Nr. 214. Abonnements- Bedingungen: Ebonnements- Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Post. Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs. Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 8 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 22. Jahry. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 25 Pfg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fettgedruckte) Wort 10 Bfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen. tagen bis 7 1hr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr bormittags geöffnet. Telegramm Adresse: ..Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutfchlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Mittwoch, den 13. September 1905. Die britische Arbeiterbewegung und der entziehen. Trades- Unions- Kongreß. = Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. liberalen Arbeiterpolitikern unterscheiden wird, außer wenn es gelingen Das dementierte Roosevelt- Schreiben. Das vor einigen Tagen Isollte, die jüngeren Elemente dem Einflusse der Sozialliberalen zu vom„ Lot.- Anz." behauptete und im angeblichen Wortlaut mitgeteilte Schreiben Roosevelts an den deutschen Botschafter in Es ist bedauerlich, daß auch über den 38. Gewerkschaftskongreß, Washington, in dem der Abschluß eines Handelsvertrages mit der gestern in Hanley nach sechstägiger Beratung geschlossen wurde, Deutschland vorläufig abgelehnt wurde, ist von uns sofort als nicht glaubwürdig bezweifelt worden. Die Köln. 3tg." erfährt jeẞt nichts Besseres berichtet werden kann. Der erste Trades- Unions- offiziös und die„ Nordd. Allg. 3tg." gibt die Meldung wieder, daß London, 10. September.( Eig. Ber.) fongreß wurde im Jahre 1868 abgehalten. Damals standen auf weder ein derartiges Schreiben des Präsidenten der Vereinigten Das Kennzeichen der gegenwärtigen britischen Arbeiterbewegung der Tagesordnung: Gewerkschaftsrecht, Konkurrenz des Aus- Staaten an den deutschen Botschafter gerichtet worden ist, noch trifft ist die sich geltend machende Einsicht, daß Gewerkschaft, parla- landes und die Nationalökonomie, die Negulierung der es zu, daß Deutschland wegen der Handelsverträge den Vereinigten Die Köln. 3tg." mentarische Arbeiterpolitik und Sozialismus zusammengehen müssen. Arbeitszeit und die Ausdehnung der Fabrikgesetze, Arbeiter- Staaten schon bestimmte Borschläge gemacht hat." Es wird zurzeit Es fehlt zwar an Klarheit, ebenso an einem einheitlichen Plan und schiedsgerichte. Nach 37 Jahren fonnte dieselbe Tages- bemerkt weiter zu dieser Angelegenheit: auch an dem guten Willen bei den liberalen Führern der großen ordmung dem Kongresse vorgelegt werden. Auch jetzt handelt es eifrig an den Vorbereitungen zu den Handelsverträgen gearbeitet. Die Wünsche der Interessenten und anderes Material find Gewerkschaften, diese Einsicht zu verwirklichen. Aber daß sie vor sich um ein Gewerkschaftsrecht, dann um Freihandel und Schußzzoll, hier als Grundlage für die Verhandlungen gesammelt und in handen ist, kann feinem Zweifel unterliegen. Sie ist die Frucht um Arbeiterschutz und Schiedsgerichte. Der Kongreß setzte sich aus einem umfangreichen Bande gedruckt zusammengestellt worden. In vieler Enttäuschungen und Erfahrungen. 457 Delegierten zusammen, die 1 561 800 organisierte Arbeiter ver- der nächsten Zeit werden kommissarische Beratungen der inneren Während der Chartistenbewegung war das Zusammenwirken traten. Auch die Mechaniker und Bergleute von Durham, die seit Refforts des Reiches und Preußens stattfinden, damit man sich über aller proletarischen Kräfte sichtbar, da es die Sozialisten waren, die mehreren Jahren den Kongreß nicht beschickt hatten, waren in die Stellung schlüssig werden kann, die man in der hochwichtigen die Gesamtbewegung leiteten, und der Sozialismus die Gesamt- Hanley vertreten. Der Antrag auf Fortsetzung der Freihandelspolitik Frage des deutsch- amerikanischen Handelsvertrages einzunehmen für Bei der außerordentlichen Wichtigkeit, die die summe und das Endergebnis aller proletarischen Bestrebungen dar- wurde mit 1 253 000 gegen 26 000 Stimmen angenommen. Der Antrag ratsam erachtet. stellt. Beim Niedergang des Chartismus, nachdem die Sozialisten auf Einführung von obligatorischen Schiedsgerichten wurde mit 765000 deutsch- amerikanischen Handelsbeziehungen für das Wirtschaftsleben die Aufmerksamkeit der ganzen Gesellschaft auf die Lage und die Stimmen gegen 673 000 verworfen. Die Minderheit ist seit den der beiden befreundeten Nationen haben, darf man sicherlich von vornherein annehmen, daß es gelingen wird, zu einem Vertrage zu Bedeutung der Arbeiterklaffe gelenkt hatten, erschienen die Gewerkschafts- letzten Jahreskongressen bedeutend gewachsen. Der Gedanke, ein gelangen, der freundliche und sichere Handelsbeziehungen auf Jahre sekretäre auf der Bildfläche und übernahmen die Leitung des Pro- Arbeiterblatt herauszugeben, wurde infolge mangelnder Geldunter- hinaus zwischen Nordamerika und Deutschland festlegen wird." Tetariats. Die Arbeiterbewegung versumpfte sodann derart, daß ein stüßung fallen gelassen. Abgelehnt wurde auch der Antrag auf Zudurchaus liberaler Politiker wie Cobden über sie im Jahre 1861 fammenfassung der drei Arbeiterorganisationen: GewerkschaftsDas Zentrums- Elend! schreiben konnte:" Ich wundere mich nur über die Gleichgültigkeit, tongreß, Föderation der Trades Unions, Komitee für Arbeiter- In Bonn sprach am Sonntag der Zentrumsführer Dr. Spahn mit der die Arbeiter alle ihnen entgegengeworfenen Beschimpfungen vertretung. Die üblichen Anträge über Achtstundentag, Verstaat- ausführlich über die politische Lage. Nach Dr. Spahns Ansicht liegt, aufnehmen. Haben sie denn in ihren Reihen keinen Spartacus, der lichung der Eisenbahnen, Minen, Kanäle 2c.; Ausdehnung des mag auch König Eduard verstimmt sein, durch das Aufdie Sklavenklasse zur Rebellion gegen ihre politischen Beiniger Arbeiterschutzes; Gewährung von Alterspenstonen wurden ohne treten des Kaisers in der Marottofrage, kein Grund vor führen könnte?" Aus dem Geschlecht der Chartisten war in zehn, Debatte angenommen. An Stelle des zurückgetretenen Sam Woods zu ernſterem Zerwürfnis oder gar Krieg mit England. Doch müſſe verhindert werden, daß nach Rußlands Mißerfolg England zu der zwölf Jahren des Gewerkschaftslebens ein Sklavengeschlecht geworden. wurde Mr. Steadman zum Sekretär des Parlamentarischen Komitees unstreitig jetzt erlangten Suprematie in Asien auch das lebergewicht Einige Jahre später, während der Tätigkeit der Internationale", gewählt. in Europa an sich ziehe. Siautschou, das uns eine Mitgewähr der Agitation für Wahlreform und des Kampfes um ein modernes Unter den Delegierten herrschte die Ansicht vor, daß der Ge- für die offene Tür in Ostasien biete, müsse hochgehalten werden und Arbeiterrecht, geriet die Arbeiterbewegung in ein lebhafteres Tempo werkschaftskongreß eine sterbende Organisation ist und deshalb von vor etwaigen größeren Opfern für diesen Stützpunkt deutschen Handels und und Gewerkschaft, Arbeiterpolitik und Sozialismus vereinigten sich. feinem ernst genommen wird. Reynolds Newspaper", das ein rein Wandels dürfe man nicht zurückschrecken. In den Kelch der früheren Jedoch waren es nicht Sozialisten, sondern sozialistisch angehauchte liberales Blatt ist und den Sozialismus bekämpft, schreibt heute über Erfolge aus der Grafenzeit riune dem Fürsten v. Blow ein bitterer Tropfen durch die Wirren in unseren afrikanischen SchutzArbeiterpolitiker, die die Bewegung leiteten. Im Jahre 1875 war den 38. Gewerkschaftstongreß:" Die wirkliche und zweifellose Be- gebieten. Es scheine, daß die Ereignisse noch nachträglich v. Leutwein auch diese zu Ende und die Gewerkschaftssekretäre gewannen wiederum deutung des Kongresses von Hanley besteht darin: Der Kongreß ist recht gäben wegen seiner Milde gegen die Schwarzen. Deren die Oberhand, die das Proletariat an den Liberalismus fetteten und eine erschöpfte Einrichtung und eine in den letzten Zügen liegende Aus rottung fönne das Zentrum, das in die Kolonialpolitik sich schließlich nach Taff- Vale brachten. Organisation. Indem ihm die politische Kraft genommen hauptsächlich nur einließ, um die Neger zu Christen zu Wir sahen beim englischen Proletariat zwei geistige Ruhe- wurde, verlor er den Grund seines Daseins. Trades- Unionisten m a chen, nicht billigen. Den Weggang von Stuebels bedauert perioden im 19. Jahrhundert: die erste dauerte von ungefähr 1850 müssen nicht mehr auf ihn blicken als ein Mittel zur Förderung Spahn, da er ein sachgemäß und ruhig denkender Mann sei. Im bis 1865; die andere von 1880 bis 1900. In der ersten erreichte der ihrer Interessen oder zur Leitung ihres Fortschrittes.... Es ist kein weiteren Eingehen auf Fragen der inneren Politik verbreitete sich über die offenkundige Erscheinung, daß Deutschland Liberalismus seinen Höhepunkt, in der zweiten der Imperialismus. Das Wunder, wenn man soviel Delegierte fragen hört: Was haben denn Spahn Aufgeben des revolutionären Standpunktes hat also nicht immer alle unsere Diskussionen für einen Zweck? Als der Sekretär der naturgemäß immer mehr auf die Bahn des Industriestaates tommt. Deshalb, fügte er zur Beruhigung seiner zum Teil eine Ausdehnung der bürgerlichen Freiheit zur Folge. Welche Droschkenkutscher über die Beschwerden seiner Auftraggeber sprach, da ländlichen Zuhörer hinzu, brauche die Landwirtschaft jedoch keinen Wirkung das Erlöschen des revolutionären Sozialismus auf den lachte der Kongreß. Der Redner lachte schließlich mit und sagte: Schaden zu leiden. Tatsächlich habe sie auch bei den neuen Gang der Geschichte ausübt, läßt sich nicht von vornherein sagen. Wie kann man denn überhaupt ernst bleiben in diesem Kongreß?" 3ollsäzen teine Schädigung erfahren, im Gegenteil namentlich Sie hängt vielmehr von den wirtschaftlichen Bedürfnissen der Das liberale Blatt meint allerdings die Ursache dieser Schwäche durch die Zollfäße auf Weizen und Futtergerste einen erheblichen herrschenden Klassen ab. Verlangen diese eine Ausdehnung des darin zu finden, daß der Kongreß seine politische Tätigkeit an die Vorsprung gewonnen, auch die Gewähr für dauernden Liberalismus, so wird das Aufgeben des revolutionären Stand- neue Arbeiterpartei abgetreten habe, allein das Blatt gibt ja selbst 3ollschub, da ja der Mehrertrag aus den landwirtschaftlichen punktes den Liberalismus fördern. Befindet sich aber die herrschende zu, daß es auch vor der Gründung der Arbeiterpartei nicht Böllen der Arbeiterwittven- und Waisenversorgung zugute tomment solle, d. H. mit anderen Worten, die Voraussetzung bilde Klasse in der imperialistischen Beriode, so muß jedes Zurückweichen besser war. für jene als bleibend gedachte soziale Wohlfahrtsdes Proletariats die imperialistische Strömung verstärken. Der wirkliche Grund der Schwäche des englischen Proletariats ne uerung. Zu Schluß seiner Ausführungen betonte Spahn die Im Jahre 1900 begann die Annäherung zwischen Gewerkschaft, liegt in seiner politischen und geistigen Abhängigkeit vom Liberalismus, Notwendigkeit, daß das Zentrum fich zur Mehrheitspartei durcharbeite und so schroff heute noch die evangelischen Kreise Arbeiterpolitik und Sozialismus. Ihr Ausdruck ist das Komitee für d. h. in seiner Nurgewerkschaftlerei. Arbeitervertretung, das sein rasches Wachsen dem Zusammenbruch ihm gegenüberständen die übrigen Parteien davon überzeuge, daß allein auf Grundlage des Zentrumsprogramms das Deutsche Reich des Gewerkschaftsrechts verdankt. Die Ursachen liegen. gewiß tiefer, gedeihen und auch im Innern erstarken könne. aber für die breiten Arbeitermassen war die Erschütterung des Streifrechts am fühlbarsten und diese veranlaßte fie, für eine selbständige Berlin, den 12. September. Arbeiterpolitit zu sorgen. Die neue Arbeiterpartei hat seit ihrer Die Berhöhnung des Hungers. Gründung mehrere Wandlungen durchgemacht. Zuweilen schien es, Also die Landwirtschaftskammern und die preußischen Regierungsals ob sie ihre Aufgabe wirklich ernst nehmen und ein für allemal dem Liberalismus fündigen wollte. Allein zu einem solchen ent- präsidenten sollen Nachforschungen anstellen, ob seit dem 1. DeUnd der zember 1904 ein Rückgang der Viehhaltung zu beobachten ist, in scheidenden Schritte fehlt den Arbeitern der Mut. Mut fehlt ihnen, da sie keinen geistigen Halt haben. welchem Verhältnisse die Preise für Vieh am Produktionsort, auf neue Arbeiterpartei macht zuweilen den Eindruck einer den Schlachtviehmärkten und für Fleisch gestiegen find, ob ein Fallen Roschdjestwenskyschen Flotte: zahlreiche neue Schlachtschiffe und der Preise erwartet werden kann! Die Erhebungen des Herrn v. Podbielski finden natürlich den Panzerfreuzer, ein ganzer Schwarm von Offizieren und Matrosen, aber ohne Vertrauen zu sich und zu einander. Daß sie unter solchen vollen Beifall der wildagrarischen Deutschen Tagesztg.", welche den Umständen den Führern der liberalen Partei auf den Leim gehen Hohn der Erhebungen sich zu eigen macht und brutal spottend werden, ist leider nicht ausgeschlossen. Gegen diese Erhebungen wird sich nichts eintvenden lassen. Wenn die vom Landwirtschaftsminister angekündigte erneute Prüfung und Erwägung eintreten soll, so müssen ihr unbedingt derartige Erhebungen vorangehen. Wir sind überzeugt, daß auch diese Erhebungen zu feinem anderen Ergebnis führen werden, als zu dem Entschluß der Regierung, in der bisher eingenommenen bollkommen begründeten Stellung zu verharren." Die erklärt: " Politische Ueberlicht. " " Die Ausführungen Dr. Spahns bestätigen nur, daß das Zentrum sich immer mehr in die Rolle der herrschenden und zugleich alle Voltsfeindlichkeiten deckenden Partei einlebt. Besonders charakteristisch Das Zentrum, erklärt er, find zwei Bemerkungen Dr. Spahns. Christen zu machen". Das edle Zentrum! Nicht um die Reger habe sich auf die Kolonialpolitit nur eingelassen, um die Neger zu auszubeuten, um sie der Lehre der Nächstenliebe zu gewinnen, hat Da aber die Neger zu es die Kolonialpolitik sich entfalten lassen. Christen gemacht werden, indem man ihnen ihr Land und ihr Vieh raubt, bewilligt das Zentrum wohlgemut Hunderte von Millionen für eine Kolonialpolitit, die auf jedem Schritt ein himmelschreiender Frevel gegen das Christentum ist! Aehnlich ist es mit der sozialen Wohlfahrtsneuerung", der Witwen- und Waisenversorgung. Abgesehen davon, daß diese Wohlfahrtsneuerung" eine feit Jahrzehnten berfäumte Staatspflicht ist, und abgesehen davon, daß es noch sehr Darauf ankommt, welche Gestalt fie annehmen wird, wenn sie von 1910 ab wirklich in straft tritt, erklärte Dr. Spahn es als besonderen Vorzug dieser sozialen Neuerung, daß sie Gewähr für die Dauer des Zollwuchers leistet. Die Witwen- und Waisenversicherung ist nach der Zentrumsmeinung nicht nur das Feigenblatt der schamlosen Zöllnerei, sondern zugleich ein Mittel fie gegen jeden zufünftigen Angriff zu sichern! Das Zentrum will Neger zu Christen machen und vertreibt die letzte Spur von Recht und Gerechtigkeit aus der deutschen Politit! Im vergangenen Monat erschien von J. R. Mac Donald, dem Sekretär der neuen Arbeiterpartei, ein Buch über sozialistische Politik. Sein Titel ist ,, Socialism and Society"( Der Sozialismus und die Gesellschaft). Sein Zwed ist, der sozialistischen Bewegung eine neue Lehre und eine Taktik zu geben. Die Lehre ist der biologischen Soziologie entnommen. Sie betrachtet die Gesellschaft als einen Wenn die agrarischen Vertretungskörperschaften und ihre KlassenDrganismus, dessen Zelle das Individuum ist. Drganismus und Zelle follen den Platz der bestimmten wirtschaftlichen Systeme und Klassen- genossen in den Regierungspräsidien mit Eifer ihre Forschungen vollgegenfäße des Marrismus einnehmen. Die sozialistische Bewegung endet haben werden, dann sollen sie an Herrn v. Podbielski Bericht Zu dem Dementi der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" bebedeute nicht das Aufsteigen einer Klasse, deren geschichtliche Aufgabe erstatten, dann wird der Landwirtschaftsminister die Berichte ebenso es sei, das Privateigentum abzuschaffen, die sozialistische Bewegung eifervoll studieren und er wird schließlich entdecken, daß noch immer treffend die Unterseeboote der Germania- Werft stellt, wie man uns sei vielmehr das Wachsen der ganzen Gesellschaft zu einem höheren kein Mensch infolge der Fleischnot gestorben ist, daß aber den Vieh- telegraphisch meldet, die Schleswig- Holsteinsche Volkszeitung" eine Entschließung ihrer Gewährsmänner in Aussicht, bemerkt aber gleich, Kulturniveau. Zwischen Sozialismus und Liberalismus bestehe züchtern die höheren Preise recht bedürftig seien. feine Kluft. Die religiösen Setten moralisieren die Gesellschaft. Die Ernährung des Volles ist aufs äußerste erschwert, der daß sie nicht behauptet habe, die Germania- Werft habe für ihre Die Ernährung des Volkes ist aufs äußerste erschwert, der eigenen Versuche Geld erhalten, sondern die Germania- Werft Die Sozialisten müssen deshalb alle trennenden Phrasen und Arbeiter vermag vom knappen Lohn nicht die zur Erhaltung der habe die für das Reich vorgenommenen llebungen als Privatjeftiererischen Unterscheidungen ablegen. Der Verfasser ist offenbar Arbeitskraft und der Gesundheit unbedingt erforderliche Nahrung zu versuche bezeichnet. Weiter schreibt unser Stieler Parteiblatt, die für ein Zusammengehen mit den Liberalen. Das nächste englische erschwingen, mit der Arbeiterschaft leiden alle unbemittelten Schichten, Norddeutsche Allgemeine Zeitung" vergesse mitzuteilen 1. ob das Barlament wird offenbar einen„ Block" der Liberalen und Arbeiter- die kleinen Beamten, die Handwerker. Der Minister aber läßt Unterseeboot alt oder neu sei, das unter russischer Aufsicht gebaut bertreter als Regierungsmehrheit sehen. Es hat keinen Zwed, an Erhebungen anstellen, läßt Berichte ausarbeiten, auf Grund deren wurde und jetzt deutsches Versuchsboot sei; 2. was die deutschen dieser Stelle in eine Kritik des Buches einzugehen. Dies bird in er später in Erwägungen eintreten kann. Und das Gesamtministerium, Marinebehörden und Prinz Heinrich für ein Interesse an den Privatarbeiten der Germania- Werft hätten; 3. wie die russischen Beamten. der englischen Parteipreſſe gründlich besorgt werden. Bemerkens- der Ministerpräsident und Reichskanzler laffen den Landwirtschafts- den Bau des deutschen Bootes führen und leiten konnten; 4. wie die wert ist nur der Umstand, daß sowohl die sozialliberale Strömung follegen schalten und walten, denn aus ihm spricht und höhnt die Stieler Presse auf Information der Germania- Werft auf einmal ein wie die Uebermensch- Theorie, die in Deutschland vor fünfzehn Jahren Staatsmacht, die wirkliche Macht im Staat: die Besitzer des Bodens, Ruffenboot in ein deutsches Boot untaufen konnte. verbreitet wurden, erst in den letzten Jahren in England die Junker, deren Beruf cs ist, vom Hunger der arbeitenden Klassen an Anhängern gewinnen. Aus Mac Donalds Buch geht hervor, sich schmählich zu bereichern! daß die neue Arbeiterpartei sich in nichts von den alten 17 Die Antwort der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" sei also im besten Falle eine Lahme Ausrede, die mehr verschleiere als aufkläre. fönnen. " Husland. Der ungarische Wahlrechts- Kongreß. Einem Bericht der„ Wiener Arbeiter- Beitung" über den Wahlrechts- Kongreß in Budapest entnehmen wir das Folgende: Budapest, 10. Sept. die die Koalition der Beamten verbietet. Die Begründung schließt mit dem famosen Sage:" Eine republikanische Regierung hat das Recht und die Pflicht, auf die Einsicht und Vernunft des Personals zu zählen, die es davon abhalten wird, mit seinem eigenen Schicksal das wirtschaftliche Leben des Landes zu tompromittieren und das private Interesse dem öffentlichen, Mit welchem Recht? Aus Harburg wird uns geschrieben: 1 Bisher hat die preußische Regierung sich begnügt, sozialemokratische Schulvorsteher nicht zu bestätigen, fest geht sie aber dazu über, den Sozialdemokraten auch das attibe Wahlrecht zu nehmen. Ein solches Verfahren ist in der Gemeinde Eißendorf vorgekommen. Wenn der Fall auch noch vereinzelt dasteht, so verdient er doch Beachtung. Die Ge meinde grenzt unmittelbar Unter enormer Beteiligung aus dem ganzen Lande fand heute der Souveränetät der Republik voranzustellen." Dieser Bescheid hat an Harburg und ihren Mitgliedern vorwiegend zählt zu vormittags der außerordentliche Parteitag der ungarischen Sozial- die Postbediensteten, die durch die Mißstände in der Verwaltung und Arbeiter. Im Herbst 1904 demokratie statt. 425 Delegierte aus allen Teilen Ungarns waren besonders durch ihre maßlose Ueberbürdung ohnehin erregt sind, waren zwei Schulvorsteher zu wählen. Die Arbeiter brachten erschienen, und zwar aus Budapest 118 Delegierte als Vertreter auf das tiefste empört und es wird selbst von einem Streit ges dieser Wahl ein großes Intereffe entgegen, zumal die Eißendorfer von 77 Organisationen, aus der Provinz 307 Delegierte als Ver- prochen. Die Regierung hätte allen Grund, den Bediensteten Schulen faſt nur von Proletarierkindern besucht werden; die reichen treter von 176 Organisationen aus 150 Gemeinden. Die Stimmung freundlicher zu begegnen, denn ein Ausstand fände sie in völliger Bauern und Fabrikbefizer schicken ihre Kinder in die besseren Schulen war leidenschaftlich bewegt wie am Vorabend großer Greignisse. Hülflosigkeit vor. in Harburg oder anderswohin. Mit übergroßer Majorität wurden Das Referat über den einzigen Punkt der Tagesordnung: zwei Genossen und zwei Ersatzmänner gewählt. Eine Bestätigung Der Kampf um das Wahlrecht" erstattete Genosse Der Pariser Freidenkerkongreß. der Gewählten erfolgte nicht, wohl aber teilte der Schulinspektor Garami. Seine Rede wurde wiederholt von stürmischem Beifall Paris, 9. September.( Eig. Ber.) Am Donnerstag ist der nach wiederholter Anfrage im Gemeinde- Ausschuß den gewählten und leidenschaftlichen Zwischenrufen unterbrochen. Er begann mit Freidenkerkongreß geschlossen worden. Von dem obligaten, von den Genossen mit, daß die Regierung die Wahl für ungültig erklärt und einer Schilderung der Obstruktion unter Szell. Schon damals, sagte Anarchisten hervorgerufenen täglichen Skandal abgesehen, sind die Bedeshalb eine Neuwahl zu erfolgen habe. In den Wähler- er, haben wir Sozialdemokraten den Standpunkt vertreten, daß die ratungen wenig aufregend gewesen. Gesprochen wurde über alle listen sind dann die Namen der vier gewählten Opposition ihre Macht aufbieten müsse, um das allgemeine Wahl- Dinge und noch einige mehr". Wenn es auch offiziell eine TagesGenossen gestrichen worden. Auf den Protest der recht durchzusehen. Seither haben wir immer wieder diese For- ordnung gab, so ließ sich doch niemand hindern, sein Sprüchlein ihres Wahlrechtes beraubten Genossen wußte der Leiter der neuen derung erhoben. Denn da wir nicht so furzsichtige Politiker sind über die eigene unfehlbare Heilmethode für alle Weltschäden aufWahl, Pastor und Schulinspektor Meier, weiter nichts zu er- wie die Herren der Koalition, haben wir schon längst erkannt, daß es zusagen. Dazwischen gab es wohl interessante und fachlich durchwidern, als: er werde sich hüten, eine Maßnahme der Regierung mit dem bestehenden Parlament unmöglich ist, Gesetze zu schaffen, dachte Referate, aber in dem wirrtönigen Wirrwarr kamen sie zu rückgängig zu machen. Gewählt wurden bei der kürzlich statt die der Krone nicht passen.( Beifall.) Als sich dann in den Ge- feiner Wirkung. Bemerkenswerte Berichte erstatteten besonders der gefundenen Neuwahl aber trotzdem wieder vier Genossen, und zwar schäftsordnungsdebatten die Obstruktion immer mehr zuspizte, französische Radikalsozialist Buisson, der über die Moral ohne mit 54 gegen 10 Stimmen. Es wird sich zeigen, ob die Regierung haben wir wiederholt versucht, die Opposition zu einem energischen Gott und über ihren Unterricht in der Schule sprach, und der auch diese wieder nicht bestätigen und ihre Namen in den Wähler- Schritt zu bewegen. Wir wollen, daß das Parlament den Boden belgische Sozialist Professor Denis, der den Plan einer neuen Listen streichen wird, und so fort, bis- feine Genossen mehr wählen fräftige, auf dem es steht, daß es seine Widerstandskraft erhöhe, Enzyklopädie entwarf. Ob der dem französisch- belgischen Eklektizismus indem es sich auf die Kraft des Volkes stüze.( Lebhafter Beifall.) entsprungene Gedanke, in dessen Ausführung der zweite Referent eine Die hannoversche Schulordnung besagt über die Schulvorsteher- Als Tisza den Reichstag auflöste, da kam der Opposition in ihrer universelle Gelehrsamkeit offenbarte, einem wirklichen Bedürfnis und den wahl, daß Personen, die einen ärgerniserregenden Lebenswandel" Verzweiflung die Erleuchtung. Sie warf in den Wahlkampf das wissenschaftlichen Anschauungen unserer Zeit entspricht, könnte freilich führen, von der Wahl ausgeschlossen sind und auch nicht wählen Schlagwort des allgemeinen Wahlrechtes. Aber als sie dann durch bestritten werden. Wenn die Enzyklopädie des 18. Jahrhunderts die dürfen. Auf Grund dieser Bestimmung ist von der letzten Wahl auch die Gnade der feudalen Magnaten die Mehrheit erlangt hatte, da Aufgabe hatte, dem mittelalterlichen Gebäude der kirchlichen Scholastik ein Einwohner ausgeschlossen worden, weil er sein eheliches Kind wollte sie vom allgemeinen Wahlrecht nichts mehr wissen. ein System rationalistischen Denkens entgegenzustellen und der Welt noch nicht habe taufen lassen, obgleich es bereits zwei Jahre alt sei".( Stürmische Pfui- Rufe gegen die Koalition.) Die Koalition unter die Leistungsfähigkeit einer dogmenlosen Wissenschaft zu beweisen, so Auf den angeführten Bassus scheint die Regierung sich auch im fcheidet Forderungen der Nation und Forderungen des Voltes. bedarf es heute wohl eines derartigen Nachweises nicht mehr und anderen Falle stüßen zu wollen, indem sie erklärt, es sei ärgernis- Wohlan, wir vertreten das Recht des Volkes und sind nicht der moderne Entwickelungsgedante läßt sogar den Gedanken einer erregend", wenn Arbeiter eine sozialdemokratische Gesinnung be- gewillt, das Recht des Volkes der Nation" aufzuopfern. Figierung der allgemeinen Denfarbeit, der dem Zeitalter des NaturDie Angst vor der Sozialdemokratie treibt sonderbare( Brausender Beifall.) Die sofortige Durchführung des allgemeinen rechts wohl gemäß war, etwas naiv erscheinen. Vollends ein SozialBlüten. Wahlrechtes bedeutet nicht die gänzliche Ausscheidung der nationalen demokrat, der der von den großen sozialistischen Denkern ausForderungen. Wir verlangen von der Koalition nicht die Ver- gearbeiteten Lehre vom Klassenkampf anhängt, wird sich mit dem Vom Kesseltreiben gegen die Witbois. leugnung ihrer Prinzipien, aber wir fordern die Verwirklichung Plane, eine Sammlung aller, also auch der sozialen und historischen eines ihrer Prinzipien: des allgemeinen Wahlrechtes. Wir haben Wissenschaften, unter dem Gesichtspunkte eines für alle frei Amtlich wird gemeldet: Teilen der Abteilung Meister gelang Kristoffys Erklärungen begrüßt, nicht weil wir etwa im Lager der denkenden" Menschen geltenden Erkenntnisprinzips anzulegen, nicht es, füblich Gor ab und westlich 3aris Hottentotten Regierung stehen, sondern weil sie die Koalition zwingen, Farbe ohne weiteres befreunden können. Die Unfruchtbarkeit des„ Freibanden zu schlagen. Der Feind wich in die Gebirgsschluchten zu bekennen. Die Koalition aber suchte wieder auszudenker- Kongresses" ist, wenn auch kein Beweis, so doch ein Symptom westlich Zaris zurück und vereinigte sich dort mit den übrigen vor neifen.( Bfui- Rufe.) Aber die Zeiten sind vorbei, da man das für die Aussichtslosigkeit einer derartigen allgemeinen, die Klassenunseren Truppen zurückgegangenen Hottentotten- und Hererobanden. Bolt verraten und zugleich irreführen fonnte. Der Redner interessen überwindenden Verständigung. Und es ist zus Ihre Stärke wird auf etwa 300 Gewehre geschätzt. bespricht dann die Agitation in der Provinz und fordert die Buda- mindest ein Zeichen eines erstaunlichen Optimismus, daß Da die Gegend sehr wasserarm ist, müssen zunächst pester Arbeiter auf, am 15. September vor das Parlament zu ziehen auch Sozialdemokraten noch immer Hoffnungen auf folche größere Wasserkolonnen herangezogen werden. in Gesellschaft von anarchistischen Sobald dies geschehen ist, wird Major Meister aus der Linie( Anhaltender Beifall.). Aber man darf nicht glauben, daß wir vom Hanswürsten, pfaffenfressenden Philistern und Originalnarren über und dort das allgemeine Wahlrecht ganz energisch zu fordern. Versammlungen setzen und Baris- Nam zum Angriff vorgehen. Die Wasserstellen am Weſt Barlament mit dem allgemeinen Wahlrecht in der Tasche zurüd- Gegenstände beraten, die in dem Parteiprogramm und in der Parteirande des nördlichen 3aris- Gebirges in der Linie Seßrim- Baris kehren werden. Der 15. September bedeutet nicht das Ende, sondern taktit einen wichtigen Platz haben. Jedenfalls bleibt es verwunderlich, und die Eingänge zur Naukluft sind von unseren Truppen besetzt. den Anfang des Kampfes, dem wir auch in Zukunft und daß sie sich hier mit den von den sozialdemokratischen Kongressen Die bisherige Abteilung storff unter Hauptmann Moraht dann erst recht alle unsere Sträfte widmen müssen. Von unserer ausgeschlossenen Wirrköpfen und Krakeelern wie Domela Nieuwen( 2 Kompagnien, 2 Geſchüße) bleibt in der Linie Grootfontein- Energie und von der Kraft unserer Agitation wird es abhängen, huis zuſammentun oder gar, wahrscheinlich aus einer besonders Kleinfontein- Chamhawib- Revier, unter Besetzung sämtlicher Wasser- was wir erringen werden. Die Demonstration vor dem Parlament revolutionären Auffassung des Klassenkampfes, mit bürgerlichen stellen in der Linie Baris- Heitamas- Blutpüts durch vorgeschobene ist auch nicht das äußerste Mittel, das wir anwenden. Wir müssen Radikalen über den Kampf gegen den Militarismus und den SoldatenBostierungen, um etwa nach Osten zurückströmende Banden abzu vielmehr sofort alle Vorbereitungen treffen, um im entstreit verhandeln, also den Freidenker- Kongreß sozusagen als eine fangen. Die Abteilung Koppy hat das Tiras- Gebirge und die Aruab- prechenden Moment im ganzen Lande mit dem höhere Warte" neben die Zinne der Partei" stellen. Man fragt politischen Massenstreit einsetzen zu können. fich da, was denn die langjährige mühevolle Aufklärungsarbeit des Berge vom Feinde gesäubert und bleibt vorläufig in der Gegend( Stürmischer, andauernder Beifall.) Der Redner beantragt dann wissenschaftlichen Sozialismus gefruchtet hat, wenn die Friedenseine Resolution, in der es unter anderem heißt: und Freiheitskongresse" der sechziger Jahre des verflossenen JahrDer ungarische Pseudoparlamentarismus hat den Bankrott hunderts mit ihrer Konfusion und mit ihrem langweiligen Geschwafel erklärt, und aus diesem Bankrott führt nur ein Ausweg: die auferstehen und ein proletarisches Publikum finden sollen. Schaffung eines wirklichen Volksparlaments. funden. der Sinclair- Mine. " Major von Estorff ist mit Säuberung des östlichen Namalandes, in dem sich mehrfach kleinere Banden der Witbois gezeigt haben, beauftragt worden. Ostafrika. Amtlich wird gemeldet: Nach einem Telegramm des Gouverneurs Grafen Goezen vom 12. September sind in den Südbezirken verschiedene Trupps der Aufständischen ohne Verluste auf unserer Seite geschlagen. Die Nordbezirke sind ruhig. Mpapua hat den Ausbruch von Unruhen im südlichen Teil des Stationsbezirks gemeldet. Von Tringa und Mahenge liegen teine Nachrichten vor. Gerüchtweise verlautet, daß Teile der Besagung von Mahenge die Aufständischen geschlagen haben. Hauptmann Richter hat über Kapstadt ein am 3. September stattgehabtes siegreiches Gefecht bei Schabruma gemeldet, in welchem auf unserer Seite ein Askari gefallen ist. Die Arbeiten an der Eisenbahnlinie Dar- es- Salam- Mrogoro nehmen ihren ruhigen Fortgang. Internationaler Kriminalisten- Kongreß. ( Telegraphischer Bericht.) Hamburg, den 12. September 1905. Ein bedeutsamer Kongreß, die 10. Hauptversammlung der Internationalen kriminalistischen Vereinigung, trat heute vormittag im Festsaale des Patriotischen Gebäudes zu ihren Beratungen zu sammen. Die Beteiligung an der zum ersten Male in Deutschland stattfindenden Tagung sowohl von friminalistischer wie ärztlicher Seite ist eine ganz außerordentlich zahlreiche. Vertreter der Reichsregierung und der Einzelstaaten sind gleichfalls zahlreich erschienen. Auch England, Frankreich, Rußland, Oesterreich- Ungarn, Bulgarien und die Schweiz haben Delegierte entsandt. Der Kongreß erklärt, daß die Arbeiterschaft jede Mehrheit und jede Regierung bekämpfen wird, die das allgemeine Wahl recht nicht zum Gesetz erhebt. Jeht richtet sich der Kampf gegen die Koalition, weil die Verwirklichung des allgemeinen Wahlrechts nur von ihrem Willen abhängt. Der Kampf geht nicht gegen die staatsrechtlichen Forderungen der Majorität; aber die Arbeiterschaft erklärt, daß jeder Versuch, diefe zum Vorwand zu nehmen, um die Anerkennung des Rechtes des Volkes zu verhindern, ein Verrat am Volke ist. Der Kongreß fordert die Arbeiterschaft Budapests auf, am 15. September die Arbeit niederzulegen und vor das Parlament zu ziehen, um dort das Wahlrecht zu fordern; er beauftragt zu gleich die Parteileitung, den politischen Massenstreik im ganzen Lande vorzubereiten, um im geeigneten Moment den Kampf um das Wahlrecht mit voller Wucht zur Geltung zu bringen. Diese Resolution wurde mit stürmischem Beifall aufgenommen. In der Debatte sprachen dann die Genossen Kittel, Vantuf und Handler. Handler beantragte, daß sofort der politische Massenstreit proklamiert werde. Dieser Antrag, gegen den en fich der Referent aussprach, wurde abgelehnt und hierauf die Resolution einstimmig angenommen. In der Provinz fanden heute an 34 Orten sozialdemo= fratische Wahlrechtsversammlungen statt. Wien, 12. September. Der Kaiser hat den ungarischen Ministerpräsidenten Baron Fejervary heute vormittag in längerer Audienz empfangen. " Italien. " Der Kriegsminister gegen den Avanti". Rom, den 9. September.( Eig. Ber.) Der Kriegsminister Badotti hat gegen unser Zentralorgan Beleidigungsklage angeftrengt wegen eines Berichtes über eine Reservistenversammlung, die am 4. September in dem hiesigen Parteilofal stattgefunden hat. Dieser in dem Lokalteil enthaltene Bericht enthält Anklagen schwerster Art gegen die Militärverwaltung. Die Reservisten sollen in der angeführten Versammlung über schlechte Behandlung im Manöver geklagt haben. Es war u. a. gesagt, daß ein Major geraten hätte, einen Trupp zusammengebrochener Reservisten nicht zu schonen, weil es alles römische Sozialisten" feien. Ein Offizier hätte Soldaten, die sich im Schatten ausruhten, gezwungen, in die Sonne zu gehen. Einer dieser Soldaten wäre dann vom Hizschlag getroffen worden. Außerdem wurde in dieser Versammlung behauptet und auch in der Tagesordnung festgelegt, daß ein verbrecherischer Mangel Sanitätsdienst bestanden hätte, fo daß Hunderte Kranken ohne Hülfe gelassen wurden. Schließlich sollen viele Tote heimlich verscharrt worden sein und sogar ohne Begräbnis den Tieren preisgegeben. an von Diese allerdings ans Unglaubliche grenzenden Anklagen blieben mehrere Tage ohne Dementi. Dieses erfolgte dann in der feierlichen Form der Mitteilung der eingereichten Klage durch die„ Agenzia Stefani". Die bürgerliche Bresse tommentiert natürlich diese Maßnahme sehr günstig, denn sie ist froh, daß man dem" Avanti" etwas am Beuge flickt. Nur der„ Corriere della Sera" bemerkt in seinem Budapest, 12. September. Der Mitarbeiter eines Leitartikel, daß die Regierung ihrer Sache sehr sicher sein müßte, um Nachdem der Vorsitzende Professor Prins- Brüssel die Ver- hiesigen oppositionellen Blattes, Journalist Arpad diesen Weg zu wählen. Der„ Avanti" selbst brückte am ersten Tage Handlungen eröffnet hatte, begrüßte der Vertreter des Hamburger Bigany, ist heute nacht unter der Anschuldigung verhaftet worden, seine Freude über die Klage aus; in seinem heutigen Leitartikel Senats, Senator Dr. Lappenberg die Teilnehmer. In der der Verfasser der unter dem Namen eines Professor Beysig in Berlin erklärt er die Klage für unberechtigt, da jede Zeitung die Pflicht ganzen Kulturwelt trete der Wunsch nach üreinstimmenden Rechts- erschienenent, als hoch verräterisch betrachteten Broschfire zu genauer Berichterstattung hätte. Die Zeitung hat die Absicht, alle normen hervor. Die Schwierigkeiten, die sich der Erfüllung dieses sein. Der Verhaftete hat bei seinem ersten Verhör zugegeben, sich Reservisten, die an der Versammlung teilgenommen haben, als Wunsches entgegenstellten, seien noch größer, wie man allgemein an der Abfassung der Broschüre und an ihrer Verbreitung beteiligt Beugen vorzuladen.Spanien. annehme. Allein die internationale friminalistische Vereinigung zu haben. Budapest, 12. September. Der verhaftete Journalist 3igany habe sich in der Lösung dieser Aufgabe ein besonders dankbares GeSonderbare Mittel gegen Attentate und Hungerrevolten wollen biet erwählt. Der Kampf gegen das Verbrechen sei so alt wie die wurde heute abermals verhört. Er nannte einen hervorragenden die Präsidenten der bürgerlichen Vereine in Barcelona in AnMenschheit, jedoch die Art dieses Kampfes sei immer eine ver- Bublizisten, in dessen Auftrag und mit dessen Hülfe Beysig jene wendung bringen. Sie haben ein Kartell gebildet und wollen auf schiedene gewesen, ebenso die Ansichten über die Strafbarkeit der Broschüre verfaßt habe. Der Name dieses Mannes wird im Inter- Kosten ihrer Vereinigungen ein Polizeitorps halten; ferner einen oder der anderen Handlung. 400 Jahre liegen zurück seit den esse der Untersuchung noch geheim gehalten. Es gelang der Polizei, soll die Regierung aufgefordert werden, der Hauptstadt von KataZeiten der letzten Herenverbrennung in Deutschland, seit der Zeit, sich über die Art und Weise des Entstehens der Broschüre und deren tonien mehr Polizei zur Verfügung zu stellen. Im Falle der wo die Daumenschraube und ähnliche Marterivertzeuge noch eine Autorschaft Beweise zu beschaffen. Die Uebersetzung besorgte Ablehnung will man sich an die fremden Regierungen wenden mit wesentliche Rolle im Strafprozeß und Strafvollzug spielten. Welch Alexander Baneth. Budapest, 12. September.( W. T. V.) In einem Teil der Presse der Aufforderung, in Barcelona eine internationale Polizeitruppe zu unterhalten. Daneben will man auch in einer dem Parlamente himmelweiter Abstand trennt uns von damals. Aber so viel Borurteile auch beseitigt, so viele Irrtümer auch richtig gestellt des In- und Auslandes ist verbreitet worden, die Stegierung habe nachgebildeten Körperschaft die Fragen, die Barcelona interessieren, worden seien, es lasse sich doch nicht leugnen, daß der soziale Ent- beabsichtigt, die Wahlreform mittels Ottrogierung ins Leben biskutieren. Auf die Entdeckung des legten Bombenwerfers hat die widelungsprozeß, der sich in fast allen Kulturländern zeige, die treten zu lassen. Wie das ungarische Korrespondenzbureau auf Grund Gesellschaft einen Preis von 20 000 Besetas gesetzt. Mehr Polizei, heutigen Rechtsanschauungen zu ändern beginne. Die Kriminal- maßgebender Informationen erfährt, ist diese Meldung eine tendenziöse das ist das Allheilmittel gegen Hunger und Elend. statistik zeige Neuerscheinungen des Verbrechens, die eine ander. Erfindung. weitige Regelung des Strafvollzuges gebieterisch verlangten. Vor Ein zweiter Sozialdemokrat ist am Freitag in dem nördlich von allem habe sich die Zahl der Jugendlichen und der Rückfälligen ganz Der französische Handelsminister gegen die Postbediensteten. Aus Gefle liegenden Bergwerksdistrikt Gestrikland gewählt worden. Er, auffällig vermehrt. Der Charakter der Verbrecher sei nicht schlimmer geworden, aber er habe einen neurasthenischen Zug angenommen. Baris wird uns geschrieben: Das Ministerium zeigt sein realtionäres Maurer Betso II, siegte mit 1375 Stimmen über den bisherigen Vor allem zeige sich das im internationalen Hochstaplertum.( Sehr Gesicht immer offener. Da ist Herr Dubief, der Handelsminister, moderatliberalen Vertreter des Kreises Anders Olsson, der 1207 richtig!) Die internationale friminalistische Vereinigung habe es eines der Häupter der radikal- sozialistischen Partei, der nach seinem Stimmen erhielt. In Gefle selbst wurden am gleichen Tage zwei sich nun zur Aufgabe gestellt, das Verbrechen und seine Ursachen Programm die Bestrebungen aller Staatsbürger, sich zur Wahrung radikalliberale Anhänger einer ehrlich demokratischen Wahlrechtswissenschaftlich zu erfassen und habe sich damit ein hohes Ziel gesteckt der wirtschaftlichen und moralischen Interessen zu vereinigen, mit reform, Lektor Star bäd und Redakteur Lindh, mit 1479 und in der heutigen Strafrechtspflege. Er wünsche den Beratungen den allen Kräften fördern müßte. Was tut aber Herr Dubief in seinem 1378. Stimmen gegen die bisherigen moderaten und arbeiterfeindeigenen Wirkungskreise? Die Post- und Telegraphenbediensteten, lichen Vertreter Schiffsreeder Brodin und Lettor Waldenström, die besten Erfolg.( Lebhafter Beifall.) Sodann verbreitete sich Professor Prins- Brüssel über die die bisher nur eine wenig leistungsfähige Vereinigung besigen, 983 und 880 Stimmen erhielten, gewählt. Besonders erfreulich ist Frage, wie für bestimmte Kategorien von Rückfälligen der Begriff wollen eine ordentliche Gewerkschaft gründen und gehen höflich den es, daß der Freireligiöse", das heißt Anhänger einer außerhalb der der Gemeingefährlichkeit des Täters an die Stelle des heute zu Minister um seine Zustimmung an. Der radikal- sozialistische Herr Staatsfirche stehenden orthodoren Sette, Waldenström, nicht ausschließlich angewandten Begriffs der verbrecherischen Tat gefeßt Dubief untersagt aber rundweg die Konstituierung der Gewerk- wiedergewählt wurde. Er hat sich, namentlich in den letzten Jahren, werden könne. Der Redner behandelte speziell die Zunahme der schaft. Und zwar mit einer ganz wunderbaren Begründung: Nur als ein schlimmer Feind der Arbeiterbewegung, sowie jedes demokra= Jugendlichen und Rückfälligen, sowie die Zunahme des inter- die Arbeiter der industriellen und die Angestellten der kommerziellen tischen Fortschritts bewiesen und sich auch im Unionskonflikt auf nationalen Hochstapler- und Verbrechertums, ferner die Aufgaben, Staatsbetriebe hätten das Recht der gewerkschaftlichen Ver Seite der Mordspatrioten gestellt. Die Beteiligung und das Intereinigung, die Beamten seien ausgeschlossen. Die die diese Erscheinungen an die Strafrechtspflege stellten. Post- esse an der Wahl in Gefle war außerordentlich stark. Große Scharen Sodann sprachen ausführlich über: Das internationale Ver- bediensteten seien aber Beamte, tie ihrer Pensions- von Arbeitern und liberalen Leuten hatten sich vor den Wahllokalen brechertum und seine Bekämpfung" Reg.- Assessor Dr. Lindenau bom berechtigung hervorgehe. Ja, der Minister hat sogar die Unverfrorenheit, bersammelt, und das Ergebnis wurde mit lebhafter Freude begrüßt. Berliner Bolizeinräsidium und der Hamburger Polizeirat Dr. Hopff. die ungeheuerliche Bestimmung der veralteten Code Penal zu zitieren, Am Sonnabend wurde in 11 Kreisen gewählt; in 10 wurden die Frankreich. aus Schweden. atten Vertreter, unter ihnen der Minister des Junern Widen und der Finanzminister Biefert wiedergewählt, in einem Wahlkreise, Luloa- Harparanda, wurde ein liberal- konservativer Ueberläufer und Anhänger des einseitigen Porportional- Wahlrechts durch den liberalen Lokomotivführer Berglund, der Gegner jenes Wahlrechtsvorschlages ist, ersetzt. Bis zum Sonnabend hatten die Kammerwahlen der Linken samt der Sozialdemokratie einen Gewinn von 8 Mandaten, die Feinden des demokratischen Fortschritts abgenommen wurden, gebracht. Gegen die Wahl unseres Parteigenosser Journalist Christiaonson in Helsingborg ist von reaktionärer Seite Einspruch erhoben worden, und zwar mit der Begründung, daß Wählern, die in vor kurzem in die Stadtgemeinde Helsingborg aufgenommenen Landdistrikten wohnen, widerrechtlich die Erlaubnis dort zu wählen, erteilt worden sei. Der Einwand ist jedoch ebenso hinfällig wie ein anderer, wonach Christiaonson, der zwar in Finnland geboren ist, aber von schwedischen Eltern abstammt, fein schwedischer Staatsdemokratie ist. würden. * * Die Lage im Kaukasus. die Luft flog. Ein Teil des Mittelschiffs ist gesunken. Der hintere Ausweis hatte eine starke Zunahme der an die Bank gestellten Anto Teil des Dampfers sowie der Bug blieben sichtbar auf der sprüche ergeben, so daß sich bei gleichzeitiger wesentlicher Steigerung Oberfläche des Wassers. Das Schiff war mit Gewehren des Notenumlaufs der Metallbestand der Bank um 57,5 Millionen und Munition beladen. Mark verringerte. War er damit auch immer noch um etwa 6 MilDie Wasseroberfläche ist mit lionen Mark größer als zu derselben Zeit des Vorjahres, so ging die schwimmenden Gewehrkolben bedeckt. Am Ufer wurden Reichsbank doch infolge des günstigen Notenumlaufs in den Sep1300 Magazingewehre geborgen, außerdem drei Kisten, die tember mit einem steuerfreien Notenbestand hinein, der um etwa mit Revolvern angefüllt waren. Der Name des Schiffes 48 Millionen Mark kleiner war als im Vorjahr. In der ersten ist mit Farbe überstrichen. Bei dem Schiffe wurden ein Septemberwoche ist dann der Privatdiskont auf 2% Prozent, also schwedisches Rettungsboot sowie deutsche und englische Flaggen hart an die Grenze des bisherigen Diskontsazes herangerückt, so daß gefunden. Man vermutet, daß der Dampfer unter amerika- schon diese Bewegung den Gedanken an eine Diskonterhöhung nahelegen mußte. Dazu ist dann in der vergangenen Woche noch die Disnischer Flagge fuhr. fonterhöhung der Bank von England getreten, die auf die Dauer nicht Das ist sehr mysteriös! ohne Rückwirkung auf die Bewegung der bisher für Deutschland günftigen Londoner Wechselkurse bleiben kann. Auf die Möglichkeit, daß auch die Zurückziehung der zurzeit noch am deutschen Markte gePetersburg, 12. September.( Meldung der Petersburger Tele- haltenen japanischen und russischen Guthaben über furz oder lang bürger sein soll. Diese Versuche, die Wahl rüdgängig zu machen, graphen- Agentur.) Wie aus Barizhu gemeldet wird, ist dort seit in Frage fommen, und den Markt zeitweise ungünstig beeinflussen beweisen nur, wie verhaßt der Reaktion der Fortschritt der Sozial- gestern der Handel mit Naphtha eingestellt worden. Die Lage der Veränderung, die der Diskont damit erfährt, ist in diesem Jahre wie kann, wurde schon kürzlich von verschiedenen Seiten hingewiesen. Die 8 wei weitere fozialdemokratische Wahlsiege Konsumenten ist kritisch. Auch in Astrachan stellten heute die Naphtha- schon die vierte, während im Vorjahre nur eine Veränderung, und haben die Kammerwahlen gebracht, die am Sonntag stattfanden, und firmen die Lieferung von Heizmaterial an die Schiffsreeder ein, mit zwar am 11. Oftober auf 5 Prozent stattfand. Im laufenden Jahre zwar wiederum in Bergwerkdistrikten. Wie aus Falun berichtet denen sie keine Lieferungskontrakte haben, weil sie die Einstellung wurde der Diskont am 10. Januar yon 5 auf 4, am 14. Februar von wird, wurde als Reichstags- Abgeordneter für den Smedjebacken- der Transporte aus Baku befürchten. Die Needer stehen jetzt vor 4 auf 3% und am 25. Februar auf 3 Prozent heruntergesetzt. Nun Bezirk der Sozialdemokrat Bernhard Eriksson mit der Notwendigkeit, die Dampferfahrten einzustellen und ihre folgt wieder die Erhöhung auf 4 Prozent. 975 gegen 750 Stimmen, die auf den bisherigen Vertreter, den ge- Matrosen und Arbeiter zu entlassen, wodurch tausende brotlos meinsamen Kandidaten der Liberalen und Konservativen fielen, Bom Stabeisenverband. Zu den Gerüchten, wonach ein großer gewählt. Aus Lulea wird gemeldet, daß für den Kalir- Bezirk der In Baskuntschak sind Salzindustriellen aus Konzern gemischter Werke sich zur sofortigen Bildung eines StabeisenSozialdemokrat 2. J. Carlsson mit 708 Stimmen gedem gleichen Grunde genötigt, ihre Tätigkeit einzustellen, Verbandes entschlossen habe, erfährt die Rhein- Westf. 3tg." bon wählt worden ist. Sein unzuverlässig liberaler Gegenkandidat er was eine Stockung des Fischereigewerbes und enorme Ver- kompetenter Seite, daß es sich um eine Anregung handelt, die in der hielt 535, der bisherige Vertreter des Kreises 390 Stimmen. lufte für dieses ganze Gebiet zur Folge haben wird. Der Gouverneur legten Sibung des Stahlwerksverbandes am 7. 5. M. seitens des Somit find also bis jetzt schon vier Sozialdemokraten ge- schlägt den großen Naphthafirmen vor, eine besondere Niederlage alieder des Stahlwertsverbandes unter sich einen losen Herrn August Thyssen gemacht wurde, die dahin ging, daß die Mitwählt. von 600 000 Bud Naphtha für die Bedürfnisse der Reeder und Salz- Stabeisenverband gründeten oder im Falle der Unmöglichkeit eines Amerika. industriellen zu errichten. solchen sich wie im Vorjahre zu einer Preisvereinigung zusammen. Faule Stellen in der Arbeiterbewegung. Gewisse Vorgänge in Petersburg, 12. September. Die letzten Nachrichten aus Baku fänden. Der Vorschlag fand bei einer großen Zahl der Werke Andem Gewerkschaftsleben von Chicago haben in der letzten Zeit die besagen, daß die Lage fortgesetzt sehr schlimm ist. Zehn Stadtteile lang, während einige sich wieder ablehnend verhielten. In einer Aufmerksamkeit der ganzen Arbeiterschaft in Amerika erregt. Die sind bereits vollständig zerstört. Die Aufrührer greifen immer noch demnächst stattfindenden Sizung soll nun darüber ein offizieller BeKorruption versuchte mit offener Gewalt das Feld zu behaupten und mit großer Hartnäckigkeit an. Die Tataren setzen die Plünderung schluß gefaßt werden. stellte eine bewaffnete Schar von Banditen an, welche die Ge- fort, die Truppen machten Gebrauch von ihren Waffen und töteten werkschaftsversammlungen überfallen und sprengen mußte, to man Politikanten und Verräter nicht zu Beamten wählen wollte. Es handelt 17 Personen. sich um die Chicagoer Federation of Labor", eine Zentrallörperschaft für In Tsafisttomas wurde eine Höllenmaschine unter den Wagen Gewerkschaften. Die Beamten dieser Organisation besigen viel des Gouverneurs geworfen, als diefer mit dem Kreischef durch den Macht und Einfluß und können sich sehr leicht bereichern, wenn Drt fuhr; die Höllenmaschine explodierte jedoch nicht. fie die Interessen der Arbeiter verraten wollen. Es ist keine Wer dieser Tage in der Kochstraße zwischen der FriedrichSeltenheit, daß ein Arbeiterführer seinen Einfluß bei Streiks und straße und Wilhelmstraße zu tun hat, setzt sich der Gefahr Boykotts an die Unternehmer verkauft oder an die Politiker, denen er Stimmen zuführen muß. aus, durch allerlei barsche Redensarten belästigt, und wenn Es bilden sich Cliquen in den Gewerkschaften, welche die einflußreichen Stellen er ängstlichen Gemütes ist, sogar an der Besorgung seiner allerlei Listen und wenn es nicht anders geht, mit Schwindel Angelegenheiten verhindert zu werden, und das alles lediglich Die Süddeutsche Tabafzeitung" bringt folgende Meldung weil in der Buchbinderei von Kämmerer gestreift und Gewalt zu erobern suchen. So wurden kürzlich die eines Berliner Mitarbeiters: Im Reichsschakamte scheinen nun die wird. Es sind jedoch nicht die Streikposten, sondern die uniVersammlungen der„ Chicagoer Federation of Labor" ge- Würfel gefallen zu sein. Nachdem in sämtlichen Konferenzen, die auf waltsam gestört, als die Beamtenwahlen wurden. Mastierte Männer drangen mit vorgehaltenen Revolvern bau und an der Tabatindustrie beteiligten Bundesstaaten in den Publikum derartige Unannehmlichkeiten bereiten. Es ist sogar vorgenommen Veranlassung des Reichsschaamtes seitens der vorwiegend am Tabal formierten und nicht uniformierten Polizeibeamten, die dem in das Versammlungslokal, zerrissen die Stimmzettel und miß- letzten Wochen mit Interessenten und Zolltechnikern gepflogen wurden, gefährlich, wenn man an der Anschlagiäule in der Friedrichhandelten den Vorsitzenden. Das nächste Mal holte man die Anschauung fast einhellig sich geltend machte, dass jede Tabat- straße, Ecke Kochstraße, steht und das Plakat des PolizeiDie Polizei, aber ein Teil der Mitglieder weigerte sich, steueränderung, insbesondere die vom Reichsschazamte vorgeschlagene präsidiums über die 1000 M. Belohnung für die Entdeckung unter polizeilicher Aufsicht abzustimmen. Darauf wandte sich der Wertsteuer von 30 Pro3. auf Rohta bate ebenso eine des Mörders vom Tempelhofer Felde lieft. Man setzt sich Borstand mit einem Aufruf an die Turnvereine von Chicago eine 30llerhöhung und eine entsprechende Inlandssteuer der Gefahr aus, von einem Beamten als Streifpoften berhandfeste Garde, mit Eisenstäben bewaffnet, zum Schutze der Ver- erhöhung die deutsche Zigarrenindustrie mit ihren 180 000 trieben und mit dem Verbot bedroht zu werden, die Kochfammlung abzusenden. Die Turner, meist Denischamerikaner, Arbeitern in zumeist ärmeren ländlichen Distrikten gewaltig schädigen kamen und die Abstimmung konnte ruhig vor fich gehen. müßte, soll dieſe Idee schließlich fallen gelaſſen worden sein. Buvor ftraße überhaupt zu betreten. Auch die eleganteste In einer späteren Versammlung hatte die Korruptionsclique mit einem soll das Reichsschatamt mit namhaften Führern des Zentrums und Kleidung schützt nicht vor dem Uebereifer der Beamten. großen Anhang wieder die Oberhand und annullierte die Wahlen. des rechten Flügels der nationalliberalen Partei, die früher einer Wie uns berichtet wird, ist am Montag einem HandlungsSo ist des Habers fein Ende und leicht vorauszusehen, daß die Tabakzollerhöhung und einer Wertabmessung sympathisch gegenüber- gehülfen, der übrigens für den Streit selbst gar kein beOrganisation darüber in die Brüche geht. Das Erstaunliche und standen, Fühlung genommen und auch hierbei die unumstößliche fonderes Interesse hat, verboten worden, sich dort aufzu Beschämende ist dabei, daß sich große Massen organisierter Arbeiter Ueberzeugung gewonnen haben, daß mit Tabat nichts zu machen ist, halten, wo sich das Geschäft befindet, in dem er tätig ist! bereit finden, Bolitikanten und notorische Lumpen als ihre Vertreter daß niemand das Odium auf sich nehmen würde, beispielsweise Wenn er in zwei Minuten nicht fort sei, werde er verhaftet; Agitationen zwecklos heraufzubeschwören, da doch niemand für eine in der Kochstraße dürfe er sich überhaupt nicht mehr blicken auch weniger gesalzene" Tabaksteuer, als vorgeschlagen wurde, wählen zu wollen. Die Unruhen in Japan. mit Aus Induftrie und andel. Die neue Tabakstener. Gewerkschaftliches. Berlin und amgegend. lebereifriger Kapitalistenschuk. Diese Sistierungen von streifenden Buchbindern und anderen am Streit gar nicht beteiligten Leuten durch den auch hier wieder von Beamten angewandten Vorwand von Verkehrsstörung und dergleichen zu rechtfertigen, ist in diesem verkehrsarmen Teil der Kochstraße durchaus verfehlt. eintreten könnte. Dieses von einem rheinischen Zentrumsblatte lassen, erklärte der Beamte. Der Handlungsgehülfe fühlte jüngst gewählte Wort ist in jenen Unterredungen ebenso gefallen fich selbstverständlich nicht veranlaßt, auf Befehl der Polizei Tokio, 12. September. Mit Ausnahme der Zeitung„ Asahi" sind wie auch die von ihm genannte hohe Ertragssumme in Betracht tam, die Pflichten gegen seinen Chef zu verabsäumen, und proalle Blätter wieder erschienen. In der Provinz sind jedoch allein die Vorgänge liegen seit mehreren Wochen hinter uns, und testierte energisch gegen die Zumutung. Der angedrohten Vernoch zahlreiche Blätter unterdrückt. Die Gerüchte so war die Kölner Meldung schon antiquiert, als sie an die Deffents haftung wäre er wohl nicht entgangen, wenn nicht ein Mann von der Demiffion des Ministers des Innern Yoshikawa und feiner lichkeit gebracht wurde. Da nun die deutsche Zigaretten hinzugekommen wäre, der bezeugen konnte, daß er dort in dem Ersetzung durch den Unterstaatssekretär Yamagata erhalten sich industrie seit Jahr und Tag eine Erhöhung des ZigaGeschäft tätig ist. Sind doch gestern auch neben drei Buchmit großer Hartnädigkeit. rettenzolles auf das Vierfache des bestehenden Satzes von Tokio, 12. September. Ein von 30 000 Personen besuchtes 270 M. für den Doppelzentner erstrebt und Zigarettenfabrikanten bindern ein Buch drucker und ein Stereotypeur von Meeting fand in Osaka statt. Eine Resolution wurde angenommen, erst im April d. J. sowohl beim Reichsschaamte als auch beim der Firma Mittler u. Sohn verhaftet worden, die nichts anderes in welcher die Haltung der Regierung scharf getadelt und die königlich sächsischen Finanzministerium in Dresden dahin vorstellig verbrochen hatten, als daß sie auf Kollegen warteten! Friedensbedingungen als unzureichend bezeichnet wurden, auch gewichtige Stimmen sich gegen die Trustvorgänge erwurden. Die Behörden hatten keine Veranlassung einzuschreiten, da heben, welche in dieser Industrie einen geeigneten Nährboden an allen die Drdnung nicht gestört wurde. in der Zigarettenfabrikation hervorragend beteiligten Ländern Tokio, 12. September. In Kobe dauern die Verfinden, so wird diesem Wunsche der heimischen Zigarettenindustrie haftungen fort. Bisher wurden insgesamt 150 Personen in der neuen Vorlage entsprochen werden. Außerdem wird eine fistiert. Banderolsteuer teils nach ruffifchem, teils nach amerikanischem System auf deutsche und ausländische Zigaretten gelegt werden. Man schlägt 2½ M. für das Tausend vor. Da die Raucher der Zigarette in Deutschland sich ihre Zigaretten oft selbst herstellen, wird eine 3igarettenpapier stempelsteuer nach griechi schem und früheren rumänischem System geplant. Im Reichsschaß amte werden die Erträge dieser Zigarettenlurussteuer" mit uns gefähr 18 Millionen Mark betvertet, somit als der fünfte Teil dessen angesehen, was an neuen Steuern für die große Reichsfinanzreform notwendig ist. Man wird, wie ich höre, ebenso wenig wie beim Tabat, am Bier wie an der Erbschaftssteuer vorübergehen können, ohne zuzugreifen. Misstimmung in der japanischen Armee. London, 12. September.( Bureau Laffan.) Von der japanischen Mandschurei- Armee zurückgekehrt, telegraphiert der Kriegstorrespondent der Times" aus Funschiantai: In der Armee herrscht tiefe Erbitterung über die Friedens bedingungen. Die Armee ist enttäuscht darüber, daß ihr nicht noch einmal Gelegenheit zu einem ent scheidenden Schlage gegen die Russen geboten wurde. Von russischer Seite finden unter der weißen Flagge öfters Besuche bei den Japanern statt, wobei sich die Russen sehr liebenswürdig geben. Im japanischen Hauptquartier meint man, die Räumung der Mandschurei werde nicht vor April n. Js. vollendet Das Pauzerschiff„ Mikasa" gesunken! Zofio, 12. September.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) Das Panzerschiff„ Mikasa" sing Feuer und fant gestern morgen 2 Uhr 30 Minuten. fein können. Diese rätselhafte Katastrophe bedeutet einen schweren Verlust für die japanische Marine. War doch das 1900 vom Stapel gelaffene Linienfchiff eines der modernsten Schlachtschiffe der japanischen Flotte. An Deplazement( 15 362 Tonnen) stand es an zweiter Stelle. Das Schiff hatte schon einmal arges Mißgeschic: im August 1904 soll es von japanischen Torpedobooten, die es für ein russisches Schiff hielten, bereits durch einen Torpedoschuß beschädigt worden sein. Später nahm es jedoch wieder an den Operationen teil. Tokio, 12. September.( W. T. B.) Wie das Marinedepartement bekannt gibt, war das Feuer an Bord des„ Mikasa" am 10. d. M. um Mitternacht ausgebrochen, die Ursache des Feuers ist unbekannt. Ehe die Besatzung gerettet werden konnte, erreichte das Feuer die Pulverkammer und es erfolgte eine Explosion, die an Backbord an der Wasserlinie ein Loch riz. An Bord befanden sich 599 Menschen einschließlich der Seeleute von anderen Schiffen, die zur Hülfeleistung herbeigeeilt waren. Ueber die Ursache des Feuers ist die Untersuchung eingeleitet. " . Eine sonderbare Rolle spielt bei dieser Streikposten. verfolgung der eine Chef der Buchbinderei, Paul Käm merer. Er steht von früh bis spät vor dem Hause und weist mit seinem Schirm oder mit dem Finger auf diejenigen, die verhaftet werden sollen. Gleichsam als sei er ihr Vorgesetzter, befiehlt er den Beamten: Verhaften Sie den Mann da!" Einmal mußte der Beamte erwidern: A ber ich habe ja gar keine Handhabe;" in anderen Fällen aber wurde der Befehl prompt ausgeführt. Der Herr Fällen aber wurde der Befehl prompt ausgeführt. Der Herr Stämmerer läßt sich sogar dazu herbei, gemeinsam mit dent Beamten Leute auf der Straße zu verfolgen und scheut sich nicht, gegen Arbeiter derartig zu handeln, die 17, ja 24 Jahre im Geschäft tätig waren. Nach allem, was sonst über die beabsichtigte Tabaksteuer schon durchfickerte, haben diese Mitteilungen, soweit sie diese Steuer angehen, einen hohen Grad von Wahrscheinlichkeit für sich. Was die Sache selbst angeht, so schreibt das genannte Blatt dazu mit Recht, Auf der anderen Seite der Straße liegt das Restaurant, eine Zugussteuer" sei eine Steuer nicht, die das Mille für 5 wo die Streifenden verkehren, und zwar hinten im Hof. Selbst um 2% M. verteuere. Es gleicht das schon mehr einem Verbot bis an den Torweg werden die Streifenden verfolgt, und des Konsums billiger 8igaretten. Die Eintragsfähig feit scheine viel zu hoch falfuliert zu sein. Man hätte überdies mit gestern abend verbot ein Kriminalbeamter nicht nur Streifeneinem großen Minderkonsum und mit einer überaus kostspieligen den, sondern Leuten, die mit dem Streik gar nichts zu tun Kontrolle zu rechnen, denn Zigaretten fönnen überall fabriziert haben und anderen Berufen angehören, im Torweg zu stehen, werden; jeder Raucher kann sich seine Zigarette selbst drehen und drohte sogar mit Verhaftung, allerdings diesmal ohne die jedes Seidenpapier fann für Minderverwöhnte als Zigarettenpapier Drohung auszuführen. Auch Arbeiterinnen wurden von Polizeibeamten auf der Straße angehalten und mit VerBerivendung finden. haftung bedroht. Das Verhalten der Polizei erregt natürlich großes Aufsehen in der Straße. Man frägt unwillkürlich, großes Aufsehen in der Straße. Man frägt unwillkürlich, was denn die Leute verbrochen haben, die so behandelt und verfolgt werden, und ob die Polizei vielleicht dem Mörder vom Tempelhofer Felde auf die Spur zu kommen fuche? Erfährt man dann, um was es sich handelt, so wird natürlich der Uebereifer der Polizei mißbilligt. 4, Mart und nicht 20 Millionen Mark mehr erzielt werden, wovon Im Jahre 1904 wurden bei einem Zoll von 270 M. in Deutschland 6593 Doppelzentnet Bigaretten im Werte von 12 634 000 Mark eingeführt und der Bollertrag war 1779 000 m. Nehmen wir an, daß bei der Einfuhr unter dieser Verteuerung ein Minderimport von der Hälfte des bisherigen Quantums eintreten würde, so blieben 3300 Doppelzentner zu ungefähr 1000. M. Zoll, also die Berdoppelung des bisherigen Bollertrages: 3 550 000 M. Da eine Bigarette ein Gramm wiegt, würden alsdann bei dem in Betracht Von den sistierten Buchbindern wurde einer von gezogenen Minderimport etwa 330 000 Mille eingeführt werden X 2½ M. Stempelsteuer= 825 000. Da man die Inlands ein anderer von 4 Uhr bis 3/6 festgehalten. Die Beamten produktion an Zigaretten mit über 4 Millionen Mille einſchäßt, so. drohten, wie uns berichtet wird, bei einer zweiten Verhaftung würden noch 10 Millionen Mark, mithin insgesamt etwa 13 Mill. sollten sie nach dem Präsidium gebracht werden. noch die ganz beträchtlichen Erhebungskosten in Abzug zu bringen Als ein Streifender sich darüber beschwerte, daß er sogar aus wären. Das Blatt tritt diesen Plänen mit Recht energisch ent- der Wilhelmstraße fortgetrieben wurde, und zu dem Beamten gegen, aber es ist leider bei den herrschenden Mehrheitsparteien wenig sagte:„ Dann tönnen Sie uns ja ganz Berlin Hoffnung, daß sie diese neue, die unteren Schichten des Volkes verbieten," soll dieser erwidert haben: Ja, das Ein bereits gestern furz erivähnter Vorgang wird durch gerade wieder am meisten treffende Steuer nicht akzeptieren werden. tönnen wir auch." Wenn Polizeibeamte eine solche eln Telegramm aus Helsingfors wie folgt geschildert: Die Agitation dagegen kann nicht früh genug aufgenommen werden. Auffassung von ihrer Machtbefugnis bekunden, ist ihre HandEin unbekannter Dampfer von 300 Tonnen Gehalt kam lungsweise ja leicht verständlich. Notwendig wär's aber, daß Zur Erhöhung des Reichsbant- Diskonts. Der Diskont der in der Nacht zum Donnerstag an der Insel Kaloscher, 25 Kilometer von Jacobstad, an. Infolge starken Nebels stieß Darlehen gegen Verpfändung von Wertpapieren und waren auf würden, damit endlich diese gesetzwidrigen Belästigungen von 25 Kilometer von Jacobstad, an. Infolge starken Nebels stieß Reichsbank ist, wie berichtet, auf 4 Prozent, der Lombardzinsfuß für sie einmal besser über die Grenzen ihrer Macht aufgeklärt das Schiff am Freitag auf eine etwa 3-4 Kilometer vom 5 Prozent erhöht worden. Diese Maßregel bringt nach der Ent- streifenden Arbeitern und anderen unbeteiligten Personen Strande befindliche Sandbank. Dabei ereignete sich eine Ex widelung, welche die Dinge am Geldmarkt in der letzten Zeit ge- aufhören. Die Streifenden selbst sind natürlich über ihre ge plosion, bei der der Dampfer samt der Bemannung in die nommen haben, keinerlei Ueberraschung. Schon der lebte August- fetzlichen Rechte vollkommen aufgeklärt, wissen, wie sie fich au Ein Waffenschiff. gemacht. Bei den Heimarbeiterinnen liegen die Verhältnisse noch trauriger, da dieselben fast durchweg niedrigere Löhne wie die Kolleginnen in der Fabrik erhalten. Dann aber stellen sie dem Unternehmer noch ihre Maschine, ihre Wohnräume als Arbeitsraum zur Verfügung, müssen Licht und Heizung, gleichzeitig auch Garn, Nadeln und Del felbst bezahlen. Daß dieser Ausfall an Lohn usw. doch nur durch eine überlange, aufreibende, Nerven anstrengende Arbeitszeit gedeckt werden kann, ist wohl einem jeden Menschen erklärlich, nur nicht den Arbeiterinnen, fie leben dahin in ihrem Elend und sind apathisch gegen alles, was um sie vorgeht. Da nun auch in hygienischer Beziehung bei der Firma Gebr. B. alles zu wünschen übrig blieb, haben die Arbeiterinnen endlich einmal dazu Stellung genommen. Zwei Fabrikversammlungen fanden statt. Es wurde eine Kommission von 8 Personen gewählt, welche dem Chef 12 Forderungen unterbreitete. Alles wollte er bewilligen, nur nicht die freie Lieferung des Garnes und der Nadeln, da hier hauptsächlich der Geldbeutel in Betracht kommt, denn die Firma hätte dadurch einen Ausfall von 5-7000 Mark pro Jahr, dementsprechend weniger Verdienst. " Im allgemeinen, von einzelnen Ausbefindet sich Dragonerstraße 15 bei Patt, Telephon Amt III, Nr. 5028 Das Bureau der Lohnkommission der Fliesenleger- Hülfsarbeiter und ist geöffnet von morgens 8 Uhr bis abends 7 Uhr täglich. Deutsches Reich. bewegen haben, und lassen sich auch durch diesen gesetzwidrigen 11. Januar 1908. Die Verbandsleitung ist beauftragt worden, den ihrer Gewerkschaft einnehmen können, so seien die Parteigenoffen Polizeischutz des Unternehmertums nicht abhalten, die Pflicht Tarifentwurf den Unternehmern zur Annahme zu unterbreiten.- daran schuld, die in ihren Gewerkschaften nicht dafür sorgen, daß als Streikposten zu erfüllen und wenn sie auch noch so sehr Die Neuforderungen werden in der Hauptsache mit der allgemeinen nur prinzipienfeste Leute an die Spike gestellt werden. Wenn die angeschnauzt, und wenn sie auch verhaftet werden. Teuerung und deren weiter zu erwartenden Steigerung begründet. organisierten Parteigenossen in dieser Hinsicht ihre Schuldigkeit nicht Der Streit der Fliesenleger und Hülfsarbeiter der Firmen kümmern sich nicht um die Partei. Die wenigen Personen, die alle tun, dann solle man nicht sagen, die führenden Gewerkschaftler Verhältnisse in der Wäschebranche. Rosenfeldu. Co., Villeroyu. Boch, Ende und Perino Arbeiten für ihre Gewerkschaften verrichten müßten, könnten sich Geradezu unhaltbare Zustände haben sich in der Wäsche- beschäftigte gestern abend eine Versammlung der Fliesen natürlich nicht so eingehend am Parteileben beteiligen, weil ihnen Industrie eingebürgert. Nicht allein, daß die Arbeiterinnen nur leger und Hülfsarbeiter. Wie im Bericht der Lohnsehr niedrige Löhne verdienen, wird den Näherinnen am Schlusse kommission mitgeteilt wurde, haben sich über 70 streifende Hülfs- nicht die Zeit dazu übrig bleibe. Andererseits gebe es auch viele der Woche noch ein Abzug von 2 bis 4 M. für Garn und Nadeln arbeiter zur Kontrolle gemeldet, was von einer über Erwarten politisch tätige Arbeiter, die sich wenig um die Gewerkschaft kümmern. Früher, als die Partei noch kleiner war, habe sich jeder Genosse großen Einmütigkeit zeugt. Eine Anzahl Fliesenleger sind bereits mit großer Freudigkeit und Hingebung an den Parteiarbeiten be= in Mitleidenschaft gezogen. Ist es nun schon nicht begreiflich, daß die Arbeiterinnen dem nahmen abgesehen, haben sich die Fliesenleger, soweit sie vom Streit teiligt. Heut seien die Wahlvereine zwar stark an Zahl, aber der Fabrikanten einen Teil des Rohmaterials bezahlen müssen, so hat der Hülfsarbeiter berührt wurden, solidarisch verhalten. Die vom Kreis der Genossen, die bei den Parteiarbeiten auf dem Poſten ſind, die Firma Gebr. Borchardt den Modus eingeführt, daß sogar Streit betroffenen Firmen sind offenbar schon in großer Verlegen- ſei kaum größer wie in früheren Zeiten und der Arbeitseifer der Lohnarbeiterinnen, die mit einem Lohn von 15 M. pro Woche ein heit. Rosenfeld u. Co. schickten der gestrigen Versammlung ein meiſten organisierten Parteigenossen lasse viel zu wünschen übrig. gestellt sind, am Schlusse der Woche 2 bis 2,60 M. für Garn und Schreiben, worin sie sich zu einigen, jedoch unwesentlichen 3- Fleißner sage in einem Artikel der„ Neuen Zeit", die Gewerkschaften Das könne man jetzt bei jeder Flugblattverbreitung sehen.- Genosse Nadel von ihrem Lohn abgezogen wird. Dieser Abzug wird auch geständnissen bereit erklärten. Folgende Resolution wurde ein- suchen mit allen Mitteln Mitglieder zu gewinnen. Diese Behauptung nicht als Verdienst gerechnet, so daß die Arbeiterinnen auch noch stimmig angenommen: in der Kranken- und Invalidenversicherung in ihrem Rechte gehabe wohl eine gewisse Berechtigung; aber einen Vorwurf könne man Die von zirka 450 Fliesenlegern und Hülfsarbeitern besuchte den Gewerkschaften daraus nicht machen, denn sie brauchen eine schmälert werden. Versammlung erklärt sich mit dem Verhalten der Lohnkommission starke Mitgliederzahl, um ihre eigentlichen Aufgaben zu erfüllen. bei der Verhandlung über den Tarif der Hülfsarbeiter einverstanden. Wie stehe es denn aber mit den politischen Organisationen? Sie erklärt ferner, da das brüske Verhalten der Vertreter der gesperrten Auch in den Wahlvereinen suche man Mitglieder um jeden Preis bedingungen nicht mehr zuließ, die Arbeitsniederlegung der Hülfs- gar keine Sozialdemokraten sind. Von den Wahlvereinen müsse Firmen einen anderen Weg zur Verbesserung der Lohn und Arbeits- zu gewinnen und es würden manchmal Leute aufgenommen, die arbeiter für gerechtfertigt. Die anwesenden Fliesenleger verpflichten verlangt werden, daß sie nur überzeugte Parteigenoffen aufnehmen, sich, keine Arbeiten zu verrichten, die sonst die Hülfsarbeiter verrichteten, denn was man den Getverkschaften zugute halten könne: die Notund erklärt die Zuwiderhandlungen hiergegen als eines organisierten wendigkeit einer möglichst großen Zahl, wenn auch noch nicht völlig Fliesenlegers unwürdig. Die Kommission wird beauftragt, infolge von den gewerkschaftlichen Aufgaben durchdrungener Mitglieder, des der Versammlung zugegangenen Schreibens der Firma Rosen- das gelte für die Parteiorganisationen nicht. Diese sollen eine feld u. Co. vor dem Gewerbegericht in Verhandlungen zu treten." Sammelstelle der bereits überzeugten Sozialdemokraten sein. Es Die Anwesenden wurden aufgefordert, genau auf die Ver- komme aber vor, daß Geschäftsleute, die gar nicht daran denken, sammlungsanzeigen im Vorwärts" zu achten, da in nächsten Tagen Sozialdemokraten zu sein, dem Wahlverein beitreten. Wenn es wieder eine Versammlung stattfinden soll. einmal erforderlich ist, daß jeder mit seiner Person für die sozialviele Wahlvereinsmitglieder auch nicht verlassen. Es gebe keine demokratischen Anschauungen eintritt, dann könne man sich auf Notwendigkeit dafür, daß sich Partei und Gewerkschaften gegenseitig Vorwürfe machen. Gewiß sei in der Gewerkschaft nicht alles so, wie man es wünschen könne, man müsse aber auch einsehen, daß wir bereits telegraphisch berichteten, wurde gefaßt in einer von der und Gewerkschaften müſſen Hand in Hand gehen, beide haben dafür Der terroristische Beschluß der Kölner Malermeister, über den auch in der Partei manches nicht in der Ordnung sei. Partei freien Immung veranstalteten Versammlung, zu der jedoch nur zu sorgen, daß die Arbeiter zur Erkenntnis ihrer Klassenlage kommen. 80 Meister erschienen waren, wovon fünf gegen den Beschluß Auf beiden Seiten, in der Partei wie in der Gewerkschaft habe die der freien Gewerkschaft aussperren, erwiderte man, es dürfe kein rung ihrer Zahl. stimmten. Einem Redner, der meinte, man solle nur die Mitglieder Aufklärung der Mitglieder nicht Schritt gehalten mit der Vergröße Mit dem Stimmzettel können wir die kapita Unterschied zwischen frei und christlichorganisierten Gehülfen gemacht liftische Gesellschaft nicht stürzen, deshalb müssen die Arbeiter durch werden; beide Organisationen seien( im verflossenen Frühjahre) mit ihre Organisationen so erzogen werden, daß sie bereit sind, ers gleich maßlosen Forderungen an die Meister herangetreten, und beide forderlichenfalls ihre ganze Persönlichkeit einzusehen für ihre Jdeale. Organisationen müßten vernichtet werden. Der Zweck der AusDem beifällig aufgenommenen Vortrage folgte eine kurze im sperrung ist, die Gehülfenverbände zu verhindern, im kommenden allgemeinen zustimmende Diskussion. 1. September alle Gehülfen zu entlassen, die bis dahin nicht den 3. d. M., tagte in Voigts Ritterfälen eine Versammlung des Frühjahre Lohnforderungen zu stellen. Der Beschluß, am Zentralverband der Maschinisten' und Heizer. Am Sonntag, aus ihrem Verbande ausgeschieden seien, wurde schon anfangs April Betriebspersonals der sämtlichen Zentralen und Unterſtationen der Daß die Forderung der Arbeiterinnen gerecht ist, beweisen doch dieses Jahres im Anschluß an den Ausstand der Maler von einer die Löhne von 9-16 M. pro Woche, wovon noch Garn und Nadeln Versammlung von 200 Meistern gefaßt. Die Arbeiter haben sich aber seiridhnid einige Ausführungen betreffend Organisation sowie Berliner Elektrizitätswerte. Nachdem der Verbandsvorsitzende in Abzug kommen. um die verrückte Drohung nicht gekümmert und sind ihren Organi- Anerkennung des paritätischen Arbeitsnachweises der Maschiniſten Wir richten nun an alle Kollegen und Kolleginnen, gleichzeitig fationen vollzählig treu geblieben. Die Verbände zu zerstören, an alle Parteigenossen und Genossinnen, deren Frauen und Töchter wird den Innungsbrüdern schon deshalb nicht gelingen, weil nur über die am 20. sowie 27. v. M. stattgefundenen Ausschußfizungen und Heizer seitens der Betriebswerke gemacht hatte, wurde Bericht n der Heimindustrie beschäftigt sind, die herzliche Bitte, die schluß Folge leisten wird. Die schwarze Lifte, die man angefertigt nach Abzug der Ruhegehaltsbeiträge, Invaliden- und Krankenkaffenein nicht besonders erheblicher Bruchteil der Unternehmer dem Be- mit der Direftion gegeben. Das Maschinenpersonal erhält teilweiſe Näherinnen in ihrem schweren Kampf zu unterſtügen. Niemand, hat, enthält nur 200 Namen, also wohl kaum den fünften Teil der beiträge 19-20 M. pro Woche, die Löhne betragen 35-47 Pf. pro keine Näherin, darf eher Arbeit bei der Firma Gebr. Borchardt Organisierten. Die Zentrumspresse wendet sich ebenfalls scharf gegen Stunde. Es wurde nun in der ersten Sigung ein Antrag auf annehmen, bis die Differenzen geregelt sind. Bedenkt, Kolleginnen, den Aussperrungsbeschluß. Wenn nur die Mitglieder der modernen daß dieser so schwere Kampf ein Kampf für Euch alle ist; unter- Organisation gemaßregelt würden, verlören diese Blätter kein Wort. Lohnaufbesserung von durchschnittlich 5 Pf. pro Stunde mit einem Liegen wir, so unterliegt auch Ihr, siegen wir, so ist der Sieg auch Die Frechheit der Unternehmer kann man erst in ihrer vollen Größe bisher bestanden, jedoch wurden Löhne nach Willkür der Betriebsausgearbeiten Lohntarif vorgelegt. Ein Lohntarif hat zwar auch ermessen, wenn man bedenkt, daß in der nämlichen Versammlung, Unsererseits wird alles versucht werden, um die Differenzen auf die die Vernichtung der Gehülfenorganisation be- leitungen resp. Obermeister bezahlt. Der Direttor Datterer erfriedlichem Wege zu erledigen. Bleibt jedoch der Unternehmer auf freien in eine Zwangsinnung eine größere und festere Seger. Es wurde nun seitens der Direktion der Arbeiterschaft ein schloß, eine Kommission gewählt wurde, um durch Umwandlung der dienen wollten, sondern die Interessen ihrer Kollegen vertraten, als flärte die Ausschußmitglieder, die nicht der Direktion als Werkzeuge feinem hartnäckigen Standpunkt stehen, so werden wir den Kampf Organisation der Unternehmer zu schaffen. aufnehmen und denselben durchführen, bis wir siegen. Wir sind jederLohntarif vorgelegt, welcher den Lohn brockenweise um 21/2 Pf. pro Stunde zeit bereit zu Unterhandlungen, an dem Unternehmer wird es liegen, Die am Montagabend stattgehabte Versammlung der Ausständigen nicht in der Lage sei, bei der Gesamtdirektion einen anderen Lohn Der Streit der Korn- Atfordschauerlente in Hamburg ist beendet. aufbessern sollte, mit der Bemerkung, daß Herr Direktor Datterer Allen Fernstehenden aber rufen wir zu, tretet ein in unserem Berhandlung zwischen den Reedern, Schiffsmaklern und Stauern erklärte die Direktion, daß dieselben gedruckt seien und sich nichts erklärte sich mit dem schon telegraphisch mitgeteilten Ergebnisse der befürworten zu können. Betreffs Aenderung der Ausschußstatuten einerseits und den Vertretern der Arbeiter andererseits einverstanden. daran ändern lasse, obgleich ein Paragraph besagt, daß die Statuten Wir weisen auf die diesbezügliche Versammlungsanzeige in Der Erfolg des dreitägigen Lohnkampfes besteht in einer Lohn- nach Anhörung der Ausschußmitglieder geändert werden können. Bei erhöhung von etwa 10 Broz. und in der Beseitigung der ärgsten Vorlegung anderer Beschwerden, welche schon früher bei den Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Mißstände bei der Arbeitsmethode ze. Am Dienstagmorgen wurde Betriebsleitungen vorgebracht worden sind, erklärte Herr Direktor Verband der Wäschearbeiter. Die Ortsverwaltung. die Arbeit auf sämtlichen Getreidedampfern aufgenommen. Datterer, daß dies durchaus nicht zu den Funktionen des Ausschusses gehöre; mithin hat offenbar nach Ansicht des Ausland. Herrn Direktors der Ausschuß nur dekorative Zwecke. Es wurde festgestellt, daß einem Ausschußmitglied der Zentrale Oberspree, welches Unterstützungsgelder einer seitens der Betriebsleitungen beſtätigten Unterstützungskasse auszahlte, im Wiederholungsfalle mit Entlassung gedroht wurde. Die Versammlung beschloß, der Direktion folgende Resolution vorzulegen: Da die Arbeiterinnen an ihrer Forderung festhalten, der Chef nicht bewilligt, haben zirka die Hälfte der Beschäftigten, 70-90 geTündigt. Hält der Chef an seiner Weigerung fest, so fommt es zum Ausstand. Daß die Inhaber Herr im Hause sein wollen und sich von niemanden Forderungen vorlegen lassen, werden sie sich hoffentlich, wenn sie sehen, daß die Arbeiterinnen fest und treu zur Organisation und an ihrer bescheidenen Forderung festhalten, reiflich überlegen. Euer. ob er den Kampf will. Verband. Vorwärts" hin. Der alte botanische Garten in Schöneberg ist, wie bekannt, nach der Fertigstellung der neuen Anlagen i., Dahlert an eine GesellDer 13. Kongreß der französischen Metallarbeiter, der dieser Tage schaft verpachtet worden, die unter anderem einen Sportplak in Paris zu Ende gegangen ist, beansprucht ein größeres Interesse barin zu errichten gedenkt. Die Arbeiten hierzu sind denn auch in auch außerhalb des engeren Berufes und über die Grenzen des den lezten Wochen in Angriff genommen. An der Spizze steht ein Landes hinaus. Die französischen Gewerkschaften kennen nicht die Herr Eisner, der anscheinend auch in der Gesellschaft eine ein- straffe Sentralisation, wie fie in Deutschland durchgeführt ist; die flußreiche Rolle spielt. Durch Inserat in Lokal- Anzeiger" wurden einzelnen Syndikate( lokale oder Berufsgruppen) haben eine ziem Die heute hier in Voigts Rittersälen tagende, von allen in den nun Gärtner und Arbeiter gesucht, die tor. Herrn Elsner dann lich weitgehende Selbständigkeit. Der französische Metallarbeiter Betriebszentralen der B. E.-W. beschäftigten, von zirka 300 Personen engagiert worden sind. Anstatt aber den üblichen Stundenloh: von Verband gehört immerhin zu den Verbänden, die eine größere besuchte Versammlung protestiert energisch gegen die Ausführung des 50 Pfennig für Landschaftsgärtner zu zahlen, wurden den Leuten Zentralisation anstreben. Ein besonderer Mangel der französischen Herrn Direktors, daß die Arbeiterausschuß- Mitglieder Heger feien. 40 Pfennig angeboten mit dem Versprechen, cine Zulage türde Gewerkschaften sind die niedrigen Beiträge; nicht mit gefüllten Die Versammlung betont, daß die Anträge, die der Arbeiterausschuß gewährt werden, sobald man gesehen habe, wie die Arbeit flappt!" Stassen", sondern mit dem„ Elan", der Begeisterung" wollen die der Direktion überreicht hat, von seiten der Arbeiterschaft gestellt Die in Betracht kommenden Arbeiten sind rein landschaftsgärtnerischer französischen Arbeiter ihre wirtschaftlichen Kämpfe führen. Auch mit find, und fordert den Ausschuß auf, energisch die Forderungen der Es handelt sich um Planieren, Pflanzen, Verpflanzen der Methode der kleinen Beiträge will der französische Metall- Arbeiterschaft zu vertreten."- Gleichfalls wurde ein Antrag an usw. Noch in der vorigen Woche versprach Herr Eisner auf Vor- arbeiter- Berband brechen, will nach dem Muster der deutschen Ge- genommen, für alle Kategorien fünf Pfennig Aufschlag pro Stunde stellung eine Zulage; er sehe wohl ein, daß 40 Pfennig zu wenig sei. werkschaften in Zukunft für gefüllte Streiffassen sorgen, Unter- burchzudrücken. Als aber gestern sich die Gärtner bei ihm vorstellten, die versprochene stügungen einführen, vor allein aber durch Anstellung besoldeter Zulage in höflicher Weise fordernd, holte er einfach die Invaliden- Beamter, wie Gauleiter usw., eine festgefügte mächtigere Organisation farten heraus und entließ jeden, ber nicht für 40 Pfennig weiter zu schaffen. Dazu gehört aber Geld, und deshalb stand bie Letzte Nachrichten und Depefchen. Verfammlungen. Demonstration der Ausständigen in Longwy. Longwy, 12. September.( W. T. B.) Tausend ausständische Arbeiter veranstalteten heute morgen eine Kundgebung unter Absingen der Internationale. Eine Dragonerabteilung suchte dieses zu verhindern. Bei dem sich entspinnenden Handgemenge wurde ein Ausständiger belgischer Nationalität getötet. Feuersbrünste. boot" meldet: Letzte Nacht wütete in Bolangen, dem nächst Memel, 12. September.( W. T. B.) Das„ Memelet Dampsgelegenen russischen Städtchen und Seebade, eine große Feuersbrunst, bei der über 50 Häuser ein Raub der Flammen wurden. Gerettet wurde, zum Teil infolge Mithülfe der Memeler Feuerwehr, die nachts um 11% Uhr telegraphisch zu Hülfe gerufen wurde, das Schloß des Grafen Tyszkiewicz, die Post, das Gerichtsgebäude, die neuerbaute Stirche und einige andere öffentliche Gebäude. Kurhaus, die Badeanlagen und das Bootshaus an der Grenze brannten ebenfalls nieder. Das arbeiten wollte, mit der Motivierung:" Zu einer Zulage lasse ich mich höhung der Beiträge auf der Tagesordnung. Nach erregten Debatten nicht zwingen!!" Herr Elsner weiß anscheinend, daß die Gärtner um wurde beschlossen, daß die Syndikate in Zukunft 30 Centimes pro diese Zeit in nicht geringer Zahl arbeitslos sind und so sucht er ihre Mitglied und Monat an die Zentrale abführen, anstatt 20 Centimes Notlage zu einer durch nichts zu rechtfertigenden Lohnbrüderei wie bisher. Die Mitteilungen Schlickes, des Vorsitzenden des auszunuzen. Es wird in der gesamten Berliner Landschaftsgärtnerei Deutschen Metallarbeiter- Verbandes, der in Paris anwesend war, soweit uns bekannt als geringster Lohn 45 Pfennig pro Stunde über die Leistungen des machtvollen deutschen Verbandes dürften das gezahlt; alle anständigen Unternehmer der Landschaftsbranche aber ihrige zu dem erfreulichen Resultat mit beigetragen haben. zahlen durchweg an eingearbeitete Arbeitskräfte 50 Pfennig, ivie im Frühjahr 1903 beim Tarifabschluß vereinbart wurde. Möge der Tarif nicht mehr bestehen, so ist doch der durch ihn vereinbarte Lohn noch allgemein üblich. Bei einer Privatgesellschaft, die in eigener Regie die Arbeiten zu einem Sportplage für die Geldmagnaten der Bartei und Gewerkschaft. Ueber dies Thema sprach Fäd, Großstadt ausführen will, müßte man zum mindesten verlangen der Angestellte des Verbandes der Holzbearbeitungsmaschinenarbeiter fönnen, daß sie die Löhne an die Arbeiter zahlt, die von den am Montag in einer Mitgliederversammlung dieses Verbandes Unternehmern der Landschaftsgärtnerei gezahlt werden. Spart Der Redner führte aus, er wolle aus Anlaß der Diskussionen, die die Gesellschaft doch ohnehin den sogenannten" Unternehmergewinn", sich an den Kölner Gewerkschaftskongreß knüpften, die Frage er den sie sonst an den Landschaftsgärtnereiunternehmer zahlen müßte. örtern, ob die Behauptung, die Gewerkschaftsbewegung versumpfe, Damit scheint ihr aber nicht genug zu sein, sondern sie nutzt die begründet sei, und ob nicht auch in den politischen Organisationen schlechte Saison der Landschafter aus, um auch die Löhne der Gärtner der Sozialdemokratie Erscheinungen zutage treten, die Anlaß zu herabzudrücken auf ein Niveau, wo sie vor 1903 standen. Das ist Erörterungen geben, Erscheinungen, die man nicht unbeachtet laffen jedenfalls ungehörig und verdient öffentlich gebrandmarkt zu werden. dürfe. An der Hand der Entwickelungsgeschichte der GewerschaftsBudapest, 12. September.( W. T. B.) Die Ortschaft Nagh bewegung zeigte der Redner, daß sich das Unterstüßungswesen nicht Szalok( Szepeser Komitat) ist heute niedergebrannt. Ueber hundert Achtung, Metallarbeiter! um seiner selbst willen in den Gewerkschaften entwickelt habe, sondern daß es nur ein Mittel fei, um Mitglieder zu gewinnen und an Häuser und zahlreiche Nebengebäude wurden ein Raub der Flammen. die Organisation zu fesseln. Chne solche Mittel würden die Gewerkschaften nicht über eine so große Zahl von Mitgliedern verfügen Bromberg, 12. September.( W. T. B.) Ein Arbeiter in als sie haben müssen, um ihre Aufgabe: die Lage der Arbeiter zu Rafel, eine Ortsarme in Usch und ein Tischler in Labischin, verbessern, erfüllen zu können. Die Klagen, daß es in den Gemert- die cholerafrant waren, sind gestorben; ferner sind in Natel ein Arschaften an dem wünschenswerten Maß politischer Aufflärung fehle, beiter und in Carlsdorf( Mühle) eine Schiffseignersfrau, die Die Träger in den Ofenbaugeschäften Berlins und der Vororte feien berechtigt, aber die Unterstützungseinrichtungen seien nicht choleraverdächtig waren, gestorben. Bei einem Arbeiter, der als haben beschlossen, den bestehenden Tarifvertrag, der bis zum schuld an dieser Erscheinung. Sehr viele Arbeiter seien noch so choleraverdächtig in die lleberwachungsstation Czarnikau gebracht 31. Dezember d. J. Gültigkeit hat, zu fündigen. Sie stellten einen weit zurück, daß sie, obwohl gewerkschaftlich organisiert, faum wissen, war, fonnte Cholera nicht festgestellt werden. neuen Affordtarif auf, der in verschiedenen Positionen Verbesserungen was eine Gewerkschaft zu bedeuten hat. Einzelne gewerkschaftliche London, 12. September.( Meldung des Reuterschen Bureaus.)] aufweist und erhöhten den Stundenlohn für das Zutragen und Ab- Fürer hätten sich wohl den Anschein gegeben, als ob sie vom Klassen- Nach amtlichen Berichten sind im Monat August in Indien und aben von Kacheln und Eisenzeug von 75 Pf. auf 1 M. Der Ver- lampf der Arbeiter, nichts wissen wollen, aber das seien doch nur Birma 7818 Todesfälle an Cholera vorgekommen, von denen trag soll auf 2 Jahre festgelegt werden, vom 1. Januar 1906 bis Ausnahmen, und wenn solche Personen eine führende Stellung in 5592 auf die Präsidentschaft Bombay entfallen. Bei der Firma Graf u. Co. in Neu- Ruppin haben die Klempner wegen bedeutender Abzüge die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist strengstens fernzuhalten. Deutscher Metallarbeiter Verband. Bezirksleitung für den III. Bezirk. Die Cholera. Verantw. Redakteur: Baul Büttner, Berlin. Inferatenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Nr. 214. 22. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Debatten über Wenn und Aber. VII. Die deutsche Sozialdemokratie ist in der zugleich leichtesten und schwierigsten Situation gegenüber allen Bruderparteien. Mittwoch, 13. September 1905. des führende Parteigenossen überhaupt die Fähigkeit verloren haben, Manche Parteigenossen halten es z. B. für notwendig, immer eine ersprießliche, sachlich fruchtbare Debatte zu führen. Wird nun noch über unsere festeste und sicherste Einsicht so zu philosophieren, gar jede auffeimende Frage sogleich, im ersten Atemzug, als ob für sie irgend eine Gefahr bestünde: über den Klassen= zu einer peinlichen Nierenprüfung parteigenössischer Gesinnungs- tampf charakter der sozialdemokratischen Bewegung, der doch tüchtigkeit, so muß notwendig jenes widerwärtige, partei wahrhaftig, namentlich in Deutschland, niemand irgendwie verborgen schädliche, sinnlose Streiten herauskommen, das uns um oder verschleiert sein kann. Kein Parteigenosse hat jemals allen Ertrag der Erörterungen bringt. Hierzu kommt noch, daß dies Grundprinzip unserer Bewegung in Frage gestellt, daß Ihre innere Tattit ist kaum durch irgend welche ernsthaftere, unserer Zeit überhaupt die Fähigkeit in hohem Grade mangelt, die das Proletariat als Klassenpartei die Ueberwindung der wenigstens durch keine die Aktion unmittelbar entscheidenden Technik einer methodologisch geklärten und geschärften Debatte zu Klassen erstrebt. Und auch über das Verhältnis Probleme bedrängt. Seitdem die Partei auf allen Gebieten die beherrschen. Man balgt sich mit Worten, denen jeder einen anderen Proletariats zu den Ausgebeuteten anderer Klassenschichtungen Beteiligungspolitik vertritt- der letzte wichtigste Streitfall war die Begriff unterschiebt, widerlegt am liebsten entrüstet das, was der hat niemals ein Zweifel bestanden: Jft einmal das Proletariat Stellung zu den preußischen Landtagswahlen hat es teine Fragen parteigenössische Gegner weder gesagt, noch gedacht hat, spielt eine Macht geworden, dann bleibt es nicht allein, dann ziehen seiner dieser Art mehr gegeben. Die deutsche Partei hat nicht mit den mit herausgefekten Sagfragmenten Fangball, erhitzt sich immer mehr, Fahne auch aus den anderen ausgebeuteten Klaffen Rekruten zu, nationalen Schwierigkeiten zu ringen, wie in Desterreich, wo schreit immer lauter, und wenn man gar nicht mehr weiter kann, aus den Proletariern der geistigen Arbeit, den Kleinbürgern und eine unfluge und nervöse Führung leicht konflikte inner- kreischt man den Ruf:„ Schußmann! Der Kert muß raus!" An Kleinbauern, die bisher den konservativen und liberalen Fahnen halb des Proletariatz zur Folge haben würde. Auch die geistige diesen Kreislauf der Debatten haben wir uns so sehr gewöhnt, daß nachgelaufen sind. Gleich den Proletariern sehen Bauern, KleinDepression, der eine flerifal gegängelte Mittelstandsbewegung manch einer mit diesem rettenden Schlußeffekt der Einfachheit halber bürger und befizloſe besiglose„ Gebildete" sich ausgeschlossen von all das politische Leben des Landes ausliefert, war bei dem jähen gleich beginnt. den glänzenden Errungenschaften der modernen Produktion, die Uebergang zum großkapitalistischen Industriestaat, wie er sich im Wir haben es stets als die vornehmste Aufgabe eines führenden einzig und allein den Kapitalisten und Großgrundbesitzern, den Deutschen Reiche vollzog, niemals eine stärkere Gefahr. Uns sind Barteiblattes- und von Rechts wegen sollte jedes Parteiblatt Monopolisten der großen gesellschaftlichen Produktionsmittel, zugute all' die bedenklichen parteidiplomatischen Wirrungen erspart, welche führen- betrachtet, eine auftauchende Parteifrage zuerst auf ihre kommen und die nur durch die Verwandlung dieses Privateigentums dle prinzipielle Sicherheit der Sozialdemokratie in demokratischen Wichtigkeit und Wesentlichkeit zu prüfen, sich nicht von jedem Winde in Gemeineigentum allen zugänglich gemacht werden können. Staaten mit entwickeltem Parlamentarismus bedrohen; es gehört lenken zu lassen, sich nicht sofort in jede Bagatelle Hals über Kopf Die Arbeiterklasse versicht in diesem Kampfe nicht bloß ihre eigene dort ein niemals schlummerndes Geſchick dazu, zugleich den Be- hineinzustürzen. Wir haben manchen Vorwurf und herben Tadel Sache, als die unterste der unterdrückten und ausgebeuteten Klassen, dingungen dieſer politischen Technik und den Ansprüchen des hören müssen, wenn wir in plößlich aufbrausenden Stürmen kühl die in letzter Linie unter jeder Art von Ausbeutung und Druck Klassentampfes zu genügen. Das deutsche Proletariat hat ferner und aufrecht blieben, man nannte das wohl auch Vertuschen und zu leiden hat; auch wenn wenn sie dadurch nicht unmittelbar die Fähigkeit zur disziplinierten Organisation und zur finanziellen, Berkleistern oder sonstwie. Wenn wir aber jetzt an uns die inneren berührt wird, sieht sie in jedem Ausbeuter und Unterdrücker opfernden Wirtschaftlichkeit, unter deren Mangel die romanische Fragen vorüberziehen lassen, die in den letzten Jahren an uns ihren Feind und bekämpft sie die Ausbeutung und Unterdrückung Sozialdemokratie vielfach leidet. Unsere Vereine, unsere Breſſe, Schicksalswuchtig vorbeigerauscht sind, und wenn wir uns fragen, der kleinen Beamten und sonstigen Kopfarbeiter sowie der Bauern unsere Literatur, unsere Finanzen gedeihen glänzender als in irgend was bei alledem herausgekommen ist, dann empfinden wir eine ge- und Kleinbürger ebenso entschieden wie die eigene. einem anderen Lande. Unsere Entwickelung hemmt nicht die poli- wisse Genugtuung, daß wir nicht den Zickzackkurs zwischen Erregung Weder nach dem sozialen Personenkreis noch nach dem Inhalt tische Indifferenz, die auf dem Proletariat Englands und auch und Vergessen mitgemacht haben. Wer erinnert sich heute noch unseres Programms ist irgend eine Verwirrung über den zugleich sich nunmehr alle Nichtungen der herrschenden Klassen zusammen an das, was uns einſt in erbittertem Hader widercinander trieb? Denn das ist das Wunderbare oder auch Selbstverständliche: Ist doch gegenüber den Eugen Richterschen Auffassungen von der gefunden haben, behütet uns vor unklaren Vermischungen mit Der ganze Aufwand unserer Parteibiskussionen professionellen Beschränktheit des Klaffentampfes auch die Auffassung gegnerischen Gruppen, erspart uns die Schwankungen und Ent- ber legten Jahre hat unsere Zattit nicht um die sicheres Gemeingut unserer Partei, daß, wenn jemals der( freilisch täuschungen einer Kompromißpolitik, verlegt uns glücklicherweise Breite eines Strohhalms nach rechts oder links undenkbare!) Fall eintreten würde, daß berufliche Arbeiterinteressen den Weg zu dem Verhängnis einer Konzessionspolitik. Dermaßen ist, von innen betrachtet, keine Sozialdemokratie gelenkt, hat unser Programm in keinem sachlichen mit den allgemeinen Kulturintereffen gegensäglich zusammenstoßen, Punkte geändert, ja nicht einmal zur Ausmerzung die Kulturinteressen den Vorrang hätten. so leicht und glatt zu leiten, wie die deutsche. Wie erklärt es sich von etwaigen Schönheitsfehlern geführt. Ist es da wirklich noch notwendig, über den Klassenkampf Parteinun aber im Gegensatz zu dieser inneren Sicherheit und EinheitlichAber eine andere unliebsame Wirkung haben wir zu spüren: diskussionen zu veranstalten? Das heißt doch wahrlich, immer wieder keit, daß gerade die deutsche Partei seit Jahren nicht mehr Die Diskussionen über prinzipielle und taktische Fragen haben, weil sie von Anfang an zu beginnen. aus den Richtungen, Parteifragen, Diskussionen, Fällen herauskommt, fast regelmäßig in Krakeel ausarteten, zu einer bedauerlichen Ab- Indessen, so versichert uns Kautsky, es habe doch äußerst wichtige und oft um einzelne Punkte und Personen sich mit einer Erbitterung neigung der Parteigenossen gegen derartige Auseinandersetzungen Fragen gegeben, die wir schmählich vernachlässigt oder verdunkelt rauft, als ob es sich um Kämpfe auf Leben und Tod handle. Man überhaupt geführt und dem Ansehen der„ Literaten" starken Abbruch hätten. Schauen wir uns die Kautskysche Liste der letzten Streit vergleiche etwa die Wiener Arbeiterzeitung" mit dem„ Vorwärts". getan. Wir hatten ja nicht nur Erörterungen, denen doch bei fälle zwischen ihm und uns an! Dort, auf zersplitterndem Boden, wo die Führer gleichsam auf Glasscherben gehen müssen, wo ein außerordentliches Maß von Einsicht, Geschicklichkeit, Geduld und persönlicher Entsagung dazu gehört, um die mannigfachen Elemente zusammenzuhalten, findet sich nur ganz felten eine Stellungnahme", eine innere Parteidiskussion, und niemals etwas von Prinzipienretterei oder Parteikrakeel: Man führt den Kampf gegen den äußeren Feind, und die inneren Schwierigkeisen werden durch die Tat überwunden, nicht durch das Wort geschärft. Dagegen wachsen bei uns die Stellungnahmen, Partei fragen, Richtungen und Rettungen wild, bisweilen sieht es aus, als ob wir alle, wie in einer aufgelösten, undisziplinierten Diskutiergesellschaft, durcheinanderschreien und aufeinander loshauen und manch einem nimmt der Vorwärts" noch nicht einmal oft und schneidig genug Stellung. Ameritas lastet. Die reaktionäre fast unterschiedslose Einheit, in der " " Beginn wenigstens etwas Sachliches zu Grunde lag. " nehmen! - tveiten und klar abgegrenzten Begriff unseres Klassenkampfes denkbar. Aus der Partei. Parteitag und Parteivorstand. Bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, daß Genosse SchwarzLübeck auf dem mecklenburgischen Parteitage den Gedanken anregte, die Vertreter der Parteipresse sollten auf dem Parteitage anwesend sein. Er erhofft davon den Ausgleich vieler Differenzen. sammensetzung des Barteivorstandes. Ausgehend von dem Gedanken, Kautsky erwägt auch eine Vermehrung und veränderte Zudaß ein engeres Zusammenwirken zwischen Partei und Gewerkschaften wünschenswert sei, schreibt er: Daneben entwickelte sich vielmehr noch in ein paar vereinzelten, aber rührigen Partei- Drganen ein systematisches Aufpassertum. Unter Stellungnahme", unter" prinzipieller Aufklärung" verstanden diese mißleiteten Stöpfe den strebsamen Eifer im Entdecken irgend welcher wirklichen oder auch nur vermeintlichen Verstöße gegen unſere Genosse Kautsky erörtert in der„ Neuen Zeit" zwei Fragen der Barteigrundsäge; jede einzelne Aufspürung solchen Frevels führte ja Bartei- Organisation, nämlich die Organisation des Parteitages und zur Steigerung des Bewußtseins der eigenen Aufgeklärtheit und die Zusammensetzung des Parteivorstandes. Zum ersten Punkte prinzipiellen Durchbildung über die armen Schächer oder boshaften macht er nach Prüfung einer Anzahl der für die Zusammensetzung Zeugner. Wir haben es nie verstanden, daß Parteigenossen, denen gemachten Gesichtspunkte den Vorschlag, es solle bei wichtigen des Parteitages beziehungsweise ihrer Aenderung geltend unsere Sache nicht nur ein Spiel des eigenen Wiges und des per- Abstimmungen nicht nach Köpfen abgestimmt werden, sondern fönlichen Durchsetzens ist, sondern denen sie heiligster Lebensinhalt, nach der Zahl der Reichstagswählerftimmen, so zwar, daß jeder das Leben geradezu ist wie solche Männer eine Freude an der Kreis zwar nach dem bisherigen Modus Delegierte entsenden könne, Betätigung finden könnten, jeden Tag triumphierend ein paar daß er aber unabhängig davon für eine bestimmte Quote seiner Will man diesen seltsamen Widerspruch, daß eine innerlich so" Parteifrevet" aufzuscheuchen. Ist die deutsche Partei wirklich so Wahlstimmen je eine Stimme abzugeben hätte. Die Delegierten gefestigte, stete und mächtige Partei dennoch aus dem Hader sich viel schlechter als etwa unsere österreichische Bruderpartei, wo man jedes Kreises hätten sich im Falle der Anwendung dieses Abnicht herauszufinden entschließen kann, nicht ganz auf persönliche derartige Spektakel nicht inszeniert, sondern verhütet? stimmungsverfahrens über ihre Abstimmung zu einigen. Wo nur Einflüsse zurückführen, so gibt es nur eine sachliche Erklärung: Das zwei Delegierte vertreten sind, die sich über ihre Abstimmung nicht Wir können uns den Vorwurf nicht ersparen, daß wir in den einigen können, follen die Stimmen ausfallen. Diesen Modus will ist die ungeheuere Schwierigkeit unseren äußeren Parteipolitit, legten Jahren uns zu zurückhaltend diesem Treiben gegenüber ver- er auch bei der Wahl der Parteifunktionäre angewendet sehen. Die der empfindliche Abstand zwischen unserer inneren Partei hielten; wir glaubten, die Krankheit würde von selber heilen. Wir Feststellung der Stimmenzahlen soll nach jeder Reichstagswahl vortraft und den möglichen Außenwirkungen auf die all- haben uns getäuscht, und so wurden wir schließlich, sehr gegen genommen werden und bis zur nächsten gelten. Sehr praktisch ergemeinen Verhältnisse unseres Landes. Diese glänzende, durch unsere Neigung, zu dem Entschluß gedrängt: einmal derb und scheint uns dieser Vorschlag nicht. Wir ziehen die Abstufung der und durch gesunde und leistungsfähige Dreimillionenpartei deutlich auszusprechen, was ist. Das Treiben muß ein Ende Bahl der Delegierten nach der Zahl der organisierten Genossen vor. ist immer noch, soweit die Wirkung nach außen in Frage kommt, mehr auf- Kautsky verzeihe! moralische als auf reale Einflüsse angewiesen, obwohl auch die praktischen Errungenschaften feineswegs unbedeutend find. Wir bilden und festigen unsere Ernsthaftere Schwankungen in unserer Parteiauffassung knüpften eigene Macht, aber welche angemessenen Erfolge feßen sich an die Ueberschätzung des lehten wirtschaftlichen Aufschwunges wir mit dieser Macht durch? Die reaktionäre Staats- und an gewisse englische Einflüsse. Auf drei Parteitagen haben wir gewalt als die Organisation der Herrschenden Klassen und Parteien uns mit diesen Tendenzen auseinandergesezt. Wir haben sie mit ist bis an die Zähne gerüstet. Es gibt nicht, wie in anderen steigender Entschiedenheit und mit einer fast bis zur Einstimmigkeit„ Es wäre überhaupt wünschenswert, daß im Parteivorstand alle Ländern, irgend einen den Zusammenprall lindernden Buffer zwischen wachsenden Mehrheit zurückgewiesen. Nun, sollte man meinen, wäre Seiten des proletarischen Klassenkampfes ihre Vertretung fänden. den beiden Welten. Nicht einmal eine Schicht freiheitlich gesinnter die Frage endgültig erledigt. Eine Dreimillionenpartei hat doch In den Parteileitungen der meisten sozialdemokratischen Parteien und sozial gestimmter unabhängiger Intellektueller hat sich in wichtigere Aufgaben als immer dieselben Entscheidungen aufs neue des Auslandes ist das mehr oder weniger der Fall. In der Leitung Deutschland gebildet, die geeignet wäre, die öffentliche Meinung ins Endlose zu wiederholen. Aber nein! Wir können ohne diese der deutschen Sozialdemokratie Desterreichs zum Beispiel ist nicht in einem dem Proletariat günstigen Sinne zu erziehen. Gelegentliche Diskussionen, die wie gefagt unsere prinzipielle und tattische bloß die Reichsratsfraktion vertreten, sondern auch die Parteipreffe, unsere prinzipielle und taktische die Gewerkschaften, mitunter auch die Frauenbewegung, ja soziale und liberale Anwandlungen und Aufwallungen dieser Elemente Haltung nicht um einen Hauch verändert haben, anscheinend nicht horribile dictu- wir finden darin sogar Genossen, die leitende würden vor einer ernsthaften Prüfung niemals standhalten. Die mehr leben, wir schlagen immer dieselben Zitate noch einmal tot, Stellungen in Konsumbereinen und Krankenkassen einnehmen. deutsche Sozialdemokratie ist stärker und einheitlicher, besser bewehrt und läuten noch immer die Sturmglocken, obwohl das Häuflein Asche Natürlich werden sie nicht von diesen Institutionen entsendet, und bewaffnet, als die irgend eines anderen Landes, aber in dem- bereits verweht ist, das von dem in Rauch aufgegangenen Karten- fondern als Parteigenossen vom Parteitag gewählt. Ihre Haltung selben Maße sind auch unsere Feinde innerlich geschlossener, rüdsichts- hause übrig geblieben ist wir läuten und löschen noch immer. und Befähigung als Parteigenossen kommt in erster Linie in Ioser und rückständiger. Aus dieser Situation des Wartens Manchmal scheint es sogar, als ob einer oder der andere die blöd- Betracht. Aber man legt bei ihrer Auswahl Wert darauf, daß Herauszukommen, das ist das Problem der deutschen Sozial- finnigften Eingebungen unserer Gegner für Offenbarungen tiefer möglichst alle Seiten der Arbeiterbewegung dadurch zu einer demokratie, das unser ganzes Sinnen beschäftigen sollte, und dessen Weisheit hält. Allerdings dürfen sie nicht so dick auftragen, wie das Bertretung in der Parteileitung kommen, ähnlich wie bei uns bis jetzt immer noch erträglichste Lösung ist: daß über die Not des in den am Sonntag im„ Vorwärts" mitgeteilten, und mit Recht einzelner Gegenden gewählt werden, bei ihrer Auswahl aber geWartens die Lust des Werbens nicht etwa nur hinweg- kaum eines Wortes gewürdigten Zitaten der Kölnischen Zeitung" trachtet wird, möglichst allen Teilen des Reiches zu einer Vertretung gaufelt, sondern vielmehr tatsächlich hinausführt. Diese geschah. Da wurde das Blaue vom Himmel herab gemaufert". in der Kontrollkommission zu verhelfen. unendliche Schwierigkeit der äußeren Taktik schlägt nun, Die Tarifverträge und Versicherungseinrichtungen der Gewerkschaften Der Vorstand unserer Partei ist dagegen eine ausschließlich damit es doch aussehe wie Tat und Lösung, vielfach wurden als Beweis einer Gemeinsamkeit der Interessen zwischen parlamentarische Körperschaft geworden. Nur die Reichstagsfraktion Das mochte früher nicht viel ausmachen, wo nach innen. Wir mühen uns an inneren Parteifragen ab als Unternehmern und Arbeitern" anerkannt, als die innere lleber- ist darin vertreten. Ersatz für die Frage aller Fragen: Wie nehmen wir dem Feinde windung des von der sozialdemokratischen Seite betonten lassen alle unsere Institutionen kleiner, die Arbeitsteilung und Speziali die politische Macht? In einer gewissen hitzigen Vorliebe für die charakters". Wie mag sich dieser fundige Thebaner mit der schred- fierung in der Arbeiterbewegung nicht weit vorgeschritten waren. Diskussion von Entwickelungstendenzen und Zukunftsmöglichkeiten lichen Erscheinung abfinden, daß die Gewerkschaften für reine Arbeiter- erlaubt ihm nur mühsam und unvollständig die anderen Gebiete zu Arbeiter- Heute nimmt jedes ihrer Gebiete den Menschen vollständig gefangen, tritt inmittelbar zutage, wie das Problem der äußeren Macht- fammern eintreten, die politische Partei dagegen bisher für paritätische verfolgen. So werden die Parlamentarier des Parteivorstandes von eroberung in innere Taktikdiskussion umschlägt. Arbeitskammern? Werden wir wohl morgen in der Köln. 8tg" lesen, der Parteiarbeit und den parlamentarischen Aufgaben, zu denen bei Nicht als ob wir mit diesen Bemerkungen sagen wollten, daß daß nach jener Erscheinung die schlimmen Gewerkschaften die manchen noch die von Stadtverordneten kommen, völlig absorbiert. es feine wirklichen inneren Parteifragen gäbe. Ganz im Gegenteil. bodbeinigsten Klassenkampffanatiker seien, während sich die politische Es ist ganz menschenunmöglich, daß sie auf allen anderen Gebieten Wir haben sogar sehr wichtige Aufgaben, wie die Agrarfrage, auf Sozialdemokratie mit dem Unternehmertum abfinde? Derfelbe so fattelfest find, daß sie die Mitarbeit von Genossen entraten könnten, halbem Wege liegen lassen. Die Unklarheit der in manchen rheinische Karnevalist erzählte, die Gewerkschaften hätten 1903 einen die dort ihr spezielles Arbeitsgebiet gefunden haben. So eifrig fie Barteifreisen Herrschenden Stimmung, dieses dumpfe und dunkle Sieg gegen die offizielle Parteileitung errungen, weil- Hue, Sachse, auch die anderen Gebiete durch Lektüre und persönliche Informationen Gefühl der parteigenössischen Unzufriedenheit zeigt vielmehr Störsten u. a. gewählt worden seien. Schließlich hat sogar die Fraktion Barteileitung das wichtigste: die nötige Beleuchtung der werdenden - studieren, sie werden nicht immer das erfahren, was gerade für die darin seine üblen Wirkungen, daß wir über die Partei- stillschweigend„ den veralteten marxistischen ersten Teil des Erfurter Dinge. Gewordene Dinge, vollzogene Tatsachen sind höchst hartdiskussionen nicht hinwegkommen, daß wir kein Ende finden, Programms" unter den Tisch fallen lassen, die revolutionäre, nädiger Natur, fie laffen sich wohl kritisieren, aber meist schwer immer nur wiederholen, indem wir nur die allzu abgebrauchten radikale, marristische Presse abgeschüttelt und den Bebelschen Zukunfts- ändern, nie ohne Friktionen. Werdenden Dingen gegenüber ist eine Richtungsworte gelegentlich ändern. Dabei spielen dann staat verleugnet. Schauderbar, höchst schauderbar! Und alles dies Beeinflussung leichter und in der Regel schmerzloser, als gewordenen. manche polemisch entgleisende Persönlichkeiten noch insofern eine hat dieselbe offizielle Parteileitung" in eigener Person Um die werdenden richtig abzuschäßen, fann man aber, namentlich berderbliche Rolle, als sie jede ernstlichere Parteifrage mit tödlicher getan, doch noch auf die marristische Richtung" bei so großen Körperschaften wie den Gewerkschaften, das Urteil der Sicherheit auf dem schnellsten Wege in einen Literatenkrakeel verschwört. Man sieht, daß unsere Parteidiskussionen unseren ienigen nicht entbehren, die praktisch mitten in ihnen drinstehen. Man wird vielleicht befürchten, daß durch das Eindringen von wandeln. Es ist eine durchaus falsche Unterstellung, wenn man uns Gegnern die Hirne völlig benebelt haben. Aber leider werden gewerkschaftlichen und anderen Elementen in den Parteivorstand nachsagt, wir erklärten jede sachliche Differenz für persönliches Gezänk. auch in unseren Reihen, wenn auch natürlich niemals in dieser mit konservativen Tendenzen erfüllt werde, die sich in den Die Erfahrungen der letzten Jahre haben uns aber, und wir glauben so alberner, unsinniger Form, bisweilen ähnliche Allgemein- ökonomischen Institutionen leichter und stärker entwickeln als in den auch nachgerade die ganze Partei überzeugt, daß gewisse literarisch- heiten laut. volitischen. Aber man vergesse nicht, daß diese Institutionen auf die • die JPörtel in zedem Falle einwirken. Die Mehrzahl ihrer Mitglieder sind Parteigenossen und zwar nicht die schlechtesten, und wenn sie elnen konservativen Geist entwickeln, so wirkt das auf die Genossen und damit auf die Partei zurück. Aber eben darum haben wir alle Ursache, uns um die Genossen in diesen Organt- sanonen zu kümmern, und dürfen wir sie nicht aus niis-,- verstandener Neutralität einfach allen Einflüssen überlassen, die dort auf sie einwirken. So viel Zutrauen zu der Kraft des politischen Klassenkampfes müssen wir aber haben, daß diese sich stark genug erweist, die konservativen Tendenzen der ökonomischen Institutionen zu überwinden, sobald wir uns einmal dahinter machen, darauf zu achten, daß die Tätigkeit der Genossen in ihnen mit unseren großen Prinzipien im Einklang bleibt. � b .Das eben geäußerte Bedenken, baß der Parteiborstand durch die Einführung gewerkschaftlicher und anderer Elemente konservativer werde, könnte höchstens dann gerechtfertigt sein, wenn nicht der Parteitag, sondern die ökonomischen Institutionen selbst deren Aus- Wahl zu treffen hätten. Davon kann aber natürlich aus den mannig- sachsten Gründen keine Rede sein. Niemand wird aber leugnen wollen, daß unter unseren Gewerkschaftern alle Richtungen'ver- treten sind, der Parteitag daher stets in der Lage ist, jene Richtung unter ihnen in den Vorstand zu berufen, die der Mehrheit ent- spricht. Hält man es aber für notwendig, den Parteivorstand mannig- kstliiger zu gestalten, danii muß man auch im Organisationsstatllt die Möglichkeit dazu schaffen. Niemand denkt daran, einen Personen- Wechsel im jetzigen Vorstande vorzunehmen. Aber selbst wenn man einen solchen Wechsel vornehmen wollte, würde damit die Möglichkeit, die Parteileitung mannigfaltiger zu gestalten, nicht gegeben. Denn daß die politische, also die parlamentarische Tätigkeit im Vorstande einer politischen Partei stets die erste Violine zu spielen hat. ist selbst- verständlich. Man müßte also wieder Parlamentarier in den Vorstand wählen, und diese wären von ihren Arbeiten wieder so absorbiert, daß sie nicht vermöchten, daneben noch auf anderen Gebieten praktisch tätig zu sein. Will man den Parteivorstand mannigfaltiger gestalten, dann kann dies nur dadurch geschehen, daß man ihn erweitert, daß man zu seinen jetzigen Mitgliedern neue hinzufügt. Der deutsch-österreichische Parteivorstand ist 8 Mann stark— von denen mitunter einer eine Frau war— ohne die 8 Kontrolleure; und doch hat dieser Vorstand nur die Geschäfte des deutschen Teiles der österreichischen Bewegung zu besorgen. Da sollte man annehmen, daß für die Leitung der viel größeren Sozialdemokratie des Deutschen Reiches 11 bis 13, ja selbst 15 Mitglieder nicht zu viel wären. Man muß bedenken, daß der größeren Mannigfaltigkeit des Parteivorstandes auch eine Vermehrung der Mannigfaltigkeit, damit aber auch der Zahl seiner Geschäfte folgen, daß damit manches neue Arbeitsgebiet sich ihm er- schließen dürste. In welcher Weise man diese Erweiterung vollzöge, ob man neue Sekretäre einstellte oder aber nur die Zahl der Beisitzer vergrößerte, ist eine praktische Frage, die uns hier nicht zu beschäftigen braucht. Für uns ist jetzt nur die Tatsache wichtig, daß eine derartige Ver- grötzerung des Parteivorstandes um vier bis acht Mitglieder dem Parteitag die Möglichkeit böte, Vertreter der Gewerkschaften, der Parteipresse, der Frauenbewegung, vielleicht noch anderer Spezialgebiete des proletarischen Emanzipationskampfcs in den Parteivorstand zu entsenden. Eventuell nur mit beratender Stimme, wenn man fürchtet, die neuen, mit der Parteiverwaltung noch nicht vertrauten Elemente könnten den Parteiborstand überfluten und durch übermäßigen Tatendrang gefährliche Erp.-riinente und Schwankungen herbeiführen. Es würde genügen, wenn sie das Recht besäßen, jederzeit in der Parteileitung gehört zu werden, und das Mittel würden, eine engere Fühlung zwischen den verschiedenen Gebieten der proletarischen Bewegung herbeizuführen und ihr plan- mäßiges Zusammenwirken zu erleichtern." Der sozialdemokratische Parteitag für die Provinz Ostpreußen fand Sonntag, den 10. September, in Königsberg statt. Aus 13 agrarischen Wahlkreisen waren 33 Delegierte und eine Anzahl Landarbeiter, darunter auch Frauen, als Gäste erschienen. Die Tages- ordnung enthielt drei Punkte: 1.„Die politische Lage." Referent: Reichstags-Abgeordneter Hugo Haase. 2. Tätigkeitsbericht des Parteisekretärs für Ostpreußen. Referent: Gen. H. Linde. 8. Stellungnahme zum Jenaer Parteitag. Referent: Gen. Otto Braun. Zun, ersten Punkt der Tagesordnung wurden folgende Resolutionen einstimmig angenommen: 1. Der ostpreußische Provinzial-Parteitag verurteilt auf da» entschiedenste die von den herrschenden Klassen Deutschlands zu ihrem Nutzen betriebene schamlose Bereicherungspolitik. Er erwartet, daß sich die Regierung ihrer Pflichten gegenüber den, darbenden Volke bewußt werde und die Grenzen für die Einführung von Vieh aus dem Auslande öffnen werde. Er verlangt die Beseitigung der Lebensmittelzölle und erachtet es für eine dringende Aufgabe der Kommunalverwaltungen, die Bevölkerung mit Fleisch zum Einkaufs- preise zu versorgen. 2. Der ostprcußische Provinzial-Parteitag drückt seine Entrüstung aus über die fortgesetzten Liebesdienste der Reichsrcgierung gegen- über dem schändlichen absolutistischen Regiment in Rußland, das die ganze gesittete Welt mit Abscheu erfüllt. Er ist von Bewunderung erfüllt für die russischen Freiheitshelden und versichert, daß das ostpreußische Proletariat allen aus dem Schlachtfelde der Freiheit gefallenen Kämpfern, insbesondere unseren, soeben in Warschau unter Rechtsbruch von den Schergen des Zarismus Hingerichteten deutschen Genossen Kasprczak ein unauslöschliches Llndenken be- wahren wird. Aus dem Bericht des Parteisekretärs Genossen Linde ging her- bor, daß die Parteibewegung in Ostpreußen auch im letzten Jahre einen erfreulichen Fortschritt gemacht hatte. Fünf neue Wahlkreis- Vereine, die bereits gut florieren, sind gegründet worden. Weitere Gründungen stehen bevor. Der briefliche und persönliche Verkehr mit der arbeitenden kleinstädtischen Landbevölkerung ist bedeutend gestiegen und hat die Agitation und Organisation gefördert. 26 Versammlungen und drei Kreiskonferenzen sind in der Provinz abgehalten worden. In der Diskussion wurden mehrere Anträge und folgende Resolution angenommen: „Der ostpreußische Parteitag brandmarkt es als einen barba- rischen Zustand, daß Landarbeiter, die ihren Dienst angeblich unrecht- mäßig verlassen, von Amtsvorstehern nicht nur mit einer Strafe belegt werden, sondern durch fortwährende Strafandrohungen und Straffestsctzungen zur Fortsetzung eines ihnen unerträglichen Dienstes nach Art der Sklaverei gezwungen werden. Dieser Zustand ist um so empörender, als nach deutschen, Reichsrecht niemand im Wege der Zwangsvollstreckung zur Leistung von Diensten angehalten werden kann, selbst wenn er von einen, preußischen Gericht zur Fortsetzung eines Dienstes rechtskräftig verurteilt worden ist. Der ostpreußische Parteitag macht die preußische Regierung darauf aufmerksam, daß in einzelnen Gegenden Ostpreußens in ungesetzlicher Weise eine Strafe von 60 M. täglich gegen Landarbeiter, die ihren Dienst verlassen haben, festgesetzt wird. Er erwartet, daß die Amtsvorsteher auf die Ein- Haltung der gesetzlichen Bestimmungen hingewiesen werden." In bezug auf den Jenaer Parteitag meinte der Referent Genosse Braun, man werde sich unter anderen, damit zu beschäftigen haben, woran es liegt, daß die sozialdemokratischen Stimmen bei den Nach- Wahlen fast immer zurückgehen. Er hob auch hervor, daß man die Wirkung der Tätigkeit des„Reichsverbandes zur Bekämpfung der Sozialdemokratie" zu sehr unterschätzt habe. Mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf die internationale Sozialdemokrat, e wurde der Parteitag geschlossen. Ein pfälzischer Parteitag fand am Sonntag in A n n w e i I e r statt Aus dem Bericht über die Presse ist hervorzuheben, daß sich das pfälzische Partciblntt in Ludwigshafen recht gut entwickelt hat; fein Abonnentenstand sowie die Gesamteinnahmen haben sich be- trächtlich gehoben. Der Bericht des Gauverstandes hebt hervor, daß jetzt in den Gemeinderäten der Pfalz mehr als 100 Genossen sitzen. Der Gauvorstand wurde beauftragt, eine Erhebung über die Lage der pfälzischen Gemeinde-Arbeiter zu veranstalten. Zu de» Land- tagswahlen wurde folgende Resolution angenommen: „Der Gautag drückt seine Befriedigung über den Ausfall der letzten Landtagswahlen aus. Er hält die Annahme des allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrechts für ebenso selbstverständlich wie die Auflösung des Landtages nach Annahme des neuen Wahl- gesetzes. Der Gantag nimmt deshalb an, daß spätestens im Sommer 1007 die Neuwahlen des Landtages auf Grund des neuen Wahl- gesetzes vorgenommen werden. _ Das neue Wahlgesetz enthält gegen das frühere Gesetz ver- schärfte Bestimmungen über die Ausübung des Wahlrechts, indem es die Karenzzeit des Besitzes der bayerischen Staatsangehörigkeit und der Steuerzahlung auf mindestens ein Jahr festsetzt. Unter diesen Umständen sind zur Sicherung des Erfolges gründliche und um- fassende Vorbereitungen zur Wahl ein absolutes Bedürfnis. Der Gautag macht es deshalb allen Anhängern der Sozialdemokratie zur Pflicht, nicht allein selbst— soweit das noch nicht geschehen— sich unverzüglich das Staatsbürgerrecht zu erwerben und für die Ordnung ihrer Steuerleistung an den Staat besorgt zu sein, sondern auch mit allem Nachdruck in ihren Bekannteukreisen dahin zu wirken. Der Gautag beauftragt seine Gauleitung, alle Maß- regeln zu ergreifen, um den Organisationen hülfreich an die Hand zu gehen." lieber den Parteitag in Jena referierte Körner. Er wendet sich in längerer Ausführung gegen das neue Organisations- statut, namentlich gegen den Aufbau der Organisation auf den Reichstags- Wahlkreisen und gegen die Abführung von 23 Proz. der Einnahmen an die Hauptkasse. Auch die Preßfehde unserer führenden Parteiorgaue, speziell die Art der Polemik in der„Leip- ziger Volkszeitung", besprach der Referent mit dem Hinweise auf Beispiele ihrer Schädlichkeit. Hoffentlich werde der Parteitag in Jena ein entscheidendes Wort in dieser Sache reden I Angenommen wurde ein Antrag von Pirmasens, der den Parteitag in Jena beauftragt, mehr als seither für die Arbeitsruhe am 1. Mai ein- zutreten. Eine Resolution, die sich ftir die Beibehaltung unserer bayerischen Organisation, wie sie aus dem Fürther Parteitag ge- schaffen wurde und in diesen fünf Jahren sich ausgezeichnet bewährt hat, ausspricht, wurde einstimmig angenommen. Die Delegierten haben in diesen, Sinne auf dem Parteitage zu wirken. Die„Vorwärts"-Frage. Schlußartikel der„Leipziger Volkszeitung". Nach unseren bisherigen Ausführungen wird man verstehen, in welchem Sinne unser erster Artikel sagte, K. E. sei mehr als Opfer, denn als Schuldiger zu betrachten, er sei mehr zu entschul- digen, als zu verurteilen. In ihm wirken sich die falschen Tendenzen, die im„Vorwärts" durch dessen schiefe und unmögliche Stellung als Zentralorgan von selbst aufgewuchert sind, am stärksten aus, weil sie auf gar keinen ökonomisch-politischen Widerstand stoßen. Gegen seine persönliche oder politische Ehre haben wir nie ein Wort gesagt, wir bestreiten auch nicht entfernt, daß er„eminenter" sein mag, als Kautsky und sämtliche Marxisten dazu— von alledem ist gar keine Rede. Wir sagen nur, daß ihm die ökonomisch-materia- listische Denkweise vollkommen fremd ist, und daß er deshalb große Verwirrung stiftet, so gut seine Absichten sein mögen. Und auch das sagen wir nur, um dieser Verwirrung zu steuern und nicht ihm zum persönlichen Vorwurfe, denn wir haben ihm immer im vollen Maße angerechnet, was Marx einmal an Schweitzer schrieb, daß jeder von uns mehr von den Umständen als von seinem Wollen ab- hänge. Und nicht einmal daS machen wir ihm zum persönlichen Bor- Wurfe, daß er jeden Versuch zu einer sachlichen Diskussion der vor- handenen Differenzen als„Literatenmätzchen" abweist und sofort das Register vom„großen General in Steglitz" und so weiter zieht. Wir wissen, daß er dabei im besten Glauben das Interesse der Partei wahrnehmen will. Wir verstehen ihn vollkommen wohl, weil sein schöngeistiger Sozialismus eine lange überholte Phase der sozia- listischen Bewegung vertritt, aber er versteht uns nicht, weil ihm die ökonomisch-materialistische Denkweise unfaßlich ist. Wir sagen nicht, daß er unsachlich diskutieren will, sondern nur, daß er nicht sachlich diskutieren kann. Was uns anderen die Frucht jahrzehntelanger Arbeit und unseres Lebens bester Inhalt ist, das ist ihm eitel Narretei, aus einer Ueberzeugung heraus, die wir als solche durchaus ehren. Deshalb ist uns die„Literateneitelkeit" und der„unberufene Partei- retter" und der„große General" an sich auch kein Aergernis. Wir denken in Sachen des„guten Tons" nun einmal wie Lessing, der auf den Einlourf, eine wie artige Sache der gute Ton sei, kurzweg ant- wartete:„Gewiß, denn er ist eine so kleine." Wenn der„Vor- wärts" uns persönlich anärgern will, statt sachlich mit uns zu bis- kuticren, so stimmen wir nicht lange Jercmiaden über den„Mangel an gutem Ton" an die doch zu nichts führen, sondern beseitigen die Störung des PaOeifriedens viel gründlicher und schneller, indem wir uns eben nicht ärgern. So willig wir uns nun auch dem„Vorwärts"— wir verstehen darunter jetzt und weiterhin den vorherrschenden Teil der"Redaktion, der sich um K. E. gruppiert,' und namentlich der Redakteur der Parteinachrichten ist ein Schüler, der den Meister fast übertrifft— so willig wir uns nun auch dem„Vorwärts" als Opfer seines an- mutigen Witzes zur Verfügung stellen, so wirkt seine Methode, jeden Versuch zur sachlichen Diskussion der nun doch einmal vorhandenen Gegensätze sofort auf das Gebiet persönlichen Haders herabzuziehen, doch äußerst verhängnisvoll auf die theoretische Entwickelung der Partei ein. Der„Vorwärts" ist das Zentralorgan der Partei und hat als solches eine Autorität, die, wie immer es mit ihrer inneren Berechtigung beschaffen sein mag, äußerlich in hohem Grade wirkt. Er wird von jedem Vertrauensmann der Partei gelesen, liefert den Stoff für einen großen Teil der kleinen Parteipresse usw. Versichert er nun wieder und wieder— und diese Methode beobachtet er nicht nur gegen uns, sondern gegen jedes Parteiblatt und gegen jeden Parteigenossen, die ihm mit prinzipiellen Einwänden kommen— er werde nur aus niedrigen Motiven, aus Eitelkeit, aus Gehässigkeit, aus Neid behelligt, so wirkt das eben wie der Tropfen, der allmählich den Stein höhlt. Jedoch sind wir unbefangen genug, auch hier die Grenze der persönlichen Schuld nicht weiter zu ziehen, als sachlich richtig ist. Die eben gekennzeichnete Methode des„Vorwärts" hätte sich nicht so auswachsen können und würde nicht so auf die Partei gewirkt haben, wenn ihr nicht die Zeitumstände günstig gekommen wären. Auf die Dauer hat sich eine prinzipicnklare Taktik immer am förder- *) Die kurze Notiz in unserer Sonnabcndnmnmer, ivorin wir sagten, weshalb eine mehrtägige Unterbrechung dieser Arkikel ein- getreten sei, um den Verdacht abzuwehren, als beabsichtigten wir eine Verschleppung, die den„Vorwärts" vor dem Parteitage an einer Antwort hindern könne, hat einige Parteiblätter zu persLnlichen Verdächtigungen veranlaßt, die sich dahin zusammcnfaffcn lassen, als seien diese Artikel in besinnungsloser Wut gegen eine einzelne Persönlichkeit geschrieben. Wir glauben zwar,'den Artikeln selbst unsere Rechtfertigung überlassen zu können, wollen aber für die- jcnigen Genossen, denen es um die Sache zu tun ist. beiläufig be- merken, daß die Ansichten, die wir entwickelt haben, von uns schon seit Jahren vertreten worden sind, wenn in engeren Parteikreiscn die Uebelstände im„Vorwärts" auf eine einzelne Persönlichkeit zurückgeführt wurden. Wir haben dann stets gesagt:„In der Sache habt Ihr Recht, aber dem Mann tut Ihr Unrecht. Er kann so wenig aus seiner Haut heraus, wie wir, und den Einfluß, den er im„Vorwärts" ausübt, verdankt er seiner Gewandtheit und Rührig- keit im journalistischen Betriebe, also ganz legitimen Mitteln. Die Schuld an dem Unheil tragen die Zustände, die den Mann an einen falschen Platz geschoben haben." Als nun X. E. mit seinen ebenso ehrenrührigen wie unwahren Behauptungen gegen die„Leip- ziger Volkszeitung" losbrach und wir anfangs schwankten, ob wir antworten sollten, ersuchten uns Parteifreunde, zu denen wir uns wiederholt in dem angedeuteten Sinne ausgelassen hatten, unsere Ansicht einmal öffentlich im Zusammenhange zu entwickeln. Sie waren dabei von dem Wunsche geleitet, die Frage auf den Boden einer sachlichen Diskussion zu stellen, und nur um diesem Wunsche' nachzukommen, haben wir die Artikel geschrieben. lichsten für die Partei erwiesen, auch für ihre äußere Ausdehnung; man wird es uns in diesem Zusammenhange nicht als ungebührliche Prahlerei auslegen, wenn wir daran erinnern, daß die„Leipziger Volkszeitung", die ewig wegen„Parteizerrüttung" angeklagt wird, den relativ günstigsten Abonnentenstand in der Parteipresse hat und namentlich einen relativ ungleich günstigeren als der„Vor- wärts". Aber für den Augenblick kann eine prinzipientreue Taktik der Partei allerdings ihre äußere Ausbreitung hindern, namentlich, unter den Verhältnissen, wie sie gegenwärtig in Deutschland be- stehen, wo die Brotwuchermehrheit das Heft in Händen hat und eine bürgerliche Opposition, die den Namen verdient, überhaupt nicht existiert. Da werden die Prinzipien leicht als störender Ballast einer Mässenagitation von den lockendsten Perspektiven empfunden, und in gewissem Sinne sind sie auch der Ballast der Partei. Wirft man sie hinaus, um bei günstigen Winden schneller vorwärts zu kommen, so läuft man die Gefähr, daß das Schiff im nächsten Sturme kentert. Für diese Gefahr haben die Parteitage bisher ein offenes Auge gehabt und, wie Genosse Stadthagen dieser Tage richtig hervorhob, stets daraus gehalten, daß die Partei eine scharf prinzipielle Haltung einnehmen müsse. Der Jenaer Parteitag soll nun aber ein„Macht- wort" sprechen; er soll den„Zänkern" den Mund stopfen usw. An dem Wunsche gewisser Leute, ein zweites Dresden hervorzurufen, zweifeln wir durchaus nicht, aber sie sollen sich doch nicht einbilden. daß wir uns dadurch an der Erfüllung unserer Pflicht hindern lassen. Wir haben gewiß nichts, als eine gute Sache und ein gutes Gewissen, aber daran haben wir auch gerade genug. Also dem an- geblichen„Machtwort" des Parteitages sehen wir mit völliger Seelen- ruhe entgegen; selbst wenn der Parteitag die Machtbefugnis besäße, anderen Parteiblättern die prinzipielle Kritik des Zentralorgans� zu verbieten, so ist es unmöglich, daß ein Parteitag der deutschen Sozial- demokratie im Jahre 1003 den theoretischen Standpunkt der Partei um sechzig Jahre zurückschrauben wird. . Denn so steht es mit der drohenden Berufung auf den Partei- tag.' Der schöngeistige Sozialismus, der heute im„Vorwärts" vorherrscht, der mit ästhetischen Sentimcnts oder ethischen Räsonnc- ments die Arbeiterklasse befreien will, ist ja durchaus keine neue Erscheinung; seine Blütezeit waren die vierziger Jahre des vorigen Jahrhunderts, wo er namentlich in Frankreich und Deutschland üppig wucherte. Marx und Engels haben ihn damals als das reine Gift für die moderne Arbeiterbewegung bekämpft, wofür sie übrigens schon mit all den Titulaturen geschmückt wurden, die der„Vorwärts" heute mit freigebiger Hand verstreut, und ihn dann im Kommunisti- scheu Manifest theoretisch abgetan. Gleich darauf wog ihn die Revo- lution, in Teutschland wie in Frankreich, auf ihrer praktischen Wage; sie befand ihn als ästhetisches Nichts und als ethische Null. Wollte der Parteitag sich für diesen Sozialismus engagieren, so würden die„Anarchosozialisten" mit einem wahrhaft grausamen Rechte sagen, daß die Partei lange gewonnene Positionen aufgebe, und die Ar-! beiterklasse würde das Recht zum Widerspruche verlieren, wenn sich! die Bourgeoisie für ihre Herrschast auf den historisch legitimen ' Rechtstitcl der geistigen Ueberlegenheit beriefe. Denn der� schön- geistige Sozialismus steht tief unter der geistigen Höhe, die die kapi- talistische Gesellschaft in all ihrem Verfalle noch immer behauptet. Er rekrutiert sich beiläufig mit Vorliebe aus den unklaren Köpfen der Bourgeoisie, deren klare Köpfe ihn schon deshalb längst«IS eine'harmlose Torheit zu belächeln gewöhnt sind, und von ihrem Standpunkte aus auch mit vollem Rechte. Zu alledem kann und wird es natürlich niemals kommen. Worum es sich handelt, ist nur die Frage, ob man das Uebel recht- zeitig mit sanfter Hand beseitigen oder ob man noch ein paar Jahre warten will, bis eine urgesunde und urkräftige Reaktion aus der großen Masse der Parteigenossen ausbricht, die dann ganz andere Schwierigkeiten für die Partei schaffen würde, als ihr alles söge- nannte„'Literatengezänk" vom ersten bis zum heutigen Tage bereitet hat oder überhaupt jemals bereiten kann. Was uns betrifft, so sind wir für die sanfte Methode und deshalb befürworten wir den Antrag der Berliner Genossen, nicht aus ihren Gründen, die sie natürlich selbst vertreten können und werden, sondern aus unseren Gründen, die sie nicht zu vertreten, wir aber in diesen Artikeln entwickelt haben. Es ist das mildeste und zugleich das radikalste Heil- mittel: das mildeste, weil es keine Personen verletzt, das radikalste, weil es die Zustände reformiert. Allerdings glaubt der„Vorwärts", daß die Berliner Genossen mit seiner jetzigen Art ganz zufrieden wären. Darüber streiten wir nicht erst, da es uns nicht darauf ankommt. Wir beurteilen solche Fragen nicht nach augenblicklichen Stimmungen oder Ver- stimmungen. sondern nach ihren bleibenden Gesichtspunkten. Wird der„Vorwärts" den Berliner Genossen zur freien Verfügung über- lassen, so wird sich bald in seinen Spalten ihr Geist wiederspiegeln, wie in den Spalten aller Parteiblätter der Geist der Genossen, denen sie gehören. Daran zweifeln, hieße an dem Prinzip zweifeln, aus dem die Arbeiterpresse ihre Kraft schöpft. Wir haben die Lohalftät auf die Spitze getrieben, indem ivir alles. was die„Leipziger Volkszeitung" auf ihren prinzipiellen Herzen hatte, Wort für Wort abgedruckt haben; selbstverständlich muten wir der„Leipziger Volkszeitung" nicht zu, daß sie ebenso verfährt und auch nur von den Richtigstellungen Notiz nimmt, mit denen wir einzelne ihrer Artikel begleitet baben, ebensowenig wie sie nötig hat, von unseren Antwortartikeln auf die von ihr abgedruckten Darlegungen Kautskys Notiz zu nehmen. Sie würde sich selbst verleugnen, wenn sie es täte. Denn das ist ja das prinzipiell« systemasische an der„Leipziger VolkSzeitnng", daß sie mit heiterer Selbstverständlichkeit anderen einen Vorwurf macht aus dem. was sie selbst tut oder unterläßt, daß sie mit denselben großspurigen Redensarten heut verdammt, was gestenr noch die prinziellste Tat war und im gleichen Atemzuge anderen schwankende Haltung vorwirft. Wir haben bereits das Beispiel von der Behandlung der Wahlergebnisse 1003 angeführt. Ganz so ist es mit allen Fragen, die die Partei bewegt haben oder noch bewegen. Man kann in den letzten Jahren in der„Leipziger Volkszeitung" Artikel lesen, stvir reden nur von redaktionellen Artikeln) lvorin der strengsten parteipolitischen Neutralität der Gewerkschaften und der strengsten Arbeitsteilung zwischen Gewerkschaften und Partei das Wort geredet wird, man kann lesen, daß die gewerkschaftliche Arbeiterbewegung kein Klassenkampf ist und einige Wochen später, daß sie doch ein Klassenkampf ist. Man er- fährt, daß der„Vorwärts"„Sensationen" macht und ist gar nicht erstaunt, dieselben Sensationen, Prozesse, Hofskandale usw. Nummer für Nummer in der„Leipziger Volkszeitung" zu finden. Auch über den Generalstreik, den ersten, von Parvus vertretenen, kann man gar ketzerische Ansichten in der„Leipziger Volkszeitung" oder in Artikeln ihres Chefredakteurs in der„Neuen Zeit" lesen. Mit denselben dröhnenden Reden, mit denen uns sensationelle Behandlung bürgerlicher Skandale vorgeworfen wird, wird un» auch vorgeworfen, daß wir uns das Recht der Kritik an den Justiz- skandalen der bürgerlichen Gesellschaft von einem beliebigen bürger- lichen Hanswurst abkaufen ließen usw. usw. Man kann noch einwenden, es kommt auf die Art und Weise der Behandlung an. So hatte auch der Mitarbeiter des Kasseler Blattes Mehring vorgehalten, daß er ja auch in seinen Artikeln in der„Neuen Zeit" alle die Skandale behandelt habe, deren Behandlung er dem„Vorwärts" zum Vorwurf macht und er hatte zum Beweise dafür eine- Anzahl Fälle angeführt. Flugs ruft Mehring: Seht die paar Fälle; in jedem Jahre einen! Mit Recht erwidert der Kasseler jetzt im„Volksblatt" darauf, daß er keineswegs eine erschöpfende Aufzählung gegeben, sondern nur Beispiele angeführt habe. Er hat wirklich nur einen ganz geringen Teil der Fälle angeführt; er hätte sie sehr gut vervielfachen können, ohne die Reihe zu erschöpfen. Mehring aber erklärt ruhig: Seht die paar Kleinigkeiten I Mehring beschwerte sich auch, daß der Kasseler Kritiker die Art der Behand- lnng der„Fälle" nicht erwähnt habe. Darauf führt dieser auch dafür Beispiele an, worin die agitatorische Behandlung solcher Skandale und die—— ethisch-ästethische Methode bedauerlich hervortreten. Man wird alsbald die Autwort hör««.:«ch lieber Gott, das Eine! " Soziales. " Wir sind zu abgehärtet geworden, um unter solchen Umständen wie ein Privat- Telegramm aus Posen meldet, nicht an Cholera ge-| Erst jetzt wurde die Erregte sich der Schwere ihrer Mißhändlung be auf die von dieser Seite geltend gemachten Argumente irgend welchen ftorben sein. Die blauen Flecken am Körper sollen von einem Tot- wußt. Sie beugte sich zu dem ohnmächtigen Mädchen nieder und Wert zu legen, gleichviel, in welchem Gewande sie auftreten. Langs schlag herrühren. Die Leiche wird heute ausgegraben und seziert. versuchte, es wieder beleben. Umsonst. Auch der herbeigerufene jährige Erfahrung hat uns gelehrt, ihnen gegenüber lediglich die Aus Salonichi meldet ein Telegramm: Die Cholerafälle in Deutsch- Pfarrer hielt das Kind für tot und versah es eiligst mit der letzten Frage nach dem Woher und Warum zu stellen, und deshalb erscheint land und Galizien dürften, falls sie sich noch einigermaßen mehren, Delung. Dem eiligst herbeigerufenen Arzt gelang es jedoch nach uns eine fachliche Auseinandersegung mit dieser Seite als vollkommen den türkischen Behörden eine willkommene Gelegenheit bieten, die längerer Bemühung um das bewußtlos daliegende Kind, es wieder unfruchtbar. Grenzen in Form der höchst unangenehmen Quarantäne zu sperren. ins Leben zurückzurufen. Die Mädchenschule wurde auf Anordnung In der Grenzstation Bibeftsche( serbische Grenze) ist bereits eine der Behörde geschlossen und die Lehrerin einstweilen vom Die Erfurter Tribüne" beginnt heute mit dem Abdruck von ärztliche Untersuchung der ankommenden Reisenden angeordnet Amt enthoben. Artikeln der Leipziger Volkszeitung" und begleitet sie mit einer worden.) lolinss Ueber eine verhängnisvolle Kahnfahrt auf einem Teiche Bei Einleitung, in der sie sich auf den Standpunkt Mehrings Zum Erdbeben in Italien. In Messina wurde gestern Dreitzsch( Neustadt a. D.), wobei ein junger Offizier des 94. Jnund Kautskys stellt. Auch die Arbeiterzeitung" in Dortmund nachmittag 1 Uhr 7 Minuten wieder ein leichter Erdstoß verspürt. fanterie- Regiments ſein Leben einbüßte, wird unserem Parteiblatt in beginnt Kautskys Artikel abzudrucken und leitet dies mit der Be- In einer Gemeindeschule stürzte eine Zimmerdecke ein. Ein Jena berichtet: Leutnant Voigt vom 1. Bataillon, der seit einigen merkung ein, daß die Artikel der Leipziger Volkszeitung" aus-" Reuterscher" Korrespondent berichtet über die Reise des Ministers Tagen in dortiger Gegend im Manöver liegt, hatte mit zwei Sta gezeichnet klar, vornehm und fachlich" seien. Das Boltsblatt" für Ferraris durch den Erdbebendistrikt: Aufgabe des Ministers war es, meraden auf dem Teiche eine Gondelpartie unternommen, als auf Halle beginnt unter der Ueberschrift: Was schädigt die mit Unterſtügung eines zahlreichen Aerztestabes und mit Hülfe von bisher unaufgeklärteweise der Kahn kenterte und alle drei Offiziere Partei Intereffen" eine Artikelreihe gegen die Kampf- Ingenieuren den Einwohnern Kalabriens Hülfe zu bringen. An ins Wasser stürzten. Zwei der Verunglückten vermochten sich durch methode der Leipziger Volkszeitung". bielen Punkten sahen die Reisenden dicht neben der Eisenbahnlinie Schwimmen zu retten, während Voigt, der jüngste Offizier des ReGewöhnliche" Erdspalten, die manchmal mehrere Kilometer lang waren. Die giments, im Schlamme steden blieb und ertrank. Menschen drängten sich an den Haltestellen, um Hülfe flehend, Soldaten sprangen dann mutig ins Wasser und brachten den lebheran. Notwendiger als Nahrungsmittel und Kleider erschien die losen Offizier auch glücklich ans Trockene, doch blieben alle sofort anLieferung von Bauholz für Schuhhütten für die Familien. In gestellten Wiederbelebungsversuche ohne Erfolg. Ob die beiden Belvedere und Viscardo fand sich die Bevölkerung in Menge ein. übrigen Offiziere nicht in der Lage waren, ihrem Leidensgefährten Aus dem Hülfszug wurden die Leute nach Möglichkeit versorgt, und Beistand leisten zu können, wird nicht mitgeteilt. es wurden kleine Militärabteilungen zurückgelassen mit dem AufJe weiter der Zug nach Süden vordrang, um so graufiger wurde das trage, den Notleidenden im Inneren des Landes Hülfe zu bringen. Bild der Verwüstung. In Amantea fam eine Schar von Frauen und Kindern an den Zug. Die Unglücklichen trugen drei Statuen der Jungfrau Maria mit sich und riefen unter Tränen:„ Wir haben feine Häuser! Wir haben keine Kirchen!" In dem ganzen Innern der Halbinsel blieb kaum ein einziges Haus stehen. Unter den an die Eisenbahn strömenden Bauern befanden sich auch die Ortsbehörden. Sie wurden mit Lebensmitteln und Kleidern versehen. Das Geschrei der vor Furcht fast wahnsinnigen Leute wirkte auf die Insassen des Zuges niederdrückend. In hellen Scharen liefen die Bauern neben dem langsam fahrenden Zuge her und flehten herzzerreißend um Brot, um Zelte und um Hülfe zu der Beerdigung ihrer Toten. Die Situation in Kalabrien ist unbeschreiblich. Der Handel ist vollständig lahmgelegt. Man schätzt die Zahl der durch das Erdbeben ruinierten Personen auf 200 000. Die Bevölkerung erhebt Einspruch gegen die Langfamkeit, mit der die Unterstübungen eintrafen. Ueber die gesundheitsschädlichen Wirkungen der Chromate in den Chromatgerbereien hat der Reichskanzler eine Umfrage bei den Landesbehörden angeordnet. Eine Agitation zugunsten einer gesetzlichen Sonntagsruhe haben die sozialistischen, gewerkschaftlichen und auch die demokratischen Vereinigungen von Mailand in die Wege geleitet. Es soll dahin gewirkt werden, daß die Kammer, die schon einmal einen solchen Gesezentwurf abgelehnt hat, sich von neuem damit befasse. Aus der Frauenbewegung. Köpenick. Mittwoch, den 13. d. M., findet die Mitgliederversammlung des Frauen- und Mädchen- Bildungsvereins im Lokal von Moll statt, in welcher Frau Hedwig Kiesel einen Vortrag über„ Die Frau in der Geschichte" halten wird. Neue Mitglieder werden in der Versammlung aufgenommen. Zahlreiches Erscheinen er Mitglieder ist notwendig. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. Vermischtes. Die Cholera Hinrichtung. In Meseris wurden gestern früh der Häusler Andreas Jozwiak und seine Ehefrau Franziska aus Groß- Lenschek, Kreis Birnbaum, die wegen Ermordung eines 79jährigen Ausgeringers zum Tode verurteilt wurden, auf dem Hofe des Gerichtsgefängnisses enthauptet, Wie der Gesellige" meldet, ist der Ulan Manbreh vom 4. UlanenRegiment in Graudenz an Cholera gestorben. Ueber den Cholerastand im Regierungsbezirk Bromberg meldet die„ Ost= Zugentgleisung. Aus Graudenz wird gemeldet: Infolge Ueberdeutsche Rundschau": Gestorben sind in Schwedenhöhe bei Bromberg fahrens einer Ruh zwischen Garnsee und Sedlinen entgleisten gestern ein Arbeiter, in Draßig ein Kind und in Natel ein Arbeiter. Die früh gegen 3 Uhr vom Packwagen des Schnellzuges Nr. 53 zwei Neuen Westpreußischen Mitteilungen" berichten, daß Meldungen Achsen. Personen sind nicht verletzt worden, der Materialschaden ist über neue choleraverdächtige Erkrankungen aus dem Regierungs- unbedeutend. Der Zugverkehr wurde durch Umsteigen aufrecht erbezirk Marienwerder nicht vorliegen. Auf Anordnung der Regie- halten. Die Störung war um 10 Uhr wieder beseitigt. rung ist in Swinemünde eine Cholera- lleberwachungsstelle für alle von der See herkommenden Schiffe eingerichtet worden. Zur Untersuchung der ankommenden Schiffe find zwei Aerzte angestellt. Aus Wien wird gemeldet: Am 9. und 10. September hat sich in Galizien fein Cholerafall ereignet. Am 1. September mittags ist dem Ministerium des Inneren über einen in der Nähe von Chojnet( Bezirk Tarnow) unter verdächtigen Symptomen erfolgten Todesfall Anzeige erstattet worden. Der Besizer Busse aus Schönlante soll, Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei danVerantwortung. www Theater. Mittwood, 13. September. Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Die Stumme von Portici. Schauspielhaus. Prinz Friedrich von Homburg. Neues. Ein Sommernachtstraum. Westen. Die neugierigen Frauen. Thalia. Bis früh um Fünfe! Anfang 8 Uhr: Schiller 0.( Wallner Theater.) Hofgunst. B Schiller N.( Friedrich Wilhelm. städtisches Theater). Nora. Leffing. Elga. Residenz. Die Höhle des Löwen. Zentral. Die Geisha. Trianon. Das Ende der Liebe. Carl Weik. Weltumsegler wider Willen. Luisen. Die Kinder der Erzellenz. Belle Alliance. Ben Ali Beh. Deutsch Amerikanisches. T Herr Herzog! Kasino. Der Adelsnarr. Metropol. Auf ins Metropol! Aber, Am Lustspielhaus. Jungfer Ambrosia. Apollo. Ein Abend in einem ameritanischen Tingel- Tangel. Hochzeitsabend. Spezialitäten. Herrnfeld. Die Meyerhains. Wintergarten. Loïe Fuller. Spezialitäten. Berliner Prater Theater. rechte Weg. Der Passage. Poldi Augustin. Herr Tacianu. Spezialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstraße 48/49. Der Simplon und sein Gebiet. Invalidenstraße 57/62. Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Neues Theater. Ein Anfang 7 Uhr. Sommernachtstraum. Donnerstag u. folgende Tage: Ein Sommernachtstraum. Luisen- Theater. Abends 8 Uhr: Die Kinder der Exzellenz. Donnerstag: Der jüngste Leutnant. Freitag zum erstenmal: Lumpengesindel. Sonnabend: Die Kinder der Exzellenz. Sonntag nachmitttag: Der jüngste Leutnant. Abends: Fiesco. Montag: Die Kinder der Exzellenz. Urania TaubenDer 8 Uhr: Eine entsegliche Ueberschreitung des Züchtigungsrechtes ließ sich, nach der Kölu, 3tg.", die Lehrerin Anna Thomi an der katholischen Mädchenschule des Mofelortes Pfalzel bei Trier zuschulden kommen. Die franthaft überreizte Lehrerin ließ sich verleiten, die 13jährige Margarete Start, die in der Rechenstunde ihr gescholtenes Schwesterchen verteidigen wollte, am Halfe zu fassen und durch den ganzen Schulsaal zu schleifen, bis das Kind wie leblos zusammenbrach. Schiller- Theater. str. 48/49 Schiller- Theater O.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- Wilh. Th.) Simplon und sein Gebiet. Sternwarte Invalidenstr. 57/62. CASTAN'S ANOPTICUM. PANO Friedrichstr. 165. Joël's Traum! Im Restaurationssaal: D'Kochelsee'r. Oberbayr. Gesangs-, Tanz- u. Gebirgs- Szenen. OOLOGISCHER CARTEN Täglich ab nachmittags 4 Uhr: MilitärDoppel- Konzert Eintrittspreis 1 M.; ab 6 1hr 50 Pf. Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Kasino- Theater Loftbringerfts. 87. Täglich 8 Uhr. Der Adelsnarr. Borher:, Die Zaubergeige von Offenbach. Original Rämbler Compagnie zum 1. Male in Berlin Duo Serdan. Sonnt. 4 Uhr: Ein Sohn des Volkes. Trianon- Theater. Heute und folgende Tage: Das Ende der Liebe. Satirisches Lustspiel in vier Atten bon Roberto Bracco. Deutsch von Otto Eisenschüh. Anfang 8 Uhr. Apollo- Theater. 10 Uhr: Täglich: Ein Abend in einem amerik. Tingel- Tangel Mittwoch, abends 8 Uhr: Hofgunst. Lustspiel in 4 Aufz. v. Thilo v. Trotha. Donnerstag, abends 8 Uhr: Nora.( Gin Puppenheim.) Freitag, abends 8 Uhr: Der G'wissenswurm. Mittwoch, abends.8 Uhr: Nora.( Ein Puppenheim.) Schauspiel in 3 Aufz. v. Henrik Ibsen. Deutsch von Wilhelm Lange. Donnerstag, abends 8 Uhr: Ein Wintermärchen. Freitag, abends 8 Uhr: Die Logenbrüder. Diez scher Landsberger Allee Esportplatz Schiffsunglück. Aus Geestemünde wird gemeldet: Wie die gefehrte Fischdampfer„ Willy" am Montagmittag in der Nordsee Provinzial- Zeitung" meldet, kollidierte der gestern nach hier zurückmit dem schwedischen Fischkutter John Dillon". Der Kutter fank. Der Sohn des Kapitäns und drei Mann von der Besazung sind ertrunken. Die übrigen vier Mitglieder der Besatzung wurden von dem„ Willy" gerettet und hier gelandet. Wegen der Spremberger Eisenbahnkatastrophe hat die Staats= anwaltschaft, wie aus Kottbus gemeldet wird, gestern die Anklage gegen den verhafteten Stationsassistenten Stullius wegen fahrlässiger Tötung unter Außerachtlassung der Berufspflichten erhoben. Eine Jungfer, die Soldat wird. Neunzehn und ein halbes Jahr lebte in Murten ein menschliches Wesen, das als weiblichen Geschlechtes galt. Es trug Mädchenkleidung, saß in der Schule bei den Mädchen und spielte mit den Mädchen. Da stellte sich heraus, daß dieses Wesen männlichen Geschlechts ist. Jungfrau Cecille W. änderte am 8. September 1905 ihren Zivilstand, vertauschte Korsett und Jupon mit Hose und Paletot und heißt jetzt Cäsar W. Der junge Herr mißt 1,52 Meter und wird sich, so lesen wir in der Basler, tg.", im nächsten Monat bei der Rekrutenaushebung zu stellen haben. Durch amtliche Publikation wird die Aenderung im Zivil standsamt bekannt gemacht werden. Eingegangene Druckfchriften. " P. Hübscher. Die Alkoholfrage. 28 Seiten. Preis: 30 Pf. Verlag E. Doded, Brodau i. Schl. Neue Gesellschaft". Heft 24. Herausgeber: Dr. Heinrich Braun und Lily Braun( Verlag: Berlin W. 35. Preis für das Einzelheft 10 Pf., pro Monat 40 Pf., pro Vierteljahr 1,20 M.) Das Recht. Herausgegeben von Dr. Hs. Th. Soergel, München. Feftnummer zum 17. Deutschen Anwaltstag in Hannover. Helwingsche Berlagsbuchhandlung. Hannover- Leipzig. Germanen Bibel, Heft 2 und 3. 2. Aufl.( Boltserzieher- Verlag, Berlin N. 54.) Hans Eschelbach, In die Kaserne mit der Frau.( Berlin, Köln, Leipzig, Albert Ahn.) Ant. Erkelenz, Die Gewerkbereine und die Politit. 30 Seiten. Preis: 30 Pf. Buchhandlung Gewerkverein Düsseldorf." Passage- Theater. Anfang der Abendvorstell. 8 Uhr, nachm. Sonnt. 3, Wochent. 5 Uhr. WINDBRE 765 Poldi Augustin Eröffnungs- Programm. die fesche Soubrette. Loïe Fuller Herr Tacianuie berühmte Phantasietänzerin. Damen- Imitator. Das glänzende September- Programm. Bayerisches Volksfest Carl Weiß- Theater. I Riesenbierzelte! Berlin staunt! Festwirt: Baron Muckl. Bauern- Kapelle. D. Hollerdauer. 43012 fefche, fchneidige Madl in Nationaltracht als Bedienung. 00000000000 Lustspielhaus. Residenz- Theater. Abends& Uhr. Zum ersten Male: Jungfer Ambrofia. Lustspiel in 3 Aften v. Franz Servaes. Morgen: Der Familientag. Direktion: Richard Hlexander. Heute und folgende Tage Anfang 8 Uhr: Die Höhle des Löwen. Schwant in 3 Atten v. M. Hennequin Metropol- Theater Sonntag nachmittag 3 Uhr: Seine Präzise 8 Uhr zum 5. Male: und P. Bilhaud. Kammerzofe. Auf in's Metropol Gebrüder HerrnfeldGroße Jahresrevue mit Gesang u. Tanz in 9 Bildern v. Jul. Freund. Musik von Viktor Hollaender. Dirigent Kapellmeister Max Roth. In Szene gesetzt vom Direktor Richard Schultz. Walden a. D. Miß Clifford a. D. Bender Giampietro Theater. Zum 143. Male: Die Meyerhains. Komödie in 3 Atten mit den Autoren Josephi Frid- Frid Massary Anton und Donat Herrnfeld Behrens- Linke. Rauchen in all. Räumen gestattet. Anfang 8 Uhr. W. Noacks Theater. in den Hauptrollen. Anfang 8 Uhr. Vorverkauf 11-2 Uhr. Direttion: Rob. Dill. Brunnenſtr. 16. Fröbels Allerlei- Theater Heute: Geschlossen. Sonnabend, den 16. September cr.: Vorher: Hochzeitsabend und das große September- Spezialitäten- Progr. Eröffnung der Winter- Spielzeit. Ab Sonntag, den 1. Oftober cr.: Vorzugs- resp. Familienkarten hierzu Jeden Sonntag nachmittag 3 Uhr: find in allen mit Plakaten belegten Große Extra Vorstellung au halben Geschäften sowie im Theater v. 9 bis Breifen. 1 Uhr unentgeltlich zu haben. Schönhauser Allee Nr. 148. Heute: Sonder- Abend. 10 neue Attraktionen. Die Macht des Liedes. Volksstück von Kneisel. Entree 30 Pf. Anfang 4%, Uhr. Bei ungünstigem Wetter im Saal. Gr. Frankfurterstr. 132. Heute wegen Vorbereitung zu der Gesangsposse: Der Weltumsegler wider Willen geschlossen. Dommerstag zum erstenmal: Blot Pariser Sängerin. 4 Luckens amerik. Gymnastiker. Sisters Gasch Kapitän Woodward Akrobatinnen. dress. Seehunde u. Seelöwen. Bedini und Artur amerikanische Exzentriks. Die mysteriösen Husaren. Edith Helena Die Trombettas Paul Spadoni amerik. Sängerin. italien. Duett. Kraft- Jongleur. In Japan" Ballettdivertissement. Tina Clementa Pferd- und Hundedressur. abenteuerliche Boffe mit Gesang und Der Weltumsegler wider Willen. Der Biograph. Ballett in 6 Bildern von G. Raeder. Anfang 8 Uhr. Sonnabend abend 8 Uhr: Gastspiel der kaiserl. russischen Hofschauspielerin Frau Dir. Hedwig Corned: Maria Stuart. Spielleit.: Klär- Kleyn. Palast- Theater früher Feen Palaft, Burgstr. 24, Eingang Wolfgangstraße, vis- a- vis d. Börse. 2 Min. v. Bhf. Börse. Das phänomenale Eliteprogramm. 12 Kunstnummern 1. Ranges. Bernhard Rose- Theater Nur das Beste vom Besten! Gesundbrunnen, Badstraße 58. Täglich das Sensations- Ausstattungs- Per Der Fluch des Goldes sowie die großartigen Spezialitäten Paul Coradini Drei Harders, The Ottorus Sevillo und Pifo. Anfang 4%, Uhr. Entree 30 Bi. Numer. Platz 50 Pf. Saisonkarten haben Gültigkeit. Deutsch- Amerikan. Theater. Köpenickerstraße 67/68. Jed. Abend 8 Uhr, Gastsp. Ad. Philipp Der erste Schlager der Saison Aber Herr Herzog. Jeden Sonntag nachmittags 3 Uhr, halbe Preise: Ueber'n großen Teich. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Sonntags Wochentags 8 Uhr, 7 Uhr. Rohrpost. Schwant in einem Aft v. M. Reichardt. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Bf. Familienkarten find in allen Barbier, Friseur: u. Zigarrengeschäften sowie im Theaters bureau unentgeltlich zu haben. Theater Folies Caprice Budapester Possen- Theater 132, Linienstr. 132, Ecke Friedrichstraße. Eröffnung Sonnabend, 16. September, abends 8 Uhr. Vorverkauf ab 12. September an der Theaterkasse. ELYSIUM. Kommandantenstr. 3-4. Vollständig neu renoviert. Auftreten v. 36. erstklassigen intern. Spezialitäten. Geöffnet von 10 Uhr früh bis 12 Uhr nachts. XI. Berliner Saison. Zirkus Busch. Donnerstag, den 14. September 1905, abends 712 Uhr: Gala- Premiere. Besonders hervorzuheben: Zum 1. Male in Europa: Zentral- Verband der Maurer Deutschlands. Zweigverein Berlin. Sektion der Gips- und Zementbranche. Freitag, den 15. September 1905, abends 8½ Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( großer Saal): Die Japaner- Truppe. General- Versammlung. Ausgesuchte Repräsentanten der Armee des Mikado. Die Helden vom Yalu und Port Arthur in ihren militärischen Exerzitien. 4 Sisters Athletas, Kraftproduktionen. Mr. Price& Revost, amerikanische Exzentriks. Mr. Rabusa, dressierte Tiere. Clown Revelly. Die englische Reiterfamilie Sloan. Eine Springpferde- Konkurrenz zwischen den 3 Springpferden. 1., Spa", Halbblut, Siegerin im Concours hippique im Hochspringen im Jahre 1903 in Spa. Reiter Herr Behnke. 2., Frehn", Hochsprung bis 2 Meter. Reiter Mons. Le Dantec. 3." Chips", Vollblut, Weitspringen bis über 6 Pferde. Reiterin Frl. Shampani. Quadrille excentrique, geritten auf 12 Schulpferden von 6 Damen und 6 Herren. Die neuesten Freiheitsdressuren des Herrn Ernst Schumann. Zum 1. Male: ,, Pluto Monte duro", Lippizaner VollblutHengst für die hohe Schule, dressiert und geritten von Herrn Burkhardt- Foottit. Zwergclown François mit dem Zwergpferd und die vorzüglichen Programmnummern. Preise der Plätze: Logensitz 5 M., Parkett 3 M., Balkon 2 M., 1. Platz 1,50 M., 2. Platz 1 M., Galerie 50 Pf. Die Zirkuskassen sind täglich von 10 Uhr an ununterbrochen geöffnet. Billetts im Vorverkauf im Invaliden dank, Unter den Linden 24, und in der Billett- Abteilung des Warenhauses A. Wertheim, Leipzigerstr. 132/133, zu haben. Andreas- Festsale Habe vom 1. September 1905 die Leitung der Andreas- Festsäle übernommen, und empfehle ich dieselben für Vereine zu Versammlungen und Festlichkeiten. 4265L* Emil Bernatzky Andreasstr. 21. Tages Ordnung: 1. Das Verhalten des„ Berliner Betonvereins" gegenüber den von uns zur Vertragsverhandlung gestellten Forderungen und Beschlußfassung über unsere weitere Stellungnahme hierzu. 2. Diskussion. 3. Regelung der Gehaltsfrage für die angestellten Kollegen, gleichzeitig Festsetzung der Entschädigung für Kollegen, welche an Bautenkontrollen usw. teilnehmen 4. Verschiedenes. 148/ 7* Die Wichtigkeit der Tagesordnung erfordert das Erscheinen aller Kollegen. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Bekanntmachung. Das Kassenlokal der Ortskrankenfasse der Tabakfabritarbeiter zu Berlin wird am 20. September 1905 bon Beymestraße 3 nach Gärtner. A Freitag, den 15. d. M., abends 9 Uhr, in Schöneberg, Obst's Festsäle, Meiningerstr. 8 u. Martin Lutherstr. 51: Braunsbergerstr. 31 Oeffentliche Versammlung Vorderhaus 4 Treppen verlegt und befindet sich von diesem Tage ab dort in der Wohnung des Rendanten Engel. Am Umzugstage bleibt die Kaffe gefchloffen. Berlin, den 12. September 1905. 274/20 Der Vorstand. Vorwärts- Buchhandlung SW. Lindenstraße 69, Laden. 293/12 der in der Landschaftsgärtnerei tätigen Gärtner und Gartenarbeiter. Referent: Wilh. Janson, Berlin. Allgemeiner deutscher Gärtnerverein. Ortsverwaltung Groß- Berlin. Deutscher Metallarheiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Haupt- Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt IV, 9679. Arbeitsnachweis: Zimmer 34. Amt IV, 3353. Am Donnerstag, den 14. September 1905, abends 8 1hr, in den Andreas- Festfälen, Andreasstraße 21: Parteitags- Protokolle. Allgemeine Klempner- Versammlung. Anläßlich des bevorstehenden ParteiZages Ordnung: 1. Bortrag des Kollegen Cohen über: ,, Die Aussperrungstages empfehlen wir den Partei- taktik der Unternehmer!" 2. Diskussion. 3. Verbandsangegenossen die Protokolle der früheren Barteitage. Dieselben bieten reiches legenheit. Material zur Geschichte der Partei, 123/13 Es ist Pflicht der Kollegen und Kolleginnen, für zahlreichen Besuch der ihrer Grundsäke, Stämpfe und Taktik.| Bersammlung zu agitieren. Wir heben nachstehend die HauptDie Klempner von Pietschmann, Romintenerstraße 24, punkte der Verhandlungen aus der werden ersucht, in der Versammlung anwesend zu sein. jeweiligen Tagesordnung hervor: Halle. 1890. Neuorganisation; Programmrede Liebknechts; Stel Kommandantenftr. 20: lung zu Streits und Boykotts; Donnerstag, 14. Septbr., abends 8%, Uhr, in den„ Arminhallen", Auseinandersehung mit den„ Unabhängigen". 50 Pf. Erfurt. 1891. Festsetzung des Programms; Programmentwürfe; Ausschluß der Unabhängigen"; Taktil der Partei. 50$ 1. Berlin. 1892. Bergriffen. Allgemeine Uhrmacher- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Ingenieurs Herrn P. Grempe über:„ BeKöln. Ar Unserem Genossen Heinrich Schulz nebft Frau, Berlin, Waldstr. 11 wohnhaft, zu ihrer heutigen filbernen Hochzeit die besten Glückwünsche. Die Genossen des 634. Bezirks. Zentral- Verband der Brauerei- Arbeiter Zweigverein Berlin, Sektion II. Nachruf! Am Freitag, den 8. September verstarb unser treues Mitglied, der Flaschenkellerarbeiter Otto Müller ( Borussia- Brauerei) im Alter von 26 Jahren. Ehre seinem Andenken! Der Vorstand. 41/17 Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der deutschen Wagenbauer. Berlin, Bezirk 17. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied Franz Heusterberg am 10. September verstorben ist. Die Beerdigung findet am Mitt woch, den 13. d. M., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Heilig- Kreuz- Kirchhofes, Mariendorf, aus statt. 1561b Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Zentral- Verband der Maurer Deutschlands. Zweigverein Berlin. Am 10. September 1905 berstarb unser treues Mitglied Paul Weidner im Alter von 25 Jahren an der Proletarierkrankheit. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am 13. September 1905, nachmittags 4 11hr, auf dem Markus- Kirchhofe in Wilhelmsberg Hohen- Schönhausen statt. Rege Beteiligung erwünscht Der Vorstand. 48/8 Zentralverband der Prater- Theater Berliner humoristisches 1993. Gewerkschaftsbewegung; leuchtungs- und Heizungsfragen, speziell im Saushalt der Schuhmacher Deutschlands. Kastanien- Allee 7-9. Heute: Ensemble. gen. Ulk- Quintett. Theater- Aufführungen zc. Auch Der rechte Weg. einzelne Herren zu VereinsfestlichVolksstüd mit Gesang in 4 Aften. The Kieffers Pantomime. Mizzi u. Géza Varadi- Duett. Pantomime. Spezialitäten. Ball. Schluß der Saison Freitag, 15. September. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf. Numerierter Platz 50 Pf. Gustav Behrens teiten, Herrenabend 2c. Leiter Max Francke, 15896 Berlin N., Danzigerstr. 6, I. Burleske- und Charakter- Komiker. Zum Umzuge Spezialitäten- offeriere einen großen Posten Theater FrankfurterAllee 85. Täglich das großartige September- Programm u. a. neu eingetroffener Ia. VeloursTeppiche. Sofagröße M. 10.50 Eine tolle Nacht. Zimmergröße 22.50 Große Posse mit Gesang. Großer Lacherfolg. Otto Pritzkows Berliner Salongröße Saalgröße 39 37.50 99 699 65.00 Ferner hochelegante Portieren u. Dekorationen. Antisemitismus; Wahlrecht und Beteiligung an preußischen Landtagswahlen. 40 f. Frankfurt. 1894. Budgetbewilli gungs- Frage in den Landtagen; Agrarfrage; Trusts; Ringe und Startelle. 25 Pf. Breslau. 1895. Agrarprogramm; Hausindustrie. 30 Pf.; gebd. 50 Pf. Gotha. 1896. Bergriffen. Hamburg. 1897. Preuß. Landtags wahlen; Militarismus. Brosch. 35 Pf.; gebd. 60 Pf. Stuttgart. 1898. Stoalitionsrecht; Bergarbeiterschuk; Preuß. Landtagswahlen; Zoll- und Handelspolitit. Brosch. 35 Pf, gebd. 60 Pf. Hannover.1899. Bernstein- Debatte; Zuchthausvorlage; Militärfrage. 50 Pf. Mainz. 1900. Weltpolitik; Ver tehrs- und Handelspolitik; Taktik bei den Landtagswahlen; Anhang: Bericht über die Frauenkonferenz. Lübeckt. 1901. Bergriffen. München. 1902. Bergriffen. Dresden. 1903. Bergriffen. Bremen. 1904. Maifeier, Amsterdamer Kongreß; Organisations frage; Fall Schippel; dritte Frauenkonferenz. beiter." 2. Diskussion. 3. Berbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Bahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Sozialdemokratischer Wahlverein für Weißensee und Umgegend. Donnerstag, den 14. September, in Enders Festsaal, König- Chaussee 5/6: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Ströbel über: Der politische Massenstreif. 2. Diskussion. 3. Wahl von Delegierten zur Kreistonferenz. 4. Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. 14/8 Deutscher Holzarbeiter- Verband. 50 B Achiu Brosch. 70 Pf.; gebd. 1 M. Ferner empfehlen wir die Schrift der Genoffin Roland- Holft über Die ( Zahlstelle Berlin.) Stralauer Viertel. Achtung! Ag der Zahlstelle 57 findet am Sonnabend, den 16. Sept., bei Döring, Stralauer Allee 31b, statt. Dortfelbst werden Sonnabends von 8-10 Uhr Beiträge entgegengenommen. 92/12 Turnverein Fichte" 99 Mitglied des Arbeiter- Turnerbundes. „ Generalstreit und Sozialdemo Ere, achte und zehnte Männer- Abteilung fratie" mit Vorwort von Stautsky Generalstreits auf dem Barteitage au zu lebhaften Abnormitäten Theater Gardinen, Stores, Sena u Leben Debatices fahren Münzstr. 16. Jocki Tocki the Elastic Skin Man. Der Mensch mit der Gummihaut. Mne- Mno- Mni??? Entree 20 Pt. Sanssouci ottbuserstr. 4a. Stat. der Hochbahn. Direkt.: Wilhelm Reimer. Heute Mittwoch: Gastsp. des Löwe- Ensemble: s' Lorle oder: Dorf u. Stadt. Charakterbild v. Ch. BirchPfeiffer. Sonntag Beginn 5 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Jeden Dienstag, Mittwoch: Theater- Abend. Der große Festsaal ist sch für einige Sonnabende z. vergeben. tablissement Buggenhagen Moritzplatz. Heute: Extra- Konzert zum Benefiz des errn Ricardo Munez ter geft. Mitwirkung des Heldentenoriften Herrn Hans Hoffmann. Restbestände 1-6 Fenster. in allen Farben. 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Verlagsanstalt Raul Todes- Anzeige. Am 11. d. M. verstarb unser langjähriges Mitglied Karl Gensior im Alter von 38 Jahren an Blinddarmentzündung. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstag, den 14. d. M., nachmittags 4 Uhr, von der Zeichenhalle des Krankenhauses am nach dem Friedrichshain aus Bentral Friedhof in Friedrichsfelde statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 170/2 Die Ortsverwaltung. Hiermit die traurige Nachricht, daß mein inniggeliebter Gatte, unser guter Bater Fritz Pantel nach langem, schwerem Leiden am 11. September verstorben ist. Um stilles Beileid bitten am Bw. Pantel u. Kinder. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 14. September, von der Halle des neuen Rir dorfer Friedshofes, Mariendorfer Weg, aus statt. Allen Danksagung. 15926 denen, die meinem lieben Manne die lekte Ehre erwiesen haben, insbesondere den Kollegen der Meyerschen Lederjabrit sowie dem Gesang verein sage ich hiermit meinen innigften Dank. Die trauernde Witwe Lobert 43042 nebst Kindern. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes und guten Vaters sage ich allen Freunden, Verwandten und Bekannten sowie dem Personal der Revier Inspektionen, dem Verbande der städtischen Arbeiter, dem Musikverein, dem Verein deutscher Schuhmacher meinen tiefgefühltesten Dant. Witive Cl. Lutz 43032 nebst Kind, Borndorferstraße 38. Für die herzliche Teilnahme und die zahlreichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes und unseres guten Baters sagen allen Berwandten, Freunden und Be fannten, insbesondere dem Verein der Zimmerer Wilmersdorfs und Ums gegend unseren besten Dank. Die trauernde Witwe Anna Winne nebst Kindern. Dr. Schünemann, Spezial- Arzt für[ 41022* Haut- und Harnleiden, Frauenkrankheiten, Seydelstr. 9, dicht am Spittelmarkt. Wochentags 1,12-13, 26-28. Singer& Co., Berlin SW Nr. 214. 22. Jahrgang. 2. Beilage des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Für die Opfer des russischen Befreiungskampfes gingen weiter ein: 3498 2,50; 3184 5,90; 3485 4,75; 3486 10,85; 6606 2,25; 6607 2,25; 6611 7,50; 6617 3,90; 6621 8,45; 6834 4,70; 6836 8,15; 3139 6,75; 3193 3,60; 3292 1,-; 3297 9,45; 3359 7,35; 3361 2,60; 3488 3,95; Mittwoch, 13. September 1905. Ludwig Löwe, Gießerei 12,55; 5831 desgl. 15,50; 5832 8,50; 5836 16,05; im Viktoriaspeicher, Köpniderstr. 12,85; 6214 ges. von den Arbeitern der 5837 5,- 5838 Ludwig Löwe, Gießerei 12,55; 5845 2. Löwe, Schleiferei, Firma L. Runge d. Fehlow 6,20; 6215 durch Krummse 13,20; 6217 1,60; 3. Rate 11,15; 5846 2. Löwe, Leerenbau 18,50; 5850 2. Löwe, Abt. Fräserei, 6219 gef. Gießerei Nileswerke durch M. Guhl 23,75; 6221 8,40; 6222 2,80; Maschinenbau 13,25; 5852 2. Löwe, Abt. Silarte 3,05; 5855 Polier 6230 19,75; 6234 8,30; 6239 5,85; 6240 4,10; 6241 3,50; 6243 durch Rubisch 11,55; 5865 Siemens- Schuckert Werke, Abteilung Berg 11,-; Sahlfeldt 19,30; 6244 6,10; 6245 6,65; 6246 3,95; 6250 5,85; 5866 4,20; 5867 3,30; 5868 17,25; 5870 18,05; 5871 4,85; 6251 7,65; 6269 1,75; 6276 u. 6277 23,10; Tischlerei Koppermann, Uebersch. 5872 2,60; 5874 3,80; 5875 Fünf Genossen des 627. Bezirkes 2,- v. d. Landpartie 8,50; 6279 9,80; 6280 6,-; 6281 4,20; 6282 durch Hilken Von der Parteipresse: Forst i. L., durch die Märk. Volks- 5877 D. Waffen- u. Munitionsfabr. 16,-; 5878 10,60; 5879 14,50; 5880 10,30; 6283 desgl. 1,40; 6287 5,20; 6292 9,65; 6309 1,85; 6310 4,20; 6311 stimme" 56,-. Mainz, durch die Redaktion der Mainzer Volkszeitung", 8,80; 5886 D. Waffen- u. Munitionsfabr. 30,85; A. E.-G. Huttenstr., Abt. 4,70; 6312 3,20; 6317 3,10; 6402 Tischlerei B. Hecht, Andreasstraße, 5. Rate 2. Rate 175,- Breslau, ges. durch die Redaktion der Volkswacht", 10. Rate Werkzeugbau, Kranzüberschuß von der Beerdigung des Kollegen Waruzzi 14,90; Rote Geburtstagsf. durch Guhl 2,-; 6025 8,30; 6027 2,70; 6259 180, Desgleichen 11. Rate 100,-. Erfurt, durch die Tribüne" 129,45. 13, Oranienburger Vorstadt. Listen: 4501 2,70; 4504 6,60; 12,85; 6261 13,45; 6263 16,35; 6003 12,50; 6058 3,30; 6059 1,-; 6060 Königsberg i. Pr., durch die Expedition der„ Boltszig." 68,82. 4505 5,50; 4506 4,15; 4507 5,15; 4510 25,45; 4511 3,-; 4513 6,30; 4515 1,-; 6063 1,20; 6065 5,85; 6067 1,25; 6070 2,25; 6073 5,20; 6074 2,50; Berlin, Sammlungen der Wahlkreise: Er ster Streis: 360,-..- G. Abt. Sauer, 2. Rate 23,90; 4516 2,45; 4517 20,95; 4518 3,25; 6075 3,10; 6076,50; 6077 4,15; 6108 6,45; 6216 2,-; 6220 11,30; 6231 ( darunter Listen 16 000 Tischlerei Stuhnert 17,70; 16 001 2,-; 16 005 15,75; 4519 11,40; 4524 17,60; 4526 3,45; 4531 A. E.-G. Brunnenstr., Abt. 5,20; 6235 2,90; 6236,70; 6237 3,20; 6238 6,30; 6251 5,25; 6255 7,25; 16 049 6,30; 16 046 23,55; 16 155 Schneiderwerkstatt Hoffmann 28,-( dar. Schwittau 10,15; 4532 desgl., Albt. Scholz 7,25; 4533 desgl., Abt. Scholz 6256 4,-; 6260 6,45; 6264 3,-; 6266 6,85; 6267 5,90; 6268 3,-; 6288 Wertst. Segal 6,50); 16 197 19; 60( dar. Pianofortefabr. Otto 10,60, Piano- 6,90; 4552 3,60; 4553 8. u. B., Badstr. Abt. Apparatban 19,80; 4556 2,10; ges. b. d. Kollegen auf der Komischen Oper durch Sollivedel 5,65; 6291 fortefabrik Dreier 9,-); auf Listen gesammelt v. d. organisierten Metall- 4562 7,45; 4563 4,-; 4564 7,05; 4565 2,40; 4566 Bau Leipzigerstr. 94| 6,45; 6313 6,-; 6315 3,60; 3501 4,10; 3504 1,70; 3505 2,80; formern und Gießern durch Scheh 100,-.) 3,40; 4573 7,45; 4574 8,30; 4577 3,80: 4578 8,05; 4579 4,50; 4580 4,80; 3506,75; 3507 3,60; 3508 2,80; 3510 2,90; 3511 4,21; 3512 6,25; 3 weiter Kreis, Listen: 15305 6,05; 15316 3,15; 15326 10,85; 4581 6,95; 4582 1,55; 4585 2,-; 4586 4,25; 4588 5,90; 4589 1,80; 3514 4,45; 3516 2,80; 3518 6,80; 3519 13,15; 3520 2,45; 3523 1,60 15 329 7,10; 15 343 3,10; 15 347 3,40; 15370 7,05; 15377 11,20; 15 382 4591 3,50; 4592 5,10; 4593-, 50; 4601 1,60; 4602 4,50; 3524 18,25; 3525 1,30; 3526 1,95; 3528 16,80; 3529 8,-; 3530 3,20: 8,95; 15383 24,40; 15387 5,-; 15105 5,45; 15111 13,55; 15113 9,85; 4603 6,50; 4605 2,60; 4606 5,10; 4613 durch Betschow 20,05; 3531 7,35; 3532 1,45; 3536 2,45; 3538 4,90; 3540 6,75; 3541 10,65; 3549 15 123 3,10; 15 125 6,05; 15129,85; 15133 7,50; 15137 4,15; 15 339 4614 15,60; 4615 9,25; 4621 1,80; 4622 2,50; 4623 5,60; 4624 5,50; 5,-; 3551 1,75; 3561 4,50; 3572 2,30; 3573 3,30; 3574 3,45; 3575 5,60; 2,45; 15141 2,70; 15142 2,55; 15144 8,50; 15147 5,70; 15151 10,20; 4625 7,05; 4626 15,10; 4627 2,75; 4641 0,50; 4642 12,-; 4643 1,- 3576 2,60; 3577 5,45; 3591 3,95; 13593 2,90; 3595 2,75; 3596-, 90; 3601 15156 13,85; 15160 6,85; 15167 7,58; 15175 2,55; 15176 2,45; 15179 4644 8,10; 4645 8,75; 4646 11,30; 4647 4,90; 4648 11,25; 4649 5,30; 2,55; 3602 5,45; 3605 6,65; 3606-50; 3607-50; 3608 2,45; 3609 18,30; 15185 4,70; 15 186 5,85; 15603 4,50; 15906 11,-; 15907 1,30; 4650 7,40; 4651 3,60; 4652 3,50; 4653 4,50; 4654 3,35; 4655 11,40;-, 65; 3610 4,55; 3612 3,60; 3613 4,20; 3616 3,30; 3617 4,20; 3618 3,70; 15003 8,45; 15 008 9,05; 15 065 16,70; 15 066 20,65; 15098 Tischlerei 4657 8,70; 4658 2,10; 4659 5,25; 4660 Dreherei I der Firma Flohr 11,30 3619 12,15; 3620 1,90; 3621-, 50; 3624 17,55; 3626 2,80; 3628 6,15; Wegner Dtsch.- Wilmersdorf 2. Rate 28,75; 15 041 Firma Klemme, Schlosserei 4661 4,85; 4662 2,05; 4665 4,30; 4666 2,50; 4667 3,80; 4668 1,50; 3630 2,95; 3632 7,15; 3633 2,50; 3636 4,20; 3637 3,55; 3638 3,15; 3639 17,40; 15096 14,20. Summa 366,98. 4669 3,90; 4670 3,85; 4671 1,50; 4672 3,50; 4673 7,40; 4674 3,60; 8,15; 3640 2,40; 3642 2,20; 3643,60; 3346 4,55; 3648 2,20; 3649 9,50; Dritter Kreis: 800,-( darunter Listen 14 008 Arb. d. Firma 4675 3,70; 4676 6,35; 4677 5,10; 4679 1,50; 4681 10,45; 4682 5,45; 3650 2,-; 3651 6,80; 3653 3,15; 3655 9,15; 3657 20,80; 3664 3,90; 3666 Biedermann u. Czarnikom, Kreuzbergstr., 13,65; 14 019 Möbelfabr. Stalisch 4692 2,90; 4693 2,80; 4694 5,20; 4700 2bt. 81 a 7,80; 4707 3,50; 6,50; 3673 5,80; 3678 1,65; 3680 4,65; 3681 6,70; 3682 2,20; 3684-30; 6,10; 14 035 C. Müller, Köpniderstr. 109a, 11,40; 14 066 Sezer und 4710 9,40; 4711 Bau Winkler, Charlottenstraße 13,35; 4715 2,50; 3686 2,70; 3691 4,15; 3692 2,-; 3693 3,40; 3694 4,50; 3695 1,-; 3697 Maschinenmeister b. M. Gronaus Buchdruckerei, Schöneberg 13,55; 14 159 4717 1,90; 4725 2,25; 4726 2,30; 4727. E.-G., Abt. Müller II 9,30; 7,05; 3698 6,20; 3696 8,25; 3707-50; 3731 7,55; 3732 10,95; Tischlerei Gerson 9,30; 14 324 Tischlerei G. Kuhnert, 4. Rate 19,50; 14 339 4729 2,50; 4731 4,-; 4734 16,-; 4735 9,50; 4736 6,65; 4737 10,-; 3734 8,60; 3736 7,75; 3737 2,10; 3738 4,65; 3740 2,40; 3746 23, und 14 349 Tischlerei Henke, Mariendorf 20,-; 14 441 Heimschutz" 4738 3,40; 4739 5,45; 4740 4,20; 4741 8,60; 4742 8,80; 4747 22,15; 1,50; 3747 11,40; 3748 8,80; 3749 2,-; 3750 4,85; 3751 10,95; 11,80; 14 442 Personal der Firma Raschig, Buchbinderei- Abt. 4,25; 14 542 4748 4,30; 4761 Buchdruckerei Rosenthal u. Co., Rungestr. 20 6,25; 3752 3,85; 3753 2,15; 3754 10,20; 3755-, 25; 3766 6,20; von S. u. H. durch Grothe 25,80; 14 574 Tischler und Hausdiener von 4769 6,90; 4771 2,70; 4772 Genossenschaftsbäderei 8,40; 4773 des 3767 5,70; 3768 2,40; 3782 2,35; 3784 4,95; 3786 14,75; 3792 2,20 F. Zahn, Elisabeth- Ufer 42, 8,75; 14 591 6,90 und 14 596 durch Günther gleichen 6,20; 4796 4,55; 4797 1,-; 4798 3,20; 4799 6,05; 4800 4,90; 3793 2,50; die Elenden des 497. Bezirkes 5,85; 3902 9,30; 3904 3,50; 11,50; 14 594 durch Kamier 8,40; 14 595 v. Arb. u. Arbeiterinnen d. Firma 4801 5,60; 4803 9,45; 4806 Wolf Nachs. Co. Kastner 9,40; 4807 5,65; 3905 1; 3906 5,50; 3907 3,-; 3908 2,20; 3909 18,75; 3910 6,-; J. M. Schulze, Melchiorstr. 6, 6,75; 14 616 Tischlerei Meier, Neue Jakobstr., 4809, Arb. d. F. Thiele u. Co., Prinzenftr. 86 14,65; 4810 1,-; 4558 1,40; 3912 3,60; 3918 3,95; 3937 3,50; 3938 1,40; 3939 4,75; 3941 1,75; durch Marr 10,75; 14 619 durch Haidbreder 8,05; 14 626 durch Adler 3,50; 4559,50; 4630 2,40; 4709 22,-; 4751 1,70; 4757 1, Gesund 3942 4,50; 3943 3,65; 3945 1,-; 3948 2,50; 3949 2,50; 3950 4,85; 3954 14 627 durch Gieje 3,65; 14 629 Buchdruckerei Ashelm durch Menzel 23,-; brunnen. Listen: 3002 9,30; 3010 6,-; 3011 2,50; 3012 4,-; 3014 1,50; 3966 4,15; 3968 10,30; 3969 2,50; 3970 1,80; 3971 3,60; 3972 3,25; 14 096 Lurusmöbelfabrik Lachmann, Hollmannstr. 32, 7,35; 14 100 von den 2,75; 3021 7,10; 3024 3,70; 3031 4,30; 3032 5,80; 3034 3,25; 3035 6,50; 3973 6,10; 3974-50; 3982 3,70; 3989 Firma Gutmann durch Holz Kollegen der Firma Guggenbichter 12; 14 130 C. P. Goerz, Abt. Stiege 3036 8,90; 3039 4; 3042 6,85; 3043 6,20; 3045 9,70; 3046 3,15; 3047 gräber 10,20; 3991 9,85; 3993 3,55; 3994 5,50; 3995 5,-; 3996 7,75; 11,60; 14 138 Jalousiefabr. Freese 14,70; 14 140 Jalousiefabr. Kiesel 3,80; 6,55; 3048 5,20; 3049 2,40; 3051 9,20; 3052 13,70; 3053 2,75; 3054 2,-; 3997 1,80; 3999 1,80; 4000 1,75; 6401 Bronzefabr. C. Legel, Rückerstr. 4 14 147 9,20; 14 148 11,35; 14 149 Möbelfabr. Schwarz 6,30; 14 153 3055 3,35; 3057 10,45; 3059 5,40; 3060 3,25; 3062 12,05; 3065 9,55; 3066 15,65; 6404 desgl. 7,05; 6406 desgl. 16,50; 6410 Tischlerei Kuhnert u. Kühne, Tischlerei Gert 8,30; 14 522 12,60; 14 529 13,05; 14 530 3,05; 14 599 gef. 4,55; 3067 3,15; 3068 7,15; 3069 2,-; 3072 3,20; 3073 8,85; 3085 4,50; Huttenstr., Martinidenfelde 10,80; 6412 desgleichen 2,75; 6413 6,80; 6414 b. Zentralverband der Glaser 10,-; 14 554 Bau Elsenstr. 56, 8,20). 3088 21,10; 3091 5,35; 3094 6,65; 3095 5,65; 3097 4,45; 3099 6,35; 3100 7,35; 6418 4,90; 6420 11,50: 6421 5,20; 6423-, 60; 6425 3,85; 6431 Bierter Kreis Südo ft: 2500,-( darunter Listen 13 400 bon 8,40; 3108 13,40; 3110 5,60; 3111 5,75; 3121 7,85; 3124 2,80; 3128 14,05; 5,55; 6434 Held u. Franke, Friedrichstraße 12,35; 6435 7,20. Siemens u. Schudert 10,98; 13 401 J. C. Pfaff, Saal III, 2. Rate 12,45; 3130 4,25; 3131 14,70; 3132 17,05; 3138 6,40; 3144 5,90; 3149 8,85; Wedding: Riften 5001 19,70; 5002 11,25; 5003 6,95; 5004 4,65; 5005 C. P. Goerz: 13 388 12,10; 13 389 2,80; 13 390 6,-; 13 391 5,- 3154 4,95; 3156 7,70; 3157 12,20; 3159 4,75; 3165 25,35; 3166 5,25; ges. b. d. Maschinenarbeitern d. F. A. Borfig 12,85; 5006 7,10; 5007 12,65; 13 392 3,15; 13 393 16,80; 13 394 10,35; 13 395 5,20; 12 255 ille, Boedh- 3167 3,75; 3170 13,90; 3171 11,95; 3176 2,40; 3177 3,05; 3178 11,10; 3179 5008 1,40; 5010 2,80; 5011 6,85; 5013 4,55; 5016 4,-; 5018 1,65; 5021 straße 8,05; 12 034 Stollegen der Pianofabr. v. Hirschfeld 3,95; 12 037 8,50; 3180 8,75; 3181 6,50; 3186 15,50; 3195 15,60; 3197 3,75; 3200 7,30; 3203 Dreherei d. Turbinenfabr. Abt. Ulrich" 11,50; 5023 9,45; 5029 15,50; Stadtbez. 107a 2. Teil 10,-; 12 116 Benede u. Co., Elisabeth- User 29, 12,30; 5,35; 3204 15,35; 3205 1,95; 3206 6,85; 3210 5,60; 3211 4,10; 3212 1,95; 5032 9,70; 5035 3,75; 5036 11,10; 5040 10,85; 5053 6,35; 5055 11,40; 12 118 Pianofabr. Merkur" 6,95; Firma Auerbach, Grünauerstr. 17, 4 r., 3255 16,10; 3261 3,80; 3264 7,70; 3265 2,60; 3267 1,75; 3269 3,40; 3270 5058 Dreherei Cyclop" 18,10; 5060 7,35; 5061 3,85; 5062 v. d. Arb. d. 9,15; 12 149 Anilinfabr. 9,-; desgl. 12 150 6,50; 12 162 Holzmann 17,95; 3,40; 3271 13,60; 3275 2,70; 3276 1,65; 3277 4,50; 3278 7,60; 3280 4,-; Firma P. Müller, Ritterstraße 12,70; 5063 10,15; 5064 5,95; 5065 4,10; 12 301 gesammelt durch Meisinger 2,15; 12 309 durch Stiefe 0,95; 12 313 3281 5,10; 3284 3,40; 3285 8,30; 3286 9,50; 3288 6,15; 3290 5,40; 3294 5067 9,50; 5068 15,50; 5071 3,50; 5072 4,70; 5076 11,15; 5077 5,60; 5080 durch Budil 10,50; 12 315 durch Tschirschte 7,20; 12 332-12 340 durch 5,30; 3296 5,50; 3298 14,05; 3299 6,25; 3304 9,40; 3305 6,65; 3306 8,60; 25,30; 5086 5,80; 5087 8,60; 5092 von den Arbeitern und Arbeiterinnen Wappler 40,-; 12 343 Neubau der Firma F. D. Reinice, Rigdorf, durch 3307 1,75; 3308 8,15; 3309 14,55; 3311 2,20; 3312 11,40; 3313 3,05; 3319 der Firma Bergmann 17,35; 5095 desgl. 5,10; 5097 desgl. 3,35; 5493 Riedel 7,40; 12 347 durch Ernst 11,80; 12 349 durch Wöllner 9,60; 12 350 15,30; 3321 2,85; 3323 1,-; 3327 6,30; 3329 2,30; 3330 9,80; 3331 6,10; desgl. 8,90; 5494 desgl. 4,80; 7026 desgl. 2,30; 7028 desgl. 20,75; 7030 durch Pezold 4,45; 12 351 durch Wöllner 2,10; 12 367 desgl. 8,50; 3333 8,80; 3335 7,80; 3336 4,40; 3337 3,60; 3351 12,85; 3353 7,-; 3357 desgl. 3,20: 5098 9,35; 5099 vom Saal E. Nr. 2 14,60; 5100 6,50; 5102 12 429 durch Göße 10,40; 12 430 desgl. 6,55; 12 431 durch Vallentin 11,60; 3360 2,30; 3365 2,-; 3369 8,10; 3371 2,85; 3372 2,50; 3375 11,55; 11,55; 5104 4,95; 5108 14,80; 5111 1,50; 5112 5,35; 5114 18,70; 9,30; 12 439 durch Westpfahl 12,65; 12 440 durch Warsom 5,20; 3376 8,05; 3378 9,60; 3380 4,-; 3381 6,10; 3382 3,65; 3384 3,35; 3387 5115 8,80; 5117 5,60; 5118 6,20; 5121 9,85; 5123 6,70; 5126 12 466 durch Gallus 2,-; 12 507 Praechtel, Boedhstr. 9,-; 12 669 Buch 1,70; 3388 1,65; 3390 3,80; 3394 1,50; 3397 7,85; 3398 10,40; 3401 6,75; 3,95; 5131 5,-; 5132 4,50; 5133 7,35; 5136 8,95; 5137 4,-; druderei v. W. Grebe 8,30; 12 811 durch Herm. Müller 4,25; 12 815 durch 3411,35; 3412 1,95; 3416 11,45; 3420 2,90; 3425 2,- 3426 17,45; 5141 1,35; 5142 14,55; 5143 21,60; 5144 3,85; 5145 3,65; 5146 4,35; 5152 Dittmann 11,10; 12 816 durch W. Höse 12,10; 12 817 durch J. Enger 7; 3440 9,65; 3142 7,80; 3445 5,- 3446 8,75; 3448 2,40; 3450 2,50; 3451 2,30; 5154 8,70; 5155 1,30; 5156 2,20; 5157 8,40; 5160 5,65; 5162 1,70; 12 820 d. Saffe 6,50; 12 821 durch Pahl 3,70; 12 827 d. Dittmann 3,75; 5,35; 3452 8,80; 3453 3,85; 3454 28,10; 3456 1,-; 3457 5163 8,75; 5165 1,50; 5171 2,90; 5172 9,95; 5173 20,75; 5175 3,10; 5177 12 828 d. Lausch 2,30; 12 831 d. Riedel 2,70; 12 832 besgl. 6,85; 12 834 4,75; 3459 43,85; 3460 10,35; 3461 7,05; 3463 5,30; 3468 2,05; 5178 27,70; 5179 7,95; 5180 7,65; 5181 7,70; 5182 3,70; 5183 2,05; d. Breffler 4,50; 12 835 besgl. 16,80; 12 836 d. Schmidt 2,85; 12 841 7,50; 3469 3,95; 3470 0,50 3471 20,90; 3472 13,70; 5187 13,45; 5188 6,60; 5189 2,60; 5194 4,00; 5198 8,50; 5199 1,80; 5200 d. Redanz 8,80; 12 842 Glaserei Gregoleit 5,90; 12 844 d. Neisch 1,75; 3473 7,95; 3474 3,05; 3475 6,35; 6,50; 5203 1,15; 5205 6,45; 5206 14,80; 5215 6,60; 5221 22,80( darunter 12 845 d. Schüße 3,70; 12 848 Bau Hennig u. Heuer, Prinz- Regentenstraße 3490 6,90; 3491 33,60; 3496 2; Bierprozente d. F. Köhn 7,50); 5223 6,80; 5224 4,80; 5225 8,30; 5226 7,20; 12 849 Graveure v. H. Thiele u. Co. 14,60; 12 871 Tischlerei von 6608 5,50; 6609 34,70; 6610 5,55 12,20; 5227 4,05; 5229 von den Arb. d. F. Schering, Charlottenburg 19,35 Hülsenbed Saal II 10,45; 12 878 Bugle, Brandenburgstraße 8,-; 12 879 6624 4,10; 6626 5,-; 6629 10,15 5236 6,70; 5243 2,75; 5248 Hasse u. Wrede 29,55; 5257 6,35; 5258 3,25; desgl. 4,55; 12 978 vom Verein der Stroh.- P., Schmödwig 10,10; 13 154 3143 2,45; 3190 1,85; 3191 13,95 5259 2,55; 5261 1,00; 5264 13,00; 5265 16,50; 5266 7,35; 5274 5,55; 5276 Werkzeugbau E. P. Goerz, Friedenau 26,85; 13 146 Tischlerei v. Neumann 3314 12,50; 3352 3,20; 3355 1,25; 7,20; 5283 20,78; 5286 7,70; 5287 7,05; 5291 9,35; 5292 7,45; 5294 6,25; u. Bunar 20,25; 13 402 Tischlerei v. Dunsfy 15,80; 13 665 Möbelfabrit 3004 Fabr. v. Subitatis u. To. 21,90; 3129 von den Arbeitern der Firma 5295 33,40; 5296 4,00; 5299 15,30; 5301 8,30; 5306 4,95; 5307,50; Einigkeit" 10,75; 13 558 Telegraphenbau E. Lorenz 6,50; 13 563 desgl. Drescher Lindow 11,35; 3189 Dreher der A. E.-G. Turbinenfabr. Tf. 2 5308 17,20; 5309 16,55; 5311 4,10; 5312 13,30; 5321 3,70; 5322 8,40; 13 570 besgl. 7,40; 13 567 Siemens u. Co. Abt. Butenbergstraße 8,30; 11,50; 3262 Bergmann Werte, Oudenarderstr. Abt. Lohner 18,50; 3366 bon der Dreherei Gebauer 13 568 Schraubendreher der Firma Stod u. Co., Beughofftraße 17,25; von den Maschinenformern der Firma Schöning 15,20; 3492 von den 4,15; 5328 1,20; 5330 3,75; 5331 4,25; 5332 4,05; 5386 3,70; 13 609 durch Dehmel 9,10; 13 610 d. A. Walter 20,15; 13 672 Bautischlerei Arb. d. Firma Dr. Paul Meyer, Lynarftr. 37,10; 3251 Hein, Lehmann u. Co. 5387 4 ,; 5388 7,35; 5392 7,15; 5401 Neubau Weidendammer Brüde" v. Bartsch, Borhagenerstr. 28, 6,10; 13 674 Bautischlerei v. Mertins, Abt. III d. Sleiner 18,10; 3339 Ueberschuß d. Kranzspende d. 715. Bez. 6,60; 23,80; 5403 17,35; 5404 13,35; 5407 23,90; 5408 4,-; 5409 7,75; 5410 Mariannenstr. 32, 6,50; Ueberschuß v. Sommerfest der organisierten Kollegen Rosenthaler Vorstadt. Listen: 4001 Arb. der Brotfabr. H. Wittler, 9,05; 5414 13,10; 5415 15,90; 5422 10,45; 5428 Arbeiter d. Firma Bolzani der Firma Gebr. Strüger in Köpenid durch Petruschte 13,90; Möbelfabrik b. Müllerstr. 33/34 12,70; 4002 7,20; 4004 5,20; 4006 durch Zimmerplag 17,35; 5436 30,10; 5437 4,80; 5438 10,80; 5439 5,65; 5442 2,40; 5443 Köhlert, Ballisadenstr. 78, 25,-; Ges. bei der Fürstenwalder Herrenpartie Beutert 8,40; 4017 3,95; 4021 4,75; 4025 5,75; 4027 gef. in der A. G.-G., 15,20; 5444 1,50; 5445 2,40; 5447 4,75; 5448 2,45; 5449 6,50; 5450 1,70; der Kupferschmiede Berlins durch Husch 16,-). Aderstraße, S. 14 durch R. B. 18,90; 4029 4,65; 4026 6,10; 4055 7,-; 5451 3,75; 5452 5,20; 5453 10,05; 5456 4,-; 5457 6,85; 5458 9,60; 5459 Bierter Kreis, Diten: 1500,-( barunter Listen 11806-20, Bas- 4057 21,35; 4065 17,35; 4085 24,90; 4100 10,- 4103 durch Müller- Richter 10,50; 5460 8,95; 5461 1,95; 5462 17,50; 5463 3,70; 5464 3,60; 5465 2,-; apparatfabr. v. J. Pintich 90,35; 11851-58, Möbelfabr. Groschfus 36,85; ein 9,85; 4104 Turbinenfabr. A.-G., Werkzeugbau d. Hoffmann 21,95; 4105 5466 8,90; 5468 3,15; 5469 1,-; 5470 12,20; 5471 2,-; 5472-50; elender Straßenbahnschaffner 3,-; Kabelwert Oberspree, Werkzeugbaut, d. 5,15; 4106 S. A. Levy durch Hahn 11,10; 4108 Tischler von Gebr. Sönig 5473 70; 5474 17,85; 5475 3,05; 5478 6,70; 5480 4,-; 5484 9,40; Fenske 20,30, desgl. Form- u. Schnittbau d. F. Lindner, 1. Rate 16,20, durch Schmidt 4,-; 4152 7,40; 4157 7,80; 4181 2; 4185 5,15; 4191 5489 15,55; 5490 3,40; 5491 1,15; 5492 1,65; 5496 10,85; 5497 2,40: 2. Rate 16,20; Möbelfabr. Lennig u. Jazky, Saal 1-3 u. Maschinenarb. 19,50; 4192 16,25; 4193 24,25; 4194 18,10; 4195 11,45; 4196 3,30; 4208 7022 Dreherei d. Turbinenfabr., Abt. Ulrich 14,35; 7032 2,45; 7036 6,40; 8,65, desgl. 7,05, desgl. 10,90; Tischlerei Sänger, Mauerstr., 2. Rate 6,75, 3,20; 4210 3,45; 4237 10,25; 4252 2,-; 4258 7,35; 4259 7,85: 4264 3,40; 7050 2,40; 5012 7,60; 5014 1,-; 5015 5,15; 5019,90; 5027 7,60; 5041 3. Rate 6,80; Tischlerei Schacht u. Müller, Reichenbergerstr. 57 5,25, desgl. 4266 9,25; 4301 17,60; 4003 9,05; 4005 5,50; 4014 3,80; 4019 3,40; 4020 8,70; 5042 6,10; 5051 3,10; 5054 5,05; 5057 4,15; 5059 Ludwig 7,20; Tischlerei v. K. Mau, Memelerstr. 40 8,05; Niesel u. Känner u. 1,90; 4034 5,-; 4036 5,20; 4047 5,15; 4048 11,95; 4052 7,65; 4053 11,20; Löwe, Abt. Brieste u. Stoppis 24,45; 5089 4,10; 5090 2,40; 5094 4,70 Maschinenarbeiter v. Roller, Cadinerstr. 18 12,60; Möbelfabr. Ende, Mai 4056 24,70; 4061 4,80; 4078 Buchdr.- Abt. Gebr. Deyle u. Wagner d. Berend 5096 Ueberschuß v. d. freiw. Samml. f. d. Modelltischler d. F. Bergmann 15, u. Co. 8,65; Rösler u. Schmidt, 3. Rate 8,90; Möbelfabr. Stern 16,-; 9,-; 4079 2,-; 4083 4,05; 4084 3,-; 4115 14,65; 4118 7,85; 4119 12,05; 5124 7,80; 5135 9,80; 5161 2,-; 5167 4,60; 5168 3,30; 5170 0,30; Schraubenfabr. Lüben u. Busse auf Listen 43,60; Hochzeit Seppel Saby 1,75; 4120'6,65; 4121 9,80; 4123 4,70; 4124 15,25; 4125 7,70; 4127 4, 4129 4, 5174 32,70; 5176 5,75; 5201 3,35; 5202 3,50; 5207 2,45; 5209 3,50 Tischlerei Gebr. Schirmeister 17,55; Schuchardt, Abt. Gante 9,90; Rifte 4130 3,90; 4132 7,75; 4135 2,-; 4145 9,50; 4148 10,20; 4153 1,50; 4154 5211 5,60; 5218 6,75; 5219 Arbeiter d. Firma Kunze, Auguftstr. 61, 5,50; 10392, Berliner Steinbildhauer durch Drate 28,-; Angestellte d. Jnnungs- 3,50; 4156 1,95; 4166 9,25; 4177 5,50; 4183 1,70; 4186 7,20; 4091 5,30; 5230 7,60; 5247 4,10; 5254 4,55; 5272 3,05; 5275 12,45; 5329 4,10; frankentasse der Schneider 10,-; Schirmfabr. Aller Sachs 5,10; Lifte 11453 4093 2,10; 4188 6,85; 4190 3,-; 4197 3,05; 4199 3,20; 4211 6,20; 4212 5351 2,20; 5352 nur Hochspannung 10,90; 5353 nur Boltmeterseite 2,50 10,20; Bertit. d. öffentl. Erb. gej. b. M. 9,35; Schriftgießerei Wöllmer durch 1,25; 4213 durch Giente 9,90; 4219 7,70; 4227 gef. in der A. E.-G. 5354 nur Amperemeterſeite 3,40; 5355 4,25; 5357 1,75; 5373 2,50; Köhler 21,55). Brunnenstr. 13,45; 4228 desgl. 7,25; 4233 durch Graßnid 4,50; 4238 7,30; 5374 5,20; 5375 10,45; 5418 1,-; 5421 14,20; 5424 1,50; 5429 28,10; 5. Streis: Listen 9007 17,65; 9008 12,85; 9009 2,65; 9010 11,60; 4244 7,35; 4247 3,90; 4250 6,60; 4254 2,20; 4260 11,70; 4262 6,35; 4265 5485 2,50; 5486 5,-; 5487 1,-; 5488 7,-7006 2,35; 7011 Siemens9021 3,50; 9022 12,35; 9024 7,60; 9031 11,35; 9032 Firma D. Söbler 10,80; 4267 2,55; 4269 durch Böschte 7,75; 4272 12,60; 4275 18,80; 4277 Schudert- Werte, Franklinstraße, Abt. 81b 12,25; 7012 desgl. Abt. 81a 6,90; durch Strause 13,65; 9040 7,-; 9042 10,55; 9044 4,20; 9046 durch Breska 10,95; 4278 6,30; 4284 gef. Bimmerplatz Beufert 10,45; 4300 4,95; 4302 7013 desgl. Abt. 12 12,95; 7014 desgl. Abt. 31 12,20; 7018 desgl. Abt. 51 5,90; 9047 5,65; 9052 1,-; 9053 4,70; 9054 6,25; 9055 3,30; 9056 5,65; 7,35; 4307 8,20; 4331 11,95; 4332 23,60; 4344 13,47; 4347 7,05; 4349 11,80; 7020 desgl. Abt. 81 9,50; 7023 4,10; 7027 0,50; 7029 15,70; 9058 24,20; 9061 4,35; 9062 3,10; 9064 4,15; 9066 6,50; 9069 S. Saling 6,75; 4350 2,50; 4360 9,20; 4362 7,45; 4007 3,-; 4037 1,95; 4031 6,05; 7033 13,70; 7034 12,20; 7040 13,20; 7041 0,75. Ges. auf der Hochzeit u. Comp., Buchdruderei Wilhelma 12,65; 9070 16,80; 9071 von Arbeitern 4032 4,-; 4035 3,60; 4038 6,30; 4039 Werkzeugbau Siemens u. Halste, lockholz bei Schröder, Uferstr. 14, 6. Juli 1905, 5,- 2. E.-G., u. Arbeiterinnen der S. H. Abtlg. Rothe, außer einem, durch Buude 10,85; Nonnendamm 4040 desgleichen 7,-; 4042 1,65, 4044 Brunnenstraße. Listen: 6932 Abt. Hildebrandt 11,85; 6931 2bt. 8,-; 4050 4,85; 4058 9073 6,40; 9076 6,90; 9078 7,25; 9121 von den Arbeitern bei Singer u. 2,75; 4045 5,60; 4069 4,-; 4086 Steffen 5,45; 6935 Abt. Mechler 6,65; 6761 Abt. Wedemeyer 5,05 Stodwald 6,20; 9122 6,85; 9123 8,45; 9124 8,55; 9125 5,60; 9135 9,80; 2,50; 4092 durch P. Otto 2,80; 4094 4,-; 4097 3,70; 4098 6941 desgl. 7,35; 6770 Abt. Krause 3,45; 6945 Abt. Quast 4,-; 9136 8,10; 9145 7,55; 9149 4,60; 9152 10,40; 9155 10,-; 9167 26,10; 3,80; 4099 3,50; 4107 3,-; 4126 5,90; 4134 durch Scholz 3,60; 6775 Abt. Sannemann 14,30; 6772 Abt. Flohr 15,50; 6720 Abt. 9213 Bau Dönhoffplay d. Happfort 8,25; 9271 13,50; 9274 5,-; 9275 4140 10,30; 4144 6,65; 4155 1,40; 4173 4,65; 4174 5 ,; 4178 3,20; parhaus 10,80; 6968 Abt. Meyer 9,25; 6969 Abt. Sühne( Masch.) 18,25; 9284 1,20; 9285 2,50; 9286 1,70; 9287 2,65; 9289 1,95; 9290 8,45; 4182 2; 4179,50; 4198 2,75; 4203 11,05; 4205 12,50; 4220 8,20; 7,60; 6570 Abt. Wj. Lager 2,20; 6977 Abt. Seelert 11,-; 6748 bt. Sf. 9291 9,50; 9292 6,10; 9293 1,50; 9294 7,70; 9295 2,75; 9296 2,-; 9298 4234 2,15; 4242 8,50; 4249 19,40; 4261 2.4063-20; 4070 burd) 1,10; 6989 Abt. Neble 8,15; 6990 Abt. Reglaff 10,30; 6991 bt. Schmarsow 2,40; 9302 6,30; 9318 2,20; 9320 7,20; 9331 8,30; 9335 6,60; 9344 1,15; Vorwerk 3,95; 4071 durch Hadamann 13,05; 4072 4,75; 4136 7,05( darunter 16,20; 6992 Abt. Kaminsky 21,60; 6993 Abt. Silesty 9,50; 6994 Abt. Brause 9345 4,15; 9346 7,50; 9353 14,05; 9357 3,15; 9361 4,25; 9367 12,90; Werfft. v. Schild 5,-); 4139 4,40; 4141,50; 4143,60; 4158 durch 9,55; 6910 Abt. Gießerei 6,65; 6983 desgl. 22,25; 6984 desgl. 11,25; 9375 4,70; 9377 4,70; 9378 3,45; 9381 3,10; 9384 10,60; 9388 19,45; 9411 Radtte 10,70; 4159 durch Burchardt 7,75; 4180 4,90; 4218 1,90; 4221 2,95; 6915 Abt. Nezband 11.-; 6916 Abt. Boßelius 14,05; 6742 Abt. Lehmann 7,30; 9421 2,-; 9423 5,35; 9424 6,95; 9431 1,95; 9439 1,75; 9440 3,20; 4232 gef. in der A. E.-G., Brunnenstr. 4,40; 4235 Siemens u. Schudert, 3,75; 6702 Abt. Wedemeyer 13,-; 6596 Abt. Steffen 8,10; 6753 Abt. Hilde9456 Arbeiter der Firma Louis u. H. Löwenstein 19,70; 9847 4,40; 9848 Nonnendamm 8,50; 4245 3,55; 4246 4,75; 4248 5,80; 4263 1,90; 4270 4,-; brandt 7,60; 6600 Abt. Briebe 20,35; 6749 Abt. Hülfsarb. 3,75; 6710 Abt. 9,-; 9849 8,45. Summa 651,95. 4273 3,-; 4280 1,-; 4287 Bautischlerei Kussin, Binetaplas 8,50; 4291 Tiedemann 15,40; 6712 Abt. Arlt 4,40; 6711 Abt. Seraufe 5,90; 6768 Abt. Sechster Kreis. 11 068,09. Moabit: Listen 5502 D. Waffen- 9,75; 4303 3,85; 4312 2,10; 4315-85; 4317 durch Wesener 6,35; 4319 Pietsch 10,85; 6774 Abt. Rowe 10,55; 6513 Abt. Schwittau 16,70; 6572 und Munitionsfabrik, Abt. Eitner 14,50; 5503. E.-G., Werkzeugbau 1; 4345 3,10; 4351 8,65; 4352 9,40; 4325 Bautischlerei Kuhnert u. desgl. 12,35; 6717 Abt. Storth 17,35; 6788 Abt. Scharnow 13,60; 6785 21bt. Grimm 20,40; 5504 11,25; 5505 14,30; 5509-50; 5510 S. u. H. Werner Kühne 11,25; 4365 30,- 4366 Lithographen u. Steindruder v. M. Hagel Daßdorf 3,-; 6786 Abt. Beder 16,90; 6783 26t. Wernice 15,05; Abt. Franz 3,95; 6787 Abt. Stienscherper 8,45; 6580 Abt. Werf 6,60; 5512 3,30; 5524 2. Löwe, Abt. Leerenbau 17,10; 5527 2,45; berg, Marienstr. 19/22 23,50; 4328 gef. Firma Pintus, Dresdenerstr. 40 6784 5529 10,30; 5532 10,35; 5533 2,45; 5534 11,75; 5535 10,85; 5536 17,75; 8,55; 4329 ges. durch Bolte 5,50; 4330 gej. 2. E.-G., Aderstr., Saal 14 Becker 4; 6794 bt. Sühne( Masch.) 11,-; 6795 desgl.( Schlosser) 15,45; 5539 10,20; 5540 22,70; 5543 7,60; 5545 21,55; 5546 9; 5547 16,25; durch Borngröber 19,25; 4353 1,-; 4013 7,25; 4024 burch Brall 2,-; 6796 desgl.( Schmiede) 2,50; 6800 Abt. Stommel 11,05; 6723 besgl. 12,15; 5548 27,55; 5549 19,95; 5550 7,-; 5551 7,95; 5553 9,75; 5554 3,30 4028 durch Otto Weber 4,30; 4030' durch Paul Priezel 12,23; 4122 3,55; 6901 Abt. Schumann 5,65; 6729 Abt. Krull 11,40; 6724, desgl. 5,60 5556 12,05; 5557 8,45; 5558 2,10; 5559 6,80; 5562 15,25; 5563 11,60; 4176 8,45; 4184 7,30; 4217 9,05; 4271 25,45, 4359-, 80; Bierprozente 6914 Abt. Poffelius 14,85; 6913 Abt. Handröd 8,90; 6738 Abt. Lager III 5565 26,45( darunter M. St. 21,-, Grofe 2,-); 5566 6,90; 5567 23,50; von den Arbeitern Bau Charlottenburger Hochschule 1. Rate 7,-; desgl. 7,75; 6741 bt. Horn 3,30; 6920 Abt. Reglaff 11,90; 6919 Abt. Neble 5568 7,05; 5569 4,10; 5573 D. Waffen- u. Munitionsfabrik, Abt. Hennig 2. Rate 7,-; desgl. 3. Rate 7, Schönhauser Vorstadt Listen: 9,85; 6921 Abt. Schmacsow 7,50; 6734 desgl. 8,25; 6922 2bt. Kaminsky 46,10; 5597 4,10; 5599 8,75; 5600 2,40; 5601 4,85; 5602 15,10; 5603 6001 1,50; 6002 2,30; 6004 8,90; 6006 19,80; 6007 4,90; 6010 11,40; 19,70; 6588 Abt. Hildebrandt 7,75; 6756 desgl. 14,05; 6597 Abt. Steffent 22,55; 5608 14,70; 5609 12,50; 5610 7,05; 5611 12,20; 5616 11,35; 5617 601245; 6015 3,30; 6016 5,85; 6018 2,10; 6020 6,30; 6021 1,65; 6023 6,65; 6574 Abt. Krahnfahrer 3,15; 6700 Abt. Mechler 7,70; 6759 desgl. 1,50; 5632 5,80; 5639 7,90; 5642 5,45; 5644 4,85; 5646 4,-; 5648 7,65; 6030 27,25( darunter b. 521. Bez. 23,90); 6031 5,25; 6033 5,80; 8,80; 6750 2bt. Thieme 9,20; 6745 Abt. Quaft 2,05; 6747 2bt. Orlowski 11,50; 5654 19,20; 5656 7,20; 5660 8,-; 5665 5,75; 5666 14,70; 6036 Firma Gottschall u. Ko. 11,-; 6039 5,50; 6040 Dampferpartie 3,40; 6744 tbt. Riffe 4,20; 6705 Abt. Schurig 10,25; 6592 Abt. Flohr 5667 9,90; 5669 2,15; 5671 2,-; 5674 10,45; 5677 1,75; 5678 5,40; 5680 Stelzner ges. durch Baffet 7,40; 6041 9,05; 6044 4,50; 6045 7,50; 6046 15,45; 6594 Abt. Rome 8,35; 6746 Abt. Kirstein 9,75; 6515 desgl. 9,30; 10,50; 5681 8,40; 5682 8,50; 5683 10,70; 5684 1,65; 5685 1,75; 5686 5,85; 10,80; 6047 Rabizpuzer und Stuttateure der Firma F. A. Kraut, Bau 6561 Abt. Schwittau 1,90; 6904 Abt. Düllmann 17,90; 6902 Abt. Scheer 5687 M. u. G. Stein u. D. 10,-; 5688 3,80; 5689 6,45; 5690 9,75; 5691 7,20; Bertheim, Boßstraße 16,75; 6048 desgl. 14,30; 6049 2,70; 6050 9,40; 6051 8,-; 6905 Abt. Seelert 12,50; 6731 Abt. Schieber 3,25; 6903 Abt. Nahr5693 5,75; 5700 7,-; 5701 4,85; 5702 10,80; 5703 9,10; 5704 6,75; 5709 50; 6052 6,10; 6053 7; 6055 5,95; 6056 3,50; 6057 13,65; 6061 ftedt 18,90; 6535 Abt. Seelert 1,-; 6567 Abt. Hülfsjabr. 3,15; 6573 Abt. Delegierte v. d. Generalversammlung des Verbandes der Freien Gastwirte 2,50; 6062 5,70; 6064 6,- 6066 8,50; 6068 1,-; 6079 8,05; 6081 18,40; Meyer 5,75; 6722 Abt. Sühne( Schniede) 2,55; 6752 Abt. Maschinenhaus mit Ausnahme einiger 26,-; 5710 5,-; 5713 5,35; 5716 8,45; 5717 3,70; 6083 5,80; 6086 6,90; 6087 6,65; 6088 8,65; 6089 7,90; 6091 3,65; 6,30; 6917 Abt. Borell 3,70; 6743 Abt. Jänide 7,25; 6739 desgl. 8, 5720 3,25; 5722 3,70; 5724 5,70: 5725 6,50; 5727 15,-; 5728 12,90; 5733 6092 2,-; 6093 1,-; 6094 durch Paul Hilgert 5,15; 6095 6,50; 6740 desgl. 8,65; 6552 2bt. Schmarsom 11,10; 6924 Abt. Brause 14,50; D. Waffen- u. Munitionsfabrit 26,50; 5736 7,25; 5737 13,10; 5741 2,50; 6098 durch Golder 8,15; 6099 8,20; 6100-, 50; 6101 6,30; 6102 3,40; 6923 Abt. Silesty 9,20; 6586 Abt. Repbrand 9,90; 6912 Abt. Gießerei 5744 12,60; 5745 3,20; 5746 15,- 5748 Tischlerei Stuhnert 12,50; 6103 11,50; 6104 4,20; 6105 5,50; 6106 2,60; 6107 7,40; 6110 4,25; 9,45; 6911 besgl. 22,25; 6909 desgl. 5,20; 6599 Abt. Weher 6,60; 6757 5749 10,45; 5751 6,65; 5752 8,55; 5753 11,45; 5754 7,90; 5755 6119 1,50; 6123 1,35; 6125 11,50; 6132 1,95; 6134 v. d. Maurern des desgl. 7,50; 6764 Abt. Schurig 12,10; 6763 besgl. 20,70; 6767 Abt. Riffe 4,40; 5756 5,35; 5757 12,15; 5759 13,90; 5761 11,60; 6136 3,-; 6140 13,90; 6,85; 6706 Abt. Breyer 5,40; 6593 Abt. Seefeld 24,05; 6716 bt. Kirstein 5766 Kirchenbaues Schleiermacherftr. 7,10; 6135 4,10; 6154 1,50; 6155 2,-; 6159 6,80 11,30; 5769 Rudwig Löwe, Abteilung Schmiede 12,50; 5779 2.70; 6143 7,65; 6145 1,70; 6147 5,80; 7,15; 6715 Abt. Schwittau 7,15; 6714 desgl. 10,35; 6514 desgl. 11,90; 5781 3,30; 5782 17,65; 5783 17,10; 5784 25,05; 5788 D. Waffen und 6160 4,40; 6161 4,10; 6162 9,45; 6165 7,65; 6166 5,35; 6167 18,50; 6792 Abt. Böselt 11,30; 6791 desgl. 8,10: 6908 2bt. Schieber 2,75; 6976 Munitionsfabrik 21,55; 5790 5,60; 5791 2,40; 5792 D. Waffen- u. Munitions- 6168 2,40; 616970; 6170 12,-; 6171 4,10; 6172 4,10; 6173 Bau Abt. Düllmann 19,45; 6974 Abt. Scheer 6,75; 6726 Abt. Nahrstedt 14,95; fabrit, Abt. Witt 8,40; 5796 11,20; 5802 Gießerei Ludwig Löwe 8,90; tischlerei Nachjall 14,65; 6174 6,20; 6176 13,65; 6177 17,40; 6178 6,85; 6973 Abt. Schumann 5,70: 6918 Abt. Maschinenhaus 4,-; 6988 Abt. Haus5804 24,50; 5805 5,75; 5807 10,20; 5808 3,90; 5809 5,20; 5810 7,50; 5814 6179 7,95; 6182 4,40; 6185 5, 6186 1,45; 6190 1,45; 6194 Bosamenten- verwaltung 5,05. 6,85; 5817 4,65; 5819 7,10; 5822 4,55; 5824 1,50; 5825 3,95; 5826 0,90; fabrit Gigner u. Hauffig 8,30; 6195 7,85; 6199 1,65; 6211 Erich Baum 4,65; Niederbarnimer Wahlkreis: 1017,25( darunter Lichtenberg: 5827 2,55 828 Gemens- Schudert, Franklinstraße 10,60; 5829 20,35; 5830 6212 gej. durch Mertens 22,80; 6213 gef. von den Maurern u. Bauarbeitern Liften 509 Chemigraphen v. Labisch 11,10; 511 Hülfsarbeiter der Woche 17,55; 17,75; 5324 1,55; 5325 1,00; 5327 " 555 6, Summa 37 002,73 M Bereits quitliert 58 525,35. 3m ganzen In der Quittung in Nr. 194 des Vorwärts" vom 20. Angust d. J. must es nicht heißen: Hannover 5., sondern 8. Hannoverſcher Wahlkreis, sozialdemokr. Wahlverein 500,-. Berlin, den 9. September 1905. Wetter Temp. n. T. 5°. 4° 9. A. Gerisch, Lindenstr. 69. Stationen Barometer. stand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. C. |' of Do9|| 11 11,80; 530 11,25; 540 5,50; 541 4,75; 552 durch Stühmte 14,85; 553 6,25;| Borhagenerstr. 26 15,- Werkabt. d.„ Vorwärts", 3. Nate 20,-. Tischlerei| 560 5,80; 576 3,15; 577 8,25; 579 13,25; 582 1,40; 585 9,25; Henn, Wrangelstr., 3. Rate 2,40. Bierprozente der Steinseher der Firma 95 528,08 M. 586 9,588 6,35; 599 durch Dietrich 9,20; 608 6,25; 610 durch Stilt 8,05; Böller, Wölfert, Dröge, Straßenbau Danzigerstr. 46,-. Von den Kollegen 623 Stodfabr. Reklaff, Königsbergerstr. 7,10; 624 12,25; 627 5,30; 628 Der Bautischlerei pat, Reichenbergerſtr. 114 12,- Gesammelt in der 5,65; 529 12,85; 551 1,50; 554 5,55; 556 5,45; 557 7,95; 558 4,15; 559 Bertit. d. Herrn Lecijewsky, Küstriner Plak 9 6,-. Ueberschuß der Dampfer 6,65; 573 1,90; 574 8,25; 575-, 30; 578 5,50; 580 3,60; 581 3,95; 583 partie Firma Muske 7,20. 8,95; 584 7,55; 587 5,10; 593 9,65; 595 10,75; 597 17,85; 609 5,45; 611 Sonstige Eingänge: Hamburg- Altona- Ottensen, gesammelt auf 3,15; 626 4, 629 2,85; 636 8,90; 637 7,75; 23eißensee: Listen 951 9,75; 2isten 10 000,-. Wittenberg, v. d. Töpfern 5,-, auf einer gifte nach Abzug 955 6,30; 956 1,45; 967 5,50; 968 14,-; 971 7,25; 982 10,10; 984 13,25; von Porto 1,-, Sa. 6,-. Arnstadt i. Th., vom Wahlverein 20, Duis 23itterungsübersicht vom 12. September 1905, morgens 8 Uhr 988 5 70; 990 5,05; 1000 18,05; 969 10,-, 958 7,40; 964 8,05; 972 7,40; burg, v. d. Parteigenossen d. Wahlkreises Duisburg- Mülheim 147,-. 942 10,05; 944 11,40; 966 23,45; Ober- Schöneweide: Listen 796 4,-; 800 Salle a. S. 200,-( darunter durch Hilfe, Torgau 17,05, aus Mühlberg von 5,95; 801 14,50; 802 10,50; 803 27,95; 804 11,50; 805 15,40; 813 8,10; Ser Streistaffe 37,-, aus Greppin 5,-). Königsberg i. Pr., sozialdemokr. 815 2,80; 816 17,-; 817 7,70; 819 10,55; 821 7,70; 822 8,45; 824 11,90; Verein für St. und Umg., 2. Rate 375,35. Braunschweig, sozialdemokr. 825 12,-; 92 4,50; 93 6,60; 99 7,40; 104 8,50; Pantom: Listen 33 9,10; Arbeiterverein 200,-. Tirschenreuth, v. d. Zahlstelle der Porzellanarbeiter Stationen 45 17,10; 48 durch Riebke 9,-; 47 11,30; 500 durch Erner 32,10; Waid 8,05. Köln a. Rh., sozialdemokr. Verein des Wahlkr. Köln Stadt und Land mannsluft- Tegel: Riften 826 16,90; 827 4,70; 828 26,30; 829 4,60; 830 275,- Bielefeld, v. d. Parteigenossen von B. u. Umg. 800,- Frank 24,55; 831 3,-; 832 1,40; Friedrichshagen: Listen 721 11,50; 722 16,55; furt a. D., Wahlkreis Frankfurt- Rebus 100,- Neumünster, Sammlung der 723 3,10; 724 7,40; 725,90; 726 17,75; 727 10,45; 728 2,70; 729 7,05 gt.- Kommission 175,- Ilmenau, auf dem Gewerkschaftsfest gesammelt 5, Swinemde. 762 D 730 17,731 6,55; 732 12,45; 733 12,70; 734 von den Drehern des Nw. Stettin, v. sozialdemokr. Wahlverein 400,- Rirdorf, Metallarbeiter bei Hamburg 764 N St.- Wert, Oberspree 17,70; 735 26,95.) Flatow, 4. Rate 6,60. Staßfurt, Wahlfr. Calbe- Aschersleben, 2. Rate 225,- Berlin Berlin, diverse: S. u. D. 3,52. Von den Tapezierern der Stiel, v. d. Steinseßern der Filiale St. auf Listen gesammelt 77,15. Bögned, Franks.a. M. 765 N Firma D. Schöll, 2. Rate 3,-. Buchdruckerei- Hülfsarbeiter des Vorwärts", die Parteigenossen v. Sachsen- Meiningen als Beichen ihrer Solidarität München 764 Bertabt. 5, Liegnizer Schweiz 7,20. Bezirkssigung der Einsezer, Bez. Il mit den russischen Duldern und Kämpfern, 1. Rate 200,- Verden, Wien 10,50. Hülfsarbeiter der Woche" 11,80, desgleichen 9,60. Ueberschuß v. gesammelt von den Parteigenossen 47,50. Bernburg, v. sozialdemokr. Erntefest der Pflaumen- Kolonie Lichtenberg 39,80... 8,40. Zentral- Berein 50,-. Gießen, durch A. B. 21,20. Wurzen, Parteigenossen des verband der Heizer u. Maschinisten, Drtsverwalt. Berlin 150,-. Fabrik 11. fächi. Reichstagswahlkreises 56,57. Bremen, v. d. Parteigenossen 500,-. 2. Juergens, 2. u. 3. Rate 10,- Vergolder von Raschig, 3. Rate 6,40, Görlitz, durch E. Gr. 3. Nate 98,- Meerane, Zentralverb. d. Maurer desgleichen 4. Rate 6,55. Sechserkasse der Tischlerei Thomas 10,-. Von Zweigver. M. 40, Tegel u. Umg., sozialdemokr. Wahlverein 50,- Buz den organisierten Hutmachern 50,-. Elfenbeinschneiderei Th. Franke, bach i.. 4, Spandau, v. sozialdemokr. Wahlverein auf Listen gesammelt Schmidstr., durch Züge 5,35. Dr. Siegfriede 12,-. Basel- Berlin, Reise: 99,55. Schweinfurt, jozialdemokr. Berein 50,- Teltow, b. Kegelflub„ Alle gesellschaft 1,- Kleine Hülfe", Lott.-Kl. Norden, Dunderstr. 83 3, Neune" 10,- Rawitsch, auf Liste ges., übersandt durch A. W. 20,60. Robeda, Von den Arb. der Gießereiabt. G. Grauert, Stralau, 3. Rate 18,65. gef. in einer Volksversammlung, übersandt durch B. K. 3,60. Erfurt, durch Tischlerei G. u. H. Schucke, Neuenburgerstr. 25,-. Uebersch. der Dampfer- 5. R. 100,-. Griesbach b. Schneeberg i. Erzgeb., A. H. 1,50. Chemnik, partie Gehrs u. Co. 7,30. Von den Tischlern der Firma Dibbelt u. Brutus 0,50. Nürnberg, sozialdemokr. Berein 100,-, von den organisierten Rothe 8,65. Uebersch. v. Sauer- Ausflug der H.- Brüder 6,20. Uebersch. v. Schuhmachern 25,-, Ga. 125,-. Dresden, 4., 5. und 6. fächsischer ReichsErntefest v. 20. 8., Schöneberg, Königsweg 3,50. Tischlerei A. S. Ball, tagswahlkreis 3000,-. Jedes Wort: Wort 10 Pfg. 2 Regen 1 bedeckt 762 ND 2 bedeckt 12 12 14 7 11 13 Haparanda 751 N 12 Betersburg 753 WSW 3bedeckt 15 Scilly 2 Regen 769 NW 3 wollig 16 Aberdeen 2 bedeckt 762 SSW 1halb bd. 5 heiter 18 Paris 768 S 1 wolfen! 762 Still-wolfenl 20 Wetter- Prognose für Mittwoch, den 13. September 1905. Aufklarend, am Tage etwas wärmer bei schwachen südwestlichen Winden; keine erheblichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau. 1 1 Wasserstand am 11. September. 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Heute ist Zahlabend in Berlin und den Vororten! Berliner JVfachricbten. Im Geben langsam und schnell im Nehmen ist die Armenverwaltung der Stadt Berlin. Mancher wird glauben, daß unsere Armenverwaltung überhaupt nicht nimmt, sondern immer nur» gibt. Aber es wird ihr regelmäßig ein Teil der gewährten Unterstützungen zurückerstattet, und hierbei nimmt sie, so viel sie kriegen kann. Der Betrag, der ihr aus Erstattungen zufließt, ist nicht groß, wenn man ihn mit der Summe der gezahlten Unter- stützungen vergleicht, indes beläuft er sich doch pro Jahr auf mehrere hunderttausend Mark. Eine hübsche Einnahmequelle bilden für die Armenverwaltung die Invalidenrenten, an denen sie sich schadlos hält, wenn sie Ansprüche auf Erstattung von Unterstützungen hat. Hier wird ihr die Sache so bequem gemacht, daß sie fast nur die Hand auszustrecken braucht. Der Armendlrektion wird, damit sie ihre Ansprüche recht zeitig vorbringen kann, über jeden einlaufenden Rentenantrag berichtet, und ebenso erhält sie Nachricht, sobald eine Rente bewilligt ist. Das Sümmchen, das sie so aus den Invalidenrenten heraus- schindet, steigt von Jahr zu Jahr und dürfte sich gegenwärtig bereits auf jährlich hunderttausend Mark belaufen. Diese Ueberwcisungen von Invalidenrenten an hie Armendirektion erfolgen auf Grund des Jnvalidenversicherungs-Gcsetzes, es geht also alles mit rechten Dingen zu. Aber daß es ein Akt sozialer Gerechtigkeit sei, wenn die Armeuverwaltung einen Teil ihrer Ausgaben wieder hereinbringt durch Beschlagnahme der kargen Invalidenrenten von Personen, die halb oder ganz arbeitsunfähig und erwerbslos ge worden find, davon wird uns niemand überzeugen können. Die Rücksichtslosigkeit, mit der die Armenverwaltung ihr„Recht" ausübt, wirft manchmal geradezu abstoßend. So langsam sie sich in Be- weguna setzt, wenn sie den Hungernden helfen soll, so schnell findet sie sich ein, wenn es gilt, einer invaliden Person ihr bißchen Jnvalidengeld noch zu kürzen, damit dem Stadtsäckel ein paar Mark wieder zufließen. War da ein armes, krank und siech gewordenes Weib, eine fünfundvierzigjährige, unverheiratet gebliebene Plätterin I., die sich von ihrer Hände Arbeit ernährt hatte, aber nun nicht mehr weiter konnte, weil der Rheumatismus sie plagte und ein Brustleidcn an ihr fraß. 13,40 M. war der Riesenbetrag, der ihr allmonatlich als Rente ausgezahlt wurde. Nun sieh, wie Du Dich hiermit am Leben erhältst, und loenn's etwa nicht langt, so mach', daß Du Dir etwas dazu verdienst. Doch zum Dazu- verdienen wollten eben die Kräfte nicht langen. Da ging die Sieche tvieder einmal in ein Krankenhaus. Hoffte sie auf Besserung, auf Heilung gar, oder wollte sie sich nur nial ordentlich satt essen? Im Urban-Krankenhause hatte man wenig Verständnis für ihre Absichten. Man erkannte wohl sofort, daß sie nicht in ein Krankenhaus ge- hörte, sondern im Siechenhause Aufnahme finden müßte. Wieder- holt wurde im Urban-Krankenhause ihr nahegelegt, bald wieder hinauszugehen. Sie glaubte herauszuhören, daß man ihr Blatt für andere brauche, und ging. Das war gegen Ende Juli. Die Juli» Rente war noch nicht abgehoben, und das arme Weib gedachte nun in der nächsten Zeit von der zweimonatigen Rente für Juli und August, die ja zur Verfügung stände, nicht nur leben zu können, sondern auch wieder ein bißchen zu Kräften zu kommen. Aber da stellte sich die Armendirektion em und legte Beschlag auf den größten Teil dieser Summe. Die Versicherungsanstalt Berlin schrieb, von den 26,80 M. seien drei halbe Monatsraten mit 20,10M. an die Armendirektion überwiesen worden, die I. könne also diesmal nur noch 6,70 M. bekommen. Erst vom Sep- tember ab werde die Rente wieder, wie früher, mit 13,40 M. voll ausgezahlt werden. Mit 6,70 M. sollte eine Person, die ganz besonderer Pflege be- durste, sich bis zum September durchschlagen! Was war da zu machen? Mußte da nicht dieselbe A rm e n v e rw a l t u n g, die diesen Notstand erst herbeigeführt hatte, in ihren Säckel greifen, um den Notstand zu lindern? Und würde sie nicht mit derselben Eil- fertigkeit, mit der sie zugegriffen hatte, um sich an den Existenz- mittel» eisnes armen Weibes schadlos zuhalten, jetzt ihre Hand auftun, um schleunigst die Existenzmittel zurückzugewähren? Der Mann, in dessen Haushaltung Frau I. Aufnahme gefunden hatte, versichert uns, er habe den zuständigen Armen- tommissionsvorsteher von der Sachlage in Kenntnis gesetzt und ihn auf die Notwendigkeit sofortigen Eingreifens hingewiesen. Es sei ihm aber geantwortet worden, das gehe nicht so schnell, so etwas dürfe man nicht übers Knie brechen. Nein, gewiß nicht. Da muß erst sehr vorsichtig und sehr gründlich recherchiert werden, damit nicht etwa mal ein paar Mark an jemand geraten, der sie am Ende gar nicht nötijj hat. Und dieses Recherchieren geht auch nicht so geschwind, wie die Ungeduld des Hungrigen sich das denkt. Im Nehmen fchnell und langsam im Geben, so ist die Berliner Armenverwaltung und so will sie bleiben. Ein Fehler ist dabei nur das, daß die Hungrigen manchmal keine Zeit zu langen, Warten haben. Auch die Plätterin I. gehörte zu diesen Ungeduldigen. die nicht warten können. Ende August ließ sie sich schon wieder ins Krankenhaus schaffen, diesmal wegen eines Darntleidens, und ein paar Tage danach war sie tot. Ob sie an dem Darmleiden ge- starben oder an Entkräftung zu gründe gegangen ist, entzieht sich unserer Kenntnis. Die Armenverwaltung spart so das Almosen samt der Recherche, und auch die Versicheruitgsanstalt braucht für September nichts mehr zu zahlen. Das Schicksal diese? armen Weibes ist eine erschütternde Illustration zu dem preisenden Hymnus auf die soziale Fürsorge, die in unserem Staat der Sozialreform den Kranken und Siechen, ' den Arbeitsunfähigen und Hülflosen zu teil wird. Die Berliner Armenverwaltung präsentiert sich in diesem Bilde noch besonders unvorteilhaft. Sie steckt gleichmütig die Invalidenrente ein, ohne danach zu fragen, ob nicht hierdurch eine Notlage geschaffen wird. Im Geben langsam und schnell im Nehmen, begreift sie nicht, daß eS ihre Pflicht wäre, in solchem Falle unaufgefordert zu recherchieren und nicht erst zu warten, bis die um ihre Invalidenrente gebrachte Person sich meldet und um Hülfe bittet. Doch das Ver- fahren, das die Armenverwaltung da für zulässig hält und befolgt, entspricht freilich ganz den Anschauungen der bürgerlichen Klasse und steht sogar im Einklang mit den Gesetzen. Weniger Schulanfsicht— mehr Schulpflege. Die Gemeindeschullehrer Berlins haben durch den Vorstand ihres„Berliner Lehrervereins" dem Magistrat, den Stadt- verordneten und der Schuldeputation eine Denkschrift überreicht, die sich mit der Frage der Schulaufsicht beschäftigt. Sie wünschen, daß die Schulinspektoren, denen die Aufsicht über die Volksschule über- tragen wird, aus den Reihen bewährter Volksschullehrer genommen werden. Nur so könne die Schulaufficht zu einer Schulpflege werden, wie sie der Volksschule not tue. Die Umwandlung der herkömmlichen bureaukratischen Schul- aufficht in eine pädagogische Schulpflege wird seit langem von der Lehrerschaft der Volksschule angestrebt. Die Falksche Schulauffichts s aufsicht ist die Schulpflege, die ihre Aufgabe auffaßt im Sinne | innerlicher Anregung und Förderung des Lehrenden. Soll die Schulaufsicht Schulpflege werden, so sind in das Schul- aufsichtsamt die geeigneten Persönlichkeiten zu berufen, die sich nicht als die Herren der Lehrenden, sondern als ihre Helfer und Mit- arbeiter betrachten. Bisher hat man aber bei der Wahl der Schul- inspektoreu meist auf Eigenschaften geachtet, die dem Vorgesetzten die äußere Autorität sichern sollten. Man wählte meist den, der akademische Studien, akademische Titel, Tätigkeit an höheren Lehr- anstalten nachweisen konnte, und fragte nicht danach, ob er die Volks- schule und ihre Arbeit aus eigener Erfahrung kannte. Für die Volksschule ist das kein Gewinn, für ihre Lehrer bedeutet es eine Demütigung. Die Revisionen von Schulaufsichtsbeamten, denen die erforderliche Sachkenntnis auf dem Gebiete der Volksschulpädagogik abgeht, haben schon inanchem Lehrer die Berufsfreudigkeit genommen und sind eine Quelle tiefer Verstimmungen geworden. Die deutsche Lehrerschaft hat bereits viermal, zuletzt auf dem Lehrertag von 1904, die Forderung erhoben, daß zu ständigen Kreis-Schul- inspektoreu Schulmänner berufen werden, die sich im Volksschtildienst bewährt haben. In Berlin liegen die Dinge kauni besser als draußen Im den Provinzen. Die Berliner Komnmnalbehörden haben sich zwar schon 1877 bei Einrichtung der weltlichen Kreisschulinspektion im Prinzip für die Forderung pädagogischer Schulpflege entschieden, indem sie bestimmten, daß die Schulinspektoren pädagogisch gebildete„Fach- niänner" sein müssen. Aber diese Bestimmung ist hinterher wohl anders gedeutet worden. Von wenigen Ausnahmen abgesehen sind bisher nur akademisch vorgebildete Oberlehrer zu Berliner Schulinspektoren gewählt worden. In fünf Fällen wurden ehemalige Volksschullehrer gewählt, doch führte auch hier weniger Rücksicht auf Bewährung im Volksschuldienst als vielmehr der Nachweis mehr- jährigen Universitätsstudiums die Entscheidung herbei.„Nur-Volks- schullehrern" war es bis heute verwehrt, in das SchulaufsichtSamt aufzurücken. Lediglich auf dem Umwege nachträglicher theologischer oder naturwissenschaftlicher Studien iverden sie für das Amt eines Schulinspektors„geeignet" und wahlfähig. Der Berliner Lchrerverein hat sich wiederholt gegen diese grund- sätzliche Ausschließung der nur seminarisch gebildeten Volksschullehrer ausgesprochen. Im Jahre 1903 nahm er die These an:„Die Schulaufsichtsbeamten müssen theoretisch gebildete und praktisch er- fahrene Schulmänner sein und aus den Reihen tüchtiger und be- währter Volksschullehrer gewonnen werden." Die Denkschnft begründet diese Forderung und hebt die Schädigungen hervor, die der Volks- schule aus dem bisherigen Verfahren erwachsen. Sie weist nach, daß selbst die preußische Unterrichtsbehörde(nach Aeutzerungen ihrer Kommissare im Abgeordnetenhause von den siebziger Jahren an bis in die neueste Zeit) den VolksschuUehrer grundsätzlich als den ge- gebenen Schulaufsichtsbeamten ansieht und den Gymnasiallehrer nur als Notbehelf benutzt. Für„diese wahrhaft modernen Grund- sätze" seien die Wortführer einer modernen Schulpolitik, insonderheit die parlamentarischen Vertreter Berlins im Abgeordnetenhause, schon seit Jahren eingetreten. Tatsächlich ist in Preußen trotz des konservativ-klerikalen Wider- standes die Zahl der nur seminarffch gebildeten Kreisschulinspektoren im Wachsen, und noch günstiger liegen die Verhältnisse in anderen deutschen Bundesstaaten. Dem Vorgange der Staatsregierungen sind verschiedene große Kommunen gefolgt. Die Reichs- Haupt st adt aber bleibt auch in dieferFrage wieder hinter anderen Städten zurück. Indem sie die Forderung der Lehrer„Die Volksschule den Volksschulpädagogen!" hartnäckig überhört, läßt sie einen Grundsatz unbeachtet, der swie die Denk- schrift sagt)„die Konsequenz der Selbstverwaltung auf dem Schul- gebiete ist, eine Betätigung desselben Prinzips, dessen wärmste Ver- treter und überzeugteste Sachwalter in den städtischen Behörden Sitz und Stimme haben". Man darf gespannt darauf sein, wie die freisinnigen Hüter des Selbstverwaltungsprinzips sich hierzu stellen werden. Werden sie den Volksschullehrern das„Recht der Selbstverwaltung" geben? Die Frage der Regelung der Schulaufsicht und ihrer Umgestaltung zu einer wirklichen Schulpflege drängt immer mehr zur Entscheidung. Was die Kommunen dazu tun können, sollten sie schon jetzt tun. In Berlin ist nächstens eine Schulinspektorstelle neu zu besetzen. Da wird der Berliner Freisinn Gelegenheit haben, zu zeigen, ob er die„wahrhaft modernen Grundsätze" mir mit dem Wort oder auch durch die Tat vertreten will. reform von 1872, so führt die Denkschrift aus. beschränkte sich auf die.in die Brennmaterialieudeputation.— Vorlagen Feststellung des Staatsrechtes und ließ den Kern der Frage, die doch Ablauf der �Mahlzeit des Stadtrats Namslau, in erster Linie eine pädagogische ist, unberührt. Die Schillanfsicht blieb eine bloße Kontrolle über die Aeußerlichkeiten des Schul- betriebeS. die in peinlich genauen Revisionen den Lehrer nach maß- baren UnterrichtSergebniffen beurteilt. Das Gegenbild solcher Schul« Die Berkehrsstatistik der kgl. Eisenbahndirettion Berlin, welche sonst erst immer Mitte Oktober zu erscheinen pflegt, ist diesmal schon gestern zur Ausgabe gelangt. Ihre nackten Zahlen beweisen aufs neue das rapide Anschwellen des Eisenbahnverkehrs. Um den Lesern davon ein ungefähres Bild zu geben, haben wir die belebtesten Stationen herausgegriffen und die Frequenzziffern des Vorjahres in Klammern beigefügt. An der Spitze unserer Millionen-Bahnhöfe steht auch in diesem Jahre wieder der Bahnhof Friedrich- siraße mit 6 738 812 verkauften Fahrkarten(6 008), in zweiter Linie folgt Bahnhof A I e x a n d e rp l a tz mit 5 171 026(4,88), der den S ch l e s i s ch e n Bahnhof sS,17 gegen 4,80 i. V.) diesmal wieder überflügelt hat. Den folgenden Play l4,02 gegen 3,62) hat sich Bellevue erobert, denn der Z o o l o g i s ch e G p r t e n ist mit 4,02<3,62) diesmal hinter ihm zurückgeblieben. Sodann folgen, der Frequenz nach geordnet: Bahnhof Börse mit 2,84<2,56), C h a r- l o ttenburg mit 2,45<2,19), Jannowitz-Brücke mit 2,15 <1,85), Sav igny-Platz, der mit 2,09<1,76) den Lehrter Bahnhof<2,08 gegen 1,87) und die Station Tiergarten<1,33 gegen 1,24) geschlagen hat. An der Spitze der F e r n st a t i o n e n idie zum Teil freilich auch dem Vorortverkehr dienen) steht wiederum der S t e t t i n e r Bahnhof mit 2,43<2,28) verkauften Fahrkarten, ihm folgen der G örlitzer<1,72), der Potsdamer<1.23), der Ham- bürg- Lehrter<1,00) und der Anhalter Bahnhof, der es noch nicht auf eine Mllion Fahrkarten gebracht hat. Von den Ring- bahn- Stationen sind als die frequentesten die folgenden zu nennen: Gesundbrunnen 2,96<2,50), P o t s- d a m e r Ringbahnhof 2,45<2,30), W e d d i n g 2,26(1,87), Warschauer st raße 1,96(1,65), Stralau- R um melsburg 1,67(1,52), Schönhauser Allee 1,85(1,05), Westend 1,15 (1,07) und Beusselstraße 1,05(0,85). Auf dem W a n» s e e- Bahnhof wurden 2,98(2,82) Millionen Fahrkarten verkauft, in Spandau 2,29(2,13), in Steglitz 1,95(1,79), in Potsdam 1,85(1,84), in Nieder-Schöneweide 1,82(1,65), auf G r o ß- aörschenstraße 1,56(1,44), in Halensee 1,51(1,25), in Friedenau 1,17(1,05), in Groß-Licherfelde-West 1,21 (1,08) und in Schöneberg 1,10(1,01). In einzelnen Vororten des Ostens und Südwestens ist der Verkehr ganz rapid gestiegen, abgenommen hat er nur in verschwindend wenigen, so in Schlachten- s e e von 476 000 auf 448 000. Tagesordnung für die Sitzung der Stadwerordneten-Versaninilung am Donnerstag, den 14. September, nachmittags 5 Uhr. Vorschläge des Ausschusses für die Wahlen von unbesoldeten Gememdebeamten. Wahl je eine? Mitgliedes in die Grundeigentumsdeputation und betreffend den - die der Ge- meinde Neu-Weißensee für das öffentliche BolkSschulweseu für die Rechnungsjahre 1897 und 1898 zu zahlenden Zuschüsse,— die Her- stellung eines gepflasterten Fußweges auf dem städtischen Friedhofe in Friedrichsfelde,— und die Zuteilung eine« von Pankow abgezweigten Gebietsteiles zum Stadtbezirk 248,— Antrag von Mitgliedern der Versammlung betreffend die Errichtung eines Stadtschuldbuches.— Vorlagen betreffend die Zurückzahlung von Anliegerbeiträgen an die Firma Höltzel und Freimer,— die nachträgliche Genehmigung des Abbruchs und des Neubaues des Knabenabortgebäudes auf dem Grundstücke der 8./63. Gemeinde- schule, Gipsslr. 28»— und die Festsetzung von Fluchtlinien für die Südseite der Wullenweberstraße und für eine Uferstraße in der Ver- längerung des Wickinger- und Hansa-Ufers.— Sieben Rechnungen. — Vorlagen betreffend eine Pensionierung— eine Verleihung des Prädikats„Stadtältester"— und die Bewilligung von Erziehungs- geld. Die Pilzsuche wird gegenwärtig von den Sonntags- ausflüglern in einem Umfange betrieben, wie wohl in keinem der vorhergehenden Jahre. In den pilzreichen Waldungen mancher Vororte begegnet man an schönen Sonntagen vielen Hunderten von Pilzsucheru, und in einzelnen Vororten darf inan Sonntagsausflügler. die nicht Pilze suchen, fast als seltene Ausnahme betrachten. Mit Taschen und Säcken ausgerüstet ziehen ganze Familien hinaus und sammeln im Laufe weniger Stunden eine so bedeutende Menge Pilze, daß sie ein paar Mittagbrote daraus herrichten können. Manche Familie schleppt einen Pilzvorrat von zehn, von fünfzehn und zwanzig Pfund nach Hause, so daß die Unkosten des Ausfluges teilweise oder ganz durch die Ausbeute an Pilzen gedeckt werden. Wer so reiche Ernten cinheiinsen will, darf sich freilich nicht auf die bekanntesten und beliebtesten Pilzarten beschränken, nicht nur den Steinpilz und den Pfifferling auswählen, fondern muß gelegentlich auch den Butter- pilz und andere eßbare, wenn auch weniger schmackhafte Pilze mit- nehmen. Von der einheimischen Bevölkerung der Vororte wird übrigens sehr darüber geklagt, daß die Sonntagsausflüger und mehr noch die täglich in der Frühe auf die Suche ausgehenden„Sommer- wohner" ihnen die Pilzernte schmälern. Das Verfahren, das viele dieser Berliner Pilzsammler üben, ist obenein geeignet, die Waldungen allmählich um ihren Pilzreichtum zu bringen.' Pilze sollten nur ab- geschnitten werden, es gibt aber Sannnler, die sich die Arbeit be« quemer machen und kurzerhand die Pilze ausreißen. Sozialdemokratischer Herrenstandpimkt. Ein Berliner Slnarchistenblättchen fühlt sich bemüßigt, über die Lage der Angestellten des Berliner Gewerkschaftshauses Klagen anzustimmen und der Verwaltung ein arbeiterfeind- liches Verhalten vorzuwerfen. Das Stöckersche„Reich" ist über diesen Angriff so erfreut, daß es den Arftkel des anarchistischen Blattes fast vollständig abdruckt. Schöne Seelen finden sich. Es sei hier ausdrücklich betont, daß die Festsetzung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse im Gewerkschaftshause in Uebereinstimmung mit den in Betracht kommenden g e w e r k- schaftlichen Organisationen erfolgt ist und daß an sich gar kein Grund vorliegt, auf die Vorwürfe einzugehen. Welchen Wert die erhobenen Klagen haben, möge folgendes beweisen. Die beiden Blätter schreiben, und zwar in Fett- druck, so daß der Vorwurf als besonders ernst zu behandeln ist: „So kam es denn, daß die Angestellten in diesem Fahre abermals gezwungen waren, bei der Verwaltung vorstellig zu werden; diese aber erklärte: Wir verhandeln nicht mit Euch, sondern nur mit dem Verband, dem Ihr angehört. Das ist der H e r r e n st a n d p u n k t von den Arbeiter- Vertretern, die Herren in„ihre m" Hause bleiben wollen." Die Antwort der Verwaltung, auf die hier Bezug genommen wird, lautete wortgetreu: „Ohne zu den Forderungen Stellung zu nehmen, müssen lvir Sie ersuchen, uns solche Wünsche, die einen grundlegenden Unter- schied gegenüber den heutigen Verhältnissen anstreben, durch die zuständige gewerkschaftliche Organisation zu übermitteln. Nach verschiedenen Aussprachen mit der Ortsverwaltung des Handels- hülfsarbeiter-Verbandes ist die jetzige Regelung geschaffen worden und so werden wir auch nur im Einverständnis mit dieser Organi« sation Aenderungen vornehmen. Und das ist der H e r r e n st a n d P u n k t von Arbeiter- Vertretern, die Herren in ihrem Hause bleiben wollen! Dieser die Gewerkschaftsorganisation peinlich respektierende Stand- Punkt bedeutet just das Gegenteil dessen, was die Scharfmacher tun. Ein christliches Blatt aber, das vorgibt, den Gewerkschafts- organisationcu, wenn auch nur den christlichen, zu dienen, entrüstet sich über das Hand- in- Hand- gehen des„Arbeitgebers" mit den Gewerkschaften. Ist ein niederträchtigerer, verlogenerer Jesuitismus denkbar, als wie er hier auf anarchistischen Pfaden von Stöcker und seiner Gefolgschaft geübt wird? Wird den christlichen Arbeitern ob eines solchen Sprachrohrs nicht die Galle überlaufen? Was die übrigen Vorwürfe anbetrifft, so muß festgestellt werden, daß es einfach unmöglich ist, die Verhältnisse in einer Herberge, in der bis in die späte Nacht Gäste zureisen, so zu regeln wie in einen: Fabrikbetrieb. Mit der Eigenartigkeit des Hauses, das ungefähr 200 Betten für Zurcisende enthält, hängt es auch zusammen, daß nicht darauf verzichtet werden kann, einige Angestellte im Hause schlafen zu lassen. Soweit der Hcrbergsbetrieb an sich es zuließ, ist bereits vor Jahres- frist ein Teil der Angestellten außer Kost und Logis gestellt worden. Was die Bezahlung anbetrifft, so sind die gezahlten Löhne mit den zuständigen Organisationen vereinbart und etwas über dem Durchschnitt der Löhne gleichartiger Privatbetriebe. Ins Blaue hinein kann nicht gewirtschaftet werden, da auch die Verwaltung des Gewerkschaftshauses genötigt ist, den be- stehenden Verhältnissen Rechnung zu tragen. Entwertung der Klcbemarken. Der Vorstand der Landes- Versicherungsanstalt Berlin ersucht uns, darauf hinzuweisen, daß nach einem neuen Beschlüsse des Bundesrats alle nach den: l. Oktober 1905 zur Verwendung gelangenden Beitrags- marken zur Invalidenversicherung entwertet werden müssen. Die Cntwcrtung darf nur in der Weise erfolgen, daß der Arbeitgeber das Datum des Entwertungstages bei der Ein- klebung der Marken in Ziffern, z. B. für den 7. Oktober 1905 durch ,',7. X. 05" angibt. Die Entwertung kann handschriftlich mit Tinte oder mittels Stempels erfolgen. Die Verwendung des Bleistifts ist nicht gestattet. Die Unterlassung sowie jede sonstige Art der Entwertung ist bei Vermeidung einer Geld- strafe bis zu 20 M. verboten. Eine Parteitagslilimmer hat in diesem Jahre die„Neue Welt" herausgebracht. Text und Bilder zeigen uns Jena. wie es war und wurde, wie es in den Straßen der Stadt und in ihrer näheren Umgebung ausschaut. In gut ge- lungenen Reproduktionen werden uns das„VolkshauS*» in dem der Parteitag abgehalten wird, ongreßsaat"| 11 Die Mordtat im Hoffammerforst bei Zeuthen hat eine Aufklärung noch immer nicht gefunden. Die Nachforschungen nach dem Urheber des schweren Verbrechens gestalten sich von Stunde zu Stunde schwieriger. Dem Mörder ist bis jetzt reichlich Beit gegeben, alle an ihm selbst verdächtigen Spuren, befonders die Blutsprigen, zu entfernen. Die Polizei ist bei ihren Ermittelungen hauptsächlich auf Wahrnehmungen der Anwohner in der Umgebung von Zeuthen angewiesen. Leider vermochte jedoch bis zum heutigen Tage eine Meldung von besonderer Wichtigkeit aus dem Publikum heraus nicht gemacht zu werden. Von mehreren Individuen, die von patrouillierenden Polizeibeamten als verdächtig aufgegriffen wurden, Ein Mord in der Hasenheide. Teltow. Gerichts- Zeitung. und ,, Wandelhalle" vor Augen geführt. May Grun- Gestern morgen furz nach 7 Uhr wurde am Sprengübungsplatz In Teltow ist der 18 Jahre alte Arbeiter Krüger aus Kleinwald gibt einen Ueberblick über die historische Entwickelung in der Nähe des Garnisonkirchhofes auf Tempelhofer Gebiet die Beeren beim Mörteltragen auf dem Bau der Papierfabrik verJenas. Wilhelm Blos hat Erinnerungen aus sozialisten Leiche einer etwa 25 Jahre alten Frauensperson aufgefunden. Die unglückt. Er stürzte durch die Rüstung auf einen Kaltkasten und gesetzlicher Zeit, vom Parteitag zu St. Gallen, beigetragen. Tote ist mutmaßlich einem Morde zum Opfer gefallen. Sofort schlug so unglücklich auf, daß er schwere Verlegungen am Schädel Ludwig Lessen ist mit einem Gedicht Sturm" vertreten. wurde die Rirdorfer Polizeibehörde sowie das 85. Berliner Polizei- und am Rückgrat erlitt. Der Verunglückte wurde nach dem KreisGut ausgewählte Zitate würzen das Ganze. Schließlich wird Ermordete im Südwesten der Stadt und in Nigdorf bekannt. Sie fabrik haben sich eine ganze Anzahl schlimmer Unfälle ereignet, von revier alarmiert. Unter dem Namen„ die lange Hedwig" war die Krankenhause in Lichterfelde gebracht. Bei dem Bau der Papierdie Plauderei ,, Durch und um Jena" sicherlich alle Delegierten ist erwürgt worden. Am Halse waren die Würgmerkmale sowie denen drei tödlich verlaufen sind. Wie mag es dort um die Schutzinteressieren, die sich die Stadt des heurigen Parteitags näher mehrere Kragwunden deutlich sichtbar. Der Toten war der Ueber vorrichtungen bestellt sein? ansehen wollen. rock ausgezogen und über sie gelegt worden. Im roten Unterrock Spandau. wurde die Leiche aufgefunden. Sie lag im Walde an Ein Verein ehemaliger Heilsarmee- Offiziere hat sich in Berlin einem kleinen Abhang. Die Ermordete ist von großem Selbstmord hat mutmaßlich ein Ehepaar aus Spandau verübt, gebildet. Der Schriftführer dieses Vereins richtet ein Schreiben an stattlichen Wuchs. Sie ist jedenfalls während der Nachtstunden das wegen zahlreicher Warenhausdiebstähle der Bestrafung entgegenuns, worin er sich mit der Einsendung eines Verteidigers der Heils- in die Hasenheide gelockt und vergewaltigt worden. Der fah. Das Ehepaar war polizeilich festgenommen worden, indes armee befaßt, die wir in Nr. 206 unseres Blattes abgedruckt haben. Täter hat bann, um die Spuren seines Verbrechens zu wieder auf freien Fuß gefeßt. Seit voriger Woche ist es nun aus Die Zuschrift des Schriftführers lautet:" Die Ausführungen des verwischen, die Mißbrauchte ermordet. Das Mädchen hat jedoch ver- Spandau verschwunden, und gestern sind Kleidungsstücke der VerHerrn, der es unternimmt, die Zustände in der Heilsarmee zu recht zweifelte Gegenwehr geleistet. Es geht dies aus dem Befund der mißten am Havelufer bei Tegelort aufgefunden worden. Die Leichen fertigen, dürfen nicht unwidersprochen bleiben. Der Einsender gibt Leiche hervor. Die Hände des Opfers lagen gekreuzt über der der beiden Eheleute sind noch nicht gelandet. die Zahl der aus der Heilsarmee ausgetretenen Offiziere als ver- Brust. Von dem Mörder fehlt jede Spur. Die Kriminalpolizei hatte hältnismäßig geringfügig an, doch sind die im Vorwärts" vorher fofort eine größere Anzahl von Beamten an die Mordstätte gesandt, gebrachten Angaben durchaus zutreffend. In der letzten Zeit sind um die Nachforschungen nach dem Täter in die Wege zu leiten. erst innerhalb drei Wochen zehn Offiziere ausgetreten, deren Durch den starken Regen sind die Spuren leider fast sämtlich verNamen zur Verfügung stehen. Unter diesen zehn sind mindestens wischt worden. Dazu wird amtlich gemeldet: Heute früh um Als phantasiereicher Renommist erscheint der Kellner Hermann vier, die man mehrfach zum Bleiben oder zur Rückkehr in die 74 Uhr wurde in dem bewaldeten Teile der Hasenheide in der Nähe Riedel, der gestern wegen vollendeten und versuchten Betruges Heilsarmee zu bewegen suchte. Der Einsender in Nr. 206 bestreitet des Pioniersprengplages auf Tempelhofer Gebiet die Leiche einer vor der 6. Straffammer des hiesigen Landgerichts I zur Verant= ferner vor allem, daß von einer Notlage der Offiziere die etwa 25 Jahre alten Frauensperson aufgefunden. Die Leiche zeigte wortung gezogen wurde. Der Angeklagte verkehrte längere Zeit als Rede sein könne. Der Streit hierüber erledigt sich durch Beantwortung der Frage, ob ein Mensch mit den vier wunde am rechten Arme. Sie ist bekleidet mit einem dunklen, grau fehr. Er hatte sich als„ Dr. med." eingeführt und seine persönlichen sich wohl Krazwunden und Druckstellen am Halse und eine geringe Stich gern gesehener Gast in der Restauration des Schankwirts Fertner und stand mit diesem und seiner Ehefrau in freundschaftlichem VerMark Zuschuß, die er wöchentlich von der Division erhält, seine gestreiften Oberrock, schwarzem Jackett mit schwarz- weiß ges notwendigen Bedürfnisse bestreiten fann? Einer der zuletzt aus- streiftem Futter, weißem Strohhut mit dunklem Band, blau- und und Familienverhältnisse in glänzendstem Lichte dargestellt. Er ergetretenen Offiziere sagte mir, daß nichts anderes als die Notlage weißpunktierter Blufe, rot- und blauweißgestreiftem Unterrod, weißem zählte, er sei der Sohn eines Arztes in Gießen und beziehe von ihn bewogen habe, der Heilsarmee den Rücken zu kehren. Einen Hemd, weißen Unterbeinkleidern, schwarzen Strümpfen und Schnür- dieſem einen Monatswechsel von 200 M., einen anderen Zuschuß be anderen Offizier, der sieben Jahre der Heilsarmee diente, ſpeiſte der halbschuhen. Neben der Leiche lag ein schwarzer Regenschirm mit ziehe er von seiner in Meh lebenden Großmutter, die aber sehr frühere Chefsekretär auf die Mitteilung, daß er nichts zu essen habe, gebogener Metallfrücke. Das Hemd und das Taschentuch tragen das frank sei. Er erzählte auch mancherlei von den verschiedenen Aerzten, mit einem Bibelspruch ab:„ Die Gott vertrauen werden keinen Monogramm H. P. Ob ein Word vorliegt, kann mit Bestimmtheit die er in Frankfurt a. M., Potsdam und in anderen Orten zu verMangel haben an irgend einem Gut". Nicht minder unrichtig ist noch nicht behauptet werden. Da die Persönlichkeit der Toten noch treten habe, ließ auch Andeutungen über ein Duell fallen, das er mit die Behauptung, daß kein Pfennig deutschen Geldes nach England nicht ermittelt werden konnte, hat das Polizeipräsidium eine einem Offizier ausgefochten habe, kurz, er war unverwüstlich in der gegangen sei. Die Hälfte der in der Selbstverleugnungswoche ge- Bekanntmachung an den Säulen anschlagen lassen. Der Polizei- Erfindung aller möglichen Märchen. Der Herr Doktor" war daher fammelten Summe geht nach England, angeblich für die Heiden- präsident hat auf die Ermittelung des Mörders eine Belohnung von in dem Schanklokal sehr angesehen, zumal er hier und da den Wirismission. Bis zum Rechnungsjahr 1902/03 find 67 744. 82 Pf. 1000 m. ausgefegt. leuten und auch verschiedenen Gästen Speisen und Getränke, darunter nach England gegangen. Wir möchten den sehen, der diese Gestern nachmittag erschien um 3 Uhr am Fundort eine Gerichts- segar Seft, zum besten gab. Als Arzt trat er bei einem kleinen Bahlen abstreitet. So viel für heute. Ueber den aufopfernden fommission vom Landgericht II zur Nachprüfung des von der Unfall des Herrn Fertner in Aftion: er untersuchte den Patienten Dienst der christlichen Nächstenliebe läßt sich vielleicht bei anderer Seriminalpolizei bereits aufgenommenen Befundes. Beamte des Er- unter Aufwendung größtmöglichster Würde, lief dann in eine ApoGelegenheit ein kräftig Wörtlein reden." tennungsdienstes photographierten die Leiche und ihre Umgebung. thefe, wo er sich eine Einreibung und ein Pflaster geben ließ und Woher die Verletzungen rühren, insbesondere auch die einzige blutige Doftor" blieb aber auch nachher noch der Hausfreund des Ehepaares Sie wurde sodann zur lleberführung in das Schauhaus freigegeben. berabfolgte beides an den Patienten. Das Restaurant mußte eines Tages wegen mangelnden Besuches geschlossen werden, der„ Herr am linken Oberarm, wird erst die Obduktion feststellen. Kratz und genoß mehrmals dessen Gastfreundschaft. Die Freundschaft be= wunden sind weder am Gesicht noch sonst vorhanden. Die Tote ist vielen Sektionsschußmännern jener Gegend wohl Ehemann fortgesetzt schlecht behandelt zu sein, unter Mitnahme fam aber einen Riß, als Frau Fertner, die behauptet, von ihrem ihrer Erscheinung, nicht aber dem Namen und der Wohnung nach ihrer Sachen diesen heimlich verlassen hatte. Sie hatte sich nach bekannt. Leute, die sie mit einer jüngeren Schwester gesehen haben Hamburg begeben und ernährt sich dort durch Zimmervermieten, wollen, haben sich noch mehr gemeldet. Die Nachforschungen in den Aufwartedienste u. dergl. Dem verlassenen Ehemann kam die Sache Häusern der Hasenheide hatten bisher keinen Erfolg. Die Leiche der Frauensperson, die in der Hasenheide auf- sehr verdächtig vor. Er hatte gehört, daß seine Frau vor der Ueber. gefunden wurde, ist im Laufe des gestrigen Nachmittages nach dem siedelung nach Hamburg sich angeblich noch einige Zeit in GesellSchauhaufe gebracht worden. Dort findet die Obduktion am heutigen schaft des Angeklagten hier in Berlin aufgehalten habe, und daß der lettere nunmehr auch bei der Frau in Hamburg wohne. Nur die Mittwoch statt. Zur Ermittelung der Persönlichkeit der Getöteten lettere nunmehr auch bei der Frau in Hamburg wohne. Nur die Zur Bluttat in Zeuthen wird mitgeteilt, daß die Leiche der er- und des Täters gingen der Kriminalpolizei gestern bis in den späten letztere Tatsache war richtig, sie hat jedoch nach der eidlichen Versicherung der Ehefrau keinen unmoralischen Hintergrund, vielmehr stochenen Frau Schuren gestern nachmittag von 2 Uhr an im Abend viele Mitteilungen zu, die alle geprüft wurden. haben sich die beiden zufällig in Hamburg getroffen und da Frau Sprizenhause zu Zeuthen durch den Kreisarzt Dr. Elten und Fertner sich als Zimmervermieterin ernähren muß, ist er zu ihr ge= Medizinalrat Dr. Kummert obduziert wurde. Die Leichenöffnung, Aufregung bei einem Kellerbrande herrschte gestern abend in der zogen. Frau F. hat beschworen, daß zwischen ihr und dem Angeder Amtsrichter Griese und als Vertreter der Staatsanwaltschaft Friedrichstr. 216. Aus nicht ermittelter Ursache waren Pappkartons, flagten ein sträflicher Verkehr niemals stattgefunden habe. Ihr Ehe= Aſſeſſor Dr. Gliefersdorf beiwohnten, ergab, daß die Frau an Ver- Holzwolle u. dgl. in dem Lagerkeller eines Hutgeschäftes in Brand mann glaubte an das Gegenteil und wurde von heftigstem Groll blutung aus den Stichwunden gestorben ist. Mehrere Stiche waren jeder für sich tödlich, es konnte aber nicht festgestellt werden, ob alle geraten, der anfangs eine starke Verqualmung des Treppenhauses gegen den Angeklagten erfüllt. Um ihn zu veranlassen, nach Berlin herbeiführte. Die geängstigten Hausbewohner wurden indes auf zu kommen, richtete er an ihn einen Brief, den er selbst als„ Lockbrief" der Frau bei ihren Lebzeiten beigebracht worden find. Einige Stiche Veranlassung des Brandmeisters von der Schulenburg, der mit bezeichnet. Er teilte ihm darin u. a. mit, daß er sein ganzes reichten bis auf die Wirbelsäule und verletzten auch diese noch. Vier brangen in die Lunge ein. Zwei davon wurden von vorne, zwei einem 17. Zuge zuerst eintraf und die Ablöschung leitete, angewiesen, Borzellan verkauft habe, jetzt Geld besitze und ihm bei eventueller bon hinten geführt. Drei trafen das Genic, zwei den Hals der in ihren Wohnungen zu bleiben und die Fenster geschlossen zu halten. Verlegenheit ausbelfen könnte. Der Angeklagte wollte diese GelegenFrau. Ein jeder dieser Stiche hätte einzeln genügt, den Tod herbei- mit zwei Schlauchleitungen wurde dann gegen den Brandherd vor- heit im Interesse der Frau benußen und ging dem Ehemann brieflich um 100 M. an, wobei er sich wieder als„ Dr. med." gerierte. Da er zuführen. Nach Lage der Sache wird vermutet, daß die Frau den gegangen und in verhältnismäßig furzer Zeit das Feuer erstidt. Daraus ist Feuerbericht. Böswillig ersten Stich meuchlings von hinten erhalten hat. Böswillig in Brand gesteckt wurden aber nicht nach Berlin kam, übersandte ihm Herr F. das Geld nicht, vielleicht auch zu erklären, daß ein Träger der Kiepe zerrissen mehrere Teertonnen, die unter der Hochbahn in der Stalizers sondern denunzierte ihn nun wegen dieses versuchten und auch wegen ist. In den Händen der Frau wurden Haare gefunden. Es ist straße 20 aufgestellt waren. Die alarmierte Feuerwehr erstickte die vollendeten Betruges. Er behauptete, daß der Angeklagte ihn durch möglich, daß fie beim ersten Stich um sich griff und den Täter am Flammen, doch gelang es leider nicht, die frevelhaften Burschen zu die falschen Angaben über seine Persönlichkeit dazu bewogen habe, Zur selben Zeit kam in der Friedenstr. 70 und in der ihm zu verschiedenen Malen Speisen und Getränke im Gesamtwerte Kopfe faßte. Vielleicht aber rühren die Haare auch von ihrem ermitteln. eigenen Stopfe. Sie hätte sie sich dann wohl im Todestampfe aus- Mendelssohnſtr. 9 in Wohnungen Feuer aus. Im wesentlichen wurden von 15 M. ohne Bezahlung zu verabfolgen. Das Schöffengericht erkannte den phantasievollen Kellner auch schuldig und verurteilte gerissen. Die Haare werden dem Gerichtschemifer Dr. Jeserich zu in beiden Fällen Möbel, Kleidungs- und Wäschestücke beschädigt. Allerlei ihn zu 2 Monaten Gefängnis. Rechtsanwalt Jacobsohn genauerer Untersuchung übergeben werden. Auch die Frage, ob ein In der Blumenstr. 56 brannte es dann in einem Laden. Sittlichkeitsverbrechen vorliegt, wird der Gerichtschemiker noch prüfen. Berpackungsmaterial hatte in der Weddingstr. 1a Feuer gefangen, beantragte in der Berufungsinstanz völlige Freisprechung; unter dem Nach dem Ergebnis der Obduktion ist es nicht wahrscheinlich, daß während auf dem Görlizer Güterbahnhof Breßkohlen in Brand ge- Hinweis darauf, daß die Vermutung des Ehemannes über den Ber= Die übrigen Alarmierungen, die noch in den letzten fehr seiner Ehefrau mit dem Angeklagten sich als völlig haltlos erder Täter die Frau vergewaltigt hat; er scheint auch keinen Versuch raten waren. wiesen und daß letzterer Herrn Fertner mindestens ebenso viel dazu gemacht zu haben. Das Werkzeug, mit der die Stiche geführt 24 Stunden einliefen, waren auf„ blinden Lärm" zurückzuführen. spendiert habe, wie dieser ihm. Die Straffammer nahm nur den wurden, muß lang und spitz gewesen sein. Einige Wunden sind bis In Caftans Panoptikum wird jetzt ein théâtre lumière gezeigt, Fall des versuchten Betruges für erwiesen an und ermäßigte die 3 6 Zentimeter tief. In Betracht kommt wohl ein Dolchmesser das des Ansehens wert ist. Es ist eine Erfindung des franzöfifchen Strafe auf 3 Wochen Gefängnis. oder ein Genickfänger. Die Mitteilungen, die der Staatsanwaltschaft Cabaretkünstlers Clément- George, der auch die Regie führt. Wir in Königs- Wusterhausen in großer Zahl zugingen, erwiesen sich sehen ein hübsch erdachtes Pariser Schattenspiel vor uns, das dem bisher noch alle als belanglos. Die fistierten Personen kommen als Beschauer eine altorientalische Phantasmagorie, ein Traumbild, vorBriefkaften der Redaktion. Täter nicht mehr in Betracht. Weitere Nachforschungen sind im führt. Wunderbare, oft wechselnde Lichteffekte geben der Vorführung Wenn und aber. Geduld, wenn das Del verbraucht ist, geht die Gange, aber noch nicht so weit gediehen, daß man von einem be- einen seltsamen Reiz. Weiter bringt das Theater ein Wanderung Lampe aus. Traudt. Chiffre und Anfrage wiederholen. Hatten Ste stimmten Ergebnis nach der einen oder der anderen Richtung sprechen durch Pompeji, die seit dem achtzehnten Jahrhundert wieder ans Duittung beigefügt? Weiß 26. Sachverständigen Gärtner um Rat tönnte. Haussuchungen haben auch bereits in Beuthen selbst statt- Licht geförderte Römerstadt. Beachtenswert ist auch das kinemato- ersuchen. Vielleicht Auskunft durch den„ Laubenkolonist", hier N., Prinz gefunden. Warum ohne Quittung? 7. 2. 100. Wenden Sie graphische Theater, das den Sturm auf Port Arthur, ein fünfaltiges Eugenstr. 14. Drama" Die Ehre eines Vaters" und eine Humoreste Fünf fich an die Direktion der Forstlehrlingsschule zu Groß- Schönebed, Regierungsbezirk Potsdam. A. J. 34. 1. Wenden Sie sich mündlich oder schriftlich an Herrn Rektor Zier, Turmstr. 75. 2. Ermäßigung wird nur Mädchen und ein Mann" bringt. Bereinen gewährt. Wenden Sie sich also an die Verwaltung der St. in Treptow 3.- 5. Durch das Sekretariat der Gewerkschaftskommission, hier, Engel- Ufer 15. Wikmannstr. S. Fragen Sie schriftlich an bei der städtischen Deputation für Straßenreinigung, hier, St. Frankfurterstr. 6. P. S. 1. Ja. 2. Nein. N. M. Ja. O. A. Nein. E. K. In Hamburg war 1892 die große Cholera- Epidemie. Die ersten Erkrankungen lamen Mitte August vor. dürfte wohl kaum einer als Mörder in Betracht kommen. Im Zirkus Busch, der Donnerstag eröffnet wird, treten als Attraktion achtzehn japanische Soldaten auf. Der Zirkus ist gestern hier eingetroffen. Den Plan zu einem Doppelfelbstmorde hatte ein junges Liebespärchen, die 19jährige Verkäuferin Martha Kulisch und der 18jährige Handlungsgehülfe Siegfried Markus gefaßt und im Grunewald zur Ausführung gebracht. Angeblich war die Martha Kulisch, die aus Guben stammt, die Braut eines anderen, eines Handlungsgehülfen Studde, der aber seit einiger Zeit im Krankenhause lag und die Kulisch der Obhut seines Freundes Markus anvertraut hatte. Daraus entwickelte sich bald ein engeres Verhältnis. Dieser Tage fchrieb St. mun, daß er geheilt fei und in den nächsten Tagen das Kranken- Rigdorf. haus verlassen werde. Aus Furcht vor dem Wiedersehen beschloß die Ungetreue, sich das Leben zu nehmen. Vorort- Nachrichten. Juristischer Teil. Von einem jähen Tode ereilt wurde der 54 Jahre alte Drechsler Von der Schuld Karl Grabert aus Berlin, der gestern die Tischlerei von Freudenreich, Wochen in einer notariell oder gerichtlich beglaubigten Erklärung erfolgen, P. 1. 731. 1. Der Verzicht auf die Erbschaft muß innerhalb fechs des Vertrauensbruchs bedrückt, ließ Markus sich leicht überreden, Berlinerstraße 89, besucht hatte. Mitten im Gespräch fiel G. um die innerhalb dieser Frist dem Amtsgericht( Nachlaßgericht) zugehen muß. gemeinsam mit ihr in den Tod zu gehen. Montag morgen ging er und war nach wenigen Minuten eine Leiche. Ein herbeigeholter 2. Sofern Hülfsbedürftigkeit und auf der anderen Seite unbedingte Zahlungsunter dem Vorwande, er habe für seinen Chef etwas Besonderes zu Arzt stellte als Todesursache Herzschlag fest, was von dem benach- fähigkeit vorliegt, liegt eine Alimentationspflicht vor. Die von Ihnen hervor besorgen, schon um 4½ Uhr von Hause weg. Auf der Straße richtigten Polizeiarzt bestätigt ward. Die Leiche wurde nach dem gehobenen Kosten gehören hierhin aber nicht und sind nicht zu zahlen, falls 112 E. Sch. 1. Die Großeltern erwartete ihn Martha Kulisch, das Bärchen fuhr nach dem Grune Berliner Schauhause geschafft, da Angehörige des Verstorbenen nicht rechtzeitig der Erbschaft entsagt wird. wald, nachdem es sich mit zwei Flaschen Lysol versehen hatte, und bekannt sind, G. selbst aber augenblicklich eine Wohnung nicht besaß. Amtsgericht Ihres Wohnorts richten Sie die Mitteilung, daß Sie auswürden im Klagewege schwerlich einen Geldanspruch durchsetzen. 2. An das trant dann in der Schonung am Wege nach Onkel Toms Hütte das Ein Opfer des Modegiftes" ist der 47 Jahre alte Arbeiter treten und erklären innerhalb 4 bis 6 Wochen später mündlich zu Protokoll Gift. Ein Radfahrer, der Markus röcheln hörte und beide besinnungs- Gottlieb Bielow, Fulbastraße 54 wohnhaft, geworden. Er trant in des Amtsgerichts, daß Sie austreten. Formulare erhalten Sie in der BuchLos daliegen fand, holte aus der Kolonie Grunewald einen Arzt. W. S., Dieser wandte zum ersten Gegenmittel an, und ließ die jungen Leute selbstmörderischer Absicht eine Flasche Lysol und brach gleich darauf handlung Vorwärts oder bei Hoffmann, Blumenſtr. 14. Ein hinzugerufener Arzt ließ den Bedauernswerten Rummelsburg. Sie müssen einen Antrag auf Dispens vom Unterricht an den Rektor eventuell an die Schulaufsichtsbehörde richten. D. S. 22. nach Groß- Lichterfelde in das Krankenhaus bringen. Martus aber auſammen. erlag schon auf dem Wege dorthin den Wirkungen des Giftes, von sofort nach dem Krankenhauſe bringen, doch war B. nicht mehr zu 1. Die Zinsen können Sie auf der Hinterlegungsstelle( Adresse erfahren Sie retten, starb vielmehr unter großen Qualen. Was ihn in den Tod auf Ihrem Amtsgericht) hinterlegen. Als Grund der Hinterlegung müßten dem er zu viel getrunken hatte. Das Mädchen, das nur einen Schluck getrieben, ist unbekannt. Die Leiche wurde polizeilich beschlagnahmt. Sie angeben, daß die Adresse des Gläubigers Ihnen unbekannt ist. 2. Das genommen hatte, ist außer Lebensgefahr. Ober- Schöneweide. Ver Testament ist, falls Sie kinderlos find, gültig. Es empfiehlt sich aber dem Worte übergeht" zuzufügen: und ernenne sie zu meiner alleinigen Erbin. Benno Misch. 1. Soweit ersichtlich nein. 2. Abschrift des Urteils er balten Sie auf Ihren Antrag vom Amtsgericht. Tobek 60. Die Klage 105 E. Sch. Mühlberg. J. H. Ja. erscheint nicht ganz aussichtslos. Berliner Marktpreise. Aus dem amtlichen Bericht der städtischen Markthallen- Direktion. Rindfleisch Ia 62-69 pr. 100 Pfund, IIa 56-60, Ein Kampf im Gerichtssaal entspann sich gestern vor der ersten Unter dem Verdacht der Brandstiftung ist gestern nachmittag der Wegen Einbruchsdiebstahls Hausverwalter Ohlig aus der Wilhelminenhofstr. 48 zu OberFerienstraftammer am Landgericht II. war der„ Arbeiter" Nerrlich zu fünf Jahren Zuchthaus, wegen Schöneweide verhaftet worden. Vor einigen Tagen ging am frühen Hehlerei eine Frau Nenuthaler zu einem Jahr Zuchthaus berurteilt Morgen der Dachstuhl des Nebenhauses Wilhelminenhofstr. 47 in worden. An die Urteilsverkündigung knüpfte sich eine lärmende, Flammen auf. Er fiel dem Feuer vollständig zum Opfer. wüste Szene. Nerrlich, der sich schon während der ganzen Verschiedene Umstände sprachen dafür, daß Brandstiftung vorliegen müsse. IIIa 50-56, IVa 40-48. Ralbfleisch Ia 81-88, IIa 72-80, IIIa 60-70. handlung äußerst frech benommen hatte, begleitete das Urteil mit Die Untersuchung führte zu der Verhaftung des Hausverwalters D., Hammelfleisch Ia 68-75, IIa 58-66. Schweinefleisch 66-72. Kaninchen Das Stüd 60-90 Pf. Rotwild, Pfund 45-55 Pf. Rebhühner, junge 70-1,00, trozigen Bemerkungen, sprang dann plöglich über die Barrière und der stark verdächtig erscheint, das Feuer angelegt zu haben. Gänse, wollte dem Staatsanwalt zu Leibe gehen. Zwischen den schleunigst Haus, in dem der Brand ausgebrochen war, gehört der Schwester alte 65-75; Hübner, alte 1,30-2,50, junge 60-1,20 das Stüd. Letterer war früher Verwalter dieses Gebäudes, wurde junge 56-62 das Pfund. Hechte, 109-117 M. pr. 100 Pfund, Schleie Hinzuspringenden Gerichtsdienern, die durch einen im Saale an- des D. wesenden Gendarmen unterstützt wurden und dem Angeklagten jedoch auf Grund mehrfacher Beschwerden durch Hausbewohner 130-140, Aale 95-103, Karpfen 95-100, Lachs 131, Scheufifche 25, schottische Vollheringe( gesalzen) 36-38. Strebse, unfort., entspann sich ein erbitterter Kampf, in dessen Verlauf der mit Sachen von der Schwester des Verwalterpostens enthoben. Aus Rache Flunder Schock 4,50. Gier, Schock 3,00-3,50. Butter, pr. 100 Pfund Ia 124-126, bebedte Beugentisch krachend zu Boden stürzte. Nerrlich wurde hierüber scheint nun der Bruder das Feuer angelegt zu haben. Die Ila 118-122, IIIa 113-116, abfallende 105-110. Startoffeln, pr. 100 Bfd. schließlich übermannt und gefesselt und mußte, da er noch immer Frau des Verhafteten ist infolge der großen Aufregungen durch die neue rote 1,75-2,00, neue Rosen 1,50-1,75, neue blaue 2,00-2,25, runde Sie wird in einer Anstalt weiße neue 1,75-2,00. Rotkohl, Schod 3,00-6,00, Holländer 7,00-8,00 heftige Gegenwehr leistete, nach dem Untersuchungsgefängnis förmlich letzten Vorgänge wahnsinnig geworden. untergebracht werden. Weißtohl 2,00-5,00, Wirsingkohl 2,00-5,00; neue faure Gurken, Schod 2geschleift werden. Berantwo. Nebatteur: Baul Büttner, Berlin. Für den Inferatenteil verantw.: Th. Glode, Berki Drud u. Berlag: Vorwärts Buchdruderei u. Berlagsanstalt Raul Singer& Co., Berlin SW.