Nr. 219. Grscheint täglich außer Montags. Brets pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mr, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags: Betlage ,, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mit.pr.Monat. Eingetr. in der Poft- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgefpaltene Petitseile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Bormittags geöffnet. Fernsprech- Anschlug Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. An die Parteigenossen! Sonntag, den 18. September 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. waren zum Theil gar nicht, höchstens aber durch vereinzelte Perfonen vertreten. Was Wunder, daß diese Zurückhaltung fast wie eine Beleidigung empfunden wurde!" täten dem Mißtrauen den größten Spielraum zu gewähren und sofort nach dem Schuldigen ausIn Rücksicht auf die zur Zeit noch herrschende Choleragefahr, zuschauen. Das ist der Weg, der im Mittelalter zu welche in einer Reihe von Wahlkreisen die Beschickung des der Anschuldigung der Brunnenvergiftung und zu den Wer könnte da noch widerstehen? Die Stadtbehörden, Parteitages unmöglich macht, hat der Parteivorstand in seiner grausamsten Verfolgungen, insbesondere der Juden, geführt die höchsten Regierungsbeamten, der Bruder des Kaisers heutigen Sitzung beschlossen, den auf 16. Oktober d. J. nach hat. Wir sollten es wissen, daß dieses Mißtrauen schon selbst. Das ist zu viel-auf dem nationalen Gebiete leicht über das Ziel hinaus- Und tiefer Schmerz erfüllt Herrn Virchow, daß wir Berlin berufenen Parteitag zu vertagen.") Der Zusammentritt schießt und daß es in internationalen Verhältnissen auf deutschen Barbaren so unkundig sind der eigentlichen Kulturdes Parteitags erfolgt, sobald in allen Wahlkreisen die Möglich lange Zeit die Empfindlichkeit der Völker erregt." sprache, des Russischen. teit gegeben ist, Delegirte zu wählen und zu entsenden, und werden die Genossen hiervon rechtzeitig benachrichtigt werden. Berlin, 15. September 1892. Mit sozialdemokratischem Gruß Der Parteivorstand. an= " Es ist eine traurige Erfahrung", schluchzt er, daß die russische Sprache nirgends weniger gepflegt wird als in Deutschland." " Selbst in unseren russischen Grenzprovinzen sind die Menschen, welche russisch sprechen oder auch nur leſen können, mit der Laterne zu suchen. Als ich neulich in Eydtkuhnen zur Bescheinigung der Zollabfertigung eine russische Rech nung vorzeigte, ergab sich, daß keiner der Beamten sie lesen konnte. Auf diese Weise wird das unmittelbare Ver ständniß zwischen den Grenznachbarn un möglich. Aber auch tiefer im Lande ist man einzig und allein auf Uebersehungen und Auszüge angewiesen, und man wird abhängig in seinem Urtheil von der guten oder schlechten Absicht der Mittelspersonen, oft genug auch von der Lückenhaftigkeit ihrer sprachlichen Kenntnisse. Nicht ohne Bitterkeit brachte eine geistreiche Dame, die Gräfin Uwaroff, die Präsi dentin der Moskauer archäologischen Gesellschaft, auf dem Kongreß diesen Mangel an internationaler Höflichkeit zur Sprache und gab der Hoffnung auf eine Besserung Ausdruck." Bielmehr verlangt die gute Sitte, die Frage nach dem Schuldigen zu vertuschen und zu unterdrücken, sich zum Mitschuldigen der Urheber einer öffentlichen Kalamität und dadurch zu einem Förderer des internationalen Vertrauens zu machen. Ist es nicht Brunnenvergiftung, gesichts der greuelvollen russischen Zustände, des Massenelends und der Verheerungen der Seuche die schmachvolle, verdammenswerthe Mißwirthschaft des selbstherrlichen ReNoch einmal Herr Virchow. giments als die Grundbedingung jener erschreckenden Erscheinungen festzustellen? Gebührt sich nicht jene Politik Noch immer kann sich Her: Rudolf Birchow, der neu- des Verhehlens und Verschweigens, die von dem Grundübel gewonnene Lobredner des offiziellen Rußlands, nicht genug die Aufmerksamkeit ablenkt und sentimental die Folgen bethun in schwungvollen Hymnen auf das Barenreich. In der lagt, anstatt die Ursachen ins hellste Licht des unbarmBarth'schen Wochenschrift:„ Die Nation"( Nr. 51 vom herzigen Tages zu rücken? Nur die Finsterniß des Mittel17. September) veröffentlicht er einen Aufsatz:" Einige alters, heute noch mächtig über zahllose Köpfe, verschuldet internationale Gedanken", die auf die Kläglichkeit des es, daß der Zarismus auf die Anklagebank gesetzt wird, da berufenen Interviews den Skandal eines mit Namens es sich doch geziemte, den Henkern der Freiheit, den unterschrift versehenen Panegyritus auf den Barismus fetzen. Schergen, die Sibiriens Goldbergwerke mit unglücklichen Wird erst jeder deutsche Säugling an der Bruft einer Nicht genug damit, daß Herr Rudolf Virchow, soeben be- Berbaunten bevölkern und die Vorkämpfer der Volksrechte russischen Amme gestillt, kann jeder Schuljunge die ftätigt als Rektor der Universität Berlin, seine öden Lob in der Peter- Paulsvefte in Wahnsinn und Tod treiben, be- russische Nationalhymne ohne Anstoß fingen, trägt Ban hudeleien wiederholt, gewidmet der Wahrheitsliebe der geistert den Bruderkuß zu geben. Rudolfuschka Virchow erst russisch vor, ist erst die reichsrussisch- amtlichen Cholerastatistit, trauert er, ein begeisterter Mißtrauen gegen Wen? Gegen die Regierung, deren gesetzliche Bestimmung getroffen, daß die Kenntniß des Neophyt der Geheimlehre Väterchens", wehleidig über das Beauftragte Meuchelmörder gegen politische Gegner dingen, Russischen die Vorbedingung für die Mündigkeit des deutMißtrauen", das seit Jahren gegen die russische Regie- deren Spießgesellen mit Dolch und Pistole für zarische schen Bürgers sei, dann stürzen alle Schranken zwischen uns rung genährt worden ist, daß sie die Wahrheit verheimliche Strebungen fämpfen, die den Rubel rollen läßt von Teheran und dem Erbfreund im Osten. Und keine geistreiche und daß ihre Beröffentlichungen nur einen Theil der Wirt bis Brüssel, die Verträge bricht und Urkunden fälscht, die Dame", man denke eine Gräfin, braucht mehr bitter über lichkeit darlegen". Rudolf Virchow weiß es besser:" Nach daheim die Freiheit knebelt und die Hauptstüße ist der den Mangel an internationaler Höflichkeit" zu klagen. den aus den besten Quellen geschöpften Nachrichten," de internationalen Reaktion? Mißtrauen gegen ein Reich, das Kraft dieser Vorstellung sind die politischen, wirth. tlamirt er, glaube ich sagen zu dürfen, daß dieses Mißtrauen auf die Sklaverei der Massen gegründet, als erdrückender schaftlichen, sozialen Gegenfäße, die den in Bezug auf die Cholera unbegründet war." Aus den Alp die europäische Kulturentwickelung hemmt und lähmt, Konflikt zwischen dem zarischen Rußland und West besten, d. h. doch aus amtlichen Quellen schöpfte er seine und, eine stete Gefahr für Frieden und Fortschritt, die ganze europa bedingen, fortgeblasen wie eine Federflocke. Nicht Weisheit darüber, daß das Mißtrauen unbegründet war, Welt bedroht? Ein Thor, der diesem Zarenthum nicht ein der Barismus ist der Feind: kann Jeder erst eine russische wenigstens in Bezug auf die Cholera". Kein Offiziöser, grenzenloses Vertrauen entgegenbringt, mag es im Dunkeln Rechnung lesen, so ist die Verbrüderung da. Warum nicht der seine Waschzettel aus Petersburg erhält, fein russischer der Statistik oder der Verschwörungen munkeln. Qu'im- gleich Deutschland umstempeln in eine hinterrussische Staatsrath tann glühender die Ehrlichkeit und das offene porte? Was liegt daran? Satrapie, den Pobedonoszew und seinen Gesellen russifizirt Wesen einer Regierung vertheidigen, die in der ganzen Aber warum soll der Radikalismus in Virchow's Männer vom Wirbel zu den Zehen? Nicht darauf kommt es an, Welt als Fälscherin und Lügnerin mit gutem Grunde be- brust nicht schmelzen, wie der Gebirgsschnee in der Juli- für die Emanzipation des russischen Volks zu thun, was rüchtigt ist. sonne, vor der Gnadensonne, die ihm in Petersburg, in möglich, russisch parliren ist die Hauptsache, wenn die Moskau aufging? " In Mostau war die Elite nicht bloß der einheimischen Behörden der Stadt, die höchsten Regierungsbeamten", wenn Gelehrten, sondern auch zahlreicher Amateurs zu den Kon- der Bruder des Kaisers selbst" zugegen Löst Virchow spielend die schwierigsten Fragen intergreffen erschienen. Aus den fernsten Provinzen, aus Sibirien, aus Taschtend, vom Kaufafus waren sie zusammengeströmt. nationaler Politik, so bescheidet er sich, deutscher Professor, Die Behörden der Stadt, die höchsten Regie- preußischer Hochschulen- Rektor, vor den höchsten Leitern der rungsbeamten, der Bruder des Kaisers selbst, Politit". der das Amt des Generalgouverneurs führt, waren in den Wir sind außer Stande, die Gedanken der höchsten Leiter Sigungen zugegen. Nur die großen Kulturvölker Europas der Politik zu durchschauen, und wir vermögen daher nur in " Ist es in der That der Gelehrte von Weltruf, der liberale Politiker, der Vertreter des 2. Berliner ReichstagsWahlkreises, u. f. w., der die Kühnheit hat, zur größeren Ehre des schmählichen Barismus zu schreiben:" Es ist eine schlimme Unfitte, bei öffentlichen KalamiIn geftriger Nummer stand infolge eines Druckfehlers verlegen". Feuillefon. Nachdrud verboten.) Die Waffen nieder! ( 25 Eine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner. versucht daß ich die beiden Ereignisse, den Krieg und Daseinslust in heftigen Schmerz. Ich war die krante Martha meine Niederkunft mit einander verwechselte; mir war, als Tilling, deren neugeborenes Kind gestorben, deren Mann wären Kanonen und blanke Waffen ich fühlte deutlich in den Krieg gezogen war... Seit wann? Das wußt' die Bajonnetstiche das Werkzeug der Geburt, und als ich nicht. läge ich da, das Streitobjekt zwischen zwei aufeinander los- Lebt er? Sind Briefe da? Depesch en?" war meine stürmenden Armeen... Daß mein Gatte fortgezogen, wußte erste Frage. ich; doch sah ich ihn in Gestalt des todten Arno, während Ja, es hatte sich ein ganzer kleiner Stoß von Briefen Friedrich an meiner Seite, als Krankenwärterin verkleidet, und Telegrammen angesammelt, welche während meiner Sen filbernen Storch streichelte. Jeden Augenblick erwartete Krankheit angelangt. Zumeist waren es nur Anfragen über ich die platende Granate, welche uns alle. Drei- Arno, meinen Zustand, Bitten um tägliche, um möglichst stündMehrere Wochen schwebte ich zwischen Leben und Tod. Friedrich und mich zersplittern sollte, damit das Kind zur liche Benachrichtigung. Dies natürlich nur, so lange der Mein Kind war am Tage seiner Geburt gestorben. Der Welt kommen könne, welches bestimmt war, über Dänewig, Schreiber an Orten sich befand, wo der Telegraph ihn ermoralische Schmerz, den mir der Abschied von dem ge- Schlesstein und Holmark zu regieren. Und das Alles reichen konnte. liebten Manne verursacht hatte gerade in dem Zeitpunkt, that so unsäglich weh und war so überflüssig.. E3 Man wollte mir nicht gleich erlauben, die Briefe mo ich aller Kräfte bedurft hätte, um den physischen mußte doch irgendwo Jemand geben, der es hätte ändern Friedrichs zu lesen; es hätte mich zu sehr aufregen und Schmerz zu bewältigen durch den war ich widerstands- und aufheben können, der diesen Alp von meiner Brust und erschüttern können, meinten sie, und jetzt, da ich kaum aus unfähig geworden, und es fehlte nicht viel, so wäre ich von der ganzen Menschheit mittelst eines Machtwortes hätte dem Delirium erwacht, mußte ich vor allem Ruhe haben. unterlegen. abwälzen können- und die Sehnsucht verzehrte mich, diefem So viel konnten sie mir sagen: Friedrich war bis jetzt unMeinem armen Manne mußte der Arzt, seinem Jemand mich zu Füßen zu werfen und zu flehen: Hilf ab versehrt. Er hatte schon mehrere glückliche Gefechte durcheidlichen Versprechen gemäß, den traurigen Bericht schicken, aus Barmherzigkeit, aus Gerechtigkeit hilf ab! Die gemacht. der Krieg müßte bald zu Ende sein; der Feind daß das Kind gestorben und die Wöchnerin in Todes: Waffen nieder- nieder! behauptete sich nur noch auf Alsen; und war dies einmal gefahr sei. Mit diesem Ruf auf den Lippen erwachte ich eines genommen, so würden unsere Truppen- ruhmgekrönt Was die Nachrichten betraf, die von ihm anlangten, Tages zum Bewußtsein. Mein Vater und Tante Marie heimkehren. so konnten mir dieselben nicht mitgetheilt werden. Ich standen am Fuße des Bettes, und beschwichtigend sagte mir So sprach mein Vater tröstend auf mich ein. Und tannte niemand und delirirte Tag und Nacht. Ein sonder der erstere: Tante Marie erzählte mir meine eigene Krautheitsgeschichte. bares Delirium. Ich habe davon eine schwache Erinnerung Ja, ja, Kind, fei ruhig, alle Waffen nieder-" Es waren muu mehrere Wochen seit dem Tage ihrer Anin das zurückgekehrte Bewußtsein mit hinübergenommen Dieses Wiedererlangen des Jchgefühls nach langer funft vergangen, welcher zugleich der Tag war aber dies mit vernünftigen Worten wiederzugeben, wäre Geistesabwesenheit ist doch ein eigenthümlich Ding. Zuerst welchem Friedrich schied und an welchem mein Kind geboren mir unmöglich. In dem anormalen Wirbel des fiebernden die frohe erstaunte Wahrnehmung, daß man lebt, und dann wurde und starb... Daran war mir die Erinnerung ge Hirns bilden sich eben Begriffe und Vorstellungen, für die gespannte, an sich selber gerichtete Frage: wer man blieben, aber was dazwischen lag: des Vaters Ankunft, die welche die dem normalen Denken angepaßte Sprache teine eigentlich sei. laufenden Nachrichten von Friedrich, der Verlauf meiner Ausdrücke hat. Nur so viel kann ich andeuten- ich habe Aber die plötzlich mit vollem Lichte herein re hende Krankheit- von dem allen wußte ich nichts. Jetzt erst das phantastische Zeug in die rothen Hefte einzuzeichnen Antwort auf diese Frage verwandelte mir die eben er vachte erfuhr ich, mein Zustand sei ein so schlimmer gewesen, daß # fehr unvollkommener Weise darauf einzuwirken. Aber wir sind wohl im Stande, uns ein Bild von dem zu machen, was in der Bolfsseele vorgeht, und wir können viel dazu beitragen, die Verstimmungen zu beseitigen, welche in derselben Plat greifen. Möglicherweise haben wir Grund, uns zu beklagen, Daß die Wege der hohen Politik so sehr verschleiert sind, aber das Volk sollte auch nicht verabsäumen, feinerseits zu thun, was irgend gethan werden kann, um Mißdeutungen zu vermeiden und, wo sie eingetreten sind, sie aufzuklären. Ist der Wunsch nach Frieden mit Rußland so groß, wie man behauptet, und ich bezweifle nicht, daß er es ist, so sollten auch die Mittel nicht unversucht bleiben, auf das Volk in versöhnlichem Sinne Hut ab vor diesem modesten Herrn, der davor zurüd bebt, die Gedanken der höchsten Leiter zu durchschauen", mit seinen entseglichen Plattheiten aber die Volksfeele" heimsucht! Die Volksfeele", der Herr Virchow beizukommen versucht, weil er etwa die Trichine und die Gregarine entdeckt hat. Sie ist für alle Zeit einem Manne verschlossen, der über den Gang der Entwickelung, über die politischen und sozialen Verhältnisse so hoffnungslos im Dunkeln tappt, wie Birchow. einzuwirßen." " Friede mit Rußland", ei, man huldige dem Barenthum, man lerne russisch und beschicke fleißig die in Rußland veranstalteten Kongresse. Das ist Alles. ist auch die unbeschränkte Aufenthaltsfreiheit in Preußen Politische Webericht. gestanden worden. Die Erfundigungen über die AusBerlin, den 17. September. weisungsgründe müssen also zu dem Ergebniß geführt haben, daß die Ausweisung eine völlig grundlose und aus Gründen Die Sozialdemokratie und die Cholera. Die der Politik nicht zu rechtfertigende gewesen ist. Um so mehr Grenzboten"( Nr. 38 vom 17. d. Mts.) früher national, muß unter diesen Umständen die Art des Vorgehens gegen bismarckisch( von Büsch'chen" und Hans Blum redigirt), Holzmann befremden, der ohne die Intervention seiner in neuerer Zeit, wie ein strengkonservatives Berliner Blatt Angehörigen jetzt schon zwangsweise den russischen Behörden jüngst schrieb, immer mehr dem echten christlichen Konser ausgeantwortet worden wäre. Es iſt dringend zu wünschen, vatismus sich nähernd"- behandeln in einem Artikel mit daß dieser Fall eine amtliche Klarstellung erfährt." obiger Ueberschrift die geradezu musterhafte Saltung" der daß diefer Fall eine amtliche Klarstellung erfährt." fozialdemokratischen Partei Hamburgs, die bei Abwehr des Aus den staatlichen Mufteranstalten. Für die gemeinsamen Cholerafeinds im Interesse des Gemeinwesens offizielle Verrufserklärung von im Staatsbereitwillig und aufopfernd mit den Behörden zusammen dienst stehenden Arbeitern bringt der Hangewirkt habe und zusammenwirte. Nun, was unsere noversche Bolts wille" einen amtlichen Beweis. Er Hamburger Genossen zur Abwehr der Choleragefahr thaten veröffentlicht folgendes Birkular: Geheim! und thun, das ist Menschenpflicht, und wir Sozialdemo fraten betrachten die Pflichterfüllung als etwas Selbstverständliches, wofür wir keine Anerkennung verlangen. der im Monat März 1888 wegen sozialdemokratischer Umtriebe aus dem Eisenbahndienst entlassenen Arbeiter. Immerhin ist es beachtenswerth, daß ein gegnerisches Blatt uns gegenüber einmal der Wahrheit die Ehre giebt. Zum Fall Holzmann. ( Nr. 531 vom 17. d. Wt.) schreibt: Die National Zeitung" Nachweisung Nr. 1 Vor- und Zuname Hugo J. Geburtstag und Ort An Art und Ort der letzten Beschäftigung 25. Januar Lackirer in der Hauptwerk 1859 stätte Grunewald. in Berlin fämmtliche Dienststellen des Betriebsamts- Bezirks Freilich, wenn die Grenzboten" davon träumen, die Laufende Sozialdemokratie ließe sich durch Gleichberechtigung in unser ganzes staatliches System einfügen", dann ist sie arg Er ist dankbar und freudetrunken, Herr Virchow. Wir auf dem Holzweg. Unser ganzes staatliches System" ist find," erklärt er, mit einer Herzlichkeit und mit einer ver- Ausdruck und Werkzeug des Kapitalismus, und den Kapitalisschwenderischen Liberalität empfangen worden, mus in jeder Gestalt und in all seinen Konsequenzen bewelche zu erwidern wir in unserem Vaterlande faum die fämpft die Sozialdemokratie auf Leben und Tod. Form finden würden. Noch immer hat die russische Gastfreundschaft etwas von der großen Gastlichkeit des Orients an fich, und der Reichthum zahlreicher Bürger ermöglicht es, den Fremden durch ungewöhnliche Leistungen zu überraschen. Aber die Art, wie diese Gaftlichkeit uns geboten wurde, war fern davon, einer Art äußerlicher Höflichkeit als Ausdruck zu dienen; wir empfanden es, daß man uns zeigen wollte, wie sehr man es zu würdigen wußte, daß wir uns von der Reise nicht hatten zurückhalten lassen." Einen dankbareren Apostel seiner Herrlichkeit hat das offizielle Rußland noch nie gefunden. Verschwenderische Liberalität", eine Freigebigkeit geübt und von Virchow gepriesen zu einer Zeit, da Millionen in Rußland hungern, da die Bauernschaft, ausgeplündert von räuberischen Beamten und bösartigen Wucherern, von Haus und Hof getrieben wird, den weißen Stab des Elends in der Hand, da die Volksmasse dezimirt wird durch den schwarzen Hunger und den schwarzen Tod. " Große Gaftlichkeit des Drients", während die furchtbarste Noth das Land verheert, eine Gaftlichkeit, die ihre Lebenstraft zieht aus der Erpressung, dem Diebstahl, der Unterdrückung. Kein Zweifel, den Arzt Virchom begrüßen dankbar seine russischen Schüler. Aber hat Virchow geschlafen wie Rip van Winkle, daß er sich rühmt, von russischen Stadtverwaltungen als„ Kollege" gefeiert zu werden? Er sagt: ( je besonders.) Nr. 93 S. 1. Hannover, den 2. Mai 1888. Königliches EisenbahnBetriebsamt. ( Hannover- Rheine.) Seydel. " Ist es auch erforderlich, daß, im Gegensatz zu dem ähnlichen f. 3. vielbesprochenen Falle eines italienischen ZeitungsIn unseren Händen, schreibt der Volkswille", be Korrespondenten während der Amtsführung des Herrn von findet sich der oben abgedruckte autographirte Zettel, der Buttfamer, der Mißgriff alsbald wieder gut gemacht wurde, ein wichtiges Beweisstück für die Verfolgung der so erscheint doch Aufklärung darüber nothwendig, wie er über- Arbeiter durch die Regierung bildet. haupt begangen werden konnte. Angeblich war bei der russischen Das königliche Eisenbahn- Betriebsamt stand im Jahre 1888 Regierung, die durchaus kein Auslieferungs- Verlangen gestellt unter dem Präsidium des Herren Thielen, des jetzigen hatte, angefragt worden, ob sie Holzmann an der russischen preußischen Eisenbahn- Ministers. Der Unterzeichner der Grenze übernehmen wolle was sie bejaht haben soll. Werden solche Anfragen, die doch wohl durch das auswärtige Berrufserklärung, Seydel, war damals Regierungsrath und Amt ergehen müssen, ohne Weiteres auf Requisition eines Re- Vorstand des Eisenbahnbetriebsamtes, jetzt ist er nicht mehr gierungspräsidenten gestellt? Steht es jedem Regierungs- in Hannover. Inwieweit der Arbeiter Hugo-( der Name präsidenten frei, nicht blos eine Ausweisung aus Preußen ist selbstverständlich voll angegeben, wir halten es aber für zu verfügen, sondern auch dem Ausgewiesenen die überflüssig, dem gemaßregelten Genossen vielleicht noch nachfreie Wahl seines Aufenthaltsortes außerhalb Preußens träglich durch Nennung seines Namens Unannehmlichkeiten zu verwehren, ihn zwangsweise in den ausländischen Heimaths- zu bereiten) sozialdemokratische Umtriebe" begangen hat, staat schaffen zu lassen? Da Holzmann's Auslieferung seitens Rußlands gar nicht begehrt worden, so hätte man ihm dort wissen wir nicht; auf jeden Fall hat er aber in der hiesigen vielleicht Nichts angehabt; in anderen Fällen aber fann die Bewegung feine hervorragende Rolle gespielt, da er sonst Auslieferung gleichbedeutend mit der Verschickung nach Sibirien uns bekannt sein müßte. Wahrscheinlich bestand sein„ Vers fein. Der Fall Holzmann scheint darzuthun, daß in der Ord- brechen" darin, daß er einige Groschen für die Ausgewiesenen nung des Verfahrens bei der Ausweisung von Ausländern gefa mmelt hat! Der Minister Thielen wird im Reichstage feine Gewähr gegen Borkommnisse enthalten ist, die mit den Gelegenheit erhalten, sich über diese planmäßig und regel Pflichten eines Kulturstaates unvereinbar wären; ist dem so, mäßig betriebene Verrufserklärung von Arbeitern während bann muß eine solche Gewähr geschaffen werden. Holzmann feines Präsidiums zu verantworten. wäre, wenn die Berichte des Vorwärts" auch in den Einzelheiten zutreffend find, ohne die energische Intervention seiner Schwefter über die russische Grenze geschafft worden." Die Aufgaben der städtischen Verwaltungen sind fast überall dieselben, und die Fortschritte der einen kommen, auch Wir wiederholen nochmals und der Verlauf der den anderen zu Gute. So wurde ich in der Mostauer Angelegenheit zeugt am besten für uns, daß unsere AnDuma wie ein Kollege aufgenommen und als gaben bis auf das Tüpferl über dem i richtig sind. Im Bürger mit Ehren überhäuft, die mir als Gelehrten Folgenden sei die Zuschrift des Reichskanzlers in ihrem versagt geblieben wären." Wortlaut abgedruckt: Berlin, den 11. September 1892. F Die Duma, die Stadtverwaltung von Moskau, ein Klüngel der Geldsack Klique, wie die von St. Petersburg, berüchtigt durch ihre Unredlichkeit, durch ihre Vetternwirthschaft, durch die riesenhaften Mogeleien, die dort gang und gabe, begrüßt" den Kollegen" Virchow. Herr Virchow weiß nichts von den Vorkommnissen aus der Zeit des letzten Nothstands, nichts von den Gaunerstreichen dieser oder jener großen Duma, die an das hungernde Volt statt Mehl Sand vertheilt und mit den Lieferanten in den Gewinn sich theilt? Go taumelt im korybantischen Jubel Pan Rudolf durch den Irrgarten des Zarenthums und wird zum Bänkelsänger, der den russischen Despotismus aufdringlich lobpreist. Nur Eins fann ihn entschuldigen: betäubt vom Weihrauch, unterliegend den Schmeicheleien des offiziellen RußLands, ift Rudolf Virchow nicht mehr haftbar für sein Chun. Großmüthig, wie es sich geziemt für politische Gegner, stellen wir fest, daß Herrn Virchow nicht mehr die Verantwortung für das, was er über Rußland redet oder schreibt oder thut, zugerechnet werden darf. Auswärtiges Amt. Euer Wohlgeboren erwidere ich auf die Eingabe von heute, daß eine Auslieferung Ihres Schwagers Holzmann von Seiten Rußlands nicht beantragt worden ist und eine solche nicht in Frage steht. Wie Ihnen in Magdeburg mitgetheilt worden ist, foll Ihr Echwager auf Anordnung des föniglichen RegierungsPräsidenten in Magdeburg aus Preußen ausgewiesen werden. Die faiserlich russische Regierung hat sich bereit erklärt, ihn als russischen Unterthan nach Rußland zu übernehmen. Gine etwaige Beschwerde über die Ausweisung würde an den Herrn Minister des Innern zu richten sein. Der Reichskansler. J. A.: Hellwig. An Herrn Dr. 2ur, Wohlgeboren, hier. III. 24 619. 42.428. Die Freifinnige Zeitung"( Nr. 218 vom 17. b. M.) führt aus: " Die Ausweisungsangelegenheit Holzmann hat eine überraschende Wendung genommen. genommen. Holzmann ist am Donnerstag nicht nur auf freien Fuß gesetzt, sondern ihm " Das Gesetz betr. die Aufhebung von Stolgebühren für Taufen, Trauungen und firchliche Aufgebote in der evangelischen Landeskirche der älteren Provinzen Preußens vom 3. September 1892 wird im Reichs- und Staats Anzeiger"( Nr. 220 vom 17. d.) veröffentlicht, = Natürlich! Der Stockjunker und Brotvertheurer Graf von Mirbach Sorquitten giebt in der„ Konser vativen Korrespondenz"( siehe Nordd. Allg. Ztg." Nr. 436 vom 17. b.) fund und zu wissen, daß man in allen landwirthschaftlichen Kreisen von Ost- und Westpreußen", denen" er nahefteht, bringlichst wünscht, es möge an dem Differentialzoll gegen Rußland festgehalten werden". Daß bie altpreußischen Agrarier dem russischen Roggen durch den Fünfmark- Sat Thür und Thor zu sperren dringlichst" wünschen, ist einleuchtend, bedurfte also erst keiner feierlichen Versicherung. Preissteigerungen durch Innungen. Wenn Zwei daffelbe thun, ist es nicht dasselbe, meint die Kreuz- Zeitung". Die Ringe der Kohlen- und Eisenbarone müssen den agvas rischen Junkern heilig sein, denn sie sind ein Entgelt für die den Ringen der privilegirten Schnapsbrenner, Zucker fabrikanten und vor Allem der agrarischen Getreide und Viehwucherer gewährten Prämien und Zölle. Was aber den Großen" recht ist, das ist den„ Kleinen" lange noch nicht billig. Die Schlächter und Bäcker sollen die Sündenböcke sein für die Herrn Agrarier, die, im schlimmsten Falle, nur das im die Aerzte mich bereits aufgegeben hatten und mein Vater Du der Gefahr entronnen bist; aber Du mögest denn nach- Kampf, in den Mordgestank des Pulvers, in den wüsten gerufen worden war, um mich ein letztes Mal" zu sehen. träglich erfahren, wie mir zu Muthe war, während ich Lärm fnatternder Schüsse, stürzenden Gebälts, wüthenden An Friedrich waren die bösen Nachrichten gewissenhaft ge- am Vorabend einer Schlacht mir vorstellte, daß mein Kriegsgeschreies. Die meisten um mich her, Freund und schickt worden, aber auch die besseren Nachrichten seit einigen angebetetes Weib im Sterben liegt. Daß sie nach mir ruft Feind, waren wohl vom Kriegstaumel erfaßt- ich aber Zagen nämlich gaben die Aerzte wieder Hoffnung- mußten die Arme nach mir ausstreckt... Wir hatten uns ja blieb in unfeliger Nüchternheit. Zu Dänenhaß konnte ich zur Stunde schon in seinen Händen sein. nicht einmal ordentlich Lebewohl gesagt... Und unser mich nicht aufschwingen was thaten die Braven, „ Wenn er selbst noch am Leben ist" über fie warf ich mit Kind, auf das ich mich so gefreut todt! Und ich selber indem uns herfielen? weiter nichts als bei Meine Gedanken waren Dir, feinem chweren Seufzer ein. morgen ob mich eine Kugel trifft? Wenn ich vorher ihre Pflicht. " Verfündige Dich nicht, Martha," ermahnte die Tante' wüßte, daß Du nicht mehr bist, so wäre mir die tödtliche Martha Ich sah Dich auf dem Paradebette daß mich ,, der liebe Gott und feine Heiligen werden Dich nicht auf Kugel das liebste aber wenn Du gerettet werden sollst liegen, und was ich mir wünschte, war, unser Flehen hin gerettet haben, um Dich dann so heimzus nein; dann will ich vom Sterben noch nichts wissen. eine Rugel treffe. Dazwischen blitzte doch wieder ein Sehn fuchen. Auch Dein Mann wird Dir erhalten bleiben, für Todesfreudigkeit", dieses widernatürliche, von den Feld- suchts- und ein Hoffnungsstrahl: Wie, wenn sie lebt? Wie, den ich, Du kannst es mir glauben, ebenso heiß gebetet predigern uns stets angepriesene Ding, das kann ein glück- wenn ich heimkehrte?" habe, wie für Dich... sogar ein Stapulier habe ich ihm licher Mensch nicht empfinden und wenn Du lebst und Das Gemetel dauerte über zwei Stunden und wir bes nachgeschickt... Ja, ja zuce nur die Achseln aber ich heimkomme, fo habe ich noch unberechenbare Schäße von haupteten, wie gesagt, das Feld. Der geschlagene Feind schaden können sie doch keinenfalls, nicht wahr? Und wie Glück zu beheben. D, welche Lebensfreudigkeit, entfloh. Wir verfolgten ihn nicht. Auf dem Plaze blieb viele Beispiele hat man, daß sie genützt haben... Du mit der wir beide noch die Zukunft genießen wollten, wenn uns Arbeit genug zu verrichten. Von dem Dorfe einige felber bist mir auch wieder ein Beweis, was die Fürsprache uns eine solche befchieden ist! hundert Schritte entfernt und vom Brande unversehrt ges der Heiligen vermag- denn Du warst schon am Rande Heute trafen wir zum ersten Mal mit dem Feind blieben, steht ein großer Meierhof, mit zahlreichen leeren des Grabes, glaube mir da habe ich mich an Deine zufammen. Bisher ging unser Weg durch eroberte Wohnräumen und Ställen; hier werden wir die Nacht über Schutzpatronin, die heilige Martha gewendet Länderstriche, aus welchen die Dänen sich zurück ausruhen und hierher haben wir unsere Verwundeten ges Und ich," unterbrach mein Bater, welcher in politischer gezogen. Rauchende Dorftrümmer, zertretene Saaten, bracht. Das Begraben der Todten bleibt auf morgen Hinsicht zwar sehr klerikal gesinnt war, in praktischer Sin- herumliegende Waffen und Tornister, durch Granaten früh. Dabei werden natürlich wieder einige Lebendige ficht jedoch durchaus nicht mit seiner Schwester sympathisirte, aufgewirbelte Erde, Blutlachen, Pferdeleichen, Massengräber: verscharrt, denn der Starrkrampf nach Verwundungen ich habe aus Wien den Doktor Braun verschrieben, und das sind die Landschaften und deren Staffage, durch ist eine häufige Erscheinung. Manche, die drüben geblieben, welche wir hinter dem Sieger hergewandelt sind, um wo- ob todt, oder verlegt, oder auch unverletzt, werden wir der hat Dich gerettet." Die Am nächsten Tage, auf mein bringendes Bitten, wurde möglich neue Siege daran zu reihen, das heißt nene Dörfer ganz zurücklassen müssen; diejenigen nämlich, welche unter mir gestattet, sämmtliche von Friedrich eingelaufenen Sen- anzuzünden und so weiter... Das haben wir nun heute den Trümmern der eingestürzten Häufer liegen. dungen durchzulesen. Bumeist waren es nur zeilenlange auch gethan. Die Position ist unser. Hinter uns steht ein können dann hier, wenn sie todt sind langsam vermodern, Anfragen oder ebenso latonische Berichte:„ Gestern Gefecht Dorf in Flammen. Die Einwohner hatten es zum Glück wenn verwundet langsam verbluten, und wenn unvers bin unversehrt." Marschiren heute weiter vorher verlassen. Aber in einem Stall war ein Pferd ver- sehrt langfam verhungern. Und wir- hurrah! Depeschen zu adressiren nach**** Ein längerer Brief geffen worden ich hörte das verzweifelte Thier stampfen tönnen weiterziehen, in unseren frischen, fröhlichen Krieg... trug auf dem Umschlag den Bermerk:" Nur zu übergeben, und schreien Weißt Du, was ich that? Das hat mir Der nächste Zusammenstoß wird wohl eine Feldschlacht wenn jede Gefahr vorüber ist." Diesen las ich zuerst: wahrlich keinen Orden eingetragen denn statt ein paar abgeben. Allem Anschein nach werden sich zwei große Mein Alles! Ob Du diefes jemals lesen wirst? Dänen niederzumachen, sprengte ich auf jenen Stall zu, um Armeekorps gegenüberstehen. Dann kann die Bahl Die letzte Nachricht, die ich von Deinem Arzt erhalten, daß arme Roß zu befreien. Unmöglich schon brannte die der Todten und Verwundeten leicht in die Zehntausend meldete: Patientin in heftigem Fieber: Zustand bedenklich. Krippe, schon das Stroh unter seinen Hufen, schon seine gehen; denn die Kanonen ihres vernichtungs Bedenklich" den Ausdruck hat der Mann vielleicht aus Mähne... Da schoß ich ihm zwei Rcv olverkugeln durch ipeienden Amtes walten, so werden beiderseitig bie Schonung gebraucht, um nicht zu sagen„ hoffnungslos" den Kopf- es fiel getroffen nieder und war von dem vorderen Reihen schnell weggefegt. Das ist ja eine wunder Wenn Dir dieses eingehändigt wird, so weist Du ja, daß qualvollen Flammentod gerettet. Dann zurück in den schöne Einrichtung. 1F wenn ( Fortsegung folgt.) Kleinen treiben, was die„Herren" im Großen. So belastet mit ihrem ganzen Grimm die„Kreuz-Zeitung'(Nr. 435 vom 17. September) die„Preissteigerungen durch Innungen". Sie kommt zurück auf eine von ihr bereits am 19. August gebrachte Mittheilung, wonach eine Metzger-Jnnung(in Münchberg, Oberfranken) auf die allseitigen Wünsche nach •Bcminbmmg der Fleischpreise mit folgendem Inserat ge- antwortet hatte:„Von jetzt ab kostet das Pfund Schweine- fleisch 70 Pfg., und wenn keine Ruh' ist mU der Zeitungsschreiberei, dann kostet's noch mehr! Metzger-Jnnung." Das ist zwar etwas stark und toll und noch dazu in unverfälschtem Metzgermeister-Jnnungsstil ausgedrückt, aber inhaltlich ist es dasselbe, was die adligen und gräflichen Ritterguts- und Herrschaftsbesitzer mit der Verbrämung durch das„landwirthschastliche Interesse" aussprechen.' Die Herren Metzger sind nur ehrlicher als die agrarischen Junker, obwohl sie ihnen an Unverschämtheit nicht einmal gleichkommen.— Kühne Phantasie. Die„Nationalliberale Korre- spondenz" will den„Uebermuth des Zentrums" durch ein Gcgenkartell von Reichspartei, Nationalliberalen und Fort- schrittlern brechen. Nun, die Fortschrittler wollen wir den Nationalliberalen gern schenken, seit wann aber wären die Reichsparteiler in Bezug aus die Militärfrage— und aus diese allein kommt es an— anderer Meinung als ihr Zwillingsbnider, die Dentschkonservativen? Der Konkurrenz- Neid der Nationalliberalen ist für das Zentrum sehr un- gefährlich, und wird nur die praktische Folge haben, daß die Ralionalliberalen mit dem Zentrum um die Wette für die neue Militärvorlage stimmen.— Z»r Geschichte des Schulze- Delitzsch'schen Ge- Uossenschaftswesens. Gegenüber der Behauptung Eugen Richter's, die Sozialdemokraten hätten von Schulze-Delitzsch das Genossenschaftswesen gelernt, wiesen wir seiner Zeit nach, daß die Sache sich thatsächlich umgekehrt verhält, und daß Schulze- Delitzsch die Owen' schen Kooperativvereine plagiirt hat. Von der Richtigkeit dieser Darlegung des Sachverhalts kann man sich schon durch einen Blick in das Konversationslexikon(Artikel: Robert Owen) überzeugen. Nachträglich erfahren wir nun aus durchaus sicherer Quelle, daß Schulze-Delitzsch, der, wie in den tollen Jahren fast die gesammte bürgerliche Demokratie, mit dem Sozialismus spielte und renommirte, zu Berlin, wo er als Abgeordneter war, im Jahre 1848(vielleicht auch 1849) den Vortrag eines kommunistischen Arbeiters anhörte, der auch der Ge- nossenschasten Robert Owen's erwähnte, und daß er hier- durch angeregt wurde, sich näher mit dem Gegenstande zu beschäftigen.— Internationale Konferenzen. Zur Vorbereitung des Ratioualkongresses von Marseille fand kürzlich in Lille ein Kongreß des Nordverbandes der Partei statt, welcher über die internationalen sozialistischen Kongresse folgende Resolution faßte:„In Erwägung, daß die Er- eignisse nicht die Festsetzung eines Datums erlauben, wo für die Bedürfnisse der Partei eine internationale Verstän- dignng nöthig sein wird, in weiterer Erwägung, daß das jetzige Vertretungssystem ungeheure Ausgaben nach sich zieht, «nd daß das Geld zu diesen Ausgaben in nützlicher Weise für die Propaganda angewendet werden könnte, sprichtZder Nord-Regionalkongreß(am 28. August 1892) den Wunsch aus, es möchten in Zukunft die internationalen Kongresse durch internationale Konserenzen ersetzt werden, auf denen die Arbeiterparteien durch ein Mitglied ihres Vorstandes oder ihres Nationalrathes vertreten wären, und eS möchten derartige Konferenzen so oft stattfinden, als die Partei- Interessen es erfordern."— Wie telegraphirt wird:„Antwerpen, 16. Sep- «mber. 5000'Arbeiter protestirten in einem Briefe an den Minister des Aeußern gegen die von französischen S o- ö.i a l i st e n an belgischen Arbeitern verübten Gewalt- Tätigkeiten." Die französischen Sozialisten haben aber mit diesen Konkurrenzprügeleien nichts zu thun; im Gegentheil, 'hnen ist es zu verdanken, daß endlich ein besseres Ein- vernehmen zwischen den streitende» Theilen eingetreten ist. uebrigens wird in dem Brief an den Minister zugegeben, daß die belgischen Arbeiter in Frankreich unter dem Preis arbeiten. Also gar nichts„nationale»", oder chauvinistisches w diesen Priigeleien, sondern der alte viclhundertjährigc Kampf zwischen solchen Arbeitern, die sich durch den Unternehmer nicht in ihrer Lebenshaltung wollen herab- drücken lassen, und solchen, die sich dem Unternehmer ver- laufen, um zu dessen Vortheil die Lebenshaltung der Ar- bester herabzudrücken. Die französischen Arbeiter, welche den belgischen Lohndrückern zu Leib gingen, würden s r a n- i o s i s ch e Lohndrücker, trotz der Landsmannschaft, nicht unt freundlicheren Augen ansehen.— Aus Portugal wird gemeldet:„Die Abgeordneten- wählen sind auf den 23. Oktober ausgeschrieben. Die Diäten sind abgeschafft, nur bedürftige Abgeordnete er- halten eine geringe Unterstützung." Auch eine Finanz- reform!— Nussisches. Aus Russisch- Polen wird der «Kölnischen Volkszeitung" geschrieben:„Die Zitadelle in AZarschan ist augenblicklich mit politischen Ge- > a n g e n e n überfüllt. Russische und österreichische Polen, vereinzelt auch deutsche Reichsangehörige schmachten w den Kasematten. Neuerdings hat man einen russischen Juden eingeliefert, der seinerzeit bei der bekannten Kata- strophe von Borki betheiligt gewesen sein soll. In Re- stwrungskreisen neigt man der Ansicht zu, daß das furcht- bare Unglück auf der Eisenbahn-Linie Kursk-Asow nicht nur buf„verfaulte Schwellen" zurückzuführen sei. Im geheimen Verden in dieser Angelegenheit noch immer Verhöre und buch Verhaftungen vorgenommen, obschon bis jetzt ohne den Erwünschten Erfolg. Uebrigens wittert der Chef der War- schauer Polizei, General Klejgels, jetzt überall polnische Ver- Ichwörnngen und Gehcimorganisaliouen. Da die Verhöre rv in der Zitadelle befindlichen Untersuchungsgefangenen "'chts sonderlich Belastendes ergeben haben, w wendet man augenblicklich die infamsten Mittel Äs- um die Angeschuldigten zu Geständnissen zu bewegen. Man weckt sie beispielsweise mitten in der Nacht und läßt m nicht schlafen, um ihre Nerven zu zerrütten und die Lrrmstcn dann eher zu einem Geständniß zwingen zu können. Mas durch Schlaflosigkeit und Nervosität nicht bewirkt wird, sucht man durch Hypnose und ggestion zu erreichen, die man in der Warschauer Zitadelle durch zwei russische Polizei-Aerzte öfters anwenden läßt. Die Untersuchungsrichter haben seitdem 13.(1.) Juli strengstens Befehl erhalten, bei allen Vernehmungen sich nicht mehr der polnischen, sondern ausschließlich der russischen Sprache zu bedienen, selbst wenn die Be- schuldigten kaum oder nur mangelhaft des russischen Idioms mächtig sein sollten. Die Gerichtsprotokolle werden nicht mehr wie bisher, falls der Angeklagte des Russsschen nicht mächtig sein sollte, mit daneben gefügter polnischer Ueber- setzung, sondern ausschließlich russisch geführt. Viele Ge- sangene müssen die russisch aufgesetzten Protokolle dann unter- schreiben, ohne zu wissen, was sie eigentlich unterschrieben haben. Als vor einiger Zeit zwei russische Richter m Warschau General Klejgels darauf aufmerksam machten, daß dies doch seine Bedenken habe, sagte der Allgewaltige: Es giebt in Rußland keine Polen, sondern nur russische Untcrthanen. Es giebt auch keine polnische Sprache, das Polnische ist nur ein slavischer Dialekt bez. eine Mundart des Russischen. Auch die Verwandten der Gefangenen dürfen jetzt bei den Be- suchen in der Zitadelle, bez. in den Gefängnissen mit den Verhafteten nur Russisch sprechen;'können sie es nicht oder wollen sie es nicht sprechen, so werden sie sofort aus dem Gefängniß gewiesen." Die„Kreuz-Zeitung"(Nr. 435 vom 17. d. M.) nennt diesen Bericht mit Recht haarsträubend und bemerkt treffend:«Herr Geheimrath Schischkin hat hier wieder gute Gelegenheit, semer Dementirungslust die Zügel schießen zu lassen. Nach dem Muster der bekannten Schlachtenberichte über den„einen" gefallenen Kosaken würde es sich unseres Erachtens empfehlen, auch nur„einen" politischen Gefangenen in Warschau der Oessentlichkeit zuzugestehen." Aber Pan Virchow, der (siehe den heutigen Leitartikel) für das Erlernen der russischen Sprache so sehr eingenommen ist, wird, wir gestehen es zerknirscht, uns nun mit dem Argument zer- schmettern, man müsse russisch aus dem Grunde verstehen, um als politischer Häftling in der Warschauer Zitadelle seinen Mann zu stehen. Zum Schluß! Mit Entrüstung blickt die„Kreuz- Zeitung" nach Warschau. Sehr wohl! Aber sie hat bis heute noch nicht ein Sterbenswörtchen der Kritik gesagt über den Fall Holzmann.— Arbeiterkongrest in Brasilien. In der Bundes- Hauptstadt Rio de Janeiro hat kürzlich ein besonders von den Deutschen starkbeschickter Arbeiterkongreß stattgefunden. Das Programm enthält 37 Artikel und zerfällt in zwei Theile. Im ersten Theile ist ausdrücklich betont, daß die Proletarier Amerikas sich nach den gleichen Prinzipien wie die Europas orjjanisiren müssen und daß die einzige mög- liche Emanzipation des Arbeiters in der Expropriirung der Produktions mittel und der Rohstoffe bestehe— also der Kollektivismus der richtige Schlüssel sei. Glück auf!— Patfetnaiftrtäilen. Gegen die Blutsteuer! Eine große Breslauer Volks- Versammlung faßte nach einem mit anhaltendem stürmischem Beifall aufgenommene» Vortrage Liebknecht's über die gegen- wärtige Lage, in welchem er besonders über den Militarismus sprach und die Nothwendigkeit betonte, daß in ganz Deutschland das Volk sich gegen die neue Militärvorlage erklärten und dahingehend seinen Einfluß auf die Reichstags-Abgeordneten aufs averentschiedenste geltend machen müsse, einstimmig folgende Resolution: „Die Versammlung erklärt in vollkommenem Einverständniß mit dem Referenten das gegenwärtige System des Militarismus für den hervorragendsten Hemmschuh der Zivilisation und fordert an der Hand des sozialdemokratischen Parteipiogramms die Ein- führung des Milizsystems. Sie erkennt in der Sozialdemokratie allein die Rettung des Volkes und verspricht mit allen Kräften für Ausbreitung dieser heute noch so sehr verfolgten Kultur- bewegung einzutreten." »* Wie die Wahl deS Herrn v. Hammerstein zu Stande kam, ist unseren Lesern schon bekannt. Nachträglich theilt die Bielefelder„Volksmacht" noch mit, daß in dem kleinen Orte Herringhausen die Wahlurne aus einer Zigarrenkiste mit Deckel bestanden habe, welcher jedesmal behufs Hineinlegung eines Stimmzettels zurückgeschlagen wurde. In derselben Ge- meinde, wo der Gemeinde- oder Ortsvorsteher jede Person kennt, wo er weiß, wann, wo und zu welcher Stunde ein Orts- einwohner geboren ist. in dieser Gemeinde sei es vorgekommen, daß 4 Personen, welche noch nicht wahlberechtigt waren, gewählt haben. Di«„Volksmacht" berichtet noch, daß unser Vertrauens- mann aus dem Wahllokal gewiesen worden sei. Man hat den Erlaß des Ministers Herrfurth also nicht beachtet. Die Lokal- behörde ist wahrscheinlich dem Ministerium„über". Bei alledem brachte es die„Kreuz-Ztg." fertig, den Leuten weis zu machen, der Sieg der Konservativen sei der„vornehm- sachlichen Führung des Wahlkampfes" zu verdanken. Eine schöne Sorte von„Vornehmheit" der„Edelsten der Nation" und ihrer Helfershelser, die weder Gesetz noch gesetzmäßige Ministerial- Verfügungen achtet, wenn sie wirklich einmal dem Volke zu Gute kommen. »» Freisinnige Wahlpraktik. Wie die Breslauer„Volks- wacht" mittheilt, ist in einer Greif fenberger öffentlichen Versammlung, die von den Freisinnigen wegen der Reichstags. wähl einberufen war, keine Diskusston zugelassen worden. Nach- dem der Referent Eugen Richter seinen Speech beendet hatte und ein Hoch auf diesen ausgebracht war, hat man sofort die Ver- sammlung geschloffen, wodurch es unseren Parteigenossen un- möglich gemacht wurde, dem Referenten entgegenzutreten. Die Vorsicht, dem Gegner nicht Stand zu halten, beobachtet der E(ihrer des Freisinns bekanntlich in allen Versammlungen. elänge es ihm, auf den Ministerseffel zu voltigiren, so bekäme Deutschland nicht nur den unmanierlichsten, sondern auch den feigsten Minister, den es�je gehabt hat.� Zur Wiener Volksversammlung, in welcher Bebel auftrat, theilt die dortige„Arbeiterzeitung" noch Nachstehendes mit. Genosse Schuhmeier beantragte folgende Resolution: „Die heutige Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen der Vortragenden einverstanden und ist überzeugt, daß nur das Programm und die Taktik ider internationalen Sozialdemokratie den Weg zur Befreiung der Arbeiterklasse bahnen kann, sie er- sucht unseren Genossen Bebel, unseren deutschen Parteigenossen den Brudergruß der sozialdemokratischen Proletarier Oesterreichs zu überbringen." Diese Resolution wurde unter begeisterten Zurufen einstimmig angenommen, worauf Bebel noch einmal das Wort ergriff; er sagte: „Parteigenossen! Ich bin mit großem Vergnügen bereit, den Gruß meinen deutschen Parteifreunden zu überbringen, den Sie mir übertragen haben, er hat mich herzlichst gefreut und es wird an mir sein, das den Genossen zu sagen. Wir in Deutschland verfolgen seit Jahren mit lebhaftem Interesse den Gang der Bewegung in unserem Nachbarstaate Oesterreich. Wir haben mit Freude gesehen, wie unter Verhältnissen. die unendlich niederdrückender sind für unsere Partei in Oesterreich als in Deusschland— wir haben mit großer Herzlichkeit gesthtm, wie tapfer trotz dieser Verhältnisse die österreichische Bruder- partei den Kampf führt und was für bedeutende Fortschritte sie gemacht hat trotz alledem. Unsere Politiker der herrschenden Klassen haben vor LVs Jahrzehnten Deutschland und Oesterreich auseinandergerissen, zwei Staaten daraus gemacht, die nicht zu einander gehören. Ich hoffe, das, was die Politiker schlecht gemacht haben, daS wird die deutsche und österreichische Sozialdemokratie- gut machen.(Bravo.) Wenn aber heute Freund Adler gemeint hat, wir hätten es in Deutschland so besonders gut, da muß ich ganz entschieden protestiren. Denn es könnte leicht passiren, daß unsere Gegner zu uns sagen: Wenn eil Euch so gut geht, dürft Ihr Euch nicht beschweren, w>mn es künftig schlecht geht. Wir haben auch unsere Schmerzen; ich will sie Ihnen nicht erzählen, denn Sie haben Ihre eigenen Schmerzen; aber wir wollen eifrig kämpfen, daß unsere Schmerzen und Eure Schmerzen bald beseitigt«erden und das geschieht am besten, wenn wir uns treuer Kan>pfesbri'ck>erschaft versichern; diese wollen wir halten und ich hoffe, wem» wir in diesem Augenblicke die günstiger Gestellten sind, daß wir auch in der Lage sind, unseren österreichischen Brüdern in Kstanchem helfen zu können, was ihnen in den gegenwärtigen Verhältnissen allein auszuführen nicht möglich ist. Darauf hin, auf die treue Kamps- und Brudergenossenschaft, bitte ich Sie ein Hoch aus- zubringen." Dreifaches stürmisches Hoch! Die Versammlung wird ge- schloffen und aus Tausenden von Kehlen ertönt das„Lied der Arbeit" und die„Marseillaise". � Iserlohn. Der hiesige sozialdemokratische Verein hatte zu vorigem Sonntag eine öffentliche Volksversammlung einberufen, in welcher Reichstags-Abgeordneter Molbenbuhr über die Thätigkeit des deutschen Reichstags sprach. Trotz der voll- ständigen Ueberfülltheit des Saales herrschte während des Vor- träges die lautloseste Stille, die nur durch den Beifall unter- brachen wurde, den man dem Referenten spendete. Ge-gner waren genug anwesend; es wagte sich jedoch Keiner in der Diskussion hervor. In einer Resolution erklärte sich die Versam mlung ein- stimmig mit den Ausführungen des Referenten vollständig ein- verstanden; da eben die sozialdemokrattsche Fraktion die Interessen der arbeitenden Klasse voll und ganz vertrete, werde es das Be- streben eines jeden zielbewußten Arbeiters fem, mit aller Kraft dahin zu wirken, daß der Wahlkreis Iserlohn und Altena sozial- demokratisch im Reichstag vertreten wird. Mit eineem Hoch auf die Sozialdemokratie und dem Gesang der Marseilaise schloß der Vorsitzende Copalle die Versammlung. � AuS Leipzig wird uns geschrieben: Im meuerrungenen Saale der Tonhalle fand am Mittwoch, seit etwa 4 Jahren die erste Volksversammlung statt. Der Saal war überfüllt. Genosse Manfred Wittich sprach über„den internationalen Klassenkampf" und forderte in zündenden Worten auf zur Or- ganisation und Agitation. Folgende Resoluttoa fand ein- stimmige Annahme: „Die heute im Saale der„Tonhalle" stattfindende Volks- Versammlung erklärt, daß die Befreiung des Proletariats aus den Fesseln des Kapitalismus nur durch die Vereinigung der Arbeiter aller Länder und systematischen Kampf herbeigeführt werden kann. Die Versammlung erkennt aber auch an, daß die Kämpfe mit dem Kapital in den einzelnen Ländern je nach Umständen in nationalem Rahmen geführt werden müssen, sei es auf polittschem oder wirthschaftlichem Gebiete. Deshalb ist die Einigkeit unter den Arbeitern dringend nothwendig, und es verpflichten sich die Anwesenden, soweit dies noch nicht geschehen, zu gemeinsamem Wirken den politischen wie gewerkschaftlichen Organisationen bei- zutreten." Der zweite Punkt betraf den Eröffnungskampf für die dies- jährigen Stadtverordnetenwahlen. An Stell« des durch Krankheit verhinderten Genossen Pollender referirte Genosse R ö t h i n g. welcher das jetzige Stadtregiment der gebührenden Kritik unter- zog, wobei er das bekannte Schwanken des Stadtraths in Bezug aus die Messe geißelte. In der Debatte sprechen sich zwei Handelsleute gegen die vom Rathe endlich beschlossene Aufhebung der Messe ans, wurden aber von anderen Rednern belehrt, daß bei Einzug der Seuche die Handelsintereffen ja in weit höherem Maße geschädigt würden. Ein Antrag, zu Gunsten der Hamburger Nothleidenden eine Sammlung zu veranstalten, wurde mit der Motwirung ab- gelehnt, daß die hier zusammengebrachte Summe nur ein Tropfen auf einen heißen Stein sei; der Staat habe«inzu-greisen. Dann gelangte folgende Resolution zur Annahme: „Die am 14. September im Saale der„Tonhalle" tagende Volksversammlung stimmt dem Referenten in der Kritik des Stadt- regiments zu. Eine Aenderung in der Verwaltung zu Gunsten der Gesamintbevölkerung wird erst dann eintreten, wenn genügend Vertreter aus den Volkskreisen in» Stadtverordneten-Kollegium Sitz und Stimme haben. Deshalb hält die heutige Volksver- sammlung die Betheiligung an den Stadtverordneten-Wahlm für dringend geboten und verspricht, thatkräftigst mitzuwirken, daß die Kandidaten aus dem Volke zum Siege gelangen." Hierauf schloß der Vorsitzende die glänzend verlaufene Ver- sammlung mit der Aufforderung an diejenigen, welche daS Bürgerrecht noch nicht erworben haben, unverzüglich dahingehende Echntte zu thun. •» Schkeuditz bei Halle, vergangenen Sonntag fand im Bürgergarten eine öffentliche Versammlung des Arbeitervereins statt, in welcher Genosse Mittag aus Giebichenstein unter Bei» fall über das Thema sprach: Die göttliche Weltordnung und ihre Vertheidiger. Dann referirte Genosse Müller aus Schkeuditz über die Cholera. Er erklärte u. A., daß die Schkeuditz« Be- Hörde gegen das Einschleppen der Seuche soviel wie Nichts gethan habe. Es würde wohl öfter im Wochenblatt bekannt gemacht, wie sich die Einwohnerschaft gegen das Einschleppen der Seuche zu verhalten hat, aber es fehle an der Kontrolle darüber, ob den Vorschriften auch nachgekommen wird; sogar die städtischen Gräben und Schlamniteiche seien entweder gar nicht oder doch nur mangelhaft desinfizirt. Die Behörden müßten energisch auf- gefordert werden, das Versäumte nachzuholen, auch müsse für Errichtung eines geeigneten Krankenhauses Sorge getragen wer- den. Nachdem sich noch verschiedene Redner im Sinne des Referenten ausgesprochen hatten, wurde einstimmig folgende Resolution angenommen:„Die heutige öffent- liche Versammlung des Arbeitervereins von Schkeuditz und Umgegend beschließt, den Vorstand zu beauftragen, beim Magistrat den Antrag zu stellen, daß unverzüglich DesinsektionS- ic. Mittel für den unbemittelten Theil der hiesigen Bevölkerung aus Stadtmitteln unentgeltlich verabfolgt werden; ferner darauf zu achten, daß die Schutz- und Vorsichtsmaßregeln seitens der Grundbesitzer, als auch der Behörde befolgt werden; endlich sür ein geeignetes Krankenhaus für den Fall des Ausbruchs der Epidemie z» sorgen. Dazu wird eines der beiden Pfarrhäuser in Vorschlag gebracht." Zum Schluß der Versammlung ermahnte Genosse Mittag die Versammlung nochmals, treu und fest zur Arbeitersache zu hallen, und forderte diejenigen, welche dem Arbeiterverein noch fern stehen, zum baldigen Anschluß an denselben auf, denn wenn man nicht säe, könne man auch nicht ernten. Mit dem Gesang der Marseillaise ging�man auseinander. Die Notiz aus Vilbel» die in letzter Sonntagsnummer steht, bedarf insofern der Ergänzung, als beschlossen wurde, die Gelder der Wahlvereine auf einer Sparkasse anzulegen, um bei Wahlen das Geld schnell zur Hand zu haben, resp.es zur Agitation 'ofort verwenden zu können. Bezüglich der Maifeier 1893 wurde wstimmt, dieselbe, wenn auch nur durch eine Versammlung oder durch ein Vergnügen am Abend, aus alle Fälle aber am 1. Mai abzuhalten, Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, 18. September. Opernhaus. Cavalleria rusticana. Hierauf: Alessandro Stradella. Montag: Der Waffenschmied. Schauspielhaus. Das Käthchen von Heilbronn, ober: Die Feuerprobe. Lefing- Theater. Der Lebemann. Montag: Iphigenie auf Tauris. Montag: Das alte Lied. Deutsches Theater. Rollege Crampton. Montag: Iphigenie auf Tauris. Berliner Theater. Die Goldprobe. Montag: Der Hüttenbesitzer. Wallner- Theater. Die Braut von Messina. Montag: Mila. Vorher: Die Geschwister. Kroll's Theater. Hans Heiling. Bellealliance- Theater. Das Nachtlager in Granada. Montag: Dieselbe Vorstellung. Egyptische Ausstellung. Stadtbahnstation Zoologischer Garten. Heute, Sonntag, den 18. September: 75 Trauung und Hochzeitsfeierlichkeit eines Beduinenpaares. !!! Bengalische Beleuchtung der Hinterlandschaft und der Tempelrninen etc. etc. Neue Welt. Sergioloß- Brauerei, Haſenhaide. Heute, Sonntag: Concert. Specialitäten.- Bal champêtre. Sensationell: Hochturner Gil- Gil. Größter Beifall. Volksbeluftigungen aller Art. Rutschbahn. Puppentheater. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 20. September, Abends 8½½ Uhr, im Lotale ,, Königsbank", Große Frankfurterstraße 117. Versammlung. Zages Ordnung: 1. Hervorbringung und Vertheilung der Werthe in der soz. Gesellschaft." Ref.: Genoffe Jul. Türk. 2. Distusfion. 3. Wahl dreier Revisoren. 4. Verschiedenes. Gäste willkommen. Neue Mitglieder werden in der Versammlung aufgenommen. 898/7 Der Vorstand. Xylographen, Beichner, Musterzeichner, Glasund Porzellanmaler! Mittwoch, den 21. September cr., Abends 82 Uhr: Große öffentliche Versammlung Monstre- Feuerwerk der Herren Leichniß und Bau. im Saale der Grat weirschen Bierhallen, Kommandantenstraße Nr. 79. Entree 25 Pf. Billets im Vorverkauf 20 f. 2018b Th. Keller's Hofjäger, Tages Ordnung: 1. Die Bedeutung der Gewerbegerichts- Wahlen. Referent Herr Gustav Hasenhaide, Kessler. 2. Diskussion. 3. Aufstellung eines Kandidaten zum Gewerbegericht. 4. Stellungnahme zur Streit- Kontrollkommission. 5. Verschiedenes. Bergmann- StraßenUm recht zahlreiches, pünktliches Erscheinen bittet Edke. 2000b Heute, Sonntag, den 18. September 1892: Großes Garten- Konzert und Ball. Anfang 4 Uhr. Entree 15 Pf., vorher 10 Pf. A. Froelich. Residenz- Theater. Madame Mon- Viktoria- Brauerei. godin. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Das Mädchen von Elisonzo. Dorothea. der Thür. 1 Der Ehemann vor Montag: Diefelbe Vorstellung. Thomas- Theater. Onkel Bräsig. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplat- Theater. Tannhäuser. 15 Montag: Dieselbe Vorstellung. Ostend- Theater. Die Ahnfrau. Fedora. Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo Theater. SpezialitätenVorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Borstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Borstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Borstellung. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. Gesangsposse in 3 Atten von L. Treptow. Couplets von G. Görss. Musik von G. Steffens. Mit neuen Kostümen und Dekorationen aus dem Atelier des Herrn Lütkemeyer in Coburg. In Scene gefeht von Adolph Ernst. Anfang 2 Uhr. Morgen: Diefelbe Borstellung. Alexander- Play- Theater. Tannhäuser. Große Ausstattungs- u. Gesangs- Posse in 4 Bildern. Anfang um 7% Uhr. Feen- Palast Burgstraße, neben der Börse. Täglich Gr. Spezialitäten Vorstellung. = Miß Selina, die singende Luftfee, Truppe Leopard, Kraft- u. Zahnproduktionen a. d. Ringen, AlféraTruppe, Parterre Afrobaten, Mr. Clermont, m. s. dreff. Efel, Schweinen, Bären 2c., Garreton- Truppe, Excentr. Afrobaten, Granau und Seefeld, Wiener Duettisten, Herm. Schulte, Gesangs- Humorist. Anfang Wochentags 71/2 Uhr. Sonntags 6 Uhr. PassagePanopticum. Lüßow Straße 111/112. Im Konzertgarten: Heute sowie täglich ( Sonnabends ausgeschl.): Stettiner Sänger. Stets wechselnd. Programm. Anfang 7 Uhr Entree 50 Pfg Vorverkauf- Billets heute keine Giltigkeit Zurückgekehrt. 2020b Dr. Jacobsohn, Augenarzt, Belle- Alliancestr. 105, Poliklinik: Gneisenaustr. 104. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, Artilleriestr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10 Wir wünschen unserm Kollegen Albert Sabuifch sowie feiner lieben Braut Erneftine Bande zu ihrer am 19. b. M. stattfindenden Vermählung sowie zu ihrem ferneren Eheleben recht viel Glück. Seine Kollegen: 1. H. R. W. K. I. R. II. Der Einberufer. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 18. September, Abends 8 Uhr, Kommandantenstr. 20( Arminhallen): Vortrag des Herrn Zunker über: Die Entwicklung der Erde. Nach dem Vortrage: Geselliges Beisammensein und Tanz. 502/8 Gäste, Herren und Damen, willkommen. Alle Anfragen betreffs des Vereins find zu richten an Herrn Danath, Saarbrückerstraße 11. Für Krankenkassen: Heberegister, Mitgliedsbücher, sowie fämmtliche Kaffenbücher, vorschriftsmäßig, Statuten 2c. liefert die 29902 20166 Säulen- Anschläge, sowie sämmtliche Drucksachen, Buchdruderei von Maurer& Dimmick, Elisabethufer 55. wollnjo. ochio. eenjo. Effiocubs Gratweil's Bierhallen Genoffen und Bekannten empf. mein Kommandantenstraße 77-79. Täglich: Auftr. d. GermaniaKonzert- u. CoupletSänger. ( Damen u. Herren.) Wochentag frei. Sonntag Entree 30 Pf. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch, We Bwei Säle B zu Versammlungen und Verguügungen. fowie 6 Billards, 3 Kegelbahnen. F. Sodtke. AktienBrauerei Friedrichshain BRAUERE ACTIEN FRIEDRICHSHAIN am Königsthor. 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Berantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen Entree 30 Pfg. 2274 L 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 219. Von der Cholera. Sonntag, den 18. September 1892. Dem Raiserlichen Gesundheitsamt vom 16. bis frankungen an Cholera find hier zur Anzeige gebracht. Auf dem New York, 16. September. 2 Todesfälle und 5 neue Er17. September, Mittags, gemeldete Cholera- Er- Dampfer„ Scandia" sind mehrere Fälle vorgekommen, auf der trantungs- und Todesfälle: ,, Bohemia" starben 11 Rinder an der Cholera, außerdem sind noch mehrere Personen erkrankt. Auf der hier eingetroffenen " Bohemia" find während der Fahrt 2 Erwachsene und 9 Kinder an der Cholera gestorben. An Bord befinden sich 4 Kranke. Staat und Bezirk Datum: 13./9. 14./9. 15./9. 16./9. Drt erkrankt gestorben erfrankt gestorben erkrankt gestorben erfrantt gestorben Hamburg Hamburg. • • 344 148 283 108 306 128 276 136 Preußen: Schleswig Altona 12 5 5 1 4 10 · · Wandsbek • Wilhelmsburg. 3 5 • Neuenfelde. Lüneburg. Stade. 2141 4 5241 1 4723 3451 • 034 4 9. Jahrg. verliefen. 4 Kranke sind nach der Swinburne- Insel gebracht Die Bewohner der Wilhelmshavener Straße worden, 37 befinden sich noch am Bord. werden schon seit längerer Zeit durch den aus den Einsteig namentlich zur Zeit der großen Hiße einen wahrhaft peftilenlöchern der Kanalisation dringenden entseglichen Geftant, der zialischen Charakter annahm, in gröblichster Weise belästigt und gesundheitlich geschädigt. Es ist den Leuten unmöglich, die Fenster nach der Straße zu öffnen, oder auf den Ballons frische Luft einzuathmen, und selbst die Passanten, besonders in den Morgenstunden, können nicht schnell genug an den gen Himmel stinkenden Löchern vorüberkommen. Eine bei der Revier- Polizei eingebrachte Beschwerde hatte wohl einmaliges Spülen und damit furze Befferung des Uebelstandes zur Folge, aber jetzt ist Alles wieder beim Alten, und die zähe, stagnirende Schlamm- Masse sendet ihre Dünfte in die benachbarten Häuser und Sanitäre Mißstände in Berlin. in die Lungen der auf der Straße spielenden Kinder. Benn ein Bedecken der Abzugsöffnungen wegen der damit für die KanalDer vor acht Tagen in unserem Blatte veröffentlichte Auf- arbeiter verbundenen Gefahr nicht zulässig ist, so sollte doch min3 ruf des Genossen Dr. 3 adet zur Bildung einer freiwilligen destens durch reichliche Spülung ein Stagniren des Schlammes 2 Sanitätstolonne" hat, wie wir hören, einen überraschenden Er- und die Bildung der gesundheitsschädlichen Gafe verhindert folg gehabt. Gegen 100 Mitarbeiter haben sich sofort bereit er- werden. Uebelstände, die in den vornehmeren Stadtvierteln verflärt, die Kontrolle der eingehenden Beschwerden zu übernehmen, mieden werden, sollte man auch an der Peripherie der Stadt nicht darunter ein Dutzend Aerzte, eine Anzahl Chemifer, Ingenieure dulden, oder glaubt man, daß da draußen den Nasen der Anund andere Sachverständige. wohner und Passanten mehr zugemuthet werden darf? Vereinzelte Erkrankungen: Regierungsbezirk Schleswig: in 3 Orten der Kreise Stormarn, Segeberg und Pinneberg insgesammt 2 Erkrankungen, 2 Todes fälle. Regierungsbezirk Lüneburg: in der Stadt Harburg und 1 Ort des Landkreises Harburg 2 Erkrankungen. Regierungsbezirk Stade: in Stadt Stade und 6 Orten der Kreise Fort, Kehdingen 5 Erkrankungen und 3 Todesfälle. Berlin: 1 Erkrankung( Kind Woytkowski). neue Parteinachrichten. eingelaufen und sollen so schnell wie möglich geprüft werden. Zahlreiche Beschwerden über sanitäre Mißstände find bereits Das Ergebniß wird in unserem Blatte veröffentlicht werden, und wo dies möglich, wird auf Abhilfe gedrungen werden. Die weitere Zufuhr bearbeitenswerthen dringend erwünscht. Arbeiter Berlins, schärft Eure Sinne Materials, sowie Hilfskräfte find für die sanitäre Mifère, in der ein großer Theil von Euch zu leben ge- Verein zu Stuttgart ein Genoffe an, indem er unter BezugEin interessantes Thema regte im Sozialdemokratischen Regierungsbezirk Potsdam: in den Städten Spandau und Dinge auch bei den Genossen, denen dasselbe durch jahr- nahme auf das Referat, in welchem die Prostituirten als Opfer zwungen ist, weckt Interesse und Verständniß für diese Eberswalde und 1 Ort des Kreiſes Weſtpriegniß je 1 Erkrankung. zehnte lange Gewöhnung an diese Mißstände abhanden gekommen der gesellschaftlichen Uebelstände bezeichnet worden waren, die Frage Regierungsbezirk Stettin: in Stadt Stettin 1 Erkrankung. Regierungsbezirk Düsseldorf: Stadt Krefeld 1 Erkrankung. ist. Seht Euch um in Euren Wohn-, Schlaf- und Arbeitsstätten, aufwarf, ob wir Sozialdemokraten die Unfittlichkeiten der Gegner Großherzogthum Mecklenburg- Schwerin: in der Stadt Rehna Guren Nachbarn und Mitarbeitern, fordert aber auch von Eurem lichen Lage zu erklären und zu entschuldigen suchen sollten. Gin in Haus und Hof, Straßen und Plätzen, verlangt von Euch, mehr aus der gegenwärtigen wirthschaftlichen und gesellschaft1 Todesfall. Großherzogthum Sachsen- Weimar: in Weimar 1 Erkrankung. hörden, dieselbe Beobachtung der obersten hygienischen Maß- lehren zu müssen glaubten, müßten wir ihnen ihre eigene Unmoral Hauswirth, Eurem Arbeitgeber, sowie von den öffentlichen Be- anderer Genosse antwortete, wenn die Gegner uns immer Moral Die Reichskommission für die Gesundheitsnahme, der Reinlichkeit. Wo auch immer Ihr grobe Verstöße stets wieder entgegenhalten. pflege im Stromgebiet der Elbe macht bekannt, daß gegen diefe Grundforderungen der öffentlichen Gesundheitspflege Der wissenschaftliche Sozialismus, das ist von vornherein der der Kontrollstation VI, Amtssitz Potsdam, unterstellte wahrnehmt, und wo es Eurem eigenen Bemühen nicht gelungen festzuhalten, hat nicht die Aufgabe, geschichtliche und gesellschaftRevisionsbezirk in der Weise getheilt worden ist, daß die Havelstrecke ist, Abhilfe zu schaffen, wendet Euch mit einem furzen schriftlichen liche Vorgänge zu entschuldigen oder zu beschuldigen, sondern von Werder bis Spandau mit Nebengewässern dieser Station unter Bericht an Dr. Badet, Annenstr. 46. Es ist erwünscht, daß diefe zu begreifen. Er sucht die gesellschaftlichen Zusammenhänge stellt bleibt, indessen daneben noch errichtet wird eine die nachbezeich- Buschriften nicht anonym sind, da es öfters erforderlich ist, zu erfassen und die Erscheinungen auf ihre Ursachen zurückzuneten Wasserstrecken umfassende VIII. Kontrollstation: Havel- mit dem Beschwerdeführer in Verbindung zu treten. Der Deffent führen. So ist es auch mit der Prostitution. Wir jammern ftrede von Spandau aufwärts( soweit schiffbar), einschließlich der lichkeit gegenüber, fowie gegenüber Arbeitgebern, Hauswirthen 2c. nicht gefühlsselig über die Freudenmädchen, wir lernen die mit derselben in unmittelbarer Verbindung stehenden Kanalwege, wird natürlich die Person des Beschwerdeführers nicht genannt Prostitution als soziale Maffenerscheinung zu verstehen. Denn insbesondere des Finow- Kanals. Vorstand: Stabsarzt Dr. Baege, werden. fie tritt uns heute entgegen als ein Erzeugniß des Kapitalismus, Amtssitz in Eberswalde. Außerdem wird eine der Station VII Auf einen sehr bemerkenswerthen sanitären als eine Folge des wirthschaftlichen Elends, als ein nothwendiges unterstellte Nebenkontrollstation Fürstenwalde, Vorstand: Uebel stand in Berlin macht die Deutsche med. Wochenschr." Ergebniß der modernen Produktionsweise. Wir verstehen auch, Assistenzarzt Dr. Plagge, eingerichtet, welcher die gesundheitliche vom 15. b. M. aufmerksam. Es sind nämlich von den 12 pro- weshalb die Bourgeoisie und nur die Bourgeoisie als klasse leberwachung des Schifffahrtsverkehrs auf dem Ober- Spree- Kanal jeftirten Radialsystemen der Stadt erst 7 dem Betrieb übergeben. Der Brostitution bedarf, als nur zu trügerischen Schuhmittels für bis Jauf Weiteres übertragen wird. Die betreffenden Stations- Klar ist, daß die nicht fanalisirten Bezirke unter ungünstigeren ihre Töchter und Frauen gegen die Gier der bürgerlichen Wüstvorstände haben sich zur Uebernahme ihrer Amtsgeschäfte nach hygienischen Bedingungen stehen als die Radialsysteme 1 bis 7. linge und als Ersatz für den ehelichen Geschlechtsverkehr, für die Eberswalde bezw. Fürstenwalde begeben. Man hätte nun wohl mit Recht erwarten können, daß die Che, welche die bürgerlichen Klassen dank der ökonomischen EntSamburg, 17. September. Von gestern Mittag bis heute hygienische Beaufsichtigung der nicht fanalisirten Stadttheile eine wickelung weit später und in geringerem Prozentsatz eingehen als Mittag find hier 276 Cholera Erkrankungen und 136 Todesfälle besonders strenge sei, daß gerade in diesen Stadttheilen eine das Proletariat. Das Heirathsalter des Arbeiters ist weit gemeldet; davon entfallen auf gestern 237 Erkrankungen und Reihe hygienisch geschulter, wenn nöthig befoldeter Männer schon niedriger, gleichfalls infolge der herrschenden Zustände, als das 98 Todesfälle. Die Transporte betrugen gestern 201 Krante und in" Friedenszeiten" die Beseitigung der Fäkalien überwache, die des Bourgeois, deffen Bildungsgang und Beruf ihn zur Ehe65 Leichen. Tonnen und Gruben einer häufigen und sachgemäßen Kontrolle Tofigkeit in einem Alter verurtheilt, in welchem der Proletarier Hamburg, 16. Sept., Abends. Nach den bisherigen Fest. unterzöge. Doch davon ist bisher nichts verlautet, selbst jetzt bereits dem Tode seinen Tribut zahlt, bis in die dreißiger Jahre stellungen beträgt die Gesammtzahl der Cholera Erkrankungen nicht, wo wir nicht wissen, wann uns der Feind überfällt. Be- nämlich. Wer den Bourgeois als Einzelnen, als Verführer, als brandmarkt, trifft bei grundsäglicher Betrachtung fich auf 6506 beläuft. In der Hafengegend ist die Seuche gänz- Bezirken die Revier- Sanitätskommissionen„ eifrig bei der Arbeit stets den Angehörigen der Bourgeoistlaffe die Klasse selbst. lich erloschen. Die gemischte Kommission hielt gestern unter Theil- find"! Bei welcher Arbeit? Wer leitet die Arbeiten? Wer So verständlich, so natürlich die Entriftung über das Indinahme des Prof. Koch zwei Sitzungen ab, deren eine 9 Stunden hat den Arbeitsplan entworfen? Vielleicht der Reviervorstand vidnum, die prinzipielle Kritik stößt immer auf das foziale dauerte. Heute begab sich die Kommission nach Blankenese, um oder ein„ bewährter Praktikus", dessen ganze Kraft die Misère Moment, auf die Klaffe. Geißelt ihr die Prostitution, so nur sich über die dortigen Trinkwasser Verhältnisse zu unterrichten. Der Praxis in Anspruch nimmt, der die öffentliche Hygiene seiner als Produkt der Wirthschaftsweise, geißelt ihr den Lebemann, so Am Nachmittag fand wiederum eine Sitzung der Kommission Erziehung nach nur so weit kennen gelernt hat, als ihm Kraft und trefft ihr in Wirklichkeit die gesellschaftliche Gruppe, der er an statt. In derselben wurde beschlossen, sofort an vielen Stellen Lust und Geld zur Verfügung stehen, um sich in dem weiten gehört, und die Folgerung ist: Fort mit dieser Klaffe, fort also der Stadt und ihrer Umgebung abeffinische Brunnen anzulegen, Gebiet der Gesundheitspflege laienhaft bekannt zu machen! mit dem Rapitalismus! Dies hindert nicht, unbarmherzig die welche schon nach einigen Tagen betriebsfähig werden sollen. Hier thut Abhilfe Noth- auch in Friedenszeiten. Die Stadt Mißstände zu rügen, vielmehr hebt es den Einzelfall zur Bedeu Profeffor Koch ist nach Berlin zurückgekehrt, hat aber vor seiner sollte mit der Ernennung von Gesundheitsbeamten unverzüglich tung eines Belegs für etwas Generelles empor, wandelt die EntAbreise erklärt, daß er jeden Augenblid bereit sei, in der Rom- vorgehen: zum Nutzen für die nicht fanalisirten Bezirke, welche rüstung erst zum wissenschaftlichen Urtheil um. Weil wir das mission wieder zu erscheinen. die gleichen Steuern bezahlen wie die Bewohner der Radial- Wüstlingsthum erfassen als ein Sumpfgewächs, wurzelnd im fyfteme 1-7, zum Nutzen aber auch für die kanalisirten Bezirke, Moraft der bürgerlichen Gesellschaft, erkennen wir, daß, unwelche in Mitleidenschaft gezogen würden, wenn etwa die Seuche beschadet einer rücksichtslosen Kritit, es nur ausgerottet wird mit in den nicht fanalisirten Stadttheilen ausbräche. der Entsumpfung des sozialen Grund und Bodens. S Stettin, 17. September. Bis heute Bormittag ist hier tein neuer Choleratodesfall zur Meldung gelangt, wohl aber ist ein neuer Erfrankungsfall gemeldet. Dresden, 17. September. Das hiesige Komitee für die Nothleidenden Hamburgs hat heute als erste Rate zehntausend Mark durch die Hamburger Filiale der Dresdner Bank zur Auszahlung angewiesen. Dortrecht, 16. September. Gine Frau, welche gestern in das hiesige Krankenhaus gebracht wurde, ist heute an der Cholera gestorben. Ebenfo erlag eines ihrer beiden Kinder der Krankheit. Ferner sind fünf neue Erkrankungen an Cholera feftgestellt, vier Fälle auf den in Quarantäne liegenden Schiffen und einer in der Stadt. Ist das nicht dieselbe Forderung, die der Genosse Dr. Zadek in seinem Aufruf vom letzten Sonntag gestellt hat? Und man bedenke, daß die noch nicht angeschlossenen 5 Stadttheile gerade die peripheren find, in denen zum weitaus größten Theil Arbeiter dicht gedrängt in Miethstafernen wohnen! Mit Bezug auf den von der Stadt eingerich teten Krantentransport hat bereits die letzte Woche genügt, um den Beweis von der Richtigkeit der von unserer Seite geäußerten Bedenken gegen die 3 Depots der verpflichteten Privatunternehmer zu liefern. Rotterdam, 17. September. Gestern Abend wurden Zu den 2 bereits in der Presse besprochenen Fällen, in denen brei anscheinend von der asiatischen Cholera befallene Männer erst nach 1-11/ 2 Stunden der Krankenwagen erschien, wird uns in die Baraden verbracht, darunter der Heizer eines Schlepp- von dem Arzt einer Sanitätswache ein 8. Fall gemeldet. Bu dampfers. Der Lettere, sowie dessen gesammte Mannschaft einem plöglich bewußtlos umgefallenen Gast eines Restaurants gewurde desinfizirt und unter Quarantäne gebracht. In Millingen rufen, schickte er um 1/27 Uhr zur Polizei, der von dort bestellte am Rhein wurde ein Fischer von der Cholera befallen. Aus Wagen erschien 5 Minuten vor 1/2 8 Uhr. Hillegersberg bei Rotterdam und auf einem von Rotterdam nach Unter diesen Umständen ist es nur zu begreiflich, wenn bei Steenberg abgehenden Passagierschiff wurde je ein Fall von plöglichen Erkrankungen auf der Straße, wie die Fahr- Zeitung" Cholera nostras fonstatirt. neulich flagte, die Schutzleute sich an die Droschtenbefizer halten Antwerpen, 17. September. 6 neue Erkrankungen und und dieselben zur Uebertretung des Gesetzes veranlassen, zur Todesfälle wurden gestern gemeldet. Im Ganzen haben bis- Uebertretung des eben von der Berliner Polizei erlassenen Verher 158 Erkrankungen, 83 Heilungen und 47 Todesfälle statt- bots, ansteckende Krante per Droschte zu befördern. gefunden. 28 Personen befinden sich noch in Behandlung. Wenn das jetzt schon bei den vereinzelten Fällen passirt, Brüssel, 17. September. Alle mit Schiffen aus Ham- wie sollen da die drei Depots der Privatunternehmer in Beiten burg ankommenden Sendungen werden behördlich beschlagnahmt. der Gefahr ausreichen? 2 = " Tokales. Cholera und Bourgeoisie. Zu dem Aufruf des Genossen Badet macht die Tante Boß eine sehr faure Miene und eine unpassende Bemerkung über Hereintragung von Parteibestrebungen in Gesundheitsfragen. Die Bemerkung ist dreifach verwerflich: weil der Aufruf des Herrn Dr. Zadek teine Parteibestrebungen erkennen läßt; weil das Vorgehen der Hamburger Genossen das Gegentheil von Parteileidenschaft gezeigt hat und weil die Bemerkung die Meinung über Zadek's gemeinnütziges und ideales Unternehmen irreführt und fälscht. Wir wollen ble parteiliche Berichterstattung des Fortschrittsblattes nicht zu beffern suchen, aber wir wollen am nächstliegenden Beispiel zeigen, wie sehr der Aufruf auf der Wahrheit und der Kenntniß der Thatsachen und nicht auf Parteivorurtheilen beruht. Dr. Zadek fußt auf der Erkenntniß, daß die bürgerliche Gesellschaft zur Beherrschung der Seuche unfähig ist." Nun auf derfelben Seite, wo die Macher des FortschrittsSeit dem geftrigen Todesfall hat keine neue Erkrankung statt- Da hilft nur Eines, die Stadt übernimmt das ganze Kranken- blattes den Zadel'schen Aufruf gelesen haben, steht auch die gefunden. Ein Cholerafranter befindet sich noch in Behandlung. transportwesen und damit die Garantie für die nöthige Sicher Elendsstatistit( welche in der" Bossischen 3tg." nicht berichtet Paris, 17. September. Ueber die Cholera liegen folgende heit desselben. Jedes Feuerwehrdepot hat Remisen für Unter- wird) und da liest man, wie Arbeiter in Noth find wegen wochenMittheilungen vor: Lille ist vollständig feuchenfrei; in Paris bringung eines oder mehrerer Krankenwagen, hat Pferde in belangen Mangels an Beschäftigung. Zur Zeit dieser Arbeitsfind 41 Erkrankungen und 10 Todesfälle, in Havre 15 Erfran- liebiger Anzahl zur Verfügung, die ebenso schnell wie bei Feuers- losigkeit hat man über einen Mangel an Särgen gehört, welcher tungen und 3 Todesfälle gemeldet. Auf Kosten der Stadt ist gefahr auf dem Schauplaze erscheinen. Dazu gehört tein Wagen- veranlaßt hat, die Leichen in Säde zu stecken. eine umfassende Desinfizirung in Angriff genommen. part", wie Herr Birchow meinte, gehörte ein solcher dazu, so Nun kann doch jeder Mann, der überhaupt Hände hat, in Havre, 17. September. Von gestern bis heute früh sind müßte er eben beschafft werden, genau so gut, wie ihn die Herren zwei Stunden aus Brettern einen Cholerasarg nageln. Bretter hier 9 neue Cholera Erkrankungen und 5 Todesfälle eingetreten. Privatunternehmer, denen die Stadtverwaltung die Gesundheit gab es wohl noch in der Seestadt Hamburg? Madrid, 16. September. Alle von New- York kommenden ihrer Bürger anvertraut hat, beschaffen müssen dazu gehören Hände waren arbeitverlangend dabei. Und wenn es selbst keine Waaren werden einer Quarantäne unterworfen. bei Benutzung der vorhandenen städtischen Einrichtungen verhält Bretter mehr gab: Klöße und Dampfsägen gab es genug und Petersburg, 16. September. Die Cholera ist neuerdings nißmäßig so wenig Mittel, daß es wirklich blos einer bescheidenen Arbeiter dazu die Menge, warum war Sargmangel und Arbeitsim Gouvernement Mobilew aufgetreten; in Gomel erkrankten am Portion guten Willens und gefunden Menschenverstandes bedurft mangel? 13. d. M. 2 Personen.- In Petersburg ist ein weiteres Nach- hätte, diefen einfachen und vernünftigen Gedanken der Kom Weil der Betrieb in den Händen der bürgerlichen Gesellschaft laffen der Cholera bemerkbar. Am 14. und 15. d. M. tamen nur munalisirung des Kranken- Transportwesens zu akzeptiren, wenn lag, weil ein unnatürlicher und unverständiger Zustand herrschte, 59 Erkrankungen und 8 Todesfälle vor. nicht ja wenn nicht die Abneigung gegen derartige nämlich dieselbe bürgerliche Ordnung wie überall, in welcher ein Butarest, 16. September. Das, Amtsblatt erklärt, daß sozialistische Experimente" auf der einen, und die zusammenhanglofer Haufe von einzelnen Leuten die Güterbisher in Rumänien fein Cholerafall konstatirt worden ist. Neigung, das private Rapital Rapital zu unterstützen, auf erzeugung für die Gesellschaft beherrscht und leitet, wenn es New- Yort, 17. September. Die Passagiere der„ Normannia" der anderen Seite bei unferen Stadtvätern wieder gut geht, nicht beherrscht und mißleitet, wenn es wie gewöhnlich geht, find gestern von der Quarantäne befreit worden und haben sich einmal den Sieg über Vernunft und Billigkeitsgefühl davon weil zur Herstellung des nöthigsten Bedürfnisses, wenn nach New- York begeben. Giner Mittheilung des beisigenden getragen hätten. Mit welchen Folgen für das Wohl der Ge- Stoff, Werkzeug und Werkzeug und Arbeitskraft dazu da ist, auch Sanitätsrathes Dr. Walser zufolge sind auf dem Dampfer fammtheit? davon werden wir in Zukunft leider wiederholt noch noch Geld da fein muß und Geld zwei bis zwei " Bohemia" 52 Cholerafälle vorgekommen, von denen 11 tödtlich zu berichten haben. Dußend Mal dazu zirkuliren muß und dabei Profit bringen muß und weil die bürgerliche Gesellschaft in Hamburg gerade nicht fah, woher Geld bekommen und den gerechten Profit am Geld. Deshalb erwies sich die bürgerliche Gesellschaft unfähig bei der Seuche, unfähig bis zum Zeichensack. In einer Gesellschaft aus lauter Arbeitern ist Mangel unmöglich, sie hat alles in Fülle, denn sie hat die Natur, welche überreich ist an Stoff, fie hat alle Werkzeuge und hat eine Fülle von Arbeitstraft, nämlich alle Arbeiter. Wenn diese Gesellschaft etwas haben will, braucht sie fein Geld, sondern kann es sich gleich selber machen, weil sie Alles dazu hat. Sowie aber Kapitalisten hineinkommen in diese natürliche und vernünftige Arbeiter gesellschaft, entsteht in der Gütererzeugung und im Güterverbrauch eine tiefgehende Störung. Das fleine Hamburger Beispiel ist nur ein Zipfelchen von dem Wirrknäuel an Unverstand und Widersinn in der Produktion, welchen die bürgerliche Gesellschaft Ordnung nennt. Berlin, den 28. April 1892. Paul Wartenberg." Wenn eine Feuerwehr zu alarmiren. Diese hatte bereits auf dem amtliche Person eine Verordnung erläßt", so läßt man sich das Hofe ein Sprungtuch ausgebreitet und eine Leiter angelegt, um gefallen, wenn aber ein simpler Hutfabritant sich solcher Aus- die zweifellos Wahnsinnige zu retten, als von dem Dache eines brücke bedient, so darf er gewiß sein, allen Leuten, denen dies angrenzenden niedrigen Quergebäudes zwei Bedienstete des Gastzur Kenntniß gekommen, ein paar vergnügte Augenblicke bereitet hofes der Dame den Dolch entrissen und nicht ohne Lebensgefahr zu haben. Das ist leider das einzige Ämüsante an der Arbeits- in ihr Zimmer durch das Fenster eindrangen. Jeht war ihr ordnung. Im Uebrigen ist sie, wie die meisten anderen, wieder Widerstand gebrochen. Kurz vorher war auch der Polizei- Bezirks ein beweiskräftiger Beleg dafür, wie unharmonisch der Verkehr phyfifus Dr. Lewin erschienen, der in der Kranken sofort eine des Unternehmerthums mit der Arbeiterschaft in Wirklichkeit ist. ihm als geiftestrant bekannte Amerikanerin, verwittwete Frau Dr. Klothilde Fließ erkannte. Aber auch er fand keinen Dem Berliner Bauschwindel widmet die Baugewerks Ginlaß, sondern verhandelte mit ihr durch die verschlossene Thür Beitung" wieder einmal längere Betrachtungen, in denen es u. A. hindurch. Hierbei gewann er die Ueberzeugung, daß er es mit heißt: Die geldgebenden Banken und Privatleute arbeiten mit einer gemeingefährlichen Geistestranten zu thun habe, die in den Bauschwindlern in der Weise, daß die letzteren zunächst eine Berlin von Wohnung zu Wohnung umherzieht. Sie wurde auf Baustelle faufen und sehr hoch über den Werth bezahlen müssen. Beranlassung des Reviervorstandes der Charitee zugeführt. Alsdann erhalten sie ein lithographirtes Briefmuster zum Abschreiben, Ausfüllen und Unterschreiben, durch welches sie sich den Eine Blutthat ist in der Nacht zum Sonnabend in der Geldgebern vollständig auf Gnade und Ungnade ergeben. Solche Landsbergerstraße verübt worden. Zwischen dem Kaufmann R. Die Freifinnigen" und das allgemeine gleiche Wahl- Briefe werden im Allgemeinen nur von ganz vermögenslosen und dem Kellner B., Keibelstraße wohnhaft, war in dem D.'schen recht. Daß den Nationalliberalen das gleiche Wahlrecht ein Leuten unterschrieben, aber diese sind es, mit denen die ge- Tanzlokal in der Landsbergerstraße infolge einer Karambolage Dorn im Auge ist, ist bekannt, und sie machen daraus auch kein wizigten Baugeldgeber am liebsten arbeiten". Denn nur solche beim Tanzen Streit ausgebrochen, welcher sich später gegen 1 Uhr Hehl. Daß es aber auch den Freifinnigen" mit ihrer Liebe zu Leute zahlen willenlos jeden Preis, wodurch der Werth des aus- Nachts auf der Straße fortsette. Im Verlaufe desselben versetzte Semselben kein besonderer Ernst ist, wissen wir längst, und die geschlachteten Terrains erheblich steigt, denn jedem folgenden R. feinem Gegner mit einem dicken Stock einen so wuchtigen Nationalliberale Korrespondenz" trifft den Nagel auf den Kopf, Käufer wird gesagt, es sei schon so und so viel für die Quadrat Hieb über den Kopf, daß der Schädel zertrümmert und wenn sie auf die Angriffe des freisinnig poltronnirenden Frei- ruthe bezahlt worden. Solche vermögenslosen, oft auch durch anscheinend die Blutader des Gehirns verlegt wurde. In bewußt finns" schreibt: ihre soziale Stellung sehr tief stehenden Unternehmer" losem Zustande wurde der Schwerverlette nach dem städtischen „ Es ist ergöglich, wie einzelne freisinnige Blätter bei tönnen den kleinen Handwerker, welcher für den Bau Krankenhause Friedrichshain geschafft, wo B. hoffnungslos ihrer Forderung der Einführung des gleichen Arbeit und Waare liefert, am besten hineinlegen, darniederliegt. Der jähzornige Thäter ist verhaftet.J direkten Wahlrechts für das preußische denn sie besigen häufig nicht mehr als ein weites " " Abgeordnetenhaus sofort Angst bekommen und Gewissen. Bekommen die Handwerker nach Fertigstellung des Die kühne Flucht des Gefangenen Beck bildet im flußig werden, wenn jemand die weitere Ronfequens zieht Hauses 50 pet., so fönnen sie sehr zufrieden sein. Gelingt es Kriminal- Gerichtsgebäude noch immer das Gesprächsthema und und dieses Wahlrecht auch für die städtischen Verdem Unternehmer, das Haus zu verkaufen, was nicht selten ist, giebt zu den abenteuerlichsten Vermuthungen Anlaß. Die Frage, tretungen fordert. Das ist ganz etwas anderes!" da er ja billiger bauen kann, als solide Unternehmer, so wideli ob ein wenn auch schmächtig gebauter Mensch im Stande ist, pflegen wir dann zu hören. Eine Einrichtung, die man sich das Geschäft für den Terrainbefizer und Geldgeber beide durch eine 8 3oll breite Oeffnung seinen Körper hindurchzu in dem einen Fall als gänzlich überlebt und ungerecht be- find häufig ein und dieselbe Person und jedenfalls immer verzwängen, wird vielfach erörtert und findet entschiedene Berneiner. handelt, wird in einem andern Fall plöglich zu einer wandt" glatt ab. Er hat seine Baustelle hoch verkauft, das Und doch bleibt fein anderer Weg übrig, auf dem der Entsehr schätzbaren und wohlbewährten Institution. Auf ihr Baugeld gut verzinst und außerdem eine beträchtliche Provision sprungene die Flucht bewerkstelligt haben fann. Es wird be beruht eben die fortschrittliche Kommunalherrschaft in den bekommen. Da sich ein solches Geschäft binnen Jahresfrist voll- hauptet, daß Beck sich vollständig nackt durch die Deffnung ge meisten großen Städten, die bei dem gleichen direkten zieht, so erzielen die betreffenden Terrainbesitzer und Geldgeber zwängt hat, nachdem er seinen Körper mit schwarzer Seife einWahlrecht unfehlbar der Sozialdemokratie oder auch den einen ebenso hohen als sicheren Gewinn. Kann der Unternehmer gerieben, die er im Lazareth wohl erlangen konnte. mühlerischen reaktionären Richtungen anheimfallen würde. den Verpflichtungen gegen seinen Gläubiger nicht nachkommen, Darüber täusche man sich aber nicht: Sollte jemals, was so tommt das Grundstück zur Subhastation und der Terrain- Zwei Genossen, die auf ihrer Rückreise von einem Besuch wir allerdings nicht für wahrscheinlich halten, jenes unum besitzer oder Geldgeber hat dann ein sehr billiges Grund- im Kreis Bauch- Belzig in Biefenburg bei Belzig verweilten, wurde schränkte Wahlrecht für die Landtage der Einzelstaaten stück, an welchem allerdings mancher Handwerker vielleicht hier der Wunsch ausgesprochen, die Berliner Parteigenoffen eingeführt werden, so steht es auch vor der fortschritt- Alles, was er sein Eigen nannte, verloren hat. Durch diesen möchten eine Agitationstour nach Biesenburg und Umgegend lichen Befaßung großstädtischer Rathhäuser nicht ehr- Terrainwucher und Bauschwindel werden in Berlin die Häuſer machen. Wegen näherer Auskunft und Verabredung möge man erbietig still." fich melden bei W..Damerow, Prenzlauerstr. 39. theuer gemacht. Von den Rütlibrüdern, ob freifinnig oder nationalliberal, gilt auch das Wort: Gleiche Brüder, gleiche Kappen! Aus der Bourgeoishaut tönnen beide nicht heraus. Wir haben den Bauschwindel schon vor Jahren an den Pranger gestellt, der sich übrigens nicht blos in Berlin, sondern in allen anderen größeren und mittleren Städten, wenn auch nicht in dem Umfange, wie in Berlin geizt. Als der Bauschwindel in Von Einem der ,, Edelsten" erzählt das ,, Kleine Journal" höchster Blüthe stand, haben wir solche Angriffe gegen denselben Der Freiherr Job von Manteuffel, Majoratsherr in dem Organ der Baugewerken- Innungen sehr vermißt, desto auf Topper, Kreis Züllichau, Sohn des verstorbenen ärger tobte aber die Wuth gegen die Arbeiter, welche durch ihre Generalfeldmarschalls und Statthalters pon Lohnforderungen das Baugewerk ruiniren und die Miethspreise Elsaß Lothringen, wurde am Donnerstag Vormittag vertheuern sollten. Auch jetzt richten sich die Angriffe gegen den gegen 111/2 Uhr in einer Droschte erster Klasse durch den Geschwindel nur gegen die Unternehmer, welche nicht der Innung richtsvollzieher Fischer, Lindenstraße 17, verhaftet. angehören, und das Organ der Innung sucht den Schein zu erDie Veranlaffung hierzu ist folgende: Der Herr Baron hatte im regen, als ob von Innungsmeistern nicht derselbe Schwindel geJahre 1889 mit seiner Frau, einer geborenen Gräfin Schmettow, trieben würde. und seiner Schwester, der Ehrenstiftsdame Freifräulein Isabella Parteigenossen! Am Sonntag, den 18. d. M., findet im 15., 25. und 26. zirk Vertheilung der Flugblätter statt. Die Genossen werden auf gefordert, sich recht zahlreich an der Verbreitung zu betheiligen. Die Betreffenden haben sich am Sonntag früh 8 Uhr auf folgen den Stellen zu melden: 15. Bezirk: 3ubeil, Naunynftr. 86. Herschleb, Adalbertstr. 4. Schensch, Adalbertstr. 16. G. Tempel, Langestr. 65. A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Otto 3abel, Frankfurter Allee 90. 28. 2ock, Friedrichsbergerstr. 11. " 25. Bezirk: 26. Bezirk: " von Manteuffel, gemeinschaftlich bei einer hiesigen großen And dem Krankenhause Moabit. Im Laufe der letzten Zur Beachtung! Der heutigen Nummer des Vorwärts" Juwelierfirma auf Kredit ein Perlen- Rollier von 24 Stunden sind 13 Personen eingeliefert worden; es sind dies liegt ein Prospett der J. Guttentag'schen Verlagsbuchhandlung hohem Werthe entnommen und dasselbe 6 Personen, Familie und Schiffsmannschaft des Kahninhabers bei, dessen Studium wir um so lieber empfehlen, als es sich um sogleich auf einem Leihamte versett. Bald Woytkowsky aus Stettin, ferner drei aus Hamburg tommende das Sozialpolitische Zentralblatt" handelt, das darauf wurde, wie wir f. 3. berichtet haben, über das Ver- Reisende. Diese 9 Personen sind zur Beobachtung überführt, mit anerkennenswerthem Fleiße bestrebt ist, eine Lücke in der mögen des Herrn Baron Job von Manteuffel der Konkurs der Rest der obigen 13 Gingelieferten find an Brechdurchfall sozialpolitischen Literatur auszufüllen. verhängt, ohne daß die Firma bis dahin troß mehrfacher erkrankt. Es sind nunmehr im obenerwähnten Barackenlazareth Pfändungen zu ihrem Gelde gekommen wäre. Seit einigen Tagen 19 Personen in ärztlicher Beobachtung, die sich aber alle wohl Polizeibericht. Am 16. d. Mts. Morgens stürzte sich eine hält sich nun der Herr Baron nebst Gemahlin und drei Kindern und munter befinden. Der erfrankte drei Jahre alte Knabe Frau aus dem Küchenfenster ihrer im vierten Stock des Hauses im Germania- Hotel am Alexanderplatz auf und führt eine sehr Woytkowsky, bei welchem, wie bereits gemeldet, Cholera asiatica toftizftr. 32 belegenen Wohnung auf den Hof hinab und verstarb Loftspielige Lebensweise, welche die außerordentliche Korpulenz des fonstatirt ist, befindet sich den Umständen nach wohl, doch ist es auf der Stelle. Ein Klempnermeister versuchte Morgens in Herrn Baron wohl als unabweislich erscheinen läßt. Dies er- fraglich, ob der Kleine, an und für sich schwächlich, dem Leben seiner, in der Rottbuserstraße im Keller belegenen Werkstatt fich fuhr die geschädigte Firma, welche nun sofort die Gelegenheit zu erhalten bleiben wird. Wie das Kind zur Seuche gekommen, ist zu erhängen; er wurde zwar von seiner hinzugekommenen Ehefrau einer erneuten Pfändung bei dem Baron benußte. Herr noch nicht festgestellt, doch dürfte als sicher angenommen werden, wieder abgeschnitten, verstarb jedoch nach kurzer Zeit. Als am von Manteuffel mußte dem Gerichtsvollzieher nach dem Geschäfts- daß der Knabe Dderwasser getrunken hat. Bemerken wollen 16. d. Mts. Vormittags ein Arbeiter damit beschäftigt war, eine lokal der Juwelierfirma folgen und bei der hier vorgenommenen wir übrigens noch, daß sich zahlreiche hier eintreffende Sam- 1/2 Bentner schwere Kiste die Treppe des Hauses Unter den Leibesuntersuchung fand man- eine Nickeluhr burger freiwillig zur ärztlichen Beobachtung nach dem Kranken- Linden 6 hinaufzutragen, verlor er das Gleichgewicht und fiel sowie fünf einzelne Markstücke vor. Nach diesem Re- hause Moabit begeben. mit der Kiste etwa 20 Stufen hinab. Er erlitt hierbei so schwere fultat wurde der Herr Baron zur Ableistung des Offen= Ein am Sonnabend Bormittag im Nordwesten der Stadt innere Verlegungen, daß seine Ueberführung nach der Charitee barungseides zum Amtsgericht befördert, von wo er bereits verbreitet gewesenes Gerücht, wonach ein Postbeamter Schmidt, erforderlich wurde. Mittags wurden der Maurergeselle am Nachmittage wieder freigelassen wurde. Noch am Tage vor Rathenowerstr. 45 wohnhaft und als Brieffortirer auf dem Giersch und der Arbeiter Hemm bei dem Ausheben einer Grube her ist der Herr Baron nach Aussage des Droschten Lehrter Bahnhof stationirt, an der Cholera asiatica in der für die Brunnenleitung der Elektrizitätswerke auf dem Grundfutscher 3 Nr. 2037, dessen Wagen er den ganzen Tag belegt Nacht extranft fei, bestätigt sich nicht. Sch., der heute Nacht stück Mauerstr. 80 durch nachstürzende Erdmassen bis zur Brust hatte, den Fahrpreis von 25 M. schuldig geblieben. in das obenerwähnte Krankenhaus eingeliefert wurde, leidet am höhe verschüttet. Die Mannschaften der herbeigerufenen Feuer Brechdurchfall. wehr befreiten sie aus ihrer Lage. Wesentliche Verletzungen hat Auf der Hamburger Bahn hat nunmehr eine feiner von ihnen davongetragen. Nachmittags fiel vor dem weitere Einschränkung des Bahnverkehrs zwischen Haufe Weinbergsweg 10 von dem eine Treppe hoch belegenen Berlin und Hamburg stattgefunden, indem nicht mehr fammt- Balfon eine etwa 1 Bfd. schwere Tischglocke herab und einem liche Waggons der Personenzüge von hier nach Hamburg vierjährigen Mädchen auf den Kopf. Das Kind erlitt eine Vers überführt werden. Jeder Zug enthält nur zwei bis drei nach legung der Schädelhaut. Auf dem Ostbahnhof, in der Nähe Hamburg durchgehende Waggone, während der Rest des Zuges des Gilgutschuppens, wurde Nachmittags ein Weichensteller bein in Schwarzenbeck stehen bleibt. Rangiren von einem Güterwagen überfahren und erlitt hierbei so schwere innere Verlegungen, daß er bald darauf verstarb.- Am 16. d. M. fanden vier Brände statt. 3ur gestern gemeldeten Berhaftung russischer Polen meldet ein Polizeiberichterstatter der" Post"" Bei einer Anzahl hier wohnender Russen haben in den letzten Tagen Haus fuchungen ftattgefunden, die in verschiedenen Fällen auch zur Verhaftung der Kompromittirten führten. Die Morgenblätter geben die Zahl der Verhafteten auf über zwanzig an; nach unseren Informationen ist sie in Wirklichkeit noch nicht halb so groß als zwanzig. Die meisten Verhafteten sind hier immatris kulirte russische Studenten. In mehreren Fällen hat die Haus fuchung so fompromittirendes Material zu Tage gefördert, daß gegen die betreffenden Personen wegen revolutionärer Umtriebe die Ausweisung verfügt werden dürfte. Mit dem viel besprochenen Falle Holzmann, mit dem sie von den Morgen blättern in Verbindung gebracht wird, hat die Angelegenheit nichts zu thun." Sur Choleragefahr! Der Magifirat der Stadt Göpenick hat an den Vorstand der Kontrollstation für die SpreestromStrecke bis Ertner, Herrn Dr. Goldscheider in Berlin, einen Antrag gestellt, wonach alle aus Choleraorten oder choleraverdächtigen Gegenden fommenden und in Cöpenick anlegenden Schiffer zur fofortigen Meldung veranlaßt und nach ärztlicher Observation unter Quarantäne gestellt werden sollen. In einer sehr bedauernswerthen Lage befindet sich die Gerichts- Beitung. Heiter auch in ernster Zeit. Angeklagter, stecken Sie die Mit dem Falle Holzmann kann die Sache allerdings schon deshalb nichts zu thun haben, weil der Fall Holzmann überhaupt jeber Grundlage entbehrt. Man wollte einfach wissen, ob etwa Familie des am 30. Auguft d. J. am Br e ch durchfall ver- Schnapsflasche weg! Sie befinden sich hier auf der Anklagebant das Vorgehen der Magdeburger Behörde hier Nachahmung ge- it or benen Almosenempfängers Stolz, Strauß funden hätte. Die Erklärung des Polizeiberichterstatters in der bergerstraße 7a. Am 29. August ertranfte St. und der sofort und nicht in einer Destillation!" Es war der Bierfahrer Fris Boft", es sei fo tompromitiirendes" oder nach deutschen Be- hinzugezogene Arzt Herr Dr. Bensch, Landsbergerplatz wohnhaft, 28eber, den der Vorsitzende in dieser Weise gerade in ben griffen überhaupt kompromittirendes Material bei den verhafteten konstartirte einen Brechdurchfall, hinzufügend, der Kranke brauche Augenblick störte, als er eine große Schnapsflasche an den Mund Polen gefunden worden, beruhigt Niemand. Die" Post" nicht ins Krankenhaus geschafft zu werden. Am Sonntag Nach feste. Angeti.: Herr Jerichtshof, det is blos von wegen die wird in derartigen Polizei- Angelegenheiten nie sagen, daß" tein mittag verstarb St. und der Arzt ließ, wohl mit Ueber Cholera- Barzellen, indem daß in meine Anweisung über die Material gefunden sei oder daß es für die„ Revolutionäre" nicht einstimmung der Polizei, die Leiche nach dem Obduktionshause gesunde Lebensweise gefagt is, des man immer bloß jebranntes belastend wäre. schaffen. Hier aber wurden Cholerasymptome bei dem Todten Waffer genießen soll un det een Schuß Saurer nich von schlechten nicht wahrgenommen und die Beerdigung des St. fofort an- Eltern is, weil die Parzellen Sauret nicht verknusen können. Die Arbeitsordnung der Sutfabrik Paul Marten- geordnet. Trotzdem aber amtlich konstatirt war, daß St. an der Präf.: Wenn Sie den Schnaps in folchen Beiten als Des berg, Berlin, ist auch nicht geeignet, den Grundsatz der Hirsch Cholera nicht verstorben, gerieth die Familie desselben förmlich infektionsmittel betrachten, so ist das Ihre Sache. Ich wieder. Dunckerianer von der" Harmonie zwischen Kapital und Arbeit" in Acht und Bann bei der Bevölkerung jener Gegend und auch hole Ihnen aber, daß hier keine Destillation ist!- Angell. als wahr zu erweisen. Einige Paragraphen mögen das be heute noch werden die Hinterbliebenen von Jedermann gemieden, In de Anweisung steht ooch, fräftigen.§ 16 bestimmt: Jeder Arbeiter hat den durchschnittweil der Vater an der Cholera gestorben und Ansteckungsgefahr Gemüthsbewegung. Präs.: Nun halten Sie den lichen Betrag seines Wochenverdienstes, der für männliche Ar- vorliege! Die Kinder des Todten haben und das ist be- Mund! Sagen Sie mir nur, ob Sie sich des Haus beiter auf 30 M., für weibliche Arbeiter auf 15 M. festgesetzt ist, zeichnend für die Cholerafurcht gewiffer Kreise friedensbruches und der Sachbeschädigung, deren Sie beschuldigt als Sicherheit für die Schadloshaltung des Arbeitgebers oder für Stellungen als Arbeiter und Arbeiterinnen werden, auch für schuldig bekennen? Angell: Na det etwaige Geldstrafen zu bestellen. Wird der Betrag nicht erlegt, verloren und sind so um ihr färgliches Brot gekommen. fehlte! Die janze Sache is mir jänzlich identisch! Präs.: Ich so kann er durch Lohnabzüge hergestellt werden." Es wäre verstehe nicht, was Sie damit fagen wollen. Angefl.: J interessant au wissen, ob der Wochenlohn der Arbeiter jener In Spandan wurde am Sonnabend der Schiffseigenthümer erkläre die janze Sache für eine janz froße Jemeinheit und bet Fabrit auch wirklich 30 bezw. 15 M. beträgt.§ 22 ist auch Lowin, der auf seinem Rahn von Berlin dort eingetroffen ist, Freilein Anne Schmitt for' ne Person, die nich werth is, det je nicht übel. Gr fagt im Eingange: Die Uebertretung der Vor- choleratrant in die Cholerabaracke eingeliefert. mir fünf Froschen pumpt. Präs.: Anna Schmitt war wohl schriften dieser Arbeitsordnung wird in jedem einzelnen bis dahin Ihre Braut? Angefl.: Braut? Na, da lachen Falle mit Geldstrafen Ein aufregendes Vorkommnik spielte sich heute Vor- ja de Siehner! So' ne olle Backebeere un Braut! Die hat ja durchzur Hälfte des schnittlichen Tagesarbeits- Berdienstes belegt." Wie harmittag um 10/2 Uhr in dem Hotel zu den Vier Jahreszeiten in' n Jefichte, als wenn se damit uff'n Rohrstuhl jefeffen hätte u monisch" das klingt! Vielleicht um den unangenehmen der Prinz Albrechtstraße ab. Dort war zu früher Morgenstunde' ne Neese wie' ne Feiertiene. Bon die Jurte möchte man' n b Eindruck, die diese Stelle der Arbeitsordnung in besonderem eine schwarzgekleidete alte Dame abgestiegen. Bald nach ihrer lejer haben. Praf.: Nun, in welchem Verhältnisse standen Maße hervorrufen muß, au verwischen, heißt es im§ 24 ganz Ankunft verfiel fie in Zobsucht und schrie, da fie fich vor Er- Sie denn zu dieser so liebenswürdig geschilderten Dame. patriarchalisch: Ueber die Höhe der Geldstrafen, sowie über die mordung bezw. Vergiftung fürchtete, um Hilfe. Als man ihr Angefl.: Et war meine Puffade. Dazu war sie jut jenug. Berwendung der angesammelten Beträge entscheidet der Arbeit Bimmer betreten wollte, hatte sie die Thür von innen verriegelt, Bra f.: Sie scheinen aber doch eifersüchtig auf Anna Schmitt geber unter Buziehung von zwei, von ihm auszuwählenden trat mit einem Dolch in der Hand an das offene, hofwärts be- gewesen zu sein, denn es ist doch eine That der Eifersucht, wegen Mitgliedern des Arbeitspersonals." Die Beträge felbft fließen legene Fenster und drohte, auf den Hof hinabzuspringen, wenn der Sie angeklagt sind. Anget: Die janze Anklage is nach§ 28 der Staffe, aus welcher den unverschuldet" in Noth man ihr Zimmer öffne. Einem Schuhmann, der sie zu beruhigen umfällig. Det scheene Freilein hat mir hinterjejangen, un nach oder Bebrängniß gerathenen Arbeitern Beihilfe gewährt wird. versuchte, erklärte fie, daß er fein Beamter, sondern nur als solcher ver- Ranossa jehn wir nich. Ich bin doch teen Hannefaßte! Die Schlußfäße der Arbeitsordnung lauten: Erlassen leidet sei. Angesichts dieser Sachlage blieb nichts weiter übrig, als die Präf.: Sie waren mit Fräulein Schmitt nach der Hafens bis " behalten. " da = " Boziale Ltebericht. Aufruf Arbeiterinnen Berlins! Noth und Elend überall. Der Winter, schreibt die " fabrit 28 bl und Strom pf ihren Streit. Derselbe hat sieben Siegreich beendet haben die Arbeiter der Wiener StockWochen gedauert. Die Arbeiterzeitung" berichtet hierüber: Der Fabrikant versuchte alle möglichen Behörden gegen die Arbeiter in Bewegung zu sehen. Aber weder die Polizei noch bie Gewerbebehörde vermochte deren Gleichmuth zu erschüttern. Sie harrten aus, bis ihre sämmtlichen Forderungen durchgeseht waren. Der mißliebige Werkführer mußte entlassen und die im Streit stehenden Arbeiter mußten ohne Ausnahme wieder aufgenommen werden. Ferner mußte sich die Firma schriftlich verpflichten, innerhalb eines Vierteljahres feinen Arbeiter zu entlassen. Der Sieg wird für die Organisation der Stockdrechsler die günstigsten Folgen haben." haide gegangen, nicht wahr?- Angell: Ja woll; die hat verpflichtet hätten. Matrose E. Hüppner führt an, daß er nicht 450 Berglente der Neuen Vittoria grube bei immer fo'ne Produkten in Kopp un so sagte se zu mir: Friße, wieder an Bord gehen werde, und wenn er in Arrest fäme. Die Beuthen streifen, wie Herold's Bureau mittheilt, seit 16. Sepfagt fe, zieh Dir die jute Kluft an, wir wollen beite' mal zu Behandlung seitens des Kapitäns sei nicht menschlich; nicht tember wegen 2ohndifferenzen. Die Grubenverwaltung fei entdie Betty Stuckarten raus, det soll ja wat mordsmäßiges sind, einmal ein Thier werde so behandelt. Den Schiffskoch habe der schlossen, nicht nachzugeben". Wann wäre ein Kohlenlord jemals wie der Löwe nach ihre Pfeise danzt. Soll ick de jelbe Weste Kapitän derartig mit Schlägen ins Gesicht traftirt, daß er zum Gegentheil deffen entschloffen gewesen, außer wenn ihn die anziehen?" frage ich ihr Präs: Fangen Sie nur da längere Zeit feinen Dienst habe verrichten tönnen. Desgleichen eiserne Nothwendigkeit dazu zwang! an, wo Sie schon in der Hafenhaide find. Angefl.: Ja, hätten sie auf See nicht genügend zu essen bekommen; die letzte der Weg dahin is weit un wir ristirten dadrum' ne Ferdebahn. Woche hätten sie vier Mal Häring gehabt, mit vier Mann In Kolomea hat ein Theil der streifenden Zalesweber die Brås. Ach bitte, tommen Sie aber etwas schneller zum zwei Stück, und sonst gewöhnlich drei Mal. Bei dieser Arbeit wieder aufgenommen, weil man ihnen 10 pct. LohnZiel! Angetl: Wie wir aussteigen, da steigt ooch Ernährung wäre es nicht möglich, auf See zu arbeiten. erhöhung bewilligte. Im Ganzen sind es noch hundert Manu, ' n junger Mann mit aus, so Gener von erst die im Lohnkampf stehen. Die Gründung eines Arbeitervereines wissen Se, die hier so an de Westentasche so' ne froße Leute zu bekommen; auf Gee wäre er aber der reine Unmensch ist beschlossen; derselbe wird den Namen führen:„ Jad Bammelage tragen un fich de Ziehjarren blos mit Der Schiffsjunge Wittenberg führt an, daß er von dem Kapitän Hasaka"( starte Hand). Unterstüßung immer noch noth Fünfminuten Brennern anstecken. Präs.: Wollen Sie mit Füßen getreten worden sei, auch habe er ihn auf See mit wendig. uns vielleicht noch eine Gallerie von Fahrgästen hier vorführen? Schlägen ins Gesicht traktirt; darum weigere er sich ebenfalls, Angefl.: Nee, blos den Geenen, denn zu dem hat de wieder an Bord zu gehen. Kapitän Glöde giebt zu, daß er vielSchmitten schon in' Wagen man immer so de Dogen jefchmissen. leicht den Wittenberg mit Füßen getreten haben könne, dann sei Wiener Arbeiterzeitung", wird für Wien furchtbar werden, Präs. Nun schön, der Gerichtshof ist geduldig. Der fremde er vielleicht auf dem Dedt ausgeglitten. Wenn er den Schiffs- wenn die Arbeitslosigkeit, wie leider zu befürchten, nicht geringer, junge Mann schloß sich Ihnen wohl an?- Angel I.: Ja, toch geschlagen habe, so gehe das die Angeklagten nichts an. sondern größer wird. Eine Versammlung von Bau- Arbeitern wir jingen erst uff' ne Messerspitze in' ne Bude wo die Jeschichte Er wäre immer gut gewesen gegen die Leute; ebenfalls hätten sie fonstatirte, daß bereits jetzt wieder Taufende von Familien von" Othello, oder der Mord war nich nöthig" zu sehen war un genug zu essen bekommen und nur zwei Mal Hering die Woche. hungern und daß die Inangriffnahme der Verkehrsanlagen in denn jing's zu de Stuckerten. Bras.: Na, Gottlob, daß wir Der Wittenberg wäre ein guter Junge; er sei nur von dem ganz unverantwortlicher Weise verschleppt werde. endlich da angelangt sind. Angeti.: Wie der Löwe da seine Matrosen Hüppner aufgewiegelt. Der Matrose Hüppner, sowie Bayten macht, fagt der Alfons, der immer an unsere Seite der Schiffsjunge bestreiten dies und würden, wenn sie hier kein bleibt: Mir wundert blos, det der Löwe det proppre Mächen Recht bekommen, an das See- Amt in Hamburg sich wenden. Es mich vor Liebe fressen dähte", worauf ick sage: Det is jewiß wird endlich ein Sühnevergleich herbeigeführt, wonach der ' n Weiberfeind! Da hat er ooch recht! Alle Weiber find' ne Matrose Hüppner sofort abmustert und der Schiffsjunge Witten falsche Jesellschaft, det haben wir ja an Othello'n jefehen.berg nach Löschung des Schiffes, welche acht Tage dauert, sofort Präs. Die Unterhaltung ist ja sehr geistreich, intereffirt mit vollem Gehalt außer einem Tag, an welchem nicht geuns aber gar nicht! Angefl: Ja, da jiebt denn de arbeitet ist- abmustert.( Nordd. Volksztg.) Schmitten ooch ihren Senf zu und sagt: Alle Mannspersonen müßten die Weibsleite so zu Füßen liejen, wie hier die Bestie, wodruff ick blos bemerite: Ja, wenn jewiffe Weiber so'n Unterjeſtell hätten, aber da hapert et doch bei jewisse Weiber Präs.: Nun kommen Sie aber zum Schluß, Ihr Geschwät ist unerträglich. Angefl: Der Schluß is janz einfach. Wat de Anna is, die sagte zu mir:„ Du bist ja en Plebejer!" läßt mir Eine vernichtende Kritik der fächsischen Wirkwaaren ftehen und nach' ne Weile sehe ich, wie se mit den Jüngling in fabrikanten enthält nachfolgende Mittheilung der Frankfurter ' ne zuige Droschte wegfährt. Nee, denke ick, den Zahn laßt Euch Beitung". Man schrieb derselben aus Sachsen:" Seit dem Be man ausziehen, und jondele ihnen nach.- Praf.: Sie haben an alle in der Schuh- Industrie beschäftigten Arbeiter und stehen der Mr. Kinley- Bill find nordamerikanische Unternehmer dann, um es kurz zu machen, vor der Wohnung der Zeugin eifrig bemüht, besonders tüchtige Wirkerei- Arbeiter nach den Schmitt großen Lärm gemacht, haben stürmisch Einlaß begehrt Da diese Arbeiter zur und als Ihnen derfelbe nicht gewährt wurde, haben Sie sich den vor Jahren zum Schuße der Kollegen gegen Uebergriffe der wesentlich beitragen follen und thatsächlich es den ameri Kollegen! Oft schon ist der Ruf an Euch ergangen, dem Vereinigten Staaten zu ziehen. Entwickelung der nordamerikanischen Wirkerei Industrie felben gewaltsam erzwungen, indem Sie die Thürfüllung eindrückten. Angefl.: De Diehre war schon lange janz Unternehmer und zur Erringung einer besseren Lebenslage ge- wesentlich beitragen follen und thatsächlich es den ameri lakerig un denn haben se mir coch unter ganz erschwerende Um- gründeten Verein deutscher Schuhmacher" beizutreten; trot fanischen Fabrikanten ermöglichen, sich auf gewisse sächsische stände als Nulpe behandelt. Ihren Singsang können fe for ſich auch haben einige infolge des schlechten Geschäftsganges dem sprochen und anfänglich auch bezahlt. alledem steht noch der größte Theil der Kollegen demselben fern, Wirkartikel einzurichten, so hat man ihnen hohe Löhne verAber nach einer der Präs.: Wer hat etwas gesungen? Angekl.: Wie ick an die Diehre kloppte, da sangen die drin immerzu: eine dauernde Vereinigung, eine Vereinigung über ganz theilung scheint man jetzt gegen jene über das Weltmeer ge= Verein den Rücken gekehrt, ohne daran zu denken, daß nur durch Chemnitzer Handels- und Gewerbekammer zugehenden MitFrige Weber hat'n Reber, an de Zunge an de Lunge an de Leber", da kriegte ic's mit de Wuth und zoppte an de Diehre Deutschland, unter dem Banner der Solidarität, welches unser lockten sächsischen Arbeiter arge Lohndrückereien zu verüben, so and ba is ſe aus de Angeln jejangen.- Bräf.: Sie hatten Berein deutscher Schuhmacher" hochhält, eine Besserung unserer daß fie fich dort kaum in einer besseren Lage als in der alten Heimath befinden, wo sie Frau und Kind zurückließen. Diese doch gar fein Recht auf die Wohnung der geugin Schmitt und elenden Lage zu erringen ist. mußten sich unbedingt entfernen, als Sie dazu aufgefordert drückendsten fühlen, daß Eure Lage seit jeher anderen Branchen fächsische Fabrikanten haben kein Recht, ihnen jetzt Vorwürfe zu Kollegen und Kolleginnen! Ihr müßt es am besten und anscheinend betrogenen. Arbeiter kann man bedauern, aber wurden. Angefl.: Herr Jerichtshof, wenn man aber seine janz jesetzmäßige Puffade vor sich hat!- Auf Grund der Be- gegenüber die schlechtefte ist und in der gegenwärtigen wirth machen, daß sie ihre Kraft ausländischem Mitbewerb zur Berweisaufnahme wird der Angeklagte zu 5 Tagen Gefängniß schaftlichen Krise sich noch verschlimmert hat; jeder Tag muß fügung stellten. Denn durch unerhörte Konkurrenzverurtheilt. Er tröstet sich, indem er bei Berlassen des Saales Euch in der empfindlichsten Weise darüber belehren, daß die manöver haben sächsische Wirkereifabrikanten den Preis der vor sich hin trällert:„ Wenn de Schwalben wieder kommen, die Lebensmittel und die Wohnungen im Preise gestiegen sind und Waare und damit den Arbeitslohn der Wirker so tief herabwer'n schau'n, denn wird jehau'n!" die Steuern sich erhöht haben; im Gegensah hierzu habt Ihr gedrückt, daß sich die Auswanderung dieser Leute schon durch Jene, der Selbsterhaltung genügend erklärt. einen geradezu lächerlich fleinen Verdienst. Aber wie viel von Durch unsinniges Schnellfahren hat der Bierkutscher den 15 000 Schuhmachern in Berlin würdigen diese Thatsache auch die sächsischen Wirterei- Arbeiter zum Erbarmen ausnußende Friedrich Krüger einen Unglücksfall herbeigeführt, wegen deffen Ein kleines Hauflein von noch nicht 500. Geschäftspraxis gewisser heimischer Fabrikanten ist besonders in Die übrigen gleichmüthig er sich gestern vor der IV. Straffammer des Landgerichts I zu stehen den Berichten der Chemnitzer Handelskammer stets scharf geder ganzen Bewegung gegenüber. verantworten hatte. Am Nachmittage des 15. März fuhr der Wohin wir aber blicken, finden wir, daß mit vereinten geißelt." Die sächsischen Wirtwaarenfabrikanten gehören felbstAngeklagte mit einem Bierwagen der National Brauerei durch Kräften größere Dinge zu vollbringen, schwierigere Aufgaben zu verständlich zur Ordnungspartei", ohne welche Staat und Gedie Neustädtische Kirchstraße. Drei junge Damen, die Schwestern lösen find als vereinzelt. Um Euch nun Gelegenheit zu geben, ſellschaft wie ein Kartenhaus zusammenfallen würde, wenn man Sie stoben auseinander, als der Wagen des Angeklagten in dessen Ziele Euch unterrichten zu können, findet Montag, den fächlich aber stellen die" Ordnungs" leute nur die vollendetste rafender Eile angefahren kam. Zwei der Schwestern vermochten 19. d. M., bei Gründel, Dresdenerstr. 116, eine öffentliche Anarchie dar in Allem," was das Gemeinwohl betrifft. Sie fich auf den Bürgersteig zu retten, die dritte, Fräulein Fernande Schuhmacher Versammlung statt. Es wird erwartet, wirthschaften drauf los, um Profit zu ergattern, unbekümmert, ob Geber, wurde vom rechten Pferde umgestoßen und beide rechts daß Ihr in derselben recht zahlreich erscheint, damit sie zu einer die Arbeiterschaft dabei bestehen kann. Was scheert sie der Besitzfeitigen Räder des schweren Wagens gingen über ihren Protestversammlung gegen Eure Ausbeuter wird! lose? In der bürgerlichen Gesellschaft gilt nur der, welcher Rücken. Sie erlitt schwere Verlegungen, ist aber glücklich geheilt Kollegen und Kolleginnen, tretet Alle dem Verein deutscher zahlungsfähig. Wer nichts hat, gilt auch nichts, er ist ein Wurm werden. Der als Beuge vernommene Stadtv. Binkussohn schil- Schuhmacher" bei. Mit solidarischem Gruß am Wege, den der Kapitalismus unbarmherzig zertritt. In derte die Fahrlässigkeit als eine außerordentlich grobe. Der RutAugust Fleischer, dieser grauenvollen Nacht des Eigennutes leuchtet nur ein scher sei augenscheinlich angetrunken gewesen und habe auch verBerlin NO., Höchstestraße 11 II. Stern Erlösung, das ist der Sozialismus. fucht, davonzujagen, nachdem er das Unheil angerichtet. Die Berlegte trat als Nebentlägerin auf, fie verlangte einen Ersay An alle Barbier, Friseur- und Perrückenmacher- Gehilfen von 1000 m. Der Staatsanwalt wies darauf hin, daß das Berlins und Umgegend. schnelle Fahren der Bierwagen nachgerade zu einer ebenso großen Kollegen! In Anbetracht der schlechten Wohnungsverhält Ralamitat geworden sei, wie das Schnelljahren der Schlächter. niffe, welche in unserem Gewerbe vorherrschend find, faßte in Er beantragte eine Gefängnißstraße von drei Monaten. Der Ge- ihrer legten Sigung die Agitationskommission den Beschluß, die richtshof verurtheilte den Angeklagten zu sechs Wochen Gefäng- in dieser Beziehung herrschenden überaus grauenvollen Zustände niß, sprach der Verletzten auch die verlangte Entschädigung von nicht nur schonungslos der Deffentlichkeit zur Kenntniß zu bringen, tüchler und Berufsgenossen, welche am 15. d. M. einberufen Die öffentliche Versammlung der Konditoren, Pfeffer. sondern auch der Sanitätskommission davon Mittheilung zu zu machen. Um nun gleichzeitig das gesammelte Material dem Ge- war behufs Aufstellung von Kandidaten zum Gewerbegericht, Eine ans acht Köpfen bestehende Rück- Kompagnie be- noffen Dr. Zadek zur Verfügung stellen zu können, ersuchen wir hatte unter der Gegenagitation von Hirsch- Duncker'scher Seite, in der Willibald Mexisstraße bei dem Fuhrherrn Semmler wohn- welche den gesundheitlichen Vorschriften nicht entsprechen, bald- war, hinsichtlich des Besuches erheblich zu leiden. Dessen unhaft gewefene Handelsmann Müller wollte sich feinen Verpflichtungen möglichst angeben zu wollen. Mit solidarischem Gruße geachtet hielt Genosse Faber, der Obmann des geschäftsdem Wirth gegenüber heimlich entziehen. Er wandte sich an den führenden Ausschusses der Streit Kontrollkommission, seinen Arbeiter Gustav Haupt, von dem er wußte, daß derselbe über inftruttiven Vortrag über das zu schaffende Gewerbegericht, der geeignete Kräfte verfügte, um einen heimlichen Auszug schleunigst lebhaften Anklang fand. Als Kandidaten wurden sodann die bewirten zu können. Eines Morgens trat Haupt auch pünktlich mit sechs handfesten Leuten, den Arbeitern Borchardt, Kollegen Weißenstein und Karwitsch, als Erfazkandidat Der Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen Kollege Haase, und als Delegirter zur Streit Kontrollkommission Stahl, Kakasch, Lory, Koch und Mutschler an der Buch, Papier- und Leberwaaren Jubuftrie Kollege Koch, als Ersatzdelegirter Kollege We13 gewählt. Bevor der Wirth etwas gewahr wurde, war die Hälfte der Sachen zu Berlin hat befchloffen, die Arbeitsordnungen der Fabriken, Nachdem noch für einen fremden, von den„ Hirschen" abheruntergetragen. Dann erklärten der Wirth Semmler wie deffen in denen Arbeiter obiger Branchen thätig sind, zu sammeln. gewiesenen Kollegen eine Sammlung veranstaltet worden war, Shefrau sämmtlichen Angeklagten, daß sie sich durch ferneres Kollegen und Kolleginnen! Es liegt nunmehr an Euch, diesem wurde die Versammlung mit einem dreifachen Hoch auf die interHinausschaffen der Sachen strafbar machen würden. Die beiden Beschluß zur Verwirklichung zu verhelfen. Die Sammlung der nationale Arbeiterbewegung geschloffen. Personen wurden aufs Rohefte mißhandelt, Semmler erhielt Arbeitsordnungen wird eine Waffe abgeben im Kampfe gegen von dem Angeklagten Stahl mit einem scharfen Instrument eine das Kapital, indem hier klar und deutlich angegeben ist, unter Barbiere und Friseure hatten sich am 15. September verDie nicht der Innung angehörenden felbständigen erhebliche Verlegung am Finger und die Ehefrau Semmler welchen schweren, brückenden Umständen der Arbeiter seine Gristenz wurde mit solcher Gewalt in eine Ecke geworfen, daß fie liegen fristen muß. So rafft Euch auf und schafft und wirkt mit unermüdlich sammelt, um auch ihrerseits Stellung zu den Wahlen zum Gewerbeblieb. Einer der rohen Patronewer von den Angeklagten es festem Sinn; zum gleichen Ziel wir alle streben, es führt zum aufzustellen. Der angefagte Referent, Genoffe Körsten, fonnte gericht zu nehmen und einen sozialdemokratischen Kandidaten gewesen ist, hat sich nicht ermitteln laffen, verfeßte der Frau Brot, zur Freiheit hin. Die Arbeitsordnungen find an folgende Die Herren erheben, auf dem Korridor lag, trat der Angeklagte Stahl an fie Megerstr. 23; Sente, Blumenstr. 38; Thallmann, Wasser den Bersammelten das nöthige, soweit wie es ihnen möglich, bann noch einen Fußtritt. As die Mißhandelte, unfähig sich zu breffen zu richten: H. Greifenberg, Gräfeftr. 9. H. Bidert, wegen plöglicher Erkrankung nicht erscheinen. Sellwig und Stecznewsti legten darum in kurzen Reden heran und meinte höhnisch:" Was hat man Dir Du armes Kind thorstr. 22; Lenz, Alte Jakobstr. 69; M. Tren, Gr. Frank Hlar. An der Diskussion betheiligten sich außerdem noch einige gethan" Frau Semmler, welche sich in anderen Umständen furterstr. 59; Herschleb, Adalbertstr. 4; Norbert, Beuth- andere Redner. Zum Kandidaten wurde schließlich Herr Freier befand, hat ein längeres Krankenlager durchmachen müssen. Der Straße 22; Gründel, Dresdenerstr. 116. Gerichtshof ging über den Antrag des Staatsanwalts hinaus. ernannt. Herr Schmidt ermahnte dann die anwesendeu Kollegen, die hoffentlich bald erfolgende Zusammensehung der Gewerbegerichte nicht als einen Schritt vorwärts der Lösung der fozialen Frage entgegen anzusehen und in der Vertretung fozialiftischer Ideen lafcher zu werden, sondern unentwegt für das Biel der Sozialdemokratie einzutreten. 1000. zu. 0 Die Agitationstommission. J. A.: Paul Liere, N., Chausseestraße 123. Achtung!!! Arbeitsordnungen! Achtung!!! # Der Angeklagte Müller, der die Hücd- Rompagnie angenommen, Die Möbeltischlerei O. Seeger u. Ko., Berlin, Stettiner wurde zu sechs Wochen Gefängniß verurtheilt. Der Angeklagte straße 54, läßt uns mittheilen, daß nicht, wie es in Nr. 213 bes Haupt erhielt als Arrangeur des ganzen Unternehmens ne un„ Vorwärts" von der Werkstatt- Kontrollkommiffion des FachMonate Gefängniß, der Angeklagte Stahl wurde zu vereins der Tischler bekannt gemacht wird, sämmtliche Gehilfen einem Jahr Gefängniß verurtheilt und fofort verhaftet. außer einem wegen Lohndifferenzen die Arbeit niederlegten, Die Angeklagten Borchardt, Kakasch, Lory, Koch und Mutschler sondern daß die betreffenden Arbeiter während eines Zeitraums tamen mit je zwei Monaten und einer Woche Gefängniß davon. von drei Wochen nach und nach entlassen worden" seien; der Haftentlassung des Rettors AhIwarbt bezüglichen Beschlüsse Wegen der vorzeitigen Veröffentlichung der auf die Inhalt jener Bekanntmachung beruhe also auf unwahrheit." Rückzug. Der Vorstand des deutschen Buchdrucker ber 5. Straftammer bezw. des Kammergerichts scheinen der Reihe( Prinzipal) Vereins bat gnädigst beschlossen, den bisherigen nach die Redakteure der meisten Berliner Zeitungen vor Gericht Tarif bis zum 31. Dezember in Geltung zu belaffen, und fordert zitirt zu werden. Gestern standen der Redakteur des Bolt", die Mitglieder auf, denselben bis dahin anzuerkennen und Balla, und der Redakteur des Reichsboten", Bastor Engel, durchzuführen". Diefe außergewöhnliche Noblesse hat darin wegen dieses Bergehens gegen das Preßgefeh vor der zweiten ihren Grund, daß die Berliner Buchdruckereibesiger den alten Straffammer hiesigen Landgerichts I. Balla, bei dem es sich um Tarif, um den es sich handelt, nicht reduziren wollen, sondern brei Fälle handelte, wurde zu 30 M., Engel zu 20 M. Geldbuße fich gegen diese Absicht ziemlich scharf ausgesprochen haben, was Derurtheilt. für diejenigen der Leipziger Prinzipale, welche im Deutschen Buchbruckerverein dominiren, höchlich beschämend ist. Elmshorn, 13. September. 3 um Rapitel der Mißhandlungen an Schiffen. Zum Sühneversuch erscheint In Galak streiken 400 Arbeiter der mechanisch en vor dem hiesigen Amtsgericht als Kläger Kapitän Heinrich Glöde Solzfägerei Göz u. Komp. Der Streit ist deshalb beaus Rebnitz und die Bellagten Matrose Emil Hüppner aus fonders bemerkenswerth, weil dabei die ungarischen und Balgart und Schiffsjunge Richard Wittenberg. Den Bellagten, rumänischen Arbeiter- Angehörige von Nationen, zwischen welche sich weigerten, wieder an Bord zu gehen, wird zunächst benen sonst keine besondere Freundschaft herrscht. befannt gegeben, daß sie kontrattlich auf ein halbes Jahr sich einig vorgehen. den Trieb Versammlungen: ThatIn der humanistischen Gemeinde, Kommandantenstr. 79, hält am die drei jüdischen Männer, welche für den geistig- fittlichen Fortschritt epochemachend geworden sind. Freireligiöse Gemeinde zu Berlin. Rosenthalerstr. 38. 1. Sonntag, den 18. Geptember, Bormittags 10% Uhr, Vortrag des Herrn Bogtherr: Re ligion und Konfeffion. tung u. a. Statuten- Revisions- Berathung. 2. Montag, den 19. September, Abends 8 Uhr: Beschließende Versamm Schneider und Schneiderinnen! Sonntag, den 18. September, NachSonntag, den 18. September, Borm. 10 Uhr, Herr Schäfer den Vortrag über mittags 6 Uhr, große öffentliche Versammlung in Moabit, bei Herzog, Stromftraße 28. Referent: S. Schmidt. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 18. September, Abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Bortrag des Herrn Zunker über die Entwickelung der Erde. Nach dem Vortrage: Geselliges Bei fammensein. macher Berlins und Umgegend. Wontag, den 19. September, Abends Freie Vereinigung selbständiger Barbiere, Friseure u. Perrüdten10 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44, Mitgliederversammlung. Achtung Sdjuhmacher! Montag, den 19. September, Abends 8 Uhr, große öffentliche Bersammlung aller in der Schuhindustrie beschäftigten ArTagesordnung: Die Aufgaben des deutschen better und Arbeiterinnen. Schuhmacher- Kongresses. Vergnügungsverein Auf Helgoland". Sizung Montags 9 Uhr bet Markgrafenftr. 88, Leopold. Montag, den 19. September, Abends» Uhr, Sigung: Bortrag über: Kapital und Sohn arbeit." inte, Bergfir. 54. Freier Diskutirverein. vollkommen Nordschule Müllerftr. 179 a. Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der Buch, Papier- und| Dr. Bruno Borchardt.- Soziale Wanderungen in Deutschland.[ liche Hilfe war bald zur Stelle. Die herbeigerufene Feuerwehr Lederwaaren- Industrie. Generalversammlung Montag, den 19. September, bet Feuerstein, Alte Jafobftr. 75. Ergänzungswahlen. Ref.: Dr. Borchardt Die Reichsenquete über die Arbeitsverhältniffe im Laden schaffte die Verletzten in ein nahe gelegenes Krankenhaus. Die geschäft. über„ Die Erhaltung der Kraft". Von Dr. Mar Quart. Achtstündige Arbeitszeit. Geleise wurden nicht beschädigt und der Betrieb der übrigen Züge Arbeiter- Bildungsschule. Nordschule. Vortrag über: Die Geschichte Arbeitszeit der österreichischen Südbahnarbeiter. Die Ausgaben- nur wenig gestört. Nachdem die beschädigten Wagen abgehängt des Ürmenschen von Dr. Joel. Sonntag, den 18. September, Abends 8 Uhr. rechnung eines Leipziger Zimmermanns im Jahre 1891. Die waren, fehte der Personenzug 100 seine Fahrt fort. Die Ursache Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag Bormittag 10-12 Uhr: Armin Stellung der deutschen Gewerkschaften zu den Beschlüssen des des Unfalles dürfte auf unvorschriftsmäßiges Verfahren bei Ab hallen, Kommandantenstr. 20: Unterricht in der Nationalökonomie. Montag Halberstädter Kongresses. Von C. Legien, Vorsitzenden der lassen des Güterzuges zurückzuführen sein. Die Untersuchung ist Abends 8%-10% Uhr: Süd- Schule, Hagelsbergerstr. 43: Unterricht in Generalkommissiou der Gewerkschaften. Der englische Gewerk- eingeleitet. Rechnen; Ost Schule, Martusstr. 31: Unterricht in Buchführung; Nord- vereinstongreß 1892. Von Prof. Dr. Lujo Brentano.- Deutscher Schule, Müllerstraße 179a: Unterricht in Buchführung. In allen Lehr- Buchdruckertarif. fächern, mit Ausnahme der Buchführung, fönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jezt im Laufe des Semesters, eintreten. Deutsch( oberes): Süd- Ostschule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs. Sonntags. Mar Kayser, Nachmittags 3 Uhr, Schneetoppe, Nostizstr. 29. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag von 2-4 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Gesangverein ber Glas arbeiter zu Stralau Borwärts 7" Rummelsburg, bei Borgmann. röhren. Schutzvorschriften für Arbeiter an EisensteinDer Grundfehler Dienstbotengesetz in Rumänien. des Verfahrens zur Feststellung von Unfallentschädigungen. Bon Dr. Ernst Lange.- Krankenversicherung der Dienstboten in Deutschland. Bertheilung der Krankenkassenarten im Deutschen Reich. Bau von Arbeiterwohnungen aus Mitteln der deutschen Inva liditäts= - und Altersversicherung. Maßregeln zur Erzielung gesunden Wohnens in Mülhausen i. E. Errichtung von Gewerbegerichten durch Ortsstatut. Krankenkassen und soziale Hygiene. Abdruck sämmtlicher Artikel ist Zeitungen und Zeit schriften gestattet, jedoch nur mit Angabe der Quelle. Dermischtes. Hinrichtung. In Bielefeld wurde der Doppelraubmörder Neubauer Hurrelbrink aus Dielingen hingerichtet. Arbeit er- Sängerbund Berlins und Umgegend. Montag, Abends 9 Uhr: Ueb ungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Norddeutsche Schleife, Naunynftr. 86 bei Bubeil.- Liederlust, Fichtestr. 29 bei Strösche. Stebertafel der Maler und verw. Berufsgen. Annenstraße 14 bei Ehrenberg. Moabiter Stedertafel, Arminiushallen. Harmonie 2 Landsbergerstraße Nr. 31 bei Musehold. Tonblüthe, Görligerstr. 58 bei Zoltsdorf.- Blüthe, Prenzlauer- Allee 26 bei Riedel. Sängerchor der Chirurgischen Branche, Alte SchönhauserStraße Nr. 42 bei Reimann. Sängergruß, Friedrichshagen bei Blant. West. Froh Hoffnung der Zimmerer Berlin Gleichhet t. Pappel- Allee 3-4 bet.Kruse. 2 yra 2, Charlottenburg, Charlottenburger- Ufer 3b bei Benzin. Sängerhatn, Reichenbergerstr. 24 bei Päthold. Liebesfre theit II, Straußberg, im Restaurant Krüger. Frohe Hoffnung( der Zimmerer Berlin West), Kulmftr. 36 bei Naumann. Myrthenblätter, Belforterstraße 15, bei Schneider. Felsenburg, Koppenstraße 43c.- Brüderschaft( Hausbiener), Stallfchreiberstraße 29, zum Eichenen Stab. Süd- Ost 2, Naunynstr. 43 bet Friz Fröhlich. Gangesblüthen, Koppenstraße 35, bei Steller. Arbeiter Gefangverein Freiheit 2, Adlershof, bei Albrecht. GesangArsenikvergiftung. In einer Mühle zu Tröbnih bei Roda verein& iederzweig, Hermsdorf, bei Gastwirth Sievert in Weidmannsluft. Gefangverein Berliner Bildhauer, Ornament." Beughofstr. 8. erkrankten, wie die Kölnische Volkszeitung" mittheilt, vor Kurzem Sund der" geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. nach dem Mittagessen elf Personen, von welchen eine am ( Alle Zuſchriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, find zunächsten Tag starb. Die chemische Untersuchung der Speise hat richten an Mar Geny, Berlin N. Belforterstr. 26, 1 Tr.) Sonntag: Theaterverein ergeben, daß sich darin eine größere Menge Arsenik befunden Theaterverein Borussia bei Ockert, Zeughofstraße 8. Barzantria" bei Hartmann, Danziger- und Hagenauerstraßen- Ecke. hat. Wie das Gift in die Speise gelangt ist, hat bisher trotz Theater- und Vergnügungsverein& Imenhor ft" bei Strüger, Dresdenerftraße 105. Theater- Berein atglödchen", Englischer Hof, Neue umfassender Nachforschungen nicht ermittelt werden können. Roßstraße 3. Turnverein Fichte", Lichtenberg, Schölzel's Seeschlößchen. Jagdfrevler?? In Nordhausen tödteten auf der BreitenTambourverein" tu f" bei Sperling, Inselstr. 1. bacher Flur im Eichsfelde, dem„ Nordhäuser Courier" zufolge, Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Montag: Theaterverein 2ouis en städtischer Sumor, Manteuffelstr. 9awei Jäger beim Hasenfchießen das jüngste Kind, sowie die bet Schröder. Rauchflub Blaue Quaste, bet Mücke, Wöhlertstr. 2.- fechzehnjährige Tochter des Arbeiters Godebard und verwun Bergnügungs- beten vier andere Kinder ebendesselben. Der" National- Zeitung" Rauchtlub Frisch auf" bei Schulze, Fürstenwalderstr. 12. Verein Alpenveilchen, Straußbergerstr. 3 bei Birks. Von der Verhaftung der Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Privat- Theater- wird dies telegraphisch gemeldet. gesellschaft 23 alhalla, jeben Sonntag Nachmittag 5 Uhr Restaurant" Jäger" wird nicht gemeldet. Ebensowenig werden ihre Namen Privat- Theatergesellschaft Preciofa jeden genannt. Warum mußten auch die armen Opfer der„ edlen" Sonntag 4 Uhr bei Foge, Köpenickerstr. 191. Theaters und Bergnügungs- Waidmannsluft den Herren im Wege stehen? Und im Uebrigen verein Harletin, heute Nachmittag 5 Uhr bet Babe, Beughofftraße 8. Theater verein Concordia Beughofstraße 8 bei Koch. waren es auch nur Arbeiterkinder! Bergnügungsverein Nord, Nachmittags 5 Uhr Fennstr. 5 bet Krüger. Bautenbach, Cuvryftraße 77. fraße 150. Drautenstr. 121. Won 4 Uhr an. Bergnügungsverein Germania, alle 14 Tage Bersammlung Linien- Falschmünzerbande. Die Luxemburger Polizei entdeckte in dem Eiſenindustrieort Düdelingen eine Falschmünzerbande; bis jetzt wurden 3 Mann verhaftet, einer ertränkte fich, eine Menge falscher preußischer Thaler ist vorgefunden worden. Bugentgleisung. Ein Eisenbahnzug ist in der Nähe von Torres Novas in der Provinz Estremadura entgleist; 9 Personen find todt, 8 verwundet. Tambours und Bergnügungsverein Gut Seil, alle 14 Tage bei Seyffert, Gefang- Turn- und gesellige Vereine. Montag. Gefelliger Verein 8wiebelfische, Nixdorf, Abends 9 Uhr in Barta's Lotal, BerlinerStraße 120. Bergnügungsverein Freundestreue, jeden Montag bei Möring, Admiralftr. 18c. Geselliger Klub Namenlos, jeden Montag bet Abraham, Straßburgerstr. 5. Bergnügungsverein„ Eulalia" bei Herrn Reggentin, Barntmstr. 4-5. Sizung 6 Uhr. Pfeifentlub Felsen fest, Abends 9 Uhr, Königsbergerstr. 20 bei Schabrodt. Rauchflub Brüderlich feit, Abends 9-11 Uhr bei Willi Schmidt Wrangelfir. 141. Bauchttub Beiße Wolte, Abends von 9-11 Uhr, Bernauerstr. 14. Rauchtlub Elvira, Abends 9 Uhr bei Lehmann Friedrichsfelderstr. 27. Literarisches. Depeschen: ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Köln, 17. September. Amtlicher Bericht über das Eisenbahnunglück in der Nähe des Kölner Südbahnhofes: ( Depeschen des Bureau Herold.) Hamburg, 17. September. Seitens Dänemarks ist die ganze deutsche Grenze durch einen Militärkordon abgesperrt, da die Absicht besteht, den ganzen Verkehr mit Deutschland aufzuheben. - Die Cholera hat heute namentlich auf den Schiffen wieder zugenommen. Basel, 17. September. Nachdem die strafrechtliche Unter suchung über die Mönchensteiner Eisenbahn- Katastrophe vom 14. Juni 1891 von der kompetenten Behörde des Kantons Baselland fertiggestellt, hat heute das Zivilgericht Baselstadt in Sachen der Verunglückten gegen die Jura- Simplonbahn erkannt, daß der Bahn grobe Fahrlässigkeit zur Last falle und sie demgemäß nach Artikel 7 des schweiz. Eisenbahnhaftpflichtgesetzes außer dem Erfah der Heilungskosten und des entgangenen Erwerbes noch zu an gemeffener Entschädigung an die Betheiligten zu verurtheilen sei. Die Entscheidung ist maßgebend für zahlreiche noch schwebende Entschädigungsfälle. Carmaux, 16. September. In der gestrigen Versammlung der ausständigen Bergarbeiter erklärte Calvignac, 7000 Frts. lägen zur Unterstüßung für die Ausständigen bereit, weitere Unterstützungen feien zu erwarten. Briefkaffen der Redaktion. Ernst Fleischer, Badstr. 54. Bringen Sie uns das betr. Schreiben selbst einmal her. Louis Ebert. Leider nicht möglich. W. Kreuzkam, Magdeburg. Nicht aufnahmefähig. Georg Lill, Chodau. Wir müssen zu unserem Bedauern ablehnen. schrift wird dem Rummelsburger Vertrauensmann überwiesen. Sch., H., B., 2. vom Leseklub Karl Marg. Die Zus Bur Veröffentlichung ist die Angelegenheit nicht geeignet. R. Schöpke. Die Angabe genügt. nach außerhalb 20 Pf. außer dem sonstigen Borto. A. A. Ein eingeschriebener Brief toftet in Berlin wie J. K. Bei derartigen Mittheilungen muß der Briefschreiber sich uns persönlich legitimiren. Ein Hut ist, wohl aus Versehen, am Freitag aus der Redaktion des„ Vorwärts" mitgenommen und dafür ein anderer, W. S. gezeichneter, zurückgelassen worden. Um Umtausch wird ersucht. G. A. Wenn Sie den Vorwärts" lesen würden, so hätten Sie Ihre Frage schon dugendweise beantwortet gelesen. Sie haben als Gastwirth die Spülvorrichtung machen zu lassen und fönnen fie, bevor Sie fortziehen, auch beseitigen laffen. Stellen Sie das dem Wirth vor, der wahrscheinlich beim neuen Ver miethen des Lokals die Spülvorrichtung übernommen hat, oder, wenn dies nicht der Fall ist, Ihrem Nachfolger, und suchen Sie im Vergleichswege einen Erfaß für Ihre Auslagen zu erhalten. Die eingesandte Briefmarke steht zu Ihrer Disposition. Langjähriger Abonnent, Köpenickerstraße. Sie find nicht länger als bis zum 1. April an den Miethskontrakt Ihres verstorbenen Mannes gebunden. Heute Nacht gegen 12/2 Uhr fuhr zwischen Köln Südbahn- C. A. Zur Eheschließung bedürfen Sie eines Geburts hof und Signalstation Gottesweg Güterzug 701 auf den nach scheines. Bingen fahrenden Personenzug 100 auf, weil dieser auf freier D. G. R. 1. Sie müssen ein äratliches Attest einreichen, Strecke zum Halten gebracht war. Der vorlegte Wagen des daß Sie nicht erscheinen tönnen. Reichen Sie womöglich bas Personenzuges wurde zertrümmert, der letzte stark beschädigt. Attest schon so früh ein, daß eventuell ein anderer Termin ans Die Zukunft der Rechtsstrafe. Bon Prof. Dr. Franz v. Liszt. In dem zertrümmerten Wagen befanden sich entlassene Refer- gefeßt werden fann. 2. Das Schöffengericht ist im Gerichts Cholera und Sozialpolitik. Von Dr. Victor Adler. Die viften des 8. rheinischen Küraffier Regiments Graf Geßler. gebäude, Alt- Moabit. Bestrebungen und Aussichten der deutschen Bodenreformer. Von Von diesen sind 2 todt, 11 schwer oder leicht verwundet. Aerzt- A. M. in Brüffel. Inkl. Porto 8,40 m. Sozialpolitisches Zentralblatt( herausgegeben von Dr. Heinrich Braun, Berlag von J. Guttentag in Berlin). Die foeben erschienene Nummer 38 hat folgenden Inhalt: Herren- u. 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Blücherstr. 24, H. I. I. Mayr.[ 2031b Schlafft. f. Herren b. Wolf, Friesen- Nath im Zivil- und Strafprozeß. Eins FRlagen, Eingaben, Reklamationen. Straße 24, S. 1 Tr. 2030b ziehung von Forderungen. Pollak, Schlafft. für 1 oder 2 Herren Forster- iezt Blumenftr.19 IIr. Auch Sonntags straße 4, v. 2 Tr. links. 2027b Möbl. Schlafft. Manteuffelstr. 99, v. 3 Tr. b. Budack. Aufg. neb. Posament. 2. Alte Stiefel( große Auswahl), reell u. billig Naunynftr. 2. Stimmbegabte Genossen, die gewillt Frdl. Schlafft. für Gen. bei Butte, find einem Gesangverein beizutreten, Friedrichstr. 39, H. Dugb. 3 Tr.[ 20256( M. A. S. B.) werden gebeten, fich Mittwoch Abends von 9-11 Uhr im Schöne Schlafft. f. 1 H., sep. Ging., Restaurant Herrmann, 8 M., Rottbuser Ufer 53, v. 2 Tr. I., ftraße 30, einzufinden. a. d. Admiralbrücke. 2026b Elifabeth 20526 Nehme die Beleidigung gegen M. Möbl. Schlafft. f. Herren sof., 7 M. du Bois zurück. 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Berantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2049b 2. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 219. Versammlungen. " PP Sonntag, den 18. September 1892. Zur Beachtung! Wir bitten die Herren Schriftführer, bet der Abfaffung der Bersammlungsberichte sich aller nur möglichen Kürze zu befleißigen. In einer Branchenversammlung der Eisen- und Metalldreher, Armaturenarbeiter( Ga3, Wasser und Dampf, sowie Bohrer, Hobler und Stoßer Berlins und Umgegend hielt am 10. d. M. Kollege Näther einen Vortrag über die Bedeutung der Gewerkschaften". Bur Diskussion sprachen hauptsächlich die Kollegen Belte und Wegner. Bum 3. Punkt der Tagesordnung: Wie bekämpfen wir am besten und sichersten den Indifferentismus unter unseren Kollegen?" sprachen die Kollegen Näther, Wegner, Thate und Jako b. Der Antrag des Kollegen Fetgenhauer, alle vier Wochen eine Versammlung in demselben Lokal stattfinden zu lassen. wurde angenommen; außerdem folgende Resolution des Kollegen Drange: Die heute in Röllig's Lokal tagende Bersammlung der Eisen- und Metalldreher fordert sämmtliche Kollegen auf, die Sammlung der Fabrikordnungen zu unterstützen und diefelben an die Fachkommission, die in demselben Lokal tagt, einzusenden." V 9. Jahrg. Karte zum Einkleben der Marken beschlossen worden. Den gemeinen beffere Löhne gezahlt werden, 3,75 Mart pro Tag " Bauhandwerker" habe man wieder als Fachorgan anerkannt. angeboten, dafür verlange man, daß er einen Bettboden in halten der Kollegen auf dem Kongreß, welche der festen Bentralis Kollege war längere Zeit arbeitsunfähig, trotzdem betam er alle Der Redner verurtheilte im Laufe seiner Ausführungen das Ver- einem Tage fertig stellen solle. Weiter wurde mitgetheilt: Ein sation anhängen und gab der Meinung Ausdruck, daß nicht allein Wochen seinen vollen Lohn, das Geschäft zog jedoch sein Krankendeshalb die Agitationskommission ihren Pflichten nicht ganz gerecht geld ein; ein anderer Kollege daselbst, welcher ebenfalls frant geworden ist, weil die Kollegen sich so wenig betheiligt haben, war, bekam nichts. Die Sache hatte jedoch einen Haken; der wie der Berichterstatter der Kommission, Sittenfeld aus Hamburg, erste Kollege hatte sich bei der Arbeit schwer verlegt, die Schuld dem Kongreß erklärte, sondern auch deshalb, weil die Agitation daran trug die Mangelhaftigkeit eines Gerüftes, welches zusammen. überhaupt nicht richtig betrieben wurde. Zum Schluß trat Herr brach. Kollege Feder theilte sodann mit, daß die Firma Grüneberg für den Ausbau der lokalen Organisationen und Krause u. Wendland wegen Betruges zu 300 M. Geldstrafe ver des Vertrauensmännersystems ein. Herr Kleinert, der urtheilt worden sei, weil sie schlecht gepolsterte Möbel für gute verkauft zweite Delegirte, verbreitete sich über die Lohn und sonstigen hatte. Derselbe forderte die Kollegen auf, solche Firmen, wo Arbeitsverhältnisse der Stuckateure der verschiedenen Städte, wie Schwindelarbeit geliefert wird, in der nächsten Versammlung namsie ihm durch die Situationsberichte aus diesen Städten bekannt haft zu machen, damit dieselben durch den Vorwärts" veröffentlicht geworden sind. Hervorzuheben ist aus diesen Ausführungen werden können, dies agitire gleichzeitig für unsern Verein, jedoch Folgendes: Die Kollegen RöIn theilen sich in Stuckateure für müffe auch jeder Kollege seine Aussagen eventuell eidlich er Fassaden und solche für innere Arbeit. Die Ersteren find thätig härten können. Darauf wurde die Firma Töpfe einer Kritik von Sonnenaufgang bis in die Nacht bei einem Tagelohn von unterzogen, daselbst haben kürzlich 10 Kollegen wegen Lohn5 bis 6 M. Die Lichtarbeit, zu der die Kollegen sich sogar differenzen die Arbeit niedergelegt, 4 Andere find geblieben. noch eigene Lampen halten müßten, sei nicht abzuschaffen. In Töpfe ist auch in der Ausstellung für Wohnungseinrichtungen Leipzig würden bessere Werkstattarbeiter mit 30 Mark die vertreten. Man sehe, daß diese Herren nur auf Kosten der Woche bezahlt, während bei Bau- Arbeit ein Tagelohn von 5-6 M. Arbeiter ihre Möbel so billig liefern tönnen. Kollege Markel gelte. In Bonn seien die Verhältnisse ähnlich wie in Köln. schilderte sodann die Verhältnisse der Tapezirer Hamburgs, daß In Gera betrage der Lohn 15-24 M. In Hannover sei da, troß der vielgerühmten Einigkeit, die Versammlungen auch Eine öffentliche Versammlung der Buchdruckerei der Lohn für Werkstattars eiter 18-24 m. bei 9/ 2ftündiger nicht so als gut besucht find wie Hifsarbeiter und Arbeiterinnen siellte am 11. d. M. ein Arbeitszeit; auf Bauten werde nur in Afford gearbeitet. In den Filialen Düsseldorf, Elberfeld, Sagen u. f. w. er vermuthete. immig die Kollegen H. Jahns und W. Fabrowsky als Kan- Bremen' zeichne sich durch das Fehlen der Arbeitstheilung, habe er feineswegs etwas von dem Geist der modernen didaten zur Gewerbegerichts- Wahl auf, wodurch sich Kollege durch einen Wochenlohn von 24-30 M. und dadurch aus, daß Arbeiterbewegung verspürt, den Kollegen fehle es an Jahns veranlaßt fah, fein bisheriges Amt als Streit- Kontroll- die Stuckateure höchstens 6 Monate im Jahre Arbeit haben. Die Aufklärung über tommiffions- Mitglied niederzulegen. An deffen Stelle wurde Düsseldorfer Kollegen verdienten 5,50-6 M. pro Tag bei war denn die leidige Organisationsfrage wiederum angeschnitten. ihre wirthschaftliche Damit Lage. Kollege Mahle gewählt und sodann über die Höhe des vollständig ungeregelter Arbeitszeit. Es würde von ganz früh Die weitere Debatte Krankengeldes, welches drehte sich hauptsächlich die allgemeine Orts- Krankenkasse bis spät Abends gearbeitet und nur eine leine Mittagspause diesen Punkt. Die Kollegen Wachsen, Mostopf, Eifers Meyer'sche) zahlt, unter Bezugnahme auf die§§ 12, 13, 48, 63 gemacht. In Essen sei ein Lohn von 4-6 m. pro Tag be ct traten für Bentralisation ein, während die Kollegen Feder, des Statuts diskutirt. Es gelangte hierzu folgende Resolution bei 101/ aftündiger Arbeitszeit vorherrschend. Seitens der Hartig, Daßler und Kerfad dafür eintraten, daß diese einstimmig zur Annahme: Unternehmer werde ein toloffaler Druck auf die Organisation Saison ausgenugt würde durch eine Versammlung, in welcher " M. " um Die Bersammlung erkennt an, daß eine Aenderung der ausgeübt. In Bochum würden pro Tag 5 M. gezahlt, in die Mißstände in unserem Gewerbe zur Sprache tommen sollen, Statuten( fiehe§ 1 und 54) der allgemeinen Orts- Krankenkasse Mannheim 5 bis 6 M. Jn Elberfeld seien die Ver- um so auch die Indifferenten für den Verein zu inter( Weyer'sche) stattfinden muß und ersucht um Wahl einer Rom- hältnisse nicht am besten. In Stuttgart feien 400 bis 450 effiren. Die Kollegen Wachsen und Mostopf wollen jedoch mission, die mit dem Vorstand der Kasse in Verbindung tritt und Gipser und 25 Stuckateure. Die Ersteren wüßten nicht, ob sie den erst die Organisationsfrage ventilirt wiffen, eher tönnte man eine öffentliche Versammlung aller Mitglieder der Rasse ein- Stucateuren oder Butzern zugesellt werden müssen. Im Winter feien nichts anderes unternehmen. Zum Schluß wurde Kollege Feder beruft. Ferner erfucht die Versammlung alle anderen Berufe, nur 60 bis 80 Gipfer und 15 bis 20 Stuckateure beschäftigt. beauftragt, einen Referenten zu besorgen, welcher über das Thema die dieser Stasse angehören, ebenfalls Stellung hierzu zu nehmen." Die Gipfer verdienten bis 6 M. täglich bei 15 bis 17 stündiger Freiland" sprechen soll. Es wurde ausgeführt, daß die Kasse mindestens 9 M. pro Arbeitszeit. Zuchthausarbeit sei in Wolfenbüttel einWoche zahlen müsse, außerdem sollen die ersten beiden Tage geführt. Ein dortiger Fabrikant mache damit allen anderen ebenfalls mitgezahlt werden, da ein Kranker an diesen beiden Fabrikanten eine niederdrückende Konkurrenz und habe durch am 12. September tagte, wurden nach einer kurzen Klarlegung In einer öffentlichen Versammlung der Putzer, welche Tagen auch essen muß u, s. w. Hiernach wurde zur Wahl einer dieselbe einen kolossalen Preissturz verursacht. Kommission geschritten; gewählt wurden die Kolleginnen: Gott über diese auszugsweise wiedergegebenen Situationsberichte und nach kurzer Diskussion als Kandidaten für die Gewerbe Außer der Bedeutung der Gewerbegerichte durch den Kollegen Förster wald, Schenk, Dellerue und die Kollegen: Preuß und Bleich. äußerte fich Kleinert ausführlich über die Rechnungsgerichtswahl die Kollegen Aug. Hennig, Fris Gröschte und Dann wurde bekannt gemacht, daß Arbeitsordnungen an den legung des Kölner Delegirten Odenthal, die sich seiner Meinung als deren Stellvertreter die Kollegen Wunderlich und Kollegen Bleich, Gorauerstr. 5, 2 Tr. zur Weiterbeförderung nach überhaupt als teine Rechnungslegung darstelle. Trotzdem Neumann aufgestellt. zu senden sind, sowie daß am 25. d. M. eine Versammlung des Odenthal weder Belege, noch Geld, noch Sammelmarken mit- ordnung: Wie stellen sich die Buzzer zu dem von den Der zweite Punkt der TagesInteressenvereins der Buchdruckerei Hilfsarbeiter in Gratieil's gebracht hätte, habe eine zu Beginn des Kongresses gewählte Stuckateuren ausgearbeiteten Lohntarif?" Bierhallen mit nachherigem geselligen Beisammensein( Entree Brüfungskommission, bestehend aus den Herren Sittenfeld, der Stuckateure zuerst verhandelt worden und gab Anlaß zu war auf Antrag nach Belieben) stattfindet. Mit einem Hoch auf das Blühen und Wagner und Knackfuß, eine Abrechnung des Ersteren als richtig einer oft sehr erregten Debatte. Es handelte sich um die Frage, Fortbestehen des Vereins der männlichen sowie weiblichen Hilfs- anerkannt. Nach dieser Abrechnung sollen in der Zeit vom ob die Stuckateure berechtigt seien, gewisse in das Buzerfach arbeiter und auf die moderne Arbeiterbewegung wurde die Ver- 1. September 1890 bis zum 15. August 1892 eingenommen worden schlagende Arbeiten mit zu übernehmen. sammlung geschlossen. Vor allen Dingen fein 1481,85 M., und ausgegeben 1331,65. Der Kongreß dürften derartige Arbeiten, falls sie von den Stuckateuren Eine öffentliche Versammlung der Werkstuben nahm tefe Abrechnung nicht an und habe ihn, Redner, und den mit übernommen würden, nicht billiger hergestellt werden, Arbeiter und Scheiben töpfer tagte am 11. September Elberfelder Delegirten Kleff damit beauftragt, sich mit jener und dies geschehe, wie die Puger behaupteten, thatsächlich. die Stuckateure in Ruhlmey's Salon, Schönhauser- Allee, mit der Tagesordnung: Prüfungskommission zur Klarlegung der ganzen Sache in Verbindung Da das Gegentheil behaupteten und Gründung einer Filiale des Unterstützungsvereins. Man schreibi au sehen. Sie feien Beide abgewiesen worden. Jetzt werde die ein von dem Vertrauensmann derfelben gemachter Einigungsuns hierüber: Diese Frage hat bereits mehrere öffentliche Ver- neue Agitationskommission die nöthigen Schritte thun. Der An- versuch vorläufig scheiterte, wurden die Verhandlungen fammlungen der gesammten Kollegenschaft beschäftigt, ohne daß fang sei schon gemacht. Redner theilte darauf Bezügliches mit über diesen Punkt, weil, wie vorauszusehen war, doch kein ein befriedigender Abschluß erlangt worden wäre. Gegenüber und sprach sich ebenso wie sein Vorrebner für die Stärkung der Resultat erzielt werden würde, vertagt. Vor Schluß der Vers dem letzten Bericht über die Versammlung vom 25. August ist zu dor Berichterstattung. Schließlich wurde einstimmig folgende Arbeitsordnung der Baufirma E. und A. Gliesche, Rosenthalerlokalen Organisationen aus. Eine ausgedehnte Distusfion folgte fammlung verlas der Vorsitzende eine allgemein gemißbilligte bemerken, daß dort teineswegs beschlossen wurde, den Vertrauensmann zu beauftragen, Diejenigen, welche dem Unterstützungsverein Resolution angenommen: straße, und forderte die Kollegen auf, dahin zu wirken, daß überall „ Die Versammlung erklärt sich mit dem Verhalten beider die neunstündige Arbeitszeit inne gehalten werde. Beschluß tam zur Annahme. Dies zur Klärung der Sachlage. Delegirten vollständig einverstanden, und die anwesenden Kollegen Der erste Punkt der Tagesordnung zeitigte in der Versammlung verpflichten sich, mit allen zu Gebote stehenden Mitteln die bis- Die Filzschuh- Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins am 11. September erklärlicher Weise eine recht lebhafte, jedoch berige Vertrauensmänner- Zentralisation zu befestigen und aus- und Umgegend erledigten in ihrer öffentlichen Versammlung im Allgemeinen sachliche Debatte, welche damit endete, zubauen, sowie auf den Bauhandwerker" zu abonniren und für am 12. September wegen Nichterscheinens des Referenten, nur den daß die Filiale mit der allerdings bescheidenen Zahl die weiteste Verbreitung desselben einzutreten. Des weiteren er dritten Punkt ihrer Tagesordnung: Verschiedenes. Hierzu er von 36 Mitgliedern gegründet wurde. Daß Dieser warten die Berliner Kollegen, daß über die Einnahmen und Aus- klärte Kollege Opitz das an Tageslicht ziehen vieler Mißstände Beschluß nicht im Sinne der Mehrzahl der Berliner Kollegen ist, gaben der Kollegen Deutschlands die Kölner Kollegen Klarheit in verschiedenen Werkstellen, auch in derjenigen, in welcher er foul nicht geleugnet werden, jedoch glaubten die Kollegen zu diesem schaffen und event. die überschüssigen Gelder an die betreffenden selbst beschäftigt ist, sei Veranlassung gewesen, daß bauliche BerBorgehen berechtigt zu sein, indem sie sich auf den Boden der Orte zurückgeben werden." änderungen vorgenommen wurden; ein Beweis dafür, daß wirk Rongreßbeschlüsse stellten. Hoffentlich wird unfere zunächst fleine Darauf erledigte die Versammlung noch einige internere lich gesundheitswidrige Zustände dort existirt hätten. Anstatt nun Filiale fich bald entwickeln und sich den übrigen in Deutschland Angelegenheiten. polizeilicherseits ein Entgegenkommen der Arbeiter gerade während Toürdig anreihen. Die Wahl der Verwaltungspersonen fiel auf der jezigen Cholera- Epidemie anzuerkennen, habe er, Redner, folgende Kollegen: Edmund Brandenburger, Vorsitzender; Die Lackirer Berltns hörten in ihrer Versammlung am das Gegentheil erfahren müssen. Der recherchirende Wachtmeister Paul Greiner, Stellvertreter; Gustav eiß, Kassirer. 12. September einen interessanten Vortrag Dr. Christeller's bätte zum Chef, deffen Schwager und dem Hauswirth geäußert: Briefe und Sendungen find an Kollegen E. Brandenburger, über die Cholera. In der sehr regen Diskussion wurden von Nun, sie müssen doch solche niederträchtige Leute in Brunnenftr. 77, zu richten. den Kollegen verschiedene Mißstände kritisirt und man pflichtete der Fabrik haben, die in Bersammlungen fo = = etwas dem Referenten im Allgemeinen bei, welcher ausgeführt hatte, vorbringen, worauf der Hauswirth erwidert habe, daß Der sozialdemokratische Agitationsklub für den Often daß in der zukünftigen Gesellschaft die Seuchen und sonstige diese sofort gemaßregelt werden müßten; ob solches geschehen Berlins hielt am 11. September seine erste Winterversammlung Krankheiten, deren Ursachen in den jezigen sozialen Verhältnissen werde, dürfte jedenfalls die nächste Lohnzahlung ausweisen. für Frauen und Männer ab. Es waren ca. 200 Genossen und liegen, nicht die Verbreitung finden können, wie gegenwärtig. Solche Dinge schienen den Herren wichtig zu sein; um die Freunde erschienen, welche den gebotenen Vortrag Th. Megner's Nachdem erstattete Sollege Guiard Bericht über den Arbeits- mangelhafte Feuerung und dergleichen mehr kümmern sie sich über die Stellung der Sozialdemokratie zum Eide mit großem nachweis. Danach wurden im vorigen halben Jahre von durchaus gar nicht. Insofern sei jedoch Remedur geschaffen, daß Beifall aufnahmen. Es wurde dann solgende Resolution an- 116 Meistern 130 Gehiljen verlangt; von Letzteren blieben in jetzt 3/47 Uhr mit Arbeiten aufgehört wird und Jeder seinen Platz genommen:„ Die heutige, in Echneider's Gesellschaftshaus tagende Berlin 66, nach außerhalb gingen 55. Die Mehrzahl der täglich zu reinigen hat. Auf ausdrückliches Befragen des über Versammlung für Frauen und Männer erklärt sich mit den Aus- Arbeitsuchenden waren Nichtmitglieder, was die Kollegen wachenden Lieutenants gab der Redner die Adresse des betreffen führungen des Genossen Metzner auf das vollste einverstanden, Schüßler und Guiard veranlaßte, die Interesselosigkeit und den Fabrikanten, Morik Winterfeld, Brunnenstr. 118, an. Herr und verurtheilt die Provokationen der Justizbeamten Romen- Denkfaulheit der indifferenten Lacirer zu kritisiren, welche nur ange erwähnte der Unsauberkeit, die in der Werkstelle bei Hamburg und Landgerichts- Direktor Schmidt Breslau auf das zur Organisation fommen, wenn sie feine Arbeit haben, sich Gebr. Bimmt in der Schönhauserstraße herrsche, und dadurch hervorganz entschiedenste." Hierauf machte der Borsigende bekannt, nachher aber fernhalten und im Uebrigen nicht fähig sind zu be gerufen werde, daß Spaltplatten angefeuchtet und Abfälle verdaß seitens des Klubs von jetzt ab alle Sonntage Versammlungen greifen, welchen Werth eine starke Vereinigung hat. Die Neu- brannt würden, auch solche oft in durchnäßtem Zustande faulen stattfinden, welche die Genoffen recht zahlreich besuchen möchten. wahl der Arbeitsnachweis Verwaltung gab Anlaß zu sehr er- und einen üblen Geruch verbreiten, hier sei von DesMit dreimaligem Hoch auf die Sozialdemokratie schloß die Ver- regten Debatten. Um nur tüchtige, überzeugte Stollegen zu infektion durchaus feine Hede. Des Weiteren wurde fammlung. An dieselbe knüpfte sich ein gemüthliches Bei- wählen, stellte Rauten haus den Antrag, nur solche dürften behauptet, daß in der Werkstelle bei Lange, Joachim fammensein. ein Amt annehmen, welche ein halbes Jahr der Vereinigung an- ftraße 15, Knaben von 11-12 Jahren von Nachmittags gehören. Er zog den Antrag jedoch wieder zurück, da derselbe bis Abends 8 Uhr beschäftigt würden bei einem Wochenlohn von Eine öffentliche Versammlung der Stuckateure tagte auch nicht für die Prinzipientreue der Kollegen garantirt; es 1,25 M. Diese Knaben müßten zwicken und zwar täglich zwei an 11. September, um den Bericht der Delegirten zum dritten haben z. B. im vorigen Jahre ältere Mitglieder ihr Anit gleich Dugend; im Vergleich zu dem üblichen Lohnfah, wie Erwachsene Stuckateur- Kongres, welcher Mitte August in Stuttgart stattfand, falls nicht ganz versehen. Hierauf wurden gewählt die Kollegen ihn für dieselbe Arbeit erhalten, würden die Knaben an einem entgegen zu nehmen. Herr Fr. Gruneberg machte es sich unstmann, Wilsch, Schulte, Gebauer. Kollege Tage mehr Lohn erhalten müssen, als ihnen für die ganze Woche zur Aufgabe, die bezüglich der Organisation der deutschen Shüßler bat noch, man solle die Mißstände, die in den ver- ausbezahlt werde. Eine lebhafte Debatte, an welcher sich die Etuckateure und Berufsgenossen gepflogenen Verhandlungen des schiedenen Werkstätten herrschen, zur Sprache bringen und nicht Kollegen Lange, Pfeiffer, Opit, Schröder und GeKongreffes zu erörtern. Eingehend behandelte er die auf tem jo gleichgiltig darüber hingehen; ferner wurde vom Kollegen noffe Goldberg betheiligten, rief die Mittheilung hervor, daß felben zu Tage getretenen Differenzen über die Form der Ver- Rautenbaus bekannt gegeben, daß nächstes Jahr die Maler der mit der Recherche betraute Wachtmeister den Namen des einigung. Da sich bei der Abstimmung Teine Majorität ergab, in eine Lohnbewegung treten und es rathsam wäre, daß die Kollegen preisgegeben hatte, welcher den Muth besaß, Mißstände fei es zur Spaltung gekommen. Zur Erledigung einiger noch Lactirer sich bis dahin mit den Malern verständigt haben. aus der eigenen Werkstelle einer öffentlichen Versammlung zu auf der Tagesordnung stehender Punkte hätte man darum unterbreiten. Man war im Allgemeinen der Ansicht, daß der nicht schreiten können. Der allgemeine Kongreß sei darauf Im Fachverein der Tapezirer hielt am 12. September Name von dem Beamten als Amtsgeheimniß zu betrachten sei, hin und wären dann die der bestehenden Kollege Dahlstein eine Vorlesung aus der Neuen Welt", andernfalls könne, um Maßregelungen, Arbeitsentlaffungen Organisation, dem lofen Zentralisationssystem durch Vertrauens- Jahrgang 1877, über:" Der Mensch, das unerfättlichste Raub- und dergleichen zu entgehen, fein Arbeiter es wagen, männer, anhängenden sechs Delegirten neu zusammengetreten, thier." Der Vorsitzende gab dann bekannt, daß in diesem Vereins- schreiende Mißstände zur öffentlichen Kenntniß zu bringen. Man um weiter zu verhandeln. Hier sei Berlin mit der Agitation jahre noch drei Bersammlungen stattfinden. Die für den einigte sich schließlich dahin, wegen der Namensnennung seitens für Deutschland betraut worden. Gr, Redner, und kleinert, welche 10. Oftober geplante wird eine außerordentliche General- des betreffenden Wachtmeisters sich beschwerdeführend an die Beide die Agitation übertragen bekommen hätten, würden es versammlung sein, in welcher der Statutenänderungs- Sanitätsfommission zu wenden. Ferner wurde des demnächst in daß bei Auflösung des Vereins Frankfurt a. M. stattfindenden Kongresses erwähnt; hierzu soll betreiben. Weiter fei als Verwaltungsstelle für den Unter- nur die einfache Majorität entscheiden soll, nochmals zur von den Schuhmachern Deutschlands 1 Delegirter entfendet werden, fügungsfonds Stuttgart gewählt worden und die Einführung Diskussion steht. Kollege Daßler machte verschiedene Miß dieser hat die Einführung der Kontrollmarke bei den Filzschuheiner einheitlichen Marte à 10 Pf., fowie einer 52 Rubriken, stände der Dittmar'schen Werkstatt am Moltenmarkt bekannt; arbeitern zu vertreten, andernfalls wollte man ein diesbezügliches Zahl der Jahreswochen entsprechend, enthaltenden man habe ihm jeht während der Saison, wo doch in All- Schreiben direkt an den Kongreß richten. Schließlich einigte man ber " sich dahin, mit der Regelung dieser Angelegenheit eine dreigliedrige| Stellung nehmen zu sollen, doch da doch da die Frage der wie politisch organisirt sind. Nachdem die Kürschner sowohl wie Kommission zu betrauen. In Anbetracht, daß den Filzschuh- Kontrollmarte dort ventilirt werde, sei es nothwendig, einen die Hutmacher noch ihren Kandidaten gewählt haben, soll die arbeitern wiederholt Referenten zugefagt hatten und nicht er Delegirten zur Vertheidigung des Kontrollmarken- Systems auf vollständige Kandidatenliste von der Streit- Kontrollkommission im schienen waren, es aber unter diesen Arbeitern besonders recht den Parteitag zu entfenden. Nachdem Kollege Kehr diese Frage Vorwärts" veröffentlicht werden. Von Seiten der Kellner wurde sehr der Aufklärung bedarf, wurde ein Antrag gegen in einer öffentlichen Versammlung der Gewerkschaften, welche die Klage darüber geführt, daß einige fog. Seelenverkäufer die nicht 6 Stimmen dahingehend angenommen, dem Genoffen Kontrollmarke bereits eingeführt haben( Tabat-, Textilarbeiter 2c.) dem Verein der Gastwirthsgehilfen angehörigen Kellner ver Türk die Mißbilligung der Bersammlung auszusprechen diskutirt wissen wollte, meinte Raschke, man solle über diesen anlassen, sich als„ Genossen" auszugeben, bezw. fich dem Publis und demselben wegen unentschuldigten Fortbleibens eine Rüge zu Punkt zur Tagesordnung übergehen. Kollege Völkel war fum gegenüber mit dem Wahlvereinsbuch zu legitimiren; im ertheilen. Ferner wurde zu regerem Martenvertrieb aufgefordert, anderer Meinung. Jene Gewerkschaften würden jedenfalls selbst Stadttheil Moabit sei dies hauptsächlich vorgekommen; man folle sowie zur Abrechnung oder menigstens Unterbreitung eines auch Delegirte zur Bertheidigung der Kontrollmarte zum Partei- demgegenüber darauf achten, daß jeder Kellner das bekannte Er Situationsberichts seitens der Agitationskommission, sodann auf tag senden; da diese Angelegenheit einen besonderen Punkt im tennungszeichen der Gastwirthsgehilfen führe. Mitgetheilt wurde die am Mittwoch stattfindende Gruppenversammlung aufmerksam Programm des Parteitages bildet, sei anzunehmen, daß hierüber noch, daß in Sachen der von Dr. 3 adet angeregten freiwilligen gemacht und schließlich um zahlreiche Betheiligung an dem am heftig debattirt werden wird, somit wäre es nothwendig, daß Sanitätsfolonne sich zu Referaten in Gewerkschafts- und Wahl 22. Oftober stattfindenden Stiftungsfest ersucht. möglichst viele Vertreter des Kontrollmarten- Systems auf dem vereinsversammlungen bereit erklärt haben: Dr. Christeller, Parteitag anwesend find. Viele Vertreter der Partei würden Alexanderstr. 1, Dr. Blaschko, Friedrichstr. 104a, Dr. Lebes vom hochpolitischen Standpunkt aus das System der Kontroll- gott, Grünftr. 23, Dr. Kollwig, Weißenburgerstr. 25, marke verurtheilen, während auch viele derfelben die Kontroll- Dr. Richter, Weißenburgerstraße, und Zahnarzt Dr. Wolff, marte als ein wirkjames Kampfmittel der Gewerkschaften an- Chauffeestraße. erkennen. Im Uebrigen seien Genossenschaftswesen und KontrollDie Freie Vereinigung der Bauarbeiter Berlins hielt am 11. September ihre regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Genoffe enne de sprach unter großem Beifall über Kapital und Lohnarbeit, worauf folgende Resolution zur ein stimmigen Annahme gelangte: marken- Syftem als zwei verschiedene Dinge, durchaus nicht als Eine öffentliche Versammlung der Stell. und Rabe " In Erwägung der immer mehr um sich greifenden Ueber zusammengehörig zu betrachten. Nachdem die Kollegen Augustin, macher fand am 14. d. M. statt, um Stellung zu den Gewerbemacht des Kapitalismus und seiner Ausbeutung der arbeitenden Babel und Borgmann sich in ähnlichem Sinne geäußert, Lauschte gerichts- Wahlen zu nehmen bezw. einen Kandidaten für die Bei Klaffen erblickt die Versammlung ein fräftiges Bollwert seine gegentheilige Meinung kundgegeben hatte und ihm en fel fiber zu ernennen. Nachdem Genoffe Millarg in einem eingegen die kapitalistischen Uebergriffe in der kräftigen Organi- mann und die Vorredner entgegen getreten waren, gelangte gehenden Vortrage die Versammlung mit dem Gesetze, betr. die fation der Arbeiter auf gewerkschaftlichem Gebiet. Sie gegen 4 Stimmen ein Antrag des Kollegen Völkel zur An- Gewerbegerichte bekannt gemacht und an dem für Berlin giltigen fordert deshalb alle Kollegen auf, in diesem Sinne unter den nahme, dahingehend, die Kontrollkommission deutscher Hutmacher Ortsstatute Kritik geübt hatte, wählte die Versammlung als indifferenten Arbeitern mit allen Kräften zu wirken und das zu beauftragen, aus ihren Reihen einen Kandidaten zur Bertretung Kandidaten den Kollegen Brüßt. Unter„ Gewerkschaftlichem" " Klassenbewußtsein in ihnen zu wecken". der Kontrollmarke auf den Parteitag zu entsenden. Unter Ver- wurde stark gerügt, daß Koft- und Logisarbeit wieder einreiße. Gin Unterstützungsgesuch wurde abgelehnt und auf Antrag schiebenem beantragte Kollege Borgmann, den Genossen Gesellen, die sich dazu hergeben, erhalten einen äußerst geringen Wernau's beschlossen, den Punkt„ Regelung des Unterstüßungs Hamburgs und Altonas 300 M. aus dem Dispositionsfonds zur Lohn und schädigen dadurch die Gesammtheit. Auch wurde. wefens" mit auf die Tagesordnung der nächsten Versammlung Bertheilung an die dort nothleidenden Genossen zu übersenden, wiederum dazu ermahnt, den Arbeitsnachweis in der Mulack zu sehen. Alsdann wurde das Verhalten eines Kollegen, welches welcher Antrag nach kurzer Debatte gegen 3 Stimmen Annahme straße nicht zu benutzen und sich der Organisation anzuschließen. Dieser gegenüber den Gästen auf dem letzten Stiftungsfest fand. Schließlich wurde die Sammlung der Arbeitsordnungen beobachtete, vom Vorsitzenden verurtheilt. Im Weiteren verlas noch einmal angeregt und einige diese betreffende Fragen be- 14. September waren speziell die Arbeiter aus Fabriken für HolzZu der öffentlichen Versammlung der Holzarbeiter am der Vorsitzende den dem Hamburger„ Echo" entnommenen, im Vor antwortete man dahin, daß in allen Werkstätten Arbeitsordnungen jalousien, Ristenfabriten, Holzschneidereien, Holzbearbeitungs wärts" abgedruckten Bericht über das dortige Glend, in leserlichem Zustande ausgehängt werden müssen und solche fabriken, sowie die auf Holzpläßen beschäftigten Arbeiter, Holz worauf dem Hamburger Stadtregiment ein Mißfallens jedem Einzelnen beim Arbeitsantritt einzuhändigen sind. Die und Bretterträger eingeladen. Die gutbesuchte Versammlung hörte erklärten, Bersammlung schloß mit einem dreifachen Hoch auf die moderne ein Referat des Genossen Rühl über das zu bildende Gewerbe der Hamburger Senat sei verpflichtet, die darbenden Familien zu Arbeiterbewegung. unterstützen, und eine Stadt, wo solche Uebelstände herrschen wie gericht, welcher die Licht- und Schattenseiten des darüber erlassenen Gesetzes hervorhob. An den Vortrag schloß sich eine lebhafte Debatte, in welcher der Entwurf des Ortsstatuts zum Gewerbegericht erläutert wurde und herbe Kritit erfuhr. Dann wurde festgestellt, daß alle Anwesenden nur den drei Arbeiterkategorien angehörten, die unter den Namen der Holz- nnd Bretterträger, der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplägen beschäftigten Arbeiter, sowie der Ristenmacher organisirt sind, und man be schloß, die nach Angabe der Streit Kontrollkommission zu wählenden 6 Kandidaten gleichmäßig auf jene Kategorien zu vers theilen. Die Kandidatenliste stellt sich danach folgendermaßen: In Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplägen beschäftigt: Fischer und Kobold, Kistenmacher: E. Tschernig und F. Märten, Holz- und Bretterträger: Müller und Kuhn. Diese Kollegen wurden von der Versammlung sämmtlich eine stimmig als Kandidaten aufgestellt. Die Versammlung schloß mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie. votum ausgestellt wurde. Mehrere Redner " in Hamburg, tönne gerade nicht zum Borbild anderer Städte Die Eisen, Metall und Schraubendreher beschäftigten genommen werden. Dann wurde auf den Artikel Dr. Badet's sich am 13. September mit der Aufstellung der Kandidaten zum fiehe Nr. 213 im Vorwärts") aufmerksam gemacht, welch Letterer Gewerbegericht. Nach kurzer Diskussion, in welcher sich Kollege die Genoffen ersucht, ihm über sanitäre zc. Uebelstände Mittheilung Hirsch gegen die Gewerbegerichte erklärte, beschloß man, sich zu machen. Dr. Zadek wohnt Annenstr. 46. Von der Ver- an der Wahl zu betheiligen, und stellte als Kandidaten der loofung beim Stiftungsfest im Friedrichshain bei Lips ist noch Schraubendreher den Kollegen hate einstimmig auf. Von der ein Gewinn auf Nr. 14 bei Robert Flöter, Falkensteinstr. 37, Aufstellung der Kandidaten der Eisen- und Metalldreher mußte abzuholen. Die nächste Mitgliederversammlung findet am Abstand genommen werden, da dieselben wenig zahlreich erschienen 9. Oktober statt. waren. Unterm Verschiedenen tadelten die Kollegen Thate und Hirsch den schwachen Besuch der Versammlung und forderten die Anwesenden auf, in Zukunft für besseren Besuch der Verfammlungen zu agitiren, um zu verhindern, daß die indifferenten Kollegen vollständig der Versumpfung anheimfallen. W Eine öffentliche Versammlung aller in der Rohr leger Branche, Installation, Gasanstalten und Wasserwerten beschäftigten Arbeiter hörte am 11. September einen Vortrag des Genoffen Megner über die Gewerbegerichte. Nach längerer Diskussion stellte die Versamm- In der öffentlichen Versammlung der Stockarbeiter lung folgende Herren als Kandidaten für die Gewerbegerichts- Berlins, die am 13. d. M. stattfand, erläuterte Kollege Hilde Wahl auf: A. Beder, Markusstr. 27; Schwarze, Memeler- brandt die wichtigsten Punkte, die bei der Gewerbegerichtsstraße 45, und Louis Müller, Greifswalt erstr. 9. Bum wahl in Betracht kommen und ermahnte jeden Anwesenden, wenn Die Posamentiere Berlins waren am Sonntag Bor Schluß wurden die Anwesenden zum Beitritt resp. zur Agitation es ihm nicht selbst möglich ist, zu wählen, so doch wenigstens mittag versammelt, um über die Gründung eines Fonds zu bes für den im vorigen Jahre gegründeten Fachverein der Rohrleger nach seinen besten Kräften zu agitiren, damit möglichst viele rathen, welcher zur Erlangung befferer Arbeitsbedingungen und und verwandten Berufsgenossen aufgefordert, welche Vereinigung flaffenbewußte Kandidaten den Sieg erlangen. Nach der von zur Unterstüßung Gemaßregelter dienen soll. Anwesend waren fich gegenwärtig trot Maßregelung, Arbeitsentlassung ihrer Mit der Streit- Kontrollkommission aufgestellten Statistit entfallen auf 25 Kollegen, welche 20 Werkstätten vertraten. Die Gründung glieder durch rege Agitation auf 250 Mitglieder ftelle; ferner die Drechsler fünf Kandidaten, wovon die Stockarbeiter einen des Fonds wurde beschlossen. Derselbe muß die Höhe von folle jeder zur Gewerbegerichts Wahl Berechtigte feine Ein- Randidaten aufstellen fönnen. Die Versammlung beschloß, von 500. erreicht haben, ehe etwaige Unterstützungen u. f. w. ge tragung in die demnächst auszulegenden Wählerlisten bewirken, dem ihr zukommenden Rechte Gebrauch zu machen, und wählte zahlt werden dürfen. Von den Einnahmen sind 10 pCt. viertelund diese nachher auch kontrolliren. Kollegen Klinger. Die Wahl eines Delegirten zur Streit jährlich an die Berliner Streif- Kontrollkommission abzuführen. Kontrollkommission fiel auf Stollegen Hitze. Alsdann wurde Die Beitragzahlung geschieht mittels Marken, welche auf Karten Dentscher Tischlerverband, Zahlstelle Berlin. In der eine fünfgliedrige Agitationskommission gewählt, welche die geklebt werden. Bum Hauptkassirer wurde Kollege Schubert außerordentlichen Generalversammlung am 12. September ge- Propaganda für den hier bestehenden Verein der Stock: gewählt. Die Arbeiter der nicht vertretenen Werkstätten sollen langte zuvörderst ein Antrag des Zentralvorstandes: den Verarbeiter pflegen soll, um demselben noch die indifferenten Kollegen zu einer bald stattfindenden Besprechung geladen werden, damit bandstag erst im nächsten Frühjahr gleichzeitig mit dem Kongreß zuzuführen und ihn dadurch gegenüber der immer mehr überhand- endlich wieder Leben in die gewerkschaftliche Bewegung dieser der gesammten Holzarbeiter abzuhalten", ohne Diskussion zur nehmenden Ausbeutungssucht der Unternehmer zu einem starken Branche tommt. Darum, Kollegen, erscheint in der nächsten Vereinstimmigen Annahme. Die Versammlung bewilligte dann dem Bollwerk zu machen. Hierauf wurde die Werkstatt des Herrn sammlung. A ersten Saffirer Schöning eine Entschädigung von 10 M. pro Noa einer scharfen Kritik unterzogen. Ein Redner behauptete: Vierteljahr und wählte denselben mit 65 von 125 abgegebenen Herr Noa zahle seinen Leuten Lohn, den Verplattlern beispiels In der lehten Generalversammlung der in der Stimmen wieder. Zum Revisor an Stelle des Kollegen Wernicke weise 21 M. Dieselben müssen aber täglich 18 Dußend Griffe Firmenschilder- Branche beschäftigten Arbeiter wurde Kollege Lebebusch mit großer Majorität gewählt. Der pro 25 Pfennig fertigstellen. Vor Jahresfrist etwa, wie Herr wurde Kollege H. Nagel zum 1. Vorsitzenden, Hauser zum wurde Kollege H. Nagel zum 1. Vorsitzenden, aufer zum zweite Bevollmächtigte berichtete hierauf über den Streit der Noa für den betreffenden Artikel 25 Pfennig bot, erklärten Schriftführer und Krüger zum Stellvertreter des Kassirers ges Tischler Stettins und stellte den Antrag, nach Maßgabe der fämmtliche Arbeiter, für diesen Preis die Arbeit nicht wählt. Sodann erstattete der Kassirer seinen Bericht, aus wel Raffenverhältnisse flüssige Gelder der Lokaltasse durch die Orts machen zu können. Man bedenke, daß der Preis mit 25 Pf. pro chem leider hervorging, daß die Mitglieder im Beitragzahlen verwaltung den Stettiner Kollegen einzusenden und einen Auf- Dugend schon an und für sich ein niedriger Lohn ist; jetzt sollen recht lässig sind. Es wäre wünschenswerth, daß sie öfter die ruf zu erlassen, den Zuzug nach dort fernzuhalten". Es wurde die Arbeiter 18 Dutzend den Tag fertigen, infolge dessen vers Dem Kassirer wurde Decharge ertheilt. Hierauf gab das Bere Versammlungen besuchten und beim Kassirer Marten entnähmen. demgemäß beschlossen. Für die Zukunft sollen auf An dienen sie bei jenem Preise den Tag 4,50 M., die Woche 27 M. trag des Kollegen Wiedemann Sammellisten seitens Herr Noa bezahlt aber nur 21 M. Lohn und verlangt, daß der Argnügungskomitee einen vollständigen Bericht über das letzte der Verbands Bahlstelle nicht mehr ausgegeben werden, beiter mindestens das oben angegebene Quantum Griffe liefert, Stiftungsfest. Ein Kollege schuldet dem Vereine noch einen Bes sondern für Unterstützung auswärtiger Streits Marken zu 10, infolge deffen verdient er immer noch an jedem einzelnen Arbeiter trag für Einlaßkarten zu diesem Bergnügen. Derselbe wird er 20 und 30 Pfg. von der Zentral- Streitkommission der Tischler pro Woche 6-8 M. extra. Bekomme Herr Noa einmal einen sucht, mit dem Komitee die Sache in Ordnung zu bringen. Für verwaltung wurde ein Antrag des Kollegen Graff überwiesen, sich nicht, ihm entsprechend weniger Lohn zu geben. Neuerdings ficht genommen. Deutschlands( Sith Stuttgart) zur Ausgabe gelangen. Der Orts Arbeiter, der die Fertigkeiten noch nicht so besitzt, so scheut er Monat Oktober ist die Abhaltung eines Lanzkränzchens in Aus das Verbandsorgan nicht mehr durch Spediteure beforgen zu hat nun Herr Noa an feine Arbeiter das Anfinnen gestellt, die laffen. Den gemeinsamen Besuch der Urania lehnte die Ber- besagten Griffe nur mit 20 Pf. pro Dutzend zu berechnen, infolge eine Versammlung einberufen, die leider so schwach besucht war, Die Schloffer und Maschinenbauer hatten zum 14. b. M. fammlung ab. Der Bevollmächtigte ersucht zur regen Sammlung deffen müßten die Arbeiter jest 4-5 Dutzend Griffe den Tag daß dieselbe nach kurzer Geschäftsordnungs- Debatte gefchloffen und baldigen Ablieferung der noch im Umlauf befindlichen Listen, mehr liefern. Auf das Entgegenhalten eines Arbeiters, Herr Noa werden mußte. Vorher war ein Antrag angenommen worden, wies auf das am 15. Oftober in den„ Concordia- Sälen" statt sollte in Alford arbeiten lassen, erfolgte ablehnender Bescheid. im Laufe der nächsten Woche je eine Versammlung für den findende Stiftungsfest( Festrede, gehalten vom Verbandsvorsitzenden Ferner wurde fonstatirt, daß Herr Noa seinen Leuten„ Maul Norden und Süden mit derselben Tagesordnung( Gewerbegerichts Kollegen E. Kloß aus Stuttgart) hin und ermunterte die An- fchellen" anbietet; wollten die betreffenden Arbeiter ihrer Wege Wahlen) einzuberufen und inzwischen nach besten Kräften für wesenden, in der Agitation für den Verband nicht zu ermüden. gehen und sich ihr Recht suchen, so hat Herr Noa wieder gute starken Besuch zu agitiren. In der vorlegten Nummer der Neuen Tischler Beitung" fehlte Worte und bietet etwas Zulage an, um im günstigen Momente die Angabe der Bahlstelle im SW., Röniggrägerstr. 47 bei Haase. den Arbeiter zu entlassen. Zum Schluß wurde noch eine neue Beschwerden wegen unpünktlicher Lieferung der Zeitung find an Werkstattordnung der Firma Noa bekannt gemacht, wonach die Kollegen R. Post, Dieffenbachstraße 33, zu richten oder dem be- Arbeiter im Winter 11 Stunden arbeiten sollen. Es wurde betreffenden Spediteur zu unterbreiten. dauert, daß Herr Noa trotz Einladung zu der Versammlung nicht erschienen ist, und man teschloß daher, die Angelegenheit im Vorwärts" zu veröffentlichen. Der Fachverein der Tischler( Süden, Südwesten und " Sprecisaal. Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür Intereffes zur Verfügung; He wahrt sich aber gleichzeitig bagegen, mit dem abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Inhalt desselben identifizirt zu werden. Westen) hielt am 13. Geptember eine Versammlung ab, in welcher Herr Türk über den Kampf gegen das Verbrechen Die Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäschebranche sprechen sollte. Der Referent war leider nicht erschienen, es hielten am 13. d. M. eine zahlreich besuchte öffentliche Versammmußte infolgedessen von dem Vortrag Abstand genommen werden. lung ab, in welcher Genesse Iost unter allgemeinem Beijall An das Komitee der Ausstellung von Wohnungs. Man erledigte nun Vereins- und Werkstattangelegenheiten. Bon über die Gewerbegerichte referirte. An der Diskussion betheiligten Einrichtungen im Landes Ausstellungspart verschiedenen Kollegen wurde zur Sprache gebracht, daß in sehr sich die Herren Wöhring, 2emte, Koopmann, Hergt Ich wurde von den Möbelpolirern in der Verbandsversamm vielen Werkstätten noch Ueberstunden gemacht werden; in einzelnen und Frau Schulz. Hierauf schritt man zur Wahl von Bei- lung beauftragt, beim Komitee der Ausstellung für Woh Werkstätten, wo das der Fall war, find nach Fertigstellung der siger- Kandidaten zum Gewerbegericht. Gewählt wurden die nungs- Einrichtungen im Landes- Ausstellungspark anzus Arbeit die Gesellen entlassen worden. Also erst Ueberanstrengung Kollegen Beifenic, Möhring und Brochmeyer. fragen, ob und zu welchem Preise unser Verein, der Verband der des Arbeiters, dann Arbeitslosigkeit! Nur durch eine träftige Rollege Robelt erbat einen Tag Bedentzeit, was ihm auch auf Möbelpolirer, Billets zu ermäßigten Breisen zur obengenannten Organisation, so wurde bemerkt, könnten die Mißstände beseitigt Antrag des Herrn Möhring gewährt wurde. Hierauf wurde an Ausstellung erhalten tönnte. Ich begab mich nach dem Auswerden.( Da die Klage über das Nichterscheinen von Refe- Stelle des Kollegen Koopmann der Kollege Hergt zum Mitgliede stellungspart, um einen der Herren vom Komitee zu sprechen. renten sehr häufig ist, so wäre zu wünschen, daß diefelben, wenn der Streit- Kontrollkommission gewählt. Am Eingang von der Invalidenstraße wurde mir aber die Ant fie zugesagt haben, einen Vortrag zu halten, auch bestimmt Wort Die Gruppenversammlung aller Gewerkschaften der fühlte keine Lust, wegen einer einfachen Auskunft 50 f wort, 50 Pf. Entree zu zahlen, sonst dürfe ich nicht hinein; ich halten, oder bei Berhinderung wenigstens den Einberufer der Versammlung hiervon in Kenntniß jeten. Es liegt jedoch im Gruppe 6 des Streit- Kontrollkommissions- Vorschlags nahm am zu zahlen und wurde nun von den dort postirten Herren fammlung erfordert Vorbereitungen, die Zeit und Geld fosten. gerichts- Wahl vor. Von den 40 auf Gruppe 6 entfallenden mir in noch fürzerer Weise erklärt: Kandidaten kommen: auf die Textil- u. f. w. Arbeiter 7, Schuh zu zahlen kommt Niemand hinein, trozdem ich dem betr. Herrn ohne 50 Pfennige macher und Zurichter 5, Filzschuh- Arbeiter 1, die Schneider und wiederholt sagte, was mich veranlaßte, mit einem der Herr In der öffentlichen Versammlung sämmtlicher in Mäntelnäher hatten von den ihnen zufallenden 12 Kandidaten Komiteemitglieder sprechen zu wollen. Endlich erfuhr ich, daß der Butfabritation beschäftigten Arbeiter einen abgetreten, also nur 11 gewählt; Lohgerber 1, Weißgeber 1, ich mich an Herrn Prächtel, Krausenstr. 31 oder 32 wenden am 13. September Kollege Handschuh- Arbeiter 1, Hutarbeiter 2, da der für Kürschner- und müßte. Das that ich und da bekam ich die Antwort: Ja da 3331fel einen furzen Ueberblick über die Gewerbegerichts- Mützenmacher aufgestellte Kandidat, wie sich herausgestellt hatte, müssen Sie sich an das Ausstellungskomitee wenden. Sofort und Arbeiterinnen gab Nachdem die Herren Augustin und Hensel bei einem Innungsmeister arbeitet, muß für denselben in öffent: schrieb ich an dasselbe, habe aber leider bis heute, nach 14 Tagen, mann noch Einiges ergänzend angeführt hatten, wobei Letterer licher Versammlung Neuwahl stattfinden; Putz- und Blumen noch keine Antwort. Die Nothwendigkeit hervorhob, nur energische Personen als Bei- arbeiter 1, den Arbeitern in der Wäschebranche war es nicht richtige Adresse sein, sonst hätte ich denselben zurück erhalten, ba Angekommen muß mein Brief an die fizer in die Gewerbegerichte zu entfenden, wurden die Kollegen möglich, 4 Kandidaten aufzustehen mit tonen mur nominigt mein Stempel von außen aufs Rouvert gedrückt war. Lund( Seidenhat- Branche) und 31kel( Wollhut- Branche) als werden; Seilers und Nearbeiter einer und Riemer 2, glaubte die Ausstellung hätte auch ein Interesse für die Arbeiter, Sandidaten aufgestellt. Zu lebhafter Debatte gab der dritte Punkt Wachstuch- und Gummi- Arbeiter 1, Tapezirer 2. Da die Sutarbeiter welche die dort ausgestellten Sachen angefertigt haben. Es würde Der das meines Briefes tage" Anlaß. Es handelte sich um den vierten Punkt der ver- wünschten, wurde ihnen der von den Schneidern abgegebene Kandidat wenigstens auf diesem Wege etwas zu erfahren. öffentlichten Tagesordnung des Parteitages:" Genossenschafts- zuerkannt. Die Vertreter aller Branchen gaben die Versicherung wesen und die Kontrollmarte". Kollege Bölkel war der An- ab, daß die vorgeschlagenen Kandidaten auf dem Boden der sicht, als Gewerkschaftler zum Parteitage als solchem nicht modernen Arbeiterbewegung stehen und sowohl gewerkschaftlich Der Berichterstatter.) Materie. B. Franke, Berlin N., Rheinsbergerstr. 38, I. Jch Achtung! Achtung! Unterstützungs- Verein der Maurer Gr. Kommunalwähler- Versammlung am Dienstag, den 20. September, Abends 8 1hr, im Lokal Naunynstrasse 27( Renz' Salon). Tages Ordnung: 430/12 1. Bortrag über die bevorstehenden Erfahwahlen im 15. KommunalWahlbezirt. Referent: Genosse Vogtherr. 2. Diskussion. 3. Aufstellung des Kandidaten. 4. Wahl des Bezirks- Komitees. Es ist Pflicht eines jeden auf dem Erfurter Programm stehenden Genossen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Der Einberufer. Arbeiter- Bildungsschule„ Südost- Bezirk". Sonntag, den 18. September, Abends 6 Uhr: Derlammlung bei Gratweil, Kommandantenstraße. V. des Westens Berlin's. Sonnabend, den 24. September 1892: Stiftungs- Fest Anfang 8 Uhr. im Etablissement ,, Königshof", Bülowstraße 37. Grosser BALL. Um 12 Uhr: Kaffeepause. Nachdem: Große Bilder- Verloofung. Herren- Billets 50 Pf., Damen 30 Pf. Billets sind zu haben bei: W. Selig, Culmstr. 3, Fr. Kühne, Ballasstr. 4, R. Wand, Grunewaldstr. 125, G. Böhm, Raglerstr. 7, Fr. Rothe, Bülowstr. 53, Weißbach, Vortstr. 40, und in den mit Plakaten versehenen Lokalen. 487/5 Das Comité. Achtung! Steinmetzen. Der Gesangverein feiert am 24. September 3. Stiftungsfest, verbunden mit Gesang und Tanz, bei Herrn Müller, Johannisstr. 20. Vortrag des Herrn Dr. Borchardt:" Die Sehens- fein würdigkeiten in der Urania". Nachdem: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Gäste willkommen. 489/12 Die Schulkommission. Der Ueberschuß ist für 4 kranke Kollegen bestimmt. Die Kollegen find dazu freundlichst eingeladen. Der Vorstand. Sozialdem. Agitationsklub für den Osten Berlins. Achtung! Kistenmacher. Grosse öffentliche Versammlung für Frauen und Männer 292/4 Achtung! 10. Stiftungsfest des Interessenvereins der Kistenmacher am Sonnabend, 24. September, in den Konkordia- Sälen, Andreasstraße Billets find bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern sowie in sämmtlichen mit Plakaten belegten Geschäften, im Arbeitsnachweis, Markusstr. 25 und bei Der Vorstand. am Sonntag, den 18. Sept., b. 61/2 Uhr, in Schneider's Gesellschaftshaus, S. Karge, Petristr. 29, zu haben. Proskauerstr. 87--38. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Liepmann. 2. Diskussion. 2023b Nach Schluß der Versammlung: Geselliges Beisammensein. Entree 10 Pf. Verband der Möbelpolirer Berlins und Umgegend. Montag, den 19. September, Abends präzise 8 Uhr, in dem Lokale Andreasstraße 26 bei Schirrmacher. Dersammlung. Tages- Ordnung: 1. Berathung eines Fragebogens vom praktischen und hygienischen Standpunkte über die in unserem Berufe bestehenden Schäden( Verarbeitung 494/5 Arbeiter- Bildungsschule Versammlung am Montag, den 19. September, Abends 81/2 Uhr, Rosenthalerstrasse 38. Herr Dr. med. Hermann Weyl wird über„ Das Kindesalter, die Gesund heitspflege der Kinder in den ersten Lebensjahren, Schulhygiene" sprechen und der Fragen und Verschiedenes. Gäste zahlen 10 Pf. Entree. 489/13 einen Rückblick über feine Borträge geben. Nach dem Wortrage Beantwortung Der Vorstand. Orts- Krankenkasse der Steindrucker u. Lithographen zu Berlin. Am 16. d. m. verstarb unser Mitglied der Steindrucker Herr Oskar Schönian. Die Beerdigung findet am Sonntag. den 18. d., Nachm. 5 Uhr, von der Leichenhalle des Elisabeth- Kirchhofes, Prinzen- Allee, aus, statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet 2012b Der Vorstand. Danksagung. 2017b Für die zahlreiche Betheiligung bei der Beerdigung des Arbeiters Gottlieb Viertel sagen hiermit Allen, besonders seinen Kollegen und dem Gesangverein " Deutsche Eiche" herzlichen Dant. Die trauernden Hinterbliebenen. Graveureu. Ciseleure. Versammlung 8%, am Montag, 19. Sept., Abends 8 Uhr, bei Bachmann, Dresdenerstr. 45. Tages Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag. 3. Verschiedenes. 414/18 Der Vorkand. Köpenick. Versammlung des Sozialdem. Arbeitervereins am Donnerstag, 22. Sept., Ab. 8 Uhr, bei Herrn Albrecht in Adlershof. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Dr. Bernstein, über: Die erste Hilfe bei Unglüdsfällen. 2. Diskussion. 3. Abrechnung der Einnahmen und Ausgaben bei der Lassallefeier und Vereinsangelegenheiten. NB. Zahlung der rückständigen Beiwünscht träge fowie pünktliches Erscheinen er Der Vorstand. Verband deutscher Korbmacher schmutziger Lappen, denaturirten Spiritus, Ventilation in den Arbeits Zentralverein der Bildhauer Deutschlands 8 räumen u. f. m.). 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. 233/12 Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung roird zahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet. Der Vorstand. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Mittwoch, den 21. September, Abends 81 Uhr: Ausserordentliche General- Versammlung im Louisenstädtischen Konzerthause, Alte Jakobstraße 37. Tagesordnung: 1. Die Arbeitseinstellung bei Peschte u. Co. 2. Wahl eines ersten Vorfigenden. 3. Abrechnung vom Sommerfest. 4. Diskussion über die§§ 4 und 6 des Statuts. 5. Beschlußfaffung über die an den Vorstand gelangten Anträge. Bahlreicher Besuch erwünscht. Mitgliedskarte legitimirt. 75/6 Der Vorstand. Schlosser u. Maschinenbauer ( Norden). Große öffentliche Versammlung am Dienstag, den 20. September d. J., Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Rehlik, Bergstraße Nr. 12. ( Gauverein Berlin). Derlammlung ( Filiale Berlin). Montag, den 19. September, Abends Versammlung. Uhr, bei Roll, Adalbertstr. 21: Um zahlreiches Erscheinen bittet 196/8 Der Vorstand. am Dienas, den 30. a pier, Anden vom dr. 16, im Lokal Vereinigung der Maler 2c. Herrn Rehner, Annenstraße Tagesordnung: Berathung über das Bibliotheks- Reglement. Beschlußfassung darüber, ob diejenigen, die geliehene Werke nicht pünktlich abliefern, 8 Wochen von der Benuzung der Bibliothek ausgeschlossen werden, oder nicht? Zahlreicher Besuch erwünscht. 460/14 Der Vorstand. abl von Stellenvermittlern. Medizinal- Verein der Labakarbeiter Berlins. Dienstag, den 27. September, Ab. 8% Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44: Ausserordentliche General- Versammlung. = Tages Ordnung: 1. Vorlage des Vorstandes und Ausschusses auf Umgestaltung des Vereins resp. Abänderung des Namens, sowie der S8 1, 2, 8, 4, 5, 6, 7, 12, 18, 14 und 21 des Statuts. 2. Verschiedenes. 2013b Allgemeiner Der Vorstand. Louis Dechand, Borsigender. Arbeiterinnen- Verein Berlins und Umgegend ( Filiale Moabit). Große Versammlung I Tagesordnung: 1. Vortrag über: Gewerbegerichte." 2. Distusfion. am Dienstag, den 20. d. M., Abends 8%, Uhr, im Lokale 3. Aufstellung von 4 Kandidaten zum Gewerbegericht. Bur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 75/5 Der Vertrauensmann. Freie Vereinigung der Kaufleute. Grosse Versammlung des Herrn Herzog, Stromstrasse 28. Tages Ordnung: Bortrag des Herrn Silberberg.-Herren und Damen als Gäfte willkommen. Tellersammlung findet statt. Um zahlreichen Besuch bittet 486/19 Die Bevollmächtigte. Versammlung der Filiale V Nord am Montag, den 19. September, Abends 81/2 Uhr. Tagesordnung wird in der Versamme lung bekannt gemacht. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. 210/9 H. Matthees 70 Grüner Weg 70 3. Haus v. b. Koppenstraße, 5 Minuten vom Schlesischen Bahnhof. Spezialgeschäft für Mehl, Mühlen. fabrikate, Hülsenfrüchte, Vogel. futter. Prima Waare. Billige Preise. Wird den geehrten Hausfrauen zu gefälligen Einkäufen hiermit bestens 29872 empfohlen. i Filzhüte in großer Auswahl f. Damen u. Kinder, garnirt und ungarnirt zu anerkannt billigen Preisen empfiehlt W. A. Peschke, Lützowstraße 30, am Magdeburger Play. den Geschäftsräumen. 2 Lager. BofaEigene Stroh- und Filshut- Fabrit bei mentiers u. Wollwaaren, Leinen, Baumwollenwaaren, fertige Wäsche und Bett federn. Gegründet 1871. Fernsp. 815 Amt 8. 29892 Freie Vereinigung der Seifensieder Charlottenburg. am Dienstag, den 20. Septbr., Abends 8 Uhr, in der und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Berliner Ressource, Kommandantenstraße Nr. 57. Tagesordnung: 1. Die liberale Berliner Stadtverwaltung. Refer. Alfons Borchardt. Mitglieder- Versammlung 2. Das Berliner Tageblatt und die Sonntagsruhe. 3. Diskussion und Ber- am Mittwoch, den 21. September cr, Abends 8 Uhr, schiedenes. Gäste willkommen. Die Tagesordnung hat besonderes Intereffe für sämmtliche bei den Kommunalwahlen Betheiligte und bittet um deren zahlreiches Erscheinen 178/8 Der Vorstand. Freie Vereinigung der ZivilBerufsmusiker. bei Röllig, Neue Friedrichstraße 44. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen C. Hoffmann über Arbeitslohn. 2. Diskussion. 3. Entrichtung der Monatsbeiträge und Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. 467/8 Pflicht eines jeden zielbewußten Kollegen ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen. Achtung! Charlottenburg. Der Vorstand. Achtung! Ordentliche Mitglieder- Versammlung. Große öffentliche Boltsversammlung bei Röllig, Neue Friedrichstraße 44. Tages Drdnung: 1. Vortrag: ,, Die Kunst und das Ausbeuterthum." Referent: Kandidat Hofmann. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom Stiftungsfest. 4. Neuwahl der Geschäfts- Kommission. 5. Vereinsangelegenheiten, Verschiedenes und Fragekaften. 457/16 Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung ber Tischler, Klavierarbeiter, Drechsler und Möbelpolirer am Montag, den 19. September 1892, Abends 8 Uhr, in den Concordia- Sälen, Andreasstr. 64 u. Brautfr. 38. Tages Ordnung: veranstaltet vom Sozialdemokratischen Wahlverein für Teltow- Beeskow- Charlottenburg am Mittwoch, den 21. September 1892, Abends 8% Uhr, Lager aller Sorten ArbeitAnzüge au billigen aber festen Breifen im Hamburger Laden von Otto Leue, Spreestr. 1. Kinderwagen Bazar M. Brinner, Jerusalemerstr. 42, I Filiale: Brunnenstraße 6, Hof part. Größte Auswahl. Billigste Preise. Theilzahlung gestattet. 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Da die obengenannten Berufe zur Gruppe 5 des Ortsftatuts gehören, so ist zahlreiches Erscheinen bringend nothwendig. Die Bersammlung wird pünktlich eröffnet. Der Vertrauensmann. 496/5 Schleifen, Tanzbänder und Tanzblumen, Schilder, Stempel, Schablonen und Gravirungen etc. empfiehlt den Genossen Gustav Kleist, Waldemar- Straße 48. 2720L KRONEN 1000 GARN YARDS Bestes Nähgarn! Möbel- Magazin Kein Feilschen fein Handeln, sondern streng feste sehr billige Preise. Geschäfts- Häuser Arbeiter Bekleidung für alle Gewerk schaften. Otto& Slotawa, Tischlermeister, Barg- Magazin [ 2923L und NW. 67. Bremerstr. 67. NW., Beerdigungs- Comtoir. Sohn gegenüber der Markthalle. 24a. Chausseestr. 24a. 8. Brückenstr. 8. 16. Gr. Frankfurterstr. 16. 2708L Einsegnungs- Anzüge in dunklen Mustern in blau Ripsgarn| in Kammgarn 12 Mk. 17 Mk. 21 Mk. in Kammgarn 25 Mk. 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