Nr. 43. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements- Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monat lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pig. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags: Blatt" 10 Pig. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen tn ber Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für ble fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächste Numuner müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bts 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Benth- Straße 2. Das französische Freitag, den 20. Februar 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. So ist die Verwendung von Kindern von 12 bis daß die Strafbestimmungen verschärft, die Geldstrafen 16 Jahren in industriellen Betrieben oder im Bergbau an verdoppelt und mit Gefängnißstrafen verbunden werden, Arbeiterschutz- Geleh. die Beibringung eines doppelten Zeugniffes, über den wenn diejenigen, welche über sie verfügen, sie wie ebensogenossenen Elementarunterricht und die physische Fähigkeit, viel nuglose Waffen in der Scheide ruhen lassen müssen? Unmöglich bei dem Gesetzentwurf über die Arbeit der Kinder, minderjährigen Mädchen und Frauen, welchen die französische Deputirtenkammer endgiltig genommen hat, nicht an das berüchtigte System von Freiheit", welches sich im Madrid Figaros ausgebildet hatte, zu denken,„ unter welchem man"- wie jener sagt sofern man nur in seinen Schriften weder von der Autorität, dem Gottesdienst, der Politik oder der Moral, noch von den Beamten oder irgend einer angesehenen Persönlichkeit, weder von der Oper oder irgendwelchen anderen öffentlichen Schaustellungen, noch von irgend jemand, der mit irgend etwas Derartigem in Zusammenhang stand, sprach, alles frei unter der Kontrolle von zwei oder dret Zensoren drucken durfte." Das im Palais Bourbon ausgesonnene Arbeiterschuß System gleicht dem auf's Haar. Nach diesem Entwurf welcher Gesetz werden wird, wenn es dem Senat so gefällt sollen Kinder, minderjährige Mädchen und Frauen jetzt endlich gegen eine mörderische Ueberaus beutung geschützt werden: Sofern sie nur nicht in den 613 000 Läden oder in Bureaus beschäftigt sind. Diese dürfen auch fürderhin ihr Personal beiderlei Geschlechts ohne jede Alters- oder Zeit grenze arbeiten lassen. geknüpft. Andererseits enthält sie: Verminderung des Arbeitstages auf 10 Stunden für die jugendlichen Arbeiter unter 18 Jahren, für die minderjährigen Mädchen und die Frauen; Verbot der Nachtarbeit für Kinder und jugendliche Arbeiter bis zum vollendeten 18. Lebensjahre, für die minderjährigen Mädchen und die Frauen jedes Alters, Ausdehnung der Verpflichtung, den jungen Leuten von 16-18 Jahren und den Frauen ohne Unterschied des Alters wöchentlich einen Ruhetag zu gewähren, Wohlan, wem wird z. B. die Aufsicht über die Arbeiten unter Tag ausschließlich" anvertraut werden? Den Jugenieuren und Bergaufsehern d. H. denselben Leuten, gegen welche man sich vor einigen Monaten gezwungen sah, von den Bergarbeitern gewählte Delegirte einzusetzen, so verfolgten sie auf Kosten der Sicherheit der Arbeiter der Tiefe die menschenmörderischen Interessen der Aktiengesellschaften. Diesen bergmännischen Delegirten müßte die Aufsicht anvertraut werden, um wirksam zu sein. Ferroul hatte im Namen des Nationalrathes der Arbeiterpartei ein dahin zielendes Amendement eingebracht. Bei der Abstimmung vereinigte es nur 109 Stimmen gegen 363 auf sich! Gewiß, erst muß die Barbarei bis zum Aeußersten Die andern Arbeitsinspektoren sollten nach den Abgetrieben oder, wie Fourier sagt, durch die kapitalistische fichten eines andern Amendements, welches Ferroul in Zivilisation" zur zweiten Macht erhoben sein, che Anschluß an die Beschlüsse des Kongresses zu Lille vorman sich veranlaßt sieht, zu Gunsten der Humanität eine legte, von den Arbeitern und Arbeiterinnen unter ähnliche Strafmilderung eintreten zu laffen, wie den Personen, welche nach einem Wettbewerb vor man sie jetzt so zögernd einer unendlichen Minderzahl des einem oberen Rath, der sich zusammensetzen sollte aus einem Mitgliede der Akademie für Medizin, einem DeleProletariats bewilligt hat. Verschärfung der Strafbestimmungen gegen Zuwiderhandelnde. " 1 Wir sind noch welt, fehr weit, nicht allein von einer girten des Gesundheitsrathes und sieben Vertretern der in Wahrheit menschlichen Gesellschaft, in welcher dem Kinde gewerblichen Schiedsgerichte und Schiedsgerichte und der Gewerkschaftsmit Rücksicht auf die zukünftige Produktion seine volle kammern gewählt werden. Aber die Kammer wollte nichts und freie Entwicklung zugesichert, die Frau erlöst wäre von dieser ,, Neuerung" hören. Selbst die Einrichtung von von jeder wirthschaftlichen Arbeit zu Gunsten ihrer physio- Lokalkommissionen, welche Personen aus den Gewerkschaften, logischen Arbeit der Fortpflanzung der Gattung nein, den gewerblichen Schiedsgerichten und den Stadträthen selbst von den unmittelbaren Beschlüssen des internationalen umfassen sollten, hat sie zurückgewiesen. Kongresses von Paris, mit denen Ferroul, Baudin, Die Regierung wird allein die Kreisinspektoren, 21 Boyer 2c. unsere Deputirtenkammer seit Dezember 1889 an Zahl, und die Departements- Inspektoren, je einen für jedes Industriedepartement, ernennen. Und da die Kapitalisten, Eisen-, Kohlen-, Woll- 2c. Barone die Macht in Händen haben, so sind sie es, welche sich durch Vermittlung eines Jules Rahe oder eines Yves Guyot, ihre eigenen Aufseher wählen werden. Sofern sie nur nicht zur Hausindustrie, welche ohne Dampffefsel oder einen mechanischen Motor arbeitet", gehören. Wie es scheint, hört der Mißbrauch der Frau und des Kindes in dem Moment auf, Mißbrauch zu sein, wo die Martern in der Familie, unter der Autorität des Vaters, der Mutter oder des Vormunds" auferlegt beschäftigten. werden. Trotz alledem, ich wiederhole es, würde die Reform, Sofern sie nur, selbst in dem so engen Kreise der welche unser Bourgeois- Parlament durchführen will, einen Hütten und Werkstätten", weder in den Glashütten, bei ersten Schritt auf dem guten Wege darstellen; sie würde den Hochöfen oder in den Konservenfabriken, noch über in die Arbeiterhölle eine Milderung bringen, welche die haupt in irgend einer x- beliebigen Industrie beschäftigt find, Sozialisten als Abschlagszahlung annehmen könnten, wäre deren angeblicher Zwangslage zu Liebe eine Verordnung die Form mur nicht so über die Maßen lächerlich, mit der der öffentlichen Verwaltung Gesundheit und Leben der man sie zu ihrer Ausführung ausgestattet hat. Arbeiter opfern will, indem sie die Schutzvorschriften des Gesetze dieser Art, welche gegen die Menschenfresserei ufünftigen Gesetzes außer Kraft setzt. der allmächtigen Klasse der Meister und Unternehmer geIndeß ist es trotz dieser zahlreichen Ausnahmen, macht sind, wirken thatsächlich nur, sobald Beamte oder welche thatsächlich den Nichtschutz der Kinder, minder- Inspektoren zur Ueberwachung ihrer Durchführung einJährigen Mädchen und Frauen zur Hauptregel werden gesetzt sind. lassen, doch unbestreitbar, daß die neue Gesetzgebung, Was verschlägt es, wenn der soziale Schutz auf neue welche allerdings erst am 1. Mai 1892 in Kraft treten Arbeiterkategorien ausgedehnt wird, wenn er infolge der foll, eine Reihe von Fortschritten ausführt auf dem Mitschuld derer, welche mit seiner Durchführung betraut Papier. sind, todter Buchstabe bleibt? Was verschlägt es selbst, Feuilleton. Bei Mama. Rachbrud verboten.] Roman von Arne Garborg. [ 43 In ähnlichen Händen befanden sich das Gesetz von 1874 über die Arbeit der Kinder und minderjährigen Mädchen und die Gesetzesverfügungen von 1848 über die Verkürzung des Arbeitstages der Erwachsenen und die Unterdrückung der Akkordarbeit, und deshalb sind sie tagtäglich und öffentlich verletzt worden. Es wird darin mit dem neuen Gesetz demselben Grunde nicht anders sein. Ihm ist bestimmt, als Fidibus für die Zigarre oder Zigarrette der zu ihrer eigenen Ueberwachung aufgerufenen Herren Unternehmer zu dienen. und aus Jules Guesde. Als sie hörte, daß Fanny das Theater noch nicht auf Muth, sie hatte nur Bedenken. Sie wäre nicht im Stande gegeben hatte, nicht ganz!" so rief sie: Dann will ich, gewesen, Mama auch mir zu erzählen, daß sie beabsichtige, bei Gott, im Leben doch ein gutes Werk thun!" -Am ihre Stelle aufzugeben und sich ins Ungewisse hinaus zu nächsten Tag führte sie einen jungen Mann herbei, welcher wagen; sie war wohl keine rechte Künstlernatur. Fahre gerade beim Schauspieler Isachsen) studirte; der junge Mann wohl, fahre wohl! Sie taugte zu nichts. Sie mußte stehen wollte mit Bergnügen seine Stunden mit dem Fräulein bleiben, wo sie stand, im Laden stehen und welken, bis sie theilen," und auf diese Art würde sie gratis studiren können; eines Tages gezwungen war, einen Plumpsack zu heirathen; " sage dann, daß ich nicht Dein gutes Schicksal bin, Fanny!" das war ihr Schicksal, sie wußte es im Vorhinein. Um sie herum wurde es Nacht; Finsterniß vor ihr und Ihre alte Freundin Ebba Lehmann tam nach Kristiania; Fanny wiederholte" Die Komödie der Liebe", lernte auch he war Lehrerin und hatte einen Platz an der Boltsschule eine kleine leichtere Rolle, begleitete ihn dann zu Isachsen Finsterniß hinter ihr. Nichts, woran sich freuen, worauf erhalten. Ja wohl, als Papa gestorben war, ohne etwas und ließ sich prüfen; so hörte sie wenigstens ein sach hoffen. Ihre Anfälle von übler Laune begannen regelmäßig zu hinterlassen und ich ein häßlicher Kobold war, den nie- fundiges Urtheil. Isachsen prüfte sie lang und mit Inter- zu werden. Sie kamen mit oder ohne Anlaß, oft in Vermand heirathen wollte, da erlangte ich die Erlaubniß, die eſſe. Er ließ sie fast alle größeren Reden Swanhilds dekla: bindung mit gewissen körperlichen Qualen, welche sie dazu Lehrerinnenschule zu besuchen!" Ebba war immer noch miren; eine derselben ließ er sich sogar wiederholen- brachten, ihr Geschlecht zu verfluchen; sie weinte manchmal bie Gleiche, schwarzhaarig und leidenschaftlich; ihr Gesicht Im Hause meiner Mutter war ich heimlos.."; dann tagelang, blos aus Entmuthigung, blos aus Entmuthigung, aus unbestimmter war schmal und scharf, ihre Nase war etwas zu groß; verbeugte er sich und sprach:„ Es soll mir ein Bergnügen idiotischer Angst, aus allgemeiner grenzenloser Verzweiflung. eigentlich war sie aber schön. Fanny brachte sie mit ücher sein, mit Ihnen zu studiren, Fräulein. Jedoch auf Eines Alle Menschen schienen ihr langweilig; nicht einmal mann zusammen und die beiden stimmten gut überein. Denkt möchte ich Sie au; merksam machen. Wenn man zum Theater will, Euch, wenn er sich in sie verliebte! muß man sehr jung sein; die ersten Schwierigkeiten sind so Dagmar Dyring vertrug sie mehr. Dagmar war läftig Ebba war Anhängerin der Rechten, aber ziemlich frei mannigfaltig und das Theaterleben bietet so viele Ent- mit ihrem ewigen Gerebe. Immer diese Männer, diese Männer" was hatten sie ihr eigentlich zugefügt, die geiſteriſch; das hätte sie von ihrem Vater, sagte sie. Sie täuschungen, daß man die ganze Begeisterung und Ber Männer?- Uebrigens war sie nicht ganz frei von Verabs Sie hatte„ Die Hörigkeit der trauensseligkeit der ersten Jugend braucht, um auszuharren. Frau") gelesen und die„ Hauptströmungen“) und glaubte Gie kommen zur Bühne in ziemlich reifem Alter; doch wie lassung. Sie sand wahrscheinlich, daß so ein Ladenmachen wenn Sie Muth haben, stehe ich Ihnen gerne nicht recht unter„ uns Frauen" gehörte; sie selbst wollte in der Zukunft natürlich!" nicht dazu." Ja; jetzt taugen wir zu Diensten!"- Fanny wurde aschgrau. Eigentlich hatte der nun ihr Artium) machen. Man gründete einen Frauenverein; da lebte Fanny " Nein, gewiß nicht; ach, wie sind wir feindenkende Mann ihr in seiner höflichen Art erwidert, was sie selbst hätte wissen müssen: sie war zu alt. Sie ging heim und weinte über ihren zerstörten Traum. war er verjelbe in Wahrheit zerstört. Sie hatte teinen war auch emanzipirt. an nichts anderes als an die freie Liebe....„ einmal gesagt, feige!" of women), welches Buch Georg Brandes ins Dänische übersetzt hatte. hunderts" von Georg Brandes. " Die Hauptströmungen in der Literatur des 19. JahrVerSchauspiel er Isachsen, einer der begabtesten Künstler des Kristiania- Theaters. * Examen Artium, Abiturienteneramen, welches den ZuEs zwei Theile zerlegt: Der erste ist das Abgangsexamen vom Gymnasium, der zweite das Zugangsexamen zur Universität. Diese zweite Prüfung nimmt eine Kommission des Unterrichtsministeriums an gang zur Univerſität eröffnet. G8 wird in Norwegen in bui der Universität selbst vor. Im Spiegel des Auslandes. Blattes Italia del Popolo", daß Liebknecht und Bebel an insbesondere dahin zu wirken; daß der Güterverkehr] Charakter verleihen will. Es wurde der Beschluß gefaßt, Sonn- und Festtagen möglichst einge- einige Zeit vor dem 1. Mai in allen Pariser Stadtvierteln schränkt werde." täglich Maffenversammlungen zu veranstalten. Zum Zwede Unter diesem Titel enthält die gestrige Nummer des VorNachdem der nächste Paragraph( 106), handelnd von der genaueren Feststellung der Organisation der Kundgebung wärts" einen Artikel, in welchem die Ansicht des Mailänder den Ehrenrechten der Gewerbetreibenden, ohne Debatte an- foll am 12. März ein Kongreß einberufen werden. Dieser soll sich auch mit der Frage eines allgemeinen Ausstandes bei ihrer letzten Anwesenheit in London zu Engels' genommen worden war, vertagte sich das Haus. Der Präsident kündigte an, daß er Sonnabend feine beschäftigen. Wir veröffentlichen dieses Telegramm des 70. Geburtstage vereinbart hätten, die Kritik von Mare Sizung zu halten gedenke, wenn der Reichstag morgen mit Bureau Herold, ohne für die Richtigkeit des Schlußsahes den von den Arbeitsbüchern handelnden Paragraphen eine Verantwortung zu übernehmen. Wir glauben nicht, Diese Ansicht des Mailänder Blattes ist, wie den deutschen bis einschließlich§ 114- fertig werde, was allerdings nicht day in Frankreich das Projekt eines allgemeinen Ausstandes ventilirt wird. Genossen aus der Besprechung der Mary'schen Kritik im Vor- sehr wahrscheinlich ist. wärts" unterdeß genügend bekannt wurde, vollständig irrthümlich.zu veröffentlichen, mitgetheilt wird. Vorstehende Bemerkung hätten wir nicht veröffentlicht, wenn nicht hiesige Blätter aus unserer Mailänder Korrespondenz ganz unberechtigte Schlüsse gezogen hätten. " faßt hatte. Politische Itebersicht. Die zweite Berathung des Arbeiterschuh- Der Höhere Arbeitsrath trat heute unter dem Vorgesetzes zieht sich dergestalt in die Länge, daß der Ge- fitze des Handelsminiſters Jules Roche zu ſeiner erſten banke aufgegeben werden mußte, sie vor Wiederaufnahme Session in Paris zusammen. Jules Roche eröffnete dieselbe der zweiten Lesung des Reichshaushalts- Etats zu be- mit einer Ansprache, in welcher er auf die Nüglichkeit der Daß Liebknecht und seine Kollegen in der Fraktion erst aus endigen. Der Etat muß bekanntlich, da das sog. Etatsjahr persönlichen Initiative der Arbeiter hinwies, aber auch die der Neuen Zeit" von der Veröffentlichung des Engels'schen nicht mit dem Kalenderjahr zusammenfällt und vom 1. April Pflicht des Staates betonte, unter den jetzigen industriellen Briefes Kenntniß erhielten, sollten doch die Redakteure der bis zum 31. März reicht, vor dem 1. April fertig gestellt Verhältnissen zum Schutze des Ansehens und des Lebens der " Bossischen Zeitung" wissen. Für jeden Kenner des Zeitungs- sein, wenn anders nicht ein" Nothgesetz" erlassen werden Arbeiter mitzuwirken. Der Minister zählte sodann die von wesens war es llar, daß unser Mailänder Korrespondent, den zu soll. Denn nach dem strengen Buchstaben des Gesetzes hat dem Höheren Arbeitsrathe zu berathenden Gegenstände auf. zensiren wir keine Veranlassung hatten, und nicht die Redaktion die Reichsregierung nicht das Recht, ohne vorherige Bewilli- Unter denselben befinden sich die Frage über Errichtung von gung des Reichstages auch nur einen Pfennig auszugeben. Schiedsgerichten bei Konflikten zwischen Arbeitgebern und unferes Blattes den Artikel Im Spiegel des Auslandes" ver- Am Einnehmen kann sie allerdings nicht verhindert werden, Arbeitern, die Lohnfrage, sowie Berathung der Mittel den den Artikel Bun Spiegel des unstande veram und wir wissen ja, daß die preußische Regierung seiner Zeit Arbeitern Beschäftigung zu schaffen und die Errichtung eines ohne rechtskräftig bewilligtes Budget Jahre lang ganz luftig und Arbeitsamtes im Handelsministerium. munter regiert hat. Das könnte auch heute dem Reichstag Nach der Eröffnungsrede des Handelsministers, in gegenüber geschehen, wenn er nicht tapferer wäre als wei welcher dieser namentlich auch auf die Seitens Deutschlands, land der preußische Landtag in der großen Konfliktszeit", Desterreichs und Belgiens zu Gunsten der Arbeiter geund wenn die Regierung Luft hätte. Die Tapferkeit des troffenen Institutionen hinwies, erklärte der Vertreter der Reichstages wollen wir dahin gestellt sein lassen die Re- Arbeiterbörse, Ribanier, seinen Austritt aus dem Arbeitsgierung denkt aber an keinen Konflikt, hat sie doch eine so rathe, weil die Arbeiter- Syndikatskammern verlangten, daß gefügige Majorität, wie seit den Zeiten der ersten Reichs- die Vertreter der Arbeiter ihr Mandat von den Arbeitern herrlichkeit und Reichstrunkenheit keine dagewesen ist, und und nicht vom Minister erhalten sollten, weshalb sie auch wozu ein Noth gesetz machen? Mit dem Arbeiterschutz gegen die jetzige Zusammensetzung des Arbeitsrathes proGesetz hat es ohnehin keine Eile für die Herren Gesetzgeber. testirten. Wir haben schon vor einiger Zeit darauf hingewiesen, Es ist für sie das Pflänzlein Je länger je lieber. Je länger die Berathung dauert, desto lieber ist es ihnen; daß der Höhere Arbeitsrath" nach seiner Zusammensetzung Bum Arbeiten an Sonn- und Festtagen können die Ge- und wenn es gar nicht fertig würde, so wäre dies eher höherer Unternehmerrath" heißen sollte. Die werbetreibenden die Arbeiter in diesen Gewerben nicht ver- ihnen das Liebste. Gemig, in der nächsten Woche Stellungnahme der französischen Arbeiter zu dieser Gründung pflichten. Arbeiten, welche nach der Natur des Gewerbe soll im Reichstag wieder auf einige Zeit Etat vorge- bestätigt unser Urtheil. betriebes einen Aufschub oder eine Unterbrechung nicht genommen werden in der Pause hofft das neue Kartell" statten, fallen unter die vorstehende Bestimmung nicht." wohl auch, sich so weit zu einigen, daß das ArbeiterschutzVon sozialdemokratischer Seite war hierzu folgender Gesez" auch dem progigsten Geldproßen annehmbar gemacht Verbesserungsantrag gestellt: wird. Jedenfalls wird der Etat vor dem 1. April fertig gestellt. Berlin, den 19. Februar. In der heutigen Sigung des Reichstage wurde der Tetzte auf die Sonntagsruhe bezügliche Paragraph der Gewerbe- Ordnungs- Novelle diskutirt. Derselbe Lautet: 105 i Die§§ 105 a Absatz 1 bis 105 f finden auf Gast- und Schankwirthschafts- Gewerbe, Musikaufführungen, Schaustellungen, theatralische Vorstellungen oder sonstige Lustbarkeiten, sowie auf Verkehrsgewerbe feine Anwendung. " Dem zweiten Absatz folgende Fassung zu geben: Insofern in den genannten Betrieben Arbeiter regelmäßig beschäftigt werden, ist denselben in der Woche eine ununterbrochene Ruhezeit von sechsunddreißig Stunden zu gewähren. In jeder vierten Woche muß diese Nuhezeit auf einen Sonntag oder allgemeinen Fest tag fallen." Im Hafen von London stehen die Dinge kritisch. Während die Unterhandlungen zwischen der SchiffsherrnFöderation und dem Verband der Arbeiterorganisationen im Hafen von London über die verschiedenen aufgetauchten Graf Moltke unterzeichnete lezthin ein Antworts. Streitfragen im besten Gange waren, hat die Erstere es für passend erachtet, plötzlich-Sonnabend Nacht- ein telegramm an den deutschen Bauernbund als„ Graf Moltke, Riesenplakat an den Docks, sowie im ganzen südöstlichen Baner". Bisnun wußten wir, daß Graf Moltke General London anheften zu lassen, worin unter den üblichen stabschef, Feldmarschall, Schriftsteller, vielleicht noch eines Deklamationen über die„ Tyrannei" der Arbeiter- Unionen oder das andere war. Den Beruf des Bauern scheint er verkündet wird, daß von Montag, den 23. Februar, ab Für diesen Antrag traten die sozialdemokratischen Ab- erst in seinem 91. Jahre sich erkoren zu haben. Wir haben kein Mitglied der( Schiffsherrn-) Föderation auf seinen geordneten Stolle, Bebel und Vollmar ein, die in bisnum vom Grafen Moltte zu hoch gedacht, als daß wir Schiffen irgend einen Seemann oder Heizer" beschäftigen der längeren, zum Theil ziemlich zusammenhangslosen De ihn eines solchen Bauernfanges für fähig gehalten wird, der sich nicht zur Innehaltung folgender Sazungen batte, welche sich entspann, die Wißstände und Un hätten. verpflichtet:„ daß jeder Seemann, indem er seinen Kontrakt bilden aller Art zur Sprache brachten, unter denen die im Gast- und Schankgewerbe, bei Pferde- und Herr Müllenfiefen hat die Eigenschaft, es niemanden unterzeichnet, fich verpflichtet, die übernommenen Arbeiten Eisenbahnen Beschäftigten jetzt zu leiden haben. Der fort Recht machen zu können. Um mit den Grubenbaronen sich gemäß den Satzungen des Gesetzes über die KauffahrteiSchrittliche Abgeordnete Schmidt Elberfeld, der, seit er auf guten Fuß zu stellen und weil er von seinen Verschiffe auszuführen und mit jedem Schiff in See zu gehen, Hofluft geathmet, sich auffällig nach recht 3 zu entwickelt, sprechungen nicht viel hält, lehnte er das Ehrenpräsidium auf dem er sich eintragen läßt, gleichviel ob Sie übrigen brach die Gelegenheit vom Zaun, um die Legende zu zer des Bergarbeiter- Verbandstages ab. Nun wird der Unglücke Mitglieder der Mannschaft Mitglieder einer Union find oder stören", als sei die Arbeiterschutz- Gesetzgebung auf den rabe deshalb von dem Organ der Grubenbarone, der nicht". Weiter erklärt die Föderation, daß sie von dem Impuls der Sozialdemokratie zurückzuführen. Natürlich Rheinisch- Westfälischen Zeitung", angegriffen. Das Organ obigen Datum an entschlossen ist, um jeden Preis das Recht gestaltete sich der Feldzug des fortschrittlichen Fabrikanten der Zechenbesitzer hätte es gerne gesehen, wenn Herr Müllen ihrer Mitglieder aufrecht zu erhalten, nach ihrem eigenen gegen diese„ Legende" zu einem Windmühlenkampf, sinte- fiefen den Verbandstag besucht und dort die Interessen der Belieben entweder in den Schiffsbureaus oder auf ihren malen die Legende" von Niemand Anderem als dem Grubenbarone vertreten hätte. Herrn Müllensiefen kann Schiffen die Mannschaften anzuwerben." Fürsten Bismarck herrührt, der es doch wahrhaftig nur noch ein Rath ertheilt werden: Sein Mandat niederwissen mußte und dem sie sicher sehr unangenehm war. zulegen.Schließlich wurde der Paragraph, nach der üblichen " 1 wenn es Wie leicht begreiflich hat dieses Plakat, dessen Zwed sich aus dem Inhalt von selbst ergiebt, unter den betreffen den Arbeitern den denkbar schlechtesten Eindruck ge Die Gruppe der sogenannten unabhängigen Sozialisten macht. Es ist ein Bruch des gemeinsam vereinbarten Verwerfung des sozialdemokratischen Verbesserungsautrages, beschloß, alle Syndikate in Paris und der Provinz auf- Waffenstillstandes. Trotzdem haben die Arbeiter die mit der vom„ Kartell" beantragten Aenderung angenommen, daß den unter diesen Paragraph fallenden Arbeitern auch zufordern, anläßlich des 1. Mai Delegirte für eine in die Berhandlungen noch nicht abgebrochen, sie sind aber ent den zum Aeußersten kommt, die Wohlthaten" des§ 105 g( Möglichkeit des Ver- Deputirtenkammer zu entfendende Deputation zu wählen und schlossen, bots" der Sonntagsarbeit durch kaiserliche Verordnung) zu fortan nach achtstündiger Arbeit die Werkstätten en masse zu Sampf aufzunehmen und mit aller Energie zu führen. An verlassen. die deutschen Arbeiter, und besonders in Theil werden sollen. Gestern Abend fand in Paris eine Versammlung der den Seestädten, ergeht daher das dringende Gesuch, Hierauf erfolgte die fast einstimmige Annahme der nachnach London oder stehenden Resolution: Anhänger des Achtstundentages statt, auf welcher allen Anwerbungen Den Herrn Reichstanzler zu ersuchen, behufs Förderung 65 Vereinigungen unter dem Vorsize Champy's vertreten Cardiff, unter welchen Vorspiegelungen der Gewährung ausreichender Sonntagsruhe beim Eisenwaren. Die Versammlung erörterte die Mittel für die sie auch erfolgen mögen, Widerstand zu leisten, bahndienste, feine Vermittelung bei den verbündeten Re- Vorbereitung einer Kundgebung für den achtstündigen sowohl im eigenen Interesse als auch in dem der großen gierungen eintreten zu lassen; Arbeitstag am 1. Mai, welcher man einen imposanten allgemeinen Sache. wieder ein bischen auf. Endlich sollte etwas anderes und sich dann verkaufen müssen. Warum nicht gerade so gut bekommen; der Lehrer war ja kein geringerer als Pastor Löchen selbst. zustande kommen als Geschwäb; endlich sollten wir ar- hineinspringen als hineinkriechen? Sie konnte ja Bedingungen stellen. Der alte Narr beiten dürfen für unsere Interessen. Sie meldette ihren Er bestärkte sie auch in ihrem Glauben. Es stand Beitritt an. Jedoch im letzten Augenblick konnte sie doch mußte sehr verliebt sein, wenn er so Jahr um Jahr ging ewig fest, daß wir Sünder waren; allzugut fühlte sie selbst nicht; der Verein hielt seine Zusammenfünfte um sechs und auf sie lauerte; sie konnte sagen: Ja, wenn sie reisen das Gebot der Sünde in ihren Gliedern; Erlösung brauchten Uhr ab, während ihrer heißesten Arbeitszeit. Ucher- dürfe Italien sehen, Neapel, Venedig; die Alpen sehen, mann war auch Vereinsmitglied; sie veranlaßte ihn, sich die Welt sehen. Wenn alle anderen Träume zerflossen, so wir, und die Hoffnung auf ein Leben nach diesem vermochte über die Stunde luftig zu machen. Der Vorsitzende antwortete, mußte sie wenigstens ein Stückchen Welt kennen lernen; sie durchaus nicht aufzugeben. Aber weshalb ließ Gott doch so viel Böses geschehen-? dieselbe sei mit Rücksicht auf die Damen so früh angesetzt. Wie sie fonnte nicht vorher sterben; wofür hätte sie sonst gebekannt", sagte er mit einem höflichen Lächeln für die lebt! Gieb mir Geld für eine Fahrt in's Ausland und dann Das Böse sollte gleichfalls Gottes weisen Absichten gnädigen Frauen in der ersten Bant, wie bekannt, sind... warum nicht.. ich wie Andere... dienen, sagte Löchen. Wenn aber Fanny bann Emilie die Damen nicht gern spät Abends auf der Straße..."- Sie mußte schließlich über sich lachen. So war es Lund durch die Straßen fegen fah, mit einem immer Fanny meldete sogleich ihren Austritt. Es sollte also nur recht; Klarheit im Handel: sogleich den Preis sagen! ich schäbigeren Damenkostüm und mit immer gezwungeneren so ein Damenverein sein, ein Erbauungs- oder Unterhaltungs- tofte eine Reise nach Italien; Sie bekommen mich für so Freimuthe in den verwelkten Zügen... Nun war auch verein für Damen, die nichts zu thun hatten; fahre wohl, und so viel Kronen baar; ha, ha, ha!- Gie bat Mama, Staroline auf die Gasse gekommen. Und wenn Fanny a Humbug, fahre wohl! mit ihrem Zolleinnehmergerede zu schweigen und ging wieder sich selbst dachte-; hätte sie Gott nicht beschüßt und die Versucher von ihr fern gehalten in den schlimmen, muth Es kam ein kalter regnerischer Frühling. Fanny's ins Geschäft. lofen Stunden, wie leicht wäre sie da nicht selbst Kollegin im Laden, Jugeborg, heirathete; Famy blieb Als aber Lea eines Tages kam und sagte, Thorseng Warum hatte Gott die Versucher nicht auch von Emilie eine Weile die einzige Dame im Geschäft. Moe fün bitte Fanny, ihr Geld leihen zu dürfen, damit sie den fern gehalten? digte seinen Posten und ging weg; an seine Stelle tam Lehrerinnenkurs durchmachen könne, da fiel sie der Schwester ein fremder, langweiliger Mensch, ein bankerott gewordener um den Hals und nahm dankend an.-Manufakturist, der wichtig that und die Arbeit Anderen überließ. Fanny kriegte wieder ihren Anfall. Und diesmal wurde die Sache ernst. Mama begann wieder vom Zolleinnehmer zu reden. Fanny errieth, worauf der alte Watsack lauerte: daß sie müde wurde. Sie mußte des Ladens müde werden; er wußte es. Bildungsanstalt. -Vom Herbste an besuchte Fanny die Lehrerinnen " " Noth und Leiden wurden uns gesendet, auf daß wir C uns besserten; ja, aber sie besserten sich nicht! Gegentheil; diejenigen, welche im tiefsten Elend lebte waren gerade die Verworfensten. Woher kamen die meisten Verbrechen? Wo fand sich die ärgste Trunkenheit; wo war die Rohheit am größten; waren es die Töchter der Neichen, die im Rinnſtein endeten? Es war ein neuer Anfang, der neue Hoffnung schenkte. Ebba sagte wohl, sie möge sich keine Illusionen machen; Du bekommst mehr Freizeit; aber von Freiheit wollen wir nicht reden; wir haben hundert Chefs statt eines einzigen und Inspektion vorn und hinten, als wären wir Zucht- Ach nein, nicht denken! Gott half ihr wohl; Sie lag daheim, krank und schlaff und versuchte die Sache häusler!" aber Ebba war eigentlich eine Pessimistin. Es er saß dort oben und sah ihr Herz... uf, wie würde vernünftig anzusehen. Warum nicht lieber gleich hinein stand schwerlich so schlimm, wie sie es schilderte. Du bist sie das Leben ertragen, wenn sie die Hoffnung verliere, Allein warum sollten nicht springen als hineinfriechen? E3 war für ein Weib ganz ausia felbst eine besser zu kriegen? fichtslos, an Selbständigkeit zu denken. Ihre Arbeit wurde um gestattet-innerhalb unserer vier Wände die Anderen es später gut haben?- nein, nein; nicht dens Na besser als in einem Laden stehen ist es ten, nicht denken... so viel schlechter belohnt, als die des Mannes, daß sie die wohl... Konkurrenz nicht aushielt. Es hieß das gegen den jedenfalls; wir Lehrerinnen können am Nachmittag schlafen!" Sie saß auf der Schulbank, voll Begier zu lernen, verStachel löcken; schließlich sank sie zusammen und wurde die Beute des ersten Besten, der sich meldete. Ihr Leben war schlang die Einzelheiten der Geographie und Geschichte wie Gebisher ein einziges verzweifeltes Ringen gewesen; nun stand fundheitspillen und merkte besonders in den Religionses in ihrer Wahl, ob sie sich verkaufen und es sogleich be- stunden auf. In der letzten Zeit hatten sie eine Menge quem wollte haben, oder noch ein paar Jahre fich plagen Fragen gequält; auf diese sollte sie nun endlich Antwort „ Ja, ( Fortfehung folgt.) Ich darf wohl die Hoffnung ausdrücken, daß die Parteiorgane in Hamburg, Bremen, Bremerhafen, Stettin 2c. von dieser Aufforderung Notiz nehmen. " " 1 Kollegen, die sich nicht zu Lohndrückern hergegeben, ihre For-| Bestrafung des Arbeitertruges eng verquickt ist. Man gewinnt derungen bewilligt erhalten. Sie danken ihren Kollegen für ihre fast die Ueberzeugung, als ob man in wehmüthiger Erinnerung moralische Unterstüßung mit dem Versprechen, bei entsprechender an das in Frieden dahingeschiedene Sozialistengesetz darauf beGelegenheit sich dessen bewußt zu sein. Einen ferneren Vortheil dacht wäre, ein neues Ausnahmegesetz zu schaffen. Denn die In Philadelphia( Vereinigte Staaten) hat baben sie errungen, indem durch das Vorgehen der Direktion Bestimmung, daß für das rechtswidrige Verlassen der Arbeit der der Oberrichter Biddle eine Entscheidung getroffen, nach veranlaßt sämmtliche Kollegen dem Verbande sich an- Lohn einbehalten werden kann, bedeutet eine fattische Ausnahmestellung für die arbeitenden Klaffen. Während welcher die schwarzen Listen" gesetzlich seien. Wir geschlossen haben. lesen darüber in dem Philadelphia Tageblatt":" Frauenfeld, 17. Februar 1891. Warnung! Die Firma ieder andere Anspruch auf eventuelle Entschädigung durch werden muß, giebt man " Der Richter entschied, daß die Unternehmer berechtigt Martini u. Ko., Maschinenfabrit, reduzirte die Attorblöhne der einen Richterspruch bestätigt find, sich durch Abmachungen und Aussendung von Notizen Büchsenmacher um 20 pCt., so daß ein fleißiger Arbeiter bei es hier dem Unternehmer in die Hand, sich bei einem Konschadlos halten zu können. Aber abgesehen davon, kann der zu beschäftigen. Er begründet dies mit der Bemerkung: wenn kann. Infolge dessen sahen wir uns gezwungen, in Unterhand unternehmer einen Theil des Lohnes einbehalten, selbst wenn er ( Liſten 2c.) zu verſtändigen, gewisse mißliebige Arbeiter nicht 11- stündiger Arbeitszeit höchstens noch 4-5 Franken verdienen trattbruch ohne jeden Richterspruch an dem Lohn des Arbeiters diese Abmachung als ungesetzlich betrachtet würde, so müßten lung mit dem Fabrikanten zu treten, wurden aber abgewiesen. keinen Schaden erlitten hat, und nur in den seltensten Fällen wird er wirklich Schaden zu erleiden haben, da sich bei dem ungeauch ähnliche Verbindungen von Arbeitern als gefeßwidrig Mithin sahen sich sämmtliche Büchsenmacher veranlaßt, am bezeichnet werden. In dem einen Falle handle es sich um die 16. d. M. die Arbeit zu kündigen. Wir warnen daher unsere heuren Ueberfluß an Arbeitskraft stets sofort reichlicher Ersatz Verhinderung der Erhöhung von Löhnen, in dem anderen um deutschen Kollegen dieser Branche, sich durch etwaige Versprechungen schaffen läßt. Daß aber das mit diesen ungerechten Bestimmungen verlocken zu lassen. Alle Arbeiterblätter werden um Nachdruck gespickte Gesetz im Reichstage durchgehen wird, unterliegt nicht Verhinderung der Herabsehung derselben. gebeten. Die Kommission. Dem geringsten Zweifel, zumal auch die liberale Partei, deren Mitglieder sich Volfsvertreter zu nennen belieben, diese Beschlüsse genehmigen wird. Die Folge davon wird aber die sein, daß die Arbeiter wieder zu Bürgern zweiter Klasse degradirt werden. Um dem entgegen zu treten hat die sozialdemokratische Fraktion den beim ersten Augenblick Befremden erregenden Antrag auf Beseitigung jeder Kündigungsfrist gestellt; dieser Antrag ist der Fraktion durch die arbeiterfeindliche Richtung, den der Gesezentwurf gewonnen hat, einfach aufgezwungen worden; es war die einzig richtige und würdige Antwort, die auf die Herabsetzung der Arbeiter Wenn zu Bürgern zweiter Klasse gegeben werden konnte. man außerdem noch in Betracht zieht, daß zwar eine So liegt nach unserer Ansicht die Sache nicht. Das Verhältniß zwischen dem Unternehmer und den Arbeitern war zu Ende, als sie sich weigerten, weiter für ihn zu arbeiten und ausbezahlt wurden. Sie daran zu verhindern, anderwärts Arbeit zu bekommen, als Versuch der Hintertreibung einer Lohnerhöhung im eigenen Geschäft hinzustellen, ist sehr weit hergeholt. Aber wir verstehen, weshalb der Richter so entschieden. Eine ungefeßliche Verschwörung besteht, nach den Konspirationsgesetzen,( den berüchtigten Conspiracy- Laws) barin, Daß verschiedene Personen sich verbinden, entweder etwas ungefeßliches mit gefeßlichen Mitteln, oder etwas gesetzliches mit ungeseglichen zu unternehmen. Das Uebereinkommen, unter folchen Umständen entlassene oder ausgetretene Arbeiter nicht zu beschäftigen, ist an und für sich nicht gesezwidrig, ebenso wenig das Ausschreiben von Listen und die Abweisung der Arbeitsuchenden. Eine Konspiration im Sinne des Gesetzes lag nicht vor und der Richter hatte die Klage abzuweisen. wird. " werden." 11 Versammlungen. Zweiter Wahlkreis. Der sozialdemokratische Wahlverein des 2. Berliner Reichstags: Wahlkreises hielt am Dienstag, den 17. Februar, eine von etwa 1500 Personen besuchte Versammlung ab. Der ReichstagsAbgeordnete Genosse Singer sprach zum 1. Punkt der Tages ordnung, die Stellung der Sozialdemokratie zur Gewerbe- OrdnungsNovelle, folgendermaßen:. Im Reichstag ist man seit einigen Tagen mit der zweiten Kündigungsfrist von 14 Tagen gefeßlich festgestellt, gleichzeitig Lesung der Gewerbe- Ordnungs- Novelle beschäftigt, die im Volts- aber die Bestimmung getroffen ist, daß anderen Vereinbarungen mund gewöhnlich als Arbeiterschuß- Gesez bezeichnet wird. Bei nichts im Wege steht, so sieht man ein, daß der Arbeiter dem der sozialdemokratischen Fraktion herrscht in Betreff der Vorlage Unternehmer vollständig rechtlos gegenüber steht, da Letzterer von auch nicht der geringste Zweifel, daß die prinzipiellen Forde dem Arbeiter eine 14tägige Kündigungsfrist verlangen, sich selbst " Daraus erhellt, daß der Boykott in Pennsylvanien rungen der Sozialdemokratie durch ein Arbeiterschutz- Gesetz aber eine sofortige Entlassung vorbehalten kann. Durch den§ 152 des Gesetzentwurfs wird dem Arbeiter das nicht strafbar ist; wenigstens solange nicht, als nicht ein un- niemals erfüllt werden können; denn die gänzliche Beseitigung gesetzlicher Aft in Verbindung mit demselben begangen wird. des Privattapitals läßt sich eben auf dem Boden der sogenannten Roalitionsrecht verbürgt, und er selber mit den Unternehmern " Gegen diese Sachlage wäre gar nichts einzuwenden, wenn Sozialveformen absolut nicht erkämpfen. Zur Verwirklichung auf gleiche Stufe gestellt.§ 153 enthält aber Bestimmungen, hinter der formalen Gleichberechtigung auch gleiche unserer Forderungen bedarf es einer vollständigen Umwandlung welche dieses den Arbeitern garantirte Recht vollständig illusorisch Da dies materielle Verhältnisse stünden. nicht unserer heutigen Verhältnisse, einer Umwandlung, die besonders machen. Die Bestimmungen, welche dieser Paragraph mit Bezug der Fall ist und der Boykott den Arbeiter Arbeiter viel in der Bedingung ruht, daß ein jeder gleichberechtigt sein, und auf die Veranlassung zur Niederlegung der Arbeit enthält, find härter trifft, als den Unternehmer, so bleibt eben der Ar- einem jeden der volle Ertrag seiner Arbeit zu Theil werden geradezu rigoros, und es ist mit Genugthuung zu begrüßen, daß beiter im Nachtheil. Immerhin lassen wir uns diesen Zustand foll. Und wenn wir nun die Beobachtung machen, daß auf die Regierungsvorlage, welche diese Bestimmungen noch zu vernoch eher gefallen, als beispielsweise denjenigen in Deutschland, der einen Seite der Reichthum immer wächst, während anderer- schärfen bemüht ist, vorläufig von der Majorität des Reichstages wo die Verrufserklärung" zwar verboten ist, aber thatsächlich feits immer größere Massen proletarisirt werden; wenn wir sehen, zurückgewiesen ist. Wenn man dem Arbeiter in der Gestalt das nur gegen Arbeiter, nicht gegen Unternehmer, eingeschritten daß sich auf der einen Seite die Magazine füllen, während auf Roalitionsrecht verbürgt, so ist das ein Recht, neben welches man der andern Seite Tausende Hunger leiden, dann dürfen wir be- einen Galgen gestellt hat. Soll der Arbeiter wirklich mit dem Die Arbeiter mögen also von diesem Fall Kenntniß haupten, daß unsere Forderungen an die Gesellschaft ihrer Er- Unternehmer gleich gestellt werden, so möge man ihm die Gleichnehmen: Schwarze Listen" sind in Pennsylvanien erlaubt, füllung entgegenreifen, daß die Gesellschaft immer mehr und mehr berechtigung nicht auf dem Papier, sondern in Wirklichkeit geben; aber auch" Sperren" und" Boykotts" tönnen nicht angefochten in den Sozialismus hineinwächst. Würde nun aber irgend jemand man möge Arbeitsämter einrichten, in denen Arbeitgeber und aus dieser Thatsache den Schluß ziehen, es sei dann ja garnicht Arbeitnehmer gleich vertreten sind, und ähnliche Einrichtungen nöthig, daß die Sozialdemokratie selbstthätig in den Gang der schaffen. Es wäre ferner dringend zu wünschen, wenn in der Vorlage Verhältnisse eingreife, so würde ein solcher zeigen, daß er in den Kern der Sache nicht einzudringen versteht. Nicht die Arbeiter, eine Bestimmung zur Beseitigung des Kantinenunwesens aufwelche auf der niedrigsten Stufe stehen, fühlen Thatendrang in genommen würde. Eine diesbezügliche Enquête hat nämlich das sich und kämpfen für eine Besserung ihrer Lebenslage, sondern Ergebniß geliefert, daß sich das Unternehmerthum mit der Ausjene ringen am gewaltigsten, welche vermöge ihrer günstigeren beutung der Arbeitskraft nicht begnügt, sondern die Arbeiter, Verhältnisse weiter zu sehen vermögen. Unsere Aufgabe ist es welche während der Pausen die Fabrikräume nicht verlassen deshalb, dem Verlauf der Dinge nicht ruhig zuzusehen, sondern dürfen, zwingt, in die Kantinen zu gehen, und hierdurch ganz thatkräftig dahin zu wirken, daß auch die auf dem untersten erflecklich Uebereinnahmen erzielen. Der deutschfreifinnige Abgeordnete Schmidt erklärte Niveau stehenden Massen besser gestellt werden und dann ingestern im Reichstage, es sei in Kellnerversammlungen in folge der einmal gesteigerten Lebensbedürfnisse als über Berlin von den Referenten die falsche Behauptung aufgestellt zeugte Streiter in den Reihen der Unsrigen mitkämpen. Man hat uns oft vorgeworfen, wir seien eine Partei des Umworden, daß die Arbeiterschutz- Kommission des Reichstages sturges. Gewiß sind wir eine revolutionäre Partei, denn wir die Kelluer habe unter das Gesinde stellen wollen. Diese wissen, daß wir die Durchsetzung unserer Forderungen nur dann Behauptung ist in einer freisinnigen Kellnerversammlung im ergwingen fönnen, wenn die heutige Gesellschaft von Grund und Wintergarten, nicht aber in einer sozialdemokratischen Kellner- Boden aus umgestaltet ist. Dahin streben wir; langsam aber ficher rücken wir unserem Ziele näher, und heute schon haben wir versammlung aufgestellt worden. unferen Gegnern die Ueberzeugung aufgezwungen, daß die augen blicklichen Verhältnisse eine Umwandlung erfahren müssen. Diese unseren Feinden allerdings äußerst unbequeme Thatsache bedeutet für die Sozialdemokratie gleichzeitig den schönsten Sieg! Da sind die amerikanischen Arbeiter, trot kapitalistischer Richter und Geseze, also immerhin beträchtlich besser daran als die deutschen. Judeß, Herr Biddle ist nicht der schlechteste amerikanische Richter, und auch amerikanische Arbeiter sind wegen Bontottens schon„ rechtskräftig" zu langen Gefängniß strafen verurtheilt worden. Die sozialdemokratische Reistags- Fraktion hat sich auch gegen einen Paffus der Vorlage gewendet, welche empfiehlt, daß sich die Unternehmer bezüglich ihrer Fabrifordnungen mit den Arbeitern ins Einvernehmen stellen sollen. Hierbei bedarf es aber wohl keines Wortes dafür, daß es dem Arbeiter doch nicht das Geringste nützen würde, wenn er thatsächlich gegen die Fabrikordnung protestirte. Vor allen Dingen ist die Fraktion aber für die gänzliche Beseitigung der in den Fabrikordnungen enthaltenen Strafbestimmungen eingetreten, und dringt darauf, daß die Geldstrafen vollständig abgeschafft werden. Die sozialdemokratische Fraktion wird nun Ueber den Tod des Prinzen Balduin haben franzöfifche der dritten Lesung Mann für Mann Blätter unlängst fenfationelle Mittheilungen gebracht, von denen bei der gegen die Annahme der Gewerbe- Ordnungswir nicht Notiz nahmen, weil sie durch nichts verbürgt erschienen. Man glaubt nun, daß der Sozialdemokratie der Boden unter: Novelle stimmen, weil sie nicht die Hand zu einem Jetzt gehen der" Pariser Post", einer für deutsche Blätter in Paris erscheinenden Korrespondenz, aus guter Quelle" Angaben graben werden würde, wenn man den Arbeitern einige Erleich Gesetz bieten will, durch welches zwar einige winzige Verbesseau, welche, wie dieselbe ausdrücklich betont, im Großen und terungen gewähre. Man wird sich aber gewaltig täuschen. Denn rungen herbeigeführt werden können, welches in Wirklichkeit aber Ganzen sicherlich die Wahrheit enthalten, wenn auch einzelne die Massen werden sich sagen, daß sie alle Erleichterungen nur die gerechte Sache der Arbeiter in hohem Grade schädigt. Wir Punkte, wie dies bei Vorkommnissen so heifler Art kaum anders dem unermüdlichen Arbeiten der Sozialdemokratie zu verdanken fürchten den alten Vorwurf der Gegner nicht, wir hätten gegen Wir werden mit freier Stirn möglich ist, beanstandet werden dürften. Das„ Berliner Tagebl." haben, und sie werden sich ferner sagen, daß sie weitere Erleich ein Arbeiterschutz- Gesetz gestimmt. reproduzirt diese Meldungen, die wir auch, ohne deren Richtig terungen ebenfalls nur durch die Sozialdemokratie erlangen vor unsere Wähler treten können und sagen:„ Wir haben die Gerade hierdurch werden die Arbeiter in immer Vorlage aus dem Grunde abgelehnt, weil sie nicht ein Arbeitfeit prüfen zu können, im Folgenden wiedergeben: Prinz tönnen. Balduin hatte ein Liebesverhältniß mit einer Sängerin des Théatre breiteren Massen bie Nothwendigkeit einer gänzlichen Um- nehmer-, sondern ein Arbeitgeberschutz- Gesetz enthielt!"( Stürmischer wirthschaftlichen Verhältnisse einsehen Beifall.) de la Monnaie in Brüssel, Frau Sibyl Sanderson, deren offentun- gestaltung unferer In der Diskussion sprachen die Genossen Reichling, Klinger diger Herr und Gebieter der Fürst de 2.... war. Der König, welcher und zu der Ueberzeugung kommen, daß auch, die winzigen Grfür seinen Neffen ernstliche Besorgnisse wegen dieses Verhältnis es leichterungen nicht gewährt worden seien, wenn es nicht eine und Ritzler im Sinne des Referenten. Folgende Refolutionen wurden angenommen: 1. Die heute hegte, wollte ihn zum Major ernennen und nach Antwerpen schicken. Sozialdemokratie gegeben hätte. Darum wissen wir, daß die Prinz Balduin lehnte dankend ab, begab sich aber nach Ant- Sozialdemokratie mit Naturnothwendigkeit dereinst als Siegerin in der Bittoria- Brauerei tagende Versammlung des sozialdemowerpen, um dem dortigen Gouverneur, der schon seine Gemächer über die bürgerliche Gesellschaft aus dem Kampfe hervorgehen fratischen Wahlvereins für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis erhatte herrichten lassen, einen Höflichkeitsbesuch abzustatten. Nach wird. Augenblicklich will man also der Sozialdemokratie mit einem klärt sich mit den Ausführungen des Genossen Singer einverstanden Brüssel zurückgekehrt, fuhr er sogleich nach dem Hotel de Suède, Arbeiterschuß- Gesez die Spize abbrechen, ohne aber dabei zu be- und spricht demselben ihren Beifall aus. Ferner erklärt sie den wo Frau Sanderson ihn erwartete. Das Paar war schon eine denken, daß man gewiß das Gegentheil erreichen wird. In dem Antrag der sozialdemokratischen Fraktion auf Aufhebung aller Weile beisammen, als Fürst v. 2. mit einem Revolver in der ersten Theile des Entwurfes handelt es sich um die Sonntags- Kündigungsfrist für vollständig richtig und geeignet, die ArHand hereinstürzte und auf Armlänge dem Prinzen eine Rugel in ruhe, welche im Prinzip als erforderlich hingestellt wird. Durch beiterklasse widerstandsfähiger gegen das Unternehmerthum zu Die Lenden jagt daher die von den Aerzten konstatirte innere zahlreiche Bestimmungen wird dieses Prinzip aber so durchlöchert, machen. 2. Die heute in der Vittoria- Brauerei tagende Versammlung Blutung). Der Berwundete zog sich rasch zurück, verfehlte eine Stufe daß thatfächlich genau dieselben Verhältnisse wie früher fortDie sozialdemokratische Fraktion ist im Prinzip spricht der Volkspartei entschieden das Recht ab, sich als Verder Treppe, fiel in das erste Stockwerk hinunter und wurde von bestehen werden. den erschrockenen Dienern mit einem Beinbruche aufgehoben. für eine vollständige Sonntagsruhe, läßt dabei aber nicht aus treterin des arbeitenden Volkes zu nennen, und erklärt sie für die Alle Welt lief in dem Gasthofe durch einander, schrie und erzählte dem Auge, daß es Betriebe giebt, welche am Sonntag absolut Vertreter der Unternehmer- Interessen. Hierauf wurde die Versammlung mit einem dreifachen Hoch laut das Geschehene. Erst nachträglich wurde Schweigen anbefohlen; nicht ruhen tönnen. Hier fordert sie, daß den in solchen Beaber es war zu spät, schon zu viele Personen kannten das trieben am Sonntag beschäftigten Arbeitern unter allen Um- auf die Sozialdemokratie geschlossen. Geheimniß. Der Graf d'Oultremont, Großmarschall des tönig ständen in der Woche ein freier Tag zu gestatten sei. Speziell lichen Palastes, der in aller Gile herbeigerufen wurde, fuhr mit bei der Bestimmung der Dauer der Sonntagsruhe scheidet dem Prinzen nach dem Palaste des Grafen von Flandern, wo er sich die Auffassung der Sozialdemokratie scharf von der der noch im Laufe des Abends seinen Wunden erlag. Sogleich bürgerlichen Parteien. Während es die Sozialdemokratie ermög wurden die Chefredakteure aller Brüsseler Blätter nach dem Palast lichen will, daß der ganze Sonntag der Erholung gewidmet wer. Die Redaktion stellt die Benugung des Sprechsaals, soweit Naum dafür abzuEin den kann, und demgemäß eine 36 stündige Ruhezeit verlangt, sind geben ist, dem publicum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen beschieden und gebeten, das Vorgefallene zu verschweigen. einziger wurde übergangen, der Chefredakteur des" Peuple", die bürgerlichen Parteien der Ansicht, daß 24 Stunden hinreichend Interesses zur Verfügung; sie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem welcher den nächsten Tag nicht schwieg. Nun erging die Auf- feien. Bet einer Bause von nur 24 Stunden ist der Arbeiter aber Für Arbeitervereine, welche Bibliotheken besitzen. forderung auch an ihn und er berichtigte das Gesagte, fügte gezwungen, einen Theil des Sonntags mit Schlafen, den anderen Wir werden ersucht, darauf aufmerksam zu machen, daß Araber hinzu, er sei es seinen Lefern schuldig, zu behaupten, mit Vorbereitungen zu der Wiederaufnahme der Arbeit zuzuPrinz Balduin sei feines natürlichen Todes gestorben. bringen. Die Forderung einer 36 ftündigen Ruhezeit ist deshalb beitervereine, die den" Thier- und Menschenfreund" Frau Sanderson war unverzüglich nach Paris spedirt absolut gerechtfertigt, und es ist dringend zu wünschen, daß so in ihre Büchersammlung" aufnehmen wollen, denselben ohne Entworden. Ginige Tage später wurde man die üble Wirkung wohl die Nacht vom Sonnabend zum Sonntag, wie vom Sonn- gelt von der Expedition des genannten Blattes( Dresden, gewahr und ließ sie wieder nach Brüssel kommen, um die tag zum Montag frei ist. Man fönnte sich nun vielleicht mit Marschallstraße 89) beziehen können, wenn sie ihren Wunsch auf Latme" zu fingen. Sie gehorchte, war aber, wie begreiflich, diefen Einrichtungen betr. der Sonntagsruhe, wie unvollkommen einem Vereins- Briefbogen oder auf einer Karte mit dem Vereinsnicht im Besitze ihrer gewöhnlichen Mittel. Mehrere Personen sie auch sein mögen, noch einigermaßen begnügen und von einem stempel dorthin gelangen lassen. Der Thier- und Menschenin Brüssel fennen die Nummer des Fialers, in dem Graf Schritt zur Bejjerung sprechen, wenn nicht durch zahlreiche Para- freund" ist eine reichhaltige Thierschuh Beitschrift und da' Dultremont den jungen Prinzen sterbend seinen Eltern heim- graphen diese Bestimmungen dadurch wieder illusorisch gemacht her in Arbeitervereinen gewissermaßen die Ergänzung zu deren brachte, und der Roman mit seinem schmerzlichen Ausgang geht würden, daß man dem Bundesrathe u. f. w. die Befugniß ertheilt, we ens ch en schutz Bestrebungen. In den sozialbemokratischen von Mund zu Mund. Nach den Vertretern der Presse waren über die Nothwendigkeit einer eventuellen Sonntagsarbeit zu ent- Brinzipien liegt der Schutz der Thiere gegen Grausamkeiten schon auch alle in Briffel garnisonirenden Offiziere versammelt und scheiden. Gerade der Abschnitt: Sonntagsruhe der neuen Novelle mit darin, obwohl er nicht besonders ausgesprochen wird. ersucht worden, die Wahrheit geheim zu halten, ja vorkommenden zur Gewerbe- Ordnung enthält demnach feinen Schritt zur VerFalls entschieden in Abrede zu stellen." besserung, sondern zu einer entschiedenen Verschlechterung. Ueber Wir bemerken nur, daß wir gleich bet Gintreffen der auf- haupt hat man bei der Lesung der Gewerbe- Ordnungs- Novelle des Prinzen Balduin an die Aehnlichkeit mit den Meldungen Männerkartell gebildet hat, welches ein Arbeiterschutzgelegentlich des mysteriösen Todes des österreichischen Kron- Gesetz schaffen will, in Wirklichkeit aber ein Arbeitgeberschutz- Gesezprinzen erinnerten. unferem ersten Urtheile. Die vorstehende Notiz bestärkt uns in schafft. Nur die Sozialdemokratie ist es, welche mit einem solchen Vorgehen nichts zu thun haben will und einzig und allein die Denn wenn die Interessen des arbeitenden Volfes vertritt. anderen Parteien auch anführen, der Arbeiter fei ja nicht gezwungen, an Sonntagen zu arbeiten, so weiß doch ein jeder, daß diese Entgegnung in Wirklichkeit nichts bedeutet. Soziale Lebersicht. Charlottenburg. Auf die vielgerühmte Arbeiterfreundlichkeit der Regierung Die Glasarbeiter der grünen Hütte wirft es übrigens ein äußerst sonderbares Licht, daß mit dieser haben, Dank ihrer Energie und der Solidarität der auswärtigen Vorlage, die doch dem Arbeiterschuß gewidmet ist, gleichzeitig eine Sprechlaal. Inhalt desselben identifizirt zu werden. Bom„ Sozialdemokrat" fehlen mir folgende Nummern: vom Jahrgang 1879 die Probenummer( vom 28. September) und Nr. 4, 5 und 6; vom Jahrgang 1880: Nr. 28 und 45; vom Jahrgang 1881: Nr. 24, 25, 28, 29, 30, 31, 36, 40 und 41. Sollte ein Genosse mir eine oder mehrere dieser Nummern ablassen können, so würde er mich sehr verbinden. Ich habe viele Doppelnummern, die ich gern austausche. Berlin, den 19. Februar 1891. W. Liebknech t. Theater. den 20. Kranken- und Begräbnißlasse die Grosse Spermbening, Die lustigen Weiber Girtler- und Bronceurgewerbe Volks- Versammlung Opernhaus. von Windsor. Schauspielhaus. Roderich Heller. Leffing- Theater. Hedda Gabler. Berliner Theater. Goldfische. beschäftigten Personen.( E. H. 60.) Sonntag, 22. d. Mts., Vorm. 10/2 Uhr: Deutsches Theater. Die Kinder der Ord. General- Versammlung Exzellenz. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Wallner Theater. Miß Helyett. Residenz- Theater. Der felige Toupinel. GO Viktoria Theater. Die sieben Pension Raben. Belleallinnce Theater. Schöller. Ostend- Theater. Brot. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Thomas- Theater. Der Registrator auf Reisen. Kaufmann's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordin. Große SpezialitätenVorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Borstellung. Circus Schumann. Friedrich- Karl- Ufer. Freitag, den 20. Februar, Abends 7/2 Uhr: Große Vorstellung mit neuem, vorzüglich gewähltem Programm. = Besonders hervorzuheben: Pas de trois auf zwei nebeneinander laufenden Pferden, ausgeführt v. Miß Victoria, Frl. Rofa und Herrn Mar Schumann. Miß Edith Adams, Jockey- Reiterin. Equilibristin Miß Elly Footit. Drei Nationen zu Pferde, dargestellt v. Frl. O'Meers. Parforce- Reiter Seffe. Mr. Loyal, Jongleur zu Pferde. Halifax, arabischer Schimmelhengst, in Freiheit dressirt und vorgeführt von Herrn Ernst Schumann. Komisches Entree des beliebten Klowns Tantí. Monopol, in der hohen Schule geritten von Herrn mag Schumann. Zum Schluß der Vorstellung: Circus unter Waffer. Eine ländl. Hochzeit. Sensationelle Wallerpantomime. Morgen Abend 71/2 Uhr: Große Vorstellung. Zum 1. Male die neue Waffer- Pantomime: Die Marionetten. Englischer Garten. Direktion: C. Andress, Alexanderstraße 27c. Margarethe Steinow, Liederfängerin. Paul Jülich, Gesangshumorist. Mr. Goswin, Musit. Neger- Clown. Frl. Bonné, Kostüm- Soubrette. Gebr. Corradini, Tanz- Duettisten. Mons. Bernard, Schnellzeichner. Anfang Wochentags 8 Uhr. Sonntags 52 Uhr. Entree Wochentags u. Sonntags 30 Pf. 50 Pf. und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. Jam Freitag, den 20. Februar, Abends 8% Uhr, in der ,, Brauerei Friedrichshain", am Königsthor. Tages- Ordnung: 1. Rechenschaftsbericht der Berliner Lokalfommission. 2. Wie stellen sich die Berliner Arbeiter in Zukunft zur Philharmonie? 3. Mandatsniederlegung und eventuelle Neuwahl der Berliner Lokal4. Verschiedenes. fommission. ( laut§ 27 des Statuts) in den Zentral- Festsälen, Granienfr. 180. Tagesordnung: 1. Rechnungslegung und Jahresbericht des Rendanten. 2. Wahl des gesammten Vorstandes und der Ausschußmitglieder.- Quittungs- lung, buch legitimirt. Um rege Betheiligung ersucht[ 563 b] Der Vorstand. Bürstenmacher! Unterstützungsverein d. Bürstenund Pinselmacher Deutschlands. Filiale Berlin. Sonntag, 22. d. Mts., Vorm. 101/2 Uhr: Versammlung Berg- Straße Nr. 12. Tagesordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder und Entrichtung der Beiträge. 2. Stellungnahme zu dem von Nürnberg in Ausficht genommenen Kongreß. 3. Abrechnung vom Stiftungsfest. 4. Verschiedenes. Es wird noch besonders darauf aufmerksam gemacht, daß von jetzt ab die Versammlung pünktlich beginnt. Der Filial- Vorstand. Im Auftrage: Robert Michaelis, Bevollmächtigter. 120 Central- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler 1. s. 1. Dertliche Verwaltungsstelle Berlin A. 204 Den Mitgliedern zur Kenntniß, daß die Zahlstelle Wrangelftr. 109 verlegt ist. Dieselbe befindet sich von jetzt ab: Wrangelstr. 32 bei Hoffmann. 2. Daselbst werden die Beiträge jeden Sonnabend Abend von 8-10 hr angenommen. Die Ortsverwaltung. 300 Durch d. Geburt e. ftr. Sozialdemokr. wurd. hocherfr.sFris Dickert u. Frau. Unserm Freunde Bernhard Rogge zu seinem Geburtstage ein dreif. Hoch. Seine Kollegen. Son's machen wir. Unserm Kollegen und Genossen, dem Präger Theodor Müller zum heutigen Wiegenfeste ein donnerndes Hoch! 565 b Vier zur 3. Klaffe degradirte Präger. Filiale 3. der wichtigen Tagesordnung halber, zu erscheinen. Es werden die Genossen fämmtlicher Kreise ersucht, in dieser Versamm Fachver. d. Weber Die Lokalkommission. J. A.: H. David, Lausitzerstr. 51. Achtung Putzer! Sonntag, den 22. Februar, Vormittags 11 Uhr: Grosse öffentliche Versammlung der Putzer Berlins und Umgegend im Saale der ,, Viktoria- Brauerei", Lükowstraße 111-112. Zages Ordnung: 1. Stellungnahme zu dem geplanten deutschen Maurerverband. 2. Die Folgen des harten Winters und wie sind wir in der Lage dieselben zu mildern? 3. Verschiedenes. Referent: Herr Fr. Schulze. Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung statt. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, zu erscheinen. 246 Der Einberufer. Fachverein der Tischler. ( Osten.) Montag, den 23. Februar, Abends 82 Uhr: Große Versammlung im Lokale des Herrn Haase( Königsbank), Große Frankfurterstraße 117. Tages Ordnung: 1. Der Streit."" Referent: Dr. Lütgenau. Distuffion. 3. Verschiedenes und Fragetasten. Gäste haben Zutritt. Aufnahme neuer Mitglieder. E Um regen Besuch bittet Der Bevollmächtigte. Adhtung! Kistenmacher! 312 Achtung! 190 Sonnabend, den 21. Febrnar, Abends 8 Uhr: Verein der Einsetzer Gr. öffentl. Versammlung der Kistenmacher mit Frauen ( Tischler) Berlins und Umgegend. Comtag, 22. in den ,, Zentral- Festsälen, Oranienstraße 180. Tages Ordnung: 8. beach " 1. Vortrag des Herrn Türk über Frauenbefreiung." 2. Diskussion. Sonntag, 22. d. Mt3., Vorm. 10/2 Uhr: 3. Verschiedenes. Nach Schluß der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Große Versammlung Neue Friedrichstraße Nr. 44. Tagesordnung: 1. Bortrag über: Einführung unentgeltlicher Schulbücher. Referent: Herr Verband der in Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die Ehefrau unseres Mit gliedes Labe, Martha geb. Artelt, am 16. d. M. an der ProletarierKrankheit gestorben ist. Die Beerdigung findet am Freitag, Vormittag 11 Uhr, von der Leichenhalle des Städtischen Krankenhauses am Friedrichshain nach Wilhelmsberg statt. 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Freunde und Gönner des Verbandes ladet dazu freundlichst ein Der Vorstand. 165 Arbeiterverein für Johannisthal u. Umgeg. 1. Stiftungs- Fest am Sonnabend, den 21. Februar in der Boruska- Brauerei Niederschönweide. 531b Festrede, gehalten von Herrn Wilhelm Werner. Arbeiter Gefangvereine, welche zur Erhöhung der Feier mit beitragen wollen, haben freien Zutritt( event. auch Vergütigung). Die Berliner Genossen Das Komitee. werden ersucht an unserer Festlichkeit theilzunehmen. Blut- Apfelfinen, Fernsprech Amt III. No. 1514. Pontac, Stück 5 Pf., Postforb franko 3 Mt., empf. die SüdfruchtHandlung von B. Vehlow, LindenStraße 54, Ede Kommandantenstraße. Aktien- Brauerei- Gesellschaft ,, Moabit" Berlin NW., Stromstr.11-16. Mit dem Versandt in Flaschen und Gebinden frei Haus bezw. frei Bahnhof Berlin unferes rühmlichst bekannten dies= jährigen Moabiter Polsterwaaren. eigener Gr. Lager, bill. Preise. Fabrik. Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. Achtung! 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Art)= 30 " ( Shoppen) Löwenbräu( Münchener Art) Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Strom- Str. No. 11-16. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 43. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 70. Sigung vom 19. Februar. 1 Uhr. Vor der Tagesordnung verlangt das Wort der Abg. Biehl( 3.): In der Sigung vom 14. d. M. habe ich, veranlaßt durch eine Bemerkung des Abg. Bebel, geäußert, daß der orthodore Jude am Sonnabend wohl Geld einsteckt, aber nicht quittirt. Dieser Aeußerung verdanke ich einen Brief aus Mainz von der Redaktion des„ Israelit" und" Jeschurun", in dem es heißt:„ Wir gestatten uns hierauf die ergebene Bemerkung, daß es den orthodoxen Juden religionsgesetzlich verboten ist, das Intasso von Geldern am Sabbath zu besorgen, die orthodoxen Juden berühren nicht einmal gangbares Geld am Sabbath. Wir dürfen demnach wohl eine Richtigstellung Ihrer Aeußerung in der morgigen Sigung des Reichstags von Ihnen erwarten." Die zweite Berathung des Arbeiterschuh- Gesetzes wird fortgesetzt und zwar steht heute zur Verhandlung der von der Kommission neu beschlossene§ 105i: Freitag, den 20. Februar 1891. hegen, daß die Regelung möglichst bald eintrete. Der Gewohn heit und Sitte muß zwar Rechnung getragen werden, aber der Schutz der Gehilfen darf nicht darunter leiden. S. Jahrg. auf Scheußlichkeit in allen größeren Provinzialstädten. Wenigstens muß man sie für Breslau geradezu als einen öffentlichen Skandal bezeichnen; 18, 19stündige Arbeitszeit ist die Regel. Wir dürfen Minister v. Berlepsch: Ich erkläre hiermit, daß die Ver- die Hoffnungen der Taufende von Betriebsbeamten und Angehältnisse der Gehilfenschaft in diesen Gewerben zu regeln auch stellten nicht täuschen; das würden wir thun, wenn wir mit der Am Tische des Bundesraths: von Bötticher und von nach Auffassung der verbündeten Regierungen dringend noth Resolution allein uns begnügten. Die Mißstände sind einfach Berlepsch. wendig ist, und daß es das Richtige sein wird, diese Verhält hinimelschreiend: hier findet thatsächlich eine Ausbeutung der nisse und diejenigen der im Handelsgewerbe Beschäf- menschlichen Arbeitstraft statt, wie sie verwerflicher nicht gedacht tigten in einem speziellen Gesez, nicht bei dieser Gelegenheit, zu werden kann. Ich bedauere, daß der Reichstag diefen am meisten ordnen. gequälten Arbeitern entgegen zu kommen nicht geneigt ist.( BeiAbg. Merbach( Reichsp.): Ich empfehle Ihnen angelegent- fall links.) lich die Annahme der Resolution, welche ich gerade auch vom Abg. v. Vollmar( Soz.): Die Erklärungen des Ministers Standpunkt des sogenannten„ profitwüthigen" Unternehmerthums waren sehr erfreulich, aber sie gehen mir nicht weit genug, und nur befürworten kann. Die Eisenbahn hat die unbedingte Frei- vor Allem haben wir feine Garantie, daß die verbündeten Reheit der Anlieferung der Güter auch am Sonntage, während für gierungen bei dem Wechsel der Meinungen und Personen feine den Empfang alle die beschlossenen Einschränkungen in Ideen ausführen werden. Die Sympathie des Abgeordneten Kraft treten. Dadurch würde für würde für den Montag eine Möller für die in diesen Gewerben Angestellten kann nicht weit große Stauung und die Aufgabe der Bewältigung einer zu her sein, wenn er ängstlich auf eine Schädigung des Publikums großen Arbeitsmenge eintreten. Ein Eingreifen im Sinne der hinweist. Bei einer solchen Erwägung darf man Resolution würde hier von bester Wirkung sein. diese ganze Gesetzgebung nicht eingehen. Angeschnitten" Abg. Schmidt( Elberfeld): In einer Kellnerversammlung in ist diese Materie ohnehin schon, denn es wird hier bestimmt, daß Berlin, in welcher eine der von Herrn Stolle erwähnten Petitionen die Arbeiter dieser Branchen zu Arbeiten an den betreffenden Die§§ 105 a Abs. 1 bis 105 f finden auf Gast- und Schant- an den Reichstag beschlossen wurde, ist im Widerspruch mit der Tagen nicht verpflichtet werden können. Natürlich ist dies auch wirthschafts- Gewerbe, Musikaufführungen, Schaustellungen, thea Wahrheit davon gesprochen worden, daß die Arbeiterschutz- Rom- bloß eine Redensart. Mißstände in Bezug auf die Pferdebahnen tralische Vorstellungen oder sonstige Luftbarkeiten, sowie auf mission die Kellner unter das Gesindegesetz gestellt habe; näher haben auch bei uns in München bis vor kurzem bestanden; es Verkehrsgewerbe feine Anwendung. Zum Arbeiten an Sonn- wird darüber bei§ 121 zu sprechen sein. Unseren Antrag, den ist erst eine Besserung eingetreten, als in Wien der große Pferdeund Festtagen können die Gewerbetreibenden die Arbeiter in Angestellten im Verkehrsgewerbe 36 Stunden Ruhe jeden britten bahnstreit ausbrach. Wollen Sie also weitere Streits vermeiden, diesem Gewerbe nicht verpflichten. Arbeiten, welche nach der Sonntag zu gewähren, bitte ich Sie anzunehmen. Die Einzel- fo schieben Sie diese Verbesserungen jekt nicht auf, Sie fönnen Natur des Gewerbebetriebes einen Aufschub oder eine Unter- regierungen aber bitte ich, auch die Staatseisenbahn- Beamten sich sonst nicht über eine Störung des sozialen Friedens beklagen, brechung nicht gestatten, fallen unter die vorstehende Bestimmung entsprechend zu berücksichtigen. Die deutschen Pferdebahnkutscher und Kondukteure sind um so nicht. Abg. Bebel: Gegen den Abgeordneten Stolle kann wegen schlechter daran, daß sie während der Fahrt nicht einen AugenGleichzeitig hat die Rommission folgende Resolution feiner Anwesenheit in jener Versammlung der Kellner fein Vor- blick fizzen dürfen. In Frankreich ist es anders. In der Schweiz angenommen: den Reichskanzler zu ersuchen, behufs Förderung wurf erhoben werden, und ich glaube auch nicht, daß der Abg. find allen Beamten und Bediensteten im Berlehrsgewerbe gesehder Gewährung ausreichender Sonntagsruhe beim Eisenbahn- Schmidt einen solchen hat erheben wollen. Ein Examen unter den lich 26 Sonntage des Jahres freigehalten. Für die Post find im dienste seine Vermittelung bei den verbündeten Regierungen Mitgliedern des Hauses über die Beschlüsse in den zahlreichen letzten Budget 300 000 Fr.- das entspricht 5 Million Fr. in unserem einer zweiten Lesung im Plenum würden Etat für eintreten zu lassen, insbesondere dahin zu wirken, daß der Güter- Kommissionen vor denselben Zweck ausgesetzt. Im großverkehr an Sonn- und Festtagen möglichst eingeschränkt werde. wahrscheinlich sehr wenige bestehen. Bei der gegenwärtigen mächtigen Deutschen Reich wird keine Anstalt gemacht, diesem Die Abgg. Gutfleisch und Genossen beantragen, auch Ueberarbeitung mit den verschiedenartigsten Gesezen überläßt Beispiele zu folgen. Es steht fest, daß eine Reihe von Dienst die Vorschrift des§ 105 g( Befugniß des Bundesraths zur man es den in die Kommission gesandten Mitgliedern der Partei, zweigen bei der Eisenbahn sehr wohl am Sonntage ziemlich Le Ausdehnung der Bestimmung über die Sonntagsruhe auf andere den Beschlüssen zu folgen. Als mir eine Deputation der Kellner deutend eingeschränkt werden kann, ich meine namentlich den Internationale Gewerbe) teine Anwendung auf die im§ 105i genannten Ge- die Petition persönlich ans Herz legte, habe ich sofort auf den Güter- Frachtverkehr und die Viehbeförderung. werbe finden zu lassen. Das Gleiche bezweckt ein Antrag des Irrthum aufmerksam gemacht. Nach der Erklärung des Herrn Vereinbarungen könnten sehr leicht das 2003 der Arbeiter nicht Abg. Krause. Handelsministers will ich dem Antrage Gutfleisch keinen Wider- erleichtern, sondern erschweren. Deutschland ist doch groß genug, Die Abgg. Auer und Genossen beantragen: Insofern in stand entgegensetzen, obgleich nach den Erklärungen des Regierungs- um aus sich selbst in dieser Frage vorzugehen. Daß in Bayern den genannten Betrieben Personen regelmäßig beschäftigt werden, fommissars mir die Angelegenheit noch nicht aufgeflärt erschien. schon so viel geschehen ist, muß ich befireiten. Es bedarf nur ist denselben in der Woche eine ununterbrochene Ruhezeit von Ich fürchte nur, daß bis zu der in Aussicht gestellten Spezial: eines Eisenbahnunglücks, und dann spricht die ganze bayerische 36 Stunden zu gewähren. In jeder vierten Woche muß diese gesetzgebung noch eine geraume Zeit vergeht. Nicht allein im Presse anders darüber. Man könnte in Bayern noch wesentlich Ruhezeit auf einen Sonntag oder allgemeinen Festtag fallen." Bundesrath wird man sich nicht leicht einigen, sondern auch der mehr thun, und die bayerische Regierung läßt ja auch schon ErDie Kommissionsmitglieder aus der freisinnigen und Bolts- Reichstag wird auf eine solche Gesezgebung nicht leicht eingehen. hebungen über die Verhältnisse anstellen. Besonderen Anlaß zu partei( Abgg. Gutfleisch, Hähnle und Gen.) wollen dem Die verschiedenen Gegner haben allerdings ihrer lebhaften Klagen haben die Eisenbahnbeamten in unserem lieben Nachbar§ 105i folgenden Satz beifügen: Sympathie für ein solches Gesetz Ausdruck gegeben. Der lande Sachsen. In jeder Landtagsperiode wenden sie sich an Doch sind die Gewerbetreibenden in den Verkehrs- artige Sympathie- Erklärungen treten aber immer sehr den Landtag mit Beschwerden der ärgsten Art. In einer Eingewerben verpflichtet, jeden ständig beschäftigten Arbeiter lebhaft auf, man zu einer wirklichen Regelung gabe wird auseinander gesezt, daß man nur erstrebe, was bereits an jedem dritten Sonntage volle 36 Stunden von der der Sache wenig Neigung hat. Die Resolution, die vor 1880 vorhanden war. Damals sei ein raffinirtes SparArbeit freizulaffen." eine Regelung in Bezug auf das Eisenbahngewerbe verlangt, fyftem eingeführt, infolge dessen heute troß der großen AusAbg. Klemm( dt.) empfiehlt dem Hause vor Allem die wäre ein arger Widerspruch, wenn Gast- und Schankwirthschafts- dehnung des Eisenbahnnezes nicht mehr Beamte vorhanden Annahme der auf feinen Antrag von der Kommission be- Gehilfen von einer gefeßlichen Sonntagsruhe ausgeschloffen sein feien als vor 1880. Wir haben um so mehr die Pflicht, schloffenen Resolution, welche den Eisenbahnbeamten eine größere sollten. Es ist noch nicht lange, daß man von derselben Stelle, für diese Arbeiter einzutreten, als dieselben meist durch Streiten Ausdehnung der Sonntagsruhe. als sie bisher thatsächlich gewährt von der man jetzt für die Resolution fich erklärt hat, behauptete: Besserungen ertrogen fönnen und ihnen auch das Petitionsrecht worden ist, verschaffen will. Biel würde schon gewonnen sein, wenn auf allen Gebieten eine gefeßliche Regelung möglich sei, fast ganz verschlossen ist, wie uns z. B. die Postverwaltung zeigt. wenn der Güterverkehr eingeschränkt würde; aber es ließe sich so doch nicht auf dem Gebiete des Eisenbahnwesens. Nachdem Die Beamten werden unmenschlich ausgebeutet, und manches sicherlich ohne Beeinträchtigung berechtigter Interessen auch die Schweiz und Desterreich vorangegangen sind, sieht man jetzt, Gisenbahnunglück ist darauf zurückzuführen. Die Resolution legt wenigstens eine fleine Beschränkung des Personenverkehrs durch- daß man auch hier nicht mehr zurückbleiben kann. Die Kellner alles in die Willkür der einzelnen Regierungen, ich wünschte führen. Eine leider besonders in Norddeutschland noch sehr weit haben ihre Sonntagsruhe ebenso nöthig wie die Eisenbahn- daher eine schärfere Fassung. Da wir aber vorläufig kein anderes verbreitete mißbräuchliche Einrichtung, welche der Verwirklichung arbeiter. Sowohl das männliche als das weibliche Personal hat Mittel haben, stimmen wir für die Resolution und wollen nur dieser Wünsche entgegenstehe, seien die Montags- Viehmärkte, hier eine übermenschliche Arbeitszeit auszuhalten. Dazu wird auch hoffen, daß die Einstimmigkeit, mit welcher fie angenommen deren Beseitigung in der Kommission denn auch vielfach gefordert den männlichen Personen zugemuthet, eine ganze Reihe von Arbeiten werden wird, die Regierung veranlaßt, gründlich in sich zu worden sei. Dieser Mißbrauch sei zwar sehr alt, aber seine Ab- im Laufe des Tages zu vollziehen, die man als eigentliche Dienst gehen und, bevor sie den Arbeitgebern Vorlesungen darüber stellung deshalb noch nicht unmöglich, man müsse nur den guten boten- Arbeiten im schlimmsten Sinne des Wortes bezeichnen muß. hält, was sich vernunft und rechtmäßig gehört, selbst bei sich Willen haben. Den großen Anstrengungen entsprechen auch nicht die aller- anzufangen. Abg. Biehl( 3.): Ich beschränke mich auf das, was die Abg. Stolle( Soz.): Die Gehilfen im Gastwirthschafts- und bescheidensten Anforderungen in hygienischer Beziehung, besonders Schankgewerbe werden in ihrer Arbeitskraft in einer Weise aus- die Lehrlinge leiden unter der schlechten Luft in den Räumen. Kommission vorschlägt, umſomehr als der Minister eine begebeutet, wie faum in irgend einem anderen Gewerbe. Dazu Gine tägliche Arbeitszeit von 16-18 Stunden ist geradezu über- ruhigende Erklärung gegeben hat. Manches muß ja besser wersind die Leute in den meisten Fällen auf gar teine Bezahlung, menschlich und ertödtet die Arbeitskraft überhaupt. In dem Ver- den, aber wenn auf der Linken in so grellen Farben gemalt sondern nur auf Almosen, das sogenannte Trinkgeld angewiesen, tehrsgewerbe, dem Pferdebahn-, Straßenbahn, dem Omnibus- wird, so bezicht sich das nur auf Berlin und einige große find also bezüglich ihres Sohnes ganz der Laune und Willkür der Verkehr sind die Verhältnisse noch schlimmer. In Berlin find in Städte Norddeutschlands.( Abg. Bebel: München!) was über Gäste überlassen. Andererseits genießen die Leute auch von der dem Omnibusverkehr 500 Familienväter beschäftigt, die eine täg die Münchener Trambahngesellschaft gesagt ist, trifft nicht zu. Gesetzgebung feinen Schuß. In Berlin werden fie gezwungen, liche Arbeitszeit von 17 bis 18 Stunden, Sonntags wie Werktags In Süddeutschland sind die Verhältnisse im Schankgewerbe durchDor ihrem Eintritt Verträge zu unterschreiben, daß sie jeden Tag haben. Sie stellen sich ja immer hin als Vertreter des Familien- aus nicht so schlimm. Wir Süddeutsche sind wesentlich besser, ohne die sonst übliche 14tägige Ründigung entlassen werden lebens, sprechen sogar von einer Heiligkeit der Familien. Eine als die Herren in der Metropole Berlin.( Lachen links.)" Gé tönnen. Da ist es doch endlich an der Zeit, durch die Reichs- solche barbarische Ausnutzung der Arbeitszeit aber zerstört jeden kommt bei uns gar nicht vor, daß eine Kellnerin feinen Lohn begefeggebung einzugreifen. In einer vor einigen Wochen in Berlin Familiensinn. Von Morgens 6 Uhr bis Nachts 12 Uhr sind die sieht. Wenn die Leute der Omnibusgesellschaft in Berlin nur abgehaltenen größeren, von 2000 bis 3000 Kellnern besuchten Leute in ihrem Berufe thätig, haben vor Beginn und nach Schluß sieben Minuten zum Mittagsmahl haben( Abg. Be bel: Und Bersammlung wurde, eine Petition an den Reichstag beschlossen, der Arbeitszeit noch einen weiten Weg zu machen. Nach einer noch Pferde- Umspann!), so ist das allerdings eine barbarische Die Münchener Trambahngesellschaft glaubte das in der es heißt, daß die Steliner nicht einmal als Gehilfen an Fahrt von einem Ende der Stadt zum anderen haben sie eine Behandlung. erkannt sind. Durch richterliche Erkenntnisse, z. B. eines des Pause von 7 Minuten, während welcher Zeit sie die Pferde um- auch erst so schablonenhaft einrichten zu können, aber der böse Ober- Handelsgerichts vom Jahre 1878, und durch mehrere Ber- spannen, füttern und ihr Mittagsmahl verzehren müssen, ultramontane Magistrat und die Polizeidirektion in München fönnen Mittag zwischen 12 und 1 Uhr an den drohten der Gesellschaft mit Konzessionsentziehung, wenn sie das fügungen ist anerkannt, daß die Kellner nur als Dienstboten be- Sie sehen, wie die Frau auf ihren Mann mit nicht ändere, und jetzt haben die Kutscher und Konduttenre das Zopf wartet. Mittagbrot enthaltenden Zopf Der 35 Minuten für ihr Mittagsmahl. Ich wünschte zwar, sie hätten, find; der Unternehmer kann sich also ganz nach seinem Interesse das dem eine oder andere auswählen. Unser Antrag bezweckt, diesen Mann lehnt sich an einen Zaun oder eine Straßenecke und wie in anderen Gewerben, mehr als eine Stunde, aber für eine anderen zu würgt so schleunig wie möglich das Essen herunter, um dann Trambahn existiren eben besondere Berhältnisse. das gleiche Recht wie den Magiftrat es auch durch, geben. Er gestattet den Leuten auch ihren religiösen Gefühlen sofort wieder auf den Bock zu springen. Um 12 Uhr Nachts und Polizeidirektion in München setzte Kutscher und Kondukteur im Rechnung zu tragen; jegt fönnen sie an teinem einzigen Sonn- tommt er zerschlagen nach Hause und muß schon nach ganz daß jeder Hochsommer Stunde Ablösung erfährt. Man fann tage des Jahres die Kirche besuchen. In jener Bersammlung wenigen Stunden aufs neue fein Zagewerk beginnen. In Bezug Nachmittags eine hörte ich zu meinem Erstaunen, daß selbst in unserem eigenen auf das Pferdebahnwesen ist in Berlin in der letzten Zeit Er: also auch ohne die schwerfällige Reichsgehgebungs- Maschinerie Saufe, in der Reichstagswirthschaft, trotzdem der Wirth sämmthebliches gebessert worden, weil die Arbeiter im rechten Augen- Uebelſtände beseitigen. Der Wiener Trambahnstreit hat das nicht liche Stühle und alles Inventar unentgeltlich bekommt, ähnliche blicke mit Einstellung drohten und die Presse ohne Unterschied zuwege gebracht, alle diese Dinge sind in München schon vorher traurige Zustände wie anderswo herrschen. Auf dem Lande und der Partei für die Forderung der Arbeiter eintrat. In anderen erledigt worden. Auf meinen Antrag im Münchener Magistrat in den kleinen Städten ist die Lage der Leute etwas beffer. Die Städten, in Leipzig und Dresden, lassen die Verhältnisse noch wurde die Trambahngesellschaft zu einer Aeußerung aufgefordert, größeren Unternehmer in der Proving würden es ganz gern sehen, viel zu wünschen übrig und liegen ebenso traurig ,, wie bei der ob ähnliche Befürchtungen wie in Wien zu gewärtigen seien, und wenn durch Gefeß ausgesprochen würde, daß Kellner nicht ohne Berliner Omnibusgesellschaft. Weil am Sonntag die Gastwirths. ob die Beamten Anlaß zu Klagen hätten. Die Trambahndirektion einen bestimmten Zohnsak angenommen werden dürfen. Berück- Gehilfen den besten Verdienst haben, wollen wir nur die Möglich- gab einen wohlmotivirten Bescheid, mit dem Magistrat und Antrag an. ichtigen Sie den Nothschrei der Kellner und nehmen Sie unseren feit schaffen, daß sie alle vier Wochen einen freien Sonntag haben. Bolizeidirektion zufrieden ware Ich glaube also, daß die Sache keinen Aufschub duldet. Gs überstürzen und wir warten daher eine sorgfältig ausgearbeitete Regierungsrath Wilhelmi: Ein großer Theil der gerügten würde eine große Enttäuschung in den betreffenden Kreisen be- Vorlage der Regierung ab. Manche berechtigte Klagen bedürfen auch den Antrag mußte aber von einer Regelung bei dieser Gelegenheit doch Gutfleisch ablehnten. Stadtverwaltung ihren Einfluß geltend machen, dann wird man Minister v. Berlepsch: Wenn von einer Abhilfe durch hoffentlich auch in Berlin solche barbarische Behandlung nicht geAbstand genommen werden, weil in der Sache selbst zu große besonders bezüglich des Gast Erlaß des Bundesraths noch gesprochen werden kann, ist das rechtfertigt finden. Abg. Stolle( Soz.): Ich freue mich, daß in Folge meines hab Schankwirthschaft- Gewerbes die eingewurzelten Lebensgewohn- runter nur die im§ 120 e dem Bundesrathe gegebenen Befugniß beiten unseres Wolfe ein Verkehrsgewerbe die Rücksichten all- zu verstehen, bei übermäßig langer Arbeitszeit am Sonntage ein Antrages der Handelsminister erklärte, daß eine Vorlage vorgemeiner Natur. Go nebenbei, wie es der Abg. Stolle und seine zuschreiten; im Uebrigen ist die Regelung der hier in Betracht bereitet werden solle, die den Uebelſtänden in Verkehrsgewerbe abhelfen soll. Daß die Uebelstände schlimm sind, ist von keiner Fraktionsgenossen meinen, läßt sich die Sache nicht abmachen. kommenden Verhältnisse der Gesetzgebung vorbehalten. Der Antrag Gutfleisch bezüglich der Verkehrsgewerbe schlägt schon| Abg. Möller( nt.) spricht sich für Ablehnung sämmtlicher Seite bestritten. Wir Sozialdemokraten haben hier einen Erfolg eine viel geringere Ruhezeit vor. Dieser Widerspruch allein be- Anträge mit Ausnahme desjenigen bezüglich der Einfügung des zu verzeichnen, ebenso wie in Sachsen, wo wir im Landtag die meist nicht spruchreif ist. Es würden§ 105 g aus. Eine so weitschichtige Materie laffe fich so bei- Regierung immer mehr gedrängt haben. Der Antrag Klemmn Also beide Anträge abzulehnen sein. Der Antrag Gutfleisch- Krause läufig nicht abmachen. Die Resolution vertebro fommission zeigt, daß auch in jenen Kreiſen unsere Anschauungen Plas dagegen bewegt sich vollfommell auf der Linie der gestrigen Aus einstimmig gefaßt worden. Ob der Güterverkehr vollständig am greifen und man mit uns die Unzufriedenheit beseitigen will. führungen des Handelsministers. Sonntage eingestellt werden könne, sei indessen unserer freien Die Abgeordneten der Einzelstaaten müssen die Einzelregierungen Abg. Orterer( 3.): Die traurigen Lohnverhältnisse der Entscheidung nicht überlaffen, denn hier kämen sehr maßgebend ebenfalls drängen. Bei dem Etat der Reichs- EisenbahnverwalKellner werden auch von mir gewürdigt, aber es ist doch unmög- auch internationale Rücksichten in Frage. tung werden wir untersuchen, ob dieselbe als Musteranstalt diese zu regeln. Bezüglich der Sonntagsruhe der Eisenbahn- des Antrages der Sozialdemokraten, und dies hauptsächlich nicht nach einer Musteranſtalt aus. In Leipzig, wo lich, an dieser Stelle neben so vielen anderen Materien auch noch Abg. Vollrath( dfr.): Ich stehe vollständig auf dem Boden gelten kann. Die preußische Eisenbahnverwaltung sieht auch beamten trete ich den Ausführungen des Abgeordneten Klemm wegen der Zustände im Verkehrsgewerbe, speziell bei den Bahnhöfe unter preußischer Eisenbahn- Verwaltung stehen, be= diesem Bewerbebetriebe müssen wir den dringenden Wunsch erwähnten Berliner Zustände wiederholen sich in derselben| Beamten vortragen können, weil dort kein preußisches VeWürdigung der Uebelſtände in Pferde- und Omnibusgesellschaften. Arbeitern Schwierigkeiten In voller Man darf hier aber nichts vier Die von Herrn Bebel flagen es die Beamten, daß sie ihre Beschwerden keinem häheren fie 9 triebsamt existirt: und die Beamten beschweren sich, daß in Sklaverei unter dem Güterexpeditions Vorsteher schmachten. Wenn nun der Abg. Schmidt Elberfeld sagt, daß die Referenten in der Kellnerversammlung hier in Berlin über die Beschlüsse unserer Kommission falsch berichtet hatten, so wäre ich entschieden dagegen aufgetreten. Wenn der Abg. Schmidt ferner behauptet, daß die Berichterstatter in den Zeitungen falsch berichtet hätten, so hat er nns Namen nicht genannt. Die Herren vom Zentrum, die den Ausschlag geben, mögen dem Beispiele des Abgeordneten Biehl folgen und dafür forgen, daß es so gemacht wird, wie von dem Magistrat in München. Stimmen Sie also für unseren Antrag. nennen, Abg. Orterer: Ich danke dem Minister von Berlepsch für feine bestimmten Ausführungen, und wir können vertrauen, daß die Sache auch weiter günstig entwickelt wird. Ich bestreite, daß nur die Sozialdemokraten die Anregung zur Arbeiterschuß- Gesetzgebung gaben; was haben z. B. die Arbeiter der Post- und Eisenbahnverwaltungen den Anträgen Singer's zu danken! Abg. Möller: Die Beschränkung der Sonntagsruhe auf das von der Kommission beschlossene Maß ist durch die Schwierig. feit der Materie bedingt, und darum bitte ich Sie, lediglich den Antrag der Kommission und die Resolution anzunehmen. Nachdem auch der Regierungs- Kommissar Geh. Finanzrath| foll zugleich die Grundlage für die Festsetzung des Steuersatzes Wallach die Beibehaltung des Absages empfohlen, beschließt das mitgetheilt werden. Haus dessen Beibehaltung und die Annahme des ganzen§ 31 unverändert nach den Kommissionsbeschlüssen. Die§§ 32 und 33 werden debattelos genehmigt. §84 enthält die Bestimmungen über die Bildung der Ver anlagungs- Kommission. Hierzu liegen drei Abänderungsanträge vor. 1. Der Antrag Enneccerus( ntl.) will den von der Vorlage als Vorsitzenden der Kommission bestellten Landrath ganz aus dieser Stellung beseitigt wiffen. 2. Der Antrag Rickert( df.) geht dahin, daß die sämmtlichen Mitglieder der Kommission von den Kreis- und Stadtver tretungen gewählt werden und sich als Kommission konftitutiren follen.( Die Vorlage bestimmt, daß die Regierung einen Theil der Mitglieder der Kommission bis zur Hälfte der erforderlichen 3ahl ernennen kann.) Abg. Rickert will nur dann die Kommission nach freiem Ermessen entscheiden lassen, wenn durch Thatsachen die Ungerech tigkeit der Angabe des Steuerpflichtigen erwiesen ist. Nach längerer Debatte werden alle diese Anträge abgelehnt und§ 38 unverändert angenommen, ebenso§ 39. Um 42 Uhr wird die weitere Berathung bis Freitag 11 Uhr vertagt. Parlamentarisches. Petitions Rommission. V dem Abg. Schmidt( Elberfeld): Jch fonstatire nochmals, daß in der Kommission und von der Regierung die Kellner einmüthig als Gewerbegehilfen anerkannt sind. Abg. Stolle stellt Sigung vom 19. Februar, Vormittags 10 Uhr. es immer noch so dar, als ob die ganze Arbeiterschutz- Gesetzgebung Nach Feststellung einiger Berichte schreitet man zur Be nur von den Sozialdemokraten angeregt sei; um dieser Legenden bildung entgegen zu treten, weise ich darauf hin, daß diese Gesetz- 3. Der Antrag Frhr. v. 2o( 3entr.) will die Mitglieder rathung der Petitionen, für welche Regierungskommissare hinzustimmungen über das Jagdrecht in das bürgerliche Gesetzbuch des Hauses in den letzten zehn Jahren durch den Fürsten lassen und dann den Landrath oder einen von der Regierung zu bittet, wird unter Assistenz des Regierungskommissars Geh. Reg.gebung troß vielfacher Anregungen aus verschiedenen Parteien der Kommission aus den Kreis- und Stadtvertretungen wählen gezogen wurden. Eine Petition, die um Aufnahme von Be Bismarck verhindert wurde. Die vom Abgeordneten Stolle ernennenden Kommissar als Vorsitzenden der Kommission haben. gewünschten Namen werde ich hier öffentlich nicht Abg. Frhr. v. Jedlik( frk.) bekämpft sämmtliche Aenderungs- Rath Struckmann verhandelt. Die Dringlichkeit dieser Angelegenheit wird allseitig anerkannt, werde sie ihm aber nach Dem fich Hause die Voitsblatt", Anträge und befürwortet die unveränderte Annahme der Komdeshalb entschließt Kommission, also dem offiziellen Blatt seiner Partei, auf Verlangen privatim missionsbeschlüsse. nennen. Warum sind Sie der in den letzten 3 Monaten so leb: Reg.- Kommiffar Geh. Reg.- Rath Frhr. Senfft v. Pilfach schriftlichen Bericht erstatten zu lassen und dem Reichsfanzler die Petition als gefeggeberisches Material zu haft betriebenen Agitation der Kellner nicht entgegengetreten? bekämpft ebenfalls die sämmtlichen Abänderungsanträge. überweisen. Dbschon Landesgefeße der einzelnen Staaten das Noch in der uns vor 3 oder 4 Tagen zugegangenen Petition der Für den Antrag Enneccerus( natl.) tritt der Abg. Jagdrecht betreffende Bestimmungen enthielten, feien doch so Kellner sind die Vorgänge in der Kommission falsch dargestellt Dr. Krause( nat!.) ein. Man fönne dem Landrath nicht ge- große Uebelstände, besonders in Mecklenburg, hervorgetreten, daß warum haben Sie für keine Belehrung der Leute gesorgt? statten, einen so weitgehenden Einfluß auf die Taschen seiner Streiseingesessenen auszuüben. Außerdem werde die neue Steuer- Die Frage wohl zu erwägen sei, ob nicht im Wege der ReichsVeranlagung so umfangreich werden, daß sie einen besonderen gefeßgebung mit Rücksicht auf die verfassungsmäßig garantirten Rechte der Einzelstaaten eine befriedigende Regelung getroffen Beamten an der Spize der Kommission voll beschäftigen wird. Abg. Frhr. v. Huene( Zentr.) besürwortet die unveränderte werden kann. 72 Fischer aus Hofffrug in Holstein petitioniren Annahme der Vorlage; fonnte man zweifelhaft sein, ob der um einen aufzulegenden Boll auf schwedische Heringe, die verLandrath der rechte Beamte auf dem Plage des Vorsitzenden ist, möge leichterer Einfuhr auf dem Seewege ihrem Produkt schwere Konkurrenz bereiteten. Der Reg.- Komm. Geh. Reg.- Rath Rauschning fo tämen doch gegen eine Kommission nicht minder gewichtige erklärt, die Regierung sei noch, wie früher, nicht geneigt, einen Bedenten in Betracht. Abg. Frhr. v. Lo( Bentr.) vertheidigt seinen Antrag. Die derartigen Zoll einzuführen. Abg. Schwarz- Lübeck erklärt ernannten Mitglieder sind ganz unentbehrlich, da ja das Moment sich in Rücksicht auf die von ihm näher dargelegten thatsächlichen Abg. v: Vollmar: Der Atgeordnete Schmidt bezeichnet der Fiskalität nach der Versicherung der Regierung nicht in Be- Verhältnisse ebenfalls für das Votum der Referenten. Die Komes als eine„ Legende", daß die Arbeiterschutz- Gesezgebung von tracht kommt. Gewählte Mitglieder sind am besten in der Lage, und zu empfehlen, zur Tagesordnung über die Petition übermission beschließt, mündlichen Bericht an das Haus zu erstatten den Sozialdemokraten veranlaßt sei; weiß er nicht, daß die richtig einzuschäzen. Ohne einen behördlich ernannten Borsigen zugehen. Der Magistrat von München petitionirt zum fiebenten taiserliche Botschaft vom Jahre 1881 direkt auf das Sozialisten den wird eine ersprießliche Thätigkeit der Kommission ¡ nicht gut male, eine gemeindliche Besteuerung des Weins, abweichend von gesetz, also doch auf die sozialistische Bewegung Bezug nimmt? möglich sein. Weiß er nicht, daß Fürst Bismarck, der schlimmste Feind der Minister Dr. Miquel: Es sind doch Fälle denkbar, in den bisher bestehenden gesetzlichen Bestimmungen zu ermöglichen. Sozialdemokraten, unsere Anwesenheit hier im Hause begrüßte, denen Unguträglichkeiten vorkommen, die nur durch die Ernennung Die Regierungsvertreter geben die Erklärung, daß die Regie weil ohne uns das bischen Arbeiterschuh, das wir haben, auch von Mitgliedern seitens der Regierung beseitigt werden können. rung sich noch auf dem abweisenden Standpunkt befinde, übrigens schwebten Verhandlungen über die zu erneuernden nicht erreicht wäre? Was die Stellung der Kellner anlangt, wenn eine gewählte Stommiffion nachweislich zu niedrig einschätzt, Handelsverträge, deshalb sei es auch nicht praktisch, die Petition in welcher Beziehung Herr Biehl uns Bayern für bessere trotzdem aber die Mitglieder dieser Kommission immer wieder Handelsverträge, deshalb sei es auch nicht praktisch, die Petition Menschen erklärt, als die Berliner, so find allerdings bei uns gewählt werden, so muß die Regierung durch ihr Ernennungsrecht augenblicklich der Regierung zuzuweisen. Abg. Geyer stellt den die Verhältnisse in sofern beffer, als die übel beleumdeten die Befugniß haben, diesem Zustande ein Ende zu machen. Das Antrag auf Uebergang zur Tagesordnung. Wenn auch die Münchener früher nach Hause gehen, aber es giebt genug felbe gilt von dem Falle, wo etwa die Bürgerschaft sagt, wie das Freunde der indirekten Steuern den Wein als ein besonders be größere Etablissements, die die ganze Nacht hindurch geöffnet ja öfter vorkommt: den Mann wählen wir nicht wieder, der neuerungsfähiges Objekt betrachten möchten, erkläre er. daß er und seine Freunde sich prinzipiell gegen ein Oftroi in irgend bleiben, und wo das Personal 14 bis 16 Stunden thätig fein fchätzt zu scharf ein! Wenn dem Mann nichts Unrechtes nachzu welcher Form stemmen würden. Die Kommission beschließt, mitmuß. Was die Bezahlung des Personals betrifft, so giebt es auch weisen ist, so muß doch die Regierung in der Lage sein, den telst mündlichen Berichts dem Plenum Uebergang zur Tagesord in München Etablissements genug, in denen die Kellnerinnen Mann in Schuß zu nehmen. Es empfiehlt sich also die Annahme telst mündlichen Berichts dem Plenum Uebergang zur Tagesord nung mit Rücksicht auf die bestehenden Verhand monatlich 4 bis 5 M. erhalten, wovon sie noch ihre Gehilfinnen, der Vorlage. die Waffermädchen, bezahlen müssen; die erhalten also doch thatsäch- Abg. von Benda( natl.) erklärt sich gegen den Antragungen der bez. Handelsverträge zu empfehlen. Eine Reihe anderer Petitionen persönlicher Natur werden lich so gut wie fein Gehalt. Herr Biehl meinte unter Hiniveis Enneccerus, da derselbe doch praktisch zu nichts anderem erledigt. auf die Verhältnisse der Münchener Trambahn, es bedürfe führen werde, als zu dem Zustande, den die Vorlage vorschlägt, Nur die Petition einer Frau Nägele, Unfallrente betr., giebt nicht der schwerfälligen Reichs- Gefeßgebungsmaschine, der„ böse denn der Antrag Enneccerus schließt nicht aus, daß zum Rom dem Abg. Gutfleisch Anlaß, gegen den Formalismus der Berufs ultramontane" Magistrat habe dort solche Aenderungen vorge- missar auch der Landrath ernannt werden kann. nommen, daß die Trambahn Direktion und der Magistrat zu friedengestellt feien ja aber die Arbeiter sind nicht zufrieden! Und wie nöthig die schwerfällige Gesetzgebungsmaschine ist, zeigt derselbe, ultramontane" Magifirat, der sich der Einführung der Gewerbe- Schiedsgerichte so lange widersetzte, bis sie durch Reichs gesetz eingeführt wurden. Bei uns in ganz Bayern stehen die Kellner unter dem Dienstboten Gefeß, und ich möchte mich nicht dafür verbürgen, wie diese Dinge in Medfenburg u. f. w. liegen mögen. Der Antrag Bebel, die Kellner im ganzen Reich unter die Gewerbe- Ordnung zu stellen, wurde in der Kommission abgelehnt, weil die Gesetzgebung eines großen Einzelstaates entgegenstände das ist bezeichnend! Ich hoffe auch, daß die Arbeiterschutz- Gesetzgebung im günftigen Sinne weiter entwickelt wird was auf diesem Gebiet schon geschehen ist, z. B. die Bestimmung des§ 105b, erkennen wir dankbar an! Abg. Rickert( dfr.) befürwortet feinen Antrag und bekämpft genossenschaften sich sehr mißbilligend auszusprechen, der mehrfach namentlich die Stellung des Landraths als Vorsitzenden der Kom- Schädigung der von Unfällen Betroffenen herbeigeführt habe. mission. In Sachsen ist der Landrath längst aus der Kommission 3. B. errege es den Eindruck, daß die Berufsgenossenschaften die beseitigt; dort wird von konservativer Seite die Entlastung des Fristenbestimmung für Berufungen so ausuüzen, daß Nachtheile für Landrathes von den Geschäften der Steuereinschätzung empfohlen Bernuglückte daraus entstehen. Man müsse das Material sammeln, und zwar mit Recht. Denn es ist Thatsache, daß schon heute auf um vielleicht diese Fristenbestimmungen aus der Welt zu schaffen oder den Landrathsämtern der Kreissekretär die Einschätzung macht. doch unschädlich zu machen. Leider tönne nach der Petition ein ( Widerspruch und Lachen rechts.) Thatsächlich will man mit formeller Beweis einer Rechtsverweigerung nicht nachgewiesen diesen Bestimmungen die politische Macht der Landräthe fichern. werden, weshalb dieselbe ungeeignet zur Erörterung im Plenum Von dem Abg. Dasbach( 3.) ist ein Antrag eingegangen, wonach in die Kommissionen nur solche Personen gewählt werden follen, welche kein befoldetes Staatsamt bekleiden. Abg. von Eynern( natl.) spricht fich für die unveränderte Rommissionsvorlage aus. Abg. Dr. Windthorst( Zentr.): Die Wichtigkeit des LandAbg. Schmidt( Elberfeld): Die kaiserliche Botschaft er rathsamtes fei nicht zu verkennen; aber heute sind zu viel junge fennt allerdings einen Zufammenhang der sozialdemokratischen Leute in die Landrathsämter berufen. Ein Landrath foll in Thätigkeit mit den Bestrebungen auf dem Gebiete des Arbeiter seinen Kreis gehen mit dem Bewußtsein, denselben nie wieder schutzes an, aber in einer Weise, die dem Herrn v. Bollmar nicht aufzugeben. Die Stellung des Landraths tann leicht beeinflußt angenehm sein fann. Es heißt in der Botschaft:„ Schon im werden durch politische Strömungen. Rebner erklärt sich für die Februar dieses Jahres haben wir unsere Ueberzeugung ausfprechen Anträge des Freiherrn von Loe und des Abgeordneten Dr. laffen, daß die Heilung der sozialen Schäden nicht ausschließlich Enneccerus. Es wird auch nöthig sein, zu bestimmen, daß im Wege der Repression sozialdemokratischer Ausschreitungen, die zu ernennenden Mitglieder Infassen des betreffenden Bezirks sondern gleichmäßig in der Besserung des Wohles der Arbeiter find, denn sonst fämen wir dazu, reisende Mitglieder für mehrere zu suchen sein werde."( Gelächter und Zuruf der Sozialdemo- Streise ernannt zu sehen. fraten.) Also Sie sind der Meinung, daß man Verbesserungen Minister Dr. Miguel: Regel wird ja sein, daß die ernann im Voltsleben durch Ausschreitungen erreichen kann.( Abg. ten Mitglieder in dem betreffenden Kreise wohnen; daß reisende Bebel: Was Sie so nennen!) Ja wohl, was wir so nennen. Mitglieder, ein ganzes fliegendes Korps ernannt verden könnte, Der Abg. v. Vollmar sprach von dem Fürsten Bismarck als dem das ist doch eine zu fühne Phantasie. Dabei kann es aber doch schlimmsten Feinde der Sozialdemokraten. Ich erinnere ihn an wünschenswerth sein, daß unter gewissen Verhältnissen auch ein den freundlichen Gutsnachbarn; und sodann wenn er äußerlich nicht Ihr Freund, so hat er durch Erlaß des Sozialistengesetzes Ihnen mehr genutzt, als Ihre Agitationen. Ich habe übrigens nicht vom Fürsten Bismarck, sondern von dem Reichstage ge sprochen, davon, daß man hier in diesem Hause, und zwar auf allen Seiten, auf Verbesserung der Lage der Arbeiter hingearbeitet hat. Der Reichshemmschuh der letzten zwölf Jahre ist auf ganz anderer Seite zu suchen, als da, wo ihn Herr von Vollmar fucht. ( Beifall links.) Abg. Bicht: Seit Jahren schon ist die streitige Frage, ob die Kellner zum Dienstbotenpersonal gehören, in München dahin entschieden worden, daß dies nicht der Fall sei. Der von Herrn Bollmar gerügte Uebelstand ist also lange abgestellt. Ebenso venig giebt es Dienstboten ohne Lohn in Süddeutschland, jedenfalls nicht in München. Damit schließt die Diskussion. Der Antrag Au er wird gegen die Stimmen der Sozialbemo fraten und einiger Mitglieder der Bolts- und der freisinnigen Partei, der Antrag Gutfleisch, ähnle gegen die Stimmen der Sozialdemokraten, der Volkspartei und der Freisinnigen abgelehnt. Der Antrag Gutfleisch- Krause gelangt Stimmenverhältniß§ 105i in dieser modifizirten Fassung zur Annahme. Die Resolution wird fast einstimmig ange= erachtet wird. Die Wahlprüfungs Kommiffion beschloß gestern ben Reichstag zu empfehlen, die Wahl des Abgeordneten Haftedt ( Harburg) für giltig zu erklären; dagegen die Entscheidung über die Wahl des Abgeordneten Poll( III. Bromberg) auszusetzen und Erhebungen über eine Reihe von Beschwerdepunkten zu ver anlassen. Außerdem sollen aus einigen Bezirken die Stimmzette eingefordert werden. Letztere zeichnen sich durch besonders starken Druck aus, so daß der Name auf der Rückseite leserlich erscheint Der Bundesrath hat in seiner heutigen Plenarsigung de Entwurf eines Vertrages mit Italien über die Befugniß bet Entwurf eines Vertrages mit Italien über die Befugniß der beiderseitigen Konsuln zur Vornahme von Eheschließungen den Ausschüssen für Handel und Verkehr und für Justizwesen über wiesen, den Vertrag mit Dänemart über die Aufhebung des Ab schosses und Abfahrtsgeldes zur Kenntniß genommen und dem Bericht betreffend den Entwurf eines Gesetzes über das Tele graphenwesen des Deutschen Reiches zugestimmt. Korrespondenzen und Parteinachrichten. in Mitglied eines anderen Kreises ernannt wird, um eine gleichmäßige Einschätzung in zwei Kreifen herbeiguführen. Der Antrag Dasbach ist entbehrlich; man sollte die Kreis- und Stadtvertretungen in der freien Wahl nicht beschränken. Was den Vorsitz des Landraths betrifft, so würde ich die Vorlage für un Stabe, 18. Februar. Die Wahlerzesse der Bauern durchführbar halten, wenn der Landrath überall Borsigender sein von Drochtersen bildeten heute den Gegenstand der Ber müßte, weil es Verhältnisse giebt, unter denen dies undurchführ handlungen der hiesigen Straffammer. Bekanntlich waren a bar ist, namentlich in größeren Städten. Daß rein politische 28. Februar vorigen Jahres, am Tage der Stichwahl, Rücksichten für die Einschätzung bei einem Landrath maßgebend Drochtersen und dessen Umgegend die dort zum Stimmzettel fein fönnten, glaube ich nicht; sollte es dennoch, so würde die Bertheilen und Flugblätter- Berbreiten erschienenen Hamburge gegenwärtige Regierung und auch ich persönlich dahin wirken, Sozialdemokraten von einer Horde Bauern überfallen und nieder daß ein solcher Landrath seines Amtes entfegt wird.( Lebhafter geknüppelt worden. Man wird sich noch erinnern, wie nicht nu Beifall.) imehrere Hamburger, sondern auch Einheimische von dem rohen Abg. Frhr. v. Hammerstein( konf.): Der Abg. Rickert hat Pöbel, mit aus den reichsten Bauern bestehend, schwer ver doch im Grunde feines Herzens nur den Wunsch, die Stellung des Landraths herabzudrücken.( Sehr richtig! Während Herr Rickert in dieser Weise gegen die Landräthe spreche, fei er es gerade, der am intensivsten seine Reverenzen gegen den Minister fisch mache. Abg. Dasbach( 8tr.) befürwortet seinen Antrag. Abg. v. Meyer Arnswalde( fons.) schließt sich im Wesent Die Debatte wird geschlossen. TP wundet wurden. Die Untersuchung hat nun ziemlich ein Jahr gedauert und erstreckte sich, wie wir hören, ursprünglich auf 42 Ginwohner vo Drochtersen und Umgegend, denen Landfriedensbruch, also ein zu gelegt wurde. Zuständigkeit des Schwurgerichts gehörendes Verbrechen zur Baft Heute erschienen auf der Anklagebant vier ganze vier des gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und mit demselben lichen den fachlichen Ausführungen des Frhrn. v. Hammerstein an. an der Affäre Betheiligten, nämlich die Drochtersener Ginwohner Julius Nagel, Arp, Rusch und von der Fecht, die erften v. Hammerstein, sein( Rickerts) persönlicher Verkehr mit den Letzte der gemeinschaftlichen Körperverletzung angeflagt. Natür Persönlich bemerkt der Abg. Rickert, daß den Abg. Frhrn. Beiden der Körperverlegung, Rusch der Nöthigung und de unter achtzehn Jahren für Gewerbetreibende, welchen die bürger- nicht zum Zwecke persönlichen Vortheils, wie das wohl von an- gar nichts Strafbares gethan; im Gegentheil, nur die Behörde Nachdem noch§ 106( Verbot der Anleitung von Arbeitern Ministern garnichts angehe; jedenfalls erfolgte dieser Verkehr lich erklären sich die Angeklagten für unschuldig; sie haben nommet. lichen Ehrenrechte aberkannt sind) ohne Debatte erledigt, wird um 4 Uhr die Fortsetzung der Berathung auf Freitag 1 Uhr vertagt. Abgeordneteuhaus. 37. Sigung vom 19. Februar. 11 Uhr. deren Beuten versucht werden mag. genommen. ändert angenommen. Nach§ 38 sollen bei Zweifeln über die Steuererklärung Sachburger haben die Angeklagten nicht theilgenommen.( 3) Bei der Abstimmung werden fämmtliche Anträge abgelehnt stüßen wollen. Zwar hat furz vordem eine Versammlung statt und der§ 35 unverändert nach den Kommissionsbeschlüssen ans gefunden, um Mittel und Wege zur Abwehr der Sozialdemo fraten zu finden; zwar ist in dieser Versammlung auch empfohlen Die§§ 36 und 37 werden ohne wesentliche Debatte unver worden, die sozialdemokratischen Agitatoren betrunken und fo unschädlich zu machen, aber an Ausschreitungen gegen die Bam fetes wird fortgesetzt und zwar beim Abschnitt 111, Theil 4: die Kommission an die Angaben der Steuerpflichtigen nicht ge- weg, bevor der Omnibus fuhr, und zwar nach der Poft." Dort Die zweite Berathung des Einkommensteuer- Gefragt werden können. Bleiben trotzdem Zweifel bestehen, so ist bleiben mußten; der Gendarm verlangte es. Einige davon gingen bunden, sondern kann der Steuersatz nach ihren Ermittelungen tamen Ausschreitungen vor. Er habe gesehen, wie in den Wagen hineingeschlagen wurde; von wem wisse er nicht.(!) Er und feine werden soll. Dieser Absatz bestimmt, daß die nach der neuen dann eine höhere Steuer festsetzen darf, wenn ein höheres Ein- gegangen, um zu sehen, wohin die Hamburger fahren würden. Abg. Brüel schlägt vor, daß die Kommission nur, so weit und wieder nach Drochtersen gelenkt worden. Das ging aber Abg. Frhr. v. Bedlitz- Neukirch( frt.) bekämpft den Antrag die Angaben des Steuerpflichtigen fich als unrichtig ergeben nicht und deswegen habe die Menge an dem Omnibus gefchoben Organe, Bezirte und Verfahren der Veranlagung.§§ 31-39.) Abg. v. Kröcher( tons.) befürwortet den Antrag v. Bis mard( tons.), wonach der Absatz 4 des Paragraphen gestrichen Landgemeinde- Ordnung zu schaffenden Zweckverbände zu Voreinschäßungsbezirken verbunden werden können. v. Bismard; die Bestimmung sei im Interesse der Sicherheit des Verfahrens aufrecht zu erhalten. feftfeßen. kommen bewiesen wird. haben, nach eigenem Ermessen schätzen fann, sonst aber an die Die Absicht, ihn umzustürzen, habe nicht vorgelegen. Angabe des Steuerpflichtigen gebunden ist. Dem Steuerpflichtigen| Arp will nicht geschlagen haben. Die Versammlung( vor " dem 28. Februar) fei angefekt gewesen, um eventuell die Ver-| wirft, daß wir die Stadtverwaltung wahrheitswidrig angegriffen den Grossisten wird der augenblicklich schlechte Stand der Löhne theilung nationalliberaler Stimmzettel und Flugblätter zu orga- hätten. Die" Freis. 8tg." Iügt, wenn sie behauptet, wir hätten erklärt aus dem unterbrochenen Export nach Amerika, der dort nisiren. Dabei wurden Leute gewählt, um Ausschreitungen zu gesagt, auf den höheren Lehranstalten sei die Zahl der Klassen infolge der neuen amerikanischen Zollgesetzgebung sehr erschwert verhindern.(!) In der Versammlung am 27. Februar habe er geringer als auf den Gemeindeschulen. Wir haben es nicht ist und das diesseitige Geschäft mit Amerifa lahmgelegt hat. nicht vernommen, daß man die sozialdemokratischen Agitatoren gesagt, fagen es aber jetzt, denn thatsächlich geht auf den Jedenfalls ist die Lage der Trikotarbeiterinnen gegenwärtig eine betrunken machen solle. Lehranstalten die Zahl der Klassen trotz eines Lehrkursus von sehr elende und es wäre zu wünschen, daß sich für diese bald Rusch ist beschuldigt, die Hamburger mit Gewalt zum Trinken neun Jahren nirgends über 18 hinaus, während sie auf eine Aussicht zu besserem Erwerbe fände. genöthigt zu haben, bestreitet das aber entschieden. Mit Schlägen den Gemeindeschulen bei einem Rurfus von se ch 3 Jahren schon Von einem Berliner Steuerzahler erhalten wir folgenhabe er aber nicht gedroht. Die Ersten, denen er Schnaps an im Durchschnitt 17 beträgt. Die Freif. 3tg." lügt, wenn geboten, hätten das Getränk gern angenommen und sich gefreut. fie behauptet, wir hätten diese Durchschnittsziffer von 17 Klassen den, schriftlichen Stoßseufzer" übersendet: Als ich vor einiger Claus von der Fecht hat in Gesellschaft einiger Anderen den als einen Mißstand bezeichnet. Nebenbei bemerkt: was versteht Beit die Verhandlung über den Nothstand der Berliner Arbeiter Wagen begleitet. Dabei soll er einen mit den Hamburgern die" Freis. 3tg." unter dem tiefsinnigen Ausdruck auf in der Stadtverordneten- Versammlung las, da dachte ich mir haltenden Schifferknecht, von Bargen, mishandelt haben. Er ist einzelnen Gemeindeschulen im Durchschnitt", den sie sich gleich: Nun wird doch der Berliner Magistrat bald zeigen, daß geständig, Leyterem einen Schlag versezt zu haben." Als eigens aus den Fingern gesogen zu haben scheint, um ihren wirklich kein Nothstand unter den Berlinern herrscht, und ich von Bargen vom Wagen zurückkam", erklärte er, überlief" mir Lesern recht blödsinniges Zeug auftischen zu können. Wir haben habe mich nicht geirrt, denn schon nach wenigen Tagen erschien die Galle, weil er mit den Sozialdemokraten gehalten hat, und uns dagegen gewendet, daß die Klaffenzahl in verschiedenen bei mir der Steuererheber, um die Steuer für das erste Quartal ich schlug ihn, bis mein Bruder mich zurückriß." Schulen über 20 hinausgeht und in einzelnen sogar bis im Voraus zu erheben. Deutlicher kann man doch die WohlDer erste Zeuge, Grünwald aus Hamburg, war am 28. Februar auf 25 und 26 steigt. Die Freis. 3tg." ligt weiter, wenn habenheit der Berliner garnicht beweisen als dadurch, daß man mit in Drochtersen. Von Funkes Wirthschaft aus gingen vier sie sagt, wir hätten gar nicht zu behaupten gewagt, daß die ein von ihnen die Steuern immer für ein Vierteljahr im Voraus beiIch habe schon in verschiedenen Gegenden seiner Genossen nach der Post. Er, Zeuge, habe gesehen, daß zelnen Klassen überfüllt seien. Wir haben es doch behauptet und treiben läßt. Ich habe Nagel einen Stock gehabt und das Kommando geführt habe; auf die bereits in einem früheren Artikel( in Nr. 4) gebrachten Preußens Steuern gezahlt, aber überall habe ich gefunden, dieser schlug zuerst. Beweise hingewiesen. Wir haben gesagt, daß die Durchschnitts- daß die Gemeindeverwaltung im Winter mit der Steuerin dem reichen Der Zeuge Stubbe aus Hamburg war ebenfalls mit in siffer pro Klasse 56 beträgt, und fügen hinzu, daß sie in 21 Schulen einziehung rücksichtsvoller vorgeht, Drochtersen. Er ging von der Funke'schen Wirthschaft mit über 60 hinausgeht, während 3. B. auf dem königl. Friedrich- Berlin. Selbst kleine und arme Gemeinden richten die SteuerRichter und zwei Anderen dem Omnibus vorauf nach der Post, Wilhelms- Gymnasium, das wir wieder als besuchtestes zum Be- einziehung so ein, daß die harten Wintermonate, in denen die wo er feinen Schirm hatte siehen lassen. Bei der Post, als er weise heranziehen, die Zahl am 1. Februar 1890 zivischen 26 und Leute für Heizung und Lebensmittel größere Ausgaben haben, gerade in den Omnibus steigen wollte, sei er hinter- 57 schwankte und im Durchschnitt nur 45 betrug. Ob die, Freis. verschont bleiben von der Steuerzahlung, so daß zwischen der rücks geschlagen worden. 3tg." eine Ahnung davon hat, was man unter" Parallel- Steuererhebung für das( vierte) Herbstquartal und der für das Der Zeuge Peemöller konnte nach Angabe des Staatsanwalts tlassen" versteht, möchten wir nach dem angezogenen Artikel( erfte) Winterquartal ein Zeitraum von vier bis fünf Monaten trotz aller Mühe nicht ausfindig gemacht werden und es wird bezweifeln. Meint sie vielleicht, daß eine Klasse weniger Platz liegt. Das verstehen die kleinen Ortsverwaltungen auch ganz deshalb seine im Vorverfahren gemachte Aussage verlesen. einnimmt, weil nicht 5a, sondern 5b oder oc daran steht? Wir gut einzurichten, nur dem Berliner Magistrat scheint das nicht Danach fonnte er die Namen der einzelnen Thäter nicht angeben, sollen die Existenz von Parallelklassen absichtlich verschwiegen nöthig, vielleicht auch nicht möglich. Es wird hier immer PräGerade der Umstand, daß auf den numerandozahlung verlangt. Warum? Bezahlt der Staat oder bezeichnete aber den Bankier Kersten und Nagel als die Anführer. haben. Ja, warum denn? Der Schiffer von Bargen sagt aus, daß er mit den Gemeindeschulen immer noch mehr Parallelcöten in dasselbe Ge- die Berliner Stadtgemeinde ihre sämmtlichen Arbeiter auch Hamburgern nach Drochtersen gekommen sei; diese hätten ihn aus bäude hineingepfropft werden, beweist ja, daß wir Recht haben. im Voraus? Die Arbeiter in den Staatswerkstätten müssen auf die Lohnzahlung warten, Gefälligkeit in ihrem Wagen mitgenommen. Bei der Wendung Hält die" F. 3." unsere Leser für so begriffsstußig, daß wir bei zwei bis vier Wochen nöthig gehabt hätten, müssen also dem Staate auf diese Zeit Zohn kreditiren. Wie des Omnibus am Mühlenhafener Weg habe er bemerkt, wie Baumann irgend einem- die F. 3." ausgenommen ausstieg und geschlagen wurde, wisse aber nicht, von wem. Er sei dann darauf hinzuweisen, daß die Division mit 6 in 17 beinahe für alle fann man von solchen Leuten verlangen, daß sie ihre Steuern zurückgegangen und sei unterwegs mißhandelt worden. Es sei ihm von Klassen nicht nur doppelte, sondern 3 fache Cöten ergiebt? Das ist so auf ein Vierteljahr im Voraus bezahlen sollen? Wovon sollen einer Gesellschaft, darunter Claus von der Fecht, die Frage vor- allgemein bekannt, wie die Unwiffenheit der F. 3." in Schul- denn die Leute in der Periode der Lohnzahlung, wo sie eine solche gelegt worden, ob er sich befehrt hätte, worauf er entgegnet habe, angelegenheiten. Wenn die F. 3." meint, daß die Paralleltlassen Vierteljahres- Steuer zu zahlen haben, leben? Wir geben diesen zutreffenden Ausführungen gern Raum; in er brauche sich nicht zu befehren. Darauf hätte von der Fecht auf den höheren Schulen eine Ausnahme bilden, so ist sie wieder ihn zuerst ins Gesicht geschlagen, worauf er zu Boden gefallen im Irrthum. Sie bilden im Gegentheil die Regel, wie jeder der That ist es nöthig, daß für vermögenslose Steuerzahler befei. Nun wurde er mit Stockschlägen traktirt und mit Füßen ge- Sertaner weiß. Man nennt sie Oster- und Michaeliscöten, und quemere Zahlungsmodalitäten gefunden werden, als sie jetzt treten und zwar von mehreren Personen. Vierzehn Tage lang fie haben genau dasselbe Pensum, nur daß sie eben zu verschie bestehen. Das gegenwärtige Verfahren hat gewöhnlich nur die sei er arbeitsunfähig gewesen. Noch jezt leide er infolge der dener Zeit damit beginnen. Die F. 3tg." weise ferner darauf folge, daß die armen Leute Mahngebühren und Pfändungskosten hin, daß die großen Gebäude für die Gemeindeschulen der bezahlen müssen, ehe sie den Steuerbetrag erschwingen fönnen, Mißhandlung an Herzklopfen. Auf die Vernehmung weiterer Zeugen wird verzichtet. Der Dichtigkeit der Bevölkerung entsprechen. Ganz recht, gerade dar- und das find theure Zinsen, die den ohnehin schweren Steuern Staatsanwalt beantragt in Bezug auf Nagel Freisprechung, Arp über lagten wir, daß man 1200 Rinder in eine Schule hinzutreten. So ein Berliner Hauswirth hat doch wirklich seine sei wegen einfacher Körperverlegung mit 50 M. Geldstrafe zu be- pfercht, statt zwei daraus zu machen. Nicht die Größe, sondern legen, Rusch wegen Nöthigungsverfuchs zu 30 M. Geldstrafe und die Zahl der Gemeindeschulen hat sich nach der Dichtigkeit der Qual! Der Eigenthümer eines Hauses in der Georgenkirchstraße v. d. Fecht wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung zu 2 Monaten Bevölkerung zu richten. Aber das verursacht der Schulverwaltung hat im Oktober vorigen Jahres von 63 Miethern zwei undwieder zu viel Kosten, weil ein besonderes Grundstück, ein beGefängniß zu verurtheilen. Interessant sind einige Auslassungen des Vertheidigers. Er sonderes Gebäude und ein besonderer Rektor erforderlich ist. 8wanzig gekündigt. Von diesen bekam der größte Theil die Miethe bezahlt haben. Endlich mußte der vielgeplagte arme Gesetz, seien aber milde zu beurtheilen wegen der Art und Weise, doren der Gemeindeschulen erst flar gestellt werde, dann müssen Hausbesitzer auch noch einem Wiether sämmtliche Sachen zur meinte unter Anderem: Die Erzesse verstoßen zwar gegen das Wenn die F. 3." verlangt, daß das Gedränge auf den Korri Grmissionstlage zugeschickt, weil die Leute nicht pünktlich die letzte wie die Leute dazu gekommen. Das gemeingefährliche Treiben wir es ihr überlassen, sich durch den Augenschein zu überzeugen. Pfandkammer bringen lassen. Die Frau des Gepfändeten war der Sozialdemokratie babe sie dazu bewogen, der Partei, welche Ein anderes Beweismittel wird wohl auch die" F. 3." in ihrem mit ihren Kindern auf die Mildthätigkeit fremder Leute angewiesen. Kein Mensch unterstützt so einen armen Hauswirth. Es die Aufhebung des Eigenthums auf ihre Fahne geschrieben(!), Scharfsinn nicht zu finden wissen. entgegen zu treten. Die Landbevölkerung müsse dem entgegenherrschen wirklich entfehliche Zustände gegenwärtig für die armen Berliner Hauswirthe! Wenn diese armen Hauswirthe das nur treten, denn jetzt wolle die Sozialdemokratie aufs Land. Er beantrage auch gegen von der Fecht auf eine Geldstrafe zu ernoch lange aushalten?! tennen. Der Gerichtshof zieht sich hierauf zur Berathung zurück, welche faft eine Stunde dauert und als deren Resultat der Vor fizzende beim Wiedereintritt verkündet: ihm aufzuerlegen. In anmuthiger Weise läßt es sich ein wackerer Streiter im Herrn angelegen fein, fündigen Weltkindern auf den Zahn zu fühlen, wie weit sie dem Satan schon mit Haut und Haaren Die Stellungen der Berliner Ladeumamsells sind von verfallen sind und was von ihrer armen Seele noch für das Himmelreich zu retten ist. Vor allen Dingen scheint er es auf den braven Töchtern unserer Provinzialen gewöhnlich sehr beDie Unfittlichkeit abgesehen zu haben ob er Mitglied des gehrt. Wie solche Stellungen mitunter beschaffen sind, das zeigt Nagel, Arp und Rusch sind freigesprochen, von der Fecht Männerbundes zur Bekämpfung der Unsittlichkeit sein mag? folgende Mittheilung: Der Inhaber eines in der Landsberger wird zu einem Monat Gefängniß verurtheilt wegen in Gemein- Ein schönes Beispiel seines segensreichen Wirkens fönnen wir traße, nahe der Liezmannstraße, befindlichen Puz- und Weißschaft mit Andern begangener Körperverletzung. Die Kosten des anführen, daß er in vorliegendem Falle auf ein junges, siebzehn waaren- Geschäfts engagirte ein Lehrmädchen, erst auf 14 Tage bitte, teine böfen Gedanken aufkommen zu zur Probe, sodann für den horrenden Lohn von 5 M. monatlich. jähriges Mädchen Berfahrens, soweit sie durch seinen Fall veranlaßt wurden, find lassen, wir haben es hier mit einem gottesfürchtigen Manne zu das Mädchen mußte jeden Abend bis 9 Uhr und auch Sonntags auf das Dienstmädchen Lina P. ausübte, welche zu ihm bis 3 Uhr Nachmittags in dem kalten Laden anwesend sein. Nach Verkündung des Urtheils entfernten sich die Frei- thun gesprochenen sehr zufrieden und maßen die anwesenden Sozial- tam, um ihre kirchliche Trauung bei ihm anzumelden, so ganz Dabei hatte sie auch die einem Laufburschen zukommenden BeDemofraten mit einem überlegenen Lächeln. Wahrscheinlich werden lasterhaft war sie also noch nicht. Der fromme, sittenstrenge sorgungen, außergeschäftlichen Gänge zc. zu besorgen. Während des Wortes Gottes stellte an das junge der Weihnachts- Feiertage sollte das Mädchen ebenfalls im sie nun auf neue Mittel und Wege, um der Sozialdemokratie Herr Prediger entgegenzuwirken"," finnen. Hoffentlich giebt es in Drochtersen Mädchen folgende Fragen, um ihr Vorleben zu prüfen, um von Geschäft sein, was jedoch der Vater des Mädchens nicht zugab. bei der demnächst stattfindenden Nachwahl keine Verwundete oder ihren schrecklichen Sünden Kenntniß zu erlangen und um darnach Der Chef war nun so großmüthig, dem Mädchen am dritten gar Todte zu verzeichnen. Die Verurtheilung eines Angeklagten feine Vorkehrungen zur Läuterung der armen Seele treffen zu Feiertag die 5 M. per Dezember einzuhändigen und dasselbe dann zu entlassen. zu einem Monat Gefängniß dürfte doch ein warnendes Erempel fönnen: 1. Ob sie schon einmal ihren Verlobten geküßt habe. ſein. 2. Ob sie schon einmal in dessen Armen gelegen habe. 3. Ob sie bei Gott, dem Herrn im Himmel, beschwören könne, daß sie noch unschuldig sei. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Sigung vom Donnerstag, den 19. Februar. Der Vorsteher, Stadtv. Dr. Stryd, eröffnet die Sigung Bestohlen wurden schon seit längerer Zeit die Neubauten Berlins und seiner gesammten Vororte. Vorgestern Nacht nun paffirten, wie uns ein Berichterstatter meldet, zwei Brauer die 4. Ob sie sich schon mit anderen Männern abgegeben Wichmannstraße, als sie plöglich vor einem Neubau 3 Männer erblickten, welche vier gußeiserne Wasserröhren auf einen mit habe. 5. Ob ihr Herr," bei dem sie im Dienst stehe, unvereinem Rappen bespannten Wagen Iuden. Da die drei Menschen heirathet sei. bei Annäherung der Passanten die Flucht ergriffen und den Wie diese Fragen den Nagel auf den Ropf getroffen haben, Wagen im Stich ließen, so schafften die beiden Brauer den Wagen Um 5 Uhr mit einer Reihe geschäftlicher Mittheilungen. Für erhellt daraus, daß das Mädchen in Thränen ausbrach. Aber kurzer Hand nach ihrer Brauerei. Als Eigenthümer des Wagens die von außen eingehenden Zuſchriften, Betitionen u. f. w. wird ganz verstockt war sie doch nicht, wäre sie es gewesen, fo hätte wurde ein Schlächter Beyer aus Rigdorf ermittelt und feſtge( auf Wunsch aus der Mitte der Versammlung) hinfort ein Aus- fie ihre Hand schließlich in unsanfte Berührung mit der Wangenommen, ebenso find gestern zwei Komplizen desselben, der legetisch eingerichtet werden, wo jedermann nach Wunsch Einsicht des Herrn Paſtors gebracht und sich auf alle Fälle damit das Schmied Genichen und ein Sattler Schulwig aus Berlin, verHimmelreich verscherzt. Die arme Seele ist noch zu retten. Dem haftet worden. Soweit bis jetzt festgestellt, hat das Diebeskon= in die Eingänge nehmen kann. Der wichtigste Gegenstand der Tagesordnung ist die Ber- Berri Prediger wünschen wir zu feiner gottgefälligen Thätigkeit fortium allein in einem Eisenwaaren- Geſchäft für 1700 Mart gepachtung bes hiesigen Anschlagwesen. Ueber diese Angelegenheit hatte die Versammlung am " viel Glück, möge er noch viele Jahre so weiter wirken zum Wohl stohlene Gußröhren verkauft. der Kirche. Ein seltsamer Kunde flattete vorgestern einem Obsthändler in 22. Januar bereits einmal Beschluß gefaßt, indem sie den Magi- Trikottaillen waren in den letzten Jahren ein sehr hervor der Friedriechstraße einen unerwarteten Besuch ab. Gegen 11 Uhr stratsantrag vom 10. Januar ablehnte und die Sache mit mehreren ragender Zweig der Berliner Konfettionsbranche geworden, der früh war in der Charlottenstraße das Pferd einer Droschte erſter Vorschlägen dem Magistrat zurückgab. wie das ge- laffe scheu geworden. Der Kutscher wurde im weiten Bogen Diesen Vorschlägen ist letterer bis auf einen beigetreten, wöhnlich bei neuen, gut gehenden Artikeln der Fall zu sein pflegt vom Bock geschleudert und nunmehr jagte das führerlose Thier sich seit etwa zehn Jahren schnell entwickelte und der sich auf den Preis für gewiſſe Plakate bezog, weil darüber Bent, eragiten su im Anfang einen einigermaßen erträglichen Lohn für ge- in die Friedrichstraße hinein, rannte quer über den Fahrdamm doch erst die Meinung des Polizeipräsidiums eingeholt werden schicktere Arbeiterinnen abwarf. Allein bald hatte der neue Kon- auf den Bürgersteig hinauf und stürzte schließlich in einen der müsse. Der Magistrat macht nun die dementsprechenden Vor- fettionszweig feinen Höhepunkt erreicht, die Konkurrenz machte sich Besselstraße geradeüber gelegenen Obstfelder hinein, den Kopf schläge über die Fassung der Paragraphen der Bedingungen. bemerkbar und natürlich sparte man zuerst an den Arbeitslöhnen. durch die Scheibe der Kellerthür steckend. Nur mit Mühe gelang Demnach hat der Unternehmer eine Bacht von mindestens Von diesen Löhnen sind alle Jahre Abzüge gemacht worden und es, das Pferd aus seiner gefährlichen Lage zu befreuen; das neu200 000 m. jährlich an die Stadt zu zahlen und eine Kaution gegenwärtig gehört die Trikottaillen- Arbeit zu den am schlechtest gierige Droschkenpferd ist bei der Kellerfahrt unverlegt geblieben, von 50 000 M. zu stellen. Die Platate sind nach der Zeitfolge bezahlten. Es wird uns folgende Mittheilung über die heutigen auch der vom Bock geschleuderte Kutscher fam mit geringfügigen der Anmeldungen anzuschlagen. Ausnahmen sind nur gestattet, Lohnverhältnisse in der Trikottaillen- Arbeit gemacht. Eine Frau Kontusionen davon. wenn Gefahr im Verzuge ist. Ferner stellt der Magistrat für arbeitet seit Jahren mit ihrer erwachsenen Tochter Trikottaillen; Polizei- Bericht. Am 18. d. M. Vormittags stürzte sich ein die Fassung des§ 11 den Eventualantrag: Der bisherige beides find also geübte Arbeiterinnen. Die Frau näht mit der Schlußsaß des Paragraphen foll lauten: foll lauten: Bei Plakaten maschine die Taillen, die Tochter macht die Knopflöcher. Die Frau er- Dienstmädchen, anscheinend in einem Anfalle von Geistesstörung, Don einem die Größe IV übersteigenden Formate ist hält für ein Duhend Taillen 1,30 M., für bessere Sorten, die aber aus dem Küchenfenster der im dritten Stock des Hauses Steinfür Säulenraum und Anschlag zunächst der für das nur seltener vorkommen, 1,50 W. Die Tochter erhält für die meßfir. 26 B belegenen Wohnung seiner Dienstherrin auf den Hof M. – Nachmittags then of erschoß sich Format IV festgesetzte Preis und außerdem für den Bearbeitung von einem Dutzend Trikottaillen 1,30 M. Dafür hat sie hinab und verstarb auf der Stelle. über dieses Format hinausgehenden Theil des Plakats soviel jede einzelne Taille mit etwa 18-20 Knopflöchern und Knöpfen zu ver- ein Mann in feiner Wohnung, in der Kurfürstenstraße, in einem Mal der Preis des Formates 1 zu entrichten, als in demselben sehen. Zu dieser Arbeit müssen beide Arbeiterinnen das Nähgarn bzw. Anfalle von Schwermuth. Jufolge der Aufregung verstarb furze dieses Format enthalten, wobei für jedes angefangene Flächen- bie Nabseide zum Schürzen der Knopflöcher selbst und auf eigene Beit darauf auch seine seit Jahren leidende Ehefrau an Herzstück der volle Preis dieses Formates berechnet wird. Der Beginn der Pachtzeit soll auf den 1. April d. I. feft- Roften liefern. Nun können diese beiden Arbeiterinnen täglich lähmung. Zu derfelben Beit fanden zwei lleine Brände. bei einer etwa vierzehnstündigen Arbeitszeit ein Dugend Taillen gestellt werden. fertigstellen; das würde für beide Arbeiterinnen einen täglichen Ohne Debatte nimmt die Versammlung die Magistrats: Sohn von 2,60 m. bis 2,80 m. ergeben, also einen wöchentlichen vorlage mit dem Eventualantrage an. Verdienst bis 16,80 M. Nun erhalten die beiden Arbeiterinnen Die Wahl von sechs Stadtverordneten in die gemischte aber nicht täglich 12 Stück, sondern gewöhnlich nur 8 Stück Deputation für die städtische Feuer- Sozietät wird vertagt. Taillen, weil der Arbeitgeber sich vielleicht sagt, daß bei einem Ein Aft der Selbsthilfe führte gestern die Maurer Die Versammlung dechargirt eine Anzahl Rechnungen. geringeren Quantum die Arbeit sorgfältiger hergestellt wird. Mangel, Göttgen, Matthias und Berkermann Die Vorlage betreffend den Verkauf der städtischen Auf diese Weise verdienen die Beiden für wöchentlich 4 Duhend unter der Anklage der Unterschlagung vor die vierte Strafkammer Grundstücksparzelle Rommunitation am Neuena 2,80 W. zusammen 11,20 M. Dafür gehen aber ab: Miethe des Landgerichts I. Im vorigen Frühjahr kaufte der BauThore 10 wird nach längerer Debatte an einen Ausschuß ver- für die Maschine 1,50 M., für Auslagen an Seide, Garn und Unternehmer Rudolf Labes ein zu bebauendes Grundstück in der wiesen. Schluß 6 Uhr. Gerichts- Beitung. Nadeln 1 M., also zusammen 2,50 W., so daß noch 8,70 m. Gichendorfstraße von dem Eigenthümer Bruck. Labes unternahm Nettoverdienst pro Woche für 2 Arbeiterinnen verbleiben. Was den Bau und Bruck verpflichtete sich zur Hergabe der dazu sollen die Arbeiterinnen für diesen Verdienst anschaffen? Heigung nöthigen Gelder. Schon im Juni sollen die Mittel, wie Labes und Licht, oder Lebensmittel, oder Kleidung? Der Verdienst behauptet, zu spärlich geflossen sein und um nicht allein die Last reicht im Winter faum zu einer dieser drei Nothwendigkeiten der Verpflichtung zu tragen, übergab Labes den angefangenen aus. Dabei sind diese Arbeiterinnen so sehr auf diese Branche Bau in General- Entreprise an die Poliere Scherning und Fischer. Für die Berliner Volksschul- Kasernen bricht die Frei- eingeübt, daß es ihnen schwer fällt, einer anderen Beschäftigung Auch diese erhielten vom Geldgeber nicht hinreichende Mittel, und finige Beitung" eine uns in einem von Un- fich zuzuwenden, bei der sie erst wieder eine Zeit lang lernen als die Unternehmer an einem Juli- Abenbe sich wieber bei tlarheit, Unwiſſenheit und Entstellungen stroßenden Artikel vor- müssen und noch weniger, vielleicht gar nichts verdienen. Von Bruck einstellten, um das Geld zur Löhnung in Empfang bi Lokales. * Wir fordern Euch hiermit auf, unserem Wahlverein recht zahlreich beizutreten, da wir in nächster Zeit in größere Wahlbewegungen einzutreten haben. Toltsdorf. Arbeiter- Gefangverein Norb", Brunnenstr. 38 bet Gnadt. Gefangverein orbeertrang", Nestaurant nehmen, erklärte ihnen Brud, daß er keinen Pfennig mehr| tariats Eure Kräfte widmen. Genossen, zeigt, daß Ihr gewillt| Somiede", Koppenstr. 58 bei Schirmer. Raiser'scher Männerchor", Schönhauser Allee 28 bei bezahle, Labes habe schon 30-40 000 m. mehr abgehoben, wie seid, für die gerechte Sache zu kämpfen und ihr zum Siege Beinfir. 11. Gesangverein Wiederhal I", Köpnickerstr. 191 bei Foge. der Werth der fertiggestellten Arbeit betrage. Den Arbeitern war zu verhelfen. Dies könnt Ihr aber nur dadurch erreichen, Nürnberg. bei Lippe. Rummel's cher Gesangserein", Elisabethstr. 11 bei Rüth. mit dieser Erklärung wenig gedient, besonders die Maurer hatten daß Ihr dem sozialdemokratischen Wahlverein für den vierten Arbeiter Gefangverein" offnung", Friedrichsberg, Friedrich Karlfir. 11 Und nun fordere ich Gesangverein„ Esmeralda", koppenstraße 35 bei Keller, Abends 8 Uhr. über 2400 M. zum Theil rückständigen Wochenlohn zu fordern. Berliner Reichstags- Wahlkreise beitrete. Ein Theil derselben begab sich zu Bruck, um ihn zu bitten, er Euch nochmals auf, Euch in die Reihen der kämpfenden Brüder Wilhelm Seeger'sche Liebertafel", Abends 9 Uhr bei Trucs, Gesangverein ,, Zonblüthe", Görligerstr. 63 bei Karthanscher" Gesangverein, Große Frankfurterstr. 89 bet möge doch wenigstens noch 200 M. auszahlen, sie seien Familien- aufnehmen zu lassen, denn vereinzelt find wir nichts, vereint Reichenbergerstraße 83. väter und die Ihrigen bedurften des Geldes um zu leben. Sie Alles. Ein Vertrauensmann des vierten Berliner Krüger, Frankfurter Bierhallen. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine.„ Männnerchor Waldes: stießen wieder auf Weigerung. Nun geriethen sie in begreifliche Reichstagswahlkreise. rauschen", Martgrafenftr. 87 bei Weigt. Männer- Gesang- Verein ,, Union" Erregung. Einige von ihnen schlugen vor, die noch nicht verAbends 9 Uhr, in der Berliner Bock- Brauerei. Vergnügungsverein„ GIüda u f", Abends 8 Uhr, Sihung bei Möwes, mauerten Steine zu verkaufen. Labes wies sie aber darauf hin, VergnügungsNun drängten sie Fichteftr. 29. Nach der Gizung Tanz. Gäste willkommen. 9 Uhr ab, Admiralstr. 38 bet daß sie sich strafbar machen würden. verein Veilchen", Sigung mit Damen von Immergrün Geselliger Verein Den Unternehmer Scherning, er möge Gäste willkommen. Lülow. ihnen doch Berein ehem. einen Theil des gestatten, einen Bauholzes zu verpfänden. Abends 9 Uhr, im Restaurant Heinide, Oranienstr. 36. Schüler der 38. Gemeinde- Schule, Sigung, Abends 9 Uhr, im Scherning sagte aber, er könne ihnen eine Erlaubniß hierzu nicht ertheilen. Schließlich ließ er sich au der Aeußerung Die Zahlstellen des Vereins, woselbst auch neue Mitglieder Grand Restaurant Kornblume"( Inh. Oito Noll), Andreasftr, 3. Säfte willkommen. Rauchflub„ Ohne 3wang", Abends 8% Uhr, bei W. Spaeth, Weinstraße 28. Theater- und Bergnügunasverein Vulcania", in Roth's hinreißen: Macht, was Ihr wollt" und hierin wollen die An- aufgenommen werden, befinden sich bei Restaurant, Linienstr. 73. Gäste willkommen. Damen und Herren, welche geStattlub geklagten eine Zustimmung erblickt haben. Sie verkauften für neigt sind, beim Theater mitzuwirken, find freundlichst eingeladen. 300 Mark Bauholz und theilten den Erlös unter sich und ihre Tournee", Abends 8% Uhr, beim Genossen Karl Ullrich, Wrangelstr. 84. Kollegen. Der Staatsanwalt verkannte nicht, daß die Angeklagten Gäfte durch Mitglieder eingeführt willfommen. sich in einer Nothlage befunden hätten, nahm aber an, daß sie sich der Ungesetzlichkeit ihrer Handlungsweise bewußt waren. Er beantragte gegen jeden eine Woche Gefängniß. Der Gerichtshof nahm aber zu Gunsten der Angeklagten an, daß sie sich im guten Glauben befunden hätten und fällte ein freisprechendes Urtheil. Arbeiterbewegung. Chinesenaufstand in Hamburg. An Bord des von Japan Chinesenaufstand in Hamburg. An Bord des von Japan hier angekommenen englischen Dampfers" Monmuthshire", der mit Chinesen bemannt ist, geriethen einige der Letzteren mit einem Schiffsoffizier in einen Wortwechsel, der bald in Thätlichkeiten ausartete. Kaum hatten die übrigen Chinesen gesehen, daß ihre Kameraden mit dem Offizier handgemein wurden, als fie sofort die Arbeit einstellten, sich mit Handspaten, Hammer u. f. w. bewaffneten und auf den Offizier eindrangen. Unter diesen Umständen hielt Letterer es für gerathen, sich zu drücken und in die Kajüte zu flüchten. Die einmal in Wuth versezten Chinesen drangen nun aber auch gegen diese vor und versuchten, die Thüren einzuschlagen. Erst durch das Dazwischenkommen von vier Offizianten der Hafenrunde gelang es, den Frieden wieder herzustellen. Es scheint demnach, als wenn die so gepriesenen anspruchslosen Söhne des Reichs der Mitte auch schon oppositionell werden. Riesa, 18. Februar. Heute Nachmittag legten gegen 300 Arbeiter am Bahnhofsumbau die Arbeit nieder. Es war mit einem Schlage Sämmtliche Arbeiter gehören keiner Organisation an, es hatten sich nur 3 oder 4 geweigert, für den Lohn zu arbeiten und mit Windeseile war es durch die ganze Reihe, in weniger als fünf Minuten ruhte alles. Der betreffende Unternehmer hat den Zorn der Arbeiter bis aufs höchste gesteigert, weil er ihnen von jeder Lowry 40 Pf. abgezogen hat. Früher bekamen fie 2 M., jetzt 1,60 M., dazu gehören je 4 Mann zu einem Wagen und vier Wagen werden den Tag über gewöhnlich voll, infolge dessen bleiben pro Mann 40 Bf. Defizit den Tag gegen früher. Ueber weitere Verhandlungen werde ich sofort berichten. Rom, 18. Februar. In der Tuchfabrit des Senators Rossi in Schio haben gegen 3000 Arbeiter wegen Herabsetzung des Lohnes die Arbeit niedergelegt. Man befürchtet weitere Arbeitseinstellungen. Versammlungen. Aufruf an die Genossen des 4. Berliner Reichstags. Wahlkreises. Genossen! Ich trete heute mit der Aufforderung an Euch heran, ein von Euch gegründetes Werk zu unterstützen und zur vollen Entwicklung und Blüthe zu bringen. Seit dem Jahre 1888 besteht in unserem Wahlkreise der sozialdemokratische Wahlverein. Derselbe stellt sich die Aufgaben: 1. durch politische und wissenschaftliche Vorträge die Bildung der Mitglieder zu vervollkommnen; 2. Ueberhaupt den Menschen zum tüchtig denfenden, sich seines Werthes bewußten Sozialdemokraten heranzubilden. Genossen! Jeder von Euch sollte eine gewisse Ehre darin suchen, Mitglied dieses Vereins zu sein. Beweist Euer Solidaritätsgefühl dadurch, daß Ihr durch massenhaften Beitritt den Werth diefer Organisation zu schäßen wißt. Wenn ich Euch hiermit nun auffordere, dem Wahlverein beizutreten, so geschieht dies deshalb, weil ich von der Ueberzeugung durchdrungen bin, daß durch die Thätigkeit und Agitation dieses Vereins die Organisation in demselben die zweckmäßigste ist. Unter dem vielseitigen Drucke des Ausnahmegesetzes haben sich leider viele Genossen von der Agitation ferngehalten. Da diese Schranke gefallen, so könnt ihr ungehindert der edlen Sache des ProleDer Beitrag beträgt pro Monat 20 Pf. Eintrittsgeld wird nicht erhoben! G. Tempel, Breslauerstr. 27. D. Heindorf, Langestr. 70. W. Lock, Friedrichsbergerstr. 11. F. Zubeil, Naunynstr. 86. R. Scholz, Wrangelstr. 32, parterre, Laden. G. Schulz, Admiralstr. 40( Bigarren- Laden). B. Staberna ck, Wrangelstr. 85( Bigarren- Laden). Der Vorstand des Wahlvereins im 4. Berl. Reichstags- Wahlkreises. Der Fachverein der Tischler des Nordens hielt in der vorigen Woche eine start besuchte öffentliche Versammlung ab. Den Hauptpunkt der Tagesordnung bildete ein Vortrag des Ge nossen Koblenzen über das Thema: Der Kampf um das Dasein. Die Ausführungen des Referenten fanden den reichsten Beifall der Versammlung. An der Diskussion betheiligten sich mehrere Redner, welche das Thema des Vortrags noch weiter ausführten und ebenfalls lebhaften Beifall ernteten. Ein Herr Wolff fand es für angebracht, den anwesenden Tischlern die Wege zu lehren, durch welche man die rechte Hand" des Arbeitgebers werden fann. Genosse Thierbach antwortete darauf in scharfer Weise. mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie wurde die Versammlung geschlossen. " " Briefkaffen der Redaktion. Stadtbahn. Das Arbeiter- Wochenbillet berechtigt nur zut " Hinfahrt"( also früh) bis Potsdamer Bahnhof. Abends können Sie nur die Tour vom Potsdamer Bahnhof zurück nach Börse, nicht aber von Schöneberg nach Potsdamer Bahnhof machen. Fr. J., Elisabethstr. Solche Fälle von Unverschämtheit find leider so zahlreich, daß wir das Format unseres Blattes verdoppeln müßten, wenn wir sie alle mittheilen wollten. H. M., Gitschinerstr. Eine einzelne Beschwerde über den Kaffenarzt gehört doch nicht gleich an die Deffentlichkeit, sondern höchstens an den Rafienvorstand; anders liegt die Sache, wenn der Arzt durch sein Verhalten mehrfach zu Klagen Anlaß giebt; dann theilen Sie uns gefl. die einzelnen Fälle nach Zeit und Namen genau mit. " können. F. R. 200. Sie können uns doch unmöglich zumuthen, allen Verdrehungen, die an den Arbeiter- Reden verübt werden, Der Fachverein der Metallarbeiter in Gas-, Wasser. namentlich in Blättern vom Schlage der„ Staatsbürger- Zeitung", und Dampfarmaturen hielt am Sonnabend, den 14. Februar, im Einzelnen entgegenzutreten. Wäre der vorliegende Bericht der eine gut besuchte Mitgliederversammlung ab. Herr Pinn hielt Staatsbürger Zeitung" richtig, so wäre die Versammlung ganz einen Vortrag über Nordau's fonventionelle Lügen der Kultur- sicher aufgelöst worden. Da das nicht geschehen ist, so hat wahr menschheit". Eine Diskussion fand nicht statt. Die Vierteljahres- fcheinlich die Staatsbürger- Zeitung" gelogen. Uebrigens wird Abrechnung gab der Kassirer, Kollege Wreden; danach betrug die Ihnen ja der betreffende Redner selbst am besten Auskunft geben Einnahme 446,30 M., die Ausgabe 268,55 M., bleibt ein Bestand Wadzeckstr. Wenn wegen Schulden des Mannes, wohin von 177,75 M. Da die Revisoren Bücher und Rechnungen in Ordnung gefunden, wurde dem Kassirer Decharge ertheilt. auch die ihn betreffenden Gerichtskosten gehören, Sachen der Beschlossen wird, 50 m. den Hamburgern und 30 Wt. den Ver- Frau vom Gerichtsvollzieher gepfändet werden, so kann dieſe goldern zu bewilligen. Unser Bertrauensmann, Herr Eimermacher, ihren Eigenthumsanspruch im Wege der Interventionstlage Möglinerstraße 1, bittet, die Quittungskarten der Metallarbeiter geltend machen. P. M. E. 100. Wenn ein Verwalter in ein Haus einfleißig zu benutzen. Kollege Winkelmann empfahl, der ArbeiterBildungsschule beizutreten. Kollege Ehrlich macht noch auf geſetzt und zur Vornahme von Kündigungen vom Eigenthümer Miethern zu kündigen, welche früher mit einem anderen Ver unsern Maskenball, Sonnabend, den 7. März, bei Buß, Große bevollmächtigt wird, so hat derselbe das Recht, auch denjenigen Frankfurterstraße 87, als den letzten, aufmerksam. walter oder mit dem Wirth direkt Kontrakt gemacht haben. Freilich kann der Miether vom Verwalter die Vorzeigung der schriftlichen Vollmacht verlangen. Bereinigung der Drechsler Deutschlands. Ortsverwaltungen Berlins und Rirdorfs. Kombinirte Mitglieder- Bersammlung am Sonntag, den 22. Februar, Mittags 12 Uhr, in den Gratweil'schen Bierhallen, Kommandanten F. S. 35. Der Vater ist zur Zahlung von Alimenten an straße 77-79. Tagesordnung: 1. Bericht, und Wahl des Arbeitsvermittlers. 2. Anträge zur General- Versammlung. 3. Aufstellung der Kandidaten und seine ehelichen, ihm bei der Chefcheidung abgesprochenen Kinder 4. Beschlußfassung über Wahl der Delegirten zur General- Versammlung. Bentraliftrung der Bahlstellen und Lohnfonds. 5. Verschiedenes. Wegen der verpflichtet. Es kann deshalb sogar sein Arbeitslohn gepfändet Wichtigkeit der Tagesordnung wird um pünktliches und zahlreiches Erscheinen werden, ersucht. Verein zur Wahrung der Interessen der Schuhmacher. Sonntag, ben 22. Februar, Gemüthliches Beisammensein bei Feuerstein, Alte Jatob straße 75( Gartenfaal). Montag, den 23. februar, keine Vereins- Verfamm Iung. Münzftr. 11. Briefkaffen der Expedition. Verein Vulkania. Probe Freitag Abend 9 Uhr in Meißners Salon, Gartenstr. 162. Herren, welche geneigt sind, mitzuspielen, tönnen sich melden Wir ersuchen um baldige genaue Adressenangabe beim Regiffeur Herrn A. Wets. Große öffentliche Versammlung des geseklubs" Freie Benker" folgender Kaffirer: Verein der Einsetzer; Krankenkasse der am Sonntag, den 22. Februar cr., Abends 6 Uhr, in Schnegelsberg's Salon, Jahnstraße 8. Tagesordnung: 1. Bortrag über: Stirche und Sozialismus". Former; Fachverein der Feilenhauer; Sentral- Krankenkasse der Nach der Wer Maler, Fil. I Nord, Fil. V Südwest; Freie Vereinigung der Referent: Dr. Bütgenau. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zur Deckung der Untofien Teller Maler, Fil. II Moabit, Fil. 11. West; Fachverein der MetallSammlung: Geselliges Beiſammensein. fammlung. schrauben- und Façondreher; Kommission derselben; Unter Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. H. 29, und Rauchflub„ Ohne Zwang" Krumme Samburg), sowie Bentral- Kranten- und Sterbefaffe Bultan"( Filiale Berlin 5). tügungsverein der Maurer des Westens; Gesangverein„ Maiund Kommission der Posamentire; Bersammlung am Sonnabend, den 21. Februar, Abends 9 Uhr, bet Bemter, glöckchen"; Die Sikung des Lese- und Diskutieklubs„ Westen" fällt am Frei- Piepe"; Fachverein der Papier Arbeiterinnen; geselliger Klub tag, den 20. Februar cr., wegen der an diesem Tage flattfindenden Bolts: Fachverein Proletariat", Berlin; Zentralfrankenkasse der Sattler; Zentral versammlung in der Brauerei Friedrichshain", aus. Verein Berliner Nagelschmiede. Sonntag, den 22. Februar cr., 10 ur, bet Seise, Lichtenbergerſtraße 21, Mitglieder- Bersammlung." Tages- krankenkasse der Schuhmacher; Kommission der Tabatarbeiter Gäste wiltommen, Berlins; Fachverein der Schlosser, Berlin. ordnung: 1. Wertstattangelegenheiten. 2. Verschiedenes. Die Vorstände der Berliner Gewerkschaften, Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marr", Abends 9 Uhr, bet Schönfeld, Mariendorferstr. 10. Gäste haben Zutritt." Süden", Abends Wahlvereine, Bildungsvereine, Lefeklubs 2c. werden hierGäste, Damen und Herren, 8% Uhr bei Schwarzkopf, Staligerstr. 11. Westen", Abends 8 Uhr bei Meier, Bülowstr. 142. Gäste, durch wiederholt gebeten, uns einige Eremplare ihrer Statuten willkommen. einzusenden, da wir von außerhalb behuss Gründung neuer Ver durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend Abends 9 Uhr, uebungs- eine vielfach darum ersucht werden. stunde, Aufnahme von Mitgliedern. Männer- Gefangverein" Collegia", Gefangverein des Fach vereins der Steinmenplah Osterholz, Post Stadthagen. Bei dem Restaurant Reichenbergerstr. 16. Buer Berlins und umgegend"" Gemüthlichte it". Seydel: Preise von 2,20 M.( auf zwei Monate) Postabonnement ist das straße 30 bei Preußer. Buchbinder Männerchor" Berlin, Alte gatobstr. 75 bei Feuerstein. Männer- Gesangverein der Berliner Bestellgeld nicht mitgerechnet. " D. Berl. Sanitätsv. sage ich f. d. reiche Achtung! Gr. öffentl. Versammlung Achtung! unterſt. best. Dr. Ww.Hirsch, gb. Henning. sämmtlicher in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplätzen beschäftigten Arbeiter am Montag, 23.d. M., Abends 8 Uhr, bei Säger, Grüner Weg 29. Tagesordnung: 1. Die Lage der ausgesperrten Arbeiter Deutschlands, speziell der Arbeiter Hamburgs. Referent: Herr v. Elm. Korreferent: Derr Rüll. 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zum 1. Mai. 4. Anträge der Kommission. 5. Verschiedenes und Fragekasten. 165 Zur Deckung der Untoften findet eine Tellersammlung statt. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Agitations- Kommission. Heute wurde ausgegeben: Die Neue Zeit. Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. Heft 21. 百 Inhalt: Die russische revolutionäre Bewegung einst und jetzt. III. Von B. Kritschewsky.- Carlyle und die sozialpolitische Entwicklung Ueber das Schweizer Allmend. Englands. Von Ed. Bernstein. Unsere Programme.- Literarische Rundschau: Geschichten aus dem vollen Leben. Pro Quartal( 13 Hefte) 2,50 M., pro Heft 20 Pf. WI Zu beziehen durch die Expedition, Beuthstraße Nr. 3. Empfehle den Genossen das Gedenkblatt zur Arbeiterbewegung 1890 in sauberer Ausführung, 55 X 66 Bentimtr. Größe. Nach Auswärts gegen Einsendung von 1 Mart in Briefmarken. Karl Scholz, Wrangelstraße 32. 95 L Oeffentl. Bekanntmachung. Die Beleid., die ich geg. Fr. Krüger, Müllerstraße 12a, ausgespr. habe, nehme ich reuev. zur. u. erfl. Dies. als eine achtbare Frau. Fr. Teckfer, Müllerstr. 12a. 70 befter Qualität, Met. v. 4 M. an. cm breiter Atlas in allen Farben, 162L] Kochmann, Alte Jakobstr. 86. Das gr. Lager Berling Kinderwagen. Andreasßtr. 23,§.p. 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Sie ist von attueller Bedeutung insofern, als die Zoll- und Steuerpolitik der Regierung, die jeder am eigenen Leibe verspürt, darin eingehend beleuchtet wird. Sten! Stuttmeister's Frucht- Syrup. Neu! [ 566 b ist das billigte, gesindeste Volks- Nahrungsmittel. Bester Erfak für geeignet. Besonders zur Linderung von Huften und Heiserkeit empfohlen. Butter und Bucker. Vorzüglich zur Bereitung von Saucen, Gemüse etc. Zu haben in allen Kolonialwaaren-, Mehl- und Vorhofhandlungen Berlins und Vororten, sowie im Verkaufslokal: Grüner Weg 43. Arbeitsmarkt. Schneiderges. auf Röcke find. dauernde Man fordere ausdrücklich: ,, Stuttmeister's Frucht- Syrup". Beschäft. Fix, Dalldorferstr. 19, H. II. Händler erhalten lohnende Preisermässigung Möbel-, Spiegel- u. Polsterwaaren- Magazin SO. 5. Reichenbergerstraße 5. ŠO. von Aug. Herold, Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 172L