Nr. 183. Abonnements- Bedingungen: B Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt" 10 Bfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs. Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich. Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblaff, 22. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 40 ẞfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 25 Pfg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fettgedruckte) Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Agrarier und Schlächter. Dienstag, den 8. August 1905. liefert jedoch die Tabelle nicht den geringsten Beleg; sie zeigt vielAmehr, daß gerade in den Jahren der Fleischteuerung die Spannung zwischen Vieh- und Fleischpreis, also auch der Verdienst der Schlächter, am schmalsten gewesen ist. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. und befahl mir, nach mehreren Tagen wieder vorzusprechen. Als ich sodann wieder erschien, las mir Nartoff das von mir unterzeichnete Schriftstück vor, aus welchem ich erfah, daß ich bezeugt Zwischen den Schlächtern und der landbündlerischen Bresse hat hätte, daß ich in der Nacht heimlich gehört hätte, wie Bitrin und die Fleischteuerung bittere Fehde hervorgerufen. Während sonst die Die Ursache der Fleischteuerung ist lediglich die Viehteuerung, geblich den Zitrin gefragt hätte, wieviel Wunden er dem Arnatsty Seeligsohn über den Mord Arnatskys sprachen; daß Seeligsohn an tonservative Handwerks- und Mittelstandsretterei gerade bei den und diese konnte mur deshalb bis zu ihrem jetzigen Grad steigen, beigebracht hätte und daß Bitrin dem Seeligsohn erwidert hätte, behäbigen Vertretern der Fleischerzunft auf inniges Verständnis stößt weil vom deutschen Markt die fremde Zufuhr künstlich ferngehalten daß es sich nicht verlohne, darüber zu sprechen, da ja alles glücklich und die Bekämpfung der Einfuhr ausländischen Fleisches durch die wird, weil die Einfuhr ausländischen Schlachtviehs teils ganz ver- abgelaufen sei, und befahl mir, morgen dasselbe auch vor dem agrarische Preffe in den Fachzeitungen der Schlächtermeister ein boten, teils außerordentlich beschränkt ist. Nur durch die Weg- Gehülfen des Staatsanwalts des Bezirksgerichts zu Minst auszulebhaftes Echo findet, beschuldigen sich jetzt beide Teile der räumung dieser ausschließlich dem Profitinteresse der Agrarier Selbstsucht, der rücksichtslosen Ausnützung der Marktlage. dienenden Einfuhrhemmnisse wird eine Aenderung der jetzigen Die Schlächter erklären, daß sie gutes Schlachtvieh selbst Teuerung erreicht, nur fie vermag die enorm gestiegenen Breise zu hohen Preisen kaum zu zu erhalten vermögen, und fie wieder auf ein halbwegs erträgliches Maß herabzudrücken. fordern deshalb die Deffnung der Grenzen für die Vieheinfuhr aus dem Auslande. Die Agrarier hingegen be= -sagen. Am nächsten Morgen tam ich zu Nartoff und wiederholte in Gegenwart des Gehülfen des Staatsanwalts alles, was Nartoff mir auszusagen befohlen hatte. Nach einiger Zeit sandte Nartoff einen Schußmann nach mir und als ich erschien, erzählte er mir, daß er den Balengold verhaftet hätte und daß man bei letterem einen Brief revolutionären Inhalts gefunden hätte; es sei ihm, Nartoff, ferner bekannt, daß Balengold während des Mordes Posten haupten, Vieh wäre genug vorhanden, die Schlächter wollten nur Wie die russische Gendarmerie Beweis- gestanden habe und daher verlangte Wartoff von mir, daß ich morgen zu viel verdienen. Als nach dem Herbste 1902 die Viehpreise beträchtlich gefallen wären, hätten die Schlächter keineswegs ihre Fleischpreise in gleichem Maße herabgesetzt und ebensowenig wäre es ihnen im vierten Quartal vorigen Jahres, als die Schweinepreise einen Rückgang erlitten, eingefallen, ihre Detailpreise entsprechend zu ermäßigen. Damals hätten sie den Extravorteil willig eingeſtedt, aber nun, wo an sie die Forderung heranträte, sich einzurichten, hätten Sie keine Lust, sich nach der Decke zu ſtrecken... Ganz stimmen die Anklagen der mittelstandsretterischen agrarischen Preffe gegen die Schlächter nicht. Wie die Berichte von den verschiedenen Schlachtviehmärkten beweisen, ist auf diesen selbst zu den jezigen außerordentlich hohen Preisen nicht immer gutes Schlachtvieh zu haben, und manchem fleinen Schlächter in ärmeren Stadtgegenden, der nicht mit größeren Kapitalien arbeitet, mag es schwer fallen, über der jetzige Teuerungsperiode hinweg der jetzige Teuerungsperiode hinwegautommen; doch die Behauptung, daß in Zeiten der Wieh teuerung die Schlächter schneller bereit feien, ihre Detail preise zu erhöhen, als sie dann, wenn die Bichpreise wieder fielen, herabzusetzen, läßt sich eine gewisse Berechtigung nicht abstreiten. Die Viehmarktsnotierungen und die amtlichen Feststellungen der Kleinverkaufspreise in den verschiedenen deutschen Großstädten liefern dafür klare Beweise. Auch für Berlin läßt sich leicht der Nachweis führen, wenn man die vom Statistischen Bureau ermittelten Durchschnittspreise für Schweinefleisch mittlerer Qualität mit den Schlachtmarktpreisen für Schweine zweiter Qualität vergleicht. Es betrug: But bezt. Ab nahme gegen das Vorjahr Proz. Die Schlacht markt- Notierung pro 100 kg mit 20 Proz. Lara Mark Bu bezio. Abnahme gegen das Borjahr Broz. 0,9 6,6 Im Jahre Der Detailpreis pro 1 kg Mart 1892 1,87 110 1893 1,82 3,6 109 1894 1,29 2,3 101,8 1895 1,25 3,1 90,1 1896 1,20 4 86,2 1897 1,30 8,3 105 1898 1,40 +7,7 113,3 1899 1,86 2,9 94,8 1900 1,34 1,3 95,5 - 14,8 +0,7 1901 1,42 -6 112 17,3 1902 1,50 +5,6 118,8 5,9 1903 1,42 5,3 1904 1,82 7 99,7 98 16,1 1,7 III+ II+ II 11,5 4,3 +21,8 +6 material fabriziert. Ein Dokument aus dem Wilnaer MilitärBezirksgericht. ( Eigener Bericht.) Dem Dokument selbst müssen wir folgenden Tatbestand vorausfchiden: Im September 1903 wurde in der Stadt Minst, im nordwestlichen Rußland, in der Nacht, auf der Straße, von unbekannten Leuten ein berüchtigter Lodspikel, namens Färtel- Arnatsky, getötet. Letzterem, einem sehr geschickten Geheimagenten der Wilnaer Gendarmerie, war es gelungen, mit der revolutionären Jugend der Stadt Pinst in nahe Verbindung zu treten. Als jedoch in kurzem ein Teil der Revolutionäre verhaftet wurde, stand es, infolge der seitens der Lokalorganisation des Bundes angestellten UnterDarauf beschloß eine Gruppe von Beteiligten, benen im Falle des suchungen, alsbald außer Zweifel, daß Arnatsky der Verräter war. Berrats schwere Strafen drohten, Arnatsky zu töten. Der Gendarmerie ist es noch bis heute nicht gelungen, die Persönlichkeit der Täter festzustellen. Um jedoch dem Bolizeidepartement in Petersburg ihren Arbeitseifer zu zeigen, ließ die Gendarmerie in Binst 26 Personen verhaften, von denen 4 späterhin dem Kriegsgericht übergeben wurden. Zweimal tagte das Gericht, doch gelang es der Verteidigung bisher infolge Mangels an Anklagematerial die Verhandlungen hinauszuschieben. Im Falle der Verurteilung wartet der Angeklagten zweifellos der Galgen, wie ihnen mehrfach bedeutet worden ist. Wir lassen nnu das charakteristische Dokument felbft folgen: An das Militärbezirksgericht zu Wilna. Eingabe des Gemeinen des 109. Wolhynischen Infanterie- Regiments. Im Dezember 1904 leistete ich den Eid, meinem Kaiser und Vaterland wahr und treu zu dienen und sie vor äußeren und inneren Feinden zu beschüßen. Im März 1905 schwor ich, daß ich in der Sache, in welcher man mich zum Zeugen vorlud, alles der bollen Wahrheit gemäß bezeugen würde. Jetzt wo die Stunde naht, wo ich durch die Tat meine Ergebenheit und die Bereitwilligkeit für meinen Kaiser zu sterben, beweisen werde, erinnere ich mich dieses zweiten Gids, alles was mir in Sachen der Bürger Bitrin, Dworkin und Balengold bekannt ist, zu bezeugen. Ich erkläre daher hiermit ganz ergebenst das Folgende: ein Schriftstück unterzeichnen solle, in welchem ich bestätigte, daß Balengold mir erzählt hätte, daß er während des Mordes von Arnatsky, dn Zitrin und Dworkin verübt hätten, Posten gestanden habe. Hierbei prägte mir Nartoff noch besonders die Details ein. Nach meiner Aussage erklärte er mir, daß ich dieser Tage 100 Rubel bekommen würde und gab mir gleichzeitig einen Revolver. Während der letzten jüdischen Osterfeiertage ließ mich Nartoff wieder rufen und befahl mir, daß ich mir meine früheren Aussagen genau einprägen solle, um sie am nächsten Tage vor einem hohen Beamten zu wiederholen. Nachdem ich am nächsten Tage vor Nartoff, dem Gehülfen des Staatsanwalts und dem betreffenden hohen Beamten meine Ausfage wiederholt hatte, gab mir Nartoff in deren Gegenwart 20 Rubel. Nach einiger Zeit, als ich ihm erklärte, daß ich mich fürchtete, hier ferner zu bleiben, gab mir Nartoff 80 Rubel, nahm Daraufhin reiste ich ab. Jeht nun, nachdem ich dem Baren gemir den Revolver weg und sagte mir, daß ich nun abreisen könne. schworen habe, ihm wahr und treu zu dienen, nachdem ich ferner dem Kriegsgericht im März 1905 den Eid leistete, alles das zu bezeugen, was mir bekannt fei, und angesichts dessen, daß ich in furzem mit den Feinden unseres Kaisers werde kämpfen müssen, und mich dann vielleicht der Tod ereilt, fürchte ich, eine solche ungeheure Todsünde ins Grab mit mir zu nehmen. Daher erkläre ich ganz ergebenst, daß alles, was ich während der Berhöre unterzeichnet habe, bei welchen der Gendarmerieoffizier Nartoff, der Gehülfe des Staatsanwalts des Bezirksgerichts zu Mints und der hohe Beamte, dessen Namen mir unbekannt ist, zugegen waren, daß alles das falsch ist. Gleichzeitig muß ich noch ers klären, daß alles, was ich während der Verhöre, bei welchen die obenerwähnten Personen zugegen waren, aussagte, mir von Nartoff unter der Drohung der Deportation nach der Insel Sachalin eingeflößt worden ist. Ich erkläre noch, daß Nartoff mir für die falschen Beugenaussagen im ganzen 115 Rubel bezahlt hat. Unterschrift: J. Eljanow. Interessant ist hierbei noch, daß Eljanom zur zweiten Gerichtsfitung, bei welcher er die falschen Belaftungsaussagen machen sollte, sich nicht einstellte, daß aber statt seiner seine Schwester vor Gericht erschien und aussagte, daß ihr Bruder Geheimagent sei, der von der Gendarmerie bezahlt werde, und daß seinen bisherigen Belaftungsaussagen daher kein Glaube beizumessen sei. * . Jm April 1903 wurde ich auf die falsche Angabe meines per- Auch ihr drohten die Gendarmen nach dieser Aussage mit allen fönlichen Feindes hin, daß ich an der Befreiung der Berhafteten möglichen Schreden, doch sie blieb standhaft und nahm ihre Worte und an der Zerstörung des Polizeirebiers teilgenommen hätte, ver- nicht zurück. haftet. Bis zum 27. September 1903 faß ich im Gefängnis und Das oben erwähnte Dokument hat die Wahrheit ihrer Worte be= wurde dann von dem Gerichtshof zu Wilna freigesprochen. Doch zeugt und das ftrupellose Berfahren der russischen Gendarmerie wurde ich auf Befehl des Gehülfen des Chefs der Gendarmerie zu in das vechte Licht gerückt. Minst in derselben Sache auf administrativem Wege zum zweitenmal verhaftet. Im Oktober 1903 teilte mir der Gendarmerieoffizier für den Minster Bezirk, Rittmeister Nartoff, persönlich mit, Eine Arbeiterdemonstration in Finnland. Die Behauptung der Agrarier, Vieh- und Fleischpreise ständen daß ich balb in ein anderes Gefängnis zur Deportation nach der Helsingfors, 7. Auguft.( Amtliche Meldung.) Gestern nachnicht untereinander im Zusammenhange, sondern die Fleischpreise erklärte mir hierbei unter vier Augen, nachdem er den Gendarmen Mitglieder der gebildeten Stände zu einer gemeinsamen KundInsel Sachalin übergeführt werden würde. Rittmeister Nartoff mittag versammelten sich auf dem Senatsplaße 20 000 Arbeiter und würden unwillkürlich von den Schlächtern festgesetzt, ist danach- die hinausgeschickt hatte, daß, wenn ich ihm bezeugen wollte, daß gebung gegen die Einführung der Kriegsgerichtlichen Aburteilung Tabellen anderer Städte ergeben dasselbe Resultat Unsinn. Im Dworkin und Bitrin den Arnatskh getötet hätten, er mich befreien politischer Verbrechen. Von sechs Rednertribünen aus wurden Anganzen bewegen beide Preise sich parallel, mur folgt dem Rückgang und mir 300 Rubel geben würde. Als ich ihm hierauf erwiderte, der Wiehpreise nicht alsbald auch ein Rückgang der Fleischpreise. daß ich davon nichts wüßte, antwortete er mir, daß er ganz genau sprachen in schwedischer und finnischer Sprache gehalten, die gegen Die Schlächter suchen vielmehr nach dem Fall der Bichpreise ihre wisse, daß die erwähnten Personen den Arnatsky getötet hätten, die Aburteilung des Arbeiters Prokope, der den Gendarmerie. Kleinverkaufspreise noch längere Zeit auf dem höhern Stand zu und daß, wenn ich Furcht hätte, daß man mich töten würde, er mir Obersten in Wiborg tötete, ferner gegen den stellvertretenden halten und folgen erst allmählich mit deren Ermäßigung. einen Revolver zur Berteidigung und einen Baß auf den Namen Gouverneur Reinbot, den Polizeimeister Androssow und den Polizeieines Ruffen zum gefahrlosen Verweilen in Städten, wo man mich tommissar Pawlubki gerichtet waren. Allerdings hinkt dafür auch auch die Erhöhung der Fleisch nicht lenne, geben würde. Ich fürchtete jedoch, die unwahrheit zu Die Versammlung forderte die fofortige Verhaftung Ander Biehpreise nach, doch sagen und eine solche schwere Sünde zu begehen und lehnte dieses drossows und Pawluzkis, welche unter Mitwirkung des Gouverneurs der Erhöhung die obige Zusammenstellung mit ab. Darauf sagte mir Rittmeister Nartoff, daß ich ihm sehr leid man denen anderer Städte vergleicht, nicht bestreiten, daß die Schlächter täte und daß ich deshalb mir im Gefängnis alles nochmals über- Reinbot am 24. Januar Unruhen ins Werk gefeßt hätten, ferner schneller bei der Hand find, bei einer Steigerung der Viehpreise ihre Tegen könne. Sollte ich dann auf seinen Vorschlag eingehen, so möge die fofortige Entlassung aller höheren Beamten, welche die AuzBerkaufspreise hinaufzusetzen, als sie im entgegengesetzten Fall zu ich ihm ein Gesuch schreiben, daß er mich zum Verhör borladen führung des Urteils des Helsingforser Ratsgerichts hintertrieben ermäßigen, So gehen z. B. die Preise für Schweine auf dem solle. Ich lehrte nun ins Gefängnis zurück. Bald darauf teilte hätten, demzufolge Androssow und Pawlukki sofort au verhaften Berliner Bichmarkt nach der Steigerung des Jahres 1892 allmählich Bis dahin hatte ich gedacht, daß die Worte des Rittmeisters Nartoff in Finnland. Ferner forderte die Versammlung alsbaldige Aufman mir mit, daß man mich per Etappe weiterbefördern wolle. waren, endlich die sofortige Beseitigung der russischen Gendarmerie bis zum Jahre 1896 von 110 auf 86,2 m., d. h. um rund 22 Broz eine bloße Drohung wären; nachdem man mir jedoch über meine hebung der seinerzeit eingeführten Dittatur sowie der Bensur, zurüd, die Schweinefleischpreise aber nur von 1,87 m. auf bevorstehende Ueberführung in ein anderes Gefängnis offiziell Wit 1,20 m. pro Kilogramm, also nur um 12 Broz. Dafür steigen teilung machte, befürchtete ich, daß Rittmeister Nartoff mich wirk. Wiederherstellung der früheren Breßfreiheit, schließlich, da der bann von 1896 bis 1898 bie Schweinepreise allerdings wieder lich nach der Insel Sachalin deportieren würde. Als ich dieses jebige Landtag sich als ohnmächtig und zu schwach erwiesen habe, um 31 Broz., die Kleinverkaufspreise nur um 17 Broz.; doch als meiner Mutter während der Besuchszeit sagte, erbleichte sie und die Einberufung eines außerordentlichen Landtages, welcher die darauf im nächsten Jahr der Schweinepreis um zirka 15 Bros. finkt, verlor fast die Besinnung. Mit Tränen eilte sie zum Rittmeister Frage der Einführung des allgemeinen Wahlrechts beraten soll, fällt auch der Fleischpreis nur um 3 Proz. Dasselbe Spiel wieber- Nartoff und flebte ihn an, daß er sich ihrer erbarmen und mich durch das allein die Rechte der Bürger gewährleistet werden würde. holt sich in den Jahren 1900-1902, in denen die Preise auf dem nicht nach Sachalin verbannen folle. Gr warf sie jedoch Die Polizei ließ die Demonstranten gewähren, welche ruhig Viehmarkt von 95,5 auf 118,8 Mart, also um 24 Broz. steigen, die ohne Antwort zur Tür hinaus. auseinandergingen, nachdem sie diese Resolution gefaßt hatten. Fleischpreise nur von 1,84 auf 1,50 Mart, um 12 Broz. Dagegen fällt dann allerdings in den nächsten beiden Jahren der Schweine preis um 18 Broz., der Detailpreis bloß um 12 Bros. preise immer läßt sich, wenn " Der russische Paßprozeß. London, 5. Auguft.( Eig. Ber.) Der Strafprozeß gegen den liberalen Schriftsteller Mr. BrailsMit schwerem Herzen dachte ich baran, daß ich im Alter von 19 Jahren, an jedem Berbrechen unschuldig, nun untergehen müsse. Nach mehreren schweren uni qualbollen Tagen entschied ich mich endlich für den Nat Nartoffs und übersandte ihm ein Gesuch, daß Daraus ergiebt sich, wenn man die Gesamtschwankungen wäh- er mich zum Verhör vorladen möge. Am selben Tage noch wurde rend der letzten drei Jahre in Betracht zieht, ein fleiner Vorteil für ich vom Rittmeister Nartoff borgeladen und unterzeichnete ein bie Schlächter, ben übrigens wahrscheinlich die Großschlächter, nicht Schriftstück, in welchem, wie Nartoff mir sagte, stand, daß Arnatsky ford und den Schauspieler Mr. Mc Culloch wurde, wie schon tele die Kleinschlächter, eingesteckt haben. Für die Behauptung, die bon gitrin und Dworkin geötet worden sei. Darauf, erschien der graphisch berichtet, gestern abgeschlossen. Die Angeklagten wurden jenigen wie die fritheren hohen Schweinefleischpreise in dem ihm Nartoff das von mir unterzeichnete Schriftstück gezeigt 8u einer Geldstrafe von je 100 Pfund Sterling verurteilt. Es ist Jahren 1902 und 1904 feten nicht allein burch hatte, wurde ich ins Gefängnis zurüdbefördert und von dort sofort ein Zweifel, daß sich reiche englische Bürger finden werden, den die hohen Viehpreise bedingt gewesen, sondern die Schlächter in Freiheit gefeßt. Nartoff befahl mir, nach einigen Tagen zum Berurteilten die Geldstrafe zur Verfügung zu stellen, de dem hätten die Gelegenheit zur Erzielung besonderer Vorteile benutzt, Berhör zu kommen, und als ich dann erschien, gab er mir 5 Rubel Prozesse edle politische Motive zu Grunde liegen. ben Sm vorigen Jahre verschaffte fich Mc Culloch einen Auslandspaß, da er angeblich nach Petersburg gehen wollte. Brailsford war ihm bei der Anschaffung des Passes behülflich. Allein Mc Culloch übergab den Paß einem russischen Flüchtling, der nach seinem Vaterlande zurückkehren wollte, um dort für die Revolution tätig zu sein. Der Paß wurde schließlich in einem Petersburger Hotel im Zimmer eines durch eine Bombenerplosion umgekommenen Menschen gefunden. Auf Grund des vorgefundenen englischen Passes wandte sich die russische Regierung an das Auswärtige Amt in London, um eine Untersuchung einzuleiten. Das Ergebnis der Untersuchung war die Anflage. Die Behauptung des Staatsanwaltes, daß die Angeklagten sich verschworen haben, unter falschen Angaben einen Paß zu erhalten, war unbestreitbar. Allein die Verschwörung wird erst strafbar, wenn sie zur Ausführung ungesetzlicher Handlungen unternommen wird. Bei den Angeklagten kann davon aber keine Rede sein. Brailsford, der für die ganze Transaktion die Verantwortlichfeit übernahm, ist ein liberaler Schriftsteller, der noch ganz in den Traditionen der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts lebt, als England für die Befreiung der unterdrüdten Nationalitäten schwärmte. Er ist gegen Gewalttaten. Er hat sich deshalb keines und Vergehens eines Verbrechens noch weniger schuldig gemacht. So plädierten seine Verteidiger, worunter sich auch Sir Robert Reid, einer der edelsten und ehr lichsten liberalen Politiker Englands, befand. Demgegenüber ties der Vertreter der Ankläger auf die einfache Tatsache hin, daß die Angeklagten den Staat hintergangen und ihm Verlegenheiten bereitet haben, indem sie einem Bombenwerfer die Möglichkeit gegeben haben, nach Petersburg zu gehen. Die Geschworenen gaben ihren Wahrspruch gegen die Angeklagten ab, da sie das Vorhandensein einer Verschwörung annahmen. Aber das Gericht konnte keine gesetzliche Handhabe für die Bestrafung der Angeklagten finden. Es hat sie nur zu einer Geldstrafe verurteilt, um das Auswärtige Amt vor Paßgesuchen mit falschen Angaben zu schützen. Nach Schluß des Prozesses gab Brailsford den Preßvertretern folgende Erklärung ab:" Meine Handlung ist nicht mehr als eine technische Unregelmäßigkeit. Ich habe kein Gesetz verlegt und keine Person geschädigt. Die Männer, die mich ersuchten, ihnen bei ihrer Rückreise nach Rußland beizustehen, waren Führer der konstitutionellen Bewegung. Auf legalem Wege konnten sie nicht zurückkehren, und doch war es im Interesse der Freiheit notwendig, daß sie nach Als ein Schmerzenstind der Mutter Ger, höre, mit welchen die Gesetzgebung sich in Zukunft zu beschäftigen mania" wird in einer Buschrift an die Köln. Voltsztg." habe. Das Recht des Zusammenschlusses könne man den ländlichen Deutsch- Südwestafrika bezeichnet." Nationalgesinnte" Blätter Arbeitern theoretisch nicht bestreiten, andererseits sei es selbsthätten sich darüber aufgehalten, daß man in Berlin mit höchster verständlich, daß man das Koalitionsrecht der Fabrikarbeiter nicht Gleichgültigkeit die südwestafrikanischen Gefechtsberichte berfolge. Wie kommt das, fragt der Einsender, und fährt fort:„ Weil fein in seinem ganzen Umfange auf die ländlichen Arbeiter übertragen Mensch sich für die Kolonie interessiert. Jeder, der feine Rüd- fönne; denn die Verhältnisse eines Fabrikbesizers seien grund Würde das volle fichten zu nehmen hat, sagt:" Wenn wir nur den ganzen verschieden von denen eines Landwirtes. erteilt, so könne ländlichen Arbeitern Krempel"( d. h. Südwestafrita) Ios wären". Einige Soalitionsrecht den Beit der Beispiel ein Ernte Streit nicht haben es ja auch schon offen gesagt, so der Abgeordnete Freiherr zum den von Zedlih, der im„ Tag" für einen Veriauf unserer allein den Landwirt ruinieren, sondern auch für ganzen südafrikanischen Kolonien an England plädierte. Manche Staat und die Allgemeinheit die schlimmsten Folgen haben. haben darauf geantwortet, unsere nationale Ehre leide es Es sei nun Aufgabe der Gesetzgebung, durch gründliche Ueberlegung nicht, daß wir jetzt Südwestafrika aufgäben. Gewiß ist die natio" zur erklärte er nale Ehre eine große Sache, und bei einem Engagement mit das Koalitionsrecht in diesem besonderen Falle so zu gestalten, daß England, Frankreich oder Rußland würde ich der Letzte sein, der es sowohl den Arbeitern ihr Recht auf Zusammenschluß einräumt, dafür einträte, die nationale Ehre selbst in der Absicht beflecken andererseits aber solche Klauseln enthält, daß es nie zur Ungerech zu lassen, einen Krieg zu vermeiden. Ob wir aber gegen tigkeit" wird für den ländlichen Arbeitgeber. Eine ähnliche SchwierigHerero oder Hottentotten eine nationale feit, meinte der Abgeordnete, bilde das Koalitionsrecht der EisenShre" zu verteidigen haben, erscheint mir doch bahner. Auch diesen Arbeitern und Beamten komme theoretisch einigermaßen fraglich. Die Engländer haben wenigstens das Koalitionsrecht zu, aber hier verlangt die Allgemeinheit Verklausulierungen. in Kolonialfriegen schon oft auf Geltendmachung des Ehrenstand gebieterisch besondere Bestimmungen und dann noch, daß die Regelung punktes verzichtet. Sie haben zu Gladstones Zeit sich sogar von Zum Schluß den Buren bei Majuba Hill schlagen lassen und keine Revanche gefucht, sondern sich zurückgezogen. Ebensowenig haben die Italiener der Materie noch manches Jahr in Anspruch nehmen werde. Diese Ausführungen eines Zentrumsabgeordneten, der zum gegenüber dem Negus Menelik ihre nationale Ehre schüßen zu müssen geglaubt. Daß Alldeutschland sich an Henrik Wiiboi rächt, linken Flügel gehört, sind recht beachtenswert. Das Zentrum tritt ist also auch wohl keine vom Ehrenstandpunkt absolut notwendige also theoretisch für das Koalitionsrecht der Landarbeiter und der Sache. Ein anständiger, gebildeter Mann kann mich beleidigen, Eisenbahner ein. Praktisch verknüpft es aber dies Recht mit einer aber wenn ein Schulfnabe oder ein betrunkener. Droschkentutscher Zuchthausvorlage! Mit dieser Kundgebung gesteht das Zentrum, mir ein Schimpfwort nachruft, so tangiert das meine Ehre nicht. was man freilich längst ahnte, auch seine vollständige Unzuverlässig Man wolle mich nicht mißverstehen. Ich will hier keine Lanze brechen für die Räumung Südwestafritas, sondern nur hervor- keit auf dem Gebiete des Koalitionsrechts. Es bekennt sich als heben, daß es sich dabei um keine Sache der nationalen Ehre Gegner des Streifrechts und will dagegen„ Klauseln", d. h. Verbote handelt und daß ferner, wenn das Elend so weiter geht, es sicher und Strafen gesetzlich festlegen. Vorläufig erklärt das Zentrum das Streifrecht der Landarbeiter und Eisendazu kommen wird, daß der überwiegende Teil der öffentlichen sich gegen Meinung Deutschlands den Rückzug aus diesem Unglückslande bahner weil die Allgemeinheit davon betroffen würde-, dasselbe berlangt. Sollen wir uns denn wirklich diese so- Argument läßt sich natürlich so ziemlich auf jeden großen Streit an genannte„ olonie" noch einige Hundert Milli- wenden, auf Bergarbeiter, Hafenarbeiter, Verkehrsarbeiter usw. onen Mark kosten und das Blut bon weiteren Logisch zu Ende gedacht, bedeuten die Ausführungen des tausend Jünglingen dort fließen lassen? Berliner sagte mir neulich:„ Wir haben ja in der Mart Sand Bentrumsabgeordneten also: Wir sind theoretisch für das Koalitionsrecht, praktisch aber für die 8uchthausvorlage. genug, wozu brauchen wir noch den afrikanischen?" Man wird also gut tun, um sich vor Ueberraschungen zu schüßen, auf die Zuverlässigkeit des Zentrums gegenüber dem Agrarische Kindereien. der Im Ein Tages- toalitionsrecht nicht zu feft zu bauen. Für gewisse ArbeiterRußland gehen. Im Herbst 1904 war es absolut nötig, daß jeder zeitung" mit der ungeheuren Kindersterblichkeit, die in den fategorien und wohl auch für bestimmte Arten von Streiks ist das Jetzt darf man fagen, daß die Gewährung einer Verfassung unver- Sommermonaten regelmäßig infolge von Darmerkrankungen bann folgen. meiblich geworden ist. Aber im vorigen Jahre war dies noch nicht erfolgt, ihren frechen und albernen Spott. Sie weist darauf und aufopferungsvolle Russen, von denen ich erwarten durfte, daß " hin, daß in den letzten Wochen die Zahl der Erkrankungen an Weitere Steigerung der Berliner Schlachtviehpreise. Die Be ſo ſicher. Deshalb taten wir alles, was wir konnten, um den Darmkatarrh und Durchfall in Berlin stark gestiegen sei: vont hauptung der agrarischen Preſſe, daß der Höhepunkt der Vieh- und russischen Flüchtlingen die Gelegenheit zu geben, in ihrer Heimat zu 3. bis 15. Juli 155 Todesfälle, in der darauffolgenden Woche Fleischteuerung bereits überschritten sei, wird durch die amtlichen wirken. Die Leute, denen ich beistand, waren intelligente, angesehene 195 Todesfälle. Sie nennt diese Zahl mit Recht„ erschreckend Berichte vom Berliner Schlachtviehmarkt gründlich abgetan. Nach ihre Gegenwart in Rußland dazu beitragen würde, die Befreiungsstunde groß", aber sie bringt diese allbekannte furchtbare Tatsache der beträchtlichen Preiserhöhung während des Julimonats hat in des russischen Volkes zu beschleunigen.... Schließlich kann England unter der frebelhaft findischen Ueberschrift Unter dem letzter Woche eine neue Aufwärtsbewegung eingesetzt, durch welche, wie die nachstehende Gegenüberstellung beweist, die Preise für diesem Kampfe nicht gleichgültig zusehen. Denn der Sieg der Denn der Sieg der Beichen der dänischen Milch". Die Deutsche Tageszeitung" weiß natürlich genau so Ochsen wiederum um 2 M., für Schafe um 3 M. und für Schweine, tonstitutionellen Grundsätze in Rußland liegt nicht nur im Interesse Rußlands allein. Von unserem nationalen Standpunkt betrachtet, gut wie wir, daß die drei Sommermonate, Juli, August, je nach der Qualität, um 2-4 M. pro Zentner gesteigert worden scheint es mir, daß England nur gewinnen tann, wenn es seine September, alljährlich ganz regelmäßig, je nach der Höhe der sind. Es kosteten nämlich: Temperatur in mehr oder minder schroffer Kurve emporSympathien mit dem russischen Volke offenbart. Das gegenwärtige steigend, die Massentodesfälle an Darmerkrankungen zeitigen. bureaukratische Regiment in Rußland wird nicht ewig dauern. Die Todesfälle an diesen Krankheiten treffen, wie jedermann Wenn das russische Bolt Herr seines Schicksals wird, so wird es weiß, fast ausschließlich Kinder im ersten Lebensjahr, die mit Ziermilch genährt werden. uns dankbar sein für alle Dienste, die Engländer ihm geleistet haben." ( Durch diese Feststellung des Tatbestandes, wie sie unser Korrespondent gibt, erledigen sich auch die tendenziösen, irreführenden Meldungen bürgerlicher deutscher Blätter. Ned. d.„ V.".) Politifche Ueberficht. " Berlin, den 7. Auguft. " Im Jahre 1902 starben z. B. in Berlin von den mit Tiermilch ernährten Kindern im ersten Lebensjahr in den drei Sommermonaten( Juli, August, September) 712, dagegen in allen übrigen neun Monaten nur 1000. Noch weit ungünstiger war das Jahr 1903, wo auch noch keine dänische Milch eingeführt worden war. Es starben in den drei Sommermonaten von den mit Tiermilch genährten Säuglingen( bis zum ersten Jahr) 1225 an Verdauungskrankheiten, dagegen in allen übrigen Monaten nur 989. Schlimmer noch liegt das Verhältnis bei den mit Surrogaten ernährten Kindern: Es starben im Jahre 1902 in den drei Sommermonaten 137, in den anderen neun Monaten 106, im Jahre 1903 228 in den drei Sommermonaten, 127 im übrigen Jahr. " Ochsen, vollfleischig, ausgemästet junge, nicht ausgemästet jüngere, mäßig genährte Kälber, beste Masttälber mittlere Mastfälber Schafe, Masthämmel und-Schafe ältere Masthämmel. mäßig genährte . • • am 29. Juli am 5. August pro Zentner Schlachtgewicht M. M. 74-78 76-79 9 69-73 71-75 63-66 64-68 81-85 84-88 68-76 73-80 78-81 81-84 77-80 68-72 74-77 65-70 pro Zentner Lebendgewicht mit 20 Broz. Tara 67 62-64 62 69 64-68 62-66 Schweine, bester Qualität fleischige. gering entwickelte Trotz dieser Preissteigerung fand alles an den Markt gebrachte Vieh schnellen Absatz; nur vom mageren Schafvieh blieb ein kleiner unverkauffer Rest übrig. Schon in den letzten Monaten war es der ärmeren Bevölkerung nicht mehr möglich, die enorm gestiegenen Fleischpreise zu zahlen, o daß ein Teil der Arbeiterschaft seinen Fleischgenuß wesentlich einschränken, oder im Pferdefleisch Ersah suchen mußte. Die weitere Steigerung der Vichpreise wird den Kreis derer, die auf FleischSteigerung der Bichpreise wird den Kreis derer, die auf Fleischnahrung Verzicht leisten müssen, noch vergrößern vergrößern zugunsten der Großgrundbesizer, die jede Gelegenheit benutzen, die Besserung der Lebenslage der Arbeiterschaft niederzuhalten und sie politisch zu entrechten. Damit das Junkertum die jetzige Fleischnot Die Verstärkungen für Südwestafrika. Die offiziöse Presse schweigt sich über die angeblich geplanten Verstärkungen nach Südwestafrika es sollten ja 5000 Mann in Aussicht genommen sein noch immer vollständig aus. Dagegen spielt sich die National- Zeitung" als offiziöses Sprachrohr auf und behauptet, daß sie aus erster Quelle" erfahren habe, daß die ganze Durchschnittlich betrug die Sterblichkeit der Kinder bis Nachricht„ aus der Luft gegriffen" sei. Die Regierung dente nicht zum ersten Lebensjahr im Juli bis September bei den mit daran, die südwestafrikanische Schußtruppe in dieser Weise zu ver- Tiermilch genährten das 2,08 fache wie in den übrigen Monaten stärken. Eine geringe Verstärkung habe allerdings dadurch statt- im Jahre 1902, das 3,55 fache im Jahre 1903. Bei den mit gefunden, daß am 29. Juli 300 Mann abgegangen seien, die zum Surrogaten genährten Kindern betrug die Kindersterblichkeit Schuße der Etappenlinien verwendet werden sollten. Der Nachschub in den Sommermonaten das 3,78 fache im Jahre 1902, das dieser Truppe habe mit Rücksicht auf die augenblickliche Kriegslage, 5,16 fache im Jahre 1903. speziell im Hinblick auf den bevorstehenden Hauptangriff gegen Daß es sich bei diesen wahren Sommer- Seuchen im zu seinem Vorteil, zur Einsäckelung hoher Extraprofite auszunuzen Hendrik Witboi, derart beschleunigt werden müssen, da, selbst wenn wesentlichen um Opfer des Proletariats handelt, erkennt man bermag, deshalb müssen die Grenzen gegen die fremde Vieheinfuhr der Reichstag ad hoc einberufen worden wäre, er keineswegs vor auch daran, daß von den 2725 im Jahre 1903 in Berlin an verschlossen bleiben, deshalb müssen die Arbeiter auf die notAusreise des betreffenden Woermann- Dampfers hätte zusammen- Verdauungskrankheiten gestorbenen Kindern( im ersten Lebens- wendige Fleischnahrung verzichten. Dort Profitsteigerung, hier treten fönnen. Ferner würden im Laufe des August noch etwa jahre) 1792 in Wohnungen starben, die nur aus einem Raum, Entsagung- so verlangt es die heilige staatliche Ordnung des 800 Mann nach dem Aufstandsgebiete abgehen. Diese Truppen 754 in Wohnungen, die aus zwei Räumen bestanden. Auf neuen Deutschen Reiches. stellten aber ausschließlich Ergänzungen der entstandenen Lücken dar. je 10 000 Bewohner starben im genannten Jahre in Berlin Wie man sieht, kommt die National- Zeitung" mit ihrer Kinder im Alter bis zu einem Jahr an Verdauungsstörungen: offiziösen Nachricht reichlich spät, hatte doch der„ Tag" bereits 48 Stunden früher ungefähr dasselbe verkünden können. Jedenfalls wird durch die Mitteilung der beiden Blätter der Argwohn der Kölnischen Volkszeitung" bestätigt. Es ist in der Tat eine Verstärkung der Truppen erfolgt, die vom Reichstag nicht bewilligt worden war. Es ist also wiederum ein Verstoß gegen das Budgetrecht des Reichstages begangen worden! Untlar ist es nur, weshalb der Reichstag nicht rechtzeitig genug einberufen werden konnte, um zu dieser Forderung Stellung nehmen zu können. Hoffentlich erfolgt nunmehr wenigstens die Einberufung des Reichstages, damit die Regierung endlich zum Sprechen genötigt werden kann. " " Die Deutsche Zeitung" hält das Dementi des Tag", das sich mit dem der National- Zeitung", wie gesagt, vollständig deckt, für überaus belanglos. Sie sagt: Jeder einigermaßen erfahrene Journalist wird mit uns darin übereinstimmen, daß diese offenbar aus dem Kolonialamt in das genannte Blatt langierte Meldung mit einem regelrechten Dementi berzweifelt wenig Aehnlichkeit hat. Viel" 567 27,6 in Ein- Zimmerwohnungen mit 3 Bewohnern 32,99 4 " 27 " " " 33,62 30,47 30,86 38,30 30,53 58,61 35,67 17 11" " 21 " 6 " 11 " " " " 7 " 8 17 " " " " 9 " 17 " " " 10 " " " 11 " " 12 " " 166,67 " 31 " 17 " Dagegen ist vergleichsweise die Sterblichkeit von Kindern bis ein Jahr an Darmerkrankungen in Wohnungen von vier und mehr Zimmern, die von drei bis fünf Personen bewohnt werden, von 10 000 Bewohnern nur 1,03-0,46 und 1,36. Aus diesen Zahlen geht flar hervor, daß es sich um proletarische Massenopfer des Sommers handelt, die alljährlich in den heißen Monaten sich ereignen, wo die furchtbaren Wohnungsverhältnisse und die schlechte Qualität der deutschen" den Proletariern verkauften Tiermilch zusammen " wirken. Wie es im deutschen Westen auf dem Lande aussicht. Hannover, 5. August.( Eig. Ber.) Es wird erzählt, daß bei dem kürzlich hier abgehaltenen Evangelisch- sozialen Kongreß ein sozial gesinnter Landprediger aus dem Westen der Provinz Hannover den Versammlungssaal verlassen habe mit dem Be merken, ein Landpastor tönne von alledem nichts gebrauchen, er sähe sich lieber das Museum an. Wie wenig berechtigt diese Ansicht ist und wie viel es in sozialer Hinsicht auch auf dem Lande zu tun gibt, ersicht man aus einer Schilderung, die F. Grussendorf in dem Gemeindeblatt für Hannover, der Kirchl. Gegenwart", von den Zuständen auf dem Lande entwirft. Wir haben, schreibt er, Häuslingshäuser, d. h. Tagelöhnerwohnungen der befizenden Bauern, in die man nicht seine Schweine und Kühe einsperren möchte. Da findet sich weder in Stuben noch Kammern irgend etwas von einem Fußboden. Der Boden ist festgestampfter Lehm, oft mit zahlreichen Löchern. Die Grundbalken des Fachwerks liegen auf dem Erdboden auf oder auf einer Schicht fleiner Feldsteine, so daß der Zug über den Boden beständig hinstreicht. Wo überhaupt Fußböden sind, da haben in den meisten Fällen die Mietsleute dies auf eigene Roften machen lassen müffen. Das Schlimmste sind die Schlafräume. Sehr häufig sind es Bußen oder Alkoven, die keine andere Oeffnung haben, als nach der dunstigen Stube, und in ihnen schläft die ganze oder der größte Teil der Familie. Ift noch eine Kammer vorhanden, so ist diese meist ebenso kläglich, fast ohne jedes Fenster und von lächerlich geringen Dimensionen. Ein vom Verfasser kürzlich ausgemessenes Schlafzimmer hatte die Höhe von 1,88 Meter und eine Länge und Breite von 2,10 Meter. Daneben war, nur durch dünnste, löcherige Lehmwand getrennt, der Kuhstall. In einem Alkoven, der wenige Fuß hoch war, befand sich die Lagerstätte von drei halb und ganz erwachsenen Brüdern. Der eine hatte die Schwindsucht. Als er tot war, nahm man die Leiche einfach heraus und die Brüder schliefen weiter auf demselben Stroh. Die Fenster der Stuben Ueber diese Frage wurde der Zentrumsabgeordnete Landgerichts. sind nicht selten überhaupt nicht zu öffnen. Der Schmus ist oft unbeschreiblich. Ueber die Erkremente kleiner Kinder, sowie über rat Mary, der den Landkreis Krefeld im Landtage vertritt, in den den Auswurf der Schwindfüchtigen wirft man einfach Streufand, legten Tagen in einer Versammlung des katholischen Boltsvereins, bis nach längerer Zeit einmal ausgefehrt wird. Stein Wunder, die in Osterath bei Krefeld stattfand, von seinen Wählern interpelliert. daß Schwindsucht und rheumatische Erkrankungen eine allgemeine Der Abgeordnete erklärte, daß diese Frage zu den schwierigsten ge- Plage der Gegend sind, mehr kann man danach nur annehmen, daß man es für nötig Es ist ein krasses Beispiel für die agrarische Verrohung, oder dringend erwünscht hält, weitere Verstärkungen hinauszusenden, daß man sich auch schon mit dieser Absicht ge- daß das biedere Bundes- Ring- Organ der Landwirte diese ertragen hat, aber angesichts des beginnenden Lärms unsicher schütternde, aber auch allbekannte soziale Tatsache im Zuwird und die Absicht borläufig"- zurückstellen will. Auch läßt sammenhang bringt mit der Einfuhr von dänischer Milch, die sich der neue Transport von 800 Mann nur schwer als Er obendrein bisher im größeren Maßstabe noch gar nicht ergänzungstransport rubrizieren, nachdem eben erst 300 Mann folgt ist. nach Südwest abgegangen sind. Es scheint uns danach sogar, als ob doch auch, borläufig" schon Verstärkungen" abgesandt seien. Mit diesen Bemerkungen können wir uns einstweilen begnügen." Auch uns will es scheinen, als ob trotz der Bemäntelung des Tag" und der National- Zeitung" die Gefahr größerer Truppenverstärkungen keineswegs abgewendet sei. Die Kampagne gegen Hendrit Witboi braucht nur fchlzuschlagen, und die Regierung wird versuchen, durch weitere Verstärkungen der Truppen die weiteren Einschließungsversuche aussichtsvoller zu gestalten. 營 Deutfches Reich. Zentrum und Koalitionsrecht. Der Landpastor, für den es auf dem evangelisch- sozialen Rongreß angeblich nichts zu lernen gab, würde sich ein Verdienst erwerben, wenn er den reichen Bauern tapfer zu Leibe ginge und forderte, daß fie menschenwürdige Wohnungen für ihre Leute schaffen und wenn er ferner die Häuslinge und Arbeiter aufklärte und antriebe, daß sie sich einfach solche Zustände nicht geduldig gefallen Lassen. Zur Charakteristik der nordschleswigschen Germanisatoren. Der verstorbene Amtsvorsteher Winter v. Adlersflügel, deffen in den letzten Tagen in der Meineidsangelegenheit Jacobsen- Becherer mehrfach Erwähnung geschah, richtete nach der in Hadersleben erscheinenden Zeitung Modersmalet" folgenden Brief an den Hufner Zimmermann: " Schweden. 2. Die Eintreibung der Beiträge für die Invalidenversicherung durch die Krankenkassen. Referent: Schriftsteller Fischer- Weimar. 3. Die Vereinheitlichung der Arbeiterversicherung. Referent: Redakteur Sydow- Berlin. 4. Die deutsche Reichsarzneitare. Referent: Apotheker Staller Charlottenburg. die sog. Prophylare. Referent: Kohn- Berlin. 5. Die Rechtsprechung des preußischen Oberverwaltungsgerichts 6. Bericht der paritätischen Kommission: a) der Statuten Entwurf zur Organisation des Zentralamtes und der Bezirksämter; b) die Pensionsfrage der Kassenbeamten; Erholungsreise des Königs. Stockholm, 7. August. Heute ist folgender Erlaß des Königs Veröffentlicht worden: Da ich auf Anraten meines Arztes einige Beit Ruhe sowie frische Luft und Bäder aufsuchen muß, um mit Gottes Hülfe Gesundheit und Kräfte wiederzugewinnen nach der für Körper und Seele so anstrengenden und Beit, welche ich infolge der Sorgen gehabt habe, die mich während der letzten Monate heimgesucht haben, und deshalb jezt die Regierung meinem Sohne, dem Kronprinzen, übertrage, will ich, ehe ich von der Hauptstadt abreise, aufs neue den Dank bekräftigen, welchen ich bereits vorher öffentlich meinem schwedischen Volke ausgesprochen habe. Ich kann nicht genug c) Antrag von Fräßdorf- Dresden, Pollender. Leipzig und Hauschild Chemniz: " Lakolt, 13. 8. 01. An das Mitglied der Gemeindevertretung hervorheben, wie teuer mir die vielen sprechenden Beweise der Liebe " In Erwägung, daß die in München abgehaltene XI. Jahres Herrn Hufner Peter Timmermann, Scherrebeck. Dem hervor und Sympathie, die ich von verschiedenen Seiten erhalten habe, als ragendsten Vertreter des Gemeinderates beehre ich mich ein Trost für das gewesen sind, was ich durch den Abfall des Volkes Deutschen Reiche mangels rechtzeitiger Information der Kassenvon Ortskrankenkassen im versammlung des Zentralverbandes von hier aus meine besten Grüße übersenden zu dürfen mit verloren habe, das ich aus innerstem Herzen in brüderlicher Liebe vorstände nicht in der Lage war, die Fragmente der von der dem Wunsche, daß es mir vergönnt sein möge, mit Ihrem be- mit meinem schwedischen Volke zu vereinen gewünscht hatte. Ostar. paritätischen Kommission unterbreiteten Vorschläge genauer zu währten Rate zum Segen und Besten in Scherrebeck Die Besorgnis des Königs Ostar um das„ abgefallene" ermessen, und die Undurchführbarkeit der so zustande gekommenen wirken und schaffen zu helfen. Mit vorzüglicher Hochachtung, norwegische Volt ist ja äußerst rührend, aber es liegt nun einmal Beschlüsse vielfach erst nachträglich erkannt worden ist, erklärt ergebenst Winter." im Lauf der Zeit, daß die Völker ihre Geschicke am besten selbst zu die XII. Jahresversammlung es als notwendig, bestimmen glauben. Hoffentlich gestaltet sich die stellvertretende Re- die Münchener Beschlüsse einer Revision zu untergierung des Kronprinzen nicht allzu aufreibend. ziehen. Ein paar Monate später versuchte dann derselbe Amtsvorsteher Winter den Hufner Timmermann dadurch unmöglich zu machen, daß er für 2000 m. einen Kronzeugen gegen Timmermann zu kaufen bemüht war. Welche Hochachtung müssen die nordschleswigschen Dänen vor einem System empfinden, das sich solcher Werkzeuge bedient! Ausland. Italien. Amerika. V Die erforderlichen Unterhandlungen sind von Verband zu Verband zu führen. Die Unterhändler sind hierbei Vertreter der geschäftsführenden Kasse und andererseits Vertreter der Vorstände des Verbandes der Verwaltungsbeamten der Krankenkassen, Berufsgenossenschaften 2c. Deutschlands. Die geschäftsführende Kasse hat Die Aufgabe, über jede Phase der Verhandlung die sämtlichen Vorstände der Verbandskassen durch ein nach Bedürfnis herausgegebenes scheidung der Kassenvorstände einzuholen. Mitteilungsblatt eingehend zu unterrichten und die schließliche EntDen Chinesen wird vor ihrem Boykott bange. Der amerikanische Generalkonsul Rogers tabelte an das Staatsdepartement in Washington, daß die Boykottbewegung gegen amerikanische Waren ebenso schnell wieder zu verlaufen beginnt, wie sie gekommen ist. Die Handelskammer in Shanghai hat ihrer großen Besorgnis Aussolche Bewegung leiden müßte. Einzelne Kaufleute flagen über druck gegeben, daß der chinesische Handel mit Amerika durch eine Verluste, denn die Amerikaner üben schnelle Vergeltungsmaßregeln. Jetzt behaupten die Kaufleute, es sei allein die Schuld der Studenten, daß eine Agitation gegen die Amerikaner in Fluß tam. Die chinesische Regierung sucht ihr Versprechen zu halten und tritt der Ausbreitung der Boykottbewegung wirksam entgegen. Benezuela läßt sich nicht einschüchtern. Wie Venezuela sich gegen Ueber das Ergebnis verlautet nichts Genaueres. Man soll die Vereinigten Staaten verteidigte, indem es den Ansprüchen der außer- Romanen nichts tonfisziert haben. Ursache des ungewohnten Asphaltgesellschaft nicht nachgab, so fürchtet es sich jetzt vor Frank- Verwaltungsbeamten anheimgegeben, diese Angelegenheit Borgehens ist das Vermehren der sozialistischen Propaganda im der französischen Kabelgesellschaft entschieden. Die Auflösung aller handeln und die einzelnen Kassenvorstände um freiwillige ZuHaussuchung in den römischen Kasernen. Rom, den 5. August. ( Eig. Ber.) Vorgestern ist in allen römischen Kasernen eine genaue Durchsuchung der Soldaten und ihrer Effekten vorgenommen worden. Durch ein Alarmzeichen wurden alle Soldaten gleichzeitig in den Hof ihrer jeweiligen Kaserne gerufen und von da aus einzeln in die Schlafräume geführt, wo der Kompagniechef die Durchsuchung Leitete. Jedes einzelne Blatt Papier wurde besehen, jeder Brief, jede Karte gelesen. Heer. amtes und der Bezirksschiedsgerichte ist zurzeit Das Projekt der Errichtung eines BentralGehaltsfrage und in der Frage des Anstellungsund zwar so lange zu vertagen, bis in der bertrages eine für beide Seiten akzeptable Lösung gefunden ist. In der Frage der Pensionsvereinigung wird dem Verbande der schüsse anzugehen. Kontratte, welche die Regierung eingegangen war, ist bestätigt Der Erminister Nasi in Rom? worden. Die Kabelgesellschaft wird beschuldigt, im Jahre 1902 die Um bei den Abstimmungen auf den Verbandstagen der DrtsRom, 5. August.( Eig. Ber.) Wie die berühmte Seeschlange, Revolution unter General Matos begünstigt und gegen die Ne- frankenkassen ein unbeeinflußtes Bild der Ansichten der Kassenso wird auch Ser Erminister Nasi von Zeit zu Beit an gierung konspiriert zu haben; die Interessen des Landes wurden borstände in die Erscheinung treten zu lassen, sind die zu den allen möglichen und unmöglichen Orten gesehen. Diesmal, obwohl häufig durch die Gesellschaft geschädigt, indem falsche Nachrichten Ortstrantenkassentagen delegierten Beamten wir in der Saurengurkenzeit sind, scheint Nasis Anwesenheit in über Venezuela in Europa verbreitet worden sind. Die Regierung von der Mitwirtung in ihren eigenen persön Rom aber doch etwas weniger unsicher, als die Eristenz seiner ist aller Verpflichtungen gegen die Gesellschaft ledig. lichen Angelegenheiten auszuschalten. schlangenhaften Konkurrentin, denn sie wird bewiesen durch einen Mit der Annahme dieses Antrages ist die Auflösung der paris offiziellen Aft mit der Unterschrift des Exministers, gefertigt in tätischen Kommission in ihrer heutigen Gestalt ausgesprochen." Rom, in Gegenwart eines Notars und zweier Zeugen am 24. Juli 7. Anträge auf Abänderung der Krankenversicherungsgefeße. dieses Jahres. 8. Antrag: Die Jahresversammlung wolle beschließen, die gebuch zum Gebrauch für alle Orts- Krankenkassen im Deutschen Reiche schäftsführende Kasse zu beauftragen, ein einheitliches Quittungs auszuarbeiten. Spanien. Der Krieg in Ostasien. Die Friedenskonferenz Ueber die Stimmung in Japan D Gewerkschaftliches. Berlin und amgegend. Nach der italienischen Strafrechtsordnung kann nämlich der An- wird nunmehr am Mittwoch zu ihrer ersten Sizung geklagte gegen das Urteil der Voruntersuchung appellieren. Auch Nasi hat dies durch Prokura vor einigen Wochen getan, aber die Recht zusammentreten. Die beiderseitigen Bevollmächtigten sind mäßigkeit dieses Appells, zu dem sich seine Anwälte auf Grund einer bereits persönlich zusammengetroffen und einander durch Der Vorsitzende Fräßdorf teilt das Programm für die allgemeinen, vor der Flucht ausgestellten Prokura berechtigt fühlten, Präsident Roosevelt vorgestellt worden. Tagung mit. Es ist für Dienstagnachmittag, wenn es die Zeit erwurde angezweifelt. Es scheint nun, daß die Rechtsvertreter des laubt, eine Besichtigung der Genesungsheime der Dresdener Orts. diebischen Erministers eine neue, speziell in Rom angefertigte. Krankenkasse in gigschewig vorgesehen. Weiter könne den Delegierten Brofura für nötig hielten. Jedenfalls wurde am 27. Juli furz vor bom Kongreßort nichts geboten werden, da in Dresden zu den dem Abbruch der Berufungsfrist die erwähnte neue Prokura bor- melden die, Times" aus Totio: städtischen Behörden kein derartiges Verhältnis egiſtiere, daß man, gelegt, ohne daß die Gerichtskanzlei es für nötig befunden hätte, wie das in München und Breslau geschehen, um Bewilligung von bas Dokument, das die Anwesenheit eines bekannten flüchtigen Ver- In Japan macht sich allmählich ein Gefühl starter Mitteln an diese hätte herangehen wollen. Schließlich seien ja auch brechers in Rom bezeugt, zur Grundlage besonderer Schritte zur Entrüstung über Rußlands Haltung die Kongresse nicht zum Vergnügen, sondern zum Arbeiten da.( LebVerhaftung Nafis zu machen. Trotz der Diskretion der Kanzlei hat Friedenskonferenz geltend. hafte Zustimmung.) der„ Giornale d'Italia" von der Sache gehört und feststellen Blätter weisen darauf hin, daß Japan während des ganzen vom 19. d. Mts. ab stattfindenden österreichischen Krantentassentage Die japanischen Dr. Leo Verkauf Wien weist darauf hin, daß auf dem können, daß die Unterschrift in einer vom Sohne Nasis gemieteten Krieges Zurückhaltung und Mäßigung beobachtet hat. Es die Anwesenheit deutscher Vertreter von Krankenkassen sehr erwünscht möblierten Wohnung in Gegenwart eines Notars aus der Provinz hat, so legen sie dar, sich alles Prahlens sowie jeder Handlung fei, da die Reform des Kassenwesens in Desterreich schneller in Fluß und zweier berufsmäßigen Beugen vollzogen wurde. Ob denn die Polizei, der doch der Erminister mit seinen so enthalten, welche die Demütigung des Gegners vergrößern gekommen sei wie in Dentschland. Sie würde sich zweifellos in charakteristischen Bügen bekannt sein muß, gar nichts von der Sache könnte, und es tritt jetzt in die Friedenskonferenz ruhig, denselben arbeiterfeindlichen Bahnen bewegen wie in Deutschland. gemerkt hat? Es scheint wirklich, daß in Rom niemand vor Be- höflich und ohne Großsprecherei ein. Nichtsdestoweniger Als Delegierte des Zentralverbandes werden Fräßdorf und läftigung fo ficher ist, wie ein von der Polizei gesuchter schwerer bildet die ununterbrochene Reihe seiner Land- und Hesse- Dresden gewählt. Verbrecher, namentlich, wenn er früher Minister war. Seefiege eine Tatsache, die nicht ignoriert werden kann, und beendigt. Damit ist die Vorversammlung nach 1½ stündiger Dauer gibt ihm das Recht, im Tone des Siegers zu sprechen und Die agrarische Krise nimmt einen ungeheuerlichen Umfang an. Friedensbedingungen aufzuerlegen. Dieses Recht nimmt In fast allen Provinzen des Landes sind Tausende und Abertausende jedoch Rußland für sich in Anspruch, und es tut, als ob es von Bauern und Arbeitern arbeits- und brotlos. Allenthalben Herr der Lage und berechtigt sei, Bedingungen vorzuschreiben, finden Demonstrationen statt; doch sind die ohnmächtigen Ünter- nachdem es nur aus wohlwollender Nachsicht milde gegen Japan Zur Lohnbewegung der Rollfutscher und Speditionsarbeiter. Wie behörden selbst beim besten Willen nicht imstande, den entsetzlichen eingewilligt habe, Unterhandlungen zu eröffnen. Anscheinend, bereits mitgeteilt, hatten die Nollkutscher, Begleiter, Bodenarbeiter Mißständen abzuhelfen. Der Ackerbauminister hat beim Finanz- fagen die japanischen Blätter, zählt Rußland auf drei und Stallleute ihren Arbeitgebern, den Berliner Speditionsfirmen, minister Gewährung von Krediten beantragt; doch wo nichts ist Dinge: 1. auf einen Die Stadtverwaltung von Malaga hat sich gezwungen ge- eine Einmischung 2. Erfolg Linewitschs, kürzlich die Vorlage eines Einheitstarifs mit entsprechenden Lohns der Mächte, 3. auf die Erschöpfung Spediteurberein, daß er die Angelegenheit einer Arbeitgeberaufbesserungen zugestellt. Hierauf antivortete der Berliner sehen, ihre Zahlung einzustellen usw. Eine nette Wirtschaft! Japans. Ueber Linewitschs Aussichten sagt Japan tommission zur weiteren Regelung übertragen habe. Diese Rom nichts. Ueber eine Einmischung der Mächte sagt Japan, mission sei ermächtigt worden, wohl mit einer Kommission der daß, wenn ein Weltbrand entsteht, die Verantwortlichkeit, thätigen Kutscher und Arbeiter zu verhandeln, nicht aber mit Nochmals Englands Neutralität im Südwestafrika- Feldzug. das Feuer entzündet zu haben, Rußland zufällt. Ueber die den Vertretern der Organisation des HandelsMorning Post" beröffentlicht ein Interview Sir Bewis Aussichten, Japan zu erschöpfen, sagt es, daß seine Hand- und Transportarbeiter- Verbandes. Begründet wird diese NichtMitche II 3, früheren Ministers der Kapkolonie, der lungen bald beweisen werden, daß es imstande ist, den Strieg anerkennung der Verbandsvertreter mit dem Hinweis darauf, daß es sich in Vertretung des Kolonialsekretärs der Kapkolonie längere Zeit hin- mit größerer Straft als je vorher zu führen. Japan kommt fäge handeln könne, im übrigen aber bei der Verschiedenartigkeit bei den Verhandlungen nur um die Erörterung prinzipieller Grunddurch die Politit der Kapkolonie gegenüber dem Herero- Aufstande jetzt zu der Einsicht, daß eine weitere Reihe handgreiflicher der Verhältnisse in den einzelnen Betrieben alle weiteren Vereingeleitet hat. Mitchell äußerte: Die Minister der Kapkolonie waren Lehren nötig sein wird, um Rußland zu einer richtigen Würdi- barungen den beteiligten Arbeitgebern und Arbeitnehmern selbst durch die Umstände zu dem Schluß gedrängt worden, daß mehr Wahrscheinlichkeit eines Uebergreifens der Unruhen auf Britisch- gung der Lage zu bringen. überlassen werden müßten. Daraufhin trat die Kommission der Kutscher 2c., nachdem die Mitglieder von den Arbeitgebern dazu beurlaubt worden waren, am Sonnabend zu einer Sigung ausammen, und beschloß und beschloß einmütig, von den Spediteuren die Hinzuziehung der Verbandsvertreter Schumann und Werner zu fordern und an dieser Forderung unbedingt fest zuhalten. Die Kommission fonnte die Ablehnungsgründe der Arbeitgeber umsoweniger als stichhaltig anerkennen, als durch die jetzigen Neuforderungen die bisherige Regellosigkeit und Verſchiedenartigkeit in den einzelnen Betrieben ja gerade möglichst ausgemerzt werden soll. Bur sachgemäßen Beratung und Festsetzung eines Einheitstarifes aber halten die Kutscher und Arbeiter Spediteurverein übermittelt worden. Derselbe hat bisher allerdings die offizielle Mitwirkung ihrer Organisationsvertreter für durchaus erforderlich. Ein Bescheid in diesem Sinne ist denn auch dem nur den Empfang des Bescheides und die Benachrichtigung der Arbeitgeber davon bestätigt. England. auf Südafrika bestände, wenn die Kapregierung sich in irgend einer Es ist bedeutsam, daß sich auch Blätter, die sonst alles Weise mit der deutschen Waffengewalt verbünde, als wenn Neu- vermeiden, was einem aggressiven Ton ähnlich sieht, sich diese tralität beobachtet würde. Wir sind mit der Regierung in London Aeußerungen zu eigen zu machen. Alle leitenden Blätter in der ganzen Angelegenheit in engster Fühlung geblieben und sagen, daß wenig Aussicht auf baldigen Frieden ist, während haben von ihr, so lange ich das Kolonialsekretariat verwalte, in militärische Vorbereitungen eifrigst weiter betrieben werden. feiner Weise auch nur die geringste Mißbilligung erfahren. Wir haben es durchaus rätlich gefunden, daß in solchen Angelegenheiten Die Lage in der Mandschurei. alle europäischen Regierungen zusammengehen, aber wir hatten London, 8. August.( Laffan" Meldung.) Trok den zu erwägen, wie weit dies hier möglich sei. Wir ließen die Aufstän- hoffnungsvollen Meldungen Linewitschs befindet sich, wie dem„ Daily dischen wissen, daß sie bewaffnet die Grenze nicht überschreiten Telegraph" aus Tokio gefabelt wird, die russische Armee in einer nicht dürften, und daß sie sonst entwaffnet und interniert werden würden. beneidenswerten Lage, was bald greifbar zu Tage treten werde. Die Rebellen, die die Grenze überschritten, an die so großen Kreis umfassen wie bei Mukden. Linewitschs Nachhut ſei In der ersten Zeit lieferten einige unserer Offiziere gewisse Einfreisungsbewegung Dyamas werde diesmal einen drei- bis viermal Deutschen aus, aber das Verfahren, das die deutschen Be- bedroht, ebenso seine Flanke in der Richtung auf Wladiwostok vom hörden gegen diejenigen verfolgten, die fich gefangen gaben, ermutigte Küstengebiet und von der Amurmündung her. nicht zur Wiederholung solchen Vorgehens.(!) Wir haben die Rebellen niemals als kriegführende Partei behandelt; wir haben sich auf eine Entfernung von 300 Kilometer, und zwar umfaßt diese seine Mitglieder im Widerstande gegen die Arbeiter zusammens Tokio, 5. August. Die Front des Generals Linewitsch erstrect Der Streit der Kürschner. Der Arbeitgeberverband bemüht sich, fie entwaffnet und in einer Art Konzentrationslager interniert; Linie den Tumenfluß, den Amur und die Küste bis Wladiwostok. zuhalten, indem er ihnen die Situation des Streits in einer Weise aber in einer solchen wilden, verlassenen Gegend ist es nicht immer Die Ankunft neuer Truppenabteilungen aus Europa gab Anlaß zu schildert, die mit der Wahrheit nicht in Einklang zu bringen ist. möglich zu verhindern, daß einige entweichen. Ich glaube, es ist Differenzen zwischen Linewitsch und seinem Generalstabe. Linewitsch niemals dagegen Einwand erhoben worden, daß die Deutschen aus dem Gebiete der Kapkolonie Nahrungsmittel verlangt, daß alle Truppen an die Front gebracht werden, um einen der am Montag abgehaltenen, start besuchten Versammlung der Streifenden wurde ein Schreiben des Arbeitgeberverbandsfür die Zivilbevölkerung erhielten, aber wir fühlten uns größere Tätigkeit zu entfalten, während der Generalstab für starke vorstandes Reserven eintritt. ant seine Mitglieder verlesen. Darin wird außerstande zuzulassen, daß Transporte von Waffen, gegeben, daß die Zahl der Streifenden nur 288 betrage, Munition, Fourage und andere militärische Bu= daß sich die Zahl derer mehre, die zur Arbeit zurückkehren und aus der fuhren durch unser Gebiet vor den Augen unserer Drganisation austreten. Weiter heißt es, die Zahl der Arbeitseingeborenen Bevölkerung gingen, wenn wir uns willigen werde sich in nächster Woche noch vermehren, da von den nicht einer Gefahr aussehen wollten, die zu übernehmen wir nicht in in die Provinz abgereisten Streifenden bereits viele zurückgekehrt der Lage waren. Bezüglich des Vorschlags, daß die deutsche Reseien, weil sie von den Fabrikanten nicht beschäftigt werden. Auch gierung die Kosten der Internierung oder Auslieferung der in die der Zuzug von nichtorganisierten Arbeitern fange an, sich zu ver Rapkolonie eintretenden Aufständischen tragen solle, sagte Mitchell: mehren. Maschinennäherinnen melden sich in großer Zahl, auch Ich für meine Person wäre dafür, einen solchen Plan zu versuchen. Um 7 Uhr abends wurde die Vorversammlung im Reglerheim Hülfsarbeiter aus anderen Berufen könnten in genügender Zahl beschafft Die Kapkolonie hat bereits große Kosten infolge des Aufstandes durch den Vorsitzenden der geschäftsführenden Ortskrantentaffe werden. Weiter wird in dem Schreiben mitgeteilt, daß der Antrag gehabt, und das zu einer Zeit, wo ihre Finanzen außerordentlich Dresden, Reichstagsabgeordneten J. Fräßdorf, mit einigen be- Landsberg: Die Arbeiter, welche bis zum 26. Juli die Bedingungen der darniederlagen. Wir haben die Hauptmasse unserer verfügbarer grüßenden Worten eröffnet. Fabrikanten nicht angenommen haben, auf weitere 6 Wochen auszusperren, militärischen Streitkräfte an die Grenze gelegt, um unsere Politik abgelehnt worden sei. Schließlich versichert der Vorstand, daß die durchzusetzen. Wir haben durchaus mit dem Wunsche gehandelt, Arbeitgeber die Streifenden nicht mehr beachten brauchen, da sie die freundlichsten Beziehungen zu den anderen europäischen Rassen ohne dieselben auskommen. aufrecht zu erhalten, aber unsere ungeheuer zahlreiche eingeborene Bevölkerung bedingt außerordentliche Vorsicht. 12. Jahresversammlung von Ortskrankenkassen im Deutschen Reiche. Dresden, den 6. August. Vorversammlung. Als Vorsitzende werden Fräßdorf- Dresden, Eichstädt- Weimar und Witti- München, als Schriftführer Sörensen- Flensburg, MagnanBerlin und Würz- Stuttgart gewählt. Die Tagesordnung wird wie folgt festgesetzt: 1. Geschäftsbericht der geschäftsführenden Kasse ans Der Inhalt dieses Schreibens wurde in der Versammlung der Streitenden als der Wahrheit nicht entsprechend dargestellt. Der Die katholischen Fachvereinler und die chriftlichen Gewerkschaftler bekämpfen sich seit nunmehr zwei Jahren mit einem so glühenden Hasse, wie man ihn zwischen den extremsten politischen Parteien in den Zeiten der höchsten Erregung nur selten erlebt hat. Ein„ Herr". Sinweis auf die aus der Provinz zurüdfehrenden Streifenden stütze| Färberei arbeiter aber erhielten überhaupt keine Antwort. Freitag den I Afford- und Lohnentschädigung wegen unberechtigter Entlassung. fich auf die Tatsache, daß von mehr als 70 Streifenden, die außer 28. Juli legten nun die Unternehmer bei den Verhandlungen mit Der Klavierarbeiter S. war gegen Affordlohn bei Buschbaum be halb Arbeit genommen haben, ganze vier wieder nach den Arbeitern einen Lohntarif vor, der angeblich in allen Verbands schäftigt. Die gesetzliche Kündigungsfrist war nicht ausgeschlossen Berlin zurückgekehrt sind. In dieser Hinsicht sei die Hoff- färbereien der Konvention Geltung haben sollte, aber nur von der worden. S. flagte beim Berliner Gewerbegericht gegen B. auf nung der Fabrikanten verfehlt. Wenn die Arbeitgeber sich auf die Hälfte der Betriebe unterzeichnet war. Diesen Lohntarif sollten nun Zahlung von 100 m., weil er am selben Tage, wo ihm ein Klavier Hülfsarbeiter verlassen, die ihnen aus anderen Berufen angeblich in die Glauchau- Meeraner Färbereiarbeiter innerhalb 18 Stunden an umbau zu diesem Preise übergeben worden wäre, entlassen sei. großer Bahl zulaufen, so tonne man das nur mit einem Lächeln nehmen, anderenfalls die Aussperrung eintreten sollte. Die Glauchau Der Beklagte wandte ein und wies durch das Zeugnis aufnehmen, denn diese Arbeitswilligen könnten die Streifenden in Meeraner Arbeiter sollten also dem Lohnsatz zustimmen, zu dem ihre feines Werkmeisters nach, daß alt die Uebergabe des feiner Weise ersetzen. Die besten Arbeitskräfte stehen im Streif, fie Kollegen in Gera- Greiz und Vogtland arbeiten sollten, wovon die neuen Affords die Bedingung geknüpft worden ist, daß würden aushalten bis ans Ende, und deshalb sei ihnen der Sieg letteren nicht die geringste Kenntnis hatten. Ein solches Verfahren der vorherige, noch nicht ganz fertige Afford so hergestellt werde, gewiß. Der Streik, der jetzt sechs Wochen währt, müsse sich in fann doch nur von der Absicht diktiert sein, die Arbeiter zu über- wie es sich gehörte. Der Gerichtshof mußte deshalb durch Beweisfurzer Zeit zugunsten der Streifenden entscheiden, und wenn die rumpeln; von Friedfertigkeit zeugt dasselbe keineswegs. Die Unter- erhebung auf die Behauptung eingehen, daß der frühere Afford Unternehmer die Lage als für die Arbeiter ungünstig darstellen, so nehmer wollen eine Machtprobe, wollen die Arbeiter sprengen und wesentliche Mängel aufweise. Der Kläger brachte die Entlassung geschehe das nur deshalb, um die Mitglieder des Arbeitgeber den Verband der Textilarbeiter vernichten. Sie werden aber ihre in Busammenhang mit der Tatsache, daß er kurz vor der Entlassung berbandes, von denen schon mancher seinen Beitritt bereut, noch Absicht nicht erreichen! fich geweigert habe, den Kündigungsausschluß vier Wochen war zusammenzuhalten. er bereits im Betriebe Surch Unterschrift anzuerkennen. Lebhaften Beifall rief die Mitteilung eines Gewerbegerichtsurteils Nach der Beweiserhebung fam der Gerichtshof unter dem aus Anlaß des Streiks hervor. Es handelt sich um den Fabrikanten Vorfiz des Magistratsrats Dr. Gerth auf Grund des Urteils der Landau, der zwei Arbeiterinnen, die nach Ablauf der von ihnen fachverständigen Beisiger zu der Ueberzeugung, daß die Arbeit des ausgesprochenen Sündigung aufhörten, die Papiere vorenthielt. Klägers, abgesehen von Kleinigkeiten, im großen und ganzen gut Landau wurde deswegen vom Gewerbegericht verurteilt, der einen Arbeiterin 24, der anderen 28 M. Schadenersatz zu zahlen. Außer- Teile der Rheinprovinz mit dem Saargebiete, in Oberschlesien und läger 60 W. zu zahlen; mit der Mehrforderung von 40 M. wurde Die katholischen Fachvereinler hausen hauptsächlich im südlichen und brauchbar gewesen sei. Der Beklagte wurde verurteilt, an den dem wurde Herrn Landau wegen seines Verhaltens vor Gericht eine in Berlin, wo auch ihre Hauptleiter: Dr. phil. Fleischer, daß Kläger nicht den vollen Affordpreis, sondern nur eine Entschädi Kläger abgewiesen. Hierzu bemerkte der Vorsitzende begründend, Ungebührstrafe von 30 M. auferlegt. Zur Tariferneuerung im Marmor- und Steinmetzgewerbe. Die Lizentiat Fournelle und Baron v. Savigny fich befinden. gung für die 14 Tage erhalten könne, während welcher er nach seiner Marmorarbeiter Berlins und Umgegend und Umgegend waren Sonntag im Die Katholischen" zählen bereits über 80 000 Mitglieder und er- eigenen Auskunft nach der Entlassung arbeitslos gewesen sei. Da Englischen Garten" versammelt, um weiter zu ihrer Lohnbewegung freuen sich der eifrigsten Förderung insbesondere durch die höhere er feinen Durchschnittswochenverdienst unbestritten auf 30 m. bcStellung zu nehmen. Seitens der Arbeitgebervertreter ist die ge- katholische Geistlichkeit und einen Teil der Bischöfe. Auf der Seite zifferte, so tämen ihm 60 M. zu. forde. Einführung der allgemeinen Lohnarbeit als undurchführbar der christlichen Gewerkschaftler stehen die einflußreichen abgelehnt worden; in denjenigen Betrieben, die mit Maschinen M. Gladbacher mit ihrem„ Volksverein für das katholische arbeiten, ist die Lohnarbeit eingeführt und wird weiter bestehen, in Deutschland". In Oberschlesien und besonders im Regierungs- Das Dienstmädchen des Dr. Kirchhof, der bei der Kaligewerkden anderen bleibt das gemischte Arbeitssystem wie bisher. Die bezirk Trier steht sich die katholische Geistlichkeitschaft Einigkeit bei Fallersleben angestellt ist, hatte den Herrn auf verlangte Verkürzung der Arbeitszeit auf 8 Stunden täglich fand in zwei Lagern gegenüber, wobei die Fachvereinler Lohnentschädigung verklagt wegen unberechtigter Entlassung. Auf bt bie Zustimmung der Vertreter der Arbeitgeber; auf eine Gespstündige würde man sich schon einlassen. Dagegen find infofern Oberwasser haben, als der Trierer Bischof Dr. Korum die Vorladung des Schiedsrichters zum Termine schrieb Dr. Kirchzu di Lohnforderungen im großen und ganzen nicht bean- für fie ist und sie an den vielen Blättern des Zeitungstapitalisten hof, wie der" Volkswille" berichten kann, diesen Brief: Sand zum Teil als gerechtfertigt anerkannt worden. Die Ver- Kaplan Dasbach eine wirksame Stütze haben. Die Versamm- Gewerkschaft Einigkeit. im flagten beschlossen, an der Verkürzung der Arbeitszeit auf lungen, in denen die beiden Richtungen aufeinanderstoßen, verlaufen Ehmen b. Fallersleben, 7. 6. 05. sämtli inden in Anbetracht ihres ungesunden Berufes un- meist im Stile des Dreschgrafen Büdler. Die auf Herrn Herm. Schmidt, Schiedsrichter! fein bangt festzuhalten; auch die Lohnforderungen angesichts der feiten der Fachvereinler stehenden Pfarrer treiben den Ihrer Aufforderung, heute um 12 Uhr bei Ihnen zu erscheinen er ar Konjunktur um so mehr vollständig aufrecht zu erhalten, als in ( folgt der Name Christlichen" die Säle ab, lassen ihnen die Verbrauche ich wohl nunmehr, d. h. da die Herzen Betrieben bereits statt der geforderten 75 Pf. Stundenlohn ammlungsplafate überlieben, berufen zur nämlichen des Dienstmädchens) nicht mehr in Fallersleben anfäffig iſt- fie ( den Steinmeßen) gezahlt werden. Ferner ist beschlossen wurde von mir am Montag herausgeschmissen, nicht mehr nachen, Ueberstundenarbeit während der Lohnbewegung abzulehnen. Stunde Gegenversammlungen ein und haben sogar in einzelnen zukommen. Reber die Forderung der allgemeinen Einführung der Lohnarbeit Fällen von der Kanzel herab vor dem Besuche jener Ver Es würde mich intereffieren, zu erfahren, wann das Frauenund Abschaffung der Affordarbeit wird eine geheime Ab- sammlungen gewarnt. zimmer bei Ihnen war, da ich ihr ausdrücklich befohlen hatte, feinen stimmung durch Stimmzettel angenommen; diese ergab, daß Die„ Neunkirchner Volksztg." hat fürzlich behauptet, der Pfarr- Schritt aus dem Hause zu tun ohne meine Erlaubnis. Schreiben atch von 137 abgegebenen Stimmen 46 für die allgemeine vikar Müller in Hangard set wegen seiner Begünstigung der christ- Sie mir bitte hinunter und teilen Sie mir auch mit, was das Best Einführung der Lohnarbeit erklärten, während 87 für die lichen Gewerkschaften strafversett worden in eine Gegend, von mir wollte. Beibehaltung der Affordarbeit und 3 Stimmen ungültig wo es gar keine gewerblichen Arbeiter gibt. Die Saar- Post", ein Schönen Dank im voraus. waren. Da jedoch ein neuer Affordtarif noch nicht aufgestellt war. Sentrumsblatt, das auf seiten der„ Christlichen" steht, wirft der so wurde in die Beratung desselben eingetreten. Die Beschlüsse sowie der neue Affordtarif sollten sodann vor dem Gewerbegericht Dasbachschen Landeszeitung" eine felten nichtsnußige" Montag mittag zwischen den beiderseitigen Kommissionen zur Ver- Kampfesweise vor, und diese suche sie in der perfidesten Weise" handlung gestellt werden. Die Arbeitgeber- Bertreter erklärten jedoch herabzusetzen; das Blatt wendet sich von dem Dasbachschen Preßim Termin, daß ihnen die Beschlüsse zu spät zugegangen feien, um erzeugnis ab mit einem Gefühl des Widerwillens", das zum Teil darüber verhandeln zu können. Daher ist ein neuer Termin an- physischer Natur fei. beraumt, in welchem die Parteien zunächst unter sich verhandeln werden. Später wird der Magistratsrat Herr v. Schulz den Vorsit führen, Achtung, Kleber! Die Firma 2. Gronau ist wegen fortgefekter Tarif durchbrechungen und, nachdem jede Verhandlung mit der Achtzehner- Kommiffion abgelehnt wurde,' gesperrt! In Betracht kommen borläufig folgende Bauten: Friedenau, Stembrandtstr. 17 und Kaifer Die Achtzehner- Kommission. Deutfches Reich. Allee 102. Der Bauarbeiterstreit in Effen. " " .. Hochachtungsvoll Verfammlungen. Dr. Kirchhof. Victoria, Allgemeine Versicherungs- Aktiengesellschaft. Das in Christo stattgefunden, wobei es zu so tumultuarischen Auftritten gehülfen und-Gehülfinnen Deutschlands bereits im Juli d. J. ver Kürzlich hat in Breslau ebenfalls ein Zusammenstoß der Brüder soziale Elend, unter dem die faufmännischen Angestellten der " Bictoria" leiden, hatte den Zentralverband der Handlungs gekommen ist, daß die katholische Neisser Zeitung" von einer anlagt, eine öffentliche Versammlung zur Besprechung der Miß" Räubershnode" redete. Von der Saar wird aber der Kölnischen stände einzuberufen. Infolge dieser Versammlung gingen dem Volkszeitung", dem rheinischen Zentrumsblatte, jetzt geschrieben, daß Zentralverbande aus den Reihen der kaufmännischen Angestellten man dort noch ganz andere Dinge gewöhnt" sei. In im Verlaufe der letzten Wochen so bewegliche Klagen über die Ge Eppelborn habe Dechant( Oberpfarrer) Hansen einer Versammlung haltsverhältnisse und sonstigen Mißstände in der„ Victoria" zu, daß präsidiert, worin die Sache der chriftlichen Gewerkschaften gebrand- fich der Verband veranlaßt sah, zum vorigen Dienstag eine zweite markt wurde als religions- und staatsgefährlich, irre- große öffentliche Versammlung nach den Arminhallen einzuberufen, führend und zwecklos. Der anwesende christliche Gewerkschaftssekretär in der Martin Meyer über:" Die soziale Lage der kaufmännischen Angestellten in der Versicherungsgesellschaft Victoria" sprach. Die Süstes sei als 2gner und bezahlter Phrasen Angestellten waren zahlreich erschienen und unterstützten durch leb= Effen, den 7. August 1905.( Privatdepesche des Vorwärts"). brescher hingestellt worden, und als der Geschmähte sich zum hafte Beifallsbezeugungen die Ausführungen, die der Referent an Die Streiffeitung der Bauarbeiter hat heute bekannt gemacht: In Wort meldete, habe Dechant Hansen es ihm verweigert. Als Hand eines erdrückenden Materials machte. Der Redner geißelte Verfolg des Beschlusses der Versammlung vom 3. August bestimmt Herr Hüskes auf seine Eigenschaft als katholischer Arbeiter hinwies, zunächst die Behandlung, die verschiedene Dezernenten und andere die Streifleitung nunmehr, daß am Dienstag, dem S. August, ber als Lügner hingestellt sei und sich doch verteidigen müsse, habe Vorgesetzte den Angestellten zuteil werden lassen. Rechne man hinzu morgens 27 Uhr bei 16 Unternehmern die Arbeit eingestellt wird. der Geistliche gedroht, die Versammlung aufzulösen, wenn üstes die übermäßige Ausnutzung der Arbeitskräfte, die es fast zur Regel Die Arbeit ist von allen Kollegen, ohne Ausnahme, niederzulegen. auf seinem Wunsch bestehe. werden läßt, daß in freiwilliger unbezahlter Hausarbeit das nachWer weiter arbeitet, begeht einen Werrat an seinen eigenen Inter- Weiter berichtet die Kölnische Boltszeitung": Ein gewiffer geholt wird, was innerhalb der Geschäftsstunden zu bewältigen ein essen. Bis jetzt ist die Zahl der Streitbrecher so gering, daß die Weyland habe, um den christlichen Gewerkschaftssekretär Buch- Ding der Unmöglichkeit ist, so könne man nicht mehr von Angestellten, Buchsondern nur von Lohnstlaven sprechen. Zum Beweise dafür, daß Effener Kollegen mit Recht auf einen vollständigen Sieg rechnen heit bei den katholischen Arbeitern unmöglich zu machen, dieſem System in dieser Ausnutzung liege, verwies der Referent auf ein können, Ferner fordert die Streilleitung die Poliere auf, sich mit die Worte unterschoben:" Die Pfaffen gehören in die Kirche." geheimes Rundschreiben, das die Verfügung enthält, Angestellte bis den Arbeitern folidarisch zu erklären, denn die Erfolge des Lohn- Jetzt aber gibt dieser Weyland die Erklärung ab, daß die Worte zu 20 Jahren Lehrlingen gleich zu achten. Urlaub wird den tampfes kommen auch ihnen zugute. Die Poliere sollen den Stampf von dem Beschuldigten nie gebraucht geworden seien; er habe die Angestellten nur höchft mangelhaft erteilt. So besteht beispielsweise dadurch, daß sie die Arbeiten, die sonst von den Streifenden gemacht Aeußerung unter dem Einfluß von Leuten frei er die Vorschrift, daß den Angestellten der 4. und 5. Gehaltsklasse, die werden, verrichten, nicht noch erschweren. funden, die den christlichen Gewerkschaften feind das Gros des Personals bilden, erst nach fünfjähriger Tätigkeit lich gegenüberstehen; Pfarrer Stein und Rektor Urlaub auf Antrag erteilt werden darf. In diesen Klassen beträgt das Gehalt 75 bezw. 100 M. plus 8%. Proz. Wohnungsgeldzuschuß. Treis hätten ebenfalls auf ihn in diesem Sinne Ein sehr großer Teil der Angestellten erreicht noch nicht einmal eingewirkt. Ein Streit der Bauarbeiter ist in Krefeld ausgebrochen, nachdiesen Gehaltssag, sondern muß sich, wie beispielsweise im Voltsversicherungsbureau, mit Durchschnittsentlohnungen von 50 M. dem die Verhandlungen um einen Tarif, die sich wochenlang hin monatlich zufrieden geben. Der Referent wies zum Schluß seiner gezogen haben, von den Unternehmern plöglich abgebrochen worden Ausführungen darauf hin, daß in den Bilanzen der Victoria" als find. Die Forderung der Streitenden, ein Minimallohn für Maurer bon 52 und für Hülfsarbeiter von 42 Pf. und eine Erhöhung des ein wesentlicher Faktor die Wolfsversicherung figuriere, die ihre Millionengewinne aus den Arbeiterkreisen einheimst. Wenn die felben vom 1. Mai 1906 ab um 3 Pf. pro Stunde, schien den Unternehmern unannehmbar. Und doch sind diese Forderungen in Antralverband der Handlungsgehülfen und Gehülfinnen zusammenbetracht der Verhältnisse in Strefeld, hohe Mieten und Lebensmittel- Breffe" geht uns nachstehendes zu: preise, sehr bescheiden zu nennen. Von seiten der Unternehmer, die sich beschlössen, dem einzigen Handlungsgehülfen- Verbande, der auf dem sonders an dem Minimallohn stoßen, wird ein Stundenlohn für Maurer von 48 bis 50 und für Sülfsarbeiter ein solcher von 36 bis 38 Angestellten zu finden wären. Was das heißt, würde die„ Victoria" Pf. In Berliner Blättern befand sich fürzlich eine Notiz, wo- Boden der modernen Arbeiterbewegung steht, so könnten sie sicher geboten. Der Streit wird auf alle Fälle an Ausdehnung gewinnen. nach die beschlossene Auflösung der„ Allgemeinen Ortskranken- fein, daß die Arbeiter mit ihren Sympathien auf der Seite der Borläufig find zirka 400 Personen beteiligt. Die Situation ist faffe in Brandenburg a. H." bezeichnend fein soll für die dann noch an sich erfahren können. In der Diskussion machten insofern für die Streifenden günstig, als feine Streitbrecher dort Wirtschaft in den sozialdemokratisch geleiteten Krankenkassen. verschiedene der besser bezahlten Angestellten der" Victoria" noch find. Die Christlichen haben sich mit den Streifenden solidarisch er- Diese Notiz entbehrt jeglicher Berechtigung, denn die be- den Versuch, die Ausführungen des Referenten durch Bemängelung tlärt und dann kommt hinzu, daß der Neubau der Kaserne schleunigft zeichnete Stasse hat niemals unter sozialdemokratischer Leitung einiger Nebensächlichkeiten zu entkräften. Jedoch vergeblich, denn fertiggestellt werden muß, weil zum Frühjahr nächsten Jahres die gestanden. Der Posten des ersten Vorsitzenden ist stets von die Aufforderung des Versammlungsleiters Friedländer zum Anberühmten Tanzhusaren einziehen sollen. einem Arbeitgeber befleidet worden, niemals aber von einem schluß an den Bentralverband wurde mit lebhaftem Beifall aufSozialdemokraten. Arbeitgeber wie Arbeitnehmer haben sich genommen. redlich um das Wohl der Stasse bemüht, und die Beschlüsse In Bochum haben bercita 8 und in Essen 5 Firmen bie Forderungen anerkannt. Zum Kampf in der Textilindustrie. Aus Gera schreibt man uns: Da mokiert sich die Zentrumspresse über den„ Ton" in der fozialdemokratischen Partei! Soziales. " Zu dem Krankenkassen- Schwindel der Freien Deutschen Angestellten sich zur Aufbefferung ihrer sozialen Lage in den BenErklärung. Die tapitalistische Presse bemüht sich, dem Tertilarbeiter Verband des Vorstandes sind in der Regel mit Einstimmigkeit gefaßt alle Schuld an der Aussperre zuzuſchteben. Diefer habe die Lohn- worden. Die Auflöſung der Staffe ist nicht auf ungeordnete Letzte Nachrichten und Depeschen. bewegung der Färbereiarbeiter in Glauchau- Meerane zu einer M a dy t- Verhältnisse, sondern auf die übergroße Belastung durch überprobe gestaltet durch die Forderung, daß die Unternehmer nur wiegend weibliche und alternde Mitglieder zurückzuführen. mit dem Verbande verhandeln dürften. Diesem fügnerischen Ges bahren gegenüber sei auf die Tatsachen hingewiefen. Brandenburg a. H., 5. August 1905. Der Vorstand der Allgemeinen Ortskrankenkasse. Martin Raschig, Fabrikbesiger und Vorsitzender der Kasse. Der Bichwucher. Bom oftafiatischen Kriegsschauplah. " Tokio, 7. Auguft.( Meldung des Reuterschen Bureaus.) Die " Bahan" soft ungefähr am 15. 5. M. von Port Arthur nach Japan geschleppt werden. Die" Poltava" und die Beresojet" sollen eine Woche später unter eigenem Dampf folgen. Es heißt, die Russen legten starte Befestigungen an der Mündung des Amur an; und eine gemischte Division würde von Chabarows! nach Nikolajewsk geschickt, um die Beseßungen der dort gelegenen Orte zu verstärken. Es verlautet, daß in den Mündungsläufen des Amur Minen lägen. Die Bersammlungen der streifenden Arbeiter von Glauchau und Meerane haben das Angebot der Färbereitonvention abgelehnt nicht weil dasselbe ohne Mitwirkung der Verbandsvertreter zustande gekommen, sondern weil die Zugeständnisse zu minimale waren. Es wird immer behauptet, die Färbereibefizer hätten einen MinimalJohn von 14 M. für erwachsene männliche Arbeiter angeboten. Da s Die Fleischerinnung in Hannover Hat beschlossen: ist durchaus nicht richtig. Diesen Lohnjatz wollten die Die freie Fleischerinmung zu Hannover ist nach eingehender Eisenbahnunglüd. Barone vom Farbebottich erst zahlen, wenn ein Arbeiter sechs Besprechung in der am 2. August er. stattgefundenen ordentlichen Spremberg, 7. August. Der„ Cpremberger Anzeiger" meldet: Monate im Betriebe ist; vorher sollten 10 Broz. weniger, Junungsversammlung der Ueberzeugung, daß die augenblicklichen im ganzen also 12,60 m. gezahlt werden. Man kann also nicht Fleischpreise in feinem Verhältnis zu den schon seit Monaten herr- Der hier um 5 Uhr 40 Min. nachmittags abgesendete Schnellzug von 14 M. Minimallohn reden, sondern nur von einem solchen schenden hohen Biehpreisen stehen. Sie ist der weiteren Ueberzeugung, rannte 20 Minuten von Spremberg entfert bei Bude 7 auf einen daß die am 1. April 1906 in Kraft tretenden erhöhten Zollsäge für von Görlitz kommenden Nachzug. Beide Lokomotiven liegen zerbon 12,60 m. Bei den Verhandlungen in Glauchau wollten die Färberei ausländisches Schlachtvieh die Schlachtvichpreise noch steigern werden, trümmert neben dem Bahndamm. Die ersten beiben Wagen des Konvention und der Webereiverband mittels eines schlauen Tricks die und gibt ihrem Bedauern darüber Ausdruck, daß die Regierung dem Berliner Buges sind vollständig ineinander gefahren und sämtliche Lohnbewegung aller Branchen erledigen. Die Färberei- Arbeiter in Notstande nach Schlachtvieh nicht durch Oeffnung der Grenzen für Passagiere sind entweder schwer verletzt oder tot. Bis jetzt( 11 Uhr Gera- Greiz und im Vogtland hatten im Januar ds. Js. Forde- dasselbe nach Schlachthöfen mit direfter Bahnverbindung zur fo- abends) find 7 Leichen geborgen. 6 Schwerverlette sind mittels rungen auf Lohnerhöhungen an die Unternehmer eingereicht mit dem fortigen Abschlachtung unter Beobachtung der fanitären Vorschriften Krantenzuges nach Rottbus übergeführt. An der Freilegung ber Ersuchen, bis Mitte Mai eine Antwort zu geben, den Tarif aber mit abzuhelfen jucht. Gleichzeitig lehnt das Fleischergewerbe die noch zwischen den Trümmern liegenden Toten eines Wagens mit bem 1. Oftober in Kraft zu feßen. Der Deutsche Textilarbeiter Schuld an etwaiger Erhöhung der Fleischpreise für die Zukunft ab, erster und zweiter Klaffe ist die hiesige Turner- Feuerwehr beschäftigt. Verband erhielt auf wiederholte Anfrage die Antwort, daß die da eine etwaige Erhöhung derselben nur durch die stetig steigenden Die Zahl der Toten ist noch nicht festgestellt, soll aber zwanzig betragen. Von Spremberg waren 4 Aerzte an der Unfallstelle. Färbereitonvention prinzipiell mit dem Verbande nicht verhandele. Die Viehpreise bedingt wird." Berantwo. Redakteur: Paul Büttner, Berlin. Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin, Drud u. Berlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Gierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Nr. . 183. 22. Jahrgang 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Für die Opfer des russischen Befreiungskampfes find folgende weitere Beiträge eingegangen: 12812 durch Nurjahn 8,95. $ Dienstag, 8. Auguft 1905. 5621 15,35; 5622 16,70; 5628 9,60; 5624 13,85; 5625 3,75; 5631 Deutsche am Parteivorstand liegen, die Sache weiter zu fördern und so zu Telephongesellschaft, Abt. Schraubendreherei 17,45; 5634 Steinmeße der gestalten, daß die Altenburger Genossen definitiv zustimmen können. Deutschen Steinindustrie 11,50; 5635 Medizinisches Warenhaus 8,85; 5637 Bei der Wahl des Landesvorstandes lehnte Genosse Stücklen 9,90; 5638 7,30; 5645 13,-; 5647 26,85; 5649 14,80; 5653 13,60; eine Wiederwahl ab, weil er gedenke, Altenburg demnächst zu ver5668' 8,65; 5670 Deutsche Waffen- u. Munitionsfabrik, bt. Wild 800 lassen und eine andere Parteistellung anzunehmen. 5672 10,50; 5673 12,95; 5694 8,20; 5696 22,45; 5599 5,70; 11,75; 5734 Deutsche Waffen- und Munitionsfabrik 27,95; desgl. 27,70; 3654 " " 5,10 of, 23 128 Der Man Arnstadt( Thür.) Wahlverein 30,-; Altona, Dr. H. 10,-; Arosa, ein 5721 9. 28. 15,25; 5723 Deutsche Waffen- und Munitionsfabrik. Abt. Drban Bum Organisationsstatut beschloß der sozialdemokratische Verein Franzose und eine Franzöfin ihren russischen Brüdern durch ihre deutschen 9,90; 5726 10,60; 5730 Deutsche Waffen, und Munitionsfabri8502731 in Stiel außer einigen weniger wesentlichen Aenderungen die Zu18878 Berlin, 100 free: 2. Streis 459,60; aut giften 1541110, 5738 6,30; 5742 14,50; 5713 37,80; 5777 4,75; 5780 6,20; 5789 21. G.- 8. lassung nur des Vorstandes der Reichstagsfraktion zum Parteitage 15378 11,- 15402 20,65; 15414 12,45; 15430 5,30; 15771, Tischlerei Abt. Gauer 30,- 5793 9,35; 5794 25,15; 5795 14,10; 5797 16,35; zu beantragen. Dem Parteitage soll ferner die Wahl des ganzen Start Müller, Köpniderſtr. 109a 22,25; 15778, Tischleret Brandt, Urbanstraße 5798 Qubwig Rome, Gießerei 24,50; 5799 besgl. 10,60; 5800 desgl. 5,50; Parteivorstandes übertragen werden. Die Berufung eines außer 5,30; 15536, Geschäftspersonal Dunsty 14,45; Tischlerei Siemens u. Salste, 5801 besgl. 19,25; 5806 17,75; 5811 3,80; 5812 2,60; 5813 7,20; ordentlichen Parteitages für den Fall, daß der Vorstand dies verWerner- Werte 22,35; 15540 19,80; 15554, Galanteriewarenfabrik Bunte 9,75; 5816-70; 5823 2,95; 5840 17,85; von den Stoflegen der Rinne- Motoren weigert, soll der Kontrollkommission übertragen werden und nicht, 15555, Tischlerei Louis Vetri 7,85; 15313 26,20; 15314 17,15; 15315 13,40; gesellschaft 35,55; Schönhauser Vorstadt: 3550 7,35; 3556 10,35 wie es im Entwurf heißt, der Reichstagsfraktion. 15336 13,60; 15367, Schriftgießerei Berthold 6,25; 15368, desgl. 15-3557 14,70; 8558 7,81; 3559 2,50; 3562 5,20; 3563 6,70; 3564 9,05; 15369, besgl. 14,55; 15018 7,60; 15027 10,70; 15028 9,50; 15029 12, 15040, Tischlerei Sauerwein, Belle Allianceftr. 84 11,65; 15058, Bautischlerei 3578 5,65; 3600 4,-; 3603 8,95; 3604 1,90; 3611 1,25; 3614 14,90; Wahlkreiskonferenz, die am 20. August in Witten stattfindet, und 3565 14,80; 3566 8,85; 3568 9,80; 3569 10,05; 3570 5,65; 3571 5,10; Eine Parteibezirksversammlung für Bochum nahm Stellung zur Plagemann, Belle Allianceftr. 84 11,40; 15401 12,15; 15405 15,80; 3615 5,15; 3,25; 2625 15,30; 3631 11,85; 3647 15406 13,85; 15413, Buchdruckerei Otto von Holten 13,20; 15427, 3652 13,80 13,80 zum Jenaer Parteitag. An die Wahlkreiskonferenz wurde der Antrag 15439 17,70; 3679 7,-; 3671 Fabrik Müller, 15,60; 3669 3,-; 3677 3676 10,90; Blücherstraße 12,45; 15188 12,20; 15440 14,05; 3683 15456 12,80. 7,70; 4. Streis Dit 750, 8,80; 3701 6,55 gestellt, einen einheitlichen Wahlverein für den ganzen Wahlkreis ( darunter Puter 5,10; 3685 8,50; 3690 folonne Stüßner 10,-; von den Arbeitern der Pianofabrit Thaer- 3730 9,15; 3735 3,75; 3739 3702 7,40; 3703 6,20; 3705 4,65; 3706 1,85; 3714 4,65 einzuführen, die heute schon in 10 Ortschaften bestehenden sozialstraße 5 6,-; Möbelpolierer von Klug, Warschauerstraße 19,05; desgl Werkstatt Weber u. 6,70; 3791 8,-; 3903 Mechanische demokratischen Vereine in Mitgliedschaften umzuwandeln. An den 2. Rate 18,-; Tischlerei Sänger, Mauerstraße 9,50; desgl. Huß 9,55 fabrit H. Bernert 17,20; 3933 Haris u. Schelden 18,; 3952 5,40; 3953 Organisationsstatuts soll dahin geändert werden, daß von DrtsHampel 18,50; 3911 5,95; 3915 Stempel Barteitag wurde ein Antrag gestellt,§ 10 des vorgeschlagenen Möbelfabrit Stern 18,55; Werkstatt Bach u. Söhne 9,-; Mechanik- Fabrit D. Köhler, Oberer Saal 13,20; Bohrer Saal 7,75; Bau Alexandrinen- 7,20; 3962 Maschinenfabrit Balisch 12,85; 3967 8,45; 3986 durch Holzgräber einnahme mur 20 Broz, anstatt wie vorgeschlagen, 25 Bro, an den ftraße 135/36 13,75; Bau Mariendorferweg, Rirdorf, Arbeiter und Maurer 12,50; 3987 besgl. 4,95; 6405 Schuhfabrit. Klaus 8,65; 6407 3,-; 6426 Parteivorstand abgeführt werden. Weiter wurde folgender Antrag 12,50; desgl. 2. Rate 17; 3. C. Pfaff, Saal IV 11,25; Berkstatt Stutulena 6,85: 6009 9,58; 6011 Start Stiefne 12,45; 6014 5,25; 6017 6,80; 6019 6,75; einstimmig angenommen: 8,55; 6432 durch Puschel 16,20; Sechsertasse Haris u. Schelden 10,: 6008 12,-, 4. Streis Südost 1500,-( darunter Lifte: 12 001-12 014, 12 606 6022 7,60; 6024 4,40; 6026 20,75; 6028 9,25; 6029 6,85; 6032 8,- 6034 Der Parteitag wolle beschließen, daß sämtliche Parteiangestellte Pianofabrik von Bechstein, Grünauerstraße 100,50); 12 011 und 12 020 5,05; 6037 Bautischlerei. Stuffin 6,30; 6088 6,75; 6072 6,80; 6080 Gin- fotie die Angestellten der Pianofabrit von Hirschfeld, 1. und 2. Rate 11, 12 012 Slaviaturfabrit seher b. S. Weiß 12,80; 6082 6,10; 6084 Maurer d. Graffom 8,15; 6085 fchaften, Gewerkschaften und Genossenvon Bernide 13,25; 12 013 Frübfonzert vom 2. Pfingstfeiertag bei Joël Tischlerei der Firma Hülsenbeck Kroll u. Co. Saal III 8,35; 6090 2,75; berpflichtet sind, ihr 8,15; 6085 fchaften, die sich zur sozialdemokratischen Partei betencer. 11,40; 12 021 Tapezierer von Equiz, Frankfurterstr. 125 2,50; 12 035 bon 6096 Landpartie Otto Maaß u. Radifchat d. Lüdedi 7,10; 6097 Schwarz. am ersten Mai der Parteikasse zu überweisen. Referate amg. 6865 Einkommen an Gehalt oder den Arbeitern der Firma Jachmann, 2. State 35,90; 12 251 ges. bei der opff- Wildau d. Lüdedi 12,05; 6111 16,25; 6113 3,10; 6114 4,80; 6115 Mai dürfen nicht vergütet werden, dahingegen sind aber inder. Firma Stern, Seliger u. Co., Möbelfabrik 23,30; 12 703 Tischlerei von 14,70; 6116 3,-; 6117 10,75; 6118 17,10; 6120 Becker 4,50; 12 503 Prächtel, Boedhstr. 25 8,80; 12 505 Crall, Boechstr. 25 6,10; 17,15; 6122 8,75; 6124 7,85; 6126 4,-; 3,75; 6121 12 511 Weichbrodt u. Friedrich 11,10; 12513 Erich u. Gräb d. Jüttner 12,10; 6127 2,30; 6128 4,85 die am ersten Mai nicht die Arbeit ruhen lassen können, ei Dalldor auslagen zu erstatten. Weiter sollen auch diejenigen Barte tänner, 6129 3,05; 6130 3,80; 6141 4,50; 6142 16,-; 6146 6,75; 12514 burch Voß 14,75; 12628 Emmerich u. Schöning 9,15; 12755 a 6148 Stodfabrit E. Noa, Lifte 2 7,60; 6149 12,45; 6163 22,95; 6164 3,60 ihres Verdienstes an die Parteikasse abführen. Die so aufgener uni schinenarbeiter von Söhn, Reichenbergerstr. 57 6,60; 12814 ofbuchdruckerei 6175 durch Hilden 6,15; 6180 besgl. 6,20; 6181 2,65; 6183 2,50; 6184 Gelder find zur Unterstützung geschädigter Parteigenossen Männer bon W. Greve 22,85; 12829 Schleiferei von Müller, Cuvryftr. 23 13,55; 6,65; 6187 3,25; 6188 5,10; 6189 6,05; 6191 4,75; 6192 Stabelwert teiligung am ersten Mai zu verwenden." 12833 A. E. G., Aderstraße, Werkzeugbau, Saal I 12,35; 12901 Werkstatt Oberspree, Saal 26 8,55; 6193 12,85; 6198 12,45; 6200 9,50; 6202 6,50; von Schirrmeister 11,20; 12902 Bau Dönhoffsplay, Lachmann u. Bauber 6203 1,65; 6204 7,95; 6205 5,25; 6206 2,30; 6207 1,85; 6233 8,85 16,70; 12903 Buchdruderei von unstein u. Co., Buchbinderei- Abt. 6,75; 6242 10,30; 6247 4,50; 6248 9,05; 6252 9,25; 6270 9,45; 6272 9,-; 12947 Gesammelt in der Möbelfabrit v. Kißling, Waldemarstr. 59 inklusive 6273 9,05; 6278 6,60. Hus Industrie und und Bandel. 10,- aus der Prozentkaffe 28,45; 12880 Tischlerei von Hülfenbeck, Saal II 12,50; Berlin, diverse Beiträge: von den Tischlern der Firma Dibbelt 13107 Gesammelt bei Gäbert, Sophienſtr. 16,60; 13111 Stadt- u. Rothe, 2. State 7,85; Bierprozente der Tischler Scherler, HolzmarktDas Pariser Warenhaus„ Le Printemps" wird durch den Zubezirk 99 13,80; 13132 durch Fiebig 3,80; 13183 durch Duaft, Büdlerstr. 13 straße 5'13,65; Hülfsarbeiter der Werkabteilung der Buchdruckerei des fammenbruch der Zuckerspekulationen seines Direktors Jules Jaluzot 9,65; 13135 durch Wenzel 9,10; 13149 Tischlerei von Neumann u. Bunar 14,80; 18151 Stadtbezirt 101 11,20; 18166 b. Fröhlich 5,45; 13187 Gel.Borwärrs", 2. Rate 5,-; von den Stollegen der Tischlerei Gurisch, Große nach neueren Bariser Meldungen weit stärker in Mitleidenschaft gebei Gäbert, Sophienstraße 5,05; 18189 Deutsche Telephonwerte, Saal 10 79,20; ges. von den Patienten der A. E.-. in Sadowa 11,70; Werkstatt Unternehmen bis zum Betrage von 12 Millionen Frank an seinen Frankfurterstr. 16 11,05; Buchdruckerei Julius Sittenfeld gef. vom Bersonal zogen, als bisher angenommen wurde, denn Jaluzot hat dieses 26,20; 13192 Gäbert, Sophienstraße 6,75; 13193 besgl. 6,30; 13194 desgl. Paul Hiller, Frankfurter Allee 130 10,-; Tischlerei Heyn, Wrangelstraße 3,- Spekulationen engagiert. Zuerst war Jaluzot, der jetzt über 70 Jahre 6,05; 13205 Stadtbezirt 101 10,-; 13383faff, Saal 3 bom Bersonal der Tischlerei Neichel u. Co., Immanueltirchstr. 6 20,-; von 23,70; 13337 desgleichen, Saal 2 11,60; 13371 Tischlerei bon Beder ut. Co., Blumenstr. 77 16,15; 13560 Telegraphenbau- Anstalt, 1 Roten aus einem tgl. Institut 5,-; B. Eckerts 9,-; Bersonal v. Emil alt ist, sinter der Mitbegründer des Warenbazars Bon Marché", den C. Lorenz 5,80; 13617 Bautischlerei von Lübke, Brigerstr. 8 12,-; 13620 Billig, 2. Rate 6,85; Vorwärts" Druderei, Bertabt., 2. State 30,-; 1. und er jedoch bald mit einem Vermögen von 250000 Frank verließ, um in das Arbeiter der Firma Starpenter u. Schulze 10,70 13626 Schraubendreherei Revolverklub 6,75; Berein der Rohrer Berlins u. Umgeg. u. 1,40 von zwei Jnhaberin, eine Witwe Boucicault, er heiratete. Unter feiner Leitung 4. Et., Bildhauer u. Maschinenb. d. Fa. Gebr. Faul, Monumentenstr., 3. t. 21,65; damals noch recht bescheidene Warenhaus, Printemps" einzutreten, dessen von Lüben u. Busse 8,10; 13637 Arbeiter der Gesellschaft für Eisenbahn- Sünden Bädern Sa. 11,40; Sammlung d. Bauhandwerker im Restaurant nahm dieses Unternehmen einen raschen Aufschwung, dank dem Oberbauausführungen 14,-; 13673 Bautischlerei von Bartsch, Borhagener. Edstein, Strefelderstr. 5 7,86; die Ausschußkasse der Gummifabrik, Stabelwert von Jaluzot sehr geschickt entwidelten Reflamesystem. straße 26 15,- 12015 Tischlerei von Lur u. Engbrecht 10,25; 12022-12082 Oberspree 50,-; von den Maurern v. Friedrichsberg 6,-; Ueberschuß v. b." Printemps" wurde bald durch eine Feuersbrunst zerstört, erstand gesammelt b. Bechstein, Grünauerstraße, 2. Rate 82,55; 12107. Tischlerei Dampferpartie der Maurer des Dftens 41,-; gef. in Redaktion, Expedition aber sofort wieder in seinem jezigen großen Umfang. b. Baumann u. Hoffmann 10,10; 12114 Tischlerei v. Schwarz u. Fröhlich 12,40; und Buchhandlung des Vorwärts" 60,50; Buchdruckerei- Hülfsarbeiter der 12163, 12169 u. 12170 burch Günther von den Arbeitern 5. elektrotechnischen Bertabt. b." Vorwärts" 5,-; Brandenburg a. H., Soziald. Berein 100,-; pflegte damals, wie die Frankf. 8tg." erzählt, Jaluzot wegen Fabrit b. Groß u. Graf 32,45; 12302 durch Hausdörfer 8,35; 12304 durch Breslau, ges, durch die Redaktion der Boltsmacht" 3. State 100,-; Breslau diefer glänzenden Wiederauferstehung ironisch zu beglückwünschen, 23ert 8,50; 12306 durch Lange 6,65; 12307 burch Last 1,95; 12308 burch besgl. 4. State 170,- Bayreuth, ges. von den Genossen beim 20 jährigen worauf er in ungetrübter Verwunderung seinen Regenschirm Holzwarth 6,05; 12436 Neubau Burgall u. Martin, Simondachstraße 6,20; Stiftungsfeste des Soziald. Vereins 20,-; Breslau, gej. durch die Redaktion unterm Arm hervorzog und antwortete: das ist alles, was 12562 23. Menzel, Planofabrit 24,25; 12672 Stn. Dspr. Gummifabril, der„ Boltsmacht" 5. Rate 140,-; Düsseldorf, soziald. Verein d. Auerbach ich gerettet habe. Gaal 26 u. 27 21,40; 12722 Bersonal d. Steinbruderei v. 23. Grewe 5,4575,-; Friebenau, G. D. 3; Flensburg, soziald. Berein 1. State wörtlich geworden. Den neuen Printemps" konstituierte Jaluzot als Der Negenschirm Jaluzots ist seitdem sprich 12709 b. d. Angestellten der Firma Brettschneider u. Groffer 20,-12757 100,--; Halberstadt Dschersleben Wernigerode, Wahlkreis 100, durch Präfer, Wienerstr. 5,25; 12881, 12882 u. 12883 Radiererei b. S. u. H. fozialdemokratischer Verein 23. 23. Ber! 13,95; 13621 durch Thaeder, Anilinfabrit 8,10; 13625 v. Bau 121,20; Königsfeld 5,-; Kiel, Deutscher Metalarbeiterverband, Ber- den Betrieb einer wenig bedeutenden Zuckersiederei unternahm. Als 25,- Johanngeorgenstadt, Wahlverein Aktiengesellschaft; bald gründete er auch eine Société agricole, die Weser- u. Wildenbruchstr. 4,05; 13630 Schmiede d. Fa. C. Beermann 6,20; waltungsstelle Stiel u. Umgeg. aus der Lokaltasse der Former 100,-" Präsident" dieser Gesellschaft griff Jaluzot dann in die Zucker6. Streis 4925,86 auf Riften gesammelt: Gesundbrunnen: 1. Mate 650,-; Leipzig desgl. 2. Nate 100,- Neuenhagen u. Umgegend, männischer Berechnung gemein hatte. Stiel, v. d. Schneidern d. Fa. G. B. u. S. 25,50; Leipzig, Boltszeitung", spekulation ein mit einer Verwegenheit, die nichts mehr mit taufLifte 3001 9,40; 3003 4,80; 8008 6,50; 3009 17,40; 3133 35,50; 3140 11,10; Soziald. Verein 16,85; Neumünster 120,-; Dberlangenbielau, Berein 50, 3141 8,-; 8142 6,95; 8145 19,75; 3164 16,50; 3187 7,- 3188 20,60 auf Liften 3,40, Ga. 53,40; Rheinsberg, S. 8,05; Reichenbach i. Schl., Wahl- ist der Wert des Bazars seit einigen Jahren zurückgegangen infolge Das Aktienkapital des Printemps" beträgt 35 Millionen, doch 3192 7,20; 3194 8,75; 8266 5,10; 3279 4,70; 3282 21,50 3293 21,55 verein 30,-; Sorau- Forst, Zentralverein 100,-; Winterbed- Haffee, Sozial- der Eröffnung eines in der Nähe gelegenen neuen Konkurrenz- Unter3295 10,75; 8810 7,85; 8342 14,45; 3346 11,30; 3377 9,65; 3399 6,10; bemofr. Berein 10, 3405 7,85 8406 14,70 3409 6,60; 3016 6,40; 3061 12,05; 3084 12, 3122 7,50; 3125 2,80; 3126 5,15; 3127 4,80; 3175 15,-; 3196 4,20; Summa 20280,42. Bereits quittiert 20473,05. Sm ganzen 40753,47. nehmens, der Galeries Lafayette". Vielleicht hat dieser Rückgang 3216 6,- 3217 8-; 8219 8,50; 3287 9,05; 3289 16,95; 3291 6,95 Berlin, den 6. August 1905. Jaluzot die Jbee gegeben, feinem Unternehmen neue Kapitalien 3367 5,50; 8378 12,65; 3374 4,10; 3386 7,45; 3407 11,30; 3408 8,85; zuzuführen durch Einrichtung einer Spar- Abteilung". In diese 3413 6,80; 3415 3,85; 3422 8,45; 3424 11,10; 8441 12,15; 8443 Spartasse konnte jedermann unter den gleichen Bedingungen ein5,85; 3447 9,10; 3455 18,-; 3489 2,20; 3493 8,60; 3410 7,-; zahlen, wie in die staatliche Sparkasse, d. h. bis zum Betrage von in ber A. E.-G., Brunnenstraße, gesammelt, ifte 6501 Abteilung 1500 Fr., und mit einem Zinsanspruch von 3 Proz.; wer im Schurig 20,85; 6508 bt. Quaft 2,65; 6504 Abt. Riffe 16,35; 6505 Abteil. " Printemps" Waren einkaufen wollte, tonnte sie auf sein SparkassenBietsch 11,80; 6571 Abt. Schurig 10,95; 6508 Abt. Flohr 19,65; 6519 Abt. Guthaben antveisen, doch war tein Kunde der Sparkasse zum EinBernide 29,15; 6520 Abt. Franz 8,10; 6522 Abt. Beder 33,90; 6523 Abt. fauf berpflichtet. Stienscherper 20,45; 6524 Abt. Scharnow 6,40; 6526 Abt. Böjelt 14,15; 6512 Abt. Meher 10,15; 6527 2bt. Stübne 12,60; 6530 2bt. Stommel 11,70; 6531 Abt. Schumann 11,15; 6582 Abt. Scheer 13,10; 6534 Abt. Düllmann 19,70; 6536 bt. Serall 3,85; 6537 besgl. 26,70; 6589 desgl. 6,90; 6540 besgl. 19,75; 6541 besgl. 18,20; 6543 desgl. 6,90; 6544 Schmiede 18,70; Der Parteitag der Genossen im Herzogtum Sachsen- Altenburg 6545 Bogelius 15,75; 6546 Regband 10,80; 6548 Bord! 18,65; 6549 tagte am Sonntag in Gera. Diese Flucht ins Ausland" machte sich Maschinenhaus 9; 6563 Duaft 2,45; 6565 Transformatoren 8,15; 6568 nötig, weil in Altenburg veraltete Bestimmungen über die Feier Riffe 5,60; 6569 Maschinenlager 17,30; 6550 Meble 7,90; 6551 Reglaff 14,30; des Sonntags es unmöglich machen, vor 3 Uhr nachmittags mit den 6553 Staminsky 22,95; 6554 Silesty 3,60; 6555 Brause 12,90; 6709 Bieti Beratungen zu beginnen. Der Parteitag war von 44 Delegierten 11,55; 6529 Sühne 8,; 6525 Harhaus 9,35; 6560 Stirftein 4,15; 6566 Thieme 26,10; 6598 Hildebrandt 13,20; 6564 Drlowsky 2,05; 6704 Schurig besucht, außerdem waren anwesend der Landesvorstand und als Ver14,30; 6707 Duaft 2,65; 6502 Breyer 9,25; 6708 Riffe 6,-; 6507 Arlt 6,90; treter der Redaktion der Altenburger Volkszeitung" Reichstags6506 Strauſe 7,-; 6568 Jentsch 6,15; 6595 Hannemann 15,10; 6509 Seefeld abgeordneter Stüdlen. Der Bericht über den Stand der Partei bot 26,45; 6511 Sannemann 18,75; 6510 Rome 8,25; 6516 Storth 17,50; 6518 ein sehr erfreuliches Bild. Auf dem vorigen Parteitag war eine Scholz 10,20; 6583 Scharnow 12,45; 6521 Daßdorf 6,60; 6582 Stienscherper neue Organisationsform beschlossen worden, so zwar, daß an allen 12,60; 6579 Franz 4,55; 6578 Bernice 23,65; 6581 Beder 22,15; 6751 Orten Ortsvereine zu gründen sind, mit einem Landesvorstand an Transformatoren 5,35; 6577 Böfelt 10,65: 6528 Stühne( Schloffer) 16,85; der Spike. Diese Umwandlung vollzog sich ungemein rasch und die 6575 Stühne( Maschinen) 7,10; 6728 Seelert 13,95; 6725 Scheer 9,80; 6538 Schieber 4, 6533 Mahrítebi 22,55; 6727 Düllmann 18,75; 6730 Schumann neue Organisation tann schon jetzt als allgemein durchgeführt be8,50; 6584 Sanbrod 8,70; 6585 Boßeltus 19,10; 6542 Gießerei 10,25; trachtet werden. Die Mitgliederzahl ist fortgesetzt im Steigen be6590' desgl. 19,85; 6591 besgl. 7,85; 6589 besgl. 4,70; 6556 Lager III 9,45 griffen. Der Einnahme von 6883,56 m. steht eine Ausgabe von versammlung wurde der Geschäftsabschluß für das am 30. April au Berlin Rüdersdorfer Hutfabriken. In der gestrigen General6559 Modellboden 4,10; 6557 Maschinenlager 3,95; 6558 besgl. 4,85; 6576 5820,95 2. gegenüber, so daß ein Bestand von 1012,61 M. vor- Ende gegangene Geschäftsjahr 1904/05 vorgelegt, ber einen neuen Borell 9,40; 6733 Reglaff 13,55; 6737 Brause 10,05; 6736 Gilesty 9,80; handen ist. Bei den im vorigen Herbst stattgefundenen Gemeinde- Berlust von 77 900 M. nachweist. Da im vorigen Jahre sich eben6732 Nebte 6,70; 6735 Staminst 27,70; Rosenthaler Borstadt: wahlen haben wir faft überall, wo wir uns beteiligten, gefiegt. Diese falls ein Verlust von 125 000 m. ergeben hat, von dem nur 4008 durch Wesener 7, 4009 durch Hermann Groffe 5,75; 4010 durch Entwickelung der Partei läßt uns mit Sicherheit erwarten, daß uns 88 000 m. durch Reserve gedeckt werden konnten und sich eine AusJeete 7,50; 4011 16,70; 4012 25,75; 4015 6,60; 4016 12,45; 4018 9,30; bas Mandat bei den nächsten Reichstagswahlen wieder zufällt. 4023 gesammelt von den Stollegen der Firma Bintus, Dresdenerftr. 40 8,90: 4043 12,95; 4049 11,50; 4051 10,85; 4054 17,40; 4059 9,45; 4067 Berjonal Nicht minder günstig ist der Stand des Parteiorgans, der„ Alten- ficht auf Besserung der Geschäftslage nicht bietet, wurde mit 518 ber Firma Kühn u. Söhne, Breitestr. 14,80; 4068 besgl. 11.30; 4073 burd burger Volkszeitung. Mit Genugtuung fonnte der Berichterstatter, gegen 32 Stimmen die Liquidation des Unternehmens beschlossen. Scheuerbrand 6,50; 4077 durch Aug. Harter gej. Tischlerei Georg Kunert Genoffe Stripte, konstatieren, daß von allen im Herzogtum er. Die Bank für elektrische Unternehmungen in 8 ürich, deren 22,50; 4081 von ben Kollegen d. Tischlerei F. Rahn, Brunnenstr. 196 7,35; scheinenden Zeitungen unsere Altenburger Volkszeitung" die bei Attien zum größten Teil im Besitz der Allgemeinen Elektrizitäts4082 besgl. 8,80; 4151 14,20; 4187 10,85; 4189 6,25; 4201 von den weitem höchste Auflage hat. Die Einnahmen des Blattes beliefen Gesellschaft sind Stollegen der Bianofabrit Neufeld 11,95; 4204 durch Hermann Lange 6,60; fich auf 63 573,09 M., die Ausgaben auf 59 471,24 M., so daß ein Aftien hat im legten Geschäftsjahr von dem allgemeinen Auffie besitzt zurzeit für über 24 Millionen Mark 4222 13,45; 4223 7,80; 4224 10,45; 4225 15,30; 4226 7,55; 4229 9,15 Ueberschuß von 4101,85 m. erzielt worden ist. Der Parteitag sprach schwung der Elektrizitätsindustrie ebenfalls Vorteil gehabt. Sie 4230 12,90; 4231 15,15; 4236 12,85; 4243 5,50; 4253 9,05; 4255 6,25 4256 6,20; 4257 9,85; 4268 26,80; 4276 11,90; 4285 burch Gerbig seine Befriedigung mit der Geschäftsführung in Bartei und Bresse schließt ihr Geschäftsjahr mit einem Reingewinn von 8 246 290 Frank 7,85; 4314 4,50; Oranienburger Vorstadt: aus. Beschwerden waren feine eingelaufen. Beschlossen wurde u. a. gegen 2 888 287 Frant im Vorjahr und verteilt diesmal 8% Proz 4503' 2,70; 4512 8,80; 4520 15,55; 4523 8,15; 4561 6,40; 4567 4,10 Bezirksversammlungen der Gemeindevertreter zu veranstalten, da- Dividende( im voraufgegangenen Jahr 7½½ Proz.). 4570 14, 4571 6,05; 4572 14,50; 4575 8,80; 4576 15,65; 4588 4,25 mit in den Gemeinden ein einheitliches Handeln ermöglicht wird. 4584 7,90; 4587 3,05; 4611 burch Tippel 9,80; 4616 8,85; 4620 2,30; 4656 Der seit einigen Jahren verteilte Agitationskalender sollte nach Die Getreideernte Ungarns verspricht einen guten Gesamtertrag 4,50; 4663 4,05; 4664 8,80; 4688 10,65; 4691' 7,15; 4698 8,10; 4716 12,60; einem Antrag des Landesvorstandes in Wegfall kommen und dafür 34 liefern. Nach dem Bericht des Budapester Ackerbauminiſteriums 4724 8,75; 4728 A. E.-G. Aderstraße Abt. Müller II 13,85; 4730 5,75 4732 4,65; 4733 5,70; 4743 8,70; 4745 7,60; 4746 14,20; 4749 8,-; 4750 jährlich zwei Flugblätter verbreitet werden. rechnet man mit folgenden Ergebnissen: Weizen 41 Millionen Dieser Antrag wurde 15,65; 4752 11,- 4754 5,75; 4766 10,45; 4768 12,75; 4770 11,05; nach lebhafter Debatte angenommen. Ueber das neue Organi- Roggen 18,4 millionen, d. h. 1 Millionen günstiger; Gerste Doppelzentner, d. H. um 44 Millionen günstiger als im Vorjahre; 23 ebbing: 5009 10,45; 5022 10,70; 5025 4,65; 5026 15,20; 5030 Beziri fationsstatut der Gesamtpartei referierte Reichstagsabgeordneter 12 Millionen, d. h. 1 Millionen günstiger; Hafer 11,8 Mintonen, 701 aufgelöfte 6 Bf.- Staffe 12, 5038 13,20; 5039 9,40; 5052 Ludwig Loewe Stüdlen. Mit dem Referat, das sich im allgemeinen zu dem b. h. 1%, Millionen günstiger. Die Maisernte dürfte nicht einmal 1. Co. Sibt. Stopiz u. Brieste 27,85; 5082 gesammelt von den Arbeitern u. Entwurf zustimmend äußerte, war der Parteitag einverstanden. einen schwachen Mittelertrag liefern, wenn nicht alsbald Regen einUrbeiterinnen ber Firma Bergmann 7,50; 6083 besgl. 4,55; 5084 besgl. Dann hatte sich der Parteitag noch mit der Anstellung eines Partei tritt. Die bisher günstige Entwickelung der Zuckerrübe ist infolge 5085 besgl. 10,85; 5091 besgl. 14,65; 5093 besgl. 5,15; 5105 8,75: sekretärs zu befaffen. Die Anregung dazu war von Gera und der Trockenheit behindert, die Blätter beginnen zu verschrumpfen und 5110 12,75; 5116 9,60; 5151 10,77; 5158 11,80; 5159 1,70; 5192 12,55 5213 26,20; 5214 5,55; 5216 15,45; 5220 14,65; 5222 5,50; 5228 5.25 Greiz ausgegangen und es hatte bereits eine vorbereitende Kon auszutrocknen. Baldigst eintretender Negen könnte noch helfen. 5251 von den Formern der Firma Edart Friedrichsberg 6,05 ferenz stattgefunden. Der Agitationsbezirk sollte umfassen: die 5263 9,65; 5267 5,15; 5268 28,-; 5269 17,40; 5302 Arbeiter beiden Reuß, den Wahlkreis Jena- Neustadt und das Herzogtum Koloffale Einnahmen amerikanischer Unternehmungen. Mit welchen Schering 15,60; 5304 4,70; 5323 6,90; 5326 2,80; 5389 8,-; 5390 9,05: Sachsen- Altenburg. Daß in den ersteren drei Kreisen eine sehr Summen amerikanische Eisenbahngesellschaften arbeiten, illustriert 5394 Bau erwarthstr. Nr. 4 26,05; 5416 Maurer Bau Striminalgericht 4,35 intensive Agitation nötig ist, wurde allgemein anerkannt, auch sah ein Artikel in Pearsons Magazine". Die Pennsylvania Railroad Co. 5417 besgl. 11,65; 5420 18,50; 543 8,90; 5476 7,55; 5477 10,45; Zentral- man ein, daß eine tüchtige agitatorische Kraft gewonnen werden nahm im Stalenderjahr 1904 die Summe von 118 000 000 Dollar berb. ber Stuffateure Deutschlands, Filiale Berlin, Bahlstelle Nr. 8 müsse. Nun hat aber der Wahlkreis Jena- Neustadt seine Beteili- ein. Dagegen verschwindet das Einkommen einer ganzen Reihe von Moabit: 5513 9,50; 5514 2.-G. für Bauausführungen Salzufer 7 7,55 5515 6,55; 5516 Rubwig Löwe, libt. Schuhmacher 19,25; 5517 besgl. gung abgelehnt und dadurch bekam die Frage felbft eine andere Staaten, z. B. bringen die Balkanstaaten Rumänien, Serbien, Schleiferei 17,30; 5518 besgl. Maschinenbau- Fräserei 12,10; 5519 4,50; Gestalt. Doch war man sich darin einig, daß an dem Widerstand Bulgarien und Montenegro fzusammengenommen nicht eine solche 5520 4,60; 5522 11,-; 5525 Ludwig Löwe, Schleiferet 11,60; 5526 10,60; der Altenburger Genossen die Anstellung eines Sekretärs nicht Summe auf. Auch das Einkommen von Schweden und Norwegen, von 5528 4,80; 5530 Bau robenftr. 3 9,35; 5531 19,25; 5604 Deutsche Waffen scheitern solle. Gine in diesem Sinne gehaltene Resolution fand den Niederlanden, der Türkei oder Griechenland ist geringer, als das ber u Munitionsfabril, abt. Roloff 12,45; 5605 besgl. 11,70; 6606 besgl. 14,40; einstimmig Annahme. Es wird nun an den anderen Kreisen und Bennsylvania- Eisenbahngesellschaft. Megito mit seinen 14 000 000 Ein 12, 4502-, 80 Für den Parteivorstand. J. B.: Wilh. Eberhardt, Lindenstr. 69. Berichtigung. nicht heißen, Chemnik, aus d. Verbreitungsbezirk d. Boltstribüne" 1000, In der Quittung vom 24. 7. 05 in Nr. 179 des Vorwärts" darf es sondern: Cheminiz, a. d. Verbreitungsbezirt d. Bolts it im me" 1000, Hus der Partei. 79 Bei seinen geschäftlichen Unternehmungen fand Jaluzot die Unter stützung der Kongregationen. Als er den Printemps" in eine Aftiengesellschaft umwandelte, übernahmen die Kongregationen einen be Seutenden Teil der Aktien und protegierten Jaluzots Geschäft nach jeder Richtung. Der„ Printemps" hatte den Segen der katholischen Kirche. Da der Louvre sich von dem Einfluß der Kongregationen frei hielt, mußte man den Brintemps" gegen den Louvre stüßen. Es war ein frommes Wert, die Schleier und bunten Seidenbänder beim Printemps" zu kaufen. Die Damenwelt der Bourgeoisie folgte dem Beipiel der Aristokratinnen und begünstigte die fromme Unternehmung. Dafür erwies Jaluzot sich dankbar. Er stellte der Klerikalen Agitation zwei Zeitungsorgane zur Verfügung:" La Patrie", welche nach mittags ausgegeben wird, und" La Presse", welche in später Abend stunde das fromme Tageswerk vollendet. Beide Blätter vertreten eine fanatisch- kleritale Richtung und betrachten es als ihre besondere Aufgabe, die Religion dem französischen Wolfe zu erhalten. N wohnern hat eine Staatseinnahme von 75 000 000 Dollar. Japan| verantworten hatte. Der als Zeuge vernommene evangelische ftraße 36/37. 9. Männer- Abteilung:( Wedding) Müllerstraße 158; mit 46 Millionen Einwohnern hatte im Fiskaljahr 1903/04 annäherud Pfarrer Eberhardt aus Hunderfingen, lehnte aus religiösen 10. Männerabt.: Petersburgerstraße 4; 11. Männerabt.: Fürbringerstr. 33; das Einkommen der Pennsylvania R. Co. Gründen die Eidesleistung ab. Da fein gesetzlicher Grund zur 1. Lehrlingsabt.: Friedenstraße 37; 3. Lehrlingsabt.: Boechstraße 17/20; 12. Männerabt.: Kastanien- Allee 82/83; 13. Männerabt.: Görligerstr. 52; The Iron Age", das bekannte Journal für den Eisenmarkt, Gidesverweigerung vorlag, wurde der Geistliche in eine Geldstrafe 8. Lehrlingsabteilung: Höchſteſtr. 36/37; 12. Lehrlingsabt.: Eberswalder bemerkt dazu, daß der Verfasser des Artikels etwas übersehen habe, von zwanzig Mark genommen. In der Sache selbst erkannte das straße 10; 1. Damenabteilung: Mariannen- Ufer 1a. 2. Damenabteilung: indem er nur die Einnahmen auf den Linien der Bahngesellschaft Gericht gegen den Angeklagten auf zwei Monate Gefängnis. Er Aderstraße 67. Abends 6-8 Uhr: 2. Schülerabt., Graumanns Feſtſäle, östlich von Pittsburg und Erie angegeben habe, während die Einnahmen hatte während des Unterrichts einem seiner Schüler ein Taschen- Naunynstr. 27. 3. Schülerabteilung: Moabiter Stafsino, Wisnaderſtr. 63. in dem ganzen Bahnnetz dieser einen Gesellschaft noch größer seien. tuch um den Hals geschlungen und ihn an diesem zur Strafe längere Arbeiter- Turnverein Neu- Weißensee" im Prälaten, Lehderstr. 122." Freie Im Jahre 1904 wurden im ganzen 238 242 402 Dollar eingenommen Beit hochgehalten, bis der Knabe im Gesicht ganz blau wurde. Turnerschaft Stralau- Rummelsburg", in der Turnhalle zu Borhagen, 82 bis 10, Uhr: Damenabt." Freie Turnerschaft", Stegliz, Birkenwäldchen, und im Jahre 1903 das Maximum der Einnahmen dieser Bahn, Im Kunstgewerblichen Museum zu Prag ermordet aufgefunden Schüßenstraße. Freie Turnerschaft Johannisthal", 8-10 Uhr bei 242 517 758 Dollar." The Iron Age" fügt hinzu, daß es eine Kor- wurde Montag morgen der Nachtwächter Schaneb. Er war nachts Senftleben, Friedrichstr. 48." Freie Turnerschaft Tempelhof- Mariendorf". poration kennt, die mit noch höheren Zahlen jährlich rechnet, nämlich bei einem Rundgang von einem unbekannten Mann, der sich beim 8-10 Uhr: Männer- und Lehrlingsabt. im Tempelhofer Tivoli. die United States Steel Corporation( den Stahltrust). Der Stahl- Museumsschluß in einem Kasten verborgen hatte, um einen Raub Turnerschaft Nirdorf- Briz“. 1. Männer und 1. Lehrlingsabteilung von trust hatte im Kalenderjahre 1904 eine Einnahme von 444405 431 Doll. auszuführen, nach heftiger Gegenwehr mit einem Küchenmesser er 8-10 Uhr bei Heidaus( Karlsgarten). Frauenabteilung von und erzielte 1902 fogar 560 510 479 Dollar. Selbst Onkel Sam stochen worden. Der Räuber, gleichfalls schwer verletzt, schleppte fich 8-10 Uhr, Schülerabteilung von 6-8% Uhr, bei Thiel, Berghatte am Schluß des letzten Fiskaljahres nur 543 000 000 Dollar blutend durch mehrere Museumssäle und benutzte die Fenstervoreingenommen. Die einzigen Länder in der Welt mit höheren Ein- hänge eines Saales als Strid, an dem er sich in ein Gäßchen nahmen als der Stahltrust sind Großbritannien, Rußland, Deutsch- Hinter dem Museum hinabließ. Er flüchtete dann in den nahen land und Frankreich. Garten, wo er sich im Gartenhaus erhängte. Der Raubmörder war anständig gekleidet. Seine Personalien sind noch nicht festgestellt. Er wurde mehrere Tage vorher im Museum bemerkt. Gerichts- Zeitung. Das gelbe Fieber. Nach einem Telegramm aus New Orleans sind dort am Sonntag a cht Personen am gelben Fieber storben. Dreißig neue Fälle sind zur Anzeige gelangt. W. Düwell. Eingegangene Druckschriften. straße 151-152. " Freie Arbeiter- Schwimmerbund. Auskunft erteilt E. Gerstmann, Rigdorf, Bergstr. 59. Borwärts"-Südost, täglich in der Banzierschen Bades anstalt, Stralauer Allee. Borwärts"-Süden täglich in Stralau und Mariendorf.„ Borwärts"-Berlin: Damenabteilung in der Panzierschen Badeanstalt, Stralauer Allee. Borwärts"-Rigdorf: Damenabteilung in der Stolzenburgschen Badeanstalt, Canner Chauffee. " " Gesellige zc. Vereine. Zitherverein„ Einigkeit", Reichenbergerstr. 19. Spar- und Lotterieverein Hertha I", im Liegniter Garten, Liegnizergestraße 30. Lotterieverein Fortuna", bei Bernhard Raabe, StolbergerStraße 23. Lotterieklub Borwärts", Dornbusch, Prinz Eugenſtr. 8. Familien- Birtel„ Hypnos", Matternstr. 19. Privat- Theater- Gesellschaft Brandenburgia", Neue Roßstr. 3. Billardklub„ Hoffnung", Schubert, Mustauerstr. 25. Männergesangverein Männerloge", A. Faust, Frucht straße 37. Briefkaften der Redaktion. Juriftifcher Teil. Ein feines Geschäft" glaubten die Arbeiter Madczylewsky und Anders machen zu fönnen, als sie am 11. März d. J. auf dem Lehrter Hauptbahnhof von dem Händler Georg Hoffmann angesprochen wurden. Daß sie beide einem gewerbsmäßigen Ringnepper in die Hände gefallen waren, erfuhren sie indessen erst in der gestern vor der 3. Ferienstraffammer des Landgerichts I Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Paul Singer) fist foeben das anstehenden Verhandlung gegen Hoffmann, der sich wegen Be- 45. Heft des 23. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt des Heftes heben truges im strafschärfenden Rückfalle verantworten mußte. Als wir hervor: Verfassungstämpfe in Württemberg. Von Wilhelm Steil. die beiden aus der Provinz kommenden Arbeiter am 11. Mai auf Die Streits in Frankreich. Von Paul Louis. Die ruffische reaktionäre R. Pr. 1. Landmesser: Buerst ein Jahr praktische Arbeit bei einem dem Lehrter Bahnhof anlangten, wurden sie in der Invalidenstraße Breffe. Bon D. Davidow. Bur Nachwahl im Königreich Krupp. Von bereideten Landmesser, der dafür 150-300 m. Honorar nimmt. Dann zwei dem Angeklagten um etwas Feuer gebeten. Es kam zu einem Bolts konstitution und Nationalvermögen. Von Dr. H. Weyl. Konni Zilliacus, Suchen Sie zunächst einen Landmesser, bei dem Ihr Sohn eintreten kann. Literarische Rundschau: Dr. Seiffert, Säuglingssterblichkeit, Jahre Hochschulstudium, das an Studienhonorar etwa 500 m. erfordert. zu bi räch, schließlich ersuchte sie der Angeklagte, sich ihnen anschließen Das revolutionäre Nußland. Von Leo Deutsch. Sand Irfen, da er ebenfalls nach der Gartenstraße wolle. Hinter der Die Neue Zeit" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle Buch. 2. Eine„ landwirtschaftliche Schule", die so schnell ausbildet, kennen wir nicht. M. 82. im fi frugbrüde geſellte sich noch ein vierter Mann zu ihnen, der handlungen, Bostanstalten und Kolporteure zum Preise von 3,25 M. pro Bielleicht meinen Sie ein viel versprechendes Privatinstitut. 1.„ Selbstbewahrung" unbekannt. In einer Buchhandlung nachfragen. sämtli äglichsten Tone erzählte, ihm sei soeben sein Koffer mit seinen Quartal zu beziehen; jedoch kann dieselbe bei der Poft mur pro Duartal 2. Heilverfahren empfehlen wir nicht. Schliemannstr. 19. Anfragen ein behen Habfeligkeiten gestohlen worden. Da sich auch zugleich abonniert werden. Das einzelne Heft foftet 25 Pf. im Sekretariat der Gewerkschaftskommission, Berlin, Engel- Ufer 15, part. er ar gres Geld in dem Koffer befunden habe, wiffe er nicht, was Probenummern stehen jederzeit zur Verfügung. Postsparkasse. Nein. B. A. Ja. O. P. rs. Im Rathause nach perz. Tangen solle und sei schon der Verzweiflung nahe. Betrübten Von der Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen fragen: 1. Bürger- Rettungsinstitut. 2. Friedrich- Wilhelms- Bureau jur ens hörten sich die beiden Provinzialen die beweglichen Klagen 15. Jahrganges zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir Lindenstr. 69, in der Buchhandlung Vorwärts, vormittags 10-1 Uhr, A. 8. Durch Herrn Stadtv. Bruns, ( Stuttgart, Berlag von Baul Singer) ist uns soeben die Nr. 16 des Arbeitsame. 3. Biederfee- Stiftung. es armen Bestohlenen" an. Plößlich bekam dieser einen freudigen herbor: Die Stellung der Frauen im Entwurf einer Organisation der sozial- nachmittags 4-7 Uhr. Schreckt. Unter Frohlocken holte er einen mehrfach in Seidenpapier demokratischen Partei Deutschlands. Schiffsjunge. Adressen: Schulschiffvereine in Jugend und Sozialismus: I. Bon Bremen. Sinnspruch. 1. Gute Sprichwörter gleichen aufgereihten eingewickelten Gegenstand aus der Tiefe seiner Tasche. Beim Luise Bieß. II. Von Dr. Ludwig Frant. Ferien für die Mutter. Bon Perlen. 2. Lesen ohne dabei nachzudenken, heißt essen ohne zu verdauen. näheren Zusehen erwies sich der Gegenstand als ein wundervoller e. th. lang im Feuer- wird Stahl. Amtliche Untersuchung der Arbeiterinnenheime in der Schweiz. 3. Eisen Ring mit einem funkelnden Brillanten. Der Angeklagte inter- Bon L. Z. Aus der Bewegung: Von der Agitation. Politische Rundeffierte sich ganz besonders für den Ning, den er, da er Goldarbeiter schau. Bon G. L. Genossenschaftliche Rundschau. Von Simon Kazen sei, auf mindestens 300 M. Wert schäze. Der glückliche Besizer des stein. Notizenteil: Der Kampf in der vogtländisch- thüringischen Textil- Wilh. T. 1. Nein, aber das bei Lebzeiten Gegebene ist eventuell auf induſtrie. Fürsorge für Mutter und Kind.- Weibliche Fabrikinspektoren. den Erbteil anzunehmen. Ringes erklärte, den Ring für 100 m. verkaufen zu wollen. Der Es muß wiederholt ersucht werden, allgemeine Angeklagte mußte leider von dem wirklich guten Geschäft" Abstand Hartleben.( Gedicht.) Frauenbewegung. Feuilleton: Die Sternenwacht. Von Otto Erich Fragen nicht ohne genaue Schilderung des Sachverhalts zu stellen, über Die Eigentumsfanatiker. Von Ludwig Thoma. den der Fragesteller Auskunft haben will. Das 45 Seiten lange Erkenntnis nehmen, da er nicht genügend Geld bei sich habe. Die beiden( Schluß.) Sängerlos. Von Lu Märten.( Gedicht.) Die Wiederkunft. ergibt nicht, welchen Fall Sie im Auge haben. 2. Frist ist gewahrt. Arbeiter zählten nunmehr schleunigst ihr Geld durch, mußten aber Bon Otto Erich Hartleben.( Gedicht.) 3. 30 Jahre. R. 2. 61. 1. Arbeiterrecht" S. 597 Nr. 74 und S. 594 auch auf den Kauf verzichten, da sich nur 50 M. in ihrem Besit Für unsere Kinder: Der Samann. Spruch von Friedrich Nr. 62. 2. Das Gericht fann persönliches Erscheinen anordnen. Erfolgt Amerika. Die befanden. Nunmehr erklärte sich der Besizer des Ringes bereit, Schiller. Ein Held. Bon Ernst Almsloh. Bom Harze. Von Ferdinand solche Anordnung nicht, so wird Beweis erhoben usw. Garibaldi. Bon Malwida v. Meysenbug.( Fort Antwort ist durchaus zutreffend. Sie gehen von der irrigen Ansicht aus, ihn für 60 M. zu verkaufen. Um die beiden Provinzialen ganz Freiligrath.( Gedicht.) S. N. 1. Ja. 2. Das Wiegenlied. Von Friedrich Hebbel.( Gedicht.) Die Felfen es tönne jemand nicht zwei Nationen zugehören. fegung.) sicher zu machen," lieh" ihnen der Angeklagte noch 10 M., die von Bedelsdorf und Adersbach. Von E. Jakobi. Bade, bade Kuchen. ist möglich. 3. Nein. P., Rigdorf 100. Der außereheliche Erzeuger er erst nach Verkauf des Ringes zurückhaben wollte. Der Handel Von Georg Davidsohn.( Gedicht.) Füchschens Triumph. Ein japanisches hat Alimente usw. nicht deshalb zu zahlen, weil er die Mutter seines Kindes wurde perfekt, der Verkäufer verabschiedete sich, einige Zeit später Märchen. Aus dem Englischen von Siegbert Salter.- Großväterchen schläft. nicht heiratet, sondern weil er Bater des Kindes ist. Mithin bleiben seine auch der Angeklagte. Als die beiden Arbeiter den wertvollen" Bon Georg Davidsohn.( Gedicht.) Berpflichtungen in vollem Umfange auch dann bestehen, wenn die Mutter Brillantring einem Juwelier anboten, teilte dieser ihnen mit, daß Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer des Kindes es ablehnt, ihn zu heiraten. C. E. K. Beeinträchtigt das der Ring eine ganz wertlose Imitation sei. Mit Hülfe des Ver- 10 Pf., durch die Poft bezogen beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich Schild Ihren Mietsgebrauch und steht der Inhalt Ihres Vertrages nicht brecheralbums gelang es, den Angeklagten als den sachverständigen ohne Bestellgeld 55 Pf., unter Kreuzband 85 Pf. Jahresabonnement entgegen, so fönnen Sie auf Beseitigung der Beeinträchtigung flagen. Goldarbeiter" zu ermitteln, während der eigentliche Verkäufer, sein M. 12. Erbschaftsfragen sind ohne detaillierte Kenntnis des SachKomplize, unermittelt blieb. " Kommunale Praxis", Wochenschrift für Kommunal- berhalts nicht zu beantworten. Ihre Fragen lassen unter anderem un Vor Gericht legte der Angeklagte politit und Gemeindesozialismus. Herausgeber Dr. Albert berücksichtigt: Bon wann datiert das Testament? Wo errichtet? Wann und nach anfänglichem Leugnen ein Geständnis ab. Der Gerichtshof Sübetum, Berlin W. 15. In der Nummer 18 der„ Kommunalen Braris" wo starb der Erblasser? In welcher Verwandtschaftsbeziehung stand er zu erkannte unter Versagung mildernder Umstände auf 1% Jahre beginnt eine Reihe von Artikeln zu erscheinen, die, aus der Feder nam den eingesezten Erben? Wie lautet das Testament? Wie der Anwesen. Buchthaus, 200 M. Geldstrafe, 3 Jahre Ehr- bafter Kommunalpolitiker stammend unseren Genossen agitatorisches vertrag Emma 1905. Mädchen können innerhalb eines Jahres nach berlust und Stellung unter Polizeiaufsicht. Material zu den Gemeindewahlen in diesem Herbst bieten soll. In dem ihrer Berheiratung die Zurückerstattung der Hälfte der Klebemarlen be Notizenteil wird wichtiges und anregendes Material geboten. Probenummern antragen, falls für sie mindestens 200 Marten vor der Heirat geklebt sind. der Zeitschrift find jederzeit kostenlos vom Verlage der Kommunalen Der Antrag ist an die untere Verwaltungsbehörde( in Berlin also: Praris", Berlin W 15, zu beziehen. Magistrat, Abteilung für Invalidenversicherung, Köllnischer Park 8) zu richten. Ein Beispiel finden Sie S. 605, Nr. 95a des in den öffentlichen Bibliotheken ausliegenden Arbeiterrechts. 100. 1. Reineswegs. 2. Nein. wollen Sie bedingungslos vom Vertrage entbunden werden, so vereinbaren wird hierdurch Sie mit dem Wirt schriftlich: Der Mietsvertrag vom.. aufgehoben, so daß er statt am.. am. abläuft. Vermischtes. 2,60 m. 1 Der Wahre Jakob" hat soeben die 16. Nummer feines 22. Jahrganges erscheinen lassen. Aus dem Inhalt derselben erwähnen wir die beiden farbigen Bilder Die jaure Gurte von 1905" und" Bur Friedens verhandlung in Washington", sowie die Illustrationen„ Beim Spielteufel", Aus der Beit"," Friedlicher Wettbewerb in Marokko",„ Entmündigt", Angewandter Darwinismus"," In der Mandschurei"," Staatsdienst", Der Herr Hauptmann"( Aus Hans G. Jentschs„ Ein neuer Totentanz"), " Der Bar verleiht eine Verfassung"," Ein Arbeitsloser" und" Beitgemäß". Der tertliche Teil der Nummer bringt die Gedichte„ Ruhstrat"," An die großen Feuilletons„ Aus der Konstanzer Chronit" und" Hüben und drüben" von Erich Mühsam und außer zahlreichen fleineren Beiträgen noch die von W. Schulte vom Brühl. Der Preis der 12 Seiten starken Nummer ist 10 Pfennig. zum. " G. S. Arustedt. 1. Wir müssen es ablehnen, Ihnen bestimmte Baragraphen des Strafgesebbuchs wörtlich mitzuteilen. Den Wortlaut finden Sie in dem in jeder Buchhandlung erhältlichen, auch in jeder Bibliothek einzusehenden Gefeßestert. 2. Sofern Ihre Sachdarstellung, welche die Be lung vorzuliegen. lohnende Beschäftigung zu finden hoffte. Er war nicht mittellos, Norweger"," Für Rußland"," Schreit aus!" von Kurt Holm,„ Die Philifter" hauptungen der Anklage nicht enthält, zutrifft, scheint teine strafbare HandB Sikung haben Dienstag: " bom Linsen ( Ermittelt Berliner Marktpreise. Polizei Präsidium.) Futtergerfte, gute Sorte, 1 Doppelzentner 15,80( 15,00), mittel 14,90 ( 14,20), geringe 14,10( 13,40). Hafer, gute Sorte 16,40( 15,50), mittel 15,40( 14,50), geringe 14,40( 13,60), frei Wagen und ab Bahn. NichtStroh 5,32( 4,82). Heu, neu, 7,00( 5,20). Erbsen, gelbe, zum Stochen 1 Dz. 40,00( 30,00). Speisebohnen, meiße 50,00( 30,00), 60,00( 30,00), Kartoffeln 9,00( 5,00). Rindfleisch, von der Keule, 1 Nilogramm 1,80( 1,40), Rindfleisch, Bauchfleisch 1,50( 1,20), Schweinefleisch 1,80 ( 1,40), Stalbfleisch 2,20( 1,20), Hammelfleisch 1,80( 1,40), Butter 2,80( 2,20), Eier( 60 Stüd) 4,40( 3,00). Starpfen, 1 Sg. 2,40( 1,40), ale 3,00( 1,40), Bander 3,50( 1,40), echte 3,00( 1,40), Barsche 2,40( 1,00), Schleie 3,00 ( 1,20), Bleie 1,60( 0,80), trebje( 60 Stüc) 20,00( 3,00). Zentral- Verband der Steinarbeiter. Berlin I. Unseren Mitgliedern zur Kennt nis, daß unser Mitglied, Kollege Joh. Baretisch verstorben ist. Wie man in Serbien deutsche Staatsbürger behandelt. Eine merkwürdige Art, mit deutschen Staatsbürgern umzuspringen, scheint man in Serbien zu haben. Das hat in besonders empfindlicher Weise der Dekorationsmaler Lorenz Albert K., ein deutscher Arbeiter und überzeugungstreuer Parteigenoffe, erfahren müssen. R. siedelte sich vor zwei Monaten in Belgrad an, weil er dort sondern hatte genug Geld, um eine Jahreswohnung zu mieten und sie vollständig einzurichten. Als guter Sozialdemokrat suchte er auch in der Fremde Beziehungen und Verkehr im Kreise der dortigen Parteigenossen und er gewann unter den serbischen Sozialdemo fraten manchen guten Freund. Es fiel ihm aber nicht ein, sich irgendwie attiv zu betätigen, denn er wußte ja wohl, daß man in Serbien als Ausländer ebenso rechtlos ist wie etwa in seinem deutschen Vaterland. Dennoch dachte die Belgrader Polizei sofort, Bund der sozialdemokratischen Lese- und Diskutierklubs. als ein Gasarbeiter und Elektrikerstreit ausbrachy: da muß dieser Wilhelm Liebknecht" bei Horst, Lychenerstr. 18. Sozialdemokratischer Zentral- Wahlverein für den ReichstagsDeutsche dahinterstecken, der mit unseren einheimischen Hezern" Wahlkreis Züllichau- Schwiebus- kroffen Sommerfeld. Versammlung so freundschaftlich verkehrt. Und die Belgrader Polizei tat nun das, jeden Dienstag nach dem 8. im Monat bei Patt, Dragonerstr. 15. was ja wohl wahrscheinlich auch die preußische Polizei in einem Arbeiter- Naucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen ähnlichen Falle täte: sie wies den deutschen Arbeiter aus. Soweit im Vereinskalender sind zu richten an Albert Liebetrau, Berlin, Putbuserwäre nun die Sache noch nach kulturstaatlichen" Begriffen ein- ftraße 15, IV.„ Gemütlichkeit IV", Friedrich, Frankfurter Allee 198. wandfrei. Weiter voraus in der Kultur ist man eben auch in " Ambalema", Udel, Forsterstraße 19. Eldorado", Schiefke, Grüner Feste Brüder Moabit", Schötz, Bremerstraße 71. Deutschland noch nicht. Das spezifisch Serbisch- orientalische zeigt sich eg, 120. Beilchenblau", Loppow, Prenzlauer Allee 206." Dewets Eiserne Pfeife", erst in der Art, wie diese Ausweisung vor sich ging. In Europa Engler, Schulstr. 5." Butunft", Neuendorf, Neu- Weißensee, Friedrichläßt man so einem staatsgefährlichen Ausländer, bevor man ihn straße 5. Neuer Berliner", Steffan, Wienerstr. 31.-" Gesundbrunnen", über die Grenze jagt, wenigstens Frist, seine Angelegenheiten zu Mädel, Aderstraße 68." Bolldampf", Wachs, Münchebergerstraße 8. ordnen und seinen Besitz zu veräußern, so daß er nicht aller Bar-" Domingo", Rohloff, Waldemarstr. 16.- Victoria", Heider, Borhagenerstr. 21. mittel entblößt ist. In Serbien machte man das anders. K. wurde Rauchlos", Stein, Rigdorf, Ziethenstr. 3.„ Unverzagt", Kaschinsky, Frieden plötzlich auf einem Ausflug samt seiner Gattin festgenommen und straße, Ede Stoppenstraße. Neuer Hain", Techtmeier, Langenbeckstr. 7. man expedierte das Paar sofort, ohne daß es auch nur in die" Excelsior", Donner, Lübbenerstr. 23. Rubiga", Herzog, Brizerstr. 46. " Weichselduft III", Rönning, Weißensee, Elsaßstr. 40. Gemütlichkeit I". Wohnung zurückkehren durfte, um die Dokumente und die not- Gläser, Manteuffelftr. 101. Gefnidte Rippe", Wagner, Andreasstr. 34. wendigsten Proprietäten mitzunehmen, über die Donau nach Zabat zur Asche", Jädel, Charlottenburg, Osnabrüderstraße 27. Freie Semlin. Semlin liegt in Ungarn, einem Lande, das in mancher Stunde", Grundmann, Büdlerstr. 18. Rein Streit", Haseloff, WeidenHinsicht schon zu Europa gehört, dessen Polizeiinstitutionen aber weg 66. Blaue Wolfe IV", Schuldt, Putbuserstr. 25.„ Einfach", " Granium", Heine, Littauerstr. 12. nicht weniger orientalisch sind als die in Serbien; die Semliner Bolad, Faldensteinstr. 19. Polizei behandelte das Paar als Vagabunden, nahm den Leuten die Wolfe II", Stöhler, Borndorferstraße 44. Bulgarien", Marth, Frucht69. straße paar Franten Bargeld, die sie noch bei sich hatten, ab, brachte sie Heimat", Hentschke, Wicleffstraße 15. Osten", Noiß, Samariterſtraße 40. Frohsinns Columbus SO.", Hede, gesondert im Polizeiarrest unter und schubierte vorerst die Frau Oppelnerstr. 19." Wiedersehen", Weber, Neu- Weißensee, Friedrichan die Landesgrenze nach Bruck an der Leitha. K. ist nämlich mit straße 35. Hand in Hand", Ewald, Wienerstr. 41. Graue Asche", seiner Gattin, die eine Oesterreicherin ist, nicht offiziell verheiratet; Brandt, Graudenzerstr. 2. Alter Berliner", Bedmann, Reichenberger für die ungarischen Polizistenseelen war also die vom Pfaffen nicht straße 46/47. Eintracht", Feldhan, Kochhannstr. 6. Grüner Hain", Müller, Wilhelm Stolzestr. 8. " Kairo", Dunaisti, Gatten böllig im unflaren gelassen wurde, begibt sich vorerst in Freie Männer I" Friedenau, Grube, Kaiser- Allee 85. Freie Männer", Lassoger, Groß- Lichterfelde, Chausseeihre Heimat in Deutschböhmen, hat aber keine Ahnung, wo sich ihr Stöslinerstr. 16. " Fidelitas", Luning, Hussitenstr. 34. straße 54. Frei weg", Hoppe, Gatte derzeit befindet und was mit ihm geschieht. Schöneberg, Merseburgerstr. 7. Wäre R. ein Großkapitalist und wäre Serbien eine Südseeinsel, Birginia", Schnieber ,, Admiralftr. 21.- Fibele Brüder III", Drecoll, Korea", Kellas, Frankfurter Allee 107. dann würde die Mißhandlung eines Deutschen wahrscheinlich auf Tilsiterstr. 70." Seegras", Krone, Liegnizerstr. 18. Merito", Heisge, der Stelle durch die deutsche Flotte gerächt werden. Petersburgerstr. 48( alle 14 Tage). Arbeiter- Radfahrerbund" Solidarität". Gau 9( Prov. Branden burg.) Alle Zuſchriften und Anfragen sind zu richten an den Gauporfißenden Karl Fischer, Waldstr. 8. Adlershof," Borwärts" jeden 1. und 3. Dienstag, bei Wölstein. Bernau, A. R. V. nach dem 1. und 15. 5ei Hermann, Ballstr. 2. Luckenwalde," Stern" nach dem 1.' und 15. bei Helau, Friedrichstraße 29. Rüdersdorf, Blitz" nach dem 1. und 15. bei Bademad. Betschau, Freie Radler" nach dem 1. bei Seidel, Bahnhofstraße.Stolpbrüd- Woltersdorf, Germania" nach dem 1. und 15. bei Lehmann. Arbeiter- Radfahrerbund Freiheit". Geschäftsstelle bei F. Liehr, Beinstr. 3, I. Norden", Löhrich, Panfstr. 32d." Boran I", jeden Dienstag nach dem 15. in Scheruchs Festsälen, Rüdersdorferstraße 45. Fahr wohl", Schumann, Bantit. 47." Komet", Rirdorf, im Restaurant " Karlsgarten", Karlsgartenstraße 6/10. Geier", Lichtenberg, Meißner, Stern", Köpeniderstr. 158. Fahr wohl", Frankfurter Chauffee 144. Ein evangelischer Geistlicher als Eidesverweigerer. Der seltene Friedenau, Friedenauer- und Wielandstraßen- Ede. Arbeiter Turnerbund. Turnverein" Fichte", Berlin, Geschäftsstelle Fall, daß ein Geistlicher die Leistung des Zeugeneides vor Gericht Berlin O. 17, Stoppenstr. 24 II, abends 8 bis 10 Uhr: 2. Männerabteilung: berweigert, ereignete sich dieser Tage gelegentlich einer Verhandlung Stalikerstr. 55/56; 4. Männerabt.: Moabit, Siemensstr. 20; 5. Männergegen den Volksschullehrer Stolz aus Hunderfingen, der sich wegen abteilung: Wattstr. 16; 6. Männerabt.: Stallschreiberstr. 54; 7. Männer131; 8. Männer- Abteilung: höchste- 22/17 Rörperverlegung im Amte vor der Ferienstraffammer in Ulm zu abteilung: Reichenbergerstr. " Blaue beglaubigte Che einfach Luft. Die Frau, die über das Schicksal ihres Graßig, Wrangelstr. 21. Grüner Sannftr. 6. Gemütlichkeit II", Bom Amte suspendiert. Der bisherige langjährige Gemeindevorstand Heber in Brießniß bei Dresden ist feines Amtes enthoben worden, weil gegen das GemeindeOberhaupt eine gerichtliche Voruntersuchung wegen finanzieller Verfehlungen eingeleitet worder. ist Eine gemütliche Gemeinde. In Malaga, jener schönen Stadt, deren Kassen jüngst die Zahlungen einstellten, haben Sonntag bier Munizipalräte, die sich nach einem heftigen Streit infolge von Meinungsverschiedenheiten ohne Erfolg ihre Zeugen geschickt hatten, in den Räumen des kaufmännischen Vereins mit Revolvern auf einander geschossen. Einer von ihnen wurde getötet, zwei find schwer verwundet. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, am Dienstag, den 8. August, nachmittags 5 Uhr, vom städtischen Krankenhause Moabit, Birkenstraße aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 172/19 Die Ortsverwaltung. Verein der Zimmerer Berlins u. Umgegend. Todes- Anzeige. Am Sonntag, den 6. Auguft 1905 starb unfer langjähriges Mitglied Gustav Richter Bahlstelle Friedenau. Ehre, seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 9. August, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Friedenauer Kirchhofes in der Wilhelmstraße aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 255/10 Der Vorstand. Von der Reise zurück Dr. Arthur Gottberg Ritterstr. 106. Sozialdemokratischer Wahlverein Friedenau. Am Sonntag früh verstarb unser Parteigenoffe, der Zimmerer Gustav Richter, am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Mittwochnachmittag 5 Uhr von der Leichenhalle des Friedhofes aus statt. Die Genossen treffen sich um 25 Uhr im Gesellschaftshaus. Bahlreiche Beteiligung erwartet 203/13 Der Vorstand. Am 6. Auguft verstarb meine 546b liebe Frau Julianne Kempa im 61. Lebensjahre. Die Beerdigung findet am Mitt woch nachmittags 6 Uhr von der Halle des Heiligen Kreuz Kirch hofes in Mariendorf aus statt. Um stille Teilnahme bittet Johann Kempa. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Begräbnis meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, des Schmiedeschirrmeisters E. Kuhi sagen wir hiermit unseren besten Dant, insbesondere den Kollegen der Firma Gebr. Bolkmann und den Sange brüdern des Vereins Nordwacht" sowie den Tischlern der Firma Richter. Witwe Kuhl 39548 nebst Kinderm Nr. 183. 22. Iahrgaag. 2. Kc!>U Ks Joraiitlf fnliiitt WsblM Dienstag, 8. Augast IM. Parteigenossen und Genossinnen! Heute abend 8 Uhr finden in Berlin und den Vororten Volksversammlungen statt, um gegen die Fleischnot und die Fleischverteuerung Protest zu erheben. Parteigenossen und Genossinnen! Bei den jetzigen Fleischpreisen ist ein großer Teil der arbeitenden Bevölkerung gezwungen, sich fast gänzlich des Fleischgenusses zu enthalten, oder muß sich— zur Schande unserer Nation— mit dem minderwertigen Fleisch der Freibank und dergleichen behelfen. Als unsere Vertreter im Reichstage auf die Folgen des Lebens- mittelwuchers hinwiesen, da predigten sie tauben Ohren. Heute schon zeigt sich, daß ein großer Teil des Volkes nicht mehr imstande ist, die Mittel für eine richtige Ernährung auf- zubringen, so daß Mann, Frau und Kinder langsam degene- rieren müssen. In den heutigen Versammlungen soll Gelegenheit gegeben werden, wuchtigen Protest einzulegen gegen die Beraubung und Bewucheruug der arbeitenden Bevölkerung; es soll Protest erhoben werden gegen die Politik der Reichsregierung, gegen eine Politik, die nur auf eine Bereicherung der Besitzenden und Auspowerung der Massen hinausläuft. Erscheint in Massen in den heutigen Versammlungen! Die Vertrauensleute Berlins und der Vororte. Die Vertrauenspersonen der Frauen. Serlmer l�admckten. Städtische Schweinezucht. Heute abend werden in 26 Versammlungen die Berliner Arbeiter gegen die unerhörte und gemeingefährliche Ver- teuerung der Fleischnahrung durch die besinnungslose agrarische Liebesgabenpolitik protestieren. Vor allem wird dem robusten preußischen Landwirtschaftsgcneral dabei die Wahrheit gehörig gegeigt werden; er ist schon deshalb der nächste dazu, weil er nicht nur zurzeit gerade das Landwirtschaftsministerium aus ihm selbst sicherlich ganz unbekannten Gründen verwaltet, sondern auch nebenbei noch Schweinezüchter ist. Mit dem Ungarn der Operette kann er von sich singen:„Mein idealer Lebenszweck ist Borstenvieh und Schweinespeck I" Indessen— die herbste Kritik bringt uns weder über die augenblickliche Notlage hinweg, noch sichert sie uns vor deren Wiederholung: wir müssen vielmehr auch auf positive Vorschläge zur Minderung der Fleischnot bedacht sein. Einen solchen, der besonders auf die Verhältnisse von Groß-Berlin Rücksicht nimmt, wird die nächste Nummer der von unserem Genossen Dr. Südekum herausgegebenen„Kommunalen Praxis" enthalten. Durch das Entgegenkommen des Herausgebers sind wir schon heute in der Lage, das Wescnt- lichste aus der Arbeit mitzuteilen, die einen bedeutenden deutschen Agronomen zum Verfasser hat. Ausgehend von der Frage, was die Städte zur Milderung der Fleischnot tun können, weist der Verfasser darauf hin, daß sie sehr wohl auf ihrem Gemeindelande große Schweine- züchtereien einzurichten vermöchten. Gerade Berlin habe auf seinen Rieselfeldern alle Vorbedingungen für eine rentable und für das Volkswohl hochbedeutsame derartige Anlage. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß man bei der im großen Stile betriebenen Schweinezucht auf den Berliner Rieselfeldern nicht nur die billigste Fleischproduktion, sondern auch die billigste Futterproduktion hat. Die Aufzucht der Borstentiere müßte nach amerikanischem Vorbilde zumeist im Weidebetriebs durchgeführt werden. Die Amerikaner schließen ihre Schweineherden in bewegliche Zäune ein. die je nach Bedarf von einer Stelle nach einer anderen verlegt werden. Grün- futter können die Rieselfelder in fast unbegrenzten Mengen hervorbringen; fünf Grasernten im Jahre sind nichts Seltenes. Diese reichlichen Ernten wären sofort und direkt für die Schweinezucht verwendbar. Dazu käme der Anbau von Hack- fruchten(Rüben) und anderen Futtergewächsen(z. B. Raps). die bekanntlich auch hervorragend gedeihen. Von besonderem Vorteile für die städtische Schweinezucht würde die Verwendung der vielen in der Großstadt vor- handenen industriellen Abfalle, z. B. der Biertreber. der Schlempe, der Kleie u. a. sein-, ganz abgesehen von den der- wertbaren Bestandteilen des 5küchenabfalle�, denen der Ver- fasser des erwähnten Artikels nur untergeordnete Bedeiitung beimißt. Die industriellen Abfallstoffe vertragen alle keine großen Transportkosten: ihre Verwendung m den stadtischen Schweinezüchtanstalten wäre vom volkswirtschaftlichen Standpunkte aus als geradezu ideal zu bezeichnen. Sehr geeignet zur Verwendung als �chlvemefutter ist ein Teil der Abfälle im Schlachthausbetriebe. Auch hier sind die großen amerikanischen Züchter bahnbrechend vorgegangen. Dazu kämen dann noch die Abfälle und minderwertigen Waren aus den Markthallen und endlich die Magermilch, für die heute vielfach die rechte Verwendung fehlt. Es würde der Stadtgemeinde sicherlich möglich und leicht sein, wit den Milchproduzenten und-Händlern einen vorteilhaften Abschluß auf Lieferung der rückständigen Magermilch zu machen. Und derartiger Futterquellen würden sich zweifellos noch eine ganze Anzahl eröffnen, wenn die städtische Schweinezucht nur erst bestände, denn es ist tatsächlich nicht absehbar, was eine Groß- stadt alles an verwendbaren Stoffen in sich birgt. Erfolgversprechend dürfte das Unternehmen um so mehr sein, in je größerem Stile es eingerichtet wird. 100000 Schweine könnten wohl mindestens alljährlich aufgezogen iverden, das wäre etwa'/, des Berliner Schlachtbedarfes von heute. Es kann keine Frage sein, daß das Angebot von 1(�000 schwemen zu soliden Preisen die Schwcinefleischpreise m Berlin dauernd auf erträglicher Höhe halten würde. Den agrarischen Schnapphähnen könnte man damit das Handwerk um so eher legen, als ja von der kommunalen Viehzucht bis zur koniniu- nalen Fleischversorgung nur ein S ch r i t t ist. Wenn man etwa einwenden wollte, daß die Anlage des Unternehmens zunächst erst einmal eine Riesensumme kosten dürfte, so ist dagegen zu sagen, daß erstens die Schweine- zucht, so weit es irgend angängig ist. als Weidebetrieb gedacht ist; und daß zweitens die notwendigen Baulichkeiten durchaus nicht kostspielig zu sein brauchen. Auch hier wieder wende man den Blick auf die amerikanischen Vorbilder I Heizung der luftigen Ställe und motorische Kraft würde aus einer großen zentralen Kesselanlage zu beschaffen sein, die so einfach wie möglich gedacht ist. Mit Recht sagt der Verfasser des Artikels in der„Kommunalen Praxis":„Es soll und wird die städtische Schweinezucht Gelegenheit zur Entfaltung modernster technischer Fortschritte bieten, die noch über die anierikanischen hinausgehen; man muß sich nicht vorstellen, daß die Schweinezucht auch nur ein landwirtschastllches Geheinmis sei,— sie ist noch nicht einmal eine vollendete Technik I Sie ist aber zweifellos eine sehr ein- fache(dabei sehr einträgliche Sache, denn sonst würde sie mit den unvollkommenen Hülfsmitteln der deutschen Landwirtschaft nicht möglich sein!" Es ist nicht nur möglich, sondern geradezu notwendig, daß die städtischen Gemeinwefen alles tun, was in ihren Kräften steht, um die Bevölkerung vor den Schäden der agrarischen Raubpolitik zu bewahren. Hier ist ein Mittel gegeben I Richtet die Stadt Berlin eine solche Schweinezucht großen Stiles ein, dann wird die städtische Bevölkerung, be- sonders die ärmere, sehr bald ein billiges und dabei gutes und gesundes Schweinefleisch haben; sie wird nebenbei den „Patrioten" auf dem Lande noch die besondere Freude niachen, daß jeder Bissen Schtveinefleisch— ein nationales Produkt ist._ Aufklärungen über den Milchstreit werden jetzt bald von dieser, bald von jener Seite verbreitet. Der Jammer ist nur der, dah da immer eine Aufklärung der anderen widerspricht, obwohl jede der streitenden Parteien über die unerschütterlichsten Beweisstützen verfügt, über ganz zweifelsfreie Weisheiten von an- erkannter Unfehlbarkeit, als da sind: wissenschaftliche Gutachten, bebördliche Anordnungen, gesetzliche Vorschriften und mehr der- gleichen. Nachdem gegen die d ä n i s ch e M i l ch. die die Milchhändler nach Berlin einführen, die Milchzentrale einen dänischen Professor als Eideshelfer herbeigeschleppt hat, ist jetzt wieder der Verband der Milchhändlergenofsenschaften an der Reihe. In einem Schreiben, das der Verband den Zeitungen übersendet, wird ausgeführt, datz die sogenannte Pasteurisierung oder Abkochung der Kuhmilch vor dem Verkauf, die man jetzt bei der aus Däneniark einzuführenden Milch als bedenklich und den Kindern gefährlich bezeichne, tatsächlich auch bei uns geübt werde, und datz die Pasteurisierung entweder der Vollmilch oder der Nebenprodukte, d. h. der Magermilch, Buttermilch und Molken, für ge- wisse Fälle, in Zeiten allgemeiner Seuchengefahr oder bei Sperrung auch nur eines der beteiligten Viehbestände, zur Verhütung von Seuchen- Übertragung gesetzlich und unter Androhung von Strafen vor- geschrieben sei. Es wird hingewiesen auf Anregungen, die von landwirtschaftlichen Interessenvertretungen selber gegeben worden seien, auf einen im Jahre 1900 gefaßten Beschluß der Landwirt- schaftskammer für die Provinz Brandenburg, auf eine Regierungs- Polizeiverordnung aus demselben Jahr, auf einen in demselben Jahr veröffentlichten Artikel des Direktors der staatlichen brandenburgischen Molkerei-Lehranstalt, auf das praktische Beispiel der modernen, mit Pasteurisierungsapparaten ausgerüsteten Molkereien, so der Karstädter Molkerei des Herrn v. Podbielsli. Herr Ernst Ring, der agrarische„Boß" der Milchzentrale, der Viehzentrale usw., scheine— so schließt das Schreiben— mit seiner Warn u ir g vor der dänischen Milch„nach amerikanischenr Muster geradezu einen Bluff der öffentlichen Meinung gewagt zu haben". Nun ist wieder Herr Ernst Ring au der Reihe. Vom alten, lieben Zopf der Ferienarbeiten. lieber den Zweck der Schulferien scheint mancher Lehrer immer noch recht sonderbare Anschauungen zu haben. Sind sie zur Er- holung da oder zur Arbeit? Früher meinte man, auch in den Ferien müsse stramm ge- arbeitet werden. Das galt noch vor wenigen Jahrzehnten als ganz selbstverständlich, zwar nicht bei uns Jungen, aber desto mehr bei den Lehrern und auch bei den meisten Eltern. Wir erinnern uns da eines alten Lehrers, der bei jedem Schulschluh seine Schüler mit dem brummigen Abschied in die Ferien entließ, notwendig seien die Ferien eigentlich nur für die Lehrer. Mit der Zeit haben sich dann die Meinungen über diese Frage gewandelt. Heute weiß so ziemlich alle Welt, daß die Ferien unseren Kindern mindestens ebenso notwendig sind wie den Lehrern. Dem entsprechend sind auch die Ferienarbeiten immer mehr eingeschränkt worden und vielfach wird bereits gänzlich auf sie verzichtet. Es hat sich die Ansicht Bahn ge- brechen, daß der Gewinn an Kenntnissen, den Ferienarbeiten etwa bringen können, den Verlust nicht aufwiegt, den dabei die Kinder an ihrer körperlichen und auch geistigen Erholung erleiden. Hier und da begegnet man aber doch noch Lehrern, die den Eindruck machen, datz sie den lieben, alten Zopf der Ferienarbeiten möglichst in seiner ganzen, stattlichen Länge konservieren möchten. Ist es nur die Macht schlechter Gewohnheit, die sie festhält im Bann- kreis der älteren Anschauung über den Ferienzweck? Oder fürchten sie, ohne Ferienarbeiten die Kinder nicht in der vorgeschriebenen Zeit an das ihnen gesteckte Ziel bringen, nicht bis zum Jahresschluß mit ihrem Klassenpensum fertig werden zu können? Aus der 8 8. Knabenschule in der Bergstraße wird unS eine Probe des Ferieuarbeitsunfugs gemeldet, die unsere? ErachtenS tveiteren Kreisen bekannt zu werden verdient. Dort erwartet der Lehrer einer 8. Klasse von seinen im zweiten Halbjahr stehenden Schulrekruten ein Uebermatz von Ferienarbeiten, das wir zunächst für unglaublich gehalten haben. Er meint, daß folgende Arbeiten für siebenjährige Jungen nicht zu viel seien: im Lesen täglich eine Seite dreimal üben, im Schreiben täglich eine Seite aus der Tafel üben(die letzt« Uebung vorzeigen), im Rechnen täglich eine Seite auf der Tafel üben(die letzte Uebung vorzeigen). Unsere Leser werben annehmen ioollen, daß hier«in Mißverständnis eines einzelnen Kindes vorliegen müsse. Aber wir haben uns vergewissert, daß diese Vermutung— leider— nicht zutrifft. Das Unterrichts- und Erzichungsverfahren eines bestimmten Lehrers öffentlich zu kritisieren, ist immer ein heikles Ding. Wir entschließen uns nicht leicht zu solchem Schritt; denn wir wissen, daß dergleichen Kritiken kaum geeignet sein können, die Freudigkeit des betreffenden Lehrers zu steigern. Manchmal aber mutz doch eine öffentliche Besprechung als das allein Nichtige erscheinen, weil nur von ihr mit Sicherheit eine Abhülfe zu erwarten ist. Eltern, die den Mut haben, sich direkt zu beschweren, dürfen keineswegs immer darauf rechnen, bei der Schule das wünschenswerte Entgegenkommen zu finden. Nur zu rasch ist man dort bereit, einem Vater oder einer Mutter zu erwidern:„Das verstehen wir besser." Zu den Vorkommnissen, bei denen eine öffentliche Be- sprechung geboten ist, gehören die Ucbcrschrcitungen des leidigen ZüchtigungSrcchtcs. Wir zählen dazu auch die. oben mitgeteilte arge Probe von weitestgehender Ausnutzung deS leider noch be- stehenden Rechtes, den Kindern ihre Ferienerholung durch Ferien. arbeiten zu schmälern. Wir hoffen, daß diese Veröffentlichung einen Anlaß geben wird, �im Punkte der Ferienarbeiten auch der sogenannten„freiwilligen', den Lehrern unserer Gemeindeschulen künftig etwas schärfer aus die Finger zu sehen, falls man nicht lieber ganz mit diesem Unfug aufräumen will. Wie»mg wohl der Lehrer, der seine Anschauungen über den Zweck der Schulferien so betätigt hat, selber die Ferien hinbringen? Wird dieser Pädagoge in den fünf der Erholung bestimmten Wochen an seiner Weiterbildung wit demselben Eifer arbeiten, den er von siebenjährigen Schülern erwartet? Ans der Baugeschichte des Märkischen Museums werden jetzt, wo dieses Gebäude seiner Vollendung entgegengeht, einige Angaben auf Beachtung rechnen dürfen. Gebaut wird seit sechs Jahren, aber die ersten Verhandlungen über die Schaffung eines eigenen Hauses für das Museum reichen um das Dreifache dieses Zeitraumes zurück. Schon in der Mitte der 80er Jahre hatte die Museumsverwaltung Verlangen nach einem solchen Hause geäußert. Im Oktober 1889, vor jetzt bald 16 Jahren, beantragte die Direktion beim Magistrat die Errichtung eines Museumsgebäudes und schlug als Bauplatz den Köllnischen Park vor. Magistrat und Stadtverordneten-Versamm- lung stimmten 1892 grundsätzlich zu. Es fand dann 1893 der öffent- liche Wettbewerb statt, aus dem der Möllersche Entwurf den ersten Preis davontrug. Zur Ausführung kam dieser Entwurf nicht, namentlich deshalb, weil die erforderliche Summe von annähernd 2 Millionen Mark zu hoch erschien. Die städtischen Behörden wollten damals möglichst nicht über 1 Million Mark hinausgehen. Die weiteren Verhandlungen rückten in den nächsten Jahren nicht recht von der Stelle. Erst nachdem im Herbst 1896 Stadtbaurat Hoff- mann sein Amt angetreten hatte, wurden im Frühjahr 1897 die Bauentwurfsarbeiten neu aufgenommen. Im Frühjahr 1898 wurde der Hoffmannsche Entwurf, dessen Ausführung reichlich 1% Millionen Mark kosten soll, genehmigt. Eine neue Verzögerung entstand aus der notwendig gewordenen Veränderung der Baufluchtlinie der Wallstratze, für die erst im Frühjahr 1899 die staatliche Genehmi» gung einging. Erst im Juni 1899 konnte endlich mit den Erdarbeiten begonnen werden. Die Fundamentierung des Gebäudes, besonders des Turmes, brachte dann eine nochmalige Verzögerung, weil der Baugrund schlecht war. Die Vollendung des Baues wurde anfänglich schon für Frühjahr 1904 erwartet. In städtischer Jmnpflege befanden sich Anfang Juli d. I. 6365 Personen und zwar 3787 Männer, 2655 Frauen und 423 Kinder. Davon wurden verpflegt: in der Irrenanstalt Dalldorf 751 Männer, 589 Frauen und 69 Kinder; in der Jdiotenanstalt Dalldorf 175 Kinder; in der Irrenanstalt Herzberge 759 Männer und 274 Frauen; in der Anstalt für Epileptische Wuhlgarten 674 Männer, 472 Frauen und 161 Kinder. In Privatanstalten waren 1280 Männer und 1100 Frauen untergebracht, während 323 Männer, 220 Frauen und 78 Kinder in Privatpflege gegeben waren. Berliner Asyl-Bcreii» für Obdachlose. Im Monat Juli nächtigten im Männer-Asyl 21 580 Personen, wovon 11 292 badeten, im Frauen-Asyl 4422 Personen, wovon 1143 badeten. Der Direktor der städtischen Straßenreinigung, Gustav Schloßly, der erst vor einigen Wochen pensioniert wurde, ist am Sonntag im Alter von 65 Jahren gestorben. Schloßky hat auch eine„Geschichte des Straßenreinigungswesens" geschrieben, die noch der Veröffent- lichung harrt. 14. Arbciter-Sängcrfest. Auch das diesjährige Sängerfest deS Arbeiter-Sängerbundes war ein Massenfest der Berliner Arbeiter. Bis in den späten Nachmittag hinein brachten Zug auf Zug, sowie Dampfer und Kremser die Scharen der proletarischen Sänger und Sangesfreunde zu Tausenden nach dem beliebten Friedrichs- Hagen. Wohl 40 000 Personen hatten sich beim /Müggelschloß" und„Strandschloß" angesammelt und belagerten Gärten und Wald- platze oder ergingen sich an den grünen Ufern des spiegelglatten Müggelsees. Das Wetter war prächtig. Die drückende, erschlaffende Hitze der letzten Tage war bei bedecktem Himmel einer angenehmen Kühle gewichen, so daß die Festteilnehmer nicht gerade Waschwasser zu schwitzen brauchten. Dennoch hatten Männlein und Weiblein einen respektablen Durst mitgebracht, und die Kellner mußten laufen wie geölte Maschinen. Ein eigenartiges Bild bot die Kaffeeküche. Sie war stundenlang von Frauen und Mädchen förmlich belagert; glücklich diejenigen, die endlich mit gefüllter Kanne zu Vätern zurück- lehren konnten. Erschöpft und keuchend sagte Mutter denn man bloß: Na so wat! Als dann der schier endlose Festzug mit der Musik und den vielen Bannern seinen Marsch durch den Wald beendet hatte, kon- zentrierte sich das Hauptinteresse allgemein auf den Festgesang. 152 Vereine mit 2200 Sängern nahmen daran teil. Weit um den rot geschmückten Festplatz'herum staute sich die Menge der Zu- Hörer Kopf an Kopf. Mit einem herzlichen Willkommen begrüßte nun der Bundesvorsitzende M e h e r die erschienene Arbeiterschaft, gleichzeitig auf den Wert der A r b e i t e r- Gesangvereine hinweisend. Und dann brauste der exakte Massengesang herzerhebend in macht- vollen Akkorden über die stille waldige Halde, fern ein melodisches Echo weckend. Jedes Lied trug den Sängern und ihrem Dirigenten Blobel reichsten Beifall ein. Als sich später die Massen in zwanglose Gruppen aufgelöst hatten, wurden sie noch durch manchen frisch-sröhlichen Gesangsvortrag der einzelnen Vereine erfreut. So nahte schließlich der späte Abend und damit das Ende des im vollsten Sinne des Wortes harmonisch verlaufenen Festes. Ja sogar über die schon sprüchwörtlich gewordene„drangvoll-fürchterliche Enge" der buchstäblich vollgepfropften Eisenbahnznge setzten sich unsere Genossen mit gutem Berliner Humor hinweg; mußte»! sie doch, um nur mitzu- kommen, sogarin die Packwagen einsteigen, wo allerdings manche zarte und unzarte Hand und manches weiße Kleid eine sehr unangenehme Bekannt- schaft mit dem auffallend dick abgelagerten, echt staatspreußischen Packwagcnschmutz machen mußten. Die Rückbeförderung mit den Dampfern ließ ebenfalls viel zu wünschen übrig. Als gegen 12 Uhr nachts die letzten Fahrzeuge von den Passagieren besetzt wurden, entstanden wahre Kämpfe um die Eroberung von Plätzen. In dem großen Gedränge wurden mehrere Frauen ohnmächtig; eine Frau soll so schwer verletzt worden sein, daß sie nach dem Krankenhause gebracht werden mußte. Daß die Friedrichshagener Fähre den außergewöhnlichen An- fordernngen auch diesmal wieder nicht gerecht zu werden vermochte, sei nur nebenbei bemerkt. Nicht unerwähnt bleiben darf aber die uneigennützige Tätigkeit der Arbeiter-Samariterkolonne und des Arbeiter-Schwimmerbundes bei dem Feste. Die Hülfswachen beider Vereinigungen wurden tagsüber deS öfteren in Anspruch genommen. und bereitwilligst boten sie jedem ihre guten Dienste. Graf Pücklcr soll an den Amtsrichter, der seine Verhaftung ver- anlaßte, einen Drohbrief gesandt haben, worin er zum Zweikampf auffordert. Der Brief sei aber nicht angenommen worden. Eine größere Gesellschaft gewerbsmäßiger Glücksspieler, die zum größten Teil auS Berlinern besteht, ist nach einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft in Rostock i. M. an die hiesige Kriminalpolizei gelegentlich der in der Zeit vom 24. bis 26. Juli zu Doberan ab- gehaltenen Pferderennen festgenommen worden. Die Verhafteten sind der Agent Albert Wanzeck, Kellner Domerscheditz. Tisckiler Uschnfski, Kaufmann Map Löwenthal und Kausinann Julius Kögel aus Berlin, ferner fünf Glücksspieler aus Hamburg und ein Agent Howind aus Altona. Zwei Berliner Glücksspielern, dem Handels- mann Otto Kurzwig und Kaufmann Otto Berndt, ist es gelungen zu entkommen. Gegen beide sind Steckbriefe erlassen worden. Uever eine Strnßenbahnwagcn-Karambolage, die glücklicherweise keine Verletzung von Personen zur Folge hatte, wird uns ge- schrieben: Ich fuhr am Sonntag mit der Straßenbahn von der Linlstraße nach Schmargendorf imd nahm auf dem Hinterperron des Anhängewagens Platz. Es war dies einer jener langen Wagen der ehemaligen Dampf-Straßenbahn. In Schöneberg traf der Wagen- zug in einer kurzen Kurve mit einem in entgegengesetzter Richtung fahrenden Wagenzuge zusammen. Da bei Abmessung der Kurven anscheinend keine Rücksicht auf die alten Wagen der Dampf- Straßenbahn genommen worden ist, die sich durch ihre außerordent» liche Länge auszeichnen, prallten mitten in der Kurve die Anhänge» wägen der beiden sich begegnenden Züge mit den Dachkanten heftig zusammen, wodurch die Perronpassagiere etwas unsanft durcheinander geschüttelt wurden, ohne indes iveiteren Schaden zu leiden. Es wurde nur die Hintere Kante des Daches des von mir benutzten Wagens etwas zersplittert. Um schlimmere Folgen solcher Zusammen stoße zu vermeiden, wäre es wünschenswert, wenn die Verwaltung der Straßenbahn ihre Wagenführer dahin instruierte, daß die Be- gegnung zweier Züge in so kurzen Kurven in Zukunft vermieden wird. Eine Liebestragödie, deren Schlußakt sich in der Nacht zum Sonntag in einem Hotel am Schiffbauerdamm 13 abspielte, ist noch ganz unaufgeklärt. Ein Herr und eine Dame, die am Sonnabend- abend dort einkehrten und auf ihrem Zimmer noch eine Flasche Rot- wein tranken, kamen vorgestern den ganzen Tag nicht mehr zum Vorschein. Als endlich der Wirt nach vergeblichem Klopfen das Zimmer öffnen ließ, saßen die Gäste tot auf dem Sofa. Sie wollten, wie ein hinterlassener Zettel besagt, wenigstens im Tode vereint sein. Näheres geben sie über ihren Selbstmord, den sie mit Chankali ausführten, nicht an. Die Persönlichkeiten sind noch nicht festgestellt. Die Selbstmörder, die sich in das Fremdenbuch als Louis und Marianne Carren aus Hannover eingeschrieben hatten, vernichteten vor dem Tode alle Ausweispapiere und Kleidungs- und Wäsche- zeichen. Der Mann ist etwa 28 Jahre alt, 1,71 Meter groß, kräftig gebaut und dunkelblond. Er trug sein dünnes Haar kurz geschnitten und einen kleinen blonden Schnurrbart. Auf dem linken Daumen hat er unterhalb des Nagels eine Narbe. Die Dame ist etwa 2S Jahre alt. Beide waren sehr gut gekleidet und haben äugen- scheinlich den besser gestellten Kreisen angehört. Von einem Omnibus überfahren und schwer verletzt wurde am Sonnabend der Kaufmann Heinrich Otto, Soldinerstr. 37. O. wollte am Leipzigerplatz den Fahrdamm überschreiten, geriet infolge des starken Verkehrs an die Pferde eines Omnibusses heran und wurde zu Boden gerissen. Die Räder des schweren Wagens gingen dem Bedauernswerten über die Unterschenkel hinweg. Schwerverletzt wurde der Verunglückte nach der Charit« gebracht. Straßenunfälle. Zum Krüppel gefahren wurde Sonnabend nach- mittag der 12 Jahre alte Schüler Wilhelm Haack aus der Mirbach- straße 9. Als der Knabe den Handwagen einer Konditorei durch die Skalitzerstraße schob, fuhr ihm ein Mörtelwagen, der von der Wrangelstraße um die Ecke kam, ohne daß er ihn sah, den rechten Fuß ab. Der Verunglückte wurde von der Rettungswache am Görlitzer Bahnhof nach dem Krankenhause am Urban gebracht.— Auf dem Heimwege von einer Landpartie totgefahren wurde in der Nacht zum Sonntag der 35 Jahre alte Kutscher Wilhelm Kunz aus der Garten- straße 195/196.— Gestern abend fiel das 3 Jahre alte Töchterchen Walli des Jnstrumentenmachers Hermann Liebelt während der Fahrt in einer Droschke in Begleitung des Vaters am Luisen-Ufer aus der Droschke und wurde von dieser über die Brust gefahren, so daß der Brustkasten eingedrückt wurde und der Tod auf der Stelle eintrat. Der Unfall ist dadurch herbeigeführt worden, daß die Droschkentür sich plötzlich öffnete und das Kind infolge Rütteins des Wagens herausfiel. Ein schwerer Unfall hat sich am Sonnabend in der Allgemeinen Elektrizitäts-Gesellschaft in der Brunnenstratze zugetragen. Beim Transport von Gehäusekastcn für Transformatoren wurde der Schlosser E. Weher, Müllerstr. 35 wohnhaft, am Unterleib so schwer verletzt, daß er nach dem Lazarus-Krankenhause gebracht werden mußte. Der Unfall wird auf ungenügende Transportvorrichtung zurückgeführt. Der Raum, in welchem das Unglück passierte, wird von den Arbeitern als„Totenkammer" bezeichnet. Ein kostspieliges Abenteuer mit einer exotischen Dame hatte ein wohlhabender Herr aus der Provinz, der sich vorübergehend in Berlin aufhält. Auf einem Spaziergang nach dem lateinischen Viertel begegnete ihm spät abends ein junges Mädchen, das ihm durch die äußere Erscheinung auffiel. Mit der neuen Bekanntschaft, die den ausgesprochenen Typus einer Kreolin zeigte, trat der Fremde von der Ecke der Friedrich- und Karlstraße aus eine Bier- reise an, die sich ziemlich lange ausdehnte. Endlich sah sich der Kavalier in einem größeren Lokale allein. Seine Dame hatte das Bedürfnis empfunden, einen Augenblick von seiner Seite zu weichen, und kam nicht wieder. Als er nach langem vergeblichen Warten die Zeche bezahlen wollte, bemerkte er zu seiner nicht gerade angenehmen Ueber- raschung. daß mit der schönen Kreolin sein Portemonnaie mit 1199 M. verschwunden war. Das Portemonnaie enthielt außer dem Gelde auch noch ein Bund Schlüssel, das der Bestohlene ebenfalls schmerzlich vermißt. Die Diebin ist ein Mädchen von 29 bis 24 Jahren, 1,69 Meter groß und schlank gewachsen. Sie hat die gelbe Gesichts- färbe der Kreolin, schwarzes, hinten kurz gelocktes Haar, eine niedrige Stirn, dunkle Augen und Augenbrauen, eine Stumpfnase, einen breiten Mund mit guten, wejßen Zähnen und ein längliches Gesicht; sie war dunkel gekleidet und spricht gebrochen deutsch'. Schwer bestrafter Leichtsinn. Verhängnisvolle Folgen hat das leichtfertige Umgehen mit der brennenden Tabakspfeife für den 82 Jahre alten Tischler Heinrich Brandes, Mulacksw. 5, gehabt. B., ein passionierter Tabaksraucher, konnte dieser Leidenschaft auch dann nicht widerstehen, wenn er sich aufs Bett zur Ruhe gelegt hatte. So ging es denn auch nicht ohne die hrennende Pfeife, als er sich gestern nachmittag aufs Lager hingestreckt hatte. Bald war der Greis ein- geschlafen und von siechenden Schmerzen gepeinigt wachte er kurz danach wieder auf. Funken, die aus der Tabakspfeife herausgefallen waren, hatten das Bett und die Kleidung des Schlafenden in Brand gesteckt. Lichterloh brennend eilte B. nach dem Flur, wo es Nachbarn gelang, das Feuer zu ersticken. Die später eintteffende Feuerwehr sorgte ftir die Ueberführung des Schwerverwundeten nach dem Hedwigs-Krankenhause. Die Brandverletzungen sind so gefährlicher Natur, daß an dem Aufkommen des Greises gezweifelt wird. Bcruiißt wird seit dem 1. d. M. der 21jährige Wilhelm Hube, welcher versuchsweise aus der Anstalt für Epileptiker in Wuhlgarten beurlaubt war. Die Angehörigen des Kranken befürchten, daß ihm ein Unfall zugestoßen ist. Im Polizeigewahrsam gestorben ist der 44 Jahre alte obdachlose Händler Anton Szimanowsky. Er machte sich in der Nacht zum Sonnabend beim Rosenhandel einer gewerblichen Uebertretung schuldig und wurde in Gewahrsam genommen. Nachmittags um 6 Uhr starb er in der Zelle. Die Todesursache steht noch nicht fest. Einer Diebes- und Hehlerbande, die im großen arbeitete. hat die Kriminalpolizei ein ganzes Warenlager abgenommen. Sie war mit den besten Werkzeugen und vielseitig ausgeriistet und verübte nach den bisherigen Ermittelungen mindestens 39 Einbrüche. Gerät zum Oeffnen von Patentschlössern und Stichsägen fehlten ihr ebensowenig wie gewöhnliche Dietriche und Werkzeuge zum Durchschneiden eines metallenen Türbelages, mit ihren Steinmeißeln stemmten die Einbrecher jede'Kramme aus, auch wenn sie noch so fest in Zement gelegt war. Auch ein Teil der Geldschrankeinbrüche aus der letzten Zeit kommt auf ihre Rechnung. Ein größerer Einbruchsdiebstahl wurde in der Nacht zum Montag in dem Herrengarderobengeschäft von H. E s d e r s u. D h ckh o f t in der Oranienstr. 43 verübt. Die Diebe liehen sich abends ein- schließen und durchbrachen dann vom Hausflur aus eine Wand zu den Geschäftsräumen der Firma. Hier suchten sie zunächst nach Geld, fanden aber die Kassetten leer. Nunmehr hielten sie unter den Warenvorräten eine gute Auswahl und nahmen Anzüge im Werte von über 599 Mark mit. Von den Tätern fehlt bis jetzt jede Spur. Eine erregte Szene spielte sich gestern nachmittag in der Nähe des Bahnhofs Gesundbrunnens ab. Ein junges Mädchen ging mit einem kleinen Kinde auf dem Arme in Begleitung einer Freundin spazieren, als plötzlich ein junger Mann hinzusprang und ihr das Kind zu entreißen versuchte. Laut jammernd preßte diese das Kleine an sich, während die Freundin den jungen Mann in seinenr Vor- haben zu hindern versuchte. Dem Angreifer gelang es schließlich, daS Kind in seine Gewalt zu bekommen und sich von den Um- klammerungen des Mädchens loszumachen. Blitzschnell schwang er sich auf einen eben vorberfahrenden Straßenbahnwagen und war im nächsten Moment verschwunden. Selbstmordchronik. In der Schankwirtschast von Glager in der Lychenerftraße erschoß sich der 29 Jahre alte Zimmerer Friedrich Mainzer. Als Motiv wird Schwermut angegeben.— Unheilbare Krankheit veranlagte die 69 Jahre alte Magdalene Baldiek, Sedan- straße 59, sich mit Morphium zu vergiften. In bedenklichem Zu- stände wurde die greise Selbstmordkandidatin nach dem Krauken- Hause gebracht.— Furcht vor dauerndem Siechtum hat dem 41 Jahre alten Mechaniker Dominik Kapral aus der Händelstt. 17, der am Rückenmark leidet, das Leben unerträglich gemacht. In der Nacht zum Sonntag suchte er ihm mit Lysol ein Ende zu machen, wurde aber noch lebend in ein Krankenhaus gebracht.— Am Tegeler See mit Lysol vergiftet hat sich der 15 Jahre alte Arbeitsbursche Karl Schmidt, der Sohn eines Kutschers aus der Prinz Eugensttaße 29. Er fürchtete, an einem Lungenleiden früh- zeitig sterben zu müssen, obwohl der Arzt schon nach kurzer Be- Handlung eine Besserung feststellte, und verließ am Sonnabend abend um 7>/z Uhr die elterliche Wohnung mit dem Bemerken, daß er spazieren gehen wolle. Gestern fand ihn der Gemeindediener von Tegel tot am Ufer des Sees liegen. Er hatte mit Lysol seinem Leben ein Ende gemacht. Bei ihm fand man zwei Briefe. Sie lauten:„Liebe Eltern I Verzeiht, daß ich tot bin. Ich war zuletzt bei Schwandke. Paul, Anna, adieu! Besten Gruß! Ich bin am See aufgefunden!" und(an seinen Bruder):„Lieber Emil! Du bist der beste. Es grüßt Dich der liebe Gott, wenn wir uns wiedersehen." Großfeucr aus der Trabrennbahn. Eine Feuersbrunst, wie sie zum Glück in den Annalen Großberlins selten ist, hat in letzter Nacht die Trabrennbahn in Westend heimgesucht und schweren Schaden angerichtet. Um Va2 Uhr wurde die Charlottenburger Feuerwehr von der Eschenallee in Westend aus alarmiert und Großfeuer ge- meldet. Sofort gingen unter Leitung des Branddirekkors Bahrdt die Löschzüge ab, die aber erst nach zwanzig Minuten nach Westend hinausgelangten und dort die Schuppen und Pferdeställe, in denen sich die Traber der Rennbahn, die zweirädrigen Sulkys und die Futtervorräte befanden, in hellen Flammen sahen. Das Feuermeer hatte bereits eine große Ausdehnung gewonnen, da auf der gesamten Bahn beim Auskommen des Brandes nur ein Wächter und ein Stallknecht anwesend waren. Das übrige Personal vergnügte sich fernab in Kneipen bei Bier und Tanz. Der Wächter stand dem Feuer völlig machtlos gegenüber, da die vorhandene Wasserleitung so gut wie wertlos war. Die Charlottenburger Feuer- wehr griff den Brandherd sofort mit fünf Schlauchleitungen an, die ununterbrochen ihre Wassermengen in die Glut schleuderten. Es schien aber ein vergeblicher Kampf, um so mehr, als die Mann- schaften ihre Hauptkraft auf die Rettung der angrenzenden Stallungen richten mußten. Nur der fast übermenschlichen Anstrengung der Feuerwehr ist es zu verdanken, daß das Feuer nicht noch größeren Umfang annahm. Die sengende Hitze, der dichte, atemberaubende Qualm und donnernd herabstürzendes Gebälk machten die Arbeit höchst gefahrvoll. Während der Löscharbeit spielten sich bei strömendem Regen und im Dunkel der Nacht wilde Szenen ab. Die edlen Traber in den brennenden und den Nachbarställen rissen sich von den Strängen los und jagten wie sinnlos auf die löschenden Mannschaften zu, die ihr Leben nun auch noch von den Tieren be- droht sahen. Die Pferde, etwa 39 bis 49 an der Zahl, durchbrachen den Feuerwehrkordon, stürzten in völliger Dunkelheit der Rennbahn zu und retteten sich durch Sprünge über die Barriere auf den Rasen. Während die Feuerwehr ihren fast dreistündigen Kampf zegen die Flammen weiter focht, eilten Pierdepfleger den cheuen und wild um sich schlagenden Pferden nach. Einer der Pfleger erhielt so schwere Verletzungen, daß er auf einem Unfall- wagen in das Krankenhaus Westend übergeführt werden mutzte.— Als gegen 5 Uhr die Flammen abgelöscht Ovaren, vermochte man den Schaden zu übersehen. Ein großer Pferdestall, zwei Schuppen von 59 Meter Länge und 19 Meter Breite waren ein Raub der Flammen geworden. Sechs Rennpferde, unter ihnen bekannte Traber wie „Myosotis",„Sympathie" und„Gertrud Prose". waren verbrannt. Gegen dreißig hatte man retten können. Einem Zufall nur ist es zu verdanken, daß der Schaden nicht noch höher wurde. Die Trab- rennen, die gestern in Altona-Bahrenfeld'gelaufen wurden, werden die Ursache gewesen sein, daß einige Boxen in Westend in letzter Nacht leer gestanden haben. Die Entstehung des Brandes konnte noch nicht festgestellt werden; wie wir erfahren, soll das Feuer auf Nach- läsfigkeit beim Rauchen zurückzuführen fein. Auch zahlreiche SulkyS verbrannten. Feuerbericht. Neben einem großen Tischlereibrande in der Jnvalidenstr. 13 hatte die Wehr m den letzten 48 Stunden noch über ein Dutzend andere Feuer abzulöschen. Montag früh wurde ie nach der Dresdenerstt. 97 gerufen, weil dort im dritten Stock der Fußboden und die Balkenlage in einer Druckerei in Brand ge- raten war.— Regale, Kisten zc. gingen dann in der Wollinerstr. 43 in einem Laden in Flammen auf, während in der Barnimsw. 41a in einem Keller Feuer entstanden war.— Weiter mußten fünf Preßkohlenbrände unterdrückt werden, wovon allein drei auf den Ostbahnhof entfallen. Die anderen zwei kamen in der Duncker- traße 63 und in der Lynarstraße auf einem Platze aus. In allen Fällen nahm die Ablöschung lange Zeit in An- pruch.— Auf dem Exerzierplatz in der Schwedterstraße war an ein Sofa böswillig Feuer gelegt. Der Täter konnte nicht ermittelt werden.— In der Steinmetzstr. 29 und in der Blumen- traße 194a gab es dann Schornsteinbrände zu beobachten.— Nachmittags kam in der Mulackstr. 5 in der Wohnung des Privatiers H. Brandes Feuer aus, das bald Möbel, Decken-c. ergriff. B. erlitt dabei schwere Brandwunden am Unterkörper und mußte sofort nach dem HedwigS-Krankenhause geschafft werden, wo er schwerkrank darniederliegt.— In der Waldemarstr. 49a brannte es dann in einer Kunstwerkstatt.— Die übrigen Alarmierungen, die noch aus der Landsbergerstr. 61, Bernburgerstr. 25, Stargarderstr. 68 und einigen anderen Stellen einliefen, waren auf ganz unbedeutende Anläffe zurückführen.__ Eine wahre Völkerwanderung hatte der letzte„billige Sonntag" nach dem Zoologischen Garten bewirkt, so daß derselbe einer der am meisten besuchten Tage des Gartens seit langem war. Da die Kassen von mehr als 89 999 zahlenden Besuchern passiert wurden, dürsten mit den Aktten- und Abonnementsinhabern mehr als 199999 Personen unsere vornehmste Vergnügungsstätte aufgesucht haben. Was für interessante Nebenerscheinungen dieser Massenandrang hervor- rief, geht aus folgenden uns von der Direktion zur Verfügung ge- teilten Ziffern hervor. In der Depotstelle für Kinder, welche ihren Eltern abhanden gekommen waren, wurden nachmittags nicht weniger als 34 Kleine abgegeben und mit Milch und Bonbons gelabt, bis die Eltern ihre Sprößlinge dortselbst wieder ermittelten. Ungefähr 7 Zentner fortgeworfenes Stullenpapier wurden gestern früh im Garten aufgelesen. Dem entsprechend war auch der Anspruch, der an die Restauration gestellt wurde. Etwa 289 Hektoliter Bier und 12 999 Tassen Kaffee gelangten zum Ausschank. Die Radrennen zu Zehlcndorf am 6. August gestalteten sich dank ihrer geschickten Zusammenstellung äußerst feffelnd; war das Programm auch kein umfangreiches, so war das Gebotene um so besser. Das Zusammentreffen unserer besten Flieger, wie WilliBader mitWilliArend und dem Münchener Fritz "ur zweier in einem Match zu drei Läufen, hielt die Freunde y a n I r n gewonnen und rm Vorgabesahren ronnie er au Malmann sich noch als Dritter placieren. Hier noch kurz die Einzel ergebnisse: Hauptsahren. 2999 Meter. 25. 15. 19 M. 1. A. Hansen; 2. R. Tellmer, 4 Längen; 3. W. Selle. Voß hatte Kettenschaden. F l i e g e r m a t ch. 599, 399. 299 M. 1. B a d e r, 3 Punkte; 2. Arend. 7 Punkte; 3. Kurzmeier. 8 Punkte. Dauerfahren mit Motorführung. 699 und 499 M. 1. Lauf(29 Kilometer): 1. R o s e n l ö ch e r, 29 Min. 6 Sek.; 2. Schulze. Va Runde zurück. 2. Lauf(39 Kilometer): 1. Rosenlöcher. 39 Mm. 29'/» Sek.; 2. Schulze. 299 Meter zurück. Vorgabefahren. 2999 Meter. 29. 15 und 19 M. 1. Kelm(59 Meter Vorgabe); 2. Catona(89); 3. A. Hansen(9). Trcptow-Sternwarte. Am 147. Beobachtungsabend de?. V e r- eins von Freunden der Treptow- Sternwarte" Mittwoch, den 9. August, abends 8Va Uhr, wird Direktor Arche»« hold über:„Das Photographieren der Stern« schnuppen" sprechen._ Vorort- f�acbncbten. Rixdorf. Die lieben entrüsteten Nachbarn. Die 19jährige Martha R. aus der Kaiser Friedrichstraße in Rixdorf hat versucht sich das Leben zu nehmen. Das junge Mädchen, das in einem Berliner Warenhause als Verkäuferin angestellt ist, hatte von einer Kollegin rauchen ge- lernt und wurde eine leidenschaftliche Raucherin. Die Nachbarn nahmen daran Aergernis, daß sie ungeniert am Fenster der elter- lichen Hofwohnung rauchte und verklatschten sie bei ihrer Mutter„als unanständige Person, die ein böses Beispiel im Hause gebe" und meinten„es müsse weit mit dem Mädel gekommen sein, wenn es sogar schon Zigaretten rauche". Die Mutter, eine einfache Frau, machte daraufhin ihrer jungen Tochter die hefttgsten Vorwürfe, wiederholte die törichten Reden der Nachbarn und untersagte ihr schließlich ein für allemal, zuhause zu rauchen. Die Vorwürfe nahm sich das Mädchen so zu Herzen, daß es sich mit einer Salzsäure- lösung, die es im elterlichen Haushalt gefunden hatte, zu vergiften versuchte. Trotzdem die Tat der jugendlichen Selbstmordkandidattn sofort entdeckt wurde und bald ärztliche Hülfe zur Stelle war, hat die leidenschaftliche Raucherin doch erhebliche, innere Verletzungen erlitten. Schöneberg. Ein folgenschweres Bauunglück ist gestern nachmittag in Schöne- berg auf eine eigenarttge Ursache hervorgerufen worden. An dem Hause Wartburgstr. 4 befindet sich gegenwärtig ein Gerüst. Ein vorüberfahrendes hochbeladenes Fuhrwerk stieß an das Gerüst an und ein Teil des letzteren brach infolge der Erschütterung zusammen. Der in der Höhe der ersten Etage beschäfttgt gewesene 26jährige Arbeiter Paul Wernicke, Belzigerstr. 12, stürzte gleichfalls herab und wurde unter den Bretterttümmern begraben. Er trug bei dem Sturz innere Verletzungen und Brüche beider Unterschenkel davon. Der Verunglückte wurde nach dem städtischen Krankenhause gebracht. Lichtenberg. Wegen schweren Sittlichkeitsverbrechens an seiner eigenen Tochter ist der Kutscher K. aus Wilhelmsberg von Nachbarn angezeigt worden. Da sich der Verdacht vollauf bestätigte, wurde der ent- menschte Vater verhaftet und in das Untersuchungsgefängnis ein- geliefert. Potsdam. Ein verseuchter Brunnen. Am Typhus erkrankt ist in Werder a. H. der Obstzüchter Emil Behrend, welcher Wasier aus einem Brunnen am Schwalbenberg gewunken hatte. Er wurde nach dem Krankenhaus Hermannswerder bei Potsdam gebracht, woselbst einige Tage vorher schon der Arbeiter Alfred Kranig, dessen Frau und seine zwei Kinder gebracht waren, welche ebenfalls Wasser aus diesem Brunnen gewunken hatten und nun thphuskrank ge- worden waren. DaS Waffer des Brunnens wird jetzt behördlich untersucht. Nieder- Schöneweide. Vom Tanz i» den Tod. Vor einigen Tagen vergiftete sich in Nieder-Schöneweide auf offener Swaße ein junges Mädchen, dessen Persönlichkeit nicht festgestellt werden konnte. Es hat sich jetzt herausgestellt, daß die jugendliche Selbstmörderin die 22 Jahre alte Margarete Berg aus Berlin, Schönleinsw. 18, ist. Das junge Mädchen hatte vor einigen Tagen ein bekanntes Tanzlokal in Nieder- Schöneweide besucht und sich dort bis in die späte Nachtstunde hinein dem Vergnügen hingegeben. Auf dem Nachhausewege trank die B. das Gift und starb bald darauf. Die Eltern des jungen Mädchens hatten diesem in letzter Zeit häufig Vorhaltungen über seinen leichtsinnigen Lebenswandel machen müssen. Auch in der Nacht vor dem Selbstmord war die B. wieder von Hause fort und als sie am folgenden Morgen in der elterlichen Wohnung eintraf, gab es zwischen Mutter und Tochter erregte Aufwitte. In der Nacht darauf zog es das Mädchen vor, lieber zu sterben, als nach Hause zurückzukehren. Tegel. Das amtliche Gemeinde- KricgSlied von Tegel. Der Kampf um den Tegeler See zeittgt die furchtbarsten Dinge. Die Sweiter gegen die Eingemeindung des Sees in Berlin scheinen bereits zu glauben, daß sie in diesem Kriege alle Kampfesmittel ohne Rücksicht auf ihre Mitmenschen in Anwendung bringen dürfen. So erschien an, letzten Sonntag im„Amtlichen Anzeiger" ein Kriegslied, das sich drohend gegen d,e Stadt Berlin richtet. Es betitelt sich„Zur Abwehr" und lautet in seiner ersten Strophe: Sie sollen ihn nicht haben,— Den schönen Teiler See,— So lang' noch Sterne blicken � Hernieder aus der Höh'.— So lang auf seinen Wellen— Sich Gondel wiegt und Kahn— Und Tausende Berliner— Komm' her per Swaßenbahn. Nachdem es in der zweiten Stophe heißt:„So lang es Exwa- preise— bei Tietz und Wertheim gibt", und in der dritten sogar die Russen und die Mandschurei herangezogen werden, schließt das Schlachtlied: So lang Salontiroler— Noch wandern durch Tirol,— So lange man aus Osdorf— Bezieht den schönsten Kohl,— So lange man in Deutschland— Noch Recht und Freiheit schützt,— Wird ungerechter Anspruch— Entschieden abgeblitzt. So darf der Kampf entschieden nicht weiter geführt werden. Wie soll der EingemeindunaSstreit noch enden, wenn jetzt schon von amtlichen Dichtern die deutsche Sprache massakriert werden darf? Selbstmord eines Knaben. Eine seltsame Veranlassung zum Selbstmord hatte der 13 Jahre alte Sohn Artur des Zigarren- machers M i t b a u e r aus der Herzbergswaße 4 zu D a h m e. Der Fabrikant, bei dem sein Vater arbeitet, besitzt eine kleine Pflanzung mit einem Holzschuppen. In diesem bewahrt er ein Desching auf, mit dem er Spatzen zu schießen pflegt. Der Fabrikant nahm den Knaben Mtbauer häufig nach seiner Besitzung mit. Hier fing dieser nun eines Tages eine fremde Katze ein und ersäufte sie. Andere Jungen, die das sahen, drohten ihm mit Anzeige. Der Knabe geriet darüber in große Furcht, ging heimlich nach der Pflanzung, erbrach den Schuppen, nahm die Waffe an sich und ver- schwand damit. Erst nach zwei Tagen fand man ihn wieder. Durch einen Schutz in den Kopf schwer verwundet, lag er mit dem Tesching in einem Kornfelde. Man brachte ihn nach Berlin in die königliche Klinik, wo er am Sonntag morgen der Verletzung erlag. WttterungSüberflcht vom 7. August l»U5, morgens 8»h». Stationen Swinemde. Hamburg Berlin Frankf.a.M. München Wien LS s Ie c 5 ■ö B S B 8-9 763 NNW 765 WNW 764 WNW 766 SO 766 W 760 28 Wetter 4 Regen 2 bedeckt 4 Regen llwolkenl 4 bedeckt 3bedeckt «si t"! =? w s- Stationen s s 8 i g; taparanda cterSburg Scilly Werden, Patts 754 W 762 SO 757! SW 761 SW 765 SSO Wetter Lbedeckt 2 heiter lbedeckt Lbedeckt lllooltig as c S> 5» 5? H 9) 16 19 15 12 14 Wetter-Prognoie für Dienstag, den 8. August 1S0S. Wärmer, viclsach heiter, bei schwachen südöstlichen Winden; keine erheb- lichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Wasserstand am 5. Slugust. Elbe bei Aussig— 9,42 Meter, bei Dresden— 1.77 Meter, bei Magdeburg+ 0,79 Meter.— U n st r u t bei Swantzfurt— Meter.— O d e r bei Ratibor 4- 0,76 Meter, bei Breslau Ober-Pcgcl-ff 4,65 Meter, bei Breslau Unter-Pcgel— 1,62 Meter, bei Frankfurt+ 1,12 Meter.— Weichsel bei Brahemünde+ 2,48 Meter. — Warthe bei Posen— Meter.— «erantw�Redakteur: Paul Büttner. Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke. Berlin. Druck u.Vttlag: Vorwärt» Luchdruckerei u. Verlagsanjtalt Paul Singer Sc Co.. Berlin SW Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, den 8. August. Anfang 7%, Uhr: Neues Operntheater. Carmen. Anfang 8 Uhr: Leffing. Elga. Kleines. Nachtafyl. Zentral. Die Geisha. Schiller 0.( Wallner Theater.) Die weiße Dame. Schiller N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Geschlossen. Lustspielhaus. Der Herr Substitut. Der dankbare Julien. Thalia. Amor in New York. Carl Weiß. Lehmanns Abenteuer. Belle: Alliance. Ben Ali Bey. Apollo. Ein Abend in einem amerikanischen Tingel- Tangel. Hochzeitsabend. Spezialitäten. Metropol. Die Herren von Magim. Herrnfeld. Die Meyerhains. Berliner Prater Theater. Zwischen Himmel und Erde. Anf. 42 Uhr. Stadt Theater Moabit. Mutter Gräbert. Reichshallen. Am Stettiner Sänger. Urania Tauben8 Uhr: str. 48/49. Die deutsche Nordseeküste. Sternwarte Invalidenstr.57/ 62. CASTAN'S ANOPTICUM PA Friedrichstr. 165. Nen!! Der Matrose Matuschenko vom Panzer ,, Knjäs Potemkin", der Pope Gapon! Maxim Gorki! Apollo- Theater. Dienstag, den 8. August, abends 8 Uhr, finden in Berlin und den Vororten Volksversammlungen in folgenden Lokalen statt: 1. Kreis: Jndustrie- Festfäle, Beuthstr. 19/21. 2. 3. Die Sensation Berlins ist: 4. 10 Uhr: Ein Abend in einem Urania. Taubenstraße 48/49. amerikan. Tingel- Tangel, Die deutsche Nordseeküste. Invalidenstraße 57/62. Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Neues kgl. Opern- Theater. Anfang( Kroll.) 72 Uhr. Gastspiel Théa Dorré: Carmen. Mittwoch: Die Bohème. Donners: tag: Gastspiel Théa Dorré und Aenny Hindermann: Troubadour. Kleines Theater Anfang 8 Uhr. Nachtasyl. Mittwoch: Des Pastors Rieke. Donnerstag: Angele. vom Regiment. Freitag: Nachtasyl. Abschied Sonnabend, Sonntag: Angele. Abschied vom Regiment. Lustspielhaus. Täglich 8, Uhr: ausgeführt von der berühmten amorikanischen Burlesk- Kompagnie. Dazu Hochzeitsabend P. Lincke und die August- Spezialitäten. Reichshallen. Von nun an wieder täglich: Stettiner 99 Wilhelminenhof. Berliner Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. Friedrichshagen: Max Lerches Bürgerfäle, 57 " Buggenhagen, Morikplak. ( Südost): Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. 4. 95 ( Ost): Kellers Festfäle, kopvenste. 29. Weber: Elysium, Landsberger Allee 40/41. 5. " 6. " Nundteil. Ober- Schöneweide: Schloßpark, Weißensee: Vereinshaus, Charlottenburgerstr. 150. Tempelhof: Wilhelmsgarten, Berlinerstr. 9. Wilmersdorf: Volksgarten, Berlinerstr. 40. Rixdorf: Gröpler, Bergstr. 141. Schöneberg: Obfts Festfäle, meiningerstr. 8. Steglitz: Birkenwäldchen, o. Schade, Schükenstraße. Boekers Gesellschaftshaus, ftraße 17. Charlottenburg: Volkshaus, Roſinenſtr. 3. Musiker- Säle, Raiser Wilhelmstr. 18m. Wiclefftr. 24 = Peters Gesellschaftshaus, seferi 34: Johannisthal: Senftleben. Germania- Säle, chauffeeftr. 103. Swinemünder Gesellschaftsh., minderit. 42. Nowawes: Schmidts Festfäle, withelmſtr. 3. Brauerei Königstedt, Schönhauser Allee 9/11. Adlershof: Gesellschaftshaus Bayer. Sänger. Lichtenberg: Schwarzer Adler Gebr. no: Köpenick: Ringeltaube( Stadt- Theater). Anfang: Wochentags 8. Uhr, Sonntags 7 Uhr. Frankf. Chaussee 5. Tages- Ordnung: Gegen die Fleifchnot und die Fleischverteuerung. Schweizer- Garten. Referenten die Genoffen: Dr. Borchardt, Davidsohn, Diesner, A. Fülle, Grunwald, Hildebrandt, Ad. Hoffmann, Paul John, Kaliski, Kiesel, Kotzke, Küter, Ledebour, Manasse, Molkenbuhr, Fritz Mündner, Rob. Schmidt, Schubert, Ströbel, Am Königstor. Am Friedrichshain. Täglich: Theater und Dr. Spezialitäten- Vorstellung Südekum, Wermuth, Dr. Weyl, Wiesenthal, Em. Wurm, Zubeil. Der Herr Subftitut. Volksbelustigungen. Arbeit schänder nicht. lungen! Sorgt dafür, daß dieselben sich zu einem wuchtigen Protest gestalten. Parteigenossen und Genoſſinnen! Agitiert für zahlreichen Besuch der VersammDer dankbare Julien. Passage- Theater. Anfang der Abendvorstell. 8 Uhr, nachm. Sonnt. 3, Wochent. 5 Uhr. Madame du Dion! Exprätendentin der Sahara. Fernande Robertine in dem Mimo:„ Die Hand". brania 14 sensationelle Nummern. Neu eingeführt: Numerierte Plätze. Metropol- Theater Bender x Giampietro Massary × Frid Frid. Zum 275. 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