Nr. 271. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Big. frei ins Haus, Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. Bost. Abonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Bost- Zeitungs. Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erideint täglich außer Montags. Vorort- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt. 22. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonel. geile oder deren Raum 40 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins und Bersammlungs- Anzeigen 25 Big. ., Kleine Anzeigen", das erste( fett. gedruckte) Bort 10 Bfg., jedes weitere Bort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Jnserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen. tagen bis 7 1hr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adreffe: ..Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernivrecher: Amt IV. Nr. 1982. Die neue Flottenvorlage. Die neue Flottenvorlage ist heute erschienen. Sie hält sich im Rahmen der Forderungen, die durch die„ Köln. Bollsztg." bereits angekündigt wurden. Die Zahl der durch das Gesetz von 1900 bewilligten Linienschiffe soll nicht vermehrt werden, dagegen sollen sich die Baukosten für die bis zum Jahre 1917 noch fertigzustellenden 18 Linienschiffe pro Schiffe um 12,22 Millionen Mark erhöhen, sodaß jedes neue Linienfchiff statt wie bisher 24,3 fünftig 36,5 Millionen kosten wird, Die Mehrfosten für die Linienschiffe werden also insgesamt 125 Millionen betragen. Die Zahl der großen Kreuzer, von denen nach dem bisherigen Bauplan bon 1906 bis 1917 noch 7 fertigzustellen waren, soll auf 13 erhöht werden. Der Preis foll pro Schiff 27,5 Millionen betragen, also 8,83 Millionen mehr als bisher. Die Mehrausgabe für die großen Kreuzer würde also 223,31 Millionen betragen. Das Bahl der Torpedodivisionen soll um 8 vermehrt werden. Jebe dieser Divisionen soll 8,87 Millionen( mehr 1,66 millionen) toften. Die neu geforderten Divisionen werden alfo 70,96 Millionen Kosten verursachen. Sonnabend, den 18. November 1905. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Ferniprecher: 21mt IV. Nr. 1984. brechen: Millionen von Arbeitern würden dann beschäftigungs- Entwickelung Deutschlands hat ihm die Möglichkeit gegeben, 1 Ios werden. seine Ausfuhr nach Deutschland um zirka 600 Millionen zu erEs flingt ja sehr einleuchtend, wenn so bon der not- höhen. Demgegenüber fann es die die Handelskonkurrenz wendigen Sicherung" des deutschen Exports gesprochen Deutschlands in anderen Ländern leicht verschmerzen. Eine wird. Die Sache gewinnt aber ein wesentlich anderes Aus- Stonkurrenz, die übrigens ein Anwachsen des britischen Ersehen, wenn man sich durch ein paar Schlagworte und Phrasen portes fast nirgends zu verhindern vermocht hat. England nicht gleich verblüffen läßt, sondern sich die deutschen Export- würde also gerade gegen seine eigenen Interessen verhältnisse erst einmal näher ansieht. Tut man das, so wüten, wenn es die industrielle Entwickelung Deutschlands gelangt man nämlich zu dem Ergebnis, daß erstens Deutsch- zu hemmen suchte. lands Absatzbedingungen gar feiner Sicherung bedürfen, und zweitens, daß die Schaffung einer starten Flotte alles andere, nur teine Sicherung des deutschen Handels darstellen würde. Deutschland führte im Jahre 1904 Waren im Werte von 5315 Millionen Mark aus. Hiervon gingen 2½ Milliarden nach Desterreich- Ungarn, den Niederlanden, der Schweiz, Rußland, Belgien, Frankreich, Dänemark und Italien. Dieser Teil des deutschen Erports, beinahe die Hälfte der gesamten Ausfuhr, bedarf von vornherein keinerlei maritimer Sicherung. Benötigt aber wenigstens der Rest unseres Auslandhandels des Schutzes einer starken Flotte? Die Antwort ergibt sich sehr leicht, wenn wir die für die deutsche Ausfuhr hauptsächlich Dazu kommen noch folgende weitere Ausgaben: für Erprobung in Betracht kommenden Länder kennen lernen. Es find das von Unterseebooten find 5 Millionen Mart jährlich in Anfaz gebracht Großbritannien( zirka 1 Milliarde), die Vereinigten Staaten woorden. Ferner soll eine bedeutende Bermehrung der Mannschaften von Nordamerika( 2 Milliarde), Schweden( 150 Millionen) eintreten. Die durchschnittliche Gesamtjahresvermehrung und die britischen Kolonien( zirka 600 Millionen). Die an Bersonal beträgt 2340 Stöpfe. Die fortdauernden Ausgaben steigen deutsche Ausfuhr nach den bis jetzt genannten Ländern infolge vermehrter Indienst haltungen von Auslandskreuzern repräsentiert insgesamt einen Wert von annähernd 4700 Mil und Torpedobooten und der höheren Betriebskosten der größeren lionen Mark, so daß überhaupt nur noch 10 Proz. der deutschen Schiffe jährlich um durchschnittlich 8 Millionen Ausfuhr übrig bleiben. Vermögen wir also den Nachweis zu erbringen, daß der deutsche Export nach den genannten Ländern Die Geldbedarfsverrechnung nicht bedroht ist und keiner Sicherung durch eine starke Flotte bedarf, so ist ein Beweis für die Notwendigkeit der Marine im Interesse des deutschen Handels überhaupt nicht zu erbringen! Mart fieht nach dem Entwurf folgendermaßen aus: Fort dauernde uagvben Schiffe bauten und Armie rungen ( Millionen Mark.) Sonstige einmalige uзgv8gn Summe Von den Ausgaben find zu decken aus ord. Einnahmen Jahr 1905*) 104,95 101,56 1906 112,95 116,85 1907 120,95 130,97 1908 128,95 135,91 1909 136,95 148,40 1910 144,95 148,40 1911 153,95 147,40 1912 162,95 143,801913 171,95 136,70 26,92 233,43 186,50 22,00 251,80 204,67 22,00 273,92 221,23 22,00 286,86 234,82 22,00 307,35 250,84 22,00 315,35 262,74 19,00 820,35 274,38 19,00 325,75 286,09 19,00 327,65 296,65 aus Anleihe 46,93 47,13 52,69 52,04 56,51 52,61 45,97 39,66 31,00 1914 180,95 126,10 16,00 323,05 305,12 17,98 1915 189,95 118,50 16,00 324,45 313,78 1916 196,95 111,90 16,00 324,85 314,18 1917 203,95 112,90 13,00 329,85 321,14 10,72 10,72 8,71 Bemer fungen In den Schriften und Artikeln der Flottenagitatoren liest man immer von der„ furchtbaren Gefahr", die dem überseeischen deutschen Handel aus der wachsenden Eifersucht" anderer mächtiger Handelsstaaten erwachse. Gemeint ist damit *) Etat in erster Linie Großbritannien, in zweiter Linie aber auch die amerikanische Union. England fühle sich in seiner Stellung als erste Handelsmacht der Welt durch Deutschlands gewaltige Konkurrenz aufs schwerste bedroht und sinne deshalb darauf, sich des verhaßten Konkurrenten durch einen vernichtenden Schlag zu entledigen. Deshalb müsse Deutschland auf der Hut sein und rechtzeitig seine Flotte so verstärken, um Englands Angriff energisch parieren zu können. Amerika vollends befindet sich Deutschland gegenüber in der denkbar günstigsten Lage. Seine Ausfuhr nach Deutschland hat sich in den letzten sieben Jahren von 658 auf 944 Millionen Mark erhöht, hat also um 285 Millionen Mark zugenommen, während Deutschlands Ausfuhr nach Amerika fich von 397 auf 485 Millionen Mark steigerte, also nur um 98 Millionen Mark. Auch Amerika würde also nur die Henne schlachten, die ihr die goldenen Eier legt", wenn es etwas gegen Deutschland unternehmen wollte. So sieht es in Wirklichkeit mit der„ furchtbaren handelspolitischen Rivalität" aus, die nach unseren Weltpolitikern zwischen Deutschland und England entbrannt und nur durch die ultima ratio der Schiffskanonen zu schlichten sein soll. Wie bisher, können auch fünftig Deutschland und England miteinander im friedlichen Wettbewerbe ringen, ohne daß auch nur im entferntesten die Lebensinteressen eines von ihnen gefährdet wären. Zum Schutze unseres Handels bedürfen wir also feiner Flotte. Das anerkennt auch unumwunden ein in der letzten Zeit öfter genannter Marinesachverständiger, der Kapitänleutnant a. D. Rust, der sich in seinem interessanten Buche Marinesorgen" auf das wir noch in anderem Zufammenhange zurückkommen werden-- folgendermaßen ausspricht: --Welchen Einfluß man einer Kriegsflotte auf die Entwidelung des Welthandels zusprechen foll, muß dahingestellt bleiben. Sieg und Niederlage werden in Zukunft auf weiten, europäischer Stultur eben erst erschlossenen Gebieten im wirt. schaftlichen Kampf entschieden werden. Hier ist die leberlegenheit einzig und allein von der Güte und der Preiswürdigkeit der deutschen Waren, nicht von der Zahl und der Tragweite der deutschen Schiffsgeschüße abhängig. Der Preisfurant beherrscht den Seeverkehr und für den Handelsverkehr wird dic Leistungsfähigkeit der Industrie, der Fleiß, die Intelligenz aller produktiven Klassen, die dabei mitwirken, weit mehr und entscheidender in die Wagschale fallen, als ob einige Kriegsschiffe mehr oder weniger da sind." Der Verfasser fährt dann allerdings fort: Für eine Eroberungspolitik wird eine Richtig ist, daß sich der deutsche Export gewaltig gehoben gewaltsame hat. Während Deutschland 1897 für 3786 Millionen Mart Flotte allerdings in unseren Zeiten noch ihre Rolle spielen, Waren ausführte, bezifferte fich der Wert seiner Ausfuhr im der spanisch- amerikanische und der jetzt im fernen Osten wütende Jahre 1904 auf 5315 Millionen Mark. Ganz unrichtig aber Krieg sind hierfür Belege." In der Tat, für eine gewalt. Die Kosten für die Flotte sollen danach von 1906-1917 ins- ift es, zu behaupten, daß speziell England durch diesen Auf- fame Eroberungspolitit vermag eine starke Flotte gesamt betragen, während das Flottengesetz vom Jahre 1900 dafür nur 3166,88 Millionen vorfah. Die Mehrausgaben werden danach 544,35 Millionen Mart betragen, eine Summe, von der ca. 400 Millionen durch Anleihen gebedt werden sollen. 3711,23 Millionen Mark Ob die Forderungen der neuen Vorlage tatsächlich dem wirklichen Bedarf entsprechen, steht natürlich noch sehr dahin. Das wahrscheinlichste ist, daß auch dies Gesetz nach einigen Jahren wieder über den Haufen geworfen werden wird! Einige Ziffern mögen noch das lawinenartige Anwachsen der Marinelaften illustrieren. Die Marineausgaben betrugen: • " 1880/81 1890/91 1900/01 · . • . 38 003 800 Mark 71 727 600 178 212 650 1906 1910. 251 800 000 9 9 • " 315 300 000 Sie werden betragen: Und trogalledem gibt es Blätter, die diese koloffale Steigerung der Marinelaften noch zu gering finden. Schreibt doch die Rhein. Westf. 8eitung" in ihrer legten Nummer: " Die neue Flottenvorlage ist ungenügend; die allgemeine Weltlage aber weist mit schmerzhafter Deutlichkeit darauf hin, daß wir feine Zeit mehr zu verlieren haben, auch zur See start zu werden und bereit zu sein. Geht der jekige günstige Augenblick für diesen Zwed ungenügt vorbei, fo bürfen wir getrost unsere Hoffnungen, rechtzeitig in den Besiz einer ausreichenden Flotte zu fommen, begraben. Dann aber wird es nicht angängig sein, die Berantwortung für eine Katastrophe dem deutschen Bolte auf bürden zu wollen. Die deutsche Kriegsflotte wird in der Winterfession des Reichstages ihre Strisis durchzumachen haben. Wohin wird sie führen? Ein flottenpolitisches Ammenmärchen. eine Rolle zu spielen, und einzig für diesen 3wed! Deshalb muß es auch den Verdacht der Kolonialmächte erwecken, wenn ein Land, das eigentlich Kolonien überhaupt nicht besitzt, sich eine Flotte ersten Ranges schaffen will. " 1 Diese schwung des deutschen Handels empfindlich benachteiligt worden sei. Gewiß, von einem Handelsmonopol Englands kann längst nicht mehr die Rede sein; aber ob die industrielle Entwickelung Deutschlands England mehr Nachteile als Vorteile gebracht hat, ist sehr die Frage. Es beweist eine ganz Tottenrüstungen erzeugen dann die feindselige vorsintflutliche Auffassung des modernen wirtschaftlichen Stimmung der marinistischen und weltpolitischen Rivalität, die Lebens, einfach zu behaupten, daß jeder neu sich entwickelnde durch den friedlichen Wettbewerb der Handelsflaggen niemals Industriestaat ein mißliebiger Konkurrent der alten Industrie- erzeugt werden kann. Und diese Rivalität kann sich nur zu staaten sein müsse. Die Tatsachen lehren vielmehr, daß gerade leicht in einer furchtbaren Katastrophe entladen, die nicht nur diese neuen Industriestaaten für den Erport der alten Industrie- die Admiralität des atlantischen Ozeans" völlig von der Bildstaaten ein weit aufnahmefähigeres Absatzfeld darstellen, als fläche verschwinden lassen, sondern auch dem deutschen noch unentwickelte Staaten, mögen fie gleich hunderte von andel die furchtbarsten Wunden schlagen Millionen von Einwohnern zählen, wie z. B. China oder könnte! Durch unsere uferlosen Flottenrüstungen wird Indien. Es ist ja nicht zu leugnen, daß der deutsche Sandel also unsere volts. und weltwirtschaftliche Eristenz nicht geden englischen Handel in Afien und Amerifa einige Konkurrenz sichert, sondern geradezu in der verhängnisvollsten macht. Aber dieser Nachteil wird zum mindesten Weise gefährdet! aufgewogen durch die gewaltig gesteigerte Darum feinen Heller für solche Flottenrüstungen und Aufnahmefähigkeit des deutschen Marktes weltpolitisches Abenteurertum! für die Erzeugnisse Großbritanniens und feiner Stolonien! Zahlen beweisen: Die Warenausfuhr Englands mit seinen Hauptkolonien nach Deutschland besaß einen Wert England Britisch Indien Anstralien Britisch Südafrila Aegypten Britisch Westafrila 1897 1904 " 661 Mill. MT. 961 min. Mr. 204 328 85 146 28 222 " " " " 18 . " " " 24 63 • " " " 20 50 " P " 1012 Mill. Mt. 1576 Mill. M. Die Revolution in Rußland. Das Signum der jüngsten Tage der Revolutionsgeschichte bilden die Nachrichten über Bauernunruhen. Noch kommen sie spärlich und vereinzelt, noch sind sie auf die zentrale Zone des Barenreiches: die Gouvernements Kurst, Smolenst, Saratow be schränkt. Doch sind das bloß die Vorläufer eines allgemeinen Ausbruchs der Bauernrevolten, die, ständig zunehmend, schließlich wie cin Es furchtbares Erdbeben das gesamte Reich erschüttern werden. ist seit jeher der eigentümliche Bug der russischen Agrarbewegungen, daß sie, wenn einmal der Anfang gemacht ist, bald einen epidemis Die Einfuhr Englands und dieser Solonien nach schen Charakter annehmen und trop grausamster Repressivmaßregeln Deutschland vermehrte sich also in sieben Jahren um sich rasch zu enormen Dimensionen auswachsen. Die lezten großen 564 Millionen Mark, um mehr als 50 Proz. Das ist die Bauernunruhen datieren noch aus der Zeit unmittelbar vor dem furchtbare Konkurrenz", die Deutschland England bereitet! Demgegenüber entwickelte sich Deutschlands Ausfuhr nach England und den betreffenden englischen Kolonien wie folgt: Snmma England Brit. Indien Auftralien Brit. Südafrika Aegypten Brit. Westafrifa. • 1897 701 Mill, M. 47 1904 995 Mill. M. 96" 48 31 " " 26 27 n " 11 38 " " 6 " " 1 822 Mill. M. " Eins der Hauptargumente, deren sich die Flottenschwärmer bedienen, lautet, daß Deutschland sich durch eine starke Flotte Die zu seinem volkswirtschaftlichen Gedeihen erforderlichen Abfazniöglichkeiten sichern müsse. Deutsche Industrieprodukte im Werte von Milliarden gingen nach überseeischen Ländern; 1203 Mill. M. werde diese Ausfuhr einmal unterbunden, jo müsse die Man sieht, England kann mit dieser Handelsbilanz fürchterlichste industrielle Krise über Deutschland herein vollauf zufrieden sein. Gerade die industrielle Summa • " Ausbruch der jebigen Revolutionsperiode. Ihren Höhepunkt bildete. damals die gewaltige Revolte im Gouvernement Rjäjan, die durch brüdt wurde. Es war dies noch unter dem Plehwe- sturs, als die den Fürsten Obolenski mit bestialischer Brutalität militärisch ertojatische Grausamkeit des Barenregiments noch ungehindert ihre Orgien feiert zu fönnen glaubte. Gleich darauf brach das Gewitter los. Doch statt ein Signal für eine unmittelbare Explosion allgemeiner Bauernunruhen zu werden, beschränkte sich die Revolutionsbewegung ausschließlich auf das städtische Proletariat. Die bisherige grandiose revolutionäre Aktion der Massen in Rußland ist das ausschließliche Werk der industriellen Arbeiterklasse, was schon äußerlich in der Tatsache zum Ausdrud kommt, daß der Generalit reif die vorherrschende Form des Kampfes ift. als nächster Refler der Arbeiterbewegung trat sodann die Rebellion Im Seere auf den Plan: dic Revolte des Potemfin", die Er- 1 gemacht worden. Darob große Panit unter den Kapitalmagnaten. J Nationalliberalen berührt gerade in Sem Augenblick um so er hebung in Stronstadt und Wladivostot, das Schwanken und die Des- Sie haben eine Versammlung der Industriellen zusammengetrommelt, heiternder, wo sich ihre badischen Vettern gegenüber der organisation in den Landtruppen. Und nun erst, als dritter im um die„ freche Anmaßung" der Arbeiter abzuweisen. dortigen Regierung das Recht zu wahren suchen, mit der erhebung herauf. Bunde, zieht allmählich das drohende Gewitter der Bauern- Petersburg, 16. November.( Meldung der Petersburger Tele- Sozialdemokratie ein gegen das Zentrum gerichtetes WahlDie ländliche Maffenrevolte wird natürlich ein ganz neues graphen- Agentur.) Eine Vereinigung der Vertreter von 72 Fabriken bündnis abzuschließen. Noch ist auch in Württemberg nicht aller Tage Abend. Element in die allgemeine Revolution hineintragen und ihren des Umkreises von Petersburg erklärte nach einer Beratung einCharakter zunächst stark verschieben. In bezug auf die Homogenität stimmig die Einführung des von den Arbeitern geforderten Acht- Die schwebende„ Verfassungsrevision" ist noch nicht unter Dach und die Klarheit der Bestrebungen und Ziele kann die Bauern- stundentages für unmöglich, da sie die Werke zugrunde richten und Fach. Wenn sie wiederum scheitert. werden die nächſtund die Arbeiter brotlos machen würde. Es wurde eine bewegung natürlich nicht entfernt mit der proletarischen Bewegung Resolution folgenden Inhalts veröffentlicht: In den gleich- jährigen Landtagswahlen unter dem Zeichen des Sturms auf der Industriestädte verglichen werden. In den Bauernunruhen Laufen teils utopisch- kleinbürgerliche Aspirationen der landarmen artigen Betrieben Europas, England ausgenommen, bestehe ein die Zentrumspofitionen stattfinden. Und ebenso ergötzlich, wie Kleinbauern mit modernen ökonomischen Forderungen des länd- Arbeitstag von 10 bis 12 Stunden und die in ihrer Arbeit von jetzt die„ grundsätzliche" Scheu der Nationalliberalen vor der lichen Proletariats, beide wiederum mit politischer Opposition gegen 12 Stunden. Der Arbeitstag in Rußland sei nicht länger wie im grundsätzliche" Geneigtheit derselben Herren sein, eine Hochöfen abhängigen Werte arbeiteten alle mit zwei Schichten von Sozialdemokratie wirkt, so ergöglich wird dann die ebenso den furchtbaren Druck der Tschinownifwirtschaft, des Steuersystems, übrigen Europa, dabei habe Rußland mehr Feiertage als jenes. Berbindung mit der Sozialdemokratie anzubahnen. des Militarismus neben- und durcheinander. Dabei ist die Schichtung und Zusammensehung der ländlichen Bevölkerung in übrigen europäischen, im Durchschnitt 3 Prozent. Die Verkürzung Stonstellation für die diesjährigen Gemeindewahlen herbeiDie Gewinne der russischen Werke feien geringer als die der Die Sozialdemokratie hat durch ihr Vorgehen diejenige verschiedenen Gegenden des Riesenreiches ziemlich verschieden. Dazu der täglichen Arbeitszeit würde den vollständigen Ruin kommt, daß das Werk der Aufklärung und der Organisation der ber Industrie herbeiführen und solange jeben Wettbewerb geführt, die sie selbst gewünscht und für richtig gehalten hat, Masse durch die Sozialisten auf dem platten Lande viel jüngeren mit den europäischen Fabriken unmöglich machen, bis auch und kann dem Wahlkampf mit heiterer Zuversicht entgegenDatums und von unvergleichlich geringerem Umfang ist, als in den in diesen die Arbeitszeit um Industriestädten. Allein die Revolution, der Kampf selbst wird Die russischen Betriebe hätten größere Untoften, da sowohl die ebensoviel verkürzt werde. sehen. auch hier, wie bereits bei dem Industrieproletariat, das Mangelnde Rohstoffe wie die Maschinen in Rußland viel teurer feien und bald nachholen, die innere Klärung, Disziplinierung, Organisation anderseits die ruffischen Fabriten ihre Arbeiter für erlittene Unfälle Mainz, den 16. November.( Eig. Ber.) und schließlich Differenzierung nach Klassenlage entschädigten, was in den anderen Ländern nicht der Fall sei. Die Soweit die am Mittwoch stattgefundenen Wahlmänner. auch in der Bauernschaft nach verkürzter Methode ins Wert sehen. Mehrheit des russischen Volkes leide schon große Not. Die Ver- Wahlen bis jetzt einen Ueberblick gestatten, bietet sich folgendes In der Bauernbewegung wird sich freilich dieser innere revolutionäre Entwickelungsprozeß naturgemäß in noch viel heftigeren Explosionen fürzung der Arbeitszeit würde den Preis der Fabrikate verteuern Bild: Die Sozialdemokratie hat ihren alten Besitzstand, Großund dadurch die Not der Bauern vergrößern. Die Vereinigung der Luft machen. Aber das letzte Kapitel der Bauernunruhen wird zu Vertreter beschloß, die Fabriken zu schließen, falls die Arbeiter nicht gerau und Isenburg- Langen, glänzend behauptet und ein neues gleich der Spilog zum Untergang des alten zarischen Rußland sein. von ihrer Forderung des Achtstunden- Arbeitstages Abstand nähmen. Mandat, Pfungstadt- Gernsheim, von den Nationalliberalen erDie Sturmgloden, die jetzt vom Kirchturm der rebellischen Dorfgemeinden des Kursker, Saratower, Smolenster Bezirks läuten, Der Hinweis speziell auf die geringeren Profite" der russischen obert. Die 1ozialdemokratische Stimmenzahl hat sich in allen zur werden zur Totenglocke für den Absolutismus und all den sozialen Unternehmer ist eine unverschämtheit von drolliger Naivität: es ist Wahl stehenden Kreisen bedeutend gesteigert, in manchen und politischen Schlendrian sein, der drum und dran hängt. allgemein bekannt und offiziell nachgewiesen, daß die Herren z. B. Orten mehr wie verdoppelt; in keinem einzigen Orte verin der Textilindustrie durchschnittlich 40 prozentige, in der mindert. Eisenindustrie und im Bergbau 50, 60 und mehrprozentige Reingewinne" einfaden. Die Petersburger Arbeiterschaft wird sich auch gewiß durch die Rodomontaden der„ Notleidenden" nicht aus der Fassung bringen lassen. Die nächste Wirkung der jetzt beginnenden Bauernunruhen Die nächste Wirkung der jetzt beginnenden Bauernunruhen auf die allgemeine Situation wird eine Verschärfung der Klassen und Parteigegenfäße in dem bisherigen Kampflager sein. Der agrarisch- adelige Semitwoliberalismus wird, erschrocken durch den roten Hahn, noch energischer auf den schleunigsten Abschluß der Revolution drängen. Das städtische Proletariat wird dadurch in feinem revolutionären Vormarsch noch mehr isoliert werden, andererseits aber wird es naturnotwendig die Führung der Bauernmaffe an sich zu reißen suchen. Die Aufgaben der flaffenbewußten Arbeiterschaft in Rußland wachsen somit mit jedem Tage gewaltig an. Die russische Revolution stellt ihr bereits im fleinen dieselbe Aufgabe, die dem internationalen Proletariat überhaupt von dem weltgeschichtlichen Werdegang auferlegt worden ist: die Borhut und die Sturmfolonne des gesamten arbeitenden Wolfes, des ganzen enormen Heeres der Ausgebeuteten und Unterdrückten zu sein. Bauernunruhen. Petersburg, 16. November.( Meldung der Petersburger Telegraphen Agentur.) Heute fand in Barstoje Sjelo unter dem Vorsitz des Kaisers ein Ministerrat statt, in dem die Bauernfrage zur Beratung stand. Verspätete Pazifizierungsversuche. Telegraphen- Agentur.) Ein allerhöchstes Manifest ist erlassen, Petersburg, 17. November.( Meldung der Petersburger durch welches für Bauern aller Kategorien die Auskaufszahlungen vom 14. Januar 1906 auf die Hälfte reduziert und vom 14. Januar 1907 ganz aufgehoben werden. Die Bauernagrarbank hat die Vorschrift, den Landankauf durch die Bank für die Bauern zu erleichtern und zu diesem Zwecke das Kapital der Bank zu erhöhen sowie größere Privilegien in bezug auf die Darlehen zu gewähren. Militärdiktatur in Aussicht? Petersburg, 17. November. Der Zar hat die Absicht fundgegeben, falls die jetige Lage sich verschlimmern sollte, den Großfürsten Michael Michailowitsch als militärischen Diktator mit den weitgehendsten Vollmachten einzusetzen. Politifche Ueberficht. Berlin, den 17. November. Stuttgarter Gemeinderatswahl. 19.b Hessische Landtagswahlen. demokratie selbständig vorging, gegen eine geschlossene bürgerliche Der Kampf mußte in allen Wahlbezirken, in denen die SozialStoalition geführt werden; die Furcht vor dem Umsturz hatte die sich sonst Widerstrebenden zum trauten Bund zusammengeführt. Diese Tatsache im Verein mit dem indirekter Wahlsystem erklärt, daß unsere Erfolge nicht noch größer waren. Es ist uns z. B. nicht gelungen, die Kreise Mainz- Land, Darmstadt- Land und GießenLand zu erobern, doch rückten wir dem Gegner in Mainz- Land scharf auf den Leib. = der Wahlmännerwahl bei den bürgerlichen Parteien durchaus Die Freifinnigen haben das Mandat Wörrstadt in Rheinhessen dem Bauernbündler Wolf abgenommen, während die Bauernbündler den Wahlkreis Bad Nauheim eroberten, wo sie den nationalliberalen Das Heyl- Freund Rechtsanwalt Wendecker verdrängten. 3entrum hat seinen Besitzstand, wie es scheint, gewahrt. Die Leidtragenden sind also, voraussichtlich mit dem Verlust von zwei Petersburg, 17. November. Die agrarischen Unruhen in den Provinzen, besonders im Gouvernement Kursk Mandaten, die Nationalliberalen. Sie haben die Sünden ihres dauern fort und nehmen noch immer größere Dimensionen an. Die Vorbereitungen zur Stuttgarter Gemeinderatswahl Parteigenoffen Frhrn. v. Hehl in der Ersten Kammer zu büßen, steckten die Gebäude in Brand, verwundeten den Fürsten und treten. Wie im Vorwärts" vom 22. Oftober mitgeteilt aus fieben Mitgliedern bestehen: Die Genossen Adelung- Mainz, Bauern zerstörten die Liegenschaften des Fürsten Aprarin. find, wie uns geschrieben wird, in ein weiteres Stadium ge- den sie nicht energisch abzuschütteln wagen. Unsere Fraktion im Landtag wird zukünftig statt aus sechs seine Gattin. Ebenso wurden andere Domänen der Umgegend wurde, haben unsere Stuttgarter Parteigenossen beschlossen: Dr. David- Mainz, Ulrich- Offenbach und Orb- Offenbach sind nicht ausgeplündert und in Brand gesteckt. " bei ihren Wahlvorbereitungen Angebote von anderen Parteien zu wohltattischem Zusammengehen in ernste Er. aus der Kammer ausgeschieden; Genosse Berthold- Darmstadt wägung zu ziehen und unter Wahrung der Selbständigkeit wurde im Wahlkreise Großgerau wiedergewählt, an Stelle des Geder Partei und Berücksichtigung ihrer Stärke dahingehende noffen Cramer wurde im Wahlkreis Isenburg- Langen der Genosse Vereinbarungen zu treffen". Bei der Mitteilung dieses Be- Dr. Fulda Darmstadt gewählt, während der im Wahlkreise schlusses wurden im Vorwärts" bereits die dafür maßgebend Pfungstadt gewählte Genoffe Ra a b= Pfungstadt neu hinzukommt. Der zukünftige Landtag wird also in seiner Zusammensetzung gewesenen Gründe dargelegt. Die Sozialdemokratie ist bei jedoch bei der Listenwahl nicht start genug, um die Vereinigung teinen absolut sicheren Schluß auf die Abgeordnetenwahl zu. Die den Stuttgarter Gemeindewahlen zwar die stärkste Partei, feine großen Veränderungen aufweisen. Indes läßt der Ausfall aller übrigen Parteien selbständig zu besiegen. Sie ist daher zu völliger Einflußlosigkeit auf die Stuttgarter Gemeinde- bürgerlichen Wahlmänner sind durchweg keineswegs so prinzipien politik verurteilt, wenn es ihr nicht gelingt, von dem Block der feste Anhänger ihrer Parteien, und nehmen nicht selten im ent bürgerlichen Parteien so viele Stimmen abzusprengen, wie scheidenden Augenblick eine gründliche Revision ihrer ursprüng nötig sind, um mit ihrer Hülfe bei der Wahl die absolute lichen Ueberzeugung vor, so daß man bei der Abgeordnetenwahl immerhin noch allerhand Ueberraschungen erleben kann. Mehrheit zu erzielen. Der Wahlkampf tobte wohl am schärfsten im Kreise Neu Diesem Zweck sollte der obige Beschluß dienen. Und er wirkte bei den bürgerlichen Parteien wie ein Alarmschuß. Von Isenburg- Langen. Hier versuchte der bekannte Sprends Petersburg, 17. November. Der Telephonbetrieb ist heute gehen von der Sozialdemokratie geplant war, wird jetzt der forener sämtlicher bürgerlicher Parteien, uns das Mandat zu ent Petersburg, 17. November. Der Telephonbetrieb ist heute feiten der Süddeutschen Volkspartei, mit der ein Zusammen- linger Arzt und Reichstags- Abgeordneter Dr. Beder als Er reißen. Beder betrieb eine geradezu perfide Agitation; mittag eingestellt worden. Die Telegraphenbeamten verhandeln noch über den Anschluß an den Ausstand. Von Briefwechsel veröffentlicht, der nach unserer Parteiversammlung doch troßdem, oder gerade deshalb erlitt er eine vernichtende Niederzwischen der nationalliberalen Bahnen ist noch die finnländische und die kurze Strecke nach hat und der ergözlich illustriert, wie groß der Schrecken war, lage. Beder brachte es auf etwa 10 Wahlmänner, während unser Zarskoje Sjelo im Betrieb. Die Bäcker wollen am Sonntag der ob unserem Beschluß den Nationalliberalen in die Glieder in einer Nachtsigung beschlossen, im Ausfuhr. Am 26. Oktober fragten letztere bei der Volkspartei an, in einer Nachtsizung beschlossen, im Ausob sie mit allen anderen bürgerlichen Gruppen einen rein bis eine verharren, 3 N auf der bürgerlichen, gegen die Sozialdemokratie gerichteten Zettel Grandlage des allgemeinen direkten vereinbaren wolle, oder nicht. Wahlrechts Regewählte Die Volkspartei antwortete bereits am 28. Oktober, daß gierung an die Spike tritt. Auf die Sympathien fie es für angemessen erachte, einen Wahlzettel zu vereinbaren, zeigte sich außer in der starken Zunahme unserer Stimmenzahl Wittes verzichteten die Arbeiter. der es vermeidet, eine der großen politischen Parteien der Petersburg, 16. November.( Meldung der Petersburger Stadt völlig auszuschließen". Sie schlug deshalb einen Zettel auch in dem Aufschwung der Parteipreſſe. Telegraphen- Agentur.) Die Stadt ist ruhig. Das Personal vor, der 3 Nationalliberale, 3 Sozialdemokraten und 2 Boltsmehrerer Apotheken hat sich dem Ausstand angeschlossen. Die parteiler enthalten solle. Darauf antworteten die NationalZeitungen sind nicht erschienen. In den Elektrizitätswerken liberalen am 7. November mit einer nochmaligen Aufforderung find die Ausständigen durch Matrosen ersetzt. Die Nikolai- zur Teilnahme an einem rein bürgerlichen Zettel. Derselbe bahn hat um 3 Uhr nachmittags den Betrieb eingestellt. folle enthalten 1 Konservativen, 1„ Statholiken", 2 VolksMostau, 16. November.( Meldung der Petersburger Telegraphen- parteiler und 4 Nationalliberale!( Wie bescheiden.) Hier Agentur.) Die Arbeiter sind dem von dem Delegiertenrate in auf antwortete die Volkspartei am 8. November, nochmals ver: Petersburg vorgeschlagenen Ausstande abgeneigt. Die Mehrzahl mittelnd, mit dem Gegenvorschlag, daß sie bereit wäre, drei weigert sich, für die Sache Bolens zu streifen.( Dies die offiziöse von den Nationalliberalen vorgeschlagene Kandidaten auf ihren Meldung. Wahrscheinlicher ist, daß der Generalstreit in Moslau erst Bettel zu nehmen, aber nur, wenn sie dabei das Recht hätte, organisiert wird.) auch drei Sozialdemokraten hinaufzusetzen. Der Generalftreik. in den Ausstand treten. stanb Das Streiffomitee hat demokratische Warschau, 16. November. Der Einzelverkauf polnischer Tagesblätter ist vom Generalgouverneur verboten worden. Heute waren die Geschäftslokale den ganzen Tag über geöffnet, morgen foll in allen Fabriken wieder gearbeitet werden. Rischinew, 16. November. Die hiesigen Arbeiterorganisationen haben für Montag den allgemeinen Ausstand proklamiert. Genosse Dr. Fulda erlangte. Der Wahlkampf wurde von unseren Genossen mit musterhafter Disziplin und großem Opfermut geführt. Auch in die entlegenſten Orte der Wahlbezirke drangen unsere Sendboten, um in Wort und Schrift für unsere Jdeen zu wirken. Den Agitatoren leistete ein von den Abgeordneten Adelung und Ulrich bearbeitetes Landtags. Sandbuch vorzügliche Dienste. Der Erfolg dieser fleißigen Arbeit Deutfches Reich. Kommunale Fleischversorgung. Am 22. Oktober verlangten in einer überfüllten Frauen verfammlung 800 Frauen der arbeitenden Bevölkerung Königsbergs vom Magistrat und von der Stadtverordneten- Versammlung, fie möchten, um den gräßlichen Rotstand zu mildern, die kommunale Fleischversorgung einführen. Sie reichten eine Petition ein und diese tam am Dienstag in der Stadtverordneten- Versammlung zur Verhandlung. Jezt mußten die liberalen" Herren Farbe bekennen. Noch am gleichen Tage beantworteten die Nationalliberalen Sie gingen über die Petition einfach zur Tagesordnung diesen Brief. Sie hätten, schrieben fie, für diese Wahl das über, an Gründen fehlte es nicht. Die Untüchtigkeit der Biel im Auge, eine reinliche Scheidung zwischen den Beamten, die Sünden die Sünden verkrachter berkrachter agrarischer Fleischeinkaufsbürgerlichen Parteien einerseits und der Sozialdemokratie Genoffenschaften usw. mußten für die Ablehnung der Petition andererseits durchzuführen. Wir geben," heißt es in dem herhalten. Der Magistrat versicherte fogar, daß, falls der Betition Schreiben, uns der Hoffnung hin, daß wir im Hinblick auf stattgegeben, das Fleisch nicht billiger sondern teurer werden würde, die Haltung der Sozialdemokratie feit Jena, in Anzudem tönne von einem Rotstand nicht die Rede sein. Die Revolution im Heere. betracht der revolutionären Bewegung in Welchen Wandel der Auffassung doch die Befürchtung, der Profit Petersburg, 16. November. In den Ausstandsgebieten Rußland und Oesterreich, mit Rücksicht auf die der ehrfamen Schlächterzunft fönnte etwas eingeschränkt werden, ervon Moskau und Bafu haben Militärversammlungen statt- allgemeine politische Lage in Württemberg angesichts der be- zeugt. Im September hat derselbe Magistrat eine Petition an die gefunden, in denen die Resolution des Generalstreiffomitees vorstehenden Landtagswahlen... hierfür auch die Zu- Staatsregierung gesandt, in der es heißt: angenommen wurde. Die Garde- Marine- Equipage in Peters- ftimmung der Volfspartei erhalten werden." Indes, aller Liebe Mühe war umsonst. Am 13. November burg hielt ebenfalls eine Versammlung ab, in der sie sich mit dem Programm des Komitees einig erflärte. Das einzige antwortete die Volkspartei, daß ihr Ausschuß es ein. nicht offizielle Blatt, das jetzt erscheint, sind die Nachrichten stimmig abgelehnt habe, eine Kommunalpolitik au der des Streifausschusses; sie erscheinen außerhalb jeglicher betreiben, welche die zahlreichste Partei Stadt völlig von dem Wahlzettel aus= 3enjur. schließt". Man wagt es nicht! Petersburg, 16. November. Die gestern angekündigte Verhängung des Kriegszustandes ist nicht erfolgt. " Petersburg, 16. November.( Meldung der Petersburger Telegraphen- Agentur".) Aus Kutais wird gemeldet, daß der über Georgien verhängte Belagerungszustand aufgehoben ist. Um den Achtstundentag. Die Steigerung der Fleischpreise hat inzwischen eine bisher hierorts nicht getannte Höhe erreicht, welche die ärmere Bevölkerung zwingt, sich mit Freibantfleisch zu begnügen, oder auf den Fleischgenuß fast ganz zu verzichten. Der Höhepunkt der Preissteigerung scheint aber noch lange nicht erreicht zu sein.... Eine überaus trübe Zeit steht so noch unserer Bevölkerung bevor, denn die Gefahr, daß durch die immer weiter um sich greifende Beschränkung der Fleischnahrung ein förperlicher und sittlicher Verfall eintritt, ist hierorts erheblich größer, als in der Mitte und dem Westen unseres Vaterlandes, weil die rauhe Witterung die Neigung zum Alkoholgenusse ohnehin erheblich fördert." Es ist also die Bahn für eine Verständigung zwischen Volkspartei und Sozialdemokratie frei; eine solche wird in den nächsten Tagen zum Abschluß gelangen. Vielleicht gelingt es, die vereinigte Reaktion glatt aus dem Felde zu schlagen. Dieselben Herren Nationalliberalen, welche jetzt grundfäßliche" Das Verhalten der Königsberger Stadtverordneten beweist aufs Schen vor einer Kandidatenaufstellung mit der Sozialdemo- neue, daß es sich für die Schlächtermeister und die sogenannten fratie markieren, waren vor 2 Jahren notorisch zu einer solchen freifinnigen Streise des deutschen Bürgertums" bei ihrer Agitation bereit. Wenn sie diesmal mit dem Hinweis auf die in für die Deffnung der Grenzen weit weniger um die Versorgung der Der Petersburger Arbeiterrat beschloß in der jüngsten Zeit, eine große allgemeine Aktion bebufe Einführung des Achtstunden Rußland plagenden Bomben und Granaten ablehnen, so aus ärmeren Volksschichten mit billigem Fleisch handelt, als um die Ertages in allen Fabriken und Etablissements ins Wert zu feßen. dem sehr nüchternen Grunde, weil ihnen die Trauben zu hoch haltung und Sicherung der Wiehhändler- und Fleischerprofite. noch als die Entrüstung über die Zugeknöpftheit Entsprechende Erklärungen find den Unternehmern von den Arbeitern hingen. Die grundsätzliche" Abneigung der Stuttgarter Größer noch als der Regierung gegenüber den eine Aufhebung der Grenz- Es zeigt sich, daß die Argumente für die Flottenverstärkungen fperre fordernden Eingaben, ist in den Händler- und nur blauer Dunst sind, den man dem Volke vormacht. In Wirk Schlächterkreisen die Empörung über die Empfehlung lichkeit handelt es sich bei den Flottenverstärkungen nur um des Reichskanzlers, die Kommunen sollten den Viehantauf selbst in imperialistische Liebhabereien und um fette Profite für die Herren die Hand nehmen und städtische Schlächtereien einrichten. Eine in Industriemagnaten! Köln abgehaltene Versammlung der Mezger- und Viehkommissionäre hat, nach scharfen Ausfällen gegen die Regierung, einen Protest angenommen, in dem es heißt: Aus Deutsch- Ostafrika. Gouverneur Graf Gözen telegraphiert unter dem 16. Nobember: Der größte Teil des Bezirks Lindi kann als beruhigt gelten. Ackerbau und Handel beleben sich dort wieder. Nur Mahenge erscheint noch gefährdet, da das Detachement Wangenheim den Bezirk Morogoro- Kilossa nicht ganz entblößen konnte und nach feiner Teilung zu schwach war, um die Flußübergänge über den Ruaha und Ulanga zu erzwingen. Am 21. d. M. marschiert eine als Bejagung von Morogoro bestimmte Abteilung von Dar- es- Salaam In einem ab, um dem Hauptmann von Wangenheim freie Hand zu geben. Die Versammlung erklärt, man habe es bisher nicht für möglich gehalten, daß der erste Beamte des Reichs, getreu den Forderungen der Sozialdemokraten auf Errichtung von städtischen Schlächtereien, sich dazu hergebe, den ganzen Megger und Viehhändlerstand, etwa 60 000 Existenzen zugrunde zu richten. Auch die Berliner Fleischerinnung entrüstet sich. offenen Brief an den Fürsten Bülow erklärt sie: den Städten zum Major Johannes erhielt Befehl, einen Teil seines Expeditionskorps bon Liwale auf Mahenge zu detachieren, Für die Fleischversorgung der Städte ist der 3 wischen= da Songea nach dem bereits gemeldeten Gefecht bei handel eine absolute Notwendigkeit. Ohne Zwischenscheint. Hauptmann Nigmann handel ist die Versorgung der Städte mit Lebensmitteln, vor allem yamabengo außer Gefahr mit Fleisch, überhaupt unmöglich. Nur durch den Zwischenhandel lehrte nach dem Entsatz von Songea nach Iringa zurück. Der ist es möglich, Lebensmittel aller Art zu angemessenen Preisen in Regierungsrat Boeder meldet nach seiner Rückkehr von der BeVerkauf zu bringen. Es würden reifung des füdlichen Teils des Bezirks Dar- es- Salaam, daß VeStadtverwaltungen, welche nach irgend einer ruhigung eingetreten und die Arbeit wieder aufgenommen sei. In den Matumbibergen fommt es noch zu gelegentlichen Richtung hin selbst Handel treiben wollten, tleineren Zusammenstößen. sowohl ihre Stellung als ihre Aufgabe als Behörde vollständig verkennen. Gegen den Rat, welchen Ew. Durchlaucht den Vertretern des Deutschen Städtetages gegeben haben, erheben wir einmütig Protest und bedauern auf das tiefste, daß es möglich ist, daß der Berater Sr. Majestät des Kaifers solche Ratschläge erteilen fann, welche geeignet sind, ein ganzes, allezeit zu Kaiser und Reich stehendes Gewerbe zu vernichten und Tausende von steuerzahlenden Bürgern an den Bettelsta b bringen. zu Ob Agrarier, Viehhändler oder Fleischer, das ausschließliche Motiv ihrer Handels wie ihrer sittlichen Entrüstung ist die Sicherung ihres Profits. Die Berufung auf den Seuchenschutz, die Volksernährung, die Erhaltung des Volkswohlstandes usw. usw. ist nichts als Aufputz zur Verdeckung des eigentlichen Beweggrundes. Die Agrarier und ihr ministerieller Wortführer, der Reichskanzler, konnten nichts Gescheidteres tun, als die Losung Kommunale Fleischversorgung" auszugeben, um öffentlich zu demonstrieren, wie wesensverwandt sich im Grunde Agrarier und Schlächter find. " Bom Sterbebett des Nationalliberalismus. Unserem Kasseler Parteiblatt ist aus Hagen ein streng vertraulicher" Verzweiflungsschrei des Dr. jur. Cremer, Vorsitzenden des Agitationsausschusses der Nationalliberalen im Kreise HagenSchwelm, zugeflüstert worden. In dem hübschen Dokument heißt es gleich zu Anfang: hat die am Donnerstag in Essen stattgefundene Beiratssigung des Preiserhöhung für Kohlen. Wie der„ Börsen- Courier" mitteilt, Kohlensyndikats beschlossen, der Generalversammlung eine Erhöhung der Preise für Koksfohlen um 1 M. und für einige andere Sorten um 50 Pf. pro Tonne vorzuschlagen. Vor kurzem hieß es, daß für werden sollte, doch hat es die Kommission in diesen Fällen bei einem ,, einige andere Sorten" der Preis um 50 bis 75 Pf. hinaufgesetzt Aufschlag von 50 Pf. bewenden lassen. Die erhöhten Preise treten amt 1. April 1906 in Kraft. eines Formular 968a. Der Polizeipräsident von Berlin hat den Adam Wojciechowski mit Zusendung Schneidergefellen Dies Formular weist Preußen aus dem Formulars 968a bedacht. größeren Landespolizeibezirk Berlin( Berlin, Charlottenburg. Schöneberg, Nixdorf, Friedenau, Wilmersdorf, Schmargendorf, Tempelhof, Brig, Treptow, Lichtenberg, Reinickendorf, Weißensee, Stralau, Rummelsburg, Pankow und Tegel) aus, verbietet ihre Rückkehr in einen dieser Bezirke bei 100 M. Strafe und droht dem Ausgewiesenen an, er werde noch aus drei Dußend anderen namentlich aufgezählten, um Berlin gelegenen Ortschaften ausgewiesen werden, falls er dort Aufenthalt nähme. Als Grund der Ausweisung ist im Formular vorgedruckt, der Jnkulpat sei bestraft, mithin als eine für die öffentliche Sicherheit und Moralität gefährliche Person zu erachten". Welche Strafen hat Wojciechowski erlitten? Er ist und zwar am 12. Januar 1902 zu 9 Monaten, am 8. April 1903 lediglich wegen Preßvergehen als Redakteur der„ Gazeta Robotnicza" zu 3 Monaten wegen Aufreizung(§ 130 Str.-G.-B.) und am 6. September 1903 wegen Beleidigung zu 6 Monaten verurteilt. Diese Strafen sind in eine Gesamtstrafe von 18 Monaten zusammengezogen und feit dem 12. Juni 1904 verbüßt. Die Polizei gründet ihre Ausweisungsbefugnis auf das altpreußische Gesez vom 31. 12. 1842. Wir lassen unerörtert, ob die Vorschrift des Gesetzes von 1842 mit Von den bewährten Freunden einer gemäßigt liberalen Politit dem Freizügigkeitsgesetz vereinbar ist: Das preußische Ober- Berwalund eines gesunden sozialen Fortschritts in unserem Streise ist im Laufe tungsgericht bejaht diese Frage, hervorragende Juristen und Staatsdes letzten Jahrzehnts einer nach dem anderen von der politischen rechtslehrer sind anderer Ansicht. Aber feineswegs darf auch nach Arena abgetreten. Der Gründe find viele, oft erwähnte und be- Ansicht des Ober- Verwaltungsgerichts die Befugnis aus dem Gefeß greifliche: Die uns im hiesigen Kreise seit Jahrzehnten zugefallene von 1842 willkürlich angewendet werden. Willfür liegt aber Rolle der Minderheitspartei, Teilnahmlosigkeit und Lauheit in in der Annahme, daß die gedachten ehrenvollen Bestrafungen den weitesten Kreisen unserer Parteifreunde, die immer un- den Genossen Wojciechowski zu einer für die öffentliche Sicherheit befriedigendere Gestaltung unseres ganzen und Moralität gefährlichen Person" machen. Für die öffentliche öffentlichen Lebens und dergleichen mehr. Sicherheit und Moralität gefährlich sind die nach dem eidlichen Sehr geehrter Herr! Jm Interesse der Weiteregistenz unferer Partei im hiesigen Wahlkreise sehe ich mich genötigt. Ihnen unter der Hand folgendes zu unterbreiten. " So ständen wir also an dem Punkte, an dem uns nur die Zeugnis des verflossenen Bolizeipräsidenten im Dienste der Polizei Bahl bleibt, entweder aus Mangel an Interesse zu stehenden wegen ehrenrühriger Dinge mit Zuchthaus bestraften liquidieren, oder noch einmal einen energischen Versuch zu Personen. Die gleiche Annahme, bei einem für seine Uebers machen, die Organisation und Stellung unserer Partei im Kreise zeugung eintretenden Manne, der wegen dieser leberso weit zu festigen und zu erhalten, daß wir die politischen Erzeugung von preußisch posenschen Richtern verurteilt ist, entgebnisse des Wahljahres 1908 über die Fortexistenz unserer Partei hält eine geradezu beleidigende Unterstellung selbst für den entscheiden lassen können. Gesetzgeber von 1842. Die Verfügung ist im Verwaltungsstreitverfahren angefochten und wird wohl schon deshalb zur Auf hebung gebracht irerden, weil 23. fein Neuanziehender" im Sinne des Gesetzes von 1842 ist und, falls das Gefeß von 1842 für an wendbar erachtet wird, es nur auf" Neuanziehende" Anwendung findet. Eine Ausweisung wegen politischer Delikte geht selbst och über die polizeilichen Gebräuche der 1850er Reaktionszeit hinaus. Husland. Frankreich. Als letzten Rettungsversuch in diesem nationalliberalen Jammer schlägt der bekümmerte Herr Dr. jur. Cremer vor, daß die höchst besteuerten" Parteigänger der Fraktion Drehscheibe im Interesse der Bekämpfung der Umsturzbestrebungen" je ein Prozent von ihrem Einkommen auf dem Altar der untergehenden Partei opfern, einen besoldeten Agitator nach dem Muster um der Sozialdemokratie anzustellen Dieser streng vertrauliche" Notruf könnte wahrhaftig einen Stein erweichen, aus den„ Höchstbesteuerten" jedoch wird er wahrscheinlich den einprozentigen" Liberalismus nicht mehr herausfressen. Die Bekämpfung der Umsturzbestrebungen" ist freilich schön, aber dafür ist doch die Regierung da,- aus eigener Tasche dafür zu blechen? Daran denken die Herren gar nicht. Post Kroppiaden. " Eine Aktion für das Proportionalwahlrecht. " In dem Abschnitte über das Grundeigentum bemängelt der Bericht, daß von der Gesetzgebung des Kongostaates die Begriffe ,, bon Eingeborenen in Besiz bezw. nicht in Besiz genommenes Land" nicht definiert sind. Der Begriff des von den Eingeborenen nicht in Besitz genommenen Landes, das gesetzlich als dem Staate angehörig angesehen wird, dürfe, um Mißbräuche zu vermeiden, nicht zu weit ausgedehnt werden, weil dadurch jede Entwickelung des Eingeborenen- Lebens gehemmt werden würde. Einzelne Agenten hätten den Eingeborenen sogar verboten, dem Staate ge= höriges Land zu betreten und ihnen so das Recht der Bewegungsfreiheit genommen. Da feine Eingeborenen- Industrie bestehe, könne von einem auch nur einigermaßen in Betracht kommenden Handel keine Rede sein, weil abgesehen von den wenigen, von den Eingeborenen fultivierten Ländereien, die kaum deren und der Posten Lebensbedürfnisse bervorbrächten, alle Bodenerzeugnisse dem Staate oder den konzessionierten Gesellschaften gehörten. Bei der Besprechung der Steuerfrage gibt der Bericht zu, daß die Leistung der Steuer durch persönliche Arbeit, die allerdings zurzeit im Kongostaat die einzig mögliche Steuerleistung sei, zu einem Mißbrauche zu fiskalischen Zwecken und bei der Erzwingung der Leistung zu Ausschreitungen führen fönne. Vielfach würden übermäßige Leistungen gefordert. Auch bezüglich anderer von den Eingeborenen geforderter Arbeitsleistungen, z. B. Trägerdienste, würden vielfach übermäßige Anforderungen gestellt. Die Kräfte derg zur Leistung von Trägerdiensten herangezogenen Bevölkerung würden erschöpft und diese Bevölkerung sei von teilweiser Vernichtung bedroht. Der Bericht kommt danach auf die Kautschukfrage zu sprechen und sagt, der größte Zeil der Zeit der Eingeborenen werde von der Kautschukernte in Anspruch genommen. Mit bezug auf die an Schwarzen begangenen Greueltaten sagt der Bericht, solche seien hauptsächlich im Verlaufe bewaffneter Expeditionen begangen worden. Der Bericht führt Greueltaten auf, die der Untersuchungskommission von Augenzeugen mitgeteilt worden sind. So haben Missionare und Schwarze im Jahre 1895 in von Soldaten besetzten Booten einen Korb gesehen, in dem sich 12 bis 20 abgeschnittene Hände befanden. Ungefähr zu derselben Zeit hat der Geistliche Clark ebenfalls in einem Boote abgeschnittene Hände gesehen, die an einem Stock befestigt waren. Ein Ein= geborener versicherte. daß diese Hände vom Stationvorstande von Biforo gezeigt worden seien, und der genannte Geistliche berichtet, dieser Beamte habe damals, auf seinen Hund zeigend, gesagt: Das ist ein menschenfressender Hund, er frist abgeschnittene Hände. Die Kommission führt unter Berufung auf Zeugen noch mehrere Fälle ähnlicher Verstümmelungen an und erklärt ferner, daß sie auch ihrerseits Verstümmelte gesehen hat. Die einzelnen Fälle sind in dem Berichte ausdrücklich mit Namen angeführt: Es wird sodann hervorgehoben, daß die Verstümmelungen von Leichnamen eine alte Gewohnheit der Eingeborenen seien; damit wird es erklärt, daß die der öffentlichen Streitmacht einberleibten Schwarzen wiederholt blutige Trophäen vor ihre Chefs gebracht hatten. Am Anfang der Besetzung des Staates sei dies auch von verschiedenen weißen Vorgesetzten geduldet worden, und darauf möge mancher der vorgekommenen beklagenswerten Fälle zurückzuführen sein, in denen lebende Personen verstümmelt worden sind, die von der Soldaten für tot gehalten wurden. " Der Bericht erörtert dann die Frage der Konzessionen und sagt, nur Beamte des Staates, die absolut unabhängig von den fonzessionierten Gesellschaften seien und deren Interessen vollkommen fremd gegenüberständen, dürften zur Erzwingung von Leistungen ermächtigt sein. Ein ferneres Kapitel widmet der Bericht der Entvölkerung des Kongostaates und führt als Gründe dieser Entvölkerung große Epedemien und besonders die Schlaffrankheit an. Das letzte Kapitel des Berichtes ist der Justizverwaltung gewidmet, gegen die hauptsächlich drei Beschwerden geltend ge macht werden, nämlich die Zusammenseßung der Gerichte, ihre im Verhältnis zu der ungeheuren Ausdehnung des Gebietes zu fleine Zahl und endlich die Abhängigkeit, in der sich die Beamten der Staatsanwaltschaft gegenüber der Verwaltungsbehörde befänden." Italien. Kommunale Krise in Turin. Rom, den 15. November.( Eig. Ber.) Infolge der Obstruktion, die die 30 Mann starke sozialistische Stadtverordnetenfraktion angewendet hatte, um von der liberalen Mehrheit die Einführung von Abend sizungen zu erzwingen( die den Arbeitern unter den Stadtverordneten die Ausübung ihres Mandats ermöglichen sollten), haben die 42 Vertreter der Mehrheit ihre Demission gegeben. Es steht somit die Auflösung der Stadtverwaltung und die Entsendung eines Regierungskommissars für die interinale Vera waltung bebor. Die Krise kommt allen Teilen gelegen. Die jezt an der Herrschaft befindlichen Lieberalen hoffen, durch Bündnis mit den Selerifalen die starke sozialistische Fraktion zu verdrängen; die Sozialisten ihrerseits erwarten von den Neuwahlen einen noch größeren Sieg. als sie bei den letzten partiellen Wahlen davongetragen hatten. Die wenigen liberalen Maßnahmen, die die bisherige Stadtverivaltung getroffen hatte, waren nicht durch die Stimmen der liberalen" Mehrheit, sondern durch die der Sozialisten durchgesetzt worden. Afrika. Marotto- Konferenz. " Paris, 15. November.( Eig. Ber.) In der jüngsten Zeit tritt eine Bewegung zugunsten des Proportionalwahlrechts hervor, die nicht aussichtslos ist, da sie bei den verschiedensten Parteien der Kammer tätige Freunde hat. Nicht nur Jaurès hat sich in einem Leitartikel der Humanité" für die Einführung des Liften- Strutiniums Die" Post", die in richtiger Selbsteinschätzung bekanntlich jüngst mit Proportionalvertretung ausgesprochen, auch im Zentrum ist es namentlich Ribot, der sich für diese Reform einsetzt. Der flerifale zur Aufbesserung ihrer Qualität einige Insassen der Kroppschen De Mun ist gleichfalls ihr Anhänger. Der Kammer liegt Anstalten als gelegentliche Mitarbeiter engagiert hat, kommt in seit einigen Monaten ein ausführlicher Bericht über die ihrer Nummer 540 nochmals auf den angeblichen Bebelschen LandesSeit mehr als sechs Monaten spukt die Marokko- Konferenz. et verrat zurück nicht um nachträglich die ihr nachgewiesenen drage vor, und es fiele bei gutem Willen nicht schwer, noch vor endlich soll sie wirklich zustande gebracht werden. Als Ort der HauptFälschungen richtig zu stellen, sondern um uns durch einen ethisch- den Neuwahlen die Form für das neue System zu finden. und Staatsaktion ist Algeciras vorgesehen, ein Städtchen in der ästhetischen Ercuß ihrer schönen Seele zu ergögen, indem sie sich und mißtrauische Genat bewegen ließe, der Reform des Wahlgefezes spanischen Regierung fällt die Aufgabe zu, die Einladungen Allerdings ist es fraglich, ob sich der in solchen Dingen schwerfällige spanischen Provinz Cadiz gegenüber bon Gibraltar. Der folgende Stilblüte leistet: Die Bebelfnechte haben sich in der Gunst ihres Herrn und zuzustimmen. In der Kammer hat diese die meisten mehr oder nach allen Regeln diplomatischer Kunst ergehen zu lassen. Meisters zu befestigen gesucht dadurch, daß sie unflätig auf uns minder offenen Gegner bei den Radikalen, die heute die Es heißt, Frankreich hätte den Wunsch geäußert, die Konferenz schimpfen, weil wir Bebel auf Grund seiner eigenen Tiraden im Herren und Nutznießer des politischen Intrigenspieles sind. Das möglichst bald einberufen zu sehen. Dagegen soll Deutschland sich R- ichstage aus dem Jahre 1898 an den Branger ſtellten. Das reformierte Liſten- Skrutinium würde die Bildung großer, fest. dahin geäußert haben, es wünsche den Zusammentritt der Konferenz unter der Bebelknute stehende Narrenblatt offenbart aber hierbei gefchloffener Parteien mit unzweideutigem Programm und kon nicht vor dem 15. Dezember. Daraufhin sei von Spanien der wieder einmal seinen völligen geistigen Bankerott, indem es unserem fequenter Taktik fördern, und die Königsmacher vom Schlage des 15. Dezember festgesetzt worden! Der Sultan hat bereits seine Herrn Sarrien, der heute den Tausch von Prinzipien drei Bevollmächtigten ernannt, die anderen Staaten gedenken dem für den Autokraten Bebel so äußerst blamablen Hinweise vollkommen gegen Ministerposten dirigiert, fämen unt einen hülflos gegenübersteht. Es weiß fein sachliches Wort darauf zu ergroßen guten Beispiele bald zu folgen. Für Deutschland foll Graf Teil ihrer Macht. Im„ Radical" wendet heute widern. Bei der horrenden geistigen Stupidität der neuen Klopf- radikale der Tattenbach abgeordnet werden, andere wieder behaupten, diese Streber Maujan fechter bleibt ihnen weiter nichts übrig, als daß sie sich über den ein, daß es mit Sicherheit nur in den Ländern mit großen gegen das Proportionalsystem große Ehre sei Herrn Dr. Rosen zugedacht. alten abgedroschenen Schimpf- und Schmähwortevorrat ihrer davon gefchloffenen Parteien angewendet werden könne. Wo diese nicht daß diefes Sprichwort an der Marotto- Stonferenz zu schanden gehen Es heißt sonst:" Was lange währt, wird gut". Wir fürchten, gejagten Vorgänger Hermachen und deren stereotype Wendungen vorhanden seien, würde die republikanische Idee an Kraft und Klar wird. als eigenes Geistesprodukt vorbringen." Die" Post" macht, wie wir neidlos anerkennen, rasche Fortschritte heit verlieren. Aber in Wahrheit verhält sich die Sache umim Konversationston ihrer nach Bildung und Besitz maßgebenden gekehrt. Die Bersplitterung der bürgerlichen Parteien könnte doch Brotherren. Doch bedarf ihr geistiger Befitstand entschieden einer am ehesten durch die mit dem Liften- Skrutinium verbundene pro- Roosevelt hat seine umfangreiche Botschaft eine Art Thronrede weiteren Auffrischung. Sollte es sich nicht empfehlen, einige der oben portionale Vertretung überwunden werden, die es erschweren würde, bereits fertiggestellt. Er ist entschlossen, seine Absicht durchdaß einzelne Politiker mit reichlichem Geldaufivand, durch zuführen, eine größere Kontrolle über die mächtigen EisenbahnTotale Vetterschaften und durch lokalpolitische Demagogie Gesellschaften durch Bundesgewalt zur Geltung zu bringen. In ein Mandat ergattern, das sie dann zu( parlamentarischem) diesem Bestreben findet er in der eigenen Partei viele Widersacher Kuhhandel ausnußen. Die Radikalen aber befürchten auch, Die Flottenschwärmer gegen die Industrieentwickelung. daß sie beim Proportionalsystem um die und erwartet Unterstützung aus den Reihen der Demokratie., Seine vielen Mandate Es ist ein urtomisches Schauspiel, daß gerade die engagiertesten fommen würden, für die sie bis jetzt in den Stichwahlen jüngste Reise durch die Südstaaten war vorwiegend diesem Zweck Flottenfreunde sich vor einer allzu starken Entwickelung der In- so oft die Sozialisten im Namen der Republik, oft genug auch die gewidmet, und es ist ihm auch gelungen, bedeutende demokratische dazu dienen sollen, der Industrie immer weitere Gebiete zu erobern. Endlich müßte da die Grundfazlosigkeit dieser buntscheckigen, gleich Tagen die Vertreter von fünf verschiedenen Arbeiterorganisationen duſtrie fürchten, während doch angeblich die Flottenverstärkungen Reaktionären im Namen der sozialen Ordnung aufgerufen haben. Ein reiner Industriestaat wäre für die Industrie selbst das zeitig nationalistischen und friedensfreundlichen, industriellen und beim Präsidenten vorstellig geworden, um ihn zu bewegen, seine größte Unglüd. fleinbürgerlichen und sozialreformerischen Partei allzu andere große nationalwirtschaftliche Gesichtspunkte von eminenter deutlich hervortreten. Man sieht alſo, die Gerechtigkeit des Prinzips allgemeine Reduktion der Löhne, wenn den Bahngesellschaften durch allein wird dem Proportionalsystem bei der bürgerlichen De die beabsichtigte bundesgesetzliche Regelung der Frachtraten ihre Bedeutung wie z. B. die Wehrmachtsfrage u. a. mit. Wie für die Landwirtschaft im ganzen die Frage der Befigverteilung von mokratie nicht viel helfen. hohen Einnahmen beschnitten würden. Roosevelt gab den größerer Bedeutung ist, so für die Nationalwohlfahrt des " Arbeitervertretern" beruhigende Versicherungen, indem er erklärte, Deutschen Reiches eine gesunde und zweckmäßige Verteilung der daß er das Beste aller Bürger wolle. Roosevelt hat die Trusts und Erwerbsgruppen. Deutschlands großmächtige Stellung beruht ge- Zur Beruhigung für diejenigen, die da meinen könnten, wir großen Storporationen schon verschiedene Male gewarnt, daß e rade in der Entwickelung der Griverbsgruppen, in einer blühenden hätten uns Uebertreibungen zuschulden kommen lassen, als wir für den Bestand ihrer Macht gefährlich sei, wenn sie dieselbe mißIndustrie, einem Handel, der die deutschen Erzeugnisse nach allen vergangenen Sonntag die unter dem Regime der belgischen Re- brauchen. Seine Opposition gegen die großen Gesellschaften ist Ländern der Welt trägt, und namentlich in der Landwirt- gierung und des belgischen Königs begangenen Kolonial- Greuel im übrigen nicht allzu ernst zu nehmen; denn es versteht sich von fchaft, die zwar schwere Zeiten zu bestehen hatte, aber glücklicher schilderten, geben wir im folgenden wieder, was Wolffs Tele- selbst, daß er sich in erster Linie berufen glaubt, die Intereffen der weise jetzt wieder hoffnungsvoller in die Zufnnft blicken kann. graphen Bureau über die Affäre zu melden weiß: Kapitalisten zu vertreten. erwähnten Mitarbeiter als neue geistige Kräfte dauernd dem Redaktionsverband des Blattes einzuverleiben? 0 Belgien. Kongo- Greuel. Amerika. Der Kongres tritt im Dezember zusammen, und Präsident Politifer für seine Pläne zu gewinnen. Wie der New York Herald" meldet, waren in den letzten Gewerkschaftliches. Berlin una amgegend. Einsagsfliegen im Berliner Bauberuf. Auf einem Neubau in der Donaustraße zu Rigdorf hängt das Firme child des bekannten Baumeisters Kurt Berndt aus. Dar Harmloje muß annehmen, daß dort ein Werk entsteht, das nach allen Regeln der Baukunft aufgeführt wird. Der Eingeweihte weiß, daß davon leider nicht die Rede ist! Der Bau ist nämlich an einen Unternehmer mit dem berühmten Sammelnamen Lehmann weiter vergeben, und Herr Lehmann hat Zustände einreißen laffen, wie sie gleich schlimm in Berlin und Umgegend zu suchen sein dürften. Die Maurer nahmen im eigenen Interesse wiederholt Stellung dagegen. Gefehbuchs wurde vereinbart für Kutscher bis zu jähriger betvilligt, die der Finanzminister zur Einführung des Neunstunden Tätigkeit 1 Woche, von bis 1jähriger Tätigkeit 2 Wochen, von tages in den ihm unterstehenden Tabakfabriken gefordert hat. 1 bis 2jähriger Tätigkeit 3 Wochen, von 2 bis 3jähriger Tätigkeit Damit entfällt für die Arbeiter die Notwendigkeit des Ausstandes. 4 Wochen, und für solche, die über 3 Jahre bei der Firma tätig Die Durchsetzung der Neunstundenarbeit ist ein bemerkenswerter find, 6 Wochen. Die Kutscher sind sämtlich organisiert. Erfolg der gewerkschaftlichen Organisation. Deutfches Reich. Die humanen" Grubenbarone. Dortmund, 17. November.( Privatdepesche des„ Vorwärts".) Die Pferdetreiber der 3 e che" Dahlhausen" bei Linden a. d. Ruhr sind heute früh in den Ausstand ge treten. Durch die neue Arbeitsordnung wurde ihnen die Schicht um eine Stunde verlängert. Darauf haben die Arbeiter einmütig die Anfahrt verweigert. Durch diese Vorgänge hat sich die schon gespannte Lage im Ruhrgebiet weiter erheblich verschärft. Verfaminlungen. Die Fensterputer hielten am Sonntag im Englischen Garten" eine gut besuchte Bersammlung ab, in der Mar Pause über Partei und Gewerkschaften" referierte. Nachdem Rebner die Entwickelung der politischen Partei einerseits und die Entstehung und Entwickelung der Gewerkschaften andererseits in eingehender Weise geschildert hatte, tam er zum Schlusse seiner Ausführungen zu dem Resümee: Wenn das Proletariat auf sicheren Holzarbeiter Kämpfe. In Berlinchen sind bei der Firma Bahnen zu seinem Ziele gelangen will, so müssen beide, Bartei und Am Sonnabend, den 21. Oktober, verließ die zweite weifo, Stuhlfabrik, wegen Maßregelungen von Verbandsmit Gewerkschaften, gemeinsam Hand in Hand arbeiten; eine Inſtitution Kolonne Affordmaurer den Bau Der Unternehmer wandte gliedern ernste Differenzen ausgebrochen. Vor fünf Jahren bestand müsse der anderen hülfreich zur Seite stehen. Nur dann wird der sich nun wegen neuer Leute sowohl an den Maurer- Verband in dem Orte schon einmal eine Zahlstelle des Verbandes. Sie mußte einem sicheren Siege des Sozialismus führen. In der Diskussion wirtschaftliche Kampf vereinigt mit dem parlamentarischen zu wie an die Lokal- Organisation. Auch ein Arbeiter mußte sich jedoch wieder aufgehoben werden, weil die Arbeiter der beiden einem sicheren Siege des Sozialismus führen. In der Diskussion in Rirdorf nach Maurern umsehen, welche nun in Lohn Stuhlfabriken von Messow und Jahnke zu unterschriftlichen Er- wurde von allen Rednern gefordert, daß auch in den Reihen der weiter arbeiten sollten. Nach zwei Tagen aber schon legten flärungen gezwungen wurden, feiner Organisation anzugehören. Fensterputzer endlich mit den farblosen" Slatschblättern aufgeräumt auch 40 Lohnmaurer die Kelle hin und traten anderwärts in Jin lehten Jahre konnte jedoch wieder eine Zahlstelle gegründet und die Parteipreffe abonniert werde. Auch müssen die WahlArbeit. Die 40 Mann, die an ihre Stelle rückten, sperrten werden. Diese scheint der betreffenden Firma nun sehr unbequem bereine gestärkt werden, indem die gewerkschaftlich organisierten nach sechs Tagen den Bau auf zwei Tage. Nun sollten alle 3 fein, weshalb sie den bei ihr beschäftigten örtlichen Bevoll. Stollegen diesen mehr denn je beitreten. Sodann gab nöner mächtigten und mehrere andere Verbandsmitglieder eniließ. Daß einen furzen Ueberblick über die letzten Lohnbewegungen. Die erMißstände beseitigt werden und die Maurer gingen wieder an die Firma allerdings berechtigte Ursache hat, dem Verbande gram zielten Resultate bei Nelken und Arnheim, auch bei den Firmen die Arbeit. Das Versprechen wurde aber nicht gehalten, zu sein, zeigt folgendes Bild der Löhne und der Arbeitsmethode: Jakob, Arlt und Bugel haben eine teilweise erhebliche Lohnaufund am vergangenen Sonnabend legten darauf alle auf dem Bei 11 bis 12stündiger Arbeitszeit verdienen die Tischler wöchent- besserung herbeigeführt. In der hierauf folgenden Diskussion Bau beschäftigten 65 Maurer die Arbeit nieder. lich im Durchschnitt 13 bis 14 M. Die Polierer haben an den wurde das Verhalten der Verwaltung des Gewerkschaftshauses sowie Diese letzte Arbeitseinstellung fand statt, weil die Zu- Unternehmer noch 8 Pf. für je einen Bogen benötigtes Schleif- einzelner Gewerkschaften bezüglich der Reinigung ihrer Bureaus stände in der Baubude jeder Beschreibung spotten. papier und 80 Pf. pro Liter Politur zurüdzubergüten. Bei den scharf kritisiert und fand sodann einstimmig eine Resolution AnAber die Leute arbeiteten auch unter geradezu lebens- miserablen Verdienst müssen die Frauen und Kinder der Gesellen nahme, die das Verhalten der Berliner Gewerkschaftskommission durch Stuhlflechten zum Erwerb mit beitragen. Sie bezahlen dem und der Verwaltung des Gewerkschaftshauses sowie der verschiedenen gefährlichen Verhältnissen: Wiederholt stürzten Hoffappen ein. Unternehmer das Nohr zu gutem Preise und bekommen für jeden Verbände in bezug auf die Reinigung ihrer Bureau- usw. Fenster In der letzten Woche allein 9 derselben, welche 25 Zentimeter Sih 16 Pf. Da sie etwa 5 Size pro Tag herstellen können, so be- lebhaft bedauert. hoch ausgewölbt waren. Die Pfeiler, auf welchen die eisernen läuft sich ihr Tagesverdienst auf 80 Pf. Beschäftigt find in der Unterzüge lagen, waren ohne Bementmörtel gearbeitet. Unter einen Fabrit zirka 100 und in der anderen zirka 70 Berfonen. Die Stichwahl in Eisenach Termbach, mehreren Unterzügen fehlten die Eisenplatten. Der Polier Bei Verhandlungen mit dem Gauleiter bemerkte der Fabrikant, der Klose, welcher auf die von den Affordmaurern hoh I Berband fönne auf ihn überhaupt keinen Druck ausüben. 3uzug dem 2. Sachsen- Weimarischen Wahlkreise, hat am heutigen gemauerten(!) Pfeiler sowie auf die schlechte Ausführung ist fernzuhalten. der Fundamente hingewiesen wurde, erklärte faltblütig, daß Verbandskollegen in der Biasavabesen- und Bürstenfabrit von Wahlbeteiligung eine sehr starke. In Eisenach fanden vor dem In Arnswalde ist es ebenfalls wegen Maßregelung von Tage stattgefunden. Wie das W. T. B." mitteilt, ist die er feine bessere Arbeit fenne. Baquè zu Differenzen gekommen. Von 60 Beschäftigten wurden antisemitischen Wahlbureau Volksansammlungen statt. Eine So werden durch solche neu auftauchenden und wieder 10 entlassen, weil sie der Bürstenmacher Sektion des Holz- sonderbare Wirkung scheinen diese Ansammlungen auf den verschwindenden Unternehmer" im Baugewerbe Publikum arbeiter- Verbandes angehören. Auch dieser Unternehmer fürchtet Oberbürgermeister Schneider aus Eisenach ausgeübt zu haben. und Arbeiter in unangenehme Situationen gebracht. Das die Organisation nicht ohne guten Grund. Beträgt in dem Betriebe Trogdem, wie das amtliche Depeschenbureau ausdrücklich schlimmste ist im gegenwärtigen Falle, daß ein Architekt von der Stundenlohn doch nur 20 Bf. und die Arbeitszeit 11 Stunden. meldet, die Ruhe nirgends gestört wurde, ist durch Gendarmen Ruf diese Arbeit mit seinem Namen deckt und daß dadurch In der Fabrik werden nach beendeter Schulzeit auch die Kinder der aus Weimar und Eisenach unter Beihülfe der Schußleute der die Täuschung hervorgerufen wird, Publikum und Arbeiter Arbeiter beschäftigt; ein Gewerbeinspektor hat dies allerdings bis dortige Karlsplay abgesperrt worden. Der Oberbürgerher noch nicht bemerkt. Da per gabritant in den Zeitungen nach könnten zu der Bauausführung Vertrauen haben. Beide Nicht- Verbandsmitgliedern inseriert, so wird es Pflicht der organi meister lies würden Vorsicht üben, wüßten sie, daß der Bau von einem fierten Bürstenmacher sein, den 3uzug nach Arnswalde die Aufruhrparagraphen anschlagen. Fleinen Zwischenunternehmer aufgeführt wird, der vielleicht fernzuhalten. so schnell wieder von der Bildfläche verschwindet, wie er aufgetaucht ist. Das Zwischenmeister- System ist im Baugewerbe cine noch viel größere öffentliche und soziale Gefahr, als in so manchen anderen Berufen. Der Ausstand in Schlesien. " Wir bezweifeln sehr stark, daß ein derartiges forsches" Vorgehen geeignet erscheint, die Gemüter zu beruhigen. Der WahlDie ausständigen Bergarbeiter der Myslowingrube haben in fampf ist seitens der Antisemiten und der ihnen verwandten einer Versammlung beschlossen, am heutigen Sonnabend früh voll- Seelen mit einer beispiellosen Niedertracht und Verleumdung zählig wieder einzufahren. Bergwerksdirektor Fritsch erklärte fich bereit, die von den Bergarbeitern gewählte Kommission zu empfangen und ihre Wünsche entgegenzunehmen, die eine Abänderung der Arbeitsordnung und einen Lohnaufschlag von 25 Broz. bezwecken. Achtung, Former! Wegen Maßregelung zweier Kollegen haben die bei der Firma H. W. Ortmann, Maschinenfabrik in Osnabrück, beschäftigten Former am 15. d. M. einmütig die Kündigung eingereicht. Zuzug ist streng fernzuhalten. Arbeiterfreundliche Blätter werden um Abdruck gebeten. Die Entscheidung des Gewerbegerichts anzurufen haben die Steinarbeiter in Leipzig beschlossen, weil von den Arbeitgebern der Lohntarif oft nach einer Berechnungsweise ausgelegt wird, die niedrigere als die tarifmäßigen Lohnfäße ergibt, und in der Schieds. fommission eine Einigung nicht erzielt werden konnte. geführt worden, nur der Disziplin unserer Genossen ist es zu danken, daß Ausschreitungen nicht vorgekommen sind. dem Jahre 1890 gestaltet hat, dafür einige Zahlen: Wie sich für unsere Partei das Stimmenverhältnis seit 39 1890 1893 1898 1903 Hauptw. 1903 Stichw. 1905 Hauptv. Abgegebene Stimmen Sozialdemt. 15 349 14 039 12 072 15 143 16 395 17423 691 2469 4669 6018 7885 6886 Der Wahlkreis hat eine vorwiegend ländliche Bevölkerung. 052 Städtern stehen 65 624 Landbewohner gegenüber. Allem Anschein nach wird der Antisemit Sch a d gewählt; Die organisierten Maurer haben den Bau gesperrt! Die Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäsche- Industrie sind auf dem Posten, um sich die Errungenschaften ihres Streits zunuze zu machen. Nach dem Schiedsspruch müssen bis zum 1. März in allen Fabriken Tarife festgesetzt sein. Gegenwärtig sind die Arbeitnehmer mit den Vorarbeiten zur Tariffestsetzung beschäftigt. In den Fabriken werden die Forderungen aufgestellt, welche die Grundlage der Tarifberatungen bilden sollen. Am Donnerstag hielt der Verband der Wäsche und Krawattenarbeiter drei Versammlungen ab, die sich mit der Tariffrage beschäftigten. Bei Borde in der Neuen Stönigstraße tagten die Plätterinnen. Sie waren in so großer Zahl erschienen, daß der Saal start überfüllt war. Die Näherinnen hatten sich ebenfalls zahlreich im Schüßenhause in der Linienstraße versammelt und die Zuschneider hielten bei Steller in der KoppenAuch dieser Kreis zeigt das stetige Vordringen des straße eine gut besuchte Versammlung ab. In allen drei Ver= sozialistischen Gedankens in ländlichen Kreisen. Keine noch so fammlungen wurden nach einleitenden Vorträgen die Verhältnisse Der großen Zahl von Arbeitswilligen ist es zuzuschreiben, daß rüpelhafte und niederträchtige Agitation der Gegner kann die der Branche besprochen und Anregungen für die Aufstellung der die Leipziger Gummidrechsler ihren dreizehn Wochen lang mit baldige Eroberung des Eisenacher Wahlkreises aufhalten. Tarife gegeben. Außerdem wurde in jeder Versammlung eine größter Ausdauer geführten Streit bedingungslos aufgeben mußten. Bis abends 92 Uhr wurden gezählt für unseren KanSektionsleitung für die betreffende Kategorie der Arbeitnehmer Böttcherstreik. Seit acht Wochen befinden sich in Kulmbach didaten Leber 6780 Stimmen, für den Antisemiten Schad gewählt. die nicht in den Brauereien beschäftigten Böttcher im Ausstande. 6808 Stimmen. Deutscher Buchbinder- Berband. Die Ersazwahlen zum Sie verlangen zehnstündige Arbeitszeit, Festsetzung von Minimal- Eisenach, 17. November. Bis 11 Uhr abends waren bei Zentralvorstand für die ausgeschiedenen Beisiger Klar und Nichter löhnen und Extravergütung für Ueberstunden. Die Unternehmer der Reichstagswahl gezählt für Leber( S03.) 8321 und für haben ergeben, daß die Kollegen P. Schneider und Wilh. haben bis jetzt jeden Einigungsversuch schroff zurückgewiesen, da Schad( Antisemit) 9089 Stimmen. Die Ergebnisse aus fie stark von den Brauereien unterstützt werden. Die Differenzen 31 Ortschaften fehlen noch. Spiner gewählt sind. Die Ortsverwaltung. brohen nunmehr auch auf die Brauereiböttcher überzugreifen, wesDie Hausdiener der Firma Max Mannheim, Warenhaus, halb es geboten erscheint, auch vor Zuzug dahin zu warnen. waren fürzlich zur einmütigen Arbeitsniederlegung gezivungen werden. Sie hatten nämlich durch ihre Organisationsvertretung, Streit in der Hof- Gummiwarenfabrik von Mesler u. No. in gewählt mit Hülfe des liberalen Bürgertums, dem angeblic den Handels- und Transportarbeiterverband, wegen der herrschen- München. Nachdem eine Verständigung mit der Direktion bezw. schärfsten Gegner des Antisemitismus. Wir freilich wissen, den Teuerung eine Lohnerhöhung gefordert, die von der die Wiedereinstellung der gemaßregelten organisierten Kollegen daß die scheinbaren Gegenfäße sofort schwinden, wenn es fid) Firma jedoch völlig ignoriert wurde. Da die Geschäftsleitung feit nicht erzielt werden konnte, traten auch die übrigen Arbeiter und um die Bekämpfung des wirklichen Gegners, des klaffender Einreichung der Forderungen gegen die Hausdiener nun ein Arbeiterinnen in den Ausstand, so daß der gesamte Be- bewußten Proletariats, handelt. auffallend unfreundliches Benehmen an den Tag legte, von einer trieb still steht. Mit den Gummiarbeitern und ArbeiteBereitwilligkeit zu Verhandlungen oder einem Entgegenkommen in rinnen erklärten sich auch die in der Fabrik beschäftigten Metallbezug auf die Forderungen aber absolut nichts verlauten ließ, arbeiter, einschließlich der drei Maschinisten, sowie die Holzarbeiter der Hand neue Leute, um die alten dann eines guten Tages stand befinden sich insgesamt zirka 1000 Personen. Bis jetzt ist Wahlfieg in Lübeck. plößlich abschieben zu können. Sie legten deshalb kurzer Hand von auswärts keinerlei Zuzug von Arbeitswilligen zu verzeichnen, Den in den letzten Tagen bekannt gegebenen sozialsämtlich die Arbeit nieder. Dies einmütige Vorgehen bewirkte, trotzdem Agenten, die nach allen Eden und Enden ausgesandt daß sich die Firma noch am selben Tage zu Berhandlungen mit wurden, die denkbar größten Anstrengungen machen. Die Direktion demokratischen Wahlerfolgen können wir ein neues Ruhmesder Organisationsvertretung bereit erklärte, worauf die Arbeit wieder fette ihre ganze Soffnung auf Sarburg, wo vor zirka 14 Tagen blatt hinzufügen. Bei der gestern in Lübeck stattgehabten aufgenommen und einige Tage später ein Tarifvertrag abge- eine Gummifabrik nieberbrannte; doch wurde diese Hoffnung zu Bürgerschaftswahl ist es unseren Genossen gelungen, sämtliche schlossen wurde, der den Hausdienern eine ohnerhöhung von Wasser. Fünfzehn in voriger Woche von Harburg nach München vier Size der zweiten Abteilung zu erobern. Gewählt wurden 1-5 M. pro Woche ficherte. Die diesbezüglichen Vereinbarungen gelofften Arbeiterinnen wollte die Direktion in einem Fabrikraum die Genossen Schneider Wilhelm Bruns, Arbeitersekretär lauten: Hausdiener, Packer, Radfahrer usw. im Alter von 17 bis Bettstellen aufschlagen lassen, damit sie mit den Streikenden 19 Jahren erhalten einen Anfangslohn von 18 M. pro Woche; nicht in Berührung kommen. Die Mädchen dankten aber für Wissell, Geschäftsführer Pape und Reichstagsabgeordsolche im Alter von 19 bis 21 Jahren 22 M., und von über dieses sonderbare Freiquartier und schlossen sich zum größten Leid. neter Sch war. 21 Jahren 25 M. pro Woche. Jeder Hausdiener usw. über mesen der Direktion ebenfalls den Streifenden an. Zuzug von 21 Jahre, der länger als ein Jahr im Betriebe tätig ist, erhält Gummiarbeitern und Arbeiterinnen nach München ist strengstens Petersburg, 17. November.( W. T. B.) Wie aus sonst gut eine Lohnzulage von 1 M., nach weiterer 1jähriger Tätigkeit zu meiden! wiederum 1 M. pro Woche, so daß nach zweijähriger Beschäftigung unterrichteten Streisen verlautet, wird die Ernennung des Großder Wochenlohn 27 M. beträgt. Ueberstunden werden mit 50 Pf. Der Streit der Arsenalarbeiter vor der Kammer. fürsten Nikolei Nikolajewitsch zum Diftator ernstlich erwogen. Die bergütet. Die zur Sonntagswache bestimmten Diener erhalten Paris, 17. November. In der heutigen Nachmittagssigung tadelt Apotheken und die drei größten elektrischen Gesellschaften streifen. dafür in der Woche entsprechend freie Zeit. Dienern, die über Mittag durcharbeiten müssen, ist M. Tischgeld zu zahlen. In Ferrero, der sozialistische Deputierte für Toulon, den Marine. Die Behörden lassen die elektrische Straßenbeleuchtung durch technische Krankheitsfällen erhalten die Hausbiener usw. bis zur Dauer der minister Thomson, weil er die ausständigen Arsenalarbeiter mit Truppen bedienen. An vielen Punkten der Stadt werden auf großen vereinbarten Kündigungsfrist einen Zuschuß zum Krankengeld bis Entlassung bedroht habe. Thomson erklärt, die Regierung habe Höfen starte Truppenabteilungen mit Maschinengewehren bereit zur Höhe des Wochenlohnes. Bemerkt sei, daß die Hausdiener stets die Redefreiheit der Arbeiter außerhalb der Arsenale respektiert, gehalten. Wenn auch das Straßenbild sein gewöhnliches Aussehen der Firma bis auf zwei schon längere Zeit dem Berband angehören. aber die Arbeiter, hätten nicht das Recht, ihre Vorgesetzten an die hat, so ist die Bevölkerung doch voll Unruhe und alles versieht sich Die Kutscher der Firma Stobwaffer u. Ko., Betroleumgeschäft, Band zu drüden. Die Regierung könne feinen Ausstand zulassen, mit Waffen. Gestern abend hielten auch Offiziere eine VerJagomstraße 34, hatten jüngst eine Lohnaufbesserung ge- der eine Gefahr für die nationale Verteidigung mit sich bringen sammlung ab, in der beschlossen wurde, in der Armee dafür fordert. Im Verhandlungswege tam es zwischen der Firma und könnte. Propaganda zu machen, daß gegebenenfalls nicht auf die Bevölkerung dem Transportarbeiterverband zu einem Tarifvertrag, auf Grund Ferrero fündigt eine Interpellation über den Ausstand der Arsenal- gefeuert werde. Auch auf der Mostau- Windau- Rybinsker Eisendessen die Kannentutscher einen Anfangslohn von 22 M.( früher arbeiter an. Thomson erklärt sich mit der sofortigen Diskussion bahn, an der Zarskoje Selo( der Zarenpalast) belegen ist, ist der 21 M.) pro Woche erhalten. Der Lohn steigt nach einem halben einverstanden. Ausstand ausgebrochen; in der Kaiserlichen Glasfabrik sowie in 5 staatlichen Branntweinfabriken ist die Arbeit niedergelegt worden. Ein deutscher Dampfer geftrandet. Wisby, 17. November.( W. T. B.) Gestern abend strandete je 1,50 M. entschädigt. Sämtliche Kutscher die über ein Jahr im hier der mit Holz beladene Lübecker Dampfer Hornstein" auf der Betriebe tätig sind, erhalten einen Sommerurlaub bon einer Baris, 15. November.( Eig. Ber.) Der Senat hat gestern, wohl Reise von Narwa nach Zaandam. Beide Steuerleute und vier Woche unter Fortzahlung des Lohnes. Als verhältnismäßig nicht unter dem Eindruck der Streitbewegung in den Häfen und des Mann wurden gerettet, der Kapitän und 14 Mann sind wahrschein= erhebliche Versäumniszeit im Sinne des§ 616 des Bürgerlichen| energischen Auftretens der Gewerkschaft der Tabafarbeiter, die Kredite lich ertrunken. fo waren die Hausbiener der Meinung, die Firma suche unter folidarisch und legten ebenfalls die Arbeit nieber. Im Aus- Letzte Nachrichten und Depeschen. Rusland. Jahre auf 23 M. und nach einem vollen Jahre auf 24 M. Für Fersero nimmt für die Arsenalarbeiter das Recht in Anspruch, die Faßkutscher wurde der Anfangslohn von 23 auf 25 M. pro Woche erhöht und steigt nach vier Wochen auf 26 M. Hinzu in den Ausstand zu treten und ungehindert ihre Meinung zum Austommt für sämtliche Stutscher die übliche Provision, je nach Faß druck zu bringen. oder Tour. Das Pferdefüttern an Sonn- und Festtagen wird mit Der Neunstundentag in den französischen Tabakmanufakturen. Die russische Revolution. Berantw. Redakteur: Hans Weber, Berlin. Inseratenteil verantw.: Th.Glode, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Nr. 271. 22. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 18. November 1905. Hus der Partei. M Die Resolution Arons. Auf Wunsch des Genossen 2. Arons veröffentlichen wir seine Resolution im Wortlaut, die wir im Bericht über die Tagung der Berliner Parteifunktionäre gestern schon ihrem Inhalte nach wiedergaben. Die Resolution, die, wie schon berichtet, einstimmig abgelehnt wurde, lautet: Die Versammlung erklärt die voreilige Veröffentlichung der Kündigung durch die sechs ausgeschiedenen Redakteure im„ Vorwärts" für einen schweren Fehler, den die Redakteure im Partei Interesse hätten vermeiden müssen. Gie verfennt aber auch nicht, daß dem Parteivorstande und der Preßkommission andere Wege offen standen, um den Mißständen am " Vorwärts" abzuhelfen. Die Versammlung erklärt weiter, daß, wenn der eingeschlagene Weg gewählt wurde, der Redaktion mitgeteilt werden mußte, daß sie vor der Beschlußfassung in der Sizung der Parteifunktionäre am 23. Dftober gehört werden sollte. Die Versammlung erwartet, daß die Berliner Parteigenossen sich diese Erklärung zu eigen machen und damit die Angelegenheit für sie als erledigt betrachten. geber und als ein unentbehrliches Nachschlagebuch für alle organi- Busammenballen des investierten Kapitals und der Zusammenschluß fierten Arbeiter eingebürgert. Wir finden in der neuen Ausgabe der verschiedenen Werke zu Riesenunternehmen. Das Elektrizitätseine kurze Abhandlung aus der Parteigeschichte der legten 40 Jahre, monopol im rheinisch- westfälischen Industriegebiet, unter Kontrolle die manchem jüngeren Genossen willkommen sein wird. Ferner einen der Stinnes und Thyssen, ein Monopol, welches die gesamte Energiebelehrenden Auffaz von Emanuel Wurm über" Normale Ernährung lieferung für Kraft- und Lichtzwecke an Industrielle, Handwerker, und Volksernährung": ein Aufsatz, der auch auf diesem Gebiete Kommunen und Private umfäßt, kann als gesichert gelten. Auch agitatorisch ausgenutzt werden kann. In einer kurzen Abhandlung die Gesellschaft für elektrische Unternehmen Aktiengesellschaft in Berlin ist Wissenswertes aus dem gewerblichen Recht" dargelegt. Daneben zeigt ein starkes Expansionsbedürfnis. Zwecks Beteiligung bei der enthält der Kalender die Ergebnisse der Reichstagswahlen und zahl- Stiewer Elektrizitätsgesellschaft und bei den Neckarwerken Altbachreiches, für die Arbeiter notwendiges Adressenmaterial. Ein vor- Deizisau hat die Berliner Gesellschaft ihr Aktienkapital von züglich ausgeführtes Bild, Teilnehmer am Einigungskongreß in 30 000 000 m. auf 37 500 000 M. erhöht. Gotha 1875" erinnert die Parteigenossen an jenes denkwürdige Ereignis und dient dem Kalender als besonderer Schmuck. Der von der legten Aufsichtsratssigung genehmigten Bilanz beträgt der Elektrizitäts- Aktiengesellschaft vormals Schuckert u. Co. Nach der Preis für den Kalender ist, wie alljährlich, 60 Pf., er ist in allen von der letzten Aufsichtsratssigung genehmigten Bilanz beträgt der Bruttogewinn pro 1904/05 zuzüglich eines Gewinnvortrages bon Barteibuchhandlungen vorrätig und durch Kolporteure und Beitungs- 1204 103 2. 4 650 169 M. Der Reingewinn, aus dem 4 Prozent träger zu beziehen. Dividende verteilt werden, beläuft sich auf 2 676 553 M., gegen 1 267 477 M. im vorigen Jahre. Der Getvinn entstammt zumt größeren Teile aus den Erträgnissen der Siemens- Schuckert- Werke, von deren 90 000 000 m2. betragendem Stammkapital die ElektrizitätsAktiengesellschaft 39 950 000 m. befigt. " Die wahre Gestalt des Christentums" von Yves Guyot und Sigismond Lacroix, überfest von August Bebel, ist soeben mit einem neuen Vorwort des Uebersezers von der Buchhandlung Vorwärts wieder herausgegeben. durch Die Uebersetzung ist eine Gefängnisarbeit Bebels, die vor mehr als dreißig Jahren zum erstenmal erschienen ist. Der Zweck der Gutscheinsystem. Die Mittelständler, die sich von den Agrariern Die Versammlung spricht gleichzeitig aus, daß sie die Um- Schrift ist, die Vorurteile und Irrtümer, die über das eigent- und Zentrümlern an der Naſe herumführen lassen und sich in dem wandlung des Vorwärts" aus einem Zentralorgan in das Organ liche Wesen und die wirklichen Prinzipien des Christen- Wahn wiegen, durch fleine mechanische Mittelchen der industriellen dec Genossen von Groß Berlin nach wie vor für zweckmäßig und tums bestehen, gründlich zu zerstören und es in feiner Konzentration begegnen zu können, hatten an das Staatsministerium wünschenswert hält." wahren Gestalt zu zeigen. Aber auch jetzt noch ist die Schrift eine Eingabe gerichtet, welche das Verbot des vom Wohlverdiente Anerkennung. Der Artikel des, Correspondenz- zeitgemäß. Erscheint doch noch heut, wie Bebel im Vorwort zur amerikanischen Tabaktrust beliebten Gutscheinsystemis verlangt wird. blattes der Generalfommission" gegen den Partei- neuen Auflage hervorhebt, den herrschenden Klassen neben den Die Berliner Handelskammer, zur Begutachtung aufgefordert, erklärte vorstand und die Breßkommission hat in der gesamten bürgerlichen Kanonen der Könige die Kirche als die allein noch ernsthaft in Be- das Verlangen für unberechtigt. Irgendwelche Momente, welche ein Presse volle Anerkennung gefunden. Die„ Kreuz- Zeitung" ist sogar tracht kommende Macht, welche die bürgerliche Gesellschaft vor der gesetzliches Einschreiten begründeten, lägen durchaus nicht vor, auch so entzildt von ihm, daß sie ihm Donnerstag abend eine zweite fozialistischen Sintslut retten fann. So verdient die Schrift auch in fei der Umsatz des Trusts in Deutschland eher zurüdgegangen als lobende Besprechung zollte. Dagegen ist sie ganz empört, daß der Jeztzeit weiteste Verbreitung. Einzelne Ausführungen, welche gestiegen. Stautsty seinem Artikel in der" Neuen Zeit" über den Jour- dem Standpunkte der Sozialdemokratie nicht entsprechen, hat Bebel Zum Schiffahrtskrieg. Die Schiffahrtsgesellschaft in Bremen, nalismus in der Sozialdemokratie" den Schluß abschneidet, weil er in seiner Broschüre: Glossen zu Ives Guyot und Sigismond die sich Rolandlinie nennt, erklärt, daß die Gründung durchaus nicht vor Drucklegung desselben erfahren, daß die Einstellung der Bolemit Lacroirs Die wahre Gestalt des Christentums!"( Buchhandlung aggreffive Zwecke gegen Hamburger Linien verfolge, sondern lediglich geplant sei; sie bellt:„ Das ist sozialdemokratische Pragis immer Vorwärts, 30 Pf.) kritisch behandelt. Der Preis für die Broschüre der Hebung des Bremer Handels dienen solle. Die neue Gründung gewesen und wird es bleiben, ohne daß darüber auch mir ein beträgt 50 Pf.; sie ist in allen Parteibuchhandlungen erhältlich. sei ein vollständig selbständiges Unternehmen und stehe mit dem Genosse schamrot wird". Ist das nicht heiter? Will uns das Die Prostitution als soziale Klassenerscheinung und ihre sozial- Norddeutschen Lloyd in keinerlei Verbindung. fromme Blatt fagen, ob einem der Redakteure, der ihr fündigt, auch politische Bedeutung." Unter diesem Titel ist im Verlage der Buchnur der hundertste Teil des Raumes eingeräumt würde, den unsere handlung Vorwärts foeben eine beachtenswerte Arbeit aus der Reederei- Gründungen vorgenommen worden, worüber sich die HamEin Reedereisyndikat. In Bremen sind in der letzten Zeit neue Sechs anstandslos eingeräumt bekommen haben und nicht bloß zur Feder Paul Kampffmeyers erschienen. Der Verfasser hat Verteidigung, sondern auch zum Angriff gegen die erste Partei- fich bemüht, alle sozialen Seiten der Prostitutionsfrage zu erfassen burger Linien bedrängt sehen. Um der Konkurrenz zu begegnen, instanz? U. A. w. g. und in seiner Arbeit darzustellen. Hierzu waren ihm viele Quellen haben sich alle größeren Hamburger Reedereien zu einem sogenannten zugängig, die bisher noch wenig bekannt, in schwer zugänglichen Schutzverband zusammengeschlossen. Die Flotte dieser neuen Reederei richtet unsere„ Bremer Bürgerzeitung":" In unserem Dessauer Partei- fasser wendet sich in erster Linie an das kämpfende, um eine höhere umfassenden Schiffahrtstrust führen. Die Leitung des neuen UnterBeus. Mit der Ueberschrift„ Größenwahn oder Naivität?" be- amtlichen und halbamtlichen Berichten vergraben waren. Der Ver- besteht zunächst aus 10 Dampfern von 4000 bis 8000 Tonnen. Der nun entbrennende Konkurrenzfampf wird schließlich wohl zu cienm organ finden wir die folgende Notiz: Kultur ringende Proletariat, dessen weiblichen Witgliedern Zu der morgigen Parteivereins- Versammlung wird auch Genosse so häufig das Schandmal der öffentlichen Prostitution aufgedrüdt nehmens hat vorläufig Generaldirektor Ballin übernommen. Peus erscheinen, einmal weil die Stadtverordnetenwahl und wird. Die Arbeiterklasse bekämpft die Ausbeutung in jeder Gestalt. sodann auch die Borwärts" affäre seine Anwesenheit erwünscht Sie ist also auch berufen, gegen diese Form der Knechtung und rscheinen lassen können. Unterdrüdung die Stimme zu erheben. Der Verfasser zeigt die Mittel, die ihm geeignet erscheinen zur Eindämmung diefes Krebsschadens, und die schließlich zur Ueberwindung der Prostitution, die eine auf das engste mit der heutigen Gesellschaftsordnung ber bundene Klassenerscheinung ist, führen müssen. " Genosse Peus revidiert" lustig drauf los, im großen und im Meinen. Fast in jeder Nummer findet man irgend eine freilich meistens mehr spaßhafte als ernst zu nehmende Sonderbarkeit. In der vorletzten Nummer veröffentlichte er Zehn Gebote für Ehemänner", die so ziemlich die unverfrorenfte Spießbürgerei Der Preis für die Broschüre beträgt 1,50 M.; eine Agitationsdarstellten, die uns je in einem Parteiblatt zu Gesicht gefommen ist. ausgabe foftet 75 Pf. Namentlich den Mitgliedern der Krankenkassen Und die legte Nummer des„ Dessauer Voltsblatts" ziert obige Hof- und anderer Vereine mit ſozialpolitischen Bestrebungen empfehlen nachricht. Bekanntlich ist Beus, wie er seinerzeit selbst in seinem wir die Arbeit zur besonderen Beachtung. Moniteur mitteilte, auch schon einmal für einen leibhaftigen Brinzen gehalten worden. Man denke!" warten. Aus Induftrie und Bandel. Soziales. Bautätigkeit in deutschen Großstädten. Nach dem Berichte des Kölner statistischen Amtes für das Vierteljahr April- Juni 1905 hatte Bremen mit 11,26 Wohngebäuden auf 10 000 Einwohner den berhältnismäßig stärksten Zugang. Es folgen Barmen mit 9,81, Duisburg mit 8,81, Düsseldorf, Dortmund, Kiel und Köln mit 4,98, 4,94, 4,52 und 4,24 usw. Am niedrigsten stehen Altona, Magdeburg und Braunschweig mit 0,79, 0,47 und 0,45. Der Durchschnittssas belief sich auf 2,81. Auf diese großen Unterschiede übt selbstverständlich die Bauweise einen bedeutenden Einfluß aus. Das wird flar, wenn wir nur die Größe der neuerrichteten Kommunalwahlen. Bei der Stadtverordnetenwahl in Chemnit Wohnhäuser ins Auge faffen. Der Kölner Bericht benugt dafür die jiegte in der Klaffe III( Arbeiterstand) die sozialdemokratische Liste, Bahl der in einem solchen Hause neuentstandenen Wohnungen und auf die sich 8968 Stimmen vereinigten. Es wurden gewählt die Kapitalistische Freibeuterei. Durch das Jubilieren über die stellt damit für Charlottenburg 20,80, für Bremen 2,26 als Grenz Genossen Bruno Irmscher, Emil Berger, Gustav Noste, Emil Land- glänzende Konjunktur und die aussichtsvollen Geschäftsergebnisse werte, 7,28 als Mittelwert fest. 11. E. dürfte sich jedoch die Zahl graf, Hermann Krauß, Mag Jungnidel und Karl Reichelt; die drei fönt bereits, wie geisterhaft noch, aber immer vernehmlicher, ein der vorhandenen Wohnräume dafür besser eignen, wenn sich auch letzten find Erfaßmänner. Die bürgerliche Liste erhielt nur 341 Stimmen. unheildräuendes Geflüfter. Bald wird man sehen, daß sich hinter tein absoluter Maßstab daraus ergibt. In den anderen Klassen sind für uns praktische Erfolge nicht zu erhalten sich bereit für einen großen Zug, um nach glüdlicher Bergung mit 70 auf 10 000 Einwohner die erste Stelle ein. dem Glanze große Fäulnis verbirgt. Die spekulativen Freibeuter Nach der Zahl der neu entstandenen Wohnungen nimmt Barmen Den nächstder Beute von neuem auf Raub auszuziehen. Die augenblickliche größten Zugang hatten Bosen mit 45, Duisburg und Kiel mit je 38, günstige Konjunktur in Deutschland hat eine nur ganz schwache Charlottenburg mit 36, Dortmund und Hamburg mit je 31 usw. Grundlage, sie ist die Vorbereitung für eine Strife. Die Handels- Am schwächsten stellte sich, auf die Seelenzahl bezogen, die Bruttoverträge werfen ihre Schatten voraus. Die Erporteure bringen vor zunahme der Wohnungen in Altona und Magdeburg mit je 5 und Inkrafttreten der neuen Zollsäge heraus, was sich nur herausbringen in Braunschweig mit vier auf 10 000 Einwohner. Der Durchschnitt läßt, und die Großimporteure im Auslande suchen bei den kommen- betrug 20. den Veränderungen ihren Vorteil, indem fie die Läger füllen und später, wenn die höheren gölle die Preise beeinflussen, den Auf- richtszeit erfreuten sich Barmen und Duisburg mit 2,84 und 2,16 pet. Im Vergleich mit dem Wohnungsbestande zu Beginn der Be schlag auch von den noch zu den alten Bedingungen hereingebrachten des stärksten Zuwachses. Im übrigen weisen namentlich noch Posen Waren erheben. Die in den Geschäftsberichten vielfach erwähnten( 1,95), Stiel( 1,74), Hamburg( 1,37) hohe, Altona und Magdeburg hohen Auftragsbestände werden weniger dem derzeitigen Bedürfnis,( ie 0,20) dagegen sehr niedrige Werte auf. Im Durchschnitt betrug als vielmehr den angezogenen spekulativen Erwägungen zu danken der Prozentias 0,91. fein. Ist der vorhandene Arbeitsstock erledigt, dann tritt ein bollständiger Umschwung ein; Arbeitslosigkeit wird der herrschende angebot richtet sich nach der Höhe des bereits vorhandenen überDie Bedeutung des Wohnungszuganges für das WohnungsFaltor. Die Hoffnungen, in Rußland jest nach Beendigung des zähligen Vorrats von Wohnungen. Der Prozentsatz der leerstehenden Krieges einen dem Weltmarkt für längere Zeit Stabilität gebenden Wohnungen stellte sich nach den letzten Zählungen am höchsten in Abnehmer zu finden, werden wohl faum noch von irgend einer Dresden mit 7,6. Auch Breslau( 5,7), München( 5,0), Seite genährt. Ehe Rußland als tapitalistischer Staat von den Barmen( 4,7), Posen( 4,7), Königsberg( 4,5), Düsseldorf inneren Krisen soweit genesen ist, um als großer Abflußkanal für( 4,4), Mannheim( 4,2), Hamburg( 4,1) und Duisburg die europäische und amerikanische Industrie funktionieren zu können,( 4,0 Broz.) verfügten über eine reichliche oder wenigstens haben wir den nächsten Krach schon wieder hinter uns. Darüber ist genügende Bahl unvermieteter Wohnungen. Verhältnismäßig wenige Ein neues Fiasko hat die Breslauer Staatsanwaltschaft in ihrem man fich in den zunächst beteiligten Streisen auch gar nicht im Wohnungen standen dagegen in Bremen, Halle, Altona und be Stampfe gegen unser dortiges Parteiorgan, die Volkswacht", erlitten. 3weifel. Der mit den tatsächlichen Verhältnissen gar nicht sonders Dortmund mit 1,8, 1,5, 1,2 und 0,2 Proz. zur Verfügung. Am 20. September erschienen nicht weniger als acht Striminal harmonierende Kursstand der Industriepapiere, die teilweise hervor Bei Gegenüberftellung des Wohnungszuganges und des überzähligen beamte in der Redaktion und suchten nach dem Manuskript eines brängende Haussestimmung sind Produkte freibeuterischer Speku- Borrates zeigt sich, daß, soweit Angaben nach beiden Richtungen am Tage vorher erschienenen Artikels Baren- Knechte". Gleichzeitig lation. Auf der ganzen Linie herrscht der Grundsay: Nach uns vorliegen, in Dortmund die starke Bautätigkeit in einem beträchturde auch in der Wohnung des verantwortlichen Redakteurs, die Sintflut! Die Industriekönige fördern die Haussestimming als lichen Wohnungsmangel und umgekehrt namentlich in Dresden, Genossen Albert, gehaussucht und dieser selbst einer hochnotpeinlichen besten Hebel für Durchführung geplanter Preiserhöhungen, die dann aber auch in München, Magdeburg, Königsberg, Essen, Leipzig, Störpervisitation unterzogen. Der Artikel sollte nach der Meinung wissenden Börsenleute wünschen den Kurs noch zu treiben, um ihren Mannheim usw. die geringere Bautätigkeit in Kopenhagens„ Sozialdemokraten". Die Agitation, die unsere Kopenhagener Parteigenoffen seit Beginn dieses Vierteljahres für die weitere Verbreitung des Hauptorgans der dänischen Sozial demokratie entfaltet haben, ist jetzt vorläufig abgeschlossen. Die Zahl der Abonnenten ist in dieser kurzen Zeit von 42 000 auf 47 000 erhöht worden, also um rund 5000. Man war selbstverständlich von vornherein überzeugt, daß das Ziel, die Abonnentenzahl auf 50 000 zu bringen, nicht mit einem Male erreicht werden konnte. Beim nächsten Vierteljahreswechsel wird die Agitation von neuem aufgenommen; dann kommen im März die Statverordnetenwahlen, päter die Follethings- und danach die Landsthingswahlen, die eben falls gute Gelegenheit zu weiterer Agitation für die Breffe bieten. Es ist taum daran zu zweifeln, daß unter diesen Umständen die gewünschte Abonnentenzahl sehr bald erreicht werden wird, so daß dann auf je 10 Einwohner des Verbreitungsgebietes ein Abonnent der sozialdemokratischen Zeitung kommt, die so wie so schon seit Jahren von allen dänischen Zeitungen die größte Abonnentenzahl hat. in gehoben" ist. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. mur an " 1 einent des Staatsanwalts eine Majestätsbeleidigung und eine Beleidigung Papierbesigstand vorteilhaft loszuschlagen. Und die Banten reichen Angebote von leerstehenden Wohnungen begründet war. des Reichskanzlers Bülow enthalten. Dabei war Wilhelm II. forcieren nach Möglichkeit die Sturse, um zum Jahresschluß günstige Andererseits fällt ein hoher Wohnungszugang bei reichlichem überDem Artikel mit auch nicht einer Silbe erwähnt; Abschlüsse aufstellen zu können. Nachher natürlich, wenn der zähligen Vorrat in Barmen und Posen und eine schwache Wohnungsivar der Hand historischer Beispiele nach Strach, deffen Hereinbrechen schon geräuschvoll Inisternd vernehmbar zunahme bei niedrigem Brogentfag leerstehender Wohnungen in gewiesen worden, daß die preußische Regierung seit Jahrhunderten wird, viele betrogene Beutejäger unter den Trümmern begraben alle und Altona auf. Dabei ist allerdings zu bemerken, daß die ficts vor Rußland auf dem Bauche troch und Bülows Regierung hat, werden die zu hohen Kursen abgestoßenen Papiere für ein Spott- legte Zählung der leerstehenden Wohnungen in München und Altona Dieselbe Kriecherei weiter verübe. Das Fiasto der großen Aktion geld wieder aufgekauft. Aber nicht nur die fleinen, durch künst- um mehr als vier Jahre zurückliegt. Eine bis in die neueste Zeit war also vorauszusehen und so ist nun das Verfahren in der Tat lichen Glanz angelockten Kapitalisten werden beim nächsten Krach reichende, völlig verläßliche Baustatistik fehlt leider. Vollends laffen eingestellt worden. Die Beschlagnahme der noch vorhandenen gründlich zur Ader gelassen, er ist auch das Todesurteil für eine die Berichte. über die Ueberfüllung und Mängel der Wohnungen Exemplare sowie der zur Herstellung benutten Platten 2c. iſt auf- Reihe Kleinerer Unternehmen und vor allem der reinen Werke. Die im Stich. gehoben worden. Im schönsten Juristendeutsch wurde dem Redakteur fommende Strife wird ganz gründlich gegen die Maryvernichter in dem betreffenden Schreiben auch mitgeteilt, daß die Durch- argumentieren. Zurzeit sind die Rohstoff- und Halbzeugproduzenten hatten wir dargelegt, was ein Zeugnis enthalten darf, und ein von Was darf ein Zeugnis enthalten? In Nr. 268 des Vorwärts" fuchung der Wohnung und des Körpers sowie der Expedition auf- mit Eifer dabei, die Preise zu erhöhen, obwohl diese schon jetzt dem Leiter der Deutschen Buch- und Kunstdruckerei, G. m. b. H., in vielfach ein Niveau erreicht haben, das den reinen Werken kaum noch Bom Suchsland. Kürzlich wurde der Redakteur des Haller einen Nugen läßt, während die foalierten Unternehmer bei den von unserer Ansicht den gefehlichen Vorschriften nicht entspricht. Der gebracht, das nach ihnen infolge der eingestellten hohen professors Such sland, der durch seine lächerliche Rederei und habe die Erteilung eines Zeugnisses auch über seine Führung verRohmaterial- und Halbzeugpreise, sehr gutes Auskommen finden. Schreiberei gegen die Konsumvereine„ berühmt" geworden ist, vom Tritt nun noch eine Verschärfung der Situation ein durch Export- bestätigt er unsere Sachdarstellung und bemerft ferner, der Arbeiter Schöffengericht zu 300 Mart Geldstrafe verurteilt. Auf die Wider- erschwerung infolge der erhöhten Zölle, durch starkes Abflauen der Nach langt, das Beugnis enthalte lediglich eine wahrheitsgemäße Wieberhabe die Erteilung eines Beugniffes auch über seine Führung ver flage Thieles wurde aber auch Euchsland wegen Beleidigung zu frage auf dem Weltmarkte und des damit parallel laufenden Preisdruces, langt, das Zeugnis enthalte lediglich eine wahrheitsgemäße Wieber30 Mart Geldstrafe verurteilt. In dem ersten Urteil war be- dann wird zweifellos vielen reinen und fleinen Werken, die jest gabe der vorgefallenen Tatsachen. Der Einsender der Berichtigung" gründend ausgeführt worden, Professor Suchsland habe sich der Drücke- noch wie der auf einer erwischten Planke sich über Wasser haltende irrt in der Annahme, daß wir ein Urteil dahin abgegeben bergerei und gewissermaßen auch der Verleumdung schuldig gemacht". Schiffbrüchige notdürftig die Existenz fristen, das Lebenslicht aus hätten, die Geschäftsleitung halte ihr im Zeugnis wiedergegebenes Hierüber geriet er in der Berufungsinstanz vor dem Landgericht, geblajen. Das fressende akkumulierende Stapital vernichtet unauf- Urteil für unzutreffend. Das Zeugnis soll nach dem Zweck des wo die Sache zum zweiten Male verhandelt wurde, in große hörlich Existenzen, es macht das Heer der Lohnarbeiter größer, die 113 G.-D. dem Arbeiter für die weitere Verwendung feiner ArbeitsErregung. Die Parteien schlossen aber einen Vergleich, nach dem Schar der Selbständigen kleiner, es legt die ökonomische Macht in fraft dienlich sein. Das Zeugnis soll ein" Zeugnis" über Tatsachen Suchsland wie Thiele Klage und Widerklage zurücknahmen und das immer weniger Hände und drängt damit dem sozialistischen Biele enthalten, nicht aber ein Urteil über einen im Zeugnis nicht Verfahren eingestellt wurde; die Kosten trägt aber Thiele. zu, die in der Verwaltung und Produktion Konzentrierte, für eine näher dargelegten Borfall fällen. Nicht ein Zeugnis über das Zentralverwaltung organisierte Gütererzengung in die Regie der Urteil des Arbeitgebers, sondern ein solches über die Leistung von den Produktivmitteln Besitz ergreifenden Gesellschaft zu über- oder Führung verlangt das Gesez. Nach der in der Rechtsprechung führen. überwiegend vertretenen Auffassung hat deshalb das Gericht die Der Arbeiter- Notiskalender für 1906 ist im Verlage der BuchWahrheit des Zeugnisses zu prüfen. Diese Ansicht spricht z. B. das handlung Vorwärts erschienen. Der in Partei- und Gewerkschafts- Expansion in der Elektrizitätsindustrie. Schneller wie in anderen Reichsgericht in einem Beschluß vom 20. November 1899, das Kammerfreisen allgemein beliebte Kalender hat sich als ein nüglicher Rat- Industrien vollzieht sich bei den Elektrizitäts Unternehmen das gericht in einem Urteil vom 23. Dezember 1902 aus. Ebenso legt " Partei Literatur. Gerichts- Zeitung. " Unternehmer Vorteile. blaue Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter. Filiale Berliner Marktpreise. Aus dem amtlichen Bericht der städtischen Rotwild -mit einigen unrühmlichen Ausnahmen die Rechtsprechung des Streitunterstüßung zu verzichten. Dadurch werde Walfischfänger auf dem Treibeise im Arktischen Meere. Elf Gewerbegerichts Zweck und Wortlaut des§ 113 G.-D. aus. Eine der Idealismus gefördert. Es zeige sich immer mehr, daß man die Walfischfänger mit 400 Mann Besaßung sind, in Queenstown einBerichtigung der irrigen Rechtsauffassung der Boffener Kunstdruckerei, Tausendmarkscheine der foalierten Unternehmer nicht mit den getroffenen Meldungen zufolge, im Arktischen Meere in Treibeis geG. m. b. S., ist zu erhoffen. Groschen der Arbeiter überwinden könne, denn die bestgefülltesten raten und haben keine Aussicht, vor Juli nächsten Jahres losBom Berliner Raufmannsgericht. Kassen selbst der größten Organisationen würden bei solchen Riesen- zukommen. Die 400 Seeleute stehen den Schrecknissen des Polartämpfen sehr bald leer. Es sei ja auch gar fein Geheimnis ge- winters mit unzureichenden Vorräten und auch sonst nicht entGehorsamsverweigerung" sollte sich ein Kontorist dem Inhaber wesen, daß der große Metallarbeiterverband bei diesem Kampfe sprechend ausgerüstet gegenüber. Die Mehrheit der Schiffe ging der Firma Hilbert u. Hannemann, Brunnenstraße, haben zu- nicht unerhebliche Kassenbesorgnisse gehegt habe. Gerade jeßt dieses Frühjahr von San Francisco aus in See und sollte Anfang schulden kommen lassen, weshalb er fofort entlassen wurde. Der zeigten uns die Revolutionsstreits in Rußland, was die dortige Herbst dort wieder eintreffen. Die amerikanische Regierung wird Entlassene tlagte auf Schadenersatz. Er war vier Wochen auf Probe Arbeiterschaft aus Idealismus zu leisten vermöge. Ein Streit folge um Entsendung einer Hülfserpedition ersucht werden. engagiert worden, und der Chef will ihm beim Antritt gesagt dem anderen, und kein russischer Arbeiter frage nach Streitunterhaben:" Wenn Sie mir gefallen, tönnen Sie bleiben, aber Ihr stügung. Hier in Deutschland aber seien die Arbeiter in den großen Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 19. November, vormittags Gehalt bestimme ich. Auf den Einwand des Vorsitzenden, daß Verbänden so verzogen, daß ihre erste Frage immer laute: Wie- 8 Uhr, im Rathause, Saal 109, Eingang Jüdenstraße: Bersammlung. diese Art der Gehaltsvereinbarung im Kaufmannsberufe doch viel Unterstützung gibt es denn? Mit einem Auge schielten fie Freireligiöse Borlesung. Um 10%, Uhr vormittags in der Schul- Aula, etwas ungewöhnlich sei, meinte der Beklagte, das mache nach der Unterstützung und mit dem anderen nach ihren Führern. Kl. Frankfurterstr. 6: Bersammlung. Vortrag des Herrn Ewald Vogts er aus Prinzip immer jo, weil heutzutage von Selbständigkeit im Denken und Handeln sowie ein opfermutiger herr- Stettin:" Praktisches Christentum und praktisches Freidenfertum". 100 stellensuchenden Kaufleuten 99 überhaupt gar keine Idealismus der Masse würden in den heutigen großen Organi- Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. wirklichen Kaufleute seien und man daher doch nicht eher ein Gehalt ſationen leider nur sehr mangelhaft gepflegt. Die Unternehmer Oeffentliche Bibliothek und Lesehalle zu unentgeltlicher Be: zusagen könne, bis man die Leistungen des Betreffenden kenne. Die feien uns in dieser Hinsicht überlegen. Sie rechneten bestimmt mit nutzung für jedermann, SW., Alexandrinenſtr. 26. Geöffnet täglich von Entlassung ohne Kündigung wegen Gehorsamsverweigerung" hielt der Anwendung der A- B- C- Aussperrung, ebenso wie mit dem 5-10 Uhr abends, an Sonn- und Feiertagen von 9-1 und 3-6 Uhr. In den Lesefälen liegen zurzeit 515 Zeitungen und Zeitschriften jeder Art der Beklagte für„ doch selbstverständlich". Er wurde vom Vor- Maffenstreit. Deshalb gelte es, die Arbeiter zu vollendeten Klassen- und Nichtung aus. fizenden dahin belehrt, daß dies durchaus nicht so selbstverständlich kämpfern zu erziehen.( Beifall.) Arbeiter- Samariter- Kolonne. Heute abend 9 1hr im Restaurant sei. Infolgedessen erklärte er sich auch bereit, in einen vom In der Diskussion verteidigte Eggert den fraglichen Artikel des Genossenschaftshauses, Stargarderstr. 3: Vortrag über Berlegungen, Borfizenden vorgeschlagenen Vergleich zu willigen. Der Kläger war der Metallarbeiter- Beitung" und hielt es für unangängig, während Bundbehandlung und Blufftillung. Daran anschließend praktische Uebungen. ebenfalls gutmütig genug, den wirklich sehr mageren Vergleich der ersten Dauer einer Aussperrung den Arbeitern eine Verzicht. Da mit diesem Vortrage der praktische Teil des Kursus beginnt, können einzugehen. Er begnügte fich mit 25 Mart. Der Beklagte leistung auf die Unterstüßung zuzumuten. Rußland fönne man noch neue Mitglieder eintreten. Einschreibegeld 25 Pf., Monatsbeitrag 25 Pf. aber gelobte hoch und heilig, tünftig stets beim Engage- hier nicht als Beispiel anführen, denn zwischen einer Revolutions-(.. 29). Hamburg. Sonnabend, den 18. November: Filiale ment von„ Aushülfspersonen" jede Kündigungsfrist von vornherein bewegung und einem wirtschaftlichen Kampfe in politischen Frie Berlin 3: Abends 8%, Uhr bei Kayser, Reichenbergerstr. 157: Mitglieder. schriftlich auszuschließen. Es sei ja noch schöner, wenn er nicht das denszeiten sei doch ein gelinder Unterschied. Was die taktischen Bersammlung. Filiale Berlin 6 bei Wiesenthal, Aderstr. 123: Recht haben solle, einen Kontoristen zu entlassen. der sich weigere, Stampfmittel anbelange, so müsse von Fall zu Fall geprüft und Mitglieder- Versammlung. Vortrag des Kollegen Azmann. " mal" nach Feierabend zu arbeiten. Es ist zu bedauern, daß der entschieden werden. Man könne unmöglich von vornherein be- Berlin 9: Abends 9 Uhr bei Gundlach, Waldemarstr. 24: MitgliederFiliale Charlottenburg: Abends 8 Uhr Kontorist bei dieser Sachlage auf einen Bergleich einging. Ein ftimmen, daß bei Aussperrungen jedesmal die Gesamtzahl der Ar- Bersammlung. im Bolkshause: Mitglieder- Bersammlung. Filiale Rigdorf: derartiges, durch die wirtschaftliche Notlage des Entlaffenen freilich beiter aus den Betrieben herauszuziehen seien. Filiale erklärliches Entgegenkommen fördert das Weiterbestehen solcher Handtke, zweiter Bevollmächtigter des Metallarbeiter- bends 8 Uhr bei Thiel, Bergstr. 151: Versammlung. fortgefegter Mißachtung der zugunsten der Handlungsgehülfen verbandes, hält eine Erziehung der Arbeiter zu bewußten Klassen- Schöneberg: Abends 82 Uhr bei Korn, Gleditschstr. 19: Berlammlung. Sonntag, den 19. November: Filiale Berlin 8: Vormittags gegebenen gesetzlichen Schutzvorschriften. tämpfern ebenfalls für dringend notwendig; dann werde man in 10 Uhr, bei Schirm, Badstr. 19: Mitglieder- Versammlung. Filiale den Gewerkschaften auch nicht mehr vor dem Wort„ Generalstreit" Berlin 10: Bormittags 10 Uhr bei Faber, Stephanstr. 11: Versammlung. zurüdschrecken. Auch vermochte er sich nicht mit jenem Artikel der Sozialdemokratischer Agitationsverein für den Wahlkreis Metallarbeiter- Zeitung" vollinhaltlich einverstanden zu erklären. Arnswalde- Friedeberg. Sonntag, den 19. d. Mts., nachmittags 5 Uhr, Allerdings seien an den Solidaritätsstreit der Maschinisten und in Boekers Gesellschaftshaus, Weberstr. 17: Mitglieder- Versammlung. Die Behördliche Pflichten lassen sich nicht abtreten. Im Drt Langen- Heizer in bezug auf Lahmlegung der Kraftzentralen von vornherein Tages- Ordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Gäste willtommen. diebach war durch Ortspolizeiverordnung verboten worden, während übertriebene Hoffnungen geknüpft worden. Zu mißbilligen sei hierfahren. Dr. Calaminus, der die Vorschrift übertreten hatte, wurde der Maschinisten und Heizer schon vorzeitig durch einen Leitartikel Markthallen- Direttion. Rindfleisch Ia 64-68 pr. 100 Pfund, IIa 57-64. des Vor- und Nachmittagsgottesdienstes die Wilhelmstraße zu be- bei auch, daß der„ Vorwärts" die Absicht von der Herausziehung in zweiter Instanz freigesprochen. Das Landgericht Hanau erklärte in in die Welt hinauspofaunt habe. Dadurch sei es dem Unter- IIIa 50-55, IVa 40-48. Stalbfleisch Ia 85-90, IIa 72-82, IIIa 56-70, dem Urteil die fragliche Ortspolizeiverordnung vom 16. September nehmertum möglich gewesen, rechtzeitig entsprechende Gegenmaß- Hammelfleisch Ia 65-75, IIa 50-60. Schweinefleisch 74-78. 1898 für ungültig und führte aus: Die Verordnung wolle den regeln zu treffen. Einen Verzicht auf die Streifunterſtüßung hält fund 40-52 Pf. Hafen Stüd 3,00-3,75, flein 1,50-2,00. Staninchen Gottesdienst vor Störungen bewahren. Nach dem Gesez vom Redner unter den heutigen Verhältnissen noch nicht für möglich. Stüd 0,60-0,95. Krammetsvögel 0,10-0,25 Pf. Rebhühner, junge la Den Mitgliedern der Metallarbeiter- Gewerkschaft empfahl er 0,80-1,10, junge IIa 0,00, junge fleine 0,00-0,00, alte Ia 0,70-0,75, 9. Mai 1892, das die Kabinettsorder über die äußere Heilighaltung schließlich, im Hinblick auf die Einigkeit des Unternehmertums alte IIa 0,50-0,70. Hübner pro Stüd, alte 0,50-1,50, junge Ta 0,80-1,25, der Sonn- und Feiertage von 1837 auf die neuen Provinzen endlich den Uebertritt zum Metallarbeiterverbande ins Auge zu junge 1,40-2,30. Gänse pro Stüd, Ia 3,50-4,00, IIa 2,50-3,50, pro Bib. do. Ila 0,50-0,70. Tauben, junge 0,40-0,55, alte 0,38-0,40. Enten ausdehne, könnten aber Polizeiverordnungen zur Regelung der frag- faffen. Aus der gegenwärtigen Zersplitterung zögen nur die Ta 0,58-0,68, IIa 0,45-0,58. Hechte 74-81 M., Schleie, unfort. 110. lichen Materie nur von Regierungspräsidenten und Oberpräsidenten erlassen werden. Aale, groß 0,00, mittel 0,00, flein 51 M. Plöten 43 M. Karpfen 0,00, Die Staatsanwaltschaft legte Revision Schlenker führte aus, es feien bei der Aussperrung Lachs 0,00 M., Schellfische 23-27 M., Flunder 0,00 M. pro 100 Pfund. ein und hob hervor, daß die hier in Betracht kommende Ortspolizei- zweifellos erhebliche Fehler von der Zentralstreifleitung gemacht Schottische Bollheringe( gefalzen) 40-44 502 Streble, leine, Schod berordnung gültig wäre, weil die vom zuständigen RegierungsEier, Schoo 0,00. Butter pro IIa 115-122, IIIa 111-114, abfallende präsidenten auf Grund des Gesetzes vom 9. Mai 1892 erlassene worden. So stehe es in schroffem Widerspruch miteinander, daß 0,00 M., unsortiert 0,00 2. Bolizeiverordnung vom 31. September 1996 ausdrücklich den nach durch Herausziehung sämtlicher Arbeiter gedroht habe, später aber Cohen im Anfang mit der gänzlichen Lahmlegung der Betriebe 100 junb Ia 122-126, 90-110. Kartoffeln pr. 100 Pfd. rote 2,00-2,20, Rosen 0,00-0,00, geordneten Ortspolizeibehörden die Befugnis überlasse bevor einer Wahrmachung dieser Drohung zurückschreckte und zum ziehungsweise abtrete, den Gottesdienst gegen örtliche Störungen Schlug sogar schrieb, man sei dem Entscheidungskampfe nur aus zu schützen. Das Kammergericht wies am Donnerstag die Revision der Staatsanwaltschaft zurück. gewichen. Mit bloßen Drohungen werde man die Unternehmer Es erachtete aus den gleichen Gründen wie das Landgericht die Ortspolizeiverordnung rechtzeitig handeln. Statt deffen habe sich die Streitleitung auf ein nicht zu Paaren treiben; da heiße es die Offensive ergreifen und für ungültig und sprach aus, daß eine Delegation der entsprechenden fortwährendes Parlamentieren verlegt. Ueberhaupt fei auch die Berordnungsbefugnis des Regierungspräsidenten an die Ortspolizei- Tattit, den Kleinkampf in den Großbetrieben zu forcieren, durchbehörde nicht erfolgen könne. Der vom Kammergericht be- aus falsch. Der Bund, dem man den Schwanz stückweise abstätigte Grundfaß ist ein Fundamentalgrundsatz jeder nicht absolutes hace, werde zuletzt bissig. Deshalb müßten auch die Großbetriebe Willtürrecht aller Beamten offen anerkennenden Staatsordnung. Es im ganzen angefaßt werden. Redner polemisiert dann gegen ift bemerkenswert, daß der Staatsanwalt diesen Grundsaz an- Handtte und Eggert wegen der prinzipiellen Unterschiede zwischen griff, wiewohl das Reichsgericht und andere Gerichte ihn dem Metallarbeiterverband und der Metallarbeitergewerkschaft. wiederholt als selbstverständlichen Grundsatz auch während Aehnliche Ausführungen machten Schröder und Bedler. des Sozialistengefeßes anerkannt hatten. Wir erinnern an die Schwittau vom Verband der Maschinisten und Heizer rügte Grünauer Maffenanlage wegen vermeintlicher Frebel gegen Anordnungen, die ein untergeordnetes Bolizeiorgan an Stelle des es, daß die Maschinisten und Heizer nicht rechtzeitig zum Streit Oberpräsidenten aus Anlaß einer Laffallefeier angeordnet hatte, fo- aufgefordert wurden. Es liege dies wohl hauptsächlich an der Vorwie an die Belehrung der Staatsanwaltschaft und der Berliner fleine Organisation. Sei doch offen heraus gefagt worden, die Straffammer im Prozeß gegen Johanna Jagert durch das Reichs- Maschinisten und Heizer zählen nicht. Nun, sie hätten gezeigt, daß gericht. Dies fette auseinander, daß ein Polizeileutnant in Berlin sie dennoch zählten. feine Obrigkeit ist, und daß der Polizeipräsident seine obrigkeitlichen BeEs folgte sodann das Schlußwort Wiesners. Von einer fugnisse nicht auf einen Polizeileutnant delegieren könne. Nachdem Resolution wurde Abstand genommen. nunmehr auch das Kammergericht sich davon überzeugt hat, daß Behörden Rechte und damit Pflichten nicht auf ihnen UnterVerband städtischer Arbeiter. Eine außerordentlich starkbesuchte geordnete übertragen können, wird es vielleicht endlich einmal auch Gasarbeiter Versammlung fand am Mittwoch bei zu der insbesondere für Streitpostenprozesse Dräsel statt. Nach einem mit großem Beifall aufgenommenen Reerheblichen Konsequenz gelangen, daß der ferat des Genossen Wuzky über:„ Die Notwendigkeit der ver Schreiber oder Leutnant oder Wachtmeister, der fürzten Arbeitszeit für Gasarbeiter" berichtete Ortssekretär einen Strafbefehl mit einem Trodenstempel an E. Dittmer über den gegenwärtigen Stand der GasarbeiterStelle der Unterschrift des Polizeipräsidenten bewegung. Danach ist seit Erhebung des Kampffonds ein weit versieht, den Polizeipräsidenten nicht vertreten fann, daß größerer Eifer unter die Kollegen gekommen. Leider seien in der mithin die in Berlin erlassenen Strafbefehle größten Berliner Gasanstalt, Danzigerstraße, die Unorganisierten gegen Streitposten auch formell ungültig sind. trob vieler Anstaltsversammlungen usw. noch immer in der MehrHat der Fabrikant gute Sitten? Das Dresdener Oberlandes zahl. Hier werde wohl Haus- und Einzelagitation einfeßen müssen. gericht hatte vorgestern sich mit einer Straffache zu beschäftigen, die In der neuen Gasanstalt Tegel sind bereits über 100 Stollegen dem Ben Frühjahrsstreit der Zigarettenarbeiterinnen betraf. Die durch Verbande beigetreten. Der nächste Vorstoß zur Erringung des aus zutreffende Behauptung, zwei Arbeitswillige seien Streifbrecher, Acht- resp. Neunstundentages müsse spätestens im Frühjahr gemacht Folgende Resolution wurde einstimmig angenommen: hatte einem Streitpostensteher eine Anklage wegen Beleidigung und werden. Berstoßes gegen§ 153 G.-D. eingebracht. Er war auch verurteilt. Die zahlreich versammelten Gasarbeiter der Stadt Berlin ReIn der Revision wurde geltend gemacht, daß die§§ 152 und 153 der Gewerbeordnung verlegt seien, denn durch die Zumutung des Arbeitgebers, aus dem Deutschen Tabatarbeiterverband auszutreten, sei das den Arbeitern nach den Bestimmungen der Gewerbeordnung gefeßlich gewährleistete Sto alitionsrecht gefährdet. Das Verlangen der Fabrikanten auf Austritt aus dem deutschen Tabatarbeiterverbande verstoße gegen bie guten Sitten. Die Koalition müsse frei sein. Das Oberlandesgericht verwarf die Revision und führte an: Der § 153 der Gewerbe- Ordnung sei nicht verlegt, denn die Forde rung des Arbeitgebers auf Austritt aus dem deutschen Tabalarbeiterverbande bedeute keine Verlegung des Gesezes und der guten Sitten. Die sächsische Justiz hat ihre eigenen Wege. Bei der Beratung des bürgerlichen Gesetzbuches wurde von allen Parteien, sogar einschließlich der Konservativen, und von der Regierung an erkannt, daß Berträge, welche die Koalitionsfreiheit beschränken, aweifellos" gegen die guten Sitten verstoßen. Die gleiche Ansicht wird von allen in der wissenschaftlichen Literatur angesehenen Juristen vertreten, z. B. von Bland, Lotmar, Nellen, Köhne. -Verfammlungen. Aussperrungslehren. " 0,00-0,00, runde weiße 1,80-2,00. irsingkohl pr. Schoc 4,00-8,00, Beigrohl 6,00-8,00, Rotkohl 4,00-8,00, hol. 10-13 M. Saure Gurken, Schod 2,00 m. Zentral- Kranken- u. BegräbnisKasse der Sattler„ Hoffnung". E. H. Nr. 64 zu Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege Franz Voß am 15. November verstorben ist. Die Beerdigung findet statt am Sonntag, den 19. November, nachmittags 3 Uhr, vom Strankenhause Moabit nach dem neuen JohannisKirchhof in Plößensee. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. 4836 Allen Freunden, Verwandten und Kollegen die traurige Nachricht, daß unser lieber Sohn Ernst Glagow im ter von 6 Jahren berschieden ist. Um stilles Belleid bittet Familie A. Glagow, Bürstenmacher, Ruppinerstraße 17. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 19. November, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle der Friedens- Gemeinde, Niederschönhausen, aus statt. 4826 erbliden in der Probe- Einführung des Achtstundentages im Verband d. an Holzbearbeitungstortenhaus III, Danzigerstraße, kein genügendes Entgegenkommen feitens der Gasdeputation. Sie erwarten vielmehr, daß in allen Anstalten baldmöglichst der Achtstundentag für Betriebshandwerfer, Ofenarbeiter usw. eingeführt werde und halten insbesondere auch die Durchführung des Neunstundentages für alle Gasanstaltshandwerker, Hofarbeiter usw. für dringend erforderlich. Die Versammelten verpflichten sich, unablässig für die Heranziehung aller Kollegen zum Verbande eine rege Kleinagitation zu entfalten, damit dem Magistrat und den Stadtverordneten die Forderung über kurz oder lang kategorisch unterbreitet werden kann. Ueber die bevorstehenden Delegiertenwahlen zur Betriebs. Krankenkaffe referierte alsdann C. Schabel. Derfelbe gab ein interessantes ausführliches Bild über die schädigenden Wirkungen der Arbeit in den meisten städtischen Betrieben an der Hand des Geschäftsberichts der Betriebs- Krankenkasse. Kürzere Arbeitszeit und befferer Lohn können hier erst Wandel schaffen, dazu bedürfe es aber Alsdann wurde von den verschiedenen einer starken Organisation. Anstalten die Standidatenliste aufgestellt, welche einstimmig zur Annahme gelangte. Mit brausendem Hoch auf den Verband schloß der Vorsitzende Starwit die imposante Versammlung Eingegangene Druckfchriften. Vermischtes. Ueber dieses Thema wurde am Donnerstag in einer Versamm Geschäftsbericht der Norddeutschen Lederpappenfabriken, A. G., für Tung der Metallarbeiter Gemertschaft, die im neuen die Zeit vom 1. Oftober 1904 bis 30. September 1905. Gingesandt von „ Handwerkersaal" in der Sophienstraße stattfand, sehr eingehend S. 2. Landsberger, Berlin. diskutiert. Wiesner besprach in seinem Referat besonders die Werbe gefund! Zeitschrift für Volksgesundheitspflege und KrankheitsAussperrung in der Elektroindustrie, wobei er es als eine tattische verhütung. Herausgeber Dr. med. G. Liebe. Verlag Th. Krische, Erlangen. Unflugheit der Streifleitung bezeichnete, daß diese es abgelehnt habe, die angebotene Mithülfe der Partei anzunehmen. Von namhaften Führern sei ganz unverblümt der Standpunkt vertreten Flucht einer Prinzessin. Ueber ein Gegenstück zur Flucht der worden, jebe Einmischung der Partei könne den Gewerkschaften bei derartigen Kämpfen mehr schaden als nüßen. Redner tritisierte Gräfin Montignofo wird uns aus Wien depeschiert: Wie man dem dann scharf den letzten Aussperrungsartikel der„ Metallarbeiter- N. W. Abendbl." aus Stonstantinopel meldet, ist die Gemahlin des Beitung", wogegen er die Haltung des Vorwärts" und besonders egyptischen Prinzen Said Bey mit einer franzöfifchen Gouvernante den Artikel des Genossen John in der„ Neuen Zeit" durchaus entflohen. Die Dame habe sich auf einem französischen Schiff, deffen billigte. Eine Hauptlehre dieses Kampfes sei, daß die Arbeiter Kapitän in den Fluchtplan eingeweiht war, nach Frankreich ein baran gewöhnt werden müßten, bei zukünftigen Aussperrungen geschifft. Die Prinzessin hat dort seinerzeit an der Seite ihres Gemindestens die ersten 14 Tage freiwillig auf mahls ihre Flitterwochen zugebracht. " 1 d.an Maschinen beschäftigt. Arbeiter Berlins und Umgegend. Am Mittwoch, den 15. November, verstarb unfer Mitglied Johann Studzinski. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 19. November, nachmittags 3, Uhr, von der Leichenhalle des St. Sebastian- Kirchhofes in Reinidendorf, Humboldtstraße, aus statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet 76/5 Der Vorstand. Kreuzberger Harmonie. Den Mitgliedern die traurige Nachricht, daß unser altes treues Mitglied Wilh. Juhre den 17. d. M. am Schlaganfall geftorben ist. Wir werden ihm bauernb ein gutes Anbenfen beDer Vorstand. Näheres betreffs Beerdigung stehe Annonce morgen. 66/6 wahren. Danksagung. Zentralverband der Schuhmacher Deutschlands. Am 14. d. m. verstarb unser Mitglied Paul Schultz. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 18. d. M., nachmittags 4, Uhr, von der Leichenhalle des Friedhofes der Martus Gemeinde Wilhelmsberg aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 170/18 Die Ortsverwaltung. Verband der Fabrik-, Land-, Hülfsarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands Ober- Schöneweide. Zahlstelle Todes- Anzeige. Am Mittwoch verstarb nach langem Leiden unsere Kollegin, Frau Anna Büchner. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 19. d. M., nachmittags 3 Uhr, von der Charité aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 104/2 Die Ortsverwaltung. Allen Verwandten zur Nachricht, daß meine liebe Frau Albertine Wolff, geb. Mühlbrett, am Mittwoch, den 15. November, gestorben ist. Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 18. November, nachmittags 3 Uhr, von der Halle des Begräbnisplatzes der Jrrenanstalt in Eberswalde aus statt. Julius Wolff, Weißenfee. Danksagung. Für die herzliche Teilnahme sowie reichlichen Kranzspenden bei der Be erdigung meines lieben Mannes, des Tischlers Otto Pürschel jage ich allen Teilnehmern, insbesondere den Genossen von Berlin, der Redaktion des Vorwärts", den Radfahrern des A.-R.-B., Solidarität" und Freiheit", sowie den Kollegen, dem Holzarbeiterverband, den Blätterinnen und Herrn Waldeck Manasse meinen 4956 tiefgefühlten Dank. Karoline Pürschel nebit Kindern Die trauernde Witwe und Mutter. Danksagung. Für die zahlreiche Teilnahme bei der Beerdigung meiner Frau sage Für die rege Beteiligung und zahl allen Verwandten, Freunden, Bereichen Frangipenden bei der Beerdi- fannten, sowie den Galvaniseuren und gung meines lieben Mannes jage allen Stollegen der Deutschen Telephon Freunden und Bekannten, insbesondere Werke, dem Personal der Buchdruckerei der Direktion, dem Personal und den Elsner und dem Männer- Quartett tollegen der Brauerei Königstadt nochmals meinen besten Dank. Albert Fuchs, meinen aufrichtigsten Dant. Wwe. Minna Hoelke. 4885 Rottbuser Ufer 5. 4796 Für den Inhalt der Inserat übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber teinerlei Verantwortung. Theater. Urania Tauben8 Uhr: str. 48/49. Im Lande der Mitternachtssonne. Hörsaal 8 Uhr: Dr. Donath Elektromagnetismus. 4 Uhr: Tierleben in der Wildnis. Sonnabend, 18. November. Sternwarte 57/62. Anjang 7 Uhr: Opernhaus. Mignon. Schauspielhaus. Der Schwur der Trene. Neues. Ein Sommernachtstraum. Westen. A Santa Lucia. Nachmittags 3 Uhr: Siegfrieds Tod. Deutsches. Der Kaufmann von Venedig. Berliner. Sean. Kleines. Ghetto. B Anfang 8 Uhr: Schiller 0.( Wallner Theater.) Der Beilchenfresser. Schiller N.( Friedrich Wilhelm. städtisches Theater). Zapfenstreich. Leffing. Stein unter Steinen. Komische Oper. Hoffmanns zählungen. Zentral. Musette. Nachmittag 4%, Uhr: Prinzeßchen Goldtraut. Residenz. Der Prinzgemahl. Trianon. Der letzte Troubadour. Lustspielhaus. Die heilige Sache. Thalia. Bis früh um Fünfe! Nachmittags 4 Uhr: Hänsel und und Gretel. Carl Weiß. Die Waise aus Lowood. Invalidenstr. CASTAN'S PANOPTICUM Friedrichstr. 165. „ Ernte“. Schattenspiel in 9 Bildern. Wanderung durch das Niltal. Restaurant: Original Nürnberger Sänger. Deutsch- Amerikanisches THEATER Köpenickerstraße 67-68. Heute abend 3 Uhr, Gastspiel Ad. Philipp 78. Male: zum Aber, Herr Herzog! Sonntag nachmittag 3 Uhr: Halbe Preise! Ueber'n großen Teich." Sonnabend, den 25. Novbr, 1905, nachm. 4 Uhr: Nachmittags 4 Uhr: Der Ratten- KINDER- VORSTELLUNG. fänger von Hameln. Luisen. Der Mann im Monde. Deutsch Amerikanisches. Herr Herzog! Zum 1. Male: ber ,,, Hänsel u. Gretel" Metropol. Auf-ins Metropol! Kasino. Das Opferlamm. Avollo. Prinzeß Rosine. Walhalla. In Lebensgefahr. in AMERIKA Kleine Preise. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- Wilh. Th.) Sonnabend, abends 8 1hr: Sonnabend, abends 8 11 hr: Zapfenstreich. Drama in 4 Aufzügen von Franz Adam Beyerlein. Der Veilchenfresser. Rustipicl in 4 Aften von G. v. Moser. Sonntag, nach m. 3 11 br: Der Traum ein Leben. Sonntag, abends 8 11 br: Der Veilchenfresser. Montag, abends 8 Uhr: Zapfenstreich. Sonntag, nach m. 3 Uhr: Crainquebille. Die Bäuerin. Abschied vom Regiment. Sonntag, abends 8 Uhr: Zapfenstreich. Montag, abends 8 11 hr: Der Veilchenfresser. Teue freie Volksbühne Achtung, Mitglieder! Für die neulich angekündigte Sonder- Vorstellung ,, Aschenbachs" im Neuen Theater( Bußtag abend) hat sich ein so unvermutet starkes Interesse kundgegeben, daß die sämtlichen Karten schon drei Tage nach Erscheinen der Ankündigung vergriffen waren. Um den zahlreichen Nachfragen zu genügen, haben wir im Einverständnis mit den mitwirkenden Künstlern und dem technischen Personal des Theaters eine zweite Aufführung des Stückes auf den Buẞtag nachmittags 3 Uhr angesetzt. Zu dieser zweiten( eigentlich ersten) Aufführung der Novität sind noch Karten( nur für Mitglieder, Gäste strengstens ausgeschlossen) an den Zahlstellen zu haben. Es ist besonders darauf zu achten, daß zwischen den Karten für die Nachmittags- und die Abend- Vorstellung keine Verwechselung entsteht. 151/2 Der Vorstand. I. A.: Heinrich Neft. Zirkus Albert Schumann Heute abend präzise 7, Uhr: Herrnfeld. Familientag im Saue Kasino- Theater IX.Grande Soirée High- Life. Gala- Progr. Prellstein. Wintergarten. Otero. Speziali täten. 37. 8 Rovität! XI. Berliner Saison. Zirkus Busch. Gala- Premiere! 1. Aufführung des diesjährig. gr. Manege- Schaustückes. Bolle Caprices. Stas em ate Das Opferlamm. Vier indische Zauberer Indien. Folies Nach Zapfenstreich. Vorher: Soll und Haben. Spezialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Passage. Spezialitäten. Ironin. Taubenstraße 48/49. Nachmittags 4 Uhr: Tierleben in der Wildnis. Abends 8 Uhr: Im Lande der Mitternachtssonne. 8 Schwank in 3 Atten von Walther und Stein. Borher: Jm Spreewald. Operette. Der berühmte Kapitän Martens etc. Lustspielhaus. Abends 8 Uhr: Im Hörsaal& Uhr abends Dr. Die heilige Sache. Donath: Elektromagnetismus. Sternwarte, Invalidenstr. 157/62. Täglich geöffnet von 7 bis 1 libr. Berliner Theater. Kean. Luftspiel in 5 Aufzügen aus dem Französischen des Aller Dumas. Anjang 7 Uhr: Sonntag: Die Jungfrau von Orleans. Nachm. 3 Uhr: Kean. Montag: Andalosia. Neues Theater. Anfang 7, Uhr. Sin Sommernachtstraum. Morgen u. folgende Tage: Ein Sommernachtstraum. Residenz- Theater. Direktion: Richard Alexander. Heute und folgende Tage 8 Uhr: Der Prinzgemahl. Satirischer Schwant in 3 Alten von 2. Xanrof und J. Chancel. Sonntag nachmittags 3 Uhr: Der Schlafwagenkontrolleur. Carl Weiß- Theater. 4 Gr. Frankfurterstr. 132. Nachm. 4 Uhr: Kinder Vorstellung: Der Rattenfänger von Hameln. Abends 8 Uhr: 11. Vorstellung im Volts- u. Schauspielzyklus. Spielleiter: Klär- Kleyn. Die Waise aus Lowood. Sonntag und folgende Tage: In Kleines Theater. Berlin it was los. Abends 8 Uhr: Ghetto. Sonntag nachm. 3 Uhr: Nachtasyl. Abends 8 Uhr: Ghetto. Passage- Theater. Anf. der Abendvorstellung 8 Uhr. Zentral Theater Bozena Bradsky Nachm. 4, Uhr, halbe Preise, Kinderborstellung: Prinzeßchen Goldtraudt. 8 Uhr: Musette. Luisen- Theater. Abends 8 Uhr: Der Mann im Monde. Sonntagnachm.: Othello. Abends: Faust. Montag: Ein Blizmädel. in ihrer entzückenden Duncan Parodie. Paul Jülich der unverwüstliche Humorist. 14 neue erstklassige Nummern. Walhalla Theater Unter dem Protektorate des mit ihren hier noch nie gefehenen Hofkünstler des Maharadjas v. Mysori unglaublichen Zauberkünften. Der fchwarze Stern! Miß Texas Hattie. Ferner: Sämtl. Spezialitäten. Die beliebte jugendliche Schuleiterin Fri. Dora Schumann und Direktor Albert Schumanns neue und moderne Dreffuren. Zum Schluß: Einzig dastehender Erfolg! Die reizende Sportpantomime: Der Tag des Original- Pantomime desZirkus Busch, in 3 Akten u. 3 Bildern. Inszeniert v. Kommissionsrat Paul Busch. Verfaßt und einstudiert v. Herrn BurkhardtFoottit. Tänze vom kgl. ital. Hofballettmstr. Ottavi. Musik vom Kapellmeister Taubert. Kostüme von den Hoflieferant. Baruch& Co. und Verch und Flothow. Elektrische Lichteffekte von den Hoflieferanten Schwabe& Co. Dekorationen v. Müller& Schäfer. Plastische Dekorationen, Möbel und Englischen Derby. Wagen von Victor Reinhold. Englischen Derby. Morgen Sonntag: 2 große Vorst., nachm. 3%, Uhr( ein Kind frei), und abends 7 Uhr. In beiden Borstellungen: Bier indische Zauberer. Mik Texas Sattie. Das große internationale Programm und: Der Tag des Englischen Derby. Gebrüder HerrnfeldTheater. Zum 15. Male die Novität: Familientag im Hause Prellstein. Stomödie in 3 Aften bon Anton und Donat Herrnfeld. Mitwirkende Darsteller: Angelika Frey, Frida Levermann, Carla Mutzbauer, Else Gressin, Käthe Dreher, Julie Loibl- Hahn, Joseph Aschinger, Jacques Morway, Jacques Glaser, Ernst Groß, Jos. Engler, Eugen Neutert, Rich. Goltz, Max Zilzer, Fritz Ruß, Hugo Döblin, Bernh. Foerster, Paul Hierson, Albert Blumenreich. Ferner: Donat Herrnfeld als , Esau Prellstein". Anton Herrnfeld als 99 , Winkelkonsulent Schestak". Anf. 8 Uhr. Trianon- Theater. Herrn Professor Reinhold Begas ant. 11r. Borvertauf 11-2 Uhr Anfang 8 Uhr. Der letzte Troubadour. Luftspiel in 3 Atten von Fred Gréfac 9 und Pierre Béber. Deutsch von Alfred Halm. pollo- Theater Zum erstenmal! 914 Unter persönlicher Zeitung des Komponisten Prinzeß Rosine Burlest- Operette Paul Lincke bon Borher 8 Uhr: Die November- Spezialitäten. Metropol- Theater Anfang 8 Uhr. ! Auf- in's Metropol! Große Jahresrevue mit Gesang u. Tanz in 9 Bildern v. Jul. Freund. Musik von Viktor Hollaender. Rauchen in all. Räumen gestattet. Gr. Ringkampf- Konkurrenz. Heute ringen: ( Theaterkasse). Terrassier( Belgien) gegen Bau( eft- Fröbels Allerlei- Theater falen). Schwarz( Berlin) geg. Eberle( Deutschland). Estifeiew( Rußland) gegen Mießbach ( Sachsen). Hein( Berlin) gegen Weber( Deutsch land). Beginn der Vorstellung 8 Uhr. Beginn der Ringfämpfe 9 Uhr 45. Rauchen in allen Räumen gestattet. Colosseum Dresdenerstr. 97. njang 8 Uhr- Sonntags 7 Uhr. grandiose Spezialitäten die best. Komiter u. Soubrett. Bendig. Little Carlsen, Oskar Fürst, Hochgemuth, van Roy, Fanny Behrens. Debüt: Flora Fleurette. Geschwister Andraschy. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Humoristische Volksvorstellung. Jeber Play 50 Pf., Loge und I. Parkett 70 Bf. 1 Kind frei. 3m Konzert- Saal: Täglich: 2 Kapellen mit ber. Natursängern. Schönhauser Allee Nr. 148. Jeden Sonntag und Mittwoch: Konzert, Theater u. Spezialitäten. Neue Spielfolge. Anfang Sonntags 6 Uhr. Wochentags Uhr. Nach jeder Vorstellung: Großer Tanz. W. Noacks Theater. Direktion: Rob. Dill. Brumenstr. 16. Wintervergnügen des Außerdem: Das GalaDS Riesenprogramm. Avis! Morgen Sonntag: 2 große Vorstellungen, nachmittags 4 Uhr u. abends 7, Uhr. Nachm. 4 Uhr: Zum erstenmal: 6 indische Original- Fakiere. 10 dress. Elefanten. Mexiko. Abends 7, Uhr: Indien. Komische Oper. Friedrichstr. 104-104 a. Sonnabend, den 18. November, abends 8 1hr: Eröffnungs- Vorstellung! ,, Hoffmanns Erzählungen". Phant. Oper i. 3 Aft., einem Vor- und einem Nachspiel v. Jacques Offenbach. Sonntagnachmittag 3 Uhr: ,, Hoffmanns Erzählungen" Ermäßigte Preise. Sonntagabend 8 Uhr: ,, Hoffmanns Erzählungen." Montagabend 8 Uhr: ., Hoffmanns Erzählungen." WIME! 765 OTÉRO und ein auserlesenes Künstler- Programm. Belle- Alliance Bernhard Rose- Theater Theater- Variété. Anfang 8 Uhr. Ein Abend in einem amerikanischen Tingel- Tangel. Georg Kaiser La Laure Etoile Excentrique. Sonntag 2 Vorstellungen, nachm. 3 Uhr: Volkspreise. Jeder Sitzplatz GO 1. inkl. Garderobe Pf. Sanssouci, Kottbuser str.4 Direktion Wilhelm Reimer. Sonnt., Mont., Donnerst.: Hoffmanns Norddeutsche Sänger und Tanzkränzchen. Sonntags Beginn 5 Uhr, wochentags 8 Uhr. Jed. Dienstag, Mittwoch: Theater- Abend. Gastsp. d. Löwe- Ensembles. Der fleine Saal( 150 Berf.) ist noch einige Sonnabende zu vergeben. Sonnabend, den 18. November, nachm. 3, Uhr, 1. Kindervorstellung: Prinzessin Taufendschön. Palast- Theater Burgstr. 24, 2in. v. Bh. Börse. Täglich 8 Uhr. Entree 50 Pf. Das glänzende November- Programm. Unter anderem: Carl Braun in seiner Komödie„ Im weißen Rößl". Hierauf: Komponisten- Wettstreit. Gesundbrunnen, Badstraße 58. Die eiserne Maske oder: Die Geheimnisse eines Königshauses. Schauspiel in 5 Abteilungen( 6 Bild.) nach dem Französischen von Lebrun. Anfang 8 Uhr. Kasseneröffnung 7 Uhr. Sonntag nachm. 3 Uhr bei volkss tümlichen Preisen: Die eiserne Maske. Abends: Die Maschinenbauer von Berlin. Variété Elysium Kommandantenstraße 3/4. Bis 30. November 1905: Großer internationaler Soubretten- Wettstreit. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Zum Schluß! Neu! Fräulein Doktor. Zeitburleske von Meysel. Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags spars 7 Uhr. Gustay Behrens SpezialitätenTheater FrankfurterAllee 85. Allabendlich folossaler Beifall! Signor Franzesko, Neu! Neu! Reu! Bargold Neu! wunderbarer Frosch mensch am Trapez. Neu! Die 4 Vollmers, Neu! Elite- Akrobaten. Neu! der einbeinige Universal- Artist. Die weiße Dame. Bosse mit Gesang von D. Richter und 10 erstklassige Nummern. Neu! Familienkarten in allen Barbier-, Frisier- und Zigarrengeschäften fowie und im Theaterbureau unentgeltlich zu haben. 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( Ohne Gewähr.) 131 46 382 619 747 513 56 652 60 68 946 98 80 569 96 784 936 66 91 Nachdruck verboten. 1086 312 572 645 973 2005 3000 26 85 249 413[ 3000] 4255 430 554 95 766[ 3000') 886 996[ 500] 5225 94 355 95 704 18 99 6327 29 600 889 7055 126 231 313 704 800[ 500] 80 937 8097 193 95 259 306 600 719 814 30 78 9093[ 500] 118 43 301 57 62 405 658 904 10351 463 97 629 64 894 11066 125 309 467 712 31 808 922 12012 115 261 489[ 1000] 716 927 50 91 13273 96 340 407 52 535 43 48 54 655 767 71 875 14076 80 88 130 47[ 1000] 294 315[ 500] 30 741 72 92 15055 236 83 553 719 911 73 16085 231 345 481 536 71 74 736 868 85 17229 302[ 500] 409 61 811 78 937 18016 295 468 554 80 620 19012 87 102 38 235[ 500] 345 441 69[ 1000] 677 734 60 805 39 908 20033 250 65 376 539 657 770 815 24 918[ 1000] 21010[ 3000] 144 446 535 677 81 741 22039 87 136 46 359 624 745 99 851[ 30001 99 934[ 3000] 23019 432 81 91 523 90[ 1000] 638 24293 631 996[ 1000] 25135 393 954[ 1000] 26013 108 675 746 907 27110 271 493 609[ 500] 910 28112 84 224 29013 433 58 563 662 713 61 990 97 30286 333 553 97 1500] 723 26 37[ 3000] 54 57 850 81 919 31146 470 522 663 874[ 500] 911 12 [ 30 000] 32120 61 279 619[ 3000] 69 774 33142 530 899 986 34191 239 575 99 673 35020 84 86 229 303 7 28 76 425 54 T5001 95 525 811 58 76 932 36098 1500] 172 372 499 511 50 705 897 986 37134 95 [ 500] 263 64 67 895 975 80[ 500] 38043 389 456 571 663 713 912 80 39206 83 332 515 676 926 40123 43 546 957 41206 473 79 564 828[ 3000] 49 925 64 70 77 42102 43 76 263 338 57 64 81 97 464 80 515 44 997 43063 91[ 3000] 138 230[ 5000] 300 494 622[ 1000] 785[ 500] 867[ 3000] 44428 731 96 909 94 45024 132 40[ 1000] 209 544 600 24 52 870 936 46023 87 140 85 284 316 59 579 81 806 98 47080 181 348[ 500] 509 787 889 48083 274 399[ 500] 653 92 736 49047 589 605 827 29[ 1000] 80 967 50373 80 649 928 39[ 30007 72 51097 557 604 730 807 16 979 52039 68 140 67[ 500] 283[ 500] 350 54 646 899 918 53048 343 787 851 901 11 18 54030 114 208 99 362 476 575 612 65 88 846[ 1000] 83 94 130001 938 55282 460 557 74 732 65 863 75 978 56125 52 318 80 429[ 1000] 527 638 764 57088 127 209 61 505 662 65 772[ 3000] 903 58216 18 74[ 1000] 457 547 604 838 981 59078 152 76 99 324 632 774 875 959 99 60144 256 312 99 480 570 843 50 61231 320 28 601 90 716 62230 87 97 345 94 419 559 780 909 63010 48 96 214 62 308[ 1000] 512[ 500] 26 31[ 500] 65 680 87[ 1000] 92 744 913 64116 214 550 99 657 719 64 804 913 59 82 83 65319 454 662 756 80 847 66171 297 411 519 910 36[ 3000] 67006[ 3000] 320 408 [ 1000] 36 596 613 73 953 61 68111 23 273[ 500] 98 99[ 500] 405 514 20 736 915 85 69002 4 113 47 [ 3000] 72 232[ 500] 650 873 70129 34[ 500] 381 504 758 66[ 1000] 810 16 31 63 1500] 942 71074 116[ 5001 439 515 28 765 78 85 917 72031 54 79 191 409 75 524[ 1000] 824 96 928 73051 842 985 90 74010 114[ 5001 267 370 90 462 512 729 83[ 1000] 837 963 75198[ 500] 272 694 780 848 76381 914 30 77093 372 413 596 656 82 753 827 963 78313 526 48 54 78 720[ 10 000] 80 807 96 920 96[ 3000] 79316 618 80084 176 317 518 46 628[ 500] 732[ 1000] 863 933 81211 92 329 433 650 882 939 82027 50 304 69 700 83033 137 295 301 2 10 45 64 80 81 419 564 661 90 130001 84238 79 314 826 85245 47 325 95 [ 5001 423 41[ 1000] 503 770 865 962 86003 153 75 83 215 65 601 53 771 809[ 500] 78 87031 134 221 55 [ 500] 60 459 797 864[ 30001 88036 160 325 39 651 55 89080 129 67 201 510[ 3000] 609 86 732 865 90179 488 715 901 91008 14 273 384 835 76 943 78 92392 480[ 500] 649 797[ 500] 833 37 93190 395 476 552 656 793 811 73 948 94080[ 10001 156 219 1000] 97 307 22 32 47 56[ 500] 79[ 1000] 571 673[ 500] 74 83 748 79 817 76 95040 68 108 237[ 500] 513 719 T500] 860 62 96156 235 47 419 556 65 67 754 72 817 25 97026 146 94 202 775 879 930 98328 99250 [ 1000] 74 310 77 499 601 48[ 1000] 73 734 51 100061[ 500] 92 471 76 98 817 101011 53 151 422 71 536 697 923 102052[ 30001 110 215 310 536 959 87 103057 143 291 315 579 723 97 803[ 500] 104085 309 52 74 400 46 593 663 761 997 105202 368 483 553 722[ 1000] 37[ 500] 904[ 500] 51 106168 294 349 421 [ 500] 41 73 640 42 738 73 107073 159 228 398 534 658 726 820 37 977 108158[ 1000] 461[ 5000] 660 880 109017 284 495 553[ 5001 624 768[ 5001 822 25 110023 66 432 99 620 65 747 77 78 111186 295 371 463 503 710[ 500] 889 948 112180 488 544 62 661[ 1000] 76 854 970 113080 257 93[ 500] 505 698 701 874 114355 495 579 687 732 115129 240 373 486 502 654 829 74 116008 237 371 518 38 811 19 46[ 500] 75[ 500] 117130 293 536 624 26 808 118086 231[ 500] 32[ 3000] 328 75 97 712 17 948 71 119016 73 145[ 3000] 264[ 500] 648 895 958 120077 117 49 284 93 449 620 741 46 78[ 3000] 122104 20 221[ 1000] 438 121008 120 430 608 967 45821 Kartoffel- Kahn 4682L* Wo tanzen wir Sonntag? Linden- Garten, Nieder- Schönhausen, 123210 644 788 124088[ 500] 581 895 125040 1000 243 451 527 11000 78 126.00 68 175 247 57 1500) 99 516 758 15001 862 15001 925 127071 115 31 205 35$ 585 861 15001 946 128067 70 199 1500 237 1000] 394 110001 766 912 13 129173 276 374 511 732 922 130001 82 10001 170[ 1000] 214 321 30 415 21 [ 500] 572 605 15001 732 806 131013 106 10001 87 207 59 89 462 528 15001 874 132154 370 93 922 133146 57 415 586 130001 698 836 134082 664 85 718 917 77 87 5001 135349 433 530 844 136057 161 94 203 328 35 576 748 841 950 11000] 137053 94 239 355 500 45 775 85 873 970 138023 239 59 328 402 92 600 810 38 922 52 139010 67 90 197 271 375 719 23 928 69 140119 253 395 423 546 719 25 81 894 141021 27 168 83 238 59[ 1000] 311 444 609 85 795 945 142488 566 709 810 143007 165 235 58 368 418 821 55 965 144086 185 87 240 312 1500] 433 549[ 1000] 737 803 4 922 145132 58 69 288 468 585 15001 604 146352 86 96 440 56 13000] 70 770 96 968 147142 399 565 75 692 807 81 148114 70 214 464 593 878 [ 500] 908 149174[ 1000] 277 88 469 535 656 753[ 500] 150345 603 784 868 151072[ 3000] 138 75 288 353 420 666 749 823 33-925 152071[ 1000] 74[ 1000] 287 541 93 811[ 1000] 925 153098 224 40[ 500] 496 747[ 1000] 77 880 154172 219 63[ 500] 87 310 19 512 47 70 779 91 904 155036 107[ 3000] 35 204[ 500] 25 35[ 1000] 36 51 405 500 89[ 500] 97 818 59 156012 29 185 353( 3000] 467 553[ 10001 614 80 837 930 157317 60[ 500] 61 636 69 751 65 832 902 158370 483 847 905[ 1000] 28 159158 87 355 410 52 576 740 828[ 1000] 52 160116 349 60 89 457 549 782 161091[ 500] 375 [ 3000] 573[ 3000] 602 17 25 63 796-817[ 1000] 162034 144 45 243 77 439 95 500 15001 22 654 728 163066 419 87 592[ 500] 826 164032 77 102 438 78 94 559 623 45 808 12[ 1000] 912 165215 633[ 5001 42 702 889 [ 500] 921[ 500) 94 166155 73 245 46 636[ 1000] 785 812 167066 347 756[ 1000] 168019 55 143 59 80 248 721 1500] 860 907 169163 68 94 201 42 77 321 620 95 709 19 30 824 170065 100[ 3000] 256 335 621 30 720 872 962 171255 536 39 740 835 915 87 172300 40 457 577 751 55 173181 323 438 543[ 1000] 647 58 811[ 500] 22 34 973[ 3000] 174002 223[ 1000] 31 310 782[ 500] 175041 148 209 12[ 500] 423[ 500] 841[ 500] 903 176132 51[ 3000] 222 83 408 68 571 638 39 42 808 177152 363 637 55 721 82 178062 126 77 94 223 343 57 528 607 89 790 838 981 179004 393 519 661 81 757 [ 3000] 67 878 180009 290[ 500] 341 468 80[ 500] 701 11[ 500] 13 828 934 181024 109 357 556 926 182230 84 525 41 637[ 1000] 705[ 3000] 95 183128 47 438 531 613 810[ 3000] 927 28 184005 166 201 36 53 391[ 500] 561 796 810( 500] 43 970 185009 128 274 355[ 1000] 414[ 500] 34 70 558 645 747 939 186093 146 267 73 374 130001 573 603 95 718 55 860 923 63 187046 221 376 524 693 188093 138 97 331 562 82 98 711 77 189170 219 88 340 400 26 560 76 621 93 736 991 190245 51 489 658 733 99[ 500] 950 191180 530 78 646[ 500] 719 813 905 34 192070 221[ 3000] 492 591 862 968 193213 84 750 870 907[ 1000] 82 194058 [ 3000] 68 188 614 99 781 852 979 195158 437 520 670 196072 208 11 56 444 65 1500] 583[ 10001 785 964 86. 197498 623 85 830 198017[ 500] 118 26 37 48 241 339 524[ 1000] 607 707 81 909 17 38 81 95 199402 546 611 f1000] 76 871 200071 100 4 58[ 3000] 423 54 734[ 1000] 847 53 926 201136 82 93 327 409 605 12 831 909 53[ 500] 202233 549[ 1000] 74 619[ 1000] 785 829 90 927 203076 94 184 359[ 1000] 89 500 26 756 92 926 83 204277 524 58 909 40 205004 11000 105 23 200 512 670 793 838 206065 306 1500] 430 528 600 732 97 848 60 96 911 51 207123 374 641 90 750 858 208033 281 591 657 64 65 741 914 209070 128 215 73 1500] 609 9.9 210005 50 104 27[ 1000] 79[ 3000] 439 608[ 1000] 765 815 34 35 99 924 26 52[ 1000] 211047 218 24 404 12 716 822 212027 496 865 213019 56 81 97 110 259 309 449 577 1500] 705[ 3000] 39 888 214058 100 33 44 300 744 94 845 60 215083 429 682 722 87 216080 116 387 422 76 611 740 803 966 81 217085 128 277 315 490 702 88 801 72 985 218079 82 437 43 791 890 219344 482 88 514 619 706 52 889 220303 221020 31[ 3000] 99 354 1500] 479 82 547 707 12 74 86 222093 294 402 17 130001 20 24 80 506 771 223213 94 376 446 541 638 726 867 908 21 82 224053 238 344 61 420 574 602 983 225068 94[ 3000] 141[ 1000] 564[ 1000] 668 84 800 1 906 39 226014 [ 1000] 86 105 376 414 29 84 602 6 17 46 813 922 227045 5001 405[ 3000] 640 61 92 777 804 72 228081[ 500] 366 1000] 458 71 589 759 816 33 924 33 229007 57 108 289 411 30 35 726 890 230136 82 230 78 351 563 620 61 927[ 3000] 231158 277 538 54 95 752 869 953 1500] 56 75 232.23 [ 500] 84 812[ 1000] 233083 121 13000] 212 526 50 371 234283 423[ 10001 52 509 80 812 235001 21 152 561 69 77 637 873 77 954 236107[ 1000] 697 807[ 500] 992 237115 676 812 29 66 971 238161 275 1500] 339 459 558 682 945 239254 304 42 997 241145 240073 2:36 315 435 44 82 724 45 48 [ 1000] 706 18 967[ 100] 75 2: 2055 63 284 150 323 423 S2 521 655 71 725 44 71[ 1000] 882 967 243099 517 669 743 13000] 817 963 83 244000[ 1000] 18 30 107 241 46 756[ 10.0] 953 60 15001 215182 307 733 47 49 852 924[ 1000! 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Echten alten Kottbuser 43, Linden- befindet sich Lützow- Ufer, Cor- Korn zu haben bei Aug. nelius Brücke, Tauchert, Gastwirt, Müggelverkauft zum strasse 43. 46222* billigsten Tagespreis gute rote Winter- heimerſtr. 4. kartoffeln. H. Bahns. 10. Ziehung 5. Kl. 213. Kgl. Preuss. Lotterie.| 59 80 135 402 561 600 727 84 818 941 124075 201 Ziehung vom 17. November 1905, nachmittags. Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. Nachdruck verboten. ( Ohne Gewähr.) 11 T5001 143 237 371 659[ 3000] 724 894 979 1018 170 321 36 2105 15 47 63 235 482 545 11000] 620 13000] 817 51 3024 15001 111 31 379 575 893 949 64 4124 99 252 53 96 324 47 81 457 560 642 5052 130 37 229 15001 431 681 6024 172 205 73 350 476 82 895 99 7458 707 66 817 944 83 8272 1500] 86 92 389 655 75 736 9250 422 597 649 713 945 74 10197 230 83 367 90 890 11174 287 349 496[ 500] 510 27 110001 38 761 77 866 12037 298 376 670 743 49 13300 435 72 569 718 62 130 000] 929 57 14084 93 295[ 500] 320 561 70 633 54 56 15001 755 130001 850 1500 999 15024 54 120 15001 31 226 349 527 620 994 16016 110001 42 129 286 594 97 740 823 906 75 17183 407 609 65 96 782 94 836 90 18041 194[ 1000| 243 314 22 564 607 50 704 66 892 19057 166 456 68 513 87 619 32 96 97 20095 105 454 59 73 648 780 816 960 21138 [ 500] 59 280 757 77[ 3000] 884 998 22021 115 341 69 603 722 23086 105 96[ 10001 286 316 444 98 691 841 911 24641 784 25104[ 3000] 16 93 362 455 500 632 706[ 10001 929 66[ 1000] 26267 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233081 215 41 63 88 738 56 863 82 130001 921 110001 234526 840 985 235055 111 10001 631 76 779 236127 32 297 456 61 611 761 834 237317 564 238046 605 11 15 826 56 943 239140 130001 353 99 13000] 713 15001 25 10001 240054 250 15001 344 48 54 89 15001 877 930 241098 163 71 97 411 76 568 840 957 242105 75 466 786 803 66 110001 80 921 110001 32 39 245335 79 175 348 91 956 244080 237 82 501 610 925 245064 1500 80 85 111 47 326 407 857 98 919 110001 31 246183 202 8130001 77 480 524 26 615 81 798 15001 247502 994 Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Berlag: Borwärts Kuchdruderei u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 271. 22. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 18. November 1905. Zehn Mark Polizeistrafe für Anzweifelung der Glaubwürdigkeit der vom ,, Vorwärts" mitgeteilten Berichte. Der Verteidiger bestritt diese Rechtsauffassung des Entwickelung unseres Boltes schaden kann. Amtsanwalts und berief sich im übrigen darauf, daß sein Für den täglichen Kleinkampf mag es nicht ganz zwecklos sein, Seltent feine Provokation beabsichtigt, sondern nur Recherchen auch wieder einmal auf das jämmerliche Verhalten der Liberalen angestellt habe, um festzustellen, ob der Vorwärts", 3 dieser Angelegenheit hinzudeuten. Die Führerinnen des deutwie es nach seiner Ansicht bei dem sozial Generalversammlung anfangs Oftober in Berlin bekanntlich mit schen Verbandes für das Frauenstimmrecht hatten auf ihrer demokratischen Organ üblich sei, übertrieben großem Stolze sich der Hülfsarbeit gerühmt, die sie bei den WahlUnsere Leser werden sich erinnern, daß bei dem Streit habe. Angeklagter habe sich nun vom Gegenteil überzeugen fämpfen dem bayerischen Liberalismus geleistet hätten. Sie hatten m der Buchbinderei von Kämmerer in der Kochstr. 67 die müssen. In dem vorliegenden Falle würde selbst ein sogar das große Wort ausgesprochen, daß sie durch die Unterstützung Streifposten unter Belästigungen durch Polizeibeamte arg zu Streifender nicht bestraft werden können, umfoweniger jemand, der bürgerlichen Frauenbewegung eine Regeneration des Iciden hatten, und daß auch ein Redakteur der Morgenpost", der mit dem Streit gar nichts zu tun hat. Der Angeklagte Liberalismus erhofften. Der Dant, der ihnen nun dafür wurde, als er das Verhalten der Polizei beobachten müsse deshalb freigesprochen werden. wollte, sistiert und mit einem Strafmandat in ist der politischen Einsichtslosigkeit jener politisch kannegießernden Höhe von 10 Mart bedacht wurde, welches denen, Es bleibt also einstweilen dabei, daß Herr Erdmannsdörffer Das Gericht bestätigte das polizeiliche Strafmandat. bürgerlichen Frauenrechtlerinnen nahezu würdig. die gegen Streifpoften erlassen zu werden pflegen, auf ein Haar gleicht. Der Redakteur, Erdmannsdörffer, hat gegen den polizeilichen Strafbefehl Einspruch erhoben. Die ngelegenheit tam deshalb am Freitag vor der 142. Abteilung tes Schöffengerichts zur Verhandlung. Nach den Angaben, die Herr Erdmannsdörffer vor Gericht machte, las er im Vorwärts", daß streifende Arbeiter in der Nähe der Kämmererschen Buchbinderei ohne jeden rechtlichen Grund sistiert worden sind und daß ihnen sogar der Aufenthalt in der Kochstraße von den Polizeibeamten untersagt wird, anderenfalls ihre Feststellung und Bestrafung erfolgt. Ja fogar Straßenpassanten, die mit dem Streit nichts zu tun, sind wie Herr Erdmannsdörffer im Vorwärts" las nach der Polizeiwache sistiert worden. " " " " Großlichterfelde. Am Donnerstag, den 9. November wurde hier feine Studien über das Verhalten der Polizei gegen Streit ein Frauen und Mädchen- Bildungsverein gegründet. Trotz des posten und seinen Argwohn gegen die Glaubwürdigkeit des schlechten Wetters war der große Saal bei Reisen gut befeßt. Vorwärts" mit 10 W. bezahlen muß. Das Urteil stügt sich Genoffin Ottilie Bader sprach in längerer Ausführung über„ Biele auf die bekannte„ Rechts" praris, daß bei einem Streit, wenn weise und mit warmen Worten lepte die Referentin den Anwesenden und Wege" diefer Vereine. In ihrer einfachen, praktisch- anschaulichen Belästigungen von Arbeitswilligen vorgekommen sind- wie es die Notwendigkeit dar, sich zu Bildungsvereinen zusammenzuschließen, in diesem Falle der Schußmann behauptete-, Polizeibeamten jedem den die sie zeigte, was geleistet werden soll und tann. Diskussion fand nicht den Aufenthalt an bestimmten ftatt. So fonnte die Vorsigende nach einem nochmaligen furgent, Stellen verbieten tönnen, um mögliche Gefahren abzuwenden. energifchen Appell an ben gefunden Verstand, den gefunden Das Gericht erkannte an, daß Erdmannsdörffer feine böse Egoismus und die natürliche Kindesliebe zur Gründung des Vereins Absicht hatte, er habe sich aber für einen gebildeten Menschen schreiten. 23 Proletarierinnen folgten dem Rufe. Wir heißen sie dem Polizeibeamten gegenüber recht schlecht benommen, so aur neuen Arbeit im neuen Streife willkommen! daß er auf die Wache geschleppt" werden mußte. Witterungsübersicht vom 17. November 1905, morgens 8 1hr. Better Wenn aber der Verein in dem Maße wachsen und gedeihen soll, wie es wünschenswert und notwendig ist, so muß erst eins beseitigt Herr Erdmannsdörffer, der auszog, um festzustellen, daß werden: Mißtrauen und Gegenarbeit der Männer, soweit es vorder Borwärts" übertrieben und der Polizei unrecht getan habe, handen ist. Es wird die höchste Zeit, Vorurteile gegen die Frauens Als guter Staatsbürger, der ein großes Vertrauen zur wird nun wohl begreifen, daß auch ein harmloser liberaler Re- vereine abzulegen. Man soll in unsere Versammlungen tommen, Polizei und ein nicht minder großes Mißtrauen zu den Mit- batteur sich auf der Straße nicht frei bewegen darf, wenn die Polizei fehen und hören wie da gearbeitet wird, dann wird es an günstigem feilungen des Vorwärts" hat, dachte Herr Erdmannsdörffer, in der Erfüllung einer ihrer vornehmsten Aufgaben begriffen ist: Urteil nicht fehlen. wie er selbst sagt: Hier wird der Vorwärts" wieder, wie das die Interessen des Unternehmertums gegen die Arbeiter zu Wir fönnen nicht siegen ohne die Frauen oder gar gegen die tei solchen Anlässen seine Art ist, start übertrieben haben. Schüßen. Ob seine Verurteilung ihn von dem Mißtrauen Frauen. Man sehe nur die Macht der Kirche und das Glend der So, wie der Vorwärts" angab, tönne doch gegen die Angaben des Vorwärts" befreien wird, steht dahin. schoben. Wir können uns garnicht denken, daß ein fühlender, Schule an!!! So mancher glaubt zu schieben und er wird gedie Polizei nicht vorgehen. Herr Erdmannsdörffer Sie bleibt aber ebenso unvereinbar mit dem Reichsrecht, dem ftrebender, denkender Proletarier seine Frau nicht zur Ebenbürtigfeyte fich hierauf mit seiner Redaktion ins Einvernehmen. Bürgerrecht und dem Strafrecht, wie unzählige gegen Streit feit erziehen möchte. Da hilft der Frauen- Bildungsverein. Diefelbe beauftragte ihn, an Ort und Stelle Studien zu posten ergangene, vom Rammergericht bestätigte Urteile zeigen. madjen", um festzustellen, ob sich die Sache Die Benutzung der Bürgersteige ist ein in der Städteordnung hielt am 14. b. M. im Lokale von Christ seine MitgliederversammTreptow- Baumschulenweg. Der hiesige Frauen Bildungsverein wirklich so berhalte, wie der Vorwärts" ausdrücklich paragraphiertes Recht seiner Einwohner. Das lung ab. Diefelbe war sehr gut besucht. Herr Dr. Maurenbrecher angab. Stehen von Streifpoften folgt aus dem reichsgefeßlich gewähr hielt einen Vortrag über:" Die deutschen Freiheitstriege in Geschichte Herr Erdmannsdörffer trat nun seinen Studiengang an, leisteten" Recht der Stoalition und des Streits. Das Fort- und Legende". Die Anwefenden folgten den Ausführungen mit in der festen Ueberzeugung, der Vorwärts" habe die Un weisen von Streifposten, die sich ruhig benehmen, ist und regem Intereffe und spendeten dem Referenten reichen Beifall, Im wahrheit gesagt. Bald aber mußte er einsehen dies bleibt rechtswidrig, wie unendlich oft das Kammer- Verschiedenen wurde die Frage erörtert, wie die Agitation in Unterfind feine eigenen Worte daß der Vorwärts" gericht nach der Entfernung des Kammergerichtsrats Haven- Treptow beffer gestaltet werden könnte. Dem Berein find fieben Teider recht hatte." Seine Erlebnisse während des stein aus dem Straffenat die gegenteilige Ansicht ausspricht. neue Mitglieder beigetreten. Der Vorstand. Studienaufenthaltes in der Kochstraße schilderte Herr Erd- Das Kammergericht und nach ihm das Schöffengericht rechtmannsdörffer folgendermaßen: Es war zur Mittagszeit am fertigt seine Ansicht damit, daß es nicht nachzuprüfen 13. September, als er sich in die Nähe des Kämmererschen habe, ob eine Anordnung eines Polizeidieners rechtGeschäftslotales begab. Die Straße war durchaus nicht be- mäßig und zweckmäßig gewesen sei. Damit erkennen Stationen lebt. Vor dem Geschäftslokale ging ein Herr hin und her. diese Gerichte Erdmannsdörffer dachte: Was der kann, das darf ich auch. Auffassung, die sie vom preußischen Staatsrecht haben, höher Da fannte er aber die Polizei, zu der er so großes Vertrauen als das höchste Gericht in Preußen vom Gesetz bewertet werde. Swinembe. 758 hatte, schlecht. Ein aus Anlaß des Streiks dort postierter Diese Ansicht teilen wir nicht. Die Rechtsprechung aber be pamburg 761 232 Schußmann tam auf ihn zu, der eben zweimal hin und her tätigt fie in Fällen, in denen es sich um einen Stampf des Berlin 759 2 gegangen war. Nicht übermäßig barsch, aber auch nicht Unternehmertums gegen Arbeiter und um die Behinderung Franta.. 763 628 München 764 29 höflich" fagte der Schuhmann zu Erdmannsdörffer: Was gefeßlich gewährleisteter Rechte der Arbeiterschaft handelt. Bien pollen Sie hier?" Der so Angeredete antwortete in derselben Damit anerkennt die Rechtspflege sehr wider ihren Willen, Tonart:„ Das geht Sie gar nichts an". Nun forderte aber darum nicht minder deutlich: in Preußen- Deutschland der Schumann Herrn Erdmannsdörffer auf, steht ble Klaffenjustiz in vollster Blüte. die Kochstraße zwischen Wilhelm- und Friedrichstraße zu verlassen. Erdmannsdörffer bezeichnete dies Verlangen als unberechtigt, tehrte aber bald um, in der Absicht, sich nach seiner in der Stochstraße befindlichen Redaktion zu begeben. Der Schuhmann erblickte hierin wohl eine Widerfeglichkeit gegen seine„ im Interesse der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit" erlassene Aufforderung. Er fistierte Herrn Erdmannsdörffer und dieser bekam ein Strafmandat, lautend auf 10 M., weil er vor dem Kämmererschen Geschäftslotal, wo gestreift wurde, awedlos umhergestanden, dadurch die Aufrechterhaltung der Ordnung erschwert und durch sein Verhalten die Streifposten gedeckt habe." " ant, daß der Schußmann nach der Hus der Frauenbewegung. Barometer stand mm Wind richtung Bindstärke Better 393 3bebedt 2wolfig 2 bedeckt 3 Schnee Temp. n. G 16 of 9 Stationen Barometer stand mm Wind richtung Windstarle Temp. n. E. hot= 90-9 wolfen!-18 1 Haparanda 762 Sti -1 Betersburg 754 DND 2 Schnee 1 Scilly 1lberdeen -3 Paris 764 SSW 1wolfig 6 765 NW 2 Schnee 764 SS 1 bedeckt 1 -3 8 mollig 762 WSW 8 Schnee Wetter- Prognose für Sonnabend, ben 18. November 1905. Ein wenig fälter, zeitweise aufflarend, vielfach nebelig bei schwachen nordwestlichen Winden; teine erheblichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Wafferstand am 16. November. Ibe bei Auffig+1,05 Meter, bet Dresden- 0,29 Meter, bei Magdeburg+3,40 Meter. 11n strut bei Straußfurt+2,00 Meter. Oder bei Statibor+ 2,80 Meter, bei Breslau Oberpegel+5,19 Meter, bei Breslau Unterpegel- 0,50 Meter, bei Frankfurt+1,97 Meter. Weichsel bei Brahemünde +3,28 Meter. 28 arthe bei Bofen- Meter. Rege bei ch Briefkaften der Redaktion. Juriftifcher Ceil. von 7 bis 9% lbr statt. Geöffnet: abends 7 llbr. Die furistische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabende an. Frauen- Stimmrecht. Der Kampf um das allgemeine, gleiche, geheime und direkte Wahlrecht wird nun bald auf der ganzen Linie entbrannt sein. Noch ist nicht abzusehen, wie rasch und wie ent-- Meter. scheidend den russischen Freiheitshelden Erfolge blühen. Die ungarischen, die österreichischen Genoffen und Genoffinnen haben sich mit aller Leidenschaft für ein allgemeines Wahlrecht erhoben und werden es erhalten, in Bayern legt man eben die letzte Hand an das Wert eines allgemeinen Wahlrechts, die um ihre politischen Wahlrechte schmählich betrogenen Proletarier Sachsens bereiten St. 2. 33. 1. In Deutschland. 2. Sa. 7. B. 18. Wenn Sie das machtvolle Demonstrationen vor. Von diesem machtvollen Gären Gespräch, dessen Beuge C. war, bewetien, wird die Stlage des Wirts ab Nach seiner Entlassung von der Polizeiwache ging Erd- und Drängen fann und darf der preußische Junker- und Klassen- gewiesen.. B. 2. 43. Nein, der Mieter hätte das Hecht, gegen den mannsdörffer nochmals an den Ort seiner Studien. Da ging auch die Scharen der sozialdemokratischen deutschen Frauen auf dem 1. Döne Kenntnis des Wortlauts des Statuts ist es unmöglich, zu beantstaat nicht verschont bleiben. Da tut es wieder einmal not, daß hrt auf Gewährung ungehinderten Zutritts zu flagen. W. T. Spandau. Der„ Herr" vor dem Kämmererschen Geschäftslokal immer Kampffeld erscheinen und ihre Stimmen mit denen ihrer Klassen- worten, welche Rechte oder Pflichten aus demfelben folgen. 2. Lelder nein, noch hin und her, ohne daß der Schuhmann gegen diesen genossen bereinen in dem gebieterischen Rufe nach dem allgemeinen fragen Sie bei der Gewerkschaft, Engel- Ufer 15, 5. G. 61. Ja: jährlich 50 Pf., gerechnet von Januar bis Januar. Später erfuhr Erdmannsdörffer, daß Wahlrecht für alle erwachsenen Staatsbürger ohne Unterschied des 2. Ja, aber ble Frau fann mit Erfolg Widerspruchsflage( InterventionsPosten" einschritt. G. 2. 3. 1. Nein. der posten stehende Herr der Geschäfts- Geschlechts. Und die Zeit scheint günstiger als je bisher. flage) erheben und Einstellung der Zwangsvollstreckung herbeiführen. inhaber Kämmerer in eigener Person war, Die Erinnerung daran lebt noch lebendig in uns allen, wie in Name. Bur Aenderung Ihres Namens bedarf es der Einwilligung des Ser die Polizei in ihrem Vorgehen gegen den belgischen Verfassungskämpfen die sozialdemokratische Partei den Polizeipräsidenten. Die Einwilligung wird in der Regel abgelehnt. Die bie Streitposten 21. 3. 28. Ja, aber das Vermögen der Chebom Zentrum eingebrachten Antrag auf Einführung des Frauen- Bewilligung foftet 50 m. zur Aufrechterhaltung stimmrechts bekämpfen mußte, wollte sie nicht das Land einer jahr Widerspricht die Anbringung bes Satens dort bestehenden polizeilichen Vorfrau haftet nicht für die Schulden bes Mannes. G. P., Noklau. der Ordnung und Sicherheit" natürlich unterstützte. Nach dieser Entdeckung wurde es denn auch belgischen Genossinnen waren so tapfer, diesem Vorgehen zuzu- fchulden vorliegt, jo hätte die Klage Aussicht auf Erfolg. Besteht solche Verzehntelangen Klerikalen Herrschaft unrettbar überantworten. Unsere schriften oder erachtet der Richter dafür, daß in der Anbringung ein Verdem Polizei- und Streifpoften- Studienfreund klar, weshalb er stimmen und einem Wunsche einstweilen zu entsagen, nach dessen ordnung nicht, so ist ein günstiger Ausgang der Klage zweifelhaft. nicht tun durfte, was dem anderen gestattet war, obgleich Erfüllung niemand sehnsüchtiger verlangen fann als eine fozia Richard L. Hausmeister nach Art der russischen gibts in Breußen nicht. Herr Erdmannsdörffer, wie er versicherte, nicht daran denken listische Frau. Trobem wurde dieser Schlag von allen auf Ihrer Schwester ist ein Bär aufgebunden. Borzeigung von Legitimationsfonnte, die Streifposten zu decken. Er gab sich vielmehr die geklärten proletarischen Frauen ſchmerzlich empfunden opteltem ber Invalidenversicherung verfähren in 2 Jahren. Die Ansprüche leben erſt papieren fann begehrt werden. D. S. 29. Nein: Die Anipaiche aus größte Mühe, einen harmlosen Spaziergänger zu martieren. zogen allenthalben bie Lehre daraus, daß es gälte, mit verdoppeltem dann wieder auf, wenn mindestens 200 Marken abermals geklebt sind. Ihre Die Darstellung Erdmannsdörffers wurde Gifer an die Arbeit zu geben, um nicht unvorbereitet zu ſein, falls Braut täte baber wohl gut, wenn fie Selbstversicherung numehr vornimmt, durch die Beweis aufnahme nicht widerlegt in anderen Ländern Kleritale Herrschsucht zu einem ähnlichen, um wenigftens vielleicht mal in einer Heimstätte Aufenthalt zu nehmen, oder Der als Zeuge vernommene Schußmann behauptete aller- cheinbar freiheitlichen Schachzug greifen wollte, um ihre ins Wanken Inval den, oder Altersrente zu erhalten. 3. St. 43. Eine private geratene Herrschaft mit Hülfe der dem Bann des Beichtstuhls ver- Bank mit Reichsaufsicht. Das Nähere finden Sie im Reichsbandgefes, bas dings, er sei sehr höflich gegen Erdmannsdörffer vorgegangen, fallenen Frauen wieder für lange, lange zu befestigen. in Nr. 26 der Guttentagschen Sammlungen der Reichsgefche in den was dieser entschieden bestritt. Wenn nicht alle Zeichen trügen, so bereitet sich eine solche öffentlichen Bibliotheken einzusehen ist. O. 8. 1. Ja 2. Nein. Der Amtsanwalt beantragte eine Geldstrafe von Zeit für Deutschland vor. Wir meinen die schon besprochene Haftung Entel, Urentel usw. und Eltern, Großeltern usw. 2. Geber. 7.19. 1. Neln. Berwandte auf- und absteigender Linie find: Kinder, drei Mark. Er begründete seinen Antrag damit: Der An- ber Ultramontanen im bayerischen Landtag in bezug auf die Leider steht Ihnen nur ein Anspruch gegen den Kutscher zu. geklagte habe sich an die betreffende Stelle der Stochstraße Frage des Frauen- Stimmrechts. Als Symptom ist diese ultra- auch solche Papiere unterliegen ben Stursschwankungen. Legen Sie bie begeben, um etwas zu erleben, was seinen Zwecken entsprach. montane Haltung, zum mindesten beachtenswert, und ihre An- Ersparnisse in Reichs- oder preußischer Anleihe oder in Berliner Stadt2. 2. 1. Nein, das ist Privatsache. 2. Nur Das sei ihm auch gelungen, indem er den Bolizeibeamten hänger werden nicht verfehlen, fich darauf zu stützen und den obligationen u. dergl. an. provoziert habe. Giner Anordnung, die ein Schutzmann im für die profetarischen Frauen, mit doppeltem, verzehnfachtem Eifer Zahlung verpflichtet: Verjährung liegt nicht vor. R.. Sie find zur Boden für ihre Saat nach Kräften vorzubereiten. Deshalb gilt es Drganisationen tönnen solche Anträge stellen. 23. 0. 12. Shre Interesse der öffentlichen Ordnung ergehen läßt, müsse jeder zu kämpfen für die Aufklärung des Voltes und nicht zu ruhen, bis rau fann für sich Sachen laufen, den Eigentumserwerb müßte fie für der ohne weiteres folgen. Dem Publikum stehe nicht das Recht fie fich fagen tönnen: nun find wir gerüstet, auch für uns Frauen behaltlose Grbin geworden, jo erbt fie die Schulden mit. Fall einer Pfändung erbringen. G. D. 20. Ist Ihre Mutter vors zu zu prüfen, ob eine Anordnung notwendig ist oder nicht. bas allgemeine Wahlrecht zu empfangen, ohne daß es der kulturellen Sprechstunde steht jedem Abonnenten offen. Teures Fleisch billige Seefische!! Bester Fleischersatz, schmackhaft und durch hohen Nährgehalt sich auszeichnend! Große Fänge in lebendfrischer Ware sind soeben eingetroffen! Ein Versuch mit diesen äußerst schmackhaften Fischen ist jeder Hausfrau zu empfehlen. Seefisch- Kochbücher gratis. Deutsche Dampffischerei- Gesellschaft Nordsee" Filiale: Berlin C. 2, Bahnhof Börse, Bogen 8-10. 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Rauchklub ,, Fidele Brüder"(...--.) A.-R.-B.) Goldschmiede- Gewerbe. Sonnabend, den 25. November, Sonntag, den 19. November, im Lokal von Bube, abends präzise 8 Uhr, im Prinzen- Allee 30: Fahnenweihe. * " Gewerkschaftshause", EngelUfer 15( Saal 3): Ordentliche Orts- Krankenkasse der Buchbinder ' und verwandten Gewerbe. Delegiertenwahl. Auf Grund der§§ 48 und 49 des Kassenstatuts findet am Sonntag, den 26. November, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal III, die Wahl der Vertreter der Kassenmitglieder zur Ein reichhaltiges Programm, bestehend aus Theater- Aufführungen, General- Versammlung. General- Versammlung Reigenfahren, Tanz, sorgen für Unterhaltung der Gäfte.- Regen Zuspruch von Freunden und Gönnern des Vereins erbittet 298/7 Tages Ordnung: ſtatt. Die Wahl beginnt morgens 1. Wahl von 4 Mitgliedern( Arbeit- 10 Uhr und endet um 2 Uhr nachnehmer) zum Vorstand für 1906 mittags. bis 1907. 277/15 Zu wählen find 309 Vertreter der 2. Wahl von 2 Arbeitgebern zum Staffenmitglieder. 1,50 Borstand für 1906-1907. 5,00 3. Wahl des Rechnungssausschusses. Das Komitee. Weltbekannt sind Echt Rathenower Brillen Pincenez( echt Nickel) M. 1,00 Doublé 99 99 " Gold. Schildpatt Bir ersuchen die Kolleginnen und Kollegen, des intereffanten Rathenower Augengläser. Vortrags halber recht zahlreich zu erscheinen. Montag, den 20. November, abends 7 1hr, im Gewerkschaftshause ( großer Saal), Engel- Ufer 15: Versammlung der Metallformer und Berufsgenossen. Zages Drdnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Bericht und Neuwahl der Agitationsfommission. 4. Verbandsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Kollegen! Die äußerst wichtige Tagesordnung macht es jedem organifierten Berufskollegen zur Pflicht, in dieser Versammlung zu erscheinen. Jede Gießerei muß vollzählig vertreten sein. Montag, 20. November, abends 81%, Uhr, in den Andreas- Festfälen, Andreasstr. 21: Klempner Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Redakteur Heinri 154/17 Ströbel: Die Partei und die Gewerkschaftsbewegung". 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Montag, 20. November, abends 712 Uhr, bei Lange 3. Siegeskrang" in Königswusterhausen: Mitglieder- Versammlung für Königswusterhausen, Wildau und Umgegend. Tages- Ordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Zentralverband deutscher Brauereiarbeiter. Zweigverein Berlin, Sektion I( Brauer). Geschäftsstelle Berlin C. 54, Linienstr. 19 I. Sonntag, 19. November, nachmittags 21 Uhr, im Gewerkschaftshause ( Saal 1), Engel- Ufer 15: Vereins- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. phil. Günther: Das Zunftwesen in der deutschen Wirtschaftsgeschichte". 2. Anträge des Vorstandes. 3. Innere Vereinsangelegenheiten. 4. Berchiebenes. Bahlreicher und pünktlicher Besuch wird erwartet. Der Vorstand. Verband der Maschinisten, Heizer und 42/3 ( Verwaltungsstelle Berufsgenossen Deutschlands, Bertin u. Umgegend.) Sonntag, den 10. November, nachmittags 4 Uhr, bei Voigt, Ritterstr. 75: Versammlung Tages- Ordnung: 1. Was lehrt uns der lektverflossene Stampf der Berliner ElektroIndustrie." Referent: Genosse Pawlowitsch. 2. Verschiedenes. 3. Fragetaften. 4. Aufnahme neuer Mitglieder. 139/10 Achtung! Die Ortsverwaltung. Achtung! Vergolder! Filiale Berlin. Montag, den 20. November, abends präz. 8 Uhr: Mitglieder- Versammlung in den Arminhallen", Kommandantenstr. 20( großer Saal). Zages Drdnung: 1. Berichterstattung der Bertrauensleute über die Urabstimmung betr. Anschluß an den Holzarbeiter- Verband. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Bollzähliges Erscheinen erwartet 225/18 Der Vorstand. Avis: Sonnabend, den 25. November 1905, abends 8, 1hr, findet in der Neuen Welt eine Vorstellung lebender Photographien statt. Billetts a 20 Pf. find bei den Bertrauensleuten, sowie Borstandsmitgliedern und in den Zahlstellen D. D. erhältlich. Konsumgenossenschaft von Adlershof und Umgegend. ( E. G. m. b. H.) Sonnabend, den 25. November 1905, abends 8 Uhr, in Meißners Saal, Adlershof, Bismardstraße, Ede Adlergestell: General- Verfammlung. Tages Drdnung: 0 1. Geschäftsbericht des Vorstandes. 2. Bericht des Aufsichtsrates. 3. Genehmigung der Bilanz und Entlastung des Vorstandes. 4. Berteilung des Reingewinnes. 5. Neuwahlen und Ergänzungswahlen des Aufsichtsrates und Borstandes. 6. Antrag der Verwaltung auf Anschluß der Genossenschaft an die Unterstüßungskasse des Zentralverbandes deutscher Konsumvereine. 128/ 18* 7. Anträge. Laut§ 13 des Statuts müssen Anträge der Mitglieder bis zum 16. Nobember cr. in Händen des Borstandes sein. Ohne Legitimationskarte oder Mitgliedsbuch kein Eintritt. Der Vorstand. Hermann Hildebrandt. Wilhelm Kohl. August Süske. 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Die Wahl beginnt um 6 Uhr und endet um 8, Uhr. Zu wählen find 143 Vertreter der Arbeitgeber. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. Bernh. Jo st, Vorsitzender. Georg Bäßler, Schriftführer. Stola Orts- Krankenkaffe Muffen. Handschuhmacher etc. etc. und verwandter Gewerbe zu Berlin. Am Sonnabend, den 25. November, Nur eig. Fabrikat. abends 81, Uhr, findet die Große Auswahl. Kalman, Dresdenerstr. 75 vorn II. Kein Mitglieder- Versammlung im Lofal Prothmann, Veteranen. straße 18, statt. Tages- Ordnung: 1. Wahl von 23 Delegierten für das 2.Haus v.Thalia- Th. Jahr 1906. 2. Verschiedenes. Die wahlberechtigten Mits Zwischenhändler. glieder und deren Arbeitgeber werden ersucht, pünktlich und vollzählig zu erscheinen. Verk. auch Sonnt. u. 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Wahl von 2 Vorstands mitgliedern, Arbeitnehmer. 3. Wahl von 3 Revisoren zur Prüfung der Jahresrechnung pro 1905. 4. Bers schiedenes. Berlin, den 18. November 1905. Der Vorstand. 4776 J. A.: H. Hinz, Bors., Prinzen- Allee 83. Gute Schuhwaren werden, weil immer 53/ 12* große Poften unter Preis eintreffen, enorm billig verkauft Wienerstraße 15, am Görlitzer Bahnhof. Franko Berlin. Tischfüße, 7 Zentimeter start, gleichviel welches Muster, pro Sat 1,10 bis 1,15 m., fowie alle sonstig. Drechsler arbeiten empfiehlt die Pattburger Drechslerwaren Fabrik, G. m.b.H. Pattburg i. Schlesw.- Holst, Weihnachts- Prämie für unsere Lefer! Bir sind in der Lage, unserem Leserkreise in diesem Jahre als Weihnachtsprämie: Fritz Reuters sämtliche Werke in einer neuen illustrierten Prachtausgabe awei Bände, elegant in Halbleinen gebunden, Groß- Legilon- Format, zirka 1200 Seiten, mit Zuftrationen und ausführlichem hochdeutschen Wörterbuch zu dem anßerordentlich billigen Preise von 3.- Mark abzugeben. 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" # " Karplus& Herzberger, Brinzen- Allee 60. Schneider, Prinzen- Wee 59. Schubert, Wollanfstr. 59. Schwarzmann, Prinzen Allee Nr. 78. 144/ 4* Leuchter, Böhm, Gerichtstr. 23, 二 Redaktion und Expedition: Berlin, Cindenftr. 69. Fernsprecher: Amt IV. 1983. Partei- Angelegenheiten. 3 1 Vorort Beilage des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Nr. 271. Sonnabend, den 18. November 1905. Inferate Sechsgelpaltene Kolonelzeile 20 Plg. Reinickendorf Oft. Das Herbstvergnügen der Reinidendorrer Genossen findet heute in dem neurenovierten Saale des Herrn Leder, Residenzstr. 1, statt. Das reichhaltige und sorgfältig zufammengestellte Programm macht das Erscheinen aller zur Pflicht. Da öffentliche Kaffe nicht stattfindet, sind Billetts zum Vergnügen nur bei den Bezirksführern und in den mit Blakaten belegten Geschäften zu haben. Der Vorstand. Schenkendorf. Am Sonntag, den 19. November, nachmittags 4 Uhr, findet bei Pätsch eine Volksversammlung statt. Es ist Pflicht der Genossen, pünktlich und zahlreich mit ihren Frauen zu erscheinen. Der Vorstand. Vorort- Nachrichten. Bel größeren Aufträgen entsprechenden Rabatt. Zu diesen Verleumdungen kommt noch eine Reihe weiterer sondern lieferten nur für die bürgerliche Bresse willkommenes Material. Verdrehungen und Verdächtigungen. So wird dem Genossen Ferner erklärt die Versammlung, daß die dort wider Erwarten vertretenc Zubeil der Ausspruch in den Mund gelegt, die Sozialdemokratie Anficht vom Genossen Südetum nicht diejenige der Wilmersdorfer behandle ihre Angestellten schlimmer als die erbärmlichsten Lohn Genossen ist und protestiert auf das energischste dagegen, daß der fflaven. Natürlich hat gubeil solchen dummen Ausspruch niemals Genojie Südefum als Unbeteiligter in einer Angelegenheit, zu der getan. Mit folch törichtem Geschwätz will man die Wähler ge- nur einseitige Informationen vorlagen, in seiner Art Sensation zu winnen, deren Ehrenpflicht es sein soll, gegen die sozialdemokratische machen beliebte. Klaffenpartei und für die auf die Förderung des Allgemeinwohls Resolution II. hinwirkenden liberalen Kandidaten" zu stimmen. Run, die Charlottenburger Arbeiterschaft wird sich durch solche Lügen nicht von der Erfüllung ihrer Pflicht abhalten laffen, sie wird am 23. November den Verleumdern die Antwort erteilen, indem sie dafür sorgt, daß auch der legte Mann von seinem Wahlrecht Gebrauch macht und durch die Wahl der sozialdemokratischen Kandidaten bem Uebermut und Größenwahn der Liberalen einen Dämpfer auffeßt. Rigdorf. J Ein Schiffsunglück hat sich gestern nachmittag im Rigdorfer Schiffahrtskanal ereignet. Im Hafen der städtischen Gasanstalt waren auf dem Kahn des Schiffseigentümers Otto Helbig- Breslau Strahns, in welchem die Kohlen hochgewunden wurden, riz plöglich Arbeiter mit dem Ausladen von Kohlen beschäftigt. Die Kette bes entzwei und der vollbeladene Greifer stürzte mit solcher Gewalt in den Kahn hinunter, daß dessen Boden durchschlagen wurde. Einer der Arbeiter, der unter dem Krahn gestanden hatte, konnte sich durch einen geschickten Seitensprung retten. Das Fahrzeug, das noch 400 Zentner Kohlen barg, begann mun sofort au finfen. Nur mit knapper Mühe und Not vermochten sich die Schiffer in Sicherheit zu bringen. Mit der Hebung des gefunkenen Schiffes wurde sobald als als möglich begonnen. Die Große Berliner und die Bororte. gesellschaft an jene Vororte stellt, die Anschluß an das Berliner Die Bedingungen, welche die Große Berliner StraßenbahnStraßenbahnnetz nachsuchen, werden immer schärfer. Während die Straßenbahngesellschaft früher bei dem Ausbau der Linien nach den Vororten bedeutende Verpflichtungen den Gemeinden gegenüber über nahm, so die Herstellung und Unterhaltung des Straßenpflasters neben und zwischen den Geleisen, fordert sie heute von den Vororten die lebernahme einer Garantie, welche durchschnittlich 40 Pfennig pro Wagen und Kilometer der zu befahrenden Strede beträgt. Der Verkehr innerhalb der Vororte entspricht natürlich nicht annähernd dem Verkehr in Berlin und den Hinweis der Vororte, daß ihre Gemeindemitglieder auch in Berlin Ein glückliches Ende nahm ein aufregender Unglücksfall, bei selbst, bei der Ausübung ihrer Berufspflichten 2c., die Straßenbahn- welchem gestern zwei Menschenleben in Gefahr schwebten. Bom linien benußen, fann die Gesellschaft nicht veranlassen, Hermannplay fommend fuhren gegen Abend zwei Radler, der weniger hohe Forderungen zu stellen. Neuerdings hat die Schloffer Otto Hollmann, Münchenerstr. 59, und der Arbeiter Paul Gemeinde Rosenthal mit den Stolonien Nordend und Wilhelms- Bilz, Richardplay 2 wohnhaft, durch die Berlinerstraße in Rigdorf. ruh den Antrag gestellt, eine der in Reinickendorf endenden An der Ecke der Weichselstraße stießen die Maschinen zusammen und Linien nach dort zu verlängern. Die Straßenbahngesellschaft ließ die beiden Radfahrer wurden auf den Straßendamm geschleudert. fofort die nötigen Vermessungen vornehmen und erkannte das Vor- Dicht hinter ihnen war ein Wagen der Fischerschen Weißbierbrauerei handensein eines Verkehsbedürfnisses an, denn Rosenthal ist neben gefahren und infolge des turzen Zwischenraumes gelang es dem Rummelsburg der einzige Drt innerhalb des Zehnpfennigtarifs der Kutscher nicht mehr, das Gefährt rechtzeitig zum Steben zu bringen. Eisenbahn, welcher noch teine Straßenbahnverbindung aufweist. Bferde und Wagen gingen über die zwei Berunglückten hinweg und Nun verlangt aber die Straßenbahn von Rosenthal nicht nur die es ist geradezu als ein Wunder zu betrachten, daß sie nur mit Uebernahme der Garantie, sondern auch die Verbreiterung der leichten Hautabschürfungen davontamen. Sauptstraße des Ortes. Sofern die Gesellschaft nach den Vororten Briz. überhaupt noch hinausgeht, sollen die Gemeinden jetzt auch vorher noch dafür Sorge tragen, daß die in Betracht kommenden Straßen so breit sind, daß die Straßenbahngleise von dem übrigen Fuhrwertverkehr nicht berührt werden, eine Forderung, welche selbst in der Stadt Berlin nicht überall durch zuführen ist. Diese Bedingungen der Großen Berliner Straßen bahngefellschaft zu erfüllen, wird den meisten Bororten taum möglich fein und somit kommen die neuen Verkehrsprojekte nur noch selten zur Ausführung. Charlottenburg. Am Dienstag, den 14. November tagte eine Mitglieder versammlung des Wahlvereins, in welcher Genoffe Mag Schütte über das Thema„ Zwei Lodipigel" referierte. Der Referent schilderte das Leben und Treiben des zur Zeit der Demagogenverfolgungen in der Schweiz wirkenden preußischen Polizeispions Ludwig Leffing, fowie die Tätigkeit des Lockspizels Rud. Aug. Wolff während der Beit des Sozialistengefeßes. er " Die am 8. November tagende Generalversammlung des Wahlvereins von Wilmersdorf hat durch den sogenannten Aufklärungsa artikel der ehemaligen Vorwärts"-Redakteure sowie durch bie Denkschrift des Parteivorstandes und der Preßkommission und die sich hieranschließenden unwürdigen Preßpolemiken von der„ Borwärts"-Affäre Kenntnis genommen und bedauert auf das lebhafteste, daß in der jeßigen ernsten politischen Zeit, in der alle Sträfte vereinigt gegen den gemeinsamen Feind gerichtet sein sollten, eine innere unscheinbare Parteifache zu einem großen Literatenfommission war allgemein bekannt, daß eine Aenderung im Zentralstandal ausgeartet ist. Nach den vielen Berichten der Preßorgan feit mehreren Jahren empfohlen wurde, diese aber nur daunseres Kreises haben in mehreren Versammlungen, so u. a. noch durch möglich wäre, wenn ein Personalwechsel unter den dort beschäftigten Redakteuren stattfinden würde. Auch die Vertreter auf der Generalversammlung in Teltow, diesen Standpunkt vers treten. die boreilige Flucht der beteiligten Redakteure in die OeffentlichDie Generalversamlung berurteilt daher auf das allerschärfste weise gezeigt, mit was für Eigenschaften die Männer ausgestattet teit. Dieselben haben durch diese unparteigenössische Handlungssind, denen die Parteigenossen ihr Vertrauen geschenkt und die fie auf einen der ersten Posten der Partei gestellt hatten. Durch Ignorierung der bestehenden Instanzen zweds unwürdiger Senfations hascherei hat die bisherige Redaktionsmehrheit der Welt ein Gaudium, der Partei unermeßlichen Schaden und sich selbst eine unsterbliche Blamage bereitet. Weiter protestiert die Versammlung gegen die eingeschlagene Kampfesmethode der sechs Redakteure gegen die Aufsichtsinstanzen, wodurch alte verdiente Parteigenossen in hämischer Weise in den Schmutz gezogen wurden. Desgleichen erachtet es die Versammlung als eine infame Handlungsweise, wenn von den betreffenden Redakteuren oder von ihnen befreundeter Seite Sensationsnotizen an die Parteipreffe im Lande verschickt werden, um dadurch in bewußt einseitiger und gehässiger Art gegen die ihnen unliebſamen Parteigenossen Stimmung zu machen. Die Versammlung ist auch empört darüber, daß die bisherige Redaktionsmehrheit so wenig demokratischen Taft besaß, daß sie die Redaktionsminorität während des Zusammenarbeitens in ihrer freien Meinungsäußerung unterdrüdte. Die nachträgliche Anklage der sechs Redakteure, daß sie durch das Vorgehen des Parteivorstandes in ihrer freien Willenstundgebung gefnebelt wurden, tann gar nicht ernst genommen werden und fennzeichnet nur das eigenartige Verhalten der Redakteure als Sozialdemokraten, die sie sich so selbst für ungeeignet erklären, als Führer zu dienen. Endlich erklärt sich die Versammlung mit den vom Parteivorstand und der Preßkommission getroffenen Maßnahmen ganz einverstanden und genießen diese Instanzen nach wie vor ihr volles Butrauen. Delegierten zur Drts- Krankenkaffe fiegte die Liste der freien Ge Bei der am Mittwoch, den 15. d. M., stattgefundenen Wahl der werkschaften mit 440 Stimmen über die die Gewerkvereinler, welche nur 137 Stimmen aufbrachten. Schmargendorf. Hier tagte am Mittwoch eine gutbesuchte öffentliche Versammlung, in der Genosse Stiefel- Berlin über die Fleischzölle referierte. Die Versammlung folgte den Ausführungen Stiefels mit regem Interesse und nahm folgende Resolution an: Alsdann gab Genoffe Händel einen ausführlichen Bericht bon der Generalversammlung des Zentral- Wahlvereins. Die fich diesem Bericht anschließende Diskussion war eine äußerst rege und Liberale Kampfesweise. Wie tief die Liberalen Charlottenburgs die Genossen Händel und Soldner das Verhalten des Partei- mit allen gegen 14 Stimmen zur Annahme. befaßte fich zum größten Teil mit der„ Vorwärts"-Affäre. Während Die Resolution I gelangte mit allen gegen 16, die Resolution II gefunden sind, beweist die Haltung der Charlottenburger Neuen Beit", des Moniteurs der liberalen Stadtverordnetenfraktion. Die borstandes und der Funktionäre den Redakteuren gegenüber entArt und Weise, wie dieses Sudelblatt den Stadtverordneten- Stich fchieden verurteilten, glaubten die Genossen Schröder und Ernst die Nowawes Neuendorf. wahlkampf führt, übertrifft an Etel erregender Gemeinheit selbst die beimessen zu sollen. Durch einen zur Annahme gelangten SchlußSchuld an dem Vorwärts"-Standal den entlassenen sechs Redakteuren bon gewerbsmäßigen Verleumdern redigierten Blätter. Sachlich zu tämpfen ist bem liberalen Organ und seinen Hintermännern unantrag wurde die Diskussion beendet; dieselbe soll jedoch auf einer möglich, denn die Herren müßten dann ja zugeben, daß die liberalen demnächst stattfindenden außerordentlichen Mitgliederversammlung Stadtberordneten für jede noch so unfoziale und reaktionäre Maß- fortgesetzt werden. nahme zu haben sind und daß einzig und allein die Sozialdemokraten Wilmersdorf. im Stadtparlament freiheitliche und soziale Gedanken berIn der am Dienstag stattgefundenen außerordentlichen Generaltreten. So greift denn das Blatt in seiner Berlegen versammlung des Wahlvereins wurde die in voriger Woche abheit zur Verbreitung der albernsten Lügen, wobei es fich gebrochene Diskussion über die Vorwärts"-Affäre fortgefeßt. In nach Art der frommen„ Germania" auf die berüchtigte ber legten Versammlung war beschloffen worden, Genossen Zubeil Die heute am 15. November in Schmargendorf, Café Pein". Goertesche Broschüre beruft und nach Kräften noch einiges hinzuschwindelt. Es spricht von einer erschreckenden Korruption" in einzuladen. 8ubeil hatte dieser Einladung auch Folge geleistet tagende öffentliche Versammlung protestiert gegen die augenblickliche und führte aus, daß er trok verschiedener Angriffe feine Stellung- Fleischteuerung, die veranlaßt wird durch die Interessenpolitik des der sozialdemokratischen Partei Charlottenburgs, von Verhältnissen, Des näheren legte agrarischen Juntertums, und verlangt die unbedingte Deffnung der wie man sie nicht für möglich halten sollte, von„ gewissen sozialnahme in dieser Sache nicht geändert habe. demokratischen Agitatoren in Charlottenburg, die sich von den sauer Güdetum- Zubeil dar, die seinen Standpunkt und die Entstehung der Resolution Grenzen zur uneingeschränkten Einfuhr jedweden Schlachtviehes und nun die des Kreises sei. Was zwar in dem Maße, daß es jedem Arbeiter, und sei es der geringst crtvorbenen Arbeitergroschen mästen und mit den infamsten Mitteln die Resolution der Wilmersdorfer Genossen betreffe, so entlohnte, ermöglicht wird, seinen Bedarf an Fleisch zu decken, ohne arbeiten, um sich große petuniäre Vorteile zu sichern". Warum mögen fie selbst diese auf der nächsten Generalversammlung fich andere Einschränkungen auferlegen zu müssen, damit seine Sträfte nennt das Drgan der liberalen Biederleute diese angeblichen Agita- vertreten, er nähme den Genoffen auch ihre Stellung nicht übel. Er mit den an ihn gestellten Anforderungen auf gleicher Höhe bleiben." toren nicht mit Namen, warum äußert es sich nicht deutlicher über stehe seit 40 Jahren in der Bewegung und bringe stets seine eigene Bernau. die angebliche Storruption? Solche allgemein gehaltenen Ver dächtigungen in die Welt zu schleudern, ist nicht Brauch bei Leuten," Vorwärts" seinen Charakter als Zentralorgan verliere; wiederholten Meinung zum Ausdruck. Von großer Bedeutung halte er, wenn der Glänzend abgeschnitten haben unsere Genossen in Bernau bei der die auf den Namen anständiger Menschen Anspruch erheben. Die Berliner Genossen diesen Antrag nicht, so werde er von hundert eben stattgehabten Stadtverordnetenwahl. Es erhielten Stimmen die Wir fordern ferner von dem liberalen Blatt Beweise für die anderen Stellen eingebracht werden. Redner empfiehlt die Ablehnung Genoffen el big 270, 23 ünsch 271, 28erner 277. Bon den von ihm angedeuteten Vorgänge bei Gründung des sozialdemoFreifinnigen erhielten: Vierth 230, Reichelt 225, Schreiber fratischen Voltshauses sowie für die„ Schurkenstreiche", die hervor- der Resolution, die sich mit den Redakteuren beschäftige. Genosse Radke fürchtet nicht die Folgen der Refolution. Das 227 Stimmen. ragende Sozialdemokraten in Charlottenburg begangen hätten. Heraus mit der Sprache! Auch uns liegt daran, diese Parteigenoffen fennen Borgehen der Redakteure fei zu verurteilen. Die Stimmen der Potsdam. Parteipreffe feien zum größten Teil Fleisch von ihrem Fleisch. Redner Beiter fragen wir, welche sozialdemokratischen Barteiführer in bespricht noch des näheren den Bericht über die Abschiedsfeier der Nur dunkle Andeutungen finden sich in der Broschüre und als im und tritt für die eingebrachte Resolution ein. Charlottenburg durch die Goerkesche Broschüre bloßgestellt werden. Redakteure in der Münchener Bost". Genoffe Jakobsen schließt sich inhaltlich dem Vorredner an Anschluß daran die" Germania" unter Namensnennung von einem und tritt für die eingebrachte Resolution ein. Genosse Schröder gibt eine nähere Erklärung der HorcherGenossen ehrenrührige Behauptungen aufstellte, hat dieser Genoffe fofort die Beleidigungsflage erhoben. Der Prozeß ist noch nicht affäre. Ginen gegen Mehring gebrauchten Ausdruck nehme er zurüd. entschieden. Das weiß auch die„ Neue Zeit", denn sie hat selbst dar. Im weiteren gibt er der Meinung Ausdruck, daß die ganze Sache über berichtet. Aber trotzdem wagt das Organ des vornehmen Giebler in seinem Schlußwort noch einmal die Affäre eingehend eine andere Regelung hätte finden können. Nachdem Genosse Bürgertums die unverschämte Behauptung, daß kein fozialdemo fratischer Barteiführer einen Beleidigungsprozeß angestrengt hat. Es beleuchtet hatte, tommi es zur Abstimmung über die vorliegenden Lügt ferner, wenn es sagt, die Verbreitung der Goerkeschen Schrift Resolutionen. Dieselben lauten: sei verhindert worden, damit die Arbeitermassen in Charlottenburg zu lernen. Resolution I. Die Allgemeine Ortskrankenkasse zu Potsdam nahm in ihrer letzten ordentlichen Generalversammlung Ergänzungswahlen zum Vorstande vor, die uns endlich einen kleinen Erfolg nach jahrelangen Stämpfen brachten. Denn während der ausscheidende Steinfegmeister Krüger von den Arbeitgebern wiedergewählt wurde, wählten die Arbeitnehmer die Delegierten May Flohr und Rud. Liebenow als Kandidaten des Gewerkschaftskartells in den Vorstand.- Welche rückständigen und engberzigen Ansichten die„ alten" Delegierten und wendigen Vorschlägen der auf modernem sozialpolitischen Boden die behördlich genehmigten" Vorstandsmitglieder den dringend notstehenden„ neuen" Delegierten entgegenfeßen, das zeigte die Beratung über folgenden Antrag: Zahlung einer fleinen Unterstüßung auch an die unverheirateten Mitglieder während ihres Aufenthalts im nicht erfahren, wie es in der Sozialdemokratie zugeht; man Die am 8. November im Voltsgarten, Berlinerstr. 40, tagende Krankenhause. Troß guter Begründung unsererseits und Widerhabe Goerte eingeladen, wieder eine Rolle in der Partei zu Generalversammlung des sozialdemokratischen Wahlvereins Wilmers legung der gegnerischen Angstgründe wurde der humane fpielen, man habe ihm finanzielle Vorteile aus Arbeitergroschen zu- dorf nimmt mit Entrüstung Kenntnis von den Verhandlungen der am Antrag abgelehnt. Wenn die Aerzte 4000 Mark Bulage geschanzt, nachdem er zu Kreuze gefrochen war und von der Ver- 29. Oftober 1905 abgehaltenen Generalversammlung des Kreises bekommen, so hat die Regierung nichts auszusetzen. Wenn offentlichung einer schon angekündigten zweiten Broschüre Abstand Teltow- Beeskow in der Vorwärts"- Angelegenheit. Sie bedauert aber die ärmsten Mitglieder einen fleinen Zuschuß er genommen hatte. Wort für Wort eine Lüge, darauf berechnet, daß auf das lebhafteste die Abstimmung über die vom Genossen Zubeil halten sollten, dann ist der Reservefonds nicht stark genug. die Arbeiter in der Stichwahl gegen die sozialdemokratischen und Südetum gestellte Resolution, da der Generalversammlung bis Dabei find die gefeßlich vorgeschriebenen Rücklagen bisher mehr als Kandidaten stimmen werden. zu diesem Tage nur einseitiges Material vorlag. boll erfolgt. Durch den Anschluß verschiedener kleinerer DrtsIn einem zweiten Artikel schlägt das edle Blatt sogar aus der Des weiteren verurteilt die Versammlung die tendenziösen, un- frankenkassen an die Allgemeine Kaffe ist die bisher vom Magistrat Berurteilung des Lagerhalters eines Konsumvereins in Hirschberg demokratischen Aeußerungen des Genoffen Wegler, welche geeignet unterhaltene Meldestelle in Wegfall gekommen. Die Allgemeine wegen Hehlerei Kapital gegen die sozialdemokratische Partei Char- waren, den Parteivorstand in der Deffentlichkeit herabzusehen und den Ortstrantentaffe errichtet vom 1. Januar 1906 ab selbst eine MeldeLottenburgs, natürlich auch wieder unter Berufung auf die Goertesche einzelnen Barteigenossen die Parteiarbeit zu berefeln. Die Reden der stelle im Haufe der Kaffe, Charlottenstr. 2. Interessant dabei ist Schrift. Gibt es eine ekelhaftere, verleumderischere, gemeinere Genossen Südetum und Wetter waren nach dem Bericht des" Vorwärts" nun, daß bei der öffentlichen Ausschreibung um den VerwalterKampfesweise? Eine so niederträchtige Gesinnung hätten wir selbst und der Berichterstattung der Delegierten nicht geeignet, das angeblichelin- posten 50 Bewerbungen eingingen, von denen zufällig" ein unjeren liberalen Gegnern nicht zugetraut. recht des Parteivorstandes und der Preßkommission zu brandmarken, Magistratsbeamter gewählt wurde. Es lebe die„ Selbstverwvalung".. Als Staffentarzt ist außer Herrn Dr. Heinze Dr. Plümle( Bornstedt), Tuft versenkt werden. Was den Betrieb betrifft, so sind für die burgerstr. 6 und die Tischlerstochter Margarete Breffel aus der angestellt. Die Zahl der Kassenärzte beträgt jezt zehn; Vertrauens- ganze Strede 18 Minuten Fahrzeit festgesetzt. Es sind zwei Wagen- Holzmarktstr. 44. Beide haben Neigung zum Herumtreiben, find arzt ist Sanitätsrat Dr. Hausmann. Diverse Beschwerden gegen lassen, eine dritte und eine zweite Slasse vorgesehen. Der Fahr- ihren Angehörigen schon einmal entlaufen und werden wahrscheinlich Vorstand und einige Kassenärzte bildeten den Schluß der gut be- preis beträgt für je 5 Stationen 10 bezw. 15 Pf., darüber hinaus zu unlauteren Zwecken verborgen gehalten. fuchten Versammlung. und für die ganze Strede 20 und 30 Pf. Der um 5 Uhr morgens Außerdem wird noch vermißt seit dem 29. Mai 1905 der Malerbeginnende Verkehr foll bis 1 Uhr nachts dauern bei einer Bug- gehülfe Otto Schröder, geboren 12. Oftober 1878 zu Berlin, Birkenfolge von 5 bis 3 Minuten. Die Bahn erhält keine eigene Kraft- ftraße 22 wohnhaft gewesen. Derselbe ist 1,65 Meter groß, schlank, station, sondern soll den Strom von den Berliner Elektrizitäts- haf dunkelblondes Haar und kleinen Schnurrbart. Auskunft über den Aufenthalt des Vermißten wird auf jedem Die Ausführung wird in offener Baugrube erfolgen. Die Kosten Polizeirevier oder auf dem Polizeipräsidium zu 6452 IV, 43. 05 entsind für das Kilometer auf ſechs Millionen Mark und im ganzen gegengenommen. gebracht werden sollen. Von dieser Summe entfallen allein 10% straße ist der Schlächtermeister Artur Hiller, Kaiser Friedrichstr. 51 auf 55% Millionen Mark berechnet, die durch eine Anleihe auf- Durch einen Diebstahl auf dem Zentralvichhofe in der Eldenaer Millionen auf die Unterfahrung der Spree. Die Verlegung der ver- in Charlottenburg, empfindlich geschädigt worden. H. hatte geſtern schiedenen unterirdischen Leitungen( Kanalisation, Gas-, Wasser- Schlachtungen vorgenommen und und Stabelleitungen) wird etwa 7% Millionen Mart beanspruchen. Schweine nachmittags gegen 3 Uhr abholen. Er hatte bereits acht In die gemischte Deputation zur Revision der Leit- und Grund- halbe Schweine auf den Wagen aufladen lassen und begab sich fäße für Aufnahme in die Heimstätten sind von der sozialdemo- nochmals nach dem Schlachthause. Als er nach wenigen Minuten fratischen Fraktion nicht Heimann und Stadthagen, sondern Heimann zurückkehrte, war der Wagen mit der Fleiſchladung verschwunden. und Dr. Wehl delegiert worden. In der kurzen Zeit hatte ein Dieb das Gespann entführt. Obwohl die Anzeige sofort bei der Polizei erstattet und telegraphisch an sämtliche Reviere weitergegeben wurde, gelang es nicht, den Dieb zu ermitteln oder auch nur das Fuhrwert aufzufinden. Beim Spiel erhängt hat sich in Caputh Bei Potsdam der 1½jährige Sohn des Korbmachers Ludwig. Mit seinen Geschwistern hatte er in der Wohnung in Abwesenheit der Eltern Versteckt gespielt und war dabei unter ein Bett gekrochen, von dessen Watraße ein Gurt herabhing und eine Schleife bildete. Durch letztere steckte der Kleine Knabe den Kopf und rief seinen Geschwistern zu, ihn zu suchen. Gleich darauf rutschte er aber mit den Füßen fort und fiel zur Erde, wobei sich die Schleife des Gurtes zuzog. Die Geschwister suchten den Bruder längere Zeit vergeblich und als sie ihn entdeckten, war er eine Leiche. Die von einem Arzt angestellten Wiederbelebungsbersuche waren vergeblich. Köpenick. wollte die ausgeschlachteten Mit der Verschmelzung der Ortsverwaltungen Köpenick und Grünau des Verbandes der Handels-, Transports und Verkehrsarbeiter beschäftigte sich eine am Sonntag, den 12. d. M., tagende Generalversammlung der Versammlung Köpenick. Wie der BeEröffnung der Automobil- Omnibuslinie. Die Eröffnung der vollmächtigte Nickel ausführte, sei die Vereinigung im Intereffe der Automobil- Omnibuslinie von der Allgemeinen Berliner Omnibus Agitation unbedingt notwendig. wie dies auch der letzte Kampf in Geſellſchaft soll demnächst erfolgen. Es wird zunächst ein Versuchsbetrieb mit zwei inzwischen fertiggestellten Wagen eröffnet. Die Schlafstellendiebstahl im großen betrieb der Keller Johann der Elektro- Industrie gezeigt hat. Nach einer kurzen Debatte wird Bagen machen denselben Weg wie die mit Pferden betriebene Linie Billong, der gestern festgenommen wurde. Er stellte sich Zimmerder Vereinigung geschlossen zugestimmt. Um den Kollegen in Grünau einen Einfluß auf die Führung der Verwaltungsgeschäfte 4 Hallesches Tor- Chauffeestraße durch die Friedrich- und Chauffee- vermieterinnen als Kaufmann Paul Berger vor, erzählte ihnen, daß zu geben, sollen dieselben einen Bevollmächtigten, einen Revisor Straße. Während aber der Pferdeomnibus für die Zurücklegung der er aus Stendal, Königsberg oder sonst einer Stadt fomme, um hier und einen Kartelldelegierten stellen. Der Einführung einer Sterbe- Strede vom Blücherplatz zur Liefenstraße 35 Minuten in Anspruch eine Stellung anzutreten, und in der Nähe des Geschäfts wohnen beihülfe für die Ehefrauen der Mitglieder sowie bei Sterbefällen nimmt, foll der Automobil- Omnibus die Linie in 24 Minuten wolle. Sobald man sich über den Preis geeinigt hatte, nahm der von Kindern der Verbandsangehörigen wird zugestimmt. Die weitere durchfahren. Die Beschleunigung durch den mechanischen Betrieb neue Mieter Besiz von seinem Zimmer, um sich etwas zu ers Ausdehnung der Verwaltungsstelle auf die Umgegend bringe natur- beträgt also nahezu ein Drittel. An den beiden Endhaltestellen ist frischen". Während die Wirtin ihn bei dieser Arbeit wähnte, padte gemäß auch größere Arbeit in bezug auf Regelung der Geschäfte. ein Aufenthalt von je 2 Minuten vorgesehen, so daß sich die Wagen Pillong eine Schachtel, die er stets mitbrachte, mit den Wertsachen, Von der Ortsverwaltung liegt ein Reglement vor, das der Bevoll- borläufig in Abständen von 26 Minuten folgen. Die Endhaltestellen die er im Zimmer fand, voll und verschwand unter der Vormächtigte eingehend begründet. Danach wird die Leitung befinden sich an derselben Stelle wie die der Pferdeomnibusse. Von Spiegelung, daß er sofort feinen Chef besuchen wolle. Gestern ging der Verwaltung eingeteilt in eine engere und eine der beabsichtigten Einrichtung besonderer Haltestellen für den Auto- eine wirtin in Moabit gleich in bas Zimmer, nachdem der neue Die Auto- Mieter es verlassen hatte, und fah daher, daß sie bestohlen war. weiterte Ortsverwaltung, Bezirksleitungen, Abteilungs- mobilbetrieb hat man nachträglich Abstand genommen. Die Zahl Sie eilte ihm auf die Straße nach, holte ihn noch ein und ließ ihn führer sowie Betriebs- Vertrauensleute. Das Versammlungswesen mobile halten ebenso wie die gewöhnlichen Omnibusse. betreffend sieht das Reglement die Abhaltung von regelmäßigen der verfügbaren Pläße ist endgültig auf 37 festgesetzt. Davon be- durch einen Schuhmann festnehmen. Leugnen konnte er nicht, weil Bezirksversammlungen vor, sowie von Generalversammlungen, pro finden sich 16 Sigpläge im Innern und 18 auf dem Verded. Auf er die gestohlenen Sachen noch bei sich trug. Nach und nach räumte Quartal abwechselnd in den einzelnen Orten im Bereiche der Ver- dem Hinterperron sind 3 Stehplätze. Für eine Fahrt von beliebiger er vor der Kriminalpolizei auch andere Diebstähle ein, die man ihm waltungsstelle. Das Ergebnis der Verhandlung war die Annahme Länge werden einheitlich 10 Pf. erhoben. Der Betrieb der bis- vorhielt, im ganzen bis jetzt zwölf. Das sind aber noch lange nicht des Reglements. Unter Verschiedenem macht der Bevollmächtigte herigen Linie 4 wird durch die Automobil- Omnibusse nicht berührt. alle, die auf seine Rechnung fommen. An einem Tage gelang ihm die Mitteilung, daß der Geschäftsbericht für 1905 in Drud gegeben allmählich wird die Automobillinie durch Einstellung weiterer sein Schwindel, von dem er lebte, dreimal. und den Mitgliedern gratis verabfolgt wird. Zum Schluß wird auf Wagen verstärkt werden, so daß sich diese in immer fürzeren AbJm Pharus- Verlag, G. m. b. H. Berlin, Königin Augustaständen folgen. Die Motore sind von Daimler mit 19-21 Pferde- straße 3, ist soeben der Pharus plan von Berlin mit die bevorstehenden Gewerbegerichtswahlen hingewiesen. fräften. Der Auspuff wird durch Schalldämpfer gedämpft. Der Vororten in neuer Auflage erschienen. Alle neuen Straßen Motor ist für vier Geschwindigkeiten eingerichtet. Bum Bremsen und Plätze von Berlin und den Vororten sind auf dem Plane entstehen drei voneinander unabhängige Fuß- und Handbremsen zur halten. Das Straßenverzeichnis, das dem Plane beigegeben ist, Verfügung. Die Räder haben Vollgummi, die hinteren doppelten, entspricht dem neuesten Stande und enthält u. a. auch die neuesten um das Schleudern zu verhindern. amtlichen Angaben der Straßenbahn- und Omnibuslinien. Pharus- Plan von Berlin und Vororten ist zum Preise von 1,50 M. in allen Buch- und Papierhandlungen zu haben. in Berliner Nachrichten. erM M Der Der Strick, an dem die Berliner Milchhändler gehängt werden sollten, scheint doch nicht so fest zu sein, wie die märkischen„ MilchSelbstmord einer Sechzehnjährigen durch Leuchtgas. In der bouern sich gedacht und gewünscht hatten. In einer offigiösen gestrigen Nacht ist das 16jährige Hausmädchen Frieda Müller, es Treptow Sternwarte. Die drei Riesen unter den Planeten, Notiz der Nordd. Allg. 3tg." wird für das Verbot des zwei Grenadierstr. 42, in den Tod gegangen. Die M., deren Eltern in dem Monate hindurch erlaubt gewesenen Transportes dänischer erwähnten Hause wohnen, war seit dem 1. November bei dem Wirt Jupiter, Saturn und Neptun, behandelt Herr Direktor Archenhold heute Milch in besonders dazu hergerichteten Eisenbahnwagen eine Er- als Hausmädchen tätig gewesen. Am 2. November hatte es Ausgeh- oder morgen Sonntag, den 19. November, nachmittags 5 Uhr, in einem tag, blieb jedoch abends länger aus, weshalb ihr die Eltern Vor- mit zahlreichen Lichtbildern ausgestatteten Vortrage auf der Treptowlärung gegeben, die man wohl als Einlentung deuten darf. Die Bureaukraten der beteiligten deutschen Eisenbahn- Ver- haltungen machten. Von diesem Augenblick an trug die M. ein felt- Sternwarte: Jupiter hat den elf, Saturn den neun- und Neptun taltungen haben nicht gewußt, als was sie diese Eisenbahnwagen fames Wesen zur Schau. Als ihre Herrin gestern nach der Küche den fünffachen Durchmesser der Erde. Abends 7 Uhr spricht Direktor ansehen sollten und welchen Gütertarif sie dann anzuwenden hatten. wollte, war diese verschlossen. Ein durchdringender Gasgeruch machte Archenhold über„ Die Bewohnbarkeit der Welten" und am Montag, Zunächst ließ man diese Wagen für Milchtransport als das gelten, sich auf dem Sorridor bemerkbar. Die Tür wurde nun gewaltsam den 20. November, abends 9 Uhr, über„ Unser Wissen von den Firman eintrat, fand man das Mädchen sternen". Mit dem großen Fernrohr werden jezt allabendlich die was sie nach Ansicht der dänischen Eisenbahnverwaltung sein sollten, geöffnet und als als Kesselwagen", wie die Wagen für Transport von neben dem Herde als Leiche vor. Die Unglückliche hatte den Gas- drei Riesen unter den Planeten, Jupiter, Saturn und Neptun gezeigt. Petroleum, Spiritus, Säuren uſiv. Da hier der Wagen selber hahn aufgedreht, den Schlauch in den Mund gesteckt und das Gift Feuerwehrbericht. Gestern früh um 8 Uhr fam am Elisabethdas Gefäß darstellt, so wird nur für das Nettogewicht der Ladung eingesogen. Wiederbelebungsversuche waren erfolglos. Durch diese die Fracht berechnet. Für Milch war das aber nicht zulässig, weil Tat hätte auch leicht noch ein großes Unglück entstehen können. Ufer 53 in einer Fabrik Feuer aus. Dort brannte eine sogenannte Milch vorläufig noch nicht in die Liste der Flüssigkeiten auf- Wäre jemand während der Nacht mit einer brennenden Lampe in Straße Karlsbad 27b gerufen und um 5 Uhr früh nach der Potsgenommen ist, denen dieſe Vergünstigung gewährt wird. Das Tarif- die Nähe der Küchentür gekommen, so wäre zweifellos eine Gas- damerstraße 27b, wo stots in einem Kesselraum in Brand geraten berechnungs- Erempel wurde noch komplizierter, als den deutschen explosion herbeigeführt worden, welche die furchtbarsten Folgen war. Außerdem hatte die Wehr noch in der Landsberger Allee 188, Eisenbahn- Bureaukraten ein Licht darüber aufging, daß ihre bis- nach sich gezogen hätte. Die Leiche ist polizeilich beschlagnahmt Stromstr. 35 und anderen Stellen zu tun. " " worden. Kabeltrommel. " Gerichts- Zeitung. herige Annahme, die Wagen für Milchtransport seien„ Messelwagen", am Ende gar nicht zutraf. Es find gedeckte Güterwagen Die Eifersucht. Die Ehefrau des Arbeiters R. aus der Demmit zwei darin befestigten großen Bottichen, in die die Milch hinein- minerstraße glaubte in lezter Zeit Grund zur Eifersucht zu haben. gegossen wird. Sind es aber keine Steffelwagen" mehr, so können Bon Tag zu Tag wurde sie immer mehr von ihrem Wahn geplagt. auch die Gefäße nicht mehr frachtfrei befördert werden, wie man Vor einiger Zeit unternahm die Unglückliche einen Selbstmordes bisher getan hatte. Die Fracht für die Bottiche hätte von Rechts versuch, der jedoch im letzten Augenblick vereitelt wurde. Gestern Ende des Nahrungsmittelverfälschungs- Prozesses. Nach bierwegen, so sagten sich die tariffundigen Bureaufraten, ebenso bezahlt wollte Frau N. gehen, wo ihr Mann sich aufhalte und erwischte ihn tägiger Verhandlung gelangte gestern der Prozeß gegen Bericht und Genossen zu Ende. werden müssen, wie beim Transport von Bier, Wein usw., die in einer Kneipe in der Demminerstraße zwischen mehreren Bekannten. In der ausgedehnten Beweisaufnahme Fracht für die Fässer. Anstatt nun, wenn das richtig gefolgert war, auch einige Mädchen befanden sich unglücklicherweise in dem Lokal. schränkte eine große Anzahl Zeugen ihre früheren belastenden AusDer Staatsanwalt hielt deswegen die die Fracht entsprechend zu berechnen, wählte man das Radikalmittel, Staum hatte Frau St. diese gesehen, so stürzte fie, von der Eifersucht fagen erheblich ein. Er führte aus: Vor die Güterwagen famit den Bottichen und ihrem Inhalt, der ver- gepeinigt, auf die Straße hinaus, zog eine Flasche Lysol aus der Anklage nur gegen zwei Angeklagte aufrecht. maledeiten dänischen Milch, überhaupt vom Transport auszu- Tasche und trant das Gift vor den Augen des entsetzten Ehemannes. etwa drei Jahren habe es in Berlin großes Aufsehen erregt, als in schließen zum aufrichtigsten Gaudium der märkischen Milch- Die Wermste wurde sofort nach ihrer Wohnung gebracht und ärztliche der Preffe verschiedene Mitteilungen erschienen, nach welchen bei der bauern", denen die Erschwerung des Transportes Hülfe herbeigeholt. In bedenklichem Zustande kam sie nach dem Firma Gebr. Perscht in der Neuen Königstraße große Quantitäten Pferdewurst beschlagnahmt wurden. Dieses Aufsehen war auch tatdänischer Milch die Ausführung der Milch verteue- Lazarus- Krankenhaus. fächlich berechtigt. Denn es wurde diese Pferdewurst als reelle Wurst rungspläne ihrer Milchzentrale erleichtert. Man Ein Opfer der Rennbahn ist der 52 Jahre alte Wildhändler Karl verkauft. Es wurden ferner davon Mitteilungen gemacht, daß bei follte es wirklich nicht für möglich halten, welche tollen Einfälle die Erbentraut aus der Lessingstr. 34 geworden, der seit ungefähr vier Bericht große Unsauberkeiten bei der Schmalzfabrikation vorgekonimen Bureaukratie mitunter hat. Das Allermerkwürdigste ist, daß ihr Erbentraut war seit 25 Jahren verheiratet sein sollten. Die Staatsanwaltschaft habe die Sache aufgenommen das Licht erst jeẞt aufgegangen ist, nachdem die Pseudo-, Kessel- Wochen vermißt wird. wagen" schon zwei Monate lang zwischen Dänemark und Berlin feierte er anscheinend ganz heiter in seiner Wohnung im Kreise der liegenden Anklage führten. Die Beweisaufnahme habe indeffen ein und hatte ein gutgehendes Geschäft. Am Sonntag, den 22. b. M., und weitere Ermittelungen angestellt, die zur Erhebung der vorhin und her gelaufen sind. Teil ganz anderes Ergebnis gezeitigt. Hoffentlich werden die Berliner Milchhändler dafür Verwandten seinen Geburtstag. Am nächsten Tage aber war seine aum werden, daß zahlreiche Beugen. sorgen, daß die ratlosen Rechenkünstler sich bemühen, die unbequemen Stimmung sehr gedrückt. Um 10 Uhr ging er von Hause weg, festgestellt muß hierbei Milchbottiche doch noch in irgend einer Rubrik ihres Tarifschemas um Kunden zu besuchen und Geld einzuziehen. Bon diesem Aus die in der Voruntersuchung die schlimmsten Dinge aus der P.'schen unterzubringen, so daß die Milchzentrale wieder einmal das Nach- gange kehrte er nicht mehr zurück. An demselben, Tage spielte sich Wurstfabrik bekundet hatten, in der Verhandlung unter ihrem sehen hätte. Apropos, Milchzentrale! Die Direktion dieses auf dem Tegeler See ein Aufsehen erregender Borgang ab. Von Eide ihre frühere Aussage teils abschwächen, teils gänzlich agrarischen Unternehmens für Milchverteuerung hat in diesen einem Personendampfer, der von Tegel nach Spandau zufuhr, sprang widerrufen mußten und zwar zugunsten der Angeklagten. Die Zagen, wo alle Welt das Verbot der„ Kesselwagen" für Milch- mitten auf dem See ein Fahrgast über Bord, ging fofort unter und eigentlichen Belastungszeugen find frühere Angestellte der Firma transport erörterte, ein heftiges Juden verspürt. Sie hat sich denn ertrank trotz aller Rettungsversuche. Seine Leiche ist bis heute noch Perscht, die ihre Animosität gegen B. vor Gericht zugeben mußten. auch schleunigft gefratt will fagen: fie hat den Zeitungen die nicht gefunden. Die Beschreibung des Ertrunkenen aber paßt genau Diese Beugen fönnen aber nur auf eine bedingte Glaubwürdig auf den verschwundenen Wildhändler. Auch andere Ermittelungen teit Anspruch erheben. Wenn man das ganze Ergebnis der schriftliche Versicherung übersandt, daß sie unschuldig fei wie sprechen dafür, daß Erbentraut sich das Leben genommen hat. Beweisaufnahme zusammenfasse, so laffe fich in erster Linie ein neugeborenes Kind. Seine Frau erfuhr nachträglich, daß er ein ständiger Gast auf allen die Anklage gegen die beiden Breslauer Filialisten und den Anhiesigen Rennbahnen war und dort viel Geld verlor. geflagten Meier nicht aufrecht erhalten, da diesen nicht das mindeste ift die Jnangriffnahme des großen Verkehrsprojekts, nachdem es die beiden Perscht und gegen Behnke und Fischer. Bezüglich des nachgewiesen sei. Uebrig bleibe nunmehr bloß der Verdacht gegen seit vier Jahren in Kommissionen und Teputationen erörtert Perscht könne man eigentlich sagen, daß es bei ihm unglaublich zues könnte. Das treffe bezüglich des Gärtner nicht zu, zumal dieſer worden, endlich in greifbare Nähe gerückt. Nunmehr bedarf es nur noch der Zustimmung der Stadtvergegangen wäre wenn man den Belastungszeugen Glauben schenken ordneten- Versammlung, auch die Aufsichtsbehörde hat noch ihre Geauch unbeeidigt geblieben ist. Die Hauptfrage bei der ganzen nehmigung zu erteilen, doch hat die Regierung diesem Unternehmen Die Pompadourräubereien im Tiergarten haben nun wohl ihr Sache ist die, ob Bericht senior gewußt hatte, daß er Pferdewurst bisher keinen Widerspruch entgegengesetzt, daß ihre endgültige Zu- Ende erreicht. Die Maßregeln der Polizei führten zur Verhaftung verkaufe. Dies erscheine nach der Beweisaufnahme nicht für feststimmung wohl faum zu bezweifeln ist. Aus den Verhandlungen von vier Räubern, von denen zwei, wie gemeldet, bereits abgeurteilt gestellt und auch wohl schwer nachweisbar. Es habe vielmehr den in der Verkehrsdeputation ist das Unternehmen in seinen großen find. Lange Zeit hörte man nichts mehr von Raubanfällen, bis am Anschein, als ob er selbst der Hineingefallene sei. Behnke erZügen bereits befannt geworden. Danach beginnt die Bahn im 2. d. M. neue Räuber auftauchten, diesmal vier Knaben. Diese scheine allein als derjenige, welcher fich des Betrugs und der Süden am Kreuzberg in der Kreuzbergstraße und endet im Norden gingen die Lessingstraße hinunter und trafen an der Haltestelle an Nahrungsmittelfälschung schuldig gemacht habe und zivar in der Müllerstraße nahe der Seestraße. Sie gelangt dorthin durch der Charlottenburger Chauffee drei Damen, von denen eine einen Aunt Schaden des Perscht. Ein getreuer Knecht war die Belle Alliancestraße und Belle- Allianceplay, den sie nach Unter- Pompadour trug. Einer der Burschen rempelte diese Dame an und Fridolin" - und das war in dem vorliegenden Falle der führung des Landwehrfanals und der Hochbahn erreicht. Die Trace in demselben Augenblic entriß ihr ein anderer die Handtasche. Angeklagte Fischer, der als ein getreuer Gehülfe des B. fungiert geht dann durch die Lindenstraße, biegt in die Markgrafenstraße Dann entfloh die ganze Gesellschaft in das Gebüsch und verschwand. hatte. Die Beweisaufnahme babe lediglich eine Schuld dieser beiden ein und erreicht über den Gendarmenmarkt die Charlottenstraße. Bald darauf wurde bei einem Automatendiebstahl ein Knabe ge- Angeklagten ergeben, gegen die übrigen könne vielleicht ein gewisser von der sie zur Prinz Louis Ferdinandstraße gelangt. Nach Unter- faßt, auf den die Beschreibung der Beraubten von einem der fleinen Berdacht bestehen bleiben, der aber bei der heutigen Lage der Sache führung der Spree trifft sie auf die Friedrichstraße, folgt dieser Räuber paßte. Die Vermutung, daß man diesen erwischt habe, durch nichts zu rechtfertigen sei. Die Angeklagten Bericht sen. und bis zur Chausseestraße und zum Wedding, um an der Geestraße bestätigte sich. Der Junge wurde von den Damen wiedererkannt jun., Meher und die beiden Breslauer Filialisten müßten deshalb zu münden. Die Strede ist 8,6 Kilometer lang und enthält mit und legte endlich auch ein Geständnis ab. Er war der Anführer freigesprochen werden. Gegen Behnke lautete der den beiden Endstationen vierzehn Haltestellen. Diese sind, von der fleinen Bande; das Bürschchen ist noch nicht zwölf Jahre alt, Antrag des Staatsanwalts auf ein Jahr drei Monate Süden nach Norden berfolgt: Streuzberg, Gneisenaustraße, Belle- ein Gemeindeſchüler B. aus der Peusselstraße. Er gesteht, drei Gefängnis, 500 M. Geldstrafe und drei Jabre Allianceplay, Koch, Leipziger-, Französischestraße, Bahnhof Friedrich- Altersgenossen, darunter einen Schüler G., angestiftet zu haben, hr verlust, gegen Fischer auf sechs Monate Ge straße, Oranienburger Tor, Invalidenstraße, Schwarzkopffftraße, mit ihm auf Pompadourraub und andere Diebereien auszugehen. fängnis. e Urteil wurde verkündet: Der Angeklagte Wedding, Courbièreplak, Leopoldplay, Seestraße. Der Tunnel ift G. mußte rempeln, während B. selbst raubte. Die beiden anderen wurde wegen Betruges in ideeller Kon in einer lichten Weite von 6,90 Meter bei einer Höhe von 3,50 Stnaben scheinen nur bei dem einen Fall an der Lessingstraße be- turrenz mit vergeben gegen das Nahrungsmittel Meter geplant. Der Tunnelraum ist vollständig frei und ohne teiligt zu sein. B. und G. dagegen haben gemeinsam auch noch Gesez bom 14. Mai 1879 zu fechs Monaten Gefängnis, Mittelstützen. Jede Haltestelle erhält zwei gegenüberliegende Bahn- mehrere Automaten- und Geschäftsdiebstähle berübt. Sie werden der Angeklagte Fischer, wegen Beihilfe hierzu, zu drei Steige von je 80 Meter Länge und 3% Meter Breite. Die Unter- in Fürsorgeerziehung kommen. Monaten Gefängnis berurteilt. Alle übrigen Angeklagten fehrung der beiden Wasserläufe Landwehrkanal und Spree geschieht Vermiste Personen. Bermißt werden zwei noch nicht 16 Jahre wurden freigesprochen. Bezüglich des Angeklagten Meher wurden mit Hülfe von eisenen Caissons, die unter Anwendung von Preß- alte Mädchen, die Kutscherstochter Berta Kopka aus der Peters- auch die Kosten der Verteidigung der Staatskaffe zur Last gelegt. Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW Der Bau der städtischen Nord- Süd- Untergrundbahn ist vom Damit Magistrat in seiner gestrigen Sigung beschlossen worden. ein Mann namens Wilhelm Schreiber aus der Kl. Hamburgerstr. 8, Ueberfahren und schwer verletzt wurde in der vergangenen Nacht der im Neuen Opernhause beschäftigt war. an der Ede der Oranienburger- und Artillerieſtraße. Mit einer schweren Schädelverlegung wurde er nach der königl. Klinik gebracht. Behnte