Nr. 222. Erscheint täglich außer Montags. Brets pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Beitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Sernsprech- Anschluk Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Donnerstag, den 22. September 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. indische Kohlenzieher Hamburger Schiffe kurz vor Aus-.. Drittens: Kaum hatte es vor wenigen Tagen den Anbruch der allgemeinen Seuche. Wenn dies bürgerliche schein, als ob die Cholera in Hamburg ein wenig nachBlätter melden, so will man noch leugnen, daß ließe, so erfolgte aus kapitalistischen Sparsamkeitsgründen Mit dem 1. Oktober eröffnen wir ein neues Abonnement die Profitwuth der Kapitalisten bei der Cholera im Spiele seitens der Hamburger Behörden eine Verminderung der auf den „ Vorwärts" Berliner Volksblaff mit der illustrirten Sonntagsbeilage " Neue Welt". Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mart 10 Pfennige frei ins Haus, wöchentlich 28 Pfennige. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 3,30 Mark für das 4. Quartal entgegen.( Gingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 Neu hinzutretenden Abonnenten wird der bisher erschienene Theil des Romans Die Waffen nieder!" unter Nr. 6652.) Gine Lebensgefchichte von Bertha von Suttner, auf Berlangen gratis nachgeliefert, worauf wir noch befonders aufmerksam machen. " " ist? Echt kapitalistisch fügen ja die betreffenden Zeitungs- Aerzte! Es steht fest, daß die Zahl der Aerzte trotz allen schreiber noch hinzu, daß der Lohn fremder und einheimischer Neu- Anstellungen durch die Behörden nicht im entferntesten Kräfte jest so ziemlich gleichstehe; von der Cholerafurcht ausreichte. Man berichtete, daß in den Spitälern 60 bis gepackt, begreifen sie nicht, was die Großrheder veranlaßt, 80 Kranke auf einen Arzt kämen. Die Behandlung" durch die fremden gefährlichen Arbeiter vorzuziehen. Die guten den Arzt war also in den meisten Fällen eine reine Farce. Seelen sind nur bis in den Vorhof des Kapitalismus ge- Und nun verfügt man dazu gerade in dem Augenblicke, wo drungen. Daß sie es dem Rheder bei höheren Lohn- sich das Verhältniß besser gestalten könnte, die Entlassung ansprüchen der einheimischen Arbeiter absolut nicht ver- einer ganzen Reihe von Aerzten. Die gutbürgerliche denken würden, die billigeren fremden vorzuziehen, geben sie Frankfurter Zeitung", die doch den Muth, die Wahrheit zwischen den Zeilen zu verstehen; aber sie bedenken noch zu sagen, hat, schreibt darüber: Während die fremden in den etwas Anderes nicht: der fremde Arbeiter ist geistig und Aerzte ersten Tagen der Epidemie mit kulturell auf einer niedrigeren Stufe. Er verlangt teine so offenen Armen empfangen wurden, setzt man ihnen ,, anständige" Behandlung wie der deutsche und läßt sich jetzt, da die Zahl der Erkrankungen etwas nachläßt, mehr bieten. Das fällt für den Unternehmer schwer ins den Stuhl sans façon vor die Thüre. So legt man z. B. Gewicht und entscheidet bei seiner Wahl, selbst auf die Kranke aus zwei Baracken in eine zusammen, dadurch wird Gefahr hin, daß die Cholera an die Thüre pocht. Und ein Arzt überflüssig; ohne daß ihm irgendwelche Ordre zuda soll der Kapitalismus Nichts mit der Seuche zu thun geht, kann er sich verabschieden, und ohne jede nennens haben? werthe Anerkennung für seine aufopferungsvollen Dienste Ferner aus bürgerlichen Blättern stammt die inter-( der Hilfsarzt erhält 3,30 m. pro Tag, der Oberwärter effante Nachricht, daß die kapitalistische Verhegung der 3 M., die Krankentransporteure dagegen bis zu 16 M.!!) Nationalitäten gegen einander eine sanitäre Verbesserung muß er den Weg in die Heimath antreten. Ein Theil verhindert hat, die an der deutsch- französischen Grenze ge- dieser Herren schenkte diese sog." Gratifikation" den Armen, troffen werden sollte. Im obersten französischen Gesund die in Noth und Elend das Krankenhaus verlassen. heitsrath wies man mit Recht darauf hin, wie kostspielig der Hoffentlich wird dieser Hinweis genügen, dem Staate Sanitätsdienst an den Grenzen fei, wie wenig die Anzahl Hamburg zu zeigen, wie man jungen Aerzten, die voll des Personals-die Sanitätskontrolle wird vom Zoll- aufopfernder Freude das schwere Rettungswerk übernahmen, personal ausgeübt- fich als zureichend erweise 2c. Da für ihre Hilfe dankt." Die Redaktion und Expedition des Vorwärts" Berliner Volksblatt. berzigen nationalen Borurtheilen freier Mann, den Vorschlag denten nicht für die Hamburger Behörden als Vertreter der brachte ein Mitglied des Kollegiums, ein von allen eng- Wir theilen die Hoffnung" des bürgerlichen Rorrespon Cholera und Kapitalismus. Der Zusammenhang zwischen der Verfahrenheit der tapitalistischen Zustände und der mangelhaften Art und Weise, in welcher unter diesen Zuständen die Cholera„ bekämpft" wird, liegt so flar zu Tage, daß es keiner weiteren Beispiele bedarf. Und der Versuch, diesen Zusammenhang zu verdunkeln durch wüstes Geschimpfe auf" sozialistische Berhebung" ist wiederum Nichts, als ein Beweis für die Existenz des Zusammenhanges, der das Seinige dazu beiträgt, die bürgerliche Weltordnung zu erschüttern. ein, daß Frankreich den Sanitätsdienst an den Grenzen bürgerlichen Klassen ist und bleibt die Hauptsache daß jetzt mit seinen Nachbarländern gemeinschaftlich ausüben so und so viel 3 M. den Tag weniger gezahlt zu werden solle. Zwischen Belgien und Frankreich ist zum brauchen. Und da soll der Kapitalismus Nichts mit der Beispiel an vier Punkten die Grenzkontrolle 31 Seuche und ihrer Ausbreitung zu thun haben??? üben. In Zukunft sollten an zwei Punkten die franzö sischen Beamten sowohl die nach Frankreich, als auch die nach Belgien gehenden Reisenden auf choleraverdächtige Vom„ Ausschlachten" und vom„ Mißbrauch" der Cholera Symptome untersuchen; an den anderen zwei Punkten zu sozialistischen Zwecken durch die Arbeiterpresse schreiben sollten die belgischen Beamten diese Untersuchung an Reisen die erzürnten bürgerlichen Blätter. Und dabei liefern sie, den von Frankreich und nach Frankreich vornehmen. Die fie allein uns täglich neue Belege für den greifbaren Zu- felbe Einrichtung sollte auch im Grenzverkehr zwischen sammenhang zwischen bürgerlicher, verfaulter Wirthschafts- Deutschland und Frankreich Platz greifen. In letzterer Beordnung und dem Ausbruch und Umsichgreifen der furcht zichung fügte der Antragsteller hinzu, daß man über alle baren Seuche. Wie es scheint, muß diese Thatsache den nationalen Differenzen hinwegsehen müsse, da es sich um die gedächtnißschwachen Herren von der bürgerlichen Presse Bekämpfung eines gemeinsamen Feindes handle. Der Voreinmal in's Gedächtniß gerufen werden. schlag wurde begraben, wenigstens soweit er Deutschland beIn bürgerlichen Blättern ist die Meldung gemacht trifft, also für die ausgedehnteste Grenzstrecke die bürgerworden, daß die indischen Trimmer und Heizer, welche liche Nationalitätsverhebung hat den Sieg über die hygienische Politische Uebersicht. Hamburger Großrheder in den letzten Jahren fast aus- Vernunft davon getragen, selbst angesichts der nahen Berlin, den 21. September. schließlich statt der deutschen Arbeiter engagirt haben, sehr Cholera. Die französischen und die deutschen Proletarier wohl die Urheber der grauenhaften Epidemie sein können. würden keinen Augenblick zögern, ohne Rücksicht auf Drei Gedenktage. Gestern vor 100 Jahren, am Cholerafälle tämen unter den indischen Arbeitern dieser Landesgrenzen Hand in Hand zu gehen und da soll die 20. September 1792, bestand die junge Armee des revo Art nicht selten vor, und sie seien konstatirt für Bourgeoisie Nichts mit der Senche zu thun haben?? lutionären Frankreich bei Valmy die FeuerFeuillefont. Macbrua verboten.] Die Waffen nieder! [ 28 13 Eine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner. A auch das nicht immer. Man ließ uns gewähren. Es galt Schlachtfeldes und des Lazareths beschreiben, welche er als ausgemacht, daß wir in einer zweiten Auflage des neuerdings in seine schaudernde Seele aufgenommen. Ich Honigmondes uns befanden und uns Einsamkeit gebühre. liebte den Ton des Unwillens und des Schmerzes, der Und wir waren auch am liebsten allein. Nicht etwa, um, bei solchen Berichten in seiner Stimme zitterte. Aus wie die anderen vermuthlich glaubten, in Honigmondesart der Art, wie er von den Grausamkeiten sprach, deren Zeuge zu schäfern und zu kosen- dazu waren wir doch nicht„ neuer im Kriegsgetümmel gewesen war, hörte ich die Verheißung vermählt" genug; aber weil wir im gegenseitigen Umgang der Edelmenschlichkeit heraus, welche berufen ist, erst bei die meiste Befriedigung fanden. Nach den kürzlich durch Einzelnen, später bei Bielen, endlich bei Allen die alte gemachten schweren Sorgen fonnten wir die naive. Munter- Barbarei zu überwinden. keit der Jugendpartei nicht theilen und noch weniger Auch mein Vater und Otto forderten Friedrich häufig Die ganze Familie war in Grumit versammelt. Auch sympathisirten wir mit den Interessen und Unterhaltungen auf, Episoden aus dem stattgehabten Feldzuge zum Besten Otto, mein Bruder, brachte seine Ferien bei uns zu. Er der Würdenspersonen, und so zogen wir es vor unter zu geben. Freilich geschah dies in ganz anderem Geiste, als war jetzt fünfzehn Jahre alt und sollte noch drei Jahre in dem uns stillschweigend zuerkannten Privilegium eines ver- wenn ich um eine solche Erzählung bat, und in anderem der Wiener Neustädter Militärakademie zubringen. Ein liebten Paares Ein liebten Baares- uns ein gutes Stück Abgeschiedenheit zu Geifte war dann auch Friedrichs Vortrag gehalten. Er herziges Bürschchen, mein Bruder, und des Vaters Liebling wahren. Wir unternahmen zusammen lange Spaziergänge, begnügte sich damit, die taktischen Bewegungen der Truppen, und Stolz. Er sowohl, als Lilli und Rosa füllten das mitunter Ausflüge in die Umgebung, wobei wir den ganzen die Ergebnisse der Gefechte, die Namen der genommenen Haus mit ihrer Luftigkeit. Das war ein ewiges Lachen Tag abwesend blieben; viele Stunden verbrachten wir zu und der vertheidigten Ortschaften zu berichten, einzelne Lagerund Springen und Ball- und Roquette- Spiel und allerlei zweien im Bibliothekzimmer, und Abends, wenn die ver- szenen zu beschreiben, Worte zu wiederholen, welche von tolles Streiche- machen. Better Konrad, dessen Regiment schiedenen Spielpartien in Angriff genommen wurden, den Heerführern gesprochen wurden, und was dergleichen unweit von Grumih in Garnison lag, tam so häufig als zogen wir uns in unsere Gemächer zurück, wo wir bei Kriegsmiscellen mehr sind. Sein Auditorium war entzückt möglich herübergeritten und hielt bei den Ausgelassenheiten Thee und Bigarette unsere vertraulichen Plaudereien wieder davon; mein Vater lauschte mit Genugthnung, Otto mit der Jungen wacker mit. Eine zweite Partei bildeten die aufnahmen. Wir fanden immer unendlich viel uns zu Bewunderung, die Generäle mit sachverständiger Wichtignämlich Tante Marie, mein Vater und einige fagen. Am liebsten erzählten wir einander von den Trauer- feit. Nur ich konnte an dieser trockenen Erzählungsweise als Gäste bei uns weilende Kameraden des Letzteren. und Schreckgefühlen, die wir während unserer Trennungs- keinen Geschmack finden; ich wußte, daß diefelbe eine ganze Unter diesen wurde fleißig Karten gespielt, gemäßigte zeit empfunden, dies weckte die Freude unseres Wieder Welt von Gefühlen und Gedanken verschwieg, welche die Parkpromenaden gemacht, den Tafelfreuden gehuldigt und findens immer aufs neue. Wir famen überein, daß Todes- berishteten Dinge in des Erzählers Seelengrund geweckt und unabsehbar viel„ kannegegossen". Die eben stattgehabten ahnungen und dergleichen nichts als Aberglaube seien, denn hatten. Als ich ihm einst unter vier Augen darüber einen triegerischen Ereignisse und die durch lettere durchaus nicht beide waren wir seit der Stunde unseres Abschiedes von Vorwurf machte, entgegnete er: Alten zum Abschluß gebrachte schleswig- Holsteinische Frage boten der Voraussicht erfüllt gewesen, daß eins oder das andere" Falschheit? Unaufrichtigkeit Mangel an Meinungsein ergiebiges Feld hierzu. Friedrich und ich lebten von sterben müsse und jetzt hatten wir uns wieder! Friedrich muth? Nein, liebes Kind, Du irrst bloße Anständigkeit den anderen eigentlich so zientlich abgeschieden nur zu mußte mir genau alle die Gefahren und Leiden erzählen, ist es. Grinnerst Du Dich unserer Hochzeitsreise,- unserer den Mahlzeiten trafen wir mit ihnen zusammen- und die er eben durchgemacht, und die Greuelbilder des Abfahrt von Wien, das erste Alleinsein im Waggon " -O probe. Unter dem Gesang der Marseillaise warfen die welche jetzt sogleich von den Ersatzbehörden dem Landsturm| muß er sich einer Neuwahl unterziehen. Bei der Freiheitskämpfer das Söldnerheer der monarchischen Koalition ersten Aufgebots überwiesen werden, würden auch fünftig Qualität seiner Wähler, die in ihm und Daller die zurück, welche es unternommen hatte, die alte feudal- abso- im Frieden dienstfrei bleiben. Alle Rücksichten, welche jetzt größten Männer des Jahrhunderts ersehen, wird er natür lutistische Ordnung" der Dinge in Frankreich wieder her bei der Ueberweisung zur Ersaßreserve maßgebend find, ins- lich wieder gewählt. Weil's gleich ist! Seine Wähler zustellen. Goethe, der als Begleiter des Herzogs von besondere mangelhafte törperliche Entwice- wählen auch des Teufels Großmutter, wenn sie Weimar der Schlacht beiwohnte, rief, die Bedeutung des lung, ungünstige häusliche Verhältnisse von der Batriotenleitung" zur Wahl aufgestellt ist, wie Tages erkennend, den Offizieren, mit welchen er am Abend würden also fünftig außer Betracht bleiben." Die Reichs- den Gemeindehirten, wenn der der Mann des Vertrauens zusammenfam, die, von ihm selbst verzeichneten Worte zu tags mehrheit auch für diesen greuelvollen Aderlaß der Patriotengötter ist." Der Orterer hat erft, ein schlauer ( S.„ Kampagne in Frankreich 1792"): Von hier und ist da. Rechner, der bayerischen Regierung im Landtag großmächtige von heute beginnt eine neue Epoche der Schein opposition gemacht, und die Regierung hat ihn Weltgeschichte, und Ihr könnt sagen, Ihr Die Steuerkünstler an der Arbeit. Die Miquel begriffen, indem sie ihn avanciren ließ. Ich gebe, seid dabei gewesen!" offiziöse National Beitung"( Nr. 538 vom 21. d. Mts.) damit Du gicbft. Goethe mit seinen scharfen Seheraugen hat richtig verkündet: Wie wir hören, haben schon vor einigen Wochen gesehen. durch die Provinzial- Steuerdirektoren bei den Haupt- Steuer- Offiziöser Unkenruf. Die„ Kreuz- Zeitung" hat die An dem nämlichen Tag- dem 20. September 1792ämtern vertraulich Erhebungen darüber stattgefunden, wie Cholera zu einem Angriff auf die Freizügigkeit betrat in Paris der nach allgemeinem Stimmrecht neugewählte sich voraussichtlich der Bierkonsum bei Erhöhung der nügt. Ihr nach eifert das Bindter- Blatt( Nr. 442 vom Konvent( Convention nationale) zusammen, und konsti- im Gesetz vom 31. Mai 1872 mit 4 M. vom Doppelzentner 21. d. M.), das u. a. bemerkt:" Im Uebrigen scheint die tuirte sich. Malz festgesetzten Brausteuer auf 8 M., also auf das damals von links und jetzt von rechts angeregte Den folgenden Tag- heute vor 100 Jahren, am 21. Sep- Doppelte, stellen würde. Diese Erhebungen stehen selbstver Erörterung der Fragen des Unterstüßungswohnsizes und Den folgenden Tag- heute vor 100 Jahren, am 21. Sepständlich mit der Frage der Deckung der Kosten der Mili- der Freizügigkeit zu beweisen, daß bei aller Anerkennung tember 1792 erklärte der Konvent einstimmig die Monarchie in Frankreich für abgeschafft. tärvorlage im Zusammenhang." So geht man munter dar der in diesen Rechtsbegriffen wirksamen Prinzipien deren Den Tag darauf am 22. September 1792- er auf aus, ein gutes Nahrungsmittel der Volksmaffe zu legale Ausgestaltung einer Revision bedarf." Die„ Revision" klärte der Konvent einstimmig Frankreich für eine Gunsten des Militarismus zu vertheuern. der Freizügigkeit soll so durchgeführt werden, daß die oftelf Republik. 1. In der„ Kölnischen bischen haben. Das iſt Alles. mehr die Nationalliberale Denunziation. In der Kölnischen fürchten haben. Das ist Alles. Beitung"( Nr. 150 vom 20. September) liest man: Obwohl den Vätern von der Gesellschaft Jesu behördlicherseits untersagt worden ist, öffent liche Vorträge zu halten, werden, wie sich aus den öffentlichen Ankündigungen ergiebt, zwei dem genannten Orden angehörige Profefforen aus Graeten bei Roermond, Heinrich Pesch und Victor Cathrein, bei dem vom 20. bis zum 30. Sept. d. J. dauernden katholischen sozialpolitischen Kursus" in M.- Gladbach über sozialpolitische Themata Vorträge halten, Banner absoluter Ehrlichkeit und Arbeitsamkeit hoch zu und zwar P. Besch( der bekannte Germania- Gottlieb) über den Sozialismus, die Geschichte der sozialen Bewegung und über die Begründung des Eigenthumsrechts, Prof. Cathrein über einige Prinzipienfragen aus dem Naturrecht, Staat und Gesellschaft, Staat und Familie, Aufgaben und Grenzen der Staatsgewalt." Der hundertste Geburtstag der Republik wird morgen am 22. September in ganz Frankreich festlich begangen werden. Anfänglich gedachte man die Feier auf den 21. September zu verlegen, als den Tag, an welchem die Monarchie abgeschafft ward. Allein nach einem längeren Gelehrtenstreit entschied sich die Kammer für den 22. September, weil erst am 22. September 1792 die Republik ausdrücklich verkündet wurde. " is Sachfengängerei zu " Nochmals die Vosfische Zeitung" über Nußland. Ein Moskauer Blatt hatte über den neuen russischen Berkehrsminister geschrieben: Als überzeugungstreuer Auhänger der großen nationalen Politit Rußlands wird A. R. Kriwoschein ohne Zweifel einer der strengsten Hüter russischer Interessen sein und es verstehen, mit Würde das Die Militärvorlage. 95 000 Mann mehr wird, halten, das S. J. Witte im Kommunikationsministerium so mie die Poft" meldet, die neue Militärvorlage fordern. hoch erhoben und das er jetzt ebenso hoch auch im Finanzs Das heißt, die Friedenspräsenzstärke des deutschen Heeres ministerium halten wird." Die" Bossische Zeitung"( Nr. 441 wird von 486 983 auf 581 983 Mann gesteigert werden, vom 21. d. Mts.) bemerkt dazu: Absolute Ehrlichum rund 20 pCt. Während der Präsenzstand, schreibt die teit im Barenreiche! Daran glauben die Most. Wjed." Freifinnige Zeitung"( Nr. 221 vom 21. b. Mts.) ,,, niemals Mit fulturkämpferischem Gifer tritt das Organ wird sie sich im Verkehrsministerium wohl auch ferner auf doch selbst nicht, und was die nationale Bolitik" betrifft, über 1 pet. der Bevölkerung hinausgegangen ist, würde die für Bildung und Besitz als Angeber auf, jenem Gebiete äußern, wo der Vorgänger mit dem deutschen beabsichtigte Erhöhung der Friedenspräsenzstärke einen Präsenzstand von 1,17 pCt. der Bevölkerung aus- ber die Polizei den verhaßten Jesuiten auf den Hals Namen so große Erfolge" erzielte, auf dem der rücksichtsmachen. Die jetzt beabsichtigte Erhöhung des Präsenz- schicken will. Pesch und Cathrein gehören zu den bestunter- losen Russifizirung. Pan Rudolfuschka Virchow 1892. In dem dieser Tage in Trier gegen den Verder Bischof Dr. Korum als Beuge folgendes: # " " fein Prophet. Die Deutschen als Landsknechte. Ein Anhänger standes ift größer, als alle Erhöhungen zusammengenommen, richteten, belesensten und gelehrtesten Vertretern der kathowelche seit Bestehen des Deutschen Reiches Platz gegriffen lischen Sozialpolitik, ihre größtentheils in den Stimmen ist freilich anderer Meinung. Wie deutschfreisinnige Blätter haben. Denn alle diese Erhöhungen von 1880, 1887 und aus Maria- Laach veröffentlichten Abhandlungen sind nicht melden, soll Birchow's 25 jähriges Landtags- Jubiläum 1890 zusammengenommen beliefen sich auf nur 85 000 Mann. blos für den Fachmann höchst lesenswerth. Die„ Kölnische er vertritt seit einem Vierteljahrhundert den 3. Berliner Virchow- Stiftung gegründet werden. Wozu könnten Der Präsenzstand wie der beabsichtigte würde den Soll- Beitung" jedoch denunzirt in ihrem blinden Haffe zwei Landtags Wahlkreis- besonders gefeiert und eine bestand der französischen Armee um mehr als 70 000 Mann Männer, beren wissenschaftliche Hauptaufgabe ist die die Mittel dieser Stiftung beffer verwendet werden, als zur Verüberschreiten. Denn die franzöfifche Armee zählt mit Ein- Bekämpfung des Sozialismus, fie erscheint schluß aller algerischen, tunesischen Truppen und aller Ad- als Sykophantin gegenüber Männern, denen sie als die breitung russischer Sprache, russischer Kultur, russischer Gastministrativtruppen nur 508 686 Mann. Wenn man freilich Berfechterin der bürgerlichen Gesellschaft zu heißem Danke lichkeit, russischer Ehrlichkeit, russischer Wahrheitsliebe in Deutschland, zur Stiftung eines Ehrenfäbels für den Bruder den Präsenzstand um 95 000 Mann erhöhen will, so erklärt verpflichtet wäre. So ist sie nicht blos sehr unanständig, des Kaisers selbst Der Zar ist der Herr und" Birchow ist fich auch ein fortdauernder Mehraufwand von 80-100 Mil- sondern höchst beschränkt. lionen Mart. Denn gegenwärtig betragen die fortdauernden Ausgaben für das Heer 427 Millionen Mart. Eine Erhöhung dieser Ausgaben entsprechend einer Erhöhung des Präsenzstandes um 20 pet. aber würde dem Betrag von 85 Millionen Mark gleichkommen... Die beabsichtigte Erhöhung des Friedenspräsenzstandes ist... deshalb nur durchführbar, wenn man das Jahrestontingent der Rekruten um 72500 Mann erhöht. Das Jahreskontingent der ausgebildeten Mannschaften hat bisher rund 200 000 Mann ohne die geübten Erfagreservisten betragen. Wenn unter Fortfall der geübten Ersazreservisten bas Rekrutenkontingent um 72 500 Mann erhöht wird, so fteigt dasselbe auf jährlich 272 000 Mann und übertrifft damit bas französische Kontingent um 55 000 Mann. Schon hieraus ergiebt sich, daß für die neue Militärvorlage in teiner Weise mehr das französische Heeresgesetz von 1889 und die Nothwendigkeit einer Gleichstellung mit Frankreich angeführt Orterer. Ueber Orterer gießt das Bayerische Baterwerden kann. Eine Erhöhung des Refrutenkontingents um land" nochmals seinen wohlverdienten Spott aus. Es 72 000 Mann jährlich bedingt in Deutschland die Ein, schreibt:" Die Beförderung des Dr. Orterer zum Gymnasial- In der That, ein schmeichelhaftes, durch die Ver ftellung fämmtlicher Ersayreservisten zu rettor in Eichstädt ist nunmehr erfolgt. Du hast's erreicht, gangenheit leider nur zu wohl verdientes Kompliment für einer mindestens zweijährigen Dienst ze it. Octavio!" Bei Octavio Orterer rentirte sich die Deputätig die Deutschen, zu dienen als Prätorianer-, als Söldners Danach wurden also fünftig alle Diejenigen, welche jetzt feit; schon zwei Mal ist er, während er deputätig ist, be truppe des Monarchismus, als schneidige" Waffe, um die bei der definitiven Entscheidung der Erfahreserve überwiesen fördert worden, und wer weiß, zu was der strebfame Volksfreiheit in fremdem Lande nieberzuhalten! Die werden und in Friedenszeiten zu vier Fünfteln gar nicht Mann, der nach dem Zeugniß des Herrn v. Luß sich selbst deutschen Arbeiter, die jüngst auf dem ersten zu dienen brauchen und zu einem Fünftel zu einer zwanzig- um eine Schusterkonzession bewirbt, wenn eine erledigt ist, brasilianischen Arbeiterkongreß den vorherrschenden Bestand wöchentlichen Dienstzeit eingestellt werden, fünftig mehrere noch befördert wird, wenn die neue Hera" in Bayern theil gebildet haben, werden dafür, so hoffen wir, sorgen, Jahre in der Kaserne zuzubringen haben. Nur Diejenigen, noch etliche Jahre anhält. Infolge seiner Beförderung daß diese Hoffnung ein eitler Traun bleibt, sie werden fasser des Druckhefts:" Die Nockfahrt nach Trier" ver- des gestürzten Kaisers Dom Pedro II. von Brasilien schreibt, handelten Prozeſſe ſagte nach dem Berichte der Germania" wie wir der Kölnischen Volkszeitung"( Nr. 522 vom „ Nach meiner Ueberzeugung find sowohl 1844 wie 1891 Nach meiner Ueberzeugung find sowohl 1844 wie 1891 21. September) entnehmen, in einem fürzlich erschienenen während der Ausstellung des hl. Rodes Wunder geschehen. Buche:" Der Sturz des Kaiserthrones in Brasilien": Der betreffende Bericht wird nach einigen Monaten veröffent licht werden. Dies ist Lis jest um deswillen nicht geschehen, damit nicht behauptet werden kann, Krante seien nur infolge der Aufregung vorübergehend gesund geworden." Also nicht blos 1844, da Freifrau von DrosteBischering zum heiligen Rock" nach Triere ging", auch 1891 find, so meint Herr Korum, Wunder geschehen. So ge schehen im Jahre 1892, im letzten Jahrzehnt des neunzehnten Jahrhunderts! F Die Zukunft Brasiliens wird nur Demjenigen gehören, der es verstehen wird, sich aus dem dort ansässigen beutschen Elemente eine schneidige, zuverlässige und starte Armee zu bilden, einziges Mittel, um in einem gänzlich zerrütteten Lande neue, sichere Grundlagen der Ordnung zu schaffen für alle Zweige der staatlichen Verwaltung. Der brasilianische Senator Gaspar Silveira Martins, welchen ebenfalls das Schicksal der Verbannung traf, pflegte zu sagen: Deutschland ist groß geworden durch die preußische Schneide, Italien ist groß geworden durch die piemontesische Schneide, Brasilien muß groß werden durch die riograndenfische Schneide, - was befagen will, durch das in Brasilien feßhafte deutsche Element." vers Wir planten, mit meinem, gegenwärtig im Bankhause Schmitt& Söhne liegenden Vermögen ein Gut zu kaufen, an deffen Bewirthschaftung Friedrich Beschäftigung finden würde. Damit sollte der erste Theil seiner Sorge nichts zu thun, nichts zu sein und nichts zu haben", schon beseitigt werden. Für das Sein und Haben würde auch Abhilfe geschaffen: ein glücklicher Mensch Und haben: Du hast die Kommenden. ift die Nacht im Prager Hotel? Hast Du die Einzelheiten Man sollte glauben, wenn man beim Anblick eines ver- fein fühlbarer Unterschied mehr waltete, und jener Stunden jemals hier erzählt und jemals Deinen einzelten Leidens von Mitgefühl ergriffen ist, daß verstanden einander so gut, daß er eine Mißbeurtheilung Freunden und Verwandten die Gefühle und Regungen dieser tausendfachtes Leid auch tausendmal stärkeres Mitgefühl seines Charakters von meiner Seite nicht mehr befürchten Rosenzeit geschildert?" weden müßte. Aber das Gegentheil tritt ein: die Massen- durfte. Der letzte Feldzug hatte zudem seine Abneigung Nein, gewiß nicht... von solchen Dingen schweigt haftigkeit stumpft ab. Man kann den Einen nicht so heftig gegen die Mordpflichten des Krieges noch so sehr vergrößert wohl jede Frau bedauern, wenn man um ihn herum 999 ebenso Unglückliche und das rückhaltlose Aussprechen dieser Abneigung hatte Nun siehst Du, es giebt auch Dinge, von welchen jeder sieht. Aber wenn man auch die Fähigkeit nicht hat, über dieselbe so gefestigt, daß ihm das Quittiren nicht nur als Mann zu schweigen pflegt. Ihr dürft von Euren Liebes- einen gewissen Grad von Mitschmerz hinaus zu fühlen eine unferem häuslichen Glücke gemachte Konzession, sondern freuden nichts berichten; wir nichts von unseren Kriegsleiden. zu denken und zu berechnen vermag man es doch, daß zugleich als eine Bethätigung seiner Gesinnung, als ein Ersteres tönnte Eure Haupttugend die Keuschheit die unfaßbare Jammerquantität vorhanden ist-" Ueberzeugungstribut erschien, und so versprach er mir, Das vermagst Du und ein paar andere blosstellen; letzteres die unfere den Muth. Die Wonnen doch die im kommenden Herbstebis dahin mußten die Friedens I der Flitterwochen und die Schrecken des Schlachtfeldes: Meisten denken und berechnen nicht." verhandlungen doch beendet sein seinen Abschied zu. bavon kann doch in gesitteter Gesellschaft kein, weibliches" Denken nicht," wiederholte er.„ Gott sei's ge- nehmen. Weib, kein, männlicher Mann etwas erzählen. Wie? Du flagt, das ist an allen Uebeln schuld: die Meisten denken hättest in der Verzückung der Liebe süße Thränen vergoffen nicht." -wie? ich hätte unter dem Hieb der Todessense aufgeschrieen wie könntest Du Dich zu solcher Sinnlichkeit, Es war mir gelungen, Friedrich zu dem Entschlusse wie dürfte ich zu solcher Feigheit mich bekennen?" zu bewegen, den Dienst zu verlassen. Der Umstand, daß Und hast Du geschrieen-haft Du gezittert, er nach seiner Verheirathung noch über ein Jahr Friedrich? Mir fannst Du es sagen. Ich verschweige gebient und mit Auszeichnung einen Feldzug mitgemacht, Dir auch die Geheimnisse meiner Liebesfreuden nicht, so schütte ihn vor dem, meinem Vater in der Brautzeit aufgestiegenen Verdacht, daß die ganze Heirath nur den Zweck magft Du-" Dir das Todesbangen eingestehen, das uns Soldaten hatte, seine Laufbahn aufgeben zu können. Jetzt, wenn der auf der Wahlstatt erfaßt? Wie wäre es denn anders mög- Friede, dessen Präliminarien im Gauge waren, geschlossen das lich? Die Phrase und die Dichtung lügt darüber hinweg- fein würde, und da voraussichtlich lange Jahre des Friedens Er schloß mich lachend in die Arme. Meinem Vater und den Andern wollten wir von die durch Phrase und Dichtung fünstlich angefachte Be- bevorstanden jetzt hatte ein Austritt aus dem Militärnichts Ehrverletzendes an sich. Zwar wider- unseren Plänen vorläufig noch nichts mittheilen. geisterung vermag sogar den Naturtrieb der Selbsterhaltung verband nichts Ehrverletzeudes an fich. Jedenfalls momentan zu überwinden aber nur momentan... strebte es noch einigermaßen Friedrichs Stolz, auf würden Jene Einwände erheben, Rathschläge ertheilen, Nügen Bei den Rohen kann auch mitunter Mord- und Zerstörungs- Stellung und Einkommen zu verzichten, un, wie er fagte, aussprechen und das war jetzt noch überflüssig. Später luft die Angst um das eigene Leben verscheuchen; bei den nichts zu thun, nichts zu sein und nichts zu haben"; aber würden wir uns über derlei hinauszusetzen wissen; denn Ehrenfesten wird der Stolz vermögen, bie äußere Kund- seine Liebe zu mir war doch ein mächtigeres Gefühl, als wenn fich zwei alles in allem find, prallt jede Aber wie viele sein Stolz, und er konnte meinen Bitten nicht widerstehen. fremde Meinung wirkungslos von ihnen ab. Diese ges gebung dieser Angst zu unterdrücken. habe ich stöhnen und wimmern gehört, von den armen Ich erklärte, ein zweites Mal könne ich die Seelenangst wonnene Sicherheit für die Zukunft erhöhte noch den Ge jungen Burschen welche verzweifelnde Blicke, welch' todes nicht durchmachen, die mir die letzte Trennung verursachtnuß der Gegenwart, welche sich ohnehin von der Folie ber furcht- verzerrte Gefichter hab' ich gesehen- welche wilde und er mochte wohl selber solchen Schmerz nicht wieder durchgemachten schweren Vergangenheit so vortheilhaft auf uns Beide herabbeschwören. Das Zartgefühl, welches abhob Klagen und Flüche und flehendes Bitten vernommen!" ich kann es nur wiederholen: es war eine Und das hat Dir weh gethan, Du mein Guter, vor seiner Berheirathung mit mir ihn vor der Idee zurück schöne Zeit. schrecken ließ, von dem Vermögen der reichen Frau zu Oft zum Aufschreien weh, Martha. Und doch weniger, leben, das war jetzt nicht mehr im Spiele, denn wir waren so sehr eins geworden, daß zwischen mein" und dein" als es meiner Mitleidsfähigkeit eigentlich entspräche " Milder?" uns Sein: t. t. Oberst a. D. und ist das nicht genug?" fragte ich. mich und Rudi und-nicht auch genug?" ( Fortfehung folgt.) . " Schulter an Schulter mit ihren brasilianischen Genossen für Iteiten, Jedem nach seinen Werken". Zu dieser Anerkennung Thüringer Parteitag. Aus 27 Orten hatten sich am Demokratie und Sozialismus kämpfen. eines der Väter des Sozialismus würde Eugen Nichter sich 11. September 35 Delegirte zum Parteitag der Sozialdemokratie Gegen die Sonntagsruhe. Die Krämer, die unter Paris; er weiß, daß die Hauptfinanzgenies und virtuosesten Erfurt, Goldlauter, Gotha, Großen, Heidersbach, Heiligenstadt, niemals entschloffen haben. Herr Rothschild wohnt aber in Thüringens in Apolda eingefunden. Vertreten waren die Drte Apolda, Arnstadt, Buttstädt, Gamsdorf, Eisenach, den Auspizien G. Richter's gegen die Sonntagsruhe der Spitzbuben der Mera Napoleon- die Peraire, Mirés und Ichtershausen, Jena, Ilmenau, Flversgehofen, Kahla, Mühl E. Handlungsgehilfen Sturm laufen wollen, haben sich marsch Konsorten fertig gemacht. Eine Reichstags- Petition, betr. daß in dem, anscheinend so revolutionär- sozialistischen Satz: Steinbach bei Liebenstein, Stadtilm, Suhl, Weimar und Wenigeneifrige St. Simonisten waren; und er weiß, hausen, Nordhausen, Oberroßla, Salza, Salzungen, Sangerhausen, Aenderung des Gesetzes Sonntagsruhe", welche der AII- Jedem nach seinen Fähigkeiten und Jedem nach seinen jena. Nach Entgegennahme der Berichte der Agitations, Preßgemeine Deutsche Gewerbe- Verein vorbereitet, Werken" das ganze Evangelium des Kapitalismus und der und Kontrollkommission, sowie des Geschäftsführers der„ Thüringer beantragt für die Gewerbetreibenden der verschiedenen Zweige freien Konkurrenz steckt. Wer die größte Fähigkeit" zum Tribüne" debattirte namentlich der Parteitag über die Zweckmäßigkeit die Festsetzung der Verkaufszeiten so einzurichten, wie sie Stehlen hat, und die größten Werke" verrichtet im der Gründung von Kopfblättern und nahm hierzu ſchließlich für den geschäftlichen Verkehr am besten paffen", und Stehlen, der ist auch der Reichste von Rechtswegen, nach folgenden von den Erfurter Delegirten geftellten Antrag mit großer zwar: 1. Den Gewerbetreibenden der Nahrungsmittel- St. Simon und Rothschild! Majorität an: Die fernere Gründung von Lokal- und Kopfbranche, als Bäcker, Metzger, Kolonial, Delikateß- und Vorblättern in Thüringen wird von der Zustimmung der Preßtosthändler, ist der Verkauf in den Frühstunden bis 10 Uhr Der Wahlreform- Entwurf in den Niederlanden. und Kontrollkommission abhängig gemacht." Des Weiteren Vormittags, sowie der Nachmittags- bezw. der Abendverkauf Nach dem in der Kammer eingebrachten Entwurfe einer wurde beschlossen, die Agitationsfommission mit der Heransvon 5-8 Uhr zu geftatten. 2. Den Konditoren, Feinbäckern, Wahlreform soll, wie„ Wolff's Zel.- Bureau" meldet, jeder gabe eines Flugblattes zu beauftragen. Als Sitz der Kontrollsowie Händlern der Tabat- und Zigarrenbranche der großjährige Niederländer das aktive Wahlrecht besigen, der erstere um zwei Mitglieder, die Nordhausen und Ilmenau zu sowie der Preßkommission wurde Erfurt wiedergewählt und Sonn- und Feiertag- Nachmittag sowie der Abendverkauf leſen und schreiben kann und den Unterhalt seiner Familie entfenden berechtigt ist, verstärkt. Die Agitationskommission hat vollständig freizugeben, weil ein großer Theil der Sonntags- selbst zu bestreiten in der Lage ist. Eine Ausnahme sollen wie bisher ihren Siz in Erfurt. Die Wahl des Ortes für den fundschaft in dieser Zeit bei Gelegenheit im Vorübergehen Gefangene und Geisteskranke bilden, sowie Personen, die nächsten Parteitag bleibt der Agitationstommiffion überlassen. fauft. Da die hauptsächlich in Betracht kommenden Waaren sich dem Heeresdienste entzogen haben, und aktive Militärs " " feine absoluten Bedarfsartikel sind, so werden diese jetzt unter Offiziersrang während ihrer Dienstzeit. Durch die Ein Schwabenstreich. Das Gesuch des Stuttgarter einestheils überhaupt nicht, anderntheils, z. B. Zigarren, in Einführung dieser Reform würde sich die Zahl der Wähler sozialdemokratischen Vereins um Ueberlaffung der städtischen den Wirthschaften gekauft." 3. Für die Gewerbetreibenden auf 800 000, also 74 pCt. der männlichen Bevölkerung, soll, wurde vom Gemeinderath mit 14 gegen 4 Stimmen gemäß Reithalle zu der Volksversammlung, in welcher Vollmar referiren Sonstiger Zweige, als Manufaktur, Kurz, Galanteriewaaren, erhöhen. Die Abstimmung soll in der Weise vor sich gehen, dem Antrage der Bau- Abtheilung abgelehnt, wonach„ prinzipiell" Uhren, Schuh, Hut- und Schirinhandel u. s. w. wird die daß die Stimmzettel verschlossen in eine Urne gelegt werden, weder die Reithalle noch die gleichfalls städtische Gewerbehalle zu Petition die Aenderung der Verkaufszeit von 11 bis 5 1hr jedoch unter Aufsicht eines Wahlbureaus. Die Städte politischen Versammlungen zur Verfügung gestellt werden soll. Nachmittags beantragen, weil diese Zeit am günstigsten Amsterdam, Rotterdam, Haag, Gröningen und Utrecht sollen Gin besonderer Grund für die Ablehnung war noch der, daß bei für die Sonntagskundschaft( Fremde, Arbeiter und Land- fortan in Wahlbezirke eingetheilt werden. Jeder der der Volksversammlung in den Lobbelag der Reithalle Dinge ge bevölkerung) gelegen ist." In verschiedenen größeren Städten, hundert Deputirten würde in einem besonderen Bezirke ge- rathen könnten, welche den Pferden schädlich sind. Was das Köln, Elberfeld, Hamburg, Hannover, Düsseldorf, Königs- wählt werden. für schädliche Dinge sein sollen, ist uns ein Räthsel. Vermuthlich berg, haben sich, wie die„ Kölnische Zeitung"( Nr. 748 vom beobachten die Stuttgarter Kavaliere" dann auch die Vorsicht, ihre Rosinanten auf der Straße in Filzschuhen galoppiren zu laffen, damit die aristokratischen, an Havannaduft gewöhnten Pferde nicht etwa gar in den i donc!- 8 PfennigBigarrenstummel eines Proletariers treten. Der andere Grund" iſt nicht geistreicher, denn wenn die Stuttgarter herrschende Geſellſchaft ernstlich beansprucht, dann wird derselbe Gemeinderath, der heute die genannten städtischen Lokale für politische Versammlungen einmal aus Prinzip" diese Lokale den Arbeitern verweigert, fchon anderen Sinnes werden. Hannemann, geh' Du voran, " " Da sind die Ravensburger doch angenehmere Beute. Ihr Gemeinderath bewilligte zur Vollmar- Versammlung das geforderte städtische Lokal einstimmig. Warum geht's denn dort? Bom Pamir. Auf dem Dache der Welt", dem Ein20. d. M.) schmunzelnd meldet, feit kurzer Thätigkeit bis fallsthor nach Britisch- Indien hat Rußland festen Fuß gejetzt schon etwa 3500 Gewerbetreibende der Petition anfaßt. geschlossen. Für die Filzigkeit der Gesinnung dieses christ- Der Politischen Korrespondenz" wird nun aus Peterslich- deutschen Klingels legt die Petition wundersames burg berichtet, die russische Regierung habe dem Oberst Beugniß ab.Jonow befohlen, sich mit seinem Expeditionskorps aus dem Militärbudget in Oesterreich. Angeblich wollen Bamirgebiet zurückzuziehen und wieder in Ferghana in die Höchstmögenden in Desterreich- Ungarn den Kriegsetat retirade. Der Zarismus behält das, womit er sich einmal Dieser Rückzug ist eine Theater" nur" um fünf Millionen Gulden erhöhen- bis auf Weiteres. Das dice Ende kommt nach. Die Kriegs, abgerundet hat. verwaltung", heißt es in einem offiziösen Waschzettel,„ ver- ,, Es muß ein Ende gemacht werden!" ruft die mied größere Forderungen, weil sie die Entwickelung der Réforme" von Brüssel angesichts der jüngsten Hiobs= Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Frage der zweijährigen Dienstpflicht in Deutschland ab posten aus Afrika aus- es muß ein Ende gemacht-Wegen Beleidigung der Polizei verurtheilte das Stettiner warten wolle, ehe fie größere Reformen diesbezüglich in werden mit diesem Kongo- Schwindel, mit dieser ganzen Schöffengericht den Parteigenoffen Krause zu 30 M. Geldstrafe Desterreich durchführt." Ein Mitglied des Dreibundes Kolonialpolitik, welche nur ein paar hungrigen Spekulanten und Tragung der Kosten der Urtheilspublikation. Er hatte in wartet auf das andere, um die Völker bluten zu machen. Vortheile bringt und die Zivilisation schändet". Die einer Tischlerversammlung erklärt: Obgleich die Sonntagsarbeit Und wir sollten dahinten bleiben. Nein, für uns gilt das Réforme" hat recht. Und ganz dasselbe sagen wir von bei der Polizei nügten nichts, weil von den Meistern manchmal verboten sei, werde doch immer gearbeitet. Selbst Denunziationen Wort: unserer Rolonialpolitik. Die afrikanische Rolonial etwas abfalle. In letzterer Redewendung erblickte die Polizei politik aller Völker ist gleich verwerflich. Sie schändet nicht den Vorwurf der Bestechlichkeit. Der Staatsanwalt beantragte Du haft die Wasserstiefeln an." blos die Zivilisation, fie schadet positiv dem Zivilisations- einen Monat Gefängniß, das Gericht erkannte jeboch wegen der Zur Arbeiterbewegung in Frankreich. gin werk, indem sie die Anfänge der Kultur zerstört. Vor bisherigen Unbescholtenheit des Angeklagten auf die erwähnte Nationalrath der französischen Arbeiter bewiesen hat, ein Europäer, der die Rechte der Eingeborenen 25 Jahren fonnte, wie Livingstone durch seine Reisen Geldstrafe. partei und der Generalrath der belgischen -Ueber eine neue fächsische Polizeithat Arbeiterpartei erlassen in der neuesten Nummer des achtete, unversehrt von einem Ende Afrikas bis zum an- berichtet die Sächsische Arbeiter- Beitung":" Bu der Lassallefeier Socialiste" einen gemeinsamen Aufruf an die französischen Raub- und Mordpolitit, als welche die Kolonialpolitik fich der Kapelle die Marseillaise gespielt und von den Ber deren reisen. Heute ist das nicht mehr möglich. Dank der der Dresdener Sozialdemokraten, die am 4. September im Stating Rint stattfand, wurde auf Verlangen des Publikums von und belgischen Bergarbeiter, um den verhängnißvollen entpuppt hat, ist in ganz Afrika der Haß gegen die Euro- fammelten mit Gefang begleitet. Wir haben nicht bemerkt, daß Streit zu beenden, der seit einiger Zeit im Nordosten päer so groß, daß sie von den Eingeborenen todtgeschlagen durch diesen Gesang die Ordnung und gute Sitte" im SachsenFrankreichs zwischen den Arbeitern der beiden Natio- werden, wie die tollen Hunde, und daß die Araber, welche lande zerrüttet oder auch nur im Geringsten gestört worden ist. nalitäten ausgebrochen ist. Die beiden Parteileitungen bas einzige Rulturelement im dunklen Grotheil bilden, im doch der verehrlichen Polizei hat dieser Gesang nicht angenehin fordern die streitenden Arbeiter auf, den Kampf und Streit Rampf auf Leben und Tod mit den europäischen Bivili in die Ohren geflungen, ihr erschien er offenbar sehr staatsunter sich einzustellen, der nur ihren gemeinsamen Feinden, fatoren stehen. den franzöfifchen und belgischen Kohlenwerksbefizern, zum jede wirkliche Kulturarbeit vollständig verdorben; nur noch freuliche Mittheilung, daß er, da er das nicht obrigkeitlich geAuf längere Zeit hinaus ist Afrika für gefährlich, deshalb zitirte sie den Parteigenossen Donath, welcher Bortheil gereiche, und schlagen vor, ein Schiedsgericht starte Expeditionen, bis an die Zähne bewaffnet, können nehmigte" Singen der Marseillaise nicht verhindert hatte, bie die Lassallefeier angemeldet hatte, zu sich und machte ihm die erzu wählen, das zusammengesetzt wird von je dret Deleich ins Innere wagen und auch fie müssen stets bald Kleinigkeit von 100 Reichsmart in den Polizeifäckel zu entrichten zu wählen, das zuſammengesetzt wird von je drei Dele- starke Expeditionen, bis an die Zähne bewaffnet, können freuliche Mittheilung, daß er, da er das nicht obrigkeitlich gegirten des Pas- de- Calais und des Borinage, und dem der umfehren, wenn sie nicht aufgerieben sein wollen. Also habe. Ghe die Polizei diese 100 m. in ihre Finger bekommt, von den Arbeitern gewählte Maire von Roubaix nieder mit der ganzen Kolonialpolitik! So rufen auch wird noch manche Marseillaise gesungen werden, denn Donath präsidiren soll. Man darf annehmen, daß die streitenden mir!. Parteien diesem Versöhnungsruf Folge leisten und damit denkt selbstredend gar nicht daran zu bezahlen, sondern wird die ein Streit aus der Welt geschafft wird, der das gute VerGerichte befragen, ob die Polizei in Sachsen das Recht besißt, den Gesang eines Liedes, dessen Inhalt in teiner Weise gegen hältniß der französischen und belgischen Arbeiter zu ver die Gefeße verstößt, zu verbieten." giften drohte. Der Parteinachrichten. " Soziale Uebersicht. • • Summa 52 717,28 " 299,85 " M. 17 259,58 " Wolff's Telegraphisches Bureau meldet unter'm sie Sozialdemokratie in der Gemeindevertretung. 20. September aus Lens( im französischen Departement yn der Braunschweigischen Landeszeitung" war die übliche Be Pas de Calais): Drei belgische Delegirte sind heute hier hauptung aufgestellt, die Sozialdemokratie habe im dortigen eingetroffen, um mit den Deputirten Lamendin und Basly Magistratskollegium nichts Pofitives geleistet, sondern nur die über die Beilegung der Konflikte zwischen den belgischen und Debatten in die Länge gezogen und unzutreffende Klagen vor- In der Metallwaaren- Fabrik von Nuppoft und Sohn, franzöfifchen Arbeitern zu unterhandeln. Nachdem zwischen gebracht. Dem gegenüber erinnert der Braunschweiger Bolts- Berlin, Wasserthorstr. 65, haben die dort beschäftigten vier den beiderseitigen Delegirten eine Verständigung erzielt war, freund" an folgende Verbesserungen, die durch den Eintritt fozial- lempner und Gürtler gestern die Arbeit eingestellt, weil ihnen wurde eine Kundgebung an die belgischen und französischen demokratischer Stadtverordneter veranlaßt wurden. Gerechtere von dem Meister das Sprechen untersagt und sie während der Bergarbeiter entworfen, in welcher dieselben zur Eintracht Steuereinschägung, ordnungsmäßige Führung der Wählerlisten, Bausen auf das Peinlichste beobachtet wurden. und zur gegenseitigen Nachgiebigkeit aufgefordert werden, und Reduktion der Schillerzahl der Volksschule pro Klasse auf 50 ( früher waren in einzelnen Klaffen je 130 und mehr Kinder), Die zweite Generalversammlung des des deutschen erklärt wird, daß für die Streitigkeiten die Bergwerks- Bau neuer Schulen, Veröffentlichung der Vorgänge im Stadt Schneider- und Schneiderinnen- Verbandes tagte am 30. Auguft Rompagnien verantwortlich seien." verordneten Saal( früher war sogar ein Stadtverordneter aus- und folgende Tage in Hannover. Der auf 2 Jahre zurück Im Weiteren meldet der„ Sozialiste", daß er vom geschlossen worden, weil er solche Vorgänge in der Preise be feit Tagung der ersten Generalversammlung) fich erstreckende 1. Oktober an täglich erscheinen wird. In einem Aufruf prochen hatte), Zurückdrängung der Privatinteressen in jeder Rechnungsbericht ergiebt folgendes Resultat: an der Spize des Blattes, unterzeichnet von den Mitgliedern Sinficht. Dabei war unsere Partei nie durch mehr als drei Gesammteinnahine vom 3. Quartal 1890 bis inkl. des Nationalraths, Ferroul, Jules Guesde und Paul Mann im Kollegium der Braunschweiger Stadtväter vertreten. 2. Quartal 1892. M. 69 677,01 Lafargue, wird das Programm entwickelt, das der Wirk Gesammtausgabe vom 3. Qnartal 1890 bis intl. 2. Quartal 1892.. famteit des Blattes zu Grunde liegt. Die Gesinnungs- Großherzogthum effen, welche am 20. September in Rassenbestand am Schlusse des 2. Quartals 1892 m. 16 959,73 Die sozialdemokratifche Landeskonferenz für das genossen werden aufgefordert, das Blatt thatkräftigst zu Darmstadt tagte, war von 88 Delegirten aus 52 Orten be- Gingegangen vom Schluffe des 2. Quartals 1892 unterstützen. Wir begrüßen mit Freuden die neue Waffe, schickt. Den Rosenbericht des Landeskomitees erstattete Gramer- Singegangen vom Schluffe des 2. Quartals 1892 welche unsere französische Bruderpartei in ihrem täglich er- Darmstadt. Nach einem kurzen Referate des Reichstags= bis zum 30. August 1892.• scheinenden Organ erhält, und wünschen dem Unternehmen Abgeordneten Ulrich Offenbach über die Bedeutung der Landden allerbesten Erfolg. tagswahlen für die sozialdemokratische Partei nahm die Konferenz Ausgabe vom Abschluß des 2. Quartals 1892 bis eine Stesolution an, in welcher erklärt ist, es sei Pflicht der Ge30. August 1892 1 820,04 Rothschild und die soziale Frage. Baron Alphonse noffen, in allen Streifen Hessens, wo irgend Ginfluß auf die ist ob seiner von uns kürzlich registrirten millionardären Wahl der Wahlmänner ausgeübt werden kann, sich an der Wahl Kassenbestand am 30. August 1892 M. 15 489,54 Geistreichigkeiten bei dem famosen Seebad- Interview von zu betheiligen. Um eine einheitliche Regelung der Dr Von den Beschlüssen der Generalversammlung ist der wichtigste der französischen Preffe so unbarmherzig durchgehechelt ganifation und Agitation für die Sandtagswahlen herbei- folgender auf Antrag Pfeiffer Berlin gefaßte: Müller zuführen, beantragte Landtags- Abgeordneter worden, daß er sich zu einer Erklärung veranlaßt sieht, in Darmstadt, die gegenwärtig noch lokalen Wahlvereine überall stattfindende Generalversammlung des Deutschen Schneider- und Die am 30. August 1892 und folgende Tage in Hannover der er die Richtigkeit der Huret'schen Aufzeichnungen be- aufzulösen und das ganze Hessenland zentralistisch zu orgauifiren, Schneiderinnen- Verbandes erklärt ihre volle Sympathie mit den streitet. Herr Huret ist aber der gewissenhafteste Bericht- ebenso beantragte er, die endgiltige Nominirung der Kandidaten mit Aussperrung bedrohten Kollegen Englands, Schottlands, erstatter, den die Pariser Presse hat, und einer der sehr wenigen, einer Sentralleitung zuzuweisen und ihr auch die gesammte Wales und Jrlands und fordert alle Kollegen dringend auf, den die von der sozialen Frage etwas verstehen. Jedenfalls versteht Agitation in die Hand zu geben. Als geeignet für Aussicht auf Zuzug nach Großbritannien fernzuhalten. Sie fordert die er davon mehr als Herr Alphonse Rothschild. Dieser hat zwar Erfolg bezeichnete Redner in der Proving Starkenburg den 8. Be- Delegirten auf, an ihren Orten eine dementsprechende Agitation für seine Person unzweifelhaft die soziale Frage gelöst, allein er sirt( Lorsch), den 12. Bezirk( Darmstadt- Land) und den 15. Bezirt zu entfalten, damit unsere dortigen Kollegen, trok des Weberist ausgerüstet mit der ganzen Frivolität und Unwissenheit des( Langen), in Oberheffen den 5. Bezirk( Gießen- Land) und in muths des Unternehmerthums im Stande sind, ihre Organisation Großprogenthums, und liefert durch sein famoses Juterview Rheinhessen den 8. Bezirk( Mainz- Land). Es wurde hierauf aufrecht zu erhalten." folgende Resolution angenommen: Die endgiltige Nomintrung der Aus den viertägigen Verhandlungen, welche ein jähes Ende ein vortreffliches Argument gegen den Zensus, denn er be- Kandidaten für die Landtagswahl steht lediglich dem Landeskomitee dadurch erfuhren, daß der überwachende Beamte dem Vorfizenden weist auf's Handgreiflichste, daß er, der hundertfache zu, jedoch hat dasselbe die Vorschläge der Genossen der in Be- bekannt machte, er fei beauftragt die Bersammlung angesichts der Millionär, ja Milliardär, nicht mehr nationalökonomisches tracht tommenden Wahlkreise in Berücksichtigung zu ziehen." Ueber drohenden Choleragefahr zu schließen, ist noch hervorzuheben, Berständniß hat, als die ärmiften und armseligsten Tinten Staatssozialismus" und unsere Stellung zu demselben referirte daß gewünscht wurde, man möge einen Industrieverband aller in tlaven des Kapitalismus. Der dümmste derselben hat die Reichstags- Abgeordneter öft- Mainz. Er war der Ansicht, daß der Bekleidungsindustrie beschäftigten Arbeiter errichten. Behuss der König der„ hohen Finanz". Man braucht nur unsere schledenste zu bekämpfen habe. Ein Beschluß wurde in dieser Industriekongres stattfinden und wurde die Sektion Erfurt mit deutsche Bourgeoispreffe zu lesen. Angelegenheit nicht gefaßt, dagegen erkannte man die Ausfüh- den Vorarbeiten betraut. Die meiste Zeit nahm die Statutenrungen des Referenten einstimmig als richtig an. Zum Schluß berathung in Anspruch. Man sette die Aufnahmegebühr auf Blos durch einen charakteristischen Zug unterscheidet wurde noch votirt, daß der Sitz des Landeskomitees für Geffen 50 Pf, den Wochenbeitrag für männliche auf 15, für weibliche fich Herr Rothschild von unserem Eugen Richter und Ge- in Darmstadt bleiben soll, ferner sollen die Genossen Cramer, Mitglieder- um hauptsächlich diesen den Beitritt recht leicht noffen nämlich durch seine Anerkennung des St. Müller und Berthold die Geschäfte weiterführen mit dem Rechte, zu machen auf 5 Pf. feft. Bum Siz des Verbandes wird. Simon'schen Sages: Jedem nach seinen Fähig sich zu cooptiren. Flensburg und zum Geschäftsführer Kollege Holzhauser gewählt. # Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, 22. September. Opernhaus. Die Meistersinger von Nürnberg. Schauspielhaus. Die Quizows. Leffing- Theater. Ein unbeschriebenes Blatt. Deutsches Theater. Die beiden Leonoren. Berliner Theater. Mora. 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Festrede gehalten vom Reichstags- Abg. Aug. Bebel. Grokes Feltspiel. 12 Jahre Werbannung, oder: Des Ausgewiesenen Heimkehr. Episch- dramatische Dichtung in 12 Lebenden Bildern von C. M. Scävola, dargestellt vom Verein für volksthümliche Kunst", unter Leitung feines Dirigenten Genossen Fris Hansen. Nach dem Konzert und Festspiel: Grosser BALL Billets à 30 Pfg. sind bei den bekannten Genossen und in den mil Plakaten belegten Handlungen zu haben. NB. Tertbücher zu den lebenden Bildern find à 10 Pf. bei den Festordnern zu haben. Um zahlreichen Besuch bittet Das Fest- Comité. Unterstützungs- Verein der Maurer des Westens Berlin's. Sonnabend, den 24. September 1892: V. Stiftungs- Fest im Etablissement ,, Königshof", Bülowstraße 37. Grosser BALL. Um 12 Uhr: Kaffeepause. Nachdem: Große Bilder- Verloofung. 11: 0 Anfang 8 Uhr.- Herren- Billets 50 Pf., Damen 30 Pf. Billets sind zu haben bei: W. Selig, Culmstr. 8, Fr. Kühne, Pallasstr. 4, R. Wand, Grunewaldstr. 125, G. Böhm, Kahlerstr. 7, Fr. Rothe, Bülowftr. 53, Weißbach, Yortstr. 40, und in den mit Plakaten versehenen Lokalen. 487/5 Das Comité. ES Achtung! In der Borussia- Brauerei zu Mieder- Schönweide Sonnabend,' den 24. September cr., Abends 8 Uhr, bas findet am 3. Stiftungsfeft des 495/19 Gesangvereins ,, Eintracht" statt, bestehend aus Vokal- und Instrumental- Konzert und grossem Tanz. unter gütiger Mitwirkung mehrerer Vereine, sämmtlich Mitglieder des A.-S.-B. Festrede gehalten vom Genossen Fritz Zubeil. Entrée incl. Tanz Herren unb 50 Damen 25 Pfg. Freunde und Genossen sind freundlichst eingelaben. Um regen Besuch Das Vergnügungs- Komitee. bittet Schlosser und Maschinenbauarbeiter 2. ( Süden). Heute, Donnerstag, den 22. September, Abends 8 Uhr: Gr. öffentl. Derlammlung im Saale des Herrn Hoffmann, Oranienstr. 180. Zagesordnung: 1. Vortrag über„ Gewerbegerichte". Referent: Rollege A. Gerish Disfuffion. 3. Aufstellung von vier Kandidaten zum Gewerbegericht. WF Bur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Achtung! Der Vertrauensmann. 75/7 Achtung! Heute, Donnerstag, den 22. September, Nahm. 3 Uhr, findet eine Große öffentliche Versammlung aller in den Bäderei- Betrieben beschäftigten Arbeiter " im ,, Schulthei"( früher Eisteller") Chauffeeftr. 88 statt. Lages Drdnung: 1. Aufstellung der Kandidaten zum Gewerbegericht. 2. Die Arbeiter Rommiffion. 4. Verschiedenes. 504/4. Achtung! 58. Große Frankfurterite. 58. 2. Die Agitations- Kommision. Friedrichsberg. Achtung! Große öffentliche Volks- Versammlung für den Kreis Nieder- Barnim am Sonntag, den 25. September, Vormittags 11%, hr, im Saale des Herrn Spitzig, Frankfurter Allee 193. Tages- Ordnung: 1. Die wirthschaftlichen Krisen. Referent: Genoffe Th. Glode Nahrhafte, wohlschmeckende Speisen. 4. Verschiedenes. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht 2065b Mäkige Preve. Kein Trinkgeld. Berantwortlicher Redakteur: Angust Enders in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. 484/19 Der Einberufer. Sieran eine Beilage Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 222. Von der Cholera. Donnerstag, den 22. September 1892. Dem Raiserlichen Gesundheitsamt vom 20. bis 21. September, Mittags, gemeldete Cholera Eriran tungs- und Todesfälle: Staat und Bezirk. Ort. Hamburg. Hamburg. Preußen: Stade. Schleswig Altona. Achim. Dornbusch. Stettin. Stettin. 1 Todesfall. erkrankt Datum: gestorben erfrankt gestorben erfrankt gestorben erfrankt gestorben 10 4 20 7 17 8 11 2117 2111 224 BT18 9. Jahrg. liegt, spekulirt man schon auf die Nothlage Hamburgs, und blüffend; in derselben wurden nämlich die Beschwerdeführer, ohne während man Sammlungen für die Nothleidenden einleitet, mit daß ihnen auch nur ein Wort des Dantes ausgesprochen wurde, feiner Wohlthätigkeit prunft, fucht man Hamburg seinen Lebens- angewiesen, das Krankenhaus am Sonntag Bormittag ungefäumt nerv abzuschneiden und dessen Verkehr an sich zu ziehen, zu Nutz zu verlaffen; ihre Kompetenzen feien für sie angewiesen. Sämmtund Frommen des eigenen Geldbeutels. Tausend Mark giebt liche Betheiligte haben jedoch die Annahme des Honorars, die man; Millionen sucht man in den eigenen Raffenschrank zu Mehrzahl auch diejenige der Reisespesen abgelehnt." leiten. Hamburg, 20. September. Der Gesammtbetrag der bis. herigen Sammlungen für die Nothleidenden in Hamburg beläuft sich, wie wir gestern schon berichteten, auf über 1 200 000 mt. Bremen, 21. September. In dem benachbarten preußischen Dorfe Achim sind 2 Todesfälle unter starken Cholera- Erscheinungen vorgekommen. Das bakteriologische Institut zu Göttingen ist zur Untersuchung aufgefordert, deren Ergebniß bald zu erwarten ist. " Lübeck, 21. September. Ein Matrose auf dem schwedischen Dampfer Bore" ist auf der Fahrt von hier nach Stockholm unter choleraähnlichen Symptomen verstorben. Ob wirklich asiatische Cholera vorliegt, ist noch nicht festgestellt. Der Senat beschloß in seiner heutigen Sigung, den Waarenverkehr von Hamburg nach hier entsprechend den Bestimmungen der preußischen Ministerialverordnung wieder zuzulassen. Handelskammer ersuchte den Senat um Aufhebung verschiedener Maßregeln gegen die Cholera, da manche Verordnungen zum Schuße der Bevölkerung nicht erforderlich seien, durch die Beleiden. schränkungen aber der Handel und Verkehr aufs Empfindlichste Die Stettin, 21. September. Seit zwei Tagen sind hier keine neuen Cholera- Erkrankungen vorgekommen. Aus den vorhergehenden Tagen sind aber, infolge der erst jetzt beendeten bakteriologischen Untersuchung, noch fünf Cholera- Erkrankungen amtlich konstatirt worden. Will man den unheimlichen asiatischen Gast wirksam be17./9. 18./9. 19./9. 20./9. fämpfen, so gilt es, das gesammte Volt widerstandsfähig zu machen, durch gesunde, ausreichende Ernährung und durch ge= funde Wohnungen. Was das erstere betrifft, so haben wir schon mehrmals den Weg gezeigt, wie dies zu erreichen ist. Für alle Arbeitsfähigen Arbeit für die nicht mehr Arbeitsfähigen Unter stützung; Beides von Staatswegen. Es ist klar, daß in der gegenwärtigen Periode die Privatunternehmer selbst beim 286 127 241 115 206 105 211 100 besten Willen nicht in der Lage sind, alle die Taufende zu beschäftigen, die jetzt feiern. Daran ändert weder der Aufruf der Gewerbekammer, noch der Appell an die Kunden im Innern 8 Deutschlands das Geringste. Hamburger Arbeit und Hamburger Waaren sind nun einmal vervehmt, und vor Erlöschen der Seuche wird das nicht anders. Was den Absah in Hamburg selbst be 2 trifft, so kann dieser unter den gegenwärtigen Umständen nicht groß sein, denn die Kaufkraft der breiten Masse ist vollständig erschöpft und ein großer Theil der Bereinzelte Erkrankungen: „ oberen Behn Regierungsbezirt Schleswig: in den Städten aus das verzweifelte Ringen seiner Mitbürger mit dem gefähr tausend" ist geflüchtet und beobachtet von sicheren Asyl Wandsbeck und Pinneberg und je 1 Ort der Kreise Stormarn lichen Feinde, vielleicht mit der Spende von einigen Silberlingen und Kiel- Land 2 Erkrankungen, 5 Todesfälle. für die Nothleidenden das Gewissen beschwichtigend. Es müssen Regierungsbezirt Lüneburg: in der Stadt Haralso andere Maßregeln ergriffen werden, und dazu gehört, wie burg und je 1 Ort der Kreise Harburg Land und Dannenberg wir fort und fort betonten, leider ohne bisher Gehör zu finden, 2 Erkrankungen, 3 Todesfälle. die Inangriffnahme von Staatsarbeiten großen Umfangs. Regierungsbezirk Stade: in Stadt Stade so: vie in Man werfe nicht ein, daß dies nicht so schnell geschehen könne, 5 Orten der Kreise Fork, Kehdingen und Stade 5 Erkrankungen, daß man zu den Plänen Zeit gebrauche i. s. 10. Seit Jahren unter choleraverdächtigen Symptomen erkrankten Frau Gobbin Eberswalde, 21. September. Bei der vor einigen Tagen 6 Todesfälle. Berlin: 5 Erkrankungen, darunter 1 Todesfall( Karsten, fertig; feit Jahren sind die Arbeiten im Gange, allerdings in Cholera asiatica ergeben; diefelbe wird die Krankheit wahr find die Pläne zur Verbesserung der Stadt Wassertunst bat die bakteriologische Untersuchung das Vorhandensein von Babersti, Gericke, Michaelis mit Kind). Regierungsbezirk Potsdam: in Stadt Schwedt nehme diese Arbeiten ernsthaft in Angriff und viele fleißige Bethmann- Hollweg, der Kreisphysikus und der Regierungsrath einer Weise, daß Niemand etwas davon merkt. Nun gut, man ſcheinlich überstehen. Heute Vormittag sind der Landrath von Der Reichs- und Staats- Anzeiger"( Nr. 223 vom 21. d. M.) mehreren Jahren schon waren die Pläne für den Alster Sitzung der Sanitätskommission beigewohnt und darauf einen Hände finden Arbeit, viele Familien Brot. Weiter: Bor Ranzom aus Berlin hier eingetroffen; dieselben haben einer bringt folgende preußische Bekanntmachung: Um den tanal fertig, den Wasserweg zwischen Alfter und Elbe durch Rundgang durch die Stadt gemacht, um die fanitären VerGefahren der Weiterverbreitung der Cholera durch den Fluß den Hammerbrook. So viel wir uns erinnern, ist der Bau hältnisse zu inspiziren. Die achte Kontrollstation unter Stabsarzt verfehr im Stromgebiet der Oder möglichst wirksam ent- auch genehmigt. Sollen diese gewiß fauber und sorgfältig aus Baege ist heute früh in Thätigteit getreten. Die Schiffe, welche gegenzutreten, ist der fönigliche Regierungs- Rath Müller, bis geführten Pläne im Archiv des Herrn Oberingenieurs Meyer den Ort passiven, werden vollständig desinfizirt und die Mannher zu Danzig, als Staatskommiffar für die Gesundheitspflege vergilben? Man führe sie aus; jetzt ist die Beit für solche schaften untersucht. in dem gedachten Stromgebiete eingesetzt worden. Derselbe hat Unternehmungen. den Auftrag, unverzüglich in Verbindung mit den Verwaltungs- fchäftigung, und ihre Familien sind vor Mangel geschützt. Aber macht bekannt, daß hier bis zum heutigen Tage zwei Personen Viele Hunderte von Arbeitern finden Be- schaften untersucht. Swinemünde, 21. September. Der hiesige Magistrat behörden alle Maßregeln zu ergreifen und zur Durchführung zu noch mehr giebt es zu thun, ohne daß man irgend etwas zu unter choleraverdächtigen Symptomen erkrankt und zwei gestorben bringen, welche geeignet sind, die in dem Gebiete der Oder und überſtürzen oder unnüße Arbeit zu machen braucht. Gehen wir ihrer Nebenflüsse, sowie der von Osten her in dasselbe führenden ungefäumt an die Asfanirungsarbeit; je schneller sie er- Cholera amilich festgestellt. feien. In Ueckermünde ist ein Todesfall infolge asiatischer Schifffahrtstanäle vorkommenden Fälle von Cholera festzustellen, ledigt wird, desto besser. Schon jetzt haben die oberflächlichen jede Verschleppung der Krankheit durch Menschen oder deren Untersuchungen ergeben, daß ganze Gebäudekomplexe im Interim faiserlichen Gesundheitsamte stattfindenden Borberathung Habe, sowie durch Flußfahrzeuge zu verhindern, die Krankheits- effe der Allgemeinheit niedergelegt werden müssen, daß eine Be- eines Reichs- Seuchengesetzes werden sich der Vorsitzende des feime und die Gelegenheit zu deren weiterer Entwickelung feitigung ganzer Straßen nothwendig ist, wenn die Seuche ver- bayerischen Ober- Medizinalausschusses Geheimrath Dr. v. Kerschenso weit als nur irgend möglich zu tilgen. Der Staatsschwinden soll. Eine gründliche Aufdeckung wird noch weitere steiner und Geheimrath Dr. von Pettentoser nach Berlin betommiffar hat seinen Sitz in Stettin. Derfelbe wird Abbrüche als nothwendig erweisen. Das ist ein Feld für einen geben. über die Einrichtung des Dienstes das Erforderliche Hamburger Haußmann! Wie der napoleonische Seinepräfekt in in geeigneter Weise zur öffentlichen Kenntniß bringen. rücksichtsloser Weise vorging, ganze Stadtviertel demolirte, Wien, 21. September. In einer Sigung der großen Professor och hat allerdings einige der von den Behörden ge: so muß auch hier oorgegangen werden. Der" Frank. 3lg." schreibt man aus Hamburg: Herr dafür aber ein neues, gefunderes Paris erstehen ließ, Wiener Sanitätskommission lenkte der Gemeinderath Herold troffenen Maßnahmen gelobt, im Allgemeinen aber fich offen und auf den Widerstand jener Grundbesitzer, welche bisher aus ihren hier oorgegangen werden. Reine Rücksicht die Aufmerksamkeit des Bürgermeisters auf die Wichtig. feit einer guten Wolfsernährung und Sprach rückhaltslos wenig befriedigt gezeigt und es auch an starkem verwahrloften Schmutzhöhlen reiche Rente bezogen! Sie dürfen Wunsch aus, der Bürgermeister möge an geeigneter Stelle die Tadel nicht fehlen la n. Er hat den Mitgliedern der am Mitt sich nicht beklagen, hat doch ihr widerlicher Egoismus mit den Frage anregen, ob nicht ein Berbot der Ausfuhr von woch im Anschluß an die Bürgerschaftssitung gewählten ge: Boden geschaffen für die tödtliche Krankheit, die jetzt Alle be- Bieh nach Deutschland und der Schweiz zweckmäßig sei. mischten Kommission rundweg erklärt, wenn staatlicherseits nicht droht, die schon Tausende von Opfern gefordert hat, unschul- Gewiß ist die gute Boltsernährung von höchster Wichtigkeit, sofort dafür gesorgt werde, daß die Bevölkerung gutes Trint bige Opfer. Man beginne also. Bresche zu legen in jene Viertel, aber Biehausfuhrverbote nuhen nichts. Man sorge in dieser waffer erhalte, würden wir die Epidemie nicht los bie ein Seuchenherd sind und bleiben werden. Allerdings taucht Krisis für ausreichende Unterstützung und hebe durch gute soziale werden. Das Austheilen von gekochtem und Quellwasser sei bier eine Frage auf, die nicht so leicht zu erledigen scheint, Politik die Lebenshaltung der Massen! Da aber hapert es! doch nur ein vorübergehender Zustand, der schon deshalb nicht nämlich die Unterbringung der obdachlos gewordenen Familien. Kratau, 20. September. Seitdem die Cholera in Krakau lange andauern könne, weil auch der Besserfituirte nicht im Es darf nicht wieder vorkommen, daß es diesen Leuten geht, wie und Podgorze aufgetreten ist, sind in beiden Orten zusammen Stande fei, auf lange Zeit hinaus sich alles Wasser, das in den Bewohnern jener Stadttheile, welche vor dem Zollanschluß 10 Erkrankungen vorgekommen, von denen 5 einen tödtlichen feinem Haushalte gebraucht wird, selbst abzukochen. niedergerissen wurden. Man darf nicht wieder das Spekulanten Verlauf genommen haben. Die ärztliche Revision des Gepäckes Hilfe für Hamburg. Jm„ Echo"( Nr. 222 vom 21. d. M.) und Baulöwenthum begünstigen, welches in den neuen Stadt- und der Personen, welche Krakau und Podgorze mit der Eisenliest man: theilen ebenso gesundheitswidrige Wohnungen baute, wie die alten bahn verlassen, begann gestern Nachmittag 2 Uhr. Der Statt In den verschiedensten Städten werden jegt Sammlungen Gebäude am Kehrwieder waren. Auch hier muß der Staat ein- halter von Galizien, Graf Badeni, ist hier eingetroffen und hat für die Nothleidenden in Hamburg eingeleitet, so daß den hiesigen greifen, und zwar durch Herstellung billiger und gesunder Woh- das Cholerahospital besichtigt und sich persönlich von dem Stande Hilfskomitee's für einige Zeit genügend Mittel zur Verfügung nungen an der Peripherie der Stadt. der Afjanirungsarbeiten in Krakau und Podgorze überzeugt. fiehen werden, um in der beschränkten Zahl von Fällen, Und der Hamburger Staat hat die Mittel und die Macht Derselbe nahm auch an der Berathung des Magistrats über die welche von ihnen als berücksichtigenswerth betrachtet werden, dazu. Ohne in Deutschland und darüber hinaus betteln zu weiteren gegenüber der Choleragefahr zu treffenden Maßregeln einige Hilfe eintreten zu lassen. An unserer Ansicht über das gehen, kann Hamburg alle Maßregeln treffen, die zum Wohle Theil und wird heute Nacht nach Lemberg zurückkehren. Ungenügende der Privatwohlthätigkeit und die Nothwendigkeit seiner Bevölkerung nothwendig find. Fehlt es an Geld? Eine Brüssel, 21. Geptember. Auch hier ist eine fortder Staatshilfe ändert dies natürlich nichts. Wir stehen nach Nothstandsanleihe von vielen Millionen würde auf teine schreitende Besserung bemerkbar; die in zwei Hofpitälern bewie vor auf dem Standpunkt, daß der Staat mit seinen Schwierigkeiten stoßen. Hamburgs Finanzverwaltung war bisher findlichen Cholerakranken befinden sich fast sämmtlich außer Mitteln einzutreten hat, und zwar ungefäumt. Mit Almofen eine gute, und der Kredit des Hamburger Staates ist unbegrenzt. Gefahr. München, 21. September. Zu der am fünftigen Montag den ist nichts gethan; damit beseitigt man den Noth- Hat der Staat nicht die Macht, dem Gemeinwohl widerstrebende Amsterdam, 21. September. Nach Meldungen aus stand nicht. aus Das Proletariat will auch feine Almofen, Elemente zur Unterordnung unter dae Allgemeinintereffe zu Herzogenbusch ist daselbst ein Arbeiter an der asiatischen Cholera es fordert Arbeit. Wir fönnten eine ganze Reihe von zwingen? Nun, man möge jene Energie, die man sonst un- erkrankt. In Bleskensgraaf sind zwei von der asiatischen Cholera Fällen aufzählen, wie Arbeiterfamilien sich sträubten, sich an nöthiger Weise zur Unterdrückung freiheitlicher Bestrebungen anbefallene Personen gestorben. das Hilfskomitee zu wenden, trotzdem ohne eigenes Verschulden wendete, auch einmal da gebrauchen, wo sie am Playe und Rotterdam, 20. September. Ein mit seinem Fahrdie bitterste Noth bei ihnen eingefehrt war. Aber selbst die- nüßlich ist. Alle Privilegien und Sonderinteressen müssen zeuge aus Amsterdam hier eingetroffener Schiffer wurde von der jenigen Kreise, welche sich bisher dagegen verwahrt haben, daß schweigen vor dem Gesetze der Nothwendigkeit, vor der uns Allen asiatischen Cholera befallen. Nach Meldungen der Staat ordnend und helfend in die Nothstandsfrage ein- drohenden Gefahr." Bergambast ist daselbst eine Frau gleichfalls an der asiatischen greifen muß, werden sich im eigenen Interesse von Hamburg, 21. September. Von gestern Mittag bis heute Cholera erkrankt. ihrem bisherigen Verhalten abwenden müssen. Auch ihnen Mittag find hier 211 Cholera- Erkrankungen und 100 Todesfälle Rotterdam, 21. September. Hier find 4 neue Erkran werden doch endlich die Augen aufgehen darüber, vor welcher gemeldet; davon entfallen auf gestern 149 Erkrankungen und tungsfälle und 8 Todesfälle an Cholera vorgekommen; die Gefahr Hamburg, der ganze Staat, nicht nur die niederen" 64 Todesfälle. Der Rest find Nachmeldungen. Die Transporte Epidemie ist in den letzten Tagen in Schiedam, Wouw, GrootKlaffen steht. So oft ist erklärt worden, daß die Lebensader betrugen gestern 183 Kranke und 37 Leichen. Heute scheint die Ammers, Groningen und Roffum aufgetreten, überall mit 1 Hamburgs der Handel ist. Bedingungsweise geben wir dies zu. Bahl der Erkrankungen zuzunehmen, man sieht viele Transporte. bis 8 Todesfällen. Es hat sich ja auch während der traurigen Epoche, welche wir Regenwetter. gegenwärtig durch machen, gezeigt, daß das Stocken allen Ver- Hamburger Patrizier Filzigkeit. In der Hallischen fehrs die Noth aufs Höchste gesteigert hat. Alle die Tausende Zeitung" liest man: von Arbeitern, welche sonst am Hafen und anderswo im Ver- Am vorigen Sonnabend trat einer der nach Hamburg ge tehrsgewerbe beschäftigt sind, stehen müssig und fehen fommenen jungen Mediziner, welcher als Hilfsarzt am allge dem schlimmsten Elend ins Auge. Die Industrie, die meinen alten Krankenhause wirkte, als er nach mehrtägiger Krank hier in Hamburg in so enger Verbindung mit dem Handel steht, heit genesen war, an den Oberarzt mit der Bitte heran, ihm die wie faum anderswo, liegt gänzlich darnieder, und weitere Abreise zu gestatten. Die Gewährung dieser Bitte wurde in Aussicht noch nicht 5 Tage seit ihrer Abreise vergangen sind, vorausgesetzt, Taufende von Arbeitern sind dem Hunger preisgegeben. Ohne gestellt, zugleich erfolgte seitens des Oberarztes die Abrechnung daß diese Personen ein Gesundheitsattest für diese Zeit beiuns einer Uebertreibung schuldig zu machen, tönnen wir be- für das außer den Reisespesen zu zahlende Honorar mit 3 M. bringen. haupten, daß der weitaus größte Theil unserer Arbeiterbevölkerung 30 Pf.!!! für jeden Tag, während bei der Berufung ein, wie von allen Mitteln entblößt ist. Daß eine halbverhungerte, ent- uns von anderer Seite mitgetheilt wird und eigentlich auch selbst- Ottober geplanten Wallfahrten nach Nom wahrscheinlich aufRom, 21. Sept. Wegen der Choleragefahr werden die für fräftete Bevölkerung feine Widerstandskraft gegen die Seuche verständlich erscheint, wesentlich höherer Betrag man fagt geschoben werden. besitzt, wird Jeder zugeben, und daß darum die Cholera sich 25 M. außer Kost und Wohnung in Aussicht gestellt worden Kopenhagen, 21. September. Das dänische Generalkonsulat in Stockholm meldete gestern Abend telegraphisch: Der Personenverkehr aus ganz Dänemark nach Schweden ist freigegeben. Nach einer heute veröffentlichten Bekanntmachung des Justizministers dürfen Personen, die sich aus Dänemark über die Landesgrenze nach der Proving Schleswig- Holstein begeben, über die Grenze nach Dänemark auch dann zurückkehren, wenn in Bermanens erklären wird, ist die nothwendige war, welche lettere überdies wahrhaftig bei dem Fehlen faft jeg- Ottober oder November noch nicht stattfinden wird. Es bestätigt sich, daß das nächste Konsistorium im Laufe des Folge. licher ausreichenden Ruhepause faum in Betracht gezogen werden Dieser Erkenntniß hat auch die gemischte Kommission von Senat tönnen. Auf den Hinweis des fo Behandelten, daß ein so Postdampfer" Reichstag", welcher, von Hamburg kommend, eine Lissabon, 21. Sept. Die Regierung hat dem deutschen und Bürgerschaft sich nicht verschlossen. Sie befürchtet, wenn niedriger Honorarsaß zu den sonst für ärztliche Bemühungen üb an einer gaftrischen Störung leidende Person an Bord hatte, den man den Artikel des„ Fremdenblatt" von Montag Abend als richtig lichen Entschädigungen in keinem Verhältniß stehe, erfolgte die Befehl zugehen lassen, unverzüglich den Tajo zu verlassen. betrachten fann, e in Fortdauern der Epidemie mit Antwort, daß nach der vom Senat erfolgten Anweisung eben gelegentlichem Aufflackern und scheinbarem Erlöschen, und nicht mehr gezahlt werde. Der Betreffende lehnte darauf sofort Paris, 21. Septeniber. Gestern sind in Paris 20 Cholerainen Wiederausbruch im nächsten Frühjahr. Die Annahme dieses Honorars ab, was auch seitens der übrigen Erkrankungen und 10 Todesfälle, innerhalb der Bannmeile 9 ErNun wohl! Auch wir theilen diese Befürchtung! im alten allgemeinen Krankenhauſe thätigen auswärtigen Medi- frankungen und 6 Todesfälle vorgekommen. Was wird die weitere Folge sein? Hamburgs Handel und ziner geschah, die zugleich als Ausfluß ihrer Gefühle über den Havre, 21. Sept. Gestern sind hier 4 Personen an der Berkehr ist durch die Absperrungsmaßregeln, durch die unver- undant, der ihnen für ihre Aufopferung zu Theil werden sollte, Cholera erkrankt und 4 gestorben. nünftigen Maßnahmen unserer deutschen Brüder" gelähmt. Die eine Beschwerde an das Kollegium des Krankenhauses richteten, blödsinnige Cholerafurcht so vieler mit Hamburg in Berbindung in welcher sie das ihnen gemachte Honorarangebot als geradezu tehenden Firmen im Binnenlande macht es unmöglich, den ge- beleidigend bezeichneten und zurückwiesen. Die Antwort, welche wohnten Absatz für Hamburger Waaren zu finden. Nicht genug auf diese Eingabe umgehend von dem gerade zu einer Sigung damit; wie es in der Natur unserer tapitalistischen Gesellschaft vereinigten Kollegium des Krankenhauses erfolgte, ist geradezu ver Parteigenossen! Arbeiter! ihr Recht auf freie Meinungsäußerung aufs allerenergischfte| Miethern angekündigt haben, daß nach der Bollendung des Kirchenschützt. Wer von uns angehört zu werden baues und nach Regulirung der Schmuckanlagen auf dem Laufiger Wähler der III. Abtheilung bes 15., 25. und wünscht, der muß auch die Fähigkeit haben, uns an Plage die Gegend einen so vornehmen Anstrich erhalten wird, 26. Kommunal- Wahlbezirks! Der der Am 27. d. Mts. findet in Euren Wahlbezirken eine gänzungswahl für die Stadtverordneten- Versammlung statt. durch Mandatsniederlegung freigewordene Platz in Stadtverordneten- Versammlung gehörte der Sozialdemokratie, und es ist eine Ehrenpflicht der Wähler, diesen Platz auch bei der Neuwahl unserer Partei zu erhalten. zuhören. Diese Fähigkeit geht den Unabhängigen" aber daß auch der frömmste Hauswirth sich einer beträchtlichen Miethsvollständig ab, und nicht nur das, sie haben auch absolut nicht steigerung nicht werde verschließen fönnen. Er- die Fähigkeit, an einer Diskussion in sachlicher, manierlicher Der Verwalter des einen nahe der Kirche gelegenen Terrains, Weise Theil zu nehmen, sondern die flegelhafteste, persönlichste dem auch von Zeit zu Zeit Kaufofferten zugeben, läßt sich Ausdrucksweise ist ihnen gerade recht, gilt bei ihnen als etwas diefelben öfter ausführlich darlegen und schließt dann gewöhnlich Berdienstliches, als ein Etwas, wodurch sich der Proletar", die Unterhandlungen mit der Bemerkung, er glaube: Die nicht reif! den sie als Typus der Arbeiterschaft betrachten, der aber nichts Sache sei noch Man fann das jeden weniger als beren Typus ist, vor den anständigen Menschen falls ffir eine hübsche Umschreibung des Sates halten: für auszuzeichnen hat. Wie wäre es sonst auch möglich, daß ein Der gebotene Preis ist zu niedrig! Das große Terrain ist mit Werner, diese personifizirte Parodie auf die Intelligenz und den einem hohen Zaun eingefriedigt und wird von mehreren Straßen Die bürgerlichen Parteien, auf die Uneinigkeit der Arbeiter Wohlanstand des Berliner Arbeiters, auch nur eine Woche lang durchkreuzt. Die Besizer, Erben eines vielfachen Millionärs, spekulirend, bieten alles mögliche auf, uns den Sieg zu entreißen, die führende Rolle spielen könnte, die er unter den„ Unabhängigen" laffen das Terrain ruhig liegen und halten es nicht einmal der und eine kleine Gruppe von Arbeitern ist so verblendet, unseren spielt! Kurz, die Berliner Arbeiterschaft ist es sich und ihrem Mühe werth, auf Bacht- und Miethsgesuche zu antworten. Ansehen vor der Arbeiterschaft der übrigen deutschen Orte sowie Und in diesem selbigen Stadtviertel ist das Wohnungsetend Feinden die Waffen zu schärfen und das kapitalistische Berbes Auslandes schuldig, dafür zu sorgen, daß nicht ein paar bös- und die daraus folgende Seuchengejahr größer als irgendwo waltungssystem der Stadt zu fördern, indem sie von der Be willige Narren fortgesetzt ihre Versammlungen stören und Szenen anders. theiligung an den Kommunalwahlen abmahnend, der Arbeiter- herbeiführen können, welche der Arbeiterschaft der anderen Orte Welch ein hübsches Predigtthema für den Herrn Pastor! tlasse zumuthet, die Kommunalverwaltung Berlins der Bourgeoisie Niemand zu bereiten wagt. Soll es einer Handvoll solch Freilich ist's eine heitle Sache über solche Dinge zu reden, zu ungestörter und unkontrollirter Ausbeutung zu überantworten. trauriger Rowdies gestattet bleiben, der Berliner Arbeiterschaft denn der biedere Hausbesitzer, der heute noch aus seinen näheren fozusagen auf der Nafe herumzutanzen? Nein, sondern es ist Angehörigen eine erkleckliche Zahl der Kirchenbesucher stellt, Parteigenossen! Arbeiter! einfach Pflicht, diesen Leuten das Handwerk zu legen. Deshalb fönnte durch solche Predigt unangenehm berührt werden, aus der find wir dafür, daß" Unabhängigen" vom Schlage des Werner, Kirche fortbleiben und womöglich seinen Einfluß bei den firchvon denen Jedermann weiß, daß sie einer sachlichen Diskussion lichen Wahlen in einem dem Herrn Pastor ungünstigen Sinne nicht fähig sind und der Zutritt nicht mehr verstattet wird. Kein Mensch hindert nur unsere Bersammlungen stören, geltend machen. Nun sei dem wie ihm wolle! Die leeren Baustellen werden desto fie daran, felber Versammlungen einzuberufen und darin ihren lauter über den Grund- und Bodenwucher reden, je eifriger sich Meinungen Geltung zu verschaffen. Bei uns aber haben sie zu die frommen Herren bemühen, diese und ähnliche Zustände todt Die Sozialdemokratie ist die einzige Partei in der Kommunal- felge ihres Verhaltens nichts mehr zu suchen. Genau so wie wir zuschweigen. niemals dulden würden, daß Antisemiten, Freifinnige, Ultraverwaltung, bei welcher die Arbeiter, die Kleingewerbetreibenden montane, Konservative, Nationalliberale und sonstige Gegner Unter großer Betheiligung feierte der Verein der und fleinen Beamten Gehör und Verständniß für ihre Nothlage unsere Versammlungen durch Tumult zur Auflösung bringen, genau oft und westpreußischen Sozialisten Berlins finden; die einzige Partei, die prinzipiell und rücksichtslos für so haben wir die Pflicht, demselben Gebahren der" Unabhängigen", und Umgegend sein erstes Stiftungsfest im Lokale Königs die Forderungen der Arbeiterklasse eintritt und der kapitalistischen Die gleichfalls Gegner und nichts als Gegner der Partei sind, in bant". Der oftpreußische Männer- Gesangverein sowie die Lieberdie Forderungen der Arbeiterklasse eintritt und der kapitalistischen der allerentschiedensten Weise entgegen zu treten. Um widerliche tafel der Maler Berlins leisteten das Beste. Nachdem das VolksAusbeutung der Arbeiter auf kommunalem Gebiet ein Ende zu Szenen zu vermeiden, ist die Zurückweisung solcher„ Unabhängiger" lied Gin Sohn des Volkes" verklungen war, hielt Genoffe hierzu das einzige Mittel. Mag man hiernach verfahren! Lasse Riesop die Festrede, in derselben die Biele des Vereins und der man die falsche Sentimentalität bei Seite! Wer gegen die Partei Sozialdemokratie klarlegend. Diefelbe machte auf die zahlreichen fämpft, auf Schritt und Tritt den Arbeitern Verlegenheiten be- Theilnehmer den günstigsten Eindruck, was der große lang wußt bereitet, ist ein Feind der Partei und der Arbeiter und anhaltende Beifall bewies. Möge der Verein sich seiner Ausgabe demnach auch als solcher zu behandeln, ganz gleich, ob er sich bewußt bleiben und den in der Heimath lebenden Landsleuten Arbeiter nennt oder nicht. die Ideen des Sozialismus klarlegen, damit auch fie, die Unter drückten, erwachen mögen und mit allen Genossen gemeinsam für die gute Sache tämpfen. atm Das Klaffenbewußtsein der Arbeiter Eurer Wahlbezirke wird diefen arbeiterfeindlichen, und deshalb den Feinden unsrer Sache hochwillkommenen Plan vereiteln. Die von Noth und Elend bedrückten Arbeiter dürfen und werden nicht dulden, daß die sozialdemotratische Partei im Rothen Hause geschwächt wird. machen bestrebt ist. Wähler der III. Abtheilung! daß durch die Wahl In Eure Hand ist es gegeben, am 27. b. M. dafür zu forgen, des Genossen Th. Mehner im 15. Wahlbezirt, " " " Jul. Wernau 25. Beruh. Bruns 26. " " " " Eure Intereffen nachhaltig und kraftvoll im Rothen Hause vertreten werben, daß die Forderungen der arbeitenden Bevölkerung nicht ungehört verhallen. Tante Vof entrüstete fich vor einiger Zeit sehr darüber, daß die deutschen Buchdrucker in ihrer Streifabrechnung ElsaßLothringen als Ausland bezeichneten. Nach ihrer Ansicht Aus dem Krankenhause Moabit. Bier nette Gr und nach Ansicht der gesammten liberalen Presse hatten die krankungen an der Cholera asiatica find am geftrigen deutschen Buchdrucker sich ungefähr des Hochverraths schuldig( Dienstag) Tage resp. Abend aus dem obengenannten Krankens gemacht; die besonders milde urtheilenden Zeitungen glaubten hause zu melden, und zwar sind von der Seuche durch wegs Eure Pflicht und Aufgabe ist es, durch energische Agitation ihnen wenigstens fehr mangelhafte geographische Kenntniffe" Schiffer und deren Familien befallen. Auf Aus bei den Arbeits- und Klaffengenossen die Majorität für die sozial- vorwerfen zu müssen. Die Anschauungen über die Reichs- ordnung des Amtsvorstehers von Plößensee wurden gestern Nachdemokratischen Kandidaten zu erzielen, damit die III. Abtheilung zugehörigkeit Elsaß- Lothringens scheinen sich aber jetzt bei der„ Vossi- mittag als der Cholera verdächtig die 56jährige Schiffersfran Eurer Wahlbezirke nicht wieder im Gefolge der Bourgeoisie fchen Zeitung" geändert zu haben, denn in ihrer Nr. 439 vom Michaelis, deren Gatte mit seinem Fahrzeuge auf dem Schiff20. September bringt sie folgende intereffante Mittheilung: marschirt, sondern in zielbewußter Erkenntniß ihrer Klassenlage fahrtskanal nahe Plögenfee geanfert, sowie ein fünfjähriger Sohn Brüffel, 18. September.( Gig. Mitth.) Das von dem bel- und ein auf diesem Kahn angestellter Bootsmann Gericke in das Vertreter der Unterdrückten und Ausgebeuteten in's Rathhaus gifchen Staate und von der Stadt Brüssel unterhaltene Brüffeler erwähnte Choleralazareth eingeliefert. Das Kind, das unzweifelschickt. Konservatorium, welches im vorigen Jahre von 689 Schfilern be- haft bei der Entdeckung der Seuche auf dem Fahrzeug fich bereits fucht war, hat gegenwärtig nach dem foeben erschienenen Ausweise in den letzten Stadien der Krankheit befand, war bereits bei der Parteigenoffen! 711 Schüler und zwar 439 Schüler, 272 Schülerinnen. Darunter Einlieferung in Moabit verstorben. Benutzt die Zeit bis zum Wahltage, um die alten Rämpfer befinden sich 58 Ausländer, unter ihnen 2 Deutsche und anzufeuern und um neue Streiter zu werben. 2 Elsaß Lothringer.". Adieu, Tante! Laßt Euch von Niemandem an der Erfüllung dieser Pflicht hindern. Saltet fest an den Beschlüffen unserer Parteitage und beweist damit den Genoffen im Reiche, daß die Berliner Sozialdemofratie allzeit voran ist, wenn es gilt, die Gegner in offener Feldschlacht zu schlagen und dadurch die Position unserer Partei zu stärken, Genossen! Ihr werdet nicht dem Gegner das Feld räumen, ohne getämpft zu haben. Nichtbetheiligung bei der Wahl ist die Parole der Feigheit, und gereicht einzig und allein unseren Feinden zum Bortheil. Deshalb vorwärts in den Wahlkampf! Jede fozialdemofratische Stimme für unsere Kandidaten im 15. Bezirk Genossen Th. Megner " 25. 26. " " " Jul. Wernau Bernh. Bruns und ein glänzender Steg ift Euch gewiß. Die sozialdemokratische Fraktion der StadverordnetenVersammlung. Borgmann. Gnabt. Sente. Hersfeld. RIein. Singer. Stadthagen. Tempel. Bogtherr. 8abet. 3ubeil. Tokales. An die Berliner Parteigenossen! Nachdem infolge Be schlusses des Parteivorstandes der für den 16. Oftober cr. projektivt gewefene Parteitag vertagt wurde, finden die behufs Wahl der Delegirten auf den 30. d. M. anberaumten Verfammlungen nicht statt. " " Als bringend der Cholera asiatica ver dächtig wurde gestern Abend der Schiffer Friedrich Dannenberg, welcher mit feinem Kahn vor der Charlottenburger Schleuse lag, nach dem Krankenhause Moabit überführt. ( Nr. 442 vom 21. September, Semittsches aus West und Ost) vier Personen noch nicht beendet ist, so fcheint Erkrankung an Der alte Ladenhüter. In der Kreuz- 3eitung Wiewohl die bakteriologische Untersuchung bei allen diesen liest man: Zu diesen Fährlichkeiten" gehört heutzutage nicht bloß es fann in allen Fällen als fefistehend angenommen werden, daß Cholera asiatica bei allen diesen Leuten ganz sicher zu sein und die" Sozialdemokratie, mit der sich die Börse die Seuche entweder durch Einschleppung aus Hamburg oder vielleicht auch in Bukunft zu verständigen wissen würde, durch Genuß von infigirtem Spreewaffer hervorgerufen worden wie sie es in der Bergangenheit verstanden hat und auch ist. Die bakteriologische Untersuchung hat dagegen auch bei dem in der Gegenwart versteht Woher das die„ Kreuz- Zeitung" weiß! Es ist der pure Neid, gestern Vormittag eingelieferten Schiffstnecht Sterften, der bei dem daß sie dieses an die Deffentlichkeit bringt. Grtappt wie wir sind, an der Monbijon- Insel vor Anker liegenden Schiffseigner Orthgestehen wir ein, daß Bleichröder uns 50 Millionen und Noth mann bedienstet war, Cholera asiatica ergeben. fchild 300 Millionen baar gezahlt hat, wofür sie bei der Theis diejenigen bes Dannenberg und Michaelis, im Ganzen 18 Pers Demzufolge ist die Mannschaft und Familie des D., sowie lung" verschont bleiben. Die uns von Rothschild angebotenen fonen, nach Moabit zur ärztlichen Beobachtung überführt worden, nur Stintadores lehnten wir natürlich ab. Die fozialbemo bes geftrigen Tages dorthin geschafft worden, am heutigen Bor Bigarren wie die„ Streus- Zeitung" verräth, raucht Rothschild weitere 4 Personen sind als choleraverdächtig im Laufe fratische Partei steht übrigens in Berhandlung mit dem Reich, mittag bis 11 ühe hat eine neue Ginlieferung von Gholera wegen Ueberlaffung des Juliusthurmes zur Unterbringung der verdächtigen nicht stattgefunden. Gin beunruhigendes fozialdemokratischen Schäße. Gerücht, wonach ein aus Hamburg kommender Reisender in и " wohl befindet sich den Umständen angemessen der Musikdirektor Bartolfen, dagegen giebt das Befinden der Krankenpflegerin Bolte noch immer Anlaß zu Bedenken. Der Zustand aller übrigen an der Cholera asiatica Erfrankten war heute Vormittag gegen gestern unverändert. Der Fall Schiff wurde vom Vorwärts" zuerst in die der heutigen Nacht auf dem Lehrter Bahnhof von der Cholera breite Deffentlichkeit gebracht. Aus dem Vorwärts" brachte asiatica befallen worden sei, bestätigt sich nicht. That außer anderen Blättern auch der Reichsbote" die Mittheilung fache ist, daß ein aus Hamburg kommender Mann auf dem des Falls, mit der Vermuthung, daß Schiff ein Jude sei. Wir Perron bewußtlos zusammengebrochen ist. Der Ohnmachtige gaben fofort diefe Notiz wieder, und fonstatirten darauf, als wurde nach Moabit überführt, es konnte jedoch festgestellt werden, Diese Bermuthung uns von glaubwürdiger Seite bestätigt wurde, daß es sich in diesem Falle nicht um Cholera handelt. fofort die Thatsache der jüdischen Konfession des Schiff. Ohne Das Befinden des fleinen 3jährigen Knaben Woytkowski ist uns wäre der gange Fall Schiff garnicht in die Oeffentlichkeit ge- ganz vorzüglich, dagegen hat sich der Zustand des 15jährigen treten. Mit echt iüdischer" Unverschämtheit will uns nun Bruders dieses Patienten erheblich verschlimmert. Recht die Staatsbürger- Beitung" andichten, wir hätten nur geBiDungen" die Eigenschaft Schiff's als Juden zugegeben, und ist zugleich entrüstet, daß wir auch seine Freunde, die ihm die Ehren erflärung gegeben und die Erzchristen" und" Urarier" sind, gebührend tennzeichneten. Diese Erzchriften und Urarier will die „ Staatsbürger- Zeitung" von sich abschütteln, indem sie dieselben Seinem schweren Leiden erlegen ist Dienstag Nachmittag der als verjubet" erklärt. Wie verjudet" muß doch die Arbeiter der Berliner Velvetfabril, Bohl. Staatsbürger- Zeitung" fein, die von dem Fall Schiff, den wir an Bei einer Handelsfrau Babarsti, Kleine Auguststraße 6 bie Deffentlichkeit brachten, unbekümmert ob dieser Schiff ein gewohnhaft, soll nach der Meldung eines hiesigen Morgenblattes thriftlichen aber„ verjudeten" Freunde erklären, erst eingebendere ieht noch nicht der Fall, die Frau leidet, wie andere Ghi taufter oder beschnittener„ Ehrenmann" ist, als welchen ihn feine Cholera asiatica fonstatirt worden sein. Dies ist bis Notiz nahm, als sie wußte, daß er Jude fei! Die Staatsgelieferte, an Cholera nostras, die gar nicht einmal start bei bürger- Beitung" will die Juden" wegen ihrer Unehrlichkeit be- der Patientin auftritt. Die B. wird uns nur als choleras fämpfen und glaubt diefes nicht beffer thun zu können, als wenn verdächtig" bezeichnet. Die Achtung der freien Meinungsäußerung ist ein fie sie noch an Unehrlichkeit überbietet. Fundamentalgrundsatz unserer Partei. Wir verlangen sie von Der städtischen Desinfektionsanstalt, zu welcher der Zu Den Gegnern und wir erfüllen ihnen gegenüber diefelbe Pflicht. Die Berliner Kirchenbauten sollen jedenfalls, sobald sie gang nur vom Rottbufer Ufer 19 stattfinden darf, sind wiederholt Als der Erfurter Parteitag Leute wie Werner ausschloß, geschah erst vollendet sein werden, dazu dienen, daß man von diesen von außerhalb Betten, Kleider, Wäsche und andere Gegenstände das ausdrücklich einerseits der böswilligen Verleumdung wegen, Stätten aus die geistigen und geistlichen Sebel ansetzt, um die sur Desinfektion zugegangen, welche durchaus ungenügend welche diese sich zum förmlichen Gewerbe gemacht haben, gesunkene Moral der Berliner auf ein höheres Niveau empor perpadt gewesen sind. Da bei ungenügender Berpackung der andererseits weil sie weder der befchloffenen Taktik noch dem zuheben. Wir sehen diesem großen Rampfe mit geistigen und infisirten Sachen leicht eine Uebertragung von ansteckenden Programm der Partei sich unterordnen wollten, was, wenn das geistlichen" Waffen nach Allem, was wir bisher über denselben Krankheiten auf das mit dem Transporte betraute Personal statt erlaubt würde, bie Auflösung der Partei nach sich ziehen müßte. haben erfahren müssen, mit einiger Ruhe entgegen; wir glauben finden kann, so hat der Magistrat bestimmt, daß alle der stäb Man schloß fie aus nicht wegen ihrer Ansichten, sondern wegen auch gar nicht, daß die frommen Herren Ursache haben, sich zu- tischen Desinfektionsanstalt ihrer Handlungen. Die mit der Partei unzufriedenen Glemente nächst und unmittelbar gegen uns zu wenden. Wenn sie von der von außerhalb, einschließlich der benachbarten Ortschaften, a Rottbuser Ufer 19 hierselbst gründeten barauf die Sette der" Unabhängigen", deren Thätigkeit neuen Kanzel den Blick erheben, so werden sie, wenn sie sonst Desinfektion zugehenden Gegenstände in festen, im Innern mit fast ausschließlich in der Beschimpfung unserer Partei und in um ein intereffantes Thema für eine kräftige Bußpredigt in Ber- Blech ausgeschlagenen Risten verpackt werden müssen. ber Störung unserer Versammlungen besteht. Gs gehört eine legenheit sind, ein solches sofort in der nächsten Nähe der neuen Buwiderhandlungen gegen vorstehende Bestimmungen werden dem Riefengebuld für unsere Genossen dazu, das öde Ginerlei Kirche finden. töniglichen Polizeipräsidium bebuss nachdrücklicher Bestrafung des Gallimathias der" Unabhängigen" anzuhören und dieselben Man entgegnet uns vielleicht, die neuen Kirchen stehen meist angezeigt werden. Die Rückgabe der von auswärts zur tindisch böswilligen Verleumdungen, dieselben verkehrten Ansichten auf freien Pläßen und ringsherum liegen unbebaute, sandige infettion eingelieferten Gegenstände erfolgt nur nach vorheriger diefer Leute immer und immer wieder zu widerlegen. Diese Flächen. Das ist's aber gerade, was wir meinen! Bezahlung beziehungsweise unter Nachnahme der tarifmäßigen Riesengeduld ist den Unabhängigen" gegenüber bisher stets Nehmen wir einen speziellen Fall. Gebühren. geübt worden. Aber auch der dickste Geduldsfaden reißt einmal. Der Rohbau der Emmaus- Kirche auf dem Laufiger Play Nachdem die„ Unabhängigen" durch ihr Drgan, den Sozialist", nähert sich der Vollendung. Die Gerüste von dem eigentlichen dem Hamburger Staatsanwalt Romen offenbarlichst Hilfe geleistet Kirchenbau find entfernt; nur an dem Thurme wird noch liner Gaft- und Weißbierwirthe wurde am Montage eröffnet. haben, aus purer Bosheit gegen unsere Partei, und sich nicht im gemauert. Rings um die Kirche liegen leere Baustellen, zu Der Vorsitzende des Vereins, Herr Feuerstein, hielt an die geringsten daran fehrten, wie ihr Eintreten für die Aeußerungen einigen wenigen Komplexen gehörig, deren reiche Besitzer nicht 48 Schüler, die sich angemeldet hatten, eine Ansprache, in welcher jenes Mannes namentlich der unter viel schwierigeren Berhält nöthig haben, diesen Besitz zu verkaufen, sondern ruhig abwarten, er die geflügelten Worte sprach:„ Euch aber ihr lieben Schüler, niffen lebenden Arbeiterschaft der sogenannten Proving die denkbar bis von Zeit zu Zeit ein Staufluftiger ihnen eine Offerte macht. die Ihr so zahlreich erschienen" seid, ermahne ich, habt die größten Berlegenheiten bereiten muß, wenn es sich um Abgabe Auf diese Weise ist es gekommen, daß die westliche Seite der größte Ehrfurcht gegen Gure Lehrer und Lehr herren eines ben Staatsanwälten nicht genehmen, obwohl durchaus Stirche von lauter Holz- und Kohlenplätzen eingerahmt ist, was zu jeder Zeit und an jedem Ort, und zeigt durch Gure Be wahrheitsgemäßen Zeugnisses handelt, und nachdem die" Unab dem Bilde des Neubaues gerade keinen sehr schönen Abschluß nach scheidenheit und Euren Fleiß, daß Ihr dermaleinst tüchtige hängigen" fyftematisch die von uns einberufenen Versammlungen dieser Richtung giebt. Bielleicht hat auch der Herr Prediger schon davon gehört, Behrlingen sehr schwer fallen, die größte Ehrfurcht vor ihren Kellner werden wollt." Es dürfte doch den meisten Gastwirths zur Auflösung zu bringen suchen, ist es Zeit, daß die Berliner Arbeiterschaft diesen verlorenen Menschen gegenüber daß geistreiche Hauswirthe in der Nach barschaft der Kirche ihren Lehrherren zu haben oder zu behalten. Des Die Fach und Fortbildungsschule des Vereins Ber Die wegen Majeftätsbeleidigung zu längerer Gefängniß 225 ftrafe verurtheil te Nähterin Agnes abnig befindet sich noch in der Charitee. Sie hat ihren Vorsatz, während der Zeit ihrer Ginsperrung keine Nahrung zu sich zu nehmen, auf Anrathen ihres Vertheidigers aufgegeben, so daß man mit der zwangsweisen Ernährung hat aufhören können. Cast Ladenkaffen- Raub. Am 20. Abends von 1/210 bis 10 Uhr wurde in dem Zigarrengeschäft Naunynstr. 51 während die Frau allein war, die Staffe mit 65 m. geraubt. Es ist eine Meisings taffe mit 4 runden Abtheilungen, worin die verschiedenen Geldsorten sich befanden. 50 m. in 50 Pf. und Markstücken, das übrige in Nickel und eine Rolle mit Pfennigen. Etwaige zur Ermittelung des Diebes dienende Umstände bittet man dem Be stohlenen oder im Polizeirevier, Naunynstr. 39, mitzutheilen. Theater. 750 besonders erschwerend gegen den Angeklagten ins Gewicht, daß derselbe seit 5 Jahren mit einem Gehalt von monatlich 100 M. Leffing- Theater, 20. September. Zum ersten Male: angestellt war und keine Kinder hat. Der Gerichtshof hielt bei Ein unbeschriebenes Blatt." Lustspiel in vier Atten von Bauf dieser Sachlage Milde nicht am Plaze, sondern erkannte auf Heyse. ein Jahr Gefängniß. Wie die Wahrheit", wie der letzte Roman Seyfe's, so ist Die Ueberzeugung von einer erziehlichen Wir. Die in diesem Frühjahre wegen verfuchten Todtschlags auch das jüngste Wertchen eine Tendenzarbeit. Nur daß das tung längerer Gefängnisstrafen auf jugendliche vom Schwurgerichte zu sechs Monaten Gefängniß verurtheilte unbeschriebene Blatt" um seiner schwanfartigen Behaglichkeit, um Verbrecher kam in der harten Strafe zum Ausdruck, welche die Telegraphiftin Barnewig ist nunmehr begnadigt worden, feiner munteren Episoden willen unstreitbar mehr gefiel. Es ist 1. Straffammer gestern dem 14 jährigen Schulfnaben Richard nachdem die Geschworenen sofort nach Schluß der Verhandlung überflüssig bei einer literarischen Persönlichkeit von der Eigenart Dam& auferlegte. Derfelbe hatte sich mit dem noch nicht strafein diesbezügliches Gesuch an den Kaiser gerichtet hatten. Das Heyse's ausdrücklich noch auf die Feinheit der Sprache, die mündigen Knaben Jadek in dem Plane zusammengefunden, die von der damaligen Angeklagten begangene Attentat richtete fich Eleganz des Dialoges hinzuweisen. Grundsäglich aber gilt für in der Staligerstraße wohnenden Eltern des Letzteren zu bestehlen. bekanntlich gegen ihren Bräutigam und Verführer, welcher fie dies Stück daffelbe, wie für die anderen Kampfschriften des Zu diesem Zwecke kauften sie für die 5 Pf., über welche sie zu durch sein Bestreben, sich von ihr zu trennen, zur Verzweiflung alternden Poeten, er trifft nicht in die richtige Kerbe, weil er das gebieten vermochten, Draht, und der Angeklagte formte daraus getrieben hatte. Problem nicht in feinem Wesen erfaßt, sondern gründlich miß- fo tunstgerecht einen Dietrich, daß es den Jungen gelang, wähversteht. Wer sich einen Gegner so tonstruirt, wie es ihm be- rend der Abwesenheit der Eltern des Jadek in die verschlossene liebt, nur daß er ihn mit einem fatirischen Hieb oder einem Wohnung zu gelangen und die verschlossene Kommode zu öffnen. pathetischen Stoße leicht und triumphirend in den Sand strecke, In derselben bewahrten die armen Leute ihre paar Sparpfennige anstatt den leibhaftigen Widersacher, so wie er ift, auf's Rorn zu in Gestalt von 80 m. auf. Die Burschen stahlen das Geld, vernehmen, wird von Scheinfieg zu Scheinfieg eilen und wendeten einen Theil zum Ankaufe warmer Würste und Wein doch fiets der Geschlagene sein. Weshalb Heyse die sozialen und theilten den Rest unter einander. Der Gerichtshof hielt die Streitfragen nicht ergreift, haben wir bei einer früheren Gelegen Werderbtheit des jugendlichen Angeklagten für so groß, daß er heit auseinandergesezt, heute fei nur darauf verwiesen. Mit demselben trot bisheriger Unbescholtenheit eine GefängnißRozebue'schen Künstchen der Frauenfrage zu Leibe gehen und die strafe von 1 Jahr auferlegte. Emanzipation des Weibes im Stile einer Clauren'schen Novelle Eine Reihe von schweren Unglücksfällen sind in der behandeln, ist höchstens eine denkwürdige Urkunde für die Grenzen Der ehemalige Kalkulator Ostar Röfener wurde Nacht zu Mittwoch durch betrunkene Kutscher eines des dichterischen Talents, das mit erzenen Banden an das gesell- gestern der III. Straffammer des Landgerichts I vorgeführt, um Gefährtes der hiesigen Abdeckerei verübt worden. Gegen ein schaftliche Mittel, worin es gedeiht, an die geschichtlichen Be- fich wegen einer ganzen Reihe Strafthaten zu verantworten. Uhr Nachts fuhr ein diesem Institut gehöriger Transportwagen, bingungen feines Aufkommens gefesselt ist. Der Angeklagte, der bei der Berlin Potsdamer Bahn angestellt auf dem sich außer dem Kutscher Lamie noch ein Begleiter be Die nieblichen Abenteuer, die Heyse uns vorführt, um feine war, beging hier Strafthaten, welche ihm eine Zuchthausstrafe fand, in rasender Eile die Elsasserstraße entlang. Beim Ein- Ansicht zu erweisen, spielen natürlich in der guten Gesellschaft". von 3 Jahren eintrugen. Nach seiner Freilassung erhielt Röfener biegen in die Chausseestraße wurde ein den Straßendamm über- Rittergutsbesizer, Geheimrathswittwen, ein Referendar( ob auch durch Fürsprache einen Bosten als Hilfsarbeiter bei der Straf schreitender Mann von den Pferden zu Boden geriffen, indessen Reservelieutenant, wird nicht gesagt) sind die Träger der Hand- anstalt in Moabit mit einem Monatsgehalt von 90 M. Er hielt nicht allzu schwer verletzt. Um sich der Verfolgung zu entziehen, lung. Eine pietistische Geheimräthin, beschränkt und intrigant, das feinen Gönnern gegebene Bersprechen, ein ordentliches Leben peitschte der Rutscher 2. noch mehr auf die Pferde und diese erzieht ihre Tochter und ihren Sohn muckerisch- bornirt und hält zu führen, nicht, sondern suchte Kneipen mit Damenbedienung auf jagten nun auf das Rondel am Oranienburgerthor los, von bas Zöchterchen Hildegard, deshalb für ein unbeschriebenes und machte Schulden über Schulden. Dann betrat er den Weg welchem eben der 65jährige Maschinenbauer Rockentopf mit Blatt", ihren Sohn für einen Ausbund aller Tugenden. Natür des Schwindels und entwickelte dabei eine außerordentliche Bielfeinen erwachsenen Kindern, einem Sohn und einer Tochter, auf lich reagiren die Kinder auf die verkehrte Erziehung so wie dies feitigkeit. Unter der Vorspiegelung, daß er einen Depotschein bei bie Straße trat. Die jungen Leute tonnten sich noch vor den verständlich ist in den großbürgerlichen Kreifen, der Sohn wird Jaquier u. Securius über 6000 M. einlösen müsse, falls derfelbe nicht Hufen der wild um sich schlagenden Pferde retten, Heir St. je nicht zu wenig lüderlich und die Tochter hält sich für einen verfallen solle, gelang es ihm, von seinen Wirthsleuten ein Dardoch wurde niedergeriffen und erlitt durch Ueberfahren schwere starten Geist", weil fie heimlich Zola und Tolstoj lehn von 150 M. zu erhalten. Um sich weiteren Kredit zu verBerlegungen an Kopf, Bruft und Füßen. Nun versuchte Lamie fteft. Der Held des Sticks, ein Landjunker, verlobt mit schaffen, fertigte er fich einen Depotschein über 18 400 M. an, den Wagen zu wenden, das Gefährt wurde aber gegen die Stein- einem Gänschen vom Lande, der Jugendfreundin Hildegard's, welche Summe er bei der Reichsbank hinterlegt haben vorgab. fließen des Rondels geschleudert und beide Insassen flogen auf hat früher etwelche galante Abenteuer gehabt, die zu G3 waren zumeist Frauen und geschäftsungle Leute, die den Straßendamm. Hierbei erlitt Lamie eine schiere Gehirn- ben Ohren der Geheimräthin kommen. Diese sprengt voll er dadurch zu täuschen wußte. Im Ausschant der Schultheißerschütterung, sein Begleiter Müller leichtere Verletzungen am sittlicher Entrüstung die Verlobung, um zu erleben, daß ihr un- Brauerei in der Behrenstraße hielt der Angeklagte sich einen Ropf. Der fahrlässige Rutscher wurde in hoffnungslosem Su beschriebenes Blatt" in ein harmloses und doch fompromittivliches halben Tag auf, machte dort eine gehörige Beche und erklärte Stande nach der Charitee, Herr R. in feine Wohnung gebracht. Abenteuer sich stürzt, nämlich dem Landjunker, der ihre start dann dem Kellner, daß er ohne Geld fei. Das ganze Verhalten Der zuerst verletzte Mann, ein Gerichtsaktuar, tonnte nach An- geistige" Boltronnerie richtig als Boltronnerie erkannt hat, mit des Angeklagten zeugte von so niedriger Gesinnung, daß der legung eines Nothverbandes am Kopf nach Hause gehen, der Be- ihrer Vorurtheilslosigkeit" au imponiren. Gine, Tante für Alles", Staatsanwalt ihn für unverbesserlich hielt und eine Zuchtgleiter des Kutschers aber wurde der Polizeiivache zugeführt und eine feine alte Jungjer, die einzige gut gezeichnete Gestalt des hausstrafe von 4 Jahren und 5jährigen Ghrverlust gegen in Haft behalten. Lustspiels, bringt die Liebesgeschichte natürlich liebt Sildegard ihn beantragte. Der Gerichtshof erkannte nach dem Antrage des Eine Blutthat, die leider mit dem Tode eines Menschen den abgehalfterten Bräutigam, ihr leichtblütiger, mit Schulden Staatsanwalts. enden dürfte, hat sich am verflossenen Montag Abend in unserem belasteter Bruder verschießt sich in das Gänschen vom Lande, den Vorort Weißenfee abgespielt. Der 28jährige, in der Greiss thränenreichen Regenwurm" in's Loth, und das Ende ist ein walderstraße in Berlin wohnende Arbeiter Frederick ging an Berlobungstontre, über welchen die fromme Geheimräthin den jenem Abend gegen 9 Uhr mit seiner in Weißenfee in der Straß- Segen spricht. burgstraße wohnenden Braut, ber 20jährigen Anna 3., in Gespielt wurde vortrefflich. Emanuel Reicher als Landder Gürtelstraße nahe dem Schleipfuhl spazieren. Hier tamen junker, Lilli Petri als Hildegard und Luise von Pöllnih ihnen der in der Rölfestr. 136 wohnende Maler Kobelt und der als Geheimräthin trugen die Palme davon. Sehr gut war auch Arbeiter Osburg entgegen. R. machte einige abfällige Aeuße- als" Tante für Alles" Marie Meyer. rungen über die 3. und es tam zu einem Wortwechsel zwischen bem Bräutigam des Mädchens und den beiden Arbeitern. Da noch ein vierter Arbeiter, Weiland, hinzukam, so entfloh der Freund des Malers und ließ den Letteren in den Händen seiner Gegner Frederickt und Welland, die den K. durch Messerstiche schwer verlegten. Die Braut holte nun Polizeidiener herbei, welche den Verwundeten in das Krankenhaus Friedrichshain fdafften, wo der Unglückliche, deffen Lunge durch Messerstiche durchbohrt ist, hoffnungslos darniederliegt. Beide Thäter, die nur in der Nothwehr gehandelt haben wollen, sind verhaftet. " Gerichts- Beifttutg. Zu der vor dem Reichsgericht anstehenden Verhandlung in der Heinze'schen Mordsache hat Rechtsanwalt Dr. Coßmann als Bertheidiger der Frau Heinze den Revisionsantrag derfelben ausführlich begründet. Dem Vernehmen nach rügt die Revision die Verlegung materieller Rechtsnormen, insbesondere des§ 74 St.-G.-B., welcher sich auf die bei dem Zufammentreffen mehrerer strafbarer Handlungen zu findenden Gefammtstrafe bezieht. Die Beschwerde richtet sich ferner gegen die unterlassene Verlesung mehrerer Schriftstücke und Protokolle, während die Verlesung mehrerer protokollirter Zeugenaussagen wieder als unstatthaft bemängelt wird. Ferner wird die Bereidigung des Zeugen Blaßmann gerügt, und es als eine Beschränkung der Bertheidigung erachtet, daß der Antrag der Vertheidigung, ein Schreiben des verstorbenen Untersuchungsrichters, gestern vor der 7. Straffammer geführte Verhandlung gegen den Sollmann soll in diesem Schreiben nach geschlossener BorunterZu einer bemerkenswerthen Entscheidung gab eine Landgerichtsraths Hollmann, au verlesen, abgelehnt wurde. Rath Restaurateur S. Veranlassung. Der Angeklagte, welcher in seinem suchung erklärt haben, daß dieselbe feinerlei Belastungsmomente Geschäftsbetriebe vollständig schuldenfrei war, hatte, durch ver- ergeben habe, aus denen zu schließen wäre, daß Heinze's irgendEiner Fahrläffigkeit mit Schuhwaffen fiel wieder ein spekulirt. Nachdem sein eigenes Vermögen durch die Zahlung feien. Schließlich bemängelt die Revisionsschrift auch die Art schiebene Börsenfirmen veranlaßt, bei denselben in Getreibe wie an der Ermordung des Wächters Braun betheiligt gewesen junges Menfchenleben zum Opfer. Ain Montag Mittag, zwifchen mehrerer Taufend Mark Differenzgen aufgezehrt war, blieb er und Weise, wie die Geschworenen die Schuldfragen beantwortet 12 und 1 Uhr, besuchte ein Berliner Malergehilfe, verheirathet Differenzen von über 100 000 M. schuldig, und auf Antrag der baben und behauptet, daß der Spruch der Geschworenen unklar und Vater von fünf Kindern, feinen Bruder, welcher in der Börsenfirmen wurde das Konkursverfahren über ihn eröffnet. fei und in der Luft schwebe. Mannert'schen Tischlerei in Steglitz, Düppelstraße 16, als Gefelle In demselben meldeten sich nur Börfenfirmen mit Differenz arbeitete. Das Mannert'sche Bersonal hatte soeben Mittagbrot forderungen an, weil andere Schulden nicht egiflirten.- S. gegeffen und unterhielt sich damit, aus einem leinen, neuartigen hatte feine Transaktionen in Börsenfachen mir in einem Notiz Bebel's Schwiegersohn, war in einem Artikel des Leipziger Leipzig, 17. September. Von Dr. Simon in St. Gallen, Zentralfeuer Pistol, das man sich zur Probe irgendwo geliehen buch notivt und hatte auch feine Bilanz gezogen. Er wurde Tageblatts" behauptet worden, daß er in Deutschland weder ein und im Werkzeugkasten des Bruders von dem Malergehilfen auf deshalb angeklagt, die ihm obliegende Buchführung, sowie die Abiturientenexamen bestanden, noch sich den Doktortitel erworben bewahrt gehalten hatte, nach einer kleinen, an der Wand be- Bilanzziehung unterlassen zu haben, sowie durch Börsen habe, obwohl Dr. Simon thatsächlich das Abiturienteneramen in feftigten Scheibe zu schießen. Alles umftand den Schüßen, jenen bifferenzen übermäßige Summen schuldig geworden zu fein. Der Breslau ausgezeichnet bestanden und sich in Jena den ,, Dr. phil." Malergehilfen. Da versagte plöglich der Hahn des Pistols. Staatsanwalt beantragte brei Monate Gefängniß, summa cum laude" geholt hatte. Weiter war behauptet, daß Der Maler machte nun alle möglichen Anstrengungen indem er den Angeklagten auf Grund des Umfanges der Bebel selbst gesagt habe, er wünsche bei einer eventuellen Erund Armbewegungen, um das Pistol dennoch zum Schuß Börsengeschäfte als einen Kaufmann betrachtet wiffen frantung nicht von seinem Schwiegersohne behandelt zu werden, zu bringen. Hierbei tam ber Lauf in eine Richtung wollte. Dagegen führte Rechtsanwalt Hugo Sa ch 3 an der auch waren in dem betr. Artikel sonstige Juterna der Bebel'schen, abseits vom Biel. Mit einem Mal ging der Schuß los, ein Hand der Nechtsprechung aus, daß der Angeklagte, welcher als bezw. Dr. Simon'schen Familie berührt. Der Chefredakteur des Aufschrei folgte und getroffen fank der sechszehnjährige Lehrling St est aurateur an sich zur Führung von Handelsbüchern Leipziger Tageblatts", Dr. Küchling, übernahm die Verantwort Laube in einen Haufen Hobelspähne. Das Blut desselben färbte nicht verpflichtet sei, burch Börsenfpetulationen nicht lichkeit für den ihm eingesandten Artikel und wurde zu 200 m. bald die Spähne, während das Leben seinem Körper entfloh. Bestürzt eilten die Zeugen des Vorfalles von dannen. Grit nach bu einem Vollkaufmann geworden fei, weil er diese Spekulationen Geldstrafe und zur Publikation des Urtheils in dem genannten langen Minuten wurde ein Arzt, Herr Dr. Schwechten, herbeiseits an der Börse als Gelbst tontrahenten aufgetreten erbracht hatte, daß Dr. Simon fich durch ein fünffähriges Studium nur durch die Banthäuser gemacht habe, welche ihrer- Blatte verurtheilt, nachdem die Bertheidigung auch den Nachweis geholt. Als diefer den so jäh Dahingestreckten besichtigte, konnte feien. Wegen der Nichtzahlung der Börsendifferenzen könne der der Medizin, sowie Ableistung des Phyfitums und großen Staatser nur noch den eingetretenen Tod desselben befunden. Das Geschoß hatte allem Anscheine nach Herz und Lunge durchbohrt. Angeflagte aber nicht bestraft werden, weil die Strafbestimmung examens in der Schweiz die volle Berechtigung zur ärztlichen Die Leiche verblieb bis zum Abend am Thatorte, dann wurde den Waar en gläubigern, von denen er unter der Voraus ber Ronkursordnung nur dann anzuwenden sei, wenn Jemand Praxis erworben habe. fie vorläufig eingefargt und nach dem Malermeister Heffe'schen sehung einer soliden Geschäftsgebahrung Kredit erbeten und erHause, Schloßstr. 85, woselbst die Eltern des jungen Menschen langt habe, durch Kontrahirung von Börsenschulden Beträge wohnen, gefchafft. Der Thäter hat sich, fast wahnsinnig vor Schreck und Berzweiflung, fofort der Polizei gestellt und ist diesem Falle- es ablehne, den Börsenfirmen weitere Spiel schuldig geblieben sei, nicht aber, wenn Jemand- wie in in's Stegliter Amtsgefängniß gebracht worden, bis die Gerichts- einfäge zu leisten, um seine Waarengläubiger nicht zu fchädigen. fommission ihres Amtes gewaltet haben wird. Seine Ver nehmung ist bereits erfolgt; weinend und jammernd hat er das geklagten frei, mit der weiteren Begründung: der Angeklagte 3ur der Versammlungsberichte sich aller nur möglichen Kürze zu befleißigen. Noch befand sich das Gespräch von diesem traurigen Er- Schulden nicht zu erachten feien, und es würde heißen, eine babe gar feine Gläubiger, weil diese Differenzschulden als Ju einer Versammlung der Luguspapier und KartonUnglücksbotschaft den Ort: Am Abend war eine verheirathete Differenzschuldner noch strafrechtlich belangen würde. eigniffe im Munde der Einwohnerschaft, da durcheilte eine neue Brämie auf das Börsenspiel setzen, wenn man einen Börsen- Arbeiter und Arbeiterinnen hielt Rollege Koblenzer einen Vortrag über die Bedeutung der Geiverbegerichte, indem er namentlich Frau, welche mit einer Ladung Kartoffeln vom Felde fam, vor betonte, daß auch die Arbeiterinnen obwohl vom Wahlrecht selbst threr Wohnung an der Teich- und Birtbusch- Straße, beim Ab. Wegen eines schnöden Diebstahls stand gestern der ausgeschloffen fich recht lebhaft an der Agitation für die Wahlen teigen von ihrem Wagen so unglücklich gewesen, daß sie unter die Schlossergeselle May Runzig vor der vierten Straffammer des zu diesem Gerichte betheiligen müßten. Nach einer Erklärung Räber tam und beim plöglichen Anrucken des Gespannes über Bandgerichts I. Der Angeklagte, der einen auskömmlichen Lohn des Luxuspapierarbeiters 28ittig, das ihm in der letzten fahren und getödtet wurde. erhielt und bei seinen Eltern wohnte, wurde von der Luft er Sanssouci- Bersammlung übertragene Amt als Vertrauensmann Polizeibericht. Am 20. d. M. Vormittags wurde eine Frau griffen, sein Glück im fremden Bande zu versuchen. Um sich die niederlegen zu müssen, da er gezwungen sei, Berlin vor dem Hause Barnimftr. 89 von einem Geschäftswagen fiber- Mittel dazu zu verschaffen, stahl er feinen betagten Eltern ihre zu verlassen, wurden die Herren Adolf Jahn, Glacee und fahren und erlitt einen Rippenbruch. Sie wurde nach bein ganzen Ersparniffe in Höhe von 2400 M. und brannte damit Kartonarbeiter, und August Starbe, Luguspapier- Arbeiter, Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Ein Hausdiener Durch. Er begab sich nach London. Anstatt zu arbeiten, ver- einstimmig als Kandidaten zum Gewerbegericht aufgestellt. Hierwurde auf der Treppe des Hauses Kommandantenstr. 80/81 von genbete er das gestohlene Geld in kurzer Zeit in der füderlichsten auf brachte Kollege 23 ittig verfchiedene Hebelstände zur Sprache, Strämpfen befallen, fiel einige Stufen hinab und erlittt so be- Weise und kehrte dann nach Berlin zurück. Nachdem der Vater die in der Hagelsberg'ichen Papierfabrik herrschen. beutende Verlegungen am Kopfe, daß feine Ueberführung nach den Strafantrag gestellt, belegte der Gerichtshof den ungerathenen gleichen machte Greiffenberg auf verschiedene fanider Charitee erfolgen mußte. Vor dem Hause Burgstraße 13 Sohn mit einem Jahre Gefängniß. täre Mißstände der Papierfabrik Hochstein und Weinberg Sprang ein wohnungsloser Schuhmacher in die Spree, wurde aufmerksam und ersuchte die Anwesenden, der Aufforderung des jedoch von vorübergehenden Personen noch lebend herausgezogen liefen im verflossenen Jahre auffallend viele Beschwerden ein, nach einem warmen Appell des Borsigenden an das SolidaritätsBei dem auf dem Stettiner Bahnhofe befindlichen Poftamt Vorwärts" zur Sammlung der Fabrikordnungen nachzukommen. und nach der Charitee gebracht. Als Abends ein Schaffner daß Briefe, welche durch dieses Poftamt zu befördern waren, gefühl der Anwesenden und der Mahnung, für Aufklärung in Der Charlottenburger Pferdebahn- Gesellschaft, auf dem Trittbrett bie Abreffaten nicht erreicht hatten. Der Jufpettor nahm ihren Kreisen Sorge tragen zu wollen, sowie der Aufforderung des von ihm geführten Pferdebahnwagens stehend, die Charlotten eines Tages eine plöbliche Durchsuchung der Briefträger und der zum Beitritt in den Verein der Papier- und Lederarbeiter schloß burger Chaussee paffirte, wurde er von einem vorbeikommenden ihnen zur Verfügung stehenden Behältnisse vor und hierbei wurden die Versammlung. Arbeitswagen erfaßt und heruntergestoßen, so daß er überfahren bei dem Briefträger Friedrich Moerner eine Anzahl gewurde und schwer verletzt nach der Charitee gebracht werden öffneter Briefe gefunden, welche längst hätten bestellt fein follen. mußte. In der Nacht zum 21. d. Mts. geriethen augenscheinlich Woerner gestand dann auch ein, daß er in mindestens zwölf eine Mitglieder- Versammlung ab. Nach Genehmigung des ProDer Verein Berliner Hausbiener hielt am 13. September bantenstr. 12 in den dort belegenen Kusställen die zu Streu- Fällen je einen Brief unterschlagen habe, wenn er durch Betokolls wurde ein Schreiben der Budapester Kollegen verlesen, beden unter den Krippen aufgeftapelten Holzspähne in Brand, fich Papiergeld oder Freimarten in den Briefen befänden. In Telegramm ihren Dant abftatteten. Daun bemerkte der Vorfühlen und durch Salten gegen das Licht vermuthen fonnte, daß welche für das zu ihrem Stiftungsfest abgesandte Glückwunschund erstickten in dem entstandenen Rauch 10 Rühe. Außerdem einem Falle habe er einen Fünfmarkschein in einem Briefe ge- sigende, daß die Einladung zu dieser Versammlung nicht schriftfanden am 20. b. M. 4 Brände statt. funden. Gestern stand Moerner wegen dieser Unterschlagungen lich erfolgt set und bat die Kollegen, der sonst erforderlichen im Amte vor der IV. Straftammer des Landgerichts I. Es ftel Kosten wegen sich diesbezüglich nach dem Statut zu richten; jeden Saale- 8tg.") Versammlungen. Beachtung! Wir bitten die Herren Schriftführer, bet der Abfaffung Dess des Semesters, eintreten. 1 felde, Amalienstraße, bet Hann. Reichenbergerstraße 16 bei Päzold. Ginigteit 2, Groß Lichter Vermischtes. Unglück zur See. Am Sonntag Abend tenterte bei Lillesand( Norwegen) während eines heftigen Sturmes ein Lootsenboot; nur zwei Mann von der aus fünf Mann bestehenden Befahung wurden gerettet. Die drei verunglückten Lootsen hinterlaffen Wittwen und viele Kinder. Dienstag nach dem 8. und 22. jeden Monats fei Versammlung. Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag Abends 8X- 10% uhr: Süb: Die Zahl der Kranken betrage augenblicklich 16, eine Zahl, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Geschichte( alt); Dft- Schule, Martus: Schule: Hagelsbergerstr. 43: Unterricht im Stechnen; Südost: Schule, welche noch nie dagewesen. Ferner brachte er das straße 31: Unterricht in Rechnen; Nord- Schule, Müllerstr. 179a; Unterneunte Stiftungsfest, welches am Sonntag, den 2. Oktober, richt in Deutsch( mittlere) und Chemie. In alle Lehrfächer, mit Ausnahme in den Konkordia- Festfälen stattfindet, in Grinnerung und der Buchführung, fönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jezt im Laufe forderte die Kollegen auf, sich am Billetumsas fleißig zu beLese- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Dieggen, Abends 8% Uhr, theiligen, der Eintrittspreis für Gäste beträgt inklusive Tanz bei Schröder, Wiesenstr. 39.- Neue Bett, Abends 8 Uhr, Boyenstr. 40, bei 50 Pf., Mitglieder sind frei. Weiter theilte Kollege Stunge mit, Serwegh, Abends 8 Uhr, Reichenbergerstraße 54, Ecke Lausigerstraße, bei Gieshoit. Süd- Ost, bei Tolfsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Ecte. daß im August 6 Kinder- Sterbefälle zu verzeichnen sind. Als Schayer. Aug. Gefb, Donnerstag bei Zubeil, Naunynstraße 86, Abends der Bezirk Tokahima in Japan von einem Ortan heimgesucht, Orkau. Einer Drahtmeldung aus New- York zufolge wurde dann wurden 16 neue Mitglieder aufgenommen und die Billets uhr. Hasenclever, Abends 8 1hr, Restaurant Bischof, Baumschulen zum Stiftungsfest verausgabt; der Obmann des Festkomitees er- meg Treptow.- Emanzipation, Abends 8 Uhr bei Spät, Weinstr. 28. wobei 300 Menschen getödtet, 4000 Wohnhäuser zertrümmert mahnte die Mitglieder noch, das Vereinsabzeichen zum Stiftungs- Grünftr. 21: Sizung. Distutirtlub der Hausbiener, Abends 9 Uhr bei Sommer, und 200 ha 2and verwüstet worden sein sollen. fest anzulegen, da im Nichifalle das volle Entree zu entrichten ist. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Donnerstag. Nebungs: Mainzerstraße zu Worms wurden zwei spätrömische Steinfärge Römische Ausgrabungen. Bei den Aufgrabungen an der Im Weiteren beschäftigte die Versammlung sich mit den letzten Annenstr. 9, bei Prog.- Kornblume, Blumenftr. 64, bei Wuttle.- rib aufgefunden. In dem einen lag ein Frauenftelett; ferner fanden stunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. St. Urban, öffentlichen Hausdiener- Versammlungen und der am 11. Sep- ingsluft, Flottwellstr. 5, bet Bartel. Brezelsch I u B, Annenftr. 16, tember abgehaltenen Konferenz; zum Schluß theilte der Vor- b. Keßner.- Weiße Rose, Reinidendorf, Reinidendorferstr. 25, b. Gecheffler, ich verschiedene Krüge, schön geformte Gläser, ein mit Stein befigende mit, daß die nächste Versammlung am 27. September als Morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerfir. 9, bei Friefecte. Dorf- setter Fingerring und einige kleinere Sachen. Das eine der " gefchäftlich" stattfindet und schloß mit einem träftigen Hoch auf den Wilmersdorf, Berliner- u. Auguftstr.- Ecke bei Schulz.- Echo 2, beiden Gräber zeigte sich schon durchforscht. Alte Schönhauserstr. 42, bei Reimann. Ginigteit,( Hutmacher), Pappelden Verein die Versammlung. Arbeiterrisiko. Bei den Grundaushebungs- Arbeiten eines Allee 3-4, bei Strauſe. 3utunft 1, Stegliz, Kurhaus Friedenau. Harmonie, Tempelhof, Dorfstr. 10, bet Gerth. Neubaues vor dem rothen Thore in Augsburg wurden vier Veilchenblau, RottRigdorf. Die in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holz- bufer Damm 39, bei Jakob.-Bukunft 2, Nied.- Schönhausen, Buchholzerstr. bei Arbeiter durch Nachstürzen des Erdreiches verschüttet. Hempel. Ostpreußischer Männer- Gesangverein, Holzmarkiftr. 3 plätzen beschäftigten Arbeiter hielten am 11. September eine bet Deter. Edelweiß, Melchiorstraße 15, bei Stehmann.- Borar, öffentliche Versammlung ab, in welcher Stadtverordneter Wienerstraße 31 bei Drügemüller. Maiglöckchen 2, Süd- Ost, D. Klein über Zentralisation und Gewerkschaftsbewegung referirte. Leider waren von den Rixdorfer Kollegen sehr wenig bet Engelhardt. Freie Sänger, Friedenstraße 74, 8utunft 3, Belten, bei W. Grunow. anwesend, desto zahlreicher hatten sich aber die Berliner Kollegen berger Harmonie, Lindenstraße 106, bet Poppe. Nordstern, eingefunden. Der Referent erntete für seine interessanten Aus- Müllerstr. 7 bet Reichardt. Morgengrauen,( Bäcker), 3 bis 5 Uhr führungen reichen Beifall. In der Diskussion sprachen die straße 23. Nachmittags, Gipsstraße 3 bei Byrtect. Treue Brüder, Ahrendt Bibertee, Eisenbahnstraße 20 bei Siegmund. Liebes= Kollegen Buchholz, W. Wolff, Tschernig, Rühl, Echo, Reichenberger- und Forsterftraßen- Ece, bei Spindler. Liedertafel Stockholm, 21. September. Gestern fanden für die durch Kobolt und Stein. Auf Antrag des Kollegen Kobold, est end, Blumenthalftr. 5 bei Behrendt. Vorwärts 9, Charlotten: Mandatsniederlegung erledigten 11 Size in der Ersten Kammer welcher mitgetheilt hatte, daß die Versammlung auf Anregung Brunnenstr. 114 bei Oswald Berliner. burg, Schillerstr. 102 Gefangverein Freundschaft 1, Neuwahlen statt. Sämmtliche Gewählte, mit alleiniger Ausnahme Gefangverein Abendroth in der Nixdorfer Kollegen einberufen worden sei, da von den hiesigen Deutsch Wilmersdorf bet Mölter. Gefangverein der Stucateure des in Gothenburg gewählten Kandidaten, sind Schützöllner und Kollegen nur sehr wenige dem Verband angehörten, beschloß man Berlins und Umgegend, Seydelstr. 30 bei Preußer.- Arbeiter- Gefangverein Anhänger der erweiterten Militärdienstzeit. die Wahl eines Vertrauensmannes und eines Kassirers. Aus Schönhauser Allee 28, bet Kuhlmey. Spandau Mönchstraße bei Winkler. Gesangverein Vorwärts 2" " New- York, 21. Sept. Heute erfolgte in Shreve( Ohio) auf derselben gingen hervor als Vertrauensmann Kollege Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. der Strecke zwischen Pittsburg und Fort Wayne ein ZusammenKratomsty, als Kassirer Kollege Steinborn. Letterer Alle Zuſchriften den Bund betreffend sind zu richten an: Mar Gent, stoß eines Güterzuges mit einem Personenzuge, wobei beide Züge nimmt jeden Sonnabend Abend im Lokale des Kollegen Schütz, Belfortere 25, 12r. Donnerstag: Geselliger Berein rei in Brand geriethen. Neun Personen wurden getödtet und fünf und Lustig bei Göße, Dranienstraße 158. Bimmer- Schüßengesellschaft Rixdorf, Steinmetstr. 7, Beitrittserklärungen und Beiträge ent- ein korn bei Klatt, Boechstr. 61. Gefelliger Verein Azalie, Michael- verwundet, fünf andere Personen werden vermißt. Brücke 1( zu den 3 Raben). Humoristischer Verein Pautenschwengel, Ein Personenzug auf der Atchison- Topeka- Santa- Fé- Eisenbahn. bei Sommier, Stallschreiberstraße 58. Musitverein Animo, bei Schmidt, Wrangelstraße 141. Theaterverein Grüne Giche( vor dem Salle'schen wurde heute Mittag bei Osage City( Kansas) durch Räuber zum ftraße 21. Thor), bei Katorte, Solmsstr. 1. Musitverein Osiris, bet Roll, Adalbert: Engleifen gebracht, wobei fünf Personen getödtet und zahlreiche Personen schwer verlegt wurden. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Männer Gefangverein Alt- Dessau, Abends 9 Uhr, bei Kind, Wrangelftr. 91.( Depeschen des Bureau Herold.) Beißenfee und Umgegend. Gesangsabtheilung des sozialdemokratischen Arbeitervereins für Donnerstags und Sonnabends Abends Hannover, 21. September. Von hier sind nach bedeutenden bet Müller( Pfeifenmüller), Königs- Chauffee. Männer Gefangverein Betrügereien die Bankiers Seemann und Rosenberg flüchtig, ge Tyrolienne, Abends 9 Uhr bei Faustmann, Reichenbergerstr. 73a. worden. Die hiesige Polizei hat die auswärtigen Kriminal Musikverein Frisch Auf, Annenstr. 14, bei Ehrenberg. Sof, Admiralstr. 18. Brivat- Theaterverein Fideler Geist 2", Abends 9 Uhr, im Märkischen behörden telegraphisch davon benachrichtigt. Ein Anhaltspunkt, wohin die Flüchtigen fich gewendet, ist nicht vorhanden. gegen. bei Stahl. Kreuz= 8% uhr, bei Selterhoff, Antonftr. 5. 9 Uhr, bei Schröder, Stegligerstr. 18. Pfropfenverein Wedding, Abends play 11a. in Rogge's Bierhaus, Kohlenufer 2. Vergnügungs- Verein Renata jeden Rauchklub Kernfpite, Abends Depelthen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Im Verband der deutschen Gold- und Silberarbeiter und verwandten Berufsgenoffen wurde am 10. d. Mts. zunächst das Andenken des verstorbenen Mitgliedes Dannenberg in der üblichen Weise geehrt. Dann kam ein Schreiben des überwachenden Ausschusses zur Verlesung, in welchem mitgetheilt wird, daß derfelbe laut einstimmigen Beschlusses in der Sigung vom 11. v. M. sein Amt niederlegte. Als Gründe hierfür führte der Vorsitzende des überwachenden Ausschusses, Kollege Christoph, folgende an: Gleich nach Zusammentritt des Ausschusses feien zwischen demselben und dem Zentralvorstand Differenzen ent- Turnverein Gesundbrunnen( Behrlings- Abtheilung) turnt Montag Budapest, 21. September. Noch im Laufe dieses Monats standen, welche jedoch auf dem vorjährigen Verbandstag ihren und Donnerstag Abend von 8-10 Uhr, in der Turnhalle, Pantstr. 26. Abschluß gefunden hätten. Der Ausschuß habe sich nun der Hoff- ftraße 44. Gefelliger Berein Freiheit, Abends 9 Uhr, bei Thierbach, Schwebter findet eine Konferenz von Banken und Sparkassen wegen Herab Gefelliger Klub Blau- Beilchen, Abends 9 Uhr, Annenftr. 9 bei fegung des Zinsfußes statt, da durch Einführung der Goldnung hingegeben, daß das Verhältniß zwischen ihm und dem G. Broß. Verein ehemaliger 22. Gemeindefchüler, punt währung das Gleichgewicht des hiesigen Binsfußes mit dem des Zentralvorstand ein besseres werden würde, aber vergebens, denn nach dem Verbandstage habe der Vorstand es oftmals nicht bet Busse, Schönhauser Allee 46. Freundschaft, Abends uhr, Auslandes hergestellt werden muß. Paris, 21. September. Die Einweihung der Statue des für nöthig gehalten, die Protokolle des Ausschusses im Verbands- Donnerstag Uhr Abends im Restaurant Göb, Oranienstr. 153. Bither Generals Kellermann zur Erinnerung an die Tage der Schlacht organ zu veröffentlichen. Redner beleuchtete sodann noch ein- lub Sleichheit, jeben Donnerstag Abend 9 Uhr, bet Hohn, Bionstirch von Valmy( 1792, Rückzug der zur Niederwerfung der Revolution gehend die entstandenen Streitfragen, hierzu die beiderseitigen Rauchflub Kollegia, Abends 9 Uhr, in Bernhardt's Deftillation, nach Frankreich geschickten Heerschaaren des deutschen AbProtokolle verlesend, und kam zu dem Schluß, daß der über- Staligerfir. 41. Rauchflub Waldesgrün, Abends 8 Uhr, Restaurant folutismus) wurde mit großem Pomp gefeiert. An dem Bankette wachende Ausschuß, nachdem er im letzten Vierteljahr weder. Stablert, Reichenbergerfir, 1134.- Rauchflub Ohne forge, Abends shr; betheiligten sich 300 Personen, darunter der Unterrichtsminister Protokolle, noch Antwort auf die dringlichsten Anfragen vom 8% uhr, bei A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Rauchtlub Arcona, Abends und die Herzogin von Balmy, eine Enfelin Kellermann's, sowie Bentralvorstand erhalten habe, es für überflüssig halte, seines 9 uhr, bei Siementinski, Reichenbergeritr. 71.- Rauchklub Arabi Basha, Deputationen der Regimenter, welche in der Schlacht von Valmy Amtes weiter zu walten, und daher zu dem Beschluß gekommen Donnerstag Abend 9 Uhr im Restaurant Böhmer, Brißerftr. 32. Abends 9 Uhr, bet Berndt, Perlebergerstr. 17. Klub Ohne streit, jeden sei, sich aufzulösen. Kollege Lindemann, Mitglied des Aus- Süd- West, Abends 9 Uhr, Simeonftr. 23 bei glid. Rauchtlub gefochten hatten. Der Minister hielt eine Ansprache, worin er Theaterverein mai- die französischen Kämpfer jenes Tages pries. Der Minister schusses, ergänzte die Ausführungen Christoph's in verschiedenen glödden, Englischer Hof, Neue Roßitr. 3. schloß, Frankreich habe die Freiheit und die Achtung der Welt Punkten und hielt ein gedeihliches Zusammenwirken mit dem der- lub Rückwärts, Abends 8 Uhr bei Arndt Ballifadenftr. 47. Statflub Tournee, Abends 8% Uhr, bei Ullrich, Wrangelstr. 84. Statwiedergewonnen und werde sie zu bewahren wissen. Sollte das zeitigen Zentralvorstand nicht für möglich. Kollege Holtkamp Ruderverein Vorwärts". Sigung am Donnerstag, bei Bodenburg, Vaterland oder die Republit abermals in Gefahr kommen, so war der Meinung, daß der Zentralvorstand den ihm gestellten Kommandantenstr. 10 u. 11, Abends 8 Uhr, würde Frankreich den Heldenthaten von 1792 das Geheimniß des Anforderungen nicht gewachsen fei, und hält es zur Vermeidung Sieges entnehmen. derartiger Vorkommnisse für unbedingt nöthig, daß sich Zentralvorstand und Ausschuß in einer Bahlstelle befinden. Redner hätte jedoch im Interesse des Verbandes gewünscht, daß der Beschluß des Ausschusses unterblieben wäre und der nächste Verbandstag diese Angelegenheit eingehend erörtert, resp. Remedur geschaffen hätte. Kollege Faber ging noch des Näheren auf Die Redaktion stellt die Benusung des Sprechfaals, soweit der Raum dafür das durch das Verbandsorgan entstandene Defizit ein und ist der abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Meinung, daß dasselbe hauptsächlich durch die Abrechnungen der Intereffes zur Verfügung; ste wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Nationalen Krantentasse entstanden ist. Im Weiteren wünschte derfelbe, der alte Ausschuß möge sein Amt wieder annehmen. Erklärung. Im Waldenburger Wochenblatt" findet sich Nachdem Kollege Holttamp die Ausführungen des Kollegen unter„ Gottesberg, 15. September" ein Bericht über eine von mir Faber in Betreff der Nationalen Krankenkasse widerlegt und die am 11. September in Ober- Hermsdorf abgehaltene BergarbeiterKollegen Henning, 3euge, Jäger, Lindemann Versammlung, der vollständig entstellt, ganz dazu geeignet ist, u. A. m. zu diesem Punkt der Tagesordnung gesprochen hatten, wurde folgende Resolution mit allen gegen eine Stimme ange nommen: Die Zahlstelle Berlin des Verbandes der deutschen Goldund Silberarbeiter erflärt sich mit der Amtsniederlegung des überwachenden Ausschusses einverstanden. Ferner beschließt die Bahlstelle, das gesammte Material in dieser Sache den übrigen Mitgliedern und Zahlstellen durch Versammlungsbericht zugehen zu laffen. Sprechsaal. Inhalt desselben identifisirt zu werden. Belgrad, 21. September. Die serbische Regierung beabsichtigt ein ähnliches Ronkordat mit dem Batitan abzuschließen wie Montenegro, damit die serbischen Katholiken nicht weiter zur ungarischen Diözese des Bischofs Streßmavers gehören müssen. Loudon, 21. September. Die Schiffsbauer und die Steffelfabriken in Sunderland beschlossen 1/2 Schilling Lohnreduktion pro Woche, sowie 5 pet. Lohnreduktion auf Akkordarbeit. Die Arbeiter antworteten hierauf mit Androhung des Ausstandes. Briefkaffen der Redaktion. A. Schröder, Boechstraße. Das ist als Inserat aufzus Albert Fricke 2c. Der Artikel ging zu spät ein. D. 3., Pankow. Kommen Sie einmal in die Redaktion. 2. 2., Boffenerstraße. Das Spielen in der Hamburger Lotterie ist in Preußen verboten. mich bei den deutschen sozialdemokratischen Arbeitern zu distrebitiren. Ich soll nach diesem Bericht die Hirsch- Dunder'schen Gewerkvereine als gute Bundesgenoffen des Bergarbeiter- Ber- geben. bandes im Bestreben zur Verbesserung der Arbeiterverhältnisse bezeichnet haben. Die Wahrheit ist, daß ich auf den Kongreß der Trades Unions in Glasgow hinwies und bemerkte, daß die englischen Gewerkvereine jetzt dazu gedrängt würden, für den Vereine, die sich ja nach dem Borbild der englischen Gewert Achtstundentag einzutreten und daß auch die deutschen Gewerkberger Wahlkreis erhielten wir bei der vorigen Wahl 52 Stimmen. W. M. 1. In Moabit ist kein Zuchthaus. 2. Jm Stern Der zweite Punkt der Tagesordnung, Neuwahl des über- vereine organisirt hätten, noch soweit kommen würden, für diese Es scheint also nur ein Zähltandidat aufgestellt gewesen zu ſein. wachenden Ausschusses, blieb unerledigt, da sich keiner der vor- pon uns zuerst geltend gemachte Forderung einzutreten. Weiter 3. Einen Prozentsatz für das Steigen oder Einken der Mieth geschlagenen Kandidaten bereit erklärte, unter den geschilderten soll ich vor der Sozialdemokratie gewarnt haben, durch welche preise im legten Jahre können wir nicht angeben. Die Mieth Verhältnissen ein Amt im überwachenden Ausschuß zu bekleiden. nichts zu erreichen fei, dazu will ich bemerken, daß ein größerer steuer- Einnahme ist im Steigen begriffen. Wenn Sie nähere Aus Unsinn gar nicht zu Tage gefördert werden konnte; ich bin seit funft haben wollen, so suchen Sie sich die städtischen Haushalts Berichtigung. In dem in Nr. 220 des Vorw." veröffent- 1873 ftets voll und ganz für die sozialdemokratische Partei ein- etats der letzten Jahre zu verschaffen. lichten Bericht über die Konferenz der Lokalfommissionen von getreten und ich werde den Gegnern nie den Gefallen thun, vor Berlin und Umgegend muß es anstatt Wienke- Köpenick u. fig. Ser Partei zu warnen, der ich seit 20 Jahren mit Leib und Seele heißen Niete- Köpenick rügte. daß der Verein Berliner Heizer angehöre. Ludwig Schröder. und Maschinisten am Sonnabend, den 24. September, an dem Stiftungsfest des Köpenicker Heizer- und Maschinisten Vereins theilnehmen wolle, trotzdem es in einem gesperrten Lokal stattfindet. Berlag des ,, Borwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Soeben erschien: Heft 2626 ber Reden und Schriften Ferd. Lassalle's ( Vollständig in ca. 50 Heften à 20 f.) Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen, Zeitungsspediteure und Kolporteure entgegen. 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