Nr. 157. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. Post. Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- BeitungsPreisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 8 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. 20 8 Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 22. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 25 Big. Kleine Anzeigen", das erste( fettgedruckte) Wort 10 Bfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Die Furcht vor dem Sozialismus. Jaurès Antwort. Be= Sonnabend, den 8. Juli 1905. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. aufzubürden? So würde der Widerstand, den der deutsche Militarismus der sozialistischen Partei entgegensett, erlahmen müssen, und das deutsche Volt, mehr und mehr auf eine Annäherung an Frankreich angewiesen, würde eine Politik der Abspannung, der friedlichen Uebereinkünfte, der teilweisen einverständlichen Abrüstungen nicht anders einleiten können als mit Hülfe ver sozialistischen Partei, die niemals aufgehört hat, die Partei des Friedens zu sein. Kein Mirbach, fein Manteuffet, fein Spahn und kein Bassermann ist je des feierlichen und reichlichen Lobes so teilhaftig geworden, wie jetzt der französische Sozialist Jaurès 1 Wer tonnte bermuten, daß je über einen sozialistischen Politiker durch einen Kanzler der deutschen Monarchie die Fülle der Liebenswürdigfeiten und Anerkennungen ausgeschüttet werden könnte als jetzt über Jaurès durch Bülow? Welch ein außerordentlicher Aufwand wird gemacht, um sich bei Jaurès zu entschuldigen, daß es leider nicht Man kann wohl nicht behaupten, daß diese Ausführungen etwa angehe, ihn in Berlin zu hören! Einen umfassenden Spezialerlaß nur einen unwesentlichen Teil der Anschauungen darstellten, die der leistet der Reichskanzler, um ein Verfahren zu begründen, zu dessen Genosse Jaurès vertritt und die der Kanzler des deutschen AbsolutisDurchführung nach preußischem Recht jeder beliebige Polizeivorsteher mus achtet, hochschägt und nicht selten teilt. Vielmehr sind wir gern Das ist ein Vorgang, wie er bisher niemals sich bereit, durch weitere Zitate und allenfalls durch das Zeugnis des befugt wäre! ereignet hat. Unter dem ersten Eindruck der Verhinderung seiner Berliner Aussprache hat unser Parteigenoffe Jaurès in der„ Humanité" unter dem Titel:" Die Furcht vor dem Sozialismus" die folgende Antwort an den deutschen Kanzler erteilt: ,, Das Verbot der Berliner Versammlung ist ein Anzeichen der wachsenden Macht des Sozialismus. Es beliebte Bülow, meinen Talt und meine Mäßigung anzuerkennen. Desto deutlicher gibt er die Beunruhigung der Faktoren kund, welche sich die„ starken" nennen; und doch handelte es sich in meinem Falle nicht um einen beabsichtigten direkten Angriff gegen das ist die Ironie des seltsamen Falles, daß diese um eine Darstellung grundlegender Ansichten handelt, die Einrichtungen des Deutschen Reiches, sondern um Aber das ist die Jronie des feltsamen Falles, daß diese Genossen Jaurès den Beweis dafür zu erbringen, daß es sich hier die Verherrlichung des Sozialismus durch den Reichskanzler eine irr für die auswärtige Politit der franzöfifchen Sozialisten durchaus fräftigung der Friedensidee, welche auch deutsche Regierung auf ihr Programm geschrieben hat. Aber man tümliche ist. Bülow kennt Jaurès nicht, wie er wirklich ist. entscheidend sind. So muß man denn unweigerlich zu dem Schlusse will feine Diplomatie der Bölker. Darin erblickt man eine Er weiß nichts gründlich, er hat von Jaurès' bedeutendem Einfluß kommen, daß der blaue Obotritenfürst seine Bewunderung für den Berufsstörung der bestehenden kapitalistischen und feudalen Diplo auf die französische Politik gehört, er hat sich aus Beitungs- roten Republikaner bis zur politischen Selbstvernichtung treibt. Er matie. Es ist ein Fehler der Regierung, der Friedensidee die ausschnitten melden lassen, daß auf Jaurès in der auswärtigen achtet, schätzt und teilt nicht selten die Ansicht, daß das gegenwärtige Unterstützung des Proletariats entziehen zu wollen. Gleichviel, Politik der Schein einer gewissen Uebereinstimmung mit Wünschen Regime in schwierigen internationalen Lagen an seiner eigenen Unwir werden, unabhängig von den Maßnahmen der der deutschen Politik fällt. Darum die Lobsprüche auf ihn, von fähigkeit zugrunde gehen, und daß es dann für die revolutionäre SozialRegierungen, an der Annäherung zwischen Deutschland und denen sich seine durch die deutsche Sozialdemokratie schwer gekränkte demokratie Zeit sein werde, das Staatsruder zu ergreifen. Mehr Frankreich fortarbeiten, weil wir bei solchem Bestreben der Er- Empfindlichkeit um so greller abhebt. Wie aber nun, da alle diese kann man vom Fürsten Bülow wahrhaftig nicht verlangen. haltung des Weltfriedens zu dienen sicher find. Als Sozialist Liebenswürdigkeiten sinnlos sind, da der wirkliche Jaurès sie nicht Aber Fürst Bülow leistet in seiner Hochschätzung für die und keineswegs als Franzose bin ich am Sprechen verhindert verdient! worden. Darum bleibt dieser Zwischenfall vollpraktische Haltung der französischen Genossen noch mehr, weit Es zeigt sich das pikante Ergebnis, daß der Kanzler des Deutschen mehr! Fürst Bülow achtet, schätzt und teilt nämlich nicht selten tommen außerhalb der Beziehungen bon Reiches, der Hasser der Sozialdemokratie, in der Person die Meinung, daß die deutsche Sozialdemokratie mit ihm, dem Fürsten Sozialdemokratie zu Staat und kann das begonnene Jaurès' der Aufwartung Bülow und seinen Mitregierern, noch in einer andern TonStaat δε Werk der deutsch- französischen Pazifikation macht. Fürst Bülow überhäuft mit Komplimenten den Republi- art sprechen müßte, als sie es bisher getan hat. Er sieht nicht nicht behindern. Wir Sozialisten, der Zukunft und unser faner, den prinzipiellen Gegner der monarchiſchen Staatsform, den bloß ein, daß das gegenwärtige deutsche Regime im nächsten weltselbst sicher, kennen teine kleinliche Ranküne. Wenn wir seit Jahren Geschichtsschreiber und Berherrlicher der großen französischen politischen Zusammenstoß Schiffbruch erleiden muß, sondern er sehnt verlangt haben, daß zwischen beiden Ländern zunächst die Spannung Revolution, den Sozialdemokraten, welcher die Ansicht ausgesprochen ungeduldig die Stunde herbei, in der die Sozialdemokratie praktisch aufhöre und eine Annäherung, sodann ein dauerhafter, fester Friede hat, daß die deutsche Sozialdemokratie gegen das wird und den feudalen Mumien ernstlich an den morschen Leib rückt. eintrete, so haben wir nicht eine Minute lang vermutet, daß die feudal- absolutistische Regiment in Preußen- Deutschland noch nicht Das scheint bloß ein toller Spaß zu sein, ist aber keiner, sondern deutsche Regierung mit dem Sozialismus pattieren könnte; entschieden genug kämpft! aber wir sprechen damit die die Ueberzeugung aus, daß Fürst Bülow glaubte einen Gewaltstreich gegen die Sozial ein Einvernehmen Frankreichs mit Deutschland für den Weltfrieden notwendig sei und die Demokratie und das Proletariat sich nur in diesem Frieden entwickeln könne. Das ist nach wie vor unsere lefe Ueberzeugung und die Richtschnur unserer Politik." Das ist die kluge und treffende Erwiderung Jaurès gegen die unkluge und auf den Urheber zurückfallende Aktion des Fürsten Bülow. demokratie seines Landes zu führen und kaum je ist größere Reklame" für sie gemacht worden als durch ihn. Fürst Bülow glaubte einen genialen Coup zu vollbringen und er zieht sich an der eigenen Nase herum! Bülows Revolutionslehren. In Anbetracht der hohen Wertschätzung, die Se. Durchlaucht der Während Bülow durch sein Beginnen dem französischen Chauvinismus dient, ist das erste Wort Jaurès, daß die Sozialisten, Herr Reichskanzler unserem französischen Freund und Parteigenossen fern von kleinlicher Rache, weiter am Werke des Friedens wirken Jean Jaurès entgegenbringt, insbesondere der Achtung, die werden. Jaurès erstes Bemühen ist, das Unheil, das Bülows Se. Durchlaucht für Jaurès Ansichten in der auswärtigen Schwabenstreich anrichtet, sogleich zu dämpfen. Politik hegt, und vollends angesichts der Tatsache, daß Fürst Stolz erklärt Jaurès gegenüber Bülow, dem ,, es beliebte, meinen Bülow mit diesen Ansichten sogar nicht selten überein Latt und meine Mäßigung anzuerkennen":" Bir Sozialisten stimmt, ist es für jeden loyalen Deutschen hoch an der Zeit, jene haben nicht eine Minute lang vermutet, daß Anschauungen kennen zu lernen, die ihm jest gewissermaßen amtlich die deutsche Regierung mit dem Sozialismus zur Danachachtung empfohlen sind. battieren tönnte..." Bülow im Urteil Englands. Von besonderem Interesse sind die Meinungen und Stimmungen, die Bülows Note im politisch zivilisierteren England auslöst. Unser Londoner Korrespondent telegraphiert uns am 7. d. M.: ist vielmehr einfache, wenn auch just feine„ nüchterne" Wirklichkeit. Fürst Bülow schreibt nämlich an den Fürsten Nadolin: Wenn auch von dem Takt des Herrn Jaurès zu erwarten wäre, daß er seinerseits alles vermeiden würde, was der deutschen oder der französischen Regierung Unannehmlichkeiten bereiten könnte, so ist die gleiche Zuversicht gegenüber den deutschen Veranstaltern der Versammlung leider nicht gestattet. Herr Jaurès hat sich selbst vor bald einem Jahre in Amsterdam davon überzeugen können, wie weit in ihrer rein negierenden, doktrinären und rückständigen Haltung die deutsche Sozialdemokratie von der praktischen und patriotischeren Richtung ihrer französischen Gesinnungsgenossen entfernt ist. Daraus ist ohne weiteres der Schluß gestattet, daß Fürst Bülow in besonders hohem Grade die Ansichten achtet, schätzt und teilt, die Genosse Jaurès auf dem Amsterdamer Kongreß entwickelt hat. Denn diese Ansichten müssen dem Fürsten als Argument dafür dienen, unt dem gefeierten Anwärter auf den Schubwagen seine Ausweisung anzudrohen. Deutschland ist es gar nicht wert, den Auch wir, unserem Freunde das unverhoffte Glüd neidend, Mann zu empfangen, der als Sozialdemokrat umfoviel„ praktischer" haben uns sofort an die Arbeit gemacht, deren vorläufige Er- und weniger rückständig" ist als seine deutschen Parteigenossen. gebnisse wir nun veröffentlichen, in der bestimmten Voraussetzung, Genoffe Jaurès- es wird doch uns gestattet sein, sich ebenso gut daß unsere Mühe auch der Kreisblatt- und sonstigen Bülow- Presse auf ihn zu berufen, wie sich sein fürstlicher Verehrer auf ihn beruft, zugute kommen wird. Ein glücklicher Zufall will es, daß Genoffe fagte in Amsterdam, indem er sich den deutschen Genossen zuwandte, Jaurès vor Jahresfrist mit dem Vorwärts" eine freundschaftliche Bolemit führte, in der er seine Anschauungen in der auswärtigen Politik" in umfassender Weise entwickelte. Jaurès schrieb damals ( L'Humanité vom 20. Juni 1904) folgendes. " " wörtlich: Ihr seid eine große Partei, ihr seid die Zukunft Deutschlands, eine der edelsten und glorreichsten Parteien der zivilisa torischen und denkenden Menschheit. Es ist leicht möglich, daß große und wichtige Ereignisse bald alle unverbrauchten Straftüberschüsse in Bewegung bringen werden, die jezt noch im deutschen Sozialismus zu schlummern scheinen. Die zu erwartenden russisch- japanischen Verwickelungen werden zweifellos den Kaiser dahin führen, eine Haltung einzunehmen, ja, am Tage nach jenen Juniwahlen, die euch die drei Millionen die den Wünschen und Meinungen eines gewaltigen Teils des Volkes widerspricht. Wenn er sich bei der schließlichen Abrechnung, feinen Neigungen entsprechend allzu scharf und.*) für Rußland entscheidet, wird es in Deutschland eine heftige Krise der öffentlichen Meinung geben. Bis gestern erregte Jaurès Besuch hier geringere Aufmerksam feit, da Jaurès infolge seiner Angriffe auf Delcaffé hier an Popularität nicht gewonnen hat. Die heutigen Berliner Depeschen aber über Fürst Bülows Verbot und die Begründung gegen das Jaurès- Meeting erregen wirkliche Sensation. Die„ Times" erklären, die ganze Angelegenheit beweise große Klugheit der deutschen Sozialdemokratie, der Brief Bülows sei wirkungsvolle Reklame für ihre politische Bedeutung, aber auch ein bedeutender Tribut einer autokratischen Regierung an den französischen Parteiführer. Bülows Motiv sei Furcht, sein Verbot sei ein Produkt der Schwäche und Unklugheit. Die deutsch- freundliche„ Daily News" fagt, die Bureaukraten Berlins seien so blind wie die Petersburgs! Jaurès bespricht dann die Möglichkeit eines fünftigen KonDie deutsche Regierung stehe den Zeichen der Zeit verständnislos fliktes zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten und gegenüber, fie erkläre dem Volke den Krieg und stüße sich auf fährt fort: Bayonette. Westminster Gazette" bemerkt, das Verbot sei höchst befriedigend für alle, welche die deutsch- französische Entente fürchteten! Der Reklamemacher der Sozialdemokratie. In mehreren mittelparteilichen Blättern wird gesagt, die Berliner Sozialdemokratie habe durch die Veranstaltung der Friedensfundgebung, Retlame" und" Sensatiou" machen wollen. Diese Blätter sind offenbar durch die offizielle Politik unserer Tage gewöhnt worden, politische Vorgänge nur unter dem Gesichtswinkel des Aufsehenerregens betrachten zu können. Für ernsthafte und fachliche Veranstaltungen ist ihr Empfindungsvermögen zerstört. Wäre es aber richtig, daß die geplante Rundgebung„ Reklame" für bie Sozialdemokratie machen sollte, dann darf die Sozialdemokratie dem Fürsten Bülow hundertmal dankbar sein! Aber zwischen eurer anscheinenden politischen Macht, wie fie sich von Jahr zu Jahr in der wachsenden Zah. eurer Stimmen und Mandate ausdrückt, zwischen dieser anscheinenden Macht und der wirklichen Macht zu Einfluß und Tat besteht ein Gegensah, der um so größer zu werden scheint, je mehr eure Wahlmacht zunimmt. Stimmen gebracht haben, ist es allen deutlich geworden, daß ihr eine bewundernswerte Kraft der Propaganda, der Werbung, der Einreihung habt, aber daß weder die Traditionen eures Proletariats noch der Mechanismus eurer Verfassung euch erlauben, diese anscheinend kolossale Macht von drei Millionen Stimmen in die Aktion der Nußbarmachung und Verwirklichung, in die politische Aktion um. zusetzen. Warum? Weil euch die beiden wesentlichen Bedingungen, die zwei wesentlichen Mittel der proletarischen Aktion noch fehlen Was nun immer von solchen Prophezeiungen und Vermutungen ihr habt weder die revolutionäre, noch die parlamentarische sich erfüllen mag, sicher wird in Deutschland das Gefühl überhand Aktion nehmen, daß die Nuhe des Reiches von ernsten Ereignissen beEs hat im deutschen Proletariat Beispiele bewunderungsdroht sei. Wird sich aber das deutsche Volk angesichts der wachsen- würdiger Hingebung gegeben. Aber es hat in seiner Geschichte keine den weltpolitischen Verwickelungen einzig und allein der Klugheit revolutionäre Tradition. Es hat sich das allgemeine Wahlrecht nicht und den Antrieben eines Herren überantworten wollen? Oder auf den Barrikaden erobert. Es hat es von oben bekommen. Und wird es seine Kräfte anstrengen, um über seine ganze innere und wenn man nicht daran denken kann, es denen zu entreißen, die es äußere Politit eine entscheidende Kontrolle zu erringen? Dann sich selbst erobert haben, weil sie es leicht zurückerobern können, kann würde in diesem militaristischen und feudalen Kaiserreich der Unter- man dagegen wohl daran denken, von oben zu nehmen, was man drückung die Demokratie den Thron besteigen. Wo aber würde in diesem notwendigen Kampfe gegen den Absolutismus der entfcheidende Stüßpunkt der Nation zu finden sein, wenn nicht in der Sozialdemokratie, die die Gewalt der Maffe und die Gewalt der Idee zugleich befitt? von oben gegeben hat. Und ihr könnt keine Sicherheit dagegen geben, ihr, die ihr gesehen habt, wie euer rotes Königreich, euer fozias listisches Königreich Sachsen die Fortnahme des allgemeinen Wahlrechts ohne Widerstand über sich ergehen ließ. Und so fahrt ihr fort, im deutschen Proletariat diese geschichtlich Ich füge hinzu, daß in dem Maße, in welchem der demo- zu schwache Kraft einer unzulänglichen revolutionären Tradition kratische und sozialistische Geist in Frankreich die Oberhand ge- noch abzustumpfen, zu trüben, abzuschwächen. winnt, jeder Gedanke an Revanche völlig und endgültig beseitigt Nun wohl, weil ihr diese revolutionäre Tradition nicht habt, seht sein wird. Steht aber erst dem deutschen Kaiserreich eine solche ihr sie bei Völkern, die auf sie zurüdgreifen, mit Mißvergnügen, französische Demokratie gegenüber, die entschieden friedlich gesinnt und ihr habt nur Angriffe, eure Theoretiker haben nur Gering ist, welcher Vorwand bleibt ihm dann, feinen mit Marineausgaben schäßung gehabt für unsere belgischen Genoffen, die behufs Er. ohnehin überlasteten Bolte noch die schwere Rüstung der Landarmee oberung des allgemeinen Wahlrechts mit Gefahr ihres Lebens auf die Straße gestiegen sind. Fürst Bülow versteht sich auf die politische Retlame, er weiß sich zu inszenieren, er versteht alle Bedienteninstitute des Zeitungswesens in seinen Dienst zu stellen. Nun aber hat er den verhängnisvollen Irrtum begangen, die Glanzleistung*) Wir müssen leider den Ausdruck fortlassen. Ob Fürst Bülow Und ebensowenig wie ihr die Mittel revolutionärer Aktion, wie feines Theatertalents für einen anderen zu vollbringen. Er die Meinung des Genossen Jaurès in diesem Punkte teilt, wissen ihr die Kraft habt, welche euch eine revolutionäre Tradition des hat das höchste der Reklamefunst erreicht, doch nicht wir nicht. Daß sie aber der Staatsanwalt nicht teilt, Proletariats geben würde, habt ihr, das wißt ihr wohl, die parlazu eigenen Gunsten, vielmehr widerwillig zu Gunsten des gehaßten glauben wir nach den Erfahrungen eines bestimmten mentarische Kraft. Selbst wenn ihr die Mehrheit im Reichstage Gegners, der Sozialdemokratie. Falles annehmen zu müssen. wäret, wäre euer Land bas einzige, wo ihr, wo der Sozialismus nicht der Herr wäre, selbst wettn er die Mehrheit hätte. Denn euer Parlament ist nur ein halbes Parlament. Ein Parlament ist kein Parlament, wenn es nicht die Exekutivgewalt, die Rcgierungsgewalt in der Hand hat, wenn seine Beschlüsse nur Wünsche sind, die die Reichsbehörden willkürlich kassieren können. Und so steht ihr, ihr wißt es, ihr fühlt es wohl, vor einer schwierigen Lage. Und ihr sucht nach einer Lösung. Ich bin sicher, ihr werdet sie finden. Man kann dem Schicksal den Weg nicht versperren. Ihr, Proletarier Deutsch- lands, seid das Geschick, ihr seid das Heil Deutschlands! Man wird euch den Weg nicht versperren. Aber ihr wißt noch nicht, welchen Weg ihr in der Praxis einschlagen werdet, ob ihr revolutionär oder parlamentarisch vorgehen werdet, wie ihr die Demokratie in eurem Lande einrichten werdet. Es ist natürlich nicht der Zweck dieser Ausführungen, darzutun, wie weit wir die Ansichten des Genossen Jaurös über die deutsche Sozialdemokratie teilen. Aber worin die Differenz zwischen dem„praktischen" Jaurds und den rückständigen Deutschen besteht, ist klar. Jaurds gilt die offene Revolution der Straße als ein brauchbares politisches Mittel für jene Staaten, in denen eine demokratische Ordnung noch nicht besteht. Die Rückständigkeit der deutschen Sozialdemokratie findet er in einer Taktik, die nach seiner Meinung zu einer weitereir Abstmnpfuug des ohnehin gering entwickelten revolutionären Tradition der deutschen Sozialdemokratie führen muß. Hat Iaurss in Amsterdam etwa das Prinzip deS Klassen- I astn pfeS verworfen? Hören wir ihn selbst: �. Man wirft uns vor, daß wir die Reinheit der Prinzipien gefährdet, das Zusammenarbeiten der Klassen gepredigt hätten. Wir aber verkünden ebenso wie ihr, Genossen, daß zwischen Bourgeoisie und Proletariat ein tiefer, wesentlicher, unüberbrückbarer Abgrund sich auftut, weil er ausgeht von dem unverrückbaren Gegensatz zweier Systeme des Eigentums. Aber indem wir das republikanische Regime ausnützen, glauben wir. daß das Interesse unseres Ideals und unseres Proletariats uns verpflichtet, die republikanische Bour- geoisie zu unterstützen bei der Lösung cmanzipatorischer Aufgaben. wie die Verweltlichung deS Staates und des Unterrichts, wir ver- raten nicht im mindesten das Prinzip des Klassenkampfes, und das Interesse des Proletariats, das allein uns leitet, so wenig als der deutsche Sozialismus es verraten hat an dem Tage, da er mit Bebel die Notwendigkeit der Beteiligung an der Landtagswahl anerkannt hat... Worauf beruht nun der Unterschied zwischen deutscher und französischer Taktik? Auf den völlig verschieden gearteten Voraus- setzungen. JaursS fährt fort: »Ihr Deutschen habt die Reformation gehabt, welche die Macht der katholischen Kirche zum Teil gebrochen hat; ich wäre aber bei- nahe versucht, in einem gewissen Sinne mich darüber zu freuen, daß in unserem Lande die Reformation ausgerottet worden ist; ihre Niederlage hat den französischen Geist gezwungen, die vollständige Befreiung herbeizuführen. Andererseits lebt ihr unter einem kaiserlichen und feudalen Regiment. Wir haben zu kämpfen gegen die katholische Kirche, die stärkste Macht der politischen Reaktion und der sozialen Knechtschaft. Aber wir leben unter einem republikanisch- demokratischen Regiment. Alle unsere öffentlichen Gewalten ent- stammen der nationalen Souveränität und sind ihr verantwortlich. Das allgemeine Stimmrecht der Massen ist die Grundlage unseres politischen Systems.... Ihre Taktik, die bedingt ist von der protestantischen Orthodoxie und von dem persönlichen Regiment, können Sie unS nicht aufzwingen, weil bei uns die Voraussetzungen dazu fehlen...." Man sieht, mit keinem Worte rät JaureS den„rückständigen" deutschen Sozialdemokraten, sich etwa mit dem gegenwärtigen Regime auszusöhnen. Vielmehr ruft er sie dagegen zum Kampfe auf— bis aufs äußerste I Nun ist JaureS aber nicht nur„praktischer", sondern auch „patriotischer" als die„nur negierende, doktrinäre, rückständige" deutsche Sozialdemokratie. Der leidige Zufall will es, daß Jaures just in Amsterdam eine Auseinandersetzung mit dem Genoffen K a u t S k y hatte, wobei er fand, daß KautSkY-- viel zu wenig „vaterlandSws" sei. Jaures sagte: „.... Als ich hörte, daß Kautsky die Möglichkeit einer Be- teiligung an der Regierungsgewalt im Falle einer nationalen Ge- fahr, daß er die Teilnahme Blanquis an der Regierung einer Bourgeoisrepublik, um einen eindringenden Feind von den Landes- grenzen abzudrängen, anerkennt, da fragte ich mich, ob der Ministerialismus zu einem Bestandteil der orthodoxen Lehre wird, sobald er mit Nationalismus verquickt ist, und warum denn eigentlich der Proletarier zu entschuldigen sein soll, der den Klassenkampf dran- gibt, um an der Verteidigung deS Landes mitzuhelfen, das verwaltet und ausgebeutet worden war— von der Bourgeoisie? Ich fragte mich, ob politische und geistige Freiheit, Organisationsmöglichkrit und dergleichen für den Proletarier nicht ebenso wichtig sind, wie das heutige„Baterland"? Ja, ich muß gestehen: in seiner ganzen Feinheit kann ich den nationalistischen MinisterialiSmuS KautSkyS nicht begreifen I..." Mit anderen Worten: Genosse JaureS rechtfertigt den Mini- sterialismuS aus Gründen des Klassenkampfes, lehnt aber Gründe des Patriotismus mit verächtlichem Hinweis auf den heutigen Zu- stand der Vaterländer ab. Das ist der praktischere, der patriotischere französische Sozial- demokrat Jean Jaure», dessen Ansichten der Kanzler des deutschen Absolutismus schätzt, achtet und nicht selten teilt. Das ist das wahre Bild dieser im deutschen Reichskanzleramt geschätzten Persönlichkeit, nicht geschminkt und nicht geschmeichelt! Wie weit wir uns bemühen sollen, dem verkannten Liebling des deutschen Reichskanzlers ähnlich zu sehen, ist eine Frage der inneren ParteidiSkussion, über die wir unS lieber mit dem Genoffen JauröS al» mit emem so profunden Kenner des Sozialismus wie dem Fürsten Bülow auseinandersetzen möchten. Nur eine? scheint unS betrübende Gewißheit, daß wir uns auf diese Weise die Gunst des deutschen Oberpolizeimeisters kaum erringen dürften. Denn das scheint in der Politik des Reichskanzler» ein Grundsatz von entscheidender Be- deutung zu sein, daß einem deutschen Untertan nicht eben alles recht sei, waS einem Bürger der französisch?» Republik billig ist. Die An- sichten, die, Ivenn sie ein Franzose äußert, die Hochschätzung der höchsten amtlichen Stelle finden, würden zu einem Drittel genügen, um jedem vaterlandslosen Gesellen Deutschlands dauernd den Weg nach dem Zuchthaus zu weisen! Die bürgerliche Presse über das Redeverbot. Die Blätter der konservativen Reaktion, die„Kreuz- Zeitung", �dei„Reichsbote". die„Deutsche Tageszeitung", billigen, wie sich versteht, den Bülow-Ukas nach Inhalt und Form. Vollen Beifall spendet dem Reichskanzler die— Firma Stumm. Von den Hintermännern der„Post" hatte sich Fürst Bülow beraten lassen, die„Post" konnte seine Geneigt- heit für ihre Zettelunaen vorausahnen. Jetzt will sie den Reichskanzler auf der Bahn weitertreiben. In die sie ihn ge- stoßen. Sie fordert die gesetzwidrige Handllmg des Verbots der SonntagSversammlung; sie schmäht über„Beschimpfungen deS Reichskanzlers" durch den„Vorwärts":„Die Preßfreiheit ist beim„Vorwärts" schon längst zur Preßsrechheit gcivordcn und seine heutige Leistung zeigt unS den Gipfelpunkt dieser Frcchhzit'z sie gröhlt:„Gin» kräftige Faust tut hier not." Will der Reichskanzler weiter den Ratschlägen der Lorenze und„Post"leute folgen,— wohlan! Es kann gar nicht genug für die Sozialdemokratie agitiert werden. Fürst Bülow ist demnächst der Ehrenmitgliedschaft unserer Partei sicher. Aber einige Blätter der Stupidität und der Scharfmacherei sind nicht voll befriedigt. So sagt die„Staatsbürger- Zeitung': „Man wird sich fragen müssen, ob eS nötig war, daß Fürst Bülow in dieser konzilianten Form an den französischen Sozialisten da? Ersuchen richtet, seine Reise zu unterlassen, ob nicht vielmehr ein einfaches Verbot auf administrativem Wege genügt hätte. Wir wollen dieser Frage keine Antwort suchen; meinen aber doch, daß durch solche V e r b i n d l i ch e H a l t« n g des leitenden deutschen Staatsmannes die Ilcberhebiing einer Partei nicht wenig gestärkt wird, die sich für ihre Person selbst über alle Anforderungen des Taktes hinwegsetzt.(Die„Staatsbürgerin" und � Takt I) Wollte man aus diesen oder jenen Erwägungen heraus Jaurös am Auftreten verhindern, so hätte sich der Reichskanzler unseres Er- achtens durchaus nicht selbst zu bemühen brauchen. Durch da? eigenhändige Sendschreiben an den Pariser Botschafter hat die Affäre erst eine Wichtigkeit erhalten, die sie vorher nicht gehabt hat und die sie auch wahrscheinlich in �Zukunft nicht erlangt hätte." Die liberalen Blätter mühen sich zumeist mehr oder minder glimpflich über den peinlichen Fall hinausziigelangen. Sie mögen ganz und gar der Sozialdemokratie nichts Günstiges sagen und mögen ebensowenig des Kanzlers Heiterkeit trüben. So hilft sich die„Köln. Ztg.", die ehegestern eindring- lich vor schwerem Fehler warnte, indem sie zu dem Abdruck des Erlasses kleinlaut bemerkt: „Auch diese Ausführungen vermögen»ns nicht von der Not- wendigkeit und Nützlichkeit der gegen das Auftreten des Herrn JaursS zu ergreifenden Maßregeln zu überzeugen. So treffend die Kritik ist, die der Reichskanzler an der deutschen Sozialdemo- kratie übt, so scheint uns doch sein Vorgehen gegen JaureS der geplanten sozialdemokratischen Kundgebung eine Bedeutung zu geben, die ihr an sich nicht innewohnt." Das„Berliner Tageblatt" vermag einige der ihm üblichen Torheiten vom„übermütigen Gebaren der sozialdemo- kratischcn Führer" und vom„ohnehin schon hochgespannten Selbst- bewußtsein der sozialdemokratischen Heerrufer" auch bei diesem An- laß nicht zu sparen; es sagt dann: „Ganz bestimmt werden die sozialdemokratischen Parteiführer diesen Erlaß des Reichskanzlers als einen großen Sieg, den ihre Macht errungen, ausbeuten und den Reichskanzler nicht gerade als den Ritter ohne Furcht vor ihren Genossen darstellen. Das ist der ziemlich einzige Erfolg, den die kleinliche Auffassung seitens de? Fürsten Bülow gezeitigt hat. Kann man da» eine politische Klugheit nennen? Ganz abgesehen davon, daß der deutsche Reichs- kanzlcr durch diesen Erlaß an den Fürsten Radolin nur Wasser auf die Mühlräder der französischen Nationa. l i st e n gegossen hat. Gerade von dem rein dcutschpolitischen Stand- Punkt aus betrachtet, muß man das Vorgehen des Fürsten v. Bülow als wenig glücklich bezeichnen." Die„Voss. Ztg.": „Wir bedauern die Entschließung des Reichskanzlers>md einen Erlaß, der dem Auftrete» des' Herrn JaureS eine übertriebene Bedeutung beilegt.... Herr Jean Janres hätte ruhig 'einen Speech halte» können, und weder das Reich,»och die Staats- ordnung wäre gefährdet worden. Daß Fürst Bülow die ungehaltene Rede des Herrn Jean Jaurös zum Gegenstand einer feierlichen diplomatischen Note macht, wird einige Verwunderung erregen." Auch die„Freie deutsche Presse", die sicherlich nicht im Verdacht steht, einen Vorgang der Sozialdemokratie günstig deuten zu wollen, vermag die Bülowsche Unklugheit nicht zu ver- teidigen: „Ob das Redeverbot gerade als ein Zeichen der Stärke der deutschen Regierung aufgefaßt werden wird, muß mehr als zweifel- Haft erscheinen. Fürst Bülow gesteht zu, er habe Besorgnis, daß die deutschen Veranstalter der Versammlung die Anwesenheit des Herrn JaureS dazu ausnützen würden, um der deutschen oder der ranzösischen Regierung Unannehmlichkeiten zu bereiten und die staatsfeindlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie gegen die nationalen Interessen zu fördern. Es ist aber schwer einzusehen, wieso die deutschen Arrangeure der Versammlung dazu imstande sein sollten, und noch schwerer ist zu begreifen, daß die Behörde nicht in der Lage sein sollte, falls etwas derartiges versucht würde, energisch einzugreifen. Jetzt wird die Sozialdemokratie erst recht ordentlichen Respekt vor sich selbst bekommen, da sie sieht, eine wie große Bedeutung die Regierung ihren Kundgebungen beimißt. Daß die Zurückweisung der Rede von Jaures in einer sehr höflichen Form erfolgt, ist zwar bezeichnend für den Fürsten Bülow, ändert aber an der Auffassung der Sachlage und an der Aufnahme des Verbots nicht das mindeste." Die„ B e r l. Volkszeitung': „Daß ein maß- und taktvoller,„patriotischer", deutschfreund- licher ftanzösischer Redner und eine sozialdemokratische Versammlung in Berlin im stände wären, das Deutsche Reich zu gefährden oder da» Gleichgewicht Europas zu stören, das hätten wir uns in unseren trübsten Befürchtungen hinsichtlich der Festigkeit der bürgerlichen Gesellschaft Europas nicht träumen lassen! Wenn jetzt der Sozial- demolratie der Kamm schwillt, so hat sie eS dem Fürsten Bülow zu danken, der ihr durch das Redeverbot gegen Jaurös eine für den ganzen Sommer und weit darüber hinaus vorhaltende „Sensation" ersten Ranges verschafft hat." Die„Germania": „Genug, der„Vorwärts" gibt sich alle Mühe, den Vorfall aus- zubeuten und„die Harmlosesten zur Erkenntnis zu zwingen, welch' gewaltige Aufgabe der Sozialdemokratie gestellt ist, um aus dem Deutschen Reiche der Gewalt und Polizeiwirtschaft ein Reich politi- scher Gesittung, ein freies Reich zu schaffen." Im Grunde des Herzens ,st den Genossen aber vermutlich das Verbot gar nicht unwillkommen, denn mehr Lärm und Reklame hätte mit der Versammlung auch nicht gemacht werden können. UebrlgenS soll die geplante„Friedenskundgebung" doch stattfinden." Die„Märkische VolkSzettung" wird deutlicher, sie überschreibt ihren Artikel„Diplomaten-Irrungen" und sagt u. a.: .. Aber das alles ändert nicht« an der Tatsache, daß durch den erwähnten Schritt der deutschen Regierung voraussichtlich das Gegenteil von dem erreicht werden wird, was erreicht werden sollte, nmnlich eine weitere Kräftigung des Ansehens der Sozialdemokratie bei den Massen und ein Agi- tationSstosf für die sozialdemokratischen Hetzer, wie sie ihn schöner nicht wünschen konnten. Wie die Sozialdemokratie den„Fall JauröS auszubeuten gedenkt, beweist zur Genüge die heutige AuS- gab« deS„Vorwärts", welcher einen langen Artikel bringt unter der sensationellen Ueberschrift.Weltblamage"..." Die Revolution in Rußland. „AnjäS Potemkin". DaS„Reutersche Bureau" meldet auS Odessa in der Nacht zum 7. d. M., es verlaute, daß der„Potemkin" in der Nähe von Feodosia in die Luft gesprengt sei. Zlveifelsohne ist die Meldung falsch. Tatsächlich wird vom 7. d. M. auS Feodosia gemeldet: Der Panzer.Potemkin" hat ein eng- lisches Kohlenschiff auslaufen lassen und ist dann selbst in See gegangen. Die Stadt ist ruhig. London, 7. Juli. Aus Odessa wird der„Daily Mailgemeldet, Feodosia stehe in Flaiilme», die Soldaten plünderten. der„Knjäs Potemkin" beschieße die brennende Stadt. Nur einem Dampfer sei gestattet worden, den Hafen von Feodosia zu verlassen. Noch ein Torpedoboot soll sich dem „Potemkin" angeschlossen haben. London, 6. Juli. Wie dem„Neuterschen Bureau" aus Odeffa gemeldet wird, erhielt der Agent der Russischen Handels« Schiffahrts-Gesellschaft die Nachricht, daß der„Knjäs Potemkin" einen der Gesellschaft gehörenden Dampfer,„Großfürst Alexius", gestern aufgebracht hat. Der„Großfiirst Alexius" brachte Vieh von Feodosia nach Sewastopol, als er in der Nähe von Feodosia vom„Knjäs Potemkin" angehalten und ihm Vieh, Lebensmittel und sogar Geld abgenommen wurde. Konstantinopel, 6. Juli. Die Angelegenheit des„Potemkin" verursacht hier ununterbrochen Erregung. Die Verbindung mit Odessa ist ganz gestört. Für morgen erloartet man hier den Dampfer „Pera" der Levantc-Linie. Ei» russischer Dampfer, der nach Syrien gehen sollte, ist nach Odessa abgegangen, da die Mannschaft, um ihre Familien besorgt, die Rückkehr verlangte. Die Meldung, daß unter den Mannschaften aller hier liegenden russischen Schiffe ein Streik ausgebrochen sei, ist unrichtig. Ebenso faych ist die Meldung, daß auf den beiden russischen Stationsschiffen keine Disziplin herrsche. Wiederholt tauchte hier das Gerücht auf. daß der„Potemkin" in der Nähe des Bosporus gesehen wurde. Die Durchfahrt bei Tage tväre leicht, bei Nacht jedoch gefährlich, und wenn sich kein Lotse an Bord befindet, ist ein Stranden sehr leicht möglich. Man bcfiirchtet, daß der„Potemkin" in den Kohlenbergwerken von Heraklea die Ab- gäbe von Kohle» erzwingen werde, lieber die völkerrechtliche und seerechtliche Behandlung der Meuterer besteht hier kein Zweifel, nach- dem die russische Negierung die Besatzung des Schiffes für Rebellen erklärt hat. Das Torpedoboot„Smetliwy", welches mit 16 Offizieren bemannt ist und den„Potemkin" verfolgte, hat die russischen Stations- schiffe auf das Erscheinen des„Potemkin" vorbereitet. Die Meldung. daß das österreichisch-ungarische Stationsschiff „Tamms" im Zusammenhange mit der„Potemkin"-Angelegenheit Konstantinopel verlassen hat, ist falsch. Der„Taunus" hat am Sonnabend seine schon längst vorbereiteten Kreuzerfahrten ins Aegäische Meer angetreten. Väterchen wütet. Petersburg, 6. Juli. Admiral Krieger hat dem Zaren tele- graphiert, daß es ihm nnmSglich erscheine, das meuternde Schiff zu verfolgen, weil die Besatzung der übrigen Schiffe nicht zuverlässig genug erscheine. Der Zar ist über diese Meldung in hohem Grade erregt gewesen und hat telegraphisch anbefohlen, den Matrosen der Schwarzmcerflotte das Band des heiligen Georg zu nehmen. Gleich- zeitig ließ der Zar Befehl geben, sich der Meuterer tot oder lebendig zu bemächtige». In und«m Odessa. Odessa, 6. Juli. Größere Abteilungen regulärer Kavallerie und zlvci Regimenter Infanterie wurden heute abend eiligst au ver- schicdcne Punkte im Innern entsandt, wo ernste Ruhestörungen aus- gebrochen sind oder drohen. Kosakenschandtaten. Tschernigow, 6. Juli. Die Stadtvertretung hat dem Minister des Innern iWittcilirng über schwere Vergehen gemacht, die Kosaken und Polizei sich der Bevölkerung gegenüber haben zuschulden kommen lassen, und den Gouverneur gebeten, die Kosaken abzu- berufen. Der Schrecken in Anilenien. Die rumänische Zeitung„Das unabhängige Rumänien" ver- öffentlicht die folgende Mitteilung vom Kaukasus: „Im Kaukasus, wie übrigens im ganzen Rußland, herrscht volle Anarchie. Nach der Metzelei in Baku begann eine»och entsetzlicher» Metzelei im Gouvernement Eriwan. Die Armenier und die Tataren schlachten einander mit einer siirchtbaren Wut ab. Die letzteren überragen in TranSkaukasien die Armenier um das Doppelte und werden außerdem noch unterstützt von ihren Glaubensgenossen— den Kurde» und den Aserbei-dschanschen Tataren, welche in berittenen Trupps die russische Grenze überschreiten. Nicht Scharmützel finden zwischen den beiden feindlichen Elementen statt, sondern ein ganzer Krjeg, wobei die furchtbarste Barbarei zutage tritt. Damit man in meinen Worten keine Uevertreibung erblickt, habe ich mich mit photographischen Abbildungen der stattgehabten Ereignisse versorgt. Auf diesen werden Sie eine Masse von verstümmelten Leichen sehen, von rauchenden Dörfern des Distriktes Nachitscheivan, von Frauen und Mädchen, die bei Hellem Tage von wilden Tataren und Kurden ver- gewaltigt werden, von Kindern, die von Entsetzen erfüllt neben den vergewaltigten Müttern stöhnen. Ich habe mich auch versehen mit Bildern, auf denen man deutlich an den Mauern blutige Spuren von Menschenhänden und Stücke vom Gehirn sehen kann, welche den nach der Trennung vom Körper zertrümmerten weißen Häuptern der arineiiischen Greise und Geistlichen entflogen waren. Die zivilisierte Welt erbebte seinerzeit bei der Kunde von der Niedermetzelung der Armenier in der Türlei, ihre Vertilgung im russischen Reiche wird sie aber noch weit mehr erbeben lassen.. politische Clebersickt. Berlin, den 7. Juli. Der Zehnmillionen-Bettel geht weiter! Als wir vor einigen Wochen das saubere Plänchen besprachen. unter Industrie und Finanz einen Fonds von zehn Millionen zu- sammenzuschnorren, der dem Kaiser zur Verfügung gestellt werden sollte zu dem Ztvccke, durch Subventionen notleidenden Agrarier« söhnen die Offizierslaufbahn verlockender zu gestalten, betonten wir neben den anderen Schönheiten dieses Pläncheus auch dessen vcrfassuugSwidrigkeit. Wir richteten an die Regierung die Frage, wie sie über ein Projekt denke, das der Volksverckretung daS BeivilligungS- und Kontrollrecht über einen wichtigen Punkt des MilitäretatS entziehe und das OfstzierlorpS in eine Prätorianergarde vertoandle. Di« Regierung blieb gewohnternraßen die Antwort schuldig. Dafür druckt heute die offiziöse. N o r d d. A l l g. Ztg." ohne jede kritische Glosse eine Erklänmg ab, die der Bater der KorruptionSidee. Fürst Guido Henckel-DonuerSmarck. der„Kreuz-Ztg." zugesandt hatte! Diese Erklärung gibt allerdings selbst einigen Aufschluß über die von unS al» dringend aufklärungsbedürftig bezeichneten Punkte. Nachdem der gcfürstete Nachkomme deS Schutzjudcn Lazarus Hcnckel bescheiden die geistige Urheberschaft seiner Idee ans den verstorbenen Wcltfcldmarschall Waldersee abgewälzt, er« klärt er: Ich habe seit vorigem Herb st einleitendeSchritt« nach verschieden st en Richtungen getan und überall in urteilsfähigen und maßgebenden Kreisen Ent» g e g e n k o m m e n nnd v c r st ä n d n i s für die Ideen gefunden, namentlich aber auch die Erkenntnis, einer derartigen Stiftung müßten die engsten Grenzen gezogen, nur dem Notstand« ab- geHolsen werden. Demgemäß wurde der Gedanke dahin forma» kiert: Sr. M a Z e st ä t ans Anlaß Seines fünfundzwanzig- jährigen Hochzeitstages— Februar 1906— eine Stiftung zu überreichen, aus welcher Offizieren der deutschen Armee und Marine jährliche Zulagen von höchstens 600 M. bis zur B e- förderung zum Hauptmann gewährt würden. Der StiftungSfonds_ ist in deutscher oder Rente deutscher Staaten oder in Schuldverschreibungen in das Reichs- oder die Staatsschuldbiicher anzulegen. Die Zuweisung der Rente an die Empfänger steht allein Sr. Majestät oder einer von Sr. Majestät zu bezeichnenden Behörde oder Persönlichkeit zu. Daß es das richtigste wäre, seitens des Reiches selbst die Mittel zur Verfügung zu stellen, darüber besteht kein Zweifel. Dies ist aber vorläufig nicht zu erreichen, und wenn ein Bedürfnis vorliegt, hat personliche Initiative der Staatsbürger einzutreten, und zwar zunächst derer, Ivelche eines mächtigen Reiches bedürfen, um bei gesichertem Frieden ihrem Er- werbe— Landwirtschaft, Industrie und Handel— nachzugehen. Diese Sicherung geschieht aber am zweckmäßigsten durch eine leistnngs- fähige Wehrkraft. Nur böswillige Unterstellung oder Unkenntnis über Zweck des geplanten Vorgehens konnten der Annahme Raum geben, daß die Mittel der Stiftung dem Adel oder der Förderung größerer Lebensansprüche zugewandt werden sollen, während lediglich einem Notstande abgeholfen werden soll, und zwar durch Zuwendungen als Dankespflicht der Nation. Der Nährstand sollte dem Wehr- stand seine Anerkennung darbring»«, da seitens des Reichstages größere Zuwendungen nicht zu erreichen scheinen. Nachdem bei verschieden st en Seiten ein Zweifel an dem Ent- gegen kommen außer Frage ge st eilt war, handelte es sich darum, nicht Industrie und Handel heranzuziehen, sondern man glaubte, dieselben von der Beitragsleistung nickt ausschließen zu dürfen zu einem Zweck, welcher an erster Stelle ihrenJnteressen förderlich war." Nach diesen Darlegungen ist also der Gedanke der Stiftung eines Prätorianerfonds bereits'seit vorigem Herbst propagiert und von.matzgebenden Kreisen" gutgeheißen worden. Unter diesen„maßgebenden" Kreisen sind doch offenbar nicht die Finanz- kreise gemeint, bei denen das Geld zusammengeschnorrt werden sollte, fondern politisch maßgebende Kreise, Regierungs kreise I Es scheint also, da ja das offiziöse Blatt dieser Behauptung keinerlei Dementi entgegensetzt, als ob diese maßgebenden Kreise keinerlei Empfinden sowohl für die würdelose Bettelei als auch vor allen Dingen für das Versa ssujngswidrige des Projektes besäßen! Man hat nicht das mindeste Gefühl dafür, wie niederdrückend es für Träger des.vornehmsten Rockes" sein mutz, sich aus einem Fonds speisen zu lassen, den nicht der Staat, in dessen Dienst man steht, ge» stiftet hat, sondern der zum guten Teil aus dem Beutel von Börsenjobbern stammt, die man sonst höchstens zum Schwiegervater für gut genug hält. Man scheut nicht im geringsten davor zurück, das Offizierkorps mit dem Odium des nacktesten Prätorianertums zu behaften! ES ist ja richtig, daß durch derartige Stipendien am Charakter des Offizierkorps im ganzen bitterwen'ig geändert tvird. Das Offizierkorps stammt aus privilegierten Schichten und fühlt sich als deren Stütze; dem Volke, das für seine Unterhaltmigskosten auf- kommen mutz, steht eS fremd und feindlich gegenüber. Aber dieser Charakter wird doch verhüllt durch die aristokratische Fiktion, daß Rang und Geldbeutel eigentlich den Staat verkörperten und daß die oontribuens plebs nach dem Ratschlüsse der göttlichen Welt- ordnung nur gut genug dazu sei, Steuern zu zahlen und Drill- objekte abzugeben. Diese Fiktion vermochte sich wenigstens immer noch mit dem Scheine der„göttlichen Ordnung" zu umkleiden, die heute nun einmal dem Volke keine andere Stellung zuweist. Durch Annahme von Privatspenden kapitalistischer Herkunft würde hingegen das Osfizierkorps direkt zur Schutztruppe privater Cliquen degradiert werden I Ist es doch gerade ein Grundsatz der Ordnungsstützen: wes Brot ich esse, des Lied ich singe I Unter solchen Umständen würde der famose Prätorianerfonds gleichzeitig eine Art sozialistischen Agitationsfonds darstellen I— Disziplin bei der deutschen Marine. Kiel, 7. Juli.(Eig. Ber.) Es gab wohl wenige bürgerliche Blätter in Deutschland, die sich bei der Bespreckzung der Ereignisse auf dem Schwarzen Meer die emphatische Dekla- mation verkneifen konnten, daß ähnliche„unerhörte" Verstöße gegen die Disziplin bei unserer Flotte—„Gott sei Dank!"— ganz und gar ausgeschlossen seien. Abgeschqn davon, daß in diesem Gerede von der„geschändeten" Disziplin und Sub- ordination der blödeste und oberflächlichste Gesichtspunkt, von dem aus der kühne Rebellenhandstreich der„Potemkin".Ma- trafen beurteilt werden kann, mit der genialen Treffsicherheit der bürgerlichen Journalistik zu Worte komnit, insofern belang- lose Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen eines � Vor- ganges an die Stelle des Faktums selbst und seiner tieferen Ursachen gesetzt werden, so möchten wir bei dieser Gelegenheit den deutschen Wasserpatrioten doch zu bedenken geben, ob nicht gerade sie am allerwenigsten Grund zu solchem Pharisäergetue haben. Ueber die Disziplin der deutschen Marinematrosen höre man beispielsweise einmal das Urteil der Kieler Be- völkemng. die diese Herrlichkeit aus eigenen bösen Erfahrungen kennt, und man wird sein blaues Wunder erleben. Tie Kieler bürgerliche Presse, deren waschechte Marinebegeisterung gewiß eine solide Grundlage hat, hat erst vor kurzem wieder tage- lang ihre lokalen Spalten mit entrüsteten Auslassungen ge- füllt über die zunehmenden, von ihr direkt als gemeingefährlich bezeichneten Ausschreitungen, mit denen die Marinematrosen die Straßen Kiels unsicher machen. Empört wurde fest- gestellt— und die Redaktionen ließen es sich durch Zuschriften aus dem Leserkreise bestätigen— daß zu gewissen Zeiten ganze Stadtteile von betrunkenen Matrosen okkupiert würden und von dem anständigeil zivilen Publikum, besonders von Frauen und Mädchen, nur unter schweren Gefahren betreten werden konnten. Von der Stadtverwaltung und der königl. Polizei wurden energisch außerordentliche Sicherheitsmaßregeln zum Schutze der Bürger verlangt, da die regelmäßigen Militär- Patrouillen, die am Hafen und in der inneren Stadt die Matrosen zu kontrolliren haben, ungenügend oder machtlos seien. Diese Klagen tauchen periodisch in der Kieler Presse auf, und gänzlich verschwinden sie eigentlich nur. wenn über- Haupt keine Kriegsschiffe im Hafen liegen. Daß man auch anderswo mit den„blauen Jungen", wie die Mannschaften der Kriegsmarine in den patriotischen Bier- reden genannt werden, ähnliche Erfahrimgen macht, geht aus einigen Vorkommnissen hervor, die der„Schlesw.-Holst. Volksztg." von der letzten Uebvngsreise des Ostsee-Geschwaders von zuverlässiger Seite gemeldet werden. Als das Geschwader in der Nordsee bei Borkum lag. wurde ein Teil der Mann- schaft an Land beurlaubt. Dort wurden von Marinern be- denkliche Exzesse begangen. Eier und andere Nahrungsmittel wurden entwendet, dem Alkohol wurde so grüiidlich zuge- sprachen, daß schließlich schwere Prügeleien der Mannschaften unter einander entstanden, deren Ergebnis eine außergewöhn- liche Belastung des Bestandes der Schiffslazarette war. Auch Chargierte hielten sich dem Unfug nicht fern. Auf der Fahrt mit der Bahn, die die Borkumer Landungsstelle mit dein Ort Borkum verbindet, kletterten Mattosen, darunter Chargierte, fiii dÄ verdeck der und führten da„Indianer- iafize" auf. Dabe! ist ei» FellebwerksmaaZ von d'er„WittelZ- bach" so unglücklich herab und zwischen die Schienen gestürzt, daß ihm der Kopf vom Rumpfe getrennt wurde. Einen, Mann von der„Wettin" wurden beide Beine abgefahren; auch er ist seinen Verletzungen erlegen. Die Borkumer Diebstähle sind zurzeit Gegenstand einer strengen Untersuchung. Welche Erfahrungen man an Bord mit der Disziplin der Mannschaften macht, davon wird natürlich selten etwas bekannt, und das Militärgerichtsverfahren wird bei der Marine womöglich noch ängstlicher vor dem Luftzug der Oeffentlichkeit geschützt, als beim Landheer. Aber von Zeit zu Zeit sickern doch immer wieder merkwürdige Dinge durch. So hörte man verschiedene Male, daß auf diesem oder jenem Kriegsschiff Be- schädigungen an der Armierung vorgekommen sind, daß Ge- schützteile über Bord geworfen wurden, Offiziere Drohbriefe erhalten haben und dergleichen mehr. Auch auf dem Kreuzer „F r a u e n l o b" sind kürzlich Ausschreitungen vorgekommen, die von dem Kommandeur für so bedenklich erachtet wurden, daß der Kaiser davon in Kenntnis gesetzt wurde. Der Mann- schaft war infolge von Gehorsamsverweigerung eine Entziehung des Urlaubs auf zwölf Tage auferlegt worden. Als Antwort darauf wurden eine Anzahl Verschlußstücke von Geschützen über Bord geworfen. Die Täter konnten nicht er- mittelt werden. So wurde der gesamten Mannschaft das Bier entzogen und dem Schiff zur Strafe der Liegeplatz an der Strander Bucht, an der äußersten Grenze des Kriegshafens, fern von Kiel, zugewiesen. Wilhelm II., dem während der .Kieler Woche der Fall vorgetragen wurde, verfügte die Straf- detachierung des Schiffes nach der Bucht von Neustadt in Ost- Holstein. Wir führen diese Borkommnisse an, nicht um sie irgendwie mit der Freiheitsbegeisterung und revolutionären Energie der Mannschaft des„Potemkin" in Parallele zu stellen, sondern um zu zeigen, daß es auch in unserer Marine mit der Disziplin ganz anders bestellt ist, als die Flottenschwärmer sich träumen lassen.—_ Material zum Toleranz-Vertrage des Zentrums. Wir sind heute wiederum in der Lage, einen Beitrag zu der „Toleranz" der katholischen Kirche beizubringen, der uns im Original vorgelegen hat und den wir nur um deswillen vorläufig ohne Orts- angabe und Zlmnensunterschrift wiedergeben, weil er einfach typisch ist für die pfäffische Intoleranz und den Zeloteneifer der katholischen Kirche. Schuld und Fehle des einzelnen betreffenden Pfarrers kommen nicht in Betracht, die Kirche und ihr Geist sind es, die wir hier erneut an den Pranger stellen müssen. Es handelte sich um das Aufgebot eines katholischen jungen Akannes, der zu seiner standesamtlichen Verehelickung mit einem evangelischen Mädchen einen Taufschein nötig zu haben glaubte und sich deshalb an> den Pfarrer seines Heimat- ortes wandte. Darauf erhielt er folgende Antwort: ..., 2. 7. 05. Nicht darum habe ich den von Ihnen gewünschten Taufschein bisher verzögert, well Ihre Braut evangelisch ist, sondern weil ich nicht wußte, in welcher Kirche Sie sich trauen lässen wollen. Ich möchte nämlich den Taufschein an den be- treffenden Pfarrer senden, wo er abgeholt werden kann. Wollen Sie mir also dies bitte mitteilen. Denn ich hoffe doch, daß Sie die Pflichten eines Katholiken kennen und sich nur in der katholischen Kirche von einem katholischen Pfarrer trauen und die etwa zu erhoffenden Kinder nur in der katholischen Religion erziehen lassen werden. Wenn das etwa nicht der Fall sein sollte, so muß ich Sie liebevoll, aber auch sehr ernst daran erinnern, welch überaus schwere Sündr der Glaubensverleugnung Sie dadurch begehen, wir sehr Sie durch solchen Schritt Ihrer geistlichen Mutter, der hl. Kirche inS Gesicht schlagen, die sich doch tvahrlich etwas Besseres um Sie verdient hat, daß Sie ferner sich selbst dadurch von der katholischen Kirche ausschließen, sich kirchlicher Strafen schuldig machen und sich der Gefahr aussetzen, sich zeitlich und ewig unglücklich zu machen. Wenn also das zu- trifft, was ich befürchte, so crmahne ich Sie, von dieser Heirat abzulassen. Erklären Sie Ihrer Braut, daß Sie sie nur unter der Bedingung katholischer Trauung und katholischer Kinder- erziehunn ehelichen. Sie als Mann können Ihren Willen durch- setzen. Geht sie darauf nicht ein, so finden Sie immer noch eine andere Frau. Hoffentlich beherzigen Sie, ehe eS zu spät ist, diese Warnung Ihres wohlmeinenden Heimatpfarrers Dieser„wohlmeinende Pfarrer" rät also mit aller Absicht zu einem offensichtlichen Treubruch und tröstet sein Pfarrkind mit dem einfachen Rezept:„Sie finden immer noch eine andere!" Das ist eine„Toleranz", die sogar nahe an das Strafgesetzbuch streift und zu der wirklich jedes Wort des Kommentars über- flüssig wird.—•## Dcutfchee Reich. Mittelstandsrettung durch das Zentrum.— BerfassnngSktvifion im Galopp. Stuttgart. 4. Juli.(Eig. Ber.) Plumper könnend die Mittclstandsretter nicht mehr treiben als in der vierstündigen MittelstandSdebatte, die trotz der sengenden Gluthitze der Lanvtag heute über sich ergehen lassen muhte. Die Frage deS Verkaufs eines staatlichen Grundstücks in einer Stutt- garter Hauptstraße an eine Baugesellschaft nahm daS Zentrum zum Vorwand, denen, die nicht alle werden, wiederum einmal zu zeigen, wie sehr eS für die Interessen des Mittelstandes sorgt. Es beantragte, dem Verkauf nur zuzustinimen unter dem Vor- behalt,' daß auf dem Grundstück niemals ein Warenhaus erbaut werden dürfe, und ließ durch v. K i e n e den blödsinnigen Antrag mit einem Schwall salbungsvoller Redensarten über die Vernichtung deS Mittelstandes begründen. Einige giftige Ausfälle gegen die Sozialdemokratie, die der Entwickelung des Großkapitals und der Zerreibung der kleinen Existenzen Gelvehr bei Fuß zusehe, verrieten die Motive dieses aussichtslosen Antrages. Beiläufig bemerkt, stellte sich im Laufe der Debatte heraus, daß dem in Bettacht kommenden Warenhause erst vor kurzem von einer den Mittelstandsrettcrn sehr nahe- stehenden Seite ein in Privatbesitz befindliches Grundstück angeboten worden ist. Der Zentrumsantrag fand nur bei den Konservativen und einem Teil der Nationalliberale» Unterstützung. Für die Sozialdemokratie sprächet die Genossen Kloß und Hildenbrand. Erstem hielt dem Zentrum das Demagogische der Warenhaushetze vor; glaube man den Mittelstand durch Unter- bindung der Großbebetriebe retten zu wollen, so habe man doch den Mut, die Lahmlegung der noch ganz anders unter den kleinen Existenzen aufränmenven Groß industrie zu fordern. Hildenbrand kennzeichnete da? Gerede von der Tatlosiakeit der Sozialdemokratie durch den Hinweis auf die von der Partei entfaltete rastlose Tätigkeit für die Aus- gestaltung der durch keinen mittelalterlichen Ansturm aufzuhaltenden Entwickeuing zum Wohle der Gesamtheit, während gerade das Zentrum dem Ausbau der sozialen Gesetzgebung wider- strebe und bei den Handelsverträgen nicht daran ge- dacht habe, die Interessen der kleinen Leute zu schützen. Nachdem auch der Finaiizminister den Antrag als„mittel- a l t e r l i ch" zurückgewiesen hatte. wurde er mit großer Mehrheit vom Haus« abgelehnt.--> Dt« BerfassungK» rebisionsborkage soll unter alle» Umständen vis zu« 23. d. M. durchgepeitscht werden. Die Kommission wird diesen Sonnabend mit ihren Beratungen beginnen und sie bis zum 13. d. M. erledigen. Für die Debatte im Plenum sind nur drei Tage in Aus« ficht genommen. Symptomatisch für daS Unbefriedigende des Flick« werks ist, daß keine Partei den Referenten für den Kommissions- bericht stellen will; man wird im Gegensatz zu der sonstigen Ge- pflogcnheit sich darauf beschränken, die Beschlüsse der Kommisston ohne Kommentar dem Hause mitzuteilen.— Erfolge der Wahlrechtsräuber. Die Hamburger Senatsvorlage, durch die den arbeitenden Klassen das Wahlrecht geraubt werden soll, suchte die Beamtenschaft dadurch auf ihre Seite zu bringen, daß sie ihnen das bisher vor» enthaltene Recht einräumte, sich in das Parlament der Geldsack- Republik wählen zu lassen. Dieser hinterlistige Schachzug fand nun bei einem Teil der Lehrer wenig Sympathie. Der Vorstand des über 2000 Mitglieder zählenden Lehrervereins„Gesellschaft der Freunde des vaterländischen Schul- und Erziehungswesens" hatte gegen die Senatsvorlage eine entschiedene Erklärung abgegeben. Er lehnte in einer öffentlichen Erklärung diese Ver- günstigung ab, weil sie mit einer Verkürzung der p o li» tischen Rechte der unbemittelten Schichten ver- bunden sei. Dann hieß es: „Die Entwickelung der Volksschule in dem Sinne, wie wir sie fordern, und mit uns die gesamte deutsche Lehrerschaft, ist nur dann möglich, wen» diejenigen Volksschichten, welche ein ureigenes Interesse an der Volksschule haben, auf die Gesetzgebimg einen maßgebenden Einfluß ge- Winnen. Daß von den jetzt regierenden Kreisen eine durchgreifende Förderung unseres Volksschulwesens nicht zu er- warten ist, das lehrt die Erfahrung vieler Jahrzehnte." Diese von anerkennenswerter pädagogischer Einsicht zeugende Erklärung wurde von den Scharfmachern perfid als— sozial- demokratische Kundgebung denunziett, ferner traten zwei Schulräte ostentativ aus dem Verein aus. Rückständige Elemente unter den Lehrern organisierten nun schleunigst einen Entrüstungsrummel. Nachdem 450 Mitglieder des Vereins— die Zahl der Streber und Angstmeier war im Verhältnis zur Mitgliederzahl des Vereins bemerlenswerterweise doch nicht allzu« groß— eme Protesterklärung gegen die Vorstandserklärung erlassen, arrangierte man vorgestern eine Versammlung, in der die Führer des reaktionären Flügels dem Vorstand mit dem gröbsten Geschütz zu Leibe gingen. Man denunzierte die 15 Vorstandsmitglieder wieder als Sozialdemokraten, die der Hamburger Lehrerschaft die Schmach angetan hätten, den Anschein zu erwecken, als stehe sie unter der roten Fahne Bebels. Der Vorstand verwahrte sich vergeblich gegen diese denunziatorischen Angriffe. Mit der Entwickelung der Schule habe er in seiner Erklärung die Einheitsschule gemeint, für die in der Tat die jetzt regierenden Kreise niemals zu haben sein würden. Die Streber tobten und da die Anhänger des Vorstandes sich eine ge- botene Zurückhaltung auferlegen mutzten, war das Resultat, daß der Gesamtvorstand sein Amt niederlegte. Wenn die Reaktionäre diese Aktton für einen großen Sieg halten sollten, so dürsten sie sich sehr auf dem Holzweg befinden. Vielleicht wird umgekehrt mancher von denen, die zwar pädagogisch fortschrittlich denke», aber polittsch noch einem naiven Jndifferentismus huldigten, durch diese wüste Hetze auch polittsch ein tüchttg Stück weiter nach links gescheucht werden I— Einem Polizei-Jnspektor nicht zuzutrauen! Aus Halle berichtet man uns untern, 6. Juli: Der Polizei« Inspektor v. Dossow, Hauptmann der Landwehr, war vom Hallesche» Schöffengericht von der Anklage der Beleidigung freigesprochen worden. Der Angeklagte sollte eines Tages zu dem Oberkellner Hasselmann Wider besseres Wissen gesagt haben, es sei eine Gemein- heit von dem Kommissar Kriebel, daß dieser sich als Offizier gerierc; K. habe es nur bis zum Unteroffizier gebracht. Tatsächlich ivar Kriebel Offizier; er lebt aber mit v. Dossow in bitterer Feindschaft und ist, nachdem er verschiedene Polizeiskandalgeschichten an das Licht gezerrt hat, mit schlichtem Abschied vom Osfizierkorps entlassen worden. Obwohl der Hotelkellner Hasselmann vor erster Instanz be- schwor, v. Dossow habe in Beziehung auf Kriebel die Aeußerung getan, sprach das Gericht v. Dossow, der bestritt, die Aeußerung getan zu haben, mit dem Hinweise frei, e L s e i n i ch t anzunehmen, daß v. Dossolv ohne Grund die Un- loahrheit gesagt habe. Kriebel legte gegen dieses Urteil Berufung ein, infolgedessen sich auch die Strafkammer mit der Sache befaßte. In der Verhandlung ging es wieder sehr lebhaft her; Kriebel warf v. Dossow vor, er habe Stiefel unterschlagen w. Heute wurden nun Hasselmanns Angaben noch durch einen zweiten Zeugen unterstützt; das Gericht kam aber zu der Ueberzeugung, eS sei v. Dossow nicht zuzutrauen, daß er jene Aeußerung getan habe. Hasselmann könne sich bezüglich des Gespräches mit v. Dossow ein falchcs Bild gemacht haben:c. Der Polizei-Jnspektor wurde wieder freigesprochen.'_ Eiidwestafrika. Berlin, 7. Juli.(SB. T. B.) Ein Telegramm aus Windhuk meldet: Gestorben sind Reiter Hermann Schmidt, geboren am 22. 7. 62 zu Woltersdorf, am 30. Juni 1905 in der Krankensmmnel- stelle Warmbad cm Herzfchtväche nach Typhus; Reiter Karl Nägele, geboren am 3. 9. 80 zu Herthen, am 30. 6. 1905 im Lazarett Keet- manshoop an Typhus. Am 3, Juli beim Ncberfall der Station Wasserfall ist Reiter Josef Winkelhag, geboren am 23. 1. 79 zu Kirchheim, gefallen (Lungenschuß) und Reiter Max Moser, geboren am 3. 4. 33 zu Dresden, leicht verlvundet word.m(Fleischjchuß linken Oberarm). HvoUnd. Frankreich. Gesunkenes Unterseeboot. Im Hafen von Biserta ist gestern ein Unterseeboot gesunken, dessen Besatzung wahrscheinlich umgekommen ist. ES wird aus Paris gemeldet: Im hiesigen Marineamt sind im Laufe de? gestrigen Tages folgende Einzelheiten über das in der See von Biserta gesunkene Unterseeboot bekannt geworden: DaS Boot liegt sechs Meter tief im Schlamm. Sofort nach Bekannt- werden de» Unglücks sind alle notwendigen Hülföwerkzeuge nach dem Orte der Katastrophe gesandt worden. Als die Taucher ihr RettungSwerk begänne», gaben ihnen die Insassen des Bootes Lebenszeichen. Man erwartet mit größter Spannung Nachrichten über das Ergebnis der Rettungsversuche- Um Vs12 Uhr traf im Marineamte ein Telegramm ein, dessen Wortlaut besagt, daß das Rettungswerk fortgesetzt wird, ohne aber daß bisher ein Ergebnis zu verzeichnen gewesen wäre. Wie weiter aus dem Telegramm hervorgeht, herrscht zur Stunde Ungewißheit über das Schicksal der Gesunkenen. Die Besorgnis ist um so größer, als bekannt ist, daß die Besatzung eines Unterseebootes nur sechs Stunden unter Wasser zubringen kann, ohne in Gefahr zu geraten. Man befürchtet, daß die Rettungsversuche zu spät glücken werden, um die Besatzung noch zu retten. England. Blusige ManSverattentate. London, 7. Juli. Während einer gestern abgehaltenen Feld- d i e n st ü b u n g bei Aldershot erhielt Kavallerie den Befehl zur Attacke auf Garden zu Fuß. Die Attacke wurde zu weit durch- geführt, die Dragoner hieben mit ihren Säbeln auf die Garden ein. einige feuerten auch ihre Ge» wehre aus nächster Nähe ab. Eine Anzahl Gar- distenwurdeverwundet.— London, 7. Juli. Im Oberhanse richtete Lord MuSkerrh an die Regierung die Anfrage, ob es Tatsache sei, daß die Ham- burg-Amerika- Linie auf de in Nil Dampfer laufen lasse oder laufen zu lassen beabsichtige, welch« dort mit Linien, die britischen Unterstlnen oder Uiitcrtonen ber ägyptischen Regierung gehören, in Wettbewerb treten sollten. Minister des Aeußeren, Marquis of Lansdowne, erwiderte: Die Tatsache, wenn es eine Tatsache ist, ist von unseren Ver= tretern in Aegypten nicht gemeldet worden; ich werde Erkundigungen einziehen. Griechenland. Athen, 7. Juli. Ministerpräsident Ralli gab in der Kammer die Bildung des neuen Ministeriums bekannt und feierte Delhannis, dessen Politik er unter Vornahme einiger Reformen fortführen werde. Die ausscheidenden Minister setzten die Gründe auseinander, die sie zu der Trennung von Ralli genötigt hätten. Hierauf stellte der Ministerpräsident die Vertrauensfrage. Die Kammer votierte ihm das Vertrauen mit 113 gegen 77 Stimmen; 30 Abgeordnete waren abwesend. Da die Abstimmung günstig ausgefallen ist, so wird anscheinend eine neue Krisis vermieden. Amerika. Kanadische Zollabsichten. ausheraus, die seit Köln ettöas heille Frage einem Führer von befonderer Bedeutung zu übertragen, dem die Aufgabe zufallen soll. die auseinanderstrebenden Geister auf eine gewisse Mittellinie zu sammeln. Denn mit einem prononzierten Redner hätte sich die Berufung eines Korreferenten nötig gemacht und damit war eine gewiffe Zweiteilung der Delegierten gegeben, die gerade angesichts der mehr theoretischen Bedeutung der Frage vermieden werden Unseres Wissens steht Genosse Bebel auf dem Standpunkt Kautskys. Schließlich meint die" Volkswacht": fann." " Da Freunde und Gegner der Maifeier ihre Auseinanderfebung bis zum Stuttgarter internationalen Kongres verschoben haben, dürfte das Echo von Köln diesmal noch ausbleiben. Auch sonst ist anzunehmen, daß die Debatten zu den Berichterstattungen die Zeit für die beiden wichtigen Punkte nicht rauben werden, es fehlt anscheinend an jedem äußeren Anlaß dazu wenn nicht etwa die Leipziger Spezies von Genossenschaftlichkeit gegenüber dem Vorwärts" eine unerwartete Auseinandersetzung, die dann recht lebhaft werden könnte, herbeiführt. Im Interesse der sachlichen Beratung unserer wichtigen Organisations- und Aftior fragen wäre diese sonst recht notwendige Abrechnung allerdings zu bedauern und da der Parteitag formell nichts weiter tun kann als eine Mahnung aussprechen auf die bekanntlich in Leipzig gepfiffen wird bleibt uns diese Auseinandersetzung besser erspart und wir widmen die Zeit den beiden großen, wichtigen Fragen„ Organisation" und" Massenstreik". Ottawa, 7. Juli. Finanzminister Fielding führt bei Einbringung des Budgets folgendes aus: Es sei die Absicht der Regierung, bei Revision des Zolltarifs eine Vorzugsbehandlung Englands gegen über allen anderen Staaten vorzunehmen, einen Minimaltarif den Staaten gegenüber zu schaffen, die den Handel mit Kanada begünstigen, und einen Marimaltarif für die, deren TarifGesetzgebung geeignet ist, den Handel mit Kanada zuschließen. Er bringt eine Zoll von 60 Cents für je 100 Pfund gequetschten Hafers in Borschlag, ferner solle der kommende unerwartete Auseinandersehung" ausspricht, ist leider Die Art, wie die Volkswacht" ihr Bedauern über die etwa Zoll auf trockenes Bleiweiß auf 30 Proz., der auf mit Del berriebenes auf 35 Proz. erhöht werden. Eine geringfügige nicht geeignet, eine solche fernzuhalten, sondern wirkt eher, als Alenderung soll bei den Zöllen auf Zement durch Auferlegung eines wollte man eine Friktion durch Sandstreuen aufheben. Hoffen wir, Wertzolles von 25 Proz. auf Säcke herbeigeführt werden, um so den daß alle Auseinandersetzungen in Jene trok vorhandener sachlicher amerikanischen Zement mit dem englischen und festländischen gleich- Differenzen nie den Charakter persönlicher Gehässigkeit anzustellen. Die Zollfreiheit für Maschinen zur Herstellung von Rüben- nehmen. zucker und für Maschinen und Geräte für Goldwäschereien soll noch ein weiteres Jahr fortbestehen. Ein besonderes Zugeständnis wird Weinen aus den füdafrikanischen Kolonien dadurch gemacht, daß sie bei einem Alkoholgehalt bis zu 40 Proz. zum Zolljage von 25 Cents für die Gallone eingelassen werden. Die vorgestrige Veröffentlichung der Tagesordnung in der bürgerlichen Preise veranlaßt noch zwei Parteiblätter zu Aeußerungen. Das Volksblatt" in Harburg schreibt: „ Es berührt recht eigentümlich, wie gut doch eine gewisse bürgerliche Presse über die Vorkommnisse innerhalb unserer Partei unterrichtet ist. In der Dienstagsnummer vom 4. Juli veröffentlicht der„ Vorwärts" den Aufruf des Parteivorstandes zum Parteitag in Jena, der an derselben Tage auch der Parteipreffe zugestellt wurde. Aber bereits am Montag abend( also am 3. Juli) fonnte bereits das„ Berliner Tageblatt" melden, daß der Parteivorstand die Vorarbeiten zum Parteitage" fast" erledigt hätte; zugleich veröffentlichte das Blatt schon einen Teil der Tagesordnung des Parteitages und teilte geschäftig mit, daß Genosse Bebel über den politischen Massenstreik referieren sollte. So das„ Berl. Tagebl." am Montag. Am Dienstag erhielten auch die Berliner Parteigenossen durch den Vorwärts" davon Kenntnis; ebenso auch die Provinzpresse. Das„ Berl. Tagebl." war aber wieder allen Parteizeitungen, einschließlich dem„ Vorwärts", um eine Nasenlänge voraus. Wie kommt das? Sollten das wieder die berüchtigten Fäden" sein, die einst von der Partei ins bürgerliche Lager hinüberspielten, wie in Dresden festgestellt wurde?" Stenerfreiheit des Kircheneigentums. Trozdem in Amerika Staat und Kirche getrennt sind, wissen die Kirchen sich doch eine große Einflußsphäre zu sichern und allerlei Privilegien zu erhalten. Eins der wertvollsten Privilegien, das ihnen in den meisten Staaten eingeräumt ist, besteht in der Steuerfreiheit ihres Eigentums, der Gebäude und Ländereien, die oft einen hohen Wert besigen. Wo eine Steuer erhoben wird, da schätzt man das Kircheneigentum so niedrig ein, daß nur ein minimaler Steuersatz zu zahlen ist; trotzdem wird in diesen Staaten eine eifrige und unermüdliche Agitation von den Kirchen entfaltet, um sich gänzlich frei von der Steuer zu machen. Bei einer solchen Agitation leisten die Frauen oft die wertvollsten Dienste. So gelang es vor einigen Jahren im Staate Kalifornien, durch allgemeine Volksabstimmung ein Gesetz zur Anerkennung zu bringen, nach welchem die Kirchen von der Steuer auf ihr Eigentum befreit wurden. Wenn es müssen das Aufkommen solcher lieblicher Gewohnheiten in unseren Wir tadeln die Verhökerung des Reichshaushaltsetats und sich um die Erlangung von wertvollen Vorrechten handelt, eigenen Sachen verhüten. Eine Zeitlang florierte der Unfug, daß dann halten alle Kirchen fest zusammen; der konfessionelle großbürgerliche gutzahlende Blätter mit Nachrichten vom InterCharakter wird abgestreift und die Kirchen werben um die nationalen Bureau in Brüssel rascher bedient wurden, wie der Gunst der Bürger nur als Moral- und Wohltätig- Vorwärts". Dieser Unfug ist etwas zurückgedrängt, jetzt scheint er teitsanstalten, und der Durchschnittsamerikaner hat aber der deutschen Sozialdemokratie beschert zu werden." einen großen Respekt vor der Kirchenmoral. Er schickt seine Kinder in die Sonntagsschule zum Religionsunterricht und " Das„ Offenbacher Abendblatt" meint: Der schweizerische sozialdemokratische Parteitag Die Vorwürfe, welche Hüger gegen eine Reihe von Generälen und andere höhere Militärpersonen erhebt, bestehen namentlich darin, daß sie sich bei der Behandlung von Beschwerden stets zu Hügers Nachteil zahlreicher Verstöße gegen die Bestimmungen der Beschwerde- Ordnung, gegen die Grundsäge der Gerechtigkeit und der Logik schuldig machten, daß ferner ein( genau bezeichneter) General fich ein Bergehen gegen den§ 117 des Militär- Strafgeset buches zuschulden kommen ließ, indem er, wider zu Hügers Nachteil, durch Unterlassung der Entscheidung eine Beschwerde unterdrückt hat, die vorschriftsmäßig an ihn gelangte. Weiter behauptet Hüger und zwar stets unter genauer Bezeichnung der Personen, daß ein württembergisches Untersuchungsgericht zu seinem Nachteil in einem Antrage auf Einstellung des Verfahrens Zeugenaussagen fälschlich und finnentstellend wiedergegeben, eine Bestimmung durch Einfügung von Worten zugunsten eines Hauptmanns S. vergewaltigt, sowie die Strafprozeß- Ordnung in mehreren Fällen verlegt hat. Die Justizabteilung des württem bergischen Kriegsministeriums habe sich dem Verfahren des Unterfuchungsgerichts als Oberkriegsgericht angeschlossen. Weiter wird einem hohen Offizier unterstellt, er habe in einem ehrengerichtlichen Verfahren eine Ehrenentscheidung mit Gründen belegt, deren Unrichtigkeit ihm im vollen Umfange bekannt war; Hüger will in einem deshalb eingeleiteten Verfahren gegen den betreffenden Offizier gehindert worden sein, den Beweis der Wahrheit anzutreten. Hüger wirft sodann einem Kriegsgerichtsrat über 30 Fälle von Rechtsbeugungen bor. Eine Petition, die Hüger am 9. November 1900 dem Reichstage einreichte, gipfelte in der Bitte, das Barlament möge seinen Einfluß dahin geltend machen, daß seine Angelegenheit wieder aufgenommen und nach Recht und Gesez erledigt werde. Durch Vermittelung Dritter gelang es ihm, die Abgeordneten Lenzmann und Dr. am Zehnhoff für die Petition zu interessieren. Hüger erreichte aber schließlich auch auf diesem Wege nichts. Lenzmann trat, wie Hüger behauptet, einmal mit den Worten an ihn heran: Der Kriegsminister läßt Ihnen sagen", Sie möchten nach Zurückziehung der Petition ein Immediatgesuch um Wiederverleihung des Rechts, Uniform zu tragen, einreichen. Das Gesuch werde sicher genehmigt, der Kriegsminister selbst wolle es befürworten. Hüger wies das Anerbieten mit dem Bemerken zurüd, er wolle feine Gnade, sondern sein Recht! Die Petition fiel dann in der Kommission durch, ebenso wurde eine zweite Petition zurückgewiesen. Ein nationalliberaler Abgeordneter soll aus dem Grunde gegen die Behandlung des Falles im Plenum des Reichstages gewesen sein, weil das " 1 ein gefundenes Fressen für die Sozialdemokratie wäre. Ein einzelner müsse im Interesse einer so großen Institution, wie die Armee es jei, eine ungerechtigteit hinnehmen", Oberst Hüger hat infolge. seiner zweiten Broschüre seine Stellung als Badedirektor des Kurortes Königsborn bei Unna i. W. aufgeben müssen. Insofern aber hat er seinen Zweck erreicht, als die Angelegenheit seinem Wunsche gemäß nunmehr zum gerichtlichen Austrag gelangt. Der Strafantrag ist seitens des preußischen und württembergischen Kriegsministeriums und seitens einiger Generäle, darunter Generalleutnant v. KämmererBerlin, gestellt worden. Es sind 30 Zeugen geladen, unter diesen 8 Generäle und 6 Stabsoffiziere. Unter ersteren befinden sich der Inspekteur der III. Armee- Juspektion v. Lindequist, tommandierende General des IV. Armeekorps v. Hindenberg und der lezthin vielgenannte General Klein. Zur Marokkofrage. der will als Anhänger irgend einer Kirchenrichtung gelten. Aus- wird am 5. August im Großratssaale( Landtagssaale) zu Lausanne wahl hat er genug, denn die Zahl der Sekten ist eine sehr eröffnet werden. Die Tagesordnung umfaßt 12 Punkte, wovon ergroße. Wie reich die Kirchen sind und welche Vorteile fie durch tratischen Nationalratsfraktion, die Wahl des Parteisekretärs. Die Letzte Nachrichten und Depefchen. wähnt seien: der parlamentarische Tätigkeitsbericht der sozialdemoSie Steuerfreiheit genießen, darüber brachte die New Yorker Revision des Obligationenrechts( Referenten Dr. Farbstein- Zürich Sun" fürzlich eine kleine Aufstellung, aber die Zeitung be- und Dr. Brüstlein- Bern), Revision des Fabrikgesetzes( Fähndrichgnügte sich, darauf hinzuweisen, ohne eine Kritik daran zu Biel und Sigg- Genf), Strankenversicherung( Fähndrich und Sigg), Paris, 7. Juli.( W. T. B.) In dem heute im Elisée ab knüpfen. In New York gibt es zwei kirchliche Korporationen, Nationalratswahlen( Reimann- Biel), politische Polizei( Greulich). Herisau beantragt die Herausgabe die allein ein steuerfreies Eigentum von über 20 Millionen Der Grütliverein des gehaltenen Ministerrate machte Ministerpräsident Rouvier einem Kommentar, was be Mitteilung über den Stand der Verhandlungen mit Deutschland Dollar befizen. Im ganzen war im Jahre 1904 in New York neuen Parteiprogramms mit nach einem Bericht der Föderation der Kirchen" ein. Kirchen- reits in Aussicht genommen, aber noch nicht ausgeführt ist. bezüglich Maroffos. Er äußerte, alles berechtige zu der Hoffnung, eigentum im Werte von 216 694 195 Dollar steuerfrei. Da- Inzwischen soll das Programm nebst den Erwägungen zu daß ein endgültiges Uebereinkommen in furzer Frist zustande kommen Die sozialdemokratische werde. von entfällt auf eine lange Reihe von verschiedenen protestan- Bartei des Kantons Genf stellt den Antrag, die Partei soll für Propagandazweden neu gedruckt werden. Marineminister Thomson legte eine Depesche des Marinetischen Kirchen 114 970 250 Dollar, auf katholische Kirchen Soldaten, die gegen streikende Arbeiter den Dienst verweigern, Für tommandanten in Biserta vor, welche besagt, man habe eine dritte werden 55 582 065 Dollar gerechnet. Das Judentum hat forge treffen; ferner die Frage prüfen, wie aus der Bundesverfassung und vierte Hebekette unter das gefuntene Unterfeeboot zur Ausübung seiner Religion ein Eigentum von 13 420 050 die Bestimmungen über das Militärwesen und den Militärdienst und vierte Hebelette unter das gefuntene Unterfeeboot Dollar steuerfrei. Der Rest entfällt auf allerlei andere beseitigt werden können; die sozialdemokratischen Vertreter im gelegt, aber es sei noch nicht gelungen, es zu heben; die einReligionsgemeinschaften. Und die Kirchen werden immer Nationalrat sollen das Militärbudget ablehnen, bis das Militär- gefchloffenen Mannschaften antworteten morgens auf die Signale aufgebot gegen streifende Arbeiter gefeßlich verboten wird. reicher! 31 Oberst Hüger und die Militärrechtspflege vor der Dortmunder Straffammer. C., Dortmund, 4. Juli. der Taucher. Bollfragen in der französischen Kammer. Der Krieg in Ostasien. Paris, 7. Juli.( W. T. B.) Deputiertenkammer. In der Vor mittagssigung wurde die Beratung über die Zölle für reinseidene Ansprache an die japanischen Friedensbevollmächtigten. Gewebe fortgesetzt. Augagneur tritt im Interesse der Industrie von Der Kaiser richtete an die Friedensbevollmächtigten eine An- Ein Prozeß, der in der Geschichte des deutschen Heeres einzig der Handelsverträge, die Deutschland und Italien mit der Schweiz Lyon für Erhöhung der Einfuhrzölle ein. Nach einer Erörterung sprache, welche folgendermaßen schließt: Wenn gemäß dem versöhn dastehen dürfte, gelangt am fommenden Dienstag vor der ersten abgeschlossen haben, betonte er zum Schluß, daß auch Frankreich mit lichen Geiste unseres Gegners die Feindseligkeiten zu Ende geführt Straffammer des hiesigen Landgerichts zur Verhandlung. Es gelangt der Schweiz in Unterhandlungen treten müßte. Handelsminister werden könnten, so würde nichts erfreulicher sein, als ein solcher damit endlich ein jahrelanger, erbitterter Kampf zur gerichtlichen Auf- Dubief sprach sich gegen die Erhebung eines Bolles von 7,50 Fr. aus, Abschluß. Demgemäß haben wir der Anregung des Präsidenten rollung, welchen der frühere Kommandeur des ersten württembergischen Roosevelt fofort stattgegeben, und wir betrauen Sie hierdurch mit Feldartillerie- Regiments König Karl" Nr. 13 in Ulm, Oberst a. D. welche in der Schweiz Mißstimmung hervorrufen müsse. Noel, der Präsident der Kommission, beantragt Bertagung, bis die Regierung der Mission zu unterhandeln und den Frieden abzuschließen. Sieger gegen die höchsten militärischen Kreise und die von diesen mit der Schweiz verhandelt habe. Dubief spricht sich für diesen müssen sich mit aller Hingebung Ihrer Aufgabe widmen und alle geübte Militärrechtsprechung geführt hat. Nur dem Um- Untrag aus, die Kammer beschließt, die Beratung auf unbestimmte Anstrengungen machen, auf daß die Wiederherstellung des Friedens stande, daß Hüger ohne Recht des uniformtragens bers auf dauerhafter Grundlage gesichert sei. abschiedet wurde, ist es zuzuschreiben, daß dieser Sensations. Beit zu vertagen. prozeß vor einem bürgerlichen Gericht und damit voraussichtlich in breitester Deffentlichkeit zur Verhandlung kommt, benn auch Offiziere a. D." unterstehen, falls ihnen das Recht des Uniformtragens belassen, der militärischen Rechtspflege. Reichstage zur Sprache gebracht wurde Oberst Hüger, dessen Angelegenheit am 22. März d. J. auch im der preußische Kriegs. minister erklärte allerdings, über den Fall nicht informiert zu sein hat seine schweren Anschuldigungen in zwei Broschüren Keine russische Neutralitätsverletzung. Petersburg, 7. Juli. Gegenüber der von japanischer Seite aus. gesprochenen Behauptung, die Russen, insbesondere die Abteilung des Generals Mitschenko, hätten Anfang Mai mongolisches Gebiet betreten und so die neutrale Grenze verlegt, wird der Petersburger Telegraphen Agentur aus Godfiadan unter dem heutigen Datum gemeldet, daß diese Behauptung auf Grund beim Stabe des russifchen Oberstkommandierenden befindlicher und jeden Zweifel ausschließender Dokumente kategorisch zurückgewiesen werden könne. Aus der Partei. 13 der Deffentlichkeit unterbreitet. Nach seiner Verabschiedung gab er eine Schrift heraus unter dem Titel: Meine Erlebnisse in der Militärrechts- und Ehrengerichtspflege". Ihr folgte 1904 eine zweite, jezt unter Antlage gestellte Broschüre: Wie es meiner Betition im Reichstage erging". Auf der„ Potemkin"-Jagd. Odessa, 7. Juli.( W. T. B.) Der Befehlshaber des Schwarzen Meer- Geschwaders Admiral schufnin hat dem Generalgouverneur von Odessa telegraphiert, das Geschwader habe Befehl erhalten, das Panzerschiff Potemtin" aufzusuchen und es gefangen zu nehmen oder zu vernichten. Eine heute aus Sewastopol eingegangene Depesche meldet, daß das gesamte Geschwader von dort ausgelaufen ist. Schlagende Wetter. Die Matrosenmentereien mehren sich. Manila, 7. Juli.( W. T. B.) Es heißt, daß die Matrofen der hier internierten russischen Kriegsschiffe " Awrora"," Oleg" und" Schemtchug" starke Misstimmung Alles in allem tennzeichnet sich Oberst Hüger in seinen eingehend und Sympathie mit den Menterern vom Schwarzen Meer an begründeten Darlegungen als das Opfer eines mehrjährigen Kampfes, den Tag legen. Auf das Gerücht, daß sie einen Mordanschlag Zur Tagesordnung des Parteitages den er gegen hochgestellte militärische Persönlichkeiten auf Grund auf die Offiziere planten, hat sich der Küstenpanzer Moäußert sich auch die Breslauer„ Volkswacht". Sie meint: zahlloser Rechtsbeugungen zu führen hatte. Nach Hügers Dare " Die gestern bekannt gegebene Tagesordnung unseres dies- ftellung soll dieser Kampf verursacht worden sein durch ihm feindlich nadnock" in die unmittelbare Nähe der russischen Schiffe gelegt. jährigen Barteitages gewährt einen guten Ausblick auf frucht gefinnte Offiziere, die bei seinen direkten Vorgesetzten bis bringende Tätigkeit: sie enthält eigentlich nur zwei Punkte, wenn hinauf zum tommandierenden General bei den gegen Hüger wir von den regelmäßigen Berichterstattungen absehen. Und diese gerichteten Maßnahmen eine wirksame Unterstügung fanden. Hüger beiden Punkte ergänzen sich in einer Weise, die jede Arbeit zu selbst bezeichnet seine Angelegenheit als ihrem Rechte tommen läßt: die praktische Organisationsarbeit wie ,, eine Art von Dreyfus- Affäre", den mehr theoretischen Ausblick auf unsere zukünftigen Kämpfe." Die beiden von der„ Volkswacht" gemeinten Punkte sind:" Die mit der sie, wenn auch in bescheideneren Grenzen, vielfach große Parteiorganisation" und" Der politische Massenstreit". Ueber den Aehnlichkeit habe. Oberst Hüger verfolgte sein vermeintliches Recht mit größtem Nachdruck und unermüdlicher Ausdauer, obschon man Letteren Bunft sagt sie: " Daß Genosse Bebel hierzu das Referat zu halten gedenkt, feinen Angriffen an den interessierten Stellen jahrelang passives wird allgemein überraschen, da gerade er in die Debatte bisher Schweigen entgegenfeßte. Er bersuchte sogar, allerdings erfolglos, nicht eingegriffen hat, ja über seine Stellung zum Massenstreit durch Bermittelung des Erbgroßherzogs von Baden, kommandierenden nicht einmal Genaues bekannt ist. Wenn der Parteivorstand sich Generals des VIII. Armeekorps, zwecks Erwirkung von Recht und trotzdem entschloß, seinem Mitglied Bebel das Referat zu über- Genugtuung direkt an den Kaiser heranzutreten. tragen, geschah es wohl in der Hauptsache aus der Erwägung Brüffel, 7. Juli.( W. T. B.) Auf der Kohlengrube Gendebien bei Anderlues ist heute durch schlagende Wetter ein Gesteinssturz und 12 verlcht worden, einer wird vermißt. erfolgt, durch den 40 Bergleute verschüttet wurden. 11 find getötet Das Aussperrungsfieber. Verviers, 7. Juli.( W. T. B.) Infolge von Meinungsverschiedenheiten ist zwischen Arbeitern und Arbeitgebern hiesiger schiedenheiten ist zwischen Arbeitern und Arbeitgebern hiesiger Die Fabrikanten Fabriken ein ernster Streit ausgebrochen. fündigten für morgen die Schließung von 43 Werken an. Hiervon werden mehrere Tausend Arbeiter betroffen. Berantw. Red.: Franz Rehbein, Berlin. Inferate verantw.( mit Ausnahme der Neue Welt" Beilage): Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdr. u. Berlagsanst.Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilngon. Nr. 157. 22. Ichrgaug. 1. ßfilmt des Jotniätlf Kerlim WllisdIM Zonnabtnd, 8. Juli 19l)5. Wirtschaftlicher Wochenbericht. Berlin, den 7. Juli 1905. Fleischnot. Die Vieh- und Fleischverteuerung, die schon in den ersten Monaten dieses Jahres drohend hervortrat, hat seitdem weitere Fortschritte gemacht und noch ist ihr Ende nicht abzusehen; denn wenn, wie zu erwarten steht, die Futterernte diesmal einen reichen Ertrag liefert, wird die Leichtigkeit der Durchfütterung des Viehes durch den Winter die großen Viehhalter höchst wahrscheinlich ver- anlassen, ihren im vorigen Spätherbst während der Futter- mittelnot durch bedeutende Schlachtviehverkäufe verringerten Viehbestand wieder aufzubessern Bereits haben die Preise für Mnder auf den Viehmärkren eine Höhe erreicht, die selbst die Marktnotierungen während der drückendsten Fleischteuerung im Jahre 1802 übertrifft. Damals stellten sich im Durchschnitt des Monats Oktober, in dem die Rinderpreise ihren höchsten Stand er- reichten, am Berliner Markt die Preise für vollfleischige ausgemästete Ochsen auf 141 M., für nicht ausgemästete auf 129,50 M. und für vollfleischige Kühe auf 120,80 M. pro Doppelzentner Schlachtgewicht (das heißt nach Abzug des Kopfes, der Haut, Füße, sowie der Organe der Brust-, Bauch- und Beckenhöhle). Dagegen kosten heute am Berliner Schlachtviehmarkt auS- gemästete Ochsen je nach Qualität 140—148 Mark, nicht aus- gemästete Ochsen 130— 138, vollfleischige ausgemästete Kühe 124— 128 Mark pro Doppelzentner Schlachtgewicht. Es stehen also heute— nach dem Durchschnitt berechnet— die Preise für Rinder um ungefähr 4— 5 Proz. höher als vor drei Jahren zur Zeit der höch st en Fleischnot. Nicht ganz im gleichen Verhältnis sind die Schloeinepreise gestiegen; doch haben auch sie den Stand, den sie im August 1902 erlangt hatten, nahezu wieder erreicht. Damals stellten sich nach der offiziellen Statistik die Durchschnitts- Preise für Schweine bester Qualität am Berliner Schlachtviehmarkt auf 129,80, für Mittelware auf 126,60 M. pro Doppelzentner Lebend- gewicht(nach Abzug von 20 Proz. Tara für Abfall); dagegen wurden in der letzten Zeit Schlveiue erster Qualität nnt 126—123, zweiter Qualität mit 122—124 M. pro Doppelzentner Lebendgewicht bezahlt; doch gelten diese Preise erst seit kurzem; noch vor fünf Wochen, Ende Mai, betrug der Preis für Schweine erster Qualität 132 M., zweiter Qualität 126—130 M. Sie stellten sich also im Durchschnitt noch um 2 Proz. höher als im August 1902. Und dementsprechend sind auch die Fleischprcise gestiegen. Jede Hausfrau, die über ihre Ausgaben genau Buch führt, weiß, daß sie vor ungefähr einem Jahre, im Mai und Juni 1904, gewöhnliches gutes Rind- und Schweinefleisch unr durchschnitt- lich 20 Pfennige, bessere Fleisch forte n sogar um 25 und 30 Pfennige billiger gekauft hat als jetzt. Die Grundursache der alle paar Jahre wiederkehrenden, den HaushaltSetat der ärmeren Volksschichten aufs schwerste belastenden Fleischteuerungen liegt trotz aller rabulistischcn Leugnungsversuche der agrarischen Presse in der absoluten Unzulänglichkeit der deutschen Viehproduktion im Verhältnis zum Bedarf der deutschen Bevölkerung. Allerdings hat, wenn man die früheren Viehbestände unv die ermittelten Durchschnittsgewichte des Schlachtsviehes mit den jetzigen vergleicht, eine nicht unbeträchtliche Vermehrung der Viehproduktion stattgefunden; aber noch weit stärker ist der deutsche Fleischbedarf gestiegen, teils infolge der Bevölkerungssteigerung— 1375 hatte Deutschland nur 42, heute hat es zirka 58 Millionen Einwohner—, teils infolge der Zunahme des Fleischkonsums. Wie sich an allen Industriestaaten nachweisen läßt, erfolgt mit dem Uebergang vom Agrar- zum Industriestaat. mit der Zunahme der städtischen Bevölkerung zugleich in fast allen Schichten— vorzugsweise natürlich den wohlhabenden— eine Steigerung des Fleischverbrauchs. Dazu kommt, daß durch die angeblich aus sanitären Gründen, tatsächlich aber zum Zweck der Erhöhung der landwirtschaftlichen Profite eingeführten Vieheinfuhrvcrbote und-Beschränkungen die frühere Versorgung des deutschen Marktes mit ausländischem Vieh eine beträchtliche Einschränkung erfahren hat. Befolgt auch die Re- gierung die Praxis, durch Vieheinfuhrbeschränkungen die Agrarier vor der ausländischen Konkurrenz zu schützen, schon seit Jahrzehnten, so wurden doch früher die Abwehrmaßregeln strenger durchgeführt, und die Schlachtviehimporte aus den Nachbarländern lieferten daher zu der deutschen Viehproduktion nicht nur eine beträchtliche Er- gänzung, sondern übten auch auf die deutschen Markt- preise einen gewissen Druck, so daß diese sich nur bis zu gewissem Grade über den Preisstand Jn den Nachbarländern zu erheben vermochten. In 1878 zum Beispiel führte Deutschland 207 750 Ochsen, Stiere und Kühe. 996 141 Schweine und 804 315 Schafe ein; 1903 trotz seiner um 13 Millionen Köpfe größeren Bevölkerung nur 221 493 Ochsen. Stiere und Kühe, 79 511 Schweine und 1702 Schafe. Die Einsuhr von Rindvieh ist heute nur aus Oesterreich-Ungarn, aus der Schweiz und Dänemark gestattet, und aus diesen auch nur über bestiimnte Grenzstationen unter bestimmten Ouarantänevorschriften und zur sofortigen Abschlachtung in öffentlichen Schlachthöfen. Und die Einfuhr von Schweinen ist gänzlich verboten bis auf zirka 70 000 Stück, die unter gewissen Kautelen zu baldiger Abschlachtung in Oberschlesien eingeführt werden dürfen. Außerdem ist auch noch die Einfuhr von frischem und zubereitetem Fleisch ganz beträchtlich eingeengt worden. Selbst in normalen Zeiten, d. h. unter günstigen Witterungs- und Ernteverhältnissen, ist die deutsche Landwirtschast nicht imstande, den deutschen Schlachtviehmarkt genügend mit Vieh zu versorgen, wenigstens nicht zu Preisen, wie sie denen unserer Nachbarländer entsprechen'. Deutschland hat unter allen Staaten Mittel- und Nordeuropas die höchsten Viehpreise, selbst Frankreich kennt derartige Biehpreise, wie sie auf den mittel- und westdeutschen Märkten gang und gäbe sind, nur als Ausnahmeerscheinungen. Vergleiche beweisen das. In Berlin kosteten z. B. vollfleischige ausgemästete Ochsen im Durchschnitt der letzten drei Jahre pro 100. Kilogramm Schlachtgewicht 137,30 M., dagegen in Kopenhagen 103,60 M., in Wien 114,40 M.(es werden in Wien die Preise per Lebendgewicht nottert und stellte sich für dieses der Preis auf 69.70 M. pro Doppelzenwer). in Paris 121,30 M. Die Preise für Schweine bester Qualität stellten sich pro Doppelzentner Lebendgewicht mit 20 Proz. Tara in Berlin auf 109,50 M., in Kopenhagen auf 92,50 M.(für reines Schlachtgewicht), in Wien auf 106.30 M.. in Paris auf 113,80 M.(für reines Fleischgcwicht. d. h. nach Abzug aller Ab- fälle), in Rotterdam auf 90,60 M. Wir sehen also, 'n Berlin haben während der drei letzten Jahre die Preise einen weil höheren Stand behauptet als auf den Schlachtviehmärkten von Kopenhagen, Wien, Rotterdam und Paris. Selbst in günstigen Zeiten stehen demnach die deutschen Vieh- erheblich über jenen der Nachbarstaaten: sobald aber die Ernte, speziell die Futtermittelernte hinter den normalen Erträgen zurückbleibt, tritt alsbald eine Fleischteuerung ein, so z. B. vor drei Jahren und jetzt wieder. Die Dürre im vorigen Jahre hatte bekanntlich einen ungünstigen Ausfall der Futtermittelernte zur Folge. Es stellte sich fast allgemeiner Futtermangel ein, der die Viehhalter bewog, einen bedeutenden Teil ihres Vieh- standes abzustoßen und zum Verkauf zu bringen. Zu welcher beträchtlichen Zunahme der Schlachtungen der Futtermangel führte, ergibt sich deutlich daraus, daß nach dem Ausweis der Schlachtvieh- und Fleischbeschau im vierten Quartal des vorigen Jahres in Deutschland zirka 21 500 Stück Rindvieh und 892 000 Schweine mehr geschlachtet worden sind als im dritten Quartal. Nachdem aber die Viehhalter den Teil ihres Viehstandes abgestoßen hatten, dessen Durchfütterung sich nach ihrer Rechnung nicht lohnte, hat naturgemäß der Antrieb mehr und mehr»achgelassen. Diese Taffache, daß Deutschland die höchsten Viehpreise hat und daß seit dem vorigen Jahre diese Preise noch erheblich gestiegen sind. vermag die agrar-konservative Presse nicht zu leugnen, denn die offiziellen Marktnotierungen beweisen die Richtigkeit; da sie aber im Dienste des Junkertums gezwungen ist, gegen die Forderung einer Oeffnung der Grenzen für die Vieheinfuhr Front zu machen, greift sie zu allerlei unverschämten Kniffen. Sie sucht sich aus der Reihe der Marktberichte solche heraus, in denen es heißt, daß ein Teil des Viehauftriebs keinen Absatz gefunden hat, und folgert dann einfack daraus, daß kein Mangel an Schlachtvieh vorhanden sein könne, denn sonst müßten sich die Schlächter um das Vieh geradezu reißen. Als wenn gegenüber den enormen Preissteigerungen und dem nachweisbaren Minderanttieb auf den meisten Märkten— auch in Berlin— die vereinzelten Mitteilungen, daß da und dort die Schlächter für das aufgetriebene, oft geringwertige Vieh die ver- langten hohen Preise nicht zahlen wollten, irgend etwas gegen die Fleischteuerung bewiesen. Oder aber die agrarischen Mittelstands- retter, die sonst mit der widerlichsten Schmeichelei um die Gunst des ehrsamen Handwerks buhlen, erklären einfach, die Schuldigen wären die Schlächter, denn diese hätten die Fleischpreise weit mehr erhöht, als die Viehpreise gestiegen wären. So lief z. B. dieser Tage folgende Nottz durch die mittelstandSretterische Presse: „Nicht als ob sie(die Berliner Schlächter) es gewesen wären, die die Kosten der Erhöhung des Preise? des Schlachtviehs getragen hätten, im Gegenteil sie haben es redlich verstanden, den Konsum entsprechend zu belasten, um sich den starken Gewinn, den sie in normalen Zeiten zu haben gewöhnt sind, im vollen Umfange zu erhalten. Jetzt ober scheint der Augenblick gekommen zu sein, wo sie befürchten, bei weiteren Steigerungen der Fleischpreise den Bogen zu überspannen, und deshalb wird pon ihnen die Forderung der Eröffnung der Grenze erhoben.... Es gibt ein anderes, näherliegendes Mittel, einer weiteren Steigerung der Fleisch- preise vorzubeugen. Das ist das, daß die Fleischer, die aus der bisherigen Gestaltung der Viehpreise, sowohl als sie sin Herbst sanken, wie als sie demnächst wieder anzogen, einen reichen Verdienst gezogen haben, jetzt vorübergehend auf einen Teil ihrer reichen Ein- nahmen verzichten und sich, wie alle übrigen Zweige des Erwerbslebens es müssen, darauf einrichten, sich nach der Decke zu st recken." Wir haben keinen Anlaß, die Schlächter in Schutz zu nehmen, vor allem nicht die Praktiken der Berliner Großschlächter. Es ist eine Tatsache, die sich durch einen Vergleich der Viehpreise mit den Fleischpreisen deutlich nachweisen läßt, daß sie stets bereit gewesen sind, bei einer namhaften Steigerung der Viehpreise sofort die Fleischpreise entsprechend zu erhöhen und daß sie dann, wenn die Viehpreise wieder gefallen waren, noch möglichst lange die hohen Fleischteuerungspreise festzuhalten suchten. Aber im ganzen entspricht die heutige Fleischteuerung der Viehteuerung. Den Schlächtern wird empfohlen sich nach der Decke zu strecken— und erst recht soll sich der Arbeiter einrichten; kann er die Fleisch- preise nicht bezahlen, dann soll er das Fleischessen sein lassen und sich mit Brot und Kartoffeln begnügen. Das ist das Rezept derer um Könitz und Kardorff gegen die jetzige Fleischnot. Sie. die „Edelsten der Nation", lehnen es ab, sich nach der Decke zu strecken; aber die Arbeiter sollen zugunsten des junkerlichen Profits auf den Fleischgenuß verzichten— dieselben Arbeiter, denen die Herren Agrarkonservativen. wie erst jüngst wieder die Beratung der Bergarbeiterschutznovelle im preußischen Abgeordnetenhause bewiesen hat, jede Erhöhung ihrer Lebenslage verwehren. Der Arbeiter soll kargen, damit die Herren vom Adel und Besitz sich ein Reitpferd mehr halten und ihre Maitressen bester ausstatten können. DaS ist die erhabene christliche Austastung des Junkertums. Und die Regierung der Sozialreform identifiziert sich mit dieser Ethik. Gegenüber solcher Haltung gibt es nur eine Forderung: „Die Grenzen aufl" Vermag die Vieheinfuhr aus den Nachbarländern auch die deutschen Biehpreise nicht auf den Stand der fremden Marktnotierungen herabzudrllcken, so vermag sie doch einer derartigen Fleischteuerung entgegenzuwirken, wie sie zur- zeit besteht und unter den gegebenen Verhältnissen alle paar Jahre wiederkehren muß. Die Berufung auf die Notwendigkeit der Abwehr einer Verseuchung des deutschen Viehstandes ist nichts als ein agrarischer Humbug, an den kein vernünfttger Mensch glaubt: ein H u m b u g, der durch die Anordnungen der Regierung selbst völlig durchlöchert worden ist. Hat doch zum Beispiel, ohne daß sich an den Veterinär- hygienischen Verhältnissen der Nachbarländer irgend etwas ge- ändert hätte, die Regierung Rußland zugestanden, statt 70 000 Schweine vom Inkrafttreten des neuen Tarifvertrages ab jährlich 130 000 in Oberschlesien einzuführen, und Oesterreich, das bisher gar keine Schweine in Deutschland einführen durste, ist als Entgelt für die Erschwerung seines Rinderexports im Handelsvertrag das Recht eingeräumt worden, künftig 80 000 Schweine über die sächsische und bayerische Grenze nach Deutschland hcrüberzuschicken. Bisher brachte schon die Einfuhr eines einzigen österreichischen Schweines das ganze deutsche Schweinevieh in größte Gefahr, künftig vermögen selbst 80 000 Stück nicht diese Wirkung zu erzielen— jedoch nur dann nicht, wenn sie über die sächsische und bayerische Grenze in das deutsche Reichsgebiet gelangen, über die preußische Grenze eingeführt, gefährdet schon ein einziges unglückseliges österreichisches Schwein den ganzen deutschen Viehbestand. Ein lächerliches Gaukelspiel. Dat. Huö Industrie und Kandel. Deutschlands Eisenbahnen haben in den letzten Jahren stetig steigende Einnahmen erbracht. Nach der Zahnschen Finanzstatistik sind die Einnahmen aus den Staatseisenbahnen der deutschen Bundesstaaten in den Voranschlägen für 1904 auf 2030,22 Millionen Mark angenommen gegen 1866,98 Millionen im Jahre 1903, davon entfallen 1528,15(1386,73) Millionen auf Preußen» 186,86(173,36) Millionen ans Bayern, 137.08(132,95) auf Sachsen, 76,16(74,50) auf Baden und 60,86(59,65) auf Württemberg. In den übrigen Staaten, die Staatseisenbahnen haben(Mecklenburg-Schwerin, Hessen, Olden- bürg, vraunschweig. Bremen, Sachsen-Reinmgeo, Hamburg und Sachsen-Weimar)_ übersteigen die Einnahmen nirgends 13 Millionen Mark. Die Reichseisenbahnen sind mit einer Einnahme von 96,31(87,88) Millionen Mark veranschlagt. In allen Bundes- staaten zusammen entfallen 46,04(1903 44,26) Proz. der ge- samten ordentlichen Staatseinnahmen auf die Eisenbahnen, in Preußen allein sogar 54,34 Proz.. ferner in Baden 43,84, in Oldenburg 47,69, in Bayern 41,29, in Mecklenburg-Schwerin 39,55, in Sachsen 38,57 und in Württeniberg 35,81 Proz. Von den Ein- nahmen des Reiches entfallen nur 4,88 Proz, auf die Eisenbahnen. Die Ausgaben für die Eisenbahnen belaufen sich in den Bundes- staaten auf 1419,76 und im Reich auf 78,31 Mill. M, Die Aus- gaben betragen hiernach in den Bundesstaaten 69,6, im Reich 81,3 Proz. der Einnahmen. Zieht man die Ausgaben von den Einnahmen ab, so bleibt ein Reinertrag in den Bundesstaaten von 30,1, im Reich 18,7 Proz. des Rohertrages. Es ist dies aber noch kein Reinertrag im kaufmännischen Sinne. Um diesen zu erhalten, sind vor allem die Kosten(Zinsen, Tilgung usw.) für die auf- gewendeten Kapitalien auszuscheiden. Man kann bei 3>/zprozentiger Verzinsung für die Eisenbahnen im Reich den Bedarf an Schuld- zinsen auf 6,1, für die Eisenbahnen der Bundesstaaten auf 250,1 Mill. M. berechnen. Danach! würden als Reinerträgnis der Reichseinnahmen 11,9, als das der Staatseiscnbahnen 360,4 Mill. Mark verbleiben. Die neue japanische Anleihe von 30 Millionen Pfund Sterling wird nach telegraphischer Meldung aus London tatsächlich zu gleichen Teilen von der deutschen, englischen und amerikanischen Bankfinanz übernommen, d. h. auf jede der drei Gruppen kommt ein Drittel der obigen Summe. An der Spitze des deutschen Konsortiums steht die Deutsch-asiatische Bank mit folgenden Banken: Bank für Handel und Industrie, Bayrische Hypotheken- und Wechselbank, Born u. Busse, Delbrück, Leo u. Co., Deuffche Bank, Dresdner Bank, Nationalbank für Deutschland, Norddeutsche Bank in Hamburg. Sal. Oppen- heim jr. u. Co., A. Schaaffhausenscher Bankverein, Jacob H. S. Stern, M. M. Warburg u. Co. in Hamburg. Die Auflegung zur Subskription wird gleichzeitig in London. New Dork und an verschiedenen deutschen Plätzen vom 11. bis 13. d. M. erfolgen. Die industrielle Entwickelung Emdens nimmt im Anschluß an den Aufschwung des Hafenverkehrs einen erfreulichen Fortgang. Im Gebiete des Binnenhafens haben die Nordseewerke, Emder Werft und die Dockaktiengefellschaft ihren Betrieb begonnen. Die neue Heringsfischereigesellschaft„Großer Kurfürst", die ihren Betrieb im Jahre 1905 mit 10 Loggern eröffnete, hat sich am zweiten Hafen- becken niedergelassen. Daselbst wird auch ein neuer Schiffshelgen angelegt und am ersten Hafenbecken wird eine Maschinenfabrik durch eine Gießerei erweitert; ferner wird daselbst ein Werk für Massenfabrikation von Stahlkleinzeug errichtet. Am Seiteukanal im Königspolder wird endlich seitens des westfälischen Kohlensyndikats eine auf große Leistungsfähigkeit berechnete Brikettfabrik gebaut. SewerKIcKaftUihes. Klassenkampf im ZeutrumSturm. Die Lohnbewegung der Kölner Bäckergesellen ist von einer Versammlung, die der deutsche und der christliche Bäcker- verband gemeinsam einberufen hatten, für beendet erklärt, oder, wie es in dem Beschlüsse heißt: vertagt worden. Die Zugeständnisse der Innung sind kaum nennenswert. Es sollen erhalten als Mindestwochenlohn: Erstgesellen 12, Zweit- gesellen 10, Drittgcsellcn 8 M. bei freier Station, Lohnsätze, die von'der Mehrzahl der Meister längst gezahlt wurden. In einer Resolutton der Gehülfenversammlung heißt es: Die Versammelten bedauern lebhaft, daß sich die Innung auf Tarifvereinbarungen nicht eingelassen hat, und sie erklären, ihre Organisation derart zu stärken, daß sie bei gegebener Zeit die Innung zwingen können, einen Tarifvertrag mit den Gehülfen abzuschließen, und daß die Sauptfordcrung: Abschaffung des Kost- und Logislvesens im ause der Meister, schon in nächster Zeit durchgeführt werden kann.— Die Lohnbewegung der Kölner Bäckergehülfen ist deshalb besonders bemerkenswert, weil auf der einen Seite die fast durchweg gut katholischen und zentrumstreuen B ä ck e r m e i st e r, auf der anderen Seite neben den Mtt- gliedern des deutschen Bäckervcrbandcs die ebenfalls sehr kirchen- und zentrumstreuen Mitglieder des christlichen Verbandes standen. Die katholischen Gehülfen kämpften Schulter an Schulter in lobenswerter Ein- mütigkeit mit den verruchten Sozialdeniokraten gegen ihre eigenen Glaubens- und Parteigenossen aus dem Meisterstande— eine Erscheinung, die die Gründer der christlichen Gewerkschaften sicher nicht gewünscht haben. �Der Hauptvorsitzende des christlichen Verbandes. Bäcker Schmitz aus Düsseldorf, erklärte in einer öffent- lichen Versammlung, er sttmme dem Gauleiter der freien Gewerkschaft darin bei, daß die Innung mit den Ge- sellen nur Komödie und Verschleppungstakttk treibe; durch die Lohnbewegung werde der Beweis erbracht, daß von dem oft erwähnten Wohlwollen der Meister nichts zu erwarten sei, und daß von einem guten Einvernehmen zwischen Meistern und Gesellen bei der Innung keine Rede sein könne.— So erzieht man die katholischen Arbeiter zum Klassen- bewußtseiu, und so treibt der bäckcnneisterliche Nachtrab des Herrn Trimborn praktisch Zentrums-Sozialpolittk. Berlin und amgegencU Zur Kürschncrbewegung. Nachdem die Arbeiter in der Mittwoch- Versammlung die Vorschläge der Arbeitgeber— die nur den Schein wahren sollten, daß die Herren verhandeln wollten— ablehnten, wurde in der Versammlung des Arbeitgeberverbandes am Donners- tag beschlossen, sämtliche organisierten Arbeiter»md Arbriterinnen aus- zusperre». Daß die Veruichtuug der Organisation nur das einzige Ziel der großen Firmen ist, ersieht man am besten daraus, daß diese Millionäre ihre wirtschaftliche Macht dazu gebrauchen, selbst die- jenigen Hausindustriellen, welche die Forderungen der Arbeiterschaft bis jetzt anerkannt haben, zwingen, einen Revers zu unterschreiben, der eine Konventionalstrafe von 500 M. vorsieht für den Fall, daß sie Vcrbandsmitglieder beschäftigen. Wer sich weigert, diesen Revers zu unterschreiben, dem wird von den Fabrikanten die Arbeit entzogen. Und diese HauS- industriellen, die sich dem ungeheuren Drucke fügen müssen, werden wie zum Hohne als Mitglieder des Arbeitgeberverbandes auf- genommen, dürfen dafür aber keiner Organisation der Arbeiter oder der Hausindustriellcn angehören. Mit fuchsartiger Schlauheit glauben die Großunternehmer zwei E liegen mit einer Klappe schlagen zu können. Sie knüpfen die ausindustriellen an einer Schlinge auf und rauben den Arbeitern das Koalitionsrecht. Liegt die Organisatton am Boden, dann haben die Herren in den Hausiudustriellen— den„BundeSbrüdern"— die allcrbilligstcn Arbeitskräfte. Die Strcikendeit richten an die organisierte Arbeiterschaft die Bitte. darauf zu achten, daß besonders für die Firmen V. Manheimer, A. Wslö und H. W?lff, Burgstr. 2g, nicht gurbeitet wird. Di« Arbeiter von H. Wolff haben unterschrieben, daß sie feiner Organi fation angehören wollen. Diese Arbeiter erklärten sich somit bereit, als Arbeitswillige zu fungieren. Bereinigung der Maler, Lackierer und Anstreicher. Hiermit gibt die unterzeichnete Kommiffion das Resultat der Wahl für die zwei zu wählenden Filialbeamten bekannt: Kollege 2. Ringel Berlin ist im ersten Wahlgang gewählt, Zwischen den Kollegen Kloz- Berlin und Miez- Rigdorf findet Stichwahl statt. Die Wahlkommission. Achtung, Barbiere! Bur Aufklärung teilen wir den Arbeitgebern mit, daß das Arbeitsnachweisbureau Gr. Frankfurterstr. 65 laut Be schluß der Generalversammlung vom 6. Juli wegen Differenzen des Nachweisvorstehers mit dem Verbande bis auf weiteres gesperrt ist. Die Stellenvermittelung wird vorläufig Rosenthalerstr. 57 von unferem Bureaubeamten Baumgart erledigt. Arbeitgeber, die den Nachweis nicht meiden, kommen mit der Lohnkommission in Konflikt. J. A.: Edmund Gerling, Vertrauensmann. Achtung, Täschner, Sattler aller Branchen. In den Taschenfabriken von Baul Fahrmann, Luisenufer 12 und Hermann Feist, Ritterstr. 16, haben die dortfelbst beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen wegen Nichtanerkennung des am 29. Juni vor dem Einigungsamt des Berliner Gewerbegerichts abgeschlossenen Tarif fchaft entfandt wurde, bitte ich um umgehende, zusagende Antwort. Hochachtungsvoll J. Gronowsti Arbeitersekretär. Die Staatsanwaltschaft legte Revision ein und vertrat im Gegen fatz zum Landgericht den Standtpunkt, daß im Gegenteil§ 151 als Ausnahmebestimmung eng auszulegen fei und die ortssta tutarischen Vorschriften nicht„ polizeiliche Vorschriften" im Sinne des Paragraphen feien. Das Sammergericht gab indessen in Der Mann hat natürlich keinen Auftrag dazu; kompetent ist nur dieser prinzipiellen Frage dem Landgericht recht. Wenn es die von allen beteiligten Verbänden gebildete Sechserfommission". trotzdem das freisprechende Urteil am 6. Juli aufhob und die Sache Aber kann man nicht vermuten, daß er sich vorher mit den Leitern noch einmal an das Landgericht verwies, so nur deshalb, weil das des chriftlichen Verbandes verständigte? Sollte das der Fall sein, Landgericht nicht festgestellt hatte, daß Angeklagter es an der so wäre das nicht nur ein schwerer taktischer Fehler, es wäre das nötigen Sorgfalt bei der Auswahl und Beaufsichtigung seiner„ Beauch ein direkter Verstoß gegen die getroffenen Abmachungen. Jedoch triebsleiter" nicht habe fehlen lassen. Das soll nachgeprüft werden der Hülferuf des christlichen Arbeitersekretärs wird ebenso ungehört zum Zwecke der Feststellung, ob nicht Witt neben dem in Betracht verhallen wie die ernstlichen Mahmungen der Regierung zu Arns- kommenden Schachtmeister strafbar sei. berg. Der junge Bund" der Arbeitgeber ist entschlossen, den Kampf bis zum bitteren Ende durchzuführen, da wird aber auch diese vielleicht gutgemeinte, auf jeden Fall aber übel angebrachte Vermittelung" nicht helfeir. Ueber die Ausführung des Beschlusses läßt sich noch nichts Be so wird also erst nach deren Ablauf eine Uebersicht zu gewinnen stimmtes mitteilen, da überall vierzehntägige Kündigungsfeist besteht sein, das ist jedoch auch heute schon sicher: die mysteriösen 30000 Ausgesperrte werden auch jetzt nicht erreicht werden. und in " 625 an der Zahl, haben sich dort ein hübsches Genossenschaftshaus Genossenschaftshaus. Die Genossenschaftler Coswigs( in Sachsen), erbaut, das vor einigen Tagen eröffnet worden ist. Das Gebäude hat eine Straßenfront von 25 Meter, die durch zwei Läden, einen Materialwarenladen lints und einen Manufafturwarenladen rechts Obergeschoß über den Läden befinden sich sechs Wohnungen, welche und die in der Mitte liegende Toreinfahrt ausgefüllt wird. Im bei trefflichster Einrichtung sehr preiswert vermietet sind. Auf dem Hofe befindet sich links in unmittelbarem Anschluß an den Material warenladen ein Raum für den Verkauf von Mehl und Kleie. An vertrages für die Taschenbranche die Arbeit niedergelegt.-Zuzug in eine Lohnbewegung eingetreten. Sie fordern u. a. zehnstündige ihn schließt sich weiter an ein Seitenflügel von 35% Meter Länge. ist aufs strengste fernzuhalten. Die Ortsverwaltung Berlin des Deutschen Sattler- Verbandes. In der Chemischen Fabrik für Teer und Erdölindustrie Erkner find Lohndifferenzen ausgebrochen, welche am heutigen Tage zur Arbeitsniederlegung sämtlicher Arbeiter führten. Arbeitszeit, verkürzt durch je 20 Minuten Frühstück und Besperpause; Sonnabends um 6 Uhr, vor den Hauptfeiertagen um 4 Uhr Schluß ohne Lohnabzug; als Mindestlohn pro Stunde: Gehülfen unter 18 Jahren 25 Pf., bis 20 Jahre 35 Pf., bis 24 Jahre 45, von da ab 55 Pf., für Ueber- und Nachtarbeit 50, für Sonntags 100 Proz. Aufschlag; ebenso für Blizableiter, Turm und BergBuzug bitten wir fernzuhalten. Verband der Fabrik, Land, Hülfsarbeiter und werksarbeit 100 Proz. Aufschlag. Arbeiterinnen Deutschlands. Deutfches Reich. Die Aussperrungswut an der Unterweser. Aus Bremerhaven wird uns geschrieben: beharren. Arbeiter ber stätten zurückzukehren. Gerichts- Zeitung. Unter der Anklage der Unterschlagung und Untreue in bier Fällen stand gestern der seit dem 10. März in Untersuchungshaft sigende frühere Rechtsanwalt Heinrich Hertwig aus Charlotten burg vor der Straffammer des Landgerichts II. Den Vorsiz führte Bon der Metallarbeiteraussperrung in Bayern. Landgerichtsrat Schulze, die Anflage vertrat StaatsanwaltschaftsAus Nürnberg wird uns noch geschrieben: rat alter, die Verteidigung führte Rechtsanwalt Simons. Nach dem bekannten Ergebnis der Verhandlungen im bayerischen Der Angeflagte ist 44 Jahre alt, seinerzeit einmal in seiner EigenMinisterium und mit dem Bayerischen Industriellenverband haben schaft als Reserveoffizier wegen militärischen Ungehorsams zu drei Die Werftherren und Schiffahrtsgewaltigen haben den Beweis sich die Vertreter der Arbeiter dahin geeinigt, den Abbruch des Monaten Festungshaft und vor einiger Zeit von der Straffammer geliefert, daß fie jeder vernünftigen Einwirkung unzugänglich und Stampfes zu empfehlen und zwar aus folgenden Gründen: Es steht zu vier Monaten Gefängnis verurteilt worden. Legtere Strafe ist jeder sozialpolitischen Einsicht bar sind. Nachdem die Weserwerft und fest, daß der Vorsitzende des Industriellenverbandes, Direktor Nieppel inzwischen rechtskräftig geworden. Zur Illustration des Gemütsdie Lloyd- Armaturenfabrik in Bremen ihre Aussperrungsdrohung von der Maschinenbau- Aktiengesellschaft, im Rheinland gewesen ist zustandes des Angeklagten verwies der Verteidiger darauf, daß dem An den Arbeitern bekannt gegeben hatten, teilten die ständigen Kesselschmiede der Firmen Tecklenburg und Seebeck hat; es besteht auch begründete Vermutung, daß er bei dieser Ge- Mart durch die Anwaltskammer auferlegt worden seien, er überreichte aus und die dortigen Industriellen für weitere Aussperrungen gewonnen geflagten in den letzten Jahren Ordnungsstrafen in Höhe von vielen hundert den Direktionen dieser Werften mit, daß sie selbstverständlich zulegenheit zugleich auch Verbindungen angeknüpft hat, um für die ferner ein ganzes Batet von Briefen der Anwaltskammer, die der Unterhandlungen bereit feien und sich ein Ausgleich bei allenfalsige weitere Dauer des Streits in seiner Gesellschaft die Angeklagte einfach uneröffnet beiseite gelegt habe. Derselbe sei gegenseitigem Entgegenkommen jedenfalls auch werde finden lassen. nötigsten Arbeiten für sich in den rheinischen Industriewerken an durch die fortgefeßten heftigen Beitungsangriffe des Schriftstellers Tatsächlich hat dann auch eine Unterredung der Lohnkommiffion mit fertigen zu lassen. Man sagte sich, daß, wenn der Streit aufrecht Joachim Gehlsen in einen Bustand geistiger Depreffion geraten. den beiden Werftdirektionen stattgefunden. Wenn man jedoch an erhalten wird, die eventuellen Errungenschaften zu den nötigen euf Befragen des Borsigenden bestätigte ber Angeklagte, daß feine diefelbe einige Hoffnungen fnüpfte, so sah man sich getäuscht. Die Opfern in feinem Verhältnis stehen. Außerdem wurde in Betracht Einnahme, die den Höchstfag von 20 000 m. erreicht hatten, in den Vertreter der Werften erklärten rundweg, irgendwelche Zugeständnisse gezogen, daß es jetzt noch möglich ist, sämtliche Leute in die Wert legten Jahren mehr und mehr zurückgegangen feien und er sich in nicht machen zu können. Sie verlangten als Voraussetzung der tätten hineinzubringen, und dadurch bleiben die Organisations- einer mißlichen Vermögenslage befunden habe. Er behauptet, Wiedereröffnung der Betriebe bon den Kesselschmieden die be- verhältnisse in den Werkstätten gut, so daß man in der Lage ist, die baß zur Verschlechterung seiner Vermögenslage der Umstand dingungslose Wiederaufnahme der Arbeit. Selbst diejenigen allerdings minimalen Bugeständnisse nicht nur aufrecht zu erhalten, wesentlich mit beigetragen habe, daß er aus Bürgschaften, geringfügigen 8ugeständnisse, au denen man sich vor sondern auch hoffen kann, auf Grund der guten Organisations bie er für eine ganze Anzahl von Perfonen übernommen, Beginn des Kampfes herbeiließ, wurden wieder verhältnisse bei günstiger Gelegenheit weitere Zugeständnisse, und sehr erhebliche Beträge habe zahlen müssen. Die Anklage zurückgezogen. Unter diesen Umständen beschloß dann am Dienstagabend eine var auf friedlichem Wege, zu erreichen. In diesem Sinne wurde warf dem Angeklagten vor, in einem Falle Gelder, die für den Unter diesen Umständen beschloß dann am Dienstagabend eine ben Werkstättenvertrauensleuten der in Betracht kommenden Betriebe Weinhändler Hellmann in Würzburg, seinem Mandanten, bei ihm Versammlung der Kesselschmiede einmütig, im Ausstande zu Bericht erstattet, die sich allerdings dagegen sträubten, weil sie eingegangen waren, nicht ordnungsmäßig abgeliefert zu haben. Die immer noch glaubten, daß es noch möglich fei, mehr zu erreichen. Firma hat inzwischen ihr Geld erhalten. In einem anderen Falle Inzwischen hatte auch der Vorsitzende des Bremer Gewerbe- Sie waren auch der Meinung, daß der Höhepunkt der Bewegung handelte es sich um 2041 M., einer Witwe Müller gehörig, ferner gerichts Versuche gemacht, eine Beendigung des Kampfes herbei- noch nicht erreicht und daß es später noch immer Zeit ſei, abzu um 837 M., einem Major a. D. v. Görre, und um 760 M., einem zuführen, doch waren auch diese Bemühungen vergeblich. Die Werft- Grechen. Sie beschloffen mit 134 gegen 94 Stimmen die Fortführung Schlächtermeister Grieb gehörig. Der Angeklagte bestreitet in allen herren ließen sich auf nichts ein, fie waren jeder vernünftigen Bora des Stampfes, aber die am Donnerstag stattgefundenen Streit Fällen, fich die Gelder rechtswidrig zugeeignet zu haben und bea stellung unzugänglich. Für sie gab es nur das eine: Biegen oder versammlungen faßten mit Mehrheit den Beschluß, den Kampf abzu- hauptet, daß teilweise seine Mandanten, die hier in Frage kommen, brechen. Und so trat dann ein, was lommen mußte: Der Aussperrungs- brechen, die weiteren Forderungen aufzuschieben und in die Werk- ihm das Geld leihweise überlassen haben, teilweise lägen bloß Nachlässigkeiten vor. Er habe nie die Absicht gehabt, sich an den foffer feiert weitere Orgien. Mittwoch abend wurden die Die Arbeiter der Siemens- Schuckertwerke enthielten sich der Ab- qu. Geldern zu bereichern. Der als Zeuge bernommene Schrifts Armaturenfabrik des Nordstimmung und erklärten, daß sie sich dem Mehrheitsbeschluß der fteller Joachim Gehlsen gibt auf Befragen zu, den Andeutschen Lloyd in Bremen 550 bis 600 an übrigen Betriebe fügen würden. Nur in dem Werke Pegnitzhütte geklagten in seiner Laterne" wiederholt heftig angegriffen ausgesperrt und am Donnerstag entschieden sich die Arbeiter mit 109 gegen 3 Stimmen für die Fort zu haben. Auf die Anwaltspraxis des Angeklagten habe er keinesabend flogen flogen bie Arbeiter der Attienführung des Kampfes. Sie müssen sich aber nun ebenfalls fügen. wegs seine Angriffe gerichtet, es fei ihm lediglich darum zu tun gefellschaft Weser" Bremen zirka 2500 bis Die neue Bestimmung des Statuts des Deutschen Metallarbeiter gewefen, den Mann, der ihn selbst ins Gefängnis gebracht und die 3000 aufs Straßenpflaster. Falls die Steffelschmiede, verbandes, daß ein Streit beendigt werden kann, wenn sich nicht ganze Verschwörung gegen ihn angezettelt, ins Gefängnis zu bringen, die sich erdreisteten, für ihre schwere und gesundheitraubende Arbeit eine Dreiviertelmehrheit für die Fortführung entscheidet, braucht hier benn für ihn fei es zweifellos, daß der Angeklagte einen Meineid ein paar Pfennige Lohn mehr zu verlangen, auch jezt noch nicht nicht in Anwendung zu kommen, weil ohnehin die absolute Mehrheit geleistet habe. Aus diesem Grunde habe er ihn ebensowenig ge milrbe" geworden sind und zu Kreuze friechen, sollen weitere erzielt ist. Auf die Beschlußfassung blieben auch die Beschlüsse der schont, wie den Weinhändler Felte, den er gleichfalls des Meineides Brutalisierungsmittel angewandt werden. Es verlautet bereits, daß ausgesperrten in München und Augsburg nicht ohne Ein beschuldige. Der Staatsanwalt erklärt hierzu, daß das Verfahren der Norddeutsche Lloyd beabsichtige, eventuell auch brud. Wann die Arbeiter in die Werkstätten zurückkehren können, wegen Meineides gegen Herrn Felfe endgültig eingestellt worden sei. feine gewaltigen Bremerhavener Werkstätten 3 ist noch unbestimmt, doch wird dies wohl bald der Fall Beuge Gehlsen gibt zu, daß er wiederholt Meineidsanzeigen gegen schließen und 75 Prozent der viele Tausende betragenden dort sein. Direktor Rieppel hat bereits eine Kommission aus Felte erstattet habe, damit aber abschlägig beschieden worden sei. Er beschäftigten Arbeiter auszusperren. Sollte diese Maßnahme Vertretern Organisationen, des Hauptvorstandes und habe aufs neue Schritte unternommen, dann aber auch, um zum wirklich zur Durchführung fommen, so läge alsdann das gesamte des Lotalvorstandes zu sich gebeten, um mit ihnen die Biele zu kommen, ein Strafverfahren gegen sich selbst wegen Bewirtschaftliche Leben in den Unterweserorten still. weiteren Modalitäten zu vereinbaren. In den kleineren Beleidigung des Herrn Felle veranlaßt, müsse nun aber wieder von trieben wird die Arbeit schon in den nächsten Tagen wieder be- neuem anfangen, da nach etwa zweijährigem Schweben des Proginnen können, da die Unternehmer froh sind, daß der Kampf be= endet ist, in den großen Betrieben wird die Aufnahme der Arbeit zurückgezogen habe. Nach Erledigung des objektiven Teils wird effes Herr Felte furz vor dem Termin plößlich den Strafantrag nach und nach erfolgen; jedenfalls aber werden in furzer Zeit bie subjektive Seite des Falles erörtert. Vorher erklärt der Anwieder geordnete Berhältnisse herrschen. In denjenigen Betrieben, geklagte, daß durch Kammergerichtsbeschluß auch die gegen ihn erdie ausgesperrt haben und sich weigern, die vom Industriellen hobene Beschuldigung des Meineides für unbegründet erklärt worden verband allgemein zugestandene 58stündige Arbeitszeit einzuführen, fei. Nach dem ziemlich übereinstimmenden Gutachten der Sachwird der Kampf sofort wieder aufgenommen. Der Industriellen verständigen Dr. Mertens, Dr. Scheidt, sowie der verband hat sich verpflichtet, daß er in solchen Fällen seinen in Frage Medizinalräte Dr. Klein und Dr. Hoffmann handelt kommenden Mitgliedern nicht beispringen wird. es fich bei dem Angeklagten um ein nicht ganz normales Nervensystem, un starke nervöse Erregung einen Zustand der Apathie und Agonie, es liegt aber Der Streit der Textilarbeiter in Gent nicht ein Zustand der Willensunfreiheit in dem Maße dauert fort, und sein Ende ist noch nicht abzusehen. Die sozialistische vor, daß§ 51 Str.-G.-B. anzuwenden sei. Der Staatsanwalt Gewerkschaft hat zur Unterstützung der Organisierten 11 000 Fr. und beantragte unter Wegfall der früher gegen den Angeklagten ausDie Beweggründe, die die Unternehmer zu diesem Schritte für die Unorganisierten 6000 Fr., auſammen 17 000 r. bewilligt, gesprochenen Strafe von vier Monaten eine Gesamtstrafe von zwei trieben, find zunächst in der verunglückten Aussperrung selbst zu eine Summe, die zur Unterſtügung für eine Woche ausreicht. Bon Jahren Gefängnis und drei Jahre Ehrberluft. Der Gerichtssuchen. Die Aussperrung war längst versumpft, d. h. für die den übrigen belgischen Gewerkschaften werden die Streifenden ebenhof verhängte über den Angeklagten eine Zusatzstrafe von acht Arbeiterorganisationen hatte fie alle Gefahr verloren. Die aus falls nach Möglichkeit unterstützt. So hat der belgische Metallarbeiter Monaten Gefängnis. Da der Angeklagte sich zur Zeit seiner gesperrten Arbeiter waren zum weitaus größten Teile abgereift, verband beschlossen, den Streitenden wöchentlich 1000 Fr. zu über Berfehlungen in einem Zustande körperlicher und psychischer Schwäche resp. am Orte felbft in andere Arbeit getreten. Nun mußten die weisen; außerdem wird unter den Mitgliedern auf Listen gesammelt. befunden, beließ ihm der Gerichtshof die Ehrenrechte. Unternehmer zu schärferen Maßregeln greifen. In ihrer Ver- Auch die sozialistischen Gruppen des ganzen Landes sammeln für die zweiflung fetten fie sich über Treu und Glauben hinweg, brachen Genter Tertilarbeiter, und so ist zu hoffen, daß der Kampf augunsten ihr schriftlich berpfändetes Wort. der Arbeiter zu Ende geführt werden fann. der Zahl " Darum fümmern fich die brutalen Machtpolitiker aber natürlich nicht, ihre Cäsarengelüfte tennen keine Grenze. Die Aussperrung der Bauarbeiter im Ruhrgebiet ift in ein neues Stadium getreten: die Unternehmer haben in ihrer Generalversammlung in Effen be iloffen, nunmehr auch die Bauarbeiter in den Bertragsorten auszusperren. Als solche fommen in Frage: Gelsenkirchen- Wanne- Eickel- Wattenscheid, Erle- Buer- Horst Braud- Gladbeck, Herne, Recklinghausen mit Umgegend. Essen, Mühlheim a. d. N., Duisburg und Lüdenscheid. Wir sehen hier das Schauspiel, daß eine Unternehmerorganisation sich frivol über abgeschlossene Berträge hinwegsest, ein bedeutsames Ereignis, das benjenigen recht gibt, die in den Tarifverträgen nicht die alleinfeligmachenden gewerblichen Friedensdokumente" sehen. Soweit die freien Gewerkschaften in Frage kommen, lachen sie ob der neuesten Gewalttat, und wenn sie sich nicht durch die Verträge gebunden gefühlt hätten, hätten sie längst ganze Arbeit gemacht und den Kampf auch auf die bisher neutralen Orte ausgedehnt. Wie es auf christlicher Seite aussehen mag, läßt ein Brief vermuten, den der christliche Arbeitersekretär Gronowski an die Untera nehmer richtete; er lautet: An Dortmund, den 1. Juli 1905. den Vorstand des Arbeitgeberbundes für das Baugewerbe im rheinisch- westfälischen Industriegebiet 8. H. des Herrn Bauunternehmer Schulte in der Husland. Soziales. Aus der frauenbewegung. und Oeffentliche Bibliothek und Lesehalle an unentgeltlicher Be nukung für jedermann, SW., Alexandrinenstr. 26. Geöffnet täglich von 5-10 1hr abends, an Sonn- und Feiertagen von 9-1 und 3-6 Uhr. In den Lesesälen liegen zurzeit 515 Beitungen und Zeitschriften jeder Art und Richtung aus. Sonntag, den 9. Juli, vorm. 8% Uhr, Freireligiöse Gemeinde. im Bürgerfaale des Rathauses, Eingang stönigstr. 15-18: Bersammlung. Freireligiöse Borlesung. Um 10% Uhr vormittags, in der Schul- Aula, Detsstatutarische Vorschriften zur Durchführung des Besuchs dertleine Frankfurterite, 6: Vortrag des Herrn Dr. Brumo Wille: 3ft bie Fortbildungsschule und§ 151 der Gewerbe- Ordnung. Der§ 151 Belt Maschine oder Organismus?" Gäste, Damen und Herren, sehr will. der Gewerbe- Ordnung bestimmt im Absatz 1: Sind bei der Aus tommen. übung des Gewerbes polizeiliche Borschriften von Personen Verein ehemaliger Gütergoter zur Bekämpfung der Tuberübertreten worden, welche der Gewerbetreibende zur Leitung des tulose. Sonnabend, den 8. b. M., abends 9 Uhr, findet im Musikerhause, Betriebes oder eines Teils desselben oder zur Beaufsichtigung bestellt Saifer Wilhelmstr. 18m, unsere Generalversammlung statt. Um zahlreiches hat, so trifft die Strafe die legteren. Der Gewerbetreibende ist Erfcheinen der Mitglieder und Gäste wird ersucht. neben denselben strafbar, wenn die Uebertretung mit seinem Dortmund. Borwissen begangen ist oder wenn er bei der nach den Durch die andauernde Aussperrung der Bauarbeiter leidet Berhältnissen möglichen eigenen Beaufsichtigung des Betriebes oder unser ganzes wirtschaftliches und soziales Leben, um so mehr, als bei der Auswahl oder der Beaufsichtigung der Betriebsleiter oder bies ber dritte Kampf zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern Aufsichtspersonen es an der erforderlichen Sorgfalt hat fehlen Der Verein für Frauen und Mädchen in Adlershof hält am ift, ber innerhalb eines halben Jahres in unserem Industriegebiet lassen". Der§ 151 tourde vom Landgericht Breslau für anwendbar Montag, den 10. Juli, abends 8 Uhr, bei Wöllstein, Bismarc tobt. Auf beiden Seiten ber kämpfenden werden erklärt in einem Strafverfahren gegen den Inhaber eines großen straße, feine Generalversammlung ab. Bortrag wird gehalten von bie Kriegstosten täglich brüdender und der Schaden Tiefbauternehmens, das angestrengt worden war wegen leber- Herrn Eichler über:„ Einige Erziehungsfragen". Wegen dieser für die übrigen Berufsgruppen und Stände unberechenbar. Um tretung des Breslauer Drtsstatuts über das dortige Gewerbegericht, wichtigen Sache ist es Pflicht, daß sämtliche Mitglieder erscheinen. bem sozialen Frieden zu dienen und nicht noch weitere Streife in weil die Anmeldung eines jugendlichen Arbeiters zum Unterricht Gäste find willkommen. Mitleidenschaft zu ziehen, glaube ich meine Pflicht zu erfüllen, interblieb.-Im Hinblick auf die zitierten Bestimmungen p wenn ich ben Borstand des Arbeitgeberbundes bitte, mit der Berbes§ 151 wurde der Betriebsunternehmer Witt freigesprochen, trauenstommiffion der Bauarbeiter in neue Berhandlungen einzu- indem das Gericht die Schachtmeister als verantwortliche Leiter von Betriebsteilen ansah. Das Gericht ging davon aus, daß der Begriff polizeiliche Vorschriften" gemäß§ 151 der GewerbeOrdnung im weitesten Sinne zu nehmen sei, so daß darunter auch die Vorschriften von Drtsstatuten fielen, welche die Durchführung des obligatorischen Fortbildungsunterrichts begwedten.us treten. Mit gutem Willen auf beiden Seiten kann dann dauernder Friebe geschlossen werden. Indem ich Sie babon in Kenntnis sege, daß ein gleich Lautenbes Schreiben an die Bertreter ber Arbeiter Eingegangene Druckfchriften. 8. Jahresbericht des Arbeiterfekretariats Stuttgart für das Geschäfts. jahr 1904 nebst Bericht der vereinigten Gewerkschaften daselbst. 63 Seiten. Berlag Bereinigte Gewerkschaften", Stuttgart. Dr. F. Freiherr v. Wieser: Ueber Vergangenheit und Zukunft der öfterreichischen Berfaffung. 171 Seiten. Berlag E. Stonegen( E. Stülpnagel), 28ien 1905 " Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, ben 8. Juli Anfang 7 Uhr: Neues Operntheater. Martha. Berliner. Der arme Heinrich. Zentral. Die Geisha. Anfang 8 Uhr: Schiller 0.( Wallner Theater.) Fidelio. Schiller N.( Friedrich Wilhelm. städtisches Theater). Hofgunst. Westen. Das Garnisonsmädel. Kleines. Abschied vom Regiment. Angele. Lustspielhaus. Khriz- Phrib. Am Carl Weiß. Lehmanns Abenteuer. Belle- Alliance. Ben Ali Beh. Reichshallen. Stettiner Sänger. Apollo. Ein Abend in einem amerikanischen Tingel- Tangel Hochzeitsabend. Spezialitäten. Metropol. Die Herren von Marim. Passage- Panoptikum. Der lebende Eismensch. Wintergarten. Spezialitäten. Berliner Prater Theater. Zwischen Himmel und Erde. Stadt. Theater Moabit. Mutter Gräbert. Urania. Taubenstraße 48/49. Die deutsche Nordseeküste. Nachmittags 4 Uhr: Tierleben in der Wildnis. Invalidenstraße 57/62. Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Kleines Theater Anfang 8 Uhr. Nachtasyl. Sonntag: Vater Riekmann. Die Neuvermählten. Neues kgl. Opern- Theater. Anfang( Kroll.) 7 Uhr. Martha. Oper in 3 Akten von Fr. v. Flotow. Sonntag: Die Fledermaus, Montag: Die lustigen Weiber von Windsor, Dienstag: Die Fledermaus. Mittwoch: Gastspiel Théa Dorré. Apollo- Theater. Das bestventilierte Theater Berlins mit großem Garten! Größter Lacherfolg! Der Gipfel der Komit! 10 Uhr: Ein Abend in einem Urania Tauben.] 8 Uhr: Schiller- Theater. str. 48/49. Schiller- Theater O.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- Wilh. Th.) Morwik- Oper. Sonnabend, Sonnabend, abends 8 Uhr: Hofgunst. Aufzügen b. Trotha. Die deutsche Nordseeküste. Bopuläre Borſtell, bel halben Breifen: Rufiſpiel in 4 ulangen von Thilo Nachmittags 4 Uhr: Tierleben in der Wildnis. Sternwarte Invalidenstr. 57/62. CASTAN'S PANOP ANOPTICUM Friedrichstr. 165. Kronprinz Wilhelm Kronprinzessin Cecilie. Neu! Roschdjestwensky, der russische Admiral. Mlle. Vallée, d. 16 jährige armlose Fußkünstlerin. Fidelio. Gr. Dper in 3 Aufz. v. L. v. Beethoven. Sonntag, abends 8 Ubv: Gastspiel Heinrich Bötel. Der Postillon von Lonjumeau. Montag, abends 8 Uhr: Popul. Borst, bei halb. Preis: Undine. Sonntag, abends 8 Uhr: Hofgunst. Montag, abends 8 Uhr: Hofgunst. Im Garten täglich: Großes Militär- Konzert. Max Kliems Sommer- Theater Hasenheide 13-15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. Täglich: Gr. Konzert, Theater und Spezialitäten- Vorstellung. Jeden Donnerstag: Elite- Tag. Fernsprecher IV. 8891. Passage- Panopticum. Fröbels Allerlei- Theater Die Sensation der Saison: Der Riese Machnow der größte Mensch, der je gelebt hat. Ohne Extra- Entree. Neu! Zum erstenmal in Europa: ( früher Buhlmann) Schönhauser Allee Nr. 148. Heute: Konzert, Theater, Spezialitäten. 20 Attraktionen 1. Ranges. Dazu: Arbeit schändet nicht. Volksstück mit Gesang in drei Aften von Reiflingen. Anf. 4 Uhr. Entree 30, Sperrfig 50 Pf. Reichshallen. Der lebende Eismensche aus dem nördlichsten Kanada. Ohne Extra- Entree. COOLOGISCHER CARTEN Täglich nachmittags 5 Uhr: Großes Militär- Doppelkonzert. Gastspiel der Kapelle der vierten Matrosen- Artillerie- Abteilung aus Curbaven. Dirigent: Kaiserlicher Musikdirektor F. Stolle. Eintritt ab 6 Uhr 50 Pl, Kinder die Hälfte. Diez' Spezialitäten- Theater. Landsberger Allee 76/79, direkt an der Ringbahnstation. Ob schön! Db Regen! Täglich im herrlichen Garten oder Saal: Konzert und Vorstellung. Vollständig neues Programm, amerikan. Tingel- Tangel. bas größte un beste Borher: Hochzeitsabend von Paul Lincke und Spezialitäten. Berlins. Metropol- Theater 40 Sensations- Nummern. Entree Wochentags 20 Pf., Sonntags Der größte Erfolg der Saison! 30 31 Seber Grivachfene hat ein Zum 244. Male: Kind unter 10 Jahren frei, ältere zahlen halben Eintrittspreis. Die Herren von Maxim. Diez Seeterrasse, Lichtenberg. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Ballett in 5 Bildern. Rauchen gestattet. Anf. 8 Uhr. Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Gastspiel der Driginal japan. BallettGesellschaft ,, Ti- ti- pa". Täglich 8 Uhr: Lehmanns Abenteuer auf dem russischjapanischen Kriegsschauplatz. Im Sommergarten: Großes Sommernachtsfest und das Riesen- Juli- Programm. Anfang 5 Uhr. W. Noacks Theater. Direktion: Rob, Dill. Brunnenstr. 16. Sommerfest des Rauchklubs" Blaue Flagge" u. des Bergnügungsv. Mephisto". Konzert, Theater, Spezialitäten. Anfang 6 Uhr. Im gr. Saale: Ball. Staffeeküche von 3-6 Uhr. Bernhard Rose- Theater Gesundbrunnen, Badstraße 58. Röderstr. 6. Jeden Sonntag, Dienstag u. Freitag: Heute letzte Soiree der Stettiner Sänger ( vor ihrer Ferienreise). Anfang 8 Uhr. Morgen 1. Gastspiel von Osk. Junghähnel mit seiner berühmten Gesellschaft. Ostbahn- Park. Am Küstrinerplatz, Rüdersdorferstr.71. Hermann Imbs. Täglich: Gr. Konzert, Theater und SpezialitätenVorstellung. Entree 15 Pf., wofür ein Glas Bier verabreicht wird, also kein Entree. Paul Schwarz' Sommer- Theater Lichtenberg, Dorfstr. 25/26. Täglich Konzert. Günst. Bedingung. Max Kliem. Victoria- Brauerei Lützowstr. 111/112. Täglich: Horst's Sänger. Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Zigarren! Billigste Bezugsquelle für Händler: ab Mk. 18.- 00 Bell& Co. Rosenstraße 18, I. Ausflüglern empfehlen wir folgende A bei Einrichtungen. Spezial- Karten der Umgebung Berlins. Bernau- Biesenthal, Lanke- Liepnite und • 1 M. Wandliz- See Butow u. Umgegend mit angehängtem Führer 75 Pf. Eberswalde und Umgegend 75 Bf. und 1 M. Ertner und Umgegend. 75 Pf. Freienwalde Falkenberg 75 Freienwalde, Wriezen, Dderberg, Brodowin 1 M. Friedrichshagen, Köpenid, Grünau, Schmödwit 75 31. Grunewald und westliche Vororte, 2, 3,5- u. 8- farbig 25, 50, 75 Pf. 1 M. Königswusterhausen 5 farbig Nördliche Vororte, Spandau, Tegel 2c. • Oroße Spezialitätenvorstellung gebauten und Umgegenb Das großartige Juli- Programm. Anfang 5 Uhr. Jeden Mittwoch: Elite- Tag. Etablissement Buggenhagen Moritzplatz. Täglich im großen schattigen Garten: Potsdam und Umgegend H 1,50 1 M. 75 Pf. umfaffend das Gebiet von Berlin bis Lehnin nebst Stadtplan v, Potsdam 1 M. Potsdam und Werder 1 M. Rüdersdorfer Stalkberge, Ertner, Woltersdorf, Fangschleuse, Berl fee, Löcknig 75 Pf. Spreewald mit praktischem Touristen führer 75 Pf. Strausberg u. der Blumental 1 M. 75 P1. • Todes- Hindernissprung. Um 6 Streich- Konzert. Segel und Umgegend Großes Militär- Konzert, Auftreten des phänomenalen Meisterfahrers Alfred Schneider mit feinem fonfurrenzl. Feuer- Flammen: und 10 Uhr: Auftreten der welts berühmten Turmjeilfünstler ,, The Liepelts". Brillant Land: u. Wasser- Feuerwerk. Erstkl. Spezialitäten, Theater. Wochentags 10 Bi. Ricardo Munez. Bei ungünstigem Wetter im Saal. Ferner empfehlen wir; Wanderbuch für die Mark Brandenburg. 3 Bände, Bufammen 6,00. I. Teil: Nähere Umgebung Ber: lins, umfaßt die Gegend von Botsdam, Spandau, Oranienburg, Prater- Theater Nathan Wandell: Weftliche Hälfte der UmKastanien- Allee 7-9. Täglich: Zwischen Himmel und Erde. Gr. romantisch, Ausstattungsstück. Neue Dekorationen und Kostüme. Eine schreckliche Nacht. Große Pantomime der Guitano Phoites Troupe. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Bf. Numerierter Platz 50 Pf. Heute: Großes Sommerfest. Schweizer- Garten. Die Loreley. Außerdem das großartige Juli Programm, u. a. die Pantomime: Am Königstor. Am Friedrichshain. Täglich Ein toller Morgen im Park. Theater Vorstellung Anfang 4 Uhr. WING BARTEN 765 Harry Allister, Mimiker. Damm Bros., komische Akrobaten. Lise Manville, Pariser Sängerin. Alexandroff, russische Tanz- und Gesangstruppe. Mason u. Forbes, kom. Excentrios, La belle Oterita, spanisch. Tänzerin. A. W. Asra, Billard- Jongleur. Philadelphia, Elefant und Affen. Keno Welch Montrose, Akrobaten. Mile. Lo, lobende Bilder. Die 4 Welsons, Turner. Bogdani- Truppe, militärische Exerzitien mit Gesang, Biograph. ◆ Neue Spezialitäten. Volksbelustigungen. Zum Schluß: Weibliche Jockeis. Ausstattungspoffe mit Gefang von 5. Werner. Otto Pritzkows Abnormitäten- Ausstellung Münzstr. 16. Neu?????? New ? Mne- Mno- Mni!? frei in der Luft fliegende Türkin Anatom. Rätsel. Med. Wunder. Neu renoviert! Neu renoviert! 129 Staligerstr. 129. Die schönsten 37182* Herren- Sommer- Paletots in neu und Anzüge fowie fpezien Monats- Garderobe von Kavalieren getragene Sachen, faft neu, für jede Figur passend, fpeziell Bauchanzüge sind in großer Auswahl stets zu staunend billigen Preisen zu haben, gebung Berlins bis Brandenburg a.., Stendal, Tangermünde, Neu- Ruppin, Neu- Strelit 2,00 M. III. Teil: Deftliche Hälfte der Ilmgebung Berlins bis Eberswalde, Frankfurt a. D., Schwedt, Küstrin, Lübben, Spreewald, Muskau 2,50 M. Diese Wanderbücher bieten prachtbolle Schilderungen der Mart, viele detaillierte Karten und Pläne und find so dem Wanderer ein zuverlässiger Führer und Berater. 234/ 19* Nathan and Buchhandlung Vorwärts, 129 Staliterftr. 129. Hochbahnstation Rottbuser Tor. Bitte auf Hausnummer zu achten. Berlin SW. 68, Lindenstr. 69, Laden. Für die Reise empfehle ich Hochsommer- Bekleidung für Herren. Leichte Jacketts von Alpacca- Im., Lustre, Panama, Cachemir, Seide oder Cord, schwarz od. farbig, 1,75, 2,50, 3, 3,50, 4,-, 5,-, 6, 6,50, 7,50, 8,-, 9,-, 10,50, 12,50 und 13,50 MK. Wasch- Joppen, grünlich, grau oder bräunlich, meliert, gestreift oder kariert, 1,25, 2,-, 2,50, 2,75, 3,-, 3,75, 4,50, 6,- u. 7,- Mk. Wasch- Hosen, grau od. grünlich, meliert od. gestreift, 2, 2,50, 3 u. 3,75 Mk. Weiße Hosen von Croisé, Moleskin od. Satin, 3,-, 3,50, 4,25 u. 5,- Mk. Wasch- Westen, weiß od. farbig, gemustert, 3,-, 3,50, 4,50, 6 u. 7,50 Mk. Tennis- u. Strand- Anzüge von Alpacca, baumwoll. od. reinwoll. Tennis- Stoff, cremefarbig oder grau, gestreift oder kariert, 10,50, 12,50, 15,-, 25,-, 30,- und 85,- Mk. Staubmäntel von Cöper, Alpacca oder Mohair, modefarbig, mittel- oder dunkelgrau, 4,-, 9,-, 10,50 und 12,- Mk. Haus-, Sport- und Touristen- Joppen von vorzügl. Loden, olive, bräunlich, grünlich, mittel- oder dunkelgrau. A. Glatte Form, hinten mit Gurt. 4,50, 6,-, 7,50, 9,-, 12,-, 15,- und 18,- Mk. B. Faltenform. Brust und Rücken mit Sattel und Falten, Taillengürtel ringsherum gehend, 9,-, 12,-, 15,- und 20,- Mk. Touristen- Pelerinen von wetterfestem Loden, olive, bräunlich, grünlich, mitteloder dunkelgrau, die Länge ist je nach Größe 110-125 cm, 10,50, 12,50, 15,-, 18,-, 21,-, 24,- und 27,- Mk. Touristen- Hosen von dauerhaftem Loden mit Stulpe gearbeitet, olive, mitteloder dunkelgrau, 6,- und 7,- Mk. Havelocks von vorzüglichem Loden, bräunlich, olive, marengo, mitteloder dunkelgrau, 8,50, 12,-, 15,-, 20,-, 22,50, 25,-, 30,- u. 35,- Mk. Versand nur gegen Nachnahme. Bei Bestellung genügt Angabe der Brustweite, ringsherum unter den Armen über der Weste gemessen, der Taillenweite u. der Schrittlänge. Ferner ist die Angabe der ganzen Körpergröße sehr erwünscht. Carl Stier Fabrik für Herren- u. Knaben- Garderobe. Berlin SO. Oranien- Straße 166. Berlin W. Potsdamer Straße 113a. Potsdam, Nanener Straße 23. Illustrierten Katalog versende gratis und franko. Augen auf! Wir empfehlen: 1 Posten getragene Herren- Paletots 1 Posten getragene Herren- Anzüge 1 Posten getragene Hosen 1 Posten getragene Gehröcke u. Rockanzüge von den feinsten Herrschaften und Kavalieren. Nur kurze Zeit getragene Monatssachen spottbillig. Zugleich machen wir auf unsere Abteilung neuer Garderobe aufmerksam. J. Wand, Herren u. Knaben- Garderoben Hauptgeschäft: Chausseestr. 80 a. 2. Geschäft Prinzenstr 17, a. d. Wasserthorstr. 3. Geschäft: Gr. Frankfurterstr. 116, a. d. Andreasstr. Schwarzer Adler Friedrichsberg Frankfurter Chaussee 5 ( früher 120). Stadtbahnstation Frankf, Allee. Heute Inhaber: Gebr. Arnhold. Fernspr. Friedrichsberg No. 8. Sonnabend: Gr. Extra- Militär- Konzert. Ausgeführt vom Trompeter- Korps des 2. Rheinisch. Husaren- Regiments No. 9 unter Leitung des Stabstrompeters Herrn Stimming. Großer Ball. Im Königssaal: Entree 15 Pr. Passe- Partouts haben Gültigkeit. Anfang 6 Uhr. Gebr. Arnhold. Eine Mark wöchentliche Tellzahlung liejere elegante fertige Herren- Moden. Bestellung n. Maß, tadellose Ause führung in eigener Werkstatt. Spezialgeschäft für Herren- Bekleidung. Kein Waren- Kredithaus. J. Kurzberg, An der Jannowitzbrücke 1, 1. Bahnhof Jannowitbrücke. Kranz- und Blumenbinderei von Robert Meyer, nur Mariannen- Straße 2. Vereins- Kränze, Palmen- u. Blumen Arrangements, Buketts, Girlanden ufto werbenjen bls werk- vticleck Großes Volks- Waldfest Zentral- Verband der Maurer Deutschlands Wöllsteins Lustgarten Adlershof Wöllsteins Lustgarten Sonntag, den 9. Juli 1905. Drei Musik- Kapellen. Gesangs- Aufführungen. ,, Norddeutsche Schleife", Berlin.„ Frohsinn", A. Mitglieder des Arbeiter- Sänger- Bundes. Anfang: Früh Konzert 62 Uhr. 203/8 " AdlersNachmittag Konzert 3 Uhr. Billett 20 Pfennige. Die Arb.- Gesangvereine der Umgegend haben ihre Beteiligung zugesagt. Billetts zu haben in allen mit Plakaten belegten Handlungen, sowie an den Eingängen des Festlokales. Das Komitee. Anton Boekers Ball- Salon Weberstraße 17. Neu renoviert! Neu renoviert! Am Sonnabend, den 8. Juli 1905: Gr. Sommernachtsball airangiert vom Zanzlehrer Richard Heinrich. Den geehrten Vorständen von Gewerkschaften und Vereinen bringe hiermit meine neu renovierten Lokalitäten in gütige Erinnerung. Anton Boeker. Weberstraße 17. !! Buß Salon!! nhaber: Frau Chr. Theel, Große Frankfurterstraße 85. Empfehle mein Etablissement mit großem Garten zu Festlichkeiten usw. unter den kulantesten Bedingungen. August, September und Oktober mehrere Sonnabende frei für Vereine etc. 4672L* Sonntag, Dienstag, Donnerstag u. Freitag: Großer Ball. meine in der renovierten Empfehle Neuen Königstraße 7 gelegenen neu Vereins- Säle Zweigverein Berlin. Sonnabend, den 8. Juli 1905, in der ,, Brauerei Friedrichshain", am Königstor: Großes Sommer- feft zur Feier des XIV. Stiftungs- Festes arrangiert vom Zentral- Verband der Maurer( Zweigverein Berlin). Konzert Theater Spezialitäten- Vorstellung. Um 11 Uhr: Kinder- Fackelpolonaise. Im großen Saale von 7 Uhr an: Großer Ball. Die Kaffeeküche steht den geehrten Damen von 4 Uhr an zur Verfügung. Anfang des Konzerts nachmittags 4 Uhr. Billetts 25 Pf., Herren, welche am Tanze teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Hierzu ladet alle Freunde, Bekannte und Gönner ein Das Komitee. Billetts sind in den Verkehrslokalen, bei den Grundsteinverbreitern und im Verbandsbureau, Engel- Ufer 15, zu haben. Eine Mark wöchentliche Teilzahlung liefere elegante fertige Herren- Garderoben. Ersatz für Maß. Anfertigung nach Maß. Tadellose Ausführung. Julius Fabian, Schneidermeister, zur Abhaltung von Versammlungen und allen Vereins- Große Frankfurter Str. 37, II, vergnügungen und empfehle mich in aller Hochachtung Adolf Borde, Gastwirt, Neue König1. Ziehung 1. Kl. 213. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 7. Juli 1905, vormittags. Har die Gewinne über 50 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. Nachdruck verboten. ( Ohne Gewähr.) 253 449 529 76 614 25 99 757[ 300] 98[ 100] 829 944 70 1059 79 125 62 380 401 573 726 54 97 920 99 2040 [ 100] 290 522 37 82 634 40 94 727 881 88 3210 27 418 689[ 100] 788 89[ 100] 834 4115 59 342 598 600[ 100] 8 19 50 58 849 948 5085 209 26 86 315 491 502 21 32 621 23 901[ 200] 3 53 6074 132 33 39 84 272 355 594 680 7074 170 222 93[ 2001 356 411 26[ 100] 664 797 83 12 8154 242 512 50 603 898 970[ 200] 9055 70 13 62 279 320 675 787 10327 613 710 28 50 58[ 300] 84 921 11015 46 093 216 F1001] 43 353 402 588 856 64 86 12322 65 558 74 92 639 796 828 13164 283 391[ 500] 463 675 97 839 41 66 999 14016 129 313 535 609 894 955 15748 905 15 53 16189[ 100] 378 834 17023 92 114 303 46 452 575 89 653 755 865[ 200] 73 953 18185 98 311 582 779 899 916 19005 224[ 200] 313 16[ 100] 26 31 408[ 300] 611 20271 82 512[ 100] 633[ 100] 973 21083[ 200] 89 182 355 435 40 1001 81 559 938[ 100] 22102 10 38 52 877[ 1001 23029 125 68 83 85 289 370 447 603 94 765 95 922 24034 107 239 99 570 750 53 825 63 81 25003 247 511 26120 307 9 53 68 482 629 731 841 27144 74 555 700 56 28162 302 29 410 552 662 838 $ 75 207 37 53 29066 326 46 494 551 30014 145 354 433 660 867 922 31431 662 702 817 27 32171 391 490 520 30 679 33042 86 193 220 447 575 684 824 62 925 34187[ 200] 224 45 315 78 [ 100] 457 60 598 636 931 33 35006[ 100] 112 98 403 510 769 922 88 36193 278 382 948 37026 371 798 38017 189 512 57 750 39152 270 356 469 528 32 53 64 69 837 922 44 40050 396[ 100] 507 916 41556 612 22 757 989 98 42091 245 76 317 88[ 200] 96 447 501 743 84 832 43055 95 364 610 705 63 44053 124 357 72 90 501 839 920 38 45010 13 509[ 100] 33 658 833 59[ 200] 46018 20 391 570 678 828 946 58 47307 921 90 98 48102 84 267 359 401 556 622 26 66[ 100] 812 49158 204 344 59 572 633 755[ 100] 802 35 932 50081[ 100] 498 571 767 79 98 51030 115 321 [ 100 50 81 491[ 300] 564 671 776 909 38 52097 374 915 71 53007 29 255 68 92 565 801 57 54236 605 35 95 908 31 95 55212 407 757 92 98 831 51 92 993 56086 562 711 70 856 900 57138 259 97 311 33 436 [ 300] 587 90 704 852[ 200] 983 58036[ 100] 244 82 360 511 90 59214 25 431 51 53 559 845 60003[ 100] 104[ 100] 247 450 691 717 61033 358 403 14 705[ 100] 62044 274 465 82 519 27 671 81 797 63338 873 64173 303 92 415 771 846 55 905 65469 570 625 50 779 858 98 66064 434 756 95 901 80 67026 153 222 333 41 588 781 94 934 67[ 100] 68036 276 335 618 711 870 945 83 69056 131 243[ 100] 304 68 602 9 705 830 70017 366 86 564[ 100] 614 78 708 979 71208 51 349[ 200] 457 557 74 746 72014 27 81 206 376 429 91 98 629 725 58 900 44 73592[ 300] 623 755 74406 78 532 714 39 75086 154 514 59 620 813 39 74 76465 576[ 100] 99 721 906 9[ 400] 72 77171 371 77 90[ 200] 415 65 99 567 733[ 100] 61 887 78042 71 349[ 200] 66[ 100] 608[ 200] 51[ 100] 744 804 79098 237 407 80202 70 83 342 530 655 742 971 91 81144 72 261 383 779 969 82072 237 99[ 100] 335 728 827 70 79 [ 100] 83101 15 434 503 22 722 98 836 84056 57 162 237[ 20 000] 80 317 457 564 65 66 655 67 759 907 85054 153 244 418 515 649[ 100] 55 746 917 86059 61 96 97[ 100] 145 298 437 87108 209 97 940 88024 75 107 313 67 422 69 528 667 850 89102 263 474 531 14001 621 798 842 921 61 90282 313 609 974 91028 84 107 210 77 531 642 50 98 742 92185 377 458 523 618 959 93158 283 344 50 486 502 968 94288 362 440 700 89 836 85 933 95097 487 90 501 16 695 96216 45 69 331[ 300] 418 629[ 100] 89 831 38 986 97002 32 116 320[ 100] 90 427 96 557 98083[ 3000] 233 552 603 705 17 805 908 92 99016 50 174[ 200] 305 2001 522 697 754 82 100009[ 300] 140 79 318 70 452 736 825 101121 235 46 332 88[ 300] 414 92 614 56 824 102050 109 11 21 46 334 35 39 538 933 103089[ 100] 228 73[ 100] 305 402 507[ 100] 737 89 99 873 76 939 82 104230 362 91 439 530 65 643 936 52 105131 596 663 943 106083[ 300] 215 424 86 512 602 732 36 107031 121 22 446 56 88 577 655 771 73 856 75 76 82 963 108166 245 417 527 44 611 798 914 44 109035 37 54[ 200] 118 308 611 21 710 19[ 100] 32 80 880 110277 685 722 37 867 945 99 111447 701 840 12349 73 443 525 57 67 861 933 65 113072 511 626 114031 40 77 177 260 305 446 670 791 908 33 734 [ 100] 115073 85 87 146 259 313 471 584 979 116133 79 360 416 79 595 616 19 37 705 30 95 886 117154 118003[ 100] 152 98 457 100] 265 382 540 668 721 516 15001 67 98 783[ 300] 962[ 100] 119059 107 80 22 70 522 640 120046 178 247[ 300] 61 313[ 400] 470 607 17 31 45 705 14 57 934 84 121001 77 95 275 530 619 991 Eingang Straußberger Platz.* 122116 70 276 77 476 583 852 54 952 123000 146 586 791 877 124015 101 234 580 634 820 125025 210 19 42 54 76 417 26 28 87 88 868 73 82 928 126046 97 305 409 46[ 100] 550 94 623 49 890 990[ 200] 127007 184 99 298 388 424 30 783 128055 144 378 565 129270 363 444 46 657 706 908 130000 10 237 388 437 801 15 131483 612 27 59 778 927 132006 156 231 774 809 36 56[ 100] 133052 97 123 215[ 3001 50 432 84 738 73[ 100] 923 134172 345[ 300] 408 14 135051 191 339 508 707 818 136109 355 769 137037 149 380 552 53 734 859 90 952 138122 207 44[ 100] 75 470 640 790[ 100] 139048 81 154 283 643 858 140095 210 515 631 898 141116 21 54 408 595 713 942 70[ 200] 142003 31 116 51 310 490 585 618 761[ 400] 858 143014[ 2001 91 134 284 303 404 648 762 80 80 81 92 932 144137 52 398 424 27 91 567 676 735 71 957 70 145440 636 146145 362 416 609 27 805 928 44 62 147012 116 55[ 100] 57 68 481 944 148023 97 243 324 72 85 495 804 921 59 149095 306 664 815 42 150229 46 649 58 803 6 969 151299 309 77 484 [ 300] 720 30 804 931 70 95 152035 132 71 244 54 337 43 481 908 61 153219 916 154023 91 163 337 542 793 96[ 100] 155210 497 522 93 644 789 156087 536 610 28 50 850 925 157011[ 100] 14 365 403 525 98 666 860 986 158223 572 636 75 717 159027 299 374[ 100] 489 97 502 5 160047 129 85 300 42 68 633 71 722 915 33 161095 109 439 54[ 100] 537 94 716 74 821 162125 60 204 587 850 97 163120 317 25 81 99 418 73 535 61 70 751 818 940[ 200] 164189 397[ 100] 418 558 [ 100] 62 705 20 165033 77 103 24 219 306 74 408 87 89 508 28 42 723[ 200] 75 891 166029 125 75 258 66 557 603 6 12 28 749 820[ 200] 934 167071 129 273 409 524 882 168003 294 323 64 441 524 74 635 724 831 39 80 908 51 169011 18 42 285 436 507 73 97 787 917 32 170181 220 63 326 62 576 790 171021 83 135 67 237 54 828 959 172059 84 218 409 19 521 659 713 818 953 173000 74 250 79 554 750 842 987 174018 23 76 99 192 246 56 99[ 300] 330 42 732[ 100] 175010 [ 1000] 229 30 317 29 54 420 1200] 707 35 96 921 176114 22 325.97 400 39 52 553 1001 643 177075 675 969 178061 72 183 339 401 22 29 517 59 704 50 883 989 179048[ 300] 89 100 382 44 434 93 656 78 99 180321 471 517 660[ 200] 181085 96 139 223 84 466 675 799 802 14 182155 429 611 28 860 943 183036 99 251 55 466 517 601[ 100] 92 905[ 400] 184038 157 82 234[ 100] 97 418 682 85 729 959 185241 461 510 920 186169 207 336 93 867 942 187073 229 67 316 48 492 614 90 727 818 55 902 188013 212 24 341 75 407 84 778 831 941 60 189049 134 54[ 100] 278 387 404 18 99 504 721 76 871 190169 505 35 65[ 100] 622 854 938 191148 [ 100] 251 91 495 803 58 192013 73 107 1200] 37 238 401 6[ 2001 520 74 84 639 93 787 193231 71 460 [ 300] 817 52 920 50 194061 115 75 208 324 45 431 97 511 657 813 934 74 195053 128 213 17 27 358 567 660 1001 762 93 196391 644 991 197237 73 356 575 639 1001 53 198129 231 52 349 67 96 829 [ 100] 49 990 199011 97 507 63 746 815 88 983 93 200033[ 100] 159 200 54 425 548 771 889 201015 303 58 96 573 844 992 202588 1001 666 203192 390 471 588 632 717 926 42 97 204051 219 40 71 404 507 90 831 999 205003 141 240 400 560 70[ 2001 778 84 94 814 206384 467 511[ 100] 939 207180 309 65 450 77 543 944[ 100] 84 208217 326 81 422 39 47 659 792 879 956 209019 220 84 365 405 96 657 793 210015 377 527 639 782 894 964 211130 72 486 551 733 809 91 212086 248 49 92 417 631 84 957 213158 358 400 503 839 214211 81 380 432 726 867 215118 206 328 40 706[ 1001 13 53 900 218005 139 256 82 443 760 75 875 77 217018 87 294 307 416 512 622 38 781 822 53 218024 39 90 117 730 801 219099 119 81 401 510 601 762 220008299 557 730 63 813 221154 232 67 317 423 51 71 222011[ 100] 89 164 272 512 945 223013 93 255 565 657 842 78 224096 252 331 82 434 580 715 225186 89 263 1001 309 29 419 518( 2001 655 724 226133 240 347 74 520 706 10 895 227381 594 663 763 815 23[ 1001 30 223003[ 1001 159 205 385 465 743 92 953 74 223009 129 33 94 714 820 967 230303 802 36 919 231020 78 168 212 36 43 69 75 474 652 715 232018 200 97 347 474 525 770 881 233163 367 450 82 511 58 656 842 981 234044 267 399 429 785 93 827 918 235004 147 451 522 745 882 906 9 23610! 23 339 494 538 713 98 995 237020 58 238139 74 256 515 67 660 62 67 750 07 828 960 78 385 438 49 540 707 27 967 239250 334 36 63 405 702 19 58 828 81 240021 46 97 193 590 646 48 91 734 77 818 974 241156 85 05 567 C23 742 44 94 842 62 68 242012 658 710 110808 99 243085 111 88[ 100] 497 99 564 96 2440 5 76 150 408 585 634 760 821 66 245020 75 437 78 864 965 88 246003 329 61 490 503 786 818 918 247018 80 216 349 66 86 94 985 Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn à 100 000 Mk., 1 10 000, 1 à 10 000, 1 à 5000, 1 à 3000, 8& 1000, 8 à 500. 15 à 400, 32 A 300. Schmöckwitz Gasthaus zur Palme 146/ 19* am Seddinsee. ( Endstation der ,, Stern"-Dampfer.) Hermann Peter. Telephon: Grünau No. 39. Empfehle mein allbekanntes, herrlich am Wald und Waffer belegenes Rofal den geehrten Vereinen und Gesellschaften zu Ausflügen. Ausspannung und Dampferstege, Kegelbahnen, große Kaffeeküche. Säle, Hallen, großer schattiger Garten, 2000 Personen fassend. Adlershof. BismarckRobert Bayers Gesellschaftshaus, straße 10, empfiehlt allen Vereinen seinen schönen Naturpark sowie neu renovierten Tanzsaal. 37112* Jeder Arbeiter, Jeder Handwerker follte zur Arbeit die Lederhose Herkules tragen. Allein- Verkauf. Sehr starkes Leder in praktischen grauen u. braunen Streifen, auch einfarbig. Am Bund aus einem Stück gearbeitet. Sehr feste Stapp. nähte. Haltbarste Pilot- Taschen. Große Flicken umsonst. Die Hose bei Entnahme von 6 Stüd 26 Mt. 4 Mt. 50 Echtblaues Monteur- Jadett 1 M. 90 Echtblaue Monteur- Hofe Echtblaues Monteur-Jackett 1 M. 50 Prima Köper- Gewebe.. 2 M. 50 Echtblaue Monteur- Hose Prima Köper- Gewebe.. 2 M. 10 Manchester- Hose 9,-, 5,50,4,50,3 M. 50 Gefüttert. Manchest.- Jadett 13,-8,75 Weiße Friseur Jadetts 3,50, 2 M. 75 4 M. 50 Konditor- Jaden, 2reihig Maler- Kittel 3,-, 2,50, 2 M. 25 • Mechaniker- Kittel( braun) 3,-, 2 M. 40 Weiße Leder- Jacketts, 2reihig Weiße Lederhosen 7,50, 3. 75 4,50, 2 M. 90 Kesselreiniger Anzüge, blau, nach Borschrift 5 M. 50 Die Preise gelten für normale Größen Baer Sohn En gros. Export. En detail. Chauffeestr.24a/ 25.Brückenftr.11. Gr. Frankfurterstr. 20. Das 25. Haupt- Preisbuch 1905 wird fostenlos und portofrei zugesandt. Bei Bestellung von Hosen ist die Bundweite und die Schrittlänge, bei Jacketts und Kitteln die Brustweite 36152* anzugeben. Bersand von 20 M. an franco.. Nachdruck Berliner U verboten! Gute Küche, gepflegte Biere zur gefälligen Benugung. Felix Scheuer K- Trio. Stralsunderstr. 1. 1. Ziehung 1. Kl. 213. Kgl. Preuss. Lotterie.| 640 703 124001 28 35 189 210 60 318 436 573 612 Ziehung vom 7. Juli 1905, nachmittags. Nur die Gewinne über 50 Mark eind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. Nachdruck verboten. ( Ohne Gewähr.) 63[ 200] 501 905[ 100] 1261 67 360 479 621 702 29 848 2038 76 83 187 208 74 82 331[ 200] 453 670 710 827 95 919 3268 75 348 424 626[ 100] 711 875 934 4312 540 68 891 706 75 94 873 90 907 95 5043 128 396 554 92 613 874 6436 623 85 758 7058 131 253 90 367 581 8010[ 100] 32 186 595 650 90 818 9532 680 760 875 917 10160 721 51 67[ 200] 11035 91 189 223 509 629 723 12042 260 370 400 46 57 793 967 89 13006 305 425 96 513 24 622 89 14140 333[ 100] 472 713 918 15200 71 636 820 32[ 100] 960 16010 104 14 15 306 411 82 606 17 727 48 855 918 17155 200 22 84 98 354[ 100] 528 79 664 95 727[ 100] 847 85 86 910 18165 546 772 908 36 96 19162 96 257 552 602 88 752 61 817 20049[ 1001 97 234 471 521 58 640 21221 34 306 502 40 629 54 88[ 100] 762 810 22006 23 153 464 647 708 957 23022 138 268 343 97[ 100] 408 514 609 40 799 971 24096 477 579 762[ 100] 909 25191 221 823 53 714 896 969 26114 30 79 209 408 650 888 89 90[ 100] 931 68 27072 84[ 100] 91 350 420 91 539 17 741 988 125198 209 339 462 683 892 902 126205 40 588 127201 16 79 573 86 648 752 910 14 41 1100 128306 97 578 608 48 65 718 924 129060 94 254 325 94 477 515 621 778 882 936 130356 84 90 517[ 100] 85 665 744 76 131121 93 311 479 585 663 709 824[ 200] 63 91 979 132165 417[ 200] 24 47 530 35 91 612 988 133046 213 18 94 348 493 500 799[ 100] 134193 382 449 61[ 100] 507 620 735 92 135198 336 428 596 691 793 136352 495 586 787 875 979 137259 313 88 622 83 764 974 138178 247 68 77 327 29 422 521 615 60 772 911 18 24 72 139016 24 225 87 99 369 424 805 63 908 140197 236[ 200] 72 92 626 51 82 734 70 869 913 70 82 141123 29 469 142058 84 986[ 200] 99 143233 466 507 38[ 100] 46 144241 333 40 776 842 74 145207 33 89 409 85 95 714 25 805 7 71 906 146021 78 121 37 63 454 87 562 87 147001 81 137 60 376 460 547 735 851 148031 61 539 938 90 149087 171 272 567 624 945 150041 119 430[ 2001 509 645 857 999 151088 01 500 645 301 39 412 537[ 100] 600 15 714 152133 302 22 472 720 962 153037 136 94 298 452 540 846 154033 195 246 407 613 76 939 155366[ 100] 508 24 40 640 156282 506 912 51 157003 78 349 58 91 554 66 674 158043 109 81 82 231 442[ 300] 537 54 674 737 159219 61 636 81 749 907 83 951 955 708 74 911 28204 356 90[ 100] 475 558 756 807 90 200160011 197 281 581 161198 344 515 85 664 29063 707 899 938 56 30067 77 375[ 200] 466 70 727[ 100] 31001 107 277 421 54 73 743 32009 405 671 859 95 958 33037[ 200] 72 364[ 100] 637 754[ 100] 85 34107 [ 100] 83 502 635 818 35224 58 443 550 796 980 36002 280 668 79 757 98 951 62 83 84 37243 89 618 722 38040 332 636 89 98 739 832 917 39436 616 38 725 894 994 55 40107 71 92 225 94 322 414 57 501 617 829 921 41000 156[ 100] 65 89 223 318 50 97 435 519 854 42004 12 77 92 118 42 202 488 977 43037 420[ 200] 45 520 666[ 200] 827 66 76 942 94 44135 271 95 340 92 561 647 728[ 100] 29 45101 528 618 723 821 46077 85 239 302 35 45 72 454 78 610 79 868 974 87 47000 14 208 692 782 874 85 961 74 82 48014 555 [ 100] 59 729 49010 153 279 554 614 37 723[ 100] 869 50118 351 53 59 450 572 609 39 47 719.877 51046 60 340 415 79 505 841 52006 115 86 224 35 502 93 666 827 53 71 53338 466 736 871 54086 279 719 36 63[ 100] 55067 166 245 325 830 908 56214 482 774 962 57112[ 100] 59 87 443 539 93 97 667 718 842 81 938 91 58023 95 160 303 573 645 704 66 848 59110 46 205 327 769 718 60069 145 478 622 701 871 86 61249 455 594 62306[ 100] 23[ 200] 535 72 622 703 61 870 982 63079 249 55[ 100] 488 750 887 64086 93 100 87 402 84 798 943 61 98 65197 452 58 98[ 100] 523 32 980 66304 419 582 606 73 723 67[ 400] 90 943 67092 136 455 582 655 820 68181 203 51 312 498 504 11 620 913 26 69041 413 578 70074 141 96[ 100] 232 79 608 724 842 71045 205 581 614[ 400] 36 39 801 32 79 903 72001 216 408 588 603 845 47[ 500] 56 954 73102 358 527 651 783 94 851[ 200] 74239 45 321 48 505 11 666 751 890 [ 100] 75038 265 710 77 876 76035 40 92 101 48 50 207 99 353 64 630 34 820 942 77030 95 125[ 100] 68 280 349 669 927 62 78035 102 203 330 563 736 58 960 79413 29 624 709 900 55 80005 418 93 659 967 97 81226 439 74 539 51 694 701 10 971 95 82045 160 202 53 645 97[ 100] 714 926 83029 63 87 170 214[ 100] 74 557 62 842 997 84044 61 220 48[ 200] 527 801 36 85213 56 309 23 55 407 566 78 929 47 49 86115 26 436 65 503 59 87191 219 38 85 308 531 627 915 55[ 100] 88278 353 400 15 613 63 755[ 100] 835 991 89034 49 69 91 114 41 73 210 89 498 500 14 763 949 90014 724 46 83 849 939 91262 310 663 829 81 985 92092 244[ 1000] 70 370 79 408 40 542 637[ 200] 58 81[ 200] 808 32 93179 567 823 70 81 94252 318 95053 83 172 260 348 448 555 601 50 84 798 917 96021 369 829 71 989 97066 S8 812 98030 63 284 440 580 99076 152 94 393 401 75 814 90 100070 296 344 859 870 937 101192 258[ 100] 482 816[ 100] 102080 194 286 846 941 54 103079 203[ 300] 320 25 30 67 68 1001 487 104024 98 144 312 19 60 97 582 812 77 12001 908 95 105021 217 13001 489 569[ 100] 88 715[ 10001 106076 121 58 242 464 69 584 1001 661 99 746 107077 221 442 94 559 966 108065 95[ 2001 139 226 12001 71 301 37 912 23 109070 136 71 83 91 211 63 340 66 444 572 110134 74[ 200] 323 429[ 100] 82 611 836 61 111075 292[ 2001 353 488[ 200] 89 511 659 1001 791 821 82 94 112202[ 100] 429[ 1001 518[ 100] 54 638 80 718 806 12[ 100] 47 113209 18 19 625 38 773 812 908 114052 110 725 874 115005 172 83 251 395 452 730 85 1001 896[ 100] 963[ 300] 65[ 2001 96 116778 93 808 117082 92 102 237 309 419 623 91 786 118048 102 50 49 638 788 45 872[ 200] 84[ 100] 941 72 82 03 119356 9 767[ 2001 865 943 47 120223 329 671 706 67 884 913[ 400] 62 [ 100] 217 320 31 61 451 754 85 893 993 121046 122096 197 246 347 577 91 808 31 77 123335 83 468 504 718 35 70[ 200] 162124 292 373 412 621 754 90 926[ 500] 31 163022 227 28 49 86 332 88 483 514 600 913 164026 51 79 201 347[ 200] 86 577 696 780 902 165116 348 70 414 656 73 81 787 908 166304 544 921 58 167188 272 332 73 86 604 831 398 478 703 18 884 169067 99 341 457 934 168111 171490 170131 41 260 322 27 90 469 529 683 761 684 746 914 25 172327 552 658 894 929 55 69 173095 100 401 68 699 801 174353 408 54 507 87 909 59 175194 442[ 200] 517 26 620 66 742 176494 523 64 98 701 13 979 82 177146 313 6415 83 958 178225 314[ 100] 79 403 17 501 639 179005 18 26 101 66 421 [ 100] 26 71 525 82 709 888 950 180059 68 98 206 427 564 636 759 970 181037 87 413 58 593 628 826 182172 82 88 94 306 82 522 617 93 773 947 183181 271[ 100] 408 48 99 766 895 932 81 184006 20 75 239 48 88 314 54 86 484 598 655 875 185080[ 300] 245 411 624 798 824 186144 202 4 361 83 580 643 798 817 929 187041[ 100] 465 542 44 616 17 86 732 804 98 188161 241 49 390 189102 17 245 419 35 62 96 723 30 190051 61 146 330 41 87 630 819 191197 228 503 709 802 26 901 192005 46 225 314[ 100] 62 419 31[ 100] 602 54 770 962 193062 127 224 344 497 592 98 635 731[ 100] 925 67 70 194040 194 405 507 652 [ 100] 731 840 195177 317 64 440 561 619 90 702 42 [ 200] 940 76 78 196040 224 521 625[ 300] 79 909 197041 57 268 410 95 510 14 673 727[ 300] 946 198027 28 240 449 630 64 916 39 72 199034 123[ 100] 267 423 58 526 748 839 200126 84 86 235 319 80 487 668 702 915 91 201014, 347 645[ 50001 92 911 202007 19 277 355 638 54 702 817 70 98[ 100] 910 52[ 100] 70 203127[ 100] 69 [ 300] 216 87 361 409 577-600 771 83 85 204018 423 27 35 515 44 872 205012 76 108 825 47[ 100] 926 43 206055 69 70 258 719 33[ 100] 1 810 41 72 948 207253 416 79 678 817 923 208072 97[ 200] 324 61 70 93 814 57 931 209557 899 956[ 400] 210001 94 246 71 403 529 56 88 718 824 905 211088 169 94 501 13 73 74 648 62 827 60 922 79 212250 398 501 19 605 14 836 940 213010 70 73 207 80 344 93 588 804 214348 617 843 47 74 949 215049 69 80 82 147 353 82 478 99 634 917 216301 438 64 874 963[ 1001 70[ 400] 217046 188 1001 292 422 557 676 95 791[ 300] 882 83[ 1001 218053 56 57 166 235[ 300] 438 609 45 94 942 219021[ 100] 58 63 15001 132 254 95 562 71 606 86 860 955 220051 57 106 574 710 822[ 100] 221001 88 190 93 96 606 97 781 84 809 58[ 1001 919 222161 304 30 452 536 627 75 706 846 969 223002 50 103 270 [ 300] 347 420 585 768 877 224070 146 448 566 642 708 30 944 225017 21 199 573 757 226030 60 115 2001 479 715 958 227058 182 307 409 58 70 897 984 228035 64 108 78 205 23 43 323 68 89 434 90 525 72 692 813 79 964 229082 142 87 11001 201 307 33 548 838 230086[ 100] 93 125 45 208 640 819 27 964 231005 262 575 692 789 232036 58 186 201 29 406 592 673 807 974 1001 233078 204 333 39 63[ 100] 540 46 67 82 869 980 234136 61 69 78 96 380 418 24 532 58 64 608 39 783 852 971 75 84 235090 159 94 307 435 88 236014 66[ 100] 92 206 445 525 821 51[ 100] 89 237339 50 73 79 513 677 792 820 238332 64 68 400 71 684 811 963 239114 212 64 71 430 557 61 642 47 65 938 240155 84 371 73 428 37[ 300] 72 580 763 241055 526 80 242228 566 753 243116 383 585 603 717 99 244179 447 685 959 245296 518 20 635 780 100 851 62 999 246077[ 100] 167 300 34 82 557 803 7.92 247021 170 98 211 316 654 84 731 93 849 945 200 Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn à 100 005 Mk., 1 à 40 000, 1 à 10 000, 1 à 3000. 1 à 1000, 5 500, 10 à 400. 20 à 300. Berantw Rebatteur: Frans Rehbein, Berlin, Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Berlag: Borwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW Nr. 157. 22. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. " Das Sonnabend, 8. Juli 1905. Briefkaften der Redaktion. Darsteller die verhaltene Erregung des Kranken durchzittern ließ, zogen die Zuschauer unwiderstehlich in den Bann des Künstlers. Theater. Die schlanke Jünglingsgestalt, die dunkelglänzenden Augen in den Rom 5. Das höhere Schulwesen Berlins und der Vororte behandelt Berliner Theater. Kainz Gastspiel., Gespenster" blassen, etwas eckigen Zügen, die noch die Spur ehemaliger Leiden- Spruth, Berliner Schulkalender für 1904/05"; Amelangsche Lehrmittel bon Ibsen. Zum zweitenmal in diesem Jahre erscheint der Un- schaft und Willenskraft bewahren, hatten in dem Augenblicke, da handlung, Charlottenburg. Das Steuermesen Berlins und der Vororte bergeßliche auf einer Berliner Bühne. Jetzt nicht mehr als ein dieser Dswald zur Mutter in das Zimmer tritt, ihm schon behandelt Haberland, Groß- Berlin": Leonhard Simion Nachf., Berlin. gewonnen. Ton und Einzelner, sondern umgeben von einer aus seinen Kollegen vom die Herzen war Bewegung mit Ueber Kanalisation und Wasserleitung der Bororte ist keine Zusammen Wiener Burgtheater zusammengestellten Truppe. Sein Name ge- genial absichtsloser Treffsicherheit den wechselnden Momenten stellung im Buchhandel erschienen. Beide Broschüren besorgt die Vorwärtsnügte, um auch in dieser glühendheißen theaterflüchtigen Hochsommer- der Stimmung angepaßt; und in das Gräßlich- Traurige schimmerte Buchhandlung.- R. P. 1. Nein. 888. Ja. zeit den großen Zuschauerraum bis zum Rande zu füllen. Jeden dabei immer noch ein Glanz von liebenswürdiger Kindlichkeit, ver- Berliner Marktpreise.( Ermittelt vom Polizei- Präsidium.) Futter. Abend bringt das Publikum seinem alten Liebling begeisterte gangener Schönheit hinein. Unaufhörlich huschten in rührendem, gerste, gute Sorte 1 D3. 16,00( 15,20), mittel 15,10( 14,30), geringe Dvationen dar. Nach der Goetheschen" Iphigenie", Beaumarchais reizvollem Spiele Lichter und Schatten über das von jeder Seelen- 14,20( 13,40). Hafer, gute Sorte 16,30( 15,50), mittel 15,40( 14,60), geringe " Figaro" tamen am Donnerstag Jbsens einst so heiß umstrittene regung mitbewegte Antlig. Zärtlichkeit und sprödes, abwehrendes 14,50( 13,70), frei Wagen und ab Bahn. Richtstroh 0,00( 0,00). Heu( neu) Hoffnung und „ Gespenster" zur Aufführung. Längst verschwand die Opposition Sichinsichzurückziehen, sehnsüchtige Verzweif 0,00( 0,00), alt 0,00( 0,00). Erbsen, gelbe, zum Kochen 40,00( 30,00). gegen das unbarmherzig fühne, die Hülle von verborgenen lung, dumpfe Abspannung und plöglich aufflackernde Kampf- Speisebohnen, weiße 50,00( 30,00), Linjen 60,00( 30,00), Startoffeln 9,00 alles Wunden der Gesellschaft reißende Drama, zum mindesten bereitschaft ( 7,00). Rindfleisch, von der Keule, 1 g. 1,80( 1,30), Bauchfleisch 1,40( 1,00), gelang mit gleichmäßig überzeugender Schweinefleisch 1,80( 1,30), Stalbfleisch 2,20( 1,20), Hammelfleisch 1,80( 1,40), wagt sie fich öffentlich nicht mehr hervor. Werk Meisterschaft. aber Ganz schlicht, um so erschütternder, Butter 2,80( 2,20), Gier( 60 Stüd) 4,00( 2,80), Karpfen, 1 Kg. 2,20( 1,20), ist eingegangen in die klassische Literatur des Zeitalters, war die Darstellung des erlöschenden Bewußtseins am Schlusse. Aale 3,00( 1,20), Bander 3,20( 1,40), Hechte 2,80( 1,40), Barsche 2,00( 1,00), in der der Wille lebt, alles Menschliche in seiner unendlichen Dumpf flang das: ,, Mutter, gib mir die Sonne", und Schleie 3,00( 1,20), Bleie 1,60( 0,80), trebje( 60 Stüd) 20,00( 3,00.) Mannigfaltigkeit, Höhen und Tiefen, frei von jeder hemmenden mit unheimlichem, immer leiserem Murmeln wiederholte er das Scheu und moralisierender Zurüdhaltung in künstlerischer Darstellung letzte Wort. Man glaubte zu spüren, wie der Quell lebendigen nachzubilden. Es wird fortleben als eines der hochragendsten Geistes, langsam und langsamer sidernd, versiegte. Das Gesicht, Monumente dieses Geistes. Und wie das Schauspiel die Richtung, vor allem die schwarzen, weitaufgerissenen Augen, erinnerten in die man unter dem vieldeutigen Titel„ Naturalismus" zusammen dieser Szene wunderbar an ein Porträt des Beaudelaire, des unglück- Stationen faßt, in gewiffer Hinsicht repräsentativ vertritt, ist es zugleich im lichen Dekadenzpoeten, der der gleichen Krankheit wie Oswald höchsten Maße repräsentativ für Jbsens persönliche und fünstlerische erlag. Ausgezeichnet brachte Herr Alexander Römpler den Eigenart. Die Elemente seines Wesens, der Freiheits- und Wahr- Tischler Engstrand, den durchtriebenen Frömmigkeitsheuchler, sehr heitsdrang und die alles zersetzende, auch gegen die eigenen Jdeale gut auch Ferdinand Gregori den unverwüstlich vertrauens- Swinemde. 760 28 gerichtete Stepsis treten in ihrer seltsamen Verflechtung nirgends eligen Pastor Manders, in dem sich Güte mit philisterhafter Hamburg 763 NW Berlin 763 NW wohl so anschaulich als gerade in diesem Werke hervor; Aengstlichkeit mischen, heraus. Weniger stark wirkte die Witwe Franks.a.M. 765 N und in typischer Klarheit, wie sonst nur noch etwa Alving der berühmten Frau Bleibtreu- Römpler auf München „ Nora" und" Rosmersholm", zeigt sich, charakteristisch mich. Die Darstellerin schien mir eine Art von Starrheit, Wien für die Besonderheit von Jbsens dramatischem Stile, hier die so, wie sie dieselbe accentuierte, doch mit dem Wesen der Figur jene Kunst, durch die allmähliche Entschleierung einer weitver- nicht innerlich notwendig verknüpft ist, in die Rolle hineinzulegen. zweigten Vergangenheit, die geheim fortwirkend in einer unabwend- Darunter litt das Gewinnende, das bei allem Ernste doch dieser baren Katastrophe sich entlädt, die intensivste Spannung zu erzeugen. großen weiblichen Gestalt im Drama eigen sein soll. Die Regine Es ist erstaunlich die Aufführung erinnerte daran von neuem-, wurde von Rosa Albach- Rettig angemessen, wenn auch ohne welche Fülle eindringendster Gedankenarbeit allein in dieser Art von besonders markante Charakteristit, gegeben. Technik steckt. in Kainz spielte den Oswald, den Armen, der die Ausschweifungen des Vaters so furchtbar büßen muß, unbeschreiblich eindrucksvoll. Gleich die ersten, scheinbar bedeutungslosen Worte, in denen der Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Todes- Anzeige. Am Mittwoch, den 5. d. M., verschied unser Mitglied, Restaurateur der Wilhelm Hanne, Grünthalerstr. 38. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 9. d. M., nachmittags 3 Uhr, von der Halle des neuen Pauls- Kirchhofes( Seestraße) aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Charlottenburg. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Zimmerer Carl Schrobsdarf verstorben ist. 250/13 Die Beerdigung findet am Sonntag, den 9. d. M., nachm. 32 Uhr, von der Halle des neuen Luisen- Kirchhofs aus statt. Treffpunkt um 2 Uhr Rosinenftraße 3. Der Vorstand. Zentral- Verband der Maurer Deutschlands. Zweigverein Berlin. Sektion der Gips- u. Zementbranche Hiermit zur Nachricht, daß unser Mitglied Adolf Zander infolge Unfalls am Montag, den 3. Juli, plöglich verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 8. d. M., nachm. 5 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Nazareth Kirchhofes Reinickendorf, Berlinerstraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 147/1 Der Sektionsvorstand. in Zentralverband der Maschinisten dt. Witterungsübersicht vom 7. Juli 1905, morgens 8 Uhr. Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. T. 5° C. 4° R. Stationen Barometer-! stand mm Wind16 Haparanda 744 N 16 Petersburg 746 28 15 Scilly richtung Windstärke Wetter 4wollig Temp. n. T. 5° C. 4° R. 3 halb bd. 12 6 bedeckt 1 bedeckt 16 3 heiter 3 heiter 18 Aberdeen 15 Paris 16 768 NND 762 SW 766 D 1 heiter 16 1 halb bd. 3wolfen! 16 volkenl 16 764 ND 3 heiter 763 23 2 bedeckt Wetter- Prognose für Sonnabend, den 8. Juli 1905. Ziemlich heiter, etwas wärmer bei mäßigen westlichen Winden; teine oder unerhebliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Wasserstand am 6. Juli. Elbe bei Aussig-0,31 Meter, bei Dresden 1,74 Meter, bei Magdeburg+0,72 Meter. Unstrut bei Straußfurt+1,05 Meter. Dder bei Ratibor 0,98 Meter, bei Breslau Ober- Begel+ 4,86 Meter, bei Breslau Unter- Begel- 1,32 Meter, bei Frankfurt+1,18 Meter. Weichsel bei Brahemünde+ 2,72 Meter. Warthe bei Posen+0,24 Meter. Neze bei Usch+ 0,42 Meter. Zentral- Verband der Maurer Sonntag, 9. Juli, mittags 12 Uhr, im Sonntag, 9. Juli, mittags 12 Uhr, im großen Saale der ,, Neuen Welt", Deutschlands. Zweigverein Berlin. Sektion der Putzer. Unseren sowie den Mitgliedern des Gesangvereins der Buzer zur Nachricht, daß unser Mitglied Adolf Pfohl infolge Hitschlags am 5. Juli ver storben ist. 134/5 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 8. Juli, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle der Heiligen Kreuz- Gemeinde zu Mariendorf, Feldstraße, aus ſtatt. Um rege Beteiligung ersucht Die örtliche Verwaltung. J. A.: H. Neumann. Sozialdemokratisch. Wahlverein Rixdorf. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Arbeiter Wilhelm Fröbe ( 8. Bezirk) verstorben ist. 233/19 am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonnabend, nachmittags 3/4 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Rigdorfer Kirchhofes aus statt. Um recht zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. Danksagung. 219/ 17+] Hasenheide 108/114: Volks- Versammlung. An Stelle des durch den deutschen Reichskanzler verhinderten Genoffen Jean Jaurès spricht Genosse Reichstags- Abgeordneter Richard Fischer über: „ Die Friedensider und die internationale Reaktion". Wir erwarten nun, daß die Genossen und Genossinnen erst recht zahlreich erscheinen, um zugleich auch gegen diese Maßnahme der deutschen Regierung zu protestieren. Die Vertrauensleute Berlins und der Vororte. Rere Allen Freunden und Bekannten 30 Pf. unseres lieben Sohnes Wilhelm Honigmann, besonders ben 60 Pf. Arbeitern der Gesellschaft für drahtlose Telegraphie sagen wir hiermit 1,10 M. für die Beweise der liebevollen Teilnahme und die Kranzspenden unseren herzlichen Dank. 28825 Die trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Honigmann nebst Frau und Geschwistern. Barbiere und Friseure! Sezen die Arbeitgeber in Kenntnis, daß der Arbeitsnachweis Gr. Frankfurterstraße 65 mit unserer Organisation laut Beschluß der Generalvers sammlung nicht mehr in Verbindung steht und deswegen gesperrt ist. Stellen werden bis auf weiteres Rosenthalerstraße 57 vermittelt. Verband deutscher Barbiere, Friseure u. Perückenmachergehülfen. J. A.: H. Schulze, P. Baumgart, 28815 E. Gerling. a. Heizer sowie Berufsgenossen Es gibt keinen Aerger mehr, Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin u. Umg. Am 5. d. Mts. verstarb das Mitglied Kollege Wilhelm Schadow. am Die Beerdigung findet Sonntag, den 9. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, von der Leichen halle der Charité( am Neuen Tor) aus nach dem Charité- Stirchhof der Seestraße statt. an Um zahlreiche Beteiligung ersucht 138/18 Die Ortsverwaltung. Danksagung. Für die herzliche Teilnahme an dem Begräbnis meines lieben Mannes Ernst Menzel sage ich allen Stollegen und Bekannten hiermit meinen herzlichsten Dant. 8875 Elisabeth Menzel. Pereat Verband der baugewerbl. Hülfsarbeiter Deutschlands. IF Fahrstuhl- Arbeiter! I Sonntag, den 9. Juli, vormittags 10 Uhr, in den Industrie- Festsälen, Beuthstr. 19: Sektions- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Der Stand der Bewegung und unsere weitere Stellungnahme. 2. Verschiedenes. 2,25 M. 4,00 M. Steinträger! Sonntag, den 9. Juli, vormittags 10 Uhr, in den Inselsälen, Inselstr. 10 II.: etc. Versammlung der Akkordarbeiter( Steinträger). gesetzlich geschützt, wirkungskräftigstes Infettenpulver ist als Bestes Mittel zur vollständigen Vertilgung von Schwaben Fliegen, Motten, Flöhe, Ameisen, Raferlaften Wanzen 2c. 30222* bekannt. Nur echt in Driginaldosen mit dem Namen ,, Pereat" Tages- Ordnung: 1. Die Lohubewegung der Fahrstuhl- Arbeiter und die Stellung der Steinträger zu derselben. 2. Verschiedenes. Kollegen! Die Machinationen des Unternehmertums zwingen uns zu ernsthaften Erwägungen, deshalb erscheint alle in diesen Versammlungen. 34/ 7* Der Zweigvereinsvorstand. Freie Vereinigung d.Bauarbeiter Berlins u. Umg. Sonntag, den 9. Juli, vormittags 10 Uhr, im ,, Englischen Garten", Alexander- Straße Nr. 27c: General- Versammlung der Freien Vereinigung der Bauarbeiter Berlins u. Umgegend. Tages Ordnung: 31/6 1. Abrechnung vom ersten und zweiten Quartal 1905 und Bericht der Revisoren. 2. Diskussion. 3. Wahl des Ausschusses zur Geschäftsleitung. 4. Bericht der Kartelldelegierten. 5. Vereinsangelegenheiten u. Verschiedenes. Bahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. 5¾ Pfund Brot wenn die Hausfrau jekt in der Sommer Fritz Kratz, Drogen,/ 4 6 Std. 10 p.) Pf. zeit verblichene Garderobe entdeckt. Jede Dame tennt Dr. Ed. Arnolds Schottland- Farbseife mit der es ein leichtes ist, alle möglichen Farben wieder herzustellen. 30 Pf. genügen z. B. schon, um ein rosa oder blaues Sommerkleid wie neu herzustellen. Dabei leichte, saubere Anwendung. Kein Beschmutzen der Hände oder Töpfe. Die mit Schottland: Farbseife behandelten Sachen sind waschecht und färben nicht ab. In allen einschlägigen Geschäften erhältlich. Dr. Ed. Arnold, Chemische Fabrit, Berlin C. 54, Sophienstr. 8. Köpenick. Berlin N. 39, Reinickendorferstraße 70. ( Backware Albrechts Bäckereien: Wrangelstr. 135, Krautstraße 19, ranz- u. Blumenbinderei Baldensteinitr. 28, Laufiserstr. 2, Kranz bon H. Eckert, 98. Kottbuser Damm 98. * Markthalle Püdlerstr., Stand 222/23, Markthalle Andreasstr., Stand 16/18, Zentrale: Borhagenerstr. 13. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Möbelpolierer. Die Kollegen werden hierdurch auf den Beschluß der Drtsverwaltung hingewiesen, welcher lautet: Möbelpolierer, welche sich auf unseren gewesenen Arbeits: Echten alten Kottbuser nachweisen Arbeit vermitteln lassen, gehen der ArbeitslosenKorn zu haben bei Aug. Unterstützung verlustig. Tauchert, Gastwirt, Müggel Die Abrechnung der Dampfer- Billetts muß heute abend erfolgen. heimerftr. 4. Der Obmann. 361988/10 Raucht Vineta No. 8 beste 2 Pf.- Zigarette! 3696L Für die Ferien und Reise empfehlen Wir bitten genau auf unsere Firma und Hausnummer zu achten. Lieferanten an Vereine und Genossenschaften. Zur Reise! Tausende von Herren können Geld sparen, wenn Sie Ihren Bedarf an Bekleidungsstücken in unserem Spezialhaus für elegante Herren- und Knaben- Moden decken. Durch unsere geringen Spesen und vorteilhaften Einkäufe sind wir imstande, allerbeste Fabrikate zu außergewöhnlich billigen, aber streng festen Preisen zum Verkauf zu bringen. Unsere Grundsätze: W ir verarbeiten nur gute, reelle, ausgeprobte Stoffe. ir haben in sämtlichen Abteilungen enorme Auswahl. ir achten auf tadellose Verarbeitung und guten Sitz. ir werden stets das Neueste zum Verkauf bringen. ir verkaufen zu billigen, aber streng festen Preisen. ir haben auf jedem Gegenstand den festen Verkaufspreis mit Zahlen vermerkt. Original- Inserat Nachdruck verb. H.& sders& Dyckhoff Leske& Lehrer Leipzigerstr. 50a am Dönhoff- Platz Oranienstr. 48 am Moritzplatz Spezialhaus für 36952* Herren- und Knaben- Bekleidung fertig und nach Maß sämtliche Artikel der Bekleidungs- Branche für Herren, Knaben und Kinder. Preise Hochwaldparzellen, idyllisch, Zahn- Klinik, beliebige eil. 60jähr. Bäume, dirett Bahn, toyuifch, Dr. Simmel, St zahlung. InvalidenOlga Jacobson, straße 145. Jedes 5 Wort: Angelgelegenheit, verk. bei fleiner Anund Abzahlung. Auflassung sofort. PrinzenStr. 41, Spezialarzt für 15/ 11* Haut- und Harnleiden. Aug. Puchert im Vorort Daben: 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. dorf( Potsd. Bahn). Pfennig. Das erste fettgedruckte Wort 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Steppdecken billigst Febrik Große Frankfurterstraße 9, parterre.+ 37* Teppiche mit Farbenfehlern Fabrik niederlage Große Frankfurterstraße 9, parterre. +37 36482* 78 Kottbuser Damm 78 Spezialhans eleganter Herren- und Knaben- Bekleidung fertig und nach Maß Bekleidung für sämtliche Berufe. Herrenhüle Niederlagen der Liegnitzer Hutfabrik BERLIN: NW. Wilsnacker Strasse 63 S0. Ritter- Strasee 19 a SO. Oranien- Strasse 204 S. Friedrich- Strasse 250 10. Gresse Frankfurter Strasse 94 CHARLOTTENBURG: Wilmersdorfer Strasse 156 HAMBURG HANNOVER COTTBUS EDEN ELBERFELD MUNCHEN Aufbügeln und Reparaturen gratis. Unsere gesetzlich geschützten Marken sind: Athriwi Stella" Zigaretten garantierte Handarbeit. „ Athriwi" Zigaretten beste 2 und 3 Pfennig- Marken. Grösste Hutfabrik Schlesiens Hulfabrik Preiswert und gut Filzhute Lloyd Mark 3.00 Ang. Komet Mark 3.50 Helios Mark 4.50 Zenith Mark 6.50 Ozon Mark 8.50 Sto Blitz- Schnell Wir bitten genau auf unsere Firma und Hausnummer zu achten. Reparaturen werden gut, schnell und billig besorgt. Verkauf von Filzhüten, Strohhüten, Cylindern. fommt man mit der Hochbahn bei Weingarten, Gitschinerstr. 72, Station im Hause. Empfiehlt: 1 Posten Monats- Anzüge, 1 Posten Monats- Paletots, 1 Posten Monats- Beinkleider zu staunend billigen Preisen, auch für korpulente Herren passend. Dieselben sind von feinen Kavalieren und Reisenden, die nur einen Monat ihre Garderobe tragen. 29412* Fahrgeld wird vergütet. Bitte auf Hausnummer zu achten. Kleine Anzeigen. Ningschiffchen, Bobbin, Schnell näher, ohne Anzahlung, Woche 1,00, gebrauchte 12,00, Stopniderstraße 60/61, Große Frankfurterstraße 43, Prenzlauerstraße 59/60. Strause, Zepernick, Berlin- Stettiner S 28665 Wald- und Landparzellen, pro Quadratrute 7 Mart, verkauft Paul Borortbah. Fahrrad Gelegenheitskäufe, Gardinenhaus Große Frankfurter neue und gebrauchte, auch Teilzahlung, ftraße 9, parterre. + 37* Große Frankfurterstraße 14, Kämme Pfandleibhaus Weidenweg neun reit. + 38* zehn spottbilliger Bettenverkauf, Gar. Anzüge, Ueberzieher, wenig binenverkauf, Teppichverkauf, Steppgetragene Monatsgarderobe decken, Aussteuerwäsche, Regulatoren, 5 Mart an, große Auswahl für jede Freischwinger, Taschenuhren, JackettFigur, auch neue, elegante, nicht abe anzüge, Berschiedenes. + 27* geholte Maßfachen fauft man am Teppiche!( fehlerhafte) in allen billigsten aus erster Quelle direkt nur Größen für die Hälfte des Wertes beim Schneidermeister Fürstenzelt, im Teppichlager Brünn, Hadescher Rosenthalerstraße 15, III. Stein Markt 4, Bahnhof Börse. 251/ 19* Laden! 252/ 8* bon Tischlerei mit Kundschaft Um stände halber zu verkaufen. Offerten R. 10 Poftamt 36. +12 Speiseeiswagen mit Rezept ver +132 Vermietungen. fauft Blumenthalstraße 28, Friedrichs- Barbier und Friseurgeschäft mit berg. Einrichtung ist sofort zu vermieten. densteinstraße 29. Kinderstuhl billig Liebrandt, Fal- Kaution 300 Mart, Matternstraße 4. +12 Polstermö bel, billig, reelle Arbeit, Möbelpolsterei Kamerling, KastanienAllee 56, am Weinbergsweg. 28885 Milch, Obst, Solonialgeschäft mit Portierstelle jofort verkäuflich. Schöneberg, Gothaerstraße 16. 104/15 pfeifen lernend, Dranienstraße 87. Junge Perlstaare 1,00, sprechen, Verschiedenes. * Wohnungen. Kleinwohnungen, gesunde, aller. billigst, sofort, später Rigdorf: Kopf straße 15, Banzlichstraße 12( Hermann 15/ 14* play). Nixdorf, Wanzlichstraße 35, neben Ge Hermannstraße, Wohnungen im Borderhause 2 Stuben, Küche, Korri dor, Hinterhaus 1 Stube und Nüche, billig, zum 1. Oftober 1905 zu ver miefen. + 66* Ondenarderstraße 36, 37, 38 fort. Kleine und größere Wohnungen Friseurlehrling Bahnhof Schönholz. für die nächste Anzeigen Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 1 Uhr, für die Vororte bis 12Uhr, in der Haupt expedition Lindenstrasse 69 bis 5 Uhr angenommen. verlangt Taft, 28866 Tüchtiger Bader, welcher auch Gastronen anschrauben kann, gesucht. Bevorzugt solche, die auch elektrische Stronen verbinden können. Offerten postlagernd unter„ Lampen"" Post28856 amt 66. Achtung, Kürschner! Folgende Firmen haben unsere Forderungen nicht anerkannt und sind deren Werkstätten gesperrt: B. Manheimer, Oberwallstraße 7. Bär u. Salomon, Hausvoigteiplak 12. Lehrmädchen( Sportröcke) ber langt Frankfurter Allee 111, III. D. Lewin, Hausvoigteiplak 13. Werk statt: Niederwallstr. 15. Goldstickerinnen, in und außer Eisner u. Meist, Kurstr. 15. dem Hause finden jederzeit gute Zola u. Co., Kurftr. 32. Stellung und hohen Verdienst bei R. Maaßen, Ede Dranienplatz. Borbs, Bärwaldstraße 59.+ 144* Im Arbeitsmarkt durch befonderen Druck hervorgehobene Anzeigen fosten 40 Bf. re Zeile. Kleinwohnungen von 18 Mart ab so- Jungen Bildhauer Fahrräder, Teilzahlungen. In- Kolonie Alpenberge, Rute zehn validenstraße 148( Eingang Berg- Mart an, unmittelbar bei den städti- täglich 8-8, Sonntags bis 2. 652 per 1. Dttober billigst. Näheres Birt zur Retouche von Wachsabgüssen sucht straße), Große Frankfurterstraße 56, schen Wohlfahrtsanstalten bei Buch Staligerstraße 40. Art. * 28105* Gladenbecks Bronzegießerei, G. m. b.., Friedrichshagen, Seeftraße 126. 37152* Arbeitsmarkt. Teppichweber! Mayer u. Co., Kommandantenstraße Nr. 76/78. Hermann Engel, Landsbergerstr. 87. Geisler u. Cramer, Grünstr. 16. Freistadt u. Co., Oranienburgerstr. 2. Wilh. Reinice, Neue Friedrichstr. 9/10. Goldstein u. Sohn, Alexanderstr. 22. Wagner u. Co., Inselstr. 11. J. Landsberger, Niederwallstr. 10. Engang, Invalidenstr. 13. Glogauer, Dragonerstr. 12. Kalinowsky, Fischerstr. 9. G. Sigall, Schäferstr. 12. . Schwoch, Brunnenstr. 154. Hornung, Sebastianstr. 64. Folgende Arbeitgeber haben ihre Unterschrift durch den Druck bes Arbeitgeber Verbandes zurückgezogen: Pfandleihe, Prinzenstraße 63, Kunststopferei von Frau Kokosky, Nr. 37. 6495* gelegen, gesunde herrliche Lage, Charlottenburg, Goethestraße 84, I.* Zivei Stuben und Küche zu 33,00 Küftrinerplatz 7 Pfandleihe, günstigste Kapitalsanlage, 20 Pfennigbillige Einkaufsquelle für Waren aller Tour bis Buch, dann durchs Dorf Wer Stoff hat? Fertige Herren Mart, Soldinerstraße 8 und 10. 6285* mit Futterfachen anzüge 15,00. 6538* ganz geradeaus bis zur Alm. Ich oder mein Vertreter Wagner, Schneidermeister, Lichtenanwesend. bergerstraße 9( Ballisadenstraße). A Joers, Schlächtermeister, Berlin, 28776* Aufpolsterung! Sofa 5,00, Matrage Joachimsthalerstraße 35. Restauration, Parteilokal, fichere 4,00, auch außerm Hause. Bachmann, Der Zuzug nach der Teppichfabrik. Fränkel, Kronenstr. 11. Existenz, umständehalber zu verkaufen. Andreasstraße 38. von Feibisch, Treptow, Köpnider C. Schön, Fürstenbergerstr. 10. Stellengesuche. 28586* Wernaus Festsäle, Schwedter Landstraße 28/29, ist fernzuhalten, da J. Falt, Prenzlauerstr. 4. Stralauer Allee 17E. Blinder Stuhlflechter bittet um die dortigen Arbeiter und Arbeite- Freitag, Jeruſalemerstr. 8. straße 23/24, Saal 150 Personen B. Niemann, Grenzftr. 11. fassend, neu renoviert, Parkettboden, Arbeit. Stühle werden abgeholt und rinnen sich im Streit befinden. A. Gläser, Mulad 197/ 11* und Bühne, an großem Naturgarten zurückgeliefert. D. Wichert, Wolgasterstr. 12. gelegen. Vereinen, Gesellschaften usw. bestens empfohlen. Gardinen, Teppiche, Tischdecken Steppdeden, Betten, Bettwäsche, Leibwäsche, Anzüge, Wanduhren, Taschen uhren, Ketten, Ringe usw. spottbillig Pfandleihe Küstrinerplatz 7. 654 Sofas, größte Auswahl, von 21 Mark an, direkt in der Fabrik Andreasstraße 38. 651* Gaskocherhaus! Zweilochgas kocher! 3,00. Geschlossene Zweilochgastocher! 5,00. Gasbügelapparat! Gasplätteisen! Gasbeleuchtung spotte billig! Petroleumfocher, zweiflammig 2,00. Wohlauer, Wallnertheater straße 32. Brautwäsche, Gardinen, Teppiche, Tischdecken, Bortieren, Steppbeden, Läuferstoffe, spottbillige Gelegenheiten. Conrad Fischer, Potsdamerstraße 100. Kinderwagen, Kinderbettstellen, Sportwagen, gebrauchte, zurückgefette, spottbillig. Schneider, Kurs fürstenstraße 172. 27295* Pianino, Schwechten, verkäuflich Ritterstraße 121 beim Wirt. 16/ 2* 650* 6758 Platinabfälle, alte Goldsachen, Bruchgold, Kehrgold, Staubgold, altes Silber, Bahngebisse, alte Uhren, photographische Rückstände, sowie alle gold. und filberhaltigen Abfälle kauft Goldschmelze Broh, Brangelstraße 4. Tele phon Amt 4, 6958. 16/ 10* straße 27. 1468b Die Streifleitung. Achtung, Holzarbeiter! fucht Gemaßregelter Arbeiter Stellung, befte Zeugnisse. Offerten Friedrich 36" Postamt Nixdorf, Hermannstraße. Stellenangebote. 28845 Einsetzer! Jalousie- Arbeiter. F. Nebel, Gitschinerstr. 87. Alle Anfragen betreffe des Streiks find an unser gemeins sames Streitbureau, Mendelsfohnstraße 9, zu richten. 102/ 17* Der Vorstand des Deutschen Kürschner- Verbandes ( Zahlstelle Berlin). Der Vorstand und Umgegend. Achtung! Achtung! Schildermaler, Lackierer, Vergolder, Buchstaben- Klempner! 8728* Hochelegante Herrenanzüge und Der Bau Zimmermann in Rir Baletots aus feinsten Maßstoffen 25-40 Monatsanzüge von 6,00 an, dorf, Knesebedstr. 64, ist gesperrt, Sommerpaletots von 5,00 an, Hofen Mart. Berkauf Sonnabend und SonnArbeiter von 16-18 Jahren ber- da sich die Firma Karl und Emil des Verbandes der Kürschner Berlins tag. Versandhaus Germania, Unter von 1,50 an, Gehrockanzüge von Fahrradleihung. Einfizer 4,00, langt May Leonhard, Schlesische Schneider weigert, den bisher ge+12 zahlten Tarif einzuhalten. 12,00 an, Frads von 2,50 an, auch den Linden 21. Steine Filialen. Tandems 6,00, Dreifizer 9,00. Große Straße 31. für torpulente Figuren. Neue Garde Frankfurterstraße 14. + 38* Gefangverein fucht Dirigenten robe zu staunend billigen Preisen, ( Dienstags). Nur erste Kräfte wollen fowie aus Pfandleihen verfallene Fahrradreparaturen, sehr billig fich melden. Karl Heimann, Rigdorf, Die Kollegen der Firma Bock. Bauparzellen in Schönbrüd, Sachen. Naß, Muladstraße 14. 28415* Große Frankfurterstraße 14.+38 Weserstraße 208, II. +11 ftaller befinden sich im Streif. Wilhelmstraße, billig zu verkaufen. Der Streit der Schildermaler und Bronzekronen 6,00, 2hren 1,50, Wilhelm Lutter, Bauerngutsbesizer Patentanwalt Dam mann, Oranien Tischler auf furnierte Leisten ver- 8nzug ist fernzuhalten. Da bei mehreren Firmen noch verwandten Berufe besteht nach wie Bandarme 0,65, Perlampeln 10,00, in Schönow bei Bernau. 27916* ftraße 57( Morigp lat). Rat in Batent langt Köpeniderstraße 109a. Differenzen bestehen, oitten wir, sich vor und ist Arbeit nur durch den 3,00. Gastocher 0,75, Zweiloch fachen. Jugendliche Arbeiter verlangt auf den Bauten 2c. die blaue ge Arbeitsnachweis der Schildermaler, Schröder, Hochstraße 43. Wasch- und Wringmaschinen, beste 11495* Qualität, billigste Preise. Bei AnArbeits Kontrollfarte itempelte Vereinszimmer 25, 40, Saal Paul Hübner, Martusstraße 5, IV. Kanarien, echt Seifert, prämiiert zahlung tulante Bedingungen. 150 Personen, Pianino, zwei Stegel Blanchierer, Ausstreicher, Arbeits- zeigen zu laffen, nur diefe ist gültig. Alte Jakobstr. 88 bei Ladewig, goldene Medaille, Rühl, Schöneberg, E. Bellmann, Gollnowstraße 26, nahe bahnen, vergibt Ladewig, Alte Jakob bursche sucht Breidenbach, Kolonie Andersfarbige Karten find zu ver- anzunehmen. Bahnstraße 43. 83/ 8* 290/ 3* Die Streikleitung. + 104* der Landsbergerstraße. 670st* ftraße 83. 6558* ftraße 22. Berant, Redakteur: Franz Rehbein, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drnd u. Verlag: Borwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW * 2854b* 28906 96/15 nichten. Nr. 157. 22. Jahrgang. 3. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Partei- Angelegenheiten. Zur Wahl in Ober- Barnim ersucht das Wahlfomitee alle in Berlin und Umgegend beschäftigten, im Kreise Ober- Barnim wohnenden Arbeiter am Donnerstag, den 13. Juli, ihre Stimme abzugeben. Steiner glaube, auf ihn fomme es nicht an. Bei dieser Wahl kann jede einzelne Stimme den Ausschlag geben. Kandidat ist der Am Dienstag, den 11. Juli, abends 8 Uhr, findet im Getvertschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal 7, eine Versammlung statt, in der alle in Berlin und Umgegend beschäftigten Wähler erscheinen müssen. Das Wahlkomitee: G. Now a g- Strausberg. Stadtverordnete Bernhard Bruns- Berlin. Bierter Wahlkreis( Dſten). Am Sonntag, den 9. Juli, findet ein großes& ommerfeſt in Mentes Bottegarten, Lichtenberg, Röderstraße 35/36 statt. In Anbetracht des vielseitigen und guten Programms ist eine rege Beteiligung an dieser Veranstaltung besonders geboten. Berliner Nachrichten. Die Nutlosigkeit des Polizeikampfes gegen die Prostitution wird mit überzeugenden Worten in den Zehn Lebensläufen" hervorgehoben, jenem bereits borgestern von uns erwähnten Buch des Arztes Dr. Hammer, das in diesen Tagen hier im Verlage von Hermann Seemann Nachf. erscheint. Der frühere Hülfsarzt der Frauenstation am Berliner städtischen Obdach schreibt: " Eine Dirne darf Männern nicht folgen, fie darf auf der Straße nicht stehen, nicht auf einer fleinen Stelle hin und hergehen, nicht fiben. Sie darf nicht die Aufmerksamkeit anderer auf fich lenken. Sie hat dafür Sorge zu tragen, daß in dem von ihr bewohnten Hause tein Aergernis gegeben wird, soll jedoch die Sittenpolizeibeamten zu jeder Tages- und Nachtzeit einlassen. Sie ist jederzeit genötigt, auf polizeilichen Befehl umzuziehen. gezogen. Schaden zu tragen. Ein gewöhnliches Beispiel, wie es wohl alle Tage sich ereignet, lehrt dies von neuem: Sonnabend, 8. Juli 1905. Geldbetrag zu opfern, so sei doch vor dem gefährlichen Schwindel gewarnt. Ueber das Unwetter am Mittwoch abend laufen aus der Bei einem in Charlottenburg wohnenden Ziegeleibefizer war eine Köchin längere Zeit in Stellung. Aus verschiedenen Gründen weiteren Umgebung Berlins, wo es besonders verheerend gewütet gefiel es ihr nicht dort, so daß sie sich entschloß, die Stellung zu ver- hat, fortgesezt Meldungen ein. So hat es in Oranienburg laffen. Am Erften des Monats fündigt sie, um am anderen Ersten ziehen zu können. Der Herrschaft mochte es wohl nicht angenehm nicht weniger als fünfmal eingeschlagen, u. a. im Schützenhauſe, gewesen sein, daß die Köchin fündigte, fie machte kurzen Prozeß und ſowie in dem Weichenstellerhause in der Nähe des Bahnhofes der Nordbahn. Ein falter Schlag traf das Genesungsheim bei entließ sie plötzlich 6 Tage nach der Kündigung. Das Mädchen aber Behnis, glücklicherweise ohne Personen zu verleben. Bei ließ sich diesen Aft der Willkür nicht ruhig gefallen und verklagte den Behlefanz traf ein Blitzstrahl die Flügel einer Windmühle und Biegeleibefizer wegen ungerechtfertigter Entlaffung auf Bahlung zertrümmerte dieselben. Bei Mühlen bed wurde ein Heuschober des für den Monat fälligen Lohnes. Das Amtsgericht in Charlotten- burch den Blikstrahl in Brand gesezt. Die der Stadt Berlin geburg gab der Klägerin recht und verurteilte den Beklagten. Damit war aber die Sache noch nicht erledigt, der Ziegeleibefizer hatte der hörige Windmühle bei Mal chow wurde ebenfalls durch eine Klägerin eine Reihe Wertsachen einbehalten, wie Uhr und Stette, elektrische Entladung entzündet und vollständig eingeäschert. Innerhalb des Ober- Postdirektionsbezirkes Potsdam wurden zirka 100 Brochen, Ledertasche usw., die sie beim besten Willen nicht bekommen halb des Ober- Postdirektionsbezirkes Potsdam wurden zirka 100 fonnte. Sie mußte eine neue Klage anstrengen, und zwar auf Fernsprechleitungen durch Blitz beschädigt. In allen diesen Fällen Herausgabe der Sachen; gleichzeitig aber wurde die Klage aus- sind glücklicherweise Menschenleben nicht gefährdet worden. gedehnt auf Entschädigung entgangenen Lohnes für zwei weitere Ein heftiger Zusammenstoß zwischen einem Rollwagen und einer Monate, da die Köchin infolge Nichtausstellung eines Zeugnisses in Elektrischen" erfolgte gestern abend in der Lindenstraße, unweit der dieser Zeit keine Stellung hatte finden können. Das Gericht ver- Kommandantenstraße. Ein mit großen Papierrollen schwer beurteilte den Beklagten, die Sachen herauszugeben, wies aber im ladener Wagen der Firma Gustav Brode u. Co., Köpenickerübrigen die Klage zurück, weil der Nachweis nicht habe erbracht straße, kam aus der Schüßenstraße und wollte in das gegenüberwerden können, daß die Klägerin wegen Fehlens des Zeugnisses den liegende Haus. Nr. 53 der Lindenstraße einfahren. Als er die angegebenen Schaden gehabt hätte, dann aber auch nicht ausdrücklich Straßenbahnschienen freuzte, tam der Wagen 1391 der Linie 94 das Zeugnis verlangt habe. Da die Klägerin nur in einem( Dönhoffplay- Rigdorf) in schneller Fahrt die Lindenstraße entlang. Falle recht bekam, beschloß das Gericht: Jede Partei trägt ihre Jm leßten Augenblicke bemerkte der Führer die Gefahr eines Zuaußergerichtlichen Kosten, die Gerichtskosten dagegen werden der sammenstoßes und bremste energisch doch zu spät. Es erfolgte lägerin auferlegt. Das Fazit der Klage ist dieses: das ein heftiger Anprall, wobei der Borderperron der„ Elektrischen" einMädchen hat nach Monaten im wesentlichen wohl recht bekommen, gedrückt wurde und auch der Rollwagen Beschädigungen erlitt. allein unter sehr kostspieligen Umständen. Sie muß zweimal einen Glücklicherweise standen keine Passagiere auf der vorderen Blattform, Anwalt und im letzten Falle teilweise die Gerichtskosten zahlen. da der Wagen am nahen Dönhoffplaz sein Ziel erreicht hatte, so Aber recht hat sie, teures Recht. Ist es da nicht verständlich, wenn daß Verletzungen von Perfonen nicht vorgekommen sind. die meisten Dienstboten lieber erlittenes Unrecht stillschweigend hinnehmen, als den hier gezeichneten Weg gehen? Und da wundern sich noch manche Herrschaften, wenn die Neigung, einen Dienst anzunehmen, geringer wird und viele Mädchen eine gewerbliche Tätigfeit vorziehen! Schönhausen- Mittelstraße wegen der Asphaltierungsarbeiten zurDie städtischen Straßenbahnen können auf der Linie Niederzeit nur bis zur Ausweiche in der Georgenstraße fahren. Sie muß sich Krankenhausbehandlung gefallen laffen, wenn sie Wegen Schulden erhängt hat sich der Posthülfsbote Wilhelm auch nur die geringste verdächtige Stelle an ihrem Körper hat. Diese Schulz, der Müllerstr. 138 in Schlafstelle wohnte. Der 32 jährige Behanndlung ist eine Zwangsbehandlung. Mädchen, die sich nicht Die Nebenklassen für schwachbefähigte Kinder, die an den Ber- Mann diente etwa neun Jahre bei der Post und gehörte dem Amt fügen, werden festgeschnallt. Ob sich ein Mädchen die Quedsilber- liner Gemeindeschulen bestehen, sind in diesem Sommerhalbjahr in der Schulzendorferstraße an. Er liebte alkoholische Getränke und schmiertur gefallen lassen will oder nicht, wird nicht in Erwägung auf 122 Klassen vermehrt worden und werden von 1848 Kindern geriet dadurch in Schulden. In der letzten Zeit begannen seine schmiertur gefallen lassen will oder nicht, wird nicht in Erwägung besucht. Darunter find 1074 Knaben und nur 774 Mädchen, während Gläubiger auf Zahlung zu dringen. Dadurch kam Schulz in eine Ob die Mädchen mit dem Glüheisen gebrannt, mit Messern ge- an der Gesamtzahl der Gemeindeschulkinder die Mädchen stärker mißliche Lage, weil er einerseits nicht zahlen konnte, andererseits schnitten, mit Aetmitteln bestreut, mit Quecksilber geschmiert werden als die Knaben beteiligt find, jene mit 112 805 und diese nur mit dienstliche Nachteile zu erwarten hatte. Er blieb daher seinem sollen, entscheidet der leitende Arzt des Krankenhauses. Ob sie 110 482. Von je 10 000 Gemeindeschülern siten 97 in einer Neben- Dienst fern und wurde am Donnerstagabend von seiner Wirtin, die betäubt werden sollen, oder ob sie die Schmerzen mit Bewußtsein lasse, dagegen von je 10 000 Gemeindeſchülerinnen nur 69. Dieser Holz aus dem Keller holen wollte, in einem Verschlag als Leiche zu ertragen haben, entscheiden nicht die Kranken, sondern die Unterschied läßt sich nicht nur aus dem einen Halbjahr feststellen. aufgefunden. Er ist ähnlich auch in allen früheren Halbjahren, solange es NebenAerzte. Ein tödliches Brandunglück hat sich Donnerstag abend in der Als Richter entscheidet der Verwaltungsinspektor, ob ein lassen an den Berliner Gemeindeschulen gibt, zu bemerken gewesen. Dderbergerſtr. 40 zugetragen. In der Wohnung des Kassenbeamten Mädchen in dunkeln Arreſt zu legen ist, ob es mit Nahrungs- Der Unterschied ist auffällig genug, um den Wunsch nach Erklärung W. Schröder war dort dessen Schwiegermutter, die Lehrerwitwe entziehung bestraft werden soll, ob Hungerturen zur Bändigungsrege zu machen. Geht er nur auf äußerliche Ursachen zurüd, etwa Marie Borchert, damit beschäftigt, auf einem Spirituskocher Mädchens eingeführt werden sollen. Am Ende der Leidenszeit wird nur auf eine gewisse Neigung, schlecht vorwärtskommende Mädchen Speisen herzurichten. Als nur noch ein feiner Reſt von Spiritus das Mädchen mit einer Rechnung beglüdt, Tag für Lag 2,50 Mart. nicht so bald einer Nebenklasse zu überweisen wie schlecht vorwärts- in dem Behälter des Kochers war, griff die Frau nach einer BlechSollte sich wirklich einmal troß der Vorschriften ein Mädchen auf- kommende Knaben? Beachtung verdient hier, daß auch die Idioten kanne und goß Spiritus nach. Im selben Augenblick schossen auch raffen zu einigen Ersparnissen oder sollte es einmal in bessere Ver- anstalt Dalldorf viel mehr Knaben als Mädchen in Pflege hat. fchon lange Flammen empor und setzten die Kleider der B. in Brand. mögensverhältnisse kommen, so erscheint der Vollzugsbeamte, um zum Beispiel am 1. Apríl d. J. waren dort und in der dazu ge- Bald brannte nun die Frau am ganzen Körper und auch Wohnungsdie Gelder der Zwangsbehandlung einzuziehen. Das alles zur hörigen Familienpflege 189 Anaben, aber nur 72 Mädchen unter- gegenstände hatten Heuer gefangen. Während Hausbewohner schleunigst Sicherung der Gesundheit, der öffentlichen Ordnung und des öffent- gebracht. auf die Hülferufe herbeieilten und die Flammen an der Frau er= lichen Anstandes. Zur Sicherung der Gesundheit, der öffentlichen stidten, sorgten andere für die Alarmierung der Feuerwehr, die aus Ordnung und des öffentlichen Anstandes gehen in den Straßen dem nahen Depot in der Oderbergerstraße schnell zur Stelle war. Berlins Polizeibeamte spazieren; fie suchen zu ermitteln, welche Die Samariter nahmen sich der mit Brandwunden über und über Mädchen der Gewerbeunzucht ergeben sind. Solche werden nach dem bedeckten Frau an und schafften sie nach dem Lazarus- Krankenhause. Polizeipräsidium gebracht, daselbst von einer Dame untersucht, im Hier starb die Unglückliche aber noch in derselben Nacht und hat Falle der Erkrankung dem Arzte vorgestellt und nach dem Krankensomit ihre Unvorsichtigkeit mit dem Tode büßen müssen. Der enthause gebracht, auf alle Fälle verwarnt, und falls sie wiederholt standene Wohnungsbrand konnte in furzer Zeit abgelöscht werden. aufgegriffen werden, unter fittenpolizeiliche Aufsicht gestellt. Die Leiche eines Mannes, die an der linken Stirnseite einen Trotz der Kontrolle kommen in Berlin durchschnittlich auf jeden Menfurschmiß zeigt, wurde am linken Havelufer im Grunewald geschlechtsreifen Mann 1,2 Geschlechtskrankheiten. Mit anderen gelandet. Der Mann war etwa 40 Jahre alt und hat dunkles Haar. Worten: von 100 Durchschnittsmännern erkranken im Laufe ihres Sein Hemd und Taschentuch tragen das Zeichen B. T. Die Kleidung Lebens 80 an Tripper, 20 an Syphilis, mindestens 20 an weichem besteht in einem dunkeln Jackettanzug. Der Tote befindet sich in Schanter, Kräte und anderen seltenen ansteckenden Geschlechtsfrankheiten. der Bichelsberger Leichenhalle. Nähere Auskunft erteilt der Förster Petermann. Etwa 150 Spezialärzte für Haut- und Harnkrankheiten haben in Berlin ihren Wohnsiz. Jährlich dürfte mindestens eine halbe Million an Arztgebühren für Beratung in Geschlechtskrankheiten allein in Berlin verausgabt werden, trok der Sicherung" der Gesundheit durch die Vorschriften der Sittenpolizei, denen fein Kontrollmädchen genau nachkommen kann, wenn es nicht ver. hungern will." Bei der städtischen Feuersozietät waren nach dem Verwaltungsbericht des Magistrats am 1. Oktober 1904 die Baulichkeiten auf 25 493 Grundstücken gegen Brandschaden versichert; das sind 435 Grundstüce mehr als am gleichen Tage des Vorjahres. Die gesamte Versicherungssumme betrug 4 440 687 000, Mart( im Vorjahre 4 310 495 800 Mark). Gemeinsam begraben wurden gestern auf dem jüdischen Friedhof in Weißensee Vater und Sohn, der 51jährige Buchhalter Ifidor Abrahamsohn und sein 17 Jahre alt gewordener Sohn Arthur aus der Saarbrückerstr. 7. Der Sohn, ein Kaufmannslehrling, war lungenkrank und starb am Dienstag vormittag. Zwei Stunden später erschien der Vater wegen des Totenscheins auf der gegenüberliegenden Polizeiwache. Raum hatte er die Meldung erstattet, als er umfiel und verstarb. Den Verlegungen erlegen ist abends um 11 Uhr die Frau J da Tamm, die von ihrem Liebhaber Richard Herrmann in der Frankfurter Allee 36 zwei Schüsse erhielt. Ferner starb im KrankenMutter lebt noch. Die Stadtgemeinde Berlin war am 1. Oftohe 1904 miit 411 Grundstücken, deren Versicherungsivert 159 169 000 rk te= trug( einschließlich derjenigen Stiftungen, welch von der Stadtgemeinde verwaltet werden), bei der städtischen Feuersozietät versichert. Der von der Stadtgemeinde gezahlte Beitrag betrug 74 441,47 Mark. Die Gesamtzahl der in dem abgelaufenen Geschäftsjahr 1. Oftober 1903 bis 30. September 1904 gemeldeten Bräunde betrug 12 932. Brandentschädigungen wurten jedoch nur in 2087 Fällen gezahlt. Die Gesamtentschädigung für diese 2087 Brandschaden wurde auf 817 390,02 Mart festgesetzt. Ferner zahlte die städtische Feuersozietät zu den Koster des Feuerlöschwesens und zur Unterhaltung der Feuerwachtgebäude einen Beitrag von 1 133 436,87 Mart. Die Verwaltungs- und sonstigen Nebenkosten stellten sich auf 145 622,27 Mark. Die Gesamtausgaben betrugen mithin 2 096 449,16 Mark. Zur Dedung dieser Ausgaben wurde ein von Die Anzeigepflicht bei gewerblichen Vergiftungen. Ueber dieses den Eigentümern der versicherten Baulichkeiten zu zahlender Beitrag Thema hielt Prof. Dr. Sommerfeld in der vorgestern, Donners- von 4,70 Pfennig für je 100 Mark der Versicherungssumme an tag abend stattgehabter Sigung der Gesellschaft für soziale geschrieben. Durchschnittlich betrug die für einen Brandschaden im BerichtsMedizin, Hygiene und Medizinal statistit einen anregenden Vortrag. Die Unzulänglichkeit der heutigen Verhältnisse jahre zu zahlende Bergütigung 355 Mark( gegen 408 Mark im Vor- haus das 2% jährige Töchterchen des Pantoffelmachers Bog& aus illustrierte der Vortragende an einer Reihe von Beispielen, wie z. B. iahre). Die größte Entschädigungssumme, nämtlich 24 710 Mark Der Rheinsbergerstraße 31, mit dem sich die Mutter am Freitag an der Hand des Berichtes der Gewerbe Inspektion erforderte der am 12. Juli 1904 auf dem Grundstück Hollmann- abend wegen unglücklicher Cheverhältnisse zu vergiften versuchte. Die Chemnitz vom Jahre 1899, S. 154, two bon Vergiftungs- straße 32 ausgebrochene Brand. Endlich erlag ihren Brandwunden frankheiten gesagt ist, daß solche nicht vorgekommen und die Vor- Beim Magistrat von Berlin laufen täglich Schreiben ein, die die 22 Jahre alte Arbeiterin Selene Karies, die in ihrer schriften auch im Geseze geregelt feien; troßdem sind in dem betr. nicht an den Magistrat, sondern an die Adresse der Dezernenten usw. Wohnung, Wollinerstraße 66, beim Kaffeekochen durch die Explosion Jahre vom 2. August bis Ende des betr. Jahres nicht weniger als gerichtet sind, von denen mehrere beurlaubt sind und erst nach einer Spirituslampe am ganzen Körper verbrannte. 27 Fälle an chronischer Bleivergiftung in den Krankenhäusern von einigen Wochen zurückkehren. Die Schreiben, Eingaben usw. müssen Verschwunden ist seit Sonntag vormittag der 37 Jahre alte Chemnitz behandelt worden. Ebenso wurden in dem Bericht pro bis zur Rückkehr der Adressaten unerledigt liegen bleiben. Klavierarbeiter Eduard Stolp aus seiner Wohnung in Rigdorf, 1900 für Leipzig die Einrichtungen zur Erhaltung der gesund Reflamationen nüßen nichts. Wer solche unliebfame Verzögerungen Bergstraße 23. Nahrungssorgen brachten Stolp dahin, sich mit heitlichen Verhältnisse in den betr. gewerblichen Anlagen im allges vermeiden will, der adreffiere nur: An den Magistrat von Selbstmordgedanken zu tragen, und seine Frau vermutet daher, daß meinen als befriedigend bezeichnet und wurde auch im nächstjährigen Berlin, denn selbst in den Fällen, wo die Adressaten nicht er sich ein Leid angetan hat. Der Verschwundene ist etwa 1,75 Meter Berichte gesagt, daß durch Bleivergiftung Erkrankungsfälle nicht beurlaubt find, gehen die an die Dezernenten usw. Dirett ge- groß, hat ein rundes, volles Geficht und trägt schwarzen Schnurrvorgekommen seien; aber bereits nach Einführung der Anzeigepflicht richteten Eingaben usw. erst wieder an die Verteilungsstelle behufs bart. Wer etwas über Stolp weiß, wird gebeten, seiner Frau oder für Bleivergiftungen im Jahre 1901 wurden für den Stadt Registrierung zurüd, wodurch ebenfalls eine Verzögerung entsteht. dem nächsten Polizeirevier Mitteilung zu machen. treis Leipzig nicht weniger als 293 Fälle von Bleivergiftungen zur Kenntnis der Gewerbe- Inspektion ge- Zur schnelleren Förderung der Durchlegung der Kaiser Wilhelm- Wie große und gefährliche Brände entstehen, bleibt oft unaufbracht. Wohl sei vom Bundesrat für eine Reihe von Betrieben die ftraße ist fürzlich eine gemischte Deputation gebildet worden. In geklärt. Davon ein Beispiel: Auf dem Hofe eines Warenhauses Sinfekung von Fabriksärzten angeordnet worden; da der ersten Sizung, die Donnerstag stattfand, wurde beschloffen, alle brannte die Isolierung elektrischer Stabel, der hölzerne Schuhkasten diese aber mehr oder weniger von dem Unternehmer, von welchem fie in Betracht kommenden Udjazenten aufzufordern, binnen 14 Tagen für die Kabel und einige Säde, außerdem waren mehrere große angestellt werden, abhängig sind, so sind sie nur allzuleicht geneigt, die Höhe des Preises ihres Grundstücks zu Händen des Stadtrats Kabel gänzlich durchgeschmolzen. Die Entstehungsursache fonnte tros die Wirklichkeit zu verſchiveigen oder zu verschleiern. Diese In- Bohm einzureichen. Alsdann wird die Deputation, welche im Be- eifriger Nachforschungen mit Sicherheit nicht festgestellt werden. stitution ist mithin äußerst rüd ständig, sie könne size von Sachverständigen- Gutachten für die in Betracht kommenden Vielleicht war durch chemischen Zersetzungsprozeß die Isolierung erst dann als ausreichend angesehen werden, wenn die Vertrauens- Grundstücke ist, über jedes einzelne Angebot von Fall zu Fall be- einiger Kabel schadhaft geworden und ist hierdurch und durch einaratstelle eine staatliche Institution geworden und der Arzt unab- schließen. Sollten zu hohe Preise gefordert werden, so soll das Ent- dringende Feuchtigkeit Sturzschluß entstanden. Zur Löschung des hängig vom Unternehmer gemacht wird. Bis jetzt seien weder die eignungsverfahren beantragt werden. Brandes mußte die Feuerwehr mit mehreren Rohren von Dampfsprigen Gewerbe- Aufsichtsbeamten, noch die Fabrit- Vertrauensärzte, noch die Kreis- oder Bezirksärzte in der Lage und ausreichend, über die steht bekanntlich der Erlaß einer Anordnung bevor, nach welcher dem Hofe aus, Achtuhr- Ladenschluß. Für den Landes- Polizeibezirk Berlin tüchtig Waffer geben. Zum Glück kam das Feuer am Tage und auf wo die Gefahr sofort bemerkt wurde. Art und die Häufigkeit der gewerblichen Vergiftungen hinreichende fämtliche offene Verkaufsstellen mit Ausnahme solcher für den Ver- Im Fabrikgebände einer Spritfabrit in der Mühlenstraße 6 brannten Aufklärung zu geben. Aber selbst, wenn die Institution vollkommen fauf von Lebensmitteln( Kolonialwaren), Konfitüren, Zigarren, im Lagerhause Stollodium und Aether und auf dem Hofe Spiritus wäre, würder die gelverblichen Vergiftungen noch nicht entfernt er Lichten, Seifen, Drogen, sowie der Barbier- und Friseurläden an und Stollodium. Die Entstehungsurfache ließ fich nicht ermitteln, faßt sein, da es eine ganze Reihe von Betrieben gibt, die überhaupt en 2erttagen( außer Sonnabend) in der Zeit zwischen soweit jedoch festgestellt werden fonnte, ist dasselbe auf dem Hofe, noch nicht der Gerwerbe- Inspektion unterstellt sind. Der einzige 8 1hr abends und 7 Uhr morgens für den geschäftlichen wo 70 Ballons Schwefelsäure, 70 Holzfässer und 50 Eisenfässer Weg, die Größe und die Quelle der Gefahr festzustellen, wäre die Verkehr geschlossen sein milffen. Der Kommiffar des tgl. Polizei- mit Fufelöl lagerten, entstanden und zwar durch Explosion. Zum Anzeigepflicht an die Medizinalbehörden. Hier wäre nach englischem Muster zu verfahren. wo die Anzeinepflicht präsidiums bringt numehr zur öffentlichen Kenntnis, daß die Liste Glück wurde die Feuerwehr fofort alarmiert und es gelang, der beteiligten Geschäftsinhaber für die Dauer von zwei Wochen die Spiritusreservoire mit je einer Viertelmillion Liter obligatorisch eingeführt ist. vom 10. bis 23. Juli d. J. werktäglich von 9 bis 11 Uhr Inhalt zu schützen, wodurch eine größere Katastrophe verhütet wurde. vormittags im Bureau des Gewerbekommissariats, Krausenstr. 29, Durch Stichflammen wurden leider dabei 1 Offizier und 6 Feuerzur öffentlichen Kenntnis ausliegt. Einsprüche gegen die Richtigkeit männer verletzt, während 3 Oberfenermänner und 10 Feuermänner und Vollständigkeit der Liste fönnen daselbst bis zum Ablauf der unter der Einwirkung von Hige und Rauch erkrankten. In einem Schuppen brannten Stroh, Hausrat, leere Fässer u. a. Die Ursache Frist schriftlich oder zu Protokoll erhoben werden. des Motors eines Motorzweirades elektrische Funken absprühten und dieses Brandes wird darauf zurückgeführt, daß beim Ingangfezen Wie dem Dienstboten sein Recht wird. Während der Arbeiter in gewerblichen Streitigkeiten zu einem Gericht gehen kann, dem er Vertrauen entgegenbringt und das überdies schnell und billig arbeitet, untersteht der Dienstbote dem„ gemeinen Recht". Ein neues Schwindel- Heilmittel gegen die Trunkfucht wird Dies Recht wird ihm gesprochen ohne Mitwirkung seiner Klassengenossen, von Leuten also, denen es auch beim guten Willen schwer unter dem Namen" Normy I" zurzeit vertrieben. Kostenpunkt: das Stroh entzündeten. wird, sich ein Bild von seiner sozialen Lage zu machen. Ueberdies 63 Mart. Erfinder des Mittels ist ein englischer Pastor, den hat der Dienstbote auch in dem Falle, wo die Herrschaft" vom Generalvertrieb in Deutschland besorgt eine Dame. Wenn auch Feuerbericht. In den legten 24 Stunden hatte die Wehr längere bürgerlichen Gericht verurteilt wird, bei Licht befehen, schweren Arbeiterfamilien schwerlich in der Lage sind, den erwähnten hohen Zeit in der Reichenbergerstraße 121 zu tun. Bei Ankunft des achten Lofchanges standen dort Tische, Stühle, Verpadungsmaterialien usw. I aufreibenden Nachtarbeit wurde schließlich vor längerer Zeit ganz Arbeiter getötet und zwei andere lebensgefähr in Flammen. Um diese zu erstiden, mußte fräftig mit einem Rohre allgemein die Anordnung getroffen, getroffen, daß bei Nachtarbeit lich verlegt wurden. Wasser gegeben. werden. Betten und Kleidungsstücke hatten dann in sämtlichen hiesigen Staatsbetrieben ein Lohnzuschlag in der Schillingstraße 58 in einer Wohnung Feuer gefangen, während von 5 Bf. pro Stunde gewährt werden soll; sicherlich ein sehr Brig telegraphiert wird, Tunnel 2 des Simplons durchschlagen. Vom Simplon. In der Nacht zum Freitag wurde, wie aus Keller auszupumpen. Für die Kinderspiele am Sonntag hat der Verein Fichte folgendes Programm aufgestellt: Die Kinder versammeln sich früh 8 Uhr. Für den Südosten ist der Sammelplatz an der Fretarchenbrücke am Schlesischen Busch, der Spielplatz in Treptow. Für den Nordosten ist der Sammelplatz vor dem Landsberger Tor am Kriegerdenkmal, der Spielplatz im Friedrichshain. Für den Norden ist der Sammelplatz an den Bahnhöfen Schönhauser Allee und Gesundbrunnen, der Spielplatz Sportplab Behmstraße. Für Nordwesten ist Sammelplak Bahnhof Beusselstraße, Spielplatz der Turnplatz am Habsburger Ufer. in der Leipzigerstraße 112 Bretter auf einem Neubau brannten. fnideriges Bugeständnis, zumal man sich zu einer Verfürzung der fnideriges Bugeständnis, zumal man sich zu einer Verkürzung der Ein Preßkohlenbrand mußte weiter auf dem Ostbahnhof in der Nachtarbeit, die ebenso wie die Tagesarbeit 10 Stunden beträgt, Brombergerstraße unterdrückt werden. In der Großen Frank- absolut nicht verstehen wollte. Doch selbst diese geringe Vergütigung wird bekannt gemacht:" Ein Kinderwagen, weiß mit gold, blieb am Das Elternauge wacht! Im Kreisblatt für den Kreis Höchst a. M. furterstraße 12 war ein Betoleumfocher erplodiert, wodurch Feuer scheint den Leitern der neuen Geschoßfabrit noch zu hoch zu sein: Sonntag in Soffenheim oder Unterliederbach, vielleicht auch in Höchst entstanden war. Die Gefahr konnte leicht beseitigt werden. plötzlich hat man nämlich hier die Entdeckung gemacht, daß ja die Außerdem hatte die Wehr noch an einigen Orten überschwemmte Nacht" erst um 8, Uhr abends beginnt, und daß mithin die eigent in einem Wirtshause stehen. Die Decke trägt die gestickte Aufschrift: liche Nachtarbeit nur noch 7 Stunden beträgt, weshalb den Schlaf sanft, das Elternauge wacht!" Nachtarbeitern nunmehr auch nur für diese Stundenzahl die Extra- Mit Bohnen und Speck in die Flucht getrieben. Im Bochumer vergütigung gezahlt werden soll. In jüngster Zeit sind wiederholt Reichshallentheater produzierte sich seit einigen Tagen ein sogenannter Unfälle vorgekommen, welche zum guten Teil auf das Konto der Hungerfünstler, der sich bei einer Wette um 2500 M. anheischig ge Arbeiterabhezung durch die Nacht und durch die Akkord- macht hatte, 19 Tage lang bei Mineralwasser und schöner Aussicht arbeit zu sehen sind. Die Direktion weist zwar fast alle vier in einem Glaskasten zu fasten. Die Einmauerung des Hunger Wochen die Arbeiter erneut auf die Schutzvorschriften hin, aber was virtuosen ging in der üblichen feierlichen Weise vor sich und das hilft das, wenn an den bestehenden Mißständen nichts geändert Fasten begann, nachdem ein Doktor der Medizin festgestellt hatte, wird. Die Meister versuchen nach wie vor die Affordpreise zu daß der Gesundheitszustand des Mannes ein guter sei. Das drücken, was wiederum ein umso hastigeres Arbeiten zur Folge hat, wo- Publikum verfolgte mit wachsendem Interesse den Verlauf der bei der Arbeiter naturgemäß die Schutzvorschriften, die sich auf dem Hungerkur und prophezeite dem Glaskastenbewohner schon einen Papier gar prächtig ausuehmen, zu beachten leichter unterläßt. Hervorragendes im Drücken der Affordsäge leistet ein Meister, glänzenden Erfolg, als gestern abend plötzlich der ganze Zauber einen unvermutet schnellen Abschluß fand. Ein Gast des der sich einen Ruf erworben durch den Ausspruch:" Es ist Reichshallentheaters ließ sich eine Portion große Bohnen mit nicht nötig, daß der Arbeiter 60 Jahre alt wird". Speck geben und beging die Unvorsichtigkeit, sich mit diesem Götter Die Unzufriedenheit der Arbeiter in der neuen Geschoßfabrik mit schmaus in die Nähe des Glaskäfigs zu fezen. Das konnte der ihrer Behandlung durch ihre Vorgesetzten ist heute ziemlich allgemein. Hungerfünstler, ein Stodwestfale, nicht lange mit ansehen. Müssen es sich doch z. B. auch die Arbeiter in der Revision gefallen zerschlug die Glaswände seines selbstgewählten Kerkers und machte lassen, daß sie von der Direktion in die vierte Lohnklasse ein- sich auf die Lappen. Der Inhaber des Reichshallentheaters und seine Siegburg in der dritten Lohnklasse stehen! Alle Klagen der geschlagen, aber wie man hört, haben sie dem ausgerückten Hungerrangiert werden, während die gleichartigen Arbeiter des Instituts in Gäste waren über den Verlust der Attraktion zwar sehr nieders Arbeiter werden solange ungehört verhallen, bis die Arbeiter der Künstler mildernde Umstände zugebilligt. Staatswerkstätten ihren einmütigen Anschluß an ihre Organisation vollzogen haben werden. Von 9 bis 10 Uhr ist Frühstückspause; um 11½ Uhr sind die Spiele zu Ende, worauf die Kinder nach den Sammelpläßen zurückgeführt werden. Die Eltern werden dringend gebeten, ihre Töchter ungeschnürt, ohne Korsett, zum Spielen zu schicken. Radsport. An den Fliegerrennen am Sonntag auf der Radrennbahn zu Zehlendorf werden u. a. teilnehmen der Münchener Kurzmeier, die beiden Dänen Arel und Andreas Hansen, sowie Theile. Wir machen die Besucher der Rennbahn Zehlendorf darauf aufmerksam, daß das mit der Bahn in Verbindung stehende Lokal der Arbeiterschaft nicht zur Verfügung steht und daher das Getränk aus diesem Lokal gemieden werden muß. Im Sportpart Treptow findet am Sonntag ein Stundenrennen statt. Der französische Steher Contenet, Bruno Demke, und der Sieger des letten Treptower Stundenrennens, Schulze- Behlendorf, stellen sich dem Starter. Vorort- Nachrichten. Charlottenburg. " Eine rührende Arbeiterfürsorge entwickelt in jüngster Zeit die Firma Orenstein u. Koppel hierselbst, indem sie, wie ein hiesiges Lokalblatt verkündet, ihren Arbeitern dreimal täglich affee und noch dazu ganz ohne Entgelt verabfolgt. Wie das Blatt schreibt, soll dadurch Der Zentralverband der Zimmerer in Charlottenburg beschäftigte verhütet werden, daß die Leute während der heißen Jahreszeit sich in einer Versammlung, die am 28. Juni tagte, mit den Ver- ihren Durst mit Wasser stillen oder von ihrem Arbeitsverdienst handlungen des Kölner Gewerkschaftskongresses. Nach einem ein- noch Aufwendungen für Bier und geistige Getränke machen". leitenden Referat des Vorsitzenden und einer kurzen Debatte wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: Die Versammlung Firma hat diese Anordnung nicht aus Alkoholgegnerschaft getroffen, Die Verabfolgung von Kaffee ist durchaus gut zu heißen. Doch die bedauert lebhaft die Haltung des Kölner Kongresses in den Fragen sondern sie will damit nur eine billige Sozialpolitik treiben. Sie der Maifeier und des Generalstreiks. Sie spricht ihre schärfste Miß gesteht indirekt zu, daß die Arbeiter von ihren Löhnen keine Aufbilligung über den resultatlosen Verlauf der Debatte aus. Ins- wendungen für Bier machen können; und in der Tat können die besondere bedauert die Versammlung die Zurückziehung sämtlicher Arbeiter mit Stundenlöhnen von 33 Pf. taum ihren Durst Resolutionen zum Punkte Maifeier, da es dadurch bereitelt wurde, löschen. Die Firma glaubt nun Lohnforderungen durch Gratiseine bestimmte Parole für die zukünftigen Maifeiern auszugeben. taffee befriedigen zu können und läßt sich außerdem noch als Wohl Vor allen Dingen protestiert die Versammlung gegen die Aus- täterin feiern. führungen des Kam. Bringmann auf dem Kongreß. Sie ist überzeugt, daß er nur seine persönliche Meinung zum Ausdruck gebracht Pankow. hat und ist mit derselben durchaus nicht einverstanden. Die Verfammlung erwartet entschieden, daß ihre berufenen Vertreter in Zukunft sich mehr nach dem Willen der Mitglieder richten. Da die Zimmerer des Bezirks XIII in der vollständigen Arbeitsruhe die einzige und wirksamste Demonstration für die auf dem internationalen zu gestern das Regenwasser beseitigt. Sozialistentongreß 1889 zu Paris aufgestellten Forderungen erblicken, beschließt die Versammlung für stritte Durchführung der Arbeitsruhe Neuenhagen( Ostbahn). am 1. Mai Sorge zu tragen. Rixdorf. Die Brauerei Engelhardt in Pankow teilt uns mit, daß ihr Betrieb durch die Ueberschwemmung der Pante nicht gelitten hat, da dieser mächtige Strom sich in einiger Entfernung von ihrem Etablissement befindet. Die Feuerwehr habe lediglich in der Nacht Eine öffentliche Versammlung fand in Fredersdorf am 2. Juli statt. Arbeitersekretär G. Lint referierte über die politischen Eide hat in Rigdorf ein Haus, für das er nach einer Polizeiverord- unterzog der Redner das Wesen der bürgerlichen Parteien einer einUngültige Meldevorschrift. Der in Berlin wohnende Befizer Parteien und die Arbeiterklasse. In seinem stündigen Vortrage Von den Konservativen bis zu den nung vom 5. Dezember 1901 der Rigdorfer Polizeiverwaltung einen gehenden und scharfen Kritit. Vizewirt hätte namhaft machen müssen, damit diesem polizeiliche Freifinnigen ist nur das Verlangen nach Knebelung der Arbeiter Verfügungen, die das Haus betreffen, zugestellt werden konnten. schaft, der Haß gegen die Sozialdemokratie wach. Die vielgepriesenen Wegen Uebertretung der Bestimmung war E. in zweiter Instanz vom Arbeiterversicherungsgesetze erfüllen nicht im entferntesten die beLandgericht II zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Das Kammer- scheidenen Forderungen der Arbeiter. Dabei treibe man die Sozialgericht sprach ihn jedoch am 6. Juli frei, indem es die betreffende politik rückwärts. Durch höhere Zölle unternehme man eine steigende Vorschrift der Polizeiverordnung mit der Begründung für un- Belastung der Arbeiter und erschwere ſomit immermehr ihre large gültig erklärte, daß sie weder im Polizeiverwaltungsgesetz noch Bartei anzuschließen und für dieselbe zu werben. Lebhafter Beifall Eristenz. Pflicht der Arbeiter ist es, sich der sozialdemokratischen im§ 10 II 17 des Allgemeinen Landrechts eine Stüße finde. wurde dem Redner für seine Ausführungen zu teil. Mit einem och auf die Sozialdemokratie wurde die stark besuchte Versammlung geschlossen. Briefkaften der Redaktion. Juriftifcher Teil. von 7%, bis 9%, Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. des Er Die obligatorische Fortbildungsschule soll nach dem Vorschlage der Spezialkommission der städtischen Körperschaften am 1. April 1906 ins Leben treten. Nachdem die Kommission in voriger Sizung den Arbeiter- Bildungsschule Berlin. Sonntag, den 9. Juli,& a= unseren Parteigenossen gelungen, wenigstens in die SchulEntwurf hierzu arg verschlechtert hat, statt ihn zu verbessern, ist es Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends milien- Ausflug nach Tegel- Hermsdorf. Abfahrt des Zugesordnung, die von der Kommission neulich beraten wurde, einige nach Tegel vorm. 8,05 Stettiner Vorortbahnhof, 8,11 Bahnhof wesentliche Verbesserungen hineinzubringen. So wurde festgelegt, dem Gesek nicht zwei Zwangskassen( z. B. Ortskrankenkasse und Betriebs. F. 2. Rigdorf. 1. und 2.: Nein. A. H. 01. Sie können nach Gesundbrunnen. Für Teilnehmer, welche die Straßenbahn benutzen, daß der Schulunterricht innerhalb der Arbeitszeit der Schüler zu er- frankenkasse) angehören. Sind dennoch irrtümlich von Ihnen Beiträge Treffpunkt bis 10 Uhr Restaurant" Waldschänke", gegenüber teilen ist, und daß die Maximal- Schülerzahl einer Klasse für gezahlt und von der Kaffe angenommen, so sind diese in vollem Betrage Schloß Tegel. Für Nachzügler von mittags 12 Uhr ab Restaurant Deutsch und Rechnen 35 und für Zeichnen 25 in der Regel nicht zurückzuzahlen. F. 5. Wird die Ehe wegen Schuld des Mannes ge Forsthaus"( Inh. Carl Dimke). Auguſta Vittoriaſtraße 18, bomberſteigen Bahnhof Hermsdorf in 5 Minuten zu erreichen. Zahlreiche Beteili- übersteigen darf. Auch die Ungleichheiten in der Besoldung der schieden, so fällt die Erziehung der Frau zu. Den Unterhalt für das M. N. Der gung wird erwartet. Lehrkräfte werden beseitigt, und zwar durch eine Gehaltsstala, die Kind und die geschiedene Ehefrau hal der Mann zu zahlen. eine Steigerung der Gehälter von drei zu drei Jahren von 80 auf der versezten Sachen ist, läßt sich in Ihrem Falle schwer nachweisen. Statt Pfandleiher hat den vollen Schaden zu ersetzen. Aber wie hoch der Wert 100 und 120 m. pro Jahresstunde vorsieht. eines langwierigen, Kosten verursachenden, von allerlei Zufälligkeiten im Erfolg abhängigen Prozesses ist in Ihrem Falle zu einem Vergleich zu raten. A. S. 1. Nach dem aufrechterhaltenen§ 9 des altpreußischen Preß gefehes vom 12. Mai 1851 dürfen Plakate, welche einen anderen Inhalt haben als Ankündigungen über gesetzlich nicht verbotene Versammlungen, über öffentliche Vergnügungen, über gestohlene, verlorene oder gefundene Sachen, über Berkäufe oder andere Nachrichten für den gewerblichen Ber fehr, nicht angeschlagen, angeheftet oder in sonstiger Weise öffentlich aus. gestellt werden. Ihr Aushang: Hier sind die Forderungen der Gehülfen des Plakats ab und beschreiten Sie eventuell den Weg des Verwaltungsbewilligt", bringt eine erlaubte Nachricht für den gewerblichen Verkehr, ist mithin erlaubt. Lehnen Sie die polizeiliche Aufforderung zur Fortnahme streitverfahrens. J. S. und E. R. 999. Einer Beleidigungsklage muß ein Sühneversuch vor dem Schiedsmann des Bezirks, in dem der Beklagte wohnt, vorangehen, wenn beide Parteien in derselben Gemeinde wohnen. Der( mit der Klage zu verbindende) Strafantrag ist innerhalb drei Monaten nach Kenntnis von der Beleidigung bei dem Amtsgericht des Bezirks ein zureichen, in dem der Beklagte wohnt. Bor Einreichung der Beleidigungsflage tut der Kläger gut, sich zu überlegen, ob der Zeitaufwand und die Kosten im Verhältnis zu dem Erfolg stehen können. Ein Beispiel und Anleitung zu einer Beleidigungsklage finden Sie S. 123 und 600 in den öffentlichen Bibliotheken ausliegenden Arbeiterrechts". R. N. Ein Kinderloser Witwer erbt( ebenso wie eine finderlose Witwe) nach dem Recht des Bürgerlichen Gesetzbuchs eine Hälfte des Nachlasses seiner verstorbenen Ehehälfte und überdies als Voraus alle Gegenstände, war die Ehe vor dem 1. Januar 1900 geschloffen, so hängt das Erbrecht die zum ehelichen Haushalt gehört haben, sowie die Hochzeitsgeschenke. des Gatten davon ab, wo die Ehe geschlossen und der erste Wohnsitz nach Eheschluß genommen war. Gilt für diesen Teil märkisches Recht( das trifft für Berlin, den größten Teil Brandenburgs und einiger anderer Landesteile zu), so kann der überlebende Ehegatte innerhalb sechs Wochen nach dem Tode seines Gatten in einer notariell oder gerichtlich beglaubigten Er lichen Gesetzbuch wähle. Tut er dies, so gilt auch für ihn das eben ihm nach den bisherigen Gefeßen zustehen, die Erbfolge nach dem Bürgerflärung dem Nachlaßgericht gegenüber mitteilen, daß er statt der Rechte, die wiedergegebe Erbrecht des Ehegatten nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch. unterläßt er solche Erklärung, so findet das märkische Recht Anwendung. Nach diesem hat er die Wahl, ob er sein Vermögen für sich behalten und auf den Nachlaß des Ehegatten verzichtet oder die sogenannte statutarische Portion wählt. Die statutarische Portion besteht in der Hälfte des am Todestage vorhanden gewesenen Vermögens bei der Eheleute. Liegt eine lettwillige Verfügung vor, so ist allein diese maßgebend. eine 75 E. Rentenquetschungsversuche können auch in Zukunft verfügt werden, möglichen Maßnahmen sind S. 393, 394, 439 bis 443 das in den öffentdenn die hierüber bestehenden Vorschriften und die gegen die Herabsetzung lichen Bibliotheken ausliegenden Arbeiterrechts dargelegt. Oudenarder Luitpoldstr. Der Arzt befand sich in Ausübung seiner Pflicht. Die Schwäßereien der Cousine könnten als Beleidigungen aufgefaßt werden. Es fönnte aber auch angenommen werden, daß fie in guter Abficht ohne das Bewußtsein der Kränkung gehandelt habe. Dann wäre fie freizusprechen. Es ist deshalb von einer Beleidigungsflage abzuraten. Vertrauen Sie sich ohne Voreingenommenheit für eine bestimmte Kurart einem Arzt an, zu Wie die Amerikaner ihr Nationalfest feiern. Die Zahl der Opfer dessen Offenheit und Tüchtigkeit Sie Vertrauen haben. Die von Ihnen er C. des 4. Juli war in diesem Jahre wieder sehr groß; es gab Tote wähnte Krankheit kann auch außerordentlich schwere Folgen haben. D. 24. Soweit ersichtlich, sind Sie fraft Gesezes Mitglied der Kasse. und Verwundete wie auf einem Schlachtfelde. In vielen Orten Gegen diese hätten Sie Ihre Ansprüche bei der Gewerbedeputation des batten die Behörden Mahnungen erlassen, daß die Bürger in einer Magistrats( Stralauerstr. 1-3) zu erheben. Trifft unsere Voraussetzung " friedlichen und vernünftigen Weise" den Tag der Unabhängigkeits- nicht zu, so bleibt Ihnen leider nur der Weg an die Armenkommission erklärung feiern möchten. Trotzdem wurde in altgewohnter Weise übrig. A. K. Nein. 100. Nach Ansicht des Ober- Verwaltungs - R. A. 19. Eine Schneiderin, die ein viel geschossen und massenhaft Feuerwerk abgebrannt. Es wird be- gerichts ist die Polizei im Recht. rechnet, daß für 10 Millionen Dollar Feuerwerk am 4. Juli ver- Sleid total verpfuscht, ist in vollem Umfange schadenersatzpflichtig. Aber die braucht wurde. Alle großen Städte haben lange Verlustlisten und Frage, ob eine Verpfuschung vorliegt, kann vom Gericht anders ent viele Feuersbrünste zu verzeichnen. In New York wurde aus schieden werden, als der Besteller annimmt. Ein Bergleich iſt daher rate einer Schar kleiner Jungen eine Feuerwerksbombe in einen Straßen- Bezirk die Schneiderin wohnt. fam. Zuständig für die Schadenersakklage ist das Amtsgericht, in dessen bahnwagen geschleudert, was eine Panik hervorrief; viele der Fahrgäste wurden verlegt, darunter ein alter Mann tödlich. Erst nach geraumer Zeit wird die Unglücksliste aus dem ganzen Lande fertig sein, aber man kann sich ein Bild davon machen, wenn man an den 4. Juli lezten Jahres denkt, der nicht etwa eine Ausnahme darstellt. Die Zahl der Toten war 200, darunter sehr viele Sinder; Ein Mietsgeldschwindler, der das Geschäft verschiedene Monate nahezu 100 Personen erlagen später ihren Verlegungen; etwa lang mit großem Erfolge im Havellande, im Kreise Zauch- Belzig, hundert verloren ihr Augenlicht ganz oder teilweise. Es waren ausübte, hatte sich gestern vor der Potsdamer Straffammer in der 20 000 Personen, die ärztliche Hülfe in Anspruch nehmen mußten. Person des aus der Haft vorgeführten 50jährigen Handelsmannes Vom 4. Juli 1905 meldeten die ersten Berichte schon 40 Tote und Matthies aus Reezer Hütten bei Belzig zu verantworten. Von weit einige tausend verlegte. und breit waren eine große Anzahl Zeugen, meistens Landwirte, Die Zahl der wegen chronischen Alkoholismus und Säufer. Förster, Gastwirte 2c. herbeigeeilt, bei denen der Angeflagte mit Er- wahnsinns in den allgemeinen Krankenhäusern des preußischen folg seine Tochter oder seinen Sohn als Dienstmädchen oder als Staates behandelten( aufgenommenen) Personen betrug nach dem Knecht vermietet und dafür das Mietsgeld im Betrage von„ Statistischen Jahrbuch für den Preußischen Staat" 1904( Seite 115) 2-5 M. in Empfang genommen hatte. Seit dem 14. Februar im Jahre 1902 13 377, und zivar 12 576 Männer und 801 Frauen. war Matthies von Hause fort und lebte, von Ort zu Ort reisend, Außerdem wurden im Jahre 1902 in fämtlichen Frrenanstalten 1418 von den Erträgen seines Schwindels, denn er hatte weder eine Männer und 111 Frauen, im ganzen 1529 Personen, am SäuferTochter, noch einen Sohn, welche in der Lage waren in Dienst zu wahnsinn behandelt. Dazu kommen noch die Fälle von ausziehen. Die Vernehmung der vielen Beugen erübrigte sich meistens, gesprochenen alkoholischen Geistesstörungen, die nicht besonders beda der Angeklagte schließlich sein Leugnen aufgab. Er wurde in zeichnet sind. Es resultieren demnach mindestens 20 000 Personen, nachweiſt: 1. Es resultieren demnach mindestens 20 000 Personen, nachweist: 1. Nein, 2. fann fie auf vollen Unterhalt flagen. Endlich kann 27 Fällen des Betruges im Rückfalle für schuldig befunden und zu die wegen ausgesprochener alkoholischer Störungen in preußischen 1 Jahr Gefängnis verurteilt. Der Staatsanwalt hatte gegen den Krankenhäusern und Irrenanstalten behandelt worden sind. Angeklagten, der aus Not gehandelt haben will, 1 Jahr 3 Monat Gefängnis beantragt. Bei der Arbeit gestorben ist gestern morgen um 8 Uhr die 34jährige unberehelichte Blätterin Martha Nabel aus der Wanzlidstr. 20 zu Nigdorf. Sie arbeitete in dem Plättkeller Dresdenerstr. 75, wurde vorgestern, anscheinend infolge der Hize, unwohl und ging abends nicht nach Hause. Heute war sie faum an ein Waschfaß getreten, als sie leblos zusammenbrach. Weißensee. Am Sonntag, den 9. Juli, morgens 8 Uhr: Flugblattverbreitung vom Genossen Content, Lehderstr. 5, aus. Zahlreiche Beteiligung erwartet Das Gewerkschaftskartell. Lichtenberg. Töblich verunglückt ist der Zimmermann Hermann Jäsche Der in der Sorauerstraße wohnhafte 60jährige Arbeiter war auf dem großen Neubau der Papier- und Pappenfabrik von Meher bei der Errichtung des Dachstuhls tätig. Am Mittwochvormittag stürzte der Unglückliche durch einen Fehltritt von der Höhe des Baues in die Tiefe. Der herbeigerufene Arzt ordnete die Ueberführung in ein Krankenhaus an. Als der Krantenwagen erschien, war der Verunglückte seinen schweren Verlegungen schon erlegen. Potsdam. Spandan. Vermischtes. M. G. 42. 1.- 3.: Nein. 4. Es müßte eventuell beim Amtsgericht Klage auf Rückgabe erhoben werden. Ratsamer ist es, die Klage zu unterlassen Breslau M. 33. 1. Maßgebend find und den Streitfall beizulegen. die uns nicht bekannten Statuten: jedoch dünfte schon nach Ihrer Darstellung eine Stlage aussichtslos sein, weil ordentliche Aufnahme durch den etwa 30 M. betragen. 3. Sie sind nur auf Grund schriftlicher Bollmacht Borstand nicht erfolgt ist. 2. Das Gericht ist zuständig. Die Kosten könnten S. S. Es zur Klageerhebung und Vertretung Ihrer Frau berechtigt. 2. T. 11. Nein. empfiehlt sich eine notarielle oder gerichtliche Urkunde. 15.. 1. Nicht die Zeichnung allein, sondern vor allem der Batent anspruch ist sachgemäß und genügend anzugeben. Sie tun gut, sich entweder direkt auf dem Patentamt Bescheid zu holen oder, wenn irgend tunlich, einen Patentanwalt zu beauftragen. 2. Zwei. 3. Zunächst 20 M.; Sie erhalten volle Auskunft im Patentamt. 4. Gin bis vier Monate. B. 31. Eine Frist ist nicht vorgeschrieben. Sie tönnen nur flagen und 2. 42. Nach Ihren Darlegungen gehört der dann pfänden lassen. D. Ja. Bogel Ihnen und Sie sind zur Rückgabe nicht verpflichtet. Schuld 100. 1. Leisten Sie den Eid nicht, so fönnen Sie zweds Teistung des Offenbarungseides bis zur Dauer von sechs Monaten verhaftet werden. 2. Unwahre eidliche Angaben werden als Meineid mit Zuchthaus bedroht. Manipulationen zur Uebertragung des Eigentums auf die Ehefrau zwecks Benachteiligung des Gläubigers find rechtsunwirksam und mit Gefängnis bedroht. 3. P. 68. Falls die Mutter den Sachverhalt sie beim Amtsgericht Tilsit den Antrag auf Entmündigung wegen Trunt. sucht und Unterbringung in eine Heilanstalt stellen. 3. Der Frau stünde der Anspruch als Erbin z11. W. X. Leider ist das jezt zu spät. A. G. 100. Alter Abonnent 89. Die Kündigung besteht zu Recht. Das Gericht tann 1. Ja. 2. Nein. 3. Ja. 4. Vermietung ist erlaubt. daraus und aus dem gesamten Verkehr Schlüsse zu Ihren Ungunsten ziehen. O. M. V. Der Antrag ist an die Versicherungsanstalt, Köllnischer Die Versicherungsanstalt ( mündlich oder schriftlich) zu richten. berechtigt, nicht verpflichtet, Ihrem Antrage stattzugeben. 2. Nein. V. S. 42. Die Statutenvorschriften find maßgebend. M. 1. Nein; fie darf jede Antwort ablehnen, aber nicht wahrheitswidriges angeben. 2. Anfragen, ob bestimmte Länder wegen bestimmter Delifte ausliefern, lehnen wir grundsätzlich aus strafrechtlichen Gründen ab. Sie müssen selbst die Auslieferungsverträge einsehen. 3. Jn 5 Jahren. Buchdruderei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW Ein schweres Unglück auf den Militärschießständen in Waldhof ereignete sich am Donnerstagvormittag. Der Grenadier Neck von der neunten Kompagnie begab sich während des Schießens an eine Scheibe und erhielt einen Schuß, welcher die Nieren durchbohrte. Bart Er. liegt in hoffnungslosem Zustande im Lazarett. Die Schuld an ist dem Unglücksfalle gibt man dem aufsichtsführenden Feldwebel. Untersuchung ist eingeleitet. Untersuchung ist eingeleitet. Königlich preußische Sozialpolitik. In Preußen geht eine alte Sage, nach der die Staatsbetriebe einst zu Musterbetrieben gemacht werden sollten. Zu den Muster- Staatswerkstätten gehört auch die neue Geschoßfabrik. In diesem Institut wird ununterbrochen, Ein Wirbelwind riß auf dem Gute Treuhausen( Kreis Briefen), in Tag und Nachtschicht, gearbeitet. Auf die jahrelang ers hobene Forderung der Beseitigung dieser gesundheitsschädlichen und wie die" Thorner Presse" meldet, den Stall nieder, wobei drei Verantwo, Redakteur: Frana Rehbein, Berlin, Für den Inseratenteil verantw: Th. Glade, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts