Nr. 281. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 m., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 fg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Bellage„ Die Neue Welt" 10 Big. Bost. Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Bost- Zeitungs. Preisliste. Unter Areusband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland .8 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorort- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblaff. 22. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonel. geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 25 Big. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fettgedruckte) Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 11hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 1hr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1982 Leutnant Schmidt. Freitag, den 1. Dezember 1905. " " Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Mr. 1984. " Das Echo. einen schwöre!", wiederholte die Menge. Schwören wir ihnen, schwaber hatte gar keinen Anlaß, die Stadt" zu beschießen.) daß wir unsere ganze Kraft, unser ganzes Leben boll und Leutnant Schmidt kommandierte das Geschwader. Die Hälfte der Der blutige Streich hat auf sich nicht warten lassen! Der ganz dem arbeitenden mittellosen Volfe widmen werden! Ich Stadt ist zerstört worden, aber auch das Geschwader hat start geAbsolutismus ift gezwungen, feine eigenen Panzerschiffe in hörte Schluchzen.„ Schwören wir, daß es unter uns nicht laufen. Das Regiment Brest unternahm schwöre!" ch schwöre!", scholl es aus der Menge. Man litten. Otschakow" und" Dujefter" wurden in den Grund gebohrt, schwöre!"" Ich schwöre!", scholl es aus der Menge. Man Potemkin" ist start beschädigt. Einige Torpedoboote find aufgeBrand zu schießen, seine eigenen Safernen zu bombardieren. Jude, nicht Armenier, nicht Bole, nicht Tatar geben soll und Sturmangriff gegen die Batterien, um fie zum Die Braven von Sewastopol sind in einer furchtbaren Schlacht daß wir alle von jetzt ab gleiche, freie Brüder des großen Schweigen zu bringen. Als um 5 Uhr nachmittags Leutnant Schmidt niedergeworfen worden Mannschaften, die nach wieder holten amtlichen Meldungen der zarischen Regierungstanaille freien Rußlands sein werden. Ich schwöre!" Und das vom tödlich verwundet worden war, ergaben sich die Meuterer. Wolfe wiederholte Ich schwöre!" rollte über alle anabsolute Ruhe und Ordnung aufrechterhielten, die nicht liegenden Hügel. Schwören wir, daß wir ihre Sache zu Ende die geringste Ausschreitung begangen haben! Diesmal hatte die führen und das allgemeine, für alle gleiche Wahlrecht erSchurkenbande nicht einmal Zeit und Möglichkeit, wie in Der Petersburger Korrespondent des„ Daily Telegraph" meldet, Stronstadt, erst durch ihre Stützen, durch Taschendiebe, zuhälter langen werden! Ich schwöre!" Und das Volk rief dröhnend: daß eine neue Meuterei in Libau ausgebrochen ist. Auch in Krouund Spizel eine Orgie zu veranstalten, um sie auf die" Ich schneöre 1" Vor dem Volke stand nicht mehr ein ftadt soll eine neue Meuterei im Gange sein. ,, meuternden" Matrosen abzuwälzen. Nicht ein Stäubchen köpfige Menge zu folgen bereit war. Schwören wir ihnen," Redner, sondern ein mächtiger Tribun, dem die zehntausendIn Petersburg. läßt sich auf dem blanken Schilde der Sewastopoler revo- tönte wie Erz von den Lippen des Redners,„ daß, wenn uns Dem„ Berliner Tageblatt" wird mitgeteilt: Iutionären Diktatur ausfindig machen! In hellem das allgemeine Wahlrecht nicht gegeben wird, wir aufs neue Sonnenlicht wehte da das Banner der politischen den Generalstreik in Rußland verkünden werden. Ich revolutionären Erhebung gegen das Nagaita schwöre!", schloß der Redner. Ich schwöre!" rollte es wie Regime. Und für dieses Verbrechen allein, in Donner über die Erde. Der Redner hatte geendet, er wurde nadtem offenem Zweikampf um die eigene verbrecherische Existenz gefüßt, umarmt. Ein einfacher Soldat warf sich ihm, alle hat die feige Bande der Ausreißer von Liaujang, Mukden Disziplin und den Offiziersrang des Redners vergessend, an und Port Arthur die eigene Mannschaft, das eigene Volk in den Hals. Schmidt verschwand in der Menge. Am felben Sewastopol in einem Blutmeer erstickt! Abend wurde Leutnant Schmidt auf Befehl des oberkommandierenden Generals Tschuchnin verhaftet und unter Bedeckung wie ein Verbrecher auf das Panzerschiff Tri Swatitjelja" übergeführt. Der Panzer Tri Swatitjelja" erhob nach sechs Tagen das rote Banner der Revolution.. Die Sewastopoler Erhebung ist wie die Potemkinsche, wie die Kronstädter gefallen. Aber bei ihrem Fall macht sie die Pfeiler des Absolutismus erzittern, wie Simson die Säulen feines Gefängnisses. Vielleicht noch ein Paar einzelne niedergeworfene Aufstände, aber schließlich stürzt das ganze Gebäude des alten zarischen Rußland den stupiden Kanaillen auf die verwirkten Röpfe zusammen. Auf dem Fond der grandiosen Rebellion von Sewastopol erhebt sich in revolutionärer Glorie die Gestalt eines Mannes, der gestern noch in der Deffentlichkeit kaum bekannt, heute als einer jener Helden erscheint, die eben nur in Revolutions zeiten von der Größe des Augenblicks in ihrer eigenen Größe gezeigt und an die Spize großer Dinge gestellt werden. 11 Leutnant Schmidt liegt tödlich verwundet. Er fiel als der treue Volkstribun, als der tapfere Vorfämpfer des russischen Proletariats. Das internationale Proletariat wird auch seinem Rufe zur einstigen Abrechnung mit jeder Unterdrückung und Knechtung der Armen und Ausgebeuteten folgen und beim Anblick der heroischen Opfer der russischen über die Schlacht in Sewastopol: Hier wird auf Befehl des Stadthauptmanns die Entwaffnung der Arbeiter durch Kosaken fortgefeßt, wobei vielfach blutige Zusammenstöße zu verzeichnen find. Unter den hiesigen Bostbeamten herrscht eine gefährliche Gärung, ein allgemeiner Streit konnte bisher nur durch Militärgewalt niedergehalten werden. richten, da die Berbindungen gänzlich zerstört sind. Die Arbeiter erPetersburg, 30. November. Aus der Provinz fehlen jede Nachklären, der politische Generalftreit werde am Montag, den 4. Dezember, beginnen. Politifche Ueberficht. Berlin, den 30. November. Die Fleischnot vor dem Reichstage. Der Reichstag sah sich genötigt wohl wider den Willen seiner Zollnehrheit die erste Arbeitssigung dieser Session der Besprechung der Fleisch not zu widmen. Unsere Fraktion hat, wie bekannt, eine Interpellation eingebracht, welche vom Reichskanzler Auskunft über die Maßregeln erEs sind kaum zehn Tage, wie Leutenant Schmidt bei über die Schlacht in Sebastopol: Das Petersburger Slowo" erhielt folgenden Bericht heischt, die er gegen die allgemein zugestandene Fleischnot zu treffen beabsichtigt. Die Interpellation wurde in einer voreinem unerwarteten Anlaß mit einem Schlag zum geliebten populären Volfstribun wurde. Es war dies bezeichnender- Der bereits vielgenannte Marine- Offizier Schmidt war züglichen Rede vom Genossen Scheidemann begründet, in weise der Tag des Begräbnisses der Opfer des letten von den Meuterern zum Oberbefehlshaber der revolutionären der er den unauflöslichen Zusammenhang der Fleischnot mit Streitkräfte ernannt worden. Der Admiral T chuch nin, Ober- Ser agrarischen Zoll- und Sperrepolitik überzeugend darlegte zarischen Verfassungsmanifestes. befehlshaber der Schwarze Meer- Flotte, führte das Kommando über und das wißereißende Verhalten des wißereißenden SchweineAm 20. Oktober fand in Sewastopol eine außergewöhn- die regierungsfreundlichen Streitfräfte. Als der Kampf begann, züchters und Landwirtschaftsministers in gebührender Weise liche Beerdigung statt, an der die Bevölkerung der ganzen schienen die Meuterer bei weitem die besten Aussichten auf einen beleuchtete. Die Rechte fah sich bemüßigt, während der Rede Ortschaft teilnahm. Beerdigt wurden die friedlichen Be- Eieg zu haben. Der revolutionäre Oberbefehlshaber Schmidt ver- unseres Genossen wiederholt Tierstimmen- Stonzerte zu geben; wohner, die wegen der von ihnen in der Nacht der Bekannt einigte unter seinem Kommando aehn Kriegsfchiffe fowie doch ließ sich unser Fraktionsredner an feiner Stelle aus der machung des Baren- Manifests am Gefängnisgebäude beran- bie brei nördlichen Forts am Lande. Der übrige Teil stalteten friedlichen Kundgebung von den Truppen erschossen der Flotte fowie die füblichen Forts und die Rüftenartillerie blieben Faffung bringen und verdarb sogar dem Vizepräsidenten Grafen Stolberg, der schon begehrlich die Hand nach der Glocke ausgestreckt worden waren. Die Ordnung bei dem Begräbnisse war trob ihrem Diensteid treu. Die Weuterer eröffneten um 3 Uhr nachmittags ein heftiges hatte, das Vergnügen eines Ordnungsrufes. Während der Reichsder Zehntausende versammelten Volks musterhaft. Militär Fener auf die Stadt. Nachdem das Feuer zuerst gar nicht erwidert graf des Innern in seiner Eigenschaft als Reichskanzler- Stellund Polizei war auf die energische Verwendung der Stadt- wurde, glaubten die Meuterer, die Stadt schon erobert zu haben. vertreter sich mit einer Erklärung begnügte, in der die Deffnung berordneten hier nicht erschienen. Nachdem die Getöteten der Schmidt schickte zwei Parlamentäre mit der weißen der Grenzen furzweg abgelehnt wird, glaubte Landwirt Erde übergeben worden waren und der Bürgermeister und Flagge zum Admiral Tchuchnin, um ihn aufzufordern, fich zu schaftsminister v. Podbielsti sich verpflichtet, durch eine, andere vortreffliche Reden gehalten hatten, trat Marine- ergeben. Edhuchnin ließ die beiden Abgesandten der Re- feiner im schönsten Agrardeutsch gehaltenen Reden für die leutnant Schmidt an das Grab. Sein Erscheinen rief volutionäre verhaften(!) und eröffnete feinerseits das Feuer Unterhaltung des gutbesetzten Hauses nebst Tribünen zu sorgen. die gesteigerte Aufmerksamkeit der in dichter Masse um die gegen die Meuterer. Durch zwei Stunden, von halb vier Unterhaltung des gutbejetten Hauses nebst Tribünen zu sorgen. benachbarten Hügel gescharten vieltausendköpfigen Menge bis halb sechs, währte eine regelrechte Schlacht, welche Der Heiterfeitserfolg war unermeßlich und so unbestritten, hervor. Schmidt hatte sich in diesen wenigen Tagen der Lande sowie zur See geführt wurde. Während die daß sogar die Aufzählung der Gänge des einfachen" Diners zehn Kriegsschiffe unter Schmidts Kommando die Stadt bom im Kaiserhof", bei dem die Fleischnot wegentdeckt wurde, im " Freiheit" schon als zu großen Hoffnungen berechtigender bardierten, tamen die revolutionären Matrofen und Truppen aus allgemeinen Gelächter verloren ging. Die Vergnügungssucht" politischer Agitator und hervorragender Redner erwiesen. den Lazarew- Kasernen, wo sie sich verbarrikadiert hatten, um die der Arbeiter fehlte in der Podbielskirede ebenso wenig wie Ohne Stadtverordneter zu sein, war er vom Bürgermeister Stadt von der Landseite anzugreifen. das heitere Loblied auf das nationale Schwein, dessen eingeladen worden, an den Sizungen teilzunehmen und seine Der Artilleriekampf richtete auf beiden Seiten Verheerungen beratende Stimme hatte ihm in furzer Zeit in der Stadt an. Die Geschosse von den Kriegsschiffen der Meuterer fielen in teutonische Gesundheit nicht durch den Verkehr mit verdächtigen Popularität verschafft. Schmidt hatte eine rege Wirksamkeit die Stadt. zerstörten viele Hänser und töteten zahlreiche Personen Russen oder Dänenschweinen gefährdet werden darf. in diesen Tagen entfaltet; er war der erste Initiator der auf den Straßen. Die Einwohner flüchteten in die Keller und Wenn die ministerielle Stilübung von ollen Stamellen wimmelte, politischen Meetings gewesen, die vor dem Manifeste von der andere fichere Verstede. Die Weuterer schienen auf die öffentlichen so fehlte es doch auch nicht an Wendungen, die eines gewissen Intelligenz veranstaltet wurden. Als sich Grabesstille ein Gebäude zu zielen, denn die Marineämter wurden am meisten begestellt hatte, begann dieser von aufreibender, unermüdlicher Schädigt. Auch mehrere Kirchen wurden vollständig demoliert, wahr scheinlich, da ihre Türme ein leichtes Ziel boten. Agitation erschöpfte Redner mit leiser aber von tiefem Glauben bewegter Stimme: " Meizes der Neuheit nicht entbehrten. Podbielskis Adlerblick hat zwei neue Ursachen der Fleischnot entdeckt, nämlich die Unlust der städtischen Hausfrauen, mit dem Korb der Väter Andererseits beschossen die füdlichen Forts. von der sogenannten -oder der Mütter auf den Markt zu gehen, und die Küstenartillerie unterstüßt, die revolutionäre Flotte mit gutem Gr- steigenden Gesellenlöhne im Fleischergewerbe. So ist die ,, Am Grabe geziemt es sich, nur Gebete abzuhalten, folg. Der Kreuzer Dichakow", welcher sich den Meuterern anaber dem Gebete gleiche das Wort der Liebe und des heiligen geschlossen hatte, wurde an einigen Stellen unter der Wafferlinie Schuld der Sozialdemokratie an der Fleischnot glänzend be wiesen. Diesen Faden des Ministers spann der Junker Schwurs, den ich hier mit Euch ablegen will. Als Freude getroffen und fing an zu brennen. über die aufsteigende Sonne der Freiheit die Seelen dieser Nach einer Depesche der Publishers Breß" aus Obeffa, fant bon Oldenburg Januschau nur in gröberer Nummer Entschlafenen erfüllte, an deren Grabe wir stehen, da war das Schiff bald nach Schluß des Kampfes. Das Kriegsschiff weiter. Ihm gelang das schier Unmögliche, den Heiterkeitsihr nächster Drang, so schnell wie möglich zu denen zu eilen, niepr" und ein Torpedoboot wurden ebenfalls von zahlreichen Ge- erfolg des Herrn v. Podbielsti noch bedeutend zu übertreffen. ihr nächster Drang, so schnell wie möglich zu denen zu eilen, fchoffen getroffen und fanten nach einer Stunde. Das Schlachtschiff Nach der januschauerlichen Harlekinade kam der Freisinnige die im Gefängnis schmachten, die für die Freiheit gefämpft Pohl zum Worte, der seine Ausführungen dadurch behatten, und nun in der Stunde des allgemeinen großen Jubels" Bantelimon"( früher Botemkin") wurde arg beschädigt. Schmidt selbst erhielt eine tödliche Wunde und ergab sich mit einträchtigte, daß er sich zu ausschließlich auf Oberschlesien Dieses höchsten Gutes beraubt waren. Die Freudenbotschaft seinen Schiffen um 26 Uhr abends. mit sich nehmend, beeilten sie sich, sie den Gefangenen mit- In der Zwischenzeit hatten zwei regierungsfreundliche Regi- beschränkte und sogar ein bißchen Sozialistentöterei ein zuteilen. Sie baten sie freizulassen und wurden dafür getötet. menter bie matrosen aus den Lazarew- Kasernen mit großen Ber: Buschalten für nötig befand. Der Zentrumsmann Herold, Sie wollten den anderen das höchste Gut des Lebens die luften zurüdgeworfen, und gingen dann sum Angriff gegen die brei einer der Hauptherolde des Zollwuchers, hielt eine AgrarDie pauke, die mit Rücksicht auf die rebellisch gewordenen ZentrumsFreiheitzuteil werden lassen und wurden dafür selbst des nördlichen Forts, die im Befiße der Meuterer waren, vor. Lebens beraubt.. Schreckliches, unerhörtes Verbrechen! beiden Regimenter erstürmten die Forts und nahmen sie durch einen arbeiter ein wenig abgetönt wurde. Als gewissenhafte Chronisten verzeichnen wir noch, daß Großes, nie gut zu machendes Leid! Jekt blicken ihre Seelen Bajonettangriff. Die Berlufte der Meuterer bei diesem blutigen die junkerlichen Redewendungen, die der Landwirtschaftsauf uns nieder und fragen stumm: Was werdet Ihr mit Handgemenge waren sehr gap. diesem Gut tun, dessen wir für immer beraubt sind? Wie Offiziell wird das Gemezel wie folgt dargestellt: minister gegen unseren Genossen Scheidemann gebrauchte, werdet Ihr die Freiheit ausnügen? Rönnt Ihr uns verPetersburg, 80. November. Aus Sebastopol wird gemeldet: ihm sogar eine Rüge des Präsidenten Grafen Ballestrem sprechen, daß wir die legten Opfer der Willfür gewesen find?" Gestern nachmittag um 3 Uhr wurde das Schwarzmeer- Geschwader, eintrugen. Einen wirklichen Ordnungsruf fann ja bekanntlich Und wir müssen die rubelosen Seelen der Entschlafenen be- welches mit dem Kreuzer Dtichakow" gemeinsame Sache machte in deutschen Parlamenten ein leibhaftiger Minister nicht beruhigen, wir müssen es ihnen schwören. Ich schwöre ihnen", und die Andreasflagge durch die rote lagge ersetzt hatte, durch ziehen. So hat sich auf billige Weise der Graf- Präsident tönte lauter ſeine Stimme, daß wir niemals irgend wem Signale vom llier aus aufgefordert, sich zu ergeben. Die Antwort einmal wieder unparteiisch" zeigen fönnen. auch nur eine Handbreit unserer eroberten Menschenrechte der Nordseite Befehl, gegen das Gefchwader das fortgesetzt werden. lautete ablehnend. Hierauf erhielten die Batterien Am Freitag wird die Beratung der Interpellation abtreten werden! Ich schwöre," sagte der Nedner, mit er Feuer zu eröffnen, doch auch diese Batterien hobener Hand. Ich schwöre", klang es vieltausend machten mit dem Geschwader gemeinsame Sache stimmig wieder. Schwören wir ihnen, daß wir unsere ganze und begannen mit biefem zusammen die Stadt, Arbeit, unsere ganze Seele, das Leben für die Erhaltung hauptsächlich die Batterien der Südseite, zu be unserer Freiheit einsetzer werden. Ich schwöre!"„ Ich schießen.( Natürlich eine infame Lüge. Das rebellische Ge" 1 Die Deutschrift über die Fleischtenerung. Das Ministerium für Landwirtschaft hat dem Reichstage die angekündigte Denkschrift über die Fleischteuerung im Jahre 1905" zugehen lassen, die bereits in der heutigen Reichstagssigung arg zerzaust worden ist. An Umfang läßt das Machwerk nichts zu wünschen übrig, umfaßt es doch mit den Tabellen 176 Seiten Folioformat, qualitativ ist jedoch es um so dürftiger. Was es bietet, sind die alten Argumente der Kreuz" und Der„ Deutschen Tageszeitung", Tageszeitung", tendenziös zugestutzt. Diese Tendenziösität zeigt sich schon gleich zu Beginn der Darstellung darin, daß die Deutschrift verschiedene für die Entwickelung der deutschen Vieh- und Fleischproduktion wichtige Fragen ausschaltet, dafür aber andere Fragen in die Erörterung zieht, die für oder gegen das Bestehen einer Fleischnot bezw. einer Fleischteuerung nicht das geringste beweisen, sondern lediglich zu dem Zweck gestellt sind, das Junkertum gegen die in der Presse erhobenen Beschuldigungen zu verteidigen und den Nachweis zu liefern, daß nicht der Großgrundbesitz, sondern der bäuerliche Kleinbesitz das höchste Interesse an einer Steigerung der Viehpreise hat. Zu dieser Art von Versuchen gehört die Seite 9 der Denkschrift mitgeteilte Tatsache, daß im Jahre 1895 nach der damals aufgenommenen Berufs- und Gewerbezählung die landwirtschaftlichen Betriebe unter 20 Hektar von den 8 855 914 in Preußen und 13 562 642 in ganz Deutschland gezählten Schweinen 6 338 693 beztv. 10 015 511 Stück im Besiz hatten. Noch tendenziöser sind die Erörterungen der Auftriebs- und Schlachtungszahlen. In der Dentschrift heißt es darüber: unfere blühende Viehzucht ernsten Schädigungen preisgegeben| pfropfte, ist bekannt. Auch die Begeisterung für die Kolonial. werden soll. Die Verhältnisse im Auslande find politik hat man mit ähnlichen Mitteln nach Kräften in den nicht derart, daß sie bei fachkundiger Betrachtung jugendlich- abenteuerfrohen Gemütern zu entfachen versucht. strenge Schutzmaßregeln als überflüssig er Berlin speziell bedient man sich noch eines, besonderen Mittels, um scheinen lassen könnten. Da die Vieheinfuhr aus einigen, die Fleischeinfuhr aus der der schulpflichtigen Jugend eine patriotische" Schwärmerei für die Mehrzahl der fremden Länder gestattet ist, fragt man mit Recht, aus gesegneten Gefilde von Kamerun und Südwestafrika einzuflößen: welchen Gründen denn die so lebhaft befürwortete Einfuhr aus dem des Kolonialmuseums, das im Jahre 1899 eingerichtet Auslande nicht stärker gewesen ist. Zwei Gründe können hierfür wurde und außer ethnographischem Material auch Dioramen vorliegen: entweder das Ausland hatte keine verfügbare Ware und Panoramen enthält, die den Schwärmern für ein oder die Auslandspreise standen so hoch, daß bei der Einfuhr„ größeres Deutschland" Szenerien aus unseren„ Schutz". fein Rußen zu erzielen war. Beide Gründe trafen im laufenden gebieten in den idealisierenden Farben vaterländischer Begeisterung Jahre zu. Die Futternot des Vorjahres beschränkte sich nicht auf vorführen. Zu welchem Zwecke dies Kolonialmuseum eingerichtet Deutschland, sondern war fast in ganz Europa fühlbar, selbst worden ist, erhellt aus folgendem interessanten Aftenstück: in Amerika war das Hauptfuttermittel, der Mais, mißraten. Berlin, den 21. November 1905. Abschrift. Wie in Deutschland, trat daher auch in einer Reihe anderer Städtische Schuldeputation. Länder ein gewisser Rückgang in der Viehhaltung und ein all- J.-Nr. 3635 Sch. I. 05. gemeines zum Teil erhebliches Steigen der Fleischpreise ein... Von der weiteren Deffnung der Grenzen der Königliches Provinzial- Schulkollegium. genannten Länder ist also eine bessere Fleisch= Mr. III. 4978. versorgung in Deutschland und ein Herunter& 3 gehen der Fleischpreise nicht zu erwarten. entfällt damit jeder Grund, das Experiment Der der Grenzöffnung auf die Gefahr hin zu wagen, unsere wertvolle heimische Viehzucht durch Ein schleppung von Seuchen auf das schwerste zu schädigen." Die bremischen Bürgerschaftswahlen. lot abo Berlin W 9, den 26. Oftober 1905. Lintstraße 42. Minister der geistlichen, Unterrichtsund Medizinal- Angelegenheiten. 1. II Nr. 2565 11. III A. Fraglich ist nur, ob Betriebe von 20 Hektar noch als„ Klein= Berlin, den 15. September 1905. betriebe" und die in solchen Betrieben gezüchteten Schweine als Wie dem Königlichen Provinzial- Schulkollegium aus den Er„ Schweine des armen Mannes" gelten können. Rechnet man als Es ist deshalb am besten, daß alles beim alten bleibt und fort- U III A, U III D eigentliche Kleinbetriebe nur die bis zu 2 Hektar, dann ergibt sich, gewurstelt wird: das ist das Resultat der wundersamen Unter- lassen vom 22. Dezember 1899- II 3344 und 16. Mai 1902- II 967, 1 III A befannt ist, haben daß in diesen 1895 nur ein Viertel des Gesamt- Schweinebestandes suchung, die von vornherein keinen anderen Zweck hatte, als der Seine Majestät der Kaiser und König Allergnädigst ihren Willen in Deutschland gehalten wurde. Außerdem ist aber die Frage so, Argumentation der Agrarier zur Verhüllung ihrer Fadenscheinigkeit dahin kundzugeben geruht, daß die zur Förderung des wie fie in der Denkschrift gestellt wird, höchst einseitig; sie müßte ein wissenschaftlich- statistisches Mäntelchen umzuhängen. Die un- tolonialen Interesses in hohem Maße geeignete Auszum mindesten durch die andere Frage ergänzt werden, wie weit genügende geistige Qualifikation der Denkschrift- Verfasser hat jedoch stellung im neuen Deutschen Kolonialmuseum hierselbst den Berliner dem kleinbäuerlichen Besitzer das, was er durch die Viehpreissteigerung bewirkt, daß dieses Mäntelchen so durchsichtig ausgefallen ist, daß es Schulen in möglichst weitem Umfange zugänglich gemacht werden möge. gewinnt, durch die im Interesse des ländlichen Großgrundbesizes die Blöße der agrarischen Logit nicht zu verhüllen vermag. Im Hinblicke hierauf und auf die inzwischen bei der Direktion des Museums eingegangenen zahlreichen Urteile von tünstlich bewirkte Steigerung der Futtermittelpreise wieder entDirektoren und Lehrern, nach welchen die Darbietungen des zogen wird. Museums als eine bedeutende Unterstützung des erdkundlichen Aus Bremen, den 30. November, wird uns geschrieben: Schulunterrichts anzusehen sind, veranlasse ich das Königliche Während einer ganzen Woche, vom 23.- 29. November, haben Provinzial- En follegium, die Direktoren und Rektoren der Schulen hier in Bremen die Wahlen zur halbschichtigen Erneuerung der in Berlin und seinen Vororten, soweit sie zum Geschäftsbereiche bremischen Bürgerschaft, die zugleich Staats- und Stadtvertretung des Königlichen Provinzial- Schulkollegiums gehören, darauf hinist, stattgefunden. Schon in dieser unzweckmäßigen Ausbreitung des zuweisen, daß diejenigen höheren Lehranstalten, mittleren und niederen Schulen, welchen im Laufe dieses Jahres bisher noch keine Wahlaktes verrät sich eine Rückständigkeit des bremischen Wahlrechts. Gelegenheit gegeben wurde, das Museum zu besuchen, das VerLeider ist sie nicht die einzige. Das Wahlrecht zur bremischen säumte bis Ende dieses Jahres tunlichst nachholen. Dabei wird Bürgerschaft ist im Gegenteil so ausschließlich und so sicher auf die es sich empfehlen, wenn das Königliche Provinzial- SchulWahrung der Interessen des Besitzes zugeschnitten, daß es die kollegium die Regelung der Besuche durch eine AnArbeitgeber Zeitung", gewiß eine gute Kennerin der Kapitals- ordnung fördert, nach welcher die einzelnen Schulen sich interessen, schon einmal als Reichstagswahlrecht anstelle des wegen est sehung eines bestimmten Besuchstages im allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrechts vor- beraus( ohne Verpflichtung) mit der Direktion des Museums in Benehmen zu sehen haben. Diese geschlagen hat. bereits anderweit bestehende Einrichtung gestattet überdies den einzeinen Schulen die Auswahl der zur Verfügung stehenden Vorträge über bestimmte Kolonien und ist daher für den Unterricht von wesentlichem Vorteil. Die Auftriebszahlen des Jahres 1905 für die 20 Marktorte ( Anlage 3) zeigen, mit den gleichen Zeiten des Jahres 1904 verglichen, zwar einen Rückgang des Schweineauftriebs, der in den ersten beiden Vierteljahren 21 294 und 17 213 Stück beträgt und im dritten Quartal 63 336 Stück erreicht. Diesem Rückgang steht aber eine Vermehrung des Angebotes an sonstigen Schlachttieren Wie sieht nun diese Vermehrung des Angebots in den 20 Marktorten( Danzig, Posen, Bromberg, Breslau, Stettin, Berlin, Magdeburg, Halle, Kiel, Hannover, Kassel, Wiesbaden, Frankfurt a. M., Dortmund, Düsseldorf, Elberfeld, Barmen, Essen, Köln, Aachen) tatsächlich aus? Es wurden aufgetrieben: gegenüber." Rinder Schweine Kälber Schafe im dritten Vierteljahr 1904 1905 165 868 164 149 670 515 607.179 152 186 227 282 143 471 255 647 Es hat demnach die Zahl der aufgetriebenen Schweine um zirka 63 000, der Kälber un zirka 9000, der Rinder um 1700 Stück abgenommen; nur die Zahl der Schafe ist um zirka 28 000 Stück gestiegen. Das betrachtet die Denkschrift als Ausgleich, obgleich doch im letzten Jahre die Bevölkerung der genannten zwanzig Großstädte sich beträchtlich vermehrt hat. Hinterher sieht sich denn auch die Denkschrift bei der Zusammenftellung der Zahlen der preußischen Schlachtvieh- und Fleischbeschau selbst zu dem Zugeständnis genötigt: Neu aufgenommen ist der Vortrag and und Leute in Deutsch- Ostafrika." I II. 1145. Mit Bezug auf den Erlaß vom 13. Mai 1904 wird nochmals darauf aufmerksam gemacht, III A, U III D daß Lehrer und Lehrerinnen zu ihrer Orientierung jeder Zeit ohne Legitimation freien Zutritt zum Museum haben und daß Gea meindeschüler 10 Pf., die Schüler anderer Lehranstalten 20 Pf. für den Besuch, einschließlich des Lichtbildervortrages zahlen. In Vertretung. gez. Weber. An das Königliche Provinzial- Schulkollegium hier. Das bremische Wahlrecht teilt die Bürger in acht Klassen. Die erste Klasse bilden anstandshalber diejenigen Staatsbürger, die auf einer Universität gelehrte Bildung erworben haben, also hauptsächlich die zum Schutz des bremischen Kapitals berufenen zahlreichen Rechtsanwälte, Notare und richterlichen Beamten, sowie Sie wählen vierzehn Vertreter in die die höheren Lehrer. Bürgerschaft. Die zweite Klasse besteht aus den Kaufleuten, die Mitglieder der bremischen Börse sind; sie wählt vierzig Vertreter in die Bürgerschaft. Die dritte Klasse bilden die Gewerbetreibenden und Induſtriellen mit 20 Vertretern in der Bürgerschaft. Die fünfte und sechste Klasse mit zusammen 12 Vertretern bilden die zu Bremen gehörigen Städte Vegesack und Bremer haven. Die bremischen Landwirte bilden die siebente Klasse, die 8 Vertreter in der Bürgerschaft hat. Bleiben noch die vierte und Beim Vergleich des 3. Vierteljahres 1905 mit dem gleichen die achte Klasse.. Zur vierten Klasse gehören alle Staatsbürger Abschrift mit dem Ersuchen um gefällige weitere Veranlassung Zeitraum des Vorjahres zeigt sich teils eine Abnahme und teils in der Stadt, die nicht zu einer der anderen Klassen ge- mit Bezug auf unsere Verfügungen vom 22. Oktober 1903- III. eine Zunahme der Schlachtungen. Die Schweineschlachtungen haben hören, sie hat 52 Vertreter in der Bürgerschaft; zur achten 5555 und vom 21. Mai 1904 nach der letzten Spalte um rund 256 000 Stück abgenommen, da Klasse gehören alle Bürger im Landgebiet, die nicht in der siebenten gegen ist bei den Rinderschlachtungen eine Zunahme von rund lasse sind, sie verfügt über vier Size in der Bürgerschaft. 38 000 Stück zu verzeichnen. An Kälbern kamen rund 45 000 Stück Wahlen in der 4. und 8. Klasse werden nach allgemeinem, direktem weniger, an Schafen dagegen rund 50 000 Stück mehr zur und geheimem Wahlrecht vorgenommen. Schlachtung. Es steht diese den ganzen Staat umfassende Es liegt auf der Hand, daß der eigentliche Wahlkampf, der die Statistik mit den Angaben der Anlagen 3 und 4 über den Marktauftrieb und die Schlachtungen in 60 Städten und im großen Deffentlichkeit interessiert, nur um die 56 Mandate der 4. und und ganzen auch mit den Schlüssen in Einklange, die aus den 8. Klasse entbrennt. Die Wahlen in den übrigen Klassen sind mehr Nachrichten über die Entwickelung des Viehbestandes gezogen oder weniger Konventikelwahlen. Da alle drei Jahre die Hälfte der Bürgerschaftsmitglieder ausscheidet, stehen bei den jedesmaligen Wahlen 28 Mandate zur allgemeinen Wahl. werden konnten." hat. III. 2496 gez. Mager. An die Städtische Schuldeputation hier C. 2. ** Dem Besuche des Kolonial- Museums seitens der Ihrer Leitung unterstellten Schüler wollen Sie tunlichste Förderung angedeihen lassen. gez. Hirsekorn. An a) die Herren Direktoren der städtischen höheren Mädchenschulen, Krüger. Rechnet man diese Stückzahlen in Fleischgewichtszahlen um b) die Herren Rektoren der Gemeindeschulen, nach den Durchschnittsgewichten, welche die Denkschrift selbst an- Wahlberechtigt ist in Bremen nur, wer das bremische Staatsc) die Leiter( Leiterinnen) der Privatschulen. gibt, die also jedenfalls nicht ungünstig für die Agrarier sind, dann bürgerrecht erworben hat. Diese Erwerbung ist aber abhängig von Das Aftenstück zeigt, wie unsere Schulen mehr und mehr in ergibt sich, daß im dritten Quartal des Jahres 1905 ungefähr der Leistung des Staatsbürgereides, die wiederum mit 16,50 M. den Dienst der Weltpolitik gezwungen werden! Der Kaiser 124 000 Doppelzentner inländisches Fleisch weniger konsumiert bar bezahlt werden muß. Die Arbeiter schrecken naturgemäß äußert seinen Willen und flugs versendet das Kultusministerium worden sind, als im gleichen Zeitraum des Jahres 1904. Außerdem vor einer solchen Summe, die bei manchem einen ganzen Wochen eine entsprechende Anweisung an das Provinzial- Schulkollegium, das aber muß in Betracht gezogen werden, daß das Schlachtgewicht des lohn ausmacht, zurück, zumal ein Arbeiter in den heutigen Zeit- die Order dann schleunigst an die ihm unterstellten Instanzen weiter Viehes sich vermindert hat nach den eigenen Angaben läuften großer Streits und noch größerer Aussperrungen niemals gibt, so daß dann schließlich die Klassenlehrer einschwenken wie der Denkschrift um 5, bei Kindern um 3 Prozent- weiß, wie lange er sich an einem Drte aufhalten wird. Unteroffiziere. Daß es sich nicht um objektiv ethnographischen Anund daß ferner im letzten Jahr die Bevölkerung Preußens um bei- Die bremische Sozialdemokratie hatte bei den diesjährigen schauungsunterricht handelt, sondern um kolonialpolitische nahe eine halbe Million Menschen zugenommen Wahlen neun Mandate in die Hände der Wähler zurückzugeben, Propaganda, geht ja aus dem Wortlaut des Zirkulars deutlich davon hat sie in den soeben beendeten Hauptwahlen acht wieder genug hervor. Dem ethnographischen Unterricht würde ein Besuch Das ist ein ganz beträchtlicher Rückgang des Fleischkonsums, der gewonnen; außerdem ist sie an vier Stichwahlen, die zum des Museums für Völkerkunde weit besser dienen. Ein solcher Besuch dadurch sich nicht weglengnen läßt, daß an anderer Stelle die Denk- Teil nicht aussichtslos sind, beteiligt. Die Stimmenzahl der hätte obendrein noch einen Vorzug: er wäre mit keinerlei schrift ausrechnet, vom 1, Juli 1904 bis zum 30. Juli 1905 wäre in Sozialdemokratie ist nach einer vorläufigen Zählung die- Ro ste u verknüpft. Für das Anhören eines Reklamevortrags für Kosten Prenßen 45 Kilogrammn Fleisch pro Kopf der Bevölkerung verbraucht selbe geblieben wie bor drei Jahren, während die unsere Kolonialpolitik sollen aber die Berliner Volksschüler worden, mit Hinzechnung des eingeführten Fleisches, Wildes, Ge- gegnerischen Stimmen sich um ungefähr fünfhundert ver- obendrein noch einen Nickel opfern! Den Eltern wird also flügels, Schmalzes usw. fast 50 Kilogramm. Selbst, wenn die auf mehrt haben. Dieses Resultat scheint auf den ersten Blick nicht noch eine Art neuer Kolonialsteuer zugemutet! gestellte Rechnung richtig wäre, würde sie sicherlich nicht beweisen, besonders erfreulich für die Sozialdemokratie zu sein, aber bei Es ist selbstverständlich, daß die Eltern in feiner Weise vers daß der Fleischverbrauch in Preußen ein übermäßig hoher genannt näherer Betrachtung zeigt sich, daß die Sozialdemokratie mit diefem pflichtet sind, zu all den anderen Lasten für die Weltpolitik werden kann, denn es käme danach auf den Kopf nur etwa Ergebnis wohl zufrieden sein kann. Was zunächst den kann. auch noch diese auf sich zu nehmen! Pfd. Fleisch pro Tag, d. h. mit Einschluß des Talges, Schmalzes Zuwachs auf gegnerischer Seite anbelangt, fo fommt usw. Doch diese Berechnung ist absolut wertlos, denn erstens waren hierin lediglich die Tatsache zum Ausdruck, daß durch das VorDie bayerische Wahlreform. im vierten Quartal 1904 die Schlachtungen außergewöhnlich zahl- dringen und durch die bürgerschaftliche Tätigkeit der Sozialdemokratie München, den 30. November 1905.( Privattelegramm bes reich, zweitens ist in der Rechnung für die Hausschlachtungen dieselbe das indifferente Bürgertum aufgeschreckt und an die Wahlurne ge-„ Vorwärts".) Am Donnerstag hielt die bayerische AbgeordnetenDurchschnittsgewichtsziffer angefegt, wie für die in den Schlacht- trieben worden ist. Daß auf sozialdemokratischer Seite kein Stimmen- fammer die dritte und letzte Lesung über den neuen Wahlgesetzentwurf. häusern vorgenommenen Schlachtungen, und brittens wird fortschritt erzielt worden ist, hat seine Ursache neben der schon er- Die liberale Fraktion hatte hierzu wieder einen Antrag eingebracht, das Schlachtgewicht einfach mit dem reinen wähnten Schwierigkeit des Erwerbs des Staatsbürgerrechts besonders wonach im ersten Wahlgang statt der relativen Mehrheit die abFleischgewicht identifiziert, obgleich man unter Schlacht in einer Bestimmung des Wahlgesetzes, wonach solche Bürger, die für solute Mehrheit, im zweiten Wahlgange aber die relative gewicht im allgemeinen mir das Gewicht nach Abzug des Kopfes, das letztvergangene Rechnungsjahr ihre Staats- oder Gemeinde- Mehrheit entscheiden soll. Dieser Antrag wurde nach kurzer Debatte der Haut, der Füße, sowie der Organe der Brust-, Bauch- und steuern nicht bezahlt haben, ihr Wahlrecht verlieren. Im vorigen wiederum gegen die Stimmen der Liberalen, Sozialdemokraten und Beckenhöhle versteht, die in den beiden Tierhälften befindlichen Jahre waren in Bremen mehrere große und mehrere Monate an- Bauernbündler abgelehnt. Vor der nunmehr folgenden SchlußKnochen aber mit zum Schlachtgewicht gehören. Bekanntlich sind dauernde Streiks und Aussperrungen, besonders im Baugewerbe. abstimmung gab der liberale Abgeordnete Dr. Casselmann die aber, wie auch die Verfasser der Denkschrift wissen dürften, Knochen Dadurch sind viele Hunderte, ja Tausende von bremischen Erklärung ab, die liberale Fraktion halte nach wie vor an der For nicht eßbar. Arbeitern monatelang von Bremen abwesend gewesen. Die derung der Verhältniswahl fest. Sie bedauere ebenso die Daß nach solchen Rechenkünſten die Denkschrift nur eine ganz Beendigung der schweren Kämpfe fiel dicht vor den Steuerzahlungs- Weigerung der Mehrheit, wie den Mangel an Initiative seitens geringe Abnahme des Fleischkonsums herausrechnet und keinen Anlaß termin im November. Dadurch kam es, daß zahlreiche der Regierung, den Porporz zur Einführung zu bringen. Trotz zur Deffnung der Grenzen für die Vieheinfuhr aus dem Auslande Arbeiter im vorigen Jahre keine Steuern bezahlt der schweren Bedenken, die man insbesondere auch gegen findet, ist selbstverständlich. Die Begründung macht sie sich sehr und darum ihr Wahlrecht verloren haben. die Bestimmung der Wahlkreiseinteilung habe, erachte bequem. Erstens, erklärt sie, würde durch die Grenzöffnung Eine Aenderung des heutigen arbeiterfeindlichen Wahlrechts ist man den vorliegenden Gesetzentwurf dennoch für einen nicht zu unters der Seuchenschutz aufgehoben, und zweitens würden dadurch die einzige Möglichkeit, um der skandalösen Benachteiligung der schätzenden Fortschritt und man sei nach reiflicher Erwägung der die Viehpreise auf den deutschen Märkten nicht nennenswert großen und intelligenten bremischen Arbeiterschaft durch das heutige Vorteile beeinflußt werden. Doch wir wollen unseren Lesern den Genuß Achtklassenwahlsystem ein Ende zu machen. dieser komischen Leistung nicht entziehen. Seite 37 der Denkschrift heißt es: Deutfches Reich. Kolonialreklame in den Schulen. und Nachteile zu dem Entschluß gefommen, nunmehr für den Gesetzentwurf zu stimmen, um dem bayrischen Bolte das direkte Wahlrecht zu geben. Eine ähnliche Erklärung gab der Vertreter der Bauernbündler ab. Schließlich Auf einen wirksamen Schutz gegen die Einschleppung von wurde unter lebhaftem Beifall der Gesezentwurf in nament Seuchen aus dem Auslande kann nicht verzichtet werden, wenn der Daß man die Flottenagitation längst in die Schule licher Abstimmung einstimmig Beschluß er. inländische Viehbestand, der nach ungefährer Schätzung einen Wert von gegen 6 Milliarden Mark im Reiche und gegen 31% Milliarden hineingetragen hat, indem man die Wände mit Flottentabellen hoben und geht nun an die Reichsratsfammer zur weiteren Bes Mart in Preußen repräsentiert, nicht der Verseuchung und damit tapezierte und die Schülerbibliotheken mit Flottengeschichten voll- handlung. Mit diesem Beschlusse wird hoffentlich die Einführung zum " = Dänemark. Reform der Militärrechtspflege. bes direkten Wahlrechtes in Bayern endlich gesichert sein. Die Tatsachen bestätigt. Ferner hielt Herr Erzberger nicht nur feine ähnlich charakterisieren zu sollen glaubte, der wird doch die Liga Liberalen und Bauernbündler haben also diesmal fast demselben Behauptungen über die Kamerunbahn- Affäre aufrecht, der Menschenrechte" nicht für ein sonderlich revolutionäres, Nun hat Entwurf zugestimmt, den sie in der letzten Session zu Falle sondern er erging sich nach der Augsb. Abend 3tg." auch monarchie- und kapitalistenfeindliches Gebilde halten. brachten! Der Ausfall der Landtagswahlen hat demnach die in den schärfsten Angriffen gegen unsere Kolonialpolitik überhaupt und aber diese" Liga der Menschenrechte" am 29. November in Brüssel bezeichnete unsere Kolonien als Eiterbeulen"(!) im Gegensatz eine Versammlung abgehalten, in der gegen die Greuel im KongoLiberalen doch zu einer besseren Einsicht gebracht. zu„ Juwelen in Deutschlands Ruhmeskranz", wie sie auf der Ber- staat protestiert wurde mit der Begründung: Das Vorhandensein fammlung der deutschen Kolonialgesellschaft genannt wurden. Er grauenhafter Zustände im Kongo- Staate sei durch den Bericht der Kongo- Kommission unwiderlegbar bestätigt Gemeindewahlerfolge in Bayern. Die Würzburger Stadt- stellte ferner einzelne Vorkommisje als die Regel hin und stellte amtlich- königlichen vertretung, die bisher von einer Zentrumsmehrheit beherrscht wurde, unseren Kolonialbeamten, die samt und sonders als korrupt worden. Sittlich minderwertig„ befunden" wurden, die eng hat nun auch zwei Sozialdemokraten, die Genossen Eberhard und und Mehr kann man von der„ Liga der Menschenrechte" nicht verBüchlein, aufzuweisen. Für die Wahl hatte sich eine aus Ange- lischen und französischen Kolonisatoren als leuchtende Beispiele langen. hörigen verschiedener Parteien bestehende Freie Bürgervereinigung" gegenüber. Als Radikalheilmittel verlangte er Trennung von gebildet, die auch von der Sozialdemokratie unterstüßt wurde. Die Justiz und Verwaltung sowie das Gesetzgebungsbeiden erwähnten Genossen wurden mit auf die Liste gesetzt, die bei recht durch den Reichstag. der Wahl die Mehrheit fand. Ob Herr Erzberger auch im Reichstage eine solche Sprache In Schwabach bei Nürnberg - tvorauf es ankommt wurden ebenfalls zwei Sozialdemokraten gewählt. Ein heftiger führen wird? Und ob das Zentrum Kampf spielte sich in Fürth ab, wo Eriaßmännerwahlen sich mit dem Vorgehen des Herrn Erzberger identifizieren für das Gemeindekollegium stattfanden. Da gewöhnlich die Hälfte wird?! Man braucht kein Prophet zu sein, um schon im voraus zu der gewählten Ersatzmänner im Verlaufe der dreijährigen Wahl- wissen, daß das Zentrum auch in diesem Falle schließlich wieder periode infolge Wahl von Gemeindebevollmächtigten in den Magistrat fläglich zusammenklappen und alles Geforderte bewilligen wird! oder sonstigen Ausscheidens einberufen werden muß, sind diese Wahlen ebenso wichtig wie die Hauptwahlen. Die verbündeten Liberalen und Demokraten machten alle Anstrengungen, um den Kündigung des deutsch- amerikanischen Handelsvertrages. Der deutsche von der Sozialdemokratie bei der Hauptwahl erzielten Erfolg durch Botschafter Freiherr Speck v. Sternburg hat der amerikanischen Reeine Niederlage bei der Ersatzwahl abzuschwächen. Sie warfen sich gierung eine Note überreicht, durch welche das deutsch- amerikanische besonders auf diejenigen Bezirke, die bei der Hauptwahl von unserer Handelsabkommen vom 10. Juli 1900 zum 1. März 1906 gekündigt wird. Partei mit nur geringer Mehrheit gewonnen wurden, aber trotz aller Diese Kündigung mußte mindestens ein Vierteljahr vor Ablauf der Anstrengungen gelang es ihnen nur in einem dieser Bezirke, eine bisherigen Bertragsfrist erfolgen, da sonst Deutschland in Konflikt Mehrheit von wenigen Stimmen zu erlangen. Fünf Sozialdemo- mit den übrigen Handelsvertragsmächten geraten wäre. fraten wurden glatt gewählt. Papier steht nur zu leicht dazu gereizt wird, zur Selbsthülfe zu Wie bereits in Nr. 276 des„ Vorwärts" mitgeteilt wurde, brachten unsere Parteigenossen im Folkething eine Interpellation zur Reform der Militärrechtspflege ein. Am Montag und Dienstag hat das Folkething darüber beraten und zwar mit dem Erfolg, daß einstimmig eine Tagesordnung angenommen wurde, durch die die Regierung aufgefordert wird, baldigst eine Reform der Militärden so weit wie möglich rechtspflege vorzubereiten, die sich Grundfäßen der bürgerlichen Rechtspflege nähert. Eine solche Reform ist in Dänemark ungefähr ebenso notwendig, wie sie in Deutschland notwendig wäre. Unabhängige Ankläger und Verteidiger gibt es auch bei den dänischen Militärgerichten nicht. Zudem ist eine Appellation gegen die Urteile nicht zulässig! Der ganze Brozeß bewegt sich in mittelalterlichen Formen, die feinerlei ausreichende Garantie gegen ungerechte Verurteilung bieten. Uebergriffe Vorgesezter werden, wenn der Schuldige überhaupt vor Die Kriegslage in Deutsch Ostafrika ist in den letzten amtlichen Gericht gestellt wird, natürlich sehr milde beurteilt, wie unsere Aus der göttlichen Weltordnung. In den letzten Tagen wurde Berichten recht optimistisch geschildert worden. Fast schien es danach, Genossen im Laufe der Verhandlungen an verschiedenen Beispielen in Unna ein Malergehülfe auf offener Straße in Haft genommen, als ob der Aufstand bereits im Erlöschen begriffen sei. Daß die nachwiesen. Schlimmer ergeht es dem Soldaten, der da das weil er sich einer schweren Majestätsbeleidigung Lage aber ernster ist, als die Regierung zurzeit zugestehen mag Beschwerderecht äußerst mangelhaft ist und eigentlich nur auf dem schuldig machte und zwar gegenüber einem Polizeibeamten. Bei gilt es doch erst einmal, möglichst glimpflich über die südwest- feiner Bernehmung stellte es sich heraus, daß er arbeitslos fei afrikanische Misere hinwegzukonumen geht schon aus folgendem greifen. und weder Geld, noch Brot, noch Obdach habe. Da winkte ihm in Bericht des„ Tag" hervor: Die schweren Schäden der Militärrechtspflege sind nun vom seiner Not das Gefängnis als einzige Rettung. Er Dar es Salam, 29. November. Das Bezirksamt Kilwa meldet, Folkething einstimmig anerkannt worden, und man darf wohl paßte dem Polizisten auf und schimpfte auf Wilhelm II. Er erreichte daß in der Umgebung von Samanga, Miteja, Mariwe und Kijuani hoffen, daß die geplante Reform nicht allzu lange auf sich warten feinen Zweck; die Pforten des Gefängnisses öffneten sich ihm. Nun alles ruhig ist. Hauptmann Seyfried meldet, daß im Bezirk Lindi läßt. In der Debatte konnte es sich der Wortführer der Liberalen, hat er auf Monate Brot und Unterkunft erlangt. der Küstenstreifen nördlich des Lukuledi auf 40 Kilometer Anders Nielsen, nicht versagen, unseren Genossen den Vorwurf zu landeinwärts beruhigt ist. Hauptmann Charisius be- machen, sie hätten die ganze Angelegenheit nur zu agitatorischen richtet, daß im Bezirk Tabora unverändert Ruhe herrscht. Haupt- Zwecken benußen wollen, ein Vorwurf, der ja auch anderswo üblich mann Herich telegraphiert, daß häufig Viehräubereien ist, wenn es gilt, die Kulturarbeit der Sozialdemokratie herabzuim Süden des Bezirks Mpapua vorkommen. feßen. Nielsen mußte es aber erleben, daß sein eigener ParteiMajor Johannes hat in Liwale ein befestigtes Etappenlager mit genoffe Bluhme den Sozialdemokraten ausdrücklich für ihr Vordreißig Mann Befagung unter Oberleutnant Frant eingerichtet. gehen dankte und die Hoffnung aussprach, daß die Debatte guic Johannes selbst marschiert weiter auf Songea. Der Etappen Früchte tragen möge. posten bei Mpengere unter Feldwebel Standau ist von Aufständischen 11. b. M. erfolglos angegriffen worden. Hauptmann Nigmann meldet aus Iringa, daß er in Uhehe, Mahenge und Songea vierzehn Gefechte, darunter sechs sch were, gehabt. Diesseitige Verluste: Vier Askari gefallen, neun verwundet, sechs krant. Bom Hülfspersonal find 60 Mann gefallen, 45 verwundet und vermißt. Die Haltung der Askari und Hülfsleute war musterhaft. Vorfize des Präsidenten versammelt, un Dispositionen für den Der Norden und Östen des Bezirks Iringa wird noch zunächst in Angriff zu nehmenden Beratungsstoff zu treffen. Der bon Aufständischen beunruhigt. Nigmann ist Präsident machte den Vorschlag, nach Erledigung der Fleischnotmit zwei Europäern und 75 Askari in der Richtung auf interpellation und des Nachtragsetats für 1905( Bau einer Bahn in Mahenge ausgerückt, um die Gegend westlich des Ulanga zu Südwestafrika), also am 6. Dezember, mit der ersten Etatsberatung säuberu. Oberleutnant v. Grawert marschiert auf Mahenge zu beginnen und damit die erste Beratung der Flottenvorlage sowie zur gemeinsamen Aktion mit Hauptmann von Wangenheim. der Finanz- und Steuervorlagen zu verbinden. Ein Jllustration zum Bülowschen Wort von der„ vollen Kompottschüssel“. Wohnungsgeldzuschüsse für Unterbeamte. Dem Reichstage ist der Entwurf eines Gesetzes betreffend die Abänderung des Gesetzes über die Bewilligung von Wohnungsgeld= zuschüssen vom 30. Juni 1873 zugegangen. Die Zuschüsse sollen vom 1. April 1906 ab betragen für Unterbeamte in Berlin 360 M., für die Drte der 1. Servisklasse 270, der 2. Servisklasse 216, der 3. Servistlasse 162 und der 4. Servisklasse 108 M. Die Zuschüsse sind damit um 50 Proz. erhöht worden. Ferner werden bei der Betriebsverwaltung der Reichseisenbahnen, die im Etat für die Verwaltung der Reichseisenbahnen auf das Rechnungsjahr 1906 unter Kapitel 87 Titel 13 der fortdauernden Ausgaben ausgeworfenen Gehälter der Unterbeamten um je 60 M. erhöht. Die Bemessung der daneben zu ge währenden nichtpensionsfähigen Zuschüsse wird für das Jahr 1906 dem Reichskanzler übertragen. Die direkten und indirekten Gehaltserhöhungen sind durch aus unzulängliche. Namentlich auch die Wohnungsgeldzuschüsse entsprechen auch nicht entfernt der Mietssteigerung während der verflossenen 33 Jahre. Die Riesenausgaben für Heer, Flotte und Kolonialpolitik lassen eben feine Mittel für eine anständige Besoldung der Unterbeamten übrig. " 1 Koloniale Blutopfer. am Parlamentarisches. Der Seniorenkonvent des Reichstages war gestern unter dem Die Rinderpest als Verbündeter der Hottentotten. Amtlich wird Ein Beschluß darüber, ob alle Steuervorlagen mit dem Etat an gemeldet: Durch die aus Kapstadt eingeführten Ochsen ist auf dem die Budgetkommission verwiesen werden sollen, oder ob für die einBaiwege Lüderizbucht- Kubub- Keetmanshoop die Rinderpest zelnen Steuervorlagen besondere Kommissionen zu bilden sind, soll eingeschleppt worden. Es ist daher die Tötung sämtlichen im erst nach Beendigung der Generaldiskussion erfolgen. Seuchengebiete befindlichen Großviehes, etwa 700 Stück, Die Abgg. Bebel, Singer, Pachnike und Müllerangeordnet. Bezüglich des privaten Viehes sind gleiche Sagan erhoben lebhaften und eingehenden Widerspruch gegen den Maßnahmen eingeleitet. Eine mehr wöchentliche Qua Das Militärwochenblatt" bringt in seiner legten Nummer rantäne ist erforderlich. Es muß nunmehr auf der Vorschlag des Präsidenten, dessen Annahme eine unflare, unvolleine Uebersicht über die Blutopfer, die uns bis jetzt das Strecke Lüderitzbucht- Kuibis der Betrieb mit Maultieren durch- ständige, durcheinandergehende Diskussion zur Folge haben müsse. südwestafrikanische Kolonialabenteuer gekostet hat. Danach geführt werden. Von Kuibis aus landeinwärts wird der Ochsen- Trotzdem die Vertreter der Konservativen, des Zentrums und der sind von der Schutztruppe, der Marine und den eingezogenen betrieb vorläufig noch aufrecht erhalten. Trotz aller aufgewandten Nationalliberalen zugeben mußten, daß die vorgetragenen Bedenken Farmern und Reservisten gefallen 520 Mann, den Wunden Mittel ist der Verkehr auf dem Baiweg auf etwa ein Biertel zutreffend feien, traten die Abgg. Bachem, Bassermann, v. Kardorff des Monats Oftober zurück und v. Normann dem Vorschlage des Präsidenten bei. Da sich eine wird die Verpflegung der Truppen Verständigung des Seniorenkonvents nicht erzielen ließ, so wird das 527 Mann, verunglückt 49, so daß die Zahl der Toten ins ernstlich gefährdet und der Gang der Operationen Plenum bei Feststellung der Tagesordnung über die Frage ent gesamt 1191 beträgt. Hierzu kommen noch 661 Verwesentlich beeinträchtigt. scheiden. Daß die Entscheidung im Sinne des Präsidenten ausfallen wundete. Der Gesamtverlust beziffert sich auf 1852 Mann. wird, ist zweifellos, da der Regierung und den Flotten- und SteuerDas südwestafrikanische Abenteuer, das man anfangs als parteien bei der Erörterung ihrer zum großen Teil die Volksmassen beiläufigen Zwischenfall behandelte, hat uns also bereits größere Blutopfer gekostet als unverantwortlich belastenden Vorlagen nicht wohl zu Mute sein wird der dänische Krieg int und sie diese Prozedur so viel wie möglich abkürzen möchten! Jahre 1864. erlegen 28 Mann, vermißt 67 Mann, an Krautheit gestorben der Leistungen, Dadurch ins- gegangen. Als Grund für die unverhältnismäßig große Zahl der Toten bezeichnet das„ Militärwochenblatt" unter anderem den Umstand, daß bei„ rückgängigen Bewegungen" unser Truppen zuweilen Verwundete liegen geblieben seien, die vom nachrückenden Feind einfach niedergemacht worden seien, was bei europäischen Striegen kaum Das Militärwochenblatt" hätte der Gerechtigkeit wegen auch die Tatsache erwähnen sollen, daß auch die deutschen Truppen eine Zeitlang feinen Pardon gaben. vorkomme. " 1 Zu den kolossalen Blutopfern für eine volkswirtschaftlich absolut wertlose Kolonie kommen dann noch die enormen materiellen Opfer. Rostet uns der Krieg doch bereits nach den Etats für 1904, 1905 und 1906 zirka 300 Millionen Mark, womit aber die Gesamtausgaben noch lange nicht erschöpft sein werden! Agrarische Prattifen. Die Hueland. Desterreich- Ungarn. Dank, dem Dank gebührt. Im weiteren verabredete der Seniorenkonvent, die Weihnachtsferien am 16. Dezember beginnen und am 9. Januar n. J. enden Im Banne der machtvollen Demonstration des 28. November haben die parteigenössischen Abgeordneten ans österreichische zu lassen. Proletariat folgende Danksagung gerichtet: Parteigenossen und Genosfinnen! Unter dem überwältigenden Eindrucke der Demonstration des Wiener Proletariats und der Nachrichten aus allen Städten und Industrieorten Desterreichs, die melden, daß überall die Arbeiterschaft mit gleicher Wucht und Begeisterung die Kraft ihres Willens gezeigt, wollen wir ein Wort des Dankes an euch richten. Wir danken euch, Parteigenossen aller Nationen, im Namen der Sozialdemokratie, daß ihr dem Kampfgedanken der Arbeiterklasse Desterreichs einen so erhebenden, einen so erhabenen Ausdruck gegeben. Mit freudiger Rührung erkennen wir, welcher hingebenden Kraft, welcher starken Entschlossenheit, welcher heißen Begeisterung die organisierte Arbeiterschaft in ihrem Kampfe für das gleiche Recht fähig ist. Eine Bewegung, die von solcher Kraft des Proletariats getragen wird, ist unbesiegbar, und so mächtig die Feinde des allgemeinen, gleichen und direkten Wahlrechtes sind, sie müssen heute erkannt haben, daß der Sieg des Rechtes über das Privileg unaufhaltsam ist. Wir danken euch, Genossen, wir, die kleine Schar der sozialdemokratischen Abgeordneten, denen eure mächtige Willensäußerung Kraft und Würde verleiht. So harte Kämpfe noch vor uns stehen, der heutige Tag hat die Sache des Volkes, hat die Sache des gleichen Wahlrechtes unüberwindlich gemacht. Für den Verband der sozialdemokratischen Abgeordneten: Pernerstorfer, Hybesch, Daszynski. ,, Ein edles Beispiel weckt Nacheiferung." Dem Reichstage liegen vor: Militärpensionsgesehe, für welche rückwirkende Kraft bis zum 1. April 1905 gefordert wird, Gesetzentwürfe über den Reichshaushalt- Etat und den Nachträgen, ein Gesezentwurf über Aenderung mehrerer Reichstags- Wahlkreise, Entwürfe über Aenderungen der Geseze betreffend die Statistik des Warenverkehrs und des Unterstüßungswohnsizes, über Hülfskassen Ferner liegt vor, eine und die Maß- und Gewichtsordnung. umfangreiche Denkschrift über das Kartellwesen, deren besondere Besprechung in den nächsten Tagen erfolgt. An Initiativanträgen sind eingegangen: ein Antrag der Freisinnigen Vereinigung, der die Aufhebung der landesgeseßlichen Be schränkungen des Vereinsrechts für die Frauen fordert, ein Antrag der beiden konservativen Gruppen, welcher die Herabsetzung der Verbrauchsabgabe auf Zucker fordert, sobald die Abgabe 2,10 M. pro Kopf der Bevölkerung übersteigt. Ein anderer von konservativer Seite gestellter Antrag fordert die einheitliche Regelung des Kraft= wagenverkehrs und die Bildung einer Zwangs- Berufsgenossenschaft der Automobilisten. Abg. Rettig und seine konservativen Freunde fordern Aufhebung des§ 34 des Unfallversicherungs- Gesetzes. Soziales. Bekanntlich find die Hauptabnehmer von Margarine die Milchwirtschaft im großen betreibenden Agrarier, die es" profitlicher" finden, ihrem Arbeitspersonal das Hauptprodukt ihres Betriebes, die Butter, vorzuenthalten und statt dessen für den Konsum der Leute bom Händler oder Fabrikanten das Surrogat dieses Produkts, die Margarine, fübelweise zu beziehen. Ein Seitenstück zu solcher Gesindefürsorge wird uns aus Süderdithmarschen gemeldet, wo das berühmte schleswig- Holsteinische Mastvieh produziert wird. dortigen Großbauern machen in dieser Zeit der Fleischnot bei den exorbitanten Viehpreisen natürlich ganz außerordentliche Extraprofite. Für die landwirtschaftlichen Arbeiter aber äußert sich die HochEin Konflikt zwischen Aerzten und Ortskrankenkasse in Bamkonjunktur im Dorado der Marschochsen darin, daß ihnen nun die berg. Ein Mitglied des katholischen Gesellenvereins, Wolf, wurde Budapest, 30. November. Die sozialdemokratische Partei bewegen einer Erkrankung im Krankenhause verpflegt. Im Auftrage gewohnte ohnehin knappe Fleischnahrung noch mehr entzogen wird. Die Großbauern, darunter der Vorsitzende der Landwirtschaftskammer, schloß, bei Wiederzusammentritt des Reichsrats eine große des Vorsitzenden wurde er an einem Sonntag von zwei VereinsHofbefizer Scharmer- Dammwisch, beziehen nämlich seit einiger Zeit Arbeiterdemonstration für das Wahlrecht vor dem Parlament zu mitgliedern besucht, obwohl Sonntagsbesuche verboten sind. Der aus Hamburg amerikanisches Minderpökelfleisch in Fässern und setzen veranstalten. Krankenhausarzt stellte den Kranken deshalb schroff zur Rede und Eine Arbeiterdeputation wird die Setzer bei den foalierten fragte nach den Namen der Besucher, worauf jener entes teils in geräuchertem, teils in dem importierten Zustande ihren gegnete, hätte die Leute doch selbst fragen können, Leuten vor. Das im eigenen Betriebe produzierte Fleisch ist ihnen Blättern veranlassen, in den partiellen Streit einzutreten, weil für die„ Leute" zu kostbar. Das sind dieselben braven Bieder diese Blätter fortfahren, die sozialdemokratische Partei zu ver- nachdem er vorher mit ihnen gesprochen. Diese Antwort fand männer, die über die Gesundheitsschädlichkeit des der Arzt so„ unverschämt", daß er den Kranten ohne fremden, besonders ameritanischen Fleisches weiteres entließ, obwohl dieser noch bettlägerig schreien und welche die agrarische Voltsauswucherungspolitik war. Der Vorfall wurde in der Generalversammlung der Ortsdamit verteidigen, daß die erhöhten Preise der landwirtschaftlichen Krankenkasse entrüstet besprochen. Es wurde eine Resolution anProdukte auch ihren" Arbeitern in Form höherer Löhne und vergenommen, in der das Vorgehen des Dr. Teichert scharf verurteilt besserter Lebenshaltung zugute fämen. und als rücksichtslos bezeichnet wurde. Daraufhin fündigte der ärztliche Bezirksverein den Vertrag mit der Ortskrankenkasse zum 1. April Durch ein derartiges Vorgehen eines Arztes nächsten Jahres. und die Solidaritätserklärung des Bezirksvereins wird das, insbesondere durch den Krieg der Aerzte gegen die Krankenkassen schwer erschütterte Zutrauen der Arbeiter, daß der größte Teil der Aerzte sich bei Ausübung ihres Berufes durch humane und soziale Rückfichten leiten ließe, nicht gehoben werden. unglimpfen. Der starke Mann. Budapest, 30. November. Hier zirkulieren Gerüchte, daß die Krone beabsichtige, bei Fortdauer der Opposition an die Spitze der Regierung einen Mann zu stellen, der ausschließlich militärisch gesinnt ist und das Land ohne Rücksichtnahme auf die verfassungsmäßigen Garantien regieren wird. Belgien. Die Kolonial- Bestialitäten. Herr Erzberger gegen die kolonialen ,, Eiterbeulen". Der Zentrumsabgeordnete Erzberger fährt fort, grimmig gegen die Kolonialwirtschaft loszuziehen. So erzählte er in einer Bersammlung, daß bei Sendungen für unsere füdwestafrikanischen Wer die scharfe Kritik der Sozialdemokraten, die das KolonialTruppen arge Unterfchleife vorgekommen feien: ganze Stiften mit neuen Kleidungsstücken seien zu Schleuderpreisen nach Argentinien System Belgiens und der anderen„ Kultur"-Länder beim rechten verkauft worden. Das Oberkommando der Schutztruppe habe diese Namen nannten, als Uebertreibung"," Schwarzmalerei" oder er Gewerkschaftliches. Schiffahrt treiben ist notwendig; Sattessen nicht! Man schreibt uns aus Riel: Am Dienstagabend, unmittelbar nach dem Arbeitsschluß ber kaiserlichen Werft, fand in Gaarden eine imposante Demonstrationsversammlung der Werftarbeiter im„ Kaiserfaal" statt. 3000 kaiserliche" Arbeiter füllten den großen Saal des Etablissements und die Nebenräume, Hunderte mußten wegen Ueberfüllung der Räume wieder umkehren. Die Kundgebung war ein Protest gegen die Marineverwaltung, weil sie die bekannten, auch dem Reichstag unterbreiteten Denkschriften der Werftarbeiter einfach nicht beachtet hatte, und zugleich ein Mißtrauensvotum für die Werftleitung, die die Petitionen der einzelnen Arbeitergruppen und Betriebsabteilungen konsequent dem Papierkorb überweist. Die Tagesordnung der Versammlung lautete:„ Wie denken die Arbeiter der kaiserlichen Werft über die Nichtbeachtung ihrer Denkschrift? Welche Stellung nehmen sie cin zu den Ausführungen, die ihnen bei der Ablehnung ihrer eingereichten Forderung gemacht worden sind? Welcher Ansicht sind sie über eine Verfürzung der Arbeitszeit?" Referent war Arbeitersekretär Wissell aus Lübeck. Die musterhaft berlaufene Versammlung nahm schließlich eine Resolution an, in der die Marineverwaltung ersucht wird, die neunstündige Arbeitszeit einzuführen sowie eine der Verteuerung der Lebenshaltung entsprechende Lohn= erhöhung zu gewähren. Ferner wurde der Werftdirektion das Bedauern der Arbeiter ausgedrückt, daß sie es nicht für notwendig erachtete, von den Petitionen der Arbeiter Notiz zu nehmen. von dem Resultat der Verhandlungen der Schlichtungskommission betreffs Erneuerung eines Tarifvertrages im Droschkenfuhrgewerbe. In Anbetracht, daß die Fuhrunternehmer die Vorschläge der Kutscher in feiner Weise afzeptiert haben, vielmehr auf Abschließung eines Vertrages auf 2½ Jahre unter den alten Bedingungen bestehen, beschließt die Versammlung, nur unter den borgeschlagenen Bedingungen, welche folgendermaßen lauten: Von 10 M. Einnahme 2 M. Grundlohn und 25 Proz., oder die Wagen waschen zu lassen, und bei einer Einnahme bon 12 M. 2 M. Grundlohn zu zahlen; ferner Anschaffung verschließbarer Räume zur Unterbringung der Sachen und Versicherung der Libree gegen Brandschaden, den Vertrag zu erneuern. Außerdem wird Anerkennung des Vertrauensmannes verlangt. Sollten die Fuhrherren diese Bedingungen nicht annehmen, so lehnen es die Kutscher ab, einen neuen Tarifvertrag abzuschließen und werden eine abwartende Stellung einnehmen. Den Drohungen, welche die Fuhrherren in ihrem Fachblatt " Der Fuhrhalter" fundgegeben haben, sie würden, wenn fein Tarif zustande kommen sollte, den Lohn abschaffen und nur Prozente zahlen, sehen die Vertrauensleute mit der größten Ruhe entgegen und werden die gebührende Antwort auf ein solches Vorgehen der Fuhrherren nicht schuldig bleiben." Zum Schluß wird eine neue, aus 6 Mitgliedern bestehende Schlichtungskommission sowie 2 Erfaßmänner gewählt, da die Funt. tion der bestehenden Kommission mit dem 30. November, dem Ablauf des Vertrages, zu Ende geht. Achtung, Bauklempner! fommiffion wurden die beiden Bunkte bezüglich der verkürzten ArbeitsIn der am 21. November stattgefundenen Sigung der Schlichtungszeit dahin geregelt: werden. 1. Bei verkürzter Arbeitszeit gelten als Ueberstunden nur, was über neun Stunden ist. 2. Einheitliche Arbeitszeit soll nach Möglichkeit berücksichtigt Die Ortsverwaltung des Metallarbeiterverbandes hatte Die Arbeitgeber lehnen eine präzisere Fassung dieser Punkte ab den Oberwerftdirektor in einem höflichen Schreiben ersucht, und müssen dieselben bis zum Abschluß des neuen Tarifs so gelten. einen seiner höheren Beamten in die Versammlung zu entDie Schlichtungskommission. senden, damit er sich über die Wünsche und die Stimmung der Arbeiter persönlich informieren fönne. Der Einladung war feine Folge geleistet worden; die Herren sind offenbar so sehr mit der neuen Flottenvorlage beschäftigt, daß sie keine Zeit haben, sich um das Wohl ihrer Arbeiter zu kümmern. Sie mögen sich dann aber auch nicht wundern, wenn die Erregung ihrer" Arbeiterschaft ihnen eines Tages das Sicherheitsgefühl, in dem sie sich zu wiegen scheinen, bös stört. Berlin una amgegend. Die Berufsgefahren der Putzerträger. Die Fliesenleger Hülfsarbeiter( Bauarbeiter Verband) beschlossen gestern abend in einer vollzählig besuchten Versammlung, ihren am 1. Februar n. J. ablaufenden Tarifvertrag mit dem heutigen Tage zu kündigen. Es haben bereits Vorverhandlungen mit einigen der maßgebendsten Firmen stattgefunden, bei denen die Formulierung der neuen Vertragsbedingungen auf folgender Grundlage vereinbart wurde: bis zum 1. Oktober 1907. Der Stundenlohn wird vom 1. Februar Abschluß des neuen Vertrages wie bei der Lokalorganisation bis 1. Oktober 1906 von 55 auf 57% Pf. und von da ab auf 60 Pf. erhöht. Für ungeübte Hülfsarbeiter, die in dem Fache bisher noch nicht gearbeitet haben, gilt eine Karenzzeit von drei In den letzten Jahren ist bei den Bugerträgern eine Unfitte Monaten derart, daß während der ersten 7 Wochen ein Stundenlohn eingerissen, die große Gefahren für Leben und Gesundheit der von 52%( bisher 50 Pf.) und für die Restzeit von 6 Wochen ein Arbeiter hervorruft. Diese Hülfsarbeiter der Pußer beginnen ihre solcher von 55 Pf. gezahlt wird. Die Arbeitszeit ist wie bei den Arbeit in den Wintermonaten meist schon vor Tageslicht und Fliesenlegern eine neunstündige. Bei Arbeiten, welche außerhalb arbeiten oftmals bis in die späten Abendstunden. Nun bestimmt des Vorortverkehrs auszuführen sind, wird außer den üblichen Ent zwar der Lohntarif, daß die Unternehmer für genügende Beleuchtung schädigungen ein Zuschlag von 2,75 M. pro Tag gezahlt. Falls der Treppen und Arbeitspläge zu sorgen haben, und früher famen Kost und Logis gewährt wird, verringert sich der Zuschlag auf sie auch dieser Pflicht nach; jezt aber ist das in der Regel nicht 0,75 m. pro Tag. Ist der Arbeiter dagegen weniger als eine mehr der Fall. Die Pußerträger binden sich eine Woche 6 Arbeitstage an einem auswärtigen Orte beschäftigt, leine Laterne vor den Leib und bei diesem fargen, so erhöht sich die Verpflegungszulage auf 3 M. pro Tag. Ueberfladernden Licht, das taum die nächsten Stufen stunden, Nacht- und Sonntagsarbeiten sind nach Möglichkeit zu vernotdürftig beleuchtet, tlettern sie, mit dem meiden. Wenn Ueberstunden gemacht werden, so ist von 6 Uhr schweren Material belastet, die Treppen hinauf. abends ab ein Zuschlag von 25 Broz. zu zahlen. Nachtarbeiten Daß dadurch oft Fehltritte und Unglücksfälle vorkommen, die bei genügender Beleuchtung vermieden werden könnten, ist selbstverständilch. Manchmal zeigen sich die schlimmen Folgen erst lange nach dem Unglücksfall, so daß der Zusammenhang zwischen diesem und der Invalidität oder dem Tode des Arbeiters nicht mehr flar zutage tritt und dann auch die Unfallrente verloren geht. Die Unternehmer, denen ja nun einmal der Profit höher steht als das Leben ihrer Arbeiter, fühlen Die Arbeitgeber haben dafür Sorge zu tragen, daß auf Neufich aus eigenem Antrieb nicht veranlaßt, für Beleuchtung zu forgen und kehren sich auch nicht an die tarifliche Verpflichtung, wenn die Arbeiter sie nicht dazu zwingen, ja, sie noch in ihrer Pflichtvergessenheit bestärken, indem sie fich selbst eine erbärmliche Leuchte mitbringen. Mit dieser Unfitte soll jedoch aufgeräumt Blätterinnen die Arbeit nieder, weil ihre Forderungen nicht atte erkannt wurden. Inzwischen ist nun die Lohnbewegung in den Bielefelder Wäschefabriken eine allgemeine geworden. Den Fabritanten wurden die Forderungen vorgelegt, welche sich in der Hauptsache auf eine mäßige Erhöhung der Löhne und Verkürzung der Arbeitszeit von 9% auf 9 Stunden erstrecken. Gewiß äußerst bescheidene Forderungen. Daß sie ohne weiteres bewilligt werden können, beweist der Umstand, daß die darin größten Bielefelder Betriebe die Arbeiterforderungen bewilligten, und daß sich auch einzelne fleinere Fabriken denselben anschlossen. In diesen Fabriken sind insgesamt etwa 900 Arbeiter und Arbeiterinnen beschäftigt. Die übrigen Fabrikanten, sieben an der Zahl, lehnten die Forderungen ab, infolgedessen traten die dort Beschäftigten am 23. d. M. in den Streit. In der Versammlung, welche den Streit beschloß, konnte der Verbandskassierer Gue erklären, er sei von Berlin nach Bielefeld gekommen, in der sicheren Erwartung, es werde gelingen, in Frieden eine Vereinbarung mit den Fabrifanten zu erreichen. Das sei auch die Absicht der Verbandsleitung gewesen, die jedoch an dem ablehnenden Verhalten der Fabrikanten gescheitert sei. Im Streit befinden sich 490 Näherinnen, 367 Plätterinnen und 7 Zuschneider. Als Arbeitswillige sind in den Betrieben verblieben 106 Näherinnen, 39 Plätterinnen. Diese Zahlen sind dem Verbandsvorsitzenden durch Schreiben vom 25. d. M. zugegangen. Es ist wohl möglich, daß es inzwischen gelungen ist, die Arbeitswilligen wenigstens teilweise noch zum Anschluß an den Streit zu bewegen. Wie dem aber auch sein möge, soviel ist sicher: Die Streifenden stehen fest in der Bewegung, sie sind vom besten Geiste beseelt und entschlossen, den Kampf nicht abzubrechen, che Bielefeld nicht nur um eine Angelegenheit der Bielefelder Wäschesie den gewünschten Erfolg errungen haben. Nach dem hier Gesagten handelt es sich bei dem Streik in arbeiterinnen, sondern um eine Bewegung, die für die gesamte Wäschefabrikation Deutschlands von Bedeutung ist. Vor allem fabriken ein ebenso großes Interesse an dem Ausgange des Streits haben aber die Arbeiter und Arbeiterinnen der Berliner WäscheSollten die Bielefelder Arbeiterinnen unterliegen, so würden auch in Bielefeld, wie die Streifenden selbst. Denn das ist llar: die Berliner Fabrikanten alles mögliche versuchen, um den Erfolg des Berliner Streits wieder rückgängig zu machen. Der Hinweis auf die von den Arbeitern nicht zur Lohnerhöhung gezwungene Bielefelder Konkurrenz würde den Berliner Fabrikanten ein willfommener Vorwand sein, sich den Verpflichtungen, die ihnen der Schiedsspruch des Einigurigsamtes auferlegt, nach Möglichkeit zu entziehen. Die Arbeiterinnen in Bielefeld kämpfen also nicht nur für die Aufbesserung ihrer eigenen Verhältnisse, fondern gleichzeitig auch für die Sicherung dessen, was die Arbeitnehmer der in Bielefeld die Vorbedingung für die Hebung der Arbeitsverhält Berliner Wäscheindustrie errungen haben, und weiter ist der Sieg nisse in den sächsischen und anderen Bezirken der Wäscheindustrie. Aus diesen Gründen verdient der Streik in Bielefeld nicht nur allgemeine Beachtung, sondern auch, wenn erforderlich, die weitgehendste Unterstützung der gesamten Arbeiterschaft. Vom Aussperrungskoller. In der Firma Julius Blande, Armaturen fabrit, Merseburg, beabsichtigen die Metallarbeiter in einen Streit zu treten. Der Hallesche Industriellenverband, den der Streit an sich nichts angeht, soll nun Herrn Blancke durch Aussperrung Hülfe angeboten haben. Die Metallarbeiter nahmen gestern abend in Halle in einer großen Versammlung, die von weit über 1000 Personen besucht war, Stellung zu der Sache, billigten das Vorgehen der Arbeiter der Firma Bland und versprachen den Metallarbeitern Unterstüßungen nach allen Richtungen. Es herrschte Stampfesstimmung. Die Kieler Straßenbahner Die Gesellschaft hat eine Anzahl Forderungen auf geringfügige Lohnerhöhung, die Innehaltung der zehnstündigen Arbeitszeit und anständige Behandlung schroff zurückgewiesen. Die WerkstättenArbeiter erklärten sich mit den Schaffnern und Führern solidarisch. So umfangreich war die Beteiligung am Streit, daß es nur gelang, bis gegen mittag fieben Wagen in Betrieb zu setzen, die von streif brechenden Kontrolleuren geführt wurden. Die Streifenden haben zur Bekundung ihrer Friedensliebe das Gewerbegericht als Einigungsamt angerufen. von 9 Uhr abends bis 7 Uhr morgens sowie Sonntagsarbeiten sind sind nach einem Privattelegramm, das uns zuging, seit mit 100 Proz. Zuschlag zu entgelten. Beim Wechseln eines Baues gestern ausständig. während der Tagesschicht geschieht der Transport des Handwerkszeuges wie bisher während der Arbeitszeit. Geschieht der Wechsel mit dem Beginn der Tagesschicht, 10 erhält der Arbeiter eine halbe Stunde vergütet, dergestalt, daß er eine halbe Stunde später mit der Arbeit beginnt, aber den vollen Stundenlohn erhält. bauten, welche längere Zeit in Anspruch nehmen, ein verschließbarer Raum zur Unterbringung der Kleidung und des Handwerkzeuges hergestellt wird. Ebenfalls haben die Arbeitgeber dafür zu sorgen, daß auf Neubauten in den Räumen, wo Fliesenarbeiten ausgeführt werden, vom 1. Oftober ab die Fenster verglast sind. Streitigkeiten, zur Vermeidung von Streiks oder Aussperrungen wird eine paritätische Kommission unter dem Vorsitz eines Gewerberichters gebildet. Gegen Entscheidung dieser Kommission steht der unterliegenden Partei die Berufung an das Einigungsamt des Gewerbegerichts zu. werden. Am Montag fand bei Wernau in der Schwedterſtraße eine zur Schlichtung der aus dem Arbeitsverhältnis etwa entstehenden Letzte Nachrichten und Depeschen. Es steht zu erwarten, daß auch die übrigen Firmen dieser Fassung des neuen Tarifvorschlags zustimmen dürften. Vom Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter erhalten wir folgende Zuschrift: zahlreich besuchte Versammlung der Pußerträger Berlins und der Umgegend statt, in der Kar! Heidemann diese Zustände schilderte und die Leichtfertigkeit geißelte, mit der so manche Buzerträger in unnötiger Weise Leben und Gesund heit aufs Spiel setzen und die Pflicht der Selbsterhaltung außer acht lassen. Die Gefahren sind um so größer, als ja die Buzer selbst in Afford arbeiten und die Träger sich stets der Arbeitsleistung der Buzzer anpassen müssen. Dieser Umstand, sowie die Schäden des Affordsystems überhaupt, wurden auch in der Diskussion ganz besonders hervorgehoben. Die Versammlung beschloß ein stimmig, daß vom 1. Dezember ab die Träger nur dann eine halbe Stunde vor den Pußern mit der Arbeit beginnen und sie abends nach Eintritt der Dämmerung nur dann fortfegen, wenn der Unternehmer, der Tarifbestimmung entsprechend, für ge nügende Beleuchtung der Treppen und Arbeits- 33 M. ein Wochenlohn von 27 M. angeboten. Abgesehen davon, pläge forat. Cine Zu der von den Pianofortefabrikanten Herren Bogs u. Voigt, Borhagenerstraße, in Nr. 279 des Vorwärts" veröffentlichten Berichtigung haben wir folgendes zu bemerken: Unserem in dieser Fabrik gemaßregelten Kollegen wurde an Stelle eines bisher im Afford erzielten Durchschnittsverdienstes von daß ein solcher Lohn für heutige Verhältnisse vollkommen unzureichend ist, ist eine derartige Zumutung für jeden anständigen Arbeiter gleich bedeutend mit Entlassung. Vorstand des Fachvereins der Musikinstrumenten- Arbeiter. Herr Schuhmachermeister Tschiersch( nicht Tiersch), Teget, ersucht uns mitzuteilen, daß er allerdings einen Schuhmacher entlassen habe, aber nicht wegen Zugehörigkeit zur Organisation, sondern weil der= selbe seinen Anforderungen nicht entsprach. Von den noch in seinem Betriebe beschäftigten beiden Gehülfen gehöre der eine ebenfalls der Organisation an, ohne daß er an dessen Entlassung dächte. Deutfches Reich. Der Streik der Wäschearbeiterinnen in Bielefeld ist mehr als eine rein lokale Lohnbewegung. Er ist vielmehr zu betrachten als ein Einzelkampf in der allgemeinen Bewegung, welche der Verband der Wäsche- und Krawattenbranche in allen Bezirken der Wäsche industrie Deutschlands entfaltet hat, um die äußerst schlechten Lohnund Arbeitsbedingungen, die in diesem Industriezweige bekanntlich herrschen, aufzubessern. Droschkenkutscher- Bewegung. Vertrauensmänner- Versammlung der Droschtenführer Berlins und Umgegend, zu der mehr als 200 Fuhrhöfe ihre Vertreter entsandt hatten, tagte in der Nacht zum Donnerstag in den Industrie- Sälen Beuthstraße, um zu der Antwort der Droschtenbesitzer auf die Vorschläge der Droschtenführer zum neuen Tarifvertrag Stellung zu nehmen. Eine außerordentlich strenge Kontrolle wurde am Eingange des großen Saales geübt und nur Vertrauensleute des Vereins zugelassen. Der Referent Becker gab zunächst einen Ueberblick über die wirtschaftliche Lage der Dioschtenführer und führte dann weiter aus, seit dem letzten Frühjahr sei eine allgemeine Teuerung fast auf allen Gebieten eingetreten und weitere erhebliche Teuerungen im nächsten Frühjahr zu erwarten, aber trotz alledem hätten die Fuhrherren die minimalen Forderungen der Kutscher abgelehnt und zwar mit der Motivierung, die Beiträge zur Fuhrwertsberufsgenossenschaft sowohl wie die Futterpreise hätten eine beinage unerschwingliche Höhe erreicht, welch lettere bei Einführung des neuen Zolltarifs Während der Berliner Lohnbewegung begründeten die Fabrivoraussichtlich noch weiter steigen würden. Einen neuen Tariffanten ihre Ablehnung der Arbeiterforderungen mit dem Hinweis vertrag wollten die Fuhrherren nur auf eine Zeitdauer von auf die auswärtige Konkurrenz, die mit erheblich geringeren 2½ Jahren abschließen und zwar auch nur auf Grundlage der alten Löhnen rechnen fönne, als in Berlin gezahlt würden. Bielefeld, Bedingungen, und im Fall kein Vertrag zustande komme, nur Sachsen usw. wurden angeführt als solche Konkurrenzpläße, gegen 40 Proz. der Einnahmen ohne Grundlohn zahlen. Auch eine Aus- die Berlin nicht aufkommen tönne, wenn die Forderungen der Arsperrung analog anderer Scharfmacher sei bereits gegebenenfalls beiter bewilligt werden sollten. Die Berliner Fabrikanten meinten, angedroht worden. Im übrigen habe der Vorstand festgestellt, daß sie würden ihre Betriebe nach außerhalb verlegen müssen, wo die die geforderte Lohnerhöhung im Durchschnitt pro Tag nicht mehr Arbeiter noch anspruchsloser feien aus die in Berlin. Die Vertreter wie 10 Pf. für den Kutscher betrage. Es handele sich nur darum, des Verbandes der Wäsche- und Krawattenarbeiter fonnten schon ob sie Gewehr bei Fuß die Lage abwarten, um bei gelegener Zeit damals den Fabrikanten entgegnen, daß der Verband bestrebt sei, energisch vorzugehen und dann selbstverständlich ganz andere For- auch in den auswärtigen Bezirken der Wäscheindustrie für Aufderungen stellen würden, oder ob sogleich vorgegangen werden solle. besserung der Löhne und sonstigen Arbeitsbedingungen zu forgen, Er, Redner, empfehle den Versammelten nach Lage der Sache, den und daß die Berliner Fabrikanten teine Ursache mehr haben ersteren Weg einzuschlagen. Dieser borjährige Tarifvertrag, der würden, die auswärtigen Arbeiter und Arbeiterinnen gegen die erste abgeschlossene im Berliner Droschtenfuhrwesen, dieses Berliner Arbeitnehmer auszuspielen. Monstrum von Vertrag, erreiche mit dem 30. November Die Ereignisse, welche sich seitdem abgespielt haben, zeigen, sein Ende. Nach mehrstündiger Debatte, in welcher einzelne daß die Arbeitervertreter halten, was sie versichert haben. In Redner für ein sofortiges scharfes Vorgehen eintraten, den sächsischen Bezirken der Wäscheindustrie betreibt der Verband gelangte folgende, vom Vorstande vorgeschlagene Resolution zur zur Zeit eine lebhafte und von Erfolg begleitete Agitation, und in einstimmigen Annahme: Bielefeld, einem Hauptplatz der Wäschefabrikation, machten sich die Die am 29. November 1905 in den Industrie- Festsälen, ersten Anzeichen der Lohnbewegung fast gleichzeitig mit der BerBeuthstraße, tagende Vertrauensmännerversammlung des Ver- liner Bewegung bemerkbar. Etwa um die Zeit, wo in Berlin der eins der Droschkenführer Berlins und Umgegend nimmt Kenntnis Streit beendet wurde, legten in einigen Bielefelder Fabriken die Berantw. Redakteur: Hans Weber, Berlin. Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Des roten Sachsens Hauptstadt. wärts".) Bei der heutigen Stadtverordnetenwahl, die unter Dresden, 30. November.( Privatdepesche des„ Vordem neuen Berufsklassenwahlrecht stattfand, haben unsere Genossen sechs Size erobert. In der zweiten Altersklasse wurden vier, in der ersten Altersklasse zwei Genossen gewählt. Bisher waren wir im Stadtparlament nicht vertreten. Unser Stimmenzuwachs beträgt etwa 3000. Zum Kieler Straßenbahner- Streif. Kiel, 30. November.( W. T. B.) Die Direktion der Straßenbahn hat an die Angestellten der Gesellschaft ein Schreiben gerichtet, in welchem erklärt wird, daß sämtliche Angestellten, die bis heute abend 6 Uhr die Arbeit nicht wieder aufgenommen haben würden, sich als entlassen zu betrachten hätten. Die Kommission der Ana gestellten hat, wie die Nord- Ostsee- Zeitung" meldet, beschlossen, im Ausstand zu verharren, bis die Direktion sämtliche Forderungen erfüllt habe. Der paffive Widerstand. Wien, 30, November.( B. H.) Nächste Woche findet hier eine Versammlung der Posthülfsbeamten statt, in welcher über den Eintritt der passiven Resistenz Beschluß gefaßt werden soll, falls bis dahin den Forderungen nicht nachgegeben worden ist. Es gärt in der Armee. Madrid, 30. November.( B. H.) Trotz des Verbotes, sich auf die Straßen zu begeben, durchziehen Truppen dieselben. Vor dem Kongreß war eine zahlreiche Polizeimacht aufgestellt, um Ausschreitungen zu verhindern.(" Frff. 8tg.") Nach dem Sturm. Sebastopol, 30, November.( Meldung der Petersburger Telegraphen- Agentur.) Die Kasernen, wo sich die Meuterer berbarriladiert hatten, sind von treu gebliebenen Truppen besetzt worden. 2000 Menterer mit Mitrailleusen sind in das Landesinnere gezogen. Der Kreuzer Otschatow" ist ausgebrannt, ist aber noch flott. Russische Zenfur. Petersburg, 30. November.( B. H.) Hier herrscht über das Ausbleiben von amtlichen Nachrichter. über die Vorgänge in Cebastopol große Aufregung. Im Marineministerium erflärte man, teine weiteren Nachrichten erhalten zu haben. In letter Stunde soll jedoch beim Marineministerium eine wichtige Depesche eingetroffen fein, die zu veröffentlichen das Ministerium sich weigeri, da befürchtet wird, daß dieselbe im Auslande einen schlimmen Eindruck erwecken könne. Rebellierende Truppen. Warschau, 30. November.( B. H.) In der Festung Modlin meuterte die Garnison. Väterchen ist nicht zu sprechen. Petersburg, 30. November.( B. H.) Der Zar weigerte sich, eine Bolendeputation zu empfangen. Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 4 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Nr. 281. bielski. angenommen. 22. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 1. Desember 1905. Zur Begründung der Interpellation nimmt das Wort Abg. Scheidemann( Soz.): = wenn Auf Grund dieser Tatsachen haben nun eine ganze Anzahl| Rinderzungen in gefochtem Zustande ungehindert eingeführt worden Berufsgruppen Eingaben gemacht. Daß Herr Podbielski fich den seien. Das Reichsgesundheitsamt verbot nun die Einfuhr als geForderungen dieser Eingaben gegenüber ablehnend verhielt, war als fundheitsschädlich, das Reichsamt des Innern aber ließ die Einfuhr 8. Sizung vom 30. November, 1 Uhr. selbstverständlich vorauszusetzen. Aber die ganze Art und Weise, wie mit Rücksicht auf den Handel noch für eine bestimmte Zeit zu. Am Bundesratstische: Graf Posadowsky, v. Pod Herr v. Podbielski„ Nein" sagte, wie er beim opulenten Mahle, Sind die Rinderzungen gesundheitsschädlich, so ist es verbrecherisch, vielleicht beim 3. oder 4. Gang gesagt hat ,, Ne Fleischnot jibt's nich!" sie hereinzulassen; ist das nicht der Fall, so ists ein Unsinn, sie Präsident Graf Ballestrem teilt mit, daß zu Schriftführern die( Nuf rechts: Pfui!) hat bei dem ganzen deutschen Wolfe die aller hinauszuweisen. Der Fall ist wohl nicht an die Deffentlichkeit geAbgg. Engelen( 8.), Rimpau( natl.), Frhr. v. Thünefeld( 3.), Blell größte Entrüstung hervorgerufen( Sehr richtig! links). Wie kann ein fommen, ich kenne ihn aber trotzdem. Die Denkschrift sagt, mit der Verminderung des Fleischkonsums ( frs. Vp.), Pauli( Rp.), Simburg( f.), Hermes( fri. Vp.), v. Dammann, der selbst ein großer Schweinezüchter ist, in dieser Frage überDie Fleisch ( wildk.) gewählt find. Außerdem erhielten die Abgg. v. Mielzynski haupt als objektiv Urteilender angesehen werden( Unruhe rechts, sehr sei es nicht so schlimm, wie behauptet werde. ( Bole) 98, Fischer( Soz.) 80, Stücklen 76 Stimmen. richtig b. d. Soz.). Man hat im Bolte kein Verständnis dafür, daß teuerung wird ja von den enragiertesten Agrariern zugegeben. Ein schleuniger Antrag der Abgg. Albrecht( Soz.) u. Gen. ein Mann, der im Privatleben eine derartige Stellung einnimmt, Bei den Behauptungen der Dentschrift muß man an das Wort und Viehzucht fein Oxenstiernas an seinen Sohn denken:" Du weißt nicht, mit wie auf Einstellung eines Strafverfahrens gegen den Abg. Gerisch gleichzeitig Minister für Landwirtschaft Wenn der deutsche Reichstag etwas mehr Rechte wenig Verstand die Welt regiert wird." Wenn gefagt wird, daß ( Soz.) für die Dauer der Seffion, sowie ein schleuniger Antrag der fann. Abgg. Bödler( Ant.) u. Gen. auf Einstellung eines Strafverfahrens und Rückgrat hätte, würde Herr v. Podbielski feine 24 Stunden troß der hohen Fleischpreise das Fleisch gekauft werde, so beweist gegen den Abg. Kröjell( Ant.) für die Dauer der Session wird mehr Minister fein.( Lebhafte Zustimmung links, Unruhe rechts.) das, daß derjenige, der das sagt, vom Voltsleben nicht die geringste Herr v. Podbielsti hat sich jogar dazu bereit erklärt( Vize- Borstellung hat. Die oberen Zehntausend gehen in ihrem FleischEs folgt die Interpellation der Abgg. Albrecht( Soz.) und präsident Graf Stolberg steht seit einer Weile mit der Hand an der konsum nicht zurück, fie taufen das Fleisch, auch wenn der Preis Glode)- Herr Präsident, es gibt feine Gelegenheit au Ordnungs- zehnmal so hoch ist, wie jetzt.( Sehr richtig! bei den Sozialdemo Genossen: rufen( Heiterfeit.)- bereit erklärt, dem sozialdemokratischen Partei fraten.) Welche Maßregeln gedenkt der Herr Reichskanzler zu ergreifen, vorftande Ferkel zur Verfügung zu stellen! Das ist nicht die Art In der Denkschrift heißt es unter anderem, es müsse betont um der Höhe der Fleischpreise, die feit geraumer Zeit eine Stala- und Weise, wie ein Mann in seiner Position zu einer derartigen werden, daß erstens der Fleischverbrauch heute noch viel stärker set mität für weite Kreise der erwerbstätigen Bevölkerung geworden wichtigen Frage Stellung nimmt. Darüber sollten Sie( nach rechts) als vor wenigen Jahren für möglich und notwendig gehalten wurde ist, entgegenzuwirken? Gedenkt der Herr Reichskanzler ins- mit mir eines Sinnes sein.( Sehr richtig! links, Unruhe rechts.)( Hört! Hört! links), sodann stände den hohen Fleischpreisen auch ein besondere eine Aufhebung der Fleisch- und Viehzölle und eine Freilich, es tann feiner aus seiner Haut heraus. Einem Viehzüchter erhöhtes Einkommen gegenüber( Jronisches Gelächter links), endlich Aufhebung der Vorschriften herbeizuführen, die die Einfuhr fann ich es schließlich nicht verdenken, wenn er fich dagegen wehrt, feien die begetabilischen Nahrungsmittel billiger geworden( Gelächter lebenden Viehes und zubereiteten Fleisches aus dem Ausland daß ihm vom Auslande Konkurrenz gemacht wird. Bon links), sodaß die Ausgaben für die Ernährung also keine größeren erschweren? Herrn v. Podbielski eine andere Antwort erwarten, wäre dasselbe sein dürften als bisher( Sehr richtig rechts), d. h. mit anderen Graf Posadowsky erklärt: Der Herr Reichskanzler ist bereit, wie vom Minister Rubstrat erwarten, daß er das Pofern für ein Worten: Ihr Arbeiter eßt Kartoffeln und Kohlrabi!( Sehr richtig Glücksspiel erklärt!( Sehr gut! links.) Ueber Herrn v. Podbielsti links.) Ich finde es geradezu skandalös, daß sich in einer antlichen die Interpellation sofort zu beantworten. tonnte man fich ja allerdings nach allen seinen Aeußerungen in den Denkschrift eine derartige Stelle finden läßt.( Sehr richtig! Lebhafter Bei legten Jahren nicht wundern. Von weit einschneidenderer Bedeutung fali links.) Ich will dann daran erinnern, daß vor kurzem in einem Prozeß aber ist das Verhalten des Herrn Reichskanzlers." Fürst Bülow hat in Hannover festgestellt ist, daß franke und elende Tiere unausgesetzt Wenn in früheren Jahrhunderten eine Hungersnot im deutschen immer Herrn v. Podbielski vorgeschoben und sich um eine flare von Hannover nach Westfalen transportiert werden, und so die Bolle wütete, so betrachtete man das wohl als einen besonders Stellungnahme herumgedrüdt. Dabei hätte er fehr wohl selbst Bergleute dort das allermiserabelfte deutsche Fleisch essen müssen. schweren Schlag Gottes, als eine schwere Gottesgeißel. Heute aber dafür sorgen fönnen, daß die Grenze z. B. für eine erhöhte Schweine( hört! hört! links.) Weiter ein frasses Beispiel, das besonders für handelt es sich um fünstlich hervorgerufene Mißstände, um die einfuhr aus Rußland geöffnet würde.( Sehr richtig! links.) die Herren im Zentrum und namentlich für Herrn Giesberts InterFolgen der agrarischen Interessenpolitit.( Sehr wahr! bei den Die Herren Agrarier und die Denkschrift erklären mum, es esse hat. In Habelschwerdt in der Grafschaft Glatz in Oberschlesien Sozialdemokraten), für deren Verwerflichkeit mir der parlamentarische gebe feine Fleischnot, sondern nur eine Fleischteuerung, und diese hat der katholische Arbeiterverein den Beschluß gefaßt, von einer Ausdruck fehlt. Besteht eine Fleischteuerung oder handelt es sich erkläre sich sehr einfach, beispielsweise aus dem Zwischenhandel! Konservenfabrit in Breslau Konservenfleisch für 40 Pfennige nur um einen von der Sozialdemokratie zu Agitationszwecken her- So heißt es in der Denkschrift, man fönne sich dem Eindruck nicht das Pfund zu beziehen. Es ist festgestellt, daß dieses Fleisch borgerufenen Fleischteuerungsrummel? Die Beweise für die Fleisch verschließen, daß der Zwischenhandel das durch volkswirtschaftliche von dieser Firma sonst als Hundefutter verkauft ist.( Lebhaftes not find nunmehr schon so umfangreich geworden, daß man sie vor Rücksichten gebotene Maß überschritten habe. Der Zwischenhandel Bfui! bei den Sozialdemokraten.) Selbst von der Regierung ist jetzt vernünftigen Leuten erst gar nicht mehr zu beweisen braucht. Ich wird als Blizableiter für die ganze Fleischnot hingestellt, und es zugegeben, daß die jetzigen Fleischpreise einen Mehraufwand von will nur einige besonders kennzeichnen und herausgreifen. Aus den wird ein Bild von den schädlichen Wirkungen des Zwischenhandels 75 M. gegenüber dem Vorjahre erforderten, selbst wenn der Konsum Antworten von den 40 größten Schlachthäusern Deutschlands nehme beim Viehverkauf entworfen, ein Bild, das in seiner Konsequenz sich nicht steigert.( hört! hört! links.) Dabei ist aber natürlich die ich die von Berlin, Hamburg und Breslau. Danach hat im Ver- logischerweise zum Sozialismus führt. Freilich, der Herr Reichs Verteuerung des Kaffees, des Tabats und der Wolle überhaupt noch gleich des 3. Quartals 1904 zu dem 3. Quartal 1905 die Zahl der kanzler ist kein ,, Konsequenzenmacher", sonst hätte er sich fagen müssen, nicht berücksichtigt. Es wird auch noch viel schlimmer werden, wenn Schweineschlachtungen abgenommen in Berlin um 4264, in Hamburg daß alle diese Ausführungen über die Viehhändler auf den Zwischenhandel erst der famose Bolltarif im nächsten Jahre seine Wirksamkeit ausum 3197 und in Breslau um 3608.( hört! hört! bei den Sozial- überhaupt zu treffen.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) üben wird. Nun spricht man immer von der Zunahme des Kon demokraten.) Im ganzen sind die Schweine- Schlachtungen in Ueberall wird der fleine Mann einfach ausgeschaltet und vom Großen sums. Wie hoch ist denn der Konsum? Eine Kriegsration für den Soldaten foll Im deutschen 3/4 Pfund Fleischnahrung beDeutschland von 3 508 000 im 3. Quartal 1904 auf 3030 000 im aufgefressen.( Buruf rechts: Und darüber freuen Sie sich!) Meines Erachtens stellt der Stampf. den die 3. Quartal 1905 zurückgegangen. Das Mindergewicht der in diefem übrigen ist es auch gar nicht richtig, was in der Denkschrift über tragen. Mehrheit der deutschen Arbeiter in der Industrie Jahre geschlachteten Schweine beträgt also über 57 Millionen Kilo- den Zwischenhandel gesagt wird. Herr Kollege Lattmann hat ein große gramm, d. h. 1,05 Kilogramm auf den Kopf der Bevölkerung.( Hört, ganz interessantes Experiment gemacht in feiner Heimat. Er hat zu führen hat, nicht minder hohe Anforderungen an die Gesundheit. hört! bei den Sozialdemokraten.) Weiteres Material bieten sich direkt an die Viehverwertungsstelle in Berlin gewandt und Wenn man nun für die Arbeiterfamilien den gleichen Maßstab andie Denkschrift des deutschen Fleischerverbandes und die be- zwischen den Viehzüchtern und Mezgern unter Ausschaltung jedes wendet wie für den Soldaten und für die Frau mir ein Viertel fonders wichtige Eingabe des Berliner Magistrats an den Minister Zwischenhändlergewinns zu vermitteln gesucht. Troßdem er bei und für die Kinder zusammen auch nur ein Viertel Pfund Fleisch für Landwirtschaft. Da ist ziffernmäßig nachgewiesen, wie in Berlin diesem Schweinehandel noch das Schweineglück hatte( Heiterkeit), ansetzt, dann würde allein dieser Fleischgenuß verlangen, daß der in dem letzten Jahre, besonders aber in den letzten sieben Monaten die daß ihm keins diefer Tiere auf dem Transport trepiert ist, hat er Arbeiter für Fleisch 720 Mark ausgeben müßte. Als vor mehreren Preise für alle Fleischarten, am stärksten aber für Schweinefleisch, schließlich doch dieselben Preise nehmen müssen, wie die Vieh Jahren hier im Reichstag der bekannte Tuberkulose Kongreß war stattfand, das Hauptnahrungsmittel der ärmeren Bevölkerung, gestiegen sind. händler. man sich darüber einig, daß der Kampf Wenn Sie aber trotz alledem nicht an die Fleischnot glauben wollen, In der Denkschrift wird nun auch den Metzgermeistern der Vor- gegen diese Krankheit am besten aufgenommen wird, rufen Sie doch das ganze deutsche Volt zum Zeugen auf, fragen Sie wurf gemacht, daß fie die für sie angeblich günstige Situation man dafür sorgt, daß der Arbeiter anständig bezahlt wird, doch die Millionen von Arbeitern, die Hunderttausende von schlecht ausgenutt hätten, um Wucher zu treiben. Das steht im schlechten gesunde Wohnung erhält und gute und reichliche Nahrung. bezahlten Post- und Eisenbahnbeamten, den nach Ihrer stets wieder- Einklang mit der nicht zu bestreitenden Tatsache, daß in der letzten Auch der Staatssekretär hat damals diese Ansicht vertreten. Was holten Angabe besonders leidenden Mittelstand, wie schwer auf ihnen Zeit zahlreiche Eristenzen aus dem Fleischermeistergewerbe verkracht haben Sie( zur Rechten) aber getan? Das Gegenteil!( Beifall bei die Fleischnot lastet. Wem auch das noch nicht genügt, der sehe sich sind. Die Denkschrift muß das zugeben, sieht aber den Grund den Sozialdemokraten.) Sie haben den Arbeitern zwar nicht mehr den Sturmlauf nach den städtischen Freibänken an, wo minder darin, daß die betreffenden ohne genügendes Kapital angefangen Nahrung gegeben, wohl aber Spucknäpfe in den öffentlichen Anstalten wertiges Fleisch verlauft wird, der beobachte einmal, wie die durch oder untüchtige, leichtsinnige, unerfahrene Leute feien abgesehen aufgestellt.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Durch eine die Städte eingerichteten Fischverkaufsstellen bestürmt werden, der lese von unverschuldeten Unglücksfällen. Daß man es hier versucht, in schlechte Ernährung wird auch dem Alkoholgenuß in der fchlimmsten Ebenso werden auf triminellem die Zeitungsinserate, in denen nicht allein fettes Pferdefleisch, sondern der Zeit der schlimmsten Fleischteuerung das Argument vorzubringen, Weise Vorschub geleistet. die schlimmsten Folgen zutage treten, wie ein auch Hundefleisch angeboten worden ist.( hört! hört! bei den Sozial- die Meggermeister seien taput gegangen wegen Untüchtigkeit uft.- Gebiete Profeffor überzeugend nachgewiesen hat. demokraten.) ich glaube, es genügt wohl, daß man das zum deutschen Reichstag Münchener. Professor überzeugend Mit diesen Beweisen für die Fleischnot tönnte ich mich begnügen, hinausschreit, wird das feine Wirkung zweifellos sagt man, die Metzger hätten die Schuld. Ich behaupte, wenn uns nicht gestern eine Denkschrift des landwirtschaftlichen nicht verfehlen. Weiter hat man gegen die Aufhebung der Grenz- daß nichts Ungerechteres in diesem Moment behauptet werden konnte. Ministeriums zugegangen wäre, die eine Musterleistung im Sinne iperre Stellung genommen wegen der angeblichen Seuchengefahr.( Lebhafter Beifall links.) Ich verweise für die Richtigkeit meiner der Agrarier ist. Gleich in ihrer Einleitung findet sich ein höchst Daß eine faft abfolute Grenzsperre besteht, ergibt sich aus der Behauptung nur darauf, daß zahlreiche Megger ihre Läden schließen wertvolles Bugeftändnis; da heißt es, daß schon im Auguſt die Vor- graphischen Darstellung des Reichs Gesundheitsamtes. Vor allem mußten. Die Fleischnot besteht also zweifellos, und die Ursachen figenden der Landwirtschaftskammern wohl die objektivste Behörde, aber fommt es auf die Handhabung der Grenzsperre an. Bei der find auch für jeden, der sehen will, flar ersichtlich. Nun sagt man, an die man sich wenden fonnte einen Mangel an schlachtfähigem Beratung der Viehseuchen- Konvention hat der Herr Reichstanzler wir müßten ein deutsches Edelschwein aufziehen: die Haut weiß, die Vieh durchaus bestritten hätten. Auch in Zukunft sei ein steigendes erklärt, daß die Präventivsperre bei richtiger Handhabung in Haare weiß, mit herabhängendem Bauch, gutmütigem Temperament Angebot zu erwarten. Dann fährt die Denkschrift fort: der Beziehung verlasse ich mich auf den Herrn Landwirtschaftsminister( Große Heiterkeit) und zutraulichen Augen.( Erneute Heiterteit.) Wenn diese Auffassung auch dem Bilde entsprach, das man sich( Bravo! rechts, große Heiterfeit) uns volle Sicherheit gewährt." Ich gebe zu, daß es für uns wertvoll ist, ein solches ideales im Ministerium von der Sache gemacht hatte, so schien es doch not In der Tat sind die agrarischen Interessen in der Hand des Herrn deutsches Edelschwein zu bekommen, ich meine aber, wir müßten bei wendig, die Sache einer weiteren Prüfung zu unterwerfen." v. Podbielski am besten gewahrt!( Sehr richtig! rechts, Gelächter links.) der jetzt herrschenden Not die Schweine aus dem Auslande einDa haben wir es platterdings zugestanden, daß man Auskünfte Wie liegen denn die Dinge im Auslande in bezug auf die Ver- führen, selbst wenn sie nicht so zutraulich sind und auch nicht ein so gewünscht hat, die dem Bilde entsprächen, das sich das Ministerium feuchung? Nach den Anlagen zu der Denkschrift ist Maul und gutmütiges Temperament haben.( Große Heiterfeit.) Wir wollen gemacht hatte.( Sehr wahr! links.) Uebrigens wird die in dieser Klauenseuche bei Rindern im Jahre 1904 in Holland in 4 Fällen, selbstverständlich auch nicht, daß der deutsche Viehstand verdirbt, alles hereingelassen wird. Wir wollen auch eine Einleitung ausgesprochene Behauptung durch den weiteren Inhalt 1905 in feinem Falle festgestellt; in Frankreich tamen 1904 indem der Dentschrift Lügen gestraft; denn sie muß zugeben, daß die Bus 4 Fälle, 1905 1 Fall vor; in Dänemark 1904 7 Fälle, in diesem fachverständige Kontrolle, aber eine solche, die nicht schifanös ist, nahme der Viehproduktion mit der Bevölkerungszunahme nicht Jahre kein Fall vor. Von der Schweinefeuche tamen in Holland sondern dem ursprünglichen Zwed zu dienen hat. Ich hoffe deshalb, gleichen Schritt gehalten habe. Wenn die Denkschrift dann gleich im 4. Quartal 1904 116, im 2. Quartal 1905 45 Fälle vor, in daß der Vertreter des Reichskanzlers in diesem Sinne jegt unseren wohl von einem eher gestiegenen als gesunkenen Fleischkonsum redet, Dänemark im Dezember 1904 22, im April 1905 9 Fälle. Wie Forderungen Zugeständnisse machen wird. Wenn wir Bosheitspolitit so erinnert mich das an Stants Schriftchen:„ Von der Macht des sieht's aber in Deutschland aus? Durch Notlauf waren bei uns im betrieben und lediglich das Interesse unserer Partei im Auge hätten, Gemütes, sehr schmerzhafte Dinge durch die bloße Vorstellung leicht vorigen Jahre über 36 000, in diesem Jahre 55 000 Gehäfte ver- tönnten wir nichts Besseres wünschen, als daß sich die Regierung zu überwinden."( Heiterkeit links.) Es gehen mir solche Dinge wirklich seucht, durch Schweinesenche 17 289 Gehöfte. Angesichts dieser Tat- wieder ablehnend verhält; denn Not lehrt denken, und wer denken ( Lebhafter über das hinaus, was man vernünftigen Menschen zumuten fann. fachen sollte man doch mit dem Rufe aufhören: das Wusland sei kann, ist auf dem besten Wege zur Sozialdemokratic. Die Denkschrift sucht es so darzustellen, als ob das Minus an Zahl verseucht.( Buruf rechts: Rußland!) In der Denkschrift wird weiter Beifall links.) Staatsfefretär Graf Posadowsky verlieft eine furze Erklärung des der schlachtreifen Tiere durch ihre Frühreife und Schnellwüchsigkeit gefagt, die Deffnung der Grenze lohne sich schon deshalb nicht, weil ausgeglichen worden sei. Dabei teilt sie selbst auf Seite 17 mit, das Ausland uns nichts liefern könne; Dänemark sei zwar ver- Reichskanzlers, der nur ein leberwachungsrecht befize. Da aber die daß das Gewicht der geschlachteten Tiere im Verhältnis zum Vorhältnismäßig reich an Schweinen, es vermöge aber nicht, uns er- Deffnung der Grenzen sowohl im bayrischen wie im sächsischen Landjahre um 2-4 Broz. zurückgegangen ist. Nach den dort wieder- hebliche Mengen Schweinefleisch zu liefern, weil der dänische Export tage aus veterinärpolizeilichen Gründen als unmöglich bezeichnet gegebenen Antworten von Schlachthöfen, die das Ministerium selbst feit langen Jahren nach England gehe; es sei nicht anzunehmen, worden ist, so habe der Reichskanzler feine Veranlassung, die zum ausgesucht hat, die also doch wohl nicht die ungünstigsten sind, wird der daß man in Dänemart um unseretwillen den Verkehr abbrechen Schuße der deutschen Viehzucht getroffenen Bestimmungen zurzeit Rückgang im Schlachtgewicht bei Rindern auf 2 Broz., bei Schweinen werde, und für England und Deutschland reichten die Schweine dort aufzuheben oder abzuändern. Die sachliche Beantwortung der Ausauf 3 Broz. geschäßt. Ueber den Rückgang der Qualität des Fleisches nicht aus.( Lachen bei den Soz.) Man ist doch sonst nicht so! Esführungen des Herrn Interpellanten bleibt dem Herrn Landwirtschaftsbrauchen Sie nur die deutschen Schlächtermeister zu fragen und alle glaubt feiner, daß wir auf die Schweine aus Dänemark verzichten, minister überlassen.( Lebhafter Beifall rechts.) Preußischer Landwirtschaftsminister v. Podbielski: Der Abdie, die sich noch Fleisch leisten können. Wenn auf den Märkten bamit die Engländer nicht in die Verlegenheit kommen, mehr zahlen jemals noch Vieh rückständig blieb, so war es sicherlich so schlecht, daß es zu müssen. England die Schweine nicht von Däne- geordnete Scheidemann meint, in einem tonstitutionellen Staate überhaupt nicht gegessen werden konnte.( Sehr wahr! links, Widerspruch mart bekommt, so bezieht es sie wo anders her.( Sehr richtig! bei würde ich nicht Minister sein. Nun, der Reichstag hat keinen Einfluß rechts.) In der Dentschrift wird weiterhin ausgeführt, daß unter den Sozialdemokraten.) In Holland kosten die Schweine 54-55 W. auf die Besetzung der preußischen Ministerposten( Stürmische Rufe dem Futtermangel besonders die kleinen Viehzüchter es schwer pro 100 Pfund Schlachtgewicht, in Frankreich 60-62 M., und bei den Sozialdemokraten: Leider! leider!) und wird auch niemals hätten, ihr Vieh den Winter durchzubringen. Aber dieser Mangel dänische Schweine find in Frankfurt a. M. bereits zu 60 M. an einen solchen Einfluß haben.( Stürmische Rufe bei den SozialAbwarten! Große Unruhe.) Der Abgeordnete an Futtermitteln ist die Folge Ihrer agrarischen Politit, durch die geboten worden. Nach dem Reichs- Arbeitsblatt" sind die Schweine- demokraten: die Futtermittel in der unglaublichsten und umerhörtesten Weise ver- preise pro Doppelzentner seit dem vorigen Jahre in Berlin um Scheidemann hat sich zum Sprachrohr all des Gewäsches ge Da ist immer teuert worden sind. Es sind Millionen, die Sie auf diese Weise den 30 m., in Stuttgart um 50 M., in Rotterdam um 12 M. gestiegen, macht, das über mich verbreitet worden ist. die Rede von einem opulenten Mahle, bei dem der Geft in Strömen Sleinbauern geraubt haben, deren Beschützer gerade Sie sich sonst während der Preis z. B. in Chicago zurückgegangen ist. gern zu nennen lieben.( Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Der Notstand in bezug auf das Fleisch ist fünstlich hervorgerufen geflossen sein soll. Erkundigen Sie sich doch im Kaiserhof: Es war In der Denkschrift wird zugegeben, daß die Preise für Schweine- worden durch die unsinnige Agrarpolitit.( Sehr gut! bei den ein ganz einfaches Menü für 3 M., Suppe, Fisch( Heiterkeit und fleisch in Berlin auf 1,15 M. pro Pfund in die Höhe gegangen find. Sozialdemokraten.) Die Fleischnot wird gesteigert durch die Hand- Zwischenrufe, Lärm, in welchem die folgenden Säße verloren gehen). In zahllosen anderen Städten ist dieser Preis schon seit Monaten habung des Fleischbeschau- Gesezes. In der Denkschrift wird gefagt, Es ist ein böses Zeichen der Zeit, daß jetzt immer, wenn über Auferreicht. Jedenfalls steht nach dem von mir vorgebrachten, ver- daß die Folgen dieses Gesetzes sehr übertrieben würden, und es faisungen geftritten wird, die Personen mit Schmutz behältnismäßig geringen Material zweifellos fest, daß unter allen wird darauf hingewiesen, daß jetzt das minderwertige Fleisch, das worfen werden.( Sehr richtig! rechts, Zwischenrufe lints.) Sie( zu Umständen eine Fleischnot besteht. Es steht fest, daß die deutsche früher den inländischen Markt überschwemmt habe, zurückgedrängt den Sozialdemokraten) vertreten doch auch Ihre Ansichten, da Viehzucht nicht in der Lage gewesen ist, den Bedarf an Schlacht werde. Nun, man hat sehr hohe Untersuchungskosten eingeführt, die müssen Sie mir doch auch erlauben, meine Ansichten zu vieh zu decken, ferner daß wir unser Land so gut wie abgesperrt Einfuhr außerordentlich beschränkt und sogar direkt verboten. Der entwickeln. Früher, als ich noch Mitglied dieses Hauses war, haben gegen die Einfuhr, und drittens: daß durch das Fleisch- Reichskanzler hat erklärt, er fei nicht kompetent, eine größere Anzahl habe ich mich immer mit dem Herrn Abgeordneten Bebel ganz gebeschaugesetz dafür gesorgt ist, daß auch die Zufuhr zubereiteten Schweine über die Grenze hereinzulaffen. Durch faiserliche Verordnung mütlich über landwirtschaftliche Fragen unterhalten. Man macht Fleisches sehr wesentlich gehindert worden ist, d. h. Das Fleisch vom 19. Juli 1889, durch welche die Einfuhr aus Rußland ver- mir zum Vorwurf, daß ich dem Magiftrat von Berlin und dem beschaugefes hat gewissermaßen die Rompottschüssel der Herren boten wird, wird auch der Reichstanzler ermächtigt, Ausnahme- fozialdemokratischen Vorstande den Vorschlag unterbreitet habe, felbst Agrarier zum Ueberlaufen gebracht.( Heiterkeit, sehr gut! bei den bestimmungen zu erlassen, und diese Verordnung ist noch in Kraft. Schweine zu züchten. Aber das ist doch kein böser Vorschlag.( Große Sozialdemokraten.) Im Reichsamt des Innern ist zur Sprache gekommen, daß gepöfelte Heiterkeit.) Benn ich alles gerade machen sollte, was die Presse dann Wenn D Nun aus Schiefes über mich bringt, ja, dann müßte ich mir ein ganzes Bureau y von Beamten halten, die weiter nichts zu tun haben. Ja, das geht Und unterstügt Herrn Nörens Sport, wenn Sie das Gegenteil behaupten. Ferner bestehen die nun aber nicht, und weil das nicht geht, so befümmere ich mich Was ich sehr rührend finde.( Heiterfeit.) meisten Beschränkungen nur für die Einführung lebenden Viehs, nicht um die Presse und laffe die Zeitungen über mich schreiben, man überlegt, daß Herr Dr. Müller sich noch besondere Mühe ge- freier, Ich finde das auch sehr rührend.( Große Heiterfeit rechts). Wenn die Fleisch einfuhr ist aus den meisten Ländern viel was sie wollen, und tue, was ich meines Erachtens nach für richtig geben hat, dann fann man sagen: à la bonne heure!( Heiterkeit den allerdings nicht allen. Das kann doch für Konsum feinen halte, und gebe nur in den Parlamenten Auskunft. großen Unterschied ausmachen, ob beweisen nur, wie schwer es für sie ist, agrarische Verhältnisse zu bedauert, daß Herr Die Herren rechts.) Vielleicht ist aber der eine oder andere da, der lebendes Vieh oder geschlachtetes Fleisch eingeführt wird. beurteilen. 3. B. ist das deutsche Vieh seit 20 Jahren nicht leichter, geraten ist. Dr. Müller in diese Saurichtung Der deutsche Viehbestand hat einen Wert von acht Milliarden, die sondern schwerer geworden. Nur in diesem Jahre ist es um die ( Schallende Heiterkeit rechts.) Ich muß sagen, jährliche Wiehproduktion einen solchen von drei Milliarden. Diese 6 Proz. leichter geworden, als das jetzige Durchschnittsgewicht befchließen sich doch an mehr bekannte Dichterfürsten an. Da erinnere bedenklichen Experimenten rät. Sozialdemokraten sind da doch viel harmloser, fie Bahlen sollte man sich doch vor Augen halten, ehe man zu allerhand trägt.( Na also! links.) Daran sind die mangelnden Futtermittel ich mich mit großer Freude, daß der Abg. Bebel auf einer Dampferschuld. Diese Frage muß erledigt werden, ohne daß irgendwelche Bes Die Frage ist, ob es sich um einen vorübergehenden( Schallendes Gelächter rechts.) Es hat sich eine Kontroverse daran ge- Bentrum.) fahrt einmal gesungen hat das Lied vom„ Bürgermeister Tschech". unruhigung in irgend einen Berufsstand getragen wird.( Beifall im oder einen dauernden Schaden handelt. Die mangelhafte Vieh- fnüpft, ob das mit„ wau! wau!" oder„ schrumm! schrumm!" endigt. Ernte im vorigen Jahre( große Heiterkeit), ich meine die mangel-( Seiterkeit rechts.) Man hat sich dahin verständigt, das Wau! wau! Das Haus vertagt darauf die Weiterberatung auf Freihafte Futter- Ernte, die schlechte Kartoffel- Ernte hat den Viehmangel wäre revisionistisch.( Heiterfeit rechts.) Ich kann Ihnen die Verberursacht. Schluß 5 Uhr. Die Kartoffelpreise standen hoch, folglich haben die ficherung geben: ich persönlich bin für schrumm! ſchrumm!" Heinen Bauern ihre Kartoffeln lieber verkauft, als sie zu bermasten.( Große Heiterfeit rechts.) ( Zwischenruf des Abg. Gothein.) Ich weiß nicht, was der Abg. an den Revisionismus Bebels( heiterfeit rechts), und zweitens fürchte Denn erstens glaube ich nicht Gothein mir zugerufen hat.( Abg. Gothein: Sehr richtig!") Ich ich, daß er darüber sonst seine Haupt- und Leibmelodie vergessen freue mich über das Zugeständnis von jener Seite, umfomehr, als fönnte: Es muß alles ruiniert werden!( Heiterfeit rechts.) Sein unsere Ansichten meist sehr auseinandergehen.( Große Heiterfeit.) Die Viehhaltung ist zu etwa 90 Prozent Sache ber feinen unbiapanischer Kollege hat mit unnachahmlicher Grazie...( Glode des Kleinsten Betriebe, der Betriebe unter 100 Hektar. Getreide kann Präsidenten.) man mit Maschinen ernten. In der ganzen Ma ft ist aber fein Fleischnotdebatte.( Heiterfeit.) Präsident Graf Ballestrem: Das gehört doch nicht zu der Automat erfunden. Das ist das Werk der Hände. Aber die Sozialdemokraten haben keinen Anhang auf dem Lande, deshalb haben sie kein Interesse dafür, daß die fleinen Bauern und Landarbeiter den genügenden Lohn für ihre Arbeit finden. " tag, 1 hr. Aus der Partei. Die Organisationen und der Vorwärts"-Konflikt. Eine Wahlvereins- Bersammlung in Guben am 27. November befaßte sich mit der„ Vorwärts"-Angelegenheit und nahm die folgende Resolution an: Die Versammlung erklärt sich mit der in der Ichten Prejedem den Schädel einzuschlagen, der es innen oder außen, zu Abg. v. Oldenburg( fortfahrend): Unsere Losung muß es sein, fommiffions- Sitzung betr." Vorwärts"-Angelegenheit gefaßten Wasser oder zu Lande wagt, die Hand auszustrecken nach dem Glanz Resolution einverstanden. Ferner verurteilt die Versammlung das Verhalten der sechs„ Vorwärts"-Redakteure deshalb, weil Es ist ganz naturgemäß, daß die landwirtschaftlichen Produkte der deutschen Kaiserkrone.( Schallendes Gelächter links.) sie nicht den vorgeschriebenen Instanzenweg innegehalten haben." Abg. Pohl( frf. Vp.): Ich nehme an, daß alles, was in der Eine andere Resolution, welche noch das Verhalten des Parteieine Neigung zum Steigen haben. Die Löhne steigen, und wenn Dentschrift steht, richtig ist. Insoweit diese Denkschrift eine Ver- borstandes in dieser Sache guthieß, wurde abgelehnt, da die Verdie Löhne steigen, müssen meines Erachtens nach( heiterkeit) auch teidigung der Landwirtschaft darstellt, war sie überflüssig; denn fein fammlung nach Meinung der Majorität der Genossen zu wenig die Preise steigen. In der Industrie ist es so, und da muß es in Mensch wird der Landwirtschaft einen Vorwurf machen. In Ober- über die Vorgänge unterrichtet ist, um ein Urteil sprechen zu der Landwirtschaft auch so sein! Daß der Arbeiter böse wird, wenn ichlejien find fämtliche Parteien darüber einig, daß große llebel- fönnen. er mehr zahlen soll, verstehe ich ja allerdings. Nun zu den stände Veterinärfragen. Ich konstatiere mit großer Frende, daß die Verdienst, selbst nach den Zahlen, die die Denkschrift zuvorliegen. Die Kommissionäre haben 1111r mäßigen Maul- und Klauenfeuche in Preußen erloschen ist. ( Bravo! gibt. Sie müssen ja doch rechts.) Sollen wir nun den gefährlichen Versuch machen und Spesen ausgeben. von ihren Einnahmen wieder durch Deffnung der Grenzen die schwer errungene. Gesundheit würde, so müßten doch Agenten usw. angestellt werden. Ob diefe Wenn man die Kommissionäre ausschalten unseres Viehstandes gefährden? Der Vorreduer hat vom Gesund gerade besser und billiger arbeiten würden als die Kommissionäre, heitszustand des Biehes in Dänemark, Holland, Frankreich ge- die ihr eigenes Nisito dabei haben, das überlasse ich Ihrem Urteile. sprochen, aber von Rußland hat er wohlweislich geschwiegen. Jeder Ebenso steht es mit dem Rat, daß die Städte den Viehhandel in die Krieg hat eine Ausbreitung der Seuchen nicht nur unter Menschen, Hand nehmen sollen. Mit diesem Rat ist die Regierung bedenklich sondern auch unter den Tieren zur Folge. Wenn aber drüben wieder in die Nähe der Partei des Herrn Bebel gerückt. Auf dem Städteein bischen mehr Ruhe und Frieden ist, dann bin ich gern bereit, tag war es ja auch lediglich der Abg. Singer, der diesen Vorschlag beim Reichsfangler die Erhöhung des oberschlesischen Kontingents zu vortrug. beantragen. Rindvichkrankheiten liegen in Dänemark und Holland ja nicht vor, wohl aber doch noch einige Fälle von Schweinefrankheiten. Ich berneine die Frage, daß zu unseren Gunsten die dänisch- englischen Handelsbeziehungen abgebrochen würden, wenn wir dort die Grenze öffneten. " Hannover, 29. November. Zu dem Konflikt in der Vorwärts- Redaktion nehmen jezt die sozialdemokratischen Wahlvereine der einzelnen hanverein in Hameln folgende Resolution an:" In Sachen des no verschen Wahlkreise Stellung. So nahm der WahlVorwärts"-Konflikts erklärt sich die Wahlvereins- Versammlung mit den Maßnahmen des Parteivorstandes einverstanden. Die Versammlung erblickt in dem Vorgehen der früheren„ Vorwärts"-Redakteure einen Verstoß gegen die Parteidisziplin sowie einen Mizbrauch des demokratischen Prinzips." Im gleichen Sinne sprach sich auch der Osnabrüder Wahlverein aus. scheint hervorzugehen, daß die Parteigenossen in der Provinz die Stellungnahme der übrigen Wahlvereine dürfte ähnlich lauten. Hannover so gut wie geschlossen hinter dem Vorstande stehen, denn Daraus Der Wahlverein in Freienwalde a. D. hat in seiner letzten Sigung einstimmig die folgende Resolution angenommen: Die Versammlung erflärt sich mit dem Vorgehen des Parteiborstandes und der Preßkommission bei der Personalveränderung in der Redaktion des Vorwärts" vollkommen einverstanden und ist der Ansicht, daß die genannten Instanzen im Interesse der Partei nicht anders handeln konnten. Die Versammlung verurteilt ganz entschieden die Haltung verschiedener Parteiorgane, die, ohne die Denkschrift des Parteivorstandes abzuwarten, zum Gaudium der Gegner gegen den Parteivorstand Stellung nahmen. Ferner protestiert die Versammlung gegen die Disziplinlosigkeit der sechs ausgeschiedenen Borwärts"-Redakteure, die, anstatt den vorgeschriebenen Justanzenweg zu gehen, eine Sensations= mache in Szene setzten und dann durch gehässige Angriffe auf die Partei- Instanzen ihre Handlungsweise zu rechtfertigen fuchten. Namentlich nimmt die Versammlung Stellung gegen den Artikel vom Genossen Eisner in Nummer 34 der Neuen Gesellschaft". Sie erblickt darin eine Verhöhnung der Parteigenossen und der demokratischen Grundsähe der Partei. nun, als wir in Gleiwig einen großen Schlachthof gebaut haben, sind Hier wurde ausgeführt, daß die Viehhöfe fich sehr gut rentieren. wir von dem Gesichtspunkt ausgegangen, daß die Spesen geringer würden. Aber was geschah? Die Landwirte brachten einfach ihr Vieh nicht hiu, es war ihnen bequemer, wenn die einzelnen Schlächter Die Herren der Linken machen uns immer den Vorwurf, wir hier vorliegen, so liegt es wahrhaftig nicht an den Städten, das Vieh von ihnen abholten. Wenn also ungesunde Verhältnisse schrieen nach dem Staate. Da wundere ich mich, daß eine so fondern an den Biehproduzenten. Sie behaupten, der Konsum vortrefflich geleitete Großstadt wie 3. B. Breslau nicht die hätte im letzten Jahre nur unwesentlich abgenommen. Aber tatMahl- und Schlachtsteuer aufhebt, fondern nach Staatshilfe fächlich sind die Schlachtungen in Gleiwis um 20 Proz., in Königsschreit.( Hört! hört! rechts.) Dasselbe gilt zum Beispiel für hütte, das eine reine Industriestadt ist, um 30 Proz. gesunken. Potsdam. Auch die Berliner Viehhofgebühren sind sehr hoch. Ich Berücksichtigen Sie aber, daß diese oberschlesischen Städte stark schickte drei Schweine nach Berlin und mußte zahlen: für Stand wachsen, so, beträgt das prozentuale Sinken jogar 50 Proz.!( Hört! geld( für eine Nacht) 1,50 M., für Futtergeld 3,30, Raffiergeld 6,30, hört links.) Da gibt es nichts mehr zu spaßen, wie es der Herr für Füttern 0,60, für Treiben 0,30, Stroh 0,30 und für Versicherung Borrebner beliebte. Zum Amüsement sind wir nicht hier.( Sehr wahr! 3,00 M.( Hört! hört!) Das ist die reine Apothekerrechnung. Dem lints.) Es ist eine Sünde, bei solchen Verhältnissen feine Abhülfe Kommissionär gab ich pro Stüd 1,00 M.; der Eisenbahntransport zu fchaffen.( Sehr richtig! bei den Freisinnigen.) Nun ist auch war billig, pro Stück 1,60. Schließlich also bekam ich von den Milch, sind auch die Gier teurer geworden! Die Schlächter sollen 77 M., die der Marktpreis war, nur 56 M.( Hört! hört! rechts.) profitieren!? Aber in unseren oberschlesischen Städten haben eine Der Produzent hat eben auf die Preisbildung keinen Einfluß. ganze Menge fleiner Schlächter aus Kapitalmangel ihr Geschäft eindas macht der fleine Händler, die ehrlichen Leute aus der Provinz. ftellen müssen. Wenn es erst so weit fommt, daß ein Handwerker Die Notizen an den Märkten müssen meines Erachtens doch frei für Stapitalist sein muß, dann haben wir einen großen Schritt in der jedermann sein, dann wird viel gebessert sein. Die Preissteigerung Stultur zurüdgetan. Der Herr Minister Podbielsti hat wiederholt ist zum großen Teil darauf zurückzuführen, daß die Hausfrau heute prophezeit, in einigen Wochen werde es besser werden. Die Zahlstelle Kiel des Schmiede verbandes beschäftigte das Fleisch morgens in der Küche finden will, nicht aber, wie in hätte doch von dem Fiasko der sozialdemokratischen Prophezeiungen ihres Fachblattes, der„ Schmiedezeitung", zum Vorwärts"-Konflikt. Er sich in ihrer letzten Mitgliederversammlung mit der Stellungnahme der guten alten Zeit selbst mit dem Korb am Arm auf den Markt lernen sollen. Alle geht. Wer anders als der Konsument soll denn diese Gesellenarbeit in Erfüllung gegangen. diese Ministerprophezeiungen sind nicht Folgende Resolution wurde einstimmig angenommen: Er hätte lieber etwas tun sollen, um bezahlen? Eine Grenzöffnung halte ich nicht allein für schädlich, abhülfe zu schaffen. Vielfach hat es sich um besonders starke lokale sondern auch für untauglich, weil dadurch die ganze Landwirtschaft Leiden gehandelt, besonders bei uns in Oberschlesien. Durch in die größte Gefahr gebracht würde. Jch, der ich im Kampfe Erhöhung des russischen Schweinekontingents hätte das Leiden sofort stand und stehe, achte anderer Meinung, will aber auch, beseitigt werden können. Die Schweine werden an der Grenze daß meine Meinung, als die eines offenen offenen und lichen Mannes, geachtet wird.( Heiterkeit tints.) wollen nicht hadern im eigenen Lande, sondern treu zusammenstehen zum Besten von Handel und Industrie( Schallendes nicht Gelächter lints) und der Landwirtschaft, die zu vertreten ich in erster Linie berufen bin.( Beifall rechts, Gelächter links.) Interpellation statt. " zu Die Mitgliederversammlung erklärt sich mit dem in Nr. 45 der„ Schmiedezeitung" veröffentlichten Artifel über den Konflikt in der Vorwärts"-Redaktion nicht einverstanden. Der Versuch, derartige Parteiangelegenheiten zu Gewerkschaftssachen stempeln, fördert nicht das gute Einvernehmen der Gewerkschaften mit der Partei, sondern fann nur beiden Teilen schaden. Die Versammlung steht auf dem Standpunkte, daß die Gewerkschaftent durchaus nichts mit der Sache zu tun haben und spricht über die Aufnahme des an den Partei- Instanzen Kritik übenden Artikels ihr lebhaftes Bedauern aus. Dem politischen Massenstreit stehen wir nach wie vor sehr skeptisch gegenüber; trotz der rhetorisch und historisch glänzenden Rede Bebels lehnen wir eine Dis fuffion sowohl wie eine Propagierung des polis tischen Streits nach wie vor mit aller Ent= schiedenheit ab. Aber diese Frage zu entscheiden halten wir übrigens den Gewerkschaftetongreß für viel Tompetenter als den Parteitag... Dafür werden wir immer nachdrücklichst eintreten, daß die Gewerkschaften tonangebend find in Fragen, die ihre Fortentwickelung berühren, wovon unter Umständen ihr Sein oder Nichtsein abhängt. Der„ Grundstein" muß sich unbedingt einmal mit der ehr untersucht, kommen dann in plombierte Waggons und von da in Wir die Schlachthäuser. Kein einziges Schwein kommt da lebend heraus. Also von Seuchengefahr fann gar keine Rede sein. Wenn die fünfjährige Erfahrung gelehrt hätte, daß eine Seuchengefahr nicht vorliegt, hätte man das Kontingent nie erhöht! Vom 1. März 1906 an werden also 2500 russische Schweine mehr Präsident Graf Balefirem, erklärt die Wendung des Ministers, ungefährlich sein, jetzt ist noch das 1361 te Schwein gefährlich! DaDer sozialdemokratische Verein in Lauenburg, daß der Abg. Scheidemann fich zum Sprachrohr all des Gewäsches nach scheint die Seuchengefahr mit den höheren Zöllen abzunehmen. eine Ortsgruppe des Zentralvereins für den 10. fchleswig- holgemacht habe, daß die Presse gebracht habe, als unvereinbar mit der Die Seuche, die man fernhalten will, ist also die Billigkeit.( Sehr steinischen Wahlkreis, den Genoffe Lesche im Reichstage vertritt, erOrdnung des Hauses.( Beifall links.) Auf Antrag des Abg. Singer( Soz.) findet eine Besprechung der daraus die lleberzeugung gewonnen, daß die Regierung nur ganz einseitig Parteivorstandes und der Verliner Preßkommission vollständig einAuf Antrag des Abg. Singer( Soz.) findet eine Besprechung der richtig! links.) In den weiten Kreisen des oberschlesischen Volles hat man flärte sich in seiner letzten Versammlung mit dem Vorgehen des Abg. v. Oldenburg( B. d. 2.): Schweine werden nicht mit die Interessen einer fleinen Schicht reicher Leute wabrnimmt. Das beweist berstanden und sprach beiden Instanzen sein volles Vertrauen aus. die Wiederwahl des Abg. Korfanty, eines entschiedenen Gegners Bonbons ernährt, sondern mit Milch, Kartoffeln und ähnlichen aller Lebensmittelzölle. Das beweist der Austritt des Abg. Krolik ,, Ueber Thema darf nicht diskutiert werden." In der neuesten Futtermitteln. Sobald also die Futter reichlicher werden, werden aus der Zentrumsfraftion. Die Bertenerung der notwendigsten Nummer des Grundstein", Organ des Zentralverbandes auch wieder mehr Schweine da sein. Sie sind durch die Aera Lebensmittel hat es bewirkt, daß immer mehr Leute sich in den der Maurer, lesen wir: Caprivi verwöhnt. Die Schuld des deutschen Grundbefizes wunderbaren Gefilden des sozialdemokratischen Zukunftsstaates wohler ist um Hunderte von Millionen in dieser Aera gestiegen. fühlen als in dem monarchischen Preußen. Wenn das Volk nichts Aber in den deutschen Wiebständen ist ein Stapital von 8 Milliarden investiert. Sie aber wollen, wie der Abg. Cassel auf effen hat, ist alle Wohlfahrt der Sozialreform, die immer Itur einzelnen zugute fommt, vergessen. Denn essen will dem Städtetag ausgeführt hat, vom russischen Roggen, argentinischem der Mensch alle Tage.( Lachen rechts.) Auch der Landwirtschaft ist Weizen, nordamerikanischen Rindern und russischen Schweinen leben. mit einem vorübergehenden außerordentlichen Gewinn nicht geholfen. Sie wollen also von ausländischen Erzeugnissen leben. Durch den( Lebhafter Beifall links.) Siegespreis der Handelsverträge haben Sie die deutschen Produzenten Abg. Herold( 3.): Die Ausführungen des Begründers der Interausgeplündert.( Huhu! links.) Im Altertum wurde der Schuldner in die pellation haben nicht zur Klärung des Sachlage beigetragen. Er Knechtschaft verkauft. Das Ancien régime ist auf die Guillotine hat die Lage möglichst schwarz gemalt. Das entspricht gestiegen. Jegt fann der Schuldner nicht mehr in die Knechtschaft ja im allgemeinen der Tendenz der sozialdemokratischen verkauft werden, aber gebe Gott, daß die deutsche Landwirtschaft Bartei, Unzufriedenheit zu schaffen. Hier bietet sich eine nicht auf die Guillotine geschleppt wird!( Große Heiterkeit linfs.) günftige Gelegenheit; denn es läßt sich nicht leugnen, daß die russischen Revolution gründlich auseinandersetzen. Die lose Person Ihr Weltfeiertag hat Fiasko gemacht. Sie sagen: Alle Räder stehen hohen Preise. die zurzeit für Vieh und Fleisch bestehen, die Be- hat nämlich eine förmliche Flut von politischen Massenstreits entstill, wenn mein starker Arm es will! Ich aber sage Ihnen: Alle völkerung einigermaßen beunruhigen. Es wäre zu wünschen, daß feffelt, ohne einen dahingehenden Instanzenbeschluß der GewerkHerzen werden still stehen, wenn die Landwirtschaft zu Grunde geht. Die möglichst bald die Preise ihren normalen Charakter wieder bekämen. fchaften abzuwarten, ja, ohne auch nur eine Erlaubnis zur DisSozialdemokraten sind aufs Land gezogen und haben gefagt, durch die An die Aufhebung der Zölle kann nicht gedacht werden; denn diese sind nach kutierung des verpönten Gegenstandes rechtzeitig erwirkt zu Zölle werden die Schweine teurer und der Schnaps teurer! Da reiflicher Prüfung festgefeßt. Mit dem Preisstand haben die Viehsperren haben. haben die Bauern konservativ gewählt; denn sie sagten sich für den nichts zu tun, dafür sind die Zölle eingeführt.( Lachen links.) Schweineerlös fönnen wir uns genug teneren Schnaps faufen. Daß jezt noch eine große Seuchengefahr besteht, unterliegt teinen ( Große Heiterfeit.) Ein Schlächter hat mir gesagt, daß die Kon- weifel. 95 Proz. unseres Konsums deckt der einheimische Viehsumenten sich nur selbst durch ihre Fleischnotagitation die stand, nur 5 Broz. die Einfuhr; darum muß der Schutz der ein Preise in die Höhe treiben.( Sehr richtig! redits.) Sie heimischen Viehzucht die Hauptsache bleiben. Aber selbst wenn wir halten Städtetage ab, da tun sie von morgens bis abends nichts alle Grenzen wahllos öffneten, würde der Preis des Viches nicht als um Staatshilfe zu schreien.( Schallende Heiterfeit links.) Die finfen. ( Lachen bei den Sozialdemokraten Zurufe: Versuchen Frauen in der Stadt find zu fehr an den Lurus gewöhnt, worauf wir's doch!) Nein, versuchen wir's nicht! Denn wir der Minister schon mit Recht hingewiesen hat. Sie wissen gar nicht wollen uns unseren Viehbestand nicht verseuchen lassen. Der hohe mehr, was sie mit dem Fleisch vom Lande anfangen sollen. Sie Preis des Viehs beruht auf der internationalen Marktfonjunktur. haben das Kochen verlernt und können natürlich nicht umsatteln,( Lachen bei den Sozialdemokraten.) Die Aufhebung der Bölle würde ( Große Heiterfeit.) Anita Augspurg und Fräulein Rosa Luxemburg uns auch nicht helfen; denn dann hielte sich das Ausland den Zoll bie sollte zunächst einmal auf den Kochtopf verzugute. England deckt nur 48 Proz. feines Fleischbedarfes aus der weisen.( Große Heiterfeit.) Die Freifinnigen und die eigenen Viehproduktion, und doch fichert e3 sie, indem Sozialdemokraten haben ja schöne Barteitage abgehalten. es geschlachtetes nur Vieh int Land hineinläßt. bas Da bedauere ich es fast, daß wir Konservative nicht auch Der Konsum ist nicht wesentlich zurückgegangen. Von einer Barteitage abhalten. Ich glaube ja nicht, daß sachlich etwas dabei Schädigung der Voltsernährung fann also feine Rede sein. Der heraustäme.( Lebbafte Zurufe links: Wir auch nicht! Große Heiter- Redner der Freifinnigen Vollspartei sollte doch daran denken, daß feit.) Wie gut ist es da der Freifinnigen Volkspartei ergangen. Ihr wir vom Zentrum viel eher in die Arbeiterfürsorge eingetreten sind ist ein gottbegnadeter Sänger erstanden in der Gestalt des Abg. als feine Partei. Der sozialistische Abgeordnete hat dem Minister Dr. Müller- Meiningen. Diefer singt: den Vorwurf gemacht, er sei nicht unparteiisch, da er selbst Inter- Mit einer Niederlage für die sozialdemokratische Partei haben effent ist. Der Redner sollte doch mit solchen Vorwürfen die Stadtverordneten- Wahlen in Bernburg geendet. Mancherlei vorsichtiger ſein; denn fte würden ja auf alle Leute, Momente tönnten angeführt werden, welche das Resultat erklärlich die im öffentlichen Leben ſtehen, also auch auf ihn erscheinen lassen. Doch, sagt das„ Voltsblatt für Anhalt", darüber felbst, ein merkwürdiges Licht werfen. Wir haben dafür dürfen wir feinen Zweifel offen lassen: Die Arbeiterwähler haben geforgt, daß wichtige Futtermittel zollfrei bleiben.( Widerspruch bei dieser Wahl ihre Schuldigkeit nicht getan, sie haben ihrer lints.) Sie( zur Linken) arbeiten nur mit Schlagworten, Partei eine Niederlage beigebracht, die in der Geschichte der Bernman Er läßt sich stoßen nicht den Bauch, Der große Seftverehrer.( Heiterfeit). Er züchtet schöne Saue auf, Für Sauzucht ist er Lehrer.( Heiterkeit!) Der höchsten Tugend ist er Hort, Er haßt des Fleisches Sünde, Wie doch manche braven Genossen in einen solchen Größenwahn verfallen können, daß sie glauben, wenn sie nach dem Vorbilde der Krähwinkler Stadtväter dem Volte das Maul zu halten" befohlen haben, die Weltgeschichte auch respektvoll vor diesem Ufas halt macht! Zur Kandidatur des Genoffen Neste äußert sich die Erfurter ,, Tribüne" wie folgt: Für den, der die Verhältnisse kennt, ist dies ein erfreuliches Zeichen. Die Kandidatur Noste bedeutet einen entschiedenen Rud nach links" der Chemnizer Genossen. Genosse Noske hat sich wiederholt gegen den Schippelschen Sozialismus erklärt, er ist auch Schippel in Parteiversammlungen entgegengetreten. Die gewaltige Stimmenmehrheit für Noste zeigt, daß der Schippelsche Revisionismus von dem Moment auch in Chemnik seine Bedeutung verliert, wo der theoretische Vater desselben von der politischen Bühne verschwindet. Die Arbeitermassen machten legten Endes noch von jeher gut, tas grübelnde nichtproletarische Führer verdarben. Das verbürgt auch den Sieg der Arbeitertlasse. Ordner in die Generalversammlung einbrang und ihm nicht zu stehende Rechte auszuülen suchte. Burger Sozialdemokratie für längere Zeit einen dunklen Punkt bar steigen. Ferner foll gefordert werden: Sicherung des Koalitions stellen wird. Wir halten uns verpflichtet, das rückhaltlos auszu- rechts, Verbesserung der Urlaubs- und Pensionsverhältnisse, sowie sprechen, obgleich wir's uns bequemer machen könnten, indem wir unabhängige Arbeiterausschüsse in allen städtischen Betrieben. Jetzt Der Vorstand machte hier von dem ihm laut§ 27 Abs. 7 des ähnlich den hiesigen Blättern bei der Krankenkassenvertreter- Wahl stehen die Arbeiterausschüsse nur auf dem Papier, fie sind ein Berr- Verbandsstatuts zustehenden Rechte, wonach Mitglieder ohne voreinfach das nackte Resultat mitteilten und so die erlittene Nieder- bild dessen, was sie eigentlich sein sollen. Wenn man sich die Frage herige Untersuchung ausgeschloffen werden können, wenn ihre Verlage totschwiegen. Wir halten aber dafür, daß es besser ist, aus vorlegt, wie die Lebenslage der städtischen Arbeiter durchgreifend ge- fehlungen klar zu Tage liegen, Gebrauch, da die Einbehaltung der zusprechen was ist, weil nur dadurch aus einem Mißerfolg die ent- bessert werden kann, so wird woh! niemand zweifeln, daß die sozial- Schriftstücke von der für Wiesenthal Partei ergreifenden Komsprechenden Lehren zu ziehen sind. demokratischen Stadtverordneten in dieser Hinsicht ihr möglichstes mission der Rohrleger und Helfer in einem Flugblatte durch Einen schönen Sieg haben unsere Genossen bei der vor- tun. Sie sind aber in der Minderheit und bleiben in der Winter Schilderung des Sachverhalts bestätigt worden war, sein Eingestrigen Stadtverordnetenwahl in Coswig erzielt, sie haben mit heit, so lange das Dreillassenwahlsystem herrscht. Deshalb muß dringen in die Generalversammlung aber sich vor den Augen der der ganzen Liste gestegt, 10 Sozialdemokraten werden in den Ge- jeder Arbeiter für die Erkämpfung des allgemeinen gleichen Wahl- Versammlungsteilnehmer vollzogen hat und zur Evidenz erwiesen Erschwerend bei der Beurteilung der Handlungsweise meinderat inziehen. Das Stadtverordneten- Kollegium besteht rechts eintreten. Notwendig ist aber auch, daß die städtischen Ar- ist. fünftig aus 10 Sozialdemokraten und 8 Bürgerlichen. Die Stadt- beiter ihre Organisation stärken, um durch die Macht derfelben zu Wiesenthals fiel ins Gewicht, daß ihm als früheren Verbandsverordneten- Vorsteher werden sich in Coswig aus den Reihen der fordern, was die Sozialdemokraten wegen der Schwäche ihrer Zahl funktionär sowohl die statutarischen Bestimmunger als auch die Sozialdemokraten refrutieren. Haben die Bürgerlichen einschließin der Stadtverordnetenversammlung nicht erreichen können. Wenn Unantastbarkeit der von der Verwaltung mit der Ueberwachung der lich den drei Magistratsmitgliedern noch die Majorität mit einer die städtischen Arbeiter dafür sorgen, daß au nicht einer von ihnen Eingänge beauftragten Ordner bekannt sein mußte. Stuttgart, den 28. November 1905. Stimme für sich, so muß doch der Magistrat in allen Dingen dem unorganisiert ist, dann haben sie getan, was sie als Klassenbewußte Der Vorstand. Willen der sozialdemokratischen Stadtverordneten Rechnung tragen. Arbeiter zu tun schuldig sind.( Starter Beifall.) Dem Vortrage folgte eine rege Diskussion. Eine Reihe von Der Arbeiter- Wahlverein in Mühlhausen hat in einer gut- Arbeitern aus den verschiedenen städtischen Betrieben illustrierten Zu obiger Erklärung möchte ich mit Rücksicht auf die in der besuchten Sizung am letzten Montag nach lebhafter Debatte die die Grundgedanken des Referates durch Einzeldarstellungen aus Nr. 280 des Vorwärts" veröffentlichte Erklärung Wiesenthals folgende Resolution einstimmig angenommen: ihren Arbeitsverhältnissen. Unter anderem wurde angeführt, daß bemerken, daß der Vorstand sehr wohl darüber informiert gewesen „ Der Arbeiter- Wahlverein stellt an die Landeskonferenz nach der Krankenkassen- Statistit mehr als die Hälfte der städtischen ist, daß am 12. November der Branchenvertreter der Rohrleger sich den Antrag: Die Landestonferenz wolle beschließen: Am Tage Arbeiter ein Jahreseinkommen von nur 900 m. hat. Ein Ein- bereit erklärte, die Akten herauszugeben. Am 17. November ist dies des Zusammentrittes des clfab- lothringischen fommen von 1800 m., welches die Lenkschrift des Magistrats als den Vorstandsmitgliedern Schlide, Reichel und Massatsch Landesausschusses find im ganzen Bande Norm annimmt erreicht faum der zehnte Teil der Arbeiter. In mündlich mitgeteilt worden. Ob Werner auch zugegen war, kann Demonstrationsversammlungen zugunsten des dem ganzen Betriebe der Straßenreinigung gebe es nur 33 Arbeiter, ich im Augenblick nicht sagen. Das ist aber auch unerheblich. Feft allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten welche ein Einkommen von 1800 M. erreichen. Nach Schluß der steht, daß diese Mitteilung an den Vorstand vor dem am 23. NoWahlrechts aum 2andesausschusse สน berDisfussion wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: bember beschlossenen Ausschluß erfolgte. anstalten." Dolizeiliches, Gerichtliches ufw. zie Leidensgeschichte einer staatsgefährlichen Schleife. Wie bekannt, tourde bei der vorjährigen Lassalle- Feier in Breslau am Nachmittage auf dem Grabe Lassalles die Schleife vom Kranze der Schiffszimmerer von der Polizei abgeschnitten. In diesent Jahre widmeten die Schiffszimmever Lassalle wieder einen Kranz, der die gleiche Inschrift trug, wie der des Vorjahres: Dem ersten kühnen Rebellen, Widmen die vaterlandslosen Gesellen. " Diesmal erfolgte aber ebenso wieder eine Konfiskation der Schleife, und zwar noch vor dem Friedhofseingange. Auf eine Beschwerde beim Polizeipräsidenten wurde die Schleife wieder herausgegeben, doch mit einem polizeilichen Schreiben, wonach die Entfernung und Beschlagnahme der rotfeidenen Kranzschleife nebst Aufschrift seitens des Revier- Polizeifommissarius gerechtfertigt war, weil dieselbe als Beweismittel für die Untersuchung von Bedeutung sein kommte und weil auch ein nachträgliches Niederlegen desselben auf dem Friedhofe, also eine Zuwiderhandlung gegen§ 360 Ziffer 11 Strafgesetzbuchs, dadurch verhindert werden sollte. Mit dem Bescheide gaben sich die Schiffszimmerer nicht zufrieden und reichten eine Beschwerde beim Regierungspräsidenten ein. Von diesem wurden sie abgewiesen mit der Erklärung, daß die Beschlagnahme der Schleife gerechtfertigt sei, weil die Widmung auf derselben wegen ihres demonstrativen Charakters unpassend täre"! Die Breslauer Schiffszimmerer geben sich nun auch mit diesem falomonischen Spruch nicht zufrieden und gehen nunmehr an den Minister des Innern. Eine kleine, aber nette Episode aus der preußisch- deutschen Misere im Jahre der gigantischen russischen Revolution!. Verfammlungen. " Die am 29. November 1905 bei Steller, Stoppenstr. 29, ver fammelten zirka 2500 städtischen Arbeiter erklären sich mit den Ausführungen des Stadtv. Singer sowie der übrigen Diskussionsredner vollständig einverstanden. Sie richten an den wohllöblichen Magistrat und bas Stadtverordneten- Kollegium das dringende Ersuchen, unverzüglich eine generelle Lohnverbesserung für sämtliche städtische Arbeiter in die Wege zu leiten. Solange aber die bereits eingereichten Forderungen der einzelnen Stategorien von den Verwaltungsdeputationen nicht genehmigt find, soll sofort eine Teuerungszulage gewährt werden, um die außerordentliche Notlage der städtischen Arbeiter in etivas zu erleichtern. Laut statistischer Aufstellung von staatlichen und kommunalen Behörden ist der jezige Notstand ein ganz erheblicher, insonder heit hervorgerufen durch die Absperrung der Grenzen beziv. der Erschtverung der Fleischeinfuhr. Die von dem Berliner Magistrat und den Stadtverordneten anerkannte erhebliche Steigerung der Fleischpreise fann aber als eine vorübergehende kaum angesehen werden, da bereits im März f. J. die sogenannten Handelsberträge eine weitere Verteuerung zahlreicher Lebensmittel und Bedarfsartikel im Gefolge haben werden. Aus allen diefen Gründen hält es die Versammlung für eine soziale Pflicht der Stadtgemeinde Berlin, ihren Arbeitern eine generelle Lohnzulage zuteil werden zu laffen, und beauftragt das Bureau, diese Nesolution den Behörden( Magistrat und Stadtverordneten- Kollegium) alsbald zu übermitteln. Zu den übrigen Ausführungen in der Erflärung Wiesenthals habe ich hier nichts weiter zu bemerken, weil die aftenmäßigen Tatsachen der Berwaltung bekannt sind und durch die Versuche Wiesenthals, die Sache anders darzustellen, daran nichts geändert wird. Cohen. Sigung haben Freitag: Bund der sozialdemokratischen Lese- und Diskutier- Klubs. Johann Jacoby", jeden Freitag nach dem 1. und 15., bei Bugge, Kastanienallee 95/96.„ Borwärts", jeden Freitag nach dem 1. und 15., bei Snößsch, Hirtenstr. 10. Arbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen Vereinskalender sind zu richten an Adolf Braun, Liebenwalderstr. 50, II. ,, Germania", Mattfe, Fidicinstr. 34." Feste Männer", Viehstädt, Schul straße 24. Frohe Bruderherz", Andrepke, Biesenthalerstr. 4. Stunde"; Schmidt, Allegandrinenstr. 122. Apfelblüte", Kakuschke, Wiesenstraße 29 a.-„ Rote Rose", Friese, Manteuffelstraße 56. Du ahnst es nicht", Grün, Horndorferstr. 47.„ Kernspitze", Breil, Rirdorf, Rosenstr. 24. Deutscher Michel", Griffel, Bankow, Saifer Friedrichstr. 15. " Solide", Echolz, Boffenerstr. 1. ,, Lange Pfeife", Mausch, Friedrichsberg, Mainzer Straße 5. Wohl bekomms", Schmidt, Kolbergerstr. 6. Alles roocht", " Frohe Stunde I", Kersten, Elbinger Meier, Neu- Weißenfce, Elsaßftr. 10. straße 15. " -差 n Arbeiter Radfahrerbund„ Solidarität". Gau 9( Prov. Brandenburg.) Alle Zuschriften und Anfragen sind zu richten an den Gan vorfizenden Karl Fischer, Waldstr. 8. Alt- Glienice, Borwärts" nach dent 1. und 15. bei Robed, Rudowerstr. 72.„ Berliner Arbeiter- Radfahrerserein", Abteilung I, nach dem 1. und 15. Bülowstr. 59. Abteilung V, nach Bornim, Glück auf" dem 1. und 15. im Elysium, Landsberger Allce. Charlottenburg, A- R.- B. nach dem 1. nach dem 15. bei Witwe Krüger. und 15. bei Harnisch, Windscheidstr. 25. Finsterwalde, Borwärts" nach dem 1. und 15. im Gasthof 3um Stern". Friedrichsfelde, A.-R.-V. nach dem 1. bei Lube, Prinzen- Allee 30. Gr. Lichterfelde, Concordia" nach Hennickendorf, Eine zweite, gleichfalls angenommene Resolution spricht sich dem 1. und 25. bei Lasjoda, Chausseestraße 55. Rathenow, Frisch auf jeden für eine einheitliche, geschlossene, Organisation aller städtischen Schnell" nach dem 1. und 15. bei Mier. Stegliz, A.-N.-V. vor dem 1. und 15. bei WahrenArbeiter aus. weil nur eine starte Organisation erhebliche Lohn- 1. Freitag bei Stocfisch. dorf, Schloßstraße 117. Taßdorf, Adler" nach dem 1. bei Barsch. forderungen und Verbesserungen durchsehen kann. Hierauf folgte ein furges Referat des Arbeitersekretārs Zehlendorf, Borwärts zum Ziel" nach dem 1. und 15. bei Micleh, Potsdamerstraße 25. Dittmer über den Zentral- Arbeitsnachweis. Der Arbeiter- Radfahrerbund Freiheit". Geschäftsstelle bei Franz Liehr, Eine Maffenversammlung der städtischen Arbeiter, die der Ver- teferent führte aus, es sei eine irrige Annahme, daß jemand, der einftr. 3 I. ,, Bliz", bei Grosse, Ramlerstr. 5." Delphin", Schulz. band der Gemeindearbeiter einberufen hatte, tagte am Mittwoch in als Arbeiter in einen städtischen Betrieb eintritt, damit eine dauernde Stettinerstr. 57." Nordpol", Herfurt, Voltastr. 52." Frisch auf"( Char„ Kondor" bei Lüde, Binetaplay. Sellers Saal. Auf der Tagesordnung stand ein Vortrag des Ge- Stellung erworben habe. Der Wechsel der Arbeiter sei vielmehr lottenburg), Ferber, Nehringstr. 19. noffen Singer über:" Die Fleischteuerung und die städtischen sehr erheblich. Zahlreiche Entlassungen wechseln mit zahlreichen Frohes Biel" bei Schröder, Stromstr. 36. Arbeiter Turnerbund. W Turnverein Fichte". Geschäftsstelle Arbeiter". Der Andrang zur Versammlung war ungewöhnlich start. Neueinstellungen. Beim Zentral- Arbeitspachweis in der Gormann- Berlin O. 17, Koppenstraße 24 II. Abends von 8-10 1hr: 2. MännerEaal und Galerien waren schon lange vor Beginn der Versammlung straße würden im Monat 300-400 städtische Arbeiter verlangt. abteilung Staligerstraße 55/56. 4. Männerabteilung Siemensstraße 20. von einer dichtgedrängten Menge bis auf den letzten Blaz gefüllt. In vielen Betrieben sei es üblich, Arbeiter ohne Benußung des 5. Männerabt. Wattstr. 16. 6. Männerabt. Stallschreiberstr. 54. 7. MännerGenosse Singer leitete seinen Vortrag mit der Bemerkung ein, Nachweises auf Grund persönlicher Empfehlung einzustellen. Das abteilung Reichenbergerstr. 131. 8. Männerabt. Höchsteftr. 36/37. 9. Männeres sei ihm eine besondere Freude, zu den städtischen Arbeitern zu fei ein unhaltbarer Zustand. Im Interesse einer geregelten abteilung Müllerstr. 158. 10. Männerabt. Petersburgerstr. 4. 11. Männersprechen, da ja die sozialdemokratischen Stadtverordneten neben den Arbeitsvermittelung müsse die Einrichtung eines paritätischen abteilung Fürbringerstr. 33. 12. Männerabteilung Stastanien- Allee 82-83. allgemeinen Intereffen der Arbeiterklasse besonders auch die Inter- Arbeitsnachweises gefordert werden, der jede Branche der städtischen 13. Männerabt. Görligerstr. 52. 1. Damenabteilung Mariannenufer 1a. 2. Damenabt. Aderftr. 67. 1. Lehrlingsabt. Friedenstr. 37. 3. Lehrlingsabt. essen der städtischen Arbeiter vertreten und sich die Verbesserung Arbeiter besonders berücksichtige. Eine solche Regelung sei bei Boedhstr. 17-20. Freie Turnerschaft Nixdorf- Briz. 3. Männerabteilung der Verhältnisse derselben angelegen sein lassen. Zum Thema feines gutem Willen der städtischen Behörden sehr wohl möglich. Der 8-10% Uhr, bei Thiel, Bergstr. 151/152. Schülerinnenabteilung von Vortrages übergehend, besprach der Refereni die Ursachen der gegen- Referent empfahl die nachstehende Resolution, welche einstimmige 6-8%, Uhr im selben Lokale. Freie Turnerschaft Steglig, im Birken wärtigen Teuerung: die agrarfreundliche Zoll- und Handels- Annahme fand: wäldchen, Schüßenstraße. Freie Turnerschaft Stralau- Rummelspolitik der Meichsregierung. Dann berties er darauf, daß in der " Die Versammlung erblidt in der jetzigen Art der Arbeits- burg". Turnhalle in Borhagen: 8-10% Uhr, Männerabteilung. letzten Sigung der Stadtverordneten ein Antrag gestellt wurde, der bermittelung für städtische Betriebe einen Zustand, welcher sich Arbeiter- Turnverein Froh und Frei"," Groß- Lichterfelbe, Reisen, Chaussecstraße 104. Freie Turnerschaft Johannisthal", 8-10% hr den Magistrat ersucht, in Anbetracht der gegenwärtigen Teuerung mit den notwendigen sozialen Grundsäßen eines großen Gemein- bei Senftleben, Friedrichstraße 48. Freie Turnerschaft Tempelhofden städtischen Unterbeamten und Arbeitern eine Teuerungszulage wesens auf die Dauer nicht vereinbaren läßt. Mariendorf". Abends 8-10 Uhr: Männer- und Lehrlingsabteilung im zu gewähren. Natürlich werden die sozialdemokratischen Stadtverord Restaurant Wilhelmsgarten", Tempelhof, Berlinerstr. 9. neten diesen Antrag befürworten. Man darf sich aber nicht der Berliner Volks- Chor. Abends von 8-10 Uhr in der Aula, SteinZäuschung hingeben, daß der gegenwärtige Notstand ein vorüberstraße 31.Rudervereine. Collegia", Charlottenburg, Restaurant zum gehender sei. Er werde noch mehr hervortreten, wenn erst dic Nußbaum, an der Röntgen- Brüde. Berliner Arbeiter Ruderverein Handelsverträge in Kraft treten. Deshalb fömne auch den städtischen Freiheit", Restaurant Felsenterrasse, Engel- Ufer 1. Bootshaus: Stralau, Arbeitern durch eine einmalige Gratifikation nicht über den Notstand Tunnelstr. 29. hinweggeholfen werden. Die sozialdemokratischen Stadtverordneten werden daher bei Beratung des Antrages dafür eintreten, daß den städtischen Arbeitern dauernde Lohnzulagen gewährt werden. Aber selbst, wenn sie solche Zulagen erhalten, wird von einer wesent> lichen Hebung der Lebenslage der städtischen Arbeiter feine Rede sein fönnen, da ja gegenwärtig noch Löhne von 3,50 M. gezahlt werden. In der Denkschrift, die der Magistrat aus Anlaß der Fleischnot an die Regierung richtete, wird berechnet, daß der Haushalt einer Arbeiterfamilie durch die Fleischteuerung um jährlich 120 M. mehr belastet wird. Das sei so fagt die Denkschrift bei einem Jahreseinkommen von 1800 M2. eine Steigerung der Ausgaben un erinnern. Die Versammelten sind vielmehr der Ansicht, daß ein paritätischer Nachweis für städtische Arbeiter beim ZentralArbeitsnachweis anzugliedern ist, der durch ein Kuratorium unter Hinzuziehung eines Organisationsvertreters beaufsichtigt wird. Die Betriebsdirigenten und Verwaltungsbehörden der Stadt sollen gehalten sein, alle benötigten Arbeiter aus diesem Nachweis zu beziehen. Erst durch die segensreiche Einrichtung einer folchen Institution können die sozialpolitischen Leistungen der Stadtgemeinde für ihre Arbeiter zur rechten Geltung fommen, während sie unter den obwaltenden Verhältnissen vielfach auf tem Papier stehen bleiben." - Deutscher Metallarbeiter- Berband. 8ur Klarstellung. " Gesellige tc. Vereine. Arb.-Ges.-B. Lerche Sang", Berger, Grünstraße 41. Lotterieverein Gute Hoffnung", alle 14 Tage bei Schmökel, Zither und Mandolinenklub Fidele Brüder", Brenzlauer Allee 40. Musikdilettanten- Berein Berlin- Moabit" bei Daase, Brandenburgstr. 80. Quigomstr. 79. ,, Gesangverein der Enterbten" bei Ertelt, Graun- und Gleimstraßen- Ede. Bitherverein Waldesrauschen", Schleif, Huffiten straße 31. Zitherklub Edelweiß", bei Borrmann, Zorndorferstr. 6. Männerchor Often" bei Ploeger, Rigaerstr. 127. LepidopterslogenBereinigung Orion"( Schmetterlingssammler) Mendelssohnstr. 9. Musikverein„ Norden II", Schultheiß- Restaurant, Kaftanien- Allee 23. Tanzlehrerverein Solidarität". Jeden Freitag nach dem 1. Vers " Ueber die Gründe des erfolgten Ausschlusses des Schloffers und ſammlung im Gewerkschaftshause; die andren Freitage Uebungsstunde bet Karl Wiesenthal 7 Proz. Hiernach scheint es, als nehme der Magistrat an, 1800 M. Gastwirts feien ein normales Arbeitereinkommen. Bei den städtischen Arbeitern hat aber der weitaus größte Teil ein erheblich geringeres find namentlich durch die bürgerliche Bresse unrichtige Gerüchte Einkommen. Wenn der Antrag über die Teuerungszulage für berbreitet, die uns veranlassen zu erklären, daß der Ausschluß städtische Arbeiter zur Beratung kommt, dann werden die sozials nicht auf Grund der gegen Wiesenthal eingeleiteten Untersuchung demokratischen Stadtverordneten den Magistrat an seine Dentschrift wegen Borenthaltung eines Briefes des Oberbürgermeisters In seinen weiteren Ausführungen besprach der Redner Kirschner erfolgt ist. Dieses Verfahren ist noch nicht beendet, die sozialen Aufgaben, welche die Gemeinde nach Auffassung der wenigstens lag den Vorstand zur Zeit seiner Beschlußfassung noc; Sozialdemokratie zu erfüllen hat. Die sozialdemokratischen Stadt- fein Bericht der Untersuchungskommission vor. Der Ausschluß er verordneten halten auch eine generelle Regelung der Verhältnisse der folgte lediglich wegen groben Verstoßes gegen die gewerffchaftliche städtischen Arbeiter für notwendig. Sie werden in dieser Hinsicht Disziplin, weil Wiesenihal den Erlaß eines Statuts beantragen, worin folgende, Grundsäße aufgestellt werden: Abgesehen von gewissen Ausnahmen( z. B. in Strankenhäusern), soll der Achtstundentag eingeführt, zunächst aber foll die meist 10 bis 10% Stunden betragende Arbeitsgeit sofort auf 9 Stunden herabgesezt werden. Der Anfangslohn soll nicht unter 4 M. pro Tag betragen und mit dem Dienstalter entsprechend Teures Fleisch billige Seefische!! Bester Fleischersatz, schmackhaft und durch hohen Nährgehalt sich auszeichnend! Große Fänge in lebendfrischer Ware sind soeben eingetroffen! 1. widerrechtlich Schriftstücke über die Tarifverhandlungen der Rohrleger froß wiederholter Aufforderung seitens der Orts berwaltung einbehielt und 2. obgleich er wußte, daß während des gegen ihn schwebenden Ausschlußverfahrens seine Rechte und Pflichten ruhten, widerrechtlich und trok Zurückweisung durch den an der Tür stehenden Collwig, Gr. Frankfurterstr. 99. $ Berliner Tanzlehrer Verband. Jeden Freitag Sizung bei Feuers stein, Alte Jakobstr. 75. Zentralverein der Bureau- Angestellten Deutschlands, Mitglied shaft Berlin, jeden Freitag nach dem 1. und 15. im Monat Mitgliederbersammlung bei Pachura, Landsbergerſtr. 39. served Sozialdemokratischer Zentral- Wahlverein für den ReichstagsWahlkreis Kalan- Luckau. Drtsverein Berlin. Freitag, den 1. Dezember, abends 8%, Uhr, Busammenkunft der Genossen bei Georg Weihnacht, Grünftr. 21, zmecs Ausgabe der Kalender und Flugblätter zur Agitationstour. Es ist Pflicht eines jeden Genossen, zu erscheinen. Gehülsinnen Deutschlands. Bezirk Charlottenburg. Freitag abend 9 Uhr: Zentralverband der Handlungsgehilfen und Berfammlung im Volkshaus, Rosinenstr. 3. Vortrag des Kollegen Krauß über:" Frauenarbeit im Handelsgewerbe". Ein Versuch mit diesen äußerst schmackhaften Fischen ist jeder Hausfrau zu empfehlen. Seefisch- Kochbücher gratis. Deutsche Dampffischerei- Gesellschaft Nordsee" Filiale: Berlin C. 2, Bahnhof Börse, Bogen 8-10. Prinzenstraße 30 ( am Moritzplatz). Zentral- Fernsprecher: Amt III, 6884. Verkaufs- Niederlagen: Madaistraße 22 Landsbergerstraße 52-53 22 Lar gege biz- or). Landsbergerstraße 52-53 Goldbarsch ( Ersatz für Zander) 25 Pf. pr. Pfd. Seelachs 25 Pf mit Kopf ohne Kopf ohne „, 99 99 30 PI.„, 99 do. Kabeljau Kabeljau 35 PL. 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Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärt» Ivuchdruckerei u. Berlagsan.�««!aul Singer& To.. Berlin SW." Nr. 281. 22. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Kommunales. 5 Uhr. 34. Sigung vom Donnerstag, den 30. November, nachmittags Der Vorsteher Dr. Langerhans eröffnet die Situng um 5½ Uhr. In den Ausschuß zur Vorberatung des Antrags Deutsch( foz.fortschr.) wegen Gewährung von Not standszulagen in städtische Unterbeamte und Arbeiter sind u. a. auch die Stadtvv. Schubert, Singer und Tolksdorf( foz.) deputiert worden; dem Ausschuß zur Vorberatung der Vorlage wegen Errichtung einer zentralen Meldestelle im Rathause gehören auch die Stadtvv. Bernstein, Koblenzer und Dr. Weyl ( Soz.) an. Für das Kuratorium der technischer Mittelschule ist ein Bürgerbeputierter zu wählen. Vorgeschlagen find: 1. der Fabrikbefizer, Ingenieur und Handelsrichter Paul jar up, Prinzenallee 24, und 2. der Tischler Hugo Woldersky, Brückenallee 8. Gewählt wird mit 63 gegen 19 Stimmen Herr Hjarup. Ein Antrag der Stadtvv. Baumann u. Gen.( Fr. Fr.) geht dahin, den Magistrat zu ersuchen: 1. allen Mitgliedern der Versammlung ein Eremplar des Bebauungsplanes der Stadt Berlin in verkleinertem Maßftabe zuzustellen und 2. den der Versammlung zugehenden gedruckten Vorlagen über Erwerb, Veräußerung oder Tausch von Grundstücken oder Anlage von Straßen, Bläßen und dergleichen eine im Wege der Zinkographie hergestellte Orientierungsstizze beifügen zu Caffen. Der Antrag wird einem Ausschuß von 10 Mitgliedern überDen Entwurf einer wiesen. „ Süd- Nord"-Unterpflasterbahn Freitag, 1. Dezember 1905. die technische Durchführbarkeit und die Tracenführung nochmals Ein glänzendes Konjunkturbild entwarf in der Generalversammzu prüfen. Ich halte als Mitglied der Verkehrsdeputation dafür, lung der Rombacher Hüttenwerte der Vorsitzende Kommerzienrat daß die Vorlage dieser Prüfung standhalten wird. Ein Versuch, M. Oswald. Er bemerkte u. a.: Die Schiffsbauindustrie an den die Linie schon jest nach Norden oder Süden auszudehnen, würde Seen ist bis zum Herbst kommenden Jahres voll beschäftigt. mit einer langwierigen Verschiebung des ganzen Projekts oder mit Die Stahlwagenindustrie, die im ſtande ist, 225 Wagen deffen völliger Ablehnung gleichbedeutend sein.( Beifall.) täglich herzustellen, ist ist für für länger als ein Jahr aus Stadtv. Dr. Preuß( foz.- fortschr.) begrüßt die Vorlage mit verkauft mit 70 000 Wagen und einem Stahlverbrauch von über cinem kräftigen„ Na, endlich!" und einem herzlichen Willkommen!" 1 000 000 Tonnen. Es wird beabsichtigt, die Leistungsfähigkeit auf Ueber die Notwendigkeit der Linie und über die Uebernahme von 300 Wagen täglich zu erhöhen, und die Fabriken könnten trotzdem Bau und Betrieb derselben in städtische Regie sei man doch längst auf 20 Jahre beschäftigt sein, um die jetzt noch laufenden Holzwagen einer Meinung, und der Widerspruch des Herrn Buchow in letterem zu ersezen. An Schienenaufträgen liegen über 3000 000 Tonnen Punkte fei nach den Erfahrungen der letzten Jahre geradezu er- vor, die bis Ende des nächsten Jahres lieferbar sind. Formeisen staunlich. Den Betrieb müsse die Stadt übernehmen, und gehe erfordert Lieferfristen von Sechs bis acht Monaten. Die dies nicht anders als bei gleichzeitiger Entnahme der Betriebskraft Lokomotivfabriken find stärker beschäftigt. Man beginnt in von den Berliner Elektrizitätswerten, so müsse es eben dabei sein folge mangels an Holz die Auswechselung der hölzernen Schwellen Bewenden haben. Auch den Einheitspreis solle man hier nicht durch stählerne. Der Ausbau der Flotte ist aus dem ausspielen und besonders nicht den 10 Pf.- Sab ganz ausschalten amerikanischen Flottenplan zu ersehen und hat die Carnegie Werke mit Rücksicht auf die Konkurrenz der Straßenbahn. zur Erweiterung ihrer Panzerplattenwerte veranlaßt. Die Annahme fcheint somit berechtigt, daß von dieser Seite ungünstige Einflüsse auf die Festlandswerke nicht zu erwarten sind. Zu den Bessimisten gehört Herr Dewald jedenfalls nicht. In der Hauptsache versprechen die von ihm angeführten Momente eine länger dauernde günstige Periode doch nur für einen Teil der Großindustrie. Stadtv. Rosenow( N. L.) bedauert auch, daß von einer Gruppe der Versammlung auch diesmal wieder dem Privatbetrieb das Wort geredet werden konnte. Gern hätte er die Vorlage ohne Ausschußberatung angenommen; hoffentlich werde der Ausschuß ebenso schnell wie gründlich arbeiten. Die Bedenken Stadtv. Jacobi( A. L.): Auch die 5 städtischen Straßenbahnlinien wurden seinerzeit als eine rettende Tat bezeichnet. Ich habe damals gesagt, der Stadtbaurat werde seine Lorbeeren nicht auf diesem, sondern auf einem anderen Gebiete ernten, und dieser Moment it jest da. Dieses Projekt hat meinen vollen Beifall, Berlin muß so schnell wie möglich Schnellbahnen bekommen. Buchows sind durchaus zutreffend, aber nach Lage der Sache ist nichts anderes als diese Vorlage zu erreichen. Ein eigenes Elektrizitätswerk wird Berlin doch wohl ad hoc nicht bauen, da ja event. später die B. E.-W. von der Stadt übernommen werden können. Aus der Ausschußberatung wird auch nichts anderes herauskommen, als die Vorlage bietet. Stadtv. Haberland( A. 2.) bemängelt, daß es der Linie an einer Zentralstation fehlt, von der aus man auf alle Linien gelangen tann. Nachdem noch die Stadtoo. Solmis( Fr. Fr.) und Caffel fich turz geäußert haben, geht die Vorlage an einen Ausschuß von 15 Mitgliedern. Die Vorlage betreffend den or armenärztlichen Dienst, reichen Ergebnisse der Jahre 1902 und 1903 gebracht hatten, wurden Die Welternte im Jahre 1905. Die Roggenvorräte, die die schon im Vorjahre durch den schwächeren Ertrag stark geschmälert; tritt nun im laufenden Jahre noch ein erheblicher Ernteausfall hinzu, so ergibt sich ein wahrscheinliches Defizit der Versorgung um 10 bis von zirka 9 Millionen bestanden hatte. Der Ernteausfall im laufenden Jahre ist fast ganz auf den russischen Minderertrag zurückzuführen: trop einer für Roggen wird die Ernte um zirka 40 bis 50 Millionen DoppelVergrößerung der Anbaufläche gentner niedriger tagiert als 1904. Da Rußland rund die Hälfte die Aufwärtsbewegung der Roggenpreise noch weiter zunehmen. Schon der Weltversorgung an Roggen stellt, dürfte in dem Konsumjahr 1905/06 jetzt steht der Preis für 1 Tonne zirka 30 M. über dem Niveau des höchsten bisher verzeichneten Ertrag bringen, der noch über das Vorjahres. Die diesjährige Weizenernte wird voraussichtlich den Ergebnis des Jahres 1903 um zirka 5,2 Millionen Doppelzentner hinaus 11 Millionen Doppelzentner, während 1904 noch ein Ueberschuß geht. Verminderte Roggenernte, gesteigerte Schutzölle, das wird den Agrariern passen. Grundstücksspekulation. Die Generalversammlung der Bergwelche der Magistrat aus Anlaß früherer Beschlüsse der Versamm werksgesellschaft Louise Tiefbau beschloß die Erwerbung eines in lung der letzteren unterbreitet hat und welche unter anderem mit- Langendreer belegenen Terrains in Größe von 38 Heftar. Das teilt, daß der Magistrat das Prinzip der freien Arztwahl abgelehnt Grundstück soll Spekulationszwecken dienen. In der genannten Gehat, beantragt Stadtv. Liebe now( A. 2.), einem Ausschuß von sellschaft spielt der bekannte spekulative Herr Stinnes die erste Geige 15 Mitgliedern zu überweisen, um dadurch auch die endliche Ausarbeitung der immer noch fehlenden Dienstanweifung für die Armenärzte zu fördern. vom Kreuzberg nach der Müllerstraße legt der Magistrat vor. Bau und Betrieb der Bahn soll durch die Stadt übernommen werden. Für die Aufstellung der Sonderentwürfe ist ein Betrag von 30 000 Mark angefordert; die Kosten sind auf 57 Millionen Mark berechnet. Stadtbaurat Krause: Die Vorlage betrifft ein sehr umfassendes Projekt und stellt sehr hohe Anforderungen an den Stadtfäder. Seit 1882 die Stadtbahn in Betrieb gesetzt wurde, ist erst nach 20 Jahren, 1902, eine zweite Schnellbahn, die Hoch- und Untergrundbahn, ihr gefolgt. Paris und London hatten inzwischen Berlin überflügelt. Das neue Projekt, welches Ihnen jetzt vorliegt, hat überrascht durch die Forderung, daß die Stadt Bau und Betrieb der neuen Anlage übernehmen soll. Die Erfahrungen, die wir mit ber„ Großen Berliner" gemacht haben, sind nicht gerade ermutigend für uns, den Bau ihr zu übertragen. Der Magistrat hat sich auf den Standpunkt gestellt, den Bau und Betriek selbst zu übernehmen, Stadtv. Rofenow( N. L.) schließt sich dem Vorredner an. und er glaubt, daß die Stadt dabei kein großes Opfer zu bringen Stadtv. Koblenzer( Soz.): Auch wir sind für Ausschußberatung. nötig haben wird, denn der Zuschüssen in den ersten Jahren werden Wir wünschen unter anderem, daß auch das Verhältnis zwischen leberschüsse in den späteren Jahren folgen. Was den Kostenpunkt den Spezialärzten und der Stadt geregelt wird; das jetzige Verbetrifft, so sind 57 Millionen Mark an Ausgaben veranschlagt hältnis fann als ein ersprießliches nicht erachtet werden. Wir worden. Der Magistrat glaubt mit diesem Voranschlage das Richtige werden weiter dafür plädieren, daß die Zahl der Armenärzte er zu treffen. Die Gesellschaft für den Bau von Untergrundbahnen heblich vermehrt wird. Ebenso werden wir unsere Gegengründe will bis zum 1. Juli 1916 den Bau, namentlich die Tunnelanlage, zu entwickeln haben gegen die ablehnende Haltung, die der Magistrat bewältigen. Der Magistrat ist mit großem Mut und Vertrauen dem Verlangen gegenüber einnimmt, die Versorgung der Armen an diese Aufgabe der Untergrundbahn herangetreten und ich bitte mit ärztlicher Hülfe auf eine ähnliche Basis zu stellen, wie die VerGie, an die Prüfung des Entwurfs mit gleichen Gefühlen heran- sorgung der Kassenkranken. Bugehen.( Beifall.) Stadtv. Buchow( Fr. Fr.): Bei der Höhe des Objekts halten mir Ausschußberatung für nötig, zumal jezt die Lindenführung von der ursprünglich geplanten abweichen soll. Hier wäre event. für den Ausschuß Gelegenheit zur Korrektur gegeben, besonders in bezug auf den südlichen Endpunkt der Bahn. Ebenso hätte viel leicht die Anlage der Kreuzung mit der Stadt- und der Hochbahn noch eine genauere Prüfung zu erfahren. Die Betriebsübernahme und auch die Bauausführung durch die Stadt widerstrebt uns direkt; wir wünschen uns zunächst vorzubehalten, ob wir den Bau selbst übernehmen oder Privaten übertragen wollen. Stadtv. Dinse( N. 2.) spricht dem Magistrat und speziell dem Baurat Krause für die Vorlage und für ihre heutige Begründung feine vollste Anerkennung und seinen Dank aus, ist mit der ber änderten Linienführung und der Wahl von Kurven mit größerem Krümmungsradius sowie mit der Verlegung des südlichen Endpunktes in die Kreuzbergstraße durchaus einverstanden und hält dafür, daß der Verlängerung nach Schöneberg usw. auch von hier aus nichts entgegenstehe, sobald die Nachbargemeinden die Verlängerung wünschen. Ueber die dringende Notwendigkeit der AnLage im Verkehrsinteresse sei kein Wort mehr zu verlieren. Die Monopolstellung einer Gesellschaft in Berlin sei der Stadt bis Her stets zum Schaden ausgeschlagen; da müsse endlich durchgegriffen werden. Weniger gefällt dem Redner die Einrichtung zweier Wagenklassen; aber man würde allerdings auch den Einheitspreis auf 15 Bf. festsetzen müssen, was ein zweifelhafter, Gewinn wäre. Auf eine Bemerkung des Stadtv. Dinse, der auf die freie Arztwahl und auf die Erfahrungen der Maschinenbauer- Strankenkasse Bezug nimmt, sieht sich erzielte im britten Quartal dieses Jahres ein Erträgnis von Befferes Ergebnis. Die Bergwerks- Aktiengesellschaft Bliesenbach 143 502 M. gegen 98 742 M. im dritten Quartal vorigen Jahres. Db das eine Folge der gestiegenen Arbeitslöhne ist? et Die Klagen der Kleinen. In der Generalversammlung des Baroper Walzwerks bemerkte Direktor Schmieding, die Beschäftigung sei gut. Ueber den 1. April 1906 hinaus fönne man aber wegen der fortgefeßt drohenden Preissteigerung der Rohmaterialien und Halbzeuge Aufträge nicht hereinnehmen, es fehle die Grundlage jeder sicheren Kaltulation. Es wäre richtiger wenn man den kleinen Werken auch eine Rentabilität gönne. Für die Syndikate gilt der Grundsatz: selbst essen macht fett. Petroleum. Im Jahre 1904 produzierten die Vereinigten Staaten 4095 Millionen Gallonen, gegen 8515 Millionen im Jahre 1903. Die Delfelder in Baku( Rußland) ergaben 3040 Millionen Gallonen im Jahre 1904, gegen 2955 Millionen im Jahre 1903. Es werden sodann noch die betreffenden Zahlen angegeben für Deutschland, Desterreich, Numänien, Japan, Kanada, Britisch- Indien, Stadtv. Koblenzer zu der Erwiderung veranlaßt, daß er von der freien Arztwahl gar nicht gesprochen, auch die Stellung seiner Freunde zu dieser Frage nicht im geringsten festgelegt habe. Sie hätten gar nicht die Absicht, sich auf irgend ein System festzulegen, Java und Sumatra. sie wünschten vor allem eine Verbesserung des armenärztlichen Dienstes. Die Vorlage wird an einen Ausschuß verwiesen. Aus der Frauenbewegung. Die Stadt Berlin ist von der Veranlagung ihres in Reinickendorf- Dft. Der Bildungsverein für Frauen und Mädchen Französisch- Buchholz belegenen Grundbesizes zur Streis- hielt am Dienstag, den 28. d. M., feine Vereinsversammlung bei teuer für 1904 nicht rechtzeitig benachrichtigt worden. Die Gründer, Hoppestr. 24, ab. Frau Eichner referierte über„ Die Er Steuer wurde nachgefordert, die Grundeigentums- Deputation hat ziehung der Kinder". Dem Vortrage folgte eine lebhafte Distuffion. die Zahlung abgelehnt. Auf wiederholte Vorstellung des Gemeinde- Nächste Versammlung Dienstag, den 12. Dezember. Herr Liesegang vorstehers hat der Magistrat jedoch beschlossen, aus Billigkeitspricht über: Welchen Wert hat die Bildung für die Arbeiterin". rücksichten und um das gute Einvernehmen mit der Vorortgemeinde Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes, für diese Versammlung rege nicht zu stören, den Betrag von 189 M. auch trotz der Frist zu agitieren. versäumnis zu zahlen, Stadtb. Wallach beantragt, die Ablehnung der Vorlage. Berlin Rigdorf. Sonntag, den 3. Dezember, abends 5 Uhr, findet in habe gar keine Ursache, angesichts der Haltung, welche die Vororte Hoppes Festsälen, Hermannstr. 49, eine öffentliche Volksversammlung gegenüber Berlin einnehmen, irgendwelche Milde walten zu lassen. statt. Die Tagesordnung lautet: Vortrag des Genossen A. Störmer. Stadtv. Dr. Paul( N. L.) spricht sich für die Zahlung aus, Bericht und Neuwahl der Vertrauensperson. Nachdem geselliges ebenso Beisammensein. Stadtv. Borgmann( Soz.), der zugibt, daß vom Rechtsstandpuntt aus die Zahlung berweigert werden könne, aber empfiehlt, aus Rücksichten der Billigkeit und Klugheit Entgegenkommen zu be= weisen, da eventuell der Gemeindevorsteher der Stadt Berlin Schwierigkeiten machen könne. Auch Stadtrat v. Friedberg bittet, die Vorlage anzunehmen. Stadtv. Wallach polemisiert gegen Borgmann, von dem er ein solches Armutszeugnis für Berlin nicht erwartet hätte. Die Vorlage wird schließlich entgegen dem Antrage Wallach angenommen. Schluß 8 Uhr. Aus Induftrie und Dandel. Briefkaften der Redaktion. Juriftifcher Ceil. R. S. 100. 1. Ja. Die furistische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7 bis 9½ lbr statt. Geöffnet: abends 7 libr. Chambregarniſten bis am 15. zum Ersten( nicht am Ersten zum 15.) zu P. K. P. Ist nichts anderes vereinbart, so haben Schlafburschen und fündigen. Ebenso kann ihnen gekündigt werden.. 2. An das Amtsgericht. Formulare zum Kirchenaustritt erhalten Sie bei Hoffmann, Blumenstr. 18. E. M. Spielen mehrere gemeinsam ein Los und vereinbaren nichts darüber, was erfolgen soll, wenn einer der Spieler im Reft bleibt, so hat der Säumige nachzuzahlen, hat aber auch einen Anspruch auf etwa inzwischen herausgekommenen Gewinn. 2. 5. S. 59. 1 und 2. Mit dem vollendeten 21. Lebensjahre. E. S. 29. 1.- 3.: Der außereheliche Vater hat den vollen Unterhalt des Kindes in vierteljährlichen Raten im voraus zu bezahlen. Ein Bergerichts. 4. Nein. Die Rechte des unehelichen Kindes finden Sie Seite 34 G. G. 100. Stadtv. Singer( Soz.): Auch wir können dem Stadtbaurat Krause für seinen Eifer und seine Ausdauer in der Förderung des Projektes nur dankbar sein, wollen aber auch nicht unterlassen, herborzuheben, daß es besonders auch dem Oberbürgermeister Stirschner zu danken ist, wenn nach und nach beim Magistrat eine andere Auffassung über die Einflußnahme der Stadt auf die Verbesserung und Vermehrung der Verkehrswege Plaz gegriffen hat, denn befanntlich bestand zunächst für eine attivere Beteiligung der Stadt in dieser Beziehung recht geringe Neigung, und ich will nur wünschen, daß nicht im letzten Augenblic einem nach jahrelangen Erwägungen gefaßten Beschluß noch Hindernisse bereitet werden. Für die Ausschußberatung werden auch wir stimmen, namentlich um die Tariffrage noch genauer zu erörtern. Auf die Notwendigkeit oder Zweckmäßigkeit einer etwaigen Aenderung der Trace lassen Die Lage der großen Hüttenwerke. Daß die Tätigkeit des Stahl- gleich bedarf der Zustimmung des Vormundes und des Vormundschaftswir uns in eine Debatte nicht mehr ein; wer die Vorlage wirklich werks- Verbandes die Ergebnisse der großen gemischten Werke günstig bis 41 des dem Arbeiterrecht" beigefügten Führers dargelegt. Das Buch ernstlich fördern will, wird gut tun, an ihren Grundlagen nichts beeinflußt, das ergeben die Geschäftsberichte dieser Unternehmen. liegt in den öffentlichen Bibliotheken aus. 2. G. 1. Der Lehrling mehr zu ändern. Die Frage, ob die Stadt die Bahn selbst bauen Von den reinen Werken hört man dagegen im allgemeinen nur müßte feinen Anspruch auf Unfallrente bei der Berufsgenossenschaft, der der und betreiben soll, ist ja durch den Gemeindebeschluß von 1900 ent- lagen über die den großen Werken vorteilhafte Politik des Ver- Betrieb angehört, anmelden. Gehört der Betrieb keiner Berufsgenossenschaft schieden. Dieser Beschluß ist ja gewiß nicht sakrosankt, aber die bandes. Die Werke, welche mit dem 1. Juli den Jahresabschluß an, so steht ihm ein Anspruch auf Entschädigung nur gegen den GeschäftsStadt würde sich doch lächerlich machen, wenn sie das erste Unter- machen, haben jetzt ein Geschäftsjahr unter der Tätigkeit des am herrn dann zu, wenn diesen ein Verschulden trifft. 2. Ja. nehmen, was gemäß diesem Beschluß auszuführen wäre, dem 1. April 1904 ins Leben getretenen Verbandes gewirtschaftet. Sie Eine Strafe, gleichviel ob Geld- oder Freiheitsstrafe und gleich viel ob Brivattapital auslieferte. Herr Dinse hat keine Vorliebe für die fönnen mit dem Resultat zufrieden sein! 14 dieser Werke mit einem durch Polizeistrafbefehl oder durch Schöffengericht zudiftiert, bleibt Strafe und ist, falls etwa ein Zeuge danach befragt wird, anzugeben. 2. Klasse, ebnet ihr aber durch seine Stellungnahme praktisch den Kapital von rund 312 Millionen Mark, erzielten im Geschäftsjahr S. F. 107. Ja, vom vollendeten 16. Lebensjahre ab tönnen Beugen beeldet Im Jahre 5610. 1.- 3.: Bahlen Sie die Kirchensteuer Weg. Wir hoffen im Gegenteil, den Magistrat und die Mehrheit 1904/05 einen Gewinn von rund 60 Millionen Mart gegen rund werden. überzeugen zu können, daß die 2. Klasse überflüssig ist. Wir ziehen 54 Millionen Mark im Jahre vorher. Die Erzeugung dieser Werke nicht, so wird sie beigetrieben. 4. Treten Sie aus der Kirche aus, so haben Sie vom Abschluß des auf Ihren Austritt folgenden Jahres ab persönliche den Einheitspreis von 15 Pf. vor, um auf diese Weise die 2. Slaffe gestaltete sich folgendermaßen: Stirchensteuern nicht mehr zu zahlen. G. 5. 114. 1. Nein. 2. und 3: zu beseitigen. Die allgemeine Abneigung gegen die 2. Klasse teilen Ja. 2. R. 18. 1. Nein. 2. Der Wirt hätte dies Recht, falls der wir mit Herrn Dinse; es ist ein Unding, in einer solchen Bahn Korridor nicht zu den vermieteten Räumen gehört. 11. 8. Ja. eine solche Klaffeneinteilung zu schaffen. Die Befriedigung der . J. 101. Die Leistung des Offenbarungseides bewirkt eidliche AnInteressen der großen Massen der Bevölkerung muß uns doch höher gabe des Eigentums. Steineswegs behindert Sie den Erwerb von Sachen. N. 2. 15. Nein. Nur soweit die standesmäßige Lebenshaltung der stehen als die der Interessen der wenigen Tausend Leute, die mit In dieser Zusanunenstellung kommt für die Hüttenzechen die Dieser großen Masse nun einmal nicht zusammen fahren wollen. fegensreiche Wirkung des bekannten„ Konstruktions- Fehlers" eigenen Familie das zuläßt, sind Kinder zur Unterstübung ihrer hülfsCarl Pöhle. Das ist nicht erUnd dabei geht es doch in der Straßenbahn; auch weiß doch jeder, beim Kohlensyndikat zum Ausdruck. Bei Würdigung der Produktions- bedürftigen Eltern gefeßlich verpflichtet. forderlich. Modiftin 11. 1 bis 3. Ja, etwa 10 bis 15 M. J. 23. 7. daß in den Stunden des lebhaftesten Verkehrs auf der Hoch- und ziffern, wie auch bei den Geschäftsergebnissen muß der Einfluß des Tabellen zur Berechnung der Empfängniszeit finden Sie S. 36-40 des dem Untergrundbahn die Wagen der 3. Klasse überfüllt sind, während großen Bergarbeiterstreits berücksichtigt werden. Die in Betracht Arbeiterrecht beigefügten Führers durch das Bürgerliche Gesetzbuch. Das die der 2. Klasse leer fahren. Wir können nur wünschen und kommenden Werke verfügen über die Hälfte der Beteiligung des Buch liegt in den öffentlichen Bibliotheken aus. Sch. 33, P. J. 1 und 1. Der Antrag auf Be hoffen, daß die Vorlage unbeschadet der Gründlichkeit der Beratung Stahlverbandes und umfassen zirka ein Drittel der gesamten anderen Invalidenrentenanfragern. recht rasch verwirklicht werde. deutschen Roheisenerzeugung. Drei Unternehmen verteilen für das willigung einer Invalidenrente ist in Preußen in Städten mit mehr als Stadtv. Gaffel( A. L.): Ein Einheitspreis von 15 Pf. würde letzte Geschäftsjahr 2 Broz. Dividende mehr als im Vorjahre, bei 10 000 Einwohnern an den Magistrat( in Berlin: Magistrat, Abteilung für doch eine petuniäre Belastung für viele bedeuten, die nur fünf zwei Werken ist die Dividende 1 Proz. höher, bei einem Wert Invalidenversicherung, Köllnischer Bart) zu richten. Ein Beispiel für solchen Antrag, der auch zu Protokoll gegeben verden kann, findet sich S. 602 des Streden zu durchfahren haben und heute mit 10 Bf. davon kommen. 8 Proz., eine Gesellschaft verteilt ein halbes Prozent und ein Unter- Arbeiterrechts". Die Voraussetzungen für den Bezug einer Invalidenrente Dieser Grund tritt den finanziellen Erwägungen hinzu, die für nehmen 1 Broz. weniger, bei acht Gesellschaften beträgt die Dividende find S. 487, die Darlegungen über ihre Höhe S. 492 desselben Buches darBibei lassen sprechen. Für den Ausschuß stimmen auch wir, um 10 Broz. und mehr. gelegt. Es ist schon aus Naumrücksichten unmöglich, diese Vorschriften forts Noheisen Stahl Kohlen • 1903/04 3 342 021 Tonnen 3.658 863 9 838 012 " 1904/05 3 456 921 Tonnen 3 628 200 10 595 466 während zu wiederholen. Der einzelne lann das Arbeiterrecht" in jeder| P. S. 40. Wenden Sie sich an das Polizeipräsidium unter Schilderung der Kosten verpflichtet sein. 2. Nein. 3. Soweit eine Enterbung nicht statt E. G. Das öffentlichen Bibliothek einsehen und falls er Zweifel hat, sich in der juristi des Sachverhalts mit dem Ersuchen um Auskunft.- A. D. Schwedter- findet, würde der Anstalt das Recht auf das Erbe zustehen. M. S. 8. Jn beiden Fällen schen Sprechstunde Rat holen( hierbei sind aber alle auf den Rentenanspruch strake 33. Es könnte sich lediglich um einen Schadensersatzanspruch gegen hängt vom Inhalt des Lehrvertrages ab. bezüglichen Papiere mitzubringen) oder unter Beifügung dieser Papiere den Verkäufer handeln. Ob der Anspruch berechtigt ist, ist ohne Einsicht in ist ein Abzug leider zulässig.- A. H. Eine Sicherung durch Uebertragung, 2. 2. 10. 1. bis 3. Der ers die betreffende Frage an den Briefkasten richten. Allgemeine Fragen den Vertrag, aus dem Sie Ihr Recht herleiten, unmöglich zu beurteilen. wie Sie sie andeuteten, ist überflüssig. zu beantworten ist zwecklos. 2. Nach eingetretener Invalidität Selbst- Die juristische Sprechstunde steht jedem Abonnenten offen. A. R. Ja. wiesene Einwand, daß innerhalb der Konzeptionszeit noch ein anderer ver4. bis 6. Derartiges anzubringen, R. 100. fehrt hat, beseitigt den Klageanspruch. versicherungsmarken zu fleben, ist zwecklos. Wm., Mirbachstr. Nein. 2. K. 10. Das Statut hätte auf Ihren Fall Anwendung. W. N. 52. Wenn Sie mi. N. 20. Ihre Ansicht trifft zu. By. 15. Der Fall fann nicht Wenn der Mietsvertrag nicht das Gegenteil besagt in Berlin enthalten ist ungerechtfertigt. 7. Ja. 8. Etwa 100 Mart. so liegen, wie er Ihnen geschildert ist. Es muß ein Gerichtsbeschluß vor die meisten Verträge solche Ausnahmen haftet der Wirt für ohne Ver- nicht beweisen, daß der Mietsvertrag aufgehoben ist, würden Sie zur Nein. A. A. K. K. Nein. W. C. 39. Es ist nur Zahlung verurteilt werden. liegen. Gegen diesen sind Rechtsmittel zulässig, ohne Kenntnis dieses Be- schulden des Mieters zerschlagene Scheiben. schlusses und der Akten ist ein Rat ohne feste Grundlage. F. W. 10. derjenige haft bar, dem ein Verschulden zur Last fällt. Das dürfte in Ihrem Streit. Ursprünglich trat der Ring, den der Mann der Frau ansteckte, Die Namensumänderung eines vorehelichen, nicht vom Ehemann gezeugten Falle vielleicht der Hauswirt sein. Es wäre das Armenrecht zu erwirten. an Stelle des Kaufgeldes für die Frau. Heute wird der Ring vom Manne Kindes des Ehemannes auf den Namen des Ehemannes ist möglich. Er- Nicht das Haftpflichtgeset, sondern das Bürgerliche Gesetzbuch fäme zur An der Frau, von der Frau dem Manne an den vierten Finger der linken forderlich ist in Preußen entweder standesamtliche oder notarielle oder ge- wendung. 2. Es fann jeder Grund angeführt und der Dispens ohne Grund Hand bei kirchlicher Trauung gesteckt. Für diese Zeremonie wird 1. Mos. 38, 18 C. 100. Die Marte und 2. Mos. 35, 22 angeführt. O. V. 250. Es ist zwischen Geschmacksrichtliche Verlautbarung einer Erklärung der Mutter, des Vormundes und abgelehnt werden. Beschwerde ist nicht zulässig. des Ehemannes, wie sie Seite 221 Nr. 12 des dem„ Arbeiterrecht" bei- darf nicht nachgemacht werden, ebensowenig das Instrument, falls es muſter( Gesez vom 11. Januar 1876) und Gebrauchsmuster( Gesetz vom gefügten Führers enthalten ist. Das Buch liegt in den öffentlichen Biblio- patentiert oder sonst geschüßt ist. Darüber, inwieweit es geschütt ist, mögen 1. Oktober 1891) zu unterscheiden. Die entsprechenden Gesezesvorschriften thefen aus.- O.$. 38. Der Vater hat voll zu zahlen. 2. V. 32. 1. Nur soweit der finden Sie in Nr. 22a der Gutfentagschen Sammlung deutscher Reichsgefege. The Tochter Sie auf dem Patentamt sich erkundigen. und Sie als Vormund sollten schleunigst flagen. G. Rigdorf. Nein. standesmäßige Unterhalt darunter nicht leidet, würden die Eltern zur Zahlung H. E. 23. Ein Anspruch auf Rückerstattung steht dem Betreffenden nicht zu Für den Inhalt der Znierate Urania übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, den 1. Dezember. Anfang 72 Uhr: Opernhaus. Leonore. Schauspielhaus. Der Froschkönig. Neues. Ein Sommernachtstraum. Westen. Schlaraffenland. Deutsches. Der Kaufmann von Venedig. Berliner. Maria Stuart. Lessing. Die Wildente. Anfang 8 Uhr: Kleines. Hidalla. Schiller 0. Zapfenstreich. ( Wallner Theater.) Schiller N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Die Logenbrüder. Komische Oper. zählungen. Hoffmanns Er Zentral. Die Fledermaus. Residenz. Der Prinzgemahl. Trianon. Der lezte Troubadour. Lustspielhaus. Der Familientag. Thalia. Bis früh um Fünfe Carl Weiß. In Berlin ist was los. Luisen. Ein Blißmädel. Deutsch Amerikanisches. Herr Herzog! Metropol. Auf ins Metropol. Kasino. Das Opferlamm. Avollo. Prinzeß Rosine. Walhalla. In Lebensgefahr. Aber Taubenstr. 48/49. Hörsaal 8 Uhr: Spelterinis Alpen- und Wüstenfahrten. InvalidenSternwarte str. 57/62. CASTAN'S PANOPTICUM. Friedrichstr. 165. „ Ernte", Schattenspiel in 9 Bildern. Wanderung durch das Niltal. Restaurant: Harburger Sänger. Apollo- Theater. Heute 8 Uhr: Debüts der neuen Schiller- Theater. Schiller- Theater 0.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- Wilh. Th.) Freitag, abends 8 Uhr: Freitag, abends 8 Uhr: Zapfenstreich. Drama in 4 Auszügen von Franz Adam Beyerlein. Die Logenbrüder. Schwank in 3 Aften von Carl Laufs und Curt Straat. Sonnabend, abends 8 Uhr: Sonnabend, abends 8 Uhr: Zapfenstreich. Sonntag, nach m. 3 Uhr: Heimg'funden. Sonntag, abends 8 Uhr: Zapfenstreich. Der Veilchenfresser. Sonntag, nach m. 3 Uhr: Crainquebille. Die Bäuerin. Abschied vom Regiment. Sonntag, abends 8 Uhr: Flachsmann als Erzieher. DresdenerColosseum Straße 97. == Anfang 8 Uhr.- Sonntags 7 Uhr. Sotte Sebus Wardini Pod? == Berlins größtes Geheimnis. Tagesgespräch Chicagos. das unerreichte kom. Duett 0. Fürst. Littke Carlsen. Bendix. Jeden Sonntag Humoristische Volksvorstellung. nachm. 3 Uhr: Jed. Platz 50 Pf.( 1 Kind frei). Weihnachtspräsente. in's Colosseum! X X Demnächst: Rin Zirkus Im Konzertsaal bis 1 Uhr nachts: Gastspiel d. Ersten süßen Mädels"( 9 Damen, 2 Herr., 1 Neger) u. d.Wiener Wien. Damenorchesters„ Die Operettensäng. Scheimbauer XI. Berliner Saison. Dezember Spezialitäten. Albert Schumann Zirkus Busch. 912 Uhr: Prinzeß Rosine bon Paul Lincke. Sonntag, den 3. Dez., nachm. 3 Uhr: u. d. vollFrühlingsluft" tändige Herrufeld. Familientag im Hause Dezember- Spezialitätenprogramm. Brellstein. Wintergarten. Otero. täten. Spesial Metropol- Theater Folies Caprices. Nach dem Zapfenstreich. Vorher: Familie Knopfloch. Spezialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Paffage. Spezialitäten. irania. Taubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr: Spelterinis Alpenund Wüstenfahrten. Sternwarte, Invalidenstr. 157/62. Täglich geöffnet von 7 bis 1 15r. Anfang 8 Uhr. Heute Freitag, abends präz. 72 Uhr: Wiederum eine neue Sensation! Das Nätsel der gelehrten Welt! Zum erstenmal: Konsul der menschliche Schimpanse. Ferner: Die größte Novität: Auf- in's Metro Autobolide Große Jahresrevue mit Gesang u. Tanz in 9 Bildern v. Jul. Freund. Musik von Viktor Hollaender. Rauchen in all. Räumen gestattet. Berliner Theater. Komische Oper. Annemarie. Vorher: Der Geigenmacher von Cremona. Anfang 72 Uhr. Sonnabend und Montag: Dieselbe Borstellung. Sonnabend und Sonntag nachm. Friedrichstr. 104-104 a. Freitag, den 1. Dezember, abends 8 Uhr: Hoffmanns Erzählungen. La belle Mile. de Thiers. Außerdem: 4 indische Fakire.. Los Queirolos, 6 Spanier. Sämt MIB Texas Hattie. Direktor liche Spezialitäten und Albert Schumanns neue und moderne Dressuren und: Die reizende Sportpantomime: Der Sag Englischen Derby. Residenz- Theater. Morgen und folgende Tage: Hoff- Direktion: Richard Alexander. manns Erzählungen. 3 Uhr: Samlet. Sonntag abend: Lustspielhaus. Maria Stuart. Neues Theater. Anfang 72 Uhr. Ein Sommernachtstraum. Morgen und folgende Tage: Ein Sommernachtstraum. Kleines Theater. Anfang 8 Uhr: Hidalla. Sonnabend: Ein Feiertag. Zentral- Theater # Anf. 8 Uhr. Freitags Abonnement. Der Fledermaus. Operette in 3 Aften von Strauß. Luisen- Theater. Abends 8 Uhr: Ein Blizmädel. Sonnabend: Die Kinder der Er zellenz. Sonntag nachm.: Wilhelm Tell. Abends: Ein Blizmädel. Montag: Das Erbe. Trianon- Theater. Heute und folgende Tage: Der letzte Troubadour. Sonntag nachmittag: Das Ende der Liebe. Folies Caprice. Budapester Possen- Theater 132 Linienstr. 132 Ecke Friedrichstraße. Zum 75. Male: Nach dem Zapfenstreich. Vorher: Familie Knopfloch u. d. ausgezeichn.Spezialitätenteil. Anfang 8 Uhr. Vorverkauf täglich b. A. Wertheim und an der Theaterkasse v. 10 Uhr vormittags an. Sonntag, 3. Dez., nachm. 3 Uhr: Vorstellung zu halben Preisen. Abends 8 Uhr: Der familientag. Deutsch- Amerikanisches Theater. Köpenickerstr. 67. Zum Jeden Abend 8 Uhr! Gastsp. ADOLF PHILIPP Heute und folgende Tage 8 Uhr: Der Prinzgemahl. Satirischer Schwant in 3 Aften von 2. Xanrof und J. Chancel. wagenkontrolleur. Sonntag nachm. 3 Uhr: Der SchlafKasino- Theater Lothringerstr. 37. Täglich 8 Uhr. Allabendlich ausverkauft. Großer Lacherfolg! 89. ABER as Opferlamm. Male Herr Herzog Jeden Mittwoch und Sonnabend, nachmittags 4 Uhr: Hänsel und Gretl in Amerika. Kleine Preise. Ein Kind frei. Sonntagnachm.3Uhr: halbe Preise. Ueber'n großen Teich. Zum 13. Mal: Die neueste und größte Sehenswürdigkeit Berlins: Indien. Besonders hervorzuheben: Eine Tigerjagd in den Dschungeln Indiens. Außerdem: Eine WitwenFerner: verbrennung. Elefanten- Kämpfe. Zum 1. Mal: Die berühmten Clowns Rappo und Reade. Zwergclown François mit dem Zwergpferd. Signor Magrini, der beste Springer der Welt, springt über einen schlossenen Landauer. geEine Springpferde- Konkurrenz zwisch. 3 Springpferden.- Herrn Ernst Schumanns neueste Dressuren. WINSTARTEN 8 765 Eugenie Fougère Pariser Excentrique- Sängerin. C. Bernardi, Verwandlungskünstler. Mc. Banns, Keulenjongleur. Rosa Naynon, dressierte Vögel Perzina, Hundepantomime. Lene Land, Parodistin. Siegwart Gentes, Humorist. de Grey, Barfußtänzerin. Im Pensionat, Ballettdivertissement. Die 3 Olympier, Bronzestatuen Vorher das sensation. Dezemberprogr. Biograph. Neu! Baldwin Broth. Neu! Sonntag nachm. 4 Uhr: Arbeit schändet nicht. W. Noacks Theater. Direktion: Rob. Dill. Brimmenftr. 16. Carl Weiß- Theater. Der Mann im Monde. Br. Frankfurterstr. 132. 8um erstenmal: Mädchenhändler. Schauspiel in 5 Aufz. v. F. I. Hirsch. Morgen nachm. 4 Uhr Kinder- Borſtellung: Dornröschen. Abends 8 Uhr: Die Räuber. Gebrüder HerrnfeldTheater. Heute präzise 8 Uhr: Familientag im HausePrellstein Komödie in 3 Atten mit den Autoren Anton und Donat Herrnfeld in den Hauptrollen. Borvert. 11-2 Uhr.( Theaterkaffe). Der Mann im Monde, Bosse mit Gesang in 3 Aften von E. Jacobson. Anfang 8 Uhr. Eintritt 30 Bf. Sonnabend: Gr. Extravorstellung: Am Altar. Schauspiel nach der gleichen Erzählung E. Werners von C. Werel. Belle- Alliance Theater- Variété. Abends 8 Uhr: Premiere Josephine Petit Flammen- und Radium- Tanz. Rebusas lustiger Bauernhof. 14 hervorrag. Debüts. Rauchen im Winterg. gestattet. Walhalla- Theater Unter dem Protektorate des Herrn Professor Reinh. Begas. Bekanntmachung. Siegfried Bernhard Rose- Theater Sozialdemokratischer Wahlverein 2. Berliner Reichstagswahlkreis. Gesundbrunnen, Badstraße 58. Die Grille. Ländliches Charaktergemälde in 5 Aufz. von Charlotte Birch- Pfeiffer. Anf. 8 Uhr. Sasseneröffnung 7 Uhr. Entree 30 Pf., numerierter Pl. 50 Pf. ( im Abonnement 40 Pf.) Boranzeige! Sonntag nachmittag 3 Uhr: Die Grille. Abends 7 Uhr: Steffen Langer aus Glogau. Palast- Theater Burgstr. 24, 2 Min. v. Bh. Börse. Entree 50 Pf. Heute 8 Uhr. Tebut des Elite- Dezember- Programms. KF 14 1 erstklassige Nummern! Unter anderem: VortragsParin Andara, meisterin. Carl Braun in seiner neuen Kreation! Familienkarten in allen Berliner Frifier- und Bigarrengeschäften sowie im Theaterbureau unentgeltlich zu haben. Gustav Behrens für den Am 29. November verstarb unser Mitglied, der Kutscher Karl Bold Culmſtr. 18. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntagmittag 1/2 Uhr, von der Leichenhalle des Luther- Kirchhofs ( Lantwis) aus statt. Rege Beteiligung erwartet Der Vorstand. 239/15 Sozialdemokrat. Wahlverein f.d.4. Berl. Reichstagswahlkreis ( Süd- Ost). Todes- Anzeige. Den Mitgliedern hiermit zur Kenntnis, daß unser Genosse der Gastwirt Johann Schröter, wohnhaft Schlesischestr. 16( Stadtbezirf 107b) berstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 2. Dezember, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Zentral- Friedhofes Spezialitäten in Friedrichsfelde aus ftatt. Theater FrankfurterAllee 85. Das Riesen- Dezember- Programm. Miss Unita, Reu Neu! Neu einzig existierende Haarathletin. Mr. Hardon, Neu! Fesseltünstler und Mustelmensch. Neu! Von Südwest- Afrika zurück, oder: Stille Nacht, heilige Nacht! Weihnachts- Lebensbild mit Gesang in einem Aft. Reichshallen. Heute: Stettiner Sänger. Zum Schluß! Fräulein Doktor. Beitburleste von Mehsel. Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Otto Pritzkows Berliner Abnormitäten- Theater Münzstr. 16. Die drei lebenden gr. anatomischen Wunder Muskelmensch Skelett- Mensch Gummihantmensch Entree 20 Pf. Artus- Hof Die Herausforderung d. Ringkämpfers Perlebergerstr. 26. Stendalerstr. 18. Säle bon 100-1200 Pers. stehen den geehrten Vereinen zur Verfügung. Jeden Sonntag, Dienstag u. Freitag: ist von allen an den Entscheidungs. Ringkämpfen Beteiligten angenommen worden. Diese sensationellen Kämpfe beginnen tägl. 9 Uhr 45 Minuten. Heute ringen: Petroff gegen Strenge( Berlin) ( Bulgarien), Entscheidung. Cl. de Terrassier( Belgien) gegen Weber( Deutschland). Eberle( Deutschland) geg. Schneider ( Rigdorf). Beginn der Vorstellung 8 Uhr. Beginn der Ringfämpfe 98%, Uhr. Rauchen in allen Räumen gestattet. Passage- Theater. Anfang abends 8 Uhr. Das sensationelle Dezember: Programm. Gr. Theater- Vorstellung. Jeden Montag: Quartettjänger und humoristische Soiree. Jeden Donnerstag: Gr. Konzert. Königshof, Bülowstraße 37 an der Lutherkirche. Heute sowie jeden Freitag: Humoristische Soiree der allbeliebten Steidl= Sänger. Anfang 8 Uhr. Entree 30, Sperrs. 50. Buddhas Tafel Variété Elysium Sanssouci, Kottbuferfir.4ª( die Schrift aus dem Jenseits). Direktion Wilhelm Reimer. Sonnt., Mont., Donnerst.: Hoffmanns Norddeutsche Sänger und Tanzkränzchen.. die berühmte Paquarette, franz. Excentric. 14 neue erstklassige Nummern. Sonntag Beginn 5 ur. Etablissement Buggenhagen Wochentags 8 Uhr. Dienstag und Mittwoch: Theater- Abend. Gastspiel des Löwe- Ensembles. Der fleine Saal( 150 Pers.) ist noch einige Sonnabende zu vergeben. Moritzplatz. Täglich in den unteren Sälen Kommandantenstraße 3/4. Zahlreiche Beteiligung erwartet Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Tischler Ernst Jurk am 24. November plöglich verstorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Freitag, den 1. Dezember, nach mittags um 22 Uhr, von der Leichenhalle des Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 97/16 Die Ortsverwaltung. Todes- Anzeige. Allen Kollegen und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser Vater, der Böttcher Heinrich Wittig am 29. November früh 7 Uhr 8286 verstorben ist. Dies zeigen an Ernst Wittig u. Geschwister. Die Beerdigung findet am Sonntag nachmittag 3 Uhr von der Leichenhalle des SophienKirchhofes( Freienwalderstraße) aus statt. Arbeiter- Raucher- Bund Berlins und Umgegend. Todes- Anzeige. Unseren Mitgliedern zur Nachricht, daß die Ehefrau unseres Mitgliedes Fritz Lehmann Klub Pfeifentopf" vers storben ist. bom Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 2. Dezember, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Die Beerdigung unseres Bundesmitgliedes Emil Kienast vom Klub„ Blaue Wolfe II" findet am Sonnabend, den 2. Dezember, nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. 298/20 Der Vorstand. Großer internationaler Jacob Golde Soubretten- Wettstreit. Schöneberger Wintergarten Goltzstraße 9. Spez.- Wäschegeschäft Arbeiter- Berufskleidung Täglich Theater, und Spesiali. 119 Gr. Frankfurterstr. 119 Sonntags 2 Vorstellungen. Nachmittags 4 Uhr zu halben Preisen. Jede erwachsene Person hat ein Kind Gottschalk- Konzert. frei.bends 7 Uhr Große GalaBorstellung. Die Direktion. 5% Rabatt. Ueber 40 Jahre im Osten Berlins Deutscher Holzarbeiter- Verband. Heute Freitag, abends 81/2 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer Nr. 15: 97/1 Sitzung der Ortsverwaltung. Montag, den 4. Dezember 1905, abends 8, Uhr: Versammlung der Drechsler im„ Englischen Garten", Alexanderstr. 27c. Tages- Ordnung: 1. Tarifverträge und ihre Bedeutung für uns. Referent: Reichstagsabgeordneter Genosse Robert Schmidt. 2. Diskussion. 3. Bericht der Kommission. 4. Verbands- und Branchenangelegenheiten. Die Wichtigkeit der Tages- Ordnung erfordert das Erscheinen aller Kollegen. Die Kommission. Montag, den 4. Dezember, abends 8 Uhr, bei Cibrovius, Alexanderstr. 8: Vertrauensmänner- Versammlung der Küchenmöbel- Branche. Tages Ordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Verbands- und Werkstattangelegenheiten. 97/15 Ohne Verbandsbuch und Vertrauensmannkarte kein Einlaß. Die Kommiffion. Achtung! Sinsetzer! Achtung! Sonntag, den 3. Dezember, vorm. 10%, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal 1: Branchen- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen E. Böske über: Welches sind die Aufgaben eines gewerkschaftlich organisierten Kollegen der Partei gegenüber? 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Rege Beteiligung erwartet Die Kommission. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Haupt- Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt IV 9679. Arbeitsnachweis Bimmer 34. Amt IV, 3353. Sonntag, den 3. Dezember, vormittags 10 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Branchen- Versammlung Der Werkzeugmacher. Tages- Ordnung: 1. Der politische Referent: Ströbel. Unsere gesamten Restbestände kommen nun zu jedem nur annehmbaren Preise zum Verkauf. Wir bringen, um bis Weihnachten vollständig räumen zu können, im adist na Total- Ausverkauf! 30 Stück Herren- Paletots, Cheviot und Double, glatt und gemustert, zum Aussuchen, Stück 5,90 Mark sehr schöne Muster. י 120 " " 135 " 99 " Eskimo, nur neueste Muster 75 13 " " engl. Ulster, tadellose Paßform 90 " "" 85 9 19 99 nur Bauchgrößen, sehr elegant 125 92 23 80 12 13 60 99 "" ሃን 40 27 " 99 64 45 99 99 29 99 kariert und gestreift, das Neueste Maßsachen, Ersatz engl. Muster. auf Seide. 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Dezember, vormittags 10 Uhr, im Gewerkschafts- Sonntag, 3. Dezember, vorm. 10 Uhr, bei Jannaschk, Inselstr. 10: statt. Die Stollegen werden aufgefordert, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu hause, Engel- Ufer 15( Saal D): Versammlung der Bauanschläger. Mitglieder- Versammlung er forben Der Vorstand. 3. K.: U. Grabib Tages- Ordnung: 1. Bericht von der letzten Sigung der Schlichtungskommission. 2. Dis Tuffion. 3. Verbands- und Branchenangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Zahlreicher Besuch wird erwartet. Sonntag, den 3. Dezember, vormittags 10 Uhr: Tages: Drdnung: 1. Tarifgemeinschaften. Referent: Genoffe Buse. 2. Bericht von der Bertretersizung. 3. Kandidatenwahl. 4. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist das Erscheinen sämtlicher Kollegen dringend notwendig. Mitglieder- Versammlung Achtung, Dachdecker- Hülfsarbeiter! für Baumschulenweg bei Schäfer, Baumschulenweg, Baumschulenstr. 14. Tages- Ordnung: 1. Bortrag: Die Entwickelung der deutschen Arbeiterbewegung. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Zahlreicher und pünktlicher Befuch wird erwartet. Sonntag, den 3. Dezember, nachmittags 4 Uhr: Bezirks- Versammlung für Rixdorf u. Umgegend im Lokale von Thiel, Rigdorf, Bergstraße 151/152. Tages Ordnung: Sonntag, den 3. Dezember, vormittags 10 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( Saal 7): Sektions- Verfammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen K. Dräger. 2. Die Vertreter Sigung. 3. Die Ergänzungswahl des Borstandes. 4. Verschiedenes. Bahlreichen Besuch erwartet 44/ 17* Der Zweigvereins- Vorstand. Deutscher Buchbinder- Verband. 1. Die Frau in der Gesellschaft der Gegenwart. Ref.: Genoffin Schaub. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Sonnabend, den 2. Dezember 1905, abends von 6-10 Uhr, im Nach der Versammlung: Gemütliches Beisammensein und Tanz. Die Kollegen und Kolleginnen werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Ganz besonders sind die Frauen eingeladen. 167/12 Den Mitgliedern zur Kenntnis, daß im Bureau die Metallarbeiter- Notizkalender zu haben sind. Die Ortsverwaltung. Gewerkschaftshause, Saal 4: Wahl v.3 Beifikern zum Verbandsvorstand. Bei der Wahl muß das Mitgliedsbuch vorgelegt werden, welches mit dem Stempel, Gewählt" versehen wird. Die Wahlhandlung beginnt um 6 Uhr und wird pünktlich um 10 Uhr geschlossen. Stimmzettel liegen aus! 29/ 12* Die Ortsverwaltung. Achtung! Maurer und Zimmerer. Achtung! Damen- Konfektion Tischler- Verein zu Berlin. Sonntag, den 3. Dezember, mittags 1 Uhr: Urania- Besuch. Zur Vorführung gelangen: Spelterinis Alpen- u. Wüstenfahrten im Ballon. Billetts a 40 u. 60 Pf. find noch bei den Vorstandskollegen Wreschnick, Eisenbahnstr. 27, Kühn, Gräfeftr. 69/70, Lipke, Nostipstr. 59, Kretschmar, Fruchstr. 41 und König, Jahnstr. 24, zu haben. 199/15 „ Berliner ArbeiterRadfahrer- Verein" Mitglied des Arbeiter Radfahrer- Bundes " Solidarität“. Sonntag, den 3. Dezember: 3. u. 4. Abt. nach Hirschgarten, Jungflaus). Start: 1/2 Uhr seüstrinerplay. 7. u. 8. Abt. nach Bözow. Start: 1 Uhr Bahnhof Beuffelstraße. 6. Abt. Zur Besichtigung der ArbeiterStart: Wohlfahrts- Ausstellung. 12 Uhr Genossenschaft Dderbergerstraße 30; 1 Uhr Voltshaus, Rosinenstr. 3. 27/18 Orts- Krankenkasse Weißensee Am Sonntag, den 3. Dezember cr., vormittags 9, Uhr, findet im Lokale Prälaten, Lehderstr. 122, eine Zusammenkunft der 278/7 ſtatt. Delegierten Tagesordnung: Beeiner Aushülfstraft. W. Reske. Mie bekannt, tritt am Sonnabend, den 2. Dezember 1905, eine Verkürzung der Arbeitszeit direkt aus der Fabrik. Sprechung über eventuelle Anstellung um eine Stunde ein. 159/16 Die gültigen Arbeitsbedingungen schreiben vor, daß früh 8 Uhr die Arbeit beginnt und abends 4 Uhr endet, unter Junehaltung einer halbstündigen Frühstücks- und einer halbstündigen Mittagspause. Abweichungen von dieser Arbeitszeit sind uns sofort mitzuteilen. Die Verbandsleitungen der Maurer und Zimmerer. J. A.: Thöns. Witt. Zentralverband der Maurer Deutschlands. Zweigverein Berlin. Sektion der Putzer. Sonntag, den 3. Dezember, vormittags 10% Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: 135/1 Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen der Mitglieder ersucht Achtung! Die örtliche Verwaltung. J. A.: H. Neumann. Töpfer! Achtung! Roppen. ftraße 29: Freitag, den 1. Dezember, abends 6 Uhr, bei Keller, open Oeffentliche Versammlung. Kein Laden. Nach beendeter Engros- Saison auch Einzel- Verkauf enorm billig Ulsters Havelocks Capes Jacketts Paletots KostümRöcke MädchenPaletots Pelz- Stolas Robert Baumgarten Hausvogtei- Platz 11, 2. Etage ( an der Jerusalemerstraße). Bei Vorzeigung d. Inserates an der Kasse werden 5 Proz. Rabatt vergütet. Tages- Ordnung: Bericht der Sohukommission über die Verhandlungen mit Auch Sonntags geöffnet. den Meistern und unsere weitere Stellungnahme zur Lohnbewegung. 201/ 4* Wir erwarten, daß alle im Tarifgebiete Berlin arbeitenden Töpfer in dieser Bersammlung erscheinen. Roh- Tabak Zemplinerstr. 3, Die Lohnkommission. E. Nauen, Schwesterstraße Gelegenheitskauf! Schlafdecken in Wolle, extra schwer à 350, 450, 500, 600 M. Pferdedecken à 250, 350, 450, 550 M. Selowsky's „ Boleroff feinste 2 Pig.Zigarette. Gesetzlich geschützt! Nur Handarbeit! Reichel's 4830L* Hustentropfen unübertroffen wirksam gegen Husten, Heiferkeit, Verschleimung Halsschmerz iowie alle Beschwerden der Atmungsorgane.Fl.50ẞig. Echt nur wenn mit Marte ,, Medico" verschlossen, Erhältlich in den Drogerien und bei Berlin SO. 43. Otto Reichel, tenbahnstr. 4 Reisedecken Nathan Wand Tiger- Muster à 485, 600, 800, 1000 M. Versand p. Nachnahme. Emil Lefèvre Berlin Oranienstraße 158. 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Delikateßgeschäften 124004 391 692 763 823 999 125045 223 886[ 3000] 979 126094 113 38[ 10001 262 354 13000] 77 547 673 741 864 992[ 500] 127023 32 52 176 257[ 1000] 452 551 695 915 77 128079 108 330 48 489 1500] 667[ 500] 728 822 951 129028 57[ 500] 101 433 67[ 500] 565 87 650 735 805 130019 259 627 46[ 500] 726 41 131634 787 864 81 132009 32 101 303 15 648 133330 626 801[ 500] 22 33 919 34 134191 200 357 1500] 421 599 656 824 44 73 135017[ 5001 44 138 58[ 500] 217 82 483 558[ 500] 67 648 816 136080 114 91 400 711 843 919 37 137052 102 62[ 500] 229 80[ 5001 730 42 959 96 138012 270 309 451 527 896 997 139050 378 546 776 851 140525 669 91 733 36 802 34[ 500] 940 54 141005 [ 500] 128 221 73 79[ 1000] 377 711 826 68 14.2007 115 259 30001 391 423 75[ 500] 548[ 30001 691 143016 28 79 190 205 51 71 398 409 11 16 562 850 940 49 144201 353 468 658 821 44 904 145019 61 237 363 539 77 701 842 146002 479 503[ 30001 693 778 819 94 147031 [ 500] 75 132 264 450 589 623[ 500] 776 84 148038 541 644 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Ziehung 5. Kl. 213. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 30. November 1905, nachmittags. Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) Nachdruck verboten. 318 737 989 1135 237 44 53 454 820 64 93[ 3000] 903 2070 78 294[ 30001 423 628 10001 841 3150 63[ 500] 221 435 99 525 650 130001 54 859 935 130001 48 4106 249[ 3000] 526 786 845 95[ 10001 99 5033 337 714 996 6005 56 87 152 337[ 10001 77 412 29 725 49 882 919 7110 492 502 612 21 52 801[ 10001 96 8122 37 356 622 875 911 48 68 9073 84 424 78 725 15001 61 10245 304 92 507 677 857 63 965 11385 811 31 12090 30001 164 409 609 28 798 15001 811 13170 95 252 67 343 637 15001 739 887[ 5001 14081 247 305 447 560 600 714 49 910 82 15051 238 94 938 85 16011 14 164 223 1500] 46 321[ 1000] 31 84 586 637 63[ 500] 80 858 998 1500] 17006 9 82 116 20[ 3000] 239 520 730 821 79 88 18003 10001 13[ 1000] 22 34 79 216 19 359 555 752 [ 10001 803 19044 187 248 309 35 450 54[ 1000] 63 99 5001 567[ 500] 645 740 43 58 885 969 20164 96 248 97 520 27 945 21002 36 149[ 3000] 98 233 73 415 130001 36 745 833 78 969[ 5001 22037 83 85 181 349 550 659[ 30001 771 23585 641[ 5001 896 24017 114 28 220 315 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206280 15001 690 777 876 958 66 207048 103 27 461 596 726 66 74 889 902 208009[ 500] 174 280 338 567 87 682 209089 107[ 3000] 202 10 24 434 45 531 49[ 5001 635 73 80 701 825 210120 30 320 468 74 692 757 63 68 819 211291 353 526 29 62 779 812 958 212011 52 299 426 15001 517 [ 10001 666 852 54 213027 230 396 730 49 803 214048 77 302 640 750 64 947 15001 215107 52 407 27 613 745 858 216229 475 568 72 15001 83 642 84 217222[ 1000] 692 936 40 218036 206 15001 493 779 15001 868 15001 955 219049[ 10001 168 263 86 332 53 88 448 807 36 52-988 220095 519 46 615 47[ 10001 63 725 842 72 97 221169 263 459 78 98 544 85 653 857 64 937 62 81 222259 319 444 130007 764 69 T10001 91 878 991 130001 97 223256 697 840 72 968( 10007 224025 67 10001 173 370 451 636 851 225020 120 71 236 438 510 643 774 967 226197 364 96 411 66 592 709 46 840 227488 702 871 960 97 228206 54 381 454 742 854 947 229002 150 [ 5001 65 242[ 1000] 352 506 90 640 751 68 895 978 230037 69 236 752 231004 42 144 15001 488 746 822 61 79 983 86 232336 42 446 110001 772 233407 535 831 67 234289 401 64 538 83 235003 58 137 370 433 15001 556 815 920 236497 639 50 54 840 918 83 237028 10001 93 172 89 282 327 72 468 528 55[ 3000] 74 821 961 238062 192 340 457 551 817 934 239217 72 392 558 15001 678 764 72 909 240004 206 15001 40 77 400 538 864 933 34 241175 247 55 371 418 41 501 531 714 833[ 10001 63 15001 977 242020 151 489 574 984 243202 387 407 549 704[ 500] 53 924 10001 54 73 244001 122 247 300 29 568 611 20 49 110001 59 747 942 63 245038 152 285 328 519 764 886 246122 66 308 48 62 909 247111 36 242[ 1000] 360 80 401 525 846 Verantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlar: Bortvär's Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW Nr. 281. 22. Jahrgang. 3. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Für die Opfer des russischen Befreiungskampfes gingen weiter ein: Sozialdemokratische Partei Deutschlands 25 000,-. Von der Parteipresse: Lübeck, durch die Expedition des Boltsbote" 381,02. Stönigsberg i. Pr., durch die Expedition der„ Königsb. Boltsztg. 3, Forst i. 2., gef. von der Märt. Bolfsstimme" 5. Rate 25,70. Staffel, Sammlung der Expedition des Boltsblatt" 342,15. Bant, Einzelbeiträge eingegangen bei der Redaktion d."" Nordd. Boltsblatt" 100, Stettin, in der Expedition des„ Volksbote" eingegangen 16,55. Offenbach, in der Expedition des„ Offenbacher Abendblatt" eingegangen 20,90. Ronsdorf, allgemeiner Arbeiterverein aus Solidarität für die russischen Genossen 100,-. Rirdorf, Hübner 5,50. Summa 46 218,26. Bereits quittiert 116 390,76. Im ganzen 162 609,02. Berlin, den 27. November 1905. A. Gerisch, Lindenstr. 69. Gerichts- Zeitung. Freitag, 1. Dezember 1905. baurat Sarrazin und Schriftsteller Otto v. Leigner erklären und mit voller Kraft eintretender Mann, bei dem es gänzlich ausübereinstimmend: Dr. S. sei ein für alles Gute und Edle begeisterter geschlossen erscheine, daß er einer wissentlich falschen Denunziation fähig sei. Er sei ein temperamentvoller Mann, der mit seiner ganzen Persönlichkeit für dem den eintritt, nach feiner Meinung Unrecht geschieht. Aus der umfang reichen Beweisaufnahme ist hervorzuheben, daß die Ehefrau und der Sohn des Dr. S. die Aussagen des letzteren durchaus beftätigten. Zwei Zeugen bekundeten, daß das Mädchen mehrfach Eine Schöneberger cause célèbre bildete gestern den Gegenstand gelogen habe. Der vernommene Schußmann Stamm einer umfangreichen Verhandlung vor der 3. Straffammer des Land- der Onfel des Mädchens, bestätigte, daß Dr. S. mit gerichts II. Auf der Anklagebank hatten Plaß zu nehmen das dem Mädchen eines Tages zu ihm gekommen sei, ihm die Dienstmädchen Auguste Stamm aus Schöneberg und deren ganze Sache vorgetragen und um feinen Rat gefragt habe. Berlin, Sammlungen der Wahlkreise: 8 weiter früherer Dienstherr Oberlehrer a. D. Dr. Günther Saalfeld. Auch Kriminalkommissar Rucks wurde zeugeneidlich vernommen. Kreis. Liſten: 15508 2,20; 15509 5,35; 15512 4,10; 15514 3,10; 15516 Sie werden beschuldigt, im Mai 1904 gemeinsame Eingaben Ihm bestätigte der Vorsitzende aus den Akten, daß er, wie fest8,90; 15517 3,70; 15520 4,20; 15521 Baruch u. Co., Alte Jakobstr. 24 11,30; an die Staatsanwaltschaft am Landgericht I und an den gestellt worden, die Stamm in der Flöterfchen Affäre nicht ver 15525 3,-; 15529 7,45; 15530 10,70; 15531 4,10; 15532 2,95; 15535 5,75 Juſtizminiſter Dr. und Schönstedt gerichtet darin 15537 6,05; 15548 2,50; 15549 4,40; 15553 1,70; 15563 3,70; 15571 0,50; besseres wider nommen hatte. Der Zeuge erklärt weiter, daß die Angefl. Stamm 15574 2,25; 15575 12,-; 15576 9,45; 15580 12,15; 15581 4,30; 15582 2,40; Wissen den Kriminalkommissar Rucks der Verlegung bei ihrer polizeilichen Vernehmung am 9. Mai 1904 zuerst wieder dabei 15587 1,80; 15595 1,50; 15611 1,-; 15624-, 30; 15625 3,85; 15103 11,05; feiner Amtspflichten beschuldigt zu haben. Er habe Den Vorsiz führte bleiben wollte, daß er sie seinerzeit vernommen habe. 15106 7,65; 15107 6,45; 15108 1,50; 15114 3,45; 15115 3,60; 15116 4,60; Landgerichtsrat Vogel. In der Sache handelt es sich um folgendes: in demselben Zimmer gesessen und habe ihr vorgehalten, 15117 10,20( dar. Buchdruckerei Gödecke u. Gallined 5,25); 15118 2,50; Vor der zweiten Straffammer des Landgerichts I hatte bekanntlich daß sie sich bestimmt irre. Sie habe sich dann auch nach weiteren 15126 6,30, 15128 1,80; 15131 1,-; 15132 5,60; 15138 1,95; 15146 Simpel am 23. März 1904 eine Verhandlung gegen den Erfinder Ganswindt Erörterungen mit dem Wachtmeister Hartmann vollständig davon u. Friedrichsen 13,50; 15148 1,60; 15149 3,50; 15150 5,90; 15152 5,- wegen Beleidigung des Polizeipräsidenten Hammacher in Aachen und überzeugt und ihn( Rucks) um Verzeihung gebeten. Dies habe ihm 15153 8,30; 15154 11,-; 15165 2,80; 15169 7,10; 15171 4,10; 15172 1,60 des Kriminalkommissars Rucks 15173 2,80; 15174 8,15; 15177 5,85; 15178 5,75; 15180 3,-; 15181 4, stattgefunden. Kurz vor Veranlassung gegeben, dem Mädchen den guten Rat zu geben, mit 15194 1,50: 15195 1,10; 15196 5,60; 15904 2,15; 15257 2,05; 15261 1,50 dem damaligen Termin war bei dem Gericht ein Schrift- ihren Aussagen fünftig vorsichtiger zu sein, denn wenn sie bei eides15264 5,40; 15266 8,50; 15270 2,30; 15278 7,55; 15286 7,40; 15288 6,-ftück eingegangen, in welchem eine sonderbare Geschichte betreffs fähigem Alter solche unwahrheit befundete, würde sie ins Zuchthaus 15006 1,- 15032 1,70; 15039 14,65; 15056 5,55; 15057 8,- 15070 8,60; des Kommiffars Rucks erzählt wurde. Im Jahre 1901 hatte nämlich kommen. Nach Schluß der Beweisaufnahme beantragte Staats15071 1,80; 15072 3,40; 15084 2,-; 15085 7,20; 15090 3,45; 15087 3,05; in Schöneberg ein Schulmädchen Margarete Flöter Selbstmord be- anwalt Kühne gegen Dr. S. die Freisprechung. Gegen die 15095 7,40. Summa 424,90. gangen, indem sie sich aus einem Fenster des Schulgebäudes auf Angeklagte Stamm drei Monate Gefängnis. Dritter Kreis 300,-( darunter Listen 14461 15,80, dar. v. Gen. den Hof stürzte. In dem erwähnten Schriftstück wurde behauptet, Nach längerer Beratung verkündete Landgerichtsrat Bogel Stramm 10,-, 14488 Tagschneider der Firma Peek u. Cloppenburg 15,-). Sie habe noch eine Stunde vor ihrem Tode ihrer Freundin, der folgendes Urteil des Gerichts: Bezüglich des Angeklagten Saalfeld Sechster Kreis 787,30. Moabit: Listen 5511 14,15; 5538 4,50; jetzt 17jährigen Angeklagten Stamm erzählt, daß sie von dem habe der Gerichtshof angenommen, daß er in gutem Glauben 5627 2,-5629 8,30; 5695 5,30; 5698 7,20; 5719 1,70; 5775 1,80; 5778 Bolizeileutnant Dietrich gemißbraucht worden sei. Als die gehandelt habe, wenn das auch mit einem gewissen Leichtsinn ver1,-; 5861 4,35; 5862 7,65; 5869 13,50; 5873 2,50; 5882 4,25. Dranien Angeklagte Stamm dann von dem Kriminalkommissar Rucks knüpft sei. Der Angeklagte Saalfeld sei deshalb freigesprochen burger Vorstadt: Listen 4522 3,05; 4527 3,55; 4560 2,4686 3,-über den Vorfall befragt worden und sie ihm die Sache mit dem worden. Dagegen habe die Angeklagte Stamm bewußt wahrheits4696 3,50; 4718 2,50; 4767 5,10. Rosenthaler Borstadt: Listen 4046 0,80; 4060 9,90; 4110 4,50; 4112 7-; 4131 3,60; 4165 2,75; 4168 Polizeileutnant mitteilte, habe Herr Rucks gesagt:„ fie möchte nur widrige Bekundungen und Eingaben gemacht. Mit Rücksicht auf ihre 2,45; 4172 2,90; 4200 2-; 4288 2,80; 4299 4,50; 4313 2,25; 4321'23, 15; darüber schweigen, er glaube es nicht, vielleicht habe sich Dietrich Jugend und Unerfahrenheit habe das Gericht eine Woche Gea 4322 10,45; 4323 1,60; 4324 3,45; 4335 2,50. Gesundbrunnen: wohl nur einen Scherz mit dem Mädchen erlaubt." Da durch das fängnis als angemessene Sühne erachtet, auch werde einstweilige Riften 3006 1,50; 3007 2,45; 3013 3,30; 3017 2,-; 3022 1,70 3025 4,- genannte Schriftstück die Glaubwürdigkeit des Herrn Ruds bezweifelt Strafaussetzung gegen sie angeregt werden. 3026 4,10; 3027 0,60; 3028 4,20; 3029 0,80; 3030 3,45; 3037 4,-; 3038 werden sollte, war die Stamm als Zeugin in dem Ganswindtschen 3,10: 3040 5,75; 3041 5,95; 3056 10,25; 3063 2,70; 3064 1,05; 3070 4,65; Prozeß vorgeladen und uneidlich vernommen worden. Klein wider Gehlsen. Der Beleidigungsprozeß, ben Auf 3074 3,90; 3075 2,85; 3077 2,80; 3096 0,50; 3098 0,75; 3102 6,50; 3103 wiederholte Vorhaltungen der Medizinalrat Dr. Klein in Charlottenburg gegen den Schrift hat sie bor Gericht zugestanden: 0,30; 3104 5,20; 3105 1,- 3106 1,70; 3109 0,80; 3113' 4,85; Die Flöter habe ihr schließlich doch erklärt, sie beschuldige Herrn ſteller Joachim Gehlsen angestrengt hat, sollte gestern wiederum 3134 9,50; 3135 4,95; 3136 2,50; 3137 4,90; 3150 2,25; 3155 1,70; 3158 3,25; 3160 6,45; 3185 5,60; 3303 5,50; 3317 1,60; Bolizeileutnant Dietrich nur aus Niederträchtigkeit, weil sie diesen vor der fünften Straffammer des Landgerichts I stattfinden. Gegenstand der Anklage find mehrere Artikel in der von 3322 3,--; 3326 7,35; 3340 7,95; 3354 10,25; 3383 1,50; 3417 5,05; nicht leiden könne. In einem in weiterer Folge gegen Herrn Rucks 3495-50; 3499 1,30; 3500 33,50; 6801-50; 6806 2,20; 6811 2,- Stamm am 9. Mai 1904 in Schöneberg von dem Polizeianwärter den Artikeln werden 3421 2,30; 3423 3,85; 3444 2,90; 3449 7,65 3476 1, 3494 2,10 anhängig gemachten Disziplinarverfahren ist dann die Angeklagte Gehlfen herausgegebenen Zeitschrift" Die Stadtlaterne" unter „ Ein gemeingefährlicher Medizinalrat". Int 6812-, 80; 6813 3,90; 6828 6,55; 6830 7,30; 6831 4,05; 6832 5,70; Seeger vernommen worden. dem Medizinalrat Dr. Klein die aller Bei dieser Vernehmung war auch 6838 12,40. Sön há user Vorstadt: Listen 3916 2,65; 3956 5,55 Striminalkommissar Ruds in demselben Zimmer anwesend. Schwersten Vorwürfe bezüglich seiner Tätigkeit als Kreisphysikus in 3958-90; 3961 7,55; 3978 2,55; 3980 7,95; 3983 2,20; 3985 1,95; Nach dem dort aufgenommenen Protokoll hat die Stamm zu wurde f. 3. vertagt, da Gehlsen durch Ladung mehrerer Zeugen Charlottenburg gemacht. Der erste Termin in diesem Prozeß 6411 6,50; 6417 3,85; 3502 3,60; 3503 4,95; 3509-, 80; 3517 3,45; 3527 4,20; 3533 2,10; 3534 5,20; 3535,75; 3545 3,25 3622 2,20 gestanden, daß sie seinerzeit gar nicht von Herrn Studs, einen umfassenden Wahrheitsbeweis für die in den Artikeln auf3789 3,40 3790 3,20; sondern von dem Kriminalwachtmeister Hartmann in der Affäre gestellten Behauptungen erbringen will. Der gestrige Termin scheiterte 6138 4,65; 6262 5,-; des Selbstmordes des Schulmädchens Flöter vernommen worden war, Bedding: Listen daß sie diese Tatsache auch wohl gekannt habe. Als sie von dieser schwerer Bronchitis litt, die fein Gehör in Mitleidenschaft gezogen der Verhandlungsfähigkeit des Angeklagten, der ant 5045 5,10; 5069 5,75; polizeilichen Vernehmung nach Hause kam, ist sie von Mitgliedern hatte. Nachdem Medizinalrat Dr. Hoffmann im Gerichtssaal eine 5166 1,50; 5190 1,45; 5204 6,60 ber Familie Saalfeld befragt worden, was sie ausgefagt habe. An eingehende förperliche Untersuchung vorgenommen hatte, welche das 5208 7,25; 5210 6,-; 5232 1,- 5233 3,60; 5234 4,75; 5240 13,45; demselben Tage sind die beiden Eingaben verfaßt worden, welche tatsächliche Bestehen einer Verhandlungsunfähigkeit ergab, wurde die 5241 3,15; 5245 6,65; 5249 5252 1,10; 5253 3,05; 5255 1, bie Grundlage zur Anklage bilden; eine Eingabe an den Justizminister Verhandlung vertagt. 5256 4,-; 5260 2,50 5277 4,85; 5383 7,20; 5399 3,15; 5400 6,20; Dr. Schönstedt und eine solche an die Staatsanwaltschaft des Land7021 5,40; 7024 9,70; 7061 5,60. Der Zusammenbruch des Connewißer Konsumvereins vor Gericht. Niederbarnimer Wahlkreis 954.61. Friedrichsfelde: gerichts I. Die erste war von Dr. Saalfeld geschrieben, die zweite zeigte Liften 872 3,-; 874 4,35; 875 5,80; 876 8,- 878 6,60; 881 7,20; 882 Die Schrift der Angeklagten Stamm. In der Eingabe an die Staats- Am Mittwoch begann vor dem Leipziger Schwurgericht die Ver4,60; 883 2,60; 884 10,10; 885 6,15; 886 16,25; 887 7,45; 889 5,05; 890 anwaltschaft wurde u. a. behauptet: Sie( die Stamm) müsse ihre Handlung gegen den früheren Leiter dieses Vereins Karl Bod 4,20. 28 eidmannslust: Listen 841 1,15; 842 3,80; 843 1,-; 844 Unterschrift für null und nichtig erklären, da sie unter Drohungen wegen Verlegung der§§ 239, 244 der Konkursordnung und 146, 147 3,60; 845 2,50; 846-70; 847 8,15; 848 8,26; 849 1,25; 850 8,15; und Einschüchterungsversuchen zur Unterschrift gezwungen worden des Genossenschaftsgefeßes. Die Verhandlungen werden voraussicht851 1,60; 852 4,70; 853 2,80; 854 11,65. 28 eigensee: Liſten 931 5,25; fei. Herr Ruds fei bei der ganzen Vernehmung in einer gegen ihn lich bis zum nächsten Donnerstag andauern. Wir werden über die 932 5,90; 937 12,50; 938 6,40; 939 5,30; 940 3,945 2,80 schwebenden Sache zugegen gewesen, habe sie mehrfach unterbrochen Verhandlungen zusammenfassend berichten. 946 3,50; 947 4,50; 948 11,30; 952 4,40; 953 5,30; 957 5,55; 961 3,90 965 2,60; 970 3,85; 973 3,80; 976 1,25; 977 10,85; 978 2,65; 979 8,75 und als fie gefagt:„ Rucks habe sie in der Sache Flöter 981 8,65; 983 1,30; 985 21,05; 991 5,05; 992 4,25; 993 5,95; 994 2,- bernommen", habe Herr Ruds ihr mit dem Zuchthaus ges 778 5,05; 779 7,95; 780 5,65; 781 13,35; 782 8,40; 785 8,55; 786 12,50; von dem Vernehmenden befragt worden, ob das Protokoll so richtig 995 2,20; 996 5,05; 997 10,10 998 11,10. tralau: Listen 777 7,20 droht. Lepterer sei dann auch nach Beendigung des Protokolls Eriner: Listen 858 1,45; 859-40; 860 6,15; 861 14,25; 862 12,55 fei? Sie selbst habe letteres dann aus Angst unterschrieben und 864 2,60; Rummelsburg: Listen 736 5,-; 737 4,05; widerrufe es. Die von Dr. Saalfeld geschriebene und von der 738 4,-; 739 6,35;$ 740 1,-; 741 3,40; 742 2,65; 743 Stamm unterschriebene Eingabe an den Justizminister wieder 8,35; 744 8,60; 745 10,80; 746 9,65; 747 15,55; 748 1,20; 749 2,70; 750 1,75; 751 2,90; 752 0,75; 754 3,05; 755 2,10; bolte im großen und ganzen die in der ersten Eingabe enthaltenen 762 5,20; 763 4,70; 764 7, 765 4,50; 766 25,55; 767 10,95; Beugin wider Nuds vernommen wurde, zunächst ihre Beschuldigung gegen 757 1; 758 4,- 759 4,10; 760 6,60 761 5,25 ngaben. Die Angeklagte hat alsdann am 26. Mai 1904, als sie als 769 1,90; 770 4,30; 774 2,75; 775 9,45; 121 14,15; Muds aufrecht erhalten. Am 20. Februar d. J. wurde sie in der 122 13,15; 123 5,45; 124 10,30; 125 4,25; 126,50. Neuenhagen jetzt gegen sie selbst anhängigen Sache/ vernommen und da geftand Liſten 127 8,40; 128 9,25; 129 1,15; 130 3,30; 131 4,75; 132 3,20. fte zu, daß das von ihr angefochtene Protokoll vom 9. Mai 1904 42-50; 27 2,25; 43 6,25; 41 5,80; 25,-; 34 1-; 28 1,50; 49 11.- geschriebenen Eingabe aber unrichtig seien. Bantow: Liften 24 9,75; 32 2,85; 35 5,40; 44 5,50; 29 8,65; 25 6,45; burchaus richtig, ihre Behauptungen in der von ihr nach Diktat 26 3, 40-40; 39 2,- 16 4,70; 18 1; 15 5,70; 14 3,65; 12 3,80 verblieb sie bei dem Geständnis: Sie sei seinerzeit gar nicht von Rucks, Im gestrigen Termin Extrabeitrag 2,50. Oranienburg: Listen 891 5,90; 892 4,40; 893 3,70; 864 1,50; 895 7,-; 896 5,20; 897 6,35; 898' 5,75; 900' 5,- fondern von einem anderen in der Flöterfchen Affäre vernommen worden, Eine schleunige Aufklärung der laum glaublichen Angelegenheit Frauen des Wahltreises Rieberbarnim: Liften 701 17,45; es sei auch nicht richtig, daß sie durch Herrn Rucks mit dem Zuchthaus erscheint unbedingt geboten. 702 8,10; 703 5,-; 704 19,75; 705 8,25; 706 4,55; 707 8,-; 708 4,- bedroht und eingeschüchtert worden sei. Tatsache sei nur, daß fie in Unterhaltung eine Bersammlung? An dem Tage des Ausbruchs 710 11,25; 711 11,-; 717 8,40; 718 10,70; 719 4,50; 720 14,60. der betreffenden Vernehmung vor der Polizei zugegeben, sich bezüg- des großen Bergarbeiterstreits in Rheinland- Westfalen fand ein Berlin, Diverse: Berlin W., Ungenannt 25,- Verein der Köpfer lich der Mitwirkung des Herrn Rucks bei der Bernehmung in der Polizeibeamter in der Gastwirtschaft von Sturmann in Mengede zahlBerlins durch die Geschäftskommission der Freien Vereinigung deutscher Flöterschen Sache auf dem Schulhof geirrt zu haben, und daß dann reiche Bergarbeiter vor, an die soeben der Bergmann Schritt die Gewerkschaften 300," Freund" 100,-. Univ.- Buchdr. 9,40. 5. D. 50, Herr Rucks ihr gesagt habe:" Sehen Sie, wenn Sie nun schon Frage richtete:" Wollt Ihr arbeiten?" Die Antwort war ein vielSammlung der Hoteldiener b. Abendt. b. Märtins 5,-. V. Ueberschuß d. Nein!" Der Beamte löste die vermeintliche Vergemeinsamen Sommerfestes der Portefeuillers, Sattler- u. Bergolder- Ber- eidesfähig wären und Ihre erste Behauptung beschworen hätten, stimmiges: Bände, Bahlstelle Berlin 36,85. Gesammelt durch Bornstein 2,-. Bom dann würden Sie ins Zuchthaus kommen." Als sie nach ihrer poli- fammlung auf und seine Anzeige bewirkte gegen Schritt Bezirk 6 der Krankenkaffe der Wagenbauer 20,-. Die Kollegen der Firma zeilichen Vernehmung nach Hause gekommen, sei sie von Frau Dr. S. und den Gastwirt ein Strafverfahren wegen Uebertretung des Benedict 10,-. A. St., Droschkenfutscher 2, Giner aus Berlin N. 5, und einem ihrer Söhne befragt worden, wie die Vernehmung ausge- Vereinsgefezes. Das Landgericht Dortmund verurteilte auch die Ed. u. F. F. in 8. 10,- Roter Stern in schwarz- weißer fallen, und als sie erklärte, daß sie wahrheitsgemäß ihren Irrtum Angeklagten auf Grund der§§ 1 und 12 diefes Gesetzes, weil es fich Schale 5,-. Durch Einseher Perfölz 3,-. Von den Arbeitern der Stockfabr. bezüglich des Kriminalkommissars Rucks zugegeben, habe sie hier um eine entgegen dem§ 1 nicht angemeldete Versammlung Schülke Nachf. 20,- Werkstatt Lochmann, Hollmannstr. 32 10,-. Männer namentlich bei dem einen Sohne des Dr. S. Anstoß erregt, denn handelte, in der öffentliche Angelegenheiten erörtert werden fividerei b. Felix Lande 12,10. Bon den Arb. d. Firma H. Köhler, Pallisaden- dieser habe mehrfach Verdruß mit Herrn Rucks gehabt. Sie stellt follen ftraße 78 22,- Von der Tapeziererwerkstatt Brand 6,-. feien, nämlich die Willner 1, xylographen der" Bazar".- G. 20,-. Dr. N. N. 100,- nun die Sache so dar, daß nach ihrer Ansicht die Familie Saalfeld Frage eines allgemeinen Bergarbeiterstreits. Schritt fei als E. D. Parkettleger 3,- Von Mitgl. des Verbandes deutscher Buchdruder darauf bedacht gewefen fei, Herrn Rucks aus Schöneberg Leiter und Redner aufgetreten. Die von den Angeklagten eingelegte im Vorwärts" 100,-. Von den Kollegen d. Firma Siegfried Weinbaum 7,30. herauszubringen und daß fie fich dann auf Bureden Revision wurde am 24. November vom Kammergericht verworfen. Wolfhardt und Goldschich, Frankfurter Chaussee 19 10,-" Bergifteter Pfeil und Drängen бази verstanden habe, die Eingabe nach Der erste Straffenat war der Meinung, daß ohne Rechtsirrtum hier aus dem Hinterhalt" 3,-. Gesammelt Möbelfabrik Biltoria 9, dem Diktat des Sohnes Johannes Saalfeld nieder eine Versammlung im Sinne des§ 1 des Vereinsgesetzes festgestellt 3623 5,55; 3715 3,10; 3787 14,80; 3788 5,80 6112 7,60; 6131 9,85; 6133 7,60; 6137 3,75; 6274 5,50; 6295 1,35; 6298 4,50; 6299 1,50. 5024 1,- 5028 4,65; 5031 12,75; 5070 5,35 5078 5,05; 5134 5, 756 5,-; 768 1,55; St. 25 10.-, 95 5034 5,05; Thomas an Zum Strafvollzug. Ein kaum glaubliches Gerichts. in der Lübecker Bürgerschaft" Rechtsanwalt Dr. Wittern zur Sprache. urteil und eine noch unglaublichere Art des Strafvollzuges an einem Kinde in der oldenburgischen Strafanstalt Vechta brachte Ein noch nicht konfirmierter Snabe aus dem oldenburgischen Fürstentum Lübeck sei von der Lübecker Straftammer zu einem Jahre Gefängnis verurteilt worden, weil er für 25 f. Kohlen haft gehalten, dann aber mit zwei Männern zusammenentwandt hatte. Er sei zur Verbüßung seiner Strafe nach Bechta gekommen, wo der noch schulpflichtige Knabe zunächst in Ginzelgesperrt worden sei, von denen der eine 3 to ölf Jahre 3uchthaus wegen Totschlags, der andere zwei Jahre egen Sittenberbrechen zu verbüßen hat. Ueber den Fall sei bereits an den oldenburgischeu Justizminister berichtet worden. . und auch erörtert worden Witterungsübersicht vom 30. November 1905, morgens 8 1hr. Conlige Eingänge: Aachen, gesammelt durch den sozialdemokr. zuschreiben. Tatsächlich sei sie nicht gezwungen worden, das Pro- worden sei. Auf die Frage, ob es schon eine Rede sei, Verein Aachen( Land)- Eupen 56,45. Landsberg a. W., gesammelt durch to foll zu unterschreiben. Angeklagter Dr. Saalfeld widersprach wenn Schmidt sagte:" Wollt Ihr arbeiten?" brauche nicht einR. St. 56,28. Roſtod, durch W. Str. 300,- Elberfeld, bom niederrhein. dieser Darstellung sehr entschieden. Das Mädchen habe feinerzeit gegangen werden, da Sch. zu 15 Mark verurteilt sei und zu dieser Agitationsfomitee 1. Rate 600,-. Desgl. 2. Rate 800,- Bittau, gesammelt wiederbolt die Geschichte von dem Selbstmorde des Schulmädchens Strafe schon als Leiter einer zu Unrecht angemeldeten Verim 1. fächf. Reichstagswahltreise 96,69. Oberlangenbielau, von Arbeitern aus dem Gulengebirge 19,10. Stiel, von den Stuffateuren 150,- Neu- Flöter in Verbindung mit dem Polizeileutnant Dietrich erzählt. Als fammlung hätte bestraft werden können. Die Feststellung des münster, gesammelt in Schleswig- Holstein 994,45. Nürnberg, vom Arbeiter- fie am 9. Mai 1904 von der polizeilichen Vernehmung zurückgekehrt Landgerichts, daß er als Leiter aufgetreten sei, laffe aber feinen felretariat 30, Roßlau, vom Parteivercin gesammelt 54,-. Staßfurt, fei, fei fie sehr aufgeregt gewesen, habe fortwährend gesagt:„ Der Rechtsirrtum erkennen. Wäre die Ansicht des Kammergerichts zuWablireis Calbe- Aschersleben 3. Rate 180,-. Stettin, vom Wahlverein Rucks bringt mich ins Buchthaus!" und dann mitgeteilt, daß sie durch treffend, so ist ein Kellner, der die an einem Biertisch versammelten Stettin 2. Rate 173,-. Weißwasser, vom sozialdemokr. Wahlverein 72, Düsseldorf, von den Parteigenossen gesammelt 73,-. Frankfurt a. M., schreiben. Darauf habe dann sein Sohn Johannes sich daran gemacht, die Kammergerichtsräte- Versammlung. Drohungen gezwungen worden sei, ein unrichtiges Protokoll zu unter- Kammergerichtsräte fragt:" Bier gefällig?" ein Beiter" der 2. Rate der Frankfurter Arbeiterschaft 500,-. Hamburg, gesammelt von den drei Hamburger Wahlkreisen und vom 6., 8. u. 10. fchleswig- Holstein. Behauptungen des Mädchens als Grundlage zu einer Beschwerde Wahltr. in zwei Raten 9000,-. London, Stommunistischer Arbeiterbildungs- niederzuschreiben. Als er( Dr. S.) nach Hause gekommen, sei dies verein, Sammlung und Ertrag eines Konzertes 142,30. Wilhelmsburg( Elbe), Schriftstück im Unreinen schon fast fertig gewesen. Sie sollte es dann auf Listen gesammelt, überfandt durch den Vertrauensmann B. 359,35. abschreiben, auf ihren Wunsch habe er ihr aber diftiert und dabei Duisburg, Wahlkreis Duisburg- Mülheim 225,15. Eberswalde, vom Ge- Saz für Saß sie immer wieder gefragt, ob auch alles stimmt. Dies wertschaftsfartell 77,70; Stöthen, Bez. R. des 2. anhalt. Wahlkreises 18, wurde jedesmal bejaht. Schließlich habe er ihr auch Halle a. S., durch W. 2. 197,- Regensburg, sozialdemofr. Berein 21,15. wiederholt vorgehalten, daß das ganze Schriftstüd ausEmden, Sammlung im 1. hannov. Wahlkreise: Emden 51,05, Norden 30,90, schließlich ihr Wert sei und nur Leer 22,50, Summa 104,45, Schweinfurt, von den Parteigenoffen 100, fie den Inhalt München, N. N. 50,- Bubbach i.., C. st. 3,-. Potsdam- Spandau- u habe. Sie hielt aber alles aufrecht. Dithavelland, Streiswahlverein, 4. Rate 425,15. Harburg( Elbe), durch den Er( Dr. S.) sei dann mit dem Mädchen nach der Gneisenaustraße zu Swinembe. 768 DND 1moffig Berir.. 721,65. Greiz, sozialdemokr. Berein Neuß ä. 2. 168,76. Offen einem dort als Schutzmann Posten stehenden Onkel des Mädchens pamburg bach a. M., durch H. 100, Mittweida, vom sozialdemokratischen gegangen, habe ihm vorgestellt, daß das Mädchen durch Drohungen Berlin Berein 50,- Wilhelmsburg, vom Verband der Zimmerer 30, des Kriminalkommissars Ruds zum Unterschreiben eines Protokolls München, J. M. 20,- Braunschweig, bom Arbeiterverein 100, gezwungen worden sei und ihn gefragt, was dagegen am Bremen, Sammlung der Parteigenossen 500,- Rigdorf, gef. D. Strabel in besten zu tun sei. Dieser Schußmann Stamm habe ihm geber Brauerei Happold 4,75. Darmstadt, von der Parteiorganisation 105,35. Dies habe er dann Frankenthal( Pfalz), v. sozialdemokr. Berei.. 10,-. Nordhausen, vom Streis- raten, sich an den Justizminister zu wenden. wahlverein 100,-. Werder a. H., sozialdemofr. Bahlberein 40,70 Frieb getan und in voller Anlehnung an die erste Eingabe die Eingabe land( Bez. Breslau), in öffentlicher Bersammlung gesammelt 8,05. Rigdorf, an den Minister geschrieben. Er sei in jeder Beziehung gutgläubig bom Sparverein Hoffnung", Ueberschuß d. Geburtier v. Flowcher 2,50. gewesen. Die Leumundszeugen Direktor v Schüz, Geh. Oberberantworten Stationen Barometer stand mm ranks a. 767 München Wien Wind richtung Windstärke Better Temp. n. 50.4° R. Stationen Barometer. stand mm Wind 3 Haparanda 762 3 1 Betersburg 1 Scilly 1 halb bb. Nebel 1 wolkenl 4 Rebel 2 Nebel 1 lberdeen -0 Baris 4 Windstärke richtung Wetter 2 heiter Temp. n. C. 14 1 9 5 769 DED 768 Still 758 G 6 Dunft 755 SSD 6 Regen 766 ND 766 DND 1 Nebel 765 NND Wetter Prognose für Freitag, den 1. Dezember 1905. Bunächst ausflarend, etwas fühler bei ziemlich frischen östlichen Winden; später wieder zunehmende Erwärmung und Bewölkung ohne erhebliche Niederschläge. Berliner Betterburean Männer- Gesangverein., Lerche" 99 M. d. A.-S.-B. Chormeister Herm. Schulken. Sonnabend, den 2. Dezember, in den Sophien- Sälen, Sophienstr. 17/18: 66/13 Großes Vokal- und InstrumentalKonzert unter Mitwirkung des Neuen Berl. Konzert- Orchesters ( Dirigent Rud. Tietz) und der Solisten: Herrn Karl Struß( Cello), Herrn Otto Daniels( Tromba). Posit! Böhmisches Brauhaus BERLIN Anfang abends 8 Uhr. Eintritt 50 Pf. Nach dem Konzert: Tanz frei. Partei- Speditionen: Rixdorf: M. SchmargenSchöneberg: Berlin Zweiter Wahlkreis: Hermann Werner, Mittenwalder, straße 30, v. part. Dritter Wahlkreis: St. Fris, Prinzenstr. 31, Hof rechts part. Vierter Wahlkreis 0.: Robert Wengels, Frankfurter Allee 79. SO.: Paul Böhm, Lausitzerplatz 14/15 ( Laden). Fünfter Wahlkreis: Leo Zucht, Keibelstraße 42 ( Laden). Sechster Wahlkreis( Moabit): Karl Anders, Salzwedelerstr. 8, im Laden. Wedding: Karl Weiße, Wiesenstraße 41/42. Rosenthaler und Oranienburger Vorstadt: Hermann Raschte, Aderstr. 36, Eingang Anklamerstr. Gesundbrunnen:. Trapp, Rügenerstr. 24, born part. links. Schönhauser Vorstadt: Karl Mars, Lychenerstr. 123. AltGlienicke: Reinhold Schulz, Rudowerstr. 83. Charlottenburg: Gustav Scharnberg, Sesenheimerstr. 1, Ede Goethestr., b. I.- Wilmersdorf: Georg Feese, Berlinerstr. 46, Laden. Lichtenberg, Friedrichsfelde, Wilhelmsberg, Boxhagen, Stralau, und Rummelsburg: Otto Seitel, O. 112, Kronprinzenstr. 50, I. Grünau: H. Bluhme, Bittoriastr. 2. Heinrich, Prinz Handjerystraße 7, im Laden. dorf: Gustav Kaminsky, Cunostraße 2. Wilhelm Bäumler, Martin Lutherstr. 51, im Laden. Tempelhof: M. Müller, Berlinerstr. 41/42. OberSchöneweide: Julius Grunow, Edisonstr. 10, I. NiederSchöneweide: Bonatowsky, Hasselwerderstr. 1 d. Johannisthal: Franz Hünold, Bismarditr. 7.- Adlershof: B. Schmidt, Bismardstr. 32, I.- Königs- Wusterhausen: Körle, Berlinerstr. 19. Köpenick: Friedrich Woid, Grünstr. 4. FriedenaunSteglitz: H. Bernsee, Schloßstraße 115, Gartenhaus I, in Steglitz. Bestellungen nehmen entgegen in Steglitz:. Mohr, Düppelstraße 8, und Fr. Schell hase, Ahornstraße 15 a. Mariendorf: Hermann Reichardt, Chausseestraße 16.- Baumschulenweg: Stod, Ernststr. 2, II.- Treptow: N. Voigt, Elsenstr. 37, born III I. Neu- Weißensee: W. Reste, Sedanstr. 105, part. Reinickendorf- Ost, Wilhelmsruh und Schönholz: P. Gursch, Provinzstraße 108, II. Tegel, Borsig. walde, Wittenan, Waidmannslust, Hermsdorf und Reinickendorf- West: Paul Kienast, Borsigwalde, Schubartstraße 43. Pankow- Niederschönhausen: G. Freiwaldt, Floraftr. 66. Eichwalde, Zeuthen, Miersdorf und Hankels Ablage: Alfons Gräz, Eichwalde, Kronprinzenſtr. 82, I.- Teltow: Hermann Krüger, Neueftr. 2. Nowawes: Wilhelm Jappe, Friedrichstr. 1. Spandau: öppen, Jagowstr. 9. Außerdem ist sämtliche Parteiliteratur sowie alle wissenschaftlichen Werke dort zu haben. Auch werden Inserate für den Vorwärts" entgegengenommen. " Bitte ausschneiden. Jedes Wort: 5 Pfennig. Das erste fettgedruckte Wort 10 Pig. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. 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Tagesordnung: " 1. Die Neuorganisation des Verbandes der sozialdemokratischen Wahlvereine Groß- Berlins und das neue Organisationsstatut für den Reichstagswahlkreis Niederbarnim," Referent: Genosse für den Reichstagswahlkreis Niederbarnim," Referent: Genosse Stadthagen. 2. Wahl des Vorstandes und der Funktionäre. 3. Jahresbericht der Kreisfunktionäre. 4. Kreisangelegenheiten. Vorort Beilage des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Nr. 281. Freitag, den 1. Dezember 1905. 1 Jnferate Sechsgefpaltene Kolonelzeile 20 Pfg. Bei größeren Aufträgen entsprechenden Rabatt. Jahre. Hierbei ist zu berücksichtigen, daß das verflossene Geschäfts- der Auffassung zu, daß Fehler gemacht seien. Genosse Berger sprach sich jahr für den Verein insofern fein normales war, als durch den dahin aus, daß die Resolution scheinbar offene Türen einrenne, in Wahrheit 15 wöchigen Textilarbeiterstreik die Kauffraft eines großen Teiles ein Mißtrauensvotum in einer Angelegenheit erteilen wolle, ivo der Mitglieder start geschwächt wurde, so daß viele Genossen für bis Preßkommission und Parteivorstand lediglich im Sinne ihrer Mitglieder- Guthaben- Konto betrug am Schlusse des Geschäftsjahres verlegen, gehandelt hätten. Wolle man einen Vorwurf erheben, so zu 200 M. weniger aus den Geschäftsstellen entnehmen konnten. Das Auftraggeber und der Partei, ohne die Rechte irgend jemandes zu 11 935 M., das Reservefondskonto 1141 M., der Spezialreservefonds sei es der, daß man zu lange gezögert habe. Das Blatt gehöre 500 M. Die vor kurzem eingerichtete Mitglieder- Sparkasse, welche der Partei und den Genossen, nicht den jeweiligen Redakteuren, die Einlagen mit 3 Proz. verzinst, erfreut sich einer guten Teilnahme durch ihre sensationelle Kündigungsmitteilung einen schweren Mißseitens der Mitglieder. Die am Montag im Volksgarten" stattge- brauch mit der ihnen übertragenen Vertrauensstellung getrieben fundene Generalversammlung beschloß, von dem Reingewinn, welcher hätten. Der Antrag Müller wird mit allen gegen 10 Stimmen sich auf 11 427 M. beziffert, 6 Proz. Dividende an die Mitglieder zu abgelehnt. Zum Schluß ersuchte Genosse John noch um recht verteilen. Für den durch Tod ausgeschiedenen Genossen Ernst Uebel rege materielle Unterstützung der leidenden russischen Freiheitswurde Genosse Wilhelm Seifert in den Aufsichtsrat gewählt. Einem kämpfer. Antrage des Vorstandes und Aufsichtsrats, im Interesse der Angestellten des Vereins der Unterstützungskasse des Zentralverbandes Adlershof. deutscher Konsumvereine beizutreten, gab die Versammlung ihre Daß die Genossenschaftsbewegung für Berlin und seine Vororte Zustimmung. Ferner nahm die Versammlung davon Kenntnis, eine gute Zukunft hat, zeigt die Entwickelung, welche die hiesige NB. Da das alte Organisationsstatut maßgebend ist, so find daß der Vorstand, um der vielen Aerger verursachenden Butter- Konsumgenossenschaft zu verzeichnen hat. Der Umsatz betrug in die Bestimmungen desselben zu beachten. falamität abzuhelfen, mit einer neugegründeten Molkerei- Genossen- ihren drei Verkaufsstellen in dem verflossenen Geschäftsjahr 172 691 J. A.: G. Freiwaldt, Kreisvertrauensmann. schaft in Lehnin in Verbindung getreten ist. Um dem Verein noch Mark, während derselbe in dem Vorjahre nur 133 810 m. war. eine weitere Ausbreitung zu verschaffen, hat der Vorstand eine Wenn auch der Mitgliederstand unter der Fluktuation der Bevölke Waidmannsluft und Umgegend. Der Wahlverein hält Sonntag, größere Anzahl der Gertrud Davidschen Broschüre Ueber den Wert rung empfindlich zu leiden hat, so hatte doch die Genossenschaft den 3. Dezember 1905, nachmittags 4 Uhr, im Saale des Herrn der Konsumvereine für die Arbeiterfrau" bezogen und soll dieselbe einen Zuwachs von 31 Genossen zu verzeichnen und betrug der Hoffmann( Schweizerhäuschen") in Waidmannslust seine regel- zusammen mit dem diesjährigen Rechenschaftsberichte unter den Durchschnittsumfaz pro Mitglied 287,82 M. Der Umsatz bei der mäßige Mitgliederversammlung ab. Auf der Tagesordnung steht gewerkschaftlich organisierten Arbeitern, die der Genossenschaft noch Großeinkaufsgesellschaft deutscher Konsumvereine in Hamburg ein Bortrag des Genossen Albrecht Fülle- Berlin über:" Utopien im fern stehen, zur Verteilung gebracht werden. Nach dem noch bekannt erreichte die respektable Höhe von 47 365 M. 32 Prozent des ges Klaffenkampfe". 2. Disfuffion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Ver- gegeben war, daß die Auszahlung der Dividende am 4. Dezember ſamten Einkaufswertes. Aus dem Reingewinne von 8941 M.( im schiedenes. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen erwünscht. Gäste beginnt, wurde die gut besuchte Versammlung geschlossen. Vorjahre 6228 M.) sind dem Reservefonds 445 M. zugewiesen, Der Vorstand. während die Mitglieder auf ihren Einkaufswert 5 Prozent RückEberswalde. vergütung erhalten. Die Genossenschaft beschäftigt jezt außer dem betragen. Zu erwähnen ist noch, daß die Beiträge zu der KrankenGeschäftsführer 7 Angestellte, deren Gehälter insgesamt 9400 m. fasse 2c. von der Genossenschaft allein getragen werden, außerdem aber die letzte Generalversammlung den Anschluß an die neuerrichtete Unterstüßungskasse des Zentralverbandes deutscher Snsumbereine beschlossen hat. Dadurch hat die Genossenschaft den Privatbetrieben ein Beispiel gegeben, wie Unternehmer ihrer sozialen Verpflichtung gegenüber ihren Angestellten nachzukommen haben, um dieselben wirkungsvoll vor der Not im Alter und bei eintretender Jnvalidität zu schüßen, wie auch im Todesfall die Hinterbliebenen der AnDer Kochunterricht soll in den Lehrplan unserer Volksschule auf- gestellten vor der Not zu bewahren. Aus der ganzen Geschäftsgenommen werden. Mädchen der oberen Klassen soll dadurch Ge- führung ist zu ersehen, daß die Genossenschaft bemüht ist, 1. den legenheit gegeben werden, sich die Anfangsgründe des Kochens an- Mitgliedern nur reine und unverfälschte Waren zu den denkbar zueignen. Die Kochschule wird in den Kellerräumlichkeiten der niedrigsten Preisen zu vermitteln, 2. aber auch allen Anforderungen, Schule ihren Platz finden, die zubereiteten Speisen sollen zum welche man an eine moderne Genossenschaft in sozialer Hinsicht zu Selbstkostenpreise bezw. unentgeltlich an Hülfsbedürftige und Kranke stellen berechtigt ist, nachzukommen. Diefes fönnte in noch erhöhterem abgegeben werden. Maße stattfinden, wenn erst die Arbeiterschaft in ihrer Gesamtheit den Wert der Genossenschaftsbewegung begriffen hätte und diese im würde. willkommen. Zur Lokalliste. Der Lotterieklub Hoffnung" in 3euthen veranstaltet sein Stiftungsfest im Restaurant zur Dorfaue"( nh. bei einem dortigen Kaufmann in der Schweizerstr. 20 als DienstEin Kindesmord ist gestern in Eberswalde verübt worden. Die Bindemann) am 2. Dezember. Der Rauchklub" Freundschaft" mädchen tätig gewesene Johanna Busse hatte einem Kinde das in Miersdorf hat im Gasthof von Krüger sein Stiftungsfest. Leben gegeben, das man später als Leiche auffand. Die UnterDa beide Lokale gesperrt sind und versucht wird, in Arbeiterkreisen suchung ergab, daß das kleine Wesen eines gewaltsamen Todes Billetts abzusetzen, so weise man dieselben zurück. Das Lokal von W. Brand," Sanssouci", Schützenstr. 50, in Dranienburg steht der Arbeiterschaft nicht mehr zur Verfügung. Die Lokalfommission. Weißensee. Vorort- Nachrichten. gestorben war. In einem Kreuzverhör hat die unnatürliche Mutter benn auch zugegeben, daß sie ihren Säugling unter einem Kissen erstidt und in den Abort geworfen habe. Teltow. Der Anlauf des Schlosses Weißensee scheint nach den augenblick lichen Verhältnissen wieder in die Brüche zu gehen. Ortszeitungen, die Grundbesizer, Spießbürger an den Stammtischen usw. usw. Bei der gestern stattgefundenen Stadtverordnetenwahl in der zuheben, denn das Gespenst der Steuererhöhung spukt in den Gäußert, mit 152 Stimmen gewählt, der Gegner erhielt eine arbeiten darauf hin, den Beschluß der Gemeindevertretung auf- dritten Abteilung wurde der sozialdemokratische Kandidat, Maurer Stöpfen aller Beteiligten. Die Verhandlungen scheinen augenblicklich Stimme. Damit ist die gesamte dritte Abteilung in den Händen der zu ruhen, wie überhaupt nach Antritt des neuen Gemeindevorstehers jetzt das kommunale Leben ruht, da die Einarbeitung in 1ozialdemokratischen Partei; wir sind nunmehr mit vier Mandaten die hiesigen Verhältnisse teine leichte ist. Nach den Berichten der in der Stadtverordnetenversammlung vertreten. Ortszeitungen soll zwar der Ankauf des Schloffes viel günstiger Schöneberg. liegen als vor der Beschlußfassung der Gemeindevertretung. Die große Mehrzahl der Vertreter der beteiligten Kommission wissen von Die Jugendliteratur- Ausstellung, die vom Vorstande des sozialdieser veränderten Sachlage noch nichts. Nach diesen Mitteilungen demokratischen Wahlvereins für Schöneberg zu dem bevorstehenden soll das Objekt im ersten Jahre zinsfrei übernommen werden, in Weihnachtsfeste veranstaltet wird, hatte sich am Dienstagabend eines den folgenden zwei Jahren sei der Zinssatz ein ganz geringer; außerordentlich regen Zuspruches zu erfreuen. Das große Intereffe, trotzdem wird von allen Seiten gegen den Kauf scharfgemacht. Die das diesem Unternehmen entgegengebracht wird, beweist, daß der Hausbefizervertreter, welche seinerzeit mit den Sozialdemokraten Vorstand mit dieser Ausstellung einem dringenden Bedürfnis der den Ankauf beschlossen, fallen um und gehen in dieser Angelegenheit Arbeiterschaft Schönebergs Rechnung getragen hat. Ein ganz bejetzt mit den Grundbesigern Hand in Hand, angeblich, weil sie von der Mehrzahl der Hausbesißer dazu gezwungen werden. Vom Grundbesigerverein war die Ablehnung des Schloßẞankaufes zu vers Die einzelnen Ausstellungsgegenstände sind dem Alter der stehen, denn dort sind die Herren„ Direktoren" der Terraingefell- Kinder entsprechend geordnet; außerdem sind noch wertvolle schaften tonangebend. Diese arbeiten darauf hin, daß vor allen lassiterausgaben ausgelegt. Wenn auch die Auswahl in den einDingen ihr Kartoffelland an den Mann oder an die Gemeinde zelnen Abteilungen noch zu erweitern wäre, so kann man mit diesem gebracht wird; nichtsdestoweniger hat einer der Herren Direk Anfang doch vollauf befriedigt sein. Durch eine tatkräftige Unterforen", als die Sache des Schloßantaufes Fortschritte machte, süßung wird es dem Vorstande möglich sein, in den kommenden sich bereits in der Nähe des Schlosses angekauft, jedenfalls doch nur Jahren an einem weiteren Ausbau der Sache heranzugehen. deshalb, weil hier ein Geschäftchen winkte. Alles deutet aber darauf Wir können allen Arbeiterfamilien nur empfehlen, sich diese hin, daß der Schloßantauf nicht zustande kommen soll, und es wäre Jugendliteratur- Ausstellung anzusehen und ihren eventuellen Bedarf an der Zeit, daß hierin vom Gemeindevorstande Klarheit geschaffen zum bevorstehenden Weihnachtsfeste daselbst zu bestellen. Die Gewird. Unsere Vertreter sollten aber auf der Hut sein und dem alten legenheit zur Ansicht bietet sich noch an folgenden Tagen: Sonnverknöcherten Haus- und Grundbefizerklüngel, welcher auch hier ganz tag, den 3. und 10. Dezember, von vormittags 11 Uhr ab, offensichtlich nur seine Interessen in den Vordergrund drängt, ordent- Mittwoch, den 6. und Sonnabend, den 9. Dezember, von lich auf den Leib rücken. Das Schloß muß in den Besitz der Ge- abends 72 Uhr ab, im Obst schen Lokale, Meiningerstraße 8 meinde gelangen, bevor auch hier, wie schon anderwärts, die Art( Tunnel). den schönen Baumbestand beseitigt und weiterer Spekulation Tür Rummelsburg. und Tor öffnet. Lichtenberg. " wohlverstandenen eigenen Interesse durch ihren Beitritt unterstützen Trebbin( Kreis Teltow). " Eine leider schwach besuchte Versammlung hielt der hiesige Wahlverein am letzten Sonntag ab. Die fürzlich stattgefundene Stadtverordneten Wahl gab Anlaß zu betonen, daß die am 4. Dezember anstehende Stichwahl nicht nötig geworden wäre, wenn schon bei der Hauptwahl alle Mann ihre Schuldigkeit getan hätten. Das müsse aber am 4. Dezember doppelt wettgemacht werden; erfüllt an diesem Tage jeder seine Pflicht, dann muß der Sieg unser werden. Weiter fam zur Sprache, daß aus unserem Ort weitere Streise interessierende Angelegenheiten in der Parteipresse unveröffentlicht bleiben. Um dem abzuhelfen, wurde ein Genosse mit der Berichterstattung für den Vorwärts" und die„ Brandenburger sonderes Intereffe zeigen vor allem die Frauen, denen ja in erster Beitung" beauftragt. Unser Wahlverein hat dank der regen Linie die Erziehung unserer Jugend anvertraut ist. Agitation einiger Genossen sich in den letzten drei Monaten nahezu verdoppelt, und bald wird die Zahl 100 erreicht sein. In der Versammlung wurde auch das Gebahren einiger hiesiger Geschäftsleute fritisch beleuchtet. Bis vor kurzem bestand für die Frauen der hiesigen Bahnarbeiter die Vergünstigung einer wöchentlichen Freifahrt nach Berlin. Auf Antrag einiger Geschäftsleute beim Eisenbahnfiskus ist diesen Leuten diese Vergünstigung wieder entzogen worden, und zwar deshalb, weil die Frauen in Berlin ihre Einkäufe für ihren Hausbedarf besorgen. Ein solches Verfahren der Geschäftsleute fann gar nicht scharf genug verurteilt werden, aber auch nicht minder das des Eisenbahnfistus, der durch diese Maßnahme nur Partei nimmt für diese Lokalpatrioten und somit einen sanften Druck ausübt, diesen Herren ihre teure Ware ab= zukaufen. Daß der Eisenbahnfistus den Arbeitern durch Erhöhung der Löhne ein equivalent bieten wird, dürfte bei der bekannten Knauserigkeit desselben schwerlich anzunehmen sein. Dann besprach noch Genosse Seeger den Vorwärts"-Konflikt. Allfeitig wurde das eigenmächtige Vorgehen der sechs ausgeschiedenen Redakteure verurteilt und betont, daß der Parteivorstand und die Preßkommission vollkommen forreft gehandelt haben. Beschlossen wurde noch, einen Diskutierklub zu gründen. Die nächste Versammlung soll am 30. Dezember stattfinden. " Berliner Nachrichten. Am 28. November fand eine Monatsversammlung des Wahlvereins statt. Vor Eintritt in die Tagesordnung widmete der VorEin neuer Marktstandstarif tritt für den hiesigen Ort in Kraft. sigende John dem verstorbenen Genossen Franz Herrmann einen Während der alte Tarif außerordentlich fompliziert war, ist der neue furzen Nachruf. Die Versammlung ehrte das Andenken durch Ereinfach, er sagt furz und bündig: Für das angefangene Quadrat- heben von den Pläzen. meter Flächenraum find 10 Pf. zu zahlen. Es wird erwogen, den Hierauf hielt Frau Dr. Wegscheider- Ziegler einen mit großem Wochenmarkt nach dem Plazz an der Kronprinzenstraße zu verlegen. Beifall aufgenommenen Vortrag über die Abstinenzfrage. Dann -Abgelehnt hat die Gemeindevertretung, dem Standpunkt des erfolgte die Besprechung des Organisationsstatuts für den ReichstagsGemeindevorstandes entsprechend, den Antrag der Großen Berliner", wahlkreis Nieder- Barnim. Nach Verlesung desselben erläuterte der die Konzession ihrer Unternehmungen auf 90 Jahre zu genehmigen, Vorsitzende die einzelnen Punkte. Das Statut wurde einstimmig Aus der Stadtverordneten- Versammlung. und gutgeheißen den Beitritt Lichtenbergs zu der Interessengemein angenommen. Zur Kreiskonferenz wurden die Genossen Müller, schaft der Vororte mit Berlin in dieser Frage. Bei der Erörterung Baumgarten, Bartel, Berger, Brüschke, Karl Kaßler und Nollstädt„ Süd- Nord" bauen soll oder nicht, darüber war in der Ob die Stadt Berlin die Unterpflasterbahn dieser Angelegenheit in der Gemeindevertretung wurde auch nebenbei delegiert. darauf hingewiesen, daß seinerzeit Nirdorf der„ Großen Die hierzu eingebrachte Resolution wurde mit allen gegen gestrigen Sitzung der Stadtverordneten nicht mehr zu Berliner" so außerordentliches Entgegenkommen gezeigt habe, 10 Stimmen abgelehnt. debattieren. Der grundsäßliche Beschluß, das Projekt auszudaß diese Kommune den übrigen Gemeinden, mit denen die„ Große" Unter Verschiedenem brachte Genosse Müller, Mitglied der ge- führen, ist bereits vor einigen Jahren gefaßt worden, und es einzeln verhandelte, als das Muster einer weitsichtigen Kommunal- werkschaftlichen Zentralfommission, als Antrag zur Streiskonferenz fann sich jetzt nur noch um das Wie handeln. verwaltung vorgehalten wurde; dasselbe Rigdorf habe sich jetzt ge- eine Nesolution ein, die besagt, daß es als selbstverständliches Recht Entwurf, den der Magistrat nach langen Beratungen endlich Der nötigt gesehen, die Anregung zu einem gegen die Große Berliner" der Angestellten erachtet werde, fie vor ihrer Kündigung zu hören. den Stadtverordneten vorgelegt hatte, ist zunächst an einen gerichteten Vorgehen zu geben. Es rächt sich alles." Genosse Müller wies zur Begründung seines Antrags darauf hin, Der Bahnhof Frankfurter Allee mit seinem beträchtlich er- Anlaß zu dem Antrage gebe der Austritt der sechs„ Vorwärts" Ausschuß überwiesen worden. Das verstand sich von selber; weiterten Rangier- und Güterbahnhof soll nun endlich auch eine Redakteure. Es solle durch den Antrag fein Mißtrauensvotum dem aber die Begründung, die der Stadtv. Buchow seinem Antrage vollkommenere Beleuchtung durch elektrisches Licht erhalten. Der Parteivorstande erteilt, aber allgemein ein Grundsay ausgesprochen auf Ausschußberatung gab, läßt vermuten, daß die Absicht Gemeindevertretung soll vorgeschlagen werden, einen Vertrag auf werden, der verlegt sei. Genosse Stadthagen trat dem entgegen. besteht, die Ausführung noch einmal zu verschleppen oder 5 Jahre über Lieferung von Kraft und Licht mit dem Eisenbahn- Der Antrag fei um so unbegründeter, als den Redakteuren nach Anficht mindestens zu hintertreiben, daß die Stadt Berlin den fistus einzugehen. der Preßkommission und des Vorstandes sehr reichliche Gelegenheit Betrieb der von ihr gebauten Bahn dann auch selber überNowawes Neuendorf. zur Aussprache gegeben war, die Sechs überdies mitten in die Vor- nimmt. Genosse Singer gab diesem Argwohn Ausdruck. verhandlungen hinein, nach deren ordnungsmäßigem Abschluß man Der Konsumverein Nowawes- Reuendorf hat in dem verflossenen selbstverständlich nicht sie allein, sondern die gesamte Redaktion auf Dem Magiftrat machte er das Kompliment, daß er sich mit Geschäftsjahre eine erfreuliche Entwickelung genommen. Während diese Wunsch nochmals gehört hätte, in der bekannten Weise eingegriffen der Zeit habe befehren lassen dank den schlechten ErOrganisation am Anfang des Geschäftsjahres 551 Genoffen zählte, und den zuständigen Instanzen das Recht bestritten hätten, ohne ihre fahrungen, die die städtischen Behörden mit der Großen betrug die Zahl am Schlusse desselben 610 Mitglieder. Der Waren- Anwesenheit unter einander Besprechungen zu führen. Genoffe Berliner Straßenbahn gemacht haben. Die Nebereinstimmung umsag stieg von 145 178 M. im Vorjahre auf 154 933 M. in diesem Brüschke sprach im Sinne des Antragstellers. Genosse Stykki neigte der Versammlung über diese grundsägliche Frage ist keineswegs " framte, Ein im ein vollständige, aber gestern machte sich kein offener Widerspruch| 8 Uhr, müssen sämtliche Buden, Schragen und sonstige Berkaufs-| glückliche mit dem Kind im Arme bem Tode nahe auf dem Bette mehr bemerkbar. Stadtv. Jako bi gehört nicht zu den vorrichtungen fortgeschafft sein. liegen. Beide hatten Lyfol getrunken. 8wei Aerzte gaben GegenGegnern, sondern zu den Anhängern einer städtischen Untermittel und ließen die Mutter nach dem Paul Gerhardtstift und den Berliner Studenten. Hie Deutschnational! Hie Jüdisch pflasterbahn. Er hob das ausdrücklich hervor. Hoffentlich international! Unter diefem netten Schlachtruf sammelten sich am naben nach dem Kaiser und Kaiferin Friedrich- Kinderfrankenhause zieht daraus niemand den Schluß, daß die Große Berliner Mittwochabend die Berliner Studenten und füllten die große Ton- bringen. Der Kleine ist gestern abend gestorben. Die Frau lebt zwar noch, ist aber auch hoffnungslos. Straßenbahn ihren besten Freund verloren hat. Von dem halle" in der Friedrichstraße bis zum letzten Blazz. Plan, Straßenbahnen durch die Stadt bauen und be- Da wird über die Bückler- Versammlungen gelacht, aber nicht Wie gefährlich es ist, kleine Kinder auch nur einen Augenblick treiben zu lassen, ist Herr Jakobi immer noch ganz und gar minder komisch eigentlich tragikomisch ist so eine antisemitische außer acht zu lassen, zeigt mit seinem traurigen Ausgang wieder ein Studentenversammlung. Der Referent des Abends ließ eine Bauke Unglücksfall, der sich gestern vormittag in der Kreuzbergstr. 44 nicht entzückt. gegen die Juden los, so fade und wiglos, geradezu auf die Dumm= ereignet. Die Frau des Straßenreinigers Kaczmarek hatte einen Der Sieges" Jubel der Liberalen äußert sich zum Teil in einer heit und Dentfaulheit der Herren Studenten berechnet, großen Topf, der zum Teil mit Wasser gefüllt war, am Fußboden Form, die man geradezu als skandalös bezeichnen muß. Die daß man sich nicht genug über das wilde Beifallsgetrampel wundern stehen. Ihr 1 Jahr alter Sohn Eduard machte sich daran zu Freie Deutsche Presse" erzählt ihren Lesern, die Sozial- fonnte, womit der Verein deutscher Studenten" seinen Redner reich- schaffen, fiel in einem unbewachten Augenblick fopfüber hinein und demokratie sei„ glänzend" besiegt worden. Der Ausfall der lich belohnte. Wie rollender Donner klang es, und wie praffelnder war bereits ertrunken, als die Mutter das Unglück wahrnahm. Ein Wahlen vom 29. November habe gezeigt, was die Liberalen aus egen hörte sich das laute Zischen von dem„ Verein jüdischer Arzt konnte nach vergeblichen Wiederbelebungsversuchen nur noch den Studenten" an, der auch zahlreich vertreten war; dazwischen fuhr es Tod durch Ertrinken feststellen eigener Straft zu leisten vermögen"." Aus eigener Kraft" Bom Militärboykott. Der Besuch von 193 Gastwirtschaften wenn man in zwei Bezirken nur mit Hülfe der sonst so gehaßten wie der Wind mit lautem Pfeifen. Es war das richtige TheaterKonservativen und Antisemiten das Mandat noch zu retten ver- Donnerwetter, welches sich regelmäßig entlud, wenn der Redner Groß- Berlins ist dem Militär verboten, zum größten Teil ihrer Davon entfallen auf Berlin mag! Ebenso verlogen ist die Darstellung, die die„ Voffische die alten verschimmelten Phrasen und Schlagwörter borbrachte, fozialdemokratischen Tendenz wegen. 3eitung von dem Zustandekommen der liberalen" Siege" gibt. mit denen Stöcker und Konsorten in den achtziger Jahren schon in selbst 95, auf Rigdorf 25, auf Schöneberg 9, auf Reinickendorf Sie bestreitet, daß der Freifinn feine Erfolge fremder Hülfe ber- Berliner Versammlungen haufieren gingen. Man schien zu glauben, 7 Gastwirtschaften. Sehr folide muß es in Charlottenburg hergehen, banke, obwohl sie wissen muß, daß zwei Bezirke ihm rettungslos es feien funkelnagelneue Geistesprodukte, die der Vortragende aus denn dort gibt es nur 5 verbotene Gastwirtschaften. 1-4 verbotene und waren doch schon alte faule Wize, als die jungen Gastwirtschaften gibt es u. a. in Steglitz, Stralau, Adlershof, verloren gewesen wären, wenn ihm nicht die Wähler der BürgerFriedenau, Grünau, Johannistal, Mariendorf, Lichtenberg. Behlenpartei zu Hülfe gekommen wären. Diese Wahlen seien ein Beweis Herren noch in den Windeln lagen. für die Unrichtigkeit unferes nach den Hauptwahlen abgegebenen Matt und seicht wie der Vortrag war auch die Diskussion, was dorf, Tegel, Tempelhof 2c. In Berlin liegen die für das Militär Urteils, daß in Berlin der Freifinn im Verfinfen sei. den geistigen Gehalt anbetrifft, von einigen schneidigen Attacken verbotenen Lofale meistenteils in der Nähe von Kafernen. Gerade der Umstand, daß die Liberalen in zwei Bezirken der Diskussionsredner abgesehen. Man verteidigte sich, anstatt an- Gustav Nagel im Kampfe mit der Straßenbahn. Ein eigennur noch durch ihre„ Gegner" herausgeriffen werden konnten, beweist, zugreifen; lahm und zahin wehrten die Juden den Angriff ab, daß fie artiges Straßenrennen fonnte Mittwoch abend in der elften Stunde twie sehr sie bereits im Verfinfen sind. Die Rechnung über den ge- nicht gut national gesinnt seien und entschuldigten sich beinahe, daß in der Potsdamer- und Leipzigerstraße beobachtet werden. Teisteten Llebesdienst wird ihnen sofort in der" Post" präfentiert: fie in fo großer Anzahl an den Universitäten zu finden wären. Laufschritt dahineilender Mann mit dem Hute und einer Taiche in Künftig werde man sich auf gemeinsame Kandidaten einigen müssen, als die russischen Verhältnisse und die gegenwärtigen Judenheßen der Hand verfolgte unentwegt den Straßenbahnwagen Nr. 2742 der so daß hier die Bürgerpartei den Freifinn, dort der Freifinn die in der Diskussion gestreift wurden, zeigte sich eine unheimliche Linie 74. Der Straßenrenner, der bereits am Spittelmarkt„ gegroßen revolutionären Be- startet", hatte es darauf abgesehen, noch vor dem Eintreffen des Bürgerpartei unterstüße. Wolle die freisinnige Partei das nicht, so Verständnislosigkeit gegenüber der Man urteilte immer von einem verfolgten Straßenbahnwagens sein Ziel, die Bülowstraße, zu er werde man sie ihrem Schidsal überlassen". Wieder wegung im Nachbarreiche. ein Fußtritt für die" Sieger", die aus eigener Kraft" die Sozial- o kleinen beschränkten Standpunkte, man getraute sich keinen höheren reichen. Mit seltener Ausdauer hielt der Wettläufer mit dem ein Fußtritt für die Sieger", die aus eigener Kraft" die Sozial Gedankenflug, feine freie Anerkennung dieser Revolution, für die Motorwagen gleichen Schritt und an den Haltestellen gelang es ihm demokratie glänzend besiegt" haben! zussische Studenten mit Gut und Blut eintreten. Das find die freien fast stets, einen fleinen Vorsprung zu gewinnen. Ein Taschentuch Zulassung brieflicher Mitteilungen auf der Vorderseite von An- Burschen", die sich über die Philister gern lustig machen!- In einer zum Abwischen des Schweißes war bei ihm nicht zu sehen. Bald fichtskarten in ganz Europa. Die Zulassung brieflicher Mitteilungen Geschäftsordnungsdebatte wurde einige Male darauf hingewiesen, man stellte es sich heraus, daß der seltsame Renner der bekamute Naturauf der Vorderseite von Ansichtskarten erfährt abermals eine Er- fei hier in feiner sozialdemokratischen Versammlung. Run, das konnte menich Gustav Nagel war. Unbeachtet all' der hämischen Zurufe weiterung. Bu Anfang des Jahres war sie im inneren deutschen wohl jeder merken, der einmal eine sozialdemokratische Versammlung der Passanten und Fahrgäste verfolgte Nagel feinen Rivalen, den Verkehr eingeführt worden. Das Reichspostamt hatte dann mit den beiucht hat, nebenbei auch daran, daß hier die Polizei Straßenbahnwagen und es gelang ihm, wenn auch nur mit kleinem Postverwaltungen Europas Verhandlungen eingeleitet, die im sichtbar war. Vorsprung, das Rennen zu gewinnen. Mit dem Ausdruck großer Sommer zu dem Ergebnis führten, daß diese Mitteilungen auch im Verkehr zwischen den einzelnen Ländern innerhalb des euro- gestrigen Nummer gaben wir die Meldung wieder, daß bei dem Der Todesfall auf der Mariendorfer Chaussee. In unserer Befriedigung bog mun der Naturmensch in die Bülowstraße ein. Der heftige Sturm der letzten Tage hat auch in der Umgegend päischen Kontinents zugelassen wurden. Nur die Niederlande waren Chauffeehause in Mariendorf die Leiche eines fürzlich vom Militär Berlins, namentlich im Havellande mit seinem ausgedehnten Seenlediglich aus formellen Gründen dem Uebereinkommen etwas entlassenen jungen Mannes, namens Lint aufgefunden worden sei gebiet argen Schaden angerichtet. So wurde das hohe Erkundungsspäter beigetreten. Von den europäischen Postverwaltungen hatte und es hieß, daß er durch das Automobil des Amtsmanns St. tödlich gerüst, das auf dem Gößer Berg erst im vorigen Jahre von der aber bis jetzt Großbritannien und Irland sich noch immer ausgeschlossen. Während die englische Post die Zulassung dieser überfahren wurde. Der Befizer des Automobils, der Ritterguts- trigonometrischen Abteilung der Königlichen Landesaufnahme erMitteilungen unter den ersten Verwaltungen eingeführt hatte, ließ befizer Stiepert teilt mun verschiedenen Zeitungen folgendes mit: richtet wurde, umgerissen, nachdem es vor einiger Zeit durch Bliz sie dies im internationalen Verkehr immer noch nicht zu. Diese" In der Nacht gegen 1/23 Uhr fuhren wir auf der dunklen Marien- schlag schon arg beschädigt war. Auf der Station Sieversdorf der Ausnahme wird jetzt aufgehoben. Es sind nunmehr Ansichtskarten dorfer Chaussee. In der Nähe des Chauffeehauses machte der Chauffeur brandenburgischen Städtebahn wurde ein Güterwagen durch den mit brieflichen Mitteilungen auf der Vorderseite auch im Verkehr mit plöglich eine scharfe Biegung und rief: Dort liegt jemand auf Sturm in Bewegung gesezt und von dem Nebengleise auf das er entgleiste. Dadurch erlitten die Großbritannien und Irland zur Beförderung gegen die Postkarten- der Straße. Auf Anordnung eines Herrn, der im Automobil faß, Hauptgleis getrieben, wo tare zulässig. Das Beschreiben der Vorderseite der Karten bereitet es war ein Bekannter K.'s, kehrte der Wagen zurück. Der Chaussee- Bersonenzüge in beiden Richtungen zwei Stunden Verspätung. Bei wärter fam ebenfalls hinzu. Die Spuren des Automobils ließen der neuen Schleuse an der Unterhavel wurde ein Rathenower Bürstenübrigens der Post häufig Schwierigkeiten. Insbesondere gerät sie in Verlegenheit, wo der Ankunftsstempel anzubringen ist. Auf dem deutlich. erkennen, daß der Wagen dem wie tot Daliegenden recht machergehülfe vom Sturmwind erfaßt und in den Schleusenkanal geKleinen Raum für die Adresse fehlt meist der Platz dafür. Wird der zeitig ausgebogen war. Man bemühte fich längere Zeit um Hülfe trieben, aus dem er mit Mühe gerettet wurde. Von einstürzenden Steinmassen erschlagen. Ein Unglüdsfall mit Stempel aber auf der linken vorderen Hälfte wie sonst bei Post- für den Sterbenden, und erst als diese herangeschafft war, setzte der farten abgedruckt, so beklagt sich das Publikum, daß die Deutlichkeit agen seine Fahrt fort. Die Jufassen des Automobils haben also tödlichem Ausgange hat sich heute morgen gegen 9 Uhr auf dem Grundstück an der Ecke der Tauenzien- und Passauerstraße, auf der dort befindlichen Mitteilungen beeinträchtigt wird. Die schweize- ihrer Pflicht vollauf genügt." Eine andere Mitteilung besagt: Die Leiche des am Chauffee- welchem ein großes Warenhaus errichtet wird, zugetragen. Der rische Postverwaltung hat deshalb den Ankunftsstempel auf der artigen Postkarten ganz abgeschafft, wie dies in Deutschland z. B. hauſe in Mariendorf aufgefundenen Handwerkers Link, über dessen 34 Jahre alte Steinmetz Hermann Quade war mit dem Bearbeiten Tod bisher noch keine Aufklärung geschaffen werden konnte, ist von Sandsteinblöden tätig, wobei plöglich einer der Steinriesen schon bei Drucksachen der Fall ist. gestern nachmittag einer gerichtlichen Obduktion unterzogen und auseinanderbrach und auf Q. stürzte. Unglücklicherweise fielen die dann zur Beerdigung freigegeben worden. Nach dem Ergebnis der schweren Stücke dem Bedauernswerten auf den Kopf und schlugen Sektion ist der Tod aller Wahrscheinlichkeit nach durch Verbluten den Schädel entzwei. D. wurde sofort nach der Unfallstation am eingetreten. Mehrere Rippenbrüche und eine Berreißung der Lungen- Boologischen Garten gebracht, er starb jedoch bereits auf dem flügel wurden ärztlicherseits festgestellt. Transport dorthin. Die Leiche wurde polizeilich beschlagnahmt und nach dem Schauhaufe gebracht. Hoffentlich bringt die über den Fall eingeleitete Untersuchung vollständige Klarheit über den Tod des jungen Mannes. Drei Häuser in Einsturzgefahr. Anordnungen für den Weihnachts- Parketverkehr. Für den Weihnachts- Batetverkehr hat das Reichspostamt umfangreiche Anordnungen an die Bostanstalten erlassen, die zum Teil auch für das Publifum von Interesse find. Die Postämter sollen vor allem darauf achten, daß die Verpackung der Bafete fest und dauerhaft ist. Schwache Schachteln sollen nicht angenommen werden. Die Aufschrift muß groß und deutlich sein. Bei Sendungen nach Berlin ist der Postbezirk anzugeben. Für die Sicherung der kleinen Batete wird besonders Sorge getragen. Sie werden in die Briefbeutel oder zuIn großer Sorge leben seit vorgestern zahlreiche Mieter der fammengepadt. Alien Beteiligten wird eine vorfidhtige Behandlung Häuser Botsdamerstraße 2, 3 und 4. Die Gebäude haben zahlder Bäckereien zur Pflicht gemacht. Die Pakete dürfen nicht ge- reiche Nisse erhalten, und es ist noch nicht abzusehen, ob sie nicht worfen oder gestoßen werden. Sie sind von Hand zu Hand zu worfen oder gestoßen werden. Sie sind von Hand zu Hand zu wegen drohenden Einsturzes auf polizeiliche Anordnung hin gegeben und vorsichtig niederzulegen. Insbesondere ist den Sendungen räumt werden müffen. Der Vorfall steht im engsten Zusammenmit lebenden Tieren Sorgfalt zuzuwenden. Der Bahnhofsdienst wird sorgfältig überwacht. Aushelfer sollen dort wegen der Gefahr für sie nicht beschäftigt werden. Für die rechtzeitige Beförderung der Balete nach den Bahnhöfen und ihre ordnungsmäßige Uebergabe an die Bahnposten wird überall sichergestellt. Von seinem Fuhrwerk herabgestürzt und schwer verletzt wurde gestern abend der Kutscher Konrad Hildebrand aus der Brunnenstraße. H., der bei einer Firma am Wikinger- Ufer tätig war, war mit seinem Fuhrwert die Bellermannstraße entlang gefahren, hatte dabei plöglich einen Schwindelanfall bekommen und war vom Bock auf die Straße hinabgestürzt. In bewußtlosem Zustande wurde der Bedauernswerte nach der Unfallstation in der Badstraße ge= bracht, doch gelang es nicht, ihn wieder ins Leben zurüdzurufen. hange mit den Ausschachtungsarbeiten auf dem Aschingerschen. hatte eine schwere Gehirnerschütterung erlitten und mußte nach dem Lazarus- Krankenhause überführt werden. Riesenneubau in der Bellevueftraße. Häusern Botsdamerstraße 1 bis 4 entlang. Da die Fundamente ftraße 2, irrtümlicherweise der Hut vertauscht worden. Der Eigen Die Ausschachtungen ziehen sich unmittelbar hinter den Einem Wahlhelfer ist am 29. Oftober im Lokal von Saß, Hornfehr tief liegen follen, ebenso auch die großen Lagerteller, so wird timer wird gebeten, im obengenannten Lotale den ihm in Wirklich Drei neunzigjährige Jubilare feierte am Mittwochnachmittag das Erdreich bis zu einer Tiefe von etwa sechs Metern entfernt. teit gehörigen Hut gegen Abgabe des falschen in Empfang au bie Freireligiöse Gemeinde. Water Schubert", der in voller Hierbei stieß man nicht nur auf verschiedene Wasserquellen, sondern nehmen. geistiger Frische so regelmäßig wie möglich die Versammlungen be auch auf das Grundwasser, das durch Maschinen ausgepumpt wurde, fucht und jede Mart, die er sich im Nikolaus- Hoipital am Munde um den Grundwasserspiegel hinabzudrücken. Durch das Abfangen Droschte fand gestern abend gegen 27 Uhr in der Ritterstraße statt. Ein heftiger Zusammenstoß eines Straßenbahnzuges mit einer abipart, freiheitlichen Zweden opfert. Sein Berufskollege, der gleich des Waffers find aber, wie von fachmännischer Seite angenommen Die Droschle erster Klaffe Nr. 1421 fuhr die Ritterstraße entlang, falls noch recht rüstige frühere Weber Kreuzberg war das wird, in der Erde Hohlräume entstanden, die dem Druck der be- hinter einem Straßenbahnwagen der Linie 94 und bog nach dem zweite Geburtstagskind, und Tante Charlotte", die Frau nachbarten Häufer feinen Widerstand leisteten. Die Folge davon des Bildhauers Schirmer, ließ gar die neun Jahrzehnte fast war, daß deren Fundamente merklich nachgaben und somit ein Hause Ritterstr. 51 heranfahrend unmittelbar vor einem aus entgegenspurlos an sich vorbeiziehen. Sie waltet in Haus und Küche noch Bersten der Hauswände herbeiführten. Als vorgestern nachmittag gefester Richtung herankommenden Straßenbahnzug der Linie Dönhoffsplay- Rigdorf über das Gleis. Der Wagenführer des energisch ihres Amtes. Alle drei sind echte Kinder des Proletariats. die ersten Risse an den bezeichneten Häusern bemerkt wurden, legte Motorwaggons als gab, die Droschke plötzlich auf die die sich auch als geborene Berliner an allen freiheitlichen Bewegungen man an zahlreichen Stellen Gipsverbände an, um prüfen zu können, Strede bog, Gegenstrom, vermochte jedoch den Bug bei der in unserer Stadt lebhaft beteiligten und den Träumen ihrer Jugend ob eine weitere Senkung oder Verschiebung der Wände stattfinden furzen Entfernung nicht zum Stehen zu bringen. Der Anprall ertreu blieben, Solides Leben, häusliches Glück und verjüngender würde. Dies ist nun tatsächlich während der vorlegten Nacht an folgte mit folcher Gewalt, daß der Insasse der Droschke, Fabrikant Idealismus waren die Wurzeln ihrer zähen Lebenskraft. Ein kleines dem Seitenflügel des Hauses Nr. 4 geschehen. Die Polizei hat folgte mit solcher Gewalt, daß der Insasse der Droschke, Fabrikant Familienfest, welches den Vorstand und die Sprecher der Gemeinde daraufhin den Seitenflügel, wenigstens in den Parterreräumen, Bedenfiochenbruch erlitt. Er wurde nach der Unfallstation in der Joseph Finkelstein, aus dem Wagen geschleudert wurde und einen jowie einzelne befreundete Familien im fleinen Kellerschen Saale gesperrt. Die Mieter in den drei Stockwerken haben zwar bis jetzt Alexandrinenstraße und von dort nach Anlegung eines Notverbandes zusammenführte, wurde vom Gesang der Kinder und mancher treff ihre Wohnungen noch nicht geräumt, da sie hierzu nicht direkt von der Alexandrinenstraße und von dort nach Anlegung eines Notverbandes lichen und herzlichen Ansprache verschönt. Nach einem Prologe des Polizei aufgefordert worden sind. Sie werden aber jedenfalls aus- nach dem Krankenhause Bethanien überführt. Der Straßenbahnzug Fräulein Friederici sprach der langjährige Vorsitzende der Ge- ziehen. Einstweilen haben sie gestern früh Entschädigungsklagen wie die Droschke erlitten nur geringfügige Beschädigungen. meinde, Herr Dtto Friederici. Sodann im Namen der Weber, gegen ihren Hauswirt angestrengt, der dann seinerseits gegen die Schulz, ein früherer Gefelle Schuberts. Von den Sprechern der Aschinger- Gesellschaft flagbar vorgehen wird. Gemeinde nahmen Fräulein Jda Altmann, Dr. Bruno Gestern mittag fand eine amtliche Besichtigung der bedrohten Wille, Professor Dr. Gehrke und Waldeck Manasse das Häuser durch königliche Bauräte statt. Ihr Urteil ging dahin, daß Wort. Die drei Neunzigjährigen können manchen modernen jugend- die Senkung des Grundwasserspiegels die Gefahr heraufbeschworen lichen Greis beschämen in ihrer förperlichen Rüstigkeit, geistigen habe. Frische und freiheitlichen Weltauffassung. " Vermischtes. Die wilden Automobilfahrer machen den Behörden überall im Lande ganz ungeheuer viel Mühe und Arbeit. Sobald einmal ein Autler in rafendem Tempo durch einen Ort gefahren ist, ohne daß man das Gefährt aufhalten konnte, wird der ganze preußische VerEine auf die Jahrmärkte und den Weihnachtsmarkt in Berlin ein Handwerker Sch. Er wollte gegen 150 Mart einzahlen, fand hat das Automobil eine richtige Nummer geführt, so ist die ErEinen verunglückten Gang nach der Sparkasse machte gestern waltungsdienst in Bewegung gefeßt, um den Uebeltäter zu ermitteln. bezügliche Polizeiverordnung besagt: In Berlin findet in jedem Vierteljahre ein Jahrmarkt statt. aber die Schalter schon gefchloffen. Mit dem Gelde in der Tasche mittelung bald geschehen, aber vielfach führen die wilden Fahrer heimkehrend, traf er zu seinem Unglück auf der Straße atvei alte falsche Nummern und nun werden in sämtlichen Kreisblättern der Die im ersten und dritten Vierteljahre stattfindenden Jahrmärkte Bekannte, Männer, deren Namen er zwar nicht weiß, mit denen er Monarchie Bekanntmachungen erlassen, um überall im Land auf werden in der Warschauerstraße( von der Revalerstraße bis zur aber früber einmal zusammen gearbeitet hatte. Die Erneuerung der diese falschen Nummern zu fahnden. Im„ Osthavelländischen StreisFrankfurterallee) und in der Petersburgerstraße, die im zweiten und Bekanntschaft wurde mit einer kleinen Bierreise gefeiert. Diefer blatt" werden in der letzten Nummer nicht weniger wie acht folcher vierten Bierteljahre stattfindenden Jahrmärkte auf dem Arkonaplas schloß sich ein gemeinsamer Besuch der Vorstellung im Zirkus Busch wilden Automobilfahrer gesucht. Das aufgewandte Schreibwerk und und deffen Umgegend abgehalten. Der Weihnachtsmartt findet alljährlich in der Warschauer- an. Dann nahm man in einigen Lokalen noch einen Schluß choppen, die Druckfosten dürften dabei recht erheblich sein. straße( von der Revalerstraße bis zur Frankfurterallee) und in der Mitten im Park sprang wie auf Kommando einer seiner Begleiter um hiernach endlich durch den Friedrichshain nach Hause zu wandern. Berliner Marktpreise. Aus dem amtlichen Bericht der städtischen Petersburgerstraße, sowie auf dem Arkonaplatz und dessen Umgegend dem Handwerker an die Stehle und drückte sie zu, während ihn der Markthallen Direktion. Rindfleisch Ia 64-68 pr. 100 Bind, IIa 57-64. statt. Er beginnt am 11. Dezember oder, falls dieser Tag ein andere zu Boden rik und ihm das Portemonnaie, welches noch IIIa 50-55, IVa 40-48. Stalbfleisch la 87-93, Ma 75--85, Illa 58-72 Sonntag ist, am 12. Dezember und endet am 27. Dezember jeden 125 Marf enthielt, aus der Tasche raubte. Bevor noch der Ueber- Bfund 45-50 Pf. Hafen Stüd 3,50-3,80, flein 1,50-2,00. Hammelfleisch la 63-73, IIa 48-58. Schweinefleisch 69-78. Soweit nach den Bestimmungen über Sonntagsruhe und Laden fallene wieder soweit zur Besinnung fam, daß er um Hülfe rufen Stüd 0,80-1,00. Rebhübner, junge la 0,80-1,00, alte la 0,0-0,00, schluß in offenen Verkaufsstellen des Handelsgewerbes ein geschäft konnte, verschwanden die Räuber mit ihrer Beute. Der Kriminal- alte IIa 0,00-0,00. Hübner pro Stüd, alte 1,40-2,25, junge Ta 0,70-1, bo. IIa 0,50-0,65. Tauben, junge 0,45-0,00, alte 0,40-0.45. Enten licher Verkehr nicht gestattet ist, gilt gleiches auch für den geschäft polizei gelang es noch nicht, ihrer habhaft zu werden. junge 0,60-0,70. Ganje pro Stüd, Ia 3,50-4,-, IIa 0,00-0,00, pro Bfd. lichen Verkehr auf dem Weihnachtsmarkte. Mit Lysol hat die 27 Jahre alte Nohrlegerfrau Anna Bender la 0,58-0,63, Ia 0,50-0,56. Hechte 0,84 M., Schleie, unfortiert 95 M. Das Aufbauen der Buden auf dem Weihnachtsmarkte beginnt aus der Spengelstraße 6 ihr erstes Kind, einen vier Wochen alten ale, groß 0,00-0,00, mittel 0,00, flein 0,00, löken 00-67, Starpfen 00 M., am ersten Markttage früh 7 Uhr. Vor 6 Uhr morgens dürfen die Sohn Alfred, und sich selbst vergiftet. Frau Bender, die früher Lachs 00 M., Schellfische IIa 18-21 W., Flunder 22-26 M. pro 100 Pfd. Krebse, fleine, Schod Buden auf ihre Standpläge nicht geschafft werden. Berkäufer, welche Dienstmädchen in einem Hotel und seit einem Jahre verheiratet Schottische Bollberinge( gesalzen) 40-44 Butter pro Schod 5,00. ihre Waren auf kleinen Tischen, Schragen oder sonstigen Verkaufs- war, litt seit der Geburt des Kindes schwer an der Brust. Weil sie 0,00 R., unsortiert 0,00. 100 Bfund Ia 124-126, Ila 118-124, ITTa 115-118, abfallende borrichtungen feilbieten, erhalten ihre Stellen erst am zweiten das Leiden für unheilbar hielt, wurde sie nervös und fürchtete, 100-110. Kartoffein pr. 100 Bid. rote 2,00-2,25, Rofen 0,00-0,00, Markttage angewiefen. Wer sich am ersten bezw. zweiten Martitage dauernd geistestcant zu werden. Buweilen sprach sie zwei, drei blane 0,00-0,00, runde weiße 1,80-2,00. Wirsingkohl pr. Schod bis 8 Uhr nachmittags nicht einfindet, hat zu gewärtigen, daß über Tage fein Wort, auch nicht mit den nächsten Angehörigen. A18 4,00-8,00, Weißfohl 6,00-8.00, Rotfohl 4,00-8,00, Goll. 12-15 seine Stelle anderweitig verfügt wird. Am 28. Dezember, früh Bender vorgestern abend von der Arbeit fam, fand er die Un- Saure Gurken, Schod 2,00. Verantwortlicher Nedakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Jahres. Eier, Kaninchen