Publikation nicht auch gegen den Raub mörder auf In Hannover ist, wie die„ National- Zeitung" fchreibt, aufgeregten Stimmung der Bevölkerung vom Munizipium zurück- dem Belchen und tausende anderer Verbrecher aller nun auch die Cholera eingedrungen. Ein aus Hamburg Bu- gewiesen.(„ Frtf. 8tg.") Agram, 1. September.( Frtf. 8tg.") Die für den 15. Parteischattirungen anwende. Die Antwort ist nicht schwierig. gereister, welcher im Waldecker Hof" an der Artillerieſtr. 21 abstieg, erkrankte dort und wurde Nachts dem Krankenhause zu- bis 20. d. Mts. anberaumten Kaisermanöver des vierten und Polizeiliches, Gerichtliches ze. geführt. Nach Anficht des behandelnden Arztes handelt es sich des dreizehnten Korps würden wegen sanitärer Verhältnisse abGenosse Paul Jahn, der wegen Gotteslästerung" um einen sehr leichten Fall von asiatischer Cholera. Der gefagt. in Guben zu 9 Monaten Gefängniß verurtheilt worden war, hatte Troppau, 1. Eeptember. Die von den Zeitungen ge zwecks Durchführung seiner Revision die Haftentlaffung gegen Waldecker Hoj" ist sofort abgesperrt und desinfizirt worden. Der Magistrat der Stadt Hannover hat bekanntlich, wie wir brachte Meldung, daß der Tod des Verwalters des hiesigen Zoll- Kaution beantragt. Sie war abgelehnt worden, weil die gestern bereits gemeldet haben, den Hamburger Senat gehörig amts unter Cholerasymptomen erfolgt sei, wird von den hiesigen Kaution vermuthlich von Parteigenossen gestellt würde und gerüffelt. Er hat aber auch noch folgende zwei telegraphische Behörden für vollständig unbegründet erklärt. Die Obduktion deshalb keine Sicherheit die Flucht böte". Der Eingaben gemacht: ergab Herzlähmung als Todesurfache. Vertheidiger hatte Beschwerde erhoben, indem er ausführte, Baris, 2. September. In den gesundheitlichen Ver- daß für jeder anständigen Menschen gerade dann die Mög hältnissen scheint einige Befferung einzutreten. Gestern sind nur lichkeit der Flucht ausgeschlossen ist, wenn Andere für ihn Minister der öffentlichen Arbeiten. etwa 12 Erkrankungs- und 3 Todesfälle zur Anzeige gelangt. Kaution geftellt haben, auch daß nicht ein einziger Fall bekannt Angesichts der drohenden Choleragefahr, durch auswandernde Rouen, 1. September. Hier tam heute fein Cholera fei, in dem ein Sozialdemokrat unter Preisgebung einer von GeHamburger für das übrige Land herbeigeführt, haben wir gestern todesfall vor, in Sotteville starb eine Person an der Cholera; in noffen gestellten Kaution die Flucht ergriffen hätte, diese Ers Hamburger Senat ersucht, auf dortigen Bahnhöfen ärztliche Diffel- la- Rivière scheint die Epidemie erloschen zu sein. wägungen hat jedoch das Kammergericht in seinem nach etwa Ueberwachung der Reisenden und Desinfektion ihres Gepäcks Paris, 2. September. An der gesammten West- und Nord- drei Wochen ergangenen Beschluß für unbegründet" erklärt, herbeizuführen. Darauf ist telegraphische Antwort erfolgt, daß oftgrenze beginnen heute die Vifitationen aller Reisenden. An weil der Verfall einer wenn auch hohen Kaution für jeden Einder Senat fofort mit der Eisenbahnverwaltung wegen der Ge- allen Grenzstationen find Sanitätswachen errichtet. Alle Ge- zelnen der zahlreichen Partei ein unbedeutender Verlust sei". sundheitskontrolle der Abreisenden verhandeln wolle. Ew. Excellens funden erhalten einen Gesundheitspaß. Die Verdächtigen werden Welche Unsummen würden wohl bei der Anklagegewandtheit I. Berlin. war unferer Staatsanwälte jährlich verbraucht werden, wenn wir alles Suchen resultatlos blieb, wurde die Revierpolizei dadurch erstickte, daß er sich auf die Brennende warf. Die erwirklich dies Verfahren befolgten, die Genossen gewissermaßen von dem Verschwinden des Kindes in Kenntniß gefeßt. Diese littenen Verlegungen stellten sich als höchst lebensgefährlich dar, Toszukaufen? Es ist tein schweres Rechenexempel, zu finden, leitete die Nachforschungen ohne Zeitverlust und mit großer Um die arme Frau trug schwere Wunden an den Händen, am Hals daß die Genossen dann die Beiträge zur Partei nicht mehr erficht sofort ein. Die telegraphischen Anfragen bei sämmtlichen und im Gesicht davon, ihre Beine sind bis an den Unterleib fchwingen könnten. Leider ist die Entscheidung des Kammer- inneren Revieren und denen der Vororte ergaben aber wiederum hinauf total verbrannt. gerichts unanfechtbar. Jahn ist deshalb gezwungen, seine Re- fein Resultat: es war nirgends ein Kind angemeldet worden, vision zurückzuziehen, wenn er nicht noch viele Monate in der welches mit dem verschwundenen hätte identisch sein fönnen. Die Als muthmaßlich gestohlen sind bei einem gewerbsmäßigen Haft zubringen will. Man hat nicht mit Unrecht die Wirkung geängstigte Mutter wartete die Nacht ab, von dem Kinde Diebe folgende Gegenstände mit Beschlag belegt worden: 1. Čin der Untersuchungshaft mit der der Tortur verglichen, durch keine Spur. Jetzt setzte sie ihren Mann, der außerhalb Berlins Loos der Ausstellung für Kunst und Kunstgewerbe zu Weimar welche man die Wahrheit zu ermitteln meinte, und die doch nur arbeitete, telegraphisch von dem Borgefallenen in Kenntniß, der Nr. 75 936, 2. ein Antheilloos der Mühlhausener Geldlotterie ein Schuldbekenntniß hervorbrachte. natürlich sofort seine Arbeit im Stich ließ und nach Berlin fuhr. Nr. 93 228, 3. ein schwarzes Opernglas mit schwarzem Lederetui Bei der Lassallefeier in Erfurt hat der Hier waren inzwischen die Nachforschungen fortgesetzt worden, zum Umhängen, 4. mehrere neue Waffel- Bettdecken in Kartons Bürgermeister Schneider die Entfernung der Parteifahne, welche sogar das Spreebett an der Schillingsbrücke ab. mit der Auszeichnung Dess. 444, Größe 150/220", 5. ein großes im gefchloffenen Raume entfaltet worden war, angeordnet. gesucht worden, weil man vermuthete, der Junge sei viel- Tafeltuch gez. M. N., außerdem verschiedene Wäschestücke. Die Man fügte sich der Maßregel, um weiterer Störung der Feier leicht in's Wasser gefallen und ertrunken, von demselben war etwaigen Gigenthümer dieser Sachen tönnen sich im föniglichen vorzubeugen, und wird nun, gestützt auf Entscheidungen des aber wiederum keine Spur zu finden. Die Eltern hatten sich Polizeipräsidium, Zimmer 37. melden. Oberverwaltungsgerichts, Beschwerde erheben. schon darauf gefaßt gemacht, das Kind überhaupt nicht mehr - Stadtmagistrat und Sozialdemokraten in wieder zu sehen, da kommt am Montag, den 29. August der Handlungsreisende Kumlei, Lückerstr. 13 hier wohnhaft, auf Mit einer schweren Verlegung wurde gestern Morgen Augsburg. Der Vertrauensmann der sozialdemokratischen aus Lichtenberg die Nachricht, daß sich der Knabe am Partei des Reichstags- Wahlkreises Augsburg hatte unterm 25. Auguft dort angefunden habe. Der Vater fuhr eilends der Tegeler Chaussee von Arbeitern aufgefunden. K. hatte einen Schuß in die linke Brustseite erhalten und war so schwer ver19. d. M. ein Gesuch an den Magistrat gerichtet, zu dem am nach Lichtenberg und fand auch das Kind wohl und er in ein Krankenhaus gebracht werden Sonntag, den 28. d. M., veranstalteten Ausflug einen öffentlichen munter vor. Aufzug mit Mufit vom Gastwirth Strödl zum Spickel und zurück kosten zu zahlen habe, auch wurden ihm die näheren Umstände darüber machte er zu der Verwundung gekommen sei, er folgende auf ihre Richtigkeit noch veranstalten zu dürfen. mitgetheilt, unter welchen das Kind aufgefunden worden war. Er sei gestern Abend um Er erhielt darauf von den Stadtvätern eine Antwort, die Der Junge hat wiederholt Name und Wohnung seiner Eltern nicht geprüfte Angaben. 9 Uhr von Tegel weggegangen und habe von der der, Augsburger Kurier" mit Behagen wie folgt wiedergiebt: angegeben, trotzdem wurde er vier Tage zurückbehalten, ehe etwas " Der Vorsitzende des sozialdemokratischen Wahlvereins für gethan wurde, um ihn abzuliefern. Das scheint denn doch eine schwarzen Brücke einen durch die Jungfernhaide führenden Fußden Reichstags- Wahlkreis Augsburg, Redakteur Breder, hat um viel zu gründliche und zeitraubende Prüfung vorauszusehen. Bei eg eingefchlagen, plöblich habe ein großer Mann vor ihm gedie Genehmigung zu einem öffentlichen Aufzuge mit Mufit vom der guten Verbindung zwischen Lichtenberg und Berlin fonnte ftanden und den Schuß auf ihn abgefeuert. Er habe zunächst Gastwirth Strödl vor dem Jakoberthor nach dem Spickel, wo diese doch gar nicht so dufter liegende Angelegenheit doch noch eine Zeitlang besinnungslos auf dem Fußwege gelegen und sich selbst Lassallefeier stattfindet, und Abends zurück, nachgesucht. an demselben Tage erledigt sein, denn da die Wohnung der Eltern dann nach der Chauffee geschleppt. Der Unbekannte, von den Auf eine Anfrage an den Gesuchsteller, ob die Theilnahme eine des Jungen bekannt war, hätte eine telephonische Anfrage bei Kumlei weiter feine Beschreibung geben kann, soll ihm eine eingeschränkte fein werde, hat derselbe eine unbestimmte Antwort dem Revierbureau genügt, um die Angelegenheit binnen wenig raubt haben. Die silberne Uhrkette habe ihm der Räuber dagegen goldene Remontoiruhr und einen Betrag von 1 M. 80 Pf. gegegeben, aus welcher jedoch zu vermuthen ist, daß die Theil. Stunden ins Reine zu bringen. Die Lichtenberger Ortsbehörde raubt haben. Die silberne Uhrkette habe ihm der Räuber dagegen nahme an diesem Aufzuge eine ganz unbeschränkte sein würde. hatte anders beschlossen, sie wollte mit peinlicher Gründlichkeit wieder in die Westentasche gesteckt. Da bei Zusammenziehung solcher vollständig unberechenbarer vorgehen, und siehe, sie ist auch zum Ziel gekommen: etwas Boltsmassen Verkehrsstörungen zu befürchten sind und das Vor- langfam zwar, aber schließlich desto sicherer. tommen von Exzessen nicht ausgeschlossen ist, wird der öffentliche Aufzug nicht gestattet." . Tokales. Es wurde ihm eröffnet, daß er die Verpflegungs: wundet, daß Wie mußte. Das Polizeipräsidium hat bekanntlich den Ankauf alter Sachen durch Händler und Trödler verboten; desto mehr be fremdet aber eine unter dem 24. August d. J. erlaffene, gestern im Submissions- Anzeiger" veröffentlichte Bekanntmachung dieser Behörde, daß Seitens des föniglichen Polizeipräsidii am 7. September dieses Jahres ausrangirte Uniformen der Schuhleute und Nachtwächter an den Meistbietenden öffentlich verkauft werden sollen! Wenn Gewerbetreibenden mit Rücksicht auf die Choleragefahr das Kaufen alter Kleider amtlich verboten wird, so sollte doch seitens der Polizeibehörde bis Aufhebung des Verbotes mit dem Verkauf alter Uniformen, die ja auch Ansteckungsstoff enthalten können, zurückgehalten werden. zogen werden. Der Hausdiener Ferdinand Krause, Reichenbergerstraße 123 wohnhaft, verheirathet, Vater von 4 Kindern im Alter von 10-5 Jahren, hat sich am 11. August aus seiner Wohnung entfernt und ist seitdem spurlos verschwunden. Auf seiner Arbeitsstelle ist derselbe nicht mehr eingetroffen. Die besorgte Familie nimmt an, daß ihrem Ernährer ein Unglück zugestoßen ist, und bittet dringend, jede Nachricht, welche auf seine Spur lenken könnte, sofort dem nächsten Polizeibureau oder dem Bureau des Verbandes der Geschäftsdiener, C Neue Grünftr. 10, I, TelephonAmt I. 810, zugehen zu lassen. Ferdinand Krause ist am 14. Juni 1854 zu Leyden geboren, mittlerer fräftiger Statur, hat schwarzen Schnurrbart und rasirten Backenbart, im Genic ein Muttermat. Bekleidet war derfelbe mit einem graugesprenkelten Gehrock, schwarzen Kammgarnhofen und Zugstiefeln. Neben seinen Arbeitszeugnissen führte derselbe 12 M. Geld und einen Korridorschlüssel bei sich. Angestellte behördliche Ermittelungen führten bisher zu feinem Resultat und wird um möglichst weite Verbreitung dieses Aufrufes im Besonderen durch Übernahme dieses in alle Zeitungen recht dringend gebeten. wendet. Neue Cholera- Erkrankungen sind in Berlin nicht vorgekommen. Als choleraverdächtig sind der Sanitätskommission 24 Fälle gemeldet worden, in denen jedoch nach den bisherigen Feststellungen lediglich Brechburchfall vorliegt. Die Kranten find zum Theil gar nicht einmal in das Moabiter Krankenhaus gebracht worden, sondern werden in ihrer Wohnung behandelt. In Charlottenburg ließ die polizeiliche Ueberwachung des Entgegen der Meldung hiesiger Blätter fann mitgetheilt werden, durch den Cholerafall der Frau v. Knobloch infizirten Hauses daß der Arbeiter Pettle, die einzige Person, die außer dem be- Kleiststr. 41 zu wünschen übrig. Nach dem in der Nacht zu vorgestern reits in der Rekonvaleszenz befindlichen Kaufmann Karpen in erfolgten Tode der Erkrankten war, wie uns glaubwürdig verBerlin gegenwärtig an der Cholera leidet, nicht gestorben ist, sichert wird, noch um 101/2 Uhr Vormittags der Verkehr aus dem wenn auch sein Zustand nach wie vor bedenklich erscheint. Auch Hause und in daffelbe in feiner Weise beschränkt. Die Leichenfledderer machen bei den jezigen warmen eine andere Mittheilung der Blätter ist unrichtig. Es wurde beAus Charlottenburg wird gemeldet, daß auch der Sohn der Abenden gute Geschäfte, da es noch Leute giebt, die Uhren und richtet, daß in dem Hause Göbenstr. 20 ein Cholerafall festgestellt verstorbenen Wittwe Augerstein, der Kaufmann Paul Angerstein, andere Werthfachen bei sich führen und in der Ermüdung auf worden sei, und man brachte diese Erkrankung in Verbindung vorgestern Abend um 6 Uhr der Seuche erlegen ist. Die Leiche den Bänken und öffentlichen Anlagen einschlafen. Einen bemit dem Todesfalle der Frau Landrock, die in dem Nebenhause, wurde, wie dies auch bei den übrigen Fällen geschah, fofort fonderen Erfolg hatten sie bei einem Biehhändler, der sich in der Göbenstr. 20a, gestorben ist. Gerade diese Verbindung erscheint nach dem Friedhofe gebracht. Die Familie der an der Cholera Nacht zum 31. v. M. in eine Baumgruppe des Friedrichshains geeignet, Beunruhigung hervorzurufen, da es den Anschein er verstorbenen Frau v. Knobloch hatte bei der Polizei um die Er gelegt und bis dreieinhalb Uhr geschlafen hatte. Man hatte wecken könnte, als ob sich in der Göbenstraße ein Choleraheerd laubniß nachgesucht, die Leiche auf dem hiesigen Invalidenkirch- ihm seine Geldtasche mit 275 M., außerdem seine Remontoiruhr, befinde. Nun ist aber, wie man sich erinnern wird, bei der Frau hose beerdigen laffen zu dürfen. Dieses Gesuch ist abschlägig be- ein Taschen- und ein Rafirmesser und aus der Brieftasche eine Landrock die Cholera nicht festgestellt worden, und auch in dem schieden worden; die Bestattung mußte in Charlottenburg voll- Altersversicherungs- Karte sowie einen Wander- Gewerbeschein entneuen verdächtigen Falle handelt es sich nicht um Cholera, sondern nach dem Ergebnis der ärztlichen Untersuchung um Infolge Vorkommens der asiatischen Cholera in CharlottenBrechdurchfall. Die Erfrankte ift eine Frau Pose, die übrigens burg ist, wie eine Lokalkorrespondenz meldet, der auf Dienstag, wurde vor einigen Wochen denunzirt, die Feierabendstunde überGroß- Lichterfelde. Man schreibt uns: Unser Wirth nicht einmal sehr schwer leidet und bald wieder hergestellt fein den 6. d. M., für Charlottenburg anberaumte große Pferde: schritten zu haben. Daraufhin erhielt derfelbe Strafe und Berdürfte. Zu einer Beunruhigung liegt also durchaus kein martt behördlicherfeits aufgehoben worden. Seitens des Mastürzung des Ausschanks um eine Stunde. Er legte dagegen Begistrats wie der königlichen Polizeidirektion sind wie in Berlin Beschwerden über Stänkereien" find jetzt an der Tages- bie umfaffendsten Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden. rufung ein, da an jenem Abend der Arbeiter- Gefangverein feine ordnung. Die Sanitätspolizei hat alle Hände voll zu thun, um Die Kontrolle auf dem Bahnhof der Stadtbahn wird sorgsam Uebungsstunde abgehalten hatte und zwar zum ersten Mal auf jenen Wochentag, vorher immer an einem andern Tag. Nach Alles das zur Erledigung zu bringen, was bislang versäumt wor geübt. Klarstellung der Sache wurde die Strafe zurückgezogen und dem den war. Daß es an gewissen Orten des schönen Berlin ganz Gastwirth die Stunde wieder zugegeben, dem Gefangverein aber schauderhaft stant, wußte am Ende Jeder. Über Jeder suchte folgendes Schreiben zugestellt: sich unter dem üblichen Pfui Teufel" so schnell wie möglich aus dem Bereiche der verpesteten Luft zu bringen. Erst heute ist man zu der Einsicht gekommen, daß es mit dem Stinken allein nicht abgethan ist, sondern daß viel schlimmere Dinge nachfolgen fönnen. Heute sei die Stanfchronit" Berlins wieder um zwei Fälle bereichert: In dem Hause Klosterstr. 64 sind eine ganze Ueber eine Arbeitseinstellung wegen Choleragefahr Menge Arbeiter beschäftigt. Auf dem Hofe befindet sich ein großer erhält die Volts- Zeitung" folgende Wittheilung: Angesichts der Speicher, in welchem mächtige Posten Felle lagern. Was die für einen Stank verbreiten, ist nicht zu schildern. Im Sommer ist's brohenden Cholera hatte der Arbeiterausschuß der H. S. Hermann'schen Buchdruckerei in der Beuthstraße im Laufe am schlimmsten, die heißen Tage der letzten Wochen ließen der letzten Tage wiederholt von der Geschäftsleitung Vorsichtsförmliche Stintwolten aus dem Speicher steigen. Die in den Arbeitsräumen beschäftigten Arbeiter hätten sehr gern die Fenster beitsräume, welche mehrere Gebäude einnehmen, durch Sprengen maßregeln verlangt und auch erreicht, daß die gesammten Argeöffnet, es war aber nicht möglich, denn die von dem Speicher von Carbol und dergl. desinfizirt und daß gekochtes Trinkwasser her dringende frische Luft", erzeugte beinahe Uebelteit. Mitten in die belebtesten Straßen der Stadt gehören doch solche Speicher und später Kaffee verabreicht wurden. Doch wurde eine gründ- zu verständigen, ob der Begriff„ politisch" ebenso ausgeweitet nicht, die müssen weit vor die Thore verlegt werden, wo der liche Reinigung der Arbeitsräume, welche nach den Aussagen der werden kann, wie ein alter Stiefel. Grund vor. " 11 Geftant Niemanden krank machen kann. Seitens der Polizei werden in den nächsten Tagen an sämmtliche hiesige Familien Auszüge aus dem Erlaß be 3 Reichs- Anzeigers" bezüglich der Lebensweise und diätisches Verhalten in der Cholerazeit vertheilt werden. Die Auszüge sind bereits im Drucke begriffen und werden durch Revierbeamte zur Ausgabe gelangen. " " In der Angelegenheit, betreffend die Abhaltung Ihrer Uebungsstunden am Montag jeder Woche, statt wie bis dahin Donnerstag, mache ich Sie darauf aufmerksam, daß der Verein nach den§§ 2 und 3 des Vereinsgesetzes vom 11. März 1850 verpflichtet war, die Verlegung der Uebungsstunden vorher rechtzeitig der Polizeibehörde anzuzeigen. Ich muß den Gesangverein Einigkeit" als einen politischen ansehen, da er nur Mitglieder annimmt, welche dem Arbeiter- Bildungsverein angehören. Für die Zukunft bitte dies gefälligst beachten zu wollen, Mariendorf. Der Amtsvorsteher: Dent. Wir behalten uns selbstverständlich vor, uns mit dem Herrn Das Gewitter, das am Dienstag Abend durch einen Theil der Mark Brandenburg zog, hat vielfach durch Blitschläge Schaden angerichtet, besonders auf dem Lande. In Tiekow, Garlik, Liekow und Flatow, alles Ortschaften aus dem Oft- und West- Havelland, schlug der Blitz ein und entfachte kleinere Brände. Arbeiter von in allen Winkeln angehäuftem Schmutz starren, trotz wiederholten Versprechens seitens der Geschäftsleitung nicht verSine zweite Klage geht uns aus der See- resp. Hennings- anlaßt. Infolge dessen fam es vorgestern Nachmittag zu einer dorferstraße zu. Vor den Häusern dehnt sich ein großes Brach etwa zwei Stunden währenden Arbeitseinstellung des gesammten feld aus, das lediglich als Müll- Abladeplatz benutzt wird. In Bersonals, welches erst hierdurch, sowie durch die Drohung mit einer Stunde landen dort oft 4-5 zweispännige Müllwagen, von der Bolizei das endgiltige Versprechen erzwang, daß noch heute den kleinen Fuhren ganz abgesehen, die ihres entfeßlich duftenden eine gründliche Reinigung vorgenommen werden solle. In Päwesin dagegen wurde durch Bithschlag ein größeres Feuer Inhalts entleert werden. Polizeilich ist es zwar verboten, hier entzündet, durch welches die Gehöfte der Bauern Lorenz, Dahms, Müll abzuladen, aber nur selten verirrt sich ein Schuhmann in Die Berliner Naturheil- Vereine werden die maßgebenden Schuricke und Kobeliß, welche zum Theil mit Erntevorräthen ge diese Gegend, und über die Einsprüche von Privatleuten lachen Behörden ersuchen, eine Baracke zur Verfügung zu stellen, in füllt waren, niederbrannten. In dem nördlich von Friesack be die Mülwagenkutscher einfach. So lange feine Bickelhaube zu welcher Cholerakranke nach dem Natur- Heilverfahren behandelt legenen Orte Natel traf ein Blisstrahl das Dominialgebäude und fehen ist, so lange wird in aller Seelenruhe der stinkende Müll werden können. Ferner wollen diese Vereine unentgeltlich Flug- äscherte es ein, wobei 60 Stück Vieh in den Flammen den Tod auf das Feld geworfen. Was diese Dunghaufen, welche den blätter an die Bevölkerung vertheilen lassen, in welchen be- gefunden haben. Eine Fran, welche damit beschäftigt war, einen gegenüber liegenden Häusern direkt vor die Thüren gesezt werden, schrieben ist, wie man sich gegen die Cholera schüßt und im Er- Bullen loszubinden, wurde von diesem lebensgefährlich verlegt. für Gerüche ausströmen, ist nicht zu sagen. Natürlich sammelt frankungsfalle zu verfahren hat, um möglichst schnell wieder ge- In Schönhausen brannte, gleichfalls durch Blisstrahl entzündet, fich eine Menge Ungeziefer an, für das giebt's ja ein gefundenes fund zu werden. Fressen". Die Fliegenplage ist entfehlich und es ist wirklich nichts Appetliches zu sehen, wenn ganze Schwärme von Fliegen sich von Einer der brei oder vier Fälle von asiatischer Cholera, den Dunghaufen erheben und in die Häuser bringen. Der Unrath die in Charlottenburg festgestellt wurden, läßt sich auf aus dem ganzen Stadtviertel wird sorgfältig zusammengeleſen, ben Geuchenherb Hamburg zurückführen. Die Wittwe von um den Anwohnern der Hennigsdorfer Straße vor die Nase ge- Knobloch in der Kleiststraße verstorben war, wie uns mit legt zu werden. Die Cholera ist eine furchtbare Seuche, fie fann getheilt wird, unmittelbar vor ihrer Erkrankung in Hamburg, aber auch Gutes erwirken. Hierzu ist zu rechnen das Ausmisten wohin sie zu einer Hochzeit eingeladen war. alter Pesthöhlen und hierzu wäre auch zu rechnen die strenge Ueberwachung des Verbotes der Schmuzablagerungen in der so wie so arg vernachläffigten Henningsdorferstraße. ein zum Bismarc'schen Stammgut gehöriges Wirthschaftsgebäude nieder. In dem föniglichen Remontedepot Bärenklau schlug der Blitz in den Remontestall, welcher dadurch vollständig niederbrannte. Am späten Nachthimmel fennzeichneten eine ganze Anzahl Feuerschetne den Lauf, den das Gewitter genommen. In Döbriz hat der Sturm die Windmühle des Mühlenbesizers Mewer umgestürzt. Ein entfehlicher Unglücksfall hat wieder' einmal Verans Unglückliches Umgehen mit einer Petroleumlampe hat laffung zu einer allgemeinen Revision der in öffentlichen Verwiederum den Tod eines Menschen herbeigeführt. Das sechszehn- gnügungslokalen aufgestellten Schaukeln, Karouffels, Rutschjährige Dienstmädchen Jda Reese, das in der Bierbach'schen babnen 2c. gegeben. Der jetzt im Osten Berlins wohnhafte LokoDie Ortsbehörde von Lichtenberg scheint es mit der Plättanstalt in der Mauerstraße 58 thätig war, hatte vorgestern motivführer A. besuchte fürzlich eines Sonntags mit seiner Gattin Parole der Krähwinkler Landwehr zu halten: immer langsam furz nach Mitternacht die brennende Petroleumlampe auf ihrem und seinen vier lebenden Kindern den Friedhof in Wilmersdorf. voran. Sie untersucht die ihr zur Beurtheilung unterstellten Schooß gehalten, um einer Kollegin zu leuchten. Dabei war sie In diesem Orte war er früher lange Zeit ftationirt gewesen, Fälle mit einer Gründlichkeit, die bedenklich viel Zeit in Anspruch vom Schlaf übermannt worden, die Lampe war ihrer Hand ent- und auf dem dortigen Friedhofe ruhten vier seiner Kinder, nimmt. Am 25. v. M., Vormittags, spielte der 4 Jahre alte glitten, und im Nu war die Unglückliche in Flammen gehüllt ge- die ihm in furzen Zwischenräumen gestorben waren. Nachdem Junge eines in der Köpenickerstraße wohnenden Arbeiters mit wefen. Schwer verletzt wurde sie nach der königlichen Universitäts- die Familie den Kirchhof verlassen, äußerte die Gattin den mehreren gleichaltrigen Gefährten auf der Straße. Schließlich flinik überführt, wo der Tod sie inzwischen von ihren Schmerzen Wunsch, nach dem Wegner'schen Lokale zu gehen, um daselbst hatte sich der Junge verlaufen und fand sich nicht mehr nach erlöst hat. eine Tasse Kaffee zu trinken. Der Gatte ging darauf ein und Hause. Er behauptet nun, von einigen Männern, die ihm Ein anderer, ganz ähnlicher Fall wird noch in Folgendem als der Kaffee getrunken war, erlaubte das Ehepaar den beiden ältesten Kindern auf deren Bitten, nach der Schaukel zu gehen. lachend versprochen hätten, nach der Köpenickerstraße zu gehen, berichtet: nach Lichtenberg verschleppt worden zu sein. Thatsache ist, daß Die in Friedrichshagen, Seestraße 44, wohnhafte Frau B. Bald darauf gingen die Eltern mit den beiden anderen Kindern, der Junge, barfüßig und barhäuptig wie er war, vom Amts- bereitete sich vorgestern auf einem Spiritus Rochapparat ihr Mittag- um zuzusehen. Plöglich riß sich das jüngste, zweijährige Kind biener in Lichtenberg aufgegriffen wurde. Dieser hörte sich wohl effen zu und goß, als der Spiritus während des Kochens ausging, von der Hand der Mutter los, lief, ehe dies Jemand verhindern bie Auskunft über Bohnung und Stand der Eltern, die ihm das fofort aus einer Blechkanne/ hiervon auf den noch glühend er- fonnte, unter der die Schaukel umschließenden Berrière hindurch Rind gab, mit an, gab dasselbe aber kurzer Hand noch an higten Behälter nach. Die Folge war, daß der Spiritus in und geradewegs auf die im Schwunge befindliche Schaukel zu. demselben Zage bei einer Frau in Pflege, welche in dem Brand gerieth und die Kanne explodirte. Die bedauernswerthe Das Kind wurde von der Gondel der Schaukel erfaßt, zu Boden Hause wohnt, in welchem die Bureaus der Ortsverwaltung Frau eilte in ihrer Todesangst, gefolgt von ihren Kindern, in geschlagen und war nach wenigen Minuten eine Leiche. Die untergebracht find. Die Mutter Des Kindes merkte hellen Flammen stehend, die Treppe ihrer Wohnung hinunter auf Schaufel hatte ihm den Schädel zerschmettert. Die Untersuchungs Deffen Abgang bereits nach anderthalb Stunden. Als die Straße, woselbst der hinzugeeilte Hauswirth die Flammen hat sich nun zunächst darauf gerichtet, ob die Besitzer des Lokal und der Schaukel bei der Aufstellung einen Verstoß gegen die gesetzlichen Vorschriften gemacht haben. Der Wirth beruft sich indeffen darauf, daß die Anlage von dem königlichen Kreisbaumeister abgenommen und als vorschriftsmäßig befunden worden sei. Anscheinend wird sich also Niemand finden, der für den hin hat der Unglücksfall zu einer weiteren Revision derartiger Anlagen in den Vororten Berlins geführt. Soziale Uebersicht. Aufruf zur Sammlung der neuen Arbeitsordnungen. Genossen aller Orten! Seit 1. April d. J. habt Ihr von Nr. 179a: Kein Unterricht. In allen Lehrfächern, mit Ausnahme Mathemati und Buchführung, fönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jetzt im Laufe des Semesters, eintreten. Deutscher sozialdemokratischer Leseklub in Paris.„ Cafe de la Nouvelle Poste", Ecke von Rue Montmatre und Rue Etienne Marcel, Eingang Rue Etienne Marcel. Jeden Sonnabend öffentliche Versammlung; den Unternehmern für alle Arbeitsstätten schriftliche Arbeits- reiche Bibliother, Zeitungen, franzöfifcher Unterrichtung deutiche arbeiter, fremd nach Anlehnungspunkt, Rath und Belehrung. ordnungen verkündet, angeschlagen und ausgehändigt erhalten. In diesen schriftlichen, meist gedruckten Arbeitsordnungen, Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonnabend, Abends die vielfach in Eure Lohnbücher geheftet sind, stehen die Unter- 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Grüne Eiche, Nirdorf, Hermann- und Knesebeckstr.- Ecke bei Beyerle. 2yrania, LandsbergerArbeiter- Bildungsschule. Am Sonntag, den 4 Sep- nehmervorschriften schwarz auf weiß verzeichnet, denen Ihr be- ftraße 31 bei Musehold. – Sanges: Echo, Naunynstraße 86, bei Zubeil. Glück zu, bei tember, fällt der Unterricht für Nationalökonomie aus. Am züglich der Arbeitszeit, der Kündigung, des Lohnempfanges u. s. w. Freundschaft 2, Friedenstraße Nr. 48 bei Tollfühn. Senebel, Badstraße 58( Gesundbrunnen). Phönix, Bülowstraße 65 bet Sonntag, den 11. und 18. September, werden Vorträge über nachkommen müßt. Bredlow. Teltow in Teltow, Schwarzer Adler.- Esmeralda, KönigsPoft und Verkehrswege, im Anschluß hieran am Sonntag, den Genossen! Aus ganz Deutschland sollen diese Arbeits- bergerstr. 24.- Liederkranz in Brandenburg, Mengert's Boltsgarten. ordnungen gesammelt und dann veröffentlicht werden, damit es Hand in Hand 2, Friedrichsberg, Friedrich Karlstraße 11 bei Heinecke, 25. September, ein Besuch des Postmuseums stattfinden. Gesundbrunner Männerchor, Gesundbrunnen, Prinzen- Allee 10. einmal genau bekannt wird, unter welchen UnternehmerBund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. vorschriften Ihr in jedem Gewerbe arbeitet. Das wird eine Aue Buſchriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, Musterkarte der privaten Fabrikgesetzgebung liefern, unter welcher sind zu richten an Mar Gent, Berlin N., Belforterftr. 26, 1 Tr. Sonndie deutschen Arbeiter stehen, und diese Musterkarte wird für unsere abend: Theaterverein Iphigenia", bet Kramer, Rixdorf, Herrmannstraße Nr. 140. Tambour Verein Borwärts" Rigdorf, Herrmanngroße gemeinsame Sache von großem Werthe sein. und Wandzlickstraßen- Ecke bei Rober. Tambourverein Deutsche Eiche Genoffen und Arbeiter! Sorge Jeder für Ablieferung einer bei Niederschuh, Fürbringerstr. 7.- Rauchklub, Anita" bei Rezke, WeberRauchklub Dornröschen bei krech, Schufstraße 104. Arbeitsordnung aus seiner Werkstätte, und zwar an die Stelle, ſtraße 15. Geselliger Verein Nord" bei Krüger, Fennstr. 5. Geselliger Verein welche an seinem Orte bekannt gegeben wird. ,, ustige 13" bei Schatnat, Dresdenerstr. 28. Geselliger Verein WaldesGewerkschaften und Kollegen von der Parteipresse! Sorgt grün" bei Buchholz, Krautftr. 6( Alle 14 Tage). Geselliger Verein, Gut Geselliger Verein Italia" bei Boite, Kollbergerfür das Bekanntwerden dieses Aufrufes, verlest ihn in allen ei!", Nene Königstr. 89. Straße 23. Geselliger Verein Jugendfreunde" bei Schulz, Prenzlauer Versammlungen, errichtet Sammelstellen, die Ihr bekannt gebt auee und Tresckowstraßen- Ecke. Vergnügungsverein Helgoland 2 bet und schickt längstens in zwei Monaten die gesammelten Arbeits- Miegel, Stralauerstr. 57. ordnungen mit Euren Bemerkungen dazu an uns ein. Die Verarbeitung und Veröffentlichung erfolgt dann in kürzester Frist. Keine Arbeitsordnung aus den Werkstätten aller Gewerbe darf fehlen. Mit sozialdemokratischem Gruß und Handschlag Die Redaktion des Vorwärts* Berlin SW., Beuthstr. 2. Die egyptische Ausstellung an der Stadtbahn, Station Zoologischen Garten, bietet den durch die Nähe der CholeraInvasion bedrückten Berlinern des Interessanten und Packenden genug, um auf einige Stunden den unheimlichen Gaft vergessen zu lassen. Die braunen Gäste aus Afrifa sind uns großentheils schon von früher bekannt und führen uns neben ihren verwegenen Reiterkunststücken in dem Einzug der Mekka- Karawane in Kairo recht lebendige, malerische Bilder vor. Das arabische Kaffeehaus vermittelt uns die Bekanntschaft egyptischer Musifer und hübscher Chansonetten, deren eigenartige Tanzbewegungen mit ihren Zwerchfellerschütternden Muskelzusammenziehungen am Rumpf namentlich das Intereffe der Damen auf sich zogen. Weniger grazios nehmen sich die tanzenden Suaheli- Neger aus, die unter den einförmigen Tönen des trommelartigen Instruments ihr Hintertheil hin und her schieben. Orientalische Bazare mit etwas dürftigen Auslagen, Beduinenlager mit fleißigen Frauen und Iuftigen Männern, egyptische und syrische Handwerker( Töpfer, Konditoren, Tischler, Drechsler, Graveure 2c.), die mit erstaunlicher Fertigkeit bei primitivstem Handwerkzeug arbeiten, vervollständigen das bunte Bild. Polizeibericht. Am 1. d. Mts., Nachmittags wurde vo dem Hause Weberstr. 40 ein 14jähriger Knabe von einem Stein wagen überfahren und am Fuß so bedeutend verlegt, daß er nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden mußte. Auf dem Boden des Hauses Moltkestr. 7 wurde ein Tischler erhängt vorgefunden. Abends brachte sich ein Kellner in der Schankwirthschaft Ackerstr. 115 eine Schnittwunde am Halse bei und mußte nach dem Lazarus- Krankenhause gebracht werden. Im Laufe des Tages und in der darauffolgenden Nacht fanden drei Brände statt. Seit gestern sind weitere Erfrankungen an der asiatischen Cholera nicht zur Anzeige getommen. Gerichts- Beitung. Wegen eines unter erschwerenden Umständen begangenen Diebstahls hatte sich gestern der Photograph Nißle vor der 127. Abtheilung des Schöffengerichts zu verantworten. Der Angeklagte war mit einem Billetverkäufer auf dem Bahnhofe Friedrichstraße befreundet. Er holte denselben häufig ab, nachdem der letzte Stadtbahnzug von dort abgegangen und der Billetverkauf geschlossen worden war. Eines Abends fam der Angeklagte früher wie gewöhnlich, sein Freund lud ihn ein, ins Bureau zu treten, bis er mit dem Tagesabschluß fertig sei. Niple folgte der Einladung und ging hinter dem Rücken des Beamten auf und ab, bis dieser seine Arbeit beendet hatte. Dann gingen sie zusammen fort. Als der Billetverkäufer in der Frühe des nächsten Tages den Dienst wieder antrat, entdeckte er zu seinem Schrecken, daß eine Rolle mit 50 M. und ein Block Fahrkarten zweiter Klasse fehlten. Nur sein Freund Nißle konnte der Thäter sein. Diefer leugnete seine Schuld im Termine mit aller Entschiedenheit und ließ durchblicken, daß der Beamte eine von ihm begangene Unterschlagung durch die Diebstahlsanzeige von sich abwälzen wolle. Der Angeklagte verschlimmerte seine Lage durch diese Art der Vertheidigung nur, denn der Gerichtshof hielt ihn für zweifellos überführt und ging über den auf zwei Monate Gefängniß lautenden Antrag weit hinaus. Das Urtheil lautete auf sechs Monate Gefängniß, auch wurde der Angeklagte bei der Höhe der Strafe sofort in Haft genommen. An die Mitglieder des " Versammlungen. : " Depeschen: ( Depeschen des Bureau Herold.) Bremen, 2. September. Auf demselben Lloydkahn, dessen Arbeiter an der Cholera gestorben ist, erkrankte auch der Kapitän an der Cholera, derselbe befindet sich indessen auf dem Wege der Befferung. In der letzten Nacht ist ein an der Cholera erkrankter Ruffe in die Krantenanstalt gebracht und seine Familie streng isolirt worden; derselbe war von Riga über Hamburg hier gestern angekommen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) In der freien Vereinigung der Getreideträger und Speicherarbeiter hielt am 28. August Genosse Hoffmann einen sehr lehrreichen Vortrag über Lassalle's Leben und Wirken. Sprottau, 2. September. Reichstags- Stichwahl im WahlDie Versammelten spendeten dem Redner lebhaften Beifall und freise Sagan- Sprottau. Bis jetzt sind gezählt in den Städten ehrten das Gedächtniß Lassalle's durch Erheben von den Plätzen. Sagan und Sprottau, sowie 28 Ortschaften des Wahlkreises: für Kollege Otto sprach dann im Sinne des Referenten über die Dr. Müller( dfr.) 4148, für Rittergutsbesitzer v. Klizing( t.) Organisation, wie sie Lassalle schon vor 30 Jahren wünschte. 2624 Stimmen. In der Stadt Sprottau wurden für Dr. Müller Einige vom Kollegen Plötz in Betreff des Lehrter Stranges 896, für v. Klizing 325 Stimmen abgegeben. geäußerte Ansichten wurden durch die Kollegen Otto, Sauer Sagan, 2. September. Reichstags- Stichwahl im Wahlkreise und Sausmitat widerlegt, indem sie hervorhoben, daß man Sagan- Sprottau. Bis jetzt find gezählt in den Städten und erst recht die Kollegen ermuntern müßte, damit sie der Vereinigung 59 Ortschaften des Wahlkreises: für Dr. Müller( dfr.) 6177, für beiträten. Schlösser wünschte, man solle mit der Kaufmann- v. Klizing( t.) 4517 Stimmen. schaft nicht unterhandeln, sondern direkt gegen die Unternehmer vorgehen. Zum Schluß wurden die Kollegen August Schmidt, Frih Simte, Karl Münch zu Kandidaten für das Gewerbegericht gewählt. Rordschule, Müllerstr. 179a. Sonnabend, den 3. September, Abends s uhr: Vortrag des Hrn. Dr. Joel über„ Die Entwickelung des Menschen" Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter. Filiale Charlottenburg. Sonnabend, den 3. September, Abends 8 Uhr, bei Müller, Rosinenstr. 1: Berichterstattung von der Generalversammlung. Tischlerverein. Versammlung mit Frauen am Sonnabend den 3. September, Abends 9 Uhr, Melchiorstr. 15. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Dr. Stahn über„ Cholera". Beschließung einer Herrenpartie. Verein der Rügenwalder. Versammlung am Sonnabend, den 3. September, Abends 8 Uhr, in der Leipzigerstr. 134. Vortrag des Herrn Krucz des Herrn Dr. Müllerheim über über Versicherungswesen" eventuell " Cholera". Nener Berliner Handwerkerverein, früherer Verein Bildung und Gefelligteit Berlin. Sonnabend, den 3. September, Abends 9 Uhr, VereinsVersammlung bei Müller, Johannisstr. 20. Vortrag des Referendars Herrn Arthur Daniel Aus dem Rechtsleben" Zentral- Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer. Bezit 1 Friedrichsberg und Rummelsburg. Versammlung am Sonntag, den 4. September, Borm 10 Uhr, in Herzogs Salon, Memelerstr. 68. Bericht der Delegirten von der Generalversammlung. Verein der Einscher und Tischler. Sonntag, den 4. September, Vormittag 10% Uhr, Bersammlung bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Tagesordnung:" Fortschritt der Achtstunden- Bewegung. Referent E. Roland. 10% uhr, Rosenthalerstr. 32. Thema: Reue. Freireligiöse Gemeinde zu Berlin. Sonntag, 4. September, Borm. Verein me lege freireligiösen Lebens. Sonntag, den 4. September, Vortrag des Herrn Waldeck Manaffe über vorm. 10 Uhr, Beuthstr. 22. ,, Goethe als Freidenter". Humanistische Gemeinde. Sonntag, den 4. September, Bormittags 10 Uhr, Kommandantenstr. 77-79: Vortrag des Herrn Schäfer über unsere Aufgabe in Hinsicht auf die der Menschheit". Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 4. September, Abends 8 Uhr, in Gratweit's Bierhallen, Kommandantenstraße 77-79. Vortrag des Herrn W. Ulrich aus New- Yort über Phrenologie oder Schädellehre". Prattisch erläutert an Menschen- und Thierschädeln. Gäste willkommen. Nach dem Vortrage Tanz. Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend, Abends 8%-10% Uhr. SüdSchule, Hagelsbergerstr. 43: Unterricht in Deutsch( unt.); Süd- Ost Schule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Buchführung; Ost- Schule Martussir. 31: Unterricht in Deutsch( unt.); Nordschule, Müllerstraße Allen Freunden und Bekannten zur 4. Berl. Reichstags- Wahl- Nachricht, daß mein lieber Mann der Buzer kreises! Am 31. August starb unser Mitglied, Der Genoffe Rudolph Friese an der Proletarierkrankheit. Er war ein treuer Kämpfer für Freiheit und Gerechtigkeit. Robert Kaßner, Danksagung. 1801 b Allen Freunden, Bekannten und Genoffen, die meinem lieben Mann und Hamburg, 2. September. Unter den von dem Kaiserlichen Gesundheitsamte in Berlin gemeldeten Ziffern über den hiesigen Stand der Cholera am 1. September, nämlich 626 Erkrankungen und 116 Todesfälle, find 266 nachträglich gemeldete Erkrankungsund 11 Todesfälle von vorhergehenden Tagen einbegriffen. Die Zahl der Erkrankungen hat gestern gegen vorgestern etwas zu genommen, die der Todesfälle hat wesentlich abgenommen. Insgesammt sind 4514 Erkrankungs- und 1894 Todesfälle zur Meldung gelangt, 3917 Erkrankte und 1877 Todte wurden insgesammt transportirt. Jufolge des Verbots der Ausfuhr gebrauchter Wäsche aus Hamburg ist unter den Bleichern der umliegenden Ortschaften ein großer Nothstand eingetreten. Havre, 2. September. Gestern sind hier 50 neue Erfrankungen und 15 Todesfälle an Cholera vorgekommen. Briefkaffen der Redaktion. . S. 31. Das wird nicht als Strafe gerechnet. 101. Die Zivilliste wird vom preußischen Staat bestritten. Trapp. Derartigen unverbürgten Mittheilungen können wir feinen Raum gewähren. G. S. 100. Durch die Stralauer und Tegeler Wasserwerke. G. S. Osten. Wenden Sie sich an das Polizeipräsidium. R. St., Buchbinder. Sie tönnen sich noch freiwillig melden. Taufschein und Erlaubnißschein des Vaters. W. 2. H. Nur als König von Preußen. St. 2. Sie haben mit der Sache nichts zu thun. Karl Wunderlich. Bericht war schon von anderer Seite eingegangen und ist in gestriger Nummer veröffentlicht. Köpnickerstraße. Nein. Oppelnerstr. 19. Der Wirth ist verpflichtet, den ordnungsmäßigen Zugang zum Hause für den Verkehr während der Tagesstunden frei zu halten. Freireligiöse Gemeinde. am 31. August nach langem, schwerem unserm guten Vater die letzte Ehre er Rosenthaler- Straße Nr. 38. Leiden sanft entschlafen ist. Die Be- wiesen haben, besonders dem Gesang- Sonntag, Vormittags 1014 Uhr: dem Herrn Manaffe für Rheinländischer Tunnel. Genannt: ,, Die fidele Nagelkiste", Berlin N., Elsasserstrasse No. 73, neben dem königl. Leihamt. erdigung findet am Sonnabend, den die inofreichen Worte arabe es Vortrag v. Hrn. Dr. B. Wille: Neu! Das Gänsespiel. Neu! am 3. September, Nachmittags 4 Uhr, von der Leenhalle des Michael- Kirchhofes Berstorbenen sagen wir unseren wärm1811 b sten Dank. aus statt. Die trauernde Wittwe Wwe. Schulz nebst Kindern. Soeben erschienen: Wie schützt man sich gegen die 2. Kaßner nebst Tochter. Todes- Anzeige. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 4. September, Bormittags 10 Uhr, von der Zeichenhalle des Emmauskirch- Den Mitgliedern des Skatklub Vorhofes statt. Um zahlreiche Betheiligung wärts und dessen Freunden zur Nacherfucht[ 398/5] Der Vorstand. richt, daß unser Vorsitzender Todes- Anzeige. Max Opiz Allen Freunden und Bekannten die am 31. August verstorben ist. traurige Nachricht, daß unser lieber Die Beerdigung findet am Sonnabend, Reue", Gäste sehr willkommen. 89/20 Für 15 Pf. ein Glas Bier u. eine Gans. Einen prachtvollen Regulator extra gratis! Näheres die Plakate und im Lokal, pfeifend, 1,25 all. Art billig. [ 17926 Staare, meie Mäuse 10 Bf., weiße 2864L) H. Schultze( mit'n 3.) Cholera? Naturheilverfahren v. Dir. M. Canik. Tüchtige Händler, Kolporteure gesucht. Preis 25 Pfg. Sohn Max im Alter von 8 Monaten den 3. D. M., Nachmittags 2 Uhr, vom Buchhandl. R. Klinger, Beinſtr. 28. storben ist. firchhof statt. Der Vorstand. Die Beerdigung findet Sonntag, Um rege Betheiligung ersucht den 4. September, Vormittags 10 Uhr 18036 vom Trauerhause Gubenerstr. 12a nach dem städtischen Friedhofe in Friedrichsfelde statt. 1805b Die trauernde Familie Kaifer. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß unser Bruder Robert Linneken am 1. September gestorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag Nachmittag um 5%, Uhr vom Moabiter Krankenhaus aus statt. 1812b Die Hinterbliebenen. Nur 1 Mark. Klagen, Eingaben, Reklamationen. Rath im Zivil- und Strafprozeß. Gin der deutschen Wagenbauer. Am31. August verschied nach schwerem Leiden unser treues Mitglied, der Schmied Rudolf Friese. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 4. September, Vormittags 10 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes in Briz aus statt. 371/12 Die Ortsverwaltung. Bezirk IV. Großes Gänse- und Entenziehung von Forderungen. Pollak, Ausspielen u.-Schießen am Sonnjezt Blumenftr.19 II r. Auch Sonntags. I abend, Brizerstr. 22. 1810b Pfandleihe jest wienerſtr. 1 1, von G. Meyer, Eing. Staligerstr., beleiht j. Werthfache. Arbeitsmarkt. Suche wegen Todesfall eine anständige Frau in den 40er Jahren zur Führung einer kleinen Wirthschaft mit einem Kinde. 3. m. Sonntag 9-4 Uhr Steglit, Adolfstr. 10. Mergeltuhl. Achtung! Ratten 75 Pf., Kaninchen 40 Pf., MeerPf., ( früher ſchweinchen 1 Mark, Lauben 50 Bf Philipp's Festsäle Stein) Stachelschweine zum Vertreiben von Schwaben in 4-5 Tagen, Stück 1,25, Rosenthalerstr. 38. Fernspr. A. 3 Nr. 130 Berlin, Schlesischer Bahnhof. empfiehlt M. Redtmann, Stralauerpl. 21. empf. feine Süle allen Festlichkeiten Kinderwagen. Audreaunr.23.5.p.net. Mittatisch zu fleinen Preisen. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10 Wohnungen 50, 55, 60 Thlr., Hennigsdorferstr. 24, 1 Tr. Gesunde Den Parteigenoffen empfehle mein reichhaltiges Lager in Bigarren, Zigaretten und Tabaken. 1375b Spez. ff. 5- und 6- Pf. Zigarren. M. Vok, Berlin SO., Köpnickerstr. 39a. Allen Freunden und Genossen zur Ein Varteigenoffe, Redakteur eines Nachricht, daß ich SwinemünderBraße Nr. 120 ein alle 14 Tage erscheinend. Gewerkschafts2915 Hochzeit, Ball, Kommers 2c.) mit u. ohne vorzügl. Vorzügliche Abendkarte. Empfehle nach wie vor mein ver. größertes Lokal, franz. Billard 2c. Dem verehrten Publikum. Vorwärts, Volks- Tribüne, Volks- Zeitung, fomie andere Zeitungen liegen aus.[ 1142L M. Berndt, Oranien- u. Alexandrinenstr.- Ecke. Nene Hosen, Hosen u. Knabenzüge spottbillig. blattes, fucht Stellung( gleichviel welcher Weiß- und Bairisch- Die Bierlokal Art) bei einem Parteiblatt oder in einer Parteidruckerei event. auch Volts- Buchbandlung, in welcher er fein Gewert mit Garten eröffnet habe und bitte schafts Blatt nebenbei redigiren kann. Adressen unter„ Redakteur" an die Red. d. Bl. erbeten. um gütigen Zuspruch. Joh. Gnadt. fandleihe Skaligerstr. 13. billigsten Wohnungen find Cös linerstraße 3 zu 50-60 Thlr. auch inzelne Stuben mit Kochofen. Empfehle den Genossen mehrere kleine Wohnungen. 2853L Ziemer, Cuvryftr. 17, neue Nr. 25. Möbel-, Spiegel- a. Polsterwaaren- Magazin von Aug. Herold, SW. Oranien- Straße 8384. SW. Berantwortlicher Redakteur:( J. V.) Mag Held in Berlin Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 5211 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 206. Juni. Unterm ,, nenen Kurs". Sonnabend, den 3. September 1892. September 1892. O aedoeld 9. Jahrg. 1. Frankfurt a. O. Genosse 3appay, Redakteur der " Märt. Volksstimme", wegen Polizeikommissar- und Stadtrathsbeleidigung 100 M. Geldstrafe; Genosse Buder ( als Verleger) von der gleichen Anklage freigesprochen. " Burgstädt. Zwei Genossen wegen Tragens von Kränzen mit rothen Schleifen bei einem Leichenzuge zu 9 M. Geldstrafe, event. 3 Tagen Gefängniß. = Bruch i. W. Genossen Scholz, Rummler und Knocke zu 10 M. und Genosse Rosian 20 M. Strafmandat wegen Theilnahme an einem unerlaubten Aufzuge. 2. Wilhelmsburg. Der Vorsitzende des Sozialdem. Vereins 30 M. Polizeiftrafe wegen unerlaubter Festabhaltung ( Märzfeier) und ebensoviel der Wirth. Zimmermann P. Butter drei Wochen Mittelarrest, weil er am Tage der Kontroll- Versammlung als Referent in einer Versammlung aufgetreten. " Wurzen. Genosse Thiele, Redakteur der„ W. 3tg.", wegen Bürgermeisterbeleidigung 1 Monat Gefängniß. » Leipzig. Genosse Gradnauer, Redakteur der„ S. Arb.- 3tg.", vom Dresdener Landgericht wegen fahr lässiger" Berächtlich machung von Staatseinrichtungen mit i Monat Gefängniß beglückt, vom Reichsgericht kostenIos freigesprochen. 3. Köln. Zwei Mitglieder des Lese- und Diskutirklubs Brüderlichkeit" wegen Gotteslästerung zwei Monate Gefängniß. 5. Leipzig. Das gegen Genossen Schöder in Bernau gefällte Urtheil( 4 Wochen Gefängniß) wegen Vergehens gegen § 130 des Strafgesetzbuchs wird reichsgerichtlich bestätigt. 7. Berlin. Handschuhmacher Haubig wegen unerlaubter Sammlung( für die streifenden Handschuhmacher), vom Friedrichshagener Amtsrichter mit 3 M. Polizeimandat belegt, freigesprochen. 9. Wandsbeck. Genossen Beese, Efftinger, Ro3. bizti und Schley, wegen Abhaltung einer nicht.ge nehmigten Versammlung mit je 25 M. Polizeimandat be legt, vom Schöffengericht freigesprochen. . » Küftriu. Tischler Krause aus Bellin wegen Majestätsbeleidigung 2 Monate Gefängniß. Berlin. Der Redakteur des „ Gastwirthsgehilfen", 2. Ebert, wegen Gastwirthsbeleidigung 50 M. Geldbuße event. 5 Tage Gefängniß. . Wesselburen. Genossin Rähler aus Wandsbeck wegen Polizeibeleidigung 1 Woche Gefängniß. Magdeburg. Genoffe Göcke aus Gr. Ottersleben von der Anklage der Majestätsbeleidigung freigesprochen. Staatsanwaltsantrag: 3 Monat Gefängniß. In derselben Sache wurde f. 3. Gen. Köster zu 4 Monaten Gefängniß verurtheilt. Halle. Genosse JIIge, Redakteur des Volksblatt", wegen Beleidigung eines Domänenpächters 100 M. Geldstrafe. 10. Dresden. Genosse Dergel, Redakteur der„ S. Arb.3tg.", wegen Pastorenbeleidigung 1 Monat Gefängniß. Mülheim a. Rh. Zwei Genossen von der Antlage unerlaubter Rolportage freigesprochen. 11. Gelsenkirchen. Genoffe Schlice, Redakteur der Bergarbeiter- Zeitung, wegen Uebertretung des Vereinsgesetzes 15 M. Geldstrafe. . 90 " aufgehoben und die Sache zu erneuter Verhandlung nach Magdeburg verwiesen. „ Magdeburg. Genossen Kunert Breslau, Pape und Krüger Halle wegen Theilnahme an einer auf Grund des Sozialistengesetzes verbotenen Bersammlung je i Monat Gefängniß. 21. Königsberg. Genosse Schulze von der Anklage der Aufreizung freigesprochen. Referats mit warmen Worten Eintreten in die Berathung der vorliegenden Statuten. In der Diskussion über das Referat hoben Döblin aus Berlin, Kralit aus Wien und der ungarische Delegirte Rosenfeld die Schwierigkeiten und gesetzlichen Hindernisse hervor, die in ihren resp. Ländern dem Beitritt zu einem internationalen Verbande entgegenstehen. Döblin beantragte, die vorgelegten Statuten zwei nach der Sprache gebildeten Gruppen zur Vor22. Berlin. Wegen Polizeibeleidigung( in einer Versammlung berathung zu überweisen, was auch beschlossen wurde. des Leseklubs„ Spinoza") Tischler Schitttowski und Schwierigkeiten bot die Regelung der internationalen Rindt je 50 M. Geldstrafe. Reiseunterstützung, da die romanischen Delegirten auf" Halberstadt. Genosse Osterburg, Redakteur der fallend wenig Solidaritätssinn bekundeten und es abzulehnen er" Sonntags- Zeitung"," wegen Kriegervereinler- Beleidigung klärten, ausländischen Verbandsmitgliedern die gleiche Reise300 M. Geldstrafe event. 30 Tage Gefängniß. Staats- unterstützung wie den eigenen Mitgliedern zu gewähren. anwalts- Antrag: 14 Tage Gefängniß. Pariser Delegirte erklärte, man könnte nicht an solche Kollegen Breslan. Genosse Thiel, Redakteur der Volkswacht", Reiseunterstüßung gewähren, die kein Wort französisch verstehen. von der Anklage der Polizistenbeleidigung freigesprochen. 23. Berlin. Wegen Polizeibeleidigung( begangen in einer Tischlerversammlung) Tischler Rindt und Schitt towsti je 50 M. Geldstrafe. Burg Magdeburg. Genosse und Pohlmann Steyer wegen Polizeibeleidigung 50 bezw. 75 M. Geldftrafe. 39 B Güstrow. Genosse Borchert und Jahnte wegen Nöthigung 14 beziv. 10 Tage Gefängniß. 24. Schmalkalden. Wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt Genosse Hugo 20 M. Geldstrafe event. 5 Tage, Genosse Befitty 3 Wochen Gefängniß. Leipzig. Das wegen Majestätsbeleidigung gegen Genossen Kunert gefällte Urtheil( 3 Monate Gefängniß) wird vom Reichsgericht wegen Verjährung aufgehoben. Solingen. Genosse Schumacher, Redakteur der ,, Berg. Arbeiterst.", von der Anklage der Fabrikantenbeleidigung freigesprochen. Nürnberg. Genoffe Dehme, Redakteur der Fränk. Tagesp.", von der Anklage der Gendarmen- und Polizisten beleidigung freigesprochen. " " " Apolda. Genosse Baudert wegen groben Unfugs ( hißte am 1. Mai auf seinem Hause eine rothe Fahne) 10 M. Geldstrafe. " Der Kralik beantragte, daß alle reisenden Mitglieder ohne Unterschied der Sprache das landesübliche Viatifum erhalten sollen, welcher Antrag nach weiterer Diskussion auch angenommen wurde. Bezüglich des internationalen Buchdruckerverbandes be antragte die germanische Gruppe folgende Resolution: Die Vertreter der germanischen Organisationen erklären Namens ihrer Berbände, daß in Lohnbewegungen nur nach vor In bergegangener gemeinsamer Verständigung einzutreten ist. Streitfällen soll eine, alle Mitglieder der betheiligten Verbände belastende Steuer erhoben werden. Die genannte Gruppe ist ferner für Schaffung einer Zentralstelle, welche die internationalen Beziehungen zu vermitteln hat. Die Kosten dieser Zentralstelle werden auf die einzelnen Verbände nach Maßgabe ihrer Mit. gliederzahl vertheilt. In denjenigen Ländern, wo sich einer inter nationalen Vereinigung Schwierigkeiten entgegenstellen, geschieht die Verständigung durch einen nationalen Sekretär. Die Zentralstelle wird verpflichtet, alle die internationalen Interessen be= rührenden Angelegenheiten schnellstens den betyeiligten Verbänden zur Kenntniß zu bringen. Organisationen, die dem Beschlusse des Rongresses hinsichtlich der Gewährung der Reiseunterstüßung nicht nachkommen, sind von einer Betheiligung ausgeschloffen." Die romanische Gruppe beantragte die Gründung 25. Frankfurt a. M. Der Vorfizende einer Versammlung Beitragen für die Verbände resp. 5 Gts. pro Mitglied und Monat. in Eschersheim wegen Uebertretung des Vereinsgefeßes Angenommen wurde die Resolution der deutschen Gruppe 15 M. Geldstrafe, die übrigen Angeklagten freigesprochen. mit der einzigen Abänderung, daß der Schlußsah heißen soll: 27. Chemnių. Genosse Fröhlich, Redakteur des Be- Berbände, die binnen Jahresfrist nicht dem Schlußsay der obachter", auch vom Landgericht( wie vom Schöffengericht) gefaßten Resolution nachkommen, sind ausgeschlossen." wegen Fabrikantenbeleidigung 2 Monate Gefängniß. Zur Erledigung einiger weiterer Punkte des Statuts wurde 28. Erfurt. Genosse Hülle, Redakteur der Thüringer eine dreigliedrige Kommission eingesetzt, die folgenden Bericht er Tribüne", wegen zwei Fällen stattete, der vom Kongreß angenommen wurde: groben Unfugs in ( Boykottirung des Teichmann'schen Cichorienkaffee's) 30 M. und wegen des gleichen Vergebens( Abdruck des Artikels: Der Zar irrsinnig") 15 M. Geldstrafe. Berlin. Eine gegen Genossen Schippel erhobene An- 20 flage wegen eines am 10. Februar 1890 in der Berliner Bolts- Tribüne" erfolgten Abdrucks eines Artikels aus dem " Sozialdemokrat" mußte wegen Verjährung eingestellt werden. Breslau. Genosse Thiel, Redakteur der„ Bolfswacht", wegen Fabrikantenbeleidigung 500 M. Geldstrafe eventuell 100 Tage Gefängniß. Staatsanwalts- Antrag 6 Wochen Gefängniß. " 29. Mainz. Genosse Sprenger, Redakteur der Mainzer Volkszeitung", von der Anklage der Polizeibeleidigung frei " " # * 1. Die Mittheilungen der Zentralstelle erfolgen im Zirkularwege oder durch die Verbandsorgane. 2. Der nächste Kongres findet zu einer Zeit und an einem Orte statt, die von der inter3. Der nationalen Rommiffion für geeignet gehalten werden. leitende Verband ernennt eine Revistonskommission, welche die 30. Gelsenkirchen. Genosse Schlicke, Redakteur der pflichtet, jährlich einen Rechenschaftsbericht zu erstatten, der auf Bergarbeiter Zeitung", wegen öffentlicher Beleidigung dem Zirkularwege den Verbänden zur Kenntniß gebracht 4 Wochen Gefängniß. wird. Die Zentralverwaltung bestimmt die Aufgaben und die Münster. Wegen Hergabe der Maifest- Zeitung" ohne Entschädigungen ihrer Funktionäre. Die Organisation, welche Rolportageschein der Filialexpedient der Bielefelder die internationale Kommission ernennt, ist verantwortlich für de Volkswacht" 12 M. Geldstrafe bez. 6 Tage Haft. Handlungen derselben. 4. Wenn eine Steuer ausgeschrieben ist, fann die Zentralfommission eine tägliche Unterstüßung geben, die 2 Frants pro Tag nicht übersteigen soll. Der nächste Kongreß hat sich mit den Maßregeln gegen jene Verbände zu beschäftigen, die den Beschlüssen der internationalen Zentralstelle nicht nach kommen. 6. Anträge zum internationalen Kongreß tönnen nur von Mitgliedschaften gestellt werden und sind durch den Verbandsvorstand an die Zentralstelle zu übermitteln." aus A Als Zentralstelle des internationalen Buchdruckerverbandes wurde die Schweiz gewählt, deren Vertreter eisinger und Ott diese ehrenvolle Uebertragung beftens dankend annahmen. Insgesammt im Monat Juni: 5 Jahre 5 Monate Tage Gefängniß und 2815 M. Geldstrafe. Der Parteivorstand. Soziale Llebersicht. " Die angeregte internationale Regelung des Lehrlings. wesens im Buchdruckgewerbe wurde als zur Zeit unerreichbar Berlin. Genosse Stadthagen wegen BürgermeisterBeleidigung 300 M. Geldstrafe, von der Anklage des Haus Der internationale Buchdruckerkongres in Bern. abgelehnt und beschlossen, die Verbände möchten in allen friedensbruchs( anläßlich einer Wählerversammlung) frei- Am Donnerstag, den 25. August, wurde im Café Roth" in Ländern der Lehrlingsfrage die größte Aufmerksamkeit widmen. Die Roften des Kongresses, sowie diejenigen des seiner Zeit gesprochen. Staatsanwalts- Antrag insgesammt 8 28ochen Bern der zweite internationale Buchbruckerkongreß eröffnet, dessen von Martin gegründeten und vom Zentralkomitee des schweize Gefängniß. Vertreten Verhandlungen bis Sonnabend Mittag dauerten. 11. Altenburg. Genoje Bogeniz, Redakteur des Alten- waren der schweizerische Typographenbund( 1210 Mitglieder), der rischen Typographenbundes übernommenen Blattes( Der interburger Wähler", wegen Polizeibeleidigung 50 M. Geld- romanisch- schweizerische Buchdruckerverein( 460), Elsaß- Lothringen nationalen Buchdruckerverband") wurden einstimmig auf die einstrafe. ( 450), Deutschland( 17 000), Frankreich( 5600), Rumänien( 400), zelnen Verbände vertheilt. Leipzig. Das gegen Genoffen JIIge, Redakteur des Ungarn( 2300), Desterreich( 5000), England( 9700), Holland( 750), Sonnabend Mittags schloß der Präsident Leisinger den " Volksblatt von Halle", wegen Rittergutspächter- Beleidigung Dänemark und Norwegen( 500), Spanien( 1560), Belgien( 2000) zweiten internationalen Buchdruckerkongreß mit einem Hoch auf gefällte Urtheil( 60 M. Geldstrafe) vom Reichsgericht be- und Luxemburg( 80) mit insgesammt 52 000 Mitgliedern. Den internationalen Buchdruckerverband und auf die Solida ſtätigt. Schweden hat sich schriftlich entschuldigt. Verschiedene Bustim rität der gesammten Arbeiterschaft, in welches 13. Dortmund. Genossen Vormbaum und Sichel- mungs- Telegramme und Schreiben gelangten bei der Eröffnung alle Delegirten begeistert einstimmten. schmidt wegen Beschimpfung einer Einrichtung der des Kongresses zur Verlesung. fatholischen Kirche( Marienkultus) 6, bez. 2 Monate Ge fängniß. 14. Hamburg. Wegen Gotteslästerung Tischler Gibson Dresden. Genoffe Dergel, Redakteur der S. Arb. 3tg.", wegen Fabrikantenbeleidigung 40 M. Geldstrafe. Hetersen. Gen. Vogt wegen Polizeibeleidigung 20 M. Geldstrafe. aus Kiel 3 Monate Gefängniß. " Briefkasten der Redaktion. Am Sonnabend Nachmittag gab die Typographia Bern den Das Bureau wurde für die ganze Dauer des Kongresses mit Delegirten ein Bankett, wo bei Gesang und Tischreden auch der folgenden Delegirten bestellt: Leisinger aus Zürich( Präsident gemüthliche Theil gepflegt wurde. In Genua streiten 2000 Kohlen ablader, weil vom des Typographen bundes), Präsident; keüfer aus Paris( Prä: Oktober ab die Kohlen mit Krahnen ein- und ausgeladen werden sident des französischen Verbandes), Vizepräsident; Ott aus sollen. Ein neues Beispiel dafür, daß in der bürgerlichen GesellCheaux- de- fonds und Reimann aus Biel, Schriftführer; schaft jede, Zeit und Menschenkraft sparende Verbesserung der Croisé aus Luxemburg, Stimmenzähler. Die Kongreßverhandschaft Jett Technik dem Arbeiter persönlich zum Nachtheil wird. Lungen wurden in deutscher, französischer und italienischer Sprache expropriirt sie der Unternehmer durch die Maschine; mögen die geführt. 15. Brandenburg. Gen. Ewald, Red. der B. 8tg.", Der 1889 in Paris abgehaltene erste internationale Buch- Arbeiter alle mehr und mehr, und wenn es sein tann, etwas schneller erkennen, daß sie nur im Sozialismus das Heil zu wegen Pastorenbeleidigung 100 M. Geldstrafe. druckerkongreß hatte den Schweizerischen Typographenbund mit schneller erkennen, daß sie nur im Sozialismus das Heil zu » Elberfeld. Gen. Lingweiler, Red. der E. Fr. Pr.", den Vorarbeiten für Gründung einer internationalen Verbindung suchen haben. wegen Beleidigung der Remscheider Polizei 100 M. Geld- der europäischen Buchdruckerverbände beauftragt. Hierüber referirte Strafe. Buchdrucker Siebenmann aus Bern. Er legte einen StatutenLeipzig. Gen. Pollender, Red. des„ Wähler", wegen entwurf vor, der als Zweck des internationalen Verbandes in Beleidigung des fächsischen Landtages 6 Wochen Gefängniß. erster Linie die Wahrung der Berufsinteressen betont. Er will ( In gleicher Sache wurden am 22. Juni Gen. Dergel, den Kampf für bessere Arbeitslöhne und kürzere Arbeitszeit; als Redakteur der S. A.- 3tg.", zu 4 und Gen. Thiele, Rampfmittel hierzu wird der Streit betrachtet, der aus den Redakteur der Wurzener 3tg.", zu 2 Monaten Gefängniß Mitteln der zu gründenden internationalen Widerstandskasse G. A. S. Eine Verpflichtung, Dienstmädchen zur Krankens verurtheilt.) unterstützt werden soll. 16. Berlin. Das Rammergericht bestätigte das gegen Genosse Alle fünf Jahre soll ein internationaler Kongreß stattfinden, faffe anzumelden, besteht nur dann, wenn diefelben nicht nur $. in Zeit ergangene Urtheil auf 15 M. Geldstrafe wegen der den Verband zu bestimmen hat, dem die Leitung der Ge- im Haushalt, sondern auch im Gewerbe, z. B. eines Gast- oder Der leitende Verband wählt einen Schantwirths mit thätig sind. Abgesehen hiervon haftet die unbefugten Redehaltens:" Im Namen der Sozial- fchäfte anvertraut wird. demokratie widmen wir diesen Kranz!" fünfgliedrigen gefchäftsführenden Ausschuß, dem auch der zu be- Herrschaft, wenn ein Dienstmädchen sich bei Gelegenheit des stellende Verwalter angehört, der seine ganze Thätigkeit dem Ver- Dienstes eine Krankheit oder Verlegung zuzieht, für die Dauer band zu widmen hat und dafür eine Jahresbesoldung von der gesetzlichen oder verabredeten Dienstzeit für Kur- und Verpflegungskosten. 3000 Franken erhält. A. R. Der Sohn haftet, wenn er nicht binnen 6 Wochen Raft. Wegen Gotteslästerung zwei Arbeiter je 3 Monate Jedes Mitglied hat in die internationale Widerstandskasse Gefängniß. wöchentlich 7 Centimes zu zahlen. Aus dieser Kasse werden die feit des Vaters Tode der Erbschaft gerichtlich entfagt hat, als Erbe für die Schulden des Vaters, wozu auch die VerpflegungsLeipzig. Das vom Chemnitzer Richter gegen Genossen Kosten der Verwaltung gedeckt und Streiks unterstützt und zwar tosten der städtischen Frrenanstalt gehören. Er haftet auch, Walther May wegen Bergehens gegen§§ 111, 131 fowohl Arbeitseinstellungen in einer einzelnen Buchdruckerei wie kosten der städtischen Frrenanstalt gehören. und 166 gefällte Urtheil in der Höhe von 1 Jahr 3 Monat auch allgemeine Streifs. Vorausseßung dabei ist, daß der Streit wenn er garnichts geerbt hat. Wenn noch nicht 7/2 Monat feit Gefängniß wird reichsgerichtlich bestätigt. Desgleichen die vom Zentralverband des betreffenden Landes genehmigt ist. Die dem Tode des Vaters verstrichen sind, so möge der Sohn ein gegen Genoffen Lingweiler in Elberfeld und es ch tägliche Unterstüßung soll 3 Frants( à 80 Pf.) betragen. Im Jahre Inventar über den Nachlaß des Vaters dem Gericht einreichen. in Crefeld erlassenen Urtheile von je 3 Monaten Gefängniß 1889 bestanden 12 nationale Buchdruckerverbände mit zusammen Dann braucht er wenigstens nicht mit seinem eigenen Vermögen wegen Gotteslästerung. 43 000 Mitgliedern; zahlt jedes derselben pro Woche 7 Cts.( à 4/5 Bf.), für die Schulden einzustehen. A. A., Steglit. Sie hätten im Termin die Abweisung des 17. Altona. Genosse Schneider aus Ottensen, ftellver- fo ergiebt das einen Jahresbeitrag von 158 449 Frants. Nöthigen nicht erschienenen Klägers beantragen sollen. Da dies nicht ge leidigung eines Werftschreibers 3 Monate Gefängniß.bie Herausgabe eines internationalen Verbandsorgans, in welchem werden, und machen Sie event. im Termine den uns mitgetheilten, tretender Redakteur der Nordd. Volks- 3tg.", wegen Be- falls sollen die Beiträge erhöht werden können. Vorgesehen ist nicht erschienenen Klägers beantragen sollen. Da dies nicht geschehen ist, so warten Sie ab, ob Sie von Neuem geladen Genoffe Molkenbuhr wegen Gendarmen Beleidigung die offiziellen Publikationen( Protokolle, Rechnungsablagen 2c.) werden, und machen Sie event. im Termine den uns mitgetheilten, 500 M. Geldstrafe. Aufnahme finden. Es erscheint monatlich, it obligatorisch, darf durchaus begründeten Einwand geltend. Entschädigung für ver20. Leipzig. Das Steichsgericht hat das im Staßfurter Mein mehrsprachig sein und wird von oben erwähntem Sekretär( Ber- fäumte Zeit können Sie nicht verlangen. Siebenmann empfahl am Schlusse seines eidsprozeß gegen Fritsche und Genossen gefällte Urtheil walter) redigirt. " . » Berlin. Wegen Beleidigung der Polizeibeamten( in einer Bersammlung) Kellnerin Helene Amelung 10 Mart Geldftrafe. 4 MS Aegyptische Ausstellung Unmittelbar an der Stadtbahn- Station Zoologischer Garten. Uhr. 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Jedes Ginkleben der Marke beim Kaufen ist Betrug. 454/17 Die Arbeiter- Kontroll- Kommission Deutscher Hutmacher. J. A.: C. Kempe, Weinstraße Nr. 12.. Berlags- Buchhandlung des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße Nr. 2. Soeben erschien: Lieferung 4 ut. 5 Don Sozialpolitisches Handbuch. Herausgegeben von Dr. H. Lux- Magdeburg. DF Erscheint in 5 Lieferungen à 30 Pfennig. Diefelben gelangen in Zwischenräumen von 14 Tagen zur regelmäßigen Ausgabe. Komplett broschirt 1,50 M., in Bädekerband gebunden 2 M. Das„ Sozialpolitische Handbuch" ist für jeden Genossen, der sich hervorragend an der Agitation betheiligt, öffentlich auftritt, und dem Gegner gegenüber schlagfertig sein muß, ein unentbehrliches Hilfsmittel. Der Verfasser hat, unterstützt von Mitarbeitern, mit diesem Werke ein Nachschlagebuch geschaffen, welches in den wichtigsten Fragen über die proletarische Bewegung, ihre treibenden Kräfte, ihre wirthschaftlichen und politischen Widerstandsmomente Aufschluß giebt. 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