N». ss?. BDonncmen ts-Bcdingu ngcn: «tonnemenlä- Preis pränumerando i Sierteljährl. S.M Mk. monatl. I.lv M5, wöchenllich 28 Pfg. frei ins Hau». einzelne Nummer S Pfg. Sonntags. ratmmet mit illustrierter Sonntag». Scilage»Die Neu- Seil" 10 Pfg. Post. Abonnement: 1,10 Marl pro Monat. eingetragen in die Post- Zeitung». Preisliste. Unter Kreuzband ffil Deutschland und Oesterreich- Ungarn 2 Marl, für das übrig- Ausland S Mark pro Monat. SS. Jahrg. Crfittlat Uglldi itiBcr moDtigi. Verlinev VolKsblÄtk» Die Inlertlons'GebQbr tehägl für die sechsgespaltene Kolonel» zeile oder deren Raum 40 Psg., für politische und gewerlschastlich- Vereins- und Versammlungs-Anzeigen Ai Psg. „Ateine JJnreigen". das erste(fett« gedrucktes Wort 10 Psg. jede» weitere Wort 5 Psg. Worte über IS Buchstaben zählen für zwei»orte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen- tagen bis 7 Uhr abend», an Sonn- und Festtagen bis 3 Uhr vormittag» geöffnet. relegramm-Adreffe: ..SMUIlltMlint Bwlln", Zcntralorgan der fozialdemokratifchen partei Deutfcbtandd. Redaktion: 8AI. 68, Lindenetrasee 69. Kernsprecher: Amt IV, Nr. 19SS. Donnerstag, den 2. November 1905. Expedition: 801. 68, Lindenstraeee 69. Stcntftircrtier: Slmt IV, Nr. 1984. Das Pulver trocken, das Schwert geschliffen: Die Feuerprobe für den politischen Wert und Gehalt einer Partei ist nicht ihr Verhalten vor der Schlacht, nicht einmal ivährend der Schlacht, sondern nach derselben. Jenes verfrühte.selbstgefällige SiegeSgelläffe der Herren Demokraten", da? Marx schon in seinem 18. Brumaire als das sichere und untrügliche Zeichen einer nahen eklatanten Blamage der Revolution bezeichnete, bildet die ständige Erscheinung aller modernen Revolutionen und ist natürlich auch in dem gegenwärtigen Augenblick— angesichts der Kunde vom neuesten Zarenmanifest— nicht ausgeblieben. Unser deutscher Liberalismus tut ja seit langem bei revolutionären Bewegungen daheim wie im Auslande nicht mit, desto eifriger betätigt er sich in der Rolle deS„selbstbewußten SiegeSkläffers", der als seine dringendste Aufgabe betrachtet: die Kämpfenden bei jeder halbwegs passenden Gelegenheit zum Glauben, zur Liebe und zur Hoffnung und vor allem— zum Abrüsten zu ermahnen. Selbstredend darf dabei ein„Mann" nicht fehlen, auf den all dies Hoffen und Harren von nun an zu konzentrieren fei,'ein Mann, der schon alles inS Lot bringen, die Freiheit gewähren, die Ordnung wiederherstellen werde, der aber zu seinen Wunderwerken selbstverständlich vor allem — der Ruhe im Lande bedürfe! Witte und Ruhe! daS fft heute die politische Zauberformel deS deutschen Libera- lismuS, mit der er die brandenden Wogen der Revolution be- schwören will. „Rußland braucht jetzt vor allem Ruhe!" ruft daS liberale Moffe-Blatt und ermahnt die„ordnungsliebenden" Elemente Rußlands zur Mundtotmachung der unbequemen„republi- konischen Terroristen," will sagen der sozialdemokratischen Arbeiter- schaft. „Rußland braucht vor allemRuhel' erklärt auch der frischgebackene Premier deS Zaren einer Deputation der Petersburger Presse und bildet in aller Eile ein neues Regierungskabinett auS alten Knutenministern und neuen„liberalen" Prätendenten zu diesem Amte. „Rußland braucht vor allem Ruhe!" erklären die Soldatenpotrouillen den auS Anlaß des Zarenmanifestes demonstrierenden Arbeitermengen und bedecken daS Pflaster mit Toten'und Verwundeten in Petersburg, Moskau, Warschau, Sos- nowice, Kielv, Kasan, Kischinew, Pultawa, Bialystock. „Rußland braucht nach dem Zarenmanifest vor allem Ruhe!" erklären verkleidete Polizistenbanden in Odessa und zetteln eine Judenmetzelei an. „Rußland braucht vor allem Ruhe!" rufen hinter- drein reitende Kosakenbanden und veranstalten ein Blutbad unter der wehrlosen Bevölkerung. Und„Rußland braucht jetzt vor allem Ruhe!" wird heute oder morgen schon auch der russische Liberalismus erklären. Deshalb sind eben die sonst und an sich politisch ganz belanglosen Glossen des deutschen Liberalismus zu den Vorgängen im Zaren- reiche beachtenswert, weil sie in der Seele des heutigen auf den Hund gekommenen Helden deS we st europäischen bürgerlichen Liberalismus mit untrüglicher Sicherheit die zu' gewärtigenden Seelenregungen des„jungen" russischen Liberalismus spiegelt. Ist doch der nicht aus einer gesunden Klassenbewegung der kapitalistischen. industriellen Bourgeoisie, sondern auS dem Schmollen und Frondieren eines großgrundbesitzenden Adels gegen die Polizeiwillkür und die Tschinownikwirtschaft emporgewachsene russische„Liberalismus" an Jämmerlichkeit sogar dem unvergleichlichen deutschen Liberalismus in hohem Maße überlegen. Die wenigen echt bürgerlichen und groß- bürgerlichen Elemente in Rußland, die sich im Laufe der letzten revolutionären Krise dem Rufe nach einer gründlichen Reform, nach „Kulturformen" im StaatSivesen angeschlossen haben, taten eS nicht etwa aus platonischer Liebe für die„Freiheit", sondern aus sehr handgreiflichem Unbehagen über die„Wirren", deren Herr der Zarismus nicht mehr zu werden vermochte. ES ist nicht die Knute, die ihnen nunniehr den Abschen einflößt, sondern unigekehrt die O h n- macht der Knute gegenüber der„Straße". Es ist nicht daS Blut- regiment selbst, sondern lediglich die unheimlichen Begleiterscheinungen seiner Zersetzung, die schließlich auch den bürgerlichen Kreisen Rußlands unerträglich geworden sind. Und als drittes Element der bürgerlichen Freiheitsbewegung in Rußland kommt noch die schwankende, innerlich haltlose Schicht der bürgerlichen demokratischen Intelligenz in Betracht, die natur- gemäß zwei Seelen in ihrer Brust trägt und in ihrer ganzen Aktion beständig zwischen dem„ordnungsliebenden" Adelsliberalismus und der revolutionären Arbeiterbewegung pendelt. Daß ein so beschaffener, aus so heterogene» Elementen be- ruhender Liberalismus ein gefährlicher Bundesgenosse ist,— dürfte vielleicht schon die nächste Stunde wieder einmal zeigen. In Revolutionszeiten reifen Menschen, Klassen und Dinge mit unheinilicher Schnelligkeit. DaS Zarenmanifest hat an positiven Errungenschaften noch gar nicht? gebracht, und doch hat es bereits förmlich über Nacht«ine merkliche Verschiebung in der Situation, in der Konstellation auf dem Kampfplatz herbei- geführt. AuS allen Teilnachrichten, die aus dem Reiche der blutigen Verfassungsmanifeste kommen, entsteht ein ungefähres Bild der Sachlage, aus dem man, durch den Instinkt des Kämpfers und die geschichtlichen Erfahrungen geleitet, schließen muß: Die revolutionäre Freiheitsbewegung in Rußland steht vor einer tiefern st en entscheidenden Stunde. Das unter Gewchrgeknattcr mordender Zarenschergcn verkündete Verfassungsmanifest wird von den liberalen Elementen dazu benutzt werden, um unter dem Losungswort: Ruhe und Ordnung die Arbeiterbewegung im Stiche zu lassen, ja, morgen schon vielleicht unter der Führung des„liberalen" Premiers im Blute zu ersticken. Die gesamte bürgerliche Gesellschaft, mit wenigen Aus- nahmen, wird das Manifest zum Borwand nehmen, um nach dem bewährten Rezept unserer deutschen„Siegeskläffer" des LiberaliSmns„zu hoffen und zu harren". Den weiteren Weg muß nun die revolutionäre Arbeiterklasse in Rußland wohl ganz allein marschieren, nur auf sich selbst, auf die eigene Kraft, eigene Entschlossenheit, eigene Beharrlichkeit, eigene Nnentwegtheit und Unerschrockenheit bauend. In diesem Augenblick heißt es für das klassenbewußte Proletariat im Zarenreich, wie für das kämpfende Proletariat stets und überall: Das Pulver trocken, das Schwert geschliffen! •»• Das Zarenmanifest«nf blutiger Spur. Die Telegramme melden: Petersburg, 1. November.(B. H.) Bei den Zusammen- stößen am gestrigen Tage wurden drei Personen getötet und mehrere verwundet. Verschiedentlich wurden auch regierungs- freundliche Demonstrationen veranstaltet(will heißen: von der Polizei und den Spitzeln„organisiert"), wobei Hochrufe auf den Zaren ausgebracht wurden. An der sozialdemokratischen Demonstration vor der Kasankathedrale nahmen über SOOOO Per- fönen teil. Moskau, 31. Oktober.(Meldung der Petersburger Telegraphen- agentur.) Das Manifest wurde hier mit Begeisterung aufgenommen. Die Menge beglückwünschte sich. Die AuSjtändigen nahmen ftei- willig die Arbeit wieder auf. Auf den Straßen wurden zahlreiche Versamnilungen abgehalten, die Reihe der Reden wurde durch eine von dem Rektor der Universität Manuilow gehaltene Ansprache ein- geleitet. Hierauf ordnete sich die Volksmenge zu einem Zuge, an dem 10003 Personen teilnahmen und sang patriotische Lieder(?). Für den Fürsten Trubetzkoi wurde ein Requiem abgehalten. Eine große Kundgebung fand vor dem Hause des Generalgouverneurs statt, wo die Freilassung der politischen Gefangenen gefordert wurde. Als die Menge aus einem Gcfängniswagen die Gefangenen befreien wollte, gab der diesen begleitende Polizist Rcvolvcrschüsse ab und reizte so die Menge zum Erwidern derfrlbrn. Zwei Personen wurden hierbei getötet und zwei verwundet. Auch aus anderen Städten laufen Depeschen von der begeisterten Aufnahme deS Manifests ein. In Pultawa wurde der Begeisterung durch einen ganz unbegründeten Angriff von Kosaken und Infanterie auf die Volksmenge, die ihrer Freude in friedlicher Weife Ausdruck verlieh, ei» Ende bereitet. Zahlreiche Personen kamen dabei um daS Leben. Auch in Kischinew störte ein ähnlicher Zwischenfall, bei dem Ver- wundungcn vorkamen, dir allgemeine Freude. Petersburg, 31. Oktober.(Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur.) Außer Telegrammen über den günstigen Eindruck deS Manifestes in der Provinz, laufen noch Nach- richten über Unruhen und Zusammenstöste mit Truppen, welche fencrten, ei», so in Kasan, Kischinew und Pultawa. In Pultawa wie auch in Bialystock versuchte die Menge in das Gefängnis einzudringen, wobei eS Tote und Verwundete gab. Kiew, 1. November. Trotz des Manifestes dauert der allgemeine Streik fort. Die Streik- führer erklären, die Arbeit solange nicht aufnehmen zu wollen, bis die allgemeine Amnestie durchgeführt ist. Gestern nach- mittag fanden blutige Zusammenstöße mit dem Militär statt. Die Zahl der Toten und Vcrwnndeten ist noch nicht festgestellt. Lodz, 31. Oktober.(W. T. B.) Die Lage ist hier sehr kritisch. An verschiedenen Stellen der Stadt wurden, als Polizei gegen Kundgebungen einschritt, fünf Personen getötet und fünfzehn verwundet. Petersburg, 1. November.(B. H.) Während der Straßen- kundgebnngen in Odessa durchzogen 50 verkleidete Polizisten, denen eine ganze Bande berüchtigter Personen folgte, die Dalnitzkajastraße und begann die jüdischen Laden zu zerstören. Es folgten ihnen Kosaken, die«ach einem Schuß aus der Menge diese angrjffeu und ein förmliches Blutbad anrichteten. In der ganzen Stadt herrschte infolgedessen eine große Panik. 900 Studenten beschlossen in einer Versammlung, die Waffen zu ergreifen. Die Hälfte der Anwesenden begab sich sofort bewaffnet nach dem Ort der Unrubeu, während die andere Hälfte Wachposten ausstellte. Die Nnrnhen dauerte» bis in die späte Nacht hinein. Die Lage ist kritisch. Die Sozialdemokratie auf dem Posten. (Privatdepesche des„Vorwärts".) Warschan, 1. November. Die Sozialdemokratie und Littauens erklärt in zahlreichen Flugblättern in Warschau, Lodz, Sosnowice, daß das Zarenmanifest eine neue Ausflucht Arbeiterschaft gestern Polens des'Despotismus sei, die Arbeiterschaft müsse auf der Ein- bernfung einer in allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlen gewählten konstituierenden Versammlung beharren und Gewehr bei Fuß bleiben. Die allerorten proklamierten Generalstreiks müssen fortgeführt werden. Petersburg, 1. November.(B. H.) DaS Bureau der Arbeiterschaft veröffentlicht eine Kundgebung, in der das Manifest scharf kritisiert und erklärt wird, daß der Ausstand fortdauern müsse. In- dessen haben die Arbeiter verschiedentlich die Arbeit wieder ans- genonimen, auch der Eisenbahnverkehr funktioniert teilweise lvieder, insbesondere auf der Nikolai-Bahn. Petersburg, 1. November.(B. H.) Die Führer der radikalen Parteien sind unermüdlich tätig, das Volk zu geto alttätigem Vorgehen aufzuwiegeln. (Das heißt natürlich: die Sozialdemokratie ruft die Arbeiterschaft auf, nicht vom Kampfplatze zurückzutreten. Die Ncd.i Infolgedessen Herrschtin bürgerlichen Kreisen eine äußer st gedrückte Stim- m u 11 g. Weitere blutige Zusammenstöße werden befürchtet. Da die Revolutionäre den Setzern verboten haben, zu arbeiten, erscheinen nur wenige Blätter. Der telephonische und tele- graphische Verlehr mit Moökau ist immer noch nicht h e r g e st e l l t. Die Vertreter der radikalen(bürgerlichen) Presse erklärten Witte, so lange ihm ihre Unterstützung zu ver- weigern, bis Trepow abgedankt und die allgemeine Amnestie durch- geführt werde. Moskau, 1. November.(B. H.) Hier hat daS kaiserliche Manifest einen vollständigen Stimmungswechsel hervorgerufen. DieRadikalen warnen vor zu großemOptimismuS. Da jedoch die bürgerlichen Kreise zufrieden sind und das Gros der Bevölkerung gegen die Auf- wiegler Stellung nimmt, die Eisenbahner den Streik auf- gegeben haben und in allen Fabriken und Geschäften ihre Tätigkeit aufgenommen, hofft man, daß schon heute vollständige Ordnung einlreten werde. Auf telegraphischen Befehl Wittes wurven alle im Stadtgefängnis internierten, administrativ Verurteilten in Freiheit gesetzt. Warschau, 1. November.>> 40 Pf: Spinat 1/2 " 28 Pf. Pfefferlinge 1/1 " 48 Pf. 1/3 m %"> 24 Pf. ca. 3 Pfd. 35 Pf. ca. 5 Pfd. 58 Pf. 1 Dose 60 PL 1/2 29 35 Pf. Tomatenpuree Tomaten ganze Frucht Tomaten ganze Frucht 1½" 1/1" 70 Pf. ½” 40 Pl. 1/2" B Stangen- Spargel III/ 80P. Stangen- Spargel III.45P. Früchte- Konserven Saure Kirschen ohne Steine Saure Kirschen ohne Steine Saure Kirschen mit Steinen Saure Kirschen mit Steinen Himbeeren Himbeeren Aprikosen halbe Frucht Aprikosen halbe Frucht Melangefrüchte Melangefrüchte Mirabellen Mirabellen Dose 95 Pf. 1/3 12 53 Pf. Johannisbeeren rot Johannisbeeren rot % Dose 68 Pf. 1/2 99 40 Pf. 1/1 9 65 Pf. Heidelbeeren 1/1 " 58 Pf. 1/2 38 Pf. Heidelbeeren 1/2 دو 35 PL. " Stachelbeeren 1/1 65 Pf. 9 1/197 1.20 Stachelbeeren 1/2 38 Pf. 99 1/2 1/1 93 65 Pf. 1.20 Birnen weiss und rot 65 Pf. " %„ 65 Pf. Birnen weiss und rot 1/2 95 38 PL. 1.10 Pflaumen ganze Frucht ½" 45 Pf. Preisselbeeren 1/2 65 Pf. 1/3 99 60 Pf. 1/1" 65 Pf. %„ 38 Pf. 95 Dunstfrüchte Stachelbeeren, Johannisbeeren, rot, Pflaumen ohne Steine, Kirschen mit Steinen, 55 Pf. Heidelbeeren, Birnen Glas Dunstfrüchte mit Zucker Kirschen ohne Steine Himbeeren Glas 72 Pf. Glas 90 Pf. Aprikosen halbe Frucht Glas 1.40 Mk, Pfirsiche halbe Frucht Glas 1.40 Mk. Deutsche Marmelade Aprikosen, Himbeer, Erdbeer, Johannisbeer, à Topf Zwetschen u. Kirschen, ca.1 Pfd. 58PC Gemischte Marmelade Kasserollen 90 Pf. ca. 3 Pfund Rheinisch Kraut Dose ca. 1 Pfund Pflaumen in Zucker Fisch- Konserven 1.40MK. Französische Oelsardinen: Marke ,, Chancerelles Frères" Dose 85 Pf. Marke ,, Chancerelles Frères"%" Marke ,, Amieux Frères" Marke ,, Amieux Frères" Oelsardinen ,, La Rose" Bohnen ½" 1/2" %" 90 Pf. 1.50MK. 35 Pf. Oelsardinen ,, Martell" Bratheringe Bismarckheringe Heringe in Aspic Delikatess- Heringe Dörrgemüse Pfund 1.60 Julienne I Pfund 1 Mk. Julienne II Karotten Pfund 60 PL Pfund 50 Pf. Grünkohl Pfund 90 Pf. Wirsingkohl Pfund 1.10 Spinat Pfund 1.80 Russische Schoten Pfund 1.80 Junge Gänse Pfund Delikatess- Heringe 11 Glas 50 PG 45 PL Dose 45 Pr Dose 52 PL. Russ. Sardinen u. Anchovis Glas 25 Pf. Dose 47 Pf. Appetit Sild Dose 40 Pf. 33 47 Pf. Neunaugen 95 PL. " Nordseekrabben 93 40 Pf. % Dose 83 Pf. Nordseekrabben Gebrannter Kaffee Dose 65 Pf. %"> 35 Pf. in und Pfund- Packung III Mischung II IV Pfund 95 Pf. 1.10 1.35 Pfund 90 Pf., 1.15 Mk. Deutscher Kakao Holländischer Kakao Pfund 1.80, 2.10 Mk. Cervelatwurst in Rinddarm Pfd. 1.25 Ananas Pfund 6063 P. Salamiwurst in Rinddarm Pfd. 1.25 68 Pf. In den Geschäftshäusern Leipziger u. Rosenthaler Strasse sind die neuen Verkaufsräume der Lebensmittel- Abteilung eröffnet. Verantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode. Berlin. Did u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 257. 22. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donuerstag, 2. November 1905. Die Kommunal- Wahlen. 30. Kommunal- Wahlbezirk. In der öffentlichen Wählerver- die Bewilligung der 20000 M. aus öffentlichen Mitteln zum Empfang jammlung, die am Dienstag in den Borussia- Sälen in der Acker- des spanischen Königs. Wenn das Berliner Proletariat irgend einen Eine Kommunalwähler- Versammlung für den 20. und 21. Kom- straße tagte, hielt Stadtverordneter Dr. Wehl einen lehrreichen, Monarchen einen Empfang bereiten wollte, dann wäre er vielmunal- Wahlbezirk tagte am 31. Oktober im Etablissement„ Alhambra" besonders auch grundsäßliche Aufklärung bietenden Vortrag über" Die leicht der Selbstherrscher aller Reußen gewesen, der an diesem in der Wallnertheaterstraße. Stadtv. Schubert, der das Referat Herren im roten Hauſe", die äußerlich wohl nach Fraktionen ge- Empfange noch lange gedacht hätte.( Lebhafte Bewegung und Sehr übernommen hatte, übte scharfe Stritit an unserem veralteten Städte- trennt, sich keineswegs durch prinzipielle Auffassung der Kommunal- richtig!) Redner schloß:" Sorgen Sie dafür, daß das außen rote recht, das sich angesichts der ungeheuren wirtschaftspolitischen handelt, alle einig sind in der krämerhaften Geldsackspolitik, die der Kandidat des Kreises, Stadtverordneter Koblenzer. Er zerpolitit unterscheiden, und, sobald es sich um prinzipielle Fragen Haus auch von innen rot werbe!"- Dann nahm das Wort Entwickelung des letzten halben Jahrhunderts längst überlebt habe. Interessen einzelner über das allgemeine Intereffe der Bevölkerung pflückte in seiner Rede namentlich ein freisinniges Flugblatt und Eingehend auf das sozialdemokratische Kommunalprogramm, be= handelte Redner namentlich das Schulwesen. Er begründete in zu stellen, entgegen dem Grundsatz der Sozialdemokratie, wonach die forderte auf, daß auch bei dieser Wahl der Sozialdemokrat wieder trefflichen Ausführungen die Forderungen einer allgemeinen und als auf ein treffendes Beispiel dieser Tatsache, wies der Redner auf, sich an der Kleinarbeit recht zahlreich zu beteiligen.- Mit Gemeinde als eine soziale Gemeinschaft aufzufassen ist. zum Siege gelange. Genosse Großmann forderte dann noch wirklichen Volksschule, wie sie die Sozialdemokratie wünscht. Diesen darauf hin, daß sämtliche bürgerliche Stadtverordnete mit einer ein einem fräftige.. Doch auf die Bewegung schloß die Versammlung. und den anderen, dem Ausbau des Volksschulwesens dienenden Bestrebungen der kulturfördernden Sozialdemokratie hält zigen Ausnahme gegen den während der Aussperrung in der Elektrier zitätsindustrie von unseren Parteigenossen gestellten Antrag, die Für den 38., 40. und 46. Kommunal- Wahlbezirk hatten die Ge= entgegen die Gleichgültigkeit der herrschenden Kreise gegen Feuerwehrleute nicht im Interesse der Unternehmer zu verwenden, nossen des 6. Wahlkreises zu Dienstag eine öffentliche Wählerverüber den Kindern des Volkes, für deren Bildung und Schuß gestimmt haben, obwohl doch dieser Antrag nichts anderes als sammlung nach dem„ Kolberger Salon" einberufen, die von Männern nach ihrem Willen möglichst wenig gesorgt würde. Die liberale strengste Unparteilichkeit verlangte, und daß unter denen, die da- und Frauen so gut besucht war, daß sämtliche Tische aus dem Saal Mehrheit im Berliner" Roten Hause" kam bei den kritischen Dar- gegen stimmten, auch der Stadtverordnete war, der entfernt werden mußten. Das Referat hielt der Genosse Singer. legungen des Redners, dies Gebiet betreffend, schlecht weg. Wenn jet noch den 30. Bezirk vertritt. In diesem Bezirk Redner ging besonders auf die grundsäßliche Verschiedenheit der Berlin mit seinem Millionenetat für Kindererholungsheime einige gilt es nun wiederum, gegen einen freisinnigen und gegen einen anti- liberalen und sozialdemokratischen Auffassung und Betätigung sowohl hundert Mark ausgeben solle, dann werde erst lange gerechnet, ob semitischen Kandidaten zu kämpfen; gelingt es nicht, im ersten Wahl- in kommunalwirtschaftlicher als auch in kommunalpolitischer Bedie Großstadt dies auch vertragen könne; aber 20 000 M. und noch gang zu siegen, so werden diese beiden Scheingegner gemeinsame ziehung ein und wies, gestüßt auf langjährige eigene Erfahrungen, viel mehr würden mit geradezu staunenswerter Nonchalance fort- Sache machen. Darum, führte der Redner zum Schluß aus, muß an konkreten Beispielen nach, daß es erst immer des vorwärtstreibengegeben, wenn es sich darum handele, Fürstlichkeiten, die dem Ber- umsomehr alle Straft eingesetzt werden, um den Kandidaten der den Einflusses der sozialdemokratischen Fraktion im roten Hause liner Hofe einen privaten Besuch abstatteten, festlich zu empfangen. Sozialdemokratie auf den ersten Schlag zum Siege zu bringen.bedurfte, um die verknöcherte liberale Majorität auf sozialem Gebiet Zum Schluß feuerte Genosse Schubert in beredten Worten die Nach dem mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag nahm, da wenigstens etwas weiter zu schieben. Um diesen anerkannten GinBersammlung dazu an, dafür zu forgen, daß die dritte Abteilung Gegner sich nicht meldeten, der Kandidat, Genosse Sassenbach, fluß der Sozialdemokratie im Gemeininteresse noch fernerhin so weit der Sozialdemokratie zufalle, daß Männer gewählt würden, die dem das Wort. Anschließend an die Ausführungen des Referenten be- wie möglich zu stärken, sei es Pflicht der Arbeiterschaft, die KandiEmpfinden des Volkes nahe ständen: im 20. Bezirk der Genosse merkte er, daß ein arger Unfug mit den Worten freisinnig" und daten der Partei hier in den sicheren Befitständen des Nordens nicht Waldeck Manasse und im 21. Bezirk der Genosse ilfe. liberal" getrieben wird, indem unsere Gegner den Wählern ein- nur wiederzuwählen, sondern eine möglichst große Stimmenzahl auf ( Großer Beifall.) zubilden suchen, daß hinter diesen Worten tatsächlich parteipolitische fie zu vereinigen.( Bebhafter Beifall.) In der Diskussion sprachen Genosse Balded Manasse als Kandidat des 20. Bezirks Begriffe steden, während doch diese Berliner Kommunalfreifinnigen sodann die Kandidaten resp. die bisherigen Inhaber der Mandate, hielt dann eine begeisternde Ansprache, in der er hervorhob, daß es eigentlich Konservative sind. Erinnernd an das Wort des Römers die Genossen Leo Arons und August in be, lepterer besich bei der Wahl nicht um die Person handele, Wer für ihn Cato:" Im übrigen bin ich der Meinung, daß Karthago fallen muß," fonders die mangelhafte städtische Armenpflege beleuchfend. Gegner stimme, der wähle damit ein bestimmtes Prinzip, eine Schlachtlinie, erklärte der Redner, müsse auch die Arbeiterschaft nun mit voller meldeten sich nicht zum Worte. Der Vorsitzende Eugen Ernst die sozialdemokratische. Dem Freifinn als einer politischen Kraft die Meinung zur Geltung bringen, daß der 30. Bezirk ihr schloß darauf die vom besten Geiste beseelte Versammlung mit einem Zwischenstufe prophezeite er, daß er zerrieben werden würde, zufallen muß. Hoch auf die Partei. soweit es noch nicht der Fall wäre, und daß man schon Zum Schluß forderte der Vorsitzende Bittorf ebenfalls zu jezt sagen könne, der vorwärtsdrängenden Sozialdemokratie energischer Beteiligung an der Wahlarbeit sowie an der Flugblattstehe eine einzige reaktionäre Masse gegenüber. Er betonte verbreitung am Sonntag auf. unter anderem auch, wie ungeheuerlich es sei, daß man auf Grund Für den 33. Wahlbezirk fand am Dienstag eine Versammlung der Gemeindegesetzgebung den noch mit dem Verluste des Wahlrechts in den Berolina- Sälen statt. Genosse John hielt das einleitende Ch. H. Klagen Sie Ihre Forderung beim Gewerbegericht ein. Der bestrafe, der im Dienste des Kapitalismus frank geworden oder sonst Referat, indem er an der Hand unserer Forderungen die Sünden Erfolg der Klage wird freilich eventuell bon einem Eid des Beklagten abdurch die Schuld der heutigen Gesellschaft in Not geraten sei. Nach der freisinnigen Stadtverordnetenmajorität geißelte. Er ging ins- Stöllnischer Bart. Die Versicherungsanstalt ist berechtigt, nicht verpflichtet, hängen. W. S. 56. Wenden Sie sich an die Versicherungsanstalt, dem Manasse mit eindringlicher Nede dafür eingetreten war, besondere ein auf die Schulfrage, auf die Unzulänglichkeit der Kranken- Bahngebisse zweds Verhütung vorzeitiger Invalidität zu liefern. daß alles, was Menschenantlig trage, die Sonnenseite des Lebens und Irrenpflege und schilderte schließlich die fämmerliche Haltung in R. Das Züricher Gericht ist zuständig. Es empfiehlt sich die Bevoll betreten und auch die gleiche Bildung des Wissens und Charakters der Stadt in bezug auf das Verkehrswesen. Man trete der Großen mächtigung eines dortigen Anwalts. erhalten solle, wandte er sich noch der Kritik eines Flugblatttes zu, Berliner" mit papiernen Protesten entgegen und fördere fie dann wieder dem die Aufwartefrau ihre erste Arbeit in der Woche macht, ist flebeC. G. K. Der Arbeitgeber, bei das für seinen Gegner im Bezirk eintritt. Es werde darin eine Art durch eigene Untätigkeit auf dem Gebiete des öffentlichen Ver- verpflichtet. P. R. 100. Die Lohnbeschlagnahme wegen der Alimente politischer Giftmischerei betrieben, indem aufgeführt werde, fehrs. Das Nord- Südbahn- Projekt schwebe" schon seit Jahren. für ein außereheliches Kind ist zulässig, sofern Ihnen der notdürftige Unterwas Bebel auf dem Dresdener Parteitage gesagt habe. Was Auch sonst tue man nichts. Statt der Großen Berliner durch eigene balt für Sie und der standesmäßige für Ihre Frau und Kinder verbleibt. habe denn das mit diesem Kommunalwahlkampf zu tun. Neben Automobil- Omnibus- Linien das Wasser abzugraben, überlasse man wieviel Ihnen zu lassen ist, ist von Fall zu Fall zu entscheiden. Eine Bedem großen gewaltigen Ziel für die Zukunft habe ja die Sozial- dies wieder einer Privatgesellschaft und sehe ruhig der Entwickelung zulässig. strafung wegen Nichtzahlung der Alimente für außereheliche Kinder ist undemokratie das Ziel, mitzuwirken innerhalb der heutigen Gesellschaft, einer neuen Großen Berliner" ohne Schienen zu. Ein Har- lustigen zu zeigen. Falls der Mieter die Besichtigung innerhalb der vertrag J. B. 54. Der Wirt ist berechtigt, a II e Mietsräume Mietssoweit es geht. Und da greife auch unser Gemeindeprogramm ein. burger Unternehmer sei eigens mit einem Dampfer nach Berlin ge- lich festgefeßten( eventuell innerhalb der angemessenen) Zeit nicht gestattet, Mit einem begeisternden Aufruf zum Wahlkampf schloß Genosse fahren, auf der Spree Probefahrten zu machen. Auch auf dem Gebiete macht er sich schadenersatzpflichtig. 2. 73. Beschweren Sie sich bei der Manasse unter lebhaftem Beifall. des Omnibusboots- Verkehrs überlasse man die Initiative dem Steuerdeputation über das beleidigende Verhalten des Beamten und stellen männischen Angestellten, indem er ihnen unter ihrer Zustimmung eine Motorbootlinie zwischen der Gegend an der Börse und dem vor dem Termin schriftlich dem Gericht die Bitte, ihn nicht nach feinen Genosse Wittenberg wandte sich an die anwesenden kauf- Privatkapital. Dabei lasse sich mit wenigen hunderttausend Mart Sie eventuell Strafantrag wegen Beleidigung. Von dem Erfolg Ihrer Schritte sehen Sie uns wohl in Kenntnis. A. 2. Unterbreitet ein Zeuge vorführte, daß gerade die Sozialdemokratie stets ihre Interessen Hansaviertel herstellen, d. h. eine Verbindung zwischen dem Haupt- Strafen zu befragen, die er schriftlich mitteilt, so wird solches Gesuch stets gewahrt habe. Darauf trat nach einigen Mitteilungen bezüglich geschäftsviertel und einem neuerstandenen Wohnviertel, zwischen denen erfüllt. In der Regel werden Beugen nur befragt, ob Sie wegen MeinHer Wahlbewegung Schluß der Versammlung ein. dann die Zelten als Erholungsort liegen. Dann geißelte Redner eides bestraft sind. M. W. Nicht mehr möglich. " " Briefkaften der Redaktion. Juriftifcher Teil. G. 2. x. 3. Leider. H. Greifenhagen Nachf Brunnen- Str. 17-18 Veteranen- Str. 1-2 Donnerstag, Freitag, Sonnabend verabfolgen wir bei einem Einkauf von 5 Mark an Photographie- Bons gratis. Als besonders preiswert empfehlen wir: Ein Posten Kleiderstoffe, Nouveautés Ein Posten B Blusenstoffe, sonstiger Preis bis 1.85 Mtr. 95 Pf. Mtr. 1.35 Mk. Ein Posten Seidenstoffe für Blusen, sonstiger Preis bis 3.75 Mtr. 1.45, 1.75, 1.95 N Mk. Ein Posten Seidene Blusen, weiss, crême, schwarz, hellblau. 3.25 und 4.50 MK. Ein Posten Damen- Automobil- Mützen Stück 1.45 Mk. zu Schürzen passend jeder Rest 1,75 Mk. 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Friedrichstr. 165. Joëls Traum. !! Pompeji!! Die Ehre des Vaters! 91/2 Restaurant: Dresdener Sänger. pollo- Theater. Debüts Ser Attraktionen des neuen 9/2 Carl Weißt. In Berlin ist was los. November- Programms. Luisen. Simson. Deutsch Amerikanisches. Aber, Herr Herzog! Metropol. Auf- ins Metropol! Kasino. Das Opferlamm. Apollo. Frau Luna." täten. Spezialis Walhalla. Eine tolle Nacht. Herrnfeld. Die Meyerhains. Wintergarten. Vorher 8 Uhr: Frau Luna bon Paul Lincke. Sonntag, 5. Nov., nachm. 3 Uhr: Frühlingsluft u. Spezialitäten. Bedeutend ermäßigte Preise! amevitanichen Zingel- angel.Metropol- Theater Spezialitäten. Folies Caprices. Nach dem Zapfenstreich. Soll und haben. Spezialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Passage. Spezialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr: Alpen- und Wüstenfahrten im Ballon. Hörsaal 8 Uhr: Dr. Thefing: Gegenseitige Hülfe in der Entwickelung. Sternwarte, Invalidenstr. 157/62. Täglich geöffnet von 7 bis 1 libr. Präzise 8 Uhr zum 55. Male: Auf- in's Metropol! Große Jahresrevue mit Gesang u. Tanz in 9 Bildern v. Jul. Freund. Musik von Viktor Hollaender. Dirigent Kapellmeister Max Roth. In Szene gesetzt vom Direktor Richard Schultz. Walden a. D. x Giampietro Josephi x Massary Frid- Frid Steidl Lilly Walter Berliner Theater. Bender Charlottenstr. 90/92. Andalosia. Dramatisches Gedicht in 5 Akten von Florian Endli. Anfang 72 Uhr. Rauchen in all. Räumen gestattet. Anfang 8 Uhr. Freitag: Andalosia. Sonnabend, Kasino- Theater Sonntag, Montag: Kiwito. Sonntag nachmittag: Andalosia. Lothringerstr. 37. Täglich 8 Uhr. Schiller- Theater. Zirkus XI. Berliner Saison. 0.( Friedr.- Wilh. Th.) Donnerstag, abends 8 Uhr: Donnerstag, abends8 Uhr: Der Traum ein Leben. Der Veilchenfresser. Dramatisches Märchen in 4 Auszügen Lustspiel in 4 Aften von von Franz Grillparzer. Gustav v. Moser. Freitag, abends 8 Uhr: Freitag, abends 8 Uhr: Ein Wintermärchen. Schiller- Theater O.( Wallner- 25 cater).| Schiller- Theater N.( Stich: 8i6, 36) Albert Schumann Zirkus Busch. Hofgunst. Heute abend präzise 72 Uhr: Elite Abend. Gala- Programm. Sensation. Erfolg der neuen Debüts, 11. a. zum 1. Male in Europa: Willie Hale, der Mann mit dem Wunderglobus. MiB Francis. The WallyAttraktion der Gegenwart! Die Sonnabend, abends 8 Uhr: Sonnabend, abends 8 Uhr: Hoste- Trio. Prolongiert: Die größte Der Traum, ein Leben. Flachsmann als Erzieher. Freie Volksbühne. Anfang 2, Uhr: Metropol- Theater. 1./2. Abteilung Carl Weiß- Theater. 14./15. Abteilung Die Wölffin Egmont. und Fräulein Freschholzen. Trauerspiel in 5 Akten von W. Goethe. 10. Kunst- Abend Mittwoch, den 15. November cr., abends 82 Uhr, Frau Klossek- Müller: Internationaler Volksliederabend. Einlaßkarten a 30 Pfg. in den bekannten 9 Zahlstellen De Voranzeige. Winterfest: Sonnabend, den 25. November in der Brauerei ,, Friedrichshain". Internationaler Schelmenabend. Hans Sachs- Macchiavelli Einakter Schelmenspiele. Cervantes. Madrigalvereinigung: Margarete Freund, Eva Pilchowska, Anni Boettcher( Sopran); Emmi Rintelen, Sonja Beeg( Alt); Karl Weiß, Ludwig Schubert ( Tenor); Felix Lederer- Prina, A. N. Harzen Müller( Baẞ). Leitung: Arthur Barth. Festmarken in allen Zahlstellen a 60 Pfennig. Der Vorstand. I. V.: G. Winkler. 230/2 Kunst- Abend der Neues Theater. Das Opferlamm. Arbeiter- Bildungsschule Berlin Anfang 72 Uhr. Ein Sommernachtstraum. Morgen u. folgende Tage: Ein Sommernachtstraum. Kleines Theater. Abends 8 Uhr: Das vierte Gebot, Freitag: Nachtasyl. Zentral- Theater 8 Uhr Indische Witwe. täglich: Operette in 3 Atten v. Dstar Strauß. Schwank in 3 Atten von Walther und Stein. am Sonntag, den 5. November 1905 Borber: Im Spreewald. Operette. im großen Saale des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15. berühmte Kapitän Sonntag nachmittag 4 Uhr: ,, Der Adelsnarr." Carl Weiß- Theater. In Gr. Frankfurterstr. 132. Täglich 8 Uhr: Berlin ift was los. Vortrag mit pianistischen u. gesanglichen Erläuterungen von Dr. Leopold Hirschberg, Dozent für Musik- Geschichte an der Humboldt- Akademie.= 1. Das Volkslied im Altertum. 2. Der Minnesang und Meistersang. 3. Das Volkslied des Mittelalters. 4. Verfall des Volksliedes; die Kanapee- und Perückenzeit. 5. Wiederaufleben des Volksliedes in der Neuzeit. Gr. Ausstattungspossen- Revue mit Ge- Eröffnung 6 Uhr. Beginn 7 Uhr. Eintritt 30 Pf. inklus. Garderobe. sang und Tanz in 6 Bildern von P. Bajanz. Sonnabend 4 Uhr: Dornröschen, Sonnabend abend: Faust. Gebrüder Luisen- Theater. HerrnfeldAbends 8 Uhr: Simson. Freitag: Bum 1. Male: Beilchenfreffer. Sonnabend: Die Kinder der Erzellenz. Sonntag nachmittags: Bech- Schulze. Sonntag abends: Faust. Montag: Simson. Trianon- Theater. Zum erstenmal: Der letzte Troubadour. Lustspiel in 3 Akten von Fred Grésac und Pierre Beber. Deutsch von Alfred Halm. Anfang 8 Uhr. Residenz- Theater. Direktion: Richard Alexander. Heute und folgende Tage 8 Uhr: Der Prinzgemahl. Lustspiel in 3 Aften von 2. Xanrof und J. Chancel. Deutsch von Wilhelm Thal. Sonntag nachmittags 3 Uhr: Herkulespillen. Gustav Behrens SpezialitätenTheater Theater. Letzte Woche! Der unverwüstliche Schlager: Die Meyerhains. Komödie in drei Akten mit den Autoren Anton und Donat Herrnfeld in den Hauptrollen. Anfang 8 Uhr. Borbert. 11-2 Uhr, Theaterkasse. Sonnabend, den 4. November: Premiere der Novität: Familientag im Haufe Prellstein. Komödie in 3 Atten von Anton und Donat Herrnfeld. Vorverkauf für die Premiere: ab heute an der Theaterkasse sowie bei A. Wertheim und im Invalidendant". WINE BARTEN 76 Frankfurter- ANNE DANCREY Allee 85. Allabendlich kolossaler Beifall! Direktor Wiener Fiaker, Gustav Behrens. Berliner Droschkenkutscher: Albert Auwich. Elektr. Straßenbahner: Willy Sandel. Nachdem: TANZ. Billetts sind in der Schule, bei Horsch, Engel- Ufer 15, Gottfried Schulz, Kottbuser Platz, Vogel, Demminerstr. 31, sowie an der Kasse zu haben. Turnverein ,, Fichte", Berlin. Sonnabend, den 4. November 1905: Künstler- Konzert in den Konzert- Sälen der Aktien- Brauerei ,, Friedrichshain"( am Königstor). Mitwirkende: Berliner Sinfonie- Orchester. Dir. Herr Kapellmstr. M. Fischer. Berliner Lieder Quartett. Dir. Herr R. Fiering. Herr E. von Winterstein( Rezitation). Anfang präzise 8/2 Uhr. Eintritt 50 Pf. Die Saaltüren bleiben während des Konzerts geschlossen, auch ist das Rauchen strengstens verboten. Nach dem Konzert: Tanz in beiden Sälen. 297/8 Dresdenerstraße 97. Colosseum Das Komitee. Dresdenerstraße 97. besten deutschen Komiker und Soubretten AAAAAAA Die besten detterchen KAAAA in noch nie dagewesener Vereinigung. Littke Carlsen Martin Bendix Walter Bährmann Hugo Hochgemuth Oskar Fürst The Marcellys Les Amados Anfang 8 Uhr. Fanny Behrens Trudy Truth Paulette van Roy Wally Walborg Lucia Ravello MiB Robin 16 humorist. Spezialitäten. Sonn- und Festtage 7 Uhr. OTÉRO Jeden Sonntag nachm 3 Uhr, jeder Platz 40 Pr., Olly Marietta, die beste Instru- Und ein auserlesenes mentalvirtuofin( 8 Instrumente) fowie 15 Spezialitäten- Nummern. Künstler- Programm. ein Kind frei. Im Konzertsaal 2 Kapellen bis 1 Uhr nachts. Schrammeln mit Sängern und Ungar. Magyaren- Kapelle. 9 heiligen Chunchusen Die vorzügliche Javaner- Truppe. Die phän. Frères John u. Louis Boller. Neu! La Pisée Romaine. Neu! Arkadia, der ausgezeichnete Tscherkessenreiter vom Leib- Regiment des Zaren. Das einzig existierende einen halben Saltomortale schlagende Pferd. Ferner sämtliche Spezialitäten und Direktor Alb. Schumanns neue und moderne Dreſsuren. Zum Schluß: Kolossaler Erfolg! Der Tag des Größte Attraktion der Welt! Sensationell! Sensationell! Der Kanonenkönig. Schuß eines lebend. Menschen aus einem Marine- Geschütz schwersten Kalibers. Zum 1. Male: Auftreten des Mr. Piarson. 4 Soeurs Atletas. Mexiko Große Ausstattungs- Pantomime aus dem mexikanischen Pflanzerleben und die vorzüglichsten Programmnumm. Walhalla Theater Weinbergsweg 19/20. Große Englischen Derby. Ringkampikonkurrenz Passage- Theater. Das durchaus neue Programm bringt an der Spitze die glänzendsten Humoristen d. deutschen Variétébühne: Preise 5000 M. Heute ringen: Max Schneider( Nirdorf) gegen Cristensen( Schweden). Antonitsch ( Desterreich) Eigemann( Deutschland). gegen Graßkrämper( Holland) gegen Eberle ( Deutschland). Aachner( Bayern) gegen van Dem Bozena Bradsky,( Belgien). mit ihrer entzückenden DuncanParodie. Paul Jülich, den unverwüstlichen Humoristen. Mize Friese, die reizende Wiener Soubrette! Außerdem: 14 Spezialitäten von allererstem Range. Anfang: 8 Uhr. W. Noacks Theater. Vorher: Jn Lebensgefahr. Burl. Oper in 1 Akt von J. Freund. Musik von Kerber. Zum Anfang das vollständig neue Spezialitäten- Programm. Anf. 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Lustspielhaus. Abends 8 Uhr: Direktion: Rob. Dill. Brumenſtr. 16. Der Familientag. Große Extra- Vorstellung! Stadt und Land oder: Der Viehhändler aus Oberösterreich. Boffe mit Gesang in 3 Abteilungen von Fr. Kaiser. Anf. 8 Uhr. Entree 30 Pf. Ball. Stadt- Theater Moabit Alt- Moabit 47/49. Gastspiel des Bernh. Rose- Theaters Gewonnene Herzen. Deutsch- Amerikanisches Theater. Zum Köpnickerstr. 67. Jeden Abend 8 Uhr! Gastspiel Ad. Philipp 62. ABER! Male: Herr Herzog Sonntag nachmittag 3 Uhr: Halbe Preise! ,, Ueber'n großen Teich." Bolksstüd mit Gesang in 3 Atten von Folies Caprice. Hugo Müller. Anfang 8 Uhr. Kaffeneröffnung 7 Uhr. Vorzugskarten haben Gültigkeit. Nächste Borstellung: Sonntag, den 5. November 1905: Budapester Possen- Theater 132 Linienstr. 132 Ecke Friedrichstraße. Eine Nacht in Berlin. Nach dem Zapfenstreich. Fröbels Allerlei- Theater Schönhauser Allee Nr. 148. Jeden Sonntag, Montag, Mittwoch: Ronzert, Theater u. Spezialitäten. De Neue Spielfolge. Nach der Vorstellung: Gr. Tanz. Anfang Sonntags 6 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Wochentags: Ehren- und Vorzugskarten gültig. Vorher: Soll und Haben u.d. ausgezeichn.Spezialitätenteil. Anfang 8 Uhr. Vorverkauf täglich b. A. Wertheim vormittags an. und an der Tageskasse v. 10 Uhr Variété Elysium Kommandantenstraße 3/4. Vom 1. bis 30. November 1905: Großer internationaler Palast- Theater Soubretten- Wettstreit. Burgstr. 24, 2 Min. v. Bh. Börse. Heute 8 Uhr. Entree 50 Pf. Das glänzende !! November- Programm!! Unter anderen: Carl Braun Verwandlungs- Schauspieler. 4 Montecinos akrobatischer Melange- Akt. Die weiße Dame. Posse mit Gesang von D. Richter. 10 erstklassige Nummern. Familienfarten sind in allen Barbier, Friseur u. Zigarren: geschäften sowie im Theater: bureau unentgeltlich zu haben. Sanssouci, Kottbuserstr. 4ª Direktion Wilhelm Reimer. Sonnt., Mont., Donnerst.: Im glänzend renov. und elektr. beleucht. Etablissem. Hoffmanns Norddeutsche Sänger und Tanzkränzchen. Sonntags Beginn 5 Uhr, Wochentags 8 Uhr. Dienstag und Mittwoch: Theater- Abend. Gastspiel des Löwe- Ensembles. Der fleine Saal( 150 Pers.) ist noch einige Sonnabende zu vergeben. Belle- Alliance Theater- Variété. Anfang 8 Uhr. 16 sensationelle Debüts. Georg Kaiser. Ein Abend in einem amerikanischen Tingel- Tangel. Sonntags 2 Vorstellungen. Nachm. 3 Uhr: Halbe Preise. Jeder Besucher ein Kind frei. Rauchen im Wintergarten gest. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags Sonntags 8 Uhr, 7 Uhr. Otto Pritzkows Berliner Abnormitäten Theater Münzstr. 16. Die drei lebenden gr. anatomischen Wunder Muskelmensch Skelett- Mensch Gummihautmensch Entree 20 Pf. Artus- Hof Perlebergerstr. 26. Stendalerstr. 18. Säle bon 100-1200 Perf. stehen den geehrten Vereinen zur Verfügung. Jeden Sonntag, Dienstag u. Freitag: Gr. Theater- Vorstellung. Jeden Montag: Quartettjänger und humoristische Soiree. Jeden Donnerstag: Gr. Konzert. MoritzBuggenhagen. Platz. Heute sowie jeden Donnerstag Humoristische Soiree der Fritz Steidl Sänger Entree 30 Pf. Sperrsitz 50 Pf. Anf. 8 Uhr. Nachher Tanzkränzchen 27. Kommunalwahlbezirk 4. Kreis( Ost) 5. Kreis. Freitag, den 3. November, abends 8 Uhr, in Bordes Festsälen, Neue König- Straße 7: = Moabit! VI. Kreis. Moabit! Sonntag, 5. Novbr., abends 6 Uhr, im Moabiter Gesellschaftshaus, Wiclefftr. 24 Emdenerstr. 40/41: Geffentliche Volks- Versammlung. Tages Ordnung: = Wähler Versammlung. stätten des Volkes in Preußen. 2. Distan 1. Vortrag des Stadtv. Gen. Herm. Schubert über: Die BildungsTages Ordnung: 202/ 16* Warum muß die Sozialdemokratie im Roten Hause vertreten sein? Referent: Stadtverordyeter Adolf Hoffmann. Freie Diskussion. Der Einberufer. Nach der Versammlung: Gemütliches Beisammensein. Bu recht zahlreichem Besuch ladet ein 260/ 11* Der Vertrauensmann. 2. u. 3. Wahlkreis, 16. Kommunal- Wahlbezirk. Charlottenburg! Donnerstag, ben 2. November, abends 8%, Uhr, im„ Meß- Balaft", Freitag, 3. November, abends 8 Uhr, im Volkshause, Rosinenstraße 3: Kommunalwähler- Versammlung. Tages Ordnung: Vortrag über: Sozialdemokratie und Stadtparlament". Referent Reichstags- Abgeordneter Genosse Paul Singer. Diskussion. Die Gegner aller Parteirichtungen sind zu dieser Versammlung freundlichst eingeladen und wird denselben volle Redefreiheit zugesichert. 268/2 NB. Gleichzeitig machen wir hiermit bekannt, daß für die erste und zweite Wählerklasse in allen Bezirken der Genosse Paul Hirsch fandidiert und sind sämtliche Genossen dieser Wählerklassen verpflichtet, ihre Stimme für denselben abzugeben. Der Vorstand. Töpfer! Freitag, den 3. November 1905, abends 6 Uhr, bei L. Keller, Koppenstraße 29: Oeffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 110: Wähler- Versammlung. Tages Drdnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Eduard Bernstein: Unsere kommunalen Forderungen". 2. Vortrag des Kandidaten Dr. Zadek über: ,, Unsere Forderungen an die Schule". 3. Diskussion. Der 16. Bezirk umfaßt folgende Straßen: Gitschiner, Wassertor, Ritter 37-84, Prinzen 1-16, 103-112, Brandenburg 1-17 und 63 bis Ende, Alexandrinen 1-37a und 92 bis Ende, Alte Jakob 1-26 und 118 bis Ende, Mathieustr. 10 und 11. ilmer, Simon, Hollmann, Neuenburger, Moris, die Echäuſer Fürstenstr 1 und 24, Brandenburgfir 17 und 64 Die Genossen werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Achtung! Das Komitee. Achtung! 291/8 Rabitz-, Lougino-, Fassaden-.. Innen- Putzer Freitag, den 3. November, abends 8 Uhr, bei Dräsel, Neue Friedrichstraße 35: Mitglieder Versammlung Vereins zur Wahrung der Interessen der Manrer Berlins u. Umgegend. Abteilung der Rabitz-, Lougino-, Fassaden- u. Innen- Putzer. Bureau und Arbeitsnachweis: Hirtenstr. 20. Tages- Ordnung: Telephon: Amt VII, No. 4999. 130/ 13* 1. Was veranlaßte die General- Versammlung des Vereins am 29. Oktober die Abteilung für Puter zu gründen? 2. Diskussion. Der Vorstand. N.B. Wir fordern hiermit sämtliche Rabiß-, Lougino, Fassaden- und Innen- Pußer des Vereins, und alle 1. Bericht der Lohnkommission. 2. Stellungnahme der Töpfer Berlins diejenigen, welche der Abteilung beitreten wollen, auf, in dieser Versammlung bestimmt und pünktlich zu und Umgegend zur Antwort der Unternehmer. In Anbetracht der äußerst wichtigen Tages- Ordnung werden die Kollegen ersucht, zahlreich zu er scheinen und ihren Lohntarif mitzubringen. Die gemeinschaftliche Lohnkommission. 1165 Verband der haugewerbl. Hülfsarbeiter Deutschland Zweigverein Berlin u. Umgegend. Achtung! Arbeiter der Firma H. Raebel. Achtung! erscheinen. Deutscher Holzarbeiter- Verband. D. O. Orts- Krankenkaffe der Nadler und Siebmacher Am Sonntag, den 12. November, vormittags 9 Uhr und am Sonnabend, den 11. November, zu Berlin. abends 8 Uhr, Engel- Ufer 15: Buttag, den 22. November, nachmittags 4 uhr, finden Urania- im Gewerkschaftshause, Vorstellungen statt. In beiden Vorstellungen wird ,, lm Lande der Ordentliche General- Versammlung. Mitternachtssonne gegeben. 0 Billetts sind auf allen Zahlstellen sowie im Bureau Engel- Ufer 15, geber, 2 Arbeitnehmer). 2. Berlesung 96/3 Freitag, den 3. November 1905, abends 8 Uhr, in Feuersteins Festsälen, Alte Jakobstraße 75, Gewerkschaftshaus, Zimmer 11. zu haben. unterer Saal: Versammlung aller bei der Firma H. Raebel beschäftigten Träger- Einschaler und Hülfsarbeiter. Tages- Ordnung: 1. Die Vorgänge und Maßregelungen seitens der Firma nach dem Streit und welche Stellung nehmen wir dazu ein. Referent: Kollege K. Dräger. 2. Regelung des Deputiertenwesens. 3. Verschiedenes. Das Erscheinen aller bei der Firma H. Raebel beschäftigten Arbeiter ist erforderlich. Achtung! Fliesenleger- Hülfsarbeiter! Achtung! Freitag, den 3. November 1905, abends 8 1hr, im Lokale von Bareinz, Brückenstraße 7a, Eingang Brandenburger User: Sektions- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Die Stellung zur Auffündigung des Vertrages. Referent: Kollege K. Heidemann. 2. Die Vertreter- Sigung. 3. Verbands- Angelegenheiten und Verschiedenes. Achtung! Das Erscheinen aller Kollegen ist erforderlich. Fahrstuhl- Arbeiter! Tabakarbeiter und-Arbeiterinnen. Tages Ordnung: 1. Wahlen zum Vorstand( 2 Arbeitder Protokolle. 3. Wahl des Ausschusses zur Prüfung der Jahresrech nungen. 4. Sassenangelegenheiten. Die Herren Arbeitgeber wählen um 8 Uhr im Saal 7, die Arbeitnehmer Freitag, den 3. November, abends 8, Uhr, bei Wilke, Brunnen- um 8½ Uhr im Saal 7. straße 188( nahe dem Rosenthaler Thor): Oeffentl. Versammlung Tages- Ordnung: Die soziale Lage der Tabakarbeiter gegenüber der geplanten Mehrbelastung des Tabaks. Kollegen und Kolleginnen! Angesichts der kommenden Gefahr, welche unsere Lage ins Ungemessene zu verschlimmern droht, ist es die Pflicht eines jeden, gemeinsam an der Beratung der zu ergreifenden Schritte zur Abwehr dieser Gefahr teilzunehmen und in dieser Versammlung zu erscheinen. 187/14 Die Vertrauensleute. J. A.: Carl Butry. Achtung! Achtung! Produkten- Händler und Händlerinnen. Nach Schluß der Wahlen findet im Saal 7 zur Erledigung der übrigen Punkte der Tagesordnung eine gemeinschaftliche Versammlung statt. 276/10 Die Herren Arbeitgeber, welche für großjährige Kaffenmitglieder aus eigenen Mitteln Beiträge zu leisten haben, sowie sämtliche großjährigen Kassenmitglieder werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Die Kassenmitglieder haben das Quittungsbuch als Legitimation mitzubringen. Berlin, im November 1905. Der Vorstand. Robert Schmidt, Borsigender. Donnerstag, den 2. November, abends 9½ Uhr, bei Wilke, Orts- Krankenkasse der Maler. Brunnenstr. 188: Achtung! Oeffentliche Versammlung. Sonntag, den 5. November 1905, vormittags 10 Uhr, in den Insel- Festsälen, Inselstraße 10, II: Große Gruppen- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Die Affäre Rietsch- Zöllmann( Siehe" Vorwärts" Nr. 207 vom 24. Oftober) und die Stellung ber Kolonnenführer im allgemeinen. Referent: Koll. Heidemann. 2. Diskussion. 3. Verbands- Angelegenheiten. Zu dieser Versammlung sind die Herren Rietsch und Böllmann persönlich eingeladen. Kollegen! Erscheint alle in der Bersammlung. 44/ 8* Der Zweigvereins- Vorstand. Brauerei F. Happoldt Hasenheide 328 Berlin S., Lager= Berlin S., Hasenheide 328 empfiehlt ihr Münchner Bier Tip- Top= in Flaschen und Gebinden. Telephon: Amt 4. 9115. Tages- Ordnung: 2. Diskussion und Gewerbliches. Montag, den 6. November 1905, abens 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Versammlung. Ersazwahl von 138 Vertretern der 296/16 Waffenmitglieder für 1905/1906. Der Vorstand. 1. Vortrag des Herrn Max Schütte: Die Schule von heute. Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Der Einberufer. 1306 Weihnachtsprämie für unsere Leser! Wir sind in der Lage, unserem Leserkreise in diesem Jahre als Weihnachtsprämie: Fritz Reuters sämtliche Werke in einer neuen illustrierten Prachtausgabe zwei Bände, elegant in Halbeinen gebunden, Groß- Leriton- Format, girta 1200 Seiten, mit Illustrationen und ausführlichem hochdeutschen Wörterbuch zu dem außerordentlich billigen Preise von 3.- Mark abzugeben. Die Ausgabe ist gut ausgestattet, sie enthält gelungene Illustrationen, Klaren Drud und gutes Papier. Bei der großen Beliebtheit, deren sich dieser Volksdichter erfreut, dürfte die Nachfrage eine sehr rege sein, so daß wir unseren Lejern empfehlen, ihren Bedarf möglichst bald zu decken. Das vorstehende Werk ist zu beziehen durch unsere Hauptexpedition Lindenstraße 69 im Laden und durch sämtliche Parteispeditionen. Weiter empfehlen wir, und zwar ebenfalls zu einem Ausnahmepreise, das Buch: Gesundheitsschutz in Staat, Gemeinde und Familie. Herausgegeben unter Mitwirkung von Aerzten und Fachgelehrten von Emanuel Wurm. 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Alle irgendwie von ihnen abhängigen Wähler werden durch„sanften" Druck zu bewegen versucht, für die bürgerlichen Kandidaten zu stimmen. Als ganz besonders geeignet für diese Rolle scheint eine bekannte Persönlichkeit die unteren Postbeamten des dritten Bezirks zu halten. In ähnlicher Weise wie vor zwei Jahren im 2. Bezirk werden diese vom ge- nannten Herrn„bearbeitet", um sie für den Kandidaten des Hausbesitzervereins zu gewinnen. Wie der Hausbesitzerkandidat die Interessen der unteren Postbeamten vertreten soll, ist uns nicht recht verständlich. Alle derartigen Mittel der bürgerlichen Parteien werden aber erfolglos bleiben, wenn die Arbeiterschaft auf der Hut ist. Die politischen Rechte der Arbeiterschaft sind ohnehin geringe. Da gilt es doppelt, dafür zu sorgen, daß jeder Wahlberechtigte von seinem Wahlrecht Gebrauch macht. Erfülle also ein jeder seine Pflicht und lasse sich in keiner Weise von der Ausübung seines Wahlrechtes abhalten, dann wird am heutigen Abend der Sieg auf unserer Seite sei«. Partei-)Zftge!egenKeiteti. Schöuebcrg. Heute. Donnerstagabend, findet im Obstschm Saal eine öffentliche Versammlung statt, in welcher die Wahlresultate bekannt gegeben werden. FriedrichShagen. Sonnabend, den 4. November, abends S'/z Uhr. im Saale von Max Lerche, Rundteil: Stiftungsfest des Wahlvereins. Reichhaltiges Programm. Außerdem sportliche Vorführungen des Arbciter-RadfahrervereinS Wanderer. Tanz. Pro-- gramm 25 Pf. Tanz für Herren SV Pf. Keine offene Kasse. Adlershof. Die Parteispedition befindet sich vom 1. November ab Roonstr. L I. Spediteur ist Genosse Steuer. ES ist Pflicht der Genossen rege für die Verbreitung des»Vorwärts" und der Partei- literawr zu agitieren. Eichwalde. Den Genossen zur Nachricht, daß die Sonntag, den 6. November stattfindende Versammlung eine Generalversammlung ist. Tagesordnung: Berichterstattung von der Kreis-Generalver- fammlung, Jahresbericht und Neuwahl des Vorstandes. Wilmersdorf. Freitag, den 3. November, abends �l|2 Uhr. findet eine Flugblattverbreitung im Orte statt. Die Genossen werden er» sucht sich zahlreich in den bekannten Lokalen einzufinden. Pankow. Der Frauen- und Mädchen-BildungSverein hält am 2. November, abends SVa Uhr, bei Mierke, Berlinerstraße, seine Mit- gliedervcrsammlung ab. Herr Adolf Stern wird einen Vortrag halten über:„Wozu leben wir." Gäste, Männer und Frauen, will- kommen. Vorort- JVacbrichtcn. Schöneberg. Am Vorabend der Stadtverordnetenwahlen hatte sich noch einmal eine äußerst gut besuchte Versammlung im Obstsäien Saale mit diesem Thema beschäftigt. RcichStags-Abgeordneter Genosse Zubeil faßte in großen Zügen und mit beredten Worten die Notivcndigleit der Anteilnahme der Arbeiterschaft an den Konmmnalwahlen in ihrer ganzen Bedeutung zusammen. An vielen Beispielen kennzeichnete er das Bestreben des liberalen An- Hangs, das erbärmliche Wahlrecht" noch mehr zu verschlechtern, bloß um das Eindringen der Sozialdemokratie zu verhindern und ungestört ihre eigenen Interessen zu verfolgen. Hündisch und servil nach oben, brutal und gewalttätig nach unten, das ist die Signatur der meisten der sogenannt freisinnig und liberal regierten Gemeinden. Wie die Jnteressenwirtschaft beschaffen ist, zeige uns der Kampf der bürgerlichen Parteien um die Mandate, die man„unter sich" verteilen möchte, was ihnen in der ersten und zweiten Abteilung nur zu leicht gemacht ist. Hier ist der„Vesiß" allein maßgebend, der für die Bedürfnisse des werklätigen Volkes kein Verständnis hat. Mit einem feurigen Appell an die Anwesenden, insbesondere an die zahlreich erschienenen Frauen, den 2. November zu einem Ehren- tage ftir die Schvnebcrger Sozialdemokratie zu gestalten, schloß der Redner. Küter machte sodann noch auf verschiedene Einzelheiten bei der Wahlhandlung aufmerksam, unter anderm auf eine deutliche Stiniinabgade, damit uns dadurch keine Stimme verloren gehe. Charlottc»»bnrg. In der Charlottenburger Stabtvcrordneten-Nersammlung vom Mittwoch nahm die Beratung des �Nachvertrags mit den drei Straß enbahngesellschaftc�i(Bcrlin-Charlottenburger, Große Berliner Straßenbahn und Westliche Berliner Vorortbahn) den größten Spielraum ein. Sowohl der Referent über die Vor- läge, Stadtv. Marcus(liberal) als der 5lorreferent Stadto. Hirsch(Soz.) und sämtliche Redner stellten sich auf den Stand- Punkt, daß die Vorlage in einem Ausschuß gründlich durchberaten werden müsse. Von alleu Seiten wurde scharfe Kritik an dem Ver- halten der Gesellschaften geübt, die weniger dem Verkehrsbedürfnis als den Interessen ihrer Aktionäre Rechnung tragen. Wir werden über die Verhandlungen sowie über den weiteren Verlauf der Sitzung morgen eingehend berichten und begnügen uns heute mit der Mitteilung, daß der Antrag auf Ausschußberatung einstimmig angenommen wurde. Der Armciictat ist im Monat September folgendermaßen in An- sprnch genommen: Laufend unterstützt wurden 2464 Personen mit zusammen 34 423,60 M., also durchschnittlich mit 13,97 M. Sonder- Unterstützungen ans Armenmitteln wurden gewährt an 293 Personen, die zusannnen 2939,30 M. oder durchschnittlich 10,17 M. erhielten. Von diesen Sondcrunterstiitzungcn dienten 335,60 M. zur Regelung der Miele; diese Summe verteilt sich ans 13 Personen, die Miels- Unterstützung betrug also pro Person 27,34 M. AnS Stiftungen wurden 16 Personen mit 810,63 M. also durchschnittlich die Person mit 50,66 M. unterstützt. Außerdem wurden ausgegeben für Arzneien 924,33 M., für Milch 946,89 M. und für Krankenkost 253.60 M. Die städtische Fiirsorgestelle für Lungenkranke im Krankenhause. Kirchstt. 19/20, ist seit ihrer Eröffnung am 1. April d. I. so stark in An- sprnch genommen worden, daß jetzt neben den beiden bisherigen Sprechstunden Dienstag und Donnerstag von 5 Uhr nachmittags ab eine dritte lediglich zur Untersuchung von Kindern bestimmte Sprechstunde Mittwoch nachmittag von lk5—7 Uhr hat eingerichtet werden müssen. Während am i. April d. I. in der Fürsorge der bis dahin allein tätigen Lungenkrankenfürsorge vom Roten Krenz, die seit dem 1. April d. I. mit der städtischen Fiirsorgestelle zu- sammen arbeitet, 413 Familien standen, sind seit dem 1. Äpril mcht weniger als 512 Familien hinzugekommen. Seit dxm 1. April sind 1174 Personen in 1404 Konsultationen in der Fiirsorgestelle unter- sucht worden. Für 269 Personen ist in dieser Zeit der Antrag auf Ucoerweisung in eine Heilstätte gestellt worden, während 137' Per- sonen den Erholungsstätten überwiesen worden sind. Die Armen- direktion und die Deputation für die Waiscnpflege richten erneut an alle Organe der Annen- und Waisenpflege die Bitte, alle Personen, bei denen der Verdacht auf Tuberkulose besteht, zur Untersuchung in die Fiirsorgestelle senden zu wollen. Es sei noch bemerkt, daß die Untersuchung durch die Fiirsorgestelle und die eventuelle Ueber- Weisung in Lungenheilstätten oder Walderholnngsstätten nicht als Armenuntcrstützniig gilt, daß also das Wahlrecht dadurch nicht ver- loren geht. Freie Volksbühne Charlotteniurg. Es wird noch einmal ans die heute, Donnerstag, den 2. November, abends SVa Uhr. im Volkshause, Nosiilenstr.3, stattfindende außerordentliche Generalversammlung aufmerksam gemacht. Tagesordnung: 1. Vortrag von Frau Wally Zepler: Ziele der Freien Volksbühnen. 2. Geschäfts- und Kassen- beucht, Bericht der Revisoren. 3. Verschiedenes. Eintritt nur gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte mit Ottobermarke. Zahlreiches Er- scheine» ist erforderlich. Wilmersdorf. In der BtontagSsitzung beschloß die Gemeindevertretung, außer- ordentliche Mittel in der Höhe von 50 000 M. bereitzustellen, um den Angestellten der Gemeinde eine Teuerungszulage zu gewähren. Diese Zulage wird in Form eines halben Monatsgehaltes an die Beamten, Lehrer, Arbeiter usw. zur Auszahlung gelangen. Davon ausgeschlossen sind diejenigen, dw erst seit dem 1. Oktober in der Gemeinde tätig, eventuell im Besitz ihrer Kündigung sind, sowie die Beurlaubten. Die Rechnungen der Verlvaltungen im Rechnungsjahre 1904 wurden genehmigt. Die Gcmeinderechnung schließt mit Ein- und Alisgabe mit 4 300 664 M. ab bei einer Ausgabe von 3 377 822 M. Zur Beschaffung von Lehrmitteln für zehn neu zu errichtende Klassen der Gemeindeschule IV wurden 2000 M. bewilligt. Für Lehrmittel für die obligatorische Fortbildungsschule mit 91 Schülern wurden 300 M. eingesetzt. Beschlossen wurde die Errichtung einer Schulküche in der Gemeindeschnle III, Nachodstraße, die Kosten betragen 4050 M. Um dem Volke die Religion zu erhalten, hält die Kirchenbehörde den Bau einer zweiten evangelischen Kirche für nötig. Dieselbe soll 1200 Personen fassen und als Momlinentalbau zur Ausführung ge- langen, um dem später zu errichtenden Rathau« ebenbürtig zu erscheinen. Von der Gemeinde wird zu diesem Kirchenban ein Teil de« Platzes v, genannt Remiscnberg, zur Verfügung gestellt. Die Vertreter des Ortsteiles Halensee stimmten dagegen, jedenfalls wollen sie ihre eigene Kirche haben. Die Gemeindesparkasse wurde nach den Mustersatzungen be° schlössen. Dem Gemeindcvorftand wurden 400 000 M. zur Ver- sügung gestellt zum Erwerb deS an der Auaustastraßc und Schramm» straße gelegenen Ramrath-Neumeyerschen Grundstücks mit Zahlung der Zinsen von Z'/z Proz. vom 1. Februar 1904. An der Stelle wird der spätere Stadtpark, der sich von Schöneberg herüberzieht, angelegt. Der Antrag der Großen Berliner Straßenbahn, die Konzession auf 90 Jahre zu verlängern, wurde der Verkehrsdeputation über- wiesen. Die Meinung der Versammlung ging dahin, gleich den Berlinern die Zustimmung hierzu zu versagen. Es sei nicht angebracht, angesichts der Entwickelung Ber'ms und der Vororte einer Aktien- Gesellschaft auf eine derartige Dauer die Konzession zu überlassen. Um den Ertvägungen der Berliner Deputation zu folgen, wurde in dieselbe der Stadtrat Peters gewählt. In letzter Zeit ist es vorgekommen, daß für Desinfektionen Ge- bühren erhoben wurden, obgleich in der Sitzung von, 29. Januar 1904 ein Antrag unserer Genossen auf unentgeltliche Desinfektion an- genommen worden war. Der Gemeindevertreter G ö b b e l s richtete eine diesbezügliche Anfrage an den Gcmeindevorstand, wie dies möglich sei. Hierauf wurde vom Gcmeindevorstand folgende Er- klärung abgegeben: Der Beschluß ist durch eine Kreis-Polizei- Verordnung überholt und folgedessen nicht perfekt geworden. Jedoch beabsichtigt die Gemeinde, demnächst eine Desinsettionsanstalt im Ort zu erbauen, sodaß verschiedenen Wünschen nach dieser Richtung hin Rechnung getragen werden kann. Diese Angelegenheit soll in der nächsten Sitzung behandelt lverden. Köpenick. In Köpenick äscherte Mittwoch nacht eine Feuersbrunst die beiden Getreidespeicher des Herrn Anderson an den» Amtsfelde ein. Das Feuer fand in den mit Stroh, Kartoffeln und Heu gefüllten Speichern reiche Nahrung. Der helle Feuerschein am Hinnnel. welcher in weiter Ferne die Nacht erleuchtete, alarmierte außer der Köpenicker freiwilligen Ortsscnerwchr auch die Wehren der Nachbarorte, welche jedoch nichts mehr aus dem Flammenmeer zu retten vermochten. Die Entslehuilgsursache ist nicht bekannt. Die abgebrannten Speicher, welche der Stadt nicht zur Zierde gereichten, dürften nicht mehr auf- gebaut werden.___ Berliner I�achrichten. Die städtische Deputation für die Kanalisation und Rieselfelder hat unter dein Vorsitz deS Stadtrats Marggraff beschlossen, den städtischen Part in Buch für den Besuch an bestimmten Tageszeiten, vorbehalttich der Zustimmung des Magistrats, zu öffnen. Zu diesem Zwecke soll der Park gelichtet, Rasen und Wege zc. hergerichtet werden. Der Park, einer der schönsten in der Umgebung von Berlin, kann dann vom Eingange zu der Wohnung deS Inspektors in Buch aus betteten werden. Gleichzeitig hat die Deputation noch einen allgemein interessierenden Beschluß gefaßt. Es wurde beschlossen, den über 1000 Morgen großen dortigen schönen städtischen Hochwald, aus gemischten Beständen bestehend, für den Verkehr dem Publikum vollständig freizugeben. Dieser Wald liegt von Berlin aus links des Bahnhofes Buch zwischen Buch und Schönerlinde, während der Park rechts vom Bahnhose liegt. In jedem Falle sind die Beschlüsse mit Freuden zu begrüßen. Ans dem Leben der Straßenbahner wird ein Vorkommnis ge- meldet, das weiteren Kreisen bekannt zu werden verdient. Ein Straßenbahner hat bekanntlich„keine Zeit, müde zu sein". Er darf sie nicht haben, weil sonst der Proftt semer Arbeitgeber, der Direktoren, Auffichtsratsmitglieder und Aktionäre, geschmälert würde. Daß er aber auch keine Zeit haben darf, zu sterben, das wird mancher nicht für möglich halten— aber es ist leider so. Ein Straßenbahner, der Schaffner Jahn, Antonstt. 47 wohnhast, tvar in der Ädalbertstratze auf dem Hinterperron seines Wagens plötzlich zusammengesunken, anscheinend vom Schlage getroffen. Eine Unfallstation war in der Nähe, aber der Dienst gestattete keine Unterbrechung. Also fuhr der Wagen weiter mit dem schwerkranken Mann, den man im Innern des Wagens auf die Bank gesetzt hatte. Vorbei ging es am Krankenhanse Bethanien über die Köpenicker- und Schillingsbrücke durch die Andreasstraße zur Großen Frankfurterstraße. Am Straßenbahn- hos Kleine Frankfnrterstratze lief ein Fahrgast ins Bureau und bat um Hülfe. Aber er bekmn zur Antwort, man könne hierzu nichts tun. und der Wagen mußte ohne Ersatzschaffner seine Fahrt fort- setzen. Am Alexanderplatz stieg ein Vorgesetzter aus, fragte den Kranken nach seinem Befinden und äußerte Verwunderung über diesen Zustand, da er doch sonst„ein nüchterner Mann gewesen" sei. Erst in der Brunncnstraße schaffte er den Mann in eine Droschke und fuhr mit ihm zum Krankenhause. Dort ist Jahn dann in der nächsten Nacht g e st o r b e n. Warum nickt auf dem Bahnhof Kleine Frankfurterstraße sofort für Ablösung gesorgt oder in Ermangelung eines Ersatzschaffners der Wagen kurzerhand außer Betrieb gesetzt wurde, das will uns, die wir in die Geheimnisse der bei der Straßenbahn gel- tenden Instruktionen nur sehr mangelhast eingeweiht sind. nicht einleuchten. Ebenso schwer ist zu verstehen, warum nicht am Alexanderplatz jener Vorgesetzte den kranken Schaffner einem Schutz- mann übergab, der ihn nach dem nächsten Krankenhause oder einer noch schneller erreichbaren Unfallstation zu schaffen hatte. Es würde dem Herrn Vorgesetzten ja wohl nicht geschadet haben, lvenn er bis zur Endstation selber den Schaffnerdienst versehen hätte. Aber er scheint freilich den Mann gar nicht für krank, sondern nur für be- trunken gehalten zu haben. Er versichert, den Schaffner habe er nur deshalb weiterfahren lassen, weil er ihn nach seiner Wohnung schaffen wollte. Unbegreiflich ist schließlich auch das Verhalten des Pu- b l i k u m s. Warum sah man die Sache so lange untätig mit an? Warum schaffte man nicht den Kranken sofort heraus, damit er schleunigst ärztliche Hülfe erhalten konnte? Den Wagen hätte man unbedenklich aus der Strecke stehen lassen oder ohne Schaffner weiterfahren lassen können, die„Große" hätte deshalb nicht gleich Pleite gemacht. Die erste Volkszählung in Berlin, die ungefähr mit unseren heutigen Bcvölkerungsaufnahmen verglichen werden könnte, wurde vor nun bald zwei Jahrhunderten, im Jahre 1709, vorgenommen. In diesem Jahre waren die fünf„Städte" Berlin. Kölln, Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichsstadt, die bis dahin icde ihre besondere Verwaltung gehabt hatten, miteinander ver- einigt worden, so daß sie fortan unter einem gemeinsamen Magistrat standen. Die Zählung ergab für das ganze vereinigte Stadtgebiet 40 885 Personen, freilich ohne die nicht geringe Menge der Hofbediensteten und die für damalige Verhältnisse ziemlich zahlreiche Militärbcvölkerung, die man außer Betracht gelassen hatte. Für diese liegen nur Schätzungen vor, nach denen die Gesamtbevölkerung Berlins für 1709 auf rund 56 600 Personen angenommen wird. Die zweite Volkszählung in Berlin folgte erst im Jahre 1720, denn bei einer im Jahre 1716 ausgeführten Aus- nähme wurde nicht die Bevölkerungsziffer, sondern nur die Zahl der Bürger ermittelt. Schon 1722 ging man dann dazu über, regelmäßige Zählungen einzuführen. Ein volles Jahrhundert hin- durch wurde nun alljährlich gezählt, erst von 1822 ab beschränkte man sich auf Zählungen in Zwischenräumen von je drei Jahren. Die Bemessung des Zwischenraumes auf fünf Jahre, wie sie heute für daS ganze Deutsche Reich gilt» wurde 1875 eingeführt. Die grüne Fahne. Beim Zusammensetzen und Auseinander- nehmen von Eisenbahnzügen wird es dem aufmerksamen Beobachter nicht entgangen sein, daß hier und da Wagen grüne Fahnen führen. Diese sollen das Bahnpersonal darauf aufmerksam machen, daß sie die also bezeichneten Wagen„vorsichtig rangieren" sollen, teils weil sich darin kranke Passagiere oder arbeitende Postbeamten befinden, teils weil sie zerbrechliche, leicht explosible sc. Waren ent- halten. Aut einen Bericht der königl. EisenbaHndirektion Berlin hat der Minister der öffentlichen Arbeiten sich in einem Erlasse damit einverstanden erklärt, daß auch kür die Schlaf- und Speisewagen grüne Fahnen eingeführt und beim Rangieren des ZugeS verwendet werden. Wegen Beschaffung der Fahnen als Jnveiitarstück der Wagen, bei im Privatbesitze befindlichen Wagen auf Kosten der Eigentümer, soll das Erforderliche nunmehr ver- anlaßt werden. Die Borschriften für den Rangierdienst sind dem- entsprechend ergänzt worden. Die Cholera-Ueberwachungsstationen um Berlin sollen, sofern nicht unvorhergesehene Vorkommnisse eintreten, am 15. November d. I. geschlossen werden. Um jeder Gefahr vorzubeugen, ist vom Regierungspräsidenten zu Potsdam aber angeordnet worden, daß die Ueberwachungsstationcn zum nächsten Frühjahr wieder eröffnet werden. Einige der in den Stationen tätigen Acrzte wollen von dem Dienst schon jetzt zurücktreten, was den Regieruligspräsidenten veranlaßt hat, die Landräte der Kreise Teltow und Niederbarnim zu folgender Verfügung zu veranlassen:„Da von einigen Leitern der Cholera-Ueberwachungsstationen der Wunsch ausgesprochen worden ist. zu ihrer gewohnten Tätigkeit zurückzukehren, so ist es dem Herrn Regierungspräsidenten erwünscht, daß sich aus den Reihen der im Kreise ansässigen Aerzte Herren zur Leitung der eingerichteten Ueberwachungsstationen melden.— Der Ueber- wachungsdienst soll bis Mitte November in vollem Umfange auf- recht erhalten w-rdcn und im Frühjahr 1906 wieder neu eingerichtet werden." " " V Gerichts- Zeitung. Vermischtes. Eine mutige Rettungstat vollbrachte der dreizehnjährige Sohn des Fuhrknechtes Blohm zu Käseburg. In dem hochangeschwollenen Sieltief sah er den Körper eines Kindes treiben. Ohne Zaudern sprang er ins Wasser, schwamm zu dem Kinde und brachte es glücklich ans Ufer; dann hatte er eben noch die Kraft, sich selbst rettet hatte, das an dem Wasser gespielt und, ohne daß es jemand aufs Trockene zu bringen. Es stellte sich heraus, daß der tapfere Anabe sein eigenes sechsjähriges Brüderchen ge= bemerkte, hineingefallen war. Das kind war zwar schon bewußtlos, wurde aber nach längeren Bemühungen wieder ins Leben zurückgerufen. Die neuen Verkehrsprojekte der Großen Berliner Straßen- Augenblick in ein Haus hineingegangen waren. Der Einbrecher und ein Oberleutnant auf diese Gaunerei hineinfielen. In bahn unterzog der bekannte Verkehrstechniker Dr. J. Kollmann erbeutete einen mit der Nummer 332 gezeichneten Sack, der dem betreffenden Zirkular wies Wachtel darauf hin, daß es leider einer scharfen und vernichtenden Kritik in einem Vortrage, den er 103 Hemden der 2. Kompagnie des Luftschiffer- Bataillons enthielt. gewissenlose Leute gebe, die unter der Flagge des Geldverleihwesens am Montagabend in einer Versammlung des Fortschrittlichen Vereins der Potsdamer Vorstadt hielt. Vermist wird seit Montag früh 6 Uhr der am 12. April 1889 nur den Leuten Geld abnehmen; er erfreue sich aber eines guten Der Vortragende wies zunächst darauf hin, daß die Projekte geborene Metallschleiferlehrling Johannes Hinke, wohnhaft Rufes, sein Institut ſei ſtreng reell und verleihe„ unter fulanten Bedingungen an Reelldenkende". Wandte schon deswegen auf das entschiedenste zu bekämpfen seien, weil die bei seiner Mutter in der Reinickendorferstraße 18. Der Gesellschaft versuche, sie mit Hülfe der Staatsautorität gegen den junge Mann hatte am Montag früh die Wohnung seiner Mutter sich ein Geldbedürftiger an das Institut, so hatte er erst 4,80 m. Willen der Selbstverwaltung durchzusehen. Die Skizzen, die die belassen und kein Lebenszeichen mehr von sich gegeben. Da der an Kosten für Auskunftseinholung über seine Vermögensverhältnisse Gesellschaft dem Polizeipräsidium eingereicht habe, erbrächten noch Genannte geistig schwach begabt ist, liegt die Möglichkeit vor, daß zu zahlen. Hin und wieder wurde auch Auskunft eingeholt, meist lange nicht den Beweis, daß die Projekte auch ausführbar seien. er herumirrt. Die Mutter bittet, falls der zirka 1,60 Meter große, begnügte fich Wachtel mit dem Einnehmen der Auskunftsgebühr, nie Der Redner legte eingehend dar, daß die Rampenanlage an der blonde junge Mann sich irgendwo einfindet, ihr gütigst Nachricht verschaffte er Geld. Potsdamer Brücke undurchführbar sei. Die Leitung der Gesell- zu geben. Der Geist der lex Heinze lebt. Das Reichsgericht hat den Freischaft biete nach ihren bisherigen Leistungen absolut keine Gewähr dafür, daß sie Ersprießliches für die Verbesserung des Verkehrs der statt erfolgt war, wurde die Wehr nach der Wollinerstr. 12 gerufen. Dorothea Göbeler fäute, aufgehoben und die Sache zur nochFeuerbericht. Wegen einer Benzinerplosion, die in einer Werk- spruch, den das Berliner Landgericht gegen den Redakteur der " Welt am Montag" Max Ludwig und die Schriftstellerin Stadt Berlin und der Vororte werde schaffen können. An ihrer Die Gefahr konnte leicht beseitigt werden. Personen sind glücklicher- maligen Verhandlung in die erste Instanz zurückverwiesen. Durch Spike stünden keine Verkehrstechniker, sondern nur Formalisten, weise nicht zu Schaden gekommen. die die Bedürfnisse des Verkehrs nicht zu beurteilen imstande seien. Putbuserstr. 55 in Flammen auf, während noch in der Holzmarkt behandelt, sollen die Inkulpaten§ 184 Ziffer 1 des Strafgesetzbuchs Stroh 2c. ging dann in der eine kleine Erzählung, die das Problem des zu großen Kinderfegens Die Große Berliner Straßenbahn stehe in ihren Leistungen hinter ftraße 48a in einer Kartonfabrik ein Brand abgelöscht werden mußte,( lex Heinze) übertreten haben. Das Landgericht sprach mit Rücksicht allen größeren Straßenbahngesellschaften erheblich zurück, obwohl der Körbe, Kartons 2c. ergriffen hatte. Die übrigen Alarmierungen, sie die größten Einnahmen von allen Straßenbahnen Deutschlands die in den legten 24 Stunden einliefen, waren auf„ blinden Lärm" auf die offensichtliche ſittliche Tendenz der Erzählung frei. Das zu berzeichnen habe. Wie komme die Gesellschaft dazu, die Ver- zurückzuführen. Reichsgericht nimmt dem entgegen an, auf die sittliche Tendenz längerung der Konzession um 90 Jahre zu verlangen? Diese Verkomme es bei der Konstruktion der Unzüchtigkeit im Sinne der lex längerung würde ein Geschenk an die Gesellschaft Theater. Anton und Donat Herrnfelds Novität Heinze nicht an. Trifft die Ansicht des Reichsgerichts zu, so dürfte bon 8-10 Millionen Mart jährlich bedeuten. Familientag im Hause Prellstein", deren Premiere damit höchstgerichtlich vorab festgestellt sein, daß die unfittliche So viel würde man erhalten, wenn man die Konzession ausschriebe. am kommenden Sonnabend, den 4. d. Mts., stattfindet, wird die Tendenz der lex Heinze entspreche. Man könne doch nicht der Gesellschaft etwa 700 Millionen Mark gesamte Künstlerschar des Gebrüder Herrnfeld Theaters ins Treffen schenken, denn so viel betrage der Wert der Konzession in neunzig führen. Apollo Theater. Am Sonntag, den 5. November, Jahren. Die Stadt solle nur den Bau von Niveaubahnen selbst findet nachmittags 3 Uhr zu bedeutend ermäßigten Preisen eine in die Hand nehmen. Dann sei die Ergänzungsbehörde nicht in Aufführung von Frühlingsluft" von Strauß statt. der Lage, die Konzession einer Privatgesellschaft zu verlängern. Wenn der Minister v. Thielen die Konzession der Gesellschaft bis 1949 verlängert habe, so hätte er es getan, weil er nicht die nötige wirtschaftspolitische Einsicht besessen habe. Man müsse alle Hebel in Bewegung seßen, um eine Aenderung des Kleinbahngesetzes durchzusehen; es müßte zu diesem Zwecke eine Koalition aller größeren Städte herbeigeführt werden, denn dasselbe Schicksal, das der Stadt Berlin widerfahren sei, könne jeden Augenblick jeder moderner Sklavenhalter stand gestern in der Person des Bäckers Milde Strafe für niederträchtige Ausbeutung des Elends. Ein anderen Stadt zuteil werden. Die einseitige Verlängerung der Hermann Lorenz unter der Anklage der Körperverlegung Konzession bis zum Jahre 1949 habe für die Geſellſchaft insofern mittels einer das Leben gefährdenden Behandlung vor dem Schöffenkeinen Wert, als im Jahre 1919 der Bahnkörper in den Besitz der gericht I. Der Angeklagte, über dessen Verhaftung und Gebahren wir Stadt Berlin übergehe. Die Gesellschaft könnte den Betrieb nur bereits am 17. Oftober berichtet hatten, betrieb in der Gr. Hamburgerfortsetzen, wenn sie einen neuen Bahnkörper baue; seitens der straße eine Waffelbäckerei, in welcher er sich seinen Angestellten Drei Kinder erstickt. In Mös ba ch in Baden sind bei einem Stadt werde ihr aber die Genehmigung dazu nicht erteilt werden. gegenüber als ein wahrer Sklavenhalter offenbarte. Er suchte Zimmerbrande die drei Kinder eines Zimmermanns erstickt. Die Nach einer lebhaften Diskussion beschäftigte sich der Vortragende sich seine Opfer auf der Straße, in den Herbergen und in Eltern nahmen an einer Hochzeit teil und hatten die Kinder allein noch mit dem Projekt der Schwebebahn Gesundbrunnen- Rigdorf. den Asylen für Obdachlose und fand sie in jenen bedauerns- zurückgelassen. Eines von ihnen warf die Petroleumlampe um. Es sei anzuerkennen, daß eine Schwebebahn nicht zur Verschönerung werten Menschen, die nach einem Scherzwort mit einem gewissen der Gegend beiträgt, kein anderes Bahnsystem sei aber in der Lage, Galgenhumor von sich selbst sagen, daß sie so durstig wären, daß der„ Kleinen Presse" geschrieben: Menageriebefizer Bostock wurde in Kombinierte Menschen- und Tierschinderei. Aus Paris wird dieselbe Schnelligkeit und Billigkeit des Verkehrs zu gewährleisten sie vor Hunger nicht wüßten, wo sie schlafen sollen." Er versah die der Nacht auf Sonnabend von dem fünfjährigen abessinischen Löwen wie die Schwebebahn. armen Teufel, die froh waren, nicht dem Hungertode verfallen zu Wallace in der schauderhaftesten Weise zerfleischt. Der Amerikaner Mit einem umfangreichen Berkehrsprojekt beschäftigt sich die müssen, mit weißer Müße, Jacke und Schürze und übergab ihnen Boſtod unterhält im Hippodrom eine prachtvolle Menagerie wilder Gemeindeverwaltung von Schmargendorf, indem sie in An- ein Brett mit Waffeln, die sie des Nachts in Lokalen verkaufen sollten. Ziere, in der die Dressur sich durch ihre große Kühnheit auszeichnet; betracht des dauernd ablehnenden Verhaltens der Großen Ginen festen Lohn bezogen die Waffelverkäufer nicht, sondern waren alle zwei Monate muß irgend ein Bändiger darin das Opfer der Berliner", beffere Verbindungen nach dem westlichen Vorort zu nur je nach Höhe des Verkaufs mit einem geringen Prozentsaz bedas scheinen die Reklame und der Gang der guten schaffen, die Firma Siemens u. Halste für den Bau zweier elef- teiligt, der nicht einmal zur Deckung der allernotwendigsten Lebens- Geschäfte so zu verlangen. Der schwarzmähnige Löwe Wallac hat trischen Straßenbahnlinien gewinnen will, die gleichzeitig als bedürfnisse ausreichte. Hand in Hand mit der schlechten Besoldung ging bisher allen Versuchen, ihn zu zähmen, widerstanden, drei Dreſſeure Konkurrenzlinien für die westliche Berliner Vorortbahn dienen auch noch eine unmenschliche Behandlung der halbverhungerten Ver- hatten bereits daran glauben müssen. Man kann sich denken, welche sollen. Um das Projekt schnell verwirklichen zu können, wird fäufer. Diese wurden von dem Angeklagten wiederholt in barbarischer Attraktion die Ankündigung ausübte, Bostock werde sich in Person Schmargendorf mit den Gemeinden Wilmersdorf, Grunewald, Weise mißhandelt, wenn sie nicht genug Geld eingenommen hatten. in den Käfig wagen. Gegen 12 Uhr nachts näherte sich der hertuDahlem und Groß- Lichterfelde, deren Gebiete durch die beiden als Schließlich setzte er die bedauernswerten Menschen vor die Tür und lisch gebaute Mann dem kleinen umgitterten Raume, in dem Wallace Flachbahnen zu erbauenden Linien ebenfalls neue wichtige Ver- behielt ihnen noch Kleidungsstücke als„ Schadenersatz" ein. Andere auf und abmarschierte: aber als Bostock die Tür öffnen wollte, bindungen erhalten würden, Unterhandlungen anknüpfen. Nach Verkäufer liefen, als sie die wahre Absicht des Angeklagten erkannt sprang das wundervolle Tier fünf- oder sechsmal dagegen, sodaß er dem Plan soll die eine Linie ihren Ausgang am Untergrundbahnhof hatten, davon und ließen ihre geringen Habseligkeiten im Stich. Zu zurückweichen mußte. Mit einer langen Gabel trieb Bostock den Wittenbergplatz nehmen und die Ansbacher und Nachodstraße, den gleich engagierte 2. für ſein kleines Unternehmen Geschäftsführer, die Löwen zurück und sprang endlich schnell in den Käfig. Ein TazenPreußen- und Hohenzollerndamm, die Auguste- Viktoriastraße, den Kaution stellen mußten, und später statt ihres Geldes eine Tracht schlag trennte dem Bändiger den Daumen von der rechten Hand ab. Berlaer Plak am Schmargendorfer Rathaus, die Spandauer und Prügel bekamen. Zuletzt schädigte er seine Lieferanten und Bostoc schritt rückwärts der Türe zu. Doch mit einem Riesensat Warnemünder Straße durchlaufen, um dann auf Dahlemer Gebiet verkaufte schließlich auch noch seine geborgte Bäckereieinrichtung für warf sich Wallace auf ihn und biß ihn zweimal in die rechte überzutreten, wo die Linienführung durch die Podbielski- Allee und 1700 M. Mit diesem Gelde wollte er seiner Frau eine neue Waffel- Seite und in die unteren Nieren. Mit übermenschlicher An= über den Kaiser- Wilhelm- Platz bis zum neuen Botanischen Garten bäckerei in Pankow einrichten, er selbst aber schleunigst nach London strengung erhob sich Bostock noch einmal und machte vor dem und dann durch die Altensteinstraße bis zum Lichterfelder Kreis- verschwinden, um sich hier seinem früheren Beruf als Artist und Publikum eine tiefe Verbeugung; dann ließ ihn der enorme Bluts frankenhaus erfolgen soll. Ferner soll eine Linie vom Wittenberg- Degenschlucker zu widmen. Hierbei machte ihm die Kriminalpolizei berlust die Besinnung verlieren. Glücklicherweise war es den Anplatz durch die Nachod-, Düsseldorfer-, Baulsborner- und Hubertus- einen Strich durch die Rechnung. Diese war durch die Anzeige gestellten inzwischen gelungen, Wallace mit spißen Stangen zurückbader Straße bis in die Nähe von Rosened am Grunewaldsaum eines gewiffen Hoffmann, der zu den Opfern des Angeklagten zudrängen. holte den Schwerverwundeten aus em Käfig; laufen. Durch den Anschluß der die genannten Gemarkungen zählte, auf das Treiben des gemeingefährlichen Sklaven- er hörte nichts von dem lärmenden Beifall, der nach dem anfänga lediglich in Hauptverkehrswegen durchquerenden Linien an den halters bon dem lichen Schreckensgeschrei seinen traurigen Abzug begleitete. Obgleich Bahnhof Wittenbergplatz der Untergrundbahn könnten die Besich drei Aerzte sofort um Bostock bemühten, ist sein Leben in wohner der Vororte auf das bequemste sowohl nach Berlin als auch Gefahr, da eine Wunde die Wirbelsäule berührt. nach Charlottenburg gelangen. Die Gemeinde Schmargendorf würde sich mit Rücksicht auf die wesentlichen Vorteile, die ihr aus dem Bau dieser Linien erwachsen, zu einer Garantieübernahme verstehen. Getötet bei einer Hülfeleistung wurde gestern morgen um 84 Uhr der Arbeiter Watroczyniak auf dem Hofe der Gasanstalt in der Müllerstraße. Der Mann sah, daß ein Kutscher, der eine Fuhre Kots holte, zu schwer geladen hatte und nicht vom Platze fam. Er griff in die Speichen und so gelang es, das Fuhrwert ein Stück Weges vorwärts zu bringen. Blöglich aber glitt der schwere zweispännige Wagen wieder zurück und ging Wawroczyniak, der stolperte und hinfiel, mit den Hinterrädern über den Unterleib. Angestellte der Gasanstalt brachten den Verunglückten mit einem Trageforbe nach dem Augusta- Hospital, er starb aber schon auf dem Wege dorthin. aufmerksam gemacht. Hoffmann war Angeklagten durch mehrere Faustschläge zu Boden gestreckt und dann mit den Stiefelabfäßen bearbeitet worden. Als Lorenz gerade im Begriff war, den Hamburger Schnellzug zu besteigen, um nach London zu flüchten, wurde er auf dem Lehrter Bahnhof verhaftet. In der gestrigen Verhandlung stand nur die Mißhandlung des Hoffmann zur Anklage. Rechtsanwalt Bahn bat mit Rücksicht auf die bisherige Unbescholtenheit des Angeklagten, der noch anderweitig Schuldkonten zu begleichen habe, um eine milde Strafe. Der Gerichtshof erkannte auf nur eine Woche Gefängnis. Löwen werden Ein pestverdächtiges deutsches Schiff. Von der Hamburger Polizeibehörde wird mitgeteilt: Auf dem am 25. Oktober vom La Plata im hiesigen Hafen eingetroffenen englischen Dampfer Ashmore find tote Ratten aufgefunden worden. Es besteht der Verdacht, daß sie an Pest verendet sind. Die Entladung des Dampfers ist vora läufig unterbrochen worden. Das Schiff wird zur Abtötung der Ratten einer Ausgasung mit dem Generatorengasapparat unterzogen, nach deren Beendigung die Löschung unter den üblichen Vorsichtsmaßregeln wieder gestattet werden wird. Menschen sind nicht erkrankt. Witterungsübersicht vom 1. November 1905, morgens 8 1hr. Stationen München Wien Barometer stand mm Wind richtung Windstärke 754 SS Better 2 halb bd. Temp. n. T. 5° C. 4° R. Stationen Barometer stand mm Wind richtung Windstärke Better Temp. n. G. Do 2Schnee-0 3 Schnee 1 6 Regen 5 Haparanda 759 ND 9 Petersburg 762 SD 6 Scilly 736 NND 9 Aberdeen 746 NNW 2 bedeckt 2 Paris 748 SSD 31vollig 1978 2 wolfig 1 wollig 757 SSD 1 halb bd. 757 Still Nebel Wetter- Prognose für Donnerstag, den 2. November 1905. erheblichen Niederfchläge. Vielfach heiter, am Tage warm bei lebhaften westlichen Winden; keine Berliner Wetterbureau. Die geschlossene Gesellschaft findet keine Gnade vor dem Kammergericht. Die Zahlstelle Bochum des Schmiedeverbandes hatte beim Gastwirt Schäfer ein Weihnachtsfest abgehalten, das mit musikalisch deklamatorischen Vorträgen verbunden war. Polizei und Staatsanwaltschaft sahen die Veranstaltung als eine öffentliche an und beranlaßten ein Strafverfahren gegen den Wirt Schäfer wegen Uebertretung des§ 33a der Gewerbe- Ordnung, weil er nicht für die Vorträge eine Erlaubnis eingeholt habe. Außerdem sollte er noch eine Polizeiverordnung durch Nichteinreichung der Tegte übertreten haben. Aus der besten der Welten. Wegen Stellungslosigkeit hat vorgestern Das Landgericht als Berufungsinstanz sprach ihn jedoch frei. Es ging da abend der 54 Jahre alte Kellner Ludwig Büchel Hand an fich gelegt. von aus, daß es sich um das Vergnügen einer geschlossenen Gesellschaft B., der bei einer Familie in der Gartenstr. 85 gewohnt, iar lange handelte. Die Veranstaltung sei auch mangels besonderer Umstände Swinemde. 753 SSD 2mollig Beit ohne Beschäftigung gewesen. Da er glaubte, eine neue Stellung nicht zu einer öffentlichen dadurch geworden, daß die vom Saale Hamburg 752 SD borläufig nicht erhalten zu können, versuchte er sich in der Ver- sum öffentlichen, jedermann zugänglichen Schantraume führende Berlin zweiflung das Leben zu nehmen. Vor dem Hauſe Belle- Alliance- Türe während der ganzen Dauer der Vorträge offengestanden habe. Frank.a.m. 754 S straße 80 trant der Unglückliche Dienstag abend eine Flasche Lysol Das Kammergericht hob dies Urteil dieser Tage auf und veraus und brach dann vor den Augen der entsetzten Passanten bewußt wies die Sache zu nochmaliger Verhandlung und Entscheidung an los zusammen. Auf der Unfallstelle Am Tempelhofer Ufer wurde das Landgericht Essen. Begründend wurde ausgeführt: Das Landdem Lebensmüden der Magen ausgepumpt. Im Krankenhaus am gericht fage, es folge noch nicht allein die Deffentlichkeit der VerUrban, wo B. später Aufnahme fand, glaubt man ihn kaum am anstaltung daraus, daß die Tür zwischen dem Saal und dem jedem Leben erhalten zu können. zur Verfügung stehenden Schankraum während der Dauer der VorBeim Taschendiebstahl ertappt wurden zwei junge Burschen, die träge offen gestanden habe. Gerade umgekehrt sei aber zu folgern: ihren Arbeitgebern durchgebrannt und aus der Provinz nach Berlin wenn die öffentliche Schankstube durch eine offene Tür mit dem gefommen waren, ein 15 Jahre alter Schneiderlehrling Hans Har: Schantstube aus die Borstellung sehen konnte, dann wäre die VorHar- Saal in Verbindung gestanden habe, so daß jedermann von der mann aus Khrig und ein 16 jähriger Laufbursche Hans Walter aus Staffel. Harmann lief vor zehn Tagen aus der Lehre und machte ftellung zweifellos eine öffentliche gewesen, und aus dem Offensich in der Absicht, ein Räuberleben zu führen, auf die Wanderschaft. stehen der Tür allein sei dies nur dann nicht zu folgern, Nach acht Tagen tam er in Berlin an und gab seinen letzten Groschen wenn Umstände dargetan würden, die erkennen ließen, daß nicht jedermann von der Schankstube aus die Vorstellung mitansehen in einer Herberge aus. Durch Taschendiebstahl versuchte er sich neue fonnte. Das Landgericht müsse darauf hin die Tatsachen nachprüfen Mittel zu verschaffen, wurde aber in einem Warenhause in der Leipzigerstraße bald gefaßt. Walter hatte so viel Geld verdient, daß er mit der Bahn von Kassel nach Berlin fahren konnte. Dann hatte er aber auch nichts mehr. Als er nun im Vorhof eines großen Hotels einem Herrn das Portemonnaie aus der Tasche zog, wurde er ertappt und nach einer Tracht Prügel der Polizei übergeben. Masseuhaussuchung. Im Laufe des Montags fanden bei einer großen Anzahl bekannter Anarchisten in Berlin und Vororten Haussuchungen statt. Gesucht wurde Nr. 10 des" Revolutionär", Organ der Anarchistischen Föderation Deutschlands. In der Expedition wurden auch die Geschäftsbücher beschlagnahmt. und dabei auch nochmal der Frage nähertreten, ob die Veranstaltung an sich wirklich die einer geschlossenen Gesellschaft gewesen sei. " " METZNER Aeltestes konz. Kinderwagen Leihhaus METZNER Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 40 I. Hohe Beleihung. Diskr. Sprechzimmer Leih- Haus Charlottenburg, % Friedrich Karl- Platz 12, Berlin, Anklamer- Straße 2. Beleihung von Brillanten, Gold- und Silbersachen, Uhren, Büchern, Wäsche, Kleidungsstücken 2c. 218V* Habe meine Wohnung von der Daß gar viele Leute immer noch auf Geldverleihschwindel- Juserate hineinfallen, fonnte man aus einer Gerichtsverhandlung ersehen, die am Dienstag, den 31. Oftober, in Königsberg stattfand. Erst or furzem wurde in Königsberg der Inhaber eines Geldverleihschwindelinstitutes Fortuna zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Er hatte in vielen Zeitungen die bekannten Geldverleihinserate erlassen, und daraufhin war ihm der Segen" ins Haus geströmt, bis er verhaftet wurde. Am Dienstag wurde sein Schüler, der 22 jährige Agent Emil Wachtel wegen Unter Choleraverdacht ist vorgestern abend die Portierfrau Marie ähnlicher Betrügereien zu einem Jahr Gefängnis und wei Jahren Ehrberlust verurteilt. Wachtel wandte sich Baermann aus der Liebigftr. 5 in die Isolierbarade des Moabiter anfangs dieses Jahres mit dem Ersuchen um Geld an die Fortuna" Grösstes Lager Berlins Strankenhauses eingeliefert worden. Frau B. erkrankte plöglich diese Glüdögöttin prellte ihn ebenso wie so viele andere. Wachtel unter seltsamen Begleiterscheinungen, zu denen sich auch Brech durchfälle hinzugefellten. Vorsichtshalber wurde die Patientin in mußte ſein Pech aber aus: er beschloß, ein ähnliches Geldvermittelungsbureau" aufzumachen. Er entwarf ein Zirkular, das an einem Krantenwagen nach der Cholerabaracke gebracht und dort unter die Kunden geschickt werden sollte, und erließ in 20 Zeitungen ärztliche Beobachtung gestellt. in Ost- und Westpreußen, Schlesien, Pommern und Posen Inserate, Auf der Straße erbrochen und seines Inhalts beraubt wurde worauf sich dann auch sofort eine Menge Leute meldeten, die um Spezial- Geschäft der gestern, Mittwoch, morgen der geschlossene Wagen einer Wäscherei aus Darlehne ersuchten. Durch die Gerichtsverhandlung kam zutage, daß Branche als das meinige nachweist. Branche als das meinige nachweist. Wollwaren, Strümpfe, Trikotagen, der Mühlenstraße in Rigdorf, während die Begleiter auf einen Arbeiter, Bauunternehmer, Besizer, Schuleute, auch ein Arzt Verantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. 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