Ur. S4S. Bbonnemtn ts-Bfdingu ngen: Mcnnemcntä< Preis prSnumerand»: VInteljährl. 8,30 Mk. monatl. 1,10 TO,. wöchentlich 28 Pfg. frei ins Hans, einzelne Nummer S Pfg. Senntag-Z. nummcr mit illustrierter Sonntags- Beilage.Die Neue Welt' 10 Pfg. Poft- «lbonnement: 1,10 Mark pro Monat. eingekagen in die Poft-ZeittingS- Preisliste. Unter Kreuzband(fit Deutschland und Oesterreich. Ungarn 3 Marl, für das übrige Ausland 8 Mari pro Monat. SA. Jahrg. Cichtlftl tigllft iuB(r ncntagi. Devlinev Volksblerkt. vi« lnlvie gesagt, unvorbereitet, und zog sich deshalb aus dem Kampfe zurück, ohne ihre gesamten Machtmittel in Anwendung zu bringen. Die beteiligten Organisationen trugen die Kosten dos bisherigen Kampfes fast allein, ohne in umfangreicher Weise an die Solidarität der Gesamtarbciterschaft zu appellieren. Lediglich in Berliner Gcwerkschaftskreiscn wurde eine Samni lung eröffnet, um nicht die Unorganisierten auf der Strecke zu lassen. Dagegen hat der Metallarbciterverband den in Köln ins Leben gcruscnen Zentral- Streikfonds gar nicht in Anspruch genommen, die Generalkommission der Gelverkschaften zur Veranstaltung von Sammlungen in großem Stile nicht angerufen. Auch die Partei hat nicht helfend in den Kampf eingegriffen. Alles das Wäre erst ge- schehen, wenn es wirklich zu dem erwarteten größeren Kampfe nüt den Kühnemännern kam. Diesen auf der Höhe ab- gebrochenen Kampf kannl man also schwerlich als ein Schul- beispiel für die Wirkung der Aussperrungstaktik ansehen. Aber eins hat er mit voller Klarheit schon jetzt er- wiesen und bestätigt damit die Erfahrungen, die man ander- wärts bei Aussperrungen machte: die Organisationen der Arbeiter gewinnen durch die AuS- sperrungen! Taufende und Abertausende Unorganisierter haben sich zum Eintritt in die Organisation gemeldet! Selbst die rückständigsten der auf die Straße geworfenen unorganisierten Arbeiter und Arbeiterinnen suchen nach einem Halt, suchen Schutz vor solchen Akten der Unternehmerwillkür und finden beides nur in der Organisation. Wenn die Aussperrungstaktik d e n Zweck ver- folgt, die Organisationen der Arbeiterschaft zu zerstören, so hat sie sich jedenfalls als eine schlechte Waffe des Unternehmer- tums erwiesen. Ob sie einer starken Organisation gegenüber geeignet ist, Augenblickserfolge der Arbeiterschaft un- möglich zu machen, soll auch jetzt noch erwiesen werden. Den Berliner Elektrizitäts- Arbeitern haben ihre Arbeit- gebcr angekündigt, daß diese allen Einzclfordcrungen der Arbeiterschaft mit„gemeinsamen Maßnahmen" begegnen werden. Das bedeutet für die Arbeiter, daß sie kleine Bewegungen zurückzustellen haben, bis sie gerüstet sind zum Kanipfe gegen diese„gemeinsamen Maßnahmen", für die Unter- nehmer aber, daß ihnen die Arbeiterschaft nie wieder un- gerüstet gegcnübertreten wird!— Das Proletariat hat eine Schlacht verloren in dem großen Kampfe zivischen Kapital und Arbeit. Aber die Arbeiter sind ge- schlagen, nicht besiegt! Knirschend kehren sie zurück an die Stätten ihrer früheren Wirksamkeit. Sie empfinden die geringen Zugeständnisse des Unternehmertums eher als einen Hohn, denn als ein Entgcgenkonimen. In solchen Situationen kräftigt sich das Proletariat, mit seinen Niederlagen w ä ch st es. Das Proletariat gleicht dem Riesen Antäus, der— niedergeworfen— von seiner Miittcr Erde neue Kräfte empfing. Jede Niederlage des Proletariats bedeutet neue Not, neue Uuterdrückung. Und in Not und Unterdrückung ist das Proletariat geboren.— Die Kraft des Kapitalismus ist riesengroß: der Herkules aber ist er nicht, der Proletariat in den Lüsten frei zu ersticken vermöchte! Der Kampf geht weiter! das Ffinale. In ihrer gestrigen Versammlung haben nunmehr auch die Lagerarbeiter des Kabelwerks„Oberspree" in geheimer Ab- stimmung beschlossen, d i e A r b e i t zu den gestellten Bedingungen wieder aufzunehmen, und zwar mit 138 gegen 91 Stimmen. DaS Abstimmungsresultat rief bei der Minderheit Ausbrüche starker Erregung hervor. Mit Rufen wie„Verrat",„Schieber",„Lebt Ihr mal von den paar Groschen" usw. verlieh die Minderheit truppweise den Saal. Hierauf überbrachten die Organisationsvertreter an die Ver- trauenskommission des Metallindustriellen-VerbandeS die Mitteilung von dem Ergebnis der Abstimmung. Es wurden dann sogleich unter Hinzuziehung der Obleute des ArbeiterausschusseS die Formalien der Arbeitsaufnahme protokollarisch festgelegt. Demnach wird die Arbeit in allen Werken am Montagmorgen wieder aufgenommen. Selbstverständlich unterbleibt auch die angedrohte weitere Aus- iperruna. Da nun die betriebstechnischen Einrichtungen der Werke die Arvcitsaufnahme sämtlicher Ausgesperrten an ein und dem- selben Tage nicht gestatten, so soll die Wiedereinstellung doch derartig beschleunigt werden, daß in den ersten drei Tagen mindestens'90 Proz. der gesamten Streikenden und Ausgesperrten wieder an der Arbeit sind. Die Einstellung der übrigen 10 Proz. soll dann je nach Lage der Betriebseinrichtungen während der nächsten Tage erfolgen. Maßregelungen finden nicht statt: auch iverden keine betriebsfremden Arbeiter«her eingestellt, bevor nicht sämtliche Streikende und Ausgesperrte wieder in die Betriebe ein« gereiht sind. Dies gilt auch für alle diejenigen Arbeiter und Arbeiterinnen, die sich zugunsten der Ausgesperrten an den Solidaritätsstreiks beteiligt haben, wie Heizer und Maschinisten. Elektonionteure, daS Personal der Glühlampenwerke und der Ver- sandabteiluna. Alle weiteren Spezialanweisungen an die beteiligten Arbeiter und Arbeiterinnen erfolgen in einem Flugblatt, daS am heutigen Sonntagmorgen von den einzelnen Kontrollstellen aus durch die Ver- trauensleute verteilt wird. » Die Unternehmer veröffentlichen folgendes Protokoll: Nachdem die Arbeiterversnmnilungen von gestern und heute sich für die Wiederaufnahme der Arbeit erklärt hatten, fand heut eine Schlußbesprechtma zwischen den Vertretern der Firmen Allgemeine Elektrizitäts- Gesellschaft. Siemens u. Halske A.-G., Siemens- Schuckertwerke und den Obmännern ihrer Ausschüsse statt. Die Ob- männer teilten mit, daß die Schraubendreher und Lagerarbeiter bereit seien, die Arbeit zu den vor dem Streik angebotenen Be- dingungen aufzunehmen. Es wurde darauf in betreff der Durch- fllhrung dieser Wiederaufnahme folgendes festgestellt: 1. Die männlichen Schraubendreher des WernerwerkeS erhalten die in dem Protokoll des ArbeiterrateS vom IS. September niedergelegten, erhöhten Akkordsätze. 2. Die Lagerarbeiter des Kabelwerkes Oberspree und der Auto- Mobilfabrik erhalten vom Tage des Wiedereintritts an gleichfalls die vor Ausbruch des Streiks beivilliaten Lohnsätze. Die drei Firmen beginnen am IS. Oktober 190S morgens mit der Wiedereröffnung ihrer Betriebe und der Annahme von Arbeitern. Die bisher beschäftigt gewesenen Arbeiter werden nach Maß- gäbe der Betriebsverhältnisse wieder angenommen, so daß Einstellung stemder Arbeiter tunlichst erst erfolgt, nachdem die bisher Beschäftigten wieder untergebracht sinv. Arbeit?- niederlegung und Arbeitsverweigerung sollen der Wieder- aufnähme nicht entgeaenstehen. Belästigung der während des AusstandeS in Arbeit verbliebenen oder neu eingetretenen Arbeiter ist unzulässig und gilt als EntlaffungSgruno. Die erschienenen Vertreter der Lrbeiterausschüsse der beiden Firmen erklärten, daß die Arbeiter unter den vorbezeichneten Bedingungen die Arbeit wieder aufnehmen. Berlin, den 14. Oktober 1906. Allgemeine ElektrizitätS-Gesellschast. Siemen» u. HalSke A.-G. SiemcnS-Schuckert-Werke G. m. b. H. 3. 4. 5. poUtifcbc CkbeiTicht. Berlin, den 14. Oktober. Zur Wahl in Kattowitz-Zabrze schreibt man uns: Der allgemeine, auch im Wahlkreise selbst über- raschend glänzende Wahlsieg des Polen Korfanty beansprucht unser besonderes Interesse nicht nur deshalb, weil diese Wahl eine über- aus schwere Niederlage der preußischen Polenpolitik darstellt und zu- gleich dem Zentrum eine tiefe Wunde schlägt, sondern auch darum, weil die Kosten dieses Polensteges auch von der Sozialdemokratie getragen werden nutßten. Mehr wie die Hälfte ihrer bei der Wahl des Jahres 1903 erzielten Stimmeil verlor die Sozialdemokratie. Was bei der Fahne verblieb, waren zur größeren Hälfte gewiß die deutschen Arbeiter und Handwerker, während die selbständige polnisch- sozialdemokratische Partei, die ja auch den Kandidaten stellte, geradezu zersprengt wurde. Was führte die Fahnenflucht der taufenden bisher sozialdemo- kratisch stimmenden polnischen Proletarier herbei? Lediglich die politische Unreife und Unwissenheit derselben. Man nahm eben die demagogisch geschickten Redensarten Korfanty», der der Sohn eines oberschlestschen Bergmanns ist und die Eigenarten seiner Landsleute trefflich zu benutzen weiß, seine Versprechungen, für die Arbeiter einzutrctcil, für bare Münze.„MoraivSli und Korfanty, das ist gleich, beide sind für die Arbeiter," das konnte man immer wieder von Arbeitern hören. Korfanty aber hatte gegenüber Morawski zwei besondere Vorzüge für die polnischen Arbeiter: Er stellte sich als fanatischer Verfechter der nationalen Rechte und Forderungen dar und beteuerte immer wieder, ein treuer Sohn der katholischen Kirche zu sein. Und dann hatte gerade die Ungültigkeitserklärung der Wahl Korfantys die Stimmung der polnischen Arbeiter auher- ordentlich zu dessen Gunsten beeinflußt. Taufende sagten und glaubten:„Den haben sie aus dem Reichstage fortgejagt, weil er für uns gesprochen hat. Wir müssen ihn aber Ivieder hinschicken." Ein ganz intelligenter Arbeiter sagte dem Schreiber dieser Zeilen: „Der Minister hat über den Woiczech sAlbert) geschimpft und da haben sie ihn in Berlin fortgeschickt. Er wird aber wieder hingehen." Daß weiter Korfantys perfider Verleumdungs- feldzug gegen die Sozialdemokratie, der sich in den letzten Tagen bis zu der Behauptung verstieg, die Sozialdemokraten in Russisch-Polen plünderten und zerstörten die Kirchen, nicht ohne Wirkung auf die politisch ganz unaufgeklärte, meist sehr fromme Arbeiterbevölkerung blieb, ist selbstverständlich. An Agitationsarbeit haben es die wenigen tätigen Genossen polnischer und deutscher Zunge im Laufe des Wahlkampfes gelviß nicht fehlen lassen, lieber 400 lllX) Flugblätter sind verbreitet worden unter Umständen, von welchen man im übrigen Reiche kaum den rechten Begriff haben kann. Die Verbreitung mußte meist des Schichttvechsels in Gruben und Hütten, wie des frühzeitig beginnen- den Gottesdienstes wegen in den letzten Nacht- und frühesten Morgen- stunden vorgenommen werden. Zu den Strapazen, die fortdauernd schlechtes Wetter und grundlose Wege in dem etwa 330 Quadrat- kilometer großen Wahlkreise verursachten, kamen die Beschimpfungen und selbst tätlichen Mißhandlungen, die sehr oft von Werksbeamten zc. gegen die Verbreiter verübt wurden. Auch die von den Pfaffen fanati- sierteu Weiber beschimpften in vielen Fällen die„verfluchte Demokracy", griffen sie tätlich an, begossen sie mit Wasser usw. In wieviel tausend Fällen war die Arbeit der kleinen Schar ganz umsonst, weil die Weiber die verhaßten Schriften und Stimmzettel zerrissen oder verbrallnte». ehe die Männer sie gelesen oder auch nur gesehen hatten. Auch die opfervollste Agitation Iveniger Wochen konnte nicht jenen ungeheuren Wust von Unwissenheit und Vorurteilen beseitigen, wie er in den Köpfen der oberschlesischcn Arbeiter in bezug aus die Sozialdemokratie herrscht. Dazu ist jahrelange systematische und grundsätzliche Arbeit erforderlich. Wie eine Oase in der Wüste dcS ganz allgemeinen Stiimncnrückgangs ragte das Wahlresnltat der Stadt Kattowitz und einiger benachbarten Jndustriedörfcr hervor, indem Ivir dort nicht nur einen, wenn auch kleinen Fortschritt erzielten, sondern zugleich auch die Stimmenzahl der Polen, die sich überall ver- doppelt hatte, auf den Stand der letzten Wahl hielten. Ein»»widerleg- licher, zahlenmäßiger Beweis für den Wert fortgesetzter, fleißiger Auf- klärungsarbeit auch unter schlvierigsten Verhältnissen. So nur kann auch die Scharte wieder ausgewetzt iverden, welche die Kattowitzcr Wahl der Sozialdemokratie geschlagen hat. Dazu ist allerdings be- sonders notwendig, daß die schwer getroffene polnisch-sozial- demokratische Sonderorganisation den Anschluß an die Gesamt- organisatiou herbeiführt und dadurch die Möglichkeit schafft, mit den Mitteln dieser jene eifrige, planvolle Agitation zu entfalten, Ivelche allein zum Ziele führen kann. Hat doch der Wahlausfall hoffentlich auch unseren polnischen Genossen bewiesen, daß allein mit der ängstlich gewahrten„Selbständigkeit", richtiger Isolierung der „P. P. S."— gewahrt in Rücksicht auf das, was der polnische Gegner sagen könnte— das erstrebte Ziel nicht zu erreichen ist. Wenn die empfindliche Niederlage diese Erkenntnis herbeigeführt hat. wird die Sozialdemokratie aus dieser Schlappe reichen Gewinn ziehen. r Solchen Gewinn kann>öas Zentrum aus seiner noch viel schlimmeren fTdederlage gewiß nicht ziehen. Das Zentrum, mehr wie zwei Jahrzehnte lang in, unbestrittenen Besitz dieses Kreises, hat' denselben am 12. Oktober für immer zerloren. Denn wenn die proletarischen Wähler Korfantys einmal sicher erkennen werden, daß dieser doch nicht ihrer rechter Vertreter ist, so werden sie sich doch me wieder dem Zentrum zuwenden, sondern sicher zur Sozialdemo- kratie kommen. Und dein definitiven Verlust des Wahlkreises Kattowitz-Zabrze werden sich bei den nächsten allgemeinen Wahlen weitere Verluste an oberschlcsischen RcichstagSmandaten zugesellen. Das wird nunmehr, nach einem solchen Erfolge der radikalen polnischen Gruppe, auch der geplante Kuhhandel der gemäßigten Polen mit dem Zentrum nicht mehr verhindern können. Wenig befticdigt sind auch die Herren Grubenbarone von dem Erfolge ihrer liberalen Kandidatur Voltz, hatten sie doch davon geträumt, mit Korfanty in die Stichivahl zu kommen. Sie werden ihrer Wut über den Sieg des polnischen„Staatsverräters" durch vermehrte Unterdrückung ihrer polnischen Arbeiter Ausdruck geben und dadurch die Erbitterung derselben nur weiter steigern gleich der Regierung mit ihren Gcwaltmaßregeln gegen die Polen. Gewiß habe» weder Regierung noch bürgerliche Parteien Ursache, über den starken Rückgang der Sozialdemokratie in unserem Wahlkreise zu jubeln, denn neben den etwa 3000 Arbeitern, ivelche mit dem sozial- demokratischen Stinunzettel demonstrierten, standen mehr wie 23 000 unzufriedene, auf das höchste erbitterte polnische Arbeiter, die sich freilich jetzt»och von einem gewandten Demagogen einfangen ließen, in absehbarer Zeit aber trotz allen entgegenstehenden Schwierig- leiten sicher zum Heere der klaren, zielbewußten inteniationalcu Sozialdemokratie zählen werden.— Bülows Ausflüchte. Endlich hat sich der Reichskanzler bewogen gefühlt, auf das telegraphische Gesuch der Abordnung des Städtetages zu antworten, ihr zur Darlegung ihres Standpunktes in der Fleischteuerungsfrage eine Audienz zu gewähren. Allem Anschein nach hat es ihn diesmal besondere Gcistesanstrcngungcn gekostet, für das Antwortschreiben die nötigen schönen Ausslüchte zu finden, obgleich diese weder auf Originalität noch auf Stichhaltigkeit Anspruch machen können. DaS an Herrn Oberbürgenneistcr Kirschner von Berlin gerichtete Schreiben hat nach der„Nordd. Allg. Ztg." folgenden Wortlaut: Badcn-Baden, den 11. Oktober 1903. Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister! Euer Hochwohlgeboren erwidere ich auf das gefällige tele- graphische Ersuchen vom 9. d. M. sehr ergebenst, daß ich gern be- reit bin, eine Abordnung des Vorstandes des deutschen Städte- tages, bestehend a»s den Herren Ersten Bürgermeistern von Berlin. Dresden, Frankfurt a. M., Karlsruhe, München, Straßburg und Stuttgart, in Sachen der Fleischteucrung zu empfangen. Zur Klar- stellung der Rechtslage glaube ich aber schon jetzt auf folgendes hinweisen zu sollen: Die Anordnung oder Aufhebung von Maßnahmen zur Abwehr und Unterdrückung von Viehseuchen liegt gesetzmäßig den Landes- regierungen ob. Als Reichskanzler habe ich nur die Berechtigung und Ver- pflichtung, die Ausführung der erlassenen Abwchranordnung zu überwachen, nötigenfalls die Regierungen der beteiligten Bundes- staaten zur Anordnung und einheitlichen Durchführung_ber erforderlichen Maßregeln zu veranlassen. Es unterliegt fiir mich keinem Zweifel, daß ebenso wie Preußen auch die anderen Bundes- staaten pflichtgemäß geprüft habe» werden, auf welche Gründe die vorhandene Fleischteuernng zuriickzusühren ist, und welche Maß- nahmen etwa hiergegen zu ergreifen sind. Was insbesondere die Erweiterung der Einfuhr lebender Schweine anlangt, so sichern die jetzt gültigen Vertrags- abmachungen mit Rußland diesem das Recht, ein bestimmtes Kontingent lebender Schweine nach Oberschlesien einzuführen. Durch die neuen Handelsverträge, die erst im nächsten Jahre in Kraft treten sollen, ist das Kontingent erweitert und ein neues Kontingent für Oestcrreich-Ungarn zugestanden worden. Anträge auf vorzeitiges Inkraftsetzen dieser erweiterten Kontingente sind bisher von keiner Landesregierung bei mir oder dem Bundesrat gestellt worden. Ich glaube deshalb anheimgeben zu müssen, Vorschläge zur Abwendung der in den einzelnen Landesteilen vorhandenen Fleisch- teuerung an die Regierungen der einzelnen Staaten zu richten. Für Preußen kann ich als Ministerpräsident nur versichern, daß — außer den Ermittelungen, welche der Herr Landwirtschafts- minister seinen Entschließungen in allen Stadien der Frage zu- gründe gelegt hat— sorgfältigste Erhebungen über das Vor- handensein und die Gründe einer Fleischteuerung eingeleitet und ihrem Abschlüsse nahe sind. Deren Ergebnisse werden für die weiteren Entschlüsse der preußischen StaatSregierung maß- gebend fein. Unter diesen Umständen glaube ich den Vertretern des Vor- standes des deutschen Slädtetages auheimstellen zu sollen, ob der Wunsch auf eine mündliche Verhandlung in der Sache aufrecht er- halten wird. In besonderer Hochschätzung verbleibe ich, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, Ihr sehr ergebener(gez.) Blllow. Auf frühere Petitionen hat der Reichskanzler bekanntlich entgegnet, daß er nicht r e s s o r t z u st ä n d i g sei und man sich deshalb an die zuständige Instanz, an dem Landwirtschafts- minister, wenden müsse. Der Abwechselung halber verschanzt er sich diesmal hinter eine andere Ausflucht und erklärt, daß alle die Viehseuchen betreffenden Maßnahmen gesetzmäßig den Landcsregie- rungen oblägen und er nur diese Maßnahmen zu überwachen, nötigenfalls allerdings auch ihre Anordnung zu veranlassen habe. Daraus folgt zwar, daß er auch berechtigt ist, ihre Aufhebung zu veranlassen, aber bisher sind von den Landesregierungen bei ihm noch keine Anträge anf Aufhebung gestellt worden, und folglich existiert für ihn amtlich die Fleischteuernng noch nicht. Für den größten Bundesstaat, fiir Preußen, trifft diese Ausrede indes nicht zu, denn der Reichskanzler ist zugleich preußischer Ministerpräsident: er vermag also in seiner Eigen- schaft als preußischer Ministerpräsident bei sich selbst in seiner Eigen- schaft als Reichskanzler den Antrag auf Oeffnung der preußischen Grenzen für eine verstärkte Vihheinfuhr ans dem Auslande zu stellen — jedoch Fürst Biilow ist um eine Ausrede nicht verlegen. In Preußen, erklärt er, sind Erhebungen über die Ursachen der Fleisch- teuenmg eingeleitet— und so lange diese nicht abgeschlossen sind, läßt sich nichts in der Sache tun. Es bleibt also, wie eS ist. Die Gelegenheit zur Einsäckelung hoher Extraprofite darf den Agrariern nicht verkürzt werden: dieser Grundsatz steht nun mal oben an unter den Prinzipien der preußischen„Fürsorge fiir die ärmeren Klassen".— Die englische Kriegsznsage. Zu den gestern mitgeteilten englischen Aeußerungen gegen die Richtigkeit der durch JauröS bestätigten Enthüllungen des„Matin" kommt eine weiterer Dementierversuch des Reutcrschen Bureaus. Dieses Depeschenbureau erklärt sich„in den Stand gesetzt, bezüglich der jüngsten sensationellen Enthüllungen in der französi- scheu Presse autoritativ mitzuteilen, daß Deutschland von Großbritannien informiert worden ist. daß die Frage eines Beistandsangebots an Frankreich seitens Englands niemals entstanden ist, und daß Frankreich niemals um Beistand nach- gesucht hat, ferner, daß England niemals einen solchen angeboten hat." Hinzugefügt wird jedoch dieser Meldung:„Auf Anfrage in englischen Regierungskreisen ist dem Ncuterschen Bureau mitgeteilt worden, daß die britische Regierung keine Erklärung über den Gegen st and abgebe." Die Hinzusügung macht die erste Erklärung vollends wertlos. Jaurss verspottet in der„Humanits" die gestern durch die „Agence Havas" übersetzte offizielle Erklärung:„Es ist also ausge- macht, daß offiziell sich nichts ereignet hat, daß Delcaffe nicht von England und dem Angebot militärischer Hülfe gesprochen hat, daß man Dclcassv ohne Grund zuni Rücktritt gezwungen hat, und daß die von Dclcasss geschaffene Lage, die nur durch seinen erzwungenen Rücktritt geregelt iverden konnte, nicht ernst war. Da die Diplo- matie zu gewissen Stunden Wahrheiten dieser Art braucht, wollen wir eS dabei bewenden lassen." j Der„Matin" selbst schreibt zur„Havas"-Note:„Ich würde mich bei einem derartig verspäteten Berichtig ungsver- suche nicht aufhalten, wenn er nicht auf eine neue brutale Forde- riing der deutschen Blätter erfolgt Iväre. Seit drei Tagen gebietet Fürst Bülows Presse der englischen und französischen Regierung. Tatsachen anctlich abzuleugnen, deren st renge Wahr- heit jedes ihrer Mitglieder kennt. Auf diese Befehle antwortet die englische Regierung mit einem verächtlichen Achsel- zucken, die Regierung der Republik dagegen beugt sich vor den über- rheinischen Befehlen. Die gestrige Note hat einen Namen, sie heißt nicht eine Ablcugnung, sondern eine Gefälligkeit." Clsmencean eifert in der„Aurore" gegen die Forderung deutscher Blätter nach Erklärungen oder einer Ableugnung.„Was sollen wir für unwahr erklären?" Weder Frankreich noch England haben eine Erlaubnis Deutschlands nötig, um sich wegen gemeinsamen Widerstandes gegen einen Angriff zu verständigen. Hätte Rußland nicht mir Japan im Kriege gelegen, Iväre Bülow nicht in Zweifel gewesen, daß es uns beigcsprungen wäre, falls sein Gebieter die Drohung verwirklicht hätte, aus dem Metzer Tor auszumarschieren, wenn wir gegen Marokko niilitärisch einschreiten würden. Warum sollen Frankreich und England mehr als Rußland eine Berliner Erlaubnis brauchen, um sich gegen einen Angriff zu wehren, gegen den nach Kaiser Wilhelms Ultimatum jeder fich vorzusehen hatte? Wenn Deutschland von Rußland keine Rechenschaft wegen seines Schutzbündnisses mit uns verlangte, mit welchen« Rechte würde es dafür von England oder uns Rechenschaft verlangen? Ueber unsere Verteidigungsmittel haben wir nichts zu sagen bis zum Tage, wo sie ins Werk gesetzt werden müßten." Ueber das Urteil der englischen Presse zu den„Eni- hüllungen" telegraphiert uns unser Londoner Korre- spondent die folgenden interessanten Mitteilungen: Die Enthüllungen deS„Matin" haben hier viel weniger Auf- regung hervorgerufen als auf dcmfKontinent. Die„Times" brachte darüber diese Woche nur einen Leitartikel,„Morning Post" gar keinen. Die übrige Presse behandelt die ganze Frage ruhig. Die vom„Matin" gegebenen Einzelheiten Iverden trotz Jaurös nicht geglaubt. Wohl aber sei es absolut sicher, daß England entschlossen ist, Frankreich in loyalster Weise beiziistchcn, wenn es von Deutsch- land angegriffen werde. Dies sei jetzt eine der Grundlage» britischer Politik und die deutsche Regierung wisse dies. Alle anderen Nachrichten seien willkürliche Konstruktionen. Lansdowne habe über die„Matm"-E»thüllu>igen keine Erklärungen an irgend welche Regierung abgegeben und könne keine Erklärungen abgeben, da sie zur Schädigung der englisch- fran- zö sischen Entente ausgenützt würden.— •• veutkckes Rdeb. Ein Obcrscharfmachcr Handclsniinister? Unser Dortmunder Parteiblatt schreibt über die Kandidatur des Oberbürgerin-o�ers Schmieding für das preußische Handels- Ministerium-' Wir erinnern daran, daß bor einigen Wochen der Dortmunder Oberbürgermeister Schmieding sich in Berlin aufgehalren, dort mit hohen Regierungspcrsonen, u. a. auch mit dem Minister Budde konferiert hat. Die Unterhandlungen bctrafci. aber keineswegs die Stadt Dortmund, oder den Dortmunder Bahnhofsumbau, sondern die Person Schmiedings selbst, Schmieding, so berichtete man da- mals, trage sich mit dem Gedanken, wieder umzusatteln und in den Staatsdienst zurückzutreten. Die damalige Meldung ist von keiner Seite bestritten worden. Aus derselben Oucllc, von der wir damals über die Reise Schmiedings Kenntnis erhielten, erfahren Ivir nun, daß rlieinisch-wesifnlische Scharfmachcrkrcise Herrn Schmieding als ihren Vertrauensmann fiir den Minisrerposten zu repräsentieren gedenken. Wi>- find nun allerdings nicht in der Lage, die uns ge- wordene Mitteilung auf ihre Richtigkeit prüfen zu können, aber die näheren Ilmstände sprechen für hohe Wahrscheinlichkeit. Ter Auf- sichtsrat Schmieding der Harpcner Bergbaugesellschaft hat sich für die Interessen der Kohlenbarone ins Zeug gelegt, wie kein anderer. Das besondere Vertrauen der Unternehmer erwarb er sich durch seine be- kannte Hcrrcnhausrede, wo er nickst die Interessen der Stadt Tort- mund und ihrer bergmännischen Bevölkerung vertrat, sondern die Interessen der Kohlenbarone. Gegen die Bergleute zog er in einem Ton zu Felde, der an Rücksichtslosigkeit wohl nicht mehr zu über- treffen war und der sogar ihm freundlich gesinnte Kreise der Bürger- schaft verblüffte. Auch sonst hat er sich durch eine äußerst schroffe Stellung gegen die Arbeiterschaft stets ausgezeichnet. Unter seinem Regiment wurden die Dortmunder Polizeischlachten geschlagen, die Dortmund in so eigentümlichen Ruf gebracht haben. Im Schank- sperrenprozetz spielte Schmieding keine geringe Rolle. Und seine Haltung beim Bcrgarbciterstreik vcranlaßte mehrere große Bürger- Versammlungen, ihn zum Rücktritt von seinem Posten als Ober- bürgermeister aufzufordern. Daß er darauf pfiff, hat die Bürger- schaft erfahren müssen. Bei der Bauarbeiterausspcrrung konnte es geschehen, daß ausländische Arbeiter in großen Massen in städtischen Bauten beschäftigt wurden. Polizei wurde in großer Anzahl auf- geboten, um die Ausländer vor„Belästigungen" zu schützen, die hiesigen steuerzahlendcn Bürger mochten hungernd auf der Straße liegen. Oeffentliche Auszüge der freiorganisierten Arbeiter hat er immer verboten, um Gründe lvar er niemals verlegen. Christ- lichcn und Klimbim-Vcrcinen wurden nach der Richtung niemals Schwierigkeiten gemacht. lieber Schmiedings„arbeiterfrcundliche" Taten ließe sich ein dickes Buch schreiben. Seine große Unkenntnis in Dingen, die die Arbeiterbewegung betreffen, machen ihn wohl zum Minister be- sonders geeignet. Wir erinnern bloß an den folgenden Fall: Die Hirsch-Tnnckerschen Gewerkvcreine waren um Ueberlassung des städtischen„Reinoldushofcs" zu einer Veranstaltung eingekommen, Das Gesuch wurde abgelehnt. Darüber in öffentlicher Stadtvcr- ordnctcnsitzung interpelliert, erklärte Schmieding kurz und bündig: „Der Magistrat vertritt den Standpunkt, daß die städtischen Lokale zu sozialdemokratischen Veranstaltungen überhaupt nicht hergegeben werden." So wußte der brave Sozialistenfresser Schmieding nickst mal, daß die H,-D. Gcwcrkvereine seine eigenen Kampfgenossen gegen die Sozialdemokratie sind. Aber das macht nichts. Schmieding ist der Man noch dem Herzen unserer Scharfmacher und„würdig", als deren Vertrauens- mann Minister zu werden._ Vom militärischen Strafvollzug. Stuttgart, 13. Oktober.(Eig. Bericht.) Zu der von uns vor drei Tagen nach der„Ulmer Ztg-" gegebenen Schilderung, wonach ein bisher kräftiger und gutgcnährter Soldat durch eine viermonatige Gefängnishaft körperlich und geistig gebrochen, sein Verdauungsapparat zur Verrichtung normaler Tätig- keit völlig unfähig geworden ist, teilt das genannte Blatt nunmehr nachträglich mit, daß sich der Vorgang in der Festung Ulm zu- getragen habe. Nach dieser positiven Angabe kann man gespannt auf die Erklärung der württembergischen Militärverwaltung sein.— Steuer-Kompott. Da es der Regierung selbst höchst zweifelhaft erscheint, daß der Reichstag ihre Steuervorschläge annehmen und die Verbrauchsabgaben vom Bier. Branntwein und Tabak erhöhen wird, ist sie auf einen schlauen Trick verfallen. Sie bat trotz des Wider- spruchs der Agrarkonservativen und der liberalen Vertreter_ des Großkapitals wieder auf das Stengelsche Projekt einer Reichs- Erbschaftssteuer zurückgegriffen und der geplanten Erhöhung der Verbrauchsabgaben, um diese für den Gaumen des Zentrums schmackhafter zu machen, zur Vervollständigung ein kleines Reichs- Erbschaftssteuer- Projektchen hinzugefügt. Das ist recht schön; aber wie sie offiziös in den„Berliner Politischen Nachrichten" erklären läßt, hält sie ihren Reichs- Erbschaftssteuer- Vorschlag nur dann auftecht. wenn die Steigerungen der Tabak-, Bier- und Branntweinsteuer mitverspeist werden. Die Reichs-Erbschaftsfteuer ist nur Kompott und wird allein nicht ver- abreicht, sondern nur als Zugabe zur besseren Verdauung, „Wenn seitens der verbündeten Regierungen", heißt es in den„Berliner Politischen Nachrichten",„im Interesse der Siche- rung der Reichsfinanzen die schwerwiegenden Bedenken gegen die Reichs-Erbschaftssteuer zurückgestellt worden sind, so liegt darin unzweifelhaft ein überaus weitgehendes Entgegenkommen gegenüber den von großen Teilen des Reichstages vertretenen Auffassungen. Aber es wird umgekehrt als geradezu selbstverständlich angesehen werden müsse», daß die verbündeten Regierungen sich zur Zurück- stellung solcher Bedenken nur unter der Voraussetzung verstanden haben, daß dadurch der erstrebte Zweck, also die gründliche Sanienmg der'Rcichsfinanzen, auch wirklich erreicht wird. Andernfalls müssen diese Bedenken nach ihrem vollen Gewicht sich wieder geltend machen, Hieraus folgt mit logischer Konsequenz, daß insbesondere die Reichs-Erbschaftssteuer nur als Glied einer Gesamtreform, durch die das Gleichgewicht im Reichshaushalt dauernd gesichert wird, die Zustimmung der verbündeten Regie- gierungen gefunden hat und daß demzufolge ein etwaiger Versuch, unter Ablehnung der übrigen Vorschläge lediglich eine Reichs-Erb- schaftssteucr zu verabschieden, von den Regierungen in keinem Falle gebilligt werden würde." Es komm: darauf an, ob sich das Zentrum durch die Aussicht auf das schöne Kompott dazu reizen lassen wird, durch weitere Steigerung der Verbrauchsabgaben den ärmeren Volksschichten ihren Lebensunterhalt noch mehr zu verteuern: die Sozialdemokratie dankt in dieser Vermengung der Reichs-Erbschaftssteuer mit dem übrigen Steuerragout für daZ schwerverdauliche Gericht. Die vorgebliche Scuchcngefnhr, die dem nationalen Vieh vom Au§- lande drohen soll und mit der man die den Fleischwucher sördcrnde Grenzsperre begründet, wird wieder mal grell beleuchtet durch die folgende Meldung: Im Monat September 1903 waren in, Bezirk Aachen in dreizehn Gemeinden und fünfzehn Gehöften Viehseuchen zu verzeichnen. Die benachbarte holländische Grenze ist seit zehn Jahren für lebendes Vieh gesperrt: von dorther können diese Seuchen also nicht„eingeschleppt" worden sein. Der Rheinische Bauernverein hat kürzlich in einer Eingabe an die preußische StaatSregierung und den Reichskanzler„namens 33 000 rheinischer Bauern" dringend gebeten,„den bisherigen Schutz der heimischen Viehzucht in vollem Umfange aufrecht erhalten zu wollen, insbesondere aber eine Oeffnung der holländischen Grenze angesichts der dort herrschenden Viehseuchen unter keinen Umständen zu bewilligen". Wir haben vor drei Wochen, in Nr, 221 des„Vorwärts", dieie Behauptung als d r e i st e n H u m b u g gekennzeichnet, indem wir anf Grwld amtlichen Materials feststellten, daß der Bezirk Aachen zeitweise allein mehr Seuchenfälle hatte als ganz Holland. Wie wiesen ferner darauf hin, daß es bis jetzt unwidersprochen geblieben ist, daß im verflossenen Jahre Holland ganz seu che„frei gewesen ist. Unsere damaligen Angaben haben bis heute keinen Widerspruch gefunden. Die Macher des ultraniontanen Rheinischen BauernverchnS erkennen also an, in ihrer Eingabe an die Regierung geschwindelt zu haben. Tie Hr mburgcr VorortSbahnvorlage. Vor nunmehr vier Jahren erblickte ci> e VorortSbahuvorlage das Licht der Welt, die bei den meisten BiirgerschastSmitgliedcrn auf so heftigen Widerstand stieß, daß Bei den Debatten im Hamburger Parlament kein gutes Haar daran gelassen wurde. Es wurde eine Kommission eingesetzt, die die Vorlage völlig umgestaltete und jetzt mit ihrem Werk an die Bürgerschaftsmitglieder herangetreten ist. Das für Hamburgs Eutwickelung hochbedentsame Projekt ist wie folgt gedacht: Als Betriebskräft ist Elektrizität in Aussicht genommen. Die Bahn fährt vom Hafentor über Baumwall, innere Stadt, Barmbeck, Winterhude, Eppendorf, Schlump, Millerntor und zurück zum Hafen- tor; auszerdem sind Anichluizlinien von Eppendorf nach Ohlsdorf und von Schlump nach Eimsbüttel vorgesehen. Die Bahn lv i r d aus Staatsmitteln erbaut und die Konzession zum Betrieb der Bahn ivird einer Gesellschaft erteilt, welche den Namen„Hamburger Stadt- und Vorortbahn A.- G." führt, mit einem Kapital von mindestens 15 Millionen Mark ausgestattet ist und ihren Sitz in Hamburg zu nehineii hat. Die Daner der Konzession beträgt 40 Jahre. Der Staat ist au, Gewinn beteiligt und kann nach Ab- lauf von M Jahren die Bahn erwerben. Der Bahnbau wird von Siemens u. Halske und von der Allgemeinen Elektrizitäts-Gesellschaft in Berlin bewerkstelligt. Tie Kosten sind ausschließlich des Terrain- erwerbs nnd des rollenden Materials auf 41 Millionen Mark be- rechnet.— Ter beleidigte Herr Hauptmaiui. München, 13. Oktober. sEig.Ber.) Vor dem Kriegsgericht der 1. bayerischen Division hatte sich der Hatschier Leonhard S ch u st e r, früher Feldwebel des 12. Ju- fanterie-Negiments, zu verantworten. Schuster wurde am 1. Sep- tember 1902 zur Leibgarde der Hatschiere versetzt, wurde aber ein Jahr später auf schlechte Oualifikaton seines früheren Hauptmanns Hagen hin pensioniert. In seiner berechtigten Entrüstung schrieb Schuster einen Brief an seinen früheren Hauptmann Hagen, Ivorin er diesem zum Vorwurf machte, daß er bei der Kompagnie nichts weiter getan habe, als geschlafen, daß der Feldwebel zum Dicnstniachen aber recht war. In dem Brief heißt es wörtlich:„Ihnen als Hauptmann gehört der Nock ausgezogen, denn Sie sind ein ganz gewissenloser Mensch. Sie haben die Soldaten geschunden und zu tot gejagt, ich erinnere bloß an den Soldaten B r ü n d l, der i nr K a s e r n e n h o f d n r ch H i e b e mit der Säbelscheibe angetrieben, so lange im Kasernen- Hof herum gejagt Ivurde, bis e r betvußtlos vom Platz getragen wurde. Ich mußte auf den Befehl des Hauptmanns falsche Eintragungen in das UebnugSjonrnal machen rmd das Schießbuch falsch führen. Sie, als mein früherer Haupt- mann, haben mich in das Unglück gestürzt nnd lvenn Sie mir begegnen, müßte ich ausspucken. Traurig genug, daß der Hauptmann nicht redete, als ich vom Regiment weg war. Ich werde jetzt auch reden, im Landtage gibt es Leute genug, die froh sind, wenn sie etwas Neues erfahren. Der Brief schließt: Fluch und Rache komme über Sie und Ihre Familie. Sie sind nicht mehr wert.— Der Hauptmann unterbreitete den Brief dem Regimentskommando, das gegen Schuster Strafantrag stellte. Auf Antrag des Anklagevertreters wurde die Verhandlung wegen Gefährdung der militärischen Disziplin und Gefährdung der Sittlichkeit vollständig ausgeschlossen. Das in öffentlicher Sitzung verkündete Urteil lautet für den Hatschier Schuster auf 21 Tage Gefängnis. Ans den öffentlich verkündeten Urteilsgründen ist zu entnehmen, daß das Gericht den Wahrheitsbeweis als mißlungen erachtete.— In Anbetracht der von dem Angeklagten gegen seinen früheren Hauptmann erhobenen schweren Vorwürfe immerhin eine gelinde Strafe. Das gelinde Urteil läßt nun allerlei Schlüsse zu, weshalb es vielleicht im Interesse desHauptmanns gelegen gelvefen wäre, wenn die Oeffentlichkeit nicht beschränkt ivorden wäre.— Gefechte in Siidwestafrika. Generalleutnant von Trotha meldet aus KeetmanShop folgendes: Oberstleutnant von Mühlenfels hat im September mit allen seinen Truppen größere Unternehmungen ausgeführt gegen die im Lande umherstreifenden Hererobanden, die wieder in das Damaraland zurückgekehrt waren und sich nicht ergeben hatten. Das Gesamtergebnis war folgendes: ES wurden 4 0 Werften über- fallen. Dabei fielen insgesamt etwa 250 Hereros, 767, davon zwei Drittel Weiber nnd Kinder, wurden gefangen, 79 Gewehre und mehrere 100 Stück Kleinvieh erbeutet. Diesseits fiel ein Unter- offizier, zwei Reiter wurden verwundet. Das Komashochland wurde durch das konzentrische Vor- gehen mehrerer Kolonnen gesäubert, doch gelang eS einer feindlichen Bande nach Verlust von 6 Toten, 43 Gefangenen und 7 Gewehren nach dem Kuisebtal zu entkommen. Sie wird von Tsaracheibis ans ver- folgt, während weitere Kräfte bei Hudaob nnd Tinkas bereit gestellt sind. Diesseits wurde ein Reiter leicht verwundet. Die geringen deutschen V e r l u st e bei beiden Unter- nehmungen beweisen, daß die Widerstandskraft der Hereros völlig gebrochen ist. Die östlich AubeS festgestellten Hottentotten nahmen den Angriff der Abteilung Estorff nicht an. Hendrik Witboi floh nach Aussage von Gefangenen in südöstlicher Richtung»ach der Ge- gend von AminniS, halbwegs Koes und Gaibis. Er ivird von Major v. Lengede mit 7. und 8. Kompagnie Reginients 2 und 7. Batterie verfolgt. Simon K o p p e r floh angeblich in östlicher Richtung nach dem unteren Nossob. Hauptmann Moraih nimmt seine Verfolgung mit der 1. Kompagnie Regiments 2 und einer halben 5. Batterie auf, sobald die Vorbereitungen für den schwierigen Wüstenmarsch getroffen sind. Morenga und Morris überfielen ain 7. Ok- tober einen fchivachen deutschen Posten in Jerusalem. südlich Ukamas. Diesseits fielen 6 Mann, verwundet wurde 1 Mann, gefangen wurden 2 Mann. Oberstleutnant van Semmern erreichte im Vormarsch gegen Morenga am 10. Oktober die Linie Springpüts— Heiracha'diS— Ukamas. Daß die Widerstandskraft der HereroS gebrochen fei, wird nun bereits feit einem Iah r e verkündigt. Als zerstteute Bauden treiben sich aber noch immer Taufende im Lande herum. 2ie einzusangen oder zur freiwilligen Ueber- gäbe zu bewegen, ist die Aufgabe der südwestasrikanischen Kriegsleitung. Ob nun dazu das wenig humane Vorgehen unserer Truppen das geeignete Mittel ist, ist sehr die Frage. War es denn wirklich nötig, 250 HereroS, die— die minimale» Verluste unserer Mannschaften beweisen es— gar nicht ernstlich an bewaffneten Wider- stand dachten, niederzuschießen? Es scheint, als ob Trotha noch immer nicht völlig mit seiner AusrotiungSstrategie gebrochen habe! Tie Meldung über das Vorgehen gegen die Hottentotten be- Iveift, daß sowohl gegen Witboi wie die anderen Führer bis jetzt nicht daS geringste ausgerichtet worden ist. Wohl aber hat Morenga den deutschen Truppen eine Schlappe beigebracht!— Nach der heute hier eingetroffenen Nummer der„ D euts ch- S ü d w e st a f r i k a n i s ch e n Zeitung" hatte sich die Lage bei KeetmanShoop zu Anfang September recht wenig be- friedigend gestaltet. Ganz unvermutet war Hendrik Witboi von Koes über GarinaiS bis in die nächste Nähe von Keetmanshoop gekommen, hatte am 30. August die Farmen Daweb und Spitzkopf überfallen und von dort alles Vieh geraubt. Nördlich von Keetmanshoop tauchte Samuel Jzaak auf und raubte die Pferde von dem 3'/» Stunden von Keetmanshoop belegeneu Platze UibiS, ja sogar Pferde, die am Aub eine halbe Stunde von Keetmanshoop standen, dem Farmer Schmitz gehörig. S t ii r m a n n und a n d e r e V i e h- diebe haben große Vieh in engen am Löwenfluß etwa drei Stunden südlich von Keetmanshoop von HuuS und N a m b i s geraubt. Der in den letzten Tagen des August und den ersten des September den Farmern zugefügte Schaden ist f e h r bedeutend. Aus Ostafrika liegt folgende amtliche Meldung vor: Berlin, 14. Oktober. Die Unruhen im Bezirk Dar-es- Salaam sind nicht bedenklich und bleiben auf den südlichen Teil des Bezirks beschränkt. Hauptmann von Kleist kehrte mit der achten Kompagnie am 11. nach Dar- es- Salaam zurück, nachdem er einige Haufen Aufständischer zersprengt hatte. Er fand den Küstenplatz Kisidju zerstört und den dortigen Akida vertriebe». Der Bezirksaintmann Boeder bleibt vorläufig noch mit der Polizei- trüppe iüdlich von Dar-es-Salaam. Es scheint, daß religiöser Fanatismus die Ursache der Unruhen ist. Die Eiügeboreneu kämpfen unter schivarzen Flaggen mit dem Ruf:„Wasser! Wasser!" das heißt Zauberwasser. Im Norden der Bahnlinie ist alles ruhig. Für die Aus- breitung des AufstaudeS ist der wesentlichste Grund die Verbreitung falscher Nachrichten gewesen, wie die Zerstörung ÄilwaS. Ermordung des Gouverneurs, Vernichtung der Schutztruppe, die ihre Wirkung ans die Negerphautasie nicht verfehlt haben. Mahenga ivurde am 20. durch Hauptmann Nigmann von Jringa entsetzt, ivobei der Gegner gründ- lich geschlagen wurde. Im Hinterland von K i l w a ist der G e g n er s ch lv e r z u fassen, da er im Busch überall a u s>v e i ch t. Das A u f st a u d s g e b i e t i st bei großem Umfang völlig u n lv e g f a in, lv o d u r ch s i ch die Langsamkeit der Niederwerfung erklärt. Die Nord- und'Westbezirke sind ruhig, jedoch empfiehlt es sich nicht, sie von Truppen zu entblößen.— Hueland. Frankreich. Die Antimilitaristen und die Ardeitsbörfe. PariS, 12. Oktober.(Eig. Ber.) ES war zu erwarten, daß die provisorische, aus Beamten bestehende VerlvaltungSkonnuission, die der Arbeitsbörse jetzt vorsteht, den jetzigen autimilitaristisqen Rummel benutzen würde, die von der reaktionären Presse so oft ge- forderte Delogierung der antiparlameutarischen Organisationen aus der Arbeitsbörse durchzusetzen. Gestern lud sie in der Tat den Sekretär der Arbeitskousöderation und zwei Vertreter der Föderation der Arbeitsbörsen und des gewerkschaftlichen Organs„Voix du Peuple" vor, das vor einigen Tagen eine illustrierte S ondernnmmer gegen den Militarismus herausgegeben hat, um Erklärungen über die antimilitaristische Propaganda in der Arbeitsbörse zu verlangen. Die Vorgeladenen erklärten, daß ihrer Ansicht nach die anti- militaristische Aktion mit der gewerkschaftlichen enge verbunden sei, die Propaganda auf der Arbeitsbörse lverde schon seit Jahren in der gleichen Weise betrieben, im übrigen seien sich die Vorgeladenen wohl bewußt, daß diese Einvernehmung nur eine Komödie und die Vertreibung der von ihnen vertretenen Organisationen beschlossene Sache sei. Diese Organisationen seien aber anch so schon entschlossen, auszuziehen und einen Sitz außerhalb der Börse zu wählen. Heute mittag hat der vom Präfekten ernannte Verwalter der Arbeitsbörse der Arbeitskonföderation und der Föderation der Arbeitsbörsen mitgeteilt, daß sie die A r b e i t S b ö r s e sofort z u räumen haben.—_ Die sozialistische Partei gege» die patriotische Reaktion. Paris, 12. Oktober. viele Zentrumsblätter den Buchdrucker- tarif überhaupt nicht anerkennen, obwohl sie— im redaktionellen Teil— die Vorzüge der Tarifabschlüsse für den sozialen Frieden preisen. Dieser Tage traten in Eschtveiler bei Aachen die Buchdrucker an die Geschäftsinhaber um Anerkennung deS Tarifs heran. Einige Firmen entsprachen dem Begehren, das Esch- Weiler Zentrumsblatt aber, der„Bote", lehnte die Ancr- kciinung des Tarifs ab, so daß die Buchdrucker die Kündigung einreichten.— ES sei bei dieser Gelegenheit erwähnt, daß das Bonner Zentrumsblatt, die„Rcichszeitung", den Tarif nicht an- erkannt hat, weil\v„sozialistisch" sei. Sozialee» Wie die Postverwaltung die Arbeitszeit der Postproletarier„kürzt". Bisher hatten die Briefträger einen dreitägigen Dienstturnus, am ersten Tage von— 12 früh bis abends 9 Uhr mit ISLstündigcr Mittagspause, am zweiten Tage von 9 Uhr mit 3Vistündigcr Pause, am dritten von 6�— 12 Uhr und Dienstfreiheit am Nach- mittage; der Sonntagsdienst dauert von 614—9% Uhr morgens, jeder dritte Sonntag ist dienstfrei. Die Arbeitszeit betrug also durch- schnittlich 63 Stunden pro Woche. Etwas Scham empfindet wohl die Postverwaltung über die schlechten Arbeitsverhältnisse, und so soll eine Reform eine Verkürzung auf 60— 61 Stunden bringen, aber ohne Einstellung neuer Kräfte und ohne Verringerung der Post« leistungen. Was bei solcher Mathematik herauskommt, kann man sich denken; die Pausen an den ersten beiden Tagen des Turnus werden um je 1% Stunden verlängert bei gleichbleibender Schicht, die Arbeitsschicht des dritten Tages wird um 2 Stunden vermehrt. Die vierte Briefbestcllung muß der Postbote für zwei Bezirke auS- führen, und jeder, der den Betrieb beurteilen kann, wird einsehen, daß die Besorgung von drei einfachen und einer Doppclbestellung von 6%— 2 Uhr eine kolossale lieber lastung darstellt, daß sie ein Raubbau an der Arbeitskraft des Postboten ist. Dürften die Unterbcamtcn sich frei organisieren, längst hätten sie sich vorteilhaftere Arbeitsbedingungen und bessere Entlohnung erkämpft. Aber das Koalitionsrecht, das ihnen gesetzlich zusteht, ist ihnen auf dem Vcrordnungswege widerrechtlich genommen. Zum Ersätze hat man einen amtlich konzessionierten Bezirksverein der Postunterbeamtcn im Oberpoftdircktionsbezirk Berlin geschaffen, der die Forderungen in allergehorsamste Bitten verfälschen soll,— eine Scheinorganisation, die einschläfern soll. Man möchte nicht, daß die Angestellten ins Lager der Sozialdemokratie gehen und dort zur Klarheit über die Klassengegensätze, über Ausbeutung und über den Weg zur Befreiung des Lohnarbeiters kommen. Aber schon sehen die Unterbeamten mehr und mehr ein, daß jeder Fortschritt der Arbeiter in bezug auf Lohn und Arbeitszeit auch ihnen zugute kommt, daß sie durch die indirekten Steuern dem Staat und be» sonders den Junkern Tribut zahlen, daß die Presse ihrer Klassen- genossen auch für ihre Interessen kämpft. Die Konzessiönchcn, die Erhöhung des Anfangslohncs für Postboten auf 2,70 Mk., vom fünften Jahre ab 2,90 M. und die sogenannte Diensterleichterung — werden das Gefühl der Unzufriedenheit nicht aus der Welt schassen und die Erkenntnis der Klassenlage nicht aushalten, Ungültige Vorschriften einer Körordnung. Polizeiverordnungen, � die für bestimmte Bezirke oder Provinzen vorschreiben daß zum Decken fremder Stuten nur angekörte, d. h. eigens als Zuchthengste autoriativ bestimmte Hengste verwandt Iverden dürfen, hält das Kammergericht sür gültig. ES meint, sie ließen sich auf 10 II 17 Allgemeinen Landrechts stützen, da eS eine„dm Publikum bevorstehende Gefahr" sei, wenn durch Benutzung schlechter Hengste daS Pfcrdematerial eines Landstrichs oder einer ganzen Provinz binnen kurzer Zeit qualitativ erheblich heruntergebracht werde. Dagegen erklärte das Kammergericht am 12. Oktober in einem Strafprozeß gegen WiltS, dem Besitzer eines angekörten Hengstes, einige Vor- schristen einer Körordnung für den Regierungsbezirk Aurich für ungültig. Durch diese Vorschriften wird von den Besitzern angc- körter Hengste verlangt, daß sie die Zuchtnachweise, die von ihnen bei jeder Deckung durch ihre Hengste genau auszufüllen seien, jedes Jahr bis zu einem bestimmten Termin an den Stutbuchführer des Landwirtschaftlichen Vereins abzuführen haben, ebenso die Beiträge zur Pfcrdezuchtkasse des Landwirtschasflichen Vereins, zu denen die Körordnung sie verpflichtet.(50 Ps prg gedeckte s-tute.) Diese Vorschriften gehen nach Ansicht des Kammergerichts über den Rahmen der polizeilichen Befugnisse gemäß Z 10 ll 17 Allgemeinen LandrcchtS hinaus. Sie dienten nicht dazu, bevor- st e h e n d e Gefahren des Publikums zu beseitigen, wen» sie auch im Interesse einer guten Pferdezucht liegen mögen. Wilts wurde von der Beschuldigung, dem Landwirt; chaftliche,, Verein die Zucht- nachweise und Beiträge nicht eingesandt zu haben, wegen Ungültig- keit der Vorschriften freigesprochen. letzte l�acbricbten und Depefcbcn. Paris, 14. Oktober.(W. T. B.) Wie die„Agence havaö" meldet hat der Kaiser von Rußland heute, nachdem er den FrstdcnS- vertrag unterzeichnet hatte, den russischen Botschafter in PariS bc- auftragt, der französischen Regierung davon Mitteilung zu machen, mit der Bitte, die japanische Regierung davon in Kenntnis zu setzen. Erdbebe». Trien«, 14. Oktober.(W. T. B.) Im Rumotal wurde ein Erdstoß verspürt. Reggi»(Ealabricn). 14. Oktober.(W. T. B.) Heute nach- mittag um 3 Uhr 35 Minuten wurde hier ein mehrere Sekunden dauerndes wellenförmiges Erdbeben verspürt. Rom, 14. Ottober.. iZ. 10.) teilte der„Vorwärts" u. a. mit, dah in einer der Abteilungen der Professor Dr. Zahn ein sortgesetztes Steigen des Deutschtums im Auslände behauptet und damit begründet hätte, daß darum alles getan werden müsse, um das leider so häufige Aufgehen in die fremde Nationalität durch Pflege des deutschen Nationalstolzes in der Fremde zu verhindern. Dre Quintessenz der ganzen Rederei sollte offenbar auf die Propa- gierung unserer Weltpolitlk und einer starken Flotte hinauslaufen. Das reizt natürlich, sich einmal die amtlichen Zahlen ein wenig genauer anzusehen. Vor kurzer Zeit erschien in den VicrteljahrSheften zur Statistik des Deutschen Reiches, Erg.-Heft ISOö I, eine Statistik über„Die Deutschen im Auslande", die als Referent dieser selbe Pro- fesior Dr. Zahn zeichnete. Nach dem Ausweis der dort ge- gebcncn Zahlen läßt sich die Gcsanrtzahl der Deutschen im Aus- lande allerdings nicht genau angeben, weil die Zahl der Deutschen in einzelnen Ländern für die deutschen NeichSangehiirigen, in anderen für die in Deutschland geborenen Perionen— gleichgültig, ob sie naturalisiert waren oder nicht— festgestellt worden sind. Da aber für die Vcrglcichsjahre, die eines teils um 18S0, andernteils um 1SKX1 herum liegen, stets die gleiche Gruppe nachgewiesen ist. also für Oesterreich z. B. 1890 sowohl wie 1000 die deutschen Reichsangehörigen. für die Union 1890 sowohl wie 1900 die deutschen ReichSgebürtigen, so läßt sich die Summe der um 1890 gezählten deutschen Reichsangehörigen im Auslände und deutschen ReichSgebürtigen im Auslände mit der Summe der um 1900 für dieselben Länder ge zählten Personenzahlen vergleichen.— Ucberhaupt machen die amtlichen Zahlen keinen Anspruch auf Vollständigkeit, die Schwierig- kcit der Materialsammlung läßt das nicht zu; dennoch umfassen die Zahlen die weitaus überwiegende Mehrheit aller Deutschen im Aus lande. Da nun für die Sammlung für 1900 besondere An strcngungcn gemacht worden sind, werden diese Zahlen also voll ständiger sein als früher. Wenn wir nun die Gesamtzahl der Deutschen im Auslande mit der nur für diesen Fall von uns zu benutzenden Summe fest« stellen, so ergeben sich für die Jahre um 1390 herum 3 334 800 Per- sonen, für die um 1900 herum 3 292 905. Danach ist zunächst ein- nial festzustellen, daß ohne jede Frage die Zahl der Deutschen im Auslande nicht— wie Prof. Dr. Zahn b£ h a u p t e t e— g c st i e g e„, sondern gefallen ist! An diesem Abfall sind fast alle überseeischen Länder beteiligt, und zwar hauptsächlich die Deutschen in der Union. die 1890 2 784 390, 1900 aber nur noch 2 669 164 zählten und auch die Deutschen in Australien, die von 49 681 auf 42 671 zurückgegangen sind. Daß eL sich bei ihnen nun nicht etwa bloß um vermehrte Naturalisationen handelt, die den Bestand der Deutschen in Wirklichkeit ja unberührt ließen und nur formell eine Zahlenverschiebung hervorbrächten, geht daraus hervor, daß unsere Zahlen für die Union und Australien die deutschen Reichsangehörigen betreffen, also diejenigen, die wirklich einmal von Deutschland in die fremden Länder übcrgewandert sind. Wenn deren Zahlen zurückgegangen sind, so heißt das eben, daß unser Einfluß in diesen betreffenden Ländern zurückgeht, daß wir dort mit ostentativen politischen Maßnahmen jetzt weniger zu suchen haben als früher. Für eine Welt- und Flottenpolitik modernen Stils lassen sich also die Zahlen der Deutschen im Ans- lande nicht ausbeuten. Ganz anders bei den europäischen Staaten. In fast allen diesen ist nach den letzten Erhebungen die Zahl der Deutschen ge- stiegen; trotzdem vermochten sie aber im ganzen dennoch den Ans- fall durch die überseeischen Länder nicht weit zu machen. Die Steigerung ist besonders m der Schweiz bemerkenswert, wo die Zahl der im Deutschen Reiche Geborenen von 94 207 im Jahre 1838 bis auf 134 599 im Jahre 1900 stieg, in zwölf Jahren also um rund 40000. Ucberhaupt wurden nach der letzten und vorletzten Zählung in den europäischen Ländern deutsche Reichsangehörige jR.-A.) bezw. in Deutschland Geborene(R.-G.) ermittelt in: Zunahme Oesterreich(R.-A.)..... 1900 106 364 1890 99 303 7 061 Ungarn lR.-A.)...... 1900 8 020 1890 6 696 1 424 Serbien iR.-G.)...... 1900 441 1890 363 73 Italien sR.-«.)...... 1901 10 745 1881 5 234 5 511 Spanien(R.-A.)...... 1900 3 011 1887 1 820 1195 Schweiz(SR.-G.)...... 1900 134 599 1888 94 207 40 392 Frankreich M.-A.)..... 1890 90 740 1891 83 500 7 240 Lurcmburg iR.-G.)..... 1900 14 037 1890 9 925 4 712 Belgien sR.-G.)...... 1900 40 963 1890 36 547 4 416 Niederlande..... 1809 81 054 1889 28 732 2 922 Dänemark lR.-G.f..... 1901 35 061 1890 81112 3 949 Schweden lR.««./..... 1900 2 421 1890 1 622 799 Norwegen lN.-G.)..... 1900 2 787 1891 1 609 1 178 Großbritannien u. Irland8,—.'Aus Listen: 1t 159 27,10. 9621 19,20. 9628 11,25. 9641 36,05. 9642 27,15. 8141 8,10. Liste 8048 36,10. Lifte 8095 Ephraim 25,10. Liste 7220 20,20. Liste 7221 durch Frau Jahn 19,65. Liste 7231 Joh. Dallchow 7.25. Liste 7235 69,70. Liste 7243 Werlc 41 90. Liste 5903 13.25. Liste 5906 122.10. Liste 5910 29,15. Liste 5928 15,80. Liste 5935 21,75. Liste 5929 11,«O Liste 4210 22,30. Liste 4242 14,25. Liste 4243 56,10. Liste 4244 30 65. Liste 4250 durch Rienwald 6.25. Liste 4252 27,40. Liste 4268 14.60. Liste 4269 15,50. Liste 4272 8,65. Liste 4274 22,75. Liste 427.. durch Poctting 14,10. Liste 4283 12M. Liste 4287 10,35. Liste 4239 157,40. Liste 3661 15,45. Liste 3660 Klos u. Heumann durch Mittmann 27.75. Liste 3657 Seilitz 11.45. Lifte 3652 12.30. Liste 3651 7,30. Liste 3648 45,-. Liste 36,45 Huseland Vcrichtigmigcn. Statt Allg. Arb.-Verciil Züllichau u. Umgegend 20,— muß es heißen Allg. Arb.-Verein Zulchow i. P. und Umgegend 20,—. In der Quittung vom 12./10. muß es heißen: Liste 4450 statt Haber- mann 60,70: G o h r mann 69,70. Summa 4955,20 M. Bereits quittiert 51 466,51 M. Gesamtsumme 56 121.71 M. Weitere Sendungen werden cntgegcngenominen im Gewcrkschastsburcnu von 1t— 1 und 6-8 Uhr, sonnabends und Montags von 4-8 Uhr im Saal IH. Postsendungen sind an A. K ö r st e n, Engel-Ufer 15. z» richten. Der Ausschuss der Berliner Gewerkschaftskommissio». LnekKaste,, der Redahtfon. jsurlftircher Ceil. Kündigung 9. Eine bestimmte Zeit ist im Gesetz nicht angegeben. ES ist„angemessene Zeit" zu gewähren und von Fall zu Fall sestzusetzen. welche Zeit als angeincsscnc zu erachlrn ist.— C. B. Da verhandelt, ferner Beweis erhoben und nach dem BeioeiS vor Gericht verhandelt zu sern scheint, so find die angesetzten Gebühren berechtigt. Ihre frühere Anfrage stellte die Sache dar, als ob nach Anberaumung des ersten-rerrnrnf. ohne Mitwirkung der Anwälte oder des Gcrichls ein Vergleich abgcschloßcn wäre. _ H. B.. Mnnzstrassc. 1. Ja. 2. Bezlrkskommando und Polizeibehörde sind zuständig.— P. I.»«13. 1. Der Antrag aus Auszahlung der ßicnte ist innerhalb eines Jahres nach geschlossener Heirat zu stellen. Es müsse» vor der Heirat 200 Marie« geklebt sehr 2. Im—(S. S. ftindel Subhastalion statt, so kann der Wirt, Erstcher, bis am Dritten des aus das Vcrjlcigertmgsguartal folgenden Monats zum Ouartalsschlust kündigen, der Ersteber des im dritten Quartal erstandenen Hauses kann also bis am lt. Lktobcr zum l!1. Dezember länger dauernde Verträge kündigen.— P. E. 100. 1. Ja, Sic können aber Ratenzahlungen beantragen. 2. Nein. — 31. 2. 69. Das'Amtsgericht, in dessen Bezirk der Eigentümer wohnt» ist zuständig. Ein Nnwalt ist nicht erforderlich.— ltlijahriger Abonnent. 1. Die Verjährungsfrist beträgt drei Monate; soweit ersichtlich, liegt aber Verjährung nicht vor, vielmehr ist die Strase rcchtskräjtig, wenn der Einspruch wegen Ausbleibens vom Termin verworfen ist. 2. Wenden Sie sich an den Anwalt, der den Prozejz sührt.— E. R. Ja. — Frida 2. 34. Nein. Sie mujztcn Ihre Tochter bis zur Entlassung in die Schule schicken. Beschweren Sie sich über die Nichtbcantwortung Ihres an die Schuldeputation gerichteten Schreibens beim Oberbürgermeister.— M. B. 100. Die Betreffende soll ihre Ansprüche und den Versuch des Schuldners, ins Ausland zu übersiedeln, glaubhaft macheu und aus Grund dieser Glaubhaftmachung Arrest beim Gericht beantragen.— Invalide. Für je zwei Jahre wäre» mindestens 20 Marken zu kleben.— Zldam. Falls nicht etwa aus dem nicht mitgeteilten Verpflichtuugsschcin Gegen- tciligcs sich ergibt, ist Ihre Frau(nicht Sie) zur Zahlung verpslichtct.— Veut8ci;er golzsrbeiter-vei'ljsnl!. Den Mitgliedern zur Nachricht, das; der Kollege Tischler Alberl Page am 13. Oktober nach längerer Krankheit verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die � Beerdigung sindct am Dienstag, den 17. Oktober, nach- mittags 4 Uhr, von der Leichen- Halle des it. Hcdwigs-Kirchhoses in Äilhclmsbcrg aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 34/13 lZio Ortsverwaltung. Danksaguttg. Für die herzliche Teilnahme und die Kranzspenden beim Begräbnis meiner lieben Frau, unserer Mutter und Schwiegermutter sagen wir, bc- sonders den Botenfrauen des vierten Wahlkreises, unseren herzlichsten Dank. Enstl V/edehase. Otto Wedehase. H. Viekc und Frau geb. Wedehase. Für die nnläfflich des Todes meines Ehemannes mir erwiesene Teilnahme sage ich meinen besten Dank. 2S06b Weigensee, den 14. Oktober 190ö. Wwe. bikliinlilt geb. Sudeimanri._ Für die Teilnahme bei der Bcerdi- gung unseres Sohnes und Bruders Otto Tchwicthal sagen wir allen Verwandten sowie den ausgesperrten Kollegen der A. E.-G., Abteilung Lehmann, und dem Handels-, Transport- und Vcr- kehrsarbeilcr-Verband für die Kranz- spenden unseren herzlichsten Dank. L578b Mutter»nd Geschwister. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herz- licher Teilnahme und die vielen Kranzspenden bei der Beerdigung meines geliebten Mannes, unseres guten Vaters, Bruders, Schwicger- sohnes und Schwagers, des Schrift- sctzerS 4726L trtdur Ledellart sagen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten, insbesondere dem Gesangverein„Secgcrscher Männer- chor" unseren herzlichsten Dank. Wwe. Schellart geb. Sebastian. Korlmaren, Bettstellen Grösstes Lager Berlins Andretsslr. 23, Brunnenstr. 95 Beu58elstr.67, Leipricorslr. 54-55 Verhaut Bot in fabrihgebäuden. lOOO MwrU zahle jedem, der mir in ��UesÄder Branche als das m einige nachweist. Katalog grätig« � Ansüge »ach Hall für Herren _ nnd Knabe». Gröffte Auswahl in in- und aus- ländischen Stoffen für Paletots, Anzüge, Beinkleider, werden unter Garantie des guten 2i<>es zu über- ans billigen Preisen schnellstens an- gesertigt im Tuch- und Maffgeschäst bei A. Karle, Jnh. H. Schlüter. Waldemarstr.(ir,. 47272* •- 10 Mark— liefere Anzüge. Paletots Vach Mag.* Per Kaste auch billigste Preise Schneidermeist... Priuzenstr. i>Z J. Toiiiporowsld,— n£ibc-mciftev' Vertreter erhalten zur Reklame stabile Halb- m ffA Bd m. Gar., ronner für st. gi um Schläuche Pedale 70 Ps., JfA T« 1,75, Decken 2,20, 2,50 M., a| 2,20, Lenk- 2,90, 3,50 M., B stanz. 1,50, 1,90 M-, gesp. Räder 3,50 Rahm. 26 M., M., Ketten 1 10 M., Sättel 1,50 M., Motorwagen 500 neue Fahrräder von 89 M. an. seichartl Saner, stupger- eteg II. b- Köln. r�Berlin, Alteläkobstr. 124-— I Elektro- Technikum B gegr. 1874. Eign. Fabrik. Elektro-, im Matchinen-, Bau-, Ingenieur-, , Techniker-, Werkmeister-, Mon- leur-AuSbildung. �llkl IdkIllüllllLllL. Prospekt kostenfrei. Singer Nähmaschinen. Einfache HandHabnug! 44122* Groste Haltbarkeit! Hohe Arbeitsleistung! Weltausstellung flt-anrl DfJv Wettausstellung Paris 1900: VJICllIU r 1 IA s» Lnuis IBOd St. Louis 1904. Unentgeltlicher Unterricht, auch in moderner Kunststickerei. Elektromotore für Nähmaschinenbetrieb. Singer Co. J�ähmascbine« Hct. Ges. Berlin W.. Leipzigersir. 92. Filialen in allen Stadtteilen wissen noch nicht daß Sie das größte Sager für Sprechmasehinen, Walzen, platten, Ersatzteile aller Art bei uns finden. Besichtigen Sie bitte vor Ein- ktuit unüter enormes Laser, ivclckcg Ihnen jederzeit ohne Kantzwang gern gezeigt wird. American Phonograph Stores Berlin, PoststraBe 31, Eingang KUnlgstraBe. Preislisten aller Art gratis und franko. 4399L* selbst zu| bereiten■ SteicheVs Jamaika- Zum- Extrakt. Rum Keine künstliche Essenz, sondern ein direlies Produkt deS echten Jamaika- Rum in höchst konzentrierter Form. Nur i» Originalflaschen ü 75 Pf., Ertra-Oualitv*** 1,25 M. Eine Flasche gibt über e5 �kr»»TlNNl stchem Aiwma�und '�G?ichmack� voriiigllch lll Tee und Grog. Glänzend begutachtet von Sachverständigen nnd Fachmännern. Niemand unterlasse einen Versuch zu machen! Bei B Flaschen die 7te gratis. „Die De«tllllcr»»g im Haushalt* Wertvolles, illustriertes Rezeptbuch zur Selbstbereitung sämtlicher Liköre:c. Gratis! Otto Reichel, Berlin SO., EisenHahnstr. 4. Größte Spezinlfahrik Dcntsehlands. Niederlagen in de» durch Schilder kenntlichen Drogerien tc., wo nicht erhältlich, Versand ab Fabrik. Echt ist allein das Originalprodilkt mit Marke .Lichtherz", alles andere nur Nachahmung. nällnrnsehlllen== Wasehmaschmen Centrifutjen für Hand- nnd Kraftbctricb liefern stets ab unserem Lager* Berlin, Handelsstätte Belle-Alliance, Enden 8. Telephon: Amt IV, 2041. Rumsch& Hammer, Maschinenfabrik für Wäscherei-Einrichtungen, Ferst(Lausilz). �Hygienische Bedarisarüke*. i*üuuo».ivitiaiog m. Empkehl.viel Aerzle u Prof. grat. u.fr. B Unger, Cummiwiienfabrik Berlin NW.. Friedrichsirasse Olm Dr. Scliünemann, Spezial-Arzt für[4102, Hant- nnd Harnleiden Erziuenkrankhclten, 2*. Seydelstr. 9, dicht am Spitlclinorlt Wochentags-/,lS-'/.3,'l.a-'S.H. Wir empfehlen Parteitags Protokolle die ein reiches Material zur Geschichte der Partei, ihrer Kämpfe, ihrer Grundsätze, ihrer Taltik bieten. Nachstehend heben wir die Hauptpunkte der Verhandlungen aus der jeweiligen Tagesordnung in snmmärijcher Inhalts- angabe hervor. Vergriffen find die Protokolle von 1892, 1896, 1991—1993. Ikcuorganisalwn; Programmrede Liebknechts; Stellung zu Streiks und Bopkotts; Auseinander- setzung mit den„Unabhängigen". M.—,50 Festsetzung des Programms; Programmentwürse; Ausschluh der„Unabhängigen"; Taltik der Partei. M.— ,50. Gewerkschaftsbewegung; Antisemitismus; Wahlrecht und Beteiligung an preilstischen Landtags- wählen. M.—,40 Budgctbewilligungsfrage in den Landtagen; Agrarfrage; Trusts, Ringe und Kartelle. M.—,25 Agrarprogramm; Hausindustrie. M.—.30 Preußische Landtagswahlen; Militarismus. Broschiert M.-.35 Koalitionsrccht; Bergarbeiterschutz; Preußische Landtagswahlcn; Zoll und Handelspolitik. Broschiert M.—,35, gebunden M.—,60 Bcrnstein-Debatte; Zuchthansvorlage; Militär- frage. Broschiert M.—,50 Weltpolitil; Verkehrs- und Handelspolitik; Taktik bei den Landtngswahlcn; Anhang: Beridit über die Francnkonsercnz, Broschiert M.—,50 Maifeier; Amsterdamer Kongreß; Organisations- frage; Fall Schippe!; dritte Fvauenkonscrenz. Broschiert M.—.70, gebunden M. 1,— Neuorganisation; Massenstreik; Maiseier; Jugend- erzichimg. Broschiert M.—,70, geb. M. 1,— ßucbhandlunci Vorwärts, Berlin SW. 68, Liudcnstr. 69._ 235/15 ?.ik V'WWDMWWWWW n/sotIB�. ausgezeichnet mit Ehrenpreis ,."■ijoldenon MedaiUen Generdl-Vertreter- Ernst Krüger, Berlin NO Hbchstestr.28 Tel.VII.N'LTOI.—---- Größtes Kaufbaus des Nordens für Herren- und Knaben-Bekleidung 12 Schaufenster Front. Größte Auswahl, streng reelle Bedieoung bei billigen, festen Preisen. 4490L* IVloritZ Groß, Kastanien-Allee 42. Wer sich auf dieses Inserat bezieht, erhält 5 Proz. Rabatt. J*elUl JÖbS, Schneidermeister Insterburgerstraße 16. Laden.* Lager in-». ausländischer Stoffe. Hclchcl« UInlvci*»al- ZI Ä K.« IR K» t V« R' Magenstärkcnd, die Berdauung nnterstüüend, stark appetikanreg. Stets prompt in seiner Wirkung. Dose 8. f.-, 3 Dosen M. 3.60 franko Berland. flttn Rpiphnl Bep,in so- 43' Ulli» nclliilcl, Eisenbahnstraße 4 T echnikum Elektra Xcandorstr. 4. Ausbildimg von Ingenieuren, Technikern, Werkmeistern. Programm frei. 202/3* Samt und Seide. Nur Leipzigerstraße 79, am Dönhoffplatz, 1 Treppe, befindet sich jetzt mein Seidon-Engros-Haus. Für die Eröffnung?- woche stelle zum direkten Verkauf an Private: Braut- und Hochzeitsseiden von 1,00 bis 4,00. Seiden für GeseUschafts- und Straßen-Roben von 1,50 bis 4,50. Blusen-Seidon von 1,00 bis 3,50. Ball-Seiden jeder Art von 1.00 bis 3,00, Damast-Futterseiden 1,00, 1,25, 1,50. Reinseidene schwarze Damasts, Merveilleux etc. 15,00, 20,00, 25,00, 30,00 per Robe, Samte für Blusen und Kleider von 5 Pfg. Hervorragend billig: 1 Posten schwarze Seiden-Grenadines, 110 om breit, in wundervollen Mustern für elegante Gesellschaftsroben(übertrifft Tüll und Spitzenstoffe), jetzt 4,00 anstatt 6,00. Die beim Umzugs-Ausverkauf angesammelten Samt- u. Seiden-Rest-Coupons, durchschnittlich 1.00 M., Wert teilweise das Dreifache. Muster franko. Seiden-Engros-Haus Hermann Herzog, Berlin, jetzt nur Loipziger- Straße 79, 1 Tr. Adresse genau beachten. Telegr.-Adr.; Seiden-Herzog im DönhofTplaiz. Hcbtung 1 ■ mua Umblatt und Einlage per Pfund 85 Pfg. Hamburger Rohtabak-Haus Filiale: Berlin N., Brunnenstr. 190. 295/20* 29 GardlncnhauS Bernhard Schimuch Wallstr. 29 Flnr-Eing. Weltbekannt! 110 FtWgkrstr. 110 Anerkannt billigster Verkauf von Herren- und Knaben- Garderobe. Anzöge u. Paletots von 11 Mark an. Borrätlg für jede Figur. MO FkipMerjlr. 110 Hof geradezu. Silli9flniib|iotitlltiilÄ? Lage, Ouadratrute 6 M. an. Schwan- häuser, Schlesischestr. 20. 2523b größter Versandt. Anfragen erbeten Fr. Beier stacht., Berlin S.O. 201, 295/16* Reichenbergerstr. 164. direkt aus der Fabrik. ------ Kein Ijaden.--- Nach beendeter Engros-Saison enorm Ulsters Havelocks Capes Jacketts Paletots Kostüm- Röcke Mädchen- Paletots Pelz-Stolas Robert Baumyarten Hausvoigtei- Platz II, 2. Etage (an der lerusalemerstraBe). Bei Vorzeigung d. Inserates an der Kasse werden 5 Proz. Rabatt vergütet. Aach Sonntags geiHTnet. Spezial- Pnizgeschäft en Natalie Wilk Berlin W.,*. 1140 Pappel- Allee 140 Eckhaus Schönhauser Allee. I Damen-, Kinder- u. Trauerhütc.| GroBe Auswahl. Billige Preise. J. Beer BartStP.2ß,PrinzCkA9|lee Herren- und Knaben- .Moden. Berufskleidung. fElegante Paletots und .Joppen. Großes Lager lin- und ausländischer Stoffe, zur Anfertigung nach MaB. Allerbilligste, streng feste Preise.* Koli-Tabak. Feinste Deli- Decke Kr. 5481 rötlich braune, reine Farben, gutes Vollblatt 8 | r A U pro P fluid I.DU m. verzollt. W. Hermann Müller, Berlin O., Magazinstraße 14. Heinrich Franck Berlin st., Brunnenstraße tC5. Yorstcnlandcn Decke mit grausciiwarz. Mexiko- Farben, l'l, Pfd. Deckkr.,«50 Pf E. Nauen, Roh-Tabak-Mg Templinerstr. 3, a. d, Schwedierstraße. Rohtabak. Meine seit 2 Jahren in Berlin be- stehende Filiale mußte jetzt zum zweiten Male vergrößern und verlegte mit dem 1. Oktober die Räume von Brunnen- straße 135 nach 45312* Veleranenstr. 24, Hof part. Als besonders preiswert empsehle: Sumatra, 2.U.3. Vollblattlänste, mittel- sarbig, hervorragend weißer Brand a tZ0 Ps. Sumatra, 2. Länge Slückblatt, hell u. mlttelsarbig, guter Brand«.Qualität n 169 Pf. lava. sehr blattreich, leicht Vorteil- haster Ausarbeiter.. a 90 Ps. Carmen, Ausarbeiter, leicht und zart stcher im Brand... a 99 Ps. Deminge, leicht, absolut sicher im Brand, alte trockene Ware a 89 Ps. Kredit nach Uebereinkunft. Carl 0. Sahntanu, Zentrale Bremen. Filiale Berlin, Veleranenstr. 24. I wecks Eröffnung sichksvollen eines ans- 2628b lvird ein Kompagnon mit einem Kapital von zirka 3990 M. gesucht. Alte gute Kundschast und GeschästS- keiiiikusse vorhanden; kein Risiko. '"-~ Exped. d. Bl. Offert, unt. X.» an d. �benäkurse füfHIeliti'Mpiltli.NMdittellbllii. Zeichnen und Algebra. Programm frei. 202/1* Tschnllmm Elektra, Neaiidersir. 4 Möbel-Magazin. Fr. Janitzkow, Polsterwaren. Kigene Tischlerei.[43132*] XW., Turuistr. 45. Eigene Werkstatt. I r WAMMAÜ Ajrari imd StOffö fein gestreift u. kariert Meter 1*30, 2*50, 3*50 Mk. 130 cm breite Kostümstoffe Meter 1.45, 1.so. 2.65 m*. Melierte Stoffe in englischem Geschmack Meter"i ,60, 2.10, 2.75 Mk. Einfarbige reinwoll. Satins b™,"ocmMe, er 1.45. 2 Mk. Einfarbige reinwoll. Cheviots.10. 1.40, 1.65 M« Clatte u. melierte Damentuche Meter 2.40, 2. 30. 4.25 Mk. Karierte Blusenstoffe 0�" bunten Meter 1.25, 1.75 � Rollens KlsiäsrZtokfs Laumwoll. Blusenstoffe Phantasie-Gewebe fein■ r e 1 /->« gestreift u. kariert Mtr. X.'tO u. X.UO 1.45 u 1. gewebte Muster Mtr. 45 s 55 Pf. Reinseidene Chinestoffe Einfarbige Louisines Gestreifte Blusenseide reine Seide, moderne Farben Meter i.95, 2-90 Meter i.35, i.95 Meter 1.45, 1.65 Mk. Mk. Mk. Schottische Seidenstoffe Farbige reinseidene Taffete Mtr. gute Qualität Mtr 1.95 u. 3 . 1.75 Mk Mk. Ein Posten: Damen-Kostüme o R r n langer anliegender Paletot u. Rock Damen-Paletots d Q7C melierte Stoffe, englieche Fafons I Vj./ O DamenlhCite Mk. Mk: Ein Posten: Reinseid. Hut- u. Krawatten- Bänder ca. 12 cm breit in vielen Farben Meter 68 Pf. T/s/Niiöau#8lattem r— I OCjUcSammet.mit�X Pose und StahlKnöpfen � Mk, Toque �rg�rSammet 1 Runder Filzhut —■■- j RO mltSammet. Seidenband, f*) '| Flügel- und StahlagraffeC3Mk- Phantasiefedern und Stahlagraffe Engl.Hut"''i"8,,lr5ckt köpf. Leder-„nd 4� 2� Stoffgarnitur Weicher Filzhut Neuheit„Qamln- j» form" m Sammet,»"N Flügel und Agraffe./ wl Mk. Lamg© Petestolas breite Form Imitiert Seal S.?"" 12.so>>k. l Imitiert Seal l O.so, 14«.! 4odeI-Sisam 23« Tibets:ä. 12.75, 20« I Imitiert Nerz 25.50« I Seal-Bieam 29« I liberty-abteilung' Alleinvertrieb aller Erzeugnisse von Liberty& Co. LM:, London Beronto. Redakteurs Paul Büttnrr. Berlind Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Perlin. Bruck u. Verlag: Vorwart» Puchdri'ckerei L�l�anstalt Paul Sinqer Sc Co., Berlw LW. Hr. 242. 22. Jahrgang. 2. Knlage des Jorrairfs" ßrrlincr WksM Sonntag. 15. Oktober 1905. Die Tätigkeit der sottaldemokratischen Fraktion in der Kerliner Stadtverordveten-Versammlung. (1. September 1901 bis 31. A u g u st 1905.) F. Einleitende Uebersicht. Im Jahre 1901 wurde zum erstenmal ein Bericht über die Tätigkeit der sozialdemokratischen Fraktion in der Berliner Stadt- verordneten-Versannnlung zusammengestellt; in einer Vorbemerkung hieß es, daß diesem ersten Rechenschaftsbericht alle zwei Jahre— also zur Zeit der Ergänzungswahlen— weitere folgen sollten. Unter dem Drang der Geschäfte ist dieses Versprechen im Wahl- jähre 1903 nicht eingehalten worden. Der diesjährige Bericht um- saht also eine vierjährige Periode. Wird auch ein zweijähriger Bericht nicht auf Vollständigkeit Anspruch erheben können, so muß sich gewiß der vorliegende auf Hervorhebung des Wichtigsten be- schränken. Schon das verwerfliche Dreiklassenwahlsystem an sich dient dazu, die Zahl der sozialdemokratische» Stadtverordneten auf eine Minorität zu beschränken— die neuen Wahllisten führen neben 336391 Wählern der dritten Abteilung 32 303 Wähler der zweiten und 1829 Wähler der ersten Abteilung auf. Da man mindestens 179 Mark 80 Pfennig jährlich an Steuern zahlen muß. um auch nur in die zweite Abteilung zu gelangen, so liegt es auf der Hand, daß zwei Drittel der Stadtverordneten aus kapitalistischen Kreisen hervorgehen müssen. Erschwerend für die Sozialdemokratie ist ferner die selbst im Sinn ihrer Urheber längst veraltete und jetzt geradezu verderbliche Bestimmung, daß die Hälfte der Stadt- verordneten jeder Klasse Hausbesitzer sein müssen; dieses Ge- lverbe— denn um ein solches handelt es sich heutzutage in der iiberwiegenden Mehrzahl der Fälle— ist in der Sozialdemokratie nur spärlich zu finden. Eine weitere Ungerechtigkeit besteht in der verschiedenen Größe der einzelnen Bezirke, von denen außerdem für die dritte Klasse 48, für die beiden ersten nur je 16 bestehen. So erklärt es sich, daß die Wähler erster und zweiter Klasse alle zwei Jahre wählen, während der Wähler dritter Klasse nur alle techs Jahre durch die Wahl sein Urteil über das Verhalten der Stadt- verordneten-Versammlung abgeben kann— von den 48 Bezirken dritter Abteilung wählen nämlich bei jeder Erneuerung nur 16. Daß die Zahl der Wähler bei der Einteiluitg der dritten Abteilung in 16 Be- irke zu groß werden würde, ist nicht zu befürchten, da z. B. der !6. Bezirk schon jetzt 18 694 Wähler zählt, während freilich in anderen, heut noch von Freisinnigen vertretenen Bezirken die Wählerzahl sehr viel geringer ist— im Bezirk 2 beträgt sie nur noch 3918 1 Ein Antrag auf• Neueinteilung der dritten Abteilung und zwar in nur 16 Bezirke ist von seiten unserer Fraktion gestellt und beschäftigt zurzeit noch einen Ausschuß. Trotz aller dieser Erschwernisse ist es der eisernen Energie der arbeitenden Bevölkerung Berlins gelungen, die Zahl ihrer Vertreter im Rathause ständig zu vermehren. Konnte der letzte Bericht fest- stellen, vaß in der Berichtsperiode die Fraktion von 15 auf 22 ge« stiegen sei, so hat sich durch die Wahlen von 1901 diese Zahl auf 23 und durch die Wahlen von 1903 auf 32 gehoben. Freilich ist einer der Gewahlten— der Genosse Ä e r f i n sBezirk 17)— nicht eingeführt, da die Majorität der Versammlung aus nichtigen Gründen die Gültigkeit des Mandats bestritt, während man bürgerlichen Ver- tretcrn gegenüber gern beide Augen zudrückt. Ja, im Falle Kerfin ging die Majorität so weit, daß sie, nachdem der Bezirks- ciustchuß auf Klage des Genossen Kerfin den Zurückweisungs- beschluß für nichtig erklärt hatte, dagegen beim Ober- vcrwaltungsgericht Berufung einlegte. Die Herren haben sich i freilich in der Wertschätzung des Oberverwaltungsgerichts nicht ge- täuscht. Diese höchste Instanz erklärte nämlich am 10. Oktober 1905 die Wahl für ungültig, da es nicht darauf ankomme, wen jemand wählen wolle, wenn er den Namen nicht richtig ausgesprochen � habe! Mit der wachsenden Zahl unserer Sitze ist auch die Arbeitslast gesttegen, denn die Tätigkeit der Fraktion und ihrer Glieder ist mit den Sitzungen nicht erschöpft. Wählen wir als Beispiel das letzte abgeschlossene Geschäftsjahr 1904. In ihm fanden 40 öffentliche Sitzungen der Vollversammlung statt, an welche sich in 26 Fällen nichtöffentliche Sitzungen anschlössen. Die am Donnerstag nachmittag um 6 Uhr beginnenden Sitzungen, die sich häufig bis in die Abendstunden hineinziehen, werden durch Fraktionssitzungen vorbereitet, die cm den Dienstagabenden stattfinden. In den Frakttonssitzungen wird zu den eingegangenen Vorlagen Stellung genommen, die Redner bestimmt, die Wahlen für die Kommissionen ec. vorbereitet und Bericht über die Vorgänge in den Kommissionen und Verwaltungen er- stattet; nur so ist es möglich ein einheitliches Arbeiten im Sinne unseres Programms durchzuführen. Erwähnt mag werden, daß wiederholt die Verlegung der Frakttonssitzungen auf einen anderen Abend erwogen wurde, weil der Dienstag in Berlin und Umgegend bekanntlich furParteiversanrmlungen bestimmt ist. Immer und immer wieder ergab sich die Unmöglich- kcit, wie denn auch sämtliche andere Fraktionen ihre Sitzungen am Dienstagabend abhalten. Von den Vollversammlungen wurden im Jahre 1904 zur Vor- beratung bestimmter Gegenstände 68 Ausschüsse von 10 resp. 16 Mitgliedern eingesetzt; in jedem Ausschuß ist unsere Fraktion durch 2 resp. 3 Mitglieder vertreten. Die Ausschüsse hielten 89 Sitzungen ab, die meist in die späten Nachmittagsstunden fallen. Außerdem wurden sechs sogenannte gemischte Deputationen eingesetzt, in denen die Stadtverordneten-Versammlung und der Magistrat durch stimmberechtigte Mitglieder verttetcn sind; in jeder dieser gemischten Deputationen ist unsere Fraktion vertreten ge- Wesen;' die Zahl der Sitzungen findet sich nicht in der Geschäfts- Übersicht. Biel zeitraubender noch ist die Tätigkeit in den verschiedenen ständigen Ausschüssen, Direktionen, Deputattoncn, Kuratorien zc., in denen die eigentlichen Vcrwaltungsgeschäfte teils vorbereitet, teils erledigt werden. Da sind zunächst die fünf stän- digen Ausschüsse der Versammlung selbst. In den Ausschüssen für die Wahl von unbesoldeten Gemeindebeamten, für Begutachtung der Vorlagen wegen Anstellung bezw. P e n s i o n i e- rung besoldeter Gemeindebeamter und Lehrer, für Petitionen, für R e ch n u n g S s a ch e n sind«vir'mit je drei Mitgliedern, im Ausschuß zur Vorprüftmg der Gültigkeit der Stadtverordneten- Wahlen mit zwei Mitgliedern ver- treten. Es folgt die lange Reihe der„vom Magistrat ressortterenden Deputationen und Kuratorien, lim nur die wichtigsten zu nennen: In der Armendirettion, der Arbeitshausverwaltung, der Waisen- hausverlvaltung, der Baudeputation, der Blindenpflege, in der De- putation zur Beschaffung der Brennmaterialien, für Fach- und Fort- bilduugsschulen, Siechenanstalten, Gaswerke, in der Gewerbedepu- tation, in der Grundcigentumsdeputation, in den Kuratorien der Handwerkerschulen und der BaugcwerkSschule, in der Heimstätten- Verwaltung, in den Deputationen für Jrrenpflege, für Kanali- sation und Rieselfelder, für Krankenanstalten und Gesund- heitspflege, in den Verwaltungen der Markthallen, der Parkanlagen, in der Steuerdeputatton, im Aufsichtsrat der Elektrischen Straßenbahn(d. h. der Verwaltung der von der Stadt übernommenen Straßenbahnen nach Treptow und Pankow-Nieder- Schönhausen), in der Deputation für Turn- und Badewesen, in der Verkehrsdeputation,.im Kuratorium für den Zentralviehhof und die Fleischschauämter, in der Kommission für Bibliotheken und Lese- hallen, in der Deputation für die städtischen Wasserwerke— in allen diesen Deputattonen usw. sind wir mit im ganzen 41 Sitzen ver- treten; in weiteren zwölf vielleicht weniger wichtigen haben wir noch 12 Sitze inne. In mehrere Kuratorien werden wir noch Ein- gang finden, wenn Stellen durch Ausscheiden anderer Mitglieder frei werden. Es wäre selbstmörderische Politik, wenn sich die Fraktion nicht bemühte, in allen Verwaltungen mit möglichst vielen Mit- gliedern tätta zu sein— wir empfinden es als einen schweren Nachteil, daß wir durch das ungesetzliche Ver- halten der Staatsbehörden, die sich ein Betätigungsrecht anmaßen, von der Teilnahme an der Schuldeputation ausgeschlosien sind. Auch in anderen nicht vom Magistrat, sondern von Staatsbehörden „ressortterenden" Verwaltungen sind wir vertreten, so in der Sanitätskommission, den Eriatzkommissionen, in den Einkommen- steuer-VeranlagungS- und Berufungskommissionen. Auch den hier- aus sich ergebenden, oft zeitraubenden Arbeiten dürfen wir die Mit- glieder unserer Fraktion nicht entziehen. Schließlich sei darauf hin- gewiesen, daß den einzelnen Stadtverordneten Stadtbezirke für Recherchen zc. überwiesen werden, sowie daß sie Hau?» kuratorstellen für städtische Gebäude und Stellen in den Kuratorien der einzelnen Fachschulen zc. übernehmen müssen. Daß unter diesen Umständen jede neue Kraft mit Freuden be« grüßt wird, ist selbswerständlich; die Fraktion hofft auch aus diesem Grunde, daß eine inöglichst große Zahl der Bezirke HI. Abteilung, in denen noch sogenannte Freisinnige sitzen und die jetzt zur Wahl schreiten, für die Sozialdemokratie gewonnen werden. )Zus cler fraiienbexvegiing. Im Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse hielt Montag, den 9. Oktober, Herr Dr. Lux einen sehr interessanten Vor- trag über„Chemie der Küche", an den sich eine lebhafte Diskussion schloß. Der nächste Vereinsabend findet Montag, den 23. Oktober, in den Anniuhallen, Kommandantenstr. 20, statt. Es wird kein Vortrag gehalten werden; der Abend soll vielmehr diesmal der geselligen Unterhaltung gewidmet sein. Lichtenberg. Der hiesige Frauen-Bildungsverein hält Montag. den 16. Ottober, 8>/z Uhr, im„Schwarzen Adler". Frankfurter Chaussee 6, seine Mitgliederversammlung ab. Vorttag des Herrn P. Gramm:„Instinkt oder Verstand?" Gäste willkommen. Der Vorstand. In Lichtenberg tagte am Dienstag im Saale des Restaurants Gebr. Arnhold eine sehr gut besuchte öffentliche Frauen ver- sammlung, an der auch Männer zahlreich teilnahmen, in der Genosse Max Grunwald über die F l e i s ch n o t sprach. Der Redner erörterte unter lebhaftem Beifall der Versammlung die Ur- fache der Fleischteuerung und Fleischnot, und behandelte besonders eingehend auch die voraussichtliche weitere Entwicklung der Fleisch- preise nach Inkrafttreten der neuen Handelsverträge. In einer kurzen Diskussion wurde eindringlich auf das Abonnement ocs „Vorwärts" und der„Gleichheit" hingewiesen und auf die Not- wendigkeit der Organisation der Frauen und Mädchen, mit welcher Aufforderung anch der Referent geschlossen hatte. Dann berichtete die Genossin Jung über die bevorstehende Branden bürge« Provinzialkonferenz; als Delegierte zu derselben wurde die Genossin Meißner- Pankow gewählt. Am Schluß der Ber sammlung ließen sich mehrere Frauen und Mädchen in den Bildungs- vcoei» aufnehmen. mit oeißmsl vnglisdisn Modebildern, circa 240 Abbildungen und 28 Seiten Inhalt ist erschienen und wird auf Wunsch kostenlos und portofrei zugesandt— Oer Inhalt des Kataloges betrifft unsere reichhaltige Auswahl in Herren- und Knaben-Kleidung für Herbst u, Winter, sämtliche Artikel in Herren-Wäsche, Automobil-Kleidung, Berufsartikel usw. usw. für Herren. UnObertroffsn reichhaltige Auswahl In vielen tausenden Exemplaren. Neueste Moden In Stoffen. Fassons und Abfütterungen. 65,- 60.- 55.- 50.- 46.- 40,- 36.- 33.- 30.- 27.- 24,- 21,- 18,- 15.- 12.- V M. 8 50 für Herren. Vielseitigste Auswahl für Alltag, Beruf und Festlichkeit. Neueste Geschmacksrichtungen. Moderne Verarbeitungen. Von einfachen bis zu den edelsten Erzeugnissen in vielen tausenden Exemplaren. 70.- 65.- 60.- 55.- 50.- 48.- 45.- 40.- 36.- 33.- 30.- 27.- 24,- 21.. 18,- 1 U M, 15 für Herren. Warme Lodenstoffe mit dicken, molligen Futterarten, Praktische Fassone. Doppelter breiter Brust- Ueberschlag. Schutz gegen Erkaltung. Riesfin-Läger. Riesen-Auswahl. 27.- 21,— 18.- 15.- 1350 12.— 10.- 6.- T M, Knaben-Mäntel QroMe Poeten, wegen Aufgebe der Serien oder Mingei bedeutend herabgesetzt« von � Mk. 1 Winter-Hosen für Herren. Guts Stoffe. Moderne Muster. Neuest.__ Schnitt 14- 12.- 101-8.-6..*8? M. 4 Knaben-Anzüge Grosse Posten, wegen Aufgab« der Serien � Mk. oder Mingei bedeutend herabgesetzt, von H*n Riesenhafte Auswahl prächtiger Stoff-Neuheiten für unsere vornehme wohlteile Mass-Anfertigung. Nur de» Jnlialt der Jiiierate überuiinnit die Reduktion de», ipnblikni» gegenüber keinerlei _ Ziclnnnuxrtnng. Hbcatcr. Sonntag, 15. Oktober. Freie Bolk>?bübne. Ztachm.S'i�Mr: 13. und ll.Abteilung im Metropol- Theater: Nummer Achtzig und Der Panzer. 8. und 9. Abteilung im Carl Weiß- Theater: Egmont. Neue freie Volksbühne. Nachm. Ä'/- Uhr: 7. Abteilung im Neuen Theater: Ein Sommcrnachts- traum. Nachm. 3 Uhr: 1. Abteilung im Schiller-Theater N.: Fuhrmann Henschel. Nachm. 3 Uhr: 4. Abteilung im Schiller-Thcater O.: Der Traum ein Leben. Ansang 7'/, Uhr: Opernhaus. Der Ring des Nibe- lungcn. Siegfried. Aus. 7 Uhr. Montag: Der Ring des Nibelungen. Götterdämmerung. Ansang ö'l, Uhr. Schauspielhaus. Der Schwur der Treue. Montag: Dieselbe Vorstellung. Neues Lperntheatcr. Othello, der Mohr von Venedig. Montag: Geschlossen. Neues. Ein Somnicrnachtstraum. Montag: Dieselbe Vorstellung. Westen. Der Opernball. Nachmittags 3 Uhr: Der Trau- badour. Montag: Der Opernball. Deutsches. Demnächst: DaSKäthchen von Hciwronn. ivirtropol. Aus— WS Metropol! Montag: Dieselbe Vorstellung. Walhalla. Eine tolle Nacht. Montag: Dieselbe Vorstellung. Ansang 8 Uhr- Schiller O. tWalluer«Theater.) Krieg in Frieden. Nachm. 3 Uhr: Der Traum ein Leben. Montag: Ein Wintermärchen. Schiller Hl. sFriedrich Wilhelm« städlilchcs Theater). FlachSmann als Erzieher. Nachmittags 3 Uhr: Fuhrmann Henschel.' Montag: Flachsmann als Erzieher. Lessing. Stein unter Steinen. Nachmittags 3 Uhr: Die Weber. Montag: Stein unter Steinen. Berliner. Andalosia. Nachmittags und Montag: Dieselbe Vorstellung. Zentral. Zur indischen Witwe. Nachnütt. 3 Uhr: Die Geisha. Montag: Zur indischen Witwe. Nachmittags 4'/, Uhr: Kindervor« stcllimg. Prinzesjchen Goldtraut. Residenz. Die OöHle des Löwen. Nachmittags 3 Uhr: Herkulespillen. Montag: Die Höhle des Löwen. Kteines. Hidalla. Nachmittags 3 Uhr: Die Lore. Der zerbrochene Krug. Montag: Nachtasyl. Trianon. Madame Torera. Nachmittags 3 Uhr: DaS Ende der Liebe. Montag: Madame Torera. Lustspielhaus. Herr HauShos. meister. Nachmittags 3 Uhr: DaS Lumpen« gesindel. Montag; Der Familientag. Thalia. Bis früh um Fünse I Nachmittags 3'/, Uhr: EharlcYS Tante. Montag: Bis srüh um sünse l Carl Weist. Der Weltumscgler ivider Willen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Luise». Kean. Nachmittags 3 Uhr: Wilhelm Tell. Montag: Das Erbe. Deutsch> Amerikanisches. Aber, Herr Herzog l Nachm. 3 Uhr: Ueber'n großen Teich. Montag: Wer, Herr Herzog I Kasino. Der Adelsnarr. Nachm. 4 Uhr: Ein Sohn deS Volkes. Montag: Der Adelsnarr. Apollo. EinWend in einem«nerika. nischeu Tingel-Tangel.— An, Hochzeitsabend.— Spezialitäten. Nachmittags 3 Uhr: Dieselbe Vor- stcllung. Montag: Dieselbe Vorstellung. Herrnfeld. Die Meyerhains. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wintergarten. Rosario Guerrero. Spezialitäten. Belle-Alliauce. Spezialitäten. Folies Caprices. Nach dem Zapfen- sireich. Soll und Haben.— Spezialitäten. Montag: Dieselbe Vorstellung. Meichshnllen. �tettincr Sänger. Passage. Robert Koppel. Marshall, der Mann mit den Hüten. Georg und Gusti Edler. Montag: Dieselbe Vorstellung. Urania. Tanvcnslrastr IH/iO. Abends 8 Uhr: Im Lande der Mitternachtssonne! Montag: Dieselbe Vorstellung. Hörsaal 8 Uhr: Dr. Donath: Der elektrische Spannungszustand. Jnvalidcnstraste 57/02. Sternwarte. Täglich geöffnet von 7 bis l l Uhr. Berliner Theater. Charlottenstr. 90/92. Nachm. 3 Uhr und abends 3 Uhr: Andalosia. Dramatisches Gedicht in 5 Akten von Florian Endli. Morgen u. solg. Tage: llmialools. Sonntag nachm. 3 Uhr: Andalosia. Heues Theater. Ansang 71/» Uhr. 8in Sctnmernaehtstraum. Morgen u. solgcnde Tage:' Ein Sommernachtstraum. Urania I, 8 Uhr: Im IM der Mitternaclitssomie. Montag 8 Uhr; Dieselbe Vorstellung. Hörsaal 8 Uhr; Dr. Donath; ,,Der elektrische Spannungszustand." Sternwarte Sd,62. ) CASTAN S ANOPTICUM. Friedrichstr. 165. Joels Traum. S! Pompeji!! Die Ehre des Taters! Restaurant: Dresdener Sänger. Schiller-Theater. deines Theater. Nachm. 3 Uhr: Tic Lore. Der zerbrochene Krug. Abends 8 Uhr: Hidalla. Montag: Naehlas�I. Dienstag; Hidalla. Theater des Westens. Station Zoolog. Garten. Kantstr. 12. Sonntag nachm. 3 Uhr, halbe Preise: Der Troubadour. WendS 7'/. Uhr: Der Opcrnball. Montag: Der Opernball. Dienstag: 5. Vorstellung im DicnS- tagS-Abonnemcnt: Die Zauber- flöte. Mittwoch: Der Tranbodonr. Donnerstag: Tie Zaubcrflötc. Freiiag: S. Vorstellung im Freitags- Aoonncm.: Der Beitelsindent. (.nsispEslhaiis. Nachm. 3 Uhr: Das Lumpengesindel. AbcndS 8 Uhr: Der Herr Httitshtifttteisttr. Trianon-Theater. Heule und folgende Tage: ATsäsme Torera (Madamo L'ordohnanoe). Schwank in 3 Akten v. JuIcS Chance!. Deutsch von Max Tchocnau. Ansang 8 Uhr. Sonntag nachm.: Das Ende der Elche. Luisen-Theater. Nachmittags: Wilhelm Tell. WendS: Kean. Montag: Das Erbe. Dienstag z. erstenmal: Pcch-Schulze. Mittwoch: Pech-Schulze. Donnerstag: DieKinder d.Exzellenz. Freitag: Othello._ Carl Weiß-Theaier. Gr. Franksurterstr. 132. Letzte Sonlitags-Aussuhrung: Der Weltumsegler wider Wen. Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Metropol-Theater Präzise Vo8 Uhr zum 37. Male: Große Jahresrevue mit Gesang u. Tanz in 9 Bildern v. Jul. Freund. Musik von Viktor Hollaender. Dirigent Kapellmeister Max Roth. In Szene gesetzt vom Direktor Richard Schnitz. Waiden a.D.xMiDGliflord a.D. Bender x Giampietro Joseplti x Massary x Frid-Frid Steidl x Lilly Walter. Rauchen in all. Räumen gestattet. _ Anfang'/a8 Uhr._ Walhalla Theater Weinbergsweg 19/20. Direktion: Richard Schnitz. Heute und folgende Tage: Eine tolle l�ackt. Vorher: Gr. Spozialiialen-Programm. Ans.';,8ll6i-. Rauchen überall gestattet. Passage-Theater. Ansang der Abcndvorstell. 8 Uhr. liolossnlvr Erfolg! Robert Koppel in seinem neuen Repertoire. Marshall der Mann mit den Hüten. GeDiM} u. Gusti Edler Throlcr. U erstklassige imnern. Schiller-Theater 0.(Wallner-Thcater). Sonntag, ii a ch in. 3 U b r: Der Truiun ein l eiden. Dramatisches Märchen in 4 Aufzügen von Franz Grillparzer. Sonntag, abends 8 Uhr: Rrlcg im Frieden. Lustspiel in 5 Akten von G. v. Moser und F. v. Schönthan. Montag, abends 8 Uhr: Ein Wlntcrmürchcn. Dienstag, abends 8 Uhr: Der G'wlssenswnrm. Schiller-Theater N.(Friedr.-Wllh. Th.) Sonntag, nachm. 3 Uhr: Fnhrmann Henschel. Schauspiel in 5 Akten von Gcrhart Hauptmann. S o ii ii i a g, abends 8 Uhr: ElaehKmnnn als Erzieher. Komödie in drei Auszügen von Otto Ernst. Montag, abends 8 Uhr: Elaehsnmnn als Erzieher. Dienstag, abends 8 Uhr: Flachsniann als Erzieher. [ f?eue freie Volksbühne I Souutng, den 22. Oktober, nachm. 3 Uhr im Tcutschcn Theater „Minna von Snrnhelm� Lustspiel in 5 Zilien von E. L c s s i n g. Frau.Agnes Sorina in der Titelrolle. Sonntag, den 29. Oktober, nachm. 3 Uhr im Deutsche» Theater �Kabale und Kiebe� Ein bürgerliches Trauerspiel in 5 Akten von Friedr. v. Schiller. Eintrittskarten sür Mitglieder a 1 M., für Gäste a 1,25 M. sind an allen Zahlstellen zu haben. Die sür heute Sonntag, den 15. Oktober, ausgegebenen Karten zu «Kabale und Liebe" werden an den Zabiftellen gegen solche zudem 22. oder 29. Oktober umgetauscht, aus Wunsch auch zurückgekauft. 150/17 Der Vorstand. I. A.: Heinrich Hol«. Zirkus Albert Schumann Heut« nachm. 3'/, Uhr u. abends 7'/, Uhr: Zgr.auBerordenD.llaiayorstelluiig. Nachm. auf allen Plätzen ohne Aus- nähme ein Kind frei. Jedes weitere Kind unter 10 Jahren halbe Preise außer Galerie, abds. jed. volle Preise. In beiden Vorstellungen nachmittags und abends: Die grösile N»vität! Der Tag des Znxlischen verb�. Das Leben und Treiben nach dem Original, aus das glänzendste in- szcniert vom Dir. Alb. Schumann. I. Akt: Im Nennstall deS Lord Wheaterdon. H. Akt; a) Der Favorit. b) DaS Rennen, e) Huldigung deS Siegers. Hl. Akt: Auf dem Heimweg. Ferner in beiden Vorstellungen: Das Neueste I Datiittt-Fttst-Ritttilitnupf. 12 Engländerinnen U.Amerikanerinnen Die phänomenalen John und Eonis Boller mit ihren noch nie gesehenen kr lindRdckwärts-Saltöwtaleii out dem Zweirad. Montag: Tovltilten».Ahend. Residenz-Theater. Direktion: Richard Hlcxandcr. Heute und folg ende Tage: Ansang 8 Uhr: Oie Höhle des Löwen. Schwank in 3 Akten v. M. Hcnnequin und P. Biihaud. Sonnlag nachm. 3 Uhr: Herkulespillen. Tolios Caprice. Budapester Possen-Theater -- 132 Llnienstr. 132== Ecke Friedriohstraße. Kach dem Zapfenstrelch. Vorher; Soll und Haben u. d. ausgezeichn. Spezialitätenteil. Kns8eneröffnuDg7trhr, Anlang 8Uhr. Drcödcnerftrafle 97. humoristische Spezialitäten * lu Bendix. Colosseum o D 116 ■Uittke Garisen. Ansang 8 Uhr. SonittagS 7 Uhr. LUp- Sonntag nachm. 3 Uhr bei TO Pf Entree auf jedem Plane. Verteilung von Gescheiikcii. Täglich im Konzerteaal 8 Uhr. Sonntags ab 3 Uhr 2 Kapellen. „Schrainmeln" Ungarn und Nahasänger. Ende des Konzerts 1 Uhr. Kasitio-Tkeatei' L o th ring erste. 37. Täglich 8 Uhr. Iltir tioilj imne Zeit! „der jldelsnarr." Sonnlagnachmittag 4 Uhr: „Ein Sohn des Volkes." O-' < »a Otto Pritzkows. Berliner 1 JKinzstr. 16. MiiwUcl-KUnztler. Skelett-Mensch der einzig cr.isticrende, ohne Kon turrenz, 22 Jahre alt. 55Psd.schwcr. Jocki Tocki, der englische Gummihautmensch. Entree«iO Pf.{ twwwwwwwwwwwtwwwwwww Nachm. 3Uhr! Bcdeut.ermäsjigtePreisel Zum vorletzten Male: Ein Abend in einem amerikanische» gy Tlngel-Tnngcl TXB und die Oktober-Speziaiitälcn. AbendS 8 Uhr: llntviderriiflich zum letzten Male! Ein Abend in einem amerikanische» ZW7" Tlneel-Tangel-MsZ und die Oktobcr-Spezialiiäten. Morgen, Montag, Ig. Oktober: k'caa I�aaa. Unter pcrsönl. Leitung von Paul Lincke. Heute die in London an 1000 Abenden mit großem Heiterkeitserfolge gegebene Pantomime Ein Abend in einem Amerikanischen Tingel-Tangei Original- Anfftthrnng außerdem Guerrero, spau. Tänzerin. Arial*, Reckkünstler. Amann, Mimiker. Harndlns, Wundersterne. Celle de Lossi, Drahtseüakt. Marrder, Goldamazone. In Japan, Ballett. Moore, Engl. Sängerin. Colllns und Hart, Exzentriks. Die mysteriösen Husaren. Illograph. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. W. Noacks Theater. Direktion: stell. Dill. Brunneiistr. 16. 5fr Kfitelstlidfut v. Derlin. Volköslück mit Ges. in 5 Akt. v. Bulle. Ans. 7 Uhr. Entree 30 Ps. bis 1 M. Nach der Vorstellung: Famillenball. Montag: Eva. Dienstag: Mnttersegen. Moritzplatz. Täglich in den unteren Sälen+ Gottschatk-Konzert. Sanssouci, ftottbiiffrftr. 4a Dir. W. Reimer. Sonnt., Moni., Donnerst.: Im glänzend rcnoo. und elektr. bclcucht. Etablisiem. HolTnianns hosddöut8Gbg Sanges und Tanzkränzchen. Sonnlag Beginn 5 Uhr, wochentags 3 Uhr. Dienstag und Mittwoch: •Theater-Abende. Gastsp. d. Loewe-Ensemble: Ihre Fnmilie. Anne Liefe. »»»»«ch««««««»»«««««« ELY3IUM. Kommandantenstr. 3-4. >p Vollständig neu renoviert, iv Auftreten v. 36 erstklassigen intern. Spezialitäten. Geöffnet von 10 Uhr(ruh bis 12 Uhr nachts. XI. Berliner Sais#n."""■ Zirkus Busch. 2 Große Gala-Vorstellungen 2 nachm. 4 Uhr u. abends T'/tUhr. Nachm. 4 Uhr ein Kind unter zehn Jahren frei, weitere Kinder unter zehn Jahren auf allen Sitzplätzen die Hälfte. In beid. Vorstellung. Die Helden vom Yaluu. Port Arthur in ihren milit. Infanterie-Exerzitien. .lapnnischc Infanterie. Ausgesuchte Repräsentanten der Armee des Mikade. 10 dresulerte Elefanten Vier biocars Atlctas. Auftreten der neuengagierten Künstler und Künstlerinnen. Die vorzüglichsten Clowns mit ihren neuesten Witzen und Spaßen und die vorzügl. Programm-Nummern. Abends 71/, Uhr; Znm X5. Male: Mexiko. Große Ausstattung*- Pantomime aus dem mexiKanischen Pflanzerleben. Deotseh-Amerikanisebss Theater. Sonn- 1- Jeden Abend 8 Uhr! abend Gastspiel Ad. Philipp so. ABER! Male;]Herr Herzog Sonntag nachmittag 3 Uhr: Halbe Preise! „Ueber-n großen Teich." Gebrüder Herrnfeld-Theater. Zum 175. Male: Sie Komödie in drei Allen mit den Autoren Anton und Denat Herrnfeld in den Hauptrollen. Anfang 8 Uhr. Vorverk. 11-2 Uhr. In Vorbereitung: Der Faiiilllentag. Eine Erbschastskoinödie von Anton und Sonnt Herrnfeld. Fröbels illerlei-Thealer Schönhauser Allee Nr. 148. Heute: Gr. Extravorwtellaag Theater und Spezialitäten. Neue hochkomische Spielsolge. 10 Attrakttonen ersten Ranges. N. d. Borstell.: Gr. Extra-Taaz. Anfang 6 Uhr. Eintritt 40 Pf. Morgen Montag: Gr. Vorstellung und Tanz._ Gustav Behrens Spezialitäten- Theater Frankfurter- Allee 85. Saisonschlager! Die ZWchtkrmlsteml als Sliiaaspielenn oder: Sknndal im Theater. Grotze Posie und zg Spezialitäten-Huniiim. Theater Variete. Anfang 8 Uhr. Hauptmann Marquis Itonye.! Szene vom Rriegssebauplatze. Liane Leischner. Rosa und Jchaiiu j The belle Asloria. OtJtOCISCHER Heute To II II tag Eintritt.... __ 50 PI. Kinder unter 10 Jahren die Hälste. Nachmittags ab 4 Uhr: Militär-Konzert Morgen u. folg. Tage ab 4 Uhr: Großes Konzert. Stadt-Theater Moabit Mt-Moabit 47/49. Gastspiel des Bernd. Rose-Theaters DerAlillionenbauer. Posse mit Ges. in 4 Akten v.Max Kretzer. Nach der Vorstellung Gr. Ball. Ansang der Vorstellung 6>/z Uhr. Kallcnerössnung 5 Uhr. Vorverkaus voiinittags von 10—1 Uhr. In Vorbereitung: Borlinor Kinder. Bernhard Rose-Theater Gesundbrunnen, Vadstrasze 58. Heute Sonntag, den 15. Oktober, nachm. 3 Uhr bei kleinen Preisen: Die Dlinde van Dans. Abends 7 Uhr: Die Toehter des Bemi Fahrieius. Vorverkauf von 10—1 Uhr an der Theaterkasse. Entrcc 40 Pf., numerierter Pl. 50 Ps. Parkett 75 Ps., Spcrrsttz 1 M. Montag: Berliner Kinder. 038 hS8tö unl! vosNöhm8!ö Rlogsainin Berlins.| Sonntass 2 Vorstellungen. Haclim. 3 Uhr: Halbe Preise!! DB?- Jeder Besucher DV ein Kind frei! Palast-Theater Gurgslr. 24, 2Min. V.BH. Börse. Anfang Va8 Uhr. Entrcc 50 Pf. DassensationelleOktoherprograffiffl La bella Roma mit ihren PiccaminicS. Gerra compaguie Berlins beste Illusion. Im Kater Schwank. Debüt der Broth. Birton, mod. Gladiatoren. Nachm. 3 Uhr: köwe-GastspIoI. Der Huttenbesitzer. Schauspiel in 4 Akten von G. Ohnct. Familienkarten haben Gültigkeit. Sohweizer-Rarten. Am Königstar. Am Friedrichshain. Jeden Zanntag: Tu D K I 1 bei großem Orchester. VF. lISGG Herr Th. Deichert. Ans. 4 Uhr\ Wer diese Anzeige vorlegt, EnoellUhr/ zahlt 20 Pt.wenlgerEintr. DM- An Wochentagen ist der Saal zu Pnvatscstlichkcilcn an Vereine zu vergeben. Sliggsnhagsn "sMoritzpiatz). = i( Heute Sonntag (Kaiser- Saal): Fritz 3 Entree 50 PI. Anf. 7 Ehr. Nachher: Tanzkrüuzchen. � Chaussee- Arnold Scholz Nachf- StraOe 103. Karl Richter. Jeden Sonntag und Dittsvoch: ÄXeffaniilieii-lfräiizehen ""Von?N"ab?°' Großer Ball. ®eÄn: Militär-Konzert d. Gardc-Füsilicr-Knpclle. Vorzugs- karleu u. Passepartouts Mittwochs und Donnerstags gültig. 46792» I. Wahlkreis. Heute, Sonntag, den 15, Oktober 1905, in Dräsels Festsälen, Neue Friedrichsfr. 35: = HERBST» FEST= des sozialdemokratischen Wahlvereins. Qroltes Konzert. Qesang. Rezitation. Festrede �Genossen111 vr. Karl Liebknecht. Kach dem Daran teilnehmende Herren Konzert: = zahlen 50 Pf. nach.= Eröffnung 6 Uhr. X Entree 30 Pf. X Anfang 7 Uhr. Programme an der Kontrolle gratis Billetts sind bei den bekannten Parteigenossen zu haben. Zahlreichen Besuch erwartet Das Komitee. Verband der Tapezierer. Filiale Berlin. Sonnabend, den 21. Oktober, im Gcwcrkschaftshanse, Engel-Nfer 1o: Ä. Stifitung's-Fest. Großes Konzert und Ball. Gesangsvortrüge— Reigenfahreii, ausgesührt von Mitgliedern des Berliner Arbcitcr-Radsahrer-Vereins. 133/4 Ansang Präzise 9 Uhr. Entrce 50 Ps. Um recht rege Beteiligung ersucht TaS Vergnugungskomitee. l Achtung! Achtung! 4. Walilkrels(0§>teit). Am Sonntag, den 15. Olitober, in Louis Kellers Festsälen, Koppenstraße Kr. 39: Stittunxskest äes fo�ialclemokratifcken Makwereins. IS1 Grosses Konzert, M ausgeführt vom Kcnen, Boeliner Konr.ert-Orcliestei"(Dirigent: Herr R. Tieta.) Austreten von Mitgliedern des Turnvereins„Flelite" und der Lolkssänger-Gcsellschast bite�vlenlc?. Im oberen Saale von 6 Uhr anTatlZ._ Nach dem Konzert im großen Saale: Wl� Ball. Herren, die daran teilnehmen, zahlen 50 Pfennig nach. Eröffnung 4, Uhr._ Ansang 5 Uhr. � Billetts HS Pfennig, an der Kasse 30 Pfennig. W Abt. 8. Mitglied des Arbeiter-Kadfahrer-Bundes„Solidarität1. Sonnabend, den 21. Oktober 1905, Un„Moabitcr Gcscllschaftshausc", Wiclesstraßc Nr. 24, großer Saal! T-FEST bestehend in Ball und Reigenfahren. Billett 20 Ps. inkl. Tanz. Arbeitslose haben freien Zutritt. Zahlreichen Besuch erwartet 27/5_|Das Komitee. Louis Kellers FestsälT" Koppenftraße 29 Sonntag, den LS. Oktober, mittags 1%(Ihr präz.: Novitäten-Konzert = itflaiinee veranstaltet vom Dm Dirigentenverband Berlin« und ngegend. Mitwirkende Gesangvereine(M. d. A.-S.-B.): St. Drban, Finde 1, Bleibt» en, Dirigent: 0. Appell, Bclodla 1854, Fcrche, OlUck zn! Dirig.; H. Schulken, Freie SHnger- bfeiHensee, Dir.: E. Rietsch, Sikngcr- kranz, Dirigent: R. Stitz, Frohsinn, Fiedertafel, Fledcsfrcundschaft, Tonblüte. IVacht aufl, Dir.: E. Pähl, Dnverzngt, Vorwürts IX, Dirigent: E. Himml. Solisten: Frl. Margarete Henning(Sopran), Herr Ludw. Wagner (Violine), Hr. Franz Hollfelder(OoUo), Hr. Georg Märdel(Klav.). Eintritt 40 Pf., im Vorverkauf 30 Pf. 2479b Zahlreichen Besuch erwartet [262;5] Da« Komitee. mmi Breuers Testsäle Ach»««-! Gr. Frankfurterstr. 117„Zur Königsbank" Gr.Frankfurterstr.117 -- Inhaber: Cnrt Brener.... Empfehle den geehrten Vereinen, Gewerkschaften und Klubs meine Gesamträume zur Abhaltung von Vcraaniinliingcn und Fc«tUchhcltcn jeder Art zu den kulantesten Bedingungen. 44341.» Jeden Sonntag: Großer Ball. Avis! Anfang 4 Dhr. AVIS! 1A>M Entrce frei. vom«. Oktober; jeden Freitag: Große liumorlstisehe Soiree „Harburger Sänger" der hier so beliebten■ � � Direktion Friok-Krause. Anfang 8'/, Dhr. Um recht zahlreichen Besuch bittet Nach der Soiree: Gemlitl. Tanzkränzchen. Curt Bveacr, Gastwirt. a Sportpark Steglitz. Sonntag, den 15. Oktober, nachm. 3 Uhr; Großer Preis von Berlin. Preise 8600 M. Internationale« Dauerrennen über IOO Kilometer mit Botortührnng. Röhl, Dickentmann, Demcke, Huber, Guignard. 45/9 I Friedrichsberg. Fernsprecher Nr. 8. Jeden Rsill unter Leitung des Herrn! Sonntag: � 1«UCJ. JFrtFF 0. Börger. Jeden Mittwoch: Große Soiree Nach der Borstellung: Familien» Knän�vbsn. Bons haben Gültigkeit. 'Oeb»-, Arnliold. 4682L* 43, Binden- | Strasse 43. Wo tanzen wir Sonntag? Linden-Garten, Nieder-Schönhausen_____ 1 Dresdner Casino. S Fcrnspr.: IV, 8666. Dresdncr-Str. 96. Fernspr.: IV, 8666. • Ten geehrten Vereinen, Gcwerfschastcn zc. stelle ich meine bis g 800 Personen fassenden Tale zu Festlichkeiten, Kommersen und *. HersammBungen e zu den kulantesten Bedingungen zur Verfügung.— Totensonntag, • Bußtag, sowie Tonnabendc noch frei. S Groker Ball."*'5� J 4621ß* Adolf Mnxfcldt. Bekautttmachung! Die gesamten Warenbestände nebst den lombardierten Waren aus der Hci'mann Sclicndclfchcn = Konkursmasse= 38 Oranienstraße 38, bestehend aus Herren- und Knabe»-Garderoben im Betrage von zirka 100 000 Mark kommen werktäglich von 9—1 und 3—8 Uhr zu Taxpreisen zum Verkauf. Die Verwaltung. K � Sophien-Säle Festsäle des Berliner Handwerker-VereinsN�� Berlin-Zentrum, Sophienstraße 17/18\ Vier Säle boebeiegante, der Neuzeit entsprechend erbaut, zwei Hochzeit«- Stile, mehrere große sowie kleinere Vereinszimmer. Fünf Kegelbahnen Näheres durch den Oekonom MAX HÖPFNBR, Pankow, Breitestr. 21a. nach Verbandsvorschrift, ab November 1905, auch Sonntags, unter den kulantesten Bedingungen zu vergeben. 41771,* I Oraumaniiis Festsäle Bühne! Naunynstr. 27» 3 Kegelbahnen! Tonntag. der 12. November er., und Dienstag vor Bufttag ist frei geworden._ 46452* 44. 44ranmann. Andreas-Festsäle, Inhaber: Fritz Walter. Andreasstraßc 31. Allen Vereinen, Gewerkschaften und Klubs die ergebene Mitteilung, daß ich ielbige Iälc am 1. Oktober übernommen habe, stelle sie mithin zur Stbhaltung von Festlichkeiten und Versammlungen unter günstigen Bedingungen zur Verfügung. Um regen Zuspruch bittet Fritz'Walter. | Aehtimgt Gewerkschaften und Vereine. Achtung! pracht-Sale des Oftetis. Anfa'Ä� Empfehle den geehrten Vereinen und Gescllschastc» meine neu- erbauten Prachl-Sälc, 100, 500, 1000, 1500 Personen sassend, mit allem Komfort der Neuzeit ausgestattet, wie elektrisches Licht, Zentralheizung, zu allen Festlichkeiten. Vereinszimmer und Kegelbahnen sind noch einige Tage zu vergeben. Auch sind noch Sonnabende im Dezember cr. und Januar. Februar und März 1906 frei. Bestellungen zur Abhaltung von Festlichkeiten usw. werden seht schon entgegengenommen beim Bescher 46272* O. Cranz, Nicderbarnimstr. 1. »••••••••••••••—•»••••«•••••••••••eaaa •••••••••••••»•••« | Berliner Ressource!: Komniandantenstraße 57. Hierdurch den geehrten Vereinen, Gewerkschaften-c. zur Kenntnis. nähme, daß ich obige« Etablissement übernommen habe. Die Räume sind gründlich renoviert und mit elektrischem Licht versehen. Die Theaterbühue. mit dreisachcm Licht(rot, grün, weih) ist für Anffnhrunge» besonders empjehlcnSwert. 44231,» Gleichzeitig stehen meine Säle zu Versammlungen zur Vcrsügung. Achtungsvoll A. Freyer. erliner||lk-Trio. Felix Scheuer u Stnlnndentr. I. FtrlaeM« Richter, Soeben erschien; 3les Cnusend Die Harnleiden ihre Selahren, Verhütung und Beseitigung von Dr. med. Schaper, Preis 1 Hark. Emil Donath fö- Ewald, s8cÄi®eT empfiehlt sein grösteres Vereinszimmer, 150 Personen fassend, den Vereinen und Gewerkschaften. 2575b* _ gy Gänzlich renoviert"®fli_ Wi credit J4LLE" JMbel Spezialität, Solide, bfirgcrl. Einrichtnneen von 2,0-3500 Mark Bar oder Teilzahlung Berlin NO., Gr. Franklurler Sir. 45/46. Arnold Scholz. IV" Anfang 5 Ilhr.__ ÄOimtng, den 15. Oktober 1905; I Großes Vokal- und Instrumental- Konzert j unter gütiger Mitwirkung des 8e1läjer'8e1len Kkzsng- unä lusibereins der! „Slfer". Dirigent: Chormeister Otto SchBfer i sowie HorstsQuarteltsänger und Possenensemble. I Nach der Vorstellung: Vi'oßesFMilieh-fsii�i'Ziüedeß! Entree 50 Ps., Vorverkauf 40 Ps. Von 12—2 Uhr: Gr. MitkagStisch, st UM- 4 Gänge 1 M. i In den Hinteren Sälen v.4Uhr abz\ Großer Jeden Mittwoch: Bernhard Itosc-Tbcatcr! mit daraus. 4rtrB folgendem paid Schwarz Lichteuberg.\ 3eden Sonntag: Gr. Ball. Anfang 5 Uhr. Alhambra Walliter-THeaterstratze 15.* Großer Ball Jeden Sonntag: GroffeS Orchester. Ansang Sonntags 5 Uhr. A. Ziamcitat. Zum Schultheiß Gek.; Max Schnelle €retvcrk«ehaft«-Ifan8. Die alte Drogerie Willy Kottke Gegründet 1883 früher Reichenbergerstraste 164, Kottbnser Damm 103, befindet sich jetzt 46722' Baiiiii«eliulcnn cg, BaumschulenstraBe 70. Uithelm Misch Täglich: Gr. Frühstücks-, Mittag?- u. Atiendlisch zu kleinen Preisen. Heute Sonntag: Gr. Mittagstiseli, Gedeck M. 0,18 . u. n. d. Karte.- Mocturtlo-Suppc Bouillon m. Einlage Steinbutto m. Holl. Sauce Kalbsfricassö m. Butter-Nudeln Spinat m. Ei Pfefterlmge m. Cotelette Schwätzer Sahnenbraten � Sauerbraten Gespickt. Kalbsfricandeau Aprikosen— Apfelmus— Sellerie. Kegelbahn noch an einigen Tagen frei. Der große Saal ist noch an einigen Sonnabenden zu vergeben. G uf e Kley er Dresdener- Straße 128/29. Kaffee IOh.IS, Bier, hellu dunk., ,0Ps. ca. 50 Zeitungen; 2 Billards Sid. 40., Zahlr, teile der Freien Volksbühne.* Armin- Hallen. KoinniandantcnstraBe SO. Telephon: Amt I, 8985. Kestsälo, groste u. kleine, noch bis März 1906 isonnabciide u. Sonn- tage frei. 46622* Zeile Same spart SeM! An�rci&l. Nach beendeter Engros-Saison Sakkos, Havelocks, ['Abendmäntel, Capes, Kindermäntel. Astrachan X X Breitschwanz Karnkui XX X Sealplüsch Extra-Weiten für starke Damen. (kein Laden), 1 Treppe, am Alex- andorpl. Enorme Auswahl. Engros-Lager. Achten Sic genau auf! Hau«nnniiner. AJANDORF&O SPITTELMARKT 16/17 Ecke Leipziger Strasse BELLE ALLIANCE-STR. 1|2 Am BlUcherplatz GROSSE FRANKFURTER STR. 113 Ecke Andreas-Strasse Kennen Sie unser Rabattsystem} Strümpfe Damen-Strümpfe 42. 7 Orr. Damen-Strümpfe r�Twonr�11 fe 85) 1.15 Damen-Strümpfe 85 Pf. Herren-Socken meliert pa« 28) 42) 60pf. Woilwaren Strickwolle 1.95, 2.40, 2.90 Castor-Zephyr-Wolle ,n veÄ 3.15 Montag Dienstag Mittwoch T ricot-Damen-Röcke 2.65 Ziiaven-Jäckchen far Damen 95, 1.45, 2.15 Herren- Westen«»strickt 2.56, 3.50, 4.50 Taillen-Tücher 1.05, 2.55, 3.45 Wollene Kopftücher einfarbig 43, 75. 98pf. Kinder-Capotten ll�önen 85. 1.25, 1.65 Barchend-Beinkleider Da�ren 98, 1.35, 1.95 Barchend-Röcke t°r v-men 93, 1.35, 1.95 Damen-Unterjacken 48, 68pf. Damen-Unterjacken 98pf. Damen-Untertaillen gefüttert 75 pf. soweit der Vorrat reicht. Handschuhe Damen-Handschuhe �mÄ' paar 33?,. Damen-Handschuhe?rÄÄeod-8ChTaaS 48p,. Damen-Handschuhe paar 58?,. Damen-Handschuhe � 63?,. Damen-Handschuhe schottisch, gestrickt pasr 95p,. Fausthandschuhe für Kinder von 20pt»"• Glace-Handschuhe Damen-Glace-Handschuhe farbig mit Dmotknapfe Paar 1.35, 1.65, 1.90, 2.25, 2.50, 2.90 Damen-Glacö-Handschuhe weiss mit vmckkuöpke paar 1.25, 1.60, 2.00, 2.50, 2.90 Damen-Glac�-HandschuheLÄn�paar 2.00 Damen-GIace-HandschuhevWn.'8 paar 1.75 Damen-G!ac6-Handschuhe weiss(Mousquetaire) 6 Knöpfe 8 Knöpfe 12 Knöpfe 16 Knöpfe 2.90 3.25 3.90 4.75 Damen-Glace-Handschuhe„Ävt Paar 1.25 Herren-Glace-Handschuhe gÄrt Paar 1.25 Krimmer-Handschuhe[1»?� lc" c r)n pa« 95,1-25 BRUNNEN-STR. 19|21 Ecke Veteranen-Strasse Unsere photograph. Ateliers sind geöffnet von morgens 8 Uhr bis abends 9 Uhr. T rikotagen Herren-Hemden NormaifaCon 85p,., 1.00,1.15 Herren-Hemden yonnalfay)tt 1.50,1.70,1.90 Herren-Hosen NormaifaCon 1.30, 1.50, 1.70 Herren-Hosen NormaifaCon 2.00, 2.25, 2.50 €in Posten]ftessaline-$an9„Reine Seiäe" in modernen changeant Farben ca. 11 cm breit Meter 45. Soeben erschienen! Goldeise's Traum farbig illustriert von Hermann Roth, München Nur bei uns zu haben! Weihnächte- Märchen für die K'nderwelt Pf. 20 Seal-Kanin-Stola ca. 125 cm 2.95 Seal-Kanin-Stola 4.95 mit4Pchwcifenca.!60cra C OK und hübscher Posamente Ras6-Kanin-Stola Seal-Kani n-Stola 7.75 Pelzwaren Schwarz-Kanin-Stola mit 4 Schweifen ca. ISO 200 cm 3.75 6.50 Seal-Kan in-Sto I a 7 5 Nerz-Murmel-Stola u Rn mit Posamenten garniert'T'.OVy RftO I-Kfl n in-ftf olfl Schweifen, ca. Oüdl-r\cirml-OlUlcl gfOemlang, Kragen- 10 OK breite ca. 25 cm, mit eleganten Posamenten'O.• w Ganz besonders billig! Gesellschafis-Spiele 18, 38, 48, 90 pf. von Weggendorfer und Anderen. ca. 150 cra 210 cm Kid-Kreuz-Stola.s, 5.95 10.50 Thibetin-Stola"'"".'.'Är"" 7.85 Thibet-Stola ä''w"r™]6.50 Mouff lon-Stola T«'Ä 14.50 Herren- und Knaben-Confection Herren-Winter-Paletots'""SISSK""' 19.75, 26.50, 31.75, 36.50 Herren-Jackett-Anzüge mod. Fantasicstoife 16.80, 22.35, 27.50, 35.00 Herren-Winter-Joppen �Äertoffa 6.25. 7.95, 9.25, 12.50, 13.75 Herren-Beinkleider moderne haltbare Stoffe 5.60, 6.90, 7.50, 9.75 Knaben-PyjakS dnnkelbl. Winter-Cheviot, gefüttert Alter 3 4 5 8 7 8 Jahre 4M 5.40 5.906740 6.90 7.40 Knaben-Paletots gn�«itaus�Äel; Alter 3 4 6 6 7 8 Jahre 3.90 4.40 4.90 5.40 5.90 6.40 Rh icon. An7l"inA �anz gefüttert, blau Cheviot, hoch DlUoCll rAllÄUyö geschlossen, m. gefütt. Beinkleidern Alter 8 Jahre 6.80 7.30 7.80 8.30 8.80 9.30 Knaben-Joppen Alter 8/8 7/8 dunkel melierte Winter- Lodenstoffe mit Futter 9/10 10/12 13/14 Jahre 2.95 3.25 3.50 3 85 4.10 Sercnito. SUMUmt P.ul SiWM.«Knn. Für bei 2nl-rat-nteg veraÄW.: TS. OK-rr, Aerlm. K.ruSll.Ncrlag!Boil?i!rt» Büchdruck«« u. K-rlagsanltait.Pmrl Sing» a So., Berlio s�. gr. 242. 22. 3. Keiliße des Jerniärts" fittlintt lolMIott. SoMag. 15. Oktober MS. Huo der Partei. Mit OrganisationSfragen beschäftigte sich am Freitagabend eine kombinierte Mitgliederversammlung der drei sozialdcmo'rati- schon Vereine von Haniburg. Seit 18ö1 beschickt Hamburg die all- jährlich stattfindenden Provinzial-Parteitage für Schleswig.Hol- stein und das Fürstentum Lübeck durch mehrere Delegierte, und die gefaßten Beschlüsse wurden stets als auch für Hamburg bindend an- erkannt, das stets in weitestgehendem Matze agitatorische Kräfte und materielle Mittel der Provinz zur Verfügung gestellt hat. Auf dem vorjährigen Provinzial-Partcitag in Ncumünstcr wurde unter Mitwirkung der Hanwurger Delegierten ein Organisationsstatut gc schaffen, das die genannten Landesteile und Hamburg fester zu sammenschlietzt und die im Agitationsgebiet vorhandenen sozial- demokratischen Vereine verpflichtet, aus ihren Mitgliederbeiträgen, linier Zugrundelegung eines Beitrages von 30 Pf. monatlich, 20 Pf. an die Agitationskommisfion in Ncumünstcr abzuführen. Gleich- zeitig wurde beschlossen, einen Parteisekretär für das Agitations- gebiet anzustellen, der in der Person des Genossen Saalfeld-Ham- bürg gefunden wurde. Gegen die festere Angliederung an die Provinz wurde im vorigen Herbst in einer kombinierten, Versamm- lung der Hamburger Vereine Sturm gelaufen, doch wurde mit großer Mehrheit der Beschlutz gcfatzt, nicht aus dem neuen Organi- sationsvrrhältnis auszutreten. In Anpassung cm das auf dem Jenaer Parteitag beschlossene Organisationsstatut für die Gesamt- Partei hat die Agitatiouskonnnission für Schleswig-Holsiem, Fürstentum Eutin und Freie Stadt Hamburg den Entwurf eines Organi- sationsstatuts veröffentlicht, über den auf dem am Sonntag und Montag stattfindenden Elmshorner Parteitag beraten, werden soll. Dieser Entwurf gab den Hamburger Vertrauenspersonen Anlatz, sich mit der Frage zu beschäftigen, ob es unter den gegebenen Ver Hältnissen nicht zweckmätzigcr wäre, wenn Hamburg aus dem Agita tionsgebiet austräte. Ein diesbezüglicher Antrag lag der gestrigen Versammlung zur Entscheidung vor. Die Befürworter des An- träges, die Genossen Schaumburg, Lorenz und Stötten meinten, der Staat Hamburg mit seinen besonderen Landes- und Kommunal- gesehen, mit seinem Vereinsgesetz, das auch den Frauen die Zugehörigkeit zu � den politischen Vereinen gestatte, passe nicht in den geplanten festeren Rahmen der Provinzorganisation hinein. Ham- bürg werde nach wie vor das freundnachbarliche Verhältnis mit der Provinz aufrecht erhalten, wolle sich aber nicht von den kleinen Provinzorten, wie Stötten ausführte, majorisieren lassen. Die Gegner der„Los von der Provinz-Bewegung", die Genossen Könen, v. Elm, Grosse und Frau Zietz erklärten, von einem Unbehagen der Hamburger Genossen über das bestehende und noch fester zu knüpfende Verhältnis mit den„Provinzialen" nicht das geringste Ivahrgenommen zu haben, und warnten eindringlichst vor der Trennung, weil die drei finanziell besser fundierten schleswig- holsteinschen Wahlkreise(der 6.. 7. und 3.) nicht die genügenden Mittel für die übrigen sieben Kreise aufzubringen vermöchten. M i t 211 gegen 200 Stimmen wurde der Antrag der Vertrauensleute angenommen. Dmiach scheidet Harn- bürg aus dem erwähnten Agitationsgebiet aus, tvas für die Pro- vinz eine Mindereinnahme von mindestens jährlich 10 000 M. be- deutet, die nun, falls die„reichen" Hamburger sich der„armen" Provinzialen nicht mehr erbarmen sollten, auf anderem Wege be- schafft werden müssen, wenn die Agitation in der bisherigen Rührigkeit loeiter betrieben werden soll. Zur Kommunalwahltaktik der Mannheimer Sozialdemokratie wird uns von dort geschrieben: Die Einwendungen des„Vorwärts" gegen den Wahlaufruf zur Wahl der Mittelbe st euer- t e n unseres Stadtverordneten-Kollegiums verlieren sofort den grötzten Teil ihrer Berechtigung, wenn man die folgende t a t s ä ch- l i ch e S i t u a t i o n berücksichtigt: Die Sozialdemokratie hatte sich ihre Vertretung auf dem Rathaus bereits acht Tage zuvor gesichert bei der Wahl von 82 Vertretern der N i e d e r st b e st e u e r t e n. die sämtlich uns zufielen. Damit gehörte uns bereits ein volles Drittel des 06 Mitglieder umfassenden Kollegiums. In der zweiten Wählerklaffe(Mittelbesteuerte), für die nur Bürger mit mindestens 31 M. Gemeindesteuer in Betracht kommen, war für uns von jeher nichts zu holen, wir konnten dieses Jahr unter den etwa 3700 Wahlberechtigten(die dritte Klasse umfahte deren 17 000) höchstens einige 3— 100 zu de» unseligen rechnen. Es erhob sich für uns also die Frage, welche Haltung wir bei diesen Wahlen einnehmen bezw. wie wir uns zu den beiden in Frage kommenden bürgerlichen Parteien, dem sogenannten l i b e r a l e n Block(Nationalliberale, Freisinnige, Demokraten) und dem Zentrum stellen sollten. Das Zentrum hatte bisher, obwohl doppelt so stark als Freisinn und Demokraten zusammengenommen, nicht einmal halb so viel Vertreter wie diese auf dem Rathaus und sollte jetzt durch den„liberalen" Block bis auf zwei ganze Männlein völlig von dort verdrängt werden. Der Block wollte wieder eine unbeschränkte Partei- Herrschaft etablieren, die umso gefährlicher werden kann, da sich unter seinen Vertretern eine ganze Reihe von Scharf. machern befinden, deren arbeiterfeindliche Machinationen erst vor einigen Wochen durch die in unserer„Volksstimme" erfolgte Ver- ökfentlichung eines„geheimen" ZirkularL, betr. die Gründung eines Abwehrverems gegen die„Begehrlichkeit" der Jnllllstrie-Arbeiter, offengelegt worden sind, ganz abgesehen davon, datz die Serren bereits im Frühjahr dieses Jahres anläßlich der Beratung des städtischen Voranschlages unverhüllt scharfmacherische Tendenzen kundgegeben hatten. Den Sieg dieser Parteigruppe zu verhindern, war des. Aufgabe, und wenn wir dabei gleichzeitig betonten, halb unsere erste datz uns das Gefühl für p o l i t i s ch e G e r e ch t i g k e i t"bestimmte, dem Versuch einer totalen Vergewaltigung des Zentrums uns zu widersetzen, so handelten wir— ganz abgesehen davon, datz die Sache der Arbeiterschaft davon einen Vorteil hatte— nur nach den Grundsätzen, die uns bestimmen, bei allen politischen und kommu- nalen Wahlen dem Prinzip der Verhältnisvertretung zuzustimmen. Das Zentrum stellte, um wenigstens etwas für sich zu retten, nun einen Zettel auf, der unter 18 zu Wählenden fünf Sozialdemokraten enthielt, und für diese Liste einzutreten empfahl daS sozialdemokratische Wahlkomitee den Parteigenossen. Wir hatten dabei also nur zu gewinnen, da früher in der zweiten Klaffe noch niemals Sozialdemokraten gewählt worden waren. Wenn es dabei in dem vom„Vorwärts" abgedruckten Auf- ruf hieß, wir unterstützen den vom Zentrum herausgegebenen Zettel„ohne jeden irgendwie gearteten Gegen- dienst", so war dies also nicht so zu verstehen, als ob wir bei dieser Wahl nichts für uns herausschlagen konnten, jene Bemer- kimg bezog sich vielmehr lediglich auf die nächste Woche stattfindende Landtagswahl und hatte den Zweck, den Verdacht zu ver- meiden, als trieben wir eine Taktik des Do ut des und hätten mit dem Zentrum für die Wahlen zum Landtag irgend einen„Kuh- Handel" eingegangen. Für den Eingeweihten am Ort war dies natürlich ohne weiteres verständlich, dem Fernstehenden mochte dieser Zusammenhang der Dinge wohl entgehen. Datz wir bei den Wahlen zum Mannheimer Stadtverordneten- Kollegium den Charakter unserer Partei als einen solchen des Klassenkampfes aufs eindringlickffte betont und eine ganze An- zahl streng grundsätzlicher Forderungen aufgestellt haben, dafür spricht das von uns zur Wahl der Mindestbesteuerten herausgegebene kommunale Arbeitsprogramm, in dem wir in manchen Forderungen erheblich weiter gingen als unsere Gesinnungsgenossen in den meisten anderen Städten des Reiches. Das Geschimpfe der Bürgerlichen über die„Maßlosigkeit" der so- zialiftrschen Postulate bestätigt dies, und es ist interessant, den Sin- Wendungen des„Vorwärts" gegenüber zu konstatieren, datz man unserer Taktik bei der Wahl der Mittelbesteuerten, die dort als „höchst bedenkliche Gefühlspolitik" bezeichnet wird, in der bürgerlichen Presse den Vorwurf macht, sie bezwecke, das Rathaus völlig der Sozialdemokratie auszuliefern und die so- zialistische Arbeiterschaft dort zur alleinigen Herrscherin zu machen. Der Ausfall der Wahl zur 2. Klasse(1800 Block-, 600 Zentrums- zettel) hat gezeigt, datz wir mit einer eigenen Liste dort nicht die geringste Aussicht hatten. Was wir aber erreichten, das ist, das Zentrum zur Ueberzeugung zu bringen, datz nicht im mittleren Bürgertum, sondern in den A r b e i t e r k r e i s e n das Großteil seiner Anhänger steckt, und datz ferner aller Welt wieder einmal die skandalöse Ungerechtigkeit unserer kommunalen Klassenwahl-Gesetzg'ebung ad oculos demonstriert wurde, die es der großen Masse der Minder- und Nichtbesitzenden völlig unmöglich macht, über das ihr von vornherein zugestandene Drittel hinaus ihre Vertretung in den größeren Kommunen zu er- weitern und darin zu irgendwelcher entscheidenden Bedeutung zu ge- langen. Und mit diesem Erfolg können wir sehr wohl zufrieden sein. Anmerkung der Redaktion: Diese Darstellung, die dankenswerte Auskunft über die Beweggründe unserer Mannheimer Genossen gibt, könnte den irrigen Anschein erwecken, als ob wir gc/gen die Unterstützung des Zentrums an sich irgendwelche Einwendungen erhoben hätten. Da? haben wir aber keineswegs getan. Wir haben lediglich die befremdende Be- gründung der Unterstützung des Zentrums einer Kritik unter zogen. Wie aus den obigen Darlegungen deutlich hervorgeht, hatten unsere Mannheimer Genossen in der Tat triftige Gründe, für die Zentrumslisten einzutreten, nämlich erstens den, die unbeschränkte Herrschaft des scharfmacherischen liberalen Blocks zu brechen, und zweitens den, in der zweiten Klasse möglicherweise 5 Genossen durchzudringen. Aber gerade diese Tatsachen, die das Vorliegen proletarischer Interessen beweisen, lassen die F a s s u n g des Wahlaufrufes umso unverständlicher erscheinen. Hätte der Aufruf, wenn auch nur in gedrängter Form, die nunmehr dar- gelegten Gründe enthalten, so hätte für uns keinerlei Ursache vor- gelegen, Einwendungen gegen ihn zu erheben. Die Fassung jedoch, die man dem Wahlaufruf gegeben, war nur zu geeignet, Mitzver- ständniffe hervorzurufen, nicht nur innerhalb der Parteipresse, son- der» zweifellos auch in den Reihen derjenigen, an die sich der Auf- ruf direkt richtete._ „Der lettische Arbeiter". Unter diesem Titel wird seit vorigem Monat von der lettischen sozialdemokratischen Arbeiterpartei eine Monatsschrift in deutscher Sprache herausgegeben, die vornehm- lich die deutschen und deutschsprechenden Genossen über die revolu- tionäre Bewegung in Rußland aufklären und fortlaufend unter- richten soll. Wir haben es hier also mit einem Untenrehmen zu tun, das im besonderen der tatkräftigen Unterstützung der deutschen Genossen sicher sein darf; sie erhalten hier eine völlig zuverlässige und originale Quelle über die Vorgänge in Rußland und besonders in den uns so eng benachbarten russischen Ostseeprovinzen. Die monatliche Nummer des„Lettisch» Arbeiter" kostet überdies nur 10 Pf., ihre regelmäßige Zusendung erfolgt durch die Expedition: Albert Berner, Bern(Schweiz), Scheibenweg Nr. 33. Wir machen im besonderen unsere Organisationen auf diese, so nützliche und so billige Zeitschrist aufmerksam und empfehlen ihnen sehr, sie in mehreren Exemplaren ständig für ihre Mitglieder zu beziehen. Friedrich Harm in Elberfeld ist gestorben. Es ist einer der ältesten Vorkämpfer des Proletariats ins Grab gesunken. Was wir mit Harm verloren habe», vermögen nur die- jenigen zu beurteilen, die die Geschichte der Parteibewegung genau kennen. Harm war am 25. August 1844 in Leezen im Kreise Sege- berg in Holstein geboren. Er erlernte das Weberhandwerk und ging dann in die Fremde. Schon Mitte der sechziger Jahre schloß er sich dem Allgemeinen deutschen Arbeiterverein an. Bald gehörte er zu denen, die an Abenden und Sonntagen in Versammlungen sprachen, um neue Anhänger für die Gnmdsätze des Sozialismus zu werben. Ende der Sechziger kam er nach dem Wuppertal, wo er dann bald Bevollmächtigter der dortigen Mitgliedschaft des Allgemeinen deutschen Arbeiterverein? wurde. Seit jener Zeit stand Harm in den vordersten Reihen der Kämpfer. Er wirkte als Agitator und Organisator. Er war der Leiter der Wahlkämpfe in den siebziger Jahren. Für kurze Zeit kehrte er 1874 m seine Heimat zurück und agitierte nim in Holstein. Durch Matz- regelungen, von denen auch seine Angehörigen, seine Eltern und Geschwister getroffen wurden, war er gezwungen, seine Heimat wieder zu verlassen. Er ging wieder nach Elberfeld, wo er bald wieder an leitender Stelle stand. Das Sozialistengesetz schreckte ihn nicht ab, auf seinem Posten auszuharren, obwohl er sich in- zwischen verheiratet hatte und seine Familie von Jahr zu Jahr zahlreicher wurde. Der treue und muttge Kampfer wurde 1884 als Kandidat für die Reichstagswahl aufgestellt und wurde mich gewählt. Vierzehn Jahre hat er das Wuppertal im Reichstage vertreten. Während dieser Zeit war Harm inimer dort zu wessen, wo das Parteileben pulsierte. 1837 auf dem Kongreß in St. Gallen, 1880 auf dem ersten internationalen Kongretz in Paris, bei dem großen Elberfelder Sozialisten- Prozeß aus der Anklagebank usw. So lange es ge- fährlich war, stand Hann in den vordersten Reihen. Da- neben hatte er fast ununterbrochen mit Nahrungssorgen zu kämpfen. In seiner Eigenschaft als Reichstagsabgeoidneter regte er an, den zu Hebungen einberufenen Landwehrleuten und Reservisten Entschädigung zu zahlen und hatte den Erfolg, daß diese Anregung Gesetz wurde. 1803 bat er seine Genossen, ihn von der Tätigkeit im Reichstage zu entbinden. Als Agitator blieb er, was er gewesen tvar, eifrig und uneigennützig. So wirkte er bis 1003. Nun setzte ein schweres Nieren- und Herzleiden seiner Tätigkeit ein Ziel. Obwohl er schon schwer krank war, wollte er bis zur Wahl aushalten. Seine Freunde mußten ihn zwingen, doch einige Tage zu Hause zu bleiben. Die Krankheit machte aber so rasche Fortschritte, daß er ins Krankenhaus gebracht werden mußte. Am Wahltage ließ er sich zum Wahllokal transportieren, um noch seine Stimme abzugeben. Seit der Zeit hat der Mann, der sonst ein Bild strotzender Gesundheit war, fast mnmterbrochen mit dem Tode gerungen. Alle Mittel, die auch angewandt wurden, brachten nur für ganz kurze Zeit etwas Linderung. Jetzt hat ihn der Tod erlöst. Trotz seines Leidens hatte er auch ftendige Augenblicke. Als die Resultate der letzten Wahlen bekannt wurden, hatte er die Genugtuung, daß die Saat an vielenOrten, wo er zuerst als Agitator gewesen war, gut aufgegangen und. Früchte getragen hat. Alle Leiden, unter denen die ersten Vorkämpfer litten, hat er frohen Muts ertragen. In dem Bewußtsein, daß der Sozialismus siegen werde, hat er vier Jahrzehnte gestritten und ge- litten. Der kühne Streiter ist ins Grab gesunken. Für das Pro- letariat ist er ein Führer und ein Vorbild gewesen. Wenn die besten Namen der Kämpfer für unsere Sache genannt werden, dann wird man auch Harm nennen. Eue Industrie und Kandel. Die Lage des rheinisch- westfälische» KohlenmarfteS hat während der letzten Zeit von Woche zu Woche aünsttger gestakst Der Kohlenabsatz des Kohlenshndikats bezifferte sich im September auf 6 140 848 gegen 4 607 475 Tonnen des Vorjahres' er hat also um 443 373 Tonnen zugenommen, und seit Beginn Ottober hat die Nachfrage eine weitere Steigerung erfahren. Der Kohlen-, KokS- und Brikettversand im Oktober ist so stark, daß die Eisenbahn« Verwaltung lange nicht imstande ist, die erforderten Wagen bereit- zustellen. Vom 2. bis 8. Oktober wurden im Ruhrrevier 188324 Wagen gefordert, aber nur 125 770 gestellt. Vom 2. bis S. nahm der Wagenmangel von Tag zu Tag zu. Die Zahl der angeforderten und fehlenden Wagen betrug nämlich an den einzelnen Tagen: geforderte fehlende Wagen 2. Ottover;:;; 18 238 bu 3...... 19350 719 4.„.... 19 858 1 462 5.„.... 19172 2015 6.„.... 20670 2 827 7...... 20 649 3 364 Erst am 9. ging die Zahl der fehlenden Wagen wieder zurück. Noch erheblicher ist der Wagenmangel in Oberfchlefien, wo weit über 10 Proz. der geforderten Wagen nicht gestellt werden konnten. Im Hinblick auf den außergewöhnlich starken Herbswerkehr soll noch in diesem Jahre eine außerordentliche Nachbestellung von Güter- wagen für mehrere Millionen Mark veranlaßt werden. RoheisenpreiSerhöhungen. Wie der„Kölnischen Zeitung� auS Händlerkreisen mitgeteilt wird, wurden heute die neuen Roheisen- preise durch das Syndikat herausgegeben. Danach ergeben sich für fämattt- und Gießereiroheisen Nr. 1 gegen die bisherigen Preise rhöhungen um je 5 M. für die Tonne. Der Preis für Gießerei- roheisen Nr. 3 wurde um 3 M. für die Tonne in die Höhe gesetzt. Als Ursache dieser Preiserhöhungen wird im wesentlichen die außer- ordentliche Steigerung der ErzPreise angegeben. Die Fusionsmniiie gewinnt unter den Terraingesellfchasten an Ausdehnung. Auch die Aktien-Baugesellschast Ostend will sich mit der Terraingesellschast Stahnsdorf G. m. b. H. vereinigen und beruft deshalb zum 4. November eine außerordentliche General- Versammlung ein. Ms Grund gibt sie an:„Da die Grundstücke beider Gesellschaften aneinander mit Fronten am Teltow-Kanal und am Zentral-Friedhof„Süd-West" angrenzen, erscheint eS, wie die Verwaltung der Aktien-Baugesellschast Ostend erklärt, zweckmäßig, einen einheitlichen Bebauungsplan für beide Gesellschaften festzu- stellen und im Anschluß an diesen die Erschlietzung des Areals nun- mehr herbeizuführen. Der Anssichtsrat der Aktten-Bangesellschast Ostend hat daher mit der Terraingesellschast Stahnsdorf&. m. b. H. einen diesbezüglichen JllationSvertrag abgeschlossen, für welchen er die Genehmigung der Generalversammlung der AttionSre nachsucht." Denkschrift über Kartelle. Unsere Meldung, datz die Regierung ein Kartellgesetz plant und zu diesem Zweck zunächst eine Denkschrift über die Entwicklung des Kartellwesens ausarbeiten läßt, findet durch die„Berk Korrespondenz" ihre Bestättgung. Sie schreibt: „Bekanntlich hat der Reichstag in seiner letzten Sitzungsperiode einem von den Abgeordneten Dr. Spahn, Gröber und Dr. Schädler gestellten Antrage zugestimmt, wonach der Reichskanzler ersucht wurde, dem Reichstag eine Denkschrift über die für die Produktion, den Preis und den Vertrieb von Waren gebildeten Kartelle. Syndikate und Interessengemeinschaften vorzulegen, welcher die Vertragsbesttmmungen der Gesellschaften angefügt seien. Dteser Anregung entsprechend ist zunächst eine Umftage bei den Bundes- regierungen über die in Deutschland bestehenden Verbände gehalten und das hierdurch gewonnene Material durch Schriftwechsel mit den einzelnen Vereinigungen und sonsttaen Interessenten ergänzt worden. Dem Vernehmen nach soll auf Grund dieser Vorarbeiten dem Reichstage tunlichst schon bei seinem Zusammentreten der erste Teil der Denkschrift mitgeteilt werden, in dem eine stattstisch« Ueber- ficht über den Umfang der Verbandsbildung innerhalb deS Reichsgebiets gegeben wird und die Verttäge der Verbände soweit möglich abgedruckt sind. Die mündlichen Enqueteverhandlungen sollen auf die in der Tapetenindnstrie bestehenden Vereinigungen ausgedehnt werden, über welche ani 30. November d. I. eine Besprechung stattfinden wird. Ferner ist eine Erörterung der durch die Tättgkeit der Spiritus- zentrale geschaffenen Verhaltnisse für Anfang des nächsten Jahres in Aussicht genommen." Amerikanische Gründungen. Mit der Besserung des Eisen« und Stahlmarktes in der nordamerikanischen Union hat sich auch daS Gründungsfieber wieder eingestellt. Da die meisten amerikanischen Akttenunternehmungen in den östlichen Staaten, besonder» in New Jersey, New York, Delaware und Conneetteut errichtet werden, so ilden die Ziffern für die auS diesen Staaten gemeldeten Gründungen einen zuverlässigen Beleg für die Wahrnehmung, daß die Zahl der Gesellschaften wieder in der Zunahme begriffen ist. Als Beweis führt die„Köln. Ztg." die folgenden Ziffern für die Kapitalisierung der während der ersten neun Monate des laufenden Jahre« in den Vereinigten Staaten ins Leben getretenen Attienunternehmen an: Januar. Februar. März.. April.. Mai.. Juni.. Juli.. August.. September 1905 116 250 000 98 600 000 192 645000 180111111 249 250 000 232 150 000 61 315 000 86 125 000 167 400 000 1904 59 508 000 53 750000 83 050 000 74 700 000 132 000 000 102 950 000 61 374 000 32 960 000 66 250 000 1903 177 990 000 Doll. 175 975 000. 144 975 000, 243 200 000„ 307 666 000_ 135 698 000 0 106100000„ 77 950 000, 79 250 000. Insgesamt. 1383 846111 666 442000 1 448 804 000 Doll. Gegen das Vorjahr haben sich demnach die Akttenkapitalien der neu ins Leben getretenen Gesellschaften mehr alS verdoppelt, während allerdings die Ziffer des Jahres 1903 noch nicht Joanz erreicht worden ist. Nicht uninteressant ist auch, daß der Monat Mai in allen drei Jahren die Höchstziffer aufzuweisen bat. In diesem Monat ist also wohl unter dem Eindruck des lebhafteren Frühjahrs- geschäfts auch die GrllndnngStätigkeit am stärksten gewesen. ZvltternngsaberNcht vom 14. Oktober 1996, morgen» 6 Uhr. Stationen Swinemdr Hnnibnrg Berti» L S Z§ h c o 760© 755©' ertin' 764 WNW irnnfs.a.ffll. 762 W liiliirtjen|763® Wien 1759»Di© Weiler ZSchnee Zwolkenl 4: wollig Zwolkenl i bedeckt 5 Ziegen vi« s» Z- Stationen Ss Ii ms Saparanda eierSburg Seilly Aberdeen Paris 736 741 II »I OSO SSO 770 RR© 762©S© 766 N Weiter 4 Regen 3 bedeckt bbedeckt 2wolklg 2beiter v»« cS. 8 5 11 3 3 ivetter-Prognole für Tonutag,»eil 15. Oktober 1905. Zeitweise heiter irischen nordwesiii' Wassersl Dresden— Sirailjifurt-f Breslau Obe bei Fr -I- 2,42 Hl«- veränderlich mit Niederschlägen und erliner Wetterbureau. ttober. GIbe bei Aussig 0,77 Meier, bei Magdeburg-s- 2,40 Meier.— U» ftr u t bei — O d e r bei Ratibor 4- 1,57 Meter, bei Meter, bei Breslau lliiterpegel— 1,30 Meter, Melerv— Weichsel bei Brahemünde r th e bei Posen+ 0,44 Meter.— Netze bei Dienstag, 1?. Oktober, abends 87-- Uhr: General-Versaulnog Der WKNi! Kerlins. T ages-Ordnung: 209/12« 8 IM 1. Kreis: ArminhaUen. kl>ni»ioni»i»!cnstr«ße Ll). 2. L i 5. 6. Hofjägrr Kalast. Hasenheidc 52/53. (Südost) i Grauinaun,{lauminftr. 27. (Ost): Königsbank. Gr. FrMsnrterjir. 117. (2. Pimkt: Antrag des Vorstandes und der Bezirksführer auf Besoldung des Kassierers und Wahl desselben.) Altes Schützenhans. Knienstrnße 5. Germania-Säle. Chxnjscestrliße 103. WW Mitgliedsbuch legitimiert.'MD Zahlreichen Besuch erwarten_ Die Borstünde. tt n n tf tt 6. Wahlkreis. Sonutag, den 15. Oktober, abend« 6 Uhr. w Kolberger Salon, Kolbergerstr. Oeffentllche Uersammiung tue Wänner und Frauen. Tagesordnung: 1. Sorhag bcä Kcbattcurä(Senoffcn Paal John üfier: Erklärung der Religion zur Privatsache. 2. Diskussion. 2ö0/5« Nach der Versammlung: Gemütliches Beisammensein mit Tanz, wmmm Zu recht zahlreichem Besuche ladet ein Der Vorstand. SoÄaläemokratilcher AaHIverein Bezirk Lichtenberg. DienStag, den 17. Oktober, abends 8V3 Uhr, in Gebr. Arnholds Schwarzem Adler, Frankfurter Chaussee 5: Mitglieder-Uer sammln»g. 14/10 Tages-Ordnung: 1. Bericht vom Parteitag. Referent Genosse Taub mann. 2. Bericht von der Kreiskonferenz. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt.— Zahlreichen Besuch erwartet Bee Torstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 3. Berliner Seiehstags-Wahlhreis. Dienstag, den 17. Oktober, abends 8'/, Uhr: General» Versammlung im GcwerkschaftShausc, Engcl-Ufcr 15(Großer Saal). 241/4« Tages-Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Sloltoang lisino:»Der Strafprozest im bureaukratischen Staat". 2. Diskussion. Z. Bor- schlüge event. Anfstellung von Kandidaten für den 18. und Ii». Komupinal-Wahlbezirk. 4. Bericht und Abrechnung vom dritten Quartal, o. Antrag auf Ausschlusi, wegen Strcikbruch. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert."WS Mitglieder werden in der Versammlung, aus dem Zahlabend und in folgenden Zahlstellen ausgenommen: Gottfried Schulz, Admiraistr. 40a.| 0. Blume, Alte Jakobstr. 119. Wllh. Börner, Ritterstr. 15. Franz Krllger, Naunynstr. 54. Emil GStte, Brandenburgstr. 18. I • ES ist Pflicht jedes Mitgliedes, in der Versammlung anwesend zu sein. Der Torstand. Freie Kranken- u.Krgräbuis- der Schuhmacher ehötieberg. SoMldciWkroWcr Wohimki». Dienstag, den 17. Oktober, abends 8'/» Uhr, im Ob st'schcn Saale, Meiningerstr. o: WT Vepssmmlung.-WZ Tages-Ordnung: 1. Bortrag dcS Stadtverordneten Ilermnnn Gehnhert- Berlin: „Unsere kommunalen Nordcrnngen". 2. Diskussion. 3. Ausstellung der Kandidaten zur bevorstehenden Sladtverordnctciiwahl. Zu einem recht zahlreichen und pünktlichen Erscheinen ladet ein 15,(7 Ber Torstand. Tcrwaltungsstellc Berlin. Haupt-Bureau: Engel-User 15, Zimmer 1—5. Fernsprecher: Amt IV, 9679. _ Arbeitsnachweis: Zimmer 34. Amt IV, 3353. Montag, den 16. Oktober, abendö 8'/, Nhr. im großen Saale von Thiel, Skixdorf. Bcrgftr. iöS: ZsÄrKs- Versammlung für fiixäors. Sritt. Ireploiv. 7empMof. Närienüorf unü Alarienfellle. Tages-Ordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. VerbaiidSangclegenHcitcn nnd Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet 152/19 Ble Ortsverwaltnnif. ihl- ir Bureau: Waßmaimstr. 32a, Hof Part. Geössnct von 10—1 u. 5—8. -- Sonntags geschlossen.- Sonntatr, den 15. Oktober er., abends O Uhr, In den IndnstricstUcn, Bcnth-Strnßc SO: Kombinierte Versammlung. Tages-Ordnung: Wozu leben wlr? Rescrent: Schriftsteller Ad. Stern. Nach der Verlammlimg: 110/4 Qemütliciies Leisummenseiii iincl Tanz. Die OrtSverwaltullg. Montag, den 16. Oktober, abendS 8'/- Uhr, in Granmanns Fcstsälen, Naunynstr. 2'- mr General-Versaniiiilung.'w Tages»ivrdnu n ß S 1. Abrechnung vom StistungSsest. und Wre' L. Bekanntgabe der neuausgenommene» Mis� 8. Bericht von der Konferenz des Vorstände� und der Vertreter der auswärtigen MitgU 4. Bereinsangelegenqcitcii. j gGP Mitgliedsbuch legitimiert, 142/7_ m mf g vom HI. Quartal. ifonSkommission rftand. Beriifsgcnossc» Berlins (E. H. Sir. 27.) Montag, den 16. Oktober, abends 8 Uhr, bei Fcnerstcln, Alte Jakobstr. 75: General-Versammlung. TageS-Ordnung: 1. Kassenbericht vom in. Quartal. 2. Innere Kasscnangelegenhciten. 22176« Der Borstand. Kranken-IlnterMiings- u. Kegräbnisverein geiverbl. Arbeiter zn Kerliu. Gegründet 1868. Sonnabend, d. LI. Oktober, abends 8'/, Uhr: lZellösg!- VMWsiiiW im Bresdener Garten, Drcsdcnerstr. 45. Tages-Ordnung: 1. Vortrag deSHrn. Gr. med. Steinleid. 2. Kassenbericht pro 3. Quartal 1905. 3. Antrag Liedkc. 4. Verschiedenes. 37/8 WT" Gäste haben Zutritt.-WQ Fr. Freudenreich, Vorsitzender, 8. 59, Wißmannslr. 11, III._ »UNVERGLEICHLICKt füllkräftig und haltbar sind] CiüSTAYliUSTlG' echt chinesischü UAH DARIH-I MONOPOLDAUNEN »csetzl. geschB.t tdi P'd.Ft. 2.85. Daunen, wie alle inländiichen aaranlin»e». 3-» Sid.zn großem Oberbelt auireiiiiend. Viele An- erkennnngen. Verpackg. umsonst. lgerland nur allein»on der ersten vettscdernsabr>lm.elritr.vtlr>eb. iBUSTAV LUST18. BERUH S. PRINZEN STR.�fi. Klixdorf. Sozialdemokrat. Wahl verein. Dienstag, den 17. Oktober, abends 8 Uhr, in ftfritz Hoppes �estsälen (früher Viktoria-Säle), Hcrmannstr. 49: General-Bersantmlung. Tages-Ordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Bericht des Vorstaudes, Kassierers, Bibliothekars und der Lokal- Kommission. 3. Neuwahl des gesamten Vorstandes. 4. Bericht von der brandenburgischen Provinzial-Konscrcnz 5. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. SV Der Eintritt erfolgt nur nach Vorzeigung dcS Mitgliedsbuches."WS Sonnabend, den St. Oktober, im großen Saal der„Neuen Welt", Hasenheide: �HERBST.FEST� ntttmtrbptlhe* Berliner Sinfonie- Orchester(Dir. M. Fischer). Rezitation: Herr Edgar * Licho und Herr Alexander TyrkowSki.— Gesang: Rixd-rfer Mänuerchor. Nach dem Konzert: Beim Konzert Rauchen verboten. StT' Anfang pünktlich 8'/z Uhr. Programme mit Liedertext gratis. BULL. 235/17 Musik von 2 Kapellen. Kinder unter 12 Jahren keinen Eintritt. Entrce inkl. Danz 56 Pf.-m« Kasse findet nicht statt. Ber Torstand. Stukkateure. Montag» den 1k. Oktober 1905, abends pünktlich 8>/z Uhr, bei Franke, Sebastiansttaße 39: WT- General-Versammlung.-WU Tages-Ordnung: 1. Zlbrechnung vom 3. Quartal 1905. 2. Antrag des Vorstandes, aus Anlaß der Aussperrung in der Elcktro-Jndustrie-inen erhöhten Wochenbciwag zu zahlen und zwar für Bau-Stuklateure 1,20 M., für Werkstatt- kollegen 1 M. 3. Fortsetzung der ArbeitSnachwcis-Debatte. 4. Verschiedenes. Eintritt nur gegen Vorzeigen des Mitgliedsbuches. Zahlreiche Teilnahme erwartet Ble Ortsvcrwaltiuic. ES sei weiter daraus hingewiesen, daß laut Tarifverttag vom 15. Oktober bis 15. November aus Bauten nur eine achtstündige Arbeitszeit eintritt. Ansang 71/, Uhr, Ende 41/, Uhr. Frühstück und Mittag je eine halbe Stunde._ 181/10_ B. O. Achtung! Achtung! Zentralverband t» Töpfer. Am heutigen 15. Oktober treten die Beschlüsse die Fensterfrage betreffend in Kraft. Wir machen die Kollegen auf die in der heutigen Nummer des „Vorwärts" unter Gewerkschaftliches enthaltene Notiz aufmerksam und erwarten, datz unsere Kollegen ihr Verhalten dementsprechend einrichten, um eine ruhige Ab- Wickelung der Geschäfte zu ermöglichen. 196/19_ Per Torstand._ Zentraiverband der Steinarbeiter. Berlin I. Sonntag, den 15. Oktober, vormittags 10 Uhr. tut Englischen Garten, Alexanderstraste 27c: Mitglieder- Versammlung. TageS-Ordnung: 1. Ausnahme neuer Mitglieder. 2. Abrechnung vom 3. Quartal. 3. Unser Fachorgan. 4. Ausstellung der Delegiertenliste für die Allgemeine Orts- Krankenlassc. 5. Verschiedenes. 189/10« Zahlreiches und pünktliches Erscheinen ist Pflicht. Ble Grtsvervvaltnng/. Kleber! Mittwoch. den 18. Oktober, abendS 8 Uhr, bei �ngnstln, Oranicnftraste 103: Versammlung. TageS-Ordnung:.„ 1. Vortrag des Genossen Kiesel über:„Kapitalismus und Armut". 2. Bericht über die Verbandlungen mit den Liiiolcumlcgern. 3. Vereins- angclcgenheitcn. 4. Verschiedenes.„.. Die Kollegen werden ersucht, für die Versammlung die größte Agitatlon zu entfalten. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. 193/3 Tic Berbandöleitung. Deutscher Holzarbeiter-Verband. Zahlstelle Berlin. Montag, den 16. Oktober, abeiids 8'/, Uhr: Vssrurrsniinntiiiig m bfMorßfljnibfi! Wegiertenivlihl der Ortg-RrlUlkkiikassk drr Tischier lind PianoforttlUktittr. Für den Bczirt des Kassierers Kost llinkS der Spree 80., 8. u. 8 IV.) im„Märkischen Hof". Admiralstr. 18. Für den Bezirk des Kassierers Scvnlzo lrechls der Spree 0., X0., u. ItVV.) in de»„Andreas-Fcstsälcn", Andreasstr. 21. TageS-Ordnung: 1. Die Ausstellung der Kandidatenliste. 2. Verschiedenes. Die Kandidaten haben sich über ihre Zugehörigkeit zur Organisation auszuweisen. Mitgliedsbuch legitimiert. 94/10« Ble Ortsvcrnaltnng. Achtung! Mittwoch, den 18. d. M., abends 8'/, Uhr, im Englischen Garten: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: t. Vicrleljahrsabrcchiiuiig. 2. Bericht dcS Statistikers. 3. Gewcrk- schastiiches. ES ist Pflicht eines jeden Mitgliedes, die Berlammlungen regelmäßig zu besuchen. lM/ll.I.Ter Borstand. .los. Qremmer's Wwe. Landshut, Bayern. Erste nud älteste Brasiltabakfabrik Braailochnupftatalc per Pfd. Mk. 170, Mk. 1.60 und Mk 130. Von 6 Pfd. an franco. Staniol-Packeto zum 10 Pfg.- und 5 Pfg-Verkaut 6fl3F" Beste und vortheiihafteste Bezugsquelle."SM Möbel- und Polsterwaren Th. Knorp,®®»'1®1�;10 «iröstte Zliiswahl i» kompletten Wohnniigöeinrichtiingen von 356 Mark aufwärts, bnnte Küchen schon von 56 Mark an. /JS� Besichtigung ohne Kautzwang erholen. TB® 43332« Arbeiter* Bildunos- Schule. Znr BeaeWung für die Berliner ArdellmeW! Mlroir-sammct.. 7.85 13.75 M. Blusen, 1.2S 1.75 2.25 3.05» hlauskleiderstoffe Äki»°?«la.den im engl. ... iUr. doppeltbreit Mtr. Hauskleiderstoffe Ämba=f Hauskleiderstoffe Halbt,,cl1« Kleiderstoffe Honveiutd,. Mtr. 95 Pf.». Kleiderstoffe �b°rIot, reine tiVolle, doppeltbreit Kleiderstoffe �beline. rewe Volle,«trabreit Kleiderstoffe 0mbr.fi3.ch°tUn; Sammete �r°�'. kirri.er.t 1.45 Schwarze Seid.-Taffete Mtr. l.xo u. Anzeige. Vaoh beendetem Umzöge grosser[wsms ßäumnngs- Ansverkanf mit elnar FreUharabaetsvag bis»n 33%% 24, Teppiche Gardinen T- � �Vw6� 6' m Porlleien T- Muiw. 91 11-50 •owi. Steppdaeken, Tlteb- n. Diwan- Pecktn, Lluler* ana MSbelttotte eis. IM- GelegenheitaUant tiir die sene Wohnung.-M» Teppich- 1 Adler 1 Königstrasse 20-21, MMWMIWIWW Sa da J ddel>Mt?a WWWWWWW Tueh-Jabrik-Reste! zu Herrenanzügen, Paletots v. 19 Tl. an, neueste Muster, nur reinwollene Aachener Stoffe, epoffhIIIIg. Gelegen- heitskauf. Ladwig Engel, Prenz- lauerstr. 23, II(Alexanderplatz). Wer— Stoff— hat tine Konkurrenz ifloldeDe Medaille. el, Prenzlaucr- SÄ ohne Konkurrenz 2 Zlnpr., feinste Zut. Für gut. Sitz bekam lind»'Ig Eng«. ftratze 23, II(Alexanberpl.) Gegr. 1892. mammm Das älteste*■■■■ Bester-Geschäft des S.-O. von 44462* Villi. MUhlbaeh emtzfiehlt Rester von Plüschen» Krimmer. Eskimos zu Damen. und Kinder-Jacketts zu den billigsten Preisen. GrlSie Auswahl In kertlgei? Ii) Oppelnerstr, 1U Auf gleicher Stufe mit Maßkleidungsstöcken sind speziell die für die kommende Saison von uns in allen nur erdenklichen modernen Stoffen hergestellten Paletots und Anzöge für Herren und Knaben. Diese vornehmen, mit seltenem Geschmack verfertigten Meisterstücke dürften zur Genüge beweisen, wie sorgfältig u. gewissenhaft, trotz unseren großen Apparats, jede einzelne Piäce ausgeführt wird. I Ilnter-Paletols SS1ÄS; solide Master, mit gutem Plaid gefüttert, verdeckter Leiste, Sammetkragen und schrägen Taschen.......... Derselbe in eleganter Ausführung... Winter-Palelot oder kräftigem, grauen Cheviot, einfarbig oder kanert Winfat)_ Dolafnf ans kariertem strich- nlUlür ralclul eskimc od. prima gemustertem Cheviot, edle FabriSate, gediegen und elegant hergestellt..... 18 M. 22 m. 28 M. M. Jackett-Anzüge moderne englische Karos schick hergestellt mit Zwei- IQ reiherweste 42 38 33 26 22*0 Rock-Anzüge in schwarz Kammgarn und karierte englische Nou- veautss.... 62 45 36 Gehroek-Anzüge aus pa. feingerippt Kammgarn und seidenartig. Tuch» kammgam, vornehmster Festanzug 50 45 40 36 28 M. SL 26 m. 22 M. Loden- Joppen"Mi Haus, Straße und Jagd in allen Preislagen. Maß-Kleidungsstücke in bekannt solider moderner Ausführung, aus nur dauerhaften Stoffen des In- und Auslandes, fertigen wir auf unser eigenes Risiko zu unbedeutend erhöhten Lager-Preisen tadellos sitzend an Keitinger A Co. Deutsche Cotnpagnie Berlin SO., Oranienstr. 4041. bitten aul Kmniner 40*41 zu achten. Anzüge Paletots 24� 30 und Mark Unter Garantie des tadellosen Sitzes bei peinlichst gewissenhafter Anprobe liefere ich von prima modernen Stoffresten Anzüge u. Paletots nach Maß nur zu obigenPreisen. Keinen Zwang zur Abnahme bei nicht passendem Sitzen, �u* Sonnenscheins Herren- Moden nach Haß. Nur Linden-Straße Nr. 95. I. neben der Markthalle. Telegh on Amt VI 5797. 3retmabor- Bäder und Jenensla- Räder auf Teilzahlung! Zwei Jahre Garantie! Sozial-_ CC Sozial- Lnxas-_ INN Räder M. 00.-, mit Freilauf M. IUU.- Gebrauchte Räder dillig I Bitte genau aus Hausnummer„23" zu achten. 23, R. Croskurth, seriii t, Miinzstr. 23. — Relchel'O echt nng arischer Wacbholder- Extrakt.....„Medico" (in rein nalürllcheS u. heillrästlgeS. seil Jahrhunbenen glSnzenb bewähr- KS Hausm-Itel. mii wuiiverbarem Erfolg» wirkend, ipeziell gegen RhenmaitsmuS. wiche,»hmorihoide» iviagenlchwache.>vctchwer. veu der Wechieljalire, ilftom». Ichleimliienv aus«ruft u. Lunge. reinigt das üim in ver vollkommen iee» Weife VermS.ie seiner ab- iciicnsen. die HamauSbünstung siibernben. banureibenben u Unreinig. keiien„uSicheioenben Emenschasten lettlel erbei Blasen- u.Niereiileiben ! Dienste und wirkt, die Raeur unlerslügenb. out bekannuich unschSybare �________ l nlle Teile beb Organismus in wohliSeiger Weese ein. iftiemalS! lote, garanl. rein n. uuveriäitcht nur in Flaicheu mit Marke ..Medico" A 75 Pf.. M. I SO u. 8.50 hier frei Haus. Prompter 1 Verlan" nach auSwänS nur durch' ... Ferntpr..«lnschL ,«4«. 3190 4fifi2 Otto Reichel, EuVn*fn0a\?3i. nelo« Kostümstolle, Mantelstoffe, wdlU« Astrachan Konfektion: Jacketts t Röcke 4 Blusen C« PELZ, Koftbuserstraße 4. ------ ganze Wohnungs• Einrichtungen, Zinimei- und Kiichen-Elnrichiungen, sowie jedes Stück einzeln zu den billigsten Preisen in guter . gediegener Arbeit empfiehlt Wilh. Lambrecht. Berlin SW., SlmeonstraBe 1», |Verlangen Sie, bitte, illustr. Preisliste, an der Alten Jakabstraße. Dnsere preise erregen diese Saison xrokes �uksehen! 44761.« herren-�lliuxstofke tvunderhars Dessins....... 2.50 Mark per Meter Damen-Kostümstoffe doppeubreit.......... 1,50„..„ Knaben- Anzugstoffe doppeltbreit.......... 1.50.». vamen-ZsKimos für Jacketts............ 3.50 www Echt englische Herren-Stoffe das Memeueste... 7.50„„.. Tuehfabi*ik-]\iederlag;e Koch 6, Seeland, Berlin C., Roß-Straße A. Danien-TUChe hochfeine Glanzware........... 2.50 Mark per Meter Wiener-Paletotstoffe mit angewebtem Futter..... 3.00 M„„ Wiener-Paletotstoffe hochfeine Qualitäten...... 6.75„„.. Damen-Regenrockstoffe mit angewebtem Futter.... 3.00„ w„ Billardtuche 1.. � �......... 4.50„„„ w-v-... J unerreichte Qualitäten � /\/\ Pulttuche J......... 3.00..„.. verantw. R-datteuri Paul BKttner, Kerl«. Ur ds, Anltrattllttjl vcriWtw� TS. Mckr. Buljo. KniS u. verlas,; Vorwärtt Kuchdruzerei u. SrrlagSgnMt.Paul Singer ü- Ca., Berlin 2IÄ Nr. 212. 22. Iahrgavg. 4. fitildüt Im..WwSrls" Sctlina fiilMiitt Sonntag, 15. Oktober 1905. Gerichts-Zeitung. Das Kapitel von der oberschlesischen Polizei erfährt durch folgende Mitteilung der Breslauer„Volksmacht" eine Bereicherung Wegen schwerer Körperverletzung in Ausübung seines Amtes hatte sich vor der Strafkammer in B e u t h e n der Polizeisergeant Karl Meusel aus Königshütte zu verantworten. Ihm wurde zur Last gelegt, am 19. September den Grubenarbeiter Gorka und den Schlepper Schary aus Königshütte vorsätzlich mißhandelt zu haben. Der Angeklagte war am erwähnten Tage zu einer Hochzeitsfeier im „Grafen Reden" geladen. Als ungeladene Gäste waren die Gruben- arbeiter Gorka und Schary anwesend. Der Festordner forderte sie vergeblich mehrere Male auf, das Lokal zu verlassen und wandte sich an Meusel mit der Bitte, den beiden das Lokal zu verbieten. Au dessen Aufforderung hin verließen Gorka und Schary den Saal Gorka nahm von seinem Tische drei gefüllte Selterflaschen. die er kurz zuvor erstanden hatte, mit und steckte sie in seine Rocktaschen. Da sagte einer der Gäste, Gorka hätte die Flaschen gestohlen. Der Polizist lief ihm nach und verlangte die Flaschen. Gorka machte den Beamten darauf aufmerksam, daß er sie redlich erstanden habe. Der Polizist schrie Gorka an:„Wie heißt Du, rotziger Junge!" Als dieser erwiderte:„Wie mein Vater und meine Mutter!" wurde der Polizeisergeant wütend. Er holte sich eine Sclterslasche und schlug den Gorka damit ins Gesicht, daß ihm die Oberlippe durch- und zwei Zähne herausgeschlagen wurden. Gorka blutete stark und wollte fortgehen; der Polizeisergeant lief ihm nach, zog blank und versetzte ihm hinterrücks mit dem Säbel einen Hieb über die Schulter. Inzwischen war Heinrich Schary an den Polizisten heran getreten und sagte:„Entschuldigen Sie, Herr Polizeisergeant, der Gorka ist kein rotziger Junge, der war auch Soldat, wie Sie." Der Angeklagte drang nun auf Schary ein, ergriff wieder eine Selter- flasche und versetzte auch ihm einen solch wuchtigen Schlag auf den Kopf, daß die Flasche in kleine Stücke barst. Schary taumelte zurück. Da griff der rohe Polizist wieder zur blanken Waffe und versetzte damit dem Schary einen solchen Schlag auf den Mund, daß zwei Zähne herausgeschlagen wurden, ferner zwei Hiebe über den Kop� und einen Hieb über den linken Arm. Schary muhte es schließlich noch erleben, daß er wegen Widerstandes angeklagt wurde. Vom Königshütter Schöffengericht erhielt er zwei Monate Gefängnis! Gegen dieses Urteil legte er Berufung ein. In der Berufungs instanz sah man sich den Zeugen Meusel etwas näher an; die Folge war. daß Schary nur zu drei Mark Geldstrafe wegen Widerstands verurteilt wurde. Der Staatsanwalt glaubte die böse Sache mit -- 150 Mark Geldstrafe aus der Welt schaffen zu können!! Der Gerichtshof war indessen anderer Ansicht. Er erklärte die Au schrcitungen für derart roh und brutal, daß eine Geldstrafe durch- aus nicht am Platze sei. Das Gericht erkannte auf eine Gesamtstrafe von sechs Monaten Gefängnis. Briefe, die sie erreichten. Sonderbare Schicksale eines Briefes kamen in einer mehrstündigen Verhandlung gegen den früheren Postboten Julius R. zur Sprache. Der Angeklagte wurde der Vcr- letzung des Briefgeheimnisses im Amte, sowie des Sittlichkeits- Vergehens in Jdealkonkurrenz mit Beleidigung beschuldigt.— Im Sommer dieses Jahres gab eine Dame in dem Bezirk des Hackpt- Postamtes in der Spandauerstraße einen Brief auf, der an eine Frau Obersteuersekretär gerichtet war. Erst mit geraumer Verspätung gelangte der Brief in einem eigenartigen Zustande in die Hände der Adressatin. Der Brief war geöffnet und stark beschmutzt, die Außen- seiten des Kuverts waren mit einer Anzahl der unflätigsten Worte beschrieben, die auf gewisse Neigungen deS Schreibers schließen ließen. Die Empfängerin übergab den Brief, der in einem anderen verschlossenen Kuvert steckte, der Oberpostdirektion, die umfangreiche Ermittelungen nach dem Tä�er anstellte. Der Verdacht fiel schließlich auf den Angeklagten, der auch den zur Abstempelung des Kuvert. benutzten Stempel um die fragliche Zeit auf dem Hauptpostamt zu bedienen hatte. Da ein Schreibsachverständiger die Aufschrift de fraglichen Kuverts mit der Handschrift des Angeklagten für identisch erklärte, wurde die vorliegende Anklage gegen ihn erhoben.— In der Verhandlung vor der 10. Strafkammer wies Rechtsanwalt Brat nach, daß die Möglichkeit nicht ausgeschlossen sei, daß der Stempel auch in die Hände anderer Postbeamten gelangen konnte. TaS Gut- achten eines Schreibsachverständigen allein könne unmöglich einen unbestraften Menschen überführen, da die Graphologie eine vor- läufig noch nicht ernst zu nehmende Wissenschaft sei.— Der Ge richtöhof schloß sich, entgegen dem auf 9 Monate Gefängnis lautenden Antrag des Staatsanwalts, den Ausführungen des Verteidigers an und erkannte auf Grund eines non liguet auf Freisprechung. Der Hundchandel. Der Arbeiter C., welcher vor dem Schöffen gericht stand, sollte sich durch Ankauf eines Hundes der Hehlerei schuldig gemacht haben. Der mehrfach vorbestrafte Mann bestreitet seine Schuld mit aller Entschiedenheit.— Vors.: Angeklagter, womit ernähren Sie sich eigentlich? Die ehrenhafte Bezeichnung „Arbeiter" kommt Ihnen wohl nicht zu. In den Vorakten sind Sie bald als Handelsmann, bald als Hundeschercr und dann wieder als Ausrufer benannt.— A n g c k l.: Berlin is'ne große Stadt, wo alle Berufe vertreten sind. Wer nischt jelernt hat, soll in der Pro vinz bleiben. Ick befieß mir bis jetzt mit die verschiedensten Sachen un jehöre woll cijentlich zu n merkantilen Handelsstand mit Fabri- katschon vermcngeliert. Wenn die Fliejcn in Erscheinung treten, handle ick mit Fliejcnstöckcr, welche ick selbst fabriziere, wenn cene Sonnenfinsternis begäng iS, verfertige ick anjeblakte Jläser, wo man dieses Ferminent ohne Verblendung durch beobachten kann, oder ick scheere en Hund for fuffzig Pfennje, handle ooch mit Pfeffermiinz- kuchcn oder Salzbretzeln, schnalle zur Winterzeit Schlittschuhe an, setze, wcnn't schlimm kommt, ooch mal Kegel uff oder— Vors.: Genug, genug, wir sind nun hinreichend orientiert. Sie wollen also den Hund, um den es sich handelt, reell erworben haben?— Sin ge II.: Vollständig reell.— V o rs.: Und lvas wollen Sie dafür bezahlt haben?— A n gel l.: Ville nich, ick habe eencn jroßen Nord- Häuser,'ne kleene Weiße un eencn sauren Hering davor jejcben. Vors.: Das ist ja ein merkwürdiger Handel.— A n g e k l.: Ja, in'ncr Stadt wie Berlin kommt allcns vor. Ick habe mal eenen Daler dadurch verdient, blos weil ick andächtig zu't Fenster rauS- jckiekt hatte, während een Herr in't Lokal eenen andern eene mächtije Dackfeife schmierte.— Vors.: So, das ist ja sehr nett. Wie lange ist das wohl her?— A n g e k l.(schmunzelnd): Ach, Herr Jerichts- hof, det is längst verjähren.— Vors.: Nun erzählen Sie mal, wo und wie der Hundchandel zustande kam.— A n g e k l.: Ick saß ecnes schönen Morjens in eenen Audikerkeller in der Swinemünderstraße un knabberte an een Stückchen von een verstorbenes Schwein, als een Mann rinkam, der eenen mächtig fetten Mops an eener Strippe führte. Der Mann hatte een jroßen Siegelring an'n Finger, sah aber sonst janz anständig aus. Er setzte sich an meinen Tisch ran un zog die Tele uff sein Knie. Denn ließ er sich eenen sauren Hering jcbcn. Det tut mir bloß leid, det der Budiker verstorben is. der würde det sonst bezeujen können. Wir kommen denn in een je- bildetet Jespräch über den balbarisch fetten Hund un er iS mit mir derselben Ansicht, det sonn armet Biest aus der VZelt jebracht werden müßte. Aber zum Verjiften is er zu schade, sage ick, er hat wenigstens seine zwce Fund Fett, wat een auSjezeichneteS Mittel jcjen Schwindsucht sind soll, und der Braten is bei die jetzigen kolossalen Fleischpreise ooch n,ch zu verachten. Nee, meente er, essen konnte er ihn nich. er hatte ,hn selbst großjezogen. Und dabei lutschte er die Ooaen auS dem Heringskopp aus. Ick setzte ihm aber miS. enander, det son Braten mit en paar Lorbeerblätter un en paar Nelken versetzt werden müßte, denn wäre det mit'ne saure Jurke "u noch lange nich det schlechteste.— Vors.: Nun machen Sie aber. 'aß)->ie mit Ihrer Geschichte zu Ende kommen.— Sl n g e k l.: Ick wn zlcich fertig. Zllso er fragt mir denn, ob ick ihm for den Hund drei Emm jeben wollte. Nee, sage ick, nich in die Hand, so sehre I arg liebe ick den Hundebraten denn doch nich, ick ziehe een Eisbcen vor. Er sollte ihn man verjiften lassen, det würde in die Königliche Tierarzneischule für'n paar Jroschen janz propper besorgt. Nee, Jeld wollte er nich noch obendrin ausjeben. Nu fängt er an und jeht mit seine Forderung immer weiter runter, zuletzt will er mir den Hund for fuffzig Fennje lassen. Als ick wieder mit'n Kopp schüttelte, steht er uff und dut, als ob er jehen will. Na, sage ick, mein letztet Wort. Ick will Ihre Zeche, een Hering, eenen Nord- Häuser und'ne kleene Weiße bezahlen, denn lassen Sie den Hund man hier. Un er dut et un so is det Geschäft zustande jekommen.— Vors.: Und für solchen Preis kaufen Sie von einem fremden Mann einen Hund?— A n ge k l.: Jawoll, warum nich? So'ne Hunde kann man manchmal umsonst kriejen. Un ick kann mir doch nich erst seinen Impfschein oder seinen Mietskontrakt vorzeijen lassen, wenn ick een ollen Hund koofen will, wer hat denn sowat immer bei sich. Ja, wenn et een Ferd jewesen wäre for den Preis, denn wollte ick nischt sagen.— Vors.: Der Hund ist einer alten Dame in der Swinemünderstraße gestohlen, man hat Sie mit dem Tier gesehen. Es hat sich aber nicht nachweisen lassen, daß Sie der Täter sind. Sie sind deshalb nur wegen Hehlerei angeklagt. Was ist denn nun aus dem Hund geworden?— Angekl.: Da habe ick Pech mit je- habt. Ick zottelte mit ihm raus nach Weitzensee, wo ick eenen Bc- kannten zu wohnen habe, von dem ick weeß, det er fette Hunde schlachtet und ooch sonst kcen Kostverächter iS. Ick hatte den Hund an eene dünne Strippe jebunden, det wäre aber janich mal nötig jewesen, denn er lief janz quietschvergnügt neben mir her. Als wir aber so'n hundert Schritt von meinen Fremd seine Wohnung ab waren, da mochte ihm wohl so'n Animus ieberkommen, det et ihm ant Leben jehen sollte, denn mit eenem Mal« spüre ick so'n Ruck in die Hand, mein Hund.reißt sich los und haste wat kannste die Straße runter. Un so fett wie er war. loofen könnt er jetzt wie'n Wind- spiel. Ick habe ihn nich wiederkriegen können. Der Slngeklagte wurde nach dem Antrage des Staatsanwalts freigesprochen. Die Angelegenheit der Prinzessin Luise von Koburg kommt nunmehr am Montag vor dem Landgerichte Gotha zur öffent- lichen Verhandlung, nachdem die Pariser Gerichisärzte die geistige Gesundheit der Prinzessin festgestellt haben und im Anschluß daran der Prinz von Coburg bei dem für die Rechtsstreitigkeiten der Mit- glieder des Herzog!. Coburgschen Hauses zuständigen Landgericht Gotha die Ehescheidungsklage gegen die Prinzessin ein- gereicht hat._ Die Frage des eigenen Verschuldens. Auf der Landstraße nach Groß-Lichterfelde bei Berlin wurde am 9. April 1903, abends zwischen 9 und 10 Uhr, der Arbeiter St. aus Teltow von einem Zuge der Kleinbahn überfahren und getötet. Der Verunglückte hat zwischen den Schienen gelegen, ist von den Räumern der Lokomotive zwar zur Seite gesckjoben, aber doch von dem nicht so schnell zum Stehen zu bringenden Zuge überfahren und tödlich verletzt worden. Die Witwe des Verstorbenen machte Schadensersatzansprüche gegen die Bahngesellschaft geltend. Land gericht und Kammergericht Berlin sahen die Klage der Witwe St. als berechtigt an und verurteilten die Bahngesellschaft zum Schadensersatz. Fraglich erschien es, ob die Frage des eigenen Ver> schuldenS zu bejahen und etwa Trunkenheit anzunehmen gewesen wäre, umsomehr, da etwa eine Stunde vor dem Unfall ein Mann am Straßengraben, zirka 100 Meter von der Unfallstelle entfernt. liegend gesehen worden ist. Für das Kammergericht war jedoch das Gutachten des den St. behandelnden Arztes maßgebend, welch letzterer von einem Alkoholgeruch und Alkoholeinfluß bei St. nichts bemerkt hat. Es hielt also den Beweis der Trunkenheit bei St, für nicht erbracht und verurteilte die Bahn, da sie nicht mit ge nügender Beleuchtung gefahren, anderenfalls St. eher auf den Schienen bemerkt werden mußte. Die Beklagte hatte gegen dieses Urteil Revision beim Reichsgericht eingelegt und erzielte eire Auf Hebung des Berufungsurteils unter Zurückverweisung der Sache an die Vorinstanz. Das Reichsgericht sieht es zu unrecht an, wenn das Kammergericht in dem eigentümlichen Falle den Be, weis der Trunkenheit des St. zu erbringen von der Beklagten fordert, vielmehr habe die Klägerin hier den Beweis zu erbringen, daß St. nicht trunken war, und ist danach die Ent scheidung zu fällen._ Mocken- Spielplan der Berliner Cheater. Opernhaus. Sonntag: Siegfried.(Ansang 7 Uhr.) Montag! Götter, dämmerung.(Anfang 6'/: Uhr.) Dienstag: Manon. Mittwoch, mittags 12 Uhr: Sinsonie-Matince. Abends: Sinsonic-Konzert der kgl. Kapelle. Donnerstag: Fra Diavolo. Freitag: Götterdämmerung.(Anfang 6'/, Uhr.) Sonnabend: Der Barbier von Bagdad. Rose von Schiras Sonntag: Mignon. Montag: Tannhäufer. Schauspielhaus. Sonntag und Montag: Der Schwur der Treue Dienstag: Wilhelm Teil Mittwoch: Geschlossen. Donnerstag: Die Journalisten. Freitag: Der Schwur der Treue. Sonnabend: Der Schwur der Treue. Sonntag: Wie die Alten sungen. Montag: Der Schwur der Treue. Neues Königl. Opernthcater. Sonntag: Othello. Von Montag bis Sonnabend: Geschlossen. Sonntag: Romeo und Julia. Montag Geschlossen. Lessing-Dheater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Weber. Abends TU Uhr und Montag: Stein unter Steinen. Dienstag: Elga. Mittwoch und Donnerstag: Stein unter Steinen.� Freitag: BenignenS Erlebnisse. Hanncles Himniclsabrt. Sonnabend: Stein unter Steinen. Sonntag. nachmittag 3 Uhr: Traumulus. Abends?>/, Uhr: Stein unter Steinen. Montag: Erziehung zur Ehe. Sittliche Forderung. Deutsches Theater. Geschlossen. Schiller-Dheatcr v. tBallner-Theater.) Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Traum ein Leben. Abends 8 Uhr: Krieg im Frieden. Montag: Ein Wintermärchen. Dienstag: Der G'wissenSwurm. Mittwoch, Donners- tag und Freitag: Flachsmann alS Erzieher. Sonnabend: Hosgunst. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Traum ein Leben. Abends 8 Uhr: Ein Wintcrinärchen. Montag: Der Gbvissenswurm. Zchillcr-Theater ßk.(Friedrich-Wilhelmstädtisches Theater.) Sonntag. nachmittag 3 Uhr: Fuhrmann Henschel. Abenbs 8 Uhr: Flachsmann als Erzieher. Montag und Dienstag: Flachsmann als Erzieher. Mittwoch und Donnerstag: Der Traum ein Leben. Freitag: Augen rechts. Zum Ein- sicdlcr. Sonnabend: Nora. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Fuhrmann Henschel. Abends 8 Uhr und Montag: Flachsmann als Erzieher. Berliner Theater. Allabendlich 8 Uhr sowie diesen und nächsten Sonntagnachmittag 3 Uhr: Andalosia. Kleines Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Lore. Der zer. brochene Krug. Abends 8 Uhr: Hidalla. Montag: Nachtasyl. Dienstag und Mittwoch: Hidalla. Donnerstag und Freitag: Das vierte Gebot. Sonnabend: Hidalla. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Lore. Der zer- brochcnc Krug. Abends 8 Uhr: DaS vierte Gebot. Montag: Nachtasyl. LustsPielhauS. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Das Lumpengesindel. Abends 8 Uhr: Der Familientag. Montag: Der FamiUcntag.(Ansang 8'/, Uhr.) Dienstag, Mittwoch und Donnerstag: Der Herr Haushosmeister. Freitag: Der Familientag. Sonnabendnachmittag 3 Uhr: Minna von Barnhelm. Abends 8 Uhr: Der Herr Haushosmeister. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Biederleutc. Abends 8 Uhr: Der Herr Haushosmeister. Montag: Unbestimmt. Neues Theater. Sonntag und solgende Tage: Ein SommernachtS. träum. Residenz- Theater..Sonntagnachmittag 3 Uhr: Herkulespillen. Abends 8 Uhr und Montag bis Freitag: Die Höhle des Löwen, sonn- abend: Unbestimmt. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Hüttenbesttzer. Abends 8 Uhr und Montag: Unbestimmt. Trinuon-Thcater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Das Ende der Liebe. Abends 8 Uhr und Montag bis Sonnabend: Madame Torera. Sonntag- nachmittag 3 Uhr: Das Ende der Liebe. Abends 8 Uhr und Montag: Madame Torera. Carl Welst-Theater. Sonntag bis Freitag: Der Wcltmnsegler wider Willen. Sonnabendnachmittag s Uhr: Die sieben Raben. Abends: Othello. Sonntag und Montag: In Berlin ist was loS. Theater des Westens. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Troubadour. Abends Tlz Uhr und Montag: Der Opcrnball. Dienstag: Die Zanbersslöte. Mittwoch: Der Troubadour. Donnerstag: Die Zauberstöte. Freitag: Der Betlelsludent. Sonnabendnachmittag 3 Uhr: Maria Stuart. Mends 7'/, Uhr: Der Opernball. Sonntagnachmittag 3 Ubr: Zar und Zimmer- mann. Abends TU Uhr und Montag: Der Opcrnoall. Metropol. Theater. Allabendlich: Aus ins Metropol.(Ans. S Uhr.) Sonntag 71/, Uhr. Zentral• Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Geisha. Abends 7I/i Uhr: Zur indischen Witwe. Montagnachmittag 4'/, Uhr: Prinzesschen Goldlraut. Abends 8 Uhr und Dienstag: Zur indischen Witwe. Mittwoch- nachmittag 3 Uhr: Maria Stuart. Abends 8 Uhr: Zur indischen Witwe. Donnerstagnachmittag 4'/, Uhr: Prinzcsschen Goldtraut. Abends 8 Uhr und Freitag: Zur indischen Witwe. Sonnabendnachmittag 3 Uhr: Nathan der Weise. Abends 8 Uhr: Zur indischen Witwe. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Geisha. Abends TU Uhr und Montag: Zur indischen Witivc. Thalia-Theater. Sonntagnachmittag 3'l, Uhr: CharicyS Tante. Abends und Montag bis Sonnabend: Bis srüh um Fünse. Sonntag- nachmittag 3ss, Uhr: Der Hochtourist. Abends und Montag: Bis srüh um Fünse. Belle- Nllinncc. Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr und allabendlich 8 Uhr: Spezialitäten. Luisen-Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Wilhelm Teil. Abends: Kean. Montag: Das Erbe. Dienstag und Mittwoch: Pech-Schuizc. Donnerstag: Die Kinder der Exzellenz. Freitag: Othello. Sonnabend: Pcch-Schulze. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Kean. Abends: Othello. Montag: Lumpengesindel. Das Schwert des DamokloS. Deutsch- Amerikanisches Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Ueber'n grossen Teich. Abends und solgende Tage: Aber Herr Herzog. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Ueber'n grossen Teich. Walhalla-Thcater. Allabendlich 8 Uhr: Eine tolle Nacht. Epezia- litäten. Sonntags?>/, Uhr. Gafino-Theater. Sonntagnachmittag 4 Uhr: Ew Sohn de» Volkes. Swends und solgende Tage: Der Adclsnarr. Sonntagnachmittag 4 Uhr: Ein Sohn des Volles. Apollo-Thcater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Ein Abend in einem amerikanischen Tingeltangel. Spezialitäten. Lustballett Grigolatis. Abends 8 Uhr: Ein Abend in einem amerikanischen Tingel-Tanael. Am Hochzeits- abend. Ab Montag allabendlich: Frau Luna. Lustballctt Grigolatis. Sonntagnachmittag 3 Uhr: FrählingZIust und Spezialitäten. Passage- Theater. Allabendlich: Poidi Augustin. Tacianu. Spc- zialitäten.'Ansang 8 Uhr. Urania-Thcater. Taubenstrasse 48/48. Im Lande der Mitternachts- sonne. Dienstag, Donnerstag, Freitag: Alpen- und Wllstensahrten. Ansang 8 Uhr. Gebr. Herrnfeld- Theater. Sonntag und solgende Tage t Die Meherhains. JoiieS Caprice. Allabendlich 8 Uhr sowie diesen und nächsten Sonntag- nachmittag 3 Uhr: Nach dem Zapfenstreich. Soll und Haben. Wintergarten. Rosario Gucrrero. Spezialitäten. Reichshalle«> Theater. Sonntag und solgende Tage: Stettiner Sänger._ Eingegangene Druchrchriften. Protokoll der neunten Generalversammlung des Verbandes der Lager- Halter und Lagehaltcrinnen Deutschlands. 113 Seiten. Verlag: Lager» Halter-Verband Leipzig. Zweiter Allgcuieiner Tag für deutsche Grziehuna in Weimar Pfingsten 1905. Reden und Verhandlungen. Preis 1,20 M. Verlag der Blätter sür deussche Erziehung in Friedrichshagen bei Berlin. August Bebel, Akademiker und Sozialismus. 27 Seiten. Zweite verbesserte Auflage. Preis KO Ps. Verlag der„Sozialistischen MonatShcste". Berlin W. 35. Vermischtes. Der Stand der Cholera. Aus Petersburg wird telegraphiert: In Polen sind in der Zeit vom 5. bis 11. Oktober 47 Erkrankungen und 24 Todesfälle an Cholera festgestellt worden.— Laut„Elb. Ztg." hat die bakteriologische Untersuchung bei dem unter choleraverdächtigen Erscheinungen in Schönmoor gestorbenen Zimmerlehrling den Cholera- verdacht nicht bestätigt. Bus Graz wird gemeldet: Sonnabend flog infolge einer Ex- plosion die Pulvermühle in Rüdersdorf bei Graz in die Lust. Drei Arbeiter wurden getötet, einer schwer verletzt. Krieg ir» Frieden. Während der gestrigen Manöver in Curragh (Irland) erhielt eine Schwadron des 19. Hnsarenregiments den Befehl, zum Angrifl gegen die von einer Schwadron des 11. Husaren- Regiments gedeckten Geschütze vorzugehen. Infolge eines Irrtums galoppierte das 19. Husaren-Regiment gerade in die Geschütze hinein. Pferde und Mannschaften verwickelten sich miteinander. Es enlstand eine große Verwirrung. Ein Soldat brach das Genick, ein anderer erlitt einen Fußlnöchelbruch, ein Pferd wurde getötet. Außerdem er- eigneten sich mehrere kleinere Unfälle. In Budapest ist Freitag abend 9 Uhr im Hotel„Union" der Plafond des Sstegenhauses und einiger angrenzenden Zimmer des ersten Stockes eingestürzt. Eine Person wurde schwer, zwei Personen wurden leicht verletzt; die Gäste des Hotels wurden von der Feuer- wehr durch das Fenster gerettet. Ueber eine» sirdcnfachcn Kindcrmord, der auf Aberglauben zurück- zuführen ist, wird aus Lemberg berichtet. Der Grundbesitzer SorSli m Mohilew bei JaroSlau war von dem Wahne befallen, daß er. wenn er mit dem Blute von 50 Kindern fein Grundstück tränke, auf diesem sicher Schätze finden würde. Er lockte daher Kinder in den Wald, tötete sie, fing das ausströmende Blut auf und goß es auf seinem Besitze auS. Während er eben im Begriff war, ein Kind zu töten, wurde er von einem zufällig des Weges kommenden Gen- darm bei der grausigen Tat ertappt, Sorski gestand nach seiner Verhaftung, daß er einige Tage früher bereits sieben Kinder hin- gemordet hat. SorSki erscheint sonst geistig gesund. In seinem Heimatsorte gilt er als ein zwar arbeitsamer, aber ehrgeiziger Mensch. AuS New York wird berichtet: Eine schwere Sturzsee, die am Mittwoch den Dampfer„Campania" traf, riß fünf Zwischendecks- Passagiere über Bord, die ertranken, und verletzte 30 Zwischendecks- Passagiere, darunter einige schwer. Berliner Marktpreise. Aus dem amtlichen Bericht der städtische» Martlhallen-Direktion. Rindfleisch I» 65—71 pr. l00 Psund, An 58—63. III» 52-57, IVa 43-50. Kalbfleisch la 86-93, Ha 75-85, lila 62-72, Hammelfleisch la 62—73, IIa 48—60. Schweinefleisch 67—74. Rotwild Psund 40—50 Ps. Hasen Stück 3,50—4,00, klein 1,00—3,00. Kaninchen Stück 0,50—1,00 ÄrammetSvögel l7— 24 Pf. Rebhühner, junge la 1,00 bis 1,40, junge IIa 0,60—0,90, junge kleine 0,00—0,00, alte la 0,70—0,80, alte IIa 0,00-0,00. Hühner, alte 1,40—1,80, junge 0,50—1,40 das Stück, Tauben, junge 0,35—0,50, alte 0,00—0,00. Enten, junge 1,60—2,75. Gänse junge la, 3,50—4,20, IIa 2,50—3,00 per Stuck, la 0,55—0,63, IIa 0,40—0,65 per Psund. Hechte 84—117 M., Schleie, unsort. 96—112, Aale, gross 00,00, mittel 00.00 M. Plötzen 47—51 M. Karpfen 00—00, Lachs 00,00, Schellfische 00,00, Flunder 19—23 M. pro 100 Pfund. choltische Vollheringe(gesalzen) 36—38 M Krebse, kleine. Schock 00—00, unsortiert 00—00, Eier, Schock 4,00. Butter pro 100 Pfund la 120-124. Ha 115—120, lila 110—115, abfallende 100—108. Kartoffeln pr. 100 Psd. rote 1,80-2,00, Rosen 1,50-1,75, blaue 0,00—0,00, runde weisse 1,80— 2,00 Wirsingkohl pr. Schock 4,00—7,00, Weisskohl 4,00—6,00, Rotkohl 4,00—6,00, Saure Gurken, neue schock 2,—._ Briefkasten der Redaktion. Prügelstrafe. Man soll nicht prügeln: noch weniger ziemt eS fich> einen Krüppel mit seiner eigenen Krücke zu schlagen,— T. H. 1. J»> 2. Nein.— 4444. Nein.- P. 19. Ja.— W. K. 79. Leider nicht unsere Spezialität.—<£■ K. 18. DaS wäre eine geschästliche Empfehlung- Können wir nicht machen. Warum fragen Sie nicht bei einem deutsche� Konsumvereine an? �Vielleicht�Iuskunst durch v. Elm, M. d. R., Hamburg. "' M inen Vogel» Fehiandstr. It.— Reuter. Das erfahren Sie besser durch einen Vogel, Händler, Drogisten oder Tierarzt.— Wieseubacki. Wenden Sie sich, wenn amtlich, an die Br. Polizeibehörde, Andenisalls kommt e» aus ewc Anfrage an bei der Expedition der„Volksmacht', Breslau, Neue Graupenstr. 6.— W. M. 98. Quittung? Thifsre und Frage wiederholen.— K. H. 89. Durch die StistunaSdeputatton, Berlin, Poststr. 16.— Tchroda,®. G. Er war der osfizielle Kandidat der deutschen und polnischen Sozialdemo» traten.— T. F. 19. t. Ein Quadratmeter hat etwas über 10 preussische Quadratsuss. 2. Eine Quadratrute etwa 14 Quadratmeter. Ein Morgen 130 Ouadratruten. 3. Selbst berechnen l Lebens- Elrxir von aus maqens�a'rkenden '1a. �'».i-, � ru« üeberali käuflich Flasche Mk. 1.25 Inkl. Flasche Staatspreise. Ehrenpreise. Goldene Rfledaillen. Köpenickerstr. 121, Ecke Hechaelkirchstr. IB. Geschäft: Oranienstr. 2. Carl Zobel, Berlin so., Teste Herren- und Knaben-Garderoben der Gegenwart. Für die Winter-Saison lOOS/OO sind die Liiger in allen Abteilungen in reichster Auswahl ausgestattet, alle Größen, auch für korpulente Herren,-ind vorrätig.— Meine Gorderoben zeichnen sich besonders durch vorzügliche Verarbeitung, elegante Fassons, tadellosen Sitz und dauerhafte Stoffe aus; für jedes bei mir gekaufte Kleidungsstück übernehme ich volle Garantie. Wie in meinen sieben großen Schaufenstern, so sind auch in meinen Lägem an jedem Gegenstand deutlich mit Druckschrift in Zahlen vormerkte feste Preise, die ich in Anbetracht der Güte so billig berechnet habe, daß ich mich sowohl in fertigen Garderoben wie auch bei der Anfertigung nach Maß von keiner Konkurrenz überbieten lasse.— Ka.rhncldcr und Werkstätten im Hanse. Realchtigang ohne Kanfaitvang j-estattet,— Anklcldezlnimer In Jeder Abtellnng.— Her ueuc.te Katalog wird gratis versandt. 4615L* Eine Mark wöchentliche Teilzahlung liefere elegante fertige Herren-Garderoben. Ersatz für Maß. Anfertlgnng nach Haß. Tadellose Ansflilirnng. fulius fabian, S chneidermeister, Große Franlfiirter Str. 31, II Eingang StrauBbergcr Platz. Telephon Amt III 1608. Berlin N. Telephon Amt III 3183. Hochstraße 31—34, empfiehlt ihre vorzüglichen Eiere, aus bestem Malz und Hopfen hergestellt, als; 4653L* tepvdecken (gl......... werlkstcn mir direkt in berilabrir, 72 ttinQ' fttnficTÜ, reo auef) alt« Steppdecken mifgearbeilet werden. v. Strohmandel, Bertin RA Illustrierter Preiskatalog gratil. I�agcr-Bicr(goldgelb) pltfcncr BlCr(Spezialität) Bofbrau(nscb JVIüncbener Hrt) in Gebinden und flafcben. Anzüge 24_ 30 Mk. nach Ä Maß faletols 26* 41S1E» fertige ich ans|iplni xx a Eisen-Bettstellen von 5,00 Mark an. Dannen,„„ 2.50'„ 10,00„ A.» ÖCSlOfllCri� Kinder-Bettstellen„ 7,50„ n Betten, der Stand 12,00 bis 110,00 Mark. ftrattietistr 18 fFrke Heinrichs- Platzl Polster-Betten„ 6,50„„ Steppdecken(Seiden-Satin von 5,75 Mark an)./ M/intertplrft PlatT� Polster-Matratzen„ 3,io„„ Inlette, Bettwäsche, Schlafdecken. UleOltSCllStr. 40(am Winterteldt-1Jlatz). Kinderwasen, Sportwagen billig. Bevor Sie Kinder- u. Sportwagen kaufen, versäumen Sie nicht, mein großes Lager(Heinrichs-Plafz) ohne Kaufzwang zu besichtigen. Eigene" Polster-Werkstatt_ Bettfedcrn-Dampfreinigniig! eigene Sleppdockennäherei. Bitte genan anf Hammnmmer 72 su achten. Centrai-Leihhaus iiir Jägerstr.72, 40 Verkaufsräume. X Größtes Institut seiner Art in Bt�plut. X 40 Vcrkaufsrännie. Ecke Kanouierslraße. 40 Verkaufsräume. X Größtes Institut seiner Art in Bcrun. X 40 Vcrkaufsrännie. Täglicher Verkauf von eleganten, modernen Herbst- und Winter-Paletots und-Anzügen von Mk. 10, 12, 15, 20, 25-36 Prima. 4" �arüTtlLÄ"'!� Herren-Schlafröcke, Joppen, Pelerinen-Mäntel, Gummi-Mäntel. KcTdo� ÄÄ�miuS: Tausmde eleganter Harren-Gardaroben sind jetzt zur Winter-Saison zum Verkaut gestellt, Gelegenheitskäufe tür Herren-Ge�-Polze und Reise-Pelze. Ktecner Teppiche p"..uc„. I'olix. konz. lieihhaus. Anch Sonntags geölTnet von 7—10 nnd 18—8 Vhr. Carl Fabrik für Herren- und Knaben-Garderobe Berlin SO., Qranienstr. 166. Berlin W. □ □ □ potsdawerstr 113a □ □ Potsdam Kausnerstr. 23 Fertige Herren- und Knaben-Oarderobe i gezeichneter Haltbarkeit, bester Verarbeitun vornehmer Aus i prachtvoller Qualität, aus eichneter arbeitung stattung und tadellosem Sitz zu billigen, aber streng festen Preisen. Illnstr. Katalog versende franko und kostenlos. Die Abteilung für Maßanfertigung ist mit allen Aenhcitcn der Herbst- und Winter-Saison ausgestattet und geschieht die Anfertigung in vollendet schöner Ausführung unter Garantie tür guten Sitz zu billigsten Preisen. sind nur zu beziehen durch SINOER Co. Nähmaschinen Act. Ges. Berlin, Leipzigerstraße 92, Filialen in allen Stadtteilen. Sie brauchen, um elegant gekleidet zu gehen Statt 12 Mk. nur 3 ML bis b Mark p. Meter llnCPTI. auszugeben für UUöCU, Anzug- n. Paletot-Stofie und finden in kolossaler Auswahl Damen-Kostüni-Stoffe, Heueste Woll- und Seiden- Westen-Stoffe, echt engl. Stoffe, Stoff-Reste bei & I. Friedlaender Berlin C., Molkenmarkt 12. Tmii an.— Umarbeitung fchlcchtsitzendcr Gebisse. Reparaturen. Plomben 1,50 M. Zahnopc« ralionen mit örtlicher Betäubung 1 M. Zahl. reiche Anerkennungen. Beliebige Teilzahlung. Garantie für tadellosen Sih. Gmil Schaefer. Jahren nur Ilrbanftr. l ttti, vis-a-viS der Zichtcstrahe. Selten günstige Gelegenheit zu billigem Einkant 1 Soliloko I'alolot«, neueste Fasfons in schwarz Eskimo n. Cover-Coat, aus Seidensutlcr 7, 8, 9, 12—45 M. Neueste llnvelockH und Cape» 7. 9, II— 25 M. Herbist-KostHnic, jetzt 9. 11, 15-38 M. Klndor- nnb Backflsch-Paletot« 5, 0, 8, 12—16 M. Ein großer Posten PSl«-t8tola»«norm billig! Täglich bis abends 9 Uhr, Sonntags bis 2 Uhr geöffnet. Seinrieh Rseiwitz, Nioderwallstr. 30 A, Part., Ecke Kreuzstraße(Nähe Spittelmarkt).— Abonnenten d.„Vorm.- erhalt. 5 Rabatt. WM- Itaucirt Ben Schira Kigarcttcn, hervor- agendste Qua;-loa Deutsches Fabrikat— ninr Handarbeit Marke A...... 3 Pf. Ultra... livrli» N. 58. 3 Pf. usw 25986 Anf Tcilzahlnng!!! kaufen Sie am besten, wöchentl. nur 1 M.» Herren- und Damenuhren, Standuhren, gr. Standuhren, Regulatcnre, Freischwinger, Broschen, Ringe. Ketten, Zithern, Har- monikaS, Mandolinen, Phonographen, Piaitensprechmaschinen,. gr. Auswahl in Platten, echte Edison- und Colnmbia-Appc. rate und Walzen zu Original-Preisen. Juhre& ICönig Warschauer-Straße 72, 1. Etage Verkäufe. Gardiuenbans Große Franksurler- straße 9, parlerre. Iß Teckbett. Unterbett, Kissen mit alattrotem Inlett, zusammeir 19,59, nur tPiandleihes Andreasstraße 38.» Rotrosa-gestrcistes Deckbett, Unter- bctt. zwei Kissen, 18.99. Andreas- straße 88. 81 /K- PommerscheS� Bauernbett, Deck- belt. Unterbett, zwei Kissen. 27,(X>. Großes yaten, Stuck 1,99. Psandleihe Andrcasstraße 38. Elektrische nach fiberall. 8t8K' «ctteulagerei. Brautleute, Privat- leide, Ausnabmeprcise. PjandleihhauS, Wcidenweg ncuir,cl»i. fM» Braiitbettcu. Bcttmlctte, Aus sicuerwasche spottbillig. PsandleihhauS. Wcidcumeg neunzehn.+3(P (»lardiiiknverkauf. Steppdecken, Tüchoccken. Teppichverkaus. Pjandleib- Haus, Weidenweg neunzehn. jSO* Bekaniitniachuiig. Spiegelverkaus, Rcgulalorcn,.ercischwinacr, Taschen- uhren, Uhrketten. PsandleihhauS, Weidcuwcg neunzehn. 1-39' Garderoben, Verschiedenes,»er- sallenc Pfänder spottbillig. Psandleih- Haus, Weidenwcg neunzehn. 139' �Ticrmictungsbett neun Marh Möbelstücke, verlauft PsandleihhauS, Weidenweg neunzehn. �.go» Teppiche!(scblerhostc Größen für die Häkslc im Teppichlager Brünn, Marli 4, Bahuhos Börse. Fahrräder� Teilzahlungen. In- valideustraße 148(Eingang Berg- straße). Große Franljurterstraße 5,v, Skalitzerstraße 49. 880K' !) in allen deS WerlcS Hackeschcr 254/12» Gardinen. Stores, Bettdecken. enorni billig. Reste 1 bis 3 Fenster Exiraermäßigung. Gardinen-Veriand- haus Icrusalemerilraße ll/12.«87K' ~li c t ich auo�KMriucrplatz 7, billige EinkausSguelle für War"! aller Art, großes Hager in Wasche, Betten, Uhren, Goldsachen. Tcppiche, stepp- decken, Gardinen, Hose», Anzüge tc. ' Sofas� größte Auswahl. von 21 Mark an, direkt i» der.rabnk Aiidrcasslrajje 38. SS0K' Sofa wie neu 21,99, Meicke, Große Hamburgerstraße 18/19. 255/29 Mahagoni-Trumeau.Klcidcrspind, lratzen Keller, Lazarus. 936K' Herrenanzüge, Ueberzieber. wenig getragene MonatSgardcrobe von 5 Mark an, große Auswahl, iür jede Figur, auch neue, elegante, nicht ab- geholte Maßsachcn kaust man am billigsten aus erster Quelle direkt nur beim SchircldcrmcisterFürstcrizelt, Rolenthaler straße t5 nur 3 Treppen.' iUZonatsaujnge und Winter- palctotS von 5,99 an, Joppen von 4,59 an, Hofen von 1,59 an. Geh- rockanzfige von IS, 99 an, Fracks von 2,59 an, sowie für korpulente Figuren. Neue Garderobe z» staunend billigen Preisen, ans Psand- leihen versallene Sachen, kaust man am vorteilhaftesten bei Naß, Mulack- straße 14. 2489b' Tepp id> e inil Farbcnsehlern Fabrtl- Niederlage Groß« Franksnrlerstraße 3, parlerre._ fi Betten, Stand 11,99, zwcischläsrig 16 Start Psandleihe Gubcner- shaße 3.__ 133'» Nußbaummöbel. Taschcnsosas. Kücheusachen, Pankow, englische Garnitur. Bilder, Teppiche, wie neu. BreHmeshaße 52, Hauswirt. 1137- �Hochvornehme Herrenanzüge. Winterpaictois, seiiisten Maßstoffcn bcrrührcnd, 18—38,09. �bdch,. auch Sonntags Verkauf. Deutsches Versand- Haus,.Käaerstraßc 63, 1 Treppe. 2432b' Gardinenzweis S7 1 Rosenthal-r- straße 57 I.(Bennos fcmmes-Bnse bise) Kongreßstofse, Rouleanxslvsse, Tüll decke», Lauser, Teppiche m allen Größen zu außergcwohiliich billigen Preisen. Kein Laden._-80/20 Gardinrnzweig 57 I Roscnihaler- slraße 57 T. Spczialhaus für Gclcgcn- hcitskäuse. Neu eiiigctrostene Tull- bettdccken von 2,25 bis 20 Mark, Gardinen Meter von 8 Pscnnig bis 1,85 Mark, Köpcrvitragcn 1,?b bis 8.59 Mark. Reste 25 Pfennig bis 39 Pscnnig. Kein Laden. Außer- gewöhnlich billige Preise. 289/19» Steppdeckeu billigst Fabrik Große Frgnksiirlcrstraßc 9, parterre. ft Zentrallcihhans.ülbtcilung Damen Konsektton, Jägerstraße 79 Kaden). Große'Auswahl in PaletolS, Jacketts, Pelzstolas zu sehr "72b' Röcken, Blusen, billigen Preisen. 2592b Teppiche. Steppdecken spottbillig Leihhaus, Grünerweg 113. 44/6' Betten, Tischdecken spottbillig Leihhaus, Grüncrwcg 113.__ Gardinen, Portieren spottbillig Leihhaus, Grünerwcg 113. WinterpaletotS. Remontoir- uhren, Regulatoren, GaSkronen, Bilder, Spiegel, spottbillig Leihhaus Grünerwcg 113. Teppiche, KardiÄn, Portieren, Diwandecken, Plüschtischdecken, Fell- vorlagen, Sieppdccken, Möbelstoffe, Läuserstoffc, spottbillige Räumung». preise. Fabrikiager Eonrad gisch-r, Potsdamcrslraße 199._ 864K* BrauzegaKkronen dretflammig I 6.99! GaSlyren 1'/,! GaSzuglamPen I 9 99! SalongaSlronen 1 15,99! Schau- sensterlicht! GaSüiternen! Gaswand. nrme! spottb.äigl Wohlaner. Wallner- Iheateritraßc 32(GaZkocherhaus am Schiller- Theater!). 22tK» Schlefinger. Turmstraße 85. hat die besten ArbcitSsachen, weit, bequem, gut genäht, waschecht._ �8K' Ausschneiden Schalldosen für Si Mark 1,60. Prospekt gratis l Ricsen-Konzert- wen epa- raturcn billigst I Fabrik: Stempfle. Sldalbcrtstraße 82._ 722K' Möbelfabrik, Oranienstraße 58. direkt Möritzplah. I» meinen drei Eiaacn stehen komplette WohnungS- einrichtungen in jeder Preislage vom Einsachslen bis zum Elegantesten. Besondere Gelegenheit biete ich in den verliehen gewesenen, fast neuen Möbeln, die bedeutend herabgesetzt sind. Besichtigung erbeten, ohne.Kaus- zwang.'Auffallend billig verlause ich neue Chaiselongues 17, Sosa 29, Satteltaschensosa 35, Pancelsosa 55, Garnitur 59, hochelegante Plüsch- garnitur 75. Säulentrumeau 23, Bettstelle mit Matratze 18, Schreib- tisch 15. Gekauste Möbel können drei Monaie tostcnsrei lagern. Teil- zahliing gestattet. Auch Sonntags geöffnet. 774K-' Herrciihütc, Mützen, billigste Preise, Palm, Grünauerstrahe 6. 119' Paffend sür Gewerkschaften, Ver eine?c.: Ein Bibliothckspind mit Glasschiebetüren 45 Mark, eine ge- brauchte Kalligraph. Schreibmaschine 59 Mark, bei Fischer, Adalbertstraße 37, vorn parterre. 2557b Herren- Garderobe nach Maß saubere Arbeit, großes Stofflager Paletot, Anzug 36 Mark an. Kaust beim Handwerter, lasset den Hand- werker verdienen. Teilzahlung ge« stattet. F.Dörge, Drcsdcnerslraße 199. Möbelsucheudc kaufen preiswerte Möbel unter Garantie in der Möbel- sabrik Hirschowitz, Mariannenstraße 7a. Besichtigung erbclen. 891K' Garbinenreste. spottbillig, 1 bis 4 Fenster paffend, in dem Gardinen- Fabrik-Lager 80 Grüner Weg 80(kein Laden), Eingang vom Flur. 823K' Möbelfabrik Oranienstraße 172/173, am Oranienplatz, liefert geschmackvolle Einrichtungen von 285,99 bis 428,99. elegante 659,99 bis 5999,99. Englisches Schlafzimmer 239,99, Taschensofa 65,99, Kleiderschran'. Vertiko 45,90. geschnitztes Büfett. Muschclbettstelle mit Matratze 45,99. Schreibtisch 52,00, Spiegel 15,00, Spiegelspind 25,00, Plüschgarnitur 190,00, verliehene und zuriickgesetzte Möbel spottbillig. Küchen- möbel. Auch Teilzahlung. 828K' Tepp t cht, Porttcren, Gardinen, Läufer, graben. 843ffl* Pfandleihe. Oranienstraße 177, Ecke Adalbertstraße, verkaust billig Uhren, Betten. Bettwäsche, Stepp- deck»». Tcppiche.__ 8-t7K' Abfall-(fehlerhafte) Teppiche in allen Größen zu Spottpreisen. Weißen- bergS TeppichhauS, Große Frank- surterftraße 125. 8S3K' ttnabenanziige.Pa letoiS, Mädchen- Neider, Jacketts, kaust man am billigsten Otto Hoffmann, Veteranen- straße 14.«85K' Möbelfabrik. einrichtungen aus Ganze WohnungS > cringer Anzahlung liefert die Möbel aze (Hl bei sabril, Teilzahlung s t die M Schützenstraße 73/74. 835K' Wringmaschinen, Zinllvaschsässcr, Waschmaschinen, Zober. Sitzivanilen beste Ware. Teilzablung gestattet. Postkarle. Kotlloff, Slalitzerstr. 198.» Möbelsnchende. Brautleute, empfehle meine Möbclttschlcrei sür Wohnungs- Einrichtungen sowie einzelne Möbel. Bunte Küche. Eng« tische Schlasziminer. Große Auswahl. Kein Laden. Nur Keller und Hinter« räume. Teilzahlung. Harnack, Tischler, meister, Dresdcnerstraße 124. I992K* Nähmaschinen: Ringschiff, Adler, Zentral-Bobbin, Orion, Wheeler und Wilson, Elasttk, Säulen rc. Prima Qualität, Preise billigst. Für die Güte meiner Nähmaschinen sprechen Tau- sende meiner Kunden. Drei Jahre reelle Garantte, bei Abzahlung tu. lanteste Bedingungen. E. Bcllniann, Gollnowstraßc 26, nahe der Lands, bergerstraße. Alte Maschinen nehme m Zahlung. 998K' KieitiB AnzGicren, ""....."~: Kanarienhähne, Selbstzucht, Seisertstamm, billig. Mahnke, Gör- litzerstraßc 32, kl. Haustür._ flO* Hochvornchme Herrenhosen aus seiiisten Maßstoffen 9—12 Mark Verkauf Sonnabend und Sonntag. Versandhans Germania, Unter den Linden 21. Keine Filialen. g17K' Steppdecken. Gelegenheitskauf. (Seidenkloth) statt 8 Mark durchweg 3,75. Posten hocheleganter Damen- jacketts, Paletots durchweg 8 Mark. Posten eleganter Kostümröcke. Julius Neumaim, Belle-Allianeestratze 195.' Teilzahlung! 59 Pfennig wöchent- lich Möbel, Uhren, Steppdecken, Tisch- decken, Gardinen, Teppiche, Portieren, Bettbezüge:c. Besuch eventuell Post- karte. Goldstcin, GipSstraße 22.* Salongarnitur. Umbausosa.Büsetr, Pancelsosa, Ausziehtisch, Bücherspind, Schrcibttsch, KIciderspind, Vertiko, Säulentrumeau, Bettstellen spottbillig. LandSbergerstraßc 77, Beletage.' Teilzahlung. Möbel- und Polster- waren Lothnngerstraße 11, Quer- gebäudc parterre. 192öb» Kindcrwage», Kinderbcttstcllen, Sporlwagen, gebrauchte, zurückgesetzte spottbillig. Schneider, Kursursten« straße 172. 22536'- Restauratio» straße 55. verkaust Schul- _ 182» Restauration umständehalber sür JnvcnlarpreiS von 859 Mark, Miete 1999 Mark, zu verkausen Togosir. 5. äuge, Turmstraße 84. Arbeits- sachen, große Auswahl, Kiiabeiianzüge. sehr billig. Restcrhandiung. 173' Kanartenhähne(hochfeine), Prä- miierter Stamm, große Auswahl. Rcißner, Kaftanien-Allee 23. fSO* �Kanartenhähne, Seifert- Stamm, vielfach prämiiert, 1395 mit höchstem Ehrenpreis, goldene Medaille. Große Auswahl. KrebS, Köpcnickcrstraße 154a._ 333K' Kanartenhähne, Weibchen. alle Preislagen, Kramer. Rigaerstraße 136. Kanartenhähne, Lehrorgel, Weib- hen, Gesangspinde, Einsictzbauer billig. iunz, Hauöburgsttaßc 25a. 134 Kanartenhähne, Sewstzncht. billig Rcichenbergerstraße 137 vorn II. Rosenau._____ 110 Kanarieuhiihne, Originalstamm Seifert, gut sütternde Zuchtweibcheu, doch prämiierter Abstammung, billig abzugeben Züchterei Wiclcfftraße 15, Gartenhaus, Flohr._ 2580b Kanartenhähne Rostockerstraße 38. 5,00. Klingauf. 173 Große Auswahl Weidelt, Norduser 11 Kanarienhähiie 173 Kauartcuroller 6,99, Vorschlägcr Seisertstamm Schloßplatz 2. 45/6' Möbrlverkauf i» meiner Möbel- sabrikWaSstraße 39/31, nahe spittelmarkt. Infolge deS großen UlnzugS befinde» sich am Lager viele zurück« getetzle und verliehen geweienc Möbel, die wie ncil sind, Kleiderspind, Verlllo 27,99, AnSzichllsch 16, Muschel« bellslelle mit Fedennatratze und Keilkissen 36, Taschensoja 50, Paneel- fosa 70, Waschtoileitc 20, Ruhebett 25, ganze Eiurichtuiigen billigst. Transport frei._ 45/8* Restanration sofort zu verkaufen, da Manu krank liegt und sür mich zu schwer ist. Frau Otto, Stvinemünder« straße 48. 133« Sdiöue große Federbetten, Stand 29 Mark. Dresdeiierslraße 33, vorn II. links. 45/7' Bauparzelle» in Schönbrück bei Zepernick, Wilhelmstraße. Jede Größe, von 8 bis 13 Mark zu verkaufen. Jeden Sonntag von 2 Uhr ab bin ich anwesend. Wilhelm Lütter, Schönow. 2568b' Möbelgelegenhett. Die in meinen tici groBcn Speichern lagernden Aaren müssen wegen Uebersüllung schnell geraum» werden. Es sind bc- sonders prachtvolle Schlafzimmer, Salonzimmer, eichene Herrenzimmer, Wohnzimmer, Speisezimmer, im ganzen, auch jedes Slück einzeln, spollbtllige Büsctte, Kleiderschränke, Wäschclchränke, Salonschränke, Bücher- schranke, Änkleidcschränke, Schreibtische 26,00 Wajchtoilctten, Bettstellen, Ausziehtische,«äulentrumcaus 30,00, Paneelsofas, Salongarnituren, Pracht- volle Ziuhebetten mit Chaiselongue« decke 22, öO, Küchenmöbel, Zimincr- teppiche 8,00, extragroge Salonteppiche 18,00 an, reichgestickte Uebergardinen, Diwandccken, Steppdecken, Gardinen, SpachtelstoreS, Plüschtischdecken b,00, Speisezimmer, Salonkronen, Pracht- lampcn, Wanduhren, Jalonbiloer. Alles neue Gelegenheits- Verlüuse. Otto LtdekeS Sliidalter Bahnspeicher llitöcke> nstrabe2ö. direkt Hochbahnstation llilöckcrnbrücke. Anlaus ganzer Waren- lagcr, Konlursinassen, Wirlschastcn, Nachlässe und sonstige Gelegen- Helten. 80256* Möbelverkauf. In meiner Möbel- sabril Oineiscuaustrasje 15, am Hallc- jchcn Tor, stehen viele WohnungS- Einrichtungen, verliehen gewesene und neue Ausstattungen zu sehr billigem Verlaus. Teilzahlung bei ganz geringer Anzahlung gestattet. Beamte« ohne Anzahlung. Ich lieserc gediegene' Einrichtungen für ISO, 200, 300, 400 Marl, hochelegante von 500 bis 10 000 Mark. Besonders empIclilenSivcrt ist der graste Vorrat verliehen geivcsencr und zurückgesetzter Möbel, die noch fast neu und im Preise bedeutend herabgesetzt sind. Klcidcrspind 24, Koinmode 18, Sosa mit Auszug 30, Bettstelle mit Ma- trotze 20, Müsch elsplnde, Vertikows 36, Salongarnitur, Plüsch ganiiluren 105, Muschclbcttsbesten mit Matratzen 40, geschnitzte Bü fetts, Büchcrspindc, Paneeisosas mit. Sattcltaschen 85, Schreibtisch 30, en glische Schlaszimnier, Speisezimmer, S alons, auch Zugend- slil. Gekaufte Möbel werden drei Monate kostenfrei aufbewahrt, durch eigene Gespanne gelicsert. Muster- buch gratis. Sonntags von 8—10 und 12—2 Uhr geöffnet. 73956* Zlbessinierpuvipe 8,00. Sauger, Rohre, Garten spritzen, Garten- schlänche. Pump enfabrik Schröder, Hochstraste 43�__ 2208b* Bronzegaskroncn, drciflammig, 6,00. Salongaskronen 15,00. Gas- lhren 1,50. Wandarme Oi.65. Schau- scnsterbelcuchtung, Gasbogenlampen, Petroleumlampen spottbillig. Gas- sparkochcr0,75, Zweiloch 3,00. Schröder, Hochstrnste 43._ 22086* Eisenöfen, gebrauchte, neue 2,00 an, Daucrbrandösen 11,00, Gasöfen 6,00, Kochmaschinen 14,00, Eadööscn, GermanciiSsen. Schröder, Hoch- straste 43.__ 22086* Schäfte und Unterlr der, spczicu Eichcngcrbung. Lederhandlung Röhl, Schöncbcrg. Bahnstraste 43.-flOll Alten Kottbuser Gctreidekorn, en- gros und detail, empsjehlt H. Mrosc, Nauuynstraste 67, illmt IV 3444.* Schankgeschäft zu verkaufen, Garten und Kegelbahn, nachiveislich gut gehend, passend für Anfänger. Miete 1100 Mart. Dresdcnerflraste 7. Nähnit'schinen. Vergüte bis 10,00, wer Teilzahlung kaust oder nachweist. Woche 1,00 ohne Anzah- lung. Alle Systeme. Postkarte. Brauser, Tilstterstraste 90. 33* Vorortgrnudftück, kleines, ver- kaust günstig Gollong, ProSkauer- straste 18.__+33* Restanration wegvn Krankheit zu verlaufen Rixdors, Steutcrstrastc 52, bei Spielcrmann. j'119* Bogelhandlung. Käsighandlung. Winterseldtstraste 19, am Winterseldl- plasj.________ J104* Papogeieuauslvahl, Stück 6 Mark an. Groste Auswahl von Sing- und Ziervögel, billigste Preise. Engro». Geschäft Kommandantenslraste, Ecke Oranienstrahe. 1414b* t Lieferwagen und alle Sorten Räder Pallisadenslrahe 101. 2612b Monatsanzüge. Ucberzicher, groste Auswohl, sür jede Figur paffend, kaujl man am billigsten direkt vom Schneidermeister August- straste 45 parterre, an der Rosen- thalerstrastc._ 256/5 Plüschgarnitur, gebrauchtes Ruhebett Hemzel, Kleine Alexanderstr. 3. Schleierschwänze, HcroS, Brasi- lienfis, GimnogenieS Zuchtpaare. Kampssische, HapplochhileS. Aquarium, bepflanzte Aquariumgläser, Wasser pflanzen. Fiedler, Muhlcnstraste 67a. �Wirtschaft, fast neu, passend Brautleuten. verlaust dringend spottbillig. auch einzeln, Jnvalidcnstr. 29, II. links. �Seifengeschäft. sichere Existenz. 40 Mark Tageskaffe, 840 Mark Miete mit Wohnung, umständehalber im Norden billig zu verkaufen. Näheres Koch, Münzstraste 9._ 26076 �Metallbctteu. 2 hochelegante, 110,00, Kinderbett 33,00. Nitter- slraste 112 II._ 45/11* „Kinder seid gemütlich*. Neueste Platten und Apparate, direkt auS der Fabrik am besten und billigsten! iTcilzahlung gestattet) Rothenburg, Berlin, Prenzlauerstraste 42. zweiter Hos._ 888K Nähmaschine verkaust billig Kurz- ner, Swinemünderstraste 11. 26056 Grünkramgcschäft mit Rolle ver- käuslich Bohenstraste 30._ t 82 KlronlenchterkHängelampen.GaS- kroncn, Petroleumkronen. Aus Wunsch Teilzahlung. Ricsenlager. Böttcher sselbst), Berlin 0-, BoxhagenerstrasteZZ (Stadtbahn, Hochbahn: Warschauer- straste,._ 44/20 Fahrrad! Elegantes, spottbillig, fast neu. Wiencrstraste 37, Nestau- rant. 25946- Nähmaschinen, hohe Vergüilgung, wer kaust oder nachweist Ringschiffchcn, Bobbin, Schnellnäher, Woche 1,00, Postkarte genügt. Köpnickerstraste 60/61, Groste Frankjurlerftraste 43, Prniz- lauerstraste 59/60.+88* Phonographenwalze» neube- spiclcn: Hartgugwalzen 50 Pfennig, Wachswalzcn 40 Pfennig. Prediger, Pcinzenstraste 90 II. 2563 b Plüschsofa 38,00, Schlassosa 20,00. Bettstelle, Matratze 17,00. Palli- sad-nstratze 23, Tapezierer. 45/1 Herrenjackett-Anzüge, neu. nach Mag bestellt, nicht abgeholt, Mittel- figur, oerkause Hülste Kosten- preis. Herrenschneiderei, Prenzlauer- straste 23 II. 2615b Halbrenner 30,00, tadellos, Spott- preis, seltene Gelegenheil, verkaust dringend Horn, Groste Franlsurler- swage 124. 2620b Gardinen. Plüschteppich, Stores, Federbett, Gaskrone, Uebergardinen, Steppdecken billig. Hoffmann, Nau- nynslrastc 52._ 26236 Pdouographen> Wachswalzen werden sür 0,15, Hartgustwalzen sür 0,35, tadellos abgeschlissen und neu- bespielt. Kleine Hamburgerstraste 21. Zigarrengeschäft, hochelegante Ecke, 1000 Mark Miete. todessalls- halber Verzug nach austerhalb, sosort sür 2750 verläuflich. Offerten: Frank- surter Allee 79, WengelS.+34 Pianos, billigste, grystle Bezugsquelle jeinster Jnslrumcnle, Schmechten, Biese, gebrauchte 75,00, 150,00, neue 285,00. Leihhaus Neue Schönhauser- straste 11._ 944K* Paneelsofa, Taschenpolster, ver- kauft billig Breitenbach, Oranien- straste 171._+11 Papageie», Ziervögel, Stieglitze, Zeisige, Rothänflinge, Rotkelilchen, Finken. Alle Sorten Vogelsutter. Zierftsche, Wasserpflanzen. Lebendes Fislbsuttcr täglich frisch. Grünauer- straste 14, Vogelhandlung.+10 Zwei Mark vierteldutzend Damen- Hemden, Herrenhemden 3,30. Groste Bettlaken l,30, Bettbczug, zwei Kops. listen 3,90, Handtücher, Tischtücher, Servietten, Nornialwäschc, Arbeiter- Hemden spottbillig. Wäscheaus- stattungS-Fabrik Adolf salomonsky, Dinfsenstraste 21(Alcxanderplatz). Onnlo rerlo, Stück 2,50, vcr- kanst Harnisch, Swinemündcrslr. 91. Gaskrvne, dreiarmig, säst neu. Hupka, Rixdors, Kaiser Friedrich- straste 11.+119 Heckbauer, Utensilien, Einzel- bauer, Lcbrorgel, goldene Savonnet- uhr billig. Klost, Weistenburger- straste 59.__+50 Charlottcnburg. Empfehle den werten Genossen meine zoologische Grosthondlung. Offerlcre Zeisighahne, Stieglitzhähne, Nothänsliughähne 1,25 Mark. Buchfinken 1 Mark. Rot- kchlchcnhähne 1 Mark. Schwarzplatten 3 Mark,«taarc 1,50 Mark. Samt- liche elnbcimlschc und ausländische Fische. Doppelt gereinigtes Bogel- sutlcr. Hcibcl, Pestalozzistraste 87. Nähmaschinen, alle Systeme, ohne Anzahlung, leine unreellen Ver- sprcchungen, aber hohen Rabatt aus Origiualprcise. Thieme, Raumer- straste 20.__+51 Mcnzenhaner Guttarrezither, acht Mark, Skrabei, Brunnenstraste 100. DesttUatton zu verkausen Pank- straste 32a.___+94 Obst-, Gemüscgcschäst, flottgchcnd, krankheitshalber zu verkaufen Swine- münderstraste 84.+94 Restaurant, Nähe Sloritzplatz, nachweislich groster Umsatz, groste Räume, Miete 2100, preiswert zu verlausen. Näheres Kunze, Bier- Verlag, Brandenburgslraste 65>._+63 __ arreugeschäst mit Wohnung, sechs"Lahre bestehend, preiswert zu verkausen Danzigerslraste 76.+5l" Hcrrenwintcrüberzieher, schlaf- sosa, Damcnmanlcl, sitzbadcwanne, Kleiderschrank, Vertiko, Spiegelsvind, Spiegel verlaust Platzmangels Willa- mowSki, Ehorincrstrastc 2l._+50 Konzert. Piano, Einwurf Zehn- psennig verlaust Antonstraste 9, Laden. Eck> Destillation, Vereine, Zahl- abend, Miete 1300. Brauerei Hilst, verlaust billig Weise, Wiesen- straste 41/42._+82 Hobelbank billig zu verlausen Rixdors. Rcutcrstraste 23, IH rechts. Pianino, braunes 130,—(Ga- rantieschein), Turmstraste 8, parterre. Niestanration, lleiue, passend sür Ausängcr, mit 700,00 zu übernehmen. Näheres Willner, Lcbuscrstraste 3. �Destillation, Restauration, bassend für Handwerker, groster Umsatz, billiger KauspreiS, billige Miete, wegen Krankheit verläuflich. Näheres Willner, Lebuserstraste 3. 45/14 Zigarrcngeschäft, 14 Jahre bc- stehend, verlaust Friedrichsbergcr- straste 10._ 45/15 Pianino, kreuzlaitig. nustbaum, jeden Preis. Neue Kouigstraste 78. I. Betten, zwei Stand, ganze Ein- Achtung säst neuer Nustbaummöbel, auch Küche, verkaust sehr preiswert Schuhmann, Waldcmarftraste 27, vorn I. 45/17 Halbrrnner, guterbaltencr, drin- gend spottbillig verlaust Friese, Lands- berger Allee 50, vorn IV.+35 Halbrenner und Damensahrrad, modern, kurze Zeit benutzt, umstände- wegen, 40,00. Groste Frankfurter- straste 14, Hos geradezu._+35 Schankgeschäft. sichere Brotstelle. Miete nur 3300. zwei schöne Stuben, Wohnung anschlichend. Umsatz 55/. Bier. neben anderem Fabriken und Vereine vorbanden, preiswert ver- käuflich. Aus Wunsch groste Brauerei Hilst, sür tüchtige Geschastslcute Gold- grübe. Nähere Auskunst gibt� Ver- tretcr Albuschat, Krautstr. 35», scilen- flügell._+416 Schankelwanne verkauft MeweS, Bocckhstrahe 4. 2534b Kantine Farbwerk zu verlausen. Kellner, Tempelboscr User 26. 2571b Milch- Einrichtungen, Kübel, Kannen, Mäste, Butlermaschinen, Wiegeschalen. Stllhmer.Luiscn-Ufer 27, Oranienplatz._ 25726 Kartoffel- und Heringsgeschäsl ist umständehalber billig zu oerkausen. Näheres Sonnenburgerstraste 2 im Laden. 2577b Restauration, beste am Platz, bei billiger Miete, schöne Räumlichleiten, krantheilshalber sosort vcrtäuslich.— Für krüstige Leute Goldgrube. Näheres Weisteusec, Lchderstr. II, Zigarren- geschäst bei den Jndusttiewerkcn.+123 ""SSchatwolle, garantiert nicht filzend, nicht einlaujend. Grösttc Haltbarkett. Paul Müller, Graesestraste 3l. Kein Laden. 25796 Garnitur, grün PIüsch-Mahagoni, Sosa lisch. Trrimeaux.Mulchelbcttstcllen, Nustbaum, Nachttische, Kleiderschrank, hochelegant, Jugendstil,'jeden Preis. Pelroschka, Holzmarttslratze 72,111. BrockhanS Lexikon, Klassiker. licsere bei kleinen MonalSratcn. Schcfflcr, Halenfee, schweidnitzerstraste 4. 25396 Nuftbaumspind, Berttko. Muschel� bettslelle, noch neu, billig zu verlausen. Gitschinerstraste 61 beimHausverp' alter. Junge Frau verlaust 3 Zimmer Möbel, wie neu, elegantes Plüschsosa 41.00, Paneellosa 70,00, Salonbilder 5,00, Trumeau, Steppdecken, Stores, Prrscrteppich 5.00, Verschiedenes jeden Preis. Landsbergcrjttaste 42, II. Bin mit einem Posten Grau- und Grün- Papageien eingetroffen. Mit kleinem Febler am Zeh spottbillig. Zeisige. Buchiinken0,90. Stteglttze 1,25. Hochrote Tigerfinlen Paar 1,80. Im Dutzend billiger. Mariannenstraste 37. Winterpaletot sür Lehrling, t4 bis 16, verranstKrüger. Grüner Wcg53IV. ""Plüschsosa, Säulcntt'umcau, billig, Zahnatelier Adalbertstraste 31. 263th Bobbin(Singer), neu, loenig ge- braucht.tadellos nähend, 55,00. Brauser, Tilsi terslraste 90, Hochparterre.+34 Fräulein verkauft schleunigst�elegante salongarnitur 53, elegantes Sosa 45, Bilder, Stühle 4, Spiegel 5, Stepp- decke, Uhr, Verschiedenes. Köpenicker- straste 39 a. I._ 2626b Tchleierschwänze, Makropoden oisoi �0°75. �Chanchttos�"»?" Kamps! sische 0,30, Haplochilus 0,35,Girardmus- paar 0,50 ocrkaust Züchterei Klasen, Pücklerstraße 26, IV.+10 Nustbaum- Kleiderspind, Vertiko, schönes Plüschsosa, Sitzauszug, Muschel- betlstcllen, Spiegelspmd, stuhle. Aus- zichtisch.wie!ieu,KönigSbergerslrasteIl. erstes Ouergebäude I, links.+37 Versekieclenes. Kanaria I. Montag, den 16., abends 9 Uhr, Alte Jakobstraste 89: Oeffentliche Versammlung. Vortrag über den Gesang deS Kanaricn- pogelS. Gäste, Damen und Herren, willkommen. 45/10 N»fpolstcr»ng!Sosa5, 00, Matratze 4,00, auch austerin Hause, vachmann, AndreaSstraste 38. 891 K* Pfnnbleiljc HeinerSdorserslrastc, Ecke GreisStvaldersttaste.+135* Psaiiblcthe, Prinzenstrastc 63, täglich 8— 8, SonutagS bis 2. 892K* Kuustitopferet von Frau Kokosky, Charlotlcuburg, Goclhcstrastc 84, I.* Beleih«»«, allerhöchste, Möbel, Wirtlchgslen, PianinoS, Fahrräder. Nähmaschinen. Warenposten, Lager- speichcr, schwedlcrstratze 11. 886K* Wer Stoff hat? Fertige Winter- Paletots und Herrenanzüge mit Futter- jachen 15,00. Wagner, Schneider- meister, Lichtcnbergerftraste ö(Paßt- jadenstrastc). 44/3* Plattnabfälle, alte Goldlachen, Bruchgold, �Silber, Gebisse, alte Uhren, Kehrgold Staubgold, photographische Rückstände, Schokoladenpapler sowie alle gold- und silberhaltigen Absällc kaust Goldschmclzc Broh, Wrangcl- straste 4. Telephon Amt 4, 6958. 44/2* Wernaus Festjäle, Schwedter- straste 23/24. Mein kleiner Saal mit Bühne und Parkett, 150 Per+onen fassend, zu Hochzeiten und Festlich- teilen bestens zu cmpschl-n. V37K» Berciusziiunier 25, 40, Saal 150 Personen, Pianino, zwei Kegel- bahnen, vergibt Ladewig, Alte Jakob. straste 83.__ 792K* Büchcrankauf und Büchcrbcleihung Kochslrastc 56. I. Amt I 8831.* Alte Goldsachcn, Silber, Uhren, Zahngcbisse, Platin, kaust Schneider, Brumienslraste 137,Eingang Bernaucr- straste. Laden. 2526b Bercinszimmer von 20 bis 60 Personen(Piano) zu vergeben. Restaurant Bereinshaus, Mantcuffel- straste 47. 2553b Feftsäle(50—400 Personen) zu Festlichkeiten und Versammlungen. Auch sind noch einige Sonnabende und Sonnlage im November und Dezember, sowie Totensonntag und Weihnachtsfcicrtagc zu vergeben. Kommandantenslraste 72, Klubhaus. Berctne! Saal, BcrcinSzlmmer. Sonnabende srel. Klubhaus(Weist- bicr) Aunenstraste 16._ 45/5* Dauzuntcrricht k Grupe, Annen- straste 16. Zweimonatliche sonntags- kursc(Monat 4,00) beginnen Sonntag nachmittags 4 Uhr. Prospekte franko. Wernaus Feftsäle, schwedter- straste 23/24. Mittwoch, den 27. De- zember(III. W-ihnachtsjciertag) der große Saal frei geworden. Zu Be> lcherungcn:c. bestens zu cmpschlcn. PariS. L. Lothammer, Restauration, Rur Keller t3..Vorwärts" liegtau«. ""Sprachen.' Deutsch, Französisch, Englisch.' Lehrinstitut Karlslrastc 26.' Freie Scholle, gemeinnützige Bau- genossenschast in WaidmannSlust-Tegel gibt Einjamilienhäuser mit 35Ouadrat- ruten Land von 25 Mark Monat an in Erbpacht._ 79041* Dietrichs Feftsäle, Dresdener straste 116, Säle sür Hochzeiten, Fest- lichleiten, Vereinszimmer 10— lOOPer- sonen, frei._ 793K* Bier Vereinszimmer, 20 bis 130 Perlonen, Kegelbahn, zu vergeben. Sonntags groster Familienvcrkchr. Musikalische Unterhaltung. Engel, Seydelstraste 30._ 2063b* Pfandleihe Markusstraste 27. Pfandleihe Schönhauser, illee 35. Franseckistrastcu-Eckc.+50* Danzunterrtcht Pielsch, Dresdener straste 10, heute nachmittag 4 Uhr Ausnahme neuer Schüler. 2599b Tanzschule Günther, Feuerstein, Mtc Jakobslrastc 75. 2566b Achtung! 20 Mart kostet der An- zug, wer Stoff bringt. Für ladcl- losen Sitz Garantte. Kuschcwski, Aunenstraste 2._ 25906 Jetzt Prinz Eugenstraste 15. Paul Fischer, Uhrmacher._+82 Anfertigung von sämtlichen Polstermöbeln billig und sauber bei Richard schwarze, Naunyii straste 7. Bereinszimmer mit Pianino zu vergeben Eberswalderstraste 33. 20016 Wäsche wird sauber ohne Chlor gewaschen. Laken, Leibwäsche, drei Handtücher 0,10. Abholung Mitt- wochs. Frau Lehmann, Köpenick, Gartensttaste 9. 943K Chauffeurtchule de» Technikums Elektra. Ncandcrstraste 4. Gründliche theoretische und praktische Ausbildung von Chauffeuren in Tageskursen. Prospekt frei. 202/16* Wer Sioff hat l Fertige Anzüge nach Matz 18, 20 Mark. Tadel- loser Sitz, haltbare Futtcrsachen. Franke, Ackerstraste 143, Ecke In- validenstratze. 2609b Altberlincr Bilder und-Bücher, alte Mabagonirahmen kaust Urban, Postamt 59._ 26216 Wäsche von 50 Pfennig an aus Abzahlung. Otto Tictze, Wcberstr. 23. Aus Wunsch durch Karte komme ins +141' Vermietunxen. Wolimiiizei», Oudeuarderstrafte 36, 37, 38, Einzelzimmer und billige kleine Wohnungen sosort. Näheres Wirt 37. Kteiulvohuunge», gesunde, aller billigst, sosort, später, Rixdors, Kops- straste 15. Wanzlickstraste 12(Her- mann-Platz)._ 281/2 Nuiständehalber groste Stube, Küche sehr billig, Schliemannstraste 8. Zimmer, Borderziminer. zwei Fenster, mit oder ohne Ballon, ist an Herrn zu vermieten Kameruncrstraste 53. Ein- gang Lüdcritzstraste, 4. Etage, gerade- aus links.+32* Leeres Zimmer billig. Rixdors, ThomaSslraste 27, vorn IV geradezu. Freundlich möbliertes Zimmer sür Herrn sofort zu vermieten. Gundlach, Graudenzcrstrastc 8. vom IV.+34 Möbliertes Zimmer vermietet an Herrn, Luisenuser 22, Hos parterre. Möbliertes Zimmer für Herrn, Hollmannstratzc 24, vorn III Treppen. Bardcrzimmer. möbliert, zwölf inklusive, vermietet Kremp, Grau- denzerstraste 15. 26086 Möbliertes Zimmer, eine auch zwei Personen, vermietet Bolduan, Weidcnwcg 43, vorn IV.+35 Für Fräuleirx GeschästSdame, freundlich niöblicrtc Flurstube, 9 Mark. Uscrstraste 18, rechter Ausgang vier Treppen. Nähe Panfttraste. Gursch. Teilnehmer zum möblierten Vorderziinmer,Belle.Alliancestrabe73. Wermulh.__+112 Ein Herr kann noch zuziehen, möbliertes Zimmer, 16,00 inklusive, Prinzenstrastc 17 vorn III links.+63 Schlafstellen. Teilnehmer zurmöblierten Schlafstelle gesucht, FrauJacobey, Kolberger- straste 26. III._ 8206* Möblierte Schlafstelle sofort zu vermieten, Herrn oder Dame. Elisa- bethtirchstragc 8, vorn II rechts, j 93* Möblierte Schlafstelle sür2Hcrren Beymestraste 3, Ouergebäude II bei Pape. 25811z Möblierte Schlafstelle bei Bungie», Witwe, Manteuffelstratze 39 Ol. Teilnehmer zurmöblierten Schlaf- stelle gesucht. Brandt, Friedrich- straste 218. vorn V. 2570b Schlafstelle sür Herren, Lübbener- straste 23, l.Hos IV linls. 2547b Möblierte Schlafstelle vermietet Nlcksch, Kottbulerftraste 11. vorn I. �rbeitsmai-kt. Schlafstelle, möblierte, Köpcnickerstraste 42. Rtedrich, +>0 Möblierte Schlafstelle ,ar2Serren vermietet Käufler, Wienersttage 26, vorn 1 Treppe rechts._+10 Möblierte schlasstelle, 1 oder 2 Herien, sctzlorn, Manteuff«Istrast-69 3 Treppen Iint«.__+10 Möblierte Schlafstelle nach vorn zu vermieten. 10 Mark. Oranien- straste 181, 4 Treppen recht«. 2624b Schtafstell« an Herrn vermietet Stöffel, Boxhagenerstraste 16, Quer- ntbinib» II.' 881 B» Möblierte Schiasstelic, 1 oder 2 Herren, Ww. Löffel, Manteuffel- straste 63, von, 2 Treppen.+10 Schlafstelle sür zwei Herren, Lippehncrstraste 24, Hochparterre, Sieber.+141 Stellengesuche, Gnörich. Volkshumorist(auch mit Gesellschaft), Fennstraste 1 a.+81* BolksHumorist Henry Balzö, auch mit Gesellschaft, Manteuffelsttaste 41 GerhardyS Volkssänger- Gesell schaft, Wrangelstraste 22._+10* BolkSsänger- Gesellschaft Lewan- dowsky. Beusselstraste 28.+72' Schmeltzer, VolkShumorist, auch mit Gesellschaft, Stetttnersttaste 57.+94 BolkSsänger- Gesellschaft Swinemünderstraste t. Anke, +94 Perfekter, jüngerer Zuschneider erwünscht Stellung. Gefällige Offerten unter L. W. Postamt 16. 2561& Bnrbiergehülfe, älterer, tüchtig, sucht Stellung. Offerten»Barbier- gehülfe", Postamt 26. 2554b Blinder sluhlflechter bittet um Arbeit. Stühle werden abgeholt und zurückgeliejert. A. Gläser, Mulack- straste 27. 1468b Stelleaangedote. Nebenverdienst für jedermann. Auskunst kostenlos. H. Avis, Zwickau, Ellässerstraste 40._ 8811t* Laufenden hohen Nebenverdienst erbält jeder sür Nachweisung von Feuer- und Diebstahls-Versicherungen bei Subdirektion, Ritterstrage 61, I, an der Lindenstraste. 2039b' Bananschläger sür die Beamten- Wohnhäuser in Charlottenburg ver- langt Schlosserei R. Blume, Charlotten- bürg, Schillersttaste 97. 2509b* Tüchtiger Bilderrahmenmachcr langt Kristan, Kottbuser User 32. er ver- Tüchtige Schlosser sür Kitter-, Fensler- und Treppenbau sucht D. Hirsch, Lichtenberg-Berlin, Herz- bergstraste 140(nahe Bahnhos Frank- surter Allee)._+34* Tüchtige« Fournicrer verlangt O. Rohde u. Co., Grüner Weg 56. Lehrling verlangt Metalldruck- waren-Fabrik H. Zieglcr, Boeckh- straße 25. 2453b Ledcrfärber zum Auffärben von Lederslühlen sucht Neumann, Königs- bergcrstrahe 28. 2585b Lehrling, Monaisoergütung 20, 30, 40 Mark, verlangt Spazier- und Schirmstockfabrik Ritterstrastc 59. Polsterer aus Klubsessel sucht Ncumann, Königsbergerstrastc 28. Polierer aus Naturstöcke verlangt Stocksabrik Mtterstraste 59. 2Z87b Marmorschleifer verlangt Weisten- see. Röllestraste 129._ 20046 Rohrleger, Klempner verlangt EHIert, Fricdrichstraste 250. 2592b Dirigent sür Arbeiter< Gesang- verein Freitag gesucht, perjelter Klavierspieler. Zuschnsten erbeten an G. Bickel, Kottbuserstraste 15. 25935 Schlosser aus Konstruktion und Beschlag verlangt Heinrichs. Feurig- straste 55 b, Schoneberg. 2S74b Schmied sür Schlosseri Gitterbau verlangt Heinrichs, straste 55 b._ erei zum Klavierspieler verlangt ständig Sonnabends, Sonntags EberSwalder straste 33, Restaurant. 2602b Tüchtigen Schlosser aus Rcpara- turen. Manthey, Friedrich Wilhelm- straste 10.__ 26186 Metalldrücker« Lehrling verlangt Funk, Licsenstrasto 5. 26196' Flieseilteger. zwei, sür Wand und Fußboden, gut eingearbeitet, sucht I. Wols, Elisabethkirchstraste 11. Tüchtige Monteure und Dreher aus Gas- und elektrische Kronen verlangt Hirschhorn, Köpenicker- straste 140. 2629b "Pianofortc- Arbeiter, Umbau macher, Umleimer, Frontenmacher sucht Erich Brandes, Köpenicker- straste 145.. 2627B Schlosserlehrling verlangt Tilsitcr. straste 73a._+34 Schlosser-Lehrling, Arbeitsbursche verlangt Gubenerstraste 59.+34 Zehn sloitc Polsterer verlangt Graudenzerstraste 2.+6 Schlosicrgcsellc aus Bauichlosscrei verlangt Tlliiterstraste 73a.+34 Jungen Schloffergesellen als Heiser, sowieSchlosserlehrlingverlangtDreyse- strastc 15.+73 Packer, Einballierer, Goldlcisten, verlangt Glischke, Weistensee, Sedan straste, Ecke Wirthsttaste.+123 Sakkoarveiterin. Koslümarbcilcr, Lehrmamfells. Apcl, Köpnickcr- straste 26. 259öb Maschinennäherin verlangt Schröder, Pankow, Kaiser Friedrich- straste 67. 2569b JungeS Mädchen, welches das Bronzieren erlernen wM, verlangt Hirschhorn, Köpnickerstraste 149. 2630b 100 Mamsells aus Jacketts. Barle, Eckcrtslraste 7 vorn III. 2633b Kartonarbeiterinnen, geübte, sür dauernde Beschäftigung Grciffcn- Hägen, Stallschreiberstraste 58. 44/16* Tändelschürzen-Arbeiterinnen ver- langt Witthubn. Strastmannslraste 4. Schürzen-Näherin, Georgenlirchstraste 52. Lehrmädchen 25426* Im Arbettsmarkt durch befondere« Druck liervorgehode»» Anzeigen tosten 40 Pf. pro Seile. Gelie SeMmafnoeQ finden bei sehr hohen Preisen 1 dauernde Beschäftigung. 25836 I tt. Se�äslotr. 15. 3 Tüchtige Uerftlberer finden dauernde Beschäftigung bei Heidt n. lloirmann, Strelstz In Wecklenb., Goldleistenfabrik.• Schmiede, Arbeiter, tüchtige, verlangt.4.. Hrnckcn- niiiller, G. m. b. H., Schöneherg- Berlin, Tempelhoser-Weg 46/47. Meldung bei Monteur tteuniann, Groste Beil. Strastenbahn, Brunnen-, Ecke Boltastiaste. 2603b sür Industrie, der- auch diePräparation übernimmt, sosort gesucht. Offerten mit Gehaiieangaben unter„E. E. 2808" an Rudolf Messe, Berlin, Prinzcn- straste 41. 44/17 Mamsetts anf Westen verlangt bei hohen Löhnen Westen- fabrik Rochstr. l. 2616b für dauernde Stellung bei gutem Lohn zu sosortigem Eintritt gesucht. Bc- Werbungen unter ,.4. R. 375' au Haasenstein ckVogler, A.-G., EerlinV.'.S. 50 Verleger für fugenlose Steinholzsustböden, selbständige Glätter, gesucht. ,,GoIement" Deutsche Steinholzwerke, Charlotten- bürg, Kantstr. 38a, 47132* nach Kopenhagen wird gesucht bei hohem Lohn und dauernder Stellung. Nur tüchtige Kräfte wollen sich melden. Cit/gade 20, Kopenhagen. 47122* Kaurer-futzfiir techn. Filze jeder Art. 4669L* H. HVentiel, Brunnenstr. 45. Hclw Holzarbeiter-Verband. Tischler u. Einsetzer! Die Bautischlerci Schneider, Görliüer Ufer. und der Bau Schneider in Südende. Lichter- feldcrftrasic. Ecke Potsdamerstrastc, sind wegen Differenzen gesperrt. Zuzug ist fernzuhalte«. Die Ortsvermaltung. Kerbanl» derMäfche- u.Kramatteubranche. Bis aus weiteres sind die Firmen: Stein Söhne. Grüner Weg 5, Paul Isaak, Michaelkirchstr. 23». A. Wertheim. Rosenthalerstt. 28, EarfteuSu.Lachinan«,Zimmcrstt'.29, Kirchftein u. Michaelis, Märkischer Platz 1, sür alle Zuschneider, Nähe- rinnen, Plätterinnen sowie alle Slr- beiterinnen«/«sperrt.» Die Sperre über die Firma Gebr. Borchardt, Neue Königstraste, ist aus- gehoben._ Die OrtsverwaHung- Achtung! Achtung! Stuisarbeiter und Arbeiterinnen! Buchbinder, Kartonnayer«. Ledergalanterie-Arbc»ter! Die EtuiSarbeiter befinden sich in einer Tarifbewcgung t Veranlaßt durch das Verhalten der Fabrikanten wurde die Arbeit nieder- gelegt. Es wird versucht, von den anderen Branche« Arbeitskräfte heranzuziehen. 25/13* Zuzug ist streng fernzuhalten l _ Die Ortsverwalt«»g. Achtung, Die Damenhutfabriken von Hoffmann& Rosenberg, Blnmcnstrasie 30, sowie 294/5* (6fbr. Stnljl, GrSnerWegov, sind gesperrt. Der Vorstand der Eilials Berlin. Achtung! Bauhantlwerker! Der Streik der Rohrer dauert unverändert fort und ersuchen wir alle Bauhandwerkcr, weil verschiedene Firmen, die nicht bewilligt haben, an Arbeitswillige Arbeitsberechtigungs. karten ausgeben, um Irrtümer herbei- zuführen,'streng daraus zu achten, und haben nur die von der Organi- sation herausgegebenen gel den Karte» Gültigkeit, wenn dieselben mit dein Ztcinpel der Lohnkommission ver- sehen sind. 296/4 Die Lohnkommisno» drr Rohrer Berlins».Umgegend. Bureau: Dragonerstr. 15. Hnhnacbas! Einem Teil unserer heutigen Ausgabe— für de« Süden. Südosten. Ofte« und Borortc dieser Richtung— liegt ein Prospekt der Firma Dhcodoc FHcke in Berlin, Oranicn- «traße 174 und Januonitz- brücke 1, für die Postabonneutcn ei» solcher der Tcrlugshuch. handlung Bonncfi A Hach- feld in Potndam. wifsenschast. liche Selbstunterrichts- Werke bctrefseud. bei. 'VtmttW. Redakteur: Paul Büttner, Berlin. Für den Inseratenteil versntw.: TS. Glocke, Berlin- Druck u.'"erlag: Lori i u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin S\\& Redaktion und Expedition: Berlin, Cindenltr. 69. Fernsprecher: Bmt I?. 198$. | Nr. 348. S-untag, de» 15. Oktober 1905. 1«•»»«rt»-« m. I 0 f Bei größeren Bufträgen entlprechcndcn Rabatt. partel-Hngclcgcnbeiten. j Die organisierten Parteigenossen von Berlis haben sich am Dienstag dieser Woche mit einer wichtigen Än- Gelegenheit zu befassen. Fünf Wahlkreise haben zu diesem Tage Generalversammlungen anberaumt, m denen die Mit- glieder der Wahlvereine in die Beratung der bekannten Vor- läge, die Neuorganisation Grosi-Berlins betreffend, eintreten. Die Versammlungen finden statt in folgenden Lokalen: 1. Wahlkreis: Arminhallen, Kommandantcnstr. 20, 2,„ Hofjäger-Palast, Hasenheide 52/53, 4.„ Südost: Graumann, Naunynstr. 27, «.„ Ost: Köningsbank, Gr. Frankfurterstr. 117, (Als zweiter Punkt steht hier der Antrag des Vorstandes und Bezirksführcr auf Be- soldung des Kassierers und dessen Wahl auf der Tagesordnung.) 5.„ Altes Schützenhaus. Linienstr. 5, 6.„ Germaniasäle, Chausseestr. 103. In diesen Versammlungen stehen Entscheidungen bevor, die für das Parteileben, für die EntWickelung der Sozial- dcmokratie in Verlin und den Vororten von ganz außer- ordentlicher Bedeutung sind. Es darf daher Wohl erwartet lverden, daß die Genossen durch rege Beteiligung am Dienstag- abend ihr Interesse für die auf der Tagesordnung stehende trage bekunden. Kein Mitglied des Wahlvereins darf bei ntscheidung über diese wichtige Angelegenheit fehlen. Parteigenossen, agitiert daher für zahlreichen Besuch der am Dienstag stattfindenden Generalversammlungen. Das Mitgliedsbuch legitimiert. Die Versammlungen beginnen abends 8>/z Uhr. Die Vorstände der Wahlvereine. Zur Lolalliste. Folgende Lokale stehen der Arbeiterschaft jetzt unter den bekannten Bedingungen zur Verfügung: Hermanns Gesellschaftshaus(Joh. Stephan) in K a u l s d o r f; Cafs Hoppe- garten, A. Baudorf, Berlinerstr. 18 in FriedrichSfelde; Restaurant Diedrich, Mühlenstr. 15 in Oranienburg. In Wilhelmsruh, Haltestelle Reinickendorf, sind alle Lokale ftei. Die Lokalkommission. Charlottenburg. Die zum Dienstag, 17. Oktober, anberaumte Versammlung findet nicht statt. Am 22. Oktober ist Flugblattverbreitung. am 24. Oktober Volksversammlung. Erkner. Dienstag findet die Generalversammlung dcS Wahlvereins bei Degebrodt statt. Bericht der Funktionäre und Neuwahl. Friedrichsfrlde. DienStag abend S'/e Uhr hält der Wahl- verein bei Schulz, Wilhelmstr. 11, seine Versammlung mit folgender Tagesordnung ab: Fortsetzung der Diskussion über den Parteitag. Friedenau. Dienstag, abends 8V3 Uhr, findet bei Grube die Monatsversammlung des Wahlvereins statt. Tagesordnung: 1. Be- richt über den Parteitag. 2. Das Organisationsstatut für Grotz- Berlin. S. Vereinsangelegenheiten.— Verloren gegangen ist die Russenliste Nr. 1549. Abzugeben bei Miethling, Kaiscr-Allee 86. Johannisthal. Die Generalversammlung des Wahlvereins findet Dienstag abends 8>/z Uhr bei Wilhelm Krüger, Friedrichstr. 19, statt. Tagesordnung: Bericht und Neuwahl des Vorstandes. Beratung des Organisationscntwurfs. Billetts zum Besuch der Urania sind noch erhältlich bei Alwin Gamisch, BiSmarckstr. 7, und Bengsch, Hassel- Werderstratze 4. Lichtenberg. Dienstag abend 8'/z Uhr findet eine V e r s a m nr- lung des Wahlvereins bei Gebr. Arnhold, Frankfurter Chaussee 5, statt, die sich mit dem Bericht vom Jenaer Parteitag beschästigen wird.— Sonnabend veranstaltet der Wahlverein in demselben Lokal ein Künst lerfest, das bei dem ausgewählten und reichhaltige» Programm einen genußreichen Abend verspricht. Billetts sind bei den Bezirksführcr» und in der Spedition Kronprinzenstratze 50 zu haben. Köuigs-Wustcrhausc«. Heute Sonntag nachmittags 4 Uhr findet bei Herrmann, Neue Mühle, unsere Generalversammlung statt. Rixdorf. Die Mitglieder des Wahlvereins werden hierdurch auf das Inserat in heutiger Rummer aufmerksam gemacht. Pflicht eines jeden Mitgliedes ist es. in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Einlaß erfolgt nur gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches. Der Vorstand. Köpenick. Die Versammlung des Wahlvereins findet nicht übermorgen, sondern erst DienStag, den 24. Oktober, bei Seidel statt. Reinickendorf-West. DienStag. abends 8'/� Uhr, ist bei Muster, Berlinerstr. 29. Generalversammlung des Wahlvereins. Die reichhaltige Tagesordnung erfordert das pünktliche Erscheinen sämt- licher Mitglieder. Rcinickendorf-Ost. Der Bildungsverein für Frauen und Mädchen hält Dienstag keine Vereinsversammlung ab. Tegel. DienStag abend 8V2 Uhr ist die Mitgliederversaminlung des Wahlvereins im Restaurant Schmidt. Schliepcrstr. 64. Tages- orvnung: Bortrag des Gen. Katzenstein über:.Materialistische Ge- schichtSauffassung�. Bericht von der ÄreiSkonfercnz. Kassenbericht. Gäste haben Zutritt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Treptow-Baumschulcnwrg. Die Generalversammlung desWahl- Vereins findet am Dienstag, den 17. d. M., abends 8l/s Uhr. im Restaurant Speer. Baumschulenstr. 78, statt. Der wichtigen Tages- Ordnung wegen, Bericht und Neuwahlen des gesamten Vorstandes und der Funktionäre, sowie wegen Stelluugirahnle zum Statut des Pankow. In der nächsten Versammlung des Wahlvereins, am 25. d. M. im Lokale von Mierke, referiert Genosse Grunwald-Berlin über„Deutschland und der Weltmarkt".— Am Sonnabend, den 21. d. M., feiert der Verein sein Stiftungsfest im Lokale von Roczycki, Krcuzsir. 3—4. Franz.-Buchhvlz, Wahlverein Bezirk Pankow. Regelmäßige Mitgliederversammlung am Dienstag, den 17. d. M., 9 Uhr, im Lokale von Kähne, Berlinerstr. 39. Forlsetzung der Diskussion aus der letzten Versammlung über den Vortrag:„Die Entstehung der Bibel". Weißensce. Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Montag findet im Lokale Cafb Rettig, Ber- linerstratze. eine Wanderversamntlung statt, in welcher Dr. Mauren- b r e ch e r über.Frauenglück" sprechen wird. Die Mitglieder werden ersucht, im Kreise ihrer Bekannten für diese Versammlung zu agitieren. Der Vorstand. Wilhelmsruh. Dienstag 8'/« Uhr Mitglieder-Versamm- lung bei Willmerodt. Tagesordnung: 1. Aufschub der General- Versammlung. 2. Die Aenderung des Rosenthaler Wahlreglements. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Zehlcudorf. Dienstag abend 8 Uhr findet bei Mickleh, Pots damersttatze 25, die G e n e r a l« V e r s a in m l u n g des Wahl- Vereins statt. Auf der Tagesordnung stehen folgende Punkte: 1. Vortrag dcS Genossen Gruhl-Nowawes: Bericht vom Parteitage. 2. Diskussion. 3. Bericht des Vorstandes. 4. Neuwahl des Vorstandes. 5. Verschiedenes. Mit Rücksicht auf die umfangreiche Tagesordnung wird auf ein pünktliches und vollzähliges Ericheinen der Genossen gerechnet. ES wird ersucht, alle Bibliotheksbücher ab- zulicfern.. Der Vorstand. Verbandes der sozialdemokratischen Wahlvereine Grotz-BerlinS ist es Ehrenpflicht der Genossen, vollzählig und pünktlich zu erscheinen. Der Vorstand. Schönrberg. Am kommenden Dienstag findet im Obst schen Saale eine Versammlung des Wahlvereins statt, die sich mit den bevorstehenden Stadtverordnetenwahlen beschäftigen .oird. Auf der Tagesordnung steht ein Vortrag des Genossen Her- .rann Schuberl über„Unsere kommunalen Forderungen". Vorort- l�acbricbteu. Charlottenburg. Die Charlottenburger Gewerkschaftskommission hielt am 12. d. M. eine Sitzung ab, zu welcher die Vorstände der Gewerkschaften ge laden waren. Der Besuch war gut. lieber den 1. Punkt referierte Genosse Flemming; er empfahl den Antrag des Ausschusses, der dahin geht, den diesjährigen Bericht der Kommission erweitert zu gestalten und ihm kurzgefaßte Berichte der einzelnen Gewerkschaften lowie eine Adreßtafel der Gewerkschaftsfunktionäre beizufügen. Nach längerer Debatte wurde der Antrag des Ausschusses angenommen, dagegen der Antrag Pfefferkorn, die Gewerkschaften prozentual zu den Kosten heranzuziehen und den Funktionären je einen Bericht gratis zuzustellen, abgelehnt. Der zweite Punkt, die bevorstehende» Gewerbegerichtswahlen, erregte ebenfalls eine längere Debatte. Genosse Jost als Referent empfahl, jeder Gewerkschaft aufzugeben, dem Obmann Kandidaten mitzuteilen, die Vorarbeiten dem Ausschuß zu übertragen und einen Extrabeitrag von 15 Pf., mindestens aber 10 Pf. pro Mitglied zu erheben. Ebenso warnte der Referent aus taktischen Gründen davor, sich diesmal an den Wahlen der Arbeitgeber zu beteiligen. Obwohl verschiedene Redner für die Beteiligung an de» Arbeitgeberwahlen einttaten, wurde solches abgelehnt und die Vorschläge des Referenten angenommen. Der Extrabeitrag wurde auf 15 Pf. pro Mitglied festgesetzt sowie den Gewerkschaften zur Pflicht gemacht, diesmal mehr Hülfskräfte dem Wahlkomitee zur Verfügung zu stellen. Auf Antrag Gebert wurde der dritte Punkt wegen vorgerückter Zeit und wegen der Wichtigkeit der Sache abgesetzt und bis zur nächsten Sitzung vertagt. Für die am 28. Oktober im„Volkshaus" stattfindende öffentliche Versamm lung der Lehrlinge und jugendlichen Arbeiter empfiehlt der Ob- man», rege Agitation zu betreiben und das Verteilen der vorliegenden Flugblätter präzise zu besorgen. Die Listen der Kandidaten zu den Delegiertenwatzlcn für die Orts kr a n ke n lasse müssen bis spätestens 16. Oktober in den Händen deS ObmanneS sein. Am 30. Oktober findet ein Lichtbilder-Vortrag statt, tvclchcm die Arbeiter reges Interesse entgegenbringen mögen. Der Eintritt ist ftei. Uw entschuldigt fehlten die Friseure und Gärtner. Freie Bolksbühne Charlottcnburg. Der Andrang zu der Freitag. den 27. Oktober, stattfindenden Vorstellung von„Nachtasyl" ver- spricht so stark zu werden, daß dringend geraten wird, Neuanmeldunaen schleunigst bei einer der untenstehenden Zahlstellen zu bewirken. Zu- gleich wird schon jetzt mitgeteilt, daß für den 2. November eine außerordentliche Generalversammlung einberufen werden wird, in welcher Frau Wally Zepter einen Vortrag über „Ziele der Freien Volksbühnen" halten und der Vorstand einen Bericht über den bisherigen Ablauf der Vereinstätigkeit geben wird. Zahlstellen deS Vereins sind: Müller, Volkshaus, Rosinenstr. 3: Will, Kirchstr. 30; Paesler, Schlüterstr. 8; Franz Schmidt, WilmerSdorfer- straße 130- Konsumverein, Wilmersdorferstt. 27; Bigalke, Schloß- strotze 26a, und in Wilmersdorf: M.u r r e r, Eislebenerstr. 14, und Käsler, Lauenburgerstr. 20. Den Arbeitern der städtischen Gasanstalt sind gestern zum erstenmal die erhöhten Lohnsätze ausbezahlt worden. Bekanntlich wird in Charlottenburg der Normalctat alle fünf Jahre revidiert, und es sollen bei dieser Gelegenheit auch die Lohuvcrhältnisse der städtischen Arbeiter einer Revision unterzogen werden. Ausgenommen davon sind nur die Gasarbciter. die der Beleuchtungsdeputation un- mittelbar unterstellt sind. Infolgedessen wurden sie im April dieses Jahres bei der allgemeinen Lohnrcvision der städtischen Arbeiter über- angen. Die Erregung, die sich naturgemäß der Gasarbeiter darüber emächtigte und in einer öffentlichen Versammlung zum Ausbruch kam, führte schließlich zu bestimmt fonnulierten Anträgen des Arbeiterausschusses, die nach eingehenden Beratungen der Deputation zum größten Teil angenommen wurden. Geblieben ist allerdings die zehnstündige Arbeitszeit und der Mindestlohn von 4,00 M.(wir geben die als Stundenlöhne be- zeichneten Sätze mit 10 multipliziert) ist auch nicht für alle Arbeiter erlangt worden, vielmehr hat die Deputation von der bisherigen Gruppe der Hof-, E r d- und H ii l f S- arbeitet, die von 3,70 M. bis 4,20 M., bei Wechselschicht von 3,90 M. bis 4,40 M. stiegen, die Erdarbeiter losgelöst und auf 3,80 M. bis 4,30 M. gesetzt, während den Hof- und HülfSarbeitern 4.00 M. bis 4.50 M.. bei Wechselschicht 4,20 M. bis 4,70 M. be- willigt sind. Die Ständeholer, Abklopfet und Laternenarbeiter sind von 3,70 M. bis 4,50 M. auf 4,00 M. Tischler, Klempner und berufsmäßig ausgebildete Rohr leger), die bisher 4,00 bis 5,00 M. erhielten, erhalten jetzt 4,50 bis 6,00 M., die übrigen Robrleger sind von 4 M. bi« 5,25 M. auf 4,50 bis 5.50 M. gestiegen. Die Kessel- Heizer, die bisher 4,50 M. bis 5,20 M. hatten, sind nur im Höchstlohn heraufgesetzt, bis 5,50 M. Die Feuerleute sind von 5,20 M. bis 5,50 M. auf 5,30 M. bis 5,60 M. gestiegen. Die A b- schlacker, welche bisher mit den Kesselheizern rangierten, also 4,50 bis 5,20 M. hatten, sind den Feuerleuten gleichgesetzt, erhalten also 5,30 bis 5,60 M. Nicht bewilligt ist eine Heraussetzung der Akkord- sätze der Kohlenlader, dieiclben sollen überhaupt keine Normal- löhne erhalten, sondern die Akkordsätze sollen von Fall zu Fall ver- einbart werden. AlS ein sehr wesentlicher Fortschritt bei der neuen Lohnfestsetzung ist ferner zu bezeichnen, daß das Aufrücken in den einzelnen Lohnklassen bestinrmt geregelt ist, überall um 10 Pf. jährlich, bei den Erd-, Hof-, Hülfsarbeitern und Fcuerleuten alle zwei Jahre um 10 Pf. Bisher war das Aufrücken dem Ermessen der Direktion überlassen; die infolgedessen vorkommenden großen Ungleichmäßigkeiten führten natürlich zu vielen Klagen. In der Zukunft soll da« Aufrücken ganz regelmäßig stattfinden, ab- gesehen von Fällen grober DiSziplinividrigkeit, über die jedoch auch der Arbeiteransschuß zu hören ist. und � über die nicht von der Direktion, sondern von der Deputation entschieden wird. Die geschilderte Regelung der Löhne soll für fünf Jahre Geltung habe», die Deputation will die Lohnverhältnisse der GaSarbeiter an den allgemeinen RevisionSterminen des Normaletats, also alle fünf Jahre, zunächst wieder im April 1910, einer emeuten Prüfung unterziehen. Reinickendorf-West. Eine kombinierte Generalversammlung deS Wahlvereins Rcinicken- darf- Ost,-West und Wilhelmsruh tagte DienStag im Lokale von Schorsch in Wilhelmsruh. Genosse F r e i w a l d t- Pankow referierte über das Organisationsstatut der Wahlvereine von„Groß- Berlin". An der Hand des vorliegenden Statuts erläuterte er die einzelnen Bestimmungen ausführlich und erwartete, daß die Generalversamm- lung diesem Entwurf die Zustimmung geben werde.— In der Diskussion spricht sich Lorenz für Beibehaltung der AgitationS- kommiision aus; ob der Entwurf einen Fortschritt in der Partei- bewegung Groß- Berlins bedeute. müsse erst die Praxis lehren. Chemnitz befürchtete eine Lähmung der Bewegungsfteiheit der einzelnen Wahlkreise, wodurch auch noch die Agitation in den ländlichen Bezirken erschwert werde. Er vermißt ferner das demo- kratische Prinzip darin, daß der Vorstand aus seiner Mitte die einzelnen Funktionäre ernennt. Monkowski befürchtet auch ein Erdrücken der kleinen durch die großen Kreise und ist im allgemeinen mit dem Entwurf nicht einverstanden. H a s ch e ck ist entschieden gegen Anstellung von besoldeten Partei- beamten. Nachdem noch N e u m a n n, Z r 0 l k 0 w s k i und andere sich kritisch zu dem Entwurf geäußert haben, geht F r e i w a l d t auf die Ausführungen der einzelnen Redner näher ein und sucht die vorgebrachten Bedenken zu zerstreuen mit dem Erfolge, daß der Ver- traucnSmann, Genosse Gursch, nach der Abstimmung das Ein- Verständnis der Versammlung mit dem Entwürfe konstatieren konnte. Hierauf erstattete der Vertrauensmann Genosse Gursch den halb- jährlichen Bericht. Danach ist im allgemeinen ein Fortschritt in der Parteibcwegung zu verzeichnen. DaS Zusammenarbeiten der drei Wahlvereine sei erfreulich gewesen. Der Mitgliederbestand hat sich erhöht im Westen von 120 auf 185, im Osten von 224 auf 241, in Wilhelmsruh von 102 auf 116. ES sind an den Kreis abge« liefert vom Westen 22 M., vom Osten 75,40 M., von Wilhelmsruh 15 M. An BonS Ivurden abgesetzt im Westen für 12,50 ivt., im Osten für 4,20 M., in Wilhelmsruh für 7 M.— Oeffentliche Versammlungen fanden statt jm Westen 2, in Wilhelmsruh 2; Kreiskonferenzen fanden 2 statt. Eine Agitationstour mit zirka 10 000 Exemplaren der„Fackel" und eine Flugblattverbreitung haben in diesem halben Jahre stattgefunden.— Iii der Diskussion wurde die letzte Lokal- l i st e von verschiedenen Rednern heftig bemängelt. Außer vielen anderen Fehlern sei auch der Bezirk„Wilhelmsruh" in der Liste nicht aufgeführt. Verschiedene Redner tadeln daö Verhalten der- jenigen Genossen, die fortgesetzt gesperrte Lokale besuchen, ferner tadeln sie. daß unsere Gemeindevertteter in den Versammlungen fast stets durch Abwesenheit glänzen. Ein Antrag,„Parteigenossen, die gesperrte Lokale besuchen, zuerst durch eine Rüge, im Wieder- Holm, gSfalle durch A u s s ch l u ß aus dem Wahlverein zu be- strafen", fand Annahme. Bis zur Neuorganisation von Groß- Berlin wurden in die Lokalkommission die Genossen Jäckel und Stubbe neugewählt, als Revisoren deS Vertrauensmannes die Gcnoffen Hascheck für Wilhelmsruh, Wigandt für den Osten und Fellwock für den Westen bestätigt. Die Einführung einer Kontroll- marke bei der Flugblattverbreiiung bleibt den einzelnen Bezirken überlasten. Folgende Resolution fand nach Ueberweifung der Teller- saminluiig an die Opfer der AllSsperrung Annahme:„Die Geiieral- Versammlung der sozialdemokratischen Wahlvereine Reinickendorf und Umgegend verurteilt das rigorose Verhalten der Unternehmer der Elektro-Jndustrie. Die Versammelten protestieren gegen die Unterstützung, welche oben bezeichnete Handlungsweise der Unternehmer seitens der Regierung gefnnden hat und erblicken darin ein einseitiges Vorgehen gegen die um ihr Recht kämpfenden Arbeiter und Arbeile- rinnen. Zugleich sprechen die Versammelten den Känchfenden ihre vollste Syinpathie aus und verpflichten sich, ihnen die iveitgehendste moralische und pekuniäre Unterstützung zuteil werden zu lasten." Wilmersdorf. Mittwoch tagte bei Sakamon eine Versammlung des Wahl- Vereins, in der Genosse G r u h l- NowaweS vom Parteitag Bericht erstattete. Gruhl verstand es. in würdiger Darstellung ein Bild von, Parteitag zu entwerfen und den Eifer der Versammelten an« zuspornen. In der ausgedehnten Diskussion erklärten sich die Redner im allgemeinen mit der Haltung der Delegierten deö Kreises einverstanden. Der vorgerückten Zeit wegen wurde beschlossen, die Debatte in der nächsten Generalversammlung fortzusetzen. Dann werden auch die Neuwahlen deS Vorstandes vorgenommen. I» den Wiiitermonatcn sollen die Versammlungen Punkt L'/z Uhr eröffnet werden._ Berliner)Macbricbten» Die Parteikonferenz für Berlin und die Provinz Brandenburg tritt heute vonnittag in den Arminhallen zu einer Tagung zusammen. Die Aufgaben, die ihrer harren, sind mannigfaltiger Art. Beim Bericht der AgitationS- kommission werden die Delegierten Gelegenheit haben, ihre Er- fahrungen in der Agitation auszutauschen und zu crörtenr, wie diese am besten im Interesse der Partei allgemein nützlich gemacht werden könncil. Die Landarbcitcrfrage, die schon frühere Konferenzen beschäftigt hat, wird daö ganze große Gebi-t der Landagitation berühre». Die Frage der Agitation, in der noch viele Schwierigkeiten zu übcrlviiiden sind, die aber für die Konferenz wie für die Gcsamtpartei eine der wichtigsten Fragen ist, kann gar nicht eingehend genug behandelt werden. Sind auch auf diesem Gebiete in der Provinz Brandenburg schon erhebliche Fort- schritte zu verzeichnen, so bleibt doch noch viel zu tun übrig. Eine intensive und erfolgreiche Agitation bedarf aber einer guten Organi- sation als Vorbedingung. Es trifft sich gerade gut, daß die Konferenz n a ch den, Gesamtparteitag stattfindet, der soeben ein neues Organifationsstatut geschaffen hat. Es kann deshalb auch bei der Beratung der Organifationsftage auf die'Jenaer Beschlüsse Rücksicht genommen werden. Bisher war für den Bezirköverband der Provinz Brandenburg ein geschriebenes Organisationsstatut nicht vorhanden, allein die Notwendigkeit eines solchen stellte sich mit der Zeit immer dringender heraus. Die letztjährige Provinzialkonferenz hatte alle darauf abzielenden Anträge einer Kommission überwiesen, die unter Anlehnung au die durch die Praxis erprobten Verhältnisse uii£ an das neue Parteistatnt ein Statut vor- gelegt hat. Organisation der einzelnen Wahlkreise, Förderung der Agitation durch eine Agitationskominission für die Provinz und An- bahnung eines Bezirksverbandes der Provinz Brandenburg sind die Hauptpunkte des gemachten Vorschlages. ES wird Aufgabe der auf der Konferenz vertretenen Genossen sein, bei der endgültigen Ge- staltung der Organisation in ähnlicher Weise auf eine kräftig cinzusetzendc Agitation den Hauptwert zu legen. Organisation und Agitation, das sind die beiden Angelpunkte, um die sich die Beratungen der Parteikonferenz drehen werden. In Berlin und der Provinz Brandenburg gibt eS für unsre Bewegung noch viel zu tun. Können wir auch auf manchen erfreulichen Erfolg zurückblicken, so stehen doch noch weite Kreise der werktätigen Bevölkerung in Stadt und Land dem sozialistischen Gedanken indifferent gegenüber. Diese gilt cS für unsere Bewegung zu gewinnen. Alles müssen wir daran- setzen, den Sozialismus in immer weitere Volksschichten zu tragen lind dazu werden auch die Beratungen der Provinzialkonferenz ihr ivesentlicheS Teil beitragen. In diesem Sinne heißen wir die Delegierren herzlich willkommen und wünschen den Beratungen besten Erfolg. Fleischnot. Es ist 68/4 Uhr abends. Vor der Haustür neben dem Laden des Großschlächtcrs haben sich etwa 60— 80 Personen aufgestellt; sie halten sich möglichst in der Nähe der Tür und bemühen sich das Trottoir freizulassen. Meist sind es Arbeiter- frauen mit Einholekörben oder Markttaschen. Dazwischen erwachsene Kinder im noch schulpflichtigen Alter. Eine Der- grämt aussehende Frau erzählt: Seit zivei Tagen ist er aus dem Krankenhaus, der Doktor hat ihm Schonung und Pflege verordnet; ich will mal sehen, ob ich einen Brühknochen kriege und ihm eine Suppe kochen kann. Fleisch kann ich nicht mehr bezahlen!— Ja, meint eine andere, es ist ein rechtes Elend! Daß die Behörden sowas zulassen! Eine dritte bemerkt: Na ?er eine von den Minfftcrn soll ja schon gesagt haben, er könnte das gar nicht mehr mit ansehen und nach der Heuernte wollte er verduften!— I wo, fallen ihr gleich mehrere ins Wort, der von nach der Heuernte verduften, das ist ja gerade der, der das Fleisch so teuer macht und der hat auch die meisten Schweine� zu verkaufen. Uebcrhaupt, es werden ja von dem volle Sachen geredt, von die Milch und von'n Grunewald und von die Schönholzer Heide!— Ach na I ick habe gehört, er soll ein gemütlicher dicker Herr sind I— Na ick danke: aber mehr dick als gemütlich! Na, und die ganzen Minister— so geht es weiter— was wissen die denn, wie unser einem zu Mute ist, wenn eine arme Arbeiterfrau ihren drei, vier Bälgern die hungrigen Mänler stoppen soll! Die, ja die Habens ja, die können bezahlen, da spielen ein paar Groschen mehr fürs Pfund Fleisch keine Rolle. Meinetwegen könnten die alle schon vor der Heuernte... Da entsteht eine lebhafte Bewegung, die Haustür ist geöffnet und die Menge drängt nach den: Hofe, wo in der Werkstatt des Fleischers auf einem großen Tische Haufen von Knochen und minderwertigem Fleisch, sogenanntes Dünnfleisch liegen. Der Meister mahnt die drängenden und nach vorn schiebenden Kunden zur Ruhe, die aber erst eintritt, als er versichert, daß jeder etivas be- komme; dann zählt er die Anivesenden, nennt einem Gesellen die Zahl und Meister und Geselle gehen daran', den großen Berg nach dieser Ziffer einzuteilen. Für 23— 30 Pfennige wandert ein Knochen und ein Stück ini Laden nicht verkäuf- liches Bauchfleisch in die Tasche der Käuferin. Aber der Zuspruch wird größer. Kinder, denen man an Kleidung und Manieren ansieht, daß sie gebildeten Familien ange- hören, finden sich ein, um eine Empfehlung von Mama zu bestellen, die einen recht schönen Bouillonknochen haben möchte. Das Gefühl des Bedrücktseins prägt sich so deutlich in dem Benehmen der Kinder aus, daß es selbst dem Meister nicht entgeht, obwohl seine Anfnicrksamkcit andertveit viel in Anspruch genommen ist; er fertigt einige der Kinder„außer der Reihe" ab und die verschwinden schleunig. In kurzer Zeit ist ausverkauft; die Werkstattür wird verschlossen und viele müssen ohne Einlaß gefunden zu haben wieder um- kehren. Der Meister sieht ihnen durch die Glastür nach, murmelt so etivas wie„armes Volk", schiebt die Automobilmütze nach hinten und sagt zu seinem Gesellen: Wenns so weiter geht, muß auch der Abfall kein paar Märker mehr einbringen I Berallgcmtinening des Borortverkehrs. Im Donatoren-Saale des Berliner Rathauses fand am Sonnabend eine von den Magistraten zu Burg bei Magdeburg, Trebnitz in Schlesien und dem Gemeinde- vorstand zu Brockau bei Breslau einberufene Versammlung von Vertretern zahlreicher Gemeinden statt, zu der etwa 30 Vertreter von Vororten aus allen Teilen deS Landes erschienen waren. Namentlich waren zahlreich vertreten die Vertreter von Vororten der Städte Breslau, Köln a. Rh., Frankfurt a. M., Magdeburg usw. Nachdem Dr. Dierschke-Brockau die Ziele der Bestrebungen der Vorortsgemeinden skizziert hatte und der frühere Oberbürgermeister, AmtS- und Gemeindevorsteher Dr. Hahn- Boxhagen-RummelS- bürg ein Bild davon entworfen hatte, welchen Einfluß der Berkehr auf die EntWickelung der Berliner Vororte ausgeübt hat, wurde nach lebhafter Erörterung beschlossen, beim Minister für öffentliche Arbeiten zc., dahin vorstellig zu werden, auch für die Vororte anderer Großstädte außer Berlin einen Vorortverkehr mit herabgesetzten Fahrpreisen, möglichst mit regelmäßiger Zugfolge und zunächst mit möglichster Vermehrung der Züge einzurichten. Der Bürgermeister P a l e s k e aus Höchst a. M., Bürgermeister Kühr aus Burg bei Magdeburg und Amts- und Gemeindevorsteher Dr Dierschke-Brockau bei Breslau, wurden beauftragt, eine Audienz beim Minister der öffentlichen Arbeiten nachzusuchen und ihm die Wünsche der Versammlung zu unterbreiten. Wilhelm II. In der„Tägl. Rundschau" wird folgende, von dem Amerikaner Poullney Bigelow verfaßte Mitteilung über die Talente des deutschen Kaisers abgedruckt:„Er kennt die Einrichtung eines Kriegsschiffes ebenso gut wie die Geheimnisse eines .Kohlenbergwerkes; er kann mit derselben Geschicklichkeit eine Lokomotive führen, wie eine Kavallerie- Division leiten. Er ist über die Produktionstraft eines jeden Landes genau unterrichtet und stellt in sich eines Enzbklopädie dar, der von dcrmateriellenLage seines Volkes nichts unbekannt i st. Von seinem Vater hat er die Gabe, durch ein liebenswürdiges Lächeln und ein freundliches Wort die Liebe aller zu gewinnen, denen er begegnet. Seinem Großvater ist er ähnlich in seiner soldatischen Einfachheit und der treuen An- hänglichkeit an die Traditionen seines Hauses. Er ist ein wirk- l i ch c r Redner und kein Phrascnmachcr. Bei den vielen Gc- legenheitcn, bei denen ich ihn reden hörte, kann ich mich an keine erinnern, bei der er nicht ebenso inhaltsreiche Kenntnis wie dramatische Schlagkraft an den. Tag gelegt hätte. Seine Borliebe für militärische Uebungcn hat er mit fast allen seinen Vorfahren gemeinsam; aber er ist im eigensten Sinne des Wortes der Führer seines Heeres und er hat selbst sein Volk in dem Glauben be- festigt, daß er, falls ein Krieg ausbrechen würde, als ein zweiter Friedrich der Große seine Armee persönlich führen würde. Elckwischcs Licht. Der Blncher-Platz sowie der Bellealliance- Platz, ferner der Hackesche Markt und das Roscnthaler Tor sollen demnächst elektrisch beleuchtet werden. Zu diesem Zwecke wird beabsichtigt, auf den genannten Plätzen große Kandelaber nach dem Muster der ans dem Potsdamer Platze errichteten Kandelaber auf- zustellen. Der erste Vorbote des WeihnachtSfcstes ist bereits da: die Ver Pachtung der Plätze für den WeihnachtSbaum-Grotzmarkt wird vor bereitet. In öffentlicher Ausschreibung soll die Militärrampc deS Bahnhofs Moabit an der Ouitzowstraßc vergeben werden. Auf dem Lehrter Bahnhof werden für das diesjährige Wcihiiachtsfest keine Plätze zur Lagerung und zum Verkauf von Weihnachtsbäumen der pachtet werden. Die unfreundliche, rauhe Witterung, die der diesjährige Herbst uns frühzeitig gebracht hat, dauert nun schon mehrere Wochen hin- durch an. Seil Beginn des zweiten Drittels vom September, also seit jetzt reichlich vier Wochen, haben wir nur vereinzelte Tage gehabt, an denen die durchschnittliche Temperatur um ein Geringes über den normalen Durchschnitt des betreffenden Tages hinausging. Fast immer lag sie unter dem normalen Durchschnitt, und namentlich seit Ausgang September hatten wir nur noch Tage mit unter- normaler Temperatur. Mehrfach blieb der Temperaturdurchschnitt tun volle 3 Grad, gelegentlich sogar um volle 4 Grad hinter dem normalen zurück. Seit Ende September hatten wir auch kaum einen Tag, der gänzlich frei von Regen gewesen wäre. Die Korporation der Berliner Biichhändler hat eine Vermehrung der A u s n a h m e t a g e für'späteren Geschäftsschluß petitioniert. Hiergegen hat sich dieser Tage eine Versammlung der Buchhandlungs� gehiitfen in folgender Resolution gewandt: Die öffentliche Ver- sammlung der Angestellten des Berliner Buchhandels in den Industrie- Feftfälen protestiert auf das ciiischiedenste gegen jede Vermehrung der Ausnahmetage für den Buchhandel. Sie spricht die Erwartung aus, daß das königliche Polizeipräsidium dem dahingehenden Antrage der Korporation der Berliner Buchhändler nicht Folge geben wird, vielmehr die Ausnahmetage auch weiterbin, ivie bisher, imnier mehr einschränken wird bis zur völligen Abschaffung. Merkwürdige Zustände, so schreibt uns der Verband der Ge- meinde-Arbeiter, herrschen seit längerer Zeit auf dem städtischen Wasserwerk Tegel. Der dortige Dirigent, Herr Splittgerber, ist nämlich ein sehr liebevoller Vorgesetzter seinen Arbeitern gegen- über. Er haßt die brutale Art, wie sie z. B. der Dirigent im Wasserwerk Friedrichshagcn vor einiger Zeit gegen den Obmann des Arbeiteranssckmsses anznivenden beliebte; nicht minder aber haßt er auch die Begehrlichkeit der Arbeiter, to-lchc durch ihren Ausschuß ihre Forderungen vortragen lassen. Was tun? Die Lösung ist viel einfacher als man glaubt. Es finden„Vorverhandlungen" mit dem Arbeiterausschutz statt. Gelingt es hierbei nicht, die Wünsche der Arbeiter zu dezimieren, so wendet sich der Chef an die Arbeiter selbst, tvelche die Wünsche gestellt haben, und zwar hübsch einzeln, so daß die Betreffenden seiner Liebenswürdigkeit in den seltensten Fällen widerstehen. Im übrigen hat der Dirigent es ja auch noch in der Hand, die Hartnäckigen durch Zurücksetzung in der besser be- zahlten Arbeit zu maßregeln, was verschiedentlich vorgekommen sein soll. Mitunter muß auch der Arbeitcrausschuß selbst nach der Bor- Verhandlung die Arbeiter noch einmal fragen, ob sie an dieser oder jener Beschwerde festhalten wollen, und dank dem vorbezeichncten Shsiem stellt sick nachher heraus, daß die Arbeiter die zuerst ge- forderte bessere Behandlung gar nicht wollen I So bringt es Herr Splittgerber fertig, daß die Hälfte der Tagesordnung bei der cigcnt- lichen Arbeitcrausschuß-Sitzung fallen gelaffen wird und die Aus- schußmitglieder obencin bloßgestellt werden. Aber das Interesse des Dirigenten für seine Arbeiter reicht weit über die Arbeitszeit hin- aus. Selbst über Aussprüche und Vorkommnisse in den Vcrsamm- hingen der Wasserwerksarbeiter ist er orientiert. Die vorliegenden Geschehnisse, welche beliebig mit Material belegt werden könnten, beweisen Kärlich, daß die Besttmmimgcn für die Arbeiteransschüsse in den Betrieben der Stadt Berlin auf die Dauer unhaltbar werden. Dadurch, daß der Dirigent eines Betriebes gleichzeitig Vorsitzender des Ausschusses ist, bleibt der Einfluß der Arbeiter geringfügig. Die Mitglieder des Ausschusses sind zur Ohnmacht vsrdanuut, und der ganze Ausschuh ist zu bewerten als„Dekorationsmittel" für die Sozialvolitik der Stadt Berlin. Tie Organisation des Verbandes der städtischen Arbeiter aber kann sich auf die Dauer mit diesem System nie und nimmer zufrieden geben. Der Zentraloerein für Arbeitsnachweis, Abteilung für weibliche Personen» macht darauf aufmerksam, daß sein Bureau zur Ver- Mittelung von AuShülfShausperfonal(Reinmachefrauen, Waschfrauen, Aufwärterinnen, Aushülfemädchcn) für das Winterhalbjahr erst um 8 Uhr geöffnet wird. Bestellungen müssen deshalb einen Tag vor dem gewünschten Arbeitsantritt eingehen. Telephon Amt III, 3795. Postkarten Adresse C. 54, Rückerstr. 9, parterre. Die Abteilung für Dicnstbotcn-Vermittelung, Gormannstr. 13, ist nach wie vor von 5— 7 Uhr nachmittags geöffnet. Die amtliche PreiSnotierung auf dem Berliner Viehhofe. Der Verein Berliner Schweinegrotzschlächter, der schon seit längerer Zeit über die Unzulänglichkeit der amtlichen PrcisseststeNung für das auf dem Berliner Viehhofe gehandclte Schlachtvieh lebhafte Klagen ge- flihrt hat. will nunmehr alles aufbieten, um hier Wandel zu schaffen. Es hat sich nämlich nach der Ansicht des Vereins in der jetzigen Zeit der Fleischnot eine Methode herausgebildet, die den wirklichen Preisen nicht gerecht wird und eine Irreführung der Produzenten wie Konsumenten mit sich bringt. Am letzten grvßen Markttage (Mittwoch, 11. d. M.) war nach genauen Feststellungen zum Beispiel bei Schweinen erster Oualität als Preis 7l M. notiert, während von den aufgetriebenen 12 329 Schweinen 8000 Stück(mithin zwei Drittel) bis 8 M. über diese Notierung bezahlt tvorden sind. Nur ganz geringe, kaum schlachtreife Ware ivar für 70 M. uud darunter zu haben. Ein Enteignungsverfahren gegen den Prinzen Friedrich Leopold. Die Äreisverwaltung plant im Interesse des Verkehrs die Anlage einer Chaussee auf der Straße von Stahnsdorf über das Jagdschloß Trcilindcn bis zur Provinzial-Chaussee Berlin-Potsdam bei Wann- sec. Der Weg zählt zu den schönsten Spaziergängen in der Um- gebung Berlins, er ist ganz mit den vom Prinzen Friedrich Karl gepflanzten Eichen bestanden und wird nach Eröffnung des Teltow- Kanals noch stärkeren Verkehr erhalten. Als Anlieger, die zu den Kosten des Chausscebaues beizutragen haben, kommen die Gemeinde Stahnsdorf, das Rittergut Klein-Machnow und Prinz Friedrich Leopold in Betracht, auf dessen Anteil 18 000 M. entfallen. Der Prinz weigert sich nicht allein, diese Summe zu bezahlen, sondern erklärt sich grundsätzlich gegen den Bau der Chaussee,„um die Waldesstille nicht zu stören". Falls die weiteren Verhandlungen nicht zu einem positiven Ergebnis führen sollten, will der Teltower Kreisausschuß das Enteignungsverfahren gegen den Prinzen ein- leiten und ihn als Besitzer des Rittergutes Düppel im Wege der Präzipualbestcuerung zu den Kosten heranziehen. Der Teltower Kreistag sprach sich für den Antrag des Krcisausschusscs aus, da der Bau der Chaussee unter allen Umständen durchgeführt werden muß. Auf Grund der Bekanntmachung des Reichskanzlers über den Betrieb der Bäckereien und Konditoreien vom 4. März 1896 werden noch der 16., 21., 22., 23. und 30. Dezember d. Js. als solche Tage festgesetzt, an denen in Bäckereien und Konditoreien Gchülfcn und Lehrlinge über die vorgeschriebene Zeit hinaus beschäftigt werden dürfen. Die Ausstellungshalle im Zoo. Am Montag nachmittag findet im Konzertsaal des Zoologischen Gartens die schon angekündigte Versammlung der Aktionäre statt, in der über die große Ausstellung�- Halle Beschluß gefaßt werden soll. Bekanntlich hat sich zur Erbauung dieser Halle ein Konsortium, dem Herren der Berliner Fmanz-iind Svortkreise angehören, gebildet, das dem Zoologischen Garten 80 000 M. Jahrespacht für die ersten zwanzig Jahre, 100 000 M. für die letzten zwanzig Jahre für das Gelände an der Hardenberg, traße neben dem Städtbahnhof geboten hat. Auf d,e,em Gelände, oll die 10 000 Personen fassende Äusstellungs- und Festhalle errichtet werden, die nach vierzig Jahren vollkommen lastenfrei in den Belitz des Zoologischen Gartens übergehen soll. Uebrigens hat sich das-i-irek- toriiim d«s Gartens ein Mirauffichtsrecht an dem Hallenbetneb vorbehalten. Ministerium und Polizei stehen, wie daS„Berk. Tgbl." meldet, dem Plan wohlwollend gegenüber. Ein schweres Unglück hat sich auf dem Grundstück Kaiser- allee 20 ereignet, Ivo gegenwärtig ein Neubau errichtet wird. Gestern morgen gegen elf Uhr stürzte plötzlich unter lautem Krachen ein Teil des Gerüstes zusammen und begrub eine ganze Reihe von Maurern, die gerade bei der Arbeit be- schäftigt gewesen waren, unter sich. Sechs der Verunglückten wurden schwer verletzt unter den Trümmern hervorgezogen. Es tvaren dies die Arbeiter Bergmann, Lipplcr, Diball, Röhrich und die Italiener Frogo und Saposchino. Dem Ar- bcitcr Bergmann war am rechten Schienbein daS Fleisch vollständig heruntergerissen worden, der Arbeiter Lippler hatte schtvcre Rippenglictschungen und einen Bruch des linken Ober- armeS davongetragen. Dem Maurer Diball war das linke Ohr vom Kopfe abgerissen worden, außerdem hatte er erheb- Ii che Wunden am Körper davongetragen. Röhrich hatte Quetschungen erlitten, während dem Italiener Frogo der rechte Oberschenkel gebrochen war. Der Italiener«aposchkno hatte durch die herabstürzenden Balken Quetschwunden am ganzen Korper erlitten. Die Verletzten lvurden sämtlich nach dem Krankenhanse Westend transportiert. Die Ursache des folgenschweren Gerüsteinsturzes konnte noch nicht mit Bestimmt- hcit festgestellt werden. Zu der gestrigen Zuschrift des Verbandes der Bauarbeiter erhallen wir von dem Maurer Herrn Paul Pockrandt, Antonstr. 27, eine Mitteilung, wonach der Bau in der Tllrkenstraße nicht in Akkord ausgeführt wird. Der Verband der Bauarbeiter hatte an- genommen, daß das Unglück auf dem Bau der Akkordarbeit zuzu- ichreiben sei. Ein Spezialist. Ein 19 Jahre alter Arbeiter Gustav Ebeling lebte seit einem halben Jahre von der Plünderung der Abort-Auto» matcn. Er fuhr von Bahnhof zu Bahnhof und füllte sich durch Er- brechen der Automaten die Taschen immer wieder, so oft sie leer waren. So hatte er einen guten Tag und machte die schönsten Reisen, sogar bis nach dem Bodensce. Seit einigen Tagen war er wieder in Berlin. Gestern kam er nach dem Lehrter Bahnhof, den er schon ein paar mal heimgesucht hatte. Die Beamten paßten aber heimlich ans, ergriffen ihn uiimittelbar nach der Tat und übergaben ihn der Polizei. Vor der Kriminalpolizei legte er ein umfassendes Geständnis ab. In der Partciverslimmliing am Freitag hat ein Besucher ein Portemonnaie verloren. Der Finder wird gebeten, es in der Partei- spedition Lausitzer Platz 14/15 abzugeben. Wegen einer Gasexplosion wurde am Sonnabendabend die Feuerwehr nach der Zimmcrstraße 48b, Ecke der Lindenstraße, ge- rufen, wo im Keller des OuergebäudcS die Erplosion entstanden und Schaden am Hause verursacht hatte. Die Untersuchung ergab, daß eine beschädigte Gasleitung die Ursache getvesen war. Die Feuerwehr beseitigte die Gefahr und benachrichtigte die städtischen Gastvcrke. Ferner hatte die Wehr in der Ackcrstraße 67 zu tun. wo in einem Klassenzimmer der 17. Gemeindcschule durch ejnen Kohlenkasten tvährend des Beginnes der Schule Feuer ausgekommen war. Die Feuertvehr löschte die Flanunen ohne daß eine Be- unruhigung der erschienenen Kinder entstand. Küchenbrände mußten in der Adolfstraße 6, Schaerenstrahe 9a und an anderen Orten ge» löscht werden. Außerdem hatte die Wehr in der Licgnitzerstraße 2, wo Mobilien brannten, und anderen Stellen zu tun. Die böswilligen Rlarmieruugen der Berliner Feuerwehr werden zu einer förmlichen Plage. Gestern nachmittag wurde die Feuer» wehr nach der Malplaquetstraße in der Nähe der Rehberge gerufen. Grober Unfug war die Ursache.. Als Täter wurde der Schüler Otto Rehmann ermittelt und der Polizei übergeben, die ihn dann den Eltern in der Schulstraße 117 zuführte. Es ist dies in kurzer Zeit der dritte Fall, daß Schüler dort den öffentlichen Feuermelder un- befugterwcise in Bewegung gesetzt haben. Etwas später wurde die Feuerwehr zum zweitenmal böswillig alarmiert; diesmal nach der Triftstraße. Trotz aller Mühe gelang es aber nicht, den Täter zu ermitteln._ Die freie Studentenschaft der Berliner Universität veranstaltet auch im kommenden Winter wieder U n t e r r i ch t S k u r s e für Arbeiter in Deutsch uud Rechnen, dem sich bei genügender Beteili- gung ein Kursus in Geographie anschließen soll. Jeder Kursus findet wöchentlich einmal statt in den Abendstimden von 8—10.— Beginn des Unterrichts am 6. November. Die Untcrkurse a beginnen eine Woche später.— Ende: Ailfcmg März.— Znr Deckung der Kosten wird für jeden Kursus ein einmaliger Beitrag von 50 Pf. erhoben. Die Kurse finden statt in dem Gebäude des Zentral- Arbeitsnachweises, Gorinannstr. 13(S Minuten vom Bahnhos Börse) und in der FriedrichS-Werdcrschcn Oberrealschnle, N edcrwallstr. 12. Die Anmeldungen zu allen Kursen(auch denen in der Nicdawall- strafe«) werden am 30. und 31. Oktober, am 2. und 4. November, abendS von 8— 9'/z Uhr, Gormannstraße, Seitciiaufgcmg II ent- gegengenommcu. Anmeldungen innerhalb der Kurse können nur ausnahmsweise berücksichtigt werden. Im Sportpark Steglitz haben die Teilnehmer des Großen Preises von Berlin in den letzten Tagen dem Training nur wenig obliegen können, und am Donnerstag und Freitag mußte die Arbeit infolge des Regens sogar ganz unterbleiben. Das Wetter wird sich hoffentlich so weit bessern, daß das Rennen am Sonntag nachmittag(die vorhergehenden gut besetzten Flicger-Rcnnen be- ginnen pünktlich 3 Uhr) vonstattcn gehen kann. Namen, wie Robl, Demke, Dickentmann, Guignard und Hubcr lassen auf ein äußerst scharfes und abwechslungsreiches Rennen schließen. Treptow-Sternwarte. Am Moniag, den 16. Oktober, abends 9 Uhr, beginnt Direktor Archenhold im Auftrage der Humboldt. Akademie im Hörsaale der Treptow-Sternwarte einen zehnstündigen astronomischen Vortrags-Chklus, der ohne Voraussetzung besonderer Kenntnisse die Hörer in das große Gebiet der Astronomie einführen soll. Der erste Vortrag behandelt:„Unser Standpunkt im Weltall". Mit dem Ricsenrefraktor wird jetzt allabendlich der Mond, Saturn und Jupiter gezeigt. Besonderen Jntercsseitten ist es auch gestattet, an den Beobachtungen des neuen Sternes im Adler teilzunehmen. Der Wintergarten bringt heute die Original-Aufsührung der in London tausendmal hintereinander mit stürmischem Heiterkeitscrfolg gegebenen Pantomime„Ein Abend in einem amerikanischen Tingel» tangcl" zur Tarstellung. Außerdem wird mit Rosario Guerrero in'der Hauptrolle„Die Tochter der Berge" zum erstenmal gegeben. Die sonstigen vorzüglichen Spezialitätenkräfte bleiben dem Programm noch bis Ende des Monats erhalten. Die Insertlonsgebülir beträgt für die sechsgcspaltene Kolonelzeile oder deren Raum 20 Pfennig. Inserate tflr die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends geöflnet. VORORT.ANZEIQEN Alt'Gllenlcke: Reinhold Schulz, Rudowerstr. 83. Britz; Hermann Schliebitz, jahnstr. 2. Charlottenburg;; Gust. Scharnberg, Sesenheimer- strasse i Ecke Goethestr. vorn i. Dtsch.»Wilmersdorf; W. Nickel, Brandcnburglschestr. 110 III. r. Lichtenberg;• Frledrichsfelde-Wllhelmsberg;« Boxhagcia- Rummelsburg;• Stralau: Otto Scikel, 0. 112, Kronprinzenstrasse 501. Grünau: II. Bluhme, Viktoriastr. 2. Rixdorl: M. Heinrich, Prinz Handjerystr. 7, im Laden; Conrad, Hermannstr. 50. Schoncbcrg;: W'ilh. Bäumler, Martin Lutherstr. 51. Obcr-Schoneweide: Otto Münzer« Dculstr. 4 II. Annoncen- Annahmestellen: Nieder. SchSnewelde: BonakowsKy, Hassel- werderstr. I d. Johannistal: Franz Bünold, Bismarckstr. 7. Adlcrshot: Paul Schmidt, Bismarckstr. 321. Königs. Wusterhausen: P. Körle, Berlinerstr. 19. Küpenick! Friedrich Woick, Grünstr. 29. Friedenau. Steglitz: H. Bernsee, Schlossstr. IIS, Gartenhaus I, in Steglitz. Bestellungen nehmen entgegen in Steglitz: H. Mohr, Düppelstr. 32, und Fr. Schellhase, Ahornstr. 15a. > Marleedorfi Hermann Reichardt, Chausscestr 16. | Baumschalenweg: Stock, Ernststr. 2 II. 1 Treptow t R. Voigt, Elsenstr. 37, vorn III. Neu.Welssensee: W. Reske, Sedanstr. 53, part. Welsscnsee: Jul. Schiller, König.-Chaussee 39a. Reinickendorf(Ost), Wilhelmsruh und Schön. holz: Paul Gursch, Provinzstr. 108 im Laden. Reinickendorf(West): Neuhofi, Eichbornstr. 54 Rummelsburg: O.John, Karlshorsterstr. 2. Tegel,Bors!gwalde,Dalldorf und Waldmanns. lust: Paul Kienast, Borsigwalde, Schubartstr. 43. Pankow: 0. Frelwaldt, Florastr. 66. Cichwalde, Zeuthen, Miersdorf und Hankelss Ablage; A. Grätz, Eichwalde. Kronprincenstr.8211. Nowawes: Wilhelm Jappe, Friedrichstr, 1. Spandau: Köppen, Jagowstr. 9. Inseraten-lufträge grösseren Umfangs nach besonderer Vereinbarung durch die Haupt-Expedition Lindenstrasse 69. 151 Hauptstr.® SCHONEBERG® Hauptstr. 151 8&mmtUeh« tob mir gel. Waren sind ausschliesslich solide Sohneider&rbelt, mit Haarleinen duicbplqnlrt und brechen beim Tragen nicht ein. Sie bieten vollen Ersatz tttr UaassarneiL Enorme Auswahl in allen Artikeln: Mn-Pnletots nnd gans nene Sebnittformen 36. SO. 35. ao..., (W- Anzöge oaro, engl Streifen, nnl Mel. SO. 30. viele neu» Stoffarten 16. M, (0inter- Joppen zweireihig und Paltenformen 35. SO, IS, II, 7 hochmod. Cheviot- n. Kammgarnstoffe 15.0m0 cnibewlhrt Loden, Donble- nnd Meltonstoffe 3QO ,M. (Dlnter-Beinhleiiler Tornchm© Streifen• Master 9p 7••••••• Gehroch-Anzüse Kararag.- n.C.evlot- atoffe 3 00 . M. vornehme Sch.llt- tormen Tnch, Kammgarn, Satin nnd*1 OO Cheviotatoffe 60, 50, 40 M. KnaDen-Pnletots beste Stoffe,.. 13, IO Kieler raeonand 1 reihig 500 . M. Durch Selbstfabrikation Im giflasten Maassstabe und Ausschaltung des Zwischenhandels beim Einkant von Boh-toffea ist höchste Lelstnngef&nlgkeit garantirt. Winter-Paletots u. Winter-AnzDge vorjöhr. Saison bis 50J/« im Preise ermfissigf. Wir empfehlen: fort Rcnckell: Gedichte für das Volk. Eine AuZinahl. jvilt XUurtrattoncn von fidus. 78 Seiten. Preis 30 Pf.— Porto 5 Pf. Diese Sammlung enthält die besten sozialen und lehrischen Gedichte von Henckell und ist speziell für die Arbeiter be. stimmt, welche sich die Einzelausgaben der Henckcllschen Dichtungen nicht erwerben tonnen. Wir empfehlen den Arbeitern diese Gedichtsammlung bestens. SuManäiung VonvärtZ, Serlin SW. 68, Linden-Strafte 69. fordern Sic beim Einknus ausdrücklich Dänischen Kapitän- Kaii- Tabak und Sie werden überzeugt sein, dast derselbe ent« schieden am besten schmeckt. Nur echt, wenn jedes Stück den Zettel enthält mit Ausschrist: „Milislher KlipUii-Kliilililstill" gesetzlich geschützt 75 658=— Alleinverkauf; C. KUcker, Berlin, Grüner Weg 112. ftröUtes L,ager aller gangbaren Zigarottcu- marken. Xonlhttuiaer Kautabak. Schnapf- and Rauchtabak cnffros. lHarlsaarten Sfacdorf,'ÜXlVStS: Jeden Sonntag: Or. Ball. Sänger. Im VergnllgungSpail; Kroße AriiengtviirdiBtittN u. Volkebeiuetigungsn f. Jung u. Alt. Greste u. kl. salc(M— 8kX> Pers.l, zu allen Festlichkeiten passend. 203V* !lhmiii.GMWMi MM" Ausverkant'•G wegen?l u s g a b e des Geschäfts»üt LZ Proz. Ermästigung. LV5V* ZKax Sokmerbers, CWtentiurg�TSÄ1" August Lucas, Äo03f'. Wollwaren, Strünipfe, Trikotagen Spezial-Geschäst. Gegr. 1872.• K esto enorm billig! mam Kleiderstoffe für Kostünic, Blusen Anzugstoffe, Kammgante. Elcg. Knabcnanzüge. Fi. Maixncr, Baumschulenweg. Schradcrstr. 7. Olle Vollwn Slriiqle, Trikoiajen, Putz- und modexvaron.* Chariottenburg. F. Kunstmann, nur Wallstr. 1 Uhren und Qoldwaren. Großes V.agcr' Reparaturen schnell und iiinig. Billige Preise. 16935* 190V* Teppich- und Sinoleum-Kaus RIXDORF C Hn noo R1XDORF Bergstr. 62. r. IlddSc aing.8ähnho|. Gelegenheitskauf w Plüseä-Teppielien, Läufern, Steppilecken, Fellen, Bettvorlegern defgi. == 50/o Rabatt.== Billigste Linoleum s Reste □•Meter von 75 Pfg. an. Ztur Bergstraße 62. Bekleldunjgshaus Fritz Hamburg. f Beim Blnhauf von Herren- und Knabcn-6ardcrobc« F empfiehlt es sich nicht, gleich beim erstbesten zu kaufen, sondern es lohnt sich, mehrere rp ,, Lüger zu besichtig.n und erst dann sein sauer verdientes Geld dort auszugeben, wo man am � billigsten und vorteilhaftesten kauft. Als solche Geschäfte können nur diejenigen in Betracht kommen, 19SV* XI ftflA® aul jedem StUck der Preis deutlich sichtbar ist. 11 A M M W die Preise sireng fest sind. A ZU mM&S fiTjS jedes Stück, sobald es nicht gotällt, bereitwilligst umgetauscht wird. ZU |{ gf»? 5a H das Fahrgeld beim Einkauf Ober to M. in Anrechnung gebracht wird. jj W W für Güte u. Haltbarkeit, dem Preise entsprechend, garantiert wird. finden Sie in Sf 6||UtZ) SChlOjiStf. 102, Flensburgerstr. U JBeklcidungalians Fritz llnmbnrg. g Sin solches Geschäft Manufakturwaren- Sortiments- Geschäfte R.& S. Moses Reinickendorfer Straße 4 —— Ecke Dalldorler Straße, an der Marktballe Wedding————— Rudolf Moses Metzer Straße 41 i Ecke Weißenburger Straße, in der Näbe des Scbönbauser Tores' gehören zu den größten und ältesten Lieferanten des Rabatt- Sparvereins„NORDEKS11. Unser imposantes SültCt welches alle Saison-Keuheiten enthält, bietet die beste Gelegenheit zum billigsten Sinhanl, und empfehlen wir ganz besonders; Kleiderstoffe, Blusenstoffe, Seidenstoffe, Konfektion, Leibwäsche, Bettwäsche, Tischzeuge, Handtücher, Trikotagen, Strümpfe, Handschuhe, Weißwaren. Zur WohnuilgS= Einrichtung 5 Teppiche, Laufersloffe, Steppdechen, Gapdinen, Tischdecken. Neu aufgenommen Reinickendorfer Siraße 4i Eisorne Bettstellen für Kinder und Erwachsene. Reelle Bedienung! Umtausch gestattet! Teste preise! Unerreicht fslnd meine lertieen' Winter- Paletols [welche ans erprobt. Stoff. i i prima Zutat, aut la Bosa- baar gearb. sind u. ein./ . direkten Ersatz lür, 9Ia»sail)elt bieten. Schünebets Ifmiptstr. 1. Ecke Gruneunltlslr. Unerreicht 'sind meine l.rtl»«, Winter-Paletots' welche aus erprobt. Stoff. 1 \ prrma Zutat aus la Boss«/ haar eearb. sind u. ein. i direkte> Ersata iar Uassarbeit bieten. i Herren Winter' Paletots Elegante Stoffe, neueste Muster, chicke Verarbeitung, vornehme Fassons Z8.Ü ZW 18" 15. 00 Mk. Herren-Winter-Joppen in riesenhafter Auswahl, in solider Verarbeitung und tadellosem Sitz Bso in so o so i oo fMk. JUjMk. HiMk. J! Q Mk. Kerren-Wlnter-Anztlge nur modernste Stoffe in Cheviot, Kammgarn, aparten Streifen u. Karos Moo 5-1 00 m so laoo «Mk. IgJtMV. OnJiMk. jO«Mk. BlesenhnBe flumohl prüchtiser M- Mellen Iflr unsere oornshme Hna-flnlertisnns.| CSZSD Emil Quade Schöneberg, Hauptstraße 138. Größtes und billigstes Spezialgeschäft Schönebergs in Uhren, Juwelen, Gold-, Silber- und 196V» Alfenidewaren. Neuanfertigung und Reparatur in eigenen Werkstätten zu billigsten Preisen. Leiste für jede bei mir gekaufte Uhr dreijährige schriftliche Garantie. Altes Gold nehme in Zahlung. Oskar Qöldner Nachfolger Inhaber: Willy Keim RIXDORF Bergstr. 132 ♦ Bergstr. 163 ♦ Berlinerstr. 13. Spezial-Sutter-JtamHung ff. Braunschweiger u. Thüringer Fieischwaren. Alle Sorten Kä Garnierte Schüsseln werden geschmackroll ausgeführt. Jeden Freitag treffen Iriscligeschlaclitete OdBrbrüChßr Fettgänse ein. m. 0,80, 0,70, 0,60, 0,50 m. Hauptniederlage der C. G. MüIIertnchen Margarine. 212V» lZ.KF0880,�°"°°�'° WilmersflorlerstF.llll. Spezialgeschäft für echte Edi.on-_ Phonographen und Goldgnßwalzen, echte Grammophone und Platten zu � Originalpreisen. Alle Reparaturen— Sämtliche Zubehfirteile. Eventuell Tellzablaug! W. ZapeL Hut-Fabrik, Skalitzerstr. 131. für Seiden- und Filz-Hute. I.ager In SchlrmenjnndJfflttaien. 138441!» Otto Schräder Uhrmacher Friedrichsberg— Berlin 0. TranUJurter Chanssee Zto. 8 am Bahnhof Frankfurter Alice empfiehlt sein großes Lager in Uhren, Gold-, Silber- °n6 jUfenide-Waren. issv» Eigene Werkstatt für Reparaturen und Senarbelt. Fernspreeher; Amt Friedrichsberg, No. 19t. uf Kredit ftcrrcn-Gardcrobc und gegen bar 177V» fertig und nach Maß. Qustav Friedenstein Charlottenburg, Wilhelm-Platz 2, Etage. Tel. Amt Charlottenburg 420 Aul Wunsch sende Musterkollektion. kerantw. Redakteur: Pavl Büttner» Berlin. Aür den Inseratenteil verantw.: TH. Glocke, Berlin. Druck u. Berlaft: Vorwärts Luchdruckerei u. Verlagsanstalt Vaul Smger& Co., Berlin SUi