Ur. 286. Abonnements- Bedingungen: Abonnements. Preis brānumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Belt" 10 Bfg. Bost. Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Bost- Beitungs. Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich. Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Cridelat täglich außer Montags. Vorort- Ausgabe Vorwärts Berliner Dolksblaff. 22. Jahrg. Die Infertions Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Stolonel geile oder deren Raum 40 Big., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 25 Pig. ., Kleine Anzeigen", das erste( fettgedruckte) Wort 10 Big, jedes weitere Wort 5 Bfg. Borte über 15 Buchstaben sählen für zwei Worte. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen. tagen bis 7 1hr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutfchlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Mr. 1982 Donnerstag, den 7. Dezember 1905. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Ferniprecher: Amt IV. Mr. 1984. Die Revolution in Rußland. Nachdem der Reichstarzler selbst das Haus so ausgiebig Vertrauen des Auslandes in Deutschlands Der Etat der Weltpolitik. mit allerhand Zahlen regaliert hatte, war es eine Zumutung, Friedensliebe erschüttert hat! Man braucht sich es nunmehr durch eine weitschichtige Rede des Reichsschatz im Auslande nur auf die Rede, die der neue Gouverneur Fürst Bülow begründete heute im Reichstage durch zwei sekretärs Stengel anöden zu lassen. Die Abgeordneten von Südwestafrifa, Lindequist, erst vor ein paar Tagen Reden den Etat der Weltpolitik. Zu Beginn der Sigung flüchteten denn auch sofort in Masse. Aber die Sorge war gehalten hat, zu berufen, um Deutschlands weltpolitische durch eine einstündige Rede, die die Notwendigkeit der Finanz- unnötig. Herr Stengel sprach so undeutlich, daß ihn trot Pläne im bedenklichsten Lichte erscheinen zu lassen! reform, d. h. die Notwendigkeit, eine Viertelmilliarde neuer anfänglicher größter Stille fein Mensch im Hause verstehen konnte, Aber ist nicht schon die welt politische MonroeSteuern zu schaffen, mit dem Hinweis auf die bekannten von dem Dugend Wißbegieriger abgesehen, die sich dicht um Dottrin, die heute wieder der deutsche Reichskanzler auf,, nationalen" Pflichten des deutschen Volkes begründete; und ihn gefchart hatten. Die Federn auf der Journalistentribüne gestellt hat, eine Drohung gegen die anderen Kolonialdann zum Schlusse der Situng durch eine ebenso lange Rede, begannen zu feiern, sodaß man erst aus dem amtlichen Steno- mächte?! Diese Doftrin, die von Bülow als etwas ganz die dem Nachweis gewidmet war, daß es feine friedliebendere, gramm den Inhalt der Rede des Reichsschatsekretärs er Selbstverständliches dargestellt wurde, ist ganz die internationalen Rechte sorgfältiger respektierende Regierung fahren wird. neu! Weder Rußland gegenüber wurde sie in der gebe als die deutsche, daß aber der Neid und die Mißgunst Endlich, nach qualvollen zwei Stunden, kam dann Herr Mandschurei geltend gemacht, noch England gegenüber in der fremden Nationen Deutschland zwinge, feine Rüstungen zu Frißen, der Redner des Zentrums, zum Wort, um bei gespannter Südafrika, noch Amerita gegenüber bei seiner Annektion der Land und zur See derart zu betreiben, daß Deutschland auch Aufmerksamkeit des Hauses die Stellung der ausschlaggebenden spanischen Besitzungen! Diese neue Doktrin ist nur die konkrete allein jeder gegnerischen Rombination ge Partei zu martieren. Etwas Neues befam natürlich derjenige, Formulierung jenes Wortes, daß in der ganzen Welt feine Entwachsen set. der die Zentrumspresse verfolgt hatte, nicht zu hören. Nachscheidung mehr fallen werde ohne Deutschland! Das ist eine WeltDaß der Reichs- Etat für 1906 sich vollständig in den dem der Zentrumsredner die späte Einberufung des Reichstags politit, die zu Reibungen der gefährlichsten Art führen Ausgaben für Militarismus, Marinismus und Weltpolitif getadelt hatte, gab er seinem Erstaunen darüber Ausdruck, daß muß! Bekennt sich die deutsche Bourgeoisie zu dieser erschöpft, haben wir an anderer Stelle bereits nachgewiesen. man bereits im Etat für 1906 mit den Erträgen der Dottrin, so appelliert sie damit an die vis major( höhere Nicht weniger als 1400 Millionen Mark werden durch Heer, ja erst noch erst noch gutzuheißenden neuen Steuern gerechnet Gewalt) der Schiffsgeschüße, so steuert sie das Flotte, Kolonialpolitik und Reichsschuld verschlungen, also noch habe. Das Zentrum werde sich dadurch nicht abhalten Reichsschiff blindlings in den Malstrom furchtbarer 100 Millionen mehr als im Jahre 1905, das doch auch lassen, sorgsam die neuen Steuern zu prüfen und diejenigen Welt händell bereits durch die Ausgaben des südwestafrikanischen Krieges abzulehnen, die im Widerspruch zu dem§ 6 des Flottenbelastet war. Um die ungeheueren, stetig wachsenden gefeßes, das die Deckungsfrage regle, ständen. Seine Partei militaristischen und weltpolitischen Ausgaben auch nur einiger behalte sich vor, an Stelle der ihr nicht passenden Steuern, maßen decken zu fönnen, geht es trop fortgesetzter toller z. B. der Tabaksteuer, andere Steuern vorzuschlagen. Die Pumpwirtschaft nicht ohne neue Steuern in Höhe von rund Erbschaftssteuer fönne auch auf die Deszendenten und Ehe- Der Ausstand der Post- und Telegraphenbeamten dauert einer Vierielmilliarde. Würde Deutschland endlich auf seine gatten, wenigstens bei großen Vermögen, ausgedehnt werden. fort. Zwischen Petersburg und Moskau sind die Telegraphenunsinnige Weltpolitik verzichten, die ihm bereits viele Hunderte Der Etat, der das wirtschaftliche Leben spiegele, würde der drähte meist durchschnitten. Alle Bahnhöfe in Petersburg werden von Millionen gekostet hat, würde es demgemäß auch seine wirtschaftlichen Lage gemäß ein günstiger sein, wenn nicht die von Truppen bewacht. Die Bahnhöfe der meisten Städte sind Flottenausgaben einschränken, statt sie ins uferlose zu ver- Marine- und Kolonialausgaben wären. Die Flotten mit beladenen Güterwagen überfüllt, die infolge des Ausmehren, so täme das Reich nicht nur ohne neue borlage werde das Zentrum gleichwohl mit aller Ruhe standes der Arbeiter nicht entladen werden konnten. Die Steuern und Anleihen aus, sondern es könnte sogar und mit allem Wohlwollen prüfen. Seine Stellung Arbeitslosen verlassen massenhaft die Hauptstadt sowie Moskau an eine wirkliche Schuldentilgung und an die In- nahme werde von den in der Kommission zu gebenden Nach- und ziehen in die Dörfer, um einer eventuellen Hungersnot angriffnahme fultureller Aufgaben denken. Da die weisen für die Notwendigkeit der Forderungen abhängen. Die zu entgehen. Damit wird selbstverständlich auch die revolutionäre Regierung aber im Einverständnis mit der Mehrheit der Kolonialpolitif bedürfe vor allem einer Reorgani- Agitation in verstärktem Maße aufs platte Land getragen. bürgerlichen Parteien dem weltpolitischen Größenwahn verfation; die Verwaltung müsse für bessere Beamte sorgen. Gleichzeitig droht aber dem Absolutismus der finanzielle fallen ist, muß unter dem fadenscheinigen Deckmantel einer Nachdem der Zentrumsredner so die Auslassungen der Strach. Finanzreform eine enorme Steuervermehrung durchgesezt Bentrumspresse refapituliert und auf den schließlichen Umfall Die finanzielle Lage der Regierung erregt nämlich in werden. Um den Etat, in den bereits die neuen, erst noch seiner Partei sanft vorbereitet hatte, richtete er schließlich die Petersburg, wie den Times" von dort gemeldet wird, die zu bewilligenden Steuern hineingearbeitet sind, zu begründen, Bitte an den Reichskanzler, doch über die ostasiatische Lage, ernsteste Besorgnis. Die offiziösen Blätter veröffentlichen in muß man auch die Weltpolitik zu begründen versuchen, so gut den Dreibund und die Marotto- Angelegenheit Auskünfte zu geradezu begeistertem Tone geschriebene Berichte über die oder so schlecht das immer gehen mag. Das hatte der Reichs- geben. reichen Erträge des Branntweinmonopols, dessen Einnahmen fanzler begriffen, der in seinen Reden das nationale Register Sofort erhob sich Fürst Bülow, um durch die Beant für das folgende Jahr auf über eine Milliarde Mark anerst leise, dann immer vernehmlicher erklingen ließ, das hatte wortung dieser Fragen die neuen Steuerbewilligungen und gegeben werden. In Petersburg glaubt man aus diesen auch der Fraktionsredner des Zentrums, Herr Frißen, be weltpolitischen Rüstungen vollends zur patriotischen Tat" zu Veröffentlichungen die Absicht der Regierung erkennen griffen, der dadurch, daß er Bülow über die Fragen der hohen" stempeln." Große Enthüllungen", beteuerte er, tönne er zu sollen, das Branntweinmonopol an deutsche Bolitit interpellierte, dem Reichskanzler die erwünschte Gelegen- in einer so eigenartigen Situation, wie es die gegenwärtige Banten zu verpfänden. Die Anwesenheit des heit gab, seine wohlvorbereitete Rede über die internationale sei, als leitender Staatsmann" nicht machen, aber die an Profuristen Fischl vom Berliner Bankhause Mendelssohn wird Situation zu halten, die Deutschland in die Zwangslage bersege, ihn gerichteten konkreten Fragen wolle er gern beantworten. damit in Verbindung gebracht. Jedenfalls dürften die für die Verteidigung seiner nationalen Rechte auch die Der Dreibund besteht noch immer in alter Herrlichkeit. glänzenden Einnahmen" aus dem Branntweinmonopol schwersten Opfer zu bringen. Der Zentrumsredner hätte dem Nicht aus Sentimentalität habe sich Italien an Deutschland höchstens aus dem ausgiebigen Konsum der schwarzen Fürsten Bülow feine Verteidigung der deutschen Weltpolitit und Desterreich angeschlossen, sondern weil es in Hunderte" herrühren, diesen bestreitet aber die Regierung aus nicht bequemer machen fönnen, wenn er sich mit ihm vorher der internationalen Bolitit feine Rechnung dabei finde. eigener Tasche! Was die Arbeiter und Bauern betrifft, fo über das Frage- und Antwortspiel sorgfältig verständigt ge- Deutschland selbst stehe fest zum Dreibund allein ist gerade mehrmals festgestellt worden, daß ihr Konsum habt hätte! es müffe gleichwohl derart gerüstet dastehen, daß an Branntwein im legten Revolutionsjahre auffallend zurückDiejenigen, die von dem ersten Tag der Etatsdebatte es auch allein jeder Situation gewachsen sei. Was die gegangen ist. Sollten die deutschen Banken also auf das einen großen Tag" erwartet hatten, schienen anfangs völlig oft asiatische Lage anlange, fo dente Japan schöne Geschäft eingehen, dann dürften sie einen glänzenden um ihre Erwartung betrogen werden zu sollen. Denn die schwerlich daran, Deutschlands wohlerworbene" und" ber Reinfall erleben. Der Priester Gapon soll in Petersburg einleitende Rede Bülows mußte selbst die Verehrer dieses tragsmäßige" Rechte in Kiautschou anzutaften. In die wieder aufgetaucht sein und, wie das in solchen Fällen geseichten Schönredners herb enttäuschen. Bülow wollte dem inneren Wirren Rußlands werde sich Deutschland wöhnlich einzutreten pflegt, heute nur zur Verwirrung und zu Reichstag zunächst offenbar einmal fachlich" kommen und unter teinen Umständen einmischen; alle Gerüchte über Reibungen innerhalb der Arbeiterbewegung beitragen. sich seine Trümpfe für später aufsparen. So sprach er denn Interventionsgelüfte in Rußland seien ,, alberne Erfindungen". Wie russische Blätter melden, steht die Wiedereröffnung eine Stunde lang über die Finanzpolitik des Reiches, langweilig. Ein Uebergreifen der wirren werde Deutschland der nach den Januarunruhen geschlossenen elf Abteilungen schülerhaft, ohne jede Dase in dem öden Einerlei seiner mit Bahlen freilich nicht dulden, darauf fönne man sich berlassen. der von dem Priester Gapon organisierten Arbeitervereine gespickten Rede. Und wenn die Zahlen noch neu gewefen Der Marottotonflitt sei durch die Schuld Frankreichs und die Rückgabe der beschlagnahmten Summen bevor. Die wären oder irgend welche Beweistraft beseffen hätten! In und Englands heraufbeschworen worden. Deutschland Sozialdemokratie eröffnet bereits den Feldzug gegen den der Tat waren sie nichts als wohlfeile Anleihen aus den habe sich lediglich seine vertragsmäßigen Meist Arbeiterverein" und Gapon. Die sozialrevolutionäre Partei Flugschriften des Flottenvereins, denen er diesmal vor dem begünstigungsrechte zu wahren genötigt gesehen. erklärt in einer Resolution, daß die von Struve und Gapon geliebten Büchmann den Vorzug gegeben hatte. Davon, daß Deutschland habe ruhig gewartet, ob die beiden Mächte vorgeschlagenen Maßnahmen den Arbeitern nur Unheil bringen Zahlen aus einer solchen Quelle noch vorsichtiger zu ver- nicht noch in legter Stunde Deutschlands Interessen tönnten. fonnte wenden sind, als Bitate, schien er teine Ahnung zu haben. respektieren und seine Einwilligung einholen würden; erst als Es ist nicht ganz ausgeschlossen, daß die Regierung jetzt Er hätte es sonst sicher nicht fertig gebracht, zu behaupten, dies nicht geschehen sei, habe es Protest erhoben. Deutschland absichtlich die Gaponschen Vereine öffnet, um Stonfusion in daß das Verhältnis der direkten zu den indirekten Steuern in wolle die Interessen keines Landes beeinträchtigen, aber proletarischen Streifen zu verbreiten. Der EisenbahnerDeutschland fein ungünstigeres sei, als in anderen Stultur- es habe ein Interesse daran, daß die noch streit rückt immer näher heran. Wie eine Lemberger Destaaten, und zum Beweis dafür zu erklären, in England freien Gebiete der Welt nicht dem freien pesche aus Petersburg meldet, wurde in einer gestern abbetrügen die direkten Steuern pro Kopf nur 19 Mart. In wirtschaftlichen Wettbewerb entzogen würden. gehaltenen Versammlung von Eisenbahnbeamten beschlossen, Wirklichkeit betragen sie dort 26 M. gegenüber noch nicht Deutschlands traditionelle Friedenspolitik liege für jeden, der bag falls der Zentralpostvorstand sämtliche Kündigungen nicht 8 M. in Deutschland! Verzichtete Bülow auf Sitate, so sehen wolle, flar auf der Hand. Aber der Neid und die zurücknimmt, auch sie wieder in den Streit treten werden. er sich doch einige selbstgeprägte Sinn und Mißgunst verblendeten die Einsicht gewisser Nationen. Diese In Nikolajew ist der Generalstreit ausgebrochen. Merksprüche nicht versagen, die denn freilich auch durch Leidenschaft Verblendeten durch immer neue Dar- Die Bauernunruhen dauern gleichfalls fort, wie derart waren, daß fie jedesmal Kopfschütteln erlegungen umzustimmen, sei eine unfruchtbare und unnüße auch die spärlichen Nachrichten, die noch aus Rußland einregten. So waren es sehr staatsmännische Sentenzen, daß Arbeit! treffen, beweisen. Eine Laffan"-Meldung besagt: ,, niemand gern Steuern zahle" oder daß es leider zu wenig So endete mit einer scharfen Note, dem Echo kürzlich Die im Gouvernement Benfa belegene große Befizung des Reiche" gebe, weshalb man den Steuerbedarf nicht durch gehaltener Reden, das Exposé des Reichstanzlers! Fürsten Narischkin, eines Schwiegerfohnes des Grafen Witte, wurde Lurussteuern, sondern nur durch Belastung des Konsums der Der Beifall, der den nationalen Phrasen Bülows und von Bauern geplündert. Das Herrenhaus und die Gutsgebäude Massen decken könne. Sehr weisheitsvoll war auch die Be- namentlich seinen Schlußausführungen gespendet wurde, be- wurden zerstört. mertung, daß, wenn das Reich keine größeren Ausgaben habe, weist, daß der Reichstanzler seine Absicht erreicht hat und die Paris, 5. Dezember. Aus Petersburg meldet das Journal". es auch feiner Finanzreform bedürfe, welches Diftum freilich bürgerliche Mehrheit seinen Flottenforderungen geneigt finden daß augenblicklich insgesamt gegen 60 000 Arbeiter streifen. Zu ungewollt und unbewußt den Etat der Weltpolitik treffend wird. Das von unseren Flottenferen gefliffentlich verbreitete einer Ditsversammlung wurde beschlossen, den Streit unter allen charakterisierte. Bülow schloß seine das neue Steuerbufett Märchen von dem neiderfüllten Ausland, das bei erster Ge- Umständen fortzusehen. Auf der Straße finden fortgesetzt zusammenempfehlenden Ausführungen mit der Beteuerung, daß die legenheit über das brave, friedfertige Deutschland herfallen möchte, ſtöße statt. neuen Steuern doch nicht der Regierung zuliebe bezahlt würden, hat seine Schuldigkeit getan. Vergessen find alle weltpoli. Der Zarismus und das Ausland. die dabei doch keinerlei persönlichen Vorteil habe, sondern zum tischen Programmreden, alle Drohungen mit Wohle des Vaterlandes. Die Annahme der neuen Steuern der gepangerten Faust, all jene probotatorischen Vorbei sind die schönen Zeiten des Aranjuez, wo Nußbedeute eine„ batriotische Tat" Ungeschicklichkeiten, durch die man selbst das land als„ das stärkste Bollwert der internationalen Reaktion" it wurde! Heute sperren sich bereits die kapitalistischen durchaus widerspricht; über einige alberne Glorifizierungen weniger als 1400 Millionen Mark erfordern, also mehr als die ge Caten schleunig von Rußland ab, als vom gefährlichsten der Simultanschule und Berufungen auf Faltsche Aeuße- famte Nettoeinnahmen des Reiches betragen, hat die Denkschrift berde der Revolution. Eine ganze Reihe von Telegrammen rungen gelangen sie jedoch nicht hinaus die Forderung greiflicherweise für überflüssig gehalten! zeigen drastisch das grandiose Bild: das alte Zarenreich auf einer Verbannung des Religionsunterrichts aus der Volks- So betveist die Denkschrift nach jeder Richtung hin genau das gehend in einem riesigen Flammenmeer der Revolution, ab- schule übersteigt schon bei weitem das Maß ihrer Freisinnig Gegenteil von dem, was sie beweisen soll: nämlich erstens, daß geschnitten von der Welt, mit Entsetzen und Argwohn von den feit. Um so mehr zeigen sie sich geneigt, sich wieder in allerlei Deutschlands Flottenrüstungen absolut überflüssig und sinnlos sind, anderen Mächten" betrachtet!... naiven Illusionen zu wiegen. Versteigen sich doch bereits und zweitens, daß die Kosten für diese Rüstungen in Deutschland einige freisinnige Blätter in ihrem findlichen Optimismus wuchtiger auf den Schultern gerade des Proletariats lasten als sogar trotz der gegenteiligen Aeußerungen der nationalliberalen irgendivo sonst auf der Welt! Presse zu der Hoffnung, daß die Nationalliberalen das Volksschulunterhaltungsgesetz ablehnen und dadurch die Situation retten werden. 3. B. schreibt die„ Voss. Ztg.": Washington, 5. Dezember.( Laffan Meldung.) Das Staatsdepartement hat seit zwei Tagen von der amerikanischen Botschaft keine Nachrichten erhalten. Konstantinopel, 5. Dezember.( Weldung des Wiener f. 1. Telegr.. Korresp.- Bureaus.) Infolge der Ereignisse in Odessa und Sewastopol und da, wie bei der„ Potemkin"-Affäre, ein Einlaufen revolutionärer Schiffe befürchtet wird, wurden für den Bosporus dieselben Maßregeln wie zur Zeit der Potemkin"-Affäre angeordnet. Am Eingang zum Bosporus sind einige Torpedoboote stationiert. " Stockholm, 5. Dezember.„ Aftonbladet" meldet, daß das Marineministerium zwei Kriegsschiffe nach Rußland zum Schutze der schwedischen Untertanen absenden wird. Der Torpedobootszerstörer Bsilander" wird morgen nach Petersburg abgehen. Ein anderer Torpedobootszerstörer soll mit einem Handelsdampfer nach Riga abgehen, um sich dem dortigen schwedischen Konsul zur Verfügung zu stellen. Wien, 6. Dezember.( B. H.) ( B. H.) Trotz der Intervention des österreich- ungarischen Botschafters in Petersburg bei der russischen Regierung, die durch die Unruhen verursachten Schäden sowohl an Desterreichern oder an anderen Staatsangehörigen zu ersetzen, lehnte dies die Regierung unter dem Hinweis ab, daß die Betreffenden nach der russischen Gesetzgebung den Klageweg anzutreten hätten. Ein Appell an die Menschlichkeit. der Roosevelts Botschaft". Bei Eröffnung des Kongresses verkündete Roosevelt wie all „ Wenn man aber nicht Wort haben will, daß die Simultan Amerikas Thronrede. Teddy Roosevelt schule überall den konfessionellen Frieden und die religiöse Duld- jährlich die„ Botschaft" famkeit begünstigen und kräftigen muß, wenn es wahr sein soll, hat seine Botschaften" immer so exekutiert, daß schließlich nichts Gedaß nur in der konfessionellen Schule der Lehrer sich ausleben, scheidteres dabei herausgekommen ist als ein Eiertanz nach der schönen sich auswirken" fönne: wie fann man sich darauf beschränken, Melodie, Keinem zu Lieb und keinem zu Leid." Wurde den nur der Volksschule einen fonfessionellen Stempel aufzudrücken? Stapitalisten eins ausgewischt, so bekamen sofort hinterher die Arbeiter Dann muß man auch die höheren Schulen, die einen Rüffel. Wurden die Staatsbetriebe gelobt, so mußte auch ein Realanstalten, die Gymnasien, die Unifleines Lob für die Privatbetriebe eingeflochten werden. versitäten tonfessionell machen. Dann müssen Nach demselben Rezept ist die" Botschaft" dieses Jahres auch dort katholische Lehrer für katholische Schüler, protestaner sei den wirtschaftlichen tische Lehrer für protestantische Studenten bestellt werden, fabriziert. bestellt werden, fabriziert. Der Präsident erklärt, alles hübsch gesondert, auch in Sprachunterricht, Botanit, Korporationen wohl gesinnt; doch wenn sie gegen Gesetz und Mathematit. Haben doch auch auf dem Regensburger Kathos Gerechtigkeit handelten, sich Mißbräuche, Ueberkapitalisierungen usw. wie es leider nur zu oft vorkomme litentag die Herren Schädler und Gröber fein Hehl gemacht, erlaubten so würden sie daß nach der Volksschule die höhere Schule und die scharf angefaßt werden. Universität herankommen soll, konfessionelle Erziehung von unten Im Zusammenhang mit dieser wichtigen Frage sowie im späteren bis oben! Nur der erste Schritt kostet Mühe; die anderen folgen Verlauf der„ Botschaft" im Zusammenhang mit den korrupten unabweislich. Und diesen ersten Schritt macht Herr Studt mit seinem Gesezentwurf. Ob ihn wirklich die National Buständen bei den amerikanischen Versicherungsgesellschaften streift liberalen mitmachen werden? Es heißt, sie hätten Roosevelt einen Mißstand, dessen Wirkungen wir Deutschen dem dem Entwurf schon zugestimmt, ehe er veröffentlicht wurde. Und amerikanischen Politiker besonders gut nachzufühlen vermögen: die die„ Kreuz- tg.", die im übrigen ganz zufrieden ist, versichert, in Berfahrenheit der Gesetzgebung. Nicht mit einem Gesetze haben es den unübersichtlichen und ungenügend erläuterten Bestimmungen die wirtschaftlichen Korporationen, die Versicherungs- und sonstigen fei die Regierung den Wünschen der Nationalliberalen weit ent- Gesellschaften in den Vereinigten Staaten zu tun, sondern mit gegengekommen", und Herr v. Zedlig schrieb schon vor Dutzenden! Es herrscht also ein Wirrsal, das zumal im fapi Jahresfrist, wenn die Nationalliberalen, die den Schulzu deren antrag angenommen haben, das das ihm entsprechende Gesetz taliſtiſchen Staate Zustände herbeiführen muß, nicht annehmen wollen, so wären sie politische Jammer Illustrierung ja bloß auf die bunte Musterkarte der deutschen lappen"." Es ist", so fagte Herr v. Jedlig, ganz selbstver- Vereinsgefeße u. a. m. hingewiesen zu werden braucht. ständlich, daß die nationalliberale Fraktion bei der Stange bleiben leber die wünschenswerten sozialen Maßregeln zum Schutze wird." Wir werden's abwarten. Einst hat der Abg. von Arbeitern sowie von Frauen und Kindern in der Industrie" Dr. Friedberg, der Führer der Nationalliberalen, im Gegensaß huscht die„ Botschaft" mit ein paar Andeutungen hinweg, um desto zur jezigen Begründung des Entwurfs erklärt, seine Partei länger bei den Finanzverhältnissen verweilen zu können. Hier habe von jeher die Ansicht festgehalten, daß die gipfelt die Weisheit nach der eingangs dieser Betrachtung gekenn fonfessionelle Volksschule in Preußen der Ver= zeichneten Manier in folgendem Spruch: fassung nicht entspreche." " = In Mainz, im großen Saale der„ Liedertafel" fand am 1. d. M., abends, eine von mehr als 1000 Personen besuchte Versammlung statt, zu der ein Komitee eingeladen hatte, dem zahlreiche Stadtverordnete, der Landtagsabgeordnete Dr. Schmidt, Reichstagsabgeordnete Dr. David sowie Vertreter aller politischen Parteien angehörten. Nach eingehenden Referaten der Herren Levine aus Petersburg und Prof. Staudinger aus Darmstadt wurde folgende Resolution einstimmig angenommen:„ Die am 5. Dezember 1905 in Mainz im großen Saale der Liedertafel" tagende Versammlung gibt ihrer schärfsten Entrüstung darüber Ausdruck, daß in Rußland Tausende unter den Augen der Behörden ermordet, verstümmelt und ihres Eigentums beraubt werden konnten. Die Versammlung erklärt die vorgekommenen Greueltaten für einen Hohn auf die Errungenschaften der Zivilisation und hofft, daß die ganze gesittete Menschheit ihre Entrüstung teilt. Sie erwartet, daß durch den Druck der öffentlichen Die Hoffnung zeigt, daß die altjungferliche Vossin sich Meinung die Wiederholung solcher Ereignisse unmöglich gemacht ein bedeutendes Maß kindlicher Naivetät bewahrt hat, aber wird und daß den unglücklichen Opfern jede moralische Unterstügung leider auf Kosten des Verstandes. Uebrigens würde selbst seitens der Kulturstaaten zu teil wird, insbesondere durch Be- dann, wenn die nationalliberale Fraktion des AbgeordnetenEs ist hier viel von der Menschlichkeit" und von der öffent- hauses gegen die Vorlage stimmen wollte, dadurch deren Anlichen Meinung" die Rede. Tatsache ist, daß nicht diese beiden innahme nicht verhindert werden, denn die beiden konservativen ihrer bürgerlich- verschwommenen Auffassung sehr problematischen Fraktionen verfügen mit dem Zentrum über die Mehrheit der Mächte, sondern der scharfe Klassenkampf des Proletariats Stimmen. in Rußland die einzige Gewähr gegen die Bestialitäten des Absolutismus bietet. fürwortung der staatsbürgerlichen Gleichberechtigung." Politifche Ueberficht. Flotten- Statistisches. „ Eine Politik der Sparsamkeit ist ernstlich zu empfehlen, doch nicht am falschen Blaze." Als ob nicht gerade die Auffassung darüber, welches eben der falsche und welches der richtige Play ist, das Wesen der politischen Gegenfäße auf diesem Gebiete ausmacht.Seinem Liebling, der Haager Friedenskonferenz, widmet Roosevelt selbstverständlich auch ein paar Phrasen, und dann läßt er seine Betrachtnngen ausklingen in einen Hhmmus auf die Monroes Doktrin. Deutfches Reich. Preußischer Landtag. Die Dinge liegen nun so, daß Roosevelt sagen kann, was er will. Schließlich sind es ja doch ganz andere Personen und KörperDie fette Schweizergarde" des Nikolaus. Wir haben bereits den ungeheuren Zahlentvust, den das schaften, die der Politik der Vereinigten Staaten die Richtung zu Petersburg, 5. Dezember.( Ueber Eydtkuhnen von der Peters Reichsmarineamt den Reichstagsabgeordneten als Material zur Be- geben wissen. Wir wiesen schon kürzlich darauf hin, daß der Präburger Telegraphen- Agentur.) Gestern wurde in Zarstoje- Sielo ein Regimentsfest des Garderegiments Siemenow gefeiert. gründung der Flottenvorlage unterbreitete, als eine wertlose Bu- fident zur Ohnmacht verdammt ist; denn die Milliardäre drüben, Bei demselben hielt Kaiser Nikolaus eine Ansprache an die Truppen, ſammenstoppelung charakterisiert. Heute wollen wir ein paar neue ihre Trusts und Ringe entscheiden ja doch, und Herrn Roosevelt fehlt in der er ihre bewährte Pflichttreue rühmend hervorhob. Beispiele für die absolute Unbrauchbarkeit und Beweislosigkeit dieser das Zeug dazu, dieser übermütigen Clique so entgegen zu treten, daß Bei dem Frühstück der Offiziere brachte der Kaiser einen Trint- statistischen Schülerübungen beibringen. sie Respekt vor ihm und seiner Politik bekäme. spruch auf das Offizierkorps aus. Er dankte dem Auf Seite 260 der Denkschrift wird untersucht, in welcher Die Herrschaften werden weiter fördern, was ihnen in den Regimente nochmals für seine musterhaften Dienstleistungen und Weise die staatlichen Ausgaben der einzelnen Länder ihre Deckung Kram paßt, im übrigen aber Roosevelt möge tum und sagen, schloß mit dem Wunsche, daß das Regiment Ssemenow sich stets so finden. Es wird zu diesem Behufe eine Tabelle vorgeführt, was er will sich auf ihren übermütigen Wahlspruch verlassen: fest geeint wie gegenwärtig zeigen möge. in der die Einnahmen der Länder rubriziert sind nach Erwerbs- Die Botschaft" hören wir wohl, allein einnahmen"," Steuern und Zöllen" und sonstigen Einnahmen". Diese Statistik, die doch unbedingt irgend einen Zweck haben muß, da sie sonst eine sinnlose Spielerei wäre, soll offenbar beweisen, wie relativ gering Deutschland mit Steuern belastet sei. Während nach der Tabelle nämlich von den Gesamteinnahmen des Deutschen Reiches und der Bundesstaaten nur 81,72 Broz. auf Steuern und Zölle ent- Die Mitglieder des Abgeordnetenhauses unterfallen, entfallen von Frankreichs Einnahmen 84,51 Proz. und von hielten sich am Mittwoch, nachdem sie zunächst das Präsidium Englands Einnahmen 84,84 Proz. auf Steuern und Zölle. Mit der vorigen Session, die Herren v. Ströcher, Dr. Porsch Die Volksschulvorlage findet, wie nach ihrem Inhalt selbst dieser Berechnung vermag also jeder Agitator des Flottenvereins und Dr. Krause wiedergewählt hatten, einige Stunden über verständlich ist, bei den Konservativen, Klerikalen und National- den Beweis zu liefern, wie ungeheuer viel geringer die Steuer- das Eisenbahnunglück bei Spremberg. liberalen gleichmäßige Zustimmung, wenn auch jede dieser belastung des Volkes in Deutschland ist als in England und Debatte bewegte sich auf einem selbst für dieses Haus un Parteien noch einen fleinen Spezialwunsch in petto hat. Die Frankreich. gewöhnlich tiefem Niveau; fein Redner, weder aus dem Konservativen Blätter finden, daß der Geseßentwurf zwar den In Wirklichkeit freilich beweist die Tabelle nichts weiter als die Hause, noch von der Regierung, hielt es für angebracht, Wünschen der Nationalliberalen übermäßig entgegenkommt, bekannte Tatsache, daß Deutschland infolge der Ueberschüsse aus den unsere Eisenbahnpolitik einer gründlichen Kritik zu untersich aber immerhin so weit im Rahmen des Schulkompromisses Staatsbetrieben, insbesondere der Eisenbahnen, weniger Steuern zu ziehen. Man begnügte sich mit der Feststellung von hält, daß die Konservativen für ihn zu stimmen vermögen. erheben genötigt ist als andere Länder. Diese Betriebsüberschüsse Einzelheiten und mit einigen oberflächlichen, nichtsAehnlich urteilt die Zentrumspresse. Auch sie meint, daß die aber sind eigentlich als indirekte Steuern zu registrieren, entstammen sagenden Bemerkungen. Geradezu empörend war das Vorlage den Wünschen der Nationalliberalen in bezug auf sie doch entweder der Ausbeutung der in den Staatsbetrieben be- Auftreten des Ministers v. Budde, der fort und fort die Simultauschule allzugroße Zugeständnisse macht, und rügt schäftigten Arbeitskräfte oder aber der indirekten Besteuerung der von der Schuld einiger Beamten sprach, die als Sündenböcke die„ verklausulierte" Fassung einzelner Gesezesbestimmungen; Konsumenten durch wucherische Preisfestsetzungen. Würden die, Ve- in die Wüste geschickt werden, sich selbst aber als Muster eines im ganzen ist sie jedoch ebenfalls mit der Vorlage ein- triebsüberschüsse zu den Steuern hinzugerechnet, so verschöbe sich so- fürsorglichen und pflichttreuen Beamten in marktschreierischer verstanden. So schreibt beispielsweise die Köln. Voltsztg.": fort das ganze Bild! Weise anpries. Es war das bereits oft gesungene Lied: im Berlin, den 6. Dezember. Die Stellung der Landtagsparteien zur Volksschulvorlage. Die Im allgemeinen bewegt sich der Gefeßentwurf auf dem Aber weiter: Ein plumpschlaues Zusammenwerfen von indirekten Betriebe der preußisch- hessischen Staats- Eisenbahnverwaltung Boden des Kompromißantrages, wie er im Jahre 1904 und direkten Steuern nimmt den Zahlen jeglichen Wert, da es nicht herrschen musterhafte Zustände, von unangebrachter Sparvon den Konservativen, den Freikonservativen und den National- erkennen läßt, wie hoch die Belastung der befizenden Klasse famkeit ist keine Rede, die Betriebssicherheit ist so groß, wie liberalen eingebracht wurde. Aber er erscheint doch mehr vertlausuliert; man merkt überall die fortgesetzte mühsame Kom- und die der nicht besigenden Klasse ist, worauf es doch in in keinem anderen Lande der Welt. Dabei verriet der Minister promißarbeit. Ein flares, festes Prinzip enthält der Entwurf erster Linie ankommt. Die direkten Steuern Deutschlands sind selbst, daß die Betriebssicherheit ihm erst in zweiter Linie, nicht; die Ausnahmen können je nachdem eine Bedeutung ge- aber- dant den Betriebsüberschüssen, die ihrerseits wieder indirekte die Erzielung hoher Einnahmen dagegen in erster Linie am winnen, daß die Regel zurücktritt." Steuern darstellen- so färglich ausgebildet wie in keinem anderen Herzen liegt. Will er doch den Ausbau eingleisiger Bahnen Der sonderbare Liberalismus der Nationalliberalen findet Kulturstaate. Während die indirekte Belastung nach Infrafttreten zu zweigleisigen die Strecke, auf der der Zusammenstoß sich nicht minder gemütlich mit der Vorlage ab. Wenn auch des neuen Zolltarifes und der nenen Steuern in Deutschland pro erfolgte, ist bekanntlich eingleisig erst dann vornehmen, die Simultanschule weiter eingeschränkt wird, so wird ihr Kopf 40 M. betragen wird, beträgt die Belastung mit indirekten wenn der Verkehr sich gesteigert hat! doch nicht jede Eristenzfähigkeit genommen und überdies kann Steuern nach den Angaben der Flottendenkschrift selbst( Seite 274) Nachdem ein Schlußantrag dem Gerede ein Ende gemacht eine etwas größere Dosis Kirchengläubigkeit nicht schaden. noch nicht 8 Mart pro Kopf, während sie zum Beispiel in hatte, begründete Abg. Hilbd( natl.) feine Juter. So tommt denn auch das offizielle Drgan der National- England- wiederum nach den Angaben der marineamtlichen pellation über den Wagenmangel, unter dem die liberalen, die Nationalliberale Storr." zu nachstehendem Er- Denkschrift( Seite 278) mehr als 26 Mart pro stopf, Industrie so stark zu leiden hat. Als echter Scharfmacher vergaß gebnis: also mehr als das Dreifache beträgt! er dabei auch nicht- wohl um sich oben beliebt zu machen- die " Zunächst sei anerkannt, daß der Entwurf vollständig mit den Dieser famosen Berechnung folgen vergleichende Zahlen über Verkehrspolitik, die dem Verkehrsbedürfnis nicht gewachsen ist, Privilegien der Gutsbejizer bricht; ihre Inhaber werden zu den die Ausgaben für Landheer, Marine und öffentliche Schuld in den als Mitschuldige an der Zunahme der Sozialdemo Schullasten im vollen Umfange herangezogen und die Bildung verschiedenen Ländern. Auch wenn man diese Zahlen ohne tratie hinzustellen. Durch den Wagenmangel haben die zweckmäßiger Schulverbände ist den Schulaufsichtsbehörden über- Kommentar gelten läßt, schneidet Deutschland keineswegs glänzend Industriellen einen Einnahmeausfall, auch die Arbeiter können lassen. Ebenso verdient die radikale Aufhebung aller Schulpatronats- ab. Hat danach doch Deutschland im Jahre 1903 nicht weniger als nicht so lange beschäftigt werden wie sonst, ihr Verdienst verrechte, insonderheit der gutsherrlichen, volle Anerkennung. Was mum die konfeffionellen Bestimmungen anbetrifft, so wird 858 Millionen für Heer und Marine ausgegeben, während Frank- ringert sich, und aus Aerger darüber werden sie Sozialja die Frage zu entscheiden sein, inwieweit dieselben dem Kom- reich 800 Millionen, Nordamerika 860 und Großbritannien mit seinen demokraten. Und so törichtes Geschwätz wird in einem deutschen promiß entsprechen. Eine besonders weitherzige Auslegung des Riefenkolonien, in denen 355 Millionen Menschen Parlament ernst genommen! selben vermögen wir in ihnen nicht zu erblicken, wohl aber wohnen, 1493 Millionen Mark dafür opferte! Ferner ergibt Nach einer furzen Erwiderung, in der Herr v. Budde muß zugegeben werden, daß die vielfach ge- sich aus den Zahlen der Statistik des Reichsmarineamtes, daß Frank- eingestehen mußte, daß die Eisenbahnverwaltung nicht imstande äußerte Befürchtung, als solle durch das Gesez reich seine Ausgaben für die Marine von 1898 bis 1903 um 9 Pro3., gewesen sei, das infolge des Aufschwunges der Industrie so der Simultanschule die Weiterentwidlung völlig abgeschnitten werden, grundlos gewesen England um 130 Proz., Deutschland aber um nicht weniger unerwartet gesteigerte Verkehrsbedürfnis zu befriedigen, ver300 Prozent vermehrt hat. Wie mit diesem tagte sich das Haus auf Sonnabend. Doch soll die Besprechung i st. Die Simultanschule bleibt nicht nur dort bestehen, wo sie als bisher Rechtens war, wie in Nassau, oder wo sie auf Ver- Marinewettrüsten erreicht auch das Deutsche Reich mit seiner der Interpellation in einer späteren Sigung erfolgen. Am waltungspragis beruht, wie in Frankfurt a. M., Hanau usw., Schuldenvermehrung den Rekord. Ist doch die Verzinsung der Sonnabend steht die Novelle zum Einkommensteuer. sondern sie fann aus besonderen Gründen auch in anderen Schul- Reichsschuld seit 1893 von 65 auf 127 Millionen angewachsen. Geht gesetz zur Beratung. verbänden neu errichtet werden." man noch zehn Jahre weiter zurück, auf das Jahr 1883, so finden Die Herrenhäusler hatten am Mittwoch eine ungeheuer Am seltsamsten ist wieder das Verhalten der freisinnigen wir, daß sich damals die Reichsschuld auf 348 Millionen wichtige Sigung: Vier neu ernannte Gesetzgeber, ein GroßBlätter. Sie entrüsten sich zwar mehr oder weniger über den belief, während während sie heute 3 Heute 3 Milliarden, also das admiral, cin Generalleutnant, ein Graf und ein ganz ge,, konfessionellen Charakter" der Vorlage, der ihrer Behauptung 8e hnfache beträgt. Hinzuzufügen, daß Militarismus, Mari- wöhnlicher Geheimer Sommerzienrat, leisteten den Eid auf die nach den hohen Ueberlieferungen des preußischen Schulrechts nismus und Kolonialpolitit nach dem Reichsetat 1906 nicht Verfassung. Damit war die Tagesordnung erschöpft. tariats: Der Wahlrechtskampf in Sachsen wird von der Arbeiterschaft mit einem Enthusiasmus und einer Entschlossenheit geführt, die hoffentlich den Hütern der heiligsten Güter der Reaktion bald alle Illusionen über die unerschöpfliche Langmut der geknechteten Massen rauben dürfte. Unser Dresdener Parteiblatt schildert folgendermaßen die Stimmung des sächsischen ProleMächtig zittert die Erregung des Sonntags in der Arbeiterschaft nach. In einer Flut von Zuschriften an die Redaktion der " Arbeiter- Zeitung", in einem förmlichen Ansturm auf die Ausgabestelle unseres Blattes äußerte sie sich gestern. Frage, die auf aller Lippen schwebt. Daß der Wahlrechtskampf Was soll, was muß nun geschehen? Das ist die nicht beendet sein kann mit Polizeiattaden, das ist die allgemeine Empfindung. Man sucht nach einer Antwort auf den Eisengruß des Polizeisäbels, nach neuen Mitteln, um den Konservativen und der von ihnen gegängelten Regierung zu zeigen, wie unerträglich die Zustände in Sachsen geworden sind, wie nur noch knirschend das Joch der Agrarier getragen wird, daß keine Ruhe im Lande werden kann unter dem schändlichen Unrecht des Dreitlassenwahlsystems. Dem aufmerksamen Beobachter der Arbeiterschaft und noch viel mehr dem, der selbst in ihr lebt, kann nicht verborgen bleiben, daß der demonstrative Massenstreik, die Kundgebung in Gestalt einer großen Arbeitseinstellung für eine Reihe bon Tagen von großen Massen des Proletariats schon heute gefordert wird, daß dieser Gedanke immer größere Scharen von Arbeitern gewinnt. Die Wahlentrechtung ist so unerträglich geworden, daß der Kreis jener immer mehr anschwillt, die die Opfer und Entbehrungen, die der Streik bringen würde, dem stummen Dulden vorziehen! Alle diejenigen, die ein besonderes Interesse an dem ungestörten Funktionieren der Industrie haben, die Regierung und die Herrschende Partei, vor allen Dingen auch die eigentlichen Vertreter der Industriellen, die Nationalliberalen, mögen nicht glauben, daß es bei diesen Erörterungen in der Arbeiterschaft sich lediglich um schnell verfliegende Stimmungen handelt, die ohne positives Ergebnis verpuffen müßten. Wie die Massenkundgebungen auf der Straße, kann auch der Massenstreit plötzlich kommen. Es sind nicht gewöhnliche Zeiten, in denen wir uns heute befinden. Die gewaltigen Vorgänge im Ausland, die Häufung erbitternder Momente im Inlande haben die Menschen aus dem Gleichgewicht gebracht, und über Nacht wird möglich, was selbst mitten in der Arbeiterschaft Stehende bis vor kurzem noch für unmöglich gehalten haben, offenbaren sich Kräfte, die man bislang kaum geahnt hat." ... An die falsche Adresse. Die Kölnische Ztg." warnt die Sozialdemokratie vor einem " Spiel mit dem Feuer". Sie schreibt: seiner Rechnungsaufstellung. Die Deutsche Fleischer- Zeitung" hat aber die Rechnung nachgeprüft und gefunden, daß, von den Transportkosten abgesehen, die Spesen höchstens 10,40 M. betrugen. Futtergeld ist nur mit 2,10 M. statt 3,30 M., Versicherung nur mit 2,70 m. statt 3 M., Stroh nur mit 20 Pf. statt 30 Pf. anzusehen. Der hohe Saz von 6,30 M. für Kassengelder ist ganz unnatürlich. Usance am Berliner Viehmarkt ist nur 1½ Proz. inklusive Verkaufsprovision und Uebernahme des Delfredere. Die Kommissionäre berechnen schon seit Jahren nur 1½ Proz. ohne Verkaufsprovision. Er hat also 3 M. zuviel bezahlt. Es verdient auch bemerkt zu werden, daß geringe, zurückgebliebene Tiere gehandelt haben kann, die eher nach nach den Preisen, die die Schweine erzielt haben, es sich nur um dem Magerviehhof gehörten. Herr v. Podbielski wird seine Rechnung nachprüfen lassen müssen, damit festgestellt wird, ob er sich bei seiner Addition geirrt oder sich trok seiner anerkannten geschäftlichen Smartneß" geirrt hat. " Der Hamburger Staat als Arbeitgeber. " man nichts, es wird weiter verdächtigt. Der erste Schwindel soll nun gedeckt werden durch Ausgrabung eines Berichtes aus der Dortmunder Arbeiter- Zeitung" vom 8. März 1899. In diesem Bericht wird Düwell unterstellt, mit Romann unter der Firma Wenn die Tatsache stimmte, so würde für Düwell darin nichts Romann- Wilms ein Korrespondenzbureau unterhalten zu haben. Ehrenrühriges liegen, gibt es doch auch heute noch viele Berichterstatter, die, obwohl sie Parteigenossen sind, auch für bürgerliche Blätter Berichte liefern. Ueber Bersammlungs- und Prozeßberichte usw. hinaus, hat sich die Berichterstattung Romanns, der wie bekannt, eingeschriebenes Mitglied der Partei ist und früher als Wirklichkeit gar nicht existiert. Düwell hat, so lange er bei Strupp Düwell an den Sizungen usw. teilgenommen hat, auch nicht erstreckt. Aber das Korrespondenzbureau Romann- Wilms" hat in beschäftigt war, unter dem Pseudonym Wilms einige Artikel in der Metallarbeiter- Zeitung" veröffentlicht. Unter dem Namen Wilms trat Düwell auch in Versammlungen und Sizungen auf, um Denunziationen durch die Polizei vorzubeugen. So kam Düwell zu dem Namen Wilms. Nachdem er 1897 bei Krupp entlassen worden war, erwarb er sich einige Monate als Gehülfe des Berichterstatters Romann seinen Unterhalt. Irgend ein Parteivon dem sich der Hamburger Staat bei der Entlohnung der zur Monat betrug, zu Romann keinerlei finanzielle Beziehungen. Die Oben mit Scheffeln, unten mit Löffeln, das ist der Grundsak, beamter ist, hat er, obwohl sein Anfangsgehalt nur 80 M. pro Amt bekleidete er zu jener Zeit nicht. Seitdem Düwell ParteiBedienung der Staatsmaschinerie erforderlichen Arbeitskräfte leiten erste Notiz der Post" behauptete in vollständig erlogener Weise läßt. Seit Jahresfrist herrscht unter den Hamburger Staatsarbeitern das Gegenteil. Wohl ist Romann noch öfter bei besonderen Anund Unterangestellten eine starke Gärung, da alle ihre Wünsche auf gelegenheiten an Düwell und andere Parteigenossen 3. B. Hue Besserstellung ihrer Lebenslage unberücksichtigt blieben. In feiner mit der Bitte um Auskunft und Hülfe herangetreten, ohne abStörperschaft parlamentarischen Charakters dürfte in sozialpolitischer gewiesen zu werden. Warum auch? Wiederholt haben Vertreter Hinsicht so viel Unkenntnis, verbunden mit Brutalität, herrschen wie Düwell aufgesucht, um sich über industrielle Verhältnisse des der Berliner Blätter und auch Verfasser wissenschaftlicher Werke liberalen" Bürgertums. Im April wurde auf Betreiben der sozialin der Hamburger Bürgerschaft, diesem Musterparlament des Rheinlandes Auskunft und Material zu erbitten. demokratischen Fraktion ein Ausschuß eingesetzt, der die Lage der Jm Staatsarbeiter untersuchen soll. Außer der konstituierenden Sigung, in der ein Großfabrikant zum Vorsitzenden gewählt wurde, hat, wie in der am legten Sonntag stattgehabten, von über 1000 Personen besuchten Protestversammlung der Staatsarbeiter fonstatiert wurde, noch keine weitere Sigung stattgefunden. Erst als die Staatsarbeiter ernstere Töne anschlugen, ließ sich vor kurzem der Ausschuß herbei, an den Senat das Ersuchen zu richten, Erhebungen anzustellen über die Arbeitsverhältnisse in anderen Städten. Gegen diese Verschleppungstaktik sowie gegen den geplanten Wahlrechtsraub wurde scharf protestiert und zu verstehen gegeben, daß, wenn nicht in Bälde etwas geschieht, andere Mittel zur Anivendung gelangen sollen, um die berechtigten und äußerst bescheidenen Forderungen der Staatsarbeiter durchzusetzen. Zieht man die hohen Miet- und Lebensmittelpreise in Betracht, so ist der von der sozialdemokratischen Bürgerschaftsfraktion geforderte Minimallohn von 4 Mark sicherlich als bescheiden zu bezeichnen. Die Gas- 2c. Arbeiter haben ihre Lohntarife schon vor längerer Zeit eingereicht. In der genannten Versammlung erklärte der Vorsitzende des Gemeindearbeiter- Verbandes, Schönberg, den Beweis dafür erbringen zu -tische Vertrauensmann Düwell habe sich unlautere Einnahmen Worauf es ankommt, ist die Behauptung, der sozialdemokraverschafft. Das ist niederträchtige Verleumdung! Außer in dem einen Fall e, wo Romann sich verpflichtete, 20 M. an die arteikasse zu zahlen, ist von irgend welcher Bezahlung nie die Rede gewesen. Düwell hat keinen Pfennig von Romann erhalten. Legende aufgerührt. Nach dieser sollte Düwell mit Romann beDurch den erwähnten Bericht wird eine damals entstandene sondere Berichte für bürgerliche Blätter geliefert und seine Drucksachen in einer boykottierten Druckerei haben herstellen lassen. Beides ist vollständig unwahr. Düwell hat auch nicht für ein einziges bürgerliches Blatt Berichte geliefert, noch Drucksachen in einer boykottierten Druckerei anfertigen lassen, er hat überhaupt noch nie dergleichen Drucksachen benötigt. Die Legende war das Produkt eines Streites, der zwischen Hue und Düwell einerseits Gemüter bewegte. In solcher Atmosphäre entstehen ja leicht Legenden. und mehreren Bochumer und Dortmunder Genossen andererseits die So auch in diesem Falle. Ostern 1899 fanden in Halle Generalversammlungen des Bergarbeiter- und Metallarbeiter- Verbandes statt. Düwell war zur Generalversammlung der Metallarbeiter Unsere Sozialdemokratie gibt sich große Mühe, den Ar= delegiert. Romann, der fast über alle Generalversammlungen beiterkrawallen in Dresden und Chemnitz eine der Bergarbeiter Berichte lieferte, bat Düwell, ihm diesmal bei Bedeutung beizulegen, die sie über ihre rein örtliche Wirkung der Abfassung der Berichte zu helfen. Auf erfolgte Zusage ver hinausheben soll. Wenn man die langen Ausführungen im können, daß die Versandte Romann einen Prospekt, den er, um seiner Korrespondenz Vorwärts" und den anderen sozialdemokratischen Blättern liest, waltung des einen Staatstrankenhauses Ar- ein gewichtigeres Ansehen zu geben, mit der Doppelfirma Romannso gewinnt man den Eindruck, daß man durch die Straßenkundmenleichen an auswärtige Universitäten ver Wilms versah. Mit der geschäftlichen Angelegenheit hatte Düwell gebungen nicht nur gegenüber dem sächsischen Wahlrecht Stellung taufe, während hinter den mit Schutt und nichts zu tun. Bei der damaligen gereizten Stimmung glaubten nehmen wollte, sondern daß es sich auch ganz im allgemeinen Steinen gefüllten Särgen die Angehörigen die Redaktionen der Parteiblätter in Bochum und Dortmund, darum handelt, der Regierung an einem Beispiel zu zeigen, daß ein herschritten, in dem Glauben, der Verstorbene denen der Prospekt auch zugegangen war, einem unstatthaften sie mit der Macht der Arbeiterschaft, der Straße zu rechnen habe. werde zum Tore hinausgeführt.( Entrüstungssturm.) Kein verſtändiger Mensch wird sich darüber täuschen, daß die Vor- Wie der Redner behauptet, soll der Direktor des Krankenhauses die gänge in Rußland, wo die Revolution einen zeitweiligen Sieg über Erklärung abgegeben haben, er habe zum Verkauf der Leichen die die Staatsorganisation davongetragen hat, auch nach Deutschland hinüberwirken, und aus dieser Erwägung heraus stellen sich be= sonders sanguinisch veranlagte Sozialdemokraten die Frage, ob es nicht doch vielleicht auch in Deutschland einmal so oder ähnlich schrieben wird, der noch recht jugendliche Großherzog Friedrich Nach bekanntem Muster hat, wie uns aus Mecklenburg gegehen könne. Wir glauben zwar nicht, daß diese Sozialdemokraten, Franz IV. eine persönliche Striegserklärung gegen die heimische wenn sie den Blick für das politisch mögliche Sozialdemokratie vom Stapel gelassen. In einer Rede auf einem nicht ganz verloren haben, sich diese Frage ohne Kriegervereinsfest zu Schwerin erklärte er den Kampf gegen dieweiteres bejahen werden, aber offenbar beginnen sie mit ihr zu jenigen Feinde des Vaterlandes, die sich in erschreckendem Maße spielen, und das scheint uns gerade bedenklich genug, nicht am mehren, die sich über Fürst und Vaterland, über Religion, Gejet • mindesten bedenklich für die Arbeiterschaft." Das nationalliberale Blatt hat sich bei seinen Warnungen in und Sitte hinwegsehen und alles umstürzen wollen", für eine der der Adresse geirrt. Wir glauben, daß nicht die Sozial- ersten Pflichten der Kriegervereine, und fuhr dann wörtlich fort: demokratie, sondern ganz andere Leute den Blick für baß unser Vaterland nicht weiter verseucht wird, daß es die ,, Seien Sie sich stets dieser Pflicht bewußt, tragen Sie dazu bei, das politisch Mögliche verloren haben". Nämlich große Gefahr erkennt, die ihm von jenen Verführern droht, die konservativen und nationalliberalen Reaktionäre, die durch ihre daß es nicht weiter auf dieselben hört, sondern sie verachten hartnäckige Verteidigung des politisch unmöglichen" Dreiflaffen- lernt!" Wahlunrechts mit eigenen Händen den Mind säen, der den Sturm hervorrufen muß. Volksschullehrer und Volksschulvorlage. Die neue Volksschulvorlage findet naturgemäß in allen Streifen ber Volksschullehrer Widerspruch, die nicht im Banne„ kirchlicher Zucht" stehen und sich nicht als gehorsame, dienstwillige Vertreter pfäffischer Herrschaftsansprüche betrachten. Die Vorlage verstärkt nicht nur das Schulaufsichtsrecht der Geistlichkeit, indem es ihr einen beträchtlichen, in manchen Fällen tatsächlich maßgebenden Einfluß in den Schuldeputationen sichert, sondern es liefert auch die Lehrer völlig dem Belieben der Bureaukratie aus. Die Gemeinden verlieren nämlich nach der Vorlage ihr Lehrerwahlrecht; es bleibt ihnen lediglich ein gewisses Vorschlagsrecht, das jedoch derartig verklausuliert ist, daß es die Schulaufsichtsbehörde nicht im geringsten int ihren Entschließungen hindert. Dazu tommt, daß der Gesetzentwurf nichts über eine Aufbefferung der Lehrergehälter enthält, obgleich das preußische Abgeordnetenhaus in der letzten Session eine Erhöhung der Staatsmittel zu diesem Zwecke forderte. " Erlaubnis erhalten. " Man sieht, in der Wahl kräftiger Ausdrüde gibt Friedrich Franz IV. dem kaiserlichen Vorbilde nichts nach. Daß sich der junge Großherzog von seiner urwüchsigen Rede einen Erfolg verspricht, dürfte allseitig einem Lächeln begegnen. Erinnert sei nur an die Tatsache, daß in den sechs Wahlkreisen Mecklenburg- Schwerins 1903 bei der Hauptwahl erhalten haben: Die Sozialdemokraten 49 778, die Konservativen 39 165 und die Liberalen 31 026 Stimmen. „ Nationallib. Korresp." zu berichten weiß, Delegierte der einzelstaatZur Strafprozeßreform. In der nächsten Woche werden, wie die lichen Justizverwaltungen in Berlin zusammentreten, um Stellung zu wichtigen Fragen der Aenderung des Strafprozesses zu nehmen. Sofort nachdem die sogenannte Reichsjustizkommission, d. h. die nach Vorschlägen der Einzelregierungen gebildete Vereinigung von Fachmännern, die zweite Lesung der gutachtlichen Beantwortung von Fragen beendet hatte, die im Reichsjuftizamt formuliert waren, ging legzteres an die Arbeit, um die Reformvorschläge zu redigieren. Diese Borschläge wurden alsbald den Einzelregierungen übermittelt; fie werden die Grundlage des Meinungsaustausches bilden, der in der nächsten Woche zwischen den Vertretern der einzelstaatlichen Justiz verwaltungen im Reichsjustizamt stattfinden soll. Gemeindewahlen in München. zogenen Wahlen für das ausscheidende Drittel der GemeindeUnsere Genossen in München haben bei den vorgestern vollbevollmächtigten( Stadtverordneten) einen bedeutenden Erfolg erzielt. Verhältnis auf die Spur gekommen zu sein und schlugen Alarm. Düwell unterbreitete sofort der Parteileitung und dem Metallsich sogar, das Mandat auszuüben, wenn die Angelegenheit nicht arbeiter- Verband die Angelegenheit zur Untersuchung. Er weigerte vor der Generalversammlung flargestellt werde. Die Untersuchungen haben ergeben daß es sich um Legenden handelte. Ge gehört schon der traurige Mut eines Reichsverbändlers dazu, Diese Tatsachen sind in vielen Versammlungen erörtert worden. Düwell des Doppelspieles, der„ Verhökerung der Partei- Juteressen" usw. zu bezichtigen. Der gut unterrichtete" Gewährsmann des Reichsverbandes und die" Post" geben ihre erste verleumderische Behauptung preis, aber sie halten es nicht für nötig, zu widerrufen, ihrem edlen Handwerk und der alten Marime treu:" Verdächtigt immer nur, etwas wird schließlich hängen bleiben!" Husland. Schweiz. Verstaatlichung der Wasserkräfte. Zürich, 4. Dezember.( Eig. Ber.) Nachdem die sogenannte demokratische Partei am 29. Oftober in allen Wahlkreisen, wo sie einige Anhänger hat, im Bunde mit den Liberalen die sozialdemokratische Partei ihrer Vertretung im Nationalrat beraubt hat, will fie muur offenbar ihre Schandtaten vergessen machen und tritt daher mit einem Initiativbegehren für die Verstaatlichung der Wasserkräfte der Schweiz auf. Es wird dafür folgender Wortlaut vorgeschlagen: Entwurf eines Artikels 23bis der Bundesverfassung: Art. 23bis. Die Gesetzgebung über Ausnutzung der Wasserkräfte und die Abgabe elektrischer Energie ist Bundessache. Soweit der Bund die Wasserkräfte ausnutzt, haben die Kantone und nach ihnen die Gemeinden das erste Anrecht darauf. Im llebrigen genießen Wafferanlagen der Kantone und Gemeinden dieselben Rechte wie diejenigen des Bundes. Wasserrechtsgebühren sind an die Kantone nach Maßgabe des Gefälles der betreffenden natürlichen Flußläufe ihres Gebietes abzuführen. Bei der Verwendung noch unausgenugter Wasserkräfte eines Kantons ist in erster Linie der Kraftbedarf seines Gebietes zu bcrücksichtigen. Bom Zeitpunkte der Annahme dieses Verfassungsartikels an ist in allen neuen Wasserrechtskonzessionen die Anwendung der fünftigen Bestimmungen der Bundesgesetzgebung vorzubehalten und ist die Ausfuhr der durch Wasserkraft erzeugten Energie ins Aus land in jedem Falle von einer Bewilligung des Bundesrats abhängig zu machen." Um diesen Widerspruch der Lehrerschaft zu besänftigen, läßt nachträglich die Regierung offiziös verkünden, daß wenn auch nicht mehr in diesem Jahre, so doch im nächsten Jahre eine Aufbesserung der Lehrergehälter erfolgen solle. „ Das Haus der Abgeordneten," heißt es in der Beschwichtigungs- Nach heftigem Wahlkampfe wurden gewählt: 5 Sozialdemokraten, notiz, hat in der letzten Tagung im Zusammenhange mit dem Es handelt sich demnach cigentlich weniger um die Verzweiten Teile des Schulfompromisses eine beträchtliche Erhöhung 11 Liberale, 3 Ultramontane und 1 Antisemit. Die Sozialdemo- staatlichung als vielmehr um die eidgenössische verfassungsmäßige Der Staatsmittel zur Aufbesserung der Lehrergehälter verlangt. fraten haben fünf Sige, die Liberalen zwei Sige gewonnen; Regelung der Wasserrechtsverhältnisse. Denselben kommt bei dem Diesem Beschlusse foll in dem nächst jährigen die ultramontane- antisemitische Koalition hat sieben Size verloren. großen afferreichtum der Schweiz die größte Bedeutung zu. Nach Etat in einem Maße entsprochen werden, das Das Gemeindekollegium wird in Zukunft aus 9 Sozialdemo- Wasserkräfte der Schweiz eine Million Pferdekräfte, wovon erst dem Züricher Universitätsprofessor Schär bergen die nutzbaren nicht allzuweit hinter der bon dem Abfraten, 35 Liberalen, einem Antisemiten und 15 Ultramontanen zirka 175 000 durch 296 Glektrizitätswerke verwertet werden. geordnetenhause empfohlenen Summe von bestehen. 5 000 000 Mart zurückbleibt. Endlich liegt es in der Die fozialdemokratische Partei wird das Initiativbegehren unterAbsicht, die Voltsschulen in den zweisprachigen Provinzen, die Einfuhr dänischer Milch. Nach Mitteilung der Verivaltung der strebt. Die empörende Gewaltpolitik der Bürgerlichen gegen unsere stützen, obwohl sie die totale Verstaatlichung der Wasserkräfte auvon der Geltung des Schulunterhaltungsgesetzes ausgeschlossen dänischen Staatsbahnen hat das preußische Eisenbahnministerium Partei wird darob nicht vergessen werden. werden sollen, durch erhöhte Staatsaufwendungen zu fördern. das vielbesprochene Verbot der Verwendung von Milch- Spezialwagen Auch hier handelt es sich um einen Mehraufwand von mehreren für die Einfuhr dänischer Milch nach Deutschland aufgehoben.Millionen Mark." Ein die Auffassung der Regierung deutlich enthüllender Appell Gefallen als Opfer der Kolonialpolitik. Ein Wolffsches Teleant die materiellen Interessen der Volksschullehrer. gramm aus Windhut meldet: Am 2. Tezember d. J. südöstlich Kuis Sie sollen sich gefallen: Leutnant Werner von Schweinichen, geboren am 29. 7. 81 willig in das ihnen zugedachte bureaukratische und pfäffische Joch zu Zerbst, früher im Ulanen- Regiment Nr. 1; Reiter Friedrich Läthe, fügen, um dadurch die Antvartschaft auf eine spätere Gehalts- geboren am 19. 1. 82 zu Weddendorf, früher im Infanterie- Regi aufbesserung zu ertverben. Die Prinzipien des Kuhhandels scheinen ment Nr. 26; Reiter Hermann Boy, geboren am 11. 3. S2 au der Regierung bereits derartig ins Blut übergegangen zu sein, daß Krumbed, früher im Infanterie- Regiment Nr. 14. Außerdem: fie fie ungeniert auf allen Gebieten ihrer Verwaltungspolitik in An- Sergeant Friedrich Boutta, geboren am 19. 3. 79 zu Groß- Mireln, wendung bringt. früher im Dragoner- Regiment Nr. 11, am 1. Dezember d. J. im Feldlazarett Hajuur an Typhus gestorben. Herrn v. Podbielskis Schweineverkauf. Als der Landwirtschaftsminister im Reichstage jüngst die Rechnung aufmachte, wonach ihm der Verkauf seiner berühmten drei Schweine 23,10 M. Spesen verursacht habe, widersprach ihm teiner der Abgeordneten, denn niemand zweifelte an der Richtigkeit Der Reichsverband- Schwindei. fuhr noch nicht genug und bringen nun selbst den Nachweis, daß Der„ Reichsverband" und die" Post" haben an der einen Abdie ersten Ausstreuungen über das doppelte Seelenleben des Genossen Düwell bewußte Verleumdung war. Natürlich widerruft Boltsabstimmung in der Stadt Zürich. Am Sonntag hatten die Stimmberechtigten der Stadt Zürich über den Ankauf der ZürichBergbahn durch die Stadt und über den Bau einer neuen Linie zu entscheiden. Erstere Vorlage wurde mit 14044 gegen 4384, die andere mit 9145 gegen 8970 Stimmen angenommen. Desterreich- Ungarn. Kein Pardon! Budapest, 6. Dezember.( W. T. V.) Der Boykott der Setzer gegen die Blätter, welche das allgemeine Wahlrecht bekämpfen, dehnt sich aus; heute fonnten 16 Tageszeitungen teilweise gar nicht, teilweise nur in beschränktem Umfange erscheinen. Frankreich. Rouviers Ruffenhymne. Paris, 5. Dezember.( Eig. Ber.) Rouvier hat gestern dem Kommando der Reaktionäre Folge geleistet und für die von Sembat Nur Begangenen Herabwürdigungen" des ruffischen Bündnisses Buße dieses Steuerprojekt zu Falle bringen zu eine, welche die Arbeitsvermittelung nicht aus eigenem Fonds getan. Beson ere Wärme und übermäßige Klarheit hatte freilich helfen! bestreiten können, es unmöglich gemacht bekommen, die Kosten jeine Erklärung nicht. Der Minister erklärte im Namen Frank reichs", daß er die Sprache des sozialistischen Redners zurüdweise, arbeiter durch ihre Kommissionen an den Reichstags- Wort und versuchten die Anwesenden davon zu überzeugen, daß Jetzt, wo die Steuervorlage erschienen, haben die Tabak- dafür auf ihre Mitglieder abzuwälzen. In der Diskussion nahmen einige Vertreter von den Stellenbermittelervereinen das und verkündete: Die Regierung werde der befreundeten und ver bündeten Nation" treubleiben. Der Nation wohlgemerkt, nicht abgeordneten ihres Kreises, an die Abgeord man mit der Gehülfenschaft die besten Absichten habe. dem garischen Staat, vor dem die Republik so schändlich das nie neten aller Parteien heranzutreten, sie zu fragen, wie möge ihnen nur Zeit laffen. Folgende Resolution wurde eingebeugt hat. Die Nation". Darunter mag sich jeder denken, was sie sich dieser Vorlage gegenüber verhalten werden, stimmig angenommen: er will. Indessen das Zentrum und die Nechte waren zufrieden wie sie ihr Mandat als„ Boltsvertreter" auszuüben gedenken." Die heutige in den Industrie- Festsälen tagende öffentliche oder taten wenigstens so. Auch hat der just am felben Beigt ihnen Euere traurige Lage, die Erbärmlich- Bersammlung erklärt sich von neuem bereit, energisch den Kampf Tag eingetretene furchtbare Kurssturz der russischen Werte die ohne feit Guerer Verhältnisse; sie können und dürfen sich gegen die gewerbsmäßigen Stellenvermitteler und deren wucherische hin schon matte Ruffenbegeisterung sichtlich noch mehr gedämpft. nicht zum Mitschuldigen an der Vernichtung der mit allem Nachdrud für den Busammenschluß in einer starten Ausbeutung der Gastwirtsgehülfen aufzunehmen und verspricht, Jetzt werden wohl auch die hartnädigsten Barenfreunde Rouvier a bakindustrie machen. Dank wissen, daß er gegenüber den neuesten Werbungen der Dieses Herantreten an die einheitlichen Organisation, dem Verband deutscher Gastwirtsge. russischen Finanzagenten fühl bis ans Herz hinan geblieben ist und einzelnen Abgeordneten, gleichviel welcher Partei, hat im hülfen, zu wirten zum Wohle der gesamten Gehülfenschaft." die weitere Auslieferung des franzöfifchen Reichtums an das Jahre 1893 sehr gute Erfolge gezeitigt und ist die Abwehr diebische und dummföpfige absolutistische Regiment hintertrieben hat. Der damaligen Steuervorlagen von 1894-1895 zum guten eine öffentliche Versammlung im Saale des Zentralarbeitsnachweises Die Fleischergesellen und Verkäuferinnen hielten am Sonntag " Ueberhaupt wird ja das Bündnis mit Rußland von den Teil diesem Vorgehen mit zu rerdanken gemesen. Chauvinisten des modernen Typus nicht mehr ernst genommen. in der Gormannstraße ab. Besprochen wurden die Schäden des ge. Kollegen Deutschlends! Ans Wert, berujt werbsmäßigen Stellenivuchers im Fleischergewerbe und die Vorzüge paar Nationalisten, die ihrem politischen Leier- Versammlungen ein, sammelt Geldmittel, tretet ein in die res paritätischen Arbeitsnachweises. Der Referent Hugo Pössch fasten feine neue Walze mehr einzufügen vermögen, und die Dümmsten unter den Monarchisten balten an dem age, Agitation gegen die volksmörderische Vorlage der Regierung i beleuchtete vorwiegend die algemeine Frage der Arbeitsvermittelung, Die Zentralfommission der Tabakarbeiter Deutschlands. während die Diskussionsredner an einzelnen Vorkommnissen die Gaffenhauer noch fest. Die Revanchepatrioten des modernen Stils haben sich zur Melodie bekehrt, die ihnen die englische Heßpresse Mißstände tennzeichneten, die sich in der Stellenbermittelung der J. A.: Karl Butry. Fleischer bemerkbar machen. Unter anderem wurde Bezug ge= vorpfeift. Unter den heutigen Verhältnissen ist es nur noch ein Wir ersuchen sämtliche Arbeiterblätter um gefälligen nommen auf eine Erhebung, welche der Zentralverband der Fleischer erzwungenes Kompliment, wenn Rouvier von der Rückwirkung auf Abdruck. veranstaltet hat. Danach haben 50 Gesellen im Jahre 1901 die Situation des Landes" spricht, die Sembats Worte über die russische Revolution haben könnten. 182 Stellen erhalten, und zwar 51 durch den Nachweis der Jnnung, Als Bundesgenosse wird das 121 durch private Vermittler und 10 unter der Hand. Tie Gebühr entträftete Rußland auch nach Beendigung seiner Revolution nicht betrug beim Nachweis der Inmung durchschnittlich 69 Pf. pro Stelle sobald in Betracht kommen. Aber freilich der ohnmächtige, überall ( 35 M. für 51 Stellen), bei den privaten Vermittlern durchschnittgeschlagene Barismus hat doch jemanden auf der Welt, an dem lich 5,63 M.( 681 W. für 121 Stellen). Von 13 durch die Inaung er ungehindert. seine Nachegelüfte büßen kann: die französische vermittelten Stellen wurden die meisten nur eine Woche bis einen Monat behalten, vereinzelt bis zu sieben Monat, durchschnittlich Asien. 48 Tage, so daß auf jeder Arbeitstag durchschnittlich 1½ Pf. Vermittelungsgebühr kommen. In den durch private Vermittler beauch nur 90 Tage, so daß sich die Bermittelungsgebühr auf 6½ Pf. setzten Stellen dauerte die Arbeit etwas länger, im Durchschnitt aber pro Tag stellt. Weiter wurde in der Diskussion der Arbeitsnachweis der Innung fritisiert und betont, daß auch dort manche Die Buchdrucker find in einer großen Reihe von Drten in eine Mißstände bestehen, die nur durch die Einrichtung eines paritätischen Bewegung zur Erlangung einer fogenannten„ Teuerungszulage" ein- Arbeitsnachweises beseitigt werden könnten. Folgende Resolution getreten. Der jetzige Tarif, der am 1. Januar 1902 in Straft trat, fand einstimmige Annahme: gilt noch bis zum Jahre 1907; bis dahin ist eine Revision desselben Die Versammlung ersucht die maßgebenden Behörden, schärfste ausgeschloffen. Nun haben sich aber die Verhältnisse während der Maßnahmen gegen das gewerbsmäßige Stellenvermittelungssystem Die Versammelten Dauer des Tarifes so wesentlich geändert, daß die Gehülfenschaft in zu treffen resp. dasselbe gänzlich zu verbieten. Anbetracht der ungewöhnlichen Umstände fich genötigt fah, auch zu erblicken in dem gewerblichen Vermittelungssystem ein Ausbeutungsungewöhnlichen Mitteln zu greifen. Fast überall im Reiche sind die system schlimmster Art, wodurch die Stellensuchenden arg geschädigt Buchdruder an ihre Prinzipale mit dem Ersuchen um Gewährung werden. Die Behörde wird ferner ersucht, dafür zu sorgen, daß einer Teuerungszulage herangetreten. Da mit Rücksicht auf die auch die Arbeitsvermittelung der Berliner Fleischer- Innung von der Tarifgemeinschaft ein entsprechender Drud auf die Prinzipalität Gefellenherberge getrennt wird. weil dort Schankwirtschaft und nicht ausgeübt werden kann, war der Erfolg ein wechselnder. Arbeitsvermittelung in unmittelbarem Zusammenhang sich befinden. Immerhin ist in einer Reihe von Druckereien dem Ausuchen der Die Anwesenden fordern vor allem einen kostenlosen ArbeitsnachGehülfenschaft entsprochen worden. weis, der auf paritätischer Grundlage aufgebaut ist und empfehlen deshalb den paritätischen Zentral- Arbeitsnachweis. Rentnerwelt. " Das siegreiche Japan, " Während für das gefnechtete Rußland die Niederlage feiner Armeen auf dem Schlachtfelde den ehernen Schritt der befreienden Revolution beschleunigt und die Völker des Zarenreichs aus ihrer dumpfen Verzweiflung erweckt hat, zeitigt und das steht in der Weltgeschichte nicht vereinzelt da der Sieg für die Japaner die gegenteilige Situation. Der Hurrapatriotismus und Militarismus feiern dort jetzt ihre höchsten Triumphe; für die glorreiche Armee" und die Stolze Flotte" werden Millionen geopfert die winzigen Freiheiten des Volkes aber werden unterdrückt. So berichtet die soeben eingegangene Nummer des Tokioer Socialist", daß zurzeit die sozialistische Bewegung in Japan so gut wie erloschen sei. Eine sozialistische Partei gibt es nicht, es besteht nur eine sogenannte Staatssozialistische Partei". Der" Chofugen" hat, nachdem er durch wiederholte Suspensionen und unaufhörliche Polizeischikane in große finanzielle Schwierigkeit gekommen war, sein Erscheinen eingestellt. Zurzeit erscheint nur noch der" Socialist". Diese Verfolgung der Sozialisten geschieht, obwohl gerade und fast nur diese den Friedens. schluß mit Rußland gutgeheißen haben. Alle Verfolgungen," so meint der Socialist" zubersichtlich, werden aber nicht imstande sein, die Idee des Sozialismus in Japan auszurotten; müssen auch die Sozialisten zurzeit vollkommen schweigen, weil sich die ganze Bevölkerung in einem nationalistisch- patriotischen Taumel befindet, so glimmt doch das Feuer unter der Asche weiter und wird, wenn die Zeit gekommen, zu einer mächtigen Flamme auflodern." " Amerika. Jahreskongreß der American Federation of Labor. Zieht man das Fazit aus dem am 25. November zu Ende gegangenen 25. Jahreskongreß der„ American Federation of Labor" ( Arbeiterbund), der anderthalb Wochen in Pittsburg tagte, fo ist dasselbe ein recht flägliches, soweit wenigstens positive Beschlüsse in Betracht kommen. Außer einer Erklärung zugunsten des Frauen stimmrechts war die einzige lobenswerte Tat die Ueberweisung von 1000 Dollar an die russischen Revolutionäre. Allerdings, wäre es nach dem Herzen des Präsidenten der Federation of Labor, Gompers, gegangen, der erst fürzlich eine die Taten der Revolutionäre verurteilende Depesche an Minister Witte richtete, so wären die russischen Kämpfer ohne Unterstüßung geblieben. Berlin una amgegend. Die Schriftgießerei H. Berthold A.-G. ersucht uns mitzuteilen, daß die Mitteilung unrichtig sei, fie versuche für die gegenwärtig in Petersburg streikenden russischen Schriftgießer Gehülfen in Berlin, Stuttgart und Wien heranzuziehen. Die Firma könne doch kaum hoffen, bei den heutigen wirtschaftlichen und politischen Verhältnissen Gehülfen zur Konditionsannahme nach Rußland zu bewegen. Unsere Mitteilung, die fvir aus Rußland direkt erhielten, Gießern sei mit einer Aussperrung gedroht. Darauf geht die spricht nicht von Streifenden, sondern behauptet bekanntlich, den Firma Berthold in ihrer Zuschrift nicht ein. Deutfches Reich. Die Laufiger Bergarbeiter regen sich. Nachdem in fast allen Revieren Sachsens die Bergarbeiter mit " Der Kampf ums Wahlrecht. Lohnforderungen an die Werkbefiger herangetreten find, ist auch im Letzte Nachrichten und Depeschen. Bittauer Braunkohlenrevier unter den Bergleuten eine große Gärung bemerkbar geworden. Die Bergleute fordern, daß Budapest, 6. Dezember.( B. H.) Der Segerstreit nimmt große der einheitliche Schichtlohn für Arbeiter unter Tage 3,50 M. und über Tage 3 M. pro Schicht betragen soll. Eine Kommission, in Dimensionen an. Die sozialdemokratische Parteileitung droht, falls die jedes einzelne Wert einen Mann hineinwählen soll, hat die Auf- die oppofitionellen Blätter troß des Streits weiter erscheinen sollten, gabe, die Forderungen möglichst schnell auszuarbeiten. Fast täglich werde heute der Generalstreit proklamiert werden. Die Gasarbeiter, melden sich neue Mitglieder in den Verband an. Es kommt vor, sowie die Arbeiter der Elektrizitätsanlagen haben bereits zugesagt, daß Bergleute, die unter großen Gefahren unter der Erde ihren fich dem Streit anzuschließen. In Debreczin fonnten die Blätter der Lebensunterhalt verdienen müssen, mit fage und schreibe 1,50 m. Unabhängigkeitspartei wegen des dort ebenfalls ausgebrochenen pro Schicht nach Hause gehen müssen. Die Zeit und die Ver- Segerstreits heute nicht erscheinen. Gegen das Budapester Sozia hältnisse sind für eine Lohnbewegung günstig. listenblatt„ Repszota" wurde das Strafverfahren wegen Aufreizung eingeleitet und die heutige Nummer tonfisziert. Rusland. Die gottlosen Republikaner. 500 Maurer und Handlanger stehen in Luzern im Streit. Sie verlangen für die Wintermonate die acht, für die übrige Jahreszeit Paris, 6. Dezember.( W. T. B.) In der heutigen Sizung die neunstündige Arbeitszeit, 55 Rp. minimalen Stundenlohn 2c. des Senats wurde der Gesetzentwurf betreffend Trennung von Kennzeichnend für den Geist, der die Mehrheit der Delegierten In Bern streifen die Arbeiter der Uniformenfabrik. In Zürich planen Staat und Kirche in der Gesamtabstimmung mit 181 gegen 102 diefer Nur- Gewerkschaftler beherrscht, ist die neuerliche Ablehnung für das nächste Frühjahr die Gipfer, Zimmerleute, Parkettleger und des Antrages: jedem über 60 Jahre alten Arbeiter, dessen Jahres Holzarbeiter Lohnbewegungen für Lohnerhöhungen, Minimallöhne, Stimmen angenommen. Die Abstimmung wurde mit Bravos und Das Gesetz foll am einkommen 1000 Dollar nicht überstiegen hat, eine monatliche Tarifverträge, Reunstundentag 2c. Den Zimmerern bildet vielleicht Hochrufen auf die Republik begrüßt. Staatsunterstützung von 12 Dollar zu geben. Und warum diese der nationale" Bimmerleutefachberein ein fleines Hindernis. In 1. Januar n. 3. in Kraft treten. Ablehnung des Antrages? Einzig und allein, weil der Vater des- Dawos ist ein„ nationaler" Fachberein von schweizerischen Malern selben ein Sozialist war und weil man mit der Ablehnung nur unter dem Namen„ Maltasten" gegründet worden. Binsel" wäre dokumentieren wollte, daß die Federation of Labor mit den noch passender. Sozialisten nichts gemein hat und alle parteipolitischen Fragen aus ihren Tagungen ausschalten will! Gewerkschaftliches. Ein Zentralverband der Gemeindearbeiter in der Schweiz ist von den Gemeinde- und Staatsarbeitern aus Bern, Luzern, Basel, Zürich und Winterthur in einer in Zürich abgehaltenen Delegiertenverfammlung beschlossen worden. Verfammlungen. Einsturz eines Bahntunnels. Madrid, 6. Dezember.( B. H.) Aus Gijon wird berichtet, daß ein im Bau begriffener Eisenbahntunnel auf der Linie Vigo- Satiello teilweise einstürzte. Zahlreiche Arbeiter wurden unter den Trümmern Bisher ist es erst gelungen, fünf Leichen zutage zu begraben. fördern. Die russische Revolution. Moskau, 5. Dezember.( Ueber Eydtkuhnen von der Petersburger Telegraphen- Agentur.) Der Präsident Bacfenenko und die Mitglieder des Bureaus des Kongresses der Post- und Telegraphenbeamten sind verhaftet worden. Gin Vortrag des früheren Emigranten Kuljabto Roresti im Literatenklub über die Familie Trepom in der Gegenwart und Vergangenheit war sehr start be fucht. Die Zuhörer drückten der Regierung ihren Unwillen und Protest über die andauernde Willkür und die Verhaftungen aus. Die Bauern wünschen ihre Einflärungen der Bauern zu. lagen aus der Staatssparkasse zu ziehen, zum Zeichen des Protestes gegen die Repressivmaßnahmen gegen das Bureau des Bauern kongresses. Bauernunruhen. " Ordnung und Zar." An die Tabakarbeiter Deutschlands! Die Vorlage der Reichsregierung über die Zabatsteuer ist dem Deutschen Reichstage zuEine große öffentliche Versammlung des Verbandes deutscher gegangen. Jetzt wird es Ernst und zwar fürchterlicher Gastwirtsgehülfen tagte am Dienstag in den Industrie- Festsälen. Ernst, denn die Vorlage hat die kühnsten Er Der Verbandsvorsitzende Bosch referierte in eingehender Weise wartungen, die schlimmsten Befürchtungen über die Schäden der gewerbsmäßigen Stellenvermittelung im weit, weit übertroffen. Diese Vorlage bedeutet nichts weniger, Berufe und über die Unfähigkeit der Berliner Gehülfenvereinis als den Untergang der gesamten Kleinbetriebe gungen. An der Hand zahlreicher Beispiele wies er nach, wie die in der Zigarren- und Zigarettenindustrie. gewerbsmäßigen Stellenvermitteler es trob der seit 1900 be- Dem Bureau des Bauernfongreffes gehen fortgesetzt Er. stehenden Ministerialberordnung und troß allen Anzeigen von seiten Einen Entwurf in der Härte, wie er jetzt vorliegt, hätte wohl der Gehülfen es verstehen, immer wieder durch ein Hintertürchen niemand erwartet, niemand der Reichsregierung solch fühnen zu entschlüpfen. Während andere Arbeiterorganisationen bezüglich Wagemut zugetraut! Viele, viele Zehn bes Arbeitsnachweises nur einen Kampf zwischen dem der Arbeittausende von bisher schon schlechtgenährten, weil schlecht geber und Arbeitnehmer zu führen haben, sind es bei den Kellnern entlohnten Arbeitern werden bei Annahme dieser Vorlage dem die gewerbsmäßigen Stellenbermitteler, welche sich zwischen Arbeit. Skopin.( W. T. B., über Eydtkuhnen von der Petersburger Elend, der Arbeitslosigkeit überliefert, auf die geber und Arbeitnehmer gedrängt haben. Wie enorm die Summen Landstraße gestoßen. Rechnet die Regierung doch sind, die alljährlich von seiten der gewerbsmäßigen Stellenvermitte- Telegraphen- Agentur.) In einigen Dörfern sind Bauernunruhen schon selbst mit einem gewaltigen Rüdgang der er aus den Knochen der Stellungfuchenden herausgepreßt werden, ausgebrochen. Industrie. In der Zigarettenbranche, wo sie selbst geht wohl am deutlichsten aus der Tatsache hervor, daß im Jahre 1904- 26 gewerbsmäßige Stellenbermitteler in Breslav eine Geden jährlichen Verbrauch gegenwärtig auf 4 Milliarden schätzt, famteinnahme von 51 816 M. für 8000 bermittelte Stellen hatten. Pula.( W. T. B., über Eydtkuhnen von der Petersburger und die Reineinnahme nach der jezigen Vorlage Nimmt man diese Summe als Durchschnitt an, so ist es nicht zu Telegraphen- Agentur.) Hier hat sich eine Vereinigung gebildet, 11-12 Millionen betragen würde, stellt die Regierung hoch gegriffen, wenn man behauptet, daß in Deutschland inner welche die Devise Bar und Ordnung" führt und sich auf die Manis nur 5 Millionen in den Etat ein. Das ist doch wohl ein halb eines Jahres 5 Millionen Mark für die gewerbsmäßige feste vom 19. August und vom 30. Oktober gründet. Argument gegen die Regierungspläne, wie es überzeugender Stellenbermittelung geopfert werden. Hatten wir früher nur einen Das finnländische Programm. nicht von dem schärfsten Gegner der Tabatsteuer. Stampf gegen die Gewerbsmäßigen" zu führen, so muß sich nun notgedrungen derselbe gegen eine Anzahl Kellnervereine, welche Stockholm, 6. Dezember.( W. T. B.) Aus Helsingfors wird Erhöhung vorgebracht werden kann. Der Rückgang fich auf der Basis der Stellenvermittelung gegründet haben, richten. per Post gemeldet: der anı 4. Dezember zum ersten Male zusammen. des Konsums, an der Hand. der Begründung Die Kollegen, welche diesen Vereinen beitraten, sind in dem be- getretene Senat hat beschlossen, die Ausarbeitung eines Gefebent der Regierungsvorlage, die billige dauerlichen Jrrtum, daß die Aufgaben eines Vereins schon darin turfes betreffend eine neue Landtagswahlordnung einem Ausschuß Bigarette, die 5 Pfennig- 3igarre ganz ver- erschöpft seien, daß er seinen Mitgliedern Arbeit besorgt, ganz zu übertragen. In der Sigung legte de. Bizepräsident Senator drängen und durch diesen Minder tonsum eine Brotlos- gleich, unter welchen Bedingungen. Daß dem nicht so sein tann, Mechelin sein ausführliches Programm dar, in dem zuerst hervorgehe wohl zur Genüge aus den elenden Arbeits-, Lohn-, Kost: gehoben wird, daß der Senat Maßregeln zu ergreifen habe, daß machung von über 80000 Arbeiter bedeuten! Die Birtung eines solchen Experimentes muß und Logisverhältnissen hervor, unter denen die meisten Kollegen wieder Ruhe und Ordnung im Lande einziehen, sodann habe der entsehlich sein. Achtzigtausend Arbeiter der leiden. Im weiteren Verlauf seiner Ausführungen wies Bößsch Senat einen Gefeßentwurf über die neue Landtagswahlordnung auf nach, daß die Mitglied dieser Vereine, an deren Spiße meistens der Grundlage des allgemeinen Stimmrechts auszuarbeiten und Rot preisgegeben. Angesichts der unerschwinglichen ein früherer Gewerbsmäßiger" oder auch ein auf großen Umfaß Schritte zu unternehmen, um eine wahre demokratische VolksFleischpreise, angesichts des in etlichen Wochen eintretenden bedachter Gastwirt steht, ebenfalls nicht besser wegkommen, als repräsentation durchzuführen. Ferner werde unter anderem ange Zolltarifes, wird dem deutschen Tabatarbeiter ein solches wenn sie zum Stellenbermitteler gingen. Glaubt man nun wirt- fündigt ein Gefeßentwurf über die Kontrolle der Behörden seitens Weihnachtsgeschenk unter den Christbaum gelegt! lich, einem solchen. Berein angehören zu müssen, vielleicht dieser der Voltsvertretung, über Breßfreiheit, Versammlungs- und Ber Tabatarbeiter allerorts, aller Branchen! jetzt ist es die oder jener Stellung wegen, so sollte man wenigstens als unter eiusfreiheit. Mechelin betont ferner die Notwendigkeit der Reform höchste Zeit, sich gegen diese Vorlage zur Wehr zu setzen; stüßendes Mitglied dem Verband der Gastwirtsgehülfen beitreten, des Gerichtswesens und der Erweiterung des Prinzips der Landesallerorts, wo dieses bis jetzt nicht geschehen, Versammlungen um zu dem Kampfe gegen die Gewerbsmäßigen mit beizusteuern. autonomie. Die jetzt bestehenden Geseze betreffend die Anwendung einzuberufen, dort Kommissionen zu wählen, die Aufbringung Der Referent wies ferner auf die der Wiesbadener Arbeitsnach der ruffischen Sprache in den Staatsschulen sollen abgeändert und von Geldmitteln vorzunehmen, die Agitation in die entlegensten meistonferenz unterbreiteten Thefen bezüglich der gewerbsmäßigen die Nationalsprache wieder in dem ihr zukommenden Maße anges Stellenbermittelung hin, welche darin gipfelten, überall da, wo wendet werden. Der jebige Zeitpunkt, schloß Mechelin, ist ein Drte zu tragen, die Lässigen und Gleichgültigen aufzurütteln, man für den Nachweis einer Arbeit bezahlt, ganz gleich in welcher historischer Wendepunkt, der alle Kräfte der Gesellschaft ermahnt, ihnen die Gefahr klar zu machen, welche die ganze Industrie Form, denselben als gewerbsmäßig zu betrachten und deshalb zu daran zu arbeiten, daß eine lichtere Zukunft für das Vaterland her. bedroht. Jeder muß ein Agitator sein, um unterbinden, und ebenfalls dafür zu sorgen, daß diejenigen Ber- beigeführt werde Berantw. Redakteur: Hans Weber, Berlin. Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwäris Buchdr. u. Berlagsanstalt Beul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 4 Beilagen u. Unterhaltungsblatt würde Nr. 286. 22. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. uerstag, 7. Dezember 1905. 6. Sizung vom Mittwoch, den 6. Dezember 1905, nachmittags 1 Uhr. " Preisgabe wichtiger Kulturaufgaben nicht anders zu erreichen ist Lande, bewilligen Sie für die Deckung von Ausgaben, die für die als durch neue Steuern, ist die wohlerwogene, festbegründete Ueber- Sicherheit, die Wohlfahrt, den Frieden und die Zukunft des deutschen zeugung aller verbündeten Regierungen. Gewiß tommt die Finanz- Boltes unerläßlich sind. Bevilligen Sie dem Reiche, wessen es bereform im wesentlichen heraus auf Einführung neuer Steuern unter darf, um unter Bewahrung der notwendigen Bewegungsfreiheit den Erhöhung der bestehenden. Wenn wir aber für die wachsenden Aus- Einzelstaaten nicht zur Loft zu fallen. Damit werden Sie die Am Tische des Bundesrats: Reichskanzler Fürst Bülow, gaben nicht vermehrte Einnahmen nötig hätten, brauchten wir über Gegenwart erleichtern, die Zukunft sichern, die Verdienste des Graf Posadowsky, Frhr. v. Richthofen, v. Einem, haupt keine Reichsfinanzreform.( Heiterkeit rechts.) Reichstages vermehren um eine eminent patriotische Tat.( Leb b. Zirpik, Frhr. b. Stengel, Frhr. b. Rheinbaben, auf rund 250 Millionen zu veranschlagen. Von diesen werden zirka Der zur Deckung des Fehlbetrages notwendige Gesamtbetrag ist hafter Beifall rechts, Zischen links.) Krätte, Prinz Hohenlohe. Reichsschahsetretär Fr. v. Stengel: Rebner gibt die übliche Auf der Tagesordnung stehen die erste Lesung des Etats, der 75 Millionen durch Mehreinnahmen aus den Zöllen gebedt werden Uebersicht über das abgeldaufene und das neue Finanzjahr, sowie Flottenvorlage und der Reichsfinanzreform.( Ueber die Steuerprojekte tönnen. 50 Millionen find gefeßlich für die Witwen- und Waisen über die Steuerpläne. Ceine Ausführungen bleiben, zum Teil foll besonders verhandelt werden.) versorgung festgelegt. Um den noch fehlenden Betrag möglichst ges wegen der im Hause herrschenden Unruhe, besonders aber wegen Reichskanzler Fürst Bülow: Wenn ich das Wort zu Beginn recht zu verteilen und die minderbegüterten Boltstlaffen tunlichst zu der leisen Redeweise, auf der Tribüne größtenteils unverständlich. Ihrer Verhandlungen erbeten habe, so geschieht dies, um in ganz schonen, ist es nötig, diese Summe möglichst vielen, möglichst Etwa dreißig Abgeordnete versammeln sich um den Redner, aber fachlichen und möglichst furzen Ausführungen die wichtigste leistungsfähigen Schultern aufzuerlegen. Die verbündeten Re auch sie scheinen ihn nicht recht zu verstehen. Nach 1% Stunden und bedeutendste Vorlage einzuleiten, welche den Kernpunkt gierungen wissen sehr wohl daß in diesem hohen Hause wird der Redner etwas eifriger und spricht wenigstens einzelne Ihrer Beratungen bilden wird, nämlich die Reichsfinanzreform. der Wunsch besteht, die breite Masse gar nicht zu den neuen Worte mit stärkerer Betonung. Der Kreis der um ihn verOhne Gesundung der Reichsfinanzen ist fein Fortschritt in den Kultur- Steuern heranzuziehen; fie glauben aber, daß in dieser Form, sammelten Abgeordneten ist immer dichter geworden. Der Rest aufgaben, keine Entwickelung der sozialen Fürforge möglich, feine fo allgemein gehalten, dieser Wunsch zu weit geht und für jede des Reichstages hat sich in einzelne, lebhaft diskutierende Gruppen Erhaltung und Stärkung unserer Wehrmacht zu Wasser und zu Lande. durchgreifende Reichsfinanzreform ein unüberwindliches Hindernis aufgelöst. Nach einer weiteren Viertelstunde betritt der ReichsDie Finanzverhältnisse haben sich während des letzten Jahrzehnts bilden würde.( hört! hört! links.) Gewiß soll man sich der Be- kanzler, der sich gleich nach Schluß seiner Rede entfernt hatte, wieder im Reiche so ungünstig gestaltet, daß über einen Punkt wohl all- steuerung des notwendigen Bedarfs enthalten; in der Agitation den Saal. Nachdem der Redner den Etat gründlich durchgegangen gemeine Uebereinstimmung herrscht, nämlich: daß es so nicht weiter gegen die neuen Steuern begegne ich aber immer wieder der Fiktion, ist, geht er näher auf die Finanzreform ein. geht.( Sehr richtig!) Es ist für eine Regierung immer sehr un- als ob die Regierung nur aus Schwächlichkeit oder Einfältigkeit fich Abg. Friten( 3.): Als wir im Mai auseinander gingen, angenehm, wenn sie Geld braucht," sagte Bismard schon im nord- nicht ausschließlich an den Luxus der Reichen hielte, und als ob sie glaubten wir alle, der Reichstag würde bereits im Oktober wieder deutschen Reichstage, denn die, welche ihr das Geld geben, gäben es die Wahl hätte, den zwischen steigenden Ausgaben und ungenügenden zusammenberufen werden,( Sehr richtig! links und im Zentrum.) ihr viel lieber nicht, da sie dafür nach ihrer Ansicht eine viel bessere Einnahmen festgefahrenen Staatswagen entweder durch ein schnell- Die späte Einberufung ist außerordentlich bedauerlich.( Sehr Verwendung hätten.( Heiterkeit.) Die Stener. werden weniger aus beiniges Luruspferd oder die vereinte Kraft von vielen Arbeits- richtig! links und im Sentrum.) Glaubt denn einer in diesem Patriotismus als aus Zwang bezahlt.( Heiterkeit.) Kann man sich pferden herauszuziehen.( Heiterkeit.) Nun, so liegen die Dinge Hause, daß wir mit dem Etat und mit den Steuergeseßen bis zum ihnen entziehen, so tut man es nicht ungern. Vor allem hat nicht. Wir haben diese Wahl nicht. Der Lurus der Reichen wirft 1. April fertig werden Binnen?( Burufe links: Nein! Nein!) Es jede neue Steuer etwas unbeschreiblich Ungemütliches.( Heiterfeit.) auch bei hoher Besteuerung berhältnismäßig nicht viel wird uns nichts anderes übrig, bleiben, als gewiffe Teile des Etats, Aber im Interesse des Reiches wie der verbündeten Einzelstaaten ab. Es gibt eben zu wenig Reiche!( Heiterfeit rechts.) für die die Steuergesetse in Betracht kommen, herauszunehmen, um müssen wir das Odium einer Reichsfinanzreform auf uns nehmen Ich habe vor einigen Wochen in einer Zeitschrift den Aufsatz eines wenigstens den Haupt- bat bis zum 1. April fertig zu stellen. Aber und durchführen.( Bustimmung.) Mit einer kleinen Finanzreform Mitgliedes dieses hohen Hauses gelesen, deffen Ausführungen wird auch nur dieses Biel in einem diätenlosen Reichstage zu erist uns nicht gedient, sondern nur mit einer Finanzreform, die lauteten, daß, wenn man alle Renteneinkommen im Deutschen Reiche reichen sein?( Sehr gut! links.) Wie kann man es den Abgeordneten dauernde Abhülfe schafft. Im Gegensatz zu England und Frankreich durch die Zahl der Bevölkerung dividiert, auf jeden Kopf 300 M. zumuten, sich ohne Entschädigung ganz aus ihrem bürgerlichen weist unser Finanzwesen im Reiche die Züge des neuen und jährlich fallen.( Unruhe links.) Ich sage also: es gibt in Deutsch Berufe loszureißen? unfertigen, des jungen Mannes auf, der sich seinen Lebensunterhalt land noch zu wenig Reiche. Diese Erwägungen mußten die Re- Wir hegen die zusersichtliche Hoffnung, daß unser Antrag auf selbst verschaffen muß.( Heiterkeit.) Die einzige Erbschaft, die wir gierungen in erster Linie auf die indirekten Steuern führen. Für Einführung von Diäten diesmal Annahme findet. Sonst können gemacht haben, besteht in unserem System der Zölle und Verbrauchs- diese indirekten Steuern sprach aber auch die Reichsverfassung, welche wir keine Verantwortus ig übernehmen für die gedeihliche Erledigung teuern. Auch in England und Frankreich wachsen die Ansprüche des das Reich auf die indirekten, die Einzelstaaten aber auf die direkten der uns obliegenden großen Aufgaben.- Im Gegensatz zu früher öffentlichen Lebens fortdauernd, aber ihr Finanzwesen ist so praktisch verweist. Das Verhältnis der direkten zu den indirekten Steuern bietet der Etat in der letzten Zeit nicht mehr ein Spiegelbild der eingerichtet, daß es den naturgemäß anwachsenden Ansprüchen dauernd liegt auch in Deutschland gar nicht so ungünstig. Im Reiche und inneren, sondern vielmehr der äußeren Lage. Bei einer blühenden Genige leistet. Bei uns lebt man von der Hand in den Mund, in den Einzelstaaten zusammen belaufen sich die direkten Steuern Industrie und einer sich erholenden Landwirtschaft haben wir eine und spätestens alle zehn Jahre sind wir am Ende unserer Weisheit. auf 7,72 Mart auf den Kopf der Bevölkerung, in Desterreich schlechte Finanzlage. Für die Kolonien allein werden 20 Millionen In diesen Verhältnissen liegt auch der Anlaß zu der häufigen und auf 9,45 Mart, in Ungarn auf auf 9,89 Mart, in Italien gefordert, die wir früher gar nicht kannten. Südwest- Afrika verhöchst unerwünschten Beunruhigung der Steuerzahler. Seit einer auf 12.49 Mart, in Frankreich auf 12,38 Mark, und in langt an außerordentlichen Ausgaben 103 Millionen, die auf AnReihe von Jahren genügen die Einnahmen des Reiches wiederum Großbritannien auf 19,65 Mark( ört! hört! rechts). An Zöllen leihe genommen werden müssen. Kiautschou beansprucht 13% nicht mehr zur Bestreitung seiner ordentlichen Ausgaben. Noch im und indirekten Steuern kommen im Deutschen Reich und im Millionen. In Euren standen wir seit Jahren unter dem Drucke Jahre 1879 fonnte Fürst Bismard stolz hervorheben:" Jetzt ist das Bundesstaate 19,97 Mart auf den Kopf der Bevölkerung, in Defter- bes 8weibundes und der Möglichkeit, einen Krieg zu Lande nach Reich nicht mehr ein lästiger Softgänger der Einzelstaaten, sondern reich- Ungarn 21,12, in Italien 22,54, in Frankreich 44,97 Mart, in zwei Fronten führen zu müssen. Infolge des unglüdlichen Krieges ein Rostgänger, der ein gutes Softgeld zahlt und darüber hinaus Rußland 45,45, in Großbritannien und Irland 47,54( Hört! hört! und der inneren Wren, deren Ausgang sehr zweifelhaft ist, und fich freigiebig erweist. Es ist ein Koftgänger wie ein König, der rechts) und in den Vereinigten Staaten, wo im allgemeinen feine welche bei dem großen Güterverkehr zwischen uns und Rußland auch bei einem Privatmann wohnt." Aus diesem König ist nach und direkte Steuer besteht, 30,01 Mark auf den Kopf der Bevölkerung für unsere Industrie sehr unangenehme Folgen haben, ist Rußland nach ein armer Reifender geworden, der als höchst unerwünschter( hört! hört! rechts.) Ich möchte aber noch auf einen weiteren Bunft für kaum absehbare Zeit lahmgelegt. Das plöbliche Auftauchen der Gaft an die Türen der Einzelstaaten klopft und seinen Lebensunter- hinweisen: Vom Reiche und von den Einzelstaaten zusammen werden Marokko- Frage hat gezeigt, wie der Friede in Europa nur an einem halt erbittet.( Heiterkeit.) jährlich 218 Millionen Mark für Unterrichtszwecke ausgegeben. Diese feidenen Faden hing. Wir erwarten, daß der Herr Reichskanzler Bis 1875 schuldenfrei, hat das Reich 1905 über 3, Milliarde gehen im wesentlichen für die Zwecke der Volksschulen drauf. Es ist uns jetzt über die Maroffo- Angelegenheit, sowie auch über die Schulden, 1877 bis 78 betrugen die Paffiva nach Abstoßung früherer berechnet worden, daß von den Gemeinden und von Privaten noch Stellung der Regierung zu den inneren Wirren in Rußland MitBerbindlichkeiten 72 Millionen Mart. 1881 bis 82 betrug der An- mindestens 3 mal soviel Geld für Unterrichtszwecke ausgegeben wird. teilung macht. Wir haben durchaus ein Interesse daran, in guten leiheftand bereits 119 Millionen, 1886/87 486 Millionen, 1891/92 Wir haben also mit einer jährlichen Ausgabe von über einer Milliarde für Beziehungen mit Frankreich zu leben( Bravo!) und ebenso mit 1686 Millionen, 1896/97 2171 Millionen, 1901/02 2814 Millionen, Unterrichtszwecke zu rechnen. Da die Einzelstaaten ein direktes Steuer- England. Wir verfolgen ohne Neid die Entwidelung der englischen und schließlich in diesem Jahre über 3 Milliarden, was rund system haben, so wird diese enorme Summe fast ganz von den besser Industrie, erwarten aber auch dasselbe von den Engländern uns 100 Millionen Zinsen jährlich beansprucht. Zum Vergleich fituierten Gesellschaftsklaffen aufgebracht. Verwendet aber werden gegenüber.( Sehr richtig!) Ferner bitten wir den Herrn Reichsder Schulden des Reiches mit denen anderer großer Staaten biefe Summen im wesentlichen zugunsten der Befitlofen.( Sehr noch folgende Zahlen: Reiches einschließlich derer der Bundesstaaten rund 14 Milliarden, druck mit möglichst geringer Beschwerde getragen werden kann. Das Reich angeführt wurden, stecken die preußischen Eisenbahn1902 betrugen die Schulden des richtig! rechts.) Biel jeder Steuerreform muß sein, daß der Steuer- angler um Auskunft über den ferneren Bestand des Dreibundes und Italiens Stelhing zu uns. In der Schuldensumme, die die Desterreichs 7 Milliarden, Italiens 10 Milliarden. In den Man muß sich immer fragen, so hat schon vor langen Jahren Fürst schulden, desgleichen die badischen Eisenbahnschulden. Diese Jahren 1889 bis 1902 find die Schulden des Deutschen Reiches um Bismard gefagt: wie läßt sich der Steuerbruck am bequemſten tragen," Schulden" erfordern nicht nur nicht Zinsen, sondern bringen im 61,6 Proz. gestiegen( Hört, hört! links), während im gleichen Zeit- denn etwas drückt er ja freilich immer. Von diesem Gedanken aus- Gegenteil eine große Reineinnahme. Bringt man diese für proraum die Schulden in Italien um 7 Broz., in Großbritannien um gehend war mein großer Borgänger feit feiner frühesten öffent duttive Ausgaben gemachten Anleihen in Abzug, so bleibt als deutsche 17 Broz. gestiegen sind und in Frankreich um 4 Broz. gesunken find! lichsten Tätigkeit, schon seit seiner Brüfungsarbeit als Referendar Gesamtschuld nur eine Summe von etwa 7 oder 8 Milliarden übrig. Wie Sie fehen, hat die Knappheit der Mittel nicht zur Sparsamkeit diefe Prüfungsarbeit führte einen Titel, der auch jetzt wieder sehr auch das Reich selbst steht nicht gar so ungünstig. Es hat eigene geführt. Auf der anderen Seite brauchen Sie nicht zu beforgen, zeitgemäß wäre, er lautete: lleber die Sparsamkeit im Haushaltsetat" auch das Reich selbst steht nicht gar so ungünstig. Es hat eigene Einnahmen aus hen Reichseisenbahnen und aus dem Bankwesen daß steigende Einnahmen uns zur Verschwendung führen werden. Heiterkeit) ein ausgesprochener Anhänger der indiretten Steuern im Gesamtbetrage von etwa 100 Millionen Mark jährlich. Das Ich habe öfters die Beobachtung gemacht, daß Leute, die über große geworden. Er fah ihre Vorzüge namentlich in der leichteren Form sind etwa vier inftel des Binsenbetrages für die Reichsschuld. Mittel verfügen, die größten Virtuosen in der Sparsamkeit der Erhebung. Im Etat für das Reichsamt des Innern befindet sich eine find. Das Bild hoffen wir Ihnen noch vorzuführen.( Heiterkeit.) Diese Gesichtspunkte mußten die berbündeten Regierungen auch Die rapide Zunahme der Reichsschulden gibt zu um so größerem jezt dahin führen, auf die indirekten Steuern zurückzugreifen. Wenn Forderung von 200 000 M. für die Hohkönigsburg. Als wir für Bedenken Anlaß, als die aus den Anleihen entnommenen Mittel fich die verbündeten Regierungen trotzdem entschlossen haben, die diese Restaurierung die legte Rate bewilligt haben, waren wir der Tagen verwendet werden und andererseits eine plan- und regel- einen Beweis fehen, daß die verbündeten Regierungen nicht eigensinnig schwer fallen, den Reichstag zur Bewilligung dieser Forderung zu mit den eigenen nur zum geringen Teil zu direkt werbenden An- Reichserbschaftssteuer in Vorschlag zu bringen, so wollen Sie darin Ueberzeugung, daß dies bestimmt die letzte sein würde. Nun kommt wieder diese große Forderung! Es wird dem Herrn Staatssekretär mäßige Schuldentilgung nicht stattfindet. Andere Staaten find fast find, daß fie tun wollen, was fie tun können, um zu einer Einigung zu ge bewegen.( Sehr richtig! links und im Zentrum.) Im Kolonialetat durchweg weit vorsichtiger gewesen als wir. Die Vereinigten langen. Die Erbschaftssteuer trifft das mobile Kapital viel weniger hart betragen die ordentlichen Ausgaben 26 Millionen. Zu dem außerStaaten befolgen eine ähnliche Methode wie wir, indem sie ihre als das immobile.( Sehr richtig! rechts.) Eine Umgehung der Schulden aus Ueberschüssen der Staatseinnahmen tilgen und die Erbschaftssteuer läßt sich bei mobilem Kapital mur schwer verhindern, ordentlichen Stat von 170 Millionen haben wir einen NachtragsTilgung einstellen, wenn feine Ueberschüsse vorhanden find. Im Gegen- wenigftens ohne gehäffige Eingriffe in das Privatleben. Ferner etat für Ostafrika zu erwarten. faß zu uns haben fie aber damit ganz außerordentliche Erfolge wird der Erbe eines Immobilienbesiges, wenn nicht gleichzeitig zumeist durch die zweijährige Dienstzeit und die Vermehrung der erzielt. Die amerikanische Schuld ist von 8884 Millionen Dollars fällig auch bares Geld geerbt wird, durch eine Erbschaftssteuer häufig meist durch die zweijährige Dienstzeit und die Vermehrung der im Jahre 1865 auf 1780 Millionen im Jahre 1891 und auf 931 gezwungen sein, Schulden aufzunehmen. Sie hören alfo, ich trage Präsenzstärke beranlaßt sind. Wir werden sie in der Kommission Millionen bis 1902 gesunken. England verpflichtet sich bei Auf- hnen freimütig alle Bedenken vor, die gegen eine Reichserbschafts- genau prüfen viüssen. Beim Marineetat haben wir eine Menge neuer Ausgabeu, zum Teil als Folge des neuen Flottengesetzes, zum nahme seiner Anleihen, die Schuld in einer bestimmten Anzahl von steuer sprechen. Jahren wieder zu tilgen und zwar mittels jährlicher Zahlungen. Wenn die verbündeten Regierungen trotzdem die Erbschafts. Teil infolge der geplanten Erhöhung des Tonnengehaltes und der Außerdem findet in England noch eine direkte Tilgung aus einem fteuer vorschlagen, so geschieht es, weil sie diese Bedenken nicht für Verbesserung der Armierung. Dazu kommt die Forderung für die besonders dazu bestimmten Fonds statt. In Frankreich und Dester- unüberwindlich hielten. Es soll bei der Reichserbschaftssteuer, die Bergrößerung der Torpedoflotte. Die Begründung dieser Vorlagen reich besteht ebenfalls eine planmäßige Schuldentilgung. den Betrag von 80 Millionen für das Reich erbringen soll, der Ver- ist sehr knapp, toir warten aber die Erklärungen des Reichs- MarineDie Mehreinnahmen, welche zu erwarten sind aus der weiteren fuch gemacht werden, die dieser Steuerart anhaftenden Unebenheiten fekretärs in dee Kommission ab. Die Stellung meiner politischen Freunde ist die, daß wir übernatürlichen Entwickelung der im Reiche vorhandenen Einnahmen nach Möglichkeit zu beseitigen oder wenigstens zu mildern. Nicht werden bei äußerster Sparsamkeit ich unterstreiche das Wort verschweigen will ich, daß die verbündeten Regierungen zu dem Ent- zeugt find, duß Mehreinnahmen zu schaffen nötig sind. Doch ,, vielleicht ausreichen für die stetig wachsenden Ansprüche auf dem schluß, diese Steuer vorzuschlagen, auch aus der Erwägung heraus glauben wir, laß die Höhe der notwendigen Mehreinnahmen vom Gebiete des Militärwesens, der Flotte, im Bereiche des Innern, der gefommen sind, daß sie in Deutschland nur dürftig ausgestaltet ist Reichs- Schabfekretär übertrieben ist, namentlich, weil nach meiner Justiz, Post, Telegraphie, für die soziale Fürsorge usw. Einige und geringe Erträge abwirft. In England ergibt sie 7-8, in Ueberzeugung die Zölle in den folgenden Jahren weit höhere BeZahlen, um das fortschreitende Bedürfnis im einzelnen zu fenn- Frankreich, Belgien und, glaube ich, in den Niederlanden 3-4 m. träge liefern werden, als im Etat angenommen wird. Die Ber- hrezeichnen: 1878 berlangte Reichsheer und Marine an fortdauernden pro Kopf der Bevölkerung, in Preußen noch nicht einmal 35 f. steuern gefallen uns nicht. Die Steuerprojekte bewirken eine starke Massenbelastung. Nun wurde aber im§ 6 des Flottengefeßes Ausgaben 267 Millionen Mart, an einmaligen 66 Millionen;( hört! hört! links.) 1891/92 an fortdauernden Ausgaben 456 Millionen, an einmaligen Im übrigen muß ich es dem Herrn Staatssekretär des Reichs- bon 1900 bestimmt, daß die Mehrforderungen der Flotte nicht durch Der Bedarf hatte sich also verdoppelt. schabamtes überlassen, die eingelnen Steuervorlagen zu begründen. Belastung des Maffenkonsums gededt werden dürfen. Diese Be 1902 bettug er bereits für Militär- und Marineztvede rund leber feine Kompetenz sind wir uns ja alle einig. Als ich vor drei Stimmung bedeutet für uns ein Programm, dem Regierung und 1 Milliarde. Die Verdoppelung ist annähernd nach zehn Jahren Sr. Majestät dem Kaiser den Freiherrn v. Stengel zum Reichstag zugestimmt haben. Gewiß bezog sich unser damaliger Be Jahren schon wieder erreicht. Diese Steigerung finden Sie Staatssekretär im Reichsschabamte vorschlug, sagte ich:" Majestät, schluß nur auf das Flottengeset; aber für uns ist es ein Programm, aber nicht bloß für Zwecke der Landesverteidigung, aber es gibt drei Personen in Deutschland, welche den Etat, die Finanzen das wir auch neuen Ausgaben gegenüber festhalten werden.( Sehr auch nicht bloß für Zwede des Reiches, sondern das betone und Finanzverhältnisse genau tennen: Den Abgeordneten Eugen wahr! im 8eutrum.) Darum tönnen wir wohl einer Besteuerung ich ganz besonders fast auf allen Gebieten und in allen Staaten. Richter, Herrn Direktor Aschenborn und den Freiherrn v. Stengel. der ausländischen Tabakfabrikate zustimmen, aber nicht einer So hat Preußen für gwede des Unterrichts aufgewandt 1861: Abgeordneter Richter, fügte ich hinzu, würde wohl leider nicht gewesentlichen Erhöhung des Bolles auf Rohtabat, nicht einer Be13 Millionen, 1876: 49 Millionen, 1902: 176 Millionen. Trotz neigt sein, den Poften des Reichsschapsekretärs anzunehmen( Stür- steuerung der Tabaksrippen, die ein unentbehrliches Genußmittel äußerster Sparsamteit wird sicherlich nicht darauf gerechnet werden mische Heiterkeit.), Herr Direktor Aschenborn sei über die Jahre des armen Vannes ganz wesentlich belasten würde. Hinsichtlich der können, aus den bisherigen Einnahmequellen des Reiches etwas zu hinaus, wo es Spaß machte, Staatssekretär zu werden.( Heiterkeit.) Brausteuer sind wir für eine Staffelung nach der Größe der Be erübrigen für die Dedung des 100 Millionen Fehlbetrages und für Aber ich sei überzeugt, daß Freiherr v. Stengel der richtige Mann triebe gern zu haben. Aber eine Belastung des Bierkonsums des die vom Reiche bereits in Angriff genommenen Aufgaben, für die für diese Stellung sei, und ich bin überzeugt, daß Freiherr v. Stengel fleinen Mannes scheint uns wiederum gegen den§ 6 des FlottenDurchführung des Gesetzes über die Friedenspräsenzstärke des auch jetzt der richtige Mann ist, um diese hochwichtige Frage in sach- gefebes zu verstoßen, und die Verpflichtung, die wir damals dem Heeres usw. Dabei hat das Reich noch Aufgaben, die aus Mangel licher, gewiffenhafter, gerechter Weise mit diesem Hause zu prüfen. Bolte gegember eingegangen sind, gedenken wir auch zu halten. an Mitteln nicht in Angriff genommen werden können und bringend Die verbündeten Regierungen, welche einhellig, welche einmütig( Lebhafter Beifall im Zentrum.) der Erledigung harren, ich verweise auf die Pensionsgefeße, die hinter dieser Vorlage stehen( Bravo! rechts), hoffen, daß das hohe Eine Erhöhung der Matrikularumlagen wird sich nicht umgehen dringend notwendige Berstärkung der Marine, die dringend not- Saus nicht die schwere Verantwortung auf sich nehmen wird, nicht laffen. Wir wünschen, daß die im Deutschen Reiche verbündeten wendige Sanierung des Reichsinvalidenfonds. nach besten Kräften zu einem glüdlichen Ausgang dieser notwendigen Staaten auch finanziell an dem Reiche interessiert sind. Die ein Es ist nicht das erftemal, daß wir uns bemühen, Ordnung in Vorlage beizutragen. Sie werden um fo eher zu einem günstigen gehende Stellungnahme zu den einzelnen Steuervorlagen behalte ich die Reichsfinanzen zu bringen. Das Gesetz tm 14. Mai 1904 hat Ergebnis gelangen, je mehr Sie sich freimachen von der Auffaffung, mir vor. huruf: Erbschaftssteuer!) Die Erbschaftssteuer hatte ich in formeller Beziehung zweifellos Erfolg gehabt, fein materieller als ob der Regierung neue Steuern bewilligt werden. Diese Auf- in der Tat vergessen. Ich kann im Namen meiner politischen Gewinn war aber gering, weil der Hauptübelstand bestehen blieb, fassungsweise, die man hier und da noch in der Preffe trifft, stammt Freunde eri lären, daß wir äußersten Falls, wenn Sie feine befferen daß die ordentlichen Einnahmen nicht ausreichten zur Deckung der aus den Kinderzeiten des Parlamentarismus.( Sehr gut! rechts.) Vorschläge haben, für die Erweiterung der Erbschaftssteuer auf ordentlichen Ausgaben. Daß die Beseitigung dieses Uebelstandes Nein, meine Herren, hier handelt es sich um eine dira necessitas Deszendenten und Ehegatten zu haben wären, aber nur bei ganz ohne Gefährdung der Sicherheit des Wohlstandes des Reiches, ohne( bittere Notwendigkeit), was Sie bewilligen, bewilligen Sie dem großen Brtmögen,( Bewegung.) Eventuell werden wir diesen 105 Millionen. - Im Militäretat sind erhebliche Mehrforderungen enthalten, die Schritt, der bielleicht manchem unsympathisch ist, tun müssen. In dem Sinne, wie ich dargelegt habe, werden wir an die Beratung der Finanzreform herangehen mit dem ernsten Bestreben, eine Einigung mit den verbündeten Regiemmgen zu finden und unter Schonung der schwachen Schultern die zur Verteidigung des Vater- lande? notwendigen Mittel zu gewinnen. Mit der Thronrede betonen wir, daß uns die Erhaltung des Friedens sehr am Herzen liegt; sie ist uns eine heilige Sache.(Lebhaftes Bravo I im Zentrum.) NeichSlanzler Fürst Biilow: Ein auswärtiges Blatt hat in Aus ficht gestellt, daß ich bei der diesjährigen Etatsberatung große Enthüllungen machen würde. Das verehrte Blatt befindet sich im Jrrtunp Ein leitender Staats- mann kann nicht in jedem Augenblick eine Rede über auswärtige Politik halten, namentlich wenn die tKage nicht eine völlig be- friedigende ist.(Hört! hört!) Er kann in solchem Falle mit einer öffentlichen Rede mehr Schilden als Nutzen anstiften. Die Beziehungen zwischen den Kabinetten können durchaus korrekte sein; aber die Politik erschöpft sich nicht in den Beziehungen zwischen den Kabinetten. Graf Moltke hat in diesem Hause von den Ge- fahren der VollSIeidenschaften gesprochen. Es ist keine Frage, daß wir mit einer tiefen Abneigung gegen ims in der öffentlichen Meinung Englands zu rechnen haben(Hört, hört I); erst in der letzten Zeit haben sich in einflußreichen englischen Kreisen Ansätze gezeigt, die auf Lösung der Spannung hinzielen. Ich begrüße diese Ansätze, wie alles, was freundliche Beziehungen zwischen den beiden stammverwandten Kulturnationen fördert. Zwischen Italien und Deutschland liegen keine Streitpunkte vor; Wenn es Reibungen zwischen Italien und Oesterreich-Ungarn gibt, so haben beide Regierungen, zwischen denen die deutsche das ver- bindende Zwischenglied bildet, den guten Willen der freundschaftlicheil Beilegung. Die italienische Regieniug und die Mehrheit des italienischen Volkes halten durchaus ain Dreibund fest.— In Japan waren und sind unsere Beziehungen durchaus freundschaftliche; es ist keineswegs anzuuehinnii, daß das intelligente japanische Volk einen Angriff auf unsere ostasiatische Position beabsichtigt. Der Wortlaut des englisch- japanischen Biiiid- nisseS und die Erörterungen, die Lord Laiisdowne dazu gab, stehen nicht im Widerspruch zu den Prinzipien unserer ostasialischen Politik, an deren Spitze die Integrität Chinas und die offene Tür in China stehen. Durch Zurückziehung unserer Truppen nus China, die im nächsten Frühling perfekt werden soll, beweisen wir die Aufrichtigkeit unserer ostasiatischen Friedenspolitik.— In die inneren Verhältnisse Rußlands mischen wir uns nicht ein; wir wünschen nur— schon im Interesse unserer Industrie— daß die Verhältnisse sich in Zukunft friedlicher entwickeln mögen. Wir mischen uns eb.ensoni« nig in die Vorgänge in Polen ein; alle Behauptungen auswärtiger Nlätter über diesen Punkt beruhen ans Erfindungen. Das freilich kann ich versicbern: Ein Uebergreife» der Bewegnug auf unsere polnisch sprechenden Landschaften werden wir nicht dulden! bei uns werden wir Ruhe zu halten wisse», darauf können Sie sich verlassen. (Lebhafter Beifall rechts.)— In Marokko verfolgen wir eine durch- aus defensive Politik: Keine Laiiderwerbungen, aber Schutz der deutschen Interessen. Wir bestritten nicht der'sranzösischeu. noch der englischen, noch der spanischen Regierung das Recht, Abkommen über Marokko zu treffen. Was wir ihnen bestritte», war das Recht, über die deutschen Interessen und über die Stechte, die Deutschland durch die Madrider Konvention in Marokko erioorben hat, ohne Beistimmuug Deutschlands zu verfügen. Ich taet alles, was ich konnte, um auf freundschaftlichem Wege einen Ausgleich zwischen dem stanzösisch-englischen Abkommen und unseren Interessen und Rechten in Marokko zu schaffen. Meine durchaus freundschaftlichen Bemühungen in dieser Richtung blieben erfolg!«-. In einem Erlaß an den deutschen Botschafter in London habe ich die leitenden Grund- sätze der deutschen Marokkopolitik eingehend dargelegt.(Der Reichskanzler verliest den betr.. Erlaß vom 11. Juni 1905.) In dem Erlaß heißt es u. a.: Das englisch- französische Abkommen verbürgt den status quo; wenn jetzt aber Frankreich auf einen völligen Ilm- stürz des bestehenden Zustandes zielt, so tut eS das auf seine eigene Gefahr und England braucht keine Verantwortrmg dafür zu über- nehmen. Der Einwand, daß die deutschen Interessen in Marokko geringfügig sind, will nichts besagen; wenn emem Geld aus der Tasche genommen werden soll, so wehrt er sich, einerlei ob es sich um 100 M. oder um 5 M. handelt. Wenn Deutschland dem oben gekennzeichneten Bestrebungen Frankreichs entgegentritt, so vertritt es damit die Rechte seiner Untertanen und der Untertanen der übrigen Vertragsstaaten.(Lebhafter Beifall.) Im Sinne dieses Erlasses hat die deutsche Politik auf die Einberufung einer neuen Konferenz gedrungen, die das Prinzip der offenen Tür in Marrtko aufs neue sichern soll, unbeschadet der beiondereu Interessen, die Ach aus Frankreichs Stellung als Grenzstaat Marokko- ergeben. Die Kcmferenz ist gesichert: alle europäischen Staaten, auch Rußland, werden an ihr teilnehmen. (Lebhafter Beifall.) Seit dem Bestehen des Deutschen Reiches ist der Frieden das Ziel der deutschen Politik. Wenn jemand das nicht einsieht, so will er es eben nicht einsehen; dagegen können auch die schönsten Reden nichts helfen.(Lebhafter Bei fall im größten Teil des Hauses.) Hierauf vertagt da? HauS die weitere Beratung des Etats auf Donnerstag 1 Uhr. Schluß 6 Uhr._ parlamentarircbca Die Budgetkommission des Reichstages konstituierte sich gestern und wählte den freikonservafiven Abgeordneten Gnmp ztmt Vorsitzenden; gleichzeitig wurde beschlossen, am DiettStazi nächster Woche mit den Sitzungen zu beginnen und zwar mit der Beratung der Afrikabahn Lüderitzbucht-Kubub. Aeußerungen konserinttiver, national- liberaler und antisemitischer Mitglieder ließen errat,!», daß es die Mehrheitsparteien mit der Bewilligung dieser Bahn s ehr eilig haben. Abg. Singer erklärte daher, daß die sozialdemoknitische Fraktion sich ganz entschieden gegen den eventuellen Versuch wenden werde, die allgemeine Etatberatung durch die Beratung dieser Bahnvorlage zu unterbrechen. Die Sozialdemokratie werde sich korreckt an die Abmachungen des Seniorenkonvents halten. Die Mehrheitsparteien mögen das beachten, sie könnten sonst recht unliebsame Ueber- raschungen erleben. Die Mehrheit zielt darauf ab, noch vor den Weihnachtsferien die Lüderitzbucht-Kubub-Bahn durchz»bringen. Eine Zentrums-Jnterpellation. Im Abgeordnetenhause ist vom Zentrum— den Ab- geordneten Dr. v. Savigny und Schmidt- Warburg folgende Interpellation eingebracht worden: Ist es dem Herrn Minister der öffentlichen Arbeiten bekannt, daß der Einsturz des Eisenbahn tunnels bei Altenbeken 1. schivere, noch jetzt andauernde wirtschaftliche Nachteile sowohl für die nächste Umgebung, als auch für das ganze, auf dte Be- reisung dieser Strecke angewiesene Publikum zur Folg,! hat, und 2. für die in betracht kommenden Bahnbeamten erhebliche Ein- nahmeansfälle hervorrust? Welche Maßnahmen hat die königliche Eisenbahnverwaltung be- reits getroffen oder in Aussicht genommen, um den unterbrochenen Verkehr schleunigst und gesichert gegen die Wiederkebr ähnlicher Störungen herzustellen und sür die Uebergangszeit die beteiligten Bevölkerungskreise und die Beamten gegen Nachteile zu schützen? Hiiq der parteu Die Organisationen und der„Vorwärts"-Konfll!t. Genau so wie die Nedaktion der.Märkischen Viflksstitttme', hatte auch die des Karlsruher„Volksfrennd" den gegen.ihre Haltung in dem„Vorwärts"-Konflikt eingelegten Protest der c.rganisierten Genossen in eine„Beschränkung der freien Meinungsäußrmtg" mn- ■ zudeuten versucht. Dagegen verwahrt sich im„Volksfreund' Genosse Heinrich Sauer mit folgender Erklärung: In Nr. 282 des„Volksfreund" hat die Redaktion in bezug auf die Lahrer Protestresolution eine Ansicht vertreten, die nicht un- widersprochen bleiben darf. Es muß festgestellt werden, daß nicht gegen die freie Meinung der Redaktion, die sie im„Vorw."-Konflikt ver- treten hat, protestiert worden ist, sondern nur gegen die ein- seitige Berichterstattung, die leider dazu beigetragen hat, daß das Vertrauen in weitesten Kreisen der badischen Parteigenossen zu dem deutschen Parteivorstand erschüttert worden ist und nach den Ausführungen, die der Genosse Kolb an verschiedenen, zum Teil gänzlich unberufenen Orten dazu gemacht hat, muß man leider annehmen, daß die- die Absicht der Redaktion war. Genosse Sauer meint ferner, falls die Frage vor den nächsten badischen Parteitag kommen sollte, dann würde der badische Partei- tag nicht umhin können, zu beschließen, daß in Zukunft der„Volks- steund" streng nach den Beschlüssen des Dresdener Parteitages redigiert wird. Dieser Beschluß sei zwar auf dem badiichen Parteitag 1901. in Offenburg schon einmal gefaßt worden, scheine jedoch bei der Redaktion vollständig in Vergessenheit geraten zu sein. Der„VorwärtS"-Koiiflikt. Mit der Notiz unter der gleichen lleberschrift in Nr. 204 S. 192 des„ H a n d l u n g s g e h ü l f e n- Blattes" beschäftigte sich die Orlsverwallung des Bezirks Berlin des Verbandes der Handlnngsgehülfen in ihrer Sitzung vom 27. November. Folgeitde Resolution wurde einstimmig angenommen: „Die Berliner Ortsverivaltnng erhebt entschieden Einspruch, daß unser„Handlnugsgehülfen-Blatt", dem ungerechtfertigten Bei- spiele der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands folgend, sich in die internen Angelegenheiten der sozialdemokratischen Partei einntischt. Sie ist überzeugt, daß sie damit der Anschauung der Mehrheit der Mitglieder entspricht." Der V e r b a n d s v o r st a n d hat sich der obigen Resolution der Berliner Ortsverwaltung angeschlossen. Die Notiz in Nr. 204 hat lediglich die Meinung der Redaktion wiedergegeben. Anarchismus und Sozialismus. Ueber dieses Thema hielt in einer Versammlung des Sozialdemokratischen Vereins in Erfurt Genosse L. K e s s e l r i n g einen interessanten und lehrreichen Vortrag. An der Hand von Zitaten aus Proudhon, Heß, Stirner und Bakunin wies der Referent nach, daß der Anarchismus mit unhaltbaren Theorien ein unmögliches gesellschaftliches Ideal vertrete, und schloß nach dem Bericht der Erfurter„Tribüne" ellva mit den Worten: „Fassen wir zusammen, so finden wir folgendes: Anarchismus und Sozialismus trennt vor allem das Endziel, denn während jener ein regelloses„Ausleben" des„Individuums, ohne Rücksicht auf den andern will, wollen mir ein nach bestimmten Gesetzen geregeltes genossenschaftliches Zusammenleben und-Wirken, innerhalb dessen Grenzen dem Individuum trotzdem noch, oder gerade deswegen, eine seinen Fähigkeiten und Neigungen entsprechende Betätigung gewährleistet wird, bei Erhalten voller gesellschaftlicher und staats- bürgerlicher Gleichberechtigung und Freiheit! Darum kann die Sozial- demokratie über den Anarchismus, der mit seinem Spintisieren nur bei Wirrköpfen einen Anklang findet, ruhig zur Tagesordnung über- gehen." Nebenbei gesprochen, ist es nicht ganz angängig. Moses Heß zusammen mit Proudhon und Stirner so ohne weiteres zu den Theoretikern des Anarchismus zn werfen. Heß war ja freilich ein typischer Vertreter des konfusen GefühlssozialisinuZ, der, wie jede Konfttsion manchen verwandten Zug mit dem Anarchismus hat und von dem er sich zeitlebens ntcht zu befreien versuchte. Trotzdem aber gab sich Heß doch die redlichste Mühe, mit Marx und Engels an einem Slrange zu ziehen und hat es auch sowohl in dem 1845 gegründeten„Gesellschafts- spiegel", wie in der 1347 von Bornstedt gegründeten„Deutschen Brüsseler Zeitung" getan, auch noch in den„Rheinischen Jahr- büchern" nach Kräften versucht. Die„Deutsche Brüsseler Zeitung" namentlich war aber in der Hauptsache gerade ein Kampforgan der Marx-Engelsschen Gruppe gegen die anarchistische Verseuchung des Sozialisnius durch Proudhon, Grün u. a. Speziell gegen Proudhon hat ja Heß eine scharfe und in vielem zutreffende Kritik unter dein Titel:„Die letzten Philosophen" veröffentlicht. Und schließlich hat Heß noch in den 70er Jahren an dem Leipziger„Volksstaat" mit- gearbeitet, also doch treu zur Sozialdemokratie gehalten. Was die Kritik des Anarchismus selbst betrifft, so wären wir der Ansicht, daß der Unterschied im Endziel, in dem angestrebten gesellschaftlichen Ideal, das bei weitem Untergeordnete ist, was die Sozialdemokratie von dem Anarchismus trennt. Nicht weil die Anarchisten etwas anderes wollen als wir, nicht weil sie ihr Ideal so weit gesteckt haben, daß wir ihnen nicht folgen können, sondern unigekehrt, weil sie in ihren Bestrebungen, ohne es zu wissen freilich, überhaupt nicht aus der bürgerlichen Ge- sellschaft herauskommen, deshalb kann die Arbeiterbewegung mit den Anarchisten nichts gemein haben. Der springende Punkt bei unserer Kritik des Anarchismus, wie auch seiner heutigen armseligen Spielart: des„AnarchosozialiSmns" muß unseres Erachtens darin liegen, daß wir den Arbeitern klar machen, nicht daß der Anarchismus „jede Gesellschaft, jede Organisation" und, wie Genosse Kesselring be- tonte, jede„Autorität" zerstören will, sondern ganz umgekehrt: daß er eben nichts zerstören will, daß er trotz seiner ultrarevolutio- nären Phrasen tatsächlich bloß eine unbewußte Karikatur der bürgerlichen, kapitalistischen Theorien ist. Schänder theoretische Erzvater des Anarchismus Proudhon schrieb 1845 an Marx, daß er gegen eine Revolution zum Zwecke der Enteignung der Kapitalisten sei, denn er habe das Mittel erfunden, �ohne Revolution„binnen kurzer Frist dies Problem zu lösen," er ziehe vor,„das Eigentum bei kleinem Feuer zu verbrennen". DaS schlaue„Mittel" der Abschaffung des Kapitalismus ohne Revolution war bekanntlich jenes von Proudhon in seiner„Philosophie des Elends" erfundene Projekt, wonach sich die Waren nach ihrem„wahren Wert" d. h. nach der darin enthaltenen Arbeit austauschen sollen, woraus ihm Marx in seinent unsterblichen„Elend der Philosophie" nachwies, daß aus dieses verdamntt witzige Projekt schon lange vor dem„Anarcho- sozialisten" Proudhon— die kapitalistische Gesellschaft verfallen ist. denn was er als„Mittel" zur Aufhebung des Kapitalismus vor- schlage, sei nichts anderes, als die alte Praxis des kapitalistischen Warenaustausches. Und ebenso schrieb der genannte Moses Heß über den anderen Propheten des Anarchismus, Max Stitner:„Er hat das Ideal der bürgerlichen Gesellschaft im Kopf und bildet sich ein, mit diesem Unsinn den Staat zu vernichten." Das trifft auch heute noch zu, wenn auch die heutigen paar armseligen Vertreter des Anarchismus wohl nicht einmal von ihrer eigenen Stammväter Theorien eine Ahnung haben und wenn auch das neueste„Mittel" zur„Verbrennung" deS Kapitalismus nunmehr der aus der Pistole geschossene„Generalstreik" heißt. Was in den Tiskuisionen mit den Anarchisten immer den Ausschlag geben muß, ist der Gedankengang, daß sie uns nicht„zu revolusionär", sondern daß sie bei aller Großmäuligkeit nur unbewußte Nachäffer der be- st e h e n d e n Ordnung, also Reaktionäre sind. Partei und Gewerkschaft. Ueber dieses Thema bringt das„Schuhmacher-Fach- Blatt", das in Gotha erscheinende Organ des Zentralverbandes der Schuhmacher, einen Artikel, dem wir folgende Stellen ent- nehmen: „Als einen unerhörten Vorgang in der Arbeiterbewegung" be- zeichnen einige Gewerkschaftsblätter die zwischen der Parteileitung und einer Anzahl Redakteure des„Vorwärts" ausgebrochenen Differenzen. Die Erregung darüber in den Gewerkschaften ist eine sehr geringe und selbst diese ist erst künstlich gemacht. Nicht allein die sechs kündigenden Redakteure haben, soweit ihr Einfluß reichte in den Gewerkschaften Alarm geblasen, um Stimmung für ihr Vorgehen und ihre persön- lichen Angelegenheiten zu machen, sondern auch die General- lomntission der Gewerkschaften ergriff sofort in einseitigster Weise Partei für die aus der Redaktion freiwillig ausscheidenden Redakte«. Wie liegen nun die Dinge?" Der Artikel schildert weiter die unhaltbar gewordenen Zustände unter der früheren Redaktion deS„Vorwärts" und daS notwendig gewordene Vorgehen des Parteivorstandes und der Preßkommission und fährt dann fort: „Was haben nun die Gewerkschaften mit diesem Parteistreit zu tun? Handelte es sich, wie die Sache darzustellen beliebt wurde, um ein rein persönliches Arbeitsverhältnis, das der Parteivorstand willkürlich und einseitig gelöst hätte, ohne die zu Entlassenden auch nur zu hören, so hätten zweifellos die Gewerkschaften ein Recht, sich der Entlassenen anzunehmen. Das ist aber, wie wir oben gezeigt, durchaus nicht der Fall und deshalb die Stellungnahme der Generalkommission und einer Anzahl Gewcrkicbaftsblättcr geradezu widersinnig. Die Gewerlschassett werden in keinem Fall es wagen, gegen einen Unternehmer deshalb vorzugehen, der einen oder mehrere Arbeiter entläßt resp. entlassen will, welche trotz aller Vorstellung die Arbeiten nicht machen, wie er sie will, sondern sie machen, wie es ihnen beliebt, und deshalb ist das ganze Geschmarre über die Vergleiche mit den Bourgeois sinnlos. Unvernünftig ist es von einem Teil der Gewerkschaftler, daß sie bei jeder Gelegenheit der Partei eins ans Zeug flicken wollen und immer und immer wieder einen künstlichen Gegensatz zu konstruieren suchen, und doch ohne die Hülse dieser Partei und deren Presse keinen größeren wirtschaftlichen Kampf führen können. Das können selbst auch die größten Gewerkschaften nicht. Mögen die Arbeiter ruhig prüfen und dann aber auch entschieden gegen solches die Sache der Arbeiter schädigende Treiben Stellung nehmen." Prinzipielle oder Schacherpolitik? Unser Mannheimer Parteiorgan beschäftigt sich unter dieser Aus» schrift mit den Attssührtingen des Parteisekretärs Genossen Eich- Horn, die er in der letzten Versammlung des Sozialdemokratischen Vereins in P f o r z h e i m über die Lehren der Landtagswahl machte und dabei folgendes gesagt haben soll: Unsere Stellung zu den Stichwahlen ist einen Tag zu früh von einem Parteiorgan, wenn auch nur als Meinung des betr. Organs, bekanntgegeben worden. Danach hatte der Block keine Veranlassnna, uns allzuviel zuzubilligen. Die„Volksstimme" bemerkt dazu:„Das Parteiorgan, auf das Eichhorn hier anspielt, ist unsere„Volksstimme", der Artikel, den er gemeint, unser Wahlresümee„Elanuidal ante portas" in nuserem Blatte vom 21. Oktober dieses Jahres. Wir vertraten darin die Ansicht, daß die nach dem Ausfall der Landtags- Hauptwahlen drohende absolute Zentrumsmehrheit es unserer Partei zu einem Gebot der potitischen und kulturellen Notwendigkeit machte, die Aufrichtung einer klerikalen Parteiherrschast im Lande unter allen Umständen zu verhindern. Eichhorn scheint, nach obiger Stichprobe aus seiner Pforzheimer Rede, im Gegensatz zu uns der Ansicht zu sein, wir hätten unsere Haltung in den Stichwahlen nicht nach diesem prinzipiellen Gesichtspunkt einrichten, sondern sie von dem Rebbach abhängig machen sollen, der aus dem Handel mit den Liberalen heraussprang. Zu dieser Höhe radikaler Wahltaktik ver- mögen wir uns nicht aufzuschwingen; wir sind vielmehr der Ansicht, daß in dem ernsten Augenblick nach der Hauptwahl angesichts der sich drohend heranwälzenden klerikalen Hochflut die Rücksicht auf ein oder zwei Kantmermandate mehr oder weniger für uns hinter dem Gesamtinteresse des badischen Landes zurückzutreten hatte. Oder ist Eichhorn wirklich im Ernste der Meinung, wir hätten das Ab- kommen mit den Liberalen ablehnen und damit den Schwarzen die absolute Kammermehrheit sichern sollen, lediglich deshalb, weil wir anderenfalls anstatt auf 14 nur auf 12 Mandate zu hoffen hatten?" Zu den obigen Bemerkungen sagt der Karlsruher„Volkssreund": „Genosse Eichhorn wohnl zurzeit den Reichstagsverhandlungen in Berlin bei, ist also nicht in der Lage, sofort zu antworten. Im übrigen scheint uns die Schlußfolgerung unseres Mannheimer Organs durchaus unzutreffend zn sein. Wir haben aus dem Berichte über die Pforzheimer Versammlung nicht herausgelesen, daß Eichhorn das Stichwahlabkommen von der Zahl der uns von den Liberalen zugebilligten Mandate abhängig gemacht hätte." Berichtigung. In unserer Nummer vom 6. d. M. brachten wir eine Notiz, daß bei den Stadtverordnetenwahlen in Leipzig fünf Ordnungsparteiler und ein Sozialdemokrat gewählt seien. Die Ortsattgabe ist unrichtig, es muß Leisnig i. S. heißen. polizeiliches, Oerichtliches übt». — Die vorsichtige Polizei. In O h l a u hat die Polizei das Aufleben des Plakats der Breslauer„Volksmacht" auf den städtischen Anschlagsäulen abgelehnt, weil sie„keine Veranlassung habe, fördernd für die Ausbreitung des sozialdemokrattschen Blattes zu. wirken". Na, es wird schließlich auch ohne die gütige„Förderung" der löblichen Polizei gehen. Aber wir haben starke Zweifel, ob das polizeiliche Aufsichtsrecht über die Plakate überhaupt in dieser Weise gehandhabt werden darf. Zlug Industrie und k>andel. Hamburgs Seeschiffahrt bis Ende November 1905. Von Januar bis Ende November dieses Jahres kamen ein und gingen ab: 23 395 Seeschiffe mit 19,197 Millionen Registertonnen netto, das sind 597 Seeschiffe mit nicht weniger als 1,28 Millionen Register- tonnen netto mehr als in der gleichen Zeit des Vorjahres oder fast soviel, wie im ganzen vergangenen Jahre einschließlich des Dezember. Dieses Ergebnis ist ungemein günstig; es zeigt eine Aufwärts« bewegung, die selbst über das Maß der gewohnten jährlichen Zu- nähme des Hamburgischen Schiffsverkehrs erheblich hinausgeht. Berkehr auf dem Kaiser Wilhelm-Kaual im Jahre 1904. Den Kanal benutzten 17707 deutsche Handelsschiffe mit 1 103 825 Register- tonen netto. Dieser Verkehr hat gegen das Borjahr zwar an Schiffs- zahl abgenommen, dagegen an Raumgehalt um 43 117 Registertonen zugenommen, eine Erscheinung, die durch die auf Kosten der Schiffs- zahl in ihrer Gesamttonnage wachsende Größe der Dampfer, Segel- schiffe und Leichter begründet ist. Der größte Verkehr bewegte sich von und nach den Elbhäfen (Hamburgs; er beträgt schon jetzt nach Anzahl der Schiffe 28,72 Proz� nach Anzahl der Registertons 18,57 Proz. des gesamten Verkehrs. Die Ergebnisse der schweizerischen Betriebszählung. Das eid- genössische statistische Bureau in Bern veröffentlicht die vorläufigen Resultate der eidgenössischen Betriebszählung vom 9. August. Es wurden insgesamt 504 022 Betriebe gezählt und zwar 250 066 mit Landwirtschaftsbogen, 242 543 mit BetriebSbogen für Gewerbe, In- dustrie und Handel. 71 413 mit Heimarbeitskarten. Die Inhaber der Betriebe sind 457 513 Einzelpersonen und 35 096 Personen- verbände. Inhaber mit nur einem Betrieb gibt es 348 505, Inhaber mit je zwei oder mehr Betrieben 144 104. Die Gesamtzahl der zu sämtlichen Betrieben gehörenden Personen betrug am Zähltage 1795 166. Betriebe mit Motoren sind 26 469 gezählt worden. Sie verfügen zusammen über 515 859 Pferdekräfte. Stillstand in den Nussenkursstürzen. Infolge beruhigender Erklärungen RouvierS im französischen Ministerrat kamen die Kurs- stürze in russischen Papieren zum Stillstand. Aktiengesellschaft Fr. Krupp. Die Firma macht wieder in Wohl- taten. Nachdem in den letzten Wochen viele Schlosser auf dem Werk gekündigt haben, weil ihnen Löhne von sage und fchreibe 2,80 M. nicht genügen, läßt man jetzt einige Weihranchwolken steigen. Anläßlich der im Grunde genommen nur aus der Vertretung des Fräulein Krupp bestehenden Generalversammlung der Aktiengesellschaft Fr.� Krupp wurden 1 Million Mark zngunsten der Pensions- und Unterstützungs- knssen atisgeivorfen. Daß die Pensionskassen für die Arbeiter alles andere eher als Ivirkliche WohlfahrtSeinrichtungen sind, das ist schon wiederholt nachgewiefen worden, zuletzt voch in einer Arbeit des bürgerlichen Sozialpolitikers Dr. A. Gutter. Die»Wohltat" verhin�' aber auch nicht, daß Fräulein Krupp, ob» wohl noch ein Betrag von 3,2 Millionen Mark dem sogenannten Rücklagekonto Sparbüchse überwiesen nuurde, noch 71 Broz. Dividende einstecken kann. Selig sind die Neid, en, fie werden immer mehr erhalten. Kohlenverfand. Der Versand in den ersten 11 Monaten dieses Jahres betrug im Ruhrrevier 5 080 868 Doppelwagen gegen 5 214 431 Doppelwagen in derselben Zeit des Vorjahres, im Saarrebier 739 213 Doppelwagen gegen 715 697 Doppelwagen, aus Oberschlesien 1 804 999 Doppelwagen gegen 1 625 4 18 Doppelwagen. Kohlen- und Erzproduktion in Oberschlesient. Nach der Statistik des Oberschlesischen Berg- und Hüttenmännisch en Vereins belief fich die Gesamtproduktion an Kohlen-, Eisen- mid Zinkbleierz in den erſten neun Monaten dieses Jahres auf 23 416 330 Tonnen, gegen 22 202 904 in derselben Zeit des Vorjahres. Brauereien gegen die Biersteuer. Eine Beksammlung der Vertreter rhein.- westf. Brauereien beschloß die bsendung einer Refolution, worin ausgedrückt wird, daß bei der heutigen Lage der Brauindustrie die Brauereien außerstande feien, neue Steuern zu tragen, so daß die Belastung ausschließlich das fonfumierende Bublifum treffe. Die Versan.umlung erwartet bestimmt, daß der Reichstag dem Gesezentwurf seine Zustimmung verſagen werde, weil die Annahme dieses Gesetzes speziell eine tief gebende Schädigung der norddeutschen Braui udustrie herbeiführen würde. " Der Bescheid, der die Untersagung der Ausführung oder Leitung| gebung müßten sich die Kaffen mehr fümmern, besonders um die eines Baues ausspricht(§ 53a), fann, soweit nicht durch die Landes- Bollgesetzgebung, da bei jeder Erhöhung der Lebensmittelpreise gesetzgebung ein besonderes polizeiliches Verfahren hierfür vorgesehen auch die Höhe der Krankheitsziffer steige. Der Referent erörterte ist, im Wege des Returses gemäß§§ 20, 21 angefochten werden. nun die Verwaltung der Krankenkassen. Die Selbstverwaltung sei Die Landesregierungen können bestimmen, daß die Anfechtung im von allen Seiten bedroht. Es muß zugegeben werden, daß die Verwaltungsstreitverfahren zu erfolgen hat. Die Einlegung von Bersplitterung der Kassen ihre gedeihliche Entwickelung unmöglich Rechtsmitteln hat keine aufschiebende Wirkung." mache, große zentralisierte Kassen fönnen ganz andere Leistungen Der Gesezentwurf der Regierung würde das Erwerbsprivilegium, erfüllen. Eine Verwaltung der Krankenkassen aber, wie sie die welches die Befähigungsnachweisschwärmer fordern, ihnen verschärft Regierung und die Landesversicherungsanstalten anstreben, würde durch Polizeiwillfür gewähren, ohne daß auch nur das geringste zu für das Proletariat nur von Nachteil sein. Angesichts dieser dem gunsten der rund 11 Millionen Arbeiter geschieht, die im Bau- Selbstverivaltungsrecht drohenden Gefahr wird es Pflicht jedes gewerbe beschäftigt sind. Im Jahre 1898 ist zweds Verringerung Mitgliedes, sich um feine Staffe zu fümmern, ganz besonders der Unglücksfälle ein Rundschreiben an die Bundesregierungen er müßten sich die Frauen gründlich mit den Krankenkassenverhält lassen. Seitdem ist so gut wie nichts auf diesem Gebiete geschehen. nissen beschäftigen. In der Diskussion betonte Fräulein Dr. Die Arbeiter verlangten jahraus jahrein zum Schuß gegen Verluste Wygodszinsky die unbedingte Notwendigkeit der Zentralisation hr es Lohnes durch Bauschwindler Haftbarmachung derjenigen, in der Krankenkassen, Herr Sydow fette die der Zentralisation entderen Nuzen ihre Arbeitskraft verwendet ist. Zweds Unfalls gegenstehenden Schwierigkeiten auseinander. Donnerstag, den verhütung ist Erlaß eines Bauarbeiterschutzgesetzes, insbesondere 28. Dezember, findet in den„ Arminhallen" ein geselliges Beiauch Einführung von Arbeiter bautontrolleuren für alle sammensein mit Kindern statt. Beginn 6 Uhr. Bauten dringend erforderlich. Die Bauarbeiterschußkongresse und die Arbeiten der Zentralfommiffion für Bauarbeiterschutz haben diese Forderungen und die Notwendigkeit voller zivilrechtlicher und strafrechtlicher Haftbarkeit der Unternehmer für alle Unfälle eindringlichst bargetan. Trotzdem enthält der Regierungsvorschlag teinerlei Vorschlag, der die von Jahr zu Jahr wachsenden Unfälle zu mindern geeignet wäre. Das nennt die Regierung Sozialpolitik. Der Gärtner hat folgende Obliegenheiten zu erfüllen: 1. Den Garten: Mistbeete anlegen, Gemüsegarten bergrößern, Obstbäume pflanzen, Spargel- und Erdbeerbeete anlegen, Park in Ordnung halten und selbst fleißig im Garten arbeiten. 2. Die Forst, girfa 300 Morgen, beaufsichtigen, durchforsten, nachpflanzen, neue Stulturbeete und Pflanzgärten anlegen; 3. muß Soldat gewesen sein und wenn möglich Rad fahren fönnen; Der Minister hat gesprochen. Ueber die Geschäftsgebarung des Was in Ostelbien ein Gärtner alles leisten foll. Ein Brief des Berbandes norddeutscher Steinfalzbergwerte hat die Handelstamumer Rittergutsbesigers Lüdice aus Schmarkenthin bei Kölpin, Kreis in Breslau beim Handelsminister Beschwerde geführt. Dieser er- Stolberg, an einen Gärtner, der um eine dort ausgeschriebene Stelle widerte, er habe auf Grund der angestellten Er mittelungen nicht den sich bewarb, zeigt, welch außerordentliche Arbeit von einem Gärtner Eindrud gewonnen, daß die Herauffeßung des Verkaufspreises für verlangt wird. Der Rittergutsbesitzer schreibt u. a. auf das BeGewerbefalz seitens des Verbandes Norddeutscher Steinfalzberg- werbungsschreiben: werke im Vergleich zu der Geschäftslage der produzierenden " Ich wundere mich, daß Sie vom Allgemeinen Gärtnerverein Betriebe als eine übermäßige angesehen verden könne. Die nicht die hiesigen Bedingungen erhalten haben, denn dadurch wird Bedingung, daß der Käufer für einen bestim nten Zeitraum feinen unnüß Zeit vertrödelt. ganzen Bedarf von Verbandswerken zu beziehen hat, wird auch nicht ausnahmslos, sondern nur bei langsichtigen Lieferungsverträgen gestellt. Wünscht der Käufer auf die Bedingung nicht einzugehen, so ſteht es ihm frei, seinen Bedarf, ohne abzusa Kießen, von Fall zu Fall gegen einen angemessenen Preisaufschlag zu faufen. Endlich sei die Annahme, daß der Verband eine Monopolstellung einnehme, aus dem Grunde unzutreffend, weil ihm in dem in Rede stehenden Absatzgebiet die vereinigten norddeutschen Salinen als ebenbürtiger Konfurrent gegenüberstehen. Die Handelskammer, hat diesen Bescheid den Interessenten zugehen lassen. Diese haben aber erklärt, daß die im geschäftlichen Verkehr gemachten Beobachtungen und Erfahrungen mit den im Ministerialbescheide angeführten Tatsachen nicht völlig übereinstimmten. So sei in bestimmten Fällen der Bezug von Salz von dem Abschluß für einen Zeitraum von 3 Jahren abhängig gemacht worden. Die Kammer hat dashalb den Minister um nochmalige Prüfung der Angelegenheit ersucht. Dieser hat jedoch keinen Anlaß gefunden, seine Stellung in dieser Frage zu ändern. Wie kann man auch von einem Minister verlangen einen einmal eingenommenen Standpunkt zu ändern. 0286 Soziales. 4. muß bei Gesellschaften servieren; 5. hat die Stiefel des Herrn und etwaiger Besuchsherren zu reinigen und zu puzen, die Garderobe derselben zu reinigen, Gewehre in Ordnung und sauber zu halten und Munition anzufertigen; 6. Gärtner hat die Bienen zu besorgen; 7. muß die im Walde gelegenen Rieselwiesen versehen und Wasser abstellen und laufen lassen nach den ihm gemachten Angaben und Fischerei beaufsichtigen; 8. hat als Stellvertreter die Gutsvorstehergeschäfte zu besorgen. 9. hat die Jagd von zirka 1900 Morgen zu beschießen und den Jagdschutz darauf auszuüben; 10. er hat kleine häusliche Aushülfsdienste mit zu besorgen. Bei Zufriedenheit ist spätere Verheiratung gestattet. Für selbst gestoffenes Wild und gefangenes Raubzeug gibt es angemessenes Schußgeld. Rehböde schieße ich ab. Dem Gärtner beſteht der Abschuß von Rebhühnern, Enten, Schnepfen, Raubzeug, burchziehendem Rot- und Schwarzwild zu. Hirsche, die hier oft durch wechseln, darf er während der Jagdzeit immer schießen. Hirsche stehen auch oft in hiesiger Forst. An Gehalt wollte ich vorläufig 200 Mark geben und freie Station und Wäsche. Ablehnung von Bauarbeiterschutzgesetzen. Seit Jahren wird von zünftlerischer Seite die Wiedereinführung des Be, ähigungsnachweises für das Baugewerbe gefordert. Die Reichsregier ang ist diesem Ver- Gewehre und Munition hat sich der Gärtner selbst zu halten. langen durch einen gestern dem Reichstage zugegan Solange er unverheiratet ist, fann er die Herrschaftlichen Jagdhunde genen Gesezentwurf weit entgegengekommen. Nach dem(? Schreibfehler für Jagdbude?) benutzen. Vorläufig wohnt der Gärtner da noch keine andere passende Entwurfe foll zwar nicht der Befähigungsnachweis eingeführt werden. im herrschaftlichen Hause, Seine Undurchführbarkeit wird in den Motiven des Gefeßentwurfes Wohnung vorhanden ist. Er hat sich in jeder Beziehung im Hause dargelegt. Statt dessen schlägt die Reichsregierung in dem Gesetz anständig aufzuführen. Später wird ihm eine andere Wohnung ein Mittel vor, das den im Baugewerbe herrschenden Mißständen angewiesen werden, wenn eine solche gebaut ist. Ich habe das Gut entgegentreten foll. Tatsächlich würde es aber die Ursachen nicht erst fürzlich gekauft und der Platz ist mir noch tnapp. berühren, welche Leben, Gesundheit und Vermögen der Arbeiter im ein Gärtner noch nicht gehalten worden. Es gibt im Garten und Jch reflektiere nur auf einen Baugewerbe schwer schädigen. Die seit Jahren seitens der Arbeiter in der Forst eine Menge Arbeit. erhobenen Klagen und die von ihnen zur Milderung der Schäden Gärtner, der fleißig ist und selbst arbeitet. Einen feinen Obergärtner, oft und eindringlich dargelegten, durchführbaren Mittel zur Ver- der nur anordnet und nicht mitarbeiten will, kann ich nicht gehütung der schweren Schäden im Baugewerbe fird im Gefeßentwurf nicht berücksichtigt. note Das brauchen. Bis mehr Platz im Hauſe vorhanden ist, müßte ber Gärtner mit einem unverheirateten Kutscher, einem sehr ordentlichen Das Gesetz will durch eine Einschaltung im§ 35 der Gewerbe- Menschen, der mir von meinem früheren Gute nachgekommen ist, zusammen wohnen. Auch wenn Handwerker hier zu tun haben, ordnung der allweisen Polizei, die insbesondere auf dem Gebiete des Bauwesens so völlig versagt hat, die Befugnis erteilen, in gleicher müßten dieselben vorläufig mit beim Gärtner wohnen. Ich muß Weise wie die Polizei heute schon bei Erteilung von Tanz-, Turns, erst noch bauen, um mehr Platz zu bekommen. Die Stellung fann jeden Tag angetreten werden. Schwimmunterricht, beim Trödelhandel, beim Handel mit Lotteries Losen, beim Rechtskonsulentengewerbe das Gewerbe untersagen Engagement gilt auf ein Jahr mit gegenseitiger sechswöchentlicher Kündigung." tann, wenn Tatsachen vorliegen, welche die Uitzuverlässigkeit des Wie verlockend find so vielfache Dienste als Gesinde, Förster, Gewerbetreibenden in Bezug auf diesen Gewerbebetrieb dars tun", ländlicher Arbeiter, Jäger, Bienenzüchter und stellvertretender Gutsden Betrieb des Gewerbes als Bauunternehmer oder Bauleiter sowie den Betrieb einzelner Zweige borsteher gegen ein Jahresgehalt von 200 Mart. Daneben reizt die AusBaugewerbes zu untersagen. Der Gefeßentwurf will ferner als ficht, in der Junggesellenzeit die herrschaftlichen Jagdbude benutzen, § 35a folgende Vorschrift in die Gewerbe- Ordnung neu einfügen: auch mit Kutscher und Handwerkern eine Stube teilen, ja sogar bei Mangel an technischer Vorbildung kann als eine Tatsache im Zufriedenheit heiraten zu dürfen. Trotz dieser nach dem Brief des Sinne des§ 35 Absaz 1 gegenüber Bauunternehmern, Bauleitern Rittergutsbesizers in Pommern üblichen Bedingungen hat der oder Personen, die einzelne Zweige des Baugewerbes betreiben, Adreffat dankend abgelehnt. des Aus der Frauenbewegung. nicht geltend gemacht werden, wenn sie das Zemgnis über die Ablegung einer Prüfung für den höheren oder mittleren bautechnischen Staatsdienst oder das Prüfungs- oder Reifezeugt is einer staatlichen oder von der zuständigen Landesbehörde gleichge stellten baugewerklichen Fachschule besigen oder wenn sie Diplomingenieure sind. Das Gleiche gilt gegenüber Bauunternehmern und Bauleitern, wenn fie gemäß§ 133 die Meisterprüfung im Maurer- oder Zimmerergewerbe Im Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse sprach bestanden haben, sowie gegenüber Personen, die einzelne Zweige des am Montag Herr Albert Kohn über„ Die Entwickelung und die Baugewerbes betreiben, wenn sie gemäß§ 133 die Meisterprüfung Aufgaben der Krantentassen". Der Referent schilderte die Entin dem von ihnen ausgeübten Gewerbe bestanden haben. Die wickelung der Krankenkassenbewegung und charakterisierte dann die Landeszentralbehörden sind befugt zu bestimmen, welche Prüfungen jetzigen Verhältnisse der Kassen und der Gesetzgebung. Seit dem und Zeugnisse den im ersten Saz bezeichneten( leichzustellen find." Tuberkulosetongreß 1899 könne eine Besserung im KrankenkassenDie Möglichkeit, bei umfangreicheren oder schwierigeren Bauten wesen fonstatiert werden, trotzdem sei der größere Teil der Kassen im Einzelfalle inzuverlässige Baugewerbetreibende zurückzuweisen, noch sehr rückständig. Von manchen günstigen Bestimmungen in foll folgender§ 53a und ein Zusatz zu§ 54 geben: der Gesetzgebung, die den Patienten zugute tommen, machen viele § 53a. Die unteren Verwaltungsbehörden können bei solchen Krankenkassen feinen Gebrauch. Es liegt dies auch zum großen Bauten, zu deren sachgemäßer Ausführung nach dem Ermessen der Teil an den Mitgliedern selbst, die meist völlig unaufgeklärt Behörde ein höherer Grad praktischer Erfahrung oder technischer Vor- über ihre Rechte und Pflichten den Krankenkassen gegenüber sind. bildung erforderlich ist, im Einzelfalle die Ausführung oder Anzustreben sei: ausgiebigeres Krankengeld, ausgedehnte KrankenLeitung des Baues durch bestimmte Personen untersagen, wenn Tat- hausfürsorge, für welche auch die Kommune beisteuern müsse, fachen vorliegen, aus denen sich ergibt, daß dieje Personen wegen Familienunterstüßung, die heute in Deutschland noch nicht bei Unzuverlässigkeit zur Ausführung oder Leitung des beabsichtigten 50 Kassen eingeführt ist, Säuglingsfürsorge, KindererholungsBaues ungeeignet sind." stätten, Krankheitsverhütungsvorschriften, alles Maßnahmen, die aufs innigste die Krankenkassen angehen. Auch um die Gesetz§ 54 erhält folgenden zweiten Absatz: Steglit. Des Weihnachtsfestes wegen fällt die Versammlung des Bildungsvereins für Frauen und Mädchen von Steglitz und umgegend im Monat Dezember aus. Der Termin der Generalbersammlung im Januar wird noch bekannt gegeben. Bankow. Der Frauen- und Mädchen- Bildungsverein hält heute abend im„ Kurfürsten", Berlinerstr., seine Mitgliederversammlung ab. Herr Eichler wird einen Vortrag halten über„ Bilder aus der Volksschule". Gäste, Männer und Frauen, willkommen. Seine Ansicht. In einer gut besuchten Versammlung für Frauen und Mädchen, die in vergangener Woche in Düffeldorf tagte, wurde in der Diskussion auch die Frage der Anstellung geistlicher Drdensschwestern in städtischen Heilanstalten gestreift. Unsere Genossinnen sprachen sich gegen die Anstellung solcher Pflegerinnen aus. Anderer Meinung war Genosse Funke, der nach der„ D. Bolfsztg. folgendes ausführte: Die Weiber bedürfen, wie die Männer, der Belehrung. Alle schönen Worte haben ihren Zweck verfehlt, wenn sie nicht gehört werden; sorgen Sie zuerst, meine Damen, dafür, daß der Saal voll Hörerinnen ist, wenn Vorträge gehalten werden, und informieren Sie sich zu Hause in der " Volkszeitung" über die täglichen Vorkommnisse. Als Partei geht uns die Krankenhausvorlage nichts an, als Bürger haben wir ein Interesse daran, ins städtische Krankenhaus gutes Pflegepersonal zu bekommen. Unter geistlichen Schwestern finde man gute leibliche Pflegerinnen und umgekehrt sei es aber auch nicht ausgeschlossen, unter weltlichen Pflegerinnen Betschwestern zu finden. Ins Stadtparlament müssen wir Einzug halten, um in den Kommissionen über derartige Anstalten wachen zu fönnen, um mitzuwirken an geregelten Zuständen. Den Ausführungen Funkes wurde allseitig widersprochen. Dem Widerspruch können wir uns anschließen. Wir können z. B. durchaus nicht damit einverstanden sein, daß geistliche Schwestern in Heilanstalten franke Personen durch Belehrungsversuche seelisch quälen und dadurch den Heilungsprozeß hemmen. ( Wiederholt, weil nur in einem Teil der Auflage.) Eingegangene Druckschriften. Ernst Friedegg. Deutsche Sprachfünder. 36 kritische Studien. 183 G. Preis 2 M. Verlag S. Cronbach, Berlin W 57. Ernst Challier sen. Die Anstalt für musikalisches Aufführungsrecht in Berlin. 25 Seiten. Selbstverlag in Gießen. Prof. Dr. W. Nein. Kirche, Staat und Schule. Nr. 2. Moderne Beitfragen. Preis 1 M. Pan- Verlag, Verlin SW 61. Veröffentlichungen der Deutschen Gesellschaft für Volksbäder. III. Band 4. Heft. Verlag A. Hirschwald, Berlin NW, Unter den Linden 68. Peter Behrens. Alkohol und Kunst. 8 Seiten. Berlag Deutschlands Großloge II des I. D. G. T.( Geschäftsstelle: P. Jepsen, Flensburg, Neustadt 45.) Berliner Marktpreise. Aus dem amtlichen Bericht der städtischen Markthallen- Direktion. Rindfleisch Ia 65-70 pr. 100 Pfund, IIa 58-65, IIIa 52-58, IVa 42-50. Stalbfleisch Ia 84-88, IIa 72-82, IIIa 54-68, Rotwild Hammelfleisch Ia 65-75, IIa 50-60. Schweinefleisch 68-75. fund 45-55 Pf. Hafen Stüd 3,50-3,70, flein 1,50-2,00. Kaninchen Stüd 0,80-1,00. Hühner pro Stück, alte 1,30-1,85, junge Ta 0,80-1,15. bo. Ila 0,50-0,60. Tauben, junge 0,50-0,68, alte 0,40-0,45. Enten junge 1,50-2,50. Gänse pro Stüd, Ia 3,50-4,50, IIa 2,50-3,00, pro Bfd. la 0,60-0,63, IIa 0,50-0,58. Schellfische 00-00 m., Flunder 20-26 M. pro 100 Bfd. Hechte 88-96 M., Schleie, unsortiert 117 M. Aale, groß 0,00, Lachs 00,00. mittel 0,00, flein 0,00, Blöken 35, Starpfen uns. 75 M., Schottische Bollheringe( gesalzen) 40-44 M Gier, Schock 5,00. Butter pro Ila 118-124, IIIa 115-118, abfallende 100 Pfund Ia 124-126, 95-110. Kartoffeln pr. 100 Pfd. rote 2,00-2,25, Nojen 0,00-0,00, blaue 0,00-0,00, runde weiße 1,80-2,00. irfingfobl pr. Schod 4,00-8,00, Weißfohl 6,00-8,00, Rotfohl 4,00-8,00, holl. 12-15 M. Saure Gurten, Schod 2,00 M. Witterungsübersicht vom 6. Dezember 1905, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm Wind Bunpla Windstärke Better Temp. n., C. Hot Dog Stationen Barometer. stand mm Windstärke Wind richtung Better -bedeckt 4 bedeckt aparanda 760 SSW 4Regen 766 Still 761 23 745 SSD 2 bedeckt 762 S2 3 bedeckt 1 Warschau -1 Scilly Olberdeen -4 Baris Temp. n. G. 13950 6 Swinemde. 763 SSB 2 bedeckt-0 Hamburg 761 SSD 3 bebedt Berlin 763 S 3 bedeckt Franks.a.M. 764 S 4 Schnee München 767 SW 2 heiter 767 Still Nebel Wetter- Prognose für Donnerstag, den 7. Dezember 1905. Etwas wärmer, vorherrschend wolkig mit leichten Regenfällen und mäßigen füdwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Wien Ih Wasserstand am 5. Dezember. Elbe bei luffig+0,38 Meter, bet Dresden-1,02 Meter, bei Wagdeburg+1,81 Meter. Unstrut bei Strankfurt Meter. Oder bei Ratibor+1,50 Meter, Breslau Oberpegel 5,00 Meter, bei Breslau Unterpegel bei Frankfurt+1,93 Meter. Weichsel bei Barthe bei Posen+1,28 Meter. +3,54 Meter. Usch- Meter. bei 0,82 Meter, Brahemünde Meze bei Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Größere Größere zuferate bitten wir vorher anzumelden und bis 4 Uhr nachmittags einzusenden. Die Expedition. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Freitag, den 8. Dezember, abends 8%, Uhr, im Hofjäger- Palast, Hasenheide 52/53: Außerordentliche General- Verfammlung. Zages Drdnung: Fortsetzung von der am 5. d. M. abgehaltenen Generalversammlung: 1. Bericht der Agitations- und Lokalkommission sowie Neuwahl des Vorftandes und der Kommissionen. 2. Anträge. 239/ 18* Mitgliedsbuch legitimiert. Bahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Orts- Krankenkasse der Gürtler. Die Wahl von 215 Vertretern ber Staffenmitglieder aur General- Versammlung findet am Sonntag, den 10. De zember, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal 5, statt. Der Wahlaft beginnt um 9 Uhr bormittags und endet um 1 Uhr nachmittags. Wähler sind sämtliche großjährigen Mitglieder. 9866 Nur Mitgliedsbuch legitimiert. Die Wahl von 107 Vertretern der Arbeitgeber zur Generalversammlung findet am Mittwoch, den 13. Dezember, abends 8 1hr, im Saale zum legandriner, Alexandrinenstr. 37, statt. Die Herren Arbeitgeber, welche für die von ihnen beschäftigten Staffenmitglieder Beiträge aus eigenen Mitteln zahlen, werden zu dieser Wahl hierdurch eingeladen. Quittung über gezahlte Beiträge legitimiert. Berlin, den 6. Desember 1905. Der Vorstand. G. Kneiff, Borsigender. 6. Wahlkreis. Sonntag, den 10. Dezember 1905, abends 6 Uhr, im Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23: Geffentl. Versammlung für Männer u. Frauen. Tages Drdnung: 269/ 6* Rezitation aus Reuters Werken von Fräulein Hedeler. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vertrauensmann. Nach der Bersammlung: Gemütliches Beisammensein mit Tanz. Achtung! Athleten Achtung! Berlins und Umgegend. Sonntag, ben 10. Dezember, vormittags 11 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Oeffentliche Versammlung. H. Ströbel. Zages Ordnung: Wie stellen wir uns zur Gründung eines Arbeiter- Athleten Bundes? Referent: Genosse Rebatteur Der wichtigen Tages- Ordnung halber ersuchen wir alle Sportskollegen, recht zahlreich zu erscheinen. Zentralverband der Maurer Deutschlands. Zweigverein Berlin. Sektion der Gips- und Zementbrauche. Freitag, 8. Dezember, abends 8 1hr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( gr. Saal): Versammlung. Zages Drbnung: Stellungnahme zum Uebertritt der Rabizpuzerträger und Hülfsarbeiter in ben Berband der Bau- Hülfsarbeiter. Referenten: Th. Bömelburg und G. Behrend. NB. Außer den Rabizpuzerträgern und den Hülfsarbeitern haben nur noch die sämtlichen Funktionäre ber Sektion Zutritt zu diefer Versammlung. Mitgliedsbuch legitimiert, ohne dasselbe kein Zutritt. Unsere Warenhäuser sind am Sonntag den 10. Dez. von 12-8 Uhr geöffnet. Um unserer werten Kundschaft Gelegenheit zu geben die Weihnachts- Einkäufe rechtzeitig zu besorgen, und dem grossen Andrange kurz vor dem Feste vorzubeugen, haben wir uns entschlossen, bei Einkäufen am Donnerstag, d. 7. Die Sonnabend, d. 9. Freitag, d. 8. Sonntag, d. 10. Doppelte Anzahl Rabattmarken auf Verlangen zu verabfolgen. A. Jandorf& Co. Spittelmarkt Belle Alliance- Strasse Grosse Frankfurter Strasse Brunnen- Strasse Einige Artikel sind von obiger Vergünstigung ausgeschlossen. Verband deutscher Textilarbeiter. 159/18 Sonnabend, den 9. d. M., abends 8, Uhr, im Gewerkschaftshause, Der Vorstand. Zentral- Verband der Töpfer. Freitag, den 8. Dezember 1905, abends 6 Uhr: Ban- Vertrauensmänner- Sikung bei Keller, Stoppenstraße 29( fleiner Saal, 1 Treppe). Zages Ordnung: 1. Weitere Stellungnahme zur Lohnbewegung. 2. Die Situation auf unferem Arbeitsnachweis. 3. Verschiedenes. 201/ 5* Kollegen! Sorgt dafür, daß jeder Bau vertreten ist! Alle Kollegen, welche in unserer Verbandsorganisation Aemter bekleiden, find zu dieser Sigung eingeladen. Der Vorstand. Deutsche Metallarbeiter- Gewerkschaft. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau und Arbeitsnachweis: Rosenthalerstr. 57.( 2. Eingang: Gormannstr. 28.) Geöffnet von 9-2 und 4-8 Uhr. Telephon: Amt III 1296. Engel- Ufer 15( Saal 1): Orts Krankenkasse der Schmiede und verwandten Gewerbe. Die zweite Abänderung zum Statut Komb. Versammlung der Filialen Berlin, Beschluß der Generalversammlung Berlin II und V. Tages- Ordnung: Nachwahl zum Hauptvorstand für den ausgeschiebenen Kollegen Voigt. Daran anschließend: 205/11 General- Versammlung der Filiale Berlin. Zages Drdnung: bom 1.7.05.) ist vom Bezirksausschuß genehmigt und tritt mit dem Tage der Veröffentlichung in Straft. Der Vorstand. Ad. Pilgrim, Borsigender. 1. Antrag: Erhebung eines Lofalzuschlags von 5 f. pro Woche für männliche Mitglieder. 2. Festsetzung der Entschädigung des ersten Borfizenden und ersten Kassierer. 3. Neuwahl des Vorstandes, der Revisoren und der 4. Berschiedenes event. Anträge zur Generalversammlung Bibliothekare. in Mühlhausen. Mitgliedsbuch legitimiert. Der wichtigen Tages.Drbnung wegen ist es Pflicht eines jeden in der Ber fammlung zu erscheinen und erwartet zahlreichen Besuch Der Vorstand. direkt aus der Fabrik. Konsum- Verein Tegel u. Umgegend E. G. m. b. H. Donnerstag, den 14. Dezember, abends 8 Uhr, bei Trapp, Bahnhofstraße Nr. 1: General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Wahl resp. Anstellung eines Geschäftsführers. 2. Ergänzungswahl bes Borstandes und Aufsichtsrats. 3. Verschiedenes. Der Aufsichtsrat. Joh. Maier, Vorftzender. Freitag, den 8. Dezember 1905, abends 8%, Uhr, im Lokale des Herrn Wilke, Brunnenstr. 188: Sonntag, 10. Dezember, vorm. 10 Uhr, im„ Rosenthaler Hof", Rosenthalerstr. 11-12: 140/10 Ordentl. Generalversammlung Volks- Versammlung. für das dritte Quartal 1905. Sages Drbnung: 1. a) Bericht der Drtsverwaltung; b) bes Staffierers; c) der Revisoren. 2. Neuwahlen laut§ 7 des Statuts. 3. An die Berwaltung gelangte Anträge. 4. Unsere Agitation. Mitgliedsbuch legitimiert. Bollzähliges Erscheinen aller Mitglieder erwartet Achtung! Maurer. Die Ortsverwaltung. Achtung! 28/4 Die Differenzen in betreff der Arbeitszeit auf dem Bau Kaiserhof bei der Firma 2a chmann u. Zauber find noch nicht beigelegt. 24 Verbandskollegen wurden am Sonnabend andgesperrt, weil dieselben für die vertraglichen Bestimmungen eingetreten find. Lages.Drbuung: 1. Die direkte Aktion und der politische Waffenftreik." Otto Buek- Steglit. 2. Frete Diskussion. 10065 Referent: Der Einberufer. Damen- Konfektion Kein Laden. Nach beendeter Engros- Saison auch Einzel- Verkauf enorm billig Ulsters Havelocks Capes Jacketts Paletots KostümRöcke MädchenPaletots Pelz- Stolas Verein Berliner Hausdiener Robert Baumgarten gegründet 1883. Arbeitsnachweis u. Bureau: Alte Leipzigerstraße 1. Eing. Raules Hof. Heute Donnerstag, 7. Dezember, abends 9 Uhr, in der Berliner Reſſource, Kommandantenstraße 57: Hausvogtei- Platz 11, 2. Etage ( an der Jerusalemerstraße). Bei Vorzeigung d. Inserates an der Kasse werden 5 Proz. Rabatt vergütet. A13 Ersatz für die Ausgesperrten find vom„ Berein zur Wahrung der Mitglieder- Verfammlung. Sonntag bis 8 abends geöffnet. Jutereffen der Maurer Berlins und Umgegend" die entstandenen Lücken teilweise befekt worden. Im Verbande organisierte Kollegen, welche die Bestimmungen des Vertrags einhalten, werden dort nicht eingestellt. Wir ersuchen die Verbandskollegen, die Baustelle so lange zu meiden, bis die Differenz beigelegt ist. Die Verbandsleitung der Maurer. J. A.: Emil Thönd. Zages Ordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Bortrag des Herrn Albert Kohn über: Wohnungsverhältnisse, Wohnungsenqueten. 2. Diskussion. 3. Berschiedenes. Zu diesem hochinteressanten Vortrage ist es im eigerten Interesse der Kollegen notwendig, recht zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand. 9576 0600 Mein Zahnatelier habe ich von Urbanstr. 133 nach Oranienplay, Luisennfer 22 II Emil Schaefer, berlegt. 46472* bordem 16 Jahre Urbanstraße u. Kot'userdamm. Fülle Dein Bett mit neuen Gänsefedern? Ungeriffen mit allen Daunen gleich füllfertig Geriffene Federn. bon 1.30 M. an 1,75 " 2,00 19 Reelle Bedienung! Umtausch gestattet! Paul Paegelow, Bettfedern- Großhandlung Briezen, Oberbruch. Verantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inferatenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW Nr. 286. 22. Jahrgang. 2. StildjlC ittü.AwW" Knlim WMM. Donnerstag, 7. Dezember IM. k�errendaus. L. Sitzung. Mittwoch, den s. Dezember, t Uhr. Am Ministertisch: Dr. B e s e l e r. Das Andenken an die verstorbenen Mitglieder wird w der üblicken Weise geehrt. Aus der Tagesordnung stehen in erster Linie: Geschäftliche Mitteilung« rr. Präsident Fürst zu Inn- und Knyphausen macht Mitteilung von der Konstituierung der Abteilungen und von den eingegangenen Lorlagen. Hierauf werden die Herren Generalleutnant Freiherr v. Haustein, Kommerzienrat H a n i e I. Großadmiral v. K ö st e r und Graf v. Kayserling-Rautenburg in der vorgeschriebenen Form vereidigt. Damit ist die Tagesordnung erledigt. Nächste Sitzung: Donnerstag 1 Uhr sKleine Vorlagen und Gcsetzeniivurf betreffend die Befähigung zum höheren Verwaltungsdienst.) Schluß 1'/« Uhr. Hbgeordnctenbaue. s. Sitzung vom Mittwoch, den o. Dezember 1006, vormitta gS 11 Uhr. Am Ministertisch: v. Budde. Auf Vorschlag des Abg. Stengel(frk.) wird das alte Präfl- dium durch Zuruf wiedergewählt. ES folgt die Verlesung der Interpellationen S t r o s s e r Beile. hierdurch zurüd und erkläre dieselbe für eine ehrenhafte Frau. Gliefe, Borndorferstraße 19. Vermietungen. Wohnungen. Paul +58 Für die 1010 53002 Fränkische Tagespost" wird zum 1. Januar 1906 ein tüchtiger Redakteur und Die Bedingungen des Vereins feine, Arbeiterpresse werden erfüllt. Teilnehmer zu möblierter Schlafftelle, Frau Jacobeh, StolbergerStraße 26 III. 9625 Tüchtiger Kunstschmied Nils Erikson, Malmö, erhält fofort dauernde Stellung bei Schweden. 63/ 17* Mietsgesuche. Konsum- Verein zu Ostern gesucht Nähe Budower Weibchen. halle eine zweifenftrige und in Charlottenburg -9996 10036 fenftrige Stube und Küche. Luifen Ufer 24, Milchgeschäft. Möbliertes Zimmer gesucht, Nähe Hallesches Tor, 15 Mart, unter P. an 9886 Bostamt 61. Wir suchen zum fofortigen Autritt aushülfsweise eine perfekte Verkäuferin. Betten, Steppbeden, Regulatoren, Dperngläser, Gastronen, Bilder, Spiegel spottbillig. Leihhaus Grüner weg 113. Teilzahlungen gestattet. Gelegenheitetäufe: Paletots, Anzüge, Hosen, Koffer, Revolver, Seidenblusen, Bollblusen in jeder Teschings, Uhren, Goldsachen, Kessel, Breislage zu Original- Fabrifpreisen, spottbillig. 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Die Rechnungs- und gesellschaft betreffend Fortführung der Bahn vom Potsdamer Beamtenkommission, welche die Gesuche einer näheren Prüfung platz über den Spittelmarkt und den Alexanderplatz durch die Schönunterworfen hatte, stellte sich auf den merkwürdigen Standpunkt, es hauser Allee zur Ringbahn gelangten Schreiben der Hochbahndem Plenum zu überlassen, dazu Stellung zu nehmen. Die Lehrer gesellschaft und der Deutschen Bank zur Verlesung, in denen Tenerungszulage. Die Etatskommission hat beschlossen, der verlangten die Erhöhung der Alterszulagen um 100 m. und eine übereinstimmend ausgeführt wurde, daß die eine der in Gemeindevertretung folgenden Antrag zu unterbreiten: Allen fest Erhöhung der Mietsentschädigung um 150 M. Die Gemeindebeamten der letzten Sitzung angenommenen Bestimmungen für die angestellten Unterbeamten eine einmalige Teuerungszulage von 75 verlangen statt der dreijährigen Alterszulagen solche in zweijährigen Gesellschaften unannehmbar fei. Nach dieser Bestimmung Mark, den nicht angestellten Unterbeamten sowie den Gemeinde- Zwischenräumen oder aber die dreijährigen Alterszulagen entsprechend hätte die Stadtgemeinde, falls der Erwerb der Bahn bereits am arbeitern eine solche von 50 M. zu gewähren. erhöht. Die lange und eingehende Diskussion zeitigte das Ergebnis, 5. November 1927 erfolgen sollte, noch 30 Proz. des Anlagekapitals Die neueröffnete Grunewaldbahn ist bekanntlich durch die Ge- die Gesuche an die Kommission zurückzuverweisen, um zu prüfen, der neuen Linie zu zahlen. Die Gesellschaften verlangten Erhöhung meinde gebaut und wird auch von derselben betrieben. Ursprünglich ob noch zum Etatsjahre 1906 den Gesuchen entsprochen werden dieses Sages auf 372 Proz Trotzdem aus der Mitte der war man durchaus nicht geneigt, in diesem Sinne vorzugehen; es kann, deren finanzieller Effekt die Gemeinde um 34 000 Mart Deputation mit Nachdruck ausgeführt wurde, daß, je höher dieser belastet. Des weiteren wird einstimmig beschlossen, an Prozentsaz geschraubt würde, um so illusorischer das ganze bestand die feste Absicht, die Bahn dem Privatkapital auszuliefern. die Lehrer, Gemeindebeamten und Gemeindearbeiter eine Recht der Stadtgemeinde werde, das Unternehmen zu Erst durch die geradezu unverhältnismäßig hohen Forderungen der einem halben Monatsgehalt zu früheren Terminen erwerben zu können, so glaubte die angefragten Gesellschaften: Westliche Vorortbahn, Große Berliner Teuerungszulage von doch in dem Bestreben, den Vertrag nicht zu und Siemens u. Halske, wurde die Gemeindevertretung ge= gewähren und sofort auszuzahlen. Die Ausgaben für die Teuerungs- Majorität wollte man das Projekt überhaupt zur Ausführung Gemeindevertreter von 18 auf 24 zu erhöhen, ist von der Weniger nachgiebig zeigte sich die Deputation dagegen bei einem zulage betragen 16-17 000 m. Der Beschluß, die Zahl der gefährden, das Verlangen der Gesellschaft konzedieren zu sollen. zwungen bringen Bau und Betrieb auf eigene Rechnung zu übernehmen. Regierung genehmigt worden. Im Anschluß an diese Er- anderen beanstandeten Punkte. In allen früheren Entwürfen findet Wir sind überzeugt, daß das Unternehmen sich nicht nur rentieren, sondern schon in einigen Jahren zu einer Einnahmequelle für die flärung wurde der Beschluß gefaßt, einen befoldeten Schöffen sich die Bestimmung:" Dem Magistrat bleibt die Entscheidung und ein diesbezügliches Drtsstatut beschlossen. darüber vorbehalten, ob der letzte Teil der Bahnstrecke als Unter Gemeinde werden wird, umſomehr, als ihr die Betriebskraft zu einem Der Herstellung eines Tagesentwässerungskanals in der Mühlen- und pflasterbahn oder als Hochbahn auszuführen ist." Jest verlangt die Preise geliefert wird, der wirklich niedrig genannt werden muß. Florastraße wird zugestimmt. Die Kosten belaufen sich auf 52 000 M., Gesellschaft folgende Aenderung: Von der Franseckistraße aus Aus der Konkurrenz der Vororts- Elektrizitätswerke, des Elektrizitäts- welche durch Verkauf von Grabenterrain aufgebracht werden. Für die steigt die Bahn zur Hochbahn auf und wird als solche bis jen tverkes der Gemeinde Friedenau und des Elektrizitätswerkes der Teltowkanal- Verwaltung ging das erstere als Sieger hervor mit dem Zwecke des Krankenhausbaues wird die Aufnahme eines neuen Darlehens feits des Nordrings ausgeführt.". Preise von 9% Pf. pro Kilowattstunde, wodurch sich im Betriebe in der Höhe von 240000 M. gefordert. Zur Begründung wird aus- langen damit, daß wegen der dort befindlichen Kanalisationsdas Wagenkilometer für Motorwagen auf 27% Pf., für Anhänger geführt, daß erst 100 Betten veranschlagt waren; da aber die Anlagen leitungen die Tunnel fehr tief. bis werden müßten. In der Deputation wurde überauf 14 Pf. stellt; wenigstens hat zu diesen Preisen die Firma in Betracht gezogen werden. Die Gesamtkosten betragen nunmehr schläglich berechnet, daß bei dem Bau dieser letzten 1250 Meter Siemens u. Halste den Betrieb für die ersten 3½ Jahre auf Rech- 600 000 M. Anträge auf Neupflasterung der Görsch, Flora- und langen Strecke als Hochbahn sich eine Differenz bon nung der Gemeinde übernommen. Die Große Berliner hatte seiner- Pestalozzistraße werden angenommen. Zur Errichtung des Real- 3/2 bis 4 Millionen Mark zugunsten der Gesellschaft ergeben zeit fast das Doppelte verlangt. Die landespolizeiliche Abnahme fand bereits am letzten Sonn- gymnasiums find von der Regierung Bedingungen gestellt worden, würde, und man beschloß, die oben angeführte von der Gesellschaft abend statt, und hierauf wurde für diesen Tag bis abends 11 Uhr daß von der Gemeinde keinerlei Forderungen auf Staatszuschüsse gewünschte Aenderung nur dann zu genehmigen, wenn die Gesellirgend welcher Art gestellt werden. Ein diesbezüglicher Beschluß schaft ihrerseits entsprechende Kompensationen bei anderen Vertragsein Gratisbetrieb angeordnet, von welchem hauptsächlich die wurde angenommen. punften zu bewilligen bereit sei. Die Dezernenten wurden beliebe Jugend den ausgedehntesten Gebrauch machte. auftragt, fofort in Unterhandlungen hierüber mit der Gesellschaft Die Einrichtung und Ausstattung der Wagen verdient das Staaken. einzutreten, damit die Deputation in ihrer nächsten für Mittwoch Prädikat„ gut“. Im Innern der Wagen sind 18 Quersize an= angefeßten Sizung zu endgültigen Beschlüssen kommen könne. geordnet, dazu kommen 15 Stehplätze auf den Berrons. Die BeDie übrigen Punkte der Tagesordnung mußten wegen der vor. leuchtung des Innern ist vorzüglich; infolge ausreichender gerückten Stunde abgesetzt werden. elektrischer Heizung sowie äußerst ruhigen Ganges der Wagen ist eine Fahrt mit der neuen Bahn ein Vergnügen: ein Vorbild für die„ Große Berliner". Fahrpreis 10 Pf., im Abonnement 4 M. monatlich( Schüler 3 M.), Arbeiter- Wochenkarten 60 f. Daß die Perrons mit Wetterschutz versehen sind und im Innern der Wagen sogar ein Thermometer die Temperatur an zeigt wird wohl den Neid der Fahrgäste der Großen" erregen, die Direktion aber sehr falt" laffen. Rixdorf. " Ausstellungen guter Bücher und Bilder. Auch in diesem Jahre stellt die Rirdorfer Lehrerschaft eine Anzahl Bücher und Bilder aus, die vermöge ihres ästhetischen Gehaltes sich besonders als Weihnachtsgeschenke für Kinder und Erwachsene eignen. Bekanntlich ist es für den Uneingeweihten äußerst schwer, ist es ihm oft unmöglich, aus der Unsumme von Werken guter und schlechter Art, die unsere Buchläden füllen, Einwandfreies zu wählen. Da wollen nun die Ausstellungen von Jugendschriften den Schenkenden zur Hand gehen. Dieselben sind jedermann zugänglich, bieten die Schriften, die sich besonders für Kinder eignen, Altersstufen entsprechend geordnet und zeigen eine Probe von gutem, dabei billigem Wandschmucke. Werke liegen zur An- und Einsicht bereit, die Bestellung derselben fann bei jedem beliebigen Buchhändler erfolgen. Zur schnellen, eingehenden Orientierung sind Bücherverzeichnisse vorhanden. Es ist besonders zu beachten, daß sich unter dem Ausgestellten viel Gutes befindet, das sich in mäßigen Preisgrenzen( zwischen 25 Pf. und 1 M.) bewegt. Die Ausstellungen finden nächsten Sonntag, " Die den 10. Dezember, von 11 bis 5 Uhr statt im Deutschen Wirtshause"( fleiner Saal), im Schulhause Erckstraße( Turnhalle), im Schulhause Weisestraße( Turnhalle) und im Schulmuseum, Knesebecstraße. Friedrichsfelde. " Motiviert wird dies Verzu 10 Meter, geBei der letzten Stichwahl zur Gemeindevertretung sind bei einer eingeschriebenen Wählerzahl von 323 abgegeben 174 Stimmen. Davon entfielen auf den Genossen Karl Trompler 67 und auf den Kandidaten der sogenannten vereinigten bürgerlichen Parteien, Fr. Bendt, 107 Stimmen. Die Genossen waren in voller Zahl er- Aus Rücksicht für die„ Große Berliner"? Die neue Polizeischienen und haben auch ebenso vollzählig den Genossen Trompler Verordnung, die das Befahren des Potsdamer Plates mit leeren gewählt. Die 107 Stimmen des Bendt sind zum größten Teil von Droschken zu gewissen Tageszeiten verbietet, wird von den BeArbeitern der Königlichen Betriebe aufgebracht. Ein Sieg war es troffenen in der härtesten Weise empfunden. Einmal wird in dieser zwar für die Reaktion, aber voraussichtlich der lezte. Und auf welche Verordnung eine gewisse Begünstigung der Großen Berliner" Art ist er zustande gekommen. Zunächst ist den Arbeitern der tönig- erblidt, zum andern wird darauf hingewiesen, daß diese Verordnung lichen Werkstätten in nicht mißzuverstehender Weise bedeutet worden, geradezu plötzlich, ohne daß ein Interessent etwas davon wußte, eran der Wahl teilzunehmen; ein Arbeiter einer föniglichen Werkstatt lassen wurde. Die Allgem. Fahrzeitung" äußert sich zu diese: fürchten, brotlos zu werden. Dasselbe gilt von den Arbeitern, man mit dem Gedanken um, den Potsdamer Platz für leerfahrende aber darf keinen Sozialdemokraten wählen, will er nicht be- Verordnung in folgender Weise:" Schon vor einem Jahre ging Bahnwärtern und sonstigen Beamten der königl. Staatseisenbahnen. Droschken zu gewissen Tageszeiten zu sperren, um der Misère, Auch diese Leute waren diesmal zahlreich am Wahltisch erschienen. welche dort besonders abends herrscht, Herr zu werden. Doch hat Dazu kommt, daß auch die hiesige freiwillige Feuerwehr so nebenbei man sich bisher immer noch gescheut, dies in Anwendung zu bringen. als ein Institut angesehen wird, welches die Pflicht hat, gesinnungs- Mit Balliativmitteln suchte man der Geschichte eine andere tüchtige Wähler zu züchten; denn zwei Rauhbeine, die ihre Stimme Wendung zu geben, Straßenbahnlinien wurden verlegt oder abfür den Genossen Trompler abgaben, wurden aus der Wehr entfernt, gelenkt, die weit vorspringenden Bürgersteige wurden verkleinert, obwohl sie zwei der Tüchtigsten waren. Alle solche und ähn natürlich ohne daß dies irgend welchen Nußen gebracht hätte. An liche Machenschaften haben zu dem oben mitgeteilten Resultat bei- die richtige Stelle, um dem Uebel zu steuern, ist man nicht herangetragen. Das wird uns aber nicht abhalten, in unserer Agitations- gegangen, oder will man nicht herangehen. Es ist unbestreitbar, es heute noch finster ist. Auch die niedrigen Stampfesmittel unserer weisung leerfahrender Droschken ein Ende bereiten will, durch tätigteit fortzufahren und in die Köpfe Licht zu bringen, in denen daß die Verkehrsstörungen, welche man jetzt durch FortGegner werden auf die Dauer nicht verfangen. die Große Berliner Straßenbahn hervorgerufen werden. Dem aufmerksamen Beobachter dürfte dies nicht entgehen; besonders in den Abendstunden kann man dort sein blaues Wunder erleben. Ohne Rücksicht auf den anderen Verkehr werden dann sogenannte Einsehwagen losgelassen, so daß sich von der Potsdamer Brücke bis zum Spittelmarkt und umgekehrt eine endlose Sette bildet, welche nicht nur den Potsdamer Play, sondern auch alle sonstigen Querstraßen sperren. Hier kann man sagen, die Geister, die ich rief, die werd' ich nicht los oder wie werde ich sie los. Auf der einen Seite lenkt man den Verkehr ab, indem man einige Linien burch Nebenstraßen laufen läßt, hebt aber das eventuell Geschaffene Berliner Nachrichten. Städtische Verkehrsprojekte. Die städtische Verkehrsdeputation hielt gestern eine Sigung ab, die sich auf mehrere der großen in Vorbereitung befindlichen Projekte erstreďte. In der Angelegenheit der beschlossenen fünf städtischen Der Ausbau des Mädchenschulhauses ist endlich fertig gestellt. Straßenbahnlinien hat der Polizeipräsident im Auftrage sofort wieder auf, indem man wieder so viel Einsehwagen in andere In der letzten Sitzung der Gemeindevertretung wurde nun beschlossen, des Ministers der öffentlichen Arbeiten, dem zurzeit die Pläne frequente Linien hineinschiebt, als wie man auf der anderen Seite die sechsstufige Mädchenschule in eine siebenstufige umzuwandeln und zur Prüfung vorliegen, in einem Schreiben die Verkehrs- abgelenkt hat. An der ganzen Misère hat die Polizei und alle die Kosten für die Einrichtung der neuen Schulflassen bewilligt. Seputation aufgefordert, sich äußern, об nicht ein anderen schuld, welche dabei mitgewirkt haben, der Großen Berliner Genosse Pinseler begrüßte freudig diese Verbesserung, empfahl Neubau der Auguſtabrücke vorgesehen sei; zu welchem Er Straßenbahn Konzessionen für alle möglichen Linien zu erteilen. aber, die Schulbänke der Neuzeit entsprechend anzuschaffen; zu gleicher gebnis die Verhandlungen mit der Großen Straßenbahngesellschaft Nachdem man sich nun nicht mehr zu retten weiß, hat das DroschfenZeit stellte er die Frage, warum die Karlshorster Schule noch unter wegen Mitbenugung der Geleise in der Petersburger Straße geführt fuhrwerk, welches nicht so fapitalträftig ist und nicht über Personen der Inspektion des Ortsgeistlichen stehe. Der Gemeindevorsteher hätten, und ob nicht von den städtischen Behörden die Neuerrichtung mit hochtlingenden Namen und Titeln verfügt, welche bei der zuerklärt, dieser Zustand sei bald beendet, da nun auch in Karlshorst einer Brüde im Zuge der Köthenerstraße geplant sei. Die Deputation ständigen Behörde ihr Gewicht in die Wagschale werfen können, die ein Reffor angestellt ſet. Zwei nötig werdende Lehrkräfte wurden beschloß zu antworten, daß das letztere Projekt wegen der an dieser Geschichte auszubaden. Das schlimmste an der ganzen Sache ist, debattelos bewilligt. Die frühere Rektorwohnung im Knabenschul- Stelle befindlichen Unterführung der Geleise der Potsdamer, Ring- daß diese Verordnung sofort nach ihrer Veröffentlichung in Kraft hause soll in Klassenräume umgeändert werden. Dem Gemeinde- und Wannseebahn sowie der Hochbahn außerordentlich schwierig vorsteher resp. dessen Stellvertreter wurde offiziell die Befugnis und ungünstig sei, und selbst wenn die städtischen Behörden einem trat; es war doch gewiß angängig, dies 14 oder 8 Tage hinauszuerteilt, auf Grund des Ortsstatuts von 1902 die Auflaffung von solchen Plane näher treten würden, erst in vielen Jahren greifbare und ihr Verhalten danach einrichten konnten; bei dieser Plötzlichkeit schieben, damit die Droschkenführer erst Kenntnis hiervon bekanten Straßenland bezw. öffentlichen Plätzen vorzunehmen. Die Gestalt gewinnen fönnte; daß wegen zahlreicher technischer Bedenken ein aber weiß erst der hundertste, was eigentlich gespielt wird; denn Pflasterung des Hofes vom Armenhause, welche zirka 400 m. er- Neubau der Augustabrücke nicht beabsichtigt sei und daß die Ver- einem jeden ist es unfaßbar, daß das, was bisher erlaubt war, ganz fordert, wurde beschlossen. Mehrere Befizer von Landparzellen in handlungen mit der Großen Straßenbahngesellschaft nicht von der Münchehofe haben unserer Gemeinde als Befizerin des Riefelgutes Stelle tämen, da die Gesellschaft trotz aller Erinnerungen seit furgweg aufgehoben ist, ohne vorher darauf hinzuweisen." diese zum Kauf angeboten; es handelt sich im ganzen um zirka 90 Monaten auf die Anfragen der Verkehrsdeputation nicht geantwortet die einer Aenderung bedürfen. Daß diese aber dadurch erzielt wird, Morgen. Der geforderte Preis schwankt zwischen 750 und 1000 habe. Der Minister werde daher gebeten, den Plänen in der vor- indem man einer einzigen Berufsschicht das Befahren des Plakes Mark pro Morgen erklusive des darauf befindlichen Waldbestandes. gelegten Fassung die Zustimmung zu erteilen. Beschlossen wurde, im Durchschnitt pro Morgen 750 M. inklusive Für die beabsichtigte Hafenanlage an der Unter- ohne weiteres verbietet, will auch uns als eine Maßregel erscheinen, Waldbestand zu zahlen; bei anderer Preisstellung aber die Offerte spree schweben seit längerer Zeit Verhandlungen mit dem die den Anschein einer Begünstigung der den Hauptverkehr beabzulehnen, da in absehbarer Zeit die Gemeinde dieses Terrain nicht evangelischen Johannisstift wegen Ankaufs ihres Geländes in herrschenden„ Großen Berliner" erwecken muß. gebraucht. Dann berichtete der Vorsteher über die gemeinsame Blößensee. Das Terrain umfaßt mehr als 287 000 Quadratmeter. Der Engrosverkauf von Weihnachtsbäumen fand bekanntlich Konferenz von Groß- Berlin in Sachen der Konzessionsverlängerung Die Dezernenten berichteten über den derzeitigen Stand der Unter- lange Jahre auf dem von der Königlichen Eisenbahnverwaltung der Großen Berliner Straßenbahn. Der. Standpunkt der Delegierten handlungen und wurden beauftragt, die Verhandlungen weiter eigens dazu freigegebenen Plage des alten Lehrter Güterbahnhofs wurde gutgeheißen. statt. Dieser Platz ist aber jetzt von der Bahn zu anderen Zwecken zuführen. Der Antrag des Stadtv. Esmann, die Herstellung einer für vermietet worden. Als Ersaß dafür hat sich nun die Bahnver= Plöglich schen geworden ist gestern das Pferd eines Schlächterfuhrwerks, das vor dem Schloßrestaurant in der Wilhelmstraße Straßenbahnverbindungen mußbar zu machenden Unterführung waltung entschlossen, den etwa 6000 Quadratmeter großen Platz mit gestanden hatte. In toller Karriere raste das wilde Tier davon, des Eisenbahngeländes zwischen Kurfürsten- Stegliger direktem Gleisanschluß auf dem Bahnhof Moabit, Militärrampe, mit riß Straßenbäume um und beschädigte die Bürgersteige. Vor straße und Schöneberger- Luckenwalderstraße in Erwägung zu dem Eingang von der Quißowstraße 18 aus, zu diesem Zweck zu dem Gemeindegrundstüd waren mehrere Schulkinder auf dem nehmen, wurde vertagt, da den Mitgliedern der Deputation noch bergeben so daß sich dort jetzt bald der Christbaumhandel entwickeln wird. Im vergangenen Jahre sind auf dem Engrosmarkt am alten Straßendamm ahnungslos beim Spiel begriffen und es hätte Pläne und Motive zugehen sollen. großes Unheil geschehen können, wenn nicht im letzten Augenblic Der Fahrplan der Großen Straßenbahngefell- Lehrter Güterbahnhof etwa dreimal je 100 000 Bäume angekommen der Polizeiwachtmeister Sch. dem Tier entgegengesprungen wäre haft ist nach mehr als dreijähriger Frist der Deputation in und abgesetzt worden. Man erwartet, daß in diesem Jahre das und sich ihm in die Zügel geworfen hätte. Nachdem er eine kurze diesen Tagen wieder zugegangen. Bom Polizeipräsidenten auf- Quantum zum mindesten nicht ein geringeres fein wird. zu Delegiertenwahl der Ortskrankenkasse der Kaufleute, Handelsleute spielenden Kindern zum Stehen gebracht werden. Pankow. Strede mitgeschleift worden war, fonnte das Gefährt furz vor den gefordert, innerhalb der nächsten Tage sich über diesen Fahrplan und Apotheker. Als einen sehr wuchtigen Protest gegen. Der hiesigen Gemeindevertretung lag in der letzten Sigung ein feit längerer Zeit eingegangenes Gesuch der Gemeindebeamten und zu sie die in dem Fahrplan vorgesehenen Anschlußbetriebe so lange nicht die in legter Zeit an verschiedenen Stellen ausgesprochenen Absicht, genehmigen fönne, bis die von der Deputation nachgesuchte Ver- das Selbstverwaltungsrecht der Arbeiter in den Strankenkassen einzus ftändigung mit der Gesellschaft über diesen Anschlußbetrieb erfolgt sei. fchränken oder gar zu beseitigen, muß die am Sonntag, den 8. Des In Angelegenheit des Vertrages mit der Hochbahn- zember, stattgefundene Delegiertenwahl betrachtet werden. Die Liste von den Zentralverbänden, dem Verbande der Handels- Bei der Flucht vor einem Nabler verunglüdt ist gesterni nach und Transportarbeiter sowie dem der Handlungsgehülfen, wurde mit mittag gegen 8 Uhr in der Suarezstraße in Charlottenburg der einer weit größeren Stimmenzahl als früher gewählt. Die Wahl- 48jährige Kaufmann Wilhelm Blumenthal, Nehringstr. 25 wchnbeteiligung der bei vorgenannten beiden Zentralverbänden organisierten haft. B. wollte zur genannten Zeit den Fahrdamm überschten, Mitglieder ist um 75 Proz. gegen das Jahr 1902 gestiegen. Es als ein Zweiradfahrer in übermäßig schneller Fahrt herancesaust tvurden 1902 für die Liste Schumann, Werner 2322 Stimmen ab- fam. Um dem Radler auszuweichen, eilte der Kaufr ann auf das gegeben, während diefes mal die stattliche Zahl von 4063 erreicht Straßenbahngleis, ohne zu bemerken, daß fast unmittelbar neben wurde. Besonders beachtenswert war die Beteiligung der weiblichen ihm der Straßenbahnwagen Nr. 265 der Charlottenburger StratenMitglieder der Kasse. Man möchte fast glauben, daß auch diese bahnlinie S in der Vorbeifahrt sich befand. B. wurde von der gegen die ihnen gegenüber immer beliebte Ausschaltung ihrer Vorderplattform des Motorwagens erfaßt, niedergerissen und fiel elementarsten staatsbürgerlichen Rechte protestieren wollten. Auch so unglücklich mit dem Kopf auf das Straßenpflaster, daß er ein die Kutscher, Lagerarbeiter, Hausdiener usw. haben sich sehr start schweren Schädelbruch davont rug. Der Berunglüdte wurde nach beteiligt. dem Krankenhause Westend überführt. Agitationsverein für den Meichstags: Wahlkreis Landsberg. Coldin. Cigung am Freitag, den 8. Dezember, abends 8 Ubr, be Bieda, Staligerstr. 142. Nichtmitglieder sind hierzu gleichfalls eingeladen Deutschlands. Bezirk Berlin. Donnerstag, den 7. Dezember, Zentralverband der Handlungsgehülfen und Gehülfinnen abends 9 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20( großer Saal): Vortrag mit Lichtbildern über Constantin Meunieur, ein Bildhauer und Maler der Arbeiterwelt. Referent: Herr Dr. Mar Osborn. Verband der Friseurgetülfen Deutschlands, Zweigverein Berlin. Donnerstag, den 7. d. W., abends 10 Uhr, Nosenthalerstr. 11/12: GeneralBersammlung. Vortrag. Úrabstimungsantrag. Antrag von 60 Mitgliedern. Erscheinen notwendig. gehülfen. Donnerstag abend 10 Uhr, findet im Englischen Garten, Verband deutscher Barbier, Friseur- und Perückenmacher. Alexanderstr. 27c, eine Generalversammlung statt. in Schöneberg bei Obst, Meiningerstr. 8. Vortrag über: Verbrennungen, Arbeiter- Samariter- Kolonne. Heute abend 9 Uhr: 3. Abteilung Erfrierungen, Hitschlag, Blizschlag, Beschädigungen durch Elektrizität. Daran anschließend: Praktische Uebungen. Neue Mitglieder fönnen noch jederzeit eintreten. Briefkaften der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Zahh anzugeben, unter der die Antwort erteilt werden soll, und die lette Abonnementsquittung beizulegen. Fragen ohne solche werden nicht beant In der gestrigen Situng der städtischen Hochbaudeputation Bei einem Zusammenstoß eines Straßenbahnwagens mit unter dem Vorsitz des Stadtrats Namslau legte Stadtbaurat einem Lastwagen ist gestern der Arbeiter Wilhelm Leidk lebensLudwig Hoffmann u. a. den Vorentwurf für den Neubau einer gefährlich verletzt worden. 2. befand sich als Mitfahrer auf einem Gemeinde- Toppelschule in der Sonnenburgerstraße vor. Dann wurde dem Fuhrherrn Braun in Schöneberg gehörigen Arbeitswagen der Entwurf für eine Gemeinde- Doppelschule in der Greifenhagener- und saß an der linksseitigen Kante des Kutscherbockes. An der straße, nördlich der Ningbahn, beraten. Diese Entwürfe sowie ein Ede der Martin Luther- und Preisingerstraße versuchte der WagenStoftenanschlag in Höhe von 25 000 Mark für das Juventar und die führer mit seinem Gefährt den Kreuzdamm unmittelbar vor einem innere Einrichtung der Zentral- Tispensieranstalt in Buch und ein herannahenden Straßenbahnwagen der Linie 61 zu passieren, obKostenanschlag in Höhe von 48 100 Mart für das Mobiliar einer wohl der Führer des Motorwagens rechtzeitig das Warnungssignal Apotheke beim Rudolf Virchow- Krankenhause wurden genehmigt, gegeben hatte. Der Motorwagen stieß gegen die Vorderachse des ferner wurden die Kostenanschläge für die Einrichtung von drei Lastwagens mit solcher Gewalt, daß L. von seinem Siz stürzte Wagenremisen, für das Mobiliar und feste Inventar in den und zwischen das eigene Gefährt und den Straßenbahnwagen wortet und schriftliche Antwort wird nicht erteilt Direktor- Wohngebäuden und den Beamtenwohnhäusern, für den geklemmt wurde. Der Arbeiter wurde in besinnungslosem Bu Freb Wotan, Nürnberg. Die Adresse des Natschnlo" lautet: Stall für Versuchstiere, für ein Röntgenhaus beim Rudolf Virchow- stande nach der Unfallstation gebracht, woselbst der anwesende Betersburg, Newsly, Ecke der Nikolajewskaja 73-2. F. N. M. 1. Beit Krankenhaus beraten und angenommen. Für die Voltsbadeanstalt Arzt schwere innere Verlegungen feststellte und die sofortige Ueber- schrift für Philos. u. philof. Kritik. Jährlich 2 Hefte a 4 M. 2. Archiv für Turmstraße 85a soll eine zweite Wasserförderpumpe beschafft führung des 2. mittels Krantenwagens nach dem Elisabeth Philofophie. Jährlich 4 este a 3 M. Diese Schriften find für Fachgelehrte werden. Dann beschäftigte sich die Deputation mit dem Plan der Krankenhause veranlaßte. Bei dem Zusammenstoß tourde die Herstellung einer neuen Entwässerungsanlage für das Schwimm- Borderplattform des Straßenbahnwagens zertrümmert, während bassin der Boltsbadeanstalt Oderbergerstraße 57-59, unter Be- der Lastwagen unbeschädigt blieb. nutung des sogenannten holländischen Kanals in den Bernauerstraße. Der Kostenanschlag dafür in Höhe von 47 000 Mart wurde angenommen. Für das die Freibant auf dem städtischen Schlachthofe besuchende Publikum soll wegen des großen Andrangs eine besondere Wartehalle, die mit 19 000 Mark veranschlagt worden ist, errichtet werden. Ins Winterquartier. Die Schiffer auf der Spree und Habel beginnen jetzt, ihr Winterquartier aufzusuchen. Wenn auch die Dampfschiffahrt augenblicklich eine für diese Jahreszeit noch recht rege ist, so müssen die Schiffer doch mit der Möglichkeit rechren, daß ihnen durch den Frost der Heimweg zu jeder Stunde abgeschnitten werden kann. Sie sind infolgedessen schon zum größten Teil auf der Fahrt nach dem Heimatshafen begriffen. Beim Einkaufen totgefahren. Ein tragischer Unglücksfall hat sich gestern abend auf dem Wittenbergplatz zugetragen. Eine bisher noch nicht refognoszierte Frau im Alter von etwa 55 Jahren überschritt mit der Markttasche in der Hand in der Nähe des Untergrundbahnhofs den Fahrdamm, als in einem rasenden Tempo ein Geschäftswagen auf sie zugeeilt fam. Es war der Passantin nicht mehr möglich, sich zu retten, im nächsten Augenblid ertönte ein erschütternder Aufschrei und wenige Sekunden später trug man die Unglückliche tot davon. Die Räder waren der Aermsten über die Brust hinweggegangen, so daß der Tod auf der Stelle eintrat. Die Leiche wurde zur Refognoszierung nach dem Schauhause gebracht. Die Unbekannte war einfach gekleidet; fie trug einen großen, grauen Umhang, schwarze Jacke, grauen Rod, schwarzes Stopftuch und dunkle Strümpfe. Tas Taschentuch tvar E. G. gezeichnet. In der gestridten Markttasche befanden sich sechs Würstchen. Von einem Bierwagen überfahren und schwer verlegt wurde gestern abend der 26 jährige Bierfahrer Albert Mars, der bei einer hiesigen Brauerei angestellt ist. M. hielt gestern abend mit dem Gespann in der Gro: manstraße in Charlottenburg und wollte einen Kasten Bier von dem Wagen herunterheben. Währenddem zogen die Pferde an und fuhren davon. M. wurde umgerissen, fiel unter den Wagen und die Räder des schweren Gefährts gingen ihm über Brust und Beine hinweg. Echwer verletzt wurde der Berunglückte nach der Unfallstation XI gebracht, wo man einen Rippen- und einen Stnöchelbruch feststellte. In einem Krantenwagen kam M. nach dem Krankenhause Westend. Todessturz. Durch einen Fehltritt auf dem Dache hat gestern nachmittag der 52jährige Arbeiter Robert Lüdice, Alexanderstr. 23 wohnhaft, das Leben einbüßen müssen. 2. hatte einen Dachdecker bei Reparaturarbeiten auf dem Dache des Hauses Sophienstr. 26/27 unterstützt, dabei einen Fehltritt getan und war in die Tiefe gestürzt. Mit zerschmetterten Gliedern blieb der Verunglückte auf dem asphaltierten Hofe liegen. Er starb bald darauf an den er littenen schweren Verlegungen. Eine jugendliche Selbstmörderin ist gestern am Gartenufer aus dem Schiffahrtskanal gelandet worden. Die Lebensmüde, die bisher noch nicht refognosziert werden konnte, dürfte etwa 20 Jahre alt gewesen sein und den besseren Ständen angehört haben. Sie war dunkelblond und nur mit einem Hemd und dunklem Jadett be. fleidet. Die Leiche wurde in das Schauhaus eingeliefert. Der Bauunfall in der Ziegelstraße hat bereits ein zweites Opfer gefordert. Dem 38 Jahre alten Maurerpolier Louis Groffe aus der Prenzlauer Allee 32 ist gestern abend um 6% Uhr der 55 Jahre alte Maurer Herfert aus der Fennstraße 39, der berheiratet und Vater von vier Kindern war, in den Tod gefolgt. Auch Grosse war verheiratet und Vater einer vier Jahre alten Tochter. Der Maurer Karl Fenz aus der Langenstraße 23, welcher 20 Jahre alt, und der Maurer Conrad, der verheiratet ist, liegen fast hoffnungslos danieder. Von sachverständiger Seite erfahren wir, daß das Unglück auf eine Nachlässigkeit im Bau zurückzuführen ist. Das Drahtgeflecht, das die zehn Zentimeter starte Zementdede trug, hätte in der Mitte verantert werden müssen. Es war aber lediglich hinter die Ballen gehakt. Zu einer genaueren Untersuchung ist die Unfallstelle noch gesperrt. Arbeiterbildungsschule Berlin. Der Unterricht in Gesebes unde am Tonnerstag( heute) beginnt bereits um 8½ Uhr, da zwei Abende in diesem vereinigt werden sollen. Der letzte Abend in bemselben Fach findet am Sonnabend, den 9. Dezember, im Saal 5 statt. Apollo- Theater. Für die Sonntag- Nachmittagsvorstellungen hat die Direktion die Paul Linde sche Operette Frau Luna" auf den Spielplan gefeßt, welche zum ersten Mal am Sonntag, den 10. Dezember, mit dem Original- Luftballett Grigolatis in Szene geht. Der Anfang der Borstellung ist 3 Uhr und die Preiſe find bedeutend ermäßigt. In dieser Nachmittagsvorstellung läßt die Direktion den vollständigen Spezialitäten- Teil auftreten. Gerichts- Zeitung. und für Laten nicht berechnet. Juriftifcher Teil. -ULUS J. Wolf. Leider nein, weil Sie das baupolizeiliche Gebot haben rechtsDie juriftifche Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends bon 7 bis 9%, br ftatt. Geöffnet: abends 7 lhr. 6. J. 50. Einbehaltung, aber nicht Bersteigerung ist zulässig. G. 3. 1. Keine. 2. Etwa 15 M. 3. Das Amtsgericht, in dessen Bezirk N. L.. Friedenau. Sie müßten sich der Leiher wohnt, ist zuständig. an das Bezirkskommando wenden.- P. 2. 288, Lehrterstraße. Ihre Frau ist nicht verpflichtet, der Aufforderung zu folgen. Sie, auch Ihre Frau, ist zur Zahlung der sogenannten Armenunterstüßung nicht verpflichtet. Sie sind, da die Unterstügung vor mehr als einem Jahre erfolgt N. 2. 70. Sie find zur Zahlung it, in die Wählerlifte aufzunehmen. verpflichtet. Treten Sie aus der Kirche aus, so haben Sie nur noch bis zum Schluß des auf den Austritt folgenden Jahres Steuer der Kirche zu entrichten. träftig werden lassen. 1888 B. 1. Wenden Sie sich an die Bersicherungsanstalt, Kölnischer Bart. 2. Falls das Statut nicht etwas Gegenteiliges ergibt: nein. K. 49. 1. Der Vertrag ist gültig. 2. Falls Sie nicht der Erbschaft innerhalb sechs Wochen nach dem Tode entsagt Feuerbericht. Wegen eines Weihnachtsbaumbrandes der haben, fann Haftbarkeit vorliegen. 3. Sie fönnen beiraten. 4. Falls ein erste in diesem Jahre wurde die Wehr nach dem Weidenweg 7 steuerpflichtiges Einkommen über bleibt: ja. M. F. Rigdorf. 1. bis 3. gerufen. Dort war das Schaufenster eines Badens mit einem Christ- Nein. Paul Richter. Sie haben Ihren Anspruch auf Unfallvente bei baum ausgeschmückt, der nun an einer Flamme Feuer fing. Die der Berufsgenossenschaft geltend zu machen. Für die Berechnung des In der Andreasstraße 18 Jahresverdienstes usw. kommen eine Reihe von Ihnen nicht berührter Gefahr wurde in furzer Zeit beseitigt. mußte weiter in einer Küche ein Feuer unterdrückt werden, das die Umstände in Betracht. Lesen Sie in dem in den öffentlichen Bibliotheken Schaldede, Bretterwände usw. ergriffen hatte. Durch Entfiammung -Durch Entfiammung ausliegenden Arbeiterrecht" die einschlägigen Bestimmungen nach oder bon Gas entstand dann noch in der Brizerstraße 22 ein Brand, dessen Sprechen Sie nach Erhalt eines Bescheides in der juristischen Sprechstunde bor. 21. R. 87. Jit Ihre Frau volljährig( mindestens 21 Jahre alt), Außerdem wurde die Wehr noch so ist sie( nicht aber Sie) zur Zahlung berpflichtet. Ablöschung aber leicht erfolgte. P. F. Adoption ist nach der Friedrichstraße 61 alarmiert. Wie sich herausstellte, lag in Ihrem Fall unzulässig, wohl aber Namensbeilegung. Das weitere finden jedoch hier keinerlei Feuersgefahr vor, sondern ein Unbekannter, Sie auf S. 44, 46, 56, 221, 222 des dem„ Arbeiterrecht" beigefügten Führers M. 1. Ja. dessen Feststellung leider noch nicht gelungen ist. batte die Wehr erörtert. Das Buch liegt in den öffentlichen Lefeballen aus. Vormund. Fragen Sie direkt bei der Unteroffizierschule an, die Sie böswillig gerufen. im Auge haben. Karl Neck. Sie mußten nach wie vor an den Pfleger zahlen. Haben Sie Bedenken, so hinterlegen Sie die Miete. 21. B. 96. Das Bormundschaftsgericht hat freie Wahl. Liegt Ihnen daran, den Grund zu erfahren, so kann das Gericht auf Anfrage Auskunft geben, ist aber hierzu nicht verpflichtet. A. T. 50. Wenn Sie steuerpflichtiges Eins fommen haben und eingeschätzt sind, ja.- A. B. 6. Welches Erbrecht Was einer anständigen Frau auf der Straße passieren kann, hnen aufteht, müssen die Vormundschaftsakten ergeben. Ihr Recht hängt zeigte wieder einmal eine vor dem Schöffengericht II stattgefundene davon ab, wann und wo Ihre Eltern beirateten, ob ein Erbvertrag oder F. M., HolzVerhandlung. Der Kalligraph Gustav M. ließ sich troß seines hohen Testament vorliegt und wann der Vater verstorben ist. Alters von 65 Jahren, das ihn vor Torheit nicht zu schüßen scheint, marktstr. 37. 1. Gefchloffene Gesellschaften bedürfen feiner Anmeldung. St. W. 14. Falls nichts auf ein Liebesabenteuer ein, wobei ihm die Auserwählte feines 2. Die Sprechstunden sind örtlich verschieden. Herzens ein Portemonnaie mit seinem Trauring und sonstigem anderes aus dem Wortlaut des Urteils fich ergibt, haben Sie sofort das Kissen zurückzugeben. 2. 2. 1. Zur Gültigkeit des Bergleiches über wertvollen Inhalt entwendete und dann spurlos verschwand. Eines alimente ist Zustimmung des Vormundes und Vormundschaftsgerichts erTages begleitete M. seine Frau auf den Wochenmarkt am Wittenberg forderlich. 2. Sit vom Wortlaut des Vergleiches abhängig.- Fr. Füllplab und begegnete dort einer Tame, die schnellen Schrittes an ihm graf. Benden Sie sich an den hiesigen Blinden Berein. Mag borüberging. M. hielt sie für die Diebin und veranlaßte ihre Weißenfee. Der Bräutigam muß, um zu heiraten, volljährig oder für Sistierung zur Polizeiwache, obwohl die Dame versicherte, daß sie bolljährig erflärt sein. Gebnetsurfunde und Militärpapiere sind erforderlich. ihn gar nicht kenne und die Gattin eines Kriminalfommiffars fei. Der für volljährig Erklärte bedarf außerdem der Genehmigung des Baters. Auf der Wache wurde ihm von dem Beamten nochmals bedeutet, daß 2. S. 100. Sie können zur Leistung des Offenbarungseides laden. er es hier wirklich mit der Frau eines Kriminalkommissars zu tun habe und sich deshalb offenbar irren müsse. Er verblieb aber bei der Beschuldigung mit dem Bemerken, daß er sich nicht irre; wenn dies aber der Fall sein sollte, dann wäre es ihm auch egal. Die Folge war eine Anklage ivegen öffentlicher Beleidigung, welche die Staatsanwaltschaft auf Antrag des Ehemannes der beleidigten Dame erhob. Der Ehemann wurde als Nebenfläger zugelassen und beantragte, ebenso wie der Staatsanwalt, die Verurteilung des M., der einer anständigen Frau die denkbar schtverste Kränkung und Beleidigung zugefügt habe. Justizrat Leop. Meyer bedauerte namens des Angeklagten den Vorgang, durch den sich die Dame mit Recht schwer getränkt fühlen könne, lebhaft und betonte, daß sein Silient zu jedteder Ehrenerklärung und auch zu einer Buße für die Armen bereit sei. Strafbar aber sei sein Verhalten nicht, denn es fei nicht widerlegt, daß der Angeklagte bestohlen sei und irrtümlich die Tame für die Täterin gehalten habe. Ihm stehe daher der Schutz des§ 193 zur Seite, auch die Bemerkung auf der Wache: er irre fich nicht", zeige doch nur, daß er auch dort noch die Dame für die Diebin gehalten habe und der weitere Zufat: wenn er fich aber doch irren sollte, so wäre es ihm auch egal", habe doch nur die Bedeutung, daß er bei etwaigem Jrrtum an der Sache nichts mehr ändern könne. Das Schöffengericht kam, so sehr es den Vorgang an sich bedauerte, zur Freisprechung des Angeklagten, weil dieser in der Tat in der Wahrnehmung berechtigter Interessen gehandelt und deshalb auf den Schutz des§ 198 Anspruch habe. Ist die Wäscherei eines großen Hotelbetriebes ein gewerblicher Betrieb im Sinne der Gewerbe- Ordnung! Der Direktor des Hotel Durch einen Schwindler sind Kanarienzüchter auf eine ganz Kaiserhof in Berlin, Hoflieferant Moriz Matthäi war angeklagt, raffinierte Weise geschädigt worden. Der Mann erschien vor einigen sich gegen die§§ 137, 146 und 154 der Gewerbe- Ordnung bergangen Tagen bei dem Gastwirt Sch. in der Linkſtraße und taufte diesem zu haben, weil er eines Sonnabends in seiner Wäscherei mit Motorein Weibchen für 1,50 Mart ab. Bald darauf kam der Mann zum betrieb die Arbeiterinnen bis 6 1hr( statt nur bis 51/2) bat arbeiten zireiten Male und erstand einen Hahn für 13 Mart. Unter dem lassen. Das Landgericht I hat ihn aber am 2. Februar freigesprochen, Vorwande, schnell noch einen Einkauf bei einem Nachbar machen zu müssen, ließ der Käufer den schon in einem von ihm selbst mit weil es die Wäscherei des Kaiserhofes nicht als selbständigen gebrachten Pappfarton fein fäuberlich verpackten Hahn zurüd. Gewerbebetrieb, sondern als einen Teil des Hotelbetriebes Bezahlung follte natürlich nach der Rückkehr erfolgen. Wer aber nicht angesehen hat. Hiergegen hatte die Staatsanwaltschaft Revision wieder kam, war der Käufer. Ter Gastwirt entnahm dann unter eingelegt. Das Reichsgericht erachtete aber das Rechtsmittel als undem Gespött der Gäste feinen Vogel wieder aus dem Karton. Wer begründet und verwarf es in der gestrigen Sigung. Diese Entbeschreibt nun das Erstaunen aller, als ein ganz anderer Vogel zum bes Gewerbebetriebes zu ungunsten der Arbeiter bedeuten. Daß scheidung dürfte eine erhebliche Einschränkung des Begriffes Vorschein kam. Der Gauner hatte, ohne daß die Anwesenden etwas ein Gewerbebetrieb nicht nur für sich allein, sondern auch als bemerkt hatten, den Hahn mit einem Weibchen vertauscht und war Teil eines anderen Gewerbes betrieben wird, raubt ihm nach dieser damit spurlos verschwunden. Dasselbe Manöver soll der Gauner mehrfach mit Erfolg ausgeführt haben. Rechtsprechung seine Natur und den in dem Gewerbebetrieb beschäftigten Arbeitern die minimalen Schutzvorschriften. Vermischtes. Ueber einen letten Streich in dem nunmehr aufgehobenen Bouillonkeller" in der Weinmeisterstraße wird folgendes gemeldet: Auf einer„ Tour durch Berlin" lernte ein Fabrikant B., der sich hier vorübergehend aufhielt und bei Kunden Gelder eingezogen hatte, zwei Männer tennen, mit denen er in bierseliger Laune bald Freundschaft schloß. Das Kleeblatt zog in vergnügtester Das Los des Grubenarbeiters. Aus Effen wird unterm 6. d. M. Stimmung von dem einen Restaurant in das andre testaurant" gemeldet: Auf der Zeche Werne" wurde heute bei der Wiederund endete ſchließlich im Bouillonfeller, in welchem die beiden eröffnung eines abgedämmten Brandfeldes burch eine erlotion Freunde des Fabrikanten anscheinend nicht unbekannt waren. Hier ein Mannid wer und fünfheffalischen Eduard Möller 50662* Hüte, Mützen, Pelzwaren Rixdorf, Bergstr. 24. Alfred Arendt Charlottenburg Potsdamerstr. 8 u. Grolmanstr. 52. Origin.- Edison- Phonographen Edison- Goldguß- Walzen. Puckapparate von 4 M. Neubespielen alter Walzen. Liedertextbücher 30 Pf. an. ! Neueste Schlager! Phonograph mit Trompetenarm, herrliche Klangfulle mur 16,50 M. METZNER Reltestes konz. Kinderwagen Leihhaus Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 40 I. Hohe Beleihung. Diskr. Sprechzimmer METZNER Leih- Haus Korbwaren, Bettstellen Grösstes Lager Berlins Charlottenburg, Friedrich Karl Play 12, Berlin, Anflamer- Straße 2. Beleihung von Brillanten, Gold- und Silberfachen, Uhren, Büchern, Wäsche, Stleidungsstüden 2c. 218 V* Charlottenburg. F. Kunstmann, nur Wallstr. 1 Uhren und Goldwaren. wurde so lange weiter gefneipt, bis die beiden Führer sich unbe- ruht. Hierzu wird der Rheinisch- Westfälischen Zeitung" von der merkt und unbeobachtet von ihrem neuen Freunde" entfernen Bechenverwaltung noch mitgeteilt: Am 26. November wurde ein Andreasstr. 23, Brunnenstr. 95 konnten. Als B. dann in vorgerüdter Abendstunde seine Beche Grubenbrand abgedämmt. Nachdem man fich überzeugt hatte, daß Beusselstr. 67, Leipzigerstr. 54-55 bezahlen wollte, entdeckte er zu seinem Schreden, daß ihm seine der Brand gelöicht war, wurde das Brandfeld in der vergangenen Verkauf Bot in fabrikgebäuden. Geldbörse mit zirka 1400 M. berschwunden war. Der Bestohlene Nacht wieder geöffnet, wodurch große Mengen von Schlagtvettern 1000 Mark zahle jedem, der mir in Berlin ein grösseres Belohnung Durch bisher unaufgeklärte Ursache entstand um erstattete zivar Anzeige, vermochte jedoch aus dem ihm vorgelegten frei wurden. Spezial- Gescht in der. Verbrecheralbum die beiden Bekannten", welche zweifellos den 11, Uhr nachts über Tage eine Explosion, welche einen Teil der Branche als das meinige nachweist. Diebstahl berübt haben, nicht zu ermitteln. Tagesgebäude und Maschinen zerstörte Katalog gratis. Verantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Großes Lager Reparaturen schnell und billig. Billige Preise. 1693*