Nr. 213. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertels jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage„ Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzs band: Deutschland u. Desterreich= Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts S 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgefpaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden, Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Bormittags geöffnet. Sernsprech- Anschlug Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die„ Ehrenerklärung des Schiff. Die angekündigte Ehrenerklärung" zu Gunsten des Seelenverkäufers Schiff ist uns soeben zugegangen; fie iſt abgesandt vom Borstande der Schiffer- und Rhedergesellschaft Concordia", deren langjähriges Mitglied" der Schiff ift. Ehe wir fie als eine Urkunde von nicht zu unterschätzender sozialer Bedeutung zum Abdruck bringen, sei zur Klarlegung der Angelegenheit der berufene Brief des Adolph Schiff nochmals mitgetheilt. In der„ Ostfriesischen Zeitung" stellte Herr Karl Winters- Elssleth die Anfrage: Ist es mit der Würde des Amtes eines Mitgliedes des Vorstandes der See- Berufsgenossenschaft und des kaiserlichen Reichs- Versicherungsamts( als Schiedsrichter) verträglich, daß Derselbe in seiner Eigenschaft als Korrespondentrheder über den Verlust von Schiffen Folgendes an einen seiner Kapitäne resp. Mitrheder schreibt: Hugo" und" Rebecca" habe ich total verloren und freue mich, die Affekuranzgelder eingeheimst zu haben; leider ist bei beiden Schiffen die Mannschaft gerettet. Der " Hugo" ging in der Südsee, die" Rebecke" in Savanilla verloren." Sehet nun, wie an dem Briefschreiber die Mohrenwäsche vollzogen wird! Die Erklärung lautet: " Mit Bezug auf die, in mehreren Blättern erfolgte Ver öffentlichung des Bruchstücks eines von Herrn Adolph Schiff an einen feiner Kapitäne geschriebenen Briefes, in Betreff des Berluftes der Schiffe Hugo" und" Rebecca" und in Rücksicht auf daran geknüpfte Erörterungen, fühlen sich die unterzeich neten früheren Schiffstapitäne zu folgender Feststellung und Erklärung veranlaßt: Herr Adolph Schiff war nicht Eigenthümer, sondern Korrespondentrheder der Schiffe„ Hugo" und Rebecca", mit einem Antheil von nur 16/100 in ersterem und 3/16 im zweitgenannten Schiffe. Der Kapitain, an den der Brief gerichtet war, war weder Mitrheder diefer beiden Schiffe, noch des von ihm geführten Schiffes. Nach den, von uns eingesehenen Schiffsbüchern und Belegen wurden zum Ankauf des Hugo" am 8. April 1880 von der Rhederei eingezahlt " 110 000,-. macht für 16/100 Antheil des Herrn Ad. Schiff. 17 600,-. Das Schiff wurde 1885 in Hamburg einer Reparatur unterworfen, welche toftete • und war beim Verlust am 27. Mai 1687 versichert 42 600,42 m. das Casco mit 75 000,-. die Fracht mit 20 000, " macht für 16/100 Antheil des Herrn Schiff auf Gasco 12 000,- M. auf Fracht 3200, Bufammen 15 200,-. Zur Auszahlung an die Rhederei gelangten nach Dem Berluft 86 000,- M., macht für 16/100 Antheil des Herrn Schiff Feuilleton. Macbrua verboten.) Die Waffen nieder! 13 760,- M. [ 19 Sonntag, den 11. September 1892. Rebecca". Beim Erwerb derselben wurden von der Rhederei eingezahlt am 18. Februar 1874 53 800,-. 9900.-. macht für 3/16 Antheil des Herrn Ad. Schiff. Das Schiff wurde 1885 in Elsfleth einer Reparatur unterzogen, welche toftete 5278,-. und war beim Verlust am 10. November 1887 versichert: das Casco mit 18 000,- M. die Fracht mit 7000, macht für 3/16 Antheil des Herrn Ad. Schiff auf Casco auf Fracht.. Zusammen O . Bur Auszahlung an die Rheder gelangten nach dem Verlust 23 075,- M., macht für 3/16 Antheil des Herrn Ad. Schiff.. Aus obiger Zusammenstellung ist ersichtlich: 8 375,-. 1 312,50 " 4 687,50 M. 4828, M. a) daß die Schiffe" Hugo" und" Rebecca" bei ihrem Verluft sich in einem solchen Zustande befinden mußten, daß dieselben nach den damaligen Marktpreisen nur recht mäßig versichert waren, und b) daß aus dem Verlust der Schiffe für die Rheder und fpeziell für Herrn Ad. Schiff ein Gewinn oder Vermögensvortheil nicht erwachsen konnte. Es sei ferner bemerkt, daß die vor dem See- Amt Brake f. 3. stattgefundenen Verhandlungen keinerlei Veranlassung zu Ausstellungen in Betreff der Ausrüstung, Bemannung, Navigirung u. f. w. gegeben, sondern in dem Spruch des Seeamts der Verlust der Schiffe lediglich elementaren Ereignissen zugeschrieben wurde. Die Kapitäne beider Schiffe machten als solche ihre ersten Reisen( derjenige vom" Hugo" war vom deutschen Konsul in Melbourne als solcher ernannt, da der von Herrn Schiff angestellte Rapitän frant nach Hause gereist war) und waren in Havariesachen demnach unerfahren; wenn trotzdem die nöthigen Dokumente in bester Ordnung gefunden und infolge dessen die Versicherungsgelder beider Schiffe ohne Einwendung in tou lanter Weise bezahlt wurden, so mochte dies Herrn Schiff wohl Veranlassung zur Freude geben. Beide Kapitäne waren auch als Mitrheder nicht betheiligt: ihr Interesse lag also wesentlich in der Er. haltung der Schiffe und dadurch ihrer Stellungen. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. unserer Achtung nichts verloren hat, sondern nach wie vor derselbe Ehrens mann bleibt.' Elsfleth, den 24. August 1892. J. Hendorff, J. Jbbeten, Wasserschout. Navigationslehrer. G. A. Gramberg, Kapitän. H. Sofath, Hafenmeister. Dieser letztgedachten Erklärung schließen sich an: Kanzels meyer, Bürgermeister. J. D. Hein, F. C. Meiners, Magistratsmitglieder. J. D. Ahlers, C. G. Beermann, G. Bolte, E. tom Diect, M. A. Eilers, W. Glandtrop, W. Koplau, J. G. Lubinus, J. F. Ramien, Th. Runkhaver, H. Weinberg, Stadtrathsmitglieder. K. Ahlers, Kaufmann. D.1 D. Ahlers, Kaufmann. Fr. Barkowsky, Barbier. G. Battermann, Landwirth. P. F. 2. Bargmann, Gastwirth. D. G. Baumeister, Kaufmann. Dr. Behrmann, Rektor der Navigationsschule. A. Bargmann, Zimmermeister. J. D. Borgstede, Kaufmann. H. Biet, Korrespondentrheder. J. E. Biet, Rapitän. G. 2. Brumund, Rheder. J. Brumund, Kapitän. H. Drallmeyer, Hafenarbeiter. H. G. Deetjen, Rheder. G. Frels, Landwirth. J. Freudenthal, Kaufmann. J. G. Geffen, Kapitän. H. Gerdssen, Rechnungssteller. Gramberg, Pfarrer. D. Griepen ferl, Konditor. H. Göze, Hajenarbeiter. H. Grube, Kapitän. v. Harten, Rendant. E. D. Hustede, Korrespondentrheder. C. F. Hustede, Rheder. Joh. Hustede, Segelmacher. H. Johannsen, Kapitän. Joh. Jürgens, Rheder. T. E. Köster, Navigationslehrer. H. H. Kölln, Kapitän. M. Ruhland, Apotheker. G. Kunkel, Buchhändler. J. G. Lübken, Korrespondentrheder. J. D. Meg, Kapitän. H. Mönnich, Rapitän. J. G. Mohr schladt, Kapitän. Dr. Meyer, Rektor. P. Neubaur, Kaufmann. G. F. Nienaber, Landwirth. F. Ostermann, Kapitän. J. Pipenbrint, Organist. H. D. Pundt, Rapitän. Preuß, Navigationslehrer. E. v. Reeten, Vertrauensmann der See Berufsgenossenschaft. E. Schäffer, Rorrespondentrheder. J. D. Schwarz, Kapitän. Dr. Steenken, Arzt. D. W. Stege, Korrespondentrheder. J. H. Stege, Rapitän, J. C. Stindt, Hof- Segelmacher. 2. Zirt, Redakteur. So wäre denn von Befreundeten und Vereinsgenossen, von Mitkapitalisten und Kollegen dem Schiff seine Unschuld schwarz auf weiß bezeugt. Das heißt: die subjektive Ueberzeugung der Herren Unterschreiber von der Makellosigkeit des langjährigen Mitgliedes" steht für sie felfenfest. Herr Adolph Schiff ist ein in hiesigen und weitern, befonders in feemännischen Kreisen geehrter und geach Einen Beweis dafür jedoch haben sie nicht erteter Mann, dem stets das Wohl seiner kapi bracht. Bereits gestern wiesen wir darauf hin, daß für täne und Schiff3befagungen am Herzen liegt das Meritorische des Falls es durchaus nicht auf die und da wo es gilt durch Rath und That die Stellung, Sicher Meinung von zwei Duyend oder von zweihundert Respektsheit und das Fortkommen der Seeleute au fördern, stets in personen antomme, solange nicht der an der Spitze dieser erster Reihe zu finden ist; wir schenken daher auch Betrachtung wiederum zum Abdruck gelangte Brief aus feinen Worien, daß in dem Schlußfate seines Briefes das Wort" leider" auf einem der Welt geschafft ist. Jedoch das ist unmöglich. Buchstabe Flüchtigkeitsfehler beruht, den vollsten für Buchstabe, Zeile für Zeile in all seiner vernichtenden Glauben, und ist jede unlautere Erklärung Kraft steht er da: seine Echtheit ist unbestritten, und die vollständig ausgeschlossen und durch nichts ach! so spät und so langsam dem Schiff abgerungene Verbegründet. legenheitsphrase, es handle sich um einen Schreibfehler, Nach alledem erklären wir aus voller Ueberzeugung, dieses Bruchtheilchen eines Strohhalmes ist es, an das fich daß Herr Adolph Schiff, den wir seit Jahren kennen, in die Eideshelfer des Adolf Schiff, ganze siebenzig Mann, und Unwiderstehlichkeit umfaßt die andern alle. Ich lieb' hineinstürzen, wie man vom Springbrett sich in's Wasser Dich, Martha, weil ich Dich liebe. Darum." schwingt-: * Vom Prater aus fuhr ich geradewegs zu meinem Vater. Die Mittheilung, die ich ihm zu machen hatte, würde zu unangenehmen Erörterungen Anlaß geben, das sah ich voraus. Doch ich wollte diese unausbleibliche Unannehm lichkeit sobald als möglich überstanden haben, und ihr lieber noch unter dem ersten Eindruck meines eben er worbenen Glückes die Stirne bieten. Eine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner. fönne tein Soldat ein Gleiches denken und am allerwenigsten Was ich im Stillen gedacht und gefühlt, glaubend, es❘ Mein Vater, der ein Spätaufsteher war, faß noch bei äußern - das hat er mit größerer Klarheit gedacht, als ich, seinem Frühstück über den Morgenblättern, als ich in sein stärker gefühlt, und ganz freimüthig ausgesprochen. So sab Arbeitszimmer eindrang. Tante Marie war gleichfalls anich, wie sein Herz die Interessen seines Standes und sein wesend und gleichfalls mit Zeitungslesen beschäftigt. Geist die Ansichten seiner Zeit überragten. Das war's, was Bei meinem etwas ungeftümen Eintritt blickte mein Vater sozusagen die Grundlage meiner ihm geweihten Liebe bildete überrascht von seiner Bresse" auf, und Tante Marie legte daneben gab es für das aufgestellte warum" noch ihr Fremdenblatt" aus der Hand. unzählige„ weil". Weil er eine so hübsche, vornehme ErMartha? So früh? Und im Reitkleid " scheinung besaß;- weil in seiner Stimme ein eigens sanfter deutet das?" weil er ein so liebender und doch fester Ton vibrirte; Sohn gewesen; weil 1 Und Du? Warum liebst Du mich?" unterbrach ich meine Rechenschaftsablegung. Aus tausend Gründen und aus einem." Laß hören. Zuerst die tausend." Ich habe mich verlobt-" Tante Marie schlug die Hände über dem Kopf zu sammen und mein Vater runzelte die Stirn: Ich will doch nicht hoffen" begann er. Aber ich ließ ihn nicht ausreden: Verlobt mit einem Manne, den ich von Herzen liebe und hochachte, von dem ich glaube, daß er mich vollständig glücklich machen kann mit Baron Friedrich von Tilling." Mein Vater sprang auf: „ Da haben wir's! Nach allem, was ich Dir gestern gesagt" Tante Marie schüttelte den Ropf: „ Ich hätte lieber einen anderen Namen gehört", sagte fie." Erstens ist Baron Tilling keine Bartie, er soll gar nichts haben; zweitens scheinen mir seine Grundsätze und Ansichten.. " " " Seine Grundsäße und Ansichten stimmen mit den meinen überein, und eine sogenannte Partie" zu suchen - darauf bin ich nicht angewiesen... Vater- mein Herzensvater, schau' nicht so bitter drein- verdirb mir das hohe Glück nicht, welches ich zu dieser Stunde empfinde mein guter, geliebter alter Papa! was be Ich umarmte die beiden und sagte dann, mich in einen Lehnsessel werfend: Das bedeutet, daß ich von einem Ritt im Brater tomme, wo etwas vorgefallen ist, das ich Euch ohne Auf- Aber Kind," antwortete er in etwas besänftigtem schub mittheilen wollte. Ich nahm daher nicht ein- Tone, denn ein wenig Zärtlichkeit pflegte thn gleich zu ents mal die Zeit, nach Haufe zu fahren und die Toilette zu waffnen: es ist ja eben Dein Glück, welches ich im Auge habe. Ich könnte mit keinem Soldaten glücklich werden, der wechseln-" Scharfe Wit Also gar so wichtig und eilig?" fragte mein Vater, nicht mit Leib und Seele Soldat ist." indem er sich eine Zigarre ansteckte. Erzähle, wir sind geDu brauchst ja Tilling nicht zu heirathen," bemerkte Halt ein! Das sollte so bis taufend fortgehen? Da spannt." Tante Marie ganz zutreffend. Das Soldatenthum ist das sag' mir lieber den einen Grund." Sollte ich weiter ausholen? Sollte ich Einleitungen geringfte," fügte sie hinzu; aber ich könnte mit einem " Das ist auch einfacher, denn der eine in seiner Kraft und Vorbereitungen machen? Nein: lieber topfüber mich Manne nicht glücklich werden, der von dem Gott der Bibel " Augen Das große Herz- der kleine Fuß die schönen der glänzende Geist das sanfte Lächelnder die frauliche Würde der wunderbare die weiße Hand 44 " " darunter denn glücklich auch ein paar Hafenarbeiter und ein Segelmacher, verzweiflungsvoll klammern. Es ist> überflüssig die zahlreichen Preßstimmen wieder- zugeben, genügt es doch festzustellen, ldaß man einstimmig — und Blätter aller Parteien waren hier eines Sinnes— den„Flüchtigkeitsfehler" als das würdigte, was er ist, als die jämmerliche Ausrede eines tödtlich getroffenen Schuld- bewußtseins. Aber die Hendorsi, Jbbeken, Sosath, Gramberg haben uns ja auf Grund der von ihnen„eingesehenen Schiffs- bücher und Belege" eine Rechnung aufgemacht, aus welcher hervorgehen soll, daß der Schiff gar keinen besonderen ,Ge- winn oder Bermögensvortheil" aus dem Verlust der beiden alten hölzernen Fahrzeuge herausgeschlagen habe. Wir sehen jetzt davon ab, daß diese private, von F t e» n d e n des Schiff gemachte Berechnung keineswegs für uns beweiskräftig ist, und wir wollen ja gerade, daß Unparteiische, daß die Gerichte die Sache und auch die Bücher prüfen und untersuchen. Trotz- dem würde der Nachweis als gelungen vorausgesetzt, doch nur das Eine sich ergeben: Adolf Schiff hat den Untergang nicht absichtlich herbeigeführt. Das aber ist erst zu be- weifen. Denn wir bestreiten auf das Entschiedenste, auch nach den Zahlen, wie sie von Hendorf und Genossen heransgerechnet werden, daß der Schiff kein guteS Geschäft bei dem Verl«st dev Schiffe ge- macht habe. Ter Korrespondentrheder Schiff hat beim „Hugo" von 1880 bis 1887, bei der„Rebecca" gar von 1874 bis 1887, im einen Fall sieben, im anderen Falle dreizehn Jahre lang hindurch seinen A n t h e i l am Unternehmergewinn eingestrichen, er hat für sein eingeschossenes Kapital in den angegebenen Zeit- abschnitten seine Profitrate bezogen. Weshalb geben die begeisterten„Ehrenerklärer" nicht eine Uebersicht über den GcschäftSgewinn, der demZSchiff erwachsen ist? Erst aus einem Vergleich dieser letzteren Ziffern mit den in der Erklärung mitgetheilten ließe sich der Thatbestand richtig ermitteln. Darüber aber schweigt der Hendorff und Jbbeken, der Sosath und Gramberg Höflichkeit. Man urtheile selbst! Für„Hugo" schießt der respek- table Schiff 17 600 M. ein; sein Antheil an den Reparatur- kosten(Wioo) beträgt rund 2660 M., macht zusammen 20 260 M. Am 26. Mai 1887 sinkt„Hugo" und der„in hiesigen und weiteren Kreisen geachtete und geehrte" Bieder- mann, der sieben Jahre lang den in der Rhedcrei uicht geringen Gewinn eingesäckelt hat, streicht immer noch 13 760 M. ein. Für die„Rebecca" giebt Schiff 9900 M. her, leistet als Beitrag zu den Reparaturkosteil('/»») rund 1000 M., macht zusammen 10 900 M. Am 10. November 1887 geht die„Rebecca" unter und der ehrenwerthe Schiff erhält, nachdem er dreizehn Jahre lang sein Kapital hat wuchern lassen, noch die niedliche Sumnie von 4328 M. Es leuchtet ein, daß die ganze Rechnerei der Erklärung, vorausgesetzt immer, daß sie korrekt, eitel Spiegelfechterei ist, wenn wir nicht wiffen, was der Schiff an„Hugo" und„Rebecca" in der für die deutsche Rheder« durchgängig höchst günstigen Periode der letzten Jahrzehnte ver- dient hat. Wenn die Unterzeichner die Vermuthnng aussprechen, daß Schiff sich über das„Einheimsen" der Versiche- rungs-Gelder so außerordentlich gefreut habe, weil seine beiden Kapitäne in Havariesachen unerfahren, trotz- dem aber die Schiffspapicre in Ordnung gewesen seien, so ist das eine Konjektnralpolitik, die keinen Pfifferling werth ist gegenüber dem Worttaut des Briefs. Gegenüber dem Wortlaut des Briefs allein? Nein, auch gegenüber einer sehr bemerkcnswerthen Stelle der denk- würdigen„Ehrenerklärung". Da heißt es nämlich: „Beide Kapitäne waren auch als Mitrheder nicht be- thetligt, ihr Interesse lag also wesentlich in der Er- haltnng der Schiffe und dadurch ihrer Stellungen." Da wir nicht annehmen, können, daß in dieser feier- lichen Urkunde der Elsflether Ehrbarkeit auch ein„Flüchtig- keitsfehler" vorliegt, wie in dem Brief des tugendhaften Schiff, da diese Erklärung vielmehr der neunfach destillirte Niederschlag sorgsamster Erwägung ist, so erglebt sich: Ein Kapitän, der als Mitrheder nicht betheiligt ist, hat also deshalb ein wesentliches Interesse an der Er- haltnng der Schiffe. Ein M i t r h e d e r dagegen hat diese? Interesse nicht, hat wohl gar das entgegengesetzte I n t e r- in so wenig ehrerbietigem Tone redet, wie neulich—" „Erlaube mir. Dich aufmerksam zu machen, liebste Tante, daß auch Tu Friedrich Tilliug nicht zu Heirathen brauchst." „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich" sagte mein Vater mit einem Seufzer, indem er sich wieder niedersetzte. „Natürlich wird Tilliug quittiren?" „Darüber haben wir noch uicht gesprochen. Lieber wäre es mir freilich— aber ich fürchte, er wird es nicht thun." „Wenn ich denke, daß Du einem Fürsten einen Korb gegeben hast", seufzte Tante Marie,„und jetzt, stat« Dich zu erheben, wirst Du auf der gesellschaftlichen Leiter herab- steigen!" „Wie unfreundlich Ihr Beide seid— und Ihr be- hauptet doch, mich lieb zu haben. Da komme ich zu Euch — das erste Mal seit des armen Arno Tode— mit der Nachricht, daß ich mich vollkommen glücklich fühle, und anstatt Euch dessen zu freuen, sucht Ihr allerlei Ver- gällungSgründe hervor— und was für welche: Militaris- mus, Jehovah, soziale Leiter!" Nach eincul halben Stündchen war es mir doch ge- lungen, die alten Lcnte einigermaßen umzustimmen. Ich hatte nur— nach der Tags zuvor gehaltenen Rede zu schließen— den Widerstand meines Vaters viel heftiger ge- dacht. Vermuthlich würde er auch, falls meinerseits bloße Absicht und Neigung vorgelegen hätte, energisch versucht haben, Absicht und Neigung zu ersticken; aber dem„tait accompli" gegenüber sah er wohl ein, daß Widerstand nichts mehr nützen konnte. Oder war es doch der Einfluß des überströmenden Glücksgefühls, welches in meinen Augen leuchten und in meiner Stimme beben mochte, das seinen Verdruß ver- scheuchte und woran er unwillkürlich freudigen Antheil nehmen mußte?— kurz, als ich zum Gehen aufstand und ihm adieu sagte, drückte er einen herzhaften Kuß auf meine Wange und versprach, noch am selben Abende zu mir zu kommen, um daselbst seinen künftigen Schwiegersohn als solchen zu begrüßen. Wie noch weiter jener Tag und der darauf folgende Abend verlief— schade, daß die rothen Hefte es nicht ver- zeichnet haben. Die Einzelheiten sind nach so langer Zeit e s sfe, damit er sich dann„freuen" kann,„die Assekuranz- gelder eingeheimst zu haben". Gegen die zwingende Logik dieses Schlusses ist ein Widerspruch unmöglich, hier giebt es kein Entweichen. Also: Und dieser wackere Mitrheder, so entzückt er ist über die— gute Wirkung der Seeversicherung, sollte nicht sein „Leider" seelenvoll aushauchen über die Rettung der Mann- schaften, die ihn mit den Ausgaben für die Heuer, Rück- fahrtskosten u. dgl. belasten? Wie heißt es im Lenau'schen „Faust": „Da? Schiff versank, doch nur mit Maus, „Der Mann kam glücklich wieder'raus." Adolf Schiff jedoch, ein feinsinniger Textkritiker, würde das„glücklich" der zweiten Zeile flugs umwandeln in das zu Weltruf gelangte:„leider". „Der Mann kam leider wieder'raus." Die Siebenzig von Elsfleth, die ausgingen gleich Saul ein Grauthier zu suchen, das ihre Pickwick- Ehrenerklärung ernst nimmt, werden, so erwarten wir, statt dessen den öffentlichen Ankläger finden, der den Fall Schiff mit peinlichstem Eifer untersucht. Das Elsflether Kapitalistische Manifest, worin die Unter- zeichner feierlich beschwören, daß der Schiff in ihrer„Achtung nichts verloren hat, sondern nach wie vor derselbe Ehren- mann bleibt", schlägt in der That dem Faß den Boden aus*). Werden die dazu Berufenen jetzt endlich sinnenfällige Klarheit schaffen? Gefahr ist im Verzuge. yolikiststo Mevevstivt. Berlin, den 10. September. Preußische Maßnahmen gegen Hamburg. Ein ministerielles Rundschreiben in Sachen der Cholera siehe an anderer Stelle.— Das Zentrum. Man kann es Niemand übel nehmen, daß er eine günstige Lage nach Kräften auszunutzen sucht; und wir sind auch die letzten, die sich darüber entrüsten, daß das Zentrum jetzt mit der Regierung ein möglichst gutes Geschäft zu machen sucht. Alle anderen kapitalisti- schen Parteien würden in gleicher Lage genau dasselbe thun, denn für sie alle ist die Politik ein Geschäft. Nur warnen wollen wir. Tie Zcntrumsführer sind nämlich geübte und abgebrühte Deinägogen, und da sie wiffen, wie unpopulär die neue Militärvorlage ist, so lassen sie jetzt — durch die„Kölnische Volks- Zeitung"— erklären, das Zentrum würde niemals das Quinquennat(die Be- willigung auf 5 Jahre) und die von den Offiziösen ge- orderte Erhöhung der Militärausgaben bewilligen. Das i»d aber blos Flausen, um die katholischen Wähler einzu- chläfern. Kommt die Vorlage, so kommt auch der„Umfall". Das deutsche Volk darf sich keiner Täuschung hingeben. Wenn es keinen kräftigen Druck auf die Volksvertretung ausübt, so gehen die Regieruugsvorschläge durch. Nur durch rechtzeitigen und genügenden Druck aus die Abgeord- neten läßt sich das Unheil noch abwenden. Mit der Agitation gegen die neue Militärvorlage ist also kein Tag zu verlieren.— Schnlchauviniömns. Vermuthlich um sich der Re- gierung für die bevorstehenden Militärvorlage- Debatten nützlich zu zeigen und dem bösen Zentrum etwas Wind aus den Segeln zu nehmen, putzt die nationalliberale Presse jetzt wieder einmal den Revanche- Wauwau auf und sucht dem armen Michel gruselig zu machen durch Zitate aus französischen Schulbüchern. Nun, diese Zitate, deren Echtheit wir im Augenblick nicht bestreiten wollen, sind sicherlich chauvinistisch. Wir bitten aber die patriotischen Schusterlinge, doch einmal in die deutschen Schulbücher die Nase zu stecken. Für jede chauvinistische Stelle in den ") Die Berliner„Volks-Zeitung"(Ar. 2l3 vom 11. d. Mts.) fertigt die„Ehrenerklärung" zu Gunsten des Edle», dem die Begräbnißkosten für eine» seiner Kapitäne zu hoch dünkte», mit den Worte» ab:„Mögen sich die Unterzeichner ihre» unerschütterliche» Glauben an die Ehrenhaftigkeit des Herrn Schiff für alle Zeiten bewahren!" meinem Gedächtnisse entschwimden— ich weiß nur noch, daß es herrliche Stunden waren. Zum Thee hatte ich den ganzen Familienkreis um mich versammelt, und ich stellte den Meinen Friedrich v. Tilling als meinen Verlobten vor. Rosa und Lilli waren entzückt; Konrad AnHaus rief: „Bravo, Martha!— und Du, Lilli, nimm Dir ein Bei- spiel daran!" Mein Vater hatte seine frühere Antipathie entweder überwunden, oder es gelang ihm, dieselbe mir zu Liebe zu verbergen; und Tante Marie war weich und ge- rührt: „Tie Ehen werden im Himmel geschloffen," sagte sie, „und Jedem geschieht nach seiner Bestiinmung. Mit Gottes Segen werdet Ihr glücklich werden und den will ich un- erniüdlich auf Euch herabflehen." Auch mein Sohn Rudolf wurde dem künftigen„neuen Papa" vorgestellt, und es war mir ein eigenes Wohl- und Weihegefühl, als der geliebte Mann mein geliebtes Kind in seine Arme hob, es innig küßte und sagte:„Aus Dir, kleiner Bursch', werden wir einen ganzen Mann machen." Im Laufe des Abends brachte mein Vater seine Idee in Betreff des Qniltirens zur Sprache: „Sie werden jetzt vermuthlich Ihre Karriöre aufgeben, Tilling? Da Sie ohnehin kein Freund deS Krieges sind-" Friedrich warf mit überraschter Miene den Kopf zurück: „Meine Karriere aufgeben? Ich habe ja keine andere... Und man braucht doch kein Freund vom Kriege zu sein, um den Militärdienst zu leisten, ebenso wenig als man—" „Ja, ja," unterbrach mein Vater,„das sagten Sie scholl neulich: ebenso wenig als ein Feuerwehrmann ein Liebhaber von Feuersbrünsten zu sein braucht—" „Ich könnte noch mehr Beispiele anführen: ebenso wenig als ein Arzt den Krebs und den Typhus lieben, oder als ein Richter ein besonderer Verehrer von Einbruchs- diebstählen sein muß. Aber meine Laufbahn ausgeben? Was hätte ich für eine Veranlassung dazu?" „Veranlassung wäre", sagte Tante Marie,„Ihrer Frau das Garnisonleben zu ersparen— und die Angst zu, er- sparen, falls ein Krieg ausbricht.... Obgleich diese Angst französischen Schulbüchern finden fie zehn in den deutschen. Etwas finden fie freilich nicht in den deutschen, was in den französischen auf jeder Seite zu finden ist: Begeisterung für Freiheit und Charakterstärke, Hingebung an das Ideal. Statt dessen ist in unseren deutschen Schulbüchern— neben dem niedersten Chauvinismus— ein Ueberfluß an plattester, feigster Bedientenhaftigkeit, von der sie förmlich triefen. Da stehen die französischen Schulbücher denn doch, trotz ihrer chauvinistischen Schmutzflecken, auf einem unvergleichlich höheren Kulturniveau.— � Vom Mainzer Katholikentag. Die„Kölnische Volkszeitung'(Nr. 499 vom 9. September) schreibt nicht unzutreffend:„Die offiziösen Akten über den Mainzer Ka- tholikentag dürften jetzt wohl geschloffen sein. Der Eindruck auf die Regierung ist anscheinend weder ein„günstiger" noch ein„ungünstiger", und das Halbdunkel, in welches die Haltung der Regierung gehüllt ist, war offen- bar beabsichtigt. Man denkt: das Zentrum möge sich über den Leitartikel der„Nordd. Allg. Ztg." freuen, und die Liberalen über das Dementi in der„National-Zeitung". So hat Jeder sein„Deputat". Die Politik der Regierung geht dahin, daß sie am Vorabend der großen Entscheidung über die Heeresvermehrung keine der drei Parteien, auf welche sie rechnet, vor den Kopf stoßen will, nicht das Zentrum, nicht die Konservativen und nicht die National- liberalen. Zu diesem Zwecke mögen die Herren Offiziöse» bald in der„Nordd. Allg. Ztg.", bald in der„Nat.-Ztg." ihre Purzelbäume schlagen." Das Schachergeschäst dreht sich um die Militärvorlage:. zu haben sind sie Alle.— Landtags-Ersatztvahl in Berlin. Für die durch den Tod des Landgerichtsraths a. D. Klotz im I. Berliner Wahlbezirk nothwendig gewordene Ersatzwahl eines Mitgliedes zum Hause der Abgeordneten hat der Ober- Präsident bestimmt, daß die Wahlmänner- am 11. Oktbr. d. I. und die Abgeordnetenwahl am 13. Oktbr. d. I. stattzufinden habe.— Cholera und Sozialdemokratie. Wer die Wahr« heit hören will, wie sie nicht ist. muß zu den Fron, nie» gehen. Die Wahrheitsliebe der Priesterkaste war schon sprichwörtlich Jahrtausende, ehe Stücket seinen Falscheid geschworen. Jetzt hat da der Hamburger Pastor W e i- mann, wie wir der„Volks-Zeitung" entnehmen, nach einem Berliner Pastorenblatt aus die Frage, ob er in seiner Gemeinde Mißstimmung gegen die Behörden bemerkt habe, Folgendes geantwortet: „Ich glaube nicht, daß diese Erbitterung berechtigt ist. Tie Behörde hat alles aethan, was in, hren Kräften st a n d, freilich ,var sie vielleicht nicht früh genug auf dem Posten, nicht rigoros genug in ihren ersten Maßregeln. Die Erbitterung aber ist vielfach künstlich hervorgerufen und geschürt. In meiner sonst sehr kirch- lichen Gemeinde wohnen einige Häupter der Sozial- demokratie, drei Schuster, in ihrem Gewerbe tüchtige Männer; diese haben unglaublich gehetzt und ver« l e u m d e t." Was der fromme Herr Vastor sagt, widerlegt sich selbst, oder wird durch die Thatsachen widerlegt.„Die Be- Hörde hat gethan, was in ihren Kräften stand",„war aber nicht früh genug aus dem Posten" und„nicht rigoros (d. h. thatkräslig) genug". Und die Sozialdemokratie, welche „so unglaublich hetzt und verleumdet", hat feurige Kohlen auf das Haupt ihrer Feinde und Verfolger gesammelt und denselben Behörden, gegen die sie„unglaublich gehetzt" haben soll, mit Gefahr des Lebens Hilfe und Beistand ge- leistet. Herr Stöcker könnte„eidisch werden aus die Wahr- heitSliebe und die christliche Nächstenliebe seines Hamburger Kollegen. So sind sie!— Der Achtstundentag in England. Nack den Be« schlüssen des Gewerkschaftslongreffes von Glasgow unterliegt es keinem Zweifel mehr, daß die aroße Mehrheit der englischen Arbeiter für den Achtstundentag ist und daß die riesige Macht der organisirten Arbeiterschaft jetzt hinter dieser Forderung steht. Daß die Arbeiter durchdringen werden, das ist auch der Regierung klar, und ein Mitglied derselben, Chamberlain, hat dieser Tage in einem zur Ver« öffentlichung gelangten Privatbrief die Ueberzeugung aus« gesprochen, daß die Annahme des Achtstundentags, trotz der Opposition Gladstone's, als sicher zu be« trachten sei.— ein Unsinn ist; denn wenn es einem bestimmt ist, alt zu werden, so lebt er lange, trotz aller Gefahren." „Die genannten Gründe wären freilich gewichtig. Meiner künstigen Gefährtin die Unannehmlichkeiten des Lebens so- viel als möglich fernzuhalten, wird ja mein eifrigstes Bestreben sein; aber die Unannehmlichkeit einen Mann zu haben, der berufs- und beschäftigungslos wäre, müßte doch noch größer sein, als diejenige des Garniso»- lebens. Und die Gefahr, daß mein Rücktritt von irgend Jemand als Faulheit oder Feigheit ausgelegt werden könnte, wäre doch noch schlimmer, als die Gefahren eines Feld- zuges. Mir ist der Gedanke wirklich keinen Augenblick gc- kommen... Hoffentlich auch Ihnen nicht, Martha?"(Vor Leuten hatten wir das„Du" wieder eingestellt.) „Und wenn ich es als Bedingung stellte?" „Das werden Sie nicht. Denn sonst müßte ich auf das höchste Gluck verzichten, Sie sind reich— ich besitze nichts, als meine militärische Charge, als die Aussicht auf künftige höhere Rangstufen— und diesen Besitz gebe ich nicht her. Es wäre gegen alle Würde, gegen meine Begriffe von Ehre—' „Brav, mein Sohn... jetzt bin ich ausgesöhnt. E-» wäre Sünd' und Schand' um Ihre Lausbahn. Sie hade» gar nicht mehr weit zum Obersten und bringen es sicher zum General— können schließlich FestungSkommandant, Gouverneur oder Kriegsminister werden. Das giebt auch der Frau eine angenehme Stellung." Ich schwieg still. Um die Aussicht, Frau Kommandantin zu werden, war es mir gar nicht zu thun. Am liebsten wäre es mir gewesen, mit dem Manne meiner Wahl das Leben in ländlicher Zurückgezogenheit zu verbringen; aber dennoch waren mir seine eben geäußerten Entschlüsse lieb. Denn dieselben bewahrten ihn vor dem Makel des Verdachtes, welchen mein Batcr gegen ihn gehegt, und der ihn sicherlich auch in den Augen der Welt getroffen hätte. »Ja, ganz ausgesöhnt"— fuhr mein Vater fort. „Denn aufrichtig: ich glaubte, es sei Ihnen hauptsächlich darum zu thuu... nun, nun— Sie brauchen nicht so wüthend zu schauen— ich meine: nebenbei darum thun, sich ins Privatleben zurückzuziehen, und da bättesi Ein verkrachtes Arbeiterparadies. In England] lebte in den fünfziger Jahren ein riesig reicher BaumwollenFabrikant, Namens Titus Volt, der sich aufs Geschäft und # " " " Parteinachrichten. " # Daß unsere Borsicht nicht ganz überflüssig war, zeigt der Nordbahnhof führte, nachher ein ausführliches Verhör durch einen Geheimpolizisten zu bestehen hatte, ob denn der Herr auch wirklich fortgefahren sei". Wenn man weiß, wie Genossen Auer noch 1889 in Desterreich mitgespielt wurde, kann man sich denken, welche Chikanen die Polizei aufgeboten hätte, um Bebel am öffentlichen Sprechen zu hindern. Umstand, daß der Droschkenkutscher, der Bebel Montag zum M Sozialdemokratie des Wahlkreises Friedberg Büdingen In Bilbel fand am 4. September eine Konferenz der, statt, in welcher die Stellung unserer Partei zum Antisemitismus und Staatssozialismus gründlich erörtert wurde. Man gab dann dem Wunsche Ausdruck, daß die Landeskonferenz aus möglichst allen Orten des Kreises beschickt werden möge, und wählte als Delegirten zum Berliner Parteitag den Bertrauensmann des Kreises, Genossen Schmidt aus Friedberg. Bezüglich der nächstjährigen Maifeier wurde beschlossen, zur Agitation für diefelbe die Ueberschüsse des Kreises( und der Wahlvereine zur VerPolizeiliches, Gerichtliches ze. 6 # Versammlungena Brubergrüße der österreichischen Sozialdemokraten zu verbringen, Bebel übernahm das Mandat in einem schwungvollen Schluß wort, indem er aussprach, was in unser Aller Herzen lebt, daß die Harmonie der Interessen verstand. Er legte fich eine macht, Angesichts der Choleragefahr den Parteitag zu verschieben, der Bruderkrieg zwischen Deutschland und Desterreich aufgerichtet. In der Fränkischen Tagespoft" wird der Vorschlag ge- bie Sozialdemokratie jene Grenzpfähle weggefchwemmt hat, welche Musterfabrik mit Arbeiterwohnungen und sonstigen Wohl- bis die Gesundheitsverhältnisse sich gebeffert haben. Auch von Unter nicht endenwollenden Hochrufen auf die internationale fahrts- Einrichtungen" an, und nannte das Ganze be- anderen Orten wird aus Parteifreifen die Bertagung gewünscht. und die deutsche Sozialdemokratie schloß die denkwürdige BerScheiden nach sich selber Voltaire. In Voltaire war Wir können nur wiederholen, daß die Vertagung selbstverständ- sammlung mit dem Gesange des Liedes der Arbeit und der die Arbeiterfrage gelöst. Die englische Bourgeoisie glaubte lich erfolgen wird, wenn die Choleragefahr anhält. Marseillaise. an Voltaire, obgleich nur wenige ihm nachahmten. Boltaire Luftig ist die Haltung der Bourgeoispresse. Sie brachte war der greifbare, lebendige Beweis, daß der Sozialismus feren Ausführungen über die Behandlung des Sozialdemokraten zu Gunsten der von ihr gehätschelten unabhängigen" aus Die ultramontane„ Kölnische Volkszeitung" stimmt un- spaltenlange Berichte über„ Bebel in Wien", suchte aber die Sache eine Frrlehre, und der Unternehmer des Arbeiters bester ahn durch das Rammergericht zu, die betreffs der Ablehnung zuschlachten. Wir hätten uns Bebel verschrieben", damit er uns Freund ist. Und jetzt erfahren wir, daß, Voltaire", nachdem des Rautionsanerbietens das Urtheil enthielten: Was Ahl- bie Opposition" umbringen helfe. Nun widmete Bebel genau es eine Zeitlang Aktiengesellschaft war, Pleite" ge- wardt recht, müßte Jahn billig sein". Die„ Kölnische Bolts- drei Minuten seiner fünfviertel Stunden dauernden Rede einer macht hat und aufgelöst wird. Die armen Harmonie- zeitung" findet auch, daß wir uns über die so geübte zweierlei Widerlegung der Angriffe auf das Wahlrecht von jener Seite! Lehrer! Aber den konfuseu Braris mit Recht beschwerten. Zu der bekannten Aeußerung des Das hätte seine Reisespesen nicht gelohnt. Breslauer Landgerichtsdirektors Schmidt stellt unabhängigen muß eben unbedingt Reklame gemacht werden; Frankreich. Der westfranzösische Sozialisten daffelbe Blatt die Frage: Hat man mit den Hamburger Er- die Bourgeoisie braucht sie und müßte sie erfinden, wenn sie nicht tongreß, welcher vorige Woche in Tours tagte, faßte fahrungen auf diesem Gebiete noch nicht genug? da wären. Da ihrer aber zu wenige find, so lügt sie halt so folgende Beschlüsse: Gleiche Lohnsäge für Männer und viel als nöthig dazu. Frauen, mit Ausschluß der verheiratheten Frauen von der In Fürth ist der über die Brauerei Mailänder verArbeit außer dem Hause; politische und bürgerliche Gleich hängt gewefene Boykott wieder aufgehoben, nachdem dieselbe berechtigung für beide Geschlechter; Abschaffung der Arbeit den Arbeitern befriedigende Zugeständnisse gemacht hat. in den Gefängnissen und Klöstern; Bereitelung der UeberDer Rechtsanwalt Reifert in Augsburg erklärte es produktion durch einen allgemeinen Ausstand sämmtlicher in einer Gerichtsverhandlung am 3. September für eine Züge, Gewerbe; Vereinheitlichung der Löhne auf der breitesten daß er am 9. Oftober 1891 vor Gericht die besitzende Klasse mit Grundlage; Abschaffung der Stück- und Akkordlöhnung; einem edlen Pferd, die arbeitende Klaffe aber mit Achtstundentag, wöchentlicher Ruhetag; Abschaffung des einem Drosch tengaut verglichen habe. Der Redakteur der Gesetzes über die Internationale; den Bolts- und höhern richtet hatte," fordert nun den genannten Rechtsanwalt auf, ihn Augsburger Bolts- Beitung", Genoffe Breber, welcher das beUnterricht für alle Kinder kostenlos. Ju Carmaux noch kein Ende des Konflikts. Ginem u verklagen, damit er den Wahrheitsbeweis für jene Mittheilung Korrespondenten des Gaulois" sagte der Maire Calvignac: erbringen könne. Wenn der Rechtsanwalt sich wie geschildert ausgedrückt hat, Der Streit wird nicht eher aufhören, als bis die Arbeiter so ist nicht einzusehen, warum er das ableugnet. Die arbeitende Genugthuung erhalten haben durch meine Wiederaufnahme. Klasse wird ja häufig genug wie ein Droschkengaul behandelt und für Ich habe heute zwei Aktionäre der Gesellschaft gesehen, die ebel gelten auch heute noch alle Klassen, die unter Zustimmung eigens von Saint- Etienne gekommen find. Diese geben uns der von ihnen selbst gemachten Geseze nicht arbeiten, sondern Recht; sie sind überzeugt, daß es sich hier nur um einen durch die Arbeit Anderer leben. politischen Streit handelt, und wollen mir Aftien geben, damit Bon allgemeinem Interesse ist noch, daß Rechtsanwalt fügung zu stellen. ich der nächsten Generalversammlung beiwohnen kann. Ich für Reifert am 3. September vor Gericht als Anwalt des Klägers meinen Theil habe Alles gethan, um das Ende des Streits gegen den Redakteur Breder zwecks Entkräftung der entlastenden herbeizuführen. Ich habe vorgeschlagen, mich zu opfern, aber Aussagen des Hauptzeugen die Frage aufwarf: Ich weiß nicht, Der frühere verantwortliche Redakteur der Berliner meine Kameraden wollen das nicht. Sie find jezt entschlossener ob Redakteur Breder der Ansicht ist, daß der Meineid im Partei- Bolts- Tribüne", Genosse Timm, wurde wegen Abdrucks als je, zumal da sie sehen, daß seit der Intervention der fozia- intereffe erlaubt ist, oder wenigstens die Züge; diese Anschauung des Gedichtes, das dieses Blatt am 1. Mai brachte, zu 100 m. liftischen Deputirten von allen Seiten die Hilfsbeträge einlangen, hat der Soziali ft" ausgesprochen. ohne daß wir darum ersucht hätfen. Nächsten Sonntag wird Geldstrafe verurtheilt. Verleger und Drucker, welche mit angeklagt Der Sozialist" ist bekanntlich das Blatt der„ Unabhängigen". waren, wurden freigesprochen. Timm hat am Mittwoch eine in Albi der Kongreß der Bergleute des Herault, des Gard und Die paar" bona fide- Anhänger der„ Unabhängigen" können also weimonatliche Gefängnißstrafe in Berlin angetreten, die ihm des Tarn zusammentreten, um den allgemeinen Streit zu pro- bieraus wieder ersehen, wessen Geschäfte ihre Häuptlinge bewegen Preßvergehens auferlegt ift. tlamiren. Dann werden wir sehen, ob sich die Regierung forgen. - Das Landgericht Braunschweig verurtheilte den entschließen wird, anders einzugreifen als durch Truppenfrüheren Redakteur des dortigen, Bolts freunds", Genossen fendungen." Ans Wien wird uns unterm 8. September geschrieben: Braun, wegen Gotteslästerung und Beleidigung des braunCalvignac hat sich, wie die Redaktion des bürgerlich- In voriger Woche hatten wir die Freude, Genossen August schweigischen Landtages zu 10 Monaten Gefängniß. Der mitliberalen Gaulois" ausdrücklich erklärt, durchaus korrekt Bebel in Wien begrüßen zu können. Auf der Rückreise von angeklagte Berleger und Drucker des„ Volksfreunds", Genoffe benommen". Die Verwaltung des Bergwerts verschanzt sich St. Gallen fam er über Wien, das er gar nicht tannte. Was August Günther, wurde freigesprochen, da er vor der Berhinter dem freien Arbeitsvertrag"; Calvignac sei unter war natürlicher, als daß Bebel mit fanftem 3wange verbreitung der betreffenden Nummern vom Inhalt der inkriminirten gewissen Bedingungen engagirt gewesen, und diese Be- anlaßt wurde, auch in Wien einmal zu den Parteigenossen zu Artikel Kenntniß nicht gehabt hatte. dingungen erfülle er nicht mehr, feit er maire sei; der Ver- sprechen, von denen Taufende den sehr begreiflichen Wunsch trag sei also aufgelöst. Wolle Calvignac fein Amt nicht leicht zu machen, denn Nichts ist sicherer, als daß die hegten, ihn persönlich kennen zu lernen. Nur war die Sache als Maire nieberlegen, und in die Grube zurück- österreichische Polizei an den einheimischen Sozialdemo fehren, so sei er willkommen. Das glauben wir gern. Man traten gerade genug hat und durchaus nicht auf Zuwachs, weiß nicht, ob die Albernheit dieses Argumentes größer ist von außen erpicht ist. Gen. Liebknecht weiß davon zu erzählen, oder seine Frechheit. Es kennzeichnet die Progengesell wie jeder Verfuch der Agitation in Desterreich behandelt wurde Eine öffentliche Schneider- und Schneiderinnen. schaft. und obwohl er und Bebel wiederholt eingeladen waren, hier zu versammlung tagte am 5. September in den Armin- Hallen. sprechen, endete die Sache stets mit einem mehr oder minder Vor Eintritt in die Tagesordnung wurden den Versammelten Die ruffifchen Geheimpapiere. Wir haben die schlau motivirten Versammlungsverbot. So hat, seit 2ieb- durch den Vorsitzenden Pfeiffer Grüße von den Delegirten famose ruffische Ablengnung in Sachen der Geheimpapieren echt im August 1869 in Wien sprach, fein ausländischer vom Kongreß und vom Verbandstage überbracht, sodann hielt bereits gewürdigt. Die Sofianer Swoboda" hält selbst Sozialdemokrat in öffentlicher Versammlung in Desterreich auf Stadtv. Bog therr einen Vortrag über die Gewerbegerichte, verständlich die Echtheit der von ihr veröffentlichten Alten- treten können. Es blieb also nichts übrig, als eine Berfamm- der mit größter Aufmerksamkeit entgegengenommen wurde. Als Atten- lung zu veranstalten, und Bebel, als Redner vorher nicht zu besonderen Mangel des bezüglichen Geſetzes hob der Redner stücke aus dem Geheimarchiv der russischen Regierung auch nennen. Trozdem war es doch einer guten Anzahl von Genossen hervor, daß das weibliche Geschlecht von direkter aktiver und gegenüber der Ableugnung Schischkin's aufrecht. Letztere sei bekannt geworden, daß er da sei, und der Gaal und der paffiver Betheiligung ausgeschlossen ist, troßdem es der Kapizu spät erfolgt, um Glauben zu finden. Außerdem dürfe Garten bei klein in Hernals waren am Sonnabend Abend von talismus noch mehr ausbeutet, als das männliche. Weiter sei man nicht vergessen, daß Jacobsohn, welcher die Schrift über 5000 Männern und Frauen dicht gefüllt. Nach einer kurzen die Altersstufe zu hoch bemeffen, zumal der Stapitalismus int stücke der„ Swoboda" übermittelt habe, von der russischen Einleitung des Referenten hielt Bebel einen mehr als ein- feiner Profitgier mit Vorliebe die jungen Männer und Mädchen Regierung" wegen Diebstahls offizieller Dokumente verfolgt stündigen Bortrag über das Thema: Was wollen die Sozial- und selbst bie noch schulpflichtige Jugend außnützt, wie er es werde. Als Angestellter in den russischen Konsulaten zu brauchen wir nicht erst zu schildern, wie Bebel spricht. Der Maffen ohne Rücksicht auf Alter und Geschlecht auszubeuten. demokraten und woher tommen fie?" Den Lesern Ihres Blattes denn als sein verbrieftes Vorrecht betrachtet, die besttlosen Rustschuk und Bukarest ſei Jacobsohn in der Lage gewesen, Gindrud war ein voller und nachhaltiger. Besonders packend Gin Bestehen bleiben des Innungs- Schiedsgerichts neben dem den Werth der Schriftstücke zu beurtheilen. Die„ Swoboda" war die Darstellung, wie weit bereits der Berſegungsprozeß inner- Gewerbe- Schiedsgericht müsse nothwendigerweise zu vielen wie gemeldet wird, eine weitere Reihe geheimer halb der herrschenden Klassen gediehen sei, und brausender Jubel Unzuträglichkeiten führen. Pflicht der Arbeiterschaft sei russischer Attenstücke veröffentlichen, welche für Stußland erfcholl, als Bebel mit jener Siegesicherheit, die nur volle Ein- es das Gebahren etwaiger Harmonie Apostel feiner noch mehr kompromittirend find, als die bereits mit ficht in die Dinge, verbunden mit felfenfester Ueberzeugung, ver: Beachtung würdigend, den bürgerlichen Kreisen die Verhältnisse getheilten.leiht, es aussprach, daß das Ende nahe sei. und Forderungen der Arbeiter immer wieder aufs eindringlichste Als Bebel geendet, sprachen noch mehrere Redner, darunter in Erinnerung zu bringen. Mit den Erfolgen, welche die ProFrau Kautsty aus London, welche ihre Ferien in Wien zu paganda der Arbeiterschaft zu verzeichnen habe, fönnen wir im einer erfolgreichen Agitationstour benützt hatte. Schließlich Allgemeinen zufrieden sein, doch dürfe in der Agitation nicht wurde eine Resolution eingebracht, in welcher die Versammlung nachgelassen werden, denn wir wollten nicht allein siegen, sonden Genossen Bebel ersucht, den deutschen Parteigenossen die dern wir wollten glänzend siegen. Hierauf wurde zur Aufstellung der Kandidaten zum Gewerbegericht geschritten und als solche nominirt: Hoffmann, Alte Jakobstr. 89; Schlichting, beschränkt, während die in Wien üblichen Kasus- Fehler: Linienstr. 120; Wein and, Alte Jakobstr. 87-88; Chriſtian Ohne Dir"- Mit die Kinder" häufig genug in den Schulz, Neue Grünftr. 38; A. Täterow, Mauerstr. 9; ersten Salons gehört werden.„ Gemüthlich" mögen wir. Pfeiffer, Gr. Hamburgerstr. 20; Büttner, Kronenimmerhin unsere Sprache nennen und dieselbe von den Aus( für Zivilschneider); W. Schulze, Seydelstr. 24( für Militärstraße 49; oppe, Kronenstr. 71; Wilde, Alte Jakobstr. 53 ländern auch so befunden werden lassen eine Inferiorität fchneider); Tertha, Zionstirchstr. 41; 3 ander, Naunynstellt sie jedenfalls vor. Wenn man Menschenwerth straße 43; Grünbel, Sophienstr. 20( für Bügler und Mäntelnach der Bildungsstufe mißt und welchen richtigeren schneider). Die Kollegen und Kolleginnen wurden noch aufMaßstab gäb' es wohl als diesen? so ist der Nord- gefordert, zahlreich in der öffentlichen Versammlung der freien deutsche um ein Stückchen mehr Mensch, als der Süddeutsche Hilfskrantentaffe zu erscheinen, sowie sich an der am 18. Sepein Ausspruch, der im Munde eines Breußen ein Ausspruch, der im Munde eines Preußen sehr tember in Moabit stattfindenden Versammlung zu betheiligen Im September desselben Jahres fand unsere Trauung arrogant" flänge, und aus der Feder einer Desterreicherin und ebenso an dem Gewerkschaftsfest, das am Sonntag in Spandau ( Wilhelmshöhe) abgehalten wird. Mein Bräutigam hatte sich für die Hochzeitsreise einen giebt es eine ausgesprochene Wahrheit, die nicht irgendwo eine außerordentliche Generalversammlung ab, in welcher der sehr unpatriotisch" erscheinen mag; aber wie selten( Wilhelmshöhe) abgehalten wird. Der Fachverein der Tischler Berlins hielt am 5. b. M. zweimonatlichen Urlaub erwirtt. Unsere erste Etappe war oder irgendwen verlegte... Berlin. Ich hatte den Wunsch geäußert, einen Kranz auf das Unser erster Besuch in Berlin nachdem wir auf Vorsitzende den zurückgestellten Bericht über die geführten Prozesse Reise mit diesem Pilgergang zu eröffnen. und unsere Friedhofe gewesen galt der Schwester der Werstorfehem gab. Sierauf hielt Kollege Glo de einen Vortrag über Gewerbegerichte, dabei das hierüber erlaffene Gesetz scharf kritisirend. Aus der Liebenswürdigkeit und geistigen Bedeutendheit Schon die großen Mängel desselben böten Grund genug, um in In der preußischen Hauptstadt hielten wir uns acht dieser Frau konnte ich schließen, wie liebenswürdig und be- die Agitation für die Gewerbegerichts Wahlen einzutreten. Im Tage auf. Friedrich machte mich mit seinen bort lebenden deutend Friedrichs Mutter gewesen sein mußte, wenn sie Frau Anschluß hieran wurde auf die am 19. September stattfindende Berwandten bekannt, und alle erschienen mir als die liebens- Kornelie von Ressow glich. Legtere war die Wittme eines öffentliche Tischlerversammlung aufmerksam gemacht. Die Berwürdigsten Leute von der Welt. Freilich eben die rosafarbenen Brillen trägt, durch welche man damals eben Lieutenant geworden war. wenn man preußischen Generals und besaß einen einzigen Sohn, welcher sammlung bestätigte dann die vorgeschlagenen Werkstattkontrolleure; dieselben sind für den Norden: Plüschke, Tillsner, Schottling; während der Honigwochen die Außenwelt zu betrachten Einem schöneren Jüngling wie diesem Gottfried Kirchner, Meinice, Negerter. Nachdem noch bekannt gegeben für den Osten: Siebert, Rose, Runge; für Weißensee: pflegt, da findet man alles lieb und schön. Zudem wird von Tessow bin ich in meinem ganzen Leben nicht begegnet. war, die Kollegen der Werkstatt von Seeger, Stettinerstr. 54, neuvermählten Baaren allseitig mit heiterer und freundlicher Rührend anzusehen war es, wie Mutter und Sohn an ein- hätten infolge von Lohnabzug die Arbeit niedergelegt, weshalb Buvorkommenheit begegnet; alles hält sich für verpflichtet, ander hingen; auch darin schien Frau Kornelie Aehnlichkeit die Tischler diese Werkstatt meiden sollten, theilte der Vorsitzende auf ihre ohnebies so blühenden Pfade immer neue Rosen mit ihrer verstorbenen Schwester gehabt zu haben. Wenn mit, daß Billets à 25 Pf. zur Möbelausstellung Lehrter Bahnhof zu ftreuen. ich den Stolz sah, welchen sie augenscheinlich in Gottfried auf dem Arbeitsnachweis, Wallstr. 7-8, zu haben sind. Was mir an den Norddeutschen besonders wohl sezte, und die Zärtlichkeit, mit welcher dieser seine Mutter gefiel, war die Sprache. Nicht nur, weil dieselbe den behandelte, so freute ich mich schon in Gedanken auf die diskutirte man am 8. September über das Thema Religion. Die Friedrichsfelde. Im hiesigen Arbeiter- Bildungsverein Utzent meines Mannes aufwies eine seiner Eigen- Zeit, wo mein Sohn Rudolf erwachsen sein würde. Nur Debatte bot des Intereſſanten viel. Die Betheiligung an derthümlichkeiten, in welche ich mich zuerst verliebt hatte eines konnte ich nicht begreifen, und ich äußerte dies auch selben war sehr lebhaft. Nachdem die Mitglieder das Andenken sondern weil sie mir, im Vergleich zu der in Desterreich zu meinem Manne: üblichen Redeweise, ein höheres Bildungsniveau zu bekunden wird, Soldatenwittwe Sie sehr unrecht gethan. Auch meiner Martha gegenüber bie ist nun schon einmal ein Soldatenkind, eine und ich glaube kaum, daß fie einen in Zivilkleidern auf die Dauer lieb haben tönnte." Jest mußte Tilling lächeln. Er warf mir einen Blick zu, welcher deutlich sagte: Ich kenne Dich besser, und ant wortete laut: " Das glaube ich auch: sie hat sich eigentlich nur in meine Uniform verliebt." ftatt. * schien; oder vielmehr, nicht nur schien, sondern in der einen so gefährlichen Beruf ergreifen lassen, wie den miliWie kann eine Mutter ihr einziges Kind, ihr Kleinod, That befundete. Grammatikalische Verstöße, wie solche die tärischen?"" Umgangssprache der besseren Wiener Kreise verunstalten, tommen in der guten Berliner Gesellschaft nicht vor. Die preußische Verwechselung des Dativ und Akkusativ: Gieb| mich einen Federhut" bleibt auf die unteren Klassenf ( Fortfehung folgt.) 0 des verstorbenen polnischen Genossen Dombrowski in der Einnahme von 47,80 M. ergeben, die Ausgabe betrug 41,30 M., üblichen Weise geehrt hatten, erstattete Genosse Weit den Rechenschaftsbericht über die Lassalle- Feier. Dieselbe hat eine so daß ein Ueberschuß von 6,50 M. verblieb. Genosse Bahls machte dann auf das„ Voltsblatt" für Teltow- Beeskow aufmerksam, die Genossen ersuchend, allesammt auf dieses Blatt zu abonniren, das nur die Interessen der Sozialdemokratie und damit diejenigen aller Arbeiter vertritt. Für den Inhalt der Juserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Egyptische Ausstellung. Unmittelbar an der Stadtbahn- Station Zoologischer Garten. S Permanent geöffnet v. Morgens 10 Uhr bis Abends 11 Uhr. Arabisches Original- Café mit seinen egyptischen Musikern und National- Tänzerinnen( Almées). Orientalische Bazare. Suaheli- und Fellachendorf- Beduinenlager, Landwirthschaftliche Anlagen, Maschinen u. Geräthe Ober- Egyptens. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 13. September, Abends 8 lthr: Derlammlung in Knebel's Salon, Badstraße Nr. 58. Zagesordnung: Sonntag, den 11. September. In der grossen Arena: Vorführung der grossen Karawane täglich 4. Fragetaften. Gäste haben Zutritt. um 41/2 und 7 Uhr. Opernhaus. Aida. Montag: Der Barbier von Sevilla. Schauspielhaus. Don Carlos. Montag: Donna Diana. Leffing- Theater. Die arme Löwin. Montag: Der Lebemann. Deutsches Theater. Leonoren. Die beiden Montag: Stella. Die Mitschuldigen. Kroll's Theater. Don Juan. Montag: Der Troubadour. Berliner Theater. Nachm.: Minna von Barnhelm.. Abends: Krieg in Frieden. Montag: Der Hüttenbefizer. Bellealliance- Theater. Die schöne Melusine. Montag: Dieselbe Vorstellung. Rehden Theater. Sochparterre. Die Dummen( Les Jobards), Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Fledermaus. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thomas- Theater. Hanne Nüte un de lütte Budel. Montag: Diefelbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. Montag: Diefelbe Boxstellung. Alexanderplak- Theater. häuser. Einzug der Mekka- Karawane in Kairo um 5 und 8 Uhr. Von 312 Uhr ab: Grosses Konzert. Jeden Freitag ,, Elite- Abend", verbunden mit gr. Doppel- Konzert. Entree 50 Pf., Loge 3 Mk., I. Tribüne 1,50 Mk., II. Tribüne 1 Mk. 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Der Vorstand. Inhaber von Billets zur Lassalle- Feier werden ersucht, bis zu dieser Versammlung abzurechnen. [ 424/13] D. O. Grosse öffentliche Neue Welt. Bergſgloß- Brauerei, Hafenhaide. Kommunalwähler- Bersammlung Heute, Sonntag: Konzert. Spezialitäten- Ensemble.- Ball. Monstre- Feuerwerk der Herren Leichniß u. Bau.. Schemström, Geschwister de Pontelli, Hermandez- Truppe, Gymnastische Spiele u. Drahtseil. Trommelvirtuose. Akrobaten u. Pantomime. Gil- Gil, erte englische Hochturner- Gesellschaft. E Entree 25 Pf. Billets vorher 20 Pf. Anfang 4 Uhr. für den 15. Kommunal- Wahlbezirk am Dienstag, den 13. September cr., Abends 8% Uhr, im Lokal Ren 3, Naunynftr. 27, Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Vogtherr über die bevorstehenden Stadt verordneten Erfahwahlen. 2. Aufstellung eines Kandidaten. 3. Wahl eines Bezirkskomitees.- Zahlreicher Besuch erwünscht. Entree nach Belieben. 1927b 430/10 Treptow Restaurant Karpfenteich. Jeden Sonntag: Tanz. Kaffeeküche täglich geöffnet. An den Wochentagen für Vereine Achtung! Grosse Der Einberufer. Achtung! Kommunalwähler- Versammlung Hochzeitgeſellſchaften zc. jederzeit zur Verfügung. Jeden Sonntag: Frei- Bonzert. für den 25. und 26. Kommunal- Wahlbezirk Zu recht zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein Kümpel's Restaurant Otto. Treptow. ,, Park- Schloss" Grösster Garten. 10 Begelbahnen. Tany. Volksbeluftigungen aller Art. am Dienstag, den 13. September, Abends 8 Uhr, in Saafe's Salon, Gr. Frankfurterstr. 117. Tages Ordnung: 430/11 1. Die Bedeutung der Kommunalwahlen. Referent Stadtv. Gustav Tempel. 2. Aufstellung der Kandidaten. 3. Wahl des Bezirkskomitees. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung bittet um recht zahlreichen Jeden Sonntag: Besuch Der Einberufer. Tann- Konzert.- NB. Der neuerbaute Saal, 1000 Personen fassend, ist zu Festichkeiten 2c. von Mitte Juni ab an Vereine und Gesellschaften zu vergeben, An der VerbindungsBahn. Montag: Diefelbe Vorstellung. Oftend- Theater. Die Jüdin. Montag: Diefelbe Borstellung. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Theater der Reichshallen. Spezia : litäten- Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Zum 5. Male: Die wilde Madonna. Gesangsposse in 3 Atten von L. Treptow. Couplets von G. Görss. Musik von G. Steffens. Mit neuen Kostümen und Dekorationen aus dem Atelier des Herrn Lütkemeyer in Coburg. In Scene gefeht von Adolph Ernst. Anfang 7 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Feen Palast Burgstr. 22, neben der Börje. Täglich: Gr. SpezialitätenVorstellung. Wochentags 7 Uhr, Anfang: Sonntags 6 Uhr. PassagePanopticum. Neu! Blaue Grotte mit Wasser, Kähnen u. Beleuchtungseffekten. Neu! Eine Kriminalgeschichte in fieben lebensgroßen Gruppen. Castan's Panoptikum. Treptow. Köpenicker Landstraße. Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. ff. Lagerbier 0,42it. 15 Bf. Münchener 0,4 2it. 20 Pf. 6 Stegelbahnen. W. Jacob. Jeden Sonntag u. Donnerstag Nachmittag: Frei- Concert. ParkJeden Sonntag: Tanz. strasse. Kaffeeküche. Kegelbahnen. Treptow. Bersammlung für Frauen und Männer am Sonntag, den 11. September, Abends 8 Uhr, bei Joël, Andreasstrasse No. 21. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Frl. Bader über:" Die Hausindustrie und ihre Lage." 2. Distuffion. 3. Verschiedenes. Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein und Tang, ver anstaltet vom Geselligen Verein ,, Mehr Licht". 198/8 Bade's Volksgarten. Vorzügliches Weifu. Sairiſch- Arbeiter- Bildungsschule Viktoria- Brauerei. Lützow Straße 111/112. Im Konzertgarten: Heute sowie täglich ( Sonnabends ausgeschl.): Stettiner Sänger. Stets mechselnd. Programm. Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pfg. Vorverkauf Billets heute keine GiltigkeitRheinländischer Tunnel. Genannt: ,, Die dele Nagelkiste" Berlin N., Elsasserstrasse No. 73, gegenüber der Bergstraße. Gemüthliche Bierstuben. Warme und kalte Speisen den ganzen Tag. Vorzügliche Biere. H. Schultze( mit'n 3.) 2864L] Genossen und Bekannten empf. mein 1898b Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal. Angenehmer Aufenthalt für Proletarier. W. Thierbach, Friedrichsgracht 16 an der Stoß- Brücke. Kl. Vorstandszimmer. Bur Abwehr der Cholera: Cognac, Rum, Rothwein, Portwein zu allerbilligsten Preisen, empf. 2913L] Franz Beyer, Chausseestraße Nr. 103. Geöffnet von 9 Uhr Morgens Bestes Weißbier bis 10 Uhr Abends. FRIEDRICHSHAIN Y 2023L AktienVersammlung " Brauerei am Montag, den 12. Sept., Abends 8%, Uhr, Rosenthalerstraße 38. FriedrichsHerr Dr. med. Hermann Weyl wird über Die Impfung in ihrer Bedeutung für die Verhütung der Entstehung und Verbreitung über hain tragbarer Krankheiten" sprechen. Nach dem Vortrage Beantwortung der am Königsthor. Fragen und Verschiedenes. 489/11 -Gäfte zahlen 10 Pf. Entree. Heute, Sonntag: Grosses InstrumentalDer Vorstand. Große öffentliche Versammlung Konzert und der Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen aller Branchen Berlins und Umgegend Sommerfest. Anjang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf. Programm unentgeltlich. Kinder frei. Feft- Säle [ 2960L zur bevorstehenden Saison empfiehlt gratis Weberstr. 17. B. Nieft, Weberstr. 17 26032 Allen Freunden und Parteigenenoff empfehle mein Weiß und BairischBier- Lokal. Vereinszimmer m. Pianino zu vergeben. 26232 Frik Fröhlich, Naunynstr. 43. Die beste am Montag, den 12. September, Abends 8%, Uhr, in Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Tagesordnung: 158/14 1. Bortrag über Gewerbegerichte. Referent Abg. Singer. 2. Diss Euffion. 3. Wahl von zwei Delegirten zur Streit- Kontrollkommission. 4. Wahl von 18 Beisigern zum Gewerbegerichte. 4. Verschiedenes. Es ist Pflicht aller Hilfsarbeiter resp. Fabritarbeiter, gleich viel in welchen Betrieben dieselben arbeiten, zu erscheinen, damit Kandidaten aus allen Berufen entnommen werden. Die Agitations- Kommission der Hilfsarbeiter. Achtung! Maurer. Achtung! Deffentliche Versammlung Weiße der Maurer Berlins und Umgegend im Norden( ohne Wafferzufat) giebt's im Zukunftsstaat", Kastanien- Allee Nr. 35. Für 3 Mark frei in's Haus: 16 große oder 32 kleine Weißen. Achtung! am Dienstag, den 13. September, Abends 8 Uhr, in Joël's Salon, Andreasstr. 21. Tagesordnung: 1. Was will und erstrebt der Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und welche Zwecke verfolgt derfelbe? 2. Diskussion. 3. Stel lungnahme zur Streit- Kontrollkommission. 4. Gewerkschaftliches. Alle Maurer find zu dieser Versammlung freundlichst eingeladen. 429/11 Der Einberufer. Heinrich Fetting, Fürbringerstr. 8. Achtung! Nationale Krankenkasse der Deutsch. Gold- und Silberarbeiter und verwandt. Berufsgen. E.H. Mitglieder- Versammlung Genossen und Kollegen vom Wedding. Empfehle mich den Genossen und Kollegen vom Wedding bei dem Umohne Wasserzusak, aug vom 1. Oktober zur pünktlichen am Montag, den 12. September cr., Abends präc. 8%, Uhr, Vorwärts", sowie Gratweil's Bierhallen 16 Große oder 32 Kleine für 3 Mart fämmtlicher Arbeiterblätter und BroEmil Böhl, schüren. Abonnenten werden jeder Zeit Kommandantenstraße 77-79. Täglich: liefert 19872 Frankfurter Allee 74. Auftr. d. Germania- Fernf ech- Anschluß Amt VII 1511. Konzert- u. CoupletVereinsz.hr geräumig, ungestört, m. Sänger. ( Damen u. Herren.) Wochentag frei. Sonntag Entree 30 Pf. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch, DF Bwei Säle au Versammlungen und Vergnügungen fowie 6 Billards, 3 Kegelbahnen. F. Sodtke. Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80/81. Biano. Flict, Simeonstr.23. Vereinszimmer u. Saal mit Pianino's ( von 15-100 Personen) sind noch für einige Abende frei. Albrechtsgarten, Wilhelmstr. 105. Wedding- Casino 19266 Schulstr. 29. Empfehle den Garten nebst Sälen ( 350 Personen) zu Vergnügungen und 19346 Franz Slaby. Täglich: Gr. Konzert, Theater Bersammlungen. und Spezialitäten. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pfg. 67 Weberstrasse 67 am Straußberger- Plak. Hellmuth Peters. Im Brauerei- Ausschank: entgegen genommen. 19046 Carl Weisse, Berlin N., Tegelerstr. 27. Achtungsvoll Hellstes Light geben Domce's Gasfelbfterzeug. Lampen 2958L] für Schloflereien, Schmieden, Schlächtereien, Puber, Gas- und Wasserrohrleger, Bäckereien etc. Sturmbrenner für Arbeiten i. Freien. Gasäther billight. E. Domcke, N., Lothringerstr.\ Mr. 44. Mein Haus mit gut gehendem Winter- Regelbahn und Vereinszimmer 1 gr. Weiße 15 Pf.- 4/10 Bairisch 10 Pf. Restaurant in Adlershof will ich verk. mit Pianino bis 40 Personen ist noch einige Tage zu vergeben. Frieden. straße 67. Vorwärts" liegt aus.[ 19146 Branntwein: 1 Liter Nordhäuser 60 Pf., Rum, Cognat, Liqueure Liter 1 M. event. verpachten. M. Albrecht, Gastwirth, Adlershof, Bismarckstraße 20. 19186 in Gratweil's Bierhallen, Rommandantenstr. 77-79. Tages Ordnung: 1. Bericht über die vom 4.- 7. Juli in Mainz stattgefundene General Versammlung. 2. Verschiedenes.-Mitgliedsbuch legitimirt. 1906b Der Vorstand. J. A.: C. Holtkamp, Vorsitzender, Admiralstr. 18E. Verein Stenographenschule Abthl. ,, Eintracht". 1919b Neue Lehrkurse in der vereinfachten Arends'schen Volkskurzschrift beginnen: am Dienstag, den 13. Sept., Ab. 81/2 Uhr, im Rest. Herschleb, Adalbertstr. 4; am Mittwoch, den 14. Sept., Ab. 81/2 Uhr, im Restaurant Pyrtek, Gipsstr. 3; für Rixdorf: im Restaurant Grande, Steinmeßstr. 16. Lehrmittel: I M. 50 Pf. Unterricht frei!- Herren, Damen und Schüler, werden zu reger Betheiligung freundlichst eingeladen. Der Vorstand. " Versammlung des Sozialdemokrat. Vereins Vorwärts zu Rixdorf. Dienstag, den 13. September, Abends 82 Uhr, im Lokal des Herrn Hoffmann, Bergstr. 183. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Th. Glocke über: Die Entwickelung des Eigenthums". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. We Gäfte haben Zutritt. E 107/20 Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2, Der Vorstand. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 213. Von der Cholera. Datum: 8./9. 9./9. Sonntag, den 11. September 1892. 9. Jahrg. arbeiter, welche mit dem Ausladen von Hamburger und russischen Schiffen beschäftigt waren. Der eine derselben ist heute gestorben, der andere befindet sich noch in Behandlung. " Falmouth, 10. September. Der Dampfer Alladin", von Liverpool nach Hamburg gehend, kam vorgestern hier an. Die Offiziere, mit Ausnahme des Kapitäns, und die gesammte Mannschaft weigerten sich infolge der Cholera, die Reise nach Hamburg fortzusetzen und wurden deshalb von dem Eigenthümer des Schiffes vor Gericht zitirt. Der gestern verkündigte Gerichtsbeschluß spricht die Billigung des Vorgehens der Bemannung aus. C., Arbeiter; 2 Zimmer; 5 Bewohner; der Mann und ein Kind an der Cholera gestorben; Frau und 4 Kinder unter Dem Raiserlichen Gesundheitsamt vom 9. bis ftüßungsbedürftig; sofort Lebensmittel und Kleider nothwendig. 10. September Mittags gemeldete Cholera- Erkrankungs.( Die Frau sieht ihrer Niederkunft entgegen und ist von allen und Todesfälle: Mitteln entblößt.) D., Arbeiter; 2 3immer; 3 Bewohner; der Mann nach voraufgegangener Arbeitslosigkeit an der Cholera erkrankt; Frau und Kind unterstützungsbedürftig; sofort Lebensmittel nothwendig. E., Tischler; 3 3immer; 7 Bewohner; der Mann nach vor aufgegangener Arbeitslosigkeit an Cholera erkrankt; 2 Erwachsene und 5 Kinder unterstützungsbedürftig; in zwei Tagen Lebens- Paris, 10. September. Nach dem Temp3" soll es nunmittel und Kleider nothwendig; Mietherückstand 120 M.; der mehr bestätigt sein, daß bei der Impfung nach der Mann war vordem 28 Wochen arbeitslos.( Die Wohnung ist Pasteur'schen Methode der menschliche Körper vom zehnten 702 333 655 315 393 215 310 163 polizeilich für unbewohnbar erklärt; alle 7 Personen schlafen in Tage nach der Einimpfung an gegen Cholera geschützt ist. einem Zimmer von etwa 3 Quadratmetern Bodenfläche. Die Gestern sind in Paris und der Bannmeile 79 choleraähnliche Leute sind von allen Mitteln entblößt.) Erkrankungen und 44 Todesfälle vorgekommen. Staat und 6./9. 7./9. Drt Bezirk Hamburg Hamburg . . 6. erkrankt gestorben ertranft gestorben erfrankt gestorben erkrankt gestorben 18 9 17 10 2 3 112 3 3 1 45 5 14 524 2 834 5 4 Preußen: Schleswig Altona Wandsbeck. Lüneburg. Wilhelmsburg Bereinzelte Erkrankungen: Regierungsbezirk Schleswig: in der Stadt Rendsburg und in 3 Orten der Kreise Pinneberg und Steinburg 4 Erkrankungen, 2 Todesfälle. Regierungsbezirt Stabe: in 6 Orten der Kreise Fork und Kehdingen 4 Erkrankungen, 3 Todesfälle. Regierungsbezirk Hannover: in Stadt Hannover 1 Todesfall. Regierungsbezirk Potsdam: in der Stadt Rathenow und in einem Ort des Kreises Westpriegnitz 1 Erkr., 1 Todesfall. F., Bäcker; 3 Zimmer; 6 Bewohner; der Mann an Cholera frant nach voraufgegangener Arbeitslosigkeit; 2 Erwachsene und 4 Kinder unterstüßungsbedürftig; sofort Lebensmittel nothwendig. ( Der Mann ist aus dem Krankenhause entlassen;. die Frau liegt in den Wochen.) Aus der Lorenzstraße erfahren wir folgende Einzelfälle: A., Arbeiter; 3 Zimmer; 6 Bewohner; Mann und Frau an Cholera gestorben; Schwiegermutter und 3 Kinder unterstützungsbedürftig; sofort Lebensmittel nothwendig. Havre, 10. September. Die Zahl der gestern hier an der Cholera Erkrankten beträgt 14, diejenige der Gestorbenen 10. Stockholm, 10. September. Die General Poftverwaltung hat mit den Rhedereien der Dampfer„ Oskar" und" Sten Sture" ein Uebereinkommen, betreffend die direkte Beförderung der Brief- und Packetpost zwischen Malmö und Stralsund, getroffen und ist letzterer Dampfer schon gestern nach Stralsund abgegangen. Seit Beginn der Sperre der deutschen Häfen war erwähnte Poſt über Dänemark und mittelst der Dampfer der Vereinigten Dampfschiffs- Gesellschaft" in Kopenhagen befördert worden, gegen welche Verkehrsverbindung viele Klagen laut wurden. Madrid, 10. September. Der Minister für Kolonien hat die Transatlantische Dampfschifffahrts- Gesellschaft von der Verpflichtung entbunden, Hamburg und die anderen von der Cholera infizirten Häfen anzulaufen. B., Arbeiter; 3 Zimmer; 8 Bewohner; Mann, Frau und 3 Kinder an Cholera erkrankt; sofort Lebensmittel nothwendig. ( Die Frau und 2 Kinder sind im Krankenhaus.) C., Arbeiter; 3 Zimmer; 6 Bewohner; ein Kind an Cholera gestorben, die Frau und ein Kind frank; 5 Personen Die preußischen Provinzial- Schulkollegien sind vom unterstützungsbedürftig; sofort Lebensmittel und Kleider nothUnterrichtsminister veranlaßt worden, den Leitern der Schulen wendig. Lissabon, 10. September. Sämmtliche deutschen Ostsees folgende Bestimmung( 3) der im Reichsamt des Innern feft- D., Stellmacher; 4 Bimmer; 7 Bewohner; die Frau frank; häfen sind für verfeucht erklärt. gestellten Maßnahmen für den Fall des Auftretens der asiatischen 6 Personen unterstützungsbedürftig; sofort Lebensmittel und New York, 10. September.( Meldung des Reuter'schen Cholera in Deutschland" zu unbedingter Nachachtung noch kleider nothwendig. Bureaus). Der gestern Abend hier eingetroffene Dampfer ,, Scanbesonders einzuschärfen:„ Schulkinder, welche außerhalb des E., Arbeiter; 3 Zimmer 6 Bewohner; der Mann und ein dia" der Hamburg Amerikanischen Packetfahrt Aktiengesellschaft Schulorts wohnen, dürfen, so lange in dem legteren die Cholera Rind an Cholera gestorben, ein Kind krant; 4 Personen hat eine größere Anzahl Cholerakranker an Bord. Von denselben herrscht, die Schule nicht besuchen; desgleichen müssen Schul- unterstützungsbedürftig; sofort Lebensmittel und Kleider noth- find während der Reise 32 gestorben, darunter 29 Passagiere finder, in deren Wohnort die Cholera herrscht, vom Besuche der britter, 2 zweiter und 1 erster Klasse. Schule in einem noch cholerafreien Orte ausgeschloffen werden. An Orten, wo die Cholera heftig auftritt, sind die Schulen zu schließen." Gleichartige Bestimmungen werden auch für den Ronfirmandenunterricht erlassen werden. Hamburger Elendspolitik. Das„ Hamburger Echo" ( Nr. 213 vom 10. September) schreibt: wendig. F., Arbeiter; 3 Bimmer; 8 Bewohner; die Frau frank an Cholera; 7 Personen unterstüßungsbedürftig; sofort Lebensmittel und Kleider nothwendig.( Die Frau liegt im Krankenhause; sie ist erst vor 6 Zagen entbunden worden.) Aus der Bantsstraße werden uns vorläufig folgende Fälle mitgetheilt: D., Wittwe; 2 Zimmer; 3 Bewohner; 2 Erwachsene und ein Kind unterstützungsbedürftig; Arbeitslosigkeit seit dem Auftreten der Cholera; sofort Lebensmittel nothwendig.( Infolge der Arbeitslosigkeit ist die Miethe nicht aufzubringen.) " Die Noth steigt! Schon vorgestern führten wir aus, A., Grünwaarenhändlerin; 2 Zimmer; 5 Bewohner; eine daß" die Befürchtung nahe liege, daß fich in turzer Zeit den Erwachsene und 4 Kinder unterstützungsbedürftig; in 3 bis Cholera- Todesfällen auch Fälle von Hungertod jugesellen werden. 4 Tagen Lebensmittel und Kleider für die Kinder' nothwendig. Wir forderten sofortige Hilfe vom Staat, und wir( Der Geschäftsflaue wegen ist die Augustmiethe nicht bezahlt; die fordern sie heute noch dringender! Wir behaupteten, Wohnung liegt sehr tief und ist voller Schwamm; dabei hat die daß Behntausende hungern, und wir sagen heute, daß Frau 270 M. Miethe zu zahlen!) die Zahl der Hungernden fortwährend steigt. Die von den ver- B., Händlerin; Stube, Küche, Diele; 2 Bewohner; Arbeitsschiedenen Hilfskomitees getroffenen Anstalten, sowie ihre Mittel lofigteit feit 6 Wochen; Frau und Kind' unterstützungsbedürftig; haben sich als vollkommen unzureichend erweisen. Wir geben zu, fofort Lebensmittel nothwendig. daß bei einzelnen Komitees der gute Wille vorhanden ist, helfend C., Wittwe; 8 Zimmer; 5 Bewohner; Cholera in wiedereinzugreifen, und daß sie es auch nach Kräften thun; aber das, holten Fällen; die Frau und 4 Kinder unterstützungsbedürftig; was fie gewähren fönnen, ist ein Tropfen auf einen heißen Stein! fofort Lebensmittel und Kleider nöthig. Wenn wir hier den guten Willen anerkennen, so müssen wir unferem Bedauern darüber Ausdruck geben, daß andere Komitees pom engherzigften Spießbürgergeist beseelt sind und auch Dasjenige, was fie thun fönnten, unterlaffen. Wir wollen hier nur einmal das Hilfskomitee für den Hammerbroot erwähnen. Unsere Parteigenoffen, die ihm ihre Thätigkeit zur Verfügung stellten, von dem reblichen Willen beseelt, bei Aufsuchung der Bedürftigen zu helfen und alle Fälle sorgfältig zu prüfen, fanden F., Arbeiter; 1 Zimmer; 4 Bewohner; der Mann an nicht die Aufnahme, die sie verlangen konnten. Sollte der ge- Cholera gestorben; Frau und' 3 Kinder unterstüßungsbedürftig; ringe Rückgang der Seuche unser Philifterium schon wieder fofort Lebensmittel, Betten und Kleider nothwendig.( Bon der in Sicherheit gewiegt haben und damit seine guten Vorsäge früheren Wohnung 85 M. Mietherückstand; Sachen vom früheren gefallen fein? Sollten die Herren sich wieder in dem Hauswirth einbehalten.) Jezige Wohnung unbewohnbar. Glauben befinden, in der besten aller Welten zu leben, G., Klempner; 3 Zimmer; 4 Bewohner; der Mann an und wieder behaupten, das Elend sei nur eine sozialdemokratische Cholera gestorben; Frau und 3 Kinder unterstützungsbedürftig; Phrase? Nun, so wollen wir ihnen einmal einige Daten an- fofort Lebensmittel und Kleider nothwendig.( Die Novembermiethe führen, daß ihnen die Ohren flingen! Wir beginnen also in läßt sich wegen des Todesfalles nicht aufbringen,) Hammerbroot unsere( vorläufig nicht vollständige) Elends Statistit. Aus der kurzen Joastraße werden uns von unseren Parteigenoffen folgende Fälle gemeldet, welche wir( unter Weglaffung der Namen und Hausnummern) mittheilen: A., Arbeiter, 3 Zimmer, 9 Bewohner; Frau und Kind an Cholera geftorben; 6 Personen unterstützungsbedürftig; sofort Lebensmittel nothwendig. B., Arbeiter; 3 3immer; 5 Bewohner; der Mann an Cholera gestorben, die Frau frank; 3 Personen unterstüßungs bebürftig; sofort Lebensmittel nothwendig; ein Einlogirer liegt frant in der Wohnung. E., Arbeiter; 4 Zimmer; 4 Bewohner; der Mann an Cholera gestorben; die Frau und 3 Kinder unterstützungsbedürftig; sofort Lebensmittel und Kleider nothwendig. P New York, 9. Sept. Der untersuchende Arzt hat festgestellt, daß an Bord des Hamburger Dampfers, Wieland" Alles wohl ist. Die beiden Todesfälle an Bord des„ Wyoming" wurden nicht durch Cholera, sondern durch Erstickung bei der Desinfektion des Schiffes mit schwefliger Säure verursacht. New York, 10. September. Auf dem Dampfer Scandia" ist, wie jest bekannt wird, die Krankheit bald nach der Abfahrt bes Schiffes aus Hamburg ausgebrochen. Binnen einer Woche erkrankten an Bord 39 Personen. Die Leichen der Verstorbenen wurden über Bord geworfen, sieben Erkrankte auf der Insel Swinburne gelandet. Der Gouverneur Flower gestattete Den wegen der Cholera zurückbehaltenen Passagieren die Landung auf Fire Island. Washington, 10. September. 10. September. Der Präsident Harrison hat den Dampfergesellschaften die Mittheilung zugehen lassen, wenn sie fortführen, Auswanderer aus verseuchten Häfen nach Amerika zu transportiren, würde ihren Dampfern möglicher Weise der Eintritt in die nordamerikanischen Häfen untersagt werden. Tokales. Parteigenoffen. Die traurigen Vorgänge in Hamburg haben wieder einmal mit überzeugender Klarheit den Beweis geliefert, daß die besitzenden Klassen völlig unfähig sind, die Interessen der Gesammtheit thatkräftig zu vertreten. Gänzlich unvorbereitet ist die reiche Handelsstadt von der heimtückischen Seuche überfallen worden. Die Behörden erst vertuschend, dann rathlos, mit den Geldmitteln geizend und mit halben Maßregeln vorgehend-, die Privaten in bleicher Angst Und nun noch ein einziger Fall aus der Sachsenstraße: in alle Winde flüchtend und die besiglosen Klassen dem A., Wittwe; 1 Zimmer; 4 Bewohner; der Mann nach fort Wüthen der Seuche überlassend daß ist eine Bankrott währender Arbeitslosigkeit an Cholera gestorben; die Frau und erklärung des bisherigen Herrschaftsystems, wie sie schlagender 3 Kinder unterstützungsbedürftig; sofort Lebensmittel, Betten und nicht gegeben werden konnte. Und auf der anderen Seite die Kleider nothwendig.( Die Wohnung sowie sämmtliche Kleidungs- Proletarier, treu ausharrend in der Gefahr, von den Behörden stücke und Hausgeräthe find voller Schmutz und spotten jeglicher in der Noth selbst um Hilfe angerufen, die einzigen wirklichen Beschreibung. In einer Bettstelle mit Zumpen ge- Stüßen der Gesellschaft! füllt liegen die Frau und drei Kinder. Das jüngste Mögen auch, wie wir gerne zugeben, die Zustände bei uns ist fortwährend frank!) beffere sein, mag man insbesondere gegen die gefürchtete Epidemie weichlichere Schuhmaßregeln getroffen haben, so bleibt doch noch Vieles zu thun übrig. Hamburg, 10. September, Von gestern Mittag bis heute Mittag find 310 Erkrankungen und 163 Todesfälle an Cholera zu verzeichnen. C., Arbeiter; 3 Bimmer; 7 Bewohner; der Mann an Cholera Bremen, 9. September. Der Norddeutsche Lloyd" giebt gestorben; die Frau und 6 Kinder unterstützungsbedürftig; sofort auf wiederholte Anfragen aus dem Inland bekannt, daß er bis Lebensmittel nothwendig; Miethereft 40 m. auf Weiteres weder von Bremen noch von Genua mit seinen D., Zimmermann; 3 Zimmer; 6 Bewohner; ein Kind an Schnelldampfern Zwischendeckpassagiere uach New York beCholera gestorben; Eltern arbeitslos; 4 Personen unterstüßungsfördert. bedürftig; Lebensmittel sofort nothwendig; Mietherückstand 38 Mart. 9 Kiel, 10. September. Zwei Arbeiter auf einem Bagger des Nordostsee- Kanals bei Projensdorf sind an der Cholera geIn der letzten Sigung der Berliner Stadtverordneten- Versammlung vom 8. d. Mits. habe ich darauf hingewiesen, daß es nicht genügt, Maßregeln ausschließlich zur Vernichtung der Cholerabazillen zu treffen, sondern daß man vor Allem die Wohnungsund Ernährungsverhältnisse der besiglosen Klassen in solchen Zeiten unter Kontrolle halten und den unzähligen Mißständen auf diesem Gebiet abhelfen müsse. Daß diese Anregung auf unfruchtbarem Boden fiel, fann Niemand Wunder nehmen, der die Zusammensetzung dieser Versammlung kennt. Unbeachtet blieb auch meine Forderung, Vertreter aus der arbeitenden Klasse zu den Arbeiten der SanitätsRommissionen heranzuziehen, in welcher bisher Ge heimräthe und Hausbesitzer ein beschauliches Dasein führten. Unter diesen Umständen bleibt den Arbeitern wieder einmal nichts anderes übrig, als ihrerseits die Initiative zu ergreifen, sich selbst zu helfen. E., Arbeiter; 3 Zimmer; 5 Bewohner; der Mann und ein storben. Rind an Cholera gestorben;' Frau und 3 Kinder unterstützungs- Röln, 10. September. Die Kontrolle der Reisenden ist bedürftig; sofort gebensmittel nothwendig; die Familie ist von wesentlich eingeschränkt worden. Die Züge, auch die Hamburger, allen Lebensmitteln entblößt; Mietherückstand 70 M.. werden nicht mehr ärztlich revidirt; die Reisenden müssen nur F., Arbeiter; 3 Bimmer; 10 Bewohner; der Mann an Revue paffiren. Cholera gestorben; Frau und 2 Kinder unterstützungsbedürftig; Breslau, 10. September. Die tönigl. Eisenbahn- Direktion fofort Lebensmittel nothwendig.( In die Wohnung theilen fich macht bekannt, baß der Schlafwagen- Durchgangsverkehr zwischen drei Familien.) Berlin, Breslau und Pest eingestellt ist. G., Arbeiter; 2 Zimmer; 4 Bewohner; der Mann frant Spandau, 9. September. Ein Schiffer, Namens Remmund feit vier Wochen arbeitslos; sofort Lebensmittel noth- ler, welcher Donnerstag aus Berlin, woselbst er Mauersteine aus wendig. geladen hatte, hier eingetroffen ist, starb in der Nacht unter Noch ist eine Cholera- Epidemie nicht in unserer Stadt ausH., Arbeiter; 3 Zimmer; 5 Bewohner: der Mann an choleraähnlichen Erscheinungen. Die bakteriologische Untersuchung gebrochen, aber noch schwebt die Möglichkeit dieses Ausbruchs Cholera gestorben; Frau und 2 Kinder unterstützungsbedürftig; ist eingeleitet. infolge der Unterlassungssünden des Hamburger Patrizierregiments sofort Lebensmittel nothwendig.( 2 Einlogirer liegen trant in der Wohnung.) Leipzig, 10. September. In seiner heutigen Plenarsizung als drohende Gefahr über uns. beschloß der Rath der Stadt Leipzig, die sächsische Regierung zu Parteigenossen! Ich richte daher an Euch J., Arbeiter; 3 Bimmer; 5 Bewohner; der Mann an Cholera ersuchen, der Aufhebung der diesjährigen Michaelismeffe die Ge- die Aufforderung, über alle groben sanitären geftorben; 5 Personen unterstützungsbedürftig. nehmigung zu ertheilen. Mißstände in Euren Wohn- und Arbeitsräumen, K., Arbeiter; 3 Zimmer; 3 Bewohner; der Mann und ein München, 9. September. Infolge neuester Anordnung Straßen und Höfen, Mißstände, unter denen Kind an Cholera gestorben, die Frau hochschwanger; Frau und der Polizeidirektion werden alle von Hamburg und Altona zu Ihr zu leiben habt oder die zu Gürer Kenntniß & Kinder unterſtützungsbedürftig; sofort Lebensmittel nothwendig. gereiften Personen bei ihrer Ankunft auf dem hiesigen Bentral- gelangt sind, ungefäumt mirturze, schriftliche März fein Krankengeld mehr erhalten.) ( Der Mann lag seit einem Monat frant im Hause; hatte seit Bahnhof ärztlich untersucht und einer dem Ausfall dieser Unter- Mittheilung zugeben zu lassen, damit die Bersuchung entsprechend bemessenen amtsärztlichen Beobachtung unterhältnisse geprüft werden können! ( noch nicht vollständige) Ergebnisse mitgetheilt: Aus der Hammerbrook straße werden uns folgende stellt. Das Gepäck wird festgehalten und behuss Desinfektion in Namentlich kommen hierbei in Betracht das Trinkwasser in den die städtische Anstalt verbracht. Wohnungen, Werkstätten und Fabriken, genügende Zahl und BeA., Rüper; 3 Bimmer; 8 Bewohner; die Frau an Cholera Stuttgart, 9. September. Der König hat verfügt, daß schaffenheit der Klosets, Abtrittsgruben, Müllbehälter, Verunreini geftorben; ber Mann seit& Wochen arbeitslos, jetzt frant, ebenso das diesjährige Bolksfest in Cannstatt unterbleibe. Die Herbst gung der Brunnen, des Spreewaffers und sonstiger öffentlicher 8 ein Kind; sofort Lebensmittel und Kleider nothwendig.( Auf übungen des 13. Armeekorps schließen mit dem Divisionsmanöver Wasserläufe durch Abwässer aus Wohnungen und Fabriken, aus Kurhaus überführt worden.) Beranlassung unserer Parteigenossen sind gestern die Kinder ins ab. Die Formirung einer Reſervedivision fällt fort. stagnirenden Wasseransammlungen, Gräben und Sentgruben, Groningen, 10. September. Ein Kaufmann ist hier an Reinigung der Straßen, Höfe, Wohn- und Arbeitsräume, grobe B., Arbeiter; 4 Zimmer; 9 Bewohner; 2 Kinder an Cholera der Cholera gestorben. Sieben Mitglieder feiner Familie, be- Mißstände auf dem Gebiet der Wohnungs- und Nahrungsmittel, gestorben; Mann, Frau und ein Kind frant; sofort Lebensmittel stehend aus seinem Vater, seiner Frau und fünf Kindern, wurden hygiene zc. Kleider nothwendig.( Die Wohnung spottet jeder Be- zur Beobachtung in die Baracken gebracht. 3weitens bitte ich alle Genoffen, welche gewillt sind, mir schreibung; Krante und Gesunde liegen durcheinander; die Leute find von allen Mitteln entblößt.) Rotterdam, 9. September. In Krolingen find heute bei der Sichtung und Kontrolle des voraussichtlich fehr zwei Fälle asiatischer Cholera konstatirt. Beide betreffen Hafen- I zahlreich eingehenden Materials als Mitarbeiter an die Hand zu gehen, mir ihren Namen. Beruf ilnd Woh» aung u in gehend per Po st karte mitzutheilen. Drittens richte ich an alle Äerzte, Chemiker. Techniker. Statistiker und sonstige durch ihren Beruf oder ihre Erfahrung Befähigten, welche Willens sind, sich mit ihrem sachverständigen Rath und Hilfe an unserem Werke zu be> theiligen die Aufforderung, sich sofort mit mir in Verbindung setzen zu wollen. Tie schreiendsten Uebelstände werden mir in unserem Partei- Organ veröffentlichen und uns von den städtischen und Polizei- Behörden, den Fabrikinspcktorcn und den parlamentarischen Körperschaften Beachtung und, soweit das innerhalb der heutigen Gesellschaft möglich ist. Abhilfe erzwingen. Parteigenossen! Schon seit vielen Jahren verlangen die Vertreter der öffentlichen Gesundheitspflege eine regelmäßige Uebermachung aller sanitären Uebelstände in Berlin durch fach- verständige Gesundheits-Änsseher. schon seit Jahren trügt sich die Stadtverwaltung mit diesem Plane, aber bis heute verlautete noch Nichts von seiner Verwirklichung, bis heute besteht die Ein- richtung nur ans dem Papier. Wohlan, zeigen wir den herrschenden Klaffen, daß die Ar- beiter im Stande sind, durchzuführen, wozu eS den städtischen Behörden anscheinend an Thalkrast mangelt, f o r in i r e n wir eine Sanilätskolonne von Freiwilligen! Rüsten wir uns im Frieden, um im Kriege bereit zu seini Tr. Z a d e k, 3., Annenstr. 46. Eine Anzahl Genossen ans Wilmersdorf unternahmen am letzten Sonntag eine Agitationsreise nach mehreren Ort- schaften des Kreises Teltow. Des Morgens b Uhr wurde nach dem Anhalter Bahnhos Berlin abmarfchirt und von hier zuerst nach Großbeeren gefahren. Mit Munition, d. h. Broschüren, Flugblättern, Parteizeilungen u. s. w. hatten sich die Genossen zur Genüge verscheu. Das Wetter war dem Unternehmen günstig, das richtige„ßoheiizollcruwetier". Zuerst wurde Sputendorf„genommen". Um l) Uhr schon konnte dort mit der Thätigkeit begonnen werden. Es gab eine ganz freundliche Auf- nähme, denn die Spntendorfcr sind auch schon angekränkelt von den herrlichen sozialdemokratischen Ideen. Es war nicht noth- wendig, hier viel Munition zu verschwenden, die Leute sind mit geeigneter Lektüre im Orte schon selbst versorgt, hier ist der An- sang längst gemacht und für das Weitere werden unsere Sputendorser Freunde sorgen. In Schcnkendorf liegt unsere Sache auch günstig. Eine drollige Episode passirte auf dem Wege nach Rudow. Der Herr Pastor kam uns in seiner vollen Würde entgegen gefahren. Wir traten an das Fuhrwerk heran und überreichten dem frommen Herrn in der höflichsten Weise ein Exemplar des„Vorwärts" und einen „Wahren Jakob". Der Pastor war im ersten Augenblick etwas „paff", dann aber bequemte er sich dazu, die Zeitungen anzu- nehmen. Der Zufall hatte es gewollt, daß die Rückseite des „Wahren Jakob" gerade ein auf das selige Volksschul- Gesetz Bezug habendes Bild enthielt. Das wird sicher den Herrn Pastor während der Dauer seiner Spazier- oder Amtssahrt an- gemessen unverhalten haben. Die Ortschaften Philipp-thal, Drewitz, Gütergotz und Stahnsdorf wurden nacheinander nach allen Regeln der Kunst„abgeklappert". Es war erfreulich, in jedem dieser Orte schon Genossen anzutreffen, die in der ivirkungsvollsten Weise vorgearbeitet haben. In diesen Gegenden bleibt für die Berliner kaum mehr viel zu thnn übrig. Die sind der schlimmen Sozialdemokratie mit aller Sicherheit verfallen. An der asiatischen Cholera ist gestern Vormittag im Moabiter Krankenlazareth auch der Kommis Kappel gestorben. Der Verlauf der Krankheit ist demnach hier ganz derselbe ge- wesen, wie in den übrigen fünf Fällen mit tödtlichem Ausgange; stets war dem Tode eine kürzere oder längere Periode des Bester- befindens vorangegangen. Was die vermuthete Ansteckung Kappel's durch ein Oberhemd des Kaufmanns Höuiger betrifft, so ist, wie ans Ratibor berichtet wird, durch die dorligc Polizeibehörde jetzt sestgestellt worden, daß Höniger in den lehren fünf Monaten in der That nicht in Hamburg gewesen ist. Doch hat er von dort in der letzten Zeit Wein und Zigarren bezogen und thut das auch jetzt noch. Ob zwischen dieser That- fache und der Erkrankung Kappel's irgend eine Verbindung besteht, wird sich schwer feststellen lassen. Erkrankungen unter choleraverdächtigen Erscheinungen sind der Sanitälskoinmission von gestern zu heule nur drei neu gemeldet. In allen diesen Bällen liegt Brechdurchsall vor. Tasselbe ist der Fall bei einem .uartaner des Fricdrich-Werderschen Gymnasiums, wegen dessen Erkrankung gestern Bormittag diese Klasse vorübergehend geschlossen war. BesondereAufmerksamleit wird jetzt denWasserläufeii zugewandt. So ist aus Veranlassung des Reichs-Gesundheitsamts ein Dampfer in Dienst gestellt worden, der mit einem Arzte an Bord auf der Oberhavel beständig kreuzt, um die von Hamburg kommenden Schiffe und ihr Personal zu kontrolliren. Alle choleraverdächtigen Personen werden in ein bei Havelhausen errichtetes Lazareth bezw. in das bei Oranienburg gelegene, zur Ausnahme von Kranken eingerichtete Menzel'sche Tanzlokal gebracht. lder« das Messer, als Sie am anderen Morgen den furchtbaren Gang antraten?— Angekl.: Ich trug es eingewickelt in Papier tüuten in der Hosentasche.— Präs.: Was haben Sie verab- redet?— Angekl.: Ich sollte Frau Manzel erzählen, daß mir meine Uhr gestohlen sei und wenn sie es nickt glauben wollte. daN" follte ich ihr sage», mein Freund stehe draußen, der es ihr bestätig«� könne und dann sollte ich Neukam hereinrufen.— P r ä s.: vir gingen nun zusammen in das Haus Gartenstr. S3?— Angekl.: Ja, wir gingen bis 4 Treppen hoch, er sah links und ich rechts die Schilder an und auf der vierten Treppe sagte ich: Hirr wohnt sie!— Präs.: Nun klingelten Sie und Frau Manzel machte die Thür auf. Was geschah nun? An gel I,: Ich habe ihr von der Uhr erzählt, aber da»» ist mir die That doch ivieder leid geworden. Ich rief nach hat Ar Romm man, wir den INC " Hast Du " danken. Vermischtes. R ver fein nachhaltiger Regen eintritt, dürfte die 3000 Morgen umNeulam, indem ich der Frau sagte, mein Freund stände draußen. Jihm der Gedanke, den Wagenschütz zu der Mordthat anzureizen, Frau Manzel sagte noch: na, mit den Freunden ist das solche fern gelegen habe, auch auf dem Wege zur Manzel'schen WohSache, der Freund hat vielleicht einen andern Freund und der nung habe er nicht geglaubt, daß Wagenschütz von dem scharfen hat bann vielleicht die Uhr gestohlen.- Präs.: Frau Manzel Meffer, das er bei sich führte, Gebrauch machen würde. WagenAus Mainz wird uns geschrieben: Der durch seine Sie fogar aufgefordert, sich ein wenig hinzufeßen.schüß sei garnicht zu halten geweſen, er habe immer gesagt:„ Mücken- und Elephanten rede" so rasch„ berühmt" geAngell.: Ja, ich feste mich auch, dann rief ich nach Neukam, Heute mag pafsiren, was da will, Geld muß ich habens wordene General von Reibniz, Gouverneur der Festung Mainz, aber der war hinunter gegangen. Da that mir die ganze Ge- Wagenschüß aus der Mangel'schen Wohnung herausgekommen hat jetzt endlich den nachgesuchten Abschied erhalten und wird schichte leid und ich ging fort. Frau Manzel fagte noch, ich follte fei, habe er ihn unten vor der Thür getroffen. Wagenschütz sei anderwärts feinen Wohnort aufschlagen. Kein Gouverneur meine Eltern grüßen. Ich habe mich bedankt und bin die Treppe fehr aufgeregt gewesen und habe nur gesagt:" Komm, ich habe standen, sich in des Wortes vollster Bedeutung unbeliebt zu unserer Festung hat runter gegangen. es bis jetzt so gründlich Präs. Unten wartete Neutam auf Sie, Geld!" Seine was fagte er?- Angefl: Er rief gleich: Hast Du Geld? habe Hände seien blutig feien blutig gewefen und er Und als ich das verneinte, sagte er: Ich hatte mich schon ge- um ihm gerathen, fich in ein Haus zu begeben, machen, als der Genannte. Reibnitz hat sich besonders hervor freut, daß Du die Frau todt gemacht haft. fich ชิน waschen. Wagenschütz unterbricht hier gethan durch Massen- Militärverbote, die er über Wirthschaften, Neutam mit ben Worten:„ Wat? wo Arbeiter verkehrten, verhängte, und durch Beleidigungsprozesse, wollen noch mal hinaufgehen. Bras. Das haben Sie denn nich jesagt, id sollte in en Bissoir jehen, un mir die Hände mit die er gegen die Preise erhob. Auch die„ Mainzer Bolts- Beitung", auch gethan? nicht, was ich zu der Frau sagen soll, ich müßte mir gerade Art und Weise, wie sie den übrigen Theil des Tages verbracht Angel.: Ich habe ihm gesagt, ich weiß Urin abwaschen?" Neufamm bestreitet dies und schildert die das sozialdemokratische Organ, hat ihm mehrere Prozesse zu verGeld von ihr borgen. Präs.: War Neufam damit haben. Sie seien nach dem Humboldthain gegangen, hätten hier einverstanden? Wegen dringenden Verdachts des Meineids wurde, die Frau nun aber gleich niederstechen, wenn sie die Thür auf- dann nach der Swinemünderstraße begeben, wo sie eine Weiße verbandes und als solcher natürlich Gegner der Sozialdemokratie, Angell: Ja wohl! Er fagte, ich folle die Alfenidemesser zerbrochen und„ verbuddelt" und hätten sich wie die Thüringer Tribüne" berichtet, in Erfurt der Buchhalter Koch, Schriftführer des Thüringischen Zentral- Kriegermacht. Präf.: Als sie nun aufmachte?- Angefl.: Da tranken. Am Abende hätten sie sich betrunken. Der Angeklagte verbandes und als solcher natürlich Gegner der Sozialdemokratie, habe ich fie gefragt, ob sie nicht will so gut fein, mir eine Mart Neufam giebt zu, daß er 80 M. von der Beute erhalten habe; welche den Meineid begünstigen und die Ehe zerstören soll, verzu borgen. Präs: Sie hat Ihnen dann 80 Pf. gegeben? er habe aber nicht gewußt, daß diese von einem Morde her haftet. Koch ist Familienvater, hat aber mit Prostituirten verkehrt Angek I.: Ja. Sie sagte dann, ich sollte doch ein bischen warten, rührten. Er habe dem Angeklagten Wagenschüß auch keineswegs und in einer Untersuchungsfache gegen dieselben den falschen Eid fie ginge auch gleich aus und wir könnten dann zusammen die gerathen, die Frau todt zu machen, und erst später habe ihm geleistet. Treppe hinunter gehen. Präf.: Sie haben dann der Auf- biefer gesagt, daß er die Frau falt gemacht habe. Da habe er Webergeselle zu 6 Monaten Gefängniß verurtheilt. Wegen Majestätsbeleidigung wurde in Gorau ein forderung der Frau Folge geleistet und Platz genommen? Ingeti.: Ja, die That wurde mir aber wieder leid. ihm ganz entfelt zugerufen: Mensch, mach' man so wat!" Der Angeklagte Schneider Kropf bestreitet, im Gegensahe der„ Dortm. Btg." zur Verfügung gestellt: Da mein Son Heindrich Präs.: Der Frau ist wohl Ihrer eigenen Angabe nach einmal zu seinem vor dem Untersuchungsrichter abgelegten Geständnisse die Schuhle vom 23.- 27. Augoft nicht befugt hatt von wegen Auch die Cholera! Folgender Entschuldigungszettel wird angstlich vor Ihnen geworden? Angefl.: Nein, mir wurde daß er schon am 3. Mai, als diebeiden Angeklagten zu ihm gekommen, anglich, denn die Frau sing mit einem Male an von Wetzel zu von denselben erfahren habe, daß sie eine Mordthat begangen. Kopf und magen leiten, wo ich ihm halt aufgegeben, wie er auch reben und sagte, was mit dem Raubmörder nun wohl geschehen Als Wagenschütz und Neukam am 3. Mai Abends zu ihm immer die Krankheit von vornherrein besessen hatt von wegen die würde. Da bekam ich Angst und dachte daran, was meine tamen, feien sie angetrunken gewesen, hätten allerdings mit Gelb Rollra so bitte ich um Schonung der Strafe von wegen der Eltern wohl dazu sagen würden, wenn ich nun unverrichteter geprahlt und wiederholt gesagt:„ Wir haben Draht!" Sie hätten ecteligen Rollra. Mitt Agtung. Sache herunter fäme und Neukam später erzählen würde, was dann auch ein Lied nach der Art gesungen:„ Wenn die Schwalben Fladow( Westpreußen) gelegene große Torfbruch zu Groß- WöllTorfbrand. Vor einigen Tagen gerieth der im Kreise ich vorgehabt hatte. Präs.: Und aus Augst vor heimwärts ziehen", welches den Refrain hatte:„ Wenn der Olle diefer Blamage haben Sie dann lieber die That verübt? wiederkommt, wird er staunen". Die Beiden hätten dann Probenih, wahrscheinlich durch einen Blitzschlag in Brand. Wenn Anget I.: Mir wurde ganz wirr im Kopf.-Präs.: Was zu einem Rocke aussuchen wollen, da fie aber angetrunken gegeschah dann?- Angefl.: Die Frau ging erst in die wesen, fei nichts daraus geworden. Am 4. Mai seien sie wieder fassende fiskalische Torffläche ein Raub der Flammen werden. Riche, um sich die Stiefel zum Ausgehen zu pußen und dann ist gekommen und da hätten sie ihm gesagt: Er würde Demnächst Der Brand bietet ein schaurig- schönes Schauspiel. Weithin kündigt die Frau ins Borderzimmer gegangen und hat mit Geld ge- etwas Schönes an der Säule lesen, sie hätten allerlei dunkle er sich durch dicke Rauchwollen an, beim Näherkommen gewahrt tappert. Dann kam sie heraus mit Hut und Mantel, steckte fich Nebensarten gemacht, aber erst am 6. Mai habe Neutam ihm man überall einen unbeschreiblichen, brenzlichen Geruch und hört vor dem Spiegel die Broche an. Da fielen ihr gerade Schlüssel erzählt, daß Wagenschütz eine Alte falt gemacht habe. Der An- cin seltsames Kreischen, das Todeskreischen der verbrennenden herunter. Ich bückte mich um dieselben aufzuheben und packte geklagte will auf diese Weise sich von dem Vorwurf der Hehlerei Thiere, von denen der Bruch bevölkert ist. Die Flammen brennen ſie bei der Kehle und warf sie über's Bett.- Präf.: Was befreien und er wird äußerst dreist, als der Präsident auf seine metertiefe Löcher im Boden aus und springen förmlich von einer machte die Frau?- Angeti.: Sie schrie blos: Hilfe, laffen Widersprüche mit seinen ersten Geständnissen aufmerksam macht. Flammen verzehrt wird, ist in den tieferen Schichten nur ein Stelle zur anderen. Während die Torfoberfläche von hellen Sie mich los, ich will Ihnen etwas geben. Präf.: Sie haben Bräf.: Sie sind ein ganz unverschämter Mensch! ihr das Meffer mit aller Wucht in die Brust gestoßen. An anget I.: Ich habe meine Pflicht als Mensch erfüllt und habe leises Flackern bemerkbar. Zeitweise fprühen auch Funken empor, gett: Ja, die Messerspiße brach ab. raf.: Was haben die Mörder angezeigt. Weiter giebt's nichts. Der Angeklagte er aber alles geschieht mit einer Ruhe, die etwas Schauervolles an Sie dann gethan? Angefl.: Ich bin in die Küche gelaufen klärt noch, daß er dann aus den Erzählungen den Eindruck sich hat. und fand dort ein Küchenmesser. Präs: Damit haben Sie erhalten habe, daß Neutam der Mitthäter an dem Morde war. dann wieder gestochen. Es sind 5 Stiche der Frau versetzt Der Angeklagte Winzer giebt zu, daß er ein Cachenez und worden, von denen der eine direkt ins Herz gegangen war. Was 20 Mart erhalten habe. haben Sie dann gethan? Angefl.: Ich bin dahin ge- Medizinalrath Dr. 2ong giebt eine anschauliche Darstellung gangen, 100 fie mit bem Geld geflappert und habe von den Obduktionsbefund, wonach die Frau in geradezu entaus dem Vertikow eine Schachtel mit 180. in sehlicher Weise zugerichtet worden ist. Jede einzelne der vorBwanzig- Martstücken genommen. Präs.: Was haben Sie noch gefundenen Verlegungen fei tödtlich gewefen. Die Ofentrücke set genommen? Angetl.: Zwei filberne Löffel und zwei filberne durchaus geeignet gewefen, die Schädelverlegungen beizubringen, Messer, sowie ein Kachenez. Präf.: Was ist aus dem die Herzverlegungen rühren von einem scharfen, schneidenden In Sizung am Mittwoch, den 14. d. M., die sich auf die CholeraRachenez geworden?- Anget. Das habe ich Winzer ge- ftrument her. schenft. Präs.: Was haben Sie weiter gethan?- Angetl.: Die Beweisaufnahme beschränkt sich lediglich auf die 1.„ Die Bürgerschaft ersucht den Senat um die MitgenehIch ging dann wieder in das Zimmer, wo die Frau über dem Vernehmung des Dienstmädchens& efon under Frau migung zur Ginſegung einer gemischten Kommission, bestehend Bette lag. Da war es mir so, als ob die Frau sich noch be- 28 en bt, welche am Tage des Mordes den Angeklagten aus drei Mitgliedern des Senats und sechs Mitgliedern der wegte. Da friegte ich einen furchtbaren Schreck und ich griff Neufam auf der Treppe des Hauses haben warten Bürgerschaft, zur Prüfung unserer sanitären Verhältnisse und nach einem Ofentrazer und haute noch einmal auf die Frau los. sehen und darin übereinstimmen, daß derselbe ein scheues, insbesondere zur Prüfung der Frage, ob und eventuell wie es Bräf.: Sie haben wie ein Wahnsinniger auf die Frau los- unheimliches Wesen zeigte und ihnen Angst einflößte. Die Zeugin ermöglicht werden kann, bis zur Fertigstellung der Sandgeschlagen und es sind etwa 20 Knochensplitter aus dem Gesicht Leson hat auch noch gehört, wie Neukam zu Wagenschüß sagte: filtration gesundes Trinkwasser für unsere Bevölkerung zu be Der Frau herausgeholt worden, das Nafenbein war zertrümmert, Du gehst hinauf!" furz, Sie haben eine geradezu viehische Rohheit bekundet. Staatsanwalt Großpietsch: Es handele sich hier um 2. die Bürgerschaft ersucht den Senat, fofort Maßnahmen Angefl.: Ich habe gedacht, daß ich die Frau auf alle Fälle eine furchtbare That. Gine achtbare, ehrliche Bürgersfrau sei zu treffen, daß binnen kürzester Frist artesische Brunnen angelegt ganz todt machen müßte. Präf.: Sie sind dann mit blutigen bier von zwei halbwüchsigen Burschen hingemordet worden, deren werden, um die Stadt, Vorstadt und Vororte so lange mit Händen und blutigem Rock zu Neutam heruntergegangen. Was einer noch dazu Wohlthaten von der Ermordeten genoffen hat. gutem Wasser zu versorgen, bis die Stadt- Wafferkunst im Stande hat dieser zu Ihnen gefagt? Angell: Er fragte Man möchte fast bedauern, daß diese Subjekte noch nicht voll ist, zweifellos genußfähiges und keimfreies filtrirtes Leitungsgleich: Hast Du Geld und als ich es bejahte, fagte strafmündig sind und die einzig entsprechende Strafe, bie Tobes- wasser zu liefern." er: Na dann komme man. Ich ging sehr schnell und strafe erleiben tönnen, denn die ersten beiden Angeklagten feien Dortmund, 10. September. Der Kongreß für innere Mission, er fagte: Mensch, renne doch man nicht so, denn denken breifte, unverschämte und moralisch verkommene Menschen. Mit welcher vom 26. bis 29. D. M: hier tagen sollte, wird der Choleradie Leute, Du hast was ausgefreffen. Bra f.: Hatten Sie Entfegen müsse der Gedanke erfüllen, daß diese Burschen, gegen gefahr wegen nicht stattfinden. denn keine Angst, daß man Ihre blutigen Hände bemerkte? welche nicht einmal auf Ehrverlust erkannt werden könne, Sigung den Antrag des Landesausschusses an, im Hinblick auf Prag, 10. September. Der Landtag nahm in seiner heutigen Angefl.: wollte sie an einem Brunnen waschen, Neutam nach 10 bis 15 Jahren als ganz freie Leute der fagte aber: Mensch, da mußt Du in ein Pissoir gehen und den menschlichen Gesellschaft wiedergegeben werden tönnten. die Choleragefahr 20 000 Gulden zu sanitären Zwecken für beeigenen Urin zum Waschen benutzen. Präf.: Das haben Sie Bei der Brutalität und Bestialität, welche die beiden dürftige Landgemeinden zu bewilligen. denn auch gethan. o gingen Sie dann hin? Anget 1.: Mordsgesellen, die gemeinschaftlich gehandelt, an den Tag gelegt, Wien, 10. September. Die Delegationen find für den Nach dem Humboldthain. Da habe ich Neufamın 80 M. gegeben, tönne nur von dem Strafmaximum die Rede sein. Er beantrage 1. Oktober nach Best einberufen worden. die Messer und Löffel haben wir zerbrochen und theils ver- deshalb gegen Magenschütz und Neukam je 15 Jahre Aig les Bains, 10. September. Gine plößlich eingraben, theils in den Rafen geworfen. Bräf.: Sie sind dann Gefängniß, gegen Kropf und Winzer je 8 Jahre getretene Abfühlung der Witterung ist der Wiederherstellung des 3 nach der Butbuferstraße gegangen und haben eine Weiße ge- Gefängniß. russischen Ministers v. Giers hinderlich, deffen Leberleiden neuertrunken. Dann haben Sie gehörig gekneipt? Anget: Ja, bis 3 Uhr Nachmittag, dann gingen wir zu Kropf, um uns Frivolität und der Lust am Verbrechen, mit welcher diese schauderDer Gerichtshof war gleichfalls der Meinung, daß bei der dings wieder stärker hervortritt. ( Depeschen des Bureau Herold.) Muster zu einem Anzug auszusuchen. Es wurde aber an dem haft rohe That verübt worden, nur die Maximalstrafe Plat Zage nichts draus. München, 10. September. Der Obermedizinal- Ausschuß Präs.: Haben Sie zu Winter und Kropf greifen könne. Er verurtheilte Wagenschütz und Neufam erklärte auf an ihn gerichtete Anfrage, bei Andauer der gegenvon der That gesprochen?- Anget L.: Ja, wir haben Alles zu je 15 Jahren Gefängniß, Kropf und Winger zu wärtigen Gesundheitsverhältnisse sei die Abhaltung des Oktobererzählt. Praf: Sie sollen auch gesagt haben: Morgen je 2 Jahren Gefängniß, 5 Jahren Ehrverlust und Bufeftes nicht anzurathen. werdet Ihr es in den Zeitungen lesen." Angefl: Ja, lässigkeit der Polizeiaufsicht. Neutam und Kropf beruhigten das habe ich auch gefagt.- Präs.: Haben Sie sich nicht sich nicht. Magenschüß hatte die Dreistigkeit, den Wunsch aus- Truppen des Warschauer Militärbezirks werden troh der Wien, 10. September. Die großen Herbstmanöver der bei Kropf Jeder einen Anzug getauft? Angell: Ja, zufprechen, auf ein paar Tage zu seinen Eltern zu dürfen". Das Choleragefahr bei Butawy, unweit Lublin, auf Befehl des wir haben, glaube ich, Jeder 50 Mart dafür bezahlt. Berlangen wurde natürlich abgelehnt. Bräf.: Sat Winter auch Geld von Ihnen bekommen? anget!.: Ja, er hat 20 Mart bekommen. Präs.: Also am An" " Versammlungen. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Montag, den landsmann 8. Saß, Martgrafenftr. 102. 12. September 1892, abends 8 Uhr, Borstands- Sigung im Restaurant vom Oeffentliche Versammlung der Filfhuharbeiter nud: Arbeiterinnen Montag, den 12. September, Abends 8½ 11hr, bet Geefeld, Grenablerjir. 83. tung bei Feuerstein, Alte Jakobftr. 75. Verein zur Wahrung der Interessen der Schuhniacher. Bersamın Achtung, Möbelpoliver! Montag, den 12. September, Abends 8 Uhr, öffentliche Abende des ersten Tages nach dem Morde haben Sie sich betrunten, was thaten Sie nun am folgenden Tage? getlagter: Da habe ich gearbeitet. Prä f.: Sie haben Ihre Mitangeklagten doch an diesem Tage noch gesprochen? Angefl.: Ja, aber erst Abends. mit gebrüstet haben, daß Sie sich so schön verstellt und sich nicht Präs.: Sie sollen fich da verrathen hätten. Augetl.: Ja, ich habe ihnen erzählt, daß meine Mutter am Abend gegen 7 Uhr nach Hause gekommen wäre. Sie war ganz aufgelöst, denn sie hatte von dein Morde erfahren. Als sie hereintrat, fiel sie mir um den Hals und sagte: Dente Tir Otto, was sie mit der Frau Manzel gemacht haben, findet eine große Bertrag über Gewerbegerichtswahlen. Referent Genoffe Sie haben sie ermordet! Ich stellte mir sehr verwundert und Böttet. mein Bruder sagte„ Na, sowat!" Bald darauf flingelte es und Sachirer- Versammlung( Filiale 4). Montag, den 12. September, ich sagte zu meiner" Schwester:„ Geh hin und mache mal uf!" G3 Abends 8 Uhr, Blumenftr. 78. Tagesordnung: Bortrag über Cholera. war Neufam, der kam, Gesangverein Berliner Bildhauer„ Ornament"( Strigent Wilhelm wir sind dann zusammen weg- Seeger). Montags, Abends 3-10 Uhr, Uebungsstunde Beughofstr. 8 bet stoch. gegangen. Ich habe den Anderen gefagt, daß ich mir nicht verrathen hätte. Oeffentliche Versammlung fämmtlicher in Fahrbetrieben beschäftigten Präsident.: Sie räumen Arbeiter, ferdebahn- und Omnibnstutscher, sowie Rondutteure in ben also ein, daß Sie die Manzel in ihrer Wohnung aufsuchten, nm nachts 12 uur. Tagesordnung: Die Gewerbegerichts- Wahlen. Referent Arminhallen", Kommandantenstraße 20, am Montag, den 12. September, fie zu ermorden? Angel.: Ja.- Präs.: Sie haben die Stadtv. O. Klein. arme Frau in viehischer Weise niedergestochen, haben Sie denn garnicht an die Folgen gedacht? Anget 1.( weinend): Ich hätte es ja nicht gethan, wenn ich gewußt hätte, daß es mir so Präs: Nun, dergleichen schwere Verbrechen werden Gott sei Dank doch in den meisten Fällen entdeckt. Haben Sie denn kein Gewissen? Ange.f I.: Ich hätte es auch nicht gethan, wenn Neufam nicht so sehr auf mich eingehen würde. geredet hätte. lova Depeschen. mists& ( Wolff's Telegraphen- Burean.) Hamburg, 10. Sept. Die Anträge für die BürgerschaftsEpidemie beziehen, lauten: schaffen; = Baren stattfinden. Stockholm, 10. September. Die erste Rammer wird in der kommenden Reichstags- Session sehr viele neue Mitglieder erhalten, bis jetzt haben nicht weniger als 18 Mitglieder ihre Mandate niedergelegt und mehrere andere Mandatsniederlegungen werden noch folgen. Unter diesen sind der Erzbischof Sundberg, Führer N. Dere der Hochtonservativen, und der Chefredakteur von fundsposten" Borg, hervorragendes Mitglied der liberalen Minderheit der ersten Kammer. Helsingfors, 9. September. Zufolge offiziellen Manifestes ist die Ausfuhr aus Finnland von unvermahlenem Roggen, Noggenmehl und Kleie von allen Arten wieder gestattet. aus Valparaiso, General Gamacho leugne, daß er beabsichtige, New- York, 10. September. Der„ New- York- Herald" meldet sich an die Spise der Aufständischen stellen zu wollen. Der bolivische Kongreß hat beschlossen, 21 Abgeordnete wegen Aufreizung zum Aufstand aus dem Parlament auszuschließen; die meisten bolivischen Abgeordneten wollen Antofagasta verlassen. hallen, Kommandantenfir. 20: Unterricht in der Nationalökonomie. Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag Bormittag 10-13 Uhr: ArminMontag abends 8-10% Uhr: Süd- Schule, Hagelsbergerstr. 43: Unterricht in Deutsch( Oberes): Süd- Dfticule, Reichenbergerstr. 138: Unterricht in Schule, Müllerstraße 179a: Unterricht in Buchführung. In allen LehrRechnen; Ost Schule, Martusftr. 31: Unterricht in Buchführung; Nordfächern, mit Ausnahme der Buchführung, tönnen noch Schüler und der schülerinnen, auch jest im Laufe des Semesters, eintreten. Literarisches. Die Bernehmung des Angeklagten Neutam beansprucht nur turze Zeit. Neutam bestreitet entschieden, daß er die ver hängnißvolle Rolle bei der Mordthat gespielt habe, wie WagenSchüß behauptet. Der Letztere sei in Geldverlegenheit gewesen und habe fortwährend geäußert: Mensch, ich muß Geld haben, eigener Anschauung und authentischen Quellen von Friedrich Die Lage der arbeitenden Klaffen in England. Nach es mag herfommen, wo es will." Als Wagenschütz zuerst den Engel 3. Gedanken aussprach, die Manzel niederzuftechen, habe er, Neutam, 304 Seiten. Brosch. 2 M. Geb. 2,50 M.( 14. Band der InterZweite durchgesehehene Auflage. XXXXII und gesagt:„ Mache man nich sowat!" aber er habe auch nicht geglaubt, nationalen Bibliothek.) Wir werden demnächst dieses epochedaß Wagenschüß die That begehen würde. Der Präsident hält machende Werk eingehend besprechen. bem Angeklagten Neufam vor, daß sein jetziges Zeugnen ihm die Erzählung des Neufam mehrfach mit den Worten wie Jaft( Jassy), 1892. Manifestul Comunist si chestiea evreeasca. Die Uebersetzung des Kommunistischen det Du davon wat jewußt haft?" Mensch, lüje doch nicht so!" oder:„ Wat? Du willst streiten, Manifest's" ins Rumänische ist eine treffliche Bürgschaft für den Neutam bleibt dabei, daß Fortschritt des Sozialismus in- Rumänien. 18 Briefkaffen der Redaktion. X., Bremen. Wenden Sie sich persönlich an die Redaktion sozialdemokratischen„ Bremer Bürger- Zeitung". Sie können auf unbedingte Diskretion rechnen. F. S. und E. K. Stellen Sie die Frage noch einmal. Hr. Gilek. Die Frage ist beantwortet worden; die Antwort lautete unserer Erinnerung nach:" Ist Schwindel". Wann und ob das Protokoll über den Brüsseler Kongreß im Druck erscheint, wissen nur die Götter und die Belgier. dition vor. G. N., Jüdenstr. Ihre Verse sind nicht druckreif. F. M. Es liegt natürlich nur ein Bersehen der ExpeEmil Rogge. Die Vorausseßung ist unzutreffend. Dr. A. F. Zuverlässige statistische Angaben sind immer willkommen. Herbern. Ihre Steuerreklamationen sind verspätet und haben feinerlei Aussicht auf Erfolg. ? Ihre Frage wegen der einer Kellnerin zustehenden Alimente eignet sich nicht zur Beantwortung im Briefkasten; zu mündlicher Auskunft sind wir bereit, Aehtung! Achtung! Konzert und Sommernachts- Ball veranstaltet vom Verband der deutschen Zimmerlente ( Lokalverband Rixdorf und Umgegend)] am Sonnabend, den 17. September 1892. Bum Besten erkrankter Mitglieder. Unter Mitwirkung des[ beliebten Boltshumoristen H. Osang. Feftrede ge halten vom Reichstags- Abgeordneten Arthur Stadthagen. Bum Schluß: Lebende Bilder in 3 Abtheilungen, ausgeführt vom„ Verein für volksthümliche Kunst" unter Leitung feines Dirigenten H. Hansen: 1. Hoch Ferdinand Laffalle. 2. Proletarier aller Länder vereinigt Euch. 3. Die Arbeit der Freiheit huldigend. 458/14 Nach dem Konzert Ball. Anfang des Konzerts 8, Uhr. Billets find in allen mit Plakaten belegten Handlungen und bei den Mitgliedern zu haben. Der Vorstand. Achtung! In der Borussia- Brauerei zu Nieder- Schönweide findet am Sonnabend, den 24. September cr., Abends 8 Uhr, das 3. Stiftungsfeft des 495/19 Gesangvereins ,, Eintracht" statt, bestehend aus Vokal- und Instrumental- Konzert unter gütiger Mitwirkung mehrerer Vereine, sämmtlich Mitglieder des A.-S.-B. Freunde und Genossen sind freundlichst eingeladen. Um regen Besuch Das Vergnügungs- Komitee. bittet Todes- Anzeige. Die traurige Nachricht, daß mein Elegante Einsegnungs- Anzüge lieber Mann Gottlieb Hellwig am in blauen u. schwarzen Stoffen und Rammgarnen zu billigsten Preisen empfiehlt 8. September nach langem, schwerem Leiden an der Proletarierkrankheit 2967L Julius Lindenbaum, Frankfurterstr. 139. verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 11. d. M., Nachmittags 5 Uhr, vom Trauerhause aus, Friedrichsberg, Blumenthalstr. 40, statt. Wwe. Marie Hellwig nebst Kindern. Gefärbt wird Tischler- Verein für 2,50 bis 3,00 Mark 2951 L Den Mitgliedern zur Nachricht, daß in allen Farben: Damenkleider, Ueberzieher, Röcke, im Ganzen oder getrennt. das Mitglied Fr. Fuchs, wohnhaft Möbelstoffe à Pfd. 1,- Mark, Bettdecken à Stück 1,25 Mart. Damenkleider, Melchiorstraße 7, am 9. September im chemisch gereinigt, 2,50 bis 3,- Mart. Herren- Anzüge, gereinigt und gebügelt, Alter von 44 Jahren gestorben ist. 2,50 Mart. Abholung und Zustellung fostenfrei. Die Beerdigung findet am Montag, Gegründet den 12. September, Nachm. 5 Uhr, 1875. von der Leichenhalle des St. ThomasKirchhofes aus statt. 496/4 Der Vorstand. Lese- und Diskutirklub 93 Constantia". Am Dienstag, den 13. d. M., Abds. 81/2 Uhr, im Zotal des Genossen Alb. Knapp, Raftanien- Allee 95-96: A. Pergandé, Gegründet 1875, Haupt- Geschäft: Waldemarktraße 52. Filialen: Görligerstr. 43, Reinickendorferst. 12; Potsdam: Nauenerft.18. Leweck's Goldwaaren- Fabrik, N. Müllerstr. 174 ( Eingang Fennstraße), empfiehlt zur Einsegnung sein großes Lager von Gold, Silber und Korallen zu ganz enorm billigen Preisen. Massiv gold. Trauringe von 5 M. Reparaturen schnell und billig. 1933b Sereins- Berjammlung. Kalläne& Meiling, Tagesordnung: 1. Vortrag über:" Rechtspflege". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste willkommen. 1913b Der Vorstand. Verband Färberei und chemische Waschanstalt für Damen- und Herren- Kleider, sowie für Möbelstoffe jeder Art. Gardinen- Wäscherei. Teppichreinigung. Reparatur von HerrenGarderobe. Kunststopferei. Neu! Glanzbeseitigung blank gewordener Kammgarn- Garderobe. 10., 70. der in der Kürschnerbranche Berlin SW., Beuthstraße 9. SW., umente. 69. Fachverein der Tischler. Tischler. beschäftigten Süden, Südwesten und Westen. Dienstag, den 13. September, Abends 8%, Uhr: Versammlung in Heinrich's Lokal, Blücherstraße 61( dasselbe ist nicht mehr boykottirt). Tagesordnung: 1. Vortrag des Herru Türk über:" Der Kampf gegen das Verbrechen." 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten.- Gäste haben Zutritt.- Neue Mitglieder werden aufgenommen. 85/3 Der Bevollmächtigte. beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Mitglieder- Versammlung Montag, 12. d. M., Abends 812 Uhr, Neue Friedrichstrasse 44. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 444/12 Die Ortsverwaltung. Deffentliche Versammlung Vereinigung der Maler, Lackirer, Anstreicher der Bentral- Kranken- und und verw. Berufsg.( Filiale V N.) Versammlung am Montag, den 14. Sept., Abends 8/2 Uhr, bei Nicolay, Elisabethkirchstr. 14. Tages- Ordnung: 210/8 1. Vortrag. Referent Zahnarzt R. Wolf. 2. Diskussion.( 3. Verschiedenes. Da die Bersammlung pünktlich eröffnet wird, bittet um zahlreiches und pünktliches Erscheinen Der Vorstand. Fachverein der Tapezirer Berlins u. Umgeg. Versammlung am Montag, den 12. September, Abends 81/2 Uhr, bei Boltz, Alte Jakobstr. 75. Zages Ordnung: 1. Der Mensch das unersättlichste Raubthier, Vorlesung. 2. Diskussion. 3. Bereinsangelegenheiten. 4. Fragetasten. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 384/14 Der Vorstand. Charlottenburg. Dienstag, den 13. September, Abends 8 Uhr: Große öffentliche Versammlung des Soziald. Wahlvereins für Teltow- Beeskow- Charlottenburg in der Gambrinus- Brauerei, Wallstr. 46 und Bismarckstr. 23a. Tagesordnung: 1937b 1. Vortrag des Genossen Fischer über: Sozialismus und Anarchismus. 2. Distusfion. 3. Verschiedene wichtige Angelegenheiten. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Freie Volksbühne. Sterbekasse der Maler und verw. Berufsgenossen. ( Filiale 6 Monbit.) am Sonntag, den 1. Sept., Nachmittags 4/2 Uhr, im Restaurant Herzog, Stromstraße 28. Nach Schluß: Gemüthliches Bei1908b sammensein mit Tanz. J. A.: O. Schmidtke. Stempel! Rathenower Brillen u. Pincenez in Alnmin- Gold von 2,50 M. " " Nickel Stahl " " " 2,00 1,00 an. Beftes Theater- u. Reise- Glas Excelsior" 12 Mark! R. Behrendts, Inhaber A. Tuchen, Optikus aus Rathenow, Berlin N., Lothringerstr. 28/29. Lieferant sämmtl, Krankenkassen. Freundliche und reelle Bedienung. * Vereins- Abzeichen. H. GUTTMANN Stempel-, ( Schablonen-, SchilderFabrik .9. Berlin N., Brunnenstr. * Stempel! 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R.Tresp, Braunsbg., D.- 12 Schlafft. f. Schuhm. Sintstr. 38 H. 1. E Berantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 213. Preußische Maßnahmen gegenüber Hamburg. Der Reichs- und Staats- Anzeiger"( Nr. 214 vom 10. d. M.) beröffentlicht nachstehendes Rundschreiben: = Sonntag, den 11. September 1892. Gerichts- Beitung. 9. Jahrg. Parteibildung haben treffen zu wollen. Der Gerichtshof er achtete den Artikel für beleidigend, da derfelbe in gröblichfter Gegen den antisemitischen Redakteur Dr. Erwin Bauer Weise die Ehre des Reichstanzlers Grafen Caprivi und des aus Leipzig wurde gestern eine Anklage wegen Beleidigung des Finanzministers Miquel verlege. Der Gerichtshof nahm ferner Reichstanzlers Dr. Miquel vor der 2. Chrastammer hiesigen Bandgerichts I und verurtheilte denselben zu einem Monat Gefängniß. von Caprivi und des Finanzministers an, daß der Angeklagte die Absicht der Beleidigung gehabt habe. • Soziale Leberlicht. = Umgegend. Achtung, Tischler! Die Kollegen der Möbeltischlerei von D. Seeger u. Co., Berlin, Stettinerstr. 54, haben wegen Lohndifferenzen außer Einem sämmtlich die Arbeit niedergelegt. Wir bitten dieses zn berücksichtigen. Die Werkstatt- Kontrollkommission des Fachvereins der Tischler. Achtung, Bäckerei- Arbeiter! Bon Seiten der Polizeibehörden werden jetzt im Auftrage Das Bestreben, ihren Verwaltungsbezirk gegen die von Ham- wetter, die Anklage vertrat Staatsanwalt Dr. Benedix, die verhandelt. Den Vorsitz führte Landgerichtsdirektor Brause= burg drohende Gefahr der Cholera zu schüßen, hat zahlreiche Wertheidigung führte Rechtsanwalt Hertwig. Der Angeklagte, Orts, Kreis- und Landes- Polizeibehörden zu sehr verschiedenem welcher erst fürzlich eine wegen Majestätsbeleidigung ihm auferBorgehen in Betreff der Behandlung der aus dem verseuchten legte zweimonatige Festungshaft verbüßt hat, ist der Verfasser eines Gebiet eintreffenden Personen und Gegenstände und damit zu im, 3wanzigsten Jahrhundert" veröffentlichten Artikels Unzuträglichkeiten geführt, die nicht weiter zugelassen werden unter der Ueberschrift, a 3 nun?", welcher Anlaß zur Anklage dürfen. Vielmehr bedürfen die bezüglichen Maßnahmen bei der gegeben hat. Der Artikel nimmt seinen Ausgangspunkt von dem Aufruf an die Hilfsarbeiter Berlins! Gleichmäßigkeit der Gefahr für alle Landestheile der einheitlichen Abschluß der neuen Handelsverträge und bezeichnet die Berathung Kollegen! Die neue Gewerbeordnungs- Novelle gestattet uns, Regelung. Wir bestimmen hiermit, daß dieselbe den nachstehenden dieser Handelsverträge im Reichstag als eine Komödie. Das aus unserer Mitte Beisiger zu wählen, welche berufen sind, bei Grundfäßen entsprechend zu erfolgen hat: dürfe nicht Wunder nehmen, da man die Verbindungen des gewerblichen Streitigkeiten mit den Unternehmern ein Schieds1. Alle aus dem hamburgischen Staatsgebiet kommenden preußischen Finanzministers Dr. Miquel ja kenne und es überdies gericht zu bilden. Die Vorarbeiten zur Wahl solcher Vertreter Personen haben sich während der nächsten sechs Tage nach dem notorisch let, paß der Reichstanzler von Caprivi sich in der Arbeiterschaft sind von der Streit- Kontrollkommission bereits Berlaffen desselben an jedem Drt, an welchem sie anlangen, handelspolitischen und finanziellen Fragen seinen Rath bei den gethan; dieselbe hat festgestellt, daß wir Hilfsarbeiter 18 Kan[ pätestens zwölf Stunden nach der Ankunft bei der Orts- Polizei- des Meineids öffentlich bezichtigten Bankier von Bleich didaten aufzustellen haben. Da wir aber in verschiedenen behörde unter Angabe ihrer Unterkunft zu melden und über den röder hole." Weiter wird behauptet, daß die Männer des Zweigen und Berufen arbeiten, so ist es nicht möglich, für jeden Tag, an welchem sie das vorgenannte Gebiet verlassen haben, neuen Rurses" den Deutschen Reichstag und damit das deutsche einzelnen derselben eine besondere Bersammlung abzuhalten. Zu auszuweisen. Wo eine solche Meldepflicht noch nicht besteht, ist Bolt überrumpelt und durch ein Schachergeschäft sich die Mehr den Hilfsarbeitern gehören alle Arbeiter, welche in Appreturen, Sie sofort unter Androhung angemessener Strafe gegen Zuwiderheit im Reichstage gesichert, hätten. Gerner ist folgende Stelle Scheer- und Wallanstalten, Asphalt und chemischen Fabriken, handlungen einzuführen. Die erlaffenen Verordnungen sind in unter Anklage gestellt: Man sieht, es war von Seiten der Re- Bichorienfabriken, Dachpappen- und Gipsfabriken, Düten und burzen Zwischenräumen wiederholt zu veröffentlichen, insbesondere gierung mit Hochdruck gearbeitet worden, um ein Schauspiel vor Siegellackfabriken, Gummi- und Guttaperchafabriken, Licht- und durch Anschlag auf den Bahnhöfen bekannt zu machen, ein- den Augen der Welt zu Stande zu bringen, das unseres Er- Seifenfabriken Mineralwasser- und Effigfabriken, Gasanstalten zuschärfen und streng zu handhaben. Die gemeldeten Personen sind bis nach Verlauf von sechs achtens nicht nur unwürdig einer starten und zielbewußten Re- u. f. w. u. f. w. beschäftigt find. gierung, sowie des Reichstages, sondern vor allem unwürdig des Kollegen! Gerade wir Hilfsarbeiter sind die am aller Tagen nach dem Verlassen des hamburgischen Gebiets mit thun- Deutschen Reiches und der deutschen Nation war, sondern daß gedrücktesten und schlechtest bezahlten Menschen; mit uns machen licht geringer Belästigung hinsichtlich ihres Gesundheitszustandes auch Geschehnisse zu verzeichnen find, die auf der einen Seite die die Unternehmer, was sie wollen, weil sie wissen, daß wir nur polizeilich zu beobachten und, falls sich dabei der Verdacht gegenwärtige Regierung als burchaus nicht wählerisch in ihren zu einem geringen Theile organisirt und deshalb nicht im Stande der Erkrankung an Cholera ergiebt, ärztlicher Untersuchung zu Mitteln und auf der andern Seite das monarchische Prinzip als find, uns zu wehren. Wollen wir diesem Treiben noch länger unterziehen; die letztere ist erforderlichenfalls zu wiederholen. tompromittirt erscheinen lassen." Weiter wird ausgeführt, daß ruhig zusehen? Oder wollen wir die Vertretung unserer Mit cholerákrank Befundenen und ihrer Habe ist den ſanitäts- gegen ein derartiges Schachergeschäft politische, wie fittliche Interessen Leuten überlassen, die von den Unternehmern auf den polizeilichen Bestimmungen entsprechend zu verfahren. Wir sagen Nein! Darum, Derselben Behandlung unterliegen alle Personen, welche aus von Caprivi durchaus kompromittit aus dieser Komödie Kollegen, wählt als Beisiger nur Arbeiter, welche Euer VerGründe sprechen" und daß die Regierung des Herrn Schild gehoben werden? einem anderen Ort eintreffen, an welchem nach einer ausdrück- hervorgegangen ist." lichen amtlichen Veröffentlichung im„ Deutschen Reichs- und hei, miro ferner ausgeführt, bei Gerrn Dr. Miquel am Montag, den 12. d. M., Abends 81/2 Uhr, im totale SansDie Vaterschaft dieser Handelsverträge trauen voll und ganz besitzen. Erscheint Alle Mann für Mann Preußischen Staats- Anzeiger" Cholera epidemisch herrscht. so wird und seinen jüdischen Freunden zu suchen. Dr. Miquel souci, Rottbuserstr. 4a, woselbst die Kandidaten aufgestellt werden. 2. Quarantänen werden grundsätzlich nur für den See- und seine semitischen Hintermänner müßten sich ja selbst auf Alles Andere erfahrt Ihr dort.( Auch Damen haben Zutritt.) schifffahrtsverkehr durch die Zentralbehörden geschaffen. Aus- geben, wenn sie das Loch im Schutzzoll, welches sie soeben durch Mit Gruß nahmsweise können dieselben nach Zustimmung der letzteren die Handelsverträge gelegt haben, nicht nach und nach so lange Die Agitations Rommission don der Landes- Polizeibehörde für Flußfahrzeuge auf Flüſſen vergrößern werden, bis die internationale freihändlerische der gewerblichen Silfsarbeiter Berlins und bann eingerichtet werden, wenn die gefährliche Infektion des Doktrin wieder völlig an die Stelle der nationalen BisFluffes mit Cholerakeimen zu befürchten steht. Die Zurückhaltung marc'schen Schutzpolitit getreten fein wird. Und Herr v. Caprivi der Personen in der Quarantäne soll so lange dauern, bis sechs wird inzwischen gegangen fein oder wie bisher als waderer Lage seit dem Berlaffen der verfeuchten Gegend oder seit dem Bosten" blindlings seine Schuldigkeit gethan haben." Ublauf des lehten auf dem Fahrzeug vorgekommenen Coplera- wird von den Mächten gesprochen, welche vom internationalen Erkrankungsfalls vergangen sind. Gine Landquarantäne ist in der Regel unzulässig, weil sie und in Deutschland die Zügel der Regierung indirekt an sich geJudenthum und den Vertretern des Großkapitals gebildet werden für die in ihr festgehaltenen Personen gefährlich, den Werkehr in rissen haben, um das Deutsche Reich entweder ganz und gar in hohem Grade störend und fast stets wirkungslos ist. Nur in sehr die Dienste ihrer Sonderinteressen zu stellen, oder dasselbe dem feltenen Ausnahmen, in denen die Sicherheit besteht, daß die ge- Untergange entgegen zu führen je nachdem die Würfel funden Personen von den franken und diese beiderlei Personen für den jüdisch demokratisch- materialistischen Radikalismus von den nur möglicherweise mit dem Krankheitsfeime behafteten fallen werden." In dem Minister Miquel", so heißt es schließlich völlig getrennt zu halten sind und die Wirksamkeit der Quarantäne in dem Artitel, gaben bieſe Mächte den Wann gefunden, der sie des Reichskanzlers die bekannten Fragebogen in den Bäckereien regen besonderer Verhältnisse des zu schüßenden Ortes fich erwarten mit aalglatter Schlauheit, zäher Energie und erbarmungsloser zur Vertheilung gebracht. Wir ersuchen nun nochmals die bat, darf diese Maßregel von der Ortsbehörde nach Zustimmung Folgerichtigkeit gegenüber dem deutſchen Raiſer und der Kollegen, in ihrem eigenen Interesse die Fragebogen wahrheitsder Landes Polizeibehörde angeordnet werden. Unter feinen deutschen Reichsregierung vertritt". Etwaige Auskunft ertheilt für Berlin Der Angeklagte, welcher getreu auszufüllen. Umständen dürfen Reisende zum Zwecke der Quarantäne auf sich als Verfafer des Artifels betannte, beſtritt die Absicht der C. S.& retsch mar, Mendelssohnstr. 12, H. part. Unrichtige Bahnhöfen zurückgehalten werden; es müſſen vielmehr die er- Beleidigung alle behauptete, daß er nur bie der deutschen Nation Ausfüllungen der Fragebogen Seitens der Unternehmer, wovon forderlichen Räume anderweitig, getrennt vom Bahnhofe, bereit prohenden Gefahren spiger, und einen gobe denten en in die Kollegen Kenntniß erhalten sollten, sind dem Genannten zu 3. Die gänzliche Absperrung eines Crtes gegen Personen habe das Durchpeitschen der Handelsverträge geißeln wollen und muthe über das gegenwärtige System Luft machen wollte. Er melden. Mit Gruß Die Kommission. aus einer verseuchten Gegend ist im Allgemeinen unstatthaft sei in der That der Meinung, daß mit den Handelsverträgen ein und kann nur von der Landes- Polizeibehörde höchstens da ge- Schachergeschäft mit dem Zentrum getrieben worden sei, und daß Krankenkasse, welcher am 21. März d. J. gewählt worden ist, Der Vorstand der Darmstädter vereinigten Orts stattet werden, wo wegen der besonderen Verhältnisse des ab- das Volksschul- Gesetz, das Welfenfonds- Gesetz und die Frage der batte den Beschluß gefaßt, von der Verwaltung und Geschäftsaufperrenden Ortes ein wirksamer Schutz gegen die Cholera Rückkehr der Redemptoristen der Preis des Zentrums für die führung der Kasse durch die städtischen Behörden abzusehen, und Durch diese Maßnahme ermöglicht wird und die lettere daher Haltung gegenüber den Handelsverträgen war. gerechtfertigt erscheint, z. B. ausnahmsweise die Absperrung Regierung Die jetzige übernahm am 1. September selber die Führung der Geschäfte. führe das Vaterland direkt ins einer Insel, eines Badeortes, eines abgelegenen Gebirgsortes. und er brauche in dieser Beziehung nur darauf zu ver- ungünstige finanzielle Lage der Ortskaffe so recht ans Licht geUnglück Bei dieser Uebernahme ist, wie man uns schreibt, die überaus 4. Die Ein- und Durchfuhr von gebrauchter Leib- und Bett- weisen, daß den Vorlagen dieser Regierung besonders die kommen. Nicht allein, daß kein Pfennig Refervefonds vorhanden wäsche, gebrauchten Kleidern, Hadern und Lumpen aller Art, Sozialdemokraten und Deutschfreisinnigen zujubeln. Seine Kritit ist, die Kaffe hat auch noch Schulden und zwar in der Höhe von Obst, frischem Gemüse, Butter und Weichkäse aus dem ham- über den Dr. Miquel habe er aus der Vergangenheit genommen. 30 000 m.; am 5. September d. J. betrug der Kaffenbestand burgischen Staatsgebiet ist sofort durch Landes- Bolizeiverordnung Ehe er Minister wurde, habe er in engsten Beziehungen mit den ganze 25 m. Ganz unbegreiflich bleibt es jedoch, fagt unser zu verbieten. Ausgeschlossen von dem Berbot bleiben Wäsche und jüdischen Finanzgrößen gestanden und diese Beziehungen als Korrespondent, daß die Aufsichtsbehörde nicht nach§ 32 des Kleider von Reisenden. Hinsichtlich der vorbezeichneten Gegen- Direktor der Diskonto- Gesellschaft gehegt und gepflegt. Der Krankenkassen- Gesetzes die Ansammlung des gefeßlich vorgeschrie stände, welche von aus dem hamburgischen Staatsgebiet fommen- Staatsanwalt protestirte gegen diese Art der Bertheidigung. Er benen Reservefonds verlangt hat. Der neue Vorstand hat jetzt den Personen mitgeführt werden oder etwa troh des erlaffenen müsse, so führte er aus, Ginspruch gegen eine solche Kritik der seine liebe Mühe, die verfahrene Sache wieder in Ordnung zu Berbots in Post- oder anderen Sendungen eintreffen, gelten die höchsten Beamten des Staats erheben und frage den Angeklagten, bringen. Borläufig muß er zu weitgehenden Maßregeln ſeine burch meine, des unterzeichneten Ministers der geistlichen, Unter- wie es ihm gefallen würde, wenn Jemand von ihm sagte: Das Zuflucht nehmen; es soll nämlich die Gewährung von Arzeneien richts- und Medizinal- Angelegenheiten, Verfügung vom 25. Juli ist der Dr. Bauer, der aus Glatz kommt und dort soeben zwei und ärztlicher Hilfe für die Familie, sowie das Sterbegeld für dieses Jahres M. Nr. 6605 erlassenen Vorschriften. Alle Monate Festungshaft durchgemacht hat? Der Angeklagte er die Kinder gestrichen werden. Wie weit dies helfen wird, bleibt verbotswidrig eingeführten Gegenstände sind zu desinfiziren oder, widerte, daß er den Nachweis führen könne, daß Dr. Miquel in falls sie werthlos find, in unschädlicher Weise zu vernichten. abzuwarten. der engsten Verbindung mit unserem jüdischen Großkapital steht. Auf andere, als die vorbezeichneten Gegenstände ist das Ein- Der Abg. v. Ludwig habe es am 5. Februar 1876 im Reichstage und Durchfuhrverbot nicht auszudehnen. Der erste internationale Schuhmacherkongres wurde Bereits erlaffene öffentlich behauptet, Dr. Rudolf Meyer habe es literarisch nach am 28. August in Brüssel im Lotal Salle St. Michel, Rue Polizeiverordnungen, durch welche solches geschehen ist, find, gewiesen, ja in vielen Kreisen sei es ein öffentliches Geheimniß, d'Or, vom Vorsitzenden der Union der Handschuhmacher in soweit sie sich auf andere Gegenstände erstrecken, außer Kraft baß das jüdische Berliner Tagebl." gewissermaßen als Moniteur Brüffel, Herrn Sentezonna, eröffnet. Bertreten waren des Dr. Miquel betrachtet wird. Der Angeklagte führte des die Länder De sterreich, Böhmen, Luxemburg, Auf Sendungen, welche von der Post oder Eisenbahn nur weiteren aus, daß er als berufsmäßiger Politiker das Recht habe, Belgien, Deutschland, Italien, Frankreich, durch das hamburgische Staatsgebiet hindurch, nicht aber aus öffentlich seine Meinung zu äußern und die Räthe der Krone Dänemart, Schweden und Norwegen durch zusammen demselben ausgeführt werden, hat sich das Ein- und Durchfuhr- vor falschen Maßregeln zu warnen. Berbot nicht zu erstrecken. Staatsanwalt Dr. 19 Delegirte. Der Kongreß beschloß einstimmig die Gründung Benedig war dagegen der Meinung, daß der Angeklagte gerade einer internationalen Vereinigung, welche den Namen„ AIIDas gleiche Ein- und Durchfuhrverbot ist gegenüber anderen als berufsmäßiger Bolitiker es mehr hätte verstehen sollen, eine gemeiner Bund der Handschuhmacher" führt. Drten oder Gegenden zu erlassen, an denen nach der unter 1, fachliche Stritit zu üben. Leider aber gäbe es jetzt eine Richtung, Zweck des Bundes soll sein die Aufstellung einer Statistit Ubf. 8, bezeichneten Veröffentlichung Cholera epidemisch herrscht. und der Angeklagte sei einer der ersten Vertreter dieser Richtung, über die Lage der Handschuhmacher aller Länder, ferner die Durch Landes- Polizeiverordnung ist sicher zu stellen, daß jede die über den Rahmen der sachlichen Kritik hinauszugehen liebe gegenseitige Unterstützung bei Streifs. Zum Siz des Bundes aus dem hamburgischen Staatsgebiet oder von einem anderen als und es nicht verstehe, weise Maß zu halten, sondern in allen wurde Brüssel gewählt. Die Verbände haben regelmäßig an die verseucht bekannt gewordenen Ort eintreffende Post- oder andere solchen Fällen immer in der rücksichtslosesten und schonungslosesten Bundesleitung über alle wichtigen Borkommnisse zu berichten und Packetſendung von dem Empfänger vor der Deffnung der Drts- Weise an Stelle sachlicher Einwände persönliche Ausfälle setzt einen monatlichen Beitrag von 10 Gent. pro Mitglied abzuführen. Bolizeibehörde gemeldet und daß von der letteren bei der Deff Der ganze höhnische und hämiſche Ton, der durch den ganzen Artikel Der nächste Kongreß foll 1893 in Grenoble( Frankreich) stattung festgestellt wird, ob die Sendung Gegenstände, deren Ein- geht, zeige, daß es dem Angeklagten darum zu thun war, zu befinden. Nach viertägiger Arbeit wurde der Kongreß mit einem fuhr verboten ist, enthält. Ist letteres der Fall, so werden die leidigen und die Minister zu treffen. Zu den maßlos heftigen Hoch auf das Geschaffene geschlossen. Soweit festgestellt werden betreffenden Gegenstände desinfizirt, bevor sie zum weiteren Ber- Angriffen des Angeklagten habe gar kein Anlaß vorgelegen. Wenn konnte, dürfte es in Europa sirta 10 000 Handschuhmacher geben, tehr zugelassen wird. der Angeklagte bei seinem Bildungsgrade und seiner persönlichen wovon allerdings nur vielleicht 4200 organisirt sind. Wie viel Euer Hochwohlgeboren ersuchen wir ergebenst, die hiernach Bedeutung so wenig Selbstbeherrschung befize, daß er gegen die es Handschuhmacher in Rußland, Spanien, England, Amerika erforderlichen Veranlassungen gefälligst sofort zu treffen und uns Gefeße des Anstandes und des Staats verstoße, so müsse er eine giebt, ist nicht festzustellen. Festgestellt aber ist von Kongreß, binnen acht Tagen über das Beranlaßte unter Beifügung von energische Strafe erhalten, felbst wenn er sich zehnmal als loyaler daß die Handschuhmacher allerorts den gleichen schweren Kampf le zwei Druckexemplaren der erlassenen Polizeiverordnungen Staatsbürger hinstelle. Die wahre Loyalität bestehe darin, den ums Dasein zu führen haben und es für sie beshalb an der Zeit und sonstigen Veröffentlichungen zu berichten. Gesetzen zu gehorchen und sich ihnen unterzuordnen. Er bean- ist, endlich zu erwachen, jeden Berufsdünkel fahren zu lassen und trage drei Monate Gefängniß und Publikationsbefugniß Seite an Seite mit der Arbeiterschaft, ganz gleich welchen Berufs für die beleidigten Minister. Rechtsanwalt Hertwig nahm und welcher Nation, den Kampf gegen das Rapital zu führen. für den Angeklagten den Schuh des§ 193 Str. G.-B. in An- Hoffen wir, daß das begonnene Wert, dessen Urheber die spruch und beantragte die Freisprechung desselben. Der Angeklagte Brüffeler Handschuhmacher sind, bis zum nächsten Kongreß gute bekämpfte ausführlich die Ansichten des Staatsanwalts über die Früchte zeitigt. Absichten, die er mit dem Artikel verfolgt habe und bestritt, daß gestellt werden. zu setzen. ( Unterschriften.) Un sämmtliche Königlichen Regierungs- Präsidenten und den Polizeipräsidenten zu Berlin. Abschrift vorstehender Verfügung lassen wir Eurer Exzellenz zur gefälligen Kenntnißnahme ganz ergebenft zugehen. Berlin, den 8. September 1892. Der Minister des Innern. Graf zu Eulenburg. Der Minifter der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal- Angelegenheiten. Bosse. An sämmtliche Königlichen Ober- Präsidenten. = es ihm auf persönliche Beleidigungen der Minister angekommen Das Zuspätkommen der Arbeiter zur Arbeit wird vielsei. Das Urtheil des Gerichtshofes werde erkennen lassen, fach wirtsamer als durch Androhung und Verhängung von Geldob wir in Deutschland überhaupt noch Preßfreiheit befizen. Ihm strafen durch die Aussehung von Prämien für Pünktlichkeit vertomme es so vor, daß ihm auf alle Fälle etwas angehängt hindert. So zahlt die Firma F. Brandts in M.- Gladbach den werden solle, weil er antisemitischer Politiker sei, und die Wen- Arbeitern und Arbeiterinnen, welche während eines ganzen bung des Staatsanwalts über die gewisse Richtung" scheine dies Monats tein einziges Mal zu spät gekommen sind, eine Prämie, auch anzubeuten. Der Staatsanwalt verwahrte sich sehr lebhaft die für Männer auf 1 M. für den Monat, für Mädchen unt dagegen, mit diefer Bemerkung irgend eine bestimmte politische für diejenigen Arbeiter, welche in festem Tagelohn unter 2,50 M Versammlungen. : täglich stehen, auf 70 Pf. für den Monat, für jugendliche Ar- In einer zahlreich besuchten öffentlichen Versammlung| Gütererzeugung. Die entwickelte Mechanit jedoch seht an Stelle beiter und Arbeiterinnen von 14 bis 16 Jahren auf 50 Pf. für der Schuhmacher und der in diesem Gewerbe beschäftigten der Gutsherren mit ihren Hörigen den Besitzer des neuen Proden Monat festgesetzt ist. Bei Baille- Lemaire in Paris erhält Arbeiter und Arbeiterinnen wurden nach einem Vortrage des duktionsmittels und den besiglofen Arbeiter und schafft damit die jeder Arbeiter, welcher in der Woche nicht mehr als drei Arbeits- Genossen 3ubeil über Gewerbegerichte als Kandidaten zu dem Grundlage des Rapitalismus. Marg nennt tapitalistisch nur diejenige ftunden verfäumt hat, eine im Verhältniß zu seinem Verdienst letteren die Kollegen August Fleischer, Scheffler, Produktionsform, in welcher der juristisch freie, von seinem Bro stehende Lohnerhöhung. Sperber, Dtte und Karl Fleischer Leiterer als buktionsmittel losgelöfte, und darum ökonomisch abhängige Ar Besser als die Androhung von Strafen 2c. ist dieser Vor- eventueller Stellvertreter- aufgestellt. aufgestellt. Einige im Lauf der beiter dem Besitzer der Produktionsmittel seine Arbeitskraft vers fchlag der Sozialforrespondenz" immerhin. Im Uebrigen wird Diskussion an den Referenten gerichtete Fragen gaben zu kaufe. In diesem Sinne frei, als losgelöst vom Produktions das Zuspätkommen der Arbeiter wohl im genauen Verhältniß zur einer lebhaften Debatte Veranlassung. Ueber die Stellungnahme mittel, sei aber der Arbeiter erst seit Auflösung der feudalen Länge des Arbeitstages stehen. Ist derfelbe so bemessen, daß der zu dem am 26. September in Frankfurt a. M. stattfindenden Produktionsform. Kapital sei das Mittel, vermöge dessen die Arbeiter genügend Zeit zur Erholung hat, und das wäre beim Schuhmacher- Kongreß sprach Kollege Karl Fleischer, indem er, an- Arbeitskraft des Besiklofen angewandt wird zwecks Erzeugung Achtstundentage der Fall, so wird er gewiß auch pünktlich zur fnüpfend an den im Schuhmacher- Fachblatt" veröffentlichten Auf- neuer Werthe, von denen dieser nur einen Theil in Form des Arbeit antreten, Eine andere Ursache der Unpünktlichkeit liegt ruf, die Bedeutung der Kongresse, speziell die des Halberstädter Lohnes erhalte und das sich dadurch stets vermehre; es sei„ Mehrin der gegenüber den bedeutenden Entfernungen in den größeren Kongresses tarlegte und die Kollegen aufforderte, den für die werth heckender Werth". Der Kapitalismus sei in seiner EntOrten meist viel zu kurzen Mittagspause. Die Unternehmer Schuhmacher Deutschlands einberufenen Kongreß zu beschicken, wickelung zum Hinderniß der Produktion geworden; die Waarenfollen nur einmal selbst das Kunststück vormachen, bei z. B. ein welcher Aufforderung die Versammlung nachtam, indem sie den produktion hindere die allgemeine Anwendung technischer Fort stündiger Mittagspause von der Fabrit nach Hause zu eilen, Kollegen August Fleischer zum Delegirten wählte. Ein schritte. Der Sozialismus trete mithin dem Kapitalismus und dort schleunigst das Mittagessen hinabzuwürgen und mit dem Antrag, man möge den Kongreß, falls demselben wegen der der Waarenproduktion als ökonomische Nothwendigkeit entgegen. Glockenschlag wieder im Geschäft anzutreten. Sie würden's bald Cholera die Auflösung drohen sollte, rechtzeitig vertagen, wurde Sozialismus sei aber etwas anderes als das Berstaatlichen zu bleiben lassen. Daß einzelne Arbeiter wirklich unpünktlich sind, angenommen und das Bureau beauftragt, die diesbezüglichen fistalischen Zwecken. Dies lettere, fälschlich Staatssozialismus soll nicht geleugnet werden. Aber diese sind nicht die Vorbereitungen zu veranlassen. Es wurde dann der Kollege genannt, bezwecke nur die Befestigung des Rapitalismus und die Regel, und wenn die Unpünktlichkeit Regel wäre, so würde man Krause als Delegirter zur Streit- Kontrollfommission gewählt Büchtung von Stimmvieh; Staatskapitalismus sei der rechte um so mehr auf eine zur Unpünktlichkeit zwingende Ursache und Kollege Carl Fleischer zu seinem Stellvertreter be- Name dafür. Das Privateigenthum an Produktionsmitteln fei schließen müssen. stimmt. die Ursache der Ausbeutung, und zu dessen Beseitigung gebe es Im Verein zur Wahrung der Jnteressen der Maurer awei Mittel: Rückgabe der Produktionsmittel an den Einzelnen oder die Gesammtheit. Das Erstere, von einzelnen Anarchisten Berlins und Umgegend, welche fürzlich eine Versammlung ab: vertreten, sei, weil die Kleinproduktion wiederherstellend, reaktionär. hielt, widmete der Borsigende den beiden vor Kurzem verstorbenen Ueberhaupt behielte der Anarchismus die Waarenproduktion bei, Kollegen und Mitgliedern Karl Moriz und Karl Schulz und diese zu vernichten, sei ökonomische Nothwendigkeit. Der einen Nachruf, worauf die Anwesenden sich zu Ehren der Wer schon gekennzeichnete Staats- Sozialismus" sei nur ein storbenen von den Sigen erhoben. Alsdann hielt Herr Dr. Der Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter hielt Bernstein einen Vortrag über ansteckende Krankheiten, mit Verschleiern kapitalistischer Interessen; auch die Bestrebungen ber Bodenbestyreformer seien nicht viel mehr werth, am 27. August eine Mitgliederversammlung ab, in welcher die besonderer Bezugnahme auf die gegenwärtig herrschende Cholera- ba durch sie ein Produktionsmittel vergesellschaftet Diskussion über Freiland ein sozialistischer Roman" fortgesetzt Epidemie, wofür ihm die Versammelten lebhaften Beifall sollten. werden soll. Wollen wir der Arbeiterklasse wirklich wurde. Kollege Sparfeld als erster Redner stellte sich ganz Die Versammlung beschloß am 24. September Abends ein ge- zum Siege verhelfen, so müssen wir uns gleichmäßig von auf den Boden der Freiländer, und schilderte die Ausführungen felliges Beifammensein im Vereinslokal Sebastianstr. 39 abzu diesen Dreien entfernt halten; wir müssen bleiben was wir sind abzu- um Siege verhelfen, so müssen wir uns gleichmäßig von des Dr. Herzkaschen Romans als föderatio sozialistisch, sogar halten, wozu Gäſte, durch Mitglieder eingeführt, Zutritt haben. diesen Dreien entfernt halten; wir müssen bleiben was wir sind und waren: Revolutionäre Sozialdemokraten." Der allseitige anarchistisch zu welchem Standpunkte er sich auch bekenne. Der Eintrittspreis ist auf 25 Pf. festgesetzt. Ferner wird der Beifall der Versammelten bewies, daß sie den Bortragenden ver Sertka lehre das sogenannte Gruppensystem und sei für die Verein zum 11. März nächsten Jahres in der Brauerei Friedrichs: standen hatten und sich eins mit ihm fühlten. Bekannt wurde individuelle Freiheit eines Jeden. In Freiland befinde sich eine hain( Lips) einen Maskenball veranstalten. Der Wittwe des noch gemacht, daß die Kollegen der Keßner'schen LederwaarenBant; dieselbe müsse einem Jeden, welcher dorthinkonimt und verstorbenen Kollegen Karl Schulz wurden 20 M. Unterstüßung Fabrit, Moritstr. 5, unerträglicher Zustände in der Fabrik halber irgend einen Artikel produziren wolle, die dazu nöthigen Arbeits- bewilligt. Zur Mittheilung gelangte noch, daß am Sonntag, die Arbeit einmüthig niedergelegt haben. Die Versammlung erwerkzeuge und Kapitalien liefern, und die Kosten hierfür müßten die be- den 18. d. M., in der Sebastianstr. 39 eine Versammlung der klärte sich mit den Betreffenden solidarisch. treffenden Arbeiter dann im Laufe der Zeit wieder zurückzahlen. Redner Zentral- Krankenkasse der Maurer stattfindet, in welcher die Neumeinte, daß dieses System auch hier durchzuführen wäre, daß die wahlen sämmtlicher Hilfskassirer stattfindet, sowie der Bevoll- Brig. In einer in Rudolph's Botal stattgehabten Boltseinzelnen Gewerte schon jetzt die Produktion in die Hand nehmen mächtigte und die Erfaßmänner zur Unfalluntersuchung neu zu versammlung sprach Herr Dr. Bernstein über die tönnten, um so die Kapitalistentlasse abzulösen. Das Geld hierzu wählen sind. 11 Kollegen traten in der Versammlung dem Ver- Cholera. Der Referent erläuterte in flarer, faßlicher Weise Ursache, wäre vorhanden, das sähe man daraus, welche großen Summen ein als neue Mitglieder bei. Wirkung, Heilung und Verhütung dieser schrecklichen Krankheit die Arbeiter schon aufgebracht haben: Redner gedachte hierbei und bezeichnete als bestes Schuhmittel gegen sie die größtmöglichste der Fonds der Krankenkassen und anderer Vereine, welche Gelder Im Fachverein der Uhrmacher und verwandter Berufs- Reinlichkeit. Nachdem er noch einige gute Rathschläge betreffs awedlos aufstapelten. Da einige Anhänger der Freilandbewegung genoffen Berlins und Umgegend hielt am 3. September Genosse der Desinfektion gegeben hatte, schloß er seinen ebenso interessanten anwesend waren, so beantragte Kollege Bloszis, auch diesen Türt einen interessanten Bortrag über das Thema: Servor wie lehrreichen Vortrag, welchen die Versammlung durch reichen Herren das Wort zu geben, wenn sie zur Diskussion sprechen bringung und Vertheilung der Werthe in der sozialistischen Gesell- Beifall belohnte. In der Diskussion wurden verschiedene Uebelwollten. Man beschloß demgemäß. Der nächste Redner war schaft." Seine Ausführungen fanden reichen Beifall. Es wurden stände, welche am Orte nicht zur Seltenheit gehören, gerügt; Kollege Robert Sch in id 1. Derselbe fonnte sich für Freiland dann die Kollegen 2üderis, Krause, Reiter, Jung infolge derfelben sei es unmöglich, das Reinigen und desinfiziren nicht erwärmen, indem Herzka's Ausführungen im höchsten Grade und Hoffmann in das Vergnügungskomitee gewählt. Die so auszuführen, wie es vom Referenten für unbedingt nothwendig phantastisch wären. Zur Berwirklichung der Herzka'schen Idee nächste Versammlung findet am 17. September im Vereinslokal erachtet worden war. Ferner wurde es sehr bedauert, daß es sei em Bolt nöthig, das auf der höchsten Stufe der Bildung stehe. Da Wienecke, Alte Jakobstraße 88, statt. tein Mitglied der Sanitätskommission für nöthig erachtet hatte, fich den Vortrag mit anzuhören. Genosse Schönberner raum haben soll, so müsse ein derartiges Unternehmen schon hieran Der Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der machte dann die Mittheilung, daß am Sonntag, den 11. d. M., scheitern; den Beweis hierfür habe man täglich vor Augen in Buch, Papier- und Lederwaaren Industrie eine Agitationstour stattfindet. Bersammlungslokal hierfür ist ben Genossenschaften, wo selbst so wenige Leute nicht ohne Bant hielt am 5. d. M. eine sehr stark besuchte Versammlung ab, in Rudolph's Restaurant. Angetreten wird morgens 7/2 Uhr. Die und Streit zurecht tämen. Es müsse demnach eine sogenannte welcher als erster Punkt der Tagesordnung der Wintler'sche Versammlung schloß mit einem dreifachen Hoch auf die SozialBentrale die Leitung in die Hand nehmen, und die Intereffen Arbeitsnachweis besprochen wurde. Dieser Arbeitsnach demokratie. der Allgemeinheit wahren, denn nicht alle Arbeiter seien so weit, weis ist eine Gründung der Leipziger Firma D. Th. Winkler und Rigdorf. Der hiesige sozialdemokratische Verein Vor daß jeder Einzelne nur das thue, was für die Gesammtheit von läuft in seinem Wesen auf eine Schwächung der Nachweise der Nutzen ist. Dies tönne erst in einer späteren Generation ge- Arbeiter hinaus. Seltsamer Weise ist nun derselbe nicht nur in wärts" hielt am 30. Auguft eine Versammlung ab, in welcher schehen und dazu fei gründliche Bildung cincs Jeden unbedingt dem Verbandsorgan Buchbinder Beitung" fortlaufend inferirt, Genoffe Siegrist über das Thema sprach: Die Arbeit im nöthig. Man fehe hieraus, daß es nothwendig ist, sich nicht nur sondern auch in einer älteren Nummer desselben redaktionell Stampfe mit dem Kapital". Der Redner entfedigte sich feines als Sozialdemokrat zu bekennen, sondern ein solcher auch wirklich empfohlen. Der Verein hatte sich, gleich anderen Verbands Vortrages in sehr fachlicher Weise. Im Einne seiner Auszu sein, nach den sozialdemokratischen Grundsätzen auch zu handeln. vereinen, schon früher hiergegen gewandt und nahm aufs Neue führungen betheiligten sich an der Diskussion die Genossen An dieser sehr interessanten Distuffion betheiligten sich noch folgende Resolution einstimmig an:" Die heutige Ber- Thomas, Steinmar und Mathies. Dann fritisirte mehrere Redner theils für, theils gegen die Ausführungen I am mlung hält an ihrem Standpunkt, die Genosse Fische der die örtlichen Verhältnisse und erklärte, daß Hertta's. Es wurde dann der von Kollegen Wittig gestellte rebattionelle Besprechung des Winkler'schen der Choleragefahr gegenüber gar nicht genug gethan werden Antrag auf Schluß der Diskussion angenommen und zur Wahl Arbeitsnachweises als Empfehlung desselben tönne. des zweiten Schriftführers geschritten, aus welcher Kollege Seibt anzusehen, fest. Im Uebrigen erklärt diefelbe Friedrichshagen. Am Sonntag fand hier für Friedrichs als Aufgabe des nächsten Verbandstages die hagen und Umgegend eine Töpferversammlung statt, in als gewählt hervorging. Schaffung einer Preßtommission, der auch welcher Kollege Karl Thieme über das Thema„ Gewerkschaft Der Verein zur Wahrung der Jnteressen der Bink die Prüfung derartiger Inserate zu unterstellen liches" sprach. Der Redner schilderte die heutigen Zustände und gießer und Stürzer Berlins und Umgegend hielt am ift". tadelte dabei das fäumige Erscheinen in Bersammlungen, fowie 30. August feine ordentliche Generalversammlung bei Schröder, Genoffe Dr. Lütgenau hielt dann einen Vortrag über die Thatsache, daß man es in denselben vielfach unterläßt, vor Reichenbergerstraße 24, ab. Nach dem in derselben vom Kassirer Rapital und Arbeit. Der Vortragende erläuterte erst den handene berufliche Uebelstände an die Deffentlichkeit zu bringen. erstatteten Bericht über den Stand der Kasse betrug die Ein- Begriff Kapital", indem er den Definitionen bürgerlicher Deko- Im Hinblick auf die unbefriedigenden Arbeitsverhältnisse er nahme 117,55 m., die Ausgabe 37,60 m., so daß 79,95 M. nomen( Rapital ist ein Produkt des vereinten Menschen- und mahnte Redner die Kollegen, fest und treu zusammen zu halten, Kaffen Bestand verblieben. Dem Kassirer wurde Decharge Thierreichs; aufgehäufte Arbeit; produzirtes Produktions- damit nicht noch schlechtere Zustände Platz griffen, und ertheilt. Der dann gegebene Bericht des Arbeitsvermittlers mittel) die Begriffsbestimmung der Sozialisten entgegen- damit jeder Kollege den Anforderungen, die Familie, Kom Staat an ihn stellte fest, daß den Kollegen in 17 Fällen durch den setzte. Nach derselben würden die Produktionsmittel nur mune stellen, gerecht werden Arbeitsnachweis Arbeit nachgewiesen wurde. Im Weiteren machte unter bestimmten Voraussehungen zu Kapital; der Rapi- tönne. Es wurde dann lebhaft darüber diskutirt, daß der Borsigende bekannt, daß in der bei Lips stattgehabten öffent- talismus sei eine historisch bedingte Form der Produktion. in Friedrichshagen und Umgegend zu sehr verschiedenen Löhnen lichen Metallarbeiter- Bersammlung Kollege May Schulz als Im Alterthum, als noch die Arbeitsmittel Gemeingut der Gens gearbeitet wird, während im Allgemeinen nach dem Berliner Mitglied der Berliner Streit- Kontrollfommission und in der waren und auch zu gemeinsamer Gütererzeugung angewandt Lohntarif gezahlt werden soll; man einigte sich schließlich dahin, öffentlichen Versammlung, welche am 29. August bei Gratweil wurden, gab es fein Kapital, ebenso in der Feudalperiode. Erst, selbst einen Lohntarif auszuarbeiten, der den hiesigen Verhältnissen stattfand, Kollege Otto ost als Kandidat zum Gewerbegericht nachdem die Mechanit der Produktionsform über den Kopf entspricht. Zwei Kollegen haben Material darüber zu sammeln, gewählt wurden. Zum Schluß regelte man noch verschiedene gewachsen war, sprengte diese die lettere und ließ eine neue Ord- welcher Lohn bei den verschiedenen Meistern gezahlt wird. In gewerkschaftliche Angelegenheiten. Die nächste Bersammlung nung erstehen. Die Produktionsform der Gens ist die kommu- einer demnächst einzuberufenden Versammlung ist über das Re findet Dienstag, den 13. September cr., bei Schröder, Reichen- nistische, die der Antife die Silavenarbeit, die Feudalordnung sultat Bericht zu erstatten. Die Versammlung schloß mit einem Eergerstr. 24 statt. aber beruht in der handwerksmäßigen und grundherrlich- hörigen Hoch auf die Sozialdemokratie. $ Möbel- Magazin " # Tischlermeister, # Otto& Slotawa, NW. 67. Bremerstr. 67. NW., gegenüber der Markthalle. und Barg- Magazin und ( 2923L Beerdigungs- Comtoir. Herren- u. 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Tages Ordnung: 1. Regelmäßige in der Genossenschaftsbäckerei. 3. ErMonatsgeschäfte. 2. Arbeitsverhältnisse gänzungswahl eines Kassirers resp. Victoria", Frankfurter Allee 72. Sonntag, den 11. September 1892: Großes Sommer- Fest zu Gunsten der Arbeiter- Bildungsschule. Sprechboten. 4. Verschiedenes.( Mit Großes Vokal- und Instrumental- Konzert gliedsbuch legitimirt.) Der wichtigen Tagesordnung halber ist das Erscheinen sämmtlicher Mit glieder erwünscht. Der Vorstand sowie der Aufsichtsrath der Genossensch. Bäckerei sind brieflich eingeladen. Der Vorstand. unter Zeitung des Herrn Gelfort, unter gütiger Mitwirkung der Gefange vereine Deutsche Giche, Kornblume und Freundestrene( Gem. Chor), ( Mitgl. des Arbeiter- Sängerbundes). Gr. Spezialitäten- Vorstellung. Festrede des Genossen Vogtherr. Abends Kinder- Fackelzug, wozu jedes Kind eine Stocklaterne gratis erhält. Jm Saale: Grosser Ball Arbeiter- Bildungs- Verein Anfang Nachm. 4 Uhr. Entrée 25 Pf. Serren, die am Zanz theilnehmen 1. Vortrag. 2. Distusfion. 3. Graywahl von drei Werkstatt- Stegliz, Friedenau u. Umgeg. Frantie, bie is alle mit Blataren belegten Bandlungen zu haben. Sonntag, den 11. Sept., Vorm. 10 Uhr, im Lokal des Hrn. Maul( Biftoria- Salon), Perlebergerstr. 13: Versammlung. Kontrolleuren. 4. Vereinsangelegenheiten. 5. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Bevollmächtigte. Große öffentliche Versammlung 85/1 Dienstag, den 13. Sept., Abends 81/2 Uhr: Generalversammlung im ,, Kurhaus" Friedenau. Tages Ordnung: 1. jimmtl. in Fahrbetrieben beschäftigt. Arbeiter, Rassen- Bericht. Pferdebahn- und Omnibus- Kutscher sowie Kondukteure am Montag, den 12. September 1892, Nachts 12 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tages Ordnung: = 1. Die Gewerbegerichts- Wahlen. Referent Stadtv. D. Klein. 2. Distuffion. 8. Bertheilung der Kandidaten. 4. Berschiedenes. 504/8 Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ersucht um zahlreiches Er fcheinen Der Einberufer: Böttcher, Chausseestr. 34. Oeffentliche Versammlung sämmtl. in der Hutfabrikation beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Umg. am Dienstag, den 13. September, Abends 82 Uhr, im Böhmischen Brauhaus, Landsberger Allee No. 11-13. fucht. Tages Ordnung: 1. Die Gewerbegerichte. = 2. Diskussion und Aufstellung von Kandidaten zu denselben. 3. Stellungnahme zum bevorstehenden Parteitage. 4. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung halber wird um zahlreiches Erscheinen er[ 454/8] Der Einberufer. Verein zur Regelung der gewerbl. Verhältnisse der Töpfer Berlins und Umgegend. Mittwoch, den 14. September, Abends 7 Uhr, B in Joel's Salon, Andreasstraße 21: 2. Vortrag des Genossen Wenzel über: Staatssozialismus und Sozialdemokratie. 3. Diskussion. Raffe findet nicht statt. zahlen 50 f. nach. 489/10 Die Schulkommission der Oйschule. Andreas- Strasse 64, Concordia- Fest- Säle, 1. Eing. Krantstr. 88. 1000 Sonntag, den 18. September cr. Großes Familien- Fest arrangirt vom 4. Erfahwahl eines 1. Vorsitzenden Verb. der Geschäftsdiener, Packer u. Berufsgen. und Wahl der Revisioren. 5. Berschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 357/5 = " Verein Berliner Hausdiener. Symnastiter Gebrüder Charles, bes Charakter- Komiters Willy Harnisch, bes Dienstag, den 13. September, Abends 9 Uhr, in den Armin- Hallen, Rommandantenstr. Bureau: C., Neue Grünstrasse 10, I. Fernspr.: Amt 1, 810, zum Besten feiner Bibliothek und der Zeitung Die Einigkeit" unter gefälliger Mitwirkung der Original- Duettisten Emmy und Reinhold Hintsche, der Chansonetten Sängerin Martha Fiori, der Luft- und ParterreJongleurs und Equilibristen Mstr. Brown, des musikalischen Klowns Mstr. Barna, sowie des Gesangvereins ,, Brüderschaft"( Mitglied des A.-S.-B.) Die Konzert- und Ballmusik( 2 Kapellen) wird von der Freien Bereinigung der Zivil- Berufsmufiter" unter Zeitung Ordentliche wird von ihres Dirigenten Herrn G. Raabe ausgeführt. Mitglieder- Versammlung. tungen und im Bureau, Neue Grünftr. 10. Zages Ordnung: 1. Mittheilungen. 2. Aufnahme neuer Mitglieder und Ausgabe der Anfang 4 Uhr. Billets à 50 Bf. intl. Tanz in den bekannten Hand442/14 Versammlung für Frauen und Männer Billets zum 9. Stiftungsfest. 3. Ber- am Sonntag, den 11. September, Abends präc. 6, Uhr, Der Vorstand. in Schneider's Gesellschaftshaus( fr. Neust. Volksgarten), schiedenes und Fragekasten. 1916b Verein Deutscher Schuhmacher. ( Filiale Berlin.) Montag, den 12, September, 8 bei Gründel, Dresdenerstraße 116: Proskauerstr. 37/38. Zages Ordnung: 1. Vortrag bes. Genossen Th. Metzner über: ,, Die Stellung der Sozialdemokratie zum Gide". Diskussion. Entree 10 Bfg. NB. Nach der Versammlung geselliges Beisammensein, verbunden mit Vorträgen und Tanz. 18846 Bersammlung. Achtung! Putzer. Achtung! Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Jul. Apelt Mitglieder- Versammlung über: Der Untergang des KleinhandTages Ordnung: 1. Stellungnahme zur Koats- Rorb- und Fensterfrage. Große öffentliche Versammlung 449/2 werks und die moderne Gewerkschafts- der Putzer Berlins und Umgegend 2. Erfahwahl des Vorstandes und eines Hilfstaffirers für den Norden. 3. Verschiedene Vereinsangelegenheiten. Die Versammlung wird Bunft 7 Uhr eröffnet. Bei der Wichtigkeit ber Tagesordnung ist zahlreiches Erscheinen der Kollegen nothwendig. Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung aller in der Wäsche- Branche beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen, als: Wäsche- Zuschneider, Bolzenmänner, Maschinenheizer, Waschmeister, Wäscherinnen, Stärkerinnen, Plätter, Plätterinnen, Näherinnen u. f. w. am Dienstag, den 13. September cr., Abends 82 Uhr, in Nieft's Salon, Weberstraße Nr. 17, Tagesordnung: 1. Vortrag über Gewerbegerichte. Referent wird in der Versammlung bekannt gegeben. 2. Aufstellung von vier Kandidaten zum Gewerbegericht. 3. Wah! eines Delegirten zur Streit- Kontrollkommission. 294/13 Bewegung." 2. Distusfion. 8. Ver schiedenes und Fragekasten. Kollegen und Kolleginnen haben Butritt. Der Bevollmächtigte. Verband am Montag, den 12. September, Nachm. 4 Uhr, im Lokale ,, Königshof", Bülowstraße Nr. 37. Zages Ordnung: 1907b 1. Stellungnahme zum Gewerbegericht und Aufstellung von Kandidaten. 2. Wie stellen sich die Buzzer zu dem von den Stuckateuren ausgearbeiteten Studateure werden ganz besonders zu dieser Versammlung eingeladen. Zahlreiches Erscheinen erwünscht Der Vertrauensmann. der in Holzbearb.- Fabriken arif mit Buzarbeiten. 3. Berfchiedenes. u. auf Holzplätzen beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. ( Filiale Berlin II Nord.) Versammlung am Dienstag, 13. Sept., Abends 8½ Uhr, Aufruf an alle in der Parfümerie-, Oel-, Licht- und Seifenfabrikation besch. Arbeiter und Arbeiterinnen. Große öffentliche Versammlung im Lokale des Hrn. Rehlik, Bergstr. 12. am Mittwody, den 14. September, Ab. 8%, Uhr, in Norbert's feßfälen, Zages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Verbandsangelegen heiten. 3. Berschiedenes. Beuthstr. 22. Tages Drdnung: 1. Bortrag über Gewerbegerichte".( Referent wird in der Versammlung In dieser Versammlung werden die bekannt gemacht.) 2. Diskussion. Programme zum Stiftungsfest aus- 4. Wahl eines Delegirten zur Streit- Kontrollkommission. 5. Berschiedenes. 3. Beisigerwahl zum Gewerbegericht. gegeben. Gleichzeitig werden die MitBur Deckung der Untoften findet Tellersammlung statt. Bei der so überaus wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht aller glieder ersucht, in deren Werkstatt eine Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäschebranche, in dieser Versammlung pünkt- Arbeitsordnung ist, ein Exemplar deres Pflicht eines Jeden in der Bersammlung pünktlich zu erscheinen. Kollegen und Kolleginnen, der Wichtigkeit der Tagesordnung halber ist lich und zahlreich zu erscheinen; sorge jeder Einzelne für die weiteste Ver- selben in dieser Versammlung abzu- 262/7 breitung dieser Bekanntmachung, damit eine imposante, unserer Branche würdige geben. Der Einberufer. Bersammlung zu Stande kommt. 349/16 Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Der Einberufer. Verlag des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Folgende neue Erscheinungen unserer Literatur empfehlen wir den Parteigenossen zur Anschaffung: Robert Owen. Sein Leben und sozialpolitisches Wirken. Zwei ausgegrabene Skizzen Don Wilhelm Liebknecht. 72 Seiten 80. Mit Owen's Porträt und einem Plan. Preis broschirt 30 Pfennig. * Ueber Staatssozialismus. Von Georg von Vollmar. 48 Seiten 8°. Preis broschirt 20 Pf. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Alle Buchhandlungen, Kolporteure und Zeitungs- Spediteure nehmen Bestellungen entgegen. Bei Aufträgen von außerhalb ersuchen wir um gleichzeitige Ginsendung des Betrages( Borto extra). 466/15 Der Vorstand. Grosse öffentliche Versammlung der Filzschuh- Arbeiter und Arbeiter- Gruppe 6 zu den Gewerbegerichts- Wahlen. Große öffentliche Versammlung B fämmtlicher Arbeiterinnen Berlins u. Ung. Gewerkschaften on Bekleidungsindustrie am Montag, den 12. September, Abends 81/2 hr, im Saale des Herrn Seefeld, Grenadierstraße 33. Tages Ordnung: ( Stoffe, Leder) 71/1 am Mittwoch, den 14. September Abends 81, Uhr, bei Bols( fr. Feuerstein), 1. Vortrag. Referent: Jul. Türk. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Achtung! Achtung! An die in HolzbearbeitungsFabriken beschäft. Arbeiter! Kollegen, die Billets zur MöbelAusstellung, à 25 Pfg., find in Empfang zu nehmen bei Herrn Gehlhoff, Mariannenufer 4. 466/14 Der Vorstand Berlin I. Alte Jakobsitr. 75( oberer Saal).. Tagesordnung: Normirung und Wahl der Kandidaten zum Gewerbegericht. Die von den Gewerkschaften bereits gewählten Kandidaten werden ersucht zu erscheinen. 501/2 Die Gewerkschaften der Gruppe 6 werden gebeten, die Namen der in ihrem Gewerk gewählten Kandidaten bei G. Busse, Sophienstr. 28/29 an in Wolle, Baumwolle, Leinen, Seide, Belvetfabriken, Teppichfabriken u. f. w., zugeben. Die Gruppe 6 umfaßt folgende Industrien: Spinnerei, Weberei Färbereien und Druckereien, Schuhmacher und Zurichter, Lohgerber und Lederaurichter, Weißgerber, Handschuhmacher, Hutmacher und Filzarbeiter, Kürschner und Mützenmacher, Posamentirer, Wirt, Strick, Klöppel- uno Häckelarbeiter, Buzzfach- und Blumenfabrikation, Wäschefabrikation, Wäscherei und Blätterei, Seilerwaaren und Netze, Tapezirer, Sattler und Riemer, Wachstuch- and Der Einberufer. Gummiwaaren- Fabriken und Arbeiter. Maurer und Zimmerleute! Eisen-, Metall-, Schrauben- u. Façondreher und Berufsgenossen. Oeffentliche Versammlung Tagesordnung: Wer ohne großen Roftenaufwand und event. ohne Arbeitsverfäumniß in furzer Beit Zeichnen, statische Berechnungen, Buchführung u. f. w. erlernen will, den am Dienstag, 18. Sept., Ab. 81/2 Uhr, in Deigmüller's Salon, Alte Jakobstr. 48a. ersuche ich, fich zu melden S. Mißmann1930/ b straße 9, 1 r. 1881q 1. Die Emanzipationsbestrebungen der Arbeiterklasse. Referent Herr Apelt. 2. Diskussion. 3. Aufstellung der Kandidaten zum Gewerbegericht. Anzahlung verkaufe äh- 4. Verschiedenes. maschinen. Morikplak Nr. 59 III. Arbeit wird nachgewiesen. Ohne Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. Kein Feilschen tein Handeln, sondern streng feste sehr billige Preise. Geschäfts- Häuser ArbeiterBekleidung für alle Bewert fchaften. 24a. Chausseestr. 24a. 2708L Sohn 8. Brückenstr. 8. 16. Gr. Frankfurterstr. 16. Einsegnungs- Anzüge in dunklen Mustern| in blau Ripsgarn in Rammgarn in Rammgarn 12 k. 17 Mk. 21 Mk. 25 Mk. 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Wir theilen unseren Genossen mit, daß alle ungünstigen Gerüchte über die geschäftlichen Verhältnisse der Genossenschafts Bäckerei grundlos sind, dies felben sind entstanden durch Agitation gegen die Genossenschaft von einzelnen Personen, welche zur Verantwortung gezogen werden. Im Uebrigen verweisen wir auf unsere Geschäftsübersicht per Mai/ Juni, sowie auf das stetig steigende Gewicht unseres reinen Roggenbrotes und erbitten die fernere Unterstüßung 98/2 der Berliner Arbeiterschaft. Unsere Bäckereien befinden sich: Zentrale: Müllerstraße 33a/ 34.| Filiale IV: Manteuffelstraße 63. Filiale I: Gartenstraße 36. II: Brunnenstraße 122a. " III: Weidenweg 101. " N V: Hafenhaide 117/118. VI: Dieffenbachstr. 58a. Gesuche um Brot- Niederlagen bitten an unsere Zentrale, Müllers straße 33a/ 34, zu richten. Der Vorstand: Adolf Scholtz. Hugo Lazarus. Meerschaum-, Bernstein- und Elfenbein- Waaren. Spezialität: Porträts bewährter sozialistischer Führer( Lasalle, Marr u. 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