Nr. 220. Grscheint täglich außer Montage. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Saus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags- Nummer mit tlluftr. Sonntags: Beilage Neue Belt" 10 Big. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterretaUngarn 2 Mr., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post: Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Fesitagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fern spred- Anschluß Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. vin „ Vorwärts" Berliner Volksblatt mit der illustrirten Sonntagsbeilage " Neue Welt" Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mart 10 Pfennige frei ins Haus, Dienstag, den 20. September 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Anders geartet war die interparlamen der glücklicher Weise kläglich scheitern mußte an dem Geiste tarische Friedenskonferenz, die dem Kongresse der Massen. auf dem Fuße folgte. Hier handelte es sich nicht mehr Und diese große Evolution" in der Friedensidee zögerte Mit dem 1. Oktober eröffnen wir ein neues Abonnement darum, die Massen zu gewinnen. Mitglieder von gefeß- auch gar nicht, fich sofort in ihrer ganzen Flachheit zu auf den gebenden Körperschaften, von Parlamenten und Senaten produziren. Ueber den Frieden zu berathen, war man zuhatten sich zusammengefunden, nicht um über mehr oder sammen gekommen: über den Schuh des Eigenthums weniger fromme Wünsche lange sentimentale Reden zu im Kriege berieth man. Herr Baumbach gab den Ton halten, sondern um sich zu einigen zur Durchführung des an: Allerdings giebt es im Leben der Völker Momente, kleinen Theiles der Friedensidee, der heute verwirklicht wo der Krieg unvermeidlich ist, z. B. wenn es gilt, die werden kann, ohne die bestehenden gesellschaftlichen Zustände nationale Ehre zu vertheidigen." Ob die nationale Ehre" im mindesten anzutasten. Und zu alledem gab die An- verletzt ist, wenn es irgend einem Ausländer mal einfällt, wesenheit des Präsidenten des norwegischen Folkething, vor irgend einem der zahlreichen deutschen Prinzen nicht Ullmann, des Vizepräsidenten des deutschen Reichstags, mit der gewünschten Höflichkeit zu erfterben, oder Baumbach, und mehrerer schweizer Regierungsglieder, wenn ein teutscher Lieutenant im schwarzen Afrita von wie des Bundesraths Droz, der die Eröffnungsrede hielt, einem noch schwärzeren Fuße einen wohlverdienten Tritt der Konferenz einen halb offiziellen Charakter, der auch auf seinen hochadligen Hintermenschen bekommt? Im dadurch sicher nicht vermindert wurde, daß die nor letzteren Falle jedenfalls, nicht wahr, ihr Herren Freiwegischen Konferenzdelegirten vont ihrem Barlament sinnigen? Die Ehre des Großhandelskapitals wäre ja in je 800 Kronen Reisekosten bewilligt erhalten hatten. Und ihrem ergebenen Diener verlegt worden! Der Antrag biefem Charakter entsprechend war auch das Benehmen der Baumbach, betreffend den Schutz des Privateigenthums, Theilnehmer so, wie es würdevollen Parlamentsmitgliedern wurde etwas modifizirt angenommen: geziemt, das heißt zum Theil gähnte man oder führte man" Die Konferenz ersucht ihre Mitglieder, in den Barlaanwesend bei den Sitzungen, und nur wenn die Franzosen Regierungen auf einer internationalen Konferenz das Privatkorrespondenz, zum Theil war man überhaupt nicht menten, welchen sie angehören, dahin zu wirken, daß die von Leuten, die wissen, daß sie etwas repräsentiren. Es thums zur See in Kriegszeiten zur Anerkennung bringen." opponirten, verschwand die ehrbare herkömmliche Würde Bölkerrechtsprinzip der Unverletzbarkeit des Privateigenzeigte sich nicht die Begeisterung, die den Kongreß aus- Nachdem so der Hauptpunkt nach langen Diskussionen zeichnete; und andere Umstände traten hinzu, welche die glücklich zu Ende gebracht war, begann man auch Ronferenz beeinträchtigten, und die mit flarem Blicke der wirklich, jich etwas mit der Friedensfrage zu beschäftigen. schweizer Regierungsrath Gobat schon im Vorjahre in Rom Die Konferenz sprach sich zu Gunsten der Einführung einer vorausgesehen, als er die Konferenz auf 1893 verschoben Schiedsgerichtsklausel in den Wortlaut aller diplomatischen wünschte: Das ungefähre Zusammenfallen derselben mit Verträge aus( Antrag Barth); ferner aller Handels- und den 18 angemeldeten Italienern waren zum Beispiel den verschiedensten Seiten kamen Anträge, die Gründung nur drei erschienen: der Stimmenfchacher verhinderte einer Art Amphittionenbundes betreffend, das heißt eines wohl die anderen an der Theilnahme. permanenten Schiedsgerichtes, zu dessen Bestellung die Engwöchentlich 28 Pfennige. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 3,30 Mark für das 4. Quartal unter Nr. 6652.) entgegen.( Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 Neu hinzutretenden Abonnenten wird der bisher erschienene Theil des Romans Die Waffen nieder!" Gine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner, auf Verlangen gratis nachgeliefert, woratif wir noch besonders aufmerksam machen. Die Redaktion und Expedition des „ Vorwärts" Berliner Volksblatt. den Kammerwahlen in verschiedenen Ländern. Von Schifffahrts, und endlich aller literarischen Verträge. Von „ Buni ewigen Frieden." II. Nachträgliches von der interparlamentarischen Ronferenz. Im übrigen waren 9 Engländer anwesend, mit dem länder die Schweiz, als neutralstes Land, vorschlugen; alten Cremer an der Spike, der einst bei den Gründern der die Mitglieder der Konferenz sollten ihren Regierungen Internationale war, 3 Norweger, 2 Dänen, 5 Niederländer, empfehlen, einer von Amerita in diesem Sinne ausgegangenen 1 Spanier, 1 Portugiese, eine Anzahl Rumänen, 26 Fran- Anregung Folge zu leisten. Schließlich wollte man, wie 30sen, 3 Defterreicher, und, wie man sagte, 12 Deutsche, auf dem Kongreß, doch etwas Braktisches" thun, und setzte unter ihnen außer Baumbach Rickert, Barth und Max( Antrag Gobat) ein permanentes Zentralbureau mit dem Hirsch, die Elite des" Freisinns". Siz in Bern ein, das den Zweck haben soll, ein ständiges In einer Friedensversammlung auf dem Himmelsberge in Dänemark, an der 15 000 Mann theilnahmen, sagte der norwegische Dichter Björnson unter ungeheurem Beifall: Worauf es uns nun ankommt, die wir in die Welt gehen Man hatte den Beweis vor Augen, daß die Friedens- Band zwischen den parlamentarischen Friedensgruppen zu mit dieser Sache, ist, die kleinen zum Anfangen idee, deren erste Aeußerungen in der internationalen bilden, wie sie z. B. bereits in Deutschland, Norwegen, zu bringen. Niemals sind es die Großen Friedens- und Freiheitsliga als Zeugnisse des wieder auf Dänemark, Rumänien bestehen, und für die Ausführung gewesen, welche die Gesellschaft umgewälzt lebenden demokratisch- revolutionären Geistes der 48er Jahre der Konferenzbeschlüsse Sorge zu tragen. Für Deutschland haben; denn sie haben das nicht noth". ei frig verfolgt wurden, und deren Träger zum Theil wurde zum Bureaumitgliede Baumbach ernannt. Der internationale Friedenskongreß hatte dieses Wort wirklich Revolutionäre waren, die den Traum der„ Ver- Nachdem man noch Chriftiania zum Drte der nächſtdes nordischen Dichters auf seine Fahne gefeßt: einigten Staaten von Europa" durchführen zu können jährigen Konferenz bestimmt, wurde die diesjährige gedurch die Massenagitation auf die Regierungen einen glaubten- daß diese Friedensidee sich aus dem Kreise schlossen. In einem Punkte hatte sie dem Rongreffe ge sanften Druck auszuüben; nur dachte er nicht daran, daß des alten idealistischen Bürgerthums in die moderne glichen: in nicht endenwollenden Hymnen auf die Freiheit" die Massen durch viel höhere, gewaltigere Ziele in Anspruch Bourgeoisie gerettet, und schon so große Fortschritte und in der Bechimmelung des" biederen Schweizervoltes", genomnien würden, durch Ziele, welche die Ideale der gemacht hat, daß sie nicht nur salonfähig geworden ist, obgleich die biederen Schweizer erstens einmal sich an dem Friedensapostel himmelweit überragen und deren Verwirk sondern daß sogar Regierungen mit ihr tokettiren, wie man" Humbug", wie sie es nannten, nur überraschend schwach lichung erst möglich machen. es ja auch mit dem Sozialismus versuchte ein Verfuch, betheiligten, und dann, wie aus sämmtlichen Zeitungen zu Feuilleton. Madbrud verboten.) Die Waffen nieder! ( 26 zum Himmel auf! Alles jetzt erschallende Hurrah sammt bem begleitenden Kanonendonner würde dann durch den Schlachtruf der nach Menschlichkeit lechzenden Menschheit übertönt, durch das siegesgewisse: Krieg dem Kriege!" 1/24 Uhr früh. Schreiben... Nach der in legterem vorhergesagten großen Schlacht hatte Friedrich berichten können: " Der Tag ist unser. Ich bin unversehrt geblieben. Das sind zwei gute Nachrichten die erste namentlich für Deinen Vater, die zweite für Dich. Daß für unzählige Andere derselbe Tag unzähligen Jammer gebracht hat, vermag ich nicht zu übersehen." In einem andern Brief erzählte Friedrich, daß er mit seinem Vetter Gottfried zusammengetroffen: Obiges schrieb ich gestern Nachts. Dann habe ich mich auf einen Strohsack gelegt und ein paar Stunden geEine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner. schlafen. In einer halben Stunde wird aufgebrochen, und dies fann ich noch der Feldpost übergeben. Alles ist schon" Stelle Dir vor, welche Ueberraschung: Wen sehe Aber noch besser wird es sein, wenn einst die wach und rüstet zum Abmarsch. Die armen Leute: wenig ich an der Spitze eines Detachements an mir vorüber Schießtechnik so weit weit vorgeschritten ist, daß jede Ruhe haben sie gefunden, nach der gestern vollbrachten reiten? reiten? Tante Korneliens einzigen Sohn. Muß die Armee ein Geschoß abfeuern kann, welches die ganze feind- wenig Kräftigung zu der heute zu vollbringenden Blut- Arme jetzt doch zittern... Der Junge selber ist ganz beliche Armee mit einem Schlag zertrümmert. Vielleicht würde arbeit... Vorhin habe ich noch einen Rundgang durch geistert und kampfesfroh. Ich sah es an seiner stolzen, so das Kriegführen überhaupt unterbleiben. Der Gewalt unser Der Gewalt unser improvifirtes Lazareth gemacht, welches hier leuchtenden Miene und er hat es mir auch bestätigt. Am könnte dann wenn zwischen zwei Streitenden die All- zurückbleibt. Da sah ich unter den Verwundeten selben Abend waren wir zusammen im Lager und ich ließ gewalt eine gleich große wäre nicht mehr die Rechts- und Sterbenden ein paar, denen ich es geru so ihn in mein Zelt rufen.„ Das ist ja herrlich," rief er entscheidung überantwortet werden. gemacht hätte, wie dem brennenden Pferde: ihnen entzückt, daß wir für dieselbe Sache tämpfen, Better Warum schreibe ich Dir dies alles? Warum breche ich eine Gnadenkugel durch den Kopf gejagt. Da ist einer, dem und nebeneinander! Hab' ich nicht Glück, daß gleich im nicht, wie es einem Kriegsmann zient, in begeisterte Lobes der gauze Unterkiefer weggeschossen ist; da ist ein anderer, ersten Jahre meiner Lieutenantschaft Krieg ausgebrochen? hymnen auf das Kriegshandwerk aus? Warum? Weil ich der Genug Genug... Ich kann nicht helfen-Niemand kann Ich werde mir ein Verdienstkreuz holen." nach Wahrheit und nach rückhaltloser Aeußerung der da helfen, als der Tod. Leider ist der oft so langsam.. Zante wie hat sie Dein Ausrücken aufgenommen?" selben dürfte; weil ich jederzeit die lügenhafte Bhrase Wer ihn verzweifelt anruft, dem gegenüber stellt er sich Wie das nun schon mal der Mütter Brauch: mit haffe, in diesem Augenblick aber wo ich dem Tode taub. Er ist anderweitig viel zu sehr beschäftigt, diejenigen Thränen die sie übrigens zu verbergen suchte, um so nahe bin; und wo ich zu Dir spreche, die Du vielleicht hinzuraffen, die inbrünstig auf Genesung hoffen, die ihn meine Lust nicht zu dämpfen-mit Segenswünschen, auch im Sterben liegst es mich doppelt drängt, zu flehentlich anrufen: O verschone mich! mit Kummer und mit Stolz." ,, Und wie war's Dir sprechen, wie es mir ums Herz ist. Mögen tausend Andere auch anders denken, oder doch anders zu sprechen sich ver selber zu Mute, als Du zum ersten male ins Gemenge tamst?"-D wonnig, erhebend!" Du brauchst nicht zu lügen, mein Junge. Nicht der Stabsoffizier fragt nach Deinen pflichtschuldigen Lieutenantsgefühlen, sondern der Mensch und Freund."" Ich kann nur wiederholen: monnig und erhebend. Schauerlich- ja... aber: so Mein Pferd ist gesattelt jetzt heißt es, diese Beilen pflichtet dünken, ich will, ich muß es noch einmal gesagt schließen. Leb' wohl! Martha- wenn Du lebst." haben, eh' ich dem Krieg zum Opfer falle: ich haffe den Krieg. Würde nur jeder, der das Gleiche fühlt, es laut zu Zum Glück befanden sich in dem Briefpaket noch verkünden wagen welch' ein dröhnender Brotest schriee da Nachrichten jüngeren Datums, als das eben angeführte " Und die " " ersehen ist, erleichtert aufathmeten, als die Kongresse endlich Von den in Berlin verhafteten russischen Polen sie für den nunmehr angebrochenen neuen Tag nicht angemeldet zu Ende und die" Ruhestörer" wieder abgedampft waren sind, wie wir hören, fünf aus Preußen ausgewiesen feien." in ihre Vaterländer. worden. Ein fümmerlicher Trost, jedoch immerhin ein Die Frankfurter Beitung"( Nr. 261 vom Ob sie dort den gegebenen Versprechungen gemäß Troft ist es, daß man sie dem mostomitischen Erbfreund" 17. September) begnügt sich, unsere Ausführungen( Borhandeln werden, was ja wahrhaftig nicht schwer nicht ausgeliefert, sondern ihnen, wie sich dies gebührt, die wärts" Nr. 217 vom 16. September) abzudrucken und auswäre, da die von ihnen gewünschten internationalen Wahl der Grenze überlassen hat. Warum das drücklich zu erklären, daß sie ihnen vollständig bei Abmachungen eigentlich keiner Regierung und feiner mächtige Preußen, warum die übrigen deutschen Bundes- pflichtet. herrschenden Klasse unangenehm sein können, vielmehr noch staaten Ausländer, die sich keiner gemeiner Reate schuldig von der Universität zu Göttingen, einer der hervorragendRudolf von Thering, der bedeutende Rechtslehrer sten deutschen Juristen, ist daselbst am 17. September im 75. Lebensjahre verstorben. feit des Geistes, die er sich bis ins hohe Alter bewahrte, Die Frische und Selbständig erhebt ihn weit über das Gros seiner Fachgenossen, die der Zopf der Gelehrsamkeit zu Boden drückt. In seiner Schrift Der Kampf ums Recht" nimmt er den Standpunkt ber materialistischen Wissenschaft ein und nähert sich hier der Auffassung von Karl Mary und Lassalle. die ruhige, ungestörte Ausbeutung befördern oder ob die machen und ehrlich sich hier ihr Brot erwerben, des Landes Es hat lange gedauert. Die Oberstaatsan Herren in ihren Parlamenten für die neuen Militär- verweisen? Geht Deutschland zu Grunde, wenn einige waltschaft in Hamm hat, wie wir der" Frankfurter vorlagen stimmen werden, nun, daß wird die Zukunft Ausländer auf seinem Grund und Boden herumspazieren? Beitung"( Nr. 262 vom 18. September) entnehmen, ent zeigen. Der jezige Zustand, daß die Polizei den Ausländer ohne gegen dem Bescheid der Essener Staatsanwaltschaft, dem inDie Konferenz hat so viel gezeigt, daß auch bei den Angabe von Gründen ausweisen kann, ähnelt dem russischen haftirten Chefredakteur Fu3 angel gestattet, den Re bakteur Lanemann zum Zweck der Information und der offiziellen Bertretern der aufgeklärten Bourgeoiskreise der Verfahren der administrativen Verschickung und gehört nicht dakteur Laanemann zum Zweck der Information und der Wunsch sich Bahn bricht, wenigstens die unnöthigen" Kriege in einen modernen europäischen Staat. Sichtung des Materials für den Prozeß Baare Fus so viel als möglich zu beschränken. Ueber den Geist der angel bis zum Verhandlungstage, 3. Oktober, unter Genfer Konvention fann die Bourgeoisie doch nicht hinaus kommen: haut und schießt nur frisch darauf los; den lebrig Aufsicht eines Gefängnißbeamten zu empfangen. gebliebenen werden wir die Löcher schon mit Pflastern zulutherische Krautjunterpartei, deren Resonanzboden die Treue Bundesgenossenschaft. Folgerichtig ist die stopfen. ultramontanen macht. In der politischen Wochenübersicht Kreuz- Beitung" ist, wenn sie gemeinsame Sache mit den der„ Kreuz- Zeitung"( Nr. 437 vom 18. d. M.) liest man: „ Sollen wir uns von den Bundesgenossen im Kampfe un die christliche Schule und den christlichen Staat trennen, weil in Mainz Worte gefallen sind, mit denen man vom evangelischen Standpunkte aus nicht einverstanden sein fann?" " Chriftliche Schule", das heißt Boltsvers Zum Falle Holzmann. Die Kölnische Volks- dummung im Interesse der Gewalthaber, christlicher 3eitung"( Nr. 515 vom 17. d. M.) schreibt: Staat", das heißt feudal- polizistisch- pfäffischer „ Der Fall Holzmann hat wieder einmal ohne Noth Wasser Klassen staat, diese Leitbilder führen die um Hammerauf die Mühle der Sozialdemokratie geliefert, ja, dieser zu einem stein und um Ballestrem aus dem dunklen Gedränge dogmas hübschen Triumphe verholfen. Der junge Huffe, der sich an tischer Zweifel zum ewigen Heil der privilegirten Betternfeiner Agitation betheiligt und offenbar weiter nichts wirthschaft. begangen hat, als daß er der Bruder der Frau eines fozialdemokratischen Redakteurs ist, wird eines schönen Tages aus Wir schließen mit einem Satze Björnson's von der großen Friedensversammlung:" Wir müssen folchen Wogengang in unseren Bestrebungen haben, daß es hineinsprigt bis in die Fenster des oberen Stockwerts." Ja, Wogengang, fräftiger Wogengang ist nöthig. Aber nicht Die Friedensapostel werden ihn hervorrufen können. Wenn er hinaufsprißen soll in die oberen Stockwerke, so kann nur das Proletariat dies besorgen. An ihm, dem modernen Heilande liegt es, der Welt den Frieden zu bringen, dadurch, daß es dem wahnsinnigen Konkurrenztanze um das goldene Kalb ein Ende bereitet. Politische Uebersicht. der Berlin, den 19. September. Mau tau! Der neue Kurs" der sich zwar niemals im Wesen, anfänglich aber in der Methode vom alten Kurs" unterschied, nähert sich ihm jetzt auch mehr und mehr in der Methode. Wir haben z. B. bereits wieder eine ganz wohl gemäftete Reptilpresse, und diese übt ihr sauberes Handwerk ganz nach den bekannten Rezepten des Ober- Sauhirten" aus, der jetzt in Friedrichsruhe unfrei williger Muße pflegt. Das Verirspiel mit der neuen Militärvorlage ist echt bismarckisch, und echt bismarckisch ist auch die Drohung, zu der das Reptilvolt sich jetzt versteigt: im Fall der Nichtannahme der Vorlage werde Reichstag aufgelöst werden. Mit Ausnahme der nationalliberalen Diannesseelen, die allerdings guten Grund haben, sich vor jeder Abrechnung mit ihren Wählern und vor jeder Neuwahl zu fürchten, ist im Reichstag teine ein zige Partei, die eine Auflösung zu scheuen hätte und durch ein Votum gegen die Militärvorlage ihre Stellung ver schlimmerte. Im Gegentheil, die Stimmung der Wählermassen ist den militärischen Plänen der Regierung so feind lich, daß die oppofitionellen Parteien bei einer Neuwahl nur gewinnen können. Jedenfalls tönnte man uns Sozialdemokraten feinen größeren Gefallen thun, als den Reichstag aufzulösen. Also nur zu! Je eher je besser! Rekrutirung zum Oktobertermin. Eine Kabis netsordre betreffend die Rekrutirung zum Oktobertermin( Einstellung der Rekruten aus choleraverdächtigen Orten) siehe in dem heutigen Artikel:„ Bon der Cholera." Das handelspoitische Abkommen mit Rußland spukt wieder in den Zeitungen. Dem Reichstag werde gleich bei seinem Zusammentritt eine bezügliche Borlage zugehen. Wie lange ivird dieser Jrrwisch noch herumfliegen? # 1 Freue Dich, Puttkamer! Die Zukunft", ein von einem gewissen Friedländer, der sich unabhängiger Sozialist" nennt, in Wien gegründetes oder zu gründendes Blättchen, schreibt in der Probenummer: Bevor wir nicht die Sozialdemokratie kampfunfähig gemacht haben, ist an ein siegreiches Vordringen unsererseits nicht zu denken." Ganz die Meinung der Stöcker, Krüger, Bismarck, Thring- Mahlow und Genossen. Ist tein allgemeines Ehrenzeichen mehr zu vergeben? des eigenen Lebens" " • der bautechnischen Schule, die er mit Erfolg besucht, von der nische Bolts- Zeitung" ist erbost darüber, daß wir sie als Was kannst Du armer Teufel bieten? Die„ Röle Bolizei abgeholt und mir nichts dir nichts, ohne vorher feine chu patronin des berufenen Polizeitoms Angelegenheiten ordnen zu können, auf die Bahn gebracht, um nach Rußland abgeschoben zu werden. Er hat sich lästig ge- missars Sperling an den Pranger gestellt haben.. macht", heißt es. Auch wird behauptet, die russische Behörde um ihre Verlegenheit zu verbergen, trübt sie wie ein Tinten habe seine Auslieferung verlangt. Seine energische Schwester fisch die klare Oberfläche, um entwischen zu können. Sie vendet sich an den Minister des Innern und an den Reichs- sucht ihren Lesern die alberne Mär aufzutischen, wir bes fanzler und erreicht, daß der Bruder vorläufig in Berlin in haupteten, sie habe von dem Sperling Schweiggelder em Haft behalten wird, bis man in Magdeburg angefragt hat, pfangen. Warum? was denn gegen ihn vorliege. Der Reichskanzler versichert aber Bruderblatt die Frage gestellt haben, um welchen Preis bie Weil wir mit unserem fölnischen schon vorweg, die Auslieferung sei von Rußland nicht verlangt worden; die ruffifchen Behörden hätten sich nur bereit erklärt, tugendstolze„ Kölnische Bolts- Zeitung" gleich ihrer würdigen Holzmann als russischen Unterthan aufzunehmen. Die Be Kollegin, der Frau Hurtig vom Rhein, den keuschen Mund weise, die von dem Magdeburger Regierungspräsidenten dafür geschlossen habe und weil wir das spöttische Diftum der beigebracht werden, daß er sich läftig" gemacht, sind derart, Kölnischen Bolts- Zeitung"*): " Was tannst daß er( am 15. d. M.) nach fünftägiger Haft auf freien Fuß Du armer Teufel bieten", von ihr höhnend gegen gesezt wird mit der unbeschränkten Aufenthaltsfreiheit in Preußen! die Nationalliberalen gelegentlich des Katholikentages Diese Schlappe ist dem Magdeburger Regierungspräsidenten bereitet worden außer seiner eigenen Unvorsichtigkeit durch die gebraucht, auf sie als Sperlings- Beschüterin angewendet haben. Was wir gesagt, wiederholen wir. demokratische Preise, die alsbald Lärm schlug. Das Recht, unt ein Douceurchen handelt es sich, die„ Kölnische einem Ausländer den Aufenthalt zu versagen, weil er fich Volkszeitung" vertuscht, eine verächtliche Hehlerin, die Wahr läftig gemacht", stand ja dem Regierungspräsidenten zu. Hätte heit, weil sie nach Oben" nicht Anstoß erregen will, ein er sich damit begnügt, so wäre er wohl siegreich geblieben, auch gedent dessen, daß sie wie das Zentrum Schacherpolitik wenn er dem Holzmann thatsächlich Unrecht gethan hätte( treibt. Und dieser politische Pferdehandel ist freilich noch Holzmann wäre in ein Nachbarland abgereift; in der Presse ich I immer, als wenn irgend ein Tintenfuli sich ein wäre vielleicht protestirt worden, aber es wäre dabei geblieben. Schweiggelb in die Hand drücken läßt. Uebrigens scheint Statt deſſen feste man aber eine Auslieferung an Ruß- das tölnische Zentru insblatt seit Kurzem an Farbenblindheit Energie einer sozialdemokratischen Frau und durch die sozialland in Szene, und nun wehrten sich die Betroffenen. Zu Nicht dieser Auslieferung lag nicht der mindeste Grund vor; sie war zu leiden, da es behauptet, die gegnerische Presse berüc eine ganz überflüssige Härte. Diese Auslieferungen an den fichtige die Arbeiterpreffe zu wenig. Als ob nicht jede fnutenschwingenden Nachbarn sind ohnehin nicht im Volte be- Nummer irgend eines bürgerlichen Blattes den Gegen liebt; wozu nun die Liebedienerei, ihm Jemand auszuliefern, beweis erbrächte! den er gar nicht verlangt hat? Ueberdies hatte sich die Schwester Holzmann's erboten, etwaige Rosten, die der Trans- Geistige Landwehr. Der platonische Wissenschaftler port nach einer andern als der russischen Grenze verursachen und milde Gesellschaftsretter Dr. Viktor Böhmert stößt in würde, zu ersetzen. Was hätten wohl die Russen mit dem einem„ Neue Hilfsmittel zum Schuß der sozialen Ordnung" jungen Manne angejangen, ber thatsächlich nichts verbrochen betitelten Artikel seiner„ Sozial- Korrespondenz" einen herzhatte, ihnen aber als in Deutschland läftig" geworden in die Bände geliefert worden wäre? Man hätte ihm jebenfalls das bewegenden Nothschrei aus. Er jammert: Schicksal bereitet, welches in Rußland aller politischen Verbrecher" harrt. Dies Mal ist ein Unschuldiger den Klauen russischer Behörden und einem traurigen Loose Was entgangen. fann leicht einem andern ebenso Menschen geschehen, harmlosen der feine fo that fräftigen Freunde und Verwandten hat? Es sollte doch Vorfehrung getroffen werden, daß solche unerquickliche Dinge fich nicht mit schlimmerem Ausgange wiederholen fönnen. Die Magdeburger Behörde hat sich schon wiederholt durch Mißgriffe und Niederlagen im Kampfe gegen die Sozialdemokratie hervorgethan. Wir erinnern nur an die chitanöfe, von den Gerichten verworfene Auslegung des Versammlungsrechts, wonach Versammlungen um Mitternacht aufgelöst wurden, weil Ich nie mein Weib Alles was von feriten der Ordnungsparteien bis heute zur Abwehr des sozialrevolutionären Angriffs gethan ward, genügt zweifellos nicht entfernt. Die letzten Zeiten haben 3var die positive Histhätigkeit gesteigert, die Wohlfahrts einrichtungen und Schutzmaßregeln vermehrt, sehr vieles bleibt aber auch auf diesem Bebiete noch rückständig. Daß die Ge fahr nicht durch Gestaze und Polizei, Pulver und Blei abzuwenden ist, muß des weitesten bürgerlichen Kreisen mehr In unserer legten Notiz ist fälschlich infolge eines ber Kölnischen Volks- Zeitung" sicher sofort erkennbar geweſenen Druck fehlers die Kölnische Zeitung" als Quelle genannt. Wirklich ganz unverständlich"! immer großartig! Und das Bewußtsein, daß ich die höchste geholtem Hiebe den Schädel eines entwaffneten Feindes Warum war gestern, wanzum heute kein Zeichen angelangt Mannespflicht erfülle mit Gott für König und Bater- spaltet; wer zum Berserker tiefer noch zum blut D diese Sehnsucht nach einem Briefe lieber noch Tele land! Und dann: daß ich den Tod, dieses sonst so ge- dürftigen Tiger herabgesunken, der hat für Augenblicke des gramme ich glaube, kein von Fieberdurst Gequälter fürchtete und gemiedene Gespenst, hier so nahe um mich Kampfes Wollust" genossen. tann so nach Wasser leczen, wie ich damals nach einer herum walten sehen, feine Sense auch über mir er- glaube es mir, ich nie. Nachricht. Lechzte. Ich bar gerettet; ihm sollte die große hoben das versetzt mich in eine eigene, über die Gottfried ist entzückt, daß wir Desterreicher für dieselbe Freude werden, mich lebend zu finden, wenn-Gewöhnlichkeit so erhabene, epische Stimmung gerechte Sache"( was weiß denn er? Als ob nicht jede dieses wenn dieses jede Zukunftshoffnung in der Knospe Die Muse der Geschichte fühle ich uns zu Häupten Sache im Armeebefehl als die gerechte" hingestellt würde) erstickende ,, wenn"! schweben und unserem Schwert die Siegeskraft verleihen. wie die Preußen eingetreten find." Ja, wir Deutsche Ein ebler Born durchglüht mich gegen den frechen Feind, sind doch alle ein einig Volf von Brüdern." Das hat er Mein Vater mußte wieder abreifen. Nunmehr konnte - die Gefahr war vorüber und der das Recht der deutschen Lande niedertreten wollte, und sich schon im dreißigjährigen Krieg und auch im sieben er hatte schon dringend in Grumis zu thun. Ich sollte, es ist mir ein Hochgefühl, diesen Saß befriedigen zu jährigen Krieg gezeigt," schaltete ich halblaut ein. Gott sobald ich hierzu die nöthigen Kräfte zurückerlangt, ihm dürfen... das ist ein eigen, geheimnisvolles Ding, dieses fried überhörte mich und fuhr fort:" Füreinander, mit dorthin mit meinem kleinen Rudolf folgen. Der Aufent Umbringendürfen- nein, umbringen müssen ohne einander, besiegen wir jeden Feind." Wie dann, mein halt in der frischen Laudluft würde mich erst vollständig ein Mörder zu sein und mit unerschrockener Preisgebung Junge, wenn heute oder morgen die" Preußen mit den herſtellen können, und auch dem Kleinen förderlich sein. Desterreichern kämpfen und wir zwei als Feinde gegen Tante Marie blieb zurü; sie wollte mich weiter pflegen So fafelte der Knabe weiter. Ich ließ ihn reden. Habe einander gestellt werden?"-" Nicht denkbar. Jeht nach- und dann mit mir zugleich nach Grumih fahren, wohin uns ich doch Aehnliches empfunden, als mich die erste Schlacht dem unser beider Blut für eine Sache geflossen, jezt kann Rosa und Lilli schon vorangegangen waren. Ich ließ ſte umtofte. Episch" ja, da hat er das richtige Wort ge- doch nie mehr..." " cie mehr? Jch warne Dich vor reden und für mich Pläae machen. Im Stillen nahm ich troffen. Die Heldengedichte und Heldengeschichten, den Ausdrücken nie" und" ewig" in politischen Dingen. mir vor sobald ich mer halbwegs dazu fähig sein würdeGittelst deren uns die Schule zu Kriegern aufzieht, die sind es, Was die Eintagsfliegen im Reiche der Lebewesen, daß sind nach Schleswig- Holstein abzureisen. welche dann durch den Donner der Geschütze, durch das die Völkerfeindschaften und Freundschaften im Reiche der Wo Friedrich's Regiment in diesem Augenblicke sich Bligen der blanken Waffen und durch das Feldgeschrei der geschichtlichen Erscheinungen." befand, wußten wir nicht. Es war unmöglich, ihm eine Kämpfer in unserem Hirn zum Vibriren gebracht werden. Und die Außergewöhnlichkeit, die unverständliche Außer glaube, daß es Dich- arme Kranke interessiren tönne; Stunde telegraphirt, um zu fragen:„ Lebst Du?" Ich schreibe das alles nieder, Martha, nicht, weil ich Depesche zukommen zu lassen, und am liebsten hätte ich jede gefeßlichkeit, in der man plößlich sich befindet, die macht, noch, weil ich Dir gegenüber Betrachtungen anstellen will: als wäre man in eine andere Welt verfeßt... es ist wie aber ich habe eine Idee, daß ich bleiben werde und da will ein Ausblick von dem banalen Erdendasein mit seiner fried- ich nicht, daß meine Gefühle unausgesprochen mit mir in Du mußt Dich nicht so aufregen," predigte mein lichen, bürgerlichen Ruhe, in ein titanisches Gewühl von Grab versinken. Mein Brief kann auch noch von gar noch einen Rückfall. Zwei Tage ohne Nachricht: Was Höllengeistern... Aber mir war dieser Taumel bald ver- Anderen als Dir gefunden und gelesen werden. Es soll ist das? Doch wahrlich kein Grund zur Besorgniß. Jm flogen, und nur mühsam kann ich mich in die Empfin nicht ewig verschwiegen und vertuscht bleiben, was sich im bungen zurückdenken, wie sie mir der junge Tessom ge- Geifte unbefangen denkender und menschlich fühlender stationen abgesehen davon, daß man während des schildert. Ich habe es zu früh erkannt, daß der Schlachten- Soldaten regt. Ich hab's gewagt", war Ulrich von Marsches und des Schlagens und des Ruhens gar nicht im Untermensch Huttens Wahlspruch. Ich hab's gesagt: mit dieser Stande ist, zu schreiben. Die Feldpost funktionirt nicht eifer nichts Uebermenschliches, sondern fiches ist; keine mystische Offenbarung aus dem Reiche Gewissensberuhigung will ich aus dem Leben geschieden sein immer regelmäßig; ba kann man leicht vierzehn Tage nach Luzifers, sondern eine Reminiscenz aus dem Reiche der Thierheit ein Wiedererwachen der Bestialität. Nur wer Tagen abgesendet worden und vor zwei Tagen angekommen. meiner Zeit habe ich oft noch länger nicht nach Hause ges sich bis zur wilden Mordi u ft berauschen kann, wer wie Was kann in fünf Tagen ich das bei Manchen unter uns gesehen mit weit aus alles geschehen sein? Sorge fünf Kriegstagen nicht schrieben und man war barum nicht besorgt um mich. und Bangen ergriff mich. ( Fortfeßung folgt.) Du und die neuen Wahlen noch nicht ausgeschrieben worden, ge 1 zum Bewußtsein gebracht werden. Dringend Noth thut es, Schutz der Arbeiter im englischen Handelsgewerbe. Obgleich das Auflösungsdekret für die italienische daß allgemeiner Kenntniß genommen werde von den Grundzügen Wie wir seiner Zeit meldeten, ist am 1. September das in Rammer vom König noch nicht unterzeichnet ist( es wird einer gesunden Volkswirthschaftslehre und von den Schwächen der letzten Tagung des englischen Parlaments beschlossene wahrscheinlich dies in Genua nach den Festen geschehen) und Trugschlüssen der sozialdemokratischen Weltanschauung, Gesetz in Kraft getreten, wonach die Ortsbehörden verfügen bärden sich die Regierung, die Wahlfomitees und Kandidaten, als damit allmälig eine dem Feinde gewachsene geistige Land: wehr erstehe und sich ihm entgegenstelle. Diese Nothwendig- fönnen, daß jugendliche Personen unter 18 Jahren in den ob die Wahlen vor der Thüre ständen. Sie werden wahrscheinkeit hat unser Organ seit seiner Begründung oft betont und Läden nicht über 74 Stunden wöchentlich beschäftigt werden lich vom 30. September bis 6. Oktober stattfinden. Die neue näher ausgeführt. dürfen, mit Einschluß der Mahlzeiten. Der seit Jahren Kammer soll das radikale Kabinet vor dem Sturze sichern. Die Recht schön! Nur fürchten wir, nach den Proben, die für die kaufmännischen Angestellten wirkende bekannte Regierung thut nun Alles, um sich die Mehrheit zu sichern; die wir bisher zu Gesicht bekommen, daß die geistige Land- liberale Politiker Sir John Lubbock agitirt jezt dafür, daß Beeinflussung des Wahlattes verkriecht sich hier nicht einmal wehr des Herrn Dr. Viktor Böhmert eine verzweifelte die Bodenbesitzer sich nach Fachgruppen dahin verständigen hinter die üblichen Anstandsformen und„ ministerielle KandiAehnlichkeit mit den berühmten Elitetruppen des edlen John sollen, an einer bestimmten Stunde zu schließen, und zwar batur" ist der Titel der offiziell Begünstigten. Solche werden Falstaff haben wird, über die in Heinrich dem Vierten soll die Mehrheit, wie die Kölnische Zeitung"( Nr. 742 unter den Klängen des„ Königsmarsches" von der Ortsmusik bet von Shakespeare, Zweiter Theil, zweite Szene, das Nähere vom 17. September) meldet, entscheiden, und ein von über ihrer Ankunft begrüßt; am Bahnhofe finden sich die Notabilitäten ein, der Präfekt und sonstige Regierungspersonen, Vereins- Verzu finden ist. Vielleicht betrachtet sich auch Herr Dr. Böh- zwei Dritteln der Betheiligten gefaßte Beschluß soll tretungen u. A. m. Sie versprechen viel, und reisen weiter, der die wird durch mert dort seine Zukunfts- Leibgarde. Dichter sind Pro- durch die Ortsbehörde für verbindlich erklärt werden Reſt der Regierung dazu auspheten.für alle selbständigen wie unfelbständigen Ladenverfäufer, ertorenen Personen besorgt. Die Machenschaften des radikalen beren lettere eine Million zählen sollen. Nicht nur wünschen Kabinets, in welchem ein Justizminister Bonacci fißt, Der Koder Bar. Wir haben kürzlich die Beschlüsse die Förderer der Reform, daß im allgemeinen ein zehn der als Advokat vor Kurzem Anarchisten vertheidigte, des in Genf abgehaltenen vierzehnten Kongresses stündiger Arbeitstag an Stelle des 14-15stündigen trete, werden bei hellem Tageslicht betrieben. Tausende von höheren für internationales Recht in Sachen des sondern neben dem vollen Feiertag am Sonntag fordern und niederen Beamten wandern von einem Ende des Landes Fremdenrechts" eingehender kritisirt( Nr. 218 vom fie auch einen freien Nachmittag für ihre Schüßlinge. Der an's andere, wieder andere gehen in fpeziellen Regierungs17. September, Politische Uebersicht: Sonst und jetzt). Ein Großkophta des Deutsch freisinns eifert unaufhörlich 25 Präfetten tönnten sich beruhigen, sie würden den Wohnort Ein Blatt meinte, die bis jetzt nicht versetzten bürgerliches Schweizerblatt, die gutdemokratische gegen die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe, ein blind- nicht mehr wechseln; an ben paar Hundert 3bresgleichen hat die " Züricher Post" schreibt nun( Nr. 220 vom 18. d. M.) in wüthiger Agent der schäbigsten Krämerpolitik. W210 einem trefflichen Leitartikel: Die Sozialdemokratische Föderation und Mr. Hyndman. Wir erhalten folgende Zuschrift: An den Redakteur des„ Borwärts". Genosse! In Ihrer Nummer, vom 15. September drucken Sie einen Brief aus England ab, der irrige Angaben betreffs meiner enthält. Ihr Korrespondent sagt, in der letzten Konferenz der Sozialdemokratischen Föderation habe H. R. Taylor, bei der letzten Wahl Parlamentskandidat für Nordost Bethnal Green, meinen Ausschluß aus der Organisation beantragt. Dies ist absolut unwahr. H. R. Taylor war in der Konferenz nicht einmal an wesend, und fein Antrag auf meinen Ausschluß ist in irgend einer Form gestellt worden. Ihr Korrespondent fagt weiter, der Antrag auf meinen Ausschluß sei allerdings verworfen, dafür aber eine mildere Desolution, die mich von aktiver Arbeit in der Sozialdemokratischen Föderation ausschließe, angenommen worden. Diese Angabe ist ebenso falsch wie die andere, Kein solcher Antrag ist von irgend Jemand in irgend welcher Form gestellt worden. von Regierung genug. Man rechnete ca. 11/2 Millionen Lire, welche die Regierung für ungenannte Wahlzwecke verwendet. Die Gesammtausgaben der Regierung, der Wahlkomitees zc. werden auf 30 Millionen angeschlagen. Eine ökonomische Zeitschrift, die diese Berechnung aufstellt, wirft dabei die Frage auf, ob die neue Kammer dieser Spesen werth ſein wird. Nun, vom Standpunkte der Arbeiterinteressen gewiß nicht. Was das Land zu er warten hat, wissen wir ganz gut. Fortsetzung der Rüstungen, deren Roften, so so lange die Liberalen( seit 1876) am Ruder, stets zugenommen, gänzlicher Mangel an gesetz licher Fürsorge für das Wohl der Arbeiter, Politit der Ver fprechungen gegenüber den berechtigten Wünschen des Proletariats, wie sie wohl nicht genug nachdrucksvoll durch seine angeblichen Beschützer, um so sprechender aber durch das zunehmende stumme Glend sich kundgeben; die Politik der kleinen Ersparnisse und der verlogensten Lumperei im Großen. Die lettere weiß allen Lokalbedingungen fich anzupaffen. Sehr lehrreich ist in dieser Beziehung die Kandidatur des Generals Gandolfi in Carpi, dessen Gegner der von der demokratischen Liste getragene Legalitarier Agnini ist. Der General G. macht in seiner Wahlrede den genauen Unterschied zwischen dem revolutionären und legalen Sozialismus, und bezeichnet sich selbst als einen An Es ist wahr, eine feindliche( hostile) Resolution, betreffend hänger des letzteren. In einer Reihe von Beweisen mein Verhalten mit Rücksicht auf die Kosten unserer Kan- wird die Vereinbarkeit der Regierungs. Kandidatur didaturen, wurde vorgeschlagen. Aber nach einiger Diskussion den Bestrebungen der Kooperativen, den Zielen der guten Soging man mit allen gegen eine Stimme zur Tagesordnung über. zialisten" dargethan. So pfuscht die Regierung den Sozialisten Weit entfernt, von aktiver Arbeit in der sozialdemo- ins Handwerk und sucht die sonst auch fraglichen Erfolge den fratischen Föderation ausgeschlossen, und auf theoretische Sozialisten beim Wahlkampf zu verderben. Das Beispiel ist Studien beschränkt zu sein, bin ich in diesem Augenblick Mit- typisch und zieht die politische Korruption ins volle Licht. glied des Generalraths und des Exekutivraths der genannten Man weiß noch nicht, welche fozialistischen Kandidaten aufgestellt Organisation. Ich bin außerdem damit beschäftigt, für die werden, denn das Wahlmanifest der neuen Partei, deren Organ Föderation ein Manifest über die Geschäftskrisis auszuarbeiten, der Mailänder Klassenkampf", soll erst in diesen Tagen erunter der wir jetzt leiden, und ich habe mehr Vorträge über scheinen. Von den früheren Arbeitervertretern figuriren auf dem nehmen müssen, als jemals zuvor in dieser Jahreszeit. Wahlaufruf der Demokraten Prampolini für Reggio Emilia, Mit brüderlichem Gruß Grußa Casilli in Neapel, Agnini in Carpi, Maffei in Sicilien. Die H. M. Hyndman. Wahl wird gegenüber derjenigen vom Jahre 1890 durch das neue Wahlgefeß erschwert, welches das frühere Listenstrutinium Sondon, SW, 16. Geptember 1892. aufhebt und Einzel- Wahlkreise wieder einführt. mit Wir gestehen, daß wir diese Beschlüsse im Gegensatze zu dem Lobe, welches ihnen widerfährt, nicht für unbedenklich halten. Wir fähen das Institut lieber auf Wegen sich bewegen, welche zur Internationalität des Rechts in einem andern und bessern Sinne führen; denn hier scheint uns dieselbe nicht eine Mehrung der Freiheit und des Wohlergehens der Völker zu bedeuten. Sie erhält vielmehr ein st art reaktionäres Gepräge. Unser Auslieferungsgesetz mit feinem fatalen Paragraphen, welcher von vorwiegend" gemeinen Berbrechen spricht, war bereits eine Frucht der Bestrebungen, wie sie das Institut pflegt; bekanntlich hatte dessen Mitglied Herr Rivier den Gesezestert entworfen. Was aber dort nur in eine allgemeine Formel gebracht war deren Anwendung zum Glücke dem Bundesgericht zukommt, das hat der Kongreß in Genf fyftematischer auszubilden gesucht und die rechtsgelehrten Direktiven, welche er den Staatsregierungen giebt, werden diese wohl nicht versäumen bei Ausarbeitung neuer Gesetze ebenfalls zu befolgen. Der vollständige, in allen Theilen sorgfältig ausgearbeitete Koder des Fremdenrechts" des Herrn Professors von Bar( der bekannte deutschfreifinnige Reichstagsabgeordnete), scheint nach den Andeutungen, die von seinem Inhalte gemacht werden, eine vollständige und sorgfältig ausgearbeitete Ginschränkung der Rechte zu sein, welche bisher von den meiften Staaten, zumal von den Asylstaaten, den Flüchtlingen zugestanden wurden. Es nimmt sich schon recht eigenthümlich aus( oder sollte das blos ein Schreibfehler sein?), wenn von dem vollen" Charakter gemeiner Verbrechen da gesprochen wird, wo zugleich das Vorhandensein einer politischen Absicht nicht beftritten ist. Ein Verbrechen, das politischen Motiven entsprang, ist doch niemals als ein volles" gemeines Berbrechen angesehen worden, nicht einmal von Herrn Rivier, der fich begnügte, in solchem Falle von einem vorwiegend" ge meinen Verbrechen zu sprechen. Aber es geht auch überhaupt nicht an, daß, wie das Referat anzunehmen zwingt, alle Handlungen, die in bürgerlichen Mirren begangen werden, wenn fie nicht nach Kriegsrecht" erlaubt als gemeine Verbrechen betrachtet werden und zur Auslieferung der Flüchtigen verpflichten. Nur eine Carmaux behauptet, daß Calvignac eine große Zahl einigten Staaten und aus Australien wird ge enge und kleinliche Auffassung, ein vollständiges Verkennen der Arbeitstage vor seiner Entlassung gefeiert habe. Sie haben, Natur des geschichtlichen Prozesses und der Bedeutung geschicht wie wir richtig voraussetzten, auch hier gefluntert. licher Borgänge fann au derartigen Magimen und Postulaten Calvignac führt den Nachweis, daß ihm alle diese Feier führen. Schwante diesen Rechtsdoktoren bei ihren Beschlußfaffungen denn nicht, daß es neben den Staatsgesetzen und tage von der Aktiengesellschaft aufgezwungen, und Staatsverträgen auch noch so etwas giebt, was Naturrecht daß ihm niemals Geldstrafen auferlegt worden sind. heißt, und daß dieses scheinbar vage, nicht fodifizirte Recht gleichwohl aus so klaren und erfrischenden Rechtsquellen fließt, Barti Socialiste"( Sozialistische Partei"), Organs des Frankreich. Nachträglich lesen wir in Nr. 60 des wie jedes andere Recht, da es den Jdeen entstammt, von welchen die Wöller erfüllt sind, und ihrem Drange nach dem blanquistischen Flügels unserer sozialistischen Freunde in Bessern in Staat und Gesellschaft? Ravachol zu zitiren, um einzu- Frankreich, eine Notiz, die uns überrascht und nicht unwiderSchüchtern, sollten Männer des Rechts unterlassen. Auch bei Ra- sprochen bleiben darf. Das Blatt schreibt: wie es erfahren, vachol ist es Aufgabe und Pflicht des Richters, Thatbestand und Ab- habe die deutsche Partei die Absicht, auf dem nächsten interficht jeder einzelnen Handlung zu untersuchen, und nicht nach nationalen Kongreß zu Zürich bie Frage des General einem allgemeinen Eindrucke, welchen der Schreck erzeugt, zu urtheilen. Jedoch, es dehnt sich die Zone, die der stoder des reiks für den Fall eines europäischen Kriegs wieder auf Herrn Bar für die Auslieferung von Flüchtlingen zieht, weit die Tagesordnung zu bringen, und sich alsdann im Gegen über diejenige hinaus, in welcher die Verbrechen Ravachols satz zu ihrer Haltung in Brüssel für denselben aus liegen. Man soll in Revolutionen fünftig etwa die Ab- zusprechen. I waren, 2 Sloane Square. Carmaux. Bekanntlich haben die Grubenbarone von Die Konkurrenz der Chinesen. Aus den Vermeldet, daß die Zahl der Chinesen, trotz der Gesetze zu ihrer Fernhaltung, sich fortwährend vermehrt. Und zwar dadurch, daß die Söhne des himmlischen Reichs das Herz von Töchtern des Landes zu gewinnen wissen, und dadurch, nach altenglischem, auch in Amerika und den Kolonien giltigem Gesetz das Bürgerrecht erlangen. Die Zahl der Staaten und der australischen Kolonien hat in neuester Zeit Heirathen zwischen Chinesen und Bürgerinnen der Vereinigten so zugenommen, daß die vorhandenen Gesetze zur Verhinderung oder Erschwerung der Chineseneinwanderung schon fast illusorisch gemacht sind. Da die Chinesen musterhafte Eheleute sein sollen, die Haushaltungsarbeiten pünktlich verrichten und nicht trinken, so finden sie in der weiblichen Bevölkerung eine kräftige Stütze gegenüber weiteren Maßregelungen. Sowohl in Australien als in den Vereinigten Staaten fangen die Behörden an, sich mit dieser neuen Form der chinesischen Konkurrenz zu beschäftigen, der die sprichwörtliche Macht des Ewigweiblichen einen sehr gefährlichen Charakter giebt. Parteinachrichten. B fehung einer Regierung erklären und bewaffnet gegen die Unsern blanquistischen Freunden ist entweder ein vollTruppen derfelben in Reib und Glied marschiren tönnen kommen falscher Bericht zugegangen, oder es liegt ihrerseits nach Kriegsrecht", das gethan zu haben wäre fein Grund ein Mißverständniß vor. Allerdings besteht die Absicht, anzur Auslie erung; was aber sonst immer die politische Auf- zuregen, daß angesichts der Lage Europas die Kriegsfrage regung verbrochen: wenn im Handgemenge Jemand erschlagen wieder auf die Tagesordnung des Züricher Kongresses geworden; wenn ein Haus angezündet wurde, das hätte schon auf Immunität feinen Anspruch mehr!? Der Roder des fegt wird, es ist aber bisher Niemandem in der deutschen ſetzt Herrn Bar gebietet, daß für die Zukunft die Revolutionen Partei eingefallen, zur Abwehr einer akuten Kriegsgefahr frei feien von Leidenschaft... Im Ganzen macht das von der Partei in Brüffel entschieden bekämpfte Mittel man ohnehin viel zu viel Wesens mit dieser Untersuchung, wo eines Generalstreiks nunmehr zu empfehlen. Die Stellung Angesichts der in Aussicht gestellten Abänderung des das politische Verbrechen aufhöre und das gemeine anfange, der deutschen Partei dieser Frage gegenüber ist die alte, und preußischen Landtagswahl Gefehes regt auch die Frankund übersieht, wie wenig im Grunde auch die beste geseh- fie hält ihre Gründe für so durchschlagend, daß sie sich zu furter Boltsstimme" an, daß die Parteigenoffen in ganz geberische Organisation der Demagogenhege helfen wird. feiner anderen Haltung wird bewegen lassen. Dies zur Sie in dem jebigen Gesetz ihre Ursache haben, fargelegt und Preußen Bersammlungen einberufen, in welchen die Mißstände, Wenn davon nur halbe Beit würde, um bestehendes Inredt, 10retende Richtigstellung des Mißverständnisses im„ Parti Socialiste".unfere Forderungen in einer Reſolution formulirt werden. Das Ungleichheit, Noth und Glend zu bekämpfen, es mehr gethan, als mit der Vervoll Holland. Am geftrigen Tage( Sonntag) fanden in Erfurter Programm feßt unsere Stellung zum Wahlrecht folgendertommnung der gangwerfsenge internationaler Amsterdam Massenkundgebungen für das allgemeine und Stimmrecht mit geheimer Stimmabgabe aller über 20 Jahre Polizei. Auch darin liegt selber etwas Gewaltsames und Gewalt- gleiche Wahlrecht statt. Zwanzig Gesellschaften veranstalteten alten Reichsangehörigen ohne Unterschieb des Geschlechts für alle thätiges, daß man durchaus mit dem Henter ahnden will, was oft umzüge. Die holländischen Arbeiter scheinen sich, trotz aller Wahlen und Abstimmungen. Proportional- Wahlsystem; und bis ganz oder zu einem großen Theile die allgemeine Schuld und ein scheinradikalen Tiraden gegen den Barlamentarismus, doch zu dessen Einführung gesetzliche Neu- Eintheilung der Wahlkreise geschichtliches Verhängniß ist. Der Kongreß in Genf faßte nicht zum politischen Nichtsthun befehren zu wollen.- nach jeder Volkszählung. Zweijährige Gefeßgebungsperioden. auch eine Resolution, worin er die Errichtung eines inter Vornahme der Wahlen und Abstimmungen an einem gefeßlichen nationalen Bureaus für die Zwecke des Instituts als Ruhetage. Entschädigung für die gewählten Vertreter. Aufwünschenswerth erklärte, und obwohl diesmal feiner unserer Trauermärsche sind die Ueberschriften einiger Zeitungsnotizen hebung jeder Beschränkung politischer Rechte außer im Falle der Bundesräthe, was beinahe auffallen könnte, den Vorsitz führte, über die diesjährigen Manöver. Zwischen Mantova und Entmündigung." ist es doch sehr wahrscheinlich, daß die Schweiz auch dieses Nogara fallen 60 Soldaten ermüdet in die Chauffeegräben, zwei internationale Bureau erhalten wird. Bum nationalen sterben an den Folgen des Sonnenstiches.( Es war bei den letzten Bei den Gewerbegerichts- Wahlen in Haynan( Schlesien) Generalanwalt, der die Geseze anzuwenden hat, welche Divisionsmanövern ein Auszeichnungsmittel für Avencement fiegte die sozialdemokratische Lifte der Arbeiterbeifizer mit 254 das" Fremdenrecht" und die Asylfreiheit beschränken, lacht bedürftige Generäle, die Soldaten in der größten Sige zu an- Stimmen über die der Freifinnigen. uns ein internationaler mit dem Roder Bar in der strengenden Märschen zu kommandiren.) Von Venedig ein ganz Hand Glückliches Land der Freiheit und tongreßlichen gleich lautender Bericht. Die Bevölkerung von Breuta war tief Noch ein Sieg. Bei der Gemeinderaths- Wahl in Vilbel Bölkerverbrüderung!" entrüftet über die beschämende Häufigkeit" folcher Vorfälle, fielen fämmtliche vier erledigte Mandate der Sozialdemokratie Tout comme chez nous, ganz wie bei uns. namentlich aber darüber, daß man die Truppen einige Male zu. Die Majorität war eine große: unfere Kandidaten erhielten Sien spielt jest, wie wir schon ausführlich gemeldet genebig, bo an den Folgen dieses abgehen ließ. So im Diſtrikt 215-830 Stimmen. Die Gegner find paff! baben, ein" Standalprozeß", bei welchem Steuerhinter ohnmächtig wurden, zwei starben und der Korporal Bet irrsinnig Die Thätigkeit der Reichstags- Fraktion und speziell des ziehungen" eine hervorragende Rolle spielen." Das Feld der wurde. Natürlich nahm der Lieutenant an, der Genannte Abg. Ulrich fand in einer Offenbacher Voltsversammlung Spigbüberei war nicht Dortmund, sondern die Herzegowina. fimulire und applizirte ihm zwei Schläge ins Geficht. Nach vollständige Bustimmung. Und die Helden des Prozesses heißen nicht Baare und Kon- drei Stunden starb Bet. sorten, sondern Trzcieniecki, Rosenstock, Blumenfeld u. s. m. und der Stadt großen Eindruck. Die Vermehrung in der Zahl Aus Italien wird uns geschrieben: wo Experiments mehrere Soldaten Die Thatsache machte in der Kaserne Sozialdemokratische Presse. Am 1. Oktober erscheint ne der im Berlage von C. Ulrich in Offenbach berbent für die ausgezeichnete Wirkung des Drillsystems. So wird unter wälder Boltsfreund", fozialdemokratisches Wochenblat gesprochen werden, das wissen wir auch noch nicht. Anderem ein Selbstmord, der während des Marfches vorkam, von für den Kreis Dieburg. Abonnementspreis vierteljährlich 50 Pf Roffuth und die österreichische Regierung. Aus Chiart gemeldet, ein solcher von Sizilien. Die„ Isola" von ien meldet das Bureau„ Herold" unterm 19. d. M.: Balermo erhielt vom Bruder des Selbstmörders ein ergreifenbes Achtung! Ein junger Raufmann, Namens Woldemar Otto Die Kriegsverwaltung hat die Einleitung einer Unter- Schreiben, bas fie abbruckt. Wir können hier die interessanten aus Markersdorf bei Chemnitz, der sich für den Sohn des Landfuchung gegen die Soldaten. des Regiments Umstände nicht würdigen. Der Arzt entschied, der Mann könne tagsabgeordneten Otto, Chemnit, ausgiebt, fucht die Parteigehen weil der fommandirende Hauptmann den Zurück genoffen um Geld zu prellen. Wir machen die Parteigenossen ber Adresse bleibenden mit Fauftschlägen und Dunkelarrest drohte! Ja, die auf den Schwindler aufmerksam. Derfelbe ist ca. 20 Jahre alt, Den Ramaschenknöpfen ist der Name des ungezählten Märtyrer des von Herrn de Amicis verherrlichten ca. 1,70 Meter groß, bartlos, hat braune große Augen, dunkles italienischen Soldatenlebens Haar und trägt dunkle Kleidung. an Roffuth." alten Revolutionärs ein Greuel. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, 20. September. Opernhaus. Die Zauberflöte. Schauspielhaus. Die Braut von Messina, oder: Die feindlichen Brüder. Grosse öffentliche Egyptische Ausstellung. Kommunalwähler- Bersammlung Stadtbahnstation Zoologischer Garten. Geöffnet von Morgens 10 Uhr an. Grosses Konzert von 3/2 Uhr an. Vorführung der Karawane admittags 42 und 7 Uhr. Bock- Brauerei. Empfehle den für den 25. und 26. Kommunal- Wahlbezirk am Donnerstag, den 22. September, Abends 8 Uhr, in Haafe's Salon, Gr. Frankfurterstr 117. Tages Ordnung: Die bevorstehenden Stadtverordneten wahlen." Referenten: Die Genossen J. Wernau und B. Brund. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung bittet um recht zahlreichen Besuch Der Einberufer. 28821 Achtung! 430/18 Parteigenoffen Achtung! Leffing- Theater. Ein unbeschriebenes großen Garten nebst 2 großen Sälen des 4. Berliner Reichstagswahlkreises! Blatt. Deutsches Theater. Die beiden Leonoren. Berliner Theater. Krieg im Frieden. Wallner- Theater. Mila. Vorher: Die Geschwister. Kroll's Theater. Der Barbier von Sevilla. Bellealliance- Theater. Das Nachtlager in Granada. Residenz- Theater. Madame Mongodin. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Das Mädchen von Elisonzo. Dorothea. Der Ehemann vor der Thür. Thomas- Theater. Onkel Bräsig. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. Alexanderplat- Theater. Das Versprechen hinter'm Herd. Ostend- Theater. Fedora. Apollo Theater. Borstellung. Spezialitäten Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Borstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Borstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. Gesangspoffe in 3 Atten von L. Treptow. Couplets von G. Görss. Musik von G. Steffens. Mit neuen Kostümen und Dekorationen aus dem Atelier des Herrn Lütkemeyer in Coburg. In Scene gefeht von Adolph Ernst. Anfang 7 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Alexander- Play- Theater. Dienstag, den 20. Geptember 1892: Das Versprechen hinter'm Herd. Hierauf: Tannhäuser. Große Ausstattungs- u. Gesangs- Posse. Anfang um 7% hr. Feen- Palast Burgstraße, neben der Börse. zu Vergnügungen und Versammlungen. August Thiedemann, Defonom. Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße. 2. Wir empfehlen den Parteigenoffen zur Anschaffung: Illustrirter Neue Welt- Kalender für das Jahr 1893. Preis elegant broschirt 50 Pfennig. ( Mit Gratis- Beilage und Wandkalender.) Der Neue Welt- Salender enthält neben vielem Wissenswerthem für's tägliche Leben interessante Auffäße belehrenden und unterhaltenden Inhalts, Gedichte, Erzählungen, Biographien zc. Ferner: Deutscher Handwerker- und Arbeiter Motiz- Ralender für das Jahr 1893. Einfache Ausgabe: Gebunden 50 Pfennig. Feine Ausgabe: Gebunden 75 Pfennig. Der Notiz Kalender für 1893 bringt die Novelle zur GewerbeOrdnung und das Krankenversicherungs- Gesetz in neuester Fassung. Für beide Kalender ist jeder Arbeiter Käufer. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Alle Buchhandlungen, Kolporteure und Zeitungs- Spediteure nehmen Bestellungen entgegen. Bei Aufträgen von auswärts wolle man den Betrag( Porto extra) der Bestellung beifügen. Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80/81. zäglich: Gr. Konzert, Gr. Konzert, Theater und Spezialitäten. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pfg. Hellmuth Peters. Viktoria- Brauerei. Her Die zum Dienstag festgesetzte Bersammlung des sozialdemokratischen Wahlvereins im 4. Berliner Reichstags- Wahlkreise findet der Stadtverordneten Wähler- Bersammlungen halber nicht statt. Wir ersuchen daher die Genossen, dafür recht zahlreich am Dienstag die Wähler- Versammlung im 15. Kommunal Bezirt, Naunynstr. 27, sowie die Versammlung am Donnerstag im 25. und 26. Bezirk, Gr. Frankfurterstr. 117, zu besuchen. 398/8 Die nächste Vereins- Versammlung findet am 27. d. M. im Lofale Gr. Frankfurterstr. 117 statt. In der felben wird das Wahlresultat der am Tage stattgefundenen Stadtverordneten Wahlen verkündet. Der Vorstand. Hilfsarbeiter u. Arbeiterinnen Berlins u. Umg. Große öffentliche Versammlung am Mittwoch, 21. Sep., Ab. 81/2 Uhr, in der Kronenbrauerei, Alt- Moabit 47/48. Zages Ordnung: 158/15 1. Vortrag über Gewerbegerichte. Referent Theodor Metzner. 2. Die fussion. 3. Wahl von 8-12 Kandidaten. 4. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Alle Arbeiter, welche in den Zichorien, chemischen, Porzellan- und Maschinenfabriken beschäftigt sind, sowie alle Arbeiter, gleichviel in welchen Betrieben dieselben arbeiten, werden ersucht, in der Versammlung zu erscheinen. Die Agitationskommission der Hilfsarbeiter Berlins u. Umgegend. Tapezirer Berlins und Umgegend. Gr. öffentl. Derlammlung am Donnerstag, den 22. September, Abends 8 Uhr, in Boltz's Salon, Alte Jakobstr. 75( fr. Feuerstein). Tages Ordnung: = 1. Vortrag des Stadtverordneten Genossen 8ubeil. 2. Die Mißstände in unserm Gewerbe. 3. Berschiedenes. Kollegen! Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen ist es unbedingt nöthig, daß ein Jeder am Playe ist und ersucht um zahlreiches Erscheinen Der Einberufer: Wachsen. Jur Dedung der Unkosten Entree nach Belieben. Achtung! Maurer. Maurer. Achtung! Unferm Artiſtenbruder Herrn Sex Derlammlung des Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend mann 2öbel zu seinem heutigen Wiegenfeste ein donnerndes Hoch! 20636 Artiftenverein„ Einigkeit". Nehme die Beleidigung gegen den Rutscher Böttger zurück. 2067b G. Mannsfeld. am Donnerstag, den 22. September, Abends 8 Uhr, im Lotal des Herrn Brochnow( ft. Orschel), Sebastianstraße 39. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom Stiftungsfest. 2. Vortrag des Herrn K. Behrend nahme neuer Mitglieder. Jeder Maurer ist eingeladen. Filzschuh- Arbeiter über den Achtſtundentag. 3. Diskussion. 4. Vereinsangelegenheiten und Auf und Arbeiterinnen Täglich Gr. Spezialitäten Vorstellung. Mi Selina, die singende Luftfee, Truppe Leopard, Kraft- u. Zahnproduktionen a. d. Ringen, AlférnTruppe, Barterre- Afrobaten, Mr. Clermont, m. s. dress. Esel, Schweinen, Bären 2c., Garreton- Truppe, Ercentr. Akrobaten, Granau und Seefeld, Wiener Duettisten, Herm. Schulte, Gesangs- Humorist. Anfang Wochentags 7/2 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Lützow Straße 111/112. Im Konzertgarten refp. Saal) ( außer Der Vorstand. 429/13 Berfins and Ungegend. Achtung! Maurer. Atung! Läglich Sonnabends): Stettiner bei Philipp, Rosenthalerstraße 88. Große öffentl. Bersammlung am Mittwoch, 12. Sept., Ab. 81/2 Uhr, Sänger. V Tages Ordnung: 1. Vortrag über Unsere wirthschaft Stets wechselnd. liche Lage". 2. Diskussion. 3. Die Angelegenheit Opitz- Winterfeld. Die Agitationskommission. Programm. Anfang 8 Uhr. 71/2 Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pig. Wochentagsbillets à 40 Pf.( S. Platate. Passage- Gratweil's Bierhallen Panopticum. New! Blaue Grotte mit Wasser, Kähnen u. Beleuchtungseffekten. Neu! Eine Kriminal: geschichte in sieben lebensgroßen Gruppen. Castan's Panoptikum. Vereinigung der Drechsler und Berufsgenossen Deutschlands. ( Ortsverwaltung Berlin). Kommandantenstraße 77-79. Täglich: Auftr. d. GermaniaKonzert- u. Coupletam Sänger. ( Damen u. Herren.) Wochentag frei. Sonntag Entree 30 Pf. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch, DF 3wei Säle zu Bersammlungen und Bergnügungen. sowie 6 Billards, 3 Kegelbahnen. F. Sodtke. Neu eröffnet. E C. Behnke's 2056 Vegetarisches Speisehaus Geöffnet von 9 Uhr Morgens 58. Gr. Frankfurterstr. 58. bis 10 Uhr Abends. Rheinländischer Tunnel. Genannt: ,, Die fidele Nagelkiste" Berlin N., Elsasserstrasse No. 73, gegenüber der Bergstraße. Gemüthliche Bierstuben. Warme und kalte Speisen den ganzen Tag. Vorzügliche Biere. 2864L] H. Schultze( mit'n B.) Bur Abwehr ber Cholera: Cognac, Rum, Rothwein, Portwein zu allerbilligsten Preisen, empf 2918L] Franz Beyer, Chauffeestraße Nr. 103. Nahrhafte wohlschmeckende Speisen. Mäßige Preise. Kein Trinkgeld. oldwaaren billiger wie in jedemLaden. Ketten, Broches, Armbänd., Ohrringe, Medallions, Shlipsnadeln, Ringe etc. Versammlung Mittwody, 21. Gept., Ab. 81/2 Uhr, bei Rehner, Annenstr. 16. Zages Ordnung: 1. Vorstandswahl. Den Mitgliedern des Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend zur Nachricht, daß am Sonnabend, den 29. September, der geplante Sommernachts- Ball 429/12 stattfindet und zwar im Lokal des Herrn Brochnow, Sebastianstr. 39. Der große Garten steht den Mitgliedern zur Verfügung. Auch haben Gäste, durch Mitglieder eingeführt, Zutritt. Anfang Abends 8 Uhr. Ende wenn es aus ist. G3 bittet um Beſuch aller Mitglieder mit Familien Der Vorstand. Billets à 25 Pf. find bei folgenden Mitgliedern zu haben: Hermann Kreuzbergstr. 77, Hof Keller; Grnst Hamisch, Nostizftr. 40; Sermann Krieg, Jaensch, Barnimftr. 20, 4 Tr.; Karl Pfeil, Arndstr. 11; Hermann Legeler, Hochmeisterstr. 13; Karl Dienert, Melchiorftr. 36, 1 Tr.; August Knappe, Koppenstr. 27; Hermann Schulz, Rheinsbergerstr. 31a; Hermann Holz, Münche 30; bergerstr. 4, H. 1 Tr.: Albert Bielicke. Thaerftr. 9; August Sarmann, Laufiger Seinrich Arnhold, Königsbergerstr. 13: Frig Rarg, Friedrichsfelderstr. 29; Heinrich Mänzte, Oberbergerstr. 10; Emil Schneider, Friedrichsberg, Friedrich Um pünktliches und zahlreiches Er Karlstr. 14 bei Beier; Auguft Matull, Koppenstr. 82 bei Heller; Franz Walter, 2. Ergänzungswahl des Ausschusses. 3. Urabstimmung. 14. Verschiedenes. scheinen ersucht 491/9 Der Vorstand. Fachver. d. Stellmacher Berlins. Versammlung am Mittwoch, den 21. Sept., Ab. 9 Uhr, Bergstraße 68. Tages Ordnung: Königsberger und Gubenerstraßen- Ecke. Genossenschafts- Bäckerei für Berlin und Umgegend. ( Eingetr. Genossenschaft m. beschr. Haftpflicht.) In einer am 16. d. M. stattgehabten Zusammenkunft der Wiederverkäufer unferes Brotes sind wir beauftragt worden, sämmtliche Niederlagen in einer 1. Wahl einer Agitations- Kommission. gemeinsamen Annonce allmonatlich zu veröffentlichen unter gemeinschaftlicher Tragung der Insertionskosten. 2. Gewerkschaftliches. Berschiedenes. 2062b Der Vorstand. Möbel, Spiegel und Massiv goldene Trauringe Polsterwaaren, Dukaten 11 Mk., 1% Duk. 16 Mke : Duk. 21 Mk., 14 karätig v. 6 Mk, reelle Waare, solide Preise. 8 karätig von 4 Mk. an, Gauze Ausstattungen in Mahagoni Uhren 23. b. M. Namen und Wohnung genau schriftlich anzugeben, behufs Fertigs Wir ersuchen demgemäß unsere Wiederverkäufer, uns spätestens bis zum stellung der Lifte. 98/14 Der Vorstand. Adolf Scholz. Lazarus Verein für volksthümliche Kunst. Specialität und Nußbaum. Küchenmöbel in gr. fangvereinen zur Nachricht, daß weitere Aufträge erst im Dezember berücksichtigt Auf wiederholte Anfragen, den politischen, gewerkschaftlichen und Ge RemontoirUhren Nickel v.9 Mk., Silber v.14 Mk.an old. Dam.- Remontoir v.22,50 M..an Reguatoura v. 10 M., Standwecker v. 2,50 M. an. Garantie: 2-5 Jahre. 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Jahrg. diejenigen verbreitet worden, deren Einfuhr Cholera Erkrankungs- und Todesfälle in der Umgegend einaus verseuchten Gebieten schon jetzt regierung 3- quartirt. Von der Agitation. Ueber das Thema„ Antisemitismus feitig verboten ist. Die gleichen Erfahrungen Beuthen( Oberschlesien), 19. September. Die bakteriound Sozialdemokratie" hielt Reichstags- Abgeordneter Mo Iken- machen wir auch gegenwärtig wieder, denn seit logische Untersuchung des angeblichen Choleratodesfalles in buhr am 10. September in einer start besuchten Volksversamm dem Bestehen der Epidemie in Hamburg sind von Schönwald ergab feine Kommabazillen. lung zu Essen einen Vortrag, der mit minutenlangem Beifall dort zahlreiche Waaren nach vielen Orten ver- Nach einem Telegramm des Professors Weichselbaum ist das aufgenommen wurde. In einer Resolution, die gegen zwei Stimmen schickt worden, ohne daß jemals von einer Ansteckung Auftreten der asiatischen Cholera in Krakau und Podgorze Annahme fand, erklärte sich die Versammlung mit den Aus- durch solche kolli etwas bekannt geworden wäre. festgestellt. Der erste Todesfall erfolgte am 9. September, feitdem führungen Molfenbuhr's voll und ganz einverstanden und ver- In Anbetracht diefer Verhältniffe liegt tein find noch drei Todesfälle vorgekommen. Der Statthalter von urtheilte den Antisemitismus auf das entschiedenste als einen Grund zu der jezt vielfach verbreiteten Be Galizien und der Landespräsident von Schlesien sind Auswuchs der heutigen privatkapitalistischen Wirthschaftsweise, orgniß einer Verschleppung von Cholera durch telegraphisch angewiesen worden, geeignete Vorkehrungen zu durch den nur bezweckt werde, den Arbeiter von der Sozial- durch ihre trodene: Beschaffenheit( Bücher, tigen Häusergruppe in Bodgorze, die eventuelle Räumung der waaren vor. Die meisten Waaren sind schon treffen, darunter die gründliche Assanirung der choleraverdäch demokratie abzulenten. Bei einem Agitationsausflug nach der Beyenburg waren bekanntlich legthin 18 unserer Barmer industrie, der Lederindustrie z.) ungeeignet, als fanitären Borsichtsmaßregeln, ferner die Einführung einer strengen Bigarren, Zabate, Erzeugnisse der Papier- infizirten Häuser von den darin Wohnenden unter strengsten Genossen verhaftet worden. Dies ist unserer Sache nur Vermittler des Anstedungsstoffes zu dienen. ärztlichen Untersuchung der Eisenbahn- Baffagiere aus Bodgorze förderlich gewesen. Bei einer abermaligen Agitationstour, welche am vorletzten Sonntag in jene Gegend unternommen wurde, hat& erner ist zu berücksichtigen, daß die Waaren in und Krakan auf den östlich und westlich von diesen Orten gedie dortige Bevölkerung die Barmer Sozialdemokraten aufsumhüllungen zum Versandt kommen, welche den legenen Stationen, endlich eventuelle ärztliche Revisionen in freundlichste empfangen, so daß sie die mitgebrachten Schriften Inhalt der Badete, Ballen, Kisten z. vor ver- Dziedziß, Bieliz, Saybusch und einer entsprechenden östlichen überall ungestört zur Vertheilung bringen konnten. dächtigen Berührungen ausreichend schüßen. Eisenbahnstation. In besonderem Maße gilt dies von allen Paris, 19. September. Hier und im Weichbilde der Auf der Parteiverfammlung für den Wahlkreis Halber- Sendungen, welche durch den verfeuchten Ort Stadt kamen gestern 29 Cholera- Erkrankungen und 15 Todes stadt- Oschersleben Wernigerode, die am 11. Sepnur durchgehen, ohne dafelbst geöffnet zufälle vor. Aus Havre werden von gestern 9 Erkrankungs- und tember in Halberstadt tagte, waren die Orte Halberstadt, werden. Aengstliche Empfänger von Waaren 4 Todesfälle gemeldet. Harsleben, Hasserode, Nescherode, Oschersleben, Wegeleben, Ber fendungen aus choleraverseuchten Ort Paris, 18. September. Gestern find in Paris und nigerode und Wulferstadt vertreten. Aus den Berichten ist von haften können die zur Verpadung benugten dessen Bannmeile 50 Cholera- Erkrankungen und 18 Todesfälle Interesse, daß seit 31. Auguft 1891 bis 31. August d. I. Abwaschen mit Raltmilch Umhüllungen entweder vernichten, oder durch vorgekommen. 24 Voltsversammlungen im Wahlkreise abgehalten wurden, welche und ähnliches) bezw. 5 prozentiger Carbolsäure starben 3 Personen an der Cholera. mit Raltmilch( Risten, Tonnen Havre, 18. September. Gestern erkrankten hier 6 und vom Agitationskomitee arrangirt waren. An Geldern tamen ( einschließlich eines früheren Bestandes von 343,04 m.) 923,38 m. Lösung( Ballen, Sackleine wand und dergleichen) Rotterdam, 18. September. Gestern Abend ist hier ein ein, wovon nach Abzug der Ausgaben 389,27 M. übrig blieben. Desinfiziren, obwohl solches im Allgemeinen Cholera- Todesfall vorgekommen. In Berlitum ist ein aus Für eigentliche Agitationszwecke sind einschließlich der Ent überflüssig ist. Dortrecht zurückgekehrter Milizsoldat unter choleraähnlichen Erfchädigung der Referenten( 106,10 m.) 359,80 m. verwandt scheinungen gestorben, ebenso in Tilburg ein alter Mann und ein worden. Zum Berliner Parteitage wurde Bartels- Wernige. Kind. Neuere Meldungen aus Bleskensgraaf stellen in Abrede, rode als Delegirter gewählt; derfelbe soll dahin wirken, daß der daß es sich bei dem von dorther gemeldeten Cholerafalle um nächste Parteitag in Halberstadt abgehalten wird. Die Barteiasiatische Cholera gehandelt hat. versammlung beschloß, alle Mittel anzuwenden, um für diejenigen Branchen Gewerkschaften zu begründen, welche solche noch nicht besitzen. anscheinend weiter aus. Gestern wurden 23 Erkrankungen und Antwerpen, 19. September. Die Cholera breitet sich 5 Todesfälle gemeldet. Nach Inhalt dieses Gutachtens können die Versuche, sich von dem Waarenverkehr mit Cholera- Orten abzusperren, durch nichts gerechtfertigt werden. Sie fönnen nur zur Erhöhung der Schwierigkeiten beitragen, unter welchen Handel und Wandel zur wird die wirksamste Hilfe, welche die schwer geprüfte Stadt er Zeit zu leiden haben. Was insbesondere Hamburg betrifft, so warten darf, unter allen Umständen darin bestehen, daß man im übrigen Deutschland die alten Handelsbeziehungen bereitwillig Malmö, 19. September. Wie„ Snällposten" aus StockEine Parteikonferenz für den 2. pfälzisch en ah! Ablehnungen auf Grund eingebildeter Gefahren noch mehr zu die Aufhebung der Absperrungsmaßnahmen gegen Dänemark vorwieder aufnimmt und davon absieht, dieselben durch weitere holm telegraphisch gemeldet wird, hat die Medizinalverwaltung freis wird ant 25. September, Nachmittags 1/24 Uhr, in Edenkoben in der Brauerei M. Klein zusammentreten, um schädigen. geschlagen. ten Bericht des Bezirkskomitees entgegenzunehmen, sowie über Rabinetsordre, betr. die Rekrutirung zum Ottober- Bereinigten Staaten von Nord- Amerika ift für von der Cholera Das„ Armee Verordnungsblatt" veröffentlicht nachfolgende Stedholm, 19. September. Die atlantische Rüfte der den Berliner Parteitag, Delegirtenwahl zc. zu verhandeln. infizirt, Großbritannien und Irland für cholerafrei erklärt worden. New York, 19. September. 700 Zwischendeck- Passagiere der Normannia" und der Rugia" sind bei der QuarantäneStation Sandy Hook gelandet worden. termin. Für den Wahlkreis Göttingen- Münden Duderstadt Unter Bezugnahme auf meine Ordre vom 30. Januar 1892 ( 12. hannoverscher) findet, nachdem das wegen der Cholera bestimme ich: früher ergangene Berbot wieder aufgehoben ist, die Partei1. Bei Einstellung der Rekruten aus cholerafreien Orten bleibt tonferenz nunmehr bestimmt Sonntag, den 25. September, vorstehende Ordre maßgebend. Nachmittags von 3 Uhr ab, in Göttingen im Saale des fich aufhaltenden Rekruten und Freiwilligen ist während des 2. Von der Einstellung der in Hamburg und seinen Vororten Herrn Peters, Kurze Geismarstraße, ftatt. Die Tagesordnung Ottober 1892 Abstand zu nehmen. Dasselbe ist seitens der enthält: Berichterstattung der Delegirten; Organisation und Generalfommandos für solche Orte anzuordnen, welche bis zum Agitation; Kaffenverhältnisse der Partei im Wahlkreise; Stellung Oktober- Einstellungstermin in größerem Umfange von der Cholera nahme zum Parteitage. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. befallen werden sollten. 3. Die Einstellung der unter 2 bezeichneten Rekruten u. f. w. Der Redakteur Berg von der Halberstädter ist für Anfang November vorzusehen, doch werden die General Sonntagszeitung" hat bas bortige Gefängniß nach fommandos ermächtigt, die Ginberufung je nach dem Stande überstandener fünfmonatlicher Inhaftirung verlassen. Die ihm der Cholera- noch weiter hinauszufchieben. vom Staatsanwalt gewährt gewefene Erlaubniß, sich sprach Potsdam, den 15. September 1892. wissenschaftlich auszubilden, hat er zum Studium des FranzösiWilhelm. schen benutzt. Genosse Groth in Bielefeld ist wegen Beleidigung des Amtmanns zu Teschendorf mit 3 Wochen Gefängniß bestraft worden, nicht mit 50 M. Der mit ihm verurtheilte Genosse heißt Robusch, nicht Robisch. Von der Cholera. Dem Kaiserlichen Gesundheitsamt vom 17. bis 19. September, Mittags, gemeldete Cholera Griran. tungs- und Todesfälle: Staat und Bezirk. Drt. Datum: 15./9. 16./9. 17./9. erfrankt gestorben erfrankt gestorben erkrankt gestorben erfrankt gestorben An das Kriegsministerium. v. Kaltenborn." Das Kriegsministerium macht mit vorstehender Rabinetsordre unterm 16. September a. c. gleichzeitig folgendes bekannt: Rekruten und Freiwillige, welche sich in Orten aufgehalten haben, die nur wenig von der Cholera befallen waren, sind bei ihrer Gestellung auf Cholera oder choleraverdächtige Erkrankungen ärztlich zu untersuchen. Die dabei frant befundenen Mannschaften sind den betreffenden Heilanstalten zuzuführen und event. nach Heilung einzustellen. Die gesund befundenen Mannschaften sind unter Isolirung bei ihrem Truppentheil einer achttägigen Beobachtung zu unteriverfen. Lokales: Die Adreffen der Mitglieder der Preskommission, welcher Wünsche und event. Beschwerden bezüglich des lokalen Theils des Vorwärts" zu unterbreiten sind, wollen wir hiermit wieder in Erinnerung bringen. Dieselben sind: 1. Wahlkreis: Paul Kröhn, Langestr. 72. Hellgermann, Solmsstr. 26. Grau, Wendenstr. 2. 2. 3. 4. 5. 6. " Hatschet, Muskauerstr. 87, Behrend, Lebuferstr. 10. Böhm, Görligerstr. 53. Batte, Greifswalderstr. 8. 3achau, Bergstr. 59. Schaaf, Gerichtsstr. 19. Zu den Vorsichtsmaßregeln gegen die Einschleppung der Cholera gehört neuerdings auch die Einrichtung, daß alle aus Hamburg mit der Post eingehenden Sendungen vor ihrer Deffnung der Orts- Polizeibehörde gemeldet werden müssen. Die Postverwaltung macht das Publikum auf diese landespolizeiliche Vorschrift besonders aufmerksam, indem einer jeden von Hamburg nach hier gelangenden Sendung eine bezügliche Mittheilung angeheftet wird. Hamburg. Hamburg. 306 128 276 136286 127241 115 große weiße Flaggen fenntlich gemacht. Zuwiderhandlungen Vorsichtsmaßregel ausgeübt wird, für gänzlich werthlos und Preußen: Schleswig. Altona. Vereinzelte Erkrankungen: Regierungsbezirt Schleswig: in der Stadt Wandsbeck und 1 Orte des Kreises Pinneberg insgesammt 2 Grfrankungen und 2 Todesfälle. Regierungsbezirk Lüneburg: in 5 Orten der Kreise Harburg und Winsen a. 2. insgesammt 5 Erkrankungen, 2 Todesfälle. Regierungsbezirk Stade: in der Stadt Stade und 1 Ort des Kreises Reh dingen je 1 Erkrankung. Regierungsbezirt Stettin: in den Städten Elettin, leckermünde und in 1 Orte des Kreises Naugard, insgesammt 3 Erkrankungen, 1 Todesfall. Der Handelsminister Freiherr von Berlepsch hat unterm 15. d. M. folgende Polizeiverordnung erlassen:" Auf den in der Bekanntmachung des Reichstommiffars für die Gesundheitspflege im Stromgebiet der Elbe vom 13. d. M. bezeichneten preußischen Wie uns mitgetheilt wird, müssen die Empfänger der aus Strom- und Kanalstrecken ist bis auf Weiteres jeder Schiffs- Hamburg eingehenden Postsendungen dieselben vor Deffnung auf 18./9. und Flußverkehr während der Zeit von 8 Uhr das Revier- Polizeibureau schicken, durch ihren Beauftragten die Abends bis 7 Uhr Morgens untersagt. Schiffer und Bacete dort öffnen, den Inhalt herausnehmen und die Um Flößer sind verpflichtet, an den den in der Bekanntmachung hüllung der Sendungen verbrennen lassen. genannten Kontrollstationen oder auf Verlangen der Re- Nach Erledigung dieser Manipulationen hat der Ueberbringer visionsbeamten auch außerhalb derselben anzuhalten und der Packete seine Hände mit Karbolwasser zu desinfiziren und den Anordnungen dieser Beamten unweigerlich Folge zu tann dann mit dem Inhalt der Sendungen nach Hause gehen. leisten. Die Kontrollstationen und die Revisionsboote sind durch Wir halten die Art und Weise, wie die in Frage stehende gegen diese Verordnung werden mit einer Geldstrafe von 100. verkehrt. geabudet, sofern nicht nach dem Gefeße eine höhere Strafe ver- Glaubt man, daß durch Postsendungen aus Hamburg die 3 4 10 3 10 4 20 7 wirkt ist. Diese Verordnung tritt sofort in Kraft." Cholera eingeschleppt werden kann, dann müssen die zur Ver Der Regierungspräsident von Potsdam erließ hütung dieser Gefahr nothwendigen Maßregeln getroffen folgende Bekanntmachung:„ Es ist anzunehmen, daß das Wasser werden, bevor das Publikum mit der Postsendung in Berührung der Elbe, Havel und Spree und der mit diesen Flüssen kommt." in Verbindung stehenden Wasserstraßen und Wafferläufe mit Um die Möglichkeit einer Uebertragung des Kommabazillus Cholerateimen durchfekt ist. Die gesammte Schiffsbevöl- durch Postpackete zu verhüten, müßten lettere vor ihrer Abliefe terung, auch die Anwohner der sämmtlichen Wasserstraßen im rung entsprechend behandelt werden; die Sendungen erst durch Regierungsbezirk werden deshalb dringend gewarnt vor Benützung die ganze Stadt vertheilen und nachträglich auf den Polizeides Waffers aller Flüsse und Kanäle, Gräben u. s. w. zum Trinken, bureaus wieder zu sammeln, heißt das Pferd beim Schwanz ausBaden, Waschen, Reinigen oder zu irgend welchen Haushaltungs- zäumen. 3weden; nur in gründlich durchgefochtem Zustande ist solches Wenn eine Kontrollirung aller Hamburger Sendungen in Waffer für den menschlichen Gebrauch ungefährlich. Streng gesundheitlichem Interesse Berlins nothwendig ist, muß dieselbe untersagt wird, menschliche Auswurfstoffen in die Flüsse oder in einer Weise vorgenommen werden, daß der Zweck auch wirkWasserläufe auszuschütten. Auf jedem Flußfahrzeuge find solche lich erreicht wird. Berlin: 3 Grfrankungen( Kellner, Krankenpflegerin und Auswurfstoffe in geeigneten Gefäßen aufzufangen, fofort gehörig Hierzu wäre nur eine ähnliche Einrichtung erforderlich, wie Musikdirektor, sämmtlich aus Hamburg zugereist). zu desinfiziren und nur an geeigneten, dafür bezeichneten Stellen fie bei der Verzollung der aus dem Auslande eingehenden PostGroßherzogthum Mecklenburg- Schwerin: ans Ufer zu bringen." sendungen bereits existirt. Die Postverwaltung hätte ein Lokal in der Stadt Boizenburg und 2 Orten 1 Erkrankung, 4 Todes= Hamburg, 19. September. Bon gestern Mittag bis heute herzurichten, in welchem alle aus Hamburg kommenden Sendungen fälle. Mittag sind hier 241 Cholera- Erkrankungen und 115 Todesfälle vor ihrer Ausgabe entsprechend zu behandeln sind. Der, Reichs- Anzeiger"( Nummer 221 vom 19. d. M.) gemeldet; davon entfallen auf gestern 169 Erkrankungen und Ist die Anwesenheit der Empfänger hierbei nöthig, so mögen fchreibt: 82 Todesfälle. Die Transporte betrugen gestern 148 Kranke und dieselben an dieser Stelle ihre Sendungen in Empfang nehmen. Obwohl allgemein bekannt ist, daß die Einfuhrverbote 30 Seichen. Die Gesammtzahl der Erkrankungen Sollte die Kontrolle nur auf den Inhalt von Sendungen gegen choleraverseuchte Orte sich auf wenige Waaren ge- bis einschließlich 17. September beläuft sich auf 15 663, die der mit Gẞwaaren u. s. w. beschränkt werden können, so wäre für brauchte Wäsche und Kleider( mit Ausschluß von Wäsche und Todesfälle auf 6764. Heute konnte eine Anzahl der Trans- die Zeit der Gefahr Deklarationszwang für die aus Hamburg Kleidern der Reisenden), Hadern und Lumpen, Obst und portwagen außer Dienst gestellt werden. fommenden Sendungen einzuführen, damit die Postverwaltung frisches Gemüse, Butter und Weichkäse beschränken, und Stettin, 19. September. Am 18. September ist amtlich weiß, auf welche Sendungen sie ihre Aufmerksamkeit zu daß nach dem Urtheil der maßgebenden Behörden der ein Todesfall und eine Erkrankung an asiatischer Cholera zur richten hat. Bezug anderer Waaren aus verfeuchten Orten teine Gefahr in Meldung gekommen. Heute ist weder ein Todesfall noch eine Die Polizei für die Kontrollirung eingehender Postsachen. sich birgt, so dauern doch in Handels- wie in Konsumentenfreifen Erkrankung an der Cholera amtlich gemeldet. in Anspruch zu nehmen, halten wir auch auch in Zeiten die Verfuche, den Bezug von Waaren aus Hamburg abzulehnen, Eberswalde, 19. September. Die am Finowfanal der Choleragejahr für überflüffig. Abgesehen davon, auffälliger Weise fort. Gegen die hierbei einwirkenden Besorg wohnhafte Frau Gobbin erkrankte heute Morgen unter ver- daß die Polizeibeamten ihre Zeit nühlicher verwenden nisse richtet sich das nachfolgende Gutachten, welches von der dächtigen Erscheinungen. Die Aerzte bezeichnen die Erkrankung fönnen, wird die Uebertragungsgefahr verallgemeinert, wenn die in Kaiserlichen Gesundheitsamt errichteten Cholera als asiatische Cholera, jedoch ist die bakteriologische Untersuchung über die Stadt vertheilten Packete in die einzelnen Revierbureaus tommission auf Veranlassung des Staatssekretärs des Innern noch nicht beendet. Die Tochter des vor einigen Tagen an gebracht werden. der asiatischen Cholera gestorbenen Tischlers Ahl ist ebenfalls Wenn in der Umhüllung resp. der Emballage der von HamDie Cholera ist nach den bisherigen Erein Opfer der Cholera geworden. Das heute von Berlin burg kommenden Sendungen eine Gefahr für die Bevölkerung fahrungen noch nie durch andere Waaren als hier eintreffende Militär wird wegen der hier vorgekommenen Berlins liegt, so ist es selbstverständlich, daß dafür gesorgt erstattet worden ist. W werden muß, die gefahrdrohenden Verpackungsgegenstände zu laus meiner Wohnung entfernten. So stand ich wieder auf der stellt durch eine eigenthümliche Tätowirung der Unterlippe, cernichten; es hat dies jedoch zu geschehen, bevor, wie gesagt, Straße. von welcher blaue Arabesten bis unters Rinn laufen. die Berührung mit dem Publikum erfolgt, und muß von der Ich fand nach vielen Mühen eine Wohnung im äußersten Sie tragen schwarze Gewänder und einen über die Stirne Postverwaltung besorgt werden, die in der Lage ist, zwed Südosten von Berlin, in einem unfertigen Neubau. Was dort hängenden Schleier. Ihr Schmuck besteht aus Silberſtücken entsprechende Einrichtungen zu treffen. über mich verhängt wird, muß ich abwarten. und sonstigem Zierrath. Man sieht die Wüstensföhne ländliche Wir müssen die Verantwortlichkeit für diese Mittheilungen und industrielle Arbeiten verrichten, auch ein Bazar mit allen Aus dem Krankenhause Moabit. Drei Fälle afta- dem Hamburger Blatte überlassen. Sind sie wahr, dann sehen möglichen Gegenständen ist vorhanden und mit imitirten orien= tischer Cholera find in den letzten 48 Stunden in der wir, auf wie schwachen Füßen der gesehliche Sinn mancher Be- talischen Verkäuferinnen besetzt. Die Hauptaktion bestand in dem Reichshauptstadt zu konstativen gewesen, die aber sammt und hörden steht. Kommt er schon bei der Befürchtung der Cholera Schauspiel einer Beduinenhochzeit, welche von dem Scheich vollsonders durch Einschleppung aus Hamburg hervoraus Rand und Band, dann können wir denken, was zu erwarten zogen wurde. Es war ein Stück orientalischen Lebens, was sich gerufen worden sind. wäre, wenn die Seuche bei uns selbst um sich gegriffen hätte.hier abspielte. Berittene Beduinen, gefolgt von Pfeifern, Tänzern, Spielern, Zambourinschlägern, tanzenden Frauen und Kindern, Unter den Fahrgäften, welche am Sonnabend Nachmittag heulenden und tanzenden Derwischen, einer Truppe Suaheli, welche den Bug von Stralsund nach Berlin benutten, befanden sich auch verschiedene Evolutionen ausführten. zwei junge Leute, welche durch ihr albernes Gebahren Mergerniß erregten. Auf den Haltepunkten lehnten sie sich zum Fenster Des Schicksal des Köpenicker Mörderpaares ist nun hinaus und riefen: Hier nicht einsteigen! Wir tommen aus mehr entschieden. In Betreff des Arbeiters Ruttle, soll der Ge Hamburg." Auf verschiedenen Stationen nahm man von dem rechtigkeit freier Lauf gelassen werden", dagegen ist seiner Braut, Treiben der augenscheinlich etwas angetrunkenen jungen Leute der aunverehelichten Schütt, die Todesstrafe erlassen und in feine Notiz, als der Zug aber Neu- Brandenburg erreicht hatte, eine Lebenslängliche Buchthausstrafe umgewandelt worden. fam es anders. Einer der jungen Leute ließ wiederum den War- Ruttke wird voraussichtlich schon morgen früh im Hofe der nungsruf zum Fenster hinaus ertönen. Sofort bestieg ein in Gefangenenanstalt Plößensee hingerichtet werden. Der Henter der Nähe befindlicher Polizist den Wagen und holte sich den kommt heute zu Ehren! Auf ein paar Tage ist in allen Spelunken Schreier heraus mit den Worten: Wenn Sie aus Hamburg wieder reicher Stoff zur Unterhaltung und die gute" Bresse wird tommen, dann müssen Sie desinfizirt und beobachtet werden, nicht ecmangeln, ihre Spalten zu füllen mit der Berherrlichung kommen Sie nur mit." Der Polizist richtete dann an den des Mörders, dessen Verhalten in den letzten Stunden bis auf zweiten jungen Mann die Frage, ob er auch aus Hamburg jeden Athemzug fie schildern wird. fomme und erhielt die Versicherung, daß dies feineswegs der Im ersten alle handelt es sich um den 29jährigen Sellner Wilhelm ange aus Berlin. 2. war vor etwa drei Wochen als Krankenpfleger nach Hamburg gereist und kehrte, nach dem er dort in einem Choleralazareth während 8 Tagen thätig gewesen, am vorigen Mittwoch nach hier zurück, woselbst er in Der Schuhmacherherberge in der Fischerstraße logirte. In Berückfichtigung des Umstandes, daß F. außerordentlich viel mit Cholerafranken in Berührung gekommen, wurde der Kellner auf polizeiliche Anordnung am Freitag zur Beobachtung, wiewohl er sich ganz gefund fühlte, nach dem Barackenlazareth überführt, wo er am Sonnabend Nachmittag an der Cholera asiatica ertranfte. In einem zweiten all handelt es sich um ein Fräul. Adelheid Bollen, hier Weidenweg 10 wohnhaft; die junge Dame ist geprüfte Krankenwärterin und war vor etwa 14 Tagen zu einer an der Cholera erkrankten Verwandten nach Hamburg gereift, um dieselbe zu pflegen. Am vorigen Dienstag war die Letztere geftorben und Fräul. B. kehrte nun nach hier zurück; am Freitag fühlte fie fich so unwohl, daß sie von selbst das Krankenhaus Moabit auffuchte, wo am geftrigen Mittag bei der Patientin Cholera asiatica festgestellt worden ist. Ein dritter Fall cholera asiatica wurde geftern Sonntag Abend in dem oben erwähnten Krankenhause fonftatirt. Am Sonnabend Morgen war der Musikdirektor Herr Bertolfen aus Kopenhagen, welcher die letzten 14 Tage in Hamburg konzertirt hatte, auf dem Lehrter Bahnhofe hier augekommen und hatte sich, wie dies auch Fräulein Bolten gleich bei ihrer Ankunft gethan, in der städtischen Desinfektionsanstalt in der Reichenbergerstraße desinfiziren laffen. Da ihm aber bald darauf unwohl wurde, so begab sich B. sofort nach Moabit, und hier wurde auch bei diesem Kranken gestern Nachmittag 3 Uhr Cholera asiatica entdeckt. In allen drei Fällen ist das Befinden der Patienten bis jeht ein relativ günstiges, auch das dreijährige Söhnchen des Schiffers Woytkowsky dürfte dem Leben erhalten bleiben. Eingeliefert wurden in das Krankenhaus Moabit im Laufe der legten 24 Stunden 6 Choleraverdächtige; der Bestand der in Observation befindlichen und an Brechdurchfall, Cholera nostras leidenden Patienten betrug heute Vormittag um 10 Uhr 54 Perfonen. Entlassen wurde am Sonnabend Nachmittag die Familie und Schiffsmannschaft des Kahninhabers Lindemann als Cholera unverdächtig. Die Häuser Weidenweg Nr. 10, sowie die Schuhmacherherberge in der Fischerstraße sind gründlich desinfizirt worden; eine Gefahr der Weiterverbreitung der Seuche durch die Bolten und Kellner Lange liegt anscheinend nicht vor. Fall sei. Bergebens betheuerte deffen Reisegenoffe, daß er sich Bolizeibericht. Am 17. d. M. Morgens wurde in der nur einen Scherz habe leisten wollen, er sei feineswegs in Ham- Spree am Schiffbauerdamm die Leiche eines unbekannten, etwa burg gewesen, der Polizist nahm ihn zur besonderen Genug 40 Jahre alten Mannes angeschwemmt.- Vormittags wurde in thuung der übrigen Reisenden mit, und voraussichtlich wird der der Süßowstraße ein fünfjähriger Knabe von einem Schlächterscherzhafte Jüngling den Sonntag unter Beobachtung in Neuwagen überfahren er erlitt einen Bruch des Oberschenkels, so brandenburg haben zubringen müssen. daß er nach dem Elisabeth- Krankenhause gebracht werden mußte. -littags wurde an der Ecke des Tempelhofer Ufers und der Zeichen der Zeit. Die Berliner Stüdfärbereien und Schenebergerstraße eine Frau, als fie, ihre zwei Jahre alte Appreturanstalten haben nach Mittheilung des Zentralblatts der Tochter auf dem Arme tragend, den Straßendamm überschreiten Textil- Industrie" eine Einschränkung der Arbeit in Aussicht ge- wolte, von einem Geschäftswagen überfahren. Die Frau wurde nommen. Der treibende Grund hierzu soll der schwache Geschäfts- nur leicht aur Ropfe verlegt, das Kind dagegen erlitt fo gang fein, welcher 3. 3. in der Berliner Stofffabrikation herrscht. schmere innere Verlegungen, daß es bald darauf im Kranken Man gedenkt demnächst in den meisten Betrieben nur noch halbe hause am Urban, wohin es gebracht worden war, ver starb. Tage arbeiten zu lassen. Abends wurde am Schöneberger Ufer eine Putzmaherin von einer Droschke überfahren und am Bein schwer Eine größere Agitationstour unternahmen am Sonn- verlegt, sodaß sie nach der Charitee gebracht werden mußte. abend, den 10. b. M., 150 Genoffen des 4. Berliner Reichstags- Az 18. d. M., früh, fiel ein Arbeiter auf dem Neubau Wiesen Wahlkreises nach Buckow- Müncheberg. Mit mehreren tausend straße 27 beim Löschen von Kalt in die mit siedendem Ralk ge Flugschriften, außerdem Maifest- Zeitungen, Jakobnummern und füdte Grube und erlitt so bedeutende Verlegungen, daß er nach Bolts- Tribünen" c. wohl ausgerüftet, erfolgte um 81/2 Uhr vom der Charitee gebracht werden mußte. Vormittags wurde im Schlesischen Bahnhof die Abfahrt. In Müncheberg angelangt Landwehrkanal die bereits start in Verwesung übergegangene Nachmittags wurde ein mußten wir zu unserem Schrecken wahrnehmen, daß leider an Leiche eines Kellners angeschwemmt. eine Nachtunterkunft nicht zu denken sei. 25 Genoffen, welche Seiler vor dem Hause Lindenstr. 114 von Krämpfen befallen; er am nächsten Morgen als Gruppe 1 die Ortschaften Trebnitz, Alt- mußte nach dem Krankenhause am Urban gebracht werden. Rosendahl, Morrin und Jahnsfelde belegen" follten, mußten Am 19. d. M., Vormittags, wurde auf dem Grundstück Möckern sich, um überhaupt ein Unterkommen zu haben, mit der Wohnung ftraße 92/98 zwischen dort stehenden Möbelwagen die Leiche des dortigen Vertrauensmanns, bestehend aus zwei kleinen Bim- eines unbekannten, etwa 30 Jahre alten Mannes aufgefunden. mern, begnügen. Die übrigen Genoffen feßten nunmehr ihren Am 17. und 18. b. M. fanden drei kleine Brände statt. Marsch, eine eine herrliche Nachtpartie, nach Buckow fort. einer fröhlichen Dort angelangt, wurde nach Verlauf aus einem Strohfact Stunde das Nachtlager, bestehend nebst Decke aufgesucht. Um 5 Uhr Morgens wurde zum Aufstehen kommandirt und erfolgte der Abmarsch in 5 Gruppen nach Hafenholz, Rulsdorf, Hohenstein, Hermersdorf, Obersdorf, Münche hofe, Brighagen, Reichenberg, Stingewalde, Banglow, Ihlow, Das ,, Wallner- Theater" wurde am Sonnabend unter der Grunow, Erusthof, Bollersdorf, Wüstegiersdorf, Hoppegarten, Schönfelde, Bärfelbe, Eggersdorf. Ueberall fanden die Genossen Direktion des Herrn Stanislaus Leffer wieder eröffnet. In die beste Aufnahme. Auch die Bekanntschaft der iskrautfchen einem von Dr. Wendlandt verfaßten Prolog, den Frl. Malten Der Guts recht hübsch sprach, wurden die neuen Ziele, die sich das Wallner Waffen sollte den Genossen nicht erspart bleiben. verwalter des Herrn v. Bredow- Wagner in Ihlow fühlte fich Theater gefeßt, in freilich nicht recht verständlicher Weise auss veranlaßt, seine Arbeiter mit den Worten helft mir die einandergesetzt. Dann solgte die Darstellung von Schiller's .. heraushauen" anzuspornen, auf unsere Genossen ein- Braut ron Messina". Wenn auch das Gesammtspiel noch zubringen, und nur dem ruhigen Verhalten ber legieren ist es zu Wieles vermiffen ließ, so weckte es doch den Eindruck, daß danken, daß es nicht zu ernsten Zusammenstößen tam.- Im Großen manches Mangelhafte nur aus der ungenügenden Vorbereitung Ganzen können wir wohl mit unserer Tour zufrieden sein, denn entsprang und bei der Wiederholung schwinden wird, sowie auch auch der Landwohner hat bereits begriffen, daß es in dieser daß es über eine Anzahl tüchtiger oder doch entwicklungsfähiger feitigung des menschlichen Elends zu wirken, jagte uns ein alter, 3war ste Ein Hamburger, der vor der Cholera von Hamburg ge- eise nicht weitergehen kann. Fahrt nur so fort für die Be- Kräfte gebietet. Frl. Salta als Fürstin von Messina erhob sich gewiffes Mittelmaß, aber flohen ist, erzählt im„ Hamburger Tageblatt" seine Reise- Erlebnisse. Sprache und würdiges Spiel. Ich reiste mit meiner Familie, bestehend aus meiner Frau ergrauter Landmann, ich bin mit der Thätigkeit, sowie mit den zeigte eine wohlflingende Sprache und Rührend Frl. Boch Zielen der sozialdemokratischen Partei einverstanden. war eine anmuthige Erscheinung und brachte und neun Kindern, von hier nach Berlin. Wir kamen morgens geradezu war es uns das viele Elend der ländlichen Arbeiter mit in lieblicher Weise das empfindsame und scheue Wesent 5 Uhr 45 Minuten auf dem Lehrter Bahnhof an und wurden, anzusehen. Dieselben bekommen in dortiger Gegend 80 Pfennig der Beatrice zur Geltung. Herr Eisfeld, Don Cesar, spielte nachdem wir ärztlich untersucht und gesund befunden in die Tagelohn, wovon eine ganze Familie leben soll. Diese nadten etwas ungleich; doch ist sein schönes Talent unverkennbar und Stadt gelaffen. Vom Lehrter Bahnhof begaben wir uns nach der Thatsachen widerlegen aufs Beste die Behauptungen der Bour befitt er alle Mittel, es zur Geltung zu bringen. Ueber ein ge Friedenauerstraße 101 in Schöneberg, wo ein Bruder von mir wohnt, der uns aufnehmen wollte. Der Hauswirth, welcher geoisie, daß der Landbewohner init seinem Loose zufrieden fei. waltiges Organ gebietet Herr Erich Schmidt, der den Cajetan, Am Nachmittage trafen die Genoffen theils in Buckow, theils den Führer des Chors der älteren Ritter gab. Im Anfange des erfahren hatte, daß wir aus Hamburg kamen, wandte fich an die in Müncheberg wieder zusammen. Hier gab man sich noch ein Stückes war seine Sprechweise etwas zu gemütlich, aber in Bolizei und diese forderte nun meinen Bruder auf, uns aus dem Baar Stunden der wohlverdienten Erholung hin und erfolgte um weiteren Verlaufe wußte er die markigen und wuchtigen Worte Hause zu schicken, andernfalls er wegen unerlaubter Gas/ 2 Uhr die Abfahrt von Müncheberg nach Berlin. Mit Recht der Dichtung zu ergreifendem Ausdruck zu bringen. Die eine wörtlich der Ausspruch des Herrn Bürgermeisters von Schöne breitung unserer Ideen unter der dortigen Bevölkerung beigetragen Urtheil, aber wir wollen hoffen, daß der angekündigte Zweck, das berg!). Theater zu einem Voltstheater" zu machen, und, wie es im So wurde ich mit Frau und 9 Kindern auf die Straße ge- zu haben. Die nächsten Wahlen werden's lehren. Prolog heißt, bei der Wahl der Stücke die alten zu ehren und die jungen zu fördern", nicht ein bloßes Bersprechen sei. Die Sanitäts- Bezirkskommission des 82. Polizeireviers hat befchloffen, das Königliche Polizeipräsidium zu ersuchen. veranlaffen zu wollen, daß auf allen Polizeiwa chen 3 Berlins Desinfektionspulver aur unentgeltlichen Ab gabe an das Publikum bereit gehalten werde, ferner, daß eine neue Ausgabe der in jedem Hauſe angehefteten sanitären Rathschläge erfolge, welche weniger allgemein gehalten seien, vielmehr für die breitere Masse der Bevölkerung mehr spezialisirt und gemeinverständlich abgefaßt sei.- Ferner wurde seitens der obenerwähnten Sanitäts- Bezirkskommission beschlossen, ein Zirkular für die Schulvorstände des Bezirkes abzufassen, in welchem die Lehrer ersucht werden, die Kinder zur größten Reinlichkeit in der Häuslichkeit anzuhalten und dieselben zur täglichen Entfernung von Müll, Speiseresten it. f. w. aus den Wohnräumen zu ermahnen. Der an der Cholera erkrankte Schiffseigner Lowin ist in der Nacht zum Sonntag in Spandau gestorben. " " 1 Theater. nicht über ein Gerichts- Beitung. seht. Ich suchte nun ein Unterkommen in einem Restaurant. Nachdem Zu der Ausstellung von Wohnungseinrichtungen haben wir dort ca. 1/2 Stunde zugebracht, erschien der Wirth in Begleitung die stelpolirer um Zutritt gegen ermäßigtes Entree gebeten, eines Ronstablers, der uns bis dahin verfolgt haben mußte jedoch ist das Ausstellungskomitee( vgl. Nr. 219, Sprechsaal) und erkärte uns, daß er nicht dulden könne, daß wir, da wir aus bisher nicht darauf eingegangen. Da man gerade bei den ArHamburg tämen, in einer Gastwirthschaft uns aufhielten. Wir beitern ein bedeutendes Interesse an dieser Ausstellung vorauswurden so aus dem Restaurant vertrieben und standen auf der setzen muß, einmal weil sie, roie die Tischler, Möbelpolirer u. f. w., Straße. Ich lief den ganzen Tag umher, um ein Hotel oder die dort ausgestellten Schaustücke selber hergestellt haben, sodann eine Wohnung zu bekommen, wurde jedoch immer aus demselben auch, weil die mitausgestellten billigen Wohnungseinrichtungen Grunde abgewiesen. Um 5 Uhr Nachmittags, als ich den Ver- doch wohl nicht für Kommerzienrathstöchter bestimmt sind, so Das Schwurgericht des Landgerichts II hatte sich gestern fuch, ein Unterkommen zu finden aufgegeben hatte, wandte ich möchte man sich über diese ablehnende Haltung des Komitees mit einem Verbrechen zu beschäftigen, welches lebhaft an den mich um Zuweisung eines Obdachs an die Schöneberger wundern. Vielleicht hat man aber eine Erklärung dafür in dem fürzlich stattgehabten Prozeß gegen den 18 jährigen Mörder Polizei. Hier wurde mir der Bescheid, daß sie Niemanden ver Umstande zu suchen, daß im Jahre 1889 die von dem Komitee Wagenschütz erinnerte. Der auf der Anklagebant befindliche anlaffen tönnte, uns zu beherbergen, und daß wir wieder nach der Ausstellung für Unfallverhütung zur Benutzung für Ar- Bäckergeselle Ludwig August Wilhelm Hoffmann, Hamburg gehen sollten! Berzweifelt lief ich von einem Borort beiter und deren Familien" ausgegebenen Eintrittskarten zu er der am 17. März 1878 zu Stettin geboren, also 19 Jahre alt zum andern und fand schließlich in Steglitz in der Schildhorn- mäßigten Preisen auch von Nichtarbeitern und sogar von ganz ist, war des versuchten Mordes beschuldigt. Am 10. Junt straße 8 eine Wohnung. Ich machte mit dem Hauswirth sofort reichen Leuten benutzt worden sind. einen Kontrakt und war glücklich, meine Familie wenig Tageblatt" schrieb damals( 28. Juli 1889) unter der Ueber- Seifert einen neuen Gesellen. Er begab sich nach der Herberge stens von der Straße schaffen zu können, wenn auch in eine voll schrift„ Noblesse oblige":" In geradezu unglaublicher zur Heimath, Oranienftr. 105 und fand hier unter den zugereisten ftindig leere Wohnung. Dem Hauswirth, Herrn Zöpcke, zahlte ich Weise wird die Ausstellung für für Unfallverhütung da Gesellen aller Gewerbe auch den Angeklagten, den er in Arbeit bie Miethe für einen Monat mit 41,70 M. voraus und beschaffte am durch geschädigt, daß ein Theil des Publikums sich den nahm, der neue Gefelle erklärte auf Befragen des Meisters, andern Tage mir Mobilien. Jetzt fragte der Hauswirth zwecks An- Eintritt in dieselbe auf unerlaubte Weise zu verschaffen weiß. daß er Gepäck nicht befize, da er seit langer Zeit ohne meldung bei der Polizei nach meinem früheren Wohnort. Als Wiederholt sind Personen aus besten und wohlhabendsten Ständen Arbeit gewesen. In der Nacht zum 15. Juni, fünf Tage nach ich ihm, wie ich nicht anders fonnte, sagte, daß ich aus Hamburg dabei betroffen worden, daß sie in dem Besitz von Eintritts- dem Antritte des Angeklagten, wollte der Meister sich wie ge täme, zitterte der Mann vor Furcht und forderte mich auf, sofort farten sich befanden, die auf den Namen Anderer lauteten. wöhnlich gegen 2 Uhr nach der Backstube begeben, um mit dem wieder auszuziehen. Ich kam diesem Verlangen natürlich nicht ist es nicht ein arger Mißbrauch, wenn wiederholt Herren und Gesellen zusammen zu arbeiten. Die Räume waren derart ge nach, die Polizei von Steglit jedoch fand ein Mittel, mich zu Damen der sogenannten besten Stände mit diesen Karten, deren legen, daß er von seiner Stube durch den Laden mußte, von entfernen. Sie rieth dem Hauswirth, mich gewaltsam aus der Juhalt lautet:„ Giltig für Arbeitnehmer", an den Eingängen hier aus führte eine Treppe in die Backstube hinunter und an Wohnung zu vertreiben, 8 Leute zu diesem wecke aufzubieten der Ausstellung erscheinen, und wenn sogar solche Billets von diesen Raum stieß das Backhaus, von dem eine Thür nach dem und gab ihm außerdem für den Fall meines Widerstandes einen Herrschaften präsentirt werden, die in eleganten Equipagen vor Hofe führte. Als Seifert in jener Nacht die Thür zur Gendarm zum Schuße mit. Von diesem beabsichtigten Gewaltaft gefahren tommen?" So damals das„ Berliner Tageblatt". Backstube öffnete, fiel es ihm auf, daß dort Dunkel wurde ich vorher in Kenntniß gefeßt, ich lief nach der Polizei und das Blatt mußte es wissen, denn es kennt die„ Herrschaften, beit herrschte, während sonst eine Lampe zu brennen und verlangte den Bürgermeister zu sprechen. Dieser war für die in eleganten Equipagen vorgefahren kommen"." Daß es die pflegte. Er nahm an, daß der Gefelle, der den Schlafraum mich nicht zu sprechen, obgleich er im Amtszimmer war. Der Sache überhaupt zur Sprache gebracht hat, ist ein Beweis dafür, mit dem Hausdiener des in demselben Hause wohnenden Aintsvorsteher aber, den ich um Schutz bat, wie arg es getrieben worden sein muß. Wahrscheinlich erinnert Restaurateurs Reßler theilte, noch nicht heruntergekommen fei gab bie eigenthümliche Antwort:„ Es ist dies fich das Komitee der Ausstellung für Wohnungseinrichtungen der und vergessen habe, die Lampe brennen zu lassen. Als Seifert eine Privatsache, in die wir nicht eingreifen können; damals verübten Spizbübereien und fürchtet, daß es auch dies- sich auf der dritten Treppenstufe befand, erhielt er plötzlich hinter wenn Sie glauben, daß Ihnen Unrecht geschieht, dann verklagen mal wieder den sogenannten„ besten Ständen" gelingen könnte, rücks einen gewaltigen Sieb über den Kopf, daß er in die Knie Sie den Hauswirth beim Stammergericht in Berlin." Als ich ihm sich in den Besitz von Karten für Möbelpolirer u. f. w. zu setzen und hintenüber gegen den Thürpsoften fant. Gleich darauf fühlte erwiderte, daß hierfür mir keine Zeit bliebe, da die gewaltsame und die Kasse der Ausstellung um zwei bis drei Nickel zu er eine Hand an seinem Halfe, die ihn würgte. Seifert fühlte, Bertreibung in einer Stunde vor sich gehen würde und ihm er prellen. daß sein Angreifer nur mit Hemd und Beinkleidern angethan tlärte, daß ich mir einen Revolver kaufen und schießen würde, war, wie es Bäckergesellen bei der Arbeit zu sein pflegen; er ers wenn man mich in meiner Wohnung angreifen sollte und ihn In der egyptischen Ausstellung zeigt sich uns, außer fanute deshalb denselben, trotzdem dieser sich vollständig stumm fragte, ob er mir jest polizeilichen Schutz gewähren wollte, ant vielen anderen Sehenswürdigkeiten, eine Beduinengruppe. Sie verhielt. Und nun entspann sich zwischen den Beiden in Troy wortete er lächelnd: Sie würden bei dem geringsten Versuche, besteht aus Gliedern der Bande der Ben Rhasi vom Stamme dem dunklen Raume ein Kampf auf Leben und Tod. von der Schußwaffe Gebrauch zu machen, wegen Mordversuchs Mograbi, welcher einen Theil Unter- Egyptens durchzieht. dem Seifert durch den Blutverlust erheblich geschwächt war, ge Männer und Jünglinge find fräftige und muskulöse Gestalten lang es ihm, seinen Angreifer mehrere Wale von sich ab in Untersuchungshaft gebracht werden." Ich lief nach Hause, um mich nach den Meinen umzusehen, mit scharf ausgeprägten Zügen, lebendig in Gang und Haltung. zuschütteln, derselbe drang aber immer wieder auf ihn ein und bald erschienen 8 Mann und ein Gendarm, die mich gewaltsam Die Frauen sind schlanke Figuren, ihre Gesichter sind leider ent- fuchte ihn am Halfe zu packen. Einmal versuchte Seifert, durch mir " 1: fa R e 32 e i e t b п t ' s e 1 D b 11 Dersammlungen. Beachtung! Wir bitten die Herren Schriftführer, bet der Abfaffung Sur der Versammlungsberichte sich aller nur möglichen Kürze zu befleißigen. Marten und Quittungskarten zur Unterstützung find auf der Provinz Brandenburg trat am 18. d. Mts. in Berlin zur Eine Konferenz von Mitgliedern der Lokalkommissionen allen Beitrags- Sammelstellen zu haben. Deutscher Tischlerverband, Zahlstelle Berlin. Berathung der Frage zusammen: Wie ist am wirksamsten den Wirthen entgegenzutreten, welche uns ihre Säle zu Versammlungen verweigern?" Das Büreau bildeten die Genossen GumpelI. Bevollmächtigter: A. Heß, Möckernstr. 77. Berlin, Martini- Tegel, Thal- Reinickendorf und Lock. Vertreten waren die Ortschaften Adlershof, Nixdorf, Die Verwaltung. 0 in bie Thür, die nach dem Backhause führte, zu fliehen, der An- 1 Stettiner Kollegen mit zum Siege zu verhelfen. Beweist Eure getlagte hatte sie aber verschlossen. Die Hilferufe weckten die Solidarität dadurch, daß Ihr die Kollegen materiell so viel wie Ehefrau Seifert aus dem Schlafe, sie eilte nach der Backstube. möglich unterstützt und den Zuzug nach Stettin unter allen UmSehen konnte sie von dem dort tobenden Kampfe nichts, als ihr ständen fern haltet. Denn der Sieg der Stettiner Kollegen ist Ehemann aber rief: Der Gefelle will mich umbringen!" eilte fie auch der unsere. zurück, um Licht anzuzünden. Dann ging fie nach dem Korridor. und riefum Hilfe. Der auf der anderen Seite des Korridors wohnhafte Restaurateur Reßler folgte dem Rufe fofort, Frau Seifert lief an den immer noch Ringenden vorbei in das Backhaus, öffnete die Thür und ließ die zu Hilfe kommenden Personen hinein. Die Kämpfenden lagen beide auf dem Fußboden, und schon drohten die Kräfte den Meister zu verlassen, als er von seinem Angreifer Aufforderung an alle in der Metallindustrie beschäftigten Mariendorf, Köpenick, Friedrichsberg, Heinickendorf, Lichtenberg, befreit wurde. Der Lettere erklärte dann unumwunden, daß er Arbeiter Berlins und Umgegend! feinen Meister habe umbringen wollen, um dann das in der Kom- Kollegen! Die Fachkommission hat ihre Arbeiten in Betreff Friedrichsfelde, Briß, Oranienburg, Behlendorf, Borsdorf, Damit die Werder, Rummelsburg, Stralau, Wilmersdorf, Johannismode befindliche Geld zu rauben und damit das Weite zu suchen. Aufstellung einer Statistit am 15. d. M. begonnen. Neu Weißensee, Tegel, Charlottenburg, Spandau, Als Mordinstrument hatte er sich ein zwei Finger dickes und Fachkommission ihre Arbeiten ohne Unterbrechung vollenden kann, thal, Potsdam, Nauen, Marwig, Schmargendorf einen Meter langes Gasrohr ausgewählt. Damit hatte er, hinter werden sämmtliche Kollegen, welche noch im Besitz von Frage- Velten, Nieder Schönhausen, Hermsdorf, der Thür in der Backstube auf der Lauer stehend, seinem Meister bogen sind, hiermit aufgefordert, dieselben unverzüglich an Neu Hohenschönhausen, einen Hieb über den Kopf versetzt, als dieser die Stufen hinabschritt. folgende Adressen abzuliefern: R. Schmidt, Drahtweber, Schöneberg, Lantwig, Nowawes, Döy, Groß- Lichterfelde, Tempel Der Getroffene ist 14 Tage lang leibend gewesen. Im Termine Sedanstr. 84a, v. 2 Tr.( Schöneberg); R. Steinmez, Former, hof, Rüdersdorf, Friedberg, Bankow, sowie die sechs Berwiderrief der jugendliche Verbrecher das frühere Geständniß Wienerstr. 62, H. 2 Tr.; J. Krause, Former, Wiesenstr. 16; liner Reichstags- Wahlkreise. Referent war Werna u- Berlin. Er habe den Meister nicht tödten, sondern nur betäuben wollen, G. Rate, Schlosser, Königsbergerstr. 31, S. 2 Tr.; A. Seyne, Derselbe erklärte, daß die Thätigkeit der Lokalkommission mit um dann den Diebstahl ausführen zu können. Der Präsident Schlosser, Koppenstr. 72a, 4 Tr.; H. Radue, Drücker, Alte dem sozialistischen Prinzip nichts zu schaffen habe. Die Lokalwies ihn darauf hin, daß doch zweifellos die Ehefrau erwacht Jakobstr. 51, 1 Tr.; H. Gutschte, Rohrleger( Gas-, Waffer-), fommiffionen feien lediglich taktische Hilfsmittel, berufen, der wäre, wenn er die Kommode erbrochen hätte und knüpfte daran Sebastianstr. 39; Hochhäusler, Lampenbranche, Greifs fozialistischen Propaganda die Wege zu ebnen. Der Kampf die Frage, was er dann gethan haben würde. Der Angeklagte walderstr. 65; Heimhold, Gas-, Wasser, Dampfarmaturen, gegen die Wirthe, die ihre Lokale zu Versammlungen ver erwiderte, daß er dann auch die Frau betäubt haben würde. Die Fransectistr. 11, S. 4 Tr.; R. Roßdeutscher, Façondreher, weigern, müffe energisch aufgenommen werden. In Berlin dieser Kampf erfolgreich durchgeführt worden, Geschworenen sprachen den Angeklagten, der feine Spur von Krautstraße 54a, 4 Tr.; W. Hecht, Schraubendreher, sei Reue an den Tag legte, im vollen Umfange der Anklage schuldig Manteuffelstr. 114; A. Fischer, Kernmacher, Falckenstein- der Proving fei nach dieser Richtung hin zu wenig und billigten ihm mildernde Umstände nicht zu. Der Staats- traße 31;$. Pinn, Mechaniker, Rosenthalerstr. 16-17; geschehen. Zwar seien Versuche gemacht, auch Sperren H. Doch in den wenigsten Fällen seien anwalt beantragte das höchste zulässige Strafmaß, 15 Jahre D. rittelwig, Mechaniker, Falckensteinstr. 41; W. Hansen, verhängt worden. Buchthaus und 10 jährigen Ghrverluft. Das Urtheil lautete auf Dreher, Schönhauser Allee 55; G. Bernbt, Nagelschmidt, die Genossen der Proving in der Lage gewesen, die Sperre 14 Jahre Zuchthaus und zehn Jahre Ehrverlust. Bernauerstr. 40-41; R. Schäfer, Feilenhauer, Neue Hoch- wirksam durchzuführen. Um dies zu erreichen, hielt Referent straße 22 bei Wennrig; Dziena, Klempner, Eisenbahnstr. 28; es für erforderlich, im Falle der Verhängung einer Sperre Nach beendeten Gerichtsferien begann gestern eine neue M. Fischer, Klempner, Gitschinerstr. 79; G. Sch war- Flugblätter zu vertheilen sowohl am Orte, als auch in der Umgegend. Schwurgerichtsperiode bei beiden Landgerichten. Beim Land- topf( im Lotal), Staligerfir. 11. Auch den Ausflüglern müßten diese Flugblätter in die Hand gedrückt werden, um dieselben ebengericht I führt Landgerichts- Direktor Barth den Vorsiz. Als erfte Sache wurde eine Anklage wegen Falschmünzerei verhandelt, J. A.: R. Steinmez. A. Fischer. falls zu veranlassen, die gesperrten Lokale zu meiden, was jetzt leider vielfach nicht geschehe, wie die häufigen welchen Verbrechens die Schlosser Julius Philipp und Rein hold Winkler beschuldigt waren. Aus dem Geständniß der Die Lokalbefizer seien Achtung, Zivil, Militär- und Lieferungsschneider! Klagen der Provinzorte beweisen. Angeklagten ging in Verbindung mit dem Ergebnis der Beweis Kollegen und Kolleginnen! Die letzte Beit war eine er die größten Wahlbeeinflusser. Der gegen sie zu führende aufnahme folgender Sachverhalt hervor: Die Angeklagten haben eignißvolle in unserem Gewerbe. Der in Magdeburg stattgehabte Rampf fei ein unschöner, aber nothwendiger, aufgezwungener. sich in Kiel kennen gelernt, wo sie an der kaiserlichen Werft Schneider- und Schneiderinnen Kongreß hat Die sozialistische Propaganda könne der Versammlungen nicht aabeiteten. Im Anfange d. I. trafen sie sich in Berlin wieder. mehrfache Menderungen bezüglich der öffentlichen Agitation be entrathen, daher müssen auch Versammlungslokale gesichert Sie flagten gegenseitig, daß es ihnen schlecht ginge und ſtimmt. Die seit dem 1. Juli cr. im Deutschen Offizierverein" werden. Bu betonen sei ferner, daß zwischen den VertrauensWinkler erzählte, daß verfügten Lohnabzüge haben leider gezeigt, daß einzelne Vorstands- männern und den Mitgliedern der Lokalkommissionen an den einer eine neue Art ZIN ver filbern erfunden habe, er könne die Erfindung aber mitglieder des Vereins der Militärschneider" die Interessen der zelnen Orten beffere Beziehungen Platz greifen müßten. Die Bernicht ausbeuten, Arbeiter in der schnödesten Weise geschädigt haben. Es ist daher trauenspersonen an den einzelnen Orten hätten Hand in Hand da es ihm an Mitteln fehlte. Nun geriethen fie nach und nach auf die Idee, falsches Geld her dringend nöthig, daß eine öffentliche Versammlung in dieser zu arbeiten und sich nicht gegenseitig zu bekämpfen. Dann würden zustellen. Philipp hatte im Hause Bischoffstraße 8 eine fleine Sache ihr Urtheil abgiebt. Eine solche findet morgen, Mittwoch, auch in der Lofalfrage bessere Resultate zu erzielen sein. Werkstatt gemiethet. Hier sollte die Falschmünzerei betrieben den 21. September cr., Abends 81/2 Uhr, in den Arminhallen". Die Berliner Lokalfommission sei bereit, die Kommissionen der werden. Da die Fenster der Werkstatt nach dem freien Platz an Rommandantenstr. 20, statt. Die Tagesordnung lautet: 1. Be Provinzorte nach Möglichkeit zu unterstützen. Tha l- Reinickender Marienkirche hinausgingen, so wurde eine Bretterwand ge richterstattung vom Magdeburger Kongreß durch dorf war der Meinung, daß die Thätigkeit der Lokalkommissionen Bogen, welche ein hineinsehen in die Fenster verhinderte und die Pfeiffer. 2. Der wahre Charakter der Offisier durchaus prinzipiell fei. Diefelben seien die Pioniere der Partei. und Beamtenvereine". in dem Zaun befindliche Thür wurde sorgfältig verschlossen geReferent: A. Taterow. Die Ortschaften in Berlins Umgebung hätten unabhängig von halten. Sodann begannen die Angeklagten ihre geheimnißvolle 8. Diskussion. 4. Verschiedenes. Aus Anlaß der obengenannten Berlin die Lokalfrage zu regeln. Dem Prinzip würde nichts verThätigkeit. Sie fertigten falsche Zwei- und Einmarkstücke an Vorgänge ist es Pflicht aller Arbeiter und Arbeiterinnen der geben, wenn im Falle, daß in Berlin eine Brauerei boykottirt und benußten dazu eine Metallmischung, die aus 94 pot. Zivil, Militär, Lieferungs-, Herren- und Damen- Konfektions- werde, die Genossen der Proving sich nicht hiernach richten. Binn, 5 pet. Kupfer, 0,6 pCt. Antimon und 0,4 pct. branche, zu erscheinen. Kollegen und Kolleginnen, erscheint Alle, Leider würde das Lokal" Seeschlößchen" in Reinickendorf, dessen Inhaber den Wünschen der Lokalkommission willfahre, von BerBink bestand. Nachdem die Münzen in einer Form gegossen denn es gilt das Geschaffene zu erhalten! waren, wurde der Rand mit einer Feile eingeferbt. Winkler liner Genossen gar nicht berücksichtigt. Dieselben besuchten vielwar mit den Falsifikaten teineswegs zufrieden und seine Befürch mehr andere Lotale, was entschieden zu verwerfen sei. Als tung, daß sie als solche leicht erkannt werden würden, zeigte sich besonders erfolgreich empfahl er für die Provinzorte die stille auch als begründet. Es tamen verschiedene Personen, zumeist Achtung! Unterzeichnetes Romitee fordert die Inhaber von Propaganda". Dieselbe wirke mehr als Flugblätter. 3 untin der Agitation, Knaben, welche sie mit einem gefälschten Stück zu verschiedenen Sammellisten für den Nigdorfer Weberstreit zum letzten Mal auf, Friedeberg ersuchte um Unterſtügung Martini eigenen Kräfte nicht ausreichten. Schlächtern, Bigarrenhändlern und anderen Geschäftsleuten schickten, um einen fleinen Einkauf zu machen, unverrichteter Sache mit sämmtliche Listen, gleichviel ob bezeichnet oder leer, umgehend Tegel versprach sich mehr Erfolge in der Lokalfrage, wenn mehr an an unseren Raffirer Karl Kellner, Rigdorf, Ziethenstr. 66, Hof IV, dem Bemerken zurück, daß die Verkäufer das Geld nicht nehmen abzuliefern, andernfalls wir gegen die Gäumigen andere Mittel Agitation für die Bartei entfaltet würde. wollten. Nun fürchteten die Angeklagten die Entdeckung und " Die Fachkommission. Mit follegialem Gruß " " Die Agitationstommission der Schneider. und Schneiderinnen. ogen es vor, die bereits angefertigten Münzen wieder einzu ergreifen müssen. Das Streit- Komitee schmelzen. Sie wollen für etwa 200 m. fertig gehabt haben. Die Geschichte wurde durch einen Bekannten des Angeklagten Philipp verrathen, es fielen der Polizei noch einige der gefälschten Münzen in die Hände. der Rigdorfer Webergesellen. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Aufruf Berufsgenossen Bayerns! Da die Geschworenen den Angeklagten mildernde Umstände an alle sielbewußten Handlungsgehilfen und subilligten, so wurde nur auf Gefängnißstrafe in Höhe von je 2 Jahren 6 Monaten erkannt, auch wurden den Angeklagten die Ehrenrechte auf je 3 Jahre abgesprochen. Soziale tebersicht. Aufruf da die = Die Frage, ob ein Lokalinhaber, der Bier aus einer boykottirten Berliner Brauerei beziehe, ebenfalls zu boykottiren wäre, sei zu bejahen. Die schwierigste Arbeit hätten die Lokalfommissionen mit den Berliner Ausflüglern. Flugblätter seien in Anbetracht der Kosten undurchführbar. Empfehlenswerther sei eine Lokalliste in Buchform wie früher, gewissermaßen ein Wegweiser durch die Lokale der Umgegend. Gallasch Adlershof führte gleich falls lebhafte Stage über Berliner Genoffen, die stets Im Anschluß an die am 11. September in Berlin statt- und ständig das früher Wiedemann u. Manofsti'sche Lokal begefundene Konferenz der deutschen Handlungsgehilfen und Berufs- völferten. Die Selbstherrschaft der Herren Amtsvorsteher bereite genossen ist es auch für München resp. Bayern nöthig, daß sich der sozialistischen Propaganda überall große Schwierigkeiten, be zielbewußte Freunde und Genossen aus dem Handelsstande zu fonders in Adlershof. Entschieden müsse dahin gewirkt werden, fammenfinden, um für ihre Interessen sowohl in wirthschaftlicher daß die gesperrten Lokale besonders von den Berlinern gemieden wie politischer Beziehung einzutreten, dadurch ein geschlossenes würden, sonst sei die ganze Agitation der kleinen Orte wirkungs Ganze bildend. Das in dieser Branche beschäftigte Personal ist los. Nach dieser Richtung hin müsse von Berlin aus ein Druck den gleichen Bedrängnissen und Kämpfen unterworfen, wie die ausgeübt werden, auch die Vergnügungen seien besser zu verArbeiter im Allgemeinen, nur daß dem kaufmännischen Personal theilen. Derartige Veranstaltungen trügen viel dazu bei, Inbis jetzt beinahe jedes Solidaritätsgefühl mangelt, aus welchem differente heranzuziehen und die betr. Wirthe zu heben. Richteran die Zapezirer Berlins und Umgegend. Grunde wir zum Spielball der ausgeprägtesten Rapitalwirthschaft Köpenick hob hervor, daß die Genossen der kleineren Orte allein Kollegen! Soll unsere Erwerbsstellung fortan in auf- wurden. Dieses soll und muß anders werden. Jedoch, nur ein außer Stande seien, die Lokale, die zur Verfügung stehen, hochSteigender oder absteigender Linie fich bewegen? Das ist die Weg führt zur Besserung, und dieser ist die Organisation. Möge zuhalten. Die Berliner müßten sie unterstützen. Bei den großen Frage, bie jeden von uns immer nachdrücklicher beschäftigen follte. daher jeder Freund der allgemeinen Sache aus dem Personal der Sommerfesten der Arbeiter- Bildungsschule, der Freien Voltsbühne Und wodurch hofft Ihr Besserung herbeizuführen? Glaubt Ihr Handelsgewerbe fich dieser Angelegenheit annehmen und zum und des Arbeiter- Sängerbundes in Friedrichshagen sei die Lokalburch Nachgiebigkeit, oder hofft Ihr, daß der Unternehmer sich Bwecke einer späterhin einzuberufenden Konferenz seine Adresse liste für Köpenick in teiner Weise berücksichtigt worden. Dies müsse verhindert werden und hätten die Berliner Gewerkschaften Gurer von selbst erinnern und Euch besser stellen wird? Gr, per baldigit hierorts einsenden. selbst nur sein eigenes Interesse im Auge hat und dem nur ein Mit follegialem Gruß und Handschlag nach dieser Richtung hin zu wirken. Sollte die Lokalliste nicht ständiger, fester Druck Bugeständnisse abnöthigen wird? München, im September 1892. genügen, so solle man sich bei Ausflügen 2c. vorher mit den Otto Huber, Maistr. 29/0. Lokalkommissionen der event. Zielorte in Verbindung setzen. Seit 3 Jahren streiten wir uns darüber, welche Organisation die beste; und was fist die Errungenschaft dieses Streits? Die Arbeiterfreundliche Blätter werden um Nachdruck gebeten. Schaffchmidt( Schmargendorf) führte dieselben Klagen über Bersammlungen werden immer schwächer besucht, das Interesse die Berliner Ausflügler( Parteigenossen) Weisser( Johannisfür die Allgemeinheit erlahmt, der Einfluß auf die Werkstatt- Wir machen darauf aufmerksam, daß gegenwärtig und noch auf von Brauereien auch der Ansicht, daß Berliner Brauereiboykotis Vor Zuzug nach Hamburg wird dringend gewarnt! thal war in Anbetracht der vielfachen Abhängigkeit der Wirthe Berhältnisse geht mehr und mehr verloren. längere Zeit hinaus nicht daran zu denken ist, daß Fremde in unter Umständen für die Proving keine Geltung haben dürften. Kollegen! Das muß ein Ende nehmen! Gestehen wir es zu Hamburg Arbeit finden. Wie uns mitgetheilt wird, kommen die Die Sünden der Berliner Genossen wurden auch von diesem Redner nächst offen ein, daß es unrecht von uns, den Berlinern, war, von allen Mitteln Entblößten schaarenweise auf die betreffenden sehr gerügt. Dieselben dürften nicht allzu hohe Anforderungen stellen. als wir vor 3 Jahren die Vertrauensstellung für ganz Deutsch- Stellen und ersuchen um Unterstützung, die ihnen natürlich nur auch plädirte derselbe gleich anderen Vorrednern für den zahlland ablehnten! Bei ernster Pflichterfüllung waren wir vielleicht in den seltensten Fällen gewährt werden kann. in der Lage, der doppelten Anzahl von Filialen heute den Rath reichsten Besuch der auswärts veranstalteten Bergnügungen durch geben zu können, Berliner Genossen. Däumig- Schöneberg flagte gleichfalls über die Nichtberücksichtigung der Lokalliste seitens der Berliner Genossen, besonders aus dem zweiten Wahlkreise. Daher komme es, daß nur zwei Lokale zur Verfügung stehen. Der Schwarze Adler"( Defonom Ruckenburg) soll jest Eigenthum der Habel'schen Brauerei sein. Deshalb ersuchte er die Berliner Lokalkommission, sich mit dieser Brauerei in Verbindung zu sehen. Bila- Pankow flagte in gleicher Weise über die Berliner, wie die Borrebner, und auch über die Amtspraxis der Amtsvorsteher. Von Flugblättern versprach er sich feinen besonderen Erfolg. Auch er befür der Situation erfassen und sich demgemäß bethätigen. Ein Streik der 3 wider und Stepperinnen ist in wortete die stille Agitation", eine Kontrolle 2c. und die Stellung Zur Erörterung dieser Angelegenheit und um den sogenannten der Gummifabrit, Abtheilung Schuhfabrik, in Gelnhausen eines juristischen Beirathes für chikanirte Birthe.( Auf Grund besser fituirten Kollegen Gelegenheit zu geben, über die graffen ausgebrochen, weil die bisherige verkürzte Arbeitszeit verlängert feiner Ausführungen erfolgte die polizeiliche Sistirung des Die Redners.) Röttger Charlottenburg wurde von Seiten des Bustände, die namentlich in einigen der größten Wertellen und der Lohn um 20-40 pét. verringert werden sollte. herrschen, persönlich sich zu unterrichten, werde ich diese Woche Frankfurter„ Volksstimme", der diese Meldung entnommen, theilt überwachenden Polizeilieutenants mit demselben Schicksal bedroht, darüber noch mit:„ Der durchschnittliche Verdienst stellte sich bei was zu Auseinandersetzungen zwischen diesem und dem Voreine öffentliche Versammlung einberufen. Ich ersuche die Kollegen, bem bisherigen Lohnfah und verkürzter Arbeitszeit auf 6-10 m., fißenden führte, der ebenfalls verhaftet werden sollte. Redner in derselben vollzählig zu erscheinen, sowie mir oder dem Vorfigenden der Wertstätten Kontrollfominiffion, Kollegen Frieder würde infolge des Lohnabzuges und Verlängerung der Arbeits- führte an, daß die Charlottenburger Dissidenten Gemeinde und Morgens Uhr Abends) Wertstätten Mittheilung zu machen. Alles Nähere befagen die Troydem ist natürlich in letzteren Falle die Ausnutzung der einen Wegweiser" in Buchform war er nicht. MohnhauptAnschlagsfäulen sowie das Inserat im Vorwärts". Mit follegialem Gruß fich mehr als bisher politisch au Ausgebrochener Differenzen halber ersucht die Buchbiganisiren, obwohl es die angetragene Leitung auch in binder- Zeitung" um Fernhaltung des Zuzugs nach der Buch jetzt vor Allem zunächst wieder zu erreichen nöthig, ist die Gin pieser Richtung an nichts braucht fehlen zu lassen. Aber was binderel von August Karrer in Weimar- Oberweimar. heit in der Organisation und Bewegung, sowie Beigelegt sind die Differenzen, welche zwischen der SchäfteBermeidung des Mehrsichbünteng und ber fabrit G. 2. 2ommel in Frankfurt a. M. und ihren Befferwifferet. Wir wollen sein ein einig Bolt von Arbeitern schwebten. Nachdem die Firma sofortige Abstellung Kämpfern für die materielle Besserung unserer gewerblichen Ver- der Uebelstände versprach, nahmen die Arbeiter die Arbeit hältnisse. Ich appellire an die älteren Kollegen, mich darin zu wieder auf. unterstützen, und von den jüngeren erwarte ich, daß sie den Ernst = Bruno Wachsen, Pallisadenstr. 72. Zapezier Vereins. Arbeiter durch den Rapitalisten eine größere als im ersteren." von der in Rede stehenden Unfitte abzulassen. Oranienburg wünschte bei Ausflügen vorherige Benachrichtigung Das Aufaffen der Backwaaren haben die Braun der betr. Lokalfommissionen. Hauptaufgabe müsse es sein, die Bäckermeister dem schweiger Publikum verboten. jungen Leute zur Innehaltung der Lokalliste anzuhalten. Maurer Bertrauensmann des Allgemeinen deutschen Schlimm genug, daß das Publikum nicht selber so verständig ist, Ueberzeugung in Ábrede, daß Berliner Parteigenoffen gesperrte so verstandhon, Werner- Berlin, 2. Wahlkreis, stellte auf Grund eigener Lokale besuchen. Nicht alle Berliner Arbeiter feien Parteigenossen. Bei dennoch vorkommenden Fällen sei der Berliner Bokalkommission Meldung zu erstatten. Bu berücksichtigen wäre, daß Fälle vorkommen fönnen, wo unsere Lokale nicht dem Befuche gewachsen sind und andere Lokale zu Hilfe genommen werden müssen. Da die gewählte Agitationskommission bereits einen juristischen Beirath habe, war Redner dagegen, daß die Lotalfommission einen solchen bestelle. hielide Nummels faft An die Tischler Berlins. Kollegen! Da die Jnnungs- Freie Vereinigung der Kaufleute. Kollegen! Die Frage meister Stettins den dortigen Kollegen durch den Abzug von bogen zur Reichs- Enquête im Handelsgewerbe werden in diesen 13 pet. die Löhne so herab gedrückt haben, daß es den Kollegen Tagen zur Ausfüllung vertheilt. Es ist unsere Pflicht, sofort zur Unmöglichkeit wurde, mit ihren Familien zu existiren, nach Ausgabe derselben für die Betheiligten eine große VerKollegen gezwungen, in einen Abwehrstreit einzutreten. Derfelbe Ressource annoncirte Vereins- Versammlung nicht statt. an eine Einigung aber rundweg abschlug, so wurden die sammlung einzuberufen, und findet daher die zu heute in der bauert nun bereits vier Wochen. An Euch, Kollegen, ist es, den J. A.: marchardt. durch auf die Annonce vom Sonntag aufmerksam gemacht.) In allen Lehrfächern, " burg war der Ansicht, daß unter den Berliner indifferenten! Bereinigung der deutschen Schmiede. Dienstag, den 20. September, Da durch den Bericht der Kommission zur Evidenz bewiesen Arbeitern Flugblätter verbreitet werden müßten, da durch diese Abends 9 Uhr. Bersammlung bet Scheffer, Inselstr. 10. 1. Bortrag. 2. Ab- ist, daß der Restaurateur S. Hermann, Elisabethstr. 30, auf keinen das illusorisch gemacht würde, was in fleinen Orten geschafft rechnung vom Sommervergnügen. Zentralverein der Bildhauer Deutschlands"( Gauverein Berlin). Fall seinen Privat- Arbeitsnachweis aus den Händen geben will; werde. In Rummelsburg seien die Lokalverhältnisse ziemlich Bersammlung Annenstr. 16, Abends 8 Uhr. Tagesordnung: Bibliotheks ferner, da der p. Hermann den Interessen des Vereins der günstige im Gegensaße zu anderen Orten. Mathe 3- Rüdersdorf Abend. Berathung des Bibliotheks- Reglements.( Die Mitglieder werden hier- Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen Deutschlands, hielt die strenge Berücksichtigung der Lokalliste für ein genügendes Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend 8-10% Uhr: Südschule: sowie der modernen Arbeiterbewegung entgegen arbeitet, appellirt 3wangsmittel den Wirthen gegenüber. Doch müßten die Ber- Hagelsbergerstr. 43: Unterricht in Deutsch( mittleres); Südost- Schule: die heutige Vereinsversammlung an das Solidaritätsgefühl aller liner Genoffen die kleinen Ortschaften nachdrücklichst unterstützen. Meichenbergerſtr. 133: Unterricht in Deutsch( mittleres): ft- Schule, Arbeiter und der Gewerkschaften, dieses Lokal so lange zu meiden, Gäde Tempelhof versprach sich von Flugblättern nichts. Bier- ftraße 179a; Unterricht in Geschichte( mittlere). Markusstraße si: Unterricht in Physiologie; Nord- Schule, uerbis Herr Hermann sich eines Anderen besonnen hat. boykotts dürften nur für Berlin Geltung haben, da in kleinen mit Ausnahme der Buchführung, fönnen noch Schüler und Schülerinnen, Gleichzeitig sind die Kollegen verpflichtet, diesen ArbeitsOrten teine Auswahl an Lokalen sei. Sperling- Spandau er- auch jetzt im Laufe des Semeſters, eintreten. blickte für Spandau den einzigen Ausweg in der Erwerbung eines bei F. Wintler, Manteuffelstr. 60. Lese- und Diskutirklubs. Dienktag. Johannes Webde, s uhr, nachweis zu meiden. Jeder Kollege, welcher gegen diesen Be Agitationsverein& affalle, Abends schluß handelt, hat das Anrecht auf die Mitgliedschaft des eigenen Lokales. Ernst- Werder hoffte, Versammlungslokale zu 8% Uhr, bet Schayer, Reichenbergerstr. 54.- Lefe u. Diskutirflub Spinoza, Vereins verloren." erhalten. Wien te Köpenick rügte, daß der Berliner Verein der Abends 8½ Uhr, bei Tripte, Reichenbergerstr. 47. Empor", Abends Der Verein der Lithographen, Maschinisten und Heizer sein Stiftungsfest in Köpenick abzuhalten 8% Uhr, bei C. Behrend, Blumenthalstr. 5. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Dienstag, Abends Steindrucker und Berufsgenossen Deutschlands gedente, trogdem dortselbst kein Lokal zu haben sei. Glagow- uhr, Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Freund fchaft 1, bei Verwaltung Berlin. Schöneberg befürwortete ein Flugblatt für den Westen, um den Dewald Berliner, Brunnenstraße 114. Harmonia, Flottwell" Schwarzen Adler" zu erringen. S c) en t- Rigdorf hatte über Lokal- raße 5 bei Bartels.-DIympia, Alte Jakobftr. 68 bei Richter.- childhorn, Usedomstr. 33 bei Miete. Fidelitas, Bergftr.68 bei Keller.- II e= mangel nicht zu flagen. He ch t- Tempelhof schlug vor, daß die Ber- aro, Wrangelfir. 141, bei Schmidt.- Alpenglode, Grüner Weg 29, bet liner Genossen auf die Brauereien, von denen Wirthe fleiner Bruberherz, Lichtenbergerstr. 21, bei Heise.- Ihn'scher Humor, StraußGaeger. Berliner Buchdrucker, Alte Jakobstr. 83 bei Wienecke. Ortschaften abhängig sind, einen Druck ausüben, dahingehend, bergerstraße 3 bei Birt. Unverzagt 2, Moabit, Kronen- Braueret. daß diese Brauereien die betreffenden Wirthe zur Hergabe ihrer Lokale veranlassen. Bilz- Pankow beantragte die Vertheilung der Lokalliste in Taschenformat in den Vororten Berlins zum nächsten Frühjahre. Befürwortet wurde auch von verschiedenen Rednern die Veröffentlichung der Lokalliste in Provingblättern, ebenfo auch die sofortige Bekanntgabe plöglicher Lokalzurück ziehungen. Wernau hob hervor, daß die Berliner Lokalfommission Beschwerden betreffs der Lokale nur dann berücksichtige, wenn ihr solche von den Lokalkommissionen der Provinzorte zu gehen. Andere Einsendungen an und Veröffentlichungen im Borwärts" seien für dieselbe nicht maßgebend.( Wir verweisen derartige Einsendungen stets an die Berliner Lofalkommission. Red. d. V.) Nach Schluß der Debatte wurden folgende Beschlüsse gefaßt: 1. Die heutige Konferenz von Mitgliedern der Lokalkommissionen von Berlin und der Provinz Brandenburg beschließt, an sämmtliche Gewerkschaftsvorstände sowie an alle sozialdemokratischen Arbeitervereine die Aufforderung zu richten, in den Gewerkschaftsversammlungen sowie im privaten Verkehr unter den Mitgliedern aller sozialdemokratischen Vereine mit mehr Nachdruck dazu aufzufordern, fich den Beschlüssen der Lokalkommissionen zu fügen, sowie die Lokalliste strenger zu beachten, ferner es einem Jeden zur Pflicht zu machen, die Lokalliste aus dem Publikationsorgan auszuschneiden und bei sich zu tragen, um bei Ausflügen stets sicher zu sein, daß keine gesperrten Lokale besucht werden. 2. Die Lokalliste ist auch in der Provinzial- Arbeiterpresse zu veröffentlichen. 3. Jn Erwägung, daß auf Grund des Vereinsgesetzes die Handhabung der Ordnung in den betreffenden Versammlungen Sem Vorsitzenden derselben obliegt, Musehold. 17 Gorgenlos, Röslinerftraße bei Wendt. Vermischtes: Soffnung 2, Deutsch- Wilmersdorf, Brandenburgstraße bei Gräß. bund, Nowawes, wallstraße bei Gärtner.- Sängerfette, Schönleinftr. 6 Monnaie zu Brüffel Feuer nach Beendigung der Vorstellung aus Waldkapelle 1, Stallschreiberstr. 29. eichenen Stab.- Arbeiter Mat= Theaterbrand. Sonntag Mitternacht ist im Theater de la bei D. Klein. Kreuzberg, Lichterfelderstraße 7-8 bet Winter. Alte inde, Mariannenstr. 31-32 bei Doberstein. Vorwärts 4, Rathenow, gebrochen. Dasselbe wurde sofort entdeckt und gelöscht, ohne Restaurant Walhalla". Ginigtett 2, Landsbergerstraße 31 bei größeren Schaden verursacht zu haben. Gefangverein der Böttcher Steinete, Jüdenstr. 55 bei Trieschmann. Kampf mit Zollbeamten. Ein blutiger Kampf hat zwischen vorwärts 8, Marwig, bei Wilhelm Nölte. Borwärts 2. der belgischen Bevölkerung und französischen Zollbeamten bei Schönhauser Allee 28 bei Kuhlmey.- Silaria, Blumenstraße 46 bei Went. Houplines stattgefunden, welche belgische Schmuggler ver wiederhall, Eisenbahnstraße 20 bei Siegmund. Sänger Chor der Töpfer, Neue Friedrichstr. 44, bet Röllig. Bufriedenheit, haftet hatten. Die Menge griff die Zollbeamten an und Gneisenauftr.88 b.färger.-Sängerfreiheit, 9 Uhr, b. Fröhlich, Naunynstr.44 demolirte das Arrestlokal. Die Beamten machten von ihren Echo 8. Zehlendorf,„ Anglersrub" Alsenstraße bei Ghmte.- Gefangverein Waffen Gebrauch; einem Zollwächter wurde der Kopf gespalten. Senefelder, bei Althoff, Brüderstr. 26. Johanni, Rüdersdorfer straße 45 Gesellschaftshaus Ditend. Vorwärts 3, Friedrichsfelbe, Bahlreiche Personen sind verwundet. Wilhelmstr. 10 bet Momber. Gefangverein Rothe Nette 2, bet taabe. Ruppiner und Schönholzerstraßen- Ecke. Schneeglödchen 1, Sermann play 39 bei Jatob. Restaurant Hinz. Gesangverein Gintracht, Nieder- Schönweide, Mohr'sches Doppelquartett, Friedrichsbergerftr. 19. Gesangverein Frohsinn in Stralau bet Gaster. Sund der geselligen Arbeitervereine Berline und Umgegend. Berlin St., Belforterstr. 26, 12r. Dienstag. Statflub kreut Solo bei Mühle, Krautfir. 2.- Theaterverein iumentefe bei Ringe, Dresdener ftraße 105. Theaterverein ,, Bu Itania" bet Täger, Gartenstr. 13-14.Geselliger Verein Hoffnung bei Nemiz, Lebuferstr. 5. olte bei Ratte, Krautftr. 48.- Rauchklub Ambalema bei Faustmann, Reichenbergerstr. 78a. Tambour- Verein Borussia bei Leichniß, Königsbergerstr. 24( Uebungsstunde). Tambourverein Ruf bei Sperling, InselGartenstr. 62( Uebungsstunde). straße 1( Uebungsstunde). betreffend, zu richten an Nauchflub Graue Tambourverein Wirbel, bet Müller, Tambourverein Deutsche Eiche bei Niederschuh, Fürbringerstr. 7( Uebungsstunde). Regel- Klub, Lufttge 13", präzise 8 Uhr, bet Boll, Wienerstr. 1. Admiralstr. 18c. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Dienstag. Gefangverein Anatreon, Abends 9-11 Uhr, bei teßner, Annenstraße 16.- Musikverein nord 8-11 Uhr, Wriezenerfir. 6, bet Sendre. Richter'scher Gefangberein tagt jeden Dienstag Abend 9 Uhr, im Märkischen Hof, Turnverein Gesundbrunnen. Die 1. Männer- Abtheilung turnt von 8x- 10% Uhr in der Turnhalle des Leffing- Gymnasiums, Bantitraße 9-10.Berliner Turngenossenschaft. Die 9. Männerabtheilung turnt jeden Dienstag und Freitag in der Gemeindeschule, Blumenftr. 63 a. Theater- Berein Othello 2 Abends 9 Uhr, bet Tägers, Gartenftr. 13-14. Brivat- Theater- Gesellschaft Berliner Humor, Abends 9 Uhr, Köpnider straße 158 bet Buchs. Privattheaterverein Crescendo. Abends, bei Straße 13-14, Menschliche Bestien. Eine aus fünf betrunkenen jungen Leuten bestehende Gesellschaft ermordete Sonntag Nacht in einer sonst belebten Straße Budapest s ohne irgend welchen Anlaß einen Maurermeister und seine ihm erst vor drei Wochen an getraute junge Frau, und überfielen sodann andere des Weges fommende Personen, von denen sie verschiedene verlegten. Der Rädelsführer wurde verhaftet. Depeschen. ( Wolff's Telegrapheu- Bureau.) Lübeck, 19. September. Die Bürgerschaft bewilligte heute 40 000 Mart für Maßregeln zur Abwehr der Cholera. Das hiesige Hilfskomitee zur Linderung des Nothstandes in Hamburg in fernerer Erwägung, daß auf Grund desselben Gesetzes dem überwachenden Beamten ein Einschreiten zur Pflicht gemacht ist, fandte heute als erste Rate 18 000 m. nach Hamburg ab. Paris, 19. September. Nach Meldungen aus Valence Denn irgendwie Ungeseglichkeiten oder Aufforderungen zu ( Departement Drome) ist heute Nachmittag ein Güterzug mit solchen in der Versammlung zu Tage treten und wenn von einem nach Livron gehenden Personenzuge auf dem Bahnhofe in Seiten des Vorsitzenden dem nicht entgegengewirkt wird; in weiterer Erwägung, daß weder Ungesetzlichkeiten vor- Nicolay, Elisabethstr. 14. Theaterverein Bultania bet Täger, Garten- Alley zusammengestoßen. Man schäzt die Zahl der dabei ums Leben gekommenen Personen auf etwa 20, zahlreiche audere Per gekommen sind, noch Aufforderungen zu solchen gemacht würden, Bergnügungsverein Amicitia, 8% Uhr, bei Schönnagel, Barnimstr. 47. sonen sollen verwundet sein. protestirt die heute in Röllig's Lofal tagende Versammlung von Bergnügungsverein Reich strone, Abends 9 Uhr, in Reichert's Fest Gefelliger Verein Brüderschaft, tm Reftaurant Athen, 19. Sept. Gutem Vernehmen nach unterhandelt die Lokalkommissions- Mitgliedern gegen das Verfahren des über- fälen, Müllerstr. 7. Deutscher Neichsadler, Beuffelstr. 9. wachenden Beamten im Allgemeinen und insbesondere auch gegen heute Abend 9 Uhr, Raupachstr. 6. → Bergnügungsverein Fidelio. Alé von 1/2 Millionen Pfund Sterling behufs Rückkaufs der Bergnügungsverein Saturnalia, Regierung auf neuen Grundlagen wegen einer Auslandanleihe die Sistirung des Genossen Bilz aus Pankow, da sie einen stich- Dienstag Abends 9 Uhr Sigung mit Damen bet Setfert, Oranienstraße 21.haltigen Grund für dieselbe nicht zu erkennen vermag, und be- Bergnügungsverein Berolina, Abends 9 Uhr, im Restaurant Prog, Annen- Schwebenden Schuld und provisorischer Anleihen. ftraße 9.- Geselliger Verein Mehr Licht" Abends 9 Uhr, Große auftragt das Bureau, hierüber Beschwerde zu führen." Frankfurterstr. 133 bei Golds. Touristentlub Wanderlust", Abends uhr, Franfeciftr. und Schönhauser- Allee- Ece. uebungsstunde in Scheffler's Restaurant, Reinickendorferstr. 26. Aufnahme. wiuſit- Dilettantenverein- Breziosa", jeben Dienstag, Abends sy uhr, Bitherflub" Freiheitstlänge" jeden Dienstag Abend bei E. Frante, Apofteltirche 7 b. wirken. 9 " " im Restaurant 2. Schulze, Ostbahnhof 7. Rauchklub Dämmerwolte, bei Grande. zum Beitgeist, Bernauerstr. 72. ( Depeschen des Bureau Herold.) Beuthen( Oberschlesien), 19. September. Auf der neuen Viktoriagrube hat nunmehr die ganze Belegschaft die Arbeit niedergelegt. Zum Schluß gab Wernau Berlin der Ansicht Ausdruck, daß die erfolgte Aussprache vollständig den Zweck der Konferenz erfüllt habe und ihre Wirkung nicht verjehlen werde. Die Berliner Lokalkommission werde nach Kräften bemüht sein, der Budapest, 18. Sept., Abends. Anläßlich des 90. Geburts Resolution Geltung zu verschaffen und zum Besten Aller zu Reichenbergerſtr. 24, bet Schröder.- Rauchflub Eldorado, Abends subr, Menschenmenge unter Borantragung der nationalen Fahnen und Orientalischer Rauchklub Spar- und Kreditverein, Abends 9 Uhr, festes Ludwig Kossuths 30g eine etwa 30 000 Personen zählende Nachdem auch der Vorsitzende Gumpel der Zuversicht Böchstr. 51. Rauchtlub Bruder bund, Abends Uhr, Lauftgerstr. 50, Abfingung von Kossuthliedern in das Stadtwäldchen, wo mehrere Ausdruck gegeben hatte, daß bei einem abermaligen ZusammenRauchflub Beitgeist, abends 9hr bei Kaspar, Restaurant Redner die Verdienste Kossuth's um die heutige Generation treten einer derartigen Konferenz die diesmal so allgemein vor- Reichenbergerstr. 73a, bet Faustmann. Rauchrlub Amba lema, Abend 9 Uhr, Ungarns feierten. Die Manifestation verlief in größter Ordnung. gebrachten Klagen über Berliner Arbeiter nicht mehr laut werden 9 Uhr, bet Kohn, Wrangelstr. 136. Rauchflub Gemüth Itch tett 2, Die Polizei hatte in dieser Voraussicht nicht die geringsten Maß Rauchflub Blaue Euft, nahmen getroffen, und bei dem Zuge selbst befand sich kein würden, schloß die Konferenz mit einem dreimaligen brausenden Abends o Uhr bei Achsel, Stöpenickerstraße 101. Abends 9 Uhr bet Bredlow, Bülowstr. 65. Rauchtlub Abg uß, 8½ Uhr, Polizist. Hoch auf die Sozialdemokratie. Tambourverein Rothe Nelte, Dienstag und Freitag, Abends 9 Uhr, London, 19. September. In den„ Daily News" berichtet bet Thiele, Brandenburgfir. 56. Tambourverein Wittoria, Uebungsstunde ein Belgrader Korrespondent, die Finanzlage Serbiens sei schlecht, Dienflag und Freitag, Aufnahme nur geübter Witglieder. Stümte's Restau- die Nationalbank verweigere die Erneuerung der Tratten und rant, Ackerfir. 123. ziehe ihre Vorschüsse aus dem Kleinhandel zurück. bei Nawrot, Markusstr. 23. 1 Rauchflub Portorico, Abends Sprechsaal. Berichtigung. In dem Berichte über die am 12. b. M. stattgefundene öffentliche Butzer-( Maurer-) Versammlung, ist dem Berichterstatter ein Frrthum unterlaufen, indem er in Beile 18 schreibt: und ein vom Vertrauensmann derselben ( Stuckateure) gemachter Einigungsversuch vorläufig scheiterte, wurden die Verhandlungen über diesen Punkt, weil, wie vorauszusehen war, doch fein Resultat erzielt werden würde, vertagt". Es ist im Gegentheil von allen Rednern aus dem Putzfach darauf hingewiesen worden, Die Redaktion stellt die Benugung des Sprechfaals, soweit der Raum dafür abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen daß es unbedingt nothwendig sei, die in Nede stehende Interesses zur Verfügung; fie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Frage gemeinsam zu berathen, es wurde auch ein Antrag ge= Inhalt deffelben identifiairt zu werden. stellt, eine Kommission zu wählen, welche gemeinsam mit den Achtung! Gewerkschaften Berlins! Stuckateuren diese Frage flären sollte. Man mußte jedoch davon Nachdem alle unsere friedlichen Vorschläge in Sachen des Abstand nehmen, da von den Stuckateuren erklärt wurde, es sei ihnen aus bestimmten Gründen nicht möglich, darauf einzugehen. Deshalb wurden die Verhandlungen vertagt. Frdr. Gräschte. Briefkaffen der Redaktion. 6. O. 1. Sie können zum Eid gezwungen werden. 2. Aus der Ortsfrankenkasse können Sie nur austreten, wenn Sie drei Monate vor Schluß des Geschäftsjahres gekündigt haben. R. H. 66. Ihre Schwester hat keine Ansprüche; sie ist Privat Arbeitsnachweises von Herrn Sixtus Hermann, allerdings strafbar, wenn wegen des Ehebruchs die Ehe ge Elisabethstraße 30, zurückgewiesen wurden, find wir gezwungen, schieden wird. an die Solidarität sämmtlicher organisirter Arbeiter( speziell F. R. Soweit die Anstalt die Kosten des Begräbnisse jener, welche bort verkehren) zu appelliren, und bitten wir um trägt, so weit hat sie auch auf das Sterbegeld Anspruch, nicht Beachtung und Ausführung folgender Resolution, welche in der Moabit. Große Versammlung am Dienstag, den 20. d. M., Abends s uhr, am Donnerstag, den 15. September cr. stattgefundenen Versammlung einstimmig angenommen wurde: Algemeiner Arbeiterinnen- Verein Berlins und Umgegend. Filiale bei Herrn Herzog, Stromftr. 28. Vortrag des Herrn Silberberg. Muster geschützt. Dolks- Seife mit den Bildnissen bekannter Volksmänner. Preis: Stück 10 Pf., 6 Stück 50 Pf. 2974L Vortheilhafteste Seife für den Hausgebrauch. geschützt. Muster 罪 Für Wiederverkäufer d. d. Haupt- Agentur Max Koehler, Dresdenerstr. 33, 11 Bettdecken- Färberei, à Stüd 1,25 k. in allen Farben.- Lieferzeit 5 bis 6 Tage. A. Pergandé. Hauptgeschäft: Waldemarstraße 52. 2948L Filialen: Görligerstr. 43, Reinickendorferstr. 12. Potsdam: Nauenerstr. 18 Uhren- u. 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