Hr. 223. Grscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pig. Sonntags- Nummer mit Illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterreichgarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. t der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Mr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Snfettions- Gebühr beträgt für die fihfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pig., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Bormittags geöffnet. Fernsprech- Anschlus Amt 1, v. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Bur Erinnerung. Am 10. September war ein Vierteljahrhundert verflossen, seitdem unser Genoffe Wilhelm Liebknecht Mitglied des Reichstages ist. Was Liebknecht in diesen fünfundzwanzig Jahren, von dem ersten Norddeutschen Reichstage an bis heute, im Parlament geleistet, das brauchen wir unseren Lesern heut nicht besonders zu sagen. Mit unvergänglichen Lettern ist es in die Geschichte der Bartei eingetragen, sein Wirken für die Arbeiterklasse wird unvergeßlich sein. Im Augenblick in Marseille, um den franzöfifchen Parteigenoffen zu ihrem Kongreß die brüderlichen Grüße und Wünsche der deutschen Sozialdemokratie zu überbringen, steht Wilhelm Liebknecht wie vor 25 Jahren auch beute noch in der vordersten Reihe der Streiter für die Sache der Sozialdemokratie, und kämpft, an der Schwelle des Greifenalters, mit der glühenden Begeisterung und unverwüstlichen Kraft eines Jünglings für die Befreiung des Proletariats. Möge sein selbstloses Wirken der Partei noch lange Jahre erhalten bleiben und der Soldat der Revolution" nach dem heißen Rampf noch den fröhlichen Sieg erleben! j " Die Sozialdemokratie in Rußland. Freitag, den 23. September 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. westlichen Gubernien Rußlands am Arbeiterfeiertage dieses Jahres gehalten wurden. des Druckes der brutalsten und grausamsten aller Regierungen. Ein lehrreiches Beispiel für die ganze Welt. Nicht einmal in Rußland glaubte man es; nicht ein- Es hat wohl anders ausgesehen in dieser Versammlung, mal die russischen Revolutionären wagten darauf zu hoffen. als wie es in einer Arbeiterversammlung in Westeuropa So ging selbst die kühne sozialrevolutionäre Partei Rußlands, aussieht. Jeder, der hinfam, wußte, daß er sein Gedanken aus, daß unter den gegebenen politischen Verhält- tamen fie. Es waren ihrer über Hundert, Männer und die Narodnaja Wolja, die Partei des„ Volkswillens", von dem Alles, seine Eristenz, sein Leben aufs Spiel sezte. Dennoch nissen eine Arbeiterbewegung in Rußland nicht möglich sei, Frauen. Feierliche Stille herrschte und mit tieffter Aufdaß es daher die Aufgabe aller das Volk und die Freiheit merksamkeit lauschten sie den Reden, die Fünf aus ihrer liebenden Elemente aus der besseren Gesellschaft, der eigenen Mitte, 3 Männer und 2 Frauen, an sie richIntelligentia" sei, für das Volk die politischen Rechte teten. Es war eine Stimmung, wie eine ähnliche etwa in als ob in der Geschichte, wo alles nur durch das mag. zu erkämpfen. Für das Volt ohne das Bolt! den Zusammenkünften der ersten Christen geherrscht haben Bolk gemacht wird, etwas ohne das Volk sich machen ließe! Arbeiter sprachen zu Arbeitern; worüber sprachen sie? Sie erklärten die Bedeutung des ersten Mai: wie die VerNur eine winzige Gruppe von Leuten Blechanoff, Axelrod, Wjera Sassulitsch und noch ein Mann, sammelt und beschlossen haben, daß die Arbeiter auf dem war es: treter der Arbeiterschaft der ganzen Welt sich in Paris ver der jetzt seit Jahren in den Fesseln und Banden einer ganzen Erdball den ersten Maitag feiern sollen. Der Zweck rachsüchtigen Regierung schmachtet, die von vornherein dieses Festes der Arbeiter bestand hauptsächlich darin, von den sagten: Wendet Euch an die Arbeiter!" Wendet Euch an Kapitalisten den achtstündigen Arbeitstag zu fordern, und auch die Arbeiter, denn sie sind die ökonomisch bestimmte revo- um der ganzen bürgerlichen Welt zu zeigen, zu welcher Macht lutionäre Klasse. Wendet Euch an die Arbeiter, denn die die Arbeiterklasse fich entwickelt hat." Sie sprachen von politische Freiheit ist die Grundbedingung ihrer ökonomi- der großen Klassenspaltung der Gesellschaft. Die ganze schen Befreiung. Wendet Euch an die Arbeiter, denn in Menschheit hat sich in zwei Klassen getheilt: die Klasse der ihnen liegt die Kraft der Gesellschaft; Ihr aber selbst, die tleine Schaar, Jhr werdet nichts ausrichten. Wendet Euch an die Arbeiter, denn hat sie einmal der zündende Strahl der Erkenntniß gestreift, so Lodert in ihnen das Feuer des Selbstbewußtseins so mächtig auf, daß nichts mehr in der Welt es auslöschen kann! " Reichen, der Ausbeuter der Gesellschaft, und die Klasse der elenden Arbeiter, und diese ersten sind unsere Todfeinde." Sie zeigten, wie die kapitalistische Gesellschaft, entstanden ist, und daß sie untergehen muß; und sie nannten dabei einen großen Namen, den Namen Karl Mary. Und was unsere heutige kapitalistische Gesellschaftsordnung anbetrifft, Und was sie vorausgesehen, das geschieht. Die Ju so seht uns unser Arbeiterlehrer Mary auseinander, daß das Ein Russe schreibt uns: telligentia" konnte die Freiheit in Rußland nicht erkämpfen. Kapital zur Zeit des Feudalismus im Reime da war; und Merkwürdige, ganz eigenartige Nachrichten kommen jetzt Jeht erhebt sich die Arbeiterschaft. Troß aller Unterdrückungs- jetzt wie Marg fagt wenn die Hülle der heutigen von Zeit zu Zeit aus Rußland. Man ist in West- Europa maßregeln erhebt sie sich und sammelt ihre Schaaren. Dies fapitalistischen Ordnung zerplatzt, wird der Samen des gewöhnt, aus diefem kulturvernachlässigten despotischen Lande, ist die geschichtliche That derjenigen Intelligenzen" in Ruß- Sozialismus zum Vorschein kommen und wird wachsen immer wo ein großes Volk der Willkür einer absoluten Regierung land, die fich mit der Leuchte des Wissens an die Arbeiter mehr und mehr." Sie schilderten die elende Lage preisgegeben ist, die mit ihrem Heer von Beamten wandten. Ein Theil des Ruhmes, dies vollbracht zu haben, des Arbeitervoltes, seine schmachvolle gesellschaftliche Stellung. auf das Schändlichste wirthschaftet, entweder Schauder gebührt aber der organisirten Arbeiterschaft Europas, nament E3 bricht Einem das Herz beim Anblick, wie der Arbeiter nachrichten über die Greuelthaten des Barenthums oder lich den deutschen Arbeitern, denn das Schauspiel ihres vom Unternehmer seinen Lohn erbettelt, wie er vor ihm Nachrichten über unsägliches Elend und Stumpfsinn der Kampfes war es, was in den russischen Arbeitern das zittert, als ob er um ein Almosen bitte und nicht um sein Boltsmassen zu empfangen, oder auch bestenfalls Klassenbewußtsein weckte, und auch jetzt lernen sie von dem mit seinem Blut verdientes Geld..... Sollten wir nicht Berichte über die Heldenthaten einer kleinen Anzahl Beispiel ihrer deutschen Brüder und schöpfen daraus ihren dasselbe Recht haben zu leben und zu genießen, wie die wagemüthiger edler Geister, die, beseelt von Sym Muth und die Hoffnung der Erlösung. Unternehmer? Wofür denn uns dies Alles? Etwa dafür, pathie für die unterdrückten Boltsmassen und von dem Noch ist die Zahl der organisirten Arbeiter sehr klein, daß wir durch unsere Arbeit ihnen die Taschen füllen?" fich empörenden Stolz des geknebelten Geistes, allein den erst aus Hunderten besteht sie. Aber diese Hunderte werden wir bleiben arm, man schaltet mit uns, wie man will, großen Kampf wagen gegen die gewaltthätigste aller Re- zu Tausenden und aber Tausenden werden, denn es sind man beschimpft uns, und wir sind nicht einmal im Stande, gierungen. Die zivar noch spärlichen, aber doch regelmäßig Hunderte aus dem Volke selbst, die in ihrem ganzen Leben zu begreifen, wie, warum und zu welchem Zwecke wir unsere auftretenden Nachrichten, die wir jetzt erhalten, sind ganz mit dem Volke verbunden sind, und es sind Hunderte von Lebensjahre und unsere Arbeit für einen winzigen Lohn anderer Natur. Nicht von Mordthaten der Regierung Auserwählten. weggeben." Sie zeigten aber auch den Weg, auf dem die melden sie und auch nicht von Dynamitexplosionen, und Der organisirten Arbeiterschaft der Welt ist es bekannt, Arbeiter sich eine bessere Zukunft verschaffen können. Sie wenn sie vom Volt sprechen, so thun sie es in einer ganz anderen daß schon der Maifesttag 1891 von russischen Arbeitern in verwiesen auf die Nothwendigkeit der Organisation. Sie be Weise. Ja, fie sprechen ganz anders! Denn diese Nach- Petersburg gefeiert wurde. Der 1. Mai 1892 brachte die tonten, daß die Arbeiter in ihrem Erlösungskampfe nur auf sich richten kommen vom Bolte selber: vom Wolf unter das Lodzer Manifestationen mit sich, woran fich Tausende und selbst, auf ihre eigenen Kräfte angewiesen sind. Wir sind Wolf. Abertausende polnischer Arbeiter betheiligt haben. Nunmehr der Meinung, daß kein Gott und kein Teufel es verniag, liegen uns die Reden vor, welche in einer Versammlung die unterdrückte Waffe vom Joch, das sie zur Erde biegt, russisch- jüdischer Arbeiter in einer der größten Städte der zu befreien; nur die Wissenschaft und die eigene Energie Was fast unmöglich schien, das geschieht. Die russische Arbeiterwelt erwacht und organisirt sich. Und das troz Feuilleton. Macbrud verboten.) Die Waffen nieder! 11 [ 28 " " gauzes Buch voll pädagogischer Klagen und Bedenken lag leise an mich wird ihm der Pfarrer sagen, daß man in diesem Blick und diesem Schweigen. feine Feinde lieben solle- o Logik!" Dann laut zu Rudolf: Nicht, weil wir sie hassen, dürfen wir unsere Feinde schlagen, sondern weil sie uns schlagen wollen." " 1 Besonders unliebsam war mir die Soldatenspielerei, welche sowohl mein Vater wie mein Bruder mit dem Kleinen trieben. Die Begriffe von Feind" und von, Dreinhauen" wurden ihm beigebracht, ich weiß gar nicht wie. Eines Tages tamen wir dazu, Friedrich und ich, wie Rudolf mit einer Reitgerte unbarmherzig auf zwei wimmerude junge Hunde einhieb. " Das ist ein falscher Italiener", sagte er, auf das eine der armen Thierchen ausholend, und das" auf das andere ein frecher Däne". Hand: Und warum wollen sie uns schlagen?" " Weil wir sie nein, nein," unterbrach er sich, aus diesem Zirkel find' ich keinen Ausweg. Geh spielen, Studi wir verzeihen Dir aber thu's nicht wieder." Better Konrad machte, wie mir schien, einige Fortschritte in Lilli's Gnade. Es geht doch nichts über Ausdauer. Ich hätte diese Verbindung fehr gern gesehen, und beobachtete mit Bergnügen, wie die Blicke meiner Schwefter froh aufleuchteten, wenn von weitem der Hufschlag von Konrad's Pferde sich vernehmen ließ, und wie sie seufzte, wenn er wieder davonritt. Er machte ihr nicht mehr den Hof, das heißt er sprach nichts von seiner Liebe, brachte seine Werbung nicht von neuem vor- dennoch war sein Benehmen eine regelrechte Belagerung. Eine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner. Mein Sohn Rudolf, nunmehr ein siebenjähriger kleiner Mann, fing jetzt an lesen und schreiben zu lernen, und seine Lehrerin -war ich. Ich hätte feiner Bonne" die Freude Friedrich riß dem Nationenzüchter die Gerte aus der gegönnt was ihr übrigens vermuthlich gar keine gewesen wäre diese kleine Seele langsam sich entfalten zu sehen" Und das ist ein herzloser Desterreicher," sagte er, und derselben die ersten Ueberraschungen des Wissens bei indem er ein paar tüchtige Schläge auf Rudolf's Schultern zubringen. Oftmals war der Kleine unser Begleiter auf fallen ließ. Italiener und Däne liefen vergnügt davon, unseren Spaziergängen, und wir wurden nicht müde, und das Wimmern wurde jetzt von unserem kleinen Lands die Fragen, welche seine erwachende Wißbegier an uns mann besorgt. Wie es verschiedene Arten giebt, eine Festung zu stellte, zu beantworten. Zu beantworten, so gut und so„ Bist Du mir böse, Martha, daß ich Deinen Sohn nehmen", so erklärte er mir eines Tages, durch Sturm, weit wir konnten. Auf Lügen ließen wir uns nicht ein. geschlagen? Ich bin sonst wahrlich nicht für die Prügel- durch Hunger so giebt es auch mehrfache Mittel, Wir scheuten uns nicht, solche Fragen, auf die wir keinen strafe eingenommen, aber Grausamkeit gegen Thiere fann ein Frauenherz zur Rapitulation zu bringen. Darunter Bescheid wußten auf die tein Mensch Bescheid weiß mich entrüsten-" か Du haft Recht gethan", unterbrach ich. R Also nur gegen Menschen... darf man... grausam ?" fragte der Kleine mitten in seinem Schluchzen. Auch nicht noch weniger" Du hast doch selber auf Italiener und Dänen gemit einem aufrichtigen das weiß man nicht, Rudi" zu beantworten. Anfänglich geschah es, daß Rudolf mit solcher Antwort nicht zufrieden, seine Frage nochmals bei Tante fein Marie, bei seinem Großvater oder bei der Kinderfrau Dorbrachte, und da wurden ihm stets unzweifelhafte Aufschlüsse zu Theil. Triumphirend kam er dann zu uns: haut?" hr wißt nicht, wie alt der Mond ist? Ich weiß es jezt: sechs tausend Jahre merkt Euch das." Friedrich und ich wechselten einen stummen Blick. Ein " Das waren Feinde-" Die also darf man haffen?" 99 eins der wirksamften: die Gewohnheit die Rührung... Es muß sie doch rühren, daß ich so beharrlich liebe, dabei so beharrlich schweige und immer wiederkomme. Wenn ich ansbliebe, riffe das eine gewaltige Lücke in ihre Existenz; und wenu ich noch eine Zeit lang fo fortfahre, so wird sie ohne mich es gar nicht mehr aushalten." Und wieviel mal fieben Jahre gedenkst Du so um Deine Erkorene zu dienen?" „ Das habe ich nicht berechnet... so lange, bis sie " Und heute oder morgen"- wandte fich Friedrich mich nimmt." " Politische teberlicht. Berlin, den 22. September. " " Lohn = = Tönnen fie aus der Dunkelheit zum Lebenslicht führen." Auf die Bewegung ihrer westeuropäischen Brüder verwiesen Gründung zu erinnern, ist, beiläufig bemerkt, recht übel fie als auf ein geschichtliches Exempel. Jezt gehen sie wie angebracht. Sogar solch' ein monarchisch getreuer, loyaler auf gebahntem Wege zur Wohlfahrt, zum Glück der ganzen Forscher wie Schück, der aus den preußischen Archiven menschlichen Gesellschaft, d. i. zur Abschaffung des Privat eigenthums und der Klassentheilung, zur Vertilgung der mitgetheilt wird, hat die preußische Staatsbahn Sklavenhandel gewesen ist. Nur aus dem Verschleiß Nur keine Reform! Wie dem„ Leipziger Tageblatt" chöpfte, hat eingestehen müssen, daß das Rückgrat dieser Kurbrandenburgischen Siedelung die Sklaverei, der Völkerfeindschaft- zum Reich der Freiheit, Gleichheit, deutschen, vom Publikum allgemein freudig begrüßten fasse erhebliche Einnahmen zu. Verwaltung jegt endgiltig abgelehnt, der süd- des schwarzen Menschenfleisches flossen der preußischen StaatsBrüderlichkeit!" Sie handeln planmäßig, ohne sich zu Rückfahrkarten- Reform beizutreten. übereilen, weil die Erfahrung ihnen Ströme von Blut zwackereien und Arbeitermaßregelungen find natürlich be und Menschenalter von Arbeit loftete." Und sie er Der katholische Volksverein, die mit Pauken und mahnten zu klarer Besonnenheit, daß man sich ja nicht quemer, als die kleinsten Zugeständnisse zu Gunsten des Drommeten in die Welt gesetzte ultramontane Gründung, hinreißen lasse zu falschen Schritten. Aber man müsse Verkehrs.dazu bestimmt, der Sozialdemokratie den Garaus auch unverzagt immer weiter fämpfen! Dhne Furcht im Herzen, die Gefahr nicht achtend, die Feinde nicht zählend, In dem Helldorff'schen Organ, dem Konservativen Nr. 215 vom 22. September), einem katholischen Blatte, zu machen, von Pindter's kompromittirendem Lobe heimHerr von Helldorff über die Militärvorlage. gesucht, erhält in Dr. Sigl's Bayerischem Vaterland" Jeder sich selbst vergessend so müssen wir handeln!" 2ochenblatt", schreibt dieser selbst oder in höherem einen prächtigen Fleißzettel. Sigl schreibt: Einen großSie weckten das Solidaritätsgefühl der Arbeiter, und ver- Auftrage fein getreuer Achates Griesemann: Ein Ip artigen Aufruf zum Eintritt in den preußischkündeten die Bruderschaft der Arbeiter der ganzen Welt. von der Brust würde, abgesehen von Militärkreisen, katholischen Volksverein erlassen dessen dirigirende OberSo wollen wir denn hochhalten das rothe Banner der sicher allen patriotischen und nicht von Nebenabsichten ge- preußen an das katholische Bayern". In diesem Aufruf Arbeiterschaft, auf dem die durch die ganze Welt weit leiteten Männern und Parteien Deutschlands genommen wird die gesammte Menschheit in Christ gläubige und hinaushallenden Worte unseres glorreichen, genialen Arbeiters werden, wenn es sich doch noch als möglich herausstellte, Gottesleugner geschieden. Die Christgläubigen werden lehrers Karl Marx stehen: Arbeiter aller Länder, vereinigt auf die Militärvorlage zu verzichten. Bei burch besagten Verein repräsentirt, die Gottesleugner Euch!" Und sie wiesen nach, daß es für die Arbeiterschaft ben fostspieligen und überaus start experimental en find die Uebrigen, die noch in der Welt herumlaufen, und als solche keine Religionsunterschiede geben kann es giebt Reformplänen sei es taum möglich, emen Weg zum die Bannerträgerin der blanken Gottlosigkeit und also auch für den jüdischen Arbeiter keine besondere jüdische Frage. Erfolg zu entdecken, der nicht das System der Prämien und ber blutigen Empörung ist die Sozialdemokratie", Fühlt denn der Körper des armen jüdischen Proletariers, Bugeständnisse an das Zentrum auftreift, oder sich ganz in diese heranbrausende Sturmfluth, welche Thron und Altar der so viel geduldet hat, nicht die ganze Wucht dieses System hinein verliert. Wie nahe liegt auch der Ge- mit ihren schmutzigen Wogen wegzuspülen droht". Der des Kapitals über sich? Saugt denn nicht das banke, daß die Berechnung dahin geht, daß bei einer Militär- muß sich eine Armee von Gottesstreitern ent Kapital die Lebensfäfte bei dem armen jüdischen Ar vorlage gelingen muß, was bei einem Volksschulgesetz noch gegenstellen, die für Gott und Vaterland in den Kampf beiter ebenso gut aus, wie bei allen Arbeitern? fehlschlagen konnte, daß der lebhafte Wunsch, die hohen zieht," und das ist natürlich besagter katholischer Volksverein Und find denn andererseits die christlichen Kapitalisten Vortheile der ersteren einzuheimfen, alle Bedenken zum unter preußischer Führung statt der fehlenden Engel und besser als die jüdischen? Saugen sie nicht das Blut ihres Schweigen bringen wird.". Es heißt ferner, daß unsere Erzengel! Man steht, Sprüche können die Preußen großBoltes aus? Und ist der jüdische Ausbeuter dem jüdischen wirthschaftlichen Verhältnisse zur Beit artige machen, und wenn es auf das große Maul antame, Arbeiter gnädiger als der christliche dem chriftlichen? Ist wirklich nicht dazu angethan sind, den Ge- so würden sie die ganze heranbraufende Sturmfluth" von denn ein Jude auf dem Rücken eines Juden nicht dieselbe banken an große Ausgaben zu ermuntern, und daß jedem It wirklich nicht dazu angethan find, den GeSaft, wie jede andere auf demselben Rücken?" Welchen Deutschen bekannt ist, welche gewichtigen Autoritäten in dem sozialdemokratischen Gottesleugnern" verschlingen, Ausweg giebt es aber für den jüdischen Arbeiter? Ant- Uebergang zur zweijährigen Dienstzeit einen Schritt, der daß zum„ bekämpfen" gar nichts mehr übrig bliebe. baß zum„ bekämpfen" gar nichts mehr übrig bliebe. wort: fich der allgemeinen Arbeiterbewegung anzuschließen! zum Berhängniß führen müßte, erblickt haben." Natürlich Uebrigens hat die Armee von Gottesstreitern", Wenn bei uns Juden derselbe Kapitalismus herrscht, wie wird dieser gefühlvolle Erguß einer schönen Mannesseele Bentrums zu benamsen geruhen, eigentlich nicht viel zu wie sich die bescheidenen preußischen Herrschaften bei anderen Nationen, dasselbe Proletariat da ist, wie die um Helldorff nicht abhalten, sich in die Spieße der thun: jeder" Gottes streiter" braucht blos eine Mark in überall, so muß auch der Kampf zwischen der Bourgeoisie Militärvorlage zu stürzen. Heil dir, Militarismus, wir, den preußischen Vereins- Opferkasten zu spenden, und dann und dem Proletariat derselbe sein, wie in allen übrigen die nicht zahlen werden, grüßen dich, zahlen kann die hat er genug„ gekämpft" und sozialdemokratische GottesLändern." Aber nicht nur teine Judenfrage, auch keine breite Masse. besondere Frauenfrage giebt es für das Proletariat. Bor leugner" ausgerottet. allem dürfen wir nicht vergessen," sagte eine Arbeiterin in ,, Die heutige deutsche Kolonialpolitik" ist ein dieser Versammlung, daß die Frauenfrage teine besondere Kreuz für die fattsam bekannte bekannte„ Schriftleitung" des Frage ist, sondern als Theil der großen sozialen Frage Deutschen Wochenblatts", das heißt für den Doppelerscheint," und dann bewies sie es auf Grund der Geschichte währungs- Apostel Dr. Otto Arendt, der demnächst sein und der Nationalökonomie. Speziell betreffs der russischen Jubiläum als parteioffiziell démentirter Freikonservativer Berhältniffe führten die Arbeiter aus: Bei uns in Ruß- feiern kann. Während wir, und mit uns die erdrückende land hindert uns vor Allem der Umstand, daß es bei uns Mehrheit des deutschen Volkes, die Kolonialabenteuer überkeine Freiheit der Versammlungen, der Organisation und haupt verwerfen, und jeden für die Kolonieen verausgabten der Bildung giebt. Darum muß es unser erster Schritt Heller und jeden leider! in Afrika vergossenen Tropfen sein, eine Verfassung zu erkämpfen. Und da wir eine be- Blut als eine unerhörte Vergendung von Gut und Blut sondere Klasse sind, so müssen im Parlament unsere eigenen betrachten, ist dem Deutschen Wochenblatt" die afrikanische Vertreter fizen, d. h. wir müssen nicht blinde Schafe sein, Kolonialverwaltung lange nicht schneidig" genug, und die mit denen sich Alles machen läßt, was man will. Wir Schuld an diesem Mangel und an der angeblich geübten Leitartikel: Freifinnige" Strupellosigkeit( Nr. 221 vom haben auf Niemanden zu hoffen, außer auf uns selbst." So Sparsamkeit liege nicht( siehe" D. W." Nr. 38 vom 21. September) ist die Freisinnige Zeitung" so verdrießlich, Sprachen die russischen Arbeiter. Aber indem sie es auf sich 22. Sept.) an den Soden und Genossen, sondern daß sie sich durch eine plumpe Volte aus der Klemme zu nahmen, die Freiheit zu erkämpfen, vergaßen fie an der obersten Stelle in Berlin". feineswegs Derjenigen, Wird nicht die ziehen sucht. Der Artikel des Vorwärts" hat die uner die vor ihnen gekämpft herzbrechende Klage, der wir in Folgendem Raum geben, der hörten Angriffe des deutschfreisinnigen Blattes auf die haben, die aber wegen ihrer kleinen Zahl wenig obersten Stelle" ins Gemüth bringen? ausrichten konnten." Wir müssen solcher glänzender Wir bezogen uns auch auf die Ausführungen der FreiSonntagsruhe der Handlungsgehilfen gebührend charakterijirt. Sterne, wie Scheljaboff, gedenken, die ihren Leib den Feinden zur Berstückelung preisgegeben haben, indem sie sinnigen Beitung" vom 15. September, worin es unter Bäterchen, dem Zaren, die Larve abrissen." anderem hieß: " Das Vertrauen auf lettere Stelle( welches Arendt- Deutsch ist im deutschen Bolt so gering geworden, daß kürzlich bei dem Ausbieten von Attien für eine neu sich bil dende Usambara Kaffeebau- Gesellschaft der bes zeichnende Ausspruch fiel: Wie soll ich mich an einem Kolonialunternehmen betheiligen, da die deutschen Kolonien doch dem nächst an den Meistbietenden verkauft werden?" Es ist übrigens nicht das erste Mal, daß in solcher Weise auf das Jahr 1721 angespielt wird, wo Deutsch- Afrita für zwölf NegerEnaben mit güldenen Ketten verschachert ward." M des Sobald die Mart im Rasten flingt, Ein Sozi auseinanderspringt, Ein Gottesleugner wird beherzt Vom Gottesstreiter" ausgemerzt. Und spendet wer der Märkl mehr, Dann geht es noch viel schnellerer Zu End' mit Gottesleugnerei Und aller Demokraterei. Vor diesem Volksverein, o Graus! Da reißt ja selbst der Teufel aus, Und Niemand bleibt mehr über, Als Racé, Porsch und Lieber." " Freifinnige" Skrupellosigkeit. Ueber unseren Unseres Erachtens würde die Regierung schon auf der Grundlage des§ 105e der Gewerbenovelle( Aus nahmen durch Verwaltungsbehörden) ermächtigt sein, in allen solchen kleineren Orten die Bestimmungen über die Sonntagsruhe außer Kraft zu sehen." Es erhebt sich eine gewaltige revolutionäre Macht in Rußland die Arbeiterklasse. Jm Stillen, sich zu den verabredeten Zusammenkünften hinschleichend, sammelt sie fich. Keine Gewalt giebt es gegen sie, denn sie ist überall und alles fie ist das Bolt. Und wenn das Volk einmal Wir meinen, das ist deutlich gesprochen und läßt zu Werke geht, so ist es immer eine große geschichtliche Wolfe gar nichts zu thun. Wir erheben entschieden dagegen finnigen Beitung" zu. Aber mit sittlicher Entrüftung er Das Volf, das in Kaffeebau- Attien macht, hat mit dem feinen Zweifel über Ansichten und Absichten der Frei That. Einspruch, Deutsch- Afrita zu versteigern. Dem, welcher so tlärt sie, Die feige Bourgeoisie Rußlands wird sich schon mit unklug ist, es sich aufbinden zu lassen, soll man es un aus wir hätten bereits am Montag Abend der Regierung abzufinden wissen, umsomehr als die Regie- besehen schenken und als Zugabe die Kolonialschwärmer wissen müssen, daß es der Freifinnigen Beitung ihrer Polemit mit der Frankfurter Zeitung" rung fich nunmehr selbst an sie wenden muß. Ihre ökono- stiften, die etwa auf einer Usambara- Kaffeepflanzung sich nicht in mische Freiheit wird sie erhalten, um politische fümmert fie als Kontraktarbeiter verdingen mögen. Gäbe aber irgend Aufhebung der Bestimmungen über die Sonntagsruhe im den Sinn getommen ist, Sie fich wenig. Nicht so die klassenbewußte Arbeiterschaft. Eine ein Schwärmer uns für Kamerun, Togo u. f. w. noch ein Handelsgewerbe für alle Städte unter 10 000 Einwohnern demokratische Berfaffung ist für sie eine Lebensfrage. Und Draufgeld, gülden oder silbern auf das lebende Anhängsel zu empfehlen." die Arbeiterschaft in Rußland wird den Absolutismus sei von vornherein verzichtet- um so beffer. An das„ Deutschstürzen zum Heil ihrer selbst und der ganzen Menschheit! Afrika" des Jahres 1721, will sagen an die brandenburgische sagen, trotzdem sie schwarz auf weiß( siehe das obige Bitat!) In der Kunst, mit feckem Muthe die Unwahrheit zu Aber ich wollte Dich nicht zur Frau." Dante." nun denn: es Ich bewundere Dich. Giebt es denn gar keine anderen schluß zu verfolgen. Jekt, nach diesen Kämpfen und getödtet: einiger Ersatz gebührte ihm doch Mädchen auf der Welt?" Siegen, hätte es wohl entschieden sein sollen, was mit durfte die Kriegskosten tragen. Für mich nicht. Ich habe mir die Lilli in den Kopf den fraglichen Herzogthümern zu geschehen habe aber gesetzt. Sie hat ein gewisses Etwas um die Mundwinkel, immer noch schwebten die Fragen und die Zweifel. fragte ich selber, wenn das Gespräch noch nicht auf das Und was giebt es heute Neues mit Schleswig- Holstein?" im Gang, in der Art zu sprechen, das mir keine Andere Der Augustenburger der famose Augustenburger, wegen politische Gebiet gelenkt worden war. ersetzen kann... Du, Martha, bist zum Beispiel zehnmal deffen altbegründeten Rechten der ganze Streit entbrannt hübscher und hundertmal gescheiter war war er denn jetzt eingesetzt? Durchaus nicht. So Vater, daß Herr von Beuft an den Bundestag die Frage Das Neueste ist," berichtete am 13. August mein Danke gar ein ganz neuer Prätendent erschien auf dem Plan. Mit gestellt hat, mit welchem Rechte die Verbündeten sich die Glücksburg und Gottorp und wie alle die Linien und Herzogthümer von einem Rönige abtreten ließen, den Nebenlinien hießen, deren Namen ich mir mühsam an der Bund gar nicht als rechtmäßigen Besitzer anerkannt. geeignet hatte, war's noch nicht genug. Jest trat Rußland hatte." auf und schob dem Augustenburger einen burger vor. Das Resultat des Krieges aber war bisher, bemerkte ich; denn es hieß ja doch, der Protokoll- Prinz sei Olden " Das ist eigentlich ein ganz vernünftiger Einwand", daß weder einem Glücks, noch Auguften, noch Dlden, noch nicht der legitime Herr der deutschen Lande, und nun laßt sonst einem-burger die Herzogthümer gehören sollten, son- Ihr Euch feierlich von Christian IX. deri den verbündeten Siegern. Folgendes, so erfuhr ich, waren die Artikel der eben im Gang befindlichen Friedensunterhandlungen: Eben weil Du zu gescheit ist Du würdest mich so gewiß von oben herab ausehen. Mein Streuschen am Kragen, mein Säbel, die Sporen imponiren Dir nicht. Lilli hat doch Respekt vor einem streitbaren Mann ich weiß, fie betet das Militär an, während Du-" " Ich habe doch zweimal Militärs geheirathet," er widerte ich lächelnd. A * " Bater. Eine Frechheit, eine Chicane ist es von diesem " Das verstehst Du nicht, Kind" unterbrach mein ohnehin schon uns, da wir sie erobert haben." Herrn von Beust, weiter nichts. Die Herzogthümer gehören den Augustenburger." Aber doch nicht für Euch erobert?- es hieß: für Während der Mahlzeiten, an dem oberen Ende der 1. Dänemark tritt die Herzogthümer an Desterreich und Tafel, wo mein Vater und seine alten Freunde den Ton Preußen ab." angaben und wo auch ich und Friedrich saßen die Jugend Damit war ich zufrieden. Die Verbündeten würden war am anderen Ende und unterhielt sich untereinander sich nun natürlich beeilen, das nicht für sich, sondern für wurde zumeist politifirt"; das war so der alten Herren einen Anderen eroberte Land diesem Anderen zu übergeben. vor Ausbruch eines Krieges von den Kabinetten als Ver Das verstehst Du wieder nicht. Die Gründe, welche, Lieblings Gesprächsstoff. Die schwebenden Friedens 2. Die Grenge wird genau regulirt." verhandlungen boten genügenden Anlaß zu dieser Weisheits- Das wäre auch ganz hübsch; wenn anlaffung desselben angegeben werden, die treten in den entfaltung; denn daß politische Erörterungen die ge- Regulirungen ein bischen mehr Berharrungskraft hätten; worden. Da bringen die Siege und Niederlagen ganz neue nur diese Hintergrund, sobald die Schlachten einmal geschlagen diegenste und ernster Männer würdigste Unterhaltung sei, aber es ist ja erbärmlich, welche ewige Verschiebungen solche Kombinationen hervor; dann vermindern und vermehren das steht bei den meisten Leuten fest. Aus Galanterie und blaue und grüne Striche auf den Landkarten unaufhörlich und bilden sich die Reiche in vorher ungeahnten Verhält in freundschaftlicher Rücksicht auf meine weibliche Verstandes zu erleiden haben. schwäche, sagte wohl mitunter einer der Generäle: Diese 3. Die Staatsschulden werden nach dem Maß der Be nissen." Dinge tönnen unsere junge Baronin Martha kaum völkerung vertheilt." Also find die Gründe eigentlich keine Gründe, sondern intereffiren wir sollten darüber nur sprechen, wenn wir Vorwände gewesen?" fragte ich. unter uns find, nicht wahr, schönes Frauchen?" Bater zu Hilfe. Vorwände? nein" fam einer der Generäle meinem eignissen, welche sich dann selbständig nach Maßstab der " Anlässe vielmehr, Anstöße zu den Er Erfolge gestalten." " Das verstand ich nicht. Bis zu volkswirthschaftlichen und finanziellen Fragen hatte ich mich in meinen Studien nicht aufgeschwungen; ich nahm an der Politik nur sofern Antheil, als sie auf Krieg und Frieden Bezug hatte, denn dies war mir als Mensch und Gattin Herzensfrage. Aber dagegen verwahrte ich mich und bat ernstlich, das Gespräch fortzusetzen. Ich nahm an den Vorgängen in der militärischen und diplomatischen Welt wirklichen und gespannten Antheil. Nicht vom selben Standpunkt, wie diese Herren; doch war mir daran gelegen, die dänische Frage", deren Ursprung und Verlauf ich anläßlich des Krieges so aufmerksam studirt hatte, bis zu ihrem endgiltigen Ab- war 4. Die Kriegskosten tragen die Herzogthümer." Das war mir wieder einigermaßen flar. Das Land verwüstet worden, die Saaten aertreten. dessen Söhne " Hätte ich zu sprechen," sagte mein Vater, so würde ich nach Düppel und Alsen wahrlich zu keinen Friedens verhandlungen mich hergegeben haben hätte man erobern können." Und was damit?" ganz Dänemart fofort als Uuwahrheit nachweisbar ist, gebührt dem deutsch-| allgemeine Wahlrecht, von den reaktionären Plusmachern blick aus den Waisenhäusern hatte kommen lassen, besetzen freifinnigen Organ in der That die Palme. der Grubengesellschaft von Carmaux gegen den Bürgermeister ließ, weil sie laute Kundgebungen der Sozialdemokraten hätte Calvignac, den Vertrauensmann der Arbeiter, verübt, befürchten müssen." sind unsere Leser unterrichtet. Aus Paris tommt unter'm Wie ist der Sachverhalt? Die Frankfurter Zeitung" hatte die Freifinnige Zeitung" in Sachen der kauf männischen Sonntagsruhe gründlich abgeführt. Was thut diese? Sie schreibt( Nr. 220 vom 20. d. M.):: " 22. September, dem Jubeltage der Republik, die Meldung: Cipriani. Aus Rom kommt die Nachricht, daß der Die Regierung ordnete eine gemeinsame Konferenz wackere Cipriani, der Hauptangeklagte in jenem römischen Wir haben keinen Zweifel darüber gelaffen, daß eine der Ausständigen in Carmaux mit den Maifeier- Prozesse, einem Machwerk des Lochspielthums, Aufhebung der Bestimmungen über die Sonntagsruhe für das Delegirten der Bergwerks- Direktionen schwer erkrankt ist. Cipriani, durch die Regierung Handelsgewerbe in allen fleineren Städten nur im Wege unter dem Vorsitz eines Regierungs- Jahre lang gehegt, eingeferfert, gepeinigt, wird hoffentlich zwecks Beilegung der der Sache der Freiheit erhalten bleiben. der Gesetzgebung möglich ist." vertreters an, Der dänische Reichstag tritt am 3. Oktober zuDas freisinnige" Blatt bestreitet am 20. September, Differenzen."- Aus den nördlichen Gruben daß es am 15. September die oben festgelegte Aeußerung bezirken wird berichtet, daß der Aufruf der fran- sammen. gethan hat, es sagt also, da ein unbewußter Wider- zösischen und belgischen Arbeitervertreter spruch unmöglich ist, mit Bewußtsein eine uns allgemeine Beruhigung im Grenzgebiete hervorwahrheit. Nicht genug damit, daß sie im Kampfe mit ger ufen hat. Drei glänzende Triumphe der französischen der Frankfurter Zeitung" sich durch eine Lüge aus der Arbeiterbewegung! Schlinge zu ziehen wagt, setzt sie auf diese Lüge eine zweite, indem fie uns gegenüber am 22. September fich auf ihre töftliche Bolemit" gegen das Frankfurter Blatt als urkundliches Zeugniß ihrer taubenhaften Unschuld beruft. Giebt es ein bündigeres Beweisverfahren, als die Ableugnung dessen, was gethan zu haben dokumentarisch feststeht? Schwer zu sagen ist es, wo hier die Unverfrorenheit aufhört und die Beschränktheit aufängt. DV N Serbische Schmeicheleien. Die von der Regierungskrippe verdrängten serbischen„ Radikalen“ führen gegen das ,, liberale" Ministerium einen Kampf bis aufs Messer. Ein " radikales" Blatt, der„ Odjet", schreibt u. a. von dem Die offizielle Gedenkfeier. Der 22. September ist neuen Kabinet: Herr Joan Avakumovitsch ist derselbe, in Paris offiziell mit Glanz gefeiert worden. Wolff's den sein Patriotismus nicht abhielt, für ein gutes Trinkgeld der Advokat der Anglo Bant gegen den ferbischen Bureau meldet unter'm 22. d. M.: Als Vorfeier für den heutigen hundertften Jahrestag der Staat in der Angelegenheit des Salzmonopols zu sein. Verkündigung der ersten Republit fanden gestern Abend eine Herr Zivojin Velickowitsch hat sich noch nicht von dem VerAnzahl Banketts und Boltsbeluftigungen statt. Heute früh dachte reingewaschen, der Mörder seiner Frau zu sein, abftrömte eine zahlreiche Menschenmenge zum Pantheon hin. gesehen von anderen Dingen, von denen wir jetzt nicht reden Gegen 10 Uhr traf der Präsident der Republik Garnot in wollen. Herr Ribarac traurigen Angedentens hat einem Begleitung der Minister unter den Klängen der Marseillaise, Bakschisch zuliebe vermittelt, daß ein gezogenes Loos seinem von der Bevölkerung lebhaft begrüßt, bei dem festlich geschmückten Bantheon ein. Die Feier wurde durch patriotische wahren Eigenthümer abgenommen werde....." Lieder, welche von Chören vorgetragen wurden, eingeleitet. Liberalen werden nun als Entgelt die schmutzige Wäsche Hierauf hielt der Ministerpräsident Loubet eine Ansprache, des gestürzten Ministeriums waschen. So wird einer dieser in welcher er auf die Umstände hinwies, aus denen die Russenknechte vom anderen abgethan. Inzwischen raufen Republik hervorgegangen sei. Sie allein könne Frank- die Parteigänger sich nach Herzenslust und probiren an reich die nothwendige Kraft verleihen, um über seine einander die Durchschlagskraft ihrer Revolverkugeln. Feinde zu triumphiren. Das Wert der Republik fei und bleibe ein Wert ber Wiederaufrichtung und des Friedens, ein Wert, dessen Erfüllung durch das Schwinden der alten Parteien und durch die Beruhigung der Gemüther erleichtert werde. Die Republik werde auch be= strebt sein, die foziale Frage auf friedlichem Wege zu lösen." $ " " Die Parteinachrichten. " Nach der Münchner Post" erklärte Vollmar in einer Versammlung zu Göppingen in Württemberg:„ Ich will nicht prophezeien, kann das auch nicht, aber gewiß, unabänderlich ist es, daß in kurzer Zeit in unseren politischen und wirthschaftlichen Verhältnissen große Veränderungen eintreten müffen. Geschehen sie nicht von den Regierungen, so werden sie von Unten, aus dem Bolte heraus, fommen." Die von ca. 1200 Personen besuchte Versammlung gab dürch großen Beifall ihr Einverständniß zu erkennen. Der Sozialismus in Rumänien. Aus Rumänien wird Zu optimistisch. Wir hatten die Nachricht der Frankfurter Zeitung", daß die Oberstaatsanwaltschaft in Hamm dem inhaftirten Redakteur Fusange I günstigere Bedingungen, als die Staatsanwaltschaft in Essen zugestanden, kurz wiedergegeben. Jetzt wird der" Frankfurter Beitung"( Nr. 265 vom 21. d. M.) aus Bochum gefchrieben: Die Korrespondenz der Frankfurter Zeitung" ist, da fie mehrfache Unrichtigkeiten enthält, geeignet, im großen Publikum falsche Ansichten über die Stellung der Staatsanwaltschaft zu dem inhaftirten Redakteur Fusangel zu wecken. Zunächst ist der in der Korrespondenz angedeutete Gegensatz zwischen der Staatsanwaltschaft in Essen und der Oberstaatsanwaltschaft in Hamm nicht vor- Herr Loubet, das fleischgewordene Prinzip des Kapi handen. Der Hergang war folgender: Fusangel hat, um talismus, hat schöne Worte genug gemacht. Bu schönen fich auf den Beleidigungsprozeß Baare gegen ihn vorbe Thaten aber wird die Bourgeois politit gezwungen reiten zu können, bei der Essener Staatsanwaltschaft, deren durch das Proletariat, das berufen ist, an Stelle der Chef zugleich der Vorsteher des Gefängnisses ist, in dem bürgerlichen die sozialistische Gesellschaft zu begründen. Fusangel seine Strafe abbüßt, den Antrag auf Haftentlaffung bis zum Schluß der Verhandlungen gestellt, eventuell Der Kampf um das Wahlrecht in den Nieder gegen Hinterlegung einer beliebigen Raution. Der Antrag landen. Die Kundgebung für das allgemeine Wahlrecht, wurde abgelehnt, worauf Fusangel den Antrag bei der die am 18. September in a ag stattgefunden hat, gehört Oberstaatsanwaltschaft in Hamm wiederholte. Auch diese zu den bedeutsamsten politischen Demonstratio nen in biefem verwarf ihn, erlaubte aber dem Inhaftirten, der bis dahin Gemeinwesen. Wie ein Berichterstatter der Bossischen uns geschrieben: Die Genossen in Deutschland hatten bis jetzt in allen Punkten den besonders strengen Bestimmungen des Beitung"( Nr. 443 vom 22. d. M.) meldet, waren 104 Ber- felten Gelegenheit gehabt, sich über die Leiden und Drangfale Effener Gefängnißreglements unterstand, monatlich einen eine aus allen Theilen des Landes erschienen. Die Feier der rumänischen Arbeiterklasse zu informiren. Wir werden des Besuch empfangen, einen Brief absenden und war würdig und eindrucksvoll, kein Mißton störte sie, da halb Veranlassung nehmen, von Zeit zu Zeit über hiesige Voreinen erhalten durfte, alles unter Kontrolle die Polizei sich flüglich zurückhielt. In derselben Ruhe tommniffe zu berichten, um so mehr, als durch die Zollpolitik daß Frau Fusangel und der Redakteur Lunemann der und Ordnung, schreibt der Korrespondent der„ Bossischen unserer Regierung fünftlich eine Industrie gezüchtet wird, die mit über den Effener Stempelfälschungsprozeß, von dem Fus- 4 Uhr wieder und zog in das sozialdemokratische Vereins- sozialistischen Fortschrittes der heute kämpfenden Arbeiter zu erWefts. Voltsztg." den Gefangenen zu seiner Information Beitung", wie man gekommen, entfernte man sich um etwa einem Schlage das bisherige soziale Leben der unteren Klassen über den Haufen wirft. Um ein flares Bild des schnellen angel nur ganz unvollkommene kurze Mittheilungen erhalten lokal Walhalla, in welchem sich nach dem Ausweis der ab- balten, müssen wir uns den furchtbaren Druck der Jahrhunderte hatte, unter Aufsicht und im Beisein eines Gefängniß gegebenen Eintrittskarten etwa 5600 Besucher einfanden. langen Wirthschaft türkischer Baschas und rumänischer Bojaren beamten besuche. Diese Erlaubniß ist aber nicht für Im Haag selbst war ein Bataillon Jufanterie und eine vor Augen halten, die im Bunde mit einem dummen und aber die Tage bis zum 3. Oftober allgemein gegeben worden; Schwadron Husaren in ihren Kasernen für etwaige Ruhe- gläubischen Priesterthum das arbeitende Bolt in vollkommener die Besuche sind nur nach Bedarf erlaubt und die Be störungen fonfignirt gewesen. Fragt man nach den Unwissenheit und Knechtschaft vegetiren ließen. Nachdem die Zollpolitik eine Industrie mit meist fremdem, fucher müssen sich regelmäßig erft vorher beim Gefängniß- Gründen, weshalb die Stadtbehörde trotz des ausländischem Rapital großgezogen und legtere, begünstigt durch vorsteher, dem ersten Staatsanwalt Schlüter, melden. Zum ihr erlassenen Verbotes der flagranten Verlegung die Genügsamkeit und den Fatalismus des armen Boltes, Dritten fann von einer Sichtung des Materials für den desselben ruhig zusah, so ist man lediglich auf Muth- ungeheuren Profit abgeworfen hat, und die industrielle Reservekommenden Beleidigungsprozeß nicht die Rede sein, weil die maßungen angewiesen. Es ist selbst wahrscheinlich, daß Armee immer größer wurde, stelen die Löhne stetig, während die Besucher nichts Schriftliches mitbringen oder dem In- der Bürgermeister einem Druck von höherer Stelle aus nach- Lebensmittel stiegen. Dieses Mißverhältniß ist so arg, daß jezt auf baftirten aushändigen dürfen, und weil die mündlichen Er- gegeben hat, wo man denn doch die Ueberzeugung haben allen Blägen, in denen die Arbeiterschaft organisirt ist, Lohnörterungen sich bei der regelmäßigen Aufsicht durch einen mochte, daß sich angesichts der deutlichen Verfassungs- bewegungen und Rämpfe um Verkürzung der Arbeitszeit stattfinden. Gefängnißbeamten aus Gründen, die auf der Hand liegen, bestimmungen das Verbot sehr schwer handhaben lassen Während der 8 Jahre ihres Bestandes tämpft die Galager nur über die allgemeinſten Dinge erstrecken können, die für werde; dann wollte man auch Straßenkämpfe, zu denen es organisirte Arbeiterschaft den dritten Streit aus und es ist die beste Hoffnung vorhanden, daß sie auch dieses Mal siegen wird. den Prozeß Baare Fusangel faum von Be- zweifellos gekommen wäre und die man mit Waffengewalt In Ploejti dasselbe, doch ist der Streik schon mit Annahme aller lang find." hätte unterdrücken müssen, vermeiden, und, was schließlich Forderungen der Arbeiter glänzend beendet. ebenfalls ins Gewicht gefallen sein mag, man fürchtete, daß Welche Zustände hier herrschen, zeigt das Folgende: In der Erfolge der franzöfifchen Sozialdemokratie. Am die Sozialdemokraten bei der durch die Regentin vorzu- Galazer Dampffäge, einer Attiengesellschaft, verlangen die Ar22. September ist Genosse Culine, jenes Opfer schofelster nehmenden feierlichen Eröffnung der Generalstaaten das beiter anstatt 12 Stunden ununterbrochener NachtKlaffenjuftiz, vom Präsidenten der Republik a mne stir t" Wiedervergeltungsrecht üben und den Aufzug stören könnten. arbeit 10% Stunden Arbeitszeit und 12 Stunden Bause, anworden. Dem wuchtigen Andrang der Arbeiterschaft, die Und der letzteren Möglichkeit mußte unter allen Umständen statt 12 Stunden Tagarbeit und 1 Stunde Ruhe einmüthig seine Freilaffung forderte, fonnte nicht länger vorgebeugt werden, denn ein zweites Mal kann sich die 11 Stunden Arbeit und 1%, Stunden Ruhe, eine Lohnerhöhung von 25 Centimes( 20 Pf.), was dann einen Durchschnittslohn Widerstand geleistet werden. Culine ist bekanntlich einer Regierung nicht mehr dem Spott der öffentlichen Meinung von 8 Franks( 2,40 m.) ergiebt. Sage drei Frants bei der Gewählten der letzten Generalrath 3- Wahlen. preisgeben, wie vor verschiedenen Jahren, wo sie bei der elf Stunden schwerer Arbeit, bei ca. 250 ArbeitsDer Standal von Carmaux mird voraussichtlich nun Eröffnung der Kammern sämmtliche Buschauertribünen mit tagen) des Jahres, also awei Frants pro Tag oder sein Ende finden. Ueber das schimpfliche Attentat auf das Waisenmädchen und Waisenknaben, die man im letzten Augen- 1,60 Mart. Und darum muß erst gekämpft werden! Bon B ,, Dem deutschen Bunde einverleiben." " Du bist doch sonst nur spezifisch österreichischer Patriot, lieber Bater was liegt Dir an der Vergrößerung Deutschlands?" Hast Du vergessen, daß die Habsburger deutsche Raiser waren und es wieder werden tönnten?" ,, Das würde Dich freuen?" Welchen Defterreicher sollte dies nicht mit Freude und Stolz erfüllen?" Wie aber," meinte Friedrich ,,,, wenn die andere deutsche Großmacht gleiche Träume nährte?" von schaftlichen Rundgebungen in Schönbrunn. Aber nicht vom friedlichen, sondern vom kriegerischen Standpunkte aus. " Ich bin froh," sagte er, daß wir nun einen neuen Alliirten haben. Mit Preußen im Bunde, werden wir ebenso leicht, wie wir die Elbherzogthümer erobert haben uns die Lombardei zurückholen tönnen." " blos 2 Franks sollen bestritten werden: Miethe 10-15 Frants pro Monat, das Zimmer einer Lehmhütte, wo auch gekocht wird, ohne Fußboden, Maismehl 80 Gent. pro Kilogramm, Fleisch 1 Frants pro Rgr., Brot 85 Cent., Milch 50 Cent.( 40 P.) pro Liter im Sommer, im Winter 80 Cent.( 64 Pf.), Arbeitskleider blau, Drill ac. 5-15 Frants, Stiefel 40 Frants, Schube 14 bis 20 Frants, Steuer 3 Frants pro Monat. Im Sommer laufen ( wenn es gut geht) bie Kinder nackt, im Winter liegen sie Das wird Napoleon III. nicht zugeben, und mit dem warm im Schooß der Mutter Erde, denn die Sterblichkeit ist wird sich der Preuße auch nicht brouillieren wollen," meinte enorm, bald 62 pet. Diptheritis, Brechdurchfall u. f. w. helfen. Die Verzweifelten hat der siegreiche Sozialismus um fein einer der Generäle. Es ist ohnehin ein schlechtes Beichen, Banner geschaart, und mit welch' weitem Blick und großem Herzen daß Benedetti, Desterreichs ärgster Feind, jest Gesandter in diefe armen, vor einigen Jahren noch stumpffinnig dahinlebenBerlin ist." den Proletarier die Wahrheit des Mahnrufes Proletarier aller Aber sagt mir doch, Ihr Herren," rief ich, die Sände Länder vereinigt Euch" tiefernst erfaßt haben, beweist die faltend," warum schließen denn nicht die sämmtlichen Thatsache, daß, während die Bourgeoisie und selbst sozialistisch gefitteten Mächte Europas einen Bund? das wäre doch ihrer Brüder" in Ungarn sich beklagen, die Arbeiterklasse Rus und auch anarchistisch angehauchte Studenten über die Leiden das Einfachste." bei Troft?" mäniens, die hier im Lande lebenden, als Fremde noch mehr ausDie Herren zudten die Achseln, lächelten überlegen und gebeuteten und als Lohnbrücker gebrauchten Ungarn an fich ge Wenn jetzt nur nicht," bemerkte Doktor Bresser, gaben mir feine Antwort. Ich hatte offenbar wieder eine zogen hat, so daß heute die organisirte Arbeiterschaft Rumäniens zwischen den beiden Mächten über das Objekt, für welches jener Dummheiten ausgesprochen, wie sie die Damen" zu ohne Unterschied der Nationen oder der Gewerke ein Ganzes fie vereint gefochten haben, ein Streit entsteht. Die Elb- fagen pflegen, wenn sie sich in das ihnen unzugängliche Gebildet. provinzen erobern- das war eine Kleinigkeit aber was biet der höheren Politit wagen. Wenn wir im Verlaufe des Streits uns an die nun damit anfangen? Das kann noch zu allerlei Verdeutschen Freunde mit der Bitte um Unterstützung wenden wird man wickelungen Anlaß geben. Jeder Krieg was immer dessen fte Die Der Herbst war gekommen, Am 30. Oftober wurde sollten, nicht versagen. Am 30. Oktober wurde Rosten für Propaganda find enorm, weil Alles in die Ausgang sei enthält unweigerlich den Reim eines zu Wien der Friede unterzeichnet und somit war der Beit- rumänische Sprache übersetzt werden muß. Umsonst haben für folgenden Krieges in sich. Ganz natürlich ein Gewaltatt punkt da, wo mein Lieblingswunsch- Friedrich's Quittirung die große Masse bis jetzt die größten Geifter der Menschheit geberlegt immer irgend ein Recht. Dieses erhebt über kurz erfüllt werden sollte. Mein Bater lachte laut auf: „ Die Krone des heiligen römisch- deutschen Reiches auf dem Haupte eines protestantischen Königleins? Bist Du • * " uns lebt, ihr Wirken und die entdeckten Wahrheiten sind unbekannt geblieben, weil die Mittel und die Gelegenheit zur Schule fehlen, Alles das muß jetzt von uns nachgeholt werden, darum Genossen deutscher Sprache, denkt im gegebenen Falle an Eure Brüder im Dften. oder lang seine Ansprüche, und der neue Konflikt bricht aus Aber der Mensch denkt und die Umstände lenken. wird dann von neuem durch unrechtsschwangere Gewalt Es traf ein Ereigniß ein ein schwerer Schlag für mich zum Austrag gebrucht- und so ins Unendliche." das unsere so froh gehegten Pläne scheitern machte. Ein Einige Tage später gab es wieder eine Neuigkeit. König fach dies: das Haus Schmitt u. Söhne brach zusammen und Wilhelm von Preußen stattete unserem Raiser in Schön- mein gesammtes Privatvermögen war hin. Auch eine Folge des Krieges, dieses Fallissement. Nicht brunn einen Besuch ab. Aeußerst herzlicher Empfang, Üm-| armung. Aufgehißte preußische Adler. Von allen Militär- nur die Mauern, auf welche sie gezielt find, schießen die fapellen vorgetragene preußische Boltshymne. Jubelnde Kartätschen und Bomben zusammen: durch diese ErHochrufe. Mir waren diese Berichte wohlthnend, denn schütterung fallen auch in weitem Umkreis Bankhäuser und durch sie wurde die schlimme Prophezeiung Dr. Bressers zu Kreditgebäude in Trümmer Schanden gemacht, daß die beiden Mächte über das gemein- Ich war darum nicht- wie so manche Andere Schaftlich befreite Ländchen miteinander in Streit gerathen den Bettelstab gebracht; denn mein Vater würde es mir zu richten. an Welche Mittel und welche Chikanen man gegen uns anaus Blocfti wurde von uns am 10. cr. telegraphisch zu einem wendet, dafür nur eine Probe von vielen: Genosse Bucal- Basa Vortrag eingeladen und seine telegraphische Zusage:" Heute Abend Bortrag" vom Poftmeister in Blocsti auf Grund des Art. 7 als staatsgefährlich" zurückgewiesen.-Eventuelle Anfragen find an das Komitee Clubului Muncitorilon Galab Um Abbrud Abbruck dieser Buschrift in allen halben die Zeitungen Ausdruck. würden. Dieser beruhigten Zuversicht gaben auch allentan nichts fehlen lassen. Aber mit dem Quittirungsplane deutschen Arbeiterblättern wirb gebeten. Mein Bater freute sich gleichfalls über die freundwar es jetzt vorbei. ( Fortfeßung folgt.) *) Die Dampffäge steht im Winter 6-8 Wochen still. Für den Inhalt der Juferate über nimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, 23. September. Opernhaus. Cavalieria rusticana ( Bauern Ehre). Das Nachtlager in Granada. : Schauspielhaus. Der Sturm. Leffing- Theater. Ein unbeschriebenes Blatt. Deutsches Theater. Prinz Friedrich von Homburg. Berliner Theater. Die Goldprobe. Wallner- Theater. Die Braut von Messina. Kroll's Theater. Don Juan. Bellealliance- Theater. Joseph in Egypten. Rendenz- Theater. Madame Mongodin. Egyptische Ausstellung. Stadtbahnstation Zoologischer Garten. Geöffnet von Morgens 10 Uhr an. Grosses Konzert von 3 Uhr an. Vorführung der Karawane Nachmittags 4½ und 7 Uhr. Grosse öffentliche Kommunalwähler- Bersammlung für den 15. Kommunal- Wahlbezirk am Sonntag, den 25. September, Vormittags 11 Uhr, im Lokal Naunynstr. 27( Renz' Salon).. 2ages Ordnung: = 1. Die bevorstehende Ersahwahl im 15. Kommunal- Wahlbezirk. Ref.: Genosse Paul Singer. 2. Diskussion. 3. Mittheilungen. 430/14 Bar Die Genossen werden ersucht, sich am Sonntag Morgen 8 Uhr in folgenden Lokalen zur Flugblattuertheilung einzufinden: bei zu beil, Naunynstraße 86, Scheusch, Adalbertstraße 16, und bei Herschleb, Adalbertstraße 4. Die Arbeiter- Bildungsschule Fachverein der Tischler( Norden). veranstaltet für ihre Mitglieder am Sonntag, den 25. September, eine Besichtigung des Rieselfeldes Malchow unter Führung des Herrn Dr. Weyl. Sammelplay ist der Endpunkt der Pferdebahn in Weißenfee pünktlich um 11 hr.- Nachzügler finden feinen Anschluß. Derlammlung am Montag, den 26. September, Abends 8½ hr, im Lokale des Herrn Knebel, Badstr. 58. Tagesordnung: " 1. Die Stellung der Unternehmer zur Produktionsweise." Referent: 489/14 E. Wiedemann. 2. Die Lohndifferenzen in der Möbelfabrit von Seeger u. Go., Stettinerstraße 54. 3. Verschiedenes. We Mitgliedsbuch muß der Legitimation wegen mitgebracht werden. Der Vorstand. 85/5 Bei der wichtigen Tages- Ordnung ist es Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Bevollmächtigte. Friebrid- Wilhelmstädt. Cheater. Achtung! Mauer und Puter! Achtung! Achtung! Schönröschen. Thomas- Theater. Kein Hüsung. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. Alexanderplat- Thenter. Das Versprechen hinter'm Herd.- Tannhäuser. Ostend Theater. Fernande. Apollo Theater. SpezialitätenVorstellung. Theater der Reidjahallen. Spezialitäten- Borstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. Große öffentliche Versammlung am Sonntag, den 25. September, Vormittags 10%, hr, in den„ Armin- Hallen", Kommandantenstraße 20. Tagesordnung: 182/6 1. Unser Kampf um's Dasein. 2. Diskussion. 3. Abrechnung der Vertrauensleute und Neuwahl derselben. 4. Verschiedenes. Achtung! Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Die Vertrauensmänner. Heinrich Klingenberg, Mittenwalderstraße 33. Bernhard Förster, Lübeckerstr. 43. Rixdorf. Grosse öffentliche Achtung! Bolks- Versammlung der polnischen Arbeiterschaft Riedorf's und Umgegend Töpfer! Achtung! Große öffentliche Versammlung der Töpfer für Friedrichshagen und Umgegend am Sonntag, den 25. d. M., Vorm. 11 Uhr, im Lokale des Herrn Lerche, Friedrichstrasse 109. Tages Ordnung: = 1. Bericht der Kommission. 2. Verschiedenes. Große öffentliche Bersammlung 82/1 sämmtlicher in der Marmor- u. Granit- Industrie beschäftigten Arbeiter Berlin's. Sonntag, den 25. September, Vormittags 101/2 hr, in Deigmüller's Lokal, Alte Jakobstrasse 48 a. Tagesordnung: 139 1. Vortrag über Gewerbegerichte. Referent: Herr Millarg. 2. Dis fussion event. Wahl eines Beisitzers. 3. Verschiedenes. 230/17 Pünktliches Erscheinen Aller ist im eigenen Interesse dringend noth Der Einberufer. Die wilde Madonna. am Sonntag, den 25. September 1892, Nachmittags 4 Uhr, im Lokale von Apold, Rnefebeckstraße 15. Gesangsposse in 3 Atten von L. Treptow. 251/12 Couplets von G. Görss. Musik von Tages- Ordnung: 1. Wie stellen sich die polnischen Arbeiter zur G. Steffens. Mit neuen Kostümen und Sozialdemokratie?"( Referent wird in der Versammlung befannt gemacht.) wendig. Dekorationen aus dem Atelier des Herrn 2. Diskussion. 3. Gründung eines Benci ber Bersammlung: Gemütliches Fachverein Lütkemeyer in Coburg. In Scene gefeht von Adolph Ernst. Anfang 7 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Alexander- Play- Theater. Versprechen hinter'm Herd. Das Hierauf: Tannhäuser. Große Ausstattungs- u. Gesangs- Posse. Anfang um 7 Uhr. Feen- Palast Burgstraße, neben der Börse. Täglich 4. Verschiedenes. Nach Beifammensein. Der Einberufer. Seberegister, Mitgliedsbücher, sowie fämmtliche Kaffenbücher, vorschriftsmäßig, Statuten 2c. liefert die 29902 Für Krankenkassen: Säulen- Anschläge, ſowie sämmtliche Drucksachen, Buchdruderei von Maurer& Dimmick, Elisabethufer 55. C. Königsfeld, Uhren- u. Goldwaaren- Geschäft Reinickendorfer- Str. 69. Spezialität: Ringe, größte Auswahl. Reparaturen gut und billig. 2685L Bettdecken- Färberet, à Stüd 1,25 Mk. in allen Farben.- Lieferzeit 5 bis 6 Tage. A. Pergandé. Hauptgeschäft: Waldemarstraße 52. 2948L Gr. Spezialitäten Vorstellung. Filialen: Görlizerſtr. 48, Reinickendorferstr. 12. Potsdam: Nauenerstr. 18 Daukjagung. Truppe Leopard, Kraſt- u. 3abn- Gratweil's Bierhallen Für die mir von den Kollegen meines produktionen a. d. Ringen, Alfiéra Trappe, Parterre Afrobaten, Mr. Clermont, m. s. dress. Esel, Schweinen, Bären 2c., Garreton- Tenppe, Excentr. Afrobaten, Granau und Seefeld, Wiener Duettisten, Herm. Schulte, Gesangs- Humorist. Anfang Wochentags 72 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Kommandantenstraße 77-79. verstorbenen Mannes gewährte UnterTäglich: Auftr. d. Germania- 2100 b Große öffentliche der Holz- und Bretterträger Berlins und Umgegend. 173/18 Versammlung für Männer und Frauen am Freitag, den 23. September, Abends 81/2 Uhr, Oranienstraße 180. Tages Ordnung: 1 1. Vortrag über: Wissen ist Macht. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nach der Versammlung findet ein Tanzkränzchen statt. Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung.- Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen bittet Achtung! Der Vorstand. Achtung! Getreideträger und Speicherarbeiter! Sonntag, den 25. September, Vorm. 10% Uhr, findet eine öffentliche Versammlung in der Neuen Friedrichstraße 44 bei Röllig statt. Zages Ordnung: 504/5 1. Berichterstattung des Delegirten der Konferenz vom 11. September. Bewegung und ihre Ziele." 3. Verschiedenes. 2. Vortrag des Herrn Dr. Bütgenau über:„ Die allgemeine ArbeiterFachverein der Klempner Alte Jakobstr. 75: Berlins u. Umg. ftüßung sage hiermit herzlichen Dant. Sonntag, 25. September 1892, Vorm. 10% Uh, bei Bolt( fr. Feuerstein), Eleonore Kuhu. Größtes Lager Berlins Konzert- u. Couplet Kinderwagen. Andreas kr.23.H.p. Sänger. ( Damen u. Herren.) Wochentag frei. Sonntag Entree 30 Pf. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch, Bwei Säle fowie 6 Billards, 3 Kegelbahnen. F. Sodtke. Zum bevorstehenden Quartalswechsel empfehle allen Freunden und Bekannten 3007L Restauration verbunden mit Destillation. Auch steht ein Riesen- Billard neuest. Konstruktion zur Verfügung. Castan's zu Versammlungen und Vergnügungen. Panoptikum. Geöffnet von 9 Uhr Morgens meine bis 10 Uhr Abends. PassagePanopticum. W. Haugk, Boechstr. 12. ſehr geräumig, ungestört, m. Fuß!! Vereins.Biano. Flid, Simeonstr.23. ein Riesen9 1832 L ind!!! Sophabezüge! Ohno Extra- Entrée. von 11-1 und 4-9 Uhr. Viktoria- Brauerei. Lützow Straße 111/112. Im Konzertgarten resp. Saal) ( außer Reste in Rips, Damast, Granit, Plüsch u. bunt. Stoff, pottbillig. Emil Lefèvre, Oranienftr. 158. Proben franko! Das größte Brot, zirka 534 Pfd., gut ausgebacken, 70/1 Prenzlauer Allee 4. Versammlung. Tages Ordnung: 500,5 1. Vortrag des Genoffen Wach: Entwickelung des Rapitalismus. - 2. Diskussion. 3. Berschiedenes. Neue Mitglieder werden aufgenommen. und Landsbergerstr. 105 bei Germer. Arbeitsnachweis und Zahlstellen: Ritterstr. 123 bei Stramm Der Arbeitsnachroeis ist geöffnet jan Wochentagen von 81/ 2-10 Uhr Singdrosseln 3 M., Rothkehlchen Abends, Sonntags von 10-12 Uhr, und Rahlstelle bei Germer: Sonnabends 80 Pi., Finten 1 M., Tanzmäuse Paar von 8-10 Uhr Abends und Sonntags von 10-12 Uhr. 1 M., Zeifige. Lager, Andreasstr. 39. Glaser Der Vorstand. Finken, Hänflinge, Girlige 75 Pf., Allgemeine Kranken- und Staare, alle Arten billig, Tauben, und die in den Glas- Achereien, Sterbekasse der MetallKaninchen, Meerschweine alles. billig Schleifereien, Biegereien und M. Redtmann, Stralauerplay 21. Malereien beschäftigten Arbeiter arbeiter( E. S. 29) und Junge Kanarienhähne verf. Wehowski, Mariendorferstr. 11, v. 4 Tr. 2104 b Werkstätte für Glaser, Schuh- od. Hutmacher, Hof part., ist für 270 M. zu 29972 vermiethen, es sind Stube, Küche und 3. Große, Schiffbauerdamm 16, 1 r. G. Nitterfir. 108, 1.- 3. Et., 3. 1. Dkt. Borderw. mit Korrid., Klos. f. 140 Thlr. ( Möblirt- Vermiethen au Herren erl.), Hinterw., Aufg. vorn, m. Klos., f. 130 Th. ( Schlafburschen erl) u. Vorderw. m. Klos. f. 120 Thlr. 3. Alleinbewohnen. 2099 b Zum 1. Okt. b. freundl. Schlafft. für 2 ordentl. Gen. bei Böhmie, Beuffelstraße 31, v. I. 2 Tr. r. 2098 b Nächsten Sonnabend, 24. September, und Arbeiterinnen. Abends 81/2 Uhr, bei Gratweil, Rommandantenstr. 77-79: Große öffentliche Agitations- Versammlung. Näheres die Flugblätter. 161/20 , Vulkan"( E. H. 89). Versammlung Filiale Berlin 1. am Sonnabend, 24. Sept., Ab. 81/2 Uhr, bei Winter, Lichterfelderstraße 8. Tages Ordnung: Die Kollegen, welche jetzt bei der Die Umwandlung der Rasse. Firma Spinn u. Ko. arbeiten, find kan" Aufstellung resp. Wahl eines Für die Mitglieder der Kasse ,, Vulhiermit besonders eingeladen. Die Vertrauensmänner. Delegirten zur Generalversammlung. Das Mitgliedsbuch legitimirt. Der Bevollmächtigte. 2097b Bildhauer! tung! Morgen, Sonnabend, Abends suhr, findet zur Abschiedsfeier unseres Papa's ein 460/15 Achtung Sattler. Die Versammlung des Vereins der oder zum 1. an Herren Reichenberger 40 Perf. faff., einige Tage zu vergeben gemüthliches Tanzkränzchen Sattler und Zapezirer fann 2 möbl. Zimmer, fep. Eing., sof. 2095 b Läglich Sonnabends): ftraße 6, v. I. r. Stettiner Sänger. Stets wechselnd. Programm. Anfang 8 Uhr. Sonntags7 Uhr. Entree 50 Pfg. Wochentagsbillets à 40 Pf.( S. Platate. Die Beleidigung, die ich gegen Frau Dfang gethan habe, ziehe ich zurück. 2093 b. Frau Steinmez. Bruchbänder, chirurg. Gummiwaaren, GummiStrümpfe, Geradehalter, Leibbinden, Spritzen, Suspensor's etc., Umstandsbinden, medicin. Verbandstoffe, Brillen etc., Pincenez, sowie Artikel aller Art Krankenpflege empfiehlt[ 2950L J. Ch. Pollmann, gepr. Bandagist, Berlin, 30 Linienstrasse 30. Lieferant für die vereinigten Hilfs- Krankenkassen. zur 2078b] E. Siegemund, Eisenbahnstr. 20. Arbeitsmarkt. 10 Papierfchläger 2096 b finden lohnende Beschäftig. Vollmer. Ein Einpacker, eine Belegerin verl. Goldleistenfabrit Rottbuser, Ufer 32. Rohrer eßner, Annenstr. 16, statt. Entree frei. bei Umstände halber Sonnabend nicht Alle, die ihn lieb haben, find freund- Mitglieder in der nächsten Versam, stattfinden. Wir ersuchen daher die lichst eingeladen. Friedrichshagen. Deffentliche Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins Sonnabend den 24. September, Abends 81/2 Uhr, im Gesellschaftshaus. Vortrag des Genossen atts lung, welche am 8. Oftober stat findet, recht zahlreich zu erscheinen. 266/9 Der Vorstand. Tischler- Verein. Sonntag den 25. September Herren Rose- Berlin: Die Cholera und die partie nach Klein- Machnow. Treff gut eingearbeitet auf Doppelrohrdecken, Vereinsangelegenheiten. Berschiedenes. 8 Uhr. 496/7 731 M fapitalistische Gesellschaft. Diskussion. punkt am Potsdamer Bahnhof früh auf Leisten sofort gesucht. Lohnfah Fragekasten. Die Mitglieder werden 18 Pf. ohne Abzug. Zu melden morgens ersucht, die rückständigen Beiträge zu 7 Uhr. bezahlen. 2090 b C. Stank, Haideftr. 30. Der Vorstand. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Der Vorstand. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10 Hierzu zwei Beilage. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 223. Parteigenossen! Arbeiter! Wähler der III. Abtheilung des 15., 25. und 26. Kommunal- Wahlbezirks! in Am 27. d. Mts. findet in Euren Wahlbezirken eine Er gänzungswahl für die Stadtverordneten- Bersammlung statt. Der durch Mandatsniederlegung freigewordene Plaz der Stadtverordneten- Versammlung gehörte der Sozialdemokratie, und es ist eine Ehrenpflicht der Wähler, diesen Platz auch bei der Neuwahl unserer Partei zu erhalten. Die bürgerlichen Parteien, auf die Uneinigkeit der Arbeiter spekulirend, bieten alles Mögliche auf, uns den Sieg zu entreißen, und eine kleine Gruppe von Arbeitern ist so verblendet, unseren Feinden die Waffen zu schärfen und das kapitalistische Berwaltungssystem der Stadt zu fördern, indem sie von der Betheiligung an den Kommunalwahlen abmahnend, der Arbeiterklaffe zumuthet, die Kommunalverwaltung Berlins der Bourgeoisie zu ungestörter und unkontrollirter Ausbeutung zu überantworten. Parteigenossen! Arbeiter! Freitag, den 23. September 1892. 9. Jahrg. " verordneter üben fragt, ob bereits Schritte zur Anstellung Sozialdemokratie nichts zu thun hatten." Er fragt: eines Elektrotechnikers geschehen sind. Ob wohl Max von Schenkendorf, der sinnige FreiheitsVom Magistratstische erfolgt eine Auskunft nicht. dichter, der mit dem Patriotismus der Gegenwart die der Die Vorlage geht darauf an einen Ausschuß von fünf Mit- tiefste Sehnsucht nach ihren Vergangenheit und gliedern. Buständen in Religion und Staatswesen verbindet und der sein Die Erwirkung der landesherrlichen Genehmigung zur An- inniges und tiefreligiöses Wesen gerade in seiner Freiheit" benahme des testamentarisch der Stadt zur Errichtung einer fundet, in seinem Liede( Freiheit, die ich meine")... an die Stiftung vermachten Nachlasses eines Fräulein Agnes Peters in Selden der Sozialdemokratie gedacht hat?" Sicherlich nicht Höhe von ca. 81 000 m. hat der Minister des Innern davon darüber möchten wir den Herrn Professor durchaus beruhigen. abhängig gemacht, daß die städtischen Behörden sich verpflichten, Speziell an die Sozialdemokratie konnte Schenkendorf unmöglich der hier in dürftigen Berhältnissen lebenden unverehelichten Ida denken, weil er in einer Beit zu Anfang dieses Jahrhunderts Claase, deren Vater ein Better der Mutter der Erblasferin gewesen lebte, der sogar noch die Vorbedingungen für das Entstehen fei, einen Zuschuß von 400 m. jährlich zu der ihr im Testament aus der Sozialdemokratie so gut vie ganz fehlten. Aber gesetzten Leibrente von 600 W. zuzubilligen. Der Magiftrat an etwas Anderes hat Schenkendorf sicher gedacht: an glaubt, obwohl aus den Einnahmen des Stiftungskapitals vorläufig Männer, die ihre Ideale und die Freiheit in ihrem nicht viel für den Stiftungszweck übrig bleiben wird( es sollen Ausmaße nach dem jeweiligen Stande der Gesellschaftsalljährlich einmal Unterstützungen in Höhe von mindestens 150 M. ordnung, ist doch sozusagen auch ein solches Ideal- also an an hiesige würdige und hilfsbedürftige Einwohner über 60 Jahre Männer, die ihre Ideale kühn und furchtlos vertheidigen und gezahlt werden), doch mit Rücksicht auf den fünftig zu verwirk- ihre Fahne nicht vorsichtig unter den Rock stecken, wenn sie einlichenden wohlthätigen Zweck die Erbschaft nicht ausschlagen zu mal zeitweilig nicht genehm" ist. Schenkendorf predigte die sollen, und empfiehlt somit der Versammlung, die vom Minister Freiheit im Gegensatz zur napoleonischen Gewaltherrschaft; wir gestellte Bedingung zu akzeptiren. vertreten sie im Gegensatz zur tapitalistischen Tyrannei. Und Nach kurzer Debatte wird der Magistratsantrag angenommen. deshalb dürfen wir das schöne Freiheitslied singen, auch im Geiste Der Magistrat giebt Kenntniß von der beabsichtigten Theilung Schenkendorf's, während sich unsere heutigen Liberalen" scheuen, Das Klassenbewußtsein der Arbeiter Eurer Wahlbezirke wird der Stadtbezirke 78, 107, 112, 180 und 254. Die Theilung dieser ihre zahme Allerweltspolitik mit einem solchen Sang zu diefen arbeiterfeindlichen, und deshalb den Feinden unsrer Sache ist durch das starke Anwachsen der Kinderzahl in denselben nöthig thäte es heute im Ernfte? Uebrigens hat der Umstand, daß Stadtbezirke, welche jeder einen Schulfommissions- Bezirk bilden, kompromittiren". Sängen wir das Freiheitslied nicht, wer hochwillkommenen Plan vereiteln. Die von Noth und Elend bedrückten geworden; diefelbe beträgt in den aufgeführten Bezirken 2036, ein Dichter und Sänger für gewöhnlich im Banne einer religiösen Arbeiter dürfen und werden nicht dulden, daß die sozialdemo- 2162, 1832, 1774, 2738, während in der Regel jeder Schul- oder rückschrittlichen Anschauung lag, es trotzdem öfters nicht gefratische Partei im Rothen Hause geschwächt wird. fommission nur ca. 1000 Rinder in den Gemeindeschulen behufs hindert, daß ihm helle, lichte Augenblicke kamen oder daß er Jugendefeleien" beging, die sein Muckerthum in ergößlicher Die Sozialdemokratie ist die einzige Partei in der Kommunal- der Kontrolle des Schulbefuchs zugetheilt werden sollen. Die folgenden Gegenstände der Tagesordnung, in erster Linie Weise Lügen strafen. So war bekanntlich der frömmelnde oerwaltung, bei welcher die Arbeiter, die Kleingewerbetreibenden den Bericht des Ausschusses über die Wahl des ersten Minister und ultrareaktionär von und Ultrareaktionär von Mühler der Verfasser und kleinen Beamten Gehör und Verständniß für ihre Nothlage Bürgermeister 3 beantragt Vorsteher Dr. Stryd in ge- des lustigen Kneipliedes„ Grad' aus dem Wirthshaus fomm' finden; die einzige Partei, die prinzipiell und rücksichtslos für heimer Sigung zu verhandeln. ich heraus". Professor Voigt als Kritiker unseres sozialdie Forderungen der Arbeiterklasse eintritt und der kapitalistischen gegen diesem Vorschlage, den Ausschußbericht über die Bürger Stelle seiner Besprechung, vielleicht ohne Stadtv. Singer( zur Geschäftsordnung): Ich bitte, ent- demokratischen Liederbuches verräth vielmehr an einer anderen es zu wollen, Ausbeutung der Arbeiter auf kommunalem Gebiet ein Ende zu meister- Wahl in öffentlicher Sitzung zu berathen. Ich halte den aber ganz offen den Unterschied in der Stellung der bürgerlichen machen bestrebt ist. Bericht über die Wahl des Oberbürgermeisters für keine Personen- Welt und der Arbeiter zu alten und neuen Freiheitsliedern. Er frage. Es kommt hier eine große Anzahl von Prinzipienfragen fagt:" Das Gedicht Nicht betteln, nicht bitten"( von Hoffmann In Eure Hand ist es gegeben, am 27. d. M. dafür zu sorgen, mit in Betracht; die Bürgerschaft hat ein Recht darauf, die von Fallersleben), dessen Inhalt sonst jeder freidenkende Mann Stellung ihrer Vertreter dazu kennen zu lernen. Es tommt unterschreiben kann, hat im sozialdemokratischen Liederbuche ficher hinzu, daß die Bürgerschaft beunruhigt ist durch unkontrollir- vor allem wegen der letzten Strophe: bare Zeitungsberichte, wonach über diese Wahl Verhandlungen außerhalb des Ausschusses und außerhalb dieses Saales stattgefunden haben. Auch aus diesem Grunde beantrage ich die Deffentlichkeit der Berathung, da es dringend nöthig erscheint, hierüber Klarheit zu schaffen. Wähler der III. Abtheilung!: daß durch die Wahl des Genossen Th. Mehner im 15. Wahlbezirt, " " " " 26. " " Jul. Wernau 25. Bernh. Bruns Eure Intereffen nachhaltig und kraftvoll im Rothen Hause vertreten werden, daß die Forderungen der arbeitenden Bevölkerung nicht ungehört verhallen. Ueber den Antrag Singer muß zunächst in geheimer Sigung verhandelt werden. Die öffentliche Sigung schließt um 614 Uhr. Eure Pflicht und Aufgabe ist es, durch energische Agitation bei den Arbeits- und Klaffengenossen die Majorität für die sozialIn der geheimen Sigung ist der Antrag Singer auf Deffentdemokratischen Kandidaten zu erzielen, damit die III. Abtheilung lichkeit der Verhandlung über die Bürgermeisterwahl gegen die Eurer Wahlbezirke nicht wieder im Gefolge der Bourgeoisie abgelehnt worden. Die Wahl des ersten Bürgermeisters wird am Stimmen der Sozialdemokraten und einiger freisinniger Mitglieder marschirt, sondern in zielbewußter Erkenntniß ihrer Klaffenlage nächsten Donnerstag in öffentlicher Sigung stattfinden. Der AusVertreter der Unterdrückten und Ausgebeuteten in's Rathhaus schuß hat mit 12 gegen 1 Stimme den bisherigen Bürgermeister schickt. Belle in Vorschlag gebracht. Parteigenoffen! Die sozialdemokratischen Stadtverordneten Berlins Benutzt die Zeit bis zum Wahltage, um die alten Kämpfer haben folgenden Antrag und folgende Anfrage eingebracht: anzufeuern und um neue Streiter zu werben. Laßt Euch von Niemandem an der Erfüllung dieser Pflicht hindern. Haltet fest an den Beschlüssen unserer Parteitage und beweist damit den Genossen im Reiche, daß die Berliner Sozialdemofratie allzeit voran ist, wenn es gilt, die Gegner in offener Feldschlacht zu schlagen und dadurch die Position unferer Partei zu Stärken. Genossen! Ihr werdet nicht dem Gegner das Feld räumen, ohne getämpft zu haben. Nichtbetheiligung bei der Wahl ist die Parole der Feigheit, und gereicht einzig und allein unseren Feinden zum Vortheil. Deshalb vorwärts in den Wahlkampf! Jede sozialdemofratische Stimme für unsere Kandidaten im 15. Bezirk Genossen Th. Mehner 25. " " " Jul. Wernan 26. W " " Beruh. Bruns und ein glänzender Sieg ist Euch gewiß. Die sozialdemokratische Fraktion der StadverordnetenVersammlung. Borgmann. Gnadt. Henke. Hersfeld. Klein. Singer. Stadthagen. Tempel. Vogtherr. Badet. Zubeil. Rommunales. Stadtverordneten Versammlung. = Nachmittags 5 Uhr. I. Antrag: Die Versammlung wolle beschließen: die für eine geordnete ärztliche Untersuchung und Ueberwachung des Gesundheitszustandes der Gemeindefchüler erforderlichen Einrichtungen zu treffen." " " Einst wird es sich wenden, Einst muß es sich enden Zu unserem Glück: Drum nimmer zurück!" Aufnahme gefunden." Das Wörtchen„ sonst" ist das Bezeichnende an dieser Aeußerung. So machen es die freidenkenden Männer" der Bourgeoisie: fie unterschreiben die Freiheit mit Vor behalten; die Sozialdemokratie aber bekennt sich ohne Vorbehalt zu der Gewißheit:„ Einst wird es sich wenden." Und das ist ihre Stärke. Daran ändern alle Phrafen von Uebertreibung und Heßerei" nichts, die natürlich Profeffor Boigt anläßlich einiger Lieder auch parat hat. Bürgerliche Blätter drucken die Besprechung von Professor Boigt mehrfach ab, weil sie eine hübsche Blüthenlefe aus unferen Liedern giebt. Wir freuen uns, daß sie dabei folgende Säge des Sachkenners mit in den Kauf nehmen müssen, die unsere Genoffen zur weiteren Pflege des Gesanges im Sinne unserer großen Sache aufeuern mögen: In richtiger Erkenntniß, daß das, was aus dem Bolke stammt, auch wieder auf das Volk einwirft, weil es Blut vom eigenen Blut ist, hat die Sozialdemokratie nun für die aus ihrer Mitte entstandenen, von ihrem Geiste durchbrungenen, mehr oder weniger ihre Ziele tlar und deutlich aussprechenden Lieder Volksmelodien, Melodien zu Volks- oder doch volksthümlichen Liedern, die von der Schule aus gepflegt und geübt worden, benutzt, um mit Leichtigkeit ihre Gedanken im bitteren Ernste, in 3. März 1892 hat bei der Berathung des Antrages der Unter- guprägen." Und zum Schluß:„ Eine Zahl der aus eignent Geist In der Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung vom scharfer Ironie und Satire den Herzen mit dem Tone eins zeichneten betreffend die schleunige nangriff- und eignem Fleisch und Blute der Sozialdemokratie hervor nahme städtischer Erd- und Bau- Arbeiten Herr gegangenen Dichtungen haben auch ihre eigenen Romponisten geBürgermeister 3 elle erklärt: funden, deren Erzeugnisse sich durch Einfachheit und Sangbarkeit und leichte Mer tbarkeit, die Haupterfordernisse volksthümlicher und einstimmiger Gesänge, kennzeichnen." Ja, ja: die bürgerliche Welt wird alt und schwach, auch im Volksgesang! II. Anfrage: Der Antrag hat einen berechtigten Kern. Aber bevor er gestellt war, hat der Magistrat dieselbe Angelegenheit bereits seinerseits erwogen, ohne erst auf die Anregung der Herren, die den Antrag gestellt haben, zu warten. Der Magistrat hat beschlossen, bis über das etatsmäßige Recht Dem nen zu ernennenden Ober- Bürgermeister, als welcher hinaus auf seine Verantwortung in dem Sinne und in Herr 3elle vom Ausschuß der Stadtverordneten- Versammlung der Richtung dieses Antrages vorzugehen, in der Hoff vorgeschlagen ist, widmet die Vossische Zeitung" einen ihn ver nung, Indemnität und Zustimmung bei der Stadt herrlichenden, aber überflüssigen Artikel. Daß Herr Zelle ein verordneten- Versammlung nachträglich zu finden." Mann nach dem Herzen der freifinnigen" Bourgeoisie ist, weiß Die Unterzeichneten fragen hierdurch an, welche Schritte Jeder. Sein Freifinn geht nicht weiter, als der der Vossischen betreffend die schleunige Inangriffnahme städti- Beitung", er weiß die Wadelstrümpfe mit noch mehr als Fordenscher Erd- und Bauarbeiten hat der Magistrat beck'schem Anstand zu tragen. Der Mann, der schon den König in Gemäßheit der Zusicherung des Herrn von Italien unterthänigst" im Namen der Stadt Berlin begrüßte, Bürgermeisters Belle vom 3. März 1892 gethan wird gewiß nicht ermangeln, nach oben bin ehrfurchtsvoll und welche gedenkt er noch zu thun, um der für zu ersterben." Die Stadtverordneten- Versammlung lehnte gestern Den kommenden Winter drohenden großen Ar- auf öffentliche Berathung der Ober- Bürgermeisterwahlbeitslosigkeit entgegenzutreten? Berlin, 22. September 1892." M Tokales. Angelegenheit gerichteten Antrag Singer natürlich ab. Die freisinnige Majorität wird, da man keinen anderen Kandidaten zu präsentiren hat, voraussichtlich beinahe einstimmig für die Wahl des Bürgermeisters Belle zum Ober- Bürgermeister am 29. September stimmen, an welcheni Tage die Wahl stattfindet. Besseres Trinkwasser für die in Berlin aufernden Schiffer. Unter dieser Spigmarke giebt uns ein Berichterstatter folgende Mittheilungen, die geeignet sein dürften, Stadtverwal Der deutsche Männergesang und die Sozialdemokratie. tung und Sanitätsbehörde Berlins auf Mißstände aufmerksam zu Unter diesem Titel bespricht Professor A. Boigt, ein Mitglied machen, die leider geeignet sind, das Leben hier vor Anker liegendes Gesammt Ausschusses des Deutschen Sängerbundes, in der der Schiffer aufs ergste zu gefährden. Derselbe schreibt uns: Leipziger Sängerhalle" ziemlich fachlich und unparteiisch Das Die meisten der nach dem Krankenhause Moabit eingelieferten an Deffentliche Sigung vom Donnerstag, den 22. Septbr, jenige, was unsere Partei für die Durchdringung der Dicht- und der Cholera asiatica Leidenden sind bekanntlich Schiffer, und es Gesangesfunft mit unseren weltbewegenden Grundsätzen schon ge- unterliegt wohl keinem Zweifel, daß das Spreewasser total verIn die Ausschüsse sind bei den in voriger Sigung vollzogenen leistet hat. Profeffor Voigt hält sich dabei an das bekannte feucht ist; in 4 nachweislichen Fällen sogar sind Erkrankungen Eisakwahlen Mitglieder der sozialdemokratischen Partei nicht ge-" Sozialdemokratische Liederbuch" Mar Kegel's und rühmt uns an der Cholera asiatica durch Genuß von Spreewasser konstatirt wählt worden. nach, daß wir sehr bald die Macht des Gesanges auf worden. Die auffällige Thatsache, daß so viele Schiffer innerDie Vorlage betreffend den Erwerb des von dem Grundstück des Menschen Herz erkannt" hätten, was er richtiger halb des Weichbildes Berlins Spreewaffer trinken, während doch Lothringerstraße 76 zur Freilegung dieser Straße verwendeten vielleicht so ausgedrückt hätte, daß wessen daz Herz in unserer Reichshauptstadt vorzügliches Leitungs- und BrunnenTerrains von 96 Quadratmeter im Wege des Enteignungsver- voll ist, der Mund überläuft. Unsere Anschaungen sind eben so waffer zu haben ist, gab einem Berichterstatter Beranlassung, einfahrens, für den die erforderlichen Geldmittel aus dem Straßen- vertieft und sie fitzen so fest in jedem unserer Genoffen, daß sie gehende Erfundigungen über den Grund dieser Erscheinung anzuland- Erwerbungsfonds entnommen werden sollen, geht an einen fich in unserem ganzen Thun und Lassen, im Ernst und in der stellen und zwar bei den hier vor Anker liegenden Schiffern selbst. Ausschuß von Mitgliedern. Lust äußern müssen, freilich nicht, ohne auch da wieder Pro- Auf diese Anfragen erklärten die Kahninhaber sowohl am NordIn Erledigung einer von der Versammlung bei der Etats- paganda für unsere große Kulturbewegung zu machen. Weshalb hafen, wie am Holsteiner User, am Humboldthafen, wie am Spreeberathung beschlossenen Resolution hat der Magistrat eine spezi- haben es denn die Liberalen oder Konservativen noch zu feinem fanal, daß es ihnen hier ziemlich unmöglich sei, gutes Brunnenfizirte Berechnung über die Kosten der elektrischen Beleuchtung Liederschatz gebracht der Macht auf des Menschen wasser zu erlangen. In der That trugen zahlreiche Brunnen längs den im städtischen Krankenhause am Urban aufstellen lassen. Danach Herz" ausübt? Die Liberalen waren einmal nahe Wasserstraßen Berlins die Aufschrift:„ tein Trinkwasser". Andere bat die Beleuchtung eine Ausgabe von 28 322 Wt. verursacht. daran, sich solch eine herzbezwingende Macht zu schaffen: Brunnen wiederum, welche zwar Trinkwasser enthalten, sind für Nach den beigegebenen vergleichenden Berechnungen ergiebt die in den Sturmjahren vor und um 1848, als in die Schiffer zum Wasserholen deshalb nicht verwendbar, weil der Beschaffung der Beleuchtung durch eigenen Betrieb einen beträcht ihren Reihen Reihen Herwegh und Andere standen. Seitdem Geschmack dieses Brunnenswassers so unangenehm lichen ökonomischen Vortheil gegen anderweitigen Bezug, wenn fielen fie ab von der Freiheit, die ihre Sänger so feurig pre- ist, daß die Mannschaft das Spreewaffer dem Genuß dieses Der elektrische Strom nicht erheblich billiger als bisher abgegeben bigten, und ihre Macht" ist damit zerschellt. Brunnenwaffers vorzieht. Mehrfach haben die Schiffer auch Der Kritiker unferes fozialdemokratischen Liederbuches be- versucht, Leitungswasser zu holen, indem sie die Besitzer resp. Stadiv. Schwalbe vermist in der Berechnung die Auf- findet sich in diesem Punkte noch in einer merkwürdigen Unklar Verwalter der in der Nähe ihrer Rähne belegenen Grundstücke führung der Kosten für die Privatwohnungen, wünscht heit. Er spricht anläßlich der älteren Freiheitslieder, die unsere darum ersuchten; dies ist den Schiffern jedoch nicht gestattet außerdem Auskunft darüber, ob ein neuer Vertrag mit Genoffen in ihren Sangesschah aufgenommen haben, von einer worden, weil die Hauswirthe selbst das Wasser bezahlen müßten! der Elektrizitätsgesellschaft zu Stande gekommen ist; Stadt- Anlehnung" an fremde Dichtungen, die von Haus aus mit der was Wunder, wenn der Shiffstnecht es vorzieht, Spreewaffer werden kann. " werden. zur Herstellung fünstlicher Mineralwasser ausschließlich ge darf Die gesundheitspolizeiliche Anordnung gelten, daß Dienstboten haben keinen Zutritt." An den Eingängen fochtes Waffer Verwendung findet. Auch wenn das Waffer des rechts vom Bahnhof Südende belegenen Lokals Frigmann hat feine Cholerateime enthält, so fann es doch, indem es den Magen der Wirth Plakate mit obiger Inschrift angebracht. Wahr angreift und schwächt, dem Choleragift den Boden bereiten. scheinlich ist dieses Lokal so beschaffen, daß Dienstboten und Enthält es aber folche Keime, so können sie verbeitet werden nicht Arbeiter in ihrem eigenen Interesse gut thun, daffelbe zu meiden. nur indem sie mit dem Trinkwasser aufgenommen werden, sondern auch an Tellern, Gläsern und sonstigen Wirthschaftsgeräthen haften, die mit infizirtem Wasser gespült worden sind." wefen. 21 " zu trinken, umfomehr, als er die Gefahr garnicht kennt, der er weil er sich lästig gemacht" habe. Er sagte, daß alle gegen ihn| boren werden können, könne etwas bereits Veröffentlichtes verfich durch Genuß des verseuchten Wassers aussetzt! Denn von vorgebrachten Beschuldigungen auf jüdische Machenschaften zurück- öffentlicht" fwerden. Die IV. Straffammer hielt diese Ausführungen 21 Schiffern, mit denen unser Berichterstatter im Laufe des zuführen feien, was auch die Behörden durchschaut hätten. Man nicht für zutreffend, sondern verurtheilte den Angeklagten zu gestrigen Nachmittags sprach, hatten 18 derfelben auch noch feine habe ihn sogar deshalb denunzirt, daß er nicht gemeldet gewesen 40 m. Geldbuße. Aus derselben Veranlassung wurde Redakteur Ahnung davon, daß das Spreewaffer verfeucht sei! Ebenso sei und doch sei er in der Lage gewesen, die Bescheinigung über Paul Ehrentraut von der Berliner Abendpost" zu 10 M., wußten die meisten Rahninhaber auf die Frage unseres Gewährs- die erfolgte Anmeldung sofort vorzeigen zu können. Den Deutschen der Redakteur v. Ehrenberg zu 20 M. und der Redakteur mannes, welche Maßregeln sie denn für sich und ihre Familien zur habe er sich nicht lastig gemacht, wohl aber den Juden. Die Dr. Bachler von der Staatsbürger- Zeitung" zu 30 M. Geld. Abwehr der Cholera au Bord ihres Fahrzeuges getroffen, nichts zu Lehteren hätten es sich darum auch schon Manches fosten lassen, buße verurtheilt. erwidern! Die Verordnungen, welche feitens des Herrn ihn unschädlich zu machen. Er habe aber, wofür er den BeDie vergnüglichen Eisenbahn- Entgleisungen, welche vor Reichskommiffars für die Gesundheitspflege für das Elbestrom- hörden besonders danke, sein Recht und seine Freiheit wieder begebiet getroffen worden waren, waren sämmtlichen 21 fommen; und das habe gar nichts gekostet. Herr Meyer be Jahresfrist die ausgetragene Genoffenfchaft" des Räuberhauptdarüber Befragten gleichfalls fremd! Diese richtete weiter über die Versammlung bei Keller und seine dort manns Athanas im Berliner Hypodrom allabendlich veranstaltete, Unkenntniß der Leute bezüglich der drohenden Choleragefahr ist gemachten Ausführungen, und stellte die Beibringung von Be- bildeten gestern nochmals den Gegenstand einer Gerichtsverhandaber auch ganz erklärlich. Denn keiner der Schiffer liest eine weisen dafür, daß der Jude Blut zu rituellen Zwecken verwende, lung, welche die erste Zivilkammer hiesigen Landgerichts I be Tageszeitung, die allein im Stande wäre, aufklärend zu wirken, in Aussicht. Leider ist auf das, was ein getaufter Jude sagt, schäftigte. Wegen der luftigen Pantomime Athanas& Co." da man fich seitens der hiesigen Behörden noch nicht veranlaßt nicht viel zu geben. Jude bleibt Jude, das weiß doch jeder An- hatte sich bekanntlich ein Prozeß zwischen dem Autor derselben, Richard Anger und den Besitzern des gefehen hat, durch Austheilung von Flugblättern die Schiffer tisemit, aber wo es fich um glaubwürdige" Zeugen für den Schriftsteller bezüglich der Verhaltungsmaßregeln zur Abwehr der Choleragefahr rituellen Mord" handelt, da ist ihnen auch der getaufte Jude verflossenen Hypodrom, Krone& Co., entsponnen, welcher zahlreiche Sigungen und eine umfangreiche Beweiszu orientiren. Der zuverlässigste Gewährsmann. aufnahme erforderte. Die besagte Raubgenossenschaft machte Bei dieser Gelegenheit bringen wir zur Beherzigung auch eine Mahnung der Vossischen Zeitung" betreffs des Wasser= Die Angelegenheit der Spülvorrichtungen in den eben dem Gericht viel zu schaffen, aber auch dieser gebrauchs der Bevölkerung. Sie schreibt: Gastwirthschaften gestaltet sich immer verwickelter. Jetzt wird schwierige Kampf mit Athanas" wurde endlich zum Abschluß Wiewohl die beklagte Firma dem Athanas" jede Die Filter der Wasserleitung sind geeignet, viele Unreinlich- polizeilicherseits den Gastwirthen aufgegeben, die von der Ver- gebracht. feiten und Schädlichkeiten zu beseitigen. Aber sie vernichten waltung der städtischen Wasserwerke geforderte Abänderung des dramatische Bedeutung und jeden Erfolg absprach und behauptete, nicht die Cholerateime. Diefer Erfolg wird durch Erwär- Wafferzufluffes in die Spülbecken bis zu einem bestimmten der gefährliche Buschklepper habe das Berliner Bublifum eher mung des Waffers bis zur Siedehihe erreicht. Es ist daher Termine vorzunehmen, widrigenfalls dem ganzen Hause das verscheucht, als angelodt, so verurtheilte der Gerichtshof sie doch, unumgänglich nöthig, daß alles Waffer, das getrunken werden Leitungswasser abgeschnitten werden würde. Angesichts einer über die Brutto- Einnahme sämmtlicher Athanas- Vorstellungen der soll, gefocht und dann abgekühlt werde. Das ist ein Gebot der derartigen Eventualität wird wohl, der Noth gehorchend, nicht Saison dem Kläger Rechnung zu legen und anzuerkennen, Borsicht, das heute beachtet werden muß, selbst wenn man das dem eigenen Triebe, die gestellte Forderung erfüllt werden daß sie dem Kläger von dieser Einnahme fünf Prozent Wafferleitungswasser noch nicht für verseucht zu halten brauchte. müssen. Wäre somit die Scylla der Wasserwerke glücklich über- fchuldig sei. Daß die beklagte Firma auch die Kriegskosten zu Dieselbe Vorsicht ist vielen Brunnen gegenüber am Plazze. Die wunden, so droht doch wiederum die Gefahr, in der Charybdis zahlen hat, ist selbstverständlich. Der Ausgang dieses Prozesses ist Polizei hat sich der dankenswerthen Mühe unterzogen, die der Kanalisation zu verfinken. Die Verwaltung der Kanalisation natürlich präjudiziell für den" Athanas" heuriger Saison. Straßenbrunnen einer chemischen und bakteriologischen Prüfung bekundet nämlich ein großes Intereffe, zu erfahren, auf welchem Eine aus 4 Köpfen bestehende Bande verwegener Eins unterwerfen zu lassen, um infolgedeffen zahlreiche Brunnen mit Wege die Spülwasser, soweit die Spülvorrichtungen Anschluß an einem Anschlage: Rein Trintwaffer" zu versehen. An allen die Kanalisation haben, ihren Abfluß finden, und wird nun brecher, zu welcher der Raubmörder Neutam und zwei in die solchen Brunnen müssen alsbald auch die Trinkbecher beseitigt ihrerseits nach dieser Richtung hin in die Angelegenheit ein- Manzel'sche Mordsache verwickelt gewesene Personen gehörten, greifen. Jede Abzugsanlage muß nämlich mit einem Dunftrohre standen heute wegen Bandendiebst a hIs vor der IV. Straf Es würde sich empfehlen, in gleicher Weise auch die Hof- versehen sein und bedarf der vorherigen Genehmigung unter Gin- fammer des Landgerichts I. Angeklagt waren der Schneider brunnen zu untersuchen. o ihnen gesundes, feimfreies Waffer reichung einer diesbezüglichen Zeichnung. Dies ist nun wohl Otto Kropf, der Bügler Karl Birkholz, der Arbeiter entströmt, werden ihnen die Hausbewohner wenigftens größere gemeinhin nicht geschehen und erwachsen somit neue Schwierig- Otto Neukam und der Former Alfred Winzer. Neutam ist Mengen Wirthschaftszwecken zu entnehmen feiten. Da überdies die Ansichten über die Frage, wer alle diese am 10. September zusammen mit Wagenschütz wegen des an unbedenklich tönnen. Insofern die Brunnen aber Waffer liefern, das Rosten zu tragen habe, der Hauswirth oder der Miether, weit der Postschaffnersfrau Manzel verübten Mordes zu fünfzehn und Winzer an demselben mindestens verdächtig ist, muß sich die Borsorge der Ab- auseinandergehen, dürften aus dieser Angelegenheit mannigfach Jahren Gefängniß, Kropf Tage wegen Hehlerei zu je zwei Jahren Gefängniß verfochung auch darauf erstrecken. Als selbstverständlich Prozesse erwachsen. urtheilt worden. Auch die jetzige Verhandlung zeigte wieder, daß Neukam, der eben erst das achtzehnte Lebensjahr über schritten, in erschreckender Weise in der hohen Schule des Verbrecherthums vorgebildet worden war, ehe er die Mordthat an Bei dem Schneider der unglücklichen Frau Manzel erfann. Kropf scheint eine kleine Fortbildungsschule für jugendliche Verbrecher eingerichtet gewesen zu sein. Hier trafen sich die AnDie böse Stiefmutter der 18jährigen Brudermörderin Klara geklagten zufammen und verabredeten ihre fast allWernecke, welche lettere ja bekanntlich vor einigen Wochen von nächtlich stattfindenden Raubzüge, die sich zumeist nach den Geschworenen des Landgericht II hierselbst zu drei Jahren dem Norden Berlins, Brunnenstraße, Friedenstraße und Um Aus dem Krankenhause Moabit. Die Nachrichten, die Gefängniß verurtheilt worden ist, wurde am Mittwoch Abend gegend richteten. Es ist erstaunlich, mit welcher Keckheit das uns heute aus dem Krankenhause Moabit zugehen, lauten ein auf Grund eines Haftbefehls der Staatsanwaltschaft hierselbst Verbrecher- Kleeblatt ans Stehlen ging und allen Gefahren, die Mit der größten Dreistigkeit wenig günstiger, als in den letzten zwei Tagen, wenigstens sind festgenommen und dürfte heute nach dem Moabiter Untersuchungs- ihnen drohten, Sohn sprach. neue Einlieferungen von an der asiatischen Cholera Erkrankten gefängniß überführt werden. Die gelegentlich der Verhandlungen drangen sie in verschlossene Häuser ein, sprengten Bodenkammergegen ihre Stieftochter Klara zur Sprache gekommenen rohen Aus- Thüren, indem sie sich mit vereinten Kräften gegen dieselben bis Donnerstag Bormittag 11 Uhr nicht zu verzeichnen geschreitungen der W., namentlich die fortgesetzten Mißhandlungen steminten, drückten Fensterscheiben ein und stiegen in Wein- und Dagegen ist die Seuche unter den zur ärztlichen Beobachtung ber anderen Kinder seien Veranlaffung zur Auflage gegen das Borrathsfammern, die sie plünderten und wenn sie gestört wurden, eingelieferten Schiffern und deren Familien, die alle schon mehr unmenschliche Weib gewesen. Da mit Rücksicht auf die zu er dann retteten sie sich durch einen fühnen Sprung aus dem oder minder infizirt waren, ausgebrochen. So erkrankte am wartende hohe Strafe Fluchtverdacht vorliegt, so ist gegen die Fenster vor den Verfolgern. Die Angeklagten find in verschiebenen 2. Untersuchungshaft verhängt worden. Als das Weib das Gruppirungen an 14 folcher Diebstähle betheiligt, Mittwoch Nachmittag der 5jährige Sohn der Schifferfamilie Orthmann an der Cholera asiatica und ist Donnerstag früh Haus in Begleitung des Gendarm verließ, erklärte sie ihrem denen die Spitzbuben ihre eigenen augenblicklichen Be Gatten: Du A. das habe ich Dir und dem Vormund zu dürfnisse zu befriedigen suchten: brauchten sie Anzüge, so stablen feinen Leiden erlegen; auch die Mutter des Knaben ist unter verdanken, wenn ich aber wiederkomme, breche ich Dir alle sie solche, hatten sie Bedarf an baarem Gelde, so holten choleraverdächtigen Erscheinungen erkrankt, doch ist die dies Ste fich solches aus unbewachten Romtoiren, fühlten bezügliche bakteriologische Untersuchung noch nicht beendet. Anochen im Leibe." fie ein Gelüftchen nach einem Bechgelage, so wußten -Die Schifferfrau Michaelis ist am Mittwoch spät Abends Ein Doppel- Selbstmord. Am Dienstag Abend miethete sie in fremden Kellern den dazu nöthigen Wein zu finden. Sie gestorben, auch bei dem Ehemann derselben ist bereits auf ein junges Baar, ein 21jähriger Mann und eine 17 Jahr alte gaben auch ihre Raubzüge mit lächelnder Miene zu. Diefelbe Cholera asiatica erkannt worden. Der Bootsmann Gericke ist Dame in einem Gasthause der Prenzlauerstraße zwei Bimmer schwand aber, als der Borsitzende, Landgerichtsrath Brann die Donnerstag Morgen 5 Uhr nach schwerem Todeskampfe gestorben. und trugen sich in dem Fremdenbuch als Baul und Betty Heyer weit über die Anträge des Staatsanwalts hinausgehenden Während bei dem an der Thiergartenschleuse in Charlottenburg aus Bernau ein. Nachdem Beide gestern Morgen gegen 10 Uhr Strafen publizirte. Unter Aufhebung der am 10. September er vor Anker liegenden Dannenberg Bater gestern Bormittag mit der Gastwirthin gesprochen, begaben sie sich nach ihrem fannten Strafen verurtheilte der Gerichtshof den Angeklagten Cholera asiatica festgestellt wurde und das Befinden desselben Bimmer zurück und eine Stunde später erbröhuten turz hinter- Kropf zu 10 Jahren Zuchthaus, Polizei- Aufsicht und als immerhin bedenklich dargestellt wird, ebenso wie auch bei dem einander zwei Schüffe aus dem Gemach, in welchem sich das Ehrverlust auf die Dauer von 10 Jahren, Birkholz zu Schiffer Michaelis, ist der junge Dannenberg weniger schwer er- junge Paar eingefchloffen hatte. Die Thür wurde sofort er- 4 Jahren Zuchthaus und Winzer zu 12 Jahren frantt, und treten die Symptome der Cholera jasiatica viel brochen und man fand Beide todt, blutüberströmt mit Schuß: 3uchthaus und den entsprechenden Nebenstrafen. Gegen leichter auf, als bei dem Vater. wunden in den Schläfen auf dem Fußboden liegend vor. Aus Neufam wurde eine Strafe von 3 Jahren Gefängniß feft Der Zustand des Frl. Bolten hat sich wesentlich gebessert, einem zurückgelaffenen Bettel, der auf einem Tisch lag, ging gesetzt, die aber in Wegfall kommt, da Neukam schon die höchste dagegen hat sich das Befinden des Kellners Lange verschlimmert, hervor, daß beide Selbstmörder nicht Geschwister feien, sondern zulässige Strafe von 15 Jahren Gefängniß verbüßt. weil zur Cholera, wie dies öfters vorkommen soll, noch Nieren ein Liebespaar. Beide stammen aus hiesigen angesehenen in der leiden hinzugetreten ist. Andauernd in der Besserung begriffen Alten Jakobstraße resp. Lindenstraße wohnenden Familien. Der Einer großen Brutalität gegen einen Lehrling war find Herr Musikdirektor Bartolsen und das dreijährige Söhnchen junge Mann, der seine Geliebte mit deren Einwilligung erschossen, der Bauunternehmer Dechandt beschuldigt, welcher gestern vor Des Schiffers Woytkowski, der übrigens mit feiner ist Lithograph, die junge Dame Musiklehrerin. In einem an der 123. Abtheilung des Schöffengerichts stand. Als Belastungs Beobachtung gewefenen Familie und Mannschaft die Mutter des Selbstmörders gerichteten Brief wird als Motiv zeuge trat der 17 jahr. Maurerlehrling Otto Schulze gegen ihn auf. am Donnerstag Morgen aus aus dem Krankenhaus Moabit Freiheitsberaubung" angegeben. Die Leichen wurden nach der der junge Mensch vermag sich nur mit Hilfe zweier Krücken entlassen werden fonnte, während das Befinden des Morgue geschafft. vorwärts zu bewegen, der Angeklagte soll ihn zum Krüppel ge 15 jährigen Wontkowski doch noch immer nicht ganz zufriedenmacht haben. Der Beuge gab an, daß er im vorigen Frühjahre ftellend ist. Eingeliefert wurden im Laufe der letzten 24 Stunden, Polizeibericht. Als am 21. d. M. Morgens der Maurer bei einem Bau in der Bismarckstraße thätig gewesen, der von also bis Mittwoch Abend, 12 Personen als choleraverdächtig, in geselle Müller an der Façade des Neubaues Kronenstr. 70 in der dem Angeklagten aufgeführt wurde. Am 24. März habe er einen der Donnerstag Nacht nur 1 Mann und Donnerstag Vormittag Böhe der ersten Etage auf einem Gerüst stehend, mit dem Ver- Stein falsch eingemauert, worüber der Angeklagte so zornig ein Schulmädchen. Schiffer Michaelis giebt an, fein Spreewasser jeßen von Wertsteinen beschäftigt war, fiel ihm ein Ziegelstein wurde, daß er ihm mehrere Male mit dem Schlapphut ins Ge getrunken zu haben, will vielmehr seinen Vorrath an Trinkwasser vom Dache auf den Kopf und verlegte ihn so bedeutend, daß er sicht schlug. Der Beuge glaubte die Sache hiermit abgethan und aus einem Brunnen bei Blößenfee, wo er vor Anker lag, ent- nach der Universitätsklinik gebracht werden mußte.- Nachmittags ging bald darauf nach der Baubude um zu frühstücken. Er nommen haben. Der Brunnen wird alsbald durch einen Chemiker wurde das auf dem Grundstück Alte Jakobstr. 78 vor einen Ge- befand sich hier noch allein, da sei der Angeklagte ge untersucht werden. Der Kahn des Schiffseigners Orthmann, auf schäftswagen gespannte Pferd des Fabrikbesizers Bonnheim plöß- kommen und habe ihm mit dem, mit einer schweren Holzwelchen der Schiffstnecht Karsten, dessen Zustand sehr bedenklich lich scheu und rannte mit dem Wagen auf die Straße. Bonn- pantine bekleideten rechten Fuß mehrmals heftig gegen das geworden ist, sowie die Frau D. und deren Kind erkrankten, beim, welcher vor dem Gefährt stand, wurde überfahren und er- rechte Schienbein gestoßen. Es sollte dies noch die Strafe für befand sich zur Zeit bereits vier Tage in Berlin. Orthmann litt eine Quetschung des Oberschenkels. Ein 5jähriger Knabe die bewiesene Unausmerksamkeit beim Mauern sein. Das Bein giebt an, daß er über Spandau gekommen sei, und hält es für letterte aus einem Fenster der in der Sorauerstr. 20, 4 Tr. hoch be- sei sehr geschwollen, bald habe der Angeklagte eingesehen, daß möglich, daß dort die Seinigen von der Cholera infizirt worden legenen elterlichen Wohnung in das Küchenfenster der Nachbar der Beuge arbeitsunfähig sei und ihn nach Hause geschickt. Der Wohnung. Bei der Rückkehr glitt er aus, fiel zunächst auf das Zustand des Beines verschlimmerte sich dermaßen, daß der VerDie Zahl der an der asiatischen Cholera erkrankten in Moabit Dach einer Remise und von da auf die Granitplatten des Hofes letzte das Krankenhaus aufsuchen mußte. Hier hat er über ein befindlichen Personen beträgt gegenwärtig 10. herab und erlitt einen Schädelbruch, so daß er bald darauf ver- Jahr zubringen müssen, er ist wiederholten schweren Operationen starb. Vor dem Hause Gollnowstr. 40 wurde ein 13 jähriger unterworfen worden und hat endlich das Krankenhaus als Arbeitsbursche von einem Möbelwagen überfahren und erlitt eine Krüppel verlassen. Der beschuldigte Meister bestritt entschieden, bedeutende Quetschung des Fußes. Er wurde nach Anlegung daß er den Zeugen in Er wurde nach Anlegung daß er den Zeugen in der beschriebenen Weise verleht eines Verbandes nach der elterlichen Wohnung gebracht. habe. Derselbe sei etwa zwei Tage vorher von der Leiter gefallen und habe sich dabei verletzt; er, der Angeklagte, verurtheilt werde, fo muffe natür lich auch die gegen ihn angestrengte Ziviltlage ungünstig für ihn ausfallen und für den Zeugen sei viel gewonnen. Der Ver theidiger Rechtsanwalt Rosenthal hatte einen umfangreichen Entlastungsbeweis angetreten, um die Glaubwürdigkeit des Zeugen zu erschüttern. Es wurde thatsächlich verworfen, daß Gestern hatten sich wieder die Redakteure von vier derselbe wenige Tage zuvor einen Fall gethan, einige Zeugen be Berliner Zeitungen wegen vorzeitiger Veröffentlichung der die haupteten, daß sie in jener Zeit jeden Morgen mit dem Zeugen Hastentlassung Ahlwardt's betreffenden Beschlüsse der Straf- die Baubude pünktlich betreten, um zu frühstücken, feiner von fammer bezw. des Kammergerichts zu verantworten. Prinzipielle ihnen hatte etwas von der angeblichen Mißhandlung bemerkt. Ginwendungen gegen die Auflage erhob der Redakteur der Auch sei es auffallend, daß der Zeuge Schulze Niemanden etwas Nationalzeitung" Röbner. Derselbe führte aus: Wenn man von der ihm zugefügten Unbill mitgetheilt hatte. Der Gerichts die Reichstagsverhandlungen über das Preßgesez durchlese, so bof hielt deshalb die Schuld des Angeklagten nicht für erwiesen, ergeben die Bemerkungen der verschiedensten Redner, namentlich sondern sprach ihn frei. auch des Generalstaatsanwalts Schwarze, daß bei Formulirung in seien. B Sie bei der Arbeitseinstellung in der Werkstatt von Suppolt u. Sohn, Berlin, Wasserthorstraße, betheiligten Klempner und Gürtler theilen uns noch mit, daß ihnen während der Arbeit jedes Sprechen schlechthin verboten war. Bei der harmlosesten Bemerkung, wie sie gelegentlich zwischen zwei neben einander arbeitenden Kollegen ausgetauscht wurde, sei der Chef, der selbst mit arbeitete, sofort mit den Worten dazwischen gefahren: Sie haben nur zu arbeiten und nicht zu sprechen." Als einer der Arbeiter Herrn Ruppolt in anständigster Weise vorhielt, daß es doch kein Verbrechen sei, wenn Arbeiter bei monotoner und geisttödtender Arbeit hin und wieder ein Wort wechselten, da ja schon Schiller gesagt habe, daß die Arbeit munter fortfließe, wenn gute Reden sie begleiteten, gerieth Herr Ruppolt in Wuth und rief: Bei mir wird nur gearbeitet und nicht gesprochen und wem das nicht paßt, der kann aufhören! Darauf legten, wie bereits gestern mitgetheilt, 4 Arbeiter die Arbeit nieder, da ihnen, wie sie versicherten, der Abschied aus einer solchen Werkstätte nicht schwer wurde. Herr Ruppolt will es nun mit jungen, ausgelernten Arbeitern versuchen, was ihm voraussichtlich schlecht gelingen wird. Gerichts- Beifung. der wenn des§ 17 lediglich die Absicht vorlag, zu verhindern, daß durch Wie Extrablätter entstehen können, lehrte eine Ber derartige Veröffentlichungen Beugen, Geschworene zc. beeinflußt handlung, welche gestern vor der fünften Berufungs- Straftammer Der frühere Rabbinatskandidat Paulus Meyer werden könnten. Auch der ganze Wortlaut des§ 17, welcher des Landgerichts I stattfand. Die Handelsleute Hebel und Book, ( russischer Unterthan), welcher in der Antisemitenversammlung von" Anflageschrift oder anderen amtlichen Schrift welche sich gelegentlich mit dem Verkaufe von Gytrablättern bebei Keller, in welcher er als neuer Christ und Antisemit auf stücken" spricht, laffe deutlich erkennen, daß nur solche faffen, geriethen im März d. J. auf die Idee, das Geschäft im den materielen In Großen zu betreiben und selbst ein Extrablatt herauszugeben. trat, am Montag Abend verhaftet wurde, ist am Dienstag früh Schriftstücke gemeint seien, welche wieder aus der Haft entlassen worden. Es ist ihm aber zugleich halt des Prozesses betreffen, nicht aber solche ganz Sebel fand in einer Destillation die neueste Nummer des„ Char Der Befehl zugegangen, innerhalb vier Wochen das deutsche nebenher gehende Punkte, wie die Haftentlaffung eines lottenburger Intelligensblattes" und hierin die Mittheilung, daß Reichsgebiet zu verlassen. Am Mittwoch Abend erschien er in Angeklagten. Der§ 17 spreche außerdem nur vom„ veröffent- türzlich" in Petersburg ein mißglücktes Attentat der öffentlichen Bersammlung des Deutschen Antisemiten- Bundes lichen" und nicht etwa vom„ veröffentlichen und verbreiten". Raiſerin und den Kronprinzen begangen worden sei, als dieselben in Moabit, um sich seinen Parteigenossen wieber als freier Mann Die Schriftstücke feien aber, ehe fie in der National- Zeitung" den Newsky- Prospekt entlang fuhren. Hebel und Book wollten vorzustellen. Nach seinen Mittheilungen liegt nichts Gravirendes abgedruckt wurden, schon in der Staatsbürger- Zeitung" ver- der Meinung gewesen sein, daß diese Notiz in Berlin noch. gegen ihn vor. Man hat ihm einen Ausweisungsbefehl zugestellt, öffentlicht worden und ebensowenig, wie Menschen zweimal ge- nicht bekannt sei und beschlossen deshalb, fie in form 21 gegen bie bei 0 an die Mitglieder der Freien Voltsbühne"! Wir von Extrablättern zu verbreiten. Hebel schrieb sich die Notiz| schließlich an die Bevollmächtigten ab, setzte die Bevollmächtigten zu wenden. noch die Worte hinzu: Genosse der Kaffe statt. Einen sehr wichtigen Punkt der Tagesordnung " Die Raiferin liegt Dr. Borchardt hielt hierauf einen beifällig aufgenommenen bildet die Beschlußfaffung über die Einführung der freien Aerztefrant barnieder" und ließ dann beim Buchdruckereibesitzer Jäckel das naturwissenschaftliche Grundgesetz von der Erhaltung der Kraft wahl. Kollegen! Ihr Alle wißt, wie der Einzelne unter dem bis1000 Stück Extrablätter drucken. Am Nachmittage liefen dann behandelnden Vortrag. Im Anschluß an denselben wurden die herigen System der ärztlichen Behandlung beim Gewerts- Krantendie Händler in den Straßen umber und riefen:„ Allerneueftes!" Anwesenden aufgefordert, sich Zwecks Erweiterung ihres Wiffens verein zu leiden hatte; ihr habt die Erfahrung am eigenen Körper Das Extrablatt war von den„ Redakteuren" Hebel und Book der Arbeiter- Bildungsschule anzuschließen. Kollege Greifen- gemacht, daß das jetzige System der Krantenbehandlung durchaus unterzeichnet. Die Anklagebehörde erblickte in der Handlungs- berg forderte zu reger Ablieferung der Arbeitsordnungen auf. untauglich ist. Was will weise der Redakteure" einfach einen groben Betrug, den der Dieselben werden entgegengenommen in allen Zahlstellen des ca. 300 000 Kaffenmitglieder in Berlin nur ca. 170 Aerzte aur es denn heißen; wenn für Staatsanwalt in der Verhandlung vor dem Schöffengericht mit Vereins und zwar jeden Sonnabend von 6-8 Uhr bei Thal- Verfügung stehen? einer Gefängnißstraße von drei Monaten bestraft wissen wollte. mann, Wasserthorstr. 22, Lenz, Alte Jakobstr. 69; von 8-10 Uhr genügende Behandlung zukommen lassen wollten, sie wären gar Selbst wenn die Aerzte jedem Kranken eine Das Gericht nahm aber nur groben Unfug als vorliegend an bei Norbert, Beuthstr. 20/22, Senke, Blumenstr. 38, Herschieb, nicht dazu im Stande. Deshalb, Kollegen, erscheint alle in der und erkannte hierfür auf sechs Wochen Haft. Gegen dieses Er- Adalbertstr. 4 und Gründel, Dresdenerstr. 116. Lettgenannte Versammlung und brecht mit dem bisherigen System! Fort mit fenntniß legten Staatsanwalt und Verurtheilte Berufung ein. Die Bahlstelle nimmt auch Sonntage von 10-12 Uhr Arbeits Drd- dem Gewerts- Krantenverein! Wir wollen uns einer erprobten Angeklagten behaupteten, daß sie in dem guten Glauben gewesen nungen an. feien, das von befferen ärztlichen Behandlung zuwenden. Mit follegialem Gruß ibnen angefertigte Extrablatt enthalte wirklich etwas Neues, im Uebrigen hätten sie ein schlechtes Ge Die zweite öffentliche Versammlung gewerblicher Emil Voges, Vergolder, Grünauerstr. 7. schäft dabei gemacht, indem sie 2 M. zugesetzt hätten. Während Silfearbeiter und Arbeiterinnen behufs Aufstellung von der Staatsanwalt seinen Antrag auf drei Monate Gefängniß Kandidaten zum Gewerbe- Schiedsgericht fand am 21. d. M. in Aufruf aufrecht hielt, entschied der Gerichtshof dahin, daß das Verfahren Moabit( Kronen- Brauerei) statt. Den Vortrag des Abends hielt der Angeklagten nicht als Betrug aufgefaßt werden könne, weil Genosse Mehner. Nachdem die erste Versammlung in Sans- Obgleich der Borstand der Freien Boltsbühne in diesem die Behauptung der Angeklagten, sie hätten sich im guten Glauben fouci 6 Kandidaten aufgestellt hatte, fiel dieser Versammlung die Jahr bereits am 14. Juli gewählt wurde, ist bis heute noch befunden, nicht zu widerlegen sei. Zur Kennzeichnung des groben Aufgabe zu, 3 Kandidaten zu ernennen. Als solche wurden ge- der Vorstand für den nächsten Winter gemiethet hat. feine Nachricht an die Deffentlichkeit gedrungen, welches Theater Herstellung und Vertrieb des Extrablattes eine Beunruhigung noch 9 Kandidaten. Die nächste Versammlung findet im Nord- wandten uns deshalb an den Kassirer Türk und erhielten oder Beläftigung hervorgerufen hätten. Dieser Nachweis sei often statt. Der Aufruf des Genossen Dr. Zadek, Annenstr. 46, folgende Aufklärungen: nicht erbracht und müßten die Angeklagten deshalb freigesprochen behufs Bekanntgabe sanitärer Mißstände wurde Jedem zur Nach etwa eine halbe Stunde dauerte und mehrere Zusammenfünfte 1. Bis heute hat der Vorstand nur eine Sigung gehabt, die. achtung ans Herz gelegt. von je 10, 15 Minuten. Altenburg. In der Privatklage des zur Disposition geDie Xylographen, Zeichner, Musterzeichner, Glas. stellten Staatsministers v. Leipziger gegen den verantwort- und Porzellanmaler hielten am 21. September eine öffentliche des Vorstandes, des Ausschusses, der Ordner und der Revisoren lichen Redakteur unseres Wählers", Genossen Vogenis, fand Versammlung ab, um einen Vortrag des Genossen G. Reßler eine Berathung über das Theater zu verhindern verstanden und am Montag vor dem hiesigen Schöffengericht Verhandlung statt, über die Bedeutung der Gewerbegerichts Wahlen zu hören und statt dessen eine erregte Diskussion über die vergebnen Druckdie am Mittwoch fortgesetzt und beendigt wurde. Bogeniz wurde Kandidaten für dieselben aufzustellen. Die intereffanten Aus- arbeiten veranlaßt, nurum eine Türk tadelnde Resolution durchzuzu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt. Bekanntlich waren dem führungen des Referenten, der für die Nominirung sozial- bringen. Staatsminister a. D. unzüchtige Handlungen vorgeworfen worden, demokratischer Kandidaten eintrat, fanden die Billigung 3. Türk hat mit dem Direktor des Lessing Theaters, die er an Kindern begangen habe. In der Verhandlung wurde der Versammelten. Gegner der vertretenen Anschauungen met Herrn Dr. Blumenthal, den Entwurf zu einem Kontratt nach welchem die Freie Voltsbühne zehn. Kläger einem Mädchen 3 M. geboten hat für den Fall, daß sie zum Wort. Als Kandidaten stellte man dann auf für die Xylo- Borstellungen im Leffing- Theater mit dem Künstlerpersonal mit ihm ginge, und daß er mit einem noch nicht 16jährigen graphen den Genossen Hoffmann und Genossen Rühr als des Leffing- Theaters erhalten foll. Trotzdem 2. schon seit acht Mädchen in nicht ganz unverdächtiger Weise die Einsamkeit ge- Stellvertreter, für die nächst diesen am zahlreichsten in der Ver- Tagen eine genaue Saltulation verfaßt hat, nach welcher die fucht hatte. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Hofmann, fritisirte sammlung vertretenen Porzellanmaler den Genoffen I a hn. Kaffenverhältnisse des Vereins den Abschluß eines Kontraftes mit sehr scharf das Verhalten der Polizei und der Staatsanwaltschaft, Darauf legte Genosse Faber in kurzen Zügen den Zweck der dem Direktor des Lessing- Theaters gestatten, haben die Vorstandsweil dadurch die Ermittelung des wirklichen Thatbestandes nicht schloffen die anwesenden Xylographen, sich ebenfalls in dieser halfen, diesen Plan in einer Vorstandssigung einer ernsthaften Streit Kontrollkommission klar. Nach längerer Debatte be- mitglieder Wille nnd Kampffmeyer es noch nicht für nöthig gegefördert, sondern sehr erschwert worden sei. aus den Vertretern der verschiedensten Kategorien der Arbeiter Diskussion zu unterziehen. Berlins gebildeten Kommission vertreten zu lassen und wählten zum Delegirten den Kollegen Rahnt.. werden. Versammlungen. B % 2. Der Vorsitzende Wille hat in einer fombinirten Sigung M 4. Aus den vorgelegten Schriftstücken erfahen wir, daß den beiden vorgenannten Mitgliedern des Vorstandes die Absicht innewohnt, den Kassirer T. zu majorisiren. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( G. 6. Nr. 29 zu Hamburg). Filiale Berlin 8. Mitgliederversammlung am Sonn- 5. Bis jetzt sind nur Verhandlungen mit dem Oftend- Theater abend, den 24. September, Abends 8 Uhr, bet Wilte, Hochstr. 32. Tages- gepflogen worden, die noch nicht zum Abschluß gediehen sind. ordnung: Raffenbericht. ( G. 5. 89, Samburg). Filiale Berlin 8. Bersammlung Freitag, den 23. b. M., Bitte vor die Mitglieder des Vereins zu treten, von dem Vorstand die. Zentral- Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter Vulkan". Diese Darlegungen veranlassen die Unterzeichneten, mit der. Abends 9 Uhr, bet Müller, Mariannenstr. 46, Wahl der Delegirten zur sofortige Einberufung einer Generalversammlung zu verlangen, um Generalversammlung zu Braunschweig. burg.) Filiale Berlin 9. Mitgliederversammlung. Delegirtenwahl zur General Auf Grund des§ 3 unseres Statuts muß der Vorstand eine Zentral- Kranken- und Sterbekaffe„ Vulkan".( E. S. 89 zu Sam- dem Vorstand Gelegenheit zu feiner Rechtfertigung zu geben. Bersammlung in Braunschweig. langen. Infolge dessen wird in allen Zahlftellen des Vereins Generalversammlung einberufen, wenn 100 Mitglieder fie ver Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter.( E. H. und bei den unterzeichneten Mitgliedern vom 23. bis 25. Sep tember eine Liste ausliegen, in welche die Mitglieder ihre Namen eintragen können. 1 Blaue Nord, ElisabethGemüthlichteit S Mitglieder! Wem daran liegt, daß im nächsten Jahre die Hälfte unserer Vorstellungen im Lessing- Theater stattfindet, wem daran liegt, daß unser Verein so die dramatische Kunst besser. pflegen fann als bisher, der schließe sich uns an und zeichne sich in die Listen ein, damit es dem Vorstand zum Bewußtsein gebracht wird, daß die Mitglieder des Vereins seine Handlungen zu beurtheilen wissen. Jur Beachtung! Wir bitten die Herren Schriftführer, bei der Abfaffung der Versammlungsberichte sich aller nur möglichen Kürze zu befleißigen. Die öffentliche Kommunalwähler- Versammlung für den 15., 25. und 26. Rommunal- Wahlbezirk, die gestern Abend nach der Königsbank" einberufen war, war von gegen 800 Personen besucht. Dieselbe war in erster Linie berufen, einen Kandidaten nr. 29 zu Hamburg.) Mitgliederversammlung am 25. b. Wt., Borm. 10 üht, für den 15. Wahlbezirk zu proklamiren und ein Bezirkskomitee bei Biert, Siemensstr. 17. zu wählen. Als Kandidat wurde einstimmig der bereits aus Verein zur Pflege freireligiösen Lebens. Freitag, den 28. b. M., eigener Initiative der Genossen des 15. Wahlbezirks als Kan- Abends 8% Uhr, Beuthstr. 21, Bersammlung. didat aufgestellte Genosse Megner als solcher bestätigt, Bortrag des Herrn Waldeck Manaffe über„ Gefährliche Wahrheiten". Sonntag, den 25 d. M., Vormittags 10% Uhr, Beuthstr. 22, 1 Tr., ebenso das den Genossen Stabernad, Leh= Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 8-10% Uhr: Süd mann und Schulz gebildete Bezirkskomitee, Schule, Hagelsbergerfir. 43: Unterricht in Buchführung( doppelte); Süddem nach- fifchule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Deutsch( unterer): Bit: Genosse 3ubeil Zubeil die standalösen Vorgänge in Schule, Marfusstraße 31: Unterricht in Geschichte( mittlere); Nordden beiden Berfammlungen im 15. Wahlbezirk in strengster Woise Schule, Müllerstraße 179a nnterricht in Deutsch( unterer); Bhysiologie. gerügt und unter dem Beifall der Versammlung bekannt gegeben önnen Schüler und Schülerinnen, auch jezt im Laufe des Semesters, einIn allen Lehrfächern, mit Ausnahme von Mathematik und Buchführung, hatte, daß alle Vorkehrungen getroffen seien, um derartige Bor- treten. gänge fernerhin unmöglich zu machen. Gleichzeitig machte Zubeil Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marr, Abends ex uhr, Alfred Böttcher, Neuenburgerstr. 28. bekannt, daß am Sonntag in Renz' Salon nochmals eine Ber- bet Grube, Martendorferstr. 10. Westen, bei F. Kiging, Bülowfir. 52. May Born, fammlung stattfinden werde. In derselben wird Genosse Singer Beteranenftr. 22. Solzarbeiter". Abends 8 Uhr im totale des Herrn Peterson, Leipzigerstr. 50. Julius Blum, Schützenstr. 54/55. Paul referiren. Nachdem hielten die Kandidaten des 25. und 26. Wahlbezirks, Dupont, Solmsstr. 33. Gottfried Großmann, Wrangelstr. 110. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Freitag. Nebungs- August Hildebrandt, Boechstr. 44. Albert Hengst ba ch die Genossen Wernau und Bruhns Vorträge, die lebhaften An- funde Abends ühr. Aufnahme von Mitgliedern. Raiserlicher Birkenstr. 43. Gustav Hellbog, Rottbuferstr. 63. flang fanden. Beide Redner forderten zur regsten Wahlbetheiligung firchfir. 14, bei Mitolay.- Borwärts 1, S.D. Adalbertstr. 21, bet Roll. Männerchor, Schönhauser Allee 28, bet Kuhlmey. Rudolf Jungnitsch, Naunynstr. 48. auf und hoben hervor, daß die Wahlhandlung von Morgens um mei'fcher Gefangverein, Sangestraße 65, bet Tempel. Oskar Kühling, Oranienuchitraße 204. Emil Rulice, Moritstr. 5. Gustav Koswig, 9 bis Abends 7 Uhr dauere. Meyner tonnte nicht anwesend binder männer dot erling, te attraße got bitt Waldemarstr. 65. Albert Laasch, Mittenwalderstr. 47. Anfein und kann es auch am Sonntag nicht, da er in Potsdam( Puger), Seydelstraße 30. Maiglöckchen, Hochstr. 32a bei Wilte. Fris, Naunynstraße s6, bei gubeil. dreas Lüddemann, Boechstr. 8. Richard Meyer, Röpe agitirt. In der Diskussion sprachen Stabernack, Gade. Balme, in Belten, bet Schröder. gast, Voigt( Unabhängiger), Berndt, Singer, welcher Schönweide, bei Siebenbaum. Schleife, in niferstr. 194. Otto Meyer, Streligerstr. 28. Robert Pursch Bantow, Mühlenstr. 24, bet Stöhr. Vorwärts 6,( Gem. Chor), Niederes als eine Ehre der Partei bezeichnete, daß die drei Wahlbezirke bei Fröhlich. Sänger Freiheit, Naunynftr. 43, mann, Dresdenerstr. 130. Carl Sieger, Beffelstr. 12. Robert Morgenroth 4, Röpenick, Müggelheimerftr. 3 bei Held. wieder in den Besitz der Sozialdemokratie gelangen, und eine Wahrheit, An der Zwölf- Aposteltirche 7b, bei Framte. Schmidt, Naunynstr. 24. Carl Stöfer, Laufigerplay 17, III. Karthaus= Reihe anderer Redner, auch Gegner der Kommunalwahlen. Die fcher Gefangverein, Sichtenbergerstr. 21. bet Setfe. Gustav Winkler, Wrangelstr. 135. „ Moabit" Bersammlung nahm einen durchaus ruhigen Verlauf und schloß bei koch. Wilhelmshavenerstraße 23, bet Brosch. Collegia, Beughofstraße 8, Freie Stedertafel, Martgrafenftr. 8. Gesangverein mit der Annahme einer Resolution, dahingehend, am 27. d. Mts. Gintracht zu Alt- und Neu- Glienicke, bet S. Stabelhof Rudowerstraße. Abrechnung über die gesammten Ein- und Aus. für die Kandidaten der Sozialdemokratie einzutreten. Gesangverein Morgenroth 2, Charlottenburg, Letbnigstr. 78 bei Arbeiter Gefangverein Fretes 2teb 1, Friedrichsberg, gaben bei der Gewerbegerichts Wahl. Der Verein zur Wahrung der Interessen der Ber- Typographia, Fischerstr. 25. Friedrich Karlstraße 11 bei seinecke. Gesangverein Berliner Einnahme: Auf Listen eingegangen 116,05 M., Tellerliner Kuopfarbeiter hielt am 18. September im Norden eine Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Sammlung vom 7. März 34,60 m., von den Töpfern Berling Wandderversammlung ab. Das Referat über das Thema:„ Die Alle Zuſchriften find zu senden an Max Gent, Berlin, Belforterstraße 26, 1. und Umgegend 25 M., vom Verein der Töpfer und BerufsUrsachen der heutigen Arbeitslosigkeit" hatte Herr Benno Freitag: Bergnügungsverein Grüne Tanue bei Raiser, Martusjtr. 8. genossen Charlottenburgs 3,30 M., auf eine Liste durch Töpfer Tambour- Berein Boruffia bet Leichniß, Königsbergerstr, 24( Uebungs- Gaede 5,55 M., Summa 184,50. Stabernad übernommen; derselbe war jedoch nicht erschienen. ftunde).- Tambour- Verein Ruf bei Sperling, Inselstr. 1. Tambourverein Es wurde dann bekannt gemacht, daß der Fabrikant Rasche Wirbel bei Müller, Gartenftr. 62. Theaterverein Acacte in Hoff- Ausgabe: Für Flugblätter, Stimmzettel und Handzettel feine sämmtlichen Arbeiter entlassen hat. Sollten dieselben wieder mann's Festfälen, Dranienftr. 180. 85 M., für zwei Annoncen im Vorwärts" 10 M., für zwei Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Männer- Gesang- Annoncen im Volksblatt" 8,10 m., für's Wahlkomitee 10,30 m., anfangen dürfen, so findet ein Lohnabzug von 20 pt. statt. Die verein union, Abends 9 Uhr, Berliner Bockbrauerei. Quartettverein Handlungsweise dieses Herrn wurde von sämmtlichen Rednern wedding, Abends 8 Uhr, bei König, Gerichtsstraße 35.- Männerchor für den Referenten 6 M., sonstige Ausgaben 8 M., für Agitation Waldesrauschen, Abend 9 Uhr, bei Wetgt, Markgrafenftr. 87. scharf getadelt, ferner befürwortet, daß unter keinen Umständen Theaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bei Schulz, Buttbuferftr. 35. Privat- und Stimmzettelvertheiler am Wahltage 56,10 M., Summa eher angefangen werden soll, bevor nicht mindestens der alte Mufitveretu Tusch, Freitag Abend thr, Restaurant Nebelin, Sange188,50 m. Lohn gezahlt werde. Kollege Spieß forderte die Anwesenden traße 108.- Buchbinder Männerchor, Abends 9 Uhr, Restaurant Demnach bleibt Ueberschuß 1 M. auf, fiber die fanitären Mißstände, welche in Fabriken oder im s uhr bei Schent, strautstr. 39, nebungsstunde. Muftt- Dilettantenverein, Zontta", Abends Richter, Alte Jafobfir. 68. Außerdem befinden sich in Händen Fiebig's 23,25 M. von Hause herrschen, dem Vorsitzenden Mittheilung zu machen, der Berliner Turngen offenschaft. der Tellersammlung vom 14. Februar und eine Liste mit Davon dann den Genossen Badek unterrichten werde, und der turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des 4,45 M., welches Geld durch den Vertrauensmann Genoffen Borsigende ersuchte die Mitglieder, ihm aus jeder Fabrit ein die 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8-10% Uhr in der TurnLeffing- Gymnasiums Pantsir. 9-10.- Turnverein Gesundbrunnen Stiefenhofer eingezogen wird. Exemplar der Fabrifordnung zu übermitteln; dabei stellte sich halle des Leffing- Gymnasiums, Banffir. 9-10. Wer sonst noch eine Geldforderung in dieser Angelegenheit zu aller Erstaunen heraus, daß in zwei Berliner Knopffabriken im Restaurant. Bergnügungsverein Esperance, Abends 9 Uhr, Rofenthalerstr. 11-12, 3u stellen hat, wird ersucht, sich schleunigst zu melden. überhaupt keine Fabrikordnungen existiren. Vergnügungsverein Beilchen, Abend 9 Uhr, bei Brauns, Das Wahlkomitee. Oranienftr. 183 p. Gefelliger Arbeiterverein Graphta, Abends 8% uhr, Alte Jakobftr. 128( Logenhaus). Unterhaltungsflub Schiller, jeben, Freitag Abend 8 Uhr im Restaurant Holzbächer, Dreifeftr. 3.- Stattlub Grand. Jeden Freitag, Abends 8 Uhr, bet Subrich, Lübbenerstr. 22. fraße 9. Rauchklub Rothe Pfeife. Freitag: Stzung bei Schulze, plantagen Ullrich. 1 Die erste Männerabtheilung Bprecisaal. Inhalt deffelben identifizirt zu werden. An die Arbeiterschaft Berlins! Charlottenburg. J. A.: Wilhelm Schulze, Krummeftr. 27. Literarisches. Die Waffen nieder! Der Roman, welchen wir jetzt in unferem Feuilleton veröffentlichen, und von dem bereits eine italienische Uebersetzung erschienen ist, wird nun auch, wie wir der letzten Nummer des englischen Organs der Internationalen Schiedsgerichts- und Friedens- Gesellschaft Concord" entnehmen, ins Englische übersetzt und von der Friedens- Gesellschaft in Massenauflage veröffentlicht werden. Wir freuen uns dieses wohlverdienten Erfolgs! " Die Monatsversammlung des Verbandes der Vergolder und Vergolderinnen am 19. September bot eine sehr lehrreiche, mit Beifall aufgenommene Vorlesung des Kollegen Böhm. Kollege Nolte legte dann die Abrechnung vom Stif tungsfest vor, dieselbe ergab eine Einnahme von 259,50 M., eine Ausgabe von 205,15 M.; demnach verblieb ein Ueberschuß von 54,35 M.; der genannte Kollege wurde entlastet. Man nahm hierauf einen Antrag des Kollegen Mehring an, zwecks ge= nauerer Kontrolle die Mitgliedsbücher aller vier Wochen durch die Vertrauensleute einzuziehen und dann die Marken zu ent- Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechfaals, soweit der Raum dafür werthen. Ferner wurde beantragt, die Reise- Unterſtügung wieder abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen wie bisher auf 1,50 M. festzusehen. Weiter gab Kollege Voges Intereffes zur Verfügung: ste wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit den bekannt, daß am 26. September bei Norbert, Beuthstraße, eine Generalversammlung sämmtlicher Delegirten unserer Ortskasse stattfindet, in welcher Mann für Mann auf dem Posten sein Insbesondere im 6. Wahlkreis, Bezirk Moabit! möge, da es für die freie Aerztewahl einzutreten gelte. Nachdem Unterzeichneter ist beauftragt, das Benehmen des Gastwirths Verlag) ist soeben das 52. Seft des 10. Jahrgangs erschienen Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. 5. W. Diet' noch Verschiedenes über den Indifferentismus vieler Kollegen, Schulz, Thurmstr. 18, zur Kenntniß der Berliner Arbeiterschaft Aus dem Inhalt heben wir hervor: Wie es fommen wird. ferner über das mangelhafte jeßige Vertrauensmännner System zu bringen. Herr Schulz ist gelernter Glaser und hatte als solcher Die Ueberfüllung der höheren Berufe. Die soziale Doktrin des und was geschehen tönne, um die Organisation wieder etwas zu früher bei der jetzt von uns gesperrten Firma Spinn u. Ko., Anarchismus. fräftigen, gesprochen worden, endlich um recht zahlreiche Bethei- Kronenstr. 31, gearbeitet. Als die Kollegen dort die Arbeit nieder- pensty. Die voltsthümliche Belletristik und die moderne EntVon Ed. Bernstein.( Schluß.) G. J. Us ligung an der am 28. Oftober bei Kaufmann" stattfinden legten, wurde Herr Schulz davon persönlich in Renntniß gefeht wickelung den Matinee ersucht worden war, wurde die Versammlung ge- und versprach auch, nicht bei Spinn u. Ro. anzufangen. Ja, noch Blechanow.( Schluß.)- Literarische Rundschau.- Notizen. Rußlands. Eine literarische Studie. von G. Schloffen. mehr, er schrieb in Gegenwart der Kollegen, daß er der inzwischen Feuilleton: Terpsichore beim Schneiderlein. Stizze von Auguft Der Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der nachkommen tönne. Troß seines Versprechens arbeitet er aber Grich Holm. ergangenen Aufforderung der Firma unter diesen Umständen nicht Strindberg. Autorisirte Uebersehung aus dem Schwedischen von Buch, Papier und Lederwaaren Industrie jegt bei Spinn u. Ko. wählte am 19. b. M. in seiner Generalversammlung als zweiten Mit folidarischem Gruß Raffirer den Kollegen Franz Bytomsfi, in die Arbeits- Die Vertrauensmänner der Berliner Glaser. nachweis- Kommiffion den Kollegen 3emang, zu Branchen- Be J. A.: R. Stampehl. vollmächtigten die Kollegen N. Wittrisch für die Buchbinderei, R. 28unscheck für die Lederarbeiter, An die Delegirten der Orts- Krankenkasse der Fr. Drews für die Kartonbranche und Pickard für Vergolder Berlins. A ,, Natur und Haus", illustrirte Zeitschrift für alle Liebhabereien im Reiche der Natur. Herausgegeben von Dr. Ludwig Staby und Mar Hesdörffer, Verlag von Robert Oppenheim ( Gustav Schmidt) in Berlin. Bierteljährlich 6 Hefte zum Abonnementspreis von 1,50. Die Zeitschrift wird alle Gebiete der Naturliebhabereien behandeln; fowohl der Thierfreund wie der Blumens die Papierindustrie. Die Angehörigen der betreffen Kollegen! Am Montag, den 26. September, Abends 81/2 Uhr, den Brancheu haben sich in allen Angelegenheiten ausfindet bei Norbert, Beuthstraße, eine Delegirtenversammlung züchter, der Aquarien- und Terrarien- Diebhaber wie Dev Sammler von Schmetterlingen, Käfern, Muscheln und Gesteinen Eine aufregende Fahrt hatten, wie die Köln. 3tg." mit-| denen Getreidewagen verkehren. In Entfernungen von 80 bis soll alles für seine Liebhaberei Wünschenswerthe und Nügliche theilt, am 17. September die Insassen des Vormittags 10 Uhr 100 Werst sollen Elevatoren erbaut werden, wozu 20 Millionen darin vertreten finden. Provehefte und Annahme von Abonne- 9 Min. von Mons nach Quiévrain abgehenden Personenzugs. Rubel erforderlich sind, welche lettere durch Erhöhung des be ments in allen Buchhandlungen. Als der Zug zwischen den Stationen Cuesmes und Flénu mit stehenden Ausfuhrzolles zu beschaffen seien. 2000 " fonnte. B Von der Gleichheit", Zeitschrift für die Juteressen der voller Schnelligkeit dahinfauste, zersprang plöglich an der Loko- München, 22. September. Staatssekretär Frhr. v. Malyahn Arbeiterinnen( Stuttgart, J. H. W. Diet' Verlag) ist uns soeben motive ein Hahn und der ausströmende Dampf verbrühte den konferirte in voriger Woche wiederholt mit dem Finanzminister die Nr. 19 des 2. Jahrganges zugegangen. Aus dem Inhalt Maschiniſten und den Heizer derart, daß sie auf dem Tender- Riedel, bevor er nach Stuttgart reiste. Aus den gepflogenen dieser Nummer heben wir hervor: Eine praktische Aufgabe. der Zug an den Stationen Flénu- Centre und Flénu- Produits eine hier nicht vermuthete Höhe haben soll. wagen Schuh suchen mußten. Mit rasender Geschwindigkeit flog Berhandlungen verlautet, daß der Bedarf für die Militärvorlage Tie Maul und Rundschreiben des Chicagver Frauenvereins zur Beschaffung vorüber, ohne daß das dortige Bahnhofspersonal ihn halten Klauenseuche tritt in Oberbayern ungemein bösartig auf, sie ervon Unterkunft für Frauen während der Kolumbischen Weltausstellung. Durch das Geschrei des Letteren wurden die Fahrgäste griff 140 Gemeinden mit einem Bestand von 483 Stück Vieh; Briefe an die Leserin der„ Gleichheit". Von G. Kolosty. 111. Die Pariser Frauen des" 5. und 6. Oftober erst auf ihre gefährliche Lage aufmerksam und es bemächtigte sich 143 Thiere sind bereits gefallen oder geschlachtet; die Seuche be1789. Feuilleton: Am Nordpol. Nach dem Englischen von Bahnvorsteher, den Zug hinter Flénu- Produits durch eine Weiche nun Aller eine furchtbare Angst. Glücklicherweise gelang es einem ginnt in andere Regierungsbezirke überzugreifen. B. Oliverio.( Fortsetzung.)- Arbeiterinnen- Bewegung. Kleine auf ein steil ansteigendes Geleife zu lenken, wo er alsbald zum landwirthschaftlichen Vereins von Schwaben erklärt die ErAugsburg, 22. September. Die Kreisversammlung des Nachrichten. richtung einer allgemeinen gemeindlichen Viehversicherung zur „ Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Stehen gelangte. Verhütung von Schäden durch Verluste an Hausthieren im Interesse Nummer 10 P., durch die Post bezogen( eingetragen in der der Landwirthschaft für dringend geboten. Reichspost Zeitungsliste für 1892 unter Nr. 2564 a) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. Die = Inseratenpreis die zweigespaltene Petitzeile 20 Pf. Ueber die neneste autisemitische Sudelbroschüre ,,, Der rothe Michel", die in Dresden erschien, sagt die gewiß nichts weniger als fozialdemokratische" Frankfurter Zeitung":" Ta selbst in Sachsen der Ahlwardtschwindel nicht mehr zieht, so suchen die Antisemiten durch„ Enthüllungen" über die fächsische Sozialdemokratie Aufsehen zu erregen. Sie haben in Dresden vor einigen Tagen eine anonyme Broschüre über die angebliche geheime Organisation der Sozialdemokratie erscheinen lassen. Der Inhalt dieser neuesten antisemitischen geistigen" Leistung lockt jedem Kenner des sozialdemokratischen Parteilebens ein Lächeln ab, wenn man von gewissen Behauptungen absieht, die von sozialdemokratischer Seite als Verleumdungen bezeichnet werden und bereits den Landtags- Abgeordneten Goldstein veranlaßt haben, gegen den Berieger der Broschüre Strafantrag zu stellen." " Schiffszufammenftok. Die Kieler Zeitung" meldet, bei Saßnitz habe eine Kollision des Panzerschiffes Friedrich Karl" mit dem Panzerschiff„ Württemberg" stattgehabt. Das letztere Schiff ging in Kiel sofort in das Werftbassin, das erstere wird am Manöver nicht mehr theilnehmen. Berlust an Menschenleben ist nicht zu beklagen. " Selbstmord. Der Staatssenator Samuel P. Sparks hat, wie die Frankfurter Zeitung" meldet, in Warrensburg, Missouri, Selbstmord verübt, indem er sich mit einem Nasirmesser den Hals abschnitt. Als Ursache wird zeitweilige Geistesstörung" angegeben. Ein Großfeuer zerstörte in Nancy einen Theil des Bahnhofes, Post- und Telegraphenamt sind gerettet. 3wei Feuerwehrleute wurden bei der Löscharbeit verwundet. In Sundswall ( Schweden) ist der größere Theil der Arbeitervorstadt Skönsberg abgebrannt. 300 Personen find obdachlos geworden. Induſtriebörse ist gegründet und wird am 1. Oktober ihren AnKopenhagen, 22. September. Die neue Handwerker- und fang nehmen. Kopenhagen, 22. Eeptember. Zur Erleichterung des Gren, verkehrs hat das Justizministerium verfügt, daß Personen, d sich über die Landgrenze nach Schleswig begeben wollen, und sie die Zeit des Ueberganges haben bescheinigen lassen, ungehinde auf demselben Wege zurückkehren tönnen, wenn auch keine fünt Tage verfloffen sind. f Stockholm, 22. September. Die am Montag zusammengetretenen Provinzial Landtage haben mit den Nachwahlen zur ersten Kammer begonnen. Jn Derebro wurde Gutsbesizer Trägardh( Protektionist, Anhänger der erweiterten Wehrpflicht, Gegner des erweiterten Wahlrechts) mit 30 Etimmen gegen 17 Stimmen, die auf den Freihändler Oberstlieutenant Hegardt fielen, gewählt. In Gothenburg wurde Landeshauptmann Graf Snoilsky gewählt, der entschiedener Freihändler ist. Ans Amerika wird gemeldet: Am Mittwoch stieß in Shreve( Ohio) auf der Strecke zwischen Pittsburg und Fort Wayne ein Güterzug mit einem Personenzuge zusammen, wobei beide Züge in Brand geriethen. Neun Personen wurden ge- Stockholm, 22. September. In der in Kristianstad ab tödtet und fünf verwundet, fünf andere Personen werden ver- gehaltenen Versammlung der schwedischen Branntweinbrenner Handbuch für Vogelliebhaber, Züchter und Händler. mißt. Am gleichen Tage wurde auf der Atchison- Topeka- Santa- waren gegen 100 Theilnehmer erschienen. Ein Ausschuß wurde Bon Dr. Karl Ruß. II. Band: Die einheimischen Stubenvögel. Dritte Auflage.( Magdeburg, Trent'sche Fe- Eisenbahn Mittag bei Osage City( Kansas) ein Personenzug nach längerer Tebatte beauftragt, alle Brennereibesitzer aufBerlagsbuchhandlung). Als die am fürzesten gefaßte und doch durch Räuber zum Entgleifen gebracht, wobei fünf Personen zufordern, durch Unterschrift sich zu einer Produktionsverminderung um 10 pet. zu verpflichten. vollständigste Naturgeschichte unserer Singvögel darf dies Hand- getödtet und zahlreiche Personen schwer verletzt wurden. Chinesischer Spott. Bekanntlich wurden die Chinesen in buch" gelten, denn es enthält Alles ausreichend und übersichtlich, dem Kriege mit Frankreich und England 1859-60 mit leichter Spitzenfabriken stellten die Arbeit ein als Protest gegen die St. Quentin, 22. September. Sämmtliche Arbeiter der acht was in Betreff der Vögel unserer heimathlichen Fluren zu wissen Mühe niedergeworfen und zu einem demüthigenden Frieden ge- französisch schweizerische Konvention. 600 Manifestanten zogen wünschenswerth ist. Es bringt nicht allein stichhaltige Angaben über Freileben, Ernährung, Brut, Nutzen und Schaden, Wander- zwungen. Die offizielle chinesische Beling Beitung" berichtete vor die Fabrik von Harly, um die Arbeitseinstellung auch dort leben u. a., sondern es bietet auch namentlich alles Wissens- aber über den Friedensschluß:" Da die westlichen Bar- herbeizuführen. Gendarmerie hält die Fabriken besetzt. Brüffel, 22. September. Der Rongostaat, rekrutirt eine bewerthe über Fang, Einkauf, Eingewöhnung, Haltung, Verbaren zur Einsicht gekommen sind und demüthig um Frieden pflegung und Büchtung der einheimischen Stubenvögel. Haupt- gebeten haben, so hat der Kaiser in seiner unendlichen Güte ihre deutende Anzahl Abessynier für eine Kongo- Expedition. Bitte gewährt und ihnen obendrein eine große Summe Geld ge- Rom, 22. September. Die Wahl des Jesuitengeneral? fächlich aber behandelt es diese Bögel auch nach ihrem Gesangsmerth, wie die hervorragendsten Kenner ihn jeder einzelnen Art schenkt( die Kriegsentschädigung), damit sie im Stande sind, findet nicht in Monaco, wie angekündigt, sondern in Loyola in beimeffen, beurtheilen und den Gesang schildern. So gewährt ein ordentliches Leben anzufangen und nicht Spanien statt. Der spanische Pater Martin wird wahrscheinlich die Handbuch" zugleich eine vollständige Gesangskunde, durch Noth weiter zu Raub und Mord getrieben gewählt. werden." welche bisher noch in feinem anderen Naturgeschichtswerk zu finden ist. Schließlich haben wir auch alle Maßnahmen des praktischen Vogelschuhes in entsprechenden Anleitungen vor uns. Vermischtes. " = Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Hirschberg i. Schl., 22. September. Bei der heute stattgehabten Reichstags- Erfahwahl wurden in 17 Ortschaften, aus benen bis jetzt das Wahlresultat bekannt ist, gezählt für Ehlers ( freisinnig) 1360, für Holleuffer( fonf.) 1124, v. Boguslawski( natl.) 248 und Keller( Soz.) 40 Stimmen. Briefkaffen der Redaktion. P. Fr. Echon der Umstand, daß der Vorstand unserer Partei sicherlich nicht Herrn W. Werner zum Vertrauten seiner finanziellen Dispositionen machen wird, sollte Ihnen genügen, die Behauptungen dieses Herrn inbetreff der Anlegung der Parteigelder für das zu nehmen, was sie sind, nämlich Werner'sche Lügen. " von Polizeistaat und Krüppel. Wer am 20. September, schreibt die Breslauer Boltswacht", bald nach 12 Uhr Mittags, R. N. 100. Wenden Sie sich an den Vertrauensmann an dem Breslauer Justizpalaste vorbei den Schweidniger Stadt Ihres Wahlfreises. graben entlang ging, mußte wohl oder übel Zeuge eines wahrEffen a. 5. Nuhr, 22. September. Der Rheinisch- West23. Nähur. Ist uns nicht bekannt, eignet sich auch besser haft erbarmungswürdigen Schauspiels werden. Auf dem Bürgerfteige vor dem Land- und dem Amtsgerichte- Gebäude schleppte sich fälischen Zeitung" zufolge hat die Beschlußkammer des hiesigen für ein Blatt Ihres Bezirks. Leipzig. Ist schon mitgetheilt worden. eine seltsame Gestalt entlang. Man denke sich einen alten Mann Landgerichts auf den Antrag der Staatsanwaltschaft die ErH. S. Bollmar war 1881-1884 Reichstags- Abgeordneter mit eisgrauem Haar, der so auf der Erde sigt, daß seine Ober- hebung der Anklage wegen angeblich fahrlässigen Meineides für Mittweida. Um welche Zeit kam Vollmar schenkel mit den Knien dem Gesicht und seine völlig gelähmten, gegen den Geh. Kommerzienrath Baare in Bochum abgelehnt. der Füße ermangelnden Unterschenkel dem Hintertheil zugekehrt Haag, 22. September. Das niederländische Budget für Paris nach Deutschland?" Vollmar ist öfters von Paris nach find. Die also zusammengelegten Beine bilden mit dem Ober- 1893 ist den Kammern zugegangen. Die Einnahmen sind, ab- Deutschland gekommen. Wenn die Familienverhältnisse der Betreffenden törper einen spizen Winkel. Der ganze Körper ruht lediglich gesehen von den bereits von den Kammern in Berathung geauf dem Hintertheil und der so entfehlich früppelhafte Mann nommenen neuen Auflagen, auf 128 Millionen, die Ausgaben für Sie von so großem Interesse sind, so fragen Sie sie selbst. auf 1318/10 Millionen Gulden veranschlagt. Von lezteren find H. N. Ob die Homöopathie zum Naturheilverfahren gehört bewegt sich fort, indem er mit dem Hintertheile auf den Millionen für den Bau von Eisenbahnen und Kanälen be- und wodurch sich Homöopathie von Allopathie unterscheidet? Steinen entlang rutscht. indem er sich mit beiden Händen gegen den Boden stemmt stimmt, für Marine- Ausrüstung werden 1/2 Millionen verlangt. Diese Fragen lassen sich nicht im Rahmen einer kurzen Briefund fich ein wenig hebt. Um diefe Thätigkeit auszuhalten, Das eventuelle Defizit von 38/10 Millionen soll durch Aufnahme fastennotiz beantworten. einer schwebenden Schuld gedeckt werden. Zwei Wettende A. N. Sie fragen freundlich" and, ob ist die rechte Hand mit einem Lederfleck, der ihre Innenseite Paris, 22. September. In der Rede, welche der Kammer das 9. und 10. Landwehr- Infanterie- Regiment in Kriegsstärke schütt, ausgerüstet. Dieser Krüppel tam soeben aus dem Gefängniß gerutscht. Er war vor einem oder zwei Tagen, weil er präsident Floquet im Panthéon hielt, feierte derselbe in be- formirt gewesen ist( das heißt das Bataillon zu 1000 Mann) zu geisterten Worten die Revolution, welcher zu Ehren man mit der Uebung, welche vom 5. bis 18. September d. J. zwischen gebettelt haben sollte, verhaftet worden. Am 20. d. M., gegen Recht ein Fest der nationalen Unabhängigkeit begehe. Auf die Droffen, Zielenzig und Schwiebus stattgefunden hat." Auf die Mittag, hatte er aus dem Gefängnisse vor den Zivilrichter rutschen müssen, um sich wegen Bettelns zu verantworten. Der gegenwärtige Republik übergehend fagte Floquet, diefelbe babe freundliche Frage, die ebenso freundliche Antwort, daß wir Richter hatte sofort die Freilassung des Mannes verfügt und nun dank der Einigkeit der Parteien die nationale Kraft wieder- Ihnen empfehlen, die Anfrage an die betreffenden Regimentswar der Krüppel, allein auf sein Hintertheil und seine Hände hergestellt und den jetzt verwirklichten Willen auferlegt, Allen Kommandeure zu richten. H. P. Abzüge für die Altersversicherungs- Beiträge können angewiesen, die Treppe hinab und durch die große Flurhalle des Respekt und allgemein Sympathie einzuflößen. Die Republit Gerichtsgebäudes hinaus auf die Straße gerutscht. Jetzt rutschte müsse sich mit den sozialen Fragen beschäftigen. Die Geschichte nur an dem letzten Lohntage nur noch für die vorlegte Lohn er, von einer Schaar Neugieriger umringt, weiter und weiter. werde die Generationen ehren, welche das Reich der Brüderlich- periode gemacht werden. Erhält das Mädchen beispielsweise alle Wie weit noch? Wie lange will der Staat, will die Gesellschaft feit unter den Bürgern vorbereiten und durch einen endgiltigen Monate ihren Lohn, kann ihr nur ihr Antheil für die beiden ein solches Schauspiel gestatten? Durfte dieses Schauspiel über Sieg des Rechtes über die Gewalt die Hoffnung der Brüderlich- lehten Monate abgezogen werden. feit unter den anderen Nationen eröffnen würden. $. W. 100. Sie find an Ihren Vertrag gebunden. haupt zugelassen werden? Hat der Staat, hat die Gesellschaft Paris, 22. September. Bei der Feier im Panthéon sprach H. B., Tilfit. Die 47 Wochen, während welcher man nach feine andere Verpflichtung gegen diesen krüppelhaftesten aller noch der erste Vizepräsident des Senats Challemel- Lacour, indem dem 1. Januar 1891 in der Alters- und Invalidenversicherung Krüppel, als ihn einzusperren? Bei Gelegenheit eines Schülerausfinges ist ein Un er auf die Nothwendigkeit der Einrichtung der Republik im Jahre gewesen sein muß, um Rentenansprüche zu haben, sind ein be glücksfall, der den Tod eines Schülers zur Folge hatte, 1792 hinwies und hinzufügte, die gegenwärtige sozialistische Besonderer Vorzug, der denen gewährt wird, welche schon nach dadurch herbeigeführt worden, daß dieser an dem in einem öffent- wegung lege heute der Regierung verdoppelte Wachsamkeit und dem ersten Jahre der Dauer des Gesetzes invalide oder 70 Jahre ernste Verpflichtungen auf. Bei der Abfahrt aus dem Panthéon alt werden. In weiterer Dauer des Gesetzes beträgt die Warte lichen Garten aufgestellten Reck eine Uebung vornahm, wie sie wurden der Präsident Carnot, die Minister und der Kammer- zeit bei der Invalidenrente 5, bei der Altersrente 30 Beitragsnur an ganz sicheren und ordnungsmäßig angelegten Geräthen ohne Gefahr ausführbar sind. Um ähnlichen Vorkommnissen präsident Floquet von der zahlreichen Volksmenge mit lebhaften jahre. Das Gesetz ist erst am 1. Januar 1891 in Kraft getreten, und kann daher die erste Rente nicht vor dem 28. November 1891 thuulichst vorzubeugen, hat der preußische Unterrichtsminister die Schulaufsichtsbehörden veranlaßt, in geeigneter Weise dahin zu Schweizerische gemeinnützige Gesellschaft beschloß für die NothSt. Gallen, 22. September. Die gegenwärtig hier tagende beginnen. C. B. n. G. Ihr Vermiether muß Sie entschädigen. wirken, daß den Schülern, besonders bei Ausflügen, bei der BeC. S. 32. Sie müssen sich entweder gütlich vereinigen muzung von Turngeräthen, auf deren Sicherheit nicht unbedingter leidenden Hamburgs 1000 Frants abzusenden. Konstantinopel, 22. September. Gegenüber dem Gerücht oder sie verklagen und dann Exekution auf die Ihnen zurüc nahme von Uebungen aber, die nach der Beschaffenheit solcher Softas nach Hemen wird der Agence de Constantinople" von Baters nicht rechtzeitig gerichtlich entfagt hat, so ist er Erbe ge Berlaß ist, die gebotene Vorsicht dringend empfohlen, die Bor- von der zwangsweisen Beförderung einer größeren Anzahl von gelassenen Sachen beantragen. G. R., Cuvryftraße. Wenn der Sohn der Erbschaft des Geräthe gefährlich werden könnten, überhaupt verboten werde. Militärisches. Der Berliner Bolts- Beitung"( Nr. 223 kompetenter Seite Nachstehendes mitgetheilt: Eine vom Sultan vom 23. September) wird aus Glogau mitgetheilt, daß ein angeordnete Untersuchung ergab, daß viele Studirende der worden und haftet für die Schulden des Vaters, also auch für dafelbst in der Jesuitenstraße refibirender blutjunger Lieutenant Theologie, welche zur Ablegung von Prüfungen hierhergekommen die Dalldorfer Kranken- und Beerdigungskosten. Auch abgesehen seinen und mit dem Namen" Zivilist" rust. Hoffentlich waren und in Gaſt- und Kaffeehäusern wohnten, dem Elend hiervon kann die Stadt sich wegen dieser Kosten an den Sohn treibt kein Zivilist die Liebe zum Militär so weit, seinen Sund preisgegeben waren. Da dieselben die gedachten Prüfungen erft halten, weil dieser seinem Vater gegenüber unterstützungsver in einem Jahre ablegen können, sowie mit Rücksicht auf die Pflichtet war. gegenwärtige Choleragefahr fonnte eine Ueberfüllung der Gast- R. G., Potsdam. Natürlich ist die Polizeibehörde bes Begnadigt. Dem Redakteur der antisemitischen West- und Kaffeehäuser durch dort wohnende Stubirende nicht gestattet rechtigt, gesundheitsgefährliches Obst zu konfisziren und zu vers fälischen Reform", Bellmann, welcher im Mai d. J. wegen werden. Um die Studenten vor Elend zu bewahren und es ihnen zu nichten. Wenn Sie nachweisen können, daß das Obst schon zur Beleidigung des Justizministers Dr. von Schelling zu einer ermöglichen ihre Studien an den heimischen Hochschulen zu Beit der Lieferung an Sie in schlechtem Zustande war, so können Gefängnißstraße von 2 Monaten verurtheilt wurde, ist diese Strafe beenden, wurden dieselben auf Befehl des Sultans von den dies Sie sich an Ihren Lieferanten halten. soeben im Gnadenwege erlassen, nachdem er eine Woche davon jährigen Prüfungen befreit, ferner wurde ihnen Reisegeld verab= J. P. 60. Ja, das ist als Verunreinigung der Straße Dem Lieutenant Leydhecker vom Infanterie- Regiment reicht und ebenso wurden ihnen Schiffe zur Heimreise zur Verftrafbar. von Alvensleben( 6. Brandenburg. Nr. 52), dessen Name durch fügung gestellt. die Mainzer Säbelaffäre verherrlicht ist, wurde der Abschied be( Depeschen des Bureau Herold.) willigt, d. h. der Herr Lieutenant ist gegangen worden. Eberswalde, 22. September. Ein an der aftatischen Cholera Ein dringendes Bedürfniß. Zur Gründung einer auf einem Obertahn bei Hohenfaaten erkrankter Schiffer ist geneuen Partei, einer Boltspartei", waren in Dresden zum storben. Einer auf Heegermühle als dringend choleraver vergangenen Sonnabend Männer in den reiferen Jahren" zu dächtig erkrankten Frau wurde von der hiesigen Polizeibehörde einer Besprechung nach dem Saale der Stadt Petersburg" ein- die Aufnahme in das städtische Krankenhaus verweigert. geladen. Ein Herr 3schalwis sprach über Wahlrecht und Köln, 22. September. Der„ Rölnischen Beitung" wird aus Parteien, zog über die Sozialdemokraten und die Antisemiten her; auch die anderen Parteien taugten nichts; wir hätten schon viel zu viel Parteien; um dem Uebel abzuhelfen, sei es nöthig eine neue Partei zu gründen, eine„ Boltspartei", um den zerriffenen Boltstörper wieder zufammenzufügen". Es tam zu einer ziemlich lebhaften Debatte zwischen dem Vortragenden und den wenigen Anwesenden, zur Gründung der neuen Partei fam es vorläufig nicht. Lieutenant" zu nennen. bereits verbüßt hat. " " Zurufen begrüßt. $. 3. 100. 1. Gin Hausfriedensbruch liegt schon dann vor, wenn man der einmaligen Aufforderung zum Verlaffen des Lokals nicht folgt. 2. Es ist ein vielverbreiteter Irrthum, daß man von einem Kauf- oder Miethsvertrag innerhalb 24 Stunden nach dessen Unterzeichnung zurücktreten kann. Man ist vielmehr gebunden, sobald man den unterzeichneten Kontrakt dem anderen Kontrahenten ausgehändigt hat. 3. Das ist wohl statthaft. gesetzliche Unterstützungspflicht. Da Ihre Frau Nichts befißt und J. H. 1. Sie haben Ihrer Schwiegermutter gegenüber feine Petersburg gemeldet, einer vom neuen Bautenminister Kriwoschin Nichts verdient, fann sie auch zur Unterstüßung nicht gezwungen bereits früher verfaßten halboffiziellen Flugschrift werde jekt be- werden. Bezüglich der Söhne fommt es auf deren durchschnitt fondere Aufmerksamkeit zugewandt. Der Verfasser spricht die liches Verdienst an. Klage gegen die Armendirektion ist nicht Ueberzeugung aus, Rußlands Landwirthschaft gehe an den zulässig. niedrigen Getreidepreisen, der großen Zahl der Handelsvermittler D. B., Weißensee. Gine Darlehnsforderung verjährt in und der Unordnung im Getreidehandel zu Grunde; er empfiehlt 30 Jahren. Ist dieselbe bereits ausgeklagt, so beginnt mit der die Errichtung einer Getreide- Inspektion zur Kontrolle des Ge- Urtheilzustellung resp. mit jedem neuen Akt der Zangsvollstreckung treibehandels in allen Häfen und auf allen Eisenbahnen, auf eine neue 30jährige Verjährung. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 223. Von der Cholera. Freitag, den 23. September 1892. 9. Jahrg. unterzogen worden, den Empfängern zugestellt. Die Einfuhr von sollte, nicht gestattet wurde, am Nachmittag des 11. September Bier aus Deutschland, selbst in besonderen Wagen, ist untersagt, ein Stonzert abhalten zu lassen. Ein Sommerfest, das die Ge Dem Kaiserlichen Gesundheitsamt vom 21. bis ferner ist die Einfuhr von Würsten, Schinken, Gedärmen, Kaviar werkschaften veranstalten wollten, verfiel gleichfalls dem Verbot; 22. September, Mittags, gemeldete Cholera- Er- und milchhaltigen Stoffen aus allen Ländern verboten. Post ebenso eine Mitgliederversammlung des sozialdemokratischen trantungs- und Todesfälle: Staat und Bezirk. Drt. erfrankt 18./9. Datum: pacete aus verseuchten Ländern werden zurückgeschickt. Die von Vereins. Gegen dieses Verfahren des Landraths muß schärfste der oberen Donau kommenden Reisenden werden einer drei- Verwahrung eingelegt werden. Es liegt zudem im Interesse der tägigen Quarantäne in Rustschuck, Lompalanta, Sistowo, Behörden selbst, Alle nach einem und demselben Maßstab zu beSilistria, Widdin und Wraza unterworfen. handeln. Sieht man denn nicht ein, daß durch das gegentheilige New- York, 21. September, Abends. Bisher sind im Verfahren das Wachsthum unserer Partei erst recht gefördert 19./9. 20./9. 21./9. Gangen 104 Cholerafrante gestorben; 105 Erkrankungen und wird? 28 Todesfälle find auf den Schiffen im Hafen und 76 Todesfälle auf hoher See vorgekommen. gestorben erfrankt gestorben erfrankt erkrankto gestorben gestorben Hamburg. Hamburg. 241 115 206 105 211 100 180 97 105 211 100 180 Preußen: Schleswig Altona. Lüneburg. Wilhelmsburg. Berlin. Berlin. 20 7 17 8 11 1 2 1 5 8 8 1 2 6 Vereinzelte Erkrankungen: Regierungsbezirt Schleswig: in der Stadt Wandsbeck und 8 Orten der Kreise Stormarn und Pinneberg insgesammt 4 Erkrankungen. Regierungsbezirk 2üneburg: in der Stadt Har burg und 2 Orten der Kreise Dannenberg und Winsen a. 2. ins gesammt 1 Erkrankung und 3 Todesfälle. Parteinachrichten. * * * Ueber den Hertta'schen Roman Freiland" führte, wie die Thüringer Tribüne" berichtet, in einer Versammlung des Erfurter fozialdemokratischen Vereins der Parteigenosse Gohn aus:„ Ein Beweis für die Macht des Sozialismus ist auch der, daß sich Gesellschaftsschichten mit ihm befassen, gegen deren Interesse er sich richtet. Charakteristisch ist ferner die Neigung der Sozialisten aus Gefühl, Menschenfreundlichkeit und Philofophie", fich utopistischen Jdeen hinzugeben. Einen solchen Die Parteikonferenz der Genossen des Wahlkreises Utopismus athmet auch der Herzka'sche Roman, trotzdem logisch 2 Dortmund, welche am Sonntag in Dortmund abgehalten darin gefolgert wird und Wissenschaft und Technik in klarerer 14 3 wurde, war von ca. 40 Delegirten aus fast allen hauptsächlichen Weise funktioniren als bei Bellamy. Herkka geht jedoch von Orten des Wahlkreises besucht. Sie beschäftigte sich zuerst mit falschen Voraussetzungen aus. Er unterstellt ein Menschendem Berliner Parteitage, nahm eine Resolution gegen Bollmar material, welches nur in der Idee existirt, er gründet seinen an und erklärte, daß der Delegirte für Dortmund in Bezug auf Staat auf den Eigennus, glaubt aber, den Eigendiese ein bindendes, sonst kein bindendes Mandat haben folle. nut und dessen Konsequenzen durch höhere Einsicht Zum Delegirten für den Berliner Parteitag wurde Genosse aus der Welt schaffen zu können. In sozialer Hinsicht geht er Diederich, zu dessen Ersatzmann Genosse Bunte gewählt. von der heutigen Wirthschaftsordnung aus. Angebot und Nachfrage sind die Grundlage des Waarenaustausches, auch sonst Die Parteikonferenz, welche für den 1. Nassauer wird genau in derselben Weise wie heute für den Markt proWahlfreis am 11. September in Homburg abgehalten wurde, duzirt, nur giebt es in Freiland" keine Arbeiter und Kapitalisten, war schwach besucht. Aus den Verhandlungen ist der Beschluß sondern nur, Arbeiter- Kapitalisten". Da Jedermann jederzeit beliebige gewählt wurde, welche die Verbreitung von Flugschriften beffer, Sergka die Grenze der Produktionswillkür durch den Markt bedas Wichtigste, wonach eine fünfgliedrige Agitationskommission Produktionsmittel von der Bank verlangen fann, so wird nach als dies bisher geschehen, betreiben soll. stimmt ganz bas laisser aller( das Gehen- und GeschehenHamburg, 21. September. Die Cholerakommission des faffen) der Manchesterleute. In" Freiland" werden allerdings Senats seite 25 aus mehreren Bürgern und je einem Vorsitzenden Die Delegirtenkonferenz der Sozialdemokratie des XI. ba- die Kapitalisten- Arbeiter Eigenthümer des Arbeitsertrages. Redner bestehende Gesundheitskommissionen ein, die in allen Theilen der bischen Wahlkreises, welche am 18. September in Ladenburg führte jedoch an einzelnen Beispielen den Beweis, daß infolge der Stadt die Gesundheitsverhältnisse zu überwachen und der Polizei- stattfand, war aus den Orten Mannheim, Neckarau, Freuden Waarenproduktion für den Markt und des Gesetzes von Angebot behörde von sanitären Mängeln behufs sofortiger Abhilfe Mit- heim, Weinheim, Schwetzingen, Ladenburg, Käferthal, Sandhofen, und Nachfrage die Arbeitsrenten auf ein Durchschnittsniveau sinken theilung zu machen haben. Vor allem sollen die Kommissionen Plantstadt, Ilvesheim, Seeckenheim, Heddesheim, Schriesheim, müßten, ähnlich wie heute. Zwar würde es in Freiland" keine Arbeiter für die Desinfizirung bei Cholerafällen und für die Reinigung Neckarhausen, Edingen und Friedrichsfeld durch 34 Delegirte be- im heutigen Sinne mehr geben, aber sicher hungernde Kapis der Wafferkaften forgen. Wo sich Choleraherde befinden, find fucht; außerdem waren andere Parteigenossen aus den vertretenen talisten, die von dem Ertrag ihrer Arbeit nicht leben könnten. fämmtliche Bewohner anderweitig unterzubringen. Insbesondere Orten zahlreich erschienen, so daß insgesammt über 800 Personen Die absolute Freizügigkeit in Freiland schüße auch gegen die Ver ist darauf hinzuwirken, daß der wahrscheinliche Ausgangspunkt der Konferenz beiwohnten. Die Konferenz beschloß die Errich- armung wenigerleistungsfähiger" Genossenschafter nicht, denn einvon Erkrankungen möglichst festgestellt und beseitigt werde. tung eines fünfgliedrigen Agitationskomitees, das in Mannheim mal tönnten doch die Produzenten nicht wie Wanderratten hin und Hamburg, 22. September. Von gestern Mittag bis heute feinen Sig hat und von den dortigen Parteigenoffen zu wählen herstürmen und dann würde ja der Zufluß zu besser rentirenden Mittag sind hier 180 Cholera- Erkrankungen und 97 Todesfälle ist. Es hat die Agitation auf dem Lande planmäßiger und reger Unternehmungen eben die Arbeitsrente herunterbringen. Der gemeldet; davon entfallen auf gestern 150 Erkrankungen und zu betreiben, als dies bisher geschehen konnte. Die nächste Kon- Vortragende hält die Ausführung der Hertka'schen Jbeen, wie 68 Todesfälle. Der Rest sind Nachmeldungen. Die Transporte ferenz findet in etwa sechs Wochen in Schwetzingen statt. fie in Afrika am Fuße des Kenia geplant ist, für ein interessantes betrugen gestern 131 Krante und 26 Leichen. Experiment, weil sich viel daraus lernen läßt, wie man es nicht Regierungsbezirk Stettin: in Ueckermünde und 1 Orte des Kreises Randow je 1 Todesfall. Regierungsbezirt Magdeburg: in 1 Drte des Kreises Jerichow II 2 Todesfälle. Stettin, 22. September. Gestern und heute ist weder eine Erkrankung noch ein Todesfall infolge der asiatischen Cholera zur Meldung gelangt. Swinemünde, 22. September. Hier sind bis jetzt Erfrankungen an Cholera oder choleraverdächtige Fälle nicht festgestellt. Die gestern gemeldeten zwei Todesfälle und verdächtigen Erkrankungen sind in Ueckermünde vorgekommen. * " 11 Soziale Ltebersicht. Achtung, Berufsmusiker! Hamburg, 22. September. Der Hamburgische Corresp." Für den 1. württembergischen Reichstags- Wahlkreis machen solle. Mit einem Hinweis auf den Unterschied zwischen stellt auf Grund zuverlässiger Information gegenüber anders fand am 18. September in Stuttgart eine Parteitonferns dem historisch ökonomischen Standpunkte der Sozialdemokratie lautenden Blättermeldungen fest, daß die Aeußerungen Professor statt, auf welcher die Orte Birkbach, Bonlanden, Bothnang, und dem idealistisch- philanthropischen Herika's schloß Genosse Roch's in der gemischten Kommiffion auf die Gefahr hinwiesen, Degerloch, Feuerbach, Gablenberg, Gaisburg, Heslach, Heumaden, Cohn seinen Vortrag, an den sich eine längere Debatte knüpfte. die Seuche könnte den Winter über dauern und im Frühjahr Kaltenthal, Kemnath, Möhringen, Stöckach, Stuttgart, Baihingen neuerdings um sich greifen, wenn man jetzt unterlasse, die er- und Plieningen durch insgesammt 40 Delegirte vertreten waren. forderlichen Maßregeln zu treffen; wenn aber Alles geschehe, um Aus dem zum Vortrag gelangten Jahresbericht war zu ent Die Seuche auszurotten und ihrer Wiederkehr vorzubeugen, so nehmen, daß die Agitation von den Bezirksvereinen Stuttgarts dürfe man getrost auf Erfolg hoffen. wie von den einzelnen selbständigen Vereinen in reger Weise be trieben worden ist. Wenn es auch nicht überall gelang, sofort Arbeitervereine ins Leben zu rufen, so hat sich deren Zahl doch bedeutend die Zahl der Anhänger gesteigert und unferer Partei zusehends vermehrt. Die mündliche Agitation wurde durch ausgiebige Vertheilung von passenden Schriften und Zeitungen, namentlich der Tagwacht" welcher Organisation angehörig, werden hiermit ersucht, den Sämmtliche Berufsmusiker Berlins und Umgegend, gleichviel wesentlich unterstützt. Das Agitationskomitee, welches anfangs Unterzeichneten baldmöglichst genaue und ausführliche Mittheidieses Jahres ausgelöst wurde, hat sich als ein schwerfälliger lungen zukommen zu lassen: in welchen Theatern, Tanzlokalen 2c. Apparat erwiesen; seitdem den einzelnen Vereinen bestimmte Beamtenmusiker musiziren, mit möglichster Angabe des Namens, Orte zur Bearbeitung überwiesen wurden, ist in jeder Beziehung der Art der Anstellung und der Gehaltshöhe der einzelnen Be mehr geleistet worden. Von einem Redner wurde darauf hin- amten. Für jede Angabe sind wir dankbar. Bahlreichen Eingewiesen, daß die Arbeiter in einzelnen Orten so erbärmlich ge- sendungen entgegensehend, zeichnet mit kollegialem Gruß stellt feien, daß sie sich Senntags taum den Genuß eines Glajes Bier erlauben tönnten, es sei daher schwer, die Leute zur Leistung Die Agitationstommission von Vereinsbeiträgen heranzuziehen. So viel sei indeffen gewiß, der Berufsmufiter Berlins und Umgegend. G. Schonert, Bernauerstr. 28, I. daß sie auf unserer Seite stehen und von den nationalliberalen P. Blanchefsky, Stralsunderstr. 52, I. Spiegelfechtern nichts mehr wissen wollten. Die Konferenz beschloß, daß der Kreis den Berliner Parteitag durch 1 Delegirten E. Vogel, köpniderftr. 172, I. beschickt, schlug als Randidaten hierfür die Genossen Kloß und Geiger vor, beschloß weiter, daß der vorjährige Stuttgarter Antrag, wonach der deutsche Parteitag nur alle zwei Jahre statt finden soll, aufs neue eingebracht wird, und verbing über das gesammte Neuner'sche Etablissement in Stöckach wegen Saalverweigerung den Boykott. " Wien, 21. September. Nach einer amtlichen Mittheilung ist in Krakau gestern feine Erkrankung an Cholera vorgekommen; heute sind ein Knecht und die Tochter einer gestern verstorbenen Frau an Cholera ertrantt. In Podgorze fand gestern eine Er frantung sowie ein Todesfall bei einer schon früher erkrankten Frau, heute teine Erkrankung statt. Die Blättermeldung von vier sehr verdächtigen Erkrankungen, darunter von zweien mit tödtlichem Ausgange, in Wolowice in der Bezirkshauptmann schaft Gorlice, wird durch die Wiener Abendpost" bestätigt. Der erste dieser Fälle betraf eine aus Amerika über Hamburg zurückgekehrte Frau. Der Bezirksarzt ist nach Wolowice entfandt worden, woselbst alle erforderlichen Vorkehrungen getroffen sind. Peft, 21. September. Dem Magyar Ujfag" zufolge erließ der Handelsminister ein sehr strenges Einfuhrverbot gegen alle Herkunfte aus Galizien und der Bukowina und verschärfte überhaupt das Einfuhrverbot entlang der ganzen ungarischen Grenze. Rotterdam, 22. September. Zwei an der Cholera er frankte Personen sind als geheilt aus dem Barackenhofpital entlassen worden. Aus Maasluis,' Gravendeel und Breukelen wird je ein Fall von asiatischer Cholera gemeldet. Bei der in Beere unter choleraverdächtigen Erscheinungen gestorbenen Perfon war Cholerine die Todesursache. Wahlen zum Parteitag. Wahlfreis Solingen: Karl Strunk, Robert Herder und Friedrich Binde; Ersatzmann Gustav Laistepen. Achtung, Glasschleifer! In Bezug auf die Notiz vom 21. September im Vorwärts" erwidern wir, daß wir, wie auch unsere Arbeiter wissen, bereits die höchsten in Berlin in unserer Branche üblichen Löhne mit bezahlen. Einen höheren Lohn als diesen zu zahlen( nämlich pro Mann und Woche 3 M. mehr), wie es unsere Arbeiter for dern, sind wir bei der gegenwärtigen Geschäftslage nicht im Stande. Seibt, Lenz& Co., Berlin. Bor Zuzug nach Hamburg wird dringend gewarnt! Wir machen darauf animerksam, daß gegenwärtig und noch auf Haag, 21. September. Die am 19. d. M. in Bergambacht Von der Agitation. Eine Agitationstour aufs Land unter- längere Zeit hinaus nicht daran zu denken ist, daß Fremde in an der Cholera erkrankte Frau ist gestern Abend der Krankheit nahmen vorigen Sonntag Magdeburger Parteigenossen. Hamburg Arbeit finden. Wie uns mitgetheilt wird, kommen die erlegen. Aus Pernis wird ebenfalls ein Cholera Todesfall Sie besuchten die Dörfer Gerwisch, Möser, Scherben und andere von allen Mitteln Entblößten schaarenweise auf die betreffenden gemeldet. Orte und wurden außer von einem einzigen Bäuerlein, daß die Stellen und ersuchen um Unterstützung, die ihnen natürlich nur Brüssel, 22. September. Den Ichten Nachrichten aus sozialdemokratischen Schriften zurückwies, überall von den Land- in den seltensten Fällen gewährt werden kann. Paturages zufolge find seit gestern früh dort etwa 20 Personen feuten gut aufgenommen. Eine Agitationstour der Erfurter an Cholera ertrantt. 7 Erkrankte sind gestorben, 8 befinden sich Genoffen nach Künhausen, Elyleben und Walschleben hatte gleichfalls guten Erfolg. in Lebensgefahr. Mons, 22. September. Die Cholera tritt hier sehr heftig unter den Bergarbeitern des Borinage auf. Gestern waren 32 Erkrankungen und 7 Todesfälle. Paris, 22. September. Gestern sind hier 39 Cholera Erkrankungen und 8 Todesfälle, innerhalb der Bannmeile 20 Er frankungen und 12 Todesfälle vorgekommen. Havre, 22. Ceptember. Gestern sind hier 4 Personen an der Cholera erkrankt und 3 gestorben. Hull, 22. September. Der an Bord des Montag aus Hamburg angekommenen Dampfers„ Uranus" erkrankte Heizer ist gestern Abend an der Cholera gestorben. V * Buderraffinerie die Arbeit niedergelegt, weil man ihnen den In Paris haben die Arbeiterinnen( 120 an der Zahl) einer Lohn reduziren wollte. Die männlichen Arbeiter erklärten sich mit ihnen solidarisch und streiften ebenfalls. Die Arbeiterinnen bildeten sofort ein eigenes Syndikat( Gewerkschaft) und traten Die Vorarbeiten zur Errichtung eines freien Deutschen Arbeiter Turnerbundes sind vom ersten Turntag des Märkischen Arbeiter- Turnerbundes folgenden Herrn übertragen der Arbeitsbörse bei. worden: Genz- Berlin, Schulz- Wurzen, Ströber- Gera, Plöse- Luckenwalde, Krohn Nowawes, Bloh- Brandenburg, Fromm Leipzig, Fiedler u. Planer in Erfurt hat, wie die Thüringer Alles nach Vorschrift. Die Gummiwaarenfabrik von Baris- Belten, Quellmalz- Ahrensburg und Arnold- Konstanz. In Tribüne" meldet, in ihren sämmtlichen Geschäftsräumen, an jeder feiner Begrüßungsrede fagte der Vorsitzende des Turntages, paffenden und unpassenden Stelle ein Platat folgenden Inhalts Müller- Brandenburg, u. 2.: Als vor 30 Jahren Altmeister anschlagen lassen:" Bur Benutzung des Abortes find nur fünf Jahn den Turnerbund in der Mark Brandenburg errichtete, war Minuten gestattet. Zuwiderhandelnde werden mit 10 Pfennigen leider die Arbeiterklasse nicht genug auf der Hut, diesen Bund bestraft." atlstrona, 22. September. An Bord des Dampfers für sich auszunuzen; die turnenden Arbeiter ließen sich durch Bore", der vorigen Freitag aus Lübeck hier eintraf und zur Lehrer und Toftoren auf eine ganz schlaue Weise in die Arme Der Schuhmacher- Kongren, sowie die GeneralBeobachtungsstation Inlängan verwiesen wurde, ist ein an der der Reaktion führen. Solches darf nie wieder geschehen. Wir versammlung des Vereins deutscher SchuhCholera erkrankter Matrose gestorben. Ein an Bord befindliches wollen heute das Gelübde ablegen, das vierte F der Turner, ma cher, welche am 26. bezw. 28. September stattfinden sollten, Mädchen war gleichfalls erkrankt, ist jetzt aber in der Besserung das Beichen der Freiheit, wieder hochzuhalten, damit es Niemand find wegen der Choleragefahr bis auf Weiteres vertagt worden. begriffen.„ Bore" mußte nach der Quarantänestation Fejan ab- mehr mit Servilismus verwechseln kann. Die Delegirten zollten Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck dieser Mittheilung gediesen Ausführungen lebhaften Beifall. Helsingborg, 22. September. Dem aus Hamburg an gekommenen Dampser Helfried Bismard", der die Quarantäne Cholera, Polizei und Sozialdemokratie. In Hom- Eine praktische Einrichtung zum Schuhe des kau. bei Ränsö absolvirt hat, wurde der freie Verkehr mit dem Lande burg verbot bie Polizei auf Verfügung des Landraths eine fenden Publikums hat das Bezirksamt Mannheim Die Ladung soll mit Prähmen von Bord geholt zum 11. September angemeldet gewesene Voltsversammlung mit getroffen. Gs veröffentlicht die Namen aller derjenigen PerRücksicht auf die Choleragefahr, welche durch größere Anhäufung fonen, welche wegen Feilhaltens minderwerthiger Milch Sofia, 22. September. Der Sanitätsrath hat gegen von Menschen" entstehe. Die Vorstellungen des Zirkus Althof oder wegen Verkaufs mindergewichtigen Brotes be die Gefahr einer Cholera- Einschleppung eine Reihe von Ver- dagegen, welche an gleichen Tage stattfanden und doch ebenfalls straft werden. Die erſte Liste dieser Leute, welche dieser Tage fügungen getroffen, die bereits in Kraft getreten sind. Hiernach zur größeren Anhäufung von Menschen" Anlaß gaben, find nicht veröffentlicht wurde, umfaßt die Monate Juni, Juli, August und it der Verkehr des Orient- Expreßzuges auf bulgarischem Gebiete verboten worden. Ebensowenig hatte man gegen die allabendlich führt nicht weniger als 59 Fälle an, in welchen Milchverkäufer, eingestellt und der Eintritt fremder Eisenbahnwagen in Bulgarien im Kurgarten stattfindenden Bergnügungen( Konzert, Theater 2c.) und 30 Fälle, in welchen Brotverläufer wegen der erwähnten untersagt. Die Waaren werden in bulgarische Wagen über fanitäre Bedenken. Das ist um so seltsamer, als dem Wirth- unsoliden Geschäftspraktik bestraft wurden. Unter den Bestraften geladen und erst, nachdem sie in Baribrod einer Desinfizirung schaftsbesitzer, in dessen Lokal die Volksversammlung stattfinden befindet sich auch eine Freiherr v. Schilling'sche Gutsverwaltung. gehen. verboten. werden. beten. nur = • Die Statistik über den Stand der Buchbinderei und Jelternlos geworden sind, möchte ich jedes tinderlose Ehepaar er- dies nicht gemeldet hatte. Hierauf hielt Herr Türk einen mit verwandten Berufszweige vom Winterhalb suchen, ein Kind von dort in Pflege zu nehmen und womöglich Beifall aufgenommenen Vortrag über das Römerreich und jahr 1891/92 ist die neunte derartige Erhebung, welche der zu adoptiren. Die Bedingung, welche der Hamburger unsere Zeit. Dann wurden die Kollegen ersucht, die Fragebogen Verband der deutschen Buchbinderei- Arbeiter durch seine Mit Senat zu erfüllen hätte, wäre: pro Kind das Jahr über 75 M. rechtzeitig an die Fachkommission abzuliefern, ebenso die Arglieder vorgenommen hat. Die Betheiligung an derfelben war für Kleidung und Lehrmittel bis zum vollendeten achten beitsordnungen. Hierbei kam die Arbeitsordnung der Metallbedeutend reger als früher, denn während sonst 21 bis höchstens Lebensjahr zu zahlen." 47 Orte fich betheiligten, liegen diesmal Resultate aus 77 Ort mehrheit abgelehnt. Der Antrag wurde mit Stimmen- waaren- Fabrit von Baer und Stein zur Verlesung, und man schaften vor. Die Aufnahme erstreckte sich insgesammt auf 1584 die Abrechnung von Unter Vereins- Angelegenheiten fam unterzog dieselbe einer scharfen Kritik. Weiter machte Herr Betriebe; in 1130 werden bis zu 10 Gehilfen, in 97 über 10 Ge- Vereins zum Besten eines fraufen Mitgliedes zur Berlesung. forderte die Kollegen auf, sich recht rege an ihr zu betheiligen. von dem veranstalteten Vergnügen des Türk besonders auf die Arbeiter- Bildungsschule aufmerksam und hilfen beschäftigt; von 357 Werkstuben fehlen die Angaben. Die Die Einnahme betrug 122,50 M., die Ausgabe 44,55 M., so daß Ebenso wurde auf den Verein der Berliner Arbeiter und ArFrauenarbeit hat eine große Ausdehnung erlangt, so daß in den ein Ueberschuß von 77,95 M. zu verzeichnen war, welcher dem beiterinnen zur ersten Hilfe bei Unglücksfällen" hingewiesen. meisten Betrieben neben nur 4, 5 oder 6 Gehilfen 15-30 oder franken Mitgliede überwiesen worden ist. Dem Vergnügungs- Mittwoch, den 5. Oktober findet bei Boltz, Alte Jakobstraße 75, noch mehr Arbeiterinnen thätig sind. Von den 14 745 insgesammt fomitee wurde Decharge ertheilt. Nächste Vereinsverfaminlung eine Versammlung statt, in welcher Herr Dr. Christeller einen Vorbeschäftigten Personen sind 6400= 43,4 pet. Gehilsen, 913 Dienstag, den 27. September. Alles Nähere wird durch Annoncen trag über Sibirien halten wird. 6,2 pet. männliche Hilfsarbeiter, 6043= 41 pGt. Arbeiterinnen, bekannt gemacht. 1389= 9,4 pct. Lehrlinge. Von den Geschäftsinhabern find 998 Fachmänner, während 591, Eine öffentliche Malerversammlung für den Norden und zwar vor= Der Fachverein der Holz- und Bretterträger Berlins Berlins tagte am 18. September im Pape'schen Lokale in der wiegend die Inhaber der größeren Geschäfte, Nichtfachleute sind. und Umgegend nahm kürzlich die Abrechnung vom 4. Quartal 1892 Badstraße. Dr. Lütgenau hielt einen interessanten Vortrag 4728 Gehilfen arbeiten in Zeit( Wochen- oder Stunden-) Lohn; entgegen. Dieselbe stellte sich wie folgt: Alter Bestand 236 M. über:„ Kapital und Arbeit", in welchem er Entwickelung und ihr Lohn schwankt zwischen 6-50 M. Die Löhne von 6-10 m. 71 Pf. Einnahme an Beiträgen, aus Tellersammlungen und Wesen des Kapitalismus eingehend behandelte. tommen zwar nur vereinzelt vor, über 20 W. wird aber auch Vergnügungen 371 Mart 85 Pfennige. Reicher Ausgabe für Beifall folgte seinen Darlegungen. Folgende Resolution unr an einen ganz geringen Prozentsatz( Werkführer oder Spezial- Inferate, Vergnügungsunkosten und fleinere Vereinsuntoften fand Annahme: Die Versammelten erklären sich mit arbeiter) gezahlt, so daß der größte Theil der Gehilfen über ein 371 Mart 85 Pfennige. Bilanz: Alter Bestand und dem Referenten einverstanden und verpflichten sich, sich Einkommen von nicht mehr denn 15-20 m. verfügt. Von Einnahme 717 M. 41 Pf. Abzüglich Ausgaben 371 M. 85 Pi. zu organisiren, gewerkschaftlich sowohl wie politisch, und dafür 6043 Arbeiterinnen sind 3053 im Zeitlohn und 2955, also fast Bleibt Bestand 345 M. 56 Pf. Tem Kassirer wurde Decharge zu agitiren, daß der Say:„ Die Befreiung der Arbeiterklasse kann 50 p& t. im Affordlohn beschäftigt. Der Lohn der Ersteren ertheilt. Aus der hierauf vorgenommenen Neuwahl des Gesammt- nur das Werk der arbeitenden Klasse selbst sein", sobald als schwankt zwischen 2-24 M., der durchschnittliche Ber- vorstands gingen als gewählt hervor: Wilhelm Kuhn, 1. Vor- möglich zur Verwirklichung komme." Dienst Darauf diskutirte man der Letteren zwischen 3-22 M. In 7 Orten fitzender; Paul Karnal, 2. Vorsitzender; Wilhelm Schön darüber, ob im Norden, auf dem Gesundbrunnen, eine Zahlstelle Tommt es vor, daß Arbeiterinnen für eine oft 70ftündige wald, 1. Kassirer; Gottlieb Müller, 2. Kassirer; Auguft des Verbandes errichtet werden solle oder nicht. Herr Fleischer Thätigkeit pro Woche nur 4 M., in 9 Orten sogar Geisteuer, 1. Schriftführer; Eduard Großer, 2. Schrift- trat dafür ein; er erwartete davon eine Zunahme der Mitgliederuur 3 M. erhalten. Daß die jungen Mädchen, welche einzig und führer. Zu Revisoren wurden gewählt Julius Seefeld, zahl. Herr Raschte erklärte sich gegen die Errichtung einer allein auf diese Hungerlöhne angewiesen, eine leich te Beute der Otto Gottenschwager und Franz Klein; zur Streit Bahlstelle mit der Begründung, daß die Kollegen, welche man Prostitution sind, ist selbstverständlich. Die Zahl der Hilfs- Kontrollkommission Wilhelm Mayer. Die Wahl der Kon- wirklich auf dem Gesundbrunnen für die Vereinigung gewinne, maschinen ist eine ganz beträchtliche und in dem Maße, als die trolleure wurde vertagt. Bekannt wurde noch gemacht, daß in die Filiale„ Norden" gehen könnten. Herr Riesop äußerte felben sich vermehren oder Verbesserungen erfahren, wächst natur- Vereinsschleifen beim Kassirer Schönwald, Wienerftr. 28, a fich wie der Vorredner und appellirte an die anwesenden nicht gemäß auch die Abhängigkeit der lebendigen Arbeitskraft von haben sind. Nachdem der Kassirer beauftragt war, eine Vereins- organisirten Kollegen, sich der Vereinigung anzuschließen und für ihnen. Es waren in den Werkstätten, auf welche sich die Er- tlingel anzufchaffen, wurde die Versammlung mit einem dreifachen dieselbe zu wirken, damit im nächsten Jahre das hohe Ziel des hebungen erstrecken, 8267 Maschinen in Thätigkeit; so daß auf Hoch auf die Sozialdemokratie und die moderne Arbeiterbewegung Achtstundentages erreicht werden könne. Von der Errichtung der je 1,7 beschäftigte Personen eine oder 5,2 Maschinen auf jede geschlossen. Zahlstelle nahm man Abstand. Wertstube fommen. Die Dauer der täglichen Arbeitszeit schwankt zwischen 71/ 2-18 Stunden; die am meisten gebräuchliche beträgt In einer öffentlichen Versammlung des Kranken- Muter- Die Arbeiter- Bildungsschule Süd hielt am 18. September 10-12, und zwar an 21 Orten 10 Stunden, au 15 Orten stützungsbundes der Schneider und Berufsgenosseu hielt eine Versammlung ab, in welcher Herr Dr. Pinn über das 10% Et., au 2 Orten 10-11 St., an 26 Orten 11 St., an Derr Dr. Bernstein einen sehr zeitgemäßen, lehrreichen Vor- Thema„ Wissen und Bildung" sprach. Nach dem intereſſanten 1 Ort 11/2 St., an 10 Orten 12 St. Von den in 1584 Werftrag über ansteckende Krankheiten, in welchem er namentlich die Vortrage" forderte der Obmann die Anwesenden auf, der Schule stuben beschäftigten 7318 männlichen Arbeitern gehören 2806 oder Cholera besprach. Er erntete großen Beifall. Es wurden dann beizutreten und eifrig für sie zu agitiren. Froher Tanz und 38,4 pt. einer Organisation an; von den 6043 Arbeiterinnen alle diejenigen, welche noch nicht Mitglied der freien Hilfskaffe schöne Deklamationen hielten die Freundinnen und Freunde der find nur 346 oder 5,7 pet. organisirt. Hervorgehoben muß noch sind, aufgefordert, derselben beizutreten. Personen, welche in Schule noch viele Stunden beisammen. Mitgetheilt sei noch, daß werden, daß sich auch aus dieser Statistik wieder ergiebt, wie Arbeit stehen und der Ortstasse angehören, müssen die Kündigung kommenden Winter solche Versammlungen mehrfach stattfinden eine gute feste Organisation bis zu einem gewissen Grade wohl 8 Tage vor dem 1. Oktober bewirken, ferner müssen sie vor werden. im Stande ist, in günstiger Weise die Arbeitsbedingungen zu be Jahresschluß nachweisen, daß sie die Mitgliedschaft in einer einflussen: die Arbeitszeit ist überall da am längsten, der anderen Kasse erworben haben, widrigenfalls die Kündigung un- Der Fachverein der Marmor und Granitarbeiter hielt Lohn da am niedrigsten, wo eine Organisation nicht vor giltig ist. Personen, welche außer Arbeit sind, können jederzeit am 18. September eine gut besuchte Mitgliederversammlung ab. beitreten ohne zu fündigen. Zum Schluß wurde noch auf das Die ersten beiden Punkte der Tagesordnung( Vortrag über„ Geam 23. Oktober stattfindende Stiftungsfest aufmerksam gemacht, werbegerichte" und Diskussion) mußten von der Tagesordnung ge relches in der Berliner Ressource" Kommandantenstr. 57 zum strichen werden, weil der Referent Herr Robert Schmidt ohne Besten unterstützungsbedürftiger tranter Mitglieder abgehalten wird. Entschuldigung bezw. ohne einen Stellvertreter geschickt zu haben, fehlte. Man beschloß hierauf einstimmig, das Herbstvergnügen Die erste Versammlung des Zentralverbandes am 12. November in Deigmüller's Salon abzuhalten. Mit dem deutscher Textilarbeiter( Filiale Berlin) nach Arrangement des Festes ist der Vorstand beauftragt. Ferner Vereinigung der Weber, Wirker und Sticker zu einer Filiale wurden die Vertrauensleute darauf aufmerksam gemacht, daß bis Zur Beachtung! Wir bitten die Herren Schriftführer, bei der Abfaffung wurde am 17. September abgehalten. Zunächst ehrten die Er- zur nächsten Vorstandssigung( 8. Oktober) die Karten vom Reserve der Bersammlungsberichte sich aller nur möglichen Kürze zu befleißigen. schienenen das Hinscheiden des Kollegen Oskar Schau in der fonds einzuziehen und abzuliefern sind. Die nächste VereinsDer Verein zur Regelung der gewerblichen Verhält. üblichen Weise. Dann hielt Herr Dr. Pinn einen sehr beifällig versammlung findet am 16. Oktober statt. niffe der Töpfer Berlins und Umgegend hielt am 14. Sep In Betreff des Herbergswesens und des Arbeitsnachweises fäufer beschloß in ihrer Monatsversammlung am 19. September nach aufgenommenen Vortrag über das Leben und die Lehre Muhammeds. tember eine Mitgliederversammlung ab. Dieselbe wählte zunächst wurde auf Antrag des Vorstandes beschlossen, dieselben nach Die Freie Vereinigung der Zeitungs- Spediteure und Ver den Kollegen Angust 2a atz zum Beisitzer und den Kollegen Weinstr. 11 zu Feind zu verlegen. Auch wurde angenommen, Erledigung innerer Vereinsangelegenheiten die Bekanntmachung des Rudolph Scheffer zum Hilsskassirer für den Norden. Nach dem vom Kollegen Hoffmann erstatteten Bericht über die daß der Arbeitsnachweis den ganzen Tag geöffnet sein soll. Be: Vereins zum bevorstehenden Umzugstermin am Sonntag, den Bibliothek umfaßt dieselbe jest 226 Bücher im Werthe von un- derfelbe in der Herberge und in folgenden Lokalen abzuholen ist: Schönste in die Abrechnung vom Stiftungsfest. Danach betrug züglich der Vertheilung des Textilarbeiters" beschloß man, daß 25. September, wie bisher, im Vorwärts" und der„ Berliner gefähr 1000 W. Auf Veranlassung des Borstandes find Kataloge Hattte, Krautstr. 48, und Henke, Blumenstraße 38. Zum ersten Die Ginnahme 102 M. 75 Pf., die Ausgabe 84 m. 75 Bi, fonach Zeitung" erfolgen zu laffen. Sodann verlas der Kassirer angefertigt, welche laut Versammlungsbeschluß bei Benutzung Kassirer wurde Kollege Steinbrück, zum zweiten Kollege wurde tadelnd erwähnt, daß die Kollegen bei Hennig E. Müller und beiden. ter Bibliothet gratis zur Verfügung stehen. Im Weiteren Gruner gewählt; zu Revisoren die Kollegen N. Kirschbach, verbleibt ein Ueberschuß von 18 M., welcher der Vereinskaffe zu trot 10prozentigen Abzuges ruhig weiter arbeiten. Bur Ferner wurde auf Antrag beKvatskorb- und Fensterfrage wurde folgende, vom Vorstand ein- Todesanzeige zu widmen, 2. die Reise- Unterstügung von 1,50 M. schlossen: 1. bei Todesfällen jedem Mitgliede einen Kranz nebst gebrachte Resolution angenommen: " In Grwägung, daß ein gemeinsames Borgehen der Kollegen auf 1 M. herabzusehen. Hierauf fand ein Kränzchen statt, nothwendig ist, um die Fensterfrage zu regeln, beschließt die bas, unterbrochen durch Gesangsvorträge, die fehr zahlreich Werheutige Versammlung: sammelten noch lange fröhlich beisammen hielt. handen ist. Versammlungen. 1. auf denjenigen Bauten, wo die Fenster nicht mit Glas verschen sind, vom Montag, den 17. Oktober, ab die Arbeit ruhen zu lassen; " " Gute kommt. Beschlossen wurde noch, im Laufe des Februar anſtalten, und deffen eventuellen Ueberschuß einer guten Sache zu fünftigen Jahres einen großen Wiener Maskenball" zu ver überweisen. Zur Aufnahme meldete sich Frau Bartels, Memelerstr. 35. Eine öffentliche Versammlung der Tischler, Klavier Strausberg. Vor einer gut besuchten Volksversammlung arbeiter, Drechsler und Möbelpoliver, welche von etwa 600 sprach am 18. b. M. Genoffe Th. Glo de aus Berlin an Stelle Personen besucht war, beschäftigte sich am 19. September mit des am Erscheinen verhinderten Reichtags- Abgeordneten Bruhns den Gewerbegerichtswahlen. Herr Wiedemann leitete die 2. beauftragt die heutige Versammlung den Borstand, die über Gewerbegerichte. Der Redner erläuterte in leicht verständ- Debatte mit einigen Worten über das Gewerbegerichts- Geset Durchführung dieses Beschlusses zur Geltung zu bringen und zu licher Weise das Wesen, die Zusammenfeßung, die Zuständig und das Ortsstatut des Berliner Magistrats ein. An derfelben Montag, den 17. Oktober, Vormittags, eine Versammlung einzu feit u. f. w. der Gewerbegerichte und bemängelte die verschiedenen nahmen Theil die Herren Frante( Möbelpolirer), Rüdiger berufen; reaktionären Bestimmungen desselben, u. a. auch den Ausschluß Klavierarbeiter), Millarg( Tischler), Dost( Drechsler), 3. in fernerer Erwägung: Da auf Vorstellung des Aus der Arbeiterinnen vom aktiven und passiven Wahlrecht. In der Scholz( Klavierarbeiter), Bienfeld, Th. Glocke( Tischler) führungs- Ausschusses des Berliner Bauarbeiter- Kartells beim Distuffion ergriff zunächst Herr Lehrer Semmler das Wort. und Meier( Klavierarbeiter). Nach lebhaftem Hin und Wider hiesigen Polizeipräsidium betreffs der gesundheitsschädlichen Aus- Derselbe drückte seine Freude darüber aus, daß den Frauen die wurde zunächst die Betheiligung beschlossen. Dann schritt man firömungen der offenen Koatsfeuer auf den Bauten eine Ver- Theilnahme an den Wahlen versagt sei. Die Frau dürfe nicht zur Lösung der Kandidatenfrage. Da die Klavierarbeiter, fügung ergangen ist, wonach offene Koatssener in den Räumen, ins öffentliche Leben hineingezogen werden, sie gehöre ins Haus. Drechsler, Möbelpolirer und Anschläger und Einseher ihre wo Arbeiter beschäftigt werden, verboten sind, beschließt die Es sei unwahr, daß die Frau von den Unternehmern in die Kandidaten schon in Branchenversammlungen aufgestellt heutige Bersammlung, alle Verstöße hiergegen im Arbeitsnachweis Industrie hineingezogen wurde, vielmehr übe das ungebundene batten, blieben nur noch sechs Tischler übrig auf tu melden und unnachsichtlich vorzugehen!" Leben einen solchen Reiz auf die Mädchen aus, daß zustellen. Nachdem über jeden einzelnen der Vorgeschlagenen Der Antrag des Kollegen G. Schirmer Auf Bauten mit fie lieber in die Fabrik liefen, der fie nichts in diskutirt worden, wählte die Versammlung als Kandidaten die offenem Koatsfeuer nicht zu arbeiten," wurde abgelehnt, weil die Ghe mitbrächten als höchstens ein Ballkleid und ein Herren Bredemeier, Hinz, Bredenfeld, Klinger, einestheils derselbe durch die Resolution erledigt und paar Tanzschuhe, anstatt in Dienst zu gehen, wo sie sich ein Koblenzer und Klemens und Herrn Tschichholz als event. auderntheils sich das darin Gesagte von selbst versteht. Rolleines Rapital ersparen tönnten. Genosse Pokelmann, der Erfagmann. Darauf erklärten sich die Anwesenden mit den lege C. Thieme führte noch aus, man dürje fich Referent, sowie ein anderer Nedner indeß legten dar, wie die Kandidaten, welche schon in den Versammlungen ihrer Branchen feineswegs der vagen Hoffnung hingeben, daß, weil vom Polizei wirthschaftlichen Verhältnisse einerseits, sowie die durch die Ge- aufgestellt wurden, solidarisch. Herr Heß machte noch auf den präsidium eine derartige Verfügung erlassen worden, damit Alles finde- Ordnung gesetzlich sanktionirte slavische Behandlung der Streit der Stettiner Tischler aufmerksam, welcher schon 4 Wochen gethan sei und man nun die Hände ruhig in den Schooß legen Dienstboten andererseits die Mädchen in die Industrie zwinge, andauere. Die Kollegen möchten sich soviel wie möglich an den könne. Weit gefehlt! Wir hätten zur Genüge fennen gelernt, und daß es ungerecht sei, diese große Zahl der ausgebeuteten Sammlungen für die Streitenden betheiligen. Zum Zwecke der daß für das geldgierige Unternehmerthum die Gefege nur auf Profetarierinnen schutz- und rechtlos der Fabrikantenwilltür 3 trat für eine Ginigung in der Organisationsfrage ein; es müffe Sammlung wurden Marken ausgegeben. Ein anderer Redner dem Papier stehen und seiner Profitwuth nichts heilig fei, am überlassen. Herr Semmler suchte darauf eine Aeußerung des allerwenigsten, wo es sich um Leben und Gefundheit der Arbeiter Referenten, wonach es eine Zeit gegeben habe, in der die Frau angebahnt werden, daß in Zukunft die jetzt in Fachverein und handelt. Daher würden wir auch feinen Augenblick vernicht die heutige untergeordnete Stellung einnahm, zu widerlegen, Verband zersplittert organisirten Tischler zusammen marſchiren. fehlen, unsere ganze Kraft dafür einzufezen, daß der humanen wurde aber von mehreren Rednern derart abgeführt, daß er sich Berfügung des Präsidiums Geltung verschafft wird. Zur Kennt veranlaßt sah, die Erklärung abzugeben, ihm fei die gange Dis In einer Versammlung der Schlosser und Maschinen nißnahme der Intereffenten möge der Text der Verfügung hier fussion von der Seite gegangen. Eine Resolution, die sich dahin baner, welche am 20. Eeptember tagte, erläuterte an Stelle des wörtlich folgen: aussprach, die städtischen Behörden aufzufordern, hier ein Ge- Erscheinen verhinderten Genossen Gerisch Genosse Näther werbegericht zu errichten, wurde einstimmig angenommen; ebenso An der Diskussion betheiligte sich nur Kollege Werdt, welcher die wichtigsten Bestimmungen für die Gewerbegerichts- Wahlen. Der Berliner Bauarbeiter, 3. H. des Malers Herrn Hohlwegler, ein Antrag, in nächster Zeit hierorts eine Parteiversammlung für die Anwesenden zur regen Agitation für die Wahlen aufforderte. den Kreis Ober- Barnim einzuberufen. Mit einem Hoch auf die Als Kandidaten Den Ausführungs- Ausschuß benachrichtige ich unter Bezug Sozialdemokratie wurde die Versammlung geschlossen. wurden hierauf einstimmig die Kollegen nahme auf Ihre diesbezüglichen Vorstellungen ergebenst, wie ich Müller, Oriwol, Pezold und werdt aufgestellt, vier feit einiger Zeit angeordnet habe, daß in die Bau- Die Filiale 2 der Allgemeinen Kranken- und weitere Kandidaten für die Schlosser und Maschinenbauer sollen fcheine die Bestimmung aufgenommen wird, daß in Sterbelasse der Metallarbeiter hielt am 18. d. W. in einer für den Süden einzuberufenden Versammlung aufgestellt den Räumen, welche mit Koatstörben zum Austrocknen eine zahlreich besuchte Versammlung ab. Nach Erledigung des werden. Nachdem ein Kollege die in der Berliner Petroleum der Wände 2c. befeht find, nicht gearbeitet werden darf, daß die Kassenberichts, wofür der Saffirer entlastet wurde, entspann sich Motorenfabrit herrschenden Verhältnisse kritisirt hatte, und nach Thüren derartiger Räume geschlossen gehalten bezw. die Thür eine rege Diskussion über den im Vorwärts" am 17. Auguft dem zum Beitritt in den Metallarbeiter- Berband aufgefordert öffnungen durch dichte Bretterverschläge abgeschlossen werden veröffentlichten Bericht von der letzten Versammlung, und zwar worden war, wurde die Versammlung geschlossen. müssen und der Zutritt zu diesen Räumen nur den die Roate speziell über den letzten Say, welcher wohl nur die Auffassung förbe Beaufsichtigenden gestattet ist. des Berichterstatters selbst wiedergäbe, da der betr. Antrag lautete: Berlin, den 16. März 1892. Ein Vergnügen zu veranstalten zum Besten der hilfs Der Polizeipräsident Die Mit bedürftigen Kranken der Filiale 2." glieder besigen soviel solidarisches Taktgefühl, um von Richthofen." Möge man sich allerfeits danach richten! Siegesfest zu feiern. Ferner, machte der Bevollmächtigte M. Fahrenwald ten Mitgliedern die traurige Mittheilung, daß Der sozialdemokratische Verein Vorwärts zu Nigdorf bis jetzt 13 Genossen unserer Kasse in Hamburg der dort herrhörte am 13. September einen intereffanten Vortrag des Geschenden Seuche zum Opfer gefallen find. noffen Th. Glocke über„ Die Entwickelung des Kapitals". In An den Ausführungs- Ausschuß des Kartells Wohlgeboren, hier. " " Herr R. Wittig theilt uns zum Bericht über die Ber sammlung der Luxuspapier- und Kartonarbeiter mit, daß er nicht gezwungen sei, Berlin zu verlassen, sondern einfach in die " Fremde" ziehe. fein Briefkasten der Redaktion. H. B. Eine Milliarde schreibt man in Ziffern 1 000 000 000. 2. S. P. Rheydt. Sie haben das Gewerbe anzumelden. O. S. 46. Sie können die Mädchen nicht zwingen, Jemanden in ihrer Abwesenheit in ihr Zimmer zu laffen. D. 1. Wenn nicht direkt, so ist doch indirekt der Adel in der Diskussion sprachen die Genossen Schütte, Stannewig In der Brauchenversammlung der Klempner, die am 11. A. im Sinne des Referenten. Darauf lief folgender Antrag 18. September stattfand, theilte Kollege Drange mit, daß das Ebert's ein:" In Anbetracht der zur Zeit herrschenden Cholera- Protokoll von der letzten Bersammlung nicht verlesen werden Epidemie fordere ich das Partei- Organ, den Vorwärts", auf. tönne, weil der Echristiührer zur Militärübung eingezogen folgenden Aufruf einzurücken: An alle finderlosen Genossen! Da sei, und dem veestorbenen Kollegen Benno Langner deshalb durch die jetzt in Hamburg herrschende Epidemie so viele Kinder kein Kranz gewidmet werden konnte, weil die Ortskrankenkasse vielen Ländern käuflich. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthitrans "