Nr. 221. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mr, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Ginzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags: Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Fefitagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprech- Anschluß Amt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Mittwody, den 21. September 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Abonnements- Einladung. „ Vorwärts". Berliner Volksblatt mit der illustrirten Sonntagsbeilage ,, Neue Welt". Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von " parlamentarischen Erörterung an in Eugen Richter ihren Gewerben" für die Befriedigung täglicher oder am grimmigsten Gegner. Kein Junker und kein Schlotbaron ist von Sonntag besonders hervortretender Bedürfnisse spricht, Anfang so blind gegen den ersten Versuch losgegangen, dem für welche die Verwaltungs Behörden Ausnahmen Mit dem 1. Oktober eröffnen wir ein neues Abonnement geplagten Ladenpersonal auch nur einen fleinen Theil des zulassen" können. Damit ist z. B. der Milchhandel für auf den Sonntags zu förperlicher und geistiger Erholung zu sichern, Säuglinge oder wenn die Freifinnige Zeitung" nur Sonnund die Akten über diese schmachvolle Seite der publizistischen tags erschiene und sich der zur Redaktion derselben nöthige Thätigkeit Eugen Richter's sind so vollständig und reich Sprit auf Flaschen abziehen ließe, der Verkauf dieser haltig gesammelt, wie man es zur Kennzeichnung des Flüssigkeit an den Abg. Richter gemeint.„ Gewerbe" aber, preußischen Afterfreisinns nur wünschen kann. Ihre Ver- für welche Ausnahmen gestattet werden können, sind eben werthung wird noch öfters gute Dienste leisten. Selbst Einzelgewerbe, nicht der gesammte Handel einer Gesammt verständlich, daß Richter und die Freifinnige Zeitung" auch heit von Städten, und Ausnahmen" sind Einzelfeit dem 1. Juli jede Nörgelei jedes beliebigen Herings bestimmungen für diese Einzelgewerbe, nicht aber die bändigers aus der Provinz über die Ausführung der gesetzwidrige Gestattung unbeschränkter Arbeit am ganzen Sonntagsruhe sorgfältig verzeichnet haben. Kaum, daß das Sonntage. Doch was nüßt es, dem Führer des eble Berliner Tageblatt" bei diesem Wettlauf mitkommen Freisinns" den unzweifelhaften Sinn des§ 105e fonnte. Um den Preis der Gunst des kleinstädtischen klar machen zu wollen! Er will ihn ja ab= Krämers würden die Helden des Fortschritts" noch viel fichtlich verwirren, um dem Kleinlichsten Krämer mehr ristiren. Wenn in irgend einem Landstädtchen egoismus zu schmeicheln und bei Dieser schoflen unter dem Einfluß der Krämer der Ladenschluß am Wahlmache ein paar Heringsbändiger als Abonnenten für Sonntag ohnedies bis 4 Uhr Nachmittags hinaus sein Blättchen zu gewinnen. Alle Phrasen über Verfassung gerückt war, sodaß von einem Erholungstage für die Kauf- und konftitutionelle Garantien schreibt er dabei in die Esse, leute kaum mehr die Rede sein konnte, so fand Eugen Bureaukratie her, wenn's nöthig ist, zur GesetzesRichter und die" Freisinnige Zeitung" doch heraus, daß die verletzung und zur Befriedigung der kleinlichsten, blindesten Landbevölkerung hauptsächlich von 4-5 Uhr kaufe", und Gewinnsucht, mit der sich der große" Eugen verständnißbas" freifinnige" Verlangen, die Sonntagsarbeit bis in den innig identifizirt! Wahrscheinlich ahnt er, wie es ihm und Abend zu erlauben, war das ceterum censeo dieser Krämer- seiner Partei erginge, wenn sie es wagten, im Reichstag politit. Bis jetzt handelte es sich dabei immer nur um die einen entsprechenden Antrag auf Gesezesänderung zu stellen. Verlegung der fünf vom Gesetz erlaubten Sonntags- Arbeits- Kämen die Verwaltungsbehörden seinem verfassungswidrigen stunden, und man hielt sich also noch im Rahmen der seit Wunsche nach, wären sie so, freifinnig" wie die Führer des Fort1. Juli bestehenden Vorschriften. Die neueste Leistung der schritts", so würden die Debatten mit den bösen Sozialdemokraten " Freifinnigen Zeitung" besteht aber darin, die Auf- vermieden und der Freifinn" ginge einer Kritik aus dem hebung der ganzen taufmännischen Sonn Wege, die nicht viel von ihm übrig lassen würde. Das mag 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus, wöchentlich 28 Pfennige. zum Preise von Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements 3,30 Mark für das 4. Quartal entgegen.( Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 Neu hinzutretenden Abonnenten wird der bisher erschienene Die Waffen nieder!" unter Nr. 6652.) Theil des Romans Eine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner, auf Verlangen gratia nachgeliefert, worauf wir noch besonders aufmerksam machen. " 1 Die Redaktion und Expedition des Vorwärts" Berliner Volksblatt. tagsruhe für alle Städte mit weniger als der Gedankengang des freisinnigen Helden gewesen sein. Freifinnige" Skrupellosigkeit. 10 000 Einwohnern zu verlangen, also unbeschränkte Glücklicherweise sind die höheren Verwaltungsbehörden doch Ausbeutungsfreiheit vom frühen Morgen bis zum späten noch nicht auf die konstitutionelle" Erbärmlichkeit des Freis Abend des Sonntags für alle Krämer, und das glanzvoll finns heruntergekommen; fie werden sich hüten, einen so " Freifinnige" an dieser Leistung ist die Art der Durch tollen Vorschlag auszuführen, wie ihn Richter macht. führung, welche für die reaktionäre Maßregel vorgeschlagen Aber als Episode in der Wirksamkeit des großen wird. Der große Mann, der sich rühmt an der Philisterhelden Eugen wird seine Stellungnahme zur kaufWozu unseren„ Liberalen"," Freifinnigen", Fort- Spige Derjenigen zu stehen, welche über Verfassung männischen Sonntagsruhe unvergessen bleiben. Sie hat den schrittlern" und anderen bürgerlichen Freiheitshelben," deren und Bürgerrechte geg en behördliche Uebergriffe und Bureau-" Freisinn" und seinen hervorragendsten" Führer gezeichnet Namen so sinnig wechseln, obgleich die Sache doch immer kratie wachen", ruft zur Berwirklichung seiner Anschläge und charakterifirt in seiner ganzen Strupellosigkeit als echten dieselbe bleibt, alle Verfassungsgarantien und konstitutionellen gegen die faufmännische Sonntagsruhe dieselbe Bureaukratie Vertreter einer gewiffenlosen Bourgeoisie! Rechte dienen müffen( und deren Wahrung haben sie sich angeblich gegen Berfassung und Gesetz auf! Er bringt es fertig, in zur Lebensaufgabe gemacht!), das beweist wieder einmal feiner Freifinnigen Zeitung" mit Verdrehungen des klaren in einem bezeichnenden Falle ihr großer Held Eugen Wortlautes in zweideutigen Bestimmungen wie ein WinkelRichter. Dieser Führer des spießbürgerlichen Fortschritts advokat zu behaupten, daß die Verwaltungsbehörden den ist ein wahrer Wusterknabe für Alle seines Gleichen. In ganzen Inhalt eines von Reichstag und Bundesrath beBerlin, den 20. September. feiner Seele und in seinem Blatte kann man die zartesten schloffenen Gesetzes für sämmtliche Städte mit unter 10000 Polififthe Weberlicht. Regungen und Schwingungen einer echten Bourgeoisseele Einwohnern außer Kraft sehen könnten. Eugen Richter verfolgen, und darum ist er so unschätzbar für die Klärung müßte während der ganzen Reichstags- Verhandlungen über der modernen wirthschaftlichen und politischen Bewegung. diese Punkte geschlafen haben( und wenn dies der Fall ge- Der große Aderlas. Das Moloch- und Bexirspiel Die taufmännische Sonntagsruhe, die wir seit dem wesen wäre, so müßten ihn die Protokolle und Kommentare wird mit dem bekannten Reptilgeschick fortgesetzt. Es ist 1. Juli dieses Jahres in unendlich verkrüppelter Gestalt darüber belehren!), wenn er nicht wüßte, daß in dieser ein Giertanz um die Wahrheit ein Eiertanz, ausgeführt in Deutschland haben, fand vom ersten Augenblick ihrer Beziehung§ 105e der neuen Gewerbe- Ordnung nur von mit der Gewandtheit und Grazie von Nilpferden, die den Feuilleton. Macbrua verboten.) Die Waffen nieder! ( 27 zu ist Ob er mich nicht vielleicht betrügt?" fragte ich eins die Tante. Ob nicht schon längst die Todesnachricht - und ihr sie mir verhehlet?" " Ich schwöre Dir..." " Bei Deinem Glauben? bei Deiner Seele?"... Bei meiner Seele." harrender Sehnsucht oder trübem Hinbrüten; dabei war es wort erhalten". Wenn eine Verlustliste eintraf, schickte er schwer, wieder zu Kräften zu gelangen. eine Depesche an mich: Einmal, nach einer Nacht, da ich besonders schauder-" Friedrich nicht dabei." hafte Gesichte gehabt Friedrich lebend unter einem Haufen von Menschen- und Pferdeleichen verschüttet-mal stellte sich sogar ein Rückfall ein, der mein Leben neuerdings da in Gefahr brachte. Die arme Tante Marie hat einer schweres Amt. Sie hielt es für ihre Pflicht, mir unablässig Trost und Ergebung zuzusprechen und ihre Gründe namentlich Eine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner. die immer wiederkehrende Bestimmung" hatten die Wirkung, Solche Versicherung that mir unsäglich wohl, denn „ Wie weißt Du das, Papa? Ich bin überzeugt, die mich auf's höchste aufzubringen; und statt fie ruhig predigen mit aller Macht Klammerte ich mich an meine Hoffnung Deinen haben für Dich ebenso gezittert, wie ich für Friedrich sprechen, zu auflehnenden Klagen gegen das Gefchic, einer Depesche. Bei jedem Lärm im Nebenzimmer stellte zu lassen, ließ ich mich zu leidenschaftlichem Wider- Stündlich erwartete ich das Eintreffen eines Briefes, Bittere. Nicht wahr, Tante?" Wir waren gottvertrauender als Du," antwortete nuwundenem Bersichern hinreißen, daß mir ihre ich mir vor, daß es der Bote sei; fast beständig waren " Bestimmung" als ein Unsinn erschiene. Das diese; wir wußten, daß, wenn die gütige Vorsehung es so flang natürlich lästerlich, und die gute Tante fühlte, stellung, daß einer da eintreten müsse, die beglückende Bot Alles meine Blicke zur Thür gerichtet, mit der beharrlichen Vorlenten wollte, daß ob wir nun Nachrichten erhielten oder sich nicht allein persönlich verlegt, sondern zitterte auch für schaft in der Hand... Wenn ich auf jene Tage zurückfeine Dein Vater zu uns zurückkehren würde." meine rebellische, jetzt vielleicht so bald vor den ewigen schaue, so liegen sie wie ein langes, qualgefülltes Jahr in " Und wäre ich nicht zurückgekehrt, alle Kuckuck, so waret Richterstuhl gerufene Seele meiner Erinnerung. Der nächste Lichtblick war mir die ihr auch vaterlandsliebend genug, um einzusehen, daß eine so Nur ein Mittel gab es, mich für einige Momente zu Nachricht, daß abermals ein Waffenstillstand geschlossen geringe Sache, wie eines einzelnen Soldaten Leben in der beruhigen. Das war, wenn man mir den fleinen Rudolf worden sei das bedeutete diesmal wohl den Frieden. großen Sache, für die er es gelaffen hat, gänzlich verschwindet. ins Zimmer brachte. Du mein geliebtes Kind Du An dem Tage nach dem Eintreffen dieser Neuigkeit stand ich Du, meine Tochter, bist lange nicht patriotisch genug mein Troft, meine Stüße, meine Zukunft!" so rief ich zum ersten Male ein wenig auf. Der Friede! Welch' ein gefinnt. Aber ich will jekt mit Dir nicht zanken... Die den kleinen in meinem Innern an, wenn ich ihn erblickte. füßer, wohliger Gedanke... Vielleicht zu spät für mich! Hauptsache ist, daß Du wieder gesund wirst, und Dich für Er blieb aber nicht gern in dem traurigen, verhängten... Gleichviel: ich fühlte mich doch unfäglich beruhigt: Deinen Rudi erhältst, um einen tüchtigen Mann und Bater- Krankenzimmer. Es war ihm wohl unheimlich, seine sonst wenigstens brauchte ich mir nicht mehr täglich, fründlich den landsvertheidiger aus ihm heranzubilden. so Lustige Mama jeht unaufhörlich im Bette liegen zu tosenden Kampf vorzustellen, von welchem Friedrich vielleicht sehen, verweint und blaß. Er wurde selber ganz nieder- gerade umgeben war geschlagen, und so behielt ich ihn immer nur für kurze„ Gott sei Dant, jezt wirst Du bald gesund werden," Augenblicke bei mir. sagte die Tante eines Tages, nachdem sie mir geholfen, * * Ich genas nicht so schnell, als man anfangs gehofft. Die fortdauernde Nachrichtslosigkeit versetzte mich in solche bange Aufregung, daß ich aus dem fieberhaften Zustand Bon meinem Bater Tamen häufig Anfragen und mich auf einen Ruhesessel niederzulassen, den man mir zum eigentlich gar nicht herauskam. Die Nächte waren mit Nachrichten. Er hatte an Friedrich's Obersten und offenen Fenster geschoben hatte. Und da können wir nach ichauerlichen Phantasien gefüllt und die Tage vergingen in noch an mehrere Andere geschrieben, doch noch keine Ant- Grumiz... wie Rheumatismus haben. Wird die große Militärvorlage] sind nur Theile der Komödie, die seit Monaten im Gang] barum der Hebel zur Besserung einzusehen. Denn welchen eingebracht werden oder nicht? Wie groß werden die Neu- ist, und die Verwirrung und Täuschung des Volkes zum Eindruck macht es auf die Allgemeinheit, wenn ein großes forderungen sein? Wird die große Militärvorlage gleich einzigen Zweck hat. Daß Komödianten auch im Publikum hauptstädtisches Blatt den Antisemitismus auf das Heftigste zu Anfang der nächsten Session eingebracht werden, oder ihre scheinbar unabhängigen Leute sizen haben, das ist ein bekämpft, zugleich aber es als einfach" unmöglich hinstellt, erst nach Ostern, wenn die Budgetdebatten vorbei sind? alter Sniff. Die Herren des Reichsboten" und der Krenz- daß etwa gar ein zufällig als Jude geborener Publizist in Werden die Mehrforderungen klein sein, groß, sehr groß? Beitung" gehören sogar zu den Vätern der neuen Militär- feinem Redaktionsstabe eine maßgebende Stellung einnimmt. Vierzig, achtzig, hundert, hundertfünzig Millionen jährlich? vorlage, sowie der Komödie, mit welcher sie eingeleitet Welchen Eindruck macht es auf die Gesammtheit, wenn ein Und wird ein Anlehen nöthig sein? Ein kleines, ein wird. anderes hauptstädtisches liberales Organ im politischen großes, ein riesiges? Zweihundert Millionen? FünfTheile auf's Schärffte eine Regierungsmaßregel angreift und hundert Millionen? Eine Milliarde? Wird die zwei- Auf einer Agitationsreise ist augenblicklich der im lokalen Abschnitt derselben Nummer vor den Lackstiefeln jährige Dienstzeit kommen oder nicht? Und wie sind die Reichs- Schaßsekretär von Malzahn, um die Schwaben des Mannes in Demuth erstirbt, von dem die auf erster beiden Aderlaffe der finanzielle und der körperliche und Bajuwaren, d. h. die schwäbischen und bayerischen Seite des Blattes bekämpfte Maßregel ausgeht. Widerlich dem Patienten Michel so zu appliziren, daß er nicht Höchstmögenden für die neuen Steuerpläne zu gewinnen. und Efel erregend geradezu wirkt aber in fast allen hauptallzu bockbeinig ausschlägt? Um all diese Fragen in Stuttgart ist er bereits gewesen, und die Mün- städtischen liberalen Organen die Art und Weise, in der sogewird seit Monaten herumgeschmust, heute diese, morgen jene chener Neuesten Nachrichten" signalisiren ihn bereits für nannte an höchster und allerhöchfter Stelle gefallene Bonmots" Antwort gegeben, von Jedem eine andere, von den Duyenden München. Bier, Branntwein, Tabak und was sonst angestaunt und weiter verbreitet werden. Was muß aber eine der Reptilien Dutzende verschiedener Antworten, alle ein- noch sollen bluten, da„ wir" heidenmäßig viel Geld für derartige Publizistit an höchster Stelle unzweifelhaft wirken ander widersprechend. Und das ganze Geschmuse und Fragen unsere" Militärvorlage- brauchen. Das Volk muß die und zeitigen? Berachtung! Und deshalb: Herum mit und Antworten eine jämmerliche, plumpe Komödie. Denn Beche zahlen. der Deichsel! Das deutsche Volk ist mündig geworden. für Jeden, der Augen hatte zu sehen und den Willen, seine einmal die Frankfurter Zeitung". Sie tann Den Kopf der Sozialdemokratie zerbricht sich wieder Deshalb genügt es nicht, wenn sich liberale Zeitungen aus einen General- Angriff und-Ansturm Moloch's handelte, um greifen, warum eine Partei, die in anderen Ländern fich Herr"- ,, Hoc volo, sic jubeo( das will ich, so befehle einen Entscheidungskampf für den Militarismus, daß der Moloch, um nicht Alles zu verlieren, zu seiner Selbſt thue. Brinzipielle Gründe könnten es nicht sein, denn wir das oberste Gesez)- mit der Redewendung abfinden:" Wir Selbst- thue. an den Landtagswahlen betheiligt, dies in Preußen nicht ich's)- Regis voluntas suprema lex"( des Königs Wille exhaltung Alles gewinnen mußte- Alles, den letzten Blut- betheiligten uns ja an anderen Wahlen mit indirektem und können dergleichen nicht glauben, bis eine amtliche Beſtäti tropfen des Volls, ſo daß es sich weißblutet" und weiß auch mit Dreiklassen- Wahlrecht. Wenn wir uns an den gung erfolgt oder betreffenden geblutet" saigné à blanc, wie Bismarc es in seiner barbarischen Cognac- Rede*) lallend ankündigte preußischen Landtagswahlen betheiligten, wären uns mehrere Phrasen sonst lauten. Nein, die wirklich liberale Bresse wird auch dem Kaiser gegenüber darauf hinweisen und weißgeblutet, ausgeblutet, Mandate doch sicher. blut- und kraftlos und widerstandsunfähig in Moloch's Armen liegt, und daß wir mit anderen Parteien Kompromisse und Wahl- gebracht, immerhin von einer gut angewandten Jugend, Letzteres ist richtig, allein nur unter der Bedingung, müssen, daß dergleichen Aussprüche von einem Manne vorihm nicht mehr zu entrinnen vermag. Das wußte Jeder bündnisse abschließen. Und das wollen wir nicht, weil es, von einem vorzüglichen Gedächtniß für klaſſiſche Zitate von Anfang ant. Und von Anfang an wußte Jeder, Fehlerzeugen, der nicht ein zehnfaches Brett vor dem Schädel hat, daß der abgesehen von dem Prinzip, ein taktischer Fehler zeugen, daß sie aber mun und nimmer in unser heutiges Moloch keine Zeit hat zu warten, und daß er der Todfeind in Arm gehen, die wir morgen bei der Reichstagswahl be- Löwe! Nur kommen Deine Mahnungen verschiedene Poſtwäre. Heute bei der Landtagswahl mit Parteien Arm Leben übersetzt werden können." Gut gebrüllt, füddeutscher der Demokratie iſt, und ohne Selbstmord zu begehen an tämpfen müssen, das hieße unsere Wähler verwirren und tage zu spät! Deine eigenen Säße sind der Beweis dafür, Warum der Moloch, der uns seit den siebziger Jahren 1314 Milliarde demoralisiren. Sie ließen es sich auch nicht gefallen. Die daß sich das Uebel schon zu tief eingefressen hat. nennst du die großen hauptstädtischen Blätter", für die in - über dreizehntausend Millionen! gekostet, sich jetzt, da Sozialdemokraten sind keine Hämmel. der That jeder ehrliche Mensch nichts als Berachtung", er va banque spielt, nicht mit einem Pappenstiel begnügen Wozu die Cholera dienen muß! Die Kreuz tiefste Berachtung hat, nicht mit Namen? Die Kor würde, das war ebenfalls von Anfang an klar wie die Sonne. Beitung", der die Freizügigkeit längst ein Dorn im Auge ist, ruption ist eben schon so weit vorgeschritten, daß auch die Steigerung des Militarismus bis auf's Aeußerste! Vermehrung braucht jetzt auch die Cholera als Kampfmittel gegen die Ehrlichen im Bourgeoislager bereits unter ihrem Banne des stehenden Heeres, soweit es im Rahmen des Militarismus Freizügigkeit. Weil wir kein„ Seuchengeset" haben, weil stehen. Da helfen keine moralischen Mahnungen mehr; mit höchster Anspannung aller Kräfte überhaupt geschehen verschiedene Behörden ganz topflos geworden sind, und mit eine ungesunde wirthschaftliche Unterlage muß eine forrum kann! Das war das Ziel, welches sich von vornherein für den Gesezen umspringen, als wenn sie gar nicht für fie pirte Presse erzeugen und wird sie so lange haben, bis eine jeden Sehenden scharf abgrenzte. Und die Erreichung dieses vorhanden find, deshalb muß die Freizügigkeit abgeschafft gesunde Gesellschaft die Oberherrschaft erlangt hat. Das Ziels mußte Milliarden kosten um sich das zu sagen, werden! Es ist dieselbe Logik, die der Kreuzzeitungs- Junker beweist auch dieses Zeichen der bürgerlichen Selbsterkenntniß dazu bedurfte es blos der Anfangsgründe des Rechnens. Graf Pfeil hatte, als er im Jahre 1855 für Beseitigung wieder! Doch die Wahrheit war zu erschreckend, zu abstoßend, der Verantwortlichkeit der die Polizeigewalt ausübenden fie ließ sich nicht mit Einem Male enthüllen und darum Gutsbefizer sprach. Er führte aus, daß wenn diese Ber- Aus dem Neiche des Herrn Thielen. Der hans dieses standalöse Verirspiel, dessen Opfer das deutsche Denker- antwortlichkeit gelten sollte, er selbst schon hätte ins Zucht- noversche Boltswille"( Nr. 219 vom 18. d. M.) ist wiederum volt seit Monaten ist. haus kommen müssen. Da es aber doch undenkbar sei, daß in der Lage, einen autographischen Bettel des Königlich Offiziöfen- Komödie mitzuspielen beginnt. Schreibt z. B. der Gefeß beseitigt werden. Den Kreuzzeitungs- Rittern ist jedes Arbeiter in Verruf erklärt, zu veröffentlichen. Ausgestellt Und es steckt so an, daß auch das Publikum in der ein hochgeborener Graf ins Zuchthaus komme, müsse das preußischen Eisenbahn Betriebsamtзannover- Rheine, welcher sozialdemokratische Reichsbote", er könne die Regierungsvorlage nicht annehmen, Mittel Recht, um für ihre reaktionären Gelüfte Kapital 3 ist der Bettel am 28. März 1890, also zu einer Zeit, als schon kein weil sie an der dreijährigen Dienstzeit rüttle- eine Erschlagen. flärung, der sich die Kreuz- Beitung" im Rerne anschließt. Zweifel mehr darüber bestand, daß das Bismarc'sche System " Sie die Kreuz- Beitung" ist aber der Ueberzeugung, Selbsterkenntniß geht doch über Alles! Eine und das Ausnahmegeset verschwinden mußten. In Hannover , daß mit nicht höheren Mehrkosten, als die in Aussicht wesentliche Stärke der Arbeiterpresse besteht bekanntlich darin, hielt man aber noch zäh an der Verrufserklärung fest. Hier stehende Vorlage in Anspruch nimmt, auf der Grundlage daß wir uns nie scheuen, ein Kind beim rechten Namen zu nennen, der Inhalt derselben.( Die Familiennamen der Arbeiter der dreijährigen Dienstzeit eine wirkliche und aus- und daß es" Sperlingsblätter" in unseren Reihen nicht giebt. geben wir nur durch die Anfangsbuchstaben wieder; fie reichende Stärkung der Armee, die wir bei Einführung der Das hat uns von jeher auch die Sympathie derjenigen sind auf der Verrufserklärung selbstverständlich aus zweijährigen Dienstzeit trob quantitativer Vermehrung der Unterdrückten verschafft, die noch nicht auf unserem Partei- geschrieben.). Truppen bisher nicht zu erkennen vermögen, zu erreichen standpunkt stehen, aber durch die rückhaltlose Art, mit ist und daher angestrebt werden sollte." welcher die Arbeiterpresse alle Mißstände bespricht, ver" Und auch angestrebt wird. Reichsbote" und" Kreuz- anlaßt werden, uns näher zu treten. Dem gegenüber steht Zeitung" mögen sich beruhigen. Die Grundlage der die erbärmliche Leisetreterei der bürgerlichen Presse in Dreijährigen Dienstzeit", das heißt des jezigen Militär- großen und kleinen Dingen. Und diese Erbärmlichkeit ist systems, wird nicht umgestürzt; und Reichsbote" und jetzt so groß geworden, daß offene Elemente im eigenen " Kreuz- Zeitung" werden ihre helle Freude an der neuen Lager der Bourgeoisie anfangen, gegen dieses Preßgebahren Militärvortage haben. Und haben sie. Wir kennen zu rebelliven. So wird der in Frankfurt a. M. erscheinenunsere Spiegelberge. Ihre Skrupel und ihre Opposition den Demokratischen Correspondenz" aus Süddeutschland geschrieben: Johann Jacoby sprach einst das Wort: Es Wir meinen die berüchtigte Hegrede, mit welcher der ist das Unglück der Könige, daß sie die Wahrheit nicht Herkules des Jahrhunderts die 1887 er Wahltampagne einleitete. hören wollen. Heute können wir diesen Ausspruch dahin Die Rede dauerte etwa eine Stunde, und für den nöthigen ändern: Es ist das Unglück der Könige, daß ihnen nicht Spiritus forgten 16, in Buchstaben sechszehn Glas( großen die Wahrheit gesagt wird. In den heutigen libeKalibers) Cognac mit Waffer( lekteres in homöopathischen Dosen), ralen Organen der Bresse, diese haben wir vor die damals von der nationalliberalen Preffe bewundernd regiftrirt wurden, und bei deren kunstgerechter Herstellung der nehmlich im Auge, steckt nicht mehr die Wuch to damals so geliebte, jetzt so bitter gehaßte Staatssekretär Herr der Ueberzeugung, die ihren Vorgängern m v. Boetticher mit auf diesem Gebiet unbestrittene Meisterschaft das gewaltige Schwergewicht, mitwirkte. Sobald ich die Kraft habe, reise ich nach Nach Alsen? Aber Kind, was fällt Dir ein?" widerstehlichen Nachdruck gab. Geheim Eing. den 7 März Nr. 182 L. Hannover, den 28. März 1890. GHI Der Schloffer Auguft P. zu Arnsberg, geboren den 25. Februar 1853, und der auf der Haltestelle Burgfolms beschäftigt gewesene Arbeiter Wilhelm B., geboren den 20. September 1869, find wegen Betheiligung an sozialdemokratischen Bestrebungen aus der bisherigen Beschäftigung entlassen. Die Borgenannten find im Falle etwaiger Meldung nicht in Beschäftigung zu nehmen. Königliches Eisenbahn- Betriebs- Umt. ( Hannover- Rheine.) Maret. niin milanes An sämmtliche Herren Dienststellens di Vorstände und Bahumeister car diald Nr. 104 S. I.( je besonders.) den un= So retten die Leiter der staatlichen Mufteranstalten im Hier ist Schweiße ihres Angesichts den Staat. Alsen!" jetzt die Thür sich öffnen müsse, um dem Theuren Einlaß zu rere Tage bewußtlos im Fieber gelegen. Briefe waren gewähren. Zu diesem Zwecke mußte ich aber träumen, daß ihm in letzter Zeit keine zugekommen, und es war auch " Ich will dort die Stelle finden, wo Friedrich ich die Augen halb offen hielt. Es war mir eine An- nicht möglich gewesen, solche abzuschicken. Als er genesent, entweder verwundet oder-" ich konnte nicht weiter strengung dies zu erzwingen, aber es gelang- linienbreit da war der Waffenstillstand bereits erklärt und eigentlich sprechen. hob ich die Lider und der Krieg zu Ende. Nichts hinderte ihn, nach Hause zu " Soll ich den kleinen Rudolf holen?" fragte die Und da war es, das ersehnte, das beglückende eilen. Jetzt schrieb und telegraphierte er nicht mehr und Tante nach einer Weile. Sie wußte, daß dies das beste Bild: Friedrich, mein geliebter Friedrich auf der reifte Tag und Nacht, um so schnell als möglich anMittel sei, um meine trüben Gedanken für eine Zeit zu Schwelle... Laut aufschluchzend und das Gesicht mit zukommen. Db ich noch am Leben, ob ich außer Gefahr verscheuchen. beiden Händen bedeckend, fuhr ich aus meinem traum- war das wußte er nicht. Er wollte sich auch gar nicht haften Zustand auf. Mit einem Schlag war es mir flar darum erkundigen-nur hin, nur hin, ohne eine Stunde geworden, daß dies nur eine Halluzination gewesen, und zu verlieren und ohne seiner Heimfahrt etwa die Hoffnung das himmelshelle Glückslicht, welches von diesem Wahn- abzuschneiden, daß er sein Liebstes wiederfindet. bild ausgeflossen, ließ mir die höllenfinftere Nacht meines diese Hoffnung ward nicht getäuscht: jetzt hatte er fein Unglücks nun desto schwärzer erscheinen. Liebstes wiedergefunden: gerettet und selig über die O mein Friedrich mein Berlorener!" stöhnte ich. Maßen felig " Martha, Weib-!" Bald übersiedelten wir Alle nach meines Vaters Landsiz. Was war das? Eine wirkliche Stimme die seine Friedrich hatte zur Herstellung feiner Gesundheit einen und wirkliche Arme, die mich stürmisch umfingen... längeren Urlaub erhalten, und die ihm vom Arzt verordneten Es war kein Traum: ich lag an meines Mannes Herzen. Mittel: Ruhe und gute Luft, konnte er am besten bei uns in Grumiz finden. " Nein, jezt nicht ich möchte ganz ruhig und allein bleiben. Auch Du thätest mir einen Gefallen, Tante, wenn Du in das Nebenzimmer gingest... vielleicht werde ich ein wenig schlafen. Ich fühle mich so matt..." ,, Gut, mein Kind, ich will Dich in Ruhe lassen. Hier auf dem Tischchen neben Dir steht eine Glocke. Wenn Du etwas brauchst, wird gleich jemand zur Hand sein." " " War der Briefträger schon da?" Nein es ist noch nicht Postzeit." Wenn er kommit, so wecke mich." • * Und Ich lehnte mich zurück und schloß die Augen. Leisen Schrittes ging die Tante hinaus. Dieses unhörbare Wie in der letzten Abschiedsstunde unser Schmerz sich Das war ein glücklicher Nachsommer... Ich er Auftreten hatten sich in letzter Zeit alle Hausgenossen an- mehr in Thränen und Küssen, denn in Worten ge- innere mich keines Beitabschnittes in meinem Leben, der gewöhnt. äußert hatteso auch unser Glück in dieser Wiedersehens schöner gewesen wäre. Die endliche Vereinigung mit einem Nicht schlafen wollte ich, sondern nur mit meinen Ge- stunde. Daß man vor Freude wahnsinnig werden faun, ich lang ersehnten Geliebten mag wohl unendlich herrlich sein; aber banken allein bleiben Ich befand mich in demselben fühlte es deutlich, als ich den Verlorengeglaubten wieder fest fast noch füßer will mir die Wiedervereinigung mit einem Bimmer, auf demselben Ruheseffel, wie an jenem Bor- hielt, als ich schluchzend und lachend und erregungszitternd schon halb Verlorengegebenen scheinen. Wenn ich mich für mittage, wo Friedrich gekommen war, mir mitzutheilen: immer wieder den theuren Kopf mit beiden Händen faßte, einen Moment in das Angstgefühl zurück versetzte, welches „ Wir haben Marschbefehl". Es war auch eben so schwül, um ihm Stirn und Augen und Mund zu küssen, unverständ- mich vor Friedrichs Rückkunft erfüllte, oder mir die Bilder wie an jenem Tage, und wieder dufteten Rosen in einer liche Worte stammelnd herauf beschwor, welche meine Fiebernächte gequält hatten Base neben mir, wieder tönten von der Kaserne Trompeten- Auf meinen ersten Jubelschrei war Tante Marie aus Friedrich, allerlei Todesqual erleidend und mich übungen her. Ich konnte mich ganz in die Stimmung von dem Nebenzimmer herbeigeeilt. Auch sie hatte von Fried- dann an seinem Anblick weidete, so jubelte mir das Herz. damals zurückversezen... Ich wollte, ich hätte wieder ein richs Rückkunft keine Ahnung gehabt und bei seinem Anblick Ich hatte ihn jetzt noch lieber, noch hundertmal lieber, den schlummern können und träumen, wie ich damals zn träumen ließ sie sich mit einem lauten" Jesus, Maria und Joseph!" wiedererlangten Gatten, und ich empfand seinen Bests als wähnte: daß die Thür leise aufging und der geliebte Mann auf den nächsten Sessel fallen. einen immer anwachsenden Reichthum. Schon hatte ich mich für eine Bettlerin gehalten die und jetzt: hereintrat... Die Rosen dufteten immer schwerer und durch bas offene Fenster hallten die fernen Tra- ra ――― Freudenmillion war mein! allmälig schwand mir das Bewußtsein der Gegenwart, immer mehr und mehr fühlte ich mich in jene Stunde zurückverfett vergeffen war alles, was feither vorgefallen, nur die eine fire bee ward immer intensiver, daß jetzt und Es dauerte lange, bis der erste Freudentaumel sich genug gelegt hatte, um gegenseitigen Fragen und Gegenfragen, Mittheilungen und Berichten Raum zu lassen. Dann er fuhren wir, daß Friedrich in einem Bauernhause liegen geblieben war, während sein Regiment weiter gezogen. Die Wunde war keine schwere gewesen, dennoch hatte er meh( Fortfeßung folgt.) Ein Offiziofus thut den Anderen ab! Die Kritik,] Und die Lage der ihres Ernährers auf so traurige Weise welche wir an den Quackfalbereien geübt haben, welche die beraubten Familie ist noch entsetzlicher, als wenn der Mann Berliner Politischen Nachrichten" als in fofort an den Folgen des Unfalls gestorben wäre. Hier ist Vorbereitung begriffene gesetzgeberische Maß- wieder einmal höchstes Recht höchstes Unrecht". Am Beaahmen für das Handwert anpreisen zu sollen scheide des Reichs- Versicherungsamtes läßt sich nichts mehr glaubten, hat eine sehr hübsche Wirkung erzielt. Der un- ändern, er ist endgiltig. In Gesetz und Verwaltung der geschickte Offiziofus der Berliner Politischen Nachrichten", Unfallversicherung müssen aber sofort Vorkehrungen gesucht beffen Unwiffenheit man sich in maßgebenden Kreisen nach werden, die solche schreiende Fälle nicht wieder vorkommen träglich zu schämen scheint, wird nach Bekanntwerden un- lassen. ferer Kritik von einem anderen Offiziosus, demjenigen der Magdeburger Zeitung", wie folgt abgethan: Die Allerlei Russisches. Der„ Dziennik Poznanski"( fiehe Kreuz- Zeitung" Nr. 489 vom 20. d.) meldet aus Warschau der russisch- polnischen Hauptstadt: Zwischen dem KorpsKommandeur Swift unɔw und dem Divisions- KavallerieGeneral Risenkampf tam es zu einem standalöfen Auftritt, als Ersterer dem Zweiten beim Rapport Lockerung der Disziplin seiner Division vorwarf und ihm die Nachsuchung seiner Versehung aus Warschau anrieth. Letzterer wies dieses Anfinnen energisch zurück; als Swistunow ihm Strafe androhte, zog Risenkampf seinen Revolver und begann den Bajuvarisch- ultramontane Schacherpolitik. Das Korpskommandeur mit Kolbenstößen zu traktiven. Bezüglich der zu erwartenden Schritte der Reichs- fleritale Bayerische Vaterland"( Nr. 213 vom 20. b. M.) Dienerschaft fesselte Risenkampf, dem Swistunow zahlreiche regierung auf dem Gebiete der„ Handwerkerfrage" wird schreibt über Dr. Orterer, den redeeifrigen ultra- Fußstöße versezte. Auf telegraphische Meldung an den von unterrichteter Seite gerathen, alle Nachrichten, a uch" Die Beförderung des Oberpatriotenhäuptlings Dr. Orterer rieth immer große Nervenzerrüttung, ist in einer Frrenmontanen Reichstags- und bayerischen Landtags- Abgeordneten: Baren erging die Antwort: Der General Risenkampf verfolche, die gewohnheitsmäßig für„ offi siös" gehalten werden, mit Vorsicht auf giös" gehalten werden, mit Vorsicht auf- zum Gymnasialrektor in Eichstädt ist erfolgt. anstalt unterzubringen, General Swiftunow vor ein Kriegszunehmen. Bislang fei noch nichts beschlossen. Mandat zunehmen. Bislang sei noch nichts beschlossen. Also wieder Einer von den„ Patrioten", dem das gericht zu stellen. In Warschau erregt der Vorfall großes Erörterungen und Beschlüsse der Regierung( würden sich and at Glück gebracht, bezw., um mit Herrn von Luz Aufsehen." Weiter! Fürst Karl Radziwill soll, lediglich in der von dem Staatssekretär des Innern, von zu reden, die heißerfehnte erledigte Schuster wie das„ Berliner Tageblatt" aus Lodz meldet, einem Bötticher, im Reichstage bezeichneten Richtung bewegen, onzession" eingebracht hat! Dr. Orterer ist zwar noch schweren Gemüthsleiden verfallen sein. Auf einer Reise, Bötticher, im Reichstage bezeichneten Richtung bewegen, lange nicht an der Reihe zu dieser Beförderung, abgesehen, bie derselbe mit dem General von Werder, einer Einladung Alles Weitere beruhe auf einseitigen Wünschen und Illu- daß er Jahre lang auf den Parlamentsbum mel des Baren folgend, nach Spala zur Hoffago antrat, habe der Alles Weitere beruhe auf einseitigen Wünschen und Illufionen." Das genügt uns vorläufig, wenn wir auch von den verwendete und sein Amt, für das er bezahlt war, Amt Fürst am Sonntag früh mit einer Doppelflinte und zwei endgiltigen„ Erörterungen und Beschlüssen“ bl utwenig Ge- sein ließ, um sich noch mal und doppelt bezahlen zu Revolvern von dem Fenster seines Zimmers im Hotel zu scheidtes erwarten. lassen und so die Geldmacherei mit System und Lodz auf Alles, was sich dort auf dem Hofe blicken ließ, Methode betrieb, auch wurde seine Klaffe stets als die Virchow und das offizielle Rußland. Nachdem schlechteste gerühmt: aber Herr Minister v. Müller wird gefeuert und zwei Hotelbedienstete schwer verwundet. sich Niemand in seine Nähe wagte, wurde die Feuerwehr wir Herrn Virchow für seinen in der Nation" auf Bäter- schon wissen, warum er diese Handvoll Menschheit auf den requirirt, und als die Ueberschüttung des Fürsten mit kalten chen angeſtimmten Lobgesang(„ Vorwärts" Nr. 219 vom Leuchter eines Gymnasialrektors stellt, und wir können Strahlen gleichfalls nicht zu seiner Beruhigung beitrug, 18. September) haben Spießruthen laufen lassen, ergreift es uns denken! Der eine dieser biedern Rammer mußte die Hilfe des Militärs in Anspruch genommen nun auch die Kreuz- Zeitung" wieder das Wort und fertigt patrioten friegt dies, der andere kriegt das, ein Jeder werden, dem es erst nach langem Bemühen gelang, ihn zu den Berliner Universitätsrektor, den seine ekstatisch ver triegt was anders, aber jeder kriegt was!" Da ift's eine überwältigen und zu feffeln."- Der Bar hat Unglück mit zückten demokratischen" Freunde schon in Wadelstrümpfen Luft, Kammerpatriot zu sein, denn es rentirt sich wirk- seinen Heerführern, Glück mit seinen Jagdgenossen. Was und geschmückt mit einem Orden, dem pour le mérite, bei lich nicht schlecht!" Hofe sehen, gründlich ab. Sie schreibt( Nr. 440 vom 20. d.) zu werden.Da ben Terroristen bei Borti mißlungen ist, hätte bei Spala dem irrfinnigen Radziwill gelingen können. Ein schwerer Schlag für Bäterchen", für das offizielle Rußland und feine Verehrer!- Den Londoner Daily News"( siehe Frankfurter Zeitung" Nr. 263 vom 19. September) wird " Frankfurter Zeitung" Nr. 263 vom 19. September) wird aus Rußland gemeldet, daß nach einem amtlichen Berichte des Gouverneurs von Turkestan in dem genannten Gouvernement 1300 Personen der schwarzen Beulenpe st erlegen sind. Eine weitere Ausbreitufig der Seuche Pest erlegen sind. Eine weitere Ausbreitufig der Seuche werde jedoch nicht befürchtet. zum Schluß: Schon Leffing hat gesagt, der Charakter der Innungs- Egoismus. Die Herren Jnnungsmeister Deutschen scheine zu sein, daß sie keinen hätten, und wenn nutzen bekanntlich die ihnen ertheilten Privilegien bazu aus, man Kundgebungen wie diese legten ansieht, fühlt man sich die Preise in die Höhe zu treiben und das Publikum zu allerdings versucht, ihm auch heute noch Recht zu geben." beschwindeln. Und warum auch nicht? Die Agrarier und Um so beglückter wird der neue russische Finanzminister Schutzöllner, welche die Innungen schufen, machen es ja Witte über die rosenrothen Bilder sein, die Herr Birchow ebenso, und warum foll den Kleinen verboten sein, was malt von den Potemkin'schen Dörfern. Wenn nun die den Großen erlaubt ist? Das ist also ganz in der Ordnung. nächste Anleihe nicht glückt, dann ist kein Deutscher mehr Die„ Kreuz- Zeitung", der manchmal Zugendanwandlungen werth, in Rußland mit„ orientalischer Gaftlichkeit" düpirt kommen, fand sich aber vor einigen Tagen bemüßigt, den Nordamerikanische Klassenjuftig. Der Anarchist Innungen ob ihres Egoismus" eine Strafpredigt zu halten unter Beibringung einiger frasser Beispiele von fünstlicher Bergmann, welcher während des Streits der Arbeiter ber Mißgeschick beim ,, Dekoriren". Wie eine Humo- Brot und Fleischvertheuerung. Was Herr Stöcker zu dieser Hüttenwerke in Homestead am 23. Juli cr. auf den Intenreste in zwölf Beilen lieft fich folgende Notiz über eine- Indiskretion der Kreuz- Zeitung" wohl sagen wird? danten der Carnegie'schen Gesellschaft, Frick, geschossen verunglückte Drdensverleihung, welche die liebe Bossische Der Wahrheit die Ehre geben welches Verbrechen, wie hatte, wurde zu 21 Jahren Gefängniß und einem Jahre Zwangsarbeit verurtheilt. Frgend ein bürgerlicher Revolverunfittlich! Zeitung" dieser Tage brachte:" In der heutigen Morgenheld wäre besser weggekommen mit oder ohne Bestechung nummer theilten wir mit, daß dem Stadtbaurath BlankenEngland. Die sozialdemokratische Föderation hat der Geschworenen. So entschiedene Gegner des Anarchismus stein und einem der städtischen Bau- Inspektoren italienische Drden verliehen seien. Hierzu erfahren vorigen Sonntag den Beschluß gefaßt, Sonntag, den wir sind, es ist klar, daß hier der Arbeiter, der aus wir zuverlässig, daß in Bezug auf den Bau- Inspektor ein 13. November, unter allen Umständen auf Trafalgar Empörung über die ausgepowerten und niedergeknüttelten Irrthum oder eine Namen 3 verwechselung vor- quare eine Volksversammlung abzuhalten. Süttenleute sich an einem Schinder vergriff, deshalb so liegen müsse. Den Anlaß zu dieser Auszeichnung habe Man stand davon ab, vorher mit der Regierung zu unter- bart angefaßt wird, weil er für die Arbeiter eintrat. Die jedenfalls die Ausschmückung der Straßen und namentlich handeln. Diese ist nun in großer Verlegenheit, denn sie schuftigen Pinkerton's erhalten von Uncle Sam die BürgerDer Schloßbrücke bei Gelegenheit des letzten Besuches des will mit bekanntem Liberalismus das Recht des Volkes, trone, Königs Humbert gegeben. An dieser sei aber der heute auf öffentlichen Plätzen sich zu versammeln, nicht anfrüh von uns genannte Herr in feiner Weise, wohl aber erkennen, und der neue Minister des Innern, Herr Asquith, ein anderer Bau- Inspektor mit angestrengter Thätigkeit be- bat früher, nach der Sprengung des Meetings vom forschung" des Kongogebiets ausgesandte Expedition Hobister theiligt gewesen und offenbar sei diesem der Orden zu 13. November 1887, als Vertheidiger des damals ver- ist vollständig aufgerieben worden, und noch sonstige Niedergedacht gewesen." Der famose italienische Orden" ist also hafteten Cunninghame Graham, das Recht des Bolts so lagen" werden gemeldet. Gleichzeitig auch ein„ Sieg" einem Bau- Inspektor ins Knopfloch geflogen, der sich nicht nachdrücklich vertheidigt, daß es ihm nicht leicht sein wird, der Expedition Kerkhoven in Wadelai. Die„ Sieger" haben das geringste Verdienst" um die" sympathische" Aufnahme ein Verbot mit seinem damaligen Auftreten in Harmonie für etliche Millio nen Mark Elfenbein eingesammelt", das des Königs Humbert in Berlin erworben hat, und der zu bringen. Indeß was bringt eine liberale Mannesseele heißt gestohlen. Die Eingeborenen und Araber lassen sich das natürlich nicht gefallen, und nächstens wird der verdienstvolle" Mann ist leer ausgegangen. Schrecklich, nicht fertig? Zivilisator Kerkhoven das Schicksal seines Kollegen Hodister schrecklich! Wenn die Ordensdekorationen auch noch antheilen. Und von Rechtswegen. Kerkhoven ist der flämische fangen, auf diese Weise Unzufriedene" zu schaffen, so Ausdruck für Kirchhof- und dieser Name wäre sehr passend blüht ja der Weizen der Umsturzparteien" immer üppiger. für den dunkelen Erdtheil". Selbst die Grüße zur ordentlichen Vertheilung von Sternen und Bändern scheint in Höflingskreisen ausgegangen zu fein. in Aus London wird telegraphirt: Montag, 19. September. In einer von etwa 50 000 Personen besuchten Versammlung des Vereins der Gruben arbeiter von Nord- Wales wurden mehrere Resolutionen zu Gunsten des achtstündigen Arbeitstages und der Ernennung eines Arbeitsministers angenommen. Ein französischer Gewerkschaftskongres tagt jetzt Marseille. Demselben wird sich am Sonnabend der sozialistische Parteifongreß auschließen. Aus Marseille wird heute( 20.) telegraphirt: Der Bürgermeister und die sozialistischen Gemeinderäthe empfingen feierlichst die Abordnungen der übrigen durch sozialistische Gemeinderäthe vertretenen Städte Frankreichs zum Gewerkschaftsfongreß. Der Bürgermeister erklärte, die moderne Gesellschaft, Handel, Industrie und Kunst seien vollständig von der Energie und der Intelligenz sowie dem guten Willen der Handarbeiter abhängig. Marseille stehe vollständig zur Verfügung der übrigen sozialistischen Vertretungen; er hoffe, daß eine gemeinsame Berständigung der sozialistischen Gemeinderäthe Frankreichs die Lösung der Arbeiterfrage beschleunige.Liévin, 19. September. Die Belgier verlassen in großer Zahl das französische Grenzgebiet. Diese Woche räumten die Belgier 150 Wohnhäuser. Ueberall werden in den Bergwerken Franzosen dafür eingestellt. Wieder afrikanische Hiobsposten. Die zur Ers Kommunales. Wähler des 15., 25. und 26. Berliner Kommunal Wahlbezirks! Am 27. September cr. findet die Erfahwahl für die auss geschiedenen Stadtverordneten Tubauer, Sabor und Höhne statt. Es ist Eure Ehrenpflicht, dafür zu sorgen, daß diefe Bezirke auch ferner von Sozialdemokraten vertreten sind. Thue deshalb ein Feder seine Pflicht, sowohl in der vorhergehenden Agitation als auch am Tage der Wahl. Als Kandidaten sind folgende Parteigenossen aufgestellt: Für den 15. Bezirk: Theodor Metzner, Schuhmachermeister, Naunynstr. 72. Für den 25. Bezirk: Julins Wernau, Schankwirth, Rosenstr. 30. Für den 26. Bezirk: Bernhard Bruns, Tischler, Wrangelstr. 61/62. Die Wahlbezirke erstrecken sich über folgende Straßen: Der 15. Bezirk: S Mariannen Ufer. Bethanien- Üfer. Elisabeth- Ufer Nr. 37 bis 59. Naunynstr. 2-58, 60-90. Waldemarstr. 28-61. Adalbertstraße 18-23, 67-84. Mariannen Platz Nr. 1-6a. Mariannenstr. 1-11, 43-53. Manteuffelstr. 42. DranienStraße 1-26, 180-205. Staligerstr. 121. Heinrichs- Play. Der 25. Bezirk: Roppenftr. 1-7, 40, 87-94. Stralauer Blah 1-23, 29-35. Eine ganz unhaltbare Entscheidung, in Unfall fachen veröffentlicht soeben der Reichs- Anzeiger" aus der neuesten Spruchpraris des Reichs- Versicherungsamts. Sie betrifft folgenden Fall. Ein Arbeiter hatte sich durch einen Betriebsunfall eine Fußwunde zugezogen und wurde in seiner Wohnung ärztlich behandelt. Während der Behandlung trat ein Magentatarrh ein, gegen welchen der Arzt eine Arzenei perordnete. Ein achtjähriges Kind des Arbeiters vermechselte die Medizinflaschen und reichte dem Kranken die mit Karbol für die Fußwunde gefüllte Flasche. Der Kranke leerte diese Flasche theilweise und hatten die dadurch verursachten inneren Verlegungen den Tod desselben zur Folge. Der Entschädigungsanspruch der Hinterbliebenen ist zurückgewiesen worden, da die Ursache Franzöfifches. Aus den nordfranzösischen Grubenfür den tödtlichen Verlauf die Verwechselung der Heilmittel bezirken, seit einiger Zeit der Schauplatz bedauerlicher Konbildete und dieser in dem Unfalle und seinen flikte zwischen französischen und belgischen Grubenleuten unmittelbaren oder mittelbaren Folgen in jene hatten sich gegen die von den französischen Grubenteiner erkennbaren Weise seinen Grund baronen der Schmuhkonkurrenz halber eingeführten Belgier hatte, wie es etwa dann angenommen werden könnte, gewendet kommt die nachstehende Mittheilung: wenn der Verletzte im Fieberdelirium die Arzeneien verwechselt hätte." So weit der Reichs- Anzeiger" nach dem Urtheil des Reichs- Versicherungsamts. In diesem Urtheil vermissen wir schr schmerzlich die Unbefangenheit und das Verständniß für die Arbeiterlage, welche die Bescheide des Amtes sonst vortheilBeweise, Beweise! Der Pariser Boulangist und haft auszeichnen. Wenn der betreffende Arbeiter infolge Antisemit Drumont, neulich vom Gericht als Verdes Unfalles Fieberdelirien bekommen und während der leumder bestraft, behauptet jetzt, einer seiner Freunde habe ſelben die Arznei verwechselt hätte, so hätte die Behörde ben geschriebenen Beweis dafür in Händen gehabt, daß ein ben Hinterbliebenen eine Entschädigung zuerkannt. Wenn bekannter Politiker von der Panama- Kompagnie 800 000 aber die unzureichende Pflege des kranken Arbeiters in Franks zu Bestechungszwecken erhalten habe". Der Freund seiner elenden Wohnung durch ein ummündiges, achtjähriges des Herrn Drumont hat leider den schriftlichen Beweis aus Kind die Verwechselung herbeiführt, so soll die Entschädigung den Händen gegeben", und der arme Drumont wird nun verweigert werden? Die unzureichende Pflege durch ein wieder einmal von der Bariser Presse als gemeiner Vertleines Kind ist doch eine Sache, die der Arbeiter beim leumder behandelt. Sonderbarer Weise wundert er sich Große Frankfurterstr. 1-19. 127-146. Straußbergerstr. 1-9. Friedenstr. 32-96. Fruchtstr. 39-48. Koppenſtr. 41-43. besten Willen nicht zu ändern vermochte. Wahrscheinlich darüber. 35-52. Friedrichsbergerstr. 1-14. 18-27. Distelmayerstraße. mußten Mutter und etwa vorhandene ältere Geschwister der Straße 42 46 und 58. Frankfurter Allee 1-150. Weidenweg. Arbeit für irgend einen Unternehmer frohnen, während der Die spanischen Sozialdemokraten. Auf dem Ron- Thaerstraße. Petersburgerstraße. Möglinerstraße. Tilfiterſtraße. Kranke daheim der Obhut des noch nicht arbeitsfähigen Kindes greß der spanischen Arbeiterpartei- zu Balencia- wurde Biebigstraße. Eldenaerstraße. Proskauerstraße. Elbingerſtraße. überlassen war. Sollen die Zufälle, die sich aus dieser un die Beschi cung des internationalen Züricher, Langenbeckstraße. Landsberger Allee. Matthiasstraße. Berlorner glücklichen Lage des Arbeiters ergeben, von Einfluß auf Rongresses beschlossen. Das Delegirtenmandat erklärt Weg. Birchowstraße. Choteniusstraße. Elbingerstraße. OlivaerDie Gewährung oder Nicht- Gewährung einer Unfallrente fich für Aufrechterhaltung des Ausschlusses der Anarchisten straße. Thornerstraße. Pallisadenstr. 39-65, 88, 89. Lands sein, so muß die betreffende Berufsgenossenschaft sie vorher( aller anarchistischen Elemente"); Bekämpfung jedes Vor- berger Platz 1-5. ins Auge faffen und für ordentliche Pflege des Arbeiters fchlages eines Generalstreiks, und wenn irgend möglich Die Wählerlisten sind bei folgenden Genossen einzusehen: sorgen. Nicht aber kann sie dies unterlassen und dann Gründung eines internationalen sozialistischen Organs. hinterher aus dieser Unterlassung auch noch Nutzen ziehen Die scharfe Fassung des ersten Punkts darf nicht Wunder wollen. Jusofern, als die betreffende Berufsgenossenschaft nehmen, denn in Spanien ist der Anarchismus" einmal an den Arbeiter trotz seines Unfalles und seiner später hinzu der Arbeit gewesen und hat die revolutionäre Bewegung gekommenen Beschwerden in so schlechter Pflege ließ, hat des Proletariats so gründlich verdorben und den Bourgeoisder tödtliche Verlauf der Krankheit unseres Erachtens aller- parteien in die Hände geliefert, daß die spanischen Arbeiter dings einen Grund in der mittelbaren Folge des Unfalls". Ifür alle Beiten genug daran haben. Mühlenstraße. Warschauerstraße. Vor dem Stralauer Thor. Markgrafendamm. Fruchtstr. 1-10, 23-38, 49-66, 81-86. Königsbergerstraße. Bofenerstraße. Rüdersdorferstr. 34 ber Memelerstraße. Brombergerſtraße. Gubenerstraße. Borhagenertraße. Graudenzerstraße. Straße am Schlesischen Bahnhof. Der 26. Bezirk: 15. Bezirk: Frizz Zubeil, Naunynftr. 86, 25. Bezirk: Gustav Tem pe I, Langeftr. 65. 26. Bezirk: Otto 3abel, Frankfurter Allee 90. Das Komitee. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, 21. September. Opernhaus. Die Tochter des Regiments. Das schlecht bewachte Mädchen. Schauspielhaus. Donna Diana. Leffing- Theater. Der Lebemann. Deutsches Theater. Clavigo. Berliner Theater. von Orleans. Wallner- Theater. Die Geschwister. Die Jungfran Mila. Vorher: Egyptische Ausstellung. Stadtbahnstation Zoologischer Garten. Bu Geöffnet von Morgens 10 Uhr an.. Grosses Konzert von 8 Uhr an. Vorführung der Karawane admittags 4% und 7 Uhr. Heberegister, Mitgliedsbücher, sowie sämmtliche Kaffenbücher, vorschriftsmäßig, Statuten 2c. Für Krankenkassen: Säulen- Anschläge, fowie sämmtliche Drucksachen, Buchdruckerei von Maurer& Dimmick, Elisabethufer 55. Elegante Einfegnungs- Anzüge Achtung! Achtung! Weberstreif! Nixdorf! Diejenigen Arbeiter, welche noch Liften und darauf gesammelte Gelder vom Weberstreit in Rixdorf in Händen haben, werden aufgefordert, unbedingt bis zum 1. Oktober d. J. abzurechnen, resp. die leeren Listen an den Unterzeichneten abzuliefern.- Jm anderen Falle werden die Namen der Ve treffenden durch den Vorwärts" der Oeffentlichkeit übergeben und behält sich Unterzeichneter noch weitere Schritte vor. 2075b J. A.: C. Kellner, Raffirer, Riedorf, Ziethenstr. 66. Ferner bitte ich sämmtliche Arbeiterblätter diese Veröffentlichung abzudrucken. Achtung! Mauer und Achtung! Mauer und Puter! Achtung! Große öffentliche Versammlung am Sonntag, den 25. September, Vormittags 10% hr, in den Armin- Hallen", Kommandantenstraße 20. 11 Tagesordnung: 182/6 Kroll's Theater. Bar und Zimmer- in blauen u. schwarzen Stoffen und Kammgarnen zu billigsten Preisen empfiehlt 1. Unser Kampf um's Dasein. 2. Diskussion. 3. Abrechnung der Vermann. Bellealliance- Theater. Fidelio. Residenz- Theater. Madame Mongodin. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Das Mädchen von Elisonzo. Dorothea. Der Ehemann vor der Thür. Thomas- Theater. Onkel Bräsig. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. TannAlexanderplatz- Theater. Das Versprechen hinter'm Herd. häuser. Ostend Theater. Die CamelienDame. Apollo Theater. Vorstellung. SpezialitätenTheater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. 2967L Julius Lindenbaum, Frankfurterstr. 139. Möbel, Spiegel und Polster- Waaren. 1726L Ganze Ausstattungen in Mahagoni u. Nusbaum; Küchenmöbel in großer Auswahl empfiehlt Berlin S.0., Franz Tutzauer, Tutzauer, spikerfir. 25. Meerschaum-, Bernstein- und Elfenbein- Waaren. Spezialität: Porträts bewährter sozialistischer Führer( Laffalle, Mare n. 3.) in Zigarrenspihen, Pfeifenköpfen, Shlipsnadeln, Manschettenknöpfen, Stöcken, Brochen. Büften. En gros. En détail. 2274 L trauensleute und Neuwahl derselben. 4. Verschiedenes. Die Vertrauensmänner. Heinrich Klingenberg, Mittenwalderstraße 33. Bernhard Förster, Lübeckerstr. 43. Heute, Mittwoch, den 21. September, Abends 8½ Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Große Versammlung B. Günzel, jeht Lothringerftr. 53, am Rosenthaler Thor. der Civil-, Militär- u. Lieferungs- Schneider. Lehranstalt für Damenschneiderei von Frau Hoffmann, modistin, Cuvrystr. 48. Ausbildung in der eleganten Damenschneiderei, Modellzeichnen, Zuschneiden. Winter- Garten. Spezialitäten- Vor- Für Schneiderinnen: Kursus 1-2 Wochen 10-15 Mart. Anfängerinnen: 10 bis 12 Wochen 30 M., unbeschränkte fostenlose Kostümanfertigung für Schülerinnen HEF Schnell- und Abendkurse nach Wunsch. stellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. Gesangsposse in 3 Aften von L. Treptow. Couplets von G. Görss. Musik von G. Steffens. Mit neuen Kostümen und Dekorationen aus dem Atelier des Herrn Lütkemeyer in Coburg. In Scene gefeßt von Adolph Ernst. Anfang 72 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Berlin S.-O. A. Schulz, 2982 3001L Berlin S.- 0. Nr. 5. Reichenberger- Straße Nr. 5. Möbel- u. Polsterwaaren- Fabrik. 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Das Erscheinen aller Kollegen und Kolleginnen aus der Civil, Militär-, Lieferungs-, Herren- und Damen- Konfettions- Branche ist erforderlich. Die Agitations- Kommission. Freie Vereinigung der in der Blumen- und Putfeder- Branche und verwandten Berufen beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Umgegend. Sonnabend, den 24. September 1892: L. Stiftungs- Fest im Konzerthaus ,, Sanssouci", Kottbuserstraße 4a bestehend in CONCERT, THEATER und BALL. Die Musit wird von der Freien Vereinigung der Zivil- Berufs- Musiker ausgeführt. Dirigent: Herr Gartmann. Zur Aufführung gelangt: Der Zigeuner, und während der Kaffeepaufe: Die alte Raketenkiste. Hör- und Seespiel in 5 Bildern von Guillaume Chassenr. 87/8 1. Bild: Die Verblendeten. 2. Bild: Die feimende Selbsterkenntniß. Sprechst 8-1, 3-5. Politlinit f. Unbemitt. 1-3, 5-6. Künstl. Bähne 2 m. 3. Bild: Durch Kampf zum Sieg. 4. Bild: Auskehr und Heimkehr. 5. Bild: Die Zukunft. Mitglieder erhalten noch Billets beim Unterzeichneten. Programme à 25 Pf. find in allen mit Blakaten belegten Geschäften zu haben. Es ladet freundlichst ein Die Kommission. J. A.: W. Jäger, Rigdorf, Herrmannftr. 84. Berlag des Vorwärts" Berliner Boltsblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Soeben erschien: 0 Heft 26 ber Reden und Schriften Ferd. Lassalle's ( Vollständig in ca. 50 Heften à 20 Pf.) Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen, Zeitungsspediteure und Rolporteure entgegen. Gratweil's Bierhallen Verein zur Wahrung der Kommandantenstraße 77-79. Interessen der in der HutTäglich: Auftr. d. GermaniaKonzert- u. CoupletSänger. ( Damen u. Herren.) Wochentag frei. Sonntag Entree 30 Pf. Gr. Frühßtücks- u. Mittagstift, We Zwei Säle zu Versammlungen und Bergmügungen. sowie 6 Billards, 3 Kegelbahnen. F. Sodtke. Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80/81. 9 Täglich: Gr. Konzert, Theater Riesenund Spezialitäten. Kind!!! Anfang 4 Uhr. Ohne Extra- Entrée. von 11-1 und 4-9 Uhr. Entree 30 Pfg. Hellmuth Peters. Philipp's Festsälestein) fabrikation beschäftigten Arbeiterinnen Berlins u. Umg. Versammlung am Sonnabend, 24. Sept., Ab. 8 Uhr, i. Rest. Kuhlmey, Schönhauser Allee 28. Zages Ordnung: 9 1. Vortrag des Herrn Türt, über: Die moderne Poesie und die Arbeiterbewegung. 2. Diskussion. 3. Ver schiedenes. 406/8 Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein. Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Des interessanten Vortrages wegen Der Vorstand. bittet um recht zahlreiches u. pünktliches Scheinen Möbel, Spiegelu. Polster7 waaren, Viktoria- Brauerei. Rosenthalerstr. 38. Fernspr. A. 3 Nr. 130 fowie ganze Ausstattungen, empfiehlt Im Konzertgarten refp. Saal) eleganten Säle auen Festlichkeiten Berliner Strasse 40, am Dentmal ( außer Hochzeit, Ball, Kommers 2c.) mit u. ohne Läglich Sonnabends): Bühne. Gleichzeitig empfehle meinen vorzügl. Mittagtisch zu kleinen Preifen. Stettiner Borzügliche Abendkarte. Sänger. Stets wechselnd. Programm. Charlottenburg. 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Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuth- Strasse No. 2. Soeben erschien in unserem Verlage: Das Vereins- und Versammlungsrecht in Deutschland. In ausführlichen Erläuterungen zum Preußischen Vereins. gesetz vom 11. März 1850 und einer Uebersicht des Vereins und Versammlungsrechts nach den reichsgesetzlichen und landesrechtlichen Vorschriften. Mit einem Anhange, enthaltend: eine Zusammenstellung des Textes der in den einzelnen Bundesstaaten bestehenden Bestimmungen über Vereins- und Berfammlungsrecht, und alphabetischem Sachregister. VIII. und 210 Seiten 8°. Elegant broschirt Mk. 2,50, in brannem Bädekerband gebunden Mk. 3, Dieses auf dem Gebiete der Vereinsgefeßgebung in Deutsch land umfassendste Nachschlagebuch sollte in feiner Haus und Vereinsbibliothek fehlen. Für jeden Bereinsvorstand und Versammlungsleiter unentbehrlich. Hey Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Alle Buchhandlungen, Rolporteure und Zeitungsspediteure nehmen Bestellungen entgegen. 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In Schiedam und in Wouw ist je eine deutenden Aufschwung der sozialdemokratischen Propaganda. 20. September, Mittags, gemeldete Cholera- Er: Person an Cholera nostras gestorben. Je ein Fall von Cholera trantungs- und Todesfälle: Staat und Bezirk Datum: 16./9. 17./9. 18./9. Drt Hamburg Preußen: • Hamburg •. Schleswig Altona Stettin • 19./9. " nostras ist ferner in Groot- Ammers und in St. Michielsgestel Wie man uns behandelt. In Südenscheid ist, wie vorgekommen. Aus Gröningen werden zwei choleraverdächtige die Märkische Arbeiterzeitung" mittheilt, der Parteigenosse Frih Fälle gemeldet. In Rossum ist ein von Antwerpen kommender Eichholz, der seit einigen Jahren bei der Firma Gerhardi Schiffsmann unter choleraartigen Erscheinungen heftig erkrankt. und Komp.( Inhaber Gebr. Steinweg) arbeitete, plöglich entlassen Rotterdam, 20. September. 3 Todesfälle an Cholera worden, nachdem er sich das schreckliche Verbrechen hatte zu schulden wurden gestern amtlich gemeldet. tommen lassen, in einer Volksversammlung Entree zu erheben. Antwerpen, 19. September. Die Sanitätskommission Die Entlassung erfolgte unter ausdrücklichem Hinweis auf seine Die Herren Steinweg entder Schelde hat heute beschlossen, daß Herkünfte aus Bremen und sozialdemokratische Gesinnung. Lübeck fortan nur einer ärztlichen Untersuchung unterzogen schuldigten sich damit, daß sie nur dem Drucke der anderen werden sollen. Fabrikanten nachgäben. Wo bleibt aber dann ihr Recht, Herr Brüssel, 20. Sept. Die Cholera tritt hier ernstlich, bei im Hause zu sein? Den Arbeitern gegenüber kehren sie dieses 276 136 286 127 241 115 206 105 unnatürlich heißer Temperatur, auf. Entgegen den bisherigen Recht gewiß stets hervor. Ableugnungsversuchen wird jetzt offiziell zugestanden, daß gestern erfrankt gestorben erfrankt gestorben gestorben S erfrankt erfrankt gestorben 10 · Wandsbek 1 3 10 4 20 7 17 3 21 • Stettin. • 2 8 18 Erkrankungen und 8 Todesfälle an Cholera in Schaerbeck, 2 Moelenbeck und dem inneren Brüssel vorgekommen sind. Außer- Vertrauensmänner aus dem 11. sächsischen Reichstags- Wahlkreise 4 dem find aber auch in dem Stadttheil Anderlecht 3 Todesfälle fonstatirt. Genaue Ziffern lassen sich nicht feststellen, da die öffentlicht eine königliche Verordnung, wor. ch die Einfuhr und Angaben weit auseinandergehen. Der Moniteur Belge" verDurchfuhr von Früchten, Gemüsearten und Fischen aus Ländern, in denen der Ausbruch der Cholera konstatirt ist, oder welche choleraverdächtig sind, untersagt oder gewissen Einschränkungen unterworfen werden kann. Vereinzelte Erkrankungen: Regierungsbezirk Lüneburg: in der Stadt Harburg und in 3 Orten der Landkreise Harburg und Lüneburg 4 Erfrankungen, 1 Todesfall. Regierungsbezirk Stade: in 1 Orte des Kreises Kehdingen 1 Todesfall. Berlin: 2 Erkrankungen, 1 Todesfall( älterer Bruder Woytkowski und Pohl, bezw. Trempler). Paris, 20. September. Gestern waren hier 10 Todesfälle Cholera. In den Hoſpitälern befinden sich 213 Kranke. St. Ouen, 20. September. Hier sind gestern 7 Erfrankungen und 4 Todesfälle an Cholera vorgekommen. Regierungsbezirt Potsdam: in Wittenberge 1 Eran frantung. = Großherzogthum Mecklenburg Schwerin: Stadt Ludwigslust 1 Todesfall. Hamburg, 20. September. Von gestern Mittag bis heute Mittag sind hier 206 Cholera- Erkrankungen und 105 Todesfälle gemeldet; davon entfallen auf gestern 141 Erkrankungen und 67 Todesfälle. Die Transporte betrugen gestern 134 Kranke und 46 Leichen. " Das Hamburger Echo" schreibt unterm 19. September:" In Hamburg find bisher rund 16 000 Erkrankungen und 7000 Sterbefälle an Cholera eingetreten." In Wurzen fand am 11. September eine Konferenz der statt, die über alle Erwartung gut besucht war. Vertreten waren neben vielen Dörfern die Orte Wurzen, Oschatz, Grimma, Dahlen, Agitation referirte Genosse Ad. Thiele- Wurzen. Derfelbe legte Mußschen, Strehlen und Mügeln. Ueber die Organisation und 10 Leitsätze vor, nach welchen bei der Organisation und Agitation zu verfahren ist. Dieselben wurden debattelos angenommen. Die Konferenz beschloß, zum 1. Oktober den Schriftenvertrieb nach Wurzen zu verlegen, und wählte zum Delegirten für den Berliner Parteitag den Genossen Adolf Thiele- Wurzen und zu dessen Stellvertreter den Genossen Aug. Rebner- Grimma. * Cholera, meineidige Sozialdemokraten, Staatsanwalt Paris, 20. September. Gestern sind in Paris und im Romen. Aus Emmerich a. St h. wird mitgetheilt, daß der Weichbilde von Paris 38 Personen an der Cholera erkrankt und in jüngster Zeit vielfach genannte Hamburger Staatsanwalt 17 gestorben. In Havre sind 6 Personen erkrankt und 6 ge- Romen fich zur Zeit in Emmerich befinde, woran die Frage storben. geknüpft wird, ob derselbe vor der Cholera ausgerückt sei. Unsere heute Mittag wurden hierselbst amtlich gemeldet 44 Cholera- Romen wirklich verreist" ist und ob er gerade in der kritischen Petersburg, 19. September. Von gestern Mittag bis Hamburger Parteigenossen werden wohl feststellen tönnen, ob Herr erkrankungen und 11 Todesfälle. In der Stadt Ljublin erkrankten Beit der meineidigen" Stadt den Rücken gekehrt hat, ober ob er am 17. d. M. 100 Personen und starben 39, in Kiew erkrankten feine Gerichtsferien, regulär" dort verbringt. am gleichen Tage 53 Personen und starben 9. Im Uebrigen ist die Zahl der Cholerafälle in den Städten teine große. Von den Für die Hamburger Nothleidenden sind beim Raffirer Taffelbe Blatt schreibt: Etwas vom Hammerbroof. Gouvernements sind besonders start heimgesucht Sfaratow, wo des Landesvorstands der Sozialdemokratie Württembergs bis Das Unterstüßungstomitee, welches im unteren Hammerbrook( der am 17. d. M. 760 Personen erkrankten und 372 starben, und letzten Freitag bereits 1000 Mark eingegangen. Vorwärts" hat jüngst nach dem„ Echo" ein Stück erschütternder Tambow, wo am 18. d. M. 586 Personen erkrankten und 256 Elendstatistik aus diesem Biertel mitgetheilt) unter dem Vorsitz starben. = Parteinachrichten. " * # * T Die 1848er Sämpfer hat das deutsche Bürgerthum bei seiner Jagd nach dem rollenden Gold längst vergessen, ihrer erinnert sich in dankbarem Angedenken heute nur noch das Proletariat. So bereiteten am 18. September die Arbeiter Frankfurts a. M. den gefallenen Freiheitskämpfern wieder eine würbige Ehrung durch Schmückung der Gräber. Vielleicht, um zu dokumentiren, wie unerfüllt noch die Forderung nach freien Einrichtungen geblieben, für welche 1848 gefämpft wurde, waren zwischen den Gräbern gegen 50 uniformirte Polizisten, ungerechnet die„ Geheimen", postirt. * In Zürich haben unsere Parteigenoffen in geschloffener Versammlung einen Antrag mit 44 gegen 27 Stimmen angenommen, wonach Hans Müller die Zulassung in die Parteiverfammlungen wieder gestattet ist, wenn er seine Handlungsweise gegen Kautsky in einer dem Lokalausschuß abzugebenden Erklärung als inforreft bezeichnet. Dieser gewiß weit genug entgegenkommende Beschluß scheint aber nicht nach dem Geschmack Müller's und seiner Leute gewesen zu sein, denn es traten nach Annahme des Antrages acht Personen aus der Partei aus. Sicher ist es ein " # von J. J. W. Peters seine Thätigkeit zwecks Unterstützung der New York, 20. September. Gestern Abend starb in Nothleidenden entfaltet, fomunt dort keineswegs den Sandy- Hook ein Zwischendeck- Passagier der„ Normannia". Eine Bedingungen nach, die es erfüllen sollte. Trotzdem von Frau erkrankte plötzlich und wurde mit ihren vier Kindern isolirt; unferen Genossen demselben ein ausgiebiges Material die Frau ist bereits verstorben. zur Verfügung gestellt wurde, sieht man, daß keineswegs davon Gebrauch gemacht wird. Es sind ja allerdings die angegebenen Fälle mit Verabfolgung von Nahrungsmitteln berücksichtigt; jedoch haben, mit einigen Ausnahmen, die Herren vom Romitee sich feineswegs überzeugt, ob jene Fälle begründet find, trotzdem sie vordem die Erklärung abgaben, selbiges zu thun. Es scheint vielmehr, daß manche der Herren nicht das Herz haben, die Seuchenherde aufzusuchen. Der Umstand, daß unser Münchener Partei Organ, Daher ist es ja auch erklärlich, daß die Unterstützung zu farg be- welches seit ca. fünf Vierteljahren im Verlage von M. Ernst ermessen wird. In vielen Fällen, wo die Betten am nothwendigsten scheint, vom 1. Oktober ab wieder in den Berlag der Münchener wären, sieht man, daß die Leute noch auf dem Fußboden fam- fozialdemokratischen Partei übergehen wird, giebt der gegnerischen piren, troßdem auf unseren Bogen Derartiges vermerkt wurde. Presse Anlaß, von einer Beseitigung des Einflusses des AbMan hält mit den Betten und Kleidungsstücken zurück, trotzdem geordneten Bollmar auf sein bisheriges Organ" zu reden. die Herren genau wissen, daß dem äußeren Menschen ebenfalls Diefer, auch durch den Telegraphen verbreiteten GenfationsRechnung getragen werden muß. Die Herren möchten doch ein- nachricht gegenüber bemerken wir, daß in der sozialdemokratischen mal die Thätigkeit einiger anderer Komitees beobachten, die so Partei es nur Zeitungen giebt, welche jedem Parteigenoffen traurig Wletier, verübtes Unrecht nicht wieder gut zu machen, viel wie möglich den Armen die Hilfe zu Theil werden laffen. zur Wahrnehmung der Partei Interessen gleichmäßig zur Ver- aber das Geschwister der„ Unabhängigen" scheert sich den Teufel Es werden doch von Seiten des Grekutiv Ausschusses den Verfügung stehen. Die Münchener Post" war deshalb bisher um derlei Pflichten. einen die gleichen Mittel verabfolgt. Bei einigem guten Willen nicht das Organ des Abgeordneten von Vollmar" und wird haben die Herren des Komitees ein ausgiebiges Feld, ihre dies auch in Zukunft nicht sein; ebenso wenig wie irgend Der Turnertag Märkischen Arbeiter. Thätigkeit zu entfalten. Jedoch die Seuchenherde müssen auf- ein anderes Parteiblatt das Organ irgend eines anderen Turnerbundes, der am Sonntag in Berlin abgehalten gesucht werden. Es heißt hier nicht blos, an den Häusern vorbei- Abgeordneten ist oder sein kann. Die sozialdemokratische wurde, war von 31 Delegirten aus der Mark Brandenburg und gehen. Ferner ist zu empfehlen, daß jene Herren, welche an der Presse gehört der sozialdemokratischen Partei, und nicht einzelnen 8 Delegirten aus der Provinz Sachsen, dem Königreich Sachsen Thür der Volksschule die Kontrolle ausüben, in einer freund- Personen. Was speziell die in München nothwendig gewordene und dem Fürstenthum Reuß i. 2. beschickt. Beschloffen wurde die licheren Weise dem Elend entgegentreten. Man soll doch Fälle, Aenderung in den juristischen Befizverhältnissen unseres dortigen Gründung eines Freien Deutschen Arbeiter- Turnerbundes, welcher wo das nackteste Elend vorliegt, erst untersuchen, bevor sie ab- Parteiorgans anbelangt, so haben dieselben, mit der in den letzten in sog. Kreise eingetheilt werden soll. Mit den Vorarbeiten hierzu gewiesen werden. Es sind da beispielsweise Familien, deren Er- Wochen ausgefochtenen Kontroverse über den Staatssozialismus wurde eine Kommission von 10 Mitgliedern betraut. Während nährer nur sehr wenig verdient hat. In der Idastraße wohnt garnichts zu thun, vor Allem aber entbehrt die nothwendig ge- der Verhandlungen trafen mehrere Begrüßungs- Telegramme ein, eine solche, deren Ernährer ein Jahr in der Spritfabrit von wordene Alenderung jeder Spitze gegen unseren Genoffen Bollmar, so u. A. von der sozialistischen Turner- Föderation aus Brüffel, Peters beschäftigt gewesen ist. Der Mann verdiente dort 16 M. was wohl am besten sich daraus ergiebt, daß dieser selbst die von den Turnern aus Konstanz und Schleswig. Dem Märkischen wöchentlich. Es muß jedem denkenden Menschen doch einleuchten, Neuregelung in Anregung gebracht hat. Mit der Spaltung in Bund sind bisher Vereine aus folgenden Orten beigetreten: daß eine Familie von sieben Röpfen hierbei in Roth und Elend der Sozialdemokratie" ist es also wieder einmal nichts. Berlin 1, Brandenburg a. H. 2, Rathenow 1, Frankfurt a. D. 1, gerathen muß. Aus allem Diesen geht hervor, daß die bürgerLuckenwalde 2, Velten 1, Finsterwalde 1. In den Vorstand des liche Hilfe dort fich als ungenügend erweist und wie berechtigt Reußische Landtagswahlen. Außer in zwei Kreisen in Märkischen Arbeiter- Turnerbundes" wurden gewählt: Müllerunsere Forderung betreffs Eintretens der Staatshilfe ift. Gera fommt unfere Partei noch im 4. u. 5. Wahlkreis in Stich- Brandenburg, Vorsitzender; Franz Trühschler- Rathenow, Stettin, 20. September. Heute sind vier neue Cholera- wahl. Jm 5. Kreise steht unserm Genoffen Fiedler der Deutsch- Kassirer; Gary Brandenburg, Turnwart; Bloh- BrandenErkrankungen amtlich gemeldet worden, darunter eine mit tödt- freisinnige Rani 3 gegenüber, während im 4. Kreise Genoffe burg, Schriftwart.} lichem Ausgange. Kühn mit 461 Stimmen gegen den Nationalliberalen Schlutter, München, 19. September. Das Ministerium des Innern der 343 Stimmen erhielt, um das Mandat ringt; der Freifinnige Polizeiliches, Gerichtliches ze. genehmigte die Athaltung des Oktoberfestes unter Verfügung der Fifahn brachte es auf nur 147 Stimmen. Ju 6. Wahlkreise- Dr. Quy in Magdeburg ist wegen Majestätsbeleidi entsprechenden gesundheitlichen Vorsichtsmaßregeln. fiegte Landrath Gräfel mit 258 Stimmen über unsern Genossen gung zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Das VerWien, 19. September. Sämmtliche klinische Prosessoren Geinig, auf welchen 126 Stimmen fielen. In diesem legten gehen soll in einem Artikel der Volksstimme" enthalten sein, der Desterreichs, die als Abtheilungs- Vorstände von Krankenhäusern Kreise hatten wir früher nicht eine Stimme. Nach dieser und die Reichstagsreden Stumm's betraf. fungiren, sind zur Rückkehr auf ihre Posten aufgefordert worden. der früheren Nachricht bedeutet der Ausfall der reußischen LandIn Glauchau verurtheilte das Schöffengericht die 28ien, 19. September. Der oberste Sanitätsrath sprach tagswahlen einen großartigen Erfolg der Sozialdemokratie. Parteigenoffen Münch und Wagner wegen Verkaufs von Eintrittsin seiner am Sonnabend stattgehabten Sigung die Ueberzeugung Die Stichwahlen in der Stadt Gera finden am 27. Sep- farten zur Maifeier au insgesammt 20 M. Strafe. Ein anderer aus, daß ungeachtet der in vieler Beziehung günstigen sanitären tember statt. Uebelthäter wurde freigesprochen. Der Stadtrath hatte die Drei Verhältniffe Wiens nichts zur wirksamen Bekämpfung einer feinerzeit zu je 50 m. verdonnert. eventuellen Cholera- Epidemie verabsäumt werden dürfe und bat Aus Burg wird uns geschrieben: Am 14. September fanden Wegen formeller Beleidigung eines Todtenbettmeisters den Minister des Innern dringend, auf die Gemeinde Wien in die Wahlen zum Gewerbegericht statt. Von den 6 zu durch zwei Notizen der Sächs. Arbeiterzeitung" foll entsprechender Weise einzuwirken. Schon jetzt: müsse für geeignet wählenden Arbeiterbeisitzern wurden 4 Sozialdemokraten und der verantwortliche Redakteur derfelben, Heinrich Wetter, ifolirte und zweckmäßig eingerichtete Sofpitallokalitäten 2 Nichtsozialisten gewählt. Die Zahl der für uns abgegebenen 10 M. Strafe bezahlen. In den Notizen war behauptet worden, mit Bedachtnahme auf Absonderung der Choleraverdächtigen Stimmen betrug 347, während die Gegner 171 Stimmen erhielten. Der Todtenbettmeister habe mit seinen zwei 17-18 Jahre alten vorgesorgt werden. Betreffs der Einfuhr und Durchfuhr von Bon Seiten der freisinnigen Stadtverwaltung hatte man, da hier Dienstmädchen unzüchtige Handlungen getrieben. Die BeweisHandelsartikeln aus choleraverdächtigen Ländern sei bei aller die sozialdemokratischen Arbeiter die Majorität bilden, 6 Gruppen aufnahme ergab, daß sich der Mann thatsächlich in unfittlicher Strenge bezüglich der thatsächlich gesundheitsgefährlichen Artikel zusammengestellt, deren jede einen Arbeiterbeisiger zu wählen Weise gegen die Mädchen vergangen hat, obwohl er es leugnete, jede überflüssige Schädigung der Handelsinteressen zu vermeiden. batte. Es sollte dadurch verhindert werden, daß sämmtliche und im Urtheil ist das auch anerkannt. Deshalb hatte der Endlich wurden sanitäre Maßnahmen anläßlich der Wieder- Arbeiterbeiner aus den Reihen der Sozialdemokraten hervor. Privatkläger mit der Bezichtigung der verleumderischen" Beaufnahme der Elb- Dampfschifffahrt berathen. gingen. Nun, wir sind trotzdem mit dem Resultat zufrieden, leidigung fein Glück. Genoffe Wegker wird gegen das amtsWien, 20. September. Die amtliche Wiener Zeitung" und geben uns der Hoffnung hin, daß in nicht zu ferner Beit gerichtliche Urtheil Berufung einlegen. Landtags- Abgeordneter veröffentlicht einen Erlaß, laut welchem anläßlich des Auftretens auch die jetzt noch nicht sozialdemokratischen Arbeiter in unseren Raden sollte als Verleger des oben genannten Blattes nach Ander Cholera in Stettin eine siebentägige Beobachtung der Her- Reihen stehen werden. sicht des angeblich verleumderisch Beleidigten" auch büßen, wurde tünfte aus den deutschen Ostseehäfen angeordnet ist. Zur Betheiligung an den Gemeindewahlen Schleswig- jedoch freigesprochen, weil er für den Inhalt des Blattes, für Bern, 20. September. Der Bundesrath hat den Holsteins wird aus Parteikreisen der Orte Lokstedt und Langen- welches er einen verantwortlichen Redakteur bestellte, nicht verSchweizerischen Konful in Hamburg beauftragt, dem Senat der felde im Hamburger Echo" aufgefordert. Die neue Land- antwortlich gemacht werde könne. Stabt Hamburg 1000 Frants für die Nothleidenden zu über- gemeinde- Ordnung für jene Proving tritt am 1. April 1893 in Zum 15. September war vom Breslauer Landmitteln und denselben der aufrichtigen Theilnahme des Bundes- Kraft. Zu diesem Zeitpunkte erlischt die Vollmacht der jetzigen gericht die Eröffnung des Hauptverfahrens gegen den Abgeord aths und des Schweizer Boltes zu versichern. Mitglieder der Gemeindevertretungen, doch bleiben sie bis zur neten Fritz Kunert angesetzt worden.( Ueber das Resultat ist Der Bundesrath hat eine Verordnung über die in den Einführung der neugewählten Gemeinde- Abgeordneten noch im bereits furz berichtet worden.) Die Anklage richtete sich gegen Militäranstalten zur Abwehr der Cholera zu treffenden Maß- Amte. acht Breßvergehen: 1. Beamtenbeleidigung; 2. Aufreizung zum nahmen erlaffen. Klaffenhaß und Anreizung zu Gewaltthätigteiten durch Veröffent lichung des Gedichtes Schlesische Marseillaise"; 3. Majestätsbeleidigung bei den schlesischen Kaiserfesten; 4. Majestätsbeleidi= gung: Der Kaifer in Norwegen"; 5. Majestätsbeleidigung: " Herrscher und Volt"; 6. Majestätsbeleidigung: Der Kaiser und. Die Korpsftudenten"; 7. Majestätsbeleidigung: Die Korps ftudenten und der Kaiser"; 8. Majestätsbeleidigung:„ Der Brotzoll". Es sind dies Vergehen gegen die§§ 196, 130, 75 und 95 Glück auf! Rratau( Galizien), 19. September. Heute wurde hier ein Ein weiterer Stützpunkt für die Arbeiterbewegung in Cholerahospital eröffnet. Im Lazarushospitale befanden sich Ostfriesland ist in dem Arbeiter- Bildungsverein gegestern vier Choleratrante und zwar sämmtlich im Zustande der schaffen, der am 11. September in Norden gegründet wurde. Besserung. Heute sind drei verdächtige Fälle hinzugekommen. Ezernowiz( Bukowina), 19. September. In der Bukowina find in 312 Gemeinden Sanitätswehren errichtet worden. Amsterdam, 19. September. Wie amtlich festgestellt Von der Agitation. Reichstags- Abgeordneter v. Vo II mar sprach in Ravensburg, Biberach, Göppingen und anderen Orten " " des Str.-G.-B., fowie gegen die§§ 20, 21 nud zum Genuß des Wassers geradezu herausfordert. Ein Freund| Soldaten sofort bremste, vereitelt. Er wurde aber doch noch von 22 des Preßgesetzes. Mit Ausnahme von Punkt 2 unferes Blattes knüpft an diese Mittheilung folgende Bemerfung: der Maschine erfaßt und zur Seite geschleudert. Start blutend trat Bertagung für alle übrigen Fälle ein, um die Ent- Der Klassenstaat zeichnet sich durch wunderbare Inkonsequenz und mit zerfetztem Waffenrockt wurde der anscheinend schwer verscheidung des Reichsgerichts abzuwarten. Mit Bezug auf aus, selbst in Kleinigkeiten. Es war anerfennenswerth, das letzte Soldat in ein Koupee geschafft und nach der Station Punkt 2 wurde für Recht erkannt, daß eine Strafverfolgung Trinkwasser der öffentlichen Brunnen untersuchen zu lassen; es Treptow zurückgefahren. Hier legte man den schmerzlich ſtöhnenKunerts unftatthaft sei, weil Verjährung eingetreten. Die Kosten war noch anerkennenswerther, selbst die Ausgabe für Plakate den Mann auf eine Bant, worauf der Zug wieder in der Richträgt die Staatstaffe. Weiter wurde bestimmt, daß, da der That- Rein Trinkwasser" nicht zu scheuen. Aber zu einem Wegnehmen tung nach Rigdorf weiterfuhr. bestand des§ 130 erfüllt, die Platten zu vernichten und die der Trinkbecher, trotzdem doch Konfisziren eine Lust ist, hat sich tonfiszirten Nummern einzustampfen seien. Rechtsanwalt Markuse die behördliche Weisheit nicht aufzuschwingen vermocht. vertheidigte in ausgezeichneter Weise. Kunert lehnte es ent schieden ab, sich über die materielle Seite der Anklagen auszulaffen, um für seine Person nicht den Anschein zu erwecken, als ob das gegen ihn eingeleitete Verfahren für gefeßlich zu läffig erachtet werden könnte. Das Urtheil fonnte nicht anders als angegeben ausfallen, weil man richterlicherseits unterlassen hatte, den Reichstag zu ersuchen, die Einleitung des Verfahrens gegen Runert gutzuheißen. Lokales. Ein Todschlag wird uns von der Sonntag- Nacht aus Rig dorf gemeldet. Ein Nachtwächter dieses Vorortes fand gegen Cholera- Praktiken. Recht wunderbare Blüthen zeitigt 2 Uhr Nachts einen bewußtlosen Mann in einer großen Blutdoch die Cholera. Zu dem Droschkentutscher B., welcher lezzthin lache auf der Herrmannstraße liegen. Der Verwundete wurde Abends mit seiner Droschke auf dem Halteplatz des Stettiner zunächst nach dem Antshause und dann nach dem städtischen Bahnhofes stand, kamen zwei Herren, von denen der Eine eine Krankenhause am Urban geschafft, woselbst er alsbald verschied. ältere Dame mehr trug als führte. Unter Ueberreichung einer In dem Todten wurde nachträglich der Glasschleifer Karl Rollad, Bahnhofs- Blechmarke forderten dieselben den Kutscher auf, die Herrmannstr. 166 wohnhaft, tonstatirt. R., der feinen guten Ruf drei Personen nach dem Moabiter Krankenhause zu fahren. Der genoß, scheint mit anderem liderlichen Gesindel in Streit geRutscher lehnte diese Fahrt ab. Es wurde ihm aber von beiden rathen zu sein, im Verlauf dessen der etwa 25jährige Mann Herren versichert, daß es sich keineswegs um einen Cholerafall, mehrere Messerstiche in die Brust erhielt, welche die Lunge ver fondern nur um einen Unglücksfall handle. Die Dame habe sich letzten. Bis jetzt ist es der Behörde noch nicht gelungen, des einen Fuß verlegt und könne aus diesem Grunde nicht laufen. oder der Todtschläger habhaft zu werden. Eine ähnliche Uebrigens wären sie soeben mit der Bahn aus Freienwalde ge- effer stecherei trug sich in derselben Nacht gleichfalls in fommen, er brauche sich deshalb nicht zu fürchten. Dem Kutscher Nixdorf in einem Lokal der Steinmeßstraße zu. Hier geriethen tam die Sache plausibel vor und da er nach nochmaliger Ofular Mitglieder eines sogenannten„ Artistenvereins" in Streit mit Die Eingabe des Magistrats an den Minister des Innern, inspektion nichts Verdächtiges an den Fremden entdeckte, einander, der dann durch eine allgemeine Messerstecherei auf der Grafen Eulenburg, betreffend die Vornahme der fatul so fuhr er dieselben nach dem Moabiter Krankenhause. Straße Austrag sand. Hierbei wurde der in der Ziethenstraße tativen Feuerbestattung hat folgenden Wortlaut: Dort angekommen, wurde ihm nach einer Weile vom wohnende Steinträger August Wiegand fast lebensgefährlich, " Ew. Exzellenz bitten wir mit Rücksicht auf die durch die Arzte bedeutet, daß er eine choleraverdächtige Dame ge- ein zweiter der Schläger gleichfalls schwer durch Messerstiche am Cholera- Gefahr hervorgerufenen Besorgnisse, uns geneigtest feine bracht habe und er mitsammt seinem Fuhrwerke desinfizirt werden Kopf und in der Brust verletzt. Mehrere der Messerhelden sind polizeilichen Hindernisse bei dem auf dem nichtkonfessionellen müsse, ebenso wie die Begleiter der Dame. Von diesen verlangte durch die Polizei dingfest gemacht werden. Städtischen Friedhof zu Friedrichsfelde projektirten Bau eines der Kutscher nunmehr Schadensersatz, welchen diese aber verKrematoriums nach dem System des Zivilingenieurs Richard weigerten. Daraufhin erfolgte deren Feststellung auf einer Ein großer Brand, bei dem zwei Pferde erstickt find, Schneider Dresden, welchen Bau wir schleunigst in Angriff zu Polizeiwache. Bei dieser Gelegenheit stellte sich auch heraus, daß wüthete in der letzten Nacht auf den Grundstücken Scharn Der Herd des Brandes war das nehmen beabsichtigen, bereiten zu wollen. Wir gestatten uns die Herren mit der Dame nicht aus Freienwalde, vielmehr aus borststraße 6 und 4/5. hierbei den Hinweis, daß die Kommune Paris die von ihr zu der Borsig- bezw. cfstraße, zweien in der Nähe des Stettiner Grundstück Nr. 6. Hier befinden sich die Stallungen der Fuhrbestattenden Leichen seit 5 Jahren auf dem Kirchhof Père Lachaise Bahnhofes belegenen Straßen, tamen. Sie waren von ihrer herren Gollnow, Herrmann f. Engel Nachfolger, die Getreides mit Zustimmung der betheiligten Behörden verbrennt und Aus- Wohnung aus mit der erkrankten Dame nach dem Stettiner handlung von Kiging, eine Stellmacherei, eine Schmiede u. dg. nahinen nur dann zuläßt, wenn die Betheiligten die Erdbestattung Bahnhof gegangen, um einmal die Kosten für einen Kranken- Als die Feuerwehr um 1 Uhr Nachts anrückte, brannten schon auf eigene Roften bestreiten, daß insbesondere die Stadt wagen zu ersparen und zweitens um das Aufsehen zu vermeiden. ein großer offener Schuppen mit drei Droschken und drei KremParis ihre sämmtlichen Cholera- Zeichen ver- Voraussichtlich wird, wie die Allg. Fahr- 3tg." dem Vorstehenden fern, zwei große Pferdeställe mit Vorräthen an Fourage, ferner brennt. Desgleichen sind die anläßlich der augenblicklichen hinzufügt, den beiden Schlaubergern ihre Brattit doch nichts ge- der Baun des benachbarten Holzplatzes, Scharnhorststraße 5, und europäischen Cholera- Epidemie in England vorgekommenen nutzt haben, denn sie werden jezt mindestens ebensoviel zu beCholera- Leichen dort bis jetzt auf polizeiliche und sanitäre zahlen bekommen, wie sie zu ersparen gedachten. Anordnung verbrannt worden. Judem wir eine über die auf dem Holzplas selbst ca. 250 Rubikmeter Brennholz. Die Mehrzahl der im Stall untergebrachten Pferde ward noch in Sicherheit gebracht, zwei der Thiere aber waren bereits erstickt. Die Feuerwehr griff mit fünf Rohren den Brand an und hatte die Genugthuung, sowohl die übrigen großen Vorräthe des Solzplatzes, wie auch das start gefährdete Wohnhaus Nr. 6 zu halten. Lage der Sache, soweit unsere Kommune in Frage kommt, orien Die Nachricht, daß bereits in der nächsten Sitzung der tirende Denkschrift, betreffend die Einführung der Feuerbestattung Stadtverordnetenversammlung die Wahl des Oberauf dem Friedhof der Stadtgemeinde Berlin zu Friedrichsfelde, bürgermeisters von Berlin stattfinden werde, war eine irrige. verfaßt von unserer Kommission für das Bestattungswesen, an Auf der Tagesordnung dieser Sigung steht nur die Bericht liegend überreichen, fügen wir hinzu, daß es sich lediglich um die erstattung betreffend die Neuwahl des ersten Bürgermeisters, Polizeibericht. Am 19. b. M. Morgens wurde ein Schloffer fatultative Feuerbestattung und zwar lediglich solcher Personen eines befolbeten Stadtraths und von acht unbesoldeten Stadthandelt: a) deren Identität überhaupt nicht festgestellt ist, b) beren räthen. Die Berichterstattung ist für den unter Ausschluß der in feiner in der Großen Hamburgerstraße im Keller Feuerbestattung von den Angehörigen gewünscht oder zugelassen Oeffentlichkeit stattfindenden Theil der Sigung vorgesehen. belegenen Werkstatt erhängt gefunden. Nachmittags wurde vor wird, und deren Todesart, sei es auf Requisition des Unterdem Hause Bärwaldstr. 7 eine Frau beim Ueberschreiten des suchungsrichters, des Staatsanwalts oder der Polizei, sei es Das Trucksystem ist zwar verboten, aber viele Arbeitgeber Fahrdammes von einem Pferdebahnwagen überfahren und durch burch die amtlichen Sektionsbefunde der föniglichen oder städtischen versuchen es, auf indirette Weise ihre Arbeiter anzuzapfen, wie eine Quetschung der Zehe des rechten Fußes so bedeutend vers Krankenhäuser oder durch die amtlichen Sektionsbefunde der es beispielsweise eine Fabrit an der Eisenbahnstraße thut. Die letzt, daß ihre Ueberführung nach dem Krankenhause Am Urban töniglichen Anatomie zweifellos festgestellt worden ist, wo also Geschäftsinhaber haben ein Lokal in ihrem Gebäude an einen erforderlich wurde. Jm Spandauer Schifffahrtskanal, nahe weder religiöse noch staatliche Bedenken irgend welcher Art vor- Restaurateur zu sehr hohem Miethspreise vermiethet. Um den der Sandfrugbrücke, wurde die Leiche eines etwa 6 Wochen alten liegen, wo im Gegentheil, wie bei den an der Cholera oder an hohen Preis herauszuschlagen, lockten sie den Restaurateur mit Kindes gefunden. Zu derselben Zeit spielten mehrere Kinder auf sonstigen Seuchen verstorbenen Personen die thunlichst vollständige der Kundschaft ihrer Arbeiter. Arbeiter, welche nun diese der Auguststraße mit Knallstreichhölzern. Hierbei fingen die Kleider Beseitigung des infizirten Leichnams vom gesundheitlichen Stand- Restauration verschmähen, werden von den sauberen Geschäfts- eines 6jährigen Mädchens Feuer, so daß es bedeutende Brandpunkt dringend gefordert werden muß. Ew. Exzellenz bitten wir praktikanten entlassen. Einer derselben hielt eines Sonnabends wunden am Rücken erlitt. Das Kind wurde nach der elterlichen ehrerbietigst, uns für die legtgenannten Kategorien von Leich eine Ansprache an die Arbeiter, in welcher er fagte, wer von Wohnung gebracht. Ein zweijähriges Mädchen stürzte aus dem namen, deren Feuerbestattung geneigtest schleunigst gestatten zu heute an nicht bei seinem Restaurateur verkehre, der verachte Küchenfenster der im 2. Stock des Hofgebäudes Breslauerstr. 28 wollen. Magiftrat hiesiger föniglichen Haupt- und Residenzstadt. nicht nur diesen, sondern auch ihn und sei somit entlassen. Nun, belegenen Wohnung des Malers Wieste auf den Hof hinab, gez. Belle." die Verachtung seiner Arbeiter genießt dieser saubere Fabritant erlitt einen Schädelbruch und starb bald darauf. Vor dem gewiß. Bu bedauern ist nur, daß diese dem Jammerburschen Grundstück Maybach- Ufer 4 sprang ein Arbeiter in den Landvon Ausbeuter nicht ihre Verachtung offen tund gaben. Freilich wehr- Kanal und ertrant.- Am 20. d. M. früh entstand auf bem fcheinen die Arbeiter dieser Fabrit jeder gewerkschaftlichen Ber- Grundstück Scharnhorststr. 6 Fener, wodurch ein Stall und ein einigung, jedem Fachverein u. s. w. fern zu stehen, sonst hätten Remifengebäude niederbrannten und größere Holzvorräthe, sowie fie wohl Gelegenheit, solche schmutzigen Fabrikanten öffentlich an einige Geschäftswagen verbrannten. Außerdem fanden am 19. d. Mts. drei kleine Feuer statt. Der Verein für Feuerbestattung batte am 23. August angesichts der Choleragefahr, welche die schnelle und rationelle Beseitigung von Leichen empfehlenswerth erscheinen lasse, das Kaiserliche Reichs- Gesundheitsamt ersucht, ein Gutachten vom Standpunkte der öffentlichen Gesundheitspflege über die angeregte ben Pranger zu stellen. Frage geneigteft abzugeben". Hierauf kam folgendes Antwortschreiben: Die Abschaffung der Ehe und Familie scheint manchem Berlin, 27. August 1892. Dem Verein für Feuerbestattung Bourgeois sehr am Herzen zu liegen. Ein Brauer wandte sich theile ich auf die gefällige Zuschrift vom 23. d. M. ergebenst mit, um Beschäftigung an die Pleßner'sche Malzfabrit in Spandau. daß es außerhalb der Aufgaben des Kaiserlichen Gesundheits- Der Malzmeister sagte ihm folche ziemlich bestimmt zu und wollte amtes liegt, auf Ansuchen von Privatpersonen ihn brieflich benachrichtigen. Dieses geschah auch durch eine Posttechnische Gutachten abzugeben. Gs hat daher den farte folgenden Inhalts: in dieser Hinsicht an das Gesundheitsamt herangetretenen Wünschen bisher grundsätzlich nicht entsprochen werden können. In der von Ihnen zur Sprache gebrachten Angelegenheit von jenem Grundfaße abzuweichen, liegt nach Inhalt Ihrer Zuschrift ein ausreichender Anlaß nicht vor. Ich muß es daher ablehnen, Ihrem Antrage eine Folge zu geben. Der Direktor des Kaiserlichen Gesundheitsamtes. Köhler." Spandau, den 18. September 1892. Theile Ihnen hierdurch mit, daß mir die Einstellung verheiratheter Brauer entschieden untersagt ist. Achtungsvoll S. Proskauer, Malzmeister. Die Postkarte tam gerade in Abwesenheit des arbeitsuchenden Brauers an und in die Hände feiner Frau. Man kann sich deren Empfindungen denken. Theater. H Nachdem das„ Wallner- Theater" am Sonnabend unter seiner neuen Direktion mit Schiller's Braut von Messina" begonnen, stieg es am Montag wieder herab zur Mila" von Arthur Zapp. Das Stück soll Ibsen und die norwegischen Dichter verspotten. In einer Stadt hat sich eine leine Jbsen- Gemeinde gebildet. Mila, die Gattin des Direttors einer chemischen Fabrik, schwärmt für Nora, sie will nicht die bloße Puppe ihres Mannes, fondern feine Gehilfin fein. Else, die Braut eines Assessors, ist entzückt von der Björnson'schen Swawa, die von ihrem Bräutigam dies Aus dem Krankenhause Moabit. Wiederum ist am Die Hinrichtung des Naubmörders Ernst Ruttte ist felbe Unbescholtenheit verlangt, die dieser von der Brant vers geftrigen( Montag) Abend im Krankenhause Moabit ein Fall der heute, Dienstag, Morgen erfolgt. Um 8 Uhr erfolgte schon die langen würde. Mila, die als Assistentin ihres Mannes aftatifchen Gholera fonstatirt worden. Der an der Seuche Gr. Bekanntmachung von der vollzogenen Hinrichtung durch An- Schurzfell und Schuhmaste trägt, wird belehrt, als sie sicht, daß frankte ist der 15 jährige Sohn der im oben erwähnten Cholera- fchlag an den Blakatfäulen. Die Bekanntmachung lautet: ihr Mann Gefahr läuft, die Schönheitsfrage außer dem Haufe Lazareth als verdächtig" internirten Familie Woyttowsky, Der Arbeiter Ernst Hermann Samuel Ruttte aus Köpenick zu suchen, und Else ist zum Schluß ganz entzückt von dem ihr welcher sich bereits seit dem 16. d. M. in ärztlicher Observation ist durch Urtheil des föniglichen Schwurgerichts bei dem Land- in die Hände fallenden Tagebuche ihres Mannes, bas 25 Lieb befindet. Der junge Mann befand sich bis gestern Nachmittag gericht II zu Berlin vom 2. April 1892, weil er zu Köpenick in schaften aufzählt. Die Moral, zu der sich Mila bekehrt, ist, daß ganz wohl, erkrankte daun plöglich und um 3/47 Uhr Abends Der Nacht vom 30. zum 31. Dezember 1891 durch ein und die die Hauptaufgabe der Frau fei, fchön zu fein und zu gefallen. wurde bereits der Ausbruch der asiatischen Cholera felbe Handlung 1. vorsätzlich den Viktualienhändler Bifte getödtet So wird Ibsen widerlegt durch ein paar modische Puppen, amtlich tonstatirt. und diese Tödtung mit Ueberlegung ausgeführt; 2. dem Wiste die froh sind, nichts anderes als Buppen zu sein. " ein Das Weit mehr Aufsehen erregt dagegen die Erkrankung mit Gewalt gegen die Person demselben gehörige bewegliche Stück schien dennoch zu gefallen; es war dem Publikum des am 12. Juni 1857 zu Hennigsdorf, Kreis Landeshut, geborene Sachen in der Absicht, sich dieselben rechtswidrig zuzueignen, das altgewohnte Moser- Rosen- Schönthan'sche Bossenspiel, das und hier seit 6 Wochen bei Maschinski, Bücklerstr. 8, Hof 3 Tr., weggenommen hat, und zwar, indem durch die verübte Gewalt einzelne ganz unterhaltende und amüsante Szenen bot. Von den wohnenden Arbeiters Rheinhold Pohl, welcher dringend ver- der Tod des Bifte verursacht worden ist. Zu 1 und 2 gemein- Darstellern gestaltete Herr Haid, der den auf Ibsen- Vorträge dächtig ist von der Cholera asiatica behaftet zu sein. schaftlich mit einer anberen Person, wegen Mordes in reisenden Schriftsteller Oswald Kramm darstellte, feine Rolle mit schwerem Raube P., welcher bereits seit drei Jahren in der Berliner Velvetfabrit ar- ideeller Konkurrenz mit nach töfilicher Charakteristik. Here Worlitsch als Fabrikinspektor 211, 249, 251, 47, 73 und beitet, verkehrte viel in Kneipen niederer(?) Art und auch am Sonntag SS 82 bes Reichs- und Frl. Stätter als Frau Mila verdienen in Spiel und und hat der junge Mann eine Reihe solcher Lokale besucht und ist dann Strafgesetzbuches zum Tode Verlust der bürger- Sprache hervorgehoben zu werden. erst gegen 11 Uhr Nachts nach Hause zurückgekehrt. Montag lichen Ehrenrecht verurtheilt worden Das Urtheil hat Dem Zapp'schen Stück wurde der Göthe'schen Ginakter„ Die früh flagte P. schon über heftiges Erbrechen, ging jedoch noch die Rechtstraft beschritten. Nachdem durch Allerhöchsten Geschwister" vorangeschickt. Herr Klein, der in der Braut von nach der obengenannten Fabrit und von da aus zum Kaffenarzt, Erlaß vom 7. September 1892 bestimmt worden ist, daß der Messina" den Don Manuel gab, wußte in der Rolle des weld Letterer fofort den Patienten nach dem Krankenhaus Gerechtigkeit freier Lauf zu lassen sei, ist das Tobesurtheil Wilhelm fich als talentvoller Darsteller zu zeigen. Weniger ges Bethanien schickte. Dort wurde der Arbeiter aber nicht aufgenommen heute früh durch Enthauptung des Verurtheilten im Hofe des lungen war die Marianne des Frl. Eberty. Ihre Naivität war und begab fich nun sofort nach Moabit, woselbst die bakterio- Strafgefängnisses zu Plößensee vollstreckt worden. Berlin, den eine zu gemachte: die Lieblichkeit, die Göthe der Marianne logische Untersuchung ber Extremente des augenscheinlich schwer 20. September 1892. Der Erste Staatsanwalt bei dem Land- gegeben, ging ihr vollends ab. In solchen Stücken wie„ Mila" Leidenden noch nicht( bis heute 11 Uhr Vormittags) beendet ist. gericht II. Lademann." in der sie die Elfe gab, mag sie hingehen; aber für Göthe'ſche Gleichfalls als bringend der Cholera Diese Bekanntmachung erfolgt zu dem Zwecke, daß sie in den Frauengestalten fehlt ihr eben Alles. asiatica verdächtig wurde heute( Dienstag) Vormittag um weit esten Kreisen gelesen wird. Ob diesem Zwecke genügt wird, 3/411 Uhr der 16 jährige Sohn des hierselbst an der Monbijou- wenn die Bekanntmachung in halsbrecherischem Deutsch erfolgt? Jufel anternden Schiffers Kersten eingeliefert. Was soll sich erst gar die große Maffe denken, wenn sie von Ronkurrenz mit Bezüglich des Pohl darf als ziemlich sicher angenommen einem Morde in ideeller werden, daß die Ansteckung durch Infizirung von schwerem Raube lieft?" Das Strafgesetzbuch kennt diesen Hamburger Schiffern hervorgerufen worden ist. Der Ausdruck gar nicht, wir haben es also nur mit einem technischen Arbeiter hat viel in solchen Kneipen verkehrt, in denen sich Ausdruck der juristischen Wissenschaft zu thun, der für die Voltsmassen einfach unverständlich ist." Schiffer aufhalten. Gerichts- Beitung. Der Buchhalter Ernst Adolf Büsing, der in det Schleicher'schen Grabsteinfabrit angestellt war und beffen im Das Besinden der an der Cholera asiatica leidenden Kranken-„ Ein ,, Berliner Hofgänger", einer jener Strolche, großartigsten Maßstabe betriebene Unterschlagungen ans Tages pflegerin Fri. Polke hat sich eher verschlechtert; unverändert gut lautete das Gefundheitsbulletin im Befinden des Musikdirektors die als landwirthschaftliche Arbeiter von Berlin nach Mecklen licht tamen, nachdem über das Schleicher'sche Geschäft der Konkurs Bertolsen, des Kellners Wilhelm Lange und des dreijährigen burg geschickt werben, hat das ritterschaftliche Gut Ratten bei ausbrach, wurde gestern der 2. Straffammer des Landgerichts I aus Knaben Woyttowsti. In den legten 24 Stunden( bis 11 Uhr Friedland in Brand gesteckt." So fchreibt die„ National- Zeitung" der Untersuchungshaft vorgeführt, um sich wegen der ihm zur heute Bormittag) find 7 Choleraverdächtige in das Krankenhaus ir nageln hier nur feft die allgemeine Bezeichnung als Last gelegten Bergeben zu verantworten. Wider Erwarten erhob Strolche für diejenigen Arbeiter, welche durch die sich als fein Bertheidiger, Rechtsanwalt Ivers, den Einwand, daß a Moabit eingeliefert worden, der Beftand beträgt 46 Personen. Auch die Familie und Schiffsmannschaft des Rahninhabers Arbeiter- Wohlthäter aufspielenden Arbeitsnachweise- Vereine sich der zurechnungsfähigkeit des Angeklagten, der bereits zweimal Rerften ist heute Vormittag auf polizeiliche Anordnung mittelst auf das Land schicken ließen. in Heilanstalten gewesen sei, gezweifelt werden müsse. Der Ropp'schen Krantenwagens nach Moabit zur ärztlichen Beobach zustand untersuchen zu lassen und vertagte zu diesem Zwecke den Gerichtshof beschloß darauf, den Angeklagten auf seinen Geistes tung überführt worden. Termin. Ein Trainsoldat von dem in Tempelhof garnisonirenden Garderegiment warf sich vor dem am Montag Abend furz vor Zum Kapitel ,, Sanitäre Misstände". An dem im fleinen 8 Uhr von Treptow nach Nixdorf fahrenden Südringzuge dicht Thiergarten befindlichen, mit dem Plakat, Kein Trinkwasser!" hinter der erstgenannten Station auf die Schienen. Seine Abversehenen Brunnen hängt, wie an den meisten anderen, nach wie ficht, durch Ueberfahren getödtet zu werden, wurde durch die vor der Trinkbecher, was die unbedachtfgme Jugend natürlich Aufmerksamkeit des Lokomotivführers, der beim Anblick des zu theilen, welche gestern vor der 2, Stenflammer des guid In 27 Jahre Zuchthaus und anderthalb Jahre Ges gerichts I. stand. Sie bestand aus den Arbeitern Wilhelm BI od] und Anton Losiat, dem Drechsler Hermann Schiller und den Schuhmachern May Fröhlich und Otto Geras. Es handelte sich um gegen 20 Einbrüche, welche von den Angeklagten begangen waren. In allen Fällen waren arme Leute die Bestohlenen, welche des Sonntags ihre in den Hintergebäuden gelegenen Wohnungen verlassen hatten, um in der freien Natur Erholung zu suchen. Die Angeklagten wußten solche Gelegen heiten ausfindig zu machen, die Thüren wurden mittels Nach schlüssel geöffnet und alle Behälter nach Geld und Werthfachen durchsucht. Mit Ausnahme des Geras waren alle Angeklagten vorbestrafte Diebe. Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten Block zu acht, Sofiat zu fieben, Schiller zu neun und Fröhlich zu drei Jahren Buchthaus, während Geras mit anderthalb Jahren Gefängniß davonkam. Stelle als Kellnerin Soziale Uebersicht. Genossen! Helst also die Sammlung der neuen Arbeitsordnungen durch vollständige und pünktliche Einsendung zu einem Strafgericht über die Paschawirthschaft in der deutschen Industrie gestalten! Alle Arbeiterblätter werden um den Abdruck dieser Zeilen Berlin SW., Beuthstr. 2. gebeten. " Mit sozialdemokratischem Gruß und Handschlag Die Redaktion des Borwärts". Achtung Glasschleifer! Im Bukowinaer Korruptionsprozeß tam am 16. Sep- 1 den mittlerweile verstorbenen Freiherrn v. Pino, den damaligen tember eine neue Reihe von kriminellen Thatsachen zur Verhand- Handelsminister übel berüchtigten Andenkens. lung. Es erscheinen bei jeder Sache nur jene Angeklagten vor Im weiteren Verlauf der heutigen Verhandlung erhob sich dem Gerichtshof, welche speziell daran betheiligt sind. Nur Hof- ein Geschworener und stellte an den Hofrath folgende Frage: rath Trezieniecki scheint der bleibende„ Bol" in der Erscheinungen Sie wollten Vormittags etwas nicht sagen, wollen Sie uns Flucht zu sein. Er bildete auch heute den Mittelpunkt der Ver- mittheilen, ob dies für Sie belastend oder entlastend ist?"-handlung. Angetl.: Ich will nicht mehr zurückhalten! Ich will es sagen! von Sabagora. Die Geschichte ist aus mehr als einem fluß diese Wunder- Rabbis haben, under theilte mir Der interessanteste Theil derselben galt dem Wunderrabbi Freiherr v. Pino sagte mir, Sie wissen, welchen GinGrunde pikant. Wir folgen zunächst der Anklagefchrift. Die nun diesbezüglich einige Motive mit. Existenz des Wunderrabbis von Sadagora ist auch dem Westeuropäer nichts Neues mehr. Es ist bekannt, daß die orthodoxen Juden aus Galizien, der Bukowina, Rumänien und Rußland zu Hunderten und Tausenden den heiligen Mann aufsuchen, um seine wunderwirkende Kraft zur Heilung von Krankheiten, zur Abwendung von Wegen Beamtenbestechung stand gestern der Pferde- unheil, sowie schließlich auch zur Schlichtung schwerer RechtsKommissionär David Löser vor der vierten Straffammer deg streitigkeiten in Anspruch zu nehmen. Es ist auch bekannt, welchen Zur Enquete über die Arbeitsordnungen. Landgerichts I. Im September v. J. pfändete der Gerichts- Ginfluß dieser Mann auf die orthodore Judenschaft ausübt; die Genossen! Die ersten Sendungen der von Genossen in vollzieher Güldner bei dem Angeklagten ein Pianino und erklärte Anklagefchrift erzählt zum Beweise dafür, wie der Rabbi vor nicht Nord, Ost, West und Süd gesammelten Arbeitsordnungen sind dabei, daß er es nach einigen Tagen abholen werde. Als Löser langer Zeit den Baron Mustazza in Bann gethan hatte, wie in- eingetroffen. Manche von Euch haben dabei Bewundernswerthes ihn bis zur Thür begleitete, wollte er ihm einen Thaler in die folge dessen die jüdische Bevölkerung den geschäftlichen Ver- geleistet und sich die Arbeitsordnungen von Fabriken und WerkHand drücken. Der Beamte wies das Geld zurück. Er will kehr mit demselben abbrach, und wie der Baron dadurch ge- stätten verschafft, über deren Verhältnisse sonst Niemand Etwas dann auf der Straße den Thaler in der Seitentasche seines zwungen wurde, die Hand zur Versöhnung zu bieten und die erfährt. Auch die Bergleute in Rheinland- Westfalen haben schon zu erwirken. Baletots gefunden haben. Er behielt ihn in der Absicht, bei der Aufhebung des Bannes Nun, auch mit recht reichlichen Stoff geliefert; mögen ihnen die Bergleute anderer Gebührenberechnung die 3 M. in Abzug zu bringen. Gegen diesem mächtigen Manne hatte Hofrath Trzcieniecki zu Gegenden nachfolgen! Abend desselben Tages stellte der Angeklagte sich bei dem der Wundermann der Sieger nicht. Rabbi Jfrael Friedmann Sammlung schließen müssen, weiter so eingehen, dürften wir thun gehabt; aber im Rampfe zwischen Beiden war Wenn die Sendungen bis zur Mitte Oktober, wo wir die Gerichtsvollzieher ein, um eine auf die stattgehabte Pfändung bezicht von seiner gläubigen Klientel jährlich viele Zehntausende, für die Verarbeitung der wichtigen Enquete über ein Material an ihn zu richten. Nach der Ent fernung des Angeklagten fand der Beamte wieder einen und über eine Anregung des Finanzministeriums wurde ihm verfügen, wie es bis jetzt noch Niemand über diesen Gegenstand Thaler in seiner Rocktasche, den der Angeklagte ihm heimlich darum eine Erwerbsteuer jährlicher 400 fl. 40 fr. zudiktirt. Der beisammen gehabt hat. Bon den süddeutschen Genoffen, die bis Thaler in seiner Rocktasche, den der Angeklagte ihm heimlich Kuriosität halber sei erwähnt, daß die Vorschreibung aus dem jeht noch am schwächsten vertreten sind, dürfen wir wohl den hineingesteckt haben mußte. Der Gerichtsvollzieher buchte die fechs Mark bei der Gebührenberechnung und dadurch kam Titel der Geschäftsvermittlung erfolgte; offenbar, indem gleichen Gifer erwarten, wie von den norddeutschen. Die Innespäter die Handlungsweise Löfers zur Sprache. Der Angeklagte man die gewerbsmäßige Schlichtung von Rechtshändeln unterhaltung des Ablieferungstermins( 15. Oktober) behauptete im Termine, daß die vorstehenden Angaben des die Geschäftsvermittlungen rangirte. Der Rabbi machte ist aus bestimmten Gründen unbedingt nöthig. Gerichtsvollziehers durchaus unrichtig seien. Als der Beamte nun vergebens den ganzen Instanzenzug bis zum Verwaltungs- Nochmals muß hervorgehoben werden, daß auf jeder zur Pfändung erschien, habe derfelbe eine Abschlagszahlung ver- er mußte blechen und schon war die Exekution über die welcher die betreffende Fabrik oder Werkstätte angehört. s gerichtshof durch, um diese Vorschreibung umzustoßen; Arbeitsordnung die Branche be merit werden möge, langt und darauf die sechs Mart, die der Angeklagte ihm gegeben, in die Rocktasche gesteckt. Der Beamte sei bei seinem Be Pfändung hinaus zur drohenden Transferirung der Möbel liefen Arbeitsordnungen ein, bei denen diese Angabe fehlt; die fuche angetrunken gewesen, habe wahrscheinlich später, als er die in seinem Wunderpalaste gediehen, als eine unerwartete betreffenden Absender mögen diese noch nachträglich mittheilen beiden Thaler in seiner Tasche fand, nicht mehr gewußt, wie Bendung eintrat. Der Beuge Josef Brodfeld, auch Einer von und dies ja nicht versäumen! sie hineingekommen seien und sich dann die Bestechungsgeschichte Sabagora, giebt ehrliche Auskunft, wie es zu dieser Wendung zurecht gelegt. Mit aller Entschiedenheit verwahrte der Beamte gekommen ist. Rabbi Israel hatte sich entschlossen, gleich jedem fich gegen den Vorwurf der Trunkenheit. Ein nach dieser Richtung anderen Sterblichen, der kein Wunderthäter ist, bittlich um eine hin angestellter Beweis fiel zu Gunsten des Gerichtsvollziehers Ermäßigung der Steuer einzukommen. Josef Brodfeld über aus, der Gerichtshof hielt ihn für vollkommen glaubwürdig und brachte dem Hofrath das betreffende Gesuch, wurde aber abverurtheilte den Angeklagten zu einer Geldstrafe von 75 M. getanzelt, weil offenbar, wie die Anflage meint, das Gesuch nicht gehörig belegt war. Josef Brodfeld erklärte nun Auf versuchten Mord lautete die Anklage, welche gestern zu Hause, das Gesuch werde doch ohne Geld vor dem Schwurgericht des Landgerichts I gegen den 25jährigen genau so Erfolg baben, wie es möglich ist, Bäckergesellen Paul 3 udowski verhandelt wurde. Der Sach- daß ein Jude Bischof wird, und rieth darum verhalt war ein höchst einfacher. Der bis dahin arbeitsame und an, den Zauber des Geldes zu probiren und dies geschah. ordentliche Angeklagte lernte in diesem Frühjahre die Kellnerin Zweimal an einem Zage war ein Bote des Rabbi in Die Kollegen der Werkstelle von Seibt, Lenz u. Comp. Peters feunen. Er hatte das Unglück, sich in sie zu verlieben. Der Finanz- Landesdirektion, das eine Mal zog er unvorsichtiger treten wegen Nichtbewilligung einer Lohnaufbesserung mit dem Die Peters gab an, feine Liebe zu erwidern und versprach dem Weise in Gegenwart von Zeugen ein dickes Kouvert aus der 3. Oktober in einen Streit ein. Vor Zuzug wird gewarnt. Angeklagten auch, daß sie ihre Stellung als Kellnerin aufgeben Tasche, daß er Niemandem zur Besorgung anvertrauen wollte, Mit kollegialem Gruß und sich einen anständigen Dienst suchen wolle. Außer anderen indem er fest darauf bestand, es dem Hofrath persönlich zu überDie Kollegen obiger Werkstelle Geldopfern, die der Angeklagte gebracht, gab er ihr geben und nachher erzählte er dem Brodfeld, die Sache habe J. A.: Hahmann und Richter. 50 M., um ihren Plan, ein ordentliches Mädchen zu 1000 oder 2000 fl. geloftet. In Sadagora durfte man nun seit werden, zur Ausführung bringen zu tönnen. Bald dem Besuche des Boten des Rabbi bei dem Hofrath Direktor Aufforderung an alle in der Metallindustrie beschäftigten erfuhr der Angeklagte, daß die Peters wieder eine Trzcienieci ganz ruhig sein, bis auf die Fatalität, daß Arbeiter Berlins und Umgegend! in der Riesewalter'schen Restauration die Erledigung ein wenig auf fich warten ließ. Vor Kollegen! Die Fachkommission hat ihre Arbeiten in Betreff angenommen hatte. Von dieser Zeit an hatte die Peters viel fichtiger Weise bat nun der Rabbi den Steuereinnehmer Aufstellung einer Statistit am 15. d. M. begonnen. Damit die von der Eifersucht des Angeklagten zu leiden. Wenn sie sich Herrn Pietroczynski zu sich und Wenn sie sich Herrn Pietroczynsti zu sich und ersuchte ihn, mit der Fachkommission ihre Arbeiten ohne Unterbrechung vollenden kann, anderen Gästen gegenüber besonders freundlich zeigte, tam es Transferirung der Möbel innezuhalten und den betreffenden werden sämmtliche Kollegen, welche noch im Besitz von Fragezu stürmischen Auftritten. Am Morgen des 4. Mai steckte der Auftrag zu fiftiren. Herr Pietroczynski erwiderte aber, daß er bogen find, hiermit aufgefordert, diefelben unverzüglich an Angeklagte einen Revolver zu sich, versah sich mit Munition und nicht Herr der Situation sei und daß er, wenn auch mit Be folgende Adressen abzuliefern: R. Schmidt, Drahtweber, machte mit einem Freunde einen Spaziergang durch den Thier- dauern, seine Pflicht werde thun müssen, wenn es dem Rabbi Sedanstr. 84a, v. 2 Tr.( Schöneberg); R. Steinmes, Former, garten. Seinem Begleiter sagte er beim Abschiede, daß sie sich nicht gelinge, die Sache in fürzester Frist zu ordnen. Herr Wienerstr. 62, H. 2 Tr.; J. Krause, Former, Wiesenftr. 16; wohl nicht wiedersehen würden, da er sich das Leben nehmen Pietroczyneti erzählt nun felber, was fich weiter begab. Der E. Kayte, Schloffer, Königsbergerstr. 31, S. 2 Tr.; A. Heyne, wolle. Er begab sich nach dem Stiefewalter'schen Lokal, wo er Rabbi fragte ihn, was nun zu thun sei und Pietroczynski, der Schlosser, Koppenſtr. 72a, 4 Tr.; S. Rabue, Drücker, Alte in einem Hinterzimmer Platz nahm. Hier kam es zwischen ihm und bereits vom Hörenfagen wußte, wie er mit dem Hofrath stehe, Jakobstr. 51, 1 Tr.; H. Gutschte, Rohrleger( Gas-, Waffer-), der Peters, der die Bevormundung des eifersüchtigen Lieb- machte die Geberde des Geldzählens. Nun wollte der Rabbi Sebastianstr. 39; och häusler, Lampenbranche, Greifshabers lästig geworden war, wieder zu einer heftigen Näheres wissen, allein der Beuge wollte teine nähere Mittheilung walderstr. 65; Heimhold, Gas, Waffer, Dampfarmaturen, Szene. Dann ging der Angeklagte nach dem Kloset, wo er den ristiren und schied so aus dem Palaste des Wunderthäters. Da Fransectistr. 11, S. 4 Tr.; R. Roßdeutscher, Façondreher, Revolver mit sechs Schüssen lud. Als er wieder das Gaftzimmer stieß er aber auf Josef Brodfeld, und dieser erzählte ihm, daß es Krautstraße 54a, 4 Tr.; W. Hecht, Schraubendreher, betrat, warf er mit der Linken ein Markstück auf den Tisch, um wirklich nicht nothwendig sei, die Erekution zu überhaften, benn Manteuffelstr. 114; A. Fischer, Kernmacher, Faldensteinfeine Beche zu bezahlen. Die Peters stand etwas gebückt vor ihm, man habe sich bereits an Leib Gruder gewendet und Alles straße 31; H. Pinn, Mechaniker, Rosenthalerstr. 16-17; um das herauszugebende Geld herauszusuchen. In diesem Augen- sei schon in Ordnung... Bald darauf ereignete sich D. Trittelwig, Mechaniker, Falckensteinftr. 41; W. Hansen, blicke zog der Angeklagte den Revolver hervor und hielt ihn dicht nun das Wunder des Rabbi Jfrael Friedmann, welches beweist, Dreher, Schönhauser Allee 55; G. Berndt, Nagelschmidt, gegen die Bruft der Peters mit den Worten: Frauenzimmer, daß der Rabbi gut in die Ferne sehen und sorgfältig touvertirte Bernauerstr. 40-41; R. Schäfer, Feilenhauer, Neue Hochjetzt ist der höchste Punkt erreicht!" Er drückte" ab, aber der amtliche Attenstücke auf große Distans lefen fonnte. Nämlich, es ftraße 22 bei Wennrig; Dziena, Klempner, Gisenbahnstr. 28; Schuß versagte. Der zweite Schuß ging los, die Kugel drang der erschien der Sekretär des Rabbi, Süße Rosen, in der Kanzlei des M. Fischer, Klempner, Gitschinerstr. 79; G. SchwarzPeters in die linke Schulter. Sie flüchtete. Noch zwei Steuereinnehmers Pietroczynski und es spielte sich folgende Szene topf( im Lotal), Staligerstr. 11. Schüsse, die aber beide fehl gingen, feuerte der An- ab: Süße Rofen: Herr Steuereinnehmer, der Rabbi läßt Ihnen Die Fachkommission. geflagte auf sie ab, wobei er die Worte ausstieß: sagen, daß die Sistirung der Exekution bereits bewilligt ist. J. A.: R. Steinmez. A. Fischer. ,, Ranaille, hast Du noch nicht genug?" Er entfernte sich, Pietroczynski: Ich habe noch keine Weisung bekommen, ich Für Töpfer! Am Montag den 19. September tagte in um sich der Polizei zu stellen. Die Peters hat nur eine ganz weiß von nichts. Süße Rosen: Der Nabbi aber weiß. Er läßt Ihnen geringe Berlegung erlitten. Der Angeklagte, der früher ein- fagen, Sie sollen nur auf die Post schicken. Pietroczynski: Wozu? Dresden eine außerordentliche General Versammlung der geräumt hat, daß er die Peters ermorden wollte, widerrief dies Süße Rosen: Es ist schon Alles gut, es wird schon da sein. Herr Sentral Kranten und Sterbekasse der Topfer Beständniß im Termine und behauptete, ohne Ueberlegung ge- Pietroczynski schickte auf die Post, öffnet den Einlauf und fand und verwandten Berufsgenossen. Auf der 4. ordentlichen Generalhandelt zu haben. Während Staatsanwalt Großpietsch für thatsächlich die Sistirungsverordnung darunter. Und dies ift Versammlung war die Errichtung einer Zuschußtaffe beschlossen Schuldig im Sinne der Anflage plädirte, führte der Wertheidiger, doch wahrlich ein Wunder. Aber dem von Rabbi Friedmann worden, hiergegen hatte ein Theil der Mitglieder Stellung ge Rechtsanwalt Meschelsohn, aus, daß der Angeklagte im Affett gewirkten Wunder folgte bald ein noch größeres nach, denn es nommen und eine außerordentliche General- Versammlung beantragt, gehandelt habe und als Opfer einer unglückseligen Verblendung fam eine weitere Verordnung herab, welche die dem reichen um die Kaffe dem Gesetz anzupassen. Auf dieser wurde nun mit auch mildernde Umstände verdiene. Der Spruch der Geschworenen Manne audiftirte Steuer auf- 71 fl. 40 fr. herabfeite. Der Stimmengleichheit dieser Antrag abgelehnt. 18 Stimmen waren lautete auf Schuldig des versuchten Todtschlags unter Ausschluß Rabbi hatte eben start gebetet und der Hofrath hatte ihn gnädig dafür und 18 dagegen. Der Zentral- Vorstand legte darauf das Don mildernden Umständen. Der Staatsanwalt beantragte eine erhört. Statut einer Zuschußkasse vor, welches gegen 3 Stimmen an Suchthausstrafe von sechs Jahren und das Ertenntniß lautete dem Antrage gemäß. Dieses Faktum tam nun auch in der Verhandlung vor, über genommen wurde. Hierin sind 3 Klassen vorgesehen, wonach die wöchentliche Unterstützung beträgt: in der 1. Klaffe bei 35 Pf. " Frankfurter Beitung" berichtet. Hofrath Der Standalprozeß gegen die Mitglieder des Leipziger rezienieci wird einvernommen. Ich habe, erzählt der Beitrag 13,60 M.; in der 2. Klasse bei 25 Pf. Beitrag 9 M.; in der 8. Klaffe bei 15 Pf. Beitrag 5,40. Ruder! lubs„ Caronia" tam am 19. September vor dem Reichs- Sofrath, lange Zeit nicht gewußt, daß wir überhaupt Wunder wird auf die Dauer von 18 Wochen voll und 18 Wochen zur Die Unterstützung gericht zu nochmaliger Verbandlung. Der vornehme Klub hatte ligionslehrer feien, also fein großes Einkommen hätten; dann Selaffen ein Sterbegeld von 87,50, 62,50 und 37,50 M. bezahlt. rabbis haben, und dann später geglaubt, daß diefelben nur Re- Sälfte jener Beträge gewährt. Im Todesfall wird in den drei bekanntlich im verflossenen Winter einen„ Herrenabenb" staltet, an welchem eine Anzahl lebender Bilder gestellt wurden. erfuhr ich auch, daß sie auch bei Heirathsvermittelungen, Ehe Den Ausschuß beließ man in Berlin und den Zentral- Borstand Die ganze Art und Weise dieser Vorführung es trafen Männer fcheidungen u. f. w. die Hand im Spiele hätten, und ich war es, in Dresden. und mehrere prostituirte Frauenzimmer in primitiver Kleidung höher zu besteuern. Erhebungen wurden angeordnet; es war der von dem der Antrag ans Ministerium ging, diese Wunderrabbis und phantastischer Ausschmuckung auf, war so obstön, daß Die neunstündige Arbeitszeit, gegen welche sich die der Wirth und die Reliner des betreffenden Lokales, einzige Fall; meines Wissens ist in ganz Galizien kein Wunder deutschen Buchdruckerprinzivale beim letzten Streit mit so viel welche infolge ihres Berufes in den Saal kamen, Mergerniß an rabbi höher besteuert worden. Das Ministerium entschied für den fittlicher" Entrüstung verwahren zu müssen glaubten, gelangt diefem Treiben nahmen und Anzeige erstatteten. Am 21. April Gerichtshof, wurde aber zurückgewiefen und ging nun zu den zösischen Schweiz freiwillig zur Einführung. Steuersatz von 105 fl.; der Rabbi ging an den Verwaltungs- nun, wie die Schwäbische Tagwacht" meldet, in der fran= d. 3. J. fand vor dem Leipfiger Landgerichte die Verhandlung gegen Behörden, um Milderungen oder Nachlässe durchzufezen. Die alleine Reihe von Angeklagten statt, welche beschuldigt waren, durch Da gemeine Versammlung der Buchdruckereibesitzer der französischen 10 ar ich unzüchtige Handlungen öffentlich ein Mergerniß gegeben zu haben. Baron Pino, und dieser fagte mir plöglich ganz un- 9stündige Arbeitszeit zu bewilligen, wenn sie allgemein in der einmal beim Landes- Präsidenten Schweiz beschloß im Prinzip, die von den Gehilfen geforderte Es wurden acht der angeklagten Herren sowie die drei Frauens vermittelt: Was ist das für eine Geschichte mit dem Wunder- französischen Schweiz zur Einführung gelangt. personen zu Gefängnisstrafe verurtheilt, und zwar der Kaufmann Sie beschloß Gustav Adolf Moris zu drei Monaten zwei Wochen, der Das Einkommen dieser Wunderrabbis ist fein so ferner, daß die Kantone je zwei Delegirte ernennen sollen, um Musikalienhändler Georg Emil Theodor Stoll zu drei glänzendes; ich habe erfahren, daß dieser Wunderrabi Schulden gemeinsam einen neuen Tarif auszuarbeiten. Schulberner, die Raufleute Friedrich Wilhelm Gaferi bat, feine Einrichtungs- Gegenstände versetzen muß."( Große Beund Karl Alfred Becker zu je zwei Monaten, ferner wegung.) Nachdem der Hofrath diese Aeußerung des Baron Pino Das Kieler Gewerbegericht hat dieser Tage unter Leidie Kaufleute Mar Albin Haase, Friedrich Otto Müller mitgetheilt, stock t er plöglich... Der Präsident macht tung des Ober- Bürgermeisters in Sachen der in den dortigen und Karl Dstar Jacobi zu je zwei Wochen, endlich eine Handbewegung, die zum Weitersprechen auffordert. Hof Brauereien beschäftigten Arbeiter als Einigungsamt fundie drei Prostituirten Bauline Emilie Minna Jahns, Wil- ath: Uebrigens, die näheren Umstände entziehen girt. Ueber zwei Punkte der Differenzen einigte man sich, der fich der Erörterung. Präf.( Schnell): Wie Sie glauben, Britte helmine Therese Lina Koch und Amalie Klara Seidler zu Gewährung von 18 M. Minimallohn an die im je einer Woche Gefängniß. Der Mitangeklagte Friseurgehilfe Herr Hofrath; Sie können dort, wo es Ihnen gutdünkt, schweigen. Flaschenbierbetriebe beschäftigten Hilfearbeiter- wurde, da die Heinrich Wilhelm Paul Stahlmann wurde nur zu einer Geldofrath( zögernd): Ich weiß nicht, ob es mir erlaubt ist, bem Brauereiverwaltungen nicht nachgaben, aus der Verhandlungstrafe von 20 M. verurtheilt. Freigesprochen wurden die Kaufleute Gerichtshof allein etwas mitzutheilen? Bräf. materie ausgeschieben; die Arbeitervertreter behielten der ArKarl Louis Albert Schäfer, Ernst Richard Richter und der entschieden); Nein, das geht nicht. Hofrath: Dann muß ich beiterschaft das Recht vor, diese Sache eventuell felber zu regeln. Holzbildhauer Franz Oskar Schneider.- Gegen das Urtheil hatten darüber schweigen!( Nach einer Pause): Ich bin dann zum Gegen das Urtheil hatten Steuerinspektor gegangen, habe Erhebungen angeordnet und der Der schweizerische Konsul in Venedig warnt junge sowohl der Staatsanwalt, als die verurtheilten Angeklagten, mit Steuersatz wurde diesen Anträgen zufolge ermäßigt. Bräf.: Saben Mädchen bring end, ohne sichere Anstellung dorthin zu Ausnahme der drei Prostituirten und des Friseurgehilfen Sie ein Geschent aus diesem Anlaß bekommen? Hofrath: Ein tommen. Sie finden daselbst teine Arbeitsgelegenheit und sind Revision eingelegt. Die heutige Verhandlung vor dem großen Gefahren ausgesetzt. dritten Straffenat des Reichsgerichts, in welcher Herr Rechts- Geschent? Nein, niemals. anwalt Freitag II als Bertheidiger auftrat, fand unter Aus schluß der Deffentlichkeit statt. Das Reichsgericht erkannte im Einverständniß mit den Ausführungen des Herrn Reichsanwalts Schumann auf Berwerfung der Revision des Staatsanwalts lowohl als der Angeklagten, Monaten, die welche rabbi? Nach den Ausführungen der Anklagefchrift, welche noch im Beugenverhör zu bestätigen sein werden, hat der Hofrath auch in diesem Fall genommen, was er freilich jest leugnet, wie alle anderen Fakten, deren er beschuldigt wird. Interessant ist nur, daß er einen Anderen, Höhergestellten der Mitschuld bezichtigt, D Versammlungen. in der Turnhalle, Freiemwalberstraße 39.- raftturnverein Berolina, Abends 9 Uhr Uebungsstunde bei Faustmann, Reichenbergerstr. 73a. Theater- und Vergnügungs- Verein Humanitas abends sy Uhr bei Eine öffentliche Kommunalwähler Versammlung war Reed, Bothringerstr. 94. für gestern Abend abermals nach Renz' Salon einberufen. Die Sommer, Grünstraße 21. Gefelliger Bergnügungsverein Regia, Abends 9 Uhr, im Restaurant Humoristischer Verein Arminia, Dresdener felbe fand unter Leitung des Genossen 3ubeil statt und war Garten, Dresdenerstraße 45. Kreuzfidel, bei Gumlich, ReichenbergerTouristenzahlreich, auch von Gegnern der Kommunalwahlen, besucht. Zweck straße 149.- Fidele Brüder, bei H. Mrofe, Lachmannstr. 5.verein Frei Weg", Abend 9 Uhr bei Giedlutad. Manteuffelstr. 86. der Versammlung war die in der vorigen Versammlung unmög- efettiger Berein Regina, Alexandrinenftr. 110 bet Wohllebe lich gemachte Aufstellung eines Kandidaten und die Wahl eines Sigung mit Damen. Fidelitas. Bergnügungsverein Lustig Froh, Bezirks Wahlkomitees. Den einleitenden Vortrag hielt Genoffe Mittwoch 9 Uhr, Märkischer Hof, Admiralstr. 18c. Gigung. Rauchklub Roochloch, Abends 9 Uhr, bei Kierstein, Admiralftr. 33. Vogtherr. Die Versammlung gelangte indeffen wiederum zu Rauchtlub affalle, Abends, bet godt, Friedrichsbergerſtr. 11. Rauchtlub feinem Resultate, da infolge der von Seiten der Gegner provo- Rothe Nelte, bet Steuer, Weinstr. 22. Sumoristischer Rauch zirten Ruhestörungen und Gewaltthätigkeiten die polizeiliche Auf- lub, Abends 9 Uhr, bei A. Niemann, Görligerftr. 42. Rauch flub Sans: souci, Boeckhstraße 51.- Rauchklub Ohne 3wang, Abends 9 Uhr bei lösung der Versammlung erfolgte. Späth, Weinstr. 28. Rauchflub Grüne Quafte, Abends 9 Uhr, bei Schlüter, Kleine Markusstr. 10. Rauchklub Vulkan, Abends 9 Uhr bet Ahmer, Gräfeftr. 82. Rauchtlub Goldene Quast e", Abends 9 Uhr Rauchflub gutgefinnter Freunde, Abends bei Muß, Josiystr. 8. 8 Uhr bei Neumann, Höchftestr. 28. affer- und Inselstraßen- Ede beim Restaurateur Sperling Abends 9 Uhr. Rauchklub Schmotes- erte, Rauchflub Vorwärts SD.", jeden Mittwoch Waldemarftr. 74 bet George. Sumoristische Pfeifenbrüder jeden Mittwoch Abend 9 Uhr, KlosterBürsten- und Pinselmacher. In einer am 14. d. Mts. stattgehabten öffentlichen Versammlung der Bürsten- und Pinselmacher Berlins und Umgegend wurde Kollege Kaiser als Kandidat zu den Gewerbegerichten aufgestellt. Nachzutragen zu dem am 18. d. M. im Vorwärts" gebrachten Bericht über eine Versammlung der Wäschebranche ist noch, daß Herr Möhring aufforderte, man solle ihm schnellstens die Arbeitsordnungen sämmtlicher Wäschefabriken einfenden( Adresse: Restaurant Deeter, Holzmarktstraße 3). Die zur Gewerbegerichts- Wahl aufgestellten Kandidaten sind Bliesenit ( nicht Beisenit) und Brockmeier( nicht Brochmeier). Kollege Robelt erklärte nach Schluß der Versammlung, die Kandidatur zu dem Gewerbegericht anzunehmen. Endlich sei sämmtlichen Arbeitern und Arbeiterinnen der Wäschebranche noch mitgetheilt, daß am Mittwoch, den 14. September, in der Versammlung der Gruppe 6( Bekleidungsindustrie), in welcher die Wahl der Kandidaten vor sich gehen sollte, die Herren Möhring und Bliesenik ihre Kandidaturen zurückzogen und zwar Herr Möhring mit der Motivirung, daß er nach außerhalb zieht und ferner nicht mehr in der Wäschebranche thätig sein werde, während Herr Bliesenit seinen Rücktritt damit begründete, er bekenne fich noch nicht voll und ganz zum Sozialismus. | ftraße 83, bei Genoffen W. Salzwedel. Stattlub Treff, Abends 8% 1hr, bei Otto Babel, Frankfurter Allee 90. Bühnenverband Othello Abends 9 Uhr, Restaurant Lothringerstraße 101. Sprechfaal. Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Intereffes zur Verfügung; ste wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt deffelben identifiairt zu werden. = Paris, 20. September. Die großen Manöver bei Mont Morillon mit gemischten Divisionen sind vollständig mißlungen. Freycinet erklärte im Ministerrathe, eine umfaffende Reorganisation der betreffenden Kadres sei dringend nothwendig. Der Eindruck dieser Manöver sei bedauerlich. Es wird in den Kammern eine Interpellation angekündigt werden, weil diese gemischten Divifionen Freycinet's eigenster Plan sind und große Summen darauf verwendet wurden. Die Enttäuschung in den offiziellen Kreisen ist groß. Alexandrien, 19. September. Der Nil steigt in besorgnißerregender Weise, er durchbrach bereits die Dämme an mehreren Stellen. Der Eisenbahnverkehr ist zum Theil unterbrochen. Littleport( Arkansas), 20. September. Die Neger erheben sich gegen das neue Wahlgefet. Der Milizkommandeur versuchte vergebens sie zu beruhigen. Gestern Abend griffen die Neger die weiße Bevölkerung an, stürmten Privathäuser und bedrohten die öffentlichen Gebäude. Die Folgen des blutigen Kampfes waren Es werden neue Unruhen zahlreiche Todte und Verwundete. befürchtet. Vermischtes: Es lebe die Dummheit! Ju der aufgeklärten Stadt Offenburg, in welcher zum Entfegen der Pfaffen das Ofendenkmal steht, giebt es doch noch guten Boden für die Kultur der Volks. verdummung. Vor dem Schöffengericht fand kürzlich ein„ Verherungsprozeß" statt. Ein Schreinermeister war der Beleidigung eines Bahnwärters angeklagt. Der Schreiner und seine Frau In Nr. 218 dieses Blattes vom 18. September wird am behaupteten, der Wärter habe ihre Kuh verhert und das Haus Schluß eines Berichts über die am 13. September abgehaltene angezündet. Sie wandten sich zur Verstärkung ihres Verdachtes Versammlung des Fachvereins der Tischler( Süden, Südwesten an den weitbekannten Oberhexenmeister„ Nierle" von Altenheim. und Westen) Klage darüber geführt, daß die zu einer Verſamm- Auch dieser saß auf dem Anklagebänkle, wurde aber diesmal noch lung eingeladenen Referenten troß ihrer Zufage häufig nicht er- freigesprochen, obgleich ihm das Handwerk schon lange gelegt scheinen, ja sich nicht entschuldigen. Da ich zu dieser Versamm werden sollte. Der Schreiner, der noch ans Heren glaubt, erhielt lung als Referent eingeladen war, zusagte und nicht erschien, eine Woche Gefängniß, seine Frau eine Geldbuße von 10 M. Verein ehemaliger Sad- Schmiedeberger und Umgegend. Mittwoch, trifft dieser Vorwurf speziell mich. Auf diesen Vorwurf habe ich Die eigentlichen Sünder am Volke, die Verbreiter und Erhalter den 21. September, abends 8 Uhr, Generalversammlung bet Herrn W. aber Folgendes zu erwidern: Zu dieser Versammlung wurde ich der Dummheit in Wort und Schrift, gehen leer aus. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch, den von einem Genossen Namens Zwanzig eingeladen mit dem Be21. September, Abends 8% ühr, Versammlung mit Damen im Vereinslotal merken, er wolle erst ein Versammlungslokal miethen, wahrschein Urminhallen, Kommandantenstr. 20. Tagesordnung: Bericht über den Bund lich den Saal der Habel'schen Brauerei; es würde dann wie stets der geselligen Arbeitervereine. Bozialdemokratischer Agitationsverein für die Kreise Witten- eine Annonce im Vorwärts" erscheinen, aus der ich das Verberg, Schweinit, Torgau und Liebenwerda. Generalversammlung fammlungslokal ersehen könnte. Eine solche Annonce fand ich Wanderversammlung in Schmargendorf. Mittwoch, den 21. Sep- trok eifrigen Suchens im Vorwärts" nicht, am Nachmittag des tember, Abends 8 Ubr. Reſtaurant" Rheingau", ca. 5 Minuten von der Station 13. fragte ich extra in der Habel'schen Brauerei an und es wurde Pannier, Stralauerstr. 55. heute Mittwoch, Abends 8% Uhr bei Lehmann, Neue Grünftr. 14. Schmargendorf des Südringes. Arbeiter Bildungsschule. Mittwoch, Abends 8%-10% Uhr: SüdEchule, Reichenbergerſtr. 133: Unterricht in Deutsch( Oberes), mathematit; Schule, Sagelsbergerstr. 43: Unterricht in Geschichte( neu); Süd- Dft Oft Schule, Martusstraße 31: Unterricht in Deutsch( mittel); Nord Schule, Müllerstraße 179 a: Unterricht in Deutsch( oberes): Rechnen. In allen Lehrfächern, mit Ausnahme der Buchführung, fönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jetzt im Laufe des Semesters, eintreten. Lese- und Diskutirklubs. Mittwoch. Vereinte Kraft Abend 8% Uhr, bet Klein, Schönleinstraße 6. Johann Jacoby, bet Otto Thierbach, Schwedterstr. 44.- Heine, jeden Mittwoch vor dem 1. und 15. jeden Monats, Abends 8% Uhr, bei Bechlin, Hornfir. 9. Gesund brunnen, Abends 8% Uhr, bet Haferland, Bellermannstr. 87. Gleich= heit, Abends 8% br bei Stramm, Ritterstraße 123. Emanzipation, Abends 8 Uhr, bet Wagner, Alte Schüßenftr. 6. Heine, Rirdorf, Abends 8 Uhr, bei Beiler, Knesebeck- und Herrmannstraßen- Ecke. Nord, jeden Mittwoch 8% Uhr, bei Bernh. Raabe, Ruppiner- und SchönholzerstraßenEcte. Otto Reimer jeden Mittwoch bei A. Brosch, Wilhelmshavnerftraße 23. Friedrichstraße 44, bet Röllig. Wendt. Lyra 1, Raupachstr. 6, bei Stachel.- Euphonia, bei Hermann, Elisabethstr. 30.- hand in hand1, Mariannenstr. 31-32, bei Doberstein. Flöter'scher Gesangverein, Koppenstraße 43c, bet Lorenz. Rütli, schließlich gab ich das Warten auf und erschien in der Versammwäre. Bis zum Abend wartete ich noch auf eine Nachricht, lung aus dem einfachen Grunde nicht, weil mir der Ort der Versammlung nicht bekannt gegeben wurde. Dies zur Feststellung des Sachverhalts. Julius Zürt, SW., Golmsstr. 24. ( Offenb. Boltsfr.") Eine hochherzige That beging, wie das Fremdenblatt" mittheilt, der Lehrer Ahrendt auf dem Kranel im Hamburger Landgebiet Neuengamme. In einer Familie war die Cholera ausgebrochen; Vater und Mutter lagen erkrankt in einem Raume darnieder, in dem sich außer ihnen noch vier unerwachsene Kinder aufhalten mußten, da ein weiterer Raum nicht zur Verkommen, war vergeblich. Da erbot sich der 25jährige Lehrer was man versuchte, um einen Pfleger für die Kranken zu beHerr Ahrendt die Pflege zu übernehmen. Er wachte Tag und Nacht bei den schwer Erkrankten, sorgte für die Kinder, reinigte und kleidete sie, bis dann, nachdem er zwei Tage und zwei Nächte ohne Ablösung seinen schweren Dienst ver richtet hatte, die Mutter ihren Leiden erlag, während der Vater sich in der Besserung befindet und mit seinen Kindern Aufnahme in der Cholerabaracke zu Neuengamme gefunden hat. Leider sollte nun auch Herr Ahrendt der heimtückischen Krankheit erliegen. Nachdem er die Frau mit zu Grabe geleitet, mußte auch er sich am 9. September niederlegen, und obschon zwei Aerzte unermüdlich von Abends 9 Uhr bis Nachts 3 Uhr alles aufgeboten, war er nicht zu retten. Am 11. September Morgens Hamburg, 20. September. Der Gesammtbetrag der big- 8 Uhr ist er das Opfer feiner edlen That geworden. Für andere alles, für sich nichts", das hatte er schon früher in Krankheitsfällen bewiesen, so dachte er auch noch in seiner sich auf über 1 200 000 M. Krankheit, da er die Aerzte bat, man möge Niemand zu ihm schicken, damit die gräßliche Seuche nicht noch weiter um sich greife. Buchdruckerei- Aktiengesellschaft und der Zentraldruckerei Anders Durchgebrannt. Der Direktor der großen Norman'schen Hökerberg in Stockholm ist seit dem 11. d. Mts. verschwunden. Derfelbe hinterläßt gegen 200 000 kronen Schulden an seine Gesellschaft. Depeschen: ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umggegend. Alle Renderungen im Bereinstalender sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 70. Arbeiter- Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwoch. Uebungsftunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Liebesfreiheit, Blumenfiraße 38, bei Hente. Freya,( Gem. Chor), Alte Schönhauser herigen Sammlungen für die Nothleidenden in Hamburg beläuft ftraße 22-23, Bögow's Brauerei. Silaritas, Hochstraße 32 a, bet Wilte. Deutsche Eich e, Blumenstraße 46, bei Went. Echo1 Wien, 20. September. Die Politische Korrespondenz" Pantow, Echulzestr. 27.- 2erche, Bernauerstr. 72, Restaurant zum Beit geift". Gefangverein der Steinmeßen, Johannisfir. 20, bet Müller. meldet aus Belgrad: Die Kommission für die Berathung über Männer- Gesangverein der Kürschner, D. V. D. Br. Berlin, Neue die Aufhebung des Tabat- und Salzmonopols tritt nächste Woche Steinne Ite, Röstinerftraße 17, bei zusammen. Dieselbe hat die Aufgabe erhalten, Mittel und Wege zur Aufhebung des Monopols unter vollständiger Sicherstellung Schneeglödchen 2, Potsdam, Brandenburger Stommunikation 16, bei der bisherigen Staatseinnahmen zu suchen, ferner den gegenwär Glafer. Unverdrossen, Abends 8 Uhr, bei Sachs, Lindowerfte. 26. tigen Stand festzustellen und ein Gutachten darüber abzugeben, Friedenau im Kurhaus. Borwärts 5, Friedrichshagen, Sundtheil, bei innerhalb welchen Zeitraumes die successive Liquidation durchLerche. Freundest reue( Gemischter Chor), Grenadierftr. 33, bei See- führbar sein würde. Endlich soll die Kommission alle Staatsfeldt. Lorbeertrans, Lichtenbergerstr. 21 bei Setse. Suboft verpflichtungen feststellen sowie ein Gutachten erstatten über die Röpniderstr. 191, Restaurant. Hoffnung 1, Friedrichsberg, Friedrich Searlstraße 34, bei Schulze. Rothe Nette, Schöneberg, Golz Regelung der Rechtsbeziehungen zwischen dem Staate und den Straße 43, bei Siegeler. Frethett, Moabit, Kronenbrauerei, durch das Monopol sichergestellten Staatsgläubigern unter WahAlt- Moabit 47-49. Steinfeger Sängerchor, Kastanien rung der von den letzteren erworbenen Rechte. Offenbacher Sängerfranz, OranienPetersburg, 20. September. Das Projekt einer EinkommenGefangverein der Kupferschmiede, Weinftraße 11 bei Feind. Bergißmeinnicht, Schulstraße 29, im steuer ist endgiltig aufgegeben, man glaubt, daß der Verweser Concordia" Dieffenbachstraße 53 bei des Finanzministeriums Witte durch Regulirung der bestehenden Holz. Arbeiter- Gefangverein" Briz", Briß, Werderftraße Steuern ein Budget ohne Defizit für das Jahr 1893 schaffen wollte die Wittwe ehelichen, womit diese jedoch nicht einverstanden bet Schöneberg. Deutscher Männerfang", Belforterstraße 15, bei Schneider.. Gefangverein& otosblume, Kleine Sturstraße 10 bei Kanzow. werde. Gefangverein Freiheitstlänge, Stallschreiberstr. 29 zum Eichenen Allee 28 bei Maiwald. ftraße 153, bet Göße. Wedding Rasino. " Stab. Männer- Gefangverein Libertee 1, Wrangelstraße 84 bet rich. Unverzagt angefir. 65 bei Tempel. Gesangverein Deutsche Siebertafel, Grüner Weg 29 bet Säger.- Gefangverein 2orbeertranz2, Oranienstraße 190 bei Ratsch. Gefangverein Liedes lust in Fürstenwalde bei Haupt, Müncheberger Chauffee. Sängerchor der Maler, Alte Jakobstraße 83. Felfenfest( Gemischter Chor), Pantstraße 32 b bei Herzog. Freiheits- Gruß, Schönhauser Allee 46 bet Buffe.- GefangVerein, Titania", Görlitzerftr. 40. Brüssel, 20. September. Der Ausstand der Arbeiter der Zündholzfabriken in Grammont ist beendigt. Paris, 20. September. In dem heutigen Ministerrath zu Fontainebleau wurde die Wiedereröffnung der Kammern auf den 18. Oktober festgesetzt. Scharlachepidemie. In London waren am 19. September in den Krankenhäusern 3744 Kranke in Behandlung, davon 3353Scharlachfranke; außerdem befanden sich zahlreiche Scharlachfranke in Privatbehandlung. Alter schützt vor Thorheit nicht. In Pfungstadt( Großh. Hessen) hat am 14. d. M. ein 71 jähriger Mann eine 64 jährige Wittwe in ihrer Wohnung erstochen und sich hierauf durch einen Schuß getödtet. Der Greis, welcher im Wittwerstande lebte, war. Aus Rache ermordete er sie. Briefkaffen der Redaktion. verein offnung 3", Brandenburg a. H. bei Weidner. Gefang eine Betition an die Regierung um Wiedereinführung des Frei- verpflichtet. 2. Es erscheint dieses uns so lange unglaublich, als Bollack Klub Lustige E., Heimstraße. 1. Der Arbeitgeber ist zur Versicherung Sie nicht das Kaffenbuch bringen. Triest, 20. September. Der Landtag beschloß einstimmig, hafens von Triest zu richten. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( 3u schriften sind zu richten an Mar Geng, Berlin N, Belforterstr. 26, 1 Tr.) ( Depeschen des Burean Herold.) O. N., Köln.§ 109 des Invaliditäts- und Alters Mittwody: Rauchtlub Hellblau bei Flic, Simeonftr. 23.- Rauchklub Bremen, 20. September. Der Senat beantragt die Auf- versicherungs- Gesetzes bestimmt ausdrücklich:" Die Abzüge dürfen Eiferne Pfeife, bei Hoffmann, Triftstraße 1. Theater Verein Proletariat bei Kühn, Naunynstr. 38.- Theater- Berein Jugend- nahme einer neuen Bestimmung in die Verordnungen, betreffend sich höchstens auf die für die beiden Lohnzahlungsperioden ents traft 2 bei Werner, Heiniftr. 2.mann, Frankfurter Allee 56. Statflub Buschelgrün, bet gürstenau, alle von seinen Angestellten mit den Passagieren( oder für solche nach§ 148 des angeführten Gesetzes mit Geldstrafe bis 300 M. Touristentlub Nachtfalter, bei Bur- das Auswanderungswesen, wonach der Passagierbeförderer für richteten Beiträge erstrecken." Wer größere Abzüge macht, wird Reichenberger- und Manteuffelstraßen Ecke. Brüder, bei Lucwald, Manteuffelstr. 46. Bergnügungs- Verein mit Dritten eingegangene Vertragsverhältnisse persönlich ver- oder mit Haft bestraft. Fridolin, bei Wolff, Brunnenstr. 55a. Bergnügungsverein Waldes: antwortlich gemacht wird. Das Gleiche soll von den Agenten H. B. Neuhaus. Da bleibt Ihnen nur der Weg an die grün", Krautstr. 6( estaurant). Bergnügungsverein Durch Nacht und Vermittlern gelten. Diese Bestimmung soll die Mißstände höhere Militärinstanz übrig. zum Licht, bet Gründel, Dresdenerstr. 116. Humoristischer Verein Pipifar, bei Krösche, Fichtefiraße Nr. 29. Tambourverein 3 or wärts beseitigen, welche sich durch das Freikartenwesen eingeschlichen F. H. 20. Sie müssen bis Mittags geräumt haben. bet Kober, Hermann- und Wangliastraßen- Ecke( Rirdorf.) Bergnügungs- haben. Wettende Genoffen. Hasenclever ist 1877 im 6. Berliner Verein International 2 bei Pape( fr. Knebel) Badftr. 58. Wer Wahlkreise gewählt worden. gnügungs- Verein limbim" bei Brodlow, Bülowftr. 65. Gefang-, Turn- und gesellige Hereine. Mittwochy. Gefangverein A. B., Grüner Weg. Sie müssen für die Versicherung Knospe, Abends 9 Uhr, im Restaurant Wahlstatt, Velle- Alliancestraße. wie jeder Arbeitgeber auffommen. Mufitverein Vorwärts, Abends 8% bis 10% 1hr, Langestraße 108 O. O., Schmidtstraße. Solche Beispiele polizeilicher Höf bet Mebelin.- Männer- Gesangverein Waldtapelle 2, Abends 9 Uhr, lichkeit sind leider nicht selten. Restaurant Kayfer, Staligerstr. 22. G. R. 87 341. Zur Beantwortung solcher Fragen, die einen denunziatorischen Charakter offen an sich tragen, geben Turnverein Soffnung, Abends 9 Uhr, im Restaurant Schröder, Manteuffelftr. 9.- Kraftiurnverein Jugendtraft, jeden Mittwoch und Sonnabenb 9-11 Uhr abends bet tape, Seughoffr. 8.- Turnverein Gef unb envereine brunnen. Die 2. Männer- Abtheilung turnt heute von 8%-10% Uhr Abends Kinderwagen Bazar M. Gladbach, 20. September. Die fozialen Kurse des Voltsvereins für das katholische Deutschland wurden heute eröffnet. 303 Theilnehmer sind angemeldet. Abg. Hige hielt eine Begrüßungsrede. Wien, 20. September. Jufolge der Ermordung des Tarnopoler Gymnasialprofessors durch einen Schüler wurden der römisch- katholische und der griechisch- katholische Religionslehrer vorläufig suspendirt. 66. Resterhandlung. 66. S. Neumann's Central- Bazar Billig Reste zu Knaben- Anzügen von 1. Geschäft: Andreasstr. 62, zwischen M. Brinner, 1 M. Große Anzüge von 7 M. an Andreasplatz und Langeftr. 2. Geschäft: Jerufalemerstr. 42,1 bis zum feinsten Kammgarn, auch vaff. Frankfurterkr. 90, Ede Markusstr. pass. Filiale: zu Einſegnungs- Anzügen. Große Aus: Magazin für Haus- u. Küchen- Geräthe, Brunnenstraße 6, wahl in Baletotstoffen, sowie au Glas, Porzellan und Steingut. Breller Hof part. Sommermänteln, Jackets, Plüsch, Atlas, Verkauf zu den billigsten EngrosGrößte Auswahl. Seide, Sammt und Spitzen. 2754L Auf Wunsch Alles zugeschnitten, auch reisen. Großer Gelegenheitskauf Billigste Preise. Theilzahlung gestattet. angefertigt. 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Jahrg. englische Gewerkschaftskongres. formuliren, daß der Achtſtundentag überall Gefeh fein folle, wo das Motiv der Menschenliebe durch Verweigerung der StaatsVon unserem Londoner Korrespondenten. II. Es ist in der That richtig, daß der Kongreß in seiner Sigung bom S. September den Beschluß gefaßt hat, einen eigenen, aus schließlich der Frage des Achtſtundentages gewidmeten internationalen Kongreß einzuberufen. Der betreffende, von Matkin aus Liverpool eingebrachte Antrag lautet wie folgt: „ Es werde beschlossen, daß nach der Ansicht des Kongresses die Frage einer internationalen Herabsehung der Arbeitsstunden auf acht im Tag von hinlänglich dringender Bedeutung ist, um die Abhaltung eines internationalen Kongresses zu erheischen, der die Frage in Hinblick auf eine Verständigung diskutiren foll, auf Grund deren eine gemeinsam vereinbarte und gleichzeitige Aftion zur Verwirklichung dieser Forderung ins Wert gesetzt werden kann, und wir weisen hierdurch das parlamentarische Komitee an, einen derartigen Rongreß unverzüglich einzuberufen." " Charakteristisch für die Politik der herrschenden Klassen ist auch die Anrufung der Privatwohlthätigkeit durch die offiziöfe Nordd. Allg. 3tg". Das Blatt fagt: spreche, der Achtstundentag Gesetz sei. H. G. Arnold von Menschenpflicht, die Besitzenden üben diese Menschenpflicht London stellte dagegen den Gegenantrag, den Entwurf so zu nicht, sondern mißbrauchen zur Förderung ihres Klasseninteresses nicht die Mehrheit der organisirten Arbeiter des betreffenden hilfe und durch Anrufung der Privatwohlthätigkeit. Industriezweiges in regelrechter Abstimmung sich gegen ihre Unterstellung unter denselben erklärt( Achtstundentag mit Ausnahmeklausel). Nach einer sehr heftigen, zugleich aber auch sehr instruktiven Debatte, auf die ich jedoch Raummangels halber hier Wenn gerade wegen der Cholera mancherlei Refriminationen nicht eingehen kann, wurde der lettere, radikalere Antrag mit gegen Hamburg laut geworden sind, so wollen wir hier nicht dem Zusagantrag, daß die Ausnahmeflausel nicht für Berg- weiter darüber rechten; näher hätte es jedenfalls gelegen, nur arbeiter gelten soll, mit 205 gegen 155 Stimmen angenommen. daran zu denken(), daß die Noth und Sorge eines Theiles Ebenso wurde, mit 281 gegen 56 Stimmen, das parlamentarische der werkthätigen Hilfe Aller bedarf, die Jenen durch ZusammenKomitee beauftragt, die Bergarbeiter in ihren Bemühungen für gehörigkeit im neuen Deutschen Reiche verbunden sind. ein Achtstundengesetz zu unterstützen. Wenn eine Stadt von der Eigenart Hamburgs einer Heimsuchung unterliegt, wie sie die dort ausgebrochene heimtückische daß der Kongreß allen Gewertvereinen Seuche bildet, dann ziemt es vor allen Anderen der Reichshaipt empfiehlt, Beranstaltungen zu treffen, ftadt, voranzugehen und zu bekunden, daß treunachbarliche Hilfe daß der erste Mai als Feiertag gehalten in jeder Noth dem Bedrängten gewiß ist. Wie aber aus Hamwird, zum Zweck der Demonstration für burg berichtet wird, handelt es sich dort nicht allein um einen den Achtstundentag und die übrigen Ar- Nothstand der arbeitenden Klassen, sondern es sind viel mehr beiterforderungen." hauptsächlich die mittleren, gewerbetreiben= Mit der Bestimmung von Belfast für den nächsten Kongreß den Schichten, welche darunter leiden, daß angesichts ort war damit das Pensum des Tages zu Ende. der Choleragefahr Handel und Wandel zum Stillstande Mit 180 gegen 155 Stimmen wurde beschlossen, " Parteinachrichten. " In der Begründung dieses Antrages führte Mattin aus, Am Sonnabend wurde der Rest der Anträge erledigt wie gekommen sind, weil Jeder Anstand nimmt, mit Anderen man habe auf den beiden letzten Internationalen Kongressen immer an Schlußsigungen von Kongressen, fast ohne ernsthafte in Berührung zu kommen; Bestellungen an Handwerker, Ge zwar Resolutionen zu Gunsten des Achtstundentages gefaßt, aber Debatte. Nicht ohne Widerspruch ging ein Antrag durch, der werbetreibende 2c., also fast gänzlich aufgehört haben. Diefer wenig zu seiner Verwirklichung gethan, daher scheine ein Spezial- das Verbot der Ausschiffung von ausländischen Armen(„ paupers") Kern der Bürgerschaft Hamburgs ist es, der Noth leidet, und fongreß zur Berathung der Mittel und Wege, wie man am an Englands Küste verlangt. Auf Antrag von Arnold( Londoner wie er selbst stets bereit gewesen, die Noth Anderer lindern zu ehesten den Achtstundentag erreichen könne, fehr wünschens- Schriftfeher) wurde das Parlamentarische Komitee beauftragt, helfen, so darf ihm die Hilfe nicht fehlen, und Berlin wird sicherwerth. Der Unterstützer des Antrags, ein Delegirter der Textil- ein Internationales Korrespondenz- Bureau lich feinen altbewährten Ruf, für jede wirkliche Noth eine offene arbeiter von Lancashire, Shackleton aus Accrington, einzurichten, das mit ähnlichen Komitees in anderen Ländern in Hand zu haben, auch diesmal bewähren. feste hinzu, es sei, um ohne Schädigung zum Achtstundentag zu Berbindung zu treten habe. Weiter nahm der Kongreß Reso- Berlin wird befunden, daß es die Zusammengehörigkeit im gelangen, unbedingt nothwendig, von den Vertretern der anderen lutionen zu Gunsten von Munizipalisirung der Straßenbahnen Reiche in einem noch höheren Sinne als dem eines staatlichen Länder zu hören, wie weit sie bereit wären, in dieser Angelegen- und Nationalisirung der Bergwerke und der Erz- u. f. w. Lager an, Bandes auffaßt, und Hamburg wird es ein Trost sein, in seiner heit vorzugehen. W. Parnell, Möbelschreiner aus London, fowie für Einbeziehung der Hausindustrie in den Geltungsbereich Bedrängniß zu wissen, daß seine Nothlage die gemeinsame unterstützt von H. Quelch aus London, stellte dagegen den An- des Fabrikgesetzes und für Ausdehnung der gegen das Truck- Angelegenheit des deutschen Volkes ist und die trag, den auf 1893 nach Zürich einberufenen Internationalen fyftem gerichteten Vorschriften des Fabrikgesetzes in dem Sinne, Reichshauptstadt voran ging, hiervon Beugniß abzulegen." Rongreß zu beschicken. Die Achtstundenfrage, führte der Letztere daß es für ungefeßlich, D. h. strafbar erklärt wird, den Arbeitern Den Offiziösen ist es natürlich höchlich unangenehm gewesen, aus, bedeute nicht die ganze Arbeiterfrage, es feien noch andere für Arbeitsmaterial, Benutzung der Maschinen, für Erleuchtung daß bei der Besprechung der Hamburger Cholera- Epidemie die ebenso wichtige Fragen mit den Arbeitsgenossen anderer Länder der Werkstätten 2c. Abzüge vom Lohn zu machen. Eine ebenfalls, faloppe Wirthschaft des dortigen„ Geschlechter"-Regiments in den zu berathen, und darum empfehle sich die Beschickung des Züricher und zwar mit allen gegen zwei Stimmen beschlossene Resolution Brennpunkt der Kritik gerückt wurde. Was die herrschenden Kongreffes. erklärte, daß fein die Altersversicherung betreffender Gefeßentwurs Klassen versäumen, muß in den Schleier der Toleranz gehüllt Bei relativ geringer Betheiligung Wo es war eben schon der als befriedigend betrachtet werden könne, in dem nicht dafür ge- bleiben; das versteht sich, blieben sonst deren Vorvierte Kongreßtag Die wurde der Antrag Mattin mit 189 gegen forgt ist, daß die Invalidenkassen der Gewerkschaften eine ent- rechte? Cholera hat am fürchterlichsten unter 97 Stimmen, welche das Amendement Parnell- Quelch erhielt, sprechende Unterstützung aus Staatsmitteln erhalten. den Hamburger Arbeitern gehaust, fie leiden auch angenommen. Die Wahlen ins parlamentarische Komitee brachten der am schwersten unter dem Stothstand, aber der offiziösen Nordd. Ich will die Frage, ob hier nicht eine von den„ Alten" hinter Linken des Kongresses eine große Enttäuschung. Fast alle ihre Allg. 3tg." geht das nicht sonderlich nahe. Viel mehr Schmerzen den Kulissen in Szene gefeßte Schiebung" vorliegt, ununtersucht Kandidaten unterlagen, woran zum Theil Stimmenzersplitterung verursacht ihr der schlechte Geschäftsgang, an dem die Hamburger laffen. Bezeichnend ist jedenfalls, daß es erit einer wieder in ihren Reihen, zum Theil die Thatsache Schuld ist, daß die Geschäftsleute laboriren, weil der Hauptkonsument, der Ärholten Aufforderung des Generalsekretärs der Gas-„ Alten" eben doch noch auf Grund ihrer Erfahrungen und beiter, nichts zu brechen und zu beißen hat. Ihnen, den honetten arbeiter- Union, W. Thorne, bedurfte, bevor sich der Sekretär des früheren Leistungen das größere Ansehen genießen. Auch haben Geschäftsleuten die natürlich nicht sozialdemokratisch wählenBarlamentarischen Gewerkschaftskomitees Fenwiete, dazu herbei- verschiedene der Lehteren in neuerer Zeit allerhand Konzessionen muß in erster Linie geholfen werden. Deshalb Bürger von ließ das an den Kongreß adressirte Einladungsschreiben des Züricher gemacht, so daß z. B. in der Achtſtundenfrage das neue parlamen- Berlin, fpute Dich, umſomehr als die verdammte Sozialdemo Ginberufungskomitees für den nächsten Internationalen Kongreß tarische Komitee aus drei Anhängern des Achtstundengefeges mit fratie Staatshilfe für Hamburg fordert, die, wenn aus feiner Mappe zu nehmen und dem Kongreß vorzulesen. Da Ausnahmeflausel, fünf Anhängern des Achtstundengefeges mit fein Geld sonst einkommt, auch bewilligt werden Fenwick wiedergewählt ist, und auch sonst das nengewählte Optionaltlausel, und nur zwei, foder, mit dem Sekretär Fenwick, trei müßte. Das gutmüthige deutsche Volf, das Summen Barlamentarische Komitee nicht übermäßig nach links hin ver- Gegnern des Achtstundengefeßes besteht. Fenwick wurde mit über Summen an Staat und Kommune bezahlt, wird stärkt worden ist, so steht zu befürchten, daß man, wie für 1888, 273 Stimmen wiedergewählt; sein Gegner, Chisholm Robertson, auch hier blechen, wie immer, wenn man seine Thräneneinen Kongreß einberufen wird, bei dem es heißt: nur Gewerkschafts- erhielt nur 174 Stiminen. drüsen gehörig drückt. Troydem Hamburg eine der reichsten mitglieder haben Zutritt. Diese Ausschließlichkeit würde aber Dies im Großen und Ganzen das Bild des Kongreffes. Städte Deutschlands und selber, aus seinen Mitteln, von sicherlich der Achtstunden bewegung nicht förderlich sein. Manche charakteristische Einzelheiten wären noch zu berichten, Staatswegen die Wunden heilen kann, die ihm die liederliche Immerhin, der Beschluß ist gefaßt, und da nichts in der doch will ich diesen Bericht nicht zu weit ausdehnen. Zusammen- Wirthschaft des Geschlechter"-Regiments geschlagen, trotzdem der Politit verdert licher ist, als sich durch Empfindlichkeiten leiten zu faffend kann ich nur wiederholen, daß tros mancher Rückfälle in deutsche Michel in jeder Tasse Kaffee dem Hamburger Patriziat laffen, so gilt es, in aller Ruhe zu überlegen, was am Besten zu Einzelfragen auch dieser Kongreß einen, unverkennbaren Beweis feinen Tribut entrichtet, troß alledem teine Staatshilfe, sondern thun ist, um zu verhindern, daß er zu einer Zersplitterung der dafür ablegt, daß der Sozialismus in England bei dem Proletariat der Hamburger Nothstand ist die gemeinsame Angelegenheit des Kräfte und damit zu einer Schädigung der ganzen Bewegung Wurzel gefaßt hat und von Jahr zu Jahr mehr in seinen Be- deutschen Boltes", beileibe nicht des Deutschen Reiches, denn führt. Zwei internationale Kongresse in einem Jahre zu be- rathungen zum Ausdruck kommt. sonst stände man ja wieder vor dem Pentagramma der vertrackten schicken, tann man den Arbeitern, deren Mittel so beschränkt Staatshilfe, über das man nicht steigen kann, ohne den Grundfind, schwerlich zumutben; tommt es trotzdem dahin, daß satz aufzugeben: zum Zahlen ist das deutsche Bolt immer gut vei Kongresse, womöglich noch örtlich getrennt, einberufen genug, zuin Mitrathen felten, zum Mitthaten nie. Unser A und werden, so ist es ganz unvermeidlich, daß sie einander Kräfte Dist: Keine Almosen, sondern Staatshilfe! entziehen. Ohne den zuständigen Komitees in irgend einer Weise vorzugreifen, meine ich also, daß es sich empfehlen würde, vorAus Bünde in Westfalen( Wahlkreis Herford- Halle) wird erst noch eine Verständigung mit dem neuen Parlamentarischen Der hanuöversche Boltswille" lehnte es ab, sich der uns geschrieben: Der Vorwärts" hat schon mehrere Sundgebungen Gewerkschaftsfomitee zu versuchen. Etwas frisches Blut ist dem- vom Magiftrat durch amtliche Zusendung des bezüglichen Auf- gebracht in Bezug auf die am 1. September im Wahlkreise felben immerhin zugeführt worden, und da ihm die Resolution rufs empfohlenen Sammlung für die Hamburger anzuschließen, Herford- Halle stattgefundene Reichstags- Erfahwahl. Es sei jedoch Mattin in Bezug auf die Ginzelheiten des einzuberufenden Kon- welche von Bürgern Hannovers arrangirt ist; der Grund, welcher dem Versaffer dieses gestattet, der die Wahl selbst mitgemacht greffes abfolut freie Sand läßt, tönnte sich bei einigermaßen unser Bruderorgan hierzu bestimmte, ist die ungerechte Ber: hat und die einschlägigen Verhältnisse ziemlich genau tennt, noch gutem Willen feinerseits wohl eine Form ausfindig machen theilung aller durch die besigende Klaffe gesammelten Gelder einmal darauf zurückzukommen. Die Thatsache, daß wir 400 laffen, bei der der Wunsch der Kongreßmehrheit erfüllt und zu Unterstüßungs- oder sogenannten Wohlthätigkeitszwecken. Bei Stimmen gegen die 90er Wahl verloren haben, hat nicht allein doch eine Bersplitterung der Kräfte vermieden würde. früheren Nothstandssammlungen sei bei der Vertheilung der die Gegner überrascht, sondern uns Sozialdemokraten selbst. Wenn Sehr dazu beitragen würde, wenn sich aus dem Lager der Gelder gar zu oft nicht mit werkthätiger Liebe, sondern mit lieb- man aber den Ursachen nachspürt, wird man diesen Rückgang finden. gewerkschaftlich organisirten Arbeiter des Festlandes Stimmen lofer Härte verfahren worden; man habe das Geschenk zum begreiflich Wenn auch die Annahme unferes in diesem Sinne äußern wollten. Dahingehende Resolutionen, Almosen herabgedrückt oder es gar zur Prämie für politische und diesseitigen Parteiorgans, der Bielefelder Bolswacht" von Gewerksversammlungen 2c. gefaßt und der englischen Ar firchliche Rechtgläubigkeit gemacht. Der Aufruf besage nicht, daß mindestens 2000 Ziegler, Bauhandwerker u. f. w. sich zur Zeit beiterpresse übermittelt, würden ihre Wirkung eventuell nicht ver- wem das gesammelte Geld zur Vertheilung überwiesen werden außerhalb befänden, etwas zu hoch gegriffen sein dürfte, so steht fehlen. Denn bei der Mehrheit der Delegirten, die der Mattin- foll, biete also keine Garantien dafür, daß bei der Vertheilung doch fest, daß sich unter den 8000 Wählern, welche der Urne schen Resolution zustimmten, war ja doch der Wunsch maßgebend, nicht die wahrhafte Menschenliebe zu kurz kommt. Gemäß vor- fern geblieben sind, ein wesentlicher Prozentsaz befindet, der am Don Resolutionen zu Gunsten des Achtstundentages zu prat gängiger Berathungen der hannöverschen Parteigenossen eröffnet Tage der Wahl abwesend war, weil er außerhalb des Wahltischen Maßnahmen für denselben überzugehen. deshalb der„ Volkswille" felber eine Sammlung für die Ham- treises in Arbeit steht. Aus vielen Orten des Wahlkreises sind Soviel hierüber. Vorher war noch an dem erwähnten Tage burger. Das Geld wird den Vorständen der sozialdemokratischen Klagen darüber gekommen, daß die Wählerlisten sehr unzuläng eine neue Geschäftsordnung berathen worden, deren wichtigste Bartei Hamburgs überwiesen und ist an die Nothleidenden ohne lich waren; viele Wähler standen nicht in der Liste. Neuerung darin besteht, daß die Gewerkschaften von nun an nur Rücksicht auf Meinung und Glauben zu vertheilen. So haben zum Beispiel hier in Bünde von 655 eineinen Delegirten für je 2000 Mitglieder, die Bruchzahl für vell Der Volkswille" erklärt das mit der Mothwendigkeit der geschriebenen Wählern mindestens 20 Wähler gefehlt, mehrere gerechnet, zum Kongreß delegiren dürfen eine Vorschrift, die schnellen Unterstügung, nachdem er im übrigen die Staatshilfe Hausnummern waren in der Liste gar nicht aufgeführt, kurzum, Der Ueberfüllung der Kongresse vorbeugen soll. Bei dieser Ge- verlangt hat. Dagegen läßt sich selbstverständlich wenig ein- die Unvollständigkeit war eine derartig große, daß selbst die legenheit sei bemerkt, daß die Zahl der diesmaligen Kongreß- wenden. Aber hervorgehoben muß werden: Herren, welche das Wahlbureau bildeten, hierüber nicht wenig ermitglieder 495 betrug, die 418 Gewerkvereine und 1219 934 Das Hamburger Geldsacks- Regiment wird um so weniger die staunt waren. Der Rückgang fonzentrirt sich hauptfädlich auf die organisirte Arbeiter vertraten im Durchschnitt 2464 Gemert- allein als wirkliche Hilfe zu bezeichnende Staatshilfe gewähren, Stadt Herford, auf die Aemter Spenge und Vlotho. Im Amte fchaftemitglieder pro Delegirten. Das ist eine noch ein- je fleißiger das deutsche Volt sammelt. Die Sammlungen, Bünde haben wir gewonnen. Eine der Hauptursachen unseres geschränktere Vertretung, die Zahl kommt nur dadurch heraus, welche die Magiftrate anderer Städte arrangiren, sind angesichts Rückganges find indeß die wirthschaftlichen Verhältnisse, welche daß die großen Gen erischaft n weniger Delegirte entfenden, als der bereits erhobenen Forderung nach Staatshilfe gewissermaßen hier herrschen. Die Bigarrenindustrie, der Hauptindustriezweig wozu ihre Zahl sie berechtigte. Rückversicherungs- Policen des Manchester unseres Wahlkreises, liegt kolossal darnieder, und wenn Eine weitere, am 8. September beschlossene Resolution be- thu m3. Wenn Hamburg Staatshilfe einführt, so stehen die der Vorwärts" in seiner Nr. 110 vom 8. September sagt, auftragt das Barlamentarische Komitee, Magistrate der übrigen Orte und die Leitungen der Bundes- daß ein Theil der Bevölkerung für den sozialdemokratischen fofort Schritte zu thun, um die Regierung zu verhindern, staaten bei Rothständen, deren einen der nächste Winter zweifellos Kandidaten nicht zu ftimmen wagte, weil ihm sonst der wirthBleistifte 2c. für den Postdienst und andere Zweige der faft überall in schlimmster Form zeitigen wird, vor derselben schaftliche Boykott durch die bürgerlichen Parteien sicher war", Verwaltung aus Bayern zu kaufen diese Gegenstände Nothwendigkeit, aus dem Kommunebeutel die Noth zu heben oder so hat der Vorwärts" damit den Nagel auf den Kopf getroffen. sollen vielmehr von inländischen Fabrikanten durch den Staat heben zu lassen. Und das läuft den Grund- Wenn die Leser des Vorwärts" sich einen ungefähren Begriff getauft oder, noch besser, in Staatswert- sähen des von den Herrschenden gepflegten Manchesterthums schnur von der materiellen Lage der Zigarrenntacher in unserem Kreise ftätten hergestellt werden." tracks zuwider, deshalb wird man sich Mühe geben, privatim recht machen wollen, dann will ich hier mit etwas Material aufDas Verlangen, daß die Regierungen ihren Materialien- viel Geld für Hamburg aufzutreiben. Aus gleichem Grunde liegt warten. Im Amte Bünde dem größten Amt gebrauch möglichst im Inlande anschaffen sollen, ist ein ziemlich andererseits die Betheiligung der Arbeiter an den Sammlungen für Wahlkreise 2500 Bigarrenmacher, zur Hälfte Von diesen altes und innerhalb gewisser Grenzen auch berechtigtes. Der Zus Hamburg nicht in deren Klasseninteresse, während die besitzende männlich und zur Hälfte weiblich, beschäftigt. sind noch feine satz von den Staatswerkstätten dagegen ist nun ein weiteres Klasse durch das Anrufen der Privatwohlthätigkeit ihr 2500 50 gewerffchaftlich organisirt. wie gewöhnlich Zeichen für die wachsenden sozialistischen Tendenzen in den Klassenintereſſe wieder ausgezeichnet zu Der durchschnittliche monatliche Arbeitslohn hier wird monat Die Reihen der englischen Gewerkschaftler. Herrschenden und Beherrschten lich ausgelöhut beträgt hochbemessen 36 bis 40 Mark. Leider Am Freitag fam noch einmal der Achtstundentag zur Ver- haben in der Geschichte sich immer so verhalten. Die Be- ist infolge dieser elenden Verhältnisse das Klaffenbewußtsein unter handlung und zwar handelte es sich um die Stellungnahme des herrschten, Unterdrückten denken sozusagen mit dem Herzen, die diesen Arbeitern sehr wenig geweckt, die Angstmeierei eine sehr Kongresses zur Frage des Achtstundengesetzes. Aber nun und Herrschenden mit dem Kopf- deshalb sind die ersteren der Ambos, große, und wenn auch viele dieser Arbeiter schon zu der Erkennt. dies ist gewiß der Feststellung werth ftritt man nicht mehr Seshalb die letzteren der Hammer. Wir wollen damit Niemand niß gekommen sind, daß sie von den bürgerlichen Parteien nichts darüber, ob ein Ad, istundengesetz zu erstreben sei, sondern nur noch hindern, für Hamburg beizusteuern. Im Gegentheil: wer etwas erhoffen dürfen, so geben sie zum großen Theile doch auch einen darüber, wie tafelbe, auszusehen habe. J. Mawsley, fich ablnapsen lann, soll's keinesfalls verfäumen, denn die Sun Sozialdemokraten ihre Stimme nicht. Einerseits aus Furcht, einer der einflußreichsten Vertreter der Textilarbeiter von gernden fönnen nicht darauf warten, bis die Herrschenden sich denn obgleich sie einen Hungerlohn erhalten, so find Lancashire, beantragte, ein Achtstundengesetz mit Optional auf ihre Menschenpflicht, eben die Staatshilfe befinnen. fie bei ihrer traurigen Lebensweise doch damit zufrieden tlaufel im Parlament einzubringen- d. h. daß in jedem Ge- Aber nöthig ist es auch hier, festzustellen, was den Erscheinungen Andererseits hängt der größte Theil noch am Pfaffen. Der werbe, wo die Mehrheit der organisirten Arbeiter sich dafür aus- zu Grunde liegt. Das Proletariat übt voll und ganz seine Wahlkreis Herford- Halle ist das Gldorado der Stöckerei und wahren versteht. " werden im " " Der ortsübliche Tagelohn für Arbeiterinnen über 16 Jahre ist für den Bezirk Rendsburg durch den Regierungspräsidenten von 1,35 M. auf 1,50 M. erhöht worden. Versammlungen: Wuckerei, hier haben die Stöcker, Hammerstein und überhaupt| anstalt für berechtigt erklären, auf Grund solcher Ansprüche, wie den der Gemeinde Wien zur Ausführung übertragenen, in erster das Pfaffen- und Junkerthum ihre zahlreichsten und treuesten sie seitens der Drts- Krankenkasse geltend gemacht worden seien, Linie der Regulirung des Wienflußbettes, sowie der Herstellung Freunde. In welcher Weise wir im Wahlkampf behandelt wor- Bahlung zu verweigern. Warum staatliche Versicherungen anders der zur Regelung des Hochwasserabflusses erforderlichen Reservoirs den sind, hat der Vorwärts" schon des Näheren dargethan; zu beurtheilen sein sollten, wäre nicht einzusehen. Das landgericht noch vor Eintritt der rauhen Jahreszeit begonnen werde. Die von der konservativen bis zur deutschfreisinnigen Partei liche Erkenntniß führt im Einzelnen aus, daß die Doppelversicherung Bezirksausschüsse Dolejsch, Rosam, Hradetky, Brantner und herab hat man uns gegenüber mit den schmutzigsten Mitteln vom Gesetz selbst an mehreren Stellen rezipirt und somit nicht Schwarzmaier weisen darauf hin, daß der Winter vor der Thüre operirt. Daß wir früher schon von den Iskraut'schen verboten sei. Es heißt dann weiter: Der Klage- Anspruch des stehe, eine Epidemie die Stadt bedrohe, Tausende von ArKnippelbauern thätlich angegriffen worden sind, ist männiglich Arbeiters gegen die Orts- Krankenkasse war nach dem Grundsaße beitern brotlos sind und ganze Familien bekannt, in diesem Wahlkampfe hat dieser traurige Held eine der Vertragsfreiheit berechtigt. Es bedurfte nicht der Erwäh- darben. Die getroffenen sanitären Vorkehrungen werden wenig noch traurigere Rolle gespielt, und es bedurfte der Aufbietung nung der Vertragsfreiheit im Geseze, da diese gemeinrechtlich be- nützen, da Hunger und Entbehrungen jeder Art aller Besonnenheit seitens unferer Genossen, eine Spenger steht und die Versicherungsverpflichtung und Versicherungsberech- der Seu che nur die Wege ebnen. Die Bewohner der Schlacht in neuer und verstärkter Auflage zu verhüten. Gefiegt tigung, wie sie in das Gesetz Eingang fanden, sich als Ausnahme durch die unvorhergesehene Erhöhung der Verzehrungssteuer hart hat die konservative Partei noch einmal, mit den Mitteln aber, von jenem Prinzip darstellen. Der Kläger vermag sein Recht betroffenen Vorortsbezirke sehen dem Winter mit Angst entgegen, deren sie sich bedient hat, braucht sie nicht zu prahlen. Wir nicht unmittelbar aus dem Reichs Kranken- Versicherungs- Gefeß weil es doch zumeist Insassen der Vorortsbezirke sind, die trok haben hier von einer vornehm- fachlichen" Führung des Wahl- abzuleiten, wohl aber aus einem Vertrage. Daß ein wirksamer des besten Willens zur Arbeit dem größten tampfes nichts bemerkt. Ueber den Geschmack läßt sich Versicherungsvertrag vorliege, wird von der Orts- Krankenkasse mit Elende preisgegeben sind. Die Antragsteller halten es bekanntlich streiten, und möglich ist, daß das, was Unrecht bestritten. Die lettere hat ihr Einverständniß mit dem daher für ihre Pflicht, den Vorsteher zu ersuchen, sich zum anständige Leute für brutal halten, Stöder, Jstraut und Ge- Vertrage dadurch erklärt, daß sie die Beiträge bis dahin, wo sie Bürgermeister zu begeben und ihn zu ersuchen, er möge in nossen ganz in der Ordnung finden. Es war sehr vernünftig, eine Gegenleistung machen sollte, eingehoben hat. Daß in dem Anbetracht des Rothstandes unverzüglich Anstalten treffen, daß daß der„ Vorwärts" dem Herrn von und woßu Hammerstein Anmeldeformulare die Frage, ob schon anderweitig versichert, mit für die Brotlosen Arbeit geschaffen werde. Er könnte ja jetzt und der ganzen konservativen Partei zu diesem Wahlsiege ton- Nein seiner Zeit von dem Arbeiter beantwortet wurde, kann mit schon ganz gut mit den Vorarbeiten für die Verkehrsanlagen, dolirt hat, denn am 20. Februar 1890 wurde Kleist- Rezzow mit Erfolg weder als Einwand gegen das Vorhandensein des erforder- mit der Applanirung des Linienwalles zc. beginnen lassen. Sollte einer Mehrheit von 2300 Stimmen gewählt, am 1. Sept. 1892 lichen Vertragswillens, noch als arglistiges Verhalten des Klägers der Bürgermeister wegen Widerstandes seitens der Regierung betrug diese noch keine 400 Stimmen. Die Zeit bis zu den bezeichnet werden, zumal dem eigenen Kassenstatut die Doppel- derzeit noch nicht in der Lage sein, Arbeit zu schaffen, so möge nächsten allgemeinen Wahlen muß fleißig ausgenutzt werden, versicherung nicht fremd ist." er um eine Audienz ansuchen und in dieser den Kaiser bitten, damit die Scharte wieder ausgewetzt wird, das am 1. September derselbe wolle den Bürgermeister ermächtigen, noch vor Ausverloren gegangene Terrain wiedererobert, das Versäumte Naive Zumuthung. Zur Umgestaltung der Sonntagsruhe tragung der zwischen der Regierung und der Kommune Wien doppelt und dreifach nachgeholt wird. Fehler sind unsererseits liegen nach Meldung der Bäcker- und Konditor- Zeitung" sämmtlichen bestehenden Differenzen mit den nöthigsten Arbeiten beginnen zu auch gemacht worden, das ist nicht zu leugnen, Fehler werden den sächsischen Gewerbevereinen folgende Anträge zur dürfen. Beide Anträge fanden beifälligste Annahme. zwar überall gemacht, aber es giebt Fehler, welche sich vermeiden Beschlußfassung zweds einer Petition vor, die bereits von einer laffen. So wurde von einem kleinen Theil unserer Genossen Anzahl von Vereinen angenommen worden sind: Der Verband Beendet ist der Streit der Weber in Resmart, nach Werth darauf gelegt, die freisinnige Partei möglichst zu schonen beantragt bei der Staatsregierung, daß die Geschäftsstunden vor dem denselben eine kleine Lohnerhöhung zugestanden wurde. und die konservative Partei mehr und schärfer anzugreifen, da dem Vormittagsgottesdienst für Genußmittelgewerbe die erstere für uns wenig in Betracht komme. Das ist nicht berechnet, im Uebrigen aber eine allgemeine Ge nach meiner Meinung ein großer Fehler gewesen, der sich schäftszeit für diese Gewerbe von 11 bis 7 Uhr, für die übrigen schwer gerächt hat. Das, was uns von der konservativen Partei Gewerbe von 11 bis 5 Uhr gewährt werde. Gastwirthen sei der trennt, trennt uns auch so ziemlich von den übrigen Parteien, Gewerbebetrieb über die Straße außer dieser Zeit auch nicht ge= und diese Trennung ist der freisinnigen Partei gegenüber nicht stattet. Diese Bestimmungen seien durch das ganze Reich genügend hervorgehoben worden. Deutschfreisinnige Agitatoren gleichmäßig zu behandeln. Die vorliegende Petition entzur Beachtung! Wir bitten die Herren Schriftführer, bei der Abfaffung haben im Wahlkreise Reden gehalten, die so radikal als möglich spricht einem Antrage des Gewerbevereins Meißen. Der Ge der Versammlungsberichte sich aller nur möglichen Kürze zu befleißigen. waren, und vernünftige Leute streiten sich darüber doch nicht werbeverein in Leipzig- Lindenau hat einstimmig beschlossen, im mehr, daß diese radikalen Reden zu der Thätigkeit dieser sächsischen Verband für eine Wiederaufhebung des§ 41a Berlins und Umgegend referirte am 13. September Kollege In einer öffentlichen Versammlung der Maurer Herren in den parlamentarischen Körperschaften wie die Faust der Gewerbe- Ordnung zu wirken!- Die Regierung wird hoffent- Blaurock über das Thema: Was will und erstrebt der Verein aufs Auge passen. Da wir es nun hier mit einer lich dem Begehren der Gewerbevereinler feinerlei Folge zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins bezw. welche Arbeiterbevölkerung zu thun haben, die, wie schon angedeutet, geben. Zwecke verfolgt derselbe? Der Redner erklärte nach Verlesung in den elendesten Verhältnissen lebt und infolge dessen auch in geistiger Beziehung auf einer sehr tiefen Stufe steht, so sagt sich einiger Paragraphen des Statuts, daß der Verein sich zu seiner diefelbe nach Anhörung einer fo radikal gehaltenen Rede: ja, Aufgabe gestellt habe, seine Mitglieder aufzuklären durch wissen schaftliche, gewerkschaftliche und sozialpolitische Vorträge, damit wenn die Teutschfreisinnigen solche Grundsätze haben, dann dieselben ihre Klassenlage erkennen lernen, um für die Verbrauchen wir keine Sozialdemokraten zu wählen, welche uns als so grundschlecht geschildert worden sind. Man betrachte nur die Wie wenig der Jammer über den Wegfall der Sonntags wirklichung des sozialdemokratischen Programms mit vollem VerDann ging der Referent auf das Thatsache, daß die Freisinnigen 600 Stimmen gegen die vorige arbeit in dem Stande unserer Industrie begründet ist, dafür ständniß eintreten zu können. Wahl gewonnen haben, trotzdem dieselben infolge der Erklärung liefert, wie die Arbeiter- Chronit" mittheilt, das Fachblatt der speziell Berufliche ein, tadelte die Baubuden und meinte, wenn der 28 Bünder Sezessionisten im Bürgerthum an Anhang einge- Müller Deutschlands" durch Mittheilung des Geschäftsberichtes nur zwei Drittel der in Berlin arbeitenden Maurer sich dem büßt hatten. Noch eins. Auf einem Dorfe, wo der Freifinn an der Wurzener Kunstmühlenwerke und Bisquit- Verein anschlössen und für dessen Biele einträten, so würde man Stimmenzahl bedeutend zugenommen hat, hatten wir 1890 36, fabriten einen schlagenden Beweis. Bei Erlaß der Gewerbe- im Winter sehr bald heizbare Baubuden haben auf den Arbeitsplähen jezt 12 Stimmen. Einer von diesen 12, welche für uns votirt ordnungs- Novelle richteten die Arbeiter der Wurzener Kunstmühle an Stelle der jetzigen gesundheitsschädlichen. Selbst für Klosetts haben und der als der sielbewußteste Genosse auf dem betreffenden F. Krietsch) eine Petition an die Kreishauptmannschaft zu Leipzig, werde auf den Bauten sehr wenig gesorgt. In der Diskussion Dorfe gilt, fagte zum Schreiber dieses: Busfühl( der Kandidat der man möchte sie doch auch künftighin sieben Tage in der Woche sprachen fünf Kollegen im Sinn des Referenten, worauf ein AnDeutschfreisinnigen) war bei uns und hielt eine Rede; besser arbeiten lassen, weil sie sonst durch den Lohnausfall mit ihren trag angenommen wurde, worin sich die Versammlung mit dem hätte Zwiener auch nicht sprechen können. Um Mißverständnissen Familien in unerträgliche Nothlage geriethen. Diese Petition Referenten einverstanden erklärte und für die Interessen des vorzubeugen, erkläre ich, daß Zwiener die auch von mir hier ver- war von dem Direktor Krietsch selber verfaßt und nicht von den Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins einzus tretene und nach( meiner unmaßgeblichen Meinung auch richtige Arbeitern. Und wie sehr der Direktor Aulaß zu diesem Manöver treten versprach. Der Punkt„ Stellungnahme zur Streit- Kontroll Tattit vertreten hat. hatte, zeigt der diesjährige Geschäftsbericht. Wir entnehmen kommission" wurde von der Tagesordnung abgesezt. Unter Ges demselben:„ Das abgelaufene Geschäftsjahr weist Steigerung werkschaftlichem wurde bekannt gegeben, daß die Zahlstelle für Maßregelungen von Sozialdemokraten werden aus den des Umsatzes und Gewinnes auf, und zwar ist derselbe haupt- Entgegennahme freiwilliger Beiträge nicht bei Bechlin, Hornstraße, fächlich auf Rechnung des Mühlenbetriebes zu sehen bleibt, sondern vom 1. Oktober ab zu Rose, Gneisenau- und Dörfern Deet, Groß- Kreuz und Götz bei Brandenburg durch Berarbeitet wurden 48 433 t- fast 8000 t mehr als im Vor- Schleiermacherstraßen- Ecke, verlegt wird, woselbst Beiträge Sonn die sozialdemokratische Brandenburger Zeitung" gemeldet. über drei Millionen abends von 8-10 Uhr entgegen genommen werden. Endlich Die Gegner fonstatiren durch die alberne Aechtung unserer Ge- jahre; Umfag 12 563 118,50 Mark noffen lediglich, daß dort, wo gemaßregelt wird, die Arbeiter- mark mehr als im Vorjahre. Diese beträchtliche Ver- wurde noch auf das Vergnügen aufmerksam gemacht, welches am verhältniffe erbärmlich sind und man deshalb die Arbeiter durch größerung des Umsatzes fonnte allerdings nur durch verschiedene 24. September bei Brochnow, Sebastianstr. 39, vom Verein zur den Schrecken daran verhindern muß, sich der Sozialdemo- Neuanschaffungen und Erweiterungen erreicht werden( in der Wahrung der Intereffen der Maurer Berlins und Umgegend abfratie anzuschließen. Höhe von zirka 72 000 Mart)... Diese neuen Herstellungen gehalten wird. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. haben sich als sehr vortheilhaft bewährt; namentlich gestattet die Bei den Gürtleru, Drückern und Galvaniseuren sprach Die verfligten Sozialdemokraten fallen immer auf die erweiterte Refselanlage eine wesentliche Ersparniß an FeuerungsFüße. Hat da die Polizei Elsaß- Lothringens ge- material, was daraus ersichtlich ist, daß bei einer Erhöhung der am 13. September Genosse Otto Klein über Gewerbegerichte. meint, sie könne der anschwellenden sozialdemokratischen Be- verarbeiteten Menge um faft 20 pet. der Aufwand für Kohlen Der Vortrag wurde mit Beifall aufgenommen. Man stellte wegung ganz gewiß Herr werden, wenn sie die selbständigen laum 2/2 pet. mehr beträgt als im Vorjahre. Die Unkosten dann als Kandidaten für die Gewerbegerichts- Wahl folgende politischen Arbeiterorganisationen einfach nicht genehmigt, und jetzt sind naturgemäß höhere gewesen als im vergangenen Ge- Kollegen auf: Reinhold Schmolt, Julius Werwis, Ernst muß fie erleben, daß die Sozialdemokraten sogar Vereine gründen, schäftsjahre, stehen aber bei weitem nicht im Ver- Raiser( Gürtler), Joseph Hartmann( Drücker), und da die aus welchen die Polizei auf die gesetzmäßigste Weise der Welt hältniß zu der Erhöhung des Umsages." Und Galvaniseure nicht genügend e.treten waren, Richard Bayer hinaustomplimentirt werden kann. Das ist der Fall in nun folgen die Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung, die( Drücker) als Ersaßmann. Um die Kollegen obiger Branchen Gebweiler, wo gemäß dem bekannten Beschluß der ersten zusammengezogen folgendes Bild ergeben: Gesammteinnahmen mehr zur Organisation heranzuziehen, werden die Kollegen elsaß- lothringischen Konferenz unserer Partei bereits ein Verein rund 814 000 M., Gesammtausgaben 668 000. Reingewinn Richard Heinrich, Gürtler, Wienerstraße 61, und Schölz, von weniger als 21 Mitgliedern begründet worden ist, welcher 146 000. Unter den Einnahmen figuriren der Waarengewinn Drücker, Rigdorf, Biethenstraße 45, zu Vertrauensmännern ges bei dieser Mitgliederzahl der polizeilichen Genehmigung nicht be- mit 803 000 M., unter den Ausgaben die Abschreibungen in der wählt. darf. Sollte es einem Polizisten", schreibt die„ Elsaß- Loth- außerordentlichen Höhe von 120 000 M. Die Dividende der Im Verein deutscher Schuhmacher sprach am 12. Sep ein ganz nettes Sümmchen, tember Herr Apelt über den Untergang des Kleinhandwerkes ungerufen zu präfentiren, so wird man ihm unter Hinweis auf trotzdem fie nur auf 5 pet. hinausgerechnet wurde. Zieht und die moderne Gewerkschaftsbewegung. An den mit Beifall ringische Boltszeitung"," einfallen, in dieser Versammlung sich Aktionäre beträgt 112 500.Artikel 291 des franzöfifchen Strafgesehbuches die Thüre weisen." man aber die diesjährigen Neuanschaffungen und die kolossalen aufgenommenen Bortrag schloß sich eine lebhafte Diskussion. Im Abschreibungen auf der anderen Seite in Betracht, so Verschiedenen wurde dem Schriftführer entgegengehalten, daß fieht das Bild freilich wesentlich anders aus. Besonders lehr nicht, wie es im letzten Versammlungsbericht heißt, fich einige reich für uns Arbeiter ist aber Folgendes: Die Aktionäre streichen Kollegen in der vorigen Versammlung gegen das System der mühelos 112 500 Mark ein, an Arbeitslöhnen und Gehältern Kontrollmarke ausgesprochen haben, sondern nur die reelle Durch( Die bezeichnenderweise nicht getrennt aufgeführt werden) werden führbarkeit desselben bezweifelten, was hierdurch berichtigend be iagegen blos 87 480 Mark ausgegeben. Rechnet man für merkt wird. * Soziale Leberlicht. Achtung, Glasschleifer! Die Kollegen der Werkstelle von Seibt, Lenz u. Ko. treten wegen Nichtbewilligung einer Lohnaufbefferung mit dem 3. Oktober in einen Streit ein. Vor Zuzug wird gewarnt. Mit kollegialem Gruß die Kollegen obiger Werkstelle. J. A.: Hahmann. Richter. Die Maurer in Waren( Mecklenburg) sind mit den Unter nehmern in Lohndifferenzen gerathen und ersuchen um Fernhaltung des Zuzugs. Tirektorial 2c. Gehälter nur 20 000 Mark( und das ist entschieden zu wenig), so bleibt für die fich sieben Tage in der Woche Der Verein der Lithographen, Steindrucker und Be plagenden Müllergesellen nur 67 000 Mark Arbeitslohn, für die rufsgenossen ehrte am 15. September das Andenken des per faullenzenden Attionäre aber 112 500 Mark Entbehrungslohn! storbenen Mitgliedes Ahlers in der üblichen Weise und hörte hierauf Und nun ermesse man die Unverfrorenheit, die dazu gehört, die einen Vortrag des Herrn Canitz über die Heilung der Cholera armen Müllergesellen um die Weiterzulaffung der Arbeitszeit durch das Naturheilverfahren. Der Redner erntete reichen Beifall. petitioniren zu lassen! Da ist jedes Wort überflüssig. Profit, An Stelle des abgereisten 2. Schriftführers, Kollegen Schmidt, Profit! das ist der Gott der heutigen Gesellschaft! Ausbeutung wurde Lithograph Beter gewählt, als Beisitzer Kollege Georg ist ihr das höchste Gesetz! Ein Kongreß der Textilarbeiter und Arbeite: rinnen Württembergs wird am 9. Oktober in Eßingen abgehalten. U. a. handelt es sich um den Anschluß an den deutschen Textilarbeiter- Verband. Vom„ König Stumm". Die seither von der Firma Gebr. Stumm ihren Arbeitern gewährten Theuerungszulagen in Höhe von 4, 6 und 8 M. werden, wie die Franks. Zeitung" berichtet, nachdem wieder bessere Verhältnisse eingetreten sind, vom nächsten ,, Etwas Reelles" in der jetzigen geschäftslosen Zeit für Monat ab bedeutend reduzirt werden. Für die Arbeiter die Handwerker zu thun, verlangte ein Inferat der unter 24 Jahren sollen sie ganz in Wegfall kommen, jedoch wird Dresdener Nachrichten" von den Ronservativen. Es Der Schichtlohn derjenigen Arbeiter dieser Kategorie, die weniger giebt immer noch menschenfreundliche Leute, die in der jetzigen als 2,40 verdienen, um 10 Pfennige erhöht. Für die übrigen Beit der schweren Noth für Humor sorgen. Arbeiter beträgt die Zulage vom nächsten Monat ab nur noch 17 -O 3 M. Was für Verhältnisse haben sich denn gebessert? Sind Samburger Aktienkapital. Das, arbeitende" Rapital der Nahrungsmittel, Bekleidung im Preise gefallen, außer etwa Brot, Hamburger Aktiengesellschaften erreichte nach Ausweis der find die Steuern im Königreich Stumm niedriger geworden? Deutschen volkswirthschaftlichen Korrespondenz" im Jahre 1889/90 Wahrscheinlich eben so wenig als anderwärts. Durch die die Kleinigkeit von 457 230 450 M. Hierin sind nicht mit ein mit Kapitalien, Reichsbant Denen die Kürzung der Theuerungszulagen verbessert Rönig Stumm aber gerechnet zweifellos SEINE Verhältnisse, worüber sich dessen Arbeiter um und die Deutsche Bank in Hamburg arbeiten". Im Ganzen so gewaltiger freuen werden, als er ihnen ja in jeder Hinsicht waren bei 13 Banten( einschließlich der beiden vorgedachten) den Himmel auf Erden bereitet. Die deutschen Arbeiter über- 132 116 150 M.; bei 25 Dampfschiffsgesellschaften 88 754 000 m., fommit immer ein füßes Grauen", wenn sie den Namen bei 25 Versicherungsgesellschaften 12 026 000 m., bei 17 Brauerei „ Stumm" hören. Gesellschaften 27 873 100 m. und bei 121 Industriegesellschaften 196 461 200 M. angelegt. Und dieses reiche Hamburg kann für der infolge der Epidemie Arbeitslosen so wenig thun, daß ganz die Hinterbliebenen der an der Cholera Berstorbenen und Deutschland für dieselben sammeln muß? Schulz und in die Unterstützungskommission Kollege W. Becher. Der Vorsitzende machte dann bekannt, daß die über die Firma Priester verhängte Sperre aufgehoben ist; die Sache sei zu weiter gezahlt würden. Die Verwaltung war beauftragt, mit Gunsten der Kollegen beigelegt, so daß die alten Löhne dem Restaurateur S. Hermann, Elisabethstraße, dahin Rücksprache zu nehmen, daß er seinen Arbeitsnachweis aufgeben möchte. Gr wies dies furzerhand ab. Die Versammlung war sich darüber einig, daß, da dieser Mann dem Verein entgegenarbeite, trotzdem er ein Rollege ist, stritte gegen ihn vorgegangen werden müsse, und nahm folgende Resolution an: " Da durch den Bericht der Kommission zur Evidenz be wiesen ist, daß der Restaurateur G. Hermann, Elisabethstraße, auf keinen Fall seinen Privat- Arbeitsnachweis aus den Händen geben will, ferner dadurch festgestellt ist, daß der pp. Hermann den Intereffen des Vereins der Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen, sowie der modernen Arbeiterbewegung entgegens arbeitet, appellirt die heutige Versammlung an das Solidaritäts gefühl aller Arbeiter und Gewerkschaften, das Lokal so lange zu meiden, bis der pp. Hermann eines Andern sich besonnen hat. Gleichzeitig sind die Kollegen verpflichtet, diesen Arbeits nachweis zu meiden, jeder Kollege, welcher gegen diesen Beschluß handelt, hat das Anrecht auf die Mitgliedschaft des Vereins vers ist in Wünchen ein beachtenswerthes gerichtliches Erfenntniß Abrechnungen der Bertrauensmänner, welche bei Röllig statt. Zur Doppelversicherung der Arbeiter in Krankenkaffen loren." Im Weiteren wurde bekannt gemacht, daß die monatlichen gefällt worden. Amtsgericht und Landgericht haben eine dortige Orts- Krankenkasse verurtheilt, einem Mitgliede, das gleichzeitig fanden, von jetzt ab aufhören, und dafür bei den vier Zahlstellen: auch einer freien Hilfskaffe angehörte, das vorenthaltene Kranten- Zum Nothstand in Wien wird der„ Frankfurter Zeitung" Brall, Swinemünderstr. 4; Fisch, Lützowstr. 5, II; Becher, geld zu bezahlen. Die Orts Krankenkasse hatte unter Geltend- unterm 14. September berichtet: In der geſtern stattgehabten Buttbuserstr. 37, und Krone, Adalbertstr. 24, abgerechnet werder machung der Doppelversicherung des Arbeiters die Auszahlung Sigung der Bezirksvertretung von Rudolfsheim wurde ein Antrag tann. Der Vorsitzende forderte noch einmal zur Einsendung der des Krankengeldes verweigert. Das Amtsgericht erklärte, daß eingebracht, wonach der Bürgermeister mit Rücksicht auf die be- Arbeitsordnungen auf und Kollege Friedewald bat die Kollegen, aus dem Krankenkassen- Geseze ein sicheres Urtheil nicht zu ge- stehende und noch weiter zu befürchtende Arbeitslosigkeit recht fleißig Billets zu der am Sonntag, den 25. September, statt winnen sei, daß man daher auf allgemeine zivilrechtliche Normen ersucht wird, nach Möglichkeit dahin zu wirken, daß in Aus- findenden Matinee umzusetzen. Zur Aufnahme meldeten sich in zurückgreifen müsse. Rein Richter würde eine freie Versicherungs- führung des Gesetzes, betreffend die großen Verkehrsanlagen, mit dieser Versammlung 36 Kollegen. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin Druck und Verlaa von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.