Nr. 276. Hbonnements- Bedingungen: B abonnements Preis pränumerands: Bierteljährl. 3,30 r., monatl. 1,10 m., toöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Bost. Abonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Boft- Zeitungs Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 3 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erigeint täglich außer Montags. Vorort- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt. 22. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonel. geile oder deren Raum 40 Pfc., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 25 Bfg. ., Kleine Anzeigen", das erste( fettgedruckte) Wort 10 Pfg., jebes weitere Wort 5 Bfg. Borte über 15 Buchstaben gählen für zwei Worte. Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 5 11hr nachmittags in der Expedition abgegeben woerden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Zelegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. erreicht. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1982. Das Wahlergebnis. New York, 10. November.( Eig. Ber.) Sonnabend, den 25. November 1905. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Mr. 1984. die politischen Bosse( Leiter der Parteimaschinerien, ohne deren mehr Arbeit und Ausgaben als sonst kosteten, um produziert Billen fein Nachtwächter ernannt wird) diente als Drapierung. Bon zu werden. Diese Arten von Steuern, wenn sie zu einent den Gearstichen Zeitungen, die in Wirklichkeit den Wahlkampf der gewissen Punkte steigen, find also eine ebenso traurige Bei den vorgestrigen Staats- und Kommunalwahlen in den Ver- Municipal Ownership League führten, wurden die Enthüllungen bei Stalamität wie die Unfruchtbarkeit des Bodens oder die Uneinigten Staaten war das Resultat für die Socialist Party( 50- ben gegen die Versicherungsgesellschaften schwebenden Untersuchungen gunft der Witterung, und dennoch sind es gerade die reichsten zialistische Partei) im allgemeinen kein erfreuliches, soweit wenigstens ausgenugt. Dazu tamen Bergebung wertvoller Freibriefe an Privat- und industriellsten Länder, wo man sie im allgemeinen vorfindet. bis jetzt das Stimmenergebnis vorliegt. Wohl hat die Partei in gesellschaften feitens der gegenwärtigen demokratischen Parteileitung. Auch würde kein anderes Land imftande sein, eine so starte einzelnen Staaten, wie beispielsweise in Massachusetts, eine Zunahme ferner die unleugbare Selbstbereicherung des Tammany- Hall-( Name der Strankheit zu ertragen. Ebenso wie es nur die fräftigsten ihrer Wahlstimmen um 12 Prozent erzielt und ist auf 15 000 ge- demokratischen Parteimaschine) Leiters Murphy usw. Dieser Al- Körper find, welche sich am Leben und bei Gesundheit stiegen, aber die Biffern des Jahres 1903 find damit noch nicht macht der Parteimaschinen und der Beherrschung der Parteien durch erhalten können selbst bei der ungesundesten Lebensweise, eben Trufts und Großkapitalisten behauptete Hearst und seine Municipal so sind es nur die in jeder Art von Industrie durch natürUeber das Ergebnis in den Staaten Ohio, Maryland ufw. ein Ownership League ein Ende machen zu wollen. In Wirklichkeit strebte liche oder erworbene Vorteile am meisten bevorzugten Urteil abzugeben ist unmöglich, da alle vorliegenden Nachrichten er weiter nichts an als die Führerschaft in Tammany- Hall! Nationen, die bestehen und selbst gedeihen unter dem Druck quellen nichts über die sozialistischen Wahlstimmen besagen. Von Hierzu tam noch eins: Die Metropolitan Gas Comp., die dieser Arten von Steuern. besonderer Bedeutung war die Wahl im Staate und in der Stadt New die Stadt New York mit Gas versieht und sich durch notorische-- Die arbeitenden Klassen leiden weit mehr vielleicht York. Im Staate New York stand zur Urabstimmung( Referendum) Bestechungen der Gesetzgeber und der Stadtverwaltung immense als von den Getreidepreisen unter der Künstlichen Preiserhöhung, eine Menderung der Staatsverfaffung( biertes Amendement), die der Vorteile zu sichern gewußt hat, gibt ihr Produkt zu 1 Dollar pro welche die Steuern im Preise einiger Manufakturwaren verLegislatur das Recht geben soll, gesetzliche Bestimmungen über die 1000 Stubitfuß ab. Bei einer von der Staatslegislatur geführten ursacht haben, wie z. B. beim Salz, der Seise, dem Leber, Arbeitszeit und die Lohnfäße der Staats- und Gemeindearbeiter zu untersuchung wurde durch Zeugenaussagen festgestellt, daß die den Lichtern, dem Malz, dem Biere, dem Del usw. treffen. Die vorgeschlagene Verfassungsänderung bezweďte die Ein- Metropolitan Gas- Compagnie das Produkt anderer fleinerer Gas- Vorzüglich ist es, was alle indirekten Konsumtionsausgaben führung des gefeßlichen Achtstundentags und die Zahlung des Union- gesellschaften, die kein Röhrennet befizen, um 29 Cents per 1000 Stubit für den ärmeren und größeren Teil des Voltes stets so drückend Lohnes, b. i. des von den Gewerkschaften festgesetzten Lohnfates für fuß faufte, um es an die Konsumenten für 1 Dollar per 1000 Subit macht: Die erhöhten Preise unserer Lebensbedürfnisse, die Staats- und Gemeindearbeiter und für die Arbeiter solcher Unter- fuß abzugeben! ftets die unausbleibliche Folge eines solchen Abgabenerhebungsstehmer, die Staats- und Gemeindearbeiten ausführen, z. B. Die Gasfrage ward nun von Hearst zum Hauptpunkt feiner systems sind, drücken schon die ärmere und niedere Boltsklasse Straßenbauten, Aufführung öffentlicher Gebäude usw. Man agitation gemacht, einer Agitation, die an Heftigkeit und Demagogie unendlich; noch mehr oder wenigstens ebenso start aber drücken follte meinen, eine solche für die Arbeiterschaft ein- alles übertraf, was die an Humbug wahrlich gewöhnten Amerikaner sie die Vorteile, welche sie der reicheren Voltsklasse für ihre schneidende Bestimmung würde ein lebhaftes Echo bei den feit Jahren erlebt haben. Ich verspreche Ihnen," so lehrte es in gemachten Vorschüsse zugestehen muß- und beides zusammen Gewerkschaften und deren Bentralorganisation, der Federation jeder von Hearst verlesenen Rede( aus dem Stegreif kann det persönlich kann dann keine andere Folge haben, als daß bei einem of Labor, finden. Wohl wies Samuel Gompers, der Präsident bedeutungslose Mann überhaupt nicht reben, und boshafte Menschen solchen Abgabenerhebungssystem ein Aufder Federation of Labor, im offiziellen Organ dieses Verbandes sagen, sein Chefredakteur Brisbane habe alle Wahlreden geschrieben), fch w ung der Betriebsamkeit der ärmeren und nebenbei auch auf das vierte Amendement hin, wohl wurde auch auf ich verspreche Ihnen Gas zu 55 Cents und Herabsetzung des Fahr niederen Voltstlassen und ihres Wohlstandes der legten Tagung der Federation das vierte Amendement geldes auf 8 Cents. Und zwar werde ich am felben Tage, an dem beinahe ganz unmöglich wird. gestreift, aber bamit war die Sache erledigt! Weder wurde, ich ins Amt komme, damit beginnen, meine Versprechungen durchzutvie angekündigt, ein Flugblatt über die Verfassungsänderung führen!" Die 3 Cents Fahr Forderung( der Einheitstarif für berbreitet, noch eine einzige Versammlung einberufen, um Hoch- und Tiefbahnen, z. 2. auch für Straßenbahnen innerhalb dafür Stimmung zu machen. So blieb es den von den Nur des ehemaligen Neto Yorl beträgt jetzt 5 Cents) hat die Municipal Getvertschaftlern berlästerten Parteiblättern, Boltszeitung und Ownership League vom Bürgermeister Tom Johnson in Cleveland " Worker", vorbehalten, die Arbeiter zur Annahme des vierten übernommen, der auf Grund dieser Barole vor etlichen Jahren zum Amendements aufzufordern. Alle fapitalistischen Beitungen wüteten gegen das Amendement. Wie die Abstimmung verlief, ift zur Stunde noch nicht sicher, wahrscheinlich wurde es dank der sonder baren Haltung der Gewerkschaftsführer abgelehnt. " . Der Chef der bürgerlichen Vulgärökonomie, der Franzose J. B. Say, schreibt im Jahre 1829: Ist eine bloß proportionelle Steuer nicht schwerer für den Armen als für den Reichen? Derjenige, welcher nur die Quantität Brot verdient, die erforderlich ist, um ihn und seine Bürgermeister erwählt wurde. Heute warten die Clevelander aber Familie zu ernähren, soll er genau in demselben Verhältnis noch auf die 3 Cents- Tage! steuern, wie derjenige, welcher Dant feinen ausgezeichneten Unter Berücksichtigung der ganzen Sachlage war es für jeden Talenten, seinen ausgedehnten Besigungen, seinen beträchtlichen Bernünftigen klar, daß Hearst seine Versprechungen weder durch Stapitalien nicht nur alle Genüsse des Lurus sich und den Bevor wir auf das Ergebnis der Kommunalwahl in New York- führen konnte noch wollte. Aber alle Vernunftgründe blieben Seinigen gewährt, sondern auch noch jedes Jahr seinen City näher eingehen, bebarfbie Lage, in der sich die Socialist Party vor der wirkungslos. Und die den Wählern ans Herz gelegte Tatsache, daß die Reichtum vermehrt? Findet man nicht in einer solchen BeBahl befand, einer kurzen Würdigung. Die Socialist Party, die Socialist Party in ihrem Programm die von Hearst vertretenen hauptung etwas, was die Billigkeit empört? Bei der letzten diesjährigen Präsidentenwahl so überraschende Forderungen schon weit früher, weit schärfer und viel weitergehend-- Die auf die Konsumtionen gelegte Steuer ist notStimmenerfolge errang, führte bisher im Staate New York aufgestellt hat, verhallten ungehört." Die Welt will beschwindelt wendig proportionell der Quantität der konsumierten Ware; den Namen Social Democratic Party( Sozialdemokratische Partei). fein", sagt ein altes Sprichwort, und während die Stimmen der und da die Quantität der konsumierten Ware der Proportion Diesen Namen hatte die Partei nur der Not gehorchend Socialist Barth auf die Hälfte zusammenschmolzen, erhielt Hearst des Vermögens nicht folgen fann, so folgt darauf, daß diese angenommen. Die demokratische Partei aber erhob gegen 225 000 Stimmen! Mit nur etwa 8000 Stimmen unterlag er Art der Besteuerung, welche in den start besteuerten Ländern das Wort„ Demokratic" in unserem Barteinamen Einspruch, weil feinem fiegreichen demokratischen Gegenkandidaten, dem bisherigen die Hauptrolle spielt, auf die Steuerpflichtigen gerade umso dadurch ihre( die demokratischen) Wähler verwirrt und veranlaßt Bürgermeister Mc. Clellan- nach den Feststellungen der Zählbehörden mehr fällt, je weniger reich sie sind. In der Tat, ein Mann, würden, für die Social Democratic Party zu stimmen. Zwei wenigstens! Ob in der Tat? Viele bezweifeln es. Und tatsächlich wurde ber 300 000 Frank Einkommen hat, wird nicht 300 mal mehr Gerichtsinstanzen twiesen den Einspruch ab, dagegen entschied der Wahlbetrug schlimmster Sorte verübt. Stimmzettel, die auf nicht demo Bucker oder Wein konsumieren fönnen, als ein solcher, der Appellhof des Staates New York turz vor der diesjährigen Wahl, fratische Kandidaten lauteten, wurden zu Hunderten grundlos für ungültig nur 1000 Frant Einkommen hat. Die wenig Bemittelten find daß die Social Democratic Party das Wort Demokratic aus ihrem erklärt, und um die Feststellung des Betruges zu hindern, verbrannt! es also, die in dieser Hinsicht eine wahrhaft progressive Steuer Namen streichen muß! An diese Entscheidung knüpfte der Appellhof den Rat, Gestern erhoben die Geschworenen gegen eine Reihe Wahlbeamten aushalten, das heißt eine solche, die gerade um so die Partei sollte den Namen Socialist Party" annehmen. Das geschah anklage wegen Wahlbetruges. Ueber dieses Kapitel und den Fort- stärker wird in demselben Verhältnis, in welchem die denn auch. Jetzt aber rief der ſezefsionistische Flügel der Partei, die gang der Untersuchung wird später noch zu berichten fein. Socialist Labor Party"( Sozialistische Arbeiterpartei), die Wahlbehörden und. die Gerichte an und protestierte gegen die Benutzung des Wortes Socialist"! Ihre Berufung wurde abgelehnt, aber vorher schon hatten die Anwälte der beiden Parteien sich auf in der Beleuchtung der Wissenschaft. laut welchem die alte Social Vergleich geeinigt, Demokratic Party als, Socialist Party" und der fezessionistische Ueber keine Frage der Volkswirtschaft sind die wissenschaftFlügel( De Leoniten) unter dem alten Namen„ Socialist Labor lichen Urteile verschiedener Nationen, Schulen und Zeitalter ungleich sten verteilten von allen sind und Party" auf dem Stimmzettel erscheinen sollten. Dieser Bergleich so übereinstimmend wie über die Frage der indiretten fam erst wenige Tage vor der Wahl zustande. Die Namensänderung Steuern. Daß diese Art der Besteuerung eine schreiende daß in den Nationen, wo sie vorherrschen, die und die vorherige Ungewißheit, wie der Name der Partei auf dem ungerechtigkeit gegen die breiten arbeitenden Voltsmassen, ein bedürftigsten Familien aufgeopfert werden. Stimmzettel lauten werde, hatte nicht nur die Wahlagitation der Mittel der brutalsten Klassenherrschaft ist, darüber ist oder " Socialist Party" gehindert, sondern auch die Wähler verivirrt. Dies vielmehr war sich die wissenschaftliche Nationalötonomie- auch crfiärt zum Teil den Stinmenrüdgang der Socialist Party"( bei der die bürgerliche, und zwar nicht bloß die klassische, sondern Ichten Stommunalwahl hatten wir 16 000 Stimmen erzielt) auf auch die Bulgärökonomie voltommen flar. Die Sozialetivas über 12 000 Stimmen bei der vorgeftrigen Kommunal demokratie fußt hier mit ihrem Programmfaß und mit ihrer wahl. Vom De Leonfchen Flügel( Socialist Labor Party) sind nur Agitation gegen jede Belastung der Lebensmittel durch die Steuern und Zölle auf dem Boden der gesamten national noch Rudimente übriggeblieben. einen „ " " der in Die indirekten Steuern Wie ertvähnt, der Ramentvirrwarr erklärt zum Teil ben ökonomischen Wissenschaft. Heute freilich schweigen die Herren bürgerlichen ProStimmenrüdgang. Eine andere und wohl die Hauptursache war. eine neue Parteibildung, die den Namen Municipal Ownership fefforen über die indirekten Steuern diskret oder sie reden gar League( Liga für Gemeindebesitz) führte und eine nur in Amerika den Zöllen, den Steuern auf Lebensmittel noch das Wort. mögliche Abart des Gemeindefozialismus in ihr Programm Heute steht die Sozialdemokratie in ihrer grundsäglichen hatte. aufgenommen Bürgermeisterkandidat Municipal Gegnerschaft gegen alle indirekte Besteuerung ganz allein. In Ownership League war William Randolph Hearst, Befiger ihrer Agitation aber vertritt und verwirklicht sie dabei, wie in der Morgen und Abendzeitungen New York American"," New jedem Stüd ihres Klassenkampfes, nur die Lehren der strengsten York Evening Journal", die in einer täglichen Auflage von mindestens Wissenschaft. Im Augenblid, wo das deutsche Proletariat mit neuen einer halben Million Exemplaren erscheinen, und des deutschen Ablegers„ Morgen- Journal". In der Person seines Chefredakteurs Steuern auf notwendigste Lebensmittel bedroht wird, hören Brisbane befitt Hearst einen Journalisten, der den„ Lokalanzeiger" wir, was die Storyphäen der bürgerlichen National Leuten Deutschlands um verschiedene Nafenlängen voraus ist und in ökonomie über die indirekten Steuern dachten und sagten. einer gefchickt demagogischen Form die oberflächlich denkende amerikanische Arbeiterschaft und das Kleinbürgertum au paden versteht. Lobartikel auf die deutsche Arbeiterpartei, die Sozialdemokratie nämlich, bie weit„ besser und vernünftiger als die amerikanische" sei, wechseln in Die Steuern auf die notwendigen Lebensmittel haben Hearsts Zeitungen mit heftigen Angriffen auf die Trufts, die Stapitalsmacht und das politische Boßtum ab. Mit den ersteren auf das Los des Boltes fast denselben Einfluß wie ein un Artikeln wurde die Arbeiterschaft, mit den Antitruftartikeln fruchtbarer Boden oder ein schlechtes Klima. Diese Steuern das Kleinbürgertum gekapert, und der angebliche Kampf gegen verteuern die Lebensmittel in derselben Weise, als wenn fie Der Erzbater der flassischen Nationalökonomie, Adam Smith, fagt in seinem Werke über den Reichtum der Nationen im Jahre 1775: Kräfte der Steuerpflichtigen geringer sind. Dies ist einer der größten Fehler der indirekten Steuern, ein Fehler, für welchen eine steigende Progression bei der direkten Steuer nur eine gerechte, aber noch unvollkommene Kompensation --Man kann versichern, daß die Steuern auf die Konsumtionen die am allerbilden würde. Ein deutscher Nationalötonom aus dem Anfang des XIX. Jahrhunderts, Dr. Behr schrieb 1822 in feiner ,, Lehre von der Wirtschaft des Staates": Indirekte Steuern sind entweder von grober Ignoranz oder von bübischer Tücke erfunden, durch Superflugheit und Sophisterei verteidigt, von der Gemächlichkeit gepflegt, durch Not vervielfältigt und aus Furcht vor der Mühe der Einführung des Rechten bis zur Stunde noch nicht abgeschafft. Brofeffor Rau in Heidelberg, einer der ersten Popu Tarifatoren der Klassischen englischen Nationalökonomie in Deutschland, sagt in seinem Lehrbuch der Politischen Detonomie im Jahre 1826: Eine Steuer auf die nötigen Lebensmittel, als Startoffeln, Brotgetreide, Brennholz, Leinwand u. dergl. ist sehr einträglich und wirkt ungefähr wie eine Kopffteuer, weit der Beitrag eines jeden hauptsächlich von der Zahl seiner Hausgenossen bestimmt wird, aber eben barum verlegt sie den Grundsatz, daß die Steuerfähigkeit den Maßstab der Belegung bilden solle. Man hat solche Steuern in der Hoffnung in Schutz genommen, daß sie auf die Lohnherren übergewälzt werden, weil der Lohn zu jeder Zeit den nötigen Unterhalt vergüten müffe. Allein die Üleberwälzung ist nicht mit Sicherheit zu erwarten. Der Lohn entspricht nur dem mittleren Bedarf und die Verteuerung der Lebensmittel wird wenigftens dem Vater einer zahlreichen Familie nicht bergütet. Der Lohn zeigt überhaupt nur eine geringere Beweg Tichkeit als die Preise der Waren. Obgleich für ihn der Preis der Lebensmittel immer einen Anhaltspunkt gibt, so übt doch das Verhältnis des Angebots zu dem Begehr von Arbeit cinen mächtigen Einfluß auf die Lage der Lohnarbeiter. So lange der Lohn noch oberhalb der durch den unabweislichen Lebensbedarf bestimmten Grenze steht, fann er bei ungünstigen Mitwerben erniedrigt werden, und die Verteuerung der Lebensmittel vermag ihn nicht sogleich zu erhöhen. Ist das Kapital des Volkes nicht stärker im Zunehmen als die Volksmenge, so bleiben die erwähnten Steuern ganz oder zum Teile auf den Arbeitern liegen, bis etwa später eine Verzögerung in der Volksvermehrung einen höheren Lohnsatz bewirkt. In diesem Falle sind also die Steuern der genannten Art sehr nachteilig. " Der Prophet der deutschen historischen Schule" der Nationalökonomie, Profeffor Roscher, erklärt in seinem System der Volkswirtschaft" im Jahre 1854: Wie das Wohlfeilerwerden der Lebensmittel, wenn sich der Bedürfniskreis des Arbeiterstandes nicht entsprechend bergrößert, ein Sinfen des Lohnes zur Folge hat, so muß das mittelten Klassen von den neuen Steuern betroffen, und das in einem Zeitpunkt, wo der neue Zolltarif denselben Mittelstand schwer zu belaften droht und die Erhöhung der Zölle des Auslandes den Warenaustausch und damit den ganzen wirtschaftlichen Verkehr wesentlich einzuengen verheißt." den " Das Berliner Tageblatt" faßt sein Urteil in Schluß zusammen: schworenen und Schöffen außer der Reisekostenentschädigung auch eine Vergütung für Zeitverfäumnis aus den Landesmitteln der einschlägigen Bundesstaaten gewährt werde. Sozialistische Gemeindewahlerfolge in Bayern. Bei den Gemeindewahlen in Fürth i. B. hat unsere Partei außerordentlich gut abges schnitten. In 6 von 14 Bezirken wurden ihre Kandidaten mit teilweise sehr großer Mehrheit gewählt. Es fiegten die Genossen " Für heute mag nur gefagt werden, daß diese Neichs- Berngruber, Zorn, Reichler, Schönknecht, Endreß und Hofmann. Von Finanzreform" gerade bei denen, die von der Notwendigkeit den übrigen 8 Sigen fielen je 2 den Freisinnigen und Demokraten einer Sanierung unserer Reichsfinanzen überzeugt find, ein und 4 den Nationalliberalen zu, die sich zusammen gegen die SozialGefühl tiefen Bedauerns darüber erwecken wird, daß eine demokratie verbündet hatten, weshalb unser Erfolg um so höher deutsche Regierung in diesen Zeitläuften mit solchen Finanzkünsten Kandidaten 3041, für die Gegner 3941 Stimmen. anzuschlagen ist. Insgesamt wurden abgegeben für die sozialistischen die schwierige und höchst bedeutungsvolle Aufgabe lösen zu Bor drei Jahren ging unsere Partei mit den Demokraten zufammen und errang damals ebenfalls 6 Size. Diesmal hatte sich Noch kurioser verhält sich die im Mosseschen Verlage er- die Volkspartei dem bürgerlichen Kartell gegen uns angeschlossen. scheinende arbeiterfreundliche Berliner Volksztg". Trozdem fiegten wir nicht nur in der gleichen Anzahl von Bezirken, Sie läßt die Steuererhöhungen auf Bier und Tabak sowie die sondern es fielen auf unsere Kandidaten noch 154 Stimmen mehr, Fahrtarten, Duittungs- und Reichs- Erbschaftssteuer un- als wir vor drei Jahren mit der Boltspartei zusammen hatten. berücksichtigt und behandelt dafür umso ausgiebiger in einem besonderen Leitartikel die Automobilsteuer. fönnen gedenkt." Die agrarische Presse hat gegen die Vorlage nicht viel einzuwenden, nur die Reichs- Erbschaftssteuer paßt ihr nicht. Die Kreuz- Zeitung" schreibt z. B.: Eine neue Schlappe in Südwestafrika. Teurerwerden derselben, wenn der Lohn bereits fo meorly, Wir haben, wie sich unsere Leser erinnern werden, dem Ge- am 18. 11. 82 zu Hafferode, Kopf- und Brustschuß; Reiter Mar friedigen, ein Steigen des Lohnes nach sich nach sich ziehen. Der Uebergang ist im ersten Falle ein ebenso behaglicher, ( der ganze deutsche Professor drückt sich hier in dem einen Wort aus!) wie im zweiten voll der traurigsten Krisen. Je langsamer die Preiserhöhung der Lebensmittel vor sich geht, umso eher ist zu befürchten, daß ihr die Arbeiter nicht etwa durch Auswanderung, verminderte Ehezahl usw., sondern durch Erniedrigung ihres Bedürfnismaßes, Einführung schlechterer Nahrungsstoffe usw. zu begegnen suchen. Uebrigens gilt das alles nur von den dauernden Veränderungen des Lebensmittelpreises, wie sie z. B. durch die Entwickelung des Ackerbaues, durch Steuern usw. hervorgebracht werden. Der Engländer John Stuart Mill schreibt in seinen Grundsäßen der politischen Dekonomie" im Jahre 1848: Alle Abgaben von notwendigen Lebensbedürf nissen sowie von Rohstoffen und Werkzeugen, die zur Hervorbringung dieser Bedürfnisse notwendig sind, auszuschließen, denn solche Abgaben nun leicht demjenigen Abbruch, was unbesteuert bleiben sollte, nämlich dem zu einer gefunden Eristenz eben ausreichenden Einkommen. In einem alten Lande Tagelöhner besteuern wollen, heißt also nur, eine Steuer mehr auf alle Arbeitgeber legen, es sei denn, daß die Steuer die viel schlimmere Wirkung habe, den Maßstab einer eben erträglichen Existenz in den Ansichten der ärmsten Volksklassen auf die Dauer noch tiefer herabzudrücken. tick mosbian Politische Geberficht. Berlin, den 23. November. Caldo Stengels Steuer- Bukett. 119 Nachträglich gemeldet: Am 23. September d. J. beim Ueberfall der Station Das: Amtlich wird aus Windhuk gemeldet: Am 13. November b. J. beim Ueberfall eines Wagens bei Deutsche Erde sind Gefallen: Gefreiter Bruno Stollenwert, geboren am 12. 1. 82 zu Schleiden. Kopfschuß; Reiter Karl Krull, geboren danken der Reichs- Erbschaftssteuer, als er zum erstenmal auftauchte, ange, geboren am 18. 3. 82 zu Leipzig- Lindenau, Kopfschuß. ablehnend gegenüber gestanden, weil wir alle direkten Steuern Vermißt und am 17. November d. J. tot aufgefunden: Unterund diejenigen, die von den Pflichtigen als direkte Steuern offizier Alfred Laudon, geboren am 3. 7. 81 zu Hameln, Bauchschuß. empfunden werden, den Einzelstaaten überlassen wissen wollten. Verwundet: Neiter Ostar Wipper, geboren am 3. 8. 82 Nachdem wir jedoch erkannt haben, daß bei der Stimmung der zu Langenfalza, schwer; Reiter Hermann Herzog, geboren Reichstagsmehrheit ohne Neichs- Erbschaftssteuer eine wirksame am 23. 12. 83 zu Mansfeld, schwer; Reiter Bruno Tschorn, Finanzreform nicht durchführbar ist, werden wir uns mit diefer geboren am 7. 12. 82 zu Gleiwig, leicht; Reiter Paul Militschke, Steuer abzufinden haben. Jetzt liegt uns nur noch daran, sie so geboren am 21. 3. 82 zu Klein- Dels, leicht. auszugestalten, daß die gegen sie zu erhebenden Bedenken nach Möglichkeit gemildert werden. In diesem Sinne ist, wie uns scheint, auch der Entwurf der verbündeten Regierungen gehalten. Dresden: Reiter Fris Rothe, geboren am 3. 9. 83 zu Bittan. Gefallen: Reiter Willi Hornoff, geboren am 25. 9. 83 zu Noch schärfer äußert sich gegen die Reichs- Erbschaftssteuer Am 7. Oftober d. J. im Gefecht bei Jerusalem gefallen: Gedas Intelligenzblatt der Landbündler, die Deutsche freiter Otto Göhre, geboren am 31. 10. 82 zu Grobzig; Reiter Tageszeitung": tr Friedrich Dähne, geboren am 7. 1. 81 zu Berlin; Reiter Am allerunangenehmsten ist und bleibt uns Friedrich Hessel, geboren am 9. 8. 79 zu Trier; Ausiedler die Reichs: Erbschaftssteuer, sowohl aus konstitutionellen, ilhelm Naber, geboren am 23. 4. 74 Borf. Seinen Wunden erlegen: Gefreiter Robert Löhr, geboren wie aus sozialen Gründen. Unsere Bedenken werden zwar dadurch einigermaßen abgeschwächt, daß die Erbschaften, die auf am 25. 5. 81 zu Wendessen. Reiter Richard Bennewiß, Kinder und Gatten übergehen, steuerfrei bleiben sollen; andere geboren am 6. 6. 83 zu Guben, am 18. November d. J. bei Heinis schwer verwundet, Schuß Brust, linker Oberarm. AußerBedenken aber, die wir öfters an diefer Stelle angedeutet haben, bem: Reiter Michael Hofbauer, geboren am 25. 9. 79 zu bleiben bestehen. Ob man den Versuch gemacht hat, Cbersroith, am 16. November d. J. beim Baden im Dranjefluß bas vererbte mobile Kapital anders zu beertrunken. steuern als das immobile, läßt sich aus den An" " Eine böse Rute hat sich der Nürnberger Gemeindeliberalismus deutungen der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" nicht gebunden. Um die Sozialdemokratie noch länger vom Rathause erkennen. Darüber, ob es zweckmäßig sei, die Verteilung fernhalten zu können, hat er sich bei den jüngst stattgefundenen des Ertrages der Erbschaftssteuer zwischen dem Reiche und Gemeindewahlen mit der Mittelstandspartei verbunden, der er zivei den Einzelstaaten von Jahr zu Jahr durch das Etatsgefeß Sige einräumen mußte. Aber schon in der ersten Sigung stellte sich bestimmen zu lassen, werden die Meinungen auseinandergehen; heraus, daß außer den offiziellen noch eine Anzahl verkappter doch dürften diese Bedenken hinter den grundsätzlichen zurücktreten. Mittelständler im Gemeindekollegium fizen, die als Freifinnige oder Sie wurden bald den LibeHätte man unsere Vorschläge, die wir nachher noch kurz wieder- Nationalliberale gewählt worden find. holen wollen, berücksichtigt, so würde man vermutlich überhaupt führt, indem die freifinnigen sowohl als die nationalliberalen Whitralen sehr unbequem. Das hat zu einer„ reinlichen Scheidung" ges auf die Reichs- Erbschaftssteuer verzichten können." glieder des Gemeindekollegiums dem Vorsißenden desselben mitgeteilt haben, daß fie sich zu einer freisinnigen und einer nationalliberalen Fraktion zusammengeschlossen haben. So hat das Bündnis mit den Mittelständlern dazu beigetragen, daß die vor den Wahlen so viel gerühmte„ Einigkeit des gefamten Bürgertums" in die Brüche geht. Zum Inkrafttreten des neuen Zolltarifs. In der UnternehmerDie Flotten- Demonftration der Demonstrations- Flotte. Die Ausführungen der Nordd. Allgem. 8tg." über die Also, es wird Ernst! Der frante Mann hat einen Anfall von Stengelschen Steuerpläne finden natürlich in der bürgerlichen Energie bekommen und tuscht nicht so, wie es die Musikanten des Bresse eine sehr verschiedenartige Beurteilung, im allgemeinen berühmten europäischen Konzerts eigentlich erwartet hatten. Langsam gehen aber selbst die freisinnigen Blätter mit dem duftigen und schwerfällig setzen sich die versammelten Schiffe in Bewegung, presse wurde während der letzten Monate mehrfach die Frage aufSteuerbufett weit milder ins Gericht als man nach der Ungeheuerlichkeit der Vorschläge erwarten sollte. Das ist erklär- und die Stomödie der bisherigen Vorbereitungen zur„ Demonstration" preffe wurde während der letzten Monate mehrfach die Frage auflich. Wenn man die Flottenvorlage und die von der„ Nordd. erhält einen etwas dramatisch- bewegten Gang. Der gute Abdul- geworfen, ob die Waren, die vor dem Inkrafttreten des neuen ZollAllgem. 8tg." in Aussicht gestellten Heeresrüstungen zu be- Hamid, der doch schon seine 63 Jährchen auf dem Budel hat, soll tarifs und der neuen Handelsverträge, also vor dem 1. März 1906 willigen gedentt, wenn man ferner im Brinzip der Regierung ein Schulbub, dem der besorgte Bater den Verbrauch des nicht mehr in den letzten Tagen des Februar zur Verzollung ge willigen gedenkt, wenn man ferner im Prinzip der Regierung sich mit Gewalt eine" Finanzkontrolle" gefallen lassen wie über die Grenze in das deutsche Zollgebiet eingeführt werden, aber darin zustimmt, daß die Sanierung der Reichsfinanzen sich nicht Taschengeldes kontrolliert. Die lieben Großmächte! Wenn's ihnen langen, noch nach dem alten, oder schon nach dem neuen Tarif zu durch Einschränkung der Ausgaben, sondern nur durch Vermehrung wirklich darum zu tun wäre, in die heillose türkische Wirtschaft ein verzollen find. Jezt erläßt der Finanzminister folgende Bekannt der Reichseinnahmen herstellen läßt, dann muß man auch bereit machung: fein, neue Steuerquellen zu erschließen, und zwar solche, die allzu flotten Demonstration noch beglüdwünschen. Aberaberin Beitungen und Zeitschriften ergibt, ist mehrfach die Auffassung wenig Ordnung zu bringen, könnte man sie zu ihrer bisher nicht Wie sich aus Eingaben an die 8ollbehörden und Erörterungen reichlich fließen. Soweit reicht aber weder die sogenannte Die ganze Geschichte läuft wie gewöhnlich in letzter Linie verbreitet, daß der geltende Zolltarif noch auf alle Waren Anwendung allzu flotten Demonstration noch beglückwünschen. Aber Vaterlandsliebe der liberalen Bourgeoisie, noch der konser einfach darauf hinaus, den internationalen vativen Agrarier, daß sie geneigt wären, die Laften der von vor allzu großen pekundären Verlusten zu schützen. Kapitalismus zu finden haben werde, die bis zum Ablauf des 28. Februar 1906 Und die Zollgrenze überschritten haben. Es wird hiermit ausdrücklich ihnen befürworteten Flotten- und Heeresvermehrung auf ihre barum Räuber und Mörder! Darum Tausende von englischen, darauf hingewiesen, daß diese Auffaffung nicht in vollem Unfange Schultern zu nehmen- folglich müssen sie der großen Volks.darum französischen, italienischen, österreichisch- ungarischen, voraussichtlich zutreffend ist. Nach§ 9 des Vereinszollgesetzes vom 1. Juli 1869 masse aufgeladen werden. Das sagen sich, wenn sie auch auch noch russischen und anderen Seebären alarmiert, darum Panzer-( Bundesgesetzblatt S. 317) unterliegen den Sägen des geltenden diese Schlußfolgerung aus Rücksicht auf die in ihrem Gefolge schiffe, Streuzer, Zerstörer- und wie die Ungetüme sonst heißen mögen( einschließlich) bei der zuständigen Zollstelle zur Verzollung, zur Tarifs nur noch diejenigen Waren, die bis zum 28. Februar 1906 unter Dampf gesetzt, darum ein Millionenreich aufgeregt und be- Abfertigung auf Begleitschein II oder zur Anschreibung auf Privat unruhigt! treditlager angemeldet und zur Abfertigung gestellt werden. Hieraus England hat zur Stunde 2 Fahrzeuge mit 53 Geschüßen und ergibt sich unter anderem, daß alle Waren, die bei Beginn des 946 Mann, Frankreich ein Panzerschlachtschiff und einen Zerstörer 1. März 1906 in öffentlichen Niederlagen, Privattransit- oder PrivatEine Reihe der wichtigsten Blätter, die hinter sich größere mit 67 Geschüßen und 64 Mann, Italien zwei Schiffe mit 43 Ge- teilungslägern mit oder ohne amtlichen Mitverschluß oder in den politische und wirtschaftliche Parteigruppen haben, hat bisher schüßen und 588 Mann, Desterreich zwei Kreuzer mit 56 Geschützen Beständen fortlaufender Konten vorhanden sind, den Säßen des noch nicht gesprochen; immerhin ergibt sich, wenn man die und 839 Mann auf die Beine gebracht. Dabei sind Avisos, neuen Tarifs unterliegen." verschiedenen Aeußerungen zusammenstellt, bereits eine recht Depeschenboote und ähnliches fleines„ Krupp"-Beug samt Bemannung interessante Blütenlese, die einen ziemlich sicheren Rückschluß nicht mitgerechnet. Was diese Demonstrations Flotte alles leisten darauf gestattet, welche Behandlung die Stengelschen Volks. schröpfpläne im Reichstag bei den Vertretern der Edelsten der önnte und was nicht, darüber mögen sich andere Leute, die mehr Nation und der nach Besitz, wenn auch weit weniger nach Beit haben als wir, die Köpfe zerbrechen. Wir werden ja hören, was für ein Mäuschen der gewaltig freißende Berg schließlich geBildung maßgebenden Klassen finden werden. trottenden Wähler der niederen Stände" nicht offen anssprechen, auch die Herren Freisinnigen und beschränken sich deshalb in weiser Vorsichtigkeit auf allgemeine unverbindliche Räsonnements und die Bekrittelung kleiner Nebensachen. boren haben wird. Die Freie Deutsche Presse", die ehemalige Eins ist erstaunlich: Deutschland, sonst Hans Dampf in allen Richters hält noch mit Freifinnige Zeitg." Eugen Richters ihrem Urteil zurück; sie hat ihren festen Standpunkt in Gaffen und Gäßchen, sieht sich diese Geschichte ausnahmsweise einDie anderen Staaten dader Escheinungen Flucht noch nicht gefunden. Vor- mal aus einiger Entfernung an! läufig wird die Meinung der Freifinnigen Bolts- gegen fönnen sich's ohne weiteres leisten; sie haben im eigenen Lande augenblicklich gerade gar nichts zu tun, weder England noch partei nur erst Frankreich, noch Italien, noch ganz besonders Desterreich- Ungarn Blatt meint: durch die" Boff. 8tg." vertreten. und Rußland! Musikanten, Komponisten und Notenschreiber unseres europäischen Wer doch auch so wenig zu tun hätte wie die Stapellmeister, Orchesters. Das Deutfches Reich. Aus dem bayerischen Landtage. " Herr Matthias Erzberger. Die bevorstehende Eröffnung des Reichstages gibt einem Teil der bürgerlichen Breffe Anlaß, wieder über die parlamentarische Wielreberei" der sozialdemokratischen Abgeordneten, die angeblich in erster Reihe die Verschleppung" der Reichstagsarbeiten berschuldet, zu räfonnieren. Demgegenüber stellt die Mainzer " Volkszeitung" fest, daß der größte Biel und Dauerredner des Reichstages nicht in der sozialdemokratischen Fraktion, sondern im Bentrum sist: es ist Herr Matthias Erzberger, der erst 1875 in Buttenhausen geborene Benjamin des Reichstages. 2 " Die Reichstags- Stenogramme erzählen grauenhaftes über seine Geschwäßigkeit. Um nur einen Teil der Materien" zu nennen, die dieser Bielbegabte meistert", sei angeführt: In der Session 1903 bis 1905 hat er geweisjagt über Abzahlungsgeschäfte, unlauteren Bier und Tabat sollen mehr bluten. Von den hundert Millionen, die sie mehr aufbringen sollen, muß weitaus der größte Kleiber, Berufsvereine, Detailreisende, Arbeiterverhältnisse in den Wettbewerb, foloniale bnd inländische Eisenbahnen, Bekleidungsämter, Automobilfahrerschutz, Bauhandwerkerforderungen, DienstTeil von der minder bemittelten Bevölkerung getragen werden. Militärwerkstätten, Hütten, Bergwerke, Heimwerkstätten, TextilEs gehört wirklich keine Kunst und keine Wissenschaft zur Ausindustrie, Beamientvarenhäuser, militärische Ausbildung und Rechtsarbeitung solcher Projekte, sondern nur die Entschlossenheit, sich pflege, Bost- und Telegraphen- Verwaltung, Reichsdruckerei, Subüber die gewichtigsten Bedenken, die namentlich auch vom sozialmissionswesen, Fabrifinspektorenberichte, Gewerbeordnung, Privat= politischen Standpunkte erhoben werden können, hinwegzusehen. versicherung, Reichsarbeitsamt, Streifpostenstehen, Unfallversiche= Und wenn solche Vorlagen eingebracht und gar durchgesetzt werden, rung, Waffenindustrie, Wohnungsgesetzgebung, Roll- und Steuerwundert man sich über das Wachstum der Sozialdemokratie? In der Fortsetzung der Beratung des liberalen Antrages bewesen, Strafvollzug, Statistisches Amt, Reblaus, Schlachtvieh- und Nein, die Sozialdemokratie hat wirklich ein märchenhaftes Glück." treffend die Gewährung von Diäten an die Schöffen und Fleischbeschau, Schußtruppe, Seemannsordnung, Servistarif, GlasBesonders ärgert sich das freisinnige Blatt über die Geschworenen erklärte der Justizminifter, daß es sich hier um hütten, Gast- und Schanfwirtschaftsbetrieb, Sausiergewerbe, Lehr. Quittungssteuer, während es die Reich 3- Erb- eine Frage handle, für die der Reichstag zuständig fei. Ohne eine lingswesen, Münzwesen, Socverte usw. usw. usw. entsprechende Aenderung des Gerichtsverfassungsgesetzes sei es den Unaufhörlich plätschert sein Redefluß, denn Herr Erzberger schaftssteuer ganz unberücksichtigt läßt: Und dann die Quittungssteuer. Sie ist ehedem vom Reichstag Einzelstaaten nicht möglich, Tagegeider zu gewähren, was an fich im hält es mit der Ansicht, daß die Quantität die Qualität zu ersehen Interesse der Justiz dringend zu wünschen sei. Der liberale Antrag vermag. weil fie gerade wurde schließlich, faft einstimmig zurückgewiesen worden, schließlich, soweit er bon Diäten die Gewährung die ordentlichen und soliden Personen trifft, die gleich bar von Landeswegen fordert, abgelehnt. Dagegen wurde die Regierung zu ersuchen, unter Abänderung bezahlen und sich gegen Streitigkeiten und Prozesse schützen beschlossen, wollen. Sie unterwirft Handel und Wandel unerquid der betreffenden Verordnungen( jetzt erhalten die Geschworenen lichen Placereien. Gewiß, die Quittungssteuer besteht in wöchentlich einmal freie Fahrt nach Hause vergütet) den Geschworenen einzelnen Staaten, deren Finanzen täglich find. Aber auch für die Dauer der jeweiligen Schwurgerichtsperioden freie Fahrt auf den Eisenbahnen und Posten zwischen der Station ihres Wohnortes Im Chemnißer Reichstagswahlkreis, in dem bekanntlich infolge wo sie besteht, wird sie nur als trauriger Notbehelf empfunden. und dem Size des Schwurgerichts in der Form der Ausstellung der Mandatsniederlegung Schippels eine Erfahwahl stattfinden muß, Preußen hat sie 1873, Sachsen 1886 abgeschafft. Jest soll sie von Preußen hat sie 1873, Sachsen 1886 abgeschafft. Jest soll sie von von Freikarten zu gewähren. Ferner wurde der Antrag des wird nach der Meldung bürgerlicher Blätter für die NationallibeReichs wegen wieder eingeführt werden. Sie wird namentlich den Bentrumsabgeordneten Lerno angenommen, der die Regierung er- ralen der Landtagsabgeordnete Langhammer, für die Konservativen Gewerbetreibenden, dem Handwerk, den Kaufleuten, dem Mittel- fucht, fie möge im Bundesrat dahin wirken, daß dem Reichstage Landtagsabgeordneter Bankdirektor Ulrich und für die Freifinnigen ftande läftig fallen. Ganz überwiegend werden die minder be- baldigft ein Gefegentwurf vorgelegt werde, wodurch den Ge- Bankdirektor Hüfner- Chemiz die Durchfallfandidatur übernehmen.Und er sprach von vielen Dingen: Wie z. B. von dem Aufschwung, Der Marine, von der Preffe, Bon der Runkelrübenfrage, Von der Hyder der Parteisucht. Ein Schlachtschiff von 20 000 Tonnen foll in Portsmouth auf Stapel gelegt werden. Der Bau dieses Riesenschiffes foll als die Antwort Englands auf die deutsche Flottenvorlage anzusehen sein. Wenn die Meldung zutrifft, können wir uns demnächst auf den Bau ebenso ungeheuerer Panzerungetüme gefaßt machen. Ob freilich Deutschland nicht doch schließlich der Atem ausgeht? " Flotten- Kindereien. Eine Flottenspende deutscher Gymnasiasten" soll ins Leben gerufen werden. Die Prima des Kaiser Wilhelm- Gymnasiums zu Hannover wendet sich an alle Gymnasiasten Deutschlands mit einem Aufruf, zu einer Flottenspende deutscher Gymnasiasten", die dem Kaiser am Tage feiner filbernen Hochzeit für die deutsche Flotte überreicht werden soll, ie 50 Bf. beizutragen. Man sieht, die Bourgeoisjünglinge, die noch die Schulbank mit ihrem Sizfleisch polieren, sind schon gerade so„ opferwillig", wie die Herren Eltern. Wenn die Herwhen wenigstens noch das Taschengeld eines Monats auf dem Alter des Vaterlandes opferu wollten! Spahn wird dem Parlament erhalten bleiben, ba er nach der Schles. 8tg." beabsichtigt, sich um die beiden Mandate für den Reichstag und das preußische Abgeordnetenhaus, die er wegen seiner Ernennung zum Oberlandesgerichtspräsidenten in Kiel verloren hat, wieder zu bewerben. Husland. Desterreich- Ungarn. England. Auch Rosebery. eine Generalgearbeitet hatten, wurden allein wegen ihrer sozial Demokratischen Gesinnung entlassen, so zum Beispiel London, 24. November.( W. T. B.) In einer gestern abend Prätorins lehnte in der Generalversammlung vom 10. Juli es ab, Kiefel, Springer, Frau Bauschke, Schmidt. Die Dynastie Brodas in Falmouth gehaltenen Rede bestritt Lord Rosebery, daß er eine befriedigende Auskunft über die Kündigungsgründe zu erteilen. seine Ansicht über das englisch- französische Marokko- Abkommen ge- Daraufhin verlangten 40 Delegierte die Einberufung einer Generalfreundlich genannt. Ich bin ein Freund jedes zivilisierten Landes, Worfizzenden( Broda) und Aufhebung der Kündigung des Geschäftsändert habe. Dan hat mich, führte der Redner weiter aus, deutsch versammlung mit der Tagesordnung: Beschwerde gegen den erſten und ich achte jede Nation. Wenn ich jedoch besondere Sympathie führers. Herr Broda lehnte statuten- und gefezwidrig die Einbes für irgend ein Volt hätte, so wäre es für Frankreich. Ich verstehe fast kein Wort Deutsch, und ich habe keine deutschen Freunde, wäh- schwerde durch den Oberpräsidenten belehrt, daß er dem Berrufung der Versammlung ab. Später wurde er auf Be rend ich viele Franzosen liebe und lange Zeit in Frankreich zugebracht langen nach Gefeß habe. Ich habe mich neulich über die Rede des Marquis of Lans- Herr Broda diese Belehrung erhielt, berief er und Statut stattgeben müsse. Bevor downe gefreut, in der er eine wohltoollende Haltung gegenüber allen versammlung mit anderer Tagesordnung zum 28. Auguſt ein. Zu dem man Ausstellungen machen kann, bezieht sich auf die angebliche Zwei uniformierte Polizeibeamte waren im Saal, etwa zehn for europäischen Nationen einnahm. Der eingige Punkt der Rede, an dieser Versammlung hatte Herr Broda Polizei requiriert. Einwilligung Englands in die Teilnahme an einem kontinentalen dem Saal postiert. Gegen diese Ueberwachung wurde vergeblich Kriege in diesem Jahre. Ich messe diesem Gerücht teinen Glauben aus der Mitte der Generalversammlung und vom zweiten Vorbei, aber man kann fich nicht zu ſehr beeilen, ihm zu wider- fizenden protestiert. Da Herr Broda aber es ablehnte, die Hermandad wieder zu entfernen, so verließen fast sämtliche ArbeitRosebery hat sich über Lansdownes Rede gefreut, also auch über geber und ein Teil der Arbeitnehmer den Saal. die Stelle vom listigen Potentaten". Das ist bitter. Die Rumpfversammlung beschloß nun auf Vorschlag des Herrn Broda: den Vorwärts" und die„ Berliner Volts Beitung" nicht mehr als Publikationsorgan zu benußen. Die von den Delegierten beantragte Generalversammlung mußte endlich am 3. November auf Anordnung des Oberpräsidenten stattfinden. Hier wurde zunächst nach angeblichen Versuchen des Herrn Broda, sich zu rechtfertigen, beschlossen: dem Vorsitzenden Broda zu erklären, daß seine Amtsführung durchaus zu mißbilligen ist, und das er ersucht wird, sein Amt niederzulegen. Ferner wurde ein stimmig von der Generalversammlung beschlossen: dem Vorstand aufzugeben, zweds Rücknahme der Kündigung Täterows mit diesem in Unterhandlung zu treten. sprechen. Dänemark. Reform der Militärrechtspflege. Norwegen. Das neue Königtum. Herr Giesberts in M.- Gladbach wird nun doch nicht ins preußische Dreiflaffenhaus einziehen. Er war von der Parteileitung des Zentrums ausersehen worden, bei der Erfahwahl im Landtags- Wahlbezirk Das Militärgericht in Kopenhagen hat dieser Tage drei Husaren, Sieg- Mülheim- Wipperfürth in den Landtag gewählt zu werden. Der die zu einer 25 tägigen Uebung einberufen waren, zu BuchthausKreis ist dem Zentrum todsicher. Die Bertrauensleute des Wahl- strafen verurteilt: einen zu drei Jahren, die beiden anderen zu je freises, unter denen das agrarische Element die Oberhand hat, stellten zwei Jahren. Sie sollen einen Sergeanten, als er den Schlafraum aber den Gutsbesizer Habert Schlid statt des Arbeiterfekretärs auf, betrat, überfallen und mißhandelt haben, erklären jedoch, daß sie und dieser ist jetzt auch gewählt worden. Der Kreis, der stellen- unschuldig sind. Derjenige, der der eigentlich Schuldige sein soll, weise eine hochentwickelte Industrie hat, sendet mun drei ist entflohen und nicht aufzufinden. Der Sergeant, der sich durch Gutsbefizer in den Landtag, von denen zivei allerdings maßlose Schifaniererei allgemein verhaßt gemacht hatte, ist ohne auch Juristen find. Das Zentrum darf seine Arbeiterschaft Schaden davongekommen. nach wie vor als Stimmvieh behandeln. Bei der kürzlich geZwischendurch hatte der reichstreue Vorstand die Aufsichtsbehörde wesenen Ersatzwahl für den gestorbenen Stögel, der bekanntlich hervorrief, zumal cs völlig unbescholtene Arbeiter trifft, hai behörde lehnte dies Anfinnen ab, da nicht das ge Das barbarische Urteil, das in ganz Dänemark Entrüstung gebeten, Zäterow feines Amtes fofort zu entheben. Die Aufsichtsdem Arbeiterstande entsproffen ist, hat man ebenfalls, vermutlich unsere Parteigenossen im Folfething veranlagt, eine Interpellation ringste gegen Täterow vorliege. Gegen Frau Reimann infolge des Widerstandes der bürgerlichen Partei- Angehörigen, feinen an den Landesverteidigungsminister über die Reform der und andere frühere Vorstandsmitglieder stellten die Herren Brodas Arbeiter aufgestellt. Zurzeit hat das Zentrum, das fich arbeiter- militärischen Rechtspflege einzubringen. Bereits int Prätorius außerdem einen Haufen Strafanträge bei der Staatsfreundlich und eine Boltspartei nennt, einen einzigen Arbeiter im Jahre 1903 interpellierte Genosse Borgbjerg den damaligen Kriegs- anwaltschaft- bislang trop reichsverbändlicher Umtriebe ohne Erfolg. preußischen Abgeordnetenhause fißen, und zwar den Bergarbeiter minister Madsen über dieselbe Angelegenheit, erhielt aber die Ant- Am 20. November fand eine öffentliche Mitgliederversammlung statt, zertreter August Brust. Herrn Giesberts hat man übrigens den wort, daß davon nicht die Rede sein könne, bevor nicht die Reform der um zu den bevorstehenden Neuwahlen Stellung zu nehmen. Ein nächsten freiwerdenden Sig im Landtage in Aussicht gestellt.- Zivilrechtspflege vollendet sei. Diese Reform ist aber bisher an stimmig wurde das Vorgehen des reichstreuen Vorstandes als dem Widerstand des Landsthings gescheitert und wird in den Terrorismus ungeheuerlichster Art verurteilt und beschlossen, mur nächsten Tagen zum dritten Mal einem gemeinsamen Ausschuß für die Liste des Verbandes der Schneider und Schneiderinnen zu beider Things überwiesen werden. Vielleicht gibt das furcht- stimmen. Nunmehr hat Herr Ernst Prätorius, vordem scheinbarer bare Urteil gegen die drei Soldaten den Anstoß dazu, daß die so Sozialdemokrat, jest Sozialdemokrat a. D. und lebhafter Graz, 23. November.( Eig. Ber.) Für den 28. November, dringend notwendige Reform der militärischen Rechtspflege etwas Reichstreuer i. D. eine Broschüre erscheinen lassen, die unter den Tag der Parlamentseröffnung, werden hier die umfassendsten beschleunigt wird. dem schönen Titel:„ Soll Parteifanatismus und Selbstsucht oder Vorbereitungen getroffen. Alle Arbeiter, auch die christlichsozialen, Gesetzmäßigkeit in der Verwaltung der hiesigen Ortsfranfenfasse der haben gänzliche Arbeitsenthaltung beschlossen, die sich auch auf den Schneider triumphieren?" vertrieben wird. Dieses Werkchen wimmelt Wagenverkehr, mit Ausnahme der Postkutschen, teilweise auch auf" Die ausländische sozialistische Preffe folgt mit gespannter schrieben wie die berüchtigten Pamphlete des„ Korbmacher Fischer". von Unwahrheiten und Entstellungen: es ist in derselben Art gedie Zeitungsdruckereien erstrecken wird. Die Morgenblätter werden Aufmerksamkeit den Ereignissen in Norwegen," schreibt Social- Natürlich dient dieses Werk der" Post", dem Reich" und dergleichen nicht erscheinen. Auch der Geschäftsverkehr dürfte größtenteils ein- Demokraten" in seiner Mittwochnummer, aber die Aufmerksamkeit Blättern zu wüsten Ausfällen für die Schutzbefohlenen des Reichsgestellt werden, da die meisten Kaufleute teils aus Furcht vor ist leider nicht schmeichelhaft für uns. Wir müssen einräumen, etwaigen Demonftrationen, teils auf gütliche Intervention ihrer An- daß unsere ausländischen Parteigenossen Grund haben, mit den verbandes. Die Neuwahl der Vertreter findet am 27. November gestellten Arbeitsruhe gewähren. Gegen den Willen der Partei- Schultern zu zuden und uns zu ironisieren, wenn sie sehen, wie statt. Die„ Reichstreuen" wühlen außerordentlich für die Dynastie leitung haben arbeiterfeindliche Elemente unter der Landbevölkerung das stolze, selbstbewußte" norwegische Bolt seine untertänigen Broda- Prätorius von Reichsverbandes Gnaden. Ueber den Ausfall Furcht erregt, so daß die Landleute an dem kritischen Tage das Grüße einem fremden Manne sendet, den es selbst aus der Un- der wühlarbeit dieser Terroristen werden wir berichten. Stadtgebiet scheuen werden, aus welchem Grunde man sich bereits bemerktheit hervorgezogen hat, wenn sie sehen, wie dieses Volk vorher mit Milch und Marktwaren verproviantieren muß. Die in einer Betäubung von Königsverehrung herumgeht und, gleichsam Gift ge Farben bei Herstellung von Abzichbildern. Kürzlich, in städtischen Schulen werden geschlossen sein, bezüglich der anderen ist wie Seiden, um selbstgemachte Gözenbilder tanzt. Der„ Vorwärts" Nr. 278 hatten wir darauf hingewiesen, daß die gefezwidrige Ver noch keine Verordnung erschienen. In den Provinzorten finden schreibt, daß er an der Richtigkeit des Telegramms, bas er über wendung giftiger Farben bei Herstellung von Tapeten und dergl. täglich Kundgebungen zugunsten des allgemeinen Wahlrechts statt. die einstimmige Königswahl des Storthings empfangen eine so große Ausdehnung gewonnen hat, daß die Breslauer Filiale hatte, zweifeln müsse. Sonst hätten ja auch die Sozialdemokraten des Verbandes deutscher Tapezierer( Albert Poche, Breslau, FürstenEs marschiert. machen mußten. die Königsfarce mitgemacht! Es ist leider wahr, daß sie mit- straße 21) dringend um llebermittelung verbotswidrig hergestellter Aber wir weisen unser wertes Bruderorgan Tapetenproben ersucht hat. Heute können wir auf einem anderen auf Gritsens und auf unsere Begründung für das Verhalten der Gebiete über massenhafte Verwendung von Giftfarben bei HerSozialdemokraten zur Königswahl hin. Diese Begründung ist stellung von Spielwaren berichten. Es wird nämlich jest gegen durchaus stichhaltig, auch für Sozialdemokraten." Unternehmer der Abziehbilderfabrikation, die ihren wegen Verwendung bleiweißhaltiger Farben vorgegangen. Paris, 22. November.( Eig. Ber.) Den Anstoß hierzu gab die Erkrankung eines Töchterchens des Herr Roubier operiert wirklich ausgezeichnet. Um feine neue, praktischen Arztes Dr. Fode in Düsseldorf an einem Nierenleiden. aus den gemäßigten Parteien zusammengesetzte Majorität zu beNach Ansicht des Dr. Focke lag eine Vergiftung vor, hervorgerufen festigen, mußte er die alte Bloc- Majorität desorganisieren, den durch das Hantieren mit Abziehbildern. Er schlug Lärm, sodaß sich bürgerlichen Radikalismus in die Zwangslage bringen, seine Unehrdas Reichsgefundheitsamt mit der Sache beschäftigte. Gegen lichkeit vor dem Lande aufzudecken. Er mußte die bourgeoise Demoeine Anzahl Nürnberger Kunstanstalten, die sich mit der Herstellung tratie" debauchieren". Die Sozialisten waren entschlossen, den von Abziehbildern befassen, wurde darauf das Verfahren wegen Stampf für die von der Regierung bedrohte Koalitionsfreiheit, der Verwendung giftiger Farben eingeleitet. Burzeit sind mehr als unmittelbar nach der Beendigung des Arsenalstreifs nicht von augen50 Fälle bei Gericht anhängig; die meisten Anzeigen sind aus blidlicher Notwendigkeit war, bis zur allgemeinen Beratung der Sachfen eingelaufen. Vom Ministerium erging an die Polizei Barthouschen Novelle zum Gewerkschaftsgeseh zu vertagen. Aber die Kein Schiedsgericht! Keine Gesetzesverletzung! behörden der Auftrag, dem Verkehr mit Abziehbildern ein besonderes Herren Rouvier und Thompson provozierten unsere Genossen in einer Haag, 24. November.( W. T. B.) Der Minister des Aeußern Augenmerk zuzuwenden. Das hat die Unternehmer in große Aufso heftigen Weise, daß diese es vorziehen mußten, sofort in die hat der Kammer eine Denkschrift zugehen lassen, in welcher er er- regung verfeßt, sie befürchten wieder einmal ihren völligen Debatte einzutreten. Herr Rouvier wollte seinen„ Sieg" haben flärt, er habe schon 1904 der englischen Regierung vorgeschlagen," Ruin". Der Stadtmagistrat Nürnberg wurde mobil gemacht, es die Vereinigung aller bürgerlichen Elemente der Kammer unter der die Frage der niederländisch- südafrikanischen Eisenbahn einem wurde. ein Gutachten der städtischen Untersuchungsanstalt ein Losung des Streifverbotes und die Sozialisten hatten feinen Schiedsgericht zu unterwerfen, eine Antwort. Englands sei bisher geholt, in dem die Bleifarben in den Abziehbildern fürGrund, ihm diesen Triumph zu mißgönnen, denn, wenn für Rouvier nicht eingegangen. Weiter wird erklärt, die Regierung habe bei unschädlich erklärt werden. Der Magistrat beschloß, an das bayerische diese Debatte ein Mittel war, die Verwirrung und Ratlosigkeit in der der Ausweisung des Journalisten Catz und des Sozialisten Nieuwen- Minifterium die Bitte zu richten, es möge bei den anderen Bundesradikalen Opposition zu steigern, so war sie für die Sozialisten das huis aus Preußen nicht interveniert, weil feine Gesegesverlegung regierungen darum nachsuchen, daß diese Beanstandungen eingestellt Mittel, volle Klarheit über den Klassencharakter des Parlaments zu stattgefunden habe. Endlich spricht der Minister die Hoffnung aus, werden. Diese Fürsorge für Fabrikation und Verwendung gefund schaffen. Unseren Genossen Allard, Ferrero, Sembat daß die Grenze zur Ausfuhr von Vich nach Deutschland geöffnet heitsschädlicher Stoffe feitens des freifinnigen Stadtmagistrats iſt und Jaurès war es beschieden, in vortrefflichen Reden das Das Gesez vom 25. Juni 1887 zählt unter patriotische Argument der Gewerkschaftsfeinde in seiner inneren Afien. den gesundheitsschädlichen Farbstoffen, die unter feinen Umständen Natur bloßzulegen. In der Tat, wenn die Berufung auf die nationale zur Herstellung von zum Verkauf bestimmten Spielwaren Verwendung Verteidigung das Streifrecht aufheben soll, warum sollte dann den finden dürfen, solche auf, die Blei enthalten.§ 12 des Gesetzes vom Arbeitern der Privatindustrie, die für die KriegsverLondon.( W. T. B.)" Morning Post" meldet aus 14. Mai 1879 stellt allgemein die Herstellung, den Verkauf und die waltung liefert, den Arbeitern der Geschüßfabriken, der Gießereien, Schanghai: Chinesische und japanische Bevollmächtigte ver- Feilhaltung solcher Spielwaren unter Strafe, deren bestimmungsder Konservenfabriken usw., warum sollte dann den Eisenbahnern handeln in Beting über das Recht der Japaner, auf mäßiger oder voraussehbarer Gebrauch die menschliche Gesundheit zu Die Koalitionsfreiheit gewahrt bleiben? Der„ Patriotismus" wäre der Liautung- Halbinsel die oftchinesische Eisenbahn zu pachten und beschädigen geeignet ist. Die Herstellung von Abziehbildern unter donn die Rechtfertigung der Verslavung des Proletariats. Auch eine militärische Bedeckung für die Bahnstrede zu unterhalten, Verwendung von Bleiweißfarben dürfte unter diese Strafbe die ertremsten Radikalsozialisten ließen sich von diesem aus den sowie neue Eisenbahnlinien von Hsinmintun nach Mukden, von ſtimmung fallen. Blasebälgen des großen Ausbeutertums stammenden patriotischen Mukden nach Widschu und von Tschanatschun nach Kirin zu Wind ohne Widerstreben forttragen. Den traurigsten Eindrud bauen. machte Belletan, der für die Verdienste, die er sich als Minister um die Marinearbeiter erworben hat, vor der kapitalistischen Mehrheir stammelnd Buße tat. Schließlich bekam die Regierung mit 445 gegen 86 Stimmen das Vertrauen votiert, und die Tagesordnung der Cozialisten vereinigte nur 50 Stimmen auf sich. Graz, 23. November.( W. T. B.) Der Landtag nahnt heute nach längerer Debatte einen Ausschußantrag zugunsten der Einführung des allgemeinen, gleichen und geheimen Wahlrechts an. Frankreich. Die Opposition der Fünfzig. Die Begründung" lief bekanntlich darauf hinaus, daß die Hauptsitz in Nürnberg hat, von zahlreichen Staatsanwälten fozialdemokratischen Storthingsmänner infolge der vorhergegangenen Beschlüsse des Storthings und der Voltsabstimmung gezwungen gewesen seien, für die Wahl des Königs zu stimmen, und daß es sogar verfassungswidrig gewesen wäre, mit " Mein" zu stimmen oder sich der Stimme zu enthalten. Was wir von diesen„ Gründen" halten, haben wir bereits ausgeführt. Jedenfalls würde es einer ganz besondren Aufklärung bedürfen, wenn wir unsere Meinung über die sozialdemokratischen Königswähler ändern sollen. werden würde. Niederlande. Japan arbeitet. Soziales. Terrorismus in der Orts- Krankenkasse der Schneider und Schneiderinnen in Berlin. überraschend. 31 Belästigung der Zwischendecksreisenden. Zwischendecksreisende werden bei ihrer Ankunft in Amerika einer gesundheitlichen Unterfuchung unterworfen, nicht aber Kajütenpassagiere. Da in letzterer Zeit auch Kajütenpassagiere bei ihrer Ankunft in Ellis Jsland einer ärztlichen Kontrolle unterstellt wurden, sieht sich die" New Yorker daß fie bei der Landung in Zukunft nicht belästigt werden würden. Handelszeitung" veranlaßt, die Kajütenpaffagiere darüber zu beruhigen, Rouvier heimst nun die Glückwünsche der ganzen reaktionären Die New Yorker Staatszeitung" schreibt:„ Einwanderungs- KomPresse ein. Diese kann in der Tat triumphieren; denn der Radi- Der Reichsverband zur Bekämpfung der Sozialdemokratie hatte miffar Watchorn erklärte nachdrücklich, daß die Meldungen, welche in falismus hat, indem er den Hauptsak feines fozialen Reform bekanntlich Ende Mai dieses Jahres die Delegiertenverfammlung, an letzter Beit über Velästigung der auf Dzeandampfern eintreffenden programms preisgab, die Verlogenheit seiner Demagogie bloßge- der leider nur sehr wenige Mitglieder teilnahmen, überrumpelt und Rajütenpassagiere verbreitet wurden, jeder Begründung entbehren. Er stellt. Geradezu grotest aber ist das Geschrei, das die Bourgeoisie einen Herrn Broda an Stelle der Frau Reimann zum Vorsitzenden habe Superintendent Dobler beauftragt, darauf zu achten, daß die aller Richtungen darüber erhebt, daß die Sozialisten mit 50 gewählt. Bald rühmte sich der Reichsverband öffentlich, daß ihm in den Kajüten eintreffenden Passagiere sorgfältig beobachtet werden, Stimmen isoliert geblieben seien. Jaurès hat noch in der Kammer der Sturz der sozialdemokratischen Vorstandsmitglieder gelungen sei. damit sich feine Einwanderer, die bei ihrer Landung auf Ellis Island mit stolzen Worten diese Tatsache in ihrer wirklichen Bedeutung ge- Herr Broda waltete nun seines Amtes ganz im Sinne des Reichs- zurückgewiesen würden, als ajütenpaffagiere einschmuggeln fönnen, würdigt. Seit wann hat denn die sozialistische Partei, deren soziales verbandes. Ihm zur Seite stand insbesondere ein Staffenbeamter doch sollte vermieden werden, bona fide" Kajütenpaffagiere zu und politisches Bekenntnis in dem Sake mündet:" Die Befreiung Prätorius. Prätorins war ein paar Jahre lang eingeschriebenes belästigen. Die Instruktion zur leberwachung der Kajütenpassagiere der Arbeiterklasse kann nur deren eigenes Werk sein", das Bedürf- Mitglied des sozialdemokratischen Wahlvereins fei stets in Straft gewesen; denn von Zeit zu Zeit feien Kajitennis nach dem Wohlwollen und nach der Hülfe der Bourgeoisie gefühlt, im vierten Kreise. Indes war so manchem als verdächtig paffagiere auf ärztliche Gutachten hin nach Ellis Island gebracht wann die Kraft der proletarischen Bewegung nach den Abstimmungs- aufgefallen, daß er um allerlei Dinge sich fümmerte, die sonst worden, um dort ein Spezialverhör zu bestehen, ob sie zur Landung resultaten in den bürgerlichen Parlamenten bemessen? Nur das Parteigenossen weniger interessieren. Es war bei nicht wenigen der berechtigt wären, und dies würde in berechtigten Fällen auch ferner vollständige Unverständnis, das sich die liberale Presse in bezug auf Berdacht rege geworden. daß Prätorius nicht Sozialdemokrat fei. geschehen. Die fürzliche Entdeckung, daß es einem mit Trachoma alles, was mit dem Sozialismus zusammenhängt, bewahrt hat, er- Und dieser Verdacht trügte nicht. Sobald der Reichsverbands- Broda behafteten Einwanderer gelungen ist, sich in der ersten Kajüte durchklärt die durch das gespielte Mitleid nicht verdeckte Wut darüber, daß Borsigender geworden, war Prätorius mit diesem ein Herz und zuschmuggeln, habe die Einwanderungsbehörde veranlaßt nachzu= Jaurès nicht mehr bürgerliche Ministerien rettet, sondern als eine Seele. Runmehr hielt er es auch für gemeffen, das fozial- forschen, ob dieser Versuch eine Wiederholung erfahren werde; doch disziplinierter Soldat der geeinigten Partei gegen den Bloc der so- demokratische Kleid abzulegen: Herr Prätorius, meldete sei damit durchaus nicht die Absicht verknüpft, die Stajütenpaffagiere zialen Reaktion zu Felde zieht. Jene Leute, deren politische Weis im Juli feinen Austritt aus dem sozialdemo- anders zu behandeln, als es bisher der Fall gewefen. Alle gegenheir sich auf die parlamentarische Kombinationsrechnung beschränkt und fratischen Verein an und wurde nun zu einem teiligen Meldungen wären unbegründet." Wird eine ärztliche fich an dem Glauben festhalten fonnte, der Sozalismus werde sich eifrigen Bekämpfer der Sozialdemokratie. Kontrolle von Reisenden aus hygienischen Gründen für nötig erdamit bescheiden, beim Schmaus der bürgerlichen Beutepolitik einige Wie unter der Herrschaft Broda- Prätorius nunmehr Gesinnungs- achtet, so ist schlechterdings nicht einzusehen, weshalb die ZwischenBlähe zu belegen, find freilich nicht imstande, zu begreifen, daß der terrorismus getrieben wurde, mögen einige Proben veranschaulichen. deckereisenden belästigt" werden dürfen, die Kajütenpaffagiere aber Tag, an dem die sozialistische Partei den zusammengeschossenen Der Geschäftsführer Täterow, unter dessen Leitung, wie die Behörde nicht. Der Besitz eines teureren Villetts fann schwerlich Strankheiten bürgerlichen Parteien im Lichte des unerbittlichen Staffenlampjes erfreut fonstatierte, endlich der früher recht im Argen liegende beseitigen. Die läftige ärztliche Kontrolle der Zwischendecksallein gegenübergestanden hat, für den französischen Sozialismus Geschäftsgang der Kaffe ein geordneter geworden war, wurde zum reifenden ist mit der Notwendigkeit der Freiheit des internationalen geradezu ein Glüdstag gewesen ist, 1. Januar 1906 gekündigt. Beamte, die zur vollsten Zufriedenheit Berkehrs nicht vereinbar find. Gewerkschaftliches. Berlin und amgegend. Rusland. worden seient. Nein, dazu feien sie leider noch zu bumm, um in Jur Streit stehen 250 Metallarbeiter in Thun( Schweiz), da ihrer großen Maffe dieser Kulturbewegung nachzuleben. ihre Forderungen nach Erhöhung der ihnen gezahlten miserablen Schande sei es nicht, der Sozialdemokratie anzugehören.( Sehr An die organisierten Arbeiter Berlins und der Vororte! Löhne verweigert wurden. Die betreffende Metallwarenfabrik ge- richtig!) Uebrigens nähmen gerade die Gastwirte das Geld der ( Heiterkeit.) Nachdem Redner die Wir ersuchen die Genossen, das Inserat in der heutigen Nummer hört dem deutschen Kommerzienrat Selve, der hier mit Sozialdemokraten sehr gern. des" Vorwärts" zu beachten und eventuell aufzubewahren. Es ist arbeitet die Fabrit für die schweizerische Militärverwaltung. Selbe bertreten hatte, meinte er unter Bezugnahme auf den Kongreß der Direktoren und Meistern preußische Ausbeutungspraftilen übt. Dabei Interessen der Zivilmufiter gegen die Stonfurrenz der Militärmusik für die Folge notwendig, darauf zu achten, daß die weißgrüne möchte bei der Gelegenheit auch die ihm verhaßte gewerkschaftliche Militärmusikintereffenten, daß die Zivilmusiker jest in ben back Kontrollfarte in den Barbiergeschäften im Spiegel sichtbar angebracht Organisation der Arbeiter vernichten, was ihm jedoch nicht ge- batten, bas gefchloffen billige Musik erstrebe. Da gelte es, den bersammelten Gastwirten ein ganzes Unternehmertum gegen fich ist als Ausweis dafür, daß die Forderungen der Gehülfen bewilligt lingen wird. Es ist um so notwendiger, daß die Arbeiterschaft darauf achte, ob nicht nur die Arbeitgeber bemüht find, ihre Zusagen zurück in den Ausstand getreten. Man befürchtet, daß fämtliche 80 000 Die Erdarbeiter von Barie sind in einer Zahl von 10 000 zuziehen, sondern fie auch von einem kleinen Verein der Friseur der Hauptstadt der Bewegung folgen werden. Die Arbeiter verlangen gehülfen in ihrem Bestreben unterstügt werden, insbesondere dadurch, daß einen Stundenlohn von 60 Centimes, statt der bis jetzt gezahlten man die Kontrolltarte nachgeahmt hat. Diefelbe unterscheidet sich 45 bis 50 Centimes. nur durch die dunkelgrüne Farbe. Die nachgeahmte Karte fann als Ausweis dafür, daß der Inhaber zu den neuen Bedingungen beschäftigt wird, nicht gelten, da wir bereits das Gegenteil feststellen mußten. Auch andere Ausweise find ungültig und werden nur hergestellt, um zu dupieren. Die von uns herausgegebenen Karten werden nach sorgfältiger Prüfung der Arbeitsverhältnisse nur demjenigen Gehülfen ausge händigt, ber zu gleicher Zeit gewerkschaftlich organisiert ist und durch Darum achtet auf die weißgrüne Kontrollfarte! Hoch die Verband der Friseurgehülfen Deutschlands, Zweigverein Berlin und Vororte. unseren Arbeitsnachweis vermittelt wurde. Solidarität! Verfammlungen. Weihnachtsheiligabend und Silvester ber Barbiergehülfen. und München, gesprochen hatten, wurde gegen 21 Uhr nachts einStampf gefchloffen und energisch auszunehmen. Der Stärkste siege. Nachdem noch verschiedene Redmer, auch solche aus Hamburg timmig folgende Resolution angenommen: Die Bersammlung protestiert gegen die Beschlüsse des Militärmufifinteressenten- Kongresses, die darauf hinzielen, die be rechtigten Forderungen der steuerzahlenden Zivilmusiker entgegen zu arbeiten. Die Versammlung brudt dem schwer um seine Eristenz ringenden Zivilmufiferftande ihre volle Zustimmung zu feinem berechtigten Vorgehen aus." Eine Maffenversammlung der Berliver Gastwirtsgehülfen, die Durch Stärkung der Barbiergehülfen am Weihnachtsheiligabend und Silvester, die beide Es ist bis jetzt noch eine offene Frage, ob den Friseur- und in diesem Jahre auf einen Sonntag fallen, die Gonntagsruhe be- am Dienstagabend in den Induſtriefe sälen, Beuthitraße, fagte, schränkt werden darf oder nicht. Bekanntlich haben die in Frage beschäftigte sich mit der Frage einer Erweiterung des Arbeiterschuhes Der Referent, Reichstags- Abgeordneter fommenden Innungen sich an die Behörden gewandt mit dem Er. in den Gastwirtschaften. suchen, daß ihnen gestattet werde, ihre Geschäfte am 24. und Moltenbuhr, betonte vor allem die Notwendigkeit der Gewährun 31. Dezember d. 3. bis 6 Uhr offen zu halten. Dadurch würde also einer Mittagspause für die Gaftwirtegehilfen und der Vere die Sonntagsruhe, welche den Gehülfen sonst zusteht, um vier fürzung der Arbeitszeit. 60 freie Tage im Jahre müsie der GastStunden berkürzt werden. Die Gehülfen dagegen haben in Gin virtsgehülfe ebenso beanspruchen, wie alle anderen Arbeiter. Die gaben an die Behörden gefordert, daß an den beiden genannten Notwendigkeit des vermehrten Arbeiterschues ergebe sich aus dem erschreckenden Anwachsen der Stelluer- Berufsrnantheiten: Tuberkuloje, Betriebsstreit der Werkzeugmacher. Bei der Firma Tiek u. Sonntagen feine Ausnahme gemacht, die Geschäfte also wie ge- Blattfüße und Verdauungskrankheiten. Solange noch die Zahl der Die Behörden sind zwar Co., Oranienstraße 19a, haben fämtliche Schnitt- und Stangen- röhnlich um 2 Uhr gefchloffen werden. bauer die Arbeit niedergelegt. Den Anlaß zu dem Ausstande gaben bereit, dem Verlangen der Arbeitgeber nachzukommen, jedoch wollen arbeitslosen Gastwirtsgehülfen so gewaltig groß ist wie jest, sei eine Vernur unter der BeMaßregelungen und Lohndifferenzen. Der Betrieb ist von allen bingung berlängern, daß den Gehülfen als Ersatz für die verlorene Organisation und Druck auf die Gesetzgebung müsse man die Werkzeugmachern zu meiden. Sonntagsruhe einer der Feiertage ganz freigegeben wird. Unter Forderungen durchsetzen. Nach eingehender Begründung durch den Achtung, Ziseleure! diesen Umständen sollen die Arbeitgeber, wie es in den Zeitungen Verbandsvorsitzenden Poetsch vom Verband der Gastwirtsgehülfen Die Differenzen bei der Firma Gladenbeds Bronze beigt, auf die Ausdehnung der Geschäftszeit an den beiden Sonn- wurde folgende Erklärung einstimmig beschlosion: Die von etwa 1000 Berfonen besuchte Versammlung der gast Gießerei G. m. 5. H., Friedrichshagen, Seeftraße, find, nachdem tagen verzichtet haben. die Firmeninhaber mit der Organisationsleitung in Unterhandlung der Gehülfen mit dieser Angelegenheit. Die Versammlung war ein durchaus mangelhafter; er genügt faum, die Arbeitskraft vor Am Donnerstag beschäftigte sich eine gut besuchte Versammlung wirtschaftlichen Angestellten Berlins erklärt:„ Der Arbeiterschutz im Gastwirtsgewerbe( Bundesratsverordnung vom 28. Januar 1902) ist getreten, beseitigt. einberufen vom Verband der Friseurgehülfen Deutschlands, dem Die im Ausstand gewesenen Kollegen nehmen am Sonnabend, Verband beutscher zamenfriseurs und Berüdenmachergehülfen und der allerschlimmsten Ausbeutung zu schützen. Im Intereſſe der den 25. 5. Mis., die Arbeit unter den geregelten Bedingungen bent Gehülfenausschuß der Berückenmacher- und Friseur- Innung. materiellen und sittlichen Hebung des Gastwirtsgehülfenstandes ist Gesundheit sowie eines geordneten Familienlebens Der Altgehülfe Rohde von der lettgenannten Jnnung referierte. Der Vorstand des Verbandes der Graveure, Ziseleure 2c. Er betonte, daß man bis jcht noch nicht mit Sicherheit wiffe, ob die ein vermehrter Arbeiterschutz unerläßlich. Als nächstes Ziel ist anzustreben: 1. ein wöchentlich wiederkehrender Ruhetag von Die Steinarbeiter beschäftigten sich in ihrer Versammlung am Arbeitgeber wirklich auf ihr Verlangen, die Geschäftszeit an den 86 Stunden; 2. die Verkürzung der effettiven Arbeitszeit auf zwölf beiten Sonntagen zu verlängern, verzichten werden. Umso nadjDonnerstag mit dem Streit bei der Firma Holzmann in der Vort brücklicher müßten deshalb die Gehülfen aussprechen, daß sie auf feinen Stunden pro Tag; 3. Festsetzung einer Mittagspause von mindestens straße. Die Forderung der Streitenden war: Anerkennung des für Berlin geltenden Tarifs, den die genannte Firma bisher noch nicht all an den genannten Sonntagen länger als bis 2 Uhr arbeiten einer Stunde; 4. Ausdehnung der geseglichen ArbeiterschutzPersonal." trat die Firma Holzmann dem Tarif bek. Nach diesem Erfolge würde. Dieser Ansicht gaben auch die Diskussionsredner Ausanerkannt hatte. Nachdem der Streit einen Tag gewährt hatte, toürden. Sie könnten ja bazu nicht gezwungen werden, auch wenn bestimmungen auf das gesamte im Gastwirtsgewerbe beschäftigte den Arbeitgebern das längere Offenhalten der Geschäfte gestattet brud. Zu der Versammlung waren auch die Korporationen der Arbeitgeber eingeladen. Vertreten war aber nur die Freie Vereinigung selbständiger Barbiere. Der Redner derfelben sagte, die rcie Bereinigung fei beim Polizeipräsidenten dahin vorstellig geworden, daß dem Ersuchen der Innungen nicht stattgegeben werbe, da ein Bedürfnis, die Geschäftszeit an den beiden Sonntagen zu verlängern, nicht bestehe. Die Mitglieder der Freien Vereinigung würden wie immer um 2 Uhr schließen, ihren Gehülfen aber deffenungeachtet ben zweiten Weihnachtstag freigeben, wie es im Tarif bertrage festgefest ist. wieder auf. wurde der Streit als beendet erklärt. Deutfches Reich. Die Tarifbewegung der Buchbrucer in Bonn ist beendet. Sunt Ausstande ist es nicht gekommen. Die Gehülfen haben die Kündigung zurückgezogen, nachdem in allen zwölf in Betracht kommen ben Betrieben der Tarif schriftlich anerkannt wurde. Nur zwei Buchdruckereien find nun in Bonn noch nicht tariftreu; diese konnten aber in die jeßige Tarifbewegung nicht eingezogen werden, weil dort keine Verbandsmitglieder beschäftigt find. Der eine ber tariffeindlichen Betriebe ist die Druderei der Deutschen Reichszeitung", des bekannten 3 entrumsblattes. Es nemit den Buchdruckertarif eine fozialdemokratische Einrichtung" und beruft sich gegen den§ 34 des Tarifs auf den jebigen Papst Pius X., gemäß deſſen Motuproprio der Befißer einer Sehmaschine als„ unantastbares Recht der Natur und vernünftigerweise" über diese verfügen fann nach seinem Belieben". Bius X. geht es bereits wie der Bibel; sowohl die Befürworter als die Gegner einer Anschauung berufen fich auf ihn: Scharfmacher wie Sozialpolitifer, Freunde wie Gegner der christlichen Gewerkschaften, Tariffeinde und Tariffchwärmer. ( Wiederholt, weil nur in einem Teil der Auflage.) Die Barbiergehülfen in Jena haben ohne Kampf einen schönen Erklärung. und Auf die in Nr. 268 des Vorwärts" gegebene Erklärung bes Ausschusses der Berliner Gewerkschaftskommiffion in Sachen der Beschwerde der Steinarbeiter an die Aufsichtsbehörde über die geschäftsordnungswidrige Handlungsweise des Borsehenden der Allgemeinen Ortstrantentaffe Berlin erwidern wir, daß der Mangel an befferer Einsicht wohl auf feiten des Ausschusses zu finden fein dürfte. Der Ausschuß scheint immer noch nicht einsehen zu wolleit, daß, wer urteilen will, nicht nur die eine Seite, den Kläger, sondern auch die Beklagten zu hören und nicht nur die formelle, sondern auch die materielle Seite zu berücksichtigen hat um den zu treffen, der Folgende Resolution wurde einstimmig angenommen: durch seine Handlungsweise die Beschwerde heraufbeschworen und 1mgegend protestiert auf das energischste gegen die Bestrebung der der Ausschuß eine Beschwerde, welche im Interesse der Mitglieder Die öffentliche Versammlung der Friseurgehülfen Berlins und Material gegen die Selbstverwaltung geliefert hat. Wenn weiter Innung, die Sonntagsruhebestimmung für den 24. und 81. Dezem geführt wird, Denunziation nennt, so können wir diese Ansicht nicht ber d. 3. zu durchbrechen, da hierfür gar kein Bedürfnis vorhanden teilen. Wir bedauern dies lebhaft und weisen die Provokation auf Wir haben den gesetzlichen und statuist, denn: an den Sonnabenden, den 23. und 30. Dezember, an das entschiedenste zurück. welchen Tagen die öffentlichen Arbeiten, sowie die Arbeiten in den tarischen Bestimmungen Rechnung getragen und können dies nicht industriellen Etablissements usw. bereits am frühen Nachmittag als Denunziation ansehen. oder doch etwas früher wie gewöhnlich beendet werden, bleiben die Die Delegierten der Steinarbeiter der Allgemeinen Friseurgeschäfte bis 10 Uhr abends offen. An den betreffenden Ortstrankenkasse Berlin. beiden Sonntagen selbst sind die Friseurgeschäfte bon 7% Uhr morgens bis 2 1hr nachmittags ununterbrochen geöffnet, und am Erfolg erzielt. Nachdem der größte Teil der Arbeitgeber dem Ver ersten Weihnachts. sowie dem Neujahrstage findet ebenfalls bis Letzte Nachrichten und Depeschen. langen der Gehülfen auf vollständige Schließung der Geschäfte an den zweiten Feiertagen der drei hohen Feste schon vor einigen Tagen stattgegeben hatten, ist nun noch fait der gesamte übrige Teil der Prinzipale dem Beispiele ihrer Kollegen gefolgt. Nur ein paar ..besser fituierte“ Meister stehen noch schmollend fern, doch auch fie müffen nun mitmachen, mögen sie wollen oder nicht. 2 Uhr nachmittags ein ununterbrochener Betrieb statt. Die Verfammelten beauftragen das Bureau, diese Resolution den Behörden zuzustellen und erklären, an den genannten Tagen nicht länger als bis 2 Uhr nachmittags arbeiten zu wollen." Zur Abwehr der Beschlüsse des MilitärmusikinteressentenWahlen: Die Abgeordnetenwahlen in Hessen. Neuer Ausstand der Hafenarbeiter. Baris, 24. November.( B. H.) Der Ausstand der HafenGroßgeran, 24. November.( Privatdepesche des Vorwärts".) Bei der heutigen Abgeordnetenwahl wurde Genosse Berthold Darmstadt mit allen gegen zwei Stimmen Rom beendeten Streif der Leipziger Gummidrechsler her sind Kongresses, der am 25. Oftober stattfand, hatte der Verein Ber- gewählt. Das„ Bureau Herold" meldet über den bisherigen Ausfall der noch 20 verheiratete Drechsler ausständig, weil die Arbeitgeber ihr liner Musiker aum 28. November nach seinem Vereinshaus, Kaiser Versprechen, das ausdrückliche Bedingung der Streitbeendigung war, Wilhelmstraße 18 m, eine allgemeine öffentliche Protestversamm Darmstadt, 24. November. Von den heute neu zu wählenden bei Einstellungen die Streifenden zuerst zu berüdsichtigen, nicht inne. Tung einberufen. Aus verschiedenen Städten Deutschlands waren halten. Arbeitsannahme in Leipziger Gummivarenfabriken ohne Delegierte von Musikervereinigungen erschienen. Auch der Zen- bgeordneten zur zweiten beffifchen Stammer find bis jetzt bekannt: eingeholtes Einverständnis der Streifleitung ist daher Streifbruch. tralverband war bertreten. Der Präsident des Allgemeinen beut. Drei Nationalliberale, vier Sentrumsmänner, ein Bauernbändler, Auch vor den Gerichten zeitigt der Streit immer noch seine Nach- fchen Musikerverbandes, Herr G. Vogel, hielt bas erste Referat. zwei Sozialdemokraten und zwei Freifinnige. wirkungen, Verurteilungen aus§ 152 beato.§ 153 ber Gewerbe- Er wandte sich gegen die Angriffe, die auf jenem bon Gastwirten Ordnung find an der Tagesordnung. So war ein Streifenber, ber veranstalteten und hauptsächlich von solchen besuchten Kongresse Feiler Paul Snof vom Amtsgericht durch Strafbefehl mit acht Tagen gegen die Zivilmufiter gerichtet worden sind. Er hatte den EinGefängnis bedacht worden, weil er einem Arbeitswilligen zur Teil- bruck, daß der Kongreß dazu dienen sollte, die Zivilmusiker einzu- arbeiter ist für kommenden Sonntag aufs nene beschlossen worden. nahme am Streit durch die Drohung habe zwingen wollen, er werde schüchtern, damit die Lokalinhaber billigere Militärmusiker als ihn aus seiner Nebenerwerbsstellung als Portier im Saaletabliffe- jest betämen. Man habe auf dem Kongreß die Zivilmufifer be Rom, 24. November.( B. H.) Sämtliche Flüsse Italiens sind ment Schloß Lindenfels" bringen. Tatsächlich ist der Arbeits- leidigend so hingestellt, als wären fie eine bisziplinlose berlotterte willige auch aus dieser Stellung entlassen worden, der Wirt soll ihm Gesellschaft. Die Alagen, daß sie nicht befferen Ansprüchen ge- über die Ufer getreten und haben großen Schaden angerichtet. Rom gesagt haben, er könne sich wegen des Portiers nicht mit der Arbeiter- nügten, tämen meist von den Seiten aus den Reihen der Lokal ist von einem großen See umgeben. fchaft überwerfen. Stof, dem es gar nicht eingefallen war, den befizer, wo man um der Reklame willen uniformierte KolleArbeitswilligen irgendwie zu bebrohen, da er nur gutwillig biefen gen wünsche. Die Preise sollen durch die Zivilmufiler zu hoch vor den Folgen seiner Handlungsweise babe warnen wollen, erhob geschraubt werden. Nun, bielfach würden Arbeiter beffer bezahlt London, 24. November.( W. T. B.) Dem Reuterschen Bureau Einspruch gegen den Strafbefehl, das Gericht aber erblidte in jener als Musiker. Sogar in Theatern gäbe es noch Monatsgagen Aeußerung, wie das selbstverständlich bei unseren Berichten ist, eine von 80 M. Bei Zivilmufiffollegen gäbe es wahre Kunstleistungen, wird als Ergebnis der heutigen Beratung des Kabinette mitgeteilt, Bedrohung, und ermäßigte nur die Strafe um zwei Tage, weil es und wo das nicht der Fall wäre, da hätten die Militärkapellen durch das Kabinett werde nicht wieder vor das Parlament treten und es annahm, daß an der tatsächlich erfolgten Sündigung der Angeklagte ihre Konkurrenz die Zivilkapellen vernichtet. Redner führte an, schiebe die Lösung der Frage, ob Demiffion des Kabinetts oder Aufwie durchaus anerkannte Leistungen von Orchestern im Theater lösung des Parlaments, um einige Wochen hinaus. feine Schuld getragen habe. des Westens, der Sommeroper im Neuen föniglichen Opernhaus 11 die zweite Instanz. Bon der Tarifbewegung der Leipziger Buchhandlungs- Markt- und der Oper am Weinbergsweg, die von Zivilmusikern zusammen helfer. Jbren Kollegen in den Verlags- und Kommissionsgeschäften gestellt waren, geboten wurden. Auch noch andere Beispiele für folgend, haben auch die Martthelfer in den Leipziger Sortiments- die Leistungsfähigkeit von Bibiltapellen gab er zum besten. Redner Buchhandlungen mit ihren Arbeitgebern einen Lohn- und Arbeitsschloß unter lebhaftem Beifall mit dem Wunsche, daß das objektiv tarif abgeschlossen. Danach find die Löhne für Laufburschen je nach urteilende und wohlgesinnte Bublikum sowie die Breffe die Bibil bem Alter auf 12 bis 16 M. wöchentlich, für Markthelfer auf 18 bis musiker in ihrem berechtigten Kampfe um die Griftena unter 25 M., eventuell aber nach Leistung mehr, festgesetzt. Die Arbeits- ftüßen möchten. In der Diskussion sprach unter anderem eut zeit beträgt 10 Stunden, bom 15. September bis Sonntag Rogate nant a. D. Wasserbogel, der Hauptreferent bom Militär11 Stunden, Nachtarbeit wird mit 40 bis 75 Bf. pro Stunde ent- mufifinteressenten- Stongreß. Auf berufliche Einzelheiten in der schädigt. Nach einjähriger Tätigkeit wird ein Urlaub von 3 bis Frage Militärmusiker- givilmusiker eingehend, fuchte er feine 5 Tagen gewährt; die Kündigungsfrist ist bierzehntägig. Bei Tarif- Stellungnahme auf jenem Kongreß zu rechtfertigen. Im übrigen streitigkeiten bildet ein Tarifausschuß die erste, das Gewerbegericht beftritt er, daß er und seine Meinungsfreunde den Zivilmusikern feindlich gesinnt seien. Man hätte vielmehr den Wunsch gehabt, auf irgend einer Basis eine reelle Einigung zu erzielen. Die Bataillons musiken, wenigstens die in Berlin, wo sie sich ere übrigten, gab er prcis, weil sie eine minderwertige Musik machten. Die Ausführungen auf dem Kongreß, die zur ftrittigen Frage gemacht seien, hätten sich mehr auf auswärtige Berhältnisse bezogen. Die Berliner Verhältnisse tönnten nicht als Maßstab dienen. Meh a. 8. habe 16 Militärkapellen. Dort müßten fich die Militärmusiker durchhungern.( Bwischenrufe: Oho! Heiterfeit.) Die Abschaffung der gewerbsmäßigen Militärmusit, die an sich die Militärmusiker freuen fönnte, würde aber bei minimaler staatlicher Besoldung dem Staat sehr viel Geld foften, mindestens 11% Millionen. Die gegenseitige Erbitterung zwischen Zivil- und Militärmusikern führe zu nichts. Blanschefski.Berlin, vom Zentralverband, verwies darauf, daß auf dem Kongreß der Musiker, toeil fie nicht mehr bitten, sondern fordern, als fozialdemokratisch verfeucht hingestellt Die zahmen Chriftlichen. In Nürnberg hielt der chriftliche Baherische Eisenbahnerverband eine Versammlung ab, in der ein Münchener Verbandsredner über die Wünsche und Bitten" des niederen Eisenbahnpersonals sprach, wobei er auch die Frage des attiven oder passiven Streits streifte. Er meinte, die Eisenbahner hätten sich nicht allein als Glieder der bestehenden Staatsordnung, sondern vornehmlich auch mit als deren Träger und Stüßen zu betrachten. Mit Rücksicht hierauf und wegen der tiefgehenden wirtschaft lichen Folgen eines Eisenbahnerstreifs und feiner Gefahr für die nationale Sicherheit lehne der Bayer. Eisenbahnerverband grund fäßlich Streit und Obstruktion als Mittel zum Durchbringen von Wünschen und Erledigen von Beschwerden ab.- Die braven Christlichen beschränken sich also aufs Wünschen und Bitten", und wenn auch der Staat sich demgegenüber taub zeigt, so bleiben sie dennoch seine getreuen Stüßen und Träger". Ueberschwemmung. Britische Kabinettstrife. Der Semstwo Rongreß. Moskau, 24. November.( W. T. B.) Der Kongreß der Gemstwoß und Stäbte nahm nachfolgende Abänderungsanträge an: Abschaffung der Ausnahmegesebe, Ernennung neuer Polizei und Berwaltungsbeamten, Unterordnung aller Minister mit Ausnahme des Hofministers unter den Ministerrat, Untersuchung sämtlicher unter Teilnahme des Publikums begangenen Ausschreitungen, Unteröffentlichen Sicherheitsfomitees und vollständige Amnestie für alle ordnung der Polizei unter die Semitwos und Städte, Schaffung von öffentlichen Sicherheitskomitees und vollständige Amnestie für alle bolitischen und religiösen Berbrechen, welche vor und nach dem Danifest begangen worden sind. Die Ablader in Moskau sind in den Ausstand getreten. Die Autonomie Bolens. Mostan, 24. November.( Meldung der Petersburger Telegraphenagentur.) Das Bureau des Gemstwofongresses fchlug vor, über den Entwurf der Resolution betreffend die polnische Frage zu beraten und frimmte der früheren Entscheidung des Stongresses über die Autonomie Bolens rückhaltlos zu. Die in dem Communiqué dargelegten Beweggründe für die Einführung des Belagerungszustandes in Polen entsprächen nicht den wahren Tatsachen. Der Scngreß erachtet als dringende Maßnahmen folgende: 1. Aufhebung bes Belagerungszustandes in Bolen; 2. Unterbreitung der Frage der Autonomie Bolens der ersten russischen Nationalversammlung unter der Bedingung der Einheit des Reiches; 3, unverzügliche Einführung der polnischen Sprache in den Elementarschulen, in den Gerichten der Gemeinden und bei Verhandlungen vor den Friedensrichtern in Polen. Verantw. Redakteur: Hans Weber, Berlin. Inseratenteil verantw.: Th.Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vortvärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt it. 27«. 22. mm i. Deilllge des SmMf Idiiici polblilott. 25 1905 Die Revolution in Rntzland. Die augenblickliche Situation ist die einer Vorbereitung und Rüstung auf allen Seiten zum neuen scharfen Kampfe. Der soeben abgeschlossene SemsNvo-Kongreß hat die Stellung der Liberalen klar und deutlich bestimmt: Die formelle Ablehnung der Einberufung einer konstituierenden Versammlung, tvomit die verfassunggebende Kompetenz auf die ordentliche „Duma" übertragen wurde und der Beschluß, die Regierung bei der Durchführung dieser„Verfassung" zu unterstützen ist ein der Arbeiterklasse, der Sozialdcniokratie geworfener Fehde- Handschuh. Zwischen dieser Partei der konstitutionellen Monarchisten, die von der Regierung der„schwarzen Hunderte" eine Verfassung erwarten und mit ihr. nicht aber zusammen niit„der Straße" die Freiheit durchsetzen wollen, und der Sozialdemokratie wird es über kurz oder lang zu scharfen Kämpfen kommen, die umso schroffer werden, je niehr die Bauern- unruhcn zunehmen. Schon der erste Feuerschein des Bauern- aufstandeS hat genügt, um den agrarischen Liberalismus in die Flucht zu jagen: die Angst vor der Revolution war die Grundnote aller Reden auf dem Kongreß. Jetzt drängen die Herren auf die schleunigste Durchführung der Duma-Wahlen zur Wiederherstellung der..Ordnung". Und man kann sicher erwarten: wenn diese liberalen Männer erst ihre Porte- fcuilleS haben und an der Macht sind, sie werden im rück- sichtölosen Gebrauch der Gewalt gegen die revolutionär« Arbeiterklasse und das Bauerntum den Absolutismus noch in den Schatten stellen!... Mittlerweile rüstet die städtische Arbeiterschaft fieberhaft zu weiteren Kämpfen. Die ganze Energie der Sozialdemokratie in Rußland wie in Polen ist jetzt auf die Organisation der Masse gerichtet. In erster Linie steht hier neben der Gründung einer legalen Pacteipresse die Schaffung legaler oder halblegalcr Gewerkschaften, sodann auch die Legalisierung der politischen Organisation der Sozialdemokratie. Neue Probleme der Taktik und der Organisation tauchen dabei aus Schritt und Tritt auf, und so geht. äußerlich unbemerkt, besonders für das Ausland unsichtbar, das Werk der inneren Klärung und Festigung des Klaffen- kampfeS unermüdlich fort. Die Revolution ruht nicht eine Sekunde auf den Lorbeeren. In den Momenten, wo sie keine lauten Schlachten schlägt und die Welt nicht mit Waffcngeklirr füllt, verrichtet sie den wichtigeren Teil ihrer historischen Arbeit: sie formt Klaffen und Parteien, vertieft das politische Bewußtsein, organisiert; sie trennt das sozial Verschiedenartige und vereinigt, was zu einander gehört. Und als bewußter Träger dieses Rcvolutionswerkes funttioniert eben zum ersten Male die Sozialdemokratie. Der Semstwo-Kongreß. Moskau, 24. November.(Meldung der„Petersburger Telegraphen-Agcntur".) Der Kongreß der Semstwoö und Städte hat die Einberufung einer konstituierenden Versammlung abgelehnt und sich für konstituierende Funktionen der ersten Versammlung der Duma erklärt. Moökau, 24. November. Der Kongreß der SemstwoS und Städte fordert die Unterordnung sämtlicher Minister unter den Ministerrat mit Ausnahme des Ministers des kaiserlichen Hofes. Der Kongreß hat sich mit'/, Mehrheit für daS allgemeine direkte Wahlrecht erklärt. Die Bourgeoisie organisiert sich. In Moskau wird demnächst, wie der„Russische Kurier" meldet, em allrussischer Kongreß der Kaufleute und Industrieller stattfinden, der das Programm für die handelsindustrielle Partei in der Reichsduma feststellen soll. Extremer Schutzzoll, schwächlichster KonstttutionalismuS, Scharfmachertum gegen die Arbeiter, das ist die politische Fahne der künftigen„Nationallibcralen" Rußlands, wie man schon voraussehen kann. Der Kauchf geht weiter. Petersburg, 24. November. Mehrere Fabrikbesitzer haben beschlossen, morgen die Arbeit wieder einstellen zu lassen, da die Arbeiter noch immer nicht ihre Forderung hinsichtlich Ein- fühning des Achtstundentages aufgegeben haben. PrtrrSbura, 23. November. Der Marineminister virilem lätzt die Newa-Werke, die geschloffen worden waren, am morgigen Freitag iviedrr öffnen. Er erklärt, den Arbeiten! solle dadurch eine letzt» Gelegenheit geboten werden, zur Arbeit zurückzukehren. Di« meisten anderen Werke in Petersburg haben bi» Anfang nächster Woche ge* schloffen. Sie wollen abwarten, wie sich die Arbeiter zu de» Matz nahmen der Regierung stellen werden. Die Zahl der gegen- wärtig in Petersburg unbeschäftigten Arbeiter w i r d a u f 60 000 angegeben. Petersburg, 24. November. Die oberste Klasse der Ingenieurschule ist»vcgcn der Entlastung des liberalen Kompagniechefs in den Streik getreten.— Die Arbeiter der neuen Admiralitätswerft boykottieren ihren Chef, den Aduüral Kusmitsch. Verband der Scharfmacher. Den,.Russischen Kurier" wird geschrieben: In M-Slau hat sich ein neuer Verband der Fabrik- besitzer gebildet. Der Verband will ein Kapital von etwa 10 Millionen Mark aufbringen, wozu jeder Fabrikant seinem Umsatz entsprechend beizutragen hat. Der Zweck diese« Verbandes ist, Kampf gegendie Streiks durch gegenseitige Unter st ützung und gegenseitige Versicherung Petersburg, 24. November. Der Verband der Druckereibesitzcr bcschloh, den in den politischen Ausstand tretenden Angestellten während dessen Dauer kein Gehalt zu zahlen. Dasselbe beschloffen die Moskauer Stratzenbahngesellschasten. Wie au? Moskau gemeldrt wird, haben die gcitunaShandler die Zeitung.Wetschernaja Poschta" boykottiert und gestern dir Druckereien derselben gänzlich zerstört. Moskau, 23. November. Ausständige Arbeiter zerstörten heute die labakfabrik von vostanschoglo sowie mehrere andere Gebäude und warfen einen Gtratzcnbcihnwagei, um. In Busuluk(Bau- vernement Samara) entstanden Unruhen durch einen Konflikt zwischen Polizei und Rekruten. Unter Führung von Handwerkern verübte der Pöbel(d. h. da» Polizeigestndel) Aus- ichreitungen und befreite 21 Kriminalverbrechcr. Mt großer Muhe wurde die Plünderung der Läden verhindert. Moskau, 24. November. Die Telephonarbeiter sind wegen der Arbeitsdauer in den Ausstand getreten. Auf der Nikolajew-Eisenbahn wird gleichfalls der Ausbruch eines neuen Streiks befürchtet. Immer noch Eisrnbahnerstreik. Breslau, 23. November. Wie die Eisrnbahndireltion Breslau mitteilt, ist der Güterverkehr nach Rußland über Trajcivo zurzeit gesperrt, ebenso auf der Strecke Dalachany-Becku- t�sucharany der transkaukasischen Eisenbahn. Auf der Strecke nach Rischni-Rowgorod und den dahinter gelegenen Strecken der Moskau- Kasan-Bahn sind die Güter nach den sibirischen Stationen vorläufig eingelagert worden, bis die Wetterbeförderung möglich ist. Hülfe notwendig! AuS Moskau wird geschrieben: Die Kasse derStreikkommission scheint erschöpft zu sein, denn in den letzten Tagen haben die Streikenden trotz aller Bemühungen keinen Kopeken auS dem Stretkkapital erhalten können. Warschau, 34. November. Der Gouverneur von Kurland hat an alle Militärgouverneure einen Befehl erlaffen, daß alle Personen. welche Versammlungen abhalten, als Aufrührer zu betrachten seien und daß die Versammlunge» gänzlich untersagt werde». Sollten jedoch Versammlungen abgehalten werden, so seien dieselben m i t Gewalt aufzulösen. Die Telegraphenbeamten in Pctrikau wurden angewiesen. Telegramme an Witte und den Zaren nicht zu übermitteln, wenn sie persönlichen Inhalts seien. In Lodz streiken in 37 Fabriken etwa 7—8000 Arbeiter. In Dombrowa wurden 12 Studenten verhastet. Die Rebellion in der Marine. Braila» 24. November. Trotz Intervention des russischen Konsuls können die hier vor Anker liegenden russischen Schisse nicht nach Bestarabien und Killa abdampfen, da die meuternden Matrosen erklären, nicht mehr nach Rußland zurückkehren zu wollen. Ein anderer russischer Dampfer. der zahlreiche russische Revolutionäre an Bord hat. und d:r erklär«. die Matrosen des„Potemkin" abholen zu wollen, damit sie sich an der Revolution iu Rußland beteiligen können, darf auf Befehl der Regierung nicht landen. Kosaken gegen Kosaken. Einer hiesigen Korrespondenz wird mitgeteilt: In Moskau wurde in dieser~ j,... en Tagen eine große Versammlung von Don-Kosaken abgehalten. Auf dieser Versammlung wurde ein Beschluß gefaßt, der dir Regierung ausfordert: 1. alle Kosaken, die auf wehrlose Bürger geschossen haben, zu bestrafen. 2. Die Kosaken für alle Zeiten vom Polizcidienst zu entheben. 3. Alle 13 Kosaken- Regimenter, die sich im Zentrum Rußlands befinden, in ihr« Heimat am Don zurückzusenden. Ein Erfolg der Kronstädter. Die Kronstädter Matrosenunruhen haben zur Folge gehabt, daß da« Marineministerium beschlossen hat. den Dienst in der Marine. der bisher sieben Jahre dauerte, um zwei Jahre zu verringern. Außerdem soll die Marine vollständig reorganisiert werden. Hiie der Partei. Di« Organisationen und der„BorwärtS"-Konflikr. Eine gutbesuchte Mitgliederversammlung des Sozialdcmokrati- schen Verein? zu Frankfurt a. M. beschäftigte sich am Dienstag mit der Sache. Im Auftrage des Vcreinsvorstandes begründete Genosse H ü t t m a n n folgende Resolution: „Die am 21. November 1005 im GcwerkschastShause in Frank- furt a. M. tagende Partcivcrsammlung präzisiert ihre Stellung- Nähme zum..Vorwärts"-Konflikt und seinen Begleiterscheinungen folgendermaßen: Die Parteivcrsammlung steht auf dem Standpunkt, daß Partei- vorstand und Pretzkommisston in Ausübung eines ihnen zustehenden Rechtes handelten, als sie eine Umgestaltung der„VorwärtS"-Redak- tion vornahmen, um die notwendige Uebereinstimmung in der prinzipiellen und tattischen Haltung des Zentralorgans der Partei mit den in Partcitagsöcschlüsscn ausgrsprochcncn Anschauungen der Gesanitpartei herbeizuführen. Ein Protest gegen diese Umgestaltung und die einzelnen dabei ergriffenen Maßnahmen durfte lediglich im Rahmen der Partei- organisation erhoben werden und war an die Beschwerdc-Jnstanzen der Partei, zunächst an die Kontrollkommission und dann eventuell an den nächsten Parteitag zu richten. Die Entscheidungen dieser Partei-Jnstitutioncn konnten für die Partei wie stir jeden Partei- genossen allein als maßgebend in Betracht kommen. Daher verdient die sensationelle, auch durch keinerlei vermeint- lich erlittenes Unrecht zu entschuldigende, aller Disziolin und allen Organisqtionsarundsätzen Hohn sprechende Art, wie oie ausgcschie- denen„Vorwärt»''-Redakteure unter mißbräuchlicher Ausnutzung ihrer Vertrauensstellung und völliger Nichtbeachtung des organi- sationsmSßigen Beschwerdeweges den Konflikt in die Oeffentlichkeit getragen und in parteischädigender Weise zu einem unerhörten Skandal breitgctrcten haben, die allerentschiedenste Mißbilligung der Gcsamtpartei. Die Bcrsammlung spricht die Ueberzeugung aus, daß dieser Standpunkt, der sich aus dem demokratischen Charakter und der Kampfstellung der Partei innerhalb der bürgerlichen Gesellschaft von selbst ergibt, von vornherein ohne weiteres von allen Partei. genossen und besonders den Preßorganen der Partei mit allein Nachdruck zu vertreten war, unbeschadet ihrer Ansicht über die in- stanzcnmäßig zu entscheidende Frage, ob den Redakteuren Unrecht geschehen sei oder nicht. Das vollständige Ignorieren diese« vom Partci-Jntcrcsse klar vorgeschriebenen Standpunktes und die zügellose Unterstützung des gekennzeichneten organisationszerrüttcnden Verhaltens der Rcdak- teure durch einzelne Parteiblätter, unter denen sich leider auch die Frankfurter„Volksstimme" befunden hat, qualifiziert sich daher als eine unverantwortliche Pflichtvcrgesscnheit gegenüber der Partei und ihren Organisationsgrundsätzcn. Ebenso ist die in der gleichen Richtung entfaltet« publizistische Tätigkeit einzelner Parteigenossen, besonders auch die der Genossen Südckum und Stampfer, zu be- urteilen. An der Stellungnahme der Frankfurter„Volksstimme zu der Angelegenheit mißbilligt die Versammlung in Uebereinstimmung mit einem am 10. November gefaßten Beschlüsse der Preßkommission und des Parteivorstandes in Frankfurt im besonderen die Vor- eiligkeit und Einseitigkeit de» Urteil», und weiter den Mangel an Takt und Zurückhaltung, die tendenziöse und irreführende Art der Berichterstattung, sowie die Aufbauschung der Affäre zu einer Parteikrisis..„ Die Versammlung spricht die bestimmte Erwartung aus, daß die Redaktion der..Volksstimme" in der Zukunft sich ihrer Vcrant. wortlichkeit gegenüber der Partei besser bewußt zeigen wird. Sie legt ferner der diesem Anlaß der Redaktion die Pflicht auf, die fortgesetzte Untergrabung de« Vertrauens in der Partei durch ihre immer wiederkehrenden unmotivierten Angriffe auf den Partei« vorstand, dem die Versammlung ihr unerschütterliche» vertrauen ausspricht, zu unterlassen. An die Parteigenossen richtet die Versammlung die dringende Mahnung, aus den ganzen Vorgängen die Lehre zu ziehen, daß allen solchen Versuchen, die individualistische Ueberhebung, An- mahung und Willkür zum leitenden Prinzip für da» praktische Handeln in der Partei zu machen, auf da» allerentschiedenste ent. gegen zu treten ist durch energische Geltendmachung dcS dcmo- kratischcn Organisationsprinzips der Partei." Den Standpunkt der Redaktion der„Volks stimme vertrat demgegenüber Genosse Ouarck, der seine Ausführungen mit den Worten sckloß:„Tie Redaktion sei froh und stolz, zu den„Vorwärtö". Redakteuren als Kollegen und Genossen aestandcn zu haben und bitte um Ablehnung der Borstandsresolution." Räch einer lebhaften Diskussion wurde der Schluß der Diskussion angenommen, nachdem der Vorsitzende darauf hingewiesen hatte, daß noch 17 Redner eingezeichnet seien. Der Vorsitzende teilte ferner mit, daß der Vorstand au» seiner Resolution zwei Absätze zurückziehe, die sich vornehmlich gegen die„Volksstimmc" lvcndcten. Weiter gab er davon Kenntnis, daß von Genossen Stolt die Vorstandsresolution unter Fortlassung eines weiteren Absatzes eingebracht worden und daß schließlich von Genossen Feescr eine. Resolution gestellt sei, die sich gegen die Haltung der„Volks- stimme" zum„Vorwärts"-Konflikt ausspreche und dem Partcivor- stände Vertrauen bekunde. Ein von Genossen Scheuing gestellter Antrag, überhaupt keine Resolution anzunehmen, wurde mit bc- trächtlicher Mehrheit abgelehnt. Bei den darauf vorgenommenen Abstimmungen wurden jedoch sämtliche Resolutionen gegen niehr oder minder starke Minoritäten, wie es in dem Bericht der„Volksstimmc" heißt, per Akklamation abgelehnt. Damit wurde die Versammlung kurz nach 2 Uhr geschlossen. 4k Der Sozialdemokratisch« Verein in Bockenheim bei Frankfurt am Main beschäftigte sich am Sonnabend in einer Mitglicdcrver- sammlung mit der„Vorwärt»"-Affäre. Das Resultat der zweistündigen Diskussion war, wie die Frankfurter„VolkSstimma" ganz kurz meldet, die Annahme folgender Resolution:„Dir Ver- sammlung billigt rückhaltlos das vorgehen der Preßkommission und des Parteivorstandes in der„Vorwärts"-Affäre und spricht dem Partcivorstand ihr Vertrauen aus." G Die KreiSkonscrenz de« Wahlkreises Di.-Gladdaih, welche am 22.??ove>nbrr in Viersen tagte, befaßte sich anch mit der„Vorwärts"- Angelegenheit. Von sämtlichen Rednern wurde daS Verhalten der scchö Redakteure gcmitzbilligt. Mehrere Genossen, die zugleich Lorstandsämter in den Gewerkschaften bekleiden, verurteilten schars da» Verhalten der Gcneralkommission. Folgende Resolution wurde einstimmig angenommen:„Die KrciSkonfrreiiz des Wahl- kreiseS M.-Gladbach nimmt Kenntnis von den Vorgängen in der „VorwärtS'-Rrdaktion. Sie erblickt in der Handlungsweise des Parteivorstandes uild der Berliner Pretzkominiffion keinen Verstoß gegen die Taktik unserer Partei. Dir KreiSkonscrenz steht auf den, Boden des marxistischen Sozialismus und verspricht, dir bewährten Prinzipien der Partei auch fernerhin hochzuhalten.' • Der Vorstand des BolkSvereinS für Mülheim- Wipperfürth- Gummersbach beschloß unter Hinzuziehung sämtlicher Bezirks- Vertrauensleute einstimmig eine Resolution, die sich völlig auf die Seit« de» Parteivorstandes stellt. Die Resolution soll in allen Be- zirken des Wahlkreises de» Mitgliedern zur Beschlußfassung unter- breitet werden. Der Sozialdemokratische Verein in Aachen nahm in einer schwach- besuchten Versammlung in Sachen des„VorwärtS"-KonfliktS eine Resolution an, die dem Parteivorstande volles Vertrauen ausspricht und �diejenigen Parteiblätter tadelt, die in der Dache ein Urteil fällten, ehe die Differenzen von beiden Seiten klargelegt waren. « Eine WahlverrinSversaminlung in Osnabrück beschloß mit allen gegen 2 Stimmen folgende Resolution:„Die Versammlung hat von dem Eilsstehen und dem Verlauf des„Vorwärt»"-KonfliktS Kenntnis genommen und billigt die Haltung des Parteivorstandes in dieser Frage. Sie bedauert lebhaft, daß die ausgeschiedenen Redakteure in so sensationeller Weise an die Oeffentlichkeit getreten sind, ohne die inr Organisationsstatut vorgeschriebenen Instanzen zur Entscheidung der Streitfrage anzurufen. Bor allem kann sich die Versammlung mit der Stellungnahme der Redaktion des„volköwille" iHannover) in der Nummer vom 3. November nicht einverstanden erklaren." » Der Vorstand dcS Sozialdemokratischen Vereins für den 7. sächsischen Reichstag»- Wahlkreis(Meißen- Großenhain)»ahm in seiner letzten Sitzung zur„Vorwärts"- Affäre Stellung und erklärte dazu in folgender einstimmig angenommener Resolution:„Dir heutige Sitzung, in der sämtliche Ortsgruppen de» Kreise» vertrete» sind, verurteilt die anläßlich der„VorwärtS"-Affäre in den Partei- zeitungen aufgetretenen, die Partei so schwer schädigenden Poleiniken ans da« entschiedenste und erwartet, daß die betreffenden AufsichtS- instanzen alles daransetzen werden, um zu verhindern, daß unsere Zeitungen in Zukunft für solche, die persönlichen Siigelegenheiten einzelner Parteigenossen betreffenden Dinge mißbraucht werden. In Iviedcrkehrendcn Fällen sind die Betroffenen auf den legalen, de» Instanzenweg zu verweisen. Die Parteizeitungen sind geistiges Gemeineigcntuni der gesamten Partei und haben deshalb nur den Interessen der Gesamtheit zu dienen. DaS können sie aber nur, wenn der verfügbare Raum vornehmlich zur Aufklärung, velchning und Propagierung unserer Ideen venntzt wird." Die Genossen Hu« und LcimpeterS sollten nach der Meldung eine» bürgerlichen Blatte« infolge ihrer von dem Vorstand des Bcrgarbeiter-VerbandeS nicht gebilligten Haltung der„Bergarbeiter- Zeitung" im„VorwSrt»"-Konflikt ihre Stellungen gekündigt habe». Wir hatten diese Nachricht seinerzeit in unserem gewerkschaftlichen Teil mit Vorbehalt wiedergegeben; die neueste Nummer der„Berg- arbeiter-Zeitung", in der man«in Demeutt dieser Nachricht erwartete, bringt nicht» in der Angelegenheit. Zur ManbatSniederlegung Gchippel« bemerkt die Wiener „Arbeiter-Zeitung" folgendes:„Der Abgeordnete für Chemnitz. Genosse Max Schippel, hat fein Mandat für den Reichstag niedergelegt. Die MandatSniederlegnng dürste wohl mit den Angriffen in Zusammenhang stehen, die Schippel« letztes Buch— wie schon mniiche seiner früheren— in Parteikreisen erfahren hat. Es behandelt die Handelspolitik der Vereinigten Staaten und läßt den Schluß zu. daß Schippel zu einem Zollkrieg mit Amerila rate. Mit der Partei ist Schippel innerlich schon seit Jahren zerfallen: insbesondere hat seine, ivenn auch verschleierte. Verteidigung der Agrarzölle lebhafte Anfichtung erfahren und seine sich daran knüpfende Artikelserie in dem Chemnitzer Parteiblatt auf dem Bremer Parteitag zu einein Tadelsvotuin gegen Schippel geführt. Ursprünglich einer der Radikaliften, Anhänger der sogenannten„Jungen" und Redakteur des„Sozialdeinokrat', ist Schippel. halb au» einsamer Verbitterung, halb au» Ueberzeugung, unausgesetzt nach rechts geschritten. bi« er den Zniammenhang mit der Gesamtpartei immer mehr und mehr verlor. An Kenntnissen reich und von einem unermiid- lichen Forschergeist erfüllt, hat er in den letzten Jahren doch allzu sehr Mangel an sozialdemokratischer Ueberzeugung ge offenbart. Seine MandatSniederlegung komnit also fast einer Trennung von der Partei gleich, mit der er ohnedies mir durch da« Maiidat ver- lnüpft war. Den Wahlkreis Chemnitz, einer der allersichcrstcn der Partei, hat er 1800 erobert und ohne Unterbrechung vertreten." Bon der schweizerischen Partei- und Klassenjustiz. In Solothuru war unmittelbar vor der NattonalratSwahl vom 29. Oktober der sozialdemokratische Kandidat Fürhol, wegen angeblicher„unzlichtiacr Handlungen' an einem 20jährigen Mädchen zu sechs Tagen Ge- fäiigms, Geldbuße, Entschädigung ,c. verurteilt worden. Unser Genosse rekurrierte sofort an das Solothnrnische Obergericht und trat von seiner Kandidatur zurück. Dt« bürgerlich« Presse ftukli- fizierte den Fall sofort in der bekannten schamlosen Weise und die Folge war, daß die sozialdcmokrattsche Stimineii- zahl stark zurückging und unsere Partei keinen Vertreter erhielt. Nun hat da« Obergericht unseren Genossen von der.unzüchtigen Handlung" sreigesprochen und ihn nur weoen Belcidigmig zu einer Geldbuße verurteilt. Ein RechtSgntachten ve« Züricher UiiiversttätsprofessorS Dr. Zürcher konimt zun» Schlüsse, baß weber objektiv noch subjektiv von einer unzüchtigen Handlung' die Rede sein könne und daß das erstinstanzliche Amtsgericht dem Sinne wie dem Buchstaben des Gesetzes Gewalt angetan habe. So treiben es in der Schweiz die bürgerlichen Parteipolitiker als Richter gegenüber ihren sozialdemokratischen Gegnern. Ein schandbares Klaffenregiment, eine torrumpierte Klassenjustiz. Wir freuen uns über die Rehabilitierung des Genossen Fürholz. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publitum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Gonnabend, 25. November. Anfang 72 Uhr: Opernhaus. Carmen. Schauspielhaus. Der Froschkönig. Neues. Ein Sommernachtstraum. Westen. Der Barbier von Sevilla. Nachmittags 2, Uhr: Kriemhilds Rache. Deutsches. Der Kaufmann von Benedig. Berliner. Anne- Marie. Vorher: Der Geigenmacher von Cremona. Nachmittags 3 Uhr: Stabale und Liebe. Lessing. Zwischenspiel. Anfang 8 Uhr: Schiller 0. Hofgunst. Urania 4 Uhr: Taubenstr. 48/49. Tierleben in der Wildnis. 8 Uhr: und Richtung aus. Allgemeine Familien: Sterbefasse. Heute: Zahltag Aderstraße 123 bei Wiesenthal und Mariannenstr. 48 bei Liebehenschel von 3-6 Uhr. Oeffentliche Bibliothek und Resehalle zu unentgeltlicher Be nukung für jedermann, SW., Alexandrinenstr. 26. Geöffnet täglich von Sozialdemokratischer Zentral- Wahlverein für den Reichstags5-10 Uhr abends, an Sonn- und Feiertagen von 9-1 und 3-6 Uhr. in den Lesefälen liegen zurzeit 515 Zeitungen und Zeitschriften jeder Art Wahlkreis Kalau- Luckau. Ortsverein Berlin. Sonnabend, den 25. November, abends 8, Uhr, findet unser 5. Stiftungsfest in den„ ArminFreireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 26. November, vormittags hallen", Kommandantenstr. 20, statt. 83%, Uhr, im Rathause, Saal 109, Eingang Jüdenstraße: Versammlung. Der große Lichtbilder- Vortrag vom Verein für Gesund Freireligiöse Vorlesung. Um 10%, Uhr vormittags in der Schul- Aula, sheitspflege des Voltes( Berlin Moabit), welcher am BußKl. Frankfurterftr. 6: Festvortrag des Herrn Walded Manasse. Gäfte, tage nach der polizeilichen Genehmigung wieder verboten worden ist, findet Damen und Herren, sehr willkommen. heute Sonnabend statt. Näheres im Inserat. Schiller- Theater. Schiller- Theater O.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- Wilh. Th.) Sonnabend, abends 8 Uhr: Sonnabend, abends 8 Uhr: Hofgunst. Luftspiel in 4 Aufz. b. Thilo v. Trotha. Im Lande der Mitternachtssonne. Gonntag, abends 8 Uhr: Hörsaal 8 Uhr: Elektromotoren u. Dynamomaschinen. Sternwarte InvalidenNora. Montag, abends 8 Uhr: Flachsmann als Erzieher. str. 57/62. XI. Berliner Saison. Zapfenstreich. Drama in 4 Aufzügen von Franz Adam Beherlein.. Sonntag, abends 8 Ub r: Gyges und sein Ring. Montag, abends 8 Uhr: Der Traum ein Leben. Zirkus Gebrüder HerrnfeldTheater. Heute präzise 8 Uhr: CASTAN'S Zirkus Busch. Albert Schumann Familientag PAN ANOPTICUM. Friedrichstr. 165. „ Ernte". Schattenspiel in 9 Bildern. ( Ballner Theater.) Wanderung durch das Niltal. Schiller N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Zapfenstreich. Romische Oper. Der unserer lieben Frau. Zentral. Musette. Gaufler to Nachmittags 3, Uhr: Minna von Barnhelm. Residenz. Der Brinzgemahl Kleines. Ghetto. Trianon. Der lezte Troubadour. Lustspielhaus. Die heilige Sache. Thalia. Bis früh um Fünfe! Nachmittags 4 Uhr: Hänsel und Gretel Carl Weiß. Maria Magdalena. Nachmittags 4 Uhr: Sneewittchen und die fieben Zwerge. Luisen. Der Beichenfresser. Deutsch Amerikanisches. Herr Herzog! Aber, Nachmittags 4 Uhr: Hänsel und Gretel in Amerika. Metropol. Aufins Metropol! Kasino. Das Opferlamm. Qtrollo. Prinzeß Rofine. Walhalla. In Lebensgefahr. Herrnfeld. 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Komische Oper. Friedrichstr. 104-104 a. Sonnabend, den 25. November, abends 8 Uhr: Hoffmanns Erzählungen. ant. Operi 3 Art., einem Vor- und einem Nachspiel v. Jacques Difenbach. Passage- Theater. Kleines Theater.nf. ber Abendborstellung 8 Uhr. Anfang 8 Uhr: Ghetto. Sonntag 7 Uhr: Ghetto. Zentral- Theater 3, Uhr: Minna v. Barnhelm. Abends 8 Uhr: Musette. Luisen- Theater. Abends 8 Uhr: Bozena Bradsky in ihrer entzüdenden DuncanParodie. Paul Jülich der unverwüstliche Humorist. 14 neue erstklassige Nummern. Der Beildenfreffer. Bernhard Rose- Theater Sonntag: Hamlet. Montag: Hamlet. Kasino- Theater Gesundbrunnen, Badstraße 58. Morgen Sonntag, den 26. November ( Totensonntag). Nur Abend- Vorstellung. Lothringerstr. 37. Täglich 8 Uhr. Die eiserne Maske Allabendlich ausverkauft. Glänzender Erfolg! Das Spferlamm. Borher: Kapitän Martens etc. Sonntag, abends 8 Uhr: Lolos Vater von 2'Arronge. pollo- Theater Abends 8 Uhr: Die November- Spezialitäten. 9, 1hr: Prinzeß Rosine bon Paul Lincke. Sonntag, den 26. November( Totenfonntag): Einmaliges Gastspiel ber Pariser Straßenfängerin Mad. Eugenie Buffet. oder: Die Geheimnisse eines Königshauses. Schauspiel in 5 Abteilungen u. einem Borspiel von C. Lebrun. Anf. 7 Uhr. Kaffeneröffnung 6 Uhr. Billett Borverkauf von 10-1 Uhr an der Theaterkasse. d Reichshallen. Heute: Stettiner Sänger. Zum Schluß! Fräulein Doktor. Zeitburleste von Mehsel. Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. and 100de0 76 5 OTÉRO und ein auserlesenes Heute Sonnabend, abends 7, Uhr: X. Grande Soirée High- Life. Gala- Progr. Bum viertenmal: Autobolide La belle Mlle.Mauritzia de Thiers Ferner: Neu! Los Queirolos. 6 Personen. Driginal spanische Truppe. Neu! Neu! 4 indische Fakire. Miß Texas Hattie. Die bellebte jugendliche Schulreiterin Fr. Dora Schumann. Sämtliche Spezialitäten und Direktor Albert Schumanns neueste Schul- und Freiheits- Dreſsuren. Außerdem: Die reizende Sportpantomime: Der Tag eras Englischen Derby. Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Nachm. 5 Uhr: Kinder Vorstellung, fleine Preise: Sneewittchen u. die fieben Zwerge. 12. Borstellung im Bolts- u. Schau spielzyffus. Gaftlbiel Baula lär: Maria Magdalena. Morgen einmalige Aufführung: Jm Haufe der Sünde. Variété Elysium Kommandantenstraße 3/4. Bis 30. November 1905: Großer internationaler im HausePrellstein Komödie in 3 Aften mit den Autoren Anton und Donat Herrnfeld in den Hauptrollen. Borvert. 11-2 Uhr.( Theaterkasse). W. Noacks Theater. Direktion: Rob. Dill. Brumienftr. 16 Mit neuer Ausstattung zum 1. Male: Nathan der Weise. Ein dramatisches Gedicht in 5 Aufzügen von G. E. Lessing. Anf. 8 Uhr. Eintritt 30 Pf. Deutsch- Amerikanisches Theater. Köpenickerstr. 67. nachmittags 4 Uhr: Heute zum 1. Male: Kinder- Vorstellung. HÄNSEL u. Gretl in AMERIKA". Zum Jeden Abend 8 Uhr! Gastsp. ADOLF PHILIPP 84. ABER! Male. Herr Herzog Sonntag, 26. Novbr., abends 8 Uhr: Einmalige Aufführung" ,, ARME MÄDCHEN". Montag, den 27. November und jeden folgend. Abend: ,, ABER HERR HERZOG"! 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Jeder zu Bon Montag, den 27. ob ember, tritt bis Ende des Jahres die Norddeutsche Sänger tarifmäßigen Bebingungen arbeitende Kleber muß im Befige dieser Karte und Tanzkränzchen. Sonntags Beginn 5 Uhr, wochentags 8 Uhr. Dienstag, Mittivoch: Theater- Abend. Gaftsp. b. Löwe- Ensembles. Der fleine Saal( 150 Pers.) ist noch einige Sonnabende zu vergeben. 4894L* Ein Riesenposten fein. Die Marlen werden verabfolgt Sonntag, den 26. November. bon 9-12 11 hr, in folgenden Rofalen: 193/11 Krüger, Rhchenerstr. 8; Stephan, Bienerftr. 31; Bade, Kunte! ftraße 6; Ridert, Steinmeßit. 35; Pantom, Perlebergerstr. 32. Ferner Sonnabend und Sonntag bei Merker, Bergstraße 10; Stait, Charlottenburg, Bestalozzistr. 82, Querg. I, sowie wochentags im Arbeitsnachweis Rüderstr. 9 von 8-10 Uhr. Arbeitslose Kollegen erhalten dafelbft an Stelle der Marte einen Stempel im betreffenden Felde der Karte. Vom 1. Januar 1906 tritt eine neue Kontrollkarte in Kraft. Die Verbandsleitung. 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November, abends 8, Uhr, im Lokale des Herrn Bailschmieder, Badstr. 16: Mitglieder- Verfammlung der folgenden Bezirke: Wedding u. Gesundbrunnen, Moabit, Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt. Lichtbilder 9 Zages Dronung: Vortrag des Herrn Bergen ( Erlebnisse eines deutschen Ingenieurs auf der Reise nach Japan und der Insel Sumatra). Eintritt mit Familienangehörigen nur mit Mitgliedsbuch. Zahlreichen Besuch erwarten, Die Bezirksletter. 97/10 Branche d. Musikinstrumenten- Arbeiter. Montag, den 27. November, abends 8%, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( Saal 5): Branchen- Mitgliederversammlung. Tages- Drbnung: 1. Bortrag des Genossen Brückner über Arbeiterbewegung einft und jest". 3. Diskussion. 3. Unser Weihnachtsvergnügen. Bahl einer Bergnügungslommission. 4. Andere Branchen- und Verbandsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Gäste willkommen. Die Branchenkommission. TUMA51682 ZARI 19 Beste 2 Pfg.- Zigarette. Richard Augustin Artus Hof Perlebergerstr. 26. Stendalerstr. 18. Säle bon 100-1200 Berf. ftehen den geehrten Bereinen zur Verfügung. Beden Sonntag, Dienstag u. Freitag: Gr. Theater Vorstellung. Jeben Montag: Quartettsänger und humoristische Sotree. Beden Donnerstag: Gr. Konzert. E Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Nachruf. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Revolverdreher Johann Werner geftorben ist. 167/6 Ehre feinem Andenken! Die Ortsverwaltung. Zentral- Kranken- UnterstützungsVerein der Schmiede u. verwandten Gewerbe Deutschl. Zahlstelle Berlin IV. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, baß unser Mitglied, der Metallarbeiter Otto Getschmann gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet statt am Sonntag, den 26. November, nachmittags 1 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes in Brig. 6655 Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarbeiter- Verband Berwaltungsstelle Berlin. Todes Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Nadler Karl Moritz gestorben ist. Ehre feinem Andenken! Die Beerdigung findet an Montag, den 27. November, nach mittags 1, Uhr, von der Leichenhalle des Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus ftatt. Rege Beteiligung erwartet 167/7 Die Ortsverwaltung. Verband der Graveure, Ciseleure u. v. B. Filiale Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied, der Eiseleur Friedrich Heidemüller am 21. d. M. verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonnabend, den 25., nachmittags 2 Uhr, bom Trauerhaufe, Rigdorf, Pflügerstraße 13, nach dem neuen JakobiKirchhof, Rigdorf, Hermannstraße, statt. Um rege Beteiligung ersucht 6495 Die Ortsverwaltung. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine liebe unvergeßliche Frau und gute Mutter 655b Bertha Schaale, geb. Johow am Mittwoch, 22. November nach schweren Leiden verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 26. November, nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des Schöneberger Friedhofs, Marstraße, aus statt. Der trauernde Gatte Th. Schaale nebst Kindern. Orts- Krankenkasse der Handschuhmacher treten 1. verw. Gewerbe zu Berlin. Die 13. Abänderung des Statuts, betreffend Erhöhung der Kaffen- Beiträge, ist vom Bezirksausschuß ge nehmigt und die neuen Sazungen vom Montag, 4. De zember b. J., in Kraft. Drud Eremplare zum Statut, werden vom Rendanten Werner, Muladstr. 29/30, berabfolgt. 6536 Berlin, den 23. November 1905. Der Vorstand. Oranienftr. 103, Hof part. 3. a. Herm. Sinz, Borsitzender. Säle. Vereinszimmer noch mehrere Wochentage frei! Mittagstisch( wie früher). Amt 4, 5652. Sonntag: Familienbeisammensein. Josef Fischer Kohlen- Großhandlung Berlin 0.34, Brombergerst.19/ 20. Preise ab Platz von 10 8tr. an. Zeile allen Freunden und Genossen Industr.- Brikets, Halbfteine p.3tr.80Pf. 85 " " " la. Senftenberger Salon- Briketts mit, daß fich mein Lokal ient Anna oberMarie p. 31. 60331. Henckels Werke Gartenstr. 58 Hise tt. Anh. Mariengrube 90 befindet. Zahlftelle des deutschen la engl. Anthrazit, Bruch, Koks, Metallarbeiter- Verbandes dortSteinkohlen, Holz usto. zu billigsten Tagespreisen. selbst. Achtungsvoll Albert Seidel, Handwagen verleihe zi: Kohlen. Strickm. Bienenkorb sucht zu taufen Frau S., Stollg.17 Ir., Köln Rh. 6515* SchankVerein für Gesundheitspflege des Volkes Berlin- Moabit. Der für Bußtag polizeilich verbotene Große Lichtbilder- Vortrag Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Todes- Anzeige. Am Mittwoch, den 22. November, verstarb unser Mitglied, der Arbeiter August Wolff Zwinglistr. 15 c. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 26. November, nachmittags 3 Uhr, von der Halle des HeilandsStirchhofes in Plößensee aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 269/1 Der Vorstand. Verband der baugewerblichen Hülfsarbeiter Deutschlands. Bezirk Moabit. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied, der Kollege 44/13 August Wolff am 22. b. M. an der Proletarier frankheit verstorben ist. am Die Beerdigung findet Sonntag, den 26. d. M., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Heilands- Kirchhofes in Plößensee aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Zweigvereinsvorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den Bezirk Rummelsburg. Den Genossen zur Nachricht, daß unser altes, treues Mitglied, der Arbeiter Franz Hermann am Mittwoch, den 22. d. M., nach langem, fchiverem Krankenlager an der Proletarierkrankheit verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause Türrschmidtstr. 17 aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 8/11 Der Vorstand. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter E. H. 29, Hamburg. Filiale Rummelsburg. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß das Mitglied Franz Herrmann nach langem schweren Krankenlager verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 26. November, nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause Türrschmidtstr. 17 aus nach demRummelsburger Friedhof statt. Zahlreiche Beteiligung der Mitglieder erwünscht. 657b Die Ortsverwaltung. Verband der Portefeuiller und Ledergalanterie- Arbeiter Arbeiterinnen Zahlstelle und Berlin). Am Mittwoch, den 22. November, nachmittags 4 Uhr, berschied nach langem Leiden unser Mitglied, der Ledergalanterie- und Gürtelarbeiter, Sollege Otto Kluge an der Lungenschwindsucht im Alter von 40 Jahren. 132/2 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des alten Thomas- Kirchhofes aus statt. Um recht zahlreiche Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Zentralverband der Handels-, Transport- u. Verkehrsarbeiter Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin I. Hierdurch diene den Kollegen zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied, der Hausdiener Paul Pfeiffer an der Proletarier- Krankheit berstorben ist. 71/20 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonnabend, den 25. November, nachmittags 2, Uhr, vom Trauer hause, Wattstr. 3, aus nach der Elisabeth Gemeinde, Prinzen Allee, statt. Um recht zahlreiche Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Danksagung. Allen Verwandten, Kollegen und Bekannten, sowie dem Gesangberein Harmonie Dft" und den Genossen aus dem Stadtbezirk 190b sage ich hiermit für die rege Teilnahme und reichen Rangipenden bei der Beaufrichtigsten Dank. Paul Pohley. findet heute, Sonnabend, den 25. November, abends 8% Uhr, im großen Saale der erdigung meiner lieben Frau meinen Brauerei Patzenhofer, Turmstraße 26/27, statt. Es ladet zu diesem hochinteressanten und belehrenden Vortrag ergebenst ein 6635 Der Vorstand. 51782 Extra- Preise: Montag, Dienstag, Mittwoch. Spezial- Geschäft für Damen- Kleiderstoffe S. Weissenberg Extra- Preise: Montag, Dienstag, Mittwoch. Große Frankfurterstr. 126 Eckhaus Koppenstraße. Neue Damen- Kleiderstoffe für den bevorstehenden Weihnachtsbedarf! 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Chile führte in den ersten 9 Monaten 2000 Doppelzentner ganzen 82 950 Wagen oder durchschnittlich für den Arbeitstag 6881 elektrische Maschinen aus Deutschland ein gegen 800 im Vorjahre; Wagen( im Vorjahre 5666) zu 10 Tonnen Ladegewicht gestellt Meriko 5000 gegen 1900. Werkzeugmaschinen wurden namentlich worden; nicht gestellt wurden 5080 Wagen oder durchschnittlich pro nach Rußland, Frankreich und Desterreich mehr exportiert. Auch Tag 391 Stüd. Belgien war im laufenden Jahre ein fräftigerer Abnehmer von Hus der Frauenbewegung. Maschinen aller Art als 1904. Ein verurteilter Prügelpädagoge. Gin recht eigenartiger Jugenderzieher war der 21 jährige Voltsschullehrer 2. in Dümpten, dem eine Mädchenklasse anvertraut war. Seine Prügelmethode bestand darin, daß er die Mädchen mit dem Rohrstock auf das völlig nadte Gefäß schlug. Zwei Fälle find festgestellt, wo die Mädchen wegen der erhaltenen Büchtigung eine ganze Woche lang nicht figen fonnten. Ein dritter besonders schwerer Fall trug fich wie folgt zu: Das Mädchen W. sollte bestraft werden und mußte sich auf Geheiß des Lehrers in ein besonderes Zimmer Geschäftserweiterungen- Rapitalserhöhungen. In der Generalbegeben. Hier befahl er dem Mädchen, sich wegen der stattgehabten versammlung der Allgemeinen Berliner Omnibus- Gesellschaft wurde Wahlhülfe. Unsere Genoffinnen in Essen haben schon mehrfachy Impfung den Oberförper zu entblößen. Das Mädchen gehorchte, die in der Verwaltung beantragte Erhöhung des Aftientapitals von attestiert bekommen, daß sie bei den Wahlen sehr wertvolle Hülfe hielt fich aber die Kleider um die Hüften fest, damit fie nicht herab- 6 300 000 m. auf 12 600 000 m. genehmigt. Die Geldmittel sollen geleistet haben. Auf der am letzten Sonntag in Heifingen stattfielen. Damit war 2. aber nicht zufrieden, er befahl der Vermehrung der Betriebsmittel, Anlage nei neuer Depots und gefundenen Kreiskonferenz des Reichstagswahlkreises Effen wurde dem Mädchen die böllige Entkleidung! Dann mußte Inbetriebnahme neuer Linien dienen. Mit den vot turzem ein bei der Berichterstattung über die im September stattgefundene Nachfich das Mädchen langhin auf eine Bant legen, worauf gestellten Motoren hat man gute Erfahrungen gemacht. Obwohl wahl aber auch die finanzielle Opferfreudigkeit der Genossinnen es mit dem Rohrstod verprügelt wurde. Durch ein abschließendes Urteil noch nicht gegeben werden kann, denkt man hervorgehoben. Diese haben nämlich 120 M. aus dem eigenen ärztlichen Befund wurden am Körper des Kindes sechs blutunter- doch an ahmählichen Erfaz des Pferdebetriebs durch Motoren, falls Beutel zum Wahlfonds gesteuert. Laufene Striemen festgestellt, welche Sanitätsrat Marg aber nicht die Behörden feine zu großen Schwierigkeiten in den Weg legen. Reinickendorf- Oft. Der Bildungsverein für Frauen und Mädchen als eigentliche Körperberlegung ansehen will. Bei Die Verwaltung des Rhein- Westf. Elektrizitätswertes hält am Dienstag, den 28. d. M., abends 8 Uhr, feine Vereinsfeiner Bernehmung durch den Kreisschulinspektor Dr. Heidingfeld legt der am 17. Dezember stattfindenden Generalversammlung einen versammlung ab. Tagesordnung: 1. Vortrag von Frau Eichner. hat der Lehrer ein Geständnis abgelegt, er würde auch noch weiter Antrag auf Erhöhung des Aktienkapitals von 10 Millionen auf 2. Distuffton. 3. Verschiedenes. Gäste winkommen. Zahlreiches geschlagen haben, wenn er nicht geglaubt habe, an der Tür habe 25 Millionen Mark vor. Die Annahme des Antrages ist sicher. und pünktliches Erscheinen erwartet Der Vorstand. fich etwas bemerkbar gemacht. Weitere Bekundungen dieses Zeugen Dividenden. Die Verwaltung der Aktiengesellschaft für Elektribor der Duisburger Straftammer, wo der Fall zur AbBorfigwalbe- Tegel. Der Frauen und Mädchen Bildungsverein urteilung stand, fanden unter Ausschluß der Deffentlich- zitätsanlagen schlägt die Verteilung einer Dividende von 6 Proz. hielt am 15. November feine regelmäßige, gut besuchte Mitgliederurteilung ftand, fanden unter Ausschluß der Deffentlich vor. Das Brauhaus Nürnberg Attiengesellschaft fann 8 Proz. zur versammlung ab. Frl. Dr. Wogodzinski hielt einen sehr interessanten feit statt. Streisschulinspektor Pastor Röch erklärte jebe Büchtigung Berteilung bringen. 7 Broz. Dividende schütten diesmal die Ver- Vortrag, dem sich eine furze Distuffion anschloß. Am Mittwoch, der Mädchen auf das bekleidete oder unbekleidete Gefäß für unstatt einigten Stralsunder Spielkarten- Fabriten aus. haft, wenn darüber auch keine bestimmten Vorschriften existierten. Reingewinn verteilen die Norddeutschen Spritwerke- Hamburg 10 Broz. Schlieperftr. 64, die nächste Mitgliederversammlung statt, zu der Gäste Bei 316 066 M. den 29. November, abends 8 Uhr, findet in Tegel bei Schmidt, Als Grund der 8üchtigung gibt der Lehrer an, das Mädchen habe 11 Proz. gegen 10 Broz. im vorigen Jahre erhalten Zutritt haben. Auch werden neue Mitglieder aufgenommen. Auf die Bibel nicht gelernt( 1) für das abgelaufene Gefchäftsjahr die Aktionäre der Herkulesbrauerei der Tagesordnung steht: Wie erziehen wir unsere Kinder ohne Er wurde wegen Ueberschreitung des Büchtigungsrechts mit Staffel. 10 Broz. gegen 61% Broz. im vorigen Jahre verteilt nach Brügel?" Um recht zahlreiches Erscheinen aller Mitglieder wird gedrei Monaten einer Woche Gefängnis bestraft. Antrag des Aufsichtsrates die Waggonfabrik Att.- Gef. borm. B. Her beten. Seine Entlassung aus dem Schuldienst ist bereits berbrand u. Co. Der Aufsichtsrat der Adler- Brauerei- Köln schlägt fügt. Es ist der behandelte Fall einer der leider eine Dividende von 11 Proz. gegen 10 Broz. im vorigen Jahre vor. feltenen Fälle, in denen eine Prügelei, die seitens Lehrer borgenommen ist, bestraft wurde. Jeder Lehrer, der prügelt, bezeugt Neues Syndikat. Durch Gründung einer Verkaufsvereinigung in der Regel dadurch seine Unfähigkeit, zu lehren. Der Verurteilte find zirka 90 Broz. der gesamten deutschen Teeproduktion syndiziert Die Wahlagitation im 7. Bezirk. fann schwerlich angenommen haben, daß das Organ zur Aufnahme worden. Eine Preiserhöhung wird nun wohl nicht lange ausbleiben. Gine öffentliche Kommunalwähler- Versammlung hatten die des Sinnes von Bibelstellen das Rückenende ist. Die gesamte Erhöhung der Beteiligungsziffer beim Kohlensyndikat. Der Vor- Genoffen des 7. Bezirks am Donnerstag in der Anhaltischen Prozedur legt den Verdacht nahe, daß die Prügelei der Befriedigung stand des Kohlensynditats beantragt eine Erhöhung der Beteiligungs- Ressource, Mödernstraße 114, veranstaltet. Der Referent einer perversen Neigung dienen sollte. Rimmt man dies an, so ge- differ in Kohlen von 80 auf 90 Proz. In Rots ist fürzlich die Be- Walded Manasse schilderte in einem wirkungsvollen VorHörte der Mann ins Zuchthaus oder ins Irrenhaus. Wahrer Sittlichkeit würde durch eine dahin gerichtete Anflage weit mehr ge- teiligungsziffer auf 80 Broz. festgesezt, nun konnten aber für No- trage die traurigen, fulturwidrigen Zustände unter der gegen= wärtigen Klassenherrschaft, die ja auch in der Berliner Gemeindedient fein als durch den Schutz perberfer Neigungen durch strafrecht- bember 92 Proz. überwiesen werden. Dividende. → Verfammlungen. liche Verfolgungen von Kunsterzeugnissen. Unrecht wäre es, Berkauf eines Wertes. Daß ein kombiniertes Wert eine Betriebs- bertretung maßgebend ist, so daß hier, wie überall, eine reaktionäre für die brutalen vielfachen, leider meist straflofen Büchtigungs- abteilung abstößt, ist bei dem allgemeinen Bestreben nach Rom- affe der um die höchsten Stulturgüter fämpfenden Sozialdemokratie gegenüberstehe. Zum Schluß forderte der Redner alle, die das roheiten die Lehrer allein verantwortlich zu machen. Ein gut Teil binationen eine feltene Erscheinung. Diesen feltenen Fall haben Kommunalprogramm unserer Partei anerkennen, auf, mit ganzer Schuld trifft auch die häuslichen Erzieher, die sich von ihrer Pflicht wir jetzt bei der Phönig, Attiengesellschaft für Bergbau und Hütten- Straft für die Wahl des Genossen Dr. Herzfeld zu wirken. der geistigen Bildung der ihnen anvertrauten Kinder oft durch betrieb, Ruhrort. Die Gesellschaft beruft auf den 16. Dezember Der Vorsitzende Schröder fragte sodann, ob Gegner das Wort Schläge befreien. Ein noch größeres Maß von Schuld ist den gesez eine außerordentliche Generalversammlung, in welcher über den wünschten, denen selbstverständlich, wie es in sozialdemokratischen lichen und gesellschaftlichen Zuständen beizumeffen. Ein Frevel an Verkauf des Werkes Eschweiler Aue definitiv Beschluß gefaßt Versammlungen üblich ist, bolle Rebefreiheit zugesichert war. Aber den Kindern und an den Lehrern ist die Ueberfüllung der Klassen, werden soll. Dieser Verkauf ist eine Folge der technischen Entwickelung in des Bezirks auf, alles zu tun und an jeden Wähler, von dem anzufeiner meldete sich. Genosse Herzog forderte die Parteigenossen die unzureichende ökonomische Lage der Lehrer und die unwürdige Stellung der Lehrer. Das find Faktoren, die der Prügelpädagogik der Radfabrikation. Das abzustoßende Werk produzierte früher haupt- nehmen ist, daß er für die Sozialdemokratie stimmen wird, heranVorschub leisten. Nicht zulegt leistet aber dem Prügelunfug das sächlich Doppelspeichenräder aus gewalztem Eisen. Durch Fortschritte gemeingefährliche Streben ber herrschenden Klasse Vorschub, die im Stahlguß find heute alle Schmiederäder verdrängt, außer fo- autreten, um den Kandidaten der Partei zum Siege zu führen. SoKinder des arbeitenden Volts und die erwerbstätige Bevölkerung genannten Walzscheiben, werden nur noch gegossene Städer ber- wies zunächst darauf hin, daß unsere Genoffen in Charlottenbann nahm der Kandidat Genoffe Dr. Herzfeld das Wort. Er selbst zu willenlosen Werkzeugen des Augenblidsintereffes der wendet. Aus diesem Grunde hat das Wert in Eschweiler für ben pies zunächst darauf hin, daß unsere Genoffen in Charlottenherrschenden Klasse herabzudrücken. Prügel in den Schulen, Miß- Phönig feine Bedeutung mehr, es fehlt dort an Gießereianlagen. Das burg gegen eine ganz zweifelhafte Agitation ihrer politischen handlungen beim Militär, rohe Behandlung von Landarbeitern und Werk wird von einer Bergwerksgesellschaft übernommen, die dort Gegner, den sogenannten Liberalen zu kämpfen haben. In Berlin und im 7. Bezirk sei man in dieser Hinsicht etwas besser gestellt. des Gefindes, Schlägereien auf Polizeiwachen sind im legten Grunde ihre Gifenkonstruktionen in eigener Regie ausführen will. Sein Gegentandidat, Rechtsanwalt Ulstein, sei persönlich ein an= weniger auf besondere Verfehlungen einzelner, als auf das herrschende ständiger Gegner, stehe aber wie die kleine Gruppe der SozialUnrechtsfyftem zurüdzuführen. politischen, der er angehört, auf fapitalistischem Standpunkt. So müßten denn die Reformen, für die er einzutreten verspricht, Halbheiten bleiben, und selbst wenn er etwas Bebeutendes leisten wolle, fönne er nicht wie er wolle, weil er ja abhängig sei von den drei anderen großen Fraktionen, die ihn sonst verdrängen würden. Der Nebner ging fodann auf einige Bemerkungen im Wahlaufruf des Gegners ein. Es wird in diesem Flugblatt auch der im Laufe der diesjährigen Wahlbewegung schon so oft widerlegte Vorwurf aufgewärmt, daß unsere Vertreter im Rathause seinerzeit für die Vers Im Anschluß an den vorstehenden Fall sei registriert, daß gestern in Gark in Bommern ein Sefundaner fich ertränkt haben soll, um von den Dippoldereien seines Lehrers befreit zu werden. Aus Induftrie und Bandel. Zollbehandlung nach dem 1. März 1906. Die Schwierigkeit der Syndikatsreederei. In einer am 24. d. M. in Hamburg statt gehabten Versammlung fand die Konstituierung der Syndikatsreederei G. m. b. H. statt. Die aus Gesellschaftskapital und Prioritätsanleihe bereitgestellten Mittel beziffern fich auf 13 Millionen. Man hofft, durch noch in diesem Jahre beabsichtigten Ankauf fieben Dampfer, die für die Zwecke des Unternehmens passen, bereitzustellen, während fünf Schiffe demnächst zum Bau in Auftrag gegeben werden follen. Ein Reichsverband aller Arbeitgeberverbände der BekleidungsBollbehandlung jener Waren, die knapp vor dem Inkrafttreten der industrie tritt demnächst ins Leben. In der Besprechung meinte man, längerung des Vertrages mit der Großen Berliner gestimmt haben. neuen Handelsverträge die Grenze passieren, aber erst am 1. März es müsse der Streif lust der Arbeiter entgegengetreten werden. Der Redner zeigte, daß die Bedingungen, die daran geknüpft waren, 1906 ober an den folgenden Tagen zur Abfertigung gelangen, war Gegenstand einer vom Handelsvertrags- Verein einberufenen Sach verständigen- Konferenz, bie am 21. November tagte. Die Konferens war zahlreich besucht. Etwa 30 wirtschaftliche Vereine und größere Einzelfirmen hatten Bertreter entfandt und besonders aus den Hanfe städten waren viele Interessenten erschienen. Die Versammlung war sich darüber einig, daß es sich hier um eine Angelegenheit handle, die für Handel und Industrie von der allergrößten Wichtig feit sei, und daß unbedingt Schritte getan werden müßten, um so wohl die deutsche Regierung wie auch, wenn irgend angängig, bas Ausland zu einer liberalen Behandlung der am 1. März und den folgenden Tagen zur Bollabfertigung gelangenden Waren zu be stimmen, zum mindesten aber die Regierungen zu einer schleunigen Erklärung über ihre Absichten zu veranlassen. Die Herren sollten den Arbeitern lieber die Streits veranlassung nehmen. Das wäre noch eine Tat, wohl bes Schweißes der Edlen wert. Schweißes der Edlen wert.durchaus diese Abstimmung rechtfertigten. Wenn ferner der Gegner der Wohnungsnot durch Unterstüßung der Baugenossenschaften steuern will, fo zeigte unser Kandidat, obgleich er sich selbst als AnRivalitäten. Weil verschiedene Großbanken Norddeutschlands hänger und Förderer des Baugenossenschaftswesens bekannte, wie eine Anzahl fleinere Banken in Bayern verschludt haben, wollen die unzulänglich dieses Mittel zu wirklicher bhülfe der Wohnungsnot großen Banten Bayerns fich für den Einbruch in ihre Intereffen ist. Ebenso beleuchtete der Redner treffend Ulsteins entschiedene sphäre revanchieren, indem sie gemeinsam eine Filiale in Berlin er- Gegnerschaft gegen das Klassenwahlrecht" und seine abgesagte Gegnerschaft gegen den sozialistischen Zukunftsstaat". Er, Redner, richten. Preiserhöhungen. Das belgische Kolssyndikat hat die Preise für ftebe dagegen auf dem Boden des sozialdemokratischen Programms. ordinären und halb gewaschenen Rots um 2 bis 3 Frant erhöht. Als man seine Kandidatur aufstellte, hätten die Genossen nach dem Eine Versammlung der Schweißeifenwerke, die heute( Sonnabend) in Grundfak gehandelt, sich ihre Leute ganz genau anzusehen, und Röln tagt, wird über weitere Steigerungen der Schweißstabeisen- deffen freue er sich. Wer für ihn stimme, der wisse, daß er nicht für preise beschließen. Auch der Fistus muß bluten. Die preußische allerlei Salbheiten, sondern für die kommunalen Forderungen der Sozialdemokratie eintrete. Vor Schluß der Versammlung gab Staatsbahnverwaltung hat Taut S. 3tg." den Abschluß Der Geschäftsgang in der Spielwaren- Industrie war in der nun in Lokomotivkohlen mit dem Rheinisch- Westfälischen Kohlen der Vorfibende einige Aufflärungen über die Stellung der Parteien zu Ende gehenden Saison recht befriedigend. Wenn auch die Auf- fyndikat erneuert und zwar mit Wirkung vom 1. April 1906 bei der Wahl von 1899 und der Hauptwahl dieses Jahres. Damals träge aus dem Inlande stärker zugenommen haben, als die aus dem an bis zum 1. April 1908. Dabei hat der Eisenbahnminister erhielt die Sozialdemokratie 529 Stimmen, nun nach sechs Jahren Auslande, so hat doch auch der Export wieder große Fortschritte ge- einen um 60 Pf. für die Tonne höheren als den laufenden Preis 913, also 884 Stimmen mehr; die Freifinnigen brachten es 1899 macht. Die Ausfuhr in den ersten drei Quartalen betrug 228 867 bewilligt. Auch für Briketts stellt sich der neue Preis um 25 f. auf 816, jest nur auf 661 Stimmen; die Bürgerpartei erhielt das Doppelzentner im Werte von 37,56 Millionen Mark im Jahre 1903, für die Tonne höher als der laufende. Die Jahresmenge an male 521 Stimmen, die Konservativen jest nur 408. Es muß also 246 814 Doppelzentner im Werte von 41,13 Millionen Mark im Lokomotivkohlen beträgt rund 3 000 000 Tonnen, die Jahresmenge möglich sein, den Bezirk zu gewinnen. Der Redner forderte die Danach hätte der Fistus über Parteigenoffen auf alle Kraft einzusetzen, damit der Genosse Jahre 1904 und 262 932 Doppelzentner im Werte von 44,99 Mil. an Brifetts rund 875 000 Tonnen. Mart im Jahre 1905. Gestiegen ist der Export hauptsächlich nach 2 Millionen Mark mehr zu zahlen. Der Patriotismus der Kohlen- Serafelb am 29. November als Sieger aus dem Wahlkampfe hervorgeht. Belgien, Dänemark, Italien, Hußland, Argentinien, Merifo, Ruba magnaten wird dadurch sicher nicht leiden. und nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika; abgenommen hat er dagegen vor allem nach Frankreich, England, Kanada und nach Australien. mit -Aus M.- Gladbach wird berichtet, daß die Spinnereibefizer wegen Steigerung der Preise für Baumwollgarne, um 2 Pf. pro engl. Pfund, mit Käufen zurückhalten. glodd Briefkaften der Redaktion. Juriftifcher Ceil. Die furistische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends Bom amerikanischen Eisenmarkt. Umfangreiche Aufträge werden Deutschlands Maschinenerport. Ganz besonders fräftig nahm Willuhn. Beantragen Sie bei der Aufsichtsbehörde( Gewerbebeputation, im laufenden Jahre der Export von landwirtschaftlichen Maschinen noch immer in allen Zweigen der Eisen- und Stahlindustrie erteilt. on bis 9, 11hr statt. Geöffnet: abends 7 lbr. zu. Der stärkste Abnehmer dieser Art ist Rußland, das in den ersten Die an den Markt gestelten Anforderungen sind außerordentlich Stralauerstr. 1-3), die Staffe zur Anerkennung Ihrer Mitgliedschaft, event. brei Duartalen zirka 56 000 Doppelzentner oder die Hälfte der ge- groß und die Preise werden mit aller Gewalt niedergehalten. Der zur Rüdzahlung der geleisteten Beiträge anzuhalten. Soweit ohne Einsicht samten Ausfuhr bezog. Die Verwendung landwirtschaftlicher Stahltrust erhöht die Preise für Weißbleche um 10 Cents. Die in das Statut ersichtlich, sind Sie nicht Staffenmitglied geworden. fie mögen eine Form haben, welche sie Maschinen hat in Rußland während der letzten Jahre besonders Blechfabrikanten sezten die Preise um 2 Dollar in die Höhe. Die.. 17. 1. Alle Verträge wollen find ungültig oder anfechtbar, wenn sie in der Absicht der unter der Bauernbevölkerung start zugenommen; von Deutschland Drahtfabrikanten halten am alten Preise fest, es werden jedoch Benachteiligung eines Gläubigers vorgenommen find. Es gibt allein wurden zirka 60 000 Doppelzentner in den ersten 9 Monaten häufig Prämien bezahlt, besonders starke Nachfrage ist aus Kanada. feinen Weg zur Sicherstellung mit der von Ihrem Freund beab2. Gütergemeinschaft besteht für die seit dem 1908 bezogen gegen 53 000 im Jahre 1900. 1904 trat infolge des Während der letzten Woche wurden an Schienen 65 000 Tonnen fichtigten Birkung. 31. 12. 1899 geschlossenen Ehen nur, wenn sie besonders vereinbart ist. Krieges eine vorübergehende Abnahme ein. Start gestiegen ist ferner| verkauft. Teures Fleisch Ein Versuch mit diesen äußerst schmackhaften Fischen ist jeder Hausfrau zu empfehlen. Seefisch- Kochbücher gratis. billige Seefische!! Deutsche Dampffischerei- Gesellschaft Nordsee" Bester Fleischersatz, schmackhaft und durch hohen Nährgehalt sich auszeichnend! Große Fänge in lebendfrischer Ware sind soeben eingetroffen! Filiale: Berlin C. 2, C. 2, Bahnhof Börse, Bogen 8-10. Zentral- Fernsprecher: Amt II, 8804. Verkaufs- Niederlagen: Prinzenstraße 80| Madaistraße 22 ( am Moritzplatz). Madalstrane dulk Landsbergerstraße 52-53 gegenüber). Seefische- Volksnahrung! Wir notieren die billigsten Tagespreise für Schellfische in allen Größen Cabliau, Seelachs, Schollen in allen Größen somie für die übrigen Sorten Seefische. Bekanntmachung der Oris- Krankenkaffe für den Gewerbebetrieb der Kaufleute, Handelsleute und Apotheker betreffend die Wahl der Vertreter der Stassenmitglieder und Arbeitgeber. Mit dem 31. Dezember 1905 laufen die Mandate sämtlicher Vertreter der Kaffenmitglieder und Arbeitgeber für Ortskrankenkasse der Mechaniker, Optiker und verwandten Gewerbe = zu Berlin. Einladung zur Wahlversammlung. Am Sonntag, den 3. Dezem ber 1905, vormittags von 91, bis 12 Uhr, findet im Gewerkschaftshause. Engel- Ufer 15, Saal V, eine die Generalversammlung ab. Es Wahl- Versammlung haben deshalb auf Grund der§§ 48 u. ff. des Kaffenstatuts die Neuwahlen sämtlicher großjähriger Kaffenmitderselben stattzufinden. Zu wählen sind 325 Bertreter der Kassenmitglieder und 157 Bertreter der Arbeitgeber für die nächste dreijährige Wahlperiode, welche mit dem 1. Januar 1906 beginnt und am 31. Dezember 1908 endigt. Die Wahlen der Kassenmitglieder finden Sonntag, den 3. Dezember 1905, statt. Gewählt wird in zwei Abteilungen. Abteilung 1. glieder statt. Tagesordnung: Wahl von 347 Bertretern zur Generalversammlung für 1906 und 1907 (§§ 49 und 49a des Statuts). Nach§ 38 des Statuts ist die Wahl geheim und durch Stimmzettel vor zunehmen. Die Herren Arbeitgeber werden ersucht, den Mitgliedern zum Zwecke der Legitimation bei der Wahlhandlung umfaßt die Kaffenmitglieder, welche die Mitgliedsbücher resp. die Mitin Betrieben beschäftigt sind, die rechts der Spree liegen, gliedskarten zu verabfolgen. Ohne fowie alle freiwilligen Mitglieder, die Legitimation kein Zutritt. rechts der Spree wohnen( also die Boftbezirke O., NO., N. fowie ein Seil von C. und NW.). Das Wahllolal befindet sich in Dräsels Festfälen, Nene Friedrichstraße 35. Abteilung II. umfaßt alle Staffenmitglieder, welche Berlin, den 22. November 1905. Der Vorstand. J. A.: Erh. Schlenker, Bors. Bum 8wed der Kandidaten. Aufstellung zur vorstehenden Wahl bersammlung findet eine in Betrieben beschäftigt fine Versammlung sämtlicher links der Spree liegen, fowie alle freitvilligen Mitglieder, die lints der Spree wohnen( also die Bofibezirke SO., S., SW., fowie ein Teil von C. und NW.). Das Wahllokal befindet sich in Voigts Ritterfälen, Mitterstr. 75. Die Wahlversammlungen werden um 9 Uhr vormittags eröffnet und die Wählerlisten um 3 Uhr nachmittags geschloffen. Um Zweifeln vorzubeugen, machen wir ausdrücklich darauf aufmerksam, daß die Gesamtzahl der Delegierten in beiden Wahllokalen zu wählen ist. Rassenmitglieder statt am abends 8 Uhr Montag, den 27.November 1905, im Gewerkschaftshause, EngelUlfer 15, Saal IV. Zages Ordnung: 1. Aufstellung der Kandidaten. 2. Bortrag des Herrn Dr. Freudenthal über Kochkunst und Ver. bauung". 3. Verschiedenes. Wahlberechtigt und wählbar fimb beten, die aufzustellenden Kandidaten, nur diejenigen Kaffenmitglieder, welche großjährig und im Besitze der bürgerlichen Ehrenrechte sind. zu bezeichnen. Am Mittwoch, den 6. Dezem. ber 1905, abends von 7 bis 9 Uhr, findet im Kaffenlokal, Gormannstraße 29, born 1 Treppe, eine welche in der Versammlung anwesend sein müssen, genau mit Namen, VorAls Legitimation dient eine Wahl- namen, Wohnung und Kassennummer farte, welche auf Verlangen in unserem Staffenlofal, Georgenkirchftraße 40, of 2 Treppen, in den Dienststunden wochentags von 8 bis 2 Uhr gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches oder einer Bescheinigung des Arbeitgebers ausgestellt wird, aus welcher hervorgeht, daß Antragsteller in versicherungspflichtiger Be schäftigung stehen.( Datum, Unterschrift der Firma bezw. Stempel.) sämtlicher Arbeitgeber, welche BeiFreiwillige Mitglieder haben zur Er- träge aus eigenen Mitteln zahlen, langung der Wahlkarte im Kaffenlofal ihr Mitgliedsbuch Dozuzeigen. Wahl- Versammlung ſtatt. Zages Ordnung: Wahl von 170 Vertretern zur Generalversammlung für 1906 und 1907 (§§ 49 und 49a des Statuts). ( Nach§ 38 des Statuts ift die Wahl geheim und durch Stimmzettel vor zunehmen.) Die Wahlen der Arbeitgeber finden statt Dienstag, den 5. Dezember 1905, im Kaffenlokal, Georgenkirchstr. 40, born 1 Treppe. zu wählen sind 157 Vertreter. Es werden hierzu die Arbeitgeber Die Herren Arbeitgeber können cingeladen, mit dem Bemerken, daß zu Vertretern auch Geschäftsführer un 6 Uhr abends der Wahlaft be- oder Betriebsbeamte der zu Beiträgen ginnt und die Listen um 8 Uhr abends verpflichteten Arbeitgeber wählen. geschlossen werden. Die lezte Beitragsquittung ist als Legitimation vorzulegen. Wahlberechtigt find alle Arbeitgeber, welche für die bei ihnen beschäftigten Personen Beiträge aus eigenen Mitteln zu obengenannter Staffe zahlen. Die Arbeitgeber sind berechtigt, sich bei der Wahl der Bertreter zur Generalversammlung durch ihre Ges schäftsführer oder Betriebsbeamten vertreten zu lassen. Von der Vertretung ist dem Stassenvorstande vor Vereinigung der Maler, Lackierer, Anstreicher. Filiale Berlin. Telephon: Amt IV, 9720. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 36. Versammlung für alle im Malergewerbe beschäftigten Personen am Dienstag, den 28. November, abends 8 Uhr, bei Keller, Koppenstraße 29. Tagesordnung: Die Stellungnahme der Innung zu unserem Tarif und welche Antwort haben wir zu geben. 125/ 16* Kollegen! Bei dieser so wichtigen Angelegenheit erwarten wir, daß kein Kollege dieser Versammlung fern bleibt; es gilt eine imposante Antwort zu geben. Die Ortsverwaltung. Zum Kampf im Friseurgewerbe. In nachfolgenden Geschäften werden Gehülfen mit der weißgrünen Kontrollfarte beschäftigt und sind die Forderungen der Gehülfen durchgeführt. Die Karten sind nur gültig, wenn die laufende Woche geftempelt ist. Da die Karte nachgeahmt ist, ersuchen wir darauf zu achten, daß diese untenstehenden Titel hellgrün und die Unterschrift Paul Liere trägt. Außerdem ist mit der Freien Vereinigung selbständiger Barbiere, rifeure ze. bor dem Gewerbegericht ein Zarifvertrag abgeschlossen. Die Mitglieder sind kenntlich durch plakate. Genossenschaft Boran", Pankstr. 32d. I ftrügel, Hochmeisterstr. 9. Bitte, Gropiusstr. 7. Klees, Egerzierstr. 11. Leonhard, 21. Bottle, Drontheimerstr. 5d. Hübner, Brinzen- Allee 26. Schmidt, Badstr. 18. Dtte, Stettinerftr. 39. Bod, Soldinerstr. 10. Boy, Ruheplagſtr. 18. Schwanebed, Hochstädterstr. 26. Hoppmann, Lüderißstr. 59. Leopold, Liebenwalderstr. 5. Mehling, Utrechterstr. 5. Kavalski, Plantagenſtr. 8. Fricke, Schwedenstr. 19. Rußner, Kolonieftr. 127. Schent, Biesenstr. 19a. Brandt, Müllerstr. 58. Laferti, 168. Zimpehl, Togoftr. 80. Lange, Weddingstr. 1a. Marts, 8. Heinrich, Scheringstr. 12. Lorenz, Usedomstr. 9. Kappe, Gartenstr. 54. Anaft, Hussitenstr. 29. Buch, Brunnenstr. 113. Kosmann, Huffitenstr. 45. Bull, Hermsdorferstr. 6. Papenfuhs, Lynarstr. 15. Birges, Kolbergerstr. 12. Krause, 30. Schimint, Babstr. 18. Ebel, Stralsunderstr. 51. Lasch, N., Hochstr. 16. Heese, Aderstr. 47. Barowski, Ruppinerstr. 24. iridh, Bed, Rosch, Bernauerstr. 18. Seyffert, Demminerstr. 9. Lobert, Putbuserstr. 2. Ohne Legitimation kein Zutritt. Beiste, Berlin, den 22. November 1905. Linka, Der Vorstand. Beckhard, J.A.: Oskar Reichnow, 2. Borf. Stelm, Boltastr. 41. Bum 8wede der Kandidaten: Schulze, Ramlerstr. 9. 16. Aufstellung zur vorstehenden Wahl- Stellner, Dahlke, 83. versammlung findet eine Reumann, Graunstr. 14. Beginn der Bahlversammlung An Versammlung der Arbeitgeber Boy, zeige zu machen. am Mittwoch, den 29. Novem. ber 1905, abends 8, Uhr, in Beckers Festfälen", Kommandan tenstraße 62, statt. Die Arbeitgeber sind ferner berech tigt, zu Mitgliedern der aus Bertretern bestehenden Generalversamm lung und des Vorstandes Geschäftsführer oder Betriebsbeamte der zu 1. AufsteĽung der Kandidaten. Beiträgen verpflichteten Arbeitgeber 2. Verschiedenes. zu wählen. Der Vorstand. 278/13 N. Nürnberg, Vorsitzender. H. Philipsohn, Schriftführer. Eine Mark wöchentliche Teilzahlung liefere elegante fertige Herren- Garderoben. Ersatz für Maß. Anfertigung nach Maß. 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Ziehung 5. Kl. 213. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 24. November 1805, vormittags. Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) Nachdruck verboten. 278 589 706[ 500] 84 822 33 42 933 56 1189 264 577 87 953 76 79 94 2062 329 1500] 54 62 428 39 526 624 813 19 38 991 3027 205 16 18 583 785 952[ 500] 69 4157 243 487 637[ 1000] 701 71 826 27 998 5009[ 1000] 40 54 89 149 231 58 483 861 916 64[ 3000] 5067 226 89 487 668 992 7288 372 423 668 90 709 89[ 500] 836 942 56[ 500] 70 8050 128 409 614[ 3000] 701 22 66 822 56 9001 235[ 1000] 322 31 406 563 764 10014 332 57 429 85 749 1500] 75 974 11007 161 202 358[ 5001 590 633 83 736 96 1500] 863[ 3000] 999 T286[ 3000] 467 528 69 601 53 63 93 1500] 894 13104 85 563[ 3000] 97[ 10001 604[ 1000] 26 719 889 14126 240 376 431 506 68 691 723 53 56 74 15068 230 477 577[ 500] 79 698 701 876 965 16067 281 416[ 500] 519 25[ 5001 767 859 17015 176 223 458 67 580 18151 205 409 643 54 714[ 1000] 91 828[ 500] 19000[ 3000] 997 20024 181 238 708 89 21136 334 35 47 439 65 613 86 704 97[ 500] 920 99 22457[ 3000] 68 541 53 86 788 831 39 23036[ 30001 288[ 5001 468 69 86 529 675 772 24030 80 163 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Um der Arbeitslosenzählung einen würdigen Abschlug zu aeben, erwarten wir eine recht gute Beteiligung der Genossen und zwar haben sich die Genossen morgens 8 Uhr i» folgenden Bezirkslokalen einzufinden: 1. Bezirk: Ferdinand Pasche, Poisdamerstt. 44; 2. Bezirk: a) Hermann Bade. Rehringstt. 25; b) Wilhelm Fuhrmann, Kaiser Friedrichstr. 45; Z. Bezirk: Emil Müller. Rosinenstr. 3, und Otto Fischer, Gutenbergstr. 3; d) Ernst Kai, OSnabrückerstr. 4! o) Fritz Lindstedt, EraSmuSstr. 5; 4. Bezirk: Eduard Dörre, Wallstr. 90; 5. Bezirk: Adolf Bartsch. Sesenheimer« strahe 11; S. Bezirk: Alfred Mertens, Krummestr. 40; 7. Bezirk: Adolf Graffunder. Wielandstr. 4; 8. Bezirk: Wilhelm Campowski. Kleiststr. 15. Der Wahlvereinsvorstand. Britz. Die zu Sonntag, den 26. November 1905, in Aussicht genommene Volksversammlung kann nicht stattfinden; sie ist nach 8 10 der Oberpräsidialverordnung von 1898 des Totensonntags wegen nicht genehmigt worden. Alt-Glirniike. Sozialdemokratischer Wahlverein. Sonntag, den 26. d. M.. nachmittags 4 Uhr, Mitgliederversammlung bei Sab. Grünauersttabe. Tagesordnung: Vortrag deS Genossen F. Zubeil. Erscheinen aller Mitglieder ist notwendig. Vorort- I�admebteu. Allgemeiner Zweckverband Graß-Berlin». Der Verein der Vororte Berlins hielt vorgestern abend in den Johannis- Sälen eine Hauptversammlung ab, in der Stadttat Bürkner-Rixdorf über das Thema„Groß-Berlin in seiner Verwaltung und seinen Finanzen* eingehend referierte. In der Sitzung loaren nicht weniger als 41 Bororte vertreten. Der Redner bezeichnete in seinem Vortrage den vergangenen 4. November, den Tag, an welchem im Rathause die Konferenz nnt den BorortSverttetern stattfand, als den.Geburtstag von Groß-Berlin* und war der Meinung, daß sich aus weiteren Konferenzen, die sicher nicht ausbleiben ivürden, ein Zweckverband zwischen Berlin und den Vororten herausbilden werde. Ties dürste nicht allein dazu führen, mit der Groben Berliner Straßenbahn einen Verttag abzuschließen. der beiden Teilen gerecht wird, sondern auch später die Uedernahme der Bahn und anderer öffentlicher Anlagen, wie beispielsweise die Charlottenburger Wasserwerke zeitigen. Nachdem die Ein- gemeindungSfrage„eingesargt" sei, scheine die Regierung ein Zu- sammenfassen der Landgemeinden um Berlin zu Stadtkreisen anzustreben. In finanzieller Beziehung würde ein Groß-Berlin zu einem wünschenswerten Ausgleich führen, da z. B. die Schullaften in den östlichen Vororten wie in Rixdorf, Lichtenberg usw. die dreifach» Höhe erreicht hätten wie in den westlichen Vororten. Räch dem Beispiel von Groh-London, wo die gesamte Mietssteuer auf dir Teilaemeinde nach ihrer Seelenzahl verteilt wird, könnte der Aus- gleich hier durch die Einkommensteuer bewirkt werden. Jedenfalls iollte die Erhebung einer gemeinschastlichen Abgabe nach gleichen Prinzipien zunächst in Betracht gezogen werden zur Entlastimg der durch hohe Schul- und Armenlasten schwer bedrückten Gemeinden. Auch auf anderen Gebieten könnte eine gemeinschaftliche Behörde sehr nutzbringend sein, um so aus dem geographischen auch ein kommunales Groß-Berlin zu schaffen. In der nun folgenden sehr anregenden Debatte wurde auch das Wohnen der Beamten in den Vororten erörtert und gewünscht, daß auch in dieser Frage endlich ei» Friedensschluß erfolgen möchte. Schulfreie Tage in den vorarteu. Die königliche Regierung zu Potsdam hat an die Gemeinde- vorstände der Ortschaften in der näheren Umgebung Berlin» ein Schreiben gerichtet, das die Schließung der Schulen in den Vororten an allen Tagen anordnet, an denen dies auf Befehl des Kaisers in Berlin geschieht. Eharlottenburg. . Ter Stadtverordneten-Wahlkauchs ist vorüber. Da» Ergebnis desselben, ist. daß die sozialdemokratische Fraktion fortan 13 statt bisher 12 Mandate, die vereinigten Gegner 50 statt bisher 60 Man- date besitzen. Von den sozwldemottatischen Vertretern ist Genosie Vaake nicht wiedergewählt, an seiner Stelle ziehen die Genossen Bartsch und Klick ins Stadtparlament ein. Die Tatsache, daß Vaake dem Ansturm der Gegner unterlegen ist, veranlaßt das liberale Schmutzblatt, die leider allzu sehr von Arbeitcrn imterstützte„Reue Zeit" zu einem wahren �ndianergeheul.„Erfreulicheriveisc." so schreibt diese AblagerungSjtälte für Kot.„ist«S gtlnngen, einen der schlimmsten sozialdemokratischen Parteiführer, den Stadtv. Baake. aus dem Stadtparlament zu befestigen. Er erlitt eine klägliche Niederlage im 1. Bezirk, den die Sozialdemolmtie als eine ihrer Hochburgen ansah." Zur Steuer der Wahrheit,- die dem Organ der liberalen Bourgeoisie«i» unbekannter Begriff ist. sei nur so viel gesagt, daß der erste Bezirk, in dem Baake kandidierte, früher stets konservativ vertreten war. Vor zwei Jahren ist zum erstenmal dort der Konservative durch einen Sozialdemokraten verdrängt worden. und trotz des Zusammenschluffes der Gegner, trotz der unlauteren Mittel, mit denen sie die Agitation betrieben, ist unsere Stimmen- zahl in dieseni Jahre um mehrere Hundert angewachsen� Wenngleich wir über ein Maiidat mehr als bisher verfügen, können wir doch mit dem Ausfall der Wahlen nicht zufrieden sein. Gestehen wir es offen, wir haben eine Niederlage erlitten, und dies« Riederlag« ist durch die Lässigkeit der Arbeiter herbeigeführt, die bei der Hauptwahl nicht von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht haben. Hätten wir bei der Hauptwahl soviel Stimmen aufgebracht, wie bei der Stichwahl, so hätten wir den zweiten, sechsten und siebenten Bezirk erobert. DaS beweisen die Zahlen. Hoffentlich werden die Charlottei, burger Arbeiter daraus die Lehren ziehen und dafür sorgen, daß in Zukunft jeder Klassengenofse gleich im ersten Wahlgange sein« Pflicht erfüllt. Bei der Stichwahl hatten wtt die gesamte Bourgemsie unS gegenüber stehen. Die Charlottenburger Lokalblätter überhäuften unsere Kmididaten mit den gemeinsten Verdächtigungen, und der Kamvf selbst irnirde in der skrupellosesten Weis« und mst den ver- werflichsten Mitteln geführt. DaS Liebeswerbcn der Liberalen um die konservativen und antisemitischen Stimmen wurde erhört, der lonservative Mahlverem forderte zur Uuttrstützimg der Lider-d-v auf. und es war ein erbauliches Schauspiel, wie nun die verbissensten Antisemiten Arm in Arm mit waschechten Börseanern an den Wahl- tisch traten, um ihre Stimmen gegen die verhaßten Sozialdemokraten abzugeben. Der ganze behördliche Apparat ist in den Dien st der heiligen Sache des Liberalismus gestellt worden. Bahnbeamte und Postbeamte sind zur Wahl lvmmandiert. So wurde den Beamten deS Postamts II in der Goethejtraße von einem Vorgesetzten ganz offen gesagt, wer am Nachmittag dienstfrei ist. muß zur Wahl gehen. Briefttäger haben für die Liberalen sogar Schleppcrdicnste geleistet. Vor keinem noch so unlauteren Mittel schreckten die Liberalen zurück. So hat z. B. der liberale Kandidat im siebenten Bezirk,«in Herr Jolenberg, Wahl- aufforderungen herstellen lasten, die den amtlichen Einladungen täuschend ähnlich sahen. Dieser Herr, der feinen eigenen Worten nach gewählt zu werden verdient, da er wie ein Pferd gearbeitet habe, hat also zu dem Mittel der Täuschung gegriffen. Er kann auf seinen Sieg stolz sein. Die Liberalen find vor Uebermut geradezu toll geworden, und ihr Leib- und Magenblatt überschlägt sich vor Freude. Es lohnt sich nicht, auf das ganze Gettatsche näher einzugehen. Wir werden unsererseits die richtigen Lehren au» dem Wahlkmnpfe ziehen. Deutlich wie nie zuvor hat es sich gezeigt, daß das Bürgertum der Arbeiterklasse als die eine reaktionäre Klasse gegenübersteht, daß cS nur ein Hüben, ein Drüben gibt. Jetzt gilt es, die Indifferenten darüber aufzuklären, sich sofort auf neue Kämpfe zu rüsten, die Orgauisation zu befestigen, die Agitation besser als bisher zu g« stalten. Tun wir das, dann werden wir schließlich über unsere ver- einigten Gegner triumphieren, mögen sie sich jetzt auch noch so über- niütig gebärden: dann werden wir das, was diesmal versäumt ist, m zwei Jahren doppell und dreifach nachholen. Lichtenberg. Die Gemeindevertretung eine Filiale deS Grundbesitzer Vereins. Die Gemeindcvertreter-Sitzung am 23. November hatte wiederum das Vergnügen, etwa 12 000 M. den Hauseigentümern auf Grund der bekannten RcichSgerichts-Entscheidung— als für Bürgersteigregulicrung verauslagt— zurückzuzahlen. Der Antrag der sozialdemokratischen Vertreter, die Vorlage, die erst am Be- ginn der Sitzung verteilt wurde, zu vertagen, wurde abgelehnt; die Herren und der Magistrat hatten es so eilig, daß selbst die bei der Sache interessierten Gemeindcvertrrter sich nicht einmal von ihren Plätzen entfernen konnten I Ein Antrag des Rittergutsbesitzers Röder, einen im Be> bauungsplan auf dem Terrain dieses Herrn vorgesehenen, an der Landsberger Chaustee belegenen Platz zu kassieren, erhielt die Zm stimmung der Majorität; es wurde aber«ine nochmalige Verhandlung über eventuelle gleiche Breite der dortigen Straßen mit den Nachbargemeinden gewünscht.— 68 000 W. wird für die an- baufähige Herstellung des Wiesenweges, der Straße an den Ge- meinde-GaS- und Elektrizitätswerken, die Gemeinde für die An- lieger verauslagen und die Verzinsung tragen, bis bei einer Be> bauung Anliegerbeiträge eingezogen werden. Die Altiengefellschaft Eckert, die wie die meisten unserer Groß. grundbesitzer selbstverständlich auch einen„Vertreter" m der Gemeindevertretung hat, wünscht die Abnahme eines durch projektierte Straßenanlage der Bebauung entzogenen Landstreifens zum Preise von 90,90 pro Meter. DaS bis zum Antauf durch die Fabrik im Laufe dieses Jahres mit 6 M. pro Meter zur Grundwertsteuer veranlagte Ackerland, soweit eS zum Straßen. land benötigt ist, glaubt der Gcmeindcvorstand mit 10 M. pro Meter erwerben zu müssen. Nach einigen Erörterungen über die Bewertung dieses Landes wurde die Sache vertagt. 500 000 M. sollen als Anleihe aufgenommen werden, um zu GrunderwerbSkosten für Grundstücke der Gasanstalt, einer Volks- schule, für die Kabelnetzverlegung usw. verwendet zu werden. Friedenau. Ter Wahlverein Friedenau hielt am Dienstag, den 22. d. M., eine gut besuchte VercinSversammlung ab. Genosse Dr. Borchardt hielt einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag über:„Die äußere und innere Politik Teutschlands". Hierauf gaben die Delegierten den Bericht von der letzte» ftrciS-Generalversammlung. Tie Erwähnung deS„VorwärtS"-KmifliltS rief ein« ausgedehnte lebhafte Debatte hervor, in welcher sich die Redner für und gegen die Hand- lungsiveise deS PartcivorstandeS erklärten. ES liefen zwei Refo- luiionen ein, von welchen nachstehende gegen eine Sttmme an- genommen wurde. „Die WahlvereinSversammlung zu Friedenau mißbilligt auf das entschiedenste den Beschluß der letzten Kreis- Generalversamm- lung in der Frage des„Vorlvärts"-KonslittS. Die Versammlung erklärt demgegenüber sich mit den Beschlüssen deS Parteivorstandes, der Preßkoimnission und sämtlicher Partei- funltionäre von Groß-Berlin einverstanden und spricht ihnen nach wie vor ihr volles Vertrauen aus. Zehlendorf. In der gutbesuchten Monatöverfammluiig des Wahlvereins Zehlendorf referierte der Genosse Wollermann über die Geschichte der Organisation der deutschen Sozialdemokratie. Der sehr instruktive Vortrag, der in einem kilappeii Bilde den ganzen EiltwickelungSgang der verschiedenen OrganisattonSformen der Partei seit La stalle umspannte und mit der Erörterung des neuen Organi- iationS-Statuts für Groß-Berlin abschloß, wurde durch große Auf- merksainkeit gelohnt. Bon einer Diskussion über den Vortrag wurde abgesehen. Bei der Berichterstatttmg der Delegierten zur Charlottenburger Zenttalversommlung kam auch die ,VorwSrtS"-Aiigelegciiheit zur Sprache. Dazu war die folgende vom Genossen Fuchs begründete Resolution eingelaufen: „Die am 21. November tagende Monatsversammlung deS Wahlvereins Zehlendorf erklärt sich mit dem Borgehen des Partei- Vorstandes und der Preßkommisfion in der.BorwärtS'-Angelegen- heit ohne jede Einschränkung einverstanden und drückt ihnen ihr volles Vertrauen auS." Dieser Resolution stellte Genosse Paul Göhrs die folgende von Köster unterstützte Resolution entgegen: „Die Versammlung erklärt sich mit den Beschlüssen der Zentral- Versammlung, insbesondere in der Sache der„Vorwärts"«Redakteure einverstanden und mißbilligt das Verhalten des Parteivorstandes und der Preßkommission als den parte igenösstfchen und gewerkschaftlichen Grundsätzen widersprechend." In der sehr lebhaften Debatte schlössen sich die Genossen Ledebour, Weber und Wollermann den Ausführungen des Genossen Fuchs an. Wollermann interpretierte die Resolutton Fuchs noch dahin, daß selbstverständlich durch dieselbe auch ei» Protest gegen die Stellungnahme der Generalversammlung in Char- lottenburg und das Verhalten des Genossen Z u b e i l in dieser ganzen Angelegenheit ausgesprochen sei. Die endlich nach 1 Uhr vorgenommene Abstimmung ergab die Annahme der Sicsolution Fuchs gegen 2 Stimmen. Den Standpunkt G ö h r e s und K ö st e r S hat somit kein anderer Zehlendorfer Genosse akzeptiert. Bei der darauf folgenden Wahl zur nächsten Generalversammlung des Wahlvereins für Teltow-Beeokow wurden die Genossen Fuchs, Scheler, Göhre und Weber vorgeschlagen. Gegen den Genossen Gvhre wurde gellend gemacht, daß er als Delegierter in der General- Versammlung in eine falsche Lage kommen könnte, da er die gegen ihn angenommene Resolution zu vertreten haben würde. Vom Vor- sitzenden wurde diesem Einwände mit dem Hinweis begegnet, daß diese Frage garnicht auf der Tagesordnung siebe. Daraufhin wurden Fuchs, Scheler und Göhr« als Delegierte und Weber als Ersatz- mann gewählt. Zum Delegierten der Generalversammlung von Groß-Berlin wurde der Genosse Scheler gewählt. Die Versammlung „nächtigte" bis nach l/,2 Uhr. Groß-Lichterfeldk. Dir Wahlen zum Gewerbegericht finden laut Bekanntmachung am Dienstag, den 5. Dezember und Mittwoch, den 6. Dezember statt. Die Arbeitnehmer wählen am Mittwoch, den 6. De- zember von 4 Uhr ab und zwar im Bezirk ö st l i ch des Teltow-Kanals im Restaurant Henning, Jungfern- st i e g 5, im Bezirk westlich des Teltow-KanalS im Restaurant Haffke, Khllmannstraße 7. In jede in dieser beiden Bezirke sind sechs Beisitzer aus dem Kreise der Arbeitnehmer zu wählen. Arbeiterl Parteigenossen! Die Eintragung in die Wählerliste ist nur noch V i S 2 7. November zulässig. Zum Zivecke der Wahlen werden für jeden Wahlbezirk vom Ge- meinoevorstande für Arbeitgeber und Arbeiter gesondert» Listen an- gelegt, in welche alle Wähler einzutragen sind, deren Stimm- berechtigung uitter Vorlegung der erforderlichen Bescheinigung inner- halb zweier Wochen, vom Tage der Veröffentlichung dieser Bekannt- inachung ab gerechnet, an den Wochentagen während der Stunden von 11 Uhr vormittags bis 2 Uhr nachmittags in der Gerichts- schreiberei des Gewerbegerichts, AmtShaus, Schillerstr. 32, mündlich angemeldet wird. Bei unterlassener rechtzeitiger Anmeldung ruht das Sttmmrecht. Zur«nmelduiig der Stimmberechtigung genügt für die Arbeiter ein Zeugnis ihres Arbeitgebers oder der Poltzeibehörde, durch welches bestätigt wird, daß der Arbeiter innerhalb seine» Wahlbezirks in Arbelt steht oder wohnt.— Formulare zu diesen Zeug- nissen werden während der Dienssstunden im AmtShause, Zimmer Nr. 1, kostenlos verabfolgt. Wahlberechtigt ist, wer das 25. Lebensjahr vollendet und in dem betreffenden Wahlbezirke Wohnung oder gewerbliche Be- � �Am Montag, den 27. November, abends 8 Uhr, findet im Reifenschen Saal, Chaussee st r. 104, eine öffentliche Ge- werkschaftS-Bersammlung statt, in welcher dieArbeiter- Kandidaten nominiert werden. ES ist Pflicht jedeS gewerkschast- lich Organisierten, dort zu erscheinen. Die Bezirksführer des Wahlvereins werden ersucht, sich Sonntag- vormitrag 8 Uhr im obengenannten Restaurant einzufinden. Alles Weitere durch Flugblätter. Schmargendorf. In der am Dienstag, den 2. November ftattgefuiideneir außerordentlichen Mitgliederversammlung gab Guttbier den Bericht von der Kreis-Generalversamnilung in Rixdorf. In der darauffolgenden Diskussion verurteilten sämtliche Redner das Ver- hatten der ausgeschiedenen sechs Redakteure des„Vorwärts"; die Versammlung war mit dem Verhalten des Vertreters des Kreises. Genossen Zuveil, auf der Generalversammlung in der„Vorwärts"- Affäre nicht einverstanden und bedauert die Annahme der Resolution Zubeil-Südekum. Die Versammlung nahm folgende Resolution an: Die heutige außerordentliche Mitgliederverfammlung des sozial- demokratischen WahlvereinS von Schmargendorf protestiert ganz energisch gegen das Verhalten der ausgeschiedenen sechs Redakteure des„Borwärt«"; sie erblickt in deren Vorgehen eine schwere Schädigung der Partei. Die Versammlung bedauert ferner, daß die Resolution Zubeil-Südekum auf der Kreis-Generalversammlung in Rixdorf zur Annahme gelangte. Die Versammlung ist der Meinung. daß man erst den Parteivorstand hätte hören müssen, ehe man ein Urteil in der Sache fällen konnte. Köpenick. Bei einem RcttungSwerk den Tod gefunden. Ein tragischer Vorfall hat sich gestern in Köpenick ereignet. Der Bäcker», eistcr Hartrnann war vor seinem Laden in der Bahnhofftraße mit seinem 20 jährigen Kutscher Paul Heckelt auf den GeschäftSwagen gestiegen, und ehe er die Zügel ergreifen konnte, war das Pferd durchgegangen. "UhrerloS rast« es die Bahnhofftraße hinauf nach der Köpenicker ttiicke und dort versuchte Heckelt, daS wilde Tier zum Stehen zu bringen. Mit Todesverachtung sprang er von dem Wagen henintcr, fiel dem Pferde in die Zügel, wurde jedoch zu Boden gerissen und mitgeschleift. Er geriel schließlich unter das Pferd und dessen Hu: trafen den Kopf des Bedauernswerten. H. wurde nach dem Köpc- nicker Krankenhause gebracht, verstarb jedoch bald nach seiner Ein- lieferung unter qualvollen Schmerzen. Rüdersdorf. Lrückeneinstnrz in Kalkbergr. Rüdersdorf. Auf dem Gelände der Nüdersdorfer Kalksandsteinfabril befindet sich eine in den Kriensce iührende Brücke(sogenannte Schurre), auf welche Kippwagen ge- schoben werden, deren Inhalt in dazu bereit liegende Fahrzeuge ge- schurrt wird. Gestern gegen Mittag stürzte plötzlich die Brücke mit zwei darauf befindlichen Wagen unter doniieri, ähnlichen, Getöse zu- sammen. Neun Arbeiier, die auf ihr beschäftigt waren, sanken mit in die Tiefe. Die Sülferufe der neun Verunalücklen waren herz- zerreißend und wurden weithin gehört. Den Herbeieilenden gelniig es auch, sieben Arbeiier sofort dem nassen Element zu cuUeißeu, während der achte, welcher eingeklemmt war, erst nach anstrengender Arbeit gerettet werden konnte. Er hat anscheinend innere Ver- letzunge» erlitten. Leider gelang eS nicht, den letzten, den Maurer Adler aus Herzfelde, zu retten. Erst nach stundenlanger Arbeit konnte er als Leiche geborgen werden. Er war von einem Wagen mit in die Tiefe gerissen worden. Potsdam. Die Stabtverordneteuwahleu haben uns auch diesmal noch keine» Erfolg gebracht— soweit Mandate in Frage kommen. Die Stimmenzahl für die sozialdemokratischen Kandidaten ist aber gegen diejenige vor zwei Jahren fast um das Doppelte gestiegen. Die Wahlbeteiligung war im allgemeinen eine stärkere als früher. Das ist auch ein Beweis, daß man mit der Sozialdemokratie 1 Uhr fand die Schauspielerwitwe Josefine Borsch, als sie mit ihrer Gasvergiftung zweier Kinder. In der gestrigen Nacht gegen rechnet. Denn während die bürgerlichen Parteien in früheren Jahren über unsere Wahlbeteiligung lächelnd zur Tagesordnung Schwester in ihre im Hause Bärwaldtstr. 49 belegene Wohnung übergingen, haben sie diesmal alle Hebel ihres behördlichen Ein- zurückkehrte, ihre beide Töchter im Alter von sechs und acht Jahren fluffes und ihrer kapitalistischen Machtmittel in Bewegung gesezt, bewußtlos im Bette liegend vor. Wie sich herausstellte, hatte sich um die gefürchteten Sozialdemokraten vom Rathause fernzuhalten. in der Küche, die neben dem Schlafzimmer liegt, der Schlauch von Von den 4579 eingetragenen Wählern des 1. Wahlbezirks der dem Gastochapparat gelöst, so daß, da der Haupthahn nicht abgedreht 3. Abteilung nahmen 1417 ihr Wahlrecht wahr; im 2. Wahlbezirk war, Gas ausströmen konnte. Dem herbeigerufenen Arzte gelang waren 3196 Wähler eingetragen, von denen 994 wählten. Unsere es, die Lebensgefahr bei beiden Kindern zu beseitigen. Kandidaten erhielten rund 450 Stimmen im 1. Wahlbezirk, 250 im zweiten. Unter den gewählten Kandidaten der Gegner befindet ist sich auch wieder der antisemitische Reichstags- Abgeordnete Froe lich. Außerdem wurden gewählt Görms, Werdermann, André, Niedt, Krause. Ist also das Resultat dieser Wahl an und für sich für uns auch kein ungünstiges, so muß doch gesagt werden, daß der Erfolg unserer Wahlarbeit nicht den aufgewendeten Mühen entspricht. Ein großer Teil der gewerkschaftlich organisierten Wähler hat sich auch wieder aus Furcht vor wirtschaftlichen Schädigungen und Maßregelungen von der Wahl ferngehalten. In dieser Be ziehung bleibt für uns noch viel zu tun. Die politische Schulung des Arbeiters, seine Erziehung zur vollen Persönlichkeit und zuni bewußten Staatsbürger muß mit allen Mitteln der sozialistischen Agitation betrieben werden. Geschieht dies, dann werden auch die korrupten Methoden des Reichsverbandes zur Bekämpfung der Sozialdemokratie" später nicht mehr imstande sein, den Einzug der Arbeitervertreter ins Potsdamer Rathaus zu hindern. nachdem sie Wien, Budapest, Köln, Hannover und andere Städte faufe. Wenn er sich aber sagen müsse, das, was er feilbiete, besucht hat. fönne anstößig sein, dann sei er verpflichtet, sich davon zu über zeugen. Die Frage, ob der Händler verpflichtet gewesen sei, von dem liche, von Fall zu Fall zu entscheidende. Hier wäre nachzuprüfen, Inhalt der Drudschrift Kenntnis zu nehmen, sei eine rein tatsäch= ob Grund dafür vorlag, daß Angeklagter hätte wissen müssen, was für eine Art Beitschrift" Seft" fei, und ob er hätte annehmen müssen, die Abbildungen seien anstößig. Berliner Nachrichten. Ein liberaler Wahlkandidat als Mitglied des Wahlvorstandes. Wir hatten in unserer Dienstagnummer darauf aufmerksam gemacht, daß für die Na chwahl im 17. Kommunal- Wahlbezirk dem liberalen Kandidaten Herrn Zacharias, der dort unserem Genoffen Emil Serfin, dem Kandidaten der Sozialdemokratie, gegenübersteht, der Posten eines Beisitzers in dem amtlichen Wahl vorstand übertragen worden sei. Hierzu teilt ums Herr Zacharias brieflich mit, daß er dieses Amt nicht ausüben werde. Er habe von vornherein abgelehnt, neben seiner Stadtverordneten- Kandidatur ein Amt im Wahlvorstand zu übernehmen; er würde das als grobe TaftTosigkeit ansehen. Es ist recht von Herrn Zacharias, daß er die Sache beim richtigen Namen nennt und die Hände davonlassen will. Aber unklar bleibt, wie ihm das Beifizeramt noch übertragen werden konnte, wenn er bon bornherein abgelehnt hatte, es zu übernehmen. Denn Tatsache ist, daß man es ihm übertragen hat. Daß Herr Zacharias zum Beisiger im Wahlvorstand für das Wahllokal Dresdener Garten" ausersehen sei, war auch bereits amtlich mit geteilt worden, ehe der Vorwärts" diesen interessanten Im stand weiteren Kreisen bekannt gab. Herr Zacharias hätte hinzufügen sollen, bei wem und wann er die Ablehnungserklärung gegeben hat. Der Streit um die Weste. Das halbe Personal und die Geschäftsbücher der Herrenkonfektionsfirma Thiéry u. Siegrand waren gestern zu einer Verhandlung vor dem Kaufmannsgericht zur Stelle, die unter Vorsitz des Magistratsassessors Liebrecht stattfand. Der Bei der Arbeit schwer verunglückt ist gestern der 67 Jahre alte Verkäufer F. verklagte die Firma wegen eines Gehaltsanspruches Portier Artur Merks, Sellerstr. 15. M. war dabei beschäftigt, an bon 230 M., und der Geschäftsführer der beklagten Firma bemühte der Borderfront des genannten Hauses ein Bostament zu reinigen sich nun, den Nachweis zu führen, daß er infolge einer unredlichen und hierzu auf eine hohe Leiter gestiegen. Diese rutschte plötzlich Handlusweise des Mägers berechtigt war, diesen sofort zu ents aus, geriet ins Schwanken und M. stürzte in die Tiefe hinab. Dem lassen. Er habe sich eine bunte Weste anfertigen lassen und soll Verunglückten waren beide Beine gebrochen worden, jodaß er nach diese mitgenommen haben, ohne sie an der Kontrolle zieds Belastung von Notverbänden in der Unfallstation in der Lindowerstraße in das Moabiter Krankenhaus gebracht werden mußte. seines Kontos angesagt zu haben. Kläger beteuerte, niemals die Absicht der Unterschlagung gehabt zu haben und konnte sich auf das Bom Omnibus totgefahren. Große Aufregung rief ein tödlicher vor wenigen Wochen ergangene schöffengerichtliche Urteil berufen, Unglücksfall hervor, der sich gestern abend gegen 126 Uhr in der das den Abschluß einer seitens der Firma L. u. S. gegen ihn wegen Friedrichstraße in der Nähe der Kochstraße ereignet hat. Der Hunde- der Westenangelegenheit eingereichten Strafanzeige bildete, und das zlichter Otto Wilfe hatte im Café Friedrichshof für feine Tiere auf Freisprechung lautete. Das Kaufmannsgericht, gutter geholt und überschritt nun in schräger Richtung den Fahr das an das Schöffengerichtsurteil damm der Friedrichstraße. Vor dem Hause Nr. 213 angekommen, läger der Untreue für schuldig und die beklagte Firma nach wollte er auf den Bürgersteig hinauffteigen, wurde jedoch§ 72 des Handelsgesetzbuches zu sofortiger Entlassung für berechtigt. bont einem vorüberkommenden Dumibus der Linie Riesen- Der Kläger wurde mit seinem Anspruch abgewiesen und kann, straße- Hallesches Tor umgeriffen und überfahren. Ein junger da das Objekt unter 300. beträgt, auch keine Berufung gegen Mann, welcher W. noch zurückreißen wollte, wurde gleichfalls auf das Urteil einlegen. den Fahrdamm geschleudert. Beide Verunglückte, welche bewußtlos waren, wurden nach dem Hausflur gebracht, wo sich der junge Mann bald wieder erholte. Dagegen starb W. furz nach dem Eintreffen des Krantenwagens an den Folgen der erlittenen Verlegungen. Die Leiche wurde nach dem Schauhause gebracht. Bevor aber wieder Vorstrafe ein Grund zur Entlassung eines Handlungsgehülfen? Der 60jährige Handlungsgehülfe W. war bei der Zigarrenfirma Richter u. Frande als Verkäufer engagiert, wurde aber im Januar dieses Jahres sofort entlassen. In der am Freitag vor dem Kaufmannsgericht unter Vorsiz des Magistratsassessors Le Viseur stattDas Auto im Dienste der Diebe. In der vergangenen Nacht gehabten Verhandlung gab der Vertreter der Beklagten, der Bruder haben Einbrecher das Kleidergeschäft des Schneidermeisters Ringel des Herrn Frande, als Begründung für die sofortige Entlassung in der Chauffeestraße heimgesucht. Die Diebe erbeuteten dabei für an, daß der Kläger für einen Vertrauensposten engagiert, worden viertausend Mark Waren, die sie auf einem Automobil fort- fei, für diesen Posten aber ungeeignet erschien, nachdem die Firma schafften. noch den der Bestohlene Ein in Erfahrung gebracht, daß der Kläger M. in den Jahren 1898 und bruch entdeckte, hatte die Kriminalpolizei hatte die Striminalpolizei die Täter bereits 1902 wegen Urfundenfälschung und Betruges zu Gefängnis verhier Der Zufall hatte dingfest gemacht. einmal urteilt war. W. behauptet dagegen, der Chef der Firma, der die Hand im Spiele gehabt. Spiele gehabt. Die Beamten suchten gerade übrigens in seinem früheren Geschäft gelernt hatte, wäre über seine einen aus Herzberge entsprungenen Einbrecher, entsprungenen Einbrecher, der mehrere Verfehlungen orientiert gewesen und hätte beim Engagement gesagt: Diebstähle bei Gastwirten verübte, und hatten ermittelt, daß er die So, jest machen wir über Ihre Vergangenheit Nächte in einem Einbrecher- und Kuppelquartier in der Koloniestraße einen diden Strich, und Sie beginnen ein neues zubrachte. Hier überraschten die Beamten heute in aller Frühe die Leben." Das Gericht hielt die eidliche Aussage des Chefs über Gesellschaft. Der Entsprungene und seine Helfershelfer waren gerade diese Behauptung für ausschlaggebend und beschloß, ihm den Eid dabei, von gestohlenen neuen Anzügen, der Beute aus der Chauffee- darüber abzunehmen. Der Vorsitzende ließ auch keinen Zweifel, straße, die Auszeichnungen zu entfernen. Die Bande wurde fests daß der Entlassungsgrund gesetzlich nicht stichhaltig ist, wenn der genommen und die Sachen konnten dem Bestohlenen zurückgegeben Arbeitgeber von den Vorstrafen des Klägers gehuußt hat. Die werden. Firma Richter u. France verschafft sich übrigens vor dem Kaufmannsgericht einiges Renommee, es ist in wenigen Wochen dies der dritte Fall, daß ein Handlungsgehülfe sein Gehalt gegen diese Firma einflagen muß.b i dusdb Unsere Genossen im 17. Kommunal- Wahlbezirk werden bemüht sein, dafür zu sorgen, daß Herr Zacharias auch das Amt eines Stadtverordneten nicht zu übernehmen braucht. Er bewirbt sich mit Eifer darum, aber die Mehrheit der Wählerschaft wird es ihm Hoffentlich vorenthalten und ben Kandidaten der Sozial- der Polizei übergeben. Das entstandene Feuer, das den Fußboden demokratie, unseren Genossen Emil Kerfin, als ihren Wertreter in das rote Haus entfenden. Erstickt in seiner Wohnung aufgefunden wurde am Freitagnachsms mittag ein alter Mann in der Kleinen Rosenthalerstr. 11. Dort bebemerkten Hausbewohner Rauch aus einer Wohnung bringen. Die benachrichtigte Feuerwehr drang in die Wohnung ein und holte den Manu heraus. Wiederbelebungsversuche waren erfolglos. Die Leiche des alten Mannes, der durch den Qualm erstickt war, wurde und die Balfenlage ergriffen hatte, konnte bald gelöscht werden. Die Ausübung des Wahlrechts wird Patienten der Heilstätte in Gütergob außerordentlich erschwert, wenn nicht unmöglich gemacht durch den dortigen leitenden Arzt Dr. Elkan. Ms am Dienstag, den 7. November, Patienten unter Vorzeigung ihrer amtlichen Wahl farte den leitenden Arzt Dr. Elkan um Urlaub baten, um ihr Wahl recht auszuüben, wurde ihnen zur Antwort, daß Urlaub zur Wahl überhaupt nicht erteilt werde. Auf das Ungerechte dieser Handlungsweise aufmerksam gemacht, erklärte der Herr einem Patienten, daß er ja dann die Anstalt verlassen fönne. Darunter fann nur verstanden werden, wenn ein Patient sein Wahlrecht ausüben will ohne Urlaub, daß er dann aus der Anstalt verwiesen wird. Dazu hat unferes Erachtens der Arzt gar kein Recht, und er überschreitet seine Befugnisse, wenn er durch seine Anordnungen den Patienten die Bielleicht nehmen Ausübung ihres Wahlrechts unmöglich macht. die vorgesetzten Instanzen des Herrn Dr. Elfan Veranlassung, für Abhülfe in dieser Beziehung baldmöglichst Sorge zu tragen. Straßenbahnverkehr am Totensonntag. Für den Besuch der Friedhöfe am Totensonntag hat die Große Berliner Straßenbahn in diesem Jahre umfassende Vorkehrungen getroffen, um den in wenige Stunden sich zusammendrängenden Massenverkehr zu bewältigen. Auf den Vorortlinien werden an den Seitenscheiben der Wagen große rote Platate angebracht, auf denen die Namen der Berliner Friedhöfe in den Vororten angegeben sind, die durch die betreffende Linie bebient werden. Ueberall wo es notwendig ist, wird der Betrieb verstärkt, so daß sich die Zugfolge bis zu einer Minute, bei den Linien nach der Knesebeckstraße sogar bis zu 30 Sekunden verdichtet. Zum Besuch der Friedhöfe bei der Her= mannstraße in Rigdorf werden die Linien 15, 22 E, 30 und 65 dahin berlängert. Außerdem werden Einsatzwagen dahin eingestellt vom Blücherplay, Dönhoffplak, Moritzplatz und Rottbuser Tor. Nach Weißensee werden die Linien 72 und 73 durchgeführt. Außerdem werden Einsagwagen abgelassen vom Rathaus und vom Alexanderplay. Nach Niederschönhausen gehen die Linien 10, 48, 51 und 57 durch. Einsatzwagen gibt es vom Aleranderplatz und vom SchönHauser Tor. Zum Besuch der Friedhöfe bei der Tegeler Chaussee gibt es Einsatzwagen vom Oranienburger Tor und vom Wedding plak. Für Plößensee wird Linie 22 durchgeführt bis zur Amrumerstraße. Einsatzwagen gehen vom Stupfergraben über Moabit nach Plößensee. Zum Besuch des Neuen Zwölfapostel- Friedhofs wird die Linie 72 in Schöneberg durch die Tempelhoferstraße dahin ver. längert. Ein dritter Automobil- Omnibns. Ein dritter AutomobilOmnibus ist jetzt fertiggestellt, um dem Betrieb übergeben zu werden. Der neue Wagen entspricht fast genau den beiden im VerIchr befindlichen Wagen 1301 und 1302. Er erhält die Nummer 1303. Der Wagen wird heute dem Bolizeipräsidium von der Allgemeinen Berliner Omnibusgesellschaft vorgeführt, um polizeilich abgenommen zu werden. Wenn auch der neue Automobil- Omnibus dem Betrieb übergeben wird, so dient er doch vorläufig noch als Reserve. Flottenagitation in der Heilstätte. Den Patienten der Heilstätte Grabowsee ist am 17. 6. M. ein eigenartiger Genuß bereitet worden. Es war ein Abendessen mit einem sich daran anschließenden Lichtbildervortrag angekündigt worden, und freudig wurde der Albend erwartet. Das Abendessen fand früher als sonst statt und jeder war gespannt, was gezeigt werden würde. Und da zeigte sich schließlich, daß es sich um eine Vorführung von Lichtbildern des Flottenvereins handelte. Es wurde unter anderen eine Tabelle über die Flottenstärke der verschiedenen Länder vorgeführt, um nachzuweisen, daß Deutschland auf diesem Gebiete noch lange nicht Allen voran" ist. Der Vortragende bemertte auch, daß wir eine starle Flotte brauchen; nicht nur eine Handelsflotte, sondern vor allem eine starke Striegsflotte für unsere Kolonien. Der Chefarzt dankte am Schluß dem Herrn Vortragenden im Namen der Batienten; ob aber wirklich die gemachten Ausführungen mit den Anschauungen der Patienten übereinstimmen, muß start bezweifelt Die Freie Volksbühne feiert ihr Humoristisches Winterfest heute Sonnabend, den 25. November 1905, in der Brauerei Friedrichshain, 81% Uhr. Das Programım bildet einen Internationalen Schelmenabend. Schelmenspiele von Hans Sachs, Macchiavelli u. a. Der tote Mann, Das Narrenschneiden 2c. unter Mit wirkung der Madrigalvereinigung. Mitwirkende: Dirigent der Madrigalvereinigung Herr Artur Barth. Sopran: Die Damen Margarete Freund, Eva Bilchowska, Anni Boettcher. Tenor: Herr Starl Weiß, Ludwig Schubert. Baz: Hugo Weißenborn, Herr A. N. Harzen- Müller. Festmarken a 60 Bf. und Gastfarten a 75 Bf. find in allen Zahlstellen inkl. Programm zu haben. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Treptow- Sternwarte. Der neue lichtstarte Romet, dessen Durchmesser ½ des scheinbaren Monddurch messers beträgt und einen deutlichen Kern erkennen läßt, wird von jetzt an täglich den Besuchern der Treptow- Sternwarte gezeigt. Freilich ist zu befürchten, daß er bei seinem starten Lauf nach Süden bald wieder verschavinden wird. Außer dem Kometen werden noch Saturn, Jupiter und Neptun gezeigt. Sonntagnachmittag( 26. November), 5 Uhr, spricht Herr Direktor Archen hold auf der Treptow- Stern warte in einem Vortrage:„ Einführung in die Aftronomie" auch über die Bahn des neuen Kometen. Um 7 Uhr spricht Direktor Archen hold über:„ Die Gestirne als Wegweiser für unsere Schiffe auf dem Ozean". Montag, den 27. November, abends 9 Uhr, über: Nebelflede und Sternhaufen". " Vermischtes. Die erste deutsche Tageszeitung auf See. Am 18. November hat der Dampfer" Amerika" der Hamburg- Amerika- Linie mit 2341 Passagieren davon 98 in der neu eingerichteten 3. Klaffe feine zweite Reise nach New York angetreten. Das Schiff war in Hamburg an drei Tagen zur Besichtigung freigegeben worden und hat einen außerordentlichen Zulauf gehabt. Während der jezigen Reise wird zunächst verfuchsweise eine tägliche Bordzeitung unter dem Namen„ Atlantisches Tageblatt" in deutscher Sprache und als" Atlantic Daily News" in englischer Sprache für die Passagiere herausgegeben werden. Diese Tageszeitung ist dadurch möglich geworden, daß die Hamburg- Amerika- Linie mit der Compagnie de Télégraphie sans fil in Brüssel ein Abtommen getroffen hat, wonach dem Dampfer" Amerika" teils von der englischen Marconistation zu Boldhu( Cornwall), teils von der amerikanischen zu Cape Cod( Mass.) tagtäglich Nachrichten durch Funkspruch übermittelt werden, ganz gleich, wo sich das Schiff auf dem Weltmeer befindet. Außer diesen neuesten Depeschen von der Weltbühne, die den Passagier also während der ganzen Seereise über alle wichtigen politischen, wittschaftlichen, gesellschaftlichen, fünstlerischen, sportlichen usw. Vorgänge der alten und neuen Welt auf dem Laufenden halten, bringt die Zeitung einen' quasi lokalen Teil, der die bemerkenswerten Geschehnisse und Anfündigungen aus den Kreisen der Passagiere und Schiffsbesabung registriert, ein unterhaltendes Feuilleton, in dem ausschließlich Originalbeiträge bekannter Schriftsteller veröffentlicht werden, und einen Annoncenteil, der dem reifenden Publikum für den Aufenthalt im fremden Lande nützliche Fingerzeige zu geben bermag. Berliner Marktpreise. Aus dem amtlichen Bericht der städtischen An die organisierte Arbeiterschaft Berlins. Markthallen- Direktion. Rindfleisch Ia 64-68 pr. 100 Pfund, IIa 57-64. Arbeiter Berlins! Ihr alle wißt, daß die kapitalistische Ents IIIa 50-55, IVa 40-48. Stalbfleisch Ia 87-93, IIa 75-85, IIIa 58-72, Rotwild widelung Berhältnisse geschaffen hat, die jedem Arbeiter zur Pflicht machen, Sammelfleisch Ia 65-75, IIa 50-60. Schweinefleisch 71-77. sich zu organisieren. Dieser Pflicht nachgekommen find, soweit Deutschland Bfund 45-52 Pf. Hafen Stid 3,50-4,00, flein 1,50-2,50. Staninchen in Betracht kommt, nur die erwachsenen Arbeiter, obwohl es auch in Stüd 0,80-1,00. Krammetsvögel 0,00-0,00 Bf. Rebhühner, junge Ta dieser Beziehung noch zu tun gibt. Wir sind jedoch der Meinung, daß fich 0,80-1,00, junge IIa 0,00, junge fleine 0,00-0,00, alte Ia 0,00-0,00, auch für die Lehrlinge und jugendlichen Arbeiter die Notwendigkeit immer alte IIa 0,00-0,00. Sühner pro Stüd, alte 1,00 1,85, junge Ja 1,00-1,25, Tauben, junge 0,40-0,68, alte 0,40. Enten dringender herausstellt, sich ihrer Lage bewußt zu werden und sich durch do. Ila 0,50-0,85. Busammenschluß gegen Unterdrückung, Demütigung und Berdummung zu junge 1,40-2,30. Ganje pro Stüd, Ia 3,50-4,00, Ifa 2,50-3,40, pro Bfd. Schüßen. Aus dieser Erkenntnis heraus hat sich der Verein la 0,60-0,65, IIa 0,05-0,58. echte 82-89 M., Schleie, unfort. 103-113. der Lehrlinge und jugendlichen Arbeiter Berlins Male, groß 1,03-1,04, mittel 0,00, flein 0,00 M. Plöken 51 M. Karpfen 0,00. und Umgegend" gebildet, der jezt bereits nach einjährigem Bestehen Lachs 125 M., Schellfische IIa 27 M., Flunder 14-17 M. pro 100 Bfund. Krebse, fleine, Schock über 800 Witglieder zählt. Dieser Verein will durch Organisation der Schottische Bollheringe( gefalzen) 36-38 M Eier, Schod 0,00. Butter pro Lehrlinge und jugendlichen Arbeiter die wirtschaftlichen und rechtlichen 0,00 M., unfortiert 0,00-0,00 Ila 118-124, IIIa 115-118, abfallende Interessen derselben wahrnehmen sowie ihre Bildung und ihre geselligen 100 Pfund Ia 124-126, 100-110. Startoffeln pr. 100 Bfd. rote 2,00-2,20, Stofen 0,00-0,00, Beziehungen fördern. 0,00-0,00, runde weiße 1,80-2,00. Wirsingkohl pr. Schock blaue Rotkohl 4,00-8,00, boll. 12-14 M. 4,00-8,00, Weißlohl 6,00-8,00, Saure Gurken, Schod 2,00 m. Der Verein bietet seinen Mitgliedern u. a. folgendes: Rat, Rechtsschutz, ein Bereinsorgan( Arbeitende Jugend", monatlich 8 Seiten start), eine Bibliothet, Unterrichtsturse, belehrende und unterhaltende Vorträge, gesellige Veranstaltungen u. a. m. Mitglieder fönnen alle Lehrlinge und jugendlichen Arbeiter werden. Der Beitrag beträgt monatlich 25 Pf. Mitglieder, die ihre Lehrzeit beendet haben, dürfen in dem Verein nur dann verbleiben, Witterungsübersicht vom 24. November 1905, morgens 8 Uhr. wenn fie fich einer gewertschaftlichen Organisation anschließen. Arbeiter Berlins! An Euch richten wir die Bitte, unfere junge Organisation nach Kräften zu unterſtüßen. Euch kann es nicht gleichgültig sein, wenn die arbeitende Jugend unter der Ausbeutung, der fie teilweise Stationen noch ausgefekt ist, körperlich zugrunde geht. Und darum fordern wir Euch auf, Arbeiter Berlins: Unterstügt die Jugendorganisation, indem ihr für fie werbt. Barometer stand mm -qui87 Bunpa Windstärke Better Temp. n. T. 5°. 4° 9.1| Stationen Barometer stand mm Wind richtung Windstärke 4 Regen 1 Haparanda 734 WSW 3 Betersburg 752 528 2 Scilly 5 Aberdeen 5 Baris 1 Better 2heiter එ Zemp. n. C. 2 bedeckt 760 NW 4 wollig 748 5 2 heiter 762 S 2 heiter 3 3 4 Am Sonntag, den 26. November, nachmittags 1,2 Uhr, findet zur all- Swinemde. 748 S 750 SW 1Regen gemeinen Aufklärung in Fiebigs Festfälen, Aderftr. 6/7, eine große Camburg 751 B 4 bededt 2 bedeckt Franti.a.M. 758 SW offentliche Versammlung statt, zu welcher neben den jugendlichen Berlin 7 Regen München 757 SW Verein der Lehrlinge und jugendlichen Arbeiter auch die erwachsenen Arbeiter herzlichst eingeladen find. Bien Regen Berlins und Umgegend. 756 Still Wetter- Prognose für Sonnabend, den 25. November 1905. Etwas fühler, zeitweise heiter, aber veränderlich mit geringen Nieder schlägen und ziemlich frischen westlichen Winden. Berliner Betterbureau. dgrad Gerichts- Zeitung. dy +3,58 Meter. 0,18 Meter, Meter. Weichsel bei Brahemünde Nete bei Barthe bei Bosen+1,66 Meter. Unzüchtiger Seft". Der Straßenhändler Benner zu Berlin Wafferftand am 23. November. Elbe bei Auffig+ 0,80 Meter, bet sollte den§ 56 in Verbindung mit§ 42a der Gewerbe- Ordnung 11n strut bei dadurch übertreten haben, daß er auf der Straße eine Nummer der Dresden-0,82 Meter, bei Magdeburg+2,29 Meter. Oder bei Ratibor+ 2,82 Meter, bei Zeitschrift Seft" feilbot, die geeignet gewesen sein soll, in fitt- Straußfurt+ 1,45 Meter. licher Beziehung Mergernis zu erregen. Das Landgericht I ver- Breslau Oberpegel+5,25 Meter, bei Breslau Unterpegel urteilte ihn auch zu einer Geldstrafe, der 1. Straffenat des bei Frankfurt+ 2,21 Kammergerichts hob jedoch am Donnerstag dies Urteil wieder auf nich- Meter. und verwies die Sache mit folgender Begründung an das Landgericht zurück: Fahrlässigkeit des Angeklagten würde allerdings zur Bestrafung genügen. Sie sei aber hier nicht genügend feſtDie städtische Kommiffion zur Besichtigung von Markthallen und geftellt. Man fönne nicht fagen, daß jeder Drudschriftenhändler deren Einrichtungen ist aus Hamburg nach Berlin zurüdgelehrt, die Verpflichtung habe, alle Drudfachen durchzulesen, die er ver- gegen. Gruß! werden. Die Wärmehallen am Alexanderplatz sind gestern eröffnet und gleich zahlreich besucht worden. Briefkaften der Redaktion. 3. St., Gladbach. Gewiß nehmen wir Ihre Berichte gern ent Verantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glede, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.