Nr. 214. Erscheint täglich außer Montags. Brets pränumerando: Biertelidhrlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit tlluftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mr.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mr.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste. für 1892 unter Nr. 6652. ente de 9. Jahrg. Vorwärts Snsertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Naum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Numuner müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Eevnsprech- Anschlug amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Eine Musterkarte der deutschen Vereinsgesetze. haben. Nun Dienstag, den 13. September 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. und einer Uebersicht des Vereins- und Versammlungsrechts dahinter kommen Braunschweig, die beiden Schwarzburg, nach den reichsgesetzlichen und landesrechtlichen Vorschriften. Schaumburg- Lippe, Sachsen- Altenburg und Oldenburg. In Mit einem Anhange enthaltend: eine Zusammenstellung des Braunschweig giebt die Bestimmung des§ 1, wonach die Textes der in den einzelnen Bundesstaaten bestehenden Be Bestimmungen des Vereinsgesetzes sich nicht auf Vereine und Als die deutschen Professoren für bürgerliche Sozial- ftimmungen über Vereins- und Versammlungsrecht, und deren Versammlungen, welche Korporationsrechte haben oder reform vor zwei Jahren auf ihrer Frankfurter Jahres- alphabetischem Sachregister( 210 Geiten fl. 80, Preis von der Landesregierung genehmigt sind, beziehen, um so bersammlung des Langen und Breiten über die Vorzüg- 2,50 M.). Jeder, der diese Schrift in die Hand nimmt, größerer Willkür gegen alle anderen Vereine Raum, zumal lichkeit oder Nichtvorzüglichkeit der englischen Gewerkvereins- muß anerkennen, daß hier mit bienenmäßigem Fleiß nicht das Verbot derselben in die polizeiliche Willkür gelegt ist. Organisation verhandelten, da fiel bereits die Gefliffentlich blos aus 26 deutschen Bundesstaaten alles Material zusammen- Ueberdies steht in Braunschweig und in mehreren anderen leit auf, mit welcher sich die Herren Kathedergelehrten um getragen ist, sondern daß auch in einer sehr eingehenden Er- deutschen Kleinstaaten noch die Bestimmung des Bundes die Frage herumbrückten, wie es denn eigentlich in Deutsch- läuterung zum Text des preußischen Vereinsgesetzes die ganze tags- Beschlusses vom 13. Juli 1854 in Kraft, wonach Arland mit der Möglichkeit für die Arbeiter bestellt sei, sich Rechtsprechung und Verwaltungspraxis berücksichtigt wurde, beitervereine, welche politische, sozialistische oder kommuzu organisiren. Denn Deutschland soll ja immer von den wozu außerdem die Ueberbleibsel der Vorschriften des seligen nistische Zwecke verfolgen, überhaupt verboten sind. In Berathungen der Herren profitiren, und es befinden sich deutschen Bundestages fommen, die sorgfältig aufammen- Anhalt und Reuß i. 2. muß ein Theil der Vorstandssogar solche unter ihnen, die es schon zu hochwohlmögenden gelesen find, soweit sie noch in Kraft stehen( in Oldenburg, mitglieder eines politischen Vereins den Gemeindewählern Staatsräthen und ähnlichen hohen Rangstufen gebracht Sachsen- Altenburg, Schaumburg- Lippe und den beiden des Ortes angehören, und in den Vereinsversammlungen das Thema war den Gelehrten des Schwarzburg). Dient die Arbeit in erster Linie auch praf- dürfen nur Vereinsmitglieder als Redner auftreten. Solche Rathederfozialismus eben zu gefährlich. Wie in England tischen Zwecken, so liefert sie doch nicht minder in der als Kuriosa lassen sich aus der Schrift wohl zu hunderten die Arbeiter für ihre Koalitionsfreiheit kämpfen, das durften Anhang gegebenen tabellarischen Zusammenstellung sämmt zusammenstellen. Wir empfehlen eine solche Zusammensie als„ historisches Material" behandeln. Die Schwierigkeiten licher in Deutschland bestehender Vereinsgesetze eine werth- tellung als Thema für Vorträge, die ihre fagitatorische welche die deutschen Arbeiter am Ende des volle Vorarbeit für die einftmalige Herstellung eines einheit Wirkung nicht verfehlen werden. Im Uebrigen muß auf das sorgfältige Studium der wenn sie eines ihrer wichtigsten Bürgerrechte aus Nach Art. 4 Nr. 16 der Reichsverfassung, so führt der inhaltsreichen und für die praktische Agitation so ungeheuer liben wollen, find den Professoren ein zu gefähr nicht genannte, aber sehr gesegeskundige Verfasser in seiner wichtigen Schrift selbst verwiesen werden. Wir sind überlicher Erörterungsstoff für ihre Verhandlungen. Sie Uebersicht des Vereins- und Versammlungsrechtes"( S. 54 ff; zeugt, daß die Genossen auch darin sämmtliche deutsche tönnten babei in eine schiefe Lage den bestehenden Ge- warum ist diese nicht an die Spitze der Schrift gestellt?) Professoren und Kathedersozialisten übertreffen und sich walten gegenüber kommen. Und doch läßt sich die ganze aus, fällt das Vereinswesen unter die Zuständigkeit des damit ein Rüstzeug für den politischen und gewerkschaftsozialistische Entwickelung in Deutschland nur begreifen an Reiches, ohne daß dieses bis jetzt auf diesem Gebiet Etwas lichen Kampf schaffen werden, das ihnen werthvolle Dienste Der Hand eines genauen Studiums jener Schwierigkeiten. geleistet hätte; es überließ die Regelung dem Landesrecht. leistet. An den kleinlichen Hindernissen und Fallen des einzelstaat Bermuthlich sagte man sich, daß auf diese Weise die Knebe lichen Vereinsrechtes übten sich die deutschen Arbeiter so lung der Arbeiter noch intensiver erfolgen kann, ohne gründlich, daß sie jene Virtuosität in der Organisation und daß dabei das Reich den Schimpf für zurückgebliebene und ihrer Anwendung für wirthschaftliche und politische Zwecke reaktionäre Bestimmungen trägt. Nur im Strafgesetzbuch, erlangten, die sich eben wieder im durchfeuchten Hamburg im Jeſuitengeſetz, im Reichs- Militärgesetz und Wahlgefes Politische Uebersicht. so glänzend bewährte. Und da der bürgerlichen Sozial- ftecken ein paar allgemeine Vorschriften, die für das ganze politik alles dies einigermaßen fatal ist, unterließ fie bisher Reich gelten, die wichtigste im Reichs- Wahlgesetz, die unter jedoch 19. Jahrhunderts allenthalben zu überwinden haben, lichen deutschen Reichs- Vereinsgefeges. Berlin, den 12. September. auch jede ausführlichere literarische Darstellung des deutschen Aufhebung aller landesgesetzlichen Bestimmungen den Holzmann. Ein junger, 21jähriger Russe, J. HolzVereins- und Versammlungsrechtes in seiner traurigen Wahlberechtigten die Befugniß giebt, zum Betriebe von mann, hält sich seit etwas über einem Jahre in MagdeBuntfchedigkeit. Die kathedersozialistische Schule wenigstens Reichstags- Wahlangelegenheiten Vereine zu bilden und Verburg auf. Er arbeitete zuerst dreiviertel Jahre als Maschinenläßt ihre Schüler lieber in verstaubten mittelalterlichen fammlungen zu veranstalten. Das hat bekanntlich eine uiten wühlen, als die Wirkung ber skandalösen vereins- mächtige Bresche in die einzelstaatliche Polizeiwirthschaft nefchloffer in einer Reparaturwerkstätte und besuchte darauf die rechtlichen Zustände in Deutschland auf die Lage der Ar- schossen, und es erhellt daraus auch die Wichtigkeit des bautechnische Schule. Bei seiner in Magdeburg verheiratheten beiter studiren. Und auch sonst ist uns keine bürgerliche allgemeinen, gleichen Wahlrechts für die Koalitionsfreiheit. Schwester wohnend, lebte der junge Mann bloß seinen Studien, Echrift über dieses Thema bekannt, die sehr knappe aus den Geiten 57 ff., auf denen der Verfasser einen ge- hielt sich, der deutschen Sprache nur sehr unvollkommen mächtig, Broschüre des Berliner Rechtsanwaltes Kaufmann vielleicht drängten Ueberblick über alle landesgesetzlichen Vorschriften vom öffentlichen Leben vollständig fern und fand bei seinen Lehrern ausgenommen. giebt, fann Jeder zu seiner Erbauung ersehen, daß z. B. in für seinen Ernst und seinen Fleiß freundliche Anerkennung. Die Sozialdemokratie muß auch hier Lücken ausfüllen, Elsaß- Lothringen und Reuß ä. Linie noch eine Mindest- Am 10. September Vormittags wird Holzmann in der welche die Bourgeoisie auf dem Gebiete des Wissens und zahl von Mitgliedern für Vereine, die gesetzlich als Schule polizeilich fiftirt und zur Polizei gebracht. Dort werden feiner literarischen Hilfsmittel gelassen hat. Und so ist solche anzusehen sind, genannt ist, hier 21, dort 16. Des feine Personalien aufgenommen, und ohne ihm zu gestatten, noch beun kürzlich im Verlage der Expedition des Vorwärts" halb forderten die Genossen in den Reichslanden ( Th. Glocke) die erste vollständige und erschöpfende Dar- türzlich zur Bildung von Bereinen mit höchstens 20 mit einmal sich nach Hause zu begeben, wird er, bie Schulbücher stellung über den hier behandelten Stoff unter dem Titel gliedern auf; diese Organisationen entgehen dem Vereins- noch unter dem Arm, zum Bahnhof gebracht. Er war auf Anerschienen: Das Bereins- und Bersammlung- geseg. Ueberhaupt stehen Elsaß- Lothringen und Reuß ä. 2. ordnung des Magdeburger Regierungspräsidenten aus Preußen recht in Deutschland" in ausführlichen Erläute- an der unrühmlichen Spitze derjenigen Staaten, die mit ausgewiesen auf Grund der bekannten Formel: Weil er rungen zum preußischen Vereinsgesetz vom 11. März 1850 der reaktionärsten Gesetzgebung ausgestattet sind; gleich sich läftig gemacht". Seine Angehörigen, mittlerweile durch einen " Feuilleton. Radbrud verboten.) Die Waffen nieder! ( 20 Eine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner. " nommen Wunsch, ihn verheirathet zu sehen. Aber er stellte so hohe jahrelang so herumreisen, wie jetzt. Besuchen wir ganz Anforderungen an die Ehe Europa und hernach die übrigen Welttheile; genießen wir ,, Es scheint nicht, Tantchen, da er mit mir vorlieb ge- diese Wanderexistenz, dieses ungebundene Umherstreifen; sammeln wir die Reichthümer neuer Eindrücke und Erfah und seien uns A trap for a compliment nennen das die Engländer. Land und Leute noch so fremd- bringen wir ja durch rungen. Ueberall, wo wir hinkommen Ich wollte, mein Gottfried könnte auch einst solchen unser Beisammensein ein genügendes Stück Heimstätte mit." Treffer machen. Ich bin jetzt schon ungeduldig, Groß- Was hätte mir Friedrich auf solchen Vorschlag geantwortet? mutterfreuden zu erleben. Doch da werde ich wohl noch wahrscheinlich, daß man es fich nicht zum Beruf machen Lange warten können; mein Sohn ist erst einundzwanzig fann, bis an sein Lebensende hochzeitzureisen", daß sein Jahre alt." Er mag viele Mädchenköpfe verdrehen," sagte ich, Urlaub nur zwei Monate dauert und dergleichen vernünftige viele Herzen brechen" " So wie Friedrich die seine-" Sachen mehr. Wir besuchten Baden Baden, Homburg und Wies baden. Ueberall dasselbe fröhliche, elegante Treiben überall so viele interessante Menschen aus aller Herren Ländern. Jm Umgang mit diesen Fremden wurde ich erst gewahr, daß Friedrich die französische und englische Sprache Es giebt einfach Gedanken, liebes Herz," antwortete mir Friedrich, die niemand denkt, naheliegende Erbägungen, die niemand anstellt. Ein solcher Gebaute it Gedanke bie Gefährlichkeit des Goldatenberufes. Den läßt man Das sieht ihm nicht gleich; einen braveren, recht nicht aufkommen: ez liegt- so meint man- eine Art schaffeneren Jungen giebt's nicht. Er wird einmal eine Unanständigkeit und Feigheit darin, diese Erwägung in Frau sehr glücklich machen. Betracht zu ziehen. Es wird als so selbstverständlich und unvermeidlich angenommen, daß diese Gefahr bestanden" Noch kannst Du das nicht wissen, liebes Herz; vollkommen beherrschte; dies ließ ihn in meiner Bewundewird( die Prozente der werden muß und eigentlich fast immer glücklich bestanden darüber müssen wir nach zehn Jahren wieder reden. In rung noch um einen Grad steigen. Immer wieder ent Befallenen vertheilen sich den ersten Wochen sind fast alle Ehen glücklich. Damit will beckte ich neue Eigenschaften an ihm: Sanftmuth, Heiteran die Todes: ich jedoch keinen Zweifel an meinem Neffen, noch an Dir feit, lebhafteste Empfänglichkeit für alles Schöne. Eine ich glaube selber, daß Euer Glück ein Rheinfahrt setzte ihn in Entzücken und im Theater oder das ist sie ja für jeden Geborenen, und feiner denkt an den dauerhaftes sein wird."" Konzertsaal, wenn die Künstler Hervorragendes leisteten, Tod. In dem Berjagen läftiger Begriffe vermag der Geist Von Berlin aus begaben wir uns nach den deutschen leuchtete ihm der Genuß aus den Augen. Dadurch erGroßes zu leisten. Und schließlich: was kann ein Bädern. Meine furze Italienreise mit Arno von der schien mir der Rhein mit seinen Burgen doppelt romanpreußischer Edelmann wohl für eine angenehmere und an- ich übrigens nur eine ganz traumhafte Erinnerung hattetisch, darum bewunderte ich die Vorträge berühmter Birtuosen Kavallerie- Offiziers?" sesehenere Stellung haben als die eines preußischen abgerechnet, war ich von Hause nie weggekommen. Dieses doppelt. Rennenlernen neuer Drte, neuer Menschen und Diese zwei Monate vergingen leider viel zu schnell. Tante Kornelia schien auch an mir Gefallen zu finden. neuen Lebens versetzte mich in gehobenste Stim Friedrich fam um Verlängerung seines Urlaubs ein, wurde Ach", seufzte sie einmal-, daß meine arme Schwester mung. Die Welt schien mir plöglich so schön und aber abschlägig beschieden. Das war mir seit unserer Berauf die anderen), daß man Sie ist zwar da Chance gar nicht denkt. aber ausgedrückt habenbie Freube nicht erleben sollte, solch eine Schwiegertochter noch einmal so intereffant geworden. Wäre mein heirathung der erste Moment des Aergers, als dieses offizielle zu befizen und ihren Friedrich so glücklich zu sehen, wie er kleiner Rudolf nicht gewesen, den ich zurückgelassen Papier anlangte, welches im trockenen Stile unsere Heimes jetzt an Deiner Seite ist. Es war immer ihr sehnlichster hatte, ich würde Friedrich vorgeschlagen haben: Laß uns tehr befahl. Schuhmann benachrichtigt, eilen zur Bahn und fahren mit dem Berhafteten, der nach Berlin transportirt wurde, hierher. Seine Schwester thut hier sofort die nöthigen Schritte, um über die Ursachen der Ausweisung sich zu unterrichten und für ihren Bruder einzutreten. Auf dem Polizeipräsidium hört sie, daß Holzmann an die russischen Behörden übergeben werden soll. Die zwungen würden. starte Angebot seitens der Landwirthe wesentlich mit-| färberei". Die heftige Opposition, welche Brehm von da gesprochen hat, ist auch mir klar. So tlug sind die Land- ab in der deutschamerikanischen Bresse fand, schmälerte und wirthe wohl alle, daß sie bei so niedrigen Preisen vergällte ihm seine Erfolge. Krank und in trüber Stimmung und bei schlechter Sommerungs- und Futterernte ihr tehrte Brehm in die Heimath zurück." Getreide nicht massenhaft an den Markt werfen werden, wenn sie nicht durch Noth dazu ge- tember), bringt einen Leitartikel: Professor Birchow und Die Kreuz- Zeitung"( Nr. 426 vom 12. Sepe Schwefter erfährt von dem fie empfangenden Polizeibeamten, ihr niedrigen Preisen" nicht verkaufen, wenn sie aushalten( Borwärts" Nr. 210 vom 8. September) beeinflußt ift, was Also so flug" find die Herren Landwirthe, daß sie zu die Cholera in Rußland", der unstreitig durch unseren Artikel Bruder werde am 12. d. M. von Berlin an die russische Grenze fönnen! Der reine Koruwucher wie er im Buch steht! der Mitarbeiter des Junkerblattes zu erwähnen allerdings gebracht werden. Der betr. Beamte erklärt ihr, wie sie angiebt, Der verhärtetste Korn- Jude kann nicht„ flüger" sein, als vergessen hat. Es genügt uns festzustellen, daß auch das kon fie folle fich alle weiteren Schritte sparen, da Rußland die unser christlich- germanischer Kreuz- Beitungs" Landwirth. servative Blatt die Russenbegeisterung Virchow's gebührend Auslieferung des Holzmann verlangt habe. Die Schwester Die Noth", von welcher derselbe spricht, um für die beleuchtet. wendet sich am selben Tage an den Minister des Junern, Grafen arme nothleidende Landwirthschaft" der GroßgrundKrankenversicherung der Dienstboten.. Offiziös Botho zu Eulenburg, und Tags darauf an den Reichskanzler, um besizer Mitleid zu erwecken, bestand einfach darin, wird gemeldet:„ Die preußische Regierung ist mit einer am 11. September Abends durch den Reichskansler zu erfahren, daß die günstigen Ernte- Aussichten ein Halten der Prüfung der Krankenversicherung der Dienstboten beschäftigt, daß eine Auslieferung von Seiten Rußlands nicht beantragt enormen Getreidepreise unmöglich erscheinen ließen, und Prüfung der Krankenversicherung der Dienstboten beschäftigt, und es sind in dieser Beziehung Erhebungen eingeleitet, worden ist", daß ihr Bruder vom Magdeburger Regierungs- faufen, ehe die Preise zu niedrig geworden. Und da sie und feststellen sollen, in welchem Umfange die Nothwendigkeit daß die Herren Landwirthe so flug" waren, noch zu ver- welche zunächst die Bedürfnißfrage zu untersuchen haben präsidenten aus Preußen ausgewiesen ist und daß die kaiserlich bei ihrem ausgebildeten Geschäftssinn bei Juden für eine Abänderung vorhanden ist, ob dieselbe durch Reichsrussische Regierung sich bereit erklärt hat, ihn als russischen Wuchersinn genannt- fast sämmtlich auf denselben oder Landesgesetzgebung erfolgen foll; ferner ob es zwed Unterthan nach Rußland zu übernehmen". Flugen Gedanken verfielen, und gleichzeitig massenhaft Der von der Schwester angenommene Rechtsanwalt benachlosschlugen, so brachten sie durch ihre Klugheit gerade das erscheint, die Dienstherrschaften auch über die Dauer des mäßig und mit den Grundsägen der Billigkeit vereinbar richtigte nach Empfang der Zuschrift sofort den Herrn Minister des hervor, was Jeder für sich vermeiden wollte, nämlich einen erscheint, die Dienſtherrschaften auch über die Dauer des Dienstvertrages hinaus bezw. auf welche weitere Zeit zur Innern von dem Eachverhalt und ersuchte darum, da Preissturz. Die Herren sind also mit ihrem Wuchersinn Fürsorge für ihre erkrankten Dienstboten zu verpflichten; fein Auslieferungsverlangen von Rußland gestellt sei, und ihrer Klugheit" einmal gründlich hereingefallen" und der p. Holzmann nur aus Preußen ausgewiesen sei, ihm und wir müßten erbärmliche Heuchler sein, wollten wir endlich, ob es sich empfiehlt, Vereinigungen der Dienstherrschaften zu gemeinsamer Leistung der ihnen obliegenden entsprechend der bisher geübten Praxis die Wahl der Grenze nicht aussprechen: es geschieht ihnen recht! Fürsorge für Dienstboten und Gesinde vorzuziehen." Es ist zu überlassen und ihm zur Ordnung seiner Angelegenheiten den gar kein Grund vorhanden, das Gesinde anders zu stellen Aufenthalt in Preußen für drei Tage zu gestatten. als die gewerblichen Arbeiter, vielmehr ist gerade für die In der„ Ehrenerklärung"( siehe„ Vorwärts" Nr. 218 vom erstere Arbeitergruppe der Versicherungszwang eine Nothwendigteit. 11. b. Mts.) find eine Reihe unwahrheiten enthalten. Der Kapitän, an welchen der Brief gerichtet war, ist noch jetzt und Der Papst und der Mainzer Katholikentag. war damals Mitrheder zu 10/100 des von ihm ge- Leo XIII. ertheilt den Beschlüssen, des Mainzer Ratholiken führten Schiffes, der Schwiegervater dieses Rapitäns tags, wie die Germania" mittheilt, seinen Segen. dagegen Mitrheder der beiden Schiffe Rebetta" und hofft, daß aus dieser Versammlung die reichsten und heil Hugo". Die Transportkosten der Mannschaft samsten Früchte hervorgehen, und dieselbe werde in hohem follen ungefähr 9000 Mart betragen haben, um diesen Be- Maße dazu beitragen, daß die deutschen Katholiken immer Befester in Geist und Kraft verbunden, den Werken sich widmen, trag ist der Gewinn geschmälert, wodurch das„ Leider ist welche dem von ihnen bekannten Glauben entsprechen." Der die Mannschaft gerettet" sehr deutlich erklärt wird. Die päpstliche Glückwunsch ist wohlverdient. Schiffe hatten zur Zeit des Verlustes faum einen VerkaufsAm Morgen des 12. September eilt die Schwester zum Minister des Innern, der ihr mittheilt, daß er sich beim Polizeipräfidium informiren, und daß der Weitertransport sicher am 12. Seps tember nicht stattfinden werde.. Und einige Stunden später erfährt sie auf dem Polizeipräsidium, eine Entscheidung darüber, ob ihr Bruder nach Rußland gebracht werde oder nicht, könne erst ge troffen werden, wenn man von der Magdeburger Behörde den Grund der Ausweisung erfahren habe. Wir fügen hinzu, daß die Schwester die Geldmittel zur Verfügung gestellt hat, damit Holzmann die Grenze auf einem von ihm gewählten Wege überschreite. Bis zu diesem Augenblick ist noch nichts entschieden. Wie liegt die Sache? Ein politisch nicht im mindesten kompromittirter junger Ausländer wird aus Preußen ausgewiesen, aber man überläßt ihm nicht, dahin zu gehen, wohin er will, man will ihn der russischen Regierung übergeben, die sich bereit erklärt hat, ihn zu übernehmen". Der ganze Vorgang ist uns unbegreiflich. In Magde burg geschieht ja viel, wir sind an eigenartige Ueberraschungen, die aus der Hauptstadt der Proving Sachsen tommen, allgemach gewöhnt worden. Weshalb aber ein harmlofer Jüngling den Gendarmen des Zaren in die Hände gegeben werden soll, das verstehen wir nicht. Oder wird es Holzmann in Magdeburg als Verbrechen an gerechnet, daß seine Schwester die Frau unseres Genossen Dr. Lux, des Redakteurs der Boltsstimme" ist? " Zu der Ehrenerklärung des Schiff. Aus fach männischen Kreisen wird uns geschrieben: Er werth von zwei Dritteln der versicherten Summe, So Meyer- Arnswalde. Ein konservativer Wilder", der ift in G13fleth türzlich ein Schiff au 20 100 Mart verkauft von 76 Jahren am 9. September gestorben. Er war ein zu Abgeordnete von Meyer- Arnswalde ist im Alter worden, das in Fahrt zu mindestens 60 000 Mart versichert Reaktionär von reinstem Wasser, aber ein offenherziger, ehr gewesen wäre. Adolf Schiff hat Ende Juli dieses Jahres licher Mann, der kein Blatt vor den Mund nahm und aus wieder ein hölzernes Schiff in der Südsee verloren, daß seinem Herzen keine Mördergrube machte, ganz gleich ob er jezt einen Verkaufswerth von etwa 25 000 Mart gehabt die Linke oder seine eigenen Leute angriff. Er gehörte zu hätte, jedoch zu 65 000 Mart versichert war. Dazu kommen jener jetzt längst ausgestorbenen Spielart von Landräthen die ihre Aufgabe nicht noch 15 000 Mark Frachtgelder. Darin liegt der Profit." es waren ihrer nicht viele Diese Buschrift ergänzt die Ausführungen unseres Leit blos in der Fürsorge für die Krautjunker erblickten, ihren Kreis mit Sachlichkeit verwalteten und keine Wahlpolitik artikels in trefflicher Weise. trieben. Im Parlament vielbelacht ob seiner nicht selten unfreiwilligen Komit, war er doch eine geachtete Persön lichkeit. Er war Mitglied des Reichstages und Landtages für den Kreis Arnswalde Friedeberg. wörtlich: " Virchow und das offizielle Rußland. Aus Leser freisen wird uns geschrieben: Virchow ist nicht der einzige deutsche Gelehrte, der von den Russen hinter's Licht geführt wurde. Dein bekannten wohlverdienten Naturforscher Alfred Brehm ist es ähnlich in Sibirien gegangen. Glückliches Desterreich. Seit Donnerstag oder Freitag Die Sozialreform von Oben" im Stocken. In einem Nefrolog, den die Berliner Bolts Beitung" tagen" im cisleithanischen Desterreich nicht weniger als 17 Offiziös wird gemeldet:„ Die Sonntagsruhe- Bestimmungen( 16. November 1884) Alfred Brehm gewidmet hat, heißt es Landtage. Dazu der ungarische Reichstag der anderen für Industrie und Handwerk sind allem Anscheine nach vorHälfte des halbieten Reiches, und obendrein die vers läufig noch nicht zu erwarten. Jedenfalls steht nicht zu er„ Er hielt in den großen Städten der Union schiedenen Delegationen"! Wenn das nicht hilft, dann warten, daß, wie verschiedene Blätter meinten, schon am Vorträge, welche zum Theil mit großem Beifall, zum Theil wissen wir wirklich nicht, wie geholfen werden soll. Der 1. Dktober die dahin gehende kaiserliche Verordnung erlaffen mit heftigem Widerspruch aufgenommen wurden. Brehm Dichter, welcher vor zweihundert Jahren- es ist schon wird. Die Berathungen, die augenblicklich bei den zustän- beging ben Fehler, über Sibirien und das 2003 der Verlange her- die berühmten Verse verübte, die in deutscher digen Reichsbehörden darüber gepflogen werden, können sich bannten zu sprechen. Hatten nun die russischen Regierungs- Uebersetzung lauteten: Andere führen Krieg, du glückliches noch mehrere Monate hinziehen." Die Arbeiter mögen beamten, sich gedulden. Ja, wenn es eine Militärvorlage oder eine Botemtin's Beiten auf die welche sich heute noch so gut, wie zu Desterreich Du heirathester würde heute fingen müssen: Junker- Schutzmaßregel wäre! die Verhüllung des Elends Du glückliches Desterreich, Du sprichst. verstehen, dem berühmten deutschen Forschungs Die Wahlrechtsbewegung in den Niederlanden. Die armen Landwirthe. Voriges Jahr raisonnirten reisenden, in dessen Gesellschaft sich ein Graf befand, Aus Haag meldet unterm 10. September Wolff's Tele fie über die hohen Preise, weil diese den Boltszorn gegen die Schattenseiten des Lebens der Verbannten zu graphisches Bureau:„ Das Exekutivkomitee für das Meeting die Kornzölle lenkten, und heuer raisonniren sie über die verdecken gewußt, oder sah Brehm wirklich nur erträgliche zu Gunsten des allgemeinen Stimmrechts hat den Zeitungen billigen Preise, weil diese die Profite schmälern. An den Zustände, furz er schilderte Sibirien und das Leben der mitgetheilt, daß ihm kein amtliches Verbot der Versammhohen wie niedrigen Preisen war aber die arme Börse russischen Sträflinge, daß man annehmen mußte, es sei lung von Seiten des Bürgermeisters zugegangen sei." schuld. Und jetzt außerdem die ungenauen Ernteberichte". ein rechter Genuß, vom Väterchen Bar" in dies weite Bei Besprechung des Preissturzes macht ein Landwirth Land jenseits des Ural verschickt zu werden. Nun befanden. Schwedisches. Das Depeschenbureau„ Herold" aus Posen in der Kreuz- Zeitung" von gestern nach sich aber in New- York und Philadelphia einige Journalisten, meldet aus Stockholm unter'm 12. b. M.:„ Der hier folgendes Bekenntniß einer schönen Agrarierseele: welche das Leben der Verbannten in Sibirien viel genauer abgehaltene sozialdemokratische Rongeß für Daß im übrigen die Ernteberichte nicht allein die Schuld kannten, als der Verfasser des" Thierlebens", und diese Mittel- und Nordschweden war nur von 22 Ver an den niedrigen Getreidepreisen tragen, sondern daß hier das protestirten mit zorniger Entrüftung gegen diese Schön- tretern für 19 Vereine besucht. Der Kongreß sprach sich für " Und das nennen die Menschen Freiheit!" rief ich, das beleidigende Dokument auf den Tisch schleudernd. Tilling lächelte. D, ich bilde mir nicht im mindesten ein, frei zu sein, meine Herrin," erwiderte er. Wenn ich Deine Herrin wäre, könnte ich Dir befehlen, dem Militärdienft Balet zu sagen und nur noch meinem Dienste zu leben." * Interessenkreis ein. Unsere Lektüren beschränkten sich nicht unter welchem der größte Theil der Menschheit seufzt und auf Naturkunde allein, sondern umfaßten noch viele andere wohl noch durch manche Generation wird seufzen müssen: Zweige der Forschung und des Gedankens. So nahm ich Armuth, Unwissenheit, Unfreiheit so vielen Gefahren und unter anderem zum dritten Male meinen geliebten Buckle Uebeln ausgesetzt unter diesen Uebeln das fürchterlichste: vor, um Friedrich mit diesem Autor bekannt zu machen, der Krieg. Ach, wenn man beitragen könnte, es abzu den er dann ebenso sehr bewunderte, wie ich; dabei ver- wälzen!" Dieser seufzende Wunsch ent rang sich oft unseren nachlässigten wir auch die Dichter und Romanschriftsteller Herzen, aber die Betrachtung der herrschenden Zustände und " Ueber diese Frage waren wir ja einig geworden" nicht, und so gestalteten sich unsere gemeinschaftlichen Ansichten stellte solchen Wünschen ein entmuthigendes Un Freilich: ich habe mich fügen müssen, doch das Lese- Abende zu wahren Festen des Geistes während möglich" entgegen. Leider der schöne Traum, daß es beweist, daß Du nicht mein Stlave bist und das ist mir unsere übrige Existenz eigentlich ein ununterbrochenes Fest allen wohlergehe, und alle lange Leben mögen auf Erden", im Grunde recht, mein lieber, stolzer Mann!" des Herzens war. Täglich gewannen wir uns lieber; was läßt sich nicht erfüllen wenigstens nicht in der Gegen die Leidenschaft an Feuer einbüßte, das gewann die Zu wart. Aber die pessimistische Lehre, daß das Leben ein Von unserer Reise zurückgekehrt, rückten wir nach einer neigung an Junigkeit, die Achtung an Festigkeit. Das Ber- Uebel sei, daß es Allen besser wäre, sie wären nie geboren tleinen mährischen Stadt der Festung Olmüh ein, wo hältniß zwischen Friedrich und Rudolf war der Gegenstand die war uns durch unser eigenes Dasein gründlich Friedrich's Regiment in Garnison lag. Von geselligem Vers meines Entzückens. Die beiden waren die besten Kameraden widerlegt. fehr war in dem Neste keine Rede, und so lebten wir Beide der Welt, und sie mit miteinander spielen zu sehen, war Zu Weihnachten unternahmen wir einen Abstecher nach nächten unternahmen in völliger Zurückgezogenheit. Außer den Stunden, die wir föstlich. Friedrich war dabei von den zweien beinah der Wien, um die Festtage im Kreise meiner Familie zuzu dem Dienſt widmeten er als Oberftlieutenant bei seinen tindischere. Natürlich mischte ich mich sofort auch in die bringen. Mein Vater war nunmehr mit Friedrich völlig Dragonern, ich als Mutter bei meinem Rudolf widmeten Bartie, und was da für Dummheiten getrieben und ausgeföhnt. Die Thatsache, daß letterer den Militärdienst wir uns gegenseitig nur einander. Mit den Damen des geredet wurden, das mögen uns die Weisen und nicht verlassen, hatte die anfänglichen Zweifel und Ver Regiments waren die nöthigen Zeremonienbesuche und Gelehrten verzeihen, deren Werke wir lasen wenn däch tigungen verscheucht. Daß ich eine hlechte Partie Gegenbesuche ausgetauscht worden, aber auf näheren Um- Rudolf zu Bett gebracht war. Bwar behauptete gemacht, das blieb freilich sowohl meines Vaters als auch gang ließ ich mich nicht ein; es gelüftete mich nicht im Friedrich, daß er von Hause aus tein besonderer Tante Mariens Ueberzeugung; andererseits mußten sie aber geringsten darnach, bei Nachmittag- Kaffeegesellschaften Seinderfreund sei; aber einmal war der Kleine seiner Martha auch die Thatsache anerkennen, daß mich mein Mann sehr Dienstbotengeschichten und Stadtklatsch zu hören, und ebenso Sohn, und zweitens war er wirklich lieb und herzig und glücklich machte, und das rechneten sie ihm doch zu Gute. fern hielt sich Friedrich den Spielpartien des Obersten und schmiegte sich seinem Stiefvater gar so zärtlich an. Wir Rosa und Lilli that es leid, daß sie im kommenden ben Trinkgelagen der Offiziere. Da hatten wir besseres zu machten häufig Pläne über die Zukunft des Knaben. Fasching nicht unter meiner, sondern unter der weit thun. Die Welt, in der wir uns bewegten- wenn wir des Soldat?... Nein. Dazu würde er nicht taugen, denn strengeren Aufsicht der Tante in die Welt" gehen sollten. Abends zusammen beim brodelnden Theekeffel saßen die in unserem Erziehungsplan würde die Drillung zur Konrad Althaus war nach wie vor ein eifriger Besucher war von der Welt der Olmüßer Geselligkeitstreife sternen Kriegsruhmliebe keinen Plaz finden. Diplomat! Vielleicht. des Hauses, und es wollte mir scheinen, als hätte er in der weit entfernt. Sternenweit" mitunter im buchstäblichen Am wahrscheinlichsten aber Landwirth. Als fünftiger Erbe Gnade Lilli's einige Fortschritte gemacht. Sinne denn einige unserer liebsten geistigen Ausflüge des Dotty'schen Majorats, welches ihm von dem nunmehr Der heilige Abend fiel sehr heiter aus. Es ward ein waren nach dem Firmament gerichtet. Wir lafen nämlich sechsundsechzigjährigen Onkel Arno's einft zufallen mußte, großer Christbaum angezündet und von einem zum andern miteinander wissenschaftliche Werke und unterrichteten uns würde es ihm Berufs genug sein, seine Befizungen rationell wurden allerlei Geschenke getauscht. Der König des Festes über die Wunder des Weltalls. Da durchstreiften wir zu verwalten. Dann sollte er seine kleine Braut Beatrix und der Meistbeschenkte war natürlich mein Sohn Rudolf; die Tiefen des Erdballs und die Höhen der Himmelsräume; heimführen und ein glücklicher Mensch werden. Wir aber auch alle übrigen wurden bedacht. So erhielt Friedrich da brangen wir in die Geheimnisse der mikroskopisch unend- waren selber so glücklich, daß wir gern für die ganze von mir einen Gegenstand, bei dessen Anblick er einen lichen Kleinheiten und der teleskopisch unendlichen Fernen, Mitwelt, und für die fünftigen Geschlechter obendrein, Freudenschrei nicht unterdrücken konnte. Es war ein silberner und je größer die Welt vor unseren Blicken sich entfaltete, Schäße von Lebensfreude hätten gesichert sehen wollen Briefbeschwerer in Gestalt eines Storches. Derselbe hielt in desto winzigere Dimensionen schrumpfte der Dlmüzer Dennoch verschloß sich unsere Einsicht dem Elend nicht, einen Bettel im Schnabel, auf welchem von meiner Schrift dolight susw * Die Kärtner Sozialdemokratie hält am 25. September prinzipielle Durchführung der Beschlüsse ist, welche der Wiener Parteitag faßte. eine rationellere Agitation besonders unter den landwirth- es jetzt ein gefährlicher Zautapfel ist, hätten aufs Beste ge- statt, in welcher eine Resolution angenommen wurde, welche ben schaftlichen Arbeitern aus; die Organisation soll in eine wahrt werden können. Allein der große alte Mann", der Versuch, die Klassengegensäge unter den Juden zu verhüllen, fachliche und eine politische geschieden werden; Agitations- ein gewaltiger Mucker ist vor dem Herrn, fürchtete den zurückweist und den Anschluß an die internationale schulen sind zu errichten( unter dem Namen„ Agitations Aufschwung des Islamismus; und in seiner beschränkten schiede werden für unwesentlich angesehen und man giebt die g'itations- Aufschwung Sozialdemokratie erklärt, Religions- und Raffenunterschule Karl Marx" ist bereits eine in der Bildung Bigotterie machte er sich lieber zum Henker eines aufstreben Erklärung ab, daß es nur einen einzigen großen Gegensatz giebt begriffen); Streifs dürfen nur nach sorgfältiger Erwägung den, nach Freiheit ringenden Bolkes. Ob er nun in ver- und zwar den zwischen Ausbeutern und Ausgebeuteten. erklärt werden; eine Arbeiterstatistik ist als Grundlage für späteter Reue sein Unrecht, sein Verbrechen nach Möglichkeit eine wirkliche Arbeiterschutz- Gesetzgebung nöthig; die Be- gut zu machen versuchen wird? Wir trauen es ihm strebungen der Mäßigkeitsvereine(?) sind zu unterstützen." nicht zu. 42 nonibus in Villach eine andestonferenz ab, deren Zweck die In Stockholm hat am 9. d. M. die Sozialdemokratie einen großen Erfolg errungen. Bei einer les Reichstags- Erfahwahl hat unser Genosse Brans ting die zweithöchste Stimmenzahl auf sich vereinigt. Der Liberale erhielt 382, Branting 323, der Regierungskandidat 304 Stimmen. Dieses Wahlergebniß ist um so erfreulicher, als in Schweden ein hoher Zenfus das Wahlrecht arg beschneidet und die relative Mehrheit den Ausschlag giebt.- torrefpone en in einer Notiz über, die Hamburger SozialBeherzigenswerthe Worte enthält die" Sozial. Frankreich. Der Kongreß der sozialistischen demokratie und die Cholera". Das Blatt führt die BereitwilligGemeinderäthe ist gestern, den 12. b. M., in St. Duen, ber Sanitätskommission zuverlässige Personen zur Verfügung schäftsräumen der Bremer Bürger Beitung" statt. Es feit an, mit welcher die sozialdemokratischen Vereine Hamburgs Eine Haussuchung fand am 9. September in den Gee bei Paris, zusammengetreten. Ein Bund Bund der stellten, und bemerkt dazu: Parteinachrichten. Der Generalrath der belgischen Arbeiterpartei beschloß, wie das Herold'sche Bureau berichtet, angesichts der letzten Bor gänge, welche ini Departement Pas de Calais zwischen belgischen und französischen Arbeitern vorgekommen find, mit dem Komitee u treten, um eine Versöhnung herbeizuführen. der französischen sozialistischen beiterpartei in Unterhandlung Polizeiliches, Gerichtliches ze. sozialistischen Gemeinden Frankreichs„ Es ist das ein schöner Beweis des Pflichtgefühle, das in handelte sich um das Manuskript eines vor 2/2 Wochen er -O " wurde beschlossen. In Carmaux ist es, troß den politischen und gewerkschaftlichen Arbeiterfreisen herrscht. Schienenen Artikels Zur Swistringer Prügelaffäre", das jedoch allen Anstrengungen des Prozenthums, nicht zum Blut- Möge man sich hieran erinnern, wenn die Stunden der Noth nicht gefunden wurde. vergießen gekommen, dank der Wachsamkeit der Sozial- wieder vorüber find, und mit dem politischen Gegner auch auf Neustrelitz hat der frühere Redakteur ber Bielefelder Wegen Beleidigung des Ortsvorstehers zu Teschendorf in demokraten, welche durch einen wohlorganisirten Patrouillen- anderen Gebieten der Gemeinnüßigkeit Hand in Hand gehen!" Volkswacht", Genosse Groth, 50 M. zu zahlen; Genosse dienst die Ordnung energisch aufrechter halten. Aus Leipzig wird uns geschrieben: Die Tonhalle, das Robisch in Bielefeld wegen Beleidigung eines Gendarmen ebensoviel. Die russischen Geheimpapiere. Der Kölnischen größte Versammlungslokal Leipzigs, das den hiesigen Arbeitern - Der Redakteur der Thüringer Tribüne", Ge Beitung" wird aus Sofia gemeldet: Jacobsohn, der die nach der 1887er Faschingswahl durch allerhand Machinationen noffe Hülle in Erfurt, hat wegen Beleidigung eines Polizeirussischen Geheimpapiere, aus denen die Räuberpolitik des der Gegner entrissen und ſeit der Zeit von den Arbeitern ge- tommiffars 50 M. Geldstrafe zu bezahlen. Der Kommissar hatte Barismus attenmäßig hervorging, an die bulgarische Re fügung. Die dem Wirth von den„ Ordnungs" parteien zugesichert des Festlokals aufgehängt gewesenen rothen Banners verlangt mieden wurde, steht uns jetzt wieder zu Versammlungen zur Ver: beim Volksfeste am 1. Mai die Entfernung des in der Kolonnade gierung ausgeliefert hat, erklärt die Akten für echt und gewesene Unterstützung blieb aus, und da er leben will und und auf den Protest dagegen, der unter Hinweis auf Entbehauptet, der beste Beweis für die Echtheit sei, daß der feine Abgaben entrichten muß, tam er zu anderen Gedanken. Polizeipräsident von Bukarest bereits 1890 wußte, daß Das hiesige Gewerkschaftstartell hat den plan gefaßt, die Scheidungen des Ober- Berwaltungsgerichts und des Regierungsfolche Schriftstücke sich in Rustschuk befänden. Auch habe nicht oder nur schwach organisirten Arbeiter zu organisiren. Zu präsidenten erhoben wurde, geäußert: Was geht das mich an, die rumänische Polizei amtlich bei der bulgarischen Agentur diesem Behufe ist eine Agitationskommission gewählt worden, die ich thue, was ich will." Hülle hatte den Borgang in der angefragt und um Abschrift der Aftenstücke gebeten, welchem iegt mit einem Flugblatt an die Brauer, Fleischer, Barbiere, for Tribüne" fritisch beleuchtet und darauf stellte der Kommiffar Wunsche jedoch nicht entsprochen wurde. Die Aftenstücke wie an die Textilarbeiter, Dachdecker 2c. herantritt, worin die in gegen ihn Strafantrag. Im Urtheil wird, wie die" Tribüne" feien infolge Fahrlässigkeit der russischen Behörden Stam Das Flugblatt, dem eine eingehende Untersuchung der Verhältniffe Bahrung berechtigter Intereffen gehandelt habe, daß aber die geden einzelnen Gewerben herrschenden Mißstände klargelegt find. gelehnt und ausdrücklich anerkannt, daß der Angeklagte in bulow übergeben worden. vorausgegangen ist, beschäftigt sich mit der Arbeitszeit, den sonstigen wählten Ausdrücke beleidigend seien. Arbeitsbedingungen, den Wohnungsverhältnissen, der Kost, der Behandlungsweise, den gesundheitsförderlichen, bezw. schädigenden Einrichtungen 2c. Da, wo sich einzelne Arbeiter wegen zu be fürchtender Maßregelung nicht getrauen, öffentlich vorzugehen, besorgt das Gewerkschaftskartell die Einberufung der Versamm lungen, die Referenten 2c. es Alles verbreitet " Aufruf Der Rubel auf Reisen. Die Kölnische Beitung" veröffentlicht einiges Material über das russische Verschwörertreiben in den Balkanländern. Der berüchtigte Hitrowo- der geheime Chef der bulgarischen Mordbande erhielt im Jahr 1887 aus russischen Staatsmitteln nahezu eine Million Frants wofür dann die verschiedenen Der Leipziger Magiftrat bat natürlich auch nicht fiber Soziale Uebersicht: Attentate geliefert wurden. fich gewinnen können, der Arbeiterpreffe die gedruckten RathDiefer Hitrowo äußerte gelegentlich gegen den franzö- Schläge zugeben zu laffen, welche wegen der Choleragefahr an alle in der Holzindustrie beschäftigten Arbeiter! Wähler" vermuthet, daß fischen Gesandten in Bukarest, Herrn von Coutouly:„ Ich gegenüber den anderen in" Zeippig erscheinenben, Blättern anbers( Besonders an die Arbeiter folgender fünf Zweige, wie fie der verstehe nicht die Strupel der Diplomatie unserer Beit. gehalten habe. Die Frankf, 3tg." mißbilligt, wie es sich gehört, 3. September im Vorwärts" in Gruppe 5 zusammengefaßt hat, es sich gehört, Ausschuß der Streit- Kontrollkommission in dem Entwurf vom Es ist ein Unglück, daß die heutigen Diplomaten nicht senes Verfahren, indem fie fast:„ Unjeres Grachtens folent, die freie Hand haben, wie im guten 15. Jahrhundert, wo Behörden gerade auf die Berbreitung berartiger Cholera- Bekannte wonach die Vertheilung der Beisitzer zum Gewerbegericht erfolgen fann: Fabrikation von Holzjalousien, Kistenmacher, Holzerlaubt war: Gift und Dolch." machungen durch die sozialdemokratischen Blätter sehr erheb Die russischen Diplomaten haben sich mit diesem Unglüdliche Gewicht legen, da diese unter der ärmſten Bevölkerung schneidereien, sowie Holz- und Bretterträger und sämmtliche in sehr gut abzufinden gewußt, indem sie die Praktiken„ bes guten am weitesten verbreitet und für Taufende dieser Bevölkerung die Solzbearbeitungs- Fabriten und auf Holzplätzen beschäftigte 15. Jahrhunderts" beibehielten. Und das nicht blos in einzige Lektüre sind." Dieser Gesichtspunkt kann nicht wohl Kollegen! Das Resultat der Besprechung, welche infolge des Bulgarien. außerhalb der Sehweite der Leipziger Ortsgewaltigen gelegen haben; wenn man ihn trotzdem außer Acht ließ, so wird die Sprechsaal- Artikels Stein's vom 10. b. M. stattgefunden hat, ist Folgendes: Bon ben obengenannten Arbeiterkategorien find Arabi Pascha. Das Gerücht taucht auf, die englische fein. In Fragen, wo es sich um Leib und Leben eines jeden Ristenmacher und die in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf HolzUrsache lediglich der Haß gegen das flaffenbewußte Proletariat hauptsächlich nur folgende organisirt: Holz- und Bretterträger, Regierung beabsichtige diesen Borkämpfer der nationalen" Ginzelnen, um die allgemeine Menschenpflicht handelt, hat aber Selbständigkeit Egyptens in Freiheit jegen zu lassen. Arabi ber aß zu schweigen. Demgemäß zu verfahren, ist verba ante pläßen beschäftigten Arbeiter. Dieſe waren auch nur bei der BeBascha, der Sohn eines Fellahs, stellte sich 1881 an die Pflicht und Schuldigkeit auch des Leipziger Magistrats. fprechung vertreten. Die Aufstellung von 6 Kandidaten zum GewerbeSpize der egyptischen Nationalpartei er bezweckte die opgericht fonnte daher bezüglich dieser drei Branchen vorgenommen werden. Aufgestellt refp. nominirt sind von den in HolzUnabhängigkeit seines Vaterlandes von fremden Einflüssen. Eine Agitationstour in den Machtbereich des Herrn Berg bearbeitungsfabriken und auf Holzplätzen beschäftigten Arbeitern Er kam dadurch mit England in Konflikt, und Herr raths Leuschner unternahmen am 28. August Ascherslebener 2 Randidaten und von Ristenmachern 1 Kandidat. Die HolzGladstone, der damals Minister war, bethätigte in, bei Sozialdemokraten. Dieselben vertheilten in den Dörfern Quen- und Bretterträger beabsichtigen die Aufstellung in der Verihm nicht überraschender Weise seine hundertmal auspofaunte stedt, Sylda, Welbsleben und Westdorf Exemplare der Halber- sammlung vorzunehmen, welche von den Unterzeichneten zum Begeisterung für die unterdrückten Nationalitäten dadurch, städter Sonntagszeitung" mit gutem Erfolge. Arbeiter.) Mittwoch, den 14. September, nach den Konkordiasälen, Andreas Kandidaten erfolgen. daß er eine Armee gegen Arabi Bascha schickte, die blühende Hafen- Das Militärverbot wurde in Landsberg a.. fiber traße 64, Anfangi 8 Uhr, einberufen wird( fiche heutiges Instadt Alexandria in Trümmer schießen und den in der Schlacht die Birthschaft arbetet wurde in any fix ferat). In dieser Versammlung soll die Bertheilung der übrigen von Tell el Kebir vor genau 10 Jahren( 13, September 1882) Lofal unserer Partei zu Versammlungen überläßt. Bum 27. Auguft Diese Angelegenheit ist so wichtig, daß kein Kollege aus den besiegten Arabi Bascha gefangen nehmen ließ und schließlich suchte er um Tanzerlaubniß nach der Bürgermeister verweigerte genannten Betriebszweigen in der Bersammlung fehlen darf; es irgendwo als Staatsgefangenen internirte". Der große sie ihm, während sie anderen Wirthen nicht vorenthalten wurde. gilt Vertreter aufzustellen, die das Recht des Arbeiters mit peinalte Mann" zeigte damals, wie kleinlich und durch und durch undemokratisch sein Denken ist. Hätte er die nationale sprach fürzlich der Parteigenosse Rör ten aus Berlin in Agitation. Ueber Lassalle und gegen den Staatssozialismus lichster Sorgfalt wahrnehmen. Mit follegialem Gruß Bewegung in Egypten unterstüßt, statt ihr entgegen zu Grabow bei Stettin. treten, so würde die egyptische Frage ihre praktischste Lösung gefunden haben- Egypten wäre zur Selbständigkeit ges langt und die Interessen der europäischen Staaten, für die die Worte standen: Im Sommer 1864 bringe ich etwas. Friedrich umarmte mich stürmisch. Wären die andern nicht dabei gewesen, er hätte sicherlich einen Rundtanz mit mir aufgeführt. Die Beauftragten E. Stein, Friedenstr. 80, Arbeiter an Holzbearbeitungs- Maschinen, W. Mayer, Brizerstr. 2, Holz- und Bretterträger, Die sozialdemokratische Parteifonferenz des Wahl. Tschernig, Luisen- lifer 89, Ristenmacher. freises Offenbach- Dieburg, die fürzlich in Babenhausen tagte, war von 71 Delegirten besucht. Auf derselben Achtung! In der Werkstatt von Gustav Peters, wurde konstatirt, daß der Bezirkskassirer einschließlich des Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 155, haben die Ge Inhaftivtenfonds 2379,62 m. vereinnahmte, wovon nach Abzug fellen bie Arbeit niebergelegt. Diefelben hatten bis vor drei der Ausgabe 1249,88 m. Baarbestand verblieben; der Vertrauens Wochen eine Arbeitszeit von täglich 11 Stunden, als vom Meister mann vereinnahmte 212,22 m. und erzielte einen Ueberschuß von bestimmt wurde, daß blos 10 Stunden gearbeitet würde und 44,18 M. Die Konferenz beschloß zum 1. Oktober die Heraus- 14 Tage der volle Lohn gezahlt werde. In der letzten Woche gabe eines Wochenblattes für den Kreis Dieburg, dessen wurde aber der Lohn für die ausfallende Stunde abgezogen, inAm ersten Feiertag versammelte fich die ganze Familie bonnementspreis auf 50 Pf. pro Vierteljahr festgesetzt ist, und folge deffen legten die Gesellen die Arbeit nieber. erklärte sich im Prinzip für zentrale Organisation des Kreiſes, bfeder bei meinem Vater zum Diner. Von Fremden war welche bereits in anderen hessischen Kreisen durchgeführt ist. Die Die Brauer Kiels und Braunschweigs stehen mit den uur Exzellenz„ Allerdings" und Doktor Bresser anwesend. hierzu eingegangenen Organisations- Entwürfe hat eine 11 gliedrige Brauereiverwaltungen in Differenzen und ersuchen um FernAls wir da in dem altbekannten Speisezimmer bei Tische Kommission zu prüfen. Als Telegirter zum Berliner. Barteitage haltung des Zuzugs. faßen, mußte ich lebhaft jenes Abends gedenken, wo uns wurde für den Kreis der Genosse Galm gewählt. Ein Anbeiden unsere Liebe zuerst deutlich ins Bewußtsein trag, beim demnächst in Darmstadt stattfindenden hessischen Der Wiener Streit der Kistentischler hat Montag, den getreten. Doftor Bresser hatte denselben Gedanken: Parteitag, die Erledigung der Frage anzuregen, in welcher Weise 4. September in 13 Werkstätten begonnen, nachdem in 26 WertErinnern Sie sich noch der Piketpartie, die ich mit die Kandidaten für die Landtagswahlen aufgestellt werden sollen, stätten die Forderungen 10ftündige Arbeitszeit, Sonntagsruhe Bu ob durch die Landeskonferenz, oder durch das Landeskomitee oder und 12-16 Gulden Mindestlohn bewilligt worden waren. Ihrem Herrn Bater spielte, während Sie am Ramin mit burch die einzelnen Wahlkreise, wurde nach kurzer Debatte ein- zug ist fernzuhalten, Unterstützungen sind nöthig. Nachdruck erBaron Tilling plauderten?" fragte er mich. Ich sah aus, stimmig angenommen. beten. nicht wahr, als wäre ich ganz in mein Spiel vertieft, aber dennoch hatte ich mein Ohr in Ihrer Nichtung gespitzt und hörte aus dem Klang der Stimmen- die Worte fonnte Berein zu Grfurt an den bortigen Magistrat gerichtet. Trotz der großen Nothlage, in der fich die Talesweber befinden, Er ich nicht vernehmen ein gewisses Etwas heraus, welches will wissen, welche Schritte der Magistrat zu thun gedenke, um nur sehr spärlich ein. Die Genossen allerorts werden von der mir die Ueberzeugung weckte: Die zwei werden ein der durch das neue Einkommensteuer- Gesetz zu Ungunsten der Wiener Arbeiterzeitung"( Wien VI, Gumpendorferstraße 60) Paar. Und wenn ich Sie jetzt mit einander beobachte, so britten Klasse erfolgten Verschiebung der Wählerklassen abzu bringend" ersucht, Einiges zu thun für die streitenden Talessteigt mir eine neue Ueberzeugung auf, nämlich: Die zwei des Zenfus das den Wählern der dritten Klasse verkümmerte Niederlage, welche durch Hunger beraufbeschworen werden kann. helfen. Ob der Magiftrat beabsichtige, durch eine Herabfehung weber. Genossen, schützt die streikenden Brüder vor einer sind und bleiben ein glückliches Baar." Wahlrecht wiederherzustellen und zwar so schnell, daß diese Aus Deutschland gingen an Unterstügungen weiter ein: von Ich bewundere Ihren Scharfsinn, Doktor. Ja, wir Maßregel schon bei den nächsten Stadtverordneten Wahlen zur den Textilarbeitern Aachens 50,40 m., von internationalen find glücklich. Ob wir es bleiben? Das hängt leider Geltung fäme? Der Sozialdemokratische Verein bittet noch„ um nicht von uns ab, sondern vom Schicksal... Ueber jebem balbige geft. Antwort". Auf den Inhalt derselben darf in Desterreichern in Gera 8 M. Glück schwebt eine Gefahr, und je inniger das erste, desto jebem Betracht gespannt sein, um so mehr, als der Durch die graufiger die letzte." Was tönnen Sie fürchten?" „ Den Tod." Eine verfängliche Frage hat der Sozialdemokratische Anfrage berührte Uebelstand sich in ganz Preußen fühlbar macht. Fortschritte der Organisation in Oesterreich. In der Der Streit der Talesweber in Kolomea dauert fort. 19A o Briefkaffen der Redaktion. Zeit vom 1. bis 31. Auguft find folgende neue Organisationen os Ah so. Der war mir gar nicht eingefallen. Ich habe gegründet worden: In Wien: Arbeiter- Gesangverein„ Freifinn" J. Oldenburg. Falls Ihnen der Hauswirth unter den war als Arzt öfters Gelegenheit, dem Gesellen zu begegnen im IX. Bezirk. In Niederösterreich: Allgemeiner Arbeiter geschilderten Umständen nicht ohne Weiteres gestattet, auszuziehen, aber ich denke nicht daran. Der liegt ja bei gefunden Fortbildungsverein für Scheibbs und Umgebung. In Böhmen: so wenden Sie sich an die Polizei und lassen Sie die Wohnung und jungen Leuten, wie das in Rede stehende glückliche Fachverein der Schneider und Schuhmacher in Afch; Wolfs- untersuchen. Wird dieselbe, wie anzunehmen, als gesundheitsBaar, in so entrüdter Ferne bildungsverein in Auffig- Neulerchenfeld; Fortbildungsverein für gefährlich befunden, so wird deren sofortige Räumung angeordnet. Was nüßt dem Soldaten Jugend und Gesundheit?" Arbeiter und Arbeiterinnen in Fischern; Arbeiter- Bildungsverein Schadenersas tönnen Sie nicht verlangen, doch muß Ihnen der Verscheuchen Sie solche Ideen, liebste Baronin. Es Pofrot" in Kardas- Recic. In Mähren: Fachverein der Bau- verhältnißmäßige Theil der gezahlten Pränumerando- Miethe. it ja tein Krieg in Sicht. Nicht wahr, Grzellens," wandte arbeiter Mährens in Brünn. In Tyrol: Fachverein der Eisen- zurückgegeben werden. und Metallarbeiter in Meran. er sich an den Minister, gegenwärtig ist am politischen Himmel der mehrfach erwähnte schwarze Punkt nicht zu feben?" In Kolomea fand eine Versammlung der streitenden ( Fortsetzung folgt.) Borstensortirer und Zales weber, meistens Juden, B. N. 1. Der Mann hat dem vorehelichen Kinde seiner Frau gegenüber, außer wenn dasselbe von ihm stammt, feine Pflichten. 2. Bei der Eheschließung erwähnt der Standesbeamte nicht, daß die Braut ein Kind hat. Für den Inhalt der Juserate über nimmt die Redaktion dem Publikum Egyptische Ausstellung. Unmittelbar an der Stadtbahn- Station Zoologischer Garten. gegenüber keinerlei Verantwortung Permanent geöffnet v. Morgens 10 Uhr bis Abends 11 Uhr. Theater. Arabisches Original- Café mit seinen egyptischen Musikern und National- Tänzerinnen( Almées). Orientalische Bazare. Suaheli- und Fellachendorf Beduinenlager, Landwirthschaftliche Anlagen, Maschinen u. Geräthe Ober- Egyptens. um 41/2 und 7 Uhr. 3. Wahlkreis. Große öffentliche Versammlung am Mittwoch, den 14. September, Abends 8 Uhr, in Brochnow's Salon( früher Orschel), Sebastianstraße 39. Tages Ordnung: 1. Bortrag über: Die Cholera, ihre Berhütung und Heilung vom Stand2. Diskussion. Damen haben Zutritt. F Dienstag, den 18. September. In der grossen Arena: Vorführung der grossen Karawane täglich punkt der Naturheilmethode. Referent Herr Diretor Hermann Canitz. Opernhaus. Lohengrin. Schauspielhaus. Romeo und Julia. Leffing- Theater. Die arme Löwin. Jeden Deutsches Theater. Prinz Friedrich von Homburg. Berliner Theater. Nora. Kroll's Theater. Hans Heiling. Bellealliance- Theater. Das Nachtlager zu Granada. Rendenz Theater. Die Dummen ( Les Jobards), Friedrich- Wilhelmstädt. Theater.. Die Fledermaus. Thomas- Theater. Die verlassene Vierländerin. Hanne Nüte's Abschied. De forsche Beter. Wedd. Adolph Gruft- Theater. Die wilde Madonna. Alexanderplah Theater. Tannhäuser. Ofend- Theater. Die Räuber. Apollo Theater.. SpezialitätenBorstellung. Einzug der Mekka- Karawane in Kairo um 5 und 8 Uhr. Von 32 Uhr ab: Grosses Konzert. Freitag ,, Elite- Abend", verbunden mit gr. Doppel- Konzert. Entree 50 Pf., Loge 3 Mk., I. Tribüne 1,50 Mk., II. Tribüne Mk. EN Bock- Brauerei. Empfehle den 2882L großen Garten nebst 2 großen Sälen zu Vergnügungen und Versammlungen. Achtung! August Thiedemann, Dekonom. Achtung! Großer Sommernachts- Ball am Sonnabend, den 17. September, veranstaltet vom 486/18 im Saale des Herrn Spitzig, Friedrichsberg, Frankfurter Allee, Theater der Reichshallen. Spezia- Allgem. Arbeiterinnen- Verein, Filiale Friedrichsberg n. Umg. litäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Borstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Vorträge. Gesangs- Aufführungen. Lebende Bilder. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Anfang 8 Uhr. Hierzu ladet freundlichst ein Entree 25 Pf. Das Comité. Adolph Ernst- Theater. Verein d. Lithographen, Steindrucker 8. Der Einberufer. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 13. September, Abends 8 Uhr: Berlammlung in Knebel's Salon, Badstraße Nr. 58. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Alwin Gerisch über: Die Cholera und die kapitalistische Gesellschaft. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. 4. Fragetasten. Der Vorstand. Gäste haben Zutritt. Juhaber von Billets zur Lassalle- Feier werden ersucht, bis zu dieser Versammlung abzurechnen.. [ 424/13] Grosse öffentliche D. O. Kommunalwähler- Versammlung für den 15. Kommunal- Wahlbezirk am Dienstag, den 13. September cr., Abends 8%, Uhr, im Lokal Rena, Naunynstr. 27. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Vogtherr über die bevorstehenden Stadt verordneten Erfahwahlen. 2. Aufstellung eines Kandidaten. 3. Wahl eines Bezirkskomitees. Zahlreicher Besuch erwünscht. Entree nach Belieben. Der Einberufer. 430/10 Achtung! Grosse Achtung! Die wilde Madonna. und Berufsgenossen Deutschlands. Kommunalwähler- Versammlung Gesangsposse in 3 Aften von L. Treptow. Couplets von G. Görss. Musik von G. Steffens. Mit neuen Kostümen und Dekorationen aus dem Atelier des Herrn Lütkemeyer in Coburg. In Scene gefegt von Adolph Ernst. Anfang 7, Uhr. I Morgen: Dieselbe Vorstellung. Alexander- Platz- Theater. Dienstag, den 13. September: Tannhäuser. Große Ausstattungs- u. Gesangs- Poffe in 4 Bildern. Anfang um 7% Uhr. Feen- Palast Burgstraße, neben der Börse. Täglich ( Bahlstelle Berlin.) Mitglieder- Versammlung am Donnerstag, den 15. September er., Abends 8% Uhr, im Lotale des Herrn Philipp, Rosenthalerstr. 38, Tagesordnung: 447/4 1. Vortrag des Herrn Canik über: Die Cholera". 2. Diskussion. 3. Erfahwahl des zweiten Schriftführers, eines Beisizers und eines Mitgliedes Unterstügungs- Kommission. 4. Berschiedenes und Aufnahme neuer Mitglieder. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Verwaltung. der Deffentliche Versammlung der Gürtler, Drüder u. Galvaniseure am Mittwoch, 14. September, Abends 8 Uhr, in Hoffmann's Festsälen, Oranien- Straße Nr. 180. Tages: Drdnung: 1. Vortrag des Kollegen Otto Klein über Gewerbegerichte. 2. Disfür den 25. und 26. Kommunalwahl- Bezirk am Dienstag, den 18. Eeptember, Abends 8 Uhr, in Haafe's Salon, Gr. Frankfurterstr. 117. Zages Ordnung: 430/11 1. Die Bedeutung der Kommunalwahlen. Referent Stadtv. Gustav Tempe 1. 2. Aufstellung der Kandidaten. 3. Wahl des Bezirkskomitees. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung bittet um recht zahlreichen Der Einberufer. Besuch Fachverein der Tischler. Süden, Südwesten und Westen. Dienstag, den 13. September, Abends 8%, Uhr: Versammlung in Heinrich's Lokal, Blücherstraße 61( dasselbe ist nicht mehr boykottirt). Tagesordnung: 1. Vortrag des Herru Türk über:" Der Kampf gegen das Verbrechen." Neue fuffion. 3. Wahl von Beisigern zum Gewerbegericht. 4. Wahl eines Ver 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Butritt. Gr. Spezialitäten Vorstellung. trauensmannes. 5. Verschiedenes. Es ist Pflicht aller Kollegen in dieser Mitglieder werden aufgenommen. Der Bevollmächtigte. Miß Selina, die singende Luftfee, Bersammlung zu erscheinen. Bur Deckung der Unkosten findet Zellerfamm 85/3 Truppe Leopard, Kraft- u. Zahn- lung statt. [ 75/3] Der Einberufer. Gruppe, Barterre Utrobaten, C. Königsfeld, Heinickendorfer- Str. 69. Mr. Clermont, m. f. dreff. Efel, Schweinen, Bären 2c., Garreton- Truppe, Excentr. Afrobaten, Granau und Seefeld, Wiener Duettisten, Herut. Schulte, Gesangs- Humorist. Anfang Wochentags 7/2 Uhr. Sonntags 6 Uhr. PassagePanopticum. Neu! Blaue Grotte mit Wasser, Kähnen u. Beleuchtungseffekten. Neu! Eine Kriminalgeschichte in fieben lebensgroßen Gruppen. Castan's Panoptikum. Geöffnet von 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. Gratweil's Bierhallen Rommandantenstraße 77-79. Täglich: Spezialität: Ringe, größte Auswahl. 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Gauge Ausstattungen in Mahagoni 2926 der Julius Apelt, Sebastianstr. 20( früher 27/28). Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, 3. Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10 W. Meyer, Holz- und Bretterträger. Große öffentliche Versammlung Stellmacher Berlins und Umgegend am Mittwoch, den 14. September, Abends 8% Uhr, in den Arminhallen", Rommandanten- Straße Nr. 20. 1941b Tagesordnung: 1. Vortrag über Gewerbegerichte. Referent: Herr Millarg. 2. Diskussion. Aufstellung eines Randidaten. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet Berantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. Der Einberufer. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 214:. Dirnstag, den 13. September 1893. 9. Jahrg. Narteigenosten! Die traurigen Vorgänge in Hamburg haben wieder ein- Wal mit überzeugender Klarheit den Beweis geliefert, daß die besitzenden Klaffen völlig unfähig sind, die Interessen �der Ge- saunntheit thallräftig zu vertreten. Gänzlich unvorbereitet ist die reiche Handelsstadt von der heimluciischen Seuche überfallen worden. Die Behörden— erst vertuschend, dann rathlos, mit den Geldmitteln geizend und mit halben Maßregeln vorgehend—, die Privaten in bleicher Angst ölli Winde flüchtend— und die besitzlosen Klassen dem Wlllhen der Seuche überlassend— daß ist eine Bankrott- Erklärung des bisherigen Herrschaftsgstems, wie sie schlagender wcht gegeben werden konnte. Und auf der anderen Seite die Proletarier, treu ausharrend in der Gefahr, von den Behörden m der Roth selbst um Hilfe angerufen, die einzigen wirklichen Stützen der Gesellschaft! Mögen auch, wie wir gerne zugeben, die Zustände bei uns kffere sei», mag man insbesondere gegen die gefürchtete Epidemie weichlichere Schutzmaßregeln getroffen haben, so bleibt doch noch vieles zu thnn übrig.— In der letzten Sitzung der Berliner Stadtverordneten-Ver- .mmlung vom 8. d. Mts. habe ich darauf hingewiesen, daß es v'cht genügt, Maßregeln ausschließlich zur ernichtung der Cholerabazillen zu treffen, andern daß man vor Allem die Wohnungs- u»d Ernährungsverhältnisse der besitzlosen nssen in solchen Zeiten unter Kontrolle Multen und den unzähligen Mißständen auf fem Gebiet abHelsen müsse. Daß diese Anregung uns unfruchtbarem Boden fiel, kann Niemand Wunder nehmen, er die Zusammensetzung dieser Versammlung kennt. Unbeachtet >eb auch meine Forderung, Vertreter aus der arbeiten- en Klasse zu den Arbeiten der Sanitäts- o m in isfiouen heranzuziehen, in welcher bisher Ge- wmrälhe und Hausbesitzer ein beschauliches Dasein führten. Unter diesen Umständen bleibt den Arbeitern wieder einmal wchts anderes übrig, als ihrerseits die Initiative zu ergreifen, Uch selbst zu helfen. Noch ist eine Cholera-Epidemie nicht in unserer Stadt aus- 8e rochen, ober noch schwebt die Möglichkeit dieses Ausbruchs wfvlge der Unterlassungssünden des Hamburger Patrizierregiments drohende Gefahr über uns. Parteigenossen! Ich richte daher an Euch 'r Aufforderung, über alle groben sanitären > b st ä n d e in Euren Wohn- und Arbeitsräumen, 'raßen und Höfen, Mißstände, unter denen zu leiden habt oder die zu Eurer Kenntniß Belangt sind, ungesäumt mir kurze, schriftliche ittheilung zugehen zu lassen, damit die Ber- Bali nisse geprüft werden können! Namentlich kommen hierbei in Betracht das Trinkwasser in den -Wohnungen, Werkstätten und Fabriken, genügende Zahl und Be- '"Offenheit der Klosets, Abtrittsgruben, Müllbehälter, Verunreini» Bavg der Brunnen, des Spreewassers und sonstiger öffentlicher ■wasserläufe durch Abwässer aus Wohnungen und Fabriken, aus laguirenden Wafferansammlnngen, Gräben und Senkgruben, einigung der Straßen, Höfe, Wohn- und Arbeitsräume, grobe 'frstände aus dem Gebiet der Wohnungs- und Nahrungsmittel- lchgiene jc. Zweitens bitte ich alle Genossen, welche gewillt sind, mir kw Sichtung und Kontrolle des voraussichtlich sehr zahlreich eingehenden Materials als Mitarbeiter an 11 Hand zu gehen, mir ihren Namen, Beruf und Woh» "vg umgehend per Postkarte mitzutheilen. . Drittens richte ich an alle A e r z t e, Chemiker, � chn i k e r. Statistiker und sonstige durch ihren Beruf 'b �Xt �sahrung Befähigten, welche Willens sind, sich mit sachverständigen Rath und Hilfe an unserem Werke zu be- heiligen die Aufforderung, sich sofort mit mir in Verbindung "»«n zu wollen. Die schreiendsten Uebelstände werden wir in unserem Partei veröffentlichen und uns von den städtischen und Polizei- 'Hörden, den Fabrikinspektoren und den parlamentarischen orperschuftot Beachtung und, soweit das innerhalb der heutigen 's'llschast möglich ist, Abhilfe erzwingen. Parteigenossen! Schon seit vielen Jahren verlangen die llT�eter bei öffentlichen Gesundheitspflege eine regelmäßige 'rivachuiig aller sanitären Uebelstände in Berlin durch fach- �rständig« Gesundheits-Ausseher, schon seit Jahren trägt sich die adtverwaltung mit diesem Plane, aber bis heute verlautete �ach Nichts von seiner Verwirklichung, bis heute besteht die Ein- Achtung uur auf dem Papier. , Wohlan, zeigen wir den herrschenden Klassen, daß die Ar- im Stande sind, durchzuführen, wozu es de» städtischen 'Hörden anscheinend an Thatkraft mangelt, formiren wir Sanitätskolonne von Freiwilligen! Nüsten wir uns im Frieden, um im Kriege "�it zu sein! Dr. Zadel, S.. Annenstr. 46. h e i t s a m t vom 10. bis Cholera-Erkran- Uon der Cholera. lS attn Kaiserlichen G e sunt» l l ii" S'ptember. Mittags, gemeldete ""Ss- und Todesfälle: BereinzelteErkrankungen: �.Negierungs bezirk Schleswig: in.. Mhoe, Lauenburg und in vier Orten der Krepe Stormarn, nneberg und Kiel(Land) S Erkrankungen, 5 Todesfälle. Än�r'gieru nasbezirk Stade: in zwei Orte Jork und Kehdingeu 6 Erkrankungen. Orten der Regierungsbezirk Lüneburg: in den Städten Harburg und Winsen, sowie in drei Orten des Landkreises Har- bürg 5 Erkrankungen, 3 Todesfälle. Regierungsbezirk Magdeburg: in einem Orte des Kreises Jerichow 11 1 Todesfall. Regierungsbezirk Potsdam: in Stadt Spandau 2 Todesfälle. Berlin: 1 Todesfall(Kappel). Regierungsbezirk Stettin: Stadt Stettin 1 Er- krankung. Hamburg, 12. September. Von gestern Mittag bis heute Mittag sind hier 390 Cholera- Erkrankungen und 175 Todesfälle gemeldet; davon entfallen auf gestern 204 Erkrankungen und 110 Todesfälle. Der Rest sind Nachmcldungen. Die Transporte betrugen gestern 146 Kranke und 74 Leichen. Nach der Feststellung des statistischen Bureaus sind bis 10. September 13 338 Erkrankungen und 5805 Todesfälle vorgekommen. Bei einer Gesammtbevölkerung des Staatsgebietes Hamburg von 640 400 Personen ergiebt dies für je 1000 Personen 20.7 Erkrankungen und 9,1 Todesfälle. Diese Ziffern sprechen für sich selbst. Der„Reichs-Anzeiger" schreibt: Nachdem die Cholera in Bremen seit einer Reihe von Tagen nicht mehr aufgetreten ist und der Gesundheitszustand der Stadt und ihres Hafengebietes Besorgnisse nicht mehr erweckt, sind die Bundesstaaten durch den Reichskanzler dahin verständigt worden, daß der Bremer Hafen als s e u ch e n- verdächtig nicht mehr anzusehen ist. Ferner: Wenngleich der Durchgang der Personenwagen von und bis Hamburg vom sanitätspolizeilichen Standpunkt keinen Be- denken begegnet, sofern die Wagen in vorgeschriebener Weise sorgfältig gereinigt»nd im Fall des Verdachts einer Infektion desinfizirt werden, so hat doch die Benutzung solcher Wagen unter den Anwohnern der von Hamburg ausgehenden großen Eisenbahn- linien, namentlich der Strecke Hamburg— Berlin, eine gewisse Beunruhigung erregt. Die Eisendahnverwaltung hat geglaubt, diesem weitverbreiteten Gefühl soviel als möglich Rechnung tragen zu sollen und Anordnungen getroffen, daß in die von Hamburg ausgehenden Züge für den Verkehr der Zwischenorte Personenwagen erst aus geeigneten Außen st ationen ein- gestellt und soweit thunlich von besonderen dort zugehenden Schaffnern bedient werden. Im Uebrigen ist schon seit dem ersten Auftreten der Seuche in Hamburg auf eine Trennung der von dort abfahrenden Reisenden von dem übrigen Publikum nach Möglichkeit Bedacht genommen worden. Der„Reichs- Anzeiger" veröffentlicht folgende Bekannt'- m a ch u n g. Behufs einer wirksamen seuchenpolizeilichen Kon- trolle der Unter- und Oberelbe und der mit ihr in Verbindung stehenden Fluß- und Kanalwege habe ich aus Grund des Artikels 4 der Reichsverfassung in der Person des Königlich preußischen Ober- Regierungsraths Freiherrn von Richthosen einen „Reichskouiniissar für die Gesundheitspflege im Stromgebiet der Elbe" berufen. Dem Reichs- kommissar ist das erforderliche ärztliche Personal zur Verfügung gestellt. Er ist angewiesen, unverweilt mit den Behörden ber- jenigen Bezirke, welche durch seine AmtLthätigkeit berührt werden, in Verbindung zu treten. Ueber die Einrichtung des Dienstes und über die Vertheilung des zur sachverständigen Beaufsichtigung der Gesundheitsverhältnisse aus den vorbezeichneten Schifffahrts- straßen berufenen ärztlichen Personals wird der Reichskommissar das Erforderliche bekannt machen. Die Geschäftsräume desselben befinden sich im Reichsamt des Innern, Wilhelmstraße 74. Der Reichskanzler. Graf von Caprivi. Ueber die von uns mitgetheilte Hamburger Elends- st a t i st i k schreibt das„Echo":„Unsere Elendsstatistik giebt dem„H. Corresp." Veranlassung, die Nothstandskomitees darauf aufmerksam zu machen. Zu dem Zwecke ist sie auch erschienen, damit die Herren das Elend kennen lernen. Wenn aber der „H. Corresp." meint, daß es praktischer gewesen wäre, diese Fülle sofort dem lokalen Komitee anzuzeigen, so müssen wir entgegnen, daß dies seitens unserer Parteigenossen geschehen ist, daß aber das Hammerbrooker Hilfskomitee es nicht für nöthig fand, darauf einzugehen, vielmehr unsere Parteigenossen, welche die Höhlen des Elends aufgesucht hatten, in nicht mißzuverstehender Weise abwies. Daraufhin und darum erfolgte die Veröffent- lichung! Möge also der„Hamb. Corresp." mit seinen Vor- würfen sich aii die Herren im Hammerbrook wenden, die ihre Aufgabe als Hilfskomitee so— edel ausfassen. Daß wir die Hansnummer nicht genannt haben, geschah darum, um nicht klatschsüchtigen Nachbarn Anlaß zum Schnüffeln zu geben. Wir wollen eben nicht, daß die Armen bei ihrem Elend auch noch unter der Taktlosigkeit Neugieriger zu leiden haben.— Was nun unsere Elendsstatistik betrifft, so können wir mittheilen. daß unsere Parteigenossen fleißig Material (und zwar durchaus zuverlässiges) gesammelt haben und noch sammeln. Wo nun di� Hilfskomitees ihre Aufgabe richtig auf- fassen und wirklich helfe», da werden ihnen auch die statistischen Bogen wie bisher vorgelegt. Wo man sich aber nicht mit unseren Parteigenossen ins Einvernehmen setzen will, wo man ihre Vor- schlüge nicht beachtet, wie im Hammerbrook, können wir nichts Anderes thun, als durch Hinweis aus das entsetzliche Elend an die Oeffentlichkeit zu appelliren." In Lägerdorf(Holstein) ist eine Frau an der asiatischen Cholera gestorben. Stettin, 12. September. Laut amtlicher Meldung sind die bereits an: 9. d. M. verstorbenen Arbeiter Wagner und Pegelow voni Wolff'schen Holzhofe, wie die nunmehr beendete bak- tenologische Untersuchung ergeben hat, an der asiatischen Cholera verstorben. Die am 10. d. M. verstorbene Schifferssrau Klose ist ebenfalls der Cholera erlegen; das betreffende Schiff ist isolirt worden.— Einer Bekanntmachung der hiesigen Polizeibehörde zufolge ist der auf der Wolff'schen Schneidemühle am rechten Odcrufer beschäftigt gewesene Arbeiter Borchwardt an asiatischer Cholera erkrankt. Der Betrieb der Schneidemühle ist eingestellt, die übrigen Arbeiter sind zur weiteren Beobachtung isolirt worden. Swine münde, 12. September. Wie vom königlichen Landrathsamt amtlich bekannt gemacht wird, ist in einem Armenhause aus Wollin«in choleraverdächtiger Krankheitsfall vorgekommen. Mainz, 12. September. Für Schiffe aus holländischen und belgischen Häfen, welche mit Gütern, die aus verseuchten Orten stammen, hier ankommen, ist bis auf Weiteres eine vier- wöchige Quarantäne angeordnet worden. Bremen, II. September. Gegenüber der Meldung mehrerer Blätter, der„Norddeutsche Lloyd" wolle die Zwischendeck- preise weiter erhöhen, kann„Bösmann's telegraphisches Bureau" aus gut unterrichteter Quelle melden, daß Solches zur Zeit nicht beabsichtigt ist. Wien, 10. September. Infolge des Auftretens der Cholera in den Niederlanden ordnete der Minister des Innern von neuem die strengste Handhabung der verfügten Vorsichtsmaßregeln, ins- besondere die sanitäre Ueberwachung der aus seuchenverdächtigen Gegenden nach Oesterreich kommenden Reisenden an. H a v r e, 12. September. Hier sind gestern 13 Personen an der Cholera erkrankt und 3 gestorben. Paris, 12. September. Gestern sind hier und im Weich- bilde 44 choleraartige Erkrankungen und 26 Todesfälle vor- gekonunen. Kopenhagen. 11. September. Wie„Berlingske Tideude" mittheilen kann, sind schon vorigen Sonnabend drei medizinische Kandidaten des Frederikshospitals unter cholera- artigen Symptomen erkrankt gewesen. Die bakteriologischen Unter- suchungen, ausgeführt vom Kreisarzt Dr. Nielsen, unter Leitung des Stadtarztes und kontrollirt von Dozent Dr. Salomonsen, konstatirten, daß in den Entleerungen des am leichtesten an- gegriffenen Kandidaten Choleraspirillen vorhanden waren. Alle drei Kandidaten sind jetzt vollständig wohl. Kopenhagen, 11. September. Da die bisher zur Ab- sperrung der schleswigschen Grenze kommaudirten Truppen sich als ungenügend erwiesen haben, so ist auf Antrag des Ober- kommandanten des Grenzkordons, Rittmeister Farhner der Rest des 19. Bataillons von Fünen nach der schleswigschen Grenze abgerückt. Madrid, 11. September. Der Minister des Innern be- nachrichtigte den Gesandten von Schweden und Norwegen, daß die Schiffe aus diesen Ländern, sofern sie von Hamburg kommen, einer Quarantäne unterworfen würden. Rom, 10. September. Stach Meldungen aus Capri ist gestern daselbst ein choleraverdächtiger Krankheitsfall mit tödt- lichem Ausgange vorgekommen. Die Todesursache ist noch nicht vollständig festgestellt. P e t e r s b u r g, 10. September. In den zuletzt infizirten Gouvernements Olouez und Nowgorod tritt die Cholera bisher nur sporadisch auf; am 8. September kamen in beiden Gouvernements je zwei Cholera-Todesfälle vor. In den Städten Ssamara, Ssaratow und Simbirsk ist die Epidemie dem Erlöschen nahe: in Taurien ist sie stärker aufgetreten. N e w- A o r k, 10. September. Auf dem Dampfer„Scaudia" sind noch 11 weitere Cholerafälle vorgekommen, von den 7 aus der Insel Swinburne gelandeten Kranken der„Scandia" sind 2 gestorben. An Bord des heute eingetroffenen Dampfers„Kaiser Wilhelm II." ist Alles wohl. Für die Ost-Schule: Für die Südost-Schule: Für die Süd-Schule: Lolmlcs. Achtung, Nachtarbeiter! Der Vorstand der Arbeiter- Bildungsschule beabsichtigt, für diejenigen Arbeiter, welche wah- rend der Nacht beschäftigt sind, an den Nachmittagen in der Zeit von 2—4 Uhr Unterrichtskurse, vorläufig für Deutsch, Geschichte, Buchführung und Rechnen,«inzurichten. Der Unterricht soll mit dem 1. Oktober beginnen. Diejenigen Petsonp, welche an diesem Unterricht theilnehmen wollen, werden ersucht, sich in den unten bezeichneten Zahlstellen der Arbeiter-Bildungsschule zu melden. Es können daselbst schon jetzt die Schülerkarten für Monat Oktober gelöst werden und wäre eine baldige Anmeldung sehr erwünscht, damit der Vorstand in der Lage ist, die der Zahl der Theilnehmer entsprechenden Vorkehrungen bis zum 1. Oktober treffen zu können. Das Schulgeld beträgt monatlich 50 Pf. für alle Fächer, Mitgliedsbeitrag mindestens 25 Pf. monatlich. Die Anmeldestellen sind folgende: Für die Nord-Schule: Scholz, Kastanien-Alle 35. G l e i n e r t. Müllerstr. 174. G u m p e l, Barnimstr. 42. Schulz, Admiralstr. 40a, Kehr, Köpnickerftr. 126. Fafforke, Junkerstr. 1. G o e p e l, Katzbachstr. 1. Für den von der Arbeiter- Bildungsschule einzurichtenden Referentennachweis werden noch Adressen von Referenten ent« gegengenommen und bitten wir, Meldungen Xan den ersten Vor- sitzenden H. Mattuta t, SO. Wrangelstraße 124, gelangen zu lassen. Zur Cholera. In Berlin ist die Situation nach wie vor eine außerordentlich beruhigende und es kann nur auf das Leb- hasteste gewünscht werden, daß es dabei bleibt. Daran ändert glücklicher Weise auch die Alarmnachricht eines hiesigen Montags- blattes nichts, wonach vorgestern die Gattin eines hiesigen Ingenieurs in das Krankenhaus Moabit eingeliefert und hier bei der Patientin Cdokra asiatica konstatirt worden sein sollte. Allerdmgs ist die Dame schwer leidend in das Choleralazareth gekommen, hier aber wurde nichts weiter als Brechdurchsall festgestellt. Seit Erkrankung der Frau Koppen aus Brandenburg a. H. sind nunmehr 108 Stunden verflossen, ohne daß sich ein neuer Cholerafall ereignet hat, obwohl die Sanitätskommission ge- rade angesichts dieses Fallsj nicht ohne Befürchtungen war. So kann Berlin jetzt wieder als„seuchenfrei" bezeichnet werden. Während der Handlungsreisende Karpen noch behufs weiterer Beobachtung im Moabiter Krankenhanse verbleibt, sind Mann und Tochter der verstorbenen Frau Köppen aus der ärztlichen Behandlung entlassen worden. Gestern hat die Polizei- behörde mit der Ausgabe von Plakaten, enthaltend Aus- züge ans dem„Reichs- Anzeiger" über„Lebensweise und Ver- ordnungen während der Cholerazeit" begonnen. Es sind dies große Säulenplakate auf rothem Papier, welche die Wirthe in den Hausgängen an hervorragender Stelle zu befestigen haben. Auch den hiesigen Bäckern hat das Polizeipräsidium je ein Plakat zugestellt, das diese in ihren Läden anzuschlagen haben und folgendermaßen lautet: „Warnung! Das Berühren der ausgelegten Backmaaren zum Zwecke de» Auswahl ist nicht nur unappetitlich, sondern bei der gegen- wärtigeu Cholera-Bedrohung geeignet, die Gesundheit zu ge- sährden. Derartig berührte Waare wird deshalb unter Umständen für den Verkäufer unverwerthbar. Berlin, 9. September 1892. Königl. Sanilätskomniission des Polizeipräsidiums. I. B.: Friedh eim. Unter Hinweis auf obige Warnung bitte ich meine geehrte Kundschaft, das Berühren der ausgelegten Waaren zu unterlassen, Mit Rücksicht auf die drohende Choleragefahr wird die bei der Flußschifffahrt beschäftigte Bevölkerung vor der Benutzung des Flußwassers in infiltrirtem Zustande als Trink- und Gebrauchswasser dringend gewarnt." Der Schiffer Remmler aus Spandau, dessen Tod am Freitag erfolgte, ist, wie die baktireologische Untersuchung ergeben hat, an der asiatischen Cholera gestorben. Sonntag ist auch der zweijährige Sohn Remmler's der Krankheit erlegen. Der Aufführung der„ Dummen" wurde noch ein Einatter Hochparterre" von Julien Berr de Turique vorangeschickt, eine Salonplauderei, die bereits wieder vom Repertoire abgefeßt ift, und in welcher Frl. Brion sehr geläufig den Ton der Salon schwäherei zu treffen wußte. und mache darauf aufmerksam, daß ich mich nicht für verpflichtet aus Wasser in das Kochgefäß eintreten läßt, so wird dasselbe gesellschaftlichen Verhältnisse hielten das Publikum des aushalte, einmal berührte Waaren zurückzunehmen." nach Füllung des Gefäßes aus dem anderen Rohre austreten, verkauften Hauses in Spannung. In dem Versicherungsagenten Der Regierungspräsident Graf Hue de Grais hat für den nachdem es das Kochgefäß durchlaufen hat. Wird nun das Gallois, den Herr Adolf Steinecke vorzüglich darstellte, fand das Regierungsbezirk Potsdam folgende Polizeiverordnungen er- Wasser in diesem zum Sieden gebracht und dauernd in diesem Publikum einen schlauen Geschäftsmann mit den lagen Ehr laffen: Zustande erhalten, so muß das aus dem Kessel austretende begriffen, die sich mit voller Gewiffenlosigkeit dem Gelderwerb, Wer aus Cholera- Orten zugereifte Personen bei sich auf- fedende Waffer an das eintretende falte seine Wärme durch die als dem Heiligsten und Höchsten, unterordnen, wie es auch in unsrer nimint, hat dieselben binnen einer Stunde bei der Polizeibehörde Rohrwand hindurch abgeben. Ist das Doppelrohr lang genug Bourgeoisie alltäglich ist. Die Verlobte Bonnardel's, welche die anzumelden. Als Cholera- Orte sind bis jetzt Hamburg, Altona und das innere Rohr aus gut leitendem Material, z. B. Kupfer, Armuth Bonnardel's zu theilen gewillt ist, aber unter Armuth und Umgegend anzusehen. Zuwiderhandlungen gegen diese Be- gemacht, so wird das falte Wasser schon nahezu siedend in wenigstens ein Einkommen von 20 000 Frants versteht, ist eine stimmungen werden mit einer Geldstrafe bis zu 60 M. event. Den Keffel eintreten, und aus dem anderen Rohre nahezu voll- vortreffliche Satire auf die in unseren Salondramen üblichen entsprechender Haft geahndet. Choleraverdächtige Reisende, ständig abgekühlt wird es ausfließen. Die Heizung hat dabei romantischen Borstellungen. Frl. Görner spielte, wenn fie auch welche gegen die Anweisungen des Bugpersonals die Züge auf nur die unvermeidlichen Wärmeverluste zu ersehen, die bei einer den Charakter der jungen verwöhnten Dame nicht einheitlich zu anderen, als den für die Uebergabe erkrankter Personen be- größeren, gut gemachten Einrichtung sehr gering werden. Jeder gestalten wußte, doch im Allgemeinen mit Anmuth und Gewandt stimmten Stationen verlassen, werden mit einer Geldstrafe bis zu gefchickte Schlosser oder Klempner wird einen solchen Erhizungs- heit. Die Rolle des Bonnardel wurde von Herrn Röttner, die 60 M. bestraft. apparat in furzer Zeit herstellen, und jede Köchin wird mit seiner der Noëmie, der armen Verwandten Gallois, von Frl. Bertens hilfe fast ohne Mühe und Kosten den Wasserbedarf des Hauses ziemlich gut dargestellt, wenn auch hier und da zu scharf martirte von allen gesundheitsschädlichen Reimen befreien tönnen! Absichtlichkeit vorherrschte. Wenn aber auch auf diese Weise noch Hilfe gegen die schnelle Verbreitung der gegenwärtig graffirenden Seuche gebracht werden tann, so tritt nun doch auch die Frage an uns heran, ob nicht regelmäßig alles durch Röhrenleitung den städtischen Bevölkerungen zugeführte Wasser vor dem Eintritt in die Leitung durch Siedetemperatur sterilisirt werden sollte. Eine solche Einrichtung wird kaum wesentlich ins Gewicht fallende Anlagekosten und auch Die Vorsichtsmaßregeln auf dem Lehrter Bahnhof nur geringe Unterhaltungs- und Betriebskosten verursachen, da werden, entgegen mehrfachen Mittheilungen von nachlaffender der Wärmeverlust sich bei großen, rationell angefertigten Anlagen Strenge in der Ueberwachung der von Hamburg tominenden auf ein Minimum reduziren lassen würde. Reisenden, mit größter Beinlichkeit geübt. Beim Eintreffen des Buges haben die Ankommenden eine Schußmannstette zu pafsiren, wo die Fahrkarten vorgezeigt und Ort der Herkunft genau angegeben werden muß. Verdächtige Personen werden nach dem Martesaal dirigirt, in welcheni ein Arzt die Untersuchung, und zwar die der Augapfel, der Zunge und des Pulses vornimmt. Bei nicht normalem Bustande erfolgt Ueberführung nach dem Moabiter Krankenhause, im anderen Falle haben sich die Reisenden nach der Reichenbergerstraße zu begeben und sich dort desinfiziren zu laffen. Nachdem diese Prozedur erledigt, empfangen fie einen Schein, welcher auf demjenigen Polizeibureau( vorzu legen ist, in deffen Revier sie Wohnung zu nehmen beabsichtigen. Die gleichen Vorsichtsmaßregeln werden übrigens auch auf die anderen Bahnhöfe ausgedehnt, denn es hat sich herausgestellt, daß Hamburger über Hannover refp. Magdeburg, viele sogar auf Umwegen durch Mecklenburg mit der Nordbahn und Stettiner Bahn nach Berlin hineinzukommen und sich dadurch der Kontrolle zu entziehen versuchen. Auch die über Wasser nach Berlin kommenden Personen werden fortan einer sehr scharfen Ueber wachung unterzogen. Zur Beruhigung für das Publikum können wir mittheilen, daß sich der Broschkenkutscher, welcher die Frau Köppen von dem Potsdamer Bahnhose nach dem Hause SchulzendorferStraße 10 gefahren, bereits auf der Polizei gemeldet hat. Der Wagen ist sofort gründlich desinfizirt worden. Von der Allgemeinen Elektrizitäts- Gesellschaft( Fabrit Schlegelstraße), erhalten wir folgendes Schreiben: Unter Bezugnahme auf den die unterzeichnete Fabrit betreffenden Artikel in der Beilage zu Nr. 210 vom 8. September ersuchen wir Sie ergebenst um die Aufnahme der nachfolgenden Berichtigung: Es ist unseren Arbeiterinnen seit Monaten, namentlich seit dem Antritt des neuen Meisters fein Abzug gemacht, noch ist überhaupt denselben eine Lohnreduktion angekündigt worden. Die zwei Rädelsführerinnen" mußten entlassen werden, weil fie eine Arbeiterin gemißhandelt haben, welche sich weigerte an einer Arbeitseinstellung theilzunehmen. Von 61 Arbeiterinnen der betreffenden Abtheilung haben im Ganzen 28 die Arbeit niedergelegt und von diesen sind auf ihr Gesuch drei wieder angenommen worden. Eine Betriebsstörung hat überhaupt nicht stattgefunden. Es ist endlich nicht richtig, daß das Wassertrinfen bei Strafe verboten worden ist; vielmehr ist in jedem Arbeitsraum mit Salz fäure angefäuertes Wasser zur Verfügung der Arbeiterinnen aufgestellt Hochachtungsvoll Allgemeine Elektrizitäts- Gesellschaft, Glühlampen- Fabrit. gez. Bußmann. Alexanderplatz- Theater. Sonnabend, ben 10. September, fand die Eröffnung des Alexanderplatz- Theaters unter Vorfüh rung von Nestroys Tannhäuser- Parodie, Musik ron Karl Binder, bei gut besetztem Hause statt. Die Nestronische Gesangspoffe hat feiner Zeit in Wien gut angesprochen und erlebte eine ganze Reihe von Wiederholungen. Sie hat den Vorzug einiger sehr guter, origineller Musifnummern, aber die Handlung, welche An fangs nicht uninteressant ist, verläuft zum Schlusse, wie das Hornberger Schießen". Was die die Aufführung und die Ausstattung anbetrifft, fo waren beide recht lobenswerth. Namentlich brillirten in ihren Partien die Darsteller: Elisabeth: Louise Streitmann, Thanhäuser: E. Swoboda, Landgraf Pural: Grünfeld und Wolfram Dreschen bach: Schmasow. Auch Frau Venus: Fräul. Corelli und der Schafhirt: Kopfauf verdienen lobend erwähnt zu werden. Jeden falls bewies uns diese Borstellung, daß das AlexanderplatzTheater über gute, leistungsfähige Kräfte verfügt. Die Gesangs leistungen des dritten Bildes wurden vom Publikum durch wieder holten Hervorruf ausgezeichnet, wie denn überhaupt die ganze Borstellung eine freundliche Aufnahme fand. " Das Americain Theater öffnete am Sonnabend unter der altbewährten Direktion Aug. Reiff's seine gastlichen Räume, die in ihrer unveränderten Anspruchslosigkeit den glänzend aus gestatteten modernen Tingel- Tangeln gegenüber einen mehr Heins bürgerlich gemüthlichen Eindruck machen. Alte Bekannte", ein drolliger Schwant von R. Linderer eröffnete das Programm, und meistens alte Bekannte waren es, die im Laufe des Abends durch ihre zwerchfellerschütternde Komik die Zuhörer zu leb Verschwunden ist der bisher Meherstr. 38 wohnhaft ge- hafteftem Beifall anregten. Allen voran die echte Berlinerin" wesene Kaufmann Morit Mende. Derfelbe hat am 27. v. M. Josephine Delclifeur, die den Berliner Jarjon" vorzüglich zu Sur Choleragefahr. Die Allg. Fahr- 3tg." schreibt: feine Wohnung verlassen, er wollte an dem genannten Tage fich treffen weiß; ferner der etwas bizarr komische Wilhelmy, der Wir haben auf die polizeilichen Bestimmungen hingewiesen, die nach einem Geschäftslotal in der Linienstraße begeben, ist indeß Humorist Franke u. A. Eine spanisch- berlinische Opern- Barodie den Droschkenkutschern verbieten, Personen mit ansteckenden seitdem nicht zurückgekehrt, und es fehlt jede Spur des Bermißten. in 3 Bildern, betitelt" Carmen", die sich den übrigen Leistungen Krankheiten in Droschken zu befördern. Trotzdem werden uns Mende ist am 14. Mai 1843 in Seidenberg geboren, etwa 1,60 m würdig anschloß, beschloß das Programm. jezt Fälle gemeldet, wo gerade vorgesetzte Polizeibeamte es find, groß, hat blaugraue Augen, gelbliche Gesichtsfarbe, schwachen Sie die Kollegen zur Uebertretung der fraglichen Polizei- Schnurrbart; er trug fleinkarirten dunkelfarbigen Anzug und verordnung kraft ihres Amtes anhalten. In der Friedrichstraße schwarzen, weichen Filzbut, sowie Zugstiefel. Seine Wäsche ist wurde neulich eine Berson anscheinend von Cholera befallen. mit M. gezeichnet; auf der rechten Hand trägt er einen starken Ein herbeigeholter Schußmann forderte einen gerade vorbei Trauring, gezeichnet C. R. 25, 12, 86. Etwaige Mittheilungen fahrenden Kollegen auf, die erkrankte Berson aufzunehmen und nach über den Verbleib des Vermißten werden von der Kriminalpolizei Gerichts- Beifung. dem Moabiter Krankenhause zu fahren. Dieser weigerte sich und leistete zu den Aften 7390 IV/ 16 92 erbeten. erst dann Folge, als ein Polizeilieutenant tam und die Forderung Wegen Beleidigung der Beamten der Berliner Schut mit Nachdruck wiederholte. Seitens des Schuhmanns wurde Von der Delegirtenkonferenz der im Handels: mannschaft stand gestern der Schriftfeger Otto Voigt vor der während der Fahrt bemerkt, daß die Polizeibeamten Auftrag gewerbe beschäftigten Personen dürften die Betheiligten, ins- Berufungs- Strafkammer des Landgerichts I. Am Abende d hätten, sofort jedes beliebige Fuhrwert zu requiriren und die besondere die auswärtigten Delegirten, durchaus befriedigende 15. September vor. J. hielt der sozialdemokratische Verein Kranken damit befördern zu lassen. Selbstverständlich wurden Eindrücke und Hoffnungen mitgenommen haben. Noch ist die Be Lassalle" eine Versammlung ab, in der der Angeklagte als nachdem die Person abgeladen war- Schußmann, Kutscher und wegung der kaufmännischen Arbeiter nicht so geschlossen und ge- Redner auftrat. Er sprach über Soldatenmißhandlungen und auch die Droschke gründlichst desinfizirt. In einem zweiten fenigt wie die der industriellen Arbeiter, noch stellt sie nicht wie behauptete bei dieser Gelegenheit, daß auch auf den Berliner Fall wurde am 6. d. Mts. der Kutscher Weidner mit seiner diese die organisirte große Mehrheit der Arbeiter des Beruses Polizeibureaus Mißhandlungen gegen Sistirte begangen würden, Droschte II. Klasse nach dem Polizeirevier in der Melchiorstraße dar; allein ein guter Anfang ist gemacht und der Geit, der in mit Bestimmtheit wisse er dies von dem Polizeibureau in der geholt und erhielt dort von dem Polizeilieutenant und dem der Bewegung herrscht, ist ein glühender, der große Erfolge ver- Naunynstraße. Wegen dieser Aeußerung wurde Boigt zur Verpraktischen Arzt Dr. Jgel den Befehl, ebenfalls eine erkrankte spricht. Was aber Berlin betrifft, so hat unsere hiesige sozial- antwortung gezogen. In der Verhandlung vor dem Schöffen Berson nach dem Krankenhause„ Bethanien" zu fahren. Auch dieser demokratische Handlungsgehilfen- Bewegung, welche die deutsch gericht wurde angenommen, daß der Beweis der Wahrheit ere Kollege mußte dem Befehl nachkommen. Um 91/2 Uhr Abends er- freisinnige beinahe vollständig aus dem Felde geschlagen hat, die bracht sei und Boigt deshalb freigesprochen. Der Angeklagte schien bei dem Besitzer der Droschke, Fuhrherrn Neye, ein Schuh- auswärtigen Berufs- und Klassengenossen zum nicht leichten hatte fünf Jahre hindurch in einer Offizin gearbeitet, die im mann und forderte diesen auf, die Droschke Nr..... sofort Kampf außerordentlich ermuthigt. Den Bericht über die Ver- Hause Naunynstr. 38 belegen war. Von den Arbeitsräumen nach der Desinfektionsanstalt in der Reichenbergerstraße zu handlungen der Konferens finden unsere Leser an anderer Stelle. fonnte man in die Sistirzelle des Polizeibureaus, welches im schaffen, da in derselben eine an Cholera erfrankte Person be- Hier sei noch hinzugefügt, daß nach der Konferenz ein geselliges Nebenhause gelegen war, hineinblicken und der Angeklagte wollte fördert worden sei." Die Droschke stand schon längst in der Vergnügen im großen Saale der Ressource, vom Verbande der häufig gesehen haben, daß Gefangene dort geprügelt wurden. Dies Remise und mußte N. sich wohl oder übel bequemen, dieselbe Hausdiener arrangirt, die Delegirten und zahlreiche andere Ge- wurde von mehreren Kollegen des Angeklagten, welche ebenfalls die herauszuholen, und dem Befehl nachkommen. Am anderen Vor- nossen und Genossinnen vereinigte. Mißhandlungen gesehen, die Hilferufe der Mißhandelten mittage um 10 Uhr war das Reinigungsgeschäft" beendet und auch das Geräusch der fallenden Schläge gehört hatten, unter und konnte er da die Droschte wieder in Betrieb sehen. Polizeibericht. Am 10. d. M. Nachmittags wurde eine ihrem Gide bestätigt. Der Staatsanwalt legte Berufung ein, weil Wir fragen: zu welchem Zwecke werden Polizei- Verordnungen Frau in ihrer Wohnung, in der Neuen Hochstraße, erhängt ge- der Angeklagte im Allgemeinen von Polizeibureaus gesprochen erlassen, wenn sie selbst durch Vermittelung höherer Polizei- funden. Abends wurde im Landwehrkanal vor dem Grund hatte und den Beweis mit Bezug auf alle übrigen schuldig ge beamten übertreten werden müssen, und wer entschädigt die Stück Rottbuser Ujer 40 die Leiche eines unbekannten, etwa blieben war. Zum gestrigen Termine waren die Kollegen des Droschkenbesitzer und Kutscher, wo solche Desinfektionen 40 Jahre alten Mannes angeschwemmt. Am 11. d. M. früh Angeklagten und mehrere Schußleute des Polizeibureaus in der vorgenommen werden, Die anderen Unannehmlichkeiten versuchte ein Arzt in seiner Wohnung, Am Astanischen Platz, Naunynstraße erschienen. Die Ersteren wiederholten, daß sie gar nicht in Betracht ziehend? Außerdem möchten sich zu vergiften. Er wurde noch lebend nach der Charitee gewiederholt Hilferufe und Schläge aus dem Polizeibureau gehört wir aber auch noch gern aviffen, ob den Polizei: bracht. den Polizei bracht. Wittags gerieth ein fechsjähriger Knabe, welcher sich baben. Ein Beuge Rißmann befundete einen Vorfall aus Beamten in der That von„ Oben herab" ein derartiges Ver- in der Köpenickerstraße an eine im Schritt vorüberkommende dem Polizeibureau in der Manteuffelstraße; er will Zeuge davon halten zur Pflicht gemacht worden ist? Sind nicht Kranten- Droschte gehängt hatte, mit den Beinen in die Speichen des gewesen sein, daß ein Siftirter an Händen und Füßen gebunden wagen in genügender Anzahl vorhanden, mit denen Erkrankte Rades und erlitt einen Bruch beider Oberschenkel. Er wurde worden sei und daß Schuyleute auf den wehrlos am Boden befördert werden können, so vervollständige man die Zahl der nach dem Krankenhause Bethanien gebracht. Am 10. und Liegenden wiederholt mit den Säbeln gestoßen haben. Ganz be felben, aber Droschten mir nichts dir nichts zu solchen Fahrten 11. d. Mt., sowie am darauffolgenden Morgen fanden acht kleine fonders stüßte fich der Angeklagte auf das Zeugniß zweier Brüder zu benutzen, ist eine Unverantwortlichkeit sondergleichen. Wir Brände statt. Kühne. Der eine beschwor, daß er eines Abends von einem können den Kollegen daher nach wie vor nur rathen, erkrankte Schuhmann, der sofort das Schimpfwort 2.... junge gebraucht, Personen nicht zu befördern. Außerdem möchten wir sie aber wegen angeblichen ruheftörenden Lärms nach der Polizeiwache in der auch noch darauf aufmerksam machen, von dem Fahrgast, oder Naunynstraße gebracht und dort sofort so heftig vor die Brust gestoßen von Demjenigen, der die Droschte vom Halteplaz abholt oder worden sei, daß er ins Wanten fam. Als er dann bestritten, daß bestellt, vor Antritt der Fahrt die Bezahlung des niedrigsten nach er ruheſtörenden Lärm verübt, habe ihm der Telegraphift zus dem Tarif möglichen Fahrgeldes zu verlangen, sie tönnen sich sv gerufen: Halten Sie die Schn....!" und als er trotzdem bei am besten gegen allerhand Chicane zc. schüßen. In der jetzigen seinem Bestreiten verblieb, habe ihn der Beamte mit einem Beit ist doppelte Vorsicht am Plate. Im Residenz- Theater gelangten am Sonnabend zum ersten gummischlauchartigen Instrument wiederholt heftig über Brust, Male Die Dummen( Les jobards)", Lustspiel in 3 Aften von Rücken und auch ins Gesicht geschlagen, so daß sein Auge ganz Choleraverdächtige Erkrankungen sind der Sanitäts- Guinon und Denier, deutsch von Otto Brandes, zur Aufführung. blau angelaufen gewesen sei. Er habe Beschwerde über dieses Tommission von Sonnabend zu Sonntag nur vier gemeldet Es ist kein neuer Konflikt, der uns vorgeführt wird; er ist oft genug Berfahren erheben wollen, er habe jedoch davon Abstand ge worden. Die ärztliche Untersuchung hat ergeben, daß alle vier behandelt; den Reiz der Kuriosität erhält er nur dadurch, daß in nommen, da man ihm allseitig gefagt, er würde den Schuhleuten Patienten an Brechdurchfall leiden. Die Erfrankten werden zum der Gesellschaft", der guten" Gesellschaft dieser Konflikt zwischen gegenüber doch nicht Recht bekommen. Der Bruder dieses Zeugen, Theil im Moabiter Barackenlazareth, zum Theil in ihrer Woh- Geld und Ehre, der dort doch schon längst gelöst ist, noch als welcher zur Wache selbst nicht mit gewesen, bestätigte die Aus nung behandelt. Abgesehen von dem Kaufmann Karpen, der so möglich dargestellt wird. Henri Bonnardel hat von seinem fagen seines Bruders, soweit sie sich auf die Vorgänge auf der gut wie wiederhergestellt ist und nur aus Vorsicht im Kranten- Vater, den er als Ehrenmann verehrt, ein Vermögen von Straße beziehen und beschwor, daß der Bruder bei seinem Ver haufe weiter beobachtet wird, war also Berlin am Sonntag 800 000 Franks geerbt, und erjährt nachträglich, daß sein Vater, lassen des Polizeibureaus ein blutunterlaufenes Auge gehabt ganz cholerafrei, dasselbe gilt von Charlottenburg, wo zur nachdem er sich von seinem Geschäft zurückgezogen, an der habe. Die vernommenen Schuyleute versicherten dagegen felben Zeit nicht einmal choleraverdächtige Fälle gemeldet Börse spekulirt habe. Bei diesen Spekulationen habe er unter ihrem Eide, daß auf dem Polizeibureau in der worden sind. schließlich eine Differenz von 800 000 Frants zahlen Naunynstraße Mißhandlungen nicht vorgekommen sind und nicht sollen, und sich dieser Verpflichtung dadurch entzogen, vorkommen und es sich höchstens darum handeln könne, daß in Werner v. Siemens veröffentlicht in der„ National 3tg." daß er sich auf den Einwand berief, daß derartige Spielgeschäfte einzelnen Fällen der Widerstand renitenter Personen überwunden Folgendes: Nur gekochtes Wasser zu trinken und in der Haus- nicht eintlagbar seien. Der Bankier, mittelst dessen der alte werden muß. Der Staatsanwalt hielt den Wahrheits wirthschaft zu benußen, wird allgemein als das beste Schutzmittel Bonnardel diese Geschäfte betrieb, hätte infolge dessen die Ver- beweis für vollkommen mißlungen und den Angeklagten daher sogar gegen die Cholera empfohlen. Es ist aber nicht immer leicht, lufte tragen müssen und sei mit seiner Familie vollständig ver- auf Grund des§ 187 des Strafgesetzbuchs für strafbar. Der selbst mit den besten häuslichen Einrichtungen dieser Empfehlung arint. Sein Sohn und dessen Mutter halten sich für verpflichtet, Angeflagte habe die Sache so dargestellt, als ob auf den Berliner Folge zu geben, da das Erhitzen des Wassers viel Heizmaterial mit Verlust ihres eigenen Vermögens die Schuld des Vaters zu Polizeiwachen häufig Mißhandlungen stattfänden, thatsächlich und die darauf zu bewirkende Abkühlung des kochenden Waffers tilgen. Ihre Verarmung führt die Auflösung der Verlobung des haben die Zengen, welche von dem Bureau der Naunynstraße viel Zeit und Raum erfordert. Es ist jedoch nicht schwer, Ein- jungen Bonnardel's mit der Tochter eines geriebenen Geschäfts- Hilferufe und Schläge gehört, nicht befunden können, wesrichtungen zu treffen, durch welche der Brennmaterial Aufwand mannes, des reichen Versicherungsagenten Gallois, herbei. balb und von wem geschlagen worden sei. Die Bekundungen der außerordentlich verringert wird und bei deren Anwendung man Schließlich ist der junge Mann froh, zumal selbst seine Wutter Gebrüder Kühne könnten dem Zeugnisse der Schuhleute gegenüber das Wasser sogleich im abgekühlten Zustande erhält. vor dem Schreckgespenst drohender Noth zurückschreckt, mit Hilfe nicht auftommen. Der Staatsanwalt beantragte 4 Wochen Ge Man hat hierzu nur nöthig, irgend ein hinlänglich großes deffelben Gallois eine Aufseherstelle anzunehmen, an welche aber fängniß. Bertheidiger Rechtsanwalt& ch 3 p 3 war erstaunt Schops Rochgefäß mit zwei Rohranfäßen zu versehen, von denen der die Bedingung des Verheirathetseins geknüpft ift. Aus darüber, daß der Staatsanwalt bei dieser Beweisführung fogar noch eine nahe dem Boden und der andere möglichst hoch angebracht diesem Grunde heirathet er die arme Verwandte des von der Anwendung des§ 187 sprechen könne. Das Material, ist und diese Ausäße mit den Rohrenden eines aus zwei mein- Versicherungsagenten, ein Mädchen, das selbst die böse welches der Angeklagte theils aus eigener Wahrnehmung, andergeschobenen Röhren bestehenden Doppelrohres zu verbinden. Erfahrung gemacht hat, wie der Verlust des Geldes auch alle theils auf Grund Mittheilungen dem Gerichtshofe Wenn man nun durch das mit dem unteren Rohranjate ver- noch so heiligen Verhältnisse löst. Der fließende Dialog, die geist vorgeführt, müsse doch die Freisprechung des Angeklagten herbei bundene Rohr durch die Wasserleitung oder von einem Reservoir reichen Seitenhiebe und die schlagende Charakterisirung mancher führen. Das beeidete Zeugniß der Brüder Kühne müsse doch " Theater. höher gelten, als das der sehr intereffirten Schußleute, welche sich % dadurch den Gewerbe Gericht Da Nach längerer DisDer Verband der Geschäftsdiener, Packer und Berufs. Jeinverstanden erklären. Unter Anderem verurtheilte der Referent in der ersten Instanz weit weniger bestimmt ausgesprochen haben, genoffen hielt am 6. b. M. eine Mitgliederversammlung ab, in das Bestehenbleiben des Innungs- Schiedsgerichts, einer Einrich als jetzt. Von allerhöchster Stelle sei die lauteste Mißbilligung welcher Dr. 2ütgenau über das Thema sprach: Die Arbeiter tung, die an frühere Jahrhunderte gemahne, und in Anbetracht über die thatsächlich vorgekommenen Mißhandlungen im Heere er- und das Fremdwort". Der Referent führte aus," daß in der der in verschiedenen Gewerben für dasselbe festgesetzten Gjährigen gangen und da die Mehrzahl der Schuhleute sich aus ehemaligen deutschen Sprache viele Fremdwörter gebraucht werden; dies Mandatsdauer zu vielen Unzuträglichkeiten führen müſſe. Nach Unteroffizieren rekrutire, so liege doch auch hier die Möglichkeit falle am erften auf, wenn man ein Buch oder eine Beitung zur einer Aeußerung des Stadtfyndikus Eberty scheine man droben von Mißhandlungen nicht gerade so fern. Die Berufungs- Hand nähme. Viele Fremdwörter würden wohl von der beffer gleichfalls der Ansicht zu sein, daß ein Bestehenbleiben des tammer erachtete auf Grund der Zeugenvernehmungen den vom gebildeten Klaffe verstanden, nicht aber von den Arbeitern. Üm Innungs Schiedsgerichts neben dem Angeklagten angetretenen Wahrheitsbeweis für gelungen und die Fremdwörter zu vermeiden, müßte man aber vor allen Dingen nothwendig zu Unzuträglichkeiten führen muß, hoffe aber namentlich durch die Zeugen der Brüder Kühne für erwiesen, daß Ersatz für sie haben. Versuche, die hierin gemacht wurden, seien wohl, daß Gewerbegerichten von dem auf dem Bolzeibureau in der Naunynstraße Mißhandlungen statt- aber nicht von großem Erfolge gewesen, denn manche Wörter Innungs Schiedsgericht der Boden entzogen würde. gefunden haben. Die Berufung des Staatsanwalts wurde des fönnten überhaupt nicht übersetzt werden, bei anderen wäre die sich verschiedene andere Strömungen bemerkbar machen, es halb verworfen. Uebersehung schlecht gewählt, was an Beispielen verdeutlicht aber von größter Nothwendigkeit ist, die Gewerbegerichte in den wurde. Der Referent war jedoch der Ansicht, daß die Arbeiter Händen der sozialdemokratischen Arbeiterschaft zu wissen, machte Ein Angeklagter, der Mitleid erregte, stand gestern in presse, wenn fie schon Fremdwörter verwenden muß, solche am Referent zum Schluffe es allen zur Pflicht, sich in die seiner Zeit der Person des Dieners 2. vor der zweiten Straftammer des Schlusse des redaktionellen Theiles erklärt. Seine Ausführungen auszulegenden Wählerlisten einzutragen. Landgerichts I. Er räumte ein, daß er sich der ihm zur Last wurden mit reichem Beifall belohnt. An der Diskussion be fussion wurde einstimmig Mechaniker W. Buckisch, Alte gelegten Ürkundenfälschung schuldig gemacht habe, bestritt aber, theiligten sich die Kollegen Raßler und Dreher im Sinne Jatobftraße 78, als Kandidat zum Gewerbegericht aufgestellt. daß er in gewinnsüchtiger Absicht gehandelt. Er war Diener in des Referenten. Es gelangte bann folgende Resolution einstimmig unter Verschiedenem forderte Herr Trittelwiß zur fleißigen einem„ vornehmen" Hause gewesen. Es gehörte zu den Gezur Annahme: Benutzung der Fragebogen auf, welche der in Aussicht genomme pflogenheiten dieses Hauses, daß der Diener alle Kleinigkeiten, Die Bersammlung des Verbandes der Geschäftsdiener, Bader nen Statistik halber ausgegeben wurden, wozu Herr Pinn be. bie er täglich einzutaufen hatte, aus seiner Tasche bezahlen mußte und Berufsgenossen regt die Frage an, ob bie Arbeiterprelle nicht merkte, die Nichtigkeit des immer noch genährten Künstlerſtolzes Nach acht oder vierzehn Tagen rechnete die„ gnädige Frau" mit den Gebrauch annehmen will, die unentbehrlichen Fremdwörter der Mechaniker beweise der Verdienst derselben, der oft noch ihm ab und hatte der Diener dann sämmtliche quittirte Rech etwa am Schluffe des rebattionellen Theiles zu erklären. – Die niedriger bemessen sei, als derjenige eines ungelernten Tagenungen über die von ihm bewirkten Einkäufe vorzulegen. Ende Volksschule sollte im grammatischen und Rechenunterricht die löhners, Schließlich machte Herr Neumann auf die regelApril hatte der Angeklagte eines Tages nicht Geld genug bei sich, lateinischen Bezeichnungen durch deutsche ersehen. Die Schul- mäßige Branchenversammlung aufmerksam, die jeden Donnerstag um Alles zu bezahlen, was er faufen sollte. Er entnahm daher behörden werden ersucht, diesen Gegenstand in Erwägung au nach dem 15. stattfindet, dieses Mal jedoch wegen der öffentlichen von einem Kaufmann für 1 M. 20 Pf. Seife auf Kredit ziehen." Versammlung in Wegfall kommt. feiner Herrschaft. Um nicht die Unzufriedenheit seiner Herrin zu ( Der erste Theil der Resolution ist durchaus berechtigt und erregen, quittirte der Angeklagte die Rech die Parteipreffe giebt dem darin niedergelegten Wunsche auch licher Bersammlung nach einem Vortrage des Genossen Mehner Die Korbmacher Berlins vollzogen am 7. d. M. in öffent nung selbst. Er trug fich mit der Hoffnung, schon Folge. Die Ausmerzung Ausdrücke im daß man in den nächsten Tagen mit ihm abrechnen werde, und grammatischen unu meraung der lateinischen Ausbrucht über das Gewerbegericht die Aufstellung eines Kandidaten für wollte er dann sofort dem Kausmann das Geld hinbringen. Zu empfehlen. Mühlicher wäre es unserer Ansicht nach vielmehr, die Beisiger zum Gewerbegericht. Die Wahl fiel auf den einem Unglück wurde die„ gnädige Frau" trant und war längere wenn in der Bolksschule wenigstens etwa 3 Kenntniß des Lateins Rollegen Robert Schlegel. Nach Vollzug der Wahl erBeit nicht für ihn zu sprechen. Der Kaufmann wurde ungeduldig, gelehrt würde. Das scheint uns um so angebrachtet, als lateinische ſtattete Kollege Jungnidel als Delegirter zur Streit- KontrollTeh den kleinen Betrag bei der Herrschaft einkaffiren und die Ausdrücke vielfach ist ber Technit angement werben to bein fommission Bericht über die Thätigkeit und Beschlüffe diefer Läuschung des Angeklagten tam ans Tageslicht. Er wurde seines Erlernen z. B. der franzöfifchen und englischen Sprache schon ist, zum Austritt aus der Orts- Krankenkaffe auf. Seit dem Körperschaft. Zum Schlusse forderte der Vorsitzende, Kollege Dienstes enthoben und erhielt obige Anklage. Im Termine wies ganz geringe Kenntniß des Lateins große Erleichterung gewährt. Jahre 1890 besteht in Berlin eine Filiale der Zentral- KrankenVoigt, er nach, daß er die 1,20 m. dem Kaufmann hatte zahlen wollen, Red. d.„ Borw.".) sobald er die Mittel dazu hatte, das Geld wurde aber mit dem Bemerken zurückgewiesen, daß es zu spät sei. Der Gerichtshof mußte den Angeklagten verurtheilen, belegte ihn aber mit der zulässig niedrigsten Strafe- einem Lage Gefängniß. Weiter wurde bekannt gegeben, daß vier Kollegen frank sind tasse( Siz Leipzig), welche den Kollegen zum Beitritt empfohlen und zwei Rechtsschutzfälle zu Gunsten der betreffenden Kollegen wurde. Die Bentral- Krankenkaffe hat sich dem neuen Krankenentschieden wurden. Dann verwies man auf das Familienfest, faffen- Gesetz angepaßt. Die Kündigungsfrist bei der Ortskaffe welches au conntag, den verwies man das läuft mit dem 30. September d. J. ab. Die Sammlung zu einem am 18. in neu erbauten Concordia- Festfälen stattfindet, sowie darauf, daß der Vertrauens- Kranz für die Märzgefallenen erbrachte laut Abrechnung des Im Wege des Wiederaufnahme Verfahrens ist dem mann der Hausdiener zum 14. b. M. eine öffentliche Hausbiener Kollegen Voigt 12 M. Der Kranz foftete 10 W. Der ueberRestaurateur Wilhelm Rausch, Buſſitenstraße, die im Versammlung nach der Berliner Reſſource finberufen hat. In schuß wurde der Werbandsbibliothet überwiesen. bescholtenheit zurückgegeben worden. Rausch wurde vor etwa wurde, nachdem Kollege D. Grauer Aufklärung gegeben, fol- und Berrückenmacher hörte am 8. September einen Vortrag vor etwa der Angelegenheit des Kollegen Beckmann kontra Salzwedel Eine öffentliche Versammlung der Barbiere, Friseure einem halben Jahre wegen versuchter Expreffung zu einem Monate Gefängniß verurtheilt. In dem Hause, in welchem der Angeklagte des Verbandes der Geschäftsdiener, Packer und Berufsgenossen mit Beifall auf. In der kurzen Diskussion wurden die an gende Resolution einstimmig angenommen: Die Versammlung des Genoffen Faber über Gewerbegerichte und nahm denselben wohnt, bekleidet der Hilfs- Gerichtsdiener Wagner die Stelle eines brückt über das Verhalten der Kollegen Beckmann und Becker wesenden jungen Kollegen, welche den größten Theil der Ber Bizewirths. Es kam zwischen ihnen zu Zwiftigkeiten, worauf der Angeklagte den Bizewirth in einem Schreiben aufforderte, ihre Mißbilligung aus und erklärt, die Zahlstelle bei Salzwedel sammelten ausmachten, aufgefordert, das Gehörte unter den aballe die fleinen Schnäpse, Seidel Bier und Zigarren, die er im aufrecht zu erhalten." wesenden wahlberechtigten Arbeitsgenoffen zu verbreiten und Lokale des Schreibers genossen und nicht bezahlt habe, sofort zu Die Maler und Auftreicher Berlins hielten am 6. d. M. hauptsächlich darauf hinzuwirken, daß jene fich au geeigneter Zeit bezahlen, widrigenfalls er ihn bei seiner Behörde anzeigen würde. eine leider nur schwach, besuchte öffentliche Versammlung für die in die Wählerlisten einzeichnen lassen. Ms Kandidat wurde Herr Da Wagner im Termine eidlich in Abrede stellte, dem Angeklagten im Norden wohnenden Kollegen ab, in welcher Genoffe it obert Wiechert gewählt. Dann wählte man noch eine Agitationsetwas schuldig zu fein, so wurde der Lettere verurtheilt. Schmidt über den Werth, ber Bertilgung der Arbeitszeit fommiffion. Dieselbe besteht aus den Herren Paape, Bor. Später gelang es demselben, ein Buch wieder auszufinden, das ver- referirte. Er legte" die vielfachen Vortheile einer Verkürzung der pahl und Gaffron. Zum Schluß gab Herr Stecz gt gewesen war. Darin befanden sich Auszeichnungen, wonach Arbeitszeit für pas arbeitende Bolt flax unb wiberlegte for Allem newsti bekannt, daß die Bereinsversammlungen von jest ab Wagner im Laufe von etwa drei Monaten für etwa 23 M. in treffender Weise die oft gegen die Verkürzung der Arbeitszeit regelmäßig jeden Donnerstag nach dem 1. und 15. jeben Monats Getränke und Bigarren entnommen hatte, ohne dieselben zu be- vorgebrachten Gründe. In diesem Sinne sprachen noch einige stattfinden. zahlen. Auf Grund dieses Beweisstückes gelang es dem Ver- Kollegen, darauf hinweisend, daß es für die Maler und Berufstheidiger, Rechtsanwalt Lewinski, das Wiederaufnahmeverfahren genoffen, welche eine neunstündige Arbeitszeit schon seit langen Zimmerer( f. Nr. 210 des„ Vorwärts"), in welcher die MitZum Bericht über die letzte Versammlung der Berliner zu erwirken. In der gestrigen erneuten Verhandlung erklärte Jahren hätten, nun an der Zeit sei, für Erringung des„ Acht: theilung gemacht worden war, daß beim Rathszimmermeister Der Beuge Wagner die Aufzeichnungen dahin, daß Rausch alle stundentages" mit voller Kraft einzutreten. Es wurden folgende Otto die 1/2 stündige Vesperzeit einfach gestrichen worden sei, die fleinen Schnäpfe u. f. w., die er ihm während der guten Refolutionen angenommen: Beit" aus freien Stücken vorgeseht, angeschrieben habe müsse. die Gefellen aber dafür Abends 1 Stunde länger arbeiten 1. Die Versammlung der Maler und Anstreicher erklärt sich müßten", wird uns geschrieben: Der Gerichtshof gelangte auf Grund der erneuten Beweis- mit den Ausführungen des Referenten einverstanden und veraufnahme nicht zu der Ueberzeugung, daß der Angeklagte sich pflichtet sich, mit aller Energie für den Achtstundentag einzutreten diesem Platze nach gegenseitigem Uebereinkommen des Meisters Dies ist eine unwahrheit, denn die Vesperpause ist auf einen bewußt rechtswidrigen Vermögensvortheil habe verschaffen und träftig dafür zu agitiren, denn der Achtstundentag ist nur und der Gesellen schon seit Jahren nicht mehr üblich und in der wollen, das erste Urtheil wurde deshalb aufgeboben und auf zu erreichen, wenn sämmtliche Maler und Anstreicher ihre Ar- Arbeitsordnung des Platzes deshalb ebenfalls gestrichen; dagegen Freisprechung erkannt. beitskraft verweigern. Versammlungen. C. Bauer. Gottfr. Thiel. 2. Die heute anwesenden Maler und Anftreicher verpflichten wird um 5½ Uhr Feierabend gemacht und soweit in dringenden sich, alle der Organisation der Maler, Lackirer, Anstreicher und Fällen Ueberstunden gemacht werden, so hängt dies von dem verwandter Berufsgenossenschaften Deutschlands beizutreten, um freien Willen der Gesellen ab, selbstverständlich wird jede Ueberzeit bezahlt. dadurch den Beweis zu liefern, daß sie gewillt sind, die angeDie Gesellen des Otto'schen Plates. nommene Resolution betreffs des Achtstundentags zur Geltung Im Auftrage: zu bringen. Z. Zatrzwski. Paul Gommert. C. Knitter. In einer gutbesuchten Versammlung der Steinmehen H. Loth. Heinrich Wolf. E. Wilhelm. P. Greuel. Im Fachverein der Stuckateure Berline verlas am bielt am 7. September Genosse Fr. Bu beil einen mit großem W. Scharp. W. Mitlei. Speekmann. E. Meyer. 6. Eeptember Kollege Rößner den ausgearbeiteten Lohntarif. Beifall aufgenommenen Bortrag über Gewerbegerichte überhaupt P. Lipinsti. D. Brede. W. Bartsch. E. ernete. Sur Berathung wurde jedoch nicht geschritten, da die Versamm und die bevorstehenden Berliner Wahlen zum Gewerbegericht lung zu schwach besucht war, um über eine so wichtige Sache ab- speziell. An den Vortrag knüpfte sich eine ausgedehnte Diskussion, Friedrichsberg. Dienstag. den 18. September, Abends 8% Uhr: Deffents immen zu können. In der Diskussion sprachen sich die Kollegen in welcher hauptsächlich die Frage erörtert wurde, ob die Steinmetz the Bolts versammlung für Friedrichsberg und umgegend im Saale des Wilh. Schulz u. A. dahin aus, man möge die Tarifberathung inuung ein Schiedsgericht habe oder nicht. Vollständige Klarheit Herrn Westphal( Schwarzer Abler). Tagesordnung: Vortrag des Reichstagsbis zu einer späteren Zeit verlegen, da jeßt die Baukonjunktur darüber wurde nicht geschaffen, es jedoch als wahrscheinlicher Abgeordneten Zubauer über Gewerbegerichte. Mittheilung für alle im Handelsgewerbe beschäftigton Handlungs. nicht günstig genug fet. Kollege özel wollte jedoch unter angenommen, daß ein Schiedsgericht speziell der Steinmeginnung gehilfen, Bausdiener, Packer und Serufsgenoffen. Die öffentliche Berallen Umständen daran festgehalten wissen, daß der Tarif nicht beſtehe. Als Kandidaten für das Gewerbegericht ſtellte man fammlung am Mittwoch, den 14. September, findet nicht flatt. baldigst berathen wird, damit derfelbe bei vorkommenden dann die Herren Alice und Böck auf, als event. Erfagmänner Klagen als Grumblage benutzt werden könne. Die in die Herren Rätschmann und Scherz. Eine gegen Herrn dem Abschnitt für Zugarbeiter vorgesehenen guten Löhne Jeschte erhobene Anschuldigung, er hätte Geld unterschlagen, und Alfordfäße veranlaßten den Kollegen Grüneberg, die wurde von Herrn Thomas, dem Verbandsvorsitzenden, als Befürchtung auszusprechen, daß wir dadurch viel Zuzug aus erwiesenermaßen ungerecht zurückgewiesen. Süddeutschland bekommen fönnten, wo die Löhne nicht so gut Verein Berliner Hausdiener. Dienstag, den 13. September, Abends 9 Uhr: Ordentliche Mitgliederversammlung in den Arminhallen, Romman bantenstraße 20. Große öffentliche Versammlung der Mitglieder des KrankenUnterfühungsbundes der Schneider, Kürschner, Posamentiere und Arminhallen, Kommandantenftr. 20. Tagesordnung: Bortrag des Herrn Dr. Bernstein über ansteckende Krantheiten. Zentralverein der Bildhauer Deutschlands( Gauverein Berlin). 2. Steinbildhauer- Abend. erregenen am Dienstag, den 18. September, übends 9 Uhr, in den Stockarbeiter. Deffentliche Versammlung am Dienstag, den 18. b. M., Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner. Nächste Vereins- Sigung gestellt wären( Minimallohn 3 M.). Diese Kollegen würden dann Eine stark besuchte Mitgliederversammlung des Vereins hfolge der durch ihren Zufluß sich verringernden Arbeitsgelegen- der Blätterinnen und verwandten Berufsgenossen Berting Annenfix. 16, Abends 8½ Uhr: Bersammlung. 1. Wahl eines Schriftführers. heit und der darauf folgenden Konkurrenz unter sich selbst die beschäftigte sich am 7. September mit der Frage: Was thun festgesetzten Löhne herabdrücken. Kollege Meißner berichtete, wir, um der ewigen Unterdrückung der Arbeiter durch die Fabri- Abends& Uhr, in den Kontordia- Sälen, Andreasfir. 64 und Krautſtr. 38. daß die Firma Hauer in Dresden, welche hier eine Filiale er fannten einen Damm entgegenzusehen? Hierzu führte der Vor- mit Damen am Mittwoch, den 14. September 1892, Abends 8 Uhr, in den richtet hat, die Kollegen aus Süddeutschland unter Versprechung sigende an, daß Herr Borchardt( in Firma Magnus Als- Arminhallen, Kommandantenfir. 20. eines guten Verdienstes heranzöge, welche sich dann leben) die Namen der Plätterinnen, welche bei ihm ordnungsnicht erfüllte. beim Verein erst erkundigen, ehe sie auf die Versprechungen der rothe Liste setzt und sie den anderen Fabrikanten gegenüber Martusftraße 31: Unterricht in Phyfiologie; Nord- Schule, MüllerDie auswärtigen Kollegen möchten sich doch mäßig gekündigt haben und abgegangen sind, trotzdem auf die Bagelsbergerfir. 43: Unterricht in Deutsch( mittleres); Südost- Schule: Unternehmer hin nach Berlin kommen. Anwesende füddeutsche kennzeichnet, fodaß bei der Firma Böhm und Wolssohn Blätte- traße 179a: Unterricht in Geschichte( mittlere). In allen Lehrfächern, Kollegen bestritten, daß im Süden für 3 M. gearbeitet werde, rinnen infolge beffen gefündigt worden sind. In einer Reſolution, auch jetzt im Laufe des Semesters, eintreten. und Kollege Schiemann verurtheilte scharf den hier schon welche einstimmig zur Annahme gelangte, sprach darauf die Ver- Lese- und Diskutirklubs. Dienstag. Johannes Wedde, 9 Uhr, in vielen Bersammlungen zu Tage getretenen Haß gegen die süd- sammlung über das Vorgehen der Herren Gebrüder Bor- bei 3. Winkler, Manteuffelftr. 60.deutschen Kollegen, worauf er fast den Namen„ Raffenhaß" an- chardt, Böhm und Wolfsohn, Kraft und Jakoby, und Arndt 3% Uhr, bei Schayer, Reichenbergerfir. 54. Abends 8% Uhr, bei Tripte, Reichenbergerstr. 47. Anteren. Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend 8%-10% Uhr: Südschule: Reichenbergerstr. 183: Unterricht in Deutsch( mittleres): Ost Schule, mit Ausnahme der Buchführung, fönnen noch Schüler und Schülerinnen, Agitationsverein Baffalle, Abends Lese- u. Diskutirtlub Spinoza, " Alpenglocke, Grüner Weg 29, bet Empor", Abends wenden müsse. Er erklärte, daß die hier sich aufhaltenden den schärfsten Tadel aus und verhing über diese vier Firmen 8% uhr, bei E. Behrend, Blumenthalftr. 5. Kollegen die Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Dienstag, Abends Preise nicht herunterdrücken, sondern ihre die Sperre. Die Abrechnung vom Sommerfest ergab 179,40 M. follegialen Pflichten erfüllten. 9 Uhr, Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Freundschaft 1, bet Der Vorsitzende ermahnte Einnahme, 165,15 M. Ausgabe, mithin einen Ueberschuß von Dewald Berliner, Brunnenstraße 114. Sarmonia, Flottwelldann besonders die Mitglieder des Vorstandes und der Kom- 14,25 M. Durch die für die arbeitslosen Blätterinnen der Firma traße 5 bei Bartelé.-Olympia, Alte Jakobftr. es bei Richter.ch i l bmissionen, die Versammlungen besser zu besuchen, da ihr Fehlen Magnus Alsleben infzenirte Listensammlung ist eine Einnahme vorn, Usedomfir. 33 bet Miete.- Fibelitas, Bergitr.es bet keller.- 11 eauf die übrigen Mitglieder einen schlechten Einfluß ausübe, von 202 M. erzielt worden. Die Ausgabe betrug 100,50 m., ro, Wrangelfir. 141, bet Schmidt. Saeger. Berliner Buchdrucker, Alte Jakobstr. 83 bei Wienecke. und die Arbeitsnachweis- Kommission ließ durch den Vorsitzenden der Ueberschuß sonach 101,50 M. Weiter wurde bekannt gemacht, Bruber herz, Lichtenbergerstr. 21, bei geise.- Fyn'scher Humor, StraußUnverzagt 2, Moabit, Kronen- Brauerei. darauf aufmerksam machen, daß sich jeder arbeitsuchende Kol- daß der Vorsitzende, Herr Möhring, vom 1. Oktober ab bergerstraße 3 bet Birt. lege selbst einschreiben lassen muß und nicht Einer für den Außerhalb wohnt, derselbe aber sein Amt als Vorsigender weiter Soffnung 2 Deutsch- Wilmersdorf, Brandenburgftraße bet Gräß. Waldtapelle 1, Stallschreiberstr. 29 3. etfernen Stab.- Arbeiter Mat= Die Restanten der Unterstüßungsmarken haben bis führt und wenn er nicht in Berlin ist, etwaige Fragen bund, Nowawes, Wallstraße bei Gärtner.-Sängertette, Schönleinftr. 6 Kreuzberg, Lichterfelderstraße 7-8 bet Winter. Alte Sonntag mit dem Kollegen Meyer abzurechnen. Die Sperre an, die zweite Vorsitzende, Frau Stuck ardi, Kraut bei D. Klein. Vorwärts 4, Rathenow, über die Firmen Klemann und Dammrich u. Comp. dauert fort. ftraße Nr. 14, zu richten sind. Ferner forbert der Bor- Binde, Mariannenftr. 31-33 bet Doberflein. Restaurant Walhalla". Ginigtett 2, Landsbergerstraße 31 bet figende die Delegirten auf, ihm Abschriften der Fabriksordnungen, Musehold. Gorgenlos, Röslinerstraße 17 bet Wendt. Eine öffentliche Versammlung sämmtlicher in der und zwar aus jeder Fabrik zu überliefern. Alsdann wurde über Gefangverein der Böttcher Steinet che, Jüdenftr. 65 bei Trieſchmann. Vorwärts 8, Marwis, bet Wilhelm Nölte. hirurgischen Branche beschäftigten Arbeiter die Verhältnisse in der Fabrik von Cohn u. Samuel verhandelt. Hilaria, Blumenstraße 46 bei Went, nahm am 6. September Stellung zu den Gewerbegerichts- Dafelbft sind einer Plätterin, welche nur 8-9 M. die Woche Fretes Steb 2, Friedrichsberg, Frankfurter Allee 165, bet Feder. Wahlen. Kollege Nöfel legte in furzen Worten den Werth verdient, 1,30 M. für Strafe abgezogen worden. Zum Schluß der Gewerberichte dar, erläuterte den Wahlmodus und gab seiner machte der Vorfißende noch bekannt, daß am Dienstag, den Ueberzeugung Ausdruck, daß die Ausstellung eines eigenen 13. September in Nieft's Salon, Weberstr. 17, eine öffentliche Kandidaten für die Arbeiter in der chirurgischen Branche durch Versammlung sämmtlicher Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäsche aus nothwendig sei. Kollege Sch mä dice äußerte sich im branche stattfindet, in welcher aus dieser Branche 4 Kandidaten Bleichen Sinne. Die Versammlung schloß sich dem erwähnten zum Gewerbegericht aufgestellt werden. Borschlage an und wählte einstimmig den Kollegen Tscharntte etia Schönhauser allee 28 bet Kuhlmey. Vorwärts 2. Sänger- Chor ber Töpfer, Neue Friebrichjir. 44, bet stoltg. Snelfenault.88 6.Kärger.- Gängerfrei hett, 9 Uhr, 5. Fröhlich, Naunynſtr. 42. Echo 3. Zehlendorf, Anglersruh" Alsenstraße bei Ghmte. Gefangverein Senefelder, bei Althoff, Brüderstr. 26.- Johannt, Rüdersdorfers Vorwärts 3, Friedrichsfelde, fraße 45, Geſellſchaftshaus' Dilend. Wilhelmstr. 10 bet Momber. Gefangverein Rothe Nette 2, bei Raabe, 910Stuppiner und Schönholzerstraßen- Ecke. Schneeglöckchen 1, Hermannplay 39 bet Jatob. Gesangverein Eintracht, Nieder- Schönweide, Mohr'fches Doppelquartett, Friedrichsbergerstr. 19. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlius und Amgegend. zum Kandidaten. Die Abrechnung über den Streit bei In einer öffentlichen Versammlung der Mechaniker, testaurant Sinz. H. Krüg ger fonnte nicht gegeben werden, weil der Kassirer Optiker und verwandter Berufsgenossen hielt aule Buschriften, den Bund betreffend, find zu richten an Max Geng, Fröwald nicht erschienen war. Die Revisoren erklärten, daß sie Stadtv. Borgmann am 7. September einen vielseitig auf- Berlin St., Belforterſtr. 26, 1 Er. Dienstag. Stattlub krey3-010 bef Theaterverein Blumenlese bei Ringe, Dresbenergeprüft und Alles in Ordnung befunden hätten. Der Bestand tlärenden Vortrag über die Gewerbegerichte, diefelben als eine Mühle, Strautir. 2.ftraße 105. Theaterverein, Bultania" bet Täger, Gartenstr. 18-14. findet in Kaufmann's Variété eine Matinee statt. Don 3,80 M. wurde dem Fachverein gewährt. Am 6. November langerstrebte Forderung der Arbeiterschaft bezeichnend; doch nur Geselliger Berein offnung bei Nemit, Lebuferstr. 5.- Rauchtlub Graue mit dem Prinzip, durchaus nicht mit der Form tönnten wir uns motte bet Ratte, Krautftr. 48. Rauchflub Ambalema bet gaustmann, Retchenbergerstr. 73a. straße 1( Uebungsstunde). Tambourverein Wirbel, bei Müller, präzise s uhr, bei Boll, Wienerstr. 1. Admiralstr. 1Sc. ftraße 158 bei Buchs. ftraße 13-14. Privattheaterverein Grescendo Abends, bei wollen. Tambour- Berein Borussia bei Zeichniß, Königs| zeigt. Die Leipziger Bürgerschaft wird sich nicht groß um die des Widerstandes gegen die Bestrebungen der Arbeitgeber für bergerstr. 24( Uebungsstunde). Tambourverein uf bei Sperling, Infel- Gründe fümmern, die Hauptsache ist, daß die Messe nicht statt- dringlich erklärt wird. Gartenstr. 52( Uebungsstunde). Tambourverein Deutsche Eiche bei findet und daß Leipzig wenigstens vor der Choleragefahr be- Haag, 12. September. Die Einfuhr und Durchfuhr von Niederschuh, Fürbringerstr. 7( Uebungsstunde).- Regel- Klub, u stige 13", wahrt bleibt, die aus der Abhaltung der Messe entstanden wäre. unverarbeiteter Wolle, Fellen, Pelzwerk, Lebensmitteln, Getreide, Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Dienstag. Gesangverein Die unterirdischen Mächte. Die„ Saale- Beitung" erfährt Kaffee, Tabat, Zigarren, Papier und Tauwerk aus Hamburg und Anafreon, Abends 9-11 Uhr, bei Keßner, Annenstraße 16.- Mufitverein aus Eisleben von einer dort stattgehabten Erderschütterung aus Altona ist von heute ab verboten worden. Nord 8-11 Uhr, Wriezenerstr. 6, bei Sendte. Richter'scher unbekannter Ursache, ferner von Wasserandrang in den Schächten Philippopel, 12. September. Gestern Abend hat auf dem Bahns Gesangberein tagt jeden Dienstag Abend 9 Uhr, im Märtischen Sof, und dem Sinken des salzigen Sees. Die Mansfelder Gewerkhofe von Basardschyt ein Zusammenstoß eines von Sofia Turnverein Gesundbrunnen. Die 1. Männer- Abtheilung turnt von schaft soll die übliche Ausbeute- Abschlagszahlung unterlassen fommenden Eisenbahnzuges mit einem nach Sofia gehenden Zuge 8-10% Uhr in der Turnhalle des Leffing- Gymnasiums, Banfftraße 9-10. stattgefunden. Die Lokomotive des letzteren Zuges wurde zerBerliner Turngenoffenschaft. Die 9. Männerabtheilung turnt jeben Dienstag und Freitag in der Gemeindeschule, Blumenstr. 63 a. Gescheitert. Der Liverpooler Dampfer„ Cameroon" ist an trümmert, wobei der Heizer getödtet und der Maschinist ver Theater- Verein Othello 2 Abends 9 Uhr, bei Tägers, Gartenstr. 13-14. den Felsen von Fernando Po gescheitert. Der Rumpf des wundet wurde. Von den Reisenden ist Niemand verlegt worden. Privat- Theater- Gesellschaft Berliner Humor, Abends 9 Uhr, Köpnicker: Schiffes ist durchbohrt. Dennoch hofft man das Schiff nach dem Nicolay, Glisabethfir. 14.- Theaterverein Bultanta bei Zäger, Garten Löschen der Ladung flott zu bekommen. Fahrgäste und Be fatung wurden ohne Unfall gelandet. Der„ Cameroon" segelte Bergnügungsverein Amicitia, 8% Uhr, bei Schönnagel, Barnimftr. 47. am 4. August nach West- Afrika ab. Vergnügungsverein Reichstrone, Abends 9 Uhr, in Reichert's Fest sälen, Müllerstr. 7. Geselliger Verein Brüderschaft, im Restaurant Meuterei auf einem Schiffe. Auf der Barke Windermere von Swansea ist auf der Fahrt von Glasgow nach Freemantle heute Abend 9 Uhr, Raupachstr. 6. Bergnügungsverein Fidelio. Alle eine Meuterei ausgebrochen. Mitten im Ozean mußte der SteuerDienstag Abends 9 Uhr Sigung mit Damen bei Seifert, Oranienstraße 21. Vergnügungsverein Berolina, Abends 9 Uhr, im Restaurant Broß, Annen- mann die Meuterei- Flagge aufziehen lassen. Der Kapitän Mac straße 9. Geselliger Verein Mehr Licht", Abends 9 Uhr, Große Leod wurde von seinen eigenen Matrosen erschossen. Die Winder Frankfurterstr. 133 bei Golds. Touristentlub Wanderlust", Abends mere segelte nach der Unterdrückung der Meuterei nach Mauritius, 9 Uhr, Franfectistr. und Schönhauser- Allee- Ece. Mujit- Dilettantenverein, Breziosa", jeden Dienstag, Abends 8 Uhr, wo die Untersuchung schon eingeleitet worden ist. Uebungsstunde in Scheffler's Restaurant, Reinickendorferstr. 25. Aufnahme. Sithertlub Freiheitstlänge" jeden Dienstag Abend bei E. Frante, Aposteltirche 7 b. Orientalischer Rauchklub Spar- und Kreditverein, abends 9 uhr, Reichenbergerstr. 24, bei Schröder.- Rauchklub Eldorado, Abends 8 Uhr, im Reftaurant 28. Schulze, Oftbahnhof 7. Hauchtlub Dämmerwolte, Böckhstr. 51.- Rauchklub Bruderbund. Abends 9 Uhr, Lausitzerstr. 50, bei Grande. Stauchtlub Zeitgeist, Abends 9 Uhr bei Raspar, Restaurant aum Beitgeist, Bernauerstr. 72. Rauchtlub Ambalema, Abend 9 Uhr, Reichenbergerstr. 73a, bei Faustmann. Rauchflub Portorico, Abends 9 Uhr, bei Kohn, Wrangelftr. 136. Rauchtlub Gemüthlichkeit 2, Abends o Uhr bei Achfel, köpenickerstraße 161. Rauchtlub Blaue Luft, Abends 9 Uhr bei Bredlow, Bülowstr. 65. Rauchklub Abguß, 8% Uhr, bei Nawrot, Markusstr. 23. Deutscher Reichsadler, Beuffelstr. 9. Vergnügungsverein Saturnalia, " " Tambourverein Rothe Mette, Dienstag und Freitag, Abends 9 Uhr, bei Thiele, Brandenburgstr. 56.- Tambourverein Vittoria, Uebungsstunde Dienstag und Freitag, Aufnahme nur geübter Mitglieder. Stümte's Restau rant, Ackerstr. 123. Vermischtkes: Aus Leipzig wird uns geschrieben: Wie bereits gemeldet, hat der Rath am Sonnabend beschlossen, die diesjährige Michaelism efse wegen der bestehenden Choleragefahr aus= fallen zu laffen. Es hat viele Mühe gekostet, diesen vernünftigen Beschluß durchzudrücken. Denn daß die Cholera durch die Meßfremden hier eingeschleppt worden wäre, steht unzweifelhaft fest, da die Großkaufleute zum guten Theil aus infizirten Gegenden kommen und, um möglichst wenig Scheerereien zu haben, über ihre Heimath c. falsche Angaben machen. Bor etwa acht Tagen beschlossen die Rathsweisen unter Hinzuziehung " " von Sachverständigen( Bertreter der Wiſſenſchaft und des San dela- Herzte Tonnte man dabei nicht gebrauchen) die Messe auf zwei Wochen zu beschränken und so der Cholera ein Schnippchen zu schlagen. Das Ministerium beeilte sich, diesen Beschluß zu bestätigen, und das hiesige Tageblatt" sowie dessen Trabanten waren schon entzückt ob des gemachten Geschäfts. Aber in der Bürgerschaft regte es sich, und der Wähler", sowie einige andere Lokalblätter protestirten gegen diefen Rathsbeschluß. Selbst Kapitalisten- Blätter natürlich auswärtige schienen diesen Beschluß nicht eruft zu nehmen, indem sie schrieben, die Messe finde nicht statt; das Tageblatt" berichtigte aber fofort diefe Nachricht und ersuchte die Kölnische Zeitung" u. f. w. von dieser Berichtigung Notiz zu nehmen. Inzwischen hatte aber auch das Ministerium abzuwiegeln begonnen; es ließ er tlären: selbstverständlich müsse sich der Gesundheitszustand wesentlich gebessert haben. Nun sah sich der Rath veranlaßt, noch einmal zusammen zu kommen und zwar diesmal neben den Wissenschafts- und Handelsvertretern, unter Hinzuziehung von Medizinern. Jezt fiel der Beschluß anders aus. Die Herren haben jedenfalls eingesehen, daß, wenn die Cholera hier ihren Einzug hält, die Geschäfte doch auch zum großen Theil leiden, wie Hamburg Eine furchtbare Fenersbrunst hat, wie man uns aus Konstantinopel, 5. September, schreibt, den Ort Tasch Röprü, im Vilajet Castambol( Klein- Asien) ganz zerstört. Der Brand währte 6/2 Stunden und vernichtete 387 Holzhäuser, den Konak der Regierung, das Gefängniß und eine Moschee. Großfeuer zerstörte 26 Häuser in Cuevas de Ailon, Provinz Soria, in Spanien. Depeschen: ( Depeschen des Bureau Herold.) Literarisches. Bei der Redaktion eingegangene Schriften: Zwölf Jahre deutscher Parteifämpfe( 1881-1892) von J. Sabin. Verlag von Lipsius& Tischer. Kiel und Leipzig. Bericht des Verbandes der Genossenschafts- Kranken faffen für Wien und Umgegend. Verlag: Wien, Hirschen gaffe Nr. 18. Briefkasten der Redaktion. Zu unserer Brieffaften- Notiz über die Hamburger Wäh rung geht uns von sachverständiger Seite noch Folgendes zu: Eine geprägte Hamburger Banto- Mart hat nie existirt. Im Kleinverkehr rechnete man in Hamburg nach sog. Grobfurant, d. i. Lübische Währung. Der Kurant Thaler theilte fich in 48 Schillinge, wovon 16 auf 1 Mark furant gingen; 1 Thaler Preußisch gleich 2 Mart 8 Schillinge furant. An geprägtem Geld war im Umlauf: Thaler oder 3 Mark 1 Schilling, Sechsling( ½ Schilling) und Dreiling( 4 Schilling). Im Gegensatz zum Grobkurant gab es noch ein sogenanntes Leichtturant in Mecklenburg; hiervon gingen 48 Schillinge Bauto- Mart war gleich 1 M. 4 Schill. 27/10 Pf. Kourant gleich 1 M. auf einen Thaler Preußisch, so daß 4 Schill.= 2/2 Sgr. waren. Die Hamburger Kaufleute rechneten nach Banko- Mart. Die 51,685 Pf. heutiger deutscher Währung; eine geprägte Münze in Banko hat es jedoch, wie oben bereits gesagt, nie gegeben. Halle a. S., 12. September. Der Profeffor der morgenstücke( 48 Schill.), 2 Mart, 1 Mart, 8 Schill., 4 Schill., 2 Schill., ländischen Sprachen, August Müller, ist heute gestorben. München, 12. September. Generallieutenant von Helvig ist heute Vormittag an den Folgen der Cholera nostras und hinzugetretener Lungenentzündung verschieden. der Glasarbeiter erklärte Ducquery, der Ausstand der Glas Carmang, 12. September. In der geftrigen Bersammlung arbeiter müsse vertagt werden bis zum Marseiller Kongreß, auf welchem 528 Arbeitersyndikate vertreten sein werden. Lille, 12. September. Eine geftrige Versammlung von Bergarbeitern in Bindèle nahin einstimmig eine Tagesordnung an, durch welche die Bergwerts- Direktionen aufgefordert werden, T. G. Ihr Brief ist von uns der zuständigen Stelle in alle belgischen, nicht naturalisirten Bergarbeiter zu entlassen. Die Hamburg übermittelt worden. Bersammlung endigte mit dem Rufe: Nieder mit den Belgiern! Attest ausstellen und beschweren Sie sich beim Polizeipräsidium. Karl Hennig, Stettin. Die Schilderung wird für die Leser unfere. Die Aufregung ist im Wachsen. Madrid, 12. September. Die Generalrathswahlen sind überall ruhig verlaufen. Die ministerielle partei hat eine bedeutende Majorität erzielt. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Dresden, 12. September. Das Ministerium hat den Be schluß des Rathes der Stadt Leipzig, die diesjährige Michaelis Messe ganz ausfallen zu laffen, genehmigt. V Wien, 12. September. Gegenüber den Meldungen aus wärtiger Blätter von angeblich in Feldkirch vorgekommenen sechs Cholera Todesfällen wird von der Politischen Korrespondenz" festgestellt, daß bis heute in ganz Defterreich kein Fall von asiatischer Cholera, und speziell in Feldkirch nicht einmal eine choleraähnliche Erkrankung vorgekommen sei. Paris, 12. September. Der in St. Ouen tagende Kongreß der sozialistischen Munisipalräthe nahm gestern Nachmittag die Resolution an, daß die Gemeinden und der Staat für die ohne Angehörige und Existenzmittel dastehenden Greise und Kinder zu forgen hätten. Der Bezirkskongreß der sozialistisch revolutionären Arbeiter nahm gestern eine Resolution an, in welcher die Errichtung eines Zentralfomitees zur Leitung der sozialistischen Propaganda und Berlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. 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Meinen innigften Dank für die rege Betheiligung bei der Beerdigung meines Mannes am 11. d. M. Insbesondere den mitwirkenden Mitgliedern der Gesangvereine in Friedrichsberg sage ich meinen Dant. 1947b Wwe. Marie Hellwig nebst Kindern. Empfehle mein Geschäft in friscaen Blumen und Kränzen. 533 L Robert Meyer, Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. NB. Um häufigen Irrthum zu vermeiden, bitte ich meine Freunde und Genossen, genau auf meine Adresse zu achten. Allen Genossen empfehle mein Blumengeschäft und Kranzbinderei. A. Krause, Wienerstraße 11. [ 24351 HECH BENFIN R.HECHT BERLIN Stempelfabrik 8 von 8 R. Hecht BERLIN S. Oranienstr. 55 liefert schnell und billig alle Arten Stempel. Genossenschaftsbrot für Wiederverkäufer Billigste Bezugsquelle sowie Milch und Backwaare frei ins Haus, liefert das Milchgeschäft 2887L Stallschreiber- Straße Nro. 8. Anzugstoffe für geren und jebes Maß des Stettiner„ Voltsboten" von größerem Intereſſe ſein als für K., Altenburg. Wir vermissen in der Einsendung die An gabe der Quelle. Vorwärts" ist auf Seite 1, Spalte 3 unter„ Sozialer Uebersicht" Berichtigung. In der 2. Beilage der Sonntagsnummer des zu lesen: Der erste internationale Handschuhmachers Rongreß." " Holm bei Kiel.( De multis unus pro multis.) Anonyme Buschriften tönnen nicht aufgenommen werden. demokratischen Blatte Ihres Bezirtes mit. Recklinghausen. Theilen Sie die Nachricht dem sozial Wir sind außer Stande, Ihre Angaben zu kontrolliren. Joh. Halm. Stellen Sie sich nach Ihrer Rückkehr auf der Redaktion vor. C. Eberle, Neu- Ulm. Wir können Ihrem Wunsche, der artige Fragen in das Bereich der sozialdemokratischen Propaganda zu ziehen, nicht entsprechen. Besten Gruß! flubs, brauchen nicht polizeilich angemeldet zu werden oder ihre Bredlow. Gefellige Vereine, z. B. Gesangvereine oder Rauch Statuten einzureichen. Elektrische Beleuchtung. 24 Verkäufer. Bum Prophet" Welthaus für fertige Herren- u. Knaben- Garderoben. I. Etage. Dönhoffsplatz. I. Etage. 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Wenn die Bewerber um Buchdrucker werden dringend gewarnt Hamburg jetzt zu besuchen. die ausgeschriebenen Stellen erklärten, daß sie in ein oder zwei Humoristisches aus Mecklenburg. Ein Hagenower Blatt gigen hatte sich die Köpenicker Haide als Festplatz aus- Graudenz unter gehöriger Betonung seines freundlichen Entgegen- warnt die Unternehmer vor den Hamburger Arbeitern. bewählt. Das Komitee für die Feier hatte fich an die Ortskommens mit einer Anzahlung und ließ sich über den Fehlbetrag welche, ausgerüftet mit ihrem Handwerkzeug, arbeitsuchend die behörde gewandt, um die Erlaubniß zu erhalten, in geordnetem einen Wechsel anstellen wes niebene der Geprellten haben nun medlenburgischen Lande überschwemmten. Als Grund seiner Buge mit Musik und Banner durch den Ort nach dem Festplatz nicht allein die bereits geleistete Anzahlung verloren, sondern Warnung führt das Blatt die Choleragefahr und die Gemorschiren zu dürfen. Auf dieses Gesuch ging folgendes Ant- kommen noch obenein in die vage, ihr anzept einlösen zu müſſen, fahr des Sozialismus an, welche die Hamburger einalso noch Geld hinterher zu werfen, denn Graudenz ist vor schleppen fönnten. Daß der Boden für den Sozialismus in unter Vorbehalt des jederzeitigen Widerrufs die polizei- begeben. " Auf den Antrag vom 9. d. wird Ihnen hierdurch sichtig" genug gewesen, sämmtliche Wechsel vor seiner Flucht zu Mecklenburg vortrefflich, giebt es selbst zu, indem es schreibt: ,, Es ist ja allgemein bekannt, wie leicht unsere, in diesem Punkte liche Genehmigung ertheilt, bei Gelegenheit der Fußpartie unglaublich leichtgläubige Landbevölkerung sich von einem ge des Arbeitervereins für Rummelsburg und Umgegend am riebenen und gewissenlosen Agitator die ungereimtesten und un28. d., Mittags 12 Uhr, den Zug in dem Lokale des Herrn finnigsten Dinge einreden läßt." Borgmann, hier, Hauptstr. 11, mit Mufit abmarschiren und denselben unter dem Klange der Musik die Hauptstraße hierselbst entlang nach der Köpenicker Haide zu, passiren lassen zu dürfen. wortschreiben ein: Soziale teberlicht. In allen Angelegenheiten, welche die internationale Union betreffen, wolle man sich nur an meine Adresse wenden. Löbtau bei Dresden, im September 1892. Georg Horn, Vertrauensmann der Glasarbeiter Deutschlands. Die Genoffen in Schöneberg hielten die Laffallefeier in Rau's Lokal ab, das mitfammt dem Garten von Menschen margarinefabrit in Bahrenfeld, weil diefelben in Eutlaffen wurden über 20 Arbeiter der Mohr' schen dichtgefüllt war. Das Fest verlief ebenfalls in vollster Farmonie und ohne jebe Störung. Herr Amtsvorsteher Hamburg wohnen und angeblich der Fabrik wegen der Cholera Schmock hatte dekretirt, daß aus aus Gesundheitsrücksichten gefahr sonst die Ausfuhr ihres Produkts von der Regierung ver ( Choleragefahr) im Garten nach 10 Uhr Abends weder musigirt, boten worden wäre. Die Arbeiter werden im Intereſſe der tonzertirt noch gesungen werden durfte. Der Zanz im Saat Allgemeinheit entlassen, diefelbe Allgemeinheit wird ihnen den Huuste um 11 Uhr beendet sein. Mit dem Glockenschlage Gif Einkommensverlust aber kaum erseßen. stellte sich die Polizei ein, um zu sehen, ob der Verfügung des Amtsvorstehers nachgekommen werde. Da das geschah, lag feinerlei Anlaß zum Einschreiten vor. Als Pendant hierzu darf aber nicht unerwähnt bleiben, daß am folgenden Freitag der Kriegerverein fein Sedansest feierte. Für diesen Verein scheinen die Gesundheitsrücksichten" nicht existirt zu haben. Im Linden Park wurde wenigstens nach 11 ühr noch ein Feuerwerk mit Ranonenfchlägen, Raketen und ähnlichem Gepraffel abgebrannt, so daß es um die Nachtruhe der Bewohner der umliegenden Häuser geschehen war. Ob der Tanz Punkt 11 Uhr zu Ende sein mußte, wissen wir nicht, wir glauben aber, daß um 11 Uhr Schluß war, denn was dem Arbeitervereine recht ist, das ist schließlich dem Kriegerverein billig. Oder sollte etwa die Cholera militärischen Drill genug besigen, vor den Mitgliedern eines Kriegervereins Halt zu machen? " Kapitalistischer Uebermuth. Die in Ottensen erscheinende Norddeutsche Boltszeitung" veröffentlicht den Text eines Beugnisses, das zwei Arbeitern von einem Unternehmer ausgestellt wurde und so recht zeigt, was Alles man sich heutzutage der Arbeiterschaft gegenüber herausnehmen zu können glaubt. Das Beugniß lautet: " Inhaber dieses, der Silberarbeiter.... stand als solcher vom 28. Mai 1891 bis heute bei mir in Rondition. letzten Zeit war solche, sowie Fleiß mangelhaft, weshalb derselbe Die Führung war in der ersten Beit gut, jedoch in der unter anderem wegen gemeingefährlicher sozialdemokratischer Umtriebe, Aufreizungen 2c. 2c. von mir entlassen wird, wovon meine Kollegen gefälligft Renntniß nehmen wollen. Hiermit die wahrheitsgetreue Bescheinigung. F. Reusch, Silberwaaren- Fabrikant. " Bu Ungunsten der Arbeiter ist in Delft( Holland) ber Streit der Glasarbeiter verlaufen. Die Unterstübungen liefen nur spärlich ein. Versammlungen. Die Führung des entrollten Vereinsbanners wird trauensmann der Glasarbeiter Deutschlands An die deutschen Glasarbeiter. Nachdem ich zum Ver= unterfagt. Der Amtsvorsteher. gewählt worden bin und die Agitation unter denselben, sowie die Vermittelung aller in der Glasindustrie vorkommenden wichtigen J. V.: Goltsch. Ereignisse und die event. Vermittelung von Unterstützungen zwischen Das Komitee tam dem Verbot der Führung des entrollten den Glasarbeitern, welche der internationalen Union angehören, Bereinsbanners insofern nach, als dasselbe mit einer Schnur hoch- bezw. derselben beizutreten gedenken, übernommen habe, ersuche gebunden wurde, so daß nichts von demselben weiter zu sehen ich alle diejenigen Gewerksgenossen, welche auf diesem Wege die Die Militär- und Lieferungsschneider hielten am 5. b. M. war, als die Stange und oben das zusammengerollte Tuch. Interessen der deutschen Glasarbeiterschaft zu fördern gewillt find, in Sachen des deutschen Offiziervereins und dessen neu ausFreilich hatte man die Rechnung ohne den Gendarmen gemacht. mit mir betreffs weiterer Berständigung in dieser Sache in schrift gearbeiteten Lohntarif eine öffentliche Versammlung ab. Der Dieser verlangte, daß das Banner außerdem noch mit einer Hülle lichen Verkehr treten zu wollen. Um die Agitation planmäßig Referent, Kollege KroII, hob hervor, daß der deutsche Offizierüberzogen werde, geschähe das nicht, dann würde er dasselbe mit und wirksam betreiben zu können, ist es nothwendig, daß mir verein den von den Schneidern aufgestellten Lohntarif niemals Beschlag belegen. Es wurde dem eifrigen Beamten zwar der von allen Drten, wo die Bewegung der Glasarbeiter noch nicht anerkannt habe. Derselbe habe einen eigenen Lohntarif aufBorhalt gemacht, daß in dem Schreiben des Amtsvorstehers von festen Fuß gefaßt hat, zuverlässige Adressen von vertrauenswerthen gestellt, dessen Lohnfäße theilweise noch niedriger bemessen feien, einer Umhüllung des Banners mit keinem Wort die Rede sei. Kollegen mitgetheilt werden, mit denen ich mich ebenfalls in Ber- als die Schneider vor dem Streit vor zwei Jahren in anderen Der Gendarm bestand aber auf seiner Ansicht und um der Sache bindung fehen fann. Geschäften erhalten hätten. Auch der neuaufgestellte Lohntarif ein Ende zu machen, wurde das Banner umhüllt und damit war bleibe in den meisten Positionen weit hinter den allgemein üblichen der Staat wieder einmal gerettet. Das Fest selbst verlief in der besten Weise. Abends wurde, wieder unter Vorantritt der MusikLöhnen zurück. Der deutsche Offizierverein sei nicht gewillt, mehr tapelle, der Rückmarsch nach Rummelsburg angetreten, wo im zu bewilligen. Infolge dessen habe sich die Kommission, welche Borgmann'schen Lokale die Feier fortgesetzt wurde. fich aus den Arbeitern des Vereins gebildet hatte, aufgelöst, indem fie nicht gewillt sei, fernerhin zu unterhandeln. Der Referent war der Ansicht, daß die Militär- und Lieferungsschneider des Umständen Vereins sich eine derartige Lohndrückerei unter teinen gefallen lassen dürften, daß sie nicht au dem vorgelegten Tarife arbeiten könnten und dürften, daß fie vielmehr den allgemeinen Tarif der Militärschneider Berlins sich au eigen machen müßten. Der deutsche Offizierverein habe einen Ueberschuß von 1700 000 M. erzielt! In den Filialen in der Proving würden noch niedrigere Arbeitslöhne als in Berlin besalt, trotzdem die Kunden dieselben Preise wie in Berlin bezahlen müßten. bewegung gegen den deutschen Offizierverein und diejenigen Geschäfte einzutreten, welche unter dem allgemeinen Tarif arbeiten. Der Referent rieth dazu, energisch in eine Lohn Die Gesammtheit würde hinter den Gehilfen stehen. Auch sei die gegenwärtige Situation günstiger, als die vor zwei Jahren. nahmen unterschrieben hätten, könnte es gewiß der deutsche Ebenso wie die anderen Geschäfte den Tarif mit wenigen Auseine ifolirte Stellung einnehmen lasse. Nur Hand in Hand mit der den Militärschneidern herrschenden Raftengeist, welcher fie Offizierverein auch. Kollege Timm geißelte den unter fönnten die Militärschneider etwas erreichen. Wäre man schon gesammten Kollegenschaft, mit der gesammten Arbeiterschaft, früher zu dieser Einsicht gelangt und wäre man sofort energisch vorgegangen, so wäre etwas erzielt worden. Jetzt stehe die Sache schlechter. Mit dem Referenten stimmte er darin überein, daß Ein Proletarier schildert uns seine Leidensgeschichte Elmshorn, den 3. September 1892." höchstens zum Frühjahre an eine Lohnbewegung zu denken sei. folgendermaßen: Ich bin Tischler, 40 Jahre alt, verheirathet und aber was scheert sich das Unternehmerthum ums Gefeß, wenn Weiterführung übergeben worden sei, vermöge auch allein nichts Daß dieses Zeugniß ungefeßlich ist, bedarf keiner Frage. Der Verein der Militärschneider, dem die Angelegenheit zur Vater von fünf Kindern. Ich bin geborener Berliner. Im es sich darum handelt, mißliebigen Arbeitern etwas am Beuge auszurichten. Nur mit Hilfe der Algemeinheit sei etwas zu er Jahre 1888 verunglückte ich, der linfe Unterschenkel mußte amputirt werden. Bis Anfang dieses Jahres trug ich einen au flicken! zielen. Das Resultat der Verhandlungen war die Annahme einer tünstlichen Fuß, der im Januar derart zerbrach, daß ich den- Die Hilfe des Oberbergamts zu Breslau wird in Resolution, in welcher die Versammelten sich mit dem Referenten beben nicht mehr benußen konnte. Das Geld zur Reparatur Waldenburger Arbeiterfreifen gewünscht. Es handelt voll und ganz einverstanden erklärten und sich verpflichteten, so besaß ich nicht, ich konnte aber ohne den künstlichen Fuß auch ich um den Fürst von Bleß'schen Grubenabbau, wodurch wie weit dies noch nicht geschehen, dem Verein der Militärschneider nicht mehr als Tischler arbeiten. Mit Noth und Mühe war es mir möglich, meine Familie er- wind, baj regen der Ginitunggejahr der Bau neuer Wohnhäuser an in eine Lohnbewegung eintreten zu können. Gleichzeitig wurde Ich wurde Handelsmann". man uns schreibt die Umgebung Waldenburgs derart unterminirt beizutreten, um durch einiges Busammengehen zu geeigneter Beit nähren zu können. Da hatte ich wieder Unglück. Ich wurde den Grenzen der Stadt unterbleibt und einige Häuser schon ab der Vereinsvorstand verpflichtet, die die Sammlungen zum megen Uebertretung der Gewerbe- Ordnung mit einem Strafgebrochen werden müssen. Diese Umstände haben eine folossale Streitfonds mehr in Fluß zu bringen und womöglich mandat über 2 Tage Hait bedacht. Am 27. August früh holte Steigerung der Miethen im Gefolge. Die Angelegenheit ist in einen bis zwei Abende in der Woche anzuberaumen, mich ein Schuhmann aus meiner Wohnung. Meine Frau er- ber Breslauer„ Bolkswacht“ schon mehrfach zur Sprache gebracht an denen die Beiträge zum Streitfonds abgeführt werden können. wartete von Stunde zu Stunde ihre Niederkunft. Ich ging mit und auch im„ Borwärts", erwähnt worden, geschehen ist aber Wie berichtigend mitgetheilt wurde, hat sich die Unterhandlungszur Wache und machte hierauf den dienstthuenden Beamten auf- feitens der Behörden bisher nichts, woraus zu ersehen wäre, daß fommission nicht definitiv aufgelöst, sondern dieselbe besteht noch Das hatte keinerlei Erfolg, ich wurde mit dem die Interessen der Arbeiterschaft Waldenburgs gegenüber der für eintretende Bedarfsfälle. Beantragt war ferner folgende Frau gebar am 28. August, Abends 11 Uhr ein Kind. Brünen Wagen" nach dem Gefängniß transportirt. Meine Grubenverwaltung des Fürſten von Bleß gewahrt wurden. Man Resolution:„ Die heutige öffentliche Bersammlung ber Militärbilfeleiſtende Sebeamme war nicht anwesend. Diejenige, welche näher tritt. Wir machen diese Behörde auf die Sache hiermit letzten Bericht im„ Borwärts" aus und erklärt, daß derselbe auf Gine hofft nun, daß das Breslauer Oberbergamt der Angelegenheit und Lieferungsschneider spricht ihre tiefste Verachtung über den die Nachbarn herbeigeholt hatten, war wieder weggegangen, besonders aufmerksam. Entstellung und Berleumdung beruht." Dieser Antrag zeitigte weil meine Frau nicht im Stande war, diefelbe bezahlen zu eine heftige Debatte für und wider, in welcher besonders fönnen. An Geld hatte ich in der Wohnung überhaupt nur 70 Bf. Hungerlöhne der Wäschenäherinnen. Der Frant Jerwin der Agitationskommission die ganze Schuld beimaß. furter Boltsstimme" theilte eine schon seit mehreren Jahren Die Debatte nahm in ihrem Verlaufe einen sehr persönlichen Charakter Hebamme herbeigeholt, welche ihre Hilfe nicht versagte. Ich in der Hembenindustrie beschäftigte Arbeiterin folgendes mit: an. Es wurde beschlossen, daß der Vorstand des Vereins der Militärlangte nach Berbüßung meiner Straße am 29. Auguſt, Nach Für das Dußend Hemden bekomme ich 1 M. 80 f. Kleinere schneider mit der Agitationstommission eine gemeinsame Sißung abmittags 4 Uhr, wieder in meiner Wohnung an und fand Frau Knabenhemden 65-90 cm lang, werden mit 8 Pf., Hemden von halten soll, um die schwebenden Differenzen möglichst auszugleichen. und Kind in einer erbarmungswürdigen Gituation. Ich forgle 30 cm mit 10 Pf. und solche von 95 em mit 12 Bf. bezahlt. Borstehende Resolution wurde, wie der Vorsitzende Rohloff fo viel ich konnte für Speise und Trant, um die Nothdurft der Für gewöhnliche Herrenhemben von 100 cm Länge erhalte ich auf Grund des Zeugnisses des überwachenden Polizeibeamten Hungernden zu befriedigen. Um per 1. September eine Unter- 15 B1. per Stüd; oftmals habe ich aber übergroße von 105 fonstatirte, mit Stimmenmehrheit angenommen. fügung zu erlangen, wandte ich mich an die Armenkommission; und 110, ja jogar 115 cm zu liefern und bekomme auch nur( Die in der Resolution aufgestellte Behauptung, der Bericht erhalten habe ich nichts. In meiner Noth sprach ich bei eineni 15 Pf. dafür. Wie harmonirt das mit einander? Die 110 cm über die letzte Bersammlung der Militär- und Lieferungsschneider als hilfsbereit verschrieenen Bastor vor. Dieser jagte auch zu, langen Hemben bedürfen doch längere Arbeitszeit und auch beruhe auf Entstellung und Verleumdung, ist eine frivole Unmir Hilfe zu senden. Diese langte auch wirklich an in Geſtalt mehr Barn; lekteres muß ich doch selbst stellen. Nach wahrheit. Eine Reihe von Schneidern, welche wir über die Aneiner frommen Schwester, welche uns den groſt gab, in unserer langem Feilschen bekommt man auch wohl ein paar Pfennige gelegenheit befragten, erklärte, daß sich Alles in der VersammNoth recht fleißig, in die Stirche zu geben und noch fleißiger su meŋr; aber fehr felten. Bei Herren N. u. R. auf der Zeil ar lung so zugetragen habe, wie es im Bericht des„ Borwärtz" beten. Dann würde uns Gott wohl helfen! Borläufig effen wir beite ich. Mit Herrn. ist gar nichts zu sprechen, der sieht geschildert ist. Als Zeugen dessen führen wir an die Herren noch trocken Brot und Gala. Ich habe, um meinen tünstlichen einen über die Uchseln hin an oder mit geringschäßenden Blicken. Täterow, Maurerftr. 9, No. Schulz, Schmidstr. 9, Pregler, HollFuß wiederzuerlangen, schon viele Bittgesuche gemacht, feins hat will man mehr haben, so sagt er:„ Wenn es Euch nicht genug mannstr. 8, Reinte, ebendaselbst. Redaktion des„ Vorwärts") geholfen. Die Armenkommission hat dasselbe auch nicht berück- ist, könnt Ihr gehen, ich bekomme die Hemden für das Geld gefichtigt. Hätte ich einen fünstlichen Fuß, hann tönnte ich wieder macht; heute haben wir erst wieder 18 bis 20 Arbeiterinnen ab= meinem Handwerk nachgehen und Tischlerarbeiten verrichten. weiſen müſſen" u. f. w. Gin ganzes Buch fönnte ich darüber Dann würde ich wieber so viel verdienen können, um Frau und schreiben, wie man sich abzumühen und Noth und Entbehrung zu langsamen Hungertode geweiht zu sein. Rinder nicht Hunger leiben zu lassen. So aber scheine ich dem erdulden hat. Ich bin überzeugt, daß alle Mädchen und Frauen über dasselbe zu tlagen haben. Warum lassen die sich nicht auch einmal hören? Dann tönnten sich die Näherinnen doch auch Die öffentliche Versammlung der Tabak- Arbeiter und Arbeiterinnen am 6. b. M. beschäftigte sich in erster Linie mit den Gewerbegerichts- Wahlen. Nachdem Kollege Butry in ge drängter Kürze die Hauptsächlichsten Momente des betreffenden Gesetzes erläutert hatte, erfolgte die Nominirung der Kandidaten für das Amt als Beisiger zum Gewerbegericht. Als solche wurden gewählt die Kollegen Butry und Miras. Die in der vorangegangenen Bersammlung seitens des Kassirers der Kommission 2599 Bettler und Landstreicher, so melden ohne Rom- vorgelesene Abrechnung ist von den gewählten Revisoren geprüft bande, zu welcher ein Dr. jur. Magnuszewski und noch vier Walther Grandenz aus Berlin, der Leiter einer Betrüger- organifiren. andere Individuen gehörten, u. A. auch der Bruder des vorUntersuchungsgudang, befindet sich ebenfalls in me, abatte Großherzogthum eſſen abgeurtheilt worden. Welche Infolge der ausgebrochenen Weißhelligkeiten zwischen den Kollegen mentar die bürgerlichen Zeitungen, find im Jahre 1891 allein im und für richtig befunden worden. Der Kassirer wurde entlastet. bie Bande in Sirport eine e vor finger Beit mitgetheinenbaur Summe von Jammer und Glend diese nackten Zahlen in fich und der Kommiſſion auf Grund der Einführung der Schußmarle Unſtalt lediglich in bewed bequiber, ar biefelbe zahlreiche bergen, davon spricht die Bourgeoispreſſe nicht. Dem Spieß legte die Kommiſſion ihr Amt nieder. Dieſe Angelegenheit ver fautionsfähige Hausdiener, Kaffenboten und Buchhalter zu bürger fommt vielleicht beim Lesen höchstens der Gedanke, wie anlaßte eine sehr erregte Debatte, in welcher die Kommission in den übrigen Komplizen bald ergriffen. Walther Graudenz hatte vom Leibe hält. Daß das heutige Raubsystem auf gewerblichem wie die Schuhmarke ist, die Lage der Tabatarbeiter biese die Schwindler enche bei der Bogizes engri sammt barmerie zu haben, welche ihm diese„ Bettler und Landstreicher" marke wurde ins. Feld geführt, daß durch ein Balliativmittel, hinter ihm erlassen werden mußte." Die Zahl der Be- zum Betteln zwingt, das weiß er nicht oder vielmehr will es trogenen ist bei Weitem größer, als ursprünglich an- nicht wissen; wenn er nur sich sättigen kann. Und wer seine ein Stimme erhebt und fordert, man solle solch grauenhaften zu früher unbekanntes moment aufgeben worden, welches, vie ständen von Grund aus ein Ende bereiten, der ist ein Operationen des Graudenz in ihrer ganzen Nichtswürdigkeit er- Umstürzler". Gelder hätten bessere Verwendung finden können. Durch die Agitation für die Schutzmarke seien die Kollegen Deutschlands beeinflußt worden. Ueberhaupt seien die Berliner Kollegen mit der Einführung der Schußmarte überrumpelt worden. Infolge dessen seien von verschiedenen Fabriken der Kommission die Geld zu mittel entzogen worden. Die Kommission wie auch die Anhänger würden. Rosenthal- Berlin neigte sich der Anschauung zu, 3. Verpflichtet die Konferenz die zu wagtenden Vertrauens der Schuhmarke vertheidigten ebenso energisch ihren Standpunkt daß die Gründung des geplanten Organs verfrüht sei, ohne den männer, das Agitationskomitee materiell zu unterstützen und und führte namentlich die Kommission an, lediglich im Interesse der Werth eines solchen au verkennen. Er erklärte, sich der Ab- demselben regelmäßig über den Stand der Bewegung an ihrem Allgemeinheit gehandelt zu haben. Die Versammlung beschloß, ſtimmung enthalten zu wollen. Nach langer Erörterung der An- betr. Orte Bericht zu erstatten. auch fernerhin eine Kommission niederzusetzen. Da sich Niemand gelegenheit beschloß die Konferenz mit Stimmenmehrheit folgende 4. Das Agitationskomitee hat ebenfalls in geeigneter Weise zur Annahme eines Amtes bereit fand, so nahm die Kommission Resolution:„ Die Konferenz empfiehlt der Agitations öffentlich über seine Thätigkeit u. s. w. Renntniß zu geben." die Neuwahl wieder an. An Stelle des Kollegen Stahl, der fommission, eine Zeitung für alle im Handelsgewerbe beschäftigten In die Agitationsfommission wurden gewählt: Türk und Berlin verlaffen hat, wurde in die Kommission Kollege Peters Personen herauszugeben, die nach Möglichkeit von den Vereinen Blum( Handlungsgehilfen), Raßler und Plath( Haus. gewählt. Die Arbeitsordnungen sollen gesammelt und an die der Hausdiener und Handlungsgehilfen obligatorisch einzuführen diener), zu Revisoren Hinze( Kaufmann) und Barnewiz Kommission abgeliefert werden. Wie fonstatirt wurde, hat ist. Die Agitationskommission foll von der Gründung des Blattes( Hausdiener). Nach Schluß der Verhandlungen wurde stehend Rollege Stahl lediglich aus privaten Gründen Berlin verlassen. Abstand nehmen, wenn der Berliner Verband der Geschäftsdiener die Arbeitermarseillaise gesungen und die Konferenz mit einem die Zeitung nicht obligatorisch einführt. In diesem Falle haben dreifachen Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. Der Kon In der Freien Vereinigung der Graveure, Siseleure die Handlungsgehilfen das Recht, ihrerseits eine Zeitung für ferenz folgte zu Ehren der auswärtigen Delegirten eine Abendnud verwandten Berufsgenossen Berlins und Umgegend hielt Handlungsgehilfen herauszugeben." Bum Punkte Organi unterhaltung, bei welcher die vom Genossen Hansen gestellten Genoffe Keßler am 5. September einen sehr lehrreichen Vortrag ation" wurde einstimmig folgende Resolution angenommen: lebenden Bilder allgemeine Anerkennung fanden. über" Gewerbegerichte". Nachdem der Referent noch um baldige" Die heute am 11. September in der Berliner Ressource zu Berlin Kandidaten- Ernennung ersucht hatte, wurde beschlossen, dies einer tagende Konferenz der im Handelsgewerbe beschäftigten Handlungsin den nächsten Tagen einzuberufenden öffentlichen Versammlung gehilfen, Hausdiener, Packer und Berufsgenossenschaften Deutschzu überlassen. An Stelle des ausscheidenden Ausschußmitgliedes lands beschließt auf Grund der entgegengenommenen Helbig wurde Kollege Grill gewählt und zum Schluß noch be- Situationsberichte, um die Agitation unter den Berufsgenossen fchloffen, über 14 Tage eine Herrenpartie zu unternehmen. zu fördern: Arbeiter- Bildungsschule. Am vergangenen Montag hielt Herr Dr. Weyl einen Vortrag über Wohnungshygiene. Der Referent hob zunächst hervor, daß mit der riesigen Entwickelung der Großstädte der Wohnungsjrage eine allgemeine Aufmerksam teit zu Theil geworden sei. Hier besonders sei nicht der Wille des einzelnen Menfchen, sondern das Wohl der Allgemeinheit maßgebend. Zu diesem Zwecke feien verschiedene, vom Referenten näher bezeichnete baupolizeiliche. Vorschriften erlassen worden. So sehr nun auch durch diese Vorschriften für die Sicherheit jedes Einzelnen gesorgt werde, es bleibe trotzdem ein großes Uebel bestehen, die dauernde Anhäufung mehrerer Personen in einem verhältnißmäßig engen Raume. Ein bedeutender Theil der ärmeren Bevölkerung müsse in Räumen wohnen, welche auch nicht annäherud den allgemeinen von der Wissenschaft anerkannten Rauninhalt von mindestens 30 Kubikmetern pro Person aufweisen. Der Referent besprach alsdann noch die Einrichtung der Krankenhäuser und Gefängnisse. Indem er an die in Hamburg anläßlich der Cholera- Epidemie zu Tage getretenen Mängel in Betreff der Unterbringung der Kranken und Leichen anknüpfte, zeigte er, wie nothwendig es sei, daß durch Errichtung von Kraufenhäusern nicht blos für den augenblicklichen Bedarf, sondern auch für Nothfälle gesorgt werde. Der Vortrag wurde mit Beifall aufgenommen. Nächsten Montag findet im Lokal Rosenthalerstr. 38( großer Saal) wieder ein Vortrag statt, und zwar über das Thema:" Die Impfung als Mittel zur Berhütung der Uebertragung von Krankheiten". " M Die seitens der Agitationskommission einberufene Konferenz aller im Handelsgewerbe beschäftigten Arbeiter ( Kaufleute, Hausdiener, Packer und Berufsgenossen) trat am 11. d. M. in der Berliner Ressource" zusammen. Dieselbe wurde voin Hausdiener Pinzer- Berlin eröffnet. Nach Wahl des provisorischen Vorstandes trug der Gesangverein„ Brüderschaft" ( Hausdiener) ein Begrüßungslied vor. Beschickt war die Konferenz durch 24 Delegirte aus folgenden Städten: Braunschweig, Leipzig, Breslau, Charlottenburg, Erfurt, Magdeburg, Stettin, Berlin, Köln und Wien. Das Mandat Runge- Berlin wurde für ungiltig erklärt. Begrüßungstelegramme waren eingelaufen aus Chemniz, Graz( Steiermark) und Wien; von Hamburg ein Protest gegen das Abhalten der Konferenz wegen der in Hamburg herrschenden Epidemie mit der Erklärung, daß die Hamburger die auf der Konferenz zu fassenden Beschlüsse für sich nicht als bindend anerkennen können. Die Konferenz faßte eine Resolution, in welcher fie dem lebhaften Bedauern über die Ver hinderung der Hamburger Delegirten Ausdruck gab und der Hamburger Arbeiterschaft für deren mannhaftes und muthiges Benehmen ihre Anerkennung zollte. Diese Reso lution, welcher ein ausführliches Schreiben folgen soll, wurde dem Hamburger Echo" fofort übermittelt. Die definitive Bureauwahl ergab folgendes Resultat: Türk Verlin, Pinzer Berlin Vorsitzende, Weigelt. Magdeburg, Peters- Köln, Schriftführer. Die Tagesordnung wurde wie folgt festgesetzt: 1. Situationsberichte, 2. Organisation, 3. Agitation, 4. Presse. Die Verhandlungen leitete Türt. Situationsberichte erstatteten Hinze Berlin( Kaufmann), Grauer Berlin( Hausdiener), Pistorius- Braunschweig( Raufmann), Stange Leipzig ( Markthelfer), Klick Charlottenburg( Hausdiener), LipinskiLeipzig( Kaufmann), Weigelt Magdeburg( Kaufmann), Peters Köln( Hausdiener), Hofer Wien( Hausdiener), Sauer Berlin( Rornträger), Otto Berlin( Kornträger), Ditfeld Breslau( Hausdiener). Aus allen Berichten leuchtete hervor, daß im Großen und Ganzen die Ausbeutung die gleiche, nicht nur national, auch international ist, und daß sich überall der Drang nach Organisation mit mehr oder minderem Erfolge geltend mache. Nach Entgegennahme der Situationsberichte gelangte die Organisationsfrage zur Berathung. KretschmarWien( Kaufmann) überbrachte die Grüße der österreichischen Genoffen und gab die Erklärung ab, daß auch die italienischen Genoffen sich zustimmend zur Beschickung der Konferenz verhalten haben. Aus vereinsgefeßlichen Gründen sei eine stärkere Vertretung nicht möglich gewesen.DaAgitation undOrganisation unbedingt zusammengehören, so wurden beide Punkte in der Berathung zusammengefaßt. Bezüglich der Form der zu schaffenden Organisation gingen die Ansichten auseinander. Während sich die meisten Redner für Lokalorganisationen mit dem System der Vertrauensmänner aussprachen, trat Lipinski Leipzig im Auftrage feiner Mandatgeber, für Zentralisation ein. Den Standpunkt der Berliner Hausdiener präzisirte Grauer Berlin dahin, daß dieselben nach wie vor die lokale Organisation für die zweckmäßigere haften, da in dieser die Unterstützungsfrage mit der Erörterung öffentlicher Angelegenheiten sich am besten verbinden lasse. Türk- Berlin bekundete, daß in einem Zeitraum von 8 Wochen bereits 15 Städte fich mit den Ideen der Agitationstommission einverstanden erklärt haben, die sozialdemokratische Agitation demzufolge entgegen gegnerischen Behauptungen recht gute Erfolge gehabt habe. Hinsichtlich der Handlungsgehilfen redete er weder dem Verbande noch der Die Hauptstärke für die HandLokalorganisation das Wort. lungsgehilfen beruhe seiner Ansicht nach seiner Ansicht nach in öffentlichen Versammlungen. Die Hausdiener tönnten sich zentral organisiren. Jedenfalls war er dafür, daß hinsichtlich der Organisation Handlungsgehilfen und Hausdiener getrennt von einander vorgehen. Er schlug vor die Wahl einer Agitationskommiffion ( 2 Hausdiener, 1 Handlungsgehilfe) und die Wahl von je zwei Vertrauensmännern( 1 Handlungsgehilfe und 1 Hausdiener) in allen Städten. Pistorius Braunschweig( Kaufmann), Rosenthal Berlin( Kaufmann) erklärten sich für Lokalorganisation. Letzterer wünschte die Ausgestaltung derfelben jedem Orte zu überlassen. Aus praktischen Gründen war er nicht für einen formellen Zusammenschluß beider Arbeiterkategorien in lokalen Organisationen, natürlich aber für ein ideelles Zusammenwirken. Hofer Wien sprach gleichfalls für Lokalorganisationen, ebenso Stange Leipzig, Blum Berlin, welcher sich Rosenthal. Berlin anschloß, und Rein Berlin. Auch Lipinti Leipzig erklärte fich schließlich hiermit einverstanden. Eine gewählte Redaktionstommission wurde mit der Ausarbeitung einer Resolution betraut. Eingegangen waren derer 5. Ueber den Punkt: Presse" referirte Raßler Berlin( Hausdiener). Derselbe befürwortete die Schaffung eines gemeinsamen Organes für alle im Handelsgewerbe Angenellten und dessen obligatorische Einführung bei wöchent lich einmaligen Erscheinen. Türt Berlin ertärte sich hiermit einverstanden, sofern der Verband der Packer sich bis zum 20. d. M. bereit erklärt, das zu schaffende gemeinsame Organ obligatorisch einzuführen. Anderenfalls würden die Handlungsgehilfen für sich allein ein Organ schaffen. Grauer Berlin und PlumLeipzig erhoben gegen die obligatorische Einführung Bedenken, dergestalt, daß die Organisationen dadurch geschwächt werden A # V # Briefkaffen der Redaktion. D. 24. Das ist in der Polizeiverordnung vom 24. No. 1. An allen Orten Deutschlands, wo sich Berufsgenoffen be- vember 1858 unter Strafe gestellt. Also erheben Sie nicht finden, find Vertrauensmänner zu wählen. Widerspruch. 2. Wählt die Konferenz ein Agitationskomitee mit dem Sit in Berlin. R. B. Fennstraße. Die Kündigung ist zweifellos recht Izeitig, nämlich 6 Wochen vor Quartalsschluß erfolgt. 1. Ziehung der 3. Klasse 187. Königl. Preuß. Lotterie.[ 300] 83 124 220 45 462 623 748 90 969[ 500] Biehung vom 12. September 1892, Bormittags. Nur die Gewinne über 155 Mart sind den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 22 260 478 785 946 75 1101 81 350 482 512 18 77 80 666 71 73 83 765 67 837 84 2311 465 93 646 69 92 751 86 93 996 3059 135 244 [ 200] 417 506 33 626 731 72 893 4208 67[ 2001 68 635 84 815 42 56 900 5024 36 95 138 50 69 73 80 84 310 441 524 89 630 701[ 200] 62 816 19 904 96 6023 44 101 62 203 6( 500) 12 403 48 88[ 300] 532 56 825 36 985 7147 201 47 373 517 654 822 33 916 61 8074 133 274 418 516 63 676 755 811 54 92[ 200] 9032 110 212 323 413 622 774 75 999 10038 60 62 81 92 340 463 82 534[ 1500] 38 56 716 39 933 11227 52 75 96 429 36 37 568 801 26 60 61 12003 52 78 305[ 300] 37 464 522 601 62 13211 68 83 445 523 27 90 636 55 722 14059 327 431 80 524 30 603 63 704 71 99 864 911 68 99 15017 94 129 254 55 307 50 52 609 93 708 813 54 16000 36 154 378 642 726 56 921 26 17141[ 200] 73 260 326 51 461 510 35 35 84 96 601 819 926 75 18208 88 393 457 87 644 724 930 39 48 95 19054 153 200 16 331 708 921 36 20166 218 31 85 395 420 79 590 653[ 200] 727 857 903 82 21034 186 94 242 351 79 432 854 986 22056 74 110 29 341 77 440 89 516 644 755 65 803 49 59 989 230139 287 530 80[ 200] 651[ 200] 74 82 799 957 78 21074 254 344 63 415[ 200] 527 64 615 724[ 200] 95 826 915 40 25037 305 24 407[ 5000] 21 91 532 89 628 744 78 82[ 500] 93 8+ 2 969 70 94 26017 239 385 428 736 46 56 27057 75 402 525 691 904 30 37 58 83 28095 167 87 92 97 304 471 600 702 857 29027 95 151 451 563 703 41 48 68 85 967 20012 201 352 538 766 891 31022 58 294 301 410 52 77 583 692 734 800 920 32151 241 337 73 434 508 45 99 918 33117 306 563 691 741 65 897 933 86 34040 71 87 279 82 300 38 12001 78 92 544 622 90 700 69 80 81 959 35120 72 95 256 365 S1 440 525 69[ 15001 72 607 10 71 810 998 36013 15 436 637 707 10 817 905 16 20 84 37124 214 333 438 62 507 60 91 38405 20 574 613 874 990 39017 121 219 320 434 548 630 928 62 75 700 801 956 40077 389 496 516 794 914 15 41021 75 220 315 27 447 64 517 637 87 42090 164 83 230 71 345 403 851 980 43107 48 266 463 566 601 804 964 44067 86 186 378 442 529 628 31 959 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988 188183 401 87 89[ 200] 581 614( 200] 17 189025 56 82 114 39 226 63 99 313 61 81 485 515 754 839 985 1. Ziehung der 3. Klasse 187. Königl. Preuß. Lotterie.[ 90[ 200] 438 75 79 507 11 699 808 907 89020 135 201 10 304 41 63 Biehung vom 12. September 1892, Nachmittags. Nur die Gewinne über 155 Mart find den betreffenden Nummern in Barenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 591 609 21 66 763 65 94 831 47 57 90111 67[ 600] 71 97 377 425 606 28 767[ 300] 95 822 58 939 45 91028 122 366[ 200] 73 585 86 635 841 62 900 33 66 79 84 89 93 95 92.73 178 350 431[ 1500] 636 713 903 93027 490 614 719 81 94 867 917 94063 113 92 200 38 66 394 434 39 781 817 90 986 95153 87 216 331 507 44 616 20 39 705 64 92 839 85 96120 301 7 9 52 441 724 800 97082 273 331 621 25 852 900 71 87[ 200] 98153 207 32 96 306 511 600 74 735 800 13 37[ 300] 98 937 99069 101 295 98 318 436 527 608 900 34 45 100007 123 30 90 213 40 362 97 401 35 42 583 718 85 845 93 101152 66 232 1200] 99 424 91 532 40 610 704 885 948 102050[ 200] 87 162 223 53 450 544 45 717 805 989 103133 93 443 75 563 89 604 21 27 726 46 809[ 300] 104026 251 323 25 466 563 84 607 103140 66 83 313 419 85 738 821 28 106042 50 141 225 69 354 68 478 595 600 36 738 880 85 963 107078 169 209 45 52 404 85 518 67 720 837 109062 96 87[ 500] 952 108142 248 416 547 54 603 4 51 765 881 132 44 430 59[ 2001 541 640 872 946 56 117 222 34 353 459 80[ 500] 557 95 744 872 982 1056 78 107 86 289 321 53 66 650 70 702 961 2234 309 21[ 200] 467 534 56 654 706 37[ 300] 41 46 859 901 3.98 249 98[ 200) 416 19 508 684 808 20 965 69 4194 282 304 500 95 616 33 808 60 921 5104 56 71 220 97 383 85 511 81 674 75 831 54 913 47 G003 88 135 207 11 42 75 1200] 344 591 708 835 40 74 7001 543 75 788 959 840 52 89[ 500] 672 856 998 9091 136 205( 200) 15 42 356 400 67 71 87 93 575 812 40 928 92 10154 275 669 770 813 72 965 11139 244 53 56 66 346 55 81 93 404 791 897 963 81 12084 107 301 448 518 646 734 13146[ 200] 88 215 76[ 2001 77( 200) 408 35 505 84 619 98 767 825 49 931 92 14045 110 12 29 261 95 364 498 583 668 776 904 15143 308 535 46 617 23 ( 200) 722 82[ 200] 859[ 300] 973 94 10282 88 328 418 505 64 656 729 878 908 13 17018 74 91 322 407 36 65 90 578 908[ 2001 79 18246 110108 76 212 435 41 616 77 756[ 500] 899 111223 99 483 566 55 456 71 673 708 23( 300) 62 88 988 19031 66 86 93 135 517 678 86 [ 200] 700 830 50 900 20225 336 48 618 718 47 914 21082 133 266 400 28 57 70 93 619 57 726 35 800 22172 233 45 317 40 482 547 620 969 23026 58 111 20 507 26 96 618 77 94 710 55 65 78 94 816 79 88 932 92 2403) 109 52 207 8 76 314 41 445 94 95 607 19 740 66 862 900 44 25139 312 68 568 623 716 47 822[ 200] 926 57 26029 110 255 69 445 58 73 83 68 95 723 39 41( 300) 927 47 83 87 27041 161 78 202 524 619 778 87 942 28018 56 96 121 267 72 307 15 76 442 87 528 73 620 739 823 61 943 44 73 29152 318 96 659 730 32 30047 76 214 42 53 308 518 637 749 31002 326 453 649 755 811 46 51 77 32021 123 217 19 25 358 609 38 773 814 33039 79 103 414 782 112116 321 86 486 509 77 95 667 797 872 986 113119 22 362 530 693 719 860 904 114180 316 64 403 500 645 807 115123 290 301 53 81 452[ 300] 553 616 878 927 116017 157 71 210 104( 300) 563 721 843 969 117000 71 96 357 60[ 2001 804 915 22 118021 138 44 217 727 995 119266 401 89 602 73( 2001 773 808 905[ 500] 67 120141 43 312 440 553 83 88 679 781 881 905 121023 39 42 131 363 934 122017 171 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