Nr. 210. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne. Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags: Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Gernsprech- Anschluß Amt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Virchow und das offizielle Rußland. Donnerstag, den 8. September 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Herrn Rudolf Virchow ist seine Reise nach Rußland übel ausgeschlagen. Die deutschfreisinnige Presse hat ihn stande und außerordentlich umfangreich. Als ihnen sind ausgezeichnete Sachkenner, die viele Jahre ich in Moskau war, fand ich z. B. 600 freie Betten und nur im Osten Leben denunzirten Tag für Tag ungefähr 10 Krante. Ebenso vorzüglich sind auch die Spitals- die Schmählichkeit der Verhältnisse, die auch in einrichtungen in Petersburg." den mit europäischem Firniß versehenen versehenen Städten, Läsen wir solche Ausführungen in der St. Peters in Warschau, in Petersburg, in Moskau offen zu Tage burger Zeitung", im Brüsseler Nord" oder in irgend einem trat. Herr Rudolf Virchow aber erklärt die Vorkehrungen auf seinem Ausfluge mit gebührender Bewunderung ver- anderen Organ, das unter der Obhut des Geheimraths Rußland's für geradezu großartige", behauptet mit der folgt und die Welt durch ausführliche Bulletins darüber Schischkin steht, gäbe irgend ein Tschinownit, ein Mitglied Sicherheit eines vortragenden Professors, dem kein Hörer unterrichtet, wie„ S. Majestät Rudolf der Einzige" auf der zarischen Bureaukratie, derartige Aufschlüsse, so be widersprechen darf,„ die besten Hilfsmittel" ständen„ reichdem wissenschaftlichen Kongreß in Moskau gefeiert und bei dürften sie keiner Kritik. Wenn aber ein Gelehrter von lich zur Verfügung". Vorkehrungen auf dem Papier, auf Festmählern angetischrednert worden ist, nicht ohne daß der dem Weltrufe Birchow's, der nebenbei liberaler Politiker dem Papier die Hilfsmittel, gerade so wie bei der letzten redelustige Forscher mit muntren Toasts zu entgegnen wußte. ist, sich dazu herbeiläßt, zu Gunsten des östlichen Erbfreunds Hungersnoth, die eine Quelle der Bereicherung war für Nun ist Virchow unbestritten als Fachmann eine Autorität in dieser erstaunlichen Weise abzuwiegeln, trotzdem die fibitzende Beamte, betrügerische Lieferanten, für komplottirende ersten Ranges; wenn seine Fachgenossen dem pathologischen Logik der Thatsachen zu der stracks entgegengesetzten Ansicht Stadtverwaltungen und schurkische Getreidehändler. Was Anatomen, dem Anthropologen huldigen, so hat er dies gebieterisch zwingt, so bietet sich nur eine zulässige Deutung: geschieht, geschieht halb, die Hilfsgelder bleiben kleben in sicherlich verdient. Virchow ist der Weihrauch, den ihm die Chorknaben den Händen des Tschin, der Bureaukratie, vom Gouverneur Jedennoch Herr Virchow hat sich nicht daran genügen des Despotismus geftreut haben, gefährlich geworden, bis zum letzten Sekretär, und der darbende Bauer begnüge laffen, er, der deutschfreisinnige Reichstags- und Landtags- und den geriebenen Russen ist es gelungen, wieder einmal sich mit ein paar Ropeken, mit Knutenhieben oder der VerAbgeordnete, der in seinen grünen Jahren auch für die einen leichtgläubigen Westeuropäer, nicht den ersten und schickung. Republik geschwärmt hat, was dem fröhlichen Sammler leider nicht den letzten, über den Löffel zu barbiren. Denn Kein Zweifel, was Herr Virchow gesehen hat, war vor merkwürdiger Flugblätter aus dem tollen Jahre nicht es versteht sich am Rande, daß einem Rudolf Virchow, den trefflich. Aber was und wie viel hat er denn gesehen? Was unbekannt ist. Herr Virchow also ist aus dem Reiche des wir als politischen Gegner auf das Entschiedenste be- auf der großen Heerstraße zu schauen ist, in dem GebietsZaren zurückgekehrt als Lobredner de 3 offiziellen tämpfen, als Ehrenmann und Gelehrten aber schätzen, eine ausschnitt, der am meisten der westlichen Kultur erschlossen Rußlands. Einem Mitarbeiter der deutschfreifinnigen mala fides, eine böse Absicht, nicht zuzutrauen ist. ift, in der Residenzstadt Petersburg, in der Residenzstadt Berliner Zeitung"( fiche Nummer 209 vom Herr Virchow, dessen Reise figualifirt war, hat offe Mostau. Und wohlgemerkt, immer unter verständnißinniger 7. September), der gekommen war, ihn wegen der Cholera bar ein ähnliches Schicksal gehabt, wie einst die russische Führung sah er nur das, was man ihn sehen zu befragen, hat er sein Herz erschloffen. Hören wir, was Raiserin Katharina II., die bei einer Fahrt durch ihre lassen wollte. er über Rußlands Schutzmaßregeln zur Bekämpfung der Lande an der Heerstraße blühende Dörfer, fröhliche Land- Er sah Potemkin'sche Dörfer. Wie er dazu kommt, Seuche gesagt: leute, Glück und Wohlstand erblickte, ohne zu ahnen, daß nachdem er im Fluge einen kleinsten Theil des russischen Die Borkehrungen, welche in Rußland zur Bekämpfung dies Alles nur eine Komödie war, daß ihr Günstling Reichs in a mtlicher Beleuchtung gesehen, schlankder Cholera, sowie zur Vorbeugung einer Verschleppung ge- Potemkin durch vorausgeschickte Leute die lachenden Weiler weg zu verallgemeinern, wo es sich handelt um ein Gebiet troffen worden sind und noch immer neu getroffen werden, find aus Theaterdekorationen aufschlagen und die tanzenden von 22 397 460 Quadrat- Kilometern, das wissen die Götter geradezu großartige; es stehen überall die besten Bauern durch gepreßte Leibeigene darstellen ließ. Unter und die schlauen Russen. Hilfsmittel reichlich zur Verfügung. Man kann dem sorgenden Auge der russischen Behörde machte Herr Wenn Rudolf Virchow nicht ein so rührend harmloser fagen, daß die Russen in gewiffer Beziehung Virchow seine Studienreise, wie vor ihm so Mancher fie Dilettant wäre in allem, was Wirthschaftspolitik und soziale weiter sind, als wir hier in Deutschland und Berlin. Allerdings giebt es gewisse Gebiete, so die Wolga unternommen hat, wenn nicht ein scharfsichtiger smarter Statistik betrifft, mit welcher Schärfe müßte man sein Urtheil Gouvernements, wo die Seuche furchtbar grassirt, und Yankee wie Kennan oder ein skeptischer Engländer wie über die russische Cholerastatistik geißeln! So miserabel die wo Bieles zu wünschen übrig ist. Aber dort findet eben die Mackenzie Wallace den Schleier von sibirischen Gräueln Statistik des festländischen Europas überhaupt, die Krankheit bei der durch Hungersnoth geschwächten Bevölkerung und russischer Mißwirthschaft reißt. russische ist die allerelendeste, künstlich zurechtgemacht, den günstigsten Boden, und auch die Deutschen wären da Alle unabhängigen und unbefangenen Berichterstatter Lug und Trug, für den Sozialpolitiker unbrauchmachtlos, oder würden nicht mehr thun können, als von Seite wir verweisen nur auf die Schilderungen in Frei bar, berüchtigt vom Kap der guten Hoffnung bis Rußlands geschieht. Vor allem aber muß anerkannt werden, Rußland", obwohl es leicht wäre, eine ganze Reihe von nach Christiania. Die russische Regierung, in ewiger Gelddaß die Russen von Anfang an nichts ver Gewährsmännern aufzuführen- brandmarken die schauder Klemme, heuer noch in ärgerer Verlegenheit wie je, auf der fchwiegen, nichts verheimlicht haben. Von Seite der dortigen Behörden wurden regelmäßige Berichte haften Zustände des Barenreichs, die Massenarmuth, die Jagd nach Kredit, lüstern nach einem Bump, wie ein Backüber den Stand der Krankheit publizirt, und den statisti- Spitbüberei einer verlotterten Beamtenschaft, die verlogen, fisch nach dem ersten Kuß, modelt die Ziffern nach Willfchen Daten fann man nach meiner Ansicht beftechlich, verderbt bis ins innerste Mart, die Unfähigkeit für, malt die Dinge rosenroth, zaubert euch Produktion, Glauben schenten; freilich ist der Werth derartiger des Selbstherrscherthums auch nur zu Palliativ- Reförmchen. Ausfuhr und Einfuhr, Steuerergebnisse und Einkommens statistischer Angaben in solchen Zeiten ja immer ein Es steht urkundlich fest, daß das Barenreich, ausgehungert, verhältnisse so wunderschön, daß es eine Lust ist, diese berelativer, und bei dem ehrlichsten Bestreben der Behörden, die auf dem Gipfel des Elends durch die letzte Mißernte, be- rauschenden Zahlen zu lesen, turz, sie sucht für ihre Anleihen wahre Zahl der Erkrankungen und Todesfälle zu ermitteln, drückt durch eine höchst peinliche wirthschaftliche Krisis, un- und ihre Unternehmungen den Grund nach Kräften zu wird es noch immer ungenauigkeiten geben. Der ganze Westen Rußland 3 ist gegenwärtig feuchenfrei. Von zählige Seuchenheerde aufweist, und in dem Hunger und ebnen. In der That, eine wahrheitsliebende Statistit, diese Eydttuhnen bis Petersburg, also auf einer Strecke, zu deren Schmuß, der Verkommenheit der Volksmasse und der Ver- russische, die uns mit verzücktem Augenaufschlage zulifpelt, Durchfahrung man zirka 18 Stunden braucht, ist mir von derbniß der Herrschenden die Cholera wunderbare Bundes- die Gesammtzahl der russischen Prostituirten betrage Cholerajällen nichts bekannt geworden. Budem find die genossen besitzt. Die Korrespondenten der nicht im russischen einer Bevölkerung von rund 108 843 192 Köpfen- 17 603, Spitäler alle in einem vorzüglichen 3u- Solde stehenden westeuropäischen Blätter und unter während der Sittenpolizeibericht für Berlin 12 497 der Feuilleton. Nachorua verboten.) Die Waffen nieder! [ 16 Eine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner. Als er nun in die Nähe kam und zu uns herübersalutirend, sich mit unserem Wagen kreuzte, da erwiderte ich seinen Gruß nicht nur mit einem Kopfnicken, sondern mit lebhaften Winken. Im selben Augenblick war ich gewahr, daß ich da etwas unpassendes und Ungerecht fertigtes gethan. Sie schüttelte den Kopf: Nein Niemand." „ D Du Arme!" Wir fuhren noch zweis oder dreimal die Allee auf und nieder. Aber denjenigen, nach welchem meine Blicke jetzt spähend umhersuchten, sah ich kein zweites Mal. Er hatte den Prater wieder verlassen. * bei Stimmung, welche die Sehnsucht nach einsamer Pußta mit fich bringt." " Ach was," meinte Ronrad, je trüber die Stimmung, desto mehr soll man zerstreuung suchen. Ein Abend im Rarltheater wirkt jedenfalls erfrischender, als tagelange beschauliche Einsamkeit." " Das Beste, um Sie aufzurütteln, lieber Tilling," Einige Tage später, um die Nachmittagsstunde, trat sagte mein Vater, wäre wohl ein frischer, fröhlicher Tilling bei mir ein. Er traf mich jedoch nicht allein. Mein Krieg- aber leider ist jetzt gar keine Aussicht dazu Vater und Tante Marie waren auf Besuch gekommen, und vorhanden; der Friede droht sich unabsehbar auszutaußerdem befanden sich noch Rosa und Lilli, Konrad Alt- dehnen." haus und Minister Allerdings" in meinem Salon. Was das doch für sonderbare Wortzusammensetzungen Ich hatte Mühe, einen Ueberraschungsschrei zu unterdrücken; find," konnte ich mich nicht enthalten zu bemerken:„ Krieg der Besuch kam mir so unerwartet und so freudig erregend fröhlich; Friede und drohen." zugleich. Aber mit der Freude war es bald vorüber, als „ Allerdings," bestätigte der Minister, der politische Tilling, nachdem er die Anwesenden begrüßt und sich auf Horizont zeigt vor der Hand noch keinen schwarzen Buntt; meine Einladung mir gegenüber niedergesetzt hatte, in faltem doch es steigen Wetterwolfen mitunter ganz unerwartet Tone sagte: rasch auf, und die Chance ist niemals ausgeschlossen, daß Differenz einen Krieg zum Ausbruch bringt. Das sage ich Ihnen zum Trost, Herr Oberstleutenant. Was mich anbelangt, der ich Kraft und " Wem hast Du solche Zeichen gemacht?" fragte meine Schwester Lilli: War es etwa Papa?... Ah, ich sehe," fügte sie hinzu, da spaziert ja eben der unvermeidliche Ich bin gefommen, Ihnen meine Abschiedsaufwartung eine wenn auch geringfügige Konrad dem galt Deine Handverrenkung?" zu machen, Gräfin. Ich verlasse in den nächsten Tagen Dieses rechtzeitige Erscheinen des unvermeidlichen Wien." Konrad" tam mir sehr gelegen. Ich war dem treuen Auf lange?"" Und wohin?"" Und warum?" Und meines Amtes die inneren Angelegenheiten meines Landes Better dankbar dafür und bethätigte diese Dankbarkeit wieso?" fragten gleichzeitig und lebhaft die anderen, während Sofort: ich stumm blieb. „ Schau, Lilli," sagte ich, er ist doch ein lieber Mensch Vielleicht auf immer.- Nach Ungarn. Zu einem und gewiß nur wieder Deinetwegen hier Du solltest Dich anderen Regiment versehen lassen.-Aus Vorliebe für die seiner erbarmen, Du solltest ihm gut sein... D, wenn Du Magyaren," gab Tilling nach den verschiedenen Seiten Tüßtest, wie süß es ist, Jemanden lieb zu haben, Du würdest Bescheid. Dein Herz nicht so verschließen. Geh, mach ihn glücklich, den guten Menschen." Lilli schaute mich erstaunt an. Wenn er mir aber gleichgiltig ist, Martha?" " So liebst Du vielleicht einen anderen?" Indessen hatte ich mich gefaßt. " Das war ein rascher Entschluß," sagte ich möglichst ruhig. Was hat Ihnen denn unser Wien zu Leid gethan, daß Sie es auf so gewaltsame Weise verlassen?" 01 Es ist mir zu lebhaft und zu luftig. Ich bin in einer zu verwalten habe, so müssen meine Wünsche allerdings nur nach möglichst langer Erhaltung des Friedens gerichtet sein; denn dieser allein ist geeignet, die in meinem Reffort liegenden Interessen zu fördern; doch hindert dies mich nicht, die berechtigten Wünsche derer anzuerkennen, welche vom militärischen Standpunkt allerdings" Geftatten Sie mir, Exzellenz," unterbrach Tilling, für meine Person gegen die Zumuthung mich zu verwahren, daß ich einen Krieg herbeiwünsche. Und auch gegen die Unterstellung zu protestiren, als dürfe der militärische Standpunkt ein anderer sein, als der menschliche. Wir ünd da, um, 4 Polizei namentlich bekannte Lohndirnen verzeichnet. Tugend- liegt. Und Herr von Caprivi, den doch kein vernünftiger sich dulden, soweit befehren konnten, daß er den Muth haftes offizielles Rußland, das in normalen Zeiten aus- Mensch in dem Vedacht liberaler oder fortschrittlicher An- hätte, auch nur vom Standpunkte des Christenthums aus giebig mogelt und jetzt im Banne der Seuche und schauungen gehabt haben kann, sucht sich seine Majorität das Duell für verwerflich zu erklären. So lange die Geiftdes Nothstandes doppelt ehrlich statistische Schön- selbstverständlich da, wo er sie findet und wo obendrein lichen es nicht verstehen, nach Oben" hin ihren religiösen färberei betreibt. Erschrecken die amtlichen Cholera- auch sein Herz ist. Können die Herren Richter und Standpunkt zur Geltung zu bringen, so lange mögen fie berichte Rußlands durch ihre Höhe, fie geben so gewiß ein Marquardsen dem Herrn Reichskanzler einstweilen eine uns auch damit verschonen, dem Volte die Heilswahrheiten" richtiges Bild der Sachlage, wie die berühmte russische sichere Mojorität auf dem Präsentirteller darbieten, dann beizubringen, sonst müssen wir eben all ihr Thun und Berluftmeldung von dem einen im Kampf gefallenen werden sie auch keinen Korb bekommen. Vorläufig sind wir Treiben, so ehrenhafte Ausnahmen, unter die wir auch Sie, Todten. Welch kindliches Gemüth muß der besitzen, der aber noch nicht so weit. Und so müssen sich die ungeduldigen Herr Licentiat, gerne rechnen, es geben mag, für Heuchelei nicht blos den statistischen Daten Glauben schenkt", sondern Liebhaber mit dem englischen Berslein trösten: Wait a little erflären. auch Andere überreden möchte, ihm nachzuahmen! longer! Wartet noch ein Weilchen! Petersburg und Moskau mit ihren ausgezeichneten Die rheinische Wetterfahne". Die Kölnische medizinischen Fakultäten, etliche andere große Städte be Aus Noth tugendhaft. Trotz der drohenden Beitung" will die obige Bezeichnung seitens der Nordfigen gute Krankenhäuser. Die, welche Virchow lobt, find ultramontan konservativen Koalition werden wir uns nicht deutschen Allgemeinen Zeitung" nicht von sich gelten lassen es gewiß. Aber hat er sie alle gesehen? Und ist es nicht auf ein Pattiren mit der Sozialdemokratie einlassen," und will thatsächliche Belege. Die„ Norddeutsche Allgemeine" mehr als kühn, wenn er, mit dem Kursbuch in der Hand, schreibt die Nationalliberale Korrespondenz". Das glauben giebt ihr den Rath, nur einmal im Zusammenhange nachim Wagen des Eilzuges einen kleinen Bezirk des Weltreichs wir gern, wenn die Herren Nationalliberalen uns mit zulesen, was sie in den Monaten Juni und Juli dieses durchreifend, sich für alle Spitäler" verbürgt? Das Liebeserklärungen und Geldanerbietungen fämen, wie z. B. Jahres über innere Politik und Lage geschrieben hat. Die europäische Rußland umfaßt 50 Gouvernements mit einem weiland in Bremen, würde es auch böse Fußtritte regnen. Kölnische Zeitung", diese Weltmeze, wird nächstens wohl Areal von 5 389 628 Quadrat- Kilometern.... Doch was Doch freilich, daran sind ja die braven Mannesseelen" noch als ehrfame Jungfrau gelten wollen. fümmert dies Herrn Virchow? von ihrem langjährigen Säkular- und Alkohol- Chef gewöhnt worden.0 Die Profitgier des Kapitalismus zeigt sich jetzt Weil Rudolf Virchow nach oben" anstößig erschien, auch in der großen Seestadt Leipzig, deren Pfeffersäcke" hat der tapfere Senat der ersten Universität des Reichs ihn Ehre wem Ehre gebührt.„ Commis voyageur aller den Hamburger Geldprogen nichts nachgeben und ihrer nie zum Rektor gewählt bis zum Jahre 1892. Bismarck war gefallen, und vom Wintersemester 1892/93 an ist der war gefallen, und vom Wintersemester 1892/98 an ist der zufriedenheit" hat der Zentrums Graf Ballestrem den würdig sind. Am 19. September sollte die Michaelismesse deutschfreisinnige Abgeordnete Virchow Rektor magnificus Fürst Bismard genannt. Der Ausdruck rührt nicht von beginnen. Angesichts der Choleragefahr wurde der Antrag der Berliner Hochschule, er, dessen siebenzigjähriger Geburts- bem Grafen Ballestrem her, sondern wurde vor 3 Jahren gestellt, die Herbstmeffe ausfallen zu laffen oder auf eine tag zum tiefen Schmerz der liberalen Presse und ihrer zuerst von einem französischen Blatt gebraucht, und spätere Beit zu verschieben. Das paßt aber den profitzwar mit Bezug auf Boulanger. Der Driginal gierigen Pfeffersäcken" nicht, und da sie der öffentlichen Hintermänner durch kein Ordensbändchen und fein Titelchen Commis voyageur der Unzufriedenheit lebt nicht mehr; er Meinung nicht direkt entgegenzutreten wagten, so verfielen höfisch erhellt wurde. Virchow blieb simpler Geheimbderath. hat in Brüssel seinem verkrachten Dasein durch eine Rugel fie auf den Kompromiß, die ersten 14 Tage der Messe ausUnd er war doch wirklich zahm geworden wie ein Lamm, ein krachendes Ende gemacht während die Friedrichs fallen, und diese statt vier nur zwei Wochen dauern zu er hatte vor der Abstimmung über die Erhöhung der Zivil- ruher Kopie noch unter den Lebenden ißt, trinkt und lassen vom 3. Oktober an. Als ob 14 Tage nicht hinliste des Königs von Preußen sich still gedrückt, loyal vom schimpft. reichten, um Leipzig die Cholera zu bringen. Aber lieber Wirbel bis zur Zehe. Cholera als fein Geschäft. Das Geschäft für die Reichen, die Cholera für die Armen. Politische tebeelicht. Das Duell eine chriftliche Staatseinrichtung. Betreffs unseres legten Sonnabends- Artikels erhalten wir folgendes Schreiben: " " Heute ist er nicht blos Fürsprech, sondern Lobredner Wozu die Entschuldigung? Daß in Anbetracht der des offiziellen Rußlands. Ist er nicht würdig, von Choleraverhältnisse die diesjährigen Kaisermanöver in ElsaßBäterchen" zum Geheimen Staatsrath ernannt und mit Lothringen und hoffentlich auch anderwärts fortfallen, ist Denunziant und Angstphilister. In Mainz giebt's dem buntesten Ordensband geschmückt zu werden? eine Maßregel, die dem allgemeinen Verlangen des Landes guten Wein, wie männiglich bekannt; und den braven Macht sich Se. Majestät Rudolf der Einzige zum so sehr entspricht, daß es ganz überflüssig erscheint, wenn Bentrumskatholiken ist es daher nicht übel zu nehmen, daß Vasallen des Baren, den Stanislaus her für den neuen die offiziöse Norddeutsche Allgemeine" eine Entschuldigung sie bei und nach ihrem letzten Tag" der Flasche kräftig zuKnäs Alexander's III.! für dieselbe sucht. Oder sollte in offiziösen Kreisen die Er- sprachen, und, des süßen Weines voll, mit aller Lungenkraft füllung eines vom ganzen Volke gestellten Verlangens etwas luftige Kneiplieder erschallen ließen. Ein kulturkämpferischer fein, das eine besondere Entschuldigung bedarf? Fast sollte Schnüffler hat nun eins dieser Lieder als ein französisches es so scheinen. Freiheitslied" denunzirt, das, am Vorabend von Sedan gesungen"," eine schnöde Herausforderung an den deutschen achtlich, aber nicht überraschend, sintemalen die liberalen Patriotismus“ bedeuten sollte. Die Denunziation war verKulturkämpfer fich seit 20 Jahren allezeit start gezeigt haben im Denunziren. Statt über den Jungenstreich zu lachen, geriethen die frommen Sänger in eine ingrimmige Wuth, und das Zentrumslicht Dr. Porsch, das besonders lauten Singens angeklagt war, hat Strafantrag gegen das Mainzer Tageblatt" gestellt, in dem das Denunziatiönchen erschienen. Herr Dr. Borsch hat sich da arg blamirt- daß man ihm zugetraut, er habe ein franzöfifches Freiheitslied gesungen, war sehr schmeichelhaft für ihn. Und daß er das nicht begriffen, daß er zum Richter gelaufen, und noch obendrein seinem Schmerz und Zorn in langen Leitartikeln Luft macht, ist sehr lächerlich. Berlin, den 7. September. Futtertrogneid. Die nationalliberalen Blätter thun furchtbar entrüstet über den armen Pindter und dessen reichskanzlerischen Brotgeber, weil die Norddeutsche Allgemeine" anläßlich des jüngsten katholischen Radautags in Mainz( alias Katholikentag) dem Zentrum sehr verliebte Blicke zugeworfen und sogar zärtliche Händedrücke verab reicht hat. Darob fulturkämpferisches Betergeschrei. Das liberale Vaterland ist in Gefahr! Der Protestantismus ist in Gefahr! Hannibal ante Portas! Die Jesuiten vor den Thoren, und Herr von Caprivi dringend verdächtig, ihnen die Thorschlüssel über die Mauer reichen zu wollen. Und unter Führung des biderben Eugen Richter quälen sich auch viele der Herrn Fortschrittler, den nationalliberalen Musitanten in diesem Katerkonzert beizustehen. München- Gladbach, den 6. September 1892. Geehrter Redaktion bemerke ich mit Bezug auf Ihren Artikel über das Duell, daß ich Dr. Kögel in öffentlicher Versammlung auf 3 Schärfste gegen das Duell habe reden hören, daß Stöcker und mancher Militärpfarrer es ebenso verurtheilt haben und daß Pastor O. ( Name unleserlich) es" geadelten Mord" nennt. Lic. Weber. " Vers Wir wollen es gar nicht bezweifeln, daß hier und da ein Paftor das Duell scharf gegeißelt hat, wir halten sogar eine diesbezügliche Resolution einer Synode für sehr möglich, aber wir möchten Herrn Lic. Weber fragen, ob er wirklich glaubt, daß damit genug geschehen ist, gegenüber einem täglich zunehmenden Unfug und zwar in denselben Kreisen, in Der Kampf gegen das allgemeine gleiche Wahlwelchen das Chriftenthum fashionable" und nichts verpönter recht. Die Nationalliberale Korrespondenz" verwahrt sich Es zeigt das so recht den geistigen Bankrott des ist, als das Freidenkerthum. Und dieser Unfug steht noch gegenüber der Mißdeutung", als wolle sie das allgemeine gesammten rück- und fortschrittlichen Liberalismus. obendrein unter dem Schutz und Schirm besonderer staatlich Wahlrecht für den Reichstag beseitigen, sie wolle nur VerWozu denn der ganze Lärm? Verlangen die liberalen anerkannter Institutionen; Verbindungen, welche das wahrung einlegen gegen die Ausdehnung desselben auch auf Brüder, daß Herr von Caprivi um der schönen Augen Duell geradezu gebieten, existiren unter den Augen den Landtag. Sie beruft sich hierfür auf die ganz überder Adonisse Richter und Marquardsen willen die stärkste Partei der Behörden, ohne daß diese solchen Verbindungen wältigende Mehrheit des Volkes und deren des Reichstags bekriegen soll, die einzig ihm eine Majorität ein Ende machen. Wo es fich um angebliche tretung". Jm Abgeordnetenhause würde der Antrag geben kann? Nur rechnen, Ihr Herren Realpolitiker! Laut Lafter des gemeinen" Mannes handelt, da werden Sie es auf Einführung des allgemeinen gleichen Wahlrechts keine dem Amtlichen Reichstagshandbuch für die Legislatur bei keinem Ihrer Standesgenossen als eine Rechtfertigung 30 Stimmen erhalten. Das glauben wir gern, aber- ist periode 1890-1895" zählt das Zentrum 113 Mitglieder, ansehen, wenn er sich darauf beriefe, er habe vor Jahren denn der preußische Landtag die Vertretung der ganz die Fraktion der Deutschkonservativen( 71) mit der Reichs- einmal oder alle Jubeljahr jene Lafter gemißbilligt. Die überwältigenden Mehrheit des Voltes", oder nicht vielmehr partei( 20) 91 Mitglieder, während die Nationalliberalen platonische Mißbilligung des Duells hindert Herrn Stöcker die Vertretung der kleinen durch den Besitz privilegirten blos über 41, und, mit den 64 Fortschrittlern vereinigt, dem nicht, Hand in Hand mit seinem Freunde Herrn von Minderheit? Daß preußische Abgeordnetenhaus ist ebenso Herrn von Caprivi nur 105 Stimmen zur Verfügung stellen Hammerstein zu kämpfen; derselbe Mann, der das Heßen wenig eine Vertretung des Voltes als das Herrenhaus. tönnen-8 weniger als das Zentrum allein hat. Dazu aus dem Grunde versteht, wird sich wohl hüten, gegen seine Die Nationalliberale Korrespondenz" will jedoch auf das kommt, daß die 15 Polen und die 27 Wilden( einschließlich Parteigenoffen in der Duellfrage aufzutreten. Wenn die Bestimmteste hervorgehoben haben, der 10 Elsässer) zur größeren Hälfte dem Zentrum und den christlichen Pastoren das Duell verdammen, wie wenig tonservativen Parteien zuneigen. Diese Zahlen, an denen müssen sie dann erst recht werth sein, wenn sie nicht einen nicht zu rütteln und nicht zu deuteln ist, zeigen Jedem, der von den tausenden Offizieren, die alle doch so christlich sind, Augen hat zu sehen, wo die parlamentarische Mehrheit daß sie nicht einmal einen Juden oder gar Freidenker unter „ daß die preußische Steuerreform mit ihrer stärkeren Herans ziehung der bemittelten und Entlastung der unteren Klassen nicht zu einer Verschiebung des Wahlrechts in plutokratischer Nichtung führen darf, sondern daß eine den Verschiebungen der wenn der Feind das Land bedroht, dasselbe zu schützen, nationale, der vaterländische Stolz, der da seine köstliche läßt sich nicht abschaffen, ebenso wenig wie der Krieg." gerade so wie die Feuerwehr da ist, um, wenn ein Brand Nahrung findet; mit einem Wort der Patriotismus-" Sehen Sie, Graf Althaus, mit diesen Worten fenuausbricht, denselben zu löschen. Damit ist weder der Soldat" Nämlich die Liebe zur Heimath?" fiel Tilling ein. zeichnen Sie den einstigen, jetzt schon sehr erschütterten berechtigt, einen Krieg, noch der Feuerwehrmann, einen„ Ich begreife wirklich nicht, warum gerade wir Militärs Standpunkt, auf welchem sich die Bergangenheit allen Brand herbeizu wünschen. Beides bedeutet Unglück, machen, als hätten wir dieses, den meisten Menschen natür sozialen Uebeln gegenüber verhielt, nämlich den Standschweres Unglück, und als Mensch darf keiner am Unglückliche Gefühl, allein in Bacht. Jeder liebt die Scholle, auf punkt der Resignation, mit der man das Unvermeidliche, seiner Mitmenschen sich erfreuen." der er aufgewachsen; jeder wünscht die Hebung und den das Naturnothwendige betrachtet. Wenn aber einmal beim Wohlstand der eigenen Landsleute; aber Glück und Ruhm Anblick eines großen Elends die zweifelnde Frage Mußte sind durch ganz andere Mittel zu erreichen, als durch den es sein?" ins Herz gedrungen, so kann das Herz nicht mehr Krieg; stolz fann man auf ganz andere Leistungen sein, als talt bleiben, und es steigt neben dem Mitleid zugleich eine auf Wassenthaten; ich bin zum Beispiel auf unseren Art Reue auf feine persönliche Reue, sondern Anaftafius Grün stolzer, als auf diesen oder jenen Gene- wie soll ich sagen? ralissimus." gewissens. Du guter, theurer Mann!" redete ich im Stillen den Sprecher an. Dieser fuhr fort: Ich weiß wohl, daß die Gelegenheit zu persönlicher Auszeichnung dem Einen nur bei Feuersbrünsten, dem Anderen nur bei Feldzügen geboten wird; aber wie kleinherzig und enggeistig muß ein Mensch nicht sein, damit Wie kann man einen Dichter mit einem Feldherrn fein selbstisches Interesse ihm so riesig erscheine, daß es nur vergleichen!" rief mein Vater. ihm den Ausblick auf das allgemeine allgemeine Weh perDas frage ich auch. Der unblutige Lorbeer ist weitaus " rammelt. Ober wie hart und grausam, wenn es es der schönere." dennoch sieht und nicht als solches mitempfindet. Aber, lieber Baron," sagte nun meine Tante, so habe Der Friede ist die höchste Wohlthatdie Abwesenheit der höchften Uebelchat, er ist, wie Gie ich noch keinen Soldaten sprechen hören. Wo bleibt da die felber sagten, der einzige Zustand, in welchem die Interessen Rampfbegeisterung, wo das friegerische Feuer?" " ein Vorwurf des ZeitMein Vater zuckte die Achseln. Das ist mir zu hoch," sagte er.„ Ich fann Sie nur versichern, daß nicht nur wir Großväter mit Stolz und Freude auf die durchgemachten Feldzüge zurückdenken, sondern daß auch die meisten von den Jungen und Jüngsten, wenn befragt, ob sie gern in den Krieg zögen, lebhaft antworten würden: Ja gernDas sind mir keine unbekannten Gefühle, meine„ Die Jüngsten gewiß. Die haben noch den in der Bevölkerung gefördert werden können, und Sie wollten Gnädige. Von solchen beseelt, bin ich als neunzehn der Schule eingepflanzten Enthusiasmus im Herzen, und einem ganzen großen Bruchtheil dieser Bevölkerung der jähriger Junge zum erstenmal zu Feld gezogen. Als ich von den anderen antworteten viele dieses Gern", weil das Armee das Recht zuerkennen, den gedeihlichen Zustand aber die Wirklichkeit des Gemezels gesehen, nachdem ich selbe nach allgemeinen Begriffen als männlich und tapfer wegzuwünschen und den verderblichen zu ersehnen? Diesen Beuge der dabei entfeffelten Bestialität gewesen, da war erscheint, das aufrichtige Nicht gern" aber gar zu leicht als berechtigten" Wunsch großziehen, bis er zur Forderung an es mit meinem Enthusiasmus vorbei, und in die nach Furcht gedeutet werden könnte." wächst, und dann vielleicht sogar erfüllen? Krieg führen, folgenden Schlachten ging ich schon nicht mehr mit Lust, damit die Armee doch beschäftigt und befriedigt werdeHäuser anzünden, damit die Löschmannschaft sich bewähren sondern mit Ergebung." und Lob ernten könne?" Hören Sie, Tilling, ich habe mehr Kampagnen mitgemacht als Sie und auch Schauderszenen genug gesehen, Ihr Vergleich hinft, lieber Oberstlieutenant," ent- aber mich hat der Eifer nicht verlassen. Als ich im Jahre 49 gegnete mein Vater, indem er gegen seine Gewohnheit Tilling schon als ältlicher Mann mit Radetky marschirte, war's mit seinem militärischen Titel ansprach, vielleicht um ihn mit demselben Jubel wie das erste Mal." zu ermahnen, daß seine Gesinnungen mit seiner Charge Entschuldigen Sie, Exzellenz aber Sie gehören nicht übereinstimmten." Feuersbrünste bringen nur einer älteren Generation an, einer Generation, in welcher Schaden, während Kriege dem Lande Macht und Größe der friegerische Geist noch viel lebendiger war, als in der zuführen können. Wie anders haben sich denn die Staaten unseren, und in welcher das Weltmitleid, welches nach Abgebildet und ausgebreitet, als durch fiegreiche Feldzüge? schaffung alles Elends begehrt, und das jetzt in immer Der perfönliche Ehrgeiz ist wohl nicht das einzige, was bem größere Kreise bringt, noch sehr unbekannt war." Soldaten Freude am Kriege macht, vor allem ift es berl Was hilft's? Elend muß es immer geben " Ach," sagte Lilli mit einem kleinen Schauder,„ ich würde mich auch fürchten... Das muß ja entsetzlich sein, wenn so von allen Seiten die Kugeln fliegen, wenn jeden Augenblick der Tod droht-" • So etwas klingt aus ihrem Mädchenmunde ganz natürlich," entgegnete Zilling, aber wir müssen den Selbsterhaltungstrieb verleugnen Soldaten müssen auch das Mitleid, den Mitschmerz für den auf Freund und Feind hereinbrechenden Riesenjammer verleugnen, denn nächst der Furcht wird uns jede Sentimentalität, jede Rührseligkeit am meisten verübelt." Nur im Krieg, lieber Tilling," sagte mein Vater, mur im Krieg; im Privatleben haben wir, Gott sei Dant, auch - das weiche Herzen." Fortsetzung folgt). -A Steuerlefftungen Rechnung tragende Reform des Wahlrechts| man bedenkt, daß die meisten Regierungen Spione in Anspruch nahm und deffen Freisprechung beantragte. Gr eine unvermeibliche Nothwendigkeit ist." halten und für den Landesverrath theueres Geld bezahlen nahm dabei Gelegenheit, die geradezu haarsträubende BeDas gegenwärtige Dreiklaffen- Wahlsystem ist ein so zu viel. Aber zu wenig, wenn man bedenkt, daß hauptung des Vorsitzenden in ernster und würdiger Weise zurückburchans plutokratisches, daß von einer„ Verschiebung" nach Landesverrath nach allen Strafgesetzbüchern der zivilisirten zuweisen, da der Angeklagte selbst nicht mehr zum Worte zugelassen wurde. Die Verhandlung wurde denn auch richtig verplutokratischer Richtung gar nicht mehr die Rede sein kann, Welt als todeswürdiges Verbrechen gilt. tagt. Für heute begnügen wir uns damit, diese geradezu unsondern höchstens nur davon, daß der plutokratische Charakter noch heller in die Augen fallen würde. Nicht die That- Die Finanzlage Italiens fennzeichnet sich durch die qualifizirbare Verdächtigung der sozialdemokratischen Parteileitung fategorisch zurückzuweisen! Dem Herrn Landgerichts- Direktor sache, sondern nur der Schein wird von dem national Thatsache, daß das italienische Volk für Militärlasten mehr Schmidt aber wird binnen Kurzem Gelegenheit geboten werden, liberalen Organ gefürchtet. aufzubringen hat, als Desterreich und Rußland, und nahezu für seine Behauptung auch den Wahrheitsbeweis anzutreten!" so viel wie Deutschland.( Auf den Kopf kommen an MilitärDen Kaifer als befonderen Judenfreund zu laften in Deutschland 11, in Italien 10, in Desterreich 9 Ueber des Herrn Nieuwenhuis neueste Schrift:„ Die frempeln, das bringt der deutsch- freisinnige Rabbiner und in Rußland 5 Mark.) Dagegen ist das Unter- verschiedenen Strömungen in der deutschen Sozialdemokratie", Dr. Rahmer in Magdeburg fertig. In der von ihm richtsbudget in Italien niedriger als in allen anderen die in französischer Sprache erschien und von einem Gesinnungsherausgegebenen„ Israelitischen Wochenschrift" berichtet er Ländern. Es beträgt auf den Kopf blos 1 M. 10 Pf., genoffen jenes Herrn ins Deutsche übersetzt wurde, bringt die von Dr. H. Lux redigirte Magdeburger Voltsstimme" eine durchaus hinsichtlich der Ernennung des Oberstlieutenants v. Moßner, während Frankreich 4 M. 20 Pf. und die Schweiz 8 M. abfällige Kritik, welche auch einige der in Nr. 48 der„ Neuen Kommandeurs der Leibgarde- Husaren, zum Flügeladjutanten, 20 Pf. pro Kopf für die Voltserziehung ausgiebt. Das Beit" veröffentlichte Ausführungen Ed. Bernstein's zustimmend daß der Kaiser Herrn v. Moßner, der wegen seiner jüdischen Defizit, das auf 8 Millionen Lire( Franks) veranschlagt wiedergiebt. Die Magdeburger Volksstimme" sagt zum Schluß: Abkunft von antisemitischen Blättern angerempelt war, sein war, beläuft sich in Wirklichkeit auf 34 Millionen. Neue„ Es scheint, daß Nieuwenhuis weder den theoretischen Sozialistiefftes Bedauern darüber ausgedrückt habe, daß der reli- Steuern sind nicht mehr aufzubringen, und Ersparnisse giebt mus noch die Sozialdemokratie tennt, und er wird es uns daher giöfe und politische Haß in Deutschland heute leider auch es nicht, da sämmtliche Departements, mit alleiniger Aus- nicht übel nehmen, wenn wir sein neuestes Werk in die Reihe nicht vor den Offiziers- Epauletten Halt mache, daß es Leute nahme des Militärdepartements, zu deffen Gunsten schon derjenigen von de Wyzewa und Eugen Richter stellen." gebe, denen nichts mehr heilig sei, sobald es gelte, ihrer aufs Aeußerste vernachlässigt sind, so daß das italienische frankhaften Berleumdungssucht Luft zu schaffen". Darüber Schulwesen z. B. dem russischen kaum überlegen ist. soll sich nun ganz Israel freuen, daß einer von unsere Leut", wenn auch Einer, der von ganz Israel nichts wissen will, so vom Kaiser geehrt ist, und die Frankfurter Beitung" hebt noch dieses Ereigniß als besonders be deutsam" hervor. Die Offiziers- Epauletten find allerdings in unserem Staate so heilig, daß nicht blos jeder Antisemit vor ihnen Halt machen, sondern auch kein Jude fie tragen sollte. Fusangel- Baare. Der Kölnischen Volks Zeitung" ( Nr. 494 vom 7. September) wird aus Bochum geschrieben: Am 3. Oftober ist, wie berichtet, vor Ser Straffammer in Effen Termin angesetzt zur Verhandlung. der Beleidigungsklagen Baare contra Fusangel. Für die Verhandlungen find nur zwei Tage angesetzt, obwohl dieselben, wenn der von Herrn Fusangel beantragten Beweisführung stattgegeben wird, viel länger dauern dürften. Herr Fusangel hatte, wie wir hören, gegen Bürgschaft einen achtwöchentlichen Urlaub beantragt zur Vorbereitung seiner Bertheidigung, indeß ist durch die Staatsanwaltschaft in Essen dieser Antrag abgelehnt worden. Nach Lage der Sache kann Herr Fusangel sich im Gefängniß unmöglich in geeigneter Weise auf seine Vertheidigung vorbereiten, zumal ihm die Lektüre von Zeitungen nicht gestattet ist. Er ist also nicht einmal orientirt über die Verhandlungen des stattgehabten Stempelprozesses und kann fein Urtheil darüber haben, in wie weit sein Beweismaterial einer noch maligen Prüfung und Sichtung zu unterziehen ist. Es ist vielfach aufgefallen, daß man den Verhandlungstermin furz vor der Entlassung Fusangel's aus seiner gegenwärtigen Gefängnißhaft angesetzt hat. Jedenfalls erheischt das öffentliche Intereffe eine endliche und nach allen Geiten be friedigende Aufklärung der Angelegenheit. Es ist unseres Erachtens gar kein Grund vorhanden, auch nur den Schein zu erwecken, als ob Herr Fusangel in seiner Vertheidigung nicht frei sei." Welch' niedlicher Beitrag zu der von der Frankfurterin" verübten Apotheose Herrn von Schelling's, des goldenen Ehrenmannes"! -Allgemeines Stimmrecht in den Niederlanden. Aus Haag meldet unter'm 7. September das Depeschen bureau Herold":" Das Komitee für die Einführung des allgemeinen Stimmrechts erläßt einen Aufruf, in welchem es bemerkt, daß große Manifestationen am 18. September trotz des Verbots stattfinden werden. Es macht die Regierung für alle Folgen einer gewaltsamen Verhinderung der Manifestationen verantwortlich." Parteinachrichten. " " Die geplante Parteikonferenz für den Wahlkreis Bingen Alzey ist verschoben worden. Todtenlifte der Partei. In 2utter a. B. ist der Parteigenosse W. Freu wört gestorben. Am Tage des Begräbnisses starb seine Gattin im Kindbett. Das Ehepaar hinterläßt 3 ungenoffe W. Freu wört gestorben. Am Tage des Begräbnisses mündige Kinder. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Wegen Beleidigung des Kaplans Dasbach war der Nes dakteur P. Braun zu 300 m. Geldstrafe verurtheilt worden. Diese Strafe scheint dem frommen Herrn Dasbach zu niedrig gewefen zu sein, denn auf eingelegte Berufung hin hat das Landgericht Trier das erstinstanzliche Urtheil aufgehoben und Braun zu 31/2 Monaten Gefängniß verurtheilt. Verlammlungen: In Kostomlatet( Böhmen) war am 19. Juni Kirchweih. Die Masse der Festtheilnehmer zog nach einem Gafthause, woselbst Tanz abgehalten wurde. Ein Trupp junger Leute forUeber den Ausfall der Wahl im Kreise Herford- Halle mirte dabei zufälligerweise einen gefchloffenen Zug. An der läßt sich die„ Kreuz- Zeitung". das Organ des dort gewählten Spize desselben ging ein fleines Mädchen, das einen Blumengang der Sozialdemokratie. Bei der Art und Weise aber, wie fich männer und Frauen, arglos das czechische Bied der Arbeit" Herrn v. Hammerstein, schreiben, bemerkenswerth wäre der Rück strauß trag; dann folgten paarweise Burschen und Mädchen, Herr v. Hammerstein das Mandat in diesem Kreise, der doch fingend. Darin fand die pfiffige t. t. österreichische Polizei eine eine Hochburg des Konservatismus genannt werden durfte, hat politische Demonstration. 4 Arbeiter und 2 Arbeiterinnen, die verschaffen lassen, ist es gar nichts Bemerkenswerthes, daß unsere sich an dem Zuge betheiligt hatten, wurden in Untersuchung gePartei diesmal ein paar Stimmen weniger als früher erhalten Bogen und von einem hochwohlweisen Bezirksgericht zu hat. Wie viele unserer Anhänger mögen überdies dadurch an Brandeis a. d. Elbe zu je 24 Stunden Arrest verurtheilt, weil der Ausübung des Wahlrechts behindert gewesen sein, daß sie sie in öffentlichem Aufzuge durch das Dorf zum Gasthause ge infolge der außerordentlich schlechten wirthschaftlichen Berhältnisse, zogen waren, ohne dazu von der kompetenten Behörde die Erdurch die Arbeitslosigkeit, gezwungen wurden, die Armenunterlaubniß ftügung in Anspruch zu nehmen. Bei der niederträchtigen Berlaubniß gehabt zu haben. heßung, mit welcher unsere Gegner und namentlich die verstöckerte Geistlichkeit jenes Distrikts gegen die Sozialdemokraten operirten, es selbstverständlich, daß ein Theil der Bevölkerung für die sozialdemokratischen Kandidaten nicht zu stimmen wagte, weil ihm sonst der wirthschaftliche Boykott durch die bürgerlichen Parteien ficher war, soweit fie Kandidaten aufgestellt hatten. Man braucht nur an das standalöse Auftreten des Jskraut zu denken, um zu wissen, wie man sich in jenem Streise die Wahlfreiheit der In der letzten Generalversammlung des Vereins der arbeitenden Bevölkerung, soweit sie von der Herrschaft des Aus Bauauschläger Berlins und Umgegend wurde nach Aufbeuterthums nichts wissen will, vorstellt. Wenn die Kreuz- nahme der angemeldeten Mitglieder Herr C. Sonnabend, Beitung" an anderer Stelle ausführt: Der Sieg der Konser Liesenstraße 1 wohnhaft, an Gielle des bisherigen 1. Vorsitzenden vativen in diesem Wahlkreis ist und bleibt von prinzipieller Be- Herrn A. Bergau, Weidenweg 77 wohnhaft, zum 1. Borshenden deutung, das beweist die Haltung der Wähler, die Person des Ge- des Vereins gewählt. Auf Antrag des Vorstands, die monatwählten und die vornehm- fachliche Führung des Wahl- lichen Beiträge zu erhöhen, da durch ausnahmsweise häufige Zürcherisches. Aus einer Nachwahl zum Großen fampfes"- so ist das eine schöne Tartufferie, die sich da der Un- Krankenunterfügung und Geldbewilligung des Streits die Kaffe Stadtrath von Zürich ist der alte wackere Vorfämpfer der gehörige der Rafte der„ Gdelsten der Nation", Herr v. Hammer- sehr reduzirt ist, wurde die bisher 30 Pf. betragende Steuer auf Der gewünschten Verlegung des VerfammArbeiterfache Karl Bartli am 5. September als Sieger stein, leistet. Ganz gut schickt ihn die Frankfurter Beitung" 35 Pf. festgefeßt. hervorgegangen. Die Sozialdemokraten und die entschiedenen heim, indem sie zu seiner unwahren Behauptung bemerkt:" Sier lungslokals stimmte man nicht zu, sondern beschloß, dasselbe in Demokraten gingen Hand in Hand.nach scheint das Blatt die Hausfriedensbrüche und Sprengversuche der Gipsstraße 3 bei Pyrteck zu belaffen. Nachdem Herr des Paſtors Iskraut für vornehm und die Knüppel der Bauern. Borche die Wahl von Kandidaten zum Gewerbegericht fur Carmang. Gegen das Attentat der fran- garde dieses Dieners am Wort für fachliche Argumente zu Sprache gebracht hatte, erklärte sich die Versammlung dafür, daß halten. Die Gerichte werden vielleicht anderer Meinung sein." noch vor dem 15. d. M. eine öffentliche Versammlung einberufen 88fchen Rapitalisten auf das allgemeine Wahlrecht Herr v. Hammerstein verachtete aber, um das Mandat zu erringen, und zuvor dahin gewirkt wird, daß die Anschläger Berlins erhebt sich in Frankreich die öffentliche Meinung mit immer nicht einmal den kniff, die Religion für seinen politischen Zweck und Umgegend einen eigenen Kandidaten und zwar einen solchen größerem Nachdruck. Dieser Tage hat ber, aus lauter au profaniren. Während der Stifter der chriftlichen Religion wählen, der sich voll und ganz für die Interessen der Arbeiter Bourgois zusammengesetzte Generalrath des Departements fagt:" Wenn Du beten willst, so gehe in Dein Kämmerlein und erklärt. Mit der Einberufung dieser Versammlung wurden die Tarn( in welchem Carmaux liegt) die Regierung auf schließe die Thür zu", stellte sich der teutsch- christliche Ritter v. Hammer- Herren Marx, Ferdinand, Wiese und Porsche begefordert, die Minengesellschaft, welche sich so frech an dem stein mit dem Pfaffen Stöcker in den politischen Versammlungen iraut. Näheres durch Inserat im Vorwärts" und durch AnGrundgesetz des Landes vergangen, zur Raison zu bringen seiner Partei hin und betete coram publico darum, daß schlag. " * und den Arbeitern zu ihrem Recht zu verhelfen. Und dabei der liebe Gott ihn zum Reichstags- Abgeordneten machen Eine öffentliche Versammlung der in der Blumen, und die übrigen Reichstags- Kandidaten durchfallen lassen Blätter, Berl- und Feberbranche thätigen Arbeiter lügt die deutsche Kapitalistenpresse nach wie vor blöde drauf solle. Kurz, bei der Herforder Wahl ist neben der Tünche und Arbeiterinnen tagte am 1. September. Genosse B.Gründel los, in Carmaux hätten die Arbeiter Gewaltthat geübt und von Ehrbarkeit, mit welch er der Konservatismus sonst au para- bielt einen intereffanten Vortrag über die Ursachen der Voltszu hielten die Stadt unter einem furchtbaren Schreckens- diren beliebt, unferes Erachtens gerade die chriftliche Gel- armuth, welcher mit Beifall aufgenommen wurde. In der Dis regiment.mannschaft des Herrn v. Hammerstein vollständig zum Teufel Bom gestrigen Abend liegt folgendes Telegramm vor: gegangen, und er wird es daher zu würdigen wissen, wenn wir fussion gingen Frau ini städt und Herr Jäger näher auf die Verhältnisse in der Blumen und Federnbranche ein. Paris, 6. September. Heute Abend fand ein zu Gunsten ihm und der ganzen konservativen Partei zu dem Herford- Der Letztere rechnete den Fabrikanten ihre im Verhältniß zur der ausständigen Bergarbeiter in Carmaux von dem Exekutiv- Halleschen Wahlsiege aufrichtig fondoliren. Entlohnung der Arbeiterinnen außerordentlichen Profite nach. Alle fomitee der Arbeiterbörse veranstaltetes Meeting statt. Die Redner und Rednerinnen traten für die Vereinigung ein, derer Verfammlung, welcher etwa 3500 Personen beiwohnten, nahm Gegnerische Blätter berichten von einer sozialdemo mehrere Tagesordnungen an, worin die Unternehmer von fratischen Brahlerei", welche in dem Herforder sozialbemo Sollegen auseinandersetzend. Frau 2inistädt legte dann Bedeutung für das Wohl und Wehe der Kolleginnen und Carmaux der„ öffentlichen Berachtung preisgegeben" und die fratischen Blatte enthalten gewesen sein soll und besage, daß die Rechnung über Einnahmen und Ausgaben pro 1892. Danach Ausständigen aufgefordert werden, den Kampf gegen die nationalliberale und freifinnige Partei der Sozialdemokratie vor ergab sich ein Defizit von 2,75 M. Von der Wahl einer republikanische Regierung aufzunehmen, welche die von den gearbeitet habe. Die Freisinnige Zeitung" weist nun diese Rapitalisten ergriffenen Repreffivmaßregeln bulde. Prahlerei" mit dem ziffernmäßigen Nachweis des Stimmen- Agitationskommission nahm die Versammlung Abstand. Zum Kandidaten für das Gewerbegericht ernannte man Herrn rückgangs unserer Partei in Halle- Herford zurück. Diesem ganzen in i städt. Zum Schluß forderte die Vorsitzende zu Aufgebot liberaler Weisheit gegenüber verweisen wir auf die Thatsache, daß in Herford gar kein sozialdemokratisches Blatt regem Besuch des Stiftungsfestes der Bereinigung auf, welches erscheint, dasselbe sich also auch gar keiner Prahlerei hat schuldig am 24. September in Sanssouci stattfindet. machen können. Wahrscheinlich hat irgend ein konservatives Blättchen das Beispiel von der Vorfrucht" wieder aufgewärmt machen. " Franzöfifches. Der Kongreß sozialistischer Gemeinderäthe wird, wie das letzte Rundschreiben des Rathes von St. Ouen mittheilt, unwiderruflich Sonntag, den 11. September, eröffnet werden. Man warnt noch einmal nachdrücklich vor allen rung, die wahrscheinlich noch im letzten Augenblick ver und lieberale Unwissenheit will uns nun dafür verantwortlich gericht. Den einleitenden Vortrag hielt Th. Mehner. An fuchen würde, durch Aussprengung falscher Nachrichten, die Abhaltung des Kongresses zu verhindern. ber im Die Berliner Zimmerer vollzogen am 4. b. M. in öffent licher Versammlung die Wahlen der Kandidaten zum GewerbeSas Referat knüpfte sich eine längere Debatte, worauf als Kandidaten die Kameraden Ob st, Stehr, Schmidt und Weiß Bur Landtagswahl in Renk j. 2. sind seitens unserer aufgestellt wurden. Lebhafte Klage wurde geführt über die BeDer nationale Kongreß der Bauarbeiter, Partei folgende Kandidaten aufgestellt: handlung der Arbeiter, wie auch über die fanitären Verhältniffe welcher in Bordeaux stattfand, hat sich für folgende 1. Wahlkreis( Gera): Emil Betterlein, Buchhändler in Gera. Der Aborte auf den Bauten, und man forderte die Kameraden zu Maßnahmen ausgesprochen: Obligatorische Unfallsversiche 2. Wahlkreis( Gera): Hugo Robiger, Zigarrenfabrikant in Gera. festem Zusammenschluß und zum Widerstande gegen die Bebrückung rung auf Kosten der Unternehmer mit staatlicher Verant- 3. Wahlkreis( Gera): Ernst Hahn, Restaurateur in Gera. des Unternehmerthums und dessen Organe auf. Als Zeitbild wortlichkeit gegenüber den Arbeitern, Unterdrückung der 4. Wahlkreis( Untermhaus Zwößen): Karl Franz Kühn, Speise wurde angeführt, daß beim Rathszimmermeister Otto die halbwirth in 3wößen. 5. Wahlkreis( Langenberg- Köstris): Louis stündige Besperpause einfach gestrichen worden sei, die Gesellen Stückarbeit, Reform der Schiedsgerichte, Regelung der Lohn- Fiedler, Rentier in Gera. 6. Wahlkreis( Pflege- Reichenfels): aber dafür Abends eine halbe Stunde länger arbeiten müßten. tare, achtstündiger Arbeitstag, Abschaffung der Akkordarbeit, Karl Hermann Geiniz, Arbeiter in Gera. Berbot, in den Werken mehr als ein Zehntel ausländische In der Kistenmacher- Versammlung am 4. September Arbeiter zu beschäftigen, Gründung einer Kaffe zur Die Breslauer ,, Volkswacht" bringt in Sachen der bereits sprach Genoffe Millarg eingehend über das Gewerbeund die demnächst vor Unterstützung fich gehenden ausbrechenden gemeldeten Aeußerung des Landgerichts. Direttors gerichts- Gesetz Baugewerbe Gewerbegerichts- Wahlen. Nach kurzer Debatte erklärten Die erste Nummer der soziali: Schmidt folgende ausführlichere Mittheilung: Das geht noch über Hamburg! Heute( 6. Sep- fich die Anwesenden in einer Resolution mit dem stischen Pariser Tageszeitung erscheint am Gehörte 1. Oftober. Der Ex Spigelminister Constan 3 tember) stand Genoffe Thiel vor den Schranken der ersten Ferien- Referat einverstanden und verpflichteten sich, das Straftammer, um sich wegen Schugmannsbeleidigung, begangen unter den Kollegen zu verbreiten. Herr Tschernig will ebenfalls ein neues Blatt herausgeben, unter dem durch den Artikel„ Für's Polizeipräsidium" in Nr. 121, zu verwurde als Kandidat nominirt. Darauf nahm man Titel: Le Gouvernement- Die Regierung"- antworten. Der Angeklagte sowohl als auch die Staatsanwalt Wahl eines Vertrauensmannes vor, welcher zugleich als Delenatürlich um die Regierung in Verruf zu bringen. Herr fchaft hatten eine Reihe von Zeugen vorgeschlagen. Vor der girter zur Streit- Kontrollkommission' zu fungiren hat. Gewählt Constans hat Selbsterkenntniß. Einstweilen hat er eine Bernehmung derfelben hielt der Vorsitzende des Gerichtshofes, wurde Herr Märtens, dem Herr A. Beier als ev. Stellfnallende Reklame für sich gemacht, indem er durch einen Landgerichts- Direktor Schmidt, an die Zeugen eine Ansprache, in vertreter zur Seite gestellt ist. Ueber die Arbeitsniederlegung bei feiner Mouchards eine Explosion vermittelst einer mit welcher er sagte:„ Es ist mir bekannt, daß die sozialdemokratische Werner, welche wegen verhältnißmäßig zu niedriger Aktordpreise Rinderspiel- Bündmaffe gefüllten Sardinenbüchse veranstalten Parteileitung ihren Mitgliedern anempfohlen hat, überall dort, erfolgte, ging die Versammlung nach kurzer Diskussion zur Tagesüber. Herr Tschernig bat dann die Ver bie um den Angeklagten zu entlasten. rigorosen Arbeitsordnungen bem Borgemeldet wird. Der Landesverräther" Grenier, laftungszeuge beeidet wurde, geschah dies bei einem Entlastungs- ftand des Vereins zu übermitteln, damit dieser der an eine fremde Regierung" Geheimakten des Marine- seugen auf Antrag des Staatsanwalts nicht. Legterer ftellte die geeignete Stelle abliefern könne. Diese Anregung rief eine ministeriums verkaufte, ist zu 20 Jahren Zuchthaus ver- übrigens den Bertagungsantrag, während der Vertheidiger, Herr lebhafte Diskussion über mißliche Arbeitsordnungen hervor, wo urtheilt werden. Zu viel oder zu wenig! Wenn Rechtsanwalt Marcuse, den Schutz des§ 193 für feinen Ritenten bei besonders die des Unternehmers Schalling getadelt wurde Streits. # # " ließ, welches Attentat" pflichtschuldigst vom Telegraphen wo ein Sozialdemokrat vor Gericht steht, Weineide zu schwören, ordnung Während ein Besammelten, die fie an Für den Inhalt der Inserate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, den 8. Septbr. Opernhaus. Freund Frizz. Schauspielhaus. Donna Diana. Leffing- Theater. Die arme Löwin. Deutsches Theater. Der Comgagnon. Kroll's Thenter. Hans Heiling. Berliner Theater. Der Hüttenbefizer. Bellealliance- Theater. Die schöne Melusine. Residenz- Theater. Denise. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Bettelstudent. Thomas- Theater. Hanne Nüte un de lütte Pudel. Oftend- Theater. Am Altar. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. Apollo Theater. SpezialitätenErklärung! Die Furcht vor der Cholera hat im Publikum zum Theil eine Abneigung gegen den Genuß son Weissbier erzeugt. Wir sehen uns dieserhalb zu der Erklärung veranlaßt, daß amtlicher- u. ärztlicher Seits nur vor dem Genusse des jungen Bieres im Allgemeinon gewarnt wird, daß das Bier der unterzeichneten, mit den neuesten technischen Einrichtungen ausgestatteten Brauereien nur aus feinstem Hopfen und Malz, ohne jeglichen Zusatz von Surrogaten, bereitet, in reinem, abgegohrenem Zustande an die Konsumenten gelangt, und daß wir demgemäß eine Gefahr in dem Genusse unserer Gebräue nicht erkennen können. Die objektiven, gutgemeinten Rathschläge der Presse und der Aerzte, während der Dauer der CholeraTheater der Reichshallen. Spezia- Gefahr die gewohnte Lebensweise nicht zu ändern, sollten auch für das Weissbier Anwendung finden und Vorstellung. litäten- Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Zum 3. Male: Die wilde Madonna. Gesangspoffe in 3 Atten von L. Treptow. Couplets von G. Görss. Musik von Mit Kostümen Dekorationen aus dem Atelier des Herrn Lütkemeyer in Coburg. In Scene gesezt von Adolph Ernst. Morgen: Dieselbe Borstellung. Anfang 7%, br. Feen Palast Burgstr. 22, neben der Börse. Täglich: vertrauen wir auf den allezeit bewährten gesunden Sinn des Berliner Publikums, daß es sich durch unbegründete Graulereien nicht abhalten läßt, nach wie vor sich dem Genusse seines gewohnten Getränkes hinzugeben. Berlin, den 6. September 1892. Berliner Weißbier- Brauerei- Aktiengesellschaft| Brauerei Wilhelmshöhe E. Schumann. vormt. F. W. Hilsebein. Berliner Weißbier- Brauerei- Aktiengesellschaft C. Breithaupt. vormt. Carl Landré. Berliner Weißbier Brauerei Julius Böhm Nachfolger. Berliner Weißbier Brauerei Friedrichstadt Rudolf Braun. Gabriel& Jaeger. Julius Hacker. Albert Laue. Croll& Co.( Inhaber W. Borsdorf). J. C. A. Richter& Co. Berliner Weißbier- Brauerei Ed. Gebhardt. Weißbier Aftien Brauerei vormals H. A. Berliner Weißbier- Brauerei E. Willner. Bolle. Gr. Spezialitäten- Berliner Weißbier- Brauerei und Malzfabrik Weißbier- Brauerei Moabit R. Goerold. Vorstellung. Wochentags 7 Uhr, Anfang: Sonntags 6 Uhr. PassagePanopticum. Neu! A. Bier. Egyptische Ausstellung. Unmittelbar an der Stadtbahn- Station Zoologischer Garten. Blaue Grotte Permanent geöffnet v. Morgens 10 Uhr bis Abends 11 Uhr. mit Wasser, Kähnen u. Beleuchtungseffetten. Neu! Eine Kriminal geschichte in sieben lebensgroßen Gruppen. Castan's Panoptikum. Geöffnet von 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. Gratweil's Bierhallen Kommandantenstraße 77-79. Täglich: Auftr. d. GermaniaKonzert- u. CoupletSänger. ( Damen u. Herren.) Wochentag frei. Sonntag Entree 30 Pf. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch, Day 3wei Säle zu Versammlungen und Vergnügungen sowie 6 Billards, 3 Kegelbahnen. F. Sodtke. 2947L Fachverein der Tischler( Norden). Sonntag, den 11. Sept., Vorm. 10 Uhr, Arabisches Original- Café mit seinen egyptischen Musikern und im Lokal des Hrn. Maul( Viktoria- Salon), Perlebergerstr. 13: National- Tänzerinnen( Almées). Orientalische Bazare. Suaheli- und Fellachendorf- Beduinenlager, Landwirthschaftliche Anlagen, Maschinen u. Geräthe Ober- Egyptens. In der grossen Arena: Vorführung der grossen Karawane täglich um 41/2 und 7 Uhr. Einzug der Mekka- Karawane in Kairo um 5 and 8 Uhr. DF Von 3% Uhr ab: Grosses Konzert. Dersammlung. Tages- Ordnung: 85/1 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Erfahwahl von drei WerkstattKontrolleuren. 4. Vereinsangelegenheiten. 5. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Bevollmächtigte. Jeden Freitag Elite- Abend", verbunden mit gr. Doppel- Konzert. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Entree 50 Pf., Loge 3 Mk., I. Tribüne 1,50 Mk., II. Tribüne 1 Mk. R Freie Volksbühne. Waldfeft- Besucher, die am Sonntag. den 14. August, Morgens vor Berlins und Umgegend. Versammlung der Gisen- und Metalldreher; Armaturen- Arbeiter, fowie Bohrer, Hobler und Stoßer, 9% uhr, an der Jannowitbrücke Dampfer- Retourbillets verlangt am Sonnabend, den 10. Sept., Abends 81/2 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44. haben, aber trotz Vorzeigung der Waldfent- Karte vom Billet- Verkäufer zurückgewiesen worden sind, werden ersucht, die genauen Umstände nebst ihrer Adresse dem Unterzeichneten baldigst einzureichen. Photographien des lebenden Bildes find an allen Zahlstellen für 30 Pfg. zu haben. Erste Theater- Vorstellung im Oftober. Der Schriftführer: Bernhard Kampffmeyer, Friedrichshagen, Ahorn- Allee 19. 77/2 Genossenschafts- Bäckerei für Berlin und Umgegend. ( Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht.) Wir theilen unseren Genossen mit, daß alle ungünftigen Gerüchte über M die geschäftlichen Verhältnisse der Genossenschafts Bäckerei grundlos sind, diefelben sind entstanden durch Agitation gegen die Genossenschaft von einzelnen Personen, welche zur Verantwortung gezogen werden. Im Uebrigen verweisen Tages- Ordnung: 1. Vortrag über:" Die Bedeutung der Gewerkschaften." Ref.: Herr G. Lint. 2. Diskussion. 3. Wie bekämpfen wir am besten den Indifferentismus der Kollegen. 4. Verbands- Angelegenheiten und Verschiedenes. 480/20 Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Allgemeiner Arbeiterinnen- Verein Berlins und Umgegend. Am Sonnabend, den 10. September, in Joel's Festsälen, Andreasstraße 21 IV. Stiftungsfest bestehend in Vokal- und Instrumental- Konzert, unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins Felsenfest"( Mitgl. des Arb.- Sänger- B.), sowie des Theatervereins Proletariat"( Mitgl. d. Bundes d. ges. Arb.-V.) Prolog. Nach dem Konzert: Tanzkränzchen. Herren, die am Tanz Theil nehmen wollen, zahlen 50 Pfennig nach. Entrée 25 Pfg. Anfang 8 Uhr. Hierzu ladet ergebenst ein Das Komitee. Billets find zu haben bei Frl. Janz, Andreasftr. 78 a v. 4 Tr., Frl. Viktoria- Brauerei. Bir auf unsere Geschäftsübersicht per Mai Juni, sowie auf das stetig steigende Jahreis, Rüdersdorferstr. 28 v. 3 Tr. r., Fl. Rieger, Straußbergerstr. 26, Lützow Straße 111/112. Im Konzertgarten resp. Saal) Läglich Sonnabends): ( außer Stettiner Gewicht unseres reinen Roggenbrotes und erbitten die ferncre Unterstüßung 4 Tr., Fr. Fahrenwald, Schönleinstr. 19, 4 Tr., Norden, Thurmeister der Berliner Arbeiterschaft. Unsere Bäckereien befinden sich: 98/2 straße 3 2 Tr., bei Fr. Sieben. Zentrale: Müllerstraße 33a/ 34.| Filiale IV: Manteuffelstraße 63. Filiale I: Gartenstraße 36. " " " II: Brunnenstraße 122a. III: Weidenweg 101. V: Hafenhaide 117/118. " VI: Dieffenbachstr. 58a. Sänger. Gesuche um Brot Niederlagen bitten an unfere Zentrale, MüllerStets wechselnd. Straße 33a/ 34, zu richten. Programm. Anfang 8 Uhr. Der Vorstand: Adolf Scholtz, Hugo Lazarus. Sonntags7 Uhr Altenberg's chem. Färberei, Wäscherei, Garderob.- Reinig.486/17 Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Sonntag, den 18. September d. J., Vormittags 16 Uhr, in den Armin- Hallen, Rommandantenstr. 20: Versammlung. Tages- Ordnung: Entree 50 Pfg. Anstalt, Neue Jakobstr. 9, Brunnenstr. 123, Andreasstr. 54, Fruchtstr. 36, 1. Bortrag. 2. Aufnahme neuer Vereine. 3. Bundes- Angelegenheiten. Wochentagsbillets à 40 Pf.( S. Platate.) Potsdamerstr. 57/58, empf. f. 3. arb. u. Reinig. v. Garderob. jed. Art, Spigen Gard., Möbelst. gef. 1 Mt. p. Pfd., Bettdeck. gef. 1,25 Mt. p. Stück. Herren- 4. Fragekasten. NB. Die Vereine werden ersucht, in dieser Versammlung vom Sommer 2646L Bergnügen abzurechnen. Der Vorstand. Glanzentfernung von blankgetragenen Kammgarn- Garderoben. Moabiter Gesellschaftshaus, Anzug gereinigt, gebügelt von 2,50 Mh. an. Reparaturen billigst. Neu! Alt- Moabit 80/81. Chausseestrasse 123. Zahnziehen, Täglich: Gr. Konzert, Theater Bahnarzt Robert Wolf, Gebisse, Plomben etc. Sprechst. 8-7 Uhr. und Spezialitäten. Anfang 4 Uhr. Achtung! 4 THE Achtung! Den Parteigenoffen des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises SO., zur Nachricht, daß am Sonnabend, ben 10. September, eine größere Agitationstour unternommen wird. Alle Parteigenossen, welche daran Theil nehmen wollen, werden ersucht, sich bis Sonnabend Mittag bei dem Gnossen Fr. Zubeil, Naunynſtr. 86, oder bei Herrn Tolksdorf, Görlizer- u. Gorauerstraßen- Ede, zu melden. Fahrgeld wird vergütet. Abfahrt Sonnat end Abend 9 Uhr 18 Min. vom Schlesischen Bahnhof. Starte Betheiligung erwünscht. J. A.: Fr. Zubcil. Entree 30 Pfg. Hellmuth Peters. Herrn Bernhard Lehmann, Metallarbeiter, Wiesenstraße 1 u. 2 wohnhaft, fordere ich auf, die vom Arbeiter- Gesangverein Nord" ent50 Bersonen faffend, ist zu vergeben nommenen Billets vom Stiftungsfest 1891, Ostervergnügen, Frühkonzert, Vereinszimmer mit Pianino, Friedenftr. 74. 18706 Dampferpartie u. f. w. umgehend zu bezahlen. 3. A.: Otto Kühne, Schriftführer. Zitherlager, Saiten, Dresdenerstraße 98 Verantwortlicher Redakteur: Angust Enders in Berlin. Druck und Berlag von May Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2, 1862b 392/16 Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 210. Von der Cholera. Wilhelm. v. Kaltenborn, Donnerstag, den 8. September 1892. Schäßung nach dürfte die wirkliche Zahl der bis heute infolge der Cholera eingetretenen Sterbefälle 4500 betragen. es 9. Jahrg. Bei den 23 Hamburgischen Standesämtern sind im Monat August d. J. 4631 Sterbefälle angemeldet worden gegen 1236 im Raiserman över und Cholera. Das ArmeeEndlich! Das Echo" vom 7. September schreibt: Wie August 1891. Die Steigerung der Sterbefälle um rund 3400 im Berordnungsblatt" veröffentlicht folgende Kabinetsordre über die Medizinalbureau Fehler in der Zusammenstellung der Zahlen epidemie zuzuschreiben. Berordnungsblatt" veröffentlicht folgende Kabinetsordre über die wir von authentischer Seite erfahren, find anscheinend auf dem diesjährigen Auguftmonat ist zum allergrößten Theil der CholeraAuf Anregung des Vorsitzenden der Manöver des VIII. und XVI. Armeetorp3: Ich finde mich bewogen zu bestimmen, daß, um nicht einer der an den einzelnen Tagen an der Cholera Erkrankten und Gefängnißdeputation, Senators Roscher, wird in Hamburg allen Verstorbenen vorgekommen. Der Vorstand des statistischen Verurtheilten, welche darum nachsuchen, bis zum 15. Oftober weiteren Verbreitung der Cholera Borschub zu leisten, die dies- Bureaus der Steuerdeputation ist infolge deffen beauftragt, Strafaufschub gewährt. jährigen großen Manöver vor mir und zwar zunächst beim sämmtliche bisher publizirte Zahlen einer Revision zu unterziehen Virchow über die Cholera. In seiner Unterredung VIII. und XVI. Armeekorps in Fortfall kommen. Die Herbstübungen der betreffenden Armeekorps schließen mit den Divisions- und von morgen ab an Stelle des Medizinalbureaus die Mel- mit einem Mitarbeiter der Berliner Zeitung" äußerte Virchow Mauövern ab. Die Formirung einer Reserve- Brigade beim bungen zu erstatten. Die Aerzte haben übrigens ihre Meldungen auf die Frage, ob vielleicht bie Seuche, nachdem der Winter vorüber, schon im nächsten Frühjahre in Deutschland mit verstärkter VIII. Armeekorps hat zu unterbleiben. Sofern Mannschaften nach wie vor an das Medizinalbureau zu richten." Daffelbe Blatt schreibt: Rann das Krankenhaus- Kraft hervorbrechen werde, Folgendes:" Darüber Bestimmtes nach Orten entlassen werden müßten, welche von der Cholera Rollegium noch immer nicht von seiner„ Spar zu sagen, ist bei dem heutigen Stande der Wissenschaft unmöglich. infizirt sind, soll es denselben gestattet sein, vorläufig länger bei samteit" lassen? der Truppe zu verbleiben. Das Kriegsministerium hat hiernach Sieht es noch immer nicht ein, daß Unsere Kenntniß von den Bazillen ist eben noch viel zu gering. das Erforderliche zu veranlassen. An die Generalkommando? des außergewöhnliche Zeiten auch außergewöhnliche Mittel noth- Ueberhaupt ist die Ansicht, daß bei eintretender Kälte VIII. und XIV. Armeekorps habe ich verfügt. wendig machen? Heute erschien auf unserer Redaktion ein die Cholera Epidemie erlöschen muß, eine sehr Potsdam, den 5. September 1892. Krankenwärter, der im Alten Allgemeinen Krankenhause be- irrige; denn wir haben ja z. B. schon in Petersburg eine schäftigt gewesen und uns eine Schilderung der dort herrschen Winter Epidemie erlebt. Selbst wenn die hohe Kälte die den Zustände gab. Den schlimmsten Mißständen wäre fofort Krankheitserreger zerstören würde, so ist es bei der Beschaffenheit abzuhelfen, wenn An das Kriegsministerium. nur die zuständige Behörde fich ent- unserer Wohnungen gar nicht möglich, überall hin eine derartige schließen würde, etwas tiefer in den Geldbeutel zu greifen. Kälte dringen zu lassen. In Sentgruben, in Kellern, Zimmern, Borstehende Ordre wird von dem Kriegsminister mit nach unmögliches zu verlangen fällt uns gar nicht ein,' was aber ge- Küchen wird es stets eine höhere Temperatur geben, bei ftehenden Bestimmungen bezüglich der Entlassung der Es ist also auch Reservisten und Dispositions- Urlauber bei eg loftet; das zu verlangen hat die Bevölkerung ein Recht! Wie bei falter Jahreszeit die peinlichste Sorgfalt auf Reinhaltung than werden kann, das muß auch geschehen, einerlei wie viel welcher der Bazillus gedeihen kann. fämmtlichen Armeekorps zur Kenntniß der Armee gebracht: uns der Krankenwärter erzählte, gab es auf derjenigen Station, aller jener Orte zu verwenden, welche einer Entwickelung 1. Bei cholerafreien Truppentheilen, soweit sie nicht in cholera- bie er mit einem andern wärter zu besorgen hatte, 27 Cholera- und Fortpflanzung der Krankheitserreger günstig find." Ueber die infizirten Orten gelegen haben, kann die Entlassung planmäßig tante. Für alle diese Kranken war vorhanden eine Injektions- persönliche Desinfektion befragt, erklärte Birchow:„ Ich erfolgen. Die General- Kommandos werden ermächtigt, wo dies erforderlich erscheint, die Entlassung der Mannschaften direkt prize, eine einzige Gummiunterlage, und zwar eine defekte, die halte diese Art der Desinfektion für ziemlich werthlos ,. erst nach vieler Noth und Mühe für die Station erlangt benn an einem Ort fällt die Flüssigkeit auf, gleich daneben aber aus dem Manövergelände zu veranlassen. Solchen Mannschaften, werden konnte, und ein einziges Stechbecken! Was nun den fann ein Krankheitsstoff haften. Hauptsache ist peinliche welche nach von der Seuche ergriffenen Orten entlassen werden lekteren Apparat anbetrifft, so weiß Jeder, der etwas von Reinhaltung der Hände, sowie Achtung, daß müßten, ist es jedoch freizustellen, vorläufig bei der Truppe zu Krankenpflege versteht, wie nothwendig für jeden Kranten ein der Magen in Ordnung bleibt." Zum Schluſſe gab verbleiben. Eine Anrechnung dieses Verbleibens als Uebung folches Gefäß ist. Ferner war nur ein einziger Infusions- Professor Birchow feiner Ueberzeugung Ausdruck, daß für die findet jedoch nicht statt. 2. Bei Truppentheilen, welche von der Cholera befallen find, apparat für die Salzeinspritzungen vorhanden; derselbe war Bevölkerung Berlins ein Grund zu besonderen defekt und nothdürftig mit Telegraphendraht zusammengebunden! Besorgnissen nicht vorhanden sei. hat vor der Entlassung eine Absonderung der Reservisten und Der dirigirende Arzt erklärte im Beisein der Märter, daß die fehrungen, die von Seite der hiesigen Behörden gegen die Seuche Dispositions- Urlauber von der Truppe stattzufinden, und darf Nadeln unter allem Huno" feien; gewiß sehr bezeichnend! Für ergriffen worden, könnten Allen die beruhigende Ueberzeugung die Entlassung derselben erft erfolgen, wenn diese Mannschaften die Kranken wurde nicht genügend Eis und Selterswasser ge- geben, daß geschehen ist, was in der Macht des Menschen liege, eine Stägige Frist hindurch frei von Cholera oder choleraver- liefert; namentlich der Mangel des letzteren machte sich den um den furchtbaren Feind abzuwehren. dächtigen Erkrankungen geblieben sind. Hamburg, 6. September. Amtlich wird dem Korre 3. Diejenigen Mannschaften, welche vorübergehend armen Kranken in qualvoller Weise fühlbar. Alle zwölf Stunden in cholerainfizirten Orten einquartiert waren, dürfen ebenfalls wurden für die 27 Kranken zwei Flaschen St. Julien und eine fpondenten der Boss. 8tg." bestätigt, daß augenblicklich noch nur entlassen werden, wenn während einer Stägigen Beobachtung Flasche Portwein geliefert. Ist das Geiz. Unverstand dreizehnhundert Leichen unbeerdigt liegen, weiter, daß bisher oder noch etwas Schlimmeres? Rognak, der doch von über fünftaufend Personen an der Cholera gestorben sind. ihr Gesundheitszustand zu feinen Bedenken Veranlassung giebt den Aerzten empfohlen wird, gab es überhaupt nicht. Auch die Siehe die nächste Notiz! Befanden sich jedoch zur Entlassung bestimmte Manufchaften Märter erhielten feinen Rognat. Das gelieferte Effen war zwar Hamburg, 7. September. Gegenüber der Blätterdauernd in choleradurchfeuchten Orten, so ist ihre Entlassung nach der Schilderung des Warters sehr gut, traf aber immer so meldung, daß in Hamburg gestern Abend 1300 Zeichen unerst dann zulässig, wenn ärztlicherseits keine der Cholera verdächtigen Zeichen bei ihnen gefunden werden und bei einer sodann spät ein, daß es ungenießbar war. Dabei erhielt der genannte beerdigt waren, ist amtlich festgestellt worden, daß in allen Wärter außer der Beföftigung 1 M. pro Tag eine Knickrig- Leichenhäusern und in beiden Krankenhäusern zusammen nicht über vorzunehmenden achttägigen folirung an einer Beobachtungs- feit, die Alles übertrifft, was wir je gehört! Und von fo 650 Leichen gestern Abend unbeerdigt waren, davon ist der station nicht aufgetreten sind. 4. Die Bestimmung über Mitnahme von Aerzten oder miserabel bezahlten Leuten verlangt man aufreibende Arbeit größere Theil in der Nacht beerdigt. Ist das richtig, so sind, Lazarethgehilfen bei größeren Transporten ist den Generalfom Weiter ist zu bemerken, daß von Morgens 5 Uhr an bis meinen wir, 650 unbeerdigte Leichen auch genug!! mandos überlassen. Hamburg, 7. September. Von gestern Mittag bis heute 91/2 Uhr weder Eis noch Selterswasser zu erhalten ist. Ein solches Berfahren nach der bureaukratischen Schablone ist ein Mittag find 702 Grtranfungen und 883 Todesfälle gemeldet. Standal; das muß öffentlich festgenagelt werden. Im Hiervon entfallen auf Dienstag 266 Erkrankungen und 154 TodesKrankenzimmer blieben die Todten, theilweise bis Morgens fälle. Der Rest sind Nachmeldungen für die vorhergehenden liegen: dann wurden die Leichen hinunter nach dem Korridor Tage. Transportirt wurden gestern 224 Cholerakrante und gebracht, wo sie noch 5-6 Stunden liegen blieben. Was kann 102 Leichen. der Grund für dieses unerhörte Verfahren, Leichen neben Kranken Lübeck, 6. September. Bon gestern Mittag his heute liegen zu lassen, sein? Doch nur der Mangel an Wärterpersonal, Mittag find hier amtlich keine neuen Cholera- Erkrankungen zur Begen der Choleragefahr dürfen auf den preußischen welcher wiederum verursacht wird durch die unverzeihliche„ Spar Meldung gelangt. Etwa hundert Personen, die von Hamburg in Staatsbahnen Karbolsäure und andere Desinfet tionsmittel, welche sonst nach Absatz 3 der Zusatzbestim- famkeit" der Behörde. Ein weiteres Licht auf das Sparsamkeits- Travemünde eingetroffen waren, wurden in der Quarantäneung II zu§ 56 des Betriebsreglements von eilgutmäßiger Be- ſyſtem wirft der Umstand, daß Kranke auf halbverfaulte, station auf dem Priwall desinfizirt. Bremen, 6. September. Die Medizinalkommission macht förderung als Stüdgut ausgeschloffen find, bis auf Weiteres nur eben umgedrehte Matratzen gelegt werden, als ob es in Hamburg nicht Tapezirer genug gäbe, die so viel bekannt, daß seit gestern Mittag hier zwei Personen unter auch auf Eilstüdgut zugelassen werden. Dem Kaiserlichen Gesundheitsamt vom 3. bis Matratzen liefern tönnen, als nur irgend verlangt werden. choleraverdächtigen Anzeichen erkrankt find, von denen eine ge5. September Mittags gemeldete Cholera- Ertrantung Vor der Entlassung der in achttägiger Beobachtung gewesenen Mannschaften ist eine ſachgemäße Desinfektion ihrer Wäsche und Kleider vorzunehmen. Warum aber werden die Kaisermanöver des 13. und 14. Armeekorps( Bayern, Baden) nicht gleichfalls ab gefagt? Was dort gilt, gilt auch hier! und Todesfälle: Datum: Staat 3./9. 4./9. 5./9. 6./9. Drt und Bezirk Hamburg Preußen: • erkrankt gestorben Bertranft gestorben erkrankt gestorben erkrankt gestorben " Die VorEin anderer Krankenwärter schildert uns die Zustände in storben ist. Die bakteriologische Untersuchung ist noch nicht abganz gleicher Weise, nur wo möglich noch traffer. Während in geschlossen. auswärtigen Zeitungen gesagt wird, daß für Hamburg Kranken- Bremerhaven, 7. September. Die hiesigen Behörden wärter für 10 M. pro Tag und 15 M. pro Nacht gesucht werden, hatten die Hafensperre gegen alle von Bremen kommenden erhielt er in Wirklichkeit 60 M. pro Monat bei einem laufenden Schiffe beschlossen. Auf Veranlassung des bremischen Senats Dienste von 39 Stunden! In der Nacht giebt es dabei für wurde dieser Beschluß jedoch wieder zurückgezogen. den Warter nur eine Tasse schwarzen Kaffee. In dem Saal, wo Braunschweig, 7. September. Der sozialistische diefer Wärter fungirte, lagen 26 an Cholera schwer Erkrankte. 2andesparteitag für das Herzogthum Braunschweig, welAußer ihm war noch ein weiterer geschulter Wärter vorhanden, cher am 11. b. M. in Wolfenbüttel stattfinden sollte, ist der ferner drei Freiwillige", nämlich ein Pastor, ein Student und Choleragefahr wegen verboten. ein chriftlicher Jüngling. Der Paftor vertheilte mit Vorliebe Roblenz, 5. September. Am Sonnabend Nachmittag Traftätchen, der Student ließ sich von den Aerzten Herr Kollege" ftarb eine Krankenschwester, die den hier im Isolirhospital ver528 379 501 158 674 264 702 333 tituliren, wußte aber eine Injektionssprize nicht von einem storbenen Hamburger gepflegt hatte, unter den Anzeichen der Besenstiel zu unterscheiden, und der christliche Jüngling. war Cholera. Im Ganzen find jezt 3 Todesfälle an Cholera hier fromm! Daß solche Freiwillige" nichts nüßen, ist wohl Jedem vorgekommen. Die barmherzige Schwefter, welche die verstorbene 9tlar. Aber die geschulten Wärter entläßt man, weil sie an- Krankenschwester pflegte, und die Wärterin, welche die Wäsche 1 gemeffene Bezahlung verlangen!- Wir fragen das der Verstorbenen besorgt hat, sind heute unter verdächtigen Um3 Krantenhaus Kollegium nun nochmals ernst- ständen ebenfalls ertranft.( Frankf. Rtg.") Lüneburg. Die Gefahr der Cholera1 lich: Will es das bisherige System aufgeben Dortmund, 5. September. Bereinzelte Erkrankungen( einschließlich der nachträglich ge- und den Uebelständen abhelfen, oder foll ein Ginschleppung hat die Bauverwaltung des Dortmund- Ems- Kanals Sturm der Entrüstung der ganzen Bevölkerung veranlaßt, von jetzt ab nicht mehr fremde Arbeiter beim Bau anRegierungsbezirt Schleswig: in den Städten es dazu zwingen? Wir werden die Sache im zunehmen. Der Gesundheitszustand der Arbeiter wird ärztlich Wandsbek, Lauenburg, Bloen, sowie in 6 Orten der Kreise Ange behalten und nicht schweigen, bevor geüberwacht; große Mengen Desinfektionsmittel sind überall verStormarn, Pinneberg und Steinburg 9 Erkrankungen, 2 Todesfälle. holfen ift! theilt worden. Auch einige Baracken find bereits errichtet. egierungsbezirk Stade: in 4 Orten der Kreise Bisher hat sich noch fein choleraverdächtiger Fall gezeigt. Jort und Rehbingen 3 Erkrankungen, 1 Todesfall. Regierungsbezirk Lüneburg: in Stadt Har burg und in 5 Orten der Kreise Harburg( Land) und Dannenberg 2 Erkrankungen, 4 Todesfälle. Stade Schleswig meldeten): Re Hamburg. • Neuenfelde. . Altona Rendsburg Glinde Wilhelmsburg 5 2 1 1 3 17 10 17 11 10 3 1 8 18 2 1 1 2 2 5 2 3 Regierungsbezirk Magdeburg: in Stadt Magdeburg 2 Erkrankungen, in 1 Orte des Kreises Jerichow II zwei Todesfälle. ( Frantf. 3tg.") Rapitalistische Feigheit. In den„ Hamburger Nachrichten" lieft man: Da Geheimrath Dr. Roch nachgewiesen hat, daß die Seuche, welche Hamburg heimsucht, durch Flücht Worms, 5. September.( Frankf. 3tg.") In dem benach linge aus Hamburg nach 30 deutschen Orten verschleppt worden barten Pfeddersheim ist die Frau des Gerichtsdieners Mumm ift, wird von allen Seiten im Interesse der Menschenliebe, um erkrankt und wurde von Seiten des zu Rath gezogenen Arztes nicht auf unsere deutschen Brüder die Seuche zu übertragen und ein choleraverdächtiger Fall fonstatirt. Da die Frau in dem damit hier am Drte selbst Jeder nach seinen Kräften mit Rath Gemeindehause wohnt, so wurde die Schließung der Bürgerund That helfen kann, die Bitte ausgesprochen, hier zu bleiben. meisterei und des in demselben Hanse befindlichen großherzogEs wird in dieser Beziehung auf unser Ansehen im Reiche hin- lichen Amtsgerichts verfügt. gewiesen, das ohnehin schon jeht erheblich geschädigt ist. Man Der Verein für Sozialpolitik, der dieses Jahr in möge, wird betont, Alles thun, um die Seuche zu befämpfen, sie Bosen tagen sollte, hat wegen der Cholera- Epidemie feine Berabzuschließen und sie nicht weiter zu verbreiten. Wenn die fammlung bis zum Frühjahre verschoben. Aus demselben Ander nach Weimar berufene Allgemeine nöthigen Vorsichtsmaßregeln angewandt werden, ist die Gefahr laffe der Erkrankung an Cholera feine so große. Wenn Beispiele von deutsche Journalisten und Schriftstellertag, Unerschrockenheit und Furchtlosigkeit gezeigt werden, dann wird sowie die zu gleicher Zeit nach dort berufene Generalversammlung auch die Ruhe in die Stadt zurückkehren und eine verständige, der deutschen Schriftsteller- Genossenschaft vertagt. erfolgreiche Bekämpfung der Cholera möglich sein." Die Bourgeois Wien, 6. September. Der direkte Wagenverkehr von und nach der Schweiz über Buchs ist vom 5. d, M. ab eingestellt worden; es findet daselbst bis auf Weiteres ein Umsteigen sämmtRegierungsbezirk Hannover: in Stadt Hannover 2 Erkrankungen( 3. und 5. September). Regierungsbezirk Potsdam: in Rathenow ein Todesfall, im Kreise Niederbarnim 1 Erkrankung. Regierungsbezirk Düsseldorf: Stadt Cleve ein RegierungsbezirtOsnabrüd: der im Kreise Melle am 28. August stattgehabte Tod einer aus Hamburg zugereisten Frau ist, wie nachträglich festgestellt, burch Cholera verursacht. Mecklenburg Schwerin: pfeifen auf solche Bitten. Todesfall. Großherzogthum Stadt Bütow 1 Erkrankung. In Hamburg war nach Mittheilung des Krankenhaus Im Hamburger Echo" liest man: Schon aus den unvoll- Kollegiums der Bestand der Choleratranten im All- licher Reisenden statt. ständigen amtlichen Ziffern ist zu ersehen, daß der Verlauf der gemeinen Krankenhause am 4. d. M. folgender: " Seit noch Epidemie nicht ein solcher ist, wie ihn Professor Dr. Koch ver muthete. Wohl hat die rapide Steigerung der Erkrankungen und Todesfälle stattgefunden, aber von einer ebenso rapiden Abnahme der Seuche fann gar feine Rede sein. bis zur Sterbefällen am 27. Auguſt vollzog sich nach der amtlichen Statistit in zehn Tagen. aber ist von einer Abnahme der Epidemie faum etwas zu spüren. Die Zahl der Erkrankungen dürfte, die Nachmeldungen in Betracht gezogen, noch immer pro Tag über 500 betragen, die der Sterbefälle über 250. Die Sterblichkeit beträgt, wie während des ganzen Verlaufs der Seuche, 50 Prozent der Erkrankungen und darüber. Der Bericht des Medizinal Inspektorats giebt als Gefammtziffer der Erkrankungen feit dem Ausbruch der Epidemie 6798, als Gesammtzahl der Sterbefälle 2940, also rund 3000 an. Unserer auf guter Grundlage beruhenden 1234 Altes Krankenhaus: Bestand am 3. September 12 Uhr Nachts Bugang am 4. September 1057 177 Abgang am 4. September geheilt gestorben 40 83 123 Bestand am 4. September 12 Uhr Nachts 1111 Neues Krankenhaus. Bestand am 3. September 12 Uhr Nachts 1026 Bugang am 4. September 90 1116 16 83 99 Abgang am 4. September geheilt gestorben 85 Bestand am 4. September 12 Uhr Nachts 1017 99 Brüssel, 6. September. Neuerdings beim Gesundheitsamt eingegangene Nachrichten stellen fest, daß die Cholera in Orts schaften auftritt, welche von Wasserläufen berührt werden, die in Antwerpen endigen. In Antwerpen sind seit dem ersten Auftreten der Krankheit insgesammt 75 Personen erkrankt. 22 Patienten find genesen, während 28 sich noch in ärztlicher Behandlung befinden. Gestorben sind bisher 25 Personen. In Brüssel ist gestern eine Person an Cholerine erkrankt. Der Gesundheitszustand in der Hauptstadt ist ein ausgezeichneter. Paris, 6. September. Der Minister des Innern hat den Präfetten in einem Rundschreiben die strikteste Ausführung der fürzlich erlassenen sanitären Maßnahmen eingeschärft. Paris, 6. September. Die Zahl der heute der choleraartigen Epidemie Erlegenen beträgt 31. In den Hofpitälern befinden sich gegenwärtig 329 Krante dieser Art in Behandlung. Paris, 7. September. Der Polizeipräfekt hat beschlossen, die Zahl der choleraartigen Erkrankungen und Todesfälle täglich befannt zu machen. Die Zahl der choleraähnlichen Krankheits- Iwurden, so heißt es in vorstehender Notiz, 5 Personen Rummels- I ist in feiner Weise gesorgt, die Arbeiterinnen find also auf den fälle betrug im Laufe des Montags in der Stadt Paris 68 und burg( der Arbeitsanstalt) überwiesen, 403 der Polizei vorgeführt." Restaurateur angewiesen, der aber umsonst auch Nichts liefert. innerhalb der Bannmeile 21, die Zahl der Todesfälle in der Der Asylverein für Obdachslose, dessen Leitung sich in den Das Verbot des Wassertrinkens mag vom sanitären Standpunkt Stadt Paris 31 und innerhalb der Bannmeile 16. Dem Händen von Privaten befindet, hält es bekanntlich nicht für an aus betrachtet ganz nüßlich sein, in diesem Falle aber verleitet es " Figaro" zufolge wären gestern in Paris selbst 41 Personen er gemessen, der Polizei nach dieser Richtung hin Gefälligkeitsdienste die Arbeiter lediglich zu Ausgaben, die sie sonst nicht zu machen frankt und 26 gestorben, innerhalb der Bannmeile 9 erkrankt und zu leisten. Der Vorstand des Asylvereins ging von dem brauchten. 16 gestorben. burchaus zu billigenden Grundsatz aus, daß die Aermſten Ein sonderbares Ereignis, das sich am 30. v. M., Abends Paris, 7. September. Die Cholera ist im Abnehmen be- der Armen, welche für einige Nächte Unterkommen im Asyl 9 Uhr, auf dem Bahnhofe Gesundbrunnen abgespielt hat, wird griffen, trotz der wiedergefehrten Hige. In St. Duen wurden suchen, auch die Freiheiten eines Asyls genießen müssen und uns von einem unserer Abonnenten folgendermaßen geschildert: 4 neue Erkrankungs- und 2 Todesfälle gemeldet. daß man ihnen nicht die Polizei auf den Hals hegen darf. Es mit mehreren Arbeitskollegen betrat ich um die genannte Zeit Havre, 7. September. Hier wurden gestern 41 Er ist notorisch, daß wirkliche Verbrecher ein Asyl nicht aufsuchen, den Vorraum des Bahnhofsgebäudes und sah zu meinem Staunen, franfungen und 7 Todesfälle an Cholera gemeldet. was dorthin kommt und vielleicht noch ein Konto mit der wie die zwei diensthabenden Billetabnehmer den Bahnhof verBufarest, 7. September. Sämmtliche Grenzstationen nach Bolizei auszugleichen hat, rekrutirt sich nicht aus gemeingefährlichen ließen und einen Arbeiter, der sich vom Bahnhofe aus auf die der Bukowina hin, mit Ausnahme von Burdujeni, sind für Menschen. Weshalb der Magistrat es für angebracht erachtet, Straße begeben wollte, bis um die Ecke des Baunes verfolgten. Reifende und Waaren gesperrt. In Burdujeni findet eine ärzt- in dem seiner Verwaltung unterftehenden Asyle nach dieser Richliche Untersuchung der Reisenden und die Desinfizirung des Ge- tung hin fich zur Verfügung der Polizei zu stellen, dürfte deshalb Plöhlich hörten wir lauten Wortwechsel, die beiden Beamten famen im Laufschritt auf den Bahnhof zu, der Arbeiter hinterpäcks statt. Wie amtlich festgestellt wird, ist der Gesundheits- mancher Mensch, der nur mit dem simplen Unterthanenverstand brein. Ein dritter Beamter lief durch den Bahnhof durch, ließ zustand im ganzen Lande ein vorzüglicher." Indépendance behaftet ist, nicht ganz einsehen. Roumaine" meldet, ein am Donnerstag unter dem Vorsize des Im städtischen Obdach bleibt sich die Zahl der bemitleidens- feine Kollegen durch die hintere Thür ein, die verschlossen wurde, sodaß der Arbeiter von seiner Verfolgung Abstand nehmen mußte. Königs zusammentretender Ministerrath werde darüber Beschluß werthen Familien, welche auf das Pflaster gesetzt worden sind, als derselbe nach der Abfahrtsseite des Bahnhofes tam, um fassen, ob die diesjährigen großen Manöver stattfinden sollen. von Monat zu Monat ziemlich gleich. Auch die Zahl der Säug beim Stationsvorsteher eine Beschwerde anzubringen, wurde Kopenhagen, 7. September. Die von" Politiken" gebrachte linge" differirt nur unwesentlich. Der Magistrat würde beffer er kurz abgewiesen. Er solle machen, daß er nach Hause sensationelle Nachricht, daß in Frederiksberg drei Aerzte an der thun, wenn er statt der trockenen Zahlen angeben wollte, durch käme, sonst könnte er noch in Strafe genommen werden. Jetzt Cholera erkrankt seien, wird von„ Berlingske Tidende" amtlich welch widrige Verhältnisse die Familien gezwungen worden war mir doch der Geduldsfaden gerissen, ich forderte den Arfind, nach dem letzten Rettungsanfer zu greifen und das Obdach für unwahr erklärt. aufzusuchen. Da würden ganz eigenthümliche Bilder aus dem beiter auf, sich das Beschwerdebuch vorlegen zu lassen, das ihm um so weniger verweigert werden konnte, als sich sofort noch " chriftlichen" Staat zu Tage treten. Und dann die andere Frage, mehrere Beugen meldeten, welche den Vorfall mit gesehen und was wird aus den Familien, wenn sie das Obdach verlassen? gehört hatten. Leider unterließ es der Arbeiter, das BeschwerdeSind sie dann vor Elend geschützt, oder handelt es sich nur um buch zu benutzen, weil er im Auffetzen einer Beschwerde nicht geAls ein anderer Arbeiter Zutritt zum eine vorübergehende Etappe, die am Ende wiederum nach dem schickt genug war. Obdach zurückführt? Stationsbureau verlangte, wurde er von einem Beamten beim Kragen gefaßt und fortgeschleudert. Was eigentlich die Beamten von dem Arbeiter verlangt haben, konnte ich nicht in Erfahrung bringen, da mittlerweile der Zug einlief, mit welchem ich weiter fahren mußte. Auf jeden Fall aber ist das Vorgehen der Beamten ein forrettes nicht gewesen und diejenigen Arbeiter, welche die Station Gesundbrunnen als Ein- und Aussteigestation benußen, seien zur Vorsicht dringend ermahnt. Bergen, 7. September. Die hiesige Dampffchiffgefellschaft hat der Cholera wegen ihre regelmäßigen Fahrten von Hamburg nach Bergen und Drontheim eingestellt. Washington, 6. September. Die Regierung der Vereinigten Staaten hat die Küstenwachen angewiesen, Maßregeln zu treffen, um etwaige unbefugte Landungen von Reisenden an den Küsten der Unionsstaaten zu verhindern. Obdach Kommunales. " Die Unzulänglichkeit der humanitären Einrichtungen des fapitalistischen Staates zeigt sich recht deutlich in diesen Obdachen und Asylen. Man bietet da den Menschen das als eine durch aus unverdiente Gnade, was zu fordern sie doch ein volles Recht haben. Der Eintritt des Menschen in die Welt bedingt das Recht zum Leben, er würde es wenigftens bedingen in einem anderen, als in dem Klaffenstaat, in diesem hat der Mensch lediglich das Recht zum Verhungern. Und In einer für die Donnerstag- Sigung bestimmten Vorlage an die Stadtverordneten- Bersammlung beantragt der Den Vegetariern paßt es garnicht, daß die Aerzte vom Magistrat für die aus Anlaß der Gholera gefahr zu treffen- Den Bäckern soll der Polizeipräsident, so will es der Menusse frischen Gemüses wegen der Cholera abrathen. Sie ver den Maßregeln einen Kredit bis zum Betrage von 300 000 m. nifter des Innern, falls sie mit ihren Preisen für Backwaaren breiten ein Flugblatt mit der Ueberschrift: Reine Choleragefahr Aus der Vorlage ist ersichtlich, daß, obgleich bisher nur ver- dem Sinken der Preise nicht Rechnung tragen, mit den§§ 73 bei naturgemäßer Lebensweise!" worin sowohl der Genuß frischer einzelte Fälle von wirklicher Cholera aufgetreten sind, alle Vor- und 74 der Reichs Gewerbe- Ordnung auf den Leib rücken. Sie pflanzlicher Nahrung, auch Obstes, wie das Trinken von frischem bereitungen getroffen sind, um bei etwa anftretender Epidemie sollen alfo eventuell angehalten werden, Breis und Gewicht der Wasser und frischer Milch vertheidigt wird. Man möge sich nicht die etwaigen Cholerafranken in geeigneter Weise unterzubringen Backwaaren durch Aushang bekannt zu geben und auch eine nach vegetarianischem Rathschlage richten. Die Behauptung des und der Ausbreitung der Krankheit in Berlin nach Möglichkeit Waage zum Nachwiegen für das Publikum im Laden aufzustellen. Flugblattes, daß bei allen in früheren Jahren hier aufgetretenen entgegen treten zu können. Vierzehn Baracken im Krankenhaus Die Angabe des Gewichtes und das Aufstellen der Waage wäre Epidemien Vegetarier von solchen Krankheiten entweder garnicht Moabit find als Choleralazareth eingerichtet und Anordnung ge- in der That sehr zu wünschen, da die Bäcker gegenwärtig bei oder nur in wenigen Fällen in ganz leichtem Grade ergriffen troffen worden, daß im Bedürfnißfalle nach und nach die ganze der Normirung des Gewichtes ihrer Waare ganz nach Willkür worden seien", ist natürlich durch nichts zu belegen. Die bisher Anstalt mit 900. Betten als Cholerakrankenhaus dienen soll. und Laune zu verfahren scheinen. Wer zu Hause regelmäßig von den Aerzten ertheilten Rathschläge sind ganz richtig, freilich, Eventuell soll auch noch im Krankenhause Friedrichshain und nachwiegt, der fann sich überzeugen, daß selbst gleichmäßig aus dem Armen, der wegen ungenügenden Einkommens minder= Am Urban je ein Pavillon für Cholerafrante verfügbar gemacht gebackene Waare von demselben Bäcker große Gewichtsschwankungen werthige Nahrungsmittel zu kaufen genöthigt ist, nühen nicht werden. Für den ungünstigsten Fall sollen die bei dem städtischen aufweist. Leider müßte aber das Nachwiegen im Laden selbst, Rathschläge, sondern nur bessere Lebenshaltung bezw. als deren von diesem gänzlich isolirt zur Verfügung wenn nicht das Publikum davor zurückscheut oder der Bäcker Grundlage, befferes Einkommen. stehenden Baracken mit zweihundert Lagerstätten in Beden mißtrauischen Kunden hinausgrault, aus naheliegenden nukung genommen und auf dem zum Theil bereits Gründen auf das Schwarzbrot beschränkt bleiben. Die asiatische Cholera scheint wie in Berpenschleuse auch geräumten städtischen Steindepotplatz Am Urban Baracken doch ist gerade die weiße" Backwaare den ärgsten Gewichts- in Ralfberge- Rüdersdorf ihren Einzug gehalten zu haben. In errichtet werden. Der Magistrat hat sich ferner an die schwankungen unterworfen. Sie werden nur nicht so beachtet, der Nacht vom Freitag voriger Woche zum Sonnabend erkrankte Kuratorien des Krankenhauses Bethanien und des Elisabeth- weil man meint, daß es sich dabei um ganz minimale Unter- auf einem dortselbst in der Nähe der Zementfabrik liegenden Krantenhauses gewendet, um die Belegung eines Theils dieser schiede handelt. Bei einem Bäder in der Straßburgerstraße Kahne der Bootsmann eines aus Hamburg angekommenen Krankenhäuser mit Kranken aus den dortigen Stadttheilen zu erwiegen 8. B. die Schrippen, wie eine Hausfrau durch tägliche, Schiffes unter allen Anzeichen der Cholera und verstarb am möglichen. Nach dem mit den drei Krankenfuhr- Unternehmern lange Zeit hindurch fortgesetzte Wägungen feststellte, zwischen 55 Sonnabend gegen Abend. Auf ärztlicherseits sofort erstattete Kopp, Lück und Rünzel getroffenen Vereinbarungen werden und 65 Gramm, gehen jedoch gelegentlich auch hinauf bis über Anzeige wurde das Fahrzeug sofort aus dem Kanal gebracht, nöthigen Falls bis zu 48 Wagen zur Verfügung stehen, von 70 und hinunter bis unter 50 Gramm, und zwar, wie gesagt, isolirt im Ralffee angelegt und unter Quarantäne gestellt. Alle welchen innerhalb 24 Stunden bei dreimaligem Wechsel des bei ganz gleich durchgebackener Waare. Bollständig parallel dem Vorsichtsmaßregeln sind getroffen, um einer Weiterverbreitung Begleitpersonals und der Bespannung bis zu 1000 Rranke be- Gewicht bewegte sich die Größe der Schrippen. Es liegt also in vorzubeugen. fördert werden können. Entsprechende Vereinbarungen sind auch der Hand des Bäckers, einzelne Kunden durch Verabreichung Neue Cholera- Erkrankungen sind auch von vorgestern mit den Unternehmern des Leichenfuhrwesens bei event. Mehr leichterer Waare nicht unbedeutend zu benachtheiligen. Wer für zu gestern weder in Berlin noch in Charlottenburg vorgekommen. bedarf getroffen worden. In den 19 Sanitätswachen foll neben 50 Pf. Schrippen holt, kann dabei über 1400 Gramm, aber auch Dagegen sind 10 Fälle als choleraverdächtig der hiesigen Sanitätsdem Nacht auch Tagesdienst eingeführt und zu diesem Zwecke ebenso gut weniger als 1000 Gramm Waare bekommen. Das fommission gemeldet worden, in denen es sich um Brechdurchfall den Vorständen der Wachen finanzielle Unterstützung seitens der macht einen Unterschied von beinahe einem Pfund, den man handelt. Die Zahl solcher Meldungen nimmt demnach auch von Stadtgemeinde zugesichert werden. Ueber sämmtliche im Laufe beim Schwarzbrot sofort merken und sich nicht gefallen lassen Tag zu Tage ab. Der Kaufmann Karpen ist außer aller Gefahr, eines Tages eingetretenen Fälle von Erkrankungen an Cholera würde. Es ist daher auch durchaus verständlich, wenn das aber noch im Krankenhause. Auch bei dem Kommis Kappel scheint oder choleraverdächtigen Zuständen haben die Krantenanstalten und Bublifum, wo die Auswahl gestattet ist, nach ber Merzte jeden Morgen bis 8 Uhr der königl. Sanitätskommission größten Waare greift. Die Redensart„ Eine Schrippe ist so viel nach dem gegenwärtigen Krankheitszustande nicht jede Hoffnung Meldung zu machen, bei welcher eine Vermehrung der Bureau wie die andere" trifft eben nicht zu. Daß diese Auswahl ist übrigens eine Meldung des Landrathsamts des Niederbarnimer ausgeschlossen zu sein, ihn am Leben zu erhalten. Merkwürdig Kräfte stattgefunden hat. Außerdem find folgende fanitäre fast überall noch üblich ist und trotz verschiedener Versuche Streifes. Hiernach soll ein Kellner, der zur Aushilfe in Weißensee Maßregeln zu erwähuen: Die ausreichende Vermehrung des niemals dauernd ausgerottet werden konnte, mag sich auch aus Kreises. Hiernach soll ein Kellner, der zur Aushilfe in Weißensee beschäftigt gewesen ist, dort an der Cholera erkrankt und am Personals der städtischen Desinfektions- Anstalt ist gesichert und den oben angeführten Thatsachen und den darauf begründeten 3. D. M. in die Cholerabaracke aufgenommen, aber bereits am die unentgeltliche Verabreichung von Desinfektionsmitteln an Widerstand sparsamer Hausfrauen erklären. Wenn diese wüßten, 4. d. M. wieder entlassen worden sein, obwohl angeblich die Unbemittelte für den Bedarfsfall der näheren Regelung vor: daß die Polizei ihnen durch fleißige Revisionen bei den Bäckern asiatische Cholera bei ihm konstatirt worden war. Es ist wohl behalten. Die Direktion der Straßenreinigung ist veranlaßt Schuß gewährt, würden sie wahrscheinlicher eher von dieser feinem Zweifel unterworfen, daß hier nach der einen oder der worden, für reichlichere Reinigung und Besprengung fämmtlicher unappetitlichen und gefährlichen Sitte ablassen. anderen Richtung ein Mißverständniß vorliegt. Die SanitätsStraßenzüge und Desinfektion der Droschten- Haltepläße 2c. Sorge zu tragen. Den Gefahren der Müllabfuhr ist durch bezügliche In der Filiale der Allgemeinen Elektrizitäts- Gefell. Rommission bemüht sich, die Angelegenheit aufzuklären, hat aber Anordnungen begegnet, die Fluß- Bade- Anstalten sind geschloffen schaft in der Schlegelstraße hat es eine partielle Arbeitseinstellung bisher noch nicht ermitteln können, wo der betreffende Kellner sich worden. Den Leitern der städtischen und Privatschulen ist die gegeben. Dieselbe brach aus in der sogenannten Kohlenstation gegenwärtig aufhält. oder falls gewissenhafte Ausführung speziell ausgearbeiteter Borschriften( Glühdrahtbereitung) und umfaßte etwa 25 Arbeiterinnen. Die Cholerafurcht. Welche Folgen eine übertriebene Choleras wegen Desinfektion der Aborte, Verabreichung abgekochten und Ursache des Streits war in erster Linie ein Lohnabzug, in furcht zeitigt, beweisen folgende Beispiele. Eine Frau, welche an abgekühlten Wasserleitungs- Wassers, Untersagung des Mitbringens zweiter die wenig angemessene Behandlung der Arbeiterinnen. einem kleinen Durchfall lift, begab sich in eine Apotheke, um sich von frischem Obst, wegen des Verhaltens bei verdächtigen Mit dem Antritt eines neuen Meisters wurde zugleich ein Abzug als Heilmittel hiergegen einige Choleratropfen zu kaufen, ein auch Erkrankungen der Kinder u. f. w. durch Zirkular Ver- von 25 pet. gemacht bei einem Wochenlohn von 9 bis 12 M. zu anderer Zeit sehr beliebtes Hausmittel gegen zu leichten Stuhl fügung zur Pflicht gemacht worden. Zur Verhütung der Ein- für eine gute Arbeiterin. Der neue Meister befleißigte sich merk gang. Der Apotheker hatte aber nichts Giligeres zu thun, als schleppung der Cholera in unsere Kranken- und Siechen- würdiger Umgangsformen, er belegte die Arbeiterinnen mit zur Polizei zu schicken und die Frau als choleraverdächtig nach anstalten 2c. find umfassende Vorsichtsmaßregeln getroffen worden. Bezeichnungen, die in Albertis Komplimentirbuch nicht zu Moabit schaffen zu laffen, ungeachtet ihrer Bersicherung, daß ihr Aus dem städtischen Arbeitshause zu Rummelsburg sind behufs finden sind. Budem führte er ein neues Strassystem ein, nach nichts weiter fehle. Von dort wurde sie am nächsten Tage als Playschaffung für den Ausbruch der Cholera 150 Hospitaliten welchem die Abzüge von Strafgeldern bei einzelnen Mädchen die geheilt entlassen.- Aehnliches passirte im Hause Briberstr. 10: nach dem Obdach verlegt. Etwaige Cholera- Erkrankungsfälle bei Höhe von 1,50 m. pro Woche( bei 9 M. Verdienst) erreichten. Eine in diesem Hause wohnende Frau W. wurde auf Arbeit von Den Korrigenden, Hospitaliten und franken Weibern werden im er beim Sprechen während der Arbeit ertappt wird, hat sofort Krämpfen befallen und darum nach ihrer oben genannten WohArbeitshaus- Lazareth zur folirung gebracht werden. Für etwaige 20 Bf. Strafgeld zu zahleu. Die Mädchen wollten sich solchen nung gebracht. Nachts erschienen plößlich bei ihr einige SchutzBedürfnisse der Riefelfelder ist die Errichtung zweier größeren brafonischen Bestimmungen auf keinen Fall fügen. Nach kurzer leute und wollten sie fortholen. Natürlich wurde vom TransBaracken auf den nördlichen Gütern und zweier fleineren auf Berathung wurde der Beschluß gefaßt, die zurücknahme der port Abstand genommen, doch mußte Frau W. am nächsten Tage den südlichen Gütern in Aussicht genommen, außerdem sollen in neuen Strafbestimmungen und anständige Behandlung zu ver- zum Arzt gehen und sich gründlich untersuchen lassen. bereits vorhandenen Räumen einige isolirte Krankenstuben ein- langén das verweigert werde, die Arbeit Eine Abordnung von zwei Arbeiterinnen gerichtet werden. Für das Vorhandensein einer ausreichenden niederzulegen. In einer sehr traurigen und gefahrdrohenden Lage Anzahl von Aerzten und Krankenwärtern ist bereits Vorsorge ge- wurde gewählt, welche bei dem Meister in höflicher und befinden sich jetzt die Bahn- Postbeamten der troffen worden. Nach alledem wird man sagen können, daß fachlicher Weise vorstellig wurde. Zuerst erfolgte die einfache Strede Berlin- Hamburg, welche in des Wortes Berlin dem tückischen Feinde wohl gerüstet gegenüber steht, Abweisung der Deputation, es werde Alles beim Alten bleiben wahrster Bedeutung seit Wochen schon vogelfrei" sind. Diese obwohl von einer" Epidemie" hierselbst bis jest nicht die Rede und wem das nicht paffe, der könne gehen. Der Meifter lebte Beamten, 80 an der Bahl, fönnen den Berliner Bahnhof in fein tann. des Glaubens, die Arbeiterinnen würden nicht Ernst machen; Hamburg der drohenden Choleragefahr wegen nicht verlassen; Auf dem Papier nehmen sich diese Anordnungen außer als er aber sah, daß sich dieselben ohne Ausnahme anschichten, die Restaurants, in denen sie gespeist, find theils geschlossen, ordentlich wirkungsvoll aus wir wollen nur wünschen, daß den Staub der Elektrizitäts- Gesellschaft von ihren Pantoffeln zu theils befinden oder befanden sich Cholerakranke dort und ein der behördliche Apparat im Ernstfalle ebenfalls gehörig funktionirt. schütteln, zog er mildere Saiten auf und versprach, die Forde- Logis wollen die Leute der drohenden Ansteckung wegen in Ham rungen zu bewilligen. Kaum war eine Stunde vergangen, so burg nicht nehmen. Zwar hat die Bahnverwaltung zwei hatte der Meister sich das schon anders überlegt. Er schränkte Waggons zur Verfügung gestellt, die als Schlafraum dienen feine erste Bufage dahin ein, daß die Bewilligung nur erfolgen follen, doch stehen diese Wagen gerade an einer Stelle, wo fast folle, wenn die zwei Rädelsführerinnen" sofort entlaffen würden. alle Choleraleichen nach den Friedhöfen vorübergeführt werden. Damit war's aber wieder Nichts, denn fämmtliche Arbeiterinnen Fahren die Postschaffner nach Büchen hinaus, um dort die erklärten sich solidarisch mit ihren Sprecherinnen und legten so- zwölfftündige Ruhepause zu verbringen, so wird ihnen daselbst Das Heer der Obdachlosen. Der Magistrat läßt in den fort die Arbeit nieder. Dieselben werden auch auf ihren Forde der Aufenthalt nicht gestattet, weil sie als aus Hamburg bürgerlichen Blättern Folgendes bekannt machen: rungen bestehen und sind entschlossen, fest zufammen zu halten. fommend choleraverdächtig sind! So bleibt den gequälten Leuten Im städtischen Obdach befanden sich am 1. Auguft er. Wie sich die Leitung der Filiale entscheiden wird, steht noch da- nichts übrig, als fortwährend auf der Eisenbahn umherzufahren. 75 Familien mit 265 Personen, darunter 23 Säuglinge. Am hin, auf jeden Fall wird eine Betriebsstörung unvermeidlich sein, Denn feit einigen Tagen ist es noch schlimmer geworden. Be1. September war der Bestand 65 Familien mit 243 Personen, falls neue Arbeiterinnen angelernt werden sollen, was immerhin fanntlich ist durch die hiesige Sanitätskommission gewarnt wor den, von Hamburg kommende Personen aufzunehmen, und so brunter 19 Säuglinge. Das Asyl für nächtliche Obdach einige Wochen dauert. Die Arbeit in diesen Stationen( Glasbläserei und Glüh- passirte es dieser Tage einem Hamburger Bahnpostschaffner, lose daselbst benutten im Laufe des Monats August 11 500 Personen, und zwar 10 376 Männer, 1124 Frauen. Von diesen draht) ist übrigens törperlich recht anstrengend; daß eine oder welcher hier für seine 12 stündige Dienstpause in der Nähe des HamPersonen wurden 16 dem Krankenhause Friedrichshain, 54 dem die andere der Arbeiterinnen ohnmächtig zusammenbricht soll nichts burger Bahnhofes schon seit längerer Zeit ein möblirtes Zimmer Krankenhause Moabit, 14 der Charitee, Rummelsburg über Seltenes sein. Jede Arbeiterin fizt über eine Gasflamme gebeugt bei gemiethet, daß derselbe am vorgestrigen Tage von seiner hiesigen wiefen. 408( 880 Männer, 28 Frauen) der Polizei vorgeführt. einer Hiße von durchschnittlich 25 Grad. Fenster dürfen nicht Wirthin als choleraverdächtig" hinausgewiesen wurde. Während des Monats August haben also 11 500 Personen geöffnet werden und dazu herrscht in dem Raum ein unerträg hiesiger Bahnpoftfchaffner obiger Strede erhielt von seinem im städtischen Asyl genächtigt. Eine stattliche Anzahl, wenn licher Benzol- Geruch. Es ist übrigens sämmtlichen Arbeitern in Hauswirth einen eingeschriebenen Brief, in welchem dem man bedenkt, daß gerade dieser Monat infolge seiner tropisch den Filialen schon angekündigt worden, daß es in nächster Zeit Beamten das Betreten seiner eigenen Wohnung aus bemfelben Grunde verboten wurde! Die Postbehörde hier erklärte fich heißen Tage ein Nächtigen im Freien ganz gut zuließ! Was eine Lohnreduktion von 25 pet. geben soll. Vorbeugungsmaßregeln bei der drohenden Choleragefahr sind auf die Vorstellungen des gefährdeten Schaffners hin als werden da erst im Herbst und Winter für Zahlen herauskommen! Es ist von uns schon wiederholt barauf hingewiesen worden, daß getroffen worden insofern, als das Waffertrinken bei Strafe intompetent, da dies Sache des Reichs- Gesundheitsamtes(?) bas städtische Asyl zugleich eine Art Polizeiftation ist. Esl ohne Strafe wird's hier nicht gethan- verboten ist. Für Kaffee wäre! Lokales: 3 Fin Boziale Uebersicht. teren wurde einer sechsgliedrigen Kommission anheimgegeben und damit die Verhandlungen vertagt. Eines mehrfachen Todes zu sterben beabsichtigte ber in| Friedrichshagen, Kirchstraße 15, wohnhafte Maurer und Eigenthümer Albert Dräger. Am Dienstag Morgen gegen 5 Uhr erAm vierten Verhandlungstage verlas nach Eröffnung der Aus Brandenburg meldet das dortige Organ unferer Vormittagssigung der Vorsitzende Bömelburg zunächst tönten im genannten Ort die Feuerhörner und man erfuhr, Partei, daß am Sonnabend sämmtlichen Arbeitern der Zigarrendaß der Stall des Dräger'schen Grundstückes in Fammen fabrik von C. Rein gekündigt worden ist. Da die Arbeitslofalitäten mehrere Glückwunschtelegramme, unter denselben ein von dem ftebe. Einer der Feuerleute drang bei der baldigst in Stuttgart tagenden Stuckateurkongreß abgesandtes, nach in Angriff genommenen Feuerbekämpfung in den Stall und den bundesräthlichen Bestimmungen nicht genügten, so ift von welchem letzterer den Grundstein" als Organ der Stuckateure fand dort den Dräger erhängt vor. Derfelbe wurde fofort ab- worden. Der Fabrikant hat jedoch vorläufig Bigarren genügend verlesen waren, erstattete der Borfizende im Auftrage der erDeutschlands anerkannt hat. Nachdem dann die Sigungsprotokolle geschnitten und dem Feuerheerde entrückt, es konnte jedoch nur am Lager und beabsichtigt nun, eine Zeit lang den Betrieb gänz- wählten Kommission den Bericht, nach welchem für die ExtraDer Tod konstatirt werden. Dräger war schon lange gemüthsleidend und wird sein Handeln auf plöglich ausgebrochenen Verfolgungs- lich einzustellen. wahn zurückgeführt. Bei dieser Gelegenheit zeigte sich, daß trotz Sanitätskommissar und tros täglicher Verurtheilung in den Beitungen auf einzelnen Grundstücken Friedrichshagens Bustände herrschen, die jeder Beschreibung spotten ganz wie in Berlin. So fand sich auf dem Hofe eine bis zum Rand gefüllte offene Sentgrube vor. Abgesehen von der Verpestung der Luft durch den freiliegenden Inhalt, ist auch ein zufälliges Hineingerathen in solche offene Kloake lebensgefährlich. Einem Mitgliede der freiwilligen Feuerwehr paffirte das sehr zweifelhafte Bergnügen, dort hinein zu stürzen und engere Bekanntschaft mit der duftenden Kothmasse zu machen. Zum Glück holten ihn einige Freunde schnell wieder heraus. beiträge, welche sich auf sechs Monate im Jahre erstrecken sollen, Unter den niederrheinischen Seidenwebern ist nach der folgende Säße vorgeschlagen werden: In Orten, wo der Lohn „ Franks. 3tg." eine Bewegung im Gange, welche die Herbei- bis 2 m. beträgt, monatlich statt 20 Pf. jetzt 10 Pf., bis zu 3 M. führung höherer Lohnfäße und sonstiger günstigerer Arbeits- statt 40 Bf. jetzt 25 Pf., bis zu 4 M. ffatt 60 f. jetzt 40 Pf., bedingungen bezweckt. bis zu 5 M. ftatt 80 Pf. jetzt 60 Pf., über 5 M. statt 1 M. jetzt 80 Pf., wodurch ein Ausfall von 9000 m. entstehen würde. Für die streifenden Talesweber in Rolomea find Dieser Antrag wurde nach längerer Debatte gegen eine Stimme laut Quittung der Wiener Arbeiterzeitung" vom 26. August angenommen. Ferner wurde der Antrag Schulz- Berlin, die über aus Berlin folgende Unterstützungsbeträge abgegangen: durch 60 Jahre alten Mitglieder von den wöchentlichen Beiträgen zu die Streit- Kontrolkommission vom Rauchklub" Ohne Zwang" befreien, sowie verschiedene Anträge, welche die Befreiung der 15 M., von 8 Arbeitern der Goldwaaren- Fabrit 3. 6,60 M. Mitglieder bei militärischen Uebungen, Inhaftirung und Krankheit von den Beiträgen und Extrabeiträgen bezwecken, " Der erste Verbandstag des Zentralverbandes der ebenfalls nach kurzer Debatte angenommen, dagegen ein AnMaurer Deutschlands und verwandten Berufsgenossen hat trag Berlin:" Bei Streits und größeren Aussperrungen kann Polizeibericht. Am 6. b. M. Morgens versuchte ein in der Zeit vom 15.- 20. August in Kassel stattgefunden. Der der Vorstand mit Zustimmung des Ausschusses eine ExtraKlempner in seiner Wohnung in der Blücherstraße, vermuthlich" Grundstein" bringt über die Berhandlungen desselben folgendes steuer erheben," abgelehnt. Die weitere Berathung ergab die Anin einem Anfall von Geistesstörung, feinen siebenjährigen, an der Resumee: nahme der Paragraphen bis 27 mit unwesentlichen Aenderungen. englischen Krankheit leidenden Sohn mittelst Revolvers durch Die erste Sigung wurde am 15. August, Morgens 9 Uhr, Bei letterem wurde bestimmt, daß der Verbandstag alle zwei einen Schuß in den Kopf zu tödten und erschoß alsdann sich durch Dammann- Hamburg eröffnet, welcher den Delegirten Jahre stattfindet und zwar der nächste im Frühjahr 1894. felbft. Der Knabe wurde noch lebend nach dem Krankenhause Deutsch- Altona zum provisorischen Schriftführer berief. Hierauf Am 5. Verhandlungstage wurde in der Morgensitung, welche Am Urban gebracht. Nachmittags war der Färbereibefizer wurde eine Mandatsprüfungskommission gewählt, welche nach unter dem Vorsitz Dammann's stattfand, die Statutenberathung Walter in seiner auf dem Hofe des Grundstücks Stralauerstr. 42 Erledigung ihrer Arbeiten den Bericht dahingehend erstattete, daß fortgesetzt und die Paragraphen 28 bis 36 unverändert anbelegenen Werkstatt damit beschäftigt, Kleiderstoffe mittelst Benzins außer zwei Vertretern des Vorstandes, einem Vertreter des Aus- angenommen. Ueber den§ 38 des alten Statuts, das Fachorgan zu reinigen. Hierbei entzündete sich dasselbe, so daß die Kleider des schusses und dem Redakteur des„ Grundstein" 24 Delegiete aus betreffend, entwickelte sich eine lebhafte Debatte. Ein von Lübeck Walter und die Werkstatt in Brand geriethen. Er erlitt hier- Verbandszahlstellen und 1 Delegirter aus Leipzig anwesend seien. gestellter Antrag, eine Preßkommission einzusetzen, welcher die bei am Unterarm und im Gesicht schwere Verlegungen.( 3wei weitere in Sachsen gewählte Delegirte waren nicht er- Aufsicht über die Schreibweise und die Kaffenverwaltung zusteht, Abends wurde ein Instrumentenmacher vor dem Hause Oranien schienen.) Ueber eine vom Vorstande vorgelegte Geschäftsordnung wurde abgelehnt und dafür die Bestimmung in das Statut aufstraße 26 von einem Arbeitswagen überfahren und so bedeutend verlegt, daß er bewußtlos nach der Sanitätswache in der Adalbert- wurde während der Zeit, in welcher die Mandatsprüfung voll genommen, daß dem Ausschuß das Aufsichtsrecht zugestanden und derselbe als Beschwerde- Instanz auch hierfür eingesetzt wird. Die Straße und von dort nach Anlegung eines Verbandes mittelft 80gen wurde, debattirt und dieselbe unverändert angenommen. Die alsdann vorgenommene Wahl des Bureaus ergab übrigen Paragraphen wurden mit unwesentlichen Alenderungen Krankenwagens nach dem Krankenhause am Urban gebracht folgendes Resultat: Dammann und Bömelburg Ham- und dann das ganze Statut in feiner neuen Fassung angenommen. In der Nacht zum 7. d. M. glitt ein obdach burg, Borsigende, Deutsch Altona, lofer Arbeiter, als er an der Ecke der Pappel- Allee einen in der Rupte- Görlig, Baker- Hamburg, Schriftführer für das gelegenheiten wurden dem Ausschuß zur Erledigung überwiesen. Fahrt befindlichen Müllwagen besteigen wollte, dabei aus, wurde Protokoll, und Röster und Staningt- Hamburg, Führer der Seitens der Schweriner Kollegen war das Verlangen gestellt, überfahren und erlitt eine so bedeutende Quetschung des Fußes, Rednerliste. um das Demmler'sche Vermächtniß einflagen zu können, daß die Es wurde bedaß seine Ueberführung nach dem Krankenhause am FriedrichsVerbandskasse die Kosten vorschußweise leiste. hain( erforderlich wurde.- Am 6. d. M. fanden drei kleinere schlossen, dem Borstande aufzugeben, wenn Aussicht auf Erfolg Brände statt. vorhanden, dem Ersuchen Folge zu geben. Nunmehr erfolgte die Neue Erkrankungen und Todesfälle an aftatischer Cholera Vorstandswahl; gewählt wurden: Dammann als Vorsitzender, find seit gestern nicht zur Anzeige gekommen. Kober als dessen Stellvertreter, Köster als Kassirer, Wilbrandt als dessen Stellvertreter und Staningt als SchriftAls Revisoren wurden Bömelburg Hamburg, werden mußte. Theater. S V Nun erfolgte der Bericht über die Thätigkeit des Ausschusses im abgelaufenen Geschäftsjahre. In demselben wurde fonstatirt, daß der Ausschuß im Allgemeinen nichts gegen die Geschäfts führung des Vorstandes einzuwenden gehabt habe. Außer zwei Beschwerden, gegen den Vorstand gerichtet, die als unbegründet erachtet und deshalb zurückgewiesen werden mußten, beschäftigte sich der Ausschuß hauptsächlich mit der Frage, wie die Agitation führer. am besten betrieben werden kann. Der Ausschuß ist zu dem Er- Weniger Harburg und Deutsch- Altona gewählt. gebniß gekommen, daß dieselbe, neben der von der Zentralstelle Am sechsten Verhandlungstage legte der Vorsitzende Dam= zu betreibenden, mehr auf die größeren Städte zu übertragen sei mann dem Verbandstage seitens des Vorstandes einen Entwurf und diese mehr dazu herangezogen werden. Auch mit der zur Regelung der Streits vor, welcher nach furzer Debatte Haltung des Fachorgans hat sich der Ausschuß beschäftigt und en bloc angenommen wurde; ebenso wurde der die Reife Im Adolf- Eruft- Theater ging Dienstag Abend eine neue gegen dieselbe nur insofern etwas einzuwenden gehabt, als es die unterstützung, das Herbergswesen und den Arbeitsnachweis be Gesangsposse von Treptow in Szene: Die wilde Ma- Burückweisung der Angriffe der Gegner des Verbandes und der treffende Entwurf nebst Verhaltungsreglement für die Ortsverdonna". Treptow'sche und Jacobson'sche Bossen beanspruchen diese leitenden Personen betrifft; die Zurückweisungen hätten in waltungen angenommen und beschlossen, diese Bestimmungen dem fein fünstlerisches Interesse, sie haben nur einen 3wed: auf ein milderer Form geschehen können. Man müsse die Gegner Statut beizufügen. Als Termin für den Amtsantritt des neuen Vorstandes wurde paar Stunden ihr Publikum in fröhliche Stimmung zu versetzen. ignoriren, dies sei die beste Bekämpfung, weil man sie dadurch Und diesen Zweck erfüllte„ Die wilde Madonna". Was schadet's, beschäme. Auf Vorschlag des Vorsitzenden wird in die Debatte der 1. Oftober festgesetzt, während das neue Statut am 1. November daß Figuren, szenischer Aufbau und Melodien lauter alte Be- erst dann eingetreten, wenn der Geschäftsbericht des Vorstandes in Kraft tritt; das Geschäftsjahr soll mit dem Kalenderjahre fannte find! Sie trugen neue Gewänder. Und die neuen Ge- erfolgt ist. Es tritt hierauf die Mittagspause ein. abschließen. wänder waren hübsch, die Kalauer derbe, die gebotene AugenIn Betreff des Protokolls wurde beschlossen, dasselbe gedruckt In der Nachmittagssigung unter Vorsitz Bömelburg's weide schimmernd und lockend, wie sie das Publikum des Adolf- werden zunächst einige Begrüßungstelegramme verlesen. Sodann für den Selbstkostenpreis an die Mitglieder abzugeben. Mit der Ernst- Theaters liebt. Es spendete daher in seiner fröhlichen erhält der Verbandsvorsitzende zu seinem Geschäftsbericht das Fertigstellung des Protokolls zum Druck wurden die Schriftführer Stimmung Beifall mit vollen und lauten Händen, so daß es der mort. Aus dem sehr umfangreichen Bericht geht hervor, daß in Bater und Deutsch beauftragt. Aufdringlichkeit einzelner Freunde" wirklich nicht bedurft hätte. bem verflossenen Jahre sich 155 Bahlstellen dem Verbande mit Mit dem Wunsche auf das fernere Gedeihen des Verbandes Die Darstellung war flott und der namentlich Frl. Bäckers, Frl. einer Mitgliederzahl von 13 029 angeschlossen haben. Außerdem und einem Hoch auf die allgemeine Arbeiterbewegung in DeutſchBirag und den Herren Ernst, Tielscher und Weiß gespendete Bei- waren in 8 Städten 333 Ginzelmitglieder und in der Hauptkasse land erfolgte sodann um 10% Uhr Vormittags der Schluß des fall reichlich verdient. 94 Mitglieder. Von den Zahlstellen haben sich 5 wieder auf- Verbandstages. gelöst. Die Einnahmen des Verbandes belaufen sich auf 85 120,78 M., die Ausgaben auf 56 490,41 M. Die Ausgaben, sächliche und persönliche, betragen zusammen 25 609,98 m. oder 30 pet. der Einnahmen; die Ausgaben für das Fachorgan betragen 18 381,60 m. oder 21,59 pEt der Einnahmen. Für ReiseUnterstüßung wurden 5254,10 M. ausgegeben, welche 736 MitGerichts- Beifung. Versammlungen. Im Schneider- und Schneiderinnen Verband, Filiale In der Straffache des Zimmermanns Geffroi und gliedern zu Theil wurden. Die Ausgaben für die Gewährung des Genoffen, welcher sich in einer Bereiusversammlung der Auf- Rechtsschutzes erforderten 455,30 M. Streits bez. Ausschlüsse fanden Berlin, sprach am 29. August Herr Dr. Sommerfeld über reizung verschiedener Berufsklassen" schuldig gemacht haben sollte statt in Nordenham, Lauenburg und Köslin. In ersteren beiden Orten die Cholera. Der Referent führte aus, daß die Cholera im und deshalb angeklagt wurde, erfolgte Freisprechung. Selbst der wurde die Forderung der Gesellen durchgesetzt, während in Köslin, Jahre 1817 zuerst in Egypten aufgetreten und von da nach Staatsanwalt beantragte diefelbe. Nachträglich meldete derselbe wo es sich um eine Aussperrung handelt, die Sache noch un- Arabien und auch nach Europa verschleppt worden sei. 1866 ſei bie Revision in dieser Sache an. Genosse Geffroi ersucht den entschieden ist. Auch in Pinneberg wurde Seitens der Bau- fie in Deutschland besonders start aufgetreten. Er schilderte dann Borsitzenden und die Kontrolleure, welche in der besagten Ber- arbeiter, welche Mitglieder des Verbandes sind und eine Er- die Kennzeichen der Seuche vom ersten bis zum letzten Stadium fammlung am 7. Mai 1891 in Orschel's Salon thätig waren, höhung des Lohnes forderten, eine Arbeitseinstellung hervor derselben und ging hierauf zu den bekannten Verhaltungsihm ihre Adressen Andreasstraße 76, 3 Tr., gefälligst einsenden gerufen, welche zu Gunsten der Mitglieder endete. Mit dem maßregeln über, die während der Seuche zu beobachten zu wollen. Der Banarbeiter Verein der Rosenthaler Vorstadt Bestes Schutzmittel sei größtmöglichste Reinlichkeit. Wunsche, den Bericht und die Thätigkeit des Vorstandes, sowie find. die des Ausschusses recht objektiv zu beurtheilen, schließt der Be- Nachdem der Referent noch verschiedene gute Rathschläge Wegen vorzeitiger Veröffentlichung von Gerichts- richterstatter seine Ausführungen. Nach unerheblicher Diskussion betreffs der Desinfektion der Wohnungen, Klosets und sonstiger beschlüssen in der Straffache wider a bl wardt wurden wird dem Borstand und Ausschuß Decharge ertheilt. lleber den Gelaffe gegeben, schloß er seinen Vortrag, der von den Vergestern die verantwortlichen Redakteure der Deutschen Warte", zweiten Bunkt der Tagesordnung: Berichterstattung über die fammelten mit großem Beifall ausgezeichnet wurde. An der Bruno Schippang und der Berliner Zeitung", Busch, vor Beschlüsse des Gewerkschaftskongreffes in Salberstadt und Diskussion betheiligten sich die Herren Ziebarth, Günther, Unter anderem wurden der britten Straffammer des Landgerichts 1 zur Verantwortung Stellungnahme zu demselben" referirte Paul Hannover, womit Tam psh und Frau Wengels. schlechte sanitäre Verhältnisse gerügt, die im Hause Blumenstr. 37 gezogen. Die Deutsche Warte" hatte den in der Staatsbürger- der erste Verhandlungstag endete. Am 2. Sigungstage wurde, nachdem der Vorsitzende bekannt herrschen sollen, und es als Pflicht bezeichnet, daß davon die Saftentlassung Ahlwardt's gegen Raution abgedruckt, die„ Ber- gemacht, daß der Delegirte Deinze aus 3widau eingetroffen Sanitätsbehörde in Kenntniß gefegt wird. Frau Wengels Tiner Zeitung" dagegen veröffentlichte den entgegengefeßten und die Mandatsprüfungskommission deſſen Mandat als giftig führte dagegen an, daß man auf die Sanitätsbehörde auch nicht Beschluß des Kammergerichts. Da es sich um ein rein anerkannte, in der Morgenstzung die Debatte über den zweiten zu sehr pochen sollte; bei einer ihr bekannten Familie, wo informales Bergehen handelt, verurtheilte der Gerichtshof den An- Bunkt der Tagesordnung fortgesezt und nach Beendigung der folge von Diphteritis ein Todesfall vorgekommen, sei die Desgetlagten Schippang zu 20 M., Puf ch zu 10 M. Geldbuße. felben beschlossen, bent zu wählenden Vorstande die Woll- infettion erst nach 5 Wochen vorgenommen worden. Falls bei an die Generalkommission den bis einem Cholerafall auch so schnell gehandelt würde, hätte man ja Freundliche Erinnerungen an die Reichs- Hauptstadt hat macht zu ertheilen, bet bermatroſe Siebmann, welcher nach längerer Abbesen jest gezahlten Quartalsbeitrag auch ferner zu zahlen. Ferner gute Verhältnisse zu erwarten. wurde dem Vorstande die Berechtigung ertheilt, sobald sich die heit in Westafrika wieder in seine Heimath zurückgekehrt ist und Gelegenheit biete, geeignete Schritte behufs Abschließung von wollte am 21. Auguft die Abrechnung vom Monat Mat 1892 sich im Juli d. J. auf einige Tage in Berlin aufhielt, ficher Kartellverträgen nach Wiaßgabe der Beschlüsse des Halberstädter entgegennehmen. Diese konnte jedoch nicht stattfinden, da keiner nicht nach Wilhelmshafen zurückgebracht. Derfelbe befand sich Gewerkschaftsfongreffes zu thun. der Herren Revisoren beim Raffirer zur Abrechnung erschienen am 2. Juli in einem Restaurant am Hausvoigteiplatz und hatte Der dritte Punkt der Tagesordnung: 3wed, Biele und war. Es berichteten nur die Krankenbesucher über ihre betreffeneine lebhafte Unterhaltung mit einem sehr stattlichen, offenbar wohlgebildeten Herrn gepflogen. Am Schluffe der Unterhaltung Einrichtungen des Verbandes", zu welchem Staning Sam- ben Kranken. hatte er seine Zeche bezahlt und im Gedanken sein mit 135 M. burg das einleitende Referat hatte, erforderte zu seiner Erledigung Schlächter- Gefellen! Donnerstag, den 8. September, Abends 8 Uhr: Große gefülltes Bortemonnaie auf den Tisch gelegt. Dann hatte er fast die ganze Zeit des Sigungstages. In übersichtlicher Weise öffentliche Bersammlung behufs Stellungnahme und Aufstellung von Belfibereinem ihm zuwinkenden Herrn noch rasch einige afrikanische Er stellte der Referent klar, was der Verband bezweckt, welche Ein- standidaten zu den bevorstehenden Gewerbegerichts- Wahlen in Detailer lebniffe erzählt und war davon gegangen, ohne an sein Geld zu richtungen derfelbe getroffen, um diesem Zweck zu genügen, und Salon, Alte Satobftraße 48. Tagesordnung: Bortrag über die Gewerbevermiste er sein Portemonnaie und stürmte in das Restaurant eine sehr lebhafte Debatte, an der sich fast alle Delegirten bezurück ohne das Gesuchte dort zu finden. Das Portemonnaie war theiligten und in welcher hauptsächlich die Erniedrigung der Beizweifellos von dem Vertrauen erweckenden Herrn, der an den träge empfohlen, von einer Anzahl Delegirten dagegen aber auch Lisch des Matrosen geseffen, fortgenommen worden, denn der für wünschenswerth erachtet wurde, dieselben in der bisherigen felbe hatte sich schleunigst entfernt, ohne auch nur die von ihm Söhe zu belaffen. Letztere Ansicht wurde vorwiegend von Dele bestellte Beche abzuwarten. Durch Zufall gelang es, den Dieb in girten fleinerer Orte vertreten. Ein von dem Referenten ein- Reichenbergerstr. 183: Unterricht in Geschichte( alt); Dit Schule, Martusder Person des Geschäftsreisenden Georg Buhar zu entdecken gebrachter Antrag:„ Der erste Verbandstag erklärt, die Einrichtungen ftraße 81: interricht in Rechnen; Nord- Schule, Müllerstr. 179a; Unterund demselben noch 96 M. abzunehmen. Nach zweimonatlicher des Verbandes, als da find: Pflege der Berufsstatistik, Gewährung richt in Deutsch( mittlere) und Chemie. In alle derfächer, mit Ausnahme Untersuchungshaft stand P., der Sohn des Befizers einer kalt von Rechtsschutz, Gewährung von Reise- und Streitunterstüßung der Buchführung, fönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jetzt im came Eefe- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Dieggen, abends 8% Uhr, Neue Beit, Abends 8 Uhr, Boyenstr. 40, bei Gieshoit. Süd- Ost, bei Toltsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Ecte. burg weilenden Hofschauspielerin, gestern wegen Diebstahls vor Lieferung des Fachorgans, und wie sie sonst' in dem bisherigen bet Schröder, wiefenſtr. 39. Derselbe be- Statut vorgesehen sind, werden auch für die fernere Zeit als Serieg, Abends 8 Uhr, Reichenbergerstraße 54, Gde Lausigerstraße, bei Aug. Geib, Donnerstag bei Bubell, Naunynstraße 86, Abends hauptete, daß er das Portemonnaie gefunden und machte zu seiner nothwendig erachtet, als dem Zweck unserer gewerkschaftlichen mayer. Hasenclever, Abends 8% Uhr, Restaurant Bischof, BaumschulenEmanzipation, Abends 8% Uhr bei Spät, Weinfir. 28. Entschuldigung nervöse Ueberreiztheit, an welcher et leide, Organisation entsprechend" wurde in namentlicher Abstimmung übr. - Diskutirklub der Hausbiener, Abends 9 Uhr bet Sommer, geltenb. Erhebungen nach dieser Richtung hin anzustellen, lehnte mit 18 gegen 8 Stimmen und 6, die sich der Abstimmung ent- weg Treptow. der Gerichtshof ab. Der Staatsanwalt beantragte eine strenge hielten, angenommen. Der vierte Punkt der Tagesordnung, Grünftr. 21: Gigung. ftunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. St. Urban, Strafe, nämlich 6 Monate Gefängniß. Der Gerichtshof erkannte" Statutenberathung", füllte den übrigen Theil dieses Tages, fo- Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Donnerstag. NebungsDie§§ 1-3 wurden annenstr. 9, bei Prog.- Kornblume, Blumenftr. 54, bet Buttte. Früh auf 8 Monate Gefängniß unter Anrechnung von 6 Wochen auf wie den dritten Berhandlungstag aus. die Untersuchungshaft. ohne wesentliche Aenderungen angenommen. Der§ 4 dagegen Tingsluft, Flottwellstr. 5, bet Bartel. Bregelschluß, Annenstr. 16, erregte eine längere Debatte, welche mit dem Beschlusse endete, b. Reßner. Weiße Rose, Reinickendorf, Reinickendorferstr. 25, b. Scheffler. Morgenroth 1, Nummelsburg, Berlinerftr. 9, bet Friesede. Dorf= bie monatlichen Beiträge in bisheriger Weise zu belaffen, die glödlein, Wilmersdorf, Berliner- u. Augufifte. Gde bei Schuls.- Ech 02, Extrabeiträge dagegen zu erniedrigen. Die Feststellung der letzte Schönhauserfir. 42, bet Reimann. Ginigteit, outmisher), Pappel gerichte. Berliner Naturheilverein 2. Donnerstag, den 8. September, Abends subr, bet Joel, Andreasfir. 21: Bortrag der Frau Jördens aus Leipzig über „ Die Frau als Haus- und Familienarzt. Lese- und Diskutirklub„ Süd- O". Donnerstag, den 8. September, abends 8 Uhr, Görlitzerftr. 58: Vortrag des Genossen Treber über„ Semiten im Mittelalter Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag Abends 8%-10% thr: SüdSchule: Hagelsbergerstr. 48: Unterricht im Rechnen; Südost- Schule, des Semesters, eintreten. lee 3-4, bet Krause. 8utunft 1, Steglth, Kurhaus Friedenau. Harmonie, Tempelhof, Dorfftr. 10, bet Gerth. Veilchenblau, RottBrunnenstr. 114 bet Oswald Berliner. Gefangverein Abendroth in = " Petersburg, 7. September. Neu aufgetreten ist die Cholera im Gouvernement Dlonez, woselbst am 2. d. M. 7 Personen an berfelben erkrankten und eine Person starb. Am 5. d. M. er frankten beziehungsweise starben in den Gouvernements Sfaratow 871 bezw. 360, Sfamara 393 bezw. 133, Zambow am 5. und 6. d. M. durchschnittlich täglich 540 bezw. 260, im Dongebiet am 3. und 4. d. M. 540 bezw. 271 Personen. explosionen u. dergl. m. An. der Spike diefer Notizen steht, daß verhindern von neuem die Buchthäusler zu arbeiten. In ihren bufer Damm 39, bei Fatob.- 3utunft 2, Nied.- Schönhausen, Buchholzerftr. bei die statistische Kommission des Reiches Erhebungen gestrigen Massenmeetings haben die Bergleute den sofortigen Sempel.-Ostpreußischer Männer- Gesangverein, Holzmarktstr. 3 über das Bäckergewerbe u. f. w. anstellt. allgemeinen Ausstand beschlossen; das eingetroffene Militär bei Deter. Edelweiß, Melchiorstraße 15, bet Stehmann. Borar, Nette Zustände scheinen in dem Orte Aue zu herrschen. wird für nicht ausreichend zur Aufrechthaltung der Ordnung ge Wienerstraße 31 bei Drügemüller. Seeger'fer Gefangverein, Die Naumburger Nachrichten" melden, wie wir im Zeizer Bolts halten. Langeftr. 65 bei Tempel, von 9-11 Uhr. Maiglöckchen 2, S.-D., Reichenbergerstraße 16 bet Päzold. Einigkeit 2, ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Groß Lichter boten" lesen, daß in Aue gegenwärtig das Wasser getauft felde, Amalienstraße, bet Hann. Freie Sänger, Friedenstraße 74, werden muß. 2 Eimer Waffer kosten 5 Pf., dabei müssen viele Hamburg, 7. September. Nach einer Bekanntmachung des bei Engelhardt. 3utunft 3, Belten, bei B. Grunow. reuz der Einwohner noch einen langen Weg zurücklegen, um solches zu Senats hat derselbe dem Medizinatrath Dr. Kraus die beantragte berger Harmonte, Lindenstraße 106, bei Boppe. Nordstern, Müllerstr. 7 bei Reichardt. Morgengrauen,( Bäcker), 3 bis 5 Uhr erhalten. Wenn die Gemeinde nicht in der Lage sein sollte, die Entlassung aus seinem Amte als Medizinal- Inspektor gewährt Nachmittags, Barnimstr. 16, bei Seindorf. Treue Brüder, Ahrendt Kosten genügender Wasserversorgung selbst zu tragen, so mag der und den Physikus Dr. Reincke provisorisch mit der Wahrnehmung ftraße 23.- Libertee, Eisenbahnstraße 20 bet Siegmund. Liedes Streis eintreten. Wozu erhalten denn die Kreise Gelder aus den der Geschäfte des Medizinal- Inspektorats beauftragt. Echo, Reichenberger- und Forsterftraßen- Ecke, bet Spindler. Stedertafel Weft end, Blumenthalftr. 5 bei Behrendt. Vorwärts 9, Charlotten- Ueberschüssen der lex Huene? burg, Schillerstr. 102 bei Stahl. Gesangverein Freundschaft 1, Typhus und Ruhr. Paris, 6. September. Nach amtlichen Berichten sind in Luneville bei einer Zivilbevölkerung von 7000 Deutsch Wilmersdorf bet Mölter. Gesangverein der Stuckateure Berlins und Umgegend, Sendelstr. 30 bet Preußer. und einer Militärbevölkerung von 4000 Menschen 55 Typhus Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. und 44 Ruhrkranke im Hospital. Zeitungsnachrichten sprechen Alle Buschriften den Bund betreffend find zu richten an: Mar Gens auch vom Ausbruch der Ruhr zu Nancy. Berlin N., Belforterstraße 26, 1 Tr. Donnerstag: Geselliger Verein Frei und Lustig bei Göße, Oranienfiraße 153. Bimmer- Schüßengesellschaft Schiffementerei. London, 7. September. Dem Fein Korn bei Klatt, Boechstr. 51.- Geselliger Verein Azalie, Michael-" Reuter'schen Bureau" wird aus Loanda vom 7. d. M. gemeldet: Brücke 1( zu den 3 Raben). Sumoristischer Verein Bautenschwengel, 250 für die Kongobahn bestimmte Arbeiter, welche in Boma an bei Sommer, Stallschreiberstraße 58. Musikverein Animo, bei Schmidt, Wrangelstraße 141.- Theaterverein Grüne Giche( vor dem Salle'schen Bord eines deutschen Dampfers angekommen waren, weigerten Thor), bei Kazorte, Solmsstr. 1. Musikverein Osiris, bet Roll, Adalbert sich das Schiff zu verlassen. Der Gouverneur begab sich an Briefkaffen der Redaktion. Gefangverein Alt- Dessau, Abends 9 Uhr, bet. Niemann, Görlißer derselbe jedoch mit Revolvern bedroht wurde, ließ er fünfzig des Hauptblattes Spalte 2 in der Notiz„ Herr von Schelling im Berichtigung. In gestriger Nummer ist auf der 3. Seite Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Männer- Bord, um die Arbeiter zu überreden, ans Land zu gehen. Da ftraße 42. Gesangsabtheilung des sozialdemokratischen Arbeitervereins Soldaten zu seinem Beistande rufen. Es wurden sodann zwischen Lichte der bürgerlichen Demokratie" Beile 32 von oben zu lesen für Weißenfee und Umgegend. Donnerstags und Sonnabends Abends den Arbeitern und den Soldaten zahlreiche Schüsse gewechselt, bei Müller( Pfeifenmüller), Königs- Chauffee. Männer= Gefangverein Tyrolienne, Abends 9 Uhr bei Fausimann, Reichenbergerstr. 73a. wobei drei Arbeiter getödtet und zwölf verwundet wurden. Auch" goldechten Ehrenmann" statt politischen". K., Gera. Wenden Sie sich wegen der Turntag- Angelegen Musikverein Frisch- Auf, Annenftr. 14, bei Ehrenberg. ein weißer Reisender wurde getödtet. Schließlich wurde die Privat- Theaterverein Meuterei unterdrückt und die Arbeiter konnten nach Matadi ab- heit an Herrn D. Gary, Brandenburg a. H., Wilhelmsdorfer straße 5 N. Die Adresse des Turnvereins Fichte" ist uns ungeschickt werden. bekannt. straße 21. = Geselliger Berein Freiheit, Abends 9 Uhr, bet Thierbach, Schwedter Geiger Klub Blau- Beilchen, Abends 9 Uhr, Annenstraße bei Scharlachepidemie. London, 7. September. In den Hofpitälern sind heute 3671 Kranke, darunter 3621 Scharlach frante, der Bugang betrug gestern 65, hiervon 35 Scharlach Hof, Admiralftr. 18." Fideler Geist 2", Abends 9 Uhr, im Märkischen Turnverein Gesundbrunnen( Behrlings- Abtheilung) turnt Montag und Donnerstag Abend von 8-10 Uhr, in der Turnhalle, Pantstr. 26. ftraße 44. Geselliger Verein Regina, Oranienstr. 121, bei Geifert. 9 Prob. Verein ehemaliger 22. Gemeindeschüler, puntt franke. 9 Uhr, bet Schröder, Stegligerstr. 18. Pfropfenverein Wedding, Abends 8% Uhr, bet Helterhoff, Antonftr. 5. Freundschaft, Abends 9 Uhr, bet Buffe, Schönhauser Allee 46. Vergnügungs- Verein Renata jeden Donnerstag 9 Uhr Abends im Restaurant Göß, Oranienstr. 153. Rauchflub Kollegia, Abends 9 Uhr, in Bernhardt's Deftillation, Gtaligerstr. 41.- Rauchtlub Waldesgrün, Abends 8% Uhr, Restaurant N. Kahlert, Reichenbergerstr. 113a.- Rauchtlub Ohnesorge, Abends 9 Uhr, in Rogge's Bierhaus, Kohlenufer 2.- Rauchflub Kernspize, Abends 8% Uhr, bei A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Rauchflub Arcona, Abends 9 Uhr, bei Siemenlinsti, Reichenbergerste. 71.- Rauchklub Arabi Pafcha, Abends 9 Uhr, bei Berndt, Perlebergerstr. 17. Klub Ohne streit, jeben Donnerstag Abend 9 Uhr im Restaurant Böhmer, Brißerftr. 32.- Rauchklub Süd- Weft, Abends 9 Uhr, Simeonftr. 23 bei Flick. Theaterverein mai glöckchen, Englischer Hof, Neue Roßstr. 3. Stattlub Tournee, Abends 8% Uhr, bei Ulrich, Wrangelstr. 84. Stat flub Südwärts, Abends 8% Uhr bei Arndt Pallifadenstr. 47. Vermischkes. Heiteres aus der bürgerlichen Preffe. Der Bote aus dem Riefengebirge" leistet sich, wie wir im Korrespondent für Deutschlands Buchdrucker" lesen, eine Ueberschrift, die seine Leser wahrscheinlich darauf hinleiten soll, daß die Arbeiterbewegung und das Verbrechen in einen Zopf zu werfen find. Diese Ueberschrift lautet nämlich Arbeiterbewegung und Anarchistisches" und darunter folgen in bunter Reihe Notizen über Arbeiterversammlungen, Lohnbewegungen, DynamitDepeschen. ( Depeschen des Burean Herold.) Breslau. 7. September. Der„ Breslauer General- Anzeiger" erhält, wie er mittheilt, aus derfelben Quelle, aus welcher ihm seinerzeit der authentische Wortlaut der Kaiserrede über die zweijährige Dienstzeit zuging, die Mittheilung, daß fünftig jährlich 90 Refruten pro Kompagnie eingestellt werden statt wie bisher 45; die Mehrausgaben, sowie die Kosten der neu zu errichtenden Rabrebataillone dürften 100 Millionen Mark, wenn nicht mehr, betragen. Karl Schüler. Das Ganze scheint uns auf einem Mißverständniß zu beruhen, weshalb eine öffentliche Rüge nicht am verständniß zu beruhen, weshalb eine öffentliche Rüge nicht am . S. 38. Senden Sie den Brief ein. Kosten erwachsen Ihnen aus dem event. Abdruck nicht. Plate. J. M. Sie fragen:" Stecken Sie wirklich die Dhrfeige von der Staatsbürger- Zeitung", betreffend den Artikel„ Laffalle" ein?" Lieber Freund, wenn wir der Staatsbürger- Zeitung" die Ehre einer Antwort zu Theil werden ließen, würden wir uns selbst ohrfeigen. Aufforderung. Der Drechsler Arthur Pichert aus Berlin, deffen Beugenschaft in einer Stettiner Prozeßfache nöthig ist, wird um sofortige Einsendung seiner Adresse an Karl Dost, Berlin, Wienerstr. 29, vorn I, ersucht. Sämmtliche Arbeiterblätter werden um Abdruck des Vorstehenden gebeten. Drontheim, 7. September. In der Untersuchungsfache, betreffend die behauptete Bestechung der hervorragendften Führer Der Chicagoer Frauenverein zur Beschaffung von der liberalen Partei seitens Rußland, verweigerte der Chef- Unterkunft für Frauen während der Colum redakteur von Trondhjems Adresseavis", Rapitän Höjtomt, fein bischen Weltausstellung. In der vorgestrigen Nummer des war die Adresse dieses Vereins, an den Zeugniß. Stipendiat Cand. theol. Michelet, vorgeladen vom Vorwärts" Reichsadvokaten, erkannte an, der Verfasser des fraglichen Ar- fich Frauen, behufs Erlangung guter und billiger Untertitels zu sein, den er von Deutschland aus eingesandt habe. funft( unter dem Artikelin der vorgestrigen Nummer 208, Den Namen des russischen Adeligen, von dem er die Mit zweite Beilage) zu wenden haben, nicht ganz richtig angegeben. theilung erhalten, fönne er nicht nennen, da derselbe sonst Wir lassen sie hier folgen. Alle Schreiben sind zu richten an ruinirt sein würde. Die Untersuchung foll fortgesetzt werden. Mrs. H. Barker, Secretary, 409 Rand- McNally Buil Neiv- York, 6. September. Die Nachrichten aus den Aus- ding, Chicago, Jllinois. Lateinische Schrift ist für standsgebieten in Rool- Greel lauten sehr ernst, die Ausständigen die Adresse mehr zu empfehlen als deutsche. Große öffentliche Versammlung. der Beschlag-, Fabrik, Zeng, und Nagel- Schmiede. Sonntag, den II. Sept., Vormittags 10 Uhr, bei Boltz( fr. Feuerstein), Alte Jakobstr. 75. Tages Ordnung: [ 280/2 1. Vortrag über: Gewerbegerichte." Referent: Herr Millarg. 2. Aufstellung von 4 Kandidaten zum Gewerbe- Schiedsgericht. 3. Verschiedenes. Die Kollegen der genannten Branchen werden gebeten, recht zahlreich zu erscheinen. Der Einberufer. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstrasse 2. Im Verlage von J. H. W. Diet, Stuttgart, erschien: Die Lage der arbeitenden Klasse in England. Nach eigener Anschauung und authentischen Quellen von Friedrich Engels. Zweite durchgesehene, mit neuer Vorrede versehene Auflage. ( 14. Band der Internat. Bibliothek.) Preis broschirt M. 2.00, gebunden M. 2.50. Die erste Auflage dieses hochinteressanten Werkes erschien im Jahre 1845. Das Buch bildet gewissermaßen die erste Stufe der Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft"; der Autor sagt in seiner Vorrede zur zweiten Auflage u. a. darüber: Todes- Anzeige. Sonntag Mittag 24 Uhr starb mein lieber unvergeßlicher Mann, unser Bater, lieber Sohn, Bruder und Schwager, der Steinmekpoliev Otto Pabst infolge der beim Einsturz des Gerüftes am hiesigen Königl. Schloß erhaltenen schweren Verlegungen. Im Namen der Hinterbliebenen: Königsberg i. Pr., 4. Sept. 1892. Die tieftrauernde Wittwe, Marie Pabst, geb. Zühlsdorf. Herzlichen Dank allen benen, welche meinen lieben Mann zu seiner letzten Ruhestätte begleitet haben. Emilie Lane nebst Kindern. Von der Reise zurück. 710M Dr. A. Frendenberg, Friedrichstr. 30. Die Beleidigung, die ich gegen Frl. Bohn ausgesprochen habe, nehme ich hiermit zurück. B. Nerlich. Die Beleidigung, die ich gegen Herrn „ Es wird wohl kaum nöthig sein zu bemerken, daß der allgemeine Wilhelm Brieger ausgestoßen haben theoretische Standpunkt dieses Buches in philosophischer, ökonomischer soll, nehme ich hiermit zurück. und politischer Beziehung fich feineswegs genau deckt mit meinem 1861b heutigen Standpunkt. Im Jahre 1844 existirte der moderne internationale nicht, der Allem und Frau Brieger. Größtes Berlins Achtung! Hermann Dame, Orts- Krankenkasse für das unserm Freund und Sanges() bruder, zu seinem heutigen Wiegenfeste ein Goldschmiede- Gewerbe. donnerndes Hoch!!! Sonntag Regel General- Versammlung partie. Treffpunkt: 4 Uhr legtes Seine Freunde. fämmtlicher Herren Delegirten der Lokal." Arbeitgeber und Arbeitnehmer, am Sonnabend, d. 17. September cr., Abends präzise 8 Uhr, im Restaurant Dresdener Garten, Dresdenerstraße 45. = Zages Ordnung: 1. Bericht über die Raffenverhältnisse. 2. Er höhung der Beiträge. 3. Die Angelegenheit der freien Arztwahl. 4. Erfahwahl von 2 Vorstandsmitgliedern. ( Arbeitnehmer§ 85). 5. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird ersucht. 1864b Der Vorstand i. A.: Davidshäuser, Vorf Tauben Straße 35. Außerordentl. Versammlung der Strankenkaffe der Wagenbauer und Berufsgenoffen( Filiale Moabit) findet am 11. Sept., Vormittags 10 Uhr, Jagowstraße 16, ftatt. Tagesordnung: Berichterstattung von der letzten Generalversammlung und innere Kaffenangelegenheiten. Um recht zahlreiche Betheiligung bittet 18466 Der Vorstand. Bauarbeiter- Verein der Rosenthaler Vorstadt Versammlung am Sonntag den 18. September 1892, Vormittags 11 Uhr, Bur Abwehr ber Cholera: Cognac, Rum, Rethwein, Portwein zu allerbilligsten Preisen, empf Franz Beyer, 2913L] Chauffeestraße Nr. 103. Genossenschaftsbrot, täglich frisch, empfiehlt D. Griepentrog, Schwebter traße 23 u. Kl. Hamburgerstraße 7. Genossenschafts- Brot liefert O. Ahlers, Zionstirchstraße 11, Ecke Bionstirchplatz. Abonnements auf den Vorwärts" werden angenommen. Kinderwagen- Fabriklager. Das größte im Norden Berlins, von A. W. Schulz, einzig und allein 114b Brunnenstr. 114b, I. Etage u. of part. Theilzahlung gestattet. Gutgeh. Milchgeschäft, verb. mit Backwaaren, Mehl und Vorkost, ist versetzungshalber zu vert. Näheres Borsigstraße 15, Destillation. 1867b größtes Lager, billigste Kinderwagen, Breise, von 7 M. an, auch Theilzahlung, Oranienstraße 3 im Korbgeschäft. 1817b Don G. Meyer, Pfandleihe jest wienerſtr. 1, buch bie Leistungen von Mary, tu einer Miſſenſchaft ausgebildet worden. Kinderwagen. Andreaftr.23.5.p. in Wilke's total, Hochstraße 82a. Sing. Stalizerſtr., beleiht j. Werthſache. Mein Buch repräsentirt nur eine der Phasen seiner embryonalen Entwickelung. Und wie der menschliche Embryo in seinen frühesten Entwicklungsstufen die Kiemenbögen unserer Vorfahren, der Fische, noch immer reproduzirt, so verräth dies Buch überall die Spuren der Abstammung des modernen Sozialismus von einem seiner Vorfahren der deutschen klassischen Philosophie." Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Arbeitsmarkt. Wollene Hemden- Arbeiterin verlangt Rolling, Andreasstr. 70, Hof 2 Tr. Vergolderinnen verl. 1869b Bei Aufträgen von Außerhalb ersuchen wir um vorherige Einsendung des Betrages( 20 Pf. Porto extra). Alle Buchhandlungen, Kolporteure und Zeitungs- Spediteure nehmen H. Joers u. Sohn, Stalizerstraße 28. Bestellungen entgegen. Kl. Hamburgerstr. 20. Tücht. Marmorschleifer wird verl. 712b Rheinländischer Tunnel. Steppdecken!! 711M Tages- Ordnung: Vereinsangelegenheiten( Abrechnung von den Monaten Mai und Juni 1892). Verschiedenes und Fragekasten. Gäste können durch Mitglieder eingeführt werden. Neue Mitglieder werden aufgenommen. 123/11 Südden tscher Männerchor, Eine Wohnung, Stube und Küche, 55 Thlr., zu verm. Babe's Volks 1860b garten in Treptow. Zweifenstrige Stube, Rammer und Rüche, zum 1. Oktober zu verm. bei Mölte, Mustauerstraße 33, 2. Hof 1 Tr. 1858b Stube und Rüche wegen Geschäfts welcher unter der Leitung des Bundes- übernahme vom 1. Oftob. bis 1. April dirigenten Herrn Guthau steht, nimmt 1893 monatlich 5 M. billiger zu ver noch stimmbegabte Herren auf. Zu miethen Lübbenerstr. 22, Quergebäude 1859b melden Sonnabends nach 1/2 Uhr 4 Tr. r. Oranienstraße 153 im Restaurant. 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