" " Nr. 190. Abonnements- Bedingungen: Abonnements- Breis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. Post. Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- Beitungs Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich. Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblaff. 22. Jahrg. Die Infertions- Gebühr Beträgt für die sechsgespaltene Kolonel. zeile oder beren Raum 40 Big., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 25 Pig. ,, Kleine Anzeigen", das erste( feitgedruckte) Wort 10 Bfg., jedes weitere Bort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen. tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Mittwoch, den 16. August 1905. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. Die deutsche Schmach in Südwestafrika. Kinder geschoffen werden. In seinem Tagesbefehl an die Truppen„ Neize" der Jagd auf Hereros, die, ohne sich zu wehren, die Hier geschah es, daß ich auf einem Pirschgang statt eines Boces einen Herero zur Strecke brachte." Die umherschwärmenden Hereros, berichtete der Offizier, feien bielfach keine Aufständischen und hätten keine Waffen, wir fönnen da aber keinen Unterschied machen". Schließlich sei auch auf einen Soldatenbrief verwiesen, den der Vorwärts" am 27. Januar 1905 veröffentlichte und in dem folgende Stelle vorkam: " Wehe ihnen, wenn sie in unsere Hände geraten, weder Weib noch Junge wird geschont.... Oberst Däumling fonnte 75 Ges fangene machen, hat sie aber alle niedergeschossen. Das Kind im Mutterleibe darf man nicht schonen." Grlaß vom 2. Ottober heißt, es soll sogar auf die Weiber und breitete sich ein Offiziersbrief in der„ Täglichen Rundschau" über die bemerkte dann Trotha, daß die Weiber und Kinder nicht erschossen Flucht ergriffen. Gut angezogene, erzählte er dann, werden mitEs ist bezeichnend für den Kulturstand des heutigen bürgerlichen werden sollen, sondern daß man nur über sie hinwegschießen soll, genommen, um ausgefragt zu werden. Mit den anderen wird kurzer Deutschlands und das tiefe Niveau der bürgerlichen Presse, daß die um sie zum Laufen zu zwingen. Wir haben schon gestern Prozeß gemacht. Ein in der Rheinisch- Westfälischen furchtbaren Dokumente der Trothaschen Kriegs- erklärt, daß schon allein darin, daß man auch die Frauen und Kinder 8e itung" veröffentlichter Offiziersbrief erzählte: führung in Südwestafrika nur bei einem Teil der Presse Be- zur Flucht in die Wüste, in wasserlose Durststrecken zwang und sie achtung gefunden haben. Die Berliner Blätter der Partei, die von dort dem Tode des Verschmachtens preisgab, eine ungeheuerliche fich behauptet, daß sie auf christlicher Grundlage beruhe, die Grausamkeit lag. Viel wohler wäre den Frauen und Kindern ge= Blätter der 8entrumspartei, die Germania" und die wesen, wenn sie das Los der Männer geteilt hätten und direkt niederMärkische Volkszeitung" haben es bis jetzt nicht einmal der Mühe geschossen worden wären. Vor einigen Tagen brachten wir ja erst den wert befunden, die von uns gestern mitgeteilten Attenstücke zu ver- Bericht eines deutschen Offiziers über die graufigen Funde, die er auf öffentlichen! Aber auch eine Reihe anderer Blätter, die sich zum einer Streiftour in der Omaheke gemacht hat. Zu hunderten lagen Abbrud bequemt haben, haben tein scharfes Wort zur dort die Gebeine der Verschmachtenden umher. Im Fieber des Vermoralischen Verurteilung gefunden! So der eben- durftens hatten die Verschmachtenden 10 und 15 Meter tiefe Löcher falls durch seine Frömmigkeit berüchtigte, Reichsbote" und die in die Erde gewühlt, um zu Wasser zu gelangen vergebens! Sie Bossische Zeitung". Diese Blätter werden selbst vom Berliner erlagen den entsetzlichen Durst- und Hungerqualen. Daß die Tageblatt" beschämt, das trotz einiger Vorbehalte sehr scharfe Eingeborenen zum größten Teil dem Tode des Verschmachtens Diese Dokumente unsäglicher Gemütsverrohung beweisen wohl Töne der Entrüftung findet. Das Blatt erklärt die Trothaschen preisgegeben waren, wußte Trotha ganz genau. Seine den Soldaten deutlich genug, weß Geistestinder ein Teil unserer füdwestafrikanischen Erlaffe für eine traffe Berlengnung aller Humanitäts- An- anbefohlene Milde" gegenüber den Weibern und Kindern war im Truppen war. Auch wir zweifeln nicht daran, daß manche schauungen". Es sei mit unseren Vorstellungen von Gesittung und Grunde nur eine um so schlimmere Grausamkeit! andere Soldaten, die, um den Ausdruck des Herrn Dr. Förster Menschlichkeit nicht vereinbar, daß unsere Soldaten auf Wehrlose schießen Aber ist es denn ausgemacht, daß die deutschen Soldaten, wenigstens zu gebrauchen, unseres Gemütes" waren, die entsetzliche ihnen und sie, wo sie sich zeigen, niederknallen wie Kaninchen". Ein Wehr- ein Teil von ihnen, den Befehl Trothas wirklich wörtlich genommen anbefohlene Blutarbeit nur mit dem äußersten Abscheu verlofer, der sich ergeben wolle, dürfe nicht ohne weiteres nieder- und stets mit der gebotenen Vorsicht über die Weiber und Kinder richteten. Daß es aber auch Elemente gab, die durch den Krieg gefchoffen werden, wie ein toller Hund". Eine Ausrottungsstrategie, hinweggeschossen haben? Der Herausgeber der Zeitschrift, Die deutschen derartig verroht waren, daß sie es auch mit dem Schießen auf twie sie Trotha anbefohlen habe, sei nicht nur für unmenschlich, Kolonien" huldigt dieser optimistischen Auffassung, er erklärt, die groß- Frauen und Kinder nicht allzu genau nahmen, das beweisen wohl sondern auch politisch unflug, da man der Eingeborenen für die Bue artige Haltung" unserer Soldaten stehe unantastbar fest, fie feien die oben zitierten Soldatenbriefe. Der Berantwortliche aber funft bedürfe. Selbst aber wenn das nicht der Fall wäre, würde ja Deutsche und unseres Gemütes". ,, An diesen beiden Punkten für diese entsetzlichen Vorkommnisse, die die deutsche. Nation mit sich von selbst verbieten, die Frauen und Kinder der Eingeborenen darf nicht gerüttelt werden." Auf Grund der Feststellungen des ungeheuerer Schmach beladen, trägt der General Trotha. Es ist dem Tode des Verschmachtens preiszugeben." Sie hätten ebenso, letzten Chinaprozesses und nach dem Inhalt der südwestafrikanischen geradezu unbegreiflich, daß dieser Mann nicht sofort ent wie die wehrlosen Männer angenommen werden müssen. Sie in Soldatenbriefe vermögen wir leider diese optimistische Annahme lassen worden ist, als der Regierung diese beiden erst jetzt der den Hunger- und Dursttod in der Omaheke zu schicken, wie das nicht zu teilen. Wir finden uns dabei durchaus in Uebereinstimmung Deffentlichkeit zugänglich gemachten Erlasse bekannt geworden sind. nach den Erlässen Trothas mit Hunderten von Weibern und Kindern mit einem Blatte, dessen Auffassung wir sonst fast nie zustimmen Nicht einen Tag länger hätte ein solcher Mann den Oberbefehl über geschehen sei( es sind nicht Hunderte, sondern mindestens Tausende, tönnen. Die„ Berliner Neuesten Nachrichten" bemerken die Truppen behalten dürfen! Indem man das doch duldete, machte wo nicht Behntausende gewesen!), sei unmenschlich und grausam, es nämlich zu dem Tagesbefehl Trothas, daß über die Weiber und sich die Reichsregierung zum Mitschuldigen für die furchtbaren sei des deutschen Namens und deutscher Soldaten unwürdig". Kinder hinweggeschossen werden solle, wörtlich das Folgende: Bergehen. Herr Dr. Förster behauptet, daß General Trotha geOb aber diese Deutung des Buchstabens im wilden, Herz zwungen worden wäre, seine Erlässe bald zurückzunehmen. Auch und Sinn verhärteten Verzweiflungskampfe, wie ihn im wüsten darüber ist offiziell nichts bekannt geworden. Wir wissen nur, daß Südwest schließlich jede Patrouille und jeder Trupp zu führen hat, der Reichskanzler Fürst Bülow am 5. Dezember 1904 bas Fol noch zur Geltung gekommen wäre!" gende erklärt hat: " Der Hererostamm ist jetzt so viel wie ausgerottet; was noch nicht taput ist, wird vollends zugrunde gehen oder muß das Land verlassen; denn es sind sämtliche Wasserstellen besetzt.. Es ist nur schade um das viele Vieh; für diese schwarzen Teufel habe ich keinen Funken von Mitleid. Es werden keine Gefangenen mehr gemacht; jeder männliche Herero wird erschossen. Ueber Frauen und Kinder soll hinweggeschossen werden, um sie zur Flucht zu veranlassen. Wenn sie aber auch zusammengeschossen werden, ist es auch um keine Kugel schade, als um die, welche das neben geht." ,, Eins aber möchte ich ausdrücklich sagen. Wir find weder fo gransam, noch sind wir so töricht, die einzige Möglichkeit der Wiederherstellung geordneter Zustände darin zu erblicken, daß die jetzt aus den Wüsteneien des Sandfeldes hervorströmenden halbberhungerten und verdursteten Hererobanden erbarmungslos niedergeknallt werden. Davon fann keine Rede sein. Wir werden uns vielleicht genötigt sehen, die Eingeborenen behufs besserer Ueberwachung in Reservate zu überweisen, aber von einer Ausrottung der Eingeborenen kann, abgesehen von den Gründen der Menschlichkeit, die wir immer hochhalten werden, schon aus praktischen Gründen heraus nicht die Rede sein." Man sieht, daß doch wenigstens ein bürgerliches Blatt die unfägliche Barbarei Trothas beim rechten Namen nennt. Freilich kann das Berliner Tageblatt" nicht umhin, seine Kritik der entsetzlichen Handlungsweise des füdwestafrikanischen Generaliffimus mit einem ganz unangebrachten Geschimpfe auf die Vestialität der Hereros Man sieht, die„ Berliner Neuesten Nachrichten" glauben nicht zu berquicken. Wenn das„ Berliner Tageblatt" Tageblatt" meint, daran, daß die Soldaten durchweg so sorgfältig gezielt haben, um es sei eine falsche Sentimentalität, wenn man für diese ent- nicht auch Frauen und Kinder zu treffen. Wir sind aber nicht allein menschten Horden", deren entsetzlicher Grausamkeit deutsche An- auf dergleichen Mutmaßungen angewiesen. Die uns bor. siedlerfrauen ebenso wie ihre Kinder zum Opfer gefallen" feien, liegenden Soldatenbriefe aus Südwestafrika beweisen, wie eine Behandlung fordere, wie sie einem Kulturbolt gegenüber wenig sich manche Soldaten um den Wortlaut des Trothaschen geboten sei, so ist das eben auch nur ein Standpunkt, wie ihn Tagesbefebles bekümmert haben. Sie hieß es in einem SoldatenTrotha ja eingenommen hat. Es handelt sich in jedem Falle nicht briefe vom 11. November 1904, den zuerst der„ Neue Alpbote" verdarum, wie sich der Gegner verhält, sondern darum, was wir öffentlichte, folgendermaßen: unserer doch sonst so viel gepriesenen Kultur und Humanität schuldig sind. Eine Nation, die etwas auf ihre Ehre hält und wirklich etwas wie ein Kulturgewissen besigt, wird selbst First Bülow verschwieg also den Anklagen des Genoffen Bebel dem Auswurf der Menschheit gegenüber noch moralischen Erwägungen gegenüber, daß tatsächlich General Trotha eine solche AusrottungsRechnung tragen müssen. Nun handelt es sich aber obendrein strategie, wie sie Fürst Bülow selbst ja für grausam, für bei den Hereros leineswegs um einen solchen Auswurf der töricht, für wider die Menschlichkeit erstoßend gekennzeichnet hatte, Menschheit. Wir müssen zum hundertsten Male feststellen, daß es proklamiert und eine Zeitlang mit dem furchtbarsten Erfolg geübt hat. eine schamlose Lüge und Verleumdung ist, den Hereros allWir begreifen ja, daß sich Fürst Bülow bis ins Innerste seiner Seele gemein den Vorwurf zu machen, daß sie Frauen und Kinder hinein schämen mußte, ein solches Zugeständnis zu machen, getötet hätten. Es ist vielmehr nur eine ganz winzige Zahl aber es bedeutet doch ein großes Hinterslichtführen bon Frauen und Kindern, zusammen nicht einmal ein Dugend, von Wir bemerkten damals zu diesem Briefe, daß wir es für sehr der Deffentlichkeit, solche Vorkommnisse einfach zu verschweigen, den Hereros erschlagen worden. Die große Mehrzahl der Frauen unglaubhaft hielten, daß Trotha einen solchen Aufruf erlassen habe. ja fogar zu bestreiten! Wenn aber Fürst Bülow sich der und Kinder ist ebenso wie die Missionäre geschont und den deutschen Aber schon das, was der Briefschreiber als persönliche Auffaffung Handlungsweise Trothas so sehr schämte, so ist es um so unbegreif Truppen ausgeliefert worden. War es denn aber eine so entsetzliche fundgab, zeuge von einer geradezu bestialischen Verrohung durch licher, daß er nicht sofort die Abberufung eines solchen Mannes vere Grausamkeit der Hereros, daß fie die wehrhaften Männer unsere Kolonialkriegsführung. Wir sind ja mum eines Besseren belangte und durchgesetzt hat, oder selbst gegangen ist! Wahrerschlugen? Auch hier muß berücksichtigt werden, daß die Zahl der lehrt worden! Der betreffende Befehl des General Trotha ist scheinlich hätte sich der Reichskanzler ja für das legtere entscheiden bei dem ersten Ueberfall erschlagenen Ansiedler sich auf nicht mehr tatsächlich gegeben worden! Beiläufig bemerkt, beweist müssen, denn General Trotha fühlte sich in seiner absoluten Herrlichals 150 beläuft. Zweifellos ist dieser meuchlerische Ueberfall der gerade die Uebereinstimmung dieses Briefes mit dem furz feit so sicher, daß er in der Presse sogar an den Weisungen des ReichsAnsiedler eine nicht zu rechtfertigende Untat, aber man vorher erlassenen Tagesbefehr, daß boch ant den füb kanzlers die unverblümteste ritit zu üben wagte. Fürst muß sich dazu vergegenwärtigen, wie ungeheuer schwer die Hereros westafrikanischen Briefen recht biel wahres fein muß! Bülow hat sich, namentlich durch die Empörung der füdwestafrikagereizt waren, wie sie durch das Vorgehen der erobernd ein- Dieser Brief war aber nicht der einzige, der über die nischen Farmer, die durch die Ausrottungsstrategie ihr späteres gedrungenen Weißen gewaltsam zum Krieg provoziert worden unterschiedslosen Niedermegelungen der Hereros berichtete. waren. Einem Krieg pflegt aber bei unkultivierten Stämmen feines In einem Briefe aus Südwestafrika, den wir am 21. Oftober 1904 wvegs eine Striegserklärung voranzugehen. Der Feind wird eben angegriffen und niedergemacht, bevor es ihm gelungen ist, sich zur Wehr zu setzen. Beiläufig bemerkt, machen das auch die Kultur nationen nicht anders! Auch die Japaner haben ja ohne vorhergehende Kriegserklärung die ruffischen Schiffe angegriffen und durch ihre Torpedo.geschosse eine Reihe ahnungsloser zur Abwehr nicht gerüsteter russischer Marinemannschaften ins Jenseits befördert. Und wie es die Japaner hier gemacht haben, so haben es europäische Kultur nationen unzählige Male gemacht. Es ist also eine große Berleumdung, zu behaupten, daß die Hereros sich in dieser Beziehung durch eine besondere Bestialität ausgezeichnet hätten. Vergleicht man gar das Verhalten der Hereros, die wohl einen Unterschied zwischen Schuldigen und Unschuldigen, zwischen Männern, Frauen und Kindern zu machen wußten, mit der Behandlung, die ihnen später Trotha zuteil werden ließ, so sinkt die Wage der Schuld tief, tief zuungunsten Deutschlands! veröffentlichten, hieß es: " Gefangene werben nicht gemacht, es wird alles niedergemacht." Ein Brief, den wir zwei Tage später veröffentlichten, enthielt folgende Zeilen: „ Ein Herero, der mir in die Haud fällt lebend, für den ist mir die Kugel zu teuer, aber was auf dem Gewehr aufgepflanzt ist, soll ihm wohl bekommen, bis er den letzten Atemzug tut." Ein im November veröffentlichter Soldatenbrief eines Sanitätsunteroffiziers berichtet dann, daß eine halb verhungerte Hererofrau erschossen worden sei. Ein Brief, der im Dezember veröffentlicht wurde, enthielt folgende Auslassungen: „ Du schreibst vom Ergeben, das wollten sie wohl im Juni, aber es war Befehl, es gibt keinen Pardon." In einem anderen Briefe schildert ein Soldat seine Helbentaten folgendermaßen: „ Da sah ich Schwarze in einem Busch. Der Posten schlief. Ich schlich mich heran, flaute die Gewehre, stellte mich hinter einen Baum, wie ein Tiger und schoß alle vier tot.... Am selben Tage wurde ich zum Gefreiten befördert." Welch beispiellose Barbarei spricht aus den Erlässen Trothas! An der Ermordung der 150 Farmer können sich aktiv höchstens 1000 Hereros beteiligt haben. Für das Verbrechen dieser tausend aber foll das ganze Bolt der Hereros, sollen die gesamten 100 000 büßen. Und wie büßen! Sie sollen über die Grenze getrieben und überall da, wo sie auf der Flucht von deutschen Truppen be- Aber nicht nur die Briefe der Mannschaften enthielten troffen werden, ohne Gnade niedergeschossen werden. Sie sollen solche anmutigen Schilderungen der Hezzjagd auf die unglückseligen niedergemacht werden, ganz einerlei, ob es sich um Bewaffnete Hereros, sondern auch Offiziere schilderten dies Vergnügen in oder völlig Wehrlose handelt. Ja, wie es in dem ersten einem Stile, als ob es sich um Hasenjagden ha delte. So verArbeitermaterial zu verlieren fürchteten, genötigt gesehen, den General Trotha zu einer Aenderung seines Vorgehens zu ver anlassen. General Trotha mußte sich dazu bequemen, den Niedermegelungsbefehl der fliehenden und wehrlosen Hereros zurückzunehmen und die Bekanntmachung zu erlassen, daß fortan unbewaffnet sich ergebenden Hereros Pardon gegeben würde. Wie wenig diese Aenderung seiner Tattit aber seiner Ueberzeugung entsprach, beweist folgende Auslaffung, die er in den Windhuker Nachrichten" ver öffentlichte: " Im Oktober die Ereignisse so vorauszusehen, wie sie na ch bier Monaten eintraten, war, wie es scheint, nur der Schriftleitung der W. N." beschieden. Jm Ottober war von Friedensangebot an die Hereros noch teine Rede, sondern dies trat erst in die Erscheinung, nachdem durch den Erlaß des Reichskanzlers mir der neu einzuschlagende Weg borgeschrieben war. Erst von diesem Zeitpunkt wurde durch das Angebot der Gnade in dem Herero der Gedanke entfacht, eé sei der Moment gekommen, die Heimatlichen Gefilde wieder aufzu suchen und dort ihre Räubereien fortzusehen." Hier hielt also Trotha dem Reichskanzler vor, daß er durch die Weisung, den Hereros Pardon zu geben, direkt verschuldet habe, daß die geflüchteten Hereros mun zurüdfämen und thre Räubereien fortsetten! Eine solche unverfrorene Sprache wagte General Trotha dem obersten Reichsbeamten gegenüber au führen! So viel für heute über dies schwarze Blatt deutscher Kolonial friegführung. Wir sind der festen Zuversicht, daß nunmehr die Tage Trothas gezählt sind. Die moralische Verkommenheit der befigenden des Blattes: Politische Ueberlicht. " Alaffen und ihrer Presse müßten einen ganz unglaublichen Grad rständige übereinstimmend der Meinung sind, daß nur durch eine erkannte wegen tätlichen Angriffes auf einen Vorgesetzten auf erreicht haben, wenn nunmehr nicht endlich ein Sturm der Ent- Hauptmaßregel, nämlich durch Aufhebung der Grenzsperre, sei es 31 Jahre Gefängnis. Angeklagter wie Gerichtsherr hatten gegen ། rüstung losbräche, der den General Trotha schimpflichen Angedentens auch nur zeitweilig, dem Notstande beizukommen ist." dieses Urteil Berufung eingelegt. Das Oberkriegsgericht der altiven von der Bildfläche hinwegfegt! Ob das Mittel helfen wird? Wir wollen nicht von der scharfen Schlachtflotte hob nunmehr das Urteil der ersten Justanz auf, inHervorkehrung der Eigeninteressen in der obigen Petition sprechen; seiner Tat den Borgesetzten als solchen nicht erkannt habe; erachtete dem es als festgestellt erachtete, daß der Angeklagte bei Begehung aber nach der fürzlich vom Agrarminister im Kaiserhof" gehaltenen aber das Bandeisen als gefährliches Werkzeug. Wegen KörperSchweine- Toaftrede mit ihren sachverständigen tiefgründigen Aus- verlegung mittels gefährlichen Werkzeuges lautete das Urteil unter Berlin, den 15. August. führungen über die höhere junkerliche Schweinezucht gehört ein Berücksichtigung der Vorstrafen auf drei Monate Gefängnis, Ein frecher Schwindel des Regierungsblattes. starter Glaube dazu, anzunehmen, daß Herr v. Podbielski fich in auf die auch die gesamte erlittene Untersuchungshaft angerechnet wurde. seiner väterlichen Fürsorge für das ostelbische Rind- und SchweineDie„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt an der Spike vieh irgendwie durch solche Vorstellungen beeinflussen lassen wird Zur Reichstagswahl in Kattowitz- Zabrze wird uns geschrieben: Der Wahltag ist erst auf den 12. Oktober angefeßt, spät genug, um und zwar umsoweniger, als die Versammlungsbesucher sich in der auch dem angegriffensten Kapitalisten ausreichend Gelegenheit zu Um sich von neuem in der Rolle eines Wächters des Völker Eingabe selbst als nicht sachverständig zur Beurteilung der Frage geben, sich im Bade im Gebirge oder an der See zu erholen, ehe friedens zu produzieren, hat der Vorwärts" die längst abgetanen bezeichnen, wie dem Notstand gesteuert werden kann. Die Antwort, ihn die Pflicht an die Wahlurne ruft. Den Wahlkampf hat die Unwahrheiten hervorholt, daß Deutschland am Ausgange des welche die Petitionsabsender erhalten werden, können wir ihnen im Sozialdemokratie mit der prompten Verteilung von hunderttausend vorigen Jahres im Begriff gewesen sei, England den Krieg zu er voraus sagen:„ Oeffnung der Grenzen aus Rücksicht auf den Flugblättern in polnischer und deutscher Sprache eröffnet und klären und daß damals die Flotte mobil gemacht worden sei. deutschen Vichstand unmöglich; nach der Decke strecken; in vier, fünf presse hervorgerufen. Herr Korfanth, der nicht ohne Erfolg den Arbeiterdamit ein Wutgeheul sowohl der oberschlesischen Zentrums- wie PolenDer„ Vorwärts" will erfahren haben, daß die Ursache Wochen Schweine billiger!" jenes angeblich drohenden Zusammenstoßes in einem schweren Doch noch in anderer Hinsicht macht die Eingabe einen sonder- Flugblattes, daß seine Fraktion, die Polen, zum großen. Teil aus treter" spielte, ist besonders getroffen durch die Feststellung des Konflikt zwischen Kaiser Wilhelm II. und König Eduard baren Eindruck: in der Beschränkung ihrer Forderung auf eine Großgrundbesigern bestehend, seinerzeit mit Begeisterung für den gelegen habe. Da aber diese neue Lüge dem Vorwärts" nur zeitweilige" Aufhebung der Grenzsperre. Damit wäre neuen Bolltarif eintrat und daß dieselbe Fraktion, Korfanth einselbst zu albern erscheinen mußte und doch die Sozial- wenig geholfen. Durch eine solche Maßnahme würde wohl für den begriffen, sich jetzt der Abstimmung über die Handelsverträge, jener demokratie den Massen als einziger Hort des Friedens empfohlen Augenblick die Fleischteuerung abgeschwächt werden; aber nach der endgültigen Sanktionierung des schmählichen Zollwuchers, enthielt. werden sollte, so sucht sich das Blatt mit der Behauptung zu Rückkehr zu dem heutigen Vieheinfuhr- Verhinderungssystem würde Die Bekanntgabe dieser Tatsachen an die Arbeiterwähler des Kreiſes helfen: daß solche wahnsinnigen Erfindungen auch nur möglich sich alsbald die alte Kalamität wieder einstellen, denn alle Zahlen- leugnet daher wie ein ertappter Schulbube und überschüttet die feien, zeige schon, zu welchem Abgrund allmählich das byzantinische kunststücke der agrarischen Presse schaffen die Tatsache nicht aus der Sozialdemokratie mit einer Flut von Schimpfworten. Zahlen- it dem" Arbeiterabgeordneten" Korfanty ſehr unangenehm, er verkrüppelte öffentliche Gewissen Deutschlands die Dinge treibe. Welt, daß die deutsche Viehproduktion hinter dem Bedarf zurückIn Wahrheit beweist der Borwärts" damit nur, daß er ohne alle geblieben ist. Soll der stetigen Wiederkehr ähnlicher Teuerungsver- großen, besonders Schweinefleisch verbrauchenden Arbeiterbevölke Die gegenwärtige Fleischteuerung, die in Oberschlesien bei der Rücksicht auf vaterländische Interessen mit auswärtigen Angelegen hältnisse, wie den jezigen, vorgebeugt werden, so muß mit dem rung ganz außerordentlich empfindlich ist, kommt den bürgerlichen heiten des Reiches groben Schwindel treibt." System des generellen Verbotes, das die Vieheinfuhr aus ganzen Parteien im Wahlkreise Kattowiß- Zabrze angesichts der bevor Ländern ohne jegliche Ausnahme und Untersuchung einfach aus- stehenden Wahl sehr ungelegen. Daß eben diese Parteien, Zentrum, schließt, vollständig gebrochen und ferner das Fleischbeschau- Gesetz Konservative wie Polen, durch ihre Zollpolitik, durch Grenzsperren bom 3. Juni 1900 revidiert werden, das die Einfuhr billiger Fleisch- Breis wahr haben. Ihre Breßorgane suchen trampfhaft nach anderen usw. selbst diese Situation hervorriefen, wollen sie jetzt um feinen Die Verlogenheit dieses Dementis" ist allerdings gar zu waren, z. B. von Wurstwaren und Büchsenfleisch, und ebenso die Schuldigen. Sie sind sogar darauf gekommen, den oberschlesischen plump; denn sie ist sofort unmittelbar festzustellen. Die„ Nord- Einfuhr von Pökelfleisch in Stücken unter 8 Pfund, ganz berbietet deutsche Allgemeine Zeitung" behauptet, der„ Borwärts" wolle über treten doch ohnehin am 1. März nächsten Jahres die neuen Handels- schieben, weil diese biederen Innungsmeister angeblich einen guten Fleischern die Schuld an den hohen Schweinefleischpreisen zuzudie persönliche Ursache jenes deutsch- englischen Konfliktes etwas er verträge in Kraft, deren Viehzölle die heute geltenden teilweise um Teil ihres Verdienstes in den Bordellen der russischen Grenzstadt fahren haben. In Wahrheit hat der Vorwärts" in dieser Hinsicht das Vier- und Fünffache übertreffen. Die Einfuhr derartiger zu- Sosnowice fizen lassen. gar nichts erfahren. In unserer Notiz am Sonntag(„ Dnkel und bereiteter Fleischwaren war vor dem Verbote recht beträchtlich; so Organisation des Grubenkapitals, der Oberschlesische Berg- und Um den Arbeitern Sand in die Augen zu streuen, hat die Reffe") war ganz klar auf ungenierte Andeutungen von anderen wurden 3. B. 1899: 39 100 und 1900: 55 000 Doppelzentner Büchsen- Organisation des Grubenkapitals, der Oberschlesische Berg- und z. Hüttenmännische Verein, Preßorganen, die nicht in der Wilhelmstraße Prostitution fleisch und zugleich 48 600 und 38 600 Doppelzentner Würste in fanzler eine Petition an den Reichs treiben, hingewiefen; diese Blätter, die der" Norddeutschen All- Deutschland eingeführt. gerichtet, in der nicht etwa die Oeffnung gemeinen Zeitung" ganz genau bekannt sind, kolportieren seit Wochen der Grenze für ungehinderte Einfuhr russischer Schweine, derartige Gerüchte. Die Afrika Nassauer. Bürgerliche Reichstagsabgeordnete der Schweine gefordert wird. Nicht übel wird in sondern nur die Erhöhung des Kontingents von 1360 auf 2500 Wenn trotzdem die N. A. 3." lügt, daß es sich im irgend eine verschiedenen Parteien nur die Volksparteiler haben gegen den geschildert, das nicht nur für Schweinefleisch, sondern auch für Enthüllung des Vorwärts" handle, so verfolgt diese Täuschung groben Unfug protestiert unternehmen gegenwärtig eine Ver- Startoffeln, Gemüse, Milch zc. gegenwärtig im Industriebezirk schier offenbar den Zweck, durch den Hinweis auf sozialdemo- gnügungsfahrt Studien halber" nach Afrika. Herr Wörmann, der unerschwingliche Preise gelten. Der sehr naheliegenden Erwägung, tratischen Ursprung jene Behauptungen aus der Welt zu bereits aus der Gratisfahrt noch einen besonderen Rebbach heraus, Schweineeinfuhr nur sehr unvollkommen begegnet werden kann, Kolonialinteressent, hält die Gesellschaft aus. Herr Arendt schlägt dieser allgemeinen Teuerung, der ja doch mit Vermehrung der schwindeln. Mit diesem Verfuch aber erreicht das Regierungsblatt indem er für die Tägl. Rundsch." Reisebriefe schmiert: er reist also am besten durch eine Erhöhung der Löhne entgegenzuwirken, tritt das Gegenteil des beabsichtigten Zweckes. Denn jedermann muß sich mit Vorteil nach Afrika. jett fragen, zu welchem Zweck fälscht das Regierungsblatt in sofort Offenbar soll diefe Wörmannsche Nassauerfahrt dazu dienen, die wehmütigen Erklärung, daß eine Lohnerhöhung aus Rücksicht auf die Unternehmerorganisation in der Petition selbst entgegen mit der feststellbarer Weise die Notiz des„ Vorwärts"? Würde des Parlamentarismus" zu erhöhen. Wie Hendel die Schwierigkeit des Absatzes Wir gratulieren dem Regierungsblatt zu dem russischen General- v. Donnersmart die Offiziere bei Lebensfreude erhält, so informiert möglichsten Niedrighaltung und der hierdurch gebotenen der Selbstkosten nicht erfolgen konsul, der jetzt in ihm die Redaktion offiziöser Notizen übernommen ein kolonialer Geschäftsmann auf eigene Kosten die politischen Führer fönne. Der soeben veröffentlichte Geschäftsbericht für 1904/05 der hat. Aber wir machen die„ N. A. 3." darauf aufmerksam, daß auch des Bürgertums. Kattowitzer Aftiengesellschaft für Bergbau und Hüttenindustrie ver für sie die gesetzlichen Bestimmungen gelten. Wir fordern sie also sondern eher noch widerwärtiger wird, daß die Nassauer so lumpige zehn Prozent des Aktienkapitals! Wie kann man bei so miserablem Das ist ein parlamentarisches Panama, das deshalb nicht besser, teilt denn auch nur eine Dividende von 2 200 000 m., das find vorläufig nur auf, die falsche und für die Zwecke der offiziöfen Beträge nehmen. Irreführung sehr wesentliche Behauptung durch korrekten Abbrud Beträge nehmen. Profit den hungernden Arbeitern eine kleine Teuerungszulage gewähren? dessen, was wir wirklich geschrieben, schleunigst zu berichtigen. Sonst find wir gezwungen, sie mit dem gefeßlichen Mittel zur Wahrheit zu nötigen eine Aftion, die möglicherweise für das Blatt der Regierung fatal interessant werden könnte. Wenn die auswärtige Politik nach denselben Grundfäßen geleitet wird, wie das Regierungsblatt, so begreift man allerdings, daß kein Staat zu der Sorte von Politik Vertrauen hat. " " " " Das republikanische Norwegen. Ein Mitarbeiter des Vorwärts", der gegenwärtig in Kristiania weilt, hatte Gelegenheit zu einer Aussprache mit dem Minister des Aeußeren. Er sendet uns über feine Unterredung folgendes Telegramm: Kristiania, 15. August.( Privatdepesche des„ Vorwärts".) Ich hatte heute eine Unterredung mit dem Minister des Aeußeren, Lövland. Er erklärte, er sei Republikaner und glaube, die meisten Norweger seien ebenfalls Republikaner. Wenn die Bernadottes das Thronangebot ablehnten, werde das Storthing über eine Voltsabstimmung die Staatsform betreffend beschließen. Daß Prinz Heinrich als Norwegens König in Betracht komme, sei leeres Geschwät. Lövland lobte die sozialdemokratische Presse des Auslandes für ihr Verständnis der Unionsfrage, namentlich den ,, Vorwärts" und" L'Humanité" sowie die schwedischen und dänischen Parteiorgane. Der in dem Telegramm erwähnte Prinz Heinrich ist der Hohenzoller dieses Namens. Zur Erläuterung sei hinzugefügt, daß ernsthafte Versuche unternommen worden sein sollen, einen Hohenzollern- Prinzen auf den erledigten Thron zu bringen. * * Deutfches Reich. Gegen die Fleischteuerung. " D " Die Gewerkvereine gegen den Freifinn. Wie die ,, christlichen" Arbeiter, so teginnen auch die freisinnigen Gewerkvereinler ihre eingeborene proletarische Straft mehr und mehr gegen die kapitalistischen Barteien zu entfalten, die den Arbeiter nur organisieren wollen, um ihn gegen die proletarische Bewegung verwenden zu können. In Essen haben die Gewerkvereine ein Programm entworfen, In Effen haben die Gewerkvereine ein Programm entworfen, das nicht nur über die freisinnige Praris, sondern auch über das presse des Industriebezirks, wie viel Dank die Arbeiten diesem das nicht nur über die freisinnige Praris, sondern auch über das freifinnige Programm wesentlich hinausgeht: Wir heben folgende Punkte hervor: 1. Allgemeines, gleiches, geheimes und direktes Wahlrecht zu Reichs- und Landtag, sowie zu den Gemeindekollegien. 2. Uneingeschränktes Koalitionsrecht für alle Arbeiter, auch für landwirtschaftliche und Eisenbahnarbeiter. billiger und man kann sie vielleicht doch ausnuten, um Dumme zu Jedenfalls tommt eine Betition an den Reichskanzler erheblich billiger und man kann sie vielleicht doch ausnutzen, um Dumme zu verbandes, Landtags- Abgeordneten Dr. Volk, ist ja der Reichstagsangeln. Der Generalsekretär des petitionierenden Unternehmerkandidat der Grubenbarone, und flugs erörtert die UnternehmerVereine für seine Petition doch schuldig seien und ein wie warmes Herr der Herr Kandidat Dr. Volk felbst bei dieser Gelegenheit in Berlin gar nichts ausrichtete, sintemalen die agrarischen Zollden Arbeitern zeige. Daß der Wisch dieser industriellen Zollwucherer wucherer doch noch einflußreicher sind, ist bekannt. Und es lag ihnen auch wohl gar nichts daran, denn diejenigen Unterzeichner der Petihaben ja selbst ein lebhaftes Intereffe an hohen Lebensmittelpreisen. tion, die zugleich Großgrundbesitzer findes find sehr viele5. Zehnstündiger Magimalarbeitstag für alle männlichen und weiblichen Arbeiter. 6. Achtstündiger Maximalarbeitstag für verheiratete te i b- Man hat also einfach Komödie gespielt. weibliche Arbeiter. 7. Achtstündiger Maximalarbeitstag für alle Bergarbeiter, sowie für alle in Feuerbetrieben beschäftigten Arbeiter. 8. Ausbau und Verschmelzung der verschiedenen Abteile der Arbeiterversicherungsgesetze. Bolle Selbstverwaltung durch die Interessenten. 9. Energische Weiterführung der Sozialreform auf allen Gebieten des Arbeiterschutzes. 10. Progressive Reichseinkommen, Reichsvermögens- und Reichserbschaftssteuer, unter Freilassung der kleineren Einkommen und Vermögen. 11. Abschaffung der die Voltsmasse belastenden indirekten Steuern. 12. Abschaffung aller Schutzölle auf Lebensmittel und die jenigen Industrieprodukte, die des Schutzes nicht mehr bedürfen. 13. Verstaatlichung des Bergbaues. Nichtanschluß mit der staatlichen Förderung an das Syndikat, vielmehr Benutzung des felben zur Preisregulierung und Herabsetzung der Kohlenpreise. 16. Schaffung eines Reichswohnungsgesetzes. 18. Besteuerung des Wertzuwachses an Grund und Boden, überhaupt Unterstüßung aller Maßnahmen, die geeignet sind, das Monopol des Bodenbesizes zu brechen. tenn Die noch immer steigenden Fleischpreise fordern einen Bevölkerungsteil nach dem anderen zum Protest gegen die lediglich im Interesse der großen Viehzüchter durchgeführten Grenzabsperrungen heraus. Am Montag befaßte sich in Berlin eine zahlreich besuchte Die Freisinnigen sind nicht nur energische Gegner des unbeGastwirtsversammlung mit der jezigen Fleischteuerung. In der schränkten Wahlrechts in den Gemeinden, sie halten nicht nur den Debatte wurde eine Eingabe an den Landwirtschaftsminister v. Pod- Maximalarbeitstag, die Verstaatlichung der Bergwerke für sozialisti bielsti befürwortet, von anderer Seite aber dem Vorschlage wider- fches Teufelswert, fie polemisieren nicht nur ebenso heftig wie prosprochen und die Ginberufung einer öffentlichen Protestversammlung grammwidrig gegen die Reichserbschaftssteuer, sondern ihre Taktik sprochen und die Einberufung einer öffentlichen Protestversammlung geht auch darauf hinaus, das wenige Gute, was sie noch im Pro gefordert; schließlich entschied man sich jedoch für die Absendung gramm haben, zu vereiteln. Man denke an die verräterische Haltung einer langen Betition an„ Se. Exzellenz". In der Eingabe heißt es: ber Boltsparteiler beim Zollkampf. Seit Monaten sind die Fleischpreise fortgesetzt gestiegen und Vor allem unterstützen die Freisinnigen bei den Wahlen diebilben nun eine schwere wirtschaftliche Kalamität, daß man die jenigen reaktionären Parteien, die nicht eine einzige der oben geschlimmsten Befürchtungen für die Zukunft hegen muß. Von dieser nannten gewerkvereinlichen Forderungen billigen, die meisten aber enormen Steigerung werden außer den breiten Schichten des Volkes erbittert bekämpfen, und sie verhindern durch ihre Wahltaktik den Sieg im besonderen die deutschen Gastwirte, die einen sehr ansehnlichen der Sozialdemokraten, die umgekehrt für alles das eintreten Teil des deutschen Volkes mit Fleischnahrung versorgen, betroffen. nicht mehr zu erlangen ist was die Gewerkvereinler auch fordern. Denn die Gastwirte fönnen zu den notorisch billigen Preisen für Eine Ueberschwemmung. Fünftausend Liter abgekochten Wassers Mittagstisch ferner unmöglich in bisheriger quantitativ und quali- wurden, wie das" Posener Tageblatt" meldet, mit Rücksicht auf die tativ hervorragender Weise die Speisen liefern und sind gezwungen, in Posen bestehende Typhusepidemie für den Kaiser und höhere Preise zu nehmen. Dadurch wird aber weiten Bevölkerungs- dessen Gefolge in dem faiserlichen Sonderzug nach Bosen mitfreisen die Ernährung verteuert, soweit die Verbraucher dafür mehr geführt. auszugeben in der Lage sind, und verschlechtert, soweit sie eine MehrWas hat man denn mit so viel Wasser angefangen? Hat man ausgabe für Fleisch nicht erschwingen fönnen. Wegen der Kon- die Straße typhusfrei" damit gesprengt? furrenzverhältnisse ist es vielen Gastwirten nicht möglich, mit den Preisen für Fleischgerichte den Fleischpreisen zu folgen und sie erleiden infolgedessen andauernd schwere Verluste. Wird doch schon bei normalen Fleischpreisen bekanntlich an der Küche zugefeht, und der Gewinn an den Getränken, der diesen notorischen Verlust wieder ausgleicht, hat doch seine Grenzen. Solche Krisen, wie wir sie jetzt haben, vermag der Wirt aber nicht zu überwinden, weil er die Preise für Getränke nicht beliebig hochschrauben kann. Wir sind viel zu wenig Sachverständige, um beurteilen zu können, was zur Beseitigung des offenbaren Notstandes geschehen soll, und wir müssen Euerer Exzellenz ver trauen, die richtigen Wege zu finden. Aber das sei uns gestattet, zu bemerken, daß berufene, nicht durch irgend melge Barteirädfigten beeinflußte Saber Trotzdem der Kandidat der Hüttenpartei, Dr. Volk, sich im als ärgster Reaktionär und bedingungsloser Vertreter der brutaliten Landtage beim Schulfompromiß, beim Bergarbeiterschuß usw. bereit, ihn auch als ihren Reichstagskandidaten zu akzeptieren. Kapitalsinteressen dargestellt hat, sind die Kattowizer Liberalen" Herr Voltz will zu diesem Zweck in einer Vertrauensmännerfibung öffentlichen liberalen Wählerversammlung zu sprechen, hat der der Liberalen über politische Tagesfragen referieren. In einer ,, liberale" Kandidat abgelehnt und die liberalen Vertrauensmänner find damit durchaus einverstanden, sie wissen schon warum. Welch ein Jammerbild, dieser Liberalismus! Gemeingefährliche Sparsamkeit. Die bayerischen Verkehrsanstalten bom Volksmunde nicht unzutreffend verkehrte Anstalten" getauft betreiben eine Sparpolitit, die meist lächerlich wirkt und den Wigblättern dankbaren Stoff liefert, zuweilen aber auch ganz gefährliche Formen annimmt. Die Neue Bayerische Landeszeitung" ist in der Lage, einen Erlaß zu beröffentlichen, den die tgl. Betriebswerkstätte Schweinfurt an das ihr unterstellte Lokomotivpersonal hat ergehen lassen und worin angekündigt wird, daß ab 16. August ds. Js. bei einer Anzahl von Zügen der Strede Schweinfurt- Gemünden die Lokomotiven nur mehr von Lokomotivführern bedient werden, die die Geschäfte des Heizers mit au versehen haben. Zur Beobachtung der Strede hat ein Schaffner die Maschine zu begleiten. Diese Maßnahme ist für das teisende Publikum nicht gleichgültig. Der Führer muß seine Aufmerksamkeit zwischen Apparaten und den Obliegenheiten des Heizers. teilen, der ihn auf der Maschine begleitende Schaffner ist mit der Maschine nicht vertraut und in der Beobachtung der Strede ungeübt. Passiert nun dem Führer etwas, was ihn zur Bedienung der Maschine unfähig macht, dann ist der Zug sich selbst überlassen, wenn sich aber ein Eisenbahnunglüc ereignet, so wird nicht das Sparsystem, sondern irgend ein untergeordneter, überlasteter Be diensteter vor Gericht gezogen. Die englische Flotte signalisiert. Dem Danziger Oberoffizielle Mitteilung zu, daß die englische Kanalflotte, präsidenten ging heute durch den englischen Generalkonsul die bestehend aus elf Linienschiffen und acht Kreuzern unter dem Befehl des Admirals Wilson am 1. September vormittags auf der Reede vor Neufahrwasser eintreffen und bis zum 4. September dort antern wird. Die Flotte läuft vorher Swinemünde an. Südwestafrikanische Verluste. Ein Telegramm aus Windhut meldet: An Krankheiten Der Segen der Berufungsinstanz zeigte sich wieder einmal in sind gestorben: Gefreiter Hermann Niewalda, geboren am der letzten Verhandlung des Oberfriegsgerichts der aktiven 13. 1. 84 zu Deschowitz, am 19. Juli 1905 in der KrankenſammelSchlachtflotte. Am 8. Juli war gegen den Matrosen Jancowski stelle Gochas an Typhus; Reiter Theodor meder, gevom fleinen Kreuzer Arcona" wegen Beleidigung und tätlichen boren am 22. 3. 82 zu Furdenheim, am 10. August 1905 im Angriffs mittels gefährlichen Werkzeuges auf einen Borgesetzten ver- Lazarett Lüderitzbucht an Herzschwäche und Lungenhandelt worden. J. hatte in der Trunkenheit einen Signalmaaten entzündung. von der„ Medusa" geschimpft, ihn tätlich angegriffen und mit einem Nachträglich gemeldet: Reiter Johann Meier, geboren am Bandeifen an der Hand blutig verletzt. Vor dem Kriegsgericht der 5. 5. 82 zu Bruck, am 17. Juni 1905 im Gefecht bei Narus ge Aufklärungsschiffe mit Rücksicht auf seine zahlreichen disziplinarischen Vor- fallen. strafen war vom Vertreter der Auflage eine Gefängnisstrafe von 5 Jahren Außerdem: Bei Vaalgras gefallen gemeldeter Gefreiter und 7 Monaten beantragt worden. Das Gericht fah jedoch das bei der Wilhelm Mussog, hat sich mit Brustschuß auf Gurumanas bei Tat benutzte Bandeisen nicht als gefährliches Werkzeug an, sprach der Truppe wieder eingefunden; zurzeit Lazarett Windhut. Befinden den Angeklagten auch von der Auflage wegen Beleidigung frei und befriedigend. Ausland. " * * Regierung gegen Semstwos. Wie uns aus Petersburg gemeldet wird, fährt die russische Ree I finden sich biele hervorragende Politiker, Rongreßmänner, I lung mit gesetzgeberischer Initiative, Verfügung über die Finanzen, Senatoren und auch Alice, die Tochter Roosevelts, die Kontrolle über die Verwaltung, die persönliche Unantastbarkeit der Das norwegische Bolt hat das Wort. viel fetiert wird. Taft ist ein genauer Kenner der Volksvertreter usw. Ferner erkennt der Kongreß die Notwendigkeit, Kristiania, 13. August. Lage auf den Philippinen; durch seine Versöhnungspolitik den bäuerlichen Landbesitz zu erweitern, an und fordert den obligaWas hier in Norwegen am heutigen Tage geschieht, ist ein Er- als Gouverneur der Inseln war es ihm gelungen, geordnete torischen unentgeltlichen Elementarunterricht, die Verweltlichung der eignis von dauernder Bedeutung für die Geschichte des norwegischen Verhältnisse herzustellen und dem Striegszustande ein Ende zu machen. Schule, Gratisbibliothek und Lesesäle. Boltes. Kein Kaiser und kein König hat hier zu bestimmen, es ist Filipinos nicht so gut zufrieden. Wright war ein Richter in einem Mit seinem Nachfolger, dem jezigen Gouverneur Wright, sind die das Volk selbst, das über die Zukunft seines Staatswesens ent- Südstaat der Union und man sagt ihm nach, daß er das Blut des scheidet, oder besser gesagt, darüber, ob die durch den Storthings- Südlichen" nicht verleugnen könne und in den Filipinos beschluß tatsächlich schon aufgelöste Union mit dem Unionskönig nur eine bessere Art von Niggers" sehe und sie danach gierung fort, energische Maßnahmen zu treffen, die sich vor allem weiter bestehen soll oder nicht. In ganz Norwegen von der Nordsee behandele. Die gebildeten Filipinos sind aber sehr gegen die Semstwos und die von denselben entwickelte Tätigkeit und dem Skagerrak bis hinauf an das Eismeer weht die reine empfindlich dagegen, als minderwertig betrachtet zu werden. richten. So werden jetzt die Semſtwo- Verwaltungen von den zu norwegische Flagge, in allen Städten und Dörfern, von Privat- Taft kennt den Wunsch Vieler nach mehr Selbstverwaltung und da seinerzeit stattgehabte Moskauer Semstwo- Kongreß wie das Organis ständigen Gouverneuren darauf aufmerksam" gemacht, daß der häusern, von den Kirchen und öffentlichen Gebäuden, auf den sein Wort in Washington sehr schwer wiegt, sah man der großen seinerzeit stattgehabte Moskauer Semstwo- Kongreß wie das OrganiHandels- und Kriegsschiffen und selbst von dem königlichen Schloß in Rede, die er auf einem Bankett halten sollte, mit Spannung gebildet und Machtbefugnisse zugelegt haben, die ihnen nicht zusationsbureau außerhalb des Gesetzes stehen, da sie sich eigenmächtig der Hauptstadt und Dstarhal auf dem nahegelegenen Bygdö. Auch Taft bekräftigte entgegen. Die Rede brachte den Filipinos keinerlei Hoffnung stehen, weshalb deren Beschlüsse als nicht gefeßlich gelten. Infolge nur, was er früher schon wiederholt auf diesen Schlössern hat der König, hat Schweden nichts mehr geäußert, daß neun Zehntel der Inselbewohner für eine Selbstver- dessen werden die Semstwos aufgefordert, alle Mitteilungen, Aufzu bestimmen. Das Unionszeichen, das den Norwegern als ein waltung ihrer Angelegenheiten durchaus nicht reif seien. Er meinte, forderungen, Anfragen und Angebote von den Semstwo- Kongressen Zeichen der Abhängigkeit ihres Voltsstaates von dem aristokratischen daß in einem solchen Falle der Selbstverwaltung diejenigen regieren oder-Bureaus, die an die betreffenden Semstwos gerichtet werden, Schweden galt, ist aus der Flagge beseitigt und heute hat das Volt würden, die jetzt durch zahlreiche Hypotheken die großen und fleinen unberücksichtigt zu lassen und alle Schriftstücke dem zuständigen selbst in der rein demokratischen Form der Volksabstimmung fund- Landbefizer in der Gewalt haben. Die Filipinos waren sehr un- Gouverneur zu überweisen. Aber auch damit nicht genug. Um jede zugeben, ob es mit dem neuen Zustand, mit der Unabhängigkeits- zufrieden mit dieser Rede, die ihnen bewies, daß die Selbständigkeit agitatorische Tätigkeit der Semstwos lahm zu legen, ist ihnen ferner für sie noch in weiter Ferne liegt. Die amerikanische Gesellschaft eröffnet worden: 1. Ohne Erlaubnis der Gouvernements- Adminierklärung von dem oberhoheitslüſternen Nachbar im Osten ein wird auch einen Besuch in Japan machen, der aber nur kurz aus- ftration ist die Verbreitung jedweder Werke und Schriften( gedruckt verstanden ist. Und nach den bis jetzt vorliegenden Nachrichten hat fallen wird, um die Russen nicht zu sehr zu tränken. oder vervielfältigt) unzulässig; 2. Petitionen, die an den Zaren das norwegische Volt gezeigt, daß es der Macht würdig ist, die in gerichtet werden sollten, sind nicht anzunehmen und an die befeine Hand gelegt wurde. treffenden Absender zurückzusenden; 3. Die Beaufsichtigung der bei den Semstwos tätigen Personen tatsächlich durchzuführen; 4. Reinerlei Handlungen zuzulassen, die nicht genau von dem Gesetz vorgeschrieben sind usw. usw. Hierdurch werden die Semstwos in ihrer Tätigkeit mehr denn je beschränkt, aber schließlich muß die russische Regierung wahrscheinlich doch wissen, ob ein derartiges Vorgehen gegen die Semstwos, zumal jekt, für das russische Reich erſprießDas einzige, was an einer wirklichen Volks abstimmung mangelt, ist der Umstand, daß die Frauen nicht stimmberechtigt sind. Sie haben, um ihrer Meinung Ausdruck zu geben, eifrig Unterschriften auf Der Krieg in Ostasien. Der Stand der Friedensverhandlungen. Portsmouth( New Hampshire), 15. Auguft.( Meldung des die Adreſſe gesammelt, die heute mittag um i Uhr von einer Reuterschen Bureaus.) Der Inhalt der von der Friedenskonferens Frauendeputation im Storthingsgebäude dem Storthingspräsidenten angenommenen drei Artikel ist folgender: Rußland erkennt und der Regierung überreicht wurde. nichts dagegen hat, wenn kein König über ihm steht. " lich ist. Hus der Partei. Annahme empfehlen. Ans den Organisationen. Unser Bruderorgan„ Social- Demokraten" hat namentlich auch Korea 3 an, welches Rußland von nun an als außerhalb seiner Japans vorherrschenden Einfluß und besondere Stellung bezüglich in den letzten Tagen wieder eine starke Agitation für die republikanische Staatsform entfaltet, und unsere Partei- Einflußsphäre stehend anzusehen bereit ist. Japan verpflichtet sich, Partei- bie Suzeränität der herrschenden Dynastie anzugenossen gaben sich alle Mühe, um die Bestrebungen des" Fach- erkennen mit der Berechtigung, die Zibilverwaltung zu bereins der Könige", den überflüssigen Posten eines norwegischen beraten, zu unterstüßen und zu vervollkommnen. Ueber die Tätigkeit der sozialdemokratischen Partei im WahlKönigs von neuem zu besetzen, zu durchkreuzen. Die starken Rußland und Japan erkennen gegenseitig die Verpflichtung an, die freise Brandenburg- Westhavelland wird in der„ BranSympathien für die Republik, die im Volke zweifellos lebendig sind, Mandschureizuräumen, auf alle besonderen Vorrechte dort denburger Zeitung" ein ausführlicher Bericht veröffentlicht. Danach werden offenbar durch die eifrige Arbeit der Sozialdemokratie start gefördert. Es wird den herrschenden Parteien schwer fallen, ja, den Grundsatz gleicher Rechte für Handel und Industrie aller gemeldet. Ueber die Einnahmen liegen nur Berichte aus den EinzelAus den einzelnen Vereinen wird eine erhebliche Mitgliederzunahme gefördert. Es wird den herrschenden Parteien schwer fallen, ja, zu verzichten, die territoriale Unverleglichkeit Chinas zu achten und zählt die Partei im Kreise zurzeit 2034 organisierte Mitglieder. wohl ganz unmöglich sein, das Volk zu überzeugen, daß das Staats- Nationen in dieser Provinz aufrecht zu erhalten. Rußland und vereinen vor. So hatte Brandenburg bei 1287 Mitgliedern 4120 M. wesen eines königlichen Oberhauptes bedarf oder daß die Forderung Japan verpflichten sich ferner zur Abtretung der chine- Reineinnahme, Rathenow bei 384 Mitgliedern eine Gesamteinnahme einer neuen Boltsabstimmung, diese Frage zu entscheiden, unberechtigt fischen Ofteisenbahn von Charbin aus fübwärts von 1620 M. Die„ Brandenburger Zeitung" hat gute Fortschritte sein soll. Hier in Kristiania iſt man vollauf damit zufrieden, daß an China. In bezug auf diese Bession wird es China und Japan gemacht. Der vorjährige Streit um die Beteiligung der einzelnen im Schloß und Schloßgarten kein König, sondern nur der überlassen, eine Vereinbarung zu treffen bezüglich der Rückerstattung Barteiorte an der Berwaltung und Beaufsichtigung des Blattes ist deutsche Kaiser" residiert, nämlich der aus Deutschland der Japan durch die Wiederherstellung der Eisenbahn und der beigelegt. Es ist ein neues Statut in gemeinsamer Beratung fest stammende Schloßgärtner, der den Namen Kaiser trägt und offenbar Brücken südlich der gegenwärtigen Stellung der russischen Armee gestellt worden, das alle Beteiligten der nächsten Kreiskonferenz zur Eine große patriotische Demonstration gegen zwei erwachsenen Kosten. Wenn es China nicht möglich sei, das hierzu angesehene Männer hat gestern abend in Drammen stattgefunden. nötige Geld aufzubringen, so könne vielleicht irgend eine andere 3000-4000 Menschen sammelten sich gegen 1/10 Uhr vor dem Hause Macht gegen hypothekarische Sicherstellung die Rüderstattung der des Kaufmanns Hauffs und gaben durch Pfeifen und Schimpfen Kosten an Japan übernehmen. ihre Mißstimmung kund. Dann zog die Menge vor das Haus des Bürgermeisters Rynning, gegen den in derselben Weise verfahren wurde. Der Bürgermeister trat auf den Altan und rief in die „ Du verfluchter Menge: Mitbürger, was wollt Ihr von mir?" Schlingel!" antwortete die Menge. Steine flogen gegen die Fenster, daß sie zersprangen, und der Zaun um das Grundstück wurde niedergeriffen. Um 12 Uhr kam die Polizei mit den städtischen Sprigen wagen. Der Aufforderung auseinanderzugehen, wurde nicht Folge geleistet und auch der Wasserstrahl der Sprizen Im Kreise Kassel Melsungen wurde eine Zunahme von bermochte den Zornesbrand der Volksmasse nicht zu dämpfen. 700 organisierten Genossen im letzten Geschäftsjahre fonstatiert. Die Die Menge versuchte die Polizei zurückzudrängen, mußte aber immer Judenheten, Hentertaten, Todesurteile, Verfolgungen und Be- Einnahmen betrugen 4723 M. Das Kaffeler Boltsblatt" hat in wieder den kräftigen Wasserstrahlen weichen. Endlich kam der Polizei brüdungen- bas bleiben nach wie vor die Taten des Zarismus, der Zeit vom 1. Juli 1904 bis Juli 1905 1700 Abonnenten geein gewaltiger Klatschregen zu Hülfe und gegen 1 Uhr gelang es der gar nicht daran denkt, irgend welche Konzessionen zu machen. dann den vereinten himmlischen und irdischen Wasserkräften, die Das klärt die Lage. Die Revolution muß ganze Arbeit machen: Menge zum Rückzug zu bewegen. Die Ursache der Demonstration sie hat nichts zu verlieren und alles zu gewinnen. ist teils der Umstand, daß man meint, die beiden konservativen Die revolutionäre Bewegung scheint gegenwärtig in den OstseeMänner hätten Anteil an dem Briefe des Oberlehrers Winther, teils provinzen am leidenschaftlichsten zu sein. auch, daß der Bürgermeister das Verlangen nach Ausschmückung der Abstimmungslokale nicht billigte und ebenso wenig den Gesang der Vereine am Abstimmungstage, wogegen in keiner anderen Stadt irgendwelche Einwendungen erhoben wurden. Kristiania, 15. August. Bis heute mittag ist nachfolgendes Ergebnis der Boltsabstimmung in der Unionsfrage bekannt geworden: Es ftimmten 365 997 mit ja und 182 mit nein. Die Ergebnisse aus 12 Kreisen stehen noch aus. " Waffenstillstand in der Mandschurei? Portsmouth, 15. August.( Meldung des Reuterschen Bureaus.) Tatsächlich herrscht in der Mandschurei Waffenstillstand. Es ist unwahrscheinlich, daß während der Verhandlungen ein Gefecht stattfinden wird; denn es wird von beiden Seiten zugegeben, daß, wenn Dhama Linewitsch zu einem Gefecht zwingen würde, in dem Tausende von Menschen umfommen, Japan unvermeidlicherweise sein Ansehen bei der ganzen Welt verlieren würde. Die russische Revolution. Der sozialdemokratische Verein für den Wahlkreis Sorau Forst hat jezt in sechs Ortsvereinen 1271 Mitglieder, worunter 1018 Abonnenten des Barteiblattes. Die Gesamteinnahmen dieser Vereine betrugen 5393 M. Die Generalversammlung dieses Kreises, die am Sonntag in Forst abgehalten wurde, beschloß eine Anzahl Abänderungsanträge zum Drganisationsstatut der Partei. Ueber den politischen Massenstreit wurde ein Referat von Stolpe= Görlitz und ein Korreferat von Martwald entgegengenommen. Redner scheinen sich, nach dem Die furzen Bericht schließen, für die Möglichkeit des Massenstreits ausau sprochen zu haben. Der Kreiswahlverein für Salau- 2uda u zählt jetzt in zehn Ortsvereinen 589 Mitglieder. Er nahm im abgelaufenen Geschäftsjahre um rund 100 Mitglieder zu. wonnen. a hitreise stieg von 1179 am 31. Juli 1904 auf 1265 am Die Zahl der organisierten Genossen im ersten nassauischen Schlusse des Geschäftsjahres. Die Reineinnahme betrug 7177 M. Jm 18. hannoverschen Wahlkreise wurden 459 or ganisierte Parteigenossen gezählt. In 6 Gemeinden sind 12 sozialdemokratische Gemeinderatsmitglieder gewählt. Bauernuuruhen. Der Breslauer Parteiverein beschäftigte sich am Montagabend Telegramme bürgerlicher Blätter nennen die Zustände in den mit dem Parteitag in Jena und stellte den Antrag, im neuen Ostseeprovinzen anarchistische". Nach Petersburger Meldungen Organisationsstatut möge genau ausgesprochen werden, daß das hätten in Kurland Bauern 22 Gemeindeverwaltungen ausgeplündert, Vertrauensmännersystem nur dort in Kraft bleibt, wo gesetzliche die Aushebungslisten der Reserven vernichtet und die staatlichen Hindernisse der Vereinsorganisation im Wege stehen. Ferner wurde Gelder geraubt. In Livland hören die Ueberfälle auf die Güter in ein Antrag gestellt, das Thema„ Strafrecht und Sozialdemokratie" legter Beit nicht mehr auf. Drei Gutsbesitzer wurden getötet. auf die Tagesordnung des Parteitages zu setzen. Dasselbe wurde inbezug auf die Alkoholfrage gewünscht. Zu den Hehen. * Kristiania, 15. August. Das„ Morgenbladet" schreibt heute unter der Ueberschrift Was jezt?" unter anderem: Der Nevel( Gouv. Witebsk), 14. August. Gestern abend fam schwedische Reichstag wünschte die direkte Erklärung von dem norwegischen Volke; dies ist jetzt erfüllt. Das Blatt sicht größere es hier bei der Beerdigung jüdischer Arbeiter zu Unruhen. Schwierigkeiten voraus bei den möglicherweise folgenden Verhand- Als die Polizei die Ruhestörer vertreiben wollte, wurde aus lungen. Die Einigkeit über die verschiedenen Fragen mit ihren der Menge eine Bombe geworfen, durch die ein Polizeibeamter mannigfaltigen Einzelheiten könne faum im Handumdrehen erreicht schwer, ein anderer sowie ein Passant leicht verwundet wurden. werden. Das jezige Interregnum hat, so führt das Blatt dann weiter Kertsch, 14. August. Hier begehen seit drei Tagen Volkshaufen aus, seine Bedenken, und es muß im wohlverstandenen Interesse beider antisemitische Ausschreitungen. Die Läden und Häuser vieler Juden Länder baldigst gesucht werden, dieses abzulösen. Vielleicht werden geplündert. Als aus einem Hause, in dem sich ein jüdischer tverden einzelne in Schweden meinen, wir hätten feine Eile. Dies Klub befindet, auf Soldaten geschossen wurde, wodurch ein Soldat ist indes nicht so; wir haben zwei bis drei Monate auf eine Antwort verwundet wurde, gaben auch die Soldaten Schüsse ab, durch die ein des Königs Oskar betreffend den Thron Norwegens gewartet, aber Jude getötet und einer verwundet wurde. Viele israelitische der Reichstag hat bislang den König nicht instand gesetzt zu ant- Familien verließen die Stadt. worten. Dem Wunsche nach einer Voltsabstimmung ist man jetzt mit einem durchaus entscheidenden Ergebnis entgegengekommen; wenn man sich furze Zeit hierauf an Schweden wenden wird, so glauben wir, daß man in Schweden erkennen wird, Norwegens Wartezeit müsse sich bald ihrem Ende nähern. Frankreich. Ueber die Vorgänge in Bialystok berichtet ein Privatbrief des„ V. T.": Es ist geradezu haarsträubend, was wir alles gestern und heute hier in Bialystok durchlebt haben. Am hellen Tage wurde gestern in eine Militärpatrouille eine Bombe geschleudert, weil dieselbe Patrouille eine Stunde vorher einen jungen Menschen erschossen Rouviers Dank für die Aufnahme der französischen Flotte. hatte. Das ist noch das wenigste. An Bomben sind wir schon derart Les Bains, 15. August. Ministerpräsident Rouvier hat dem gewöhnt, daß sie sogar die kleinen Kinder nicht erschrecken. Was englischen Minister des Aeußeren Marquis of Lansdowne tele- gestern aber geschah, läßt sich nicht beschreiben. Den ganzen Tag und graphisch den Dank der französischen Regierung für die dem fran- die ganze Nacht marschierten Soldatenscharen und schoffen jeden, dem zösischen Geschwader von der englischen Bevölkerung bereitete Auf- fie auf der Straße begegneten, oder der sich zum Fenster wagte. nahme ausgedrückt. Rouvier sieht in diesen Kundgebungen ein nieder. Das Leben der friedlichen Bürger, das in Rußland schon neues unterpfand für die Aufrechterhaltung des längst feinen Wert mehr hat," wurde den langbärtigen, fürchterlich, betrunkenen Reservisten preisgegeben, und diese Trunkenbolde führten europäischen Friedens. die ihnen anvertraute Sache in glänzendster Weise aus. Die Zahl Genosse Kritschewsky, unser langjähriger Pariser Korrespondent, der Getöteten und Schwerverwundeten erreicht 300, abgesehen von ist leider erkrankt und bedurfte eines längeren Erholungsurlaubes. den Zahllosen, die in ihren Wohnungen verwundet wurden und vom Unsere Pariser Korrespondenzen stammen seit dem 1. August nicht Arzte privatim behandelt werden. mehr aus seiner Feder. Spanien. Hungersnot und Hungerrevolten. Sevilla, 15. Auguft. Die Zahl der Arbeiter, die in der Umgegend von Ossuna im Lande umherirren, wird auf 5000 gefchätzt. Viele sind mit Gewehren bewaffnet. Die städtischen Behörden erklären sich für machtlos. Die Kassen sind leer, die verteilten Unterstügungen unzureichend. Die Kassen der Behörden sind leer, die der Klöster aber mit ungezählten Millionen gefüllt! Warum greift nicht einmal die Geistlichkeit in den Beutel, um die Hungernden zu sättigen?! Amerika. Kriegssekretär Taft in Manila. Taft ist mit seiner Gesellschaft in Manila glänzend empfangen worden. In seiner Begleitung beDer Henker arbeitet! Petersburg, 15. August.( Meldung der Petersburger Telegraphen- Agentur.) Der" Mörder" des Gendarmerie- Leutnants Sramorensko in Wiborg, Procope, ist zum Tode durch den Strang verurteilt worden. Procope ist seinen finländischen Richtern gewaltsam entzogen und in Petersburg gerichtet" worden. * Die Versammlung gab ferner dem Wunsche Ausdruck, daß es im Interesse einer proletarischen Jugenderziehung der Parteipresse gestattet sein möge, die Kinderbeilage der Gleich heit" bollinhaltlich nachzudrucken. Zum Parteitag wurden die Genossen Rother und 2öbe delegiert. " Aus Induftrie und Handel. Zuckerverbrauch. Am 1. September werden es zwei Jahre, feit dem die Brüsseler Zuckerfonvention wirksam geworden ist. Die Erfahrungen gleich des ersten Jahres haben die Voraussage einer starten Steigerung des Inlandsverbrauches in den 8uder exportierenden Produktionsländern bestätigt. Für die europäischen Länder und Nordamerika stellte sich pro Kopf der Bevölkerung der Budkerverbrauch im Jahre 1903/04 auf 17,11 Kilogramm gegen 14,60 Kilogramm im Jahre 1902/03. Die Steigerung beträgt pro Kopf der Bevölkerung nicht weniger als 2,51 Kilogramm. Das ist nationale Verbrauchsstatistik vorliegt, noch nicht dagewesen ist. Am eine Zunahme von einem Jahr zum anderen, wie sie, seit eine interstärksten hat der Verbrauch in den Ländern zugenommen, in denen die Zuckersteuer infolge der Brüsseler Konvention herabgesetzt werden mußte und der Ansporn zum Erport in Gestalt der Prämie wegfiel. Diese Länder sind vor allem Deutschland, Oesterreich, Frankreich und Belgien. Von diesen zeigt die stärkste Konsumsteigerung Frankreich. Im Jahre 1902/03 betrug der Zuckerverbrauch 10,71 kilogramm pro Stopf der Bevölkerung, im Jahre 1903/04 stieg er fast auf das auch in Deutschland. Nach der offiziellen Reichsstatistik, die den Doppelte, nämlich auf 20,11. Ganz beträchtlich ist die Zunahme Konsum pro Kopf der Bevölkerung in Verbrauchszucker angibt und das Betriebsjahr vom 1. August bis 31. Juli rechnet, stellte sich der Konsum 1902/03 auf 12,5, dagegen 1903/04 auf 17,2 Kilogramm. Nach der internationalen Zusammenstellung, die den Verbrauch in Rohzuderwert berechnet und das Buderjahr später beginnen läßt, ist die Konsumzunahme noch erheblicher: es stieg der Verbrauch von 12,84 kilogramm im Jahre 1902/03 auf 19,51 im Jahre 1903/04. Weniger erheblich war die Verbrauchszunahme in Oester= reich. Pro Kopf der Bevölkerung wurden 1902/03 noch 7,91 SiloBelgien gramm, 1903/04 dagegen 10,61 Kilogramm konsumiert. endlich hatte einen Zuckerverbrauch pro Kopf von 15,29 Kilogramm im Jahre 1903/04 gegen 9,93 im Jahre zuvor. Ganz anders gestaltete sich der Zuderverbrauch in den eigent Das politische Erwachen der Bauern. lichen Importstaaten wie z. B. in England und in der Schweiz. Moskau, 15. August. Der Kongreß des Bauernverbandes, Hier rechnete man keineswegs damit, daß die Exportstaaten einen welcher hier unter Beteiligung von bäuerlichen Vertretern aus großen Teil ihrer Produktion im eigenen Lande unterbringen 22 Gouvernements tagte, verlangt für die Wahl der Volksvertreter fönnten, sondern hoffte auf eine billige Versorgung ganz ebenfa das allgemeine direkte und geheime Stimmrecht vom 20. Jahre an wie vor dem Inkrafttreten der Brüsseler Konvention. Diese Hoffohne Unterschied des Geschlechts sowie eine konstituierende Verſamm- nung schlug fehl. Wohl war bekannt, daß sich in den Monaten Scpten�er bis Dezember 1903 der inländische Zuckerverbrauch von Deutschland, Oesterreich und Frankreich um nahezu 50 Proz. gehoben hatte, man mutzte aber nicht, wie viel von diesem Mehr- verbrauch zur Auffüllung der gänzlich erschöpften Lagerbestände in zweiter, dritter und vierter Hand gedient hatte und wieviel in den wirklichen Verbrauch übergegangen war. Das importbedürftige Ausland wartete daher auf ein noch stärkeres Weichen der Preise. Es trat aber keine Preisermäßigung, sondern eine unerwartete Preiserhöhung ein und zwar infolge der sommerlichen Dürre. Die Rübenernte 1904 ließ ein solches Resultat erwarten, daß sich die Hausse ohne jeglichen Widerstand entwickeln konnte. Infolge dieser Hm stände hatten die Jmportstaaten ein ungünstiges Zuckerjahr, was sich in einem Rückgang des Verbrauches bemerkbar machte. In England ist dieser Rückgang gering, aber gegenüber der in früheren Jahren viel höheren Verbrauchsziffer doch beachtenswert. Es fiel der Zuckerkonsum pro Kopf der Bevölkerung von 39,00 Kilo- gramm im Jahre 1902/03 auf 39,14 im Jahre 1903/04. In der Schtoeiz ging der Verbrauch von 28,63 Kilogramm im Jahre 1902/03 auf 26,42 im Jahre 1903/04 zurück. Der Umsatz des Rheinisch-westfälischen Kohlensyndikats im Juli hat ziemlich genau dem Voranschlag entsprochen. In der Zechen- besitzerversammlung vom 20. Juni war der voraussichtliche Absatz für den Monat Juli auf 77 Proz. der Beteiligungsziffern veranschlagt worden. Auf die Arbeitstage berechnet ergibt dieser Anschlag für Juli bei 26 Tagen 5 063 065 Tonnen. Demgegenüber betrug laut„Rh.-W. Ztg." tatsächlich der Absatz 5 082 647 Tonnen, so daß ein Mchrabsatz von 19 581 Tonnen gegenüber dem Voranschlag er- reicht wurde. Es sind somit 77,30 Proz. im Vormonat abgesetzt worden. Gimpelfang. Die Verlockung Unerfahrener zu allerlei Börsen- spekulationen wird neuerdings von zweifelhaften.Bankhäusern" wieder mit Nachdruck betrieben. Wie die„Köln. Ztg." berichtet, versendet die Düsseldorfer Firma Auffermann u. Co. Rundschreiben, in denen sie zu allen möglichen Börsengeschäften, insbesondere auch zu Prämicngeschäften zu verleiten sucht, und zwar versengt sie diese Rundschreiben auch an Angestellte von Banken, denen solche Geschäfte verboten sind. Aus den Formularen, die sie ihren mit Prophezeiungen gespickten Rundschreiben beilegt, ergibt sich, daß damit auch die Unterlagen für die spätere Erhebung des Differenz- cinwandes geschaffen werden. Wer sich nämlich durch die Rund- schreiben von Auffermann u. Co. einfangen läßt, hat nach dem vor- gedruckten Formular zu erklären, ob er die Werte, über die er den Rat dieser Firma einholt, als Anlage- oder als Spekulations- werte anzuschaffen beabsichtigt.— In ähnlicher Weise wie diese Firma arbeitet von Budapest aus die Firma Max Neumann u. Co., die außer in ihrem Rundschreiben in dem von ihr herausgegebenen „Finanziellen Wegweiser" für Prämiengcschäfte Stimmung macht. (pie hat unter anderem vor kurzem, als der Kurs der Jungbunz- lauer Spiritus- und chemischen Fabrikaktien in Wien mit 560 rotiert wurde, in unglaublicher Weise für dieses Papier Stimmung zu machen und Käufer heranzulocken versucht. Wer darauf hinein- gefallen ist, mag sich heute bei einem Kurse von 534 bei ihr be» danken. Die schon wiederholt ausgesprochene Warnung"vor der- artigen Firmen kann angesichts der Erfolge, die sie trotz allem beim Gimpelfang erzielen, nicht oft genug wiederholt werden. Geweih FebaftUebeö. Berlin und Clmgegcnd. Aufruf an alle organifirrte» Personen sämtlicher Bauvranche«! Die organisierten Einsetzer des Holzarbeiter- Verbandes ver- austalten am Donnerstag, den 17. August, eine Bautenkontrolle, um die Schäden und Mißstände ihres Berufes festzustellen. Wir bitten unsere Kollegen, soweit es in den Kräften der Bauarbeiter steht, dabei behülflich zu sein._ Die Branchenkommission. Zur Achtstmidcnvcwegung der GaSarbeitcr. Die Arbeiter der städtischen Gasanstalten aus den Werken MiMerstraße. Danzigerstraße, Gitschinerstraße, Stralauer Platz, Schmargendorf und Tegel befaßten sich am Montagabend in Dräsels Festsälen erneut mit der vom Genieindearbeiter-Verband eingeleiteten Bewegung zur Erringung des AchtstnndeniagS. Verbandssekretär Poersch wies in seinem Referat eingehend die Notwendigkeit einer nur achtstündigen Arbeitszeit für die GaSarbeiter nach. Seine Aus- führunaen gipfelten in der Aufforderung an die Erschienenen, von jetzt ab jede Gelegenheit auszunutzen, um auch den letzten Mit- arbciter von der gewaltigen Bedeutung dieser Bewegung zu über- zeugen. Denn da bereits in einer Reihe von Städten die Gasarbeiter nur acht Stunden zu arbeiten brauchen und damit auch gute Erfahrungen gemacht worden sind, so feien es die Berliner Gasarbeiter geradezu ihrer Ehre schuldig, nicht länger hinter ihren auswärtigen Arbeitskollegen zurückzustehen. Viel- mehr müsse die sozialpolitisch so außerordentlich rückständige Berliner Stadtverwaltung jetzt mit voller Energie dazu gedrängt werden, für die städtischen Gasarbeiter endlich auch einzuführen, was in anderen Orten längst besteht, wenn nrcht anders, so durch Ein- tritt in den Streik.(Der Vortrag fand starken Beifall.) In der Diskussion äußerten sich sämtliche Redner im Sinne des Re- ferenten. Die Zeit des ewigen nutzlosen Petitionieres sei jetzt vorbei. ES könne nur mit Freuden begrüßt werden, daß sich die städtischen Arbeiter endlich einmal auf sich selbst besinnen, denn bei ihrer bisherigen Lauheit seien sie bereits gewissermaßen der Verachtung der übrigen Gewerkschaften anheimgefallen gewesen, weil sie meistens immer billiger gearbeitet hätten, wie die Arbeiter der Privatbetriebe. Nur zu lange schon hätten sie sich bloß mit einigen ivinzigen, so- aettannten sozialpolitischen Gnadenmittelchen begnügt, die infolge der schlechten Löhne und der langen Arbeitszeit der Stadt Berlin sicher doppelt soviel einbrächten als wie sie ihr kosteten. Zeige die Stadt- Verwaltung diesmal kein Entgegenkommen, so sei der Streik un- vermeidlich. Bis dahin aber wolle jeder seine Schuldigkeit in rast- loser Agitation wie m der Stärkung des Kampffonds tun, daß, wenn die Verbandsleitung zu gegebener Zeit ruft, die Berliner Gas- arbeiter auch wie ein Mann hinter ihr stehen werden.(Lebhafter Beifall.) Ohne weitere Diskussion wurde sodann einstimmig beschlossen, den laut Urabstimmung festgesetzten Extrabeitrag von 15 Pfennig pro Atann und Woche vom 1. September ab für den Kampffonds zu erheben._ Zur Aussperrung der Kürschner. In der am Montag ab- gehaltenen Versammlung der Streikenden ist insofern eine Wendung eingetreten, als auf Antrag der Leitung folgende Resolution zur Debatte gestellt wurde: In Erwägung, daß es uns in einem hartnäckigen sieben- wöchentlichen Kampf nicht gelungen ist, unsere Forderungen wegen Abs. 9 betreffs Arbeitsvermittelung zur Anerkennung zu bringen, beschließt die heute an, 14. August tagende Veriammlung der Streikenden der Kürschnerbranche, eine Urabstimmung darüber stattfinden zu lassen, ob der Streik in der bisherigen Form fort- gesetzt oder der Absatz 9 fallen gelassen werden soll. Entscheidet eine Dreiviertelmajorität sich für Fortsetzung in der bisherigen Form, so ist der Kampf w,e bis jetzt weiter zu führen, im anderen Falle fällt der Absatz 9 der Forderungen fort. Sollte der Arbeitgeberverband die Forderungen in dieser ver- änderten Form nicht annehmen, so find dieselben sofort in dieser Abänderung neu zu verschicken und der Kampf dafür ist bis zum äußersten fortzusetzen. Der Arbeitgeberverband ist hiervon zu benachrichtigen und wird dann die endgültige Entscheidung in der Versammlung am Mittwoch, den 16. August, gefällt. Einleitend bemerkte R e g g e, daß sich die Streikenden bis jetzt mustergültig gehalten haben. Da man aber in die achte Streik- Woche eintrete, so müsse sich die Leitung vergewissern, ob die Majorität dafür sei, noch etliche Wochen den Kampf in unveränderter Form fortzusetzen, oder ob man den Absatz 9 fallen lassen solle. Nicht weniger als 17 Redner nahmen das Wort, von denen die Mehrzahl für Fortführung des Kämpfes in unveränderter Form eintraten. Doch wurde auch eingewendet, daß es besser sei, jetzt eine Wendung eintreten ßu lassen, als nach 3—4 Wochen. Sollte der Arbeitgeberverband die Forderungen jetzt nicht annehmen, dann werde man den Kampf bis zum äußersten fortsetzen, dessen seien sich die Streikenden alle einig. Die geheime Abstimmung ergab nicht die Dreiviertelmajoritüt und wird somit der Absatz 9 fallen ge- lassen. Die Bewegung der Alvumarbcitrr. Eine öffentliche Versamm- lung der Albumarbeiter und-Arbeiterinnen, die in den Zentral- Festsälen tagte, nahm den Bericht des Branchen-Vertrauensmannes entgegen. Es haben seit der letzten öffentlichen Versammlung verschiedene Kommissionssitzungen, eine Delcgiertensitzung, 13 Werk- stubensitzungen und 4 Besprechungen stattgefunden, die meist der Er- füllung der damaligen Beschlüsse über Stellung von Forderungen dienten. Die Bewegung hat sich nicht so günstig gestaltet, wie man annahm; indessen find doch in einer größeren Anzahl von Betrieben Lohnaufbesserungen erzielt worden, so daß Redner einen Fortschritt feststellen konnte. Er gab ein Bild von den Vorgängen in den einzelnen Betrieben.— B i t o m s I y nahm zu dem Bericht das Wort. Nach dem jahrelangen Daniederliegen der Bewegung in der Albumindustrie sei es immerhin eine erfreuliche Tat- fache, daß nach Erringung des Neunstundentag» im vorigen Jahr diesmal verschiedentlich Lohnaufbesserungen durchgeführt seien. Man müßte jetzt darauf dringen, daß jetzt noch in den Werkstuben, wo bisher keine Zugeständnisse gemacht seien, die Forderungen eingereicht und vertreten würden. Vor allem sei aber für eine weitere Stärkung der Organisation unter den Album- arbeitern und-Arbeiterinneu zu sorgen, damit etwaige spätere Versuche der Prinzipale, wieder Lohnkürzungen vorzunehmen, energisch zurück- gewiesen lverden könnten. Einige andere Redner äußerten sich im felben Sinne. Von der Fassung einer Resolution nahm man Abstand. Dir Tarifvcrhandlungcn zwischen den Rollkutschern und Spr- diteurrn sind am gestrigen Dienstag noch nicht zu Ende geführt worden. Wohl haben die Arbeitgeber einige Zugeständnisse gemacht, doch nicht in der erforderlichen Höhe. Die Weiterverhandlungcn wurden bis zum nächsten Dienstag vertagt, weil am Sonntag erst noch eine Versammlung der Rollkutscher und Speditionsarbeiter darüber gehört werden soll, inwieweit sie mit dem bisherigen Ver- handlungsresultat zufrieden ist. Die Töpferträger beschäftigten sich am Montag im Rosenthaler Vereinshaus mit der Beratung eines neuen Tarifcntwurfes. Der jetzige zwei Jahre bestehende Tarif läuft am 31. Dezember ab und muß am 1. Ottober gekündigt werden. Der Entwurf stand bereits in einer vorhergehenden Versammlung zur Diskussion und wurde in einzelnen Punkten geändert jetzt neu vorgelegt. Er enthält gegen- über dem laufenden Tarife in verschiedenen Positionen nennenswerte Verbesserungen. Nach längerer Debatte, die sich zum Teil um das Verhältnis zwischen Töpfer und Töpferträger drehte, genehmigte die Versammlung den Entwurf, welcher nun der Innung vorgelegt werden soll. Eine eingehende Diskussion rief auch die Regelung des Arbeitsnachweises hervor, der vom Gewerkschaftshause nach dem Rosenthaler Vereinshause verlegt worden ist. Die Versammlung wählte eine Kommission von sieben Personen, die geyen eine Eni- schädigung von 50 Pf. pro Mann und Abend die nötigen Arbeiten verrichten soll, während die Vermittelung der Arbeit tagsüber dem Wirt Pfeffer obliegt. Achtung, Sattler und Tapezierer! Wie gestern schon gemeldet wurde, haben die bei L. Lauen st ein, Chausseestr. 10/11, be- schäftigten Eisenmöbelpolsterer die Arbeit eingestellt. Die Ver- anlassung dazu boten Tarifstreitigkeiten. Stets und ständig erttärte der Inhaber, diese Tarifpreise nicht weiter zahlen zu können und daß er sich Leute suchen loerde, welche billiger arbeiteten. Diesen ewigen Versuchen, die Arbeitslöhne zu drücken, bereiteten die Kollegen durch Arbeitsniederlegung ein Ende. Angeferttgt werden Feld- bettstellen, Anflegematratzen usw. für die Finna D. F e i b e l, deren Hauptabnehmer für diese Arttkel das Warenhaus I a n d o r f ist. Wir ersuchen sämtliche Kollegen, diesen Bettieb streng zu meiden. Die Ortsverwaltnng Berlin. Zn einem kleinen Streik kam eS gestern bei der Firma Borchers u. Jürgens Nachflg., Groß-Eisenwarenhandlung in der GreifSwalderstr. 220. Daö Arbeitspersonal hatte dort bisher außerordentlich niedrige Löhne und zwar bekamen Lagerarbeiterund Packer 18 bis höchstens 21 M. und die Kutscher 19 bis 21,50 M. pro Woche. Sie hatten jetzt Forderungen aufgestellt und diese durch einen Vertrauensmann dem Chef überreichen lassen. Ganz empört über diese„Dreistigkeit" wußte der Herr nun nichts GeschcidtereS zu tun, als den VerttauenSmann stracks zu entlassen. Darauf legten sämtliche 21 Lagerarbeiter und Packer sowie die sechs Kutscher einmütig die Arbeit nieder. Bei den seitens der Organisation sofort eingeleiteten Verhandlungen erttärte der Chef zunächst, keine höheren Löhne zahlen zu können. Schließlich kam aber eine protokollarische Vereinbarung zu stände, laut welcher die Lagerarbeiter und Packer vom 1. September einen Anfangslohn von 19 M. steigend bis 23 M. nach vierjähriger Tätigkeit erhalten. Kutscher, die Einspänner fahren, bekommen anfangs 22 M.; nach 1/t Jahr 23 M. und nach einem Jahr 24 M. Kutscher bei Zwei- spänner-Fuhrwerk erhalten je 50 Pf. mehr. Außerdem erkannte die Firma die Organisation der Transportarbeiter und Hausdiener an und versprach, keine Mahregelungen vorzunehmen. Darauf nahmen die Streikenden am selben Tage die Arbeit wieder auf. Achtung! Kleber. Die Sperre über die Firma L. Gronau. Marburgerstr. 3, dauert unverändert kort. Die Bauten sind: Friedenau, Rembrandtstr. 17 und Kaiser Allee 102. Ferner ist gesperrt die Firma Otto mit ihren Bauten: Christianiastr. 114, Schönhauser Allee 131, Carmen Sylva- straße 157/153. Die Achtzehner-Kommission. Otutrdx» Rtkd». Der Arbeitgeververvand für da» Baugewerbe zu Stettin sendet uns folgende Zuschrift: Es ist dem ergebenst Unterzeichneten zur Kenntnis gelangt, daß in Ihrer Presse die Mitteilung Aufnahme und Verbreitung gefunden hat, in Stettin seien 200 organisierte Maurer in den Ausstand getreten. Wir bitten diese Mitteilung gefl. widerrufen zu wollen, da dieselbe durchaus nicht der Wahrheit entspricht. Soweit hier bekannt ist, ist ein Ausstand von Maurern in Stettin nicht ein- getreten. In der Hoffnung, daß unserer Bitte entsprochen werde, zeichne unter bestem Dank Hochachtungsvoll Das Geschäftsamt. I. A.: Karl K e l m, Vorsitzender. Die Notiz hatten wir nach der Meldung eines bürgerlichen Depeschenbureaus gebracht. Der allgemeinen Tarisbcwcgung haben sich auch die L i t h o- graphen und Steindrucker in Würzburg angeschlossen. Sämtlichen Unternehmern ist der hauptsächlich auf eine Regulierung der Löhne abzielende Tarifentwurf bereits zugegangen, eine Antwort ist jedoch darauf noch nicht erfolgt. Buchbindcrbewegung. Die Buchbinder und Buchbinderinnen der Firma Stürtz in Würzburg find in eine Bewegung ein- getreten, um ihre sehr ungünstigen Lohn- und Arbeitsverhältnisse zu verbessern. Da die Firma sich ablehnend verhält, haben sämt- liche Arbeiter und Arbeiterinnen ihre Kündigung eingereicht. kluvland. AuS der Arbeiterbewegung in Warschau. Der Inhaber einer in Warschau bekannten mechanischen Schuh- warensabrik David Gastmann hatte sich seinen Arbeitern durch ein gemeines Bettagen, Schläge und Polizeispionage von je her unendlich verhaßt gemacht. In den Januartagen, zur Zeit des revo- lutioiiären Streiks in Warschau, verwundete er einen seiner Arbeiter und lieferte einige von ihnen der Polizei aus. Als Antwort darauf wurde seinerzeit vom lokalen Komitee des Bundes ein Boykott über seine Fabrik verhängt. Der Boykott wurde mit großem Erfolg durchgeführt. Um seine Fabrikation nicht gänzlich ein- zustellen, übertrug Gastmann seine Maschinen nach einem neuen, speziell zu diesem Zwecke in der Nähe eines Polizeireviers gemieteten Lokal, wo bei ihm einige Zeit Stteikbrecher unter dem Schutze der Polizei arbeiteten. Aber auch das half nicht—, den Streikbrechern wurde es immer ungemütlicher bei ihm. Er übertrug seine Fabrik nach Lukow(Gouv. Siedlec, eine Eisenbahnstation unweit Warschau) und arbeitete dort, von der Ortspolizei„freundschaftlichst" unterstützt. Die Geschäfte gingen aber immer trauriger. Der Spaß hatte ihm bereits zirka 30 000 Rubel gekostet. Unterdessen wütete die Polizei in Lukow; jeder junge Mann, der aus Warschau ankam, wurde auf dem Bahnhof visitiert. Der edle Mann, der schließlich Frieden haben wollte, bat seine Arbeiter, der Organisation mitzuteilen, daß er geneigt wäre, mehrere Tausend Rubel zugunsten des„Bundes" zu spenden, damit der Boykott abberufen würde. Die Organisation antwortete darauf mit einem Streik, den es ihr allmählich gelungen war, auf der neuen Fabrik in Lukolv zu organisieren. Der Fabrikant war besiegt. Er hat seine Arbeiter als Menschen achten gelernt und wird wohl nicht mehr Lust haben, seinen Fäusten freien Willen zu geben. Wir bringen unten ein Dokument, welches von Gastmann eigen« händig unterzeichnet und mit seinem Siegel versehen wurde, woraufhin der Boykott durch eine spezielle Anzeige als aufgehoben erklärt wurde. Das Schriftstück lautet: „Erklärung I Ich erkenne an, daß der Boykott, der über meine Fabrik vom Bunde wegen meiner verbrecherischen Handlungsweise gegen meine Arbeiter(Schläge und Auslieferung an die Polizei) verhängt wurde, wirklich verdient war und daß ich mich tat- sächlich der Vergehen schuldig gemacht habe, deren ich angeklagt wurde. In der Absicht, mich von diesem Schandfleck reinzuwaschen, habe mich zuerst an das Siedlecer und später an das Warschauer Komitee des Bundes mit der Bitte gewendet, den über mich ver« hängten Boykott aufzuheben, und im voraus meine Einstimmung mit allen Bedingungen ausgesprochen, die der Bund mir diktieren wird." (Es folgen die Bedingungen.)*) David Gastmann.' Mit ähnlichem Erfolge endete vor kurzem der Boykott der Lodzer Strumpfwarenfabrik Jacobsohn. *) Abschaffung der Heimarbeit. Kündigung schädlicher Arbeiter, Lohnerstattnng, Wiederaufnahme der Arbeiter nach Vorschrift derOrganisation._ Versammlungen. Die Ortsverwaltung des Verbandes der Handels- und Trans- Portarbeiter ersucht uns, eine Verwechselung, die in dem in der Sonntagnummer des„Vorwärts" enthaltenen Versammlungsbericht unterlaufen ist. richtig zu stellen: Der Aufnahme der Aus- trägerinncn der ,.Vorwärts"-Speditionen ist nicht eine Verhandlung mit den Partci-Vertrauensleutcn und einem Parteivorstandsmit- glicde vorausgegangen. Die Aufnahme erfolgte vielmehr im Jahre 1902 auf Wunsch des Spediteurs und der Vertrauensleute vom Südosten des vierten Wahlkreises. Eine Verhandlung mit einem Teil der Vertrauensleute, der Spediteure und einem Mitglieds des Parteivorstandcs fand erst später statt aus Anlaß der von den Aus- trägerinnen gestellten Forderungen. Bei dieser Gelegenheit ist seitens der Parteigenossen an den Verband das Verlangen gestellt worden, auch die Austrägerinnen des„Lokal-Anzeiger" und der „Morgenpost" aufzunehmen. Die Ortsverwaltung lehnte dies ab aus den Gründen, die im Versammlungsbericht angegeben sind und betonte dabei, daß sie die„Vorwärts"-Austrägertnnen nur deshalb aufgenommen habe, um den Parteigenossen, die das wünschten, ent- gegenzukommen. (Wiederholt, weil nur in einem Teil der Auflage.) Der Zentralvcrband der Dachdecker veranstaltete am Sonntag im GewcrkschaftShause eine Versammlung, zu der auch die Mit- glieder der christlichen Organisation der Dachdecker eingeladen waren. Wie der Vorsitzende Höppner bemerkte, hatte die Versammlung den Zweck, eine Aussprache zwischen dem Verbände und der christlichen Organisation herbeizuführen. Diese hatte vor kurzem eine Ver- sammlung veranstaltet, in welcher der Verband angegriffen wurde, die anwesenden Mitglieder desselben aber nicht hinreichend Gc- legenheit hatten, ihren Standpunkt zu vertreten, weil die Redezeit für die Diskussionsredner beschränkt wurde. In der gegenwärtigen Versammlung wurde von vornherein vollste unbeschränkte Rede- freiheit proklamiert. Die Redner von beiden Seiten machten davon auch so ausgiebig Gebrauch, daß die Versammlung ungewöhnlich lange währte, ohne daß die zwischen beiden Organisationen be- stehenden Differenzen auch nur im geringsten gemildert wurden. Außer den grundsätzlichen Gegensätzen beider Organisationen be- stehen nämlich noch besondere Differenzen, die ihre Ursache in der Tarifbewegung dieses Jahres haben. Der frühere Tarif war von beiden Organisationen gemeinsam mit den Unternehmern ab- geschlossen. Bei der neuen Tarifbewegung ging der Verband nicht mehr mit den Christlichen zusammen; diese schloffen dann eiligst einen besonderen Tarif mit den Unternehmern ab. Derselbe steht hinter den vom Verbände aufgestellten Forderungen zurück. Seitens des Verbandes wird behauptet, daß es dem Sonderabschluß der Christlichen zuzuschreiben ist, wenn bei der Tarifbewegung nicht daö erreicht worden ist, was sonst hätte erreicht werden können.— Die Redner der christlichen Organifation behaupteten dagegen, ihr Vor- gehen habe der Bewegung nicht geschadet, man würde auch ohnedem nicht mehr erreicht haben. Ferner stellten sie die Frage, warum der Verband bei der diesjährigen Tarifbewegung nicht wieder mit ihnen zusammengehen wollte.— Darauf wurde von Verbandsseite geantwortet: Die christliche Organisation habe es als ihre Haupt. sächlichste Aufgabe betrachtet, den Verband unausgesetzt zu ver- dächtigen und mit Schmutz zu bewerfen. Mit solchen Kollegen, die die Tätigkeit deS Verbandes fortwährend zu hindern bemüht waren, habe der Verband nicht mehr zusammengehen können. Uebrigens fühle sich der Verband stark genug, um die Interessen der Kollegen auch ohne christliche Hülfe entschieden zu vertreten.— Außer diesen besonderen' Differenzpunkten aus Anlaß der Tarifbewegung nahmen auch die prinzipiellen Gegensätze«wischen beiden Organisationen einen breiten Raum in der Debatte ein. Während die Vertreter der christlichen Richtung meinten, in einer Gewerkschaft, die, wie aus dem letzten Gewerkschaftskongreß betont wurde, sich eins fühle mit der Sozialdemokratie, sei kein Platz für christlich gesinnte Arbeiter. verwiesen die Vertreter des Verbandes darauf, daß derselbe seine Mitglieder nicht nach dem Glaubensbekenntnis frage, und sie wegen ihrer religiöfen Gesinnung nicht behellige. Die christliche Organisa- tion störe aber die Einheitlichkeit und Aktionsfähigkeit der Arbeiter und deshalb könne man die Angehörigen der christlichen Gewerkschaft nicht anders denn als Nichtorganisierte betrachten. Letzte JVachnchtcn und Dcpcfcbca Tie Revolution in Rußland. Wilna, 15. August.(W. T. B.) In der Wohnung einer Frau ist eine Niederlage von Revolvern, Dolchen. Messern. Patronen und Proklamationen des jüdischen Gcheimvereines„Bund" entdeckt worden. Mehrere Personen wurden verhaftet._ Peraiftw. Redatteuci Paul Büttner« Bsrlm. Jnserateliteil vercmtv».' Ttz.GIscke, Berlin. Krück».Berlag: BorwgrtsBuchdr u.Veclagsan"-'�t Paul Tinoer LiCo.. Berlin 2 W. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Nr. 190. 22. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 16. Auguft 1905. Aus der Frauenbewegung. heiten. Anfang 8 Uhr. Es wird erwartet, daß die Mitglieder sich endlich einmal aus ihrer Lethargie aufrütteln und die Versammlung recht zahlreich besuchen. Gäste willkommen. Der Vorstand. bom Brit. Donnerstag, den 17. b. M., hält der Verein für Frauen und Mädchen von Brig und Umgegend seine Mitgliederversammlung bei Weniger, Briz, Werderstraße 27, ab. Herr Eichler hält einen Berliner Marktpreise.( Ermittelt Vortrag über: Die Erziehung nach dem schulpflichtigen Alter." Im Roggen, gute Sorte 14,95( 14,91), mittel 14,87( 14,83), geringe 14,79 Polizei Präsidium.) Anschluß an dieses hochwichtige Thema findet dann Diskussion statt.( 14,75). 25 Bahn. Futtergerste, gute Sorte 15,60( 14,90), mittel 14,80 Punkt 3 der Tagesordnung lautet: Verschiedene Vereinsangelegen-( 14,10), geringe 14,00( 13,30). Hafer, gute Sorte 16,40( 15,60), mittel " Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Urania Taubenstr. 48/49. 8 Uhr: Die Insel Rügen. Schiller- Theater. 0 Linser 15,50( 14,70), geringe 14,60( 13,80). Frei Wagen und ab Bahn. Richt strob 1 D3. 00,00( 00,00). eu, neu, 00,00( 00,00). Erbsen, gelbe, zum Kochen 40,00( 30,00). Speisebohnen, weiße 50,00( 30,00), 60,00( 30,00), Kartoffeln 8,00( 5,00). Rindfleisch, von der Keule, 1 Kilo gramm 1,80( 1,40), Rindfleisch, Bauchfleisch 1,50( 1,20), Schweinefleisch 1,80 ( 1,40), Stalbfleisch 2,20( 1,20), Hammelfleisch) 1,80( 1,40), Butter 2,80( 2,20), Bander 3,50( 1,40), Spechte 3,00( 1,40), Barsche 2,40( 1,00), Schleie 3,00 Eier( 60 Stück) 4,40( 3,00). Starpfen, 1 seg. 2,40( 1,40), Aale 3,00( 1,50), ( 1,40), Bleie 1,60( 0,80), Streble( 60 Stück) 20,00( 3,00). Orts- Krankenkasse Schiller- Theater O.( Ballner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr. Bil. 5) ber Graveure, Ziseleure beftab mein lieber Mann, unſer Morwit- Oper. Mittwoch, abends 8 Uhr: Mittwoch, abends 8 Uhr: Popul. Opernzyklus bei halb. Preisen. Gastspiel der Morwih- Oper und Heinrich Bötel. Der Postillion von Lonjumeau. Die Afrikanerin. und anderer künstlerischer Gewerbebetriebe. Berlin SO. 16, Engelufer 15, Zimmer 23. Nachfolgende Aenderung des Statuts Theater. Sternwarte Invaliden. Bopul. Overnayfius bei halb. Breifen. Som. Oper in 8 Atten v. Adolf Adam. ist durch Genehmigung des Bezirks. Mittwoch, den 16. August. Anfang 7 Uhr: Neues königl. Operntheater. Der Troubadour. Anfang 8 Uhr: Leffing. Die Weber. Kleines. Salome. Neues. Ein Sommernachtstraum. Zentral. Die Geisha. • Schiller 0.( Wallner Theater.) Die Afrikanerin. Schiller N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Der Postillion bon Lonjumeau. Luftspielhaus. Der Herr Substitut. Der dankbare Julien. Thalia. Amor in New York. Residenz. Eine Hochzeitsnacht. Carl Weiß. Im Hause der Sünde. Belle- Alliance. Ben Ali Beh. Apollo. Ein Abend in einem amerikanischen Tingel- Tangel Am Hochzeitsabend. Spezialitäten. Metropol. Die Herren von Magim. Trianon. Die Notbrücke. Herrnfeld. Die Meyerhains. Berliner Prater- Theater. Zwischen Himmel und Erde. Anfang 4 Uhr. Stadt Theater Moabit. Mutter Gräbert. Passage. Madame du Dion. str. 57/62. CASTAN'S ANOPTICUM. PANOP Friedrichstr. 165. Neu!! Der Matrose Matuschenko vom Panzer ,, Knjäs Potemkin", der Pope Gapon! Maxim Gorki! OOLOGISCHER Z CARTEN Täglich nachmittags ab 5 Uhr: Militär= Doppel- Konzert Eintrittspreis 1 M.; ab 6 1hr 50 f. Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Fernande Robertine. Spezialitäten.Trianon- Theater. Reichshallen. Urania. Taubenstraße 48/49. Die Insel Rügen. Invalidenstraße 57/62. Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Neues Theater. Heute und folgende Tage: Die Notbrücke. Anfang 8 Uhr. Sin Sommernachtstraum. Lustspielhaus. Donnerstag, Freitag, Sonnabend, Sonntag: Täglich 8 Uhr: Ein Sommernachtstraum. Der Herr Subftitut. Gastspiel Hans Pokorny. Die verkaufte Brant. Freitag, abends 8 1hr: Popul. Opernzyklus bei halb. Preisen. Die Zauberflöte. Lekte Opernwoche. 3 Donnerstag: Geschlossen. Freitag, abends 8 Uhr: Gastspiel Heinrich Bötel: Der Troubadour. ausschusses vom 16. Mai 1905 in Kraft getreten: 274/16 Zwölfte Abänderung des Statuts der Orts- Krankenkaffe der Graveure, Biseleure und anderer Im Garten tägl.: Gr. Militär- Konzert. Künstlerischer Gewerbebetriebe zu Berlin. Diez' Spezialitäten- Theater Mahi Inuiet fotab: Min Landsberger Allee 76/79, direkt an der Ringbahnstation. Bom 16.- 31. August: Ob schön! Täglich Db Regen! Gastspiel der weltberühmten Mlle. Marguerite mit ihrer ohne Konkurrenz. im herrlichen Garten oder Saal: Ronzert und Vorstellung. Vollständig nenes Programm, das größte und beste Berlins. dressierten Longuer: a. Feneru. Flammentanz im Löwenkäfig. Original Hedwig Döring,' beliebte Soubrette. Original Otto Bayer, Sumorist. Der aktuelle Curt Ellen, humorist. Detmar- Marguerite, brid. Sangbuett. 40 Senfations- Nummern. Entree Bochentags 20 Pf., Sonntags Ohne jede Konkurrenz! 30 f. Jeder Erwachsene hat ein Die drei Regulls! Kind unter 10 Jahren frei, ältere zahlen halben Eintrittspreis. Kraftakt in der Schmiede. Max Kliems Sommer- Theater Hasenheide 13-15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. Täglich: Gr. Konzert, Theater und Spezialitäten- Vorstellung. Jeden Donnerstag: Elife- Tag. Fernsprecher IV. 8891. Deutsch- Amerikan. Theater. Sonnabend, d. 2. Sept., abds. 8 Uhr Wieder- Eröffnung! Gastspiel Adolf Philipp PREMIERE Aber Herr Herzog!" Heitere Bilder mit Gesang aus dem Abt. Kleines Theater. Der dankbare Julien. eben d. Deutsch- Amerikaner in 4. 85t. Anfang 8 Uhr. Salome. Donnerstag: Salome. Freitag, Sonnabend: Angele. Abschied vom Regiment. Sonntag: Salome. Neues kgl. Opern- Theater. Anfang( Kroll.) 7 Uhr. Gastspiel Aenny Hindermann Der Troubadour. Donnerst.: Bohème. Freit.: Gastsp. Pietro Ferrari( Mailand). Letzte Auff: Carmen.( Carmen: Marg. Lieban- Groß). Sonnab.: Bohème. Sonntag: Neu einstudiert: Der Zigeunerbaron. Apollo- Theater. 1000 Die Sensation Berlins ist: 10 Uhr: Ein Abend in einem P Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. von Ad. Philipp. Schweizer- Garten. Im Haufe der Sünde. Am Königstor. Am Friedrichshain. Ringkampf- Match- Konkurrenz. Täglich: Theater Von heute ab täglich: Es werden heute ringen: 1. Max Schwarz, Meisterschafts. ringer von Deutschland, gegen Georg Dittmann( Berlin). 2. Albert Hein( Berlin), Meisterschaftsringer im Leichtgewicht, gegen Kricheldorf( Magdeburg). 3. Raul Petityan( Frankreich) gegen Paul Schönberg( Berlin). Außerdem das neue sensationelle August Programm. 0 Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. und Spezialitäten- Vorstellung. Volksbelustigungen. Jeden Abend 10 Uhr: Arbeit schändet nicht. Bolfsstück mit Gesang in 3 Abteilungen. Jeden Mittwoch: Kinderfest mit Gratisverlosung. Max Kliem. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags agn 2 Reichshallen Restaurant. Täglich: Gr. Militär- Konzert. Bei schönem Wetter im Garten. Ostbahn- Park. Am Küstrinerplatz, Rüdersdorferstr.71. Hermann Imbs. Täglich: Gr. Konzert, Theater und SpezialitätenVorstellung. Wochentags: Entree 15 ẞf., wofür ein Glas Bier verabreicht wird, also tein Entree. ******** Sanssouci W. Noacks Theater. Gebrüder HerrnfeldDirektion: Rob. Dill. Brunnenstr. 16. Familie Löffelmann. Schwant in 3 Atten von Jul. Rosen. Anfang 6 Uhr. Entree 30 Pf. Ball. Donnerstag: Premieren- Abend. amerikan. Tingel- Tangel, aus Baterliebe. Volksst. mit Ges. ausgeführt von der berühmten amerikanischen Burlesk- Kompagnie. bon Dazu Hochzeitsabend P. Lincke und die August- Spezialitäten. Metropol- Theater Bender Massary Giampietro Frid Frid. Zum 283. Male: Die Herren von Maxim. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Ballett in 5 Bildern. Rauchen gestattet. Anf. 8 Uhr. Theater. Zum 115. Male: Passage- Theater. Die Meyerhains. Anfang der Abendvorstell. 8 Uhr, nachm. Sonnt. 3, Wochent. 5 Uhr. Madame du Dion! Komödie in 3 Aften mit den Autoren Rottbuserstr. 4a. Stat. der Hochbahn. Direktion: Wilhelm Reimer. Jeden Montag, Donnerstag, und Sonntag im glänzend renov. u. elettr. beleuchteten Etablissement: Hoffmanns Nordd. Sänger. Nach d. Vorstellung: Tanz. Sonnabend, d. 19.: Extra- Theaterabend Tanzkränzchen. Anton und Donat Herrnfeld Etablissement Buggenhagen in den Hauptrollen. Anfang 8 Uhr. Vorverkauf 11-2 Uhr. Bor der Vorstellung und während der Pausen: Moritzplatz. Täglich tin großen schattigen Garten: Fernande Robertine Promenaden- Konzert im Garten. Streich- Konzert. in bem Mimo Die Hand". druma 14 sensationelle Nummern. Neu eingeführt: Numerierte Plätze. Residenz- Theater. Prater- Theater Heute und folgende Tage, abends 8 Uhr: Eine Hochzeitsnacht. Schwant in 3 Aften von Henri Steroul und Albert Barré. Bernhard Rose- Theater Gesundbrunnen, Badstraße 58. Gaftsp. b. William Dieck, Meifterfahr. Höllenfahrt u. Todessprung Garten durch den außerdem zehn Kunststerne. Nur noch einige Male: Die Loreley. Jm Saale: Gr. Ball. Anf. 4 Uhr. Kastanien- Allee 7-9. Heute: Zwischen Himmel und Erde. Gr. Ausstattungsstüd in 3 Aften. Neue Dekorationen und Kostüme. The Kieffers Pantomime Mizzi u. Gézo Varadi- Duett. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf. Numerierter Platz 50 Pf. Fröbels Allerlei- Theater Konzert, Theater, Spezialitäten. Die Sensation Berlins. Todesfahrt im Höllenkesfel Schönhauser Allee Nr. 148. b. d. Radfahr- Comp. Bros. Racing. Großer Extra- Tanz! Für Vereine! Ricardo Munez. Bei ungünstigem Better im Saal. Von der Reise zurückgekehrt.[ 25/11 Sonnabende im Oftober und Dr. med. Böhm, November, auch Totensonntag, noch frei. 39942 Spezialarzt für Wasserheilverfahren. Buß' Salon, Gr. Frankfurterstr. 85. SW., Charlottenstr. 16. Lieben Sie Ihre Wäsche? sim Wollen Sie Ihre Wäsche dauerhaft, gut und blendend weiß erhalten? Dann verwenden Sie SchneewittchenBleichseifenpulver! Alleiniger Fabrikant A. Grubitz, Potsdam. Entree 30 Pf. Reserv. Platz 50 Pf. I Anf. 4 Uhr. Entree 30, Sperrfit 50 Bf. I Bertreter für Berlin und Vororte: R. Nürnberg, Berlin NW. 52, Spenerstr. 20. § 14, 1 lautet„ An die Stelle der im§ 13 bezeichneten Unterstübungen tritt auf Antrag des Stassenarztes o der Verfügung des Borstandes freie Kur und Ver pflegung im Krankenhause." Vorstehende Aenderung tritt mit bem erften Tage des auf die Genehmigung folgenden Monats in Kraft. Berlin, im August 1905. Ernst Brückner, Friedrich Schiefer, Der Vorstand. Vorsitzender. Schriftführer. Genehmigt. Berlin, den 16. Mai 1905. Der Bezirksausschus. Siber. ( L. S.) Die ie Beleidigung, die ich Herrn Frach in unbesonnener Weise zufügte, nehme ich hiermit zurüd. Ich erkläre Herrn Frach als Ehrenmann. Faustmann, Frankfurter Allee 128. Victoria- Brauerei Lützowstr. 111/112. Täglich: Horst's Sänger. Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Dienstag, Donnerstag, Sonnabend, Sonntag: Tanz. Paul Schwarz' Sommer- Theater Lichtenberg, Dorfstr. 25/26. Täglich: Konzert. Große Spezialitätenvorstellung. Das großart. August- Programm. Anfang 5 Uhr. Jeden Mittwoch: Elite- Tag. ELYSIUM. Kommandantenstr. 3-4. Vollständig neu renoviert. Auftreten v. 36 erstklassigen intern. Spezialitäten. Geöffnet von 10 Uhr früh bis 12 Uhr nachts. ܫܫܣܘܢ Otto Pritzkows Berliner Abnormitäten- Theater Münzstr. 16. Neu! Miß Salamanda, Neu! die berühmte Feuerkünstlerin, zum erstenmal in Berlin. füdafrikanischer Mr. Daimond, Baubertänſtler. Mne- Mno- Mni???? Dr. Schünemann, Spezial- Arzt für[ 39622* Haut- und Harnleiden, Frauenkrankheiten, Seydelstr. 9, bicht am Spittelmarkt. Wochentags 1,12-3, 6-8. 36402* Sofastoffe Riesenauswahl aller Qualitäten. olle Reste! Mocquettes. Plüsch Satteltaschen. Musterb.näher.Angabe franko. Emil Lefèvre, Oranienstr. Berlin, 158, Prenzlauer Chaussee, Am Sonntag, den 13. d. M., guter Vater, der Dreher Jöns Ekström nach kurzem, schwerem Leiden im Alter von 61 Jahren. 7386 am Die Beerdigung findet Donnerstag, den 17. d. M., nach mittags 6 Uhr, von der Leichenhalle des Kirchhofs der Heilandsgemeinde in Plößensee aus statt. Dies zeigen tiefbetrübt an Die trauernden Hinterbliebenen. Todes- Anzeige. Hierdurch die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, der Hobler Friedrich Wendt am 13. d. M. im Alter von 35 Jahren verstorben ist. Die Beerdigung findet am Mitts woch, den 16. d. M., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Himmelfahrts- Kirchhofes in NiederSchönhausen aus statt. 7506 Die trauernde Witwe Rosa Wendt. Deutsche Metallarbeiter- Gewerkschaft Verwaltungsstelle Berlin. Hiermit allen Kollegen zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied, der Stoßer Friedrich Wendt nach kurzem Krankenlager am 13. August gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 16. August, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Himmelfahrts- Kirchhofs in Nieder- Schönhausen aus statt. Um rege Beteiligung wird ge= beten. 280/15 Die Ortsverwaltung. Stukkateure. Am Montag, den 14. b. M., verstarb infolge eigenen Willens unser Kollege Albert Mathias im 56. Lebensjahre. Wir werden ihm ein biet bendes Andenken bewahren! Die Bekanntgabe der Beerdigung fann, den Umständen entsprechend, erst später erfolgen und hoffen wir, daß sich die Kollegen zahlreich daran beteiligen. 180/14 Ortsverwaltung d. Filiale Berlin des Zentralverbandes der Stukkateure. Am Sonntag, den 13. August, abends 7 Uhr, verfchied nach langem, schweren Leiden meine innig geliebte Frau Emma Schlenzig im 42. Lebensjahre. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 17. August, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Thomas- Kirchhofes aus statt. 7465 Dies zeigt tiefbetrübt an Louis Schlenzig nebst Sohn. Zentralverband der Glasarbeiter u. Arbeiterinnen Deutschlands. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am Sonntag, den 13. d. M., früh 8 Uhr, unser langjähriges Mitglied, der Glasschleifer Joseph Wascheck im 48. Lebensjahre nach langem, schwerem Leiden verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstag, den 17. b. M., nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des katholischen Kirchhofes, Mariendorfer Weg, aus statt. am Um rege Beteiligung ersucht 292/16 Die Ortsverwaltung. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines geliebten, teueren Gatten, des Dacha beders Wilhelm Kretschmer sage ich hiermit allen Berwandten, flache Baustellen, 25-60., billig, Freunden und Bekannten meinen Ba.zeichn. fertig, Baugeld. Hohe herzlichsten Dank. Insbesondere den Hypoth. Regste Wohn.- Nachfrage. Kollegen der Firma A. Chriftoph Adr.: H. 62, Poftamt 30.[ 5965* Rangestraße. Die trauernde Witwe Achtung! tung Parteigenossinnen! Atung! Fachverein der Tischler Berlins u. Umgegend. Am Mittwoch, den 16. August, abends 8% Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Volks- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag der Genoffin Zetkin über den Parteitag in Jena. 2. Wahl von Delegierten zu demselben. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist das Erscheinen aller Genossinnen dringend notwendig. Auch bie Parteigen offen sind hierzu eingeladen. Die Vertrauensperson für die Frauen Berlins. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Donnerstag, den 17. August 1905, abends 8, Uhr, bei Keller, Stoppenstr. 29: Vertrauensmänner- Versammlung für sämtliche Bezirke und Branchen. Tages Ordnung: = Achtung! Tischler und Möbelpolierer. Achtung! Große öffentliche Versammlung für Tischler und Möbelpolierer Tages- Ordnung: 18 Donnerstag, den 17. August, abends 8 Uhr, in den Andreas- Festsälen, Andreasstr. 21. 1. Die Aussperrungswut der Unternehmer und die Taktik der Gewerkschaften." Referent Gentoffe Gehl. 2. Diskussion. 3. Berichterstattung der Kommission zur Errichtung eines gemeinsamen Arbeits186/ 8* nachweises für Tischler und Möbelpolierer. Zahlreichen Besuch erwartet Der Einberufer. Verband der Portefeuiller. Sonnabend, den 19. August 1905: Großes Sommerfest in der Neuen Welt", Hasenheide 108/114. Doppel- Konzert Bothe Der Jahresbericht der Gewerkschaftskommission. Bericht des Gesellen- der 40 Mann starken Hauskapelle unter Zeitung des Herrn Musikdirektors Ausschusses über seine Tätigkeit. Antrag betreffend Entschädigung der DbTeute und Kommissionsmitglieder. Bericht über Werkstattstreiks und Differenzen. 90/ 9* Jede Werkstatt muß vertreten sein. Mitgliedsbuch nebst Vertrauensmänner- Karte legitimiert. Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarheiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. 109/11 und der Original Oberbayerischen Hauskapelle verbunden mit Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Zimmerer ( E. H. Nr. 2 Hamburg). Dertliche Verwaltung Berlin. Donnerstag, den 17. August, abends 8%, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal VII: Mitglieder Versammlung. Tages- Ordnung: 2 1. Abrechnung vom 2. Quartal. 2. Verschiedene Kaffenangelegenheiten. Der Vorstand. 259/11 J. A. Richard Schröder, Tilfiterstr. 82. Oberbayerischem Gartenfest Achtung Bedienung von 100 Münchener Madeln( Original). Auftreten des des gesamten Spezialitäten- Ensembles Prachtfeuerwerk Von 8 Uhr ab im Großer Ball. Riesensaale: I Haupt- Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt IV, 9679. Bei eintretender Dunkelheit: Große Fackelpolonaise, wozu jedes Arbeitsnachweis: Zimmer 34. Amt IV, 3353. Donnerstag, den 17. August 1905 ,. abends 8 Uhr: Versammlung der Elektromonteure im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal 1. Tages- Ordnung: 121/19 Kind eine Stoclaterne gratis erhält. Den geehrten Damen steht die Kaffeeküche von 3 Uhr ab zur Verfügung. Billett 25 Pf. Um zahlreichen Besuch bittet 1. Bortrag des Kollegen Wücke. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Achtung! Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Anfang 4 Uhr. Die Ortsverwaltung. Fliesenleger. Achtung! Einsetzer! Vereinigung Vereinigung der Fliesenleger Deutschlands. Mittwoch, den 16. d. Mts., abends 8 Uhr, findet in sämtlichen bekannten Bezirkslokalen eine Sigung statt, betreffs Verteilung des Materials zu der am Donnerstag, den 17. d. Mts. stattfindenden Baukontrolle. 190/3 Jedes Wort: Die Kommission. 5. Pfennig. Das erste fettgedruckte Wort 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. 7098* # Ortsverein Berlin. Donnerstag, den 17. August, abends 8, Uhr, im ,, Neuen Klubhaus", Rommandantenstr. 72: Mitglieder- Versammlung der Abteilung I. 9 Tages- Ordnung: 1. Der gegenwärtige Stand unserer Tarifverhandlungen. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. Mitgliedsbuch legitimiert. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Achtung! Maurer! Achtung! Der bei der Firma Gebr. Friesecke, Plan- Ufer 94( Spezialgeschäft für Kunstsandstein- Treppen) bestehende Vertrag hat, da derselbe gegen den Willen der Organisation abgeschlossen ist, für die organisierte Maurerschaft keine Gültigkeit. Die Firma ist daher gesperrt. Alle Anfragen sind zu richten an den 130/5 Vorstand des Zentralverbandes der Maurer Deutschlands Zweigverein Berlin. Engel- Ufer 15. Zimmer 29. Telephon: Amt IV Nr. 4093. Verhand& freien Gast- u. Schankwirte ** Deutschlands.( Ortsverwaltung Berlin.) 0 Die nächste Mitglieder Versammlung findet am 25. August statt. Der Vorstand. Möbel- und Polsterwaren Th. Knorn, Gerichtst. 10 am Hochplatz. Größte Auswahl in kompletten Wohnungseinrichtungen von 350 Mart aufwärts, bunte Küchen schon von 56 Mark an. Besichtigung ohne Kaufzwang erbeten. Kleine Anzeigen. + 89* Verschiedenes. Schlafstellen. Schlafstelle bei Blücher, Weißenburgerstraße 34, Hof 4 Treppen. Arbeitsmarkt. Stellengesuche. für die nächste Anzeigen Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 1 Uhr, für die Vororte bis 12Uhr, In der Hauptexpedition Lindenstrasse 69 bis 5 Uhr angenommen. Lithographischer Maschinenmeister, der in ff. Chromodrud erfahren ist, wird sofort verlangt. Nur " Wender 25/6 solche Herren, denen an dauernder sucht Schuhfabrik. Adresse unter Stellung gelegen, wollen sich persön: Wender" poftlagernd Amt 65 lich bei uns vorstellen. Albrecht u. abzugeben. Meister, Aktiengesellschaft, Berlin, Köpeniderstraße 37. 7426 Andrucker, allererste Straft, für feinste Chromos, verlangt Hugo Frommholz, Fennstraße 15. 7456* Achtung, Kürschner! B. Manheimer, Oberwallstraße 7. Jacob u. Bräutigam, Markgrafenftr. 58. Bär u. Salomon, Hausvogteiplab 12. D. Lewin, Hausvogteiplak 13. Werk tatt: Niederwallstr. 15. Eisner u. Meist, Kurstr. 15. Jola u. Co., Sturstr. 32. N. Maaßen, Ede Dranienplatz. Mayer u. Co., Kommandantenstraße Ringschiffchen, Bobbin, Schnell Abessinerbrunnen, 8,00 bis 100,00, näher, ohne Anzahlung, Woche 1,00, gebrauchte 5,00 an, Gummischläuche, gebrauchte 12,00, Stöpniderstraße 60/61, Meter 0,40, Werkzeuge umsonst. Wolff, Große Frankfurterstraße 43, Prenz- Ackerstraße 81. 743s lauerstraße 59/60. Steppdecken billigst Febrik Große Restaurant, 35-38 Bayrisch, 12 Frankfurterstraße 9, parterre.+ 37* Baumaterialien, neue und ge- Weiß zu verkaufen. Erfragen schriftbrauchte wie: Kantholz, Bretter, lich bei G. Diesner, Johannisthal, Teppiche mit Farbenjehlern Fabril. Latten, Leisten, Türen, Fenster, Dach- Bismarckstraße 10. 7315 niederlage Große Frankfurterstraße 9, pappe, Linoleum, in größter Auswahl Schnell. Perserteppich 5,00, ge parterre. +37 billigst Stottbuserdamm 22. 15426* fchliffener Trumeau 32,00, elegantes Teppiche!( fehlerhafte) in allen Größen für die Hälfte des Wertes feinsten Maßstoffen 9-12 Mart. 70,00. Hochvornehme Herrenhosen aus Taschensofa 44,00, Säulenpaneelsofa9 Pensionat, Landsberger Schmelzer, Bolkshumorist, auch Selbständige Geldschrankschlosser im Teppichlager Brünn, Hadescher Berkauf Sonnabend und Sonntag. straße 42. 7396 mit Gesellschaft, Stettinerstraße 57. verlangt. Reinickendorf, Amende Wir geben gegenwärtig nur die: Markt 4, Bahnhof Börse. 251/ 19* Versandhaus Germania, Unter den jenigen gesperrten Firmen be735b Spamers Konversations- Lexikon Volkshumorist Gerhardy, Wrangel- straße 3. Gardinenhaus Große Frankfurter Linden 21. Keine Filialen. fannt, die Werkstätten im Hause 657 verfauft Laufizer- Platz 14/15, Partei- ftraße 115. + 18* Kräftige Arbeitsburschen für haben. Damit sind gleichzeitig jämtstraße 9, parterre. + 37* Wäsche von 50 Pfennige an au Spedition. +18 Volkssänger- Gesellschaft Hugo Schlosserei berlangt. Reinickendorf, liche Werkstätten derjenigen Haus Fahrräder, Teilzahlungen. In- Abzahlung. Otto Tieze, WeberSchlesinger, Turmstraße 85, hat Ante, Swinemünderstraße 1. + 60* Amendestraße 3. 7366 industriellen gesperrt, die für diese validenstraße 148( Eingang Bergstraße 23. Auf Wunsch durch Starte die besten Arbeitssachen, weit, bequem, straße), Große Frankfurterstraße 56, fomme ins Haus. Lehrfräulein, gebildetes, sucht Fabrikanten arbeiten. Volkshumorist Henry Balzé, auch + 140* gut genäht, waschecht. 7358* Staligerstraße 40. Spielwarengeschäft, Große Ham- Gebr. Breslauer, Niederwallstr. 21. mit Gesellschaft, Naunynstraße 4. Tambourier Maschinen Hode. Wirtschaft, Maschine verkauft burgerstraße 21. 7376 3. Engel u. Co., Spittelmarkt 8/10. Sofas, größte Auswahl, von meyer", alleiniger Fabrikant E. Bell- Künstler, Graunstraße 1, IV. Flickschneider, spottbillig, gut7476 Goldleisten Belegerinnen werden Höhr, Kommandantenstr. 58. 21 Mart an, direkt in der Fabrik mann, Gollnowstraße 26, nahe der sigend, schnell geübt Aenderungen, Andreasstraße 38. 708* Landsbergerstraße. 6678 trisches Klavier, volle Stonzession, sucht Kundschaft. Gangbares Schankgeschäft, elet- Reparaturen, Garderobenreinigung, berlangt Stöpeniderſtraße 109a. 7306. Wolf, Boststr. 7. H. Wolf, Burgstr. 29. Ebert, Frucht- Näherinnen für Barchent- MännerKostümröcke von 2 Mart, SeidenPianino 150,00( Garantieschein), wegen Alter und Krankheit billig zu straße 46. +44 hemden und weiße Frauenhemden blusen, Wollblusen, Waschblusen von Turmstraße 8, parterre. 25/9 berkaufen Müllerstraße 178a. 7446 Blinder Stuhlflechter bittet um berlangt. Probearbeit. 1 Mart an, Spezialfabrik BlumenWertheim, Kanarienroller spottbillig Schloß7448 Straße 9. 23/ 3* Arbeit. Stühle werden abgeholt und Mollenmarkt 10. platz 2. 25/ 10* zurüdgeliefert. A. Gläser, Mulad- Hosenarbeiterin von 1-6 BalliParteilokal zu verkaufen. Zu Parteilokal, Vereine und Zahlstraße 27. erfragen Huttenstraße 7, Restaurant. ftellen günstig, schnell wie möglich 14686 fadenstraße 46, born IV, Schernewski. Möbelverkauf in meiner Möbel- verkäuflich. Näheres Nölte, Streliber Suche eine tüchtige, saubere Waschfabrik Wallstraße 80/81, nahe Spittelstraße 58, 3 Treppen. frau für zwei Tage in der Woche. 751b Bimmermann, Mittelstraße 60. 7276 markt. Infolge des großen Umzugs Nr. 76/78. Restauration wegen Krankheit Mamsells auf Jacketts. Günther, befinden sich am Lager viele zurüc Swinemünderstraße 61. + 99* Hermann Engel, Landsbergerstr. 87. gesetzte und verliehen gewesene Möbel, billig zu verkaufen Reuterstraße 52, Rirdorf. + 121* Geisler u. Cramer, Grünftr. 16. Die wie neu find, Kleiderspind, Nockarbeiterin außerm Hause, Wilh. Reinide, Neue Friedrichstr. 9/10. Bertiko 27,00, Ausziehtisch 16, MuschelMilchgeschäft mit Rolle verkäuf 1-1,75 Mart. Rirdorf, Fall Freistadt u. Co., Dranienburgerstr. 2. bettstelle mit Federmatraße und lich, passend für zwei Leute. Zu er- Kunststopferei von Frau Sofosty, straße 4, III. + 121* Goldstein u. Sohn, Aleranderstr. 22. Steillissen 36, Taschensofa 50, Paneel- fragen Rirdorf, Pannierstraße 27, Charlottenburg, Goethestraße 84, I.* Zeichner, zugleich Schablonen- Mamsells, Damenpaletots, im, Wagner u. Co., Inselstr. 11. fofa 70, Waschtoilette 20, Ruhe- Bäckerei. +121 Vereine. Großes Zimmer für schneider, für Sandbläserei gesucht. außerm Hause, 2-4 Mart. Nirdorf, J. Landsberger, Niederwallstr. 10. bett 25, ganze Einrichtungen billigst. Gesellschaften, Bereine, Hochzeiten Für tüchtige Kraft dauernde Stellung. Faltstraße 4, III. + 121* Salbach, Unter den Linden 67. Transport frei. 25/ 3* noch zwei Tage zu vergeben. Straußbergerstraße 36. 10 Blusennäherinnen im und Stiller, Stronenstr. 58. Gelegenheitskäufe: Paletots, AnVereinshaus", Invalidenstraße 146. Einen Korbmacher verlangt Nagel, außerm Hause, bessere. Selchower- Heruby, Nachfg. Naumann, Jerusa züge, Hosen, Koffer, Revolver, Vereinszimmer 7126* au bergeben, Alte Jakobstraße 64a. straße 4, I. Iemerstraße 26. +150 Zeschings, Uhren, Goldfachen, Kessel, Kinderwagen, gut erhalten, zu traße 46. passend zur Bahlstelle, LaufizerTüchtige Kunstschlosser, KunſtRosenthal u. Jacobsohn, Taubenstr. 23. Anschläger verlangt Biehl, OderSpottbillig. Luce, Dranienstraße 131. verkaufen Schalt, Bankstraße 45c.+87 +18 schmiede verlangt Paul Marcus, bergerstraße 44. Leonhardt, Pappel- Allce 3/4. 7526 Neisegläser, Operngläser, ReißAlle Anfragen betreffs des Klempnerwerkzeug, gebrauchtes, Schöneberg, Monumentenstraße 35.* Nuhigen Landfit! Mein GrundKartonarbeiterin für Hand- und Streiks find an unser gemeinSchlosserlehrling verlangt Wilfe Maschinenbetrieb, auch Lehrmädchen fames Streitbureau, Mendelszeuge, Regulatoren, Freischwinger, stüd mit Wohnhaus, Stall und Gar- kauft Gensch, Pankow, Turmstraße 10. Harmonikas, Geigen, Zithern, Betten, ten bin ich willens zu verkaufen. Wer Stoff hat? Fertige Herren- u. Engwer, Kunstschmiede, Wilhelms- verlangen Rosenheim u. Kaufmann, fohnstraße 9, zu richten. 102/ 17* Teppiche, spottbillig. Luce, Oranien- Albert Fidinger, Grünefeld bei anzüge mit Futtersachen 15,00. Wagner, havenerstraße 16. +75 Winsstraße 62/63. ftraße 131. + 75* Schneidermeister, Lichtenbergerstraße 9 Cinen Laufburschen verlangt Nagel, ( Ballisadenstraße). 25/ 8* Alte Jakobstraße 64a. 7136* Rigdorf. Empfehle werten Ge Tüchtige Schlosser, jüngerer noffen meine Besohl- und ReparaturWerkstatt bei reelster Bedienung zu soliden Preisen. A. Grochowsky, +121 Elbestraße 4. Restauration sofort zu verkaufen, Baugegend, Malplaquetstraße 7.+87 Fahrrad, 30, verkauft Ronnisch, Adolfstraße 2. +87 6925* Nauen. Junger Mann, kundig in der Stenographie, fucht nachmittags von Pfandleihe, Prinzenstraße 63, 5 Uhr ab Beschäftigung. Schriftliche täglich 8-8, Sonntags bis 2. 7068* Arbeiten. Offerten Postamt 29: Aufpolsterung! Sofa 5,00, Matrage B. P. 7. 4,00, auch außerm Hause. Bachmann, Andreasstraße 38. 7078* Vermietungen. Stellenangebote. 7286 7095 7116* Achtung, Klavierarbeiter! W verlangt 8-9 Uhr. A. Jandorf u. Co., BelleDie Kollegen der Piano Fabrit +18 Alliancestraße 1/2. 72880* Brettschneider in Leipzig Lehrdamen, achttägige Lehrzeit, befinden sich im Streit. 89/4 nachher Weiterarbeit, Kostümröcke, Zuzug ist fernzuhalten. Blusen, Blumenstraße 9. Die Ortsverwaltung. 23/ 4* Gewerkschaftssekretär- Gesuch. Der Vorstand Mamfells auf Havelods verlangt des Deutschen Kürschner- Verbandes Herrenanzüge, Ueberzieher, wenig Vierzig Jahre bestehende Färberei Rutenfranz, Friesenstraße 6, III. ( Zahlstelle Berlin). Monatsgarderobe von annahme frankheitshalber billig zu getragene Schmied auf Blecharbeit verlangt, Lehrmädchen mit guter SchulDer Vorstand 5 Mark an, große Auswahl, für jede verkaufen Kleine Andreasstraße 2. Figur, auch neue, elegante, nicht ab- Herrenfahrrad, guterhalten, ber Briezenerstraße 42, Langenidel. 7046 bildung bei monatlicher Vergütung des Verbandes der Kürschner Berlins sofort gesucht. Meldungen nur in und Umgegend. geholte Maßsachen fauft man am fauft billig( 55 Mark), Händler verGrundierer verlangt Bienede, Begleitung der Eltern oder des Vorbilligsten aus erster Quelle direkt beten, Sachs, Gubenerstraße 57.+44 Görlizer Ufer 23. +18 mundes mittags 1-2 oder abends nur beim Schneidermeister Fürstenzelt, Zigarrengeschäft sofort verkäuflich. Flotten Ornamentmaler Rosenthalerstraße 15, III. Kein " Import" Bostamt 34. +44 Schwalbe, Eberthstraße 33. Laden! 253/ 12* Echtnußbaum Kleiderspind, SpiegelAnschläger berlangt Solms Nähmaschinen ohne Anzahlung, vertito, rotbraunes Plüschsofa, Muschelstraße 25. +105 vergüte noch bis 10,00, wer Teil- betten, Teppich verkauft StönigsbergerWohnungen. Schloffergesellen auf Baubeschlag zahlung Nähmaschine kauft oder nachstraße 11, erstes Quergebäude I, Liese. meist. Woche 1,00. Alle Systeme. PostHermannstraße 62, Rigdorf, zwei verlangt R. Blume, Charlottenburg, Schillerstraße 97. 7406* tarte. Borchert, Borndorferstr. 50. Milchgeschäft, täglich 100 Liter, Bimmer mit Balkon und Ein- Zimmerjekt oder später zu verkaufen. Wohnungen billigst im neuerbauten 1 Bader verlangt A. Werkmeister, Das Gewerkschaftskartell Hannover- Linden sucht für den Posten eines Orchestrion, großes gediegenes, Näheres bei Wengels, Frankfurter Hause. 703 Schmidstraße Sa. +18 Gewerkschaftssekretärs eine eingearbeitete Krajt. Antritt 1. Januar 1906, vermietet, verkauft billigst Tismar, Allee 79. +44 Kleinwohnungen, gesunde, aller- Anreißer, Bohrer, Schloffer, mit einem Anfangsgehalt von 2000 M. Einschlägige Kenntnis auf dem Badstraße 42/43. Fräulein verkauft elegante Salon- billigst, fofort, später, Rirdorf, Stopf: tüchtige, sucht sofort A. Druckenmüller, Gebiete der Sozialpolitik ist neben organisatorischen Fähigkeiten BorMöbelfabrik. Ganze Wohnungs- garnitur 65,00, Bettstellen, Plüschsofa straße 15, Banz lidstraße 12( Her Gesellschaft mit beschränkter Haftung, bedingung. Den Bewerbungen ist die Angabe der bisherigen Tätigkeit und einrichtungen auf Teilzahlung bei Kleiderschrank 24/ 4* Schöneberg, Tempelhofer Weg. 7266 eine furze Arbeit über die Aufgaben eines Gewerkschaftssekretärs beiBertito, mann- Platz). zufügen. geringer Anzahlung liefert die Möbel- Trumeau 45,00, Teppich, Tisch 6,00, Oudenarderstraße 36, 38 sofort Barock- Bergolder verlangt Lang- Bewerbungen sind bis spätens den 30. August d. J. an das Arbeiterfabrit, Schüßenstraße 73/74. 7248* Steppdecken 5,00, Stores 2,00, und 1. Oktober billige fleine Woh- fried, Charlottenstraße 93. 7296 jefretariat Hannover, Artillerieſtr. 13, unter der Aufschrift:„ GewerkschaftsBrennholz, wegen Räumung des Bilder 4,00. Stöpeniderstraße 39 a I. nungen. Näheres Wirt Nr. 37. Dirigent gesucht für Gesangverein. sekretär" zu richten. Plates, pro Meter 3 Mart, Stott- Berlftare, 1,00, sprechen, pfeifen Zwei Stuben und Küche zu 33,30 Meldungen schriftlich an Golin, Jo- Der Vorstand des Gewerkschaftskartells Hannover- Linden buserdamm 22. 5906 lernend. Dranienstraße 87. 7336* Mart, Soldinerstraße 8 und 10. 1078* hannisthal, Roonstraße 2. gez. Fr. Fenske. Berantiv. Redakteur: Paul Büttner, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Bouwärts Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. 7226* * 45,00, 7326 292/ 12* Mr. 190. 22. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Partei- Angelegenheiten. Für den 6. Wahlkreis findet heute, Mittwoch abend, ein außerordentlicher Zahlabend statt, zu welchem die Mitglieder recht zahlreich erscheinen wollen. Berliner Nachrichten. förderungsziffer als im vorjährigen April. ist ihnen nie zu Gesicht gekommen. Sie haben die rauchenden Schlote unferer modernen 3wingburgen vielleicht aus der Ferne gesehen, aber streng vermieden, in deren Nähe zu kommen. " Mittwoch, 16. Auguft 1905. Eintrittskarten zu 25 Pf. abgegeben würden, wenn dieselben sich zu, 20 Personen zusammentun oder eine Vereinigung von Arbeitern für ihre Mitglieder 20 Karten abnimmt. Diese Mitteilung sei vor Er Nicht kennen gelernt haben sie das frasse Elend, die bittere Not, öffnung der Ausstellung den Arbeitgebern zugegangen und es fei in der sich so viele Tausende der Einwohner Berlins befinden. bereits von dieser Vergünstigung in ausgedehntem Maße Gebrauch Wurden doch in den drei Monaten April bis Juni d. J., also in der gemacht worden. Speziell für Arbeiter des Bau- und Ziegelgewerbes schönen Frühlingszeit, in Berlin nicht weniger als 3556 Personen hat die Ausstellung großes Interesse. Wir möchten hierzu mur bes wegen Bettelei von Polizeibeamten ergriffen und nach den Polizei- merken, daß, wenn die Leitung der Ausstellung auf den Besuch der revier- Bureaus gebracht. 3245 Männer, 257 Frauen und 54 Kinder selben durch Arbeiter Wert legte, sie gut getan hätte, den in Frage waren es, die man wegen Bettelns zu Arrestanten machte. Von kommenden Arbeiterorganisationen von der Vergünstigung direkt Der Wettbewerb zwischen Omnibus und Straßenbahn diesen der heiligen Hermandad verfallenen Personen wurden 1804 Mitteilung zu machen und sich nicht lediglich an die Arbeitgeber zur Haft eingeliefert, 1032 entlassen und angezeigt und 720 ent- zu wenden. hat in Berlin, wie wir vor einiger Zeit darlegten, im letzten Jahre lassen und verwarnt. Wegen Bettelei verurteilt wurden vom Amtseine Wendung genommen, die für die Straßenbahn gericht I( Alexanderplatz) 1327 Männer und 36 Frauen, während Folgen. Massenkündigungen von Schlächterläden find namentlich in Die Fleischnot hat auch für die Hausbefizer unangenehme feineswegs günstig ist. Der Omnibus, von dem mancher von der Amtsgerichtsabteilung Moabit keine diesbezüglichen Zahlen den Arbeitervierteln an der Peripherie, besonders im Südosten er schon geglaubt hatte, daß er im Straßenverkehr Berlins fich all- vorliegen. Wie viele Tausende aber mögen noch, ohne von der gemach überlebt habe, hat in überraschender Weise sich die Gunst Polizei ergriffen worden zu sein, durch erbettelte Gaben ihren folgt. In der Lausitzer, Faldenſtein-, Lucauerstraße und vielen weiterer Kreise der Bevölkerung zurüderobert. Wir haben das Hunger gestillt haben? anderen bemerkt man leerstehende Schlächterläden. Zahlreiche gezeigt an der Verkehrsstatistik vom April dieses Jahres, verglichen Aber noch andere Zeugen der wirtschaftlichen Misere in der Schlächter sahen sich genötigt, größere Läden, die sie jahrelang innemit den Ziffern aus dem vorjährigen April. Von der Großen Reichshauptstadt treten in die Erscheinung. Wir meinen das große gehabt, zu verlassen und kleinere einzurichten, oder die Zahl der Berliner Straßenbahn- Geſellſchaft wurden in dem diesjährigen Heer der nächtlich Obdachlosen, jener Unglüdlichen, die feine logenannten„ Flurſchlächter“ zu vermehren, wo nicht gar ihr Geſchäft April nur um 14 Proz. mehr Personen als in demselben Monat eigene Stätte haben, wohin sie ihr müdes Haupt legen können. All- ganz aufzugeben. Die natürliche Folge ist auch eine zunehmende des vorigen Jahres befördert. Dagegen hatte die Allgemeine abendlich pilgern sie hinaus, nach dem äußersten Nordosten Berlins, Arbeitslosigkeit unter den Schlächtergesellen, die sich auch durch überBerliner Omnibus- Geſellſchaft eine um 23% Proz. höhere Be nach der Fröbelstraße, in der sich das städtische Obdach, jene von der aus starken Zuspruch der Herbergen kundgibt. Stadtgemeinde für Obdachlose errichtete Herberge des Elends be Parteiliteratur. Interessante und lehrreiche Romane, Er Jetzt ist die Verkehrsstatistik bis Juni veröffentlicht. Der Juni findet, oder nach der nördlichen Peripherie, nach der Wiesenstraße, zählungen, Stizzen und wissenswerte Notizen bringt die in dem hätte in diesem Jahre der Straßenbahngesellschaft eine ungewöhnlich wo der Asylverein für Obdachlose eine Anstalt errichtet hat. Nicht Barteiverlage der Buchhandlung Vorwärts erscheinende Roman starke Verkehrssteigerung gegenüber den Vorjahren bringen müssen, weniger als 54 667 Personen( unter ihnen 114 Kinder) haben allein Bibliothek In Freien Stunden". In wöchentlich ers weil diesmal Himmelfahrtstag und Pfingstfeiertage erst im Juni im schönen Monat Juni d. J. die genannten beiden Stätten auf- fcheinenden 24 Seiten starken Heften wird hier den Parteigenoffen, tamen, während im vorigen Jahre die Feste schon in den Mai fielen. Für die Omnibusgesellschaft dagegen sind Himmelfahrtstag gesucht, um dort vorübergehend Unterschlupf zu suchen und zu finden. ihren Frauen und der heranwachsenden Jugend ein billiges und fielen. Für die Omnibusgesellschaft dagegen sind Himmelfahrtstag 28 217 männliche und 1028 weibliche Personen suchten das städtische gutes Mittel zur geistigen Erholung und zur Bereicherung des und Pfingstfeiertage ohne verkehrssteigernde Wirkung, weil der Omnibus ja nicht dem Ausflugsverkehr nach den Vororten dient. Obdach auf und 20 901 männliche und 4521 weibliche fanden Unter- Wissens geboten. Der jetzt erscheinende 9. Jahrgang führt den Leser funft im Asylverein. Von den im städtischen Obdach Aufnahme in zwei entgegengesetzte Welten; in das freie Amerika, das der Da dürfte es nun von besonderem Intereſſe ſein, jene Bergleichung suchenden Personen wurden 103 Männer und 13 Frauen Kranken- Roman" Das Vermächtnis des Pedlars" schildert und in das zwischen 1905 und 1904 auch für den Juni vorzunehmen. Die Große Straßenbahngesellschaft beförderte im Juni vorigen Jahres häusern( davon 41 Männer und 4 Frauen der Geschlechtskranken- zaristische Rußland, das uns Verne in seinem„ Kurier des Zaren" in 26 837 711 Personen, im Juni dieses Jahres 28 975 353 Personen. station) überwiesen, während 364 Männer und 10 Frauen der ergreifenden Bildern vorführt. Beide Romane zählen zu den besten Polizeibehörde übergeben wurden. Vom Amtsgericht Berlin I Erzählungen in der Weltliteratur. Wir empfehlen den Partei Das Plus gegenüber dem Vorjahre beträgt 2137 642 Personen( Alexanderplat) erhielten 272 Männer und 9 Frauen„ wegen genossen das Abonnement auf diese Wochenhefte, die von jeder oder noch nicht ganz 8 Proz. Dagegen stellte sich der Juniverkehr der Allgemeinen Omnibusgesellschaft im vorigen Jahre Obdachlosigkeit" Strafen zudiftiert, während von der Abteilung Parteibuchhandlung, in Berlin von den Parteispeditionen und durch jeden Zeitungsspediteur von Beginn des Romanes an nachbezogen auf 7 143 150 Personen, in diesem Jahre auf 9 157 460 Moabit hierüber keine Zahlen vorliegen. Personen. Sier beträgt das Plus 2014 310 Personen, Außer den vorstehend aufgeführten nächtlich Obdachlosen fanden werden können. Von dem reich illustrierten, wöchentlichen Lieferungswerk, Die das sind mehr als 28 Proz. des Omnibusverkehrs vom vorjährigen aber noch 63 obdachlose Familien mit 189 Personen und 172 GinzelJuni. Man sieht, daß der Omnibus selbst in diesem Monat noch personen( 125 Männer und 47 Frauen) in dem städtischen Familien- Hohenzollern- Legende" von M. Maurenbrecher liegen jetzt die Hefte 16-18 bor. In diesen Heften schildert der Verfasser die einen ganz gewaltigen Vorsprung behauptet. Beachtenswert ist, daß Obdach Aufnahme. es nicht nur die Sechsergäste sind, denen er diese Verkehrssteigerung Alles das sind traurige Auswüchse unserer heutigen wirtschaft- Kämpfe des Kurfürsten Friedrich Wilhelm mit dem branden zu danken hat. Im Juni fuhren für 5 Pf. im vorigen Jahre lichen Verhältnisse, für deren Beseitigung die Sozialdemokratie un- burgischen Adel um die Vergrößerung der Militärmacht. Jedes Bu 5 617 558 Personen, in diesem Jahre 7 287 512 Personen, für 10 Bf. ablässig kämpft. Die vollständige Beseitigung dieser, aller Kultur geständnis, das der Adel dem Kurfürsten macht, ließ sich dieser durch im vorigen Jahre 1525 592 Personen, in diesem Jahre 1 869 948 Sohn sprechenden Zustände kann und wird freilich erst eintreten mit Privilegien auf die Unterdrückung und Ausbeutung der Bauern be Personen. Die Zunahme beträgt bei den 5 Pfennig- Strecken der Beseitigung unserer heutigen kapitalistischen Produktionsweise. zahlen, bis die letzteren der Leibeigenschaft überantwortet waren. 1 669 954 Personen oder annähernd 30 Proz., bei den 10 Pfennig- Während nun Polizei und Gerichte durch Bestrafung der Bettler Die lehrreichen Darstellungen des Verfassers werden unterstützt durch Streden 334 356 Personen oder 222 Proz. Anch 221 Proz. ist und der wiederholt Obdachlosen, freilich ohne Erfolg, dem Uebel ent- die, der geschichtlichen Zeit entnommenen Bilder. Jedes Heft des immer noch eine ganz hübsche Zunahme, die gegenüber den 8 Proz. gegenzuwirken suchen, sind auf der anderen Seite Privatpersonen, Werkes kostet 20 Pfennig. Die bereits erschienenen Hefte tönnen der Straßenbahn sich sehen lassen kann. wie das Beispiel des Asylvereins zeigt, ebenso die Gemeindebehörden, von jeder Parteibuchhandlung, in Berlin durch die Parteispeditionen Die Wurschtigkeit, mit der die Direktion der Großen" so lange bemüht, wenigstens eine Linderung der fraffesten Not anzustreben. nachbezogen werden. sich über die Interessen des Publikums hinweg mit welchen Mitteln die Stadtgemeinde dies zu erreichen sucht, Der Kampf mit dem Drachen ist seitens der Postverwaltung jetzt gesetzt hat, und der blinde Eifer, mit dem sie nur auf den un- baben wir an dem Beispiel der Obdachlosenfürsorge gezeigt. Weiter regelrecht eröffnet worden. Sobald die Ernte begonnen hat und der mittelbaren Profit der Gesellschaft bedacht gewesen ist, beginnen aber werden einer großen Zahl hülfsbedürftiger Personen, fo- Wind über die Stoppeln weht, machen die Angestellten der Reichsjetzt, fich zu rächen. Der Verdruß über die Berliner Straßenbahn- genannten„ Almosenempfängern" laufende und einmalige Unter- telegraphie mobil, denn sie haben gegen die langgeschwänzten Un misere hat manchen wieder in den Omnibus zurückgeführt, der ihn ftübungen aus dem Stadtfädel gezahlt, die freilich als ungenügend geheuer eine regelrechte Kampagne zu führen. In dieser Zeit werden sich schon ganz abgewöhnt hatte. Dazu kommt, daß die Ueberlastung bezeichnet werden müssen. So zahlte die Berliner Armenverwaltung durch abgerissene Drachenschwänze die Telegraphen- und Telephon der Hauptverkehrsstraßen mit Straßenbahnwagen sich immer mehr im Monat Juni d. J. an 33 759 Personen laufende Unterstübungen leitungen, soweit sie in Berlin und den angrenzenden Vororten noch als ein Verkehrshemmnis erweist, unter dem die Straßenbahn selber im Gesamtbetrage von 541 908 M. oder durchschnittlich 16,05 m. oberirdisch geführt sind, vielfach gestört. Besonders bei feuchter am meisten zu leiden hat. Es gibt Verkehrswege, auf denen zu ge- pro Person. Gewiß eine Summe, die als zum Leben zu wenig, Witterung, nach längerem Regen oder einem Gewitter, fann wissen Tages- oder Abendstunden der kleine, leicht gebaute, rasch zum Sterben zu viel bezeichnet werden muß. Selbst die 2110 laufend die Verbindung zweier Leitungsdrähte durch den Drachen durch das Wagengewühl hindurchschlüpfende Omnibus sogar auf unterstübten Berfonen, welchen außer ihrer laufenden Unterstützung schwanz leicht zu einer teilweisen oder vollständigen Ableitung Groschenstrecken erfolgreich mit dem schwerfälligen, an sein Gleis noch Ertraunterstübungen im Betrage von zusammen 13 362 M., des elektrischen Stromes führen und hiermit unangenehme gefesselten Straßenbahnwagen fonfurriert. oder pro Person 6,33 m. gezahlt worden sind, werden dabei keine Betriebsstörungen zur Folge haben. Die fahrlässige Gefährdung einer Bodsprünge baben machen können. Dasselbe gilt von den 4980 zu öffentlichen Zwecken dienenden Telegraphen oder Telephonanlage Die Kirchennot" in Berlin- Südost wird nun bald so gründlich nicht laufend Unterstübten, denen nur Ertraunterstübungen im Ge- wird aber nach§ 318 des Reichs- Strafgesetzbuches mit Gefängnis beseitigt sein, daß selbst der zügellofeste Kirchenbau- Eifer feine famtbetrage von 56 046 M., das sind pro Kopf durchschnittlich bis zu einem Jahre oder mit Geldstrafe bis zu 900 M. bestraft. Möglichkeit mehr finden dürfte, sich dort noch zu betätigen. Jm 11,29 M. bewilligt wurden. Die Berwickelung von Drachenschwänzen oder auch Leitschnüren mit äußersten Südosten ungefähr da, wo Berlin aufhört und Treptow In obigen Ziffern tritt die Not und das Glend großer- Streife Telegraphen- oder Telephonleitungen ist daher unter Umständen ein anfängt find in der letzten Zeit gleich zwei Kirchen ent- der Bevölkerung, wenn auch nur zum kleinsten Teil, in areifbare kostspieliges Bergnügen. Es empfiehlt sich also, den Kindern einzu standen, eine katholische in der Wrangelstraße und eine evangelische Erscheinung. Groke Maffen der profetarischen Bevölkerung schärfen, daß sie beim Steigenlassen der Drachen den Telegraphenetliche hundert Schritte weiter am Görlizer Ufer. Die katholische vegetieren nur dahin, ihre ohnehin täraliche Lebenshaltuma leitungen möglichst fern bleiben und nur solche Wege und Felder ist am Dienstag mit allem Beremoniell geweiht worden, die wird durch die von der Regierung beliebte Liebesgabenpolitik wählen, auf denen eine Berührung der Drachenschwänze mit den evangelische soll im Herbst fertig sein und ihre Weihe bekommen. noch mehr herabgedrückt. Die Palliativmittelchen, die heute zur Leitungsdrähten ausgeschlossen ist. Es fehlen dann nur noch die Gläubigen, die bereit sind, diese Kirchen Linderung dieses Maffenelends angewandt werden, sind nicht nezu füllen. eignet, eine dauernde Besserstellung der Lage der arbeitenden Klaffen Die Kirche der Katholiken soll Ersatz sein für eine vor Jahren herbeizuführen. Eine solche fann nur die sozialistische Gesellschaftsin der Wrangelstraße errichtete Kapelle, die trotz ihrer Kleinheit form schaffen. Bis dahin aber ist es Pflicht der Gesetzgebung. mehr mur sehr selten einmal voll wurde. Bei der stattlichen als bisher zu tun. Sie wird es, wenn die arbeitenden Klassen sich Größe der neu erbauten Kirche wird es fünftig noch ihrer Macht vollauf bewußt werden. deutlicher hervortreten, wie wenig Menschen in diesem " Blutige Schülerschlachten. Fast täglich finden auf dem Letteplat und in dessen Umgebung Schülerschlachten statt, die einen solchen Umfang angenommen haben, daß daraus für die vielen auf dem Letteplaz spielenden Kinder erhebliche Gefahren entstehen. Infolgedessen schritt am Montag die Polizei energisch ein. Als die Schlacht im besten Gange war, und es schon blutige Köpfe gefeßt Stadtteil nach Kirche und Pfarrer verlangen. Für die Berliner Stadtverordneten- Wahlen, die im Herbste dieses hatte, die in der nächsten Unfallstation verbunden werden mußten, Es war lehrreich, zu sehen, wie der größte Teil der Jahres vorzunehmen sind, bettelt der Freifinn schon jetzt ohne umschlossen etwa zwanzig Schußleute und Kriminalbeamte den Blaz Bevölkerung auch gegenüber der Einweihungsfeier sich fühl bis ans Scheu um die Gunst und den Beistand derjenigen Kreise, die es sonst und nahmen viele der kämpfenden Schüler fest. Die jungen RaufHerz hinan verhielt. An Schußleuten mangelte es nicht in der mit der konservativ- antisemitischen Bürgerpartei zu halten bolde wurden nach der zuständigen Wache in der Pappelallee geWrangelstraße und den dorthin führenden Straßenzügen, aber selbst pflegen. Durch die Zeitungen geht eine Notiz über eine sogenannte bracht, nach Feststellung ihrer Personalien und Benachrichtigung der dieses sonst unfehlbare Mittel, Menschenaufläufe zu verursachen, mittelstandsvereinigung, die sich an den Wahlen be- Eltern jedoch wieder entlassen. Später suchten die Beamten die An blieb diesmal ohne rechte Wirkung. Die Reihen der Gaffer, die die teiligen wolle, entweder durch Unterstützung solcher Kandidaten, deren lagen des Letteplages ab und fanden Dugende von Knütteln und Straße fäumten, erschienen für Berliner Begriffe etwas sehr dünn. Programm ihnen zusagt, oder durch Aufstellung eigener Kandidaten. ähnliche Waffen im Gebüsch versteckt. Das erste Nachspiel dieser Allerdings konnte wohl die liebe Neugier diesmal nicht auf die Die Freisinnige Zeitung" jammert über diesen Plan der Mittelstands- Schülerschlachten wird wohl beim gestrigen Schulanfang stattgefunden Kosten tommen. Kein Kaiser hatte sich zur Einweihung angemeldet, leute, dessen Endziel nur das sein könne, die Handwerker durch haben. keine Kaiserin wurde erwartet, ja, nicht einmal auf einen Kronprinzen allerlei Versprechungen zu födern und sie so der konservativ Die Opfer des Familiendramas in der Stralsunderstraße, die war zu rechnen. Der eine Prinz( wie hieß er doch?), der da als antisemitischen Bürgerpartei zuzuführen. Mindestens 26 Jahre alte Ehefrau Charlotte des Mechanikers Charlet und ihr Bertreter erscheinen wollte, war den Anspruchsvollen nicht genug. Werben werde das Auftreten der Mittelstandsvereinigung dazu dienen, unter vierjähriges Töchterchen Hildegard, wurden am Sonntag nachmittag nicht die katholischen Muder Berlins, deren Preßorgan doch jahr den bürgerlichen Parteien Verwirrung und Uneinigkeit hervorzurufen auf Kosten der Französischen Gemeinde auf deren Friedhof in der aus jahrein so brav auf die gottlosen Sozialdemokraten schimpft, und die vor allen Dingen nötige energische Abwehr wollantstraße zu Pantow in aller Stille in einer gemeinsamen Gruft in dieser schwachen Beteiligung des Hofes eine schlimme Burüd gegen die Sozialdemokratie zu schwachen". beerdigt. Nur Verwandte von beiden Seiten und die Reinemache fegung erbliden, eine grobe Verlegung der Parität der beiden Mittelstandsvereinigung hat, dürfte richtig sein. Aber auch der gemacht hatte, gaben ihnen das letzte Geleite. Charlet geht es in Die Auffassung, die das Freisinnsorgan von den Absichten der frau aus dem Hause, die die Polizei auf die Katastrophe aufmerksam Konfeffionen? Wenn der Herbst kommt und uns die Einweihung auch der Freifinn möchte Handwerkerfang treiben, wenn's ihm der Charité beffer. Er wird voraussichtlich mit dem Leben davonevangelischen Kirche beschert, wird die Arbeiter bevölkerung gelänge. Der Freifinnigen Beitung" wäre es das Liebste, wenn die kommen. diefes Stadtteils von zwei Seiten zugleich be: Mittelstandsleute von vornherein die Kandidaten des KommunalDer Revolverkampf der Einbrecher, über den wir aus der Holzarbeitet werden können, auf daß sie in die Kirche, sei es in freisinns unterstützten, damit dieser nicht der Sozialdemokratie unterdie evangelische, sei es in die katholische, zurückgeführt werde. Wo liegt. Bei Stichwahlen gehen Freisinn und Bürgerpartei ohnedies marktstraße berichteten, hatte auch einen gewissen heiteren Anstrich. beide Konfessionen um die Wette predigen, da werden sie's doch längst Hand in Hand, wie erst im vorigen Jahre wieder die Wahl Nachdem der Kaufmann Haffner das Polizeipräsidium durch den endlich schaffen? Oder nicht?! Ja, dann wird man dem gott im 30. Bezirk gezeigt hat, daß der Freifinn nur noch mit Hülfe der Fernsprecher angerufen hatte, sandte das vom Präsidium verständigte verlassenen Südosten Berlins doch wohl noch ein paar Kirchen Leute des Herrn Pretzel zu behaupten vermochte. Das Werben um Revier zunächst zwei Beamte später noch sechs. Dazu tam ber mehr geben müssen. Wie sagte einst der biedere Stöcker? Je die Gnade und Gunst des Mittelstandes ist übrigens den Frei- diensttuende Kriminalfommissar mit einem Beamten. Der Kommissar leerer die Kirchen bleiben, desto mehr Kirchen müssen gebaut werden. sinnigen aller Schattierungen in gleicher Weise geläufig, auch denen, machte die beiden Einbrecher auf die Uebermacht der Polizei, die die fich jetzt„ Sozial- Fortschrittler" nennen. alle Ausgänge besetzt hielt, aufmerksam und forderte sie zur Großstadtelend. Viele Fremde, die in der Reisesaison nach Streckung der Waffen auf. Die Antwort war ein rundes„ nein, tun Berlin kommen, um die Reichshauptstadt kennen zu lernen, sind von wir nicht!" Erst der Hinweis auf die Strafverschärfung, die ein den Herrlichkeiten, die Spreeathen bietet, ganz entzückt. Allerdings längerer Widerstand und etwaiges Blutvergießen zur Folge haben sammeln sie ihre Kenntnis über Berliner Zustände entweder Unter teilung vertritt. würde, sodann die Drohung mit der Feuerwehr, gegen deren den Linden, im Tiergarten, in der Friedrichstraße oder in den Nacht- 52 Schlichtungskommiffionen find vom hiesigen Gewerbegericht Schläuche auch der Revolver machtlos sein werde, stimmte die Ver gleißenden Schimmer verbirgt, der sich ihren Augen zeigt. Gedanken- nahme ihren 8wed erfüllen. cafés und Variétés. Sie ahnen nicht, wieviel Elend sich hinter dem bis jetzt für die verschiedenen Gewerbe eingesetzt, die ohne Aus- brecher um. Im Grunde erklärten sie sich jetzt mit der Uebergabe Wieviel solcher Kommissionen im einverstanden, nur die Ausführung machte noch Schwierigkeiten und los stolzieren oder fahren sie durch Berlin W., wo die Aristokratie Deutschen Reiche bestehen, konnte leider bis jetzt noch nicht ermittelt verursachte weitere Verhandlungen. Die Polizei schlug vor, die Einbrecher nicht die Stätten, wo die Not und das Elend zu Hause ist, wie in werden. Tarifverträge, die sich auf 176 Städte verteilen, find 647 möchten der Kürze halber durch das Loch, das sie in die Hoftür gesägt hatten, Davon entfallen auf Preußen und die Hansastädte zus aus dem Keller wieder herauskommen. Diesen Weg wollten sie ſammen 376, so daß nur 271 auf das übrige Deutschland kommen. jedoch durchaus nicht gehen. Sie verlangten vielmehr, daß der Am relativ geringsten ist die Zahl der Verträge im Königreich Hauswirt ihnen aufschließe, versicherten dagegen, daß sie nicht mehr schießen, sondern Waffen und Munition sofort aushändigen würden. Sachsen. Sie seien Ehrenmänner und würden diese Zusage unbedingt halten. Dieſe feierliche Erklärung beschwichtigte alle Bedenken der Polizei, der Hauswirt Haffner schloß die Tür auf und die Kapitulation voll zog sich auf dem ordentlichen Wege. Die Ehrenmänner" hielten ihr Wort, gaben ihren Widerstand auf, Revolver und Patronen ab und ließen sich in sicheren Gewahrsam bringen. Es ist übrigens sehr den Arbeitervierteln. Sein Stadtverordnetenmandat niedergelegt hat der Rentier Hugo Schoepke, der seit 1896 den 7. Gemeindewahlbezirk in der II. Abermittelt. In die Heimat zurückgekehrt, brüstet man sich dann mit seiner außerordentlichen Kenntnis der Berliner Verhältnisse. Doch ach, wie wenig haben diese Reiseonfels vom Berliner Leben Tennen gelernt, trotz wochenlangen Umherbummelns in der Reichs- Die Geschäftsstelle des Vereins für Ton, Zement and Kalthauptstadt. Das eigentliche Berlin, das Berlin der Arbeit, ist ihnen industrie teilt uns mit, daß sie unserer Meinung vollkommen beitrete, fremd geblieben. Das Heer der schaffenden Arbeiter, welches des daß für den Besuch der Ton-, Zement- und Kalkindustrie- Ausstellung morgens in der Frühe und am Abend, wenn das schwere Tagewerk der Eintrittspreis von 1 M. für Arbeiter zu hoch sei, darauf sei vollbracht, die Straßen in den Arbeitervierteln so dicht bevölfert, es aber insofern Rücksicht genommen, als an minderbemittelte Leute Vorort- Nachrichten. felten, baß Einbrecher, die auf frischer Tat ertappt werden, sich mit| Meyerbeerstr. 1 gerufen.- Die übrigen Alarmierungen, die noch die Geschäftsinhaber die unangenehme Entdeckung machen, daß dem Revolver zur Wehr sehen. Bor etwa 10 Jahren standen sich in der Zwischenzeit einliefen, waren auf„ blinden Lärm" zurück- jenes Zwanzigmarkstück eine täuschend ähnliche, stark vergoldete einmal am hellen Mittag in einer Wohnung ein Kriminalschutzmann zuführen. Ein größerer Dachstuhlbrand wütete gestern mittag in Denkmige mit einem Kaiserbildnis war. Derartige Betrügereien und ein Einbrecher mit der Waffe in der Hand gegenüber. In der Bruchfalftr. 12 zu Wilmersdorf und beschäftigte die dortige gelangen in einer großen Anzahl von Fällen. Schließlich gelang es demselben Augenblick, als der Verbrecher hinter einer Tür auf Drtsfeuerwehr mehrere Stunden lang. Ein erheblicher Teil des einem Zigarrenhändler Baßwiz, der eine Warnung vor dem ihn anschlug, brückte der Beamte ab und streckte ihn durch einen Dachstuhles mit seinen Bodenkammern ist vernichtet; auch hat der Schwindler in den Zeitungen gelesen hatte, ihn unter einem Vorwande Schuß in den Kopf tot nieder. Der damalige Chef der Kriminal- bierte Stock stark gelitten. Ueber die Entstehungsursache konnte nichts in seinem Geschäft aufzuhalten und inzwischen zur Polizei zu schicken. Als polizei, Graf Pickler, erteilte dem Beamten für sein mutiges und ermittelt werden. ein uniformierter Schußmann den Laden betrat, versuchte der Gauner die entschlossenes Auftreten vor versammelter Mannschaft ein besonderes Flucht zu ergreifen. Er wurde jedoch ergriffen und der PolizeiLob. Der Fall, der damals Aufsehen erregte, ist vereinzelt geblieben. wache zugeführt, wo man ihn als den vielfach vorbestraften Konewsly erkannte. Vor Gericht bestritt. jede Schuld und be Eine ungewöhnliche Diebstahlsaffäre verursacht im Nordosten hauptete in dem Falle Baßwiß aus Versehen eine Münze in ber Stadt großes Aufsehen. Vor einigen Tagen wurde dem am Zahlung gegeben zu haben. Der Staatsanwalt beantragte ein Jahr Landsberger Tor wohnenden Klempnermeister S. ein Handwagen Am Sonntag, den 20. August, nachmittags 2 Uhe, findet in neun Monate Zuchthaus. Der Gerichtshof ging noch darüber hinaus gestohlen. Zwei Tage später traf S. einen ihm befreundeten Rummelsburg im Café Bellevue" eine Konferenz des Kreises und erkannte auf zwei Jahre Buchthaus, drei Jahre Kollegen, welcher erzählte, daß er vor der Pfandkammer in der Niederbarnim statt. Ehrverlust und Polizeiaufsicht. Neuen Schönhauserstraße von dem Bäckermeister G. einen Handwagen für 10 M. gekauft habe. Wie sich nun herausstellte, war dieser Wagen das bem Klempnermeister abhanden gekommene Ge- 1. Der bevorstehende Parteitag in Jena und seine Aufgaben. fährt. Zur Rede gestellt, gab der Bäckermeister ohne weiteres zu, Referent Genosse Stadthagen. den Diebstahl ausgeführt zu haben. G. ist zwar ein vermögender 2. Diskussion und Beratung der eingegangenen Anträge. Mann, doch dem Trunte ergeben und seine sehr energische Frau 8. Wahl der Delegierten zum Parteitage. forgt deshalb dafür, daß er nicht zu viel Geld in die Hände be- 4. Streisangelegenheiten. tommt. Da diese Tatsache den Gastwirten in der Nachbarschaft be tannt ist, erhält der Bäckermeister von ihnen auch keinen Kredit und fo hat er, um sich Geldmittel zu verschaffen, den Diebstahl be gangen. Dem Geschädigten ist zwar sofort voller Ersatz geleistet worden, doch wird die Angelegenheit noch ein gerichtliches Nachspiel finden, da das Verschwinden des Wagens seinerzeit unverzüglich zur Anzeige gelangt war. Erzeffe eines Tobsüchtigen. Schwere Ausschreitungen hat in der bergangenen Nacht der Kutscher Friz Sch., Bremerstr. 46, in einem Anfall von Naferet verübt. Er hatte mit mehreren Freunden zu sammen gezecht und sich auf dem Rückwege in der Trunkenheit zu grobem linfug hinreißen lassen. In der Rostockerstraße wurde Sch. plöglich von einem Tobsuchtsanfalle heimgesucht. In diesem gefähr lichen Zustande ging er auf Passanten los und griff dieselben tätlich an. Entsett mußten mehrere junge Mädchen sich durch die Flucht bor dem Tobsichtigen reften. Als nun ein Polizeibeamter erschien, um den Erzedenten festzunehmen, ging Sch. auch diesem zu Leibe. Wie vom Schlage getroffen brach der Kranke plötzlich zusammen. Bewußtlos wurde er nach dem Polizeirevier gebracht und von dort in das Moabiter Krantenhaus eingeliefert. Eine aufregende Fahrt machte gestern abend um 7 Uhr der Droschkentutscher Wilhelm Klaus aus der Kielerstraße. Als er von der Marschallbrücke die Luisenstraße hinunterfuhr, stürzte auf dem gesprengten glatten Asphalt das Pferd und der Scherbaum brach. Später fielen die Stücke des notdürftig geflicten Baumes wieder auseinander und trafen das Pferd in die Seite. Das Tier scheute, ging durch und raste mit Klaus die Luisenstraße entlang, bis er vom ging durch und rafte mit Klaus die Luisenstraße entlang, bis er vom Bod auf das Pflaster flog und mit einer bedeutenden Kopfverlegung nach der Charité gebracht werden mußte. Weil ein Handelsmann unbefugterweise Blumen feilgeboten haben follte, wollte vorgestern gegen 6 Uhr abends ein Polizeileutnant vor bem Stadtbahnhof Alexanderplatz die Personalien desselben feststellen. Der Händler foll dem Beamten Widerstand geleistet und nachdem er ihm den Blumenforb vor die Füße geworfen, die Flucht ergriffen haben. An der Dircksenstraße rannte er eine Frau nieder und eilte Sann, verfolgt von dem Leutnant und einem halben Dugend SchußLeuten und einer hunderttöpfigen Menschenmenge nach dem Königsgraben, wo seine Festnahme erfolgen konnte. Die Leiche eines unbekannten Mannes wurde am Montagabend in Tegel in der Nähe des Humboldt- Parkes aufgefunden. Der Tote ist etwa 30 bis 35 Jahre alt, hat dunkles Haar, einen rötlichen Schnurrbart und schadhafte Zähne. Seine Wäsche ist F. N. gezeichnet. In einer Mordsache wird als wichtiger Zeuge ein Berliner ges sucht. Am 20. Dezember v. J., früh furz nach 5 Uhr, wurde ber Bechenbahntvärter Michael Kaupp in seiner Wärterbude auf der Beche Frig"-Alteneffen erschlagen aufgefunden. Die Tat wurde nach Mitternacht berübt. Auf die Ermittelung des Täters ist jeẞt eine Belohnung von 500 m. ausgesetzt worden. Als wichtiger Beuge tommt, wie der Erste Staatsanwalt von Essen hierher mitteilt, ein zu Berlin am 12. Juni 1884 geborener Arbeiter May Häbide in Betracht. Wer über bessen Aufenthalt etwas weiß, wird gebeten, der nächsten Polizeibehörde oder der Staatsanwaltschaft zu Essen unter dem Beichen 147.1579/ 04 Mitteilung zu machen. Kreiskonferenz Niederbarnim. Tages Drdnung: Die Genossen werden ersucht, die§§ 5 und 7 des Organisationsstatuts des Streises zu beachten. Die Delegierten müffen sich durch mandate ausweisen. Etwaige Anträge find vorher an den Unterzeichneten einzusenden. J. A.: Der Kreis- Vertrauensmann. Nixdorf. G. Freiwaldt- Pankow. Beschränkung der Verteidigung. Von der Straffammer in Gelle ist am 30. März der Schneider Johannes Lauer aus Weisen. heim am Sand wegen Rückfallsbetruges zu sechs Monaten Ges fängnis verurteilt worden. Er soll bei einem Wirte eine größere Zechschuld gemacht und sich dann gedrückt haben. Weil ein von ihm gestellter Antrag, durch den er beweisen wollte, daß er nicht der Täter sein könne, abgelehnt worden ist, hob das Reichsgericht auf seine Revision das Urteil auf und verwies die Sache an Lese and Diskutierklub Stralauer Allee". Donnerstag, 1,9 Uhr, bei Bösenberg, Behmestr. 2, Vortrag des Genossen Gärtner: Ueber den Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staates." Gäste, Damen und Herren, willkommen. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch, 16. August, abends 8%, Uhr, Versammlung in Feuersteins Festsälen, Alte Jakobstr. 75. Vermischtes. Prügelei in einer Jrrenanstalt. Zwischen einer Anzahl Pfleglingen der Landes- Frrenanstalt Haina( Regierungsbezirk Stassel) entstand bei einem Spaziergang in den Gartenanlagen eine ernſte Prügelei, wobei der seit längeren Jahren inhaftierte Appel aus Borken totgeschlagen wurde. Ein zusammengestohlenes Warenhaus hat die Nixdorfer Kriminal polizei gestern in der Weserstraße entdeckt. Wie wir bereits mit teilten, wurde in der vorgestrigen Nacht in der Weichselstraße ein Einbrecher, der sich angeblich Schönstädt nannte, in flagranti ertappt und nach einem Fluchtversuch im Wasser verhaftet. Die fofort ans gestellten Nachforschungen hatten denn auch einen überraschenden Erfolg. Der angebliche Schönstädt entpuppte fich als ein gefähr licher Einbrecher, nach dem schon längst gefahndet wurde. Es ist der erst 20 Jahre alte Arbeiter Hermann Eichert aus der WeserStraße 170. G. lebte dort seit etwa einem halben Jahre mit einem Explosion. Marseille, 15. August. In einer in der Mädchen zusammen. In der Wohnung des Pärchens fand die Nähe des Bahhofes belegenen Pulverfabrik hat sich eine Explosion Kriminalpolizei ein ganzes Warenlager zusammengestohlener Gegen- ereignet, dabei ist eine Person getötet worden. Zwei Personen erstände, die aus zahlreichen Ladeneinbrüchen herstammen. Fahrräder, litten Verlegungen. Schuhe, Decken, Uhren und Juwelen, Schmucksachen, Konserven, lagen sorgfältig aufgestapelt. Natürlich wurde die„ Braut" des Columbia) an der Canadian Pacific- Eisenbahn. Ungefähr ganze Posamentierwarenlager, Musikinstrumente, Herrenwäsche usw., Eichert wegen dringenden Verdachts der Hehlerei und Mittäterschaft 30 Personen, meistens Indianer, sind getötet worden. Der fofort verhaftet. Eichert selbst ist wegen Diebstahls, Brand- Thompsonfluß ist durch die Erdmassen vollständig gesperrt worden, stiftung usw. schon vorbestraft. Unzweifelhaft handelt es sich im so daß das Wasser sich staute und die Eisenbahn überschwemmte. vorliegenden Fall um eine weitverzweigte Hehler- und Stehlerbande, bie in der Weserstraße ihre Bentrale hatte. Das gelbe Fieber in New Orleans greift inmer mehr um sich. Montag wurden 55 neue Fälle gemeldet. Sonntag tamen 12 Tobes Wilmersdorf. fälle bor. Ein Erbrutsch ereignete sich bei Spences Bridge( BritishBriefkaften der Redaktion. Ein großer Dachstuhlbrand entstand gestern nachmittag in der atveiten Stunde auf den Grundstücken Bruchsalstr. 12 und 13 in Wilmersdorf. Das Feuer war im Dachgeschoß des Hauses Bruchfal Strolch. 1. Briefkastenanfragen ohne beigefügte Quittung bleiben straße 12 zum Ausbruch gekommen und dehnte sich bald auch auf den Dachstuhl des Nachbargrundstückes aus. Die sofort alarmierte unerledigt. 2. Der üblichen Redaktionsadresse wolle man immer hinWilmersdorfer Feuerwehr ging mit drei Schlauchleitungen gegen das zufügen: Briefkasten. Handelt es sich um eine Rechtsfrage, so ver berberende Element vor. In Anbetracht der großen Feuersgefahr merke man:" Juristischer Briefkasten". hatte man auch noch die Wehren aus Charlottenburg, Schöneberg, Grunewald und Friedenau an die Brandstätte gerufen. Die Dach stühle des Vorderhauses Bruchsalftr. 12 und des Seitenflügels Nr. 18 waren jedoch nicht mehr zu retten. Die Entstehungsursache des Brandes fonnte noch nicht festgestellt werden. Der Schaden ist be beutend. Verloren wurde Sonntag am Schlachtensee, Alte Fischerhütte, eine Liste für die Russen Nr. 2562, auf der ungefähr 4 M. gezeichnet waren. Die Liste ist bei Köpping, Berlinerstr. 44, abzugeben. Gerichts- Zeitung. " Arbeiters 9 11 J. Br. 63. Sann so, aber auch anders gehandhabt werden. Ein fester Modus ist dafür nicht vorhanden. Wo Ihre Quittung?- P. S. 50. Benden Sie sich an den Vorsigenden des Zentralverbandes der Maurez Juft. Läßt sich unmöglich hier, Gewerkschaftshaus, Engel Ufer 15. präzise ausdrüden. Preise von 10 M. und darunter, sowie bis zu 10 000 M. und darüber tommen für Violinen in Betracht. 5. E. Anfragen Artisten Verband, Dräsel hier, Neute Friedrichstr. 35. R. Karte mit bezahlter Rüdantwort senden an Herrn E. Bernstein, M. d. R., Hohen staufenstr. 31, Berlin W. Sprechen Sie furz aus, worauf es Ihnen antommt. A. M. 111. 1. Antwort im juristischen Teil. 2. Nachfragen in einer Drogurie. P. K. 255. Werfen Sie Ihr Geld lieber zum Fenster hinaus. Näheres braucht man über das" Bankgeschäft" nicht zu sagen. W. T. 100. Ziehen Sie Erkundigung ein bei dem Verein für Ge sundheitspflege des Boltes", Berlin, Moabit, durch die Adresse: Starl Fischer, Waldstr. 8. Kaze? Frage und Chiffre wiederholen. Duittung bei fügen. Starten bleiben unbeantwortet. 5. 3. 100. Schlagen Sie fämtliche Stichwörter Ihrer drei Fragen in dem Konversations- Leriton einer Bibliothet nach, z. B. Alexandrinenftr. 26, so werden Sie zu einem schönen und vollständigen Resultat gelangen. G. S. 100. Sekretariat der Gewerkschaftskommission, Engel- Ufer 15, vormittags 11-12, nachmittags 6-7, hr. M. M. Nein. G. F. 1890. 1. Ja. 2. und 3. Nein. Sch., Spremberg. Besten Dank für die Zuschrift. Wir hatten bereits einen entsprechenden Bericht. Juriftifcher Ceil. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme de Sonnabends Wegen plötzlichen Todesfalles geschlossen!" Ein schlauer Diebestrid wurde von einem Einbrechertrio in Anwendung gebracht, welches im Mai d. J. dem Friseur Jaskowiat einen Besuch abstattete. Als die Gehülfen eines Morgens an ihrer Arbeitsstelle erfchienen, waren fie höchst erstaunt, an der Rolljalousie ein Plakat mit der Aufschrift Wegen plöglichen Todesfalles geschloffen!" zu Eine frivole Wette. Für dreißig Mart hat gestern nachmittag finden. Sie waren deshalb der Meinung, daß sich tatsächlich etwas ein junger Mann sein Leben in der leichtfertigsten Weise aufs Spiel Außergewöhnliches zugetragen habe und gingen deshalb ruhig gesetzt. An der Molttebrücke hatten sich brei junge Leute im Gespräch wieder nach Hause. Als sie gegen Mittag nochmals an dem J.fchen aufgehalten, als sich der eine plöglich an den anderen mit den Geschäft vorbeigingen, war ihr Erstaunen noch größer, denn ihr von 7% bis 9% thr statt. Geöffnet: abends 7 ltbr. Worten wandte: Du, Dstar, ristierft Du's, für 30 Meter reine Arbeitgeber, der plöglich Verstorbene, faß wohl und munter D. G. 17. Lassen Sie es auf eine Stlage ankommen. Da Ihre Frau aufpringen?" Dstar, der sich obendrein noch in angeheitertem Bu in seinem Laden und war gerade im Begriff, eine Auf- lediglich eine unentgeltliche Gefälligkeit mit der Aufbewahrung erwiesen hat, stande befand, hatte nun nichts Eiligeres zu tun, als das Jackett stellung über diejenigen Gegenstände anzufertigen, die ihm so war fie nur verpflichtet, das Instrument mit der Sorgfalt zu behandeln, auszuziehen und über das Brückengeländer hinweg in die Spree in der Nacht von Einbrechern gestohlen worden waren. Die wie ste ihre eigenen Sachen zu behandeln pflegt. Ihr fällt ein vertretbares hinabzuspringen. Ausgemacht war bei der Wette noch, daß Dstar ganze Sachlage flärte sich erst jetzt richtig auf. Mehrere Verschulden für die Verbeulung des Instruments mithin nicht zur Last. zehn Minuten lang schwimmen müsse. Der angeheiterte Ostar ber- Ginbrecher hatten in der Nacht dem J'schen Geschäft einen Diebes-.. 5. Der Bormund hat keineswegs aufzukommen. Die einbehaltenen mochte jedoch diese Bedingung nicht zu erfüllen; er versant vielmehr besuch abgestattet. Um bei der Arbeit", durch die sehr früh zu Forderung einzuflagen und eventuell dann zu pfänden. Die Silage hat Sachen haben Sie herauszugeben. Ihnen steht nur das Recht zu, Ihre sofort in den Fluten und wäre zweifellos ertrunken, wenn ihm nicht ihrer Arbeitsstätte kommenden Gehülfen nicht gestört zu werden, wenig Aussicht well auf Erfolg, Ihre Schuldnerin minderein in der Nähe vor Anter liegender Schiffer nachgesprungen wäre hefteten die Diebe an die heruntergelaffene Jalousie jenes Blatat jährig Gehen Sie auf das Ratenanerbieten ein und lagen und den Waghalsigen aus der Tiefe herborgeholt hätte. Die beiden mit der Aufschrift: Wegen plötzlichen Todesfalles geschlossen". Sie eventuell später, tenn bie Schuldnerin nach erreichter Freunde, die den Verlauf der Wette von der Brücke herab angesehen Durch diesen schlauen Trid gelang es den Dieben tatsächlich in aller Bolljährigkeit( 21. Jahr) thre Schuld anerkennen follte. æ. Ja. hatten, patten Dstar möglichst schnell in eine Droschte und fuhren Gemütsruhe das J.'sche Geschäft nach den mitnehmenswertesten Gefängnis R. 2. In der Regel in den der Militärverwaltung untereiligst davon 2. M. 77. Die von Ihnen sie hatten das Herankommen eines Polizeibeamten Sachen zu durchstöbern. Die Einbrecher konnten, wie die Kriminal- ftellten Freiheitsentziehungsanstalten. bemerkt. polizei fofort annahm, nur mit den örtlichen Verhältnissen ziemlich werden. Das Erziehungsrecht fällt dem schuldlosen Teil zu. Der schu geführten Gründe dürften als hinreichende Ehescheidungsgründe erotic Ueber den Zusammenstoß zweier Straßenbahnzüge an der Bad- vertraut fein. Umfangreiche Ermittelungen führten schließlich geschiedene Ehegatte hat Alimente an seine frühere Frau nicht zu z des Festnahme eines Schlossers Koch, und Grünthalerstraße wird uns von einem Augenzeugen berichtet: zu der Festnahme ebensowenig der Ehegatte an die noch nicht von ihm geschiedene Frau Der Motorwagen Nr. 108 mit atvei Anhängewagen tam von ermann Schißer und des Handlungsgehülfen Siegfried gegen seinen Willen und ohne vom Gericht als berechtigt erachteten G Arbeit. Ob die Stranten affe der Hochstraße, welche ziemlich starken Fall hat, in die Babftraße, 3 öllner. Weitere Recherchen ergaben, daß die beiden Erstgenannten ich außerhalb der Ehewohnung aufhält. überfuhr die Weiche und geriet dadurch in den von Pankow auch einen Einbruchsdiebstahl bei dem Gastwirt Deininger berübt über 26 Wochen hinaus und wieweit sie innerhalb dieser Beit insbeson ere tommenden Bug mit zwei Anhängern feitwärts hinein. Durch den hatten. Hier erbeuteten sie ein Grammophon mit Platten, Spiri- über das gefebliche Mindestmaß hinaus eintritt, müssen die Statuten ers Unprall sprangen die zwei Anhänger des ihm begegnenden Buges fuosen, sowie mehrere Stisten Bigarren und Bigaretten. Schon in geben, in deren Befiz Sie find. Was die Erfindung anlangt, so ist es wohl das ratsamste, Sie teilen dem Werkmeister oder der Fabrifleitung selbst mit, sowohl wie der ganze den Berg herabfahrende Bug aus den Gleisen. Der Voruntersuchung wurde die Unterbringung von Koch in eine Sie feien bereit, die betreffende Methode gegen Zahlung von so und so viel Der Motorwagen des von Pantow kommenden Buges blieb auf den Irrenanstalt veranlaßt. Das Strafverfahren gegen ihn wurde ein- und einen Anstellungsvertrag, dessen Bedingungen Sie stellen, mitzuteilen. Gleisen der Großen Berliner in der Badstraße stehen, da durch den gestellt. Vor der dritten Ferienstraftammer des Landgerichts Ist aber Ihre Methode patentfähig und will die Firma das Patent er entgegengesetzten Anprall die Kuppelung an einem Anhänger zerbrochen mußten sich gestern Schizer und Zöllner wegen schweren Diebstahls werben, so würden Sie auch über den Patentverkauf am besten direkt mit G. S. 1. Die Beiträge werden lediglich für war. Fahrgäste haben feinen Schaden gelitten. Die Bordschwelle, verantworten. Der Staatsanwalt erachtete beide Angeklagte im der Direktion verhandeln. die Zivede bes Invalidenversicherungs Gesetzes von den VersicherungsSinne der Anklage für überführt und beantragte gegen den schon anstalten verwendet. Das Vermögen der Anstalten betrug Ende 1904 etwa gegen die der Wagen 108 anfuhr, ist vollständig intakt geblieben. vielfach vorbestraften Schizzer drei Jahre, gegen 8öllner 1160 Millionen. Der Reichszuschuß für jede Rente beträgt 50 M. 2. Nein. sechs Monate Gefängnis. Der Gerichtshof erkannte gegen 5. K. 16. Wenn Sie ohne Zustimmung des Wirtes den Vertrag auf hier auf zwei Jahre Gefängnis. Bezüglich des An- heben, jo würde deffen Klage auf Bahlung des Mietszinses Aussicht auf geklagten Zöllner erachtete der Gerichtshof dem Antrage des Rechts- Erfolg haben. Ihr Mann wäre, da er Ihnen einen Auftrag zum Wieten anwalts Dr. Mag Kantorowicz gemäß nur Begünstigung für vor- nicht erteilt hat, nicht haftbar. liegend und erkannte auf sechs 2ochen Gefängnis, welche vertrages ist maßgebend. Gustav 50. Ein Hindernis für die Ehedurch die erlittene Untersuchungshaft als berbüßt erachtet wurden. schließung liegt in dem Vorgetragenen nicht, weil das Stind 21 Jahre aft ist. Dem Kinde steht Erbteil in den Nachlaß seiner Mutter zu. Mit der Wechselfalle" arbeitete ein internationaler Gauner, der Stellner und Schauspieler Stephan konewsty, welcher gestern unter der Anklage des wiederholten Betruges im strafschärfenden Rüdfalle vor dem Strafrichter stand. Der Angeklagte ist in Ruffisch- Polen geboren und wurde schon in seiner Heimat wegen aller möglichen Delifte bestraft. Er ging dann nach Prag, wo er fich an einem großen Brillantendiebstahl beteiligte und zu fünf Jabren schweren Kerkers berurteilt witrde. Auch nach Berloren gegangene Parteitagslisten. Auf dem Wege bon der Wrangelstraße nach der Borndorferstraße hat ein Bote ein Patet Sammellisten zur Deckung der Unkosten der Delegation zum Partei tag 1905 verloren. Die Listen tragen die Nummern von 2001-2500 und sind ungestempelt. Der Finder wird gebeten, dieselben in der Buchdruckerei Lindenstr. 69, 2. of 2 Treppen abzugeben. Der Zentralverband der Zimmerer teilt mit, daß von der am Stiftungsfest erfolgten Verlosung die Getvinne folgender Lose noch nicht abgeholt find: Nummer 160, 197, 238, 249, 838, 864, 877, 587, 568, 612, 713, 860, 888, 891, 895, 950. Die Inhaber diefer Lose werden gebeten, die Geschenke im Verbandsbureau, Engel- Ufer 15, born III, 8immer 32, in Empfang zu nehmen. 1 B H. W. Der Inhalt Ihres Miets. 2011terungsübersicht vom 15. August 1905, morgens 8 the. Stationen Barometer stand mm WindBunitpia Windstärke Welter Temp. n. C. 5° E. 4° 9. Stationen Barometer stand mm 18 aparanda 762 D Windrichtung Windstärke Better 25 edeckt Temp. n. C. 5° E. 4° N. 10 14537 16 Petersburg 763 23 767 GD 1 wolkenl 17 Scilly 763 D 3wolfenl 18 Aberdeen 767 NN 2 wolfenl 13 Baris 763 Still wolfen! 15 1 wolfen! 2 wolkig 1halb bb. 13 ivolten! 17 Gesperrt. Der Große Weg von ber Sofjäger- Allee bis aur Fafanerie- Allee wird behufs Umpflasterung vom 16. d. Mits. ab bis winchen unternahm se. eine fleine Sunstreife. Dort septe auf weiteres für Fuhrwerte und Reiter gesperrt. er vor feinen Namen das Wörtchen„ von" und verübte als angeb- Swinemde 766 60 2heiter Feuerbericht. Dienstag früh waren in der Barbelebenftr. 8 licher Gutsbefizer aus Böhmen zahlreiche Kreditschwindeleien, die Hamburg 765 O 1 wolfen! Breßlohlen im Keller in Brand geraten. Die Gefahr fonnte leicht ihm ebenfalls längeren Aufenthalt hinter schwedischen Gardinen befeitigt werden. Betten, Möbel zc. gingen bann am Engel- einbrachten. Im Herbst v. J. tam Konetsky bald nach seiner Ent- München Frank.a.769 D ufer 4a in einer Wohnung in Flammen auf, während in der laffung aus dem Gefängnis nach Berlin. Im Oktober v. J. wurden eine Bien 767 Still Warschauerstr. 86 ein beladener Fouragewagen Feuer gefangen große Anzahl Geschäftsleute in Berlin und den Vororten durch einen Wetter- Proguoie für Mittwoch, den 16. August 1905. hatte. Ein Kellerbrand mußte in der Chauffeestr. 123 unterbridt beffer gefleideten Herrn durch die sogen.„ Wechselfalle" geschädigt. Der Elmas wärmer, vorwiegend heiter und trocken bei meist schwachen werden; Kisten und Verpackungsmaterialien wurden eingeäschert. Betreffende faufte eine Stleinigkeit und gab ein Zwanzigmartstück in südöstlichen Winden." Wegen eines Wasserrohrbruchs wurde die Wehr weiter nach der Bahlung oder ließ sich nur ein solches wechseln. Erst später mußten Verantwo. Redakteur: Paul Büttner, Berlin. Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Berliner Wetterbureau.