Nr. 279. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 r., wöchentlich 28 Pig. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. Bost Abonnement: 1,10 Mark pro Monat Eingetragen in die Bost- Zeitungs. Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich. Ungarn a Mart, für das übrige Ausland 8 Mark pro Monat. Erideint täglich außer Montags. Vorort- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt. 22. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel. geile oder deren Raum 40 Big.. für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 25 Big. Kleine Anzeigen", das erste( felt. gedruckte) Wort 10 Bfg., jedes weitere Wort 5 Bfg. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für bie nächste Rummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 1hr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Zelegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1982. Die Thronrede. Die Thronrede, mit der heute der Reichstag eröffnet wurde, verrät durch nichts die außergewöhnliche Situation, in der die deutsche Volksvertretung zusammengekommen ist. Nüchtern und geschäftsmäßig werden die gesetzgeberischen Materien behandelt, mit denen sich das Haus beschäftigen soll. Von dem Sturmatem der Weltgeschichte, der durch die Nachbarländer fegt, und auch an den Pforten des Deutschen Reiches rüttelt, war in den Worten Wilhelms II. kein leiser Hauch zu verspüren. Mit der beiläufigen Bemerkung, daß es dem Kaiser von Rußland gelingen möge, als Bahnbrecher einer glücklichen Zukunft Rußlands die Liebe und Dant barkeit seines Volkes zu zu ernten", wurde der unter fo gewaltigen Wehen sich vollziehende Geburtsaft der russischen Volksfreiheit in einem patriarchalischen Gnaden att Väterchens verwandelt. So spiegelt sich die Weltgeschichte in der Auffassung des Gottesgnadentums! Mittwoch, den 29. November 1905. Der Entwurf zur Abänderung einzelner Bestimmungen des Börsengesetes ist in voriger Session nicht erledigt worden. Um wenigstens in den dringlichsten Bunkten zu einem Abschluß zu kommen, wird erwogen, Ihnen die Vorlage in der enger um grenzten Form wieder zugehen zu lassen, welche sie durch Ihre Vorberatungen erhalten hatte. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Ferniprecher: Amt IV. 9r. 1984. fondern nach dem Junker- und Kapitalistenideal der Steuerabschiebung auf die nicht besitzende Klasse, haben wir in den legten Tagen zur Genüge nachgewiesen! sich auf die Aufzählung der Forderungen. Eine fachliche BeDie Behandlung der Flottenvorlage beschränkt gründung dieser Forderungen wird nicht einmal versucht. Die Schiffsvermehrungen und Vergrößerungen sollen nötig sein, Flotten anderer Staaten zurückbleibt. Welche Staaten man damit die deutsche Flotte an Gefechtstraft nicht hinter den meint, wird nicht gesagt. Es ist freilich ein öffentliches Geheimnis, daß man damit auf England ziele. Hinter der Gefechtskraft der englischen Flotte wird die deutsche Flotte aber im Jahre 1917 noch ebenso weit zurückgeblieben sein, wie heute, wenn bis dahin nicht noch diverse neue Flottenvorlagen angenommen sein werden. Wahrscheinlich vernehmen wir ja auch nach Annahme des neuen lottengesetzes alsbald wieder die Parole: weiter!" „ Nun aber Die Fortbildung der sozialen Geseze bleibt eine der Hauptpflichten des Reichs. Auf Jahre hinaus wird die Gesetzgebung und mit der Ausgestaltung der Witwen- und Waifenfürsorge bemit der Vereinheitlichung des gesamten Arbeiterversicherungsrechts schäftigt sein. Gegenwärtig wird Ihre Mitwirkung erbeten, um den gewerblichen Berufsvereinen den Erwerb der Rechtsfähigkeit zu erleichtern und die Möglichkeit freier Betätigung ihrer wirt. schaftlichen Interessen innerhalb der durch das gemeine Wohl gegebenen Grenzen zu gewährleisten. Auch mehrere andere Gesetzentwürfe werden sich auf dem Gebiete sozialer Aufgaben bewegen. Die Entwidelung unserer Schukgebiete hat durch den Aufstand in Südwestafrika und neuerdings durch die oftafrikanischen Unruhen eine schwere Beeinträchtigung erfahren; harte Opfer an Blut und Geld find dem Vaterlande auferlegt worden. Ich weiß mich eins mit dem deutschen Volke in dem warmen Danke und der stolzen Anerkennung für die Offiziere und Mannschaften, Auffallend flüchtig wird der Angelpunkt aller modernen Aber wenn die Regierung schon des Verständnisses für die auf meinen Ruf hinausgezogen sind und mit heldenhafter Politit übergangen: die soziale Frage. Mehrere Gedie weltgeschichtliche Wende ermangelt, die sich im Schoße der Tapferkeit unseren Besisstand bis zum Tode verteidigt haben. sebe, deren Gegenstand aber nicht einmal genannt wird, sollen Die sich auf dem Gebiete sozialer Aufgaben bewegen. Dann wird Nationen selbst vorbereitet, so hätte sie wenigstens von ihrem Die großen Opfer find nicht umsonst gebracht worden. Standpunkte aus eine Art politischen Programms entwerfen letzten Meldungen über die Unterwerfung der Witboi berechtigen den gewerblichen Berufsvereinen der Erwerb der Rechtsfähiguns zu der Hoffnung auf die baldige Wiederherstellung von fönnen. Aber auch hierauf leistete die Thronrede völligen Friede und Ordnung in dem schwer geprüften Schubgebiete. Es teit in Aussicht gestellt und schließlich bemerkt, daß die GesezBerzicht: fie begnügte sich mit der dürftigsten Stizzierung gilt nun, den aufs neue erkämpften Boden fruchtbringend au gebung auf Jahre hinaus mit der Vereinheitlichung Arbeiterversicherungsgesetze und der Ausgestaltung Rein Rüdblid bereiten. Die militärische Sicherung wie die wirtschaftliche Er der bevorstehenden Reichstagsarbeiten. Witwen- und Waisenfürsorge beschäftigt fein auf die Vergangenheit, fein Ausblick auf die Zukunft schließung unserer Schutzgebiete hängt ab von dem Baue leistungs- der Man hält es offenbar für genügend, tenn die fähiger Berkehrswege, worüber Ihnen Vorlagen zugehen werden. werde. Mit der Witwen- und Waisenfürsorge, die erst vom parlamentarische Maschine ihr Pensum herunterschnurrt. Die In dem Entwurfe zum Reichshaushalt ist die Verwandlung der Jahre 1910 ab in Straft treten foll! Welche Zukunftsmusik Gefahr, daß dieser Reichstag versagen könnte, ist ja allerdings kolonialabteilung des Auswärtigen Amts in ein Reichs- Kolonial- und welche Ignorierung dringendster Gegenwartsaufgaben. amt vorgesehen, in dessen Rahmen die Arbeitslast der Kolonial. Diese Stelle der Thronrede erinnert faft an das freilich ausgeschlossen. Die bürgerlichen Parteien werden bis auf verwaltung leichter zu bewältigen sein wird. Vorbereitet wird diese Stelle der Thronrede erinnert faſt an das etliche bedeutungslose Splitter mit der Regierung durch did eine Vereinfachung der Vorschriften über das Etats- und Rech. dementierte- Wort von der vollen Stompottschüffel" Die und dünn gehen, Flotten-, Militär- und Kolonialausgaben nungswesen der Schutzgebiete, welche die Grundlage für eine Steuerschüssel wird dafür den Arbeitern um so voller serviert bewilligen und sich auch gegen die Zumutungen nicht sperren, foloniale Selbstverwaltung bilden foll. die große Masse durch neue indirekte Steuern zu belasten. Sie werden sich um so weniger sperren, als sie nur zu gut wissen, daß die Masse des Volkes weder von der Flottenund Rolonialwirtschaft, noch von der Bumpwirtschaft und dem traurigen Flickwert der Reichsfinanzreform etwas wissen will und bei einer Neuwahl manchen der wackeren Volts bertreter von der Bildfläche hinwegfegen würde. So sind die bürgerlichen Parteien, da sie nicht mit dem Volfe gehen wollen, gezwungen, sich mit der Regierung zu vertragen. Und die Regierung behandelt den Reichstag demgemäß von vorn herein als seinen willfährigen Handlanger. der Die Thronrede lautet: Geehrte Herren! Bei dem Eintritt in Ihre Beratungen entbiete ich Ihnen, zugleich im Namen meiner hohen Verbündeten, Gruß und Will tommen. Das Hauptwerk Jhrer lebten Tagung bildete die Neuordnung der Handelsbeziehungen des Reichs zum Auslande. Mit den Handels- und Tarifverträgen, die zum großen Teil bereits ratifiziert sind, ist der feste Grund geschaffen, auf dem sich deutscher Fleiß und Unternehmungsgeist in Sicherheit entfalten tann. Möge dem Landbau und dem Gewerbe Segen und Gedeihen, dem Handel und der Echiffahrt reicher Erfolg im freundlichen Wettbewerbe der Völker beschieden sein! Auch für den Warenaustausch mit anderen Ländern sind die verbündeten Regierungen bestrebt, die Bürgschaft der Fortentwickelung auf gleicher Grundlage zu geHinter dem Handelsvertragswerke mußten wichtige Aufgaben zurüdstehen, die jetzt in den Vordergrund Ihrer Tätigkeit treten tpinnen. werden. werden. Die ungeheuren Kosten unserer Kolonialfriege im Etat für 1906 wird für Südwestafrika und Deutschostafrika abermals die Kleinigkeit von 104 500 000 m. gefordert! werden zwar als hart", aber als nicht umsonst gewarum nicht? Schon habe bracht bezeichnet. Und dem Kaifer bon Rußland und Seiner Majestät dem Kaiser von sich ja die Truppe des Jsaat Witboi ergeben, In der auswärtigen Bolitik steht das Deutsche Reich zu allen Mächten in forretten, zu den meisten in guten und freundlichen Beziehungen. Mit hoher Befriedigung erfüllt es mich, daß ich den Herrn Präsidenten der Vereinigten Staaten in feinen erfolg, reichen Bemühungen unterstützen fonnte, zwischen Seiner Majestät Japan den Frieden im fernen Often herbeizuführen. Den Eintritt Japans in die Reihe der Großmächte begleite ich mit auf. richtigen Wünschen für eine friedliche Kulturmission dieses hoch begabten Boltes. Meine lebhaften Sympathien gelten den Anstrengungen, die das befreundete russische Nachbarreich für die Neuordnung seiner inneren Zustände macht. Ich hoffe, daß es Seiner Majestät dem Kaiser Nikolaus vergönnt sein wird, als Bahnbrecher einer glüdlichen Zukunft Rußlands die Liebe und Dankbarkeit seines Boltes zu ernten. Ich beglüdwünsche auch an dieser Stelle die Regierung und das Volk Norwegens zur Wahl des erlauchten Königspaares, dem ich in freundschaftlicher Gesinnung berbunden bin. was zu der Hoffnung auf baldige Wiederherstellung des Friedens berechtige. Die Niederwerfung einer Handvoll von Hottentotten ist also ein paar Hundert Millionen Mark und diverse Hundert Menschenleben wert. Aber es werden uns noch andere Errungenschaften in Aussicht gestellt: die deutschen Steuerzahler dürfen weitere Unsummen für die Kolonialpolitik aufbringen, damit„ leistungsfähige Verkehrswege" gebaut werden! Und schließlich erleben wir dann die Genug. tuung, ein Reichstolonialamt mit einem veritablen Erbprinzen an der Spize zu erhalten! 17 Ein Blick auf Deutschlands eigene internationale Stellung Die forretten" resp. guten" und freundlichen" Bedarf sich der Wahrnehmung nicht verschließen, daß wir fortdauernd ziehungen zu den Mächten wären sehr erfreulich, mit Verkennung deutscher Sinnesart und Vorurteilen gegen die wenn sie endlich zu einem Einhalt des Wettrüstens führten. Fortschritte deutschen Fleißes zu rechnen haben. Die Schwierig. Leider ist nur das Gegenteil der Fall. Auch daß der Eintritt feiten, die zwischen uns und Frankreich in der marokkanischen Japans in die Reihe der Großmächte nicht als Bedrohung Frage entstanden waren, hatten teine andere Quelle, als eine der heiligsten Güter der Völker Europas aufgefaßt, sondern Neigung, Angelegenheiten, in denen auch das Deutsche Reich Intereffen zu wahren hat, ohne unsere Mitwirkung zu erledigen. mit aufrichtigen Wünschen begrüßt wird, wäre sehr schön, Solche Strömungen tönnen, an einem Buntte unterbrüdt, an einem wenn nicht auch Japans Kulturmission" einen weiteren anderen wiederkehren. Zu meiner Befriedigung ist in der Vorwand für Deutschlands Marinerüstungen" abgäbe! Für marokkanischen Frage mit diplomatischen Mitteln unter Schonung den Maroffokonflikt tragen nach der Thronrede lediglich der Interessen und der Ehre beider Teile eine Verständigung England und Frankreich die Verantwortung, da sie über bie Einberufung und das Programm einer neuen Marotto- Deutschlands Interesse nicht berücksichtigt haben. Deutschland Konferenz erzielt worden. will sich aber solche Zurücksetzungen auch in Zukunft nicht gefallen lassen, hebt doch die Thronrede hervor, daß solche Sollte das vielleicht Stonflikte leicht wiederkehren könnten. eine Anspielung auf die Protektoratpläne über Liberia sein? Jedenfalls eröffnet dieser Hinweis die unangenehme Perspektive auf die öftere Wiederkehr weltpolitischer" Zwischenfälle, an benen das deutsche Voit nicht das geringste Intereffe hat! Es ist mir eine heilige Sache um den Frieden des deutschen Voltes. Aber die Zeichen der Zeit machen es der Nation zur Pflicht, ihre Schuhwehr gegen ungerechte Angriffe zu verstärken. Um so ficherer mag es dann gelingen, die friedlichen Biele des bewährten Bündnisses mit den Herrschern Desterreich- Ungarns und Italiens auch fernerhin zu verwirklichen. Durchbrungen von der Größe der Aufgaben, die Sie, geehrte Herren, erwarten, wünsche ich Ihren Arbeiten gutes Ge lingen zu des Reiches Wohlfahrt, Ehre und Frieden. Die Finanzen des Reichs find allmählich in einen Zustand geraten, der baldige und durchgreifende Abhülfe erfordert. Die Schuldenlast des Reichs hat sich ohne planmäßige Tilgung ständig vermehrt. Die Finanzen der Bundesstaaten leiden schwer unter den gesteigerten Ansprüchen, die das Reich an sie stellt. Neue Macht und Kulturaufgaben der Nation harren der Lösung. Unbedingt bedarf das Reich neuer Einnahmen. Die ReformborSchläge der berbündeten Regierungen laffen den notwendigen Der Vertretung der deutschen Arbeiterklasse im Reichstage Unterhalt des Wolfes frei. Unter Anerkennung des Grundfaßes, bleibt es vorbehalten, der tapitalistischen Klassenpolitit des die Lasten des Gemeinwesens möglichst nach der Leistungsfähigkeit Der einleitende Teil der Thronrede, der sich mit den Militarismus, der Weltpolitik und den indirekten Steuern die zu verteilen, wollen sie die neuen Einnahmen teils aus den Genuß Handels- und Zarifverträgen beschäftigt, zeichnet selaffenpolitik des Proletariats gegenüberzustellen. Gine Güterumfaß, teils aus einer Reichserbschaftssteuer gewinnen. Bei sich mehr durch Kürze als durch Richtigkeit aus. Durch die Politik, die nicht nur den Militarismus, den Marinismus und Ihrer Prüfung des schwierigen Wertes möge Sie bie patriotische Verträge soll der feste Grund" geschaffen sein, auf dem fich die Weltpolitit bekämpft und Förderung der wirklichen sozialen Einsicht leiten, daß die Deckung des Reichsbedarfs dem Leben und deutscher Fleiß und Unternehmungsgeist" in Sicherheit ent- und kulturellen Interessen des Volkes heischt, sondern auch) Gedeihen der Nation dienen soll. falten fann. Daß durch die Verteuerung der wichtigsten eine internationale Politik in dem Sinne darstellt, daß sie Bereits im Jahre 1900 war Jhnen eine Bermehrung der Aus- Lebensmittel die gesicherte Existenz" der Arbeiterklasse noch die durch das Wettrüsten erzeugte Spannung unter den landsschiffe vorgeschlagen. Damals fand die gefeßliche Festlegung schlimmeren Erschütterungen ausgefekt ist als bisher, spielt Völkern löst, und die Nationen auf die Bahn des friedlichen der Vermehrung nicht Ihre Zustimmung. Unsere stetig wachsende für die den deutschen Fleiß ja in erster Linie verförpernde Ringens um die Palme der Kultur und der Menschheitswirtschaftliche Verbindung mit allen überseeischen Ländern er fordert nunmehr dringend eine stärkere maritime Bertretung des Arbeiterklasse doch wohl auch eine Rolle! Und daß der wohlfahrt weist! Reichs im Auslande. Es wird Ihnen deshalb eine Novelle zum Warenaustausch mit anderen Ländern gerade durch SchutzzollFlottengefeße zugehen, die eine Vermehrung der Zahl der Aus- barrikaden gefördert werde, ist eine Ansicht, die weder bor lanbefchiffe um 6 große Kreuzer vorsieht. Des weiteren sehen ber nationalökonomischen Theorie noch der volkswirtschaftlichen fich die verbündeten Regierungen gezwungen, Ihnen eine erheb- Praris zu bestehen vermag. liche Vergrößerung der durch den Marineetat von 1906 geforderten Der die, Reichsfinanzreform" behandelnde AbLinienschiffe und großen Kreuzer vorzuschlagen, damit unsere deutschen Schiffe nicht an Gefechtstraft hinter den Schiffen schnitt könnte den Anschein erwecken, als ob es sich darum wurf eines Gesezes betreffend die Drdnung anderer Staaten zurückbleiben. Endlich tritt die Forderung an handle, die Schuldenlast des Reiches planmäßig zu tilgen". des Reichshaushalts und die Tilgung der Sie heran, Mittel für eine größere Schlagfertigkeit der Torpedo Diefe naive Illusion wird schon durch den Haushaltsetat Reichsschuld" nebst dessen Begründung. Der Entwurf bootstreitkräfte zu bewilligen. Ich hege das Vertrauen, daß der für 1906 zerstört, der über eine viertel Milliarde umfaßt 11 Paragraphen, denen fünf Vorschriften" Deutsche Reichstag zu dieser Verstärkung unserer Seewehr bereit ist. neuer Anleihen vorsieht, obwohl er bereits mit über die Aenderung des Braufteuer, Tabaksteuer- und ReichsEine den gegenwärtigen Lebens- und Erwerbsverhältnissen 156 Millionen als dem Ertrag der neuen Steuern rechnet. Stempelgesetzes sowie über die Besteuerung von Zigaretten angemessene Regelung des Versorgungswesens für die Offiziere Die Pumpwirtschaft wird also munter weitergehen; die neuen und Erbschaften beigegeben sind. Diese Vorschriften" werden und Mannschaften des Reichsheeres, der Marine und der Schuh- Steuern sollen lediglich dazu dienen, wenigstens einen Teil der jedoch von dem offiziösen Blatt nicht wörtlich, sondern in Regierungen legen besonderen Wert darauf, daß die von ihnen immer kolossaler anwachsenden Ausgaben für Heer, Marine und einer die wichtigsten Bestimmungen zusammenfassenden Darwieder aufgenommenen Vorschläge hierfür möglichst bald Gesep Kolonialromantik zu decken. Daß aber die neuen Steuern nicht stellung publiziert. nach dem Grundsatz der Leistungsfähigkeit ausgehect, find, Der Entwurf hat folgende Fassung: werden. Die neuen Reichssteuervorlagen. Die„ Nordd. Allgem. 8tg." veröffentlicht den„ Ent " 1. Die anliegenden Vorschriften: 1. tegen Aenderung des Brausteuergeseßes, 2. wegen Aenderung des Tabafsteuergesetzes, 3. wegen Besteuerung der Zigaretten, 4. wegen Aenderung des Reichs- Stempelgesetes, 5. wegen Besteuerung der Erbschaften freten einheitlich zugleich mit diesem Gesetz in Kraft. § 2. Die Reineinnahmen, welche auf Grund der im§ 1 dieses Gesetzes unter 1 bis 4 bezeichneten Vorschriften aufkommen, verbleiben der Reichstasse. Zigarettenftener. Die Zigarettensteuer soll von dem zur Herstellung von Zigaretten bestimmten Papier( Zigarettenpapier) erhoben werden, zu welchem Zwecke der Entwurf vorschreibt, daß die Herstellung von Zigaretten, und zwar sowohl die gewerbsmäßige wie die nicht gewerbsmäßige, fünftig nur mittels zuvor bersteuerten Papiers erfolgen darf. Die Steuer soll für iede zur Herstellung von tausend Zigaretten mittlerer Größe ausreichende oder für diese Zahl und Größe von Zigaretten bereits zugeschnittene oder in Hülsenform gebrachte Papiermenge 3 M. betragen. Der Zoll für ausländische Zigaretten soll von 270 auf 1200 M. für ein Doppelzentner erhöht werden. Fahrkartenstener. Tagen des deutsch- amerikanischen Verhältnisses." Folgt die Empfehlung einer vom Handelsvertragsverein über diese Frage herausgegebenen Broschüre. Wenn diese Notiz nicht gedantenlos einem bürgerlichen Blatt entnommen ist, so besagt sie doch, daß die deutsche Geschäftswelt an dem Ausgang der Verhandlungen interessiert sei; von den Arbeitern spricht sie nicht. " Wenn der Vorwärts" weiter meint, unsere Ausführungen liefen darauf hinaus, daß die Sozialdemokratie vor der Zollkoalition und deren Gesezesprodukten mit ihren Forderungen respektvoll Halt machen und sich demütig bescheiden solle, so vermögen wir diese Entgegnung unmöglich ernst zu nehmen. Möge doch der„ Vorwärts" uns lieber sagen, wie er seine Forderung auf Ermäßigung" der 8ölle auf Getreide, Fleisch, Obst usw. mit der ans Stelle aus dem bom gezogenen Parteivor= stande herausgegebenen Handbuch über unsere Stellung zu den Handelsverträgen in Ein. Ilang bringen will. Soweit diese Einnahmen sowie die sonstigen eigenen Einnahmen des Reiches und die durch Ueberweisungen gedeckten Matrikularbeiträge im Soll zur Deckung des ordentlichen Ausgabebedarfs nicht ausreichen, erhält das Reich einen Teil des Rohertrages der nach Maßgabe der anPerfonenfahrkarten imEisenbahnverkehr auf inländischen liegenden Vorschriften wegen Besteuerung der Bahnlinien und im Dampffchiffsverkehr auf inländischen WasserErbschaften beranlagten Steuer. Der Anteil straßen. Die von der einzelnen Fahrkarte( Fahrschein oder sonstigeni des Reiches wird durch das Etatsgefeß fest Ausweis über die erfolgte Zahlung des Personenfahrgeldes) zu entIn seiner Verlegenheit wird der Mitarbeiter des Staffeler gestellt. Der den einzelnen Bundesstaaten hiernach verbleibende richtende Abgabe ist ein fester, nach den Fahrtlassen abgestufter Anteil muß mindestens ein Drittel ihrer Roheinnahme an Erb- Stempel und beträgt im Eisenbahnverfehr für einen Fahrtausweis Bolfsblatt" immer konfuser. In seinem ersten Artikel hatte er schaftssteuer erreichen. I. Selasse 40 Pf., II. Klasse 20 Pf., III. Selasie 10 Pf. und IV. Klaffe unsere Forderung einer„ möglichsten Ermäßigung" der deutschen § 3. Soweit die von den Bundesstaaten aufzubringenden 5 Bf., im Dampfschiffsverkehr 10 Pf.. und wenn verschiedene Zölle auf Getreide, Obst, getrocknete Früchte, Schmalz, Fleisch, Matrikularbeiträge in einem Rechnungsjahre den Sollbetrag der Fahrklassen geführt werden, für die höheren Fahrklassen 20 Pf. Petroleum usw. deshalb für unverständlich erklärt, weil onbeiner werden, für die leberweisungen um mehr als 40 Pf. auf den Kopf der Bevölkerung Soweit im Eisenbahnverkehr eine vierte Wagenklasse nicht geführt einer solchen Forderung die Festsetzung von Getreide- Mindestzöllen übersteigen, wird die Erhebung des Mehrbetrages für dieses wird, der Fahrpreis der dritten Wagenklasse aber den Saß von 2 Pf. Rechnungsjahr ausgesetzt. übersteigt, gilt der Satz von 5 bezeichneten Kopffab hinaus ungedeckt bleiben, tritt der Mehrbetrag Bahnen, welche getrennte Wagenklassen nicht führen, werden wie ben ordentlichen Ausgaben im Etat des zweitfolgenden Rechnungs- Fahrkarten dritter Klasse behandelt. Befreit sind Fahrkarten, deren tarifmäßiger jahres hingu. § 4. Die Reichsanleihefchuld ist vom Rechnungsjahr 1907 Fahrpreis den Betrag von zwei Mart nicht über ab alljährlich in Höhe von mindestens drei Fünftel vom Hundert steigt. Tabakstener. des sich jeweils nach der Denkschrift über die Ausführung der Anleihegefeße ergebenden Schuldbetrages zu tilgen. Eine Absetzung vom Anleihefoll ist einer Tilgung gleichzuachten. für das Kilometer Soweit nach der Rechnung Matrifularbeiträge über den vor. die dritte Wagenfahrkarten von Straßen- und auch für durch den§ 1 des neuen Zollgesetzes und das Fleischbeschaugeseh durch den Reichshaushaltsetat bereitzustellen. Der Zoll für ausländischen Rohtabat ist auf 125. für einen Doppelzentner erhöht derjenige Rohtabat, der nachweislich zur Die zur Schuldentilgung erforderlichen Beträge sind alljährlich Herstellung von Rauch, Kau- und Schnupftabak verwendet wird, foll aber nur einen 3oll von 110 M. für einen Doppelzentner Für die Tabalfabrikate sieht der Entwurf folgende Zollerhöhungen vor: § 5. Die Vorschrift des Artikels 38 Abs. 2 Ziffer 3d der Reichsverfassung wird in Ansehung der Brausteuer aufgehoben. Die den Bundesstaaten zu gewährende Vergütung der Erhebungsund Verwaltungskosten der Brausteuer wird durch den Bundesrat festgesetzt. § 6. Mit dem 1. April 1914 tritt Elsaß- 2othringen dem Geltungsbereiche des Gefehes wegen Er= hebung der Brausteuer vom 31. Mai 1872( Reich 3Gefeßbl. S. 153) hinzu. Gleichzeitig kommen der§ 4 des Gefeßes betreffend die Einführung der Verfassung des Deutschen Reiches in Elsaß- Lothringen, vom 25. Juni 1873( Reichs- Gesetzbl. G. 161) sowie die in Elsaß- Lothringen bestehenden gesetzlichen Vorschriften über die Besteuerung des Bieres in Wegfall. § 7. Der§ 2 des Gesebes betreffend Verivendung von Mehrerträgen der Reichseinnahmen und Ueberweisungssteuern zur Schuldentilgung vom 28. März 1903( Reichs- Gesetzbl. S. 109) wird aufgehoben. § 8. Die von den Königreichen Bayern und Württemberg und dem Groftherzogtum Baden an Stelle der Brausteuer an die Reichstasse zu zahlenden Ausgleichsbeträge sind für die Rechnungsjahre 1906, 1907 und 1908 nur mit 40 bom hundert, für die folgenden fünf Rechnungsjahre mit fe Vom meiteren 10 bom hundert zu entrichten. Rechnungsjahr 1914 ab hat die Zahlung der vollen Ausgleichsbeträge zu erfolgen. Diese Vorschriften finden auf Elsaß- Lothringen entsprechende Anwendung. tragen. für Tabakrippen und Tabakstengel auf. Tabaklaugen bearbeitete Tabakblätter ähnlichen vom Jahre 1900 im Wege ständen. Wir erwiderten darauf, daß die Sozialdemokratie nicht mit ihren Forderungen vor den Gesetzesparagraphen Halt zu machen hätte, welche die Zollkoalition zum Schuß ihrer Interessen im Reichstage durchgedrückt haben. Das gibt jetzt auch der Mitarbeiter unseres Kasseler Parteiblattes zu; aber meint er, die deutsche Regierung werde sich voraussichtlich der Union gegenüber bei den Vertragsverhandlungen nicht nachgiebiger erweisen, als Rußland und Oesterreich gegenüber. Also vor den Gesehen haben wir zwar nicht mit unseren handelspolitischen Forderungen Halt zu machen, wohl aber vor dem Willen und der Nachgiebigkeit der Reichsregierung. Ein seltsamer Grundsah. Bisher haben wir geglaubt, die Sozialdemokratie hätte sich bei der Stellung ihrer Forderungen, ganz gleich, ob auf sozial, steuer- oder handelspolitischem Gebiet, lediglich durch das Interesse der Arbeiterschaft leiten zu lassen; jetzt erfahren wir, daß es unverständig ist, Forderungen zu stellen, die an der Unnachgiebigkeit der Regierung scheitern könnten mit anderen Worten, daß die sozialdemokratische Partei sich bei der Aufstellung ihrer Forderungen nach der Stimmung und der Willfährigkeit der Regierung au richten hat. Seltsam erscheint uns nur, wie bei dieser eigenartigen Magime der Mitarbeiter des Kasseler Volksblatt" die Forderungen des Erfurter Programms zu akzeptieren vermag, denn daß diesen Forderungen gegenüber die Regierung sich jemals nachgiebiger" verhalten wird, als gegenüber der Forderung einer Ermäßigung der genannten Lebensmittelzölle, dürfte wohl selbst der betreffende Mitarbeiter taum glauben. • 110 M. 120 " 19 300 " " " Kau- und Schnupftabat, Karotten, Stangen und Rollen zu Schnupftabat, Rauchtabak, mit Ausnahme des feingeschnittenen, Tabaks mehl u. dgl.. feingeschnittenen Tabat Bigarren. 300 500 600 " " für 1 Doppelzentner. " Die Tabatgewichtsteuer wird auf 62 M. für 1 Doppelzentner verarbeitungsreifen Tabak und die Tabalflächensteuer auf 6,2 Pf. für ein Quadratmeter der mit Tabat bebauten Fläche erhöht. Lettere foll aber im ganzen mindestens 50 Pf. betragen. Für die minderwertigen Grumpen soll der bisherige Steuersag von 45 M. für 1 Doppelzentner belassen werden. Was der Hinweis auf die Empfehlung einer Broschüre des Zum Vergleich fügen wir hinzu, daß bisher der Zoll pro| Handelsvertragsvereins in der Rubrik Industrie und Handel" Doppelzentner betrug für: Tabatrippen, Stengel. Tabaklaugen. • Bearbeitete Tabakblätter Kau- und Schnupftabat, Stangen, Rauchtabak ust.. Feingeschnittenen Tabat Bigarren Inlandsteuer 85. M. 85 " 180 " 180 " 180 " 270 " 45 " § 9. Bis zum Ablaufe des Rechnungsjahres 1910 verbleibt den einzelnen Bundesstaaten mindestens der Betrag ihrer Durchschnittseinnahme an Erbschaftssteuer in den Rechnungsjahren 1901 bis 1905. Bei Feststellung der Durchschnittseinnahme bleibt der Es werden also auch die Fahrkarten IV. Klasse, obgleich Rohertrag aus der Besteuerung des Erwerbes der Abkömmlinge für die vierte nach der geplanten Personentarifreform teine und Ehegatten und, soweit in einzelnen Staaten höhere als die in Fahrpreisermäßigung eintreten soll, zur Steuer den anliegenden Vorschriften wegen Besteuerung der Erbschaften vorgesehenen Steuersäße in Geltung gewesen sind, der aus dem herangezogen; doch beginnt infolge der Bestimmung, daß Unterschied der Steuerfäße sich ergebende Mehrertrag außer An- Fahrkarten unter 2 M. steuerfrei bleiben, für die vierte Stlasse fab. Die näheren Anordnungen hierüber trifft der Bundesrat. die Steuer erst bei Fahrten über 100 kilometer( 13%, Meilen). § 10. Ergeben sich für die Rechnungsjahre 1905 und 1906 Unter Zugrundelegung der für die Personentarifreform in Aussicht nach der Rechnung bei den Ueberweisungen Mehrbeträge oder über- genommenen Einheitssäge von 7, 4, 5, 3 und 2 Pf. für die steigen die ordentlichen Einnahmen des Reichs dessen Bedarf im einzelnen Wagenklassen fönnen in einzelner Fahrt steuerfrei eigenen Haushalte, so sind die danach zur Verfügung stehenden Beträge in erster Linie zur Dedung der burch§ 4 Abs. 1 des zurückgelegt werden: In 1. Klasse rund 29 Kilometer, in Etatsgesetzes vom 1. April 1905( Reichs- Gesebbl. S. 181) und II. Klasse rund 45 Stilometer, in III. Selasse 67 kilometer und 1906( Reichs- Gefeßbl. in IV. Klasse 100 Kilometer.- Außerdem genießen völlige G. gestundeten Matrikularbeiträge zu verwenden. Soweit Befreiung die zu ermäßigten Preisen ausgegebenen Militärgeftundete Matrikularbeiträge auch dann noch ungedeckt bleiben, und Arbeiterfahrkarten. tritt der Rest der aus dem Rechnungsjahr 1904 herrührenden den ordentlichen Ausgaben im Etat des Rechnungsjahres 1907, der Rest der aus dem Rechnungsjahr 1905 herrühenden den ordentlichen Ausgaben im Etat des Rechnungsjahres 1908 hinzu. § 11. durch§ 4 des Etatsgesetzes vom Dieses Gesetz tritt mit dem 1. April 1906 in Kraft. Die oben erwähnten Vorschriften" über die Brau-, Zabat, Zigaretten- und Fahrkartensteuer können wir aus Gründen des Raumes vorläufig nur in kurzen, die wichtigsten Bestimmungen zusammenfassenden Auszügen mitteilen. Eine eingehendere Darstellung und Kritik soll in den nächsten Tagen folgen: Braustener. Die wichtigsten Menderungen der Brausteuergesetzgebung sind das Surrogatverbot, die Erhöhung und Staffelung der Steuerfäße. Das volie Snrrogatverbot ist jedoch auf untergäriges Bier beschränkt, das nur aus Gerstenmalz, Hopfen, Hefe und Wasser hergestellt werden darf. Zur Bereitung von obergärigem Bier ist außer den genannten Stoffen noch die Verwendung von anderem Malze und von technisch reinem Zucker aller Art( Stärke, Trauben usw. Zucker) zu gelaffen. Um auch die aus den gleichen Stoffen und auf ähnliche Art wie das Bier hergestellten Getränke, die infolge ihres geringen oder ganz mangelnden Alkoholgehalts im streng technischen Sinne vielleicht nicht als Bier gelten fönnen, tatsächlich aber im Verbrauch diesem ziemlich gleichgestellt werden( wie ungegorene Färbe- und Süßbiere, Jungbier, Braunschweiger Mumme, fogenannte Malzbiere 2c.), mit der Steuer erfassen zu können, ist die Ermächtigung vorgesehen, die Brausteuer auch von derartigen Getränken zu erheben und das beschränkte Surrogatverbot auch auf sie anzuwenden. Die Steuer foll betragen für einen Doppelzentner Malz, dem ein halber Doppelzentner Zucker gleichgerechnet wird, von den ersten 250 Doppelzentnern 7,- M. " folgenden 250 500 " 2000 " 2000 19 bon dem Reste 8, 10, 11, 12, 12,50 11. Zur Ergänzung sei hinzugefügt, daß zurzeit im Brausteuergebiet der Steuersatz für den Doppelzentner Malz 4 M. beträgt. Die Steuererhöhung beträgt also für kleine Brauereien fast das Doppelte, für große Brauereieu mit einem Malzverbrauch von mehr als 10000 Doppelzentner fast das Dreifache. Charakteristisch für die Vorlage ist, daß das Versprechen, ,, billige Biere, wie z. B. Braunbiere, Jungbiere, Dünnbierc, Malzbiere sollten mit einem niedrigerem Steuersatz belegt werden, nicht eingehalten ist. Es wird die Regierung cr mächtigt, von ihnen genau dieselben Abgaben zu erheben. Es erhöht sich also die Steuer für Stau, Rauch, Schnupftabate um 66% Proz., für Bigarren um 122 Proz Politifche Ueberlicht. Berlin, den 28. November. mit der obigen Frage zu tun hat, ist uns in Ermangelung tieferer handelspolitischer Erleuchtung absolut dunkel. Weder hat der Verfasser des Leitartikels„ Deutsch- amerikanischer Handelsvertrag" jene Notiz verfaßt, noch nimmt fie auf dessen Ausführungen Bezug, noch äußert fie irgend welche Ansichten über die Stellung, welche die Arbeiterschaft zu den deutsch- amerikanischen Vertragsverhandlungen cinzunehmen hat. Die Notiz weist lediglich auf eine Broschüre als Beitrag zur Handelsvertragsliteratur hin. Ebenso unverständlich ist die Berufung auf das fozialdemokra tische Handbuch. Die betreffende Stelle, auf die sich der Mitarbeiter bezieht, lautet wörtlich: „ Die in dem neuen Tarifgefeße enthaltenen 3ölle auf die notwendigsten Lebensmittel sind so hoch, daß Handelsverträge auf dieser Grundlage zu verhindern die Pflicht eines Abgeordneten ist, der für das Wohl der Arbeiterklasse und der kleinen Leute einzutreten entschlossen ist." Was wird damit gesagt? Daß der neue Zolltarif, speziell durch die Festsetzung von Getreide- Mindestzöllen, eine schlechte Basis für die Abschließung günstiger Handelsverträge bietet, und daß Handelsberträge, die auf dieser Grundlage zustande kommen, das heißt die hohen Lebensmittelzölle des Tarifs in der Hauptsache akzeptieren, für die sozialdemokratische Partei unannehmbar sind. Das ist in jeder Hinsicht auch unsere Meinung, und der Vorwärts" hat deshalb sofort, als näheres über die neuen, mit Rußland, Italien, OesterreichUngarn usw. vereinbarten Handelsverträge bekannt wurde, die Anficht vertreten, unsere Fraktion müsse im Reichstage diese Verträge strifte ablehnen. Keineswegs aber ergibt sich aus dem obigen Die heutige furze Plenarsizung des Reichstags wurde Passus des Handbuchs, die sozialdemokratische Partei dürfe bei vollständig durch Formalitäten ausgefüllt. In der Uebersicht der Einleitung neuer Verhandlungen mit einem fremden Staat über die erledigten und unbesetzten Mandate" wurde man an nicht die Forderung stellen, daß bei diesen Verhandlungen die das Ausscheiden des Reichsparteilers Stockmann, des Zentrums- Interessen der Arbeiterschaft besser berücksichtigt würden, als bei abgeordneten Dr. Spahn und des Genossen Schippel sowie den früheren Verträgen, und sie dürfe ferner, auch wenn der Veran den Neueintritt des Antisemiten Schack erinnert. Bei der trag diesen Forderungen entspräche, nicht für ihn im Reichstage Feststellung der Beschlußfähigkeit ergab sich die ſtarfe Bestimmen. Wir halten es für mehr als wahrscheinlich, daß, wenn segung des Hauses mit 290 Mitgliedern. Für Mittwoch steht tatsächlich ein deutsch- amerikanischer Vertrag an den Reichstag nur die Wahl des Bureaus auf der Tagesordnung. Reichstag. Handelspolitische Superflugheit. " charakterisiert Der handelspolitische Mitarbeiter des Kaffeler Boltsblatt" entrüstet sich, weil wir seine furiose Belehrung nicht in stiller Er gebenheit hingenommen, sondern sie in Nr. 275 des Vorwärts" als handelspolitische Superflugheit" haben. Doch diese Entrüstung ist seine Privatangelegenheit, die andere Leute nicht interessiert. Für uns fommt nur in Betracht, was er Sachliches zu erwidern weiß. Er schreibt: Wir gelänge, der die von uns gestellten Forderungen enthielte, d. h. eine Ermäßigung der Getreidezölle unter die sogen. Mindestfäße, sowie beträchtliche Reduktionen der Zölle auf Obst, getrodnete Früchte, Schmalz, Fleisch, Petroleum usw., die sozialdemokratische Fraktion gefchloffen für ihn eintreten würde. Jedenfalls hat sie zu Anfang der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts für die sogen. Caprivischen Verträge gestimmt, obgleich diese weit geringere Bollermäßigungen brachten, als wir fie in dem Leitartikel der Nr. 268 des Vorwärts" gefordert haben. Der Wahlrechtskampf in Sachfen. Die Konfusion und der Unsinn" befinden sich im borDie kleinen Anrempelungen, die sich der Mitarbeiter des liegenden Falle in der Redaktion unseres Berliner Parteiblattes. Staffeler Boltsblatt" gestattet, schenken wir ihm, ebenso auch die Daß die Reichsregierung in ihren Verhandlungen so weit au gehen berechtigt ist, alle im Tarif angefeßten Zollfäße zu er- Berufung darauf, daß er bereits 26 Jahre der Partei angehört; mäßigen oder aufzuheben, weiß wohl ein jeder, der den jetzigen denn sein Alter beweist nichts für die Richtigkeit seiner Ansichten, oder fünftigen Zolltarif mit den Vertragesäßen auch nur flüchtig es bestätigt in Verbindung mit seinen obigen Ausführungen nur, angeblättert hat. Man findet da Beispiele zahlreich genug. daß es Leute gibt, die nach ihrer Konfirmation nur sehr schwer Wem will der„ Vorwärts" damit etwas Neues sagen? Die noch etwas hinzulernen. Frage ist nur, ob die Reichsregierung der Union gegenüber nachgiebiger fein wird, als Rußland und Oesterreich gegenüber. Der Reaktionsschwindel steht in Sachsen wieder einmal am möchten annehmen, daß auch der Vorwärts" Pranger, die Reaktionäre haben sich im Dreiklassenlandtag demasdiese Erwartung nicht hegt. Liegen die Dinge aber tieren müssen, hinter der Maske der Wahlrechtsreform wurde die so, dann brauchen sich die Arbeiter über den Gang der Verhandfungen" nicht aufzuregen". Aufregen tut man sich jetzt nur in rabe der Wahlrechtsräuber in ihrer abstoßenden Frechheit sichtbar. der Lindenstraße in Berlin über jede unbequeme parteigenössische Es ist nie ernste Absicht der Wahlentrechtler gewesen, eine Wahlrechtsreform durchzuführen, weder der konservativen. noch der Uebrigens scheint der„ Borwärts" in dieser Frage zweierlei nationalliberalen, einschließlich des Ministeriums Metzsch. Für Ansichten zu haben. In einem Leitartikel vom 15. November das letztere war nur der Wille und die Anweisung des verstorbenen und in seiner Antwort vom 24. d. M. auf unsere Aus- Königs Georg Befehl, entweder eine sogenannte Wahlrechtsreformführungen spricht er von dem Interesse der Arbeiter an dem vorlage dem Landtage vorzulegen oder abzudanken. Herr von Ausgang der Vertragsverhandlungen. In Nr. 274 vom 22. d. M. jagt er aber in einer Notiz unter„ Industrie und Wichsch dankte nicht ab, sondern brachte entgegen seiner innersten Handel":" So wichtig die bevorstehende Neuregelung unserer Abneigung gegen die Wahlrechtsreform eine Vorlage in Landhandelspolitischen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten von tage vor zwei Jahren ein, die eine Verurteilung der WahlentAmerika ist, so sehr die schwebenden Unterhandlungen das Inter- rechtung bedeutete, so jammervoll auch die Vorlage war. Noch effe der gesamten deutschen Geschäftswelt in Anspruch nehmen, entschiedener verurteilte Herr v. Metsch sein eigenes Wert der so unklar sind immer noch die Anschauungen über die Grund. Wahlentrechtung durch eine Denkschrift, in der konstatiert wurde, Kritik. taß die übergroße Mehrheit deS sächsischen VofleS durch das Dreiklassenwahlsystem von der Vertretung in der Gesetzgebung des Landes völlig ausgeschlossen sei. Das Ministerium Metzsch stellte sich wohl durch dieses Vorgehen bloß, aber es blieb im Amte; es konnte sich auch getrost als Befürworter einer Wahlrechtsreform aufspielen, weil es sicher war, daß sie nicht zustande kam, denn die Konservativen sind strikte dagegen und die„Steifleinen" der Wahlrechtsreform, wie sie Genosse G o l d st e i n im Landtage vor- gestern bezeichnete, die Nationalliberalen, haben sich ja ebenfalls geschäftig gezeigt, die Reform durch den Vorschlag eines Plural- Wahlsystems zu hintertreiben. Herr v. Metzsch griff diesen Vor- schlag auf. versprach Erhebungen über die Wirkungen eines Pluralwahlsystems anzustellen und gewann damit Zeit, die Frage der Wahlrechtsreform zu verschleppen. Auf diese Verschleppung kam es dem Ministerium Metzsch an. Inzwischen starb König Georg, von seinem Nachfolger hatte das Ministerium keine An- regung oder gar eine Anweisung zu einer Wahlrechtsreform zu erwarten, und nun enthüllte das Ministerium Metzsch seine vorher gezwungen unterdrückte Abneigung gegen die Wahlrechtsreform in der vorgestrigen Beratung über die Interpellation zu dieser Reform aufs neue und bestätigte damit, daß von dieser Re- gierung nichts zu erwarten ist. Herr v. Metzsch erklärte am Montag im Landtage, das Pluralwahlsystem biete keine Kautelen, daß die zweite Kammer dennoch von Sozialdemokraten über- schwemmt werde und führte seine Verschleppungstaktik weiter durch obendrein ganz unverbindliche Redensarten über ein K u r i e n w a h l s y st e m, das z. B. den Arbeitern eine Ver- tretung im Landtage ermögliche durch eine indirekte Wahl von Abgeordneten in Arbeitskammern. Diese Verschleppungstaktik ist der blutigste Hohn auf die Forderungen der entrechteten Wähler der dritten Klasse, speziell der Arbeiter, denn in Sachsen be- stehen keine Arbeits- oder Arbeiterkammern. DieMetzsch'schen Erklärungen kommen einer Provokation der Arbeiter gleich und werden selbst� vom Amtsblatt des Dresdener Stadt- rckts und königlicher Behörden bedauert, weil damit die Wahl- rechtsreform wiederum abgelehnt ist, und die Wahlrechtsfrage„im Volke immer noch so brennend sei, wie nach den unglücklichen Reichstagswahlen 1903" in Sachsen. Nun, die Frage ist brennender als 1993, und wird noch brennender werden, denn die Arbeiter lassen sich auf die Dauer nicht als Parias behandeln, die kommenden Wahlen— nicht nur zum Reichstag— werden dies immer offenkundiger machen. Die Frechheit der Reaktion äußerte sich auch diesmal im Land- tage, wie bei den Debatten über die Fleischnot, in der Mund- totmachung der Opposition, unseres Genossen G o l d st e i n und der freisinnigen Redner. Goldsteins scharf« Kennzeichnung der Situation war dem großmäuligen Antisemiten Zimmermann nicht genügend, er habe, sagte er, geglaubt, Goldstein werde„russisch" reden, was dieser mit der persönlichen Bcinerkung abführte, er habe dazu keine Ursache gehabt, aber die Vergewaltigung der Opposition sei russisch. War auch vom Dreiklassenlandtag und der Regierung nichts für eine Wahlreform zu erwarten, so wurde die starre Reaktion doch gezwungen, sich vor dem Lande zu blamieren und der Sozial- demokratie schärfere Waffen zur Bekämpfung der traurigen Wirt- schaft zu liefern, die das Volk ausbeutet, entrechtet und unterdrückt. Und nun hat das Volk das Wort!— •«• Dcutfchee Reich. Aoustituienmg der sozialdemokratischen ReichStagSfraktion. Die sozialdemokratische Fraktion konstituierte sich in ihrer gestern abgehaltenen FrakiionSsitzung. Zum Fraktionsvorstand wählte sie die Genossen Auer, Bebel. Meister. Pfannkuch und Singer. In den S e n i o r e n k o n v e n t wurden die Genossen Bebel, Geyer und Singer delegiert. Die ständigen Kommissionen sollen wie folgt besetzt werden: Wahlprüfungskommission: Fischer. Geyer und Schulze: Budgetkom Mission: Bebel. Förster, Lcdebour, Schöpflin, Singer, Südekum! P e t i t i o n S- k o in in i s s i o n: Horn. Lesche, Peus, Schwartz, Thiele. Tutzauer; Rechnungskommission: Baudert, LipinSki, Reißhaus; Geschäftsordnungskommission: Förster, Meister. Singer. Bei der Präsidentenwahl soll gegen eine etwaige Akklamation Widerspruch erhoben, bei der Wahl des Präsidenten Stimm- enthaltnng geübt werden. Als Kandidat für den ersten Vize- Präsidenten wird Singer vorgeschlagen. Für den Fall, daß dieser Vorschlag von der Mehrheit des Reichstags abgelehnt wird, wird bei der Wahl des zweiten Vizepräsidenten Stimmenthaltung geübt werden._ Der Militarismus im Haushalts-Etat für 1906. In unserem Leitartikel vom letzten Sonntag beschäftigten Mir uns mit den militärischen Ausgaben des Etats für das Jahr l905. Wir fanden, daß die Ausgaben für Militarismus, Marinismus und Kolonialpolitik nicht weniger als 1290 Mill. betrugen. Der Etat für das Jahr 1906 bringt nun noch eine erhebliche Steigerung dieser militaristischen Ausgaben. Er verlangt nämlich für das Heer 73-1 S00 000 M.. für die Marine 266 800000 M. Rechnet man hierzu noch die Ausgaben für die Reichsschuld(127000 M.), den Allgemeinen Pensious- fonds(81000000 M.), den Reichs-Jnvalidenfonds(35 300000 Mark), den Betrag für Verbesserung der Offiziersbezüge (13500000 M.). ferner die Kosten für die afrikanischen Kolonial- kriege 10-1500000 M.) und den übrigen Kolonialetat (21000000 M.), so ergibt sich ein Gesamtbetrag für mili- tärische und weltpolitische Ausgabeil von 1 396 000 000 M.! Der Militarismus kostet uns also ini Jahre 1906 noch über 100000000 mehr, als im laufenden Jahre I Angesichts solcher Mehrausgaben ist es kein Wunder, daß trotz einer Mehreinnahme von 156 Millionen Mark für die neuen indirekten Steuern(die Erbschaftssteuer kommt nur mit 16 Millionen in Betracht I) auch im Jahre 1906 eine Anleihe von nicht weniger als 254 700000 M.(gegen 1905 niehr 28973074 M.) erforderlich ist!— Flcischnotinterpellation. Die sozialdemokratische Fraktion hat gestern folgende Jnter- pellatton im Reichstag eingebracht: Die Unterzeichneten richten an den Herrn Reichskanzler die Anfrage:„Welche Maßregeln gedenkt der Herr Reichskanzler zu ergreifen, um der Höhe der Flcischpreise. die seit geraumer Zeit eine Kalamität für Ivette Kreise der erwerbstätigen Bevölkerimg geworden ist, entgegenzuwirken? Gedenkt der Herr Reichskanzler insbesondere eine Aufhebung der Fleisch- und Viehzölle undeine Auf- Hebung der Vorschriften herbeizuführen, die die Einfuhr lebenden VicheS und zubercilelcn Fleisches aus dem Ausland erschweren?" Zu Rednern für diese Interpellation sind die Genossen Molken- buhr und Scheidemann bestimmt. Die Frage der Strafprozesireform vor der bayerischen Abgeordnetenkammer. München, den 28. November. In der bayerischen Abgeordnetenkammer steht zurzeit der Justizetat zur Beratung. In der Generaldebatte wurde von mehreren Seiten, insbesondere von dem Vertreter der sozial- demokratischen Fraktion, dem Abg. Adolf Müller, die Frage der Strasprozeßreförm angeschnitten. Genosse Müller richtete an den Chef der bayerischen Justizverwaltung die Frage, ob er einverstanden sei mit der' Tendenz, welche die Arbeiten der Kommission zur Reform der Strafprozeßordnung auf- weisen. Redner sei der Ansicht, daß das, was die Kommission produziert habe, als eine wirkliche Reform nicht be- trachtet werden könne; denn die Ersetzung der Schwur- gcrichte durch große Schöffengerichte° liege nicht im Sinne der Erhaltung und volkstümlichen Weiterbildung der Schwurgerichte. Es sei vielmehr zu wünschen, daß die Geschworenen auch beim Strafausmaß beteiligt würden. Die Kommission habe ferner die Stellung der Verteidigung beim Vorverfahren insoweit verschlechtert, als es dem Ermessen der Richter zustehen soll, die Verteidiger von der Voruntersuchung auszuschließen, wenn Gefahr für die öffentliche Ordnung be- steht. Ebenso bedeute es eine Verschlechterung der Lage des Angeklagten, wenn der Richter nicht mehr alles, was der Angeklagte als Beweis erhoben haben will, zu würdigen braucht. Zu dem sei zu wünschen, daß der Beschluß der bayrischen Abgeordnetenkammer, den Zeugniszwang für die Presse aufzuheben, im Bundesrate ratifiziert werde, diese mittelalterliche Bestimmung also für das ganze Reich auf- gehoben werde. Die Kommission habe auch die Berufung in Strafsachen für den Angeklagten zu einem zweischneidigen Schwerte gemacht, indem sie der Anklagebehörde jedes Rechts- mittel gewähre. In der Sitzung erwiderte der Justizminister, daß die Frage, was mit den Schwurgerichten geschehen solle, nicht nur juristisch, sondern auch politisch äußerst schwierig sei. Sie sei noch wichtiger, als die Wiedereinführung der Berufung in Strafsachen. Er wolle sich aber nicht weiter darüber aussprechen, weil die Beschlüsse der Kommission nur den Charakter von gutachtlichen Vorschlägen hätten, mit denen sich die einzelnen Bundesstaaten erst befassen sollen, und es sei Pflicht der bundesstaatlichen Loyalität, da nicht vorzugreifen. Es werde später noch Zeit genug sein. über diese Dinge zu sprechen. Die bayerische Justizverwaltung werde die den Schwurgerichten zukommende Bedeutung nicht aus dem Auge verlieren. Uebrigens habe er bereits bei einer früheren Gelegenheit erklärt, daß die bayrische Justizverwaltung nichts Richtigeres tun könne, als sich auf den Standpunkt der Beibehaltung der Schwur- gerichte zu stellen. Auch die Frage des Zeugiiiszwanges für die Presse habe unausgesetzt bis in die neueste Zeit hinein den Gegenstand der Erwägung bei den Bundesregierungen ge- bildet. Er hoffe, daß eine für die Presse befriedigende Lösung gefunden werde.— Das Reichs-Kolanialamt. In dem Reichshaushaltsetat wird auch der Versuch gemacht, die Schaffung eines selbständigen ReichS-KolonialamteS zu begründen. Es wird ausgeführt: „Zu der Schaffung eines selbständigen ReichS-KolonialamteS wird folgendes bemerkt: Die Kolonial-Zentralverwaltung kann in ihrer bisherigen Gestalt als einfache Abteilung des Auswärtigen Amtes den Anforderungen nicht mehr ge- niigen, welche bei dem jetzigen Stadium der Entwicke- luug unserer Schutzgebiete an sie gestellt werden müssen. Seit den letzten Jahren de? vorigen Jahrzehnts hat die Lokalverwaltung in den Schutzgebieten räumlich au Ausdehnung außerordemlich zugenommen. Schon jetzt sind die Schutzgebiete von Ostasrika, Kamerun und Togo beinahe ihrem ganzen Gebiets- umfange nach in den Bereich der Verwaltimg einbezogen. Für Slldwestafrika wird nach Beendigung des Eingeboreileiiaufstandes eine gleiche Ausdehnung der Verwaltung nicht zu umgehen sein. Andererseits ist die Verwaltungstätigkeit als solche überall intensiver geworden. Die beständige Vermehrung europäischer Unternehmungen, die raschere AuSgestalnuig des Verkehrs- Wesens und nicht zum mindesten die stärkere Heranziehung der Eingeborenen zu kultureller Täsigkeit haben dazu geführt, daß die Kolonialabteilung des Auswärtigen Amtes in ihrem Ver- hältnifse zu den Schutzgebieten zu einer Zentralbehörde geworden ist, in der alle Zweige einer in steter Ausdehnung begriffenen Staatsverwalnmg vereinigt sind." Das„Berl. Tagedl.' bemerkt hierzu, daß es zwar die Schaffung eines selbständigen ReichS-Kolonialamtcs für notwendig halte, daß eS aber doch eine etwas überzeugendere Begründung erwartet hätte. Die Regierung wird sich hüten, mit dem wirklichen Grunde herauszurücken! Sie wünscht einstweilen die Errichtung des neuen ReichSamtes mit dem prinzlichen Staatssekretär und seinem Unter- staatSsekrctär. Ist damit erst der neue Rahmen geschaffen, so werden sich die gesteigerten Aufgaben schon bald genug von selbst einstellen. Schon jetzt haben uns unsere Kolonien alles in allem 8/4 Milliarden gelostet— dafür, daß die neue Milliarde durch gewaltige Ver- mehrung der Kolonialbureaukratie, die Schaffung einer Kolonial- armee und neue Kolonialbahnbauten bald voll gemacht wird, wird der Kolonial-Prinz schon sorgen!— Eine klerikale Pleite. In Dülken, einer industriercichen Stadt des Kreises Kempen, hatten die Führer des dortigen Zentrums eine Gcwerbebank ge- gründet. Mit allen Mitteln der Reklame wußten sie die kleinen Leute zu bewegen, ihre ersparten Groschen in dieser Bank unter- zubringen, und tatsächlich strömten gerade die kleinen Sparer her- bei. Zirka 1299 Sparer mit einer Spareinlage von etwas mehr als 3 Millionen Mark folgten den Lockungen. Die Dülkcner Ge- tverbebank erfreute sich bald hohen Ansehens im ganzen Kreise Kempen, bestand doch Vorstand und Aufsichtsrat aus den nämlichen Personen, aus welchen sich der Kirchenvorstand zusammensetzte. Der Direktor der Bank hatte sich sogar in Rom den päpstlichen Segen ge- holt. Noch im Monat August d. I. wurde eine Bilanz aufgestellt, nach welcher 9 Proz. Dividende zur Verteilung gelangen sollten; doch einige Wochen später erfolgte plötzlich der Zusammenbruch. Von gentrumsscite wurde alles versucht, den Konkurs zu verhüten, sogar der Abgeordnete des Kreises legte sich für einen Vergleich ins Zeug. Man nahm die Sparer einzeln vor, man versprach ihnen 7n ihrer Einlagen, wenn sie die Zustimmung zu einem Vergleich geben würden. Tatsächlich wäre es der katholischen Geistlichkeit sowie den sonstigen ultramontancn Autoritäten auch wohl gelungen, das„Schlimmste", den Konkurs zu verhüten, wenn nicht einige Andersgesinnte, die eingeweiht waren, Alarm geschlagen Hätten. So kam es im vorigen Monat zum Konkurs, und da stellte sich nun heraus, daß die frommen Herren sich mit dem Gelde der Sparer ganz hübsch ausgeholfen haben. Das Zenttumsblatt in Dülken.„Ter Sprecher am Niederrhein", das wie«in Rohrspatz auf die Sparer schimpfte, die dem Vergleich nicht zustimmten, hat 59 999 M. als Betriebskapital erhalten. Ferner hatte man einem Samtfabrikanten Ish Millionen Mark gepumpt, obwohl noch nicht für Vi Millionen Mark Sicherheit vorhanden war. Die Erbitterung in den Kreisen der Sparer infolge der Eni- hüllungen über das Treiben der Leitung der Bank ist so groß, daß ein Einschreiten des Staaisannialts verlangt wird. Der Direktor und zwei Anfsichtsratsmitglieder haben, nachdem es zum Krach kam, eine Garantiesumme von 499 999 M. gezeichnet, aber nur für den Fall, daß jetzt noch eine außergerichtliche Einigung zustande kommt. Doch dürfte es dazu schon zu spät sein, denn der Staats- anwalt hat sich der Sache bereits bemächtigt. Einen„Reinfall" hat das ehrsame Organ der Landbündler, die „Dentsche Tagesztg." erlitten. Vor einigen Tagen veröffentlichte sie nachstehenden, ihr„aus der Provinz Sachsen" zugegangenen Bericht: „Wie man das Fleischnotgeschrei zu beurteilen hat. Ein Gastwirt in Vörsenrode läßt jede Woche mehrere Rinder schlachten und verkaust das Pfund Fleisch mit 59 Pf. Trotz dieses billigen Preises versichert er, ein gutes Geschäft zu machen." „Die„Berl. Morgen-Zeitung" ist dieser erstaunlichen Meldung nachgegangen und hat nacksrehendes festgestellt: Der Gastwirt W. ni Bösenrode(nicht Börsenrode) hat vor etwa vierzehn Tagen eine etwa achtzehn Jahre alte magere Kuh ge- schlacktet, deren Fteisch so gering war, daß W. froh war, es für 59 Pf. pro Pfund losschlagen zu können. Aus dieser einen alten Kuh hat der Gewährsmann des Vündlerblattes„jede Woche mehrere Rinder", aus dem einmaligen Notpreis einen Normalpreis von 59 Pf. für das Pfund Fleisch gemacht. Das Bündlerblatt kann sich mit dem Kron.Sbeinschen Blatt trösten. Diesem würdigen Repräsentanten Kroppscher Intelligenz sind schon ganz andere„Reinfälle" passiert, und doch findet das Blatt für seine originellen Geistesleistungen noch immer einen Leser- kreis.— Die Nückständigkeit der Kleinstaatct, wird jetzt wieder einmal treffend im Großherzogtum Sachsen-Weimar zum Ausdruck gebracht. Im vergangenen Frühjahre wurde dort vom Landtage ein neues Berggesetz beschlossen. Tie Regierung tat sich nicht wenig zugute darauf, daß mit diesem Gesetz das weimarische Land das erste sei, das eine vollständige Umarbeitung der berggesetzlichen Bestimmungen damit vorgenommen habe. Bei der Beratung des betreffenden Gesetzentwurfs wurde von sozialdemokratischer Seite der Antrag gestellt, den Wünschen der Bergarbeiter Beachtung zu schenken und im Gesetz die entsprechenden Bestimmungen vorzusehen. Doch weit gefehlt. Die Mehrheit des Landtags gehorchte der Regierung auf den Wink und lehnte alle dahingehenden Anträge des Abg. Baudert ab. Man versprach jedoch, sobald in irgend einem anderen deutschen Bundesstaate weitergehende Bestimmungen zugunsten der Bergarbeiter gesetzlich eingeführt würden, werde die Regierung dem Landtage sofort eine dcmentsprechende Vorlage machen. Obwohl das neue Berg- gesetz noch nicht in Kraft gctretest ist, hat die Regierung bereits eine Abänderung desselben dem demnächst zusammentretenden Landtag unterbreitet. Die Flickcrei beginnt also schon und richtet sich in der Hauptsache auf die Bestimmungen, die bezüglich des Knappschafts- Wesens und des Wagennullens der preußische Landtag— der Not gehorchend und nicht dem eigenen Triebe— bcsch'ossen hat. Das Interessanteste an dieser Gesetzesmacherei ist, daß der Landtag in dem„liberal regierten" Großherzogtum Sachsen eine Vorlage erst erhält, wenn das preußische Dreiklassenparlament dieselbe beschlossen hat!— Hamburger Vorortbahn. In der gestrigen Sitzung der Ham- biirger„Bürgerschaft"(des Hamburger Parlaments) wurde bei der Beratung der Vorortbahn-Vorlage der Antrag Pacplow(Soz.), daß der Bau der Stadt- und Vorortbahn in eigener Regie des Staates erfolgen solle und für den Fall der Ablehnung dieses Antrages eine öffentliche Submission auf den Bau der Bahn auszuschreiben, in beiden Teilen abgelehnt. Ein Antrag Lachmann, die Gesell- schaffen Siemens u. Halske und Allgemeine ElektrizitätsgeseUschaft zu verpflichten, die Baulinie innerhalb fünf Jahren nach Ge- nehmignng des Vertrages fertig zu stellen, wurde ebenfalls ab- gelehnt. Dagegen wurde ein Antrag Wolfhafe», daß der Bau inner» halb weiterer drei Baujahre fertig zu stellen sei, angenommen. Ein weiterer Antrag Dr. Braband auf Einsetzung eines Ausschusses zur Prüfung der Frage, ob bei der Fertigstellung der Vorortbahn-Vorlage, ins- besondere bezüglick der geplanten Straßen, Unregelmäßig- leiten vorgekommen seien, wurde ebenfalls an- genommen.— Huoland. Frankreich. Ein Hochschulkurs für Serenissimus. Man schreibt uns aus P a r i s: Es gibt also doch einen Königs- weg zur Wissenschaft. Am letzten Freitag ist er für den dicken Carlos von Portugal eröffnet worden. Dieser Monarch gehört zu den„Jntellettuellen" unter seinen Berufsgenossen. Er widmet sich neben dem Regieren noch der Malerei und der Tiefseeforschung. Einen solchen Philosophen ans dem Thron konnte die Regierung der Republik nicht mit langweiligen Jagden und Truppenrevuen abspeisen wie minder universelle Gottesgiiadluige. Findige Köpfe verfielen auf den Gedanken, vor dem hohen Gast einen Parademarsch der französischen Wissenschaft zu veranstallen. Der Schauplatz war das naturwissen- schaftliche Museum. Die ersten Gelehrten Fankreichs wurden auf- gefordert, dem Mann aus Portugal die neuesten Ergebnisse der Naturwissenschaften in Rede und Experiment vorzuführen. Da aber einem von den portugiesischen Stantssorgen bedrückten Haupt natür- sich nicht ein stundenlanges Verweilen bei einem Gegenstand zu- gemutet werden konnte, da überdies ein so genial veranlagtes Gehirn an einigen Andeutungen genug hat und nicht der öden Systematik des Unterrichts bedarf, bekamen die fünf Forscher den Auftrag, ihre Redezeit, die Dauer der Experimente inbegriffen, auf je sieben Minuten zu beschränken! Carlos bekam also die Wissenschaft etwa in der Form vorgesetzt, wie Berthelot einmal die Ernährimg der Zuknnftsmensch- beit ausgemalt hat. Der modernste Bildungsextrakt wurde ihm in fünf Pillen verabreicht. Nacheinander sprachen" und demonstrierten Becquerel und Frau Curie über das Radium, Prof.Moisson über den künstlichen Diamanten, Herr Lecroix über die Vulkane auf Martinique und Prof. Lippmann über farbige Photographie. In 85 Minuten war die Wissenschaft vorbeigaloppiert. Der entzückte König soll sich vorgenommen haben, am nächsten freien Nach- mittag die noch übrigen Disziplinen nach dieser Methode zu er- ledigen.— Norwegen. Was von der„Begründung" der Abstimmung der sozialdemo- kratischen StorthingSfraktion bei der Königswahl zu halten ist. geht daraus hervor, daß der Storthingsabgevrdnete Egede Nissen, der zwar nicht als sozialdemokratischer Kandidat ins Storthing ge- wählt ist, aber doch als Sozialdemokrat gilt und auch an den Sitzungen der Fraktion teilzunehmen pflegt, einem Korrespondenten von Stockholms„Social-Demokraten" gegenüber fem tiefes Be- danern darüber ausgesprochen hat, daß er nicht allen Konsequenzen zum Trotz von jener KLnigswahlfltznng ferngeblieben ist und, als er einmal dort ivar, nicht mit„nein" stimmte! I »* » Kaum ist übrigens Haakon ans seinem Thrönchen ein wenig wann geworden, da spreizt sich der Gernegroß auch schon und telegraphiert in einem Tone, als wenn er sein Handwerk schon ein paar Jahrzehute betriebe. Man höre die Depesche, die er am Sonnabend an seinen Kollegen. Wilhelm II. von Preußen-Dentsch- land, sandte: Heute in Kristiania angekommen, beeile ich mich. Euerer Majestät zu melden, daß ich von der königlichen Gewalt Besitz ergriffen habe. Es ist meine Hoffnung, daß Euere Majestät mir die Bemühungen zu erleichtern gewillt sein werden, die Bande, die mich mit Euerer Majestät verknüpfen, mehr und mehr zu kräftigen und die so glücklichen Beziehungen, die zwischen unseren Völkern bestehen, zu entwickeln. Die Antwort ließ natürlich nicht lange auf sich warten. Sie lautete: Ich danke Euerer Majestät für Ihr Telegramm vom 25. d. M.. wodurch ich benachrichtigt iverdc, daß Sie von der königlichen Mackt Besitz genommen haben, und ich drücke meine Ivarmen Wünsche für eine glückliche Vollbringung Ihrer neuen Aufgabe aus. In Ihren Bemühungen für das Glück Ihres Landes und für die fortschreitende Kräftigung der Bande zwischen Euerer Majestät und mir wie zwischen unseren beiden Ländern werden Euere Majestät mich stets au Ihrer Seite finden. " Gewerkschaftliches. Christlicher Bergarbeiter- oder christlicher Zechenverein? " " Vor Kündigung des Schloßfertarifs. Die Schlosser( Metallarbeiter| hielt an Stelle des durch Erkältung verhinderten Stadtverordneten Verband) nahmen am Montag in einer bei Keller abgehaltenen Dr. Liebknecht, Stadtverordneter Ewald das Referat. Auf start besuchten Versammlung zur Frage der Kündigung ihres Tarifs Grund eines reichhaltigen Materials und eigener Erfahrung Was nach den Verhandlungen der Essener Revierkonferenz Entstehung des jezigen, vor zwei Jahren mit den Arbeitgebern ver- Gebieten der städtischen Verwaltung, und geißelte das erbärmliche Stellung. Coben ging in seinem einleitenden Referate auf die schilderte der Redner die schwersten Schäden auf den verschiedenen borauszusehen war, ist eingetroffen; der Verband hat einbarten Tarifabkommens ein und bemerkte, daß dieses Abkommen Berhalten der freisinnigen Mehrheit, ihre Bedientenhaftigkeit nach Wahlenthaltung proflamiert, darauf gingen die den gegenwärtigen Verhältnissen unmöglich länger genügen fönne. oben, ihre Vernachlässigung der Interessen der Gesamtheit. Der Christlichen hin und proklamierten Wahlbeteili- vor zwei Jahren habe sich allerdings nicht mehr erreichen laffen, Redner erwähnte auch, daß der sozial- fortschrittliche" Kandidat gung. Damit sind die Christlichen wieder Helden der In- weil die Schlosser nur sehr mangelhaft organisiert waren. Deshalb des sechsten Bezirks, Dr. Preuß, derjenige Stadtver konfequenz. Noch am 3. Juni dieses Jahres schrieb der fei der damals abgeschloffene Tarif auch feineswegs vorbildlich ordnete war, der die Berliner Bevölkerung mit Bergknappe", das Drgan des christlichen Gewerkvereins der ausgefallen, sondern stelle vielmehr nur erst die Grund der Billettsteuer beglücken will, die ja auch den Proletarier Bergarbeiter: lage zu einem wirklichen Tarifvertrage dar. In dieser Zeit treffen soll, der sich einmal für 50 Pf. einen Kunstgenuß oder ein Gegner verlangten nach " Derselben Willkür( wie die Wagenkontrolleure) des Unter- habe sich das Organisationsverhältnis der Schlosser aber be- bescheidenes Vergnügen leisten will. nehmers find durch den Passus: Das Amt eines Vertreters deutend verbessert, so daß sie es auf Grund ihrer jezigen dem mit lebhaftem Beifall aufgenomenen Vortrag nicht das Wort. erlischt, fobald er aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet", die Stärke als vereinigte Masse nicht mehr nötig hätten, auch ferner Der Kandidat der Sozialdemokratie, Genosse Möhring, wies Mitglieder der Arbeiterausschüsse ausgeliefert. Hier noch für den geltenden Mindestlohn von 35 refp. 40 Bf. zu arbeiten. darauf hin, daß der sechste Bezirt, obwohl Dr. Preuß 100 Stimmen durch werden die Arbeiterausschüsse feine or allem sei eine Lohnaufbesserung für die Bauschlosser nötig, denn mehr erhalten hat, doch zu gewinnen ist, wenn jeder Genosse am Arbeitervertretungen, fondern Schuttruppen der diese Gruppe habe tatsächlich die niedrigsten Löhne unter allen auf Stichwahltage seine Pflicht tut. Auch die Genossen Dr. HerzUnternehmer. An ständige Charaktere werden es sich Bauten tätigen Arbeitern. Sodann sei es notwendig, eine beffere feld und Rösner sowie der Vorsitzende forderten zu eifriger sehr überlegen, ehe fie folche Aemter annehmen!" Regelung des Ueberstundenwesens sowie der Fahrgeld- und Fahrzeit- Beteiligung an der Wahlarbeit auf. Wie gesagt, so schrieb der Bergknappe" am 3. Juni entschädigung ins Auge zu fassen und dahin zu wirken, daß der dieses Jahres. Und dann schufen die Unternehmer das durch werde. An der geltenden neunstündigen Arbeitszeit werde fich das gestern abend im Dresdener Kafino" abgehalten. Unter lebhaftem fünftige Tarifvertrag von Organisation zu Organisation abgeschlossen 17. Bezirk. Die legte Verfammlung vor der Wahl wurde das neue Berggesetz vorgesehene Regulativ für die Arbeiter gegen wohl für diesmal nichts ändern laffen. Er ermahnte die Beifall der Anwesenden kritisierte der Referent, Genosse oste, ausschüsse, wodurch diesen auch der letzte Schein von Arbeiter- Anwesenden sodann, die Zeit bis zum Ablauf des jezigen Tarifs die voltsfeindliche Kommunalpolitik der freisinnigen Mehrheit, bertretungen geraubt wurde. Die unklare Form des Gefeßes fleißig zur Agitation auszumuzen, damit die aufzustellenden Forde der ein Gegengewicht entgegengesetzt werden muß in Geſtalt einer ließ zu, daß die Unternehmer alles das, was sich auch nur etwa rungen den Meistern gegenüber auch mit dem nötigen Nachdruck ver- möglichst großen Zahl von sozialdemokratischen Stadtverordneten. zugunsten der Arbeiter deuten ließ, ins Gegenteil ver- treten werden könnten. In der Diskussion schlossen sich sämtliche Nur von diesen ist eine von sozialem Geist getragene, die Rechte tehren konnten. Und die Unternehmer haben das redlich Redner den Ausführungen des Referenten an. Es wurde sodann des arbeitenden Volkes vertretende Politik zu erwarten. Es muß besorgt in einer Weise, daß auf der Revierkonferenz selbst einstimmig folgende Resolution angenommen: deshalb Ehrenpflicht jedes Parteigenossen sein, nach besten Sträften Ein Die Versammlung beschließt nach dem Vorschlage der Konferenz für die Wiederwahl unseres Genossen Kerfin einzutreten. christliche Redner die Arbeiterausschüsse als Detoration bezeichneten. In richtiger Würdigung aller dieser Umstände der Vertrauensleute den am 1. April 1906 ablaufenden Schlosser zweites Referat hielt Adolf Hoffmann. Er schloß seine Rede, indem tarif zu kündigen. Dieser Beschluß soll der Meisterkommission er die Genossen aufforderte, am Wahltage als Ober- Ober- Verwaltungserklärte der Verband Wahlenthaltung, der christliche Gewerk- rechtzeitig vor dem 1. Januar mitgeteilt werden. Es wird eine gericht zu fungieren und dem Genossen Kerfin das Mandat, welches das verein aber- Wahlbeteiligung. Der Verband hat Kommission gewählt, die mit dem Vertreter der Ortsverwaltung Ober- Berwaltungsgericht als ungültig erklärte, mit vermehrter Stimmenmit seinem Beschluß eine fühne, befreiende Tat boll- eine Vorlage zu einem neuen Tarif auszuarbeiten und dieselbe zahl wieder zu übertragen. Man möge dem Wahlvorstand den bracht; der Gewerkverein aber hat mit seinem Be- zwecks Borberatung einer demnächst einzuberufenden Schlosser Namen Kerfin so deutlich zurufen, daß es den freifinnigen Herren schluß bewiesen, daß er nichts weiter als ein bersammlung vorzulegen hat. noch bis zur nächsten Wahl in di: Ohren flingt.- Hierauf nahm unser ivilliger Troß im Zentrumsheerbann ist. Dem Zentrum Dem 8entrum Ortsfrankentajie. Die Versammlung wählte alsdann noch die Delegierten zur Kandidat Serfin zu einer furzen Ansprache das Wort. Dann auliebe wird gewählt, dem Zentrum zuliebe folgte eine rege Diskussion, die in einem Appell zur Wiederwahl werden von christlichen Gewerkvereinen Achtung, Metallarbeiter! Die für Sonnabend, den 2. Dezember, unferes Kandidatest austlang. Unternehmerschustruppen und Streitbrecher- fällige Konferenz der Vertrauensleute in Moabit fällt aus. gilden geschaffen. Wer diesen Vorwurf erheben will, braucht sich nur auf den Bergknappen" vom 3. Juni 1905 zu berufen. Nun wird der chriftliche Gewerkverein ja sä m tliche Arbeiterausschüsse zu besetzen haben und in die Hände bekommen, und da wird man ja sehen, was die Herrschaften zu leisten vermögen... Achtung, Bauklempner! Die Firma Pflaum u. Großmann( früher Bod), Kastanien- Allee 36, ist gesperrt. Die Firma hat den Tarif unterschrieben, hält ihn aber nicht inne. Gleichzeitig sind folgende Bauten gesperrt: Rigdorf: Bau Schulz, Boddin- Play, Norden: Ban Ranje, Nazarethkirchstr. 50, ders. Magstr. 13 g, deri. Utrechterstr. 17/18, Bait Schneider, Fehmarnstr. 20 und Bau Miller, Fehmarnstr. 21. An die organisierten Bauarbeiter richten wir das Ersuchen, uns Mitteilung zu machen, falls Stempner auf diesen Bauten anfangen. Deutscher Metallarbeiter- Berband, Ortsverwaltung Berlin. Für den 30. Bezirk fand am Vorabend der Stichwahl eine Versammlung im„ Rosenthaler Hof" statt. Als Referent war Stadt. verordneter Dr. We y I erschienen. Klar und scharf zeichnete er die grundsätzlichen Verschiedenheiten, welche zwischen der Politik der devot nach oben schauenden Freifinnigen und der Wirksamkeit der für die Interessen der Arbeiterklasse eintretenden Sozialdemokraten. Dem Referate folgte eine Ansprache unseres Kandidaten Sassen= bach, der an der Hand eines Flugblattes der Freisinnigen die fusion zeigte, daß die Parteigenoffen des 30. Bezirks sich am Tage Wahlmanöver der Gegner fennzeichnete. Die nachfolgende Disder Wahl keine Mühe verdrießen lassen werden, um die säumigen Wähler heranzuholen und mit aller Kraft dafür zu arbeiten, daß dieser Bezirk, den die Freisinnigen nur durch antisemitische Hülfe halten konnten, den Gegnern entrissen und für die Sozialdemofratie erobert werde. Die Niederlage des Reichsverbandes Als die Regierung mit der Vorlage an den Landtag herantrat, haben die Arbeiterorganisationen es an Verbesserungsvorschlägen wahrlich nicht fehlen lassen. Auch die Berliner Konferenz fämtlicher Bergarbeiter- Drganisationen hat Stellung genommen und Vorschläge gemacht. Das alles existierte für die Herren Gesetzesgeber im Geldfacksparlament aber nicht, sie verschlechterten vielmehr noch die Regierungsvorlage. Die Stadtverordneten- Stichwahlen Als dann die Unternehmer mit ihrem Regulativ hervortraten, stellten die Bergarbeiter- Drganisationen nochmals Ab- und ihre Bedeutung für die arbeitenden Klassen, war das Thema änderungsanträge durch die Belegschafts- Deputationen. Der mehrerer öffentlicher Versammlungen, die gestern am Vorabende Erfolg ist bekannt; überall Ablehnung, vielfach wurden des Stichwahltages stattfanden. Die„ liberalen" Parteien haben fie gar nicht einmal entgegen genommen, sondern die es sich längst abgewöhnt, in Volksversamlungen Rede und Antwort anläßlich der Delegiertenwahlen zur Ortskrankenkasse der Schneider Deputationsmitglieder sind gemaßregelt und entlassen worden. zu stehen für ihr boltsfeindliches Verhalten im Roten Hause". ist eine derartige geworden, wie es sich wohl wenige träumen Aber es kommt noch hinzu, daß 27 Zechen mit einer Beleg In ihren Versammlungsanzeigen bemühen sie sich, stets darauf ließen. Bei der heute erfolgten Wahl der Arbeitgeber- Delegierten erschaft von 30 000 Mann vorhanden sind, wo man die am hinzuweisen, daß nur liberale Männer" und der ihre Kandidatur hielt die Liste des Verbandes der Schneider 71 Stimmen, die Liste legten Streik beteiligten Kameraden einfach entrechtet und unterstüßende Klüngel Zutritt zu ihren Konventikeln erhält. Die des Reichsverbandes zur Bekämpfung der Sozialdemokratie nicht in die Wählerlisten aufgenommen hat. Und zu diesen Furcht, daß ihrem arbeiterfeindlichen Treiben die Maske vom 63 Stimmen. So geht es den Sozialistentötern, mit geschwellten Entrechteten gehören Tausende christlicher Geficht gerissen wird, zwingt sie zu solchen Vorsichtsmaßregeln. Sameraden. Reiner der ehemals Streifenden kann daher So ist auch dieses Mal wieder zu den Stichwahlen der eble Bund Segeln ziehen sie hinaus und als elendes Wrack müssen sie in den schützenden Hafen hineingezogen werden. wählen, keiner von ihnen darf gewählt werden, die dort aller bürgerlichen Parteien von den Antisemiten bis zu den linkswählen und gewählt werden, sind Streit stehenden" Sozialliberalen geschlossen. Geschlossen zu dem Zweck, brecher, die als Arbeiterausschüsse Streit. die verhaßten Roten wenigstens in der Stichwahl zu verdrängen. brechergilden bilden. Und das das alles hat der Nachstehend bringen wir ein kurzes Resumee der stattgehabten Letzte Nachrichten und Depeschen. chriftliche Gewerkverein durch seinen Beschluß der Wahlbeteiligung sanktioniert!... Berlin und amgegend. Un Bersammlungen: Zur Wiener Wahlrechts- Demonstration. Wien, 28. November.( B. H.) Der Eindruck der stummen Demonstration, an der etwa 220-250 000 Berfonen teilnahmen, war überwältigen. Man hatte nicht geglaubt, daß die Sozialdemokraten eine solche Zahl aufbieten könnten. Außerdem wurde die Disziplin unter den Demonstranten bewundert. Die leberraschung, namentlich der Christlich- Sozialen ist peinlich. 1. Kommunal Wahlbezirk. Auf zur Stichwahl! Dies war die Parole, die gestern abend die bei Dräsel in der Neuen Friedrichstraße abgehaltene Wählerversammlung beseelte. Genoffe Dr. Bernstein wies in einem Referat auf den günstigen Ausfall der Hauptwahl für unsere Partei hin und ging dann nochmals zu sammenfassend mit der„ liberalen" Rathausmehrheit scharf, ins Gericht. Von außerordentlichem Inteersse war es, als er an einem fonkreten Beispiel wiederum feststellen tonnte, wie erzieherisch die Sozialdemokratie auf die reisimnssippe im Roten Hause gewirkt hat, wenn diese es auch nicht Der Wille des Volkes. eingestehen will. So hat sich die liberale Mehrheit bekanntermaßen bis in die lepte Zeit hinein auf den Standpunkt gestellt, im Ver- Wien, 28. November.( W. T. B.) Als Schluß der heutigen fehrswesen die Straßen und Pläge der Stadt Berlin dem Privat Bahlrechtsdemonstrationen veranstalteten die Sozialdemokraten faſt fapital zu alleinigen Ausbeutung zu überantworten. Siehe" Große aller Wiener Bezirke Versammlungen, die zahlreich besucht waren. Berliner Straßenbahn"! In der gestrigen Vorlage betreffend den Bau der Unterpflasterbahn Süd- Nord" aber heißt es wörtlich: über den Verlauf der In den Versammlungen wurde " Bei der Aufstellung der Etatsberechnung sind wir von der Demonstrationen und über die Erklärungen des Ministerpräsidenten Voraussetzung ausgegangen, daß sowohl Bau wie berichtet. Die Arbeiterschaft müsse dafür sorgen, daß die Wahlauch der spätere Betrieb in den Händen der rechtsreform in kürzester Frist vorgelegt werde, widrigenfalls sie Stadt liegen foll " Wir weichen hierbei von der in anderen Städten von gleicher Bedeutung bisher geübten Gepflogenheit ab, wo Bau und Betrieb fast ausnahmslos Erwerbsgesellschaften übertragen worden find. Borbereitungen zur Lohnbewegung der Berliner Bäckergesellen. Am Dienstagnachmittag tagte eine start besuchte Mitgliederversamm lung des Verbandes der Bäcker, wo Sesich old unter anderem folgendes ausführte: Es ist ein öffentliches Geheimnis, daß die Berliner Bäder im nächsten Jahre wieder in einen Lohnfampf mit der Meisterschaft treten müssen. Die Inmungsmeister haben alles getan, was einen solchen Kampf heraufbeschwören muß, denn die Bewilligungen, welche infolge des vorjährigen Streits gemacht wurden, werden nicht mehr innegehalten. Der bevorstehende Lohntampf soll nicht hinausgeschoben werden bis zum Ablauf des mit einem Teile der Meister abgeschlossenen Tarifes( Ditober 1906). fondern bereits im kommenden Frühjahr soll die Bewegung einfeßen. Als Vorbereitung soll zunächst festgestellt werden, welche Arbeitgeber die Bewilligungen vom vorigen Jahre noch innehalten. Bei diesen Bäckermeistern wird ohne Unterbrechung weiter gearbeitet und sie werden dem Publikum als tariftrene Meister bekannt gegeben. diejenigen Arbeitgeber, welche die vorjährigen Bewilligungen zurüdgezogen haben, werden höhere Forderungen wie im vorigen Jahre gestellt. Es wird auch darüber beraten werden, durch welche Mittel fich Sie Arbeiter gegen die Zurüdziehung der Forderungen nach erfolg reicher Bewegung sichern können. Der Redner betonte, er wünsche, daß der Kampf vermieden werden könne, er würde erfreut sein, wenn es ohne Kampf zur Vereinbarung eines Tarifs täme. Ein friedlicher Verlauf der Bewegung sei sowohl im Interesse vieler fleiner Eristenzen unter den Meistern, als auch im Interesse der Arbeitnehmer zu wünschen. Wenn man aber das Treiben der Innungsführer beobachte, die nur darauf ausgehen, alle Errungenschaften der Arbeiter zunichte zu machen, dann scheine ein friedlicher Verlauf der Bewegung ausgeschlossen und der Kampf unvermeidlich. Der bevorstehende Kampf werde ein bedeutend schwererer werden als der im Jahre 1904 war. So leicht wie da- Diese Säße in der Begründung der Vorlage bezeichnete der mals würden die Meister nicht nachgeben. Auf der anderen Seite Referent unter dem Beifall der Anwesenden als eine direkte habe sich der Verband der Bäcker für den zu erwartenden Kampf Wirkung der sozialdemokratischen Rippenstöße, gerüstet. Er stehe schon heute stärker und tampfbereiter da, als vor die den Freisinnsvertretern so zahlreich zu teil geworden sind. War Dem Streit im vorigen Jahre. Die Organisation sei gut aus es bisher doch stets nur die sozialdemokratische Fraktion, die unter gebaut. Gestützt auf die Erfahrungen des vorigen Jahres der erwähnten Gegnerschaft des Freisinns prinzipiell den Standwerbe die bevorstehende Bewegung in jeder Hinsicht mit größerer puntt vertreten hat, daß die städtischen Verkehrsanlagen auch in Exaltheit geführt werden als die vorjährige. Um der weitgehenden städtische Regie übernommen werden müßten. Daß sich jetzt aber Lehrlingsausbeutung entgegenzutreten und zu verhindern, daß auch die Freisinnsmehrheit zu dem sozialdemokratischen Stand manche Meister nur mit mehreren Lehrlingen arbeiten, werde auch punkt durchgerungen habe, sei ein Erfolg, der lediglich auf Sie Festsetzung einer Lehrlingsstala gefordert werden. Etwa 1000 bas Konto der unausgesetten sozialdemokrati= bis 1200 Bäckermeister halten noch die Bewilligungen vom vorigen chen ritit zu schreiben sei. Hier gehe es so, wie immer. Jahre aufrecht. Die übrigen beachten sie nur zum Zeil oder auch Erst schreit und stimmt der Freifinn alle derartigen sozialdemogar nicht. Der Verband zählt jest rund 1800 Mitglieder, das find fratischen Anregungen und Anträge nieder, um schließlich not etwa zwei Drittel aller in Berlin anwesenden Bäckergesellen. gedrungen einzusehen, daß die Sozialdemokratie doch Recht hat. Das Organisationsverhältnis sei also günstiger als vor dem ver- Diese Tatsache müsse daher auch jeden Wähler veranlassen, bei der flossenen Streif. Es gelte nun, die Organisation weiter zu Stichwahl für den fozialdemokratischen stärken und alle Vorbereitungen zu treffen für den beborstehenden daten zu stimmen. Je mehr Sozialdemokraten im Roten Hause, Lohnkampf, der, das tönne man mit Sicherheit sagen, ein sehr ernster desto mehr Garantie für eine bermüftige Kommunalpolitif.( Leb sein werde hafter Beifall.) Die Ausführungen des Referenten fanden lebhaften Beifall und in der Hauptsache einmütige Zustimmung der Disfuffionsredner. Im übrigen drehte fich die äußerst rege Debatte um die Einzelheiten über die Vorbereitungen zur Lohnbewegung. Lebhaften Beifall fand die Mitteilung, daß bei der soeben vor genommenen Wahl zum Gesellenausschuß der Germania- Innung die Liste des Verbandes durchgedrungen ist. Wir hegen indessen in Uebereinstimmung mit der Verkehrsdeputation das feste Vertrauen, daß bei dem in Aussicht genommenen System, das uns unabhängig von allen lediglich durch das Interesse am Gewinn her borgerufenen Rüdsichten macht, den städti= schen Verkehrsbedürfnissen am besten wird Rechnung getragen werden können, ohne dabei auf eine angemessene Verzinsung des aufgewendeten Anlagekapitals berzichten zu müssen." Kan dia Nach einer kurzen anfeuernden Ansprache des Kandidaten Baul Schulz, daß jeder Wähler das Geinige zur Stärkung der Sozialdemokratie beitragen möge, indem er fozialdemokratisch wähle, wurde die Versammlung in bester Stimmung der Anwesenden geschlossen. Sechster Kommunalbezirk. In der ziemlich stark besuchten Wählerversammlung, die bei Bühlte in der Dennewigstraße tagte, ihr Recht auf offener Straße mit der Faust erkämpfen müßte. Wie in Wien waren faft überall in den Provinsstädten die Geschäfte geschlossen und der Wagenverkehr zumeist mehrere Stunden hindurch eingestellt. In Graz, Salzburg und Laibach überreichten die Deputationen dem Landeschef entsprechende Petitionen. Freundnachbarliche Hülfe? Wien, 28. November.( W. T. B.) Abgeordnetenhaus. Jm Einlaufe befinden sich eine Interpellation der Abgg. Breiter und Genossen, in der die Regierung befragt wird, ob die Gerüchte auf Behrheit beruhen, daß die deutsche und die österreichisch- ungarische Regierung fich Rußland gegenüber verpflichtet hätten, im Falle der Ausdehnung der Revolution im Königreiche Polen Rußland Beistand zu leisten. Neue Streifs in Rußland. Moskau, 28. November.( Meldg. d. St. P. Tel.-A.) Heute abend 6½ Uhr ist ein Ausstand der Telegraphenbeamten ausgebrochen. Das Telegraphengebäude sowie das Apparatenzimmer werden von Truppen bewacht. Unter den Telegraphiften herrscht große Erregung. Auch in vielen anderen Orten Rußlands sind die Telegraphenbeamten in den Ausstand getreten. In Sombrowa ist auf den Kohlengruben Menard". Kasimir" und" Felig" ein Ausstand ausgebrochen. Es gärt überall! Barzelona, 28. November.( B. 5.) Der Reftor der Universität bat angesichts der Aufregung, welche sich der Studenten be= mächtigt hat, die Schließung der Univerfität berfügt. Unter den Offizieren der spanischen Armee wächst die Aufregung wegen der von den Stataloniern gegen die Dffiziere erhobenen Beschuldigungen immer mehr. Die Lage ist beunruhigend und es heißt in politischen Kreisen, daß eine Ministerkrisis sehr leicht möglich sei, falls die Nuhe in einigen Tagen nicht wieder hergestellt werden lann. Verantw. Redakteur: Hans Weber, Berlin. Inseratenteil verantw.: Th. Gloce, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Nr. 279. 22. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 20. November 1905. Die Eröffnung des Reichsrats. Aus Wien wird uns vom 27. November geschrieben: Die Lösung der Bauernfrage. Hier und in der Provinz gänzliche Arbeitsruhe. 30 000 Bersonen veranstalteten heute vormittag einen Demonstrationszug zur Moskau, 28. November.( Meldung der Petersburger Statthalterei. Die Geschäfte find geschlossen. Am Nachmittag fand eine Volks- eben geschlossenen Bauernkongreffes verhaftet. Unter den Telegraphen- Agentur.) Gestern wurde das ganze Bureau des versammlung statt. 20 000 Menschen warteten auf die Berichte aus Wien, die bei ihrem Eintreffen mit Jubel aufgenommen wurden. acht verhafteten befinden sich die SchriftAbends wird ein Demonstrationszug veranstaltet.. steller Tschiritoff und Tann, welche offenen zwei heraus. Der Lokal- Anzeiger" erfährt: Von Privatdepeschen, die andere Blätter erhielten, greifen wir Aufstand predigen. Der große Tag ist für den österreichischen Staat gekommen. Morgen tritt der Reichsrat zusammen, und mit brennender Ungeduld erwartet die gesamte Deffentlichkeit die Erklärungen der Regierung über die Wahlreform. Zwar, daß der Gefeßentwurf kommen wird, daß er nur das allgemeine und gleiche Wahlrecht bringen fann, daß das Gesetzgebungswerk in erster Legislaturperiode fertiggestellt Das liberale" Techtelmechtel. Aus Junsbruck. Im Stadtsaal faßte heute eine große Ver werden muß: das unterliegt feinem Zweifel und ist heute als un- fammlung der Sozialdemokraten eine Resolution, worin das all- teilte Graf Witte den Vertretern der städtischen Semstwos Petersburg, 28. November. Blättermeldungen zufolge verrückbare Gewißheit in das Bewußtsein aller eingegraben. Aber gemeine, gleiche und direkte Wahlrecht verlangt und eventuell mit dennoch harrt man mit Spannung, in welcher Klarheit und Be- einem Generalstreit gedroht wird. Hierauf fand ein Umzug mit mit, daß er es für notwendig halte, irgend einem Vertreter stimmtheit die Regierung der Notwendigkeit der Entwickelung Rech- roten Fahnen und Standarten statt; vor der Statthalterei und dem der Semstwos das Portefeuille des Innern zu übertragen. Landhaus wurden Ansprachen gehalten. Die Breßfreiheit. nung tragen till. Noch weit größer ist das Interesse für die morgige Demonstration in ganz Desterreich. Es wird, wie schon bemerkt, ein förmlicher Generalstreit werden zwar nur einen Tag, aber als Mahnung doch sehr verständlich. Ganz besonders gewaltig wird die Demonstration in den Hauptstädten: in Wien, Prag, Brünn und Graz ausfallen; in diesen Städten werden auch fast alle Geschäfte geschlossen. Interessant ist schon die Ordre de bataille für den Demonstrationszug in Wien. Bon vielen Bezirken geschieht der Abmarsch auf den unübersehbar großen Karlsplay. Der Zug marschiert in folgender Ordnung: 1. Parlamentsdeputation und Abgeordnete. Die Kontrollkommissionen der Arbeiter erzwangen überall die Arbeits- dakteur des Bigblattes Maschinengewehr", Schebujew, ist Aus Prag: Der heutige Vormittag brachte bereits Unruhen. Petersburg, 28. November. Der Herausgeber und Reeinstellung. Vor das Direktionsgebäude der Buschtiehrader Eisenbahn mußte Militär requiriert werden. Mittags wurde in Prag gestern berhaftet worden. und den Vororten nirgends gearbeitet, nur die Apotheken sind geöffnet. Der Tramway- und der Wagenverkehr sind vollständig eingestellt. Nur Wagen von Aerzten, deren Kutscher durch Armbinden mit dem roten Kreuz kenntlich find, dürfen verkehren. Die österreichischen Arbeiter fönnen mit Stolz und ohne 2. Gesamtparteivorstand, deutsche und tschechische Landespartei- Ueberhebung sagen: Wir haben's weit gebracht! vertretung Niederösterreichs. 3. Mitglieder der Gewerkschaftskommission. 4. Delegationen von auswärts. 5. I. bis X. Bezirk. 6. Jugendliche Arbeiter. 7. Studenten. 8. XI. bis XXI. Bezirk. Die Revolution in Rußland. Telegraphen Agentur.) Bei Unruhen im hiesigen Samara, 27. November.( Meldung der Petersburger Gefängnis wurden mehrere Sträflinge getötet und verwundet, einige sind entflohen. Aus der Partei. " Die Organisationen und der Borwärts"-Konflikt. Die Parteigenoffen in Lahr haben in ihrer legten Bersammlung die folgende Resolution angenommen: Die Matrosen halten die Stadt Sebastopol weiter in Die am 25. November im„ Adler" tagende start besuchte Parteiihren Händen. Sie haben Maßnahmen zur Aufrechterhaltung versammlung erklärt sich mit dem Vorgehen des Parteivorstandes 9. Züge von auswärts: Aggersdorf, Liefing, Mödling, Sieben der Ruhe getroffen. Musterhafte Ordnung und Sicherheit und der Breßlommission des Vorwärts" gegen die bekannten sechs Hirten, Inzersdorf, Klosterneuburg, Stockerau usw. herrschen auch in der Stadt, die Schachzüge der Konter Redakteure vollständig einverstanden. Sie verurteilt das Verhalten revolution werden mit Nachdruck und Energie, aber ohne jede anderer Parteiblätter, insbesondere das des Karlsruher Bolts. Inzwischen ist die grandiose Demonstration von statten ge- Ausschreitung fonterkariert. Die Regierung wagt nunmehr, freund", fordert den Redakteur Stolb auf, feine Meinung über die gangen: impofant und alles überwältigend, wie wir es voraus nach den Erfahrungen in Kronstadt, nicht, reguläre Truppen Vorwärts" Angelegenheit auf dem nächsten badischen Parteitag zu gesehen und vorausgefagt hatten. Dreimalhunderttausend Wahlrechts gegen die Meuterer" zu gebrauchen, weil die Soldaten als- bertreten. Weiter aber berurteilt sie auch die Stellungnahme des Forderer, Männer und Frauen, defilierten in bewunderungswürdiger dann auf die Seite der Matrosen übergehen, anstatt Gewerkschaften Deutschlands", da dadurch Gewerkschaftsblätter Correspondenzblatt der Generalfommission der Disziplin am Parlament vorüber. Jm eigenen Drahtbericht" einer sie niederzumegeln. In diesem Augenblick finnen die als Nachtreter desselben eine einseitige Darstellung dieser Angelegen Berliner Mittagszeitung schrumpft das Riesenheer der Wiener Barendiener auf Mittel, die wirkliche Ruhe Genoffen zu einem Säuflein von 8000 Menschen zusammen, die Ordnung, die und heit und damit eine Diskreditierung der Partei in weite Streise ge3000 Ordner in Naison zu halten hatten, so daß also auf je einen Schurkenstreich in zarenfromme Anarchie und Verbrecherin Sebastopol herrschen, durch irgend tragen haben." 2 Demonstranten ein Ordner gekommen wäre unglaubliche Borniertheit! Solchen Bug, der etwa einem Gefangenentransport orgien zu verwandeln. giche, mögen fich vielleicht die Christlich- Sozialen in Wien gefallen Lassen, nicht aber unsere Arbeiter, wenn sie den stolzesten Tag ihres Lebens in eiserner Selbstdisziplin begehen. Die Polizei hat den Zug, wie Wolffs Depeschenbureau meldet, auf 200 000 Menschen geschätzt! Im übrigen war fie flug genug, die Aufrechterhaltung der Ordnung den Arbeitern felber zu über Lassen, auf deren Zauber- Parole hin mit einem Schlage Wiens Industrie, Handel, Straßenbahn- und sonstiger Verkehr zu pulsieren aufhörte. " 1 10 Der offiziöse Petersburger Telegraph meldet: Sebaftopol, 27. November. Gegenwärtig herrscht in Dtschatow" sind gezwungen worden, das Schiff zu verlassen. Auf der Stadt Ruhe. Die Offiziere und Mannschaften des Kreuzers den Panzerschiffen Rostisslaw" und Tri- Swiatitelja" verhält sich die Bemannung ruhig und zeigt feine Neigung, sich den Meuterern anzuschließen. Ein Bataillon Reserve hat mit ben meuternden Matrosen gemeinsame Sache gemacht. Ueber die Festung ist der BelagerungsVon 10 bis 1/3 Uhr- bier und eine halbe Stunde dauerte zustand verhängt worden. Die Matrosen tun ihren es, bis alle Teilnehmer des in Reihen zu 10 Mann geordneten regelrechten Dienst ohne Offiziere, patrouillieren Suges mit ihren roten Fahnen, Bannern und Inschrifts- Tafeln in der Stadt und arretieren ihre Kameraden, borbeidefiliert waren! welche teine Erlaubnisscheine haben, die Kasernen zu verlassen. " " Der sozialdemokratische Verein Hanau hat sich in seiner von 80 bis 100 Mitgliedern befuchten Generalversammlung mit dem Vorwärts"-Konflikt beschäftigt. Anwesend war auch Genosse Dr. Duard aus Frankfurt, der den Standpunkt der Redaktion der Volksstimme" vertrat. Es wurde folgende Resolution angenommen: Die Versammlung erklärt, daß sie in dem Verhalten des Parteivorstandes gegenüber den ausgeschiedenen Vorwärts" Redakteuren einen prinzipiellen Verstoß nicht erblickt und nach wie vor bolles Vertrauen zu dem Parteivorstand hat. Dagegen mißbilligt fie es als einen schweren Verstoß gegen die Parteidisziplin, daß Parteigenossen, wie jene Redakteure, die an so hervorragender Stelle unferer Partei tätig waren und deshalb durch ihre Parteitätigkeit borbildlich wirken sollten, den in unserem Organisationsstatut borgeschriebenen Weg für die Erledigung der Beschwerden gegen den Parteivorstand nicht eingehalten haben. Ferner mißbilligt fie das Verhalten aller derjenigen Blätter und darunter befindet fich auch die Frankfurter Voltsstimme", die in gehäffiger Weise Stimmung gegen den Parteivorstand machten, bevor sie die Rechtfertigung des Parteivorstandes gehört hatten. Hoch. Ganz besonders aber verurteilt fie den das parteigenössische Empfinden verlegenden Artikel des Genossen Dr. Südefum vom 28. Oftober. Dr. Wagner. Eine Mitgliederversammlung bessozialdemo Parteivorstande in Sachen der Vorwärts"-Redaktion ihr volles Vertrauen aus. Das Gewerkschaftskartell in Weimar hat Stellung zu dem " Die Ansprache an die drei Präsidenten, Graf Better vom Abgeordnetenhafe, Fürst Windischgräs vom Herrenhause und Ministerpräsident Freiherr v. Gautsch hielt Genoffe Reumann, Petersburg, 28. November. Der telegraphische Verkehr mit der Senior der Wiener Arbeiterschaft. Aus seiner Rede zitieren wir Sebastopol ist wieder hergestellt. Nach nachmittags eingelaufenen ein paar Stellen: Berichten find die Forderungen der meuternden Matrosen und Nichts liegt weniger in unserem Auftrag, als irgend Soldaten ausschließlich wirtschaftlicher Natur, weshalb Graf Witte welche Drohung auszusprechen, und es ist nicht mehr als die ein- einen Vertreter nach Sebastopol entsandte, der sich über die dortige fache Feststellung einer Tatsache, wenn wir im Namen der Hundert- Lage informieren foll. Trogdem die meuternden Soldaten und taufende von arbeitenden Menschen aller Nationen erklären, daß fie Matrosen das Arsenal wie überhaupt die ganze Stadt besetzt es mit ihrer Würde, mit ihrem Selbstbewußtsein, mit ihren wichtigsten halten, wurde die Ruhe doch nicht gestört. Die Matrosen tratischen Bereins für Harburg und Umgegend sprach dem Lebensinteressen unvereinbar finden, noch länger des gleichen Wahl- halten ohne Offiziere die Ordnung aufrecht. rechtes zu entbehren, und daß sie entschloffen sind, für die Erringung Eine Laffan- Meldung besagt: allgemeinen, gleichen und direkten Wahlrechtes ohne Klauseln und ohne Einschränkungen jedes Opfer zu Sebastopol melden der Regierung, Isolierung und Erschöpfung Artikel des„ Correspondenzblattes" über den Vorwärts"-Konflitt Petersburg, 28. November. Die Militärbehörden in bringen.. Nehmen Sie zur Kenntnis, Herr Präsident, daß die würden das einzige Mittel sein, um die Revolte in der See- genommen und stimmte nach lebhafter Debatte der vom GewerkArbeiterschaft sich nicht Raft noch Ruhe gönnen wird, bevor dieses festung zu unterdrücken. Die Verwendung bon fchaftstartell in siel angenommenen, das Correspondenzblatt der Wert der unerbittlichen Notwendigkeit zum Abschluß gebracht ist... Truppen gegen die Meuterer würde nach Generalfommiffion" scharf desavonierenden Resolution mit 16 gegen Die Regierung, Herr Ministerpräsident, der die hohe Ansicht der Militärbehörden ein unsicheres 2 Stimmen zu. Mission zugefallen ist, eine gefchichtliche Wende im staatlichen Leben mittel fein. Desterreichs durchführen zu helfen, steht vor einer Aufgabe, deren Erfüllung jener rücksichtslosen Energie bedarf, die in großen Dingen allein Sebastopol, 28. November.( Meldung der Petersburger Tele( Meldung der Petersburger Telezum Ziele führt. Die Massen des arbeitenden Bolles, deren Entwicke- graphen- Agentur.) Heute läuft die den Meuterern bewilligte Frist, lung verhängnisvoll dadurch behindert wird, daß ihnen die gebührende fich zu ergeben, ab. Das Kommando des Kreuzers Otschakow" über Vertretung in der gefeßgebenden Störperschaft fehlt, erwarten von nahm der verabschiedete, revolutionär gefinnte Leutnant Schmidt. der Regierung, daß sie sich ihrer vollen Verantwortung für die Die Stadtduma hat sich mit der dringenden Bitte nach PetersDurchführung der Wahlreform bewußt sein werde, und wir find burg gewandt, Maßregeln zur Rettung der Stadt zu beauftragt, in ihrem Namen zu erklären, daß sie nicht aufhören treffen. werden, für die Erringung ihres bollen, unverkürzten Die„ liberalen" Geldfäde zittern unter der friedlichen Diftatur Rechtes einzustehen, das die unerläßliche Voraussegung jedes der Matrosen und sehnen sich nach dem Schuß der Brandstifter und politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Fortschritts, das ins- Plünderer vom Schwarzen Hundert!" besondere die unentbehrliche Vorbedingung jeder Möglichkeit der schwer entbehrten nationalen Verständigung auf Grundlage der nationalen Autonomie aller Völker ist. Die Aussperrungstaktik. Die Heter an der Arbeit. In München, der Zentrale für die strupelloseste Hetze gegen den Parteivorstand und die jetzige Vorwärts"-Redaktion, machte Genofie Timm in einer sozialdemo fratischen Versammlung, laut dem Bericht der Münchener Post", folgende Ausführungen: " Rosa Luxemburg, die beim Parteivorstand seit Jahren gegen die polnische sozialdemokratische Partei hezt(!), halte ich die Genoffin Golde entgegen. Genoffin Golde hat ihren sicheren Plazz verlassen und sich dorthin gestellt, wohin sie gehört. Nicht aber imponiert mir Rosa Luxemburg, die Heine und Frohme empfiehlt, nach Rußland zu gehen, während sie selbst in der sicheren Redaktion des Vorwärts" bleibt, um Parteimeinung zu machen. Sie sollte fich sagen: Deutschland war unser Asyl, als wir aussichtslos tämpften, aber jetzt, wo die ganze russische Arbeiterschaft sich zur Verfügung Wir erwarten, Herr Ministerpräsident, daß der Ankündigung In Petersburg befolgt die industrielle Bourgeoisie feit stellt, da ist unser Blaz, in Rußland. Es ist traurig, daß derartiger Radikalismus immer noch ernst genommen wird. die Tat folgen, daß le ine tostbare Beit verloren werde. einiger Zeit immer deutlicher die Taktik der Aussperrung( Stürmische Zustimmung, vereinzelter Widerspruch.) Von solchen Jede Stunde, um die das Werk der Erneuerung, das Werk der gegen das revolutionäre Proletariat, um es durch den Hunger Leuten habe ich das Gefühl, daß fie, wenn es bei uns ernſt Gerechtigkeit, das Werk der unvermeidlichen Notwendigkeit auf- mürbe zu machen und vor weiteren Generalstreits abzu- würde, nach Zürich oder Baris gehen würden. Es handelt sich bei geschoben wird, ist ein unerfeglicher Verlust für das Leben der schrecken. Nach Meldungen des Petersburger Korrespondenten der ganzen Affäre nicht lediglich um die Vorwärts"-Geschichte, es Bölker Desterreichs. Die Geduld der rechtlosen Massen des Volkes des Daily Telegraph" sind schon jest 50 000 Arbeiter in handelt sich darum, daß die unfehtbarkeit tautstys, ist zum verhängnisvollen Schaden des Staates selbst bereits auf Petersburg beschäftigungslos. Nun bringt der offiziöse Draht Mehrings, Stadthagens, Rosa Lugemburgs harte Proben gestellt worden, und es ist den Massen zum deutproflamiert, eine einheitliche Meinung erzwungen werden soll." lichen Bewußtsein gekommen, daß nunmehr die Stunde noch die folgende Nachricht: Der Aerger und der eigentliche Wunsch sprechen aus diesen der Entscheidung da ist, die nicht versäumt werden darf. Petersburg, 27. November.( Meldung der Petersburger Worten zu deutlich, als daß man sie anders denn mit mitleidigem Mit atemloser Spannung erwarten darum, Herr Minister Telegraphen Agentur.) Wie berlautet, haben Lächeln aufnehmen sollte. Allein zu diesem parteigenössischen Kampf präsident, die Hunderttausende, in deren Namen zu sprechen wir 33 abriten mit 75000 Arbeitern den letteren mit geistigen Waffen" muß doch wenigstens bemerkt werden, daß er beauftragt find, daß die Regierung ohne Bögern die ihre Entlassung angekündigt. sich solcher Mittel bedient, die ihrer Methode und ihrem Geiste nach Gesezesvorlage einbringen werde, die dem Parlament die Möglichkeit geben und die Pflicht auferlegen wird, das all- Natürlich wird diese Provokation der Scharfmacher nicht bis jetzt nicht in der Rüstkammer der Sozialdemokratie zu suchen gemeine gleiche und direkte Wahlrecht zur Grundlage der nächsten die revolutionäre Aktion der Arbeiterklasse etwa eindämmen, Wahlen zu machen." sondern sie gießt bloß umgekehrt Del in's Feuer und gibt Genosse Stubbe- Hamburg bittet uns um die Veröffentlichung dem Kampfe nur noch sichtbarer den Charakter eines reinen nachfolgender Klassenkampfes. Telegraphisch wird gemeldet: Die drei Präsidenten antworteten sofort; Graf Better sagte, die Deputation möge auf die Einsicht und den guten Willen des Hauses bertrauen; er als Präsident werde diese Tätigkeit mit allen Kräften fördern und unterstüßen. Fürst Windischgrät wartete mit einem Phrasenschwall auf: Er Der Rat der Arbeiterdeputierten beschloß. fei weder in der Lage, noch habe er die Absicht, der zufünftigen die Wiedereröffnung der geschlossenen Petersburger Fabriken Stellung des Herrenhauses irgendwie zu präjudizieren, er glaube durch einen allrussischen Streit zu er= unbeirrt durch Versuche auswärtiger Beeinflussung seine patriotischen Stadt- und Landbevölkerung, in der Armee und in der Flotte aber, versichern zu können, daß das Herrenhaus nach bestem Wissen zwingen und zu diesem Zwede in allen Zentren unter der Pflichten erfüllen werde. Der Ministerpräsident verwies auf seine früheren Vereine Agitation einzuleiten. sprechungen: Wahlreform auf Grund des allgemeinen, direkten Wahlrechts! Das in den Wiener Kasernen während des ganzen Verlaufs der Demonstration bereit gehaltene Militär war zur Langeweile verdammt. Es brauchte nicht auf Vater und Mutter zu schießen. Der Bauerukongref. waren. Anfrage an Genossen Kloß. Auf die Ertviderung in Nummer 275 dieses Blattes auf meine Ausführungen auf dem Parteitage in Jena richte ich hiermit ar Genoffen Kloß die Anfrage: Warum antwortest Du nicht auf die Ausführungen: .Als einmal in meiner Gewerkschaft der Gedanke auftauchte, welche doch vor mir vom Kollegen Schmidt, Vorsitzender des dem Genoffen Kloß die Tätigkeit zu untersagen, bin gerade ich aufs entschiedenste dagegen eingetreten," Ausschusses vom Holzarbeiterverband, auf dem Parteitage in Jena gemacht wurden? H. Stubbe. Der Bauernfongreß faßte den Beschluß: 1. die Gosudarstwennaja Eine Landesorganisation in Hessen- Nassau ist am 26. d. M. in der Vertreter der Gosudarstwennaja Duma teilnehmen, als Bolts Staffel je eine Agitationstommiffion, beide follen erhalten bleiben. Duma zu boykottieren, 2. alle diejenigen, die an den Wahlen Frankfurt gegründet worden. Bisher bestand in Frankfurt und in feinde zu betrachten; 3. fofort eine umfassende Wahlagitation dafür Die Bezirkskomitees sollen jeweilig von den Bezirkskonferenzen zu eröffnen, daß die Vertreter ohne Rücksicht auf ihre Religion durch gewählt werden. Darüber ist der Landesvorstand gefegt, eigentliche Auch an anderen Orten der Monarchie wurde der große Zag in gleiches, geheimes, direttes Stimmrecht in die Aufgaben sind ihm aber nicht zugewiefen, auch hat man furzerhand ähnlich grandioser Weise begangen. fonftituierende Boltsvertretung gewählt werden; 4. Mußland in die Agitationskommission für den Bezirk Frankfurt als LandesWahlbezirke einzuteilen. vorstand erklärt. Ein Privattelegramm aus Graz meldet uns: verständnis mit dem Agitationskomitee. Ueber etwaige Differenzen entscheidet der Parteivorstand. etwas erreichen können. die andererseits die Für beide Bezirke werden gesonderte Konferenzen abgehalten, Es reicht. Die Kaligewerkschaft Wilhelmshall erzielte in den die für einzelne Arbeiten und Fabriten bis 50 roz. betragen. zu denen jeder Wahlkreis auf eigene Kosten drei Delegierte entienden ersten 10 Monaten dieses Jahres einen Reingewinn von 172 Millionen In der Musikinstrumenten- Branche haben die Maschinen, die bei einer gerechten, zweckmäßigen Produktion eine Erleichterung kann und darüber hinaus noch auf jede Vollzahl von 200 organi- Mark. für die Arbeiter sein würden, dazu beigetragen, fierten Genossen einen weiteren Delegierten. Sie sind nicht übermäßig bescheiden. Das Reinisch- westfälische Arbeitslöhne herunter zu drüden, Bemerkenswert sind diese beiden Bestimmungen: Kohlensyndikat setzte nach der Rh.-W. 3tg." folgende Richtpreise Produktion ungeheuer gesteigert wurde. Die Ursache diefer ErJede finanzielle Inanspruchnahme des Parteivorstandes, zu- ab 1. 4. 07- feſt: 1. für Fettfohlen um 50 Bf., jedoch für Scheinung war die schlechte Organisation und das mangelnde Klaffenwelchem Zwede es auch sei, bedarf der Zustimmung des Fördergrustohlen, Rolstohlen und gewaschene Feinkohlen um 1 M.; bewußtsein der Arbeiter und Arbeiterinnen. Dies ist in der letzten Agitationskomitees. Die Aufstellung der Reichstags- Kandidaten erfolgt durch die 2. für Gas- und Gasflammkohlen um 55 Pf., jedoch für Feinkohlen Zeit anders geworden. Die in der Branche Beschäftigten haben endGeneralversammlung des Kreisvereins, die der Landtags- Kandidaten um 1 M.; 3. für Ezkohlen um 60 Pf., jedoch für Feinkohlen um lich eingesehen, daß sie nur durch die Organisation vor Abzügen nur nur durch gemeinsames Handeln durch die Ortsfilialen des Landtags- Wahlbezirks jeweils im Ein- 1,50 M.; 4. für Magerkohlen a) östliches Revier um 45 Pf., jedoch geschützt werden, daß fie für Fördergruskohle mit 10 Proz. Stückgehalt und Feinkohlen um Gerade die Arbeiterinnen, die früher 1 M., b) westliches Revier um 62 Pf., jedoch gewaschene Anthrazit II es nicht für unwürdig und die Allgemeinheit schädigend empfanden, Sommerpreis um 2 M., Anthrazit III Hausbrand und Feinkohlen die Affordarbeiten zu einem teilweise erheblich billigern Preise herzuum 1 M.; 5. für Kots sämtliche Sorten um 50 Pf.; 6. für Brifetts stellen, als ihre männlichen Kollegen, zeigen ein lebhaftes Interesse sämtliche Sorten um 25 Pf. Diese Preissteigerungen übertreffen für die Organisation. In drastischer Weise wurde aus der Mitte die schlimmsten Befürchtungen. der Versammlung erklärt, daß es endlich Zeit sei, für die MechanikDas Geschäft blüht. Die Hannoversche Maschinenbau- A.- G.| arbeiter und Arbeiterinnen bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen Die Versammlung war sehr gut besucht. vorm. Eggeftorff bringt eine Dividende von 25 Proz. zur Ver- zu schaffen. teilung. Der vorhandene Arbeitsstod umfaßt für 13 000 000 M. AufDie Firma Bogs u. Voigt, Pianofabrik, ersucht uns mit Bezug träge. Im Geschäftsbericht fehlt nur noch die übliche Klage über auf einen Versammlungsbericht des Fachvereins der Mufilinstrumenten- Arbeiter, folgende Berichtigung aufzunehmen:„ Es ist Betriebserweiterung. Der Hörder Hüttenverein beabsichtigt unwahr, daß der Musikinstrumenten- Arbeiter Lichtwart von uns ents Die Konferenz befaßte sich auch mit dem„ Vorwärts"-Konflikt; die Angliederung der Bechen„ Crone"," Felicitas" und" Glüdauf lassen worden ist. Hochachtungsvoll Bogs u. Voigt." ein schroffes Tadelsvotum gegen die Volksstimme" wegen ihrer gegen den Parteivorstand gerichteten Haltung wurde angeregt und begründet; zu einer Beschlußfassung tam es nicht. Die gesperrt gedruckten Worte erläuterte das Frankfurter Komitee dahin, es sei nur gemeint, daß das Agitationskomitee unterrichtet und mit ihm Fühlung gehalten werden soll. Zu der obigen Konferenz bemerkt das„ Offenbacher Abendblatt": Eigentlich war die Konferenz ein Rumpfparlament: wohl war fie start beschickt vom Frankfurter Bezirt, aber vom Kasseler nur mit drei Mann. Von den Kasselern wird es abhängen, ob der " Landesorganisation" genannte Provinzialverband Leben erhält, cinstweilen weiß man nicht recht, welche Bedeutung dem„ Landes- die Begehrlichkeit der Arbeiter. parteitag" und dem Landesvorstand zukommt. Als Parteisekretär für Breslau wurde am Montag in der Bersammlung der dortigen Parteiorganisation Genosse Emil Neukirch gewählt. Der Gewählte steht seit Jahren mit im Vordergrunde unferer Bewegung; früher als Redakteur und in den letzten Jahren als Arbeitersekretär. Sein Gehalt als Parteisekretär wurde auf 2400 M. festgesezt. Und noch ein Alter heimgegangen. Ein alter Parteiveteran, der Buchbinder Ernst Fuchs, ist 65 Jahre alt am borigen Sonn abend in Leipzig verstorben. Im Jahre 1886 war Genosse Fuchs wegen der Teilnahme an dem sogenannten Landfriedensbruch auf dem Gohliser Ererzierplage in Leipzig zu einem Jahre Gefängnis verurteilt worden. Ein braver, tapferer Genosse ist mit ihm dahingegangen. Ehre seinem Andenken! Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Was bei einem Dissidentenbegräbnis in Sachsen nicht gestattet ift. Am Sonntag wurde in Wurzen der Zigarrenmacher Hermann Stolz, ein Parteiveteran aus der Zeit des Schandgesezes, zur legten Ruhe getragen. Stolz war Dissident. An seinem Grabe soйten dem Verstorbenen zwei Lieder:" Wenn sich zwei Herzen scheiden" und„ Ein Sohn des Voltes" als legter Gruß gesungen werden. Doch man hatte die Rechnung ohne den Pfarrer gemacht. Lieder wurden als für einen christlichen Kirchhof nicht geeignet erachtet, und schließlich wurde das Singen am Grabe überhaupt untersagt, weil Diffidenten nach der Gottesackerordnung nicht mit Gesang bestattet werden dürfen. Auch wurden von den Kränzen die roten Schleifen abgeschnitten. Durch solche Maßregeln gewinnt ein Diffidentenbegräbnis natürlich nur an Würde. Die Segen". Aus der Frauenbewegung. Aus dem Often. Die Genofsimmen in Bromberg geben den Frauen anderer Orte des Bezirkes Anregung und Anleitung; sie überwachen zum Teil die Arbeiten in den nächstliegenden Orten, so daß man allentDie ganze Art halben ein sicheres Entwickeln wahrnehmen kann. und Weise der Agitation ist getragen von einem ruhigen Ernst, Auch in Elbing und Tanzig ist aufs neue versucht worden, einen Stamm von Genossinnen zu bilden, durch welchen die Frauenwelt Anregung empfängt, sich mit den Ideen des Sozialismus vertraut zu machen, um so die Schar der Stämpferinnen für die unterdrückte und entrechtete Klasse zu stärken. von stiller Entschlossenheit. harten Boden lockern helfen, das Klassenbewußtfein der Menge veden, belohnt werden durch eine prächtig emporblühende Arbeiterbewegung. K. " 1 Sigung haben Mittwoch: " Bund der sozialdemokratischen Lese- und Diskutierkluba. Mit Stolz und Freude kann heute konstatiert werden, daß die" Demosthenes" jeden Mittwoch( mit Ausnahme des zweiten) bei Dornbusch, Prinz Eugenſtr. 8.-" Emil Rosenow" jeden Mittwoch( mit Ausnahme des proletarische Frauenbewegung auch in demostelbischen Junkereldorado 3iveiten) bei Hoff, Dalldorferstr. 5. Süd- Ost" jeden Mittwoch( mit Aus„ Eintracht" jeden langsam zwar doch sicher vorwärts dringt. Da die Zentral- Ver- nahme des zweiten) bei Tolksdorf, Görligerstr. 59. trauensperson die Mittel bewilligte, war es möglich, in Ost- und zweiten und vierten Mittwoch im Monat bei Dörrwald, Stralauer Wieder einer von der alten Garde geftorben. Am Montag starb Westpreußen im Laufe des Jahres o rei Agitationstouren zu ber- Allee 178.-" Sokrates" jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat bei Hing, „ Wilhelm Liebknecht" jeden Mittwoch bei Horst, in Göppingen in Württemberg nach mehrjährigem schweren Leiden anstalten, die das Fundament zu einer gesunden Frauenbewegung Warschauerstr. 61. und in bedrängten Verhältnissen Genoffe G. Bronnenmayer. Als legten. Durch die meistens von dortigen Genossen und Genossinnen Sozialdemokratischer Agitationsverein für den Wahlkreis Anfang der sechziger Jahre in Württemberg die Arbeiterbildungs- gut vorbereiteten Versammlungen und Besprechungen gelang es, Bromberg Stadt und Land. Jeden ersten Mittwoch im Monat bei bereins- Bewegung begann, gründete Bronnenmaher einen solchen Anknüpfungspunkte und Verbindungen zu finden, die der Bewegung Ostrowski, Schillingstr. 24. auch in Göppingen. Er stand eine lange Reihe Jahre Vorschub leisteten. Ferner erwies sich das Aufsuchen der Frauen Arbeiter Naucherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen an der Spize dieses Vereins, ebenso wie an der Spize in ihrer Häuslichkeit als ein sehr praktisches Agitationsmittel. Bei im Bereinskalender sind zu richten an Adolf Braun, Liebenwalderstr. 50, II. ' Des württembergischen Gauberbandes der Arbeitervereine. der Wanderung von Haus zu Haus lernt man so recht die elenden, Barinas", Jänide, Gubenerstr. 7.- Qualmbrüder", Wolff, Rummelsburg, " Sieben roocht", Waldesgrün", Kunze, Forsterstr. 36. Auch war er nach außenhin agitatorisch tätig, bis Krankheit und miserablen wirtschaftlichen Verhältnisse kennen, unter denen dort Adlershof, Reichert, Bismardſtr. 34. Stantstr. 14. Siedleff", Wienert, Weißensee, persönliche Verhältnisse ihn zur Zurüdhaltung zwangen. Als 1868 bie breite Volfsklasse lebt. In der Unterhaltung mit den Land- Sedanstr. 60a.„ Roſenblüte", Bobel, Straßmannſtr. 4.„ Gemütlichauf dem Vereinstag zu Nürnberg sich die große Mehrheit des Ver- proletarierinnen erhielt ich zunächst zwar nur zögernd Antworten, feit II SO.", Surth, Wrangelstraße 105." Fidele Brüder", Losse, bandes der Arbeiterbildungsvereine für das Programm der Inter- doch bald traten mir die Frauen offen entgegen und zeichneten mit Friedrichsfelde, Luisenstraße 20. Glühlicht II", Prose, Marstr. 13c. nationale erklärte, d. h. ins sozialistische Lager abschwenkte, trat schlichten Worten Bilder ihres entbehrungsreichen Lebens. " Die Dampfenden", Schid, Manteuffelstr 74. Intelligenz", Bofold, ManteuffelKein Ton", Bronnenmaher mit dem Göppinger Verein und der Mehrzahl der Durch diese Art der Agitation ist in Hohensalza, Birnbaum, straße 66."" Fliederduft", Böhm, Zorndorferstraße 9. " Fliederduft II", Stein, Samariter und württembergischen Vereine der neuen Richtung bei. Mit Bronnen- Schwerin die„ Gleichheit" eingeführt worden. In größeren Orten, Sponholz, Prenzlauer Allee 232. Weichselblatt", Beidler, Frankfurter Allee 176. maher ist ein treuer, unentwegter Genoffe aus dem Leben geschieden. wie Bromberg, Jastrow und Schönlante, zahlen die Frauen regel- Schreinerſtraßen- Ece. Scornblume", Sasse, Plan- Ufer, Ede Am Urban. Alt- Schöneberg", Sein Andenken werden wir in Ehren halten. mäßige freiwillige Beiträge, um ihre Parteizugehörigkeit zu doku- Kerstan, Schöneberg, Sedanstr. 52.„ Sumatra", Beier, Lübbener ſtraße 11. mentieren. Collegia", Bergner, Reichenbergerstr. 157." Fidele Raucher", Krüger, Rigdorf, Reuterstr. 15. Sumatra SO.", Krone, Liegnigerstr. 18. Ronsequent", Beder, Köpeniderstr. 191. Gerade aus", Maaßen, Bruderbund", Kolms, Grünauerstr. 9.„ Veilchen. Woldenbergerstr. 14. Behrend, Schwarzkopffstraße 8. " Pfeifendeckel", Marth, duft", Fruchtstraße 69. „ Blauer „ Vorwärts", Hahn, Adalbertstraße 4. Sting", Charlottenburg, Grente, Schillerstraße 38/39.„ Regalita", 147. Leonhardt, Koloniestraße Ringelwolfe", Müller, Bredow straße 11. Alpenrose", Wendt, Reinidendorf, Justusstraße 55. " Frohes Leben", Laue, Adlershof, Bismarckstraße 10." Smmer blau", Reinidendorf, Kluge, Berlinerstr. 128.- Raucherluft", Adlershof, Böhkert, " Blütendust", Fedtke, Cotheniusstr. 8. Morgenrot", Bismardite. 24. Schmidt, Blumenstr. 43. Rustige Sieben", Leonhardt, Rirdorf, Prinz „ Lebens. ,, Rosenblatt", Schmidt, Pallisadenstr. 66. Handjergstr. 69. Mögen all die Männer und Frauen, die in Ostelbien den Blüte", Niest, Stoppenstr. 17." Berliner Luft", Ullrich, Schwedenstr. 2. Arbeiter- Radfahrerbund ,, Solidarität". Gau 9( Prov. Branden burg). Anfragen und zuschriften find zu richten an den Bauvorfizenden Karl Fischer, Waldstraße 8. Berlin, Berliner Arbeiter- Radfahrerverein", Abteilung III jeden 1. und 3. im Märkischen Hof, Admiralstr. 18c; Für die Heimarbeiterinnen in der Wäsche- Industrie hatte der Abteilung IV jeden 1. und 3. bei Merkowski, Andreasstr. 26; Abteilung VII Verband der Wäsche- und Krawattenbranche am Montag eine öffent- jeden 1. und 3. bei Cranz, Köslinerstr. 8; Abteilung VIII jeden 1. und 3. Bergholz bei Potsdam ,,, Condor" nach dem 1. bei Fischer, Waldstr. 8. liche Versammlung nach dem Alten Schützenhause" berufen. Es bei Schulz. Alt- Landsberg, Stern" nach dem 1. und 15. bei Jordan, galt, den Heimarbeiterinnen den Wert der modernen Arbeiter Berlinerstraße.- Brandenburg a. H.,„ Männer- Radfahrverein" nach dem 1. organisation flar zu machen. Frau Ihrer schilderte in ihrem im Volksgarten. " Borwärts" nach dem 8. und 22: bei Helling, Köpenid, Vortrage die Entwickelung der Heimindustrie und die elenden Ver- Schönerlinderstr. 5. Frankfurt a. D., A.-R.-V. nach dem 1. und 15. im hältnisse der Heimarbeiterinnen. Weiter führte die Rednerin aus, Vorwärts, Breitestraße. Friedrichsberg, Glüd auf" im Kronprinzen daß die Fabrikanten die Heimarbeiterinnen als die billigeren und garten( Gürsch).- Friedrichshagen, Wanderer" nach dem 1. und 15 bei Conrad, Fürstenwalde, Solidarität" nach dem 1. und 15. im Aus Industrie und Handel. gefügigeren Arbeitskräfte gegenüber den Fabritarbeiterinnen be- Friedrichstr. 137. Schloßkeller. Niederlehme, Frisch auf" nach dem 1. und 15. in Jägersnuzen, um die Löhne zu drücken. Die Heimarbeiterin habe den ruh. Nowawes- Neuendorf, A.-R.-B. jeden dritten Mittwoch im Bolts. garten. Frieden vor dem Kampf. Zwischen den beiden deutschen Sees gleichen Lohn zu verlangen, wie die Fabritarbeiterin. Um ihre Potsdam, Hoffnung" nach dem 1. im Viktoriagarten, Alte Rudow, Blik" nach dem 1. und 15. bei Reime, Bendahafenstädten Hamburg und Bremen ist aus Anlaß der Gründung Rechte und Interessen mit Erfolg zu vertreten, müßten sich die Luisenstr. 32. der Rolandlinie Schöneberg, A.-R.-V. nach dem 1. und 15. bei Obst, Meininger einer neuen Gesellschaft in Bremen ein Heimarbeiterinnen der Organisation ihres Berufs anschließen. Man straße. Strausberg, Frisch auf" im Bürgergarten. Velten, A.-R.-B. erbitterter Krieg entstanden. Allerdings Blut ist dabei nicht ge habe bisher geglaubt, die Heimarbeiterinnen seien nicht organi- ftraße 8. Weißensee, A.-R.-B. nach dem flossen, aber es hörte sich doch gefährlich an, wenn die Kämpfer auf fationsfähig. Der Streit in der Berliner Wäsche- Industrie habe nach dem 1. bei Paris, Louisenstraße 17. Wilhelmsruh, Frohes Biel" jeden 2. Mittwoch beiden Seiten mit großen Worten und Drohungen durch Drucker bewiesen, daß diese Annahme nicht zutreffe. An diesem Streif 1. und 15. König- Chauffee. schwärze gegen einander loszogen. Und allem Anscheine nach wird hätten sich Heimarbeiterinnen, besonders ältere Frauen, zahlreich bei Schneider, Hauptstraße.- Wilmersdorf," Vorwärts" bei Selle, Branden burgischestr. 100. dem fürchterlichen Toben in der Presse teine dividendenschädigende beteiligt und auch standhaft im Kampf ausgehalten. Hieraus könne Arbeiter- Radfahrerbund Freiheit". Geschäftsstelle bei F. Lier, " Panther", Rirdorf, Dietrich, Laubestr. 7. Halt Stopp Tat folgen. Es bleibt bei unschädlichem Feuerwerk, bei Theater- man die Gewißheit schöpfen, daß auch die Heimarbeiterinnen für Beinstr. 3, I. " Freie Nadler", Spandau bei Schuster, Gewöhnlich geht die Geschichte bei solchen Konkurrenz die Organisation zu haben sind. Der hier bestehende christliche bei Wagner, Stargarderstr. 73. fämpfen anders zur Freude der Konsumenten und Kunden. Erst Heimarbeiterinnen- Verband sei feine Organisation, welche die Wörmannstr. 4. Dem christlichen VerArbeiter- Turnerbund. Mittwoch und Sonnabend: Turnverein erfolgen Preisherabsetzungen, um sich gegenseitig die Kunden Interessen der Heimarbeiterinnen vertrete. abzujagen, bis bei beiden Unternehmen, durch Schaden flug werdend, band komme es in der Hauptsache darauf an, daß der Kirche eine Fichte", Geschäftsstelle Berlin O. 17, Stoppenstr. 24 II, abends von 8 bis die Erkenntnis tommt. Wenn feiner stirbt, verbinden wir uns und gläubige Gefolgschaft erhalten werde. Daneben würden den Mit- 10 Uhr: 1. Männer- Abt. Friedenstr. 37. 3. Männer- Abt. Boechstr. 17/20. 2. Lehrlings- Abt. Stalizerstr. 55/56. 4. Lehrlings- Abt. Siemensstr. 20( Moabit). plündern vereint, so lautet die Devise dann. Der bis dahin lachende gliedern Wohltaten geboten, die ja an sich ganz gut seien, die aber 5. Lehrlings- Abt. Ackerstr. 67. 6. Lehrlings- Abt. Reichenbergerstraße 131/132. Dritte zahlt die Kriegskosten. Zwischen Hamburg und Bremen ist's so- die Lohn- und Arbeitsverhältnisse nicht bessern könnten. Solche 3. Lehrlings- Abteilung Höchstestraße 36/37. 9. Lehrlings- Abteilung Müllerweit noch nicht gekommen, und es wird soweit auch nicht kommen. In Wohltaten, die der einzelnen Arbeiterin fleine Erleichterungen straße 158( Wedding). 10. Lehrlings- Abt. Petersburgerstr. 4. 11. Lehrlingsden letzten Tagen flattern in der Presse Friedenstauben auf. Ein bringen, hätten nur den Zweck, die Heimarbeiterinnen mit ihren Abteilung Fürbringerftr. 33. 12. Lehrlings- Abteilung Eberswalderstr. 10. 2. Männer- Abteilung 82-102 Uhr, Artikel der Kölnischen Zeitung" aus Hamburg, der offensichtlich vom Verhältnissen auszusöhnen und so den Fabrikanten willige und Freie Turnerschaft Rigdorf- Briz". Arbeiter- Turnverein Direktorium der Hamburg- Amerika- Linie inspiriert worden ist, redet billige Arbeitskräfte zu erhalten. Wohltaten seien eine gefährliche bei Bethge Nachst., Briz, Chausseestr. 39. zu Adlershof. Männer- und Lehrlings- Abteilung turnt Mittwoch in eindringlicher Weise dem Friedensschluß vor dem offenen Kampf Klippe, vor der die Heimarbeiterinnen geschützt werden müſſen. und Sonnabendabend 8-10% Uhr, Damen- Abteilung turnt Freitagdas Wort. Der Friedensschluß soll, wie man zwischen den Zeilen Sicht Wohltaten brauchen die Heimarbeiterinnen, sondern aus- abend 8-10%, Uhr, öllsteins Lustgarten. Gäste willkommen. Turnhalle in Borhagen: lieft, erfolgen auf folgender Grundlage: getrennt marschieren, ver- reichende Löhne. Dies Bewußtsein müsse in den Heimarbeiterinnen Freie Turnerschaft Stralau- Rummelsburg". Turnverein Jahn" in cint plündern!" Verständigungen sind ja gar nicht so schwer, schon geweckt und geftärkt werden. Diese Aufgabe erfülle der Verband Männner- Abt. 8-10, Lehrlings- Abt. 8-10. mehrmals haben sich rivalisierende Schiffahrtsunternehmen auf dem der Wäsche und Krawattenbranche, ihm müßten sich die in dieser Treptow- Baumschulenweg. 82-10% in der Turnhalle Kiefholzstraße 274: In der Männer- und Lehrlings- Abteilung. Arbeiter- Turnverein" Froh und Frei", Boden des gemeinsamen Interesses zusammengefunden. Ein Beispiel Industrie beschäftigten Heimarbeiterinnen anschließen. für viele: Eine feine Einnahmequelle für die Hamburg- A.- L. geben anschließenden Diskussion machte der Verbandsvorsitzende eller Groß- Lichterfelde( Damen- Abteilung), bei A. Reiser, Chausseestr. 104. Arbeiter- Schwimmerbund. Auskunft erteilt E. Gerstmann, Nixdorf, die Bergnügungsreifen zur See. Der Norddeutsche Lloyd bekam auch Mitteilungen aus einer Versammlung der christlichen HeimarbeiteBergstr. 59. Appetit auf solche Happen, er richtete sich ebenfalls auf das rinnen. Was er dort erfahren, bestätige in vollem Umfange die Gesellige Bereine.„ Nymphaea alba", Verein für Aquarien- und Arrangement von Bergnügungsfahrten ein. Um sich die neue Kon- Ausführungen der Referentin über die christliche Organisation. Terrarienkunde, jeden Mittwoch nach dem 1. und 15. des Monats im Eberl Theaterverein Fidele Geister 1901" im furrenz vom Halfe zu halten, zahlte die Hamburg- Amerika- Linie an Weiter bemerkte der Redner, in Sachsen seien die Löhne in der Bräu, Jerusalemerstr. 8. den Lloyd für den Berzicht auf seine Bläne jährlich beträchtliche Wäsche- Industrie bedeutend niedriger als in Berlin. Ein Artikel, Felsenkeller, Luisen- user 17.- Gesangverein„ Gesundbrunner Liederkranz", Mundharmonila- und Mandolinenverein Abfindungssummen. Auf ähnlicher Grundlage wird man sich auch der hier mit 90 Pf. bezahlt werde, müsse dort für 40 Pf. angefertigt bei Koch, Biesenthalerstr. 16. Tambourverein jest wohl zusammenfinden und das große Publikum muß die werden. Ebenso sei es in anderen Gegenden. Die Berliner Firma Symphonie", Restaurant Storchnest, Müllerstr. 161. Dort wirbel", bei Martin, Jostystr. 8. Berein ehemaliger Schüler der 60. Gemeindeschule im Fürst Blücher, Belle- Allianceplatz 12. Friedenstosten zahlen, ohne vorher den Vorteil der Ronkurrenzpreise Eichenberg hatte eine Filiale in Stottbus eingerichtet, um billiger produzieren zu können. Nach dem Erfolge der Berliner Zither- Slub, Staligerstr. 22. Lotterieverein Fidel" alle 14 Sage Solmsgehabt zu haben. und Nottbuser Lohnbewegung laffe die Firma in Frankfurt a. M. und Barutherstraßen- Ede. Lotterieverein Gute Hoffnung", jeden 1. und Bereinigung von Kohle und Eisen. Den Gang des Konzentrations arbeiten, dort seien die Löhne noch niedriger als in Stottbus. Diese 3. Mittwoch im Monat bei Schmökel, Marienburgerstr. 49. Drchesterprozesses in der Großindustrie spiegelt die Quote des Selbst- Tatsachen deuten darauf hin, daß die Fabrikanten die Erfolge der verein„ Wedding", Güsseld, Müllerstr. 11. Verein für geistige Selbstverbrauches der Hüttenzechen. Im Monat Oftober wurden bereits Berliner Lohnbewegung zunichte machen wollen. Um dem vorzu- erziehung, jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat Wilhelmstr. 118. 11,79 Proz. der Förderung des Kohlensyndikats von den mit beugen, sei es dringend notwendig, daß auch die Heimarbeiterinnen Gesangverein Rostige Stimmgabel", Restaurant Sander, Köpenickerstraße 137. Spielklub Norden", jeden 1. Mittwoch im Monat im Lokal Zechen verbundenen Eisenwerten für den eigenen Verbrauch ab- der Wäsche- Industrie für den Verband gewonnen werden. Jasmunderstr. 4. Gesangverein Nordischer Männerchor", Restaurant Dase, Brunnenstr. 154. Im September betrug der Selbstverbrauch nur Berein der Aquarien- und Terrarienfreunde genommen. Bei diesen Angaben ist noch zu Berlin, jeden Mittwoch vor dem 1. und 15. im Monat, Restaurant Ernst, 10,48 Proz. der Förderung. Prenzlauerstr. 41. berücksichtigen, daß der Selbstverbrauch für Betriebszwede der Zechen Deutscher Arbeiter- Abstinentenbund, Ortsgruppe Berlin. Ver in die Ziffer nicht einbegriffen ist. Der Versand für Rechnung des Die Pianomechanit- Arbeiter und-Arbeiterinnen hielten am 20. No- sammlung jeden 1. Mittwoch im Monat im„ Englischen Garten", MeranderSyndikats beläuft sich auf nur 57,93 Proz. der Förderung. vember im Gewerkschaftshause eine von der Branchenkommission Freie Vereinigung der Tapezierer Berlins und Umgegend. Nheinisch- Westfälisches Kohlensyndikat. Der rechnungsmäßige Kohlenabsatz hat betragen im Oktober 1905 im ganzen 4 955 459 des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes einberufene Versammlung ab. Jeden 1. und 3. Monat im Lotal Damm, Schüßenstr. 18/19. Unterstütungsverein der Bierabzieher. Mittwochs nach dem 15. Als erster Punkt stand ein Vortrag der Genoffin J. Altmann Tonnen, 1904 4 870 076 Tonnen. Von der Beteiligung, welche sich bezifferte im Oftober 1905 auf 6 598 968 Tonnen, 1904 auf auf der Tagesordnung über:„ Der wirtschaftliche Wert des Menschen bei Ladewig, Alte Jakobftr. 83. 6 348 590 Tonnen, sind demnach abgesetzt worden 1905 75,09 Broz, und seine Geltendmachung". Der Vortrag wurde mit lebhaftem Beifall 1904 76,71 Pro3., gegen 78,21 Broz. im September 1905. donner. Der holländische hochschutzöllnerische Tarifentwurf zurückgezogen. Nach dem Sturz des Ministeriums Kuyper hat die Regierung den neuen hochschutzölnerischen Tarifentwurf zurüdgezogen. In Deutsch Land fliegt ein schutzzölnerisches Ministerium so leicht nicht auf, hier flattern den Zöllnern preußische Vögel an die Brust. aufgenommen. Verfammlungen. Der zweite Punkt der Tagesordnung lautete: Die gegenwärtige Situation in unserem Berufe. Hierbei werden die ArbeitsIn verhältnisse und die Löhne einer scharfen Kritik unterzogen. dieser Branche sind seit Jahren die Löhne nicht nur nicht erhöht worden, sondern die Unternehmer haben es durch die verschieden artigsten Manipulationen fertig gebracht, Abzüge zu waden, " straße 27c. Guitar Männers Verband deutscher Barbier, Friseur- und Perückenmacher. gehülfen. Zweigverein Schöneberg. Mittwoch, den 29. d. M., abends 10 Uhr, im Vereinszimmer von Frau Berta Heinze, Akazienstr. 26: Verſammlung. Sozialdemokratischer Lese: und Diskutierklub„ Süd- Ost". Heute Mittwochabend 2 Uhr bei Tolksdorf, Görlikerstr. 58: Sizung. Vortrag. Bereinsangelegenheiten. Gäste willkommen. Zür den Jubalt der Juicrate Urania Tauben-] übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, 29. November. Anfang 72 Uhr: Opernhaus. Sinfonie- Konzert. Mittags 12 Uhr: Sinfonie- Matinee. Schauspielhaus. Die Journalisten. Neues Operntheater. Geschlossen. Neues. Ein Sommernachtstraum. Westen. Der Waffenschmied. Deutsches. Das Käthchen von Heilbronn. Berliner. Hamlet. Hörsaal 8 Uhr: str. 48/49. Im Lande der Mitternachtssonne. Sternwarte Invalidenstr. 57/62. P CASTAN'S PA ANOPTICUM. Friedrichstr. 165. „ Ernte". Schattenspiel in 9 Bildern. Nachmittags 3 Uhr: Die Jungfrau Wanderung durch das Nilta!. bon Orleans. Anjang 8 Uhr: Leffing. Elga. Schiller 0.( Ballner Theater.) Zapfenstreich. Schiller N.( Friedrich Wilhelm. städtisches Theater). Der Beilchenfreffer. Komische Oper. zählungen. Zentral. Musette. Hoffmanns Er Restaurant: Original Nürnberger Sänger. Kasino- Theater Lothringerstr. 37. Täglich 8 Uhr. Allabendlich ausverkauft. Großer Lacherfolg! Nachmittags 4%, Uhr: Brinzeßchen Das Opferlamm. Goldtraut. Residenz. Der Brinzgemahl. Kleines. Ghetto. Trianon. Der lezte Troubadour. Lustspielhaus. Der Familientag. Thalia. Bis früh um Fünfe! Nachmittags 4 Uhr: Frau Holle. Carl Weiß. In Berlin ist was los. Nachmittags 4 Uhr: Der Nattenfänger von Hameln. Quifen. Die Mönche. Deutsch Amerikanisches. 3 Herr Herzog! Aber Rachmittags 4 Uhr: Hänsel und Gretel in Amerika. Metropol. Auf ins Metropol. Kafino. Das Opferlamm. Apollo. Prinzeß Rosina. Walhalla. In Lebensgefahr. Borher das brillante Novemberprogr. Sonntag nachm. 4 Uhr: Arbeit schändet nicht. pollo- Theater Abends 8 Uhr: Die November- Spezialitäten. 9 Uhr 10 Minuten: Prinzeß Rosine bon Paul Lincke. Schiller- Theater. Schiller- Theater O.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- Wilh. Th.) Mittwoch, abends 8 Uhr: Mittwoch, abends 8 Uhr: Zapfenstreich. Drama in 4 Aufzügen von Franz Adam Beyerlein. Donnerstag, abend38 Uhr: Der Veilchenfresser. Freitag, abends 8 Uhr: Zapfenstreich. Zirkus Der Veilchenfresser. Lustspiel in 4 Aften von G. v. Mofer. Donnerstag, abends8 Uhr: Ein Wintermärchen. Freitag, abends 8 Uhr: Die Logenbrtider. XI. Berliner Saison. Albert Schumann Zirkus Busch. Heute Mittwoch, den 29. 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Donnerstag zum erstenmat: Ein Deutsch- Amerikanisches Theater. Feiertag. Tragifomödie in 3 Atten von Richard Fellinger. Zentral- Theater Nachm. 4 Uhr: Kindervorstellung. Prinzeßchen Goldtrandt. Täglich 8 Uhr: Musette. Luisen- Theater. 8um erstenmal: Die Mönche. Donnerstag: Der Störenfried. Die Dienstboten. Freitag: Ein Blißmädel. Sonnabend: Die Kinder der Er. zellenz. Sonntag nachm.: Wilhelm Tell. Abends: Ein Blißmädel. Montag: Das Erbe. Köpenickerstr. 67. Zum Jeden Abend 8 Uhr! Gastsp. ADOLF PHILIPP 87. ABER Male. Herr Herzog Jeden Mittwoch und Sonnabend, nachmittags 4 Uhr: Kinder- Vorstellung. Ein Kind frei. Kleine Preise. Hänsel und Gret in Amerika". Sonntagnachm. 4Uhr: halbe Preise. ,, Ueber'n großen Teich". Walhalla Theater Unter dem Protektorate des Herrn Professor Reinhold Begas Komische Oper. Entscheidungs- RingkampfFriedrichstr. 104-104 a. Mittwoch, den 29. November, abends 8 Uhr: Hoffmanns Erzählungen. Donnerstag, Sonnabend, Sonntag: Hoffmanns Erzählungen. Freitag: Dor Gaukler unserer lieben Frau. Konkurrenz. Heute ringen: Antonitsch( Defterreich) gegen Weber ( Deutschland), Entscheidung. Siegfried( Deutschland) geg. Bernard ( Frankreich). Jewstifejew( Rußland) gegen Nitschke ( Berlin). Trianon- Theater. Beginn der Ringfämpfe 9% Uhr. Heute und folgende Tage: Der letzte Troubadour. Sonntag nachmittag: Das Ende der Liebe. Carl Weiß- Theater. ( Gr. Frankfurterstr. 132. Nachmittag 4 Uhr Stindervorstellung. Der Rattenfänger von Hameln. Abends 8 Uhr zum vorlegtenmal: Beginn der Vorstellung 8 Uhr. Rauchen in allen Räumen gestattet. Gustav Behrens Budapester Possen- Theater ach 132 Linienstr. 132 Ecke Friedrichstraße. Zum 73. Male: dem Zapfenstreich. Familie Knopfloch u. d. ausgezeichn.Spezialitätenteil. Anfang 8 Uhr. Vorverkauf täglich b. A.Wertheim und an der Theaterkasse v. 10 Uhr vormittags an. Gebrüder HerrnfeldTheater. 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I.- Wilmersdorf: Georg Feese, Berlinerstr. 46, Laden. Lichtenberg, Friedrichsfelde, Wilhelmsberg, Boxhagen, Stralan, und Rummelsburg: Otto Seifel, O. 112, Stronprinzenstr. 50, I. Grünan: H. Bluhme, Viktoriastr. 2. Heinrich, Prinz Handjerystraße 7, im Laden. dorf: Guftab Stamins fy, Cunostraße 2. Bäumler, Wilhelm Martin Lutherstr. im 51, Berlinerstr. 41/42. Schöneweide: Julius Grunow, Edisonstr. 10, I. Schöneweide: Bonatomsky, Hasselwerderftr. 1 d. Johannisthal: Franz günold, Bismarditr. 7.- Adlershof: B. Schmidt, Bismardstr. 32, I.- Königs- Wusterhausen: örle, Berlinerstr. 19. Köpenick: Friedrich Boid, Grünstr. 4. FriedenauSteglitz: H. Bernsee, Schloßstraße 115, Gartenhaus I, in Steglit. Bestellungen nehmen entgegen in Steglitz: H. Mohr, Düppelstraße 8, und Fr. Schell hase, Ahornstraße 15 a. Mariendorf: Hermann Reichardt, Chausseestraße 16. BaumschulenNorddeutsche Sänger. Tempelhof: M. Müller, Der fleine Saal( 150 Pers.) ist noch einige Sonnabende zu bergeben. 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Auch werden Inserate für den ,, Vorwärts" entgegengenommen. Bitte ausschneiden. frei Weidenweg 12 in Laden mit Wohnung 75 M. und Kleine Wohnung. D. Verw. I. Etage. Warenhaus Wilhelm Stein 口 Berlin N. 39, Chausseestr. 65-66 □ Um unsere werte Kundschaft zu veranlassen, die Weihnachts- Einkäufe frühzeitig zu erledigen, da die gewohnte sachgemäße Bedienung vor dem Feste des großen Andranges wegen nicht immer durchführbar ist, □ □ □ □ □ □ 000000 verabfolgen wir auf sämtliche Einkäufe*) 0000000000000 von Mittwoch, den 29. November bis inkl. Mittwoch, den 6. Dezember er. Doppelte Anzahl SparMarken Wir verabfolgen sonst bei einem Einkauf von 1 Mark 4 Sparmarken, an diesen Tagen jedoch *) Ausgenommen sind einige Artikel. 8 Sparmarken! Sinzel- Verkauf zu Engros- Preisen hat begonnen. * Unterröcke... bon 1,25 M. an Damenhemden von 75 Pf. an Schürzen bon 20 Pf. an Handtücher 1 Dk. von 2,50 M. an Weiße Taschentücher, Tischdecken in neuen gesäumt Mustern Korsetts D. von 85 Pf. an bon 2,25 M. an bon 80 Bf. an| Kaffeedecken bon 75 Pf. an Kostümröcke, Cheviot, schwarz, blau u. braun 3,50 M. Tritotagen, einzelne Mustersachen, unter Breis Neuer Markt 1-2. im Engros- Geschäft 18. Ziehung 5. Kl. 213. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 28. November 1905, vormittags. Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. Nachdruck verboten. ( Ohne Gewähr.) 125 42 233[ 5001 76 370 483 578 742 946 75 1038 87 147 539 40 612 776 89 2244 373 566 615 796 824 3536 627 41 927 4047 329 417 614 43[ 500] 83 5335 38 400 89 634 75 91 808 42 967 6066 242 449 51[ 500] 527 603 50 70 819 50 54 7083 112 380 588[ 500] 698 712 23 36 943[ 500] 8009[ 500] 22 98[ 500] 236 55 397 1500] 405 11 48 88 93 735 39[ 500] 901 9032[ 500] 419 82 662 736 37 42 951 63 10017 79 96 114 657 81 98[ 500] 99 819 11063 123 201 346 433 57 528 44 828 12005 82[ 500] 161 282 454 753 61 973 13117[ 500] 84 213 322 25 706 850 69 964 84 14116 541 798 15381 94 460[ 500] 629 739[ 500] 981 16013 158 309 844 17107 70 421 616 872 18347 61 486 744[ 500] 820 19107 74 267 77 442 575[ 500] 86 640[ 1000T 828 20020 46[ 5000] 122 255 304 680 750 55 863 903 1500] 21189 310 556 744 T500] 79[ 1000] 867 98[ 500] 22147 61[ 500] 68 92 260 346 70 436 612 63 85 718 70 836 83 23069 351 441 T5001 598 762 839 72 998 24028 319 430 535 710 975 25268 85 383 543[ 500] 741 69 848 68 947 26011 17 103 37 205 71 525 31 53 710 835 77 87 932 27023 68 238 319 462 84 649 814 74 913 97 28333 479 29152 233 419 555 731 64 849 30009 271 372 586 828 31239 440 69 98[ 1000] 507 29 55 32010 45 353 425 41 64 614 20 742 893[ 500] 33073 123 227 725[ 500] 957 34004 179 246 332 91 484 561 637 83 35021 274[ 1000] 351 773 830 36077 270 86 600[ 500] 728 37042[ 1000] 117 53 318 473[ 1000] 635[ 500] 717 833 979 38268 303 78 96 417 792 846 916[ 1000] 39211 343 428 571 641 896. 40126 63 81[ 1000] 86 244 468 88 714 873 89 41088 369 409 41 660 789 804 91 979 42043 78 257[ 3000] 433 [ 500] 780 943[ 1000] 43085[ 1000] 142 209[ 500] 36 317 525 51[ 1000] 639 83 98 741[ 3000] 976 79 44009 138[ 500] 797 45221 52 438[ 3000] 529[ 500] 648 825 [ 500] 978 46253 54 47060 126 93 210 36 37 74[ 1000] 385[ 500] 672 82 804 929 48141 283 537 600 758[ 1000] 91 49410 35 582 92 610 782[ 1000] 852 91[ 500] 50136 65 338 443 940 51014 24 84 134 64 69 231 346 520 24 623 65 817[ 10001 52130 94[ 500] 596 844 985 53078 258 93 312 21 576 747 883 54200 38 350 475[ 500] 97 544 694[ 30001 840 51[ 500] 97 918 55094 135 202 T5001 335 695 56078[ 500] 246 341 475 542 [ 1000] 676 924 70 57121[ 500] 271 359 470 503[ 1000] 646 706 58 94 857 58011 106 201 69 481 565 85[ 500] 679 90 932 59061 86 322[ 1000] 89 415 548 717 837 [ 500] 900 51 60008 106 36 61 265[ 3000] 317 54 66 97 414 56 59 715 827 87 922 61261 306 459 99 603 30 759 807 949 62100 44 46 254 428 63385 404 820 975[ 500] 80 94 64016 189 206 612[ 3000] 716 25[ 500] 893 972 65185[ 1000] 277 451 88 89[ 3000] 609 70 926 66063 109[ 1000] 308 452 893 900[ 500] 67008 300 32 530 59 733 868 906 63 68035 195 311 619 935 69161 212 317 197 454 549 649 707 945 70150 244 373 88 692 723 995 71015[ 1000] 21 249 72 459 92 509 12 16[ 10001 36 72013 41 192 330 [ 500] 401 526 45[ 500] 794 73120 70 343 444 735 62 870 74004 167 79 216[ 1000] 493 707 19 25 69 830 79 75085[ 500] 267 330 404 15 49[ 500] 50 503 651 915 76002 75 137[ 1000] 78 330 44 402 87 751 56[ 3000] 813[ 500] 77084 199 276 436 87 525 641 78012 46 1500] 269 524[ 500] 67 72 743 54 79128 527 769 801 92 80221 93 367[ 500] 495 800 60 81134 223 396 441 655 809 82014 298 341 579 87 99 83093 156 76 279 465 648 732 99 839 84100 200 340 94 459 536 62 894 85182 232 95 396 837 94 981 92 86033[ 500] 67 433 755 70 839 91 909 87037[ 10001 39 107 265 435 40 506 59 675 815 979 88168 230[ 1000] 95 778 830 59 951 89118 69 93[ 500] 377 434 693 90127 86 275 483 870 91046 132 617 729 865 92432 571 632 931 93012 51 268 473 576[ 500] 619 [ 1000] 868[ 500] 984 94157 378 99 401 47 500 58 612 38 725 35 86 803[ 1000] 95009 130 243 85 424 25 515 58 69 679[ 500] 799 887[ 5001 96096 136 321 561 750 76 97 853 97132 95 678 98205[ 500] 56 405 45 66 536 42 681 780 809 46 99097 348 403[ 1000] 95 662 100155 204 424 638[ 500] 769 878 901 44 101075 135 45 241 579 746 868 917 82 102106[ 500] 239 42 320 525[ 500] 75 624 708 970 94 103254 338 531 642 838 50 78 964 104019 84 244 81[ 500] 504 105028 128 314 50 452[ 500] 82[ 500] 507 106085 162 67 304 36 46 423 513[ 500] 28 32 615 67 68 715 23 77 107010 141 51 507 82 627 69[ 500] 108058 75[ 1000] 402 52 96 [ 1000] 773 109542 652 836 995 110129 71 95 218 73 439 523 766 835 77[ 1000] 111005 81 339[ 500] 891 903 112312 419 68 521 26 28 64 15001 614[ 10001 799 883 113030 284 455 607 17 1500] 749 960 88 114048 247 372[ 3000] 92 539 61 97 [ 10001 636 804 934 115206 25 74 570 680 116094 427 583 647 94 117016 280 381 443 677 821 918 20 118026 82 128 327 426 772 119019 116 33 74 230 301[ 1000] 3 418 51[ 500] 582 774 931 120018 37 803 912 121018 126 284 98 350 59 571 737 823 79 122137 253 94 352 56 405 15 989 123008 52 Als ein durch tausende von Dankes teppdeden freiben anerkanntes Mittel gegen tauft man am pretswertesten nur direkt in der Fabrit, 72 Wall Magenleiden aller empfehlen wir den echten Art ftraße 72, wo auch alt Indischen Kräuter- Magen- Likör. 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34/174 Gebr. Kiehn, Hannover, In d. Flage Jede Auskunft w. gern fostenlos erteilt Speisekrone, 4flammig, tomplett, echt Bronze. 35 18. Ziehung 5. Kl. 213. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 28. November 1905, nachmittags. Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt.. ( Ohne Gewähr.) Nachdruck verboten. 15 37 166 231 330 467[ 50001 74 662 952 68[ 500] 1138 225 48 385 549 2302 427 83 535 70 10001 601 780 804 3314[ 5001 453,509 994 4002 10 156 213 72 355 82 421 60 15001 531 87 748 950 81 5056 130001 115[ 5001 21 277 382 465 768 986 6003 99 121 34 260 411 538 694 [ 5001 768 842 7190[ 500] 297 309 69 85 687 922 8014 52 71 194 653 813[ 1000] 9104[ 1000] 314 39 416 557 758 903 80 10216 51[ 5001 478 662 717 20 11082[ 5000] 157 [ 5001 62 278 396 476 83 92 706 28 813 12135 296 312 632 83 96 729 74 806 909 75 13037 100 32 80 212 87.578 662[ 3000] 904 14025 191 223 38 336 39 645 49 58 82 99 15157 203 75 399 452 83 675 801 66 910 16106[ 500] 75 84 328 427 70 526 701 801 18 99 952 89 17055 196 280 306[ 10001 36 58 448[ 5001 820 916 18040 147 80 214 506 991 19045 139 227 60[ 5001 402 13 559 667 850[ 500] 20005 72 190 201 427 569 620 725 806[ 1000] 21051[ 30001 73 163 467[ 10001 520 624 38 703 850 22098 592 818 48 23097 187 229 30 309 19 538 763 93 908 27 24284 548 611 824 951 25025 207 305 21 98 438 81 658 60 26 172 444 52 517 26 620 748 893 27055 155 76 93 269[ 1000] 344 505 43 646 784 901 28018 151 232 81 332 620 728 41 846 56 88 941[ 500] 29129 74 98 200 52 97 312 18 569 651 726[ 500] 30018 48 223[ 1000] 64 402 58 93 735 53 79[ 500] 945 69 31253 350 549 63 633 50 792 846[ 3000] 900 71 [ 3000] 86 32178 92 481 510 86 603 819 37 33290 352 455 76 815 34071 254 410 532 35 42 620 702 33[ 1000] 808 35129 45 51 202 367 544 47 622 746 847[ 3000] 68 36153 245 455 655 709 23 822[ 10001 70 71 982 87 37114 54 406 54 686 786 94 95 845 56 82 38666 798 [ 3000] 964 76[ 5001 39234 310 35 517 630 708 75 984 40026 152 61 206[ 500] 378 41262 15001 362 83 664[ 3000] 760 812 42066 83 169 225 39 75 369 74 407 48 513 695 804 942[ 3000] 43004 171[ 5001 346 57 15001 644 854 44024 82 189 517 602 38 739[ 10001 45067 218 302 27 417 532[ 30001 88 677 731 835 69 990 46014 121 [ 30001 99 226 58[ 1000] 308[ 30001 640 10001 941 1000] 47599 130001 48071 106 96 417 585 96 821[ 500] 30 78 [ 5001 49463 73 675[ 5001 745 917 53 50051 101 240 130001 51146 458 59 588 686 732 904 52112 56 393 428 562 882 53012 84 470 506 611 739 842 921 54054 202 383 99 410 667 788 898 55394 518 64 655[ 5001 783 56010 51 395 537 631 74 57061 73[ 1000] 246 86 433 63 619 58 10001 717 822 58014 53 229 329 638 707[ 5001 75[ 30 0001 97 945[ 50001 59436 82 590 738 870 986 60062 79 165 340 50 471 538 66 970 61068 246 79 448 62109 253 397[ 1000] 543 808[ 500] 963 63247 441 94 652[ 30001 718 64076 345 49 95 456 633 929 65105 212 11000] 441 679[ 1000] 845 60 88 66118 76 302 30 486 891 94[ 30001 972[ 1000] 83 67185 259[ 1000] 555 631 57[ 500] 741 82[ 5001 68173 92 282 90 477 610 848 97 69042 69 139 429[ 500] 550[ 500] 65 665 722 97 870 [ 5001 78 70004[ 1000] 82 212[ 1000] 375 467 76 86 661 780 827 911 71165 276 361 75 477 800 37 15001 45[ 1000] 52 936 72060 144 75 291 328 451 80 83[ 3000] 701 41 841 73249 397 509 98[ 3000] 630 38 72 853 74063 402 749 986[ 5001 75093 236 77 343 684 790 816 38[ 1000] 925[ 500] 99[ 1000] 76003 146 65 578 96[ 1000] 745 881 86 998 77257 393 490 505 63 632 890 902 78121 482 642 806 21 93 79106[ 500] 343[ 1000] 423 82 511 759 827 30 75 80043 159 265 333 54 840 64 940[ 5001 81 81039 65 100 381 430 586 619 54 73 82 15001 82033 270 97 366 405 17 576 94 825 44 58 94 83070 239 352 506 96 [ 1000 628 70 872 948 84104 219 991 85230 42 614 26 31[ 500] 93 707 54 1500] 864 74 86518 41 648 75 725 907 87068 293 88374 612 1500] 89115 92 276 392 408 90115 287 398 418 592 91061 76 82 180 709 86 847 981 91 92150 369 78 514 648 782 1500] 93025 226 374 424[ 5001 89 533[ 1000] 638 40 84 721 24[ 500] 94072 129 210 42 310 400 859 95060 94 161 66 357 447 587 96026 15001 71 259 410 508[ 500] 610 706 94 833 76 97107[ 15 0001 387 444 53 512 798 98136 43 452 569 15001 709 52 99268 89[ 500] 494 740 809 90 100274[ 5001 371 85 582 798 974 101231 372 532 620 735 829[ 1000] 38[ 3000] 80 102257 366 420 599 [ 3000] 606[ 10001 43 975 103135 220 45 47 355[ 1000] 488 500 13 688 104257 506 37 651 734 806 95 981[ 3000] 105035 69 107 474 517 87 745 886 938 106154 225 331 66 549 701 14 98 15001 818 26[ 1000] 107014[ 1000] 109 27 88[ 500] 362 83 15001 557 697 818 42 108295 349 679 782 917 109103 295 340 88 450 655 911 110047 388 574[ 1000] 757[ 5001 75 857 950 90 111064 103 586 15001 618 23 45 112713 64 869 81 909 113192 334 495[ 1000] 736 75 T5001 886 114065 68 153 96 216 44 59 424 54[ 30001 711 807 946 115062 196 496 825 30 47 116461 667 719 83 825 117003 6 47 166 217 323 37 400 14 32 53 528 606 34 933 118122 317 62 463 532 631 56 961 119026 71 154 218 38 39 571 626[ 1000] 51 52 794 920 64 120167 322 33[ 3000] 74 98 490 121311[ 500] 508 750[ 5001 916 43 122232 50 531 80[ 500] 761 873 Verkauf an Wiederverkäufer findet nicht statt. ㅇㅁㅁ Kronleuchter- Fabrik Siegel& Co. für Gas u. Petroleum Prinzenstr. 33. Gr. Auswahl. 400 versch. Kronen 2c. von 10-300 M. Ausverkauf MK. älterer und einzelner Muster bedeutend unter Preis. Kulante Zahlungsbedingungen ohne Preisaufschlag. 123178 578[ 1000] 649 81 702 124348 441 80 597 645 768 800 900 125125 239 362 446 550 63 619 816 53 71 126014 32 200 78 88 95 127094 317 466 830 937 128168 393 465 639 129040 183 292 347[ 500] 61 431 702 98 821 92 130074 92 366 81 431 131015[ 500] 31 78 83 264 526[ 1000] 732[ 500] 910 132005 35[ 1000] 197 296 301: [ 500] 468 641 734[ 3000] 84[ 5000] 133070[ 1000] 181[ 1000] 253 806 917 134023 117 27[ 3000] 253 365 96 523 864 960 93 135053 98 115 237 52 409 21 697 965 81 136066 71 88 310 30 418 668 800 137067 77 [ 1000] 278 656 745 940 138252 466 614 67 751 903 139115 72 212 90[ 500] 91 570 81 646 705 55 952 140276 309 621 723 72[ 10001 862 907 28 141032 [ 500] 136 335 454 60 82 83 550 622 788 949 99 142331 516 22 64 764 891 903 82 143069 87[ 500] 103 30 40 58 254 65 436 646 73 737 883[ 500] 945 67 144291 417 642 86 965 145185 356 65 66 441[ 1500] 74 519 614 775 905 146018 38 65 83 139[ 10001 360 598 769 913 147329 642[ 1000] 773 841[ 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99 376 443 676[ 1000] 731[ 500] 56 836 198071 253 321 602 21 40 79 709 52 54 58 94 826[ 10001 908 199213 387 788 200019 97 192 334 402[ 5001 579 602 796 201041 77 589 975 202132 257 59 393 479 709 35 805 203058 295 346 519 90 865 953 204038 221 316 30 94 462 717 841 96 205176 312 32 646[ 3000] 67 931 78 2 6072 176 303 48 406 24 521 635[ 500] 69 77 711 39 47 821 34 907 94[ 500] 207066 145 274 307 14 48[ 5001 518 31 1500] 51 72 866 916 208018 48 221 346 440 46 635 209026 42 56 77 737 800 210156 81 475 543 744 211017 110 223 569 764 879 960 67 212025 38 184 322 26 42 424 60 13000] 556 [ 500] 659 887 213224 73[ 3000] 98 326 15001 88 420 51 501 602 775 918 214172 84 323 403 20 671 78 763[ 1000] 215108 15001 306[ 3000] 414 73 642 93 798 822 216018 188 239 488 541 60 76 77 737 55 867 217132 250 339 67 488 515 602 82 976[ 30001 218256 63 371 72 459 85 532 78 835[ 10001 915 219079 126[ 3000] 97 387 452[ 5001 768 839 220489 90 580 626 57 773 863 942 221010 36 225 323 518 15001 61 629 849 74 T1000] 222138 311[ 3000] 548[ 30001 57 90 650 700 875 927 223019 52 69 161 225 [ 500] 372 610 89 727 851 224581 1500] 639 98 767 15001 949 225529 809 226007 279 97 338 546[ 500] 900 227275 718 47 228040 252 397 478 87 635 75 229089 130 39 49 442 57 520 15001 655 98 778 897 230047 193 15001 341 566 700 929 231036 178 324 413 35 600 56 67[ 30001 77[ 10001 738 43 852 232045 110 304 64 591 821[ 3000] 233080 178 316 410 63 67 518[ 1000] 32 605 1500] 20 30 918 87 234024 58[ 3000] 64 472( 10 0001 502 885 235086 236 83 537 86 999 625 801 99 236029 114 259 365 699 237029 500 15001 3 16 59 417 635 46 934 70 81 238051 64 263 406 43 609 743 50 239086 167 313 455 506 624 82 754 855 87 941 48 240457 537 83 10001 647 62 764 241030 87 119 223[ 1000] 46 300 675 877 242039 127 15001 386 3000] 408 13 55 750 881 930[ 1000] 243095 121 94 323 98 528 653 703 7 10001 88 244004 47[ 10001 516 714 10001 861 98 245021 83 120 31 293 324 65 311 3000] 914 246040 738 39 867 937 247017 44 243 69 71 426 575 642[ 1000] 88[ 1000] 700 15001 20 77 83 858 1.3000] 904 21 Berantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil beranto.: Th. Glade, Verlin. Trud t. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW Nr. 279. 22. Jahrgang. 2. Beilage des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 29. November 1905. Die Stadtverordnetenwahlen, bie noch ausstehen, finden heute, Mittwoch, statt. Vier Stichwahlen, eine Nachwahl follen heute vollzogen werden. Mitzuwählen hat jeder, der zur Zeit der Aufstellung der Wählerlisten. also im Sommer 1905 in diesen Bezirken wohnte. Wer inzwischen feine Wohnung gewechselt hat, ist noch wähler seines früheren Bezirkes. Gewählt wird von 10 Uhr vormittags bis 8 Uhr abends, Für den 7. Kommunalwahlbezirk bei Saß, Hornstr. 2; Werner, Hagelsbergerstr. 2; Böhmchen, Kreuzbergstr. 12. Für den 17. Kommunalwahlbezirk bei Byttkowski, Prinzenstr. 99, oder bei Dschmann, Dresdenerstr. 105. Vermischtes. Unwetter. Aus allen Teilen Westfalens werden Sturmschäden Für den 30. Kommunalwahlbezirk im Hauptbureau Wittchow, gemeldet. In Vlotho entwurzelte der Sturm starte Bäume und be Elsasserstr. 68.( Telephon Amt III 8965.) Unterbureaus: fchädigte Gebäude. Bei Porta ging das Steinschiff" Mathilde" auf Moedel, Sophienstr. 10.( Telephon Amt III 2246.) der Weser unter; die Mannschaft wurde gerettet. In Minden wurde Merter, Bergstr. 10. das Dach der neuen Artilleriekaserne beschädigt. Legitimation( Mitgliedsbuch von Partei oder Gewerkschaft) ist mitzubringen. Bon allen Teilen der englischen Stifte treffen Meldungen ein über Verluste an Schiffen und Menschenleben, die durch hefhelfende Genofien zahlreich zur Verfügung stellen; folgt diefer und Belfast verkehrende Dampfer" Peridot" ist bei der Magee Genossen! In allen Bezirken wird darauf gerechnet, daß sich tigen Sturm herbeigeführt worden sind. Der zwischen Glasgow Mahnung der Wahlleiter und erleichtert ihnen die Wahlarbeit. Halbinsel gescheitert und ganz verloren. Der Kapitän und die aus Diese Wahlhülfe ist bedingt durch den Umstand, daß zahlreiche Ber- 10 Mann bestehende Besazung ist ertrunken. Eine andere Meldung besagt: Die Jufel Saipan( Marianen), doch sollte möglichst niemand den Gang zum Wahllokal bis wir sind auf uns allein angewiesen und können nur den Sieg an ist am 8. d. M. wiederum von einem Taifun heimgesucht worden, fonen verzogen sind, die aufgesucht und herangeholt werden müssen. die am 27. Auguft unter einem schweren Unwetter zu leiden hatte, zum allerlegten Augenblick verschieben. Jeder versehe sich unsere Fahne heften, wenn alle die zu uns Stehenden, die bei der der noch größere Verwüstungen als der erste angerichtet hat. Der rechtzeitig mit einer Legitimation, entweder mit der Hauptwahl fehlten, ihre Schuldigkeit tun und heute ihre Stimme ab- Materialichaden ist bedeutend. Berluste an Menschenleben find in amtlichen Wählerkarte oder mit Militärpapieren, Steuerquittung, geben. Die Freifinnigen bauen ihre Siegeszuverficht auf die Hülfe deffen nicht zu beklagen. Einer Hülfeleistung von außen bedarf es Invalidenkarte, Mietskontraft. Der Name des ander so verlästerten Gegner auf. Die Bürgerpartei hat denn auch nach dem bezüglichen amtlichen Bericht nicht. didaten ist dem Wahlvorsteher ohne jede Aenderung schon ein Einsehen) gehabt und einen Aufruf erlassen, in der Stichzu nennen, nur dann wird die Stimme dem Kandidaten zu- wahl für den von der Sozialdemokratie so bedrängten Freisimmigen Schacht 2 der Zeche„ Deutscher Kaiser" war gestern abend um Ueber einen Grubenbrand wird aus Essen gedrahtet: Auf gerechnet, den der Wähler meint. Man sehe den Namen zu stimmen. Siegt der Freisinn, so kann er nur in Schande siegen. genau an und zwar nicht erst am Wahltisch. Haben wir Erbarmen mit ihm! Ersparen wir ihm diefen Sieg und feßen wir in letzter Stunde alles daran, daß die sozialdemokratischen Kandidaten als Sieger aus der Wahl hervorgehen. Die Kandidaten der Sozialdemokratie find die folgenden: straße 11. Ufer 41. Für die Stichwahlen: Im 1. Wahlbezirk Paul Schulz, Gastwirt, RaumerIm 6. Wahlbezirk Paul Möhring, Lithograph, PlanJm 7. Wahlbezirk Dr. Georg Herzfeld, Kaiserin AugustaStraße 77. Jm 30. Wahlbezirk Johann Sassenbach, Geschäftsführer, Engel- Ufer 15. Für die Na chwahI: * * Jm 5. Bezirk der 2. Abteilung liegen sich die Freifinnigen seit einiger Zeit in den Haaren. In diesem Bezirk muß anstelle des verstorbenen Sanitätsrats Dr. Ruge eine Ersatzwahl. stattfinden; es stehen fich zwei liberale Kandidaten gegenüber und zwar der Bürderdeputierte Herr Ulmann und der Stadtverordnete Barth, der bisher in der 8. Abteilung gewählt war. Die Sozialdemokratie hat an dieser Kazbalgerei feinerlei Interesse. Mitteilenswert ist vielleicht, daß zu heute in diesem Bezirk ein Schlepperdienst auf modernster Grundlage organisiert ist, das Auto foll zur Verwendung fommen. Zwei Adlerdroschfen sind für heute gemietet, durch die fäumige Wähler zum Wahllofal gebracht werden wenn sie als Stadtverordnete wirken, in jeder Beziehung anderen Kommunen nachhinken, wenn ihr Durchfall bei der Wahl auf dem Spiele steht, sind sie allen boran". Im 17. Wahlbezirk Emil Kerfin, Restaurateur, Bank- follen. Man muß es dem Freifinn lassen: So sehr diese Herren, straße 32b. Genoffen, die heute helfen wollen, mögen fich zeitig in folgenden Lokalen melden: Für den 1. Kommunalwahlbezirk bei Weihnacht, Grünftr. 21. Jm 2. Reichstags- Wahlkreis befindet sich das ZentralBureau im Restaurant J. Saß. Hornstr. 2.( Telephon Amt IX 9964.) Die Bezirkslokale: | 7 Uhr 30 Minuten in der östlichen Grundstrecke im Flötz 1, dritte Sohle, ein Brand entstanden. Da auch die Streckenzimmerung brannte, ließ man sämtliche Leute ausfahren. Gegen neun Uhr war der Brand gelöscht. Es ist niemand zu Schaden gekommen; alle Pferde find gerettet. Der Betrieb ist in vollem Umfange wieder aufgenommen. Grube Klein- Rosseln bei Forbach fand gestern eine Explosion Die St. Johann- Saarbrüder Volkszeitung" meldet: Auf der schlagender Wetter statt. Ein Bergmann wurde getötet, ein anderer lebensgefährlich, und ein Steiger leicht verlegt. Witterungsübersicht vom 28. November 1905, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Swinembe. 752 S Hamburg 753 SW Berlin 756 S Franfi.a.. 761 S München Wien Wetter 7mollig 5° C.= 4° N. Temp. n. Stationen Barometer. stand mm Wind. Windstärke richtung 4 Haparanda 736 ND Wetter 2'bedeckt Temp. n. E. 6° E= 4° R. 5 wolfig 2 Petersburg 742 528 4 Regen 3 wolkenl 2 Scilly 748 6 wolfig 1 moltig 3 Aberdeen 5 bedeckt 3 Baris 2 749 WNW 760 S 2 wolkig 2 heiter 1 Wasserstand am 27. November. Elbe bei Auffig+0,77 Meter, bei 763 S Dresden-0,60 Meter, bei Magdeburg+2,21 Meter. Unstrut bei 763 SD 1 Nebel Straußfurt+ 1,45 Meter. Dder bei Ratibor+ 2,34 Meter, bei Breslau Oberpegel+5,14 Meter, bei Breslau Unterpegel 0,22 Meter, Wetter- Prognose für Mittwoch, den 29. November 1905. bei Frankfurt+ 2,18 Meter. Weichsel bei Brahemünde Ein wenig wärmer, vorherrschend moltig mit Regenfällen und ziemlich War the bei Posen+1,76 Meter. Neze bei lebhaften südwestlichen Winden. Uich Berliner etterbureau Für den 6. Kommunalwahlbezirk bei Bethke, Lüzotstr. 7; Große,+3,58 Meter. Tempelhofer- Ufer 19; Prüfer, Möckernstr. 121. Sozialdemokrat. Wahlverein Zentralverband der Meter. Berichtigung. In der Dantjagung von Bitwe Zentral- Kranken- u. SterbePfeiffer in Nr. 278 soll es nicht f.d.4. Berl. Reichstagswahlkreis Schuhmacher Deutschlands. beißen Gebr. Franke ſondern Fränkel. ( Süd- Ost). Todes- Anzeige. Den Mitgliedern hiermit zur Kenntnis, daß unser Genosse der Tigler Karl Post wohnhaft Grünauerstr. 37( Stadtbezirt 111) geftorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 30. November, nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle bes Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Bahlreiche Beteiligung erwartet Der Vorstand. Zentral- Kranken- und SterbeKasse der Tischler u. anderer gewerblicher Arbeiter. ( E. H. 3 in Hamburg.) Verwaltung Berlin H. Hierdurch zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Tischler Karl Post am Sonnabend, den 25. d. M., nach langem, schweren Leiden ver storben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstag, den 30. November, nachmittags 2%, Uhr, von der Halle des städtischen Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 184/18 Die Ortsverwaltung Am 25. d. Mts. verstarb nach Todes- Anzeige. Am 26. d. M. verstarb unser Mitglied, der Zuschneider Otto Parske im Alter von 31 Jahren an Influenza. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 30. November, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Friedhofes der Markus Gemeinde in Wilhelmsberg aus statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet 269/2 Die Ortsverwaltung. Invaliden- Unterstützungskasse d. Steindrucker u.Lithographen. am Die Beerdigung des 27. November cr. berstorbenen Lithographen Richard Helm findet statt am Donnerstag, den 30. November, nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle der GeorgenGemeinde, Landsberger Allee. Das Komitee. 7925 Orts- Krankenkasse der Steindrucker u. Lithographen. Am Mittwoch, den 6. Dezember, abens 82 Uhr, findet im Gewerk fchaftshaus", Engel- Ufer 15( großer Saal), die zweite Ordentliche langem, schwerem Leiben unser General- Versammlung Mitarbeiter und Kollege, Herr Karl Post. Wir verlieren in dem Ber storbenen einen treuen, fleißigen Beamten und einen ehrlichen, braven Kollegen, dessen Andenten wir alle Beit in Ehren halten werden. 7795 Vorstand und Beamte der Orts- Krankenkasse für das Gewerbe der Tischler und Pianofortearbeiter Berlins. Tischler- Verein zu Berlin E. H. No. 89. Unser Mitglied, Herr pro 1905 ftatt. Sämtliche Herren Bertreter der Arbeitgeber und der Staffenmitglieder werden hierzu er gebenft eingeladen. Zages Drbnung: 1. Wahl des Ausschusses für die Brüfung der Jahresrechnung. 2. a) Neuwahl zum Borstand, sechs Bersonen aus der Zahl der Vertreter der Ber sicherten(§ 38 des Statuts). b) Drei Personen aus der Zahl der Bertreter der Arbeitgeber(§ 38 des Statuts). c) Neumahl von drei Vorstandsmit gliedern( auf Grund§ 40 des Statuts). 3. Verschiedenes. Berlin, 28. November 1905. Der Vorstand. M. Stuhlmann, Borsigender. Danksagung. 7936 Für die herzliche Teilnahme und PrinzenDr. Simmel, Str. 41, Spezialarzt für 29/14 Haut- und Harnleiden. 10-2.5-7. Sonntags 10-12. 2-4. Sozialdemokratischer Wahlverein kaffe der Zimmerer. für den 1. Berliner Reichstags- Wahlkreis. ( E. H. Nr. 2, Hamburg.) Dertliche Verwaltung Berlin. 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Freitag, den 1. Dezember, abends Engel- Ufer 15( Saal VII): 259/ 14* Kronen, Bilder, Mitglieder- Versammlung. Steppdecken, Tischdecken, Portieren, Gardinen, Wäsche, Teppiche, Bettvorleger, Spiegel, Uhren etc. billigst. Auch auf Teilzahlung. Gustav Scharnow, Prinzenstr. 32, I ( zwischen Moritzpl. u. Ritterstr.) Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal 1905. 2. Berfchiedene Staffenangelegenheiten. Der Vorstand. 3. A.: R. Schröder, Tilsiterstr. 82. Alten Rottbuser Getreidekorn engros. endetail. empfiehlt H. Mrose, Naunyn straße 67. Amt IV, 3444. Das Körpergewicht der Säuglinge will oft bei sonst völligem Wahlbefinden der Kinder nicht in normaler Weise zunehmen, obgleich dieselben ihre Milchnahrung gut zu nehmen und zu verdauen scheinen. Es liegt dieses oft daran, daß die Kinder den reichlichen Milchgenuß nicht ganz bewältigen fönnen, daß nur ein Teil der Kuhmilch im Darmkonal auf gefogen und zum Aufbau des Körpers verwandt wird, während Der Rest als Ballast wirkt. Durch den Zusatz von Kufekes Kindermehl wird die Kuhmilch leichter verdaulich gemacht, außerdem die Nährkraft durch die Eiweiß- und Mineralstoffe erhöht und nun steigt das Störpergewicht in normaler Weise und bei gutem Gedeihen der Kinder. X X X X X Verband d.baugewerbl. Hülfsarbeiter Deutschl Donnerstag, den 30. November, abends 8 Uhr: Baudeputierten- Versammlungen für Berlin und die nächsten Vororte im„ Gewerkschaftshaus", Engel- llfer 15, Saal 3, für die westlichen Vororte: Steglių, Groß Lichterfelde, Zehlendorf und Teltow im Birkenwäldchen", GroßLichterfelde, Chauffeestraße. Tagesordnung in beiden Bersammlungen; 1. Die Bücherkontrolle am Jahresschluß und die Pflichten der Deputierten. 2. Die Aufnahme der Arbeitslosenstatistit. 3. Berschiedenes. 44/ 15* Stollegen! Gorgt dafür, daß jeder Bau vertreten ist! Mittwoch, den 29. November, abends 9 Uhr: Versammlung in, Dräsels Festsälen", Neue Friedrichstr. 35. Tagesordnung: 1. Bekanntgabe der Stadtverordnetenstichwahl. Resultate. 2. Vortrag des Reichstags Abg. Genossen Dr. Südekum über: Gemeindesozialismus. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Gäste, auch Frauen, willkommen. Zahlreichen Besuch erwartet 236/15 Der Vorstand. = 3. Wahlkreis.= Heute, Mittwoch, den 29. November, ab. 8% Uhr, in„ Voigts Ritterfälen", Ritterstr. 75: Verkündung der Wahlresultate. Zahlreichen Besuch erwünscht 241/13 Dns Komitee. Kommunalwähler- Versammlung heute, Mittwody, den 29. November, ab. 8, hr, in der ,, Anhaltischen Ressource", möckernstr. 114. Verkündung der Wahlrefultate. Zahlreichen Besuch erwartet 239/13 Das Wahlkomitee. Zentralverband der Steinarbeiter. Berlin I. Donnerstag, ben 30. November, abends 7 1hr, im Englischen Garten", Aleganderstr. 27e: Außerordentliche Mitglieder- Verfammlung. Tages Drbnung: 1. Kündigen wir den Tarif und welche Forderungen wollen wir stellen?" 2. Sozialdemokratie und Gewerkschaften." Referent: Reichstagsabgeordneter Genoffe Ledebour. 3. Diskussion und Verschiedenes. Zu dieser Versammlung muß jeder organisierte Steinarbeiter erscheinen! Die Ortsverwaltung. 189/ 15* Achtung! Fliesenleger- Hülfsarbeiter Achtung! Deutscher Holzarbeiter- Verband. Donnerstag, den 30. November 1905, abends 8 Uhr, im Lofal bon Bareinz, Brückenstr. 7: Mittwoch, den 29. November, abends 8 Uhr, bei Bareinz, Brücken- Straße 7: Außerordentl. Sektions- Versammlung. Vertrauensmänner- Sitzung der Stock- u. Zelluloidarbeiter. Josef Krulick Strangfpenden bet der Beerdigung 2. Berschiedenes. Baldemarstr. 34, ist am 27. Nobember im 71. Lebensjahre gestorben. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstag, den 30. November, nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des Thomas- Kirchhofes in Rirdorf aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 199/13 Der Vorstand. meines lieben Mannes, des Nadlers Karl Moritz sage ich allen Berwandten und Be tannten, allen Kollegen des Segel Ilubs Fraternitas", der Firma Friz Schindler, dem Deutschen Metallarbeiter Verband, den Meistern und Zages- Ordnung: Auf je zehn Kollegen ist ein Vertreter zu entfenden. Jede Werkstatt 1. Endgültige Stellungnahme zur Auffündigung unseres Bertrages. muß vertreten sein. 97/14 Die Kommission. Kollegen Erscheint alle in dieser Bersammlung. Der Zweigvereins- Vorstand. Die durch Handzettel einberufene 140/5 Found on the uma fra Steinsetzer! Filiale Berlin 1. Steinsetzer! Volks- Versammlung, Am Sonntag, den 3. Dezember, vormittags 9-12 Uhr, finden welche am 30. November in den Prachtfälen des Oftens stattKollegen der Firma Baul Heinze, dem die Wahlen der Delegierten zur Allgemeinen Orts Krankenkaffe finden sollte( Referentin Frau G. David) fann Berein der Tourensegler Grünau, der Firma Wolff u. Friedrich( Friedrichs. ftatt. Die Kollegen werden aufgefordert, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu hagen) und dem Ruderllub„ Bor- machen. Als Legitimation dient das Krankenbuch, felbiges ist abgestempelt wärts" meinen herzlichsten Dank. vom Arbeitgeber zu fordern. Witwe Getrud Moritz. 174/7 Der Vorstand. J. A.: P. Grabik. 7906 nicht stattfinden, da der bauliche Zustand des Bersammlungslokals dies noch nicht gestattet. Die Versammlung wird deshalb nach Neujahr abgehalten. L.Katz& Co. Spandauerstr. 45 und Kaiser, Ecke Schillingstr. Größtes Spezial- Geschäft sämtlicher Gastwirtsartikel. TUMA51682* ZARI Beste 2 Pfg.- Zigarette. Jedes Wort: 5. Pfennig. Das erste feltgedruckte Wort 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Gardinenhaus Große Frankfurter straße 9, parterre. 1+ Wahrheit siegt! das beweist der enorme Zuspruch, den wir in unserem Total- Ausverkauf zu verzeichnen haben, denn wir verkaufen nur ganz prima Ware und haben denkbar billigste Preise. 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Conrad, Hermannjir. 50. Schöneberg: Wilh.Bäumler, Martin Butherstr. 51. Weißensee: Verantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW Redaktion und Expedition: Vorort Beilage des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin, Cindenitr. 69. Ferniprecher: Hmt 11, 1933.| Nr. 279. Mittwoch, den 29. November 1905. Vorort- Nachrichten. 1 It | Jnferate Sechsgelpaltene Kolonelzelle 20 Pfg. Bei größeren Aufträgen entsprechenden Rabatt. betragen. Die Beleuchtung des Fabrikhofes läßt ebenfalls viel zu 18. November 1905 tagende Versammlung des Wahlvereins Friedrichs wünschen übrig. Ein ganz besonders arger Ucbelstand sei aber der hagen und Umgegend erklärt sich mit dem Vorgehen des ParteiZustand der Klosetts. Dieselben haben wohl die vorschriftsmäßige vorstandes und der Preßkommission gegenüber den Redakteuren des Schöneberg. Spülvorrichtung, da sie aber nicht funktionieren, so muß an Stelle Vorwärts" einverstanden und hält den Weg, den die Redakteure zu Die Stadtverordneten Versammlung am legten Montag be- fussion wurden die Ausführungen des Referenten von mehreren in ficht, daß sie sich an die Beschwerdekommission hätten wenden müssen. der Spülung ein Stock diese Funktion ausüben. In der Dis- ihrer Rechtfertigung eingeschlagen haben für verfehlt; sie ist der Anschäftigte sich wieder einmal mit der Angelegenheit des Kranten der Fabrit beschäftigten Arbeitern voll und ganz bestätigt. hausbaues. Mehrere Stadtverordnete, darunter auch unsere Parteigenossen, hatten im September dieses Jahres eine Anfrage gebrachten Wißstände ebenfalls als vorhanden zu und versprach, das Ein Herr Schwarz als Vertreter der Firma gab die vorSteglit. Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr! an den Magistrat gerichtet, worin sie Auskunft darüber verlangten, Borgebrachte der Direktion unterbreiten zu wollen und auch Diese schönen Worte sollten sich die ehtsamen Handwerksmeister der wann denn nun eigentlich das Krankenhaus dem Betriebe über- selbst für Abhülfe zu sorgen. Zum 2. Punkt der Tagesordnung Schuhmacherzunft von Steglitz und Umgegend als Wappenspruch geben werden fönne. Der Magistrat beantwortete diese Anfrage erörterte man den Aufruf der Weber- und Tuchmacherinnung Berlins. erwählen. Die Berechtigung dazu haben sie durch einen in diesen in der lezten Sigung dahin, daß die Krankenhausbau- Deputation Nach diesem Aufrufe beabsichtigen die Mitglieder dieser beiden Tagen gefaßten Beschluß erworben. Vor einiger Zeit hatten sich die ursprünglich den 1. Juli 1906 für die Fertigstellung in Aussicht Junungen in eine Lohnbewegung einzutreten. Kollege Gruhl, selbständigen Schuhmacher der Orte Stegliz, Schmargendorf, Behlengenommen habe für den Fall, daß die Witterungsverhältnisse sich welcher hierzu sprach, hielt den Zeitpunkt nun für gekommen, daß dorf, Gr.- Lichterfelde, Lankwitz, Südende, Mariendorf und Tempelhof günstig gestalten und keine unvorhergeschenen Arbeitsunterbrechungen auch die Lehmannschen Arbeiter und Arbeiterinnen bei ihren Hunger- zusammengefunden und über Mittel zur Hebung ihrer wirtschaftlichen cintreten. Durch das regnerische Wetter im Sommer und Herbst, löhnen Lohnforderungen stellen müßten. Der lebhafte Beifall sowie Lage beraten. Das Resultat dieser Beratungen war die Einsetzung einer durch das frühzeitige Eintreten des Winters, sowie durch Ausbruch die Aufnahme eines großen Teils der Anwesenden im Deutschen Kommission, welcher die Aufgabe übertragen wurde, einen neuen eines Streits bei den Kessellieferungen habe indessen die Bau- Textilarbeiterverband bewies so recht die Zustimmung zu dieser Auf- Preistarif auszuarbeiten. In einer jetzt abgehaltenen zweiten Verausführung so erhebliche Störungen erfahren, daß das Kranken- forderung. Da Herr Schwarz auch die Lohnforderung der Direktion fammlung legte nun diese Kommission einen Tarif vor, welcher eine haus erst zum 1. Oktober 1906 mit Sicherheit dem Betrieb über- unterbreiten will, so wird die nächste Versammlung das weitere Erhöhung der bisherigen Preise um 25 Prozent( 1) geben werden kann. Diese Antwort fand nun den lebhaftesten beschließen. Widerspruch der Stadtverordneten- Versammlung. Sämtliche Redner, aufweist. Zur Begründung dieser Preiserhöhung wurde darauf die hierzu das Wort nahmen, waren sich einig in der Verurteilung Treptow- Baumschulenweg. hingewiesen, daß in den letzten 20 Jahren die Lederpreise um des Schlendrians in dieser Angelegenheit bei den verantwortlichen 25 Prozent gestiegen feien und auch die Gefellenlöhne hätten sich Stellen im Magistrat. Es wurde darauf hingewiesen, daß man sich Mitgliederversammlung ab. Am 21. November hielt der Wahlverein in Speers Festfälen seine ständig erhöht, so daß jetzt ein Stundenlohn von 40 f. schon seit fünf Jahren mit dem Krankenhausbau beschäftige, aber gezahlt werden müsse; Miete und Lebensmittelpreise seient Nach einem sehr interessanten Vortrage des Genossen Dr. Wo II- ebenfalls bedeutend in die Höhe geschnellt. Während nun die Benoch immer sei nicht vorauszusehen, wann derselbe fertiggestellt sein heim über:„ Voltsernährung und Volkswohlfahrt" wurde vom Ge- amtengehälter in diefer Zeit wesentlich aufgebessert worden seien und würde. Nach den bisherigen Erfahrungen zweifle man auch daran, noffen Mickley der Bericht von der Kreis- Generalversammlung auch die Arbeiterschaft eine Erhöhung der Stundenlöhne um 10 bis daß am 1. Oktober 1906 die Inbetriebnahme des Krankenhauses ein- gegeben. Er erläuterte unter anderem kurz das Organisationsstatut 15 Bf. errungen hätte, feien die Preise für Schuhmacherarbeiten treten werde. Allseitig wird betont, daß das Krankenhau schon für Groß- Berlin und die vom Kreis dazu gestellten Anträge. Die stets dieselben geblieben.(??)- Der Tarif wurde einstimmig anlängst fertiggestellt sein müßte. Stadtv. Hoffmann( Soz.) angenommene Resolution zum„ Vorwärts"-Konflikt bezeichnete er für genommen und soll derselbe in jeder Werkstelle ausgehängt werden. verlangte unter anderem, daß die maßgebenden Stellen zur Ver- richtig und hätten die Delegierten nach der gehörten Begründung das Für die Innehaltung hat sich jeder selbständige Schuhmacher durch antwortung gezogen werden müßten. Der Vertreter des Magistrats, für gestimmt. Genoffe König als Delegierter ging ebenfalls Unterschrift zu verpflichten. Cbwohl wir grundsätzlich auch den Baurat Egeling, suchte den Nachweis zu führen, daß es un- darauf ein und erklärte gegenüber dem Bericht im Vorwärts" vom Schuhmachermeistern das Recht zugestehen, ihre Preise bei Vermöglich war, den, Bau rechtzeitig fertigzustellen; seine Worte fanden 11. cr., daß er nach wie vor die Annahme der Resolution Südekum- teuerung der Rohmaterialien und Produktionskosten entsprechend zu aber nirgends Zustimmung. Es wird also abgewartet werden Bubeil für richtig halte und dafür eintrete; fie also nicht als„ bor- ei höhen, zumal uns sehr gut die teilweise erbärmlichen Gristenzmüssen, ob der Magistrat nunmehr Anstalten treffen wird, um sein eilig" gefaßt, bezeichne. Der Bericht habe also seine Aeußerungen verhältnisse der sogenannten Flickschuster bekannt sind, so scheint uns Versprechen wenigstens diesmal zu halten und den Bau bis zum nicht richtig wiedergegeben. Genosse Karow ging in längeren doch eine Erhöhung um 25 Prozent etwas start, zumal wir die Be1. Oftober 1906 betriebsfähig fertigzustellen. Ausführungen auf die Vorwärts"-Affäre ein und verurteilte scharf hauptung, daß die Preise seit 20 Jahren nicht erhöht worden seien, das Vorgehen der Generalversammlung. Die Resolution Südekum- auf das entschiedenste bestreiten müssen. Das Gezeter der HandZubeil schade nur der Partei und er muß sich wundern, daß gerade wertsmeister über Unverschämtheit und Begehrlichkeit der Arbeiter unser alter Freund und Genosse Zubeil mit Güdefum eine solche möchten wir hören, wenn letztere eine Lohnerhöhung um 25 Prozent Resolution einbringen konnte. Genoffe Karow brachte schließlich verlangen würden!! folgende Resolution ein, wozu Genosse Gramenz einen Bujag beantragte: Eine längere Debatte knüpfte sich sodann an den Antrag des Magistrats, den Straßen- und Kanalauffehern Dienstanzüge zu beschaffen und zu unterhalten. Diese Angelegenheit, die so selbstverständlich ist, versuchte ein Teil der bürgerlichen Stadtberordneten noch in den Etatsausschuß zu schleppen. Mit den Stimmen der sozialdemokratischen Stadtverordneten wurden aber diese Versuche vereitelt und die Magistratsvorlage genehmigt. Dem vom Magistrat vorgelegten Vertrage betreffend Neuvermietung von Blägen zur Aufstellung von Trinkhallen stimmte die Versammlung mit einigen Aenderungen zu. In die Kanalisationsdeputation wurde u. a. Stadtverordneter Bäumler( Soz.) wiedergewählt. Zwei aus der Mitte der Versammlung gestellte Anträge, die an den Magiſtrat das Ersuchen richten, daß für die städtischen Schüler und Schülerinnen Gisbahnen unentgeltlich auf Schulhöfen hergerichtet oder anderweitig unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden, gelangten ohne Debatte einstimmig zur Annahme. Rigdorf. Pankow. Die heutige zahlreich besuchte Versammlung spricht dem Partei- Eine geharnischte Beschwerdeschrift gegen die unhaltbaren vorstand und der Breßkommission des„ Vorwärts" ihr volles Ver- Bustände der Siemens- Bahn Mittelstraße- Pankow hat der Getrauen aus und erklärt sich mit dem Vorgehen derfelben in der An- meindevorsteher an den Berliner Magistrat gerichtet. Schon seit gelegenheit der sechs ausgeschiedenen Redakteure einverstanden. Sie Jahren ist die Pantower Betriebsleitung der Bahn auf alle Arten verurteilt auf das entschiedenste die einseitige Stimmungsmache des bemüht, die Wünsche und Beschwerden, welche erhoben werden, Genossen Wetter auf der Generalversammlung des Zentral- Wahl nicht nur nicht zu beachten, sondern vollständig zu ignorieren, und vereins am 29. Oktober cr. zugunsten der ausgeschiedenen so haben sich diese Zustände zu einer wahren Kalamität ausgeRedakteure. Sie bedauert auf das lebhafteste die Abstimmung der wachsen. Wir sehen davon ab, die Beschwerde vollinhaltlich Mehrheit der Delegierten für die von den Genossen Südekum und wiederzugeben und können uns darauf beschränken, vor allen Bubeil beantragte Resolution. Die Wahlvereins Versammlung ist Dingen auf die Ueberfüllung zu fast allen Tageszeiten hinzuentrüstet über die voreilige Flucht der beteiligten Redakteure in die weisen, die Anhängewagen werden erst an der Gartenstraße anDeffentlichkeit, ohne Innehaltung des für jeden Parteigenoffen gekoppelt und an der Florastraße wieder abgehängt, die Fahrvorgeschriebenen Instanzenweges, wodurch zum Ergötzen unserer gäste müssen in Wind und Wetter umsteigen. Ist der Wagen Gegner ein unerhörter Standal inszeniert worden ist. Die Ver- überfüllt, so muß man sich eben so gut wie es geht behelfen, um fammlung erwartet, daß die Parteipreffe die in dieser Frage bis die Fahrt überhaupt zu beenden. Die Beleuchtung ist derartig, zum Ekel ausgedehnten Bolemiten endgültig einstellen und die aus- daß man schon gar nicht den Versuch macht, zu lesen. Der Haltegefchiedenen„ Vorwärts"-Redakteure mit ihren Beschwerden an den stellenanzeiger versagt bei jeder Station, so daß der Schaffner nächsten Parteitag verwiesen werden. Ferner spricht die Versamm- bei jeder Station den Wagen durcheilt, um der Mechanit nachlung den Wunsch aus, daß, ehe man Resolutionen annimmt, welche auhelfen. Die Beförderung der Schulkinder, welche zu sechs und die Partei schädigen, wie diejenige von der Kreis- Generalversamm- mehr in der Mitte des Wagens stehen, spricht jeder Sitte und lung, man erst die Instanzen, welche die Partei dazu geschaffen Anstand Hohn. Des weiteren wird bemerkt, daß den Schaffnern hat, sprechen lassen foll!" Gelegenheit gegeben werden möge, ihr Mittag und andere Mahl= Die sich an die Resolution schließende Debatte war eine äußerst zeiten ungestört einzunehmen und sie nicht genötigt find, dies an den lebhafte und ausgedehnte. Genoffe Lüdte trat mit aller Ent- Endpunkten zu tun. Die Schaffner müßten abgelöst werden. Gs schiedenheit für diefelbe ein und legte dar, daß schon längst der Schritt ist für Publikum und Schaffner gleich unangenehm, daß derartige notwendig war, den jetzt erst Parteivorstand und Breßkommission improvisierte Diners im Wagen eingenommen werden. Auch über Bon einer gewaltigen Feuersbrunst wurde infolge von bös= getan. Der Referent des Abendes, Dr. Wollheim, erbat sich auch das Wagenmaterial wird lebhaft Klage geführt. Alles in allent williger Brandstiftung die Stadt Storfow heimgesucht. Sämt. zu diesem Gegenstande das Wort, um, nachdem er es erhalten, für fann man wohl behaupten, daß die Zustände der Siemensschen Bahn liche in der Nähe des Bahnofes auf dem fogenannten Beding die Sechs" eine Lanze zu brechen. Während Genoffe Hofmann auf dieser Strecke dringend einer Berbesserung bedürfen. liche in der Nähe des Bahnofes auf dem fogenannten Heding fich in ähnlichem Sinne äußerte, nahm Genoffe Gramenz die stehenden, mit der Ernte gefüllten Scheunen brannten nieder, woWährend der Beerdigung von Einbrechern heimgesucht wurde gestern nachmittag der Eisenbahnbeamte Riemer, Bergstraße 82 in Rirdorf wohnhaft. Als R. nach dem Kirchhof gefahren war, um dort einen feiner Angehörigen zu beerdigen, drang eine Einbrecherbande in die unbeaufsichtigt gelaffene Wohnung ein, in der auch die Trauerdekoration stand. Die Diebe beseitigten diese und raubten dann die Wohnung aus. Sie erbrachen sämtliche Behälter und durchsuchten sie nach Wertsachen; alles, was sie nicht mitnahmen, warfen sie auf den Fußboden. Als R. später vom Friedhof zurüdfehrte, bot sich ihm in seiner Wohnung ein Bild unglaublichster Verwüstung dar. Was die dreisten Eindringlinge gestohlen, fonnte noch nicht festgestellt werden. Storkom. " durch ein Schaden von 30 000 m. entstand. Zum Teil waren die Funktionäre in Schuß, sich gleichzeitig gegen eine falsche Bericht- Neuenhagen( Ostbahn). Am Sonntag, den 19. November hielt der hiesige Wahlverein Scheunen an kleine Leute, die nicht versichert sind, verpachtet. erstattung verwahrend. An der weiteren Debatte beteiligten sich noch Die abgebrannten acht Scheunen waren der letzte Rest der alten die Genossen Stock, Voigt, Midley, König, Weiß und Lüdke. Die eine gut besuchte außerordentliche Generalversammlung ab. Durch Hedingscheunen, von denen 15 durch Blitzschlag am 19. Mai 1890 Resolution Karow wurde angenommen. Desgleichen ein Antrag des die Neuaufnahme von 6 Genoffen ist unser Verein auf 144 Mitglieder eingeäschert wurden. Verschiedene landwirtschaftliche Maschinen Genossen Stock: Auf Grund der Vorkommnisse wird beantragt, daß gestiegen. Dem Organisationsstatut von Groß- Berlin erteilte die find mit verbrannt. Wegen Verdachts der Brandstiftung, die er sämtliche Redakteure nicht als Angestellte, sondern als Ver- Versammlung ihre Zustimmung. Beim Puntt: Stellungnahme zur in der Grasnicschen Scheune verübt haben soll, wurde der domizil- trauensleute, die Vertrauensposten bekleiden, angesehen werden und Kreiskonferenz ging der Vorsitzende, Genosse Warttig in längeren lose Arbeiter Wilhelm Marzahn verhaftet. alljährlich durch Parteivorstand und Breßkommission neu zu wählen sind. Ausführungen auf die Vorwärts"-Angelegenheit ein. Er verurteilte Hofmann wandte sich zum Schlusse gegen eine Notiz im Vorwärts" das Verhalten der 6 Redakteure auf das Entschiedenste und hob be Potsdam. bom 21. d. Mte., wo gesagt wird, wir unterstützten konservative sonders die reservierte Haltung der jezigen Redaktion während des Die Höherlegung des Bahnkörpers der Berlin- Potsdam- Gastwirte. Wir boykottieren einen Gastwirt nur deshalb, wenn er ganzen Konfliktes lobend hervor. Des weiteren rügte Redner scharf Magdeburger Eisenbahn, mit der man jetzt durch den Neubau der seine Lokalitäten uns nicht zur Verfügung stellt, aber nicht wegen die unverantwortliche Schreibweise eines großen Teils der GewerkHavelbrüden am Kiez bei Potsdam den Anfang gemacht hat, ge- feiner Gesinnung, wenn er sich neutral berhält. Wir müssen aber schaftspreffe, insbesondere des Correspondenzblattes und der Bergarbeiterschieht um 4-5 Meter. Im ganzen wird eine Bahnstrecke von ganz besonders lebhaft beklagen, daß sozialdemokratische Gast- und Zeitung. Durch Verlesen einiger Zitate aus seinem Verbandsorgan 5 Kilometern höher gelegt, und zwar vom Lustgarten in Potsdam Schankwirte, die sogar organisiert sind, sich in unseren Versamm- Der Töpfer" erbrachte Redner den Beweis für die einseitige und ab, bis zum Golmerbruch, wo in der Nähe von Kuhfort der Bahn- lungen und bei sonstigen Veranstaltungen von unserer Seite aus persönlich gehässige Beurteilung der Vorwärts"-Affäre feitens eines damm wieder abfällt, so daß die Bahn wie bisher unter die neue nicht sehen lassen. Teils der Gewerkschaftsblätter. Zum Schluß seiner Ausführungen Bahn Wildpart- Nauen hinweggeleitet wird. Die Bahnhöfe in Zur Generalversammlung des Sozialdemokratischen Verbandes empfahl Redner folgende Resolution: Die heutige außerordentliche Charlottenhof und Wildpark werden hochgelegt. Zu ihnen sollen für Groß- Berlin werden die Genossen Hofmann, Lüdte, Generalversammlung des sozialdemokratischen Wahlvereins für Neuenaus den Stationsgebäuden, die in dem bisherigen Niveau be- Midley und Voigt gewählt; zur Kreis- General- bagen und Umgegend verurteilt aufs schärffte das nahezu an Parteistehen bleiben, Treppen emporführen. bersammlung die Genossen König, Lüdte und Voigt. verrat grenzende Treiben der ehemaligen Redaktionsmehrheit des Vorwärts". Die Versammlung spricht der jezigen Redaktion des Rummelsburg. Friedrichshagen. Vorwärts" für die während des Streites geübte Zurückhaltung ihre Textilarbeiter Versammlung. Ueber 200 Arbeiter und Arbeite- Am 18. November hielt der hiesige Wahlverein eine Versammlung Anerkennung aus. Das forrette Verhalten des Parteivorstandes und rinnen der Firma Ludwig Lehmann, Plüsch- und Wollwarenfabrik, ab, in der Genoffe Störmer über das Thema:„ Wie wird die Bildung der Preßkommission in der ganzen Angelegenheit, nötigt die Verwaren am Dienstag im Lokale von Heinze versammelt, um über gehemmt und wie gefördert" einen Vortrag hielt. Dann erfolgten fammelten, den beiden Körperschaften ihr volles Vertrauen auszudrücken." Abhülfe von Mißständen in dieser Fabrik zu beraten. Eingangs Wahlen. In die Lokalkommission wurden die Genossen Rose, Wert In der Diskussion gingen die Genossen Hentel, Böhm, Jäcke und seiner Ausführungen schilderte der Referent Kollege Gruhl die mangel- mann und Siebert gewählt; zur Streiskonferenz delegierte die Ver- Dallmann ebenfalls mit den 6 Redakteuren scharf ins Gericht, Haften Verhältnisse der Betriebsfranfentasje, deren Haupt- sammlung die Genossen Rühl, Nose, Werkmann, Singuhr und Artur während der Genosse Wilhelm Schmäte auch dem Parteivorstand einen ursache aber wohl in der Gleichgültigkeit der Arbeiter selbst Sonnenburg. Dann besprach Genosse Hermann Sonnenburg das Teil der Schuld beimaß. Die Resolution wurde einstimmig ansuchen sei. Wenn man aber die tägliche Arbeitszeit Parteistatut und die Bezirkseinteilung des Niederbarnimer Kreises. genommen. Zu Delegierten für die Kreiskonferenz wurden gewählt: von 10% Stunden, nebst den äußerst niedrigen Löhnen, welche in Beschlossen wurde die Einführung von Bahlabenden und die Ausführung Warttig und Hübscher als Ersahmann Henkel. Weiter wurde bedieser Fabrik gezahlt werden, in Betracht zieht hat doch in dem Vorstand übertragen. 18 Genossen wurden aufgenommen; über einen ichlossen, am Sonntag, den 3. Dezember ein Flugblatt, welches sich voriger Woche z. B. eine Arbeiterin bei voller Arbeitszeit 5 M. Einspruch gegen die Aufnahme des Zigarrenhändlers Bauer soll der mit der Lokalsperre beschäftigt, zu verbreiten. Nachdem noch beso ist eine gewisse Abgeftumpftheit der in dieser Fabrit Vorstand beraten. leber die im hiesigen Mieterverein hervor schlossen wurde, am Silvesterabend ein Vereinsvergnügen abzuhalten, beschäftigten Arbeiter leicht erklärlich. Auch das Prämiensystem in tretenden, hausbesitzerfreundlichen Tendenzen anläßlich der bevor erfolgte Schluß der äußerst anregend verlaufenen Berjanumlung. der Spinnerei ist danach angetan, die Arbeitskraft des Einzelnen bis stehenden Gemeindevertreterwahlen soll in der Dezemberversammlung Am anderen Tage hielt die hiesige Filiale des Töpferverbandes aufs äußerste auszunuzen. Einen argen Mißstand sieht der Referent in debattiert werden. ihre Monatsversammlung ab. Beschlossen wurde, die Mitglieder zu der Nichtbezahlung der Nebenarbeiten in der Weberei und in dem Hierauf wurden die Vorkommnisse in der Vorwärts"-Redaktion verpflichten, sich ftrifte an die Lokalsperre zu balten; Verstöße Warten auf Retten. Die Wartezeit soll mitunter über einen Tag gerügt und folgende Resolution angenommen:" Die heutige am hiergegen ziehen Aberkennung der Vertrauensämter, unter zu verdient " " erfwerenden Umständen Ausschluß aus der Organisation| Nummern Uebertretungen begangen. Der Aufenthalt des seitens der Freisinnigen erfolgt feien. Auch sonstige erhebliche Unte nach fich. Die Schreibweise des Verbandsorgans in Sachen der von Radowik, der aus Berlin unbekannt wohin berzogen ist, soll nun regelmäßigfeiten wären borgekommen. In letterer Hinsicht wurde Vorwärts"-Angelegenheit wurde vom Kollegen Ernst Lehnert einer ermittelt werden. besonders daran Anstoß genommen, daß das freisinnige herben Kritik unterzogen. Der anwesende Gauleiter, Kollege Her Die Delegiertenwahlen zur Ortskrankenkasse der Schneider haben Partei- Wahlbureau im Wahllokal in der Mohrenstraße mann Decker, versuchte das Verbandsorgan in Schuß zu nehmen, vorgestern abend mit einer fläglichen Niederlage der durch den Reichs- direkt dem Wahlzimmer vorgelagert gewesen sei, so daß alle unter äußerst heftigen Ausfällen gegen den Parteivorstand, die Preß- verband zur Bekämpfung der Sozialdemokratie unterstützten Broda, es die Klage unter anderem an, daß freifinnige Flugblätter berWähler hindurch mußten. unter äußerst heftigen fommission und die neu eingetretenen Redakteure des Vorwärts". Prätorius und Konsorten geendet. Dem Kollegen Warttig war es ein leichtes, die Ausführungen des brachten es die durch das Auf- das- Pflasteriezen verdienter Beamter vorsteher und Stadtverordneten ihrem Namen nur dem Titel ihres Trotz aller Anstrengungen breitet worden waren, auf denen die unterzeichneten vielen BezirksKollegen Deder zu entkräften. Die folgende Resolution fand An- der Kaffe be- fannt Gewordenen von 980 abgegebenen Stimmen Ehrenamtes hinzugefügt hätten. Auch hätten einflußreiche Privat. nahme gegen eine Stimme: Die heutige Mitgliederversammlung der etwa mur auf ein Drittel. 654 Stimmen wurden für die Liste des personen( Hoteliers usw.) ihren Angestellten direkt befohlen Filiale Neuenhagen des Töpferverbandes kann es durchaus nicht Schneiderverbandes abgegeben. Damit ist den Herren vom Reichsgut heißen, daß das Verbandsorgan dazu gemißbraucht wird, An- verband die wohlverdiente Antwort gegeben, wie die Arbeiter über gehabt, für Leis zu stimmen. Der Bezirksausschuß erklärte denn und persönlich gehässigen Schreibweise, wie der Artikel in Nr. 44 in der gestrigen Nummer nur in einem Teil der Auflage wieder ausschlaggebend schon die Eristenz des freisinnigen Parteibureaus und feiner Vintermänner Täugkeit benken.( Wiederholt weil „ Der Töpfer":" Umwälzung im Vorwärts"" zu erörtern. Die Versammlung fann nicht finden, daß dadurch Mitglieder für den Verband und Anhänger für die Partei geworben werden können. Grünau. gegeben.) in dem Vorraum des Wahlzimmers erachtete, namentlich mit Rücksicht darauf, daß die beiden Zimmer nur durch einen schmalen Gang getrennt waren, dessen Türen offen standen, so daß die Vorgänge in dem einen Raum von dem anderen Raum aus wenigstens teil weise beobachtet werden konnten. Auch legte der Bezirksausschus entscheidendes Gewicht darauf, daß alle Wähler, um in das Wahlzimmer zu gelangen, erst den vom freisinnigen Wahlbureau beschten Raum passieren mußten. " Und Schließt die Türen der Eisenbahn Coupés! Die EisenbahnDirektion gibt durch Anschlag bekannt, daß die dichte Zugfolge auf der Stadtbahn auch eine beschleunigte Abfertigung der Züge im Interesse Auch am hiesigen Orte werden, wie in Adlershof, bei den des Schnellverkehrs erfordert. Hierbei ist es den zahlreichen BahnKanalisations- und Erdarbeiten ausländische Arbeiter beschäftigt, steigbeamten, besonders bei stärkerem Verkehr, nicht immer möglich, über deren Entlohnung, Behandlung und Wohnungsverhältnisse die Türen zu schließen respettive ordningsgemäß den Verschluß dasselbe zutrifft, was wir fürzlich über die in Adlershof be- umzuschalten. Es passiert infolgedessen häufiger, daß die Türen Auf die Berufung der Stadtverordneten- Versammlung hin schäftigten darlegten. Auch hier dieselbe Erscheinung, daß man während der Fahrt aufspringen und durch entgegenkommende Büge mußte fich Dienstag das Ober- Verwaltungsgericht mit der Sache diesen importierten Arbeitern zumutet, bei 2-7 Grad Kälte in erfaßt und zerschmettert werden. Derartige Unfälle verursachen beschäftigen. Die Stadtverordneten- Bersanumlung war durch Juſtiz stallartigen Bretterbuden, durch die der Wind pfeift, zu kampieren, nicht nur eine Störung des Bahnbetriebes, sondern in viel höherem rat Cassel, der Kläger Lehmann durch Rechtsanwalt Ullrich sogar im Freien hinter den Giebelwänden der Häuser haben diese Maße eine Gefährdung der Fahrgäste, da die umberfliegenden Glas- vertreten. Arbeiter beim Gefrierpunkt auf Lumpen und Lappen übernachtet. und Holzsplitter schwere Verlegungen der in den Wagenabteilen Das Ober Verwaltungsgericht publizierte nach Um die Leute festzuhalten, wird ihnen am Wochenschluß nur ein befindlichen Berfonen herbeiführen können. Die Direktion richtet lägerer Beratung einen Beweisbeschluß. Durch Vernehmung Teil des Lohnes ausgezahlt. Die russische Wiültür hat sich nach aus diesem Gave an die Fahrgäste die Bitte, darauf zu achten, von Zeugen foll die Beschaffenheit des inzwischen abgerissenen WahlDeutschland verpflanzt, da wird nicht nach den gesetzgeberischen Be- daß die Türen der Wagenabteile stets ordnungsgemäß geschlossen Lotals genauer festgestellt sowie über die Behauptung, daß von zwei stimmungen gefragt; ganz nach Paschaart wird hier gewirtschaftet. sind und, falls dies bei der Ausfahrt der Zuges aus dem Bahnhof Eingängen nur einer geöffnet gewesen sei, Klarheit geschaffen Die Arbeiter, die hier in Frage kommen, find gewiß keine nicht der Fall sein sollte, den Türdrücker, der Inschrift im Wagen werden. Die Beweiserhebung soll sich ferner erstrecken auf die menschenwürdige Behandlung gewöhnt, allein die hier geübte Art entsprechend, nach oben, also auf„ Geschloffen", zu heben. Frage, wer an dem Tage über den vom freisinnigen Parteibureau scheint selbst ihnen über die Hutschnur zu gehen. Erst waren es Daß die Nichtbeachtung der Bitte der Eisenbahn- Direktion besetzten Raum die Dispositionsbefugnis gehabt habe, ob ein MietsPommern, die beschäftigt waren; nach einiger Zeit legten sie den schwere Unglücksfälle nach sich ziehen kann, beweist ein Unfall, der verhältnis zwischen Wirt und Parteibureau vorlag usw. Spaten hin und an ihre Stelle traten Italiener. Aber auch diese sich am Sonntag abend in Treptow in der Nähe der Ueberführung schließlich soll, festgestellt werden, ob die Behauptung wahr sei, daß kehrten bald diesem Eldorado den Rücken und man verschrieb sich der Kiefholzstraße ereignete. Dortselbst sprang plößlich die Tür etwa 20 Arbeitnehmer durch Arbeitgeber zur Stimmabgabe für Ruthenen; aber auch diese rumoren, wie sich in Adlershof gezeigt eines Wagenabteils dritter Klasse auf und ein Mann fiel rücklings Leis beeinflußt worden seien. hat. Es gibt eben eine Grenze, die selbst dem indifferentesten, aus dem Waggon auf die Bahnstrecke. Der Verunglückte, ein in bedürfnislosesten Arbeiter gegenüber nicht mehr überschritten wer- Baumschuleniveg wohnender Arbeiter, tourde im besinnungslosen Der Waffelbäder Hermann Lorenz, der fürzlich als eine Art den kann, wo ſelbſt er aufbegehrt. Daß diese enge Zuſammen- Bustande nach seiner Wohnung gebracht, erholte sich jedoch bald Sklavenhalter öffentlich geschildert wurde, und seine Ehefrau, pferchung von Menschen die schwersten Gefahren in hygienischer wieder. Er hatte dem Anscheine nach keine ernsthafte Verlegung erstanden gestern unter der Anklage des Stautionsschwindels bezw. Beziehung auch für die übrige Bevölkerung in sich schließt, ganz Titten. Der Unglücksfall ist vermutlich dadurch entstanden, daß des Betruges und der Unterschlagung, sowie der listigen Entziehung abgesehen von dem sonst geübten Willfürsystem und dem Ausschluß deutscher Arbeiter, bedarf feines weiteren Hinweises. Vielleicht sich der Arbeiter an die nicht ordnungsgemäß geschlossene Coupé eines Minderjährigen aus der Gewalt seines Vormundes, vor der 10. Straffammer des Landgerichts I. Sie wurden überführt, eine werden weitere Kreise erst aufmerksam auf diese standalösen Zu- tür gelehnt hatte. Frau Klinke um 200 m betrogen zu haben. Diese hatte die stände, wenn eine größere Epidemie ausgebrochen ist, von der erWaffelbäderei nebst Inventar" gegen sofortige Anzahlung von griffen zu werden auch Bourgeoistreise nicht verschont werden. 200 M. von dem Angeflagten gekauft. Das Geld sollte im Falle Aber einstweilen haben unsere staatlichen Organe mehr zu tun, als des Rücktritts als Vertragsstrafe gelten. Frau S. trat nach wenigen sich um solche Kleinigkeiten zu kümmern. Die aufstrebende sozialTagen zurüd, nachdem sie ungünstige Auskunft über Lorenz erdemokratische Bewegung ist es, auf die alle Aufmerksamkeit gehalten hatte. Sie ist aber um diese 200 M. betrogen, denn die richtet werden muß; ihr durch schikanöse Auslegung gefeßlicher und Angeklagten haben ihr bei Abschluß des Vertrages verschwiegen, daß polizeilicher Bestimmungen recht viel Schwierigkeiten zu bereiten, ist das Inventar bereits von dritter Seite gepfändet war. Bald darauf die Hauptaufgabe aller staatsretterischen Organe. Diese Tätigkeit verkauften beide Angeklagte die Waffelbäderei nebst Inventar an bringt heute noch Anerkennung, Titelverleihung, Beförderung und einen Zeugen für 1400 M., wobei sie ihn hinsichtlich des Inventars sonstige persönliche Vorteile mit sich, das lohnt doch! in gleicher Weise hintergingen. Der Ehemann Lorenz hat ferner dem Verein Berliner Straßenhändler eine Summe von 37,50 M. unterschlagen. Diese Summe war zu Agitations3beden gesammelt, später aber dazu bestimmt worden, einem Waisenhause überwiesen zu werden. Lorenz follte das Geld an das Waisenhaus absenden, hat es aber unterschlagen. tober 1905 holte Frau Lorenz im Einverständnisse ihres Ehemannes ihren jüngeren minderjährigen Bruder Walter Vanselow aus dem Militär- Waisenhause in Potsdam ab, um mit ihm ins Ausland zu gehen. Der Vorstand des Waisenhauses ist Vormund des Wanseloto. Auf Rat der Frau Lovenz fletterte Vanſelow abends 10 Uhr über die Mauern der Anstalt; fie verfah ihn mit Zivilfleidern und brachte ihn nach dem Potsdamer Bahnhof in Berlin. Hier nahm ihn Lorenz in Empfang, bersah ihn mit Geld und falschen Ausweispapieren und fuhr mit ihm nach dem Lehrter Bahnhof, um von hier nach England zu verschwinden. Kurz bevor er abbampfen wollte, wurde Lorenz festgenommen. Der junge Banselow fiel gestern auf dem Gericht in die Hände der Polizei. gegen 2orenz 1 Jahr Gefängnis und 3 Jahre Ehrverlust, gegen Auf Grund der Beweisaufnahme beantragte der Staatsanwalt die Ehefrau 4 Monate und 2 Wochen Gefängnis. Die Rechtsanwälte Santorowicz und Bahn beantragten die Freisprechung der Chefrau und eine geringere Strafe für den Ehemann. Das Urteil lautete gegen den letteren auf 1 Jahr, gegen die Ehefrau auf 2 Monate Gefängnis. Berliner Nachrichten. Die Weigerung der Hochbahngesellschaft, bei der Berliner Hochund Untergrundbahn Abonnements einzuführen, wird natürlicher weise von denjenigen, die genötigt sind, die Hochbahn täglich mehrere Male zu benußen, sehr übel empfunden. Es ist daher jetzt unter den Fahrgästen eine Bewegung eingeleitet worden, durch die die Hochbahnverwaltung zur Einführung von Abonnements gezwungen werden soll. Die Interessenten beabsichtigen, an die Stadtverordneten Berlins heranzutreten, um das Stadtverordnetenkollegium zu veranlassen, seine Zustimmung zu dem zwischen dem Magistrat und der Bahnverwaltung ausgearbeiteten Bertrage über die Weiter führung der Untergrundbahn in das Stadtinnere von der Ginführung von Abonnements abhängig zu machen. Man erhofft von den Stadtverordneten, daß fie auf Einfügung eines Baragraphen in dem Vertrage bestehen werden, in dem die Höhe des Abonnementspreises festgelegt werden müßte, um jede willkürliche Steigeruna des Preises zu verhindern. In der Maske eines Assessors tritt ein Schwindler auf, der gestern die Belzwarenhandlung von Herpich Söhne, Leipzigerstr. 11, geprellt hat. Ein feingekleideter Mann mit tadellosen Umgangsformen stellte sich als Assessor Paul Witte vor und faufte einen Herrennerzpelz mit Biberfragen für 950 Mart, der nach der Ansbacherstr. 18 zu Goldstein gebracht werden sollte. Als der Hausbiener mit der quittierten Rechnung nach der Ansbacherstraße tam, empfing ihn der Herr Affeffor, schwindelte ihm den Belz ohne Geld ab und verschwand damit. Der Gauner ist 1,68 Meter groß und schlant, hat braunes Haar und Schnurrbart und ein frisches Geficht. Er tritt sehr vornehm auf. Eine große Keller überschwemmung, deren Ursache bis jetzt noch nicht festgestellt ist, gab es gestern vormittag in der Zimmerstr. 48. Der ausgedehnte Geschäftsteller stand 1½ Meter hoch vollständig unter Waffer. Als die herbeigerufene Feuerwehr aus der nahen Hauptwache erschien, schwammen Gänse, Hühner, Wein- und Bier fässer usw. in buntem Durcheinander lustig im Keller umber. Eine Dampfsprige trat in Tätigkeit und arbeitete fast zwei Stunden, um die eingedrungenen Wassermengen wieder auszupumpen. Ein Gastwirt, der seine Niederlage in dem Keller hat, erleidet erhebliche Berluste. So sind ihm auch einige Fässer Ungarwein, die hier eine Nachgärung durchmachen sollten, und deshalb nicht verschlossen waren, vollständig verdorben. Das eigentümliche an der Ueber schwemmung ist, daß die Rohrleger keinen Defelt an den Röhren der Wasserleitung wahrnehmen fonnten. Falls der Fehler nicht in dem Hauptrohre auf der Straße liegt, müßte der Borgang auf das Eindringen von Grundwasser zurückgeführt werden. Kanarienausstellung. Der Kanarienzüchterberein Berlin NW. hält seine 6. Ausstellung von edlen Kanarien, ausländischen Zier vögeln und Utensilien in der Zeit vom 2.- 4. Dezember d. I. im Restaurant zum Seidlig", Rathenower- und SeidligstraßenEcke ab. Friedrich Holzhäuser ist am 27. November gestorben. In ihm ist ein Mann dahingegangen, der ein Menschenalter im Dienste der Arbeiterbewegung gestanden hat. Von Beruf Schneider, nahm er Jm Restaurant vom Tode überrascht wurde gestern abend ein schon in den 70er Jahren regen Anteil an seiner Berufsorganisation unbekannter, etwa 40 Jahre alter Mann. Der Fremde war an und suchte sie nach jeder Richtung zu fördern. Seine Kollegen der Ede der Dirdsen, und Grunerstraße in einer Gastwirtschaft ges beehrten ihn ständig mit ihrem Vertrauen und wir finden Holzhäuser wesen. Als er sich später erhob, um das Lokal wieder zu verlassen, als Delegierten schon auf Kongreffen, die in den 70er Jahren zur brach er plötzlich zusammen und war nach wenigen Minuten eine Leiche. Der Tote wurde zur Rekognoszierung in das Schauhaus Gründung des Allgemeinen deutschen Schneidervereins führten. Als eingeliefert. diefe Organisation im Jahre 1878 durch das Sozialistengesetz vernichtet war, hielten die mittlerweile wieder entstandenen Schneiderfachbereine Deutschlands 1885 ihren ersten Verbandstag in Halle ab, an dem auch Holzhäuser als Vertreter für Braunschweig und Salberstadt teilnahm. Holzhäuſer gehört zu den Mitbegründern des jet noch bestehenden Verbandes. Auf dem Verbandstag 1890 in Halberstadt wurde Holzhäuser auf den Posten des ersten Borsigenden seiner Gewerkschaft gestellt. Mehr als 12 Jahre hat er diese verantwortungsvolle Tätigkeit in einer für die Arbeiterbewegung wert vollen Art ausgefüllt. Auch über den Rahmen seiner Berufsorganisation hinaus hat er seine Tätigkeit erstreckt. Wiederholt nahm er an den verschiedensten Gewerkschaftstongreffen teil und stellte auch in der politischen Bewegung seinen Mann. 1898 nahm er als Delegierter am Parteitage in Stöln teil; 1898 fandidierte er zum Reichstag. Bor Erlaß des Sozialistengesetzes war er eine Zeitlang in der Parteibuchhandlung von Bracke in Braunschweig tätig. Treptow- Sternwarte. Am 5. OfBerliner Marktpreise. Aus dem amtlichen Bericht der städtischen Briefkaften der Redaktion. Juriftifcher Cell. Marttballen- Direttion. Rindfleisch Ia 64-68 pr. 100 Pfund, Ila 57-64. IIIa 50-55, IVa 40-48. Stalbfleisch Ia 87-93, IIa 75-85,' IIIa 58-72, Rotwild Hammelfleisch la 63-73, Ila 48-58. Schweinefleisch 71-77. Bfund 40-48 Pf. Hasen Stüd 3,50-3,70, flein 1,50-2,00. Kaninchen Stüd 0,80-0,90. Rebhühner, junge Ia 0,80-1,00, alte Ia 0,00-0,00, Feuerbericht. Gestern früh hatte in der Ritterstraße 74 alte IIa 0,00 0,00. Hübner pro Stüd, alte 1.00-1,85, junge Ta 0,80-1,00, bo. IIa 0,50-0,65. Tauben, junge 0,50-0,58, alte 0,40-0,45. Enten Petroleum in einer Schleiferei Feuer gefangen. Der 17. Löschzug junge 2,00-2,40. Ganje pro Stüd, la 0,00-0,00, Ia 3,00-0,00, pro Bfd. beseitigte die Gefahr. Zwei Kellerbrände mußten dann in der Ia 0,58-0.63, IIa 048-0,53. Zwei Kellerbrände mußten dann in der fa 0,58-0,63, IIa 0,48-0,53. Hechte 72-86 M., Schleie, unfortiert 117 ,. Stoppenstraße 35 und in der Mendelssohnstraße 5 und zwei Balken Hale, groß 0,00-0,00, mittel 0,00, flein 0,00, Blögen 23-33, Karpfen 55 M., lagerbrände in der Reichenbergerstraße 97a und in der Dresdener- Lachs 120 M., Schedfische IIa 20-21 M., Flunder 00 M. pro 100 Bfund. straße 112 unterdrückt werden. In der Anflamerstraße 22 gingen Schottische Bollheringe( gefalzen) 36-38 Krebse, Heine, Schod Eier, weiter Späne, in der Alten Schönhauserstraße 48 Möbel, Wäsche 0,00 unsortiert 9,50 D. Schod 0,00. Butter pro 100 Pfund Ia 124-126, Ila 118-124, IIIa 115-118, abfallende stücke usw. und in der Rügenerstraße 12 Sade in Flammen auf.- 100-110. Startoffeln pr. 100 Bfd. rote 2,00-2,20, Rojen 0,00-0,00, Breßfohlen hatten sich in der Langenstraße 65 entzündet, während blaue 0,00 0,00, runde weiße 1,80-2,00. irsingkohl pr. Schod es in der Oranienstraße 27 auf dem Hofe brannte. Nach der 4,00-8,00, Weißfohl 6,00-8,00, Rotfohl 4,00-8,00, boll. 12-15 M. Perlebergerstraße 27 wurde die Wehr gerufen, weil dort in einer Saure Gurten, Schod 2,00 M. Stüche, und nach der Turmstraße 33, weil in einer Badestube Feuer entstanden war. Brennmaterialien wurden in der Aderstraße 171 bernichtet. Außerdem liefen in der Zwischenzeit noch aus der Reichenbergerstraße 63, wo eine Betroleumlampe umgefallen war, aus der Schönebergerstraße 7, Albrechtstraße 11 und aus der ThaerDie furistische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends straße 19 Alarmierungen ein. bon 7 bis 9%, or statt. Geöffnet: abends 7 1hr. Alles in allem: Holzhäuser gehört zu denjenigen, die stets in M. J. Zwei Streitende. Was Sie vortragen, genügt zur EheAm 153. Beobachtungsabendscheidung schwerlich. Benden Sie sich wegen der den schwebenden Prozeß den vordersten Reihen der Arbeiterbewegung gestanden, die jeder Gefahr und jeder Situation ruhig entgegen sahen und so dazu ihr des Vereins von Freunden der Treptow- Sternbetreffenden Fragen an Ihren Anwalt. F. u. 10. 1. Wenden Sie fich warte, Mittwoch, den 29. November, hält Herr Dr. Buß einen an das Arbeiterfefretariat, Engel- ljer 15. 2. Ja. 3. Wenn Sie die Miete Teil beitrugen, daß die Arbeiterbewegung die Fortschritte machte, Experimentalbortrag:" Wanderungen durch die Chemie" im Hör- nicht zahlen, müssen Sie sie hinterlegen. 4. Sa oder Sie müssen sonst für auf die wir heute stolz find. Ein ehrendes Andenken ist ihm faal des 2. Chemischen Instituts, Bunsenstr. 1 Der Deffnung der Wohnung Sorge tragen. Die Ihnen zugehörigen Schlüffel ficher. Vortrag behandelt:„ Geschichte der Chemie( Alchemie in alter tönnen Sie bernichten. Schmidt. Formulare zum Austritt aus der und in Vom deutschen Holzarbeiter Verband geht uns die Mitteilung moderner Auffassung) unter Vorführung zahlreicher Landestiche erhalten Sie in der Hoffmannschen Buchhandlung, Blumenftraße 18. O. W. 100. Berufung u. dgl ist leider völlig aussichtslos, zu, daß wiederum ein langjähriges Mitglied, der Tischler Otto Experimente aus der reinen und angewandten Chemie". Nach weil die Frist versäumt ist. D. R. 53. Als ehelicher Bater können Sie Heidelberger", stets Herausgabe hres Kindes verlangen. Diffident. 1. Bis zum Post aus dem Leben geschieden ist. Der Verstorbene war in den dem Vortrage findet im Restaurant" Zum 1. Januar 1907. 2. Er. 3. Ja. 4. Soweit ersichtlich liegt Berjährung nicht adjtziger Jahren bereits Mitglied seiner Gewerkschaft, des Fach. Dorotheenstr. 18-21, die Generalversammlung statt. G. G. 1001. 1. Ja. 2. Nein. E. Sch. 20. 1. und 2. Nein. vereins der Tischler. Als dieser in dem Tischlerverband und später Beitrittserklärungen nimmt das Bureau der Treptow- bor. E. S. L. Sie müssen Ihren Lohnanspruch lagend geltend in dem Holzarbeiterverband aufging, übernahm Otto Post die Ge- Sternwarte entgegen. Die Mitglieder erhalten gegen Zahlung 3. Ja. S. P., P. B., A. R. 1874. Nein. G. B. 122. 1. Ja. schäfte des Rendanten, die er zwei Jahre führte, und war dann zehn eines Jahresbeitrages von 12 Mart die von Direktor Archen machen. herausgegebene illustrierte Halbmonatsschrift„ Das Aber, sofern nicht die Statuten das Gegenteil ergeben, ist in Ihrem Falle Jahre ununterbrochen Revisor des Verbandes. Obgleich in den hold überhaupt Eintrittsgeld nicht zu zahlen. 2. Ja: die Beiträge sind erhöht. lezten Jahren fräntlich, ließ er es sich nicht nehmen, weiter in diesem Weltall" und haben das Recht, an den Vortragsabenden 5. St. 100. Die Invalidenrente steht ein für allemal feft und fann Amte tätig zu sein, wie er auch stets bemüht wai, mit seinen ganzen und auch an den Beobachtungen mit dem Riesen- nicht erhöht werden. 5. 2. 2. 1. Die vierzehntägige Kündigungsfrist Kräften für die Organisation zu wirken. Politisch war er im refrattor gratis teilzunehmen. besteht zu Recht. 2. Das ist nach§ 616 B. G.-B. von Fall zu Fall zu ent scheiden. 3. Nein. Elettromediziner. 1.- 3. Ja. F. M. 1. Ehe vierten Wahlkreise( Süd- Ost), organisiert. Sein Andenken in bruch ist nur dann strafbar, wenn die Ehe wegen des Ehebruches geschieden Ehren. ist und der beleidigte Ehegatte innerhalb drei Monaten nach Scheidung Strafantrag stellt. 2. Die Ehe zwischen solchen, die Ehebruch miteinander Ein Adelssproß wird gesucht. Auf den Berliner Studenten getrieben, ist verboten. Doch fann Dispens erteilt werden. Logen. Ihre Klemens bon Radowiß wird jezt amtlich gefahndet. Anfragen find nicht verständlich. Die Versicherungsanstalt tann, braucht hatte 1904 und 1905 im Wintersemester in Bonn studiert und hielt aber nicht Heilstättenbehandlung eintreten zu lassen oder in anderer Weise fich dort einen Motorwagen, für den er die Nummer 3. 3994 erVorbeugungsmaßregeln gegen Invalidität treffen. Ein Recht hierauf steht hielt. Bei seiner Uebersiedelung nach Berlin legte er sich aber noch Der freisinnige Hotelier Leis war bei der Stichwahl am dem einzelnen leider nicht zu. W. G., Wilmersdorf. Die Art der die Nummer 8. 253 zu, welche bisher dem Kaufmann Karl Voigt 27. November 1903 im zweiten Bezirk für die dritte Abteilung Berechnung des Jahresarbeitsverdienstes, der Unfallrenten zugrunde zu in Bonn gehörte, der am 1. März seinen Motorwagen an mit 33 Stimmen Majorität zum Stadtverordneten gewählt worden. legen ist, finden Sie S. 374-381 des in den öffentlichen Bibliotheken ausliegenden Arbeiterrechts". 2. Nein. A. 5. 26. 1. Nein. 2. Ja von Radowitz verkaufte, wobei ihm dieser versprach, bei seiner An- Gegenkandidat war damals der Bürgerparteiler Prepel. Der Be- 100 E. Der Gendarm steht nicht unter der Fabne, aber unter Militärfunft in Berlin die Nummer umschreiben zu lassen. Dies hat er amte Lehmann foch die Wahl des Herrn Leis nach vergeblichem gerichtsbarkeit und gill als wahlberechtigt. W. 2. 192. 1. Die gerichtaber nicht getan, sondern vielmehr an verschiedenen Orten der Pro- Einspruch durch die Klage beim Bezirksausschuß an und machte lichen Sachverständigen finden Sie im zweiten Teile des brezbuchs aufving Brandenburg, wie zahlreiche Anzeigen ergeben, mit beiden geltend, daß eine Reihe verschiedenartiger Wahlbeeinflussungen geführt. 2. Die Kosten haben Sie zu zahlen, fie mögen etwa 20 M. betragen. Verantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode. Verlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW Er Gerichts- Zeitung. " Die Berliner Stadtverordnetenwahl Leis vor dem OberVerwaltungsgericht.