Nr. 17«. RbonnementS'Redingungen: TOonnemcntS< Preis pränumerando! Biertcljährl. 3,30 MI., monatl. 1,10 MI., »oSchentlich 28 Pfg. frei ins HauS. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- nummer mit illustrierter Sonntags- Beilage.Die Neue Welt" 10 Pfg. Post. Abonnement: 1,10 Marl pro Monat. Eingetragen w die Poft-ZeitungS- Preislifte. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich, Ungarn » Marl, für das übrige Ausland 3 Marl pro Monat. ÄÄ. Ilchfg, Die TnfertionS'GebiiDr beträgt für die fechsgespaltenc Kolonel- zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerlschaftlichc BereinS- und BerfammlungS-Anzeigen 2S Pfg. „Ateine Hnzcigen", das erste(fett- gedruckte) Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchflaben zählen für zwei Worte. Jnferate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen- tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festlagen bis 8 Uhr dormittags geöffnet. vidiiliit tlaUd) außer GlHtaa*. Vevlinev VolksblcM. Telegramm-Adresse: „Soxlaldenioknt Rtrlln". Zcntralorgan der Ibzialdcmohratifcbcn Partei Deutfchlands. Redaktion: 8 LI. 68, Lindenstrasae 69. Kcriisprechcr: Amt IV, Nr. ISSS. Sonntag, den Juli 1903. Expedition: 8CCl. 68, Lindenstrasse 69. Zsfcriisprccher: 8(mt IV Nr. 1081. Englische Flottendemonstration. Die englische Flottendemonstration, welche für August in der Ostsee angekündigt wird, ist ein neues Zeichen der internationalen Spannung. England hat seine Flottenmacht im Kanal und in der Nordsee durch Zuzug von auswärtigen Stationen verstärkt, das Unterhaus hat am Freitag bedeutende Marinebauten für eine neue starke Flottenbasis in Rosyth beschlossen und zugleich wird ein mächtiges Geschwader von zwölf Linienschiffen und fünf großen Panzerkreuzern zur Fahrt in die Ostsee vorbereitet. Seit vielen Jahrzehnten hat kein größeres englisches Geschwader den Sund passiert, um in die Ostsee zu gelangen, in das Binnenwasser, das abseits liegt von den für englische Interessen unmittelbar bedeutsamen Meeren. Mannigfache Vermutungen werden laut, aus welchen Gründen die englische Re- gierung die auffällige Aktion unternimmt. Man kombiniert allerlei über Pläne der deutschen Diplomatie und des deutschen Kaisers, gegen welche die Geschwaderfahrt in die Ostsee einen eindringlichen Protest bedeuten sollte. Der Kaiser wolle eine Union der Ostsee« staaten zustande bringen, um die Ostsee wie das Schwarze Meer zu einem geschlossenen Meer zu machen. Darüber hat er mit dem Zaren und dem König von Schweden verhandelt, darüber werde er jetzt in Kopenhagen verhandeln. England aber wolle sofort zeigen, daß es solche Pläne nicht dulden kann und daß es stark genug wäre, sich, wenn es nötig sei, durch die Uebermacht seiner Marine den Eintritt in die Ostsee zu erzwingen. Eine andere Lesart besagt, die Fahrt in die Ostsee solle gegen den Anspruch des deutschen Kaisers auf eine vor- herrschende Stellung über die skandinavischen Staaten demonstrieren und insbesondere die norwegische Unabhängigkeit gegen schwedisch- deutsche Bedrohung garantieren. Wahrscheinlicher ist es, daß durch die überraschende. englische Aktion jetzt ebenso gegen die Zu- samnienkunst Wilhelms II. mit dem Zaren protestiert werden soll, wie durch das französisch-englische Flottensest von Brest gegen die deutsche Marokkopolitik und die Sensation von Tanger demonstriert wurde. Es sei dahingestellt, ob es in den maßgebenden Kreisen Englands Politiker gibt, welche die angebliche„LieblingSidee" des deutschen Kaisers befürchten, durch„Herbeiführung eines russisch-deutsch- französischen Bundes England vollständig zu isolieren. Ganz gewiß aber ist die Entsendung eines großen Flottenaufgebots in die deutschen Gewässer der Ostsee ein überaus alarmierendes Zeichen für die äußerst scharfe Zuspitzung der deutschen und englischen Beziehungen! Die europäischen Staatsbeziehungen sind völlig aus der früheren Gleichgewichtslage gekommen. Die alten Bündnisse stehen noch auf dem Papier, doch ihre Bedeutung ist von Jahr zu Jahr gesunken. Und Neues scheint im Werden, ohne doch in klarem Umriß erkennbar zu sein. Die Diplomatie tastet hierhin und dorthin. Den Mut« maßungen und Befürchtungen ist freieste Bahn geöffnet. Ein über« raschendes Geschehnis reiht sich an das andere, kaum ist Beruhigung über das eine eingetreten, so setzt eine neue Erscheinung die Gemüter in Bewegung und Erregung. Es ist ein Zustand, der zu allen Besorgnissen Anlaß gibt. Die Nationen selb st aber stehen wie im Dunkeln, sie wissen nicht, was vorgeht, ob der morgige Tag in Friedlichkeit glänzt oder ob er kritische Situationen herbeiführt. Wie die Kinder in der Dunkelheit schreien, so lärmen die politischen Kinder in dieser internationalen Wirrnis und fordern Gewaltinittel, um den Feind, den sie fürchten, zu verjagen und fernzuhalten. Sie rufen nach neuen und zahlreicheren Panzerkolossen und Marinerüstungenl So begrüßt die„Rhein.-Westf. Ztg." die britische Ostseefahrt wie folgt: „Ein freundlicher Akt ist eS gerade nicht, aber freund- liche Handlungen erwarten ivir zurzeit von John Bull auch nicht. Kühl bis ans Herz hinan sehen wir dem Besuche entgegen. Mit Höflichkeit und Würde werden die Schiffe, die nach den Wünschen so mancher englischer Politiker und Admiräle Tod und Verderben den deutschen Küstenstädten bringen sollen, empfangen werden. In Deutschland wird wohl auch kein Blatt die Geschmacklosigkeit besitzen, die englische Blätter seinerzeit sich leisteten> darin einen Versuch zur Spionage zu erblicken. Hoffentlich vermeidet auch die amtliche Welt alles, was nach Herzlichkeit und Freundschaft aussehen könnte— denn bei den heutigen Verhältnissen könnte dies doch nur als Heuchelei auf- gefaßt. werden. Sehr wünschenswert aber wäre es, wenn alle Feinde einer schleunigen Flottcnvcrmehrung bei dieser Gelegen- hcit eine Fahrt an die Wasserkante machen wollten. Die Zahl, die Größe und die Bewaffnung dieses einen eng« lischen Geschwaders müßte ihnen doch viel zu sagen haben." Und im Blatt der liberalen Handelsbourgeoisie, im„Berliner Tageblatt". erklärt der weltpolitisierende Marinemann Graf von Reventlow: „Bedeutet also die Anwesenheit einer mächtigen englischen Flotte von zwölf Linienschiffen und wahrscheinlich auch fünf größeren Panzerkreuzern eine offene Drohung des zur See Stärkeren, so dürfen wir die darin liegende Mahnung, uns so schuell wie möglich stärker zu machen, nicht unbefolgt vorübergehen lassen, ohne gegen die einfachsten patriotischen Pflichten zu fehlen." Die Unsicherheit der internationalen Beziehungen wird die militaristischen und marinistischen Neigungen aufreizen und noch in hohem Maße steigern. Der Staatssekretär des deutschen Reichs- Marineamtes glaubt„überzeugendes Material" zur Begründung für die erhebliche Marinevorlage der nächsten ReichstagSsession zu sammeln. Die drohende englische Gefahr wird, wenn nicht öffent- lich von Amtswegen �angekündigt, in der Geheimberatung einer Kommission die Notwendigkeit der Tirpitzerei jedem Patrioten einleuchtend machen. Man wird sich in diesem weisen Wirken auch nicht stören lassen, wenn schon jetzt die Patrioten jenseits dcS Kanals unter Hiniveis auf die deutsche Gefahr fordern, daß die Flotten- Verwaltung ohne Verzug zwölf große Linienschiffe in Bau gebe. Die Arbeiterklassen Englands und Deutsch- l a n d S aber muß die gegenwärtige Situation eindring- licher denn je lehren, welche gewaltige Kulturaufgabe sie zu erfüllen haben. Sie wollen nicht die maritimen Wettrüstungen fortbetreiben und noch steigern, deren Sinn- losigkeit offenbar ist, da die Vermehrung der einen Flotte die der anderen zur Folge hat, so daß das Kräfteverhältnis der beiden Wettrüstenden unverändert bleibt, während die Völker gewaltige Opfer bringen müssen und an gemeinsamer Arbeit im Dienste der menschlichen Zivilisation gehindert sind. Je mehr die englische Ostsee-Aktion die internationale Situation verworren und schwierig zeigt, umsoweniger ist diesen Verworren- heiten und Schwierigkeiten durch gegenseitige Bedrohungen und durch vermehrte Marinerüstungen zu begegnen, wodurch die Verworren- heiten und Schwierigkeiten weiter wachsen müssen bis zu einer schließlichen kulturverwüstenden Katastrophe. Wie die deutsche Sozialdemokratie aus Anlaß des Marokkokonflikts die kulturelle Solidarität mit der ftanzösischen Nation bekannt hat, so werden wir gegenüber allen Versuchen, Deutschland und England zu ent« zweien und gegeneinander zu Hetzen, die kulturelle Interessen« gemeinschaft dieser beiden Staaten der höchsten industriellen Ent- faltung und der machtvollsten Arbeiterbewegung nicht minder freudig und laut verkünden und vertreten. Es gilt nicht, die beiden ersten Nationen durch Rüstungsvermehrung von Bedrohung zu Be« drohung zu treiben. ES gilt, die Rivalitäten, die Intrigen und das gehässige Mißtrauen zu bekämpfen und zu beseitigen. Es gilt Klarheit und Licht zu schaffen über das, was Fürsten und Diplomaten betreiben, ohne Wissen derVölker, aber auf Kosten der Völker! poUtifcde deberficdr. Berlin, den 29. Juli. Agrarische Mätzchen. Es gehört zu den Spezialaufgaben der„Deutschen Tages- zeitung", alljährlich gegen Ende Juli in einem oder einigen Artikeln zu beweisen, daß die Hoffnung der Landwirte auf eine gute Ge- treideernte sich als trügerisch herausgestellt hat und wieder mal beim Schneiden der Ernte der Ertrag weit hinter den berechtigten Er Wartungen zurückgeblieben ist. Der Zweck dieser alljährlich wiederkehrenden Lamentationen ist ein doppelter: erstens soll da durch der Landwirt veranlaßt werden, mit dem Verkauf seines Ge- treides zurückzuhalten und zur Preissteigerung mitzuhelfen, zweitens soll dadurch auf die Regierung ein Druck aus- geübt werden, den notleidenden Agrariern in irgend einer Form Entschädigungen zu gewähren. Auch in diesem Jahre leistet sich die„Deutsche Tageszeitung wieder ein solches Spiel. In ihrer gestrigen Abendnummer ver« öffentlicht sie unter dem Titel„Bange Sorgen" einen Artikel, in welchem sie nach altem Rezept beweglich über die getäuschten Hoff- nungen vieler Tausender von Landwirten jammert und zu dem Ergebnis kommt: „Die Niederschlagsnienge im Frühjahr dieses Jahres hat leider die älteren Ausfälle nicht zu ersetzen vermocht und densgemäß war die Erntemenge sowohl im Körner- als auch im Strohertrage gegen- über dem Vorjahre bedeutend minderwertig; von Ifachmännischer Seite wird, wie uns Zuschriften zeigen, die diesjährige Ernte bei den Körnerfrüchten auf 66 Proz. der vorjährigen geschätzt. Nach seinem Gebrauchswert aber ist dieser gewichtige Teil der Ernte infolge andauernder Regengüsse ganz außerordentlich beeinträchtigt worden." Zum Schluß folgt dann ein Seitenhieb aus die Getreidehändler, die ausländischen Roggen einführen und dadurch die Preisbewegung stören, und dann kommt— etwas allzu durchsichtig— der be- kannte Appell an die Regierung: „Natürlich wird auch jetzt wieder von gewissen Seiten versucht werden, die betrübenden Tatsachen in ein �möglichst nnldeS Licht zu rücken— um die Mittel hierzu ist man ja nicht verlegen—: ein solches Verfahren müßte den objektiven Beobachtern und Freunden der Landwirtschaft ganz besonders die Pflicht näherlcgen, die Dinge zu schildern, so wie sie sind! Es ist ein Kardinalfehler unserer liberalen Wirtschaftspolitiker, daß sie niemals mit dem großen Risiko rechnen, welches die Landwirtschaft in allen Zweigen ihrer Produktion zu tragen hat. Desto mehr darf man erwarten, daß die maßgebenden Kreise unserer Regierung und unserer Parlaniente nach wie vor dem landwirt- schaftlichenGe werbe diejenigeBeachtung schenken, welche ihm nach seiner ganzen Bedeutung für unser gesamtes wirtschaftliches Leben zukommt." Vorläufig ist der Appell noch etwas schüchtern. Man kann nach ftüheren Erfahrungen aber mit Sicherheit darauf rechnen, daß schon in allernächster Zeit die„Deutsche TagcSzig." entdecken wird, die Notlage sei weit größer, als sie bisher angenommen habe, und daß mit dieser Entdeckung auch zugleich die Dringlichkeit ihres Appells steigt._ ' üeber den deutsch-französischen Grenzkonflikt liegt nun auch eine deutsche Darstellung bor, allerdings keine amtliche. Die GesellschaftSüdkamerun gibt den„Hamb. Nachr." folgende Schilderung der Vorgänge: „Seit Juni 1901 hatte die Gesellschaft Südkamerun eine Faktorei inMatulli, südlich von M i s s u m-M i s s u m. Als durch die Austiahmen der G r e n z k o m m i s s i o n Zweifel darüber entstanden, ob dies noch deutsches Gebiet sei, verlegte die Gesellschaft ihre Faktorei am 1. Januar 1904 nach M i s s u m- Miss um. Dieses Gebiet ist immer, auch auf der letzten von der Regierung der Gesellschaft zugestellten Karte, als deutsch angesehen worden. Noch am 9. Dezember 1904 teilte der damalige stellvertretende Chef des Sangha-Ngoko-Gebietes der Gesellschaft schriftlich folgendes mit: „Nach den diesseitigen Beobachtungen und Aufnahmen sind die Ortschaften Balun und Missum- Missum auf deutschem Gebiet gelegen. Die Häuptlinge haben die deutsche Flagge erhalten und stehen unter deutschem Schutze. Im Namen der kaiserlich deutschen Regierung protestiere ich gegen das Auftreten der französischen Regierung in diesen Gebieten. Die Faktoreien und Posten der Gesellschaft Süd- kamerun genießen hier den Schutz der Regierung." Im April 1905 erhielt der Faktoreileiter der Gesellschaft Südlamerun in Missum- Missum durch den französischen Re« gierungsbeamten Roussari den Befehl, die Faktorei bis zum 9. Mai zu räumen, da die G r e n z a u f n a h m c n der Franzosen ergeben hätten, daß der Ort sich auf f r a n« zösischem Gebiet befände. Da er danials ohne deutschen Schutz war, mußte der Faktoreileiter sich vorläufig fügen. Am 27. April teilte ihm ein senegalischer Unteroffizier der Franzosen mit, daß ihm schon vom 2. Mai ab der Verkauf von Lebensmitteln untersagt sei. Am 30. April erklärte derselbe Unteroffizier, er hätte von Herrn Roussari Befehl erhalten, die Leute der Ge- sellschaft nötigenfalls mit Gewalt zur Räumung am darauffolgenden Tage(1. Mai) zu zwingen. Auf die Erwiderung, daß ursprünglich eine Frist bis zum 9. Mai gesetzt und es nicht möglich sei, eher zu räumen, ließ der Unteroffizier seine Soldaten antreten, uin die der Gesellschaft gehörigen Sachen aus den Bau- lichkeiten zu entfernen. Die Angestellten der Gesellschaft wurden sogar tätlich von den senegalesischen Soldaten angegriffen und gewaltsam entfernt, wobei sich der Unter- offizier die steche Bemerkung erlaubte,„daß es keine Kunst sei, einen Weißen zu erschießen". Als Hauptmann Scheunemann einige Tage darauf in der Gegend erschien, hat er wieder Besitz von der stets als deutsch betrachteten Faktorei Missum« Missum ergriffen. Dabei ist eS offenbar zu einem Gefecht gekommc», worüber die Gesellschaft jedoch noch keine bestimmten Nachrichten hat. Die Franzosen sind es danach, die z u e r st gegen uns vorgegangen sind, während die Maßregeln des Hauptmanns Scheuneinann nur als notgedruugene Repressalien dagegen erscheinen. Erwähnt sei schließlich noch, daß der Gesellschaft seit dem Jahre 1903 durch ähnliche Uebergriffe der französischen Lokal- regierung und Gesellschaften im französischen Kongo große Beträge an Warenproduktcn genommen worden sind, wofür die Gesell- schast trotz aller Reklamationen bislang keinerlei Ersatz oder Ent- fchädigung erhalten hat. Die Franzosen haben an den Grenzorten mehrfach die von den deutschen Offizieren gehißten Flaggen, wenn. die Niederlassungen wegen mangelnder Truppen ohne Schutz waren. wieder heruntergeholt, sogar gelegentlich zerrissen und dadurch das deutsche Ansehen bei den Eingeborenen erheblich herabgesetzt." Soweit die Darlegung der Ursachen und des Verlaufs des Grenzkonfliktes. Ob die Vorgänge sich wirklich so ab- gespielt haben, wird erst noch festzustellen sein, da die Gesell- schast Südkamerun in der Sache Partei ist und natürlich be- müht sein wird, ihre eigene Haltung im besten Lichte erscheinen zu lassen. Bemerkenswert ist jedenfalls, daß sie ursprünglich eine Faktorei auf einem Gebiete angelegt hatte, das mindestens als strittig anzusehen war. Ueber eine zweite Erklärung der Gesellschaft Siidkamerun wird dem„B. T." noch gemeldet: „Gegenüber einer Berliner Meldung, daß an amtlicher Stelle von den Grenzzwischenfällen in Südkamerun nichts bekannt sei, erklärt das hiesige Präsidium der Ge- sellschaft Südkamerun, daß die Gesellschaft das Auswärtige Amt über die Vorgänge an der Kamerun-Grenze ständig aus dem Laufenden gehalten habe. Wiederholt sei in Berlin darauf hingewiesen worden, daß der deutsche Schutz in jenen Grenzbczirken durchaus u n« genügend ist und daß den französischen Forderungen gegenüber den deutschen Ansiedlern einfach deshalb nachgegeben wurde, weil sie bei der deutschen Behörde keinen Rückhalt fanden, während die französischen Karawanen und Faktoreien durch senegalische Soldaten weitgehenden Schutz erhielten. Das Niederschießen des Senegalesen-Unteroffiziers ist wahrscheinlich durch das freche Auftreten des Sene- galesen veranlaßt worden. In dem darauf folgenden Gefecht wurden nach brieflichen Mitteilungen an die Süd- kamerun- Gesellschaft drei Mann getötet und vier gefangen. Hierauf erklärten die Franzosen den Kriegszustand und zogen Verstärkungen heran. Alles dieses sei. so erklärt die Gesellschaft, der amtlichen Stelle in Berlin mitgeteilt worden." Wenn sich in der Tat alles so verhält und das Aus- wärtige Amt über die kritische Situation in dem Grenz- gebiet seit geraumem unterrichtet war, so ist es doppelt un- begreiflich, daß sich der Konflikt bis zum Blutvergießen zu- spitzen konnte. Wenn sich auch der Schauplatz dieser deutsch- französischen Kolonialbalgerei im äußersten Südostzipsel Kameruns befand, so hätten doch rechtzeitige energische Weisungen der beiderseitigen Kolonialverwaltungen, bis zur definitiven Grenzregelung strenge Zurückhaltung zu beobachten das Vorkommnis auf alle Fälle verhüten können. Wenn der Die Torpedo- ,, Lustjachten" für Rußland. Die Versendung der Zusammenstoß auch schwerlich ernstere politische Folgen haben in Kiel erbauten Torpedo- ,, Lustjachten" über Lübeck nach Rußwird, so ist er er doch im höchsten Maße dazu an- land nimmt ihren ungestörten Fortgang. So trafen letzter Tage getan, die ohnehin gereizte Stimmung in Frankreich wieder in Lübeck 2 Eisenbahnwaggons mit Teilen der Torpedozu erhöhen. Es ist aber ein Standal, daß die koloniale" Luftjacht" Nr. 118 ein. Diefelben werden gegenwärtig beim Es ist aber ein Standal, daß die koloniale Schuppen 26 auf den finnischen Dampfer Linnea" Abenteuersucht und jenes skrupellose Draufgängertum, das verladen, um nach ihrem Bestimmungsort gebracht zu werden. Und uns schon den endlosen Krieg in Südwestafrika auf den Hals Deutschland bleibt neutral" trotz alledem! gebracht hat, auch noch politische Reibungen mit europäischen Mächten heraufbeschwört. Eine grobe Rücksichtslosigkeit ist es obendrein, daß sich unfere verantwortlichen amtlichen Stellen, trotzdem sie bereits über die Vorgänge unterrichtet sein müssen, auch noch in gleichgültiges Schweigen hüllen! Deutsches Reich. Das Telegramm Vollmars. Die Münchener Post" macht jetzt folgende Mitteilungen zu dem Telegramm, das Vollmar an die „ Tägliche Rundschau" gerichet hat: Zur Generalversammlung der Katholiken Deutschlands wird in der Zentrumspresse eingeladen. Die Veranstaltung soll vom 20. bis 24. August in Straßburg i. E. stattfinden. = 1822. Wegen aufrührerischer Tendenzen" wurde in Straßburg i. E. eine von H. Zislin- Mülhausen herausgegebene politisch satirische Flugschrift Das Elsaß als Bundesstaat" sofort nach ihrem Erscheinen von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt. Die Flugschrift behandelt die Germanisation des Elsaß. Die Beschlagnahme erfolgte auf Grund des " Aufruhrparagraphen" von 1822! " Die Disziplin in der deutschen Marine. = Die„ Tägliche Rundschau", eines der skrupellosesten kapitalistischen und chauvinistischen Organe Berlins, hatte, wie die von einem Zu der offiziellen Erklärung der Nordd. Allg. 3tg." und den fleinen Münchener Jungliberalen häufig angelogenen Leipziger Beschwichtigungsversuchen eines Kieler Lokalblattes bemerkt die Neuesten Nachrichten", Vollmar als den Verfasser des Schlesw. Holst. Bolt3-8tg.": R. K. Artikels bezeichnet. Herr von Bollmar hat seinen Artikel geschrieben.... Vor seinem Auge stand.." So lehrt uns Herr von Vollmar „ die sozialdemokratische Münchener Post" des Herrn von Vollmar usw., so lafen sich die Stellen, in denen wider besseres Wissen Vollmar die Autorschaft zugeschoben wurde. geteilt wird. " " " " Um das Maß der Beschwichtigungsmanöver der deutschen Presse über die Vorkommnisse auf dem kleinen Kreuzer Frauenlob" voll au machen, erhob, wie unsere Leser wissen, schließlich auch die Nordd. Allg. 3tg." ihre Stimme, um in ihrer bekannten Weise eine Dementijudelei vom Stapel zu lassen. " " Die Berichte der Schlesw.- Holst. Volts- 3tg." sind aber absolut nicht übertrieben und bei den Münch. Neuest. Nachr." sind nur einige Nebensächlichkeiten falsch. das Dagegen hat sich Vollmar in einem Telegramm an die„ Tägl. Rundschau" gewandt, in dem er, ohne irgendwie materielle Stellung zu dem Artikel zu nehmen, ledig Im Gegenteil zu dem, was man da dementieren will, stellen lich die Behauptung des Berliner Organs, daß wir nun fest: die wenigen" und nur kleinen über Bord geder Artikel von ihm sei, als Erfindung" be- worfenen Schiffs- und Geschützteile stellen sich als eine recht anzeichnete. ständige Menge größerer" Teile heraus und die, welche klein waren, Wir hätten es freilich für richtiger gehalten, wenn Vollmar, waren für das Schiff von eminenter Wichtigkeit. Wir sind, falls anstatt auf das Toben der Heuchlerbande hereinzufallen, uns um die die„ Kieler N. N." sich wirklich in ihrer nach oben Rücksicht nehmenden übrigens schon durch das Zeichen des umheulten Artikels ge- Schreibweise dazu verstehen sollten, unsere Berichte abzuschwächen, gebene Bestätigung ersucht hätte, daß er der Verfasser nicht in der Lage, das Verzeichnis der abhanden gehei. Eine Meinung, die auch von der gesamten Parteipreffe tom menen Stüde zu bringen. Ist es z. B. der„ Nordd. Und welches Entgegenkommen seine eilige Antwort Allg. 3tg." und den„ Kieler N. N.", die ja angeblich so sehr gut an die„ Tägliche Rundschau" gefunden hat, darüber wird ihn ein unterrichtet sind, auch bekannt, daß der Kreuzer, als er in" SeeBlick in die Gazetten des bürgerlichen Wohlanstandes inzwischen be- arrest" nach der Neustädter Bucht abgehen sollte, nur mit dem lehrt haben. Indessen, der Fall ist zu wenig wichtig, als daß anders Gefechtssteuer( also dem Steuer im untersten Schiffsraume, wie sehr gelassen darüber geurteilt werden sollte. Einige besonders auf die„ Münch. Post" giftige„ liberale" bag in Gefecht als Iettes in Betracht fommt) gesteuert werden mußte, da alle anderen, es sind deren bekanntlich mehrere an Organe sprechen dabei von einer Desavouierung unseres Blattes Bord, durch Entfernung wichtiger Bestandteile„ unbrauchbar" gedurch Vollmar im Sinne einer Zenfur. Diese Ansicht mag dem macht waren? Und da wagt man von geringen" Vorkommberechtigten Knechtsgefühle der allen Launen eines Verlegers unter- nissen zu sprechen? Man muß also schon an bedeutend stärkeren worfenen bürgerlichen Preßkulischaft entsprechen, auf ein jozialdemo- Tabat gewöhnt sein, um diese Disziplinlosigkeiten als gering" zu fratisches Blatt trifft sie nicht zu. Die Münchener Poſt" ist, wie bezeichnen. Auch die Behauptung der„ Nordd. Allg. 3tg.", die Unterjedes andere sozialdemokratische Organ, völlig unabhängig. Unsere fuchung habe ergeben, daß die Vorkommnisse durch den dritten Jahr Redaktion ist lediglich der zuständigen Parteiorganisation bergang verübt seien, zeugt von der Entstellungssucht dieses Blattes. antwortlich, und bei Auseinandersetzungen über Inhalt und Haltung Die Untersuchung ist und das ist ein bedeutendes Hauptmoment, find die Redakteure dieser Organisation nicht untergeben, sondern zeugt es doch von dem die Mannschaft beseelenden Korporationsallen anderen Mitgliedern völlig gleichberechtigt. geist und der völligen Einigkeit bisher völlig resultatlos verlaufen, und lediglich in Maßnahmen gegen die gesamte Schiffs. besaßung kam die Strafe in Anwendung. Bum Ueberfluß sei die Behauptung der Dementitante widerlegt, daß das Schiff beim Eintreffen des Kaisers gar nicht mehr in der Mieler, sondern bereits in der Neustädter Bucht gelegen habe. Das Schiff lag beim Eintreffen des Kaisers in der Stranderbucht, tam darauf, also während der Anwesenheit des Kaisers, als äußerstes Schiff in die Witer Bucht zu liegen und ging dann erst in „ Seearrest" ab. In der Neustädter Bucht soll die Besatzung übrigens nichts zu lachen gehabt haben!" Deswegen ist es auch ein Unsinn, von der Münchener Post" als Organ Vollmars" zu reden. Vollmar hat weder, noch maßt er sich an, mehr Einfluß auf die„ Münch. Bost" als irgend ein anderer Parteigenosse. Das mag einem beschränkten Knechtsverstande bürgerlicher Verlagstafeien wie ein blaues Wunder erscheinen, aber es ist so. Und nun mögen fie in der Berzapfung ihrer höheren und edleren Empfindungen" lustig fortfahren. Je stärker die Heuchelflut rauscht, umso besser gondeln wir darauf unserem Behagen zu." Die Reichsfinanzlage. Für das erste Viertel des laufenden Etatsjahres, so teilen die Berl. Pol. Nachr." mit, liegt der Nachweis über die Jsteinnahme an Zöllen und Verbrauchssteuern vor. Sie hat insgesamt 191,3 Millionen Mark oder 5,8 Millionen Mart weniger als im gleichen Zeitraume des Vorjahres betragen. Das Minus rührt namentlich aus einer Verringerung der Einnahmen bei der Branntweinverbrauchsabgabe und bei der Budersteuer her. " Neuer Nachschub nach Südwestafrika. Aus Hamburg wird gemeldet: Mit dem Postdampfer Lulu Bohlen" von der Wörmann- Linie ist heute mittag ein Truppen- und Pferde- Transport für Deutsch- Südwestafrika, bestehend aus 22 Offizieren, 9 Unteroffizieren, 280 Mann und 500 Pferden, abgegangen. Husland. " Berfolgungen antimilitaristischer Agitation in Schweden und in. Norwegen. Der Der schwedische Justizkanzler hat dieser Tage ein Flugblatt unter Anklage gestellt, das einen Aufruf an die Wehrpflichtigen enthält, fich im Falle einer Mobilisierung nicht unter die Fahnen zu stellen. Es ist unterzeichnet von„ Norrköpings sozialistischem Jugendklub" und von der Druckereivereinigung Norrköping ohne persönliche Verantwortung" Herausgegeben. Inhalt wird durch folgenden Satz charakterisiert: Wehrpflichtige! Die Norweger sind unsere Freunde, die schwedischen Kapitalisten unsere Feinde, sie, die dieser Tage 20 000 Arbeiter auf die Straße warfen. Weigert Euch zu mobilisieren, be geht nicht Brudermord!" Gleichzeitig teilt unser norwegisches Bruderorgan„ SocialDemokraten" mit, daß ein norwegischer sozialistischer Soldat zu zehn Tagen Gefängnis, nach Beendigung der Waffen übungen abzufizen, verurteilt worden ist, weil bei ihm eine größere Anzahl der Broschüre Militarismus" vorgefunden wurde. " Das Urteil gründet sich auf Bestimmungen des neuen Strafs gesetzbuchs. Der Verfasser der Broschüre, Leutnant Puntervold, war seinerzeit von dem kommandierenden General mit 3 bis 4 Jahren Gefängnis bedroht worden, man konnte jedoch, da das neue Straf gesetz noch nicht in Kraft getreten war, nichts gegen ihn ausrichten. Der Hauptinhalt der Schrift ist, daß die Vorzüge einer Voltss bewaffnung den Schäden des militaristischen Systems gegenübergestellt werden, daß dagegen protestiert wird, das Militär gegen den inneren Feind" zu gebrauchen, und schließlich auf die Verbrüderung der norwegischen und schwedischen Arbeiterschaft hingewiesen wird. Nun ist das erste Opfer gefallen", schreibt" Social- Demokraten" von dem neuen Strafgeset, und weitere werden noch folgen. Gegen dieses Sozialistengeset" gilt es jetzt einen energischen Kampf zu führen, sonst erhalten wir nicht die Freiheit, für den Frieden auf der skandinavischen Halbinsel zu kämpfen." Defterreich- Ungarn. Sozialistische Kundgebung für das allgemeine Wahlrecht. " Der Frankf. 8tg." wird vom 29. aus Budapest gemeldet: große Kundgebung für das allgemeine Wahlrecht. Das Die Sozialdemokraten veranstalten am Sonntag eine Organ der Sozialdemokraten überhäuft die vereinigte Opposition heute mit Vorwürfen, weil sie sich bei den Wahlen für das allgemeine Wahlrecht erklärt, in ihrer Adresse an den Kaiser aber dieses Programm im Stiche gelassen habe. Das allgemeine Wahlrecht müſſe aber unter allen Umständen verwirklicht werden, entweder mit einzugestehen, ob sie das allgemeine Wahlrecht wolle oder nicht. oder gegen die Koalition. Diese müsse endlich gezwungen werden, einzugestehen, ob sie das allgemeine Wahlrecht wolle oder nicht. England. Vorbereitungen zu den allgemeinen Wahlen. Glasgow, 29. Juli. Die schottischen konservativen Kandidaten für das Parlament sind von der Parteileitung offiziell angewiesen worden, sich für die allgemeinen Wahlen spätestens Ende Oktober bereit zu halten. Niederlande. Gegen das königliche Befestigungsprojekt. Antwerpen, 29. Juli. Sozialisten veranstalteten gestern ein Meeting, an welchem auch liberale Demokraten teilnahmen. In der Versammlung wurde in heftigen Reden gegen die Haltung des Königs sowie der Antwerpener Behörden protestiert. Mehrere Abgeordnete. hielten Ansprachen. Schließlich wurde eine Resolution angenommen, in der beschlossen wurde, eine energische Propa ganda zugunsten der Hafenbauten, aber gegen die ges planten Hafenbefestigungen von Antwerpen einzuleiten. Amerika. Das Defizit der Boftverwaltung. Die Post in den Vereinigten Staaten arbeitet fortgesezt mit einem großen Defizit, und auf diese Tatsache ist schon häufig von Zeitungen und Rednern hingewiesen worden, die ein treffendes Argument gegen den Sozialismus anführen wollten. An dem Defizit von 25 Millionen Dollar im Budget der Vereinigten Staaten im letzten Fiskaljahre ist das Postdepartement allein mit beinahe 20 Millionen beteiligt. Jn Harpers Weekby" wird der Das Bild gestaltet sich noch trüber, wenn man einen Vergleich Postbetrieb einer scharfen Kritik von sachverständiger Seite unterzogen mit den Etatsanschlägen vornimmt. Zu diesem Behufe muß, Die 100 Millionen- Anleihe im schwedischen Reichstag. und die Ursachen des andauernden Verlustes werden largelegt. Es da im Gtat ein Ertrag der Brennsteuer aus bekannten Gründen nicht vermerkt wird, die Einnahme aus dieser in Höhe von 1,1 Mil- Der schwedische Reichstag hat die Beschlüsse seines Spezial- wird zuerst darauf hingewiesen, daß der Jahres- Ueberschuß der lionen Mark in Abzug gebracht werden. Es bleibt demgemäß aals fomitees in ihrem ersten Teil: Verhandlungen mit Norwegen unter Bost in Großbritannien 22 Millionen und in Deutschland 15 Millionen Ifteinnahme aus Zöllen und Verbrauchssteuern für das erste Biertel der Bedingung, daß durch ein aus neuen Wahlen hervorgegangenes Dollar beträgt. Die Postverwaltung dieser Länder wird gerühmt des laufenden Gtatsjahres eine Summe von 190,2 Millionen Mart Storthing oder auf Grund einer Boltsabstimmung der Antrag Nor- gegenüber Amerika, wo gerade in diesem Zweige eine mangelhafte übrig. Im Stat für 1905 wird aber von jedem Viertel des laufenden wegens auf Unionsauflösung wiederholt wird, einstimmig, ohne Organisation herrsche und veraltete Methoden zur Anwendung kommen. Jahres die Summe von über 220 Millionen Mark erwartet. Um 2iderspruch von irgend einer Seite angenommen. Daß unsere Bei der Geldbeförderung hat die Post große Verluste, anstatt einen Viel Mißbrauch wird getrieben mit der nicht weniger als rund 30 Millionen Mark bleibt das Ergebnis des Parteigenoffen in der Zweiten Kammer, obgleich sie nicht damit ein- Gewinn zu erzielen. des Portos für Postfachen zweiter Klaffe. ersten Vierteljahres hinetr dem Statsanschlage zurück. In erster verstanden waren, derartige Bedingungen an den Verhandlungs- Ermäßigung Linie tommen dabei die Zölle in Betracht, deren durch die ver- abschluß zu knüpfen, teinerlei Einwendungen machten, das begründet Das Landbriefträgersystem verschlingt ungeheure Summen, es wird aber noch teurer werden und dagegen ist auch bündeten Regierungen in den Etat eingefeßter Anschlag bekanntlich ialmar Branting in Social Demokraten" wie folgt: durch den Reichstag außerordentlich stark in die Höhe gesezt ist. „ Wir haben unsererseits im voraus bestimmt hervorgehoben, schwer etwas zu sagen, denn die Ansprüche der Bevölkerung auf den Um nicht weniger als 26 Millionen Mark läßt die Wirklichkeit des daß der schnellste und fürzeste Weg zur. Anerkennung des Farmen verdienen Berücksichtigung. Diese Verluste laffen fich aber ersten Viertels 1905 die Schäßung im Stich. Nun wird man aller vollen Selbstbestimmungsrechts des norwegischen Voltes der am ausgleichen durch entsprechende Geivinne auf der anderen Seite, Das Defizit tann leicht beseitigt dings nicht unberücksichtigt lassen dürfen, daß die Anschlagserhöhung wenigsten schwierige und zugleich der würdigste 3. B. im Geldverkehr. durch den Reichstag im Hinblick auf die vor der Inkraft für das schwedische Wolf gewesen wäre. Aber wir mußten auch anerkennen, werden, wenn der ungeheuere Tribut, den die Bahngesellschaften der Post jährlich fordern, eingeschränkt würde. Jm segung des neuen 8olItarifs zu erwartende Mehr- daß der Weg, zu dem sich der Ausschuß entschlossen hat, bei gutem Willen von einfuhr von Waren vorgenommen ist, daß sich also erst im dritten auf beiden Seiten gangbar ist. Und wenn man sich nun tat- lezten Jahre erhielten die Eisenbahnen 46 Millionen Dollar Seit 1878 find die und vierten Viertel des Etatsjahres zeigen wird, ob die Annahme fächlich auf diesen Standpunkt einigte, war offenbar größere für die Beförderung der Postsachen. unverändert geblieben, trotzdem alle Transports des Reichstags zutreffend war oder nicht. Soviel aber ist jetzt schon Aussicht vorhanden, daß auch Norwegen diesen Weg betreten werde aten sicher, daß die Wareneinfuhrsteigerung sehr beträchtlich sein muß, und somit eine friedliche Lösung um so eher erreicht werden würde, fosten bedeutend billiger geworden sind. Ein Bundessenator sagte wenn solche finanziellen Lücken, wie die obige, ausgefüllt werden ie einmütiger alle Parteien Schwedens nach derselben Richtung vor einiger Zeit, daß die Regierung den Bahnen für den Transport sollen. zeigten. Hier, wo es möglich war, mit der eigenen Meinung zurück der Bost jährlich 40 Millionen Dollar bezahlt, während dieselben Etwas erfreulicher gestaltet sich das Bild bei den Reich zuhalten, wurde es unter diesen Verhältnissen direkt zu einer Bahnen gewöhnlich die gleiche Warenmenge für weniger wie vier stempelabgaben, aber auch hier nur, weil die in ihren Er- Pflicht der Sache des Friedens gegenüber, der damit am besten ge- Millionen befördern. Bei einer solchen Beraubung ist ein Defizit bon 20 Millionen Dollar noch gering zu nennen. Die Post bon gebnissen bekanntlich sehr schwankende Börsensteuer gute Er- dient war." Der zweite Punkt der Beschlüsse des Spezialfomitees, die allen Nationen Europas zufammengenommen, bezahlt nicht soviel träge abgeworfen hat. Aus ihr sind gegenüber dem anteiligen Etats- 100 Millionen- Anleihe, ist nur in der Ersten Kammer ohne Geld an die Eisenbahn wie Onkel Sams Poſt allein. anfaße von 7,5 Millionen Mark insgesamt während des ersten Vierteljahres 12,9 Millionen oder 5,4 Millionen Mart mehr ver- Debatte gutgeheißen worden; in der zweiten Kammer aber einnahmt worden. Nahezu aufgezehrt wird dieser Ueberschuß aber protestierten unsere Parteigenossen und auch der alte Adolf durch das Weniger bei der Lose steuer. Diese hat 5 Mil- edin entschieden gegen dieses, wie Branting schreibt, brohende, überflüssige Anhängsel zum Frie fann." fteuer! = Die russische Revolution. lionen Mart weniger, als im Etat vorgesehen ist, erbracht und zwar bensweg". Allerdings werden die Gefahren, die diese Anleihe nur, weil das Ergebnis der Staatslotterie- Losesteuer außerordentAm 28. Juli war ein Jahr vergangen, seit den Minister lich ungünstig gewesen ist. Jedenfalls," so erklären Die„ Berl. mit sich bringt, dadurch gemildert, daß die Gelder nur des Innern v. Pleh we das Geschick erreichte. Man wird Bol. Nachr.", gibt die Einnahmeentwidelung im Reiche, wie sie sich durch Reichstagsbeschuß für die Zwecke, wozu siebe diesen Tag im Gedächtnis halten weit mehr als irgend ein verfügbar gemacht werden können, so daß hier zeigt, ein Bild von der Notwendigkeit einer Reichsstimmt ist, verfügbar finanzreform, wie es eindringlicheer wohl nicht gedacht werden fie der Reichstag also gleichsam unter Schloß und Riegel anderes der zahlreichen Daten, die den Weg der russischen hat, und auch die neue Regierung, wenn sie aus friegsluftigen Freiheitsbewegung bezeichnen. Vom 28. Juli 1904 ab dürfen Sehr richtig! Also her mit einer gehörigen Reichsfinanzreform! Leuten zusammengesetzt werden sollte, doch nicht imftande wäre, wir den Beginn der Revolution rechnen, der der Her mit einer füchtigen Reichsvermögenssteuer und Reichserbschafts- folchen Gelüften ohne Zustimmung des Reichstages zu folgen. Auch Barismus schließlich zum Opfer fallen wird. Was vorder eigentliche Leiter der Sammlungspartei, Advokat Staaf, der her geschah, waren vereinzelte Ausbrüche einer systemfür den Anleihevorschlag sprach, erklärte, daß nur ein leber- losen Auflehnung gegen das herrschende Regime. griff oder ein Machtmißbrauch der Regierung zu Freie Deutsche Preffe." Wir teilten gestern einen grotesten friegerischen Abenteuern führen tönnte.- Das schwedische Volt ist auch später ist es keine systematische und organisierte Lügenunfinn liberaler Blätter über niemals stattgefundene Rund- also trop seiner undemokratischen Staatsverfassung in der Hinsicht Bewegung gewesen, gegen die sich der Absolutismus zur Wehr gebungen der Verachtung von Berliner Sozialdemokraten gegen glücklicher daran als manches andere Land, daß teine Regierung fegen mußte, aber mit der Nachricht, daß Plehwe gefallen sei, Bollmar und die bayerische Sozialdemokratie mit. Die Freie einen Stricg anzetteln kann, sondern dem Parlament die Entscheidung zog doch in die Herzen derer, die unter dem Zarismus litten, Deutsche Presse" wehrt sich zwar gegen die Feststellung der unsinnigen vorbehalten ist. Allerdings bringen die hundert Millionen noch das Bewußtsein von der Notwendigkeit gemeinsamen Kampfes Lüge, indem sie erklärt, daß der„ Vorwärts"" fast täglich wahre eine andere Gefahr mit sich und das ist die, daß sie zur Stärkung ein, und wenn auch kein äußeres Band die Soldaten der Schmuglübel über alle politischen Gegner der Sozialdemokratie aus bes Militarismus im allgemeinen dienen können. Bisher", erklärte Revolution umschlingt, so besteht doch seit Jahresfrist bei gießt". Die Freie Deutsche Breffe" irrt: Der Vorwärts" gießt Branting in seiner Stammerrede gegen die Anleihe, ist es ihnen das Gefühl der Solidarität: sie fühlen, nicht Schmugfibel aus, er sagt nur, wie schmuzig sich geber 8 weiten Rammer immer gelungen, alle wiffe Gegner gemacht haben und fast täglich Millionenanleihen für militärische Bwede au daß sie sich in einem Kriege befinden, in dem zwar der eine machen! Wie gemein und schmutzig fie fich machen, das beweist berhindern. Aber man fann sicher sein, daß, wenn in Zukunft unter Umständen Mittel anwendet, die dem anderen mißfallen, gleich wieder die heutige Schmugerei der Fr. D. Br.", welche die dieser Fonds vorhanden ist, es denen, die nicht die Wege des der aber ein nächstes Ziel hat, das ihnen allen ohne UnterSchamlosigkeit leistet, die Feststellung jener groben Lüge völlig Militarismus gehen wollen, bedeutend schwerer werden wird, die schied willkommen ist. 31 ignorieren! guten Traditionen der Zweiten Kammer aufrechtzuerhalten. " " Wir wollen jetzt nicht auf die einzelnen Etappen des Zu den Friedensverhandlungen. Eine Korrespondenz meldet: Arbeiterschaft wird von den Friseurgehülfen dringend ersucht, der veränderten Taktik Beachtung zu schenken. Hinter uns liegenden Jahres eingehen. Es hat Momente Ein Angriff gegen Linewitsch bevorstehend? gegeben, wo man den Sieg der Freiheitsbewegung nahe Tokio, 29. Juli. Militärischerseits wird versichert, daß die glaubte, und es hat andere Zeiten gegeben, in denen man Japaner, sobald der ihnen geeignet erscheinende Moment gekommen Bauarbeiter, Kleber! Die von der Drganisation vorgenommene besorgen mußte, daß die Reaktion auch diesmal triumphieren fei, inewitsch zwingen würden, sich auf Charbin Baukontrolle hat ergeben, daß einige der den Unternehmern willwerde. Bald hob eine günstige Welle das Schifflein der zurüdzuziehen, da er sonst verloren sei. Diese Anschauung fährigen Elemente vorgeben, den betreffenden Bau selbst vom BauRevolution hoch empor, bald verschwand es fast in der teilen alle aus der Mandschurei heimgekehrten Offiziere. Herrn übernommen zu haben. Andere behaupten wieder, selbst dräuenden Brandung. Mit der Zeit hat man gelernt, ruhig Meister zu sein und ihrem Kollegen nur augenblicklich aus der Verzu urteilen, man sieht die gewaltigen Schwierigkeiten, die der legenheit zu helfen, indem sie zu Meisterpreisen arbeiten. Wenn nun auch zum Meister in der Klebebranche manchmal nicht viel mehr Freiheitshewegung entgegenstehen, aber kaum ein Mensch Die japanischen Forderungen, über die die russische Regierung gehört als ein Kleisterknüppel und ein paar Pfund Mehl, so beruhen zweifelt noch daran, daß sie, wenn auch nach langen und schon länger informiert ist, sind derart, daß fürzlich eine Person diefe Angaben dennoch in den meisten Fällen auf unwahrheit und harten Kämpfen, siegen wird, und daß der Brand, der im aus der Umgebung des Baren äußerte:" Selbst wenn Rußland noc, betrachten wir jeden dieser Versuche als eine Umgehung der von der Juli 1904 entfacht wurde, von allen Trepows und mehr geschlagen wäre, würde es solche Forderungen nicht akzeptieren." Organisation eingeführten Kontrolle. Bulygins, geschweige denn von einem Nikolaus nicht Aehnlich hat sich auch Witte vor einigen Tagen geäußert. Anderer- Die Bauarbeiter werden gebeten, in jedem dieser Fälle die mehr gelöscht werden lann. seits ließen die Japaner noch vor kurzer Zeit die russische Regierung Verbandsleitung zu benachrichtigen, ebenso gilt jeder Bau für geGerade gegenwärtig, sagt die„ Russ. Korresp.", ist wieder wissen, daß sie jest mehr denn je an ihren For- sperrt, auf dem Kleber ohne Kontrollkarte( rote Marke im dritten eine Zeit, wo die Chancen der Reaktion scheinbar sich bessern. derungen festhalten werden. Ob dies auch nach der Felde) arbeiten. Aber ihr Vorgehen schürt doch nur das Feuer anstatt es zu Busammenkunft des Baren mit Kaiser Wilhelm der Fall sein wird, dämpfen, und wer nur einigermaßen unterrichtet ist, der ist sehr fraglich, zumal die russische Regierung, trotz der Friedensweiß, mit wie fieberhaftem und erfolgversprechendem Eifer zustellen, wenn Japan sich zu einem Rußland nicht verlebenden bewegung, fest entschlossen ist, die Feindseligkeiten nur dann einim Lager ihrer Feinde gearbeitet wird. Der weiß vor allem, Frieden verstehen wird. Allerdings befürchten die russischen daß der Wurm der Unzufriedenheit ihre festesten Stügen, Diplomaten, daß die Isolierung und Blockade Wladiwostots die Heer und Flotte, immer mehr zerfrißt, daß Situation für Rußland nur verschlimmern kann. Was die Kriegsjede neue Mobilisierung, zu der die Regierung schreiten muß, fontribution, diesen für Rußland ungemein schweren Punkt, betrifft, die revolutionären Elemente innerhalb des so hofft man in russischen Regierungskreisen, daß es den diplomatischen Bemühungen gelingen wird, Rußland nicht ganz verbluten Die feste Ueberzeugung vom Sturze des Absolutismus zu lassen, da es selbst ohne Kriegskontribution noch zu einer baldigen hat sich sogar bis zu den isolierten politischen Ge- ausländischen Anleihe greifen muß, um dem bedenklich ins Wanten fangenen in den einsamsten Kasematten Bahn gebrochen. geratenen Reiche die nötige Stabilität zu verleihen Militärs verstärkt. einige Zeilen Von dort her sind uns wir unterlassen aus begreiflichen Gründen eine nähere Ortsbestimmung eines Freiheitskämpfers, natürlich auf mancherlei Umwegen, zugegangen, welche lauten: Aus der Partei. „ Wir Opfer der russischen volksbefreienden Partei, die wir Jahre lang und manche Jahrzehnte lang hier schmachten, senden unsere Grüße den zivilisierten freien Weltvöltern und sagen, Großherzogtums Sachsen- Weimar findet am 20. August Die diesjährige Landeskonferenz der sozialdemokratischen Partei des daß wir in unseren dunklen Gefühlen ein baldiges Ende dieser in Apolda statt. Nachdem vor zwei Jahren die bis dahin bestandene Qualen und Leiden sehen. Ein Strahl der Hoffnung ist in unsere lose Form der Organisation in der Weise etwas fester geschlossen Seelen gedrungen und wir fühlen uns neugekräftigt. Eine neue wurde, daß für die drei weimarischen Reichstags- Wahlkreise einheit Energie hat unsere schwach gewordenen Organismen belebt. Die liche Beitragsmarken eingeführt und die Sammlung zu einem Fond zarische Bastille wird bald erstürmt. Die Strahlen der lang- beschlossen wurde, um in erster Linie bei den Landtagswahlen erfolg ersehnten Morgenröte der russischen Freiheit sind sichtbar. Unsere reicher tätig zu sein, ist jetzt der Antrag gestellt worden, einen Landesverein der sozialdemokratischen Partei im Großherzogtum zu Seelen zittern vor Freude!" schaffen und die Landesorganisation nach dieser Richtung auszubauen. Ob bei der Zerrissenheit des Landes und dem bequemeren Anschluß einzelner Teile des Großherzogtums an benachbarte ausländische" reise dieser Antrag in die Tat umgesetzt wird, darf nach dem, im dritten Kreise bereits verhandelten Antrag, den Anschluß an den benachbarten Agitationsbezirk zu erstreben, start in Zweifel gezogen Ein Polizeibericht. werden. Aus Induftrie und Handel. Die deutsche Eisen- und Eisenwaren- Ausfuhr hat im Monat Juni, nachdem sie im Mai eine beträchtliche Steigerung erfahren hatte, einen Rückschlag erlitten. Von 286 581 Tonnen im Mai ging die Ausfuhr im Juni auf 236 608 Tonnen zurück, so daß fie selbst hinter der Ausfuhraiffer des Junimonats 1904 um über 3000 Tonnen zurückbleibt. Im Vergleich zum vorigen Jahre ergeben sich für die ersten sechs Monate folgende Ein- und Ausfuhrzahlen: Einfuhr 1905 Ausfuhr 1904 1905 Petersburg, 29. Juli. Das Polizeidepartement veröffentlicht im„ Regierungsboten folgende Mitteilung über die Vorgänge in Nishnij- Nowgorod am 22. Juli und den folgenden Tagen: Die Anregung zu den Ausschreitungen gingen von ausständigen Arbeitern der Sormowowerke und einiger anderer Fabriken aus, welchen sich auch einige Semstwobeamte angeschlossen hatten. Die Versuche der Demonstranten, sich zu vereinigen, wurden im Laufe des Tages mehrmals von der Polizei vereitelt; ebenso vereitelte die Polizei die Absicht der Arbeitswilligen, über die Ruheftörer herzufallen. Am 23. Juli abends vereinigten sich die Ruhestörer zu einem Umzug, obgleich eine nach Tausenden zählende Menge von Händlern, Handwerkern und Arbeitern unzweideutig Miene machte, jede Kundgebung gewaltsam zu verhindern. Ein Schuß aus der Mitte der Ausständigen steigerte die Erbitterung der Boltsmenge gegen die Ruhestörer, welche bei Andringen der Menge nach allen Seiten flüchteten. Auf dem Ostroschny- Platz spielten sich wilde Szenen ab. Auf den Straßen und in den Häusern fing die erbitterte Menge die Demonstranten ein, mißhandelte sie und stieß Verwünschungen gegen die Urheber des Ausstandes aus. Da sich diese Szenen an ver= schiedenen Punkten der Stadt abspielten und die Volksmenge in Januar. solchem Grade erbittert war, daß sie sich auf die zu Hülfe kommenden Februar. Polizeitruppen warf, um die verhafteten Demonstranten zu Ihnchen, März. April. gestaltete sich die Herstellung der Ordnung überaus schwierig. Wie vorläufig ermittelt werden konnte, wurde der Apotheker Heinze, Mai welcher die Demonstranten anfeuerte und selbst den ersten Schuß Juni. abgab, getötet und 27 Personen wurden verwundet. Den Demon- zusammen 181 465 147 966 Tommen 1415 901 1485 935 Tonnen stranten nahm man acht Revolver ab. Nach diesem mißlungenen Versuch, die Arbeiter für sich zu gewinnen, machten die Aufrührer am 24. Juli einen Aufwiegelungsversuch auf dem Trödelmarkt. An diesem Tage erschlugen die Arbeiter 4 Personen und verwundeten 13. Ebenso schlimm endete der 25. Juli bei dem Versuch der Unruhestifter, die Uferarbeiter für sich zu gewinnen. Diese erschlugen die Abgesandten der Aufwiegler, die darauf auf die Arbeiter Schüsse abfeuerten. In dem dadurch veranlaßten Handgemenge wurden 6 Personen getötet und 13 verwundet, doch konnte die Ruhe ohne Anwendung von Waffengewalt wiederhergestellt werden. Auf die Schule der Sormowowerte, wo Truppen einquartiert sind, wurde eine Bombe geworfen, wobei einer der Aufrührer selbst umkam." 冬 Der Bericht ist ein echtes Produkt russischer Polizeimache. In Wahrheit sind die Unruhen in Nischnij- Nowgorod das Ergebnis polizeilicher Aufhebung gegen die politisch aufgeklärte Bevölkerung, gegen die zielklaren Arbeiter und gegen die Intelligenz. Das Petersburger Blatt„ Rußt. Slowa" schildert die Vorgänge richtig. Der 23. Juli wird für immer im Gedächtnisse der Einwohner Nischnij- Nowgorods bleiben. Auf dem Ostroschny- Plaze entstand ein wahres Wüten. Man verprügelte alle besser Gekleideten, die etwas intelligenter ausjahen. Man prügelte Mädchen, Damen, Schüler, Lehrer, alles, was an Intelligenten einem in die Hände kam. Ein Haufe von Strolchen stürmte johlend über den Platz und warf sich mit den Rufen:" Da sind sie, schlagt sie!" auf die sich zeigenden Intelligenten und schlug sie halbtot. Eine vorübergehende Dame wurde durch zwei Fauftschläge ins Gesicht zu Boden geworfen und dann bis zur Bewußtlosigkeit verprügelt. Zufällig Vorübergehende 1904 20 727 . 24 089 23 295 Tonnen 17 347 29 415 22 158 . 34 844 29 141 255 786 34 866 29 972 230 109 234 065 219 006 Tonnen 204 831 237 701 251 273 271 282 284 757 286 581 " D " • • " 37 524 26 052 239 836 236 608 " Im ganzen hat demnach in der ersten Hälfte des laufenden Jahres sich der Außenhandel in Eisen recht günstig gestaltet, die Einfuhr hat sich um 33 499 Tonnen verringert, die Ausfuhr um 70 034 Tonnen vergrößert. Der Wert der Einfuhr beträgt für das erste Halbjahr 80,69 Millionen Mark( gegen 31,10 Millionen Mart im Vorjahre), der Wert der Ausfuhr 305,86 Millionen Mark( gegen 293,83 Millionen Mart). Der Bochumer Verein für Bergbau und Gußstahlfabrikation hat feinen Aktionären eine Enttäuschung bereitet. Noch in den legten Tagen wurde an der Börse die Dividende auf 18 und 14 Proz. geschägt, in der gestern abgehaltenen Aufsichtsratssigung aber nur auf 12 Proz. festgesetzt. Der Bruttoüberschuß ist nur wenig größer als im vorigen Jahre, nämlich 4,6 gegen 4,4 Millionen Mart. Die Verbandsleitung der Tapezierer. Engel- Ufer 15, Bimmer 35, Telephon- Amt IV, 9720. Nebenanschluß. woldt, und Weißensee, Barkstr. 28, Unternehmer Zebe. Gesperrt sind die Bauten: Schlesischestr. 27a, Unternehmer Die Achtzehner- Kommission für das TapeziererGewerbe. Die Leitergerüstbauer und Boliere von der Firma Gutsche in Friedenau legten am Sonnabend früh die Arbeit nieder. Die Differenzen bestanden darin, daß Herr Gutsche sich weigerte, die Fahrzeit nach Teltow resp. Pankow, wie tariflich festgelegt, in genügender Weise als Arbeitszeit zu vergüten. Eine Verhandlung mit der Firma, an welcher auch ein Vertreter des Verbandes der Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter teilnahm, verlief erfolg los. Mit Rücksicht darauf, daß Herr Gutsche im Laufe der Zeit wiederholt zu Beschwerden Veranlassung gab, indem er auch für geleistete Nachtarbeit die 50 Proz. Aufschlag nicht bezahlt hat, sind die Ausständigen gewillt, die Arbeit nicht eher wieder aufzunehmen, bis Herr Gutsche sich bereit erklärt, die Differenzen zur Zufriedenheit der Arbeiter zu begleichen. Alle Leitergerüstbauer werden ersucht, Streits fernzuhalten. hiervon Notiz zu nehmen und den Zuzug während der Dauer des Die Schlosser und Klempner in der Meierei C. Bolle sind in einen Ausstand getreten. Kurz vor Pfingsten dieses Jahres traten die Handwerker der Meierei zusammen und wählten aus ihrer Mitte eine Kommission, um eine Lohnerhöhung nachzusuchen. Diese wurde auch von der Direktion bewilligt. In der vorigen Woche wurden nun zwei der Leute, welche die Petition mit unterschrieben hatten, entlassen. Es entstand die Befürchtung, daß dies auch den übrigen so gehen könnte. Das erzeugte natürlich böses Blut. Die Leute kamen überein, die Arbeit sofort niederzulegen. Schon kurz vorher hatte das Muster- Institut die Kinder der Handwerker, die das Gesuch um Lohnaufbesserung unterschrieben hatten, einfach nicht mit in die Ferienkolonie entsendet. Der größte Teil der Kosten zu dieser angeblichen Wohlfahrtseinrichtung wird aus dem Strafgelderfonds der Arbeiter genommen. Die Ausständigen sind in der Mehrzahl schon über fünf Jahre in der Meierei beschäftigt und haben leider bis dahin alles über sich ergehen lassen. Deutfches Reich. Der Kampf in Meerane und Gera. Ein Privattelegramm meldet uns: heute die Färberei- Arbeiter, den Streit fortzusetzen. Meerane, 29. Juli. Mit 420 gegen 9 Stimmen beschlossen Stadtrat gange erklärte darauf die Aussperrung als Folge dieses Beschlusses. Ein zweites Privattelegramm besagt: Gera( Reuß). 20. Juli. Die Färberei Arbeiter sind nun ausgesperrt. Die Weber erhalten am nächsten Freitag gekündigt. Wolffs Telegraphen- Bureau" meldet weiter: " Meerane, 29. Juli. Wie die Meeraner Zeitung" berichtet, ist bereits an die Firmen, welche der Sächsisch- Thüringischen Färbers tonvention angehören, die telegraphische Mitteilung ergangen, ihre Betriebe am Montag zu schließen. Achtung, Stahlwarenarbeiter Deutschlands und Defterreichs! Seit Wochen schon stehen die Tafelmesserschleifer, Scherenschleifer, Rasiermesserschleifer, Taschen- und Federmesserschleifer, Taschen- und Federmesserausmacher, Taschen- und Federmesserreider und Brote, Schlacht- und Gemüsemesserreider mit der Großfirma Gottlieb Hammesfahr Solingen- Foche um die Erhaltung ihrer mit den übrigen Fabrikanten vereinbarten Qualitäts- und Preisverzeichnisse im harten Kampfe. Sammesfahr, dessen Erzeugnisse hauptsächlich den deutschen Markt beherrschen, also viel von der Arbeiterschaft gekauft werden, der aus diesem Grunde schon alle Ursache hätte, den Arbeitern zu gewähren, was die übrigen Fabrikanten, wenn allerdings auch unter dem Drude der Organisationen, als billig betrachten, hat sich gelobt, lieber eine Dachstube zu bewohnen, also lieber arm zu werden, als die Forderungen der Arbeiter anzuerkennen. Der Morgansche Schiffahrtstrust, dessen Gründung vor drei Nichtsdestoweniger ist er aber jetzt schon höllisch auf der Suche nach Jahren ein gewaltiges Aufsehen erregte, erweist sich zum großen Streitbrechern, und da sich am Blake solche nicht finden lassen, so Teil infolge seiner enormen Ueberkapitalisation- als ein recht un- versucht er es anderweitig. als ein recht un- versucht er es anderweitig. Wir bitten deshalb die in Frage rentables Unternehmen. Im Jahre 1903 hat er nur einen geringen kommenden Arbeiter Deutschlands und Desterreichs, sich streng foltUeberschuß abgeworfen und das vorige Jahr schließt er gar mit darisch mit uns zu erklären, wie es unsererseits bisher auch stets einem Verlust von 2 194 115 Dollar ab. Wie der Präsident T. Bruce geschehen ist, indem sie jedes Material mit dem Zeichen Gottlieb Ismah in seinem Bericht bemerkt, ist dieses ungünstige Ergebnis Hammesfahr" von der Bearbeitung ausschließen. Alle Anfragen hauptsächlich auf die Lage des Frachtenmarktes während der zweiten bezüglich dieser Sache sind an die Adresse des Kollegen Emil Witte, Hälfte 1904 zurückzuführen. Ueberdies sind troß eines starken Per- Solingen, Sandstraße 18, zu richten. Alle Arbeiterblätter werden sonenverkehrs bei der Gesellschaft, welcher 26,51 Proz. des Gesamt- um Nachdruck gebeten. infolge des Ratenkrieges auch auf diesem Gebiete wenig erfreuliche verkehrs zwischen amerikanischen und europäischen Häfen ausmacht, Resultate zu verzeichnen. " Der Zimmererstreik in Jena ist zu Ende; die Streifenden haben am Montag die Arbeit wieder aufgenommen. Die Innung im Baugewerbe, die in diesem Jahre erst den Malerstreit und dann den bedeckten ihr Gesicht mit den Händen, um die Greuel nicht zu sehen, hat ein unter Leitung der Stockholmer Handelsbank und dem Bant die Vermittelung des Gewerbegerichts zurücwies, hat in den Schweden braucht Geld. Wie aus Stockholm berichtet wird, Maurerstreit zum Scheitern brachte und in ihrem Machtdünkel auch und eilten davon. Als aus einem Hause aus Notwehr ein Schug und eilten davon. Als aus einem Hause aus Notwehr ein Schuß abgegeben wurde, zerstörten die Strolche das Haus. Ermordet hause Mr. Warburg u. Co. in Hamburg stehendes Konsortium mit Zimmerern endlich einen fiegreichen Gegner gefunden. Es kam ein wurde ein gewisser Heinze, ehemaliges Mitglied der Gesellschaft der Reichs- Schuldenverwaltung in Stockholm ein Abkommen über neuer Arbeitsvertrag zustande, der den Zimmerern eine sofortige wurde ein gewisser Heinze, ehemaliges Mitglied der Gesellschaft einen Kredit von 50 Millionen abgeschlossen. Dem Konsortium ge- Lohnzulage von 2 Pf. pro Stunde gewährt und ihnen einen dritten zur Veranstaltung von Schaustellungen im Volkshause. Der Ermordete ist ein junger Mensch. Seinen Leichnam erkannte man hören außer den oben genannten folgende Bankfirmen an: Die Pfennig im nächsten Jahr verspricht. Der Streit dauerte seit dem taum, so entſtellt war er. Verstümmelte und Verwundete gibts Kommerz- und Distontobank in Hamburg, die Bank für Handel 24. Mai. an 70-80. Um 10 Uhr abends war alles ruhig. Später erließ Comtoir National d'Escompte de Paris, die Société Générale de der Gouverneur eine Erklärung, die die Einwohner auffordert, ruhig an ihre gewohnte Tätigkeit zu gehen und gewiß zu sein, belgique in Brüssel und die Firma F. M. Philippson in Brüssel. daß alle Maßnahmen zum Schuße der Einwohner ohne Unterschied des Berufs und der Konfession" getroffen seien. Der Krieg in Ostasien. Gewerkschaftliches. Berlin und Amgegend. Der Arbeiter Weil er mit einem Arbeitswilligen nicht fingen wollte, so berichtet man uns unterm 28. Juli aus Halle, wurde der Arbeiter Hermann Saupe aus Baursdorf bei Schleudig vom Schöffengericht zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt. Der Arbeiter Buzzkuß war bei der Firma Schäfer, wo gestreift wurde, in Arbeit getreten. Saupe, der mit Buzfuß in einem Gesangverein war, verlangte mit mehreren Mitgliedern, daß Buzluß ausgeschlossen werden solle und rief eines Abends, als Buzkuß dennoch wieder zur Das Schleudiger Schöffengericht Die Lohnbewegung der Friseurgehülfen ist aufgehoben. Der Singstunde fam, fui!" Platate werden fagte, dies Tun Saupes zeuge von niedriger Gesinnung Die Einschließung von Wladivostok. Kleinkrieg soll jedoch energisch fortgesetzt werden. Blatate werden fagte, London, 29. Juli. Daily Telegraph" meldet aus Tokio: Eine nicht mehr berausgabt und tritt vom 10. August an eine andere und das Hallesche Landgericht bestätigte das merkwürdige GefängnisKontrollfarte in Kraft, durch welche der Nachweis zu führen ist, daß urteil obwohl Saupe bisher unbestraft ist. mächtige japanische Flotte blockiert jest Wladiwostok, und starke der Gehülfe zu den neuen Bedingungen arbeitet und gewerkschaftlich Wilhelm Zöllner von Schkeudis hatte gelegentlich besselben japanische Geschwader überwachen die Küsten von Sachalin, Sibirien organisiert ist. Die Lohukommission wird aufgehoben und die weitere Streiks dem Arbeitswilligen Dulke die wahrlich nicht ernst zu Arbeiten werden den Vorständen übertragen. Maßgebend für die nehmenden Worte zugerufen: Du Streifbrecher, ich freffe Dich mit Diese Aeußerung brachte dem Manne in Tokio, 29. Juli. Einer Blättermeldung zufolge ist die Proving fernere Taktik war, daß auf Wassenbewilligungen nicht mehr zu allen Kaldaunen." drei Monate Kirin und das ganze Küstengebiet von wladi wo it ok rechnen ist und die noch einlaufenden Einzelbewilligungen so Schkeudis wegen Beleidigung nicht weniger als von den Japanern besett. Wladiwostok sei nunmehr von erledigt werden können. 966 Arbeitgeber, welche 850 Gehülfen Gefängnis ein. Dies war den Halleschen Richtern denn doch etwas einem starken japanischen Geschwader blodiert, wodurch auch die Un- und 100 Lehrlinge beschäftigen, haben die Forderungen bewilligt. zu bunt und sie ermäßigten die Strafe auf fechs Wochen Gefängnis. tätigkeit der noch im Hafen befindlichen russischen Schiffe erklärt Mehr ist augenblicklich nicht zu erreichen. Der Kampf muß jest mit wird. Die Blockade hat die russischen Schiffe daran gehindert, die Hülfe der Arbeiterschaft und der Kontrollfarte so weiter geführt Bejagung Sachalins durch die Japaner zu verhindern, wie auch die werden, daß Bewilligungen nicht mehr zurückgezogen werden. Die Die Aussperrung im Baugewerbe Stockholms. Der neulich von javanische Befibergreifung der Bossiet- und der Ungeni- Bay. Ein Kontrollfarten sind sichtbar am Spiegel anzubringen, damit einem der Unternehmerorganisation gefaßte Beschluß, diejenigen Arbeiter weiteres japanisches Geschwader überwacht die übrigen Küstengebiete jeden die Kontrolle ohne zu fragen ermöglicht wird. Gültig sind wieder einzustellen, die mit einem rein persönlichen Arbeitsvertrag box Sachalin, Sibirien und Korea. bieselben nur, wenn laufend gestempelt. Die organisierte aufrieden wären, hat, wie zu erwarten war, seine Mixtu: a boll und Korea. Husland. A. Für Arbeiter und Arbeitgeber: Dienstags und Freitags von 1 bis 2 Uhr mittags. B. Für Arbeiter allein: Donnerstags von 7 bis 8 Uhr abends und am 1. Sonn tag des Monats von 9 bis 10 Uhr vormittags. C. Für Arbeiterinnen allein halten die Gewerbe- Inspektions Assistentinnen Fräulein Reichert, Fräulein Kummert und Fräulein Conradt zu den unter B angegebenen Zeiten Sprechstunden in den Räumen der Gewerbe- Inspektion Berlin O beziv. C und N ab. fommen verfehlt. Einen ebenso zvedlosen Beschluß hat der Ben- herrn, weil dieser der Mann ist, der Geld hat, und der Kläger, wie Zur Auskunftserteilung über alle die Gewerbe- Aufsicht be trale Arbeitgeberberband" nun wieder am Sonnabend gefaßt. er behauptete, seinerzeit auch aus diesem Grunde den Vertrag, und treffenden Angelegenheiten sind die Gewerbe- Aufsichtsbeamten au Danach sollen in derselben Weise, wie die Gewerkschaften in Social- zwar in Gegenwart seiner Frau, von beiden Herren unter- sprechen: Demokraten" die Namen der Streitbrecher veröffentlichen, die der- zeichnen ließ und beide im Anstellungsvertrag ausdrücklich als jenigen Arbeiter und Agitatoren veröffentlicht werden, die Arbeits- Haftbar bezeichnet wurden. Das Gericht seßte einen neuen Termin willige an der Fortjehung der Arbeit zu hindern suchen. Dieser Be- fest und gab dem Kläger anheim, nachzuweisen, daß der Beklagte schluß, den man für wert gehalten hat, durch Rigaus Bureau in Kaufmann ist oder zur Zeit des Abschlusses des Anstellungsvertrages der skandinavischen Presse zu verbreiten, zeigt nur, daß die Unter- Kaufmann gewesen ist, also Handelsgeschäfte vermittelt oder abnehmerorganisation offenbar nicht mehr aus noch ein weiß. Ihre geschlossen hat. Lage hat sich auch dadurch verschlechtert, daß bereits 50 Baumeister das von der Maurerorganisation bor= Achtung, Gewerbegerichtsbeifizer!( Arbeitnehmer.) Am 17. geschlagene Uebereinkommen unterzeichnet und 18. September 1905, nachmittags 2 Uhr, findet in Würzburg haben. Es wird nun im ganzen Lande durch große Annoncen ein Konferenz der Gewerbegerichtsbeisiger( Arbeitnehmer) statt, nach Streitbrechern gesucht, aber fast ganz erfolglos. Auch die Bau- deren Tagesordnung lautet: Die Verbandsversammlung des Ver- Außerdem find zur Auskunftserteilung über alle die Gewerbehülfsarbeiter zeigen eine Einmütigkeit und Ausdauer, an der die bandes deutscher Gewerbegerichte; Verschiedenes. Es ist er- Aufsicht betreffenden Angelegenheiten täglich von 1 bis 3 Uhr Pläne der Unternehmer scheitern müssen. wünscht, daß die Beisitzer unverzüglich Anträge an ihre Stadt Gewerbe- Aufsichtsbeamte in den Dienstlokalen der Gewerbe- Invertretungen oder Gemeinden stellen auf Beteiligung an der Ver- spektionen anwesend. bandsversammlung des Verbandes deutscher Gewerbegerichte. In Die Bezirke der Gewerbe- Inspektionen für Berlin, CharlottenOrten, wo solchen Anträgen nicht stattgegeben wird, müßten, wenn burg, Schöneberg und Nixdorf sind wie folgt abgegrenzt: im Einverständnis mit den örtlichen Kartellen eine Vertretung ge= 1. Gewerbe- Inspektion Berlin C., umfassend die Bezirke der wünscht wird, die Kosten von letteren getragen werden. Das Lokal, Polizeireviere 1, 2, 6, 12 bis 16, 19 bis 22, 27, 29, 38, 40, 55 in welchem die Konferenz stattfindet, wird in einer der nächsten und 93. Nummern des„ Correspondenzblattes" bekannt gemacht. Die Meldungen zur Teilnahme an der Konferenz sowie um Beschaffung von Logis find an Herrn Jos. Heyn, Schreiner in Würzburg, Petrinis straße 6, zu richten. Der Norwegische Arbeitsmannsverband" hat seinem schwedischen Bruderverband am Montag 1000 kr. für die Ausgesperrten gesandt und mitgeteilt, daß jede Woche der Aussperrung die gleiche Summe abgeschickt werden soll. Soziales. ( Arbeitnehmer.) Der Zentralausschuß der Gewerbegerichtsbeifizer Deutschlands. J. A.: Alwin Körsten, Berlin SO. 16, Engel- Ufer 15. Literarisches. V 2. Gewerbe Inspektion Berlin O., umfassend die Bezirke der Polizeireviere 23 bis 26, 43 bis 45, 48, 49, 52 bis 54, 65, 66, 70, 79, 86, 87, 94 bis 96, 102 und 103, sowie den Stadtkreis Rigdorf. 3. Gewerbe- Inspektion Berlin S., umfassend die Bezirke der Polizeireviere 28, 30, 31, 34 bis 36, 39, 41, 42, 47, 56, 63, 67, 71 bis 73, 78 und 85, sowie den Stadtkreis Schöneberg. 4. Gewerbe- Inspektion Berlin W., umfassend die Bezirke der Polizeiveviere 3 bis 5, 8, 32, 33, 37, 57, 58, 64, 74 bis 77, 83, 84, 91, 100 und 104, sowie den Stadtkreis Charlottenburg. 5. Gewerbe- Inspektion Berlin N., umfassend die Bezirke der Polizeireviere 7, 9, 10, 11, 17, 18, 46, 50, 51, 59 bis 62, 68, 69, 80 bis 82, 88 bis 90, 92, 97 bis 99, 101 und 105. Uebersicht der Gewerbe- Inspektionen und der Gewerbe- Aufsichtsbeamten von Berlin, Charlottenburg, Schöneberg und Rirdorf. Bezeichnung der GewerbeInspektion gl. GewerbeInsp. Berlin C. Kgl. GewerbeGewerbe Inspektoren Beamte der Gewerbe- Inspektionen Dr. Jungfer. Behlmann, Dr. Rasch. Diensträume der GewerbeInspektionen NO. 43, play 21. Dr. v. Findh, GewerbeReferendare. Georgen- Kirch Frl. Kummert, Assistentin. Menz Steinhoff, Wolf, GewerbeReferendare. Frl. Conradt, Assistentin. Schmidt, Gewerbe- Assessor. Zöllner, Gewerbe- Referendar. Frl. Reichert, Assistentin. N. 20, Prinzen Allee 88. Die Regelung der Krankenversicherung für die Hausgewerbefreibenden wird dem Anschein nach vom Reichsamt des Innern jetzt etwas energischer betrieben. Die bayerische Staatsregierung fordert in einem Erlaß an die Kreisregierungen diese auf, die Distriktsverwaltungen zu beauftragen, sich unter Benutzung eines im Reichsamt des Innern aufgestellten Fragebogens über die darin gestellten Fragen gutachtlich zu äußern, nachdem sie sich mit geeigneten Ausfunftspersonen ihres Bezirks Unternehmern, Hausgewerbetreibenden, eventuell auch Vertretern der Kassenorgane und der Bezirksgremien für Handel und Gewerbe, Gewerbe- Aufsichtsbeamten, ,, Arbeiter- Wohlfahrtseinrichtungen".*) Unter diesem Titel hat Aerzten und dergleichen nach Bedarf in Verbindung gesezt haben. der Winterthurer Arbeitersekretär Bernhard Kaufmann jüngst eine Broschüre veröffentlicht- dem Jahresbericht des Winterthurer Das Reich als Arbeitgeber. Man schreibt uns aus Baden: Arbeiterfekretariats für 1904 ist sie als Anhang beigegeben, in Wenn die Postbediensteten sich vereinigen wollen, um bessere der er die sogenannten Wohlfahrtseinrichtungen in den dortigen Lebensbedingungen zu erringen, werden sie daran gehindert. Der Maschinenfabriken schildert und sie in kritischer Beleuchtung als das Lohnherr bestreitet, daß die Untergebenen einen Anlaß haben, mit zeigt, was sie in Tat und Wahrheit sind, als Unternehmer ihrem Los unzufrieden zu sein. Unsere Reichstags- Abgeordneten Wohlfahrtseinrichtungen, als tapitalistisch- demagogischen Wohlfahrts werden es darum begrüßen, wenn wir ihnen für ihre Bemühungen, schwindel. Diese Einrichtungen bestehen in Wohlfahrtshäusern" eine Besserstellung der Postbediensteten zu erzielen, mit einem und Speisesälen für jene Arbeiter, die vom Lande kommen und das Zeugnis aus der Krätteschen Bureaukratenstube dienen, das die Essen sich selbst mitbringen oder denen das Mittagessen von An- Insp. Berlin N. fozialdemokratische Auffassung unterstüßt. Am 18. Juli d. J. ant gehörigen gebracht wird; in Lesesälen, Badeeinrichtungen, in Fabrikwortete die Oberpostdirektion Konstanz einem Hülfs- wohnhäusern, ferner in Arbeiterkommissionen( Arbeiterausschüssen), Kgl., Gewerbebeamten, welcher um eine dauernde Beschäftigung im Postdienste, Alterspensionen, Hülfsfonds, Erholungsfuren, Lebens- und Alters- Insp. Berlin O. wie solche ihm durch seinen Postdirektor in Aussicht gestellt war, versicherung bezw. in Alterspensionen. Die für diese Wohlfahrtsgebeten hatte, also: einrichtungen von den Fabrikleitungen aufgestellten Reglementes werden Stgl. GewerbeBon Ihrer Annahme zum Postboten hat die Oberdirektion ab- im Wortlaute mitgeteilt und es wird so urkundlich dargetan, daß alles nur Insp. Berlin S. sehen müssen, weil Sie die für Bewerbung um Postbotenstellen im Gnade, Almosen, aber kein Recht des Arbeiters ist und wie so nach gl. GewerbeNotfall nach zulässige Altersgrenze von 27 Jahren bereits bedeutend den trefflichen Worten Pestalozzis das Recht in der Mistgrube der Insp. BerlinW. überschritten haben; auch sind die Postbotenlöhne nicht Gnade verscharrt wird. Der Zweck dieses schweizerischen Fabrikderart bemessen, daß ältere Bewerber, befeudalismus ist der gleiche, wie der der Kruppschen oder Stummfonders wenn sie Familie haben, für die lange schen Wohlfahrtseinrichtungen, nämlich der, die Arbeiter an die Eingegangene Druckfchriften. Dauer der Postbotenzeit damit austommen Fabrit zu fesseln, zu vollkommenen Sklaven der Fabrikbarone zu Straubes Spezialfarte der Umgegend von Rüdersdorf, Erkner, Auch kann nicht anerkannt werden, daß Sie durch machen, damit sie auf eigene, selbständige Betätigung, auf gewerk- Fangschleuse ist soeben in dem Verlage Geographisches Institut die unbedeutenden Folgen des erlittenen Betriebsunfalls derartig schaftliche und politische Organisation verzichten, politisch das Stimm- und Landkarten- Verlag Jul. Straube, Neuenburgerstr. 15, erschienen. Die in der Wahl eines Berufes oder einer Tätigkeit beschränkt wären, bieh des gnädigen Herrn machen und so die Ausbreitung und Karte ist zum Preise von 75 Pf. durch alle Buch- und Papierhandlungen daß Sie eine andere hinlänglich besoldete Beschäftigung nicht er- Stärkung der Arbeiterbewegung, der Sozialdemokratie verhindern. Lange Jahre hatte dieser raffinierte Fabrikfeudalismus auch Zum Verständnis des lebten Sabes sei hinzugefügt, daß der vollen Erfolg; in den letzten Jahren ist er aber von immer mehr Bittsteller im Postdienst beim Buzzen der Lampen sich eine Ber- Arbeitern in seiner ganzen Verwerflichkeit erkannt und abgelehnt schneidung der Sehne an der rechten Handwurzel zuzog, wodurch worden. So macht trogalledem auch hier die gewerkschaftliche er im Arbeiten gehemmt ist. Sein bisheriger Lohn bei der Post Organisation und die sozialdemokratische Partei Fortschritte, und betrug 75 M. monatlich. Diesen Betrag scheint die Postbehörde für den noch rückständigen und verblendeten Herrenarbeitern bringt die hinreichend zu halten, um einer Familie das Auskommen zu sichern. Kaufmannsche Schrift die nötige Aufklärung. Im Kampfe mit dem Kapital ist sie daher für die aufgeklärte Arbeiterschaft eine neue, scharfe und wirksame Waffe. fönnen. mitteln fönnten." Das neue schweizerische Gesetz über den Neunstundentag und Feierabend um spätestens 5 Uhr nachmittags an den Vorabenden bon Sonn- und Festtagen tritt mit dem 1. Januar 1906 in Kraft. Bum Zwecke der Aufstellung der Durchführungsverordnung veranstaltet in der Zwischenzeit der Bundesrat mit Hülfe der Kantonsregierungen Erhebungen in den Fabritbetrieben. Kaution und Aufrechnung. Der jugendliche N. hatte seine Stellung im Milchbetrieb der Meierei Bolle vor Ablauf der vertragsmäßigen Zeit verlassen. Die Firma behielt seine Raution ein, die marfweise vom Lohn abgezogen worden war. Der Vater N.s forderte darauf durch Klage beim Berliner Gewerbegericht die Herauszahlung der Kaution, indem er meinte, es handele sich um verdienten Lohn. Das Geiverbegericht verwarf seinen Anspruch. Es war der Meinung, daß die Kaution durch den Vertragsbruch des jungen Mannes berfallen sei. Stläger könne fich nicht darauf berufen, daß es sich um verdienten Lohn handele, gegen den Schaden erfazansprüche nicht aufgerechnet werden könnten und der zur Auszahlung gelangen müsse. Die Einzelbeträge von je einer Mart, aus denen sich die Kaution zusammensetze und die vom Lohn jedesmal abgezogen worden seien, hätten den Charakter des Lohnes dadurch verloren, daß sie sich Kläger 3 ur Bildung der Kaution stillschweigend abziehen ließ und nicht darauf bei der Lohnzahlung Anspruch erhob. Mit einer Raution aber hafte man für den Schaden bei Kontrattbruch oder sonstigem Verschulden. Das sei ja der Zweck der Kaution. Vom Berliner Kaufmannsgericht. Z. Arbeiter, Arbeiterinnen Berlins, wahret Eure Rechte! Die Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung, die zum Schuße der Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeiter erlassen sind, werden vielfach seitens der Unternehmer nicht beachtet und die Rechte der Arbeiterinnen werden oft gekürzt. Das Gesetz bestimmt: Die Arbeitszeit dauert für Arbeiterinnen über 16 Jahre 11 Stunden täglich, mit einstündiger Mittagspause; an Vorabenden von Sonnund Festtagen nur 10 Stunden, und es muß die Arbeitsstätte an diesen Tagen bis spätestens 51, Uhr verlassen sein. SO. 26, Elifabeth Ufer 45. Schöneberg, Dr. Fischer. Donath, Gewerberat. Rampe, Gewerbe- Referendar. Geisbergstr. 38. Lohmann, Gewerbev. Gizhdi. Frik, I Referendare. NW. 52, Calvinstr. 13. und auch von dem Berlag zu beziehen. Trautwein: Tirol, Bayerisches Hochland, Allgäu, Vorarlberg, Salz burg und Oberösterreich, Steiermart, Kärnten und Krain.( Innsbrud, Edlingers Berlag.) jahre.( Berlin.) Dampffeffel- Revisions- Verein„ Berlin". Bericht vom 24. Geschäfts. Robert Seibel: Schiller und die Voltsideale. Festrede, gehalten an der Schiller- Feier in Köln am 6. Mai 1905 im großen Saale des Gürzenich. Preis 20 Bf.( München, G. Birk u. Co.) Dr. Mar Alberty: Schiller, Gedächtnisrede, gehalten bei der Schiller Gedächtnisfeier der Arbeiterschaft Münchens im Münchener Kindl- Steller am 8. Mai 1905. Preis 20 Pf.( Kommissionsverlag von G. Birk u. Co., München.) Die neue Frauentracht. Mitteilungen der Freien Vereinigung für Berbesserung der Frauenkleidung, redigiert und herausgegeben von Ella Lam in Dresden. Berlag von Georg D. W. Callweh in München. Monatlich 1 Heft. Preis für das Halbjahr 1,50 M. Verwaltungsbericht der gemeinsamen Drts- Krankenkaffe in Straßburg i. Elf. für das Jahr 1904. 88 Seiten. Druderei der„ Straßburger Neueste Nachrichten", H. L. Kayser. Grundzüge zur Reform des deutschen Strafrechts und Straf prozesses. Von Dr. Eduard Löwenthal. Berlin 1905. Berlag von Hugo Mustalla. Protokoll der Verhandlungen des fünften Kongreffes der Gewerk. schaften Deutschlands, abgehalten im Mai 1905 zu Köln a. Rh., nebst Protokoll der ersten Konferenz der Arbeitersekretäre, ebenfalls im Mai 1905 in Köln a. RH. 294 Seiten. Berlag der Generalfommission der Gewerk. Nobert Seidel, Arbeit, Lohn und Stellung des Redakteurs der „ Arbeiterstimme". Jugendliche Arbeiter von 14-16 Jahren dürfen täglich nur 10 Stunden mit einstündiger Mittagspause sowie je stündiger schaften Deutschlands, Berlin, Engel- llfer 15. Frühstücks- und Vesperpause beschäftigt werden. Kündigungen und Entlassungen. Gründe für sofortiges Verlassen der Arbeit sind z. B.: Unfittliche Angriffe der Unternehmer oder ihrer Vertreter, Tätlichkeiten, grobe Beleidigungen, unregelmäßige Lohnzahlung, bei Affordarbeit nicht ausreichende Beschäftigung usw. Die Kündigungsfrist beträgt 14 Tage; sie kann durch gegenſeitige Vereinbarung ausgeschlossen werden. Wenn Kündigungsfristen bestehen, müssen sie für beide Teile gleich sein. Ausstellung von Zeugnissen. Die Arbeiterin hat das Recht, ein Zeugnis über Art und Dauer ihrer Beschäftigung zu verlangen; beStraubes Große Spezialkarte vom Jser und Riesengebirge, Verh. 1: 80 000( 1,20) iſt foeben in neuer, 13. Auflage im Verlage: Geograph. Institut und Landkarten- Verlag Jul. Straube, Neuenburgerstr. 15, erschienen. Es ist der Straubeschen Spezialfarte eine besondere Starte der Umgegend von Schreiberbau und eine Karte der Umgegend von Krumm hübel, deide in dem großen Maßstab 1:25 000 gehalten, sowie eine Ueber fichtskarte der Eisenbahnverbindungen im Gebirge beigegeben. Der Preis ist 1,20 und 2 M. für die Karte auf Leinwand, die durch alle Buch- und Papierhandlungen zu beziehen ist. ondere Merkmale, welche die Schädigung der Arbeiterin zur Folge Letzte Nachrichten und Depeschen. haben können, sind ungeseßlich und zurückzuweisen. Strafgelder. Bestimmungen über Lohnabzüge in Form von Strafgeldern müssen in der Fabrikordmmg, die sichtbar aushängen muß, befannt gegeben sein. Die Verhängung jeder Strafe muß der Arbeiterin ohne Verzug mitgeteilt werden. Soldaten. Verbot, polnische Arbeiter in Industriebezirken zu beschäftigen. Bestechung mit Apfelkuchen und Schlagsahne soll die Vorsteherin Hannover, 29. Juli.( B. H.) Wie der„ Honnov. Courier" eines Auskunftbureaus veranlaßt haben, einem Abonnenten 5 bis meldet, ist sämtlichen preußischen Regierungspräsidenten eine Ver 6 Auskünfte zu erteilen, ohne die Bons dafür einzufordern und ohne dem Chef etwas davon zu sagen. Sie wurde deswegen plöhlich Hygienische und Schuhmaßregeln. Arbeitsräume, Betriebs- fügung des Ministeriums des Innern zugegangen, nach welcher entlaffen, meinte aber, daß das zu Unrecht geschehen sei und daß vorrichtungen, Maschinen und Gerätschaften sind so einzurichten und russische und österreichische Arbeiter polnischer Nationalität in der Chef diese Sache nur als Entlassungsgrund vorgeschoben habe, zu unterhalten, daß die Arbeiterinnen gegen Gefahren für Leben preußischen Industriebetrieben, nicht mehr beschäftigt werden dürfen. weil sie ihm zu teuer gewesen sei. Sie verlangte deswegen vor und Gesundheit geschüßt sind. Es ist für genügend Licht, reine gute Ein Zusammenstoß zwischen österreichischen und italienischen dem Kaufmannsgericht Gehaltsentschädigung für die Kündigungsfrist. Luft, Beseitigung von Staub und Abfällen zu sorgen; ebenso find Der Vertreter des Beklagten wandte ein, daß hier wissentlicher Ver- Schußzvorrichtungen an Maschinen anzubringen. In Anlagen, deren Wien, 29. Juli.( B. H.) Der Neuen Freien Preffe" wird trauensbruch und Verleitung zum Betrug als Entlassungsgrund Betrieb es mit sich bringt, daß die Arbeiterinnen sich umkleiden und borgelegen habe; das schien jedoch ziemlich zweifelhaft, zumal jener nach der Arbeit reinigen, müssen ausreichende, für beide Geschlechter aus Innsbrud gemeldet, daß auf der Dreisprachenspike in der Nähe Abonnent zugleich Teilhaber des Geschäfts war und die Klägerin, getrennte Ankleide- und Waschräume borhanden sein. Bedürfnis- des Stilfferjochs österreichische Kaiserjäger mit italienischen Alpenwie sie bemerkte, nicht wissen konnte, ob sie in diesem Fall überhaupt anstalten müssen in genügender Zahl vorhanden und so eingerichtet jägern zusammentrafen. Lettere riefen:" Nieder, Desterreicher!" so dringend die Auslieferung der Bons fordern sollte. Das Ge- sein, daß Sitte und Anstand nicht verletzt werden. Nur der Besonnenheit der Offiziere ist es zu verdanken, daß es nicht richt tam am Donnerstag noch nicht zu einem Urteil, sondern be- Arbeiterinnen, achtet darauf, daß diese zu Eurem Schuße er zu Ausschreitungen kam. Schloß, in einem neuen Termin den Mann, der den Apfelkuchen mit laffenen gefeßlichen Bestimmungen durchgeführt und innegehalten Schlagsahne spendierte, darüber zu vernehmen, ob er die Klägerin werden. bestechen wollte. Aufregung wegen Verzögerung der marokkanischen Angelegenheit. Paris, 29. Juli.( B. H.) In diplomatischen Kreisen herrscht große Erregung wegen der Verzögerung, welche die VerHandlungen in der marokkanischen Angelegenheit erfahren. Man befürchtet, daß ein neuer Konflikt entstehen tönne, wodurch die ganze Angelegenheit in Frage gestellt werden könnte. Ausstand in der Simmeringer Waggonfabrik. Wien, 29. Juli.( B. H.) In der Simmeringer Waggonfabrik Wir weisen darum von neuem darauf hin, daß nachstehende Personen bereit sind, um es den Arbeiterinnen zu ermöglichen, ohne ist ein Streit ausgebrochen. Die Arbeiter hatten solche Forderungen Ein stiller Teilhaber, der gerne stempelt, soll der Baron und Nachteile für ihre Eristenz auf Beseitigung der Mißstände in den aufgestellt, daß die Direktion sie abschlägig bescheiden mußte. Freiherr von Gienanth sein. Aus Freude an der Stempelei soll Arbeitsstätten hinzuwirken, wahrheitsgetreue Beschwerden entgegener recht oft den Firmenstempel Roman Schneider u. zunehmen und für schleunigste Abhilfe Sorge zu tragen. bon Gienanth, Assekuranzbureau", benut haben, Die Namen der Beschwerdeführer werden streng geheim geso behauptete wenigstens der als Zeuge geladene Herr Schneider, halten! und beide Herren erklärten, daß Schneider der eigentliche Firmen- Beschwerden nehmen entgegen: Fräulein Baader, Blücherinhaber fei, da nur er den Vertrag mit der Frankfurter Lebens- straße 49, Hof II. Frau Bauschke, Rostoderstr. 43, Duergeb. I. versicherungs- Gesellschaft, für die das Bureau tätig ist, gefchloffen Frau Dr. Weyl, Lothringerstr. 67, I. Frau Lut, Waterloo- Ufer 9, habe. Sollte aber der Freiherr als der zu Recht Beklagte angesehen im Laden. Frau Panzeram, Pappel- Allee 128, vorn I. Frau Tiet, werden, so müsse sich das Kaufmannsgericht für unzuständig er- Blumenstr. 63, I rechts. Frl. Heidemann, Alte Jakobstr. 108, IV. flären, weil er nicht Kaufmann, sondern nur Rentier sei und im Frl. Grünberg, Köpnickerstr. 8b, IV. Frau Jeeze, Nigdorf, SteinmekGeschäft nur die Funktion ausübe, durch seinen Namen und seine traße 120, vorn L. Frau Schmidt, Charlottenburg, Wilmersdorfer Verbindungen mit rheinischen Industriellen auf den Abschluß von straße 130. Versicherungen hinzuwirken. Der Kläger jedoch, der bei 5000 m. Kaution und mit 4200 M. Jahresgehalt bei der Firma seit dem 15. März tätig gewesen ivar, aber für Mai sein Gehalt nur ratenweise, für Juni überhaupt nichts erhalten hatte, hält sich mit seiner Klage auf 505 M. Gehalt und Gehaltsentschädigung an den Frei-*) Verlag der Grütlibuchhandlung in Zürich. Preis 25 Cts. Sprechzeit jeden Mittwochabend von 7-9 Uhr. Gewerkschafts- Bureau, im Gewerkschaftshause, Engel Ufer 15, im 2aden. Vorm. 9-1 und nach m. 6-8 Uhr. Obstruktion gegen die Verschleuderung von Stantsgeldern. Rom, 29. Juli.( B. H.) Die Sozialisten, welche die Opposition gestern begonnen haben, haben nicht weniger als 200 Anträge zu dem Eisenbahngefeße eingebracht. Petersburg, 29. Juli.( Meldung der Petersburger Telegraphen Agentur".) In dem Marinelaboratorium auf Nowaja Jolandlija bei Petersburg ereignete sich eine Explosion, die auf einen Bufall zurüd zuführen ist. Menschen sind dabei nicht ums Leben gekommen. Berantto. Redakteur: Baul Büttner, Berlin. Inferatenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u, Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblate Nr. 176. 22. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Parteigenossen und Genossinnen! " Sonntag, 30. Juli 1905. Wendel u. Comp. in Hayingen( Lothringen). Diese fünf Werke be- in den deutschen Werken beschäftigten Arbeiter geringer, ihre treiben allein die Weißblechfabrikation in Deutschland. Irgend- Löhne aber höher seien, als die der Walliser Arbeiter, vermochte welche außerhalb des Syndikates stehenden deutschen Konkurrenz- keiner der Vertreter der fünf syndizierten Werte auch nur einen einDienstag, den 8. August, abends 8 Uhr, finden in Berlin merke, die seine Politik durchkreuzen könnten, gibt es nicht; und die zigen Beweis zu liefern, und als Genoffe Molkenbuhr schließlich und den Vororten öffentliche Volksversammlungen statt, um 3oll für Weißblech 5 M. per 100 kilogramm beträgt, das heißt Nachweise über die von ihm gezahlten Löhne verlangte, da verauswärtige Konkurrenz wird dadurch abgeschwächt, daß der deutsche den Direktor des Raffelsteiner Werkes in die Enge trieb und genaue gegen die Fleischnot und die Fleischverteuerung Protest zu 18 bis 20 Pro3. des Wertes. Die Organisation des Kartells schanzte sich der Herr plöglich hinter das Geschäftsgeheimnis und er erheben. ist eine straff- zentralistische. Die Geschäftsführung in Köln verteilt flärte, für so, findlich naiv würde ihn doch niemand Parteigenossen und Genossinnen! Bei den jetzigen monatlich die Aufträge nach dem Umfange der letztjährigen halten, daß er das verraten würde". Lieferungen; Ende jeden Ende jeden Monats wird genau abgerechnet Fleischpreisen ist ein großer Teil der arbeitenden Bevölkerung und Dagegen wurde festgestellt, daß die Walliser Weißblechwerke im Rückstände nach der Kistenzahl in der nächsten Durchschnitt der letzten Jahre die Kohlen etwa 35-50 und die Plattinen gezwungen, sich fast gänzlich des Fleischgenusses zu enthalten, Monatsverteilung neu vorgetragen. Die Verrechnung der Lieferung 20-25 Broz. billiger gekauft haben als die deutschen Weißblechwerke oder muß sich zur Schande unserer Nation mit dem erfolgt genau zu den festgesetzten Preisen. Es sind also vom da England kein Kohlensyndikat und keinen Stahlwerksverband besitzt, minderwertigen Fleisch der Freibank und dergleichen behelfen. Kartellstandpunkt aus geradezu ideale Verhältnisse vorhanden: welche die Preise der betreffenden Materialien hochhalten. Das wenige Werte mit völlig gleichen Interessen, strafffte Organisation, Interessanteste aber ist, daß die Walliser Werte größtenteils Als unsere Vertreter im Reichstage auf die Folgen des Lebens- feine außerhalb des Synditats stehende Konkurrenten, hoher Boll- deutsche Plattinen verwenden, die ihnen dort mittelwuchers hinwiesen, da predigten sie tauben Ohren. schuk, eine feltene Uebersichtlichkeit des Marktes usto, Was hat fo billig angeboten werden, daß sie die daraus Heute schon zeigt sich, daß ein großer Teil des Volfes nicht unter solchen Umständen der seit 40 Jahren bestehende Weißblech fabrizierten Weißbleche troß der Transportmehr imstande ist, die Mittel für eine richtige Ernährung auf- verband geleistet? tosten und des deutschen Einfuhrzolles wieder Vor 1896 hat der Verband ziemlich den Bedarf des deutschen nach Deutschland zu exportieren bermögen, wo zubringen, so daß Mann, Frau und Kinder langsam degene- Marktes gedeckt, in den Jahren 1890 ungefähr zu 85 Proz., von dann diese englischen Bleche teilweise zu Blechwaren Verwendung rieren müssen. 1890-1895 etwa zut 94 Proz.; das fehlende Quantum finden und als solche wieder ihren Rückweg nach wurde aus England eingeführt. Als 1896 in Deutschland England nehmen. Auch ein Erfolg der Kartellpolitik! die Proſperitätsperiode einsetzte, und die Nachfrage stieg, fiel es jedoch dem Weißblechsyndikat durchaus nicht ein, dementsprechend auch seine Fabrikation zu erhöhen; im Gegenteil es hielt die Produktion beträchtlich unter dem Bedarf, ja in den beiden Jahren der Hochkonjunktur fepte es fogar feine Produktion herab, in 1899 von rund 35 320 auf 33 900 und im nächsten Jahre gar auf 30 705 Tonnen. Blattes die Berichte der sächsischen Fabrikinspektion behandelt, Wir haben im Leitartikel der gestrigen Nummer unseres Infolgedessen lieferte das Syndikat 1897 nur noch 74, 1899 59 soweit sie die weibliche Inspektion und die Kinderarbeit beund 1900 63 Proz. des Verbrauches. Und auch in den letzten treffen. Im folgenden geben wir einiges weitere Material Jahren hat es seine Produktion soweit zurückgehalten, daß fie nur über allgemeine Arbeiterverhältnisse im sächsischen Industriezirka 72 Proz. des deutschen Verbrauches deckte. Wir erwarten nun, daß diese Versammlungen sich zu einem wuchtigen Protest gegen die künstliche Verteuerung der notwendigsten Lebensmittel gestalten und ersuchen deshalb alle Genossen und Genossinnen, an diesem Tage von allen anderen Veranstaltungen Abstand zu nehmen, die Versamm lungen zu besuchen und vorher recht rege für den Besuch derfelben zu agitieren. Die Vertrauensleute Berlins und der Vororte. Die Vertrauenspersonen der Frauen. Beweis Wirtschaftlicher Wochenbericht. tvir zu Tat. Von der sächsischen Gewerbeaufsicht. lande. Die Warum? Der Zweck wird sofort klar, wenn man sich die Preisbewegung und die Klagen der Weißblechverbraucher ansieht. Die sächsische Fabrikinspektion ist einmal im Reichstage Die Zurückhaltung des Angebotes sollte weitere Preisherauffezungen als die schlechteste in Deutschland bezeichnet worden. Der ermöglichen. 1895 begannen die Weißblechpreise in England, das sozialpolitische Wert ihrer Berichte steht tatsächlich hinter für das Syndikat der einzige Konkurrent ist, beträchtlich zu steigen denen der süddeutschen Aufsichtsbeamten und denen mehrerer Berlin, den 29. Juli 1905. und das Syndikat suchte nun die Preise der deutschen Marktes eben- unserer Länder bedeutend zurück. Die Erwerbs- und Gefalls hinaufzutreibent, d. h. sie so hoch zu halten, wie die englische fundheitsverhältnisse der Arbeiter werden auch in den vorAus der Geschäftspolitik des Weißblechsyndikats.]] Konkurrenz irgend gestattete. Das gelang ihm auch durch seine Das gelang ihm auch durch seine Wiederaufnahme der Kartelluntersuchungen.- Wert der Enquefeberichte. Maßnahme ganz ausgezeichnet. Vergleichen wir die englischen mit liegenden Berichten für 1904 nur sehr flüchtig gestreift, meist Professorale Kritiker. Organisation des Weißblechsyndikats. Das den deutschen Preisen, dann ergibt sich, daß während dieser Jahre mit wenigen Zeilen abgetan, dagegen findet man lange AusMärchen von der Produktionsregelung. Steigerung der Weißblechpreise. die Weißblechpreise faft genau um den Zollbetrag, um 5 M. höher in führungen über Fabriksparkassen, Suppenanstalten, Fabriffeuer-Professor Adolf Wagner über das Weißblechsyndikat. Ein Erfolg der Deutschland gestanden haben als in England. Nach seinen eigenen wehren und sog. Wohlfahrtseinrichtungen. Die gewerkschaftlichen Kartellpolitik. Angaben erzielte das Syndikat in 1898 mur einen Durchschnitts- Organisationen der Arbeiter, die jetzt, nach dem Ausbau ihrer Die Regierung hat nach fast einjähriger Pause die Kartell- preis von 28,94, 1899 schon von 32,94 und 1900 gar von 39,80 m. pro Unterstüßungseinrichtungen, einen erheblichen Einfluß auf die enquete wieder aufgenommen. Am 19. Juni wurde im Reichstags- Doppelzentner, also eine Steigerung um zirka 38 Pro 3 wirtschaftliche Lage der Arbeiter ausüben, werden nur int gebäude von der Kartellkommission über das Weißblechsyndikat vers Außerdem verfolgte das Syndikat aber mit der Zurüdhaltung einzelnen von den 13 Berichten furz gestreift. Fabrikkantinen handelt und vor einigen Tagen vom„ Reichs- Anzeiger" der steno- feiner Produktion noch einen anderen Zweck, nämlich den, seine Ab- werden oft eingehend beschrieben, die Arbeiterkonsumvereine graphische Bericht publiziert. Von dem größten Teil der Presse ist nehmer zu zwingen, sich ein bedeutendes Lager von Weißblechen zu kaum erwähnt. Die Veröffentlichung gar nicht beachtet oder mit einem furzen Hin halten. Das Weißblech wird größtenteils von Industriezweigen ber Unter solchen Umständen ist es auch kein Wunder, daß weis auf das erschienene Stenogramm abgetan worden: ein braucht, die einen sogenannten Saisoncharakter haben, so wird es die Arbeiter Sachsens ihren Fabrifinspektoren, die ihre Ander Enquete, 3. B. vielfach zu Spielsachen und zu Konservenbüchsen ver- wälte sein sollten, wenig Vertrauen entgegenbringen. Der dafür, wie sehr das Interesse an Infolgedessen häufen häufen sich zeitweilig, z. B. im deren Beginn vor zwei Jahren lange Auseinandersetzungen arbeitet. bor hervorrief, geschwunden ist. dem Beginn Zum Teil ficherlich infolge Frühsommer der Konservenbereitung, die Verkehr der Arbeiter in den Bureaus der Beamten ist, mit Diesen Wechsel Ergebnisse. der Dürftigkeit der der Nachfrage finden in zwei Ausnahmen, ein wahrhaft kläglicher. So tamen im Bezirke Ein Untersuchungsverfahren, Aufträge. wie das von der Regierung in Rücksicht auf die Wünsche der großen vielen Industrien; dem Weißblechsyndikat paßt er jedoch nicht. Es Blauen 380 Unternehmer an Amtsstelle, aber nur Industrieverbände gewählte: ein Verfahren, das keinerlei Zeugnis verlangt, daß die von ihm beziehenden Fabriken ihre Bestellungen fünf Arbeiter. Etwas günstiger ist zwar der Arbeiterverkehr zwang kennt und den Beteiligten völlig freistellt, was sie aussagen viel früher einreichen und fich dann die Weißbleche so lange, bis sie in den anderen Bezirken, aber über 30 kommt er nur in und inwieweit sie sich bei ihren Auskünften hinter der Berufung auf sie gebrauchen, auf Lager legen. Umgekehrt fordern dagegen die zwei, in Annaberg und Aue, wo 177 und 157 Arbeiter bei ei, in Annaberg und Aue, wo 177 und 157 Arbeiter bei das Geschäftsgeheimnis verschanzen wollen, ist entschieden un- Weißblechverbraucher, daß das Syndikat, da es bei seiner Monopol den Inspektoren beschwerdeführend und ratsuchend vorsprachen. zulänglich. Es versagt, wie auch die Verhandlungen über das stellung auf dem deutschen Markt um die Nichtverkäuflichkeit nicht Weißblechsyndikat aufs neue beweisen, regelmäßig gerade an den für besorgt zu sein braucht, sich Borräte hält und nicht nur auf Be- Daß die sächsischen Aufsichtsbeamten das Vertrauen der die Beurteilung der Kartellpolitik wichtigsten Stellen. Aber trotz stellung arbeitet. In diesen Streit erschien die Knapphaltung des Arbeiter auch nicht zu schäßen wissen, zeigt recht deutlich die diefer nicht wegzuleugnenden Mängel der Untersuchung, tros Marktes und die Ausdehnung der Lieferzeit auf vier, fünf und sechs Tatsache, daß ein Ansuchen der Dresdener Gewertder seltsamen Leitung der Verhandlungen durch den früheren Monate dem Syndikat als ein probates Mittel, feine Abnehmer schaften an die dortige Fabrifinspektion, mit den GeVorfigenden, den Geheimrat Dr. von der Borght, sind die unter seinen Willen zu zwingen jedoch erreichte es nur teilweise werkschaften in Verbindung zu treten, unter der BeEnquete- Ergebnisse in volkswirtschaftlicher Beziehung feineswegs jo seinen Zweck, denn viele Abnehmer zogen es in ihrer Notlage bor, englisches gründung abgelehnt wurde, es fehle an Zeit, mit den wertlos, wie die unter dem Einfluß der großindustriellen Verbände Weißblech zu beziehen. Die Folge war, daß die Weißblecheinfuhr. 53 gewerkschaftlichen Vereinigungen der sächsischen Hauptstehende Unternehmerpresse zu behaupten beliebt. Wer den Charakter die in 1895 mur 1440 Tonnen betragen hatte, in 1899 auf 23 835 der Kartelle, ihre Organisation und ihre wirtschaftlichen Tendenzen, und in 1900 auf 18 158 Tonnen stieg, d. h. das Syndikat ſtadt Berührung zu suchen; in Wirklichkeit wäre der Bunsch wirklich kennen lernen will, demverschafft immerhin das Studium der og selbst auf dem deutschen Markt die englische der organisierten Arbeiter schon erfüllt gewesen, wenn die Aufsichtsbeamten mit dem Gewerkschaftskartell in Fühlung bisher erschienenen Enquetsberichte einen tieferen Einblick, als die onkurrenz groß. Mehr als irgend ein anderes Kartell ist demnach das Weißblech getreten wären. ganze Professoren- Kartellliteratur, von den älteren Schriften Kleinwächters und Brentanos bis zu den neueren und neuesten Leistungen ber Startellierung zu erfüllen. Geleistet hat es jedoch in dieser Hin Arbeiter ist, das geht trotz alledem aus den Berichten der syndikat in der Lage gewesen, die sogenannten„ idealen Aufgaben" Die wirtschaftliche Lage der sächsischen Philippowichs, Grunzels, Hubers usw. Die Anfeindung der Kartellenquete von jener Seite erfolgt ficht absolut nichts. Es hat seine Machtstellung ausfächsischen Gewerbe- Aufsichtsbeamten hervor, trotz der wieder dazu benußt, die durchaus nicht allein, wenn man auch vor dem lieben Publikum ichließlich Produktionsauflebenden Geschäftskonjunktur und trotz aller Bemühungen dieses Motiv in den Vordergrund schiebt, der Unzulänglichkeit ihrer entwidelung zurüdzuhalten, die Preise Ergebnisse wegen, sondern weil diese Ergebnisse in anderer Nichtung steigern und sich möglichst borteilhafte Abfaz der Gewerkschaften zumeist keine günstigere geworden. liegen, weil sie etwas ganz anderes beweisen, als was sie nach der bedingungen zu sichern. Selbst Profeffor Dr. Adolf Arbeitsgelegenheit ist zwar etwas günstiger gewesen als im Meinung jener Kreise beweisen sollten und müßten. Einem Teil Wagner gelangte im Laufe der Verhandlungen zu der Schluß- Vorjahre, die Löhne sind aber nur vereinzelt gestiegen, teilweise sogar zurückgegangen. der weil folgerung: Das ist namentlich in fapitalistischen Kritiker genügt die Enquete nicht, sie nicht weit genug hinter die Kulissen der von den Kartellen" Meines Erachtens liegt in dem Weißblechkartell eine Art der Posamenten- Industrie des Erzgebirges, der Textilbetriebenen Geschäftspolitik geleuchtet hat. Die Kommission hat idealen Kartells vor. Es ist eine kleine Anzahl von Firmen- industrie der Lausiz und der Stickereibranche des Vogtlandes sich nach ihrer Ansicht viel zu allgemein mit der Kartellfrage be- jetzt heißt es 5 überhaupt nur vorhanden und diese sind im der Fall, wo teilweise ein rapider Sturz des Geschäftslebens, schäftigt und zu wenig Material über die spezielle Geschäftsführung Kartell vereint; es ist also gar kein sogenannter Outsider mehr da. teilweise vorübergehende Beschäftigungslosigkeit herrschten. der einzelnen Syndikate geliefert, mit anderen Worten, die Ver In Deutschland haben Sie somit einigermaßen allein die Konkurrenz Vor allem kommt aber bei der Beurteilung der wirtschafthandlungen sind jenen Stritikern zu sehr von volkswirtschaftlichen unter sich zu regeln. Sie haben es mit einem Artikel zu tun, der lichen Lage der Arbeiter in Betracht, daß die Lebensmittel Gefichtspunkten aus geführt worden und dadurch ihrer Meinung nach nicht allzu große Schwierigkeiten in der Herstellung macht daran teuerer geworden sind; das müssen auch die Fabrikinspektoren die Enthüllungen aus der privatwirtschaftlichen Geschäftspraxis, für möchte ich festhalten trotz der Bedenken, die hervorgehoben worden teuerer geworden sind; das müssen auch die Fabrikinspektoren die sie ein weit größeres Interesse haben, zu wenig informatorisch" find; Sie haben Schutzölle gegen die fremde Konkurrenz usw. in ihren Berichten zugeben. ausgefallen. Ein anderer Teil, vielleicht der größere, aber ist un So haben Sie eine fast monopolistische Stellung Annaberger Beamte, die ungünstige Kartoffelernte und zufrieden, weil die Ergebnisse der Enquete ihre schönen als Produzenten; darauf läuft es hinaus, alles läßt sich nur so die sehr hohen Brot- und Fleischpreise feien Theorien über Zweck, Nutzen und Entwickelung der Kartelle erklären. Nun hat man immer gefagt: wenn ein Kartell die ganze von der Arbeiterschaft sehr nachteilig emp. so gründlich wiederlegen und als luftige Kombinationen erweisen. Produktion beherrscht, tann es auch erfüllen, was funden worden, und aus dem Döbelner Bezirk wird Seit 1890 Professor Brentano in seiner Schrift Ueber die gewünscht wird, namentlich die Bedarfsdeckung gemeldet:„ Die wirtschaftliche Lage der Arbeiter ist gegenüber dem Ursachen der heutigen sozialen Not" die Startelle als Mittel aur gut und preiswürdig besorgen. Aber was ſehen wir? Vorjahre fast unverändert geblieben, do ch dürften für manche Beseitigung der Absatzstockungen und ihrer Folgen" bezeichnet hat, Es ist die Bedarfsdeckung in feiner Weise ausreichend erfolgt. Sie haben so und so viele Theoretiker auf nationalökonomischen Lehr- haben die Produktion zwar ausgedehnt, wie es höchst notwendig Familien die hohen Kartoffel- und Fleischstühlen mit breiter Gelehrsamkeit bewiesen, daß der Zweck der war, aber Sie haben sie nicht in genügendem Maße ausgedehnt, preise recht fühlbar geworden sein." Eine auf Kartelle in der Produktionsregelung, in der Anpassung der Produktion wie es die Dedung des Bedarfes erfordert hätte. Zur Behauptung Grund der Lohntlassen der Krankenkassen in Dresden an den Bedarf sowie in der Stabilisierung der Preise bestehe, und dieser Stellung sind Sie befähigt worden durch Ihre quasi mono- aufgenommene Statistit ergibt, daß am 1. Oktober 1903 deshalb die Kartellierung eine Konfolidierung des kapitalistischen polistische Organisation und durch das Rückenkissen von Schutz von 100 versicherten Personen der ersten Lohnklasse( über Wirtschaftssystems bedeute, und ihre Schüler in den Redaktionen zöllen. Deshalb läuft die heutige Debatte gerade 3,76 M. Tageslohn) 39,0 angehörten, 1904 aber nur 36,8, der Handelszeitungen und der wirtschaftlichen Wochenschriften haben darauf hinaus, eine wichtige Reihe von Frage der zweiten Klasse( von 3,25 bis 3,75 m. Tagesverdienst) geihnen diese Litanei gläubig nachgebetet und nun liefert zeichen auftauchen zu lassen: ob solche Kartellorgani hörten 1903 18,7, 1904 aber nur 16,9 an. die eine Enquete nach der anderen eine Widerlegung all dieser fation dem entspricht, was man von den Vertretern des Baraus, daß die Zahl der Arbeiter, die 1904 den höchsten Man ersieht schönen Theorien und zeigt, daß nicht nur die behauptete Produktions- arte II wesens immer zugunsten der Kartelle daraus, daß die Zahl der Arbeiter, die 1904 den höchsten regelung nirgends erfolgt ist, sondern von den Leitern der Syndikate auch aus dem allgemeinen, bem voltswirtschaft- Lohnklassen angehörten, bedeutend kleiner geworden ist. lichen Standpunkte anführen hört. Sie haben nicht Der nicht felbft als eine wirtschaftliche Unmöglichkeit bezeichnet wird. wegzuleugnende große Einfluß Solche Feststellungen, durch die so manches dicke Buch über die erreicht eine Anbequemung an den Bedarf, Sie haben den Gewerkschaftsorganisationen auf die Arsogenannte Startellfrage als Utopisterei charakterisiert wird, schmecken Bedarf nur zu höheren Preisen bedient, 50 Broz. beitslöhne wird sonst in den Jahresberichten nicht natürlich bitter, und es ist leicht begreiflich, daß die betreffenden höher gegen England, aber zu diesen höheren Preisen haben erwähnt, der Leipziger Beamte aber meldet und behauptet Zwecktheoretiker nicht ihrer Unkenntnis des tapitalistischen Wirtschafts- Sie selbst nicht einmal so viel geliefert, als der Bedarf erforderte." folgendes:„ Durch die im Berichtsjahre von den Arbeitersystems, sondern der Enquete bie Schuld hierfür beimessen. Die Vertreter der großen Kartelle zeigten sich über diese be- berbänden bei dem Abschluß oder der ErZu dieser Beweisführung, daß die Kartelle, wie sie fich historisch rechtigte Folgerung höchst empört voran Herr Dr. Voelder entwickelt haben, ganz etwas anderes find, als was die Brentano, vom Stahlwerksverband, der frühere Referent der Regierung in der neuerung von Lohntarifen vereinbarten, sowie durch Philippowich, Grunzel usw. behaupten, liefern auch die Ver- Startellkommiffion; aber zu erwidern vermochte er mur, daß die Ausstände erzwungenen Lohnerhöhungen ist im allhandlungen über das Weißblechsyndikat oder, wie es offiziell heißt, monopolartige Stellung des Weißblechfynditats gar nicht vor- gemeinen eine Aufbesserung des Verdienstes das„ Weißblech- Verkaufskontor" wieder einen Beitrag. handen sei, da England in den letzten Jahren 28 bis 30 Proz. des der Arbeiter herbeigeführt worden." Hier ist Der Weißblechverband ist das zweitälteste deutsche Syndikat; er deutschen Julandsbedarfs geliefert habe, und daß es ferner auch die vorteilhafte Wirtsamkeit der Gewerkschaften doch einmal ist bereits 1862 gegründet, und zwar waren es zunächst sechs Werte, gar nicht in der Absicht des Weißblechlartells anerkannt worden, wenn auch in Ausdrücken, die sehr an den die sich an ihm beteiligten. Nach und nach sind einige Werke hinzu- liege, Angebot und Bedarf miteinander in Gin Scharfmacherton erinnern. Aus einer Spinnerei des gekommen, andere ausgeschieden, so daß zurzeit der Verband mur tlang zu bringen". Ein höchst wertvolles Zugeständnis! aus fünf Firmen besteht: nämlich dem Dillinger Hüttentvert in Richtig ist allerdings, daß die deutsche Weißblechfabrikation Dresdener Bezirks werden Durchschnittslöhne mitgeteilt. Daberdiente ein erwachsener Arbeiter im Dillingen an der Saar, der Raffelsteiner Eisentverks- Gesellschaft in teilweise unter ungünstigeren Bedingungen arbeitet als die nach # So betont unter anderen der der Rasselstein bei Neuwied, der Hüftener Gewerkschaft in Hüften( Westfalen), englische; aber die Nachteile sind teine natürlichen: sie sind Jahre durchschnittlich 925, eine erwachsene Arbeiterin dem Phönix, Aktiengesellschaft für Bergbau und Hüttenbetrieb, Abteilung durch die Preispolitit der deutschen Rohstoffsyndikate künstlich 475 M., eine jugendliche Person 330 M. Der durchschnittliche Westfälische Union" in Nachrodt und den Petit- fils de Fois de geschaffen. Für ihre Behauptung, daß die Leistung der Wochenlohn eines erwachsenen Arbeiters betrug danach 17,40 M. Wie soll damit ein Arbeiter in einer Großstadt bei| Broschen und Brillantohrringe im Gesamtwerte von 1000 m. bereits y Kunstgewerbe- Museum. Prinz Abrechtstr. 7. Besuchszeit wie beim den hohen Lebensmittel- und Mietspreisen eine Familie angeeignet. Sämtliche Wertgegenstände wurden noch im Besiz des Alten Museum. erhalten können? Noch trauriger sind die Löhne in den Diebes vorgefunden und konnten dem Eigentümer sofort übergeben Mittwochs) 10-3. An jedem 3. Sonntag im Monat: 11-3. Landwirtschaftliches Museum. Invalidenstr. 42. Wochentags( außer Saltwerken des Leipziger Bezirks, wo der Tage- werden. Der Staatsanwalt beantragte eine Gefängnisstrafe von einem Jahr und sechs Monaten Gefängnis. Der bis auf weiteres geschlossen. Märkisches Provinzial- Museum. Wegen Umzug nach dem Neubau Lohn für erwachsene Arbeiter zwei Mark und für Gerichtshof ging jedoch mit Rücksicht auf die beispiellose Frechheit, Arbeiterinnen 1,40 M. beträgt. Und dabei handelt es sich am hellichten Tage einen Ladendiebstahl zu berüben, noch über das( außer Dienstags): Sommer 12-4, Winter 12-3. An Sonn- und Feſt. National- Galerie, Museumsinsel, an der Friedrichsbrüde. Wochentags hier um Saisonarbeit, denn die Kalfwerke werden nur in der beantragte Strafmaß hinaus und erkannte auf zwei Jahre tagen wie beim Alten Muſeum. wärmeren Jahreszeit betrieben. Zuchthaus, drei Jahre Ehrverlust und Stellung unter Polizei- Donnerstags, Sonnabends: Sommer 10-4, Winter 10-3. An SonnVerfammlungen. " Naturkunde Museum. Invalidenstraße 43. Montags, Mittwochs, und Festtagen wie beim Alten Museum. Neues Museum. Verbunden mit dem Alten Museum. Siehe dieses, Pergamon Museum. Museumsinsel, hinter der National- Galerie. Besuchszeit wie beim Alten Museum. Post- Museum. Leipzigerstraße 16/18. Wochentags( außer Mittwochs und Sonnabends): 10-2. Sonntags und an den zweiten Feiertagen: 12-2. An Festtagen( außer zweiten Feiertagen): geschlossen. Nauch Museum.( Werke von Christ. Rauch.) Klosterstr. 76. Wochett tags Rönigl. Sternwarte. Endeplatz 3 a. Mittwochs und Sonnabends Sommer 9-11, Winter 10-11. 20 Bf., Beobachtungen 1 M. von 1 Mart an. schlossen. Die arbeiterschutzgesetzlichen Bestimmungen aufsicht. sind besonders in den Steinbrüchen und Ziegeleien sehr mangelhaft eingehalten worden. In den Steinbrüchen bei Löbau, und auch in denen anderer Bezirke, ist die vorgeschriebene zehnstündige Arbeitszeit zumeist nicht eingehalten Der Zentralverband der Töpfer sette am Freitag die in der worden, man arbeitete vielmehr häufig 11 und 12 Stunden. Versammlung am 20. Juli vertagte Diskussion über den Bericht Teilweise versuchten die Bruchbefizer die Verordnungen da- der Einigungsfommission fort. Es lag eine von der Kommission durch zu umgehen, daß sie die Steinarbeiter nach dem zehn- eingebrachte Resolution vor. Dieselbe bedauert, daß die Vorstandsstündigen Tagewerke noch mit Aufräumungsarbeiten be- mitglieder 3org und Drunjel im Vorwärts" vom 7. Mai die schäftigten. Charakteristisch ist, daß besonders in mehreren befannte Erklärung abgegeben haben, wonach der Verband mit jener Sternwarte im Treptower Park. Geöffnet von 2 Uhr ab. Eintritt Laufizer Brüchen die Arbeiter dem Fabrikinspektor auf Be- Versammlung, welche die Einigungsfrage behandelte, nichts zu tun fragen fälschlich erklärten, sie arbeiteten zehn Stunden, schluß, mit Mitgliedern der Lokalorganisation nicht zusammen zu Borträge 1 M. habe. Ferner fordert die Resolution, daß der früher gefaßte. Be- Urania Sternwarte. Invalidenstr. 57/62. 5-10 Uhr. Eintritt 50 ẞi., während sie elf frondeten. In den Brüchen der Laufik arbeiten, aufgehoben werde und daß die Einigungskommission zu Urania, Sammlungen u. wissenschaftl. Theater. Taubenstr. 48. wurden Frauen zum Aufladen und erschlagen geeigneter Zeit nichts unversucht lasse, um die Einigung zu er- Geöffnet von vormittags 10 Uhr ab. Eintritt 50 Pfennig, Abendvorstellung der Steine verwendet. Als die Fabrikinspektoren dies möglichen. Völkerkunde- Museum. Königgrägerstr. 120. Besuchszeit wie beim untersagten, reichten die Arbeiter selbst ein Gesuch bei der Inspektion Zunächst sprachen mehrere Redner gegen die Resolution. Sie Alten Museum. in Baußen ein, die Beschäftigung ihrer Frauen in der bis- machten geltend, daß dieselbe ein Mißtrauensvotum gegen den Volkstrachten: Museum. Klosterstr. 36. Wochentags( außer Mitt herigen Weise weiter zu gestatten. Das mußte natürlich ab- Vorstand enthalte, was derselbe nicht verdiene. Die leitenden Mitwochs) 11-2. Eintritt 50 Pfennig. gelehnt werden. Zeughaus. An der Schloßbrüde. Wochentags( außer Sonnabends): Aber es heißt in dem Berichte, daß die glieder in der Lokalorganisation feien gegen die Einigung, und Anordnungen nur unter großer Mißstimmung auf beiden wenn sie das Nichteingehen auf die Einigungsverhandlung mit der Sommer 10-3, Winter 10-2. Sonntags 10-3. An allen Festtagen geErklärung von Zorg und Drunsel im Vorwärts" begründen, so sei Seiten( Unternehmer und Arbeiter) hätten durchgeführt werden das nur ein Vorwand, der gemacht werde, um den Anschein zu er- 50 f.; Kinder die Hälfte. Am ersten Sonntag des Monats 25 Pf. Zoologischer Garten. Wochentags 1 Mart, an Sonn- und Festtagen können. Man findet hier wieder einmal bestätigt, daß un- wecken, als ob der Zentralverband daran schuld sei, daß aus der aufgeklärte Arbeiter, bedrängt von der Misere ihrer wirtschaft- Ginigung nichts werde. Was den anderen Teil der Resolution be lichen Verhältnisse, sich und ihre Angehörigen leider bis trifft, der die Aufhebung des Beschlusses, mit Lokalisten nicht zuzum Ruin ihrer Gesundheit ausbeuten lassen, anstatt für sammen zu arbeiten, verlangt, so müsse betont werden, daß ein die Erringung besserer Löhne gemeinsam zu handeln und solcher Beschluß nicht bestehe. Es sei nur beschlossen worden, nicht mit solchen Kollegen zusammen zu arbeiten, die ohne Benutzung des sich zu diesem Zwecke zu organisieren. In den Arbeitsnachweises in Arbeit getreten sind. 3tegeleten waren die Aufenthalts- und Schlafräume namens des Vorstandes, daß derselbe zurücktreten werde, wenn die für die Arbeiter oft in einem traurigen Zustande: zu niedrig, Resolution angenommen werden sollte. Andere Redner ersuchten ungenügend gegen Witterungsverhältnisse geschützt, ohne Dielen. die Kommission, ihre Resolution zurückzuziehen. Remnit, Die Schlafränme der Geschlechter waren nicht genügend ge- Mitglied der Einigungskommission, bemerkte, die Resolution fönne trennt, Ehepaare schliefen in einem Raume zusammen. Wo nicht zurückgezogen werden, sie richte sich nicht gegen den Vorstand, bei solchen und anderen Fällen Strafen ausgeworfen wurden, sondern sie bedaure nur die Handlungsweise einzelner Vorstands- Dienstag: Gastspiel Bötel. waren sie nur gering; zumeist ließ man es bei Verwarnungen mitglieder. Der Vorstand könne auch nach Annahme der Reſolution faufte Braut. Donnerstag: Huhn, der als Referent der Einigungs- Fidelio. Sonnabend: Die Wie dringend auch die Arbeitskraft des Mannes des kommission das Schlußwort erhielt, jagte unter anderem, in den Der Barbier von Sevilla. Berichten des Vorwärts", namentlich in dem ersten, der die bestimmt. Schutzes gegen schrankenlose Ausbeutung bedarf, zeigte recht Einigungsfrage" behandelte, sei die Sache so dargestellt worden, Schiller Theater N.( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater.) Sonntag deutlich eine Untersuchung über die Arbeitsverhält- als ob die Verschmelzung der Organisationen im Vordergrunde der und Montag: Hofgunft. Dienstag bis Sonnabend: Gefchloffen. Sonn nisse der Bootsleute und Heizer auf den Erörterung gestanden habe. Das sei aber nicht der Fall, es handele tag: Gastspiel Bökel. Der Postillon von Lonjumeau. Montag: Ge Fährdampfern der Elbe. Es wurde festgestellt, daß sich in der Hauptsache um ein Zusammengehen beider Organisationen die Arbeitszeit von früh 5 Uhr bis nachts 11 Uhr dauert und hinsichtlich des Arbeitsnachweises. nur alle vier Wochen eine 36stündige Ruhezeit gewährt wird. Die Resolution wurde schließlich gegen eine starke Minderheit Die Leute haben also eine 18stündige Arbeitszeit. Revisionen abgelehnt. in Mühlenbetrieben haben aber auch ergeben, daß dort die vorgeschriebene Ruhepause von 8 Stunden häufig nicht eingehalten wird. Mehrfach wurden nur 4 Stunden Ruhe gewährt. Also auch hier, bei diesen besonders geschützten Arbeitern eine 16-17stündige Arbeitszeit. bewenden. Gerichts- Zeitung. im Amte bleiben. David erklärte Der Vorsitzende 3 org führte hierauf aus, der Vorstand werde nach wie vor die Interessen der Mitglieder wahrnehmen; er ſei durchaus nicht grundsätzlich gegen die Einigung. Die Musikinstrumentenarbeiter, welche dem Holzarbeiterverband angehören, nahmen in ihrer Branchenversammlung am Montag Stellung zur Frage der Abhaltung einer Konferenz ihrer Berufsgenossen. Nach eingehender Diskussion wurde folgende bom Branchenvertreter Leopold vorgeschlagene Resolution angenommen: " Als Beratungsgegenstände der Konferenz wurden unter anderem folgende Punkte vorgeschlagen: Ist die Einführung der Lohnarbeit vorteilhaft und durchführbar? Ist die Einführung einheitlicher Attordpreise möglich? Wie ist die Ausbreitung der Organisation unter den Musikinstrumentenarbeitern besser zu fördern? Ferner foll die Verkürzung der Arbeitszeit auf die Tagesordnung der Konferenz gesetzt werden. In Aussicht genommen ist auch die Einfeßung einer ständigen Bentralkommission der Musikinstrumentenarbeiter, die die allgemeinen Angelegenheiten der Berufsangehörigen wahr zunehmen, statistische Erhebungen zu veranstalten hat und dergleichen. Hierauf beriet die Versammlung über den Arbeitsnachweis. Nachdem für die Holzindustrie der paritätische Arbeitsnachweis in Kraft getreten ist, haben die Musikinstrumentenarbeiter einen eigenen Arbeitsnachweis im Gewerkschaftshause. Die Versammlung bestimmte das Lokal von Krause, Adalbertstraße 59, als Verkehrslokal der Branche. Daselbst soll, falls die Ortsverivaltung damit einverstanden ist, des Abends Arbeit vermittelt werden, während die Vermittelung im Gewerkschaftshause am Tage stattfindet. aus 14 Mitgliedern bestehene Arbeitsvermittelungs- Kommission wurde eingefeßt. Wochen- Spielplan der Berliner Cheater. Neues Königl. Operntheater. Sonntag: Carmen. Montag: La Die lustigen Weiber von Windsor. Freitag: Carmen. Sonnabend: La Traviata. Dienstag: Fledermaus. Mittwoch: Carmen. Donnerstag: Bohème. Sonntag: La Bohème. Montag: Carmen. Geschlossen. Dienstag bis Montag: Die Liebesschule. Theater des Westens. Sonntag: Der Soubrettenjäger. Montag: Lustspielhaus. Sonntag und Montag: Kyriz- Phriß. Dienstag und folgende Tage: Der Herr Substitut. Der dankbare Julien. Schiller Theater O.( Wallner- Theater.) Sonntag nachmittag 3 Uhr: Die verkaufte Braut. Montag: Undine. Allessandro Stradella. Mittwoch: Die berGastspiel Bötel. Der Troubadour. Freitag: verkaufte Braut. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Abends: Die Afrikanerin. Montag: Un schloffen. Leffing Theater. Sonntag bis Sonnabend: Geschlossen. Sonntag nachmittag 22 Uhr: Die versunkene Glode. Abends: Elga. Montag: Die Weber. Kleines Theater. Sonntag und Montag: Geschlossen. Dienstag und Mittwoch: Nachtashl. Donnerstag: Familienidyll. Die Neuvermählten. Freitag, Sonnabend und Sonntag: Nachtasyl. Montag: Familienidyl Die Neuvermählten. Zentral Theater. Sonntag und folgende Tage: Die Geisha. An beiden Sonntagen, nachm. 3 Uhr: Die Geisha. Thalia- Theater. Sonntag und Montag: Geschlossen. Dienstag und folgende Tage: Amor in New York. Belle Alliance: Theater. 0 Sonntag und folgende Tage: Ben Ali Bey. Carl Weiß Theater. Von Sonntag bis Freitag: Lehmanns Aben. teuer. Bon Sonnabend bis Montag: Im Haufe der Sünde. Reichshallen Theater. Sonntag und Montag: Oskar Junghähnel Dienstag und folgende Tage: Stettiner Sänger. Apollo Theater. Allabendlich: Am Hochzeitsabend. Ein Abend in einem amerikanischen Tingel- Tangel. Spezialitäten. Metropol Theater. Allabendlich: Die Herren von Marim. Passage Theater. Allabendlich: Madame du Dion. Fernande Robertine. Spezialitäten. Gebr. Herrnfeld Theater. Sonntag und Montag: Geschlossen. Dienstag und folgende Tage: Die Meyerhains. Berliner Prater: Theater. Täglich: Dorns Refi. Urania- Theater. Taubenstraße 48/49. Die deutsche Nordseeküste. 0 Montag und Donnerstag: Tierleben in der Wildnis. Mittwoch: Die Inset Rügen. Anjang 8 Uhr. Invalidenstr. 57-62. Sternwarte. B Berliner Marktpreise.( Ermittelt bom Polizei Präsidium.) Futtergerste, gute Sorte, 1 Doppelzentner 15,80( 15,10), mittel 15,00 ( 14,30), geringe 14,20( 13,60). Hafer, gute Sorte 16,40( 15,50), mittel 15,40( 14,50), geringe 14,40( 13,60), frei Wagen und ab Bahn. Nichtftroh 5,32( 5,00). Heu, neu, 6,60( 4,60). Erbsen, gelbe, zum Kochen 40,00( 30,00). Speisebohnen, weiße 50,00( 30,00), Linsen 60,00( 30,00), Startoffeln 10,00( 6,00). Rindfleisch, von der Keule, 1 Kilogramm 1,80( 1,40), Rindfleisch, Bauchfleisch 1,50( 1,20), Schweinefleisch 1,80 ( 1,40), Kalbfleisch 2,20( 1,20), Hammelfleisch 1,80( 1,40), Butter 2,80( 2,20), Gier( 60 Stüd) 0,00( 0,00). Starpfen, 1 Sg. 0,00( 1,00), ale 0,00( 0,00), gander 0,00( 0,00), echte 0,00( 0,00), Barsche 0,00( 0,00), Schleie 0,00 ( 0,00), Bleie 0,00( 0,00), Streble( 60 Stüd) 00,00( 0,00). Die Versammlung hält die Abhaltung einer Konferenz der Ein Rencontre mit einem Kriminalschutzmann lag einer Anklage Musikinstrumentenarbeiter Deutschlands für dringend notwendig. wegen gefährlicher Körperverlegung, Bedrohung und Beleidigung Bei den Bestrebungen des organisierten Unternehmertums der gegen die Schneider öffelbein und 3immermann und Musikindustrie, allgemeine Maßregeln in den verschiedenen Orten den Metalldreher Hermann Hellmer zugrunde, welche zur Unterdrückung der Arbeiterschaft zu ergreifen, muß notgedrungen gestern vor der 3. Strafkammer des Landgerichts I zur Verhandlung eine engere Verbindung der Musikinstrumentenarbeiter innerhalb fam. In der Nacht zum 1. März d. J. war der Kriminalschuhmann des Holzarbeiterverbandes geschaffen werden. Die Versammlung Mierschenz im Begriff, seine in der Burgsdorfstraße gelegene beauftragt deshalb die Branchenleitung, alle hierzu nötigen Schritte Wohnung aufzusuchen. Als er in der Nähe der Burgsdorfstraße an- vorzubereiten und zu fördern." gelangt war, bernahm er aus nächster Nähe gellende Hülferufe. Er eilte fofort nach der Straßenecke und sah dort mehrere Personen, die in eine wüste Schlägerei verwickelt waren. Als er die Streitenden trennen wollte, waren diese plötzlich die besten Freunde, nachdem er fich als Kriminalbeamter legitimiert hatte, und gingen nunmehr gemeinschaftlich gegen ihn vor. Durch ein paar Pfiffe hatte sich eine Rotte Rowdys angesammelt, die nun gemeinschaftlich mit dem Rufe: Haut den Greifer" auf den Kriminalschußmann eindrangen. Dieser fab sich genötigt, seinen Dienstrevolver zu ziehen. Ehe er aber zu einem Schredschuß fam, wurde ihm von einem der Angreifer die Waffe festgehalten, während ein anderer, der jetzige Angeklagte Hellmer, wie toll auf ihn einftach. Der Beamte wurde zu Boden geworfen und mit Fußtritten und Fauftschlägen auf das schlimmste mißhandelt. Es gelang ihm schließlich, seinen Revolver frei zu bekommen. Er gab in dem Handgemenge einen Schuß ab, der einen unermittelt gebliebenen Rowdy in die Schulter traf. Gleich darauf erhielt er von dem Angeklagten Hellmer einen Stich in den Oberschenkel. In der höchsten Not, als etwa zehn Bassermannsche Gestalten auf den Beamten mit dem Rufe:" Den 2... p machen wir heute noch alle" eindrangen, erschien der Nachtwächter Milow auf der Bildfläche. Dieser hieb mit seinem Säbel aufs Geratewohl auf die Angreifer ein, bis der Kriminalschußmann Mierschenz etwas Luft Germaniasälen seine gut besuchte Quartalsversammlung Der Zentralverband der Schmiede hielt am Mittwoch in den ab. bekam. Da die Rowdys nochmals auf die Beamten eindrangen, gab entschel verlas den Kaffenbericht vom 2. Quartal. Demnach M. drei Revolverschüsse ab, die eine Berson in den Schenkel trafen. hatte die Lokalfaffe eine Ginnahme von 12 272,47 m. und eine Aus- Swinemde. 760 ND Durch das Notsignal wurden schließlich Schußleute herbeigerufen. Es gelang nur die drei Angeklagten festzunehmen, während die gabe von 5834,74 M. Das Vermögen beträgt 11 237,78 W. Bei Hamburg 762 NND 2 wolfig übrigen enttamen, so auch die beiden angeschossenen Rowdys. Der der Hauptkasse bilanzieren Einnahmen und Ausgaben in der Summe Berlin Kriminalschuhmann Mierschens hatte so schwere Verletzungen er jüngsten Schmiedestreits insgesamt 15 692,30 m. gezahlt. An Streifunterstützung wurden während des Frankf.a.M. 761 M. litten, daß er sofort ärztliche Hülfe in Anspruch nehmen mußte und Arbeitslosen- Unterstützung betrug 591,50 m2. Nach der Erledigung etwa sechs Wochen bettlägerig war. Die weiteren Folgen der schweren einer Reihe innerer Angelegenheiten wurden sodann in die Orts Berlegungen konnten bis heute noch nicht beseitigt werden. Bor Gericht bestritten alle drei Angeklagte ihre Schulb und behaupteten, verwaltung gewählt als 1. Vorsitzender Siering, 2. Borsigender Battmer, Kaffierer Hentschel, Revisoren Haberland, die nicht ermittelten Personen wären die eigentlichen Urheber des Erdmann und Pohl; Beschwerdekommission Nimmrich, Erzesses gewesen. Der Gerichtshof glaubte indessen, in den An Zimmermann, Schlinstt, Arndt und wolf. getlagten nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme die Haupttäter finden zu können. Gegen derartige nächtliche Erzesse müsse auf das schärfste vorgegangen werden, da das Rowdytum in manchen Stadtgegenden Berlins leider immer mehr überhand nimmt. Der Gerichtshof habe deshalb gegen den Haupttäter Hellmer auf eine exemplarische Strafe erkannt. Das Urteil lautete gegen H. auf Montags): Sommer 10-4, Winter 10-3. Sonntags und an den zweiten 2 Jahre Gefängnis und sofortige Verhaftung, gegen fängnis. bon 14 836,34 M. M. Museen, Sammlungen usw. Eine Die Witterungsübersicht vom 29. Juli 1905, morgens 8 Uhr, Stationen Barometer stand mm Windrichtung Windstärke München 761 Wien Better 2 bedeckt Temp. n. E. 5° C. 4° R. Stationen Barometer Windrichtung Windstärke Better Temp. n. G. 11 18 18 Haparanda 751 D 2Regen 15 15 Petersburg 756 WSW 1halb bd. 16 760 AND 3 Regen 16 Scilly 761 SS 4 mollig 18 3 bedeďt 21 Aberdeen 759 SGD 1mwollig 5 bedeckt 18 Paris 763 NND 1 bedeckt 759 1wolfen 23 Wetter- Prognose für Sonntag, den 30. Juli 1905. Zunächst auftlavend bei schwachen füdlichen Winden und rasch steigender Temperatur; später wieder zunehmende Bewölkung ohne erhebliche Niederschläge. Berliner Betterbureau. Wasserstand am 28. Juli. Elbe bei Auffig 0,34 Meter, bei Dresden 1,70 Meter, bei Magdeburg+0,86 meter.- Unstrut bei Straußfurt+ 1,15 Meter.- Oder bei Ratibor+0,89 Meter, bei Breslau Ober- Begel+ 4,80 Meter, bei Breslau Unter- Begel 1,32 Meter, bei Frankfurt+1,38 Meter. Weichsel bei Brahemünde+2,54 Meter, Warthe bei Bosen+0,22 Meter. Nezze bei Usch-Meter, öffelbein unb Bimmermann auf je 6 Monate Ge- menslags und an Keltagen( außer zweiten Beterlagen): geldtoffen. Heinrich Franck Sonder- Angebot! Mit welcher Dreistigkeit gewerbsmäßige Diebe vorgehen, zeigte wieder einmal eine Verhandlung, welche gestern vor der 9. Ferienstraftammer des Landgerichts I stattfand. Wegen schweren Diebstahls im straferschwerenden Rückfalle war der Arbeiter Ernst Meyer angeflagt. Der Angeschuldigte hat bereits viele Jahre in freier staatlicher Pension", b. h. im Zuchthause zugebracht. Nach dem er es kurze Zeit einmal wieder mit ehrlicher Arbeit versucht hatte, fiel er doch bald wieder in seine alte diebische Neigung zurück. Am 2. Juli d. 3. gegen vier Uhr nachmittags befand sich der Gastwirt Nir, der in der Klosterstraße 20 ein Restaurant betreibt, in seinem Lokal. Da sich in diesem kein Gast befand, ging er auf wenige Minuten in den Keller hinunter. Plötzlich hörte er ein Geräusch in dem Büfettraume. Er eilte nach oben und traf hier den Angeklagten, wie dieser gerade im Begriff war, die Ladenkasse auszuräumen. Es kam zu einem kurzen Handgemenge, bei welchein der Gastwirt Sieger blieb. Er übergab den Dieb einem Schutzmann. Erst später machte er die Entdeckung, daß der Angeklagte schon seinem Wohnzimmer einen Besuch abgestattet und hier fast sämtliche Behält niffe erbrochen hatte. Hier hatte sich der Dieb mehrere wertvolle Altes( u. Nenes) Museum. Am Lustgarten. Wochentags( außer Weihnachts-, Dfter, Pfingstfeiertagen: April bis September 12-6, Oftober und März November Dezember Januar 12-3. geschlossen. Aquarium. Unter den Linden 68 a. Sommer 9-7, Winter 9-6. Eintrittsgeld 1,00 M., an Sonn- und Festtagen 0,50 M.; Kinder die Hälfte. Am letzten Sonntag des Monats 0,25 M. Architektur: Museum. Technische Hochschule, Charlottenburg, Berliners ſtraße 151. Montags und Freitags 10-3, Dienstags und Donnerstags 12-3, Mittwochs 10-12. Kunstausstellung am Lehrter Bahnhof. Eintritt 50, Montags 1 M. Sezessions- Ausstellung am Kurfürstendamm, Nähe der Uhlandstraße. Eintritt 1 M., Sonntags 50 Bf., Arbeitertarten in den Gewerkschaften 25 1. Ausstellung für Arbeiterwohlfahrt. Charlottenburg, FraunhoferStraße 11. Wochentags( außer Montags) 10-1, außerdem Dienstags und Donnerstags 6-9 abends." Sonntags 1-5. Berg und Hüttenmuseum. Invalidenstr. 44. Wochentags( außer Sonnabends) 12-2. Sonntags: Sommer 12-6, Winter 12-3. Botanischer Garten. Stegliz- Dahlem. Sonntags 2-7 frei. Botanisches Museum. Grunewaldstr. 6/7. Mai bis September: Montags und Donnerstags 3-6. Im Winter geschloffen. am zeit wie beim Alten Museum. Berlin N., Brunnenstraße 185. Besichtigen Sie bitte sofort elf neue Partien ganz heller Deli- Tabake von vorzügl. Brand u. Geſchmad. Großartige Auswahl. Roh- Tabak. Decke Nr. 5521 helle Farben, schneeweißer Brand, unter 12 Pfd. dedend, Kaiſer Friedrich Muſeum. Muſeumsinsel, em Supergraben. Befus à 2.50 M. verzotlt. Hygienisches Museum. Klosterstr. 35. Dienstags und Freitags 10-2. Sonntags: April bis September 1-6, Oftober und März 1-5, November und Februar 1-4, Dezember und Januar 1-3. Mittwochs und Sonnabends 10-1 für Bereine. W. 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Juli 5461, das heißt acht weniger als am Schlusse des Die Mechaniker- Sektion des Metallarbeiter- Berbandes nahm am wie bisher betrieben werden müsse, dann werde die Organisation ersten Quartals. In der Diskussion sprachen einige Redner den Mittwoch bei Buggenhagen in einer Mitgliederversammlung vom auch weitere Fortschritte machen. Der folgende Punkt der Tages- Wunsch aus, daß die Ortsverwaltung bald die Regelung der AnstellungsObmann Gutsche den Bericht über den Leipziger Verbandstag ordnung betraf die Anstellung eines zweiten Beamten der Lokal- bedingungen der Beamten vor eine Mitgliederversammlung bringen entgegen. Der Referent bezweifelte die finanzielle Durchführbarkeit verwaltung. Der Hauptvorstand hat den Antrag, die Besoldung des möge. Die Möglichkeit ist durch Beschluß einer früheren Generalder beschlossenen Erwerbslosenunterstügung und äußerte sich dann Beamten zu übernehmen, abgelehnt, er hält zwar die Anstellung für versammlung gegeben. In der weiteren, ziemlich umfangreichen zustimmend zu der bekannten Resolution eber- Jena, laut der erforderlich, meint aber, die Berliner fönnten den Beamten aus Debatte wurden eine größere Anzahl Verwaltungsangelegenheiten die Metallarbeiter betriebsweise verpflichtet sind, zur Feier lokalen Mitteln besolden. Die Versammlung beschloß, den Haupt- durchgesprochen. Die beantragte Versicherung gegen Einbruch wurde 1. Mai Stellung zu nehmen, sofern in einem Be- borstand nunmehr zu ersuchen, der Zahlstelle Berlin einen Agitations- mit der Maßgabe angenommen, daß die Versicherung 5000 M. um triebe der Beschäftigten vollberechtigte Verbandsmitglieder sind. zuschuß von 200 m. vierteljährlich zu gewähren. fassen soll. Auf Antrag Jahn wird beschlossen, daß der Vorstand Wenn demgegenüber Cohen als Leiter des Verbandstages Die Freie Vereinigung der Tapezierer und verwandten Berufs- als Tagesordnung der nächsten Mitgliederversammlung zu bestimmen mit einer gewissen Befriedigung auf die große Minorität hin- genossen Berlins und Umgegend" hielt am 19. Juli ihre General- habe: 1. Der Streit zwischen dem Verbandsvorsitzenden Kloth und gewiesen habe, die gegen die Resolution Leber gestimmt habe, so versammlung ab. Zunächst ergriff Biester das Wort zu einem dem Verbandsredakteur G. Schmidt. 2. Die Regelung der Beamtenkönne er versichern, daß diese große Minorität nur zustande kam, kurzen Vortrag über„ Die Unterschiede zwischen Kommunismus und gehälter. Den Kassenbericht gab der Kassierer Bytomski. Die weil die Resolution Leber in ihrem Schlußpassus die bekannte Miß- Individualismus", woran sich eine längere Diskussion anschloß, Bentralkasse rechnete im 2. Duartal mit 25 072,44 m. Unter den billigung des Verhaltens der Metallarbeiter- Delegierten auf dem deren Fortsetzung in der nächsten Versammlung erfolgen soll. Nun- Ausgaben befinden sich an Arbeitslosen- Unterſtügung 6629,75 M. Kölner Gewerkschaftstongreß enthielt. Diese Mißbilligung sei von mehr erstattete Winkler den Vorstandsbericht. Nach demselben für männliche, 1050,25 M. für weibliche Mitglieder; an Gemaß vielen Delegierten in Leipzig als ein direktes Mißtrauensvotum wurden die Vereinsgeschäfte in einer ordentlichen und einer außer regelten- Unterstützung 681 M., an Kranken- Unterſtügung 1250,80 Mr. gegen die Kölner Delegierten aufgefaßt worden, und lediglich aus ordentlichen Generalversammlung, vier Versammlungen und neun An die Verbandskasse gesandt wurden 9534,12 M., am Orte diesem Grunde hätten sich so viel Stimmen viel Stimmen gegen die Vorstandssizungen erledigt. Außerdem fand zum Zweck der Auf- behalten 1516,46 Mark. Der Extrafonds zählte am Resolution zusammengefunden. In der Maifeierfrage selbst aber klärung und zur Agitation für unsere Ziele eine öffentliche Ver- 1. April 12 652,74 Mart. Nach Verrechnung einer Einnahme habe die überwältigende Mehrheit des Verbandstages zweifellos sammlung statt. Redner hob hervor, daß das vergangene Quartal von 3255,60 M. und einer Ausgabe von 1422 m. verblieb am auf dem Standpunkte Lebers gestanden und nicht auf dem Boden hauptsächlich zur Agitation benutzt wurde, deren Erfolge sich in 1. Juli ein Bestand von 14 486,34 M. Die Lokaltasse rechnete der verwässernden Resolution Erler. In der Diskussion wurde einer zwar langsamen, aber stetigen Zunahme an Mitgliedern fund einschließlich eines alten Bestandes von 7376,05 M. mit einer Einverschiedentlich der„ Vorwärts"-Bericht über den Verbandstag scharf tun. Er streifte ferner noch einmal die Differenzen, welche sich nahme von 11 825,94 M. Ausgegeben wurden 3482,29 M., so daß bemängelt. So sei z. B. eine Bemerkung des Verbandsvorsitzenden zwischen dem Verband und der Vereinigung auf Grund einzelner am 1. Juli ein Bestand von 8343,65 m. verblieb. Nach einer Schlicke über etwaige Inanspruchnahme des Armenrechts bei Sperren ergaben und verwies die Interessenten auf den Bericht in längeren Debatte wurde dem Stassierer Decharge erteilt. Die VerLohnklagen völlig entstellt wiedergegeben worden. Nach dem Nr. 28 der Einigkeit", wo klipp und klar die wahren Tatsachen handlung der weiteren Punkte der Tagesordnung mußte wegen der „ Vorwärts"-Vericht sei der Anschein erivedt, als hätte Schlice furz stehen. Hierauf gab der Kassierer Wehner den Kaffenbericht, vorgerückten Zeit vertagt werden. weg den Kollegen im Reiche geraten, sie sollten bei derartigen Klagen welcher bei einer Einnahme von 429,22 M. und einer Ausgabe von das Armenrecht beanspruchen, um dadurch die Kosten für den Rechts- 211,83 M. mit einem Bestand von 217,39 M. abschließt. Nachdem wurde am Donnerstag in einer gut besuchten Generalversammlung Ueber die Tarifforderungen für die Gips- und Zementbranche schutz zu vermindern. In Wirklichkeit sei Schlicke derartiges gar aur noch einen kurzen Bericht vom Arbeitsnachweis erstattet dieser Sektion des Zweigvereins des Maurerverbandes endgültig benicht eingefallen. Er habe nur darauf hingewiesen, daß in so hatte, fand eine kurze Diskussion statt, in deren Verlauf dem Kas- schlossen und zwar nach einer langen Debatte, die sich hauptsächlich vielen kleineren Industrieorten, wo leider noch feine Getverbegerichte fierer sowie Vorstand für seine Tätigkeit Decharge erteilt wurde. auf die Lohnfäße bezog. bestehen und die Arbeiter ihre Lohnklagen beim Amtsgericht anbringen unter" Verschiedenes" verlas Wintler noch den Artikel aus der Stundenlöhne zu fordern: für Nabig-, Koksaschenwand- und Zementwurde fich einig, folgende müssen, die Erledigung der selagen bedeutend letzten Meisterzeitung, worin den Meisterkollegen unter den üblichen puger sowie Blattensetzer 90 Pf., Rabitspanner 75 Pf., Bementierer schneller erfolgt sei, wenn die Kläger das Armen Begründungen die Benüßung des Vereinigungs- Nachweises ab- und Flechter 72%, Einschaler 621, Bugerträger 72, Hülfsarbeiter buzer sowie Blattensezer 90 Pf., Rabitſpanner 75 Pf., Zementierer recht hatten, als wenn sie auf gewöhnlichem Wege die Klage empfohlen wird. einbrachten. Um nun auf solche Orte einen gewissen Druck aus- angelegenheiten erledigt worden waren, ermahnte der Vorsitzende übrigen Hülfsarbeiter der Zementbranche 50 Pf. Die Erhöhungen, Nachdem noch einige interne Vereins- bei der Zubereitung und beim Transport von Beton 55, und alle zuüben, ebenfalls Gewerbegerichte zu schaffen, habe Schlicke die Bemerkung noch zu einer lebhaften Agitation und zu feftem, solidarischem Zu- die hier gegenüber den geltenden Löhnen gefordert werden, betragen gemacht, es empfehle sich vielleicht, unter diesen Umständen das Armen- sammenhalten, worauf er die Versammlung schloß. recht noch mehr in Anspruch zu nehmen. Uebrigens habe der für alle Branchen 5 Pf., mit Ausnahme der Nabigpuyer, für die Der Deutsche Buchbinder Verband( 3 a hI stelle Berlin) 71 Bf., und der Hülfsarbeiter, für die mur 22 Pf. mehr verlangt Verbandstag diese Ansicht Schlickes nicht akzeptiert. Zum Schluß wiederholte Cohen zum soundsovielsten Male den anarchistisch ordentliche Generalversammlung ab. Der Vorsitzende Schade er branche tätigen Rabitzhielt am 26. Juli im großen Saale des Gewerkschaftshauses eine werden. Die Arbeitszeit soll für sämtliche in der Gipsa erfundenen und lokalistisch immer wieder aufgewärmten Schwindel stattete den Geschäftsbericht für das zweite Quartal, indem er ein puper fowie Plattensetzer, Rabitzspanner und Buterträger nur Koksaschenwand- und Bements vom angeblichen Kölner Boykottbruch. Bild der Tätigkeit von Vorstand und sonstigen Funktionären gab. 81% Stunden betragen, in der Zementbranche für gementierer, Zentralverband der Schuhmacher. In der am Mittwoch ab Unter anderem verivies er darauf, daß der Ortsverwaltung viel Zeit Flechter, Einschaler und Hülfsarbeiter 9 Stunden. Im übrigen ents gehaltenen Generalversammlung der Zahlstelle Berlin erstattete weggenommen werde dadurch, daß die Mitglieder in zahl hält der Vertragsentwurf, wie er von der Generalversammlung gutWeber den Kassenbericht für das 2. Quartal. Für die Hauptkasse reichen Fällen Streitigkeiten unter einander wegen vermeint- geheißen wurde, nur geringe Abänderungen des jetzt noch und bis sind eingenommen 8158,15 M., abgeführt sind 6067,35 M., für licher oder wirklicher Vergehen gegen die Solidarität vor den Ende September geltenden Vertrages. Es ist jedoch unter anderem Unterstügungszwecke find 481,35 M. ausgegeben, der Lokaltasse Vorstand brächten. Um die Zahl derartiger Verhandlungen im Vor- eine bessere und genauere Regelung der Fahrgeld- und Laufzeitfallen 1609,45 M. zu. Sonst hat die Lokalkasse noch 2076,36. stand zu vermindern, sollen die Werkstatt- Vertrauensleute jetzt ver- entschädigung vorgesehen. eingenommen, dazu kommt der Bestand vom vorigen Quartal in suchen, möglichst selber, z. B. in Werkstattsizungen, einen Ausgleich Als dieser Punkt der Tagesordnung erledigt war, war es so Höhe von 2759,24 M. Die Ausgaben der Lokalkasse betrugen herbeizuführen. Es wurde festgestellt, daß auch die Vertrauens- spät geworden, daß die übrigen Punkte: Abrechnung vom zweiten 3498,91., bleibt ein Bestand von 2947,14 M. Das Quartal personen tüchtige Arbeit geleistet haben. Der Einbruch im Buch- Quartal und vom Stiftungsfest, vertagt wurden, doch wurde bebegann mit einem Mitgliederbestand von 1827. Es hat zwar eine druckerbureau veranlaßte die Ortsverwaltung zu dem Antrag, zu schlossen, die Abrechnung zu veröffentlichen. Die Einnahmen der größere Zahl von Aufnahmen stattgefunden, auf der anderen Seite genehmigen, daß die Kassenbestände im Bureau bis zur Höhe von Sektion betrugen im verflossenen Quartal 23 901,42 M., die Ausfind aber viele Mitglieder wegen restierender Beiträge 6000 m. gegen Einbruch versichert werden. Männliche Mitglieder gaben 15 825,64 M., so daß also am Quartalsschluß der Kassengestrichen worden, so daß sich die Zahl der Mitglieder nur hatte die Zahlstelle am Ende des ersten Quartals 2824, an: bestand 8075,78 M. betrug. An die Kasse des Zweigvereins wurden um eines vermehrt hat. Der Umstand, daß schon seit längerer Ende des zweiten Quartals 2753; weibliche Mitglieder waren am 13 317,23 M. abgeliefert. ORIGINAL Singer Nähmaschinen. 35932* SINGER NAHMASCHINE Einfache Handhabung! Große Haltbarkeit! Hohe Arbeitsleistung! Weltausstellung Grand Prix Weltausstellung Paris 1900: St. Louis 1904. Unentgeltlicher Unterricht, auch in moderner Kunststickerei. 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Pflichten und Rechte der Mitglieder im Verbande. Referent: Kollege Klingner. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. Das Erscheinen aller Kollegen ist notwendig. Der Obmann. Montag, den 31. Juli, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause ( Saal 1), Engel- Ufer 15: abends 8 Uhr, bei Thiel, Bergstr. 151/52: Tagesordnung: 1. Wie stellen wir uns zu dem neuen Entwurf des Organisationsstatuts? 2. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Der Eintritt erfolgt nur gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches. Der Vorstand. Deutscher Metallarheiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Branchen- Versammlung der Tischmacher. Haupt- Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Tages Drdnung: Warum streiken die Kollegen bei der Firma W. Bökel, Muskauerstr. 20? Es ist Pflicht eines jeden in dieser Branche beschäftigten Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. 89/14 Achtung! Der Einberufer. Einsetzer! 235/2 Fernsprecher Amt IV, 9679. Arbeitsnachweis Zimmer 34, Amt IV, 3353. Dienstag, den 1. Auguft, abends 8 Uhr, im großen Saale von Keller, Koppenstr. 29: Allgemeine Versammlung Die Geburt einer Tochter zeigen hocherfreut an 38832 Karl Nielsen u. Frau, Berlin W., Alvenslebenstraße 24. Allen Verwandten, Freunden und Genossen hiermit die traurige Nachricht, daß mein inniggeliebter Mann, unser herzensguter Vater, Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Neffe, der Metallarbeiter Karl Flemming im noch nicht vollendeten 30.Lebensjahre durch Unglücksfall plößlich verschieden ist. Die Beisetung findet am Montag, den 31. Juli, nachmittags 5 Uhr, von der Kapelle des St. Jakobi- Kirchhofes, Rigdorf, Hermannstraße, aus statt. Um stilles Beileid bitten die tiefs betrübten Hinterbliebenen 28m. Flemming nebst Kindern. Familie Stephan. Familie Zarnikow. Achtung der Rohrleger und Helfer Berlins und Umg. Sozialdemokratisch. Wahlverein Montag, den 31. Juli, abends 8, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( Saal 8): Vertrauensmänner- Sizung. Jeder Betrieb muß vertreten sein. Die Kommissionsmitglieder werden ersucht, eine Stunde früher dort zu sein. Der Obmann. Parkettbodenleger! Tagesordnung: 1. Berichterstattung aus der Schlichtungs- Kommission über die Tarifberatungen. Referent: Karl Wiesenthal. 2. Diskussion. 121/4 Kollegen! Da in dieser Versammlung allen Rohrlegern und Helfern Gelegenheit gegeben wird, fich über den neuen Zarif auszusprechen, erwartet recht zahlreichen Besuch Mittwoch, den 2. Auguft, abends 8%, Uhr, im Gewertschaftshause, Bäckerei- Genossenschaft, Berlin". Engel- Ufer 15: KF Kommissions- Sitzung mit Vertrauensleuten. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Der Obmann. Kürschner! Mittwoch, den 2. August, abends 8 Uhr, im Alten Schützenhaus", Linienstr. 5: E. G. m. b. H. Dienstag, den 8. August, nachm. punkt 3 Uhr General- Versammlung Die Ortsverwaltung. Charlottenburg! Zentralverband der Maurer Deutschlands Zahlstelle Charlottenburg. im Lokale von Krone, Liegnigerstr. 18. Dienstag, den 1. Auguft, abends 8%, Uhr, im Voltshaus, Tagesordnung: 2. Neuwahlen zum Vorstand. 1. Geschäftsbericht. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. 3336 Joh. Hummel, Stephan Hulitschke, Geschäftsführer. Kontrolleur. Oeffentliche Versammlung Käuferverein„ Selbsthülfe“. aller in d. Kürschnerbranche beschäftigten Arbeiter u. Arbeiterinnen. Tages- Ordnung: 1. Situationsbericht über den Stand unserer Bewegung. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Donnerstag, den 3. August, abends 8 Uhr Delegierten Versammlung A ftraße 147. Kollegen, Kolleginnen! Der Arbeitgeber- Verband ist schon gezwungen, mit den verwerflichsten Mitteln zu kämpfen, in- bei Gansewig, Berlin, Reichenbergerdem er seine Beschlüsse vom 6. Juli in Flugblättern verleugnet. Dadurch hat das Unternehmertum den Beweis erbracht, daß ihm ein jedes Mittel wider uns recht ist. Erscheint deshalb Mann für Mann zur Versammlung. 263/7 Der Vorstand des Deutschen Kürschner- Verbandes, Zahlstelle Berlin. Der Vorstand des Verbandes der Kürschner Berlins u. Umgegend. Kleber! Mittwoch, den 2. August 1905, abends 8 Uhr: Versammlung bei Wendt, Beuthstr. 20. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Stadtverordneten Genossen Schubert über: „ Die Bildungsstätten in Preußen". 2. Unfere jetige Situation. 3. Verschiedenes. 178/18 Achtung! Pflicht eines jeden Klebers ist es, zu erscheinen. Die Verbandsleitung. Tages Ordnung: Fortsetzung, der Tages- Ordnung der Delegierten Versammlung vom 20. Juli. Das Mitgliedsbuch u. die Einladungsfarte dienen als Legitimation. 127/13 Der Vorstand. Orts- Krankenkasse der Sattler n.verwandten Gewerbe zu Berlin. Die in der Generalversammlung am 29. April 1905 beschlossene Aende rung der§§ 12, 13, 16, 19, 20 und 40 unseres Statuts hat unter dem 4. Juli 1905 die Genehmigung des Bezirksausschusses gefunden. Die Aenderung betrifft unter anderem die Abschaffung eines Karenztages sowie die Erhöhung der Anund des gehörigen Unterſtügung Achtung! Brunnenbauer Hülfsarbeiter! 11. Verband der baugewerbl. Hülfsarbeiter Deutschlands. Montag, den 31. Juli, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( Saal VII): Taschengeldes der in Krankenhäusern Untergebrachten. 274/1 Die Statutenänderung tritt am Montag, den 31. Juli 1905 in Kraft. Der Vorstand. Ernst Uhlisch, Vorsitzender. W. Dittmann, Schriftführer. Ortskrankenkasse Mitglieder- Versammlung Pankow.= der im Brunnenbaufach beschäftigten Kollegen. Zages Drdnung: 1. Unsere Stellungnahme zu der dies: jährigen Lohnbewegung. Die Vertreter- Sizung. 3. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwartet[ 34/18] Der Zweigvereins- Vorstand. Tischler. Achtung! Möbelpolierer. Bekanntmachung. Wegen Umzuges bleibt das KassenIotal der Drtstkrankenkasse Bankow am 31. Juli er. geschlossen. Vom 1. Auguft cr. ab befindet fich das Kaffenlokal hier Breitestraße 31 a. Bankow, den 30. Juli 1905. Der Fachverein der Tischler Berlins Der Vorstand der Ortskrankenkasse hält am Mittwoch, den 2. August, seine Bezirksversammlung im Süd- Osten bei Tschackschs, Naunynstr. 5, im Osten bei Franke, Borndorferstr. 8, ab, wozu alle Möbelpolierer freundlich eingeladen werden. 186/7 Tages- Ordnung: Wie stellen wir uns zur Errichtung eines Arbeitsnachweises für Polierer? Arbeiter- Baugenossenschaft„ Paradies" Berlin. Heute, Sonntag, den 30. Juli 1905, vormittags 9 Uhr, bei Rob. Voigt, Ritterstr. 75: 3. ordentl. General- Versammlung. + ygien.Bedarfsartikel Eigene Werkstätten! Hygien.Be Illustr. Preisl. frei. Gustav Engel, Berlin 172, Potsdamer Straße 131. Bleichsucht Blutarmuth, Nervenschwäche, Blutstockungen etc. beseitigt vollkommen Reichels Malzeisenpulver( Malzextrakt trocken mit 0.6 lösl. Eisen). Wirkt reichlich blutbildend, schwache Nerven stärkend und enorm Appetit anregend. Wirksamstes Kräftigungsmittel für Leidende u. Schwächliche, namentlich auch für Kinder. Wahrhaft überraschende Erfolge. Dose Mk. 1.25. Uebl. 3 Desen Mk. 4.frc. gegen Briefmarken oder Nachnahme. 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Raucht Vineta No. 8 beste 2 Pf.- Zigarette! alkoholfrei alkoholfrei Pat eingefr alkoholfrei Schutzmarke N° 50734 Man achte auf das Etikett in 4 Fanben 3861L* Gesund, nahrhaft u billig alkoholfreies Erfrischungs- Getränk Goldblondchen ausgezeichnet mit Ehrenpreis u. goldenen Medaillen, General- Vertreter Ernst Krüger, Berlin NO. Hochstestr.28. Tel VII N° 103 nach Maß Anzüge Paletots 24, 30 und 38 Mark Unter Garantie des tadellosen Sitzes bei peinlichst gewissenhafter Anprobe liefere ich von prima modernen Stoffresten Anzüge u. Paletots nach Maß nur zu obigen Preisen. Keinen Zwang zur Abnahme bei 3557L* nicht passendem Sitzen. Sonnenscheins Herren- Moden nach Maß. Nur Linden- Straße Nr. 95, I, neben der Markthalle. Telephon Amt VI 5797. Möbelfabrik. Die besten und billigsten Rixdorf. Todes Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Arbeiter Karl Flemming ( 13. Bezirk) verstorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, nachmittags 52 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Jakobi- Kirchhofes( Hermannstraße) aus statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. Verband der haugewerblichen Hülfsarbeiter Deutschlands. Bezirk Moabit. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege August Gründemann am 28. d. Mts. verstorben ist. Die Beerdigung findet am Montag, den 31. Juli, nachmittags 5 Uhr, vom Krankenhause Moabit nach dem SebastiansKirchhofe in Reinickendorf, Humboldtstraße, statt. 34/19 Um rege Beteiligung ersucht Der Zweigvereinsvorstand. Den Kollegen hiermit zur Nachricht, daß unser Mitarbeiter, der Photograph 3655 Max Zorn am nach kurzem, schwerem Krankenlager am 28. Juli cr. verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, den 31. Juli cr., nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Kirchhofes der ChristusGemeinde in Mariendorf aus statt. Das Personal der Buchdruckerei H. S. Hermann. Deutscher Senefelderbund Berlin. Filiale II, Chemigraphen Am 28. Juli verstarb unser Kollege, der Photograph Max Zorn. Die Beerdigung findet am 31. Juli, nachmittags 4 Uhr, auf dem Kirchhof der Christus- Gemeinde, Mariendorf- Lichtenrader Chauffee, statt. 3636 Die Verwaltung. Danksagung. Sagen den Kameraden für die Be teiligung bei der Beerdigung des Kameraden Otto Knopp und besonders den Kameraden der Firma C. Naß für die Kranzspende unferen besten Danf. 3065 J. A.: R. Sahm und Ww. Schwarzkopf, Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und schönen Kranzspenden bei der Beerdigung unseres lieben Sohnes Georg Kraft fagen wir allen Bekannten, Freunden und Kollegen unseren herzlichsten Dant Die trauernde Mutter und Geschwister Frau Kraft und Kinder. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme am Sarge meines lieben Mannes 3205 August Ringer fage ich hiermit allen Berwandten, Freunden und Bekannten sowie dem Meister und Kollegen der Firma Lüben u. Busse meinen herzlichsten Dant. Die trauernden Hinterbliebenen. Wohnungs- Einrichtungen Dr. Max Marcuse. kaufen Sie bei 3877L* Julius Apelt, Tischlermeister, Dr. Lell für wohnt jezt: Rosenthalerstrasse 26 II. Homöopath und Spezial- Arzt Otto Reichel, Berlin SO. 43 Eisenbahnstr. 4. Für bestes u. trockenes Material garantiert! Berlin SO., Skalitzerstraße 6, am Kottbuser Tor. aut., Harn- und Geſcht- Leiben, 11-2 u. 5-8, Sonnt. 11- a Nr. 176. 22. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 30. Juli 1905. Parteigenoffen! Heute ist der letzte Tag, an dem die Wählerlisten ausliegen! Wahlberechtigt ist nur, wer in der Wählerliste steht. Niemand lasse sich seines Wahlrechts berauben! Die Listen liegen nur noch heute Sonntag im Wahlbureau, Poststr. 16, von 9 bis 1 Uhr aus! Partei- Angelegenheiten. Zur Lokalliste. Unterzeichnete Kommission hat auf Antrag des Wahlvereins Stralau- Rummelsburg den Beschluß gefaßt, über das Lokal der Witwe Schonert, Stralau, wegen wiederholter Differenzen die Sperre zu verhängen. Die Arbeiterschaft wird ersucht, dasselbe streng zu meiden. Die Lokalkommission. Berliner Nachrichten. Vom Elend der Proletarierkinder. Die vermehrte Kinderfürsorge unserer Tage ist die Frucht zu nehmender Einsicht in das Kinderelend, das den Nachwuchs des Proletariats bedrückt. Aber auch die Erkenntnis der vollen Größe dieses Kinderelends wird ihrerseits wieder gefördert durch das Mehr an Kinderfürsorge, zu dem die herrschende Klasse sich endlich herbeigelassen hat. Erst seit man angefangen hat, sich ein klein bißchen eingehender mit den Proletarierfindern zu beschäftigen, hat man drüben eine deutlichere Vorstellung davon bekommen, unter welchen Bedingungen das Kind des Besiklofen zur Welt kommt, aufgezogen wird, die Schulzeit durchmacht und ins Leben hinaustritt. So hat die schulärztliche Aufsicht, um deren Einführung in Berlin die sozialdemokratischen Stadtverordneten fast ein Jahrzehnt hindurch mit dem Freisinn ringen mußten, hineingeleuchtet in manche Winkel des Glends. So geben jetzt auch die Walderholungsstätten für Kinder, die das Note Kreuz in der Umgebung Berlins eingerichtet hat, einen erschreckenden Einblick in die traurigen Gesundheitsverhältnisse zahlreicher Kinder der Berliner Arbeiter bevölkerung. Liest man die ärztlichen Berichte über das Ergebnis der Feststellungen, die im letzten Jahr in den beiden Erholungsstätten bei Schönholz und bei Sadowa an Hunderten von Kindern gemacht worden sind, so erkennt man aufs neue, welche geradezu frebelhafte Gleichgültigkeit der Berliner Stadtfreisinn sich zuschulden tommen ließ, als er sich so lange gegen die Anstellung von Schulärzten wehrte. Den Schulärzten ist, wie bekannt, sehr bald der Mund verbunden worden; sie dürfen nur mit hoher Genehmigung eines wohllöblichen Magistrats aus der Schule plaudern und öffentlich über ihre Beobachtungen und Erfahrungen berichten. Aber die Aerzte der Erholungsstätten können frei von der Leber weg reden, und sie tun es. Berlin sucht einen neuen Finanzminister. Der Stadtverordneten-| näheren Vororten, die Eisenbahn in derselben Zeit nach der weiteren vorsteher Dr. Langerhans gibt folgendes bekannt:„ Nach der Mit- Umgebung Berlins. Da meint wohl mancher unter uns, daß unsere teilung des hiesigen Magistrats vom 22. Juli d. J. tritt der gegen Vorfahren im älteren Berlin es in diesem Punkte doch viel weniger wärtige Kämmerer der Stadt Berlin am 1. Oktober d. I. in den gut und bequem gehabt haben. Eine Straßenbahn gab es damals Ruhestand. Der Magistrat hat die Stadtverordneten- Versammlung noch nicht, eine Eisenbahn ebensowenig, und selbst der Kremser ist um Vornahme einer Neuwahl ersucht und gleichzeitig beantragt, das erst eine Erfindung des 19. Jahrhunderts. Wollte im 18. Jahrfünftige Gehalt der Stelle, vorbehaltlich der Genehmigung des Herrn hundert der Berliner eine Landpartie machen, so mußte er seine Oberpräsidenten von Berlin, auf 15 000 m. jährlich festzusetzen. Beine gebrauchen, sofern er nicht in der glücklichen Lage war, Kutsche Diesem Antrage wird voraussichtlich nach Wiederzusammentritt der oder Reitpferd zu besitzen. Stadtverordneten- Versammlung im September d. J. entsprochen Ob aber deshalb die Bewohner des älteren Berlin mit ihrer werden. Um die Wahl möglichst zu beschleunigen, bin ich bereit, Sonntagserholung, ihren Spaziergängen und Ausflügen wirklich um schon jetzt Bewerbungen um die Kämmererſtelle entgegenzunehmen." so viel übler dran waren als wir? Wenn sie sehen könnten, wie Mehrere Bewerbungen sind inzwischen schon beim Magistrat und wir heute an den Haltestellen der Straßenbahn uns drängen und der Stadtverordneten- Versammlung eingegangen, es wird auch an um ein armseliges Plätzchen in dem ankommenden Wagen fämpfen, weiteren Bewerbern sicher nicht fehlen. wie wir in übervollen Eisenbahnzügen bei tropischer Hize in drangvoll fürchterlicher Enge manchmal eine wahre Höllenfahrt machen müssen, ehe wir draußen unser bißchen frische Luft schnappen dürfen: wahrlich, sie würden uns nicht um die modernen Beförderungsmittel Berlinern des 18. Jahrhunderts blieb das Drängeln erspart, das in beneiden, die uns unsere Sonntagsausflüge erleichtern". Den unserer anspruchsloseren Zeit ein Eisenbahndirektor ernsthaft als ein beliebtes Sonntagsvergnügen des Berliners bezeichnen zu dürfen geglaubt hat. Sie hatten es auch gar nicht weit bis ins Grüne und Freie hinaus. Wo jezt unsere trostlosen Mietskasernen zum dunstigen Himmel ragen, war damals noch Wiese, Feld und Heide, und die Vororte, die heute längst in Berlin hineingewachsen sind und die Größe ansehnlicher Provinzialstädte erreicht haben, waren damals noch winzig fleine, idyllisch gelegene Dörfer. Da lohnte sich's noch, nach Schöneberg und Nixdorf hinauszuspazieren, da waren Wedding und Gesundbrunnen, die nun schon längst zu Berlin gehören, noch Ausflugsorte. Der Schutz gegen Lärm. Die Untersagung und Beschränkung geräuschvoller Betriebe betrifft ein interessanter Bescheid der Gewerbeverwaltung. Einem Tischlermeister waren auf Antrag der Ortspolizeibehörde durch Bescheid des Vorsitzenden des Bezirksaus schusses für den Betrieb seiner Tischlerei eine Anzahl von Beschränkungen auferlegt, damit nicht durch diesen mit ungewöhnlichem Geräusche verbundenen Betrieb die bestimmungsmäßige Benutzung der benachbarten Klinik der Sanitätsräte N. N. eine erhebliche Störung erleide. Nachdem dieser Bescheid rechtskräftig geworden war, wurde infolge erneuter Beschwerden der Aerzte dem Tischlermeister weiter auferlegt, eine Kreissäge zu entfernen. Auch bleibe die Auflage weiterer Bedingungen vorbehalten. Tischler und Aerzte erhoben dagegen beim Kollegium des Bezirksausschusses Beschwerde, der Tischler, weil er die Kreissäge nicht entbehren könne, die beiden Aerzte, weil nicht nur der Betrieb der Kreissäge, sondern auch der Betrieb der Hobelmaschine, der Bandsäge und der Bohrmaschine untersagt werden müsse. Die angerufene Instanz wies beide Anträge zurück. Auch das Ministerium hat sich dieser Entscheidung angeschlossen. In dem ersten Bescheide wären der Tischlerei zum Schuße der Klinik verschiedene Beschränkungen auferlegt, aber ein Vorbehalt für nachträgliche Ergänzungen nicht gemacht worden. Es wäre deshalb nicht zulässig, neue Beschränkungen aufzuerlegen. So lange der Betriebsunternehmer nicht wesentliche Veränderungen vornimmt, wäre er durch die Gewerbeordnung dagegen gesichert, daß ihm noch nachträglich neue, weitergehende Beschränkungen auferlegt werden. Es ist lediglich Sache der Ortspolizeibehörde, einzuschreiten, falls der lärmende Betrieb Gefahren für die öffentliche Ruhe, Ordnung und Sicherheit, Gesundheitsgefahren oder Verkehrsbelästigungen herbeizuführen geeignet ist. Nicolai, der das Berlin des„ Alten Frißen" beschrieb, wandte sich gegen das Vorurteil, daß Berlins Umgebung nur Sand sei. " Fremde stellen sich," so heißt es bei ihm, dieselbe öfters als bloß sandig, öde, dürre, unfruchtbar und unangenehm vor. Es ist wahr, die Gegend ist meistens, doch nicht allenthalben sandig; z. B. die ganze Gegend vor dem Schlesischen und Kottbuser Tor ist ein Wald und Wiese, welche dem Auge von der vermeinten Unfruchtbarkeit der Gegend von Berlin keine Idee hinterlassen". Er zählt die Spazierwege auf, die aus den Toren nach Luftschlössern und ziemlich angenehm liegenden Dörfern" hinausführen: aus dem Brandenburger Tor durch den Tiergarten nach Charlottenburg; aus dem Potsdamer Tor nach dem„ akademischen Garten", den wir heute den„ botanischen" nennen, und weiter nach Jagdschloß Grunewald; aus dem Halleschen Tor nach Tempelhof; aus dem Köpenicker Tor nach Treptow,„ einem Aus der Erholungsstätte Schönholz, wo 314 Knaben Bohl zurückzuführen. Er war in einer Wirtschaft gewesen und durch einen schönen Wald" nach Köpenick; aus dem Stralauer Tor Auf eine unmenschliche Roheit ist der Tod des Steinträgers an der Spree sehr angenehm liegenden Jägerhause", und weiter und 440 Mädchen beobachtet wurden, berichtet der leitende Arzt, daß wollte am Freitag abend zwischen 7 und 8 Uhr vor dem Hause nach Stralau, einem an der Spree sehr lustig liegenden Fischer,, in der ganz überwiegenden Zahl der Fälle nicht eine einzige Gr frankung vorlag, sondern vielmehr ein Korrelat von zweien oder Braunsbergerstr. 24 den Straßendamm überschreiten, als drei leere dorfe, worin auch verschiedene Landhäuser von Privatpersonen aus bisweilen auch dreien". Ueberaus häufig finden sich englische Mörtelwagen in scharfem Trabe hintereinander sich ihm näherten. Berlin befindlich sind"; aus dem Frankfurter Tor„ durch eine treffKrankheit, Blutarmut, Herzleiden, Lungenleiden usw. bei den Bevor Pohl dem ersten Wagen ausweichen konnte, wurde er um- liche Lindenallee" nach Lichtenberg, einem angenehmen Dorf", und Kindern der Erholungsstätten. Der Bericht hebt hervor, daß„ Kinder gestoßen. Während er auf dem Boden lag, fuhren alle drei Wagen nach Luftschloß Friedrichsfelde; aus dem Bernauer Tor nach Weißenmit Lungentuberkulose, auch mit offener, bis unmittelbar oder kurz lebte Bohl noch und sollte in einem Lückschen Wagen nach einem Tor nach Schönhausen. Die Gegend vor dem Rosentaler Tor, dem mit Lungentuberkulose, auch mit offener, bis unmittelbar oder furz ihm über Gesicht, Brust und Beine. Troß entsetzlicher Verlegungen see; aus dem Prenzlauer Tor nach Buchholz; aus dem Schönhauser vor dem Eintritt in die Erholungsstätte die Schule besucht haben". Das spreche für die Forderung einer" planmäßigen Durch Krankenhaus gebracht werden. Als der Wagen eintraf, war er Hamburger Tor und dem Oranienburger Tor bezeichnet Nicolai als musterung sämtlicher Schulkinder". aber schon gestorben und mußte nun nach dem Schauhaus übergeführt die sandigste und am wenigsten angenehme. Diese Forderung ist, wie wir hier einschalten wollen, von der sozialdemokra= werden. Augenzeugen gaben an, daß der erste Kutscher die Absicht Sehr beliebt waren die Wasserfahrten auf der Spree. Dampfer tischen Fraktion der Berliner Stadtverordneten- Versammlung gehabt habe, nach dem Vorfall anzuhalten, aber durch die Stufe der gab es noch nicht, aber Gondeln und große Kähne taten dieselben bereits vor anderthalb Jahrzehnten aufgestellt worden. Viele dieser übrigen:" Fahr zu!" zur Weiterfahrt veranlaßt wurde. Arbeiter Dienste. Durch den Unterbaum fuhr man nach Charlottenburg. franken Kinder müssen obenein schon mitverdienen helfen. verfolgten die davonjagenden Kutscher und konnten auch den letzten Nicolai nennt dieses Vergnügen eine wegen der umliegenden Der Bericht flagt, daß die gewerbliche Beschäftigung einer ver- einholen. Er wurde von den empörten Verfolgern verprügelt und maldigen Gegend sehr reizende Spazierfahrt"; heute ist die Unterhältnismäßig beträchtlichen Zahl von Kindern" den Erfolg des Auf- der Polizei überliefert. Die Persönlichkeit des Ueberfahrenen, der spree bis über Charlottenburg hinaus von häßlichen Fabriken um= enthaltes in den Erholungsstätten beeinträchtige. Vielfach wurde angeblich Pohl heißt und Fischerstraße 31 wohnen soll, ist noch nicht säumt. Vom Oberbaum fuhr man nach Stralau und Treptow und um der gewerblichen Beschäftigung willen die Kur vorzeitig ab- genau festgestellt. Unter der angegebenen Adresse ist er nicht weiter nach Köpenick,„ auf welcher Fahrt man an beiden Üfern der gebrochen, weil Eltern oder Pfleger den Verdienst des Kindes nicht hier sehr breiten Spree nichts als Wald und angenehme Gegenden entbehren zu können meinten. Oft wurde verlangt, daß die Kinder ficht". Das trifft heute für die Oberspree bis Köpenick leider nur schon nachmittags von 2 Uhr an wieder nach Hause geschickt würden, noch an wenigen Bunkten zu. damit sie ihre Austrägerstelle versehen könnten. Mehrfach hatten Pfleglinge, che fie morgens in die Erholungsstätte tamen, in der Frühe schon als Austräger gearbeitet. Wohlgemerkt: frante Kinder! Der Verfasser des Berichtes, Dr. Becher, fordert eine Erweiterung des Kinderschutzgesetzes durch grundsätzliches Verbot der gewerblichen Beschäftigung kränklicher oder kranker Kinder. bekannt. An der Schwelle des Grabes vergiftet hat sich die 74 Jahre alte Witwe Marie B., die bei ihrem Schwiegersohn in der Eichendorffstraße wohnte. Die Mutter des Schwiegersohnes bezieht Armengeld. Deswegen fand eine Nachfrage bei demselben statt. Aus dem geführten Gespräch entnahm die Greisin, daß sie nicht mehr von dem Schwiegersohn, sondern von der Stadt ernährt werden sollte und nahm nachts Schweinfurter Grün. Auch im Innern der Stadt fehlte es dem älteren Berlin, das Nicolai schildert, nicht an Gelegenheiten, sich im Grünen zu ergehen. " Der Weidendamm," sagt er, wird wegen der ungewöhnlich hohen und starken Weidenbäume, mit denen er bepflanzt ist, wenig Spaziergänge seinesgleichen haben. Ob er gleich mitten in der Stadt liegt, so gibt ihm doch die Aussicht auf Gärten und angenehme Wiesen ein ländliches Ansehen". Was ist uns heute der Weidendamm, wo find feine Weiden, seine Gärten und Wiesen geblieben! Dasselbe, geradezu entseßenerregende Bild entrollt der Bericht im Tiergarten wurde gestern in der Stadt kolportiert. Ein mysteriöser Fall. Das Gerücht von einem neuen Ueberfall Der über die Erholungsstätte Sadowa, den Dr. Lennhoff 32jährige Friseurgehülfe Karl Wiesner, der in der Paulstr. 10 erstattet. Ueberall Not und Krankheit und daneben die Brotarbeit bei der Familie Schenk ein kleines Zimmer bewohnt, wurde gestern der kranken Kinder! Die Beobachtungen erstrecken sich hier auf früh blutüberströmt in seinem Bett vorgefunden. Sowohl dem schnell 253 Knaben und 296 Mädchen. Eine neue Hafenanlage. Eine ausgedehnte Hafenanlage für " In bedrängter wirt herbeigerufenen Arzte wie auch den Kriminalbeamten gab er an, den Berlin- Stettiner Schiffahrtskanal plant, wie das„ B. T." erfchaftlicher Lage," sagt der Bericht, waren die Eltern der daß er in der voraufgegangenen Nacht von einigen Männern in der fährt, ein Konsortium Berliner Kapitaliſten. Die Unternehmer meisten Kinder." Sehr oft war der Vater ganz oder teilweise Nähe des Kleinen Sterns im Tiergarten überfallen und durch haben sich in Tegel für die zwischen dem Mühlenfließ und der erwerbsunfähig, meist wegen Krankheit oder infolge eines Unfalls. Messerstiche am Unterleibe schwer verletzt sei. Den Kriminalbeamten Hauptstraße im nördlichsten Teile des Ortes gelegenen Wiesen durch Auch die alleinstehenden Mütter waren fast sämtlich in sehr schlechter kamen diese Bekundungen des Verletzten wenig glaubhaft vor, doch Verträge bis zum 1. April 1906 das Vorkaufsrecht gesichert. Der wirtschaftlicher Lage, ein großer Teil von ihnen war dauernd er- sorgten sie zunächst für dessen Ueberführung nach dem Moabiter Hafen soll ein geräumiges Quai und eine Uferstraße erhalten. werbsunfähig. Viele Väter und Mütter waren lungenleidend, Krankenhause. Die hierauf vorgenommene Untersuchung der Wohn- Durch Bahnanschluß wird eine direkte Verfrachtung von hier aus nervenleidend, epileptisch, geistestrant. Recht groß war leider auch stube und der Kleidung des W. führten zu einem überraschenden möglich sein. Schon heute werden namentlich Ziegelsteine, die durch die Zahl der Väter, die als Alkoholiker wenig oder gar nicht für Resultate. So wurde festgestellt, daß die Unterkleider des angeblich den Stettiner Kanal kommen, in Tegel umgeladen und per Achse die Familie sorgten. Die Kinder befanden sich in demselben elenden Ueberfallenen" keinerlei Blutspuren aufwiesen. Zustande, den wir oben bei der Erholungsstätte Schönholz geschildert forschungen brachten dann auch ein kleines, spikes Hühneraugenmesser Weißensee geschafft. Die Gemeinde Tegel hat eine von Jahr zu Weitere Nach nach dem nördlichen Berlin und den nördlichen Vororten bis haben. Schlechte Ernährung, englische Krankheit, Bleichsucht, und ein Stüd Fleisch zutage, das an dem Körper des M. fehlte. Jahr steigende Einnahme aus der Benutzung der an der Mündung Nervenleiden, Lungenschwindsucht usw. wurden sehr oft festgestellt. Beide Dinge waren sorgfältig versteckt worden. Diese Belastungs- des Mühlenfließes in den Tegeler See liegenden Gemeindeablage. An gewerblicher Nebenbeschäftigung, wie Kinder- momente wurden dem W. im Krankenhause vorgehalten, und nach Eine derartige Hafenanlage wurde bereits bei den Beratungen über warten, Austrage- und Laufdienst, Kegelauffeben usw. fehlte es längerem Zeugnen bequemte er sich zu dem Geständnis, daß er sich den Hafen am Stralauer Anger als notwendig bezeichnet. auch hier nicht. Ein Mädchen von 12 Jahren spielte an einem die Verwundung selbst beigebracht habe. Was ihn aber eigentlich Theater in einem Zugftüd eine größere Kinderrolle, und ihr 10jähriger zu dem Schritte veranlaßt hat, war bisher noch nicht aus ihm krank erklärt zu werden. Bekanntlich hatte die Glogauer Straf Graf Pückler ist verschwunden um nicht wieder für geistesBruder tanzte Ballett und wirkte als Statist. Jeht waren sie in der Walderholungsstätte. Ein 13jähriges Mädchen gab einem 9jährigen herauszuholen. fammer einen Haftbefehl gegen ihn erlassen, weil er zu einer Ge Anaben täglich mehrere Stunden Rachhülfeunterricht. Auch dieses Die Tat eines mutigen Mannes. Durch die Umsicht und richtsverhandlung nicht erschienen war. Zu diesem Termin war Kind sollte sich nun draußen erholen. Manche franken Mädchen Tapferfeit eines mutigen Mannes wurde Sonnabend vormittag nämlich auch ein medizinischer Sachverständiger geladen worden, fonnten nur draußen sein, wenn zugleich ihre fleineren Geschwister 11 Uhr ein Unglück mit unabsehbaren Folgen verhütet. In der dessen Urteil der gräfliche Delirant wahrscheinlich fürchtete. mit aufgenommen wurden. Warum? Sie mußten die Kleinen Blumenstraße, zwischen Markusstraße und Grüner Weg, wo immer warten, weil die Eltern tagüber auf Arbeit waren. Ein Hintertreppenschwindler, dessen Tätigkeitsfeld der Stadtteil viele Kinder auf dem Fahrdamme spielen, kam mit einem Male ein Moabit bildet, wird von der Polizei verfolgt. In Abwesenheit der Werden die Erholungsstätten für Kinder all dieses Kinderelend herrenloses Gespann( Schlächterwagen) im wilden Trabe daher- Herrschaften macht er sich an Dienstmädchen oder Pförtnersleute aus der Welt schaffen? Werden sie es auch nur in nennenswerter gejagt. Wer sich vom Straßendamm retten konnte, versuchte es; heran und meldet als Beamter des Packhofs, daß dort für die HerrWeise lindern können? Dem einzelnen Kinde, das dort Aufnahme niemand wagte, dem Pferde in die Zügel zu fallen. Der mit seinem schaften ein Bafet lagere, das im Falle der Nichteinlösung berloren findet, wird zweifellos mancher Gewinn daraus erwachsen. Aber Gefährt dort haltende Fuhrmann, Albert Lange aus der Rigaerstr. 75 gehe. Dafür nimmt er das verauslagte Geld in Empfang und verwie lange er borhält, das ist freilich eine andere Frage. eilte dem Wagen nach, schwang sich von hinten auf das dahinsausende schwindet. Seine Angaben stellen sich dann als falsch heraus. Der Bericht über Sadowa meldet, daß günstige Wirkungen auch noch herrenlose Gefährt, und es gelang ihm, das wildgewordene Pferd im Winter zu spüren waren, aber doch in zahlreichen Fällen der Erfolg nachgelassen hatte. Wie sollen auch die paar Wochen eines einmaligen oder selbst eines wiederholten Aufenthaltes in diesen Erholungsstätten ein Kind vor Verfümmerung bewahren, wenn zu Hause Not und Glend fortbesteht! Die vermehrte Kinderfürsorge unserer Tage geht vorsichtig um die Ursachen des Kinderelends herum. Bis zur Einsicht in diese Ursachen langt es noch nicht bei den bürgerlichen Kinderfreunden, die jetzt am Werke sind. Oder fehlt ihnen nur der gute Wille zur Einsicht? Fehlt er ihnen, weil sie fühlen, daß die Wurzeln des sozialen Elends zugleich die Wurzeln der bürgerlichen Klassenherrschaft sind, an der sie nicht rütteln lassen wollen? zum Stehen zu bringen. Es war die höchste Zeit, daß diefes Ein trauriger Zwischenfall ereignete sich heut morgen um 7 Uhr Bravourstück gelang. Denn im nächsten Augenblid wäre das scheu im Café Alfen vor dem Schlesischen Tor, von wo das Personal einer gewordene Pferd unfehlbar in ein Schaufenster oder in einen Trupp Fabrit auf einem Dampfschiff einen Ausflug nach Haselhorst unterKinder gegangen, weil in diesem Moment gerade die Feuerwehr nahm. Der 50 Jahre alte Musiker Ferdinand Wegener aus der mit lautem Geflingel heransauste. Inzwischen war auch der Besizer Bring Handjernstraße zu Rirdorf, der zu der angeworbenen Kapelle des Fuhrwerks herangekommen und gab auf Veranlassung der Um- gehörte, tam im lebten Augenblick an. Als er im Begriff war, stehenden dem braven Manne 2 M., worüber sich dieser außerordent- das nach dem Dampfer führende Laufbrett zu betreten, brach er lich zu freuen schien. zusammen. Man bemühte sich sofort um ihn und brachte ihn dann nach der Rettungswache Görlizer Bahnhof, wo er aber tot eintraf. Spaziergänge und Ausflüge im älteren Berlin. Wenn wir Berliner des 20. Jahrhunderts an schönen Sommersonntagen mit Kind und Regel ins Freie hinausziehen, dann bringt uns die Straßenbahn in einer knappen halben Stunde nach den Zu der polizeilichen Schließung der Sportbörse wird weiter mitgeteilt, daß der Inhaber des Geschäfts, Julius Welter, vorher durch einen Beamten gewarnt worden war: wenn er nicht freiwillig aufhöre, Sportwetten anzunehmen, würde sein Unternehmen auf Grund . bes neuen Totalisatorgefeges amtlich geschlossen werden. Welter die Soubrette Fräulein Frizi Massarh, soldie die Herren Henrh| traf ein Blisstrahl die Hasse'sche Villa, von deren Sims bis zu glaubte jedoch, durch seine Angabe, daß er in seinen beiden Wett- Bender und Josef Giampietro nehmen Dienstag, den 1. August, zwanzig Pfund schwere Steinmassen über dreißig Meter weit fortbureaus, Friedrichstr. 174 und Panoramastr. 1, nur Wetten für ein nach der wohlverdienten Ferienruhe ihre Tätigkeit in den unverwüst- geschleudert wurden. Außerdem wurden noch drei Häuser durch holländisches Wettunternehmen annehme, gegen ein behördliches Ein- lichen Herren von Marim", welche an diesem Tage zum 268. Male Blisstrahl beschädigt. In Böhne( Westhavelland) wurde ein Stall schreiten gesichert zu sein. An der Tür wurde auch ein Blatt mit in Szene gehen, wieder auf. Apollo Theater. Die be- des Kossäten Bölte durch Blitzschlag in Brand gesetzt. Das Vieh der Adresse:" Sport Société- Vaals, Holland" angeklebt. Allein die rühmte amerikanische Burlesk- Kompagnie mit ihrem Aft:„ Ein wurde getötet und das Gebäude mit dem gesamten, zum Teil aus Kriminalpolizei nahm weder hierauf noch auf die Angaben Welters Abend in einem amerikanischen Tingel- Tangel" tritt heute zum Erntevorräten bestehenden Inhalt brannte nieder. An der Strecke Rücksicht, sondern schritt in der schon geschilderten Weise ein. Gleich letzten Male an einem Sonntag auf; ebenso die anderen Attrat- der Lehrter Bahn brannten mehrere Strohmieten, die ebenfalls durch zeitig wurde Herrn Welter mitgeteilt, daß seine Beschwerde über die tionen des großen Juli- Programms. Blitzstrahl entzündet waren. bor etwa acht Wochen erfolgte Beschlagnahme von 5000 M. Wettgeldern gerichtlich abgewiesen sei. erlitten hat. Vorort- Nachrichten. Charlottenburg. ... Bei dem Gewitter am Freitag morgen wurden durch einen Blitzschlag auf dem Telephonamt in Rathenow zirka 100 Fernsprech anschlüsse zerstört. Auch bei Oranienburg wurden mehrere Fernsprechanschlüsse durch Blikschläge vernichtet. Das Altenbekener Eisenbahnunglück soll der preußisch- hessischen Eisenbahnverwaltung nach einer Meldung der Magdeb. 3tg." Veranlassung gegeben haben, eine technische Untersuchung aller älteren Eisenbahntunnels vorzunehmen. Ein heftiger Zusammenstoß zweier Straßenbahnzüge, bei welchem sieben Personen verlegt wurden, fand Freitag abend gegen 9 Uhr am Oranienburger Tor statt. An genannter Stelle hielt ein Straßenbahnzug der Linie 26( Tegel- Oranienburger Tor), bestehend aus dem Motorwagen 101 und dem Decksizanhängewagen 854. Die Der Ortsarmenverband Charlottenburg ist in einer Streitsache Wagen waren start besezt von Tegel eingelaufen und hatten infolge- gegen den Laudarmenverband Berlin um Erstattung einer Unterdeffen an der Haltestelle längeren Aufenthalt. Während noch die tüßung mit seinem Anspruch abgewiesen worden, weil die unters Kinder als Opfer des Militarismus. Ein furchtbares Unglück Fahrgäste im Absteigen begriffen waren, näherte sich ein Straßen- ftüßte Person eine Volksversicherungs- Police besaß und deshalb bahnzug der Linie 29( Seestraße- Briz), dessen Führer es aus bisher nicht als hülfsbedürftig betrachtet wurde. Das Bundesamt für das hat sich in Hannover vor der Ulanenkaserne am Schneiderberg zu noch nicht ermittelten Gründen nicht gelang, den Train rechtzeitig Heimativesen führte aus:„ Die B. ist in der Lage gewesen, sich getragen. Die Ulanen waren zu Schießübungen ausgezogen und Hatten vor dem Verlassen der Kaserne ihre Spinde gereinigt. Dazum Stehen zu bringen. So fuhr dieser mit solcher Gewalt auf durch Verwertung der Police Mittel zu ihrem Unterhalt auf einige bei scheint man nicht sonderlich achtsam gewesen zu sein. Man hat den Vorzug auf, daß die Hinterplattform des Anhängewagens 854 Beit zu verschaffen,( wie sie dies auch später durch Verpfändung Plakpatronen oder Patronenhülsen zum Fenster hinausgeworfen, zertrümmert, die Verkuppelung mit dem Motorwagen zerrissen, die an ihren Hauswirt für die Miete getan hat) und die Organe die von Kindern aufgesucht wurden. Die Kinder konnten dies sehr Stirnwand teilweise beschädigt wurde. Dem anfahrenden Motor- des Klägers hätten sehr wohl der Sache nachgehen und die B. zur leicht, weil der Rasen vor den Fenstern nur mit einer gewöhnlichen wagen wurde die Vorderplattform eingedrückt. Von den auf dem Verwertung der Police anhalten fönnen." Anhängewagen befindlichen Personen trugen 6 Passagiere äußere Hoffentlich werden sich die Armenverwaltungen durch dieses kann. Donnerstag nachmittag fuchten auch Kinder im Alter von Anlageeinfriedigung versehen ist, die von Kindern überstiegen werden Verlegungen und Quetschungen davon, während der bedienende Urteil nicht bestimmen lassen, mechanisch jedesmal die Hülfsbedürftig 5-7 Jahren Geschosse auf. Sie fanden auch solche und machten Schaffner des Waggons anscheinend leichtere innere Verlegungen feit zu verneinen, wenn der Besitz einer solchen Police bekannt ist, sich dann daran, die gefundenen Patronen zu zerschlagen. Unter sondern werden prüfen, ob wirklich eine Verwertung derselben er- den Patronen befand sich nun auch ein scharfes Geschoß! Beim Bermißt wird, wie das Polizeipräsidium mitteilt, seit dem folgen kann, was in sehr vielen Fällen ausgeschlossen erscheint. Zerstören dieser Patrone entstand eine Explosion, und der sieben5. b. M. der Arbeiter Emil Krause, am 1. Mai 1869 zu Klein- Weißensee. jährige Sohn der Witwe Krehe erhielt dabei eine schwere VerWachlin geboren. Beschreibung: 1,75 Meter groß, schwarzes Haar, Die Beerdigung des Amts- und Gemeindevorstehers Feldtmann legung am Kopfe, man fagt, er habe einen Schädelbruch erlitten. blaue Augen, Zähne vollständig, Gestalt ſchlant, Gesichtsfarbe blaß, fand unter großer Beteiligung der Einwohnerschaft als auch der Ein Schuhmann brachte den stark blutenden Jungen weg, vermutlich Außerdem sind blonder Schnurrbart, auf der Nase kleine Narbe. Bei seinem Fort Behörden des Kreises und der Regierung am Sonnabend statt. in die elterliche Wohnung oder ins Krankenhaus. gange war Krauſe bekleidet mit weißem Strohhut, schwarzem Feldtmann stand seit Gründung der Gemeinde Neu- Weißensee an noch zwei Knaben am Gesicht und an der Hand schwer verletzt! Jackett und Weste, grauer Hose, schwarzen Zugstiefeln und weißem der Spize derselben, vorher war er Verwalter des Gutes Weißensee Eine Bestie von Stiefmutter. Vor einigen Tagen wurde in Oberhemd gez. B. K. Personen, die über den Aufenthalt oder Ver- und bei der Erschließung des Gutes im Jahre 1880, zugleich armen eine in der Leimbacherstraße wohnende Frau H. bom bleiben des Verschwundenen Angaben machen können, werden ersucht, Gründung der Gemeinde Neu- Weißensee, wurde er Gemeinde- Amtsgericht verhaftet, weil sie in dem Verdacht stand, ihr kleines dies entweder schriftlich oder mündlich in einem Polizeirevier oder vorsteher, das Gut übernahm die Baugesellschaft Weißensee, deffen Stieftind vorfäßlich vergiftet zu haben und zwar mit bei der Kriminalpolizei zu Nr. 4678 IV. 22 05, Zimmer 334, mit Direttor er verblieb. Feldtmann war fein Verwaltungs- Chloroform. Sie behauptete dagegen, einer ihrer früheren Mieter zuteilen. beamter und δα die ihm zur Seite stehenden Befizer, habe das Chloroform stehen lassen, das Kind habe die Flasche geBauern und Freunde nur für sich Vorteile zu erringen versuchten, funden und daraus getrunken. Das Amtsgericht hielt die vorso ist es nicht zu verwundern, daß der Ort Neu- Weißensee als der liegenden Verdachtsgründe nicht für belastend genug und entließ rückständigste Vorort Berlins galt und erst in der allerlegten Zeit die Frau wieder. Gestern wurde sie aber auf Anordnung des Unterfommunale Fortschritte zu verzeichnen hat. Feldtmann war einer fuchungsrichters beim Landgericht in Elberfeld abermals verhaftet; von den seltenen Menschen, denen das Glück hold war, sich vom die inzwischen fortgefeßten Ermittelungen haben demnach anscheinend gewöhnlichen Landarbeiter bis zum Amts- und Gemeindevorsteher weiteres Belastungsmaterial für Giftmord ergeben. Im Hotel gestorben ist der Kaufmann M. aus Wittenberge, heraufzuarbeiten". Dadurch blieb ihm auch der sogenannte welcher längere Zeit im Seebade Binz geweilt hat und, auf der Aristokratenstolz fern und hatte er für jedermann ein gutes Wort. Auch Rückreise nach seiner Heimat begriffen, mehrere Tage in Berlin den Wünschen der Arbeiterschaft tam er nach Möglichkeit entgegen bleiben wollte. Er traf abends in einem Hotel der Friedrichstadt und scheute sich nicht, auch deren Veranstaltungen zu besuchen. Diese ein und begab sich alsbald zur Ruhe. Als M. am folgenden Bereitwilligkeit wurde denn auch von den Gegnern in denunziatorischer Morgen fein Zimmer nicht verließ und auch auf wiederholtes Klopfen Weise ausgenutzt und in einer Mertens- Broschüre wurde er schlecht nicht antwortete, ließ der Hotelier. in Gegenwart eines Schußmannes weg als„ Genosse Feldtmann" betitelt. die Tür öffnen. Der Fremde wurde im Bette tot aufgefunden. Da ein hinzugerufener Arzt die Todesursache nicht mit Sicherheit fest- Spandan. zustellen vermochte, wurde die Leiche mit Beschlag belegt. Wegen schwerer Verfehlungen verhaftet wurde der Schuhmacher Wilhelm Seidel aus der Weberstraße 12. Er hat fleine Mädchen, die ihm Arbeit brachten, an sich gelodt und sich an ihnen vergangen. S. räumte die Straftaten ein und wurde dem Untersuchungsrichter zugeführt. Feuerbericht. Ein größeres Löschaufgebot wurde gestern nach dem Zoologischen Garten gerufen. Es stellte sich aber heraus, daß teine größere Gefahr vorlag, sondern lediglich ein Schornstein brannte. Zweimal erfolgte dann Alarm nach dem Anhalter Güterbahnhofe. In beiden Fällen hatten sich Breßkohlen entzündet. Wäsche und Kleidungsstücke gingen in der Dragonerstraße 42 in Flammen auf, während in der Reichenbergerstraße 57 Teer auf einem Dache Feuer gefangen hatte. Außerdem liefen in den letzten 24 Stunden noch aus der Straßburgerstraße 32 und aus der Reinickendorferstraße 23 Feuermeldungen ein, die indes auf blinden Lärm" zurückzuführen waren. " Die Obduktion des erstochenen Arbeiters Lüdecke hat ergeben, daß der Tod durch einen Messerstich, der unter dem rechten Auge das Nasenbein durchbohrend 2½ Zentimeter tief in das Gehirn einbrang, herbeigeführt worden ist. Die Beerdigung der Leiche hat inzwischen stattgefunden. Wie berichtet wird, soll der Erstochene übrigens das Opfer einer Verwechselung sein. Die beiden Berhafteten sollen nämlich an dem betreffenden Abende einem Angler, mit dem sie früher in Streit geraten waren, vor dem Seißschen Lokale aufgelauert und nur irrtümlich den hinzukommenden Lüdecke angefallen haben. Aus Gram über andauernde Krank heit und Erwerbsunfähigkeit stürzte sich der Arbeiter H. des Nachts aus seiner im dritten Stock in einem Hause in der Waldstraße auf die Straße und war sofort tot. Beim Baden im Stichkanal der Grundrentengesellschaft fand der Schloffer Villberg feinen Tod. Ein Herzschlag ist die Ursache. Schwester Enderlein. Anna Rothe, das bekannte Blumenmedium, hat der Erde längst Valet gesagt, und eine Zeitlang war es ruhig im Reiche der Medien; neuerdings aber hatte sich, wie aus Chemnih berichtet wird, dort unter Zeitung der Schwester Enderlein" ein evangelisch- lutherischer geistiger Geschwisterbund" begründet, der spiritistische Sibungen abhält, Steuern erhebt, bie offenbar der Leiterin zu gute kommen, Lehrerinnen" ausbildet usw. Da der Verein trop des Polizeiverbots weiterbestand, verurteilte das Schöffengericht 22 Mitglieder des Vereins zu mehr oder minder empfindlichen Geldstrafen. Schwester Enderlein" fiel während der Verhandlung mehrere Male in den„ Trancezustand". Lasset die Kindlein zu mir kommen. Wegen Sittlichkeitsverbrechens wurde der Dekan Mündel in Kandern( Baden) verhaftet und dem Amtsgerichtsgefängnis zu Lörrach zugeführt. Er wird be= schuldigt, sich an einer ihm anvertrauten Konfirmandin schwer bergangen zu haben. Dieser Tage weilte der großherzogliche Unterfuchungsrichter in Kandern, um an Ort und Stelle Erhebungen in der Angelegenheit vorzunehmen. Geistliche Johann Hartmann aus Bell oder Biller wegen Schändung Von der Innsbruder Straffammer wurde der römisch- katholische und Verführung zur Unzucht sowie wegen Uebertretung der öffentlichen Sittlichkeit zu einer Kerkerstrafe von sieben Monaten ver ,, Ueber die bevorstehende Sonnenfinsternis am 30. August 1905" die sicher auf eine allgemeine Regierungsverordnung zurückzuführen ba er als Religionslehrer an der Volksschule beschäftigt war. Er Eine auffällige Maßnahme der hiesigen Polizei, urteilt. Zur Verübung der Verbrechen, deren Opfer neun bis zehnjährige Mädchen waren, hatte der Priester Gelegenheit, spricht Direttor Archenhold am Sonntag, den 30. Juli, nachmittags ist, gelangt soeben zur öffentlichen Kenntnis. Einige Maurer5 Uhr im Hörsaal der Treptow- Sternwarte, um 7 Uhr über:" Das meister, welche ausländische( polnische) Arbeiter be- ließ Kinder nachbleiben und lockte die Mädchen zur Erteilung von Geheimnis des Weltenbaues." Beide Vorträge sind mit zahlreichen schäftigen, wurden angewiesen, dieselben sofort zu entlassen. Den Singstunden und zur Weihung von Kommunionbildern auf sein Lichtbildern ausgestattet; in ersterem werden die Verhältnisse Arbeitern so wird dem, Anz. f. Hd." berichtet wurde gleich während der Finsternis für Berlin und für die Totalitäts- Bone besprochen. Montag abends 9 Uhr gibt der Vortragende eine„ An- zeitig aufgegeben, fich binnen zwei Wochen eine neue Beschäftigung zu können. Wie gut es ihm gelungen war, das sittliche Gefühl der leitung zur Beobachtung des gestirnten Himmels" und hält auf der in landwirtschaftlichen Betrieben zu suchen, widrigenfalls fie ihre eins der Kinder den Pfarrer ihren„ Alten" nannte. unbegreiflich „ Anzeitig Mädchen ab utöten, bafür bietet die Tatsache einen Beweis, daß Ausweisung aus dem Reichsgebiet zu erwarten hätten. Diese Art oberen Plattform der Sternwarte im Anschluß hieran praktische liebevoller Fürsorge für das unter der Landflucht der Arbeiter ist das Verhalten des Vorgesetzten des Priesters, des dortigen Uebungen zur Auffindung der Sternbilder ab. Mit dem großen leidende Agrariertum sähe Herrn Bülows Regierung schon ähnlich! der Bitte erstattet worden, den Geistlichen von seinem Posten als Dechanten. Diesem war vorher Anzeige von dem Verbrechen mit Fernrohr wird am Tage die Sonne und später der jetzt schon in Amtliche Aufklärung tut jedenfalls dringend not! Das lehnte der Dechant aber ab Religionslehrer zu entfernen. früher Abendstunde hoch am Himmel stehende Sternhaufen im Herkules gezeigt. mit Rücksicht auf das ergernis, das daraus entstehen würde. Es ist also nach seiner Meinung beffer und das kleinere llebel, Untaten ruhig geschehen zu lassen, als durch Hinderung der Untaten ein Aergernis zu geben. Der Berliner Zoologische Garten hat wieder einige sehr intereffante Geburten zu verzeichnen. Außer zwei Wapiti- und zwei Bisontalbern ist da vor allem ein erst wenige Tage altes Lamm des Nahurschafe 3, eines blaugrau gefärbten, sehr seltenen Wildschafes vom Himalaya erwähnenswert, das seine höchst tomischen Kletterübungen in einem Gehege des Lama- und Gemfenberges anstellt. Einen Hauptanziehungspunkt bildet ein Junges der Kameruner Magwells 3 wergantilope, das mit dem Elternpaare einen Glastäfig des Antilopenhauses bewohnt. Diese zwerghafte Widerkäuerfamilie bildet einen mert würdigen Gegensatz zu ihren riesenhaften verwandten Hausmitbewohnern und afrikanischen Landleuten, dem Giraffenpaare mit dem fünfwöchigen Töchterchen. Eine Massendetoration, treu gedienter" Arbeiter wird am Sonntag, den 6. August, in Groß- Glienicke bei Spandau vor fich gehen und in einem Festgottesdienst das nötige Relief erhalten. Diese Art Dankbarkeit des Unternehmertums ist ja hinreichend bekannt, um auf verständige Leute noch irgend einen Eindruck zu machen. Vielleicht aber veröffentlicht der Unternehmer Löhne, die er diesen Arbeitsveteranen zu zahlen einmal die für ausreichend hält! Den Milch plantschern geht die Polizei energisch zu Leibe; vor einigen Tagen wurden alle frühmorgens in die Stadt kommenden Milchwagen von Beamten angehalten und ihnen Proben entnommen, die in dem Laboratorium des Schlacht Dabei wurde zum zweitenmal die hofes untersucht wurden. von einem Staatener Händler verkaufte Milch beanstandet. Diesmal dürfte dem Manne die Geschichte wohl etwas teuerer werden, da seine Ehefrau erst vor kurzem zu 100 m. Geldstrafe wegen Vergehen gegen das Nahrungsmittelgesetz verurteilt wurde. Rigdorf. Durch Darreichung von Glassplittern ermordet wurde, wie uns aus Rom geschrieben wird, nach der dem Staatsanwalt von Pistoia gemachten Anzeige der 38jährige Sohn eines dortigen Großindustriellen, mit Namen Arturo Golzi. In der Familie Golzi herrschen sehr ungeregelte Verhältnisse, wie sie in Ländern ohne Chefcheidung nicht selten sind. Der Vater, von seiner Frau getrennt, sollte der Liebhaber einer verheirateten Frau, der Gattin eines in Pistoia bekannten Kaufmanns, sein. Das Motiv der ber= brecherischen Beseitigung des Sohnes soll durch den Umstand gegeben sein, daß dieser einmal die Geliebte seines Vaters ertappte, als fie den Kassenschrank ihres Liebhabers bestahl. Der Sohn zwang darauf Berliner Aquarium. Der Eintrittspreis beträgt heute am die Frau, ihm eine schriftliche Erklärung folgenden Wortlauts zu letten Sonntag im Monat nur 25 Pf. pro Person. Unter den dem hinterlassen:" Ich bin überrascht worden, während ich den Gelda Berliner Aquarium von der Adria- Station Rovigno zugesandten Zur Vorsicht beim Genuß von Stachelbeeren mahnt ein Todesfall, schrank des Herrn Vincenzo Golzi bestahl, was ich seit vielen Jahren Mittelmeerfischen fällt zwar eine Anzahl durch merkwürdige Ab- der uns aus Rigdorf gemeldet wird. Nach dreitägigem Krantenlager starb getan habe. Der junge Golzi mußte diesen Schein seinem Vater sonderlichkeiten in Gestalt und Leibesbau, eine Reihe anderer aber dort der zehnjährige einzige Sohn des Kaufmanns Nehle, Berg- aushändigen. Trotzdem fürchtete man ihn als Zeugen und suchte burch elegante, anmutige Körperformen und reizvolle Färbungen straße 153. Nach den Angaben des Arztes ist der Tod infolge ihn zu beseitigen, indem man Glassplitter in die Speisen mischte. auf. So zieht besonders eine im oberen Grottengange eines der Darmverschlingung, herbeigeführt durch den Genuß von Stachelbeer- Die Folge war eine Blinddarmentzündung, an deren Folgen der rechtsseitigen Seewasserbeden bevölkernde Gesellschaft finger- bis schalen, hervorgerufen worden. junge Mann starb. handlanger, durch schlank und leicht gebauten Körper und filbern Die Beft. Tientsin, 28. Juli. In Hsinmintun ist die Best schillernde Bauchseiten an Hering und Sprotte erinnernder Fische die Ober- Schöneweide. Aufmerksamkeit auf sich. ausgebrochen. In zwei Tagen find 40 Chinesen gestorben. Auch Japaner sind trotz ihrer Vorsicht erkrantt. Im Landesausstellungspark wird auch in dieser Woche an mehreren Tagen, die an Anschlagssäulen bekannt gemacht werden, die prächtige Illumination, die soviel Beifall gefunden hat, in Tätigkeit treten. # Ein bedauerlicher Unfall ereignete sich im Etablissement Wilhelminenhof. Von einem dort abgebrannten Feuerwerk waren zwei nicht entzündete Böllerschüsse liegen geblieben. Kinder fanden am nächsten Morgen dieselben und brachten sie zur Explosion. Hierbei wurden einem Knaben Gesicht und Hände verbrannt. Glienicke. Briefkaften der Redaktion. Bir bitten bei feber Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Bab anzugeben, unter der die Antwort erteilt werden soll, und die lette bonnementsquittung beizulegen. Fragen ohne solche werden nicht beant. wortet und schriftliche Antwort wird nicht erteilt Juriftifcher Ceil. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7 bis 9%, Uhr ftatt. Geöffnet: abends 7 br. Theater. Im Neuen Kgl. Opern Theater( roll) findet heute auf allgemeinen Wunsch noch ein einmaliges Gastspiel Die Errichtung eines eigenen Gaswerkes hat die Vorortgemeinde Mme. Théa Dorrés als" Carmen" statt. In der Morwit Alt- Glienice beschlossen. Die Anstalt soll auf forstfiskalischem Oper im Schiller Theater O. gelangt heute Sonntag nach Gelände in der Nähe des Teltowfanals ihren Plazz finden. In mittag als populäre Vorstellung bei halben Preisen" Die Zauber- Sachen der Straßenbahn wird die Gemeindevertretung zwischen drei flöte", morgen Montag abend ebenfalls bei halben Preisen Lorkings Projekten zu entscheiden haben: 1. Dem Ausbau der Strecke von Undine" zur Aufführung. Friedrich Smetanas komische Oper Nieder- Schöneweide nach Schmöckwitz durch den Kreis; 2. der Ver" Die verkaufte Braut" wird heute Sonntag abend gegeben. Das längerung der Köpenider Straßenbahn über Adlershof nach Alt- Köpenick. Die Herrschaft ist in folchem Falle berechtigt, ohne Ein. haltung einer Frist zu fündigen. Erbschaft. Ihre am 19. Juli ein. Schiller Theater N. bringt heute Sonntag abend als bor- Glienicke und 3. dem Bau einer Straßenbahn in eigener Regie. gelaufenen Anfragen find im Briefkasten vom 20. Juli beantwortet. legte und morgen Montag als letzte Schauspiel- Vorstellung Thilo R. 2. 100. 1-3. Das ist möglich, tvenn es sich nicht um qualifizierte b. Trothas Lustspiel Hofgunst" zur Aufführung. Das LessingKörperverlegung handelt. Sie sollten statt allgemeiner Fragen den Ste Theater nimmt nach zweimonatlicher Bause am nächstfolgenden betreffenden Fall zunächst schildern. R. R. 100. Gewiß: der Antrag Sonntag, den 6. August, seine Vorstellungen wieder auf, und zwar ist an die Staatsanwaltschaft zu richten. Sie sollten zu J. G. 500. geht nachmittags 22 Uhr Die bersunkene Glode", abends 8 Uhr nächst bei der Gewerbedeputation, Stralauerstr. 1-3, dann beim Amts. " Elga" in Szene; am Montag, den 7. August, folgen" Die Weber". Ueber das furchtbare Unwetter am Donnerstag laufen nun- gericht flagen.- Rigdorf, Hobrechtstr. 12. Es tönnte gepfändet werden. Das Thalia Theater wird am 1. August mit einer Vorsaison mehr aus der weiteren Umgebung der Reichshauptstadt ausführliche Ihre Frau fann unter Darlegung der Verhältnisse( petrat, Fortfall des wieder eröffnet, und zwar gastiert, wie schon erwähnt, Direktor Willy Schadenmeldungen ein. In Summt( Nieder- Barnim) wurden Berdienstes) bei der Steuerdeputation beantragen, fie von der Steuer fret zulassen. N. K. Sie find feineswegs verpflichtet, für voreheliche Bradmann mit seinem Amerikanisch- Deutschen Ensemble. Im durch einen Blisstrahl eine Stallung und eine Scheune angezündet Schulden Ihrer Frau aufzukommen. Hat Ihre Frau nichts, so haben die Kleinen Theater beginnen am Dienstag, den 1. August, wieder und brannten nieder. Der Weg vom Bahnhof Birkenwerder nach Gläubiger nur das Recht, sich davon zu überzeugen, daß das Bewußtsein regelmäßige Vorstellungen, und zwar mit Marim Gorkis Nacht- dem Restaurant Seeschlößchen resp. Briese wurde durch den wolken- der Unpfändbarkeit andere Empfindungen beim Gläubiger als beim asyl". Metropol- Theater. Die Lieblinge dieser Bühne, bruchartigen Regen unterspült und unpassierbar. In Rathenow Schuldner auslöft. = H " Vermischtes. Berantwo. Redakteur: Paul Büttner, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Zh. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW Kaufhaus Max Mannheim Frankfurter Allee 109-112. Frankfurter Allee 109-112. Saison- Räumungs- Verkauf: 10% Rabatt oder bis Montag, den 31. Juli! doppelte Marken Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Ein den 1., 2. und Extra- Angebote, auch für Gastwirte: enorm großer Poften Gartendecken Ein ca. 125 125 cm regulärer Wert 145 jetzt Stück enorm großer Poiten Komodendecken Ein enorm Ein enorm 78 Pf. 58 PT. regulärer Wert 125 jetzt Stück 48 Pf. großer Poften Tischläufer regulärer Wert 115 jetzt Stück großer Poiten Tischtücher. 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