Ur. 248. Msnnkmenk-SttNnglMM: UbonnemmtS< Preis pränumerando: Sleiteljährd 3,30®t., monafl. 1,10 Mk,, inöchentNch 28 Pfz. frei in» H-uZ. Einzelne Nummer 8 Pfg, Tönnings. immmer mit illustrierter Tönnings» Ncilage.Die Reue Sc»' 10 Psg, Post. Monnemeni: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post.ZeitungZ. Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich- Ungarn 2 Mark. sSr d-S übrige Ausland » Mark pro Monat. 22. Jahrg. Crtitftat»glich auBir monlag«. Vevlinev Volksblstk. Die Infertions'GebQbr telrägt für die scchSgespaltene Kolonef. geile oder deren Raum«0 Psg., für politische und gewerstchaslliche BeretnS. und PersaininlungS-Anzeigen 2b Plg. „Aleine Anreizen", das erste lleu- gedruchle) Wort 10 Plg., jede» weitere Wort b Pfg. Worte über IS Buchsiaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Rümmer müssen diS 6 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden Die Expedition ist an Wochen. tagen bis 1 Uhr abends, an Sonn- und Festlagen btS 8 Uhr vormittags g täfln et Telegramm. Adresse: 0Sozi3l(i{B»Hrai Rtrfln". Zcntfalorgan der rozialdemokratifchen parte» Deutfchlande. Redaktion: 8 AI. 68, Lindenstraeac 69. {Pernfprcdiet: Amt IV, Nr. 19«». Väterchens Grenzkosaken. Auf dem jüngst in Berlin unter der Protektion der Re- gicnmg tagenden Kolonialkougreß war gar viel die Rede von dem Schutz der Deutschen im Auslande. Erst seitdem die deutsche Kriegsflagge stolz auf dem Meere wehe. öcgcgne man den Deutschen im Auslande mit dem gleichen Respekte. den man anderen mächtigen Nationen beweise. Uild es sind erst ein paar Jahre her, daß der deutsche Kaiser oei der Ausreise unserer Chinatruppen das Wort sprach, sie möchten ihre Waffen so führen, daß noch in tausend Jahren tein Chinese wage, einen Deutschen scheel anzusehen. Um so unbegreiflicher werden es ausländische Beurteiler finden, dafi eine so selbstbewußte Regierung es seit Jahren ruhig mit ansieht, daß ihre Staatsaugehörigen innerhalb der eigenen Landesgrenzen von den Grenzsoldaten eines benachbarten Landes in der u n e r h ö r t e st e n Weise belästigt und mißhandelt werden! Man sollte meinen, ein Land, das seinen Bürgern in den fernsten Ländern und Meeren Schutz und Schinn zusichert. das ein Panzcrgeschwader nach dem anderen baut, um überall dabei sein zu können, wo auf dem Erdball eine große Ent scheidung fällt, ein solches Land müßte auch Ehrgefühl genug besitzen, um sich der dreisten Unverschämtheiten und frechen Grenzverletzungen jenes uniformierten Verbrechergesindels zu erwehren, das die östliche Grenze unseres Landes ständig be unruhigt und die Annäherung an diese Grenze zu einem Wagnis macht, bei dem man das Leben, zum mindesten aber Freiheitsberaubung, Mißhandlung und Erleichterung des Geld bcutels riskiert. Grenzkonflikte kommen ja überall einmal vor. Wie Wachtposten und Gendarmen gegen die eigenen Landes- angehörigcn biStveilen in sinnloser Weise von der Schuß Waffe Gebrauch machen, so passiert eS auch, daß sich Grenzposten, durch verhängnisvolle Instruktionen Verivirrt, auö übergroßer Aengstlichkeit oder übergroßer Schneidigkeit zu den unbesonnensten Schießereien hinreißen lassen. Erst un- längst fiel so an der französischen Grenze ein völlig Harm- loser Mensch der Kugel eines dcuffchen Grenzpostens zum Opfer. So empörend aber auch solche Fälle sind und so schwere Anklage ihretwegen auch gegen das System, das sie verschuldet, erhoben werden muß— diese Fälle kommen doch nur ver- hältniSmäßia selten vor: die russischen Grcnzübergriffe der tröblichsten Art aber, daß Schießen auf völlig unschuldige deutsche Staatsbürger, daS Vergewaltigen und Ausplündern derselben, sind keine vereinzelten Vorgänge, sondern ein allgemeiner, fest eingewurzelter und, was daS schlimmste, bisher von dem mächtigen Deuffchen Reiche mit schmählichster Unempfindlichkeit ertragener Brauch l Denn wenn die deutsche Regierung mit Entschiedenheit die Ahndung der zahlreichen Exzesse gefordert und durchgesetzt hätte, so würden sich die frechen Ausschreitungen schwerlich in der Weise wiederholt, ja gehäuft haben, wie das in den letzten Jahren der Fall war. Mit welch zynischer Unverfrorenheit Väterchens Grenzkosaken und Grenzbcamte deutsche Staats- bürger, die sie auf deutschem Gebiete aufgegriffen haben, zu malträtieren Pflegen, dafür liefert ein neuester Vorsall den beschämenden Beweis. Ueber das Abenteuer zweier junger Leute berichtet das »Oberschlesische Tageblatt": ..Am Montag zwischen 2 und 3 Nhr befanden sich der l7jährige Bergpraklikant Otto Schmidt-Schoppinih, Sohn des StationSassistentcn in Schoppinitz, und der 18jährige Schlosser Wladistaus Lama, Sohn des verstorbenen Glafermeisters in Schoppinitz, auf einem Spaziergange von Mhslowitz nach Schoppi- Nitz. Bei der Kolonie Schabclnia. direkt an der preußisch-russischen Grenze, gingen sie über die Brücke über die Brinitza. Nebenfluß der Przemsa. und dann weiter am Wasser entlang. Immer auf preußischem Gebiet, wie ihnen ein Pfahl mit preußischem Adler und einer Tafel„Feldweg ist verboten" zeigte. Plötzlich kam ein Kosak, der ihnen von weitem winkte, stehen zu bleiben. Letzteres taten die beiden jungen Leute, in der Meinung, daß der Soldat, wie da» die Russen zu tun pflegen, sie um Streichhölzer und Zigarren anbetteln wollte. Daun rief der Liusse ihnen auf polnisch zu:„Näher kommen." Die beiden Preußen, von denen der eine gut polnisch versteht, machten auch einige Schritte und blieben dann, immer noch auf preußischem Gebiete, stehen. Ter Posten fragte sie: Warum sie über die Grenze gc- tommen seien? Sie antworteten:„Wir sind noch in Preußen." Ter Soldat: Nein, Ihr seid in Nußland. Springt über den Graben und kommt her. sonst schieße ich." Da- mit legte er an. Die jungen Leute, die russische Gcwohnhciien an der Grenze auS Berichten über blutige Porsalle nur zu gut kannten, befürchteten, er könne ernst machen und taten, wie ihnen geheißen. Mit den beiden Preußen begab sich der Posten jetzt auf eine kleine Anhöhe, auf der er mehrere Alarmschüsse abgab. Alsbald erschien eilends eine Patrouille, bestehend aus 1 be- rittcnen Kavalleristen und 4 Mann zu Fuß. Diese nahmen sie in die Mitte und führten sie auf den nächsten Grknzlordon, der ungefähr L— 300 Meier entfernt war. Unterwegs sagte der Patrouillcnführer zu ihnen: CS werde ihnen nichts passieren, wenn s i e in der Lage wären, sofort S Rubel zu hinterlegen. Dazu waren die jungen Preußen nicht imstande. Man untersuchte sie au' Konterbande hin, fand aber nichts, führte sie zu einem Grenzkapitän und sperrte sie in ein Zimmer, bewacht von demselben Kosaken, der sie verhastet halte. Man gab ihnen gegen Abend ein Stückchen trockenes Brot und eine Kanne Wasser, sowie je einen Pelz, und dann konnien sie schlafen, behütet im selben Zimmer von ihrem Leib-Kosakcn. Nächsten Morgen um»0 Uhr wurden sie von dem Kapitän nach ihren Personalien befragt, während der Kosak auf russisch Bericht über das Vorgefallene gab. Dann wurden sie auf die sogenannte Kammer nach Sosnowice, einem Staatsgebäude in der Nähe vom Bahnhof, gebracht. Hier wurden wiederum ihre Personalien festgestellt und sie befragt, ob sie Gelder besäßen. Als sie das verneinten, wurden sie gegen Mittag ins Gefängnis gebracht, begleitet von bewaffneten Soldaten. Nachdem sie revidiert und ihrer paar Habseligkeiten in den Taschen erleichtert waren, steckte man sie in eine Zelle, die schon von b Gefangenen, cklich anzusehenden, zerlumpten, schmutzigen Kerlen, bewohnt war. Diese 5 Genossen machten sich alsbald an eine Okular-Jnsepktion der neuen„Zimmerherren" und untersuchten sie gar genau auf ihre Sachen hin. Ter Berg- Praktikant hatte als Unterkleid eine gute, gestrickte Wolljacke an. AI» die Verbrecher da» sahen, verlangte einer von ihnen, der junge Mann sollte diese mit seinem schmutzigen Jackett vertauschen. Natürlich weigerte sich der junge Mann. Nunmehr verabredeten sich die b Kerle, Blindekuh zu spielen, zerrissen ein Handtuch und fabrizierten daraus eine Knute. Mit dieser in der Hand mußte einer der angenehmen„Bassermänner", dem man so die Augen verband, daß er noch sehen konnte, die„Blinde Kuh" markieren. Doch schlug er nie nach seinen Genossen, sondern nur nach den beiden Preußen. Einer von diesen, der Berg- Praktikant, der den Austausch der Kleidung verweigert hatte, er- hielt einen so starken Schlag auf den Kopf, daß er besinnungslos zu Boden stürzte. Anstatt nun Mitleid mit dem armen Menschen zu haben, schlugen sie noch auf ihn ein. Auch der andere junge Mann bekam seine Schläge ab, jedoch nicht so schlimm. Auffallend ist, daß die inhaftierten Russen ruhig ihre Zigaretten rauchen und Karten spielen durften, obgleich die Aufscher wiederholt in die Zelle kamen. Eine Be- schwerde war erfolglos, da die Beamten mit den Kerlen offenbar unter einer Decke steckten. In dieser angenehmen Gesellschaft mußten die beiden jungen Preußen bi» nachmittag um 3 Uhr aushalten. Dann wurden sie aus der Zelle herausgenommeu, an den Händen mit Handschellen gefesselt und von 2 Gendarmen nach der etwa 1 Stunde entfernten Kreis- stadt Bendzin zu Fuß geführt. Hier unterzog man sie von neuem einer Leibesvisitation und sperrte sie in Zelle 3 ein. Eine neue llcberraschung! 0 Verbrecher, von denen einige lebenS- länglich(I> wegen der gemeinsten Verbrechen zu sitzen hatten, Wie sie selbst in cynischer Weise erzählten, wurden hier ihre Zellen- fenossen. Einer, offenbar der Ancicnnität nach der Senior der ehr ehrenwerten Gesellschaft, nahm sich alsbald der beiden Neu- linge an. Geld verlangte er von ihnen, sonst würden sie jämmerlich durchgeprügelt werden. Die beiden jungen Leute erklärten ivahrheilögemäß: sie besäßen nichts: waö sie gehabt, hätte man ihnen bereits abgenommen. Doch damit gab sich der Verbrecherhäuptling nicht zufrieden. Er befahl ihnen, Unterbeinklcidcr und das übrige Unterzeug auszuziehen. Wohl oder übel gehorchten die Preußen. Die abgenoimiienen Kleidungs- stücke eigneten sich die Herren Verbrecher sofort an. Aber es kommt noch besser. Ein Aufseher kani herein, gab ganz freundschaftlich dem Häuptling die Hand, verteilte unter die„Genossen" Tabak und Zigarettenpapier und erkundigte sich alsdann angelegentlich, ob die„beiden neuen waö gehabt hätten". Wahrscheinlich in der Hoffnung, mit den Ver- brechcrn teilen zu können I Im großen und ganzen ließen die Verbrecher unsere beiden Häftlinge nun zufrieden, nur daß sie deren Essen am nächsten Tage mit aufaßen. Am Dienstag hatten die Preußen nichts zu essen bekommen. Am Mittwoch früh gab's eine Tasse Tee und ein Stückchen trockenes Brot, zu Mittag einen scheußlichen Kartoffelbrei, den sich die Verbrecher gut schmecken ließen, abends gab es nichts. Man kann sich vorstellen, was die Aermsten in dieser Gesellschaft, noch dazu mit vollständig leerem Magen, ausgehalten haben. Nach einem Tage und zwei Näckiten in der Zelle tat sich endlich die Tür zur Freiheit auf. Geschlafen wurde auf bloßer Diele, belegt mit ein wenig Stroh. Dabei war cS huudekalt in der Zelle. Morgens um 8 Uhr wurden sie, jetzt nicht mehr gefesselt, jedoch von 2 bewaffneten Gendarmen begleitet, nach Sosnowice transportiert, nachdem man ihnen als Zehrgeld je 9 Kopeken ll8 Pf.) ausgehändigt hatte. Man lieferte sie in der Nähe vom Bahnhof in einem Hause ab, in dem Leute interniert werden, die ausgeliefert werden sollen. Der Gefangenenaufseher erklärte ihnen, um» Uhr würden sie mit dem Zuge und unter Begleitung nach Kattowitz abgeschoben werden. Kurz vor 12 Uhr kam der Wärter wieder Herrin und fragte sie. ob sie Geld hätten. AIS sie das vcrncinien, Meinte der Gemlllömensch: dann müßten sie hier solange bleiben, bis Geld von Deutschland für sie ankäme. Der eine der Jnhaf- tirrten. die beide in anständiger Kleidung sich bcfaiiden. bat: man möge doch zu seiner Schwester senden, die hier in SoSnowicc ver- heiratet fei. sie würde das Geld gern hinterlegen. Doch der Beamte lieh sich absolut nicht darauf ein und ging davon. Nach einer Weile erschien er wieder und erklärte: wenn sie sich daß UcberfahrtSgeld erarbeiten wollten, könnten sie Filgwolle zupfen. Um nur fortzukommen, taten die beiden jungen Leute das gern. Endlich um 3 Uhr schlug ihre Erlösungsstunde. In Begleitung eines russischen Polizisten und des Gcfaugenenaussehcrs wurden sie per Bahn nach Kattowitz befördert und hier zur Polizei gc- führt. Nach Aufnahme eines Protokolls und Ausweis durch telcphonische Anfrage in Schoppinitz wurden die jungen Leute ent- lassen. Zu Hause hatten sich ihre Angehörigen aufs höchste wegen der plötzlich Verschwundene» geängstigt und alle möglichen Recherchen nach ihnen angestellt. Bemerkt sei übrigens, daß cS den Inhaftierten in Rußland nicht gestattet worden war, ihren Angehörigen in Preußen telegraphisch Nachricht zu geben. Zum Schluß sei noch folgendes mitgeteilt: Die jungen Leute ließen sich aus der hiesigen Polizei zu Protokoll vernehmen und zwar auf ihren ausdrücklichen Wunsch hin wiewohl man den Aermsten hier auch nicht gerade sehr Mitleids- voll entgegenkam. Denn der vernehmende Beamte meinte, viel Zweck würde die Geschichte wohl nicht haben, da sich ja alles im Sande verlaufen würde, doch solle der Bericht an die Regierung in Oppeln gesandt werden." Wie schmeichelhaft für Deutschland ist das Bild von der Erpresser- und Räuberwirtschast des zarischen Grenzgesinbcls Expedition: 8 Feier wird eher dem Todestage Nelsons gelten. Bekanntlich be- zahlte der englische Admiral seinen Sieg mit dem Leben. Zun Zeichen der vergessenen Feindschaft und der b,'festigten Freundschaft überreichte der Sekretär des„Vereins britischer Seelente" dem Präsidenten des Pariser GemcindcratS Dr. Brousse ein Stür Nchenholz, das der„Victory', dem Flaggschiffe Nelsons, cnt- staiimit.— * Drnckfeliler-Bcrichtigiing. In der Londoner Notiz:„Tngliichc Ansichten über die deutsche Arbeiterbewegung", abgedruckt im„Vorwärts" vom 18. Oktober, mich es hcchen: Mr. Sidneti Low vcr- vffeutlichte ein Buch über die englische Vcrfasiung, und nicht einen Brief, wie eS dort irrtümlicheriveise heitzt.— Tie Revolution in Rußland. Liberale Ansstrennngen. PctrrSlnirß, 21. Oktober. sTcl. der„Boff. Ztg.") In unter- richteten Kreisen läuft das Gerücht von der»iliniltetbar bevor- stehenden Verabschiedung desGrobfürsten Wladimir um. Dieser habe selbst den Abschied erbeten, und als der Zar das Gesuch znrückgewiesm. es erneuert. Die Entscheidung steht unmittcl- bar bevor. Slnch diese Meldung gehört offenbar in das Gebiet der gestern von uns gekennzeichnete» liberalen Manöver zur Erregung trüge- rischcr Hoffnungen. ** • Die Bewegung in Polen. Warschan, 21. Oktober. l.Tag'-Meldung.) In der Fabrik- Kolonie Mochy bei Warschau töteten heute Arbeiter der Eisenwalz- lvcrke den Meister KivapischcwSki durch zwölf Nevolverschüsse und verletzten einen Arbeiter schlver. Für den 23. d. M. kündigen die sozialdemokratischen Flugschriften einen eintägigen Generalstreik an als Zeichen der Shmpathie für die letzten- Moskauer und Peters- burgcr Vorgänge._ Se�erklcdaMickes. Berlin una Qvngegcncl. Eine Woche nach Bcendigiing der Aussperrung, also am gestrigen Sonnabend, waren noch zirka 2000 Arbeiter und Arbeiterinnen nicht wieder an ihre alten Plätze eingestellt. Nach den Zählungen in den Kontrollolalen sind bei beiden ElektrizitätSfinnen noch draußen geblieben: Im Werk Ackerstratze 214, Bruuncnstrahe 506, Kode live rk Overschönewcide 50, Franktinstraße 222, Hutten. straße 110, Blockwerk Hclmholtzstraßc 92, Wernerwerk 58, Versand abteilung 53. Auf Vollständigkeit können diese Zahlen jedoch keinen Anspruch machen, weil von mehreren Äon!t.ollstelle» die Angaben unvollständig geblieben find resp. gänzlich fehlen. Eine genaue ilebcrsichl dürfte sich erst iui Laufe der kommenden Woche ermöglichen lassen, weil die Kor«roll stellen dann aufgehoben werden und die Kontrolle sämtlicher Nichteingestellren im Gewcrlschafts- Hause erfolgt. Als Grund für die Nichtrinstellung dieser Arbeiter geben die Vertreter der Firmen an, daß die erforderlichen Vor- arbeiten in den. verschiedenen Abteilungen noch nicht solveit ge- dichcn seien, um die letzten Arbeiter beim Fertigmachen usw. schon in genügendem Maße bcsckMtigen zn können. Sobald erst wieder alles im alten Geleise sei, werde auch die Einstellung der bis jetzt noch Unberücksichtigten erfolgen. Tie Arbeiterinnen im Glühlampenwerk der Siemens- Schnckertgefellschaft sind jetzt auch bis auf wenige an ihr- allen Plätze zurückgekehrt. Der Rest soll in anderen Abteilungen unter. gebracht werden. Was die Mitteilung von den Lohnabzügen in Höhr von 2 Pf. pro Stunde anbetrifft, so soll dicsclvc auf einer mißverständlichen Information der Streikleitung durch Arbeite- rinnen deö GlühlampenwerleS beruhen. Bei einer Verhandlung, die deswegen mit der Direktion stattgefunden hat, ist vom Direktor Dieblmann die Zusicherung gegeben tvorden, daß kein« Absicht be- standen habe, den Arbeiterinnen irgendwelche Abzüge zu machen, grschiveige noch solche vorgenommen worden sind. Von den Maschinisten und Heizern sind immer noch 140 draußen. 'Achtung, Klempner.' Die Firmen G. Seeger, Große Frank- frirtcrstratze 72, und P i e t s ch m a n n, Libauerstraßc 5, sind wegen Richtinnehaltnng des Tarifs für Klempner gesperrt. Orts Verwaltung Berlin des Deutschen MetaLarbeiter-VerbandeS. Der Streik in der Wüsche-Jnduftrie. Duch Anschlag an den Fabrikcinaängcn haben mehrere Fabri- kanten bekannt gegeben, daß am Sonnabendvormittag der rückständige Lohn an die Streikenden ausgezahlt wird. Es handelt sich um diejenigen Fabriten, welche Montags Lohn zahlen, und den Strei- kenden deshalb noch den Lohn der letzten Arbeitswoche schulden. Bei dieser Gelegenheit sollte wohl der Appell zur Wiederaufnahme der Arbeit an die Streikenden gerichtet werden. Andererseits wollte man wohl auch die Streikenden von dem Besuch der um dieselbe Zeit stattfindenden Versammlung» abhalten. Dieser Zweck ist jedoch nicht erreicht worden. Die beiden Streikvcrsammlungcn, welche am Sonnabcndvormittag in der Brauerei Friedrichshain und in Kellers Saal tagten waren wieder so stark besucht, daß sie wegen Ucber- füllung abgesperrt wurden., I» beiden Versammlungen schilderten die Referenten die Situation als sehr günstig. Schon die Anrufung des EinigungSamtes durch die Fabrikanten und ihr Einverständnis damit, daß die Lohnkommissiou der Arbeitnehmer vor dem Einigungsamt mit ihnen verhandelt, könne als ein Erfolg angesehen werden, wenn man bedenke, daß die Fabrikanten noch vor ganz kurzer Zeit, gelegentlich deS Streiks bei Gebr. Borchardt, sowohl das Einigungsamt als auch die Organisation der Arbeit- nehmer nicht anerkannten. Jetzt hätten die Unternehmer bereits ein- gesehen, daß sie mit der Arbeiterorganisation rechnen müssen. Selbstverständlich habe sich die Vertretung der Arbeitnehmer zur Ausnahme der Verhandlungen bereit erklart, sie werde an den aufgestellten Forderungen festhalten und nur auf Grund derselben verhandeln. Positionen, die bei der Ausarbeitung des Tarifs vcr- gessen sein sollren, würden bei dieser Gelegenheit geltend gemacht werden. Gestützt aus die- Einigkeit der Streikenden und die Soli- darität der Arbeiterschaft werde diese Bewegung mit einem Siege der in der Wäsche-Jndustrie Beschäftigten enden. In der Diskussion wies mau unter anderem auf Ver- öffentlichungen in der Presse hin, die von Fabrikanten herrühren. In solchen Zeitungsartikeln wird behauptet, Zuschneider verdienen wöchentlich 33— 50 M., Näherinnen 15— 20 M.> Plätterinnen 20 bis 25 M Srärkcrin.icn IS— 16 M.— Demgegenüber wurde unter allgemeiner Zus..mmung der Versammelten ausgeführt, daß diese Angaben ungcl ure Uebertrcibungen seien. ES verhalte sich damit so wie imme mit den Lohnangaben der Fabrikanten: Man habe die Wochenlöhne von einzelnen besonders tüchtigen Arbeitskräften auS der flottesten Geschäftszeit, wo mit U-berstunten gearbeitet lvcrde. zusammengestellt und dabei absichtlich verschwiegen, daß der Verdienst in der stillen Zeit oft kaum die Halste des Antzvgebenen betrage. Träfen die Angaben der Fabritanten zu dann wurden doch die Arbeitnehmer nicht in den Streik getreten sein um Minimal- löhne zu erreichen, die für Zuschneider 30 M.. für Plätterinnen 18 M. und für Maschinenplätterinnen 15 M. betragen sollen.— Weiter wurde ausgeführt, daß die Arbeiterinnen, die noch in den Fabriken beschäftigt sind, wäbrend des ganzen TagcS nicht aus den Betrieben hinausgelassen werden. Die Fabrikanten versteigen sich sogar zu unentgclt!ick?er Lieferung von Mittagessen an die Arbeite- willigen, wenn dasselbe..uch nur, wie eS tatsächlich vorgekommen ist, in einer Schrippe und einem Paar.Knobländern besteht. Ein Fabrikant hatte etwas tiefer in die Taslltc gegriffen, um sich die arbeitswilligen Näherinnen zu erhalten. Er spendierte ihnen Wind- beute l, mußte jedoch erleben, daß sich die Arbeiterinnen nach dem G>cnuß der leckeren Kost von den Streikposten eines Besseren be- lehren ließen und sich dem Streik anschlössen.— Mehrere Fälle von polizeilichen Sistierungen der Streikposten wurden angeführt. Ein Redner schilderte seine Erlebnisse als Streikposten in der Gcorgenkirchstraßc folgendermaßen: Morgens um 9 Uhr wurde ich durch einen Schutzmann nach der Nevicrwache gebracht, lediguch deshalb, weil mich die Beamter, schon öfter in der Gc- orgenkirchstraße gesehen und mir den Aufenthalt daselbst verboten haben wollen. Auf der Wache drohte mau mir, man werde mich mit dem grünen Wagen nach dem Polizeipräsidium bringen. Man sperrte mich in eine Zelle. Später brachte mich ein Schutzmann— nicht im grünen Wagen, sondern zu Fuß— nach dein Polizeipräsidium. Vor Antritt des Transportes bekam ich meine Sachen zurück, die man mir auf der Wache abgenommen hatte. An meinen Schirm war eine lange Papicrfahne geklebt»nt der Anschrift: „Streikposten Werner". Auf dem Polizeipräsidium sperrte man mich in eine Zelle, die schon von vielen verdächtigen Gestalten bevölkert war. Inzwischen war die Mittagszeit herangekommen. Ich hatte Hunger und fragte den diensttuenden Schutzmann, ob es hier nichts zu essen gäbe. Er antwortete ironisch:„Warten Sie nur, die Speisekarte kommt gleich." Endlich um Ilhr wurde ich wieder cutlassen mit dem Bemerken, wenn ich nochmals arretiert würde, bekäme ich 24 Stunden Arrest. Die Versammlungen erteilten der Lohnkommissiltzn Vollmacht, die Interessen der Streikenden vor dem Einigungsamt zu vertreten und erklärten, daß die Arbeit nicht eher aufgenommen wird, als bis es die Lohnkowmission empfiehlt. Am Sonnabendnachmittag wurde in allen Kontrollokalen die erste Strcikunter st Ätzung ausgezahlt. In der Kottbnser Filiale der Firma Eichcnbcrg haben die Zu- schneider die Arbeit niedergelegt. Der Bcrbandsvorsitzcnde Keller wird am Sonntag eine Versammlung in Kotibus abhalten, um auch die Näherinnen zum Anschluß an den Streik zu bewegen. » In einem Schreiben, unterzeichnet»mehrere Heimarbeiterinnen auf Hand-5lnopflvcharbcit", welches an uns gerichtet ijts wird gesagt, daß die Hcimarbcilerinne» einen nur halb so hohen Akkord- lohn erhalten wie die Fabrikarbcirerinnen. So werde für daS Dutzend Ki vpflöchcr, das in der Fabrik mit 60 Pf. bezahlt werde, de» Heimarbeiterinnen nur ein Lohn von 35— 37 Pf. gewährt. Für eine andere Sorte gebe es in der Fabrik.pro Dutzend 20—25 Pf., in der Heimarbeit 10—12 Pf. usw. Dabei sei zu beachten, daß nur die beste und teuerste Ware mit handgearbeiteten Knopflöchern ver- sehen werde, ein höherer Lohn also hier recht gut gezahlt werden könne. Die Briesschreiberinnen nreiicn. sie, die Knopfloch-Handarbeiterinnen, seien bei der Lohnbewegung vergessen. Das ist nur allerdings ein Irrtum. Die Briesschreiberinnen gehören jedenfalls zu denen, die sich— was bei Heimarbeiterinnen leider nicht selten ist— um ihre gewerkschaftlicl?c Lrganisativr gar nicht, und um die gegenwärtige Lohnbewegung sehr wenig gekümmert haben, denn sonst müßten sie wipcn, daß für die Heimarbeiterinnen dieselben Löhne gefordert werden, welche in der Fabrik gelten. Freilich, so lange sich die Heimarbeiterinnen der getverkschaftlichen Organisation fern halten, so lange jede von ihnen nur für sich dahin- lebt und sich nicht mit ihren unter den gleiche» Mißständen leidenden Berufsgenossinnen zusammenschließt, wird es den Unternehmern möglich sei», die Löhne der Heimarbeiterinnen zu drücken, und schließlich, wenn die in der Fabrik Beschäftigten bessere Löhne fordern, wird der Fabrikant diese Forderung unter Berufung auf die niedrigeren Löhne der Heimarbeiterinnen ablvciskn. Wollen die Heimarbeiterinnen also, daß ihnen die Vorteile deP Lohnbewegung zugute kommen, dann müssen sie sich der Organisation anschließen. Rur mit deren Hülfe werden sie die ihnen zukommenden Verbcsse- rungcn erlangen._ Tie Lohnbewegung der Lederarbeiter(Weißgcrber, Färber usw.) nimmt ihren ruhigen Fortgang. Die Arbeitgeber suchen die Sache so darzustellen, als od die Arbeiter gegen Tarifverträge seien. Das ist aber nicht der Fall. Allerdings wollten die Leder- arbeitcr ohne Vertrag weiterarbeiten, aber das geschah nur, weil sie den von den Arbeitgebern vorgelegten Bertrag für gänzlich unzu- reichend hielten. Für einen Vertrag, der ihren Wünschen mehr als der vorgelegte Rechnung trägt, sind sie wohl zu haben, aber nicht für einen Vertrag um jeden Preis. Di« Fabrikanten suchen sich nun dadurch zu helfen, indem sie Frauen und Mädchen zu be- stimmten Arbeiten anlernen lassen. Hohe Löhne werden vech sprachen, um dicsbezüglielw Arbeitskräfte heranzuziehen und so d,e in der Bewegung befindlichen Arbeiter in den Glauben zu versetzen, als ginge der Betrieb ohne irgend welche Störung weiter. Natur- lich können die Fabrikanten mit diesen Personen, die sich zu solchen Ransrcißcrdiensten hergeben, und die für Arbeiterehre nicht das geringste Verständnis haben, nicht viel anfangen. Das wissen die Arbeitcr auch sehr wohl und lassen stch nicht irre mackien. Auch das Verhalten der Polizei dürste nicht geeignet sein, die Arbeiter einzu- schüchtern. Täglich werden Sireitposten, ohne daß ste sich das ge» ringst« zuschulden kommen ließen, nach der Wache deS 9. Polizeireviers in der Grnnthalerstraße sistiert und dort stundenimig fest- gehalten. Am Tonnerstag wurden sieben Mann und am Freitag>cchS Mann inhaftiert. Darunter befinden sich sogar Leute, die in der Prinzenallee ruhig ihres Weges gingen. Ein« dreier Leute teilte unS mit. daß er sieben Stunden auf der PoltzetwackK behalten wurde: in diesem Falle ist Beschwerde eingereicht. Um Donnerstag gegen Abend halten sich vor dem Fabriigeväude Karplus u. Herz- (icrget in der Prinzenallee eine größere Anzahl Leutc an» gesammelt, gegen die die Eßhutzmannschaft einschritt. oie genau festgestellt ist, haben die Ausständigen an dieser Ansammlung nicht den geringsten Anteil. Diese wissen sehr wohl, daß derartige Borkoinmnisse ihrer Sache nur schaden können, und ss ist von der Lohnkommission strengste Weisung a u sgcgcbc n war de n.pchn> cht i» der Röhe der Fabriken sehen zu lassen. Viel« Schulkinder hatten ich an der Ansammlung beteiligt und«S ist, wie wir bocen, den Kindern in der Schul« aufgegeben worden, sich nicht an solchen llngehörigkcitcn zu beteiligen., Weiter wird uns mitgeteilt, daß Leute verhaftet wurden nur deshalb, weil Fabrikanten dies wünschten. Auf die einfache Weisung eines Fabrikanten, der vom Fenster seiner Wohnrmg aus einen bestimmten Arbeiter bezeichnete, wurden von einem Polizei» beamtcn Leute festgenommen und zur Woche gebracht. Wurde dieser Vorgang nicht von Zeugen bestätigt sein, so mühte man den- selben für unglaublich halten. Und ein« derartige Handlungsweise läßt sich ein Fabrikant zuschulden lommen, der sich nicht genug tun kann, sich als„Sozialpolitiler mit dem guten Herzen" zu brüsten. All« diese Maßnahmen nützen den Herren Fabrikanten aber nicht das geringste. Sie zeigen nur. daß die Herren recht nervös ge- tvorden zu sei» scheinen. Tie Arbeiter sehen der ireiteren Cnt- ivickelung der Dinge mit aller Seclenrnhe entgegen, und wenv die Fabrikanten glauben, daß etwa die zur Führung des Kampfes er- ördcrlichen Mittel bald erschöpft sein und die Arbeiter dann mürue »'erden würden, dann täuschen sie sich gcivaltig. ES ist allen Eventualitäten vorgebeugt und die Herren Unternehmer dürften vielleicht noch manche Uebcrraschunzzcn erleben. Je länger der Kampf dauert, desto intensiver wird er geführt werden. Tie Zeche werden die Unternehcker bezahlen. Sie haben es zu verantworten. wenn die Lederindustrie am Orte ein Schlag trifft, dessen Folgen ich ruf Jahre hinaus bemerkbar machen. Sei dem aber wie ihm ei. nimmermehr werden die Lederarbeiter Berlins einen faulen Friede., schließen. Der Streik der Feiissrrputicr ist nun auch bei der Firma Arn- heim u. To. zugunsten der Ausständigen beendet. Anfänglich sind die Forderungen der Fensterpnvcr von der Finna zwar al» „Scherze" bezeichnet worden. Nachdem sich jedoch trotz aller Br- mnbnngen der Finna nur vier Arbeitswillige fanden, kam es am Freitagabend zu Verhandlungen, die mit dein Abich'xß eines einjährigen Vertrages zwischen der Firma und der Organisation auf folgender Grundlage endeten: Der Lohn wird von 19,50 M. auf 22 M. pro Woche erhöht. AuShülfsarbeiter bekommen pro Tag 4 M.(früher 3.30 M.). Für Ueverstmiden werden jetzt 60 Pf. (früher 50 Ps.) gezahlt. Nachtarbeit, die früher nach Belieben be- zahlt wurde, wird jetzt mit 1 28. pro Stunde entschädigt. Die Arbeitszeit ist ebenfalls verkürzt worden, und zwar für den Winter von 10 ans 9 Stunden und für den Sommer von 10 auf g'/z Stunden. Das erfreuliche Ncsnlat dieses Streiks ist vor allem dem guten Jufanuuenhalt der organisieren Fensterputzer zu danken. Die Berliner Krilnzbinder und Krnnzkiiitderimwn beabsichtigen in eine Lohnbewegung zu treten. Eine inDräsels Fe/tsälen abgehaltene, von etwa 200 Kranzbindern und.v?ranzbinde rinnen besuchte öffent- liche Versammlung beschäftigte sich mit den Lohn- und Arbeits- Verhältnissen dieses Gewerbes. Der Referent A l b r e ch t gab eine Schilderung der vorherrschenden Mißstände. Eine Arbeitszeit von 13, 14. 13 nnd noch mehr Stmiden mache den Menschen gleich- gültig gegen die Außenwelt, stump.-e ihn geistig ab. Die lange Arbeitszeit ist wesentlich eine Folge der niedrige» Akkordloniie. Um einen angemessenen Tagesverdienst zu haben, Iv'ird die Arbeits- zeit anSgedehnt oft in die halben Nächte hinein. Die höchste Zeit ist es geworden, niit diesen Zustände» aufzuräumen. Die gegen- ivnrlige Situation sei günstig hierfür. Der Allgemeine deutsche Gärlnervereiii, welchen der Zirferent zum Beitritt empfiehlt, habe jetzt im Herbst keine größeren Lohnbewegungen vor und könne daher»m so nachdrücklicher mit der Un'erstiitzimg in dieser Angelegenheit einsetzen. Das Maß der Mißstände in der Kranzbinderei ist übervoll, dagegen müsse etwas getan werden.— Nach eifriger Tiskussio» gelangte nachfolgende Resolution zur einsllmmigeii An- nähme:„Die heutige Versammlung der Kranzhiuder und Kranz- binderinnen von Berlin ist sich einig darüber, daß die Arbeits- nnd Lohnverhältniss« in diesem Gewerbe viel zu wünschen übrig lassen, insbesondere bedürfe» die Akkordlohnsätze dringend tiner Erhöhung. Da die Versammelten überzengl sind, daß die Verbesserung nur durch eine geschlossene, strafe Organisation möglich ist, so fordert sie alle Angestellte des Gewerbes auf, sich ohne Verzug im A. D. G.- V. zu organisieren. Die Versammlung ivählt eine Kommission, die beauftragt ivird, unverzüglich einen Tarif zur Regelung der Verhältnisse auszuarbeiten, diesen einer binne» lurzein einzuberufende» Versammlung vorzulegen und Schritte zil tun, mit den Arbeitgebern einen Vertrag abznschticßen oder auf anderem Wege diese Zustünde zu verbessern." Hierauf wurde eine ans vier Kollegen und vier Kolleginnen bestehende Kommission ge« wählt, die in Gemeinschaft mit der OrtsveNvaltiuig das Weitere vorbereiten wird. veittlcsies Reich. Der llrbertritt des Wcrftardcitcr-VcebnndcZ zum MctaUarbcitcr-Vcrdand ist nunmehr vollzogen. Am 12. Oktober fand in Berlin eine gemeinsame Unterhandlung von Vertretern der beiden Verbände statt, an der auch die General- tommission teilnahm nnd in der nach dem»Eorrcspondenzblatt der Generalkoinmissivn" folgende, die Vertreter des Wetflarbeiter-Ver« bandcs befriedigende Vercinbarmig getroffen wurde: 1. Den übertretenden Mitgliedern des Wcrstarbeiter-VcrbandeS wird ihre bisherige MitgliedSdauer voll angerechnet. 2. In der„Metallarbciier-Zeitung" wird unter„Korrespondenzen" für die Angelegenheiten der Werftarbeiter eine besondere Rubrik zur Verfügung gestellt, in ähnlicher Weise, wie es bisher für andere Spczialgmppcn geschehen ist. 8. Besondere Sektionen mit eigener Verwaltung können satzungs- gemäß nicht zugestanden werden, dagegen steht es den auf Werften beschäftigten Berbandsinitgliedern frei, sich besondere Vertrauens- lerne zu wählen, die im Eüiverständnis mit der örtlichen Verwaltung Gruppenversammlungen einberufe» können. 4. Die Frage der Uebcrnahme der bisherigen drei Beamtcn deS Werftarbeiter-Verbandes wird vom Vorstände des Metallarbeiter« Verbandes nochnials wohlwollend in Erwägung gezogen werden. Tie Lithographen und Stcindrncker der keramischen Abteilung in der Aktien-Buntpapier-Fabrit zu Aschaffenburg sind am 17. Oktober in den AnSstand getreten. Sie reichten ani 2. Oktober im Namen des Deutschen Sci.efclder-Bundcs einen Tarifentwurf ein, welcher in zivei Verhandlungen zwischen der Direktion und der Kommission von erstcrer abgelehnt wurde. Durch das spätere Verhalten der Direktion genötigt, reichten die Lithographen und Steindrnckcr am 16. d. M. ihre Kündigungen«in. Als dieselben von der Direktion nicht anerkannt wurden, ist dann am 17. Oktober, gestützt auf den§ 124 Abs. II der G.-O., die Arbeit eingestellt. — Von 20 Steindrnckcrn legten 19 die Arbeit nieder; nur einer blieb stehen, derselbe hatte Kontrakt. Von 13 Lithographen traten vier in den Streik. Ein Verbandsmitglied, Lithograph Paul Spitzer aus Ncurode arbeitet als Arbeitswilliger, gerner ar- beiten weiter sechs Mitglieder des Deutschen Lithograpben-BundeS lSonderverband): August Konig aus Nürnberg. Heinrich Schindler aus Fürth, Georg Eder ans Nürnberg, Karl Büttner auö Hanau, Warker aus Nürnberg und H. Fuchs a»S Aschaffenbnrg(unorganisiert). Otto Thönikc auS Leipzig hat sich krank gemeldet. Die Litho- graphen Büttner. Schindler und Fuchs verrichten sogar als Anfstcckcr die Arbeit der ausständigen Steindrucker. Die Streikenden afpellieren an die deutsche Arbeiterschaft, sie in dem gerechten Kampfe zu usttrrstützen, indem Zuzug von Lithographen und Steindruckern von Aschasfenburg ferngehalten wird.— Samt- liche Arbeiterblätter werde» um Abdruck gebeten. gui>l»»a Ein Streik von 2«5l100 Naumwollsplnncrn wird für die nächste Woche in Amerika erwartet. Die Arbeitcr ver'angcn nach einer Laffanmeldung die Wiederrinfithrung der Ar» lvitszcit und der Lohnskala, die vor zwei Jahren in Kraft waren. Der Natioi elverband der Textilarbeiter beschloß, die Ausständigen moralisch und finanziell zu unterstützen. Letzte JNtaebnebten und Depefeben. Tie Revolution in Rnftlond. Petersburg, 21. Oktober.(B. H.) Tie Agitation unter den Setzern dauert fort. Das Perional von drei großen Moskauer Bnchdrnckereien feiert._ Auch unter den Studenten der Hochschulen, llniversitäten und Scminarien von Petersburg, Kiew und Jctaterinoslaw macht sich eine neue Belvcgnng bemerkbar. In Minsk fanden ernst« Unrumn statt; Kosaken drangen in ein Seminar und in ein« iSrarltttsche Schule ein; es entstand eine Panik, wobei 12V P-rioncn verwundet wurden, darunter 100 schwer Moskau, 21. �tober(Meldung der Petersburger Tele- gvaphen-Agvntur.) Der Ausstand der Ei scnlrrhn-An gestellten dehnt sich in beträchtlichen, B.aßc weiter anS; fast alle Linien, aus- genommen die Linie Moskau— Petersburg, sind davon betroffen. Auf der Linie Jaroslaw!— Arckiangel ist der Betrieb eingestellt, auf der Linie MoSka»— Rjchan haben die Maschinsten die Lokomotiven verlassen. G-rüchtiveise verlautet, auf der Linie Mokkan— Kursk sei der heute vormittag lllh llhr von hier abgegangene Schnellzug liegen geblieben. MoSka«. 21. Oktober.(B. H.) Der Ausstand der Eisenbahner dauert fort. Ter Verlehr auf der Moskau— Kasan-Bahn ruht voll. Iiändig. Ter Bahnhof der Bahn in Moskau ivird von Kosaken be. »vacht und ist infolge de» �nssianbes der ElektrisitaUarb lter ohne Lichr. Kosaken vertrieben dir Ausständigen, welche versuchten, die noch Arbeitenden zu belvegeu, sich den Ausständigen anzuschließen. jkosiov(Gouvernement Tambov) 21. Oktober.(Meldung der Petersburger Telegraphen- Agentur.) Tie Angestellten der Rjäsim— Ural-Eisenbahn sind heute in den Ausstand getreten; der Verkehr ist cingestelit. Die ÄtiZstäiidigen verlangen Preß- und Redefreiheit und achtstündige Arbeitszeit. Berantw. Redakteur: Paul Büttner, Berlin. Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck U.Verlag: Vorwärts Buchdr.u. Verlagsanstalt Paul Singer L:Eo.. Berlin LV/. Hierzu SBeilagcn u. Unterhaltungsblatt Nr. 248. 22. Ilchrgang. 1. KtilM dn Jimirt»" Ihüüm Jolblilalt. ZonntG, 22. Oktobkr 1905. Hue der Partei. Die Stuttgarter Parteigenosse» verhandelten, wie uns geschrieben wird, in sehr stark besuchter Parteiversammlung darüber, in welcher Weise sich die Partei dieses Iahe an der im Dezember stattfindenden G c in e i n d e r a t L iv a h l beteiligen solle. Während in den früheren Jahren ein Austausch von Kandidaten � es handelt sich hier nni ein Siistem der offenen Listenwahl, wobei die ganze Stadt einen einzigen Wahlbezirk bildet— mit anderen Wahlgruppen, vornehmlich der Vollspartei. stattgefunden hatte, war im Porjahr der Versuch eines selbständigen Vorgehens mit einem rein sozialdemokratischen -Zettel gemacht tvorden. Dieser Versuch tvar jedoch erfolglos geblieben und würde, wie in der Versammlung festgestellt wurde, auch in den nächsten Jahren erfolglos bleiben mch'sen, da die Arbeilerbevölkerung Stuttgarts, welche im Besitz des Bürger- und mithin Wahlrechts ist, noch nicht stark genug ist, um aus eigener Kraft die Liste der samt- lichen übrigen Gegner zu besiegen, Eine Fortsetzung der vorjährigen Taktik würde mithin nicht nur weitere Mandatsertverbuntzeu der Partei von vornherein ansschlietzcn, sondern auch den Verligt der gegen- wärtig im Besitz der Partei befindlichen Rathaussitze herbeiführen. Infolgedessen kam die Versammlung nach ausführlichen Debatten mit nichr als Zweidrittelmehrheit zur Annahme einer Resolution, welche„ein Zusammengehe» mit anderen Wählergruppen nicht prinzipiell ablehnt" und demzufolge die städtische Parteileitung be- auftragt,.bei ihren Wahlvorbereitungen Angebole von anderen Parteien zu wahltaktischem Zusammengehen in ernste Erwägung zu ziehen und unter Wahrung der Selbständigkeit der Partei und Berück- sichtigung ihrer Stärke diesbezügliche Vercinbarungcu zu treffen". Für derartige Vereinbarungen, wie sie dieser Beschluß vorsieht, kommt zuerst und hauptsächlich die Volkspartei in Betracht. Früher sind auch parteipolitisch mehr neutrale Gruppen, wie Mictervereine und dergleichen, für einen Kandidatenaustausch in Frage gekommen; doch ist von derartigen Gruppen seit einigen Fahren kein selbst- ständiges Eintreten in die Wahlen mehr zu verzeichnen. Tie Volks- Partei hat auch, ihrerseits bereits zu erkennen gegeben, daß sie ge- neigt ist, ein Wahlabkommen mit der Sozialdemokratie zu treffen, durch welches der Sieg des nationallibcral-konservativ-zentrümlichen Wahlkartells verhindert werden soll. In Frage kommen diesmal acht Mandate, wovon fünf bisher in Händen von Nattonalliberalen und lltonservativen, zwei in Händen der Volkspartci waren, während das achte Mandat durch einen parteilosen Ingenieur repräsentiert wird. Ucber den weiteren Gang der Wahlbewegung wird noch zu berichten sein. Die Berichterstattung vom Jenaer Parteitage veranlaßte die Ge- Nossen deS sechsten sächsischen Wahlkreises zu einer eingehenden Diskuffion der Frage der Maifeier und des politischen Massenstreiks. Diese Diskussion zog sich durch drei, übrigens gut besuchte Partciversammlungen hin und endete schließlich mit der gegen drei Stimmen erfolgten Annahme folgender Resolution: „Die Kreisparteiverianimiung des sechsten sächsischen Wahl- krciseS spricht ihre hohe Befriedigung aus über die Verhandlnngen und Beschlüffe deS Jenenser Parteitages. Sie erblickt zunächst in der Annahme des vorgelegte» Organisationsentwurses eine Stär- kung der Gesamtpartei in organisatorischer und finanzieller Be- ziehung; im weiteren wird auch die Stellungnahme zur Maiseier dazu angetan sein, diese noch imposanter und wirksamer zu ge- stalten als bisher. Ganz besonders aber wird das ziemlich ein- stunmige Votmn der Gesamtpartei, den politischen Massen streik als eventuelles Kampfmittel auszunehmen, den Kampfesmut und die Opferfreudigkcit der Parteigenossen stärken. Die Versammlung verspricht daher, mit Energie für die Durchführung der Jenmser Beschlüsse in allen Punkten zu wirken." Aus der sozialdemokratischen Partei Italien». Rom. den 18. Oktober./g der Angusterzengung anfziiweisen. Die Septenibcrerzeugung verteilt sich aus die einzelnen Sorten wie folgt jivobei in Klammern die Zahlen des September 1004 ange- geben sind): Gießereiroheisen 168 841 Tonnen(168 302 Tonnen), Bessemerrvheiscn 34 634 Tonnen(23 175 Tonnen), Thomasrohcisen 618 472 Tonnen(523 012 Tonnen), Stahl- und Spiegcleisen 65185 Tonnen(53 412 Tonnen) und Puddclroheisen 66 648 Tonnen(70 677 Tonnen). In Sihciiiland-Westfalen hat die Erzeugung gegen den August um 8000 Tonne» abgenommen, wobei einer Abnahme von 7000 Tonnen Gießereiroheisen und 14V00 Tonnen Bessemerroheisen eine Zunahme von 16 000 Tonnen, d. h. eine Verdoppelung der vor- monatlichen Erzeugung inj Stahl- und Spiegeleisen ausbleichend gegenübersteht. Eine geringe Abnahme der Erzeugung weijen auch die Bezirke Lothringen-Luxeinbnrg, die Saar und Hannover mit Braunschwcig auf. Ter Wagcnulangek im Niihrkehlciizebict nimmt einen Umfang an, wie er selbst zur Zeit der größten Hochflut in den Jahren 1800 und 1000 unbekannt ivar. Tie Zechen wie die Arbeiter iverden da- durch auf das Empfindlichste getroffen und bestürmen daher die Eisenbahndirektionen um Beschaffung eines größeren Wagenpark», jedoch bisher ohne Erfolg. Nach einer Aufstellung der„Kölnischen Volkszeitung" verhielt sich in der Zeit vom 13. bis 18. Oktober die Zahl der geforderten zu den gestellten Wagen folgendermaßen: Oktober gefordert gestellt gefehlt 18. 20 076 17 320 8 656 14. 21 170 17 250 8 029 15.-—— 16. 20 528 17495 3 033 17. 21 273 16 727 4 546 18. 21 573 17 268 4 303 gang der Erzeugung beträgt fast 15 000 Toinicn und verteilt sich auf Thoiitasroheffen und Besiemereisen, während dip übrigen Eiscpsorten Znsannnen 105 520 86060 10 469 Mithin sind in fünf ArbeitSiagen 105 520 Wagen angefordert worden zur Beförderung von Kohlen, Koks und Steinkohle, ibnkejlS, gestellt aber wurden nur 86 060 Wagen, so daß nicht Ivcnigcr als 10 460 Wagen, also ungefähr so viel, wie auf einen Arbeitstag über- Haupt gefordert werden, gefehlt haben. Während in der Zei't vom 1. bis 12. d. M. der Prozentsatz der nickst gestcllien Wagen erst 9 Proz. betrug, stieg er i» der kurzen Zeitspanne vom 13." bis 18. d. M. auf 18 Proz. Man hat ausgerechnet, daß aus jeden nicht ge- stellten Wagen ein LohnansfaN von zehn Einzelschichteu entfällt; demnach hätte die Bergarbeitcrschast in den letzten Tagen einen Ans- fall von 3'/z bis 4'/, Tausend Schichtlöhiu» ans den Arbeitstag zu verzeichnen. Vom oberschlcsischcn Walzeisenmarkt. Wie der rheinisch-west- fälische gewinnt auch der oberschlesische Walzeisenmarkt ständig an Festigkeit. Die Zahl der Aufträge ist weiter gestiegen»nd entspricht bei sämtlichcn oberschlesischen Werken gegenwärtig einer voll ans- genutzten vierwöchigen Leistungsfähigkeit. An einzelnen Stellen werden sogar»och weitergehende Lieserzeiten gefordert. Von den Walzwerken ivird auch in Obersckilcsien diese günstige Konjunktiir zu Preiserhöhungen ausgenutzt. Die Stabeisenwerke haben ihren Preis um 5 M. pro Tonne erhöht, und mich für andere Walzeisenartikel werden Preisaiffschläge verlangt. Der Spiritus ring hat. um den Absatz der stark angeschwollenen Produktion zu crlcicbtern, den Preis für Trinkbranntwein um 4.20 M. pro Hektoliter ermäßigt. Zugleich ist der Preis für denaturierten Spiritus um 10 Pf. pro Liter herabgesetzt worden, wahrscheinlich um das Absatzgebiet des Brcnnjpiriius gegenüber dem Petroleum, dessen Preis bekanntlich in letzter Zeil erheblich gestiegen ist, zn erweitern, Soziales. Die Stellung der Gärtner in der llnfallversicherung. Wie die landwirtschaftlichen Berufsgctwssensckzaftcn daS Unfallvcrsicherungsgesey im Untcmehmerinteresse selbst„refor- iniercn" und damit den Arbeitern ihre Rechte beschneiden, dazu liefert folgender Fall einen drastischen Beitrag. Nach dem Unfallversichcrungsgcsctz für die Land- und Forstwirtschaft vom 30. Juni 1900 ist bei Berechnung der Rente für Betriebs- bcamte und die übrigen im§ 1 Absatz 6 bezeichneten Per- sonen der Jahresarbeitsverdienst zugrunde zn legen, welchen der Verletzte in dein Betrieb, in welchem der Unfall sich ereignete, während deS letzten Jahres bezogen hat. Dieses im Unterschiede zu den gewöhnlichen land- oder forstwirtschaftlichen Arbeitern, für die als Jahresarbeitsverdienst derjenige Jahresarbeits- verdienst gilt, welchen land- oder forstivirtschaftlichc Arbeiter am Orte der Beschäftigung durch land- oder forstwirtschaftliche sowie durch auderweite Erwerbstätigkeit durchschnittlich erzielen und welcher Betrag durch die höhere Perivaltungs- behörde festgesetzt wird. Z 1 Absatz 0 sagt über die zuerst Genannten' folgendes aus:„Wer im Sinne dieses Gesetzes als Bctriebsbeamtcr oder als eine solche Person anzusehen ist, welche zum Unterschiede von den geivöhnlichcn land- oder forstivirtschaftlichen Arbeitern eine technische Fertigkeiten erfordernde besondere Stellung einnimmt(z. B. Förster; Gärtner, Gärtnercigehülfcn; gelverbliche Facharbeiter wie Brenner, Maschinenführer, Heizer. Müller, Ziegler, Stell- machcr, Schmiede u. a.), wird durch statutarische Bestimmung der Berufsgenossenschaft für ihren Bezirk festgestellt." Tie Gärtner und Gärtnereigehülfen haben die bevor- zligte Ansnahnlestellung erst mit Inkrafttreten eben des Gesetzes vom 30. Juni 1900 erhalten, während sie vordem mit den gewöhnlichen land- und forstwirtschaftlichen Arbeitern gleichgestellt waren. Die Durchführung der neuen Bestinunungen hatte nun für die Gärtnereiunternchmer natürlich eine höhere Beitragsleistung zufolge, gegen die sich die Unternehmer erklärlicherweise sträuben. Seit zwei Jahren bereits iverden einzelne Beriifsgeilossenschaften von Gärtnerei- Utiteruehmerorganisationen mit Eingaben überschüttet, die einmal eine Einengung des Begriffes„Gärtnereigehülfen" bczlvecken und zum andern auf Bildung einer besoiideren Gefahrenklasse für die Gärtnerei abzielen," in der Annahme, bei Bildung einer solchen würden sie billiger wegkommen. Schließ- lich hat man sich dicscrhalb auch an das RcichsversichernngS amt gewandt. Die Antlvort darauf teilt jetzt das Organ deS Unte�iiehinerverbandeS mit. Ans derselbe» geht hervor, daß das Drängen der Unternehmer in der Tat schon Erfolge für sie gezeitigt hat. Das Reichsversichertlngsamt übermittelt eine Auskunft der rheinischen landwirtschaftlichen Beriifs- geiiosscuschaft. in der folgende Stelle enthalten ist:„In unsere»! Statute haben wir. und zwar gerade u in eine im nötige Belastung der GLrtnereibesitzer durch wahllose Heranziehung aller Gärtnereigehülfen zu vermeiden, den Ausdruck„Kunst- gärtner" geivählt, unter denen wir solche Gehülfcn verstehen, die vermöge ihrer gärtnerischen Ilusbildung befähigt sind, selbständig eine Gärtnerei z u leiten." Das ist eine unerhörte Einengung des gesetzlich gegebenen Begriffes. Das Gesetz spricht schlechthin von Gärtnern und Gärtnerei- gehülfen und nennt diese neben den übrigen Arbeitern,„die eine technische Fertigkeiten erfordernde, besondere Stellung einnehmen", mit als Beispiel. Die ganze Fassung des in Betracht kommenden Absatzes des Gesetzes ist so gehalten, daß die Berufsgenossenschaften kein Recht haben zu dieser Einengung, die bewirken würde, daß die allermeisten Gärtnergehülfen ihrer höheren Renten- aitsprüche beraubt werden. Die einschneidende Bedeutung ist ohne weiteres ersichtlich durch Vorführung dieses Beispiels: Im Bereiche der brandenburgischen landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft ist der Jahresarbeitsverdienst der land- und forstwirtschaftlichen Arbeiter auf 000 M. normiert. Gärtnerei- gehülfen aber haben einen solchen von 1 000 bis 1500 M. Ihr Rentenanspruch beträgt danach, das Gesetz richtig an- gewendet, das Doppelte von dem Anspruch eineS gewöhnlichen Landarbeiters. Wir erwarten, daß das Reichsversicherungsamt unverzüglich gegen solche Praktiken einschreitet! Ter Arbeiter-Radfahrerbund„Solidarität", Siv Frankfurt 6. M.» dient den Zwecken der Sozialdemokratie. So hat das preußische Lber-Verwaltuugsgcricht am 20. Oktober entschieden, indem es den Vorstand des dem Bunde angehörenden Berliner Arbciter-Radfahrcrvereins für verpflichtet erachtete, die Statuten und ein Mitglicderverzeichnis dieses Ortsvcrcins der Polizei gemäß§ 2 des preußischen Vereinsgesetzes einzureichen. Der Berliner Polizeipräsident hatte eine entsprechende Aufforderung an den Vorsitzenden Ritter vom Berliner Verein gerichtet, wogegen Ritter nach vergeblicher Beschwerde 5ilage erhob.— Der Oberpräsident als Beschwcrdeinstanz und Beklagter vertrat den Stand- vunit, daß der Arbeiter-Radfahrerbund„Solidarität" Pen Zwcckeu der sozialdemokratischen Partei diene, namentlich bei der Wahl- arbeit, und daß dies demgemäß auch auf die einzelnen Vereine zn- treffe, die zum Bunde gehörten. Es sei somit als Zweck eine Ein- Wirkung auf öffentliche Angelegenheiten im Sinne des§ 2 des Ver- eiiesgesetzes anzunehmen. Unter anderem bezog sich der Ober- Präsident besonders auf eine Anzahl Artikel im Buudcsorgan, dem „Arbeiter-Nadfahrcr", sowie aus ein Flugblatt, das vom Gastwirt C. Fischgr. dem Vorsitzenden des Gaues Brandenburg des Bunde?, als Verleger und Redakteur gezeichnet ist und der Agitation für den Bund dient. Die Artikel im„Arbeiter-Radfahrer", die herangezogen wurden, beziehen sich fast alle aus die Wahlarbeit der Arbeiter-Radfahrer zugunsten der Arbciterkanoidaten für den Reichs- tag usw.— Vor dem LÄier-VerwaltungLgcricht wurde der Kläger Ritter am 20. Oktober durch den Rechtsanwalt Dr. Karl Lieb, knecht vertreten. Er legte dar, daß dem Berliner Arbcitcr-Rad- fahrerverein, der ein selbständiger Verein sei, nicht die geringste Betätigung nach der Richtung einer Einwirkung auf öffentliche An- gelcgcnhciten nachgewiesen sei. Ein solcher Zweck müßte aher auch verneint werden, selbst wenn man den einzelnen, dem Bunde an- gehörigen Verein für Handlungen der Bundeszcntrale verant- wortlich machen könnte, denn auch dem Bunde als solchen bczichungs- weise seiner Vertretung sei nicht die Einwirkung auf öffentliche Angelegenheiten als Zweck nachzuwnscn. In eingehenden Aus- führungen legte der Anwalt dies näher dar, wobest er betonte, daß vom Bunde und den Bvndcsvcrcinen eine politische Tätigkeit geradezu abgelehnt werde. Wenn nun, führte er unter anderem weiter aus, im Organ„Der Arbeiter-Radfahrer" vor und nach den Wahlen von 1003 Artikel erschienen seien, die sich auf dix Wahlen bezogen und denen politische Färbung nicht abzustreiten sei, so seien sie nicht dem Bunde zu�nrechnc», denn sie seien nicht vom Bunde ausgegangen. Einzelne Leute hatten sie geschrieben und dem Blatt eingesandt. Sie richteten sich auch nicht an die Bundesvercine und ihre Mitglieder, sondern an die Arbeiter-Radfahrer im a l l g c- meinen. Und bei dem sogenannten Bundcsorgan handele es sich nicht um ein vom Bunde herausgegebenes oder vom Bunde kon- trollicrtes Blatti Das Blatt erscheine vielmehr in einem privaten Verlage und werde vom Bunde lediglich für seine Mitglieder be- zogen, um ihnen zugeführt zu werden. Auf seine Redattionsführung habe der Bund gar keinen Einfluß. Es diene ihm nur als Publikatjonsorgan.— Weitere Ausführungen des Anwalts galten dem Nachweis, daß der Bund und die Einzclvercine sich auf die Verfolgung sportlicher Zwecke beschränkten. Ter erste Senat des Ober-BerwaltungLgerichts wies die Klage indessen mit folgender Begründung ab: Als Mitglieder des Bundes betrachte der Senat die physischen P e r s o n c n, die zu ihm gehörten und nicht die Ortsvercinc. Wenn diese auch eine selbständige Tätigtcit entsalletcn, so schließe das doch nicht aus, daß die Mitglieder der einzelnen Vereine zugleich Mitglieder des Bundes seien. Für die Zweckfeststellung des Bundes komme nun wesentlich in Betracht die Tatsache, daß der Bund das Organ„Der Arbeiicr- Radfahrer" den Mitglieder» liefere. Das Organ aber sei nicht nur ein Fachblatt, sondern es vertrete den Standpunkt der sozial- demokratischen Partes. Daraus ergebe sich der Zweck, den der Bund verfolge. Was von dem Bunde gelte, das gelte auch von den ein- zelnen, zu ihm gehörenden Radsahrer-Vercincn. Das Verlangen des Polizcipräjidentco jci deshalb berechtigt gewesen. Achtung, Bereine! In den Anfang November zur Veröffentlichung gelangenden Vcreinskalendcr finden nur die Vereine Ausnahme, die bis zum 28. d, Mt». unter Angabc des Sitzungstages und Lokals darum nachsuchen._ Zlrbcitcr-Samariter Kolonne. Montag, abends 9 Uhr, Fortsetzung des Zkursu« in der 1. Ablcilung DreSdcncrslr 45: Vortrag über Pbusiologie (Lcbenstätigkeit des menschlichen Körpers), Eiiischreibcgcld 25 Ps,, Monats- beitrag 25 Pj. Neue Mitglieder können noch eintreten. Gäste haben ein- malchen freien Zutritt, Heute pormlttag tl Uhr: Besuch des Pathologischen MuseumS, Eingang am Älexaiidcr-llscr; um 12 Uhr im Hörsaale daselbst: Vortrag des Herrn Professor Dr, Kaiscrling über Lungeiilraiilheiten. Diskntierklub„Moabit". Montag, den 23. Oktober, bei Bachstciu, Salzlioedelerstr, IG:„DaS Konumuiistäche Mantscst". Gäste haben Zutritt, Allaemeiue Familien'Sterbekajse. Heute: Zabltgg Ackcrttraxe 123 bei Wicseisthal und Marianneiistr. 48 bei Licbchcnjchcl von 3—6 Uhr. «?S>t»ern»gviibcrfIcht vom LI. Ok-ober IVOS, morgens 8 Ilhk. Stationen Ewlnemde Hamburg Berlin CS 56 Ii Seiler wollig 5 Ncgeii 1 halb bd, 1 molkcnl 4 Nebel 1 Nebel !» 35 C=r 5« 2 L -0 -2 — O Stationen CS Vs 2= c 5 c| if I i Saparanda>7ez NNW Petersburg 7«l S Scilly ,'Iberdcen Paris 766 NO TGGN 766 NNO Wetter 2 Nebel l bedeckt 1 heiter 3 halb bd 1 wolkig »35 c e- i-i& -8 — 0 7 8 3 765® , 758 crlin 763 TO Finnkf a St 765 S München 761 NO Wien ,7»S WH« WSetter-Proauose für Sonntag, den 2st. Cllobcr lOOS. Nu di io Icichlcr Fla st, mit Tage etwas Iväeniei, vielfach bester, zestloelfl nebelig bei mägigen füdöftlichen Winden; keine erhcbtichcn Nieberfchläge. Berliner ck! c I l c r d n r e a u. Svasferstand am 20. Oktober, Elbe bei eiusflg 4- 1,30 Meter, bei Dresden-f 0,05 Meter, bei Magdeburg-tz 3,04 Meter.— II n ft r» t bei Strantzjurt-st 2,30 Meier,- Oder bei üalibot-ff 1,08 Meter, bei Breslau Lbcrpcgel-st 5.20 Meter, bei.Breslau Unterbcgel— 0,54 Meter, bei Frankfurt-st 1.08 Meter,— Weichsel bei vraheinünde + 2,07 Meter.— Warthe bei Posen-st 0,66 Meter.— Netze bei Usch 4,25 Meter. ßHefkaften der Redaktion, Juriftifcher Ccü. Jandeshut. Zwangsweise Abschiebung erfolgt nicht Nach Ankunft in der Heimat kann aber Bestrafung erfolgen.— G. B. IVO. Die münd- lichen Abreden sind bindend. Sie brauchen indes nicht die Bestimmungen des Vertrages unterschreiben, die Sie nicht vereinbart haben, z. B. die Hausordnungsbestimmungen.— Wtsnnanustraste. Die Einreichung der tkarten ist zivecks Erlangung des Geldes erforderlich. Die Karten sind dem Antrage aus Rentenbewilligung beizufügen.— O. R. Ehescheidungsklage ist erst möglich, nachdem ein Jahr fruchtlos nach dem Eheherstellungsurteil ergangen ist. Das Gericht kann annehmen, dast auch Ihnen die Pflicht obliege, Versuche zur Herstellung des ehelichen Lebens zu machen.— — V. G. 19. Ja.— Ferdinand 78. 1. Ja. 2. Ja, schriftliches Gesuch vor dem Termine genügt.— CT. P. 38. 1. und 2. Nein, aber Sie sind klebcberechtigt. 3. Rentengelder können zum Gehalt gerechnet werden; die Frage ist vom Reichs Versicherungsamt von Fall zu Fall entschieden. — F. P. 39. Die Ansicht, ein Invaliden- oder ein Unsall-Rentenempsänger dürfe nichts oder nur ein Bestimmtes verdienen, ist irrig. Ein Renten- empsängcr kann sogar mehr verdienen als er le zuvor verdient hat, obne dast sein Rentenanspruch beeinträchtigt wird. Das wäre beispielsweise der Fall, wenn ein Invalide einen gutgehenden Kramladen ausmachte. Nur dann ist eine Herabsetzung oder Aushebung der Rente zulässig, wenn die Erwerbsunfähigkeit vermindert oder beseitigt ist. Ob das der Fall ist unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelsalls, keinesfalls lediglich nach Mastgabe des tatsächlich Verdienten, zu entscheiden.— Driftstr. Nach 13, 17 und 9 des Statuts sind Sie unterslützungsberechtigt, falls Sie spätestens am 25. Oktober die Beiträge entrichtet haben. Eine Karenzzeit kennt das Statut nicht.— Ftdrlitas 191. Sie können mit Aussicht aus Erfolg aus Anerkennung des Rechts, geschlossene Gesellschaften auch nach 11 Uhr sich belustigen zu lassen, gegen Ihren Wirt klagen.— W. 13. Ja. — 31. B. 1999. 1. Amtsgericht II. 2. Steitiner Bahn. 3. Ja.— S. G. 3. Wenn Ihre Frau Ihren Gewerbebetrieb nicht abgemeldet hat, so ist es möglich, dast Weilcrzablung erfolgen must. Ob und in welcher Höhe zu zahlen ist, hat die Gcwerbcdeputation(Stralaucrstr. 3— K) zu entscheiden. An diese wollen Sie sich wenden.— G. L. 39. 1. Diese Kosten verjähren erst in 30 Jahren, von der Festsetzung ab gerechnet. 2. ES sind die Kosten durch Gerichtsbeschlust festzusetzen. 3. Ja, aber der Eigen- tümer kann mit Erfolg intervenieren. 4. Ja.— F. M. 39, Ripdorf. ES ist unmöglich, Ihnen zu antworten, ob Sie zahlungspflichtig sind, da wir Ihre Angelegenheit nicht kennen und Sie nicht mitteilen, um welche Forderung es sich handelt. Besteht die Forderung nicht, so übergeben Sie die Sache mit dem Antrag aus Bcstrasung des Jnkassoburcaus wegen ver« suchter Erpressung der Staatsanwaltschaft. Sozialdeniokrat. Mlmm iL (Ost). Hiermit die traurige Mitteilung, ! dast nnscr Mitglied des 151. Stadt- s bczirks, der Genosse Franz Betz s am Donnerstag, den 19. d. M., i verstorben ist. Ehre seinem Andenken I Die Beerdigung findet am j Montag, den 23. d. Mts., nach- j mittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des städtischen Zenlral-Fried- > hos es, Friedrichsseide, aus statt. s 262/9 Der Vorstand. am Mcliös Metallar&eiter-Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeigen. Den Kollegen zur Nachricht, dast I unser Mitglied, der Silberarbciter Franz Betz im Alter von 69 Jahren i 19. Oktober gestorben ist. � Ghre fciticnt Andenken I Die Beerdigung finoet am Montag, den 23. d. M., nach> mitiags 2 Uhr von der Leichen halle des Zentral-Fricdhoses in Friedrichsseide aus statt. Den Kollegen zur Nachricht, dast i unser Mitglied, der Rohrleger Wilkelm Granau | am 18.' Oktober gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die' Beerdigung findet am ' Sonntag, den 22. d. M., nach- mittags 3>/z Uhr, von der Leichen- > Halle des'Kreuz- Kirchhoses in | Marien dors aus statt. Den Kollegen zur Nachricht, dast unser Mitglied, der Schlosser Uosek Fieber gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 22. Oktober, nach- mittags 1 Uhr, von der Leichen- Halle des Charttö-Krankenhauscs aus nach dem Charitö-Kirchhoj statt. Rege Beteiligung erwartet 153/6 llie Ortsverwaltung. Mand der freien Gast- und Sciiackwirte Deulsellauds. OrtSstcrwaltnng Berlin. Den Mitgliedern zur Kenntnis, 1 das: die Frau unseres Kollegen fi in am 19. Oktober verstorben ist. Die Beerdigung findet am Montag, den 23. Oktober, nachm. 4 Uhr, von der Halle des Zentral- Fricdhoses in Friedrichsselde aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 70/5 Die Ortövertoaltung. Allen Verwandten und Be- kannten die traurige Nachricht, dast meine liebe Frau, unsere gute Mutter L734b Marie Butschke geb. Winter nach langem schweren Leiden am Donnerstag, de» 19. d. M., sanst entschlafen ist. Die Beerdigung sindct am Montag, den 23. d. M., uachmitiags 4 Uhr, von der Leichenhalle des städt. Zentral- Friedhojes. Friedrichsselde, aus statt. Um stilles Beileid bitten ferdlnarnl Butschke nebst Kindern. Deutscher Holzarbeiter-Verband. Zahlstelle WeiBensee. Am 18, d M. verschied plötzlich insolgc Unfalls aus dem Bahnhos „Schönhauser Allee" unser Mit- giied. der Kollege franz Danowski. Ehre seinem Andenken k Die Beerdigung findet am Sonntag, den 22. Oktober, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Gethsemane-Kirch- hoses in Nordend aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 95/7 Oie Ortsverwallung r/r" r. Simmel, Spezialarzl filr 29/14* Haut- and Harnleiden. 10—2. 6—7. Sonntag» 10—12, 2—4 Sozialdemokrat. Mverein Ld.Ueri.Reieiistapaliikreis (Süd-Ost).■ Den Mitgliedern hiermit zur Kenntnis, dast unser Genosse, der Maurer 262/11 Hart Ewert wohnhast Manteuffeistr. 29(Stadtbezirk 98) verstorben ist. Ehre seinem Andenken I Die Beerdigung findet am Montag, den 23. Oktober, nach- mittags 3 Uhr von der Leichenhalle des Emmaus-Kirchhoses aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. UM-MM der Maurer Deutsehlands. Zweigverein Berlin. Unseren Mitgliedern die traurige Nachricht, dast unser treues Mit- glied, der Obmann des Viertels ÄÜd-Osten, Karl Bavert plötzlich im Alter von 27 Jahren einem Herzschlage erlegen ist. Wir werden ihm eingedenk seiner Tätigkeit sür den Verband ein stets bleibendes Andenken bc- wahren. Die Beerdigung findet am Montagnachmittag 3 Uhr von der Leichenhalle des EmmauS-Kirch- hoses, Rixdorf, Hermannstraste, aus statt. Rege Beteiligung wünscht 159/4 Die Bcrbandsleitung. Oeaangvemn „Norddeutsche Schleife'1. Den Mitgliedern zur Nachricht, dast unser lieber Sangesbruder Karl Bavert am Freitag, den 20. Oktober, plötzlich verstorben ist. Wir Werden ihm sein Andenken in Ehren halten. Die Beerdigung findet am Mon- tag. den 23. Oktober, nachmittags 3 Uhr aus dem Emmaus-Kirch- hos statt. 66/1 Der Borstand. Deutscher Holzarbeiter-Verband. Den Mitgliedern zur Nachricht, dast der Einsetzer Lultoix Müller am 19. Oktober verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am 22. Oktober, nachmittags 4'/, Uhr, von der Leichenhalle des Ver- föhnungs- Kirchhofes, Prinzen- Allee aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 95/9 Die Ortsverwaltung. ZentFalverein für alle in der Uulbraoehe hescMllißt. Arbeiter und Arbeiterinnen (Filiale Bcrll n). Todes-Anzaige. Mittwoch, den 18. d. M.< verstarb plötzlich unser Mitglied Wi Friedrich. Die Beerdigung findet Sonntag. den 22. d. M., mittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des Dankes- Kirchhoses, Tegeler Chaussee, aus statt. Um zahlreiche Beteiligimg ersucht 294/9 Der Vorstand. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der deutsehen Drechsler u. Berufsgenassen (E. H. 86, Hamburg) Verwaltungsstelle Berlin B. Am 17. Oktober abends verstarb nach kurzem Krankenlager unser langjähriges Mitglied Max Schneider. Ehre seinem Andenkenl Die Beerdigung findet am öonntag, den 22. d. M., nach. mittags 3 Uhr, von der Leichen- halle des Andreas-Kirchhoses in Wllhelmsberg aus statt. 296/10 Die Ortsverwaltung. Todes-�iweixe. Allen lieben Freunden und Be- kannten die traurige Nachricht, dast unsere innig geliebte Tochter, herzensgute Schwester und Schwägerin Erida Vietz im Alter von 21 Jahren Freitagnachmittag 5'/, Uhr schlafen ist. 4303L Um stilles Beileid bitten Oie trauernilen Eltern nebst Geschwistern. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 24. Oktober, nach- mittags 3 Uhr, vom Trauerhause Vineta-Platz 9 nach dem Friedens- Kirchhos, Nieder- Schönhausen- Nordend statt. 4803L am ent- Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, dast der Tischler Mannes Pietsch plötzlich amHerzschlag verschieden ist. Die Beerdigung findet am Sonn- tag, den 22. d. M. von der Leichen- Halle des Heiligen Kreuz-Kirch- hose?(Mariendors) aus statt. 43092 Familie Zeb. frrlsi Mh Bichttr, Soeben erechien: Stes Causend Die Harnleiden Ihre Seiohren, Verhülung and Beseitigung von Dr. med. Schaper. Frei« 1 Bark. Singer Nähmaschinen. Einfache Handhabung! 44422* Groste Haltbarkeit! Hohe Arbeitsleistung! Weltausstellung Prix Weltausstellung St. Louis 1904. Unentgeltlicher Unterricht, auch in moderner Kunststickerei. Elektromotore für Nähmaschinenbetrieb. Singer Co. ISfähmaschinen Hct.Gcs. Berlin W., Leipzigerstr. 92. Filialen in allen Stadtteilen Berliner Ressource II Koinmandantcnstraße 57. 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Apotheker. Die von der Generalversammlung vom 29. April 1904 beschlossene 2. Abänderung zum Statut, durch welche in S 40 die den Vor- stands Mitgliedern allgemein und dem Vorsitzenden sowie dem Schrift- sührcr besonders zustehenden Ent- schädigungen sür erwachsenen Zeit- Verlust und entgangenen Arbeits- verdienst normiert werden, ist durch Urteil des Bezirksausschusses vom 25. Oktober 1904 und Urteil des königlichen Oberverwaitungsgcrichts vom 13. April 1905 genehmigt worden. Der Vorstand. R. Xürnbcrg, Vorsitzender. H. Philipsohn, Schrislsührcr. Seidene Blusen. Am Montag und folgende Tage: Verkauf mehrerer hundert seidener Binsen direkt an Private. Darunter: Chicke Blusen in wundervollen Seidengeweben 12,00, 15,00, 18,00 etc. Elegante Theater- und Gesellsohafts-Blusen jeder Art 15,00, 20,00, 25,00 etc. Modelle aparter Saminei�Blusen 15,00, 17,50 etc. 1 Posten Kostüm- Röcke und auf Seide gearbeiteter Jacken-Kostüme bedeutend unter Preis. Aenderungen sofort. 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Wagens Nr. 2057(Linie Kupfer- graben— Charlottenburg, Straffen- bahnhos), als letzterer die Kurve am Knie passierte, beim Heraustreten auS dem Innern des Wagens auf den Hinterperron durch das von der Decke des Anhängewagens aus den Hinterperron des Motors herab- fallende Lichtlabei einen elektrischen Schlag erhalten haben. Aus dem Hinterperron des Motors befand sich zur Porsallszeit auffer dem Schaffner ein anscheinend dem Handwerkerstände angehönger Mann, welcher den Vorfall genau beobachtet haben dürste. 47662* Dieser Zeuge wird gebeten, seine Adresse der unterzeichneten Direktion recht bald gefälligst mitteilen zu wolle». I»le IMi-ektion der Berlin-Charlottenburger ÜitraUenbahn. Korbwaren, Bettstellen Grösstes Lager Berlins Andreasstr. 23, Brunnenstr. 95 Beu&selstr. 67, Leipzlgeratr. 54-55 Vcrhauf Kot(n fabnkgebäucUn. 1000 Mark zahle jedem, der mir in Belobaan�Be�'m�ssereSr Branche als das meinige nachweist.' ■ 1 Katftlo« firntlB.■■ � Anzüge nach Raß für Herren und Knaben. 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Kartoffelschüsseln 95 pc Salatieren 42, 55 pc Bratenschüsseln 75, 95fc1.25 Saucieren 65 pc Kaffeekannen 33, 38, 70 pc Milchtöpfe 18, 30,35,43 pc Tassen 30 pc StemR'ut Tafelgeschirr, rotes Blumenmuster Bratenplatten �r1. 53 pch. 2.25 Bratenplattenrund 70 pc Beilageschalen 35 pc Kartoffelschüsseln 2.i5«k. Saucieren 1.25»k. Salatieren xA? 25 pr.». 65 pc Salatieren& g,?20 pc d. 90 pc T erpinen 2.30»u. b. 3.25 Speiseteller tiiru. Bach 22 pc Dessertteller 1 5 pc Kompotteller 1 2 pc Kaffeekannen 85 pc b. 1.20 Teekannen 1«k. Milchtöpfe4Gr.45 pc b. 85 pc Zuckerdosen 53 pc Tassen 25 pc Kannenuntersetzer 25 pc Eierbecher 1 1 u. 22 pc Kaffeebecher£SL Kaffeebecher glasiert Kaffeebecher 1 2 10u. 12pc 1 1 PC _ 1 5 pc Heringskasten 1.1 5«k, Würstchendosen 1»t 1.25 Salatieren � 7S'üc,t 1.1 5 m. Salatieren 1.45»t Speiseformen 28, 38, 48, 65 pc Tafelservices 29 Teile Q für 6 Personen t?.OU Mk. Waschgarnituren 3.75, 6.25, 7.50, 9.50 MK. Wasserkannen 90 pc Waschbecken 60 u. 95 pc Majolika-Blumenkübel 12, 25, 48, 95 pc, 1.50, 2.75 L. Englische Majolika-Blumenkübel EinniSiiIIe=Ge§cIhilrre II. Wahl Schmo rtöpf e08n��sns? 40 pc b. 1.50 Schmortöpfe�GrtS 7Opcb.l.40 Gaskochtöpfem°Gcrk'50pf.b.1.20 Wasserkessel g? 60pcb.1.35 Wasserkessel Vc?. 65 pcbl.35 Kasserollen 1 5 b. 80 pc Kasserollen Ä?h-�N. 40 pc b. 1»k. Kasserollen mit&G?oKss. 45 b. 90 pc Topfdeckel 8 Grö«. 5 b. 35 pc Maschinentöpfe 10 Gr. 8 b. 80 pc Kaffeekannen�f°d-20 b. 60 pc Kaffeekannenra-6DGr°r 50 pc». 1.80 Brod körbe mit Dekor 1 Mk. Durchschläge 2&. 40 u. 45 pc Wasserkonsole Man 45 u. 85 pc Löffelbleche s Gras». 90pcb.1.50 T eller a Grs». 15 b. 20 pc Schüsseln Grö„. 22 pcb.1.80 Schüsseln üef.» cm 1.80 Seifenhalter m. Haken 1 2 pc Toiletteneimer mit Deckel 2»k Petroleumkannen 1 uter 50 pc Kehrschaufeln 4 Gr. 40 b. 75 pc Wannen oval» z Grauen 1.45 b. 3.75 Eimer 2« cm Durchm-, grau 66 u. 7 5 PC Eimer 2S cm„ hellblau 85 PC Eimer marmot 90 Pf. Elsen- u. Blechwaren Gaskocher 4 Loch, 2 Brenn» 9.50 Gasplätten 2 Stück mit Erbitaer 5.50 Ofenvorsetzers sort 1.50 b. 2.50 Ofenschirme a son. 4.25 b. 6.25 Schirmständer s sort.2.50 b. 4.50 Waschfässer�Är.9»k. b.l 2.50 Waschfässer 1 b- 1 5»k. Waschzober scr. 10.50 b. 1 5.50 Wringmaschinen aar. 1 K l 2.50 Waschmaschinen 38.50 Brodkasten 1.60, 1.85 Brodkörbe ovai» 35 pc Gläserteller 8u. IOpc Frühstückskasten 1.40, 1.so Stahjspähne«pack 50 pc Reibemaschinen 1»k., 1.40 Wirtschaftswagen 2»k. b. 3.75 Fleischmühlen aar. 2.85b. ÖMk. •• Petroleum-Ofen 1 2.60, vernickelt 60'" schwarz mit rotem Mk., Cylinder 21 Mk. Holz- u. Borstenwaren Wäscheleinen a Läng. 1.75 b. 3.50 Wäschetrockner 60, 75, 1.25 Wäscheklammern 20 u. 25 pc Waschbretter s L°r'- 50 b. 65 pc Putzschrank 2.85 Kohlenkasten« Gr. 1.75». 2.75 Topfreiniger IBpc Abstäuber 4 sonen 7 5 pc b. 1 ,25 Teppichkehrmasch. 9, 1 2»k.. 13.50 Teppichhandfeger 45 h. 65 pc Teppichhandfeg.?»!. 75pf.b. 1»k. Teppichbesen I.20, I.40 Besen 6raue �«„.n 75 pc b. 1.25 Handfeger«"Gr®«'' 45 b. 65 pc Kopfbürsten 4 sonen 1«. b. 2.25 Kleiderbürsten 4s. 85 pc b. 2.25 Sttahl- u. N icliel warein Tischmesser ��»-"40 u. 60 pc TiSChmeSSer vernickeltes Heit 20 PC Kaffeelöffel BtitanniaMetaUDt*.72 PC ESSlÖffel Briltannia-Melall Dtz. 1.45 Obstmesser PoHenaa"l 0 u. 1 5 pc Blitzschneider 1 m. Biskuitdosen a ssq. 90?>. b. 2.35 Brotkörbe s son. 60 pc b. 1.75 Kaffeeservioes rteili« 6»k. Kaffee- u.Teeserv!ce zteü. 1 1.50 Teeservices Laftkannen Teekannen 3«k. Kaffeekannen 4 teil. 7 Mk. 1.60 3.25, 3.75 4 Mk. Sahnengiosser 2 Mk. Essig-u.0lgestellsteiL2.65 b. 6Mk Salz-u.Pfefferstreuer 6u.25 pc Krümelschaufel ß�te 1.75, 2.85 Weinkühler 2.85, 3.25 Salatschüsseln 2.85, 4.25,6.50 Ein Posten Küchenlampen ,0-�90». Soontm. Redakteur: Saal»utt««,-Swliii. giu �en HujelluenteU veraitMi u Dcu�.«- uc Waujl-«UV u So« Kr. 248. 22. 2. ßfiliip i>cs Fmiirts" Kttliiln viIIiMM ZoNtllg, 22. Oktober 1903. )Zus äer frauenbeivegung. An die Frauen und Mädchen Berlins. Am 8. November d. I. wird ein Teil der Stadtverordneten neu gewählt werden. Obgleich Ihr Frauen und Mädchen nach dem bestehenden Gesetze weder wählen, noch gewählt werden könnt, ist dessenungeachtet die Tätigkeit der Stadtverordneten von hervorragender Wichtigkeit für Euch. Es hängt von der Einsicht und dem Wollen der Gewählten sehr ab, wie die Mittel, die zum größten Teile das Proletariat aufbringen mutz, verwendet werden. Eure Kinder, Ihr Proletarierfrauen, sind eS, welche die sogenannten„Volksschulen" besuchen, deren häufig überfüllte Klafien einen gedeihlichen Unterricht hindern. Ihr Proletariermiitter habt das größte Interesse daran, datz die Schulen für Eure Kinder in ivahre Stätten der Bildung des Geistes und Körpers umgestaltet werden. Die sozialdemokratische Fraktion der Stadtverordneten hat durch vieljährigen zähen Kampf durchgesetzt, daß Schulärzte an- gestellt worden sind; sie wird unentwegt für die weitere Aus- gestaltung dieser nützlichen Einrichtungen Sorge tragen. Die Un- cntgeltlichkeit der Lernmittel, der Speisung und Bekleidung der Schulkinder ist ein notwendiger Bestandteil zum Schulzwang und wird, wenn auch die Frauen an der Agitation für diese Forderungen sich rege beteiligen, in absehbarer Zeit durchgesetzt werden. Von ebenso großer Wichtigkeit sind unsere Forderungen nach gut eingerichteten Kinderhorten und anderes mehr. Wie manches Mutterherz wird von Sorge befallen, wenn es von der oft miserablen Behandlung erfährt, denen Waisenkinder, die in Familienpflege gegeben werden, ausgesetzt sind. Die Armen- und Krankcnfürsorge bedarf gründlicher Besserung. ES darf die KrankenhauSbehaudlung, die für den schlecht und be- schränkt wohnenden Proletarier oft zur Herstellung seiner Gesundheit unbedingt notwendig ist, nicht von der Zahlungsfähigkeit des Einzelnen abhängen. Die Mittel für diese, wie für die Forderungen nach Entbin- dungSanstalten usw. könnten, ohne stärkere Belastung durch Steuern, gewonnen werden'durch Kommunalisierung der jetzt dem Privat- betrieb Lberlassenen VerkehrSaustalten usw. Jhr Proletarierinnen. Arbeiterinnen, sorgt dafür, datz, da Ihr selbst rechtlos, Eure Männer und Väter und Brüder nur solchen Kandidaten ihre Stimm« geben, die für die Forderungen der Ge- rechtigkeit eintreten, den Sozialdemokraten. Um Euch Frauen und Mädchen Kenntnis von den Vorgängen im Roten Hause zu verschaffen, wird Dienstag, den 2-t. d. M., abends 8Vz Uhr, eine Volksversammlung im Lokale von Lipps am Friedrichshain abgehalten werden, in welcher der Stadtv. Paul Singer das Referat hält. Erscheint daher zahlreich in dieser Versammlung._ Die Einbcrnferin. Britz. Donnerstag, den tll. Oktober 1905, fand die erste Generalversammlung dcS Frauen- und Mädchen-Vereins statt; Herr Dr. Kajes hielt einen Vortrag über„Frauenleiden". Dem Vortrag folgte eine rege Diskussion. Aus dem Jahresbericht der Bor- sitzenden war zu ersehen, datz acht Mitglieder-Versaminlungen und neun Vorstandssitzungen stattgefunden haben. In sechs Versammlungen wurden wissenschaftliche Vorträge auf ver- schiedenen Gebieten für die arbeitende Frau gehalten. In zwei Versammlungen fanden Vorlesungen statt. Die Mitgliederzahl betrug bei der Gründung dcS Vereins vierzehn und ist gestiegen auf 2t. Der Kassenbericht zeigt eine Einnahme von 41,40 M. und eine Ausgabe von 24,55 M., mithin bleibt ein Kassenbestand von 16,85 M. Auf Antrag der Revisorin wurde der Kassiererin Decharge erteilt. Alsdann erfolgte die Wahl des Vorstandes. Es wurden gewählt: als erste Vorsitzende Frau Weine, zweite Frau N i e r i ch; Kassiererin Frau Ernst; Schriftführerin Frau Beuthmann; Revisorinnen Frl. Vogt, Frau Thürin g; Beisitzerin Frau P r e ii z l o w; Bczirlsfiihrerin Frau John. Aufgenommen wurden drei Mitglieder. Treptow- Baumschulenweg. Der hiesige Frauenbildungsverein hielt feine regelmäßige Mitgliederversammlung am Mittwoch, den 18. d. M., zum erstenmal im Ortsteile Treptow ab und zwar im Lokal von Julius Schmidt. Die Versammlung war sehr gut besucht Frau Zeetze hielt einen Vortrag über„Moderne Weltanschauung und unsere Volksschule". An den Vortrag schloß sich eine rege Diskussion. Wir machen die Mitglieder darauf aufmerksam, daß die nächste Versammlung Dienstag, den 14, November, in Baumschulenweg bei Christ stattfinden wird. Herr Dr. Maurenbrecher wird über„Die deutschen FreiheitS- kriege in Geschichte und Legende" sprechen. Wir bitten die Frauen und Mädchen von Treptow-Baumschulen- weg, recht zahlreich die Versammlung zu besuchen, und stellen an uniere Mitglieder daS Ersuchen, vollzählig zu erscheinen und die Frauen ihrer Bekanntschaft zum Besuchen der Versammlung zu ver- anlassen. Teltow. Der Frauen- und Mädchen-BildungSverein für Teltow und Umgegend hält Mittivoch. den 25. Oktober, abends S'/z Uhr, im Deutscheu Wirtshausal» der Inierate iiberuimmt die Rcdaktio» dem vubliku», gefteunber keinerlei Neennrniortnng. Zhcatcr. Sonntag, 22. Oktober, Kreic BolkSbiilinc. Nachm Ä'/.UHr: 15. und IK.Abteilung im Metropol- Tbcaler: Nummer Achtzig und Der Panzer. 10. und lt. Abteilung im Carl Weiß- Theater: Egmont. Neue freie ÄolkSbiihne. Nachm. L>/i Uhr: 8. Abteilung im Neuen Theater: Ein Sommcniachls- träum. Nachm. 3 Uhr: 2. Abteilung im Schiller-Theater N.: Fuhrmann Hcnschcl. Nachm. 3 Uhr: 5. Abteilung im Echiller-Theater O.: Der Traum «in Leben. Ansang?>/, Uhr: Opernhaus. Mignon. Montag: Tannhäuser. Schailspielhauö. Wie die Mcn sungen. Montag: Der Schwur der Treue. Neues köuigl. Lverntheater. Romeo und Julia. Montag: Geschlossen. Nene«. Et» SonimernachtZtraum. Mon«-g: Dicictbe Vorstellung. Wcftcu. Der Opcrnball. NachnnttagS 3 Uhr: Der Fred schiitz. Monlag: Messandro Stradella. Deutsches. Käthchen von Heilbronn. Nachm. 3 Uhr: Minna von Barm heim. Montag: 5iSthchen von Heilbronn. Berliner. Andalosia. Nachm. 3 Uhr: Dieselbe Vorstellung. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wletrodol. Aus— inS Metropol I Montag: Dieselbe Vorstellung. Anfang 8 Uhr: Schiller O. iT'allncr-Theater.) Ein Wintennärchen. Nachmittags 3 Uhr: Der Traum ein Leben. Montag: Der G'wifsenSwurm. Schiller»I.( Friedrich Wilhelm städtiiches Theater), glachsmann alZ Erzieher. Nachmittags 3 Uhr: Fuhrmann Hcnschcl. Montag: FlachSmann als Erzieher. Lessing. Stein unter Steinen. Nachm. 3 Uhr: TrauniuluS. Montag: Erziehung zur Ehe. Sitt- liche Forderung. Zentral. Zur indischen Witwe. Nachniitt. 3 Uhr: Die Geisha. Montag: Zur indischen Witwe. Residenz. Die Höhle des Löwen. Nachmittags 3 Uhr: Der Hllltcn besitzer. Montag: Die Höhle deS Löwen. Kleines. Nachtasyl. Nachmittags 3 Uhr: Die Lore. Der zerbrochene Krug. Montag: Hidalla. Driano». Madame Torera. Nachmittags 3 Uhr: Das Ende der Liebe. Montag: Madame Torera. Lustspiel haus. Der Herr HauZhost meister. Nachmittags 3 Uhr: Biederlcute. Montag: Der Herr Haushosmeister. Thalia. Bis sruh uni Fünse! Nachm. 3 Uhr: Der Hochtourist. Montag: Bis srüh uni fünse 1 Carl Weist. Der Weltumsegler wider Willen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Luise». Othello. Nachmitt. 3 Uhr: Kean. Montag: Lumpengesindel. DaS Schwert des Damokles. Deutsch- Nmerikantsches. Aver, Herr Herzog! Nachm. 3 Uhr: Ueber'n großen Teich. Montag: Aber, Herr Herzog l K asino. Der Adels narr. Nachm. 4 Uhr: Ein Sohn des Volles. Montag: Der AdelSnarr. Apollo. Frau Luna.— Speziall täten. Nachmittags 3 Uhr: FrühlingSluft. Montag: Frau Luna. Walhalla. Eine tolle Nacht. Montag: Dieselbe Vorstellung. Herrnfetd. Die Meyerhains. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wintergarten. EinAbetid in einem amerikanischen Tingel-Tangel.— Spezialitäten. Montag: Dieselbe Vorstellung. Bellc-Lllliauce. Spezialitäten. Montag: Dieselbe Vorstellung. Folirö CaPriceS. Nach dem Zapfen- streich. Soll und Haben.— Spezialitäten. Nachm. 3 Uhr: Dieselbe Vorstellung. Montag: Dieselbe Vorstellung. Reichshalleu. Etcttiner Sanger. Passage. Robert Koppel. Marshall, der Mann mit den Hüten. Georg und Gusti Edler. Urania. Ta»be»strahe 48/19. Abends 8 Uhr: Im Lande der Mitternachtssonne. Montag 8 Uhr: Alpen- u. Wüsten fahrten. Sternwarte, Jnvalidenstr. 57/62. Täglich geöfsncl von 7 bis 11 Uhr. IJraraia T"',,D Berliner Theater. Charlottenstr. 90/92. Nachm. 3 Uhr und abends 7'l, Uhr: ünfialosia. Dramatisches Gedicht in 5 Akten von Florian Endli. Montag u. Dienstag: Andalosia. Heues Thealer. Ansang T/a Uhr. 8in SciMßruachfstrautn. Morgen u. folgende Tage: Ein Soinmeruachtstranm. 8 CThr; str. 48/49. [in Laniie iler MmMWe. Montag 8 Uhr: Spelterinis Alpen- und Wilstenfahrten im Ballon. Sternwarte ,nva,iden str. 57/62. VCASTAMS AMOPTICUM Friedrichstr. 185. Joels Traum. S! Pompeji!! Die Ehre de« Vaters! Restaurant; Dresdener Sänger. deines Theater. Nachm. 3 Uhr: Die Lore. Der zerbrochene Krug. Abends 8 Uhr: �a«I»ta8)i. Montag, Dienstag, Mittwoch: Hidalla. Lustspielhaus. Nachm. 3 Uhr: Bloderleate. A b c n d S 8 U h r: prt grrr HanshofmkiStr. Zentral-Theater. Heute nachm. 3 Uhr zum tl50. Male Geisha. Abends 7'/, Uhr: Indische Witive. Operette i» 3 Akten v. OSkar Strauß Montag, den 23. Oktober: K. Kinder-Vorstellung. W- Prinzrstchen Goldtraut. ülbcnds 7'/, Uhr; Indische Witwe. Residenz-Theater. Oirehtlon: Richard Htexander. Heute»nd folgende Tage: Ansang 8 Uhr: Ute Höhle des Löwen, Schwant in 3 Alten v. M. Hennequin und P. Bilhand. Sonntag nachmittags 3 Uhr: Der Hiittenbesitrer. Luisen-Theater. Nachmittags: Kean. Abends: Othello. Montag; DaS Lumpengesindel. Hierauf: Das Schwert deS DamokleS. Dienstag: Othello. Mittwoch: Kean. Donnerstag: Gastsp..deS Theaters des Westen: Die lustigen Weiber von Windsor. Trianen-Thealer. Heute und folgende Tage: Atectenie Torera (Madame L'ordonnance). Schwank in 3 Akten v. JuleS Chancel. Deuisc� von Max Schoenau. �ll Ansang 8 Uhr. Sonntag nachm.: Da« End« dev liiebc. Carl Welß-Thealer. Kr. Franksurterftr. 132. Letzte Sonntags-Aussührung: Ansang 8 Uhr. In Vorbereitung: In Berlin ist «es Ins. Kroße AuSsiattungspossem Revue in 6 Bildern. Walhalla-Theater Weinbergsweg 19/20. Direktion: Richard Schalt«. Heule und folgende Tage: 6me tolle I>Tad)t. Vorher: Gr. Spezialitäten-Programm. Ans.'/;8 Uhr. Rauchen überall gestaltet. Kasino-Theatei' Lothringerstr. 37. Täglich 8 Uhr. Nur«och kurze Zeit! „der Adelsnarr." Sonntagnachmittag 4 Uhr: „Bin Sokn des Volkes." Passage-Theater. Ansang der Abendvorstell. 8 Uhr. li»lo«8aI«r JBrfolg! Robert Koppel in seinem neuen Repertoire. Hlsi'slisll der Mann mit den Hüten. Geonj u. Gusti Edler Tyrolcr. Hersjteipjpti'eri Scliillcr- Schiller-TheaterO. sSallncr-Tdeatcr). Sonntag, nachm. 3 U b r: Den Vcaii»,«In I Der Vorstand. I. A.: K. Helmann, Fidicinstr. 18, 65/20 □ Zirkus ilbert Schumann Heut« nachm. 31/, Uhr it.»bendS VI, Uhr: 2Br.aüß2rorilentl.CalaYorst8llöni. Nachm. auf allen Plätzen ohne AuS» nähme ei» Kind frei. Jedes weitere Kind unter 10 Jahren halbe Preise außer Galerie, abdS. jed. volle Preise In beiden Vorstellungen nachmittags und abends: Die gr. u. sensationellste Attraktion der Gegenwart I Eine absolute Sehenswürdigkeit l Die ykeilixen LlumcJuisen Zauberer und Gaukler aus«ukden. Die phänomenale Javaner-Truppe. GroteSquetünstler aus Java. Die unübertrefflichen John und Eonls Roller For- iißil Riiekwäpts-Saltoinorlali mit dem Zweirad. Der ausgezeichnete Tscherlessenreiter OtF" Arkndla~3M vom Leib-Regiment deS Zaren. Das einzig existierende einen halben SalMäle seblagende Pferd. In beiden Vorsiellungen zum Schluß: Der Tag des EJnxHsclien Derby. Montag:" Kind frei! Bouventerverieilung. Im Konzertsaal 2 Kapellen (Schrammein), Natursänger, Ungarn.— Wochcnt. 8 Uhr. Sonn- u. Feiertags ab 3 Uhr, Ende 1 Uhr. i Bugpliagen (Moritzplatz). Heute Sonntag (Kaiser- Saal): ffl der Fritz Entree 50 Pf. Nachher: Tanzkränzchen. Bernharii Rose-Theater Gesundbruimeil, Badslragc 58. £>cute nachmiltng 3 Uhr, bei volkstümlichen Preisen.- Fräulein Doktor. Sntrte 30 Pf., mimer. Platz 50 Pf. Abends 7 Uhr: Berliner Kinder. Montag: Trohe Erlravorstellung: Vom Thron zum Schafott. Stadt-Theater Moabit SIll-MoaBit 47/19. Große Extra- Vorstellnnc unter Leitung von H. Vilain. Dllrchgtgangrne Wkiber. Gr. Posse mit Gesang in 5 Bildern von Lacobson-Wille. Ansang der Vorstellungei' Ugge,'- IZeMgveTeig iiütl Lcrlierkranz Dirigent Paul Kurz sowie Horsts Quarteltsänger und Possenensemble. Nach der Vorstellung: Familien-Tanzkränzctien. (Jultce 50 Pf., Vorverkauf 40 Pf., Reservierter Platz 75 Ps. In den hinteren Sälen o. 4 Uhr ab: Gnoßvn Ball. Von 12—2 Uhr: Gr. Mittagstilch, 4 Gänge 1 M. Mittwoch, den 25. Oktober 1005: Uocnkni-ll It«»>C-'l'ItCNtC»' Vom Tdrone zum Schafott. Gr. Schauspiel in 5 Akten v. Tietz. : tizfr iM»cki.. »»»»»»»»»»»»»»»»' Sonnabend, den S8. Oktober 1005: Ausflug der IerUner Vöpfer zur„Danmblnte in Werder�. Tresspunkt: abends von 8'l, Uhr ab in Eonl» ircllc» ge- samten Festräumen, Koppenstr. 29. Um 10 Uhr: Gröfsnung des Festplahes a la.Bogelwiese«. Sensationelle Sehenswürdigkeiten. Um 12 Uhr: Festzug durch die Stadt Werder verbunden mit der Enthüllung des Märchenbrunnens. Einmaliges Gastspiel d. sämtlichen Künstler d. Kabaretts„Lchmklumpen" Neigenfahren, ausges. v. Mitgl. d. Arb.-Radsahrcrbundcs.Solidarität-. 2 Kapelle» unter Leitung Ii II III II �»4 ♦ des Herrn Dir. dl. Fischer. Ihre Teilnahme haben bis jetzt zugesagt: Gesangverein tipp-toppe, Töpper. Musikverein Nute- spute, unter Leitung ihres Dirigenten Gauscherbel, Kalkulator Lehmann mit Familie, Radsahrerverein.Zwickstecn- u. a. Die Feslteilnchmer werden gebeten, in Sommerloilette zu erscheinen. Damenhüte und Herrenmützen sind am Eingang zu haben. Billett 40 Pf. 169/19 Das Komitee. I. A.: Max Huhn. f Breuers Testsäle Gr. Frankfurterstr. 117»Zur Königsbank" Gr.Fran�urterstr.in Inhaber: Cnrt Breuer. Empfehle den geehrten Vereinen, Gewerkschaften und Klubs meine Gesamträurae zur Abhaltung von Versammlungen und EcstllchkcUen jeder Art zu den kulantesten Bedingungen. 4434L* Jeden Sonntag: Großer Ball. Anfang 4 Chr. Avis! Entrec frei. vom«. Oktober: Jeden Freitag: Große buiuorislische Soiree „Harburger Sänger" s der hier so beliebten Direktion Frick-Krause. Anfang 81/, Uhr. Um recht zahlreichen Besuch bittet Nach der Soiree: GemDU. Tanzkränzchen. Cnrt Breuer, Gastwirt. Z e I ! I Wo tanzen mir Sonntag? 46821* 1 a Linien-Garten, Nieder-Schönhausen, 1 Kene Jreie Volksbühne - Die Kunft dem Volke!- Ordentliche Vereins-Vorstellungen I. Serie im Kcncn Thenfcr (3. September— 12. Kovember) Sin Somtnernaelilstranm. Komödie in 5 Aufzügen v. W. Shakespeare. III. Serie im Schiller-Theater O. (24. September— 3. Dezember) Oer Traum ein Sehen. Schauspiel in 5 Akten von Grlllparzer. Mitglieder-Anmeldungen Ä II Serie im Schiller- Theater N. (10. September— 19. November) Fuhrmann Henschel. Schauspiel in 5 Akten v. Gerhart Hauptmann. IV Serie im Dentschen Theater (5. November— 7. Januar) Das Käthchen von Heilbronn. Bomantisches Bitterschauspiel in 5 Aufz. von Heinrich*. Kleist. zur 10. und 11. Abteilung werden an allen Zahlstellen entgegengenommen. Dan einmalige Elnsehreibegeld beträgt 1 M., der.fcwelllge Vorgtcllangsbcitrag 80 Pf. mit Ausnahme der „Sommernachtstraum"-Vorstellung, für die in Anbetracht der sehr hohen Inszeaierungs- kosten, des Orchesters usw. ein Zuschlag von 20 Pf. erhoben wird. ftiz* /V1rkMO+ccrli»-5ft des Vereins„Die Kunst dem Volke" wird den Mit- L/1C IT lUIld lööLIH II l gliedern gratis durch die Post zugestellt „Die Neue Freie Volksbühne", unTEnücÄrg.En,8,#hunB Das 60 Seiten starke Heft ist zum Preise von 20 Pf. an allen Zahlstellen zu haben, Extra-Torstellungen n» Deutschen Theater: heute, Sonntag, den 22. Oktober, nachm. 2'/, Uhr: Minna von Sarnhelm. Frau Agnes Sorma in der Titelrolle. Eintrittskarten für Mitglieder alM., für Gäste a 1,25 M. sind im Theater bei den Ordnern zu baden. Sonntag, den 29. Oktober 1905, nachm. 2Vs Qhr: Kabale und Liebe. Eintrittskarten sind an allen Zahlstellen zu haben. Bürgerliches Trauerspiel in 5 Akten von Friede, v. Schiller. KahlMtcIIen! N.; Fischer, Vctoranenstr. 6. A. Knapp, Grünthalerstr. 5. O. Schön» gaUa, Weißenburgerstr. 60. B. Knnapke, Brunnenstr. 122. K. Kleinau, Gerichts tr. 4. G. Blume, Chausseestr. 26. R. Kisohkat, Graunstr. 12. NO.: W. Schrolle, Landwehrstr. 3. M. Probst, Linionstr. 8. NW.: H. Becker, Gotzkowskystr. 9 W. Wondscheck, Schiffbauordamm 6. SW.. H. Landgraf, Bergmannstr. 101. J. Pech, Toltowerstr. 37. C. Martienzen, Belle» Alliancestr. 7. S.: H, Bobsien, Kommandantenstr. 62. C. Bielefeld, Gräfostr. 35. W: O.Thiele, Potsdamerstr. 26. E. Neumann, Tauenzienstr. 20. SO.: H. Köhn, Naunynstr. 83. H. Kaufhold, Wrangelstr. 52, III. A. Strangfeld, Britzerstr. 24a. U. Stangenberg, Köpenickerstr. 20a, part, 0.: W. Tabert, Markusstraße 14. H. Hirsch, Littauers tr. 22. A. Gorn, Boxhagenerstr. 2. L. G rudert, Früchts tr. 55. C.: C. Pimofsky, Neue Jakobstr. 8. B. Neumann, Weinraeister- straße 18. SchöneUprg: P. Arendt, Kolonnenstr. 43/44, III. Friedenau: C. Danz, Kirchstr. 15/ Stfi. III. Rixdort: C. Heinrich, Münchenerstr. 19. Charlottenburg: E. Schäfer, Schillersr. 102 und Osnabrückerstr. 3. Friedrichshagen: C. Stegemann, Seestr. 107: Rummolsburg: Fr. Rosen, Sohilloretraße 3.> mr Die Geschäftsstelle des Vereins befindet eich Berlin NW,, Bremer» straße 50, vorn II Fernsprecher: Amt II No. 4241. 150/19 Der Vorstand. I. A.; Heinrich Nett. Graiunaniis Festsäle Bühne! NailfiynStr. 27. z Kegeldahnen 1 WM» Dien' 4645L» Dienstag vor Bnsttag ist frei geworden. � O. Graumann. Achtung! Gewerkschaften und Vereine! Bringe meine mit allem Komfort der Neuzeit versehenen jtttter-Testsäle, ! mit Bühne, zirka 700 Personen fassend, und Vereins Zimmer in 1 joder gewünschten Größe in empfehlende Erinnerung. Ebenso | erlaube ich mir auf meine zwei nouerbauten, 30 Mir. fange, mit elektrischem Licht, Heizung und vorzüglicher Ventilation versehenen Kegelbahnen hinzuweisen. Um geneigton Zuspruch bittet Robert Voigt, Ritterstraße 75. Fernsprecher Amt IV No. 7509. 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Säle von 100—1200 Pers. stehen de» geehrten Vereinen zur Versügung. Jede» Sonntag, Dienstag u. Freitag: Kr. Theater- Vorstellung. Jeden Montag: O.uartettsängcr und humoristische Soiree. Jeden Donnerstag:<»r. Konzert. fiefiii-Praci« Chaussee- Stralle 103. Arnold Scholz Nacht. Karl Richter. Jeden Sonntag und Klttwoch: teÄefFaiien-Krlnzclieii unbZ'stf af rl Großer Ball. DomuX: Militär* Konzert d. Garde-Fusiiier-Kapelle. Vorzugs- karten u. PasseparloutS Mittwochs und Donnerstags gültig. 4679L* ZKsrkiLLher Aojl Admirnlstraste 18 e. Jeden Sonntag: Grostor Ball. Empsehle mklne Säle zu Versamm- lungen. Die Restanrationsräume stehen den geehrten Familien Sonn- tags zur Versügung. Der untere Saal ist Toten- Sonntag und am ersten Weihnachtsseiertag an Vereine zu vergeben. 4805L Zum Schultheiß (üewerkscli afta-Ilana. Engel-Ufer 15.- Ook.: Max Schnelle Täglich: Qr. Frühstücks-, Mittags- und Abendliscb. 27376 BolchhaltigeSpelBcnkartc Täguch: Stani-Essen a5s0tapfm Somitng: Fricassee von Huhn. An einigen Sonnabenden u. Sonntagen dieser Saison ist d. große Saal noch a. Vereine z. vergeben. Kegelbahn noch an einigen Tagen frei. (ja f e© y e p Dresdener- Slrabe 128/29. Kattee I0u 15, Bier, helln dunt., lOPs. ca. SO Zeltungen; 2 Billards Sth. 40„ Zahlstelle der Freien Volksbühne.* fU Alexander-Straße 27c. Habe noch Sonnabende zu Vergnügungen zu vergeben. Bax 4tueiftNcr. ?eys Salon,,""""""- _ straffe 184. Sonntag, 26. November(Solen- onn tag) ist srei geworden. Auch ist noch der erste LSeihnachtSseiertag und ein Soiiuabend zum Mastenball zu vergeben. 2747b Feldschliclien, Saal Müller- Str. 142. noch einige Sonnabende zu vergeben. 2649b fordern Sie nur überall Woltloilerglaax: Karnobln. ges. gesch.. der beste Schuhcreme und doch das hllllgst« Putzmittel für jedes Lcder. 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Bruchspargel mit Köpfen Bruchspargel ohne Vi Dose V2 Dose 1.25 70» 1.15 63» 85 4 8 pf. 65 3 8 Ff. 58 34» Gemischt. Gemüse»xtra 95 53?,, Suppen-Schoten Kaiserschoten extrafein Schoten extrafein Schoten feinst« jnng« Schoten feine junze Schoten jnnge Gemischtes Gemüse II 55 33» Gemischtes Gemüse III 48 29» Spinat CarOtten In Streifen Vi Dose 1.20 1.05 75 55 45 35 45 32 Vf Dos« 65 pf. 53» 43» 3 3 pf. 2 8 pf. 2 3 pf. 28» 21 pf. Hülsen- Früchte Reis I Reis II Reis III Erbsen kiei»«. suis» Erbsen gm«». Holten Erbsen rro« Brech- u. Schneidebohnen| Champignons la. i/j Dose 25» ca. 3 Pfund 37 pt. ca. 5 Pfund 00» j i/eDo«e32» V4 Dose 43» V2 Dose 35» Vi Dosel.CO( gesehtit ! Koch-Hirse r«eu» Bohnen Gries Gries feiner felba» Graupen fein und Mittel Hafergrütze Haferflocken Frucht- und Fisch-Conserven Vi Dose Mirabellen 62 KirSChen saner, ohne Stein 95 KirSChen saner, Mit stein 65 Reineclauden 75 Erdbeeren 95 Frucht-Melange 1.00 Pflaumen wan i/i Fmcut 45 Preisseibeeren m Zucker 60» Kronen-Hummer Pa. Vüvose 36 pf. 53 pf. 3 8 pf. 43 pl 4 8 pt 55» 28 pf. Pfund 2 2 Pf. 18» 15» 15» 16» 15» 16» 16» 19» 15» 18» 14» 18» 20» Kaffee gebrannt 95 pt 1.10 1.30 1.45 Vz Dose Vt Dos« l.OO, 1.85 Krabben Deutscher Cacao Apfelkraut 1 Pfund-Dose 45 Pf. 2 Pfund-Dose 83 Pf. V« Doa« V, Dos«_ V, Dos« Pfund 1!l Dos« V, Dos« i 3 5 pf. 05 pf. 1 Oelsardinen 33,6595,1.101.85,2.00 Pfund 90 Pf. 1.40 Holländ. ia Ori(lnalpaeketen Pfund 1.75, 2.10 Kaiser Auszucjmehl spfond 33»»»md 80», Weizenmehl**** 27» 5»,nd 67 p,. Thee Mischung I in Packeten iU u. Vi Pfund II in rv v »und 1.50 1.90 2.20 2.60 3.40 Liköre Deutscher Cognac Rum(Verschnitt) Halb und Halb Cherry Brandy Steinhäger(H. W. Schlichte, Sleinhagen) Vi Kfug 1.80 BOOnekamp(H. Underberg-Albrechl) l/i Flasche 2.30 Magendoktor(Apotheker A. Wurm) J 2.20 Vi Flasch« 1.00 , 95 pt ? 90 pf. j 2.00 Fleischwaren Cervelatwurst Salamiwurst Leberwurst ff. Zwiebelleberwurst Rotwurst Cassler Rippespeer Mettwurst(BrsunKhwetger Art) Pfund 1.20 . 1.25 . 1.00 . 60» , 60» , 90» . 1.00 Hyacinthen-Zwiebeln Hyacinthen-Gläser Stack 20» stock 7» Weine Käse Frühstückskäse Liptauer saniert Romatour Tilsiter Schweizer Pumpernickel Roggenschrotbrot Haushalt- Chocolade rein Zucker und Caceo Pfund »tack 8 Pf. Stack 24» Stack 34» Pfand 65 Pt Pfund 90 Pt Mtek 14 Pf. Stack 20» 68«. JBercmto. Me�olteun Paul JBftttn«. Stetftn Äür den Inseratenteil Xfh«lacka, S-rLn. it verle� vorwSrt» PuKiW!--"'«. SerlagSanüalt Soul Cwbci& Co« Cfrira SMS Nr. 248. 22. Iahrgasg. 3. öcilU des Jonniitf ßctlinct WdsdlM Zonntllg. 22. Oktober tM. Nie Tätigkeit der sonaldemokratischen Fraktion in der Kerliuer Stadtverordneten-Nersammlung. IV. Oessentliche GesundheitS- uud Krankenpfftge. Mt zu den schwierigsten Tufgaben der sozialdemokratischen Fraktion in der Gtadtverordneten-Versammlung gehört die Kritik der öffentlichen Krankenpflege und die Arbeit an deren ver« bessernng. Es ist kaum zu beschreiben, in welcher Weise die Genossen, die sich immer und immer wieder dieser mühevollen Aufgabe unter- ziehen, stets von der Mehrheit, bisweilen auch vom Magistratstisch aus, behandelt werden. Zur Charakterisierung der Stellung der grasten liberalen Mehrheit diene ein Vorgang, der sich sogar an An- träge knüpfte, die von bürgerlicher Seite ausgingen«Dr. Nathan und Professor Landaus. Tic Herren hasten im Jahre t90.°l die Errichtung eines Kinder-Krankenhauses und die Errichtung einer besonderen Station für Geschlechtskranke bei dem Krankenhaus Moabit beantragt und Professor Landau als Fachmann namentlich auf die bestehenden schweren Gesundheirsgcfahren aufmerksam gemacht: unsere Genosien hatten natürlich den Antrag aufs lebhafteste unterstützt— da erklärte einer der unentwegtesten Freisinnigen: „Meine Herren, eS ist wirklich nichts leichter, als in diesem. willichsagen, humanitären und h y g i e n i s ch e n T a u m e l, in dem wir uns befinden, bei jeder Forderung die Hand hochzu- heben." Der Antrag ging in einen AuSschuh; inzwischen hatte die unaus- gesetzte, ebenso scharfe wie sachliche Kristk unserer Vertreter in der ArbcitShausdcputation an denZuständen inderGeschlechtSkrankenstation am städtischen Obdach, die schliestlich zur Entfernung des dorttgen langjährigen ärztlichen Leiters führten, die A u f m e r k« famkeit wach gehalten und so wurde denn im Mai 1004 einstimmig die Errichtung einer Geschlechtskrankenstation am Urban beschlossen, die schon im Oktober 1904 erweitert werden mustte. Gc- legcntlich der Zustände im Obdach sei nebenher erwähnt, dast unser Vertreter, der die widerlichsten II ebergriffe des von der Polizei mit der Aufsicht betrauten Kriminal- beamten Kullmeyer gegenüber den weiblichen Insassen zu- nächst der Deputaston und dem Magistratsdezernenten und schliestlich den» Plenum vortrug, auf den größten Widerstand stiest, bis eS sich endlich herausstellte, dast die S t a a t s a n w a l t s ch a f t sich de? Herrn Kullmeyer angenommen hatte! Dieselbe Taktik der schwersten Vorwürfe, sobald sich in den Angaben nur der kleinste Irrtum nach- weisen lätzt, wird unseren Vertretern gegenüber stets angewandt. So auch imFahre1S02.alS unser Vertreter die Fälle zur Sprache brachte, die in den städtischen Jrrenan st alten vorgekommen, die Bevölkerung austerordentlich beschäftigt hatten— und doch hatte unser Redner selbst ausschließlich die Ueberlastung des Personals als Grund dieser Vorkommnisse bezeichnet. Die Ueberlastung des Personals bei gleichzeittg ungenügender Bezahlung ist überhaupt ein auster- ordentlich wunder Punkt unserer Krankenpflege, und unsere Fraktion ist im Interesse des Personals wie im Interesse der Kranken stets bemüht, hier eine Besserung herbeizuführeir. So beantragten wir beim Etat 1902, nachdem dle Kritik der Berliner Krankenhauser im Reichstag auf Anttag der Freisinnigen in der Versammlung zur Sprache gebracht worden war. das Wartepersonal so zu stellen, dast die tägliche Dienstzeit nicht über Ist Stunden hinausginge und der tägliche Lohn Einschließlich Verpflegung) nicht unter K.Sst M. sänke— der Antrag wurde abgelehnt. Dasselbe Schicksal teilte unser Antrag zum Etat IVOS, für daS Personal der städtischen Kranken- und Irrenanstalten Lohnskalen mit AlterSzulagen einzu- führen, damit im Interesse der Kranken ein ständigere?, gut geschultes Pflegerpersonal geschaffen werden könne. Ebenso vergeblich war auf der anderen Seite unser Widerspruch. als der Magistrat ohne besondere Vorlage einfach int Etat IVOS die täglichen Pflegesätzc bei den H e i m st ä t t e n von 2 M. auf 2,20 M. erhöhte: unser Antrag diese Erhöhung zw streichen, wurde kurzerhand abgelehnt. Und doch muß die Wachsamkeit und Tätigkeit unserer Vertreter auf dem Gebiet der Krankenfürsorge selbst von den Gegnern anerkannt werden. Als im Beginn des JahreS 1905 seitens unserer Vertreter eine Interpellation wegen der Betten not in den Krankenhäusern erfolgte, wurde unser Redner wieder mit Hohn und Vorwürfen überhäuft, bis ein ehrlicher Gegner, Professor Landau, als Ergebnis feststellte,„daß 120 be- legungSfähige Betten schon seit dem 1. April 1904 unS zur Ver- fügung standen und trotz der notorischen Not nicht eher belegt wurden, als der Antrag des Herrn Weyl(eben unsere» Redner?) eingebracht wurde..."! Ein allseittg empfundener Mißstand der KrankenhauSpflege liegt auf einem ganz anderen Gebiete. Im Jahr 1885 hatte der Magistrat verfügt, daß auS den W ä h l e r l i st e n auch alle diejenigen zu streichen seien, die im Laufe des letzten JahreS für sich oder ihre Familienangehörigen KrankenhauSverpflcgung genossen hätten, ohne sofort den ganzen Betrag der Kosten zu begleichen— gleichgültig, ob zur Zeit der Aufftellung der Wählerliste der volle Betrag etwa schon durch Ratenzahlung zurückerstattet sei; der jenen Kreisen nicht unerwünschte Gedanke wurde wohl dadurch wachgerufen, daß die Kosten von der Armendirektion verauslagt werden. Die gegen diese Verfügung deS Magistrats erhobene Klage'wurde durch Oberverwall ungsgerichtS-Urteil endgültig ab- gewiesen: das Urteil ließ keinen Zweifel darüber, daß nach dem Stand der Gesetzgebung keine Form gefunden werden kann, die Ve- ftimmung zu umgehen. Das einzige Abhülfemiltel besteht zurzeit darin, den Bettoffenen einen Rechtsanspruch auf uuent- aeltliche Krankenpflege zu geben. Aus diesem Grunde stellte unsere Fraktion zu Beginn der Berichtsperiode den Antrag, daß solche Personen, die in Berlin ihren Untcrstützungswohnsitz haben und deren jährliche? Einkommen 3000 M. nicht übersteigt, für sich, ihre Ehefrau und ihre minderjährigen Kinder im Bedarfsfälle u n- entgeltliche Verpflegung in einem Berliner Krankenhause verlangen dürfen. Der Antrag ging an einen Ausschuß: hier wurde von unseren Verttetern mit den Vertretern der kleineren Frakstonen eine Einschränkung dahin vereinbart, dast von diesem Recht auf unentgeltliche Verpflegung ausgeschlossen bleiben sollten. 1. Die einer Krankenkasse Angehörigen, soweit die Krankenkasse zur Zahlung ver- pflichtet sei. 2. Geisteskranke, für die ja ein Wahlrecht nicht in Be- tracht kommt und 8. solche Personen, die zur Zeit der Anfnahine noch nicht zwei Jahre in Berlin gewohnt haben. Aber selbst dieser gemäßigte Anttag wurde von der„großen" fteisinnigen Partei niedergesttmmt. die noch jetzt für sich allein die Majorität hat. Nicht uninteressant dürfte es sein, wenn wir vorgreifend mitteilen. daß zu Beginn der jetzigen Wahlbewcgung die Freisinnigen, welche damals unseren Antrag ablehnten, einen neuen, freilich viel billigeren. dafür wohl auch ziemlich aussichtslosen Beschlutz durchsetzten:„der Magistrat möge in Gemeinschaft mit der Stadtterordnetcn-Vcr- sammlung bei den zuständigen Reichs- und Staatsbehörden dahin vorstellig werden, daß auf dem Wege der Gesetzgebung bcsttmmt wird, daß die in Form von KraukenhauSbehandlung gewährte Armenunterstützung für den Verlust deS Wahlrechts nicht in Betracht komme." Selbstverständlich stellte unsere Fraktion bei dieser Gelegen- heit von neuem den oben besprochenen Antrag auS dem Jahr 1901/2, der nun von neuem einen Ausschuß beschästtgt. AuS dem Gebiete der öffentlichen Gesundheitspflege sei hier nur des Erfolges gedacht, den unsere Fr«ktion auf dem Gebiete der Bekäntpfung der Säuglings st erblichkeit endlich errungen hat. Schon am 24. Januar 1901, also noch in der vorigen Berichtsperiode, war auf Anregung unseres leider so jung verstorbenen Genossen Dr. Freudenberg eine Beratung dieser Frage in einer gemischten Deputation beschlossen worden; erst im Januar 1904 kam der Magistrat dieser Aufforderung nach. Das Ergebnis war eine Vorlage, die Ende 1904 nach Beratung in der Vollversammlung einem Ausschüsse überwiesen wurde. Die Anträge dieses AuSschuffe-Z fanden dann im Sommer 1905 Annahme. Die wichtigsten Bestimmungen lauten: Die Beihülfe an Mütter von Säuglingen soll aus einem Sttftungsfonds erfolgen, um die Nachteile der Armenunterstützung zu vermeiden; der Stiftung werden für das erste Etatsjahr 130 000 M. überwiesen. Die Stiftung errichtet vier Fürsorgestelleu. bei denen bedürfttge Mütter und Pflegemütter von Kindern des ersten Lebensjahres unentgeltlich spezialärztlichen Rat über Wartung und Ernährung des Kindes einholen können. Auf Anttag des Arztes kann ortSangehörigen Müttern durch die Stiftung eine Bcihülfe zur Ermöglichung des Stillens gegeben werden. Mütter, die nicht stillen können, und Pflegemütter können Milch oder andere Nährpräparate in der für den Fall gc- eigneten Menge tind Zubereitung für eine Zeit bis zu acht Tagen unentgeltlich erhalten: für längere Zeit im allgemeinen gegen Erstattung der tarifmäßigen Selbstkostenpreise. Auch sollen geeignete Vereine, die in gleicher Richtung tätig sind, unterstützt werden. Es ist zu hoffen, daß dieser erste Versuch Erfolge zeittgt. die zu weiteren Schritten ermutigen. Die beste Gewähr aber dafür, daß auf dem Wege der öffentlichen Gesundheit?- wie Krankenpflege Fort- schritte gemacht werden, bietet die Wahl einer vermehrten Zahl von Sozialdemokraten. ßriefhaften der Redabtfoti. Pomuk. 1. Johann N e v o m u k, katholischer Wetter-, Brücken« und Schutzheiliger Böhmens. 2. Wurde am 20. März 139,'! von einer Brücke in Prag in die Moldau geworfen und ertrank. 3. DaS Landvolk verehrt noch heute seine angeblich nicht verwesende Zunge. Gedächtnis- und Pro« zeffioiistag der IS. Mai.— Nixdorf.(O. W. 19.) Uebcr Patentschutz. Palcntvcrwertung usw. finden Sie Anhaltepunkte im Berl. Adreßbuch, und zwar im 2. Band, Teil 4, Seiten 249—250. Auskunft über Einzelheiten durch einen Patentanwalt oder das kaiserliche Patcnwmt.— M. St. 72. 1. Durch StijtungSdeputation hier, Poftltr. 16. 2. Im Rathaus mehrere derartige Institute t a) Bürger-NettungSinstittit, b) Friedrich Wilhelmsanstalt, c) Biedcrsec-Stistung.— Fuchs 48. Wo Ouittmig? Für gewöhnlich gestattet.— 1357. Ja.— 886G. Nein.— St. 100. 1. und 2. Nein. — D. 30. 1. Wir kennen die bautechnischcn Einrichtimgen der königlichen Theater nicht, können also aus den Vergleich mit dem K. W. Theater leider nicht eingehen. 2. Durch das Sekretariat der Berliner Gewerkichastskommission. Engel- Ufer lö.—(£.3. W. 1.— 3. Wie vorher unter M. K. 72.— Tch. B. Nein.— St. 1000. Ihre Meinung ist irrig. Gewißheit erhalten Sie vielleicht, wenn Sie bei der Firma Hertzog direkt anfragen.— Pp. 1. und 2. Wie vorher unter T. 30, all 2.— A. C. Die grammatische Konstruktion ist in jedem der beiden Fälle mangelhast. Das Verb(Prädikat) lotto Lrrostt ffitaroi Square, W. I-ondon. 2. Adresse mit lateinischen Lettern. Inhalt in deutscher Sprache.— V. B. W. Man kann nur abraten: vielleicht oewimicn Sie eine tote Katze; größere Aussicht jedoch haben Sie, eine frischmelkende Kuh zu verlieren. Karlsbad. Vleibiren. Die Kommune, kostet gebunden 4 M. Das Buch ist in der Buchhandlung Vorwärts zu haben. Verleger ist Krabbe, Stuttgart. 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Oktober, abends& Uhr, bei Qraumatltt, Naunynstr. 27: General-Bersammlnng. T»nes-Ordnung:* t. Levicht des Vorstandes und Neuwahl desselben. 2. Bericht auS der AgitationZ-, Pres;- und Lotalkommilsion und Dahl dieser Kommissionsmitglieber. 3. Bericht von der Brandenburger Parteikonserenz. Verschiedenes. 262/10' Mitgliedöbuch legitimiert.-MW Zahlreichen Besuch erwartet_ Der Vorstand. Vl.Wahlkreis(Schönhaus. Vorstadt). Sonntag, den SS. Oktober, abends t» Uhr, in den„Berolina- Sälen", Schönhauser Zlllcc Nr. 28: 260/6» Volhs-Versanntttting für Manner und Tranen. TageS-Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Ströbel über:„Die Weltanschauung des Sozialismus." 2. Diskussion. Nach der Versammlung: vemtltllelie» Beisammensein und Tanz. _ Zu recht zahlreichem Besuch ladet ein Der Vertrauensmann. Axlitnnp I Aehtnng! Genossinnen! Genossen! SMenstag, d. 24. d. ZK., ahds. SV« Uhr, in d. Brauerei 7riedrichshain: V«llto- Versammlung. Tages«Ordnung: Vortrag des Stadtverordneten Genossen Baal Singer über: Die Proletarierin und die Stadtverordnete»- Mehrheit. 2. Diskussion. 1/11» _ Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht_ Ple Yertranensperson. flehtung l PlJ'JZCPn flehtung 8 Am Dienstag, den Ä4. Oktober, abends 6 Uhr, Nosenthalerstr. 51: Saudeputierten- Sitzung. Vcmaltungsstellc Berlin. Haupt-Bureau: Engel-User 16, Zimmer 1—6. Fernsprecher: Amt IV 3672. Arbeitsnachweis Zimmer 34. Amt IV, 3353. TienStag. den 24. Oktober, abends-/,» Uhr: Bezirks-Versammlung für Wkstrn, Schöneberg nnd Uingrgtnd im Saale von Weimanns Klnblinus, Hauptstraße 5—8. Tagesordnung: 1. Das Koalitionörecht der deutschen Arbeiter. Rcsercnt: Kollege Buse. 2. Diskussion. 3. Vcrbandsangclegenhciten und Verschiedenes.— Zahlreicher Besuch wird erwartet. Artung! Jananseiilager. miühi Rixdorf. Soiioliiriitohratifdirr Wchllitttlil. Mittwoch, den 25. Oktober 1905, abends 8 Uhr, in Hoppes Festsälen» Hermannstraße 49: ünjlerordentiiehe Qeneral-Versammlung. Tages-Ordnung Fortsetzung der Diskussion über die Anträge zur Kreis- Generalversammlung. Berichterstaitung von der Parteikonferenz sür Berlin und die Provinz Brandenburg. Vcreinsangclegenheiten und Verschiedenes. Der Eintritt erfolgt nur gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches. Bei 235/13 Rege Belciligung erwartet »er Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Boxhagen- Rummelsburg TienStag, den 24. d. M„ abendS 8'/, Uhr, im«orgas'schen Lokal, Neue Prinz Albertstr. 74: ÜV" General-Versammlung."WZ 8/10 TageS-Ordnung: Neuwahlen.— Angelegenheit Schoner.— Bereinsangelegenheitcn. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Mitgliedsbuch legitimiert. 9U Zahlreichem Besuch sieht entgegen__ Der Borstand. Stukkateure! SKiontag, den 30. Oktober er., abends 8 Uhr pünktlich, in den ZKusiher» Laien, Kaiser WilHelmstratze 18 m: Oeffentliehe Versammlung. TageZ-Ordnung: . Die Turchfühnmg der Zsensterfrage. 2. Diskussion, Zahlreiche Beteiligung beer Kollegen erwartet 181/11» Der Elnbcvnfcr. Ich ersuche die Kollegen, dafür Sorge zu tragen, daß jeder Bau wenigstens von einem Delegiertm ver- treten ist. 134/17 Tie örtliche Berwnltuug. I. A.: H. Xenniann,_ Orts- Krankenkasse der Optiker nnd nenn. Gernerbe zn Serlin. Mittwoch, d. 4. November IVOS, abends präz. 8 Uhr: Ordentl. General-Versammlung sämtlicher Vertreter bei fouorstein, Alte Jakobstraße 75. Tages-Ordnung: In getrennter Wahl-Versammlung: Für die Vertreter der Arbeit- gcber: Wahl von einem Mitglied zum Vorstand. Für die Vertreter der Kasten- Mitglieder: Wahl von drei Mit- gliedern zum Vorstand. In gemeinschaftlicher Versammlung: 1. Wahl von 3 Mitgliedern und 3 Ersatzleuten zur Prüfung der Jahres- rcchnung von 1906. 2. Anträge aus Abänderung des ß 12 Nr. 6 und K 20 des Statuts, nochmalige Be- ratung des neuen Z 20a(Angehörigen- Sterbegeld). 3. Definitive Anstellung eines Beamten. 4. Verschiedenes. Berlin, den 21. Ostober 1305. Ber Vorstand. I. A.: Erb. Schienker, Vorsitzender. Beschwerden, zu deren Erledigung die Einsicht der Kassenakten ersorder- lich ist, sind bis zum 23. Oktober schriftlich im Kasscnlokal einzureichen. ZM-Die Gciicral-Bersammlung wird pünktlich eröffnet._ Wir verweisen noch einmal nachdrücklich aus den Passus unseres Tarifs, der bestimmt, daß vom 15. Ottober bis 1. Älpril�die Kollegen nur in Räumen mit verglasten Fenstern arbeiten dürfen. Sollte es sich ereignen, daß dicier Bestimmung nicht Rechnung getragen wird, so ist der Kommission sofort Mitteilung hiervon zu machen�_ Die OrtSverwaltung. st 53/8 Ürbeiter-Sildungssehnle Berlin Sonntag, den 22. Oktober, abends 7 Ubr, in Voigts Rittersülcn, Riiterstr. 75: Vortrag des Genossen dtafetonsioin über: Alkoholismns und Arbeiterbewegung. Nach dem Vortrag: Gemütliches Beisammensein und Tanz. Eintritt 2© Pf. 6/6_«nrderobe frei. Brauerei Tonntag- den 22. Oktober, nachmittags 2 Uhr, in der Panenhofer-, Moabit, Durmstr. 24/23: OeffentUche polnische Rersommlung. Tages-Ordnung: 1. Zweck und Nnben einer Arbeiter-Organisation. 2. Diskussion. Die Genossen werden ersucht, ihre polnischen Arbeitskollegen hieraus aufmerksam zu machen._ Die Agitations-Kornnilssion der?. P. S. Andreas-Festsäle, Inhaber: Fritz Walier. Andreasstraße 21. Allen Vereinen, Gewerkschaften und KlubS die ergebene Mitteilung, daß ich selbige Säle am 1. Oktober übernommen babe, stelle sie mithin zur Abhaltung von Festlichkeiten und Versammlungen unter günstigen Bedingungen zur Ver- sügung. Um regen Zuspruch bittet Prltz: Walter. ©Ol 9 KostümstolTe, Mantelstoffe, • Astrachan Konfektion: Jacketts t Röcke t Blusen C* PELZ, Kotthuserstraße 4. Allgemeine Orts- Lirankenkasse sür Nixdorf. Da von den nm 15. Oktober 1305 gewählten 136 Arbeitnehmer-Delegier- ten am Wahltage 6 ihre Wählbarkeit nicht mehr besaßen, sindet zur Er- gänzung der acsetztich vorgeschriebenen Dclcgiertenzahl eine Nachwahl Sonntag, den 2». Oktober 130». vormittags von 11—4 Uhr, in Erlte Hoppes Festsälen, Hennann- straße 48, statt. 275/13 ZU wähltusindöDtleglkrte. Wählbar und wahlberechtigt ist jedes Mitglied, welche? volljährig und im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte ist. Als Legitimation gilt das ab- gestempelte Mitgliedsbuch. Ber Vorstand.\NuU\iy. ?aUl lObS, Schneidermeister Dienstag, den 24. Oktober 1905, abends 8V2 Uhr: Mitglieder- Versammlung in den„Arminhallen", Kommandantenstraße 20. Tages-Ordnung: 164/6 1. Abrechnnng vom 3. Quartal und Bericht der Ortsverwaltung über das Geschäftsjahr lOOl/O».— 2. Wahl eines Bureau-Angestellten.— 3. Neuwahl der Orts- Verwaltung und der Koinmissioncn der einzelnen Branchen. lSS?" In Anbetracht der wichtigen TageS-Ordnung werden die Mitglieder aller Branchen ersucht, zahlreich zu erscheinen. DaS Mitgliedsbuch legitimiert. Ohne dasselbe oder mit 13 wöchigem Rückstände kein Zutritt! Die OrtSverwaltung. Achtung! Zweigverein Berlin. Mittwoch, den 25. Oktober, abends 8'/, Uhr, bei Keller. Koppenstr. SS: AuOerordentli ebe Generalversammlung allor zum Z w e i ff v e r e i n Be g|# 1. Vortrag des Reichstags- Abge Den politischen Massenstreik. 2. DiSsi Kollegen t Wir erwarten» o I l z ä h I i g der Versammlung. Keiner darf schien. Wir pünktlich eröffnet wird. DM- Zur besonderen Beachtung Mittwoch, den 23. d. M. I-angestr. MMM MM MMMMMOOOft» ■ac&Mra -353* ;ehöriffcn Zahlstellen u. Sektionen. doung: Genosscu Bichard Fischer über: Mitgliodsbuch legitimiert I ü i, k l k i ch e s Erscheinen. Agitiert für guten Besuch besonders daraus, daß die Versammlung durchaus r ZiveigvereinSvorstand. I. A: Emil Thäns. chrslokal für Osten I. befindet sich vom aurant von Lenz(Inhaber Kluge). 15SiZ» Fs ist nicht zum glauben! aber wir müssen In kurzer Zelt unser gesamtes Ilnstcr- lager verkauft haben, niemand braucht mehr alte Kleidung zu kaufen, denn unsinnig billig kauft man seine Kleidung Im Total-Ausverkauf E"roS?" Herren-finzüge, Wert von 18— 65 M. jetzt nur noch. Wert von 18—75] :6,V M: 6,"-45tt „ 1800 stück Herren-Hosen, 2,'S.- 10 m. 1000 stuck Bnrschen-AnzUge«. Palelots 1400 3� Knaben-Hosen, s�„d... Herren-Paletots,»».-o Wert von 4—18 jetzt nur noch fast zur Hälfte des regulären Preises! 61 Schlatröcke, Hausjoppen, Gummimäntel, Lodenjoppen und Maß-Konfektion nnglanbllch billig! E. Sfisskind& Ca Rosenthalerstraße 9, Eete imd-sirait. — 4t" Unsere Fenster beweiseo alles! Stauuenswert, unglauhlich! 15 öffentliche KmMMl- Willlirr- NtchmliWt« finden statt am Montags den 25. Oktober 1�05, abends 8V2 dbr: 1. Kommunal-Wahlbezirk bei dräsel, Neue Friedrichstraße 35. Referent: Stadtverordneter Zterm»nn JorAMAU«. Ansprache des Kandidaten?Wll Schulz. Dienstag� den 24. Oktober*£05, abends SVg Uhr: 3. Kommunal-Wahlbezirk im Zürvergkrt««» Lindenstraße 105. Referenten: ZotatlN Sassettbath und Stadtverordneter ftiahard /lUSUSHn. 16. Kommunal-Wahlbezirk in Voizta MiarsA««, Ritterstraße 75. Referent: Dr. ZaäaK. 19. Kommunal-Wahlbezirk in SippHes Salon, Melchiorstraße 15. Referent: Stadtverordneter 7srck. Llvalck. Ansprache des Kandidaten AlgxanÜSr 7röl»UEl». 20. Kommunal-Wahlbezirk im Lnglisetan Sarisn. Mexauderstraße 27c. Referent: Redakteur ZuliUS Kaliski. 21. Kommunal-Wahlbezirk in den Andrsas-FosisAsn, Andreasstraße 21. Referent: Stadtverordneter I. Truns. 26. Kommunal-Wahlbezirk im Slysittm, Landsberger Allee 40/41. Referent: Stadtverordneter Ziormann Sorgmann. 27. Kommunal-Wahlbezirk in der Tranorsi Trisdrichshain, Am Friedrichshain. Referent: Stadtverordneter ranl Singer. 30. Kommunal-Wahlbezirk im Kosenthaler Kof, Rosenthalerftraße 11/12. Referent: Stadtverordneter Ziermann Sorgmann. 33. Kommunal-Wahlbezirk bei Schnlz, Belforterstraße 15. Referent: Stadtverordneter)<. Xodlsnzsr. 33. Kommunal-Wahlbezirk in den Kttttlboldi-Sälen(Mothes), Hussitenstraße 40. Referent: Stadtverordneter)i. Ssknberi. Ansprache des Kandidaten K. Warf. 40. Kommunal-Wahlbezirk in WÜllsrs 7estsilen, Boyenstraße 12. Referent: Stadtverordneter Dr. Leo Arotlf. 46. Kommunal-Wahlbezirk im Köstiner Kof(Gebr. Cranz), Köslinerstraße 8. Referent: Stadtverordneter Angtlfi Kintze. fflittwoeh, den 25* Oktober 1�055 abends Sl/2 Ohr: 6. Kommunal-Wahlbezirk bei ZÜhlke. Dennetvitzstraße 13. Referent: Stadtverordneter W. annkuoh. Ansprache des Kandidaten?aill Wöhring. 7, Kommunal-Wahlbezirk bei Qojlmann, 5lreuzbergstraße 48. Referent: Stadtverordneter Trltz Zubeil. Zlnsprache des Kandidaten Vv. Svorg Iterzjsld. Kages-Nldung: l. Unstte Ksnimiiiilltrivaltiiiig. 2. Flkit Ausspracht. Um recht zahlreichen Besuch der Versammlungen bitten Dfo Sinbemfei*. Charlottenburg. Kommunalwähler- Versammlung am Dieastag, den 2ä. d. M.. abends 8Vs Uhr, im„Uolbshanse" Roßnenfir. 3. Die Sünden der 3 Stadtnerordneten- Jdehrheit. Slcferent: Stadtverordneter Kllft fiääke. tl!ht"|8| Kilhmohiutuuinchcr!'■ In der Rahmcnsabril von?lib.«n»ri'. 25, sind Differenzen ausgebrochen. _ Zuzug ist fernzuhalten!_ DiSlulsion. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 2S0/1S Der Einberufer. immt Zweigverein Berlin, Sektion I(Brauer). Sonntae, den 8%. Oktober 1005, nachmittags 81.', Cbr, im Gewcrkschaftshaasc, Engel-User 15, Saal 1: w Vereins-VerfamtnUing. Tages-Ordnung: 1. Vortrag dcS Zentral-ArbeitersetretärS Genossen«obert»ebrnldt Sber»DaS Gewerbe-Uufallversichcrungs-GeseU. 2. Abrechnung vom 3. Quartal 1905. 3. Innere VereinSangclegenheitcn. 4. Verschiedenes. Zahlrclcbcs und pünktliches Erscheinen notwendig 41/20 Der vorstand. Verband der Kürschner Berlins und Umgegend. Geschäftsstelle und Arbeitsnachweis: Mendelssohnstr. O. Vlittwoch, den 25. Oktober, abends 8 Uhr» im Alten Schützenhaus, Linienstr. 5: General- Versammlung. Tage«. Ordnung: 1. Slbrechnung vom 2. und 3. Quartal 1905. 2. Abrechnung vom Streit. 3. Weiterberatung der in der lebten Generalversammlung gr- stellten Anträge(prozentuale Streitstener und BettrngS- erhöhung). 4. Unsere Bewegung und daS Berhalten deS Zentral- vor- linendc» Schubert. «. VerschikdineS. 263,17 Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Nilgiioil 6«, grdoilor.Ilaätildrer-lluniie»„SolidnrlUit". Mittwoch, b. 25. Oktober, abendS 8'/z Uhr, bei Franke, Sebastianstr. 39: ördentliehe lleneral-VenummIung. TageS-Ordnung: l. Berichte des Vorstandes, dcS Kassierers 2. Anträge. 3. Bericht von der Bezirlsleiter-Konscrenz. 4. Verschiedene». Mitglieder werden dascwst ausgenommen. 27/S Besuch erwartet Her Vorstand. Verband der Vspvnierer. Filiale Berlin. mttn-oeb, den 85. Oktober 1006, abends S'/, Uhr, bei Wendt, Beuthstr. 20: Quartals-Verfammlungs TageS-Ordnung: 1. Vorstands- rmd Kassenbericht. 2. DiZwssion. 3. Verschiedenes. Pflicht eineö jeden Kollegen ist eS, zn erscheinen. __ Die VarbandtloUiing. r Mittwoch, 85. Oktober, abend« 8'l, Uhr, in den Resibcnz-SlNeu, LaildSbcrgerstrasic ZI: General»Vertammlung. TageS-Ordnung: 1. Geschäfts« und Kaffenbericht. 2. VercinSangelegenheiten und Verschiedenes. 170,5 Mitgliedsbuch legitimiert. Die«rtsrerMaltnn«. Eugel-Nfer 81.«. Engel-Ufer Li. I. = Telephon Amt IV, 950.- übernimmt das»ein, gen, Puden und Polirren von Fenster, und Spirgelicheiden jeder Art. Abwaschen von«ollialousien, Firmen. lchilderu, sowie ganzen Häusern. Reinigung von Privatwohnnngen, Gcschaftolokairn, ilabrikräumen und Neubauten, sowie alle in das Fach emichlagende Arbeiten bei billigster Preisberechnung._ 27316 Auf Wunsch senden wir Vertreter.'MV nr imilrtr Bezirk Osten I, Osten II und Nordosten. Montag, den 83. Oktober, abends 8ll, Uhr: Wer fiiehthilder- Vortrag: „Jansens)Vordpol- Expedition" bei Keller, Koppeustrasie LS(groftcr Taal.> Die Kollegen werden ersucht, mit ihren Frauen zahlreich und pünktlich zu erscheinen._ »W- Kammacher!"AR Mittwoch, den 85. Oktober, abends 8'l, Uhr: Branchcn-Ycrfammlung der Kammacher und aller in der Zelluloid- Haarschmuck-Branche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen- bei F. Ttansch, Graste Frankfurterstr. 133. TageS-Ordnung: 1. Vortrag deS Genossen J. Sassenbach über:„Neue gewerkschaftliche Probleme. 2. DiStussion. 3. Werkstatt-Angelegenheiten. 4. Verschiedene». Der sehr wichtigen Tagesordnung wegen ist eZ Ehrenpflicht eineZ jeden Kollegen, in dieser- Vorsanrmlmig zu erscheinen. _ Die Kommission. Sranchc der Horbmaeher. Montag, den 23. Oktober, abcudS 8 Uhr: Versammlung Im GewerkschaftShause, Eugel-Nfer 15. TageS-Ordnung: I 1. Bericht de» Obmannes vom dritten Quartal. 2. DiSkuTsion. 3. Die augenblickliche Lage in der Grünbranche. 4. Branchenangelegenhciten. S. verschiedene». Zahlreiches und pünktliches Ericheinen erwartet Tie Kommission. rarhettbodenleger! Montag, den 83. Oktober, abcuds 8 Uhr: Kommissions-Sitzung mit Vertrauensleuten. im GewerkschaftShause. Eugel-Nfer 15. Saal 3. Die Kollegen werden ersucht, von jeder Werkstatt ihren Vertrauens- mann zu dieser Sitzung zu senden. Kreehsler. Montag, beu 83. Oktober, abends« Uhr. im Lokal von Wiesenthal, Alkerstraste 183: Versammlung der Drechsler. TageS-Ordnung: I.»Welche vorteile bieten uns DarlfvcrtrSge?" Referent: Kollege pottiovst. 2. Diskussion 3. Jahresbericht der Kommission. 4. Neu- wähl der Kommission. 5. Verbands- und Branchenangelegenhciten. In Anbetracht der Dichtigkeit der Tagesordnung ist ti notwendig, daß all« Kollegen anwesend sind. Montag, den 83. Oktober, abendS 8'/, Uhr: Bezirks- Versammlung für Rchuthultt und Slhüutiuusn Nurstuht in den Bcrolina-Sälcn, Schönhauser Allee 28. TageS-Ordnung: 95,6 1. Vortrag dcS Genosien.Alex Pasels über: Der Streik in der Elektro. Industrie. 2. VerbandSangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Aehtnng! Bautischler! Dienstag, 84. Oktober, abds. 6'/, Uhr, bei Raabe, Kolbergerstr. 85 i Sezlrksversammlung der Sautischler für de« Bezirk IVeddinx. Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Der Obmann. Montag. 83. Oktober, abends 8 Uhr, bei Walter, Adalbertstr.SL: Sitzung b» Bautischler-Kommission siir sämtliche Bezirke. Pünktliches Erscheinen erwünscht. vor branobonloitor: Karl Reich«. Brauche der Kusikinstrnmentenarheiter. Montag, den 83. Oktober. abendS 8',, Ubr, im GewerkschaftS- Hanse, Engel-Ufer 15(Saal I): Kranchen- Mitglieder- Kersammlung. TageS-Ordnung: 1.»Partei und Gewerkschaft«. Reserent ReichStagS-Waeordneter Frlü Zubell. 2. Diskussion. 8. Die Konferenz der deutschen Klavierarbeiter in Zeitz. 4. Wahl der Delegierten zu derselben. 4. Branchenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert.=; Zahlreiche» Besuch erwartet Die Branchenkommission. DfP Einsetzer!"WD Dienstag den 84. Oktober, abend» 8 Uhr, im GewerkschaftShause, Engel-Ufer 15(Saal I): Braiiclien»VersfunmliitiK. TageS-Ordnung: 1. Kelche Vorteile bietet irnS eine event. Einssshrung der Lohnarbeit innerhalb unserer Branche? Referent: Kollege W. Kunchke. 2. Diskussion. 3. Aussprache resp. Regelung verschiedener Misjstände deS Exira- Fonds. 4. VerbandSongelegkiikeilen und Verschiedenes. Kollegen l ES ist Pslichl eines jeden, in dieser Versammlung doetlmmt und pBnktlloli zu erscheinen. Auch werden daselbst neue Mitglieder aus- genommen... Dir Kommission. >ooo»ooeoooooiooo>oooi**ooooooof an.— Umarbeitung schlechlsitzeiider Gebisse. G Revaralnren. Plomben 1.50 M. Zahnove-® rnüoncn mit örtlich er Betäubung 1 M. Zahl- 9 Ü~•"""-" chiuitfl. 5 reiche Anerkennungen. Beliebige Teilzahlung. Garantie für tadellosen Sitz. Emil Scharfer. SM- Seit 0 Jahren nur Urbauftr. 133, vis-a-vis der Fichiestraße. kbOHOO»O>GGEOOG>GG>G»>OeO>GOGOOOOOOO>O> l 1.llüijljWl'jjl .....'-»------.■■�r''V.»■'■.■>••"vA:-•>■• ,•• �-Vj»".. M-' ä'4'.l» Menhogen HocM., Brannen-Str. 1M8 Veteranen-Str. 1-Z — Extra billige Gelegenheitsposten:==================�� Porzellan° Glas° Lampen Nur solange Vorrat! Kaffee-Service, � Än 1.S5 m. Kaffee-Service, �2 p™™™ 1.25 m. TaSSen, feto decorirt.«.. 3 Paar 50 Pf. TaSSen mit Goldrand.... z Paar 50 Pf. T aSSen, weiss....... Paar 9 Pf. KindertaSSen mit blauem Fond Paar 1 0 Pf Kaffeebecher mit Coldbuchstaben 20 Pf Kaffeebecher, fein decorut, klein 9 Pf. Kaffeebecher t fein deeonrt, xross 12 Pf. Lfntertassen, weiss... s8tL» Jotmärts" ßttlin«|lolUlitl Sonntag, 22. Oktober 1905. Ißt die ausgesperrten Arbeiter und Arbeiterinnen der Elektro-Industrie Kerlins und zluigegeud Liste gingen ein: Auf Listen gesammelt vom ZcntvalverSaiid der Maurer � Berlin: 5SS7 13, 2880 2,90. 2882 10,45. 2928 11,65 � N.lionajpeicher 26.50. Liste 2923 Bau Stralauerplatz 8,50. Si e 2922 Bau zUeranderplatz 7,35. Liste 2939 6,40. Liste 2940 8 65. Th w; er t/ 5-�l k m''C l948>''75' 5544 SSau Mennig, Flottwellstr. 1/2 es'M'. yM? Uoitwcllftr. 8 11,85. Liste 2891 Bau ftehmamstr. 20 "stte 2894 Maurer und Bauarbeilcr, Kotthuserdnmm 1 8,85. L897 Bau Kammaiidantenstr. 85 16,45. Liste 301t»80....... Liste 2969 11.85. Liste 2971 Bau Elberfeld er str. 38 14,70. Liste 2908«au Tempclhof d. Andersch 5,40. Liste 2904 Gasanstalt. Maurer und Bauarbeiter 13,45. Liste 2930 Liste Liste 3045 7,75. Liste 2971 15.80. Bau Lichtenberg. Bau Boswau u. Knauer. Warschauerstr. 16,90. Liste 2931 4.40. Liste 2934 3.30 Litte 2987 Bau Boswau u. Knauer. Döuboffplalj 8.-. Liste 2929 11.65. Liste 2984«au KNPcn.Wollanlstr. 22,30. Liste 2863 2,55. Liste 2854 6,05. Liste 2855 5,30. o-l mau WwNer.«hgrlotlenstr. 35, v. Maurern u. Bauarbeiiern 24.95. 2899 San Ka�bachstr. 2l. Maurer u. Bauarbeiter 16.80. Liste 5587 ola-s krqi6 m£■ fi. 5515®nu Köuigsweg 63, Schöneberg 14,80 Lifte 5o9t Bau Held u. Frauke, Leipzigerfwaße 5 8,05. Liste 5595 Sttrchenbau Marhemekeplatz 5.-, Liste 2982 21,60. Liste 2987 16�90. Liste 2988 3,85. Liste 2990 5,80. Liste 2856 2,50. Liste 2920 Bau Stralauerplatz Boswau u. Knauer 15,—. Liste 2919 Bau Str-alauerplatz Boswau u. Knauer 15,90. Liste 2881 Bau Katzbachstr. 19 9,15. Liste 2879 Kirche anr. Urban 16,90. Liste 2952 14,70: Liste 2956 15,90. Liste 295t Liste 3035 Bau Sedanstratte Jonas 11,50. Liste 3034 16,25. Liste «« ollT' JL!.tc i017 27'2a Liste 3022 7,60. Liste 2981 11,55. Liste 2992 6,35. Liste 2989 Bau Kriminaigencht 16,90. Liste 5620 15,—. Liste 5621 4�60 Lifte 5522 8,55. Liste 5548 4,45. Liste 5549 Kaseruenbau General Vapestrage 9.25. Liste 5517 Bau Mittag. Lcibnizstr. 43. 10,35. Lille 5514 f'25- Liste b529 Bau Pariser Platz 4 19,70. Liste 5604 Bau Spaudauer. Held u. Frauke 16.90. Liste 5528 Bau Dessauerstr. 2 16,15. Liste 5a2� Bau Konig- und Klostcrstr.-Scke 10,60. Liste 2961 Bau Dorothecn- strage 23/24 21,55. Liste 2958 Bau Spandauerstrage tzeld u. ormike 19,40. Liste 2953 darunter 10,25 vom«au Fasanenstr. 25 16,45. Liste 2959 7,25. Liste 291? Bau Kominandanteustrahe Held u. Franke o8;7 ooer l'6 2948®ßU Vikioriaspeichcr, Köpenickerstrajje 34,50. Liste 2865 Bau Matheus. Bleibtreuslrasj« 15.—. Liste 2998 Bau Sophien- strafte 8 12,40. Liite 2925 48,—. Liste 3000 12.20. Liste 3002 Bau Sia. nmudshos 13,75. Liste 3003 3.30. Liste 3007 11,70. Liste 3008 Bau VIrchow- Krankenhaus 5,70. Lifte 3029 6,30. Liste 3031 2,30. Liste 2990 2,40. Tellersammlung vom tzerbstvergnrigen der Maurer, Bezirk Südwest 15,—. Bon den tzauskassierern des Bezirk Osten II. darunter 3,— vom Wirt 17,—. Bon einer gemüllichen Fei?r.durch Julius Biireck 2,—. Durch Friedrich ganbrich 7,65. Bon den Genossen des 182. Stadtbezirks 10.—. Gesamt 1119,10. Verband der Fabrik-, Lapd-, yülsSarbeitcr und Arbeiterinnen Deutschlands sZahIstellc Berlin): Liste 1933 8,50. Liste 1917 18,—. Liste 1951 GaSmotorsabrik Deutz, Huttenstraße 29,30. Liste 1952 Gummi- und Kabelwerk Dr. Cassierer u. Comp., Keplerftr. 5/6 26,10. Liste 1953 Gummi- und Kabelwerk Dr. Cassierer u. Comp., Keplerstr. 5/6 29,40. Liste 1967 43,60. Liste 1954 10,90. Liste 1965 Arbeiter der Firma Gebr. Dobler, Hochstrabe 60,—. Liste 1969 5,-. Liste 1971 2.10. Liste 1972 Vogelbauer- sabrik Salmon 6,50. Liste 1976 Schokoladeniabrik Hildebrandt 36,45. Liste 7711 7,75. Liste 7712 1,75. Liste 7713 12,40. Liste 7718 4.35. Liste 7720 13,05. Liste 7721 9,—. Liste 7722 3,30. Liste 7720 13,70. Liste 7729 5,25. Liste 7734 5,15. Liste 9645 Bau Kriminalgericht 12,35. Liste 9640 Bau Kriminalgericht 8,15. Liste 7715 17. GaZ.ZIcvier.Jnspettio», Schulstrabe 13,50. Liste 11 553 Telephousabrik E. Zwietusch u. Co.. 2. Rate 147,20. Liste 5433 Tischlerei Petersburgerstrabe, 2. Rate 19,35. Liite 11 497 Treppengeländer. Fabrik Paul Schmidt u. Co. 13,55. Arberter der Firma Graucrt. Abt.-V 27,45. Liste 8307 Stockarbciter von Bringmann, Rixdors 6,75. Liste 9742 Tischlerei Töpke. 2. Rate 18.10. Liste 3876 30,-. Liste II 543 Dcuische Telephon-Werke, Spiraibohr-Abt., Kvpenickerstrabe, Saal I 36,90. Liste 0952 HanS u. Motto 19,85. Liste 8908 Tischlerei Gerson, Hollmannsträbe 10,30. Liste 11 443 Tischlerei Pctruschke, Blücherstrabe 2.—. Liste 3261 Koll. d. Firma Völkel, Luckauerstrabe 25,60. Liste 2007 Rollricger von Dewald 9,—. Liste 4953 durch Schiepe, Maurer 16,10. Schristgieberei Gronau 12,—. Lifte 1764 2. Höser 10,65. Sühenbach u. Aron 9,90. Kollegen von M. Langer, Koppcnstrabe, 2. Rate 19,75. Liste 9040 Druckerei TirburtiuS 5,—. Berliner Elcktro-Platet-Waren-Fabrik 7,50. Liste 4490 Pohl. Tischler 12,70. Kollegen von T. S. Wcinbaum 14,05. Liste 11458 Pianosortearbciter von Sllexandcrhos, Nieder 13,—. Liste 6612 Lacksabrik C. F. Heide 25,05. Liste 6748 Baustelle Oranienstr. 24 5,60. 81. R. 3,—. Liste 8302 C. Hoppe 1,60. Liste 5572 Maurer v. Stetttncr Bahnh. 3,65. Liste 11727 Gebr. Arndt u. Co. 1983 Wcizenmühle Solomon 30. 1986 Berthenmühle 46,85. Liste ,10. Liste 1984 Schristgieberei 7,70. Liste Viktoriamühle 21,70. Liste Reparaturwerkstatt Automobil, Lederer u. Co. 9,90. and DiSkutier tlub Süd» Ost durch Treu 10,60. U. Potzmann 6,75. Restsumme aus Listen von Borsig 364.25. Liste 6756 durch Falk(darunter N. Schöpke 23,60, Krökel 3,85) 32,50. Liste 9847 Alcraiiderwerk, Neue Fakobstrabe 46,95. Liste 9046 Tischlerei Aischner, 2. Rate 18,50. Tischleret Thümann 8,15. Liste 11079 M. Polack 1,25. Liste 8233 Jakob 9,50. Liste 4494 6,20. Liste 11557 Krüger. Metallwarensabril, Muskauerstrabe 13,50. Liste 1425 Buchdruckeret Bernstein 18,—. Liste 10956 Kollegen der Firma Nachtigall 17,—. Tischleret Körner, Kreuzbcrgstr. 5,—. Liste 7066 Kollegen von Runge, einschl. Fürstnow, 2. Rate 17,40 Liste 4449 Bauanschläger b. Schlosserei Schulz, WilmerSdors 16,80. Liste 9355 Möbelfabrik Ltndner, Nettelbeckstr. 20,25. Liste 9066 Fa. Kahnt, Stralau. 2. Rate 14,90. Liste 5465 Bau- beschlag-Fabrik Fr. Spengler, 2. Rate 18,50. Liste 5971 Tischlerei KerraS, Weberstr. 14,75. Lifte 6428 Kronleuchtcr-Fabrik von Schästcr u. Hauschncr 16,30. Baullempner v. Busse, Tegelerstr. 5,25. Liste 9999 Chemische Fabrik v. Riedel. Gcrichtstr. 6,50. Liste 5078 Tischlerei R. Körner, Chansscestr. 14,25. R. Schmidt. Tischleret, Fruchtstr. 6,20. Liste 11598 Bauitschlcret Röder, Boeckhstr. 19,60. Liste 8915 Arbeiter der Ttschsabrik Richter 26,60. Liste 7159 Liste 1506 vom Lese- >W WW�MListe 1507 durch TolkSdorf 27,90. Buchdruckerei Alfred Ungar 15,60. Liste 11044 Tischlerei Lüdlke, Britzerstrabe 24.-. Liste 9853 Tischlerei Penkuhn 11,10. Liste 5426 Tischleret Kaiser. 2. Rate 21.50. Liste 8219 Tischlerei Langenrann 20,45. Liste 9960 Tischlerei C. Mau, Memelerstrabe, 2. Rate 6,90. List« 9181 8lrb. d. Kconcnsabrit Beibwänger, 2. Rate 15.70. töieberet Bchrcnd 6,—. List« 5101 Koll. d. Firma Förstncr 11,55. Liste 7064 Koll. d. Echirmstocksabrik B. Noa 25.35. Liste 7065 Arb. d. Mctallwaren- sabrik Braun u. Wolfs 26,50. Listen 9884/85 15,95. Listen 9161/62 Karl Bülter 25.20. Listen 11146/47(Männer-Abt. 19.85. Damcn-Abt. 18.—) 37,85. Liste 6099 Buchdrucker«! Alb. Jockel 5,—. Liste 11544 Kempser, Kursürslen- strabe 9,50. Liste 8223 Drechslerei Hempel, Schönhauser-Allee, darunter Lotterie- Verein.Niete" 29,45. Liste 6061 Krüger, „Deutsche Warte" 18,95. Liste 2511 Arb. v. Stolzenberg, Reinicken- dors 58,50. Liste 4299 Grauert. Stralau, Gicberci-Abteilung 71,30. Liste 5352 Werkftatl Schmidt, Friedrichsberg, ges. h. 1 Fuhre Holz abladen extra 4,50, 16,50. Liste 5351 Bautijchlcrci E. Mag, Lichtenberg, Hagenstr., 11.25. Liste 5324 Werkstatt Klopsch. FriedlichSberg. 7.50. Liste 5322 Bau- tischlerei Tramm, Friedrichsberg, 2,—. Liste 5321 Werlstatt Richter, Friedrichsberg, 14,75. Liste 5319 Zahlstelle Wildner durch Liepe 8,90. Liste 5318 Werlstatt und Bau Hollstein. Friedrichsberg, 9,40. Liste 5317 Bau Franks. Allee 183, Hebe 15,40. Liste 5316 Tischlerei Seiffcrt u. Fröhlich, Franls. Allee, 9,80. Liste 8211 Werkstatt Schnitze.(?) Allee 28, 8,95. Liste 4887 v. b. Kollegen d. Masch.-Abt. d. Gasmessersabril S. Elster 60,—. Liste 4486 durch Max Hoeser. Rcstaurateur, 12,25. Liste 5385 v. d. Metall- arbeitern v. Flatow, Rixdors, 16,20. Liste 9393 durch Kummer 13,50. Liste 9948 Knopssabrik Hamann, 2. Rate 17,40. Anilinsabrik vergessen 0,50. Liste 7014 durch Goltz« 2.50. Liste 6659 Schlosserei Karl Groh. Pallisaden- slrab«, 6,40. Listen 9163/68 Personal d.Buchdr. E. S. Mittler u. Sohn, 2. Rate 101,35. Liste 9968 8.70. Listen 2I«0/91 Bartels. Dierichs u. Co., f. u. 2. Ratet 1,85. Liste 2192 1,50. Liste 6020 Setzerei„Gartenlaube" und„Woche" 16,—. Liste 6022 Scherl, Setzerei„Tag" 12,05. Liste 6021 desgl. Gewig-Geld 13,50. Liste 5521 Bau Wilhelmsruh Nr. 3 14,55. Liste 2131 durch A. Pfl. 24.—. Liste 2140 desgl. 3,50. Liste 2153 desgl. 7.- Verband der Schneider. a kouto aus Listen 160,—. Liste 1911 durch George 8,05. Liste 11776 durch Alscher, Rixdors, darunter Arb. v. Gebr. Bertram 25,25. Goldleisten- und Rahme: sabrik Pätzold u. Klein 7.— Liste 6531 10.35. Liste 11698 Perlmutt- sabrik Koal 7,95. Liste 8418 Tischlerei Stritzke, Köpenicker- strage 5,— Listen 7071 9,80. 9567 7,—. 8270 8.30. 6699 6,—. Liste 6694 17-. Liste 1299 ges. v. Fri Osten 3,30. Liste 3717 durch Schmoll 15,45. Liste 10 967 durch staintzkq 10,—. Liste 3715 durch Reu- mann 10,70. Liste 3713 Bauarbeiter v. Bau Wilmersdorscrslrabe t!.40. Liste 3714 durch Willmaun 36,55 Vom deutschen sozialdemokratischen Lese- llub in Paris, 130 Fr., darunter 110 Fr., ges. unter d. Arbeitern der mechanischen und optischen W-rkstätte der Firma E. Kraust 104,83. A. Lamtzeck. Bern 3,-. Töpfer d. Fir. Fanghaust, Elsasserstraste 51 12,50. Tischlerei Grundner, Reinickendorf 11,50. Liste 8295 Wertstait Acker u. Gol- berg, Ackerstraste 5,—. Liste 8958 Maschinensabr. F. H. Zimmermann, Chausseestrabe, 2. Rate 18.50. Liste 8964 Setzerei„Naiional-Ztg." 43,18. Bautischlerei«chulze, Marienburgerstraste 12,—. Liste 89l4 Tischlerei Kiinling, Hagelsbergerstrab« 14,15. Listen 8772/74 Mech. Wertstait vorm. Boese, Köpenickerstragc 3l,20. Tischlerei Jonuleit u. Psaff, dritte Rat? 20,—. Liste 8622 Werkstelle von Hille. 1. Rate, Boeckh- straste 14,10. Liste 8860 Metzer, Wienerstrabe, 2. Rate 13,45. Liste 8959 7,70. Liste 237 Fa. Drestler u. Kurzmann, Koppenstrabe 14,—. Liste 7011 Rohrteaer u. Heiser v. Fremler, Schillingstraste 8,50. Liste 6875 Kollegen d. Maschinensabr. Kuhn u. Co. 5,—. Liste 8 Baniischlerei W. Kaulke 10.75. Liste 9003 Hävers u. Opitz 20.45. Liste 11019 Werkstatt Hecht. Andreashos 20,40. Liste 11459 Parkettleger d. Firma Roch, RegenSburger- straste 13,50. Möbelfabrik Stern u. seliger I,A>. Liste 9092 Arbeiter der Fa. Schwarz. Chausse-strab- 16.50. Liste 7605 Arb. d. Fa. Gesfert Aachs., Brunnenstr.>25, 2. Rate 12,25. Liste 1427 Arbeiter d. Fa. Dicland u. Co., Kommandantenstr. 9,65. Liste 5320 ll,65. Liste 9005 Bautischlerci Wolter. Rigaerstr. 6,—. Liste 9726 Roll. u. Kolleginnen d. Fa. Engelmaini, Manteussel- slrab« 32.85. Liste>1624 Arb. d. Anilknfabrik, Treptow. Groschenkasse P. III, 2. Rate 20,—. Liste 11625 Heizer u. Maschinisten d. Anilinsabr. Treptow 23,40. GemerkschastSkartell Friedrichshagen aus Listen: 3358 durch Haupt 5.60, 3359 durch O. körber 6,65. 3360 durch R. Rose 26,85. 3362 durch F. Soffmann 27.30. 3363 durch Schnorre 17,95. 3364 durch G. Nvack 30,45. 3365 durch Alb. Schulze 15.95. 3366 durch Zehlicke 2.90. 3867 durch B Krause 8,15. 3371 durch K. Hossmann 12,75. 3372 durch Paul Kühne 9,60. 3373 durch Otto Schröder 20,80. 3374 durch Schädzan 17,30. 11295 durch R. Rose Ii, 80. Cwe sreiw. Sammlung d. A. G. Gladeubcck 44,05: Durch Bräuer. Velten i. M. aus Listen: 5860 5,—. 5842 14,75. 5845 5,25. 5818 13,50. 5853 6,75. 5848 6,—. 5849 9,55. 5810 6,40. 5834 4,—. 5854 6,50. 5798 9,80. 5797 7,30. 5799 6,40. 5852 6,70. 5847 11,30. 5794 3,45. 5810 5,50. 5859 6,—. 6795 6,55. 5838 6,40. 5830 21,50. 5793 10,35. 5822 5,80. 6817 5,15. 5813 12,85, 5807 10,50. 5805 3,75, 5827 6,50. 5820 2,50. 5800 16,45. 5833 7,—. 5823 5,60. 5825 4,50 5614 8,05. 5812 7,50. 5846 2,—. 5809 4,85. 5804 2,50. Städtische Arbeiter. Gasanstalt Müllerstraste.'Aus Listen: 2286 22.75. 2287 16,35. 2238 7,75. 2289 7,25. 229 t 20,55. 2292 11.35. 2295 17.90. Gasanstalt Danzigerstraste. Aus Listen: 2296 8,75. 22»? 20.30. 2298 21,30. 2299 15,45. 2302 12,80. 2303 11,50. 2304 12,50. 2305 15,75. Gasanstalt Gitschinerstraste. Aus Listen: 2307 5,—. 2309 16,05. 2310 13,45. 2312 14,05. 2314 18,65. 2315 14,85. Gasanstalt Stralauerplatz. Auf Listen: 3313 22,65. 10 546 5,70. Gasanstalt Schmargendorf. Aus Liften: 2316 11,75. 2317 19,60. 2318 20,90. 2319>3,85. 2320 7,05. 2321 4,90. 2322 10.—. 2323 17,80. Städtischer Kohlcnplatz Liste 2326 8,30. Wasserwerksarbciter Liste 2340 15,80. Aus den Betrieben der englischen GaSgcsellschast Listen 2266 22,40. 2268 7,10. 2269 19,50. 2275 27,15. 2276 17,25. 2277 8,40 2278 7,50. 2280 7,20. 228t 8,30. 2283 10,80. 2284 4,50. 2285 5,45. Bon den städtischen Strastenreinigern Listen 2350 20,35. S35l. 24.2 10,—. 2356 11,80. 2358 8,35, 2359 6,85. 2360 6,80. Von den Angestellten der städtischen Badeanstalten Listen 2388 7,45. 2339 8,25. 2390 1.25. 2391 10.20. 2392 7,20. GaS- anstalt Rixdors Listen 2400 13,75. 2402 14,10. Gasanstalt Lichtenberg Listen 2405 11.20. 2407 2.90. 3310 12,10. Wasserwerk Tegel Listen 3265 16,15. 3266 25,35. Von Arbeitern der städtischen Rieselmerke Liste 3309 8,80. Von einem städttschen Latcrnenwärter auf Liste 2415 IM Summa 815,50.— Durch das Spaudauer Gewerkschaftskartell aus folgenden Listen gesammelt: 1275 0,30. 1278 9,16. 1284 2,30. 2544 20,65. 2545 2,50. 2546 6,45. 2548 8,30. 2549 8,90. 2553 6.90. 2554 36,35. 2560 13,25. 2564 4.90. 2565 4,95. 2572 1.70. 2578 14,25. 2584 16,25. 2585 6,35. 2586 15,20. 2587 10,80. 2588 26,50. 2591 23.-. 2592 4.40. 2595 1,50. 2597 6,05. 2593 Arbeiter und Arbeiterinnen der Firma Schwartzkopss in Reinickendorf 48,35. 2599 16,-. 2600 13,65. 2602 2,10. 2604 6,50. 2605 6,50. 2600—. 2607 4,—. 2608 6,50. 2609 6,50. 2610 13.90. 2611 4,50. 2613 37,—. 2614 7,75. 2615 21,35. 2618 13,90. 6201 3,20. 6202 1,50. 6203 9,65. 6204 11,70, 6205 9,25. 6207 6,95. 6208 15,—. 6209 7,25. 6211 3,60. 6212 7,60. 6213 7,50. 6215—. 6216 15,—. 6219 9,—. 6220 10,40, 6221 7,25, 6223 4,45. 6224 13,40. 6226 8,65. 6231 3,50. 6232 12,25. 6235 4,85. 6239 1,—. 6240 19,20. 6242 15,—, 6244 4,40. 6246 6,40. 6246 12,70. 6247 7,—. 6249 0,50. 6260 0,50. 6651 25,40. 6556 13,66. 6557 16,25. Tapezierer der Firma Jahn, Lützowstrab« 12.—. Liste 4502 11,45. Liste 3927 Arbeiter der Firma Gebr. Röhlig 11,10. Liste 4536 Kuhla, Wattstrabi 3,25. Liste 9091 Schlosser und Dreher d. Masch.-Fabr. Schwabendahn 14,75. Liste lt 676 Lemeick 11.29. Liste 6871 Tischlerei Priebenver, 2. Rate 10,—. Liste »160 Arbeiter d. Fa. TauSk, 2. Rate 9,25. Liste 9862 Koll. v. Hinz u. Eggert. 2. Rate 17,15. Liste 9087 E. Pinkus, Dresdenerstrab« 19,45. Liste 5134 Kisteiisabrik Hinz u. Gastwirt 14,25. Liste 14 740 u. 11 742 Kollegen d. Fa. Gebr. Faul, Hauptgeschäft 42,10. Liste 5369 u. 10 741 Gebr. Faul, 2. Ge- Ichäst, Hag-ISb-rgerslrabe 23.—. Liste 6735, 87. 89. 90 Nagel 19,85. Liste 11 739 Koll. d. Fa. Gerhardt, Oraiiienburgerstrabe 19.29. Bernauer GemerkschastSkartell 90,—. Von den Arbeitern der Neuen Berk. Genossenschasts- Bäckerei 16,50. GcburtStagSscicr Gesang»..Morgengrauen" 4,—, zus. 20,50. Durch Martin D. M. A. V., Zahlstelle Nowawes-Neuendort 51,25. G. V., Bukarest 40,—. V. d. Koll. d. Tischlerei Kah, Neue tzochstrabe 35,—. Liste 4109. 4114, 4111 durch Paschen 64,30. Liste 9357 durch Wilh. Schmidt. Spandau 18,55. Bautischlerei von Knoll u. Bitwer, 2. Rate 14,19. Lungenkranle Proletarier der Heinistätte„Buch" 14,—. Marmor- arbeiter d. Fa. C. Fink, Bergmannstrabe 13,45. Ges. b. d. Feier d. SttstungssesleS von: Zentralverband der Maurer Deutschlands tZwelgv. Wannsee) 12,—. Athletenvcrein„Atlas", Berlin 1883 10,—. 2. Rate der Deutschen Buch- und Kunstdruckerei Zossen 15,—. Putzerkolonne Chemnitz durch Vogel-Rixdors 19.-. Liste 5436 8.40. G Streckenbach. LoSlau 11.85. Formervergnügen, Erfurt, durch Weber 10,—. V. d. Arb. d. Brotfabril „Beroltna", Ichöneberg 6.05. Verein ehem. Schüler d. Tapezicrer-Fachschule zu Berlin 5,—. Arb. d. Chemischen Fabrik E. Schering, ges. d. Ahreus 2,75. Buchdruckerei W. Grewe 10,05. Bon sechs Proletariern, davon fünf bei der Firma E. Giebel 2,40. Ges. zum 70. Geburtstage bei Valerius 3,50. Ges. b. Fldeiitas, Fachverein f. Photographen 4,50. Personal der Steglitzer Werkstatt für Druck und Verlag 8,30. Bildhauer d. Fa. Kühn 9,05. Bon den Zimmerern Bau Fröhlich u. Ludlwig, Tegel 7,30. Nietenbrüder, Harsen« jnle, Rathenowcrstr. 3,70. Koll. d. Fa. Vahrenwald u. Vogel 7,—. Ge- werkschasls-Kartell Schöneberg, dar. 28,50 M. d. Samuel Kirste und 10 M. Lottcrieverein„Friede und Eintracht 175,85. Potsdam, Braune Kuh, am Bierttsch ges. 4,35. Liste 202 Personal d. Druckerei de«„Sonntagsblattes" 11,75. Eine Sammlung bei Wiegand, Stwlauerstr. 3,—. Summe 7768,37 M. Bereits quittiert 79073,35 M. Gesamtsumme 86 841,78 M. m Berichtigungen: Unter A. Pähl, Grunewald, 50 M. mutz eS heißen: Gesttstet vom Gärtnerverein, Grunewald.. � Liste 3808 Mir u. Genest, Tableaubau 27,45 M.. darunter durch Dulzun 2,80 M. Aus Liste 2850 Eberswaldersttabe muß 1 M. mehr heißen. Unter Brauereiarbeiter-Verband und-Hülssarbeiter sind folgende Listen noch hinzuzufügen: Liste 2763 Haase-Niederlage 6,25. Liste 2769 Borusfia 26,39. Liste 2770 Spaudauer Bergbrauerei 15,30. Liste 2774 Schultheiß I 34,50. Liste 2777 Schultheiß IV 2803. Weitere Sendungen werden entgegengenommen im Gewerkschastsbureau von tt— 1 und 6—8 Uhr, Sonnabends und Montags von 4— L Uhr im Saal HI. Postsendungen sind an Sl. K ö r st« n, Engel-Ufer 15, zu richten. Ter Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommtssio». Versammlungen. Dritter Wahllreis. In der am Dienstag abgehaltenen Generalversammlung des Wahlvereins hielt Wolfgang Heine einen beifällig aufgenommenen Vortrag über das Thema: Der Strafprozeß im bnreaukratischen Staat. Unter anderem besprach der Redner die in Aussicht stehende sogenannte Reform des Strafprozesses, er be-- leuchtete die wesentlichsten Aenderungen, welche die Strafprozeß- Komiinssion vorschlägt und kam zu dem Schluß, daß diese„Reform" etz» Rückschritt ist, daß sie für uns vollständig unannehmbar ist und wir ihr deshalb de» zähesten Widerstand entgegensetzen müssen.— Nach dem Vortrage, dein keine Diskussion folgte, nahm die Versammlung die Aufstellung von zwei Stadtverordnetenkandidaten vor. Äerfin, dem da? Mandat für den 17. Bezirk bekanntlich durch Urteil des Oberverwaltungsgerichts aberkannt ist, wurde für diesen Bezirk wieder aufgestellt. Für den 10. Bezirk wurde Fröhlich alsKandidotproklamiert. Hierauf erstattet Loge den Kassenbericht für das III. Quartal. Einschließlich eines Bestandes von 014,05 M. sind 1597,47 M. eingenommen, 628 M., darunter ÖOO M. für Agitation ausgegeben, so daß ein Bestand von 641,45 M. verbleibt.— Der Vorsitzende Fritz gab. den Geschäftsbericht des Vorstandes: Der Borstand hatte sich mit einem Antrage der Barbiere zu beschäftigen, welcher dahin ging, die selbständigen Barbiere, welche einer Innung oder der Freien Vereinigung angehören, aus dem Wahlverein auszuschließen. Der Vorstand hat diesen Antrag abgelehnt, denn er steht aus dem Stand- Punkt, daß Anträge auf Ausschluß sich nur gegen bestimmt bezeichnete Mitglieder richten und in jedem Einzelfalle geprüft werden müssen. Ferner hat der Vorstand beschlossen, dem Mitgliede Adain wegen Teilnahme an dem Fest der Neuen freien Bollsbühne in der Philharmonie eine Rüge zu erteilen.— Einen An- trag der Schneider-Organisation, das Mitglied Heinrich aus- zuschließen, weil er bei dem Streit der Herren-Maßschneider Streik- bruch verübt habe, hat der Vorstand abgelehnt, weit er nach Prüfung der Sachlage zu der Anficht gekommen ist. daß Heinrich nicht als Streikbrecher beirachet werden laiin. Zu dieser Angelegenheit nahm Ritter das Wort. Unter ausführlicher Darlegung der Gründe, die den Schneiderverband zu seinem Antrage veranlaßten, führte er aus, daß Heinrich zweifellos Streikbruch verübt habe, und deshalb ausgeschlossen werden müsse.— H e i lm a n n beantragte hierauf, daß die Angelegenheit nochmals im Borstande geprüft werde. Unter dem Eindruck der Rede Ritters entschied sich die Ver- sanimlung mit 94 gegen 81 Stimmen für den Ausschluß Hein- richs. Dieser Beschluß rief eine erneute, zeitweise ziemlich heftige Debatte über die Angelegenheit hervor. Rüdiger bemerkte, nachdem die Versanrinlnng dem Autrage des Schneider- Verbandes stattgegeben, müsse der Wahlverein auch alle diejenigen gewerkschaftlich organisierten Schneider ausschließen, die sich nicht an den Flugblattverbreitungen beteiligen. Ritter erwiderte darauf, wenn Heinrich nicht ausgeschlossen worden wäre, dann würden die Mitglieder des Schneiderverbandes aus dem Wahlverein ausgetreten sein. Schulz ergänzte diese Angabe dahin, die austretenden Schneider würden natürlich einem anderen Wahlverein beitreten, denn es hairdle sich für sie mir darum, daß sie nicht mit einem Streikbrecher in demselben Wahlverein tätig sein wollen. Eine öffentliche Tapezirrer-Bersammlung, einberufen von der Freie» Vereinigung der Tapezierer Berlins, nahm nach einem Referat des Genossen Dr. R. Friedeberg über: Weltanschauung und Taktik des deutschen Proletariats" und darauf folgender reger Diskussion, an lvelcher sich u. a. auch Dr. Bueck-Steglitz beteiligte, folgende Resolution mit allen gegen eine Stimme an: Die heute am 11. Oktober 1005 in Frankes Fest- sälen, Sebastianstraße 39, tagende öffentliche Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten Genoffen Dr. R. Friede- berg einverstanden, und verpflichten sich die Anwesenden, für die weiteste Verbreitung der Idee des Generalstreiks und der revolutio- iiärcn, internationale«, glaubenslosen, auf die Befreiung der ganzen Menschen gerichteten Weltanschauung in ihren Organisationen Sorge tragen zu wollen."— Unter Berufsangelegenheiten gab der Vor- sitzende W i n k l e r bekannt, daß im Organ der Tapezierer-Jnnung durch den Obermeister derselben alle Unternehmer aufgefordert werden, dem Vorsitzenden der Achtzehner-Kommission, Herrn S. Feder, alle diejenigen Gehülfen zu nennen, welche in der jetzt herrschenden außerordentlich günstigen Konjunktur einen höheren als den tariflich festgelegten 65 Pf.-Durchschnittslohn fordern und er- sucht die Kollegen, damit die so hergestellte schwarze Liste nicht sv klein wird, durchweg mindestens den 70 Pf.-Stundenlohn zu fordern. Zur Angelegenheit der Linoleumleger, mit der sich die Versammlung hierauf befaßte, und die eine rege Diskussion hervorrief, in welcher alle Redner das Zwischcnmeistersystem bei den im Sattlervcrband organisierten Linoleumlegern gebührend kritisierten und Abhülfe forderten, wurde hierauf folgende Resolution e i n st i m m i g an- genommen:„Die heute am 11. Oktober 1905 in Frankes Festsälen, Sebastianstraße 39, tagende öffentliche Tapezicrer-Versammlung fordert die Ortsverwaltung des Verbandes der Sattler auf. u»- verzüglich Schritte zur Abschaffung des anwürdigen Zwischenmeister- shstems bei den Linoleumlegern zu unternehmen, widrigenfalls die organisierten Kleber in Zukunft auf den Bauten die Arbeit ver- weigern werden, wo die Linkrusta-Arbeiten von den Linoleumlegern ausgeführt werden." leiderstoffe Um unsere Herbst-Neuheiten in allen Arten von Damenkleiderstoffen, fertigen Blusen, Kleiderröcken und Jupons einzuführen und weil wir keine teure Ladenmiete haben, verkaufen wir onfektion! zu ganz besonders billigen Preisen Krausenstr. 83, i Tr., Fabrik- Niederlage Thiele& Co. a«!"8. h?" Krlr« It»~ 11Bo Rjr***• Qeraer Kleiderstoffe. vormals Ctltzcnschc 3öfol!eitwcfemä. Ecke JernsnlcmerstraOe im„Kaufhaus Dttnlioffplats' rar Lebens Elixir von mäqensfaikefiden VegePabilien exbrahirl-' Wohlschmeckend ärzHich beguhachleH Gesebl.geschühl! 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Bedeutende Fabrik luckicrler Möbel in Schlesien sucht einen in der Holz- malerci durchaus erfahrenen Malrmkistkr allererste Kraft,, möglichst mit Fach- ichulbildung, welcher imstande ist, einer Raierwerkftatt mit ca. 40— 50 Walern und Ansttcichern vorzustehen. ES wird nur ans wirklich tüchttge, umsichtige, energische Kraft reflektiert. Stellung ist dauernd und ange- nehm. Gesuche über bisherige Tätig- lest nebst GehaltSsordcrung bei freier Wohnung unter v. S an die Erpe- ditton dieses Blattes. 2760b Partcifekrctar für die provinz 8ckles�Lg-P)olstem. Der Posten eines besoldeten Sekretärs der Agitattonskommission sür die Provinz Schleswig-Holstein, deren Sitz Altona ist, ist vakant ge- worden und neu zu besetzen. Das AnsangSgehalt beträgt 2400 Mark pro Jahr. 236/6* Die Bewerber haben, unter Angabe ihrer bisherigen Tätigkeit in der Arbeiterbewegung, einen knapp gefaßten Aufsatz über die Ausgaben eines Agitatioiislesters bis zum 4. November d. I. an den Genossen v. Elm, Hamburg-Eimsbüttel, Schäsersttaßc' 19, mit der Aufschrift„Bewerbung" einzureichen.____ Die KoninilHNlon.. - Parilhlislhti Arbtitgiiachllitis fiir des Gliiscrgkilicrbk i» GrH-Kcrliii. 30 Bauglaser für Berlin und Umgegend gesucht, zn L den zwischen den Arbeitgeber- und Arbeitnehmcr-Organi-» sationcn vereinbarten Arbeitsbedingungen. � Der Arbeitsnnchweis befindet sich Gormannstr. 13. � Geöffnet von 8—1 Uhr. Das Kuratorium: 73/6 2 Für die Arbeitgeber: Für die Arbeitnehmer: ch Lsorg liijhlivb.' V. lalrn. Brnnchekunbiger jnnger Mann (Christ), unverheiratet, möglichst ge- lernter Tischler, der Kontorarbeiten gründlich versteht, verlangt sofort Möbei-Fabrik. Bisherige Tätigkeit mit Angade der Gehaltsnilsprüche unter Chiffre 4). D. 52857 an Rudolf Messe, Brtnzenstr. 41. 48/9 Former I Für eine große Metallgießerei nach auswärts werden mehrere tüchltffe Former und Kernmacher gesucht, die in der Lage sind, komplizierte Formen und Kerne sauber herzustellen und in ähnlichen Betrieben sckon gearbeitet haben. Dauernde Beschäftigung bei hohem Lohn zugesichert. 2827b 'Angebote unter Chiffre D. 3 Ex- pedition dicics Blattes. Achtung! Bauliandwerker! Der streik der Rohrer dauert unverändert fort und ersuchen wir alle Bauhandwcrler, weil verschiedene Firmen, die nicht bewilligt haben, an Arbeitswillige Arbeltsbe. echtigungs- karten ausgeben, um Irrtümer herbei- zuführen, streng daraus zu achten, und haben nur die von der Organi- sation herausgegebenen gelben Karten Gültigkeit, wenn dieselben mit dem Stempel der Lohntommisston ver- sehen sind. 296/4 Die Lohukommission der Rohrer Berlins u.lkmgegcnd. Bureau: Dragonerstr. 15. Achtung! DA o. IMeilsr! I Nachstehende Firmen haben ausgesperrt und sind z« meiden: Leders. Riol« Ä birasser, A..G, Drontheimcrstr. 32—34. , hegermann, Koloniestt. 18/19, „ Heyer, Soldinerstt. 78—83 t, Prinzen-Allee 54— 55. , Karplus& Herzberger, Prinzen-Allee 60. „ Schneider, Pnnzen-Allce 59. „ Schubert, Wollankstr. 69. . Schwarzmann, Prinzen- Allee Ztr. 78. 144/2* , teuchter, Böhm, Gerichtstr. 23. Deutscher Buchbinder-Verbani). Etuis-Arbeiter, Buchbinder» Kartonnager u. Galanterie- Arbeiter! Der Kampf der EtuiS-Zlrbeiter »m Einführung eines Tarifcs dauert sort I ES wird versucht, Arbeitskräfte aus andere« Branchen heranzu- ziehen I Von der Firma U. Arnold, Tapiffcricwarenfabrtk. Köpenicker- straße 114, ist das Personal wegen Zugehörigkeit zur Organifatioi' und weil e» Einhaltung deS Tarifcs forderte, entlassen I Diese Finna ist nach wie bor sür Steindrucker. Korbmacher. Kar- tonnagen-:>. Galanterie-'Arbeitcr und Arbeiterinnen gesperrt! Die Buchbinderei von W. Kämmerer, Kochstr. 67, ist 613 aus weiteres gesperrt! 25/15 Arbeiten, welche von der Firma Kämmerer vergeben werden, sind wie Streikarbeiten zu bettachten. Tie Ortsverwaltung. Deutsches Holzarbeiter-Verband, Tischler u. Einsetzer! Die Vantischlerei Schneider, Görliber User, und der Bau Schneider in Südende, Lichter felderstraffe. Ecke Potsdamerstraße, siltd wegen Differenzen gesperrt. Die Ortsverwaltung. !(! Der Bau Bartsch, Halen sc e, Joachim Friedrtchftr. tzj. isl sür Bodenlcger gesperrt? dort werden Parkettboden von Arbeitswilligen zu Preisen unter dem Tarif gelegt. __ Die Kommission. _! Achtung! Baua8tk�sieB% 1 Da eine Anzahl entlassener Arbeits- williger versuchen bei verschiedenen Fabrikanten Arbeiten aus den Bauteil unter dem Tarispreis anzufertigen, machen wir daraus austnerlsam, daß unsere Kollegen jsraue, monaffjch gestempelte Kontrollkarten haben uns aus Verlangen vorzeigen. 95/8* Kommission der dalonsle-Arheiter. Der Staotauflagcuusercrheutigcn Nummer liegt ein Prospelt bctrcfsciid «aisers Kasfeegeschäft, für Moabit. Norden und die nördlichen Vororte Prospekte der Firmen: Gebrüder Wotff. Kauf- hauS, Berlin, Jnvalidenstraße l34' Niax Tack, Schuhwaren, Filiale Berlin N., Badstraße 23, für Charlotlcnburg. Moabit und Norde» ein solcher der Firma Otto Bclwe N»chf., Berlin XV, Turmstraße 50, bei. Laantw. Redakteur: Paul Büttner. Berlin. Lür den Jnferatentell ver-fftio.: Tls. Glocke, Berlin. Druck u.Berlag.Borwärtft Buchdruckerei u. Berlagsanftalt Uaul Singer& Co., Berlin SVb Redaktion und Expedition i Berlin, Clndenttr. 69. fernfpredier; flml IT, 1983. Nr. Ä48. Sonntag, den 22* Oktober 1905. Inserate Seftsgefpaltene Kolonelzelle 20 PTs. Bei größeren Bultragen entlprecftenden Rabatt. JJ partci-Hngclcgenbciten. Rixdorf. Der Wahlverein hält am kommenden Mittwoch eine außerordentliche Generalversammlung als Fortsetzung der am 17. d. M. stattgefundcnen Generalversammlung ab. Pflicht der Genossen ist, zahlreich in dieser Versammlung zu erscheinen. Mit gliedöbuch legitimiert. Der Vorstand. Pankow. Mittwoch, abends 8 Vi Uhr, ist im Mierke'schen Lokal, Verlincrstr. 51, Wahlvereinsversammlung. Ge- nosse A!ax G r u n w a l d-Berlin referiert über„Deutschland und der Weltmarkt". Vollzähliger Besuch der Mitglieder wird erwartet. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, sind willkommen. Miihlenbcck. Wahlvercinbezirk Pankow. Am nächsten Sonn» tag, nachmittags 6 Uhr. ist eine auherordentliche Mitgliederverfamm- lung im Gasthof„zur Sonne". Genosse Hermann Jaeck- Berlin referiert über„Partei und Gewerkschaft". Köpenick. Dienstag, den 24. Oktober, abends SV, Uhr, General» Versammlung des Wahlvereins im Lokale des Genossen Seidel, Grünauerstrabe. Die Mitglieder werden ersucht, zahlreich und pünktlick zu erscheinen. Der Borstano. Mariendorf uud Umgegend. Die nächste Mitgliederversammlung de? Wahlvereins findet am Dienstag, den 24. Oktober, abend« 8 Uhr, im Lokale des Genosten Hennann Reichardt, Mariendorf, Chausseestr. 16. statt. Auf der Tagesordnung steht ein Vortrag des GewerkschaftSsekretärS Genossen Gustav Link über daS Unfall» versichcrungsgesetz. Auberdem findet die Wahl der Delegierten zur Kreis-Generalversammlung statt. Die Genosten werben ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheine». Die aus anderen Ortschaften zugezogenen Genosten werden darauf aufmerksam gemacht, daß sie in dieser Versammlung Gelegenheit haben, sich umzumelden. in Vorort- I�sacbricdten. Charlottenburg. Krcic Bolksbühne Sharlottenburg. Wie bereit« mitgeteilt, findet die nächste Vereinsvorstellung„Nachtasyl" von Gorki Freitag, den 27. Oktober, abends Z'/g Uhr. in, Volkshaus, Rosinenstr. 8, statt. Neuaumeldungen, welche für diese Vorstellung Geltung haben sollen, können nur bis DienStaa, den 24. Oktober, in den solgenden Zahl» stellen angenommen werden: E. Müller, VolkShauS, Rosinenstr. 3; Will, Kirchstr. 80; PaeSler, Schlüterstr. 8; Franz Schmiot, WilmerSdorferstr. 130; Konsum- verein, WilmerSdorferstr. 27; Bigalke, Schlotzstr. 26a; und Wilmersdorf: Murrer, EiSlebenerstr. 14 und Käsler, Lauenburgerstr. 20. Rixdorf. Der Wahlverein hielt am Dienstag eine Generalversammlung in Hoppes Festsälen, tzermannstr. 4S. ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrte die Versammlung das Andenken des kürzlich verstorbenen Mitgliedes Genosten Klotz durch Erheben von den Plätzen, in gleicher Weise wurde auch der verstorbene Genosse Harms Elberfeld geehrt. Nunmehr gab Genosse Heinrichs den Vorstandsbericht. Es fanden 12 Vorstandssitzungen und 2 Flugblattverbreitungen im letzten Quartal statt. Redner rügte besonders die laue Beteiligung be, der zuletzt stattgefundenen Flugblattverbreitung und sprach die Hoffnung aus, datz die« bei künftigen Gelegenheiten nicht mehr der Fall sein wird. In der letzten Vorswndssitzung wurde der Beschluß gefaßt, den ausgesperrten Arbeitern der Elektro-Jndustrie 300 M. zu überweisen. Die Versammlung stimmte diesem Beschluß des Vorstandes einstimmig zu. Nach dem Jahresbericht haben stattgefunden: 8 Mitglieder Versammlungen, 4 Generalversammlungen. 2 außerordentliche Generalversammlungen, 4 öffentliche Versammlungen. Außer den im Anfang des Jahres stattgefundenen Stadtverordnetenwahlen machte sich nvch eine Nachwahl für den Genosten Mitschke, an wessen Stelle Genosse BoeSke gewählt wurde, notwendig. Bei den Wahlen der 2. Wählerklaste haben wir einen erfreulichen Erfolg zu der- zeichnen, da es uns gelungen ist. Miseren Kandidaten zur Stichwahl zu bringen. Nach dem vorjährigen Bericht zählte der Wahlverein 3626 Mitglieder, neu hinzugekommen sind 1032 Mitglieder, davon wurden wegen Beitragsresten 528, wegen Verzuges 125 Mitglieder gestrichen. Verstorben sind ig Mitglieder, ausgeschlossen wurden 11 Mitglieder. Redner kritisiert des weiteren den oftmals schlechten Besuch der Zahlabende bezw. Bezirksversammlungen: es ist im- bedingt notwendig, datz sich die Genossen zahlreidfier als bisher daran beteiligen, damit jeder auf dem Laufenden ist. Zur Parteispedition ist zu berichten, daß der Abonnentenstand im Orte zurzeit zirka 5600 Abonnenten beträgt. Gegenüber den zirka 18 000 sozialdemokratischen Reichstagswahlstinnnen ist dieß noch kein hoher Abonnentenstand zu nennen und dies muh ein An- sporn für die Genossen sein, mit allen Kräften für die weitere Aus- breitung des„Vorwärts" einzutreten. Bezüglich des letzten Flug- blatteS hat sich daS„Rixdorfer Tageblatt" nicht enthalten können, in einem Artikel gegen das Flugblatt und den Verfasser desselben, dem Genossen Groger, zu Felde zu ziehen. Der betreffende Artikel wurde verlesen. Diese Angelegenheit entfesselte eine lebhafte Tis- kussion. Allgemein wurde ausgeführt, daß sich das„Rixdorfer Tagbla�" durch den betreffenden Artikel selbst gerichtet hat, weil e! sich nicht entblödet hat, den Genossen Groger wegen seiner Tätig- keit für Verbesserung der Lage der Gasarbeiter in niedriger Weise herabzusetzen. Mit der Angelegenheit Hosfmeister kontra Müller hatte sich der Vorstand zu beschäftigen. Die Parteien einigten sich auf einen Ver- gleich, der verlesen wurde. Genosse Stieler gab nunmehr den Kassenbericht für das '4. Quartal. Die Einnabme betrug 4895,72 M., die Ausgabe be. trug 1152,62 M.. an die Zentralkasse wurden abgeführt 3263,32 M., bleibt ein Bestand'm Orte von 479,28 M., die Gefamt-JahreS» einnähme betrug 23 018.76 M. Nach dem Bericht des Bibliothekars wurden im letzten Viertel- fahr 362 Bände auSgelieben. im ganzen GeschäASiahr 2344 Bände. davon Rvmane und Zeitschriften 1580, wissenschaftliche Werke 764 Bände. Der Bücherbestand betrug am Schluß deS Geschäfts» jahreS 702 Bände. Die nun folgenden Wahlen des Vorstandes ergaben folgendes Resultat: 1. Vorsitzender Heinrichs. 2. Vorsitzender Scher- w a t, Schriftführer M ü n d n e r, Kassierer S t i e I e r, Beisitzer Wildgrub-. Als Revisoren wurden gewählt: Gemmecker. E n g e l und W i e s e. AIS Bibliothekar wurde Thomas wieder- »gewählt. In die Lokalkommission wurden Schröder, iHendrifchk? und Rohr gewählt. AIS Delegiert- zur Kreis-Generalversammlung wurden Heinrichs, Dalichau, Conrad gewählt. Zum nächsten Punkt: Anträge zum Organisation s-Stawt hatten die Genossen deS 8. Bezirks eine Resolution eingebracht; die- selbe wurde seitens der Versammlung nicht angenommen. Wegen der bereits vorgerückten Zeit wurde ein Antrag, den Rest der Tagesordnung in einer außerordentlichen Gencralversamm- lung zu erledigen, angenommen. Die Vermehrung des Rixdorfer Lchrerpersonals um über 60 Per- sonen ist von der städtischen Schuldeputation beschlossen worden, darunter sind 37 Lehrer- und 2 Reltorenstellen. Die erforderlichen Mittel sollen in den Voranschlag für 1906 eingestellt werden. � Schwer verunglückt ist am Sonnabendmittag der achtjährige Sohn des Schlossers Müller aus der Herfurthstr. 3. Der Knabe hatte sich an ein in mäßigem Tempo fahrendes Autoniobil augehängt und geriet dabei mit den Füßen in die Speichen eines Hinterrades. Er wurde von dem Rade ein paar mal herumgeschlendert und dabei so schwer verletzt, datz an seinem Auskommen gezweifelt wird. Weiftensee. In der am Dienstag stattgefundenen Generalversammlung des Wahlvereins erstattete Gen. Kubifch-Pankow Bericht vom Jenaer Parteitag. Er wies, indem er die einzelnen Punkte der Zuges- ordnun� eingehend erläuterte, auf den großen Erfolg dieses Partei- tages hm. Es ist hierbei für die Partei Außerordentliches geleistet, dagegen feien unsere Gegner sehr enttäuscht, da sie ein zweites Dresden erwarteten. In der hierauf folgenden Diskussion kann sich Gen. Harms mit den von dem Gen. Freiwaldt- Pankow bei der Krciskonferenz gemachten Aeußerungen bezüglich des Marksteins dieses Parteitages nicht einverstanden erklären. Ferner sei die „Neue Zeit" für den Arbeiter zu kostspielig, deshalb so wenig Abonnenten. Gen. Hohenstein wünscht mebr Ethik bezüglich der Erziehung der Massen in unserem Sinne. Ihm gehe die Partei- bewegung zu langsam vorwärts und da wäre an einen Massenstreik kaum zu denken. In seinem Schlußwort widerlegte aber Gen. Kubisch unter Hinweis auf die ungeschulten Russen, die Crimmit- schauer Weber die Ausführungen des Gen. Hohenstein. Der Kassenbericht vom letzten Vierteljahr lag gedruckt vor und wies folgende Bilanz auf: Einnahme 1338,56 M., Ausgaben 598,80 M., mithin Bcstan? 739,76 M. Der Mitgliederbestand betrug am 30. September cr. 806 Mitglieder. Hierauf gab der Vertrauensmann, Gen. Pcukert, seinen Bericht Nachdem er seinen Kassen- und Tätigkeitsbericht gegeben hatte, be» dauerte er die lasche Mithülfe der Genossen bei irgend welchen Parteiarbeiten, wie Flugblattverbreitung und dergleichen. Gen. Schmutz machte hierbei gleich auf die kommenden Kommunalwahlcn aufmerksam und ersuchte die Genossen, hier mal auf dem Posten zu sein, da wir auch in der zweiten Wählerklasse Fuß fassen müssen. Da die Regelung des Verbandsstatuts für Groß-Berlin in Kürze bevorsteht, bekleidet Gen. Peukert dieses Amt als Vertrauensmann bis dahin weiter. Gen. Teuber erstattete den Bericht der Zeitungskommission. Er wies darauf hin, daß die Zahl der Abonnenten des„Vorwärts" im großen Widerspruch zur Zahl der Wahlvereinsmitglieder stehe. Eine hierauf eingeleitete Agitation habe zwar einige Bestellungen erzielt, aber eS sind nach einigen Wochen schon wieder Abbestellungen eingelaufen. Dieses fei doch ein beschämendes Zeugnis für die Genossen. Gleichzeitig wurde auch unter den GewerifchaftSmit- gliedern eine derartige Agitation eingeleitet; auch hier zeigte eS sich, daß viel zu wünschen übrig blieb. So waren z. B. von 231 gewerkschaftlich organisierten Metallarbeitern nur 108„Vorwärts lefer. Von 40 Töpfern 25, von 149 Maurern(Zentral) 56, von 89 Malern 12, von 14 GastwirtSgehülfen 5, von 22 Maurern(Lokal) 9 und von 66 Handels- und Transportarbeitern nur 9„Vorwärts"- leser. Die anderen Gewerkschaften hatten wohl noch nicht die Zeit gefunden, innerhalb 4 Monaten ihre Mitgliederliste einzureichen. Bei den Handels- und Transportarbeitern war sogar der Kassierer, der die Liste einreichte, ein Nichtlescr deS„Vorwärts". Auch bei dieser Agitation lieS der Erfolg viel zu wünschen übrig. Diese Lauheit müßte doch nun endlich einmal ein Ende nehmen. Laut des gedruckt vorgelegten Berichts hatte die Zeitungs- spedition eine Jahreseinnahme von 18 204,22 M. und eine Jahres- ausgäbe von 18 049,36 M. Die Abonnenteiizahl betrug am 30. Scp- tcinbcr cr. 1224. Gen. Reske wendet sich ebenfalls gegen die Lauheit der Arbeiterschaft bezüglich des„Vorwärts". Weiter macht er be- kannt, daß nur 2 Mitglieder des Sozialdem. Schank-Gastwirtc-Vcr- bandcs Druckschriften rcsp. Witzblätter usw. aus der hiesigen„Vor- wärts".Spcdition beziehen. Sämtliche Witzblätter, Illustrierte Zeitungen usw. seien nicht teurer, als anderwärts. Auch der übrige Buchhandel müsse seitens der Parteigenossen mehr berücksichtigt werden, da die Berliner Buchhandlung nicht billiger verkaufen könne. Zum Weihnachtsgeschäft könnten die Genossen die besten Beweise iefern. Die Wahl zur Zcitungskommission ergab folgendes Re- ultat. Gewählt wurden Taubmann, Content, Roßkopf, Teuber, Reich, Zemke und Paul Schulz. Nunmehr gab N e r l i ch die Abrechnung vom Sommerfest, wo- nach einer Einnahme von 706,05 M. eine Ausgabe von 464,60 M. zcgenübersteht, mithin Uebcrschuß 241,45 M. Ein Antrag des Gen. llerlich, dem hiesigen Arbeiter-Turnverein als Entschädigung für bei diesem Feste beschädigte Turngeräte von dem Ueberschuß 20 M. zu bewilligen, findet Annahme. Sodann gab Content die Ab- rechnung von den drei Theateraufführungcn von Gorkis„Nacht- asyl". Diese hatten eine Gesamteinnahme von 1044,80 M. und eine Ausgabe von 1031,90 M., mithin Ueberschuß 12,90 M. Der Antrag des Gen. Content, die Gen. Simson und Schlüter wegen Nicht- beteiligung an den Arbeiten aus dem VcrgnügungSkomitee auszu» schließen und hierfür die Gen. Fuhrmann und Schlemminger zu wählen, fand Zustimmung. Für die Revisoren berichtete Schroeder, daß alle Körper» schaften ihre Pflicht getan hätten. Er beantragte deshalb für den Kassierer, Vertrauensmann sowie die Vergnügungskomitecs Decharge, welche einstimmig erteilt wurde. Ferner wurden dem AreiLvertrauensmann aus der Wahlvercinslassc 300 M. und aus der Kasse des örtlichen Vertrauensmanns 200 M. überwiesen. Hieraus wurden Kaushold, Tcubcr und Brcitkreuz als Revisoren gewählt. Jetzt gab R o ß k o p f den Bericht der Lokalkommission. Er wrs auf die üblichen Ausreden der Saalbesitzer hin. wie dieses auch wieder in Heinersdorf, Borgsdorf. Birkenwerder geschehen sei. Eine längere Debatte entspann sich über Heinersdorf, da dort namentlich die Weitzenseer Genossen in der Lotalfrage viel sündigen. Gen. Hohenstein wünscht, daß die Lokallommisston aucsi die Gastwirts- gehülfen-Organijation dabei im Auge habe solle und möglichst ohne Regelung dieser Frage keine Lokale freigeben sollte. Die Neu- Wahl für die Lokallommission ergab die Gen. Roßkopf, Andree und Schroeder. Unter Vereinsangelegenheiten wurde zunächst infolge Verzuges des Gen. Hachmann der Gen. Simon als Abteilungsführer der vierten Abteilung bestätigt. Sodann machte der Vorsitzende Gen. Walterskötter auf die Bibliothek, wo viele Neuanschaffungen statt- gefunden, aufmerksam. Das Jenaer Parteitagsprotokoll wird an Mitglieder, welche nicht über 4 Monate resticren, für 10 Pf. verkauft.— Ferner findet am 18. November cr. im Schloß-Restaurant das Stiftungsfest dc3 Wahlvercins statt, wobei um rege Beteiligung ersucht wird. Rain in weist zum Schluß noch auf den am 4. November cr. im Prälaten stattfindenden Lichtbilder-Vortrag hin. Der Eintritt hierfür beträgt 10 Pf. und ist dieser Vortrag für jeden Partei- genossen sowie Gewerkschaftler von großer Wichtigkeit. Billetts hierfür sind beim Gen. Peukert, Friedrichstraße 12, Konsum, be- stimmt erhältlich. Spandau. Stadtvcrordneten-Ersatzwahlen. Der Magistrat macht bekannt, datz am 6. November die Ergänzungswahlen für diejenigen Stadt- verordneten stattfinden, deren Mandate mit Ende dieses Jahres ab- laufen. In der dritten Abteilung scheiden aus die Genossen H a l- lecker, Linz, Pieper, Rteger und Scholz. Es kommen die Wahlbezirke 1, 4, 5 und 7 in Betracht. Parteigenossen, damit hat der Wahlkampf begonnen. Agitiert überall und sorgt dafür, daß jeder politisch oder gewerkschaftlich organisierte Arbeiter seine Pflicht tut. Glaubt nicht an die Uulhätigkeit unserer Gegner. Ihr Schweigen täuscht, sie arbeiten bereits mit allen Mitteln im stillen. Unsere Gegner habe» in diesem Sommer die famose Bczirksein- teilung durchgeführt, in der stillen Hoffnung, dadurch einen Teil der sozialdemokratischen Stadtverordneten aus der dritte» Abteilung zu verdrängen. Arbeiter, Genossen, Ihr habt die Kraft, das Spiel der Herren von„Besitz und Bitdung" zu verderben. Am Montagabend findet eine öffentliche Versamm» lung auf dem Nonnendamm bei Müller, Siemmsstraße, statt. Am Dienstagabend eine öffentliche Versammlung bei Kumke, Schönewalderstr. 80. in der der Genosse Dr. Karl Liebknecht spricht. Sorgt dafür, daß diese Versammlungen ihrer Bedeutung entsprechend gut besucht werden. Pankow. Ein unbedeutender Dachswhldrand ergriff gestern(Sonnabend) Nachmittag die Kirche in Pankow. Um 4 Uhr fand eine Trauung statt. Dazu wurde die Kirche geheizt. Ein schadhaftes Ofenrohr brannte nun an der hölzernen Decke des Daches durch und setzte dieses in Brand. Es wurde aber nur etwa ein Geviertmeter der E lache zerstört. Die Pankower Feuerwehr unter der Leitung ihres berfllhrers Stege hatte binnen einer halben Stunde alles geregelt. Eine außerordentlich große Trauergemcinde erwies gestern(Sonn- abend) nachmittag dem verstorbenen Gastwirt Gustav Thürling aus Pankolo-Heinersdorf die letzte Ehre. Nachdem die Obduktion fest- gestellt hatte, daß das beklagenswerte Opfer roher Raufbolde an einem Messerstich in die Lunge verblutet ist, wurde die Leiche frei- gegeben, am Freitag mit einem zweispännigcn Wagen in aller Stille nach dem alten Pankower Gemeindefriedhof in der Spandauerstraße gebracht und dort in der Halle aufgebahrt. Hier bedeckten ihn gestern nachmittag zu Beginn der Trauerfeier über dreihundert Kränze. R«mmelsb«rg. Selbstmordversuch im Amtsbureau. In Rummelsburg ist gestern ein junges Mädchen aufgegriffen worden, welches auS der Fürsorge- anstatt zu Trebbin an der Hainburger Bahn geflohen war. ES wurde nach dein Anitsbureau gebracht und da es sich weigerte, den Namen anzugeben, würde es vorläufig zurückbehalten. In einem unbewachten Augenblick versuchte sich das Mädchen zu erhängen. Durch einen hinzukommenden Beamten wurde die jugendliche Selbst- mordkandidatin wieder abgeschnitten. Die eingehenden Recherchen ergaben nun, daß die Festgenommene aus der Fürsorgeanstalt in Trebbin entwichen war. Heute morgen ise der Flüchtling der An- stall wieder zugeführt worden. Diejenigen Genossen, tvelche noch im Besitz von Sammellisten, Geldern»sw. für die ausgesperrten Arbeiter der Elektro-Jndnstrie sind, werden ersucht, mit dm Unterzeichneten abzurechnen. Karl Brüschke, Neue Bahnhofstr. 32 ll. Rieder- Schönhausen. Gcmcindevorstchcrwahl. Für den ausgeschiedenen Gemeinde- Vorsteher Moldenhauer, welcher sein Amt 2! Jahre ehrenamtlich ver« ehe» hat. wurde der Ratsherr und Stadtsyudikus Abraham auS Greifswald als besoldeter Gemeindevorsteher au� 12 Jabre gewählt. Es standen zur engeren Wahl Abraham, der zweite Bürger- meistcr Fischer auS Luckenwalde und Stadtrat K e l b aus Beruburg. Köpenick. Der letzten Stabtverorbneten-Sihung lag ein neues Ortsstatut betreffend die Anstellung und Versorgung der Gemeindebeamten in Köpenick zur Beratung vor. Da aber von verschiedenen Stadt- verordneten noch Bedenken gegen das neue Ortsstatut geltend gemacht werden, so wurde auf Antrag des Referenten der Punkt von der Tagesordnung abgesetzt und nochmals an den Ausschuß zurückverwiesen. Der Antrag der Schuldcputation auf Abänderung der bestehenden Besoldungsordnung für die Leiter, Lehrer und Lehrerinnen an der Mädchcn-Mtttelschule und den Gemeinde- 'chulen wird debattelos ge> ehmigt. Beantragt war: 1. Erhöhung deS Grundgehalts des Rek ors der Mädchen-Mittelschnle von 2300 auf 2400 M.; 2. Erhöhun- der Altcrszulagcn sämtlicher Lehrkräfte der Mädchen- Mittel- �nd Gemeindeschulcn um 12(4 Proz., Erhöhung der Mietsentschädigung sämtlicher Lehrkräfte der Mädchen- Mittel, und Gemeindeschulen um 12(4 Proz. Bei der Mädchen- Mittelschule betragen danach die AlterSzulagen für die Lehrer und den Rektor 225 M., für wissenschaftliche Lehrerinnen 135 M., für technische Lehrer 135 M. Die Mietsentschädigung für den Rektor 675 M., für die geprüften Mittelschullehrer, verheiratete oder mit eigenem Hausstand, 506 M., desgleichen unverheiratete oder ohne eigenen Hausstand, 337,50 M., für die sonstigen Lehrer, verheiratete oder mit eigenem Hausstand 450 M., desgleichen unverheiratete und ohne eigenen Hausstand 300 M., für sämtiche Lehrerinnen 300 M. Bei den Gemeindeschulen: Die AlterSzulagen für den Rektor, Hauptlehrer oder Lehrer 225 M., für die wissenschaftlichen Lehrerinnen 135 M., für die technischen Lehrerinnen 112,50 M.; die Mictsentschädigung für die Rektoren 562,50 M., für den Hauptlchrcr und fest angestellte Lehrer, verheiratete oder mit eigenem Haus- stand 450 M., für die fest angestellten unverheirateten Lehrer oder ohne eigenen Hausstand 300 M., für einstweilig angestellte oder noch nicht 4 Jahre im öffentlichen Schuldienst stehende Lehrer 800 M., für Lehrerinnen 300 M. Die neue Besoldungsordnung tritt am 1. April 1903 in Kraft. Die vom Magistrat vorgeschlagenen Bedingungen über Verpachtung von Forstparzellen am Teufelssee. am Müggelsee(Rübezahl) und im Jagen 10 der Stadtforst (Schmetterlingshain) werden genehmigt. Die Pachtzeit beträgt 15 Jahre, vom I. Januar 1906 bis dahin 1921. Das Pacht- Minimum beträgt 3000 M. Zu dem in der letzten Stadtverordneten- Sitzung angenommenen Antrag unserer Genossen betreffend Stellungnahme gegen die Fleischnot lag ein Antrag des Magistrats vor zur Wahl einer gemischten Kommission. Herr Bürgermeister Dr. Langerhans meinte aber, es dürfte schon genügen, wenn sich die Stadt den Beschlüssen des deutschen Städtctages anschließen würde. Genosse Woick führte nochmals die Gründe für die Wahl einer gemischten Kommission an, aber leider vergebens, denn der Antrag wurde mit 20 gegen 15 Stimmen abgelehnt. Unsere Genossen erinnerten die Herren von der Mehrheit aber sofort an ihre Ab- stimmung in der letzten Sitzung, wo unser Antrag, gemeinsam mit dem Magistrat Stellung gegen die Fleischnot zu nehmen, ein- stimmig angenommen wurde. Nunmehr erklärte der Wortführer der bürgerlichen Mehrheit, Herr Dr. Göhring, damit die Zeitungen morgen nicht wieder schreiben, wir hätten kein Gefühl für die Not des Volkes, so stelle er nunmehr den Antrag, sich den Beschlüssen des deutschen Städtetages anzuschließen, welcher Antrag auch an- genommen wurde. Johannisthal. Ter Wahlverein hielt am 17. d. M. im Lokal von Krüger seine ordentliche Generalversammlung ab. Aus dem Vorstandsbericht, den Gen. Dühring gab, war zu ersehen, daß im Laufe des Jahres 13 Mitgliederversammlungen, davon 3 mit Vorträgen(im vierten Quartal 3 Mitgliederversammlungen und eine kombinierte mit Rudow und Nieder-Schöneweide), 4 öffentliche Versammlungen, 22 Vorstandssitzungcn(im vierten Quartal 6) stattfanden. Ferner zwei Wahlen, in welcher ein Angesessener mit 142 und ein Un- angesessener mit 157 Stinimen in die Gemeindevertretung für die 3. Wählerabteilung gewählt worden sind. Auch wurden 2 Agitations- tourcn und 4 Flugblattverbreitungcn ausgeführt. Außerdem hielt der Verein 1 Osterfest, 1 Sommerfest und 2 Familienabende ab. Die Mitgliederzahl war am Anfang des Jahres, 1. Oktober 1904, 122 mit Rudow, I. Oktober 1905 82 ohne Rudow. Der Kassenbericht mußte wegen Abwesenheit des Kassierers bis zur nächsten Ver- sammlung vertagt werden. Die Parteispedition weist im vierten Quartal einen Ucberschuß von 12,39 M. auf. Friedenau. Die Friedemuier Gemeindevertretung genehmigte den Boranschlag für das Elektrizitätswerk sowie das Ortsstatut für das mit Schöneberg gemeinsame Kaufmannsgericht. Mit den Vor- arbeiten für das neue Rathaus, das am 1. Oktober 1908 bezogen Iverden soll, wurde eine siebengliederige Kommission betraut. Der Oktoberzuzug hat dem Orte wieder einen Zuwachs von 1279 Ein- wohnern gebracht, so' daß die gesamte Einwohnerzahl Friedenaus jetzt 17 670 beträgt._ Berliner ISacbricbren* Der Geldsack im Noten Hause. In der letzten Sitzung der Stadtverordnetcn-Versammlung konstatierte der Oberbürgermeister mit großer Genugtuung die feindliche Stimmung der gesamten bürgerlichen Majorität gegen die Arbeiter. So wenig verwunderlich nach unserer Äusfassung die Erbitterung der in ihrer Ruhe und in ihren heiligsten Geldsacksinteressen gestörten Spießbürger ist, so hätten wir doch erwartet, daß der Oberbürgermeister als Beaniter wenigstens ein Wort des Tadels gegenüber der Elektrizitätsfirmen gesunden hätte, die eS in ihrem Hochmut ablehnten das Gewerbcgericht als Einigungsamt anzuerkennen. Der Tatbestand, der vom Genossen Singer kurz berührt wurde, scheint viel zu wenig bekannt geworden zu sein. Bekanntlich erfolgte die große Aussperrung am Montag, den 2. Oktober. Am Donnerstag, den 28. September, aber hatte die Streikkommission das Gewcrbegericht als Einigungsamt angerufen; am 29. September wandte sich der erste Vorsitzende des Gewerbcgerichts, Herr Magistratsrat V.Schulz auf Grund des § 70 des Ortsstatuts für das Gewerbegericht an die Elektrizitäts- firmen, von denen er eben so höflich wie promptabgewiesen wurde. Daß die städtischen Behörden, daß der Herr Oberbürgermeister diesen Schlag ins Gesicht so gänzlich stillschweigend hinnehmen, daß sie angesichts dieses Verhaltens, das erst alle Gefahren des Elektrizitätsmangels heraufbeschwor, ausschließlich gegen die Arbeiter wettern, zeugt von einer über alles Erwarten noch hinausgehenden traurigen Schwäche gegenüber den Riesenkapitalisten. Die sozialdemokratischen Vertreter aber werden darauf hinzuwirken haben, daß in etwaigen neuen -Verträgen mit Firmen, denen wichtige städtische Interessen anvertraut werden, festgelegt wird, daß jene Finnen bei Zwistigkeiten mit den Arbeitern das von den städtischen Be- Hörden auf Grund reichsgesetzlicher Bestimmungen geschaffene Eiuigungsamt nicht nur anzurufen, sondern, wenn eine Einigung nicht zustande kommt, seinen Schiedsspruch anzu- erkennen haben. Was das Gesetz bedauerlicherweise nicht fest- gelegt hat, kann so durch freien Vertrag besümmt werden. So würde in wirksamerer und der städtischen Selbstverwaltung würdigerer Weise für die Wahrung der Interessen der All- gemeinheit gesorgt, als durch die Abkommandierung„dienst- freier" Feuerivehrmannschaften zum Streikbrecherdienst durch den Polizeipräsidenten._ Einige Berichtigungen sind den Artikeln über die Tätigkeit der sozialdemokratischen Fraktion im Rathaus hinzuzufügen: In I (Nr. 242) ist nicht hervorgehoben, daß im Jahre 1903 Genosse Kerfin als 33. Sozialdemokrat gewählt wurde- die Fraktion zählte— ohne ihn— 32 Köpfe. In III(Nr. 247) erster Absatz ist der Satz:„Eine einfache Lösung" bis„gelegen" zu streichen. Die angeführten Zahlen sind richtig; richtig ist auch, daß der Prozentsatz der Kinder, die in überfüllte achte Klassen eintreten, größer ist als der Prozentsatz <31 Proz.) dieser Klassen selbst! doch bleibt dieser Satz unter 40 Proz. Im Schlußsatz des vorletzten Absatzes muß es statt„Beratungen" „Bemühungen" heißen. Teucrungszeiten. In den Volksküchen soll der Preis für die Speisen nun doch nicht erhöht werden, obwohl infolge der Fleischteuerung die Unkosten jetzt bedeutend höher als sonst sind. Die anfängliche Absicht, die Mehrausgabe auf die Gäste ab- zuwälzen. ist aufgegeben worden. Man will versuchen, den Äcrlust selber zu tragen. Vermutlich hat der Vorstand des Vereins der Volksküchen ein- gesehen, daß man bei solchen Preiserhöhungen leicht aus dem Regen in die Traufe gerät. Sie vermindern in der Regel den Umsatz, so- daß schließlich doch wieder kein Vorteil dabei herauskommt. Sinkt in den Volksküchen die Besuchszisfer, so sinkt auch der Profit, den die Gäste bringen müssen, damit die Betriebskosten und vor allem die Mieten gedeckt werden können. Die Miete ist in solchem Falle die unbequemste Ausgabe, da sie unverändert bleibt, auch wenn die Frequenz herabgeht. Oft genug wird die Miete sogar noch in die Höhe geschraubt, obwohl der Besitzer des Hauses sieht, daß der Kundenkreis immer kleiner und der Verdienst immer geringer wird. Kannst Du es nicht zahlen, so zahlt mir's ein anderer; wer's nicht zahlen will, der ziehe aus! In den Perioden, die den Berlinern eine rasche Steigerung der Wohnungs- und Ladenmieten bescherten, haben viele Volksküchen ihr Heim wechseln müssen, und manche Volksküche hat überhaupt geschlossen werden müssen, weil die ge- forderte Miete in keinem Verhältnis zu dem Betriebsgewinn stand. Lebens nrittelteuerung und Wohnungs- t e u e r u n g, das sind die beiden Klippen, durch die das Schifflein der Volksküchen nur noch mühsam hindurchgeswuert wird. Die Agrarier des Landes und die Agrarier der Stadt, die Junker und die Hauspaschas, das sind die Nutznießer der Volksküchen. Sie sind es, die den Gewinn einsacken und den Ucberschuß der Volksküchen in ein Defizit verwandeln. Ihrer Herrschaft kann niemand sich cnt- ziehen, ihrer Macht ist jedermann Untertan. Es wird sich zeigen, ob die Volksküchen den Tribut, den auch sie diesen Tyrannen von Geldsacks Gnaden darbringen müssen, wirklich auf die Dauer aus eigenen Mitteln entnehmen können, oder ob sie nicht doch schließlich noch ihre Kostgänger zur Deckung werden heranziehen müssen. Tie Schwierigkeiten, die den Volksküchen aus den Vcrteuerungspraktikcn der Landjunker und der Hausagrarier erwachsen, könnten den Herr- schaften des Volksküchcn-Vereins ein Licht darüber aufstecken, wie schwer die Arbeiterbevölkerung durch die Wohnungs- und Lebensmittelverteuerung bedrückt wird. Die Niederlcguiig des Scheunenviertels. Die für den Ankauf der Grundstücke im Scheunenviertel eingesetzte gemischte Kommission hat in ihrer Sitzung am Sonnabend beschlossen, sechs Gründstücke freihändig anzukaufen. Die Besitzer von zwölf Grundstücken baben von ihren übermäßigen Forderungen nicht genügend abgelassen; die Kommission beschloß, daß ihre einzelnen Mitglieder mit den in Be- tracht kommenden Eigentümern weiter verhandeln sollen. Die an- gekauften Grundstücke sollen an einen oder mehrere Generalpächter unter Bedingungen, die vorher einzusehen sind, verpachtet werden. Einen herben Verlust haben die Parteigenossen des Süd- ostens und die im Zentralverband organisierten Maurer erlitten. In einer Bezirksversammlung des Verbandes, die Freitag bei Graumann in der Naunynstraße 27 abgehalten wurde, sollte Genosse Jänsch über den Parteitag in Jena und die Aufgaben der Gewerkschaften ein Referat halten. Kurze Zeit, nachdem er begonnen hatte, sank der Leiter der Ver- sammlung. Karl E w e r t, plötzlich zu Boden. In der An- nähme, daß der Kollege von einem Unwohlsein betroffen sei, bemühten sich seine Freunde um ihn, doch in kurzer Zeit ver- schied Ewert unter ihren Händen. Der Arzt der Unfall- station in der Adalbertstraße, der sofort herbeigerufen wurde, konnte nur noch den bereits eingetretenen Tod feststellen. Elvert ist nur 27 Jahre alt geworden. In Grenzin, Pommern, als Sohn eines Gutsarbeiters geboren, hatte er das ganze Elend der landproletarischen Jugend zu durchkosten. Mit eiserner Energie gelang es ihm, in der Arbeiterbildungsschule sich die erforderlichen Kenntnisse anzueignen und bald wurde aus Ewert ein tüchtiger Agitator, der dann natürlich auch durch Maßregelung für seine Unerschrockenheit zu büßen hatte. Wer ihn gekannt hat, wird sein Andenken in Ehren halten und seinen plötzlichen Tod tief betrauern. Elvert war ver- heiratet, er hinterläßt seine Frau mit einem vierjährigen Kinde. Tie patriotischen Gefühle toben sich am grausamsten aus, wenn sie in gebundener Rede dahertrotten. Der dichterische Zwang macht sie wütend. Als der Kaiser bei der EüUvcihung des Aeronautischen Observatoriums in LinLenberg zugegen war. lösten sich diese Ge- fühle im„Lokalanzeiger der Stadt Storkow" folgendermaßen aus: „Schnell ging sie vorüber die große Stunde Und weil mit den Herrschern die Gottheit im Bunde, Kam unser Kaiser mit Sonnenschein, Die Freude erhöhend bei Groß und Klein. Und alles eilt, nach der Bahn sich's drängt, Wo an der Strippe ein Störchlein hängt. Im Kaiserlichen Sonnenscheine Bewegen leichter sich die Beine. Im ersten Zug die Minister sitzen, Mit ihnen auch Räte vorüberflitzen. Der Kaiserzug mit Majestät Ein wenig langsamer vorübergeht." Zur Erklärung einer etwas dunklen Stelle sei bemerkt, daß die Stadt Storkow einen Storch im Wappen führt. Im übrigen bedarf daS Gedicht keiner Erläuterung. Eine der ältesten Straßen Berlins, die Roßstraße, wird in der nächsten Zeit eine vollständige Umgestaltung erfahren. Der Magistrat hat beschlosien, e l f Grundstücke auf der Nordostseite der Straße, nämlich die Grundstücke Nr. 19—30 steihändig für den Preis von rund eine Million Mark anzukaufen und die Straße dann nach Niederlegung der alten Häuser um 4— 6 Meter zu verbreitern. Es wird dann möglich sein, eine zweigleisige Straßen- bahn, die bisher nicht gebaut werden konnte, durch die Roßstraße nach Nixdorf ze. zu bauen. Der Stadtverordneten-Versammlung wird hierüber noch eine Vorlage zugehen. Früher Winter. Der Frost war in der vergangenen Nacht noch stärker als in der vorhergehenden. In der tveitcren Umgebung von Berlin sank die Temperatur bis auf 5 Grad Reaumur unter Null. Das neue Projekt der Hochbahngcsellschaft betreffend die Unter- Pflasterbahnstrecke Potsdamerplatz— Spittelmarkt— Alexanderplatz— Ringbahnhof„Schönhauser Allee", das, wie gemeldet, den Unter- ausschuß der städtischen Verkehrsdcputation am 18. d. Mts. beschäftigte, liegt auch schon den Aufsichtsbehörden zur Genehmigung vor. Die vorgeschlagene Abänderung der Linienführung bis zum Spittelmarkt haben wir unseren Lesern bereits mitgeteilt; die Bahn soll danach, um es kurz zu wiederholen, von der alten Trasse Voß-, Mohrenstraße, am Gendarmenmarkt abweichen und diesen Platz von der Ecke der Mohren- und Charlottenstraße ab bis zur Markgrafen- straße, nahe dem Deutschen Dom, unterfahre», um dann in die Taubenstraße einzubiegen und unter dem Hausvoigteiplatze und der Niederwallstraße den Spittelniark: zu erreichen. Neu ist nun die weitere Linienführung. Die Haltestelle„Spittelmarkt" liegt danach hinter dem Springbrunnen und zieht sich am Kanalufer fast bis zur Grünstraßenbrücke hin. An der Jnselstraße, in der Nähe der Turn- halle des Köllnischen Gymnasiums, ist eine zweite Haltestelle geplant. Von hier wendet sich der Unterpflastertunnel nordwärts, um noch in ziemlicher Entfernung von der Waisenbrücke und etwa parallel zu dieser die Spree zu unterfahren. Jenseits des Flusses, an_ der Klosterstraßenfront des neuen Rathauses, wird die dritte Haltestelle angelegt werden. Weiterhin wendet sich die Bahn, zum Teil unter den Eckfundamenten des fiskalischen Grundstücks Klosterftraße 75 (königliche Kunstschule) liegend, nach der Grunerstraße und dem Alexanderplatz, wo die Endhaltestelle nördlich in der Nähe der Prenzlauer- straße liegen soll. Die Fortsetzung der Bahn nach dem Osten hin sol späterer Entschließung vorbehalten bleiben. Ueber die nördliche Fort- setzung der Bahn hat sich der Unterausschuß noch nicht schlüssig gemacht. Die Linienführung für diese Strecke ist folgende: Prenzlauerstraze bis zur Lothringecstraße(Haltestelle), Prenzlauer Allee bis zun Senefelderplatz(Haltestelle), Metzerstraße, Schönhauser Allee lHalle- stelle in der Nähe der Grundstücke der Königstädtischen und Psefftr- berg-Brauerei), Schönhauser Allee bis zum Ringbahnhof gleichen Namens(Endhaltestelle). Von hier biS Potsdamer-Leipzigerp.atz (zirka 63/4 Kilometer) würde man also— bei 25 Kilometer Fchr- geschwindigkeit pro Stunde und zwölf Aufenthaltsstationen— in etwa 23 Minuten gelangen, vom Potsdamer- bis zum Alexanderplatz (zirka 3>/2 Kilometer) in etwa 12 Minuten. Die Skandale auf dem Standesamt. Uns wird geschrieben: Der „Vorwärts" hat durchaus recht, weun er Auftlärung darüber ver- langt, ob die unerhörten Amtsübergriffe von Standesbeamten ledig- lich private Taktlosigkeitzn sind oder ob es sich um irgend eine An- Weisung von obenher handelt, der bann der einzelne Standesbeamte je nach seiner Natur und Neigung eine Deutung gibt. Der Verdacht, daß von obenher die Standesbeamten zu Zwecken mißbraucht werden sollen, die ihrer gesetzlichen Aufgabe und Stellung fernliegen, mutz auch deshalb auftauchen, weil vor einigen Monaten etwas von einer Verfügung bekannt geworden ist, welche die Standes- beamten für kirchliche Kontrolle in Anspruch nahmen. Ganz einerlei aber, ob es sich um eine zentrale oder um eine spezielle „Sünde" handelt, jedenfalls muß die Bevölkerung sich gegen diese neueste Spezies von Beamtenübergriffcn mit allen gesetzlichen Mitteln wehren. Da die Standesbeamten, wenn sie sich unbefugt und gar mit beleidigenden Kritiken in die Privatverhältnisse der Eheschlietzendcn einmischen, nicht in rechtmäßiger Ausübung ihres Amtes handeln, so begeben sie sich in solchem Falle des strafrechtlichen Schutzes, den die Gesetze für Amtshandlungen gewähren. Man steht also, wenn man unter solchen Amtsübergriffen zu leiden hat, dem Standesbeamten durchaus als einem Privatmanne gegenüber und ist befugt, Be- leidigungcn und Kritiken entsprechend zu erwidern. Es empfiehlt sich durchaus, von dieser Bestignis den angemessenen Gebrauch zu macheu. Auf einem Cholera-Ucicrwachungsvoot hat gestern der Reichs- kommissar fiir die gesundheitliche Ueberwachung des Schiffahrts- Verkehrs im Elbstromgebict Oberpräsidialrat Dalen mit dem ihm zugeteilten Stabsarzt Dr. Krüger und in Begleitung des Dezernenten der Medizinalabteilung im Polizeipräsidium Mediztnal-�und Regie- rungsrat Dr. Ncsemann eine Besichtigungsfahrt auf der Spree unter- nommen. Die Herren bestiegen das Motorboot an der Kurfürsten- brücke und fuhren die Spree hinab bis nach Spandau. Dabei wurden der fliegende UcberwachungSdienst kontrolliert und die Ueberwachungs- station an der Charlottenburger Schleuse einer eingehenden Besich- tigung unterzogen. Der Reichskommissar wird in dieser Weise das gesamte Elbstromgebiet und die Nebenflüsse der Elbe bereise». Mit der Besichtigung der Hamburger Gewässer hat er kürzlich den An- fang gemacht. Tie gesicherte Existenz. Erfroren ist in der Nacht zu vor- gestern, Freitag, die geschiedene Arbeiterfrau Mari« Rietz, die sich ohne Obdach in Berlin aufhielt. Arbeiter fanden sie vorgestern morgen in der Schwiebuserstraße tot hinter einem Reftauranons- grundstück liegen. Die erstarrte Leiche wurde nach dem Sckfauhause gebracht. Die Frau, die in der Mitte der vierziger Jahre stand. hat wahrscheinlich im Freien übernachten wollen und ist von der Kälte überrascht worden. Opfer der Arbeit. Bei einem entsetzlichen Bauunfall hat gestern abend der 45jährige Arbeiter Wilhelm B a r t e l aus der Wörther- straße 42 den Tod gefunden. B. war auf einem Abriß in der Lehrterstratze 18/19 tätig gewesen, und als er w der dritten Etage auf einer Außenmauer stand, bekam er plötzlich' Beinkrämpfe. In- folgedesien vermochte sich der Bedauernswerte nicht mehr auf den Füßen zu halten. 6r brach zusammen und stürzte mit einem Auf. schrei in die Tiefe hinab. In der Höhe der ersten Etage schlug B. auf eine Mauer auf und fiel dann aus die Straße hinab. Mit zerschmettertem Schädel blieb er dort liegen. Da sich noch einige Lebenszeichen bei dem Verunglückten bemerkbar machten, wurde er sofort nach der Charitee gebracht, doch bereits auf dem Wege dorthin starb der Verunglückte. Die Leiche wurde polizeilich beschlagnahmt. Ein weiteres schweres Bauunglück, bei welchem zwei Arbeiter erheblich verletzt wurden, hat sich gestern in Eberswalde zu- getragen. Auf dem in der Bollwcrkstraße belegenen Winkelmann- sehen Grundstück waren die Arbeiter Hase und Wolfram mit dem Abdecken des Daches beschäftigt und dabei brach plötzlich das Gerüst zusammen und die Arbeiter stürzten ab; sie hatten am Kopf und Rücken schwere Verletzungen davongetragen. Bcrbxannt. Die bei dem Handelsmann Hermann Hirsch, Hirten- straße 6, bedienstete Marie Objetzki ließ gestern nachmittag das zweijährige Töchterchen ihrer Dienstherrschaft in der Küche neben der Kochmaschine auf kurze Zeit allein, um elwaS zu besorgen. Als sie. nach etwa sieben Minuten zurückkehrte, fand sie das Kind mit ver- kohlten und teilweise noch glimmenden Kleidern neben dem Ofen liegend vor. In der Angst trüg das Mädchen das Kind zur Nach- barin, die die glimmenden Kleider mit einem nassen Lappen aus- drückte. Das Kind wurde nach dem Krankenhause Am Friedrichs- Hain übergeführt, wo es bald nach der Aufnahme starb. Vermutlich sind aus der Kochmaschiue herausfliegende Funken aus die Kleider des danebensitzenden Kindes gefallen und haben sie in Brand gesetzt._ Gerlcbtö-Zeitung. Ein bodenloser Leichtsinn hat den 23jährigen früheren Ge- mcindeschullehrer Franz Merkel auf den Weg des Verbrechens getrieben. Unter der Anklage des Betruges in 12 Fällen und der schweren Urkundenfälschung in zwei weiteren Fällen stand M. gestern vor der 9. Strafkmnmer des Landgerichts I.— Nach Absolvicrung des Sentinars wurde der Angeklagte als Hülfslehrer in einer kleinen Ortschaft im Kreise Rybnick angestellt. Zuletzt war er in Jenkowitz als Hülfslehrer mit 890 At. Gehalt und freier Wohnui�z und Feuerung angestellt. Ter Angeklagte soll über seine Verhältnisse hinaus gelebt haben, was bei einem Jahreseinkommen von 899 M. allerdings nicht schrncr war. Er machte Schulden über Schulden, bis er nicht mehr aus und ein konnte. Am 2. Januar d. I., während der Weihnachtsferien, erschien der Angeschuldigte bei dem GemeindeschuUehrer H. in Berlin, einem Freund seines Vaters, um diesen, angeblich im Auftrage seines Vaters, der sich in Geld- not befinde, um ein Darlehn von 30 M. zu ersuchen, welches er auch erhielt. Mit diesem Gelde fuhr M. nach Jenkowitz zurück, wo ihm durch Verfügung des Regierungspräsidenten mitgeteilt wurde, daß er wegen leichtsinnigen Schuldenmachens und wiederholter Dienstversäumnis entlassen sei. Er fuhr wieder nach Berlin und verübte hier mehrere Kreditschwindeleien. Mit Hülfe eines auf den Namen seines Vaters gefälschten Schuldscheins verschaffte sich der Angeklagte ein Darlehn von 40 M. Das Geld verjubelte er in einer Nacht in einer Damenkneipe. Mit anderweitig er- sckwindeltem Geld fuhr M. am nächsten Tage zu einem Vetter in Posen und setzte hier einen größeren,„Pump" in Szene. Mit 40 M., die er von seinem Vetter erhalten hatte, fuhr M. nach Breslau. Dort hatte er nichts Eiligeres zu tun, als an seinen Better zu telegraphieren, er habe sich ein Bein gebrochen und liege im Krankenhause. Der Vetter in Posen wies dem Leichtsinnigen statt der verlangten 25 M. sogar 50 M. an. Auck dieses Geld ver- jubelte M. in einem Cafe in Breslau in einer Nacht. Am anderen Morgen telegraphierte er nochmals und erhielt tatsächlich wieder 70 M., die er mit einer Chantmüsängerm in«inigen Stunden klein machte. Nachdem der Angeklagte verschiedene seiner Verwandten um teils erhebliche Beträge„erleichtert" hatte, kam er wieder nach Berlin, um hier unter Fälschung eines Schuldscheins einen neuen Betrug zu verüben und das Geld in einem Restaurant mit„Be- dienung von zarter Hand" in einer Nacht durchzubringen.— Vor Gericht war Merkel geständig und bat um eine mixsiichst milde Strafe. Der Staatsanwalt hielt indessen eine empfindliche Strafe am Platze, da M beinahe gewerbsmäßig Krcditschivindeleicn ver- übt habe. Der Autrag lautete deshalb auf 1 Jahr 5 Monate Gefängnis. Der Gerichtshof, unter Vorsitz des Landgerichts- rats Lewinsohn, beließ es mit Rücksicht auf die bisherige Un- befcholtenheit des Angeklagten bei 9 Monaten Gefängnis, unter Anrechnung von drei Monaten der erlittenen Unter- suchungshaft. In dem Prozeß wegen Gattenmordes, der dieser Tage in Lyck, Ostpreußen, verhandelt wurde, ist die Angeklagte gestern nackst freigesprochen worden. Ter Staatsonnxllt hatte au Schuldig plädiert. Verteidiger Rechtsanwalt Walchhöffcr führt. zunächst aus, die Angeklagte hätte, tvenn sie sich schuldig fühlte, s leicht über die Grenze kommen und das Weite suchen können, da»' hier so nahe lag, und bestreitet sodann, daß die Fahrt nach Part' «ine Flucht genannt werde» könne! In zehn Tagen, durch mehret Großstädte, tvo sie auf offener Straße sich aufhielt, flieht keiner! Tie Angeklagte war in Prostken eine begehrenswerte Person, der Neid vieler Besitzlosen. Es sind ivahrlich nicht die schlechtesten Früchte, an denen die Wespen nagcnü Der Staatsanwalt macht der Angeklagten zum Vorwurf, daß sie in Paris ihrem„Entführer" nicht ausgerückt sei. Wie sollte sich das einsacke Baucrnmädchen, Ivo sich der Sprachlehrer v. Kobilinski(Heiterkeit) kaum zurecht- fand, in nner so großen Stadt zurechtfinden können! Nach einer ausführlichen Erörterung des Ehelebens des Zeysigschen Ehepaares kommt der Verteidiger zu dem Schluß, daß die An- geklagte keinen Grund hätte, sich des Zeysig zu entledigen. Tagegen hat Zeysig sehr wohl Grund zu einem Selbstmord gehabt. Er hat schon bei der Affäre Jaenicke wie ein wildes Tier getobt, als er glaubte, etwas gesehen zu haben. Als Zeysig seine Frau dann auf die Probe stellen wollte, stieß sie ihn von sich. Der Groll, Aerger und Kummer darüber hat ihm die Schachtel mit Arsenik in die Hand gedrückt. Ter Verteidiger schließt mit der Bitte, die Schuld- frage zu verneinen.— Um 1 Uhr nachts zogen sich die Geschworenen zur Beratung zurück. Gegen Vi 2 Uhr verkündete der Obmann, daß die Geschworenen die gestellte Schuldfrage verneint hätten. Darens mnßte die Angeklagte freigesprochen werden. Die Kosten übernimmt die Staatskasse. Tie Angeklagte wurde sofort aus der Haft entlassen und von ihrer Mutter in Empfang genommen. Versicherung für Unfall auf der Eisenbahn. Ein Kaufmann aus Berlin war in der Unfallvcrsichcrungsgesell- s Heft..Viktoria"-Berlin gegen Eisenbahnunfällc versichert. DaS Stckut der Gesellschaft stellt bei Gültigkeit der Versicherung die Be- diizungen, daß dem Zuge, welchen ein Verunglückter benutzt hat, eir Unfall zugestoßen ist, und daß sich der Zug auf der Fahrt befinden hat. Als sich K. aus einer Reise nach Osnabrück be- fav und auf einer Station ein anderer Wagen rangiert wurde, gcfjah dies in unvorsichtiger Weise, welche einen starken Zu- saimcnprall zur Folge hatte. K. saß in einem Abteil dritter Klfse und wurde niit dem Kopf« an die ihm gegenüber befindliche Wnd geschleudert. Die Folge davon war eine Gehinierschütterung, fü deren Schaden er die Versicherungsgesellschaft haftbar machte. Sei Anspruch lautete auf Zahlung von 1409 M. und eine jährliche Rcte von 1261 M. Die Gesellschaft bestreitet daß der fragliche Utfll unter die Versicherung falle; denn dem Zuge, der gar nicht be)ädigt worden ist, sei kein Unfall zugestoßen, auch habe er sich nit auf der Fahrt befunden, wie es das Statut vorschreibt. Das Landgericht Berlin erkannte auf Abweisung des Kgers. Auf die Berufung desselben ändert« das Kammer- gricht Berlin das Vordcrurteil ab und hielt den Klage- apruch des Kaufmanns im Grunde für gerechtfertigt. In den Gindcn des Berufungsgerichts heißt es: Kenn die Beklagte nur ein fahrenden Zug gemeint wissen wollte, so hätte sie dies du t l i ch e r ausdrücken müssen. Ter fragliche Zug hatte die fhrt bereits angetreten und nur auf der Station angehalten. 2 Annahme, daß dem Zug kein Unfall zugestoßen sei, weil kein fterialschaden vorliegt, ist ebenfalls verfehlt. Dieses ist zu einem falle nicht unbedingt nötig. Gegen oas Urteil des Kammergerichts hatte die beklagte Ge- schaft Revision beim Reichsgericht eingelegt. Der 1. Zivilsenat erkannte auf Zurückweisung der Revison.— « wird der„Viktoria" nun weiter nichts übrig bleiben, als durch e Statutenänderung ihre merkwürdige Auffassung dem versiche- igslustigcn Publikum verständlich zu machen. Diesmal trat aber die Polizeischere schon atn Eingänge des Fried- Hofes in Aktion, ein Ruck und die rote Gefahr befand sich in der Hand des Kommissars. Die betreffende Organisation hat nun beim Polizeipräsidium Beschwerde erhoben und ersucht, den Beamten auf die Ungehörigkcit seiner Handlung hinzuweisen und die Schleife wieder herauszugeben. Von behördlicher Seite ist nun der Vorfall untersucht worden, doch hat sie leinen Anlaß gefunden, gegen die Täter" strafrechtlich vorzugehen. Die Schleife ist nun dem Be- schwcrdcführendcn mit folgendem Antwortschreiben wieder zuge- stellt worden: „Auf die Bcschtvcrdeschrift vom 12. v. M. wird Ihnen eröffnet, daß das Ennittelungsvcrfahren aus§ 366 Ziffer II des Straf- gesetzbuchcs seitens des Herrn Ersten Amtsanwalts zwar eingestellt worden ist, daß indessen die Entfernung und Beschlagnahme der anbei zuruckfolgenden rotseidcnen Kranzschleife nebst Aufschrift seitens des Revier-Polizeikommissarius gerechtfertigt war, weil die- selbe als Beweismittel für die Untersuchung von Bedeutung sein konnte und weil auch ein nachträgliches Niederlegen derselben auf dem Friedhofe, also eine Zuwidcrhamdhmg gegen§ 360 Ziffer 11 des Strafgesetzbuches dadurch verhindert werden sollre." Demnach haben also die Breslauer Arbeiter auch in Zukunft das Recht, Kränze mit straffreier Inschrift auf Lassalles Grab niederzulegen; dafür aber hat die Polizei das Recht, die Schleifen abzuschneiden. Das sind die preußischen Rechtsgarantien. Kuropatkins Güter unter dem Hammer. Die dem General Kuropatkin, dem„Marschall Rückwärts" des Krieges in der Man- dschurei gehörenden ausgedehnten Besitzungen im Gouvernement Pslow sollen, dem dortigen amtlichen Anzeiger zufolge, wegen rück- ständiger Steuern in öffentlicher Versteigerung verkauft werden. Dreißigacker und kein Ende. Aus Mein in gen wird uns geschrieben: Auch am 17. Oktober wurde vor dem Schwurgericht ein Fall verhandelt, der auf die allzu strenge Hausordnung in dem Arbeitshaus Dreißigacker zurückzuführen ist. Ter Metzgergesellc Georg Stieglitz aus Mainz wurde wegen versuchten Totschlags zu 3 Jahren 1 Monat Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt. Stieglitz war mit dem Küchenmesser auf den Aufseher Schneider ein- gedrungen und nur durch einen Schutzmann von dem Totschlage ab- gehalten worden. Stieglitz ist geständig und gibt als Erklärung für seine Tat an, daß ihm die stränge Hausordnung unerträglich gewesen sei. Also lieber Zuchthaus als Arbeitshaus. Vmrnlcktes. Lassalles Gebeine unter polizeilicher Obhut. Alljährlich am destage Ferdinand Lassalles pilgern die Breslaucr Parteigenossen, werkschaften und andere Arbeitervereine in Scharen nach dem aelitischcn Friedhofe, um seine Grabstätte mit Blumen und änzen zu schmücken. Nachdem im vorigen Jahre am Vormittage : Kranzniederlegung erfolgt war, erschien gegen Abend die Polizei , Grave und konfiszierte die Schleife am Kranze der Schiffs- mnerer, die folgende Aufschrift trug:„Dem ersten kühnen Rebellen. ie vaterlandslosen Gesellen." In diesem Jahre stifteten die chiffszimmerer wieder einen Kranz, der die gleiche Widmung trug. CClocken- Spielplan der Berliner Cbeater. Opernhaus. Sonntag: Mignon. Montag: Tannhäuscr. Dienstag: Don Juan. Mittwoch: Bajazzi. Coppclia. Donnerstag: Die lustigen Weiber von Dindfor. Freitag: Samson und Dalila. Sonnabend: Der schwarze Domino. Sonntag: Der schwarze Domino. Montag: Rienzi (Ansang 7 Uhr.) Schauspielhaus. Sonntag: Wie die Mten sungen. Montag: Der Schwur der Treue. Dienstag: Julius Cäsar. Mittwoch: Der Schwur der Treue. Donnerstag: Prinz Friedrich von Homburg. Freitag: Der Schwur der Treue. Sonnabend: König Richard III. Sonntag: Der Schwur der Treue. Montag: Götz von Bcrlichingcn. s Ansang 7 Uhr.) Neues Königl. Opcrutheatcr. Sonntag: Romeo und Julia. Von Montag bis Sonnabend: Geschlossen. Sonntag: Der Freischütz. Montag: Geschlossen. ücssinq- Theater. Sonntagnachmittag 3 Ilhr: TraumuluS. Abends 7'/, Uhr: Stein unter Steinen. Montag: Erziehung zur Ehe. Sittliche Forderung. Dienstag, Mittwoch und Donnerstag: Stein unter Steinen. Freitag: Elga. Sonnabend: Stein unter Steinen. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die versunkene Glocke. Abends 71/, Uhr und Montag: Stein unter Steinen. Deutsches Theater. Sonntagnachmittag 2'lt Uhr: Minna von Baruhelm. Abends 7 Uhr, Montag und Dienstag: Das Käthchen von Hcitbronn. Mittwoch: Nachtasyl.(Ansang 8 Uhr.) Von Donnerstag bis Sonnabend: Das Käthchen von Heilbronn. Sonntagnachmittag 21/, Uhr; Kabale und Liebe. Abends 7"Uhr: Das Käthchen von Heilbrou«. Montag: Kabale und Liebe. Schiller-Theater v.(Wallncr-TheaterO Sonntagnachmittaa 3 Uhr: Der Traum»in Leben. Abends S.Uhr: mn Wintrrmärchcn. Montag: Der G'wissenswurm. Dienstag: FlochSmann als' Erziebcr. Miitivoch: Ein Wintermibchen. Donnerstag: FlachSmann als Erzieher. Freitag: Ein Dintermärchen. Sonnabend: FlachSmann als Erzieher. Sonntag- nachmittag 3 vhri Der Traum ein Leben. Abends 8 Uhr: Flachs- mann als Erzieher. Montag: Gligcs und sein Ring. Schiller-Theater s�l.(Friedrich-WilhelmitädtischeS Theater.) Sonntagnachmittag 3 Uhr; Fuhrmann Hcnschcl. Abends 8 Uhr und Montag: FlachSinann als Erzieher. Dienstag: Augen rechts. Zum Einsiedler. Mittwoch: FlachSmann nIS Erzieher. Donnerstag: Der Tranin ein Leben. Freitag: FlachSmann als Erzieher. Sonnabend: Der Traum ein Leben. Sonnlnginrchinittag 3 Uhr: Fuhrmann Henschct. Abends 8 Uhr: Ein Wintcrmärchen. Montag: Der Vcilchensresscr. Berliner Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Andalosia. Abends 71/, Uhr, Montag und Dienstag: Andalosia. Mittwoch: Kean. Donners- tag und Freitag: Andalosia. Sonnabend, Sonntagnachmittag 3 Uhr und abends 7l/j Uhr; Kean. Montag; Andalosia. Kleines Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Lore. Der zer- brochcne Krug. Abends 8 Uhr: Das Nachtasyl. Bon Montag bis Sonn- abend: tzidalla. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Lore. Der zerbrochene Krug. Abends 8 Uhr: Hidalla. Montag: Nachtasyl. Lustspielhaus. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Biederleute. Abends 8 Uhr: Der Herr HauShosmeister. Von Montag bis Sonnabend: Der Familientag.' Sonntagnachmittag 3 Uhr: Das Lumpengesindel. Abends 8 Uhr: Der Familientag. Montag: Unbestimmt. Neues Theater. Sonnlag und solgcnde Tage: Ein Sommernachts- träum. Residenz- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Hütten- bcsitzer. Abends 8 Uhr und Montag bis Freitag: Die Höhle des Löwen. Sonnabend: Der Prinzgemahl. Sonntagnachmiltag 3 Uhr: Hcrlnlespillen. Abends 8 Uhr und Montag: Der Prinzgemahl. Trianon-Theater. Sonntagnachmiltag 3 Uhr: DaS Ende der Liebe. Abends 8 Uhr und Montag bis Donnerstag: Madame Torcra. Freitag und Sonnabend: Der letzte Troubadour. Sonntagnachmiltag 3 Uhr: Das Ende der Liebe. MUiendS 8 Uhr und Montag: Der letzte Troubadour. Eorl WcistWieater. Sonntag bis Dienstag: Der Weltumseglev wider Willen. Mittwoch bis Freitag: In Berlin ist was los. Sonnabend- nachmittag 4 Uhr: Rotkäppchen. Abends: Zlnne-Liesc. Sonntag und Montag: In Berlin ist wnS loS. Theater deS Westens. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Freischütz. Abends 7>/. Uhr: Der Opernball. Montag: Alessandro Stradella. Dienstag: Der Bcttelstudcnt. Mittwoch: Die Zauberjlöte. Donnerstag: Der Opcrnball. Freitag: Die Zanbcrstöte. Sonnabendiiachmittag 3 Uhr: Don Carlos. Abends 7'/, Uhr: Der Opernball, s&onntagmittag 12 Uhr: Matinee. Jsadora Düncan. Nachmittag 3 Uhr: Undinc. Abends 7 st, Uhr und Montag: Der Opcrnball. Dtctropol- Theater. Allabendlich: Aus ins Metropol.(Ans. 8 Uhr.) Sonntag TU Uhr. Zentral• Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr; Die Geisha. WcndZ 7>/, Uhr: Zur indischen Witwe. Montagnachmittag 41/, Uhr: Prinzesichen Goldtraut. Abends 8 Uhr, Dienstag und Mittwoch: Zur indischen Witwe. DonnerStagnachmittag 4'/, Uhr: Priiizetzchen Goldtraut. Abends 8 Uhr und Freitag: Zur indischen Witwe. Sonnabendiiachmittag 3 Uhr: Wilhelm Tcll. Abends 8 Uhr: Zur indischen Witwe. Somilagnachniiltag 3 Uhr: Die Geisha. Abends TU Uhr und Montag: Zur indischen Witwe. Thalia-Thcater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Hochlourist. Abends und Montag bis Sonnabend: Bis srilh um Fünse. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Kilomelerfresser. Abends und Montag: Bis srüh um Fünse. Belle- Alliaiirc> Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr und all- abendlich 8 Uhr: Spezialitäten. Luisen-Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Kean. Abends: Othello. Montag: Lumpengesindel. DaS Schwert des Damoklcs. Dienstag: Othello. Mittwoch: Kean. Donnerstag: Die lustigen Weiber von Wndsor. Freitag: Simson. Soiiiiabcnd: DaS Erbe. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Kinder der Exzellenz. Abends: Othello. Montag: Pech-Schuize. Berliner Marktpreise. Ans dem amtlichen Bericht der städtischen Marklhallcn-Direktion. Rindfleisch la 03—68 pr. 100 Psnnd, IIa 56—02. lila 50-65, IVa 40-48. Kalbslcisch la 85-90, IIa 73-82, lila 60-70, Hammelfleisch la 65—75, Ha 50—60. Schweinefteisch 69—76. Rotwild Psnnd 40-48 Ps. Hasen Stück 3,00-4,00. klein 1.25-2,50. Kaninchen Stück 0,50—1,00. Krammctsvögcl 20—25 Ps. Rebhühner, junge la 1,00 bis 1,30, junge IIa 0,60—0,90, junge kleine 0,00—0,00, alte la 0,70—0.80, alte IIa 0,00- 0,00. Hühner, nttc 1,40— 1,80, junge 1,00—1,40 das Stück. Tauben, junge 0,45—0,50, alte 0,30—0,35. Enten, junge 1,40—2,00. Gänse In, 3,50—4,20, IIa 2,50—3,00 per Stück, la 0,68—0,64, IIa 0,48—0,56 per Psnnd. Hechte 3l— 91 M., Schiele, nnsort. 98—>04 M, Aale, groß 00. mittel 72 M. Plötzen 55-59 M. Karpfen 78-83 M. Lachs 90—151 M., Schellfische 35 M., Flunder 00 M. pro 100 Pfund. Scholtische Vollherwgc(gesalzen) 36—38 M Krebse, kleine, Schock 4.50 M., unsortiert 00.00 M. Eier, Schock 3,70. Butter pro 100 Psund la 120—124, Ha 112-118, III» 106-110, absalleude 95—105. Kartosseln pr. 100 Psd. rote 1.90—2,10. Roscn 1,50—1,75, blaue 0,00—0,00, runde weisse 1,80- 2,00. Wirsingkohl pr. Schock 4.00-7,00, Wcisslohl 6.00-8,00, Rotkohl 4.(0-6.00, Holl. 9,00-10,00 M. Saure Gurken, neue. Schock 2,—. Die Insertionsgebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonelzeile oder deren Raum 20 Pfennig« Inserate flirdienächste Nummer müssen bis S Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends geOflnet VORORT«ANZEIGEN Alt. Glienicke: Relnhnld Schulz, Rudowerstr. 83. Britz: Hermann Schllcbilz, Jahnstr. 2. Charlottenburg: Gust. Scharnberz, Eescnheimcr- strasse 1 Ecke Goethestr. vorn I. Dtsch.-Wllmersdorl: W. Nickel, Brandenburgischestr. 110 III. r. Lichtenberg• Pricdrlchsfelde«Wllhclni9berg. Boxhagen• Rummels bürg» Stralau: Otto Seikel, 0. 112, Kronprinzenstrassc SOI. Grünau: H. Bluhme, Viktoriastr 2. Rlxdort; M. Heinrich, Prinz Handserystr. 7, im Laden; Conrad, Hermannstr SO. Schßncberg: Wilh. Bäumlcr, Martin Lutherstr, 51. Ober«Scb3ncwelde: Otto Münzer, Dculstr. 4 II. Annoncen« Annahmestellen: Nieder«SchSncwelde: Bonakowsky, HasscI- werderstr. 1 d. Johannistal: Franz HUnold, Bismarckstr. 7. Adlershof: Paul Schmidt, Bismarckstr. 321. Königs. Wusterhausen: P. Körle, Berlinerstr. 19. Köpenick: Friedrich Wsick, GrOnstr. 29. Friedenau. Stcgllrz: II Bernsee, Schtossstr. 115, Gartenhaus I, in Steglitz. Bestellungen nehmen entgegen in Steglitz: H. Mohr, Dlippelstr. 32, und Fr. Schellhasc, Ahomstr. 15s. Marlendorf; Hermann Relchsrdt, Chausseestr 16. Baumschuienweg; Stock, Ernstsir 211. Treptow: R. Voigt, Elsenstr. 37, vorn III. Neu-Wclssensee: W. Reskc, Sedansfr. 53, part. Weissensce: Jul. Schiller, König Chaussee 39a. 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