Nr. 226. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. In der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6662. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 1hr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. gern spredy- Anschluß 3mt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Dienstag, den 27. September 1892. gleiche Recht für Alle" mit Füßen zu treten. Ihm sekundiren ein anhaltischer Amtsvorsteher in Heitlingen und der Vertreter der Salzwerks- Direktion in Leopoldshall, alle gleich bereit, tnebeln, zu denunziren und um Brot und Existenz zu bringen. Mit dem 1. Oktober eröffnen wir ein neues Abonnement ohne Rücksicht auf ihre Amtspflichten, die Arbeiterschaft zu auf den „ Vorwärts" Berliner Volksblatt mit der illustrirten Sonntagsbeilage " Neue Welt". Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus, wöchentlich 28 Pfennige. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 3,30 Mark für das 4. Quartal entgegen.( Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652.) Neu hinzutretenden Abonnenten wird der bisher erschienene Theil des Romans Die Waffen nieder!" Eine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner, auf Verlangen gratis nachgeliefert, worauf wir noch besonders aufmerksam machen. Acchtung, schwarze Liste, Mißbrauch der Amtsgewalt, ein bösartiges Kartell der Millionäre, gestiftet, um klassenbewußte Arbeiter zu verderben, das ist ein Bild vom aller neuesten Rurs. Nun zu den Urkunden! Das erste Schreiben ist an die Herren vom Unternehmerverein gerichtet und trägt, die Unterschrift des Staßfurter Bürgermeisters, dessen Gehalt fich zum größten Theil zusammensetzt aus den Steuergroschen der Arbeiter, gegen die er einen ungesetzlichen Krieg führt. Es lautet: J.-Nr. 8472. Secret! Staßfurt, den 7. Januar 1890. Gelegentlich der am 1. d. M. im Helbing'schen Lokale hierselbst durch den Sozialdemokraten Julius Grosse von hier, beziehentlich den Sozialdemokraten A. Heine aus Halberstadt abgehaltenen öffentlichen Versammlung haben sich durch entsprechende Reden pp. hervorgethan: 1. der Arbeiter Philipp Emersleben, Wachtelftr. 15, 3. 3. ohne Arbeit; 2. der Arbeiter Friedrich Hartmann, Bischofsstr. 18 p., zur Zeit bei dem Holzhändler Fr. Wullstein in Leopoldshall in Arbeit; 3. der Arbeiter Rob. Laubisch, Kleiner Markt 1, 3. 3. auf der chemischen Fabrit Concordia II in Arbeit( ift gekündigt); 4. der Arbeiter Karl Meining, Reengäßchen 2, 3. 3. auf dem Etabl. II der Wer. Chem. Fabrik in Leopoldshall in Arbeit ( ift gekündigt). Letterer hat zwar nicht gesprochen, fungirte Die Redaktion und Expedition des Vorwärts" Berliner Volksblatt. jedoch als Schriftführer, nachdem er von dem SozialNene Urkunden ans amtlichen Aktenschränken. Die Magdeburger Nachrichten" in ihrer " Nr. 18( siehe Boltsblatt für Anhalt" Nr. 115 vom " " demokrat Groffe hierzu in Vorschlag gebracht und von der Bersammlung gewählt war. Auf Grund der f. 3. gefaßten Beschlüsse ver fehle ich nicht, mit der Bitte um gefl. weitere Veranlassung, Ihnen hiervon Kenntniß zn geben. Der Bürgermeister. Reinhard. Beschluß. Das zweite Schreiben von Herrn Reinhard mitunter24. d.) veröffentlichen eine Reihe von Schriftstücken, die zeichnet. Beschluß der Unternehmer- Verschwörung. Hier ist einen werthvollen und bedeutsamen Nachtrag zu den Do- eine schwarze Liste, die 278 ans Messer gelieferte Arbeiter fumenten: Ein Romplott gegen die deutsche namentlich aufzählt, angefügt. Arbeiterklasse" bilden. Aus den Papieren geht zur Evidenz hervor, daß preußische und anhaltische Beamte sich zu Handlaugern der Staßfurter Großindustriellen gemacht und dazu beigetragen haben, daß über ehrliche Arbeiter ihrer politischen Gesinnung wegen die wirthschaftliche Acht und Aberacht verhängt wurde. Der Bürgermeister von Staßfurt ein eigenartiges Geschick schwebt über dem Regierungsbezirk Magdeburg-, ein gewisser Herr Reinhard, verbündet sich mit einer Schaar zu einem Ring zusammengeschlossener Kapitalisten, um das Feuilleton. Nadbrud verboten.] Die Waffen nieder! [ 31 Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. w. 0. Ründigung den ihm geeignet scheinenden Grund anzugeben. g. Reinhard. Ring. Vorstehenden Abzug des gestern gefaßter Beschlusses nebst der Liste der kompromittirten Personen übersende ich mit dem ergebensten Ersuchen, gefl. in Gemäßheit dieses Beschlusses verfahren und mir die Namen der Gekündigten mittheilen zu wollen. Staßfurt, den 13. März 1890. Der Bürgermeister. Reinhard. B. 12 " C. 24 A. 40 Personen, die wegen Aufruhr verhaftet sind; die an einer geheimen Versaminlung am 11. Februar Nachts theilgenommen haben; die sich besonders durch Agitation pp. hervor. gethan haben.( Bei einer wird das Verbrechen: " In Versammlung Reden gehalten", als gravirend hervorgehoben(!); die sozialdemokratische Versammlungen besucht haben; D. 29 E. 51 F.104 G. 18 " " die Mitglieder vereins" sind(!); des Arbeiter- Bildungsdie alte Sozialdemokraten" find; die als von Staßfurt verzogene Sozialdemokraten angeführt werden. Der Amtsvorsteher von Hecklingen gönnt anscheinend dem Bürgermeister von Staßfurt diese Lorbeeren nicht und er beeilt sich, ihm nachzukommen, indem er dem Kapitalistenringe unter dem 18. März 1890 mittheilt, daß noch die und die von den Theilnehmern an dem Hecklinger Wahlkrawall verhaftet sind, während die und die ohne Angabe des Grundes entlassen sind: „ Im Anschluß an mein Ergebenes vom 22. Februar cr. theile ich ferner mit, daß infolge der hiesigen Wahlkrawalle am 20. Februar cr. noch verhaftet sind: 1. der Arbeiter Gottlob Junge hier, auf Agathe in Arbeit 2. der Arbeiter Friedrich Braun hier, auf Achenbach; 3. der Arbeiter Jakob Köthe hier, auf Fabrik Wüstenhagen u. Comp.; 4. der Arbeiter Karl Alsleben hier, im Steinbruch Gänsefurth; 5. der Arbeiter Hermann Tepper hier, Ziegelei, Hecklingen; 6. der Hofknecht Karl Hinz hier, bei Hermann Dannenberg. Von den am 22. v. M. mitgetheilten Berhafteten sind wieder entlassen: 1. Ernst Scheuer, 2. Karl Busse, 3. Friedrich Büttner, 4. Wilhelm Deutrich, 5. Gustav Köppner, 6. Franz Junge, 7. Karl Richmann, 8. Friedrich Schweinsberg. Der Grund der Entlassung aus der Untersuchungshaft ist diesseits noch nicht bekannt. Der Arbeiter Gottlieb Kinne ist nicht auf der Sülze" beschäftigt, wie in meinem Schreiben vom 22. v. M. angegeben, sondern auf der Buckauer Fabrik in Staßfurt. Hecklingen, den 18. März 1890. Den Personen, welche zu den Kategorien A, B und C der vorgetragenen Liste gehören, soweit nicht ad A Freisprechung im gerichtlichen Verfahren erfolgen sollte, unbedingt zu tündigen und dieselben in einem Konventionsbe triebe wieder anzunehmen, während auf die Angehörigen der übrigen Kategorien nach Möglichkeit dahin eingewirkt werden soll, daß sie von den ordnungsfeindlichen Bestrebungen sich zurückziehen. Zu tonstatiren bleibt dabei, daß dieser Beschluß einstimmig gefaßt und seine stritte Durchführung allseitig zugesagt wurde. Jedem ist es überlassen, bei der das folgende amtliche Schreiben festgestellt wird?: abgemacht. Die Schleswig- Holsteiner haben jetzt große Lust, die Preußen die arroganten", denn das sind wir, dem neuesten Schlagwort gemäß wieder ganz los zu werden. „ Eher dänisch als preußisch", wiederholen sie eine ihnen von den Mittelstaaten gegebene Losung. Und weißt Du, wie das abgedroschene Mccrumschlungen"-Lied jetzt zur Abwechselung gesungen wird: " Schleswig- Holstein stammverwandt Der Amtsvorsteher. gez. Stammer. Durch welches parlamentarische Beiwort ist der schwere Rechtsbruch und Gesezesfrevel zu kennzeichnen, der durch Abtretung beim Bundestag zu reklamiren. Und Lauenburg verlangte stürmisch, dem Königreich Preußen einverleibt zu werden. Niemand wußte, was die Verbündeten nun eigentlich mit den eroberten Provinzen anfangen würden. Von diesen beiden Mächten selber muthete jede der anderen zu, daß jede die andere übervortheilen wolle. Was will nur dieses Preußen?" Das ist nunmehr Schmeißt die Preußen aus dem Land." die von Desterreich, von den Mittelstaaten und den HerzogEine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner. Und was ist's mit dem Augustenburger? Den haben thümern stets aufgeworfene, Böses ahnende Frage. Napoleon III. Dieser Brief meiner Tante brachte mir erst wieder ins sie doch? sag' mir nicht, Friedrich, daß sie ihn nicht räth Preußen, es solle die Herzogthümer- bis auf das Gedächtniß, daß es eine politische Lage" gebe. Die ganze haben... Wegen diefes einzig berechtigten Thronerben, nach dänisch redende Nordschleswig annektiren. Aber daran denkt Beit über hatte ich mich nicht um derlei gekümmert. Vor welchem die armen dänengedrückten Lande sich so gesehnt, Preußen vorläufig nicht. Am 22. Februar 1865 formulirt und nach meiner Krankheit hatte ich zwar, wie immer, viel mußte der ganze Krieg, der mich Dich Dich! hätte es endlich seine Ansprüche dahin: Preußische Truppen bleiben gelesen: Tag- und Wochenblätter, Revuen und Bücher, fosten können, geführt werden! Laß mir also wenigstens in den Landen; die letzteren haben ihre Wehrkraft zu Wasser aber die Leitartikel der Zeitungen waren unbeachtet ge den Trost, daß der nöthige Augustenburg in seine Rechte und zu Land mit Ausnahme eines Bundestontingents blieben; seitdem ich nicht mehr die bange Frage aufstellte: eingesetzt worden und über die ungetheilten Herzogthümer Preußen zur Verfügung zu stellen. Der Kieler Hafen wird " Krieg oder nicht Krieg", besaß der inner- und außer regiert. Auf diesem ungetheilt" bestehe ich: das ist ein altes in Besitz genommen: Post und Telegraphen sollen preußisch politische Klatsch fein Interesse für mich. Erst anläßlich historisches Recht, das Jenem seit mehreren hundert Jahren ver- werden und die Herzogthümer müssen sich dem Zollverein der Nachschrift des oben angeführten Briefes fiel mir ein, bürgt ist und dessen Begründung ich mir mühsam genug anschließen. das Vernachlässigte einzuholen und mich nach den gegen- erforscht habe." Ueber diese Forderungen ärgert sich ich weiß nicht wärtigen Verhältnissen zu erkundigen. " Schlecht steht's um Deine historischen Rechtsansprüche, warum- unser Minister Mensdorf- Ponilly. Und noch vermuthlich aus Neid, Was will denn Tante Marie mit diesem bedrohlich" meine arme Martha," lachte Friedrich. Vom Augusten- mehr ich weiß gar nicht warumsagen, Du minder arroganter Preuße?" frug ich meinen burger ist außer in seinen eigenen Protesten und Mani- diesem Grundzug in Behandlung der ,, äußeren Angelegenheiten" Mann, ihm den Brief zu lesen gebend. Giebt es denn festen gar nicht mehr die Rede!" ärgern sich die Mittelstaaten. Dieselben verlangen ungestüm, überhaupt jetzt eine politische Lage?" Von nun an fing ich wieder an, mich um die politischen der Angustenburger wöge eiligst, sofort, in die Verwaltung Die giebt es gerade so wie irgend ein Wetter Verwicklungen zu bekümmern und erfuhr folgendes: der Herzogthümer eingesetzt werden. Desterreich hat aber leider immer. Und dabei ebenso veränderlich und Festgesetzt und anerkannt war trotz des beim Wiener auch etwas zu sagen und sagt indem es den Augustentrügerisch-" Frieden gezeichneten Protokolls eigentlich noch gar nichts. burger als Luft behandelt, daß es den Besitz des Kieler Nun, so erzähle mir... Spricht man etwa noch Die schleswig- Holsteinische Frage war seither in allerlei Hafens geru zugestehe, aber gegen die Rekrutirung und immer von den verwickelten Elbherzogthümern? Sind die Stadien gebracht worden, schwebte" aber mehr als je. Matrosenpresse sich verwahre. nicht abgemacht?" Der Augustenburger und der Oldenburger hatten sich be- So wird unablässig fortgestritten. Preußen erklärt, " Wehr als je spricht man davon., Nicht im geringsten eilt nach der von Seiten des Glücksburgers erfolgten daß seine Forderungen nur im Interesse Deutschlands ge J.-Nr. 2176, M. Karl Grell, Albert Braun, Karl Lendtvoyt, Ronstantin Spichalski, August Mietzner, Bernhard Miegner und Josef Polaget. Der Bürgermeister. Reinhard. Die nachfolgenden Zeilen sind eine Mittheilung des Salzbergwerks Neu- Staßfurt über einen entlassenen Arbeiter, die sich natürlich Herr Reinhard beeilt, in seiner amtlichen Eigenschaft als Bürgermeister zur Kenntniß der Ringmitglieder zu bringen: Als ein Ritter von der traurigen Geftalt, wenn er entzündung, nose und andere Wundkrankheiten, Kräge und Staßfurt, den 5. April 1890. Ich beehre mich, den Herren Arbeitgebern ergebenft mit- fürchtet von seinem Herrn und Meister angeschnarrt zu andere durch Lebewesen verursachte Hautkrankheiten, Krebs und frebsartige Geschwülste, Storbut und verwandte Krankheitszutheilen, daß nachstehende, an dem Streit vom 25. v. m. werden, erscheint Herr Reinhard. Man lese: betheiligte Personen am Montag, den 7. d. M. aus Staßfurt, den 14. März 1890. formen, Mötheln, Schweißfriefeln, Bellagra. Die Ermittelung Der Arbeit seitens der Firma G. Bennecke, Hecker u. Co., entMit der ergebensten Mittheilung, daß der in der Ver- der Krankheiten soll erfolgen durch die gesetzlich vorgeschriebene Lassen werden, und zwar: fammlung vom 12. b. M. mehrfach genannte Arbeiter Böhme Anzeigepflicht. Es fommen ferner in Betracht Abwehrnicht auf Neu- Staßfurt, sondern auf der Buckauer Fabrit in maßregeln gegen das Ausland und die SchuhArbeit steht, verbinde ich den Ausdruck meines maßregeln im Inland. Als Schuhmaßregeln im Inlande Bedauerns darüber, daß es mir nicht mehr tommen nach der Vorlage zunächst in Betracht die öffentliche möglich gewesen ist, den Beamten zu er Bekanntmachung der Erkrankung unter Bezeichnung des Drtes, mitteln, welcher die bezügliche falsche Mit des Hauses und event. auch der Person des Erkrankten, die theilung gemacht hat. Kennzeichnung des Hauses, in welchem ein Erkrankter sich befindet, Anderenfalls würde er scharfer bis die Beobachtung der franken oder frankheitsverdächtigen Perziplinarischer Ahndung nicht entgangen sein. sonen, die Isolirung derselben in der eigenen Wohnung oder in Die Sache hat mir übrigens Veranlassung einem Krankenhause u. dergl. Weiterhin soll bestimmt werden, gegeben, den Beamten die größte Borsicht unter welchen Umständen bei Erkrankten die Anwendung eines wiederholt einzuschärfen. Heilverfahrens nöthigenfalls zwangsweise durchzuführen ist, wann die Desinfektion der Personen und Gebrauchsgegenstände, der Wohnung und der Arbeitsstätten der Erkrankten zu erfolgen hat, und wann hinsichtlich der Umgebung des Kranken örtliche AbwehrHier tritt offen zu Tage die Allmacht des Kapitalisten- maßnahmen geboten find. In dieser Beziehung kommen in BeKlingels, der die Behörden als seine Diener behandelt, tracht: die Beobachtung der Haus- und Arbeitsgenossen, der Beamte als seine Angeber, Zutreiber und Büttel gebraucht Reisegefährten des Erkrankten, Berkehrsbeschränkungen für diese und mit souveräner Schamlosigkeit Recht und Gesetz mit Bersonen und event. die Bewohner eines ganzen Ortstheiles, die Füßen tritt. Räumung einer Wohnung oder eines ganzen Hauses. Zur ErDa haben wir Bürgermeister und Amtsvorsteher, be- wägung gestellt ist ferner, ob Abwehrmaßregeln gegen ganze Ortschaften des Inlandes geboten sind durch Aufhebung des foldet von den Steuerzahlern, angeblich berufen, bie Inter- Personen- und Waarenverkehrs mit denselben, durch örtliche Beeffen des gemeinen Wesens zu wahren und in Wirklichkeit aufsichtigung desselben, und ob neben den Ausfuhrbeschränkungen die Lackaienrolle spielend bei den Kali- und Zuckerbaronen für die noch nicht von der Krankheit betroffenen Ortschaften von Staßfurt! Einfuhrverbote bezw. Beschränkungen statthaft find. An pr. 15./4. 90, II., 2451. Salzbergwerk Neu Staßfurt. 2öderburg bei Staßfurt, den 14. April 1890. Wir beehren uns, Ihnen hierdurch ergebenst mitzutheilen, daß wir den Mathias Flade, welcher gegen den Maschinenfteiger Herrn Schmiz in Leopoldshall grobe Schmähungen ausgestoßen hat, am 12. 5. M. die Arbeit aufgekündigt haben und daß der felbe am 25. cr. zur Entlassung kommen wird. Mit vorzüglicher Hochachtung Salzbergwert Neu- Staßfurt gez. N. Besserer. Fr. Lifte D. Herrn Bürgermeister Reinhard. Hochwohlgeboren Staßfurt. Der Bürgermeister. Reinhard. Vorstehendes Schreiben zur gefälligen Renntnißnahme erpflicht verlegend und wie ein Lakai sich beugend vor den Schöpfstellen, Aborte, Bade- Anstalten, besondere Vorschriften hin gebenft. Staßfurt, den 19. April 1890. Der Bürgermeister. Reinhard. Ein Bürgermeister, der die Liste der zu Nechtenden weiteren Maßnahmen zur Verhütung der Ausdehnung einer führt, und sich geschäftig als Buträger und Agent Seuche kommen in Betracht: Beschränkungen in der Benutzung der brutalen Geldsacktlique müht, ohne Scheu seine Amts- öffentlicher und privater Anlagen, wie Brunnen, Waffer sichtlich der Beseitigung der Abfallstoffe, der Straßenreinigung, Großindustriellen, ein Symptom des Verfalls wie es flas- Verbote von Menschenansammlungen, Märkten und öffentfischer nicht zu finden ist. lichen Luftbarkeiten, Beschränkung des Schulbesuchs und des Verkehrs. Bürgerliches Recht, bürgerliches Gesez, bürgerliche Sitte, Nun tommt eine ähnliche Mittheilung der Herzoglich fie heißen: Staßfurt! Einen sozialpolitischen Charakter tragen u. A. diese Anhaltischen Salzwerk- Direktion zu Leopoldshall an den Die" Norddeutsche Allgemeine Zeitung"( Nr. 450 vom Maßregeln nicht, obwohl die Wohnungs- und ErnährungsStaßfurter Bürgermeister zur gefälligen Kenntnißnahme und 26. d. Mis.) leitartikelt über den Fall Stryck und bemerkt frage hier ein wichtigstes Element bildet. Dagegen ist man sehr weiteren Mittheilung", welcher Aufforderung sich natürlich mit ausdrücklichem Hinweis auf Preußen:" Der Staat hat besorgt wegen der Entschädigungspflicht. Die Kommission soll dieser kapitalistische Musterbeamte, da er anscheinend nichts einen Theil seiner politischen Befugnisse" den Gemeinden feststellen, ob aus öffentlichen Mitteln eine Entschädigung für aus Anlaß der Seuchengefahr vernichtetes oder beschädigtes Privateigen Anderes zu thun gehabt hat, sofort innerhalb Tages- und anderen Selbstverwaltungskörpern übertragen, er hat thum und für den im öffentlichen Interesse gestörten Gewerbebetrieb frist unterzieht: fich aber dabei das Recht der Oberaufsicht vorbehalten, gewährt werden soll, wie die Höhe der Ersatzpflicht zu ermitteln um zu prüfen, ob die übertragenen Befugnisse zweckmäßig fei, welche Körperschaften zur Leistung der Entschädigung verausgeübt werden, und eventuell Remedur eintreten zu pflichtet sein soll, und ob den Regierungen Vollmacht gegeben laffen." Giebt dieser Satz blos ein Argument für die von werden sollen, durch Berwaltungsanordnung die Entschädigungs oben gebilligte Stryck- Auffassung, daß der Oberpräsident pflicht den Gemeinden, Kreiſen zc. aufzuerlegen. Gin Anspruch der Chef" der Stadtverordneten- Versammlung? Dber wird auf Entschädigung soll fortfallen, wenn vorfähliche oder fahrmedur" schaffen gegen die Streiche des Staßfurter Stadt- tommen, treibt man fehr gerne foziale" Bolitit. der preußische Staat, der die Oberaufsicht" führt, Re- lässige Uebertretung der Vorschriften seitens des Geschädigten vorliegt." Sobald bürgerliche Interessen in Betracht J.-Nr. 4402. Secret. An Abschrift. Leopoldshall, den 1. Juli 1890. den Herrn Bürgermeister Reinhard in Staßfurt. " vaters? Reichs- Senchengeset. " Den Schluß der Vorlage bilden die Strafbestimmungen, welche im Anschluß an§ 327 des Reichs- Strafgesetzbuches gegen wiffentliche oder fahrlässige Verlegung der behördlicherseits erlassenen Anordnungen in dem Seuchengefeße Aufnahme finden sollen. dem Herrn Bürgermeister zur gefälligen Kenntnißnahme und Berathungen ist im Gesundheitsamt eine Vorlage ausgearbeitet Polifilthe Webersicht. Mittheilung an die übrigen Werksverwaltungen ergebenst anzeigen. Herzogliche Salzwerks- Direktion. gez. Weisleder. Borstehendes zur gefl. Keuntnißnahme. Staßfurt, den 2. Juli 1890. Der Bürgermeister. Reinhard. M Berlin, den 26. September. Die Eröffnung des Reichstages soll, wie die Nas tionalliberale Korrespondenz" zuverlässig" hört, am 22. November stattfinden, Der früher hier beschäftigte Bergarbeiter Moris Lehmann zu Güften ist von der Herzoglichen Straffammer zu Bernburg wegen Beleidigung des Landesherrn ชิน einer Gefängnißstrafe von zwei Monaten und zwei Wochen und der Mühlenarbeiter Gottlieb Schäfer aus Hecklingen wegen seiner Betheiligung an den bei Gelegenheit der Reichstagswahl am 20. Februar d. J. in Hecklingen begangenen Ausschreitungen, bestehend in Landfriedensbruch zc., durch schwurgerichtliches Erfenntniß vom 20. v. M. zu einer Gefängnißstrafe von vier Monaten verurtheilt, aus welchem Grunde beide Personen für Jm Reichs- Gesundheitsamt ist am 26. Sept. die Konferenz über immer von der hiesigen Werksarbeit abgelegt sind, was wir das Material zum Reichs- Seuchengesetz eröffnet worden. Für die worden, welche, wie die, National 8eitung"( Nr. 546 vom 26. d. M.) berichtet, die Nothwendigkeit betont, gegen ge= wisse übertragbare und gemeingefährliche Krankheiten des Menfchen nach einheitlichen Grundsägen vorzugehen. Diese Grundsätze sollen nach dem heutigen Stande der Wissenschaft und Praxis so festgestellt werden, daß die Reichsverwaltung aus den Berathungen der Kommission das Material zum Entwurf eines Gesetzgebungskunst. Als das Dynamitgeset Reichs- Seuchengesetzes und dessen Ausführungsbestimmungen ent- dem Reichstage vorgelegt wurde, waren es vor allem die nehmen fann. Es wird beabsichtigt, im Gefeße die leitenden Arbeitervertreter, welche die Schädlichkeit dieses Gesetzes, Grundsätze festzustellen und für einzelne Krankheiten diejenigen das die Unschuldigen und Unwissenden in erster Schuhinaßregeln zu bestimmen, welche von so einschneidender Reihe treffen werde, klar und beredt barlegten. Die Erdaß eine gesetzliche Ermächtigung erforderWirkung sind, lich erscheint. In den Ausführungs Bestimmungen fahrung hat die Richtigkeit der sozialdemokratischen Kritik sollen alle weiteren zur Abwehr und Unterdrückung erwiesen. In Elberfeld erfuhren, wie die Frankfurter jeder einzelnen Krankheit nothwendigen Maßnahmen vor Beitung"( r. 269 vom 25. d. Mts.) berichtet, am 22. Sepgeschrieben werden, soweit sie sich zur allgemeinen Regelung eignen. tember zwei Tagelöhner von Lennep die drakonische Härte Als diejenigen Krankheiten, auf welche das Gesez sich beziehen des Dynamitgesetzes. Sie hatten den§ 9 des genannten foll, kommen in Frage: die asiatische Cholera, das Gelbfieber, Gesetzes übertreten, nämlich zu Hause etwa 32 Kilogramm orientalische Beulenpest, Flecktyphus, Rückfalltyphus, Darm- Dynamit in ihrem Besiz, ohne die polizeiliche Erlaubniß typhus, Ruhr, Pocken, Diphtherie, Scharlach, Wafern, Keuch dazu zu haben, und erzählten dies am Biertische einem husten, Influenza, Genicstarre, Kindbettfieber, Zuberkulose, Syphilis, Aussay( Lepra), die ansteckenden Augenkrankheiten, die Polizeibeamten, der dann sofort Anzeige machte. Sie wurden auf Menschen übertragbaren Thierkrankheiten, wie Milz- zu je drei Monaten Gefängniß verurtheilt, die brand, Tollwuth, Roy, Trichinose; ferner eventuell: Malaria, geringste Strafe, welche die trifft, die den Sprengstoff be Brechdurchfall der Kinder, die epidemisch auftretende Lungen- fißen, aber keine polizeiliche Erlaubniß haben. Doch damit ist nicht genug gethan, daß die einzelnen Arbeiter thatsächlich Sozialdemokraten sind, sondern der Staßfurter Bürgermeister scheut sich nicht, die wirthschaftliche Existenz von Arbeitern auch da zu ruiniren, wo er nur glaubt, daß sie der Sozialdemokratie angehören, wie das folgende geheime" Schriftstück beweist: Staßfurt, den 1. Dezember 1890. Secret! Nachstehend erhalten Sie ein Verzeichniß von Personen, welche für entschiedene Anhänger ber Sozial demokratie zubalten ich ausreichenden Grund habe, zur gefl. Renntnißnahme und mit dem ergebenſten Anheimstellen, die Leute scharf im Auge zu behalten. Der Bürgermeister. Reinhard. macht werden, daß es Annektirung gar nicht verlange-ward Statthalter in Holstein;- Manteuffel in Schleswig. 15. Oftober. Preußischer Kronsyndikus giebt sein GutAugustenburg möge, unter Gewährung der gestellten Forde- Auf meine im Jahre 1460 erhaltene Lieblingszuficherung, achten über die Erbrechte des Prinzen Augustenburg ab. rungen, fein Erbrecht antreten; wenn aber diese nothwendigen daß die Lande ewig zusammen bleiben, ungetheilt", mußte Der Vater desselben habe für sich und seine Nachkommen, und billigen Ansprüche nicht befriedigt werden, dann mit ich jetzt doch endgiltig verzichten. Und was meinen Auguften- gegen eine Summe von anderthalb Millionen Speziesthaler brohend erhobener Stimme- dann werde es vielleicht ge- burger betraf, für dessen Rechte ich mich so mühsam er auf die Thronanwartschaft verzichtet. Im Wiener Frieden zwungen sein, mehr zu fordern.- Gegen diese drohenden er wärmt hatte, so geschah, daß der Prinz einmal ins Land seien die Herzogthümer abgetreten somit habe der heben sich sofort höhnische, hämische, hetende Stimmen. In tam und sich von seinen Getreuen anjubeln ließ, worauf Augustenburger gar nichts mehr zu beanspruchen. den Mittelstaaten und in Desterreich wird die öffentliche ihm Manteuffel bedeutete, daß, wenn er noch einmal Eine Frechheit, eine Anmaßung wird die in Meinung gegen Preußen und namentlich gegen Bismarck fich unterſtände, ohne Erlaubniß in die Gegend zu Berlin geführte Sprache genannt und die preußische immer mehr verbittert. Am 27. Juni tragen die Mittel- lommen, er ihn unweigerlich verhaften laffen müßte. Arroganz" wird zum Schlagwort. Gegen die muß staaten darauf an, von den Großmächten Auskunft zu ver- Wer das keinen guten Witz der Muse Klio findet, der man sich schützen": das wird allenthalben als Dogma langen, aber( Auskunftgeben ist auch nicht diplomatischer hat kein Verständniß für die Fliegenden Blätter" der Ge- aufgestellt. König Wilhelm scheint sich auf den deutschen Brauch, nur alles schön geheim) die Großmächte unterhandeln schichte. Viktor Emanuel aufspielen zu wollen."-„ Desterreich erobern." unter sich. König Wilhelm teist nach Gastein, Kaiser Franz hat die stille Absicht, Schlesien zurück zu Joseph nach Jschl. Graf Blome fliegt zwischen Beiden hin Trotz des Gasteiner Vertrages wollte die Angelegenheit" Preußen buhlt mit Frankreich."" Desterreich buhlt mit und her und man einigt sich über verschiedene Punkte: Die nicht zur Ruhe kommen, und da ich nun durch Tante Frankreich" et patati et patatà, wie die Franzosen Besagung soll halb österreichisch und halb preußisch werden. Mariens Brief und die darauf erhaltenen Auskünfte auf- jagen... Trietschtratsch heißt es auf deutsch und pflegt Lauenburg wird wie es ja selber wünschte- Preußen geschreckt- nunmehr wieder regelmäßig die politischen in den Raffeekränzchen der Kleinstädter nicht eifriger be einverleibt. Dafür erhält Desterreich eine Entschädigung Leitartikel las und mich allseitig über die herrschenden trieben zu werden, als zwischen den Kabinetten der Großvon zweieinhalb Millionen Thaler. Dieses letztere Er Meinungen erkundigte, so konnte ich die Phasen mächte. " 1 gebnis ist durchaus nicht im stande, mir patriotische Freude des schwebenden Streites wieder genau verfolgen. Der Winter brachte meine ganze Familie wieder nach einzuflößen. Was soll den sechsunddreißig Millionen Daß derselbe zu einem Krieg führen würde, Wien zurück. Rosa und Lilli hatten sich in den böhmischen Desterreichern-selbst wenn sie unter ihnen vertheilt würde, fürchtete ich nicht. Solche Prozeßfragen mußten doch Bädern sehr gut unterhalten, aber verlobt hatte sich feine. was nicht geschieht diese unbedeutende Summe nüßen? auf dem Wege der Prozesse nämlich durch Ab- Konrads Aktien standen vortrefflich. In der Jagdsaison Würde sie die Hunderttausende ersetzen, die zum Beispiel wägung der Rechtsansprüche und durch hiernach zu fällen war er nach Grumit gekommen, und obwohl bei dieser Ge ich bei Schmitt u. Söhne durch den Krieg verloren? Oder den Rechtsspruch zum Austrag zu bringen sein. Alle legenheit das entscheidende Wort noch immer nicht gesprochen gar die Verluste Derjenigen, die ihre gefallenen Lieben be diese berathenden Minister- und Bundesversammlungen, diese wurde, waren jezt doch beide in ihrem Innern überzeugt, weinen?... Was mich freut, ist ein am 14. Auguft zu unterhandelnden Staatsmänner und freundschaftlich ver- daß sie als ein Paar enden würden. Gastein unterzeichneter Bertrag. Vertrag", das Wort lehrenden Monarchen würden doch mit diesen im Grunde Auch zu diesen Herbstjagden war ich, trot meines Vaters Klingt so friedensverheißend. Erst später habe ich die Er- so unwichtigen- Streitfragen fertig werden. Mehr mit Neu- dringenden Zuredens, nicht erschienen. Friedrich hatte fahrung gemacht, daß die internationalen Verträge gierde als mit Besorgniß folgte ich dem Gung dieser An- teinen Urlaub erhalten, und mich von ihm zu trennen, war sehr oft dazu da sind, um durch gelegentliche Ver- gelegenheit, deren verschiedene Stadien ich in den rothen ein Leidwesen, das ich mir ohne Nothwendigkeit nicht auflegungen dasjenige herbeizuschaffen, was man einen Heften notirt finde: erlegen mochte. Ein zweiter Grund, mich nicht auf längere ,, casus belli" nennt. Da braucht denn nur einer den 1. Oftober 1865. In Frankfurt Abgeordnetentag, fol- Beit zu meinem Vater zu begeben, war der, daß ich meinen anderen des Vertragsbruches" anzuklagen und sofort gende Beschlüsse gefaßt: 1. Selbstbestimmungsrecht des fleinen Rudolf nicht gern dem großväterlichen Einfluß überspringen- mit allem Anschein der Bertheidigung verbriefter fchleswig- Holsteinschen Boltes bleibt in Kraft. Der Gasteiner ließ, denn dieser war dazu angethan, dem Kinde militärische Rechte die Schwerter aus der Scheide. Vertrag wird als Rechtsbruch von der Nation verworfen. Neigungen einzuflößen. Die Lust zu diesem Berufe, zu Mir jedoch gewährte der Gasteiner Vertrag Beruhigung. 2. Alle Volksvertreter sollen den Regierungen, welche die welchem ich meinen Sohn durchaus nicht bestimmen wollte, Der Streit schien beigelegt, General Gablenz der schöne bisherige Politik der Vergewaltigung fordern, alle Steuern war ohnehin schon in ihm gewect." Gablenz, für welchen wir Frauen alle leise schwärmten und Anlehen verweigern ( Fortfehung folgt.) " eine besigende und die Proletarier. Die deutschen und fran zöfifchen Sozialdemokraten bildeten mit den Arbeitern aver Länder eine einzige Nation gegenüber den Kapitalisten. Die zwischen den Franzosen und den Deutschen liegenden Ströme Blutes seien von den Feinden des Proletariats vergossen worten, ohne Zuthun der deutschen Sozialdemokraten, und bildeten teine Grenze zwischen den Sozialdemokraten der beiden Länder. Wir find Brüder, sind und bleiben internationale Revolutionäre, trotz der von der Bourgeoisie ausgesprochenen Verleumdung, das wir die revolutionäre Fahne verlassen hätten, und Chauvinisten geworden seien. Die deutschen und französischen Sozialbemofraten bilden mit den Sozialdemokraten der übrigen Bänder ein einzige große Armee. Wir sind bereit, nachdern wir Bismard in 25jährigem Rampfe geschlagen, den letzten Bluts tropfen für die Sache des Sozialismus zu opfern." Liebknecht schloß mit einem Hoch auf die internationale revolutionäre Demokratie. Ein endloser Beifall folgte der Rede. Trie Mitglieder des Kongresses beglückwünschten Liebknecht, alle umdrängten ihn und von zahlreichen Abgeordneten wurde er umarmt. Der Abgeordnete Ferroul dankte Liebknecht Namens des französischen Proletariats, das mit dem deutschen Proletariat unzerreißbar verbunden sei, und bringt ein Hoch auf das arbeitende Deutschland aus. Ueber den Kongreß schreibt man uns aus Marseille: Nothleidende Landwirthe. Einem von der Frei- durchaus unrichtig. Bon russischer Seite find über| finnigen Zeitung" gebrachten Verzeichniß der 91 reich ft en die fünf in Nede stehenden Personen feinerlei Mittheilungen Grundbesizer in den 7 östlichen Provinzen Preußens hierher gelangt. Ihre Ausweisung ist vielmehr lediglich ift zu entnehmen, daß neben den Erben des Herzogs Wil- deshalb erfolgt, weil dieselben durch diesseitig statthelm von Braunschweig der Fürst von Pleß mit gehabte Beobachtungen und darauf veranlaßte Haus83 Landgütern von 70 139 Hektar Gesammtfläche mit fuchungen fortgesetter politischer Umtriebe im In358 753 M. Steuerertrag die zweite Stelle einnimmt, Fürst lande überwiesen worden sind." Muß ein Ausländer, der Putbus und Fürst Stolberg- Wernigerode die dritte Politik treibt, denn ausgewiesen werden? und vierte. An 78. Stelle folgt Fürst Bismarck, dessen , mobiles Rapital", bei Bleichröder und anderswo attu Volksbildung in der Schweiz und in Deutschland. mulirt", auch noch eine schöne Gegend ist, mit 12 Gütern Das eidgenössische statistische Bureau veröffentlicht in der 31 11 248 Heftar mit 56 902 M. Steuerertrag. Wäre es 87. Lieferung der schweizerischen Statistik die Ergebnisse nicht verbrecherisch, diesen armen Leuten den Differentialzoll der pädagogischen Prüfung bei der Rekrutirung auf russisches Brotkorn, das Brenner- Trinkgeld und andere im Herbst 1891. Diese Ergebnisse zeigen, wie das statistische Vorrechte zu nehmen? Bureau bemerkt, erfreulicherweise wieder einen erheblichen Fortschritt, indem auf je 100 Rekruten für die ganze Schweiz Eine recht nette Theorie, schreibt das Bayerische die Zahl der sehr guten Gesammtleistungen( Note 1 in Vaterland"( Nr. 218 vom 25. Sept.) stellt die offiziöse mehr als zwei Fächern) um 3 zu, diejenige der schlechten Norddeutsche Allgemeine Zeitung" auf. Dem Staat, jagt( Note 4 oder 5 in mehr als einem Fach) um 3 abgenommen fie, müsse man für gewisse Fälle ein Nothrecht zu hat. gestehen, welches eventuell auch das geschriebene Bureau hat aber diese Aenderungen zurückverfolgt bis So gegenüber dem Jahr 1890. Das statistische Recht suspendiren könne. Bismarck drückte das 1881; in den zehn Jahren von 1882 bis 1891 find die kürzer und kräftiger in den Worten aus: Macht geht sehr guten Gesammtleistungen von 17 auf 22 pet. gestiegen, Nach Beendigung des Marseiller Gewerkschaftsvor Recht und stolperte niemals über juristische bie sehr schlechten von 25 auf 12 pCt. gesunken. Die be- Rongresses, über welchen wir binnen Kurzem aus 3 wirnsfäden". Man sieht aber aus dieser bismarckisch treffenden Detailangaben für die einzelnen Kantone zeigen, führlichen Bericht erstatten werden, hat der Parteioffiziösen Rechtstheorie, wessen man bei Preußen gewärtig daß die Bewegung zum Bessern nicht etwa auf einige Kongreß der Marristen, zu welchem Genosse Lieb= sein kann, wenn man sich ein„ Nothrecht" zu vindiciren wenige größere Rantone beschränkt ist, sondern daß die knecht von deutscher Seite belegirt worden ist, seine opportun oder vortheilhaft hält, um gelegentlich das in Großzahl der legteren auch im legten Jahre einen Arbeiten begonnen. Am ersten Tage waren 110 Delegirte opportune geschriebene Recht zu suspendiren". Un- Fortschritt aufwies". Die Reihsige der Kantone erschienen, welche 97 Städte und etwa 600 Gruppen, gefähr so wie die löbliche" Norddeutsche Allgemeine" nach der Prozentzahl der sehr guten Gesammtleistungen an Gewerkschaften u. f. w. vertreten. Den Bericht über die hat der felige Räuberhauptmann Schinderhannes auch der Prüfung von 1891 ist folgende: Baselstadt 53, Partei- Angelegenheiten erstatteten im Auftrage des Nationalschon gedacht, nur vindicirte er nicht dem Staate Neuenburg 38, Genf 36, Thurgau 33, Preußen, sondern sich selbst das Nothrecht: Schaffhausen 28, St. Gallen 24, Glarus 23, Obwalden und kommen darauf später zurück. Bürich 31, rathes die Genossen Guesde und Lafargue; wir Unter den Delegirten suum cuique rapiendi( Jedem das Seine zu rauben). Appenzell Außerrhoden 22( Durchschnitt für die ganze befinden sich zahlreiche Abgeordnete, wie Ferroul, Jourde, Freilich brachte er es damit nicht schließlich zu einem Schweiz), Waadt 21, Luzern und Graubünden 20, Solo- Lafargue, Boyer, Lachize, Generalräthe und StadtKommissionsrath, sondern zu einem guten Galgen.- thurn und Baselland 19, Bern 18, Freiburg, Aargau und verordnete, unter Anderen Carette von Roubaix, Nur sparsam! Preußisch- offiziös wird ge- Innerrhoden 10, Úri 9.- Wie steht es im deutschen läßt sich schon jetzt mit Sicherheit voraussagen, daß der Teffin 17, Bug 16, Nidwalden 15, Schwyz und Wallis 13, Delcluze von Calais, Cadenat von Marseille. Es schrieben: Als Tag der etatsmäßigen An- Volke, dem„ Volke der Dichter und Denter"? Es waren Rongreß von ungewöhnlicher Bedeutung für den Fortschritt stellung im Sinne der Denkschrift, betreffend die Regelung( siehe statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich, 1892, der Arbeiterbewegung in Frankreich sein wird. Das Juder Gehälter der etatsmäßigen Unterbeamten nach Dienst- G. 163) von den eingestellten Rekruten ohne Schultereffe, welches die gesammte französische Preſſe den Beraltersstufen, ist, nach einer Verfügung des Kultusbildung: ministers, derjenige Zeitpunkt zu verstehen, von welchem handlungen unserer französischen Genoffen entgegenbringt, ab einem Beamten die Verwaltung einer etatsmäßigen ist dementsprechend auch ein außerordentliches. Stelle dauernd übertragen wird. Die Anrechnung derjenigen Dienstzeit, während welcher ein Beamter in einer solchen Stelle auf Probe angestellt gewesen, ist danach ausgeschlossen, und zwar auch dann, wenn der Beamte während dieser Zeit das Einkommen der Stelle unverkürzt bezogen hat." Die Unterbeamten dürfen nicht zu anspruchsvoll sein, müssen hübsch warten, darben und politisch pariren. " 1885/86 1886/87 1887/88 1657 oder 1,08 pet. 1215 1250 0,72 " " 0,71 " " 1888/89 1034 " 0,60 1889/90 869 1035 " " 1890/91 0,51 0,54 " Der Sozialismus in Italien. Aus Mailand wird uns unterm 23. September geschrieben: Weber den' erfreulichen Verlauf des Arbeiterkongresses in Genua hat der Vorwärts" f. 3. Mittheilung gemacht. Die scharfe Ohne Schulbildung find, wie das amtliche Quellenwert, Scheidung der Parteien( Sozialisten, Gewerkschaftler und welchem die oben zusammengestellten Ziffern entnommen sind, Anarchisten) trägt schnell gute Früchte. Abgefehen davon, angiebt diejenigen, welche in feiner Sprache genügend lefen daß seit dem Genueser Kongreß eine Anzahl Gewerkvereine Höfliche Bitte. In peinlicher Verlegenheit ift die konnten". Ein beschämenderes lebendiges Zeugniß für ein partei akzeptirten und sich ihr anschloffen, übte der Kongreß oder ihren Vor- und Familiennamen nicht leserlich schreiben nachträglich das Programm der sozialistischen ArbeiterJunkerpartei darüber, daß die Antisemiten beabsichtigen," Kultur" volt, als die 1035 Analphabeten des Ersazjahres eine heilsame Wirkung auf die Unterstützungsvereine und um das durch von Meyer's Tod frei gewordene Reichstags 1890/91 gegen das Vorjahr ist ein Zuwa ch 3 der An- Rooporativgenossenschaften aus( Società di mutuo soccorso mandat Friedeberg- Arnswalde einen eigenen Randidaten alphabeten zu verzeichnen ist nicht leicht zu finden. e cooperative), bie dem Schulze- Delitzschen Selbsthilfeprinzip aufzustellen, da der konservative Randidat, ein Herr Natürlich marschirt Breußen mit 0,82 pet. an der huldigten. Das entschlossene Auftreten der Sozialisten in von Brandt, fich angeblich gegen die Antisemiten aus- Spitze( Bayern weist 0,03, Sachsen 0,07 pet. auf, Genua mit dem Motto: gesprochen habe... " Die italienische Arbeiterpartei Tief ergriffen schluchzt die Kreuz- die thüringischen Staaten und die Hansaftädte sind ohne wird sozialistisch sein oder sie wird nicht sein", erweckte das Beitung"( Nr. 450 vom 26. d. Mts.): Wir wissen nun Analphabeten), und nicht, ob die dortigen Konservativen sich über einen Randi- o stel bische Gebiet am schwersten belastet. 1890/91 zählen und Kooperativgenossenschaften, und so hat denn der Kongveß in Preußen selbst ist das Nachdenken unter den Mitgliedern der Unterstützungskaffen daten für den Reichstag schon schlüssig gemacht haben, noch z. B. Westpreußen 3,86, Posen 2,58, Ostpreußen 1,84, dieser Rorporationen, der vom 17.- 19. September in weniger ist uns bekannt, daß Herr v. Brandt ein so ent Schlesien 1,12 pCt. Analphabeten. Junterthum und Volts Cremona tagte, und auf dem über 30 000 Arbeiter verschiedener Gegner der antijüdischen Bewegung ist; in jedem verdummung find analoge Begriffe. Das Deutsche Reich, treten waren, ein ganz unerwartetes Ergebniß geliefert. Als auf Falle aber werden die Konservativen gut thun, diese Be- wo die Volksbildung eine untergeordnete Rolle spielt, weil dem Kongreß derselben Genossenschaften vor wenigen Jahren wegung, deren Stärke und Popularität im deutschen Volke der Militarismus alles verschlingt, muß die kleine Schweiz die sozialistische Idee mit ungeheuerer Mehrheit förmlich vertäglich mehr zu Tage fritt, nicht zu ignoriren. Den Herren beneiden. Antisemiten aber möchten wir dringend rathen, ihre bannt worden war, wer hätte gedacht, daß nach so kurzer unleugbare Agitationskraft vor allen Dingen Zeit ein so bedeutender Umschwung eintritt, daß ein KonFürsorge für die Arbeitslosen- in der Schweiz. greß, der den Vater der italienischen Kooperation zum Vordort zu verwerthen, wo es gilt, liberale, d. h. ausgesprochen Nachdem der große Rath des Schweizer Kantons Wa a dt figenden hat, den Parlaments- Abgeordneten Lu 33atti, judenfreundliche Kandidaten zu bekämpfen. Der Schaden, in seiner Maisigung den Staatsrath eingeladen hatte, Er- Beschlüsse faßte, die die Nothwendigkeit der Eroberung ben Angriffe gegen die Konservativen anrichten, fällt doch hebungen darüber anzustellen, wie einer etwaigen Arbeits- ber politischen Macht und die Abschaffung nur auf sie selbst zurück, denn ohne deren Unter- losigkeit gesteuert werden könne, richtet der Staatsrath des Privateigenthums im sozialistischen Sinn st ütung wird die Bewegung gegen das Judenthum nie- an die Gemeindebehörden folgende Fragen: Welche Arbeiten zum Ausdruck bringen. Von den früher wie im Schlaf ver mals von Erfolg begleitet sein." Ob dieser wehmüthige hat die Gemeinde in Aussicht, die in der schlechten Jahres- laufenen Kongressen dieser Art sticht der letzte, vom Geift Appell etwas nützen wird? zeit besorgt werden können? Welche Summe ist für diesen des Sozialismus angefeuert, durch lebhafte fachliche Dis Der innere Feind. Wozu die Heere da find im meinde beigezogen werden? Was kann die Gemeinde für Volksbildung nur gehoben werden kann, wenn vorher die Zweck budgitirt? Welche Industrien fönnen für die Ge- fuffion günstig ab. Unter anderm wurde erklärt, daß die Nothfall, das erzählt die" Norddeutsche Allgemeine Zeitung" diejenigen Vereine und Gesellschaften thun, welche sich die wirthschaftliche Lage der Arbeiter eine bessere wird. Ein ( Nr. 449 vom 25. d. M.) in einem schwaßschweifigen Ar- Hebung ihres materiellen und sittlichen Wohles zur Auf: Entwurf des Vizepräsidenten, tikel, der die Klaffengegensäte jenseits des Weltmeers be- gabe stellen? Wir haben als sozialreformerische Hilfsmittel abgeordneter der sogenannten Ordnungspartei des Vizepräsidenten, der auch Parlamentshandelt und darauf hinweist, daß Uncle Sam deshalb die Gendarm, Gefängniß, Arbeitshaus und, als Lettes, nicht Altersversicherung, wurde von der Tagesordnung wie wegs ift, über fozialen Renflitte nicht beilegen tönne, weil ihm das Geringftes, die Arbeiterkolonien. stehende Heer fehle. Die Pinkertons langten nicht, die gefegt als auf dem falschen Gedanken des Sparens beMiliz tauge auch nichts. Darum die Armee nach preußischem Die offizielle französische Gedenkfeier des 22. Sep- den Staat für verpflichtet halten, für Arbeitsunfähige zu ruhend, dagegen wurden Resolutionen angenommen, welthe Muster. Es heißt in dem offiziösen Blatte:" Die tember, begangen von der Bourgeoisie und den Regierungs- sorgen. Am Schlusse wurde der Klassenkampf unter den Einsichtigen sind drüben demnach zur Erkenntniß gekommen, leuten, ist von uns bereits furz kritisirt worden. Welchen heutigen Umständen mit langem und lebhaftestem Beifall als daß hier nur eine stets schlagfertige, den sozialen Rämpfen inneren Werth, sagt die Züricher Post", welche dauernde nothwendig erklärt. möglichst entrückte, einzig dem Staat zur Verfügung Wirkung auf die Geister soll man der Beseitigung der stehende bewaffnete Macht Hilfe schaffen kann. Will die Monarchie im Jahre 1792 gumessen, wenn wir heute nach auch in Italien jetzt Terrain erobern, geht auch daraus Mit welcher Schnelligkeit die sozialistischen Grundfäße Republik ein in wirthschaftlicher Beziehung alle Arten der hundert Jahren dieses rebuplikanische Land vor dem ein hervor, daß der hiesige Schriftsegerverein, der aus Produktion gleichmäßig umfassendes und ganz auf der Höhe zigen Monarchen Europas, der seinen Sinn und sein Reich ftatutarischen Rücksichten( das Statut verbietet politische moderner Entwickelung stehendes Staatswesen sein, so dürfte vor den Jdeen der französischen Revolution hermetisch ab- und religiöse Agitation) der sozialistischen Arbeiterpartei sie das sprechen amerikanische Blätter bereits als Forde schließt, sich verneigen sehen? Der oberste Repräsentant nicht in corpore beitreten konnte, fich bis zur Aenderung rung aus ein beträchtlich stärkeres stehendes Heer faum der Republik hat erst vor einigen Wochen zu Chambéry des Statuts in ,, Unione tipografica socialista" fonftituirte, noch lange entbehren können." Der Klassenstaat hüben wie ein in die russischen Nationalfarben gekleidetes Mädchen um gleich dem Sozialistenbund beitreten zu können. drüben heischt mehr Bajonnette für den inneren Feind. Die öffentlich gefüßt mit den Worten: Ich umarme Rußland!" tapitalistischen Yankees so gut wie die Hintermänner des Und wenn gleich einige nüchterne Spötter sich darob über noch nicht festgesetzt; es scheint fast, als ob die Regierung Der Tag der bevorstehenden Abgeordnetenwahlen ist Pindter- Blattes wiegen sich, in schönen Träumen. Der Carnot luftig machten, Thatsache ist, daß dieses in- ob der neuen Zusammenfeßung des Parlaments Angst beMilitarismus, bei uns bereits auf dem Höhepunkt seiner brünstige Anschmiegen an den Baren dem derzeitigen tommt; leider ist diese Furcht noch nicht gerechtfertigt. Entwickelung und den Staatsbankrott unfehlbar mit sich Empfinden der gewaltigen Mehrheit des französischen Boltes Auch die Radikalen, Demokraten und Republikaner unter bringend, wird in der Riesenrepublik der Vereinigten entspricht. Man feiert also auf der einen Seite pompos Cavallotti's Führung fühlen sich nicht mehr so wohl als Staaten, falls er überhaupt Wurzel faßte, nicht mehr bie hundertste Wiederkehr des Tages, an welchem das König- früher, weil natürlicher Weise das Anwachsen der Sozia leisten als hier. Die soziale Frage löst man nicht mit thum abgeschafft wurde, und huldigt auf der andern einem listen zum größten Theil auf ihre Kosten vor sich geht. Im Pelotonfeuer, und auch unsere Staatsweisen werden am Autokraten, deffen Regierungsgrundsätze die Inkarnation Ganzen darf die internationale Sozialdemokratie mit Ende merken, daß man auf Bajonnentten nicht sitzen kann. des alten französischen Despotismus bedeuten. Nur die Genugthuung auf die Fortschritte der jungen Partei in Zu den letzten Berliner Ausweisungen. In der haft freien Gemeinwesen umwandeln. Das sozialistische französische Arbeiterschaft wird die Republik zu einem wahr Italien blicken. " Kreuz Beitung"( Nr. 450 vom 26. September) liest man: Frankreich, das ist die Republik. " Bom hiesigen Polizeipräsidium geht uns nachstehende Berichtigung zu: In einem die kürzlich statt- Ueber den Marseiller Rongreß liegen folgende, gehabte Ausweisung russischer Studenten aus hinsichtlich der Depeschenbureaus natürlich unkontrollirbare dem diesseitigen Staatsgebiete behandelnden Artikel der Meldungen vor. Wolff berichtet: Nr. 446 der Kreuz Zeitung" vom 23. ds. Mts.( der Vorwärts", Nr. 224 vom 24. Sept., hat die Sache in einem Artikel behandelt) findet sich die angeblich von unterrichteter Seite" der Redaktion zugegangene Mittheilung, daß der hiesigen Polizei aus eigener Wahrnehmung nichts bekannt geworden sei, was die in Rede stehenden russischen Staatsangehörigen belastet hätte, dagegen sei von amt= licher russischer Seite der preußischen Behörde mitgetheilt worden, die betreffenden Personen hätten sich daran betheiligt, gewiffe auf russischem Gebiete entdeckte staatsfeindliche Anschläge vorzubereiten." Diese Angaben sind • Russische Finanzen. Die Moskauer Zeitung" führt Finanzlage vor, als im Jahre 1887 Wyschnegradski. An aus, Witte, der neue Finanzminister, findet eine ungünstigere außerordentlichen Ausgaben waren in dem Budget für 1891 Marseille, 25. September. Der nationale Arbeiter ausgesetzt 63 413 500 Rubel, die thatsächlichen Ausgaben tongreß beschäftigte sich in seiner heutigen Sigung, welcher betrugen 232 313 000; für 1892 waren angesetzt 53 635 000 auch der deutsche Delegirte Liebknecht und der belgische Dele- Rubel, verausgabt waren aber bis zum Juni d. J. schon girte Anfeele beiwohnten, mit der Frage der Feier des 1. Mai. 63 546 000. Das ordentliche Ausgabebudget ist von 1887 Nach einem Beschluffe des Kongresses werden sich dessen Mit bis 1892 um 81 991 386 Rubel gestiegen. Witte wird also glieder in corpore in das Stadthaus begeben, um die fast zu pumpen versuchen und das arbeitende Voit ausschließlich aus Sozialisten bestehende Wtunizipalität zu be- Rußlands auspressen wie eine Zitrone gleich seinen Vorgrüßen. gängern. Wie lange die Pastete noch halten wird? Und Herold" telegraphirt unter demselben Datum: Liebknecht hat in einer großen Rede auf dem fozialistischen Kongreß erklärt, eine Nationalitätsfrage existire für die Sozialdemokraten nicht, welche nur zwei Klaffen tennten, Für den Juhalt der Juserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, den 27. September. Egyptische Ausstellung. Stadtbahnstation Zoologischer Garten. Geöffnet von Morgens 10 Uhr an. Heute: Vorführung der Karawane nur um 4%, Uhr. Berlin. Streif- Kontrollfommission. Deffentliche Versammlung sämmtlicher Delegirten am Freitag, 30. Sept., Ab. 81/2 Uhr, bei Deigmüller, Alte Jakobstr. 48a. Tages- Ordnung: 1. Wie weit ist die Berliner Arbeiterschaft mit den Vorbereitungen zur Gewerbegerichts- Wahl? 501/3 2. Deckung der Unkosten für die Gewerbegerichts- Wahlen. 3. Verschiedenes( Gewerkschaftliches). Die Delegirten und Gewerkschaften werden darauf aufmerksam gemacht, zu dieser Versammlung die Bekanntmachung mittelst Postkarte an die einzelnen Delegirten nicht erfolgt. Opernhaus. Cavalleria rusticana. Iänms- Vorstellungen um 4% und 7 Uhr. Mittwoch, den 28. September: Große Jubidaß Schauspielhaus. Nathan der Weise. Leffing Theater. Der Fall Clé menceau. Deutsches Theater. Leon oren. Die beiden Berliner Theater. Napoleon.( Wehe den Besiegten.) Bock- Brauerei. Empfehle den 2882L Ferner werden fämmtliche Delegirte ersucht, dem Unterzeichneten in der Versammlung die genaue schriftliche Angabe ihrer Adresse zu übermitteln, behufs Anfertigung einer neuen Präsenzliste. Der geschäftsführende Ausschuss der Berliner Streik- Kontrollkommission. J. A.: Hermann Faber, SO., Grünauerstr. 4, Hof I. Sozialdemokratischer Wahlverein Wallner- Theater. Bapa Finder großen Garten nebst 2 großen Sälen für den IV. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Sevilla. Der von Bellealliance- Theater. Das Nachtlager zu Granada. Residenz- Theater. Der felige Toupinel. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Schönröschen. Thomas- Theater. Kein Hüfung. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. Alexanderplatz- Theater. Das Ver fprechen hinter'm Herd. Tannhäuser. Ontend- Theater. Die Räuber. Apollo Theater. Vorstellung. zu Vergnügungen und Versammlungen. August Thiedemann, Dekonom. Arbeiter- Bildungs- Schule. Spezialitäten 8 Lehrplan für das Winterhalbjahr. Theater der Reichshallen. Spezia- früh. litäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorftellung. ( III. Quartal 1892.) Dienstag, 27. Sept., Ab. 8%, Uhr, im Lot. Königsbank, Gr. Frankfurterstr. 117: INS Versammlung. Tagesordnung: 1. Hervorbringung und Vertheilung der Werthe in der sozialistischen Gesellschaft. Referent Genosse Julius Türk. 2. Diskussion. 3. Wahl dreier Revisoren. 4. Verschiedenes. Das Ergebniß der am Tage stattgefundenen Stadtverordnetenwahl wird in dieser Versammlung verkündet. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Die Stunden fallen wie bisher Wochentags von 389/10 Zahlreichen Besuch erwartet bis 10% Uhr Abends. Sonntags von 10 bis 12 Uhr Kaufmann's Variété. Spezialitäten- Montag Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spe- Dienstag zialitäten- Vorstellung. Nordschule. Müllerstr. 179a. Rechnen( unt.). * Deutsch( ob.). do. • • . Geschichte( neue). Mittwoch. do. Adolph Ernst- Theater. Donnerstag Die wilde Madonna. . Freitag.. do. Sonnabend • • Gesangsposse in 3 Atten von L. Treptow. Couplets von G. Görss. Musik von G. Steffens. Mit neuen Kostümen und Sonntag Dekorationen aus dem Atelier des Herrn Lütkemeyer in Coburg. In Ecene gesezt von Adolph Ernst. Anfang 7 Uhr. E Morgen: Dieselbe Vorstellung. . Deutsch( mittl.). * Mathematik, und mathe matische Geographie. Chemie. . Deutsch( unt.). * Physiologie. Südschule. Hagelsbergerstr. 43. Physiologie. Deutsch( mittl.). Geschichte( alte). Deutsch( ob.).. Buchführung( doppelte) und oberes Rechnen. Buchführg. u. ob. Rechnen. Deutsch( unt.). Ostschule. Markusstr. 31. Montag • . Deutsch( ob.) Logik. Dienstag Mittwoch do. . Alexander- Play- Theater. Donnerstag Das Versprechen hinter'm Herd. Hierauf: Tannhäuser. Große Ausstattungs- u. Gesangs- Posse. Anfang um 7½ hr. Zum ersten Male in Berlin!!! Circus Centz- Althoff. Bekanntmachung. Der Haupt- und Residenzstadt Berlin hiermit die ganz ergebene Anzeige, daß wir demnächst mit unserer CircusGesellschaft, die nur aus Spezialitäten allerersten Ranges besteht, hier eintreffen und am Sonnabend, den 1. Oktober, in dem eisernen Circus am FriedrichKarl- Ufer( vorm. Circus Schumann) einen Cyclus von Vorstellungen in der höheren Reitkunst und bis jetzt unübertroffenen Pferdedressur eröffnen werden. Gleichzeitig wird das Programm eine Fülle von Spezialitäten, mimischen Feerien mit neuen glänzenden Ausstattungen 2c. 2c. bieten. Mit vorzüglichster Hochachtung Die Direction des Circus Centz- Althoff. Alles Nähere durch demnächst erscheinende Annoncen und Affichen. Feen- Valast Burgstraße, neben der Börse. Täglich Freitag. do. Sonnabend Sonntag Deutsch( unt.). Deutsch( mittl.). Physiologie. Geschichte( neue). Rechnen( unt.) . Buchführg. u. ob. Rechnen. Rechnen( unt.). Südost- Schule. Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 5. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Versammlung am Mittwody, 28. September, Abends 81%, Uhr, Rosenthalerstr. 38( ob. Saal). Tages Drdnung: 1. Bortrag des Genossen Alwin Gerisch. 2. Diskussion. 3. Ver schiedenes. Gäste haben Zutritt. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein 386/6 für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 27. Septbr., Abends 8 Uhr, im Saale der Kronenbrauerci, Alt- Moabit 47/49: Reichenbergerstr. 183. Dersammlung. Buchführg. u. ob. Rechnen. Deutsch( mittt.). Deutsch( ob.) Logit. * Rechnen( unt.) Geschichte( mitt!). Deutsch( unt.). * Mathematit und mathe matische Geographie. Physiologie. 424/14 Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. 4. Fragekasten. Gäste willkommen. Der Vorstand. Achtung! Maurer. Achtung! Donnerstag, den 29. September, Vormittags 9½ Uhr: Deffentliche Versammlung Die mit bezeichneten Stunden werden mit Benutzung der Doppel aller arbeitslosen Maurer und Räume ertheilt. Für alle vier Schulen: an jedem Sonntag Vormittags 10-12 Uhr National- Oekonomie in den„ Armin- Hallen", Kommandantenstr. 20. richtskurse und werden neue Schüler und Schülerinnen aufgenommen. Zu den Für sämmtliche Lehrfächer beginnen mit dem 1. Oftober neue UnterUnterrichtsstunden in der ersten Woche hat Jeder, auch Nichtmitglieder, unentgeltlich Zutritt. aller arbeitslosen Maurer und verwandten Berufsgenossen Berlins und Umgegend im Feen- Palast, Burg- und Wolfgangstraßen- Ede. Tages Ordnung: 1. Die Ursachen der Arbeitslosigkeit und deren Folgen. 2. Diskussion. ( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht.) NB. Alle arbeitslosen Maurer und verwandten Berufsgenossen sind hiermit freundlich eingeladen. Der Einberufer: Fritz Wilke, Urbansir. 124. Die Zahlung der Beiträge und Aufnahme neuer Mitglieder kann an endstehenden Zahlstellen, deren je eine auch in jeder Schule errichtet ist, 429/14 Unterricht ihre Schulkarten einlösen. Beitrag mindestens 25 Pf. monatlich, erfolgen. Dafelbst wollen auch die Theilnehmer und Theilnehmerinnen am Schulgeld monatlich 50 Pf. An den mit bezeichneten Zahlstellen sind auch Billets zur Hrania à 25 Pf.( welche lettere dann nur noch eine Nachzahlung von 25 Pf. bedingen) gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches zu haben. Die Zahlstellen sind folgende: S. Südschule, Hagelsbergerstr. 43. * Börner, Ritterstr. 108. Gründel, Dresdenerstr. 116, Klein, Schönleinstr. 6. SO. Südostschule, Reichenbergerstr. 133. Kehr, Röpnickerstr. 126. * Schulz, Admiralstr. 40 a. Ulrich, Wrangelstr. 84. Zubeil, Naunynstr. 86. Schayer, Reichenbergerstr. 54. SW. Grube, Mariendorferstr. 10. * Pafforke, Junkerstr. 1. Goepel, Razbachstr. 1. * Antrick, Steinmezftr. 60, Flick, Simeonftr. 28. 0. Ostschule, Markusstr. 31. A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Gr. Spezialitäten Vorstellung. Böhl, Frankfurter Allee 74. = Radke, Rrautstr. 48. Mi Selina, die singende Luftfee, Truppe Leopard, Kraft- u. Zahn- 489/ 16 produktionen a. d. Ringen, AlfiéraTruppe, Parterre Afrobaten, Mr. Clermont, m. s. dress. Esel, Schweinen, Bären 2c., Garreton- Truppe, Excentr. Afrobaten, Granau und Seefeld, Wiener Duettisten, Germ. Schulte, Gesangs- Humorist. Anfang Wochentags 7/2 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Gratweil's Bierhallen Kommandantenstraße 77-79. Täglich: Borussia- Konzert- und Kouplet- Sänger. Gastspiel des Charles Randolf, Zauberkünstler und Gedankenleser à la Cumberland. Wochentagsfrei. Sonntags Entree 30 Pf. Gr. Frühstücks- n. Mittagstisch, Zwei Säle w zu Versammlungen und Vergnügungen. fowie 6 Billards, 3 Kegelbahnen. F. Sodtke. Castan's Panoptikum. Geöffnet von 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. Passage* Lock, Friedrichsbergerstr. 11, Tempel, Breslauerstr. 27. C. * Berndt, Alte Schönhauserstr. 18. Wernau, Rosenstr. 30. N. Nordschule, Müllerstr. 179a. Krause, Pappel- Allee 3/4. Abraham, Straßburgerstr. 5. * Gleinert, Müllerstr. 174. Gnadt, Brunnenstr. 38. Kleinau, Gartenstr. 171. Lehmann, Brunnenstr. 83. Schmidt, Tresckowstr. 24. Thierbach, Schwedterstr. 44. Raabe, Ruppinerstr. 42. * Scholz, Rastanien- Allee 35. NO. * Gumpel, Barnimstr. 42. Drescher, Linienstr. 50. NW. * Vogtherr, Stephanstr. 27a, Voss, Lübeckerstr. 8. Der Vorstand. Zum bevorstehenden Quartalswechsel empfehle allen Freunden und Bekannten meine 3007L Restauration verbunden mit Destillation. Auch sieht ein Riefen- Billard neueft. Konstruktion zur Verfügung.. W. Haugk, Boechstr. 12. Achtung! Achtung! Den Genoffen von Wilmersdorf Panopticum.teitshalber meinem Beruf nicht Fuß!! 9 ein RiesenGoeben erschien bas Protokoll bes III. 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September 1892. Parteigenossen! Arbeiter! 9. Jahrg. Wähler der III. Abtheilung des 15., 25. und 26. Kommunal- Wahlbezirks! Heute, am 27. d., findet in Euren Wahlbezirken eine Ergänzungswahl für die Stadtverordneten Versammlung statt. Der durch Mandatsniederlegung freigewordene Play in der Stadtverordneten- Versammlung gehörte der Sozialdemokratie, und es ist eine Ehrenpflicht der Wähler, diesen Platz auch bei der Neuwahl unserer Partei zu erhalten. = Die bürgerlichen Parteien, auf die Uneinigkeit der Arbeiter spekulirend, bieten alles Mögliche auf, uns den Sieg zu entreißen, und eine kleine Gruppe von Arbeitern ist so verblendet, unseren Feinden die Waffen zu schärfen und das kapitalistische Verwaltungssystem der Stadt zu fördern, indem sie von der Betheiligung an den Kommunalwahlen abmahnend, der Arbeitertlaffe zumuthet, die Kommunalverwaltung Berlins der Bourgeoisie zu ungestörter und unkontrollirter Ausbeutung zu überantworten, Parteigenoffen! Arbeiter! Das Klaffenbewußtsein der Arbeiter Eurer Wahlbezirke wird diesen arbeiterfeindlichen, und deshalb den Feinden unsrer Sache hochwillkommenen Plan vereiteln. Die von Noth und Elend bedrückten Arbeiter dürfen und werden nicht dulden, daß die sozialdemokratische Partei im Rothen Hause geschwächt wird. Die Sozialdemokratie ist die einzige Partei in der Kommunalverwaltung, bei welcher die Arbeiter, die Kleingewerbetreibenden und kleinen Beamten Gehör und Verständniß für ihre Nothlage finden; die einzige Partei, die prinzipiell und rücksichtslos für die Forderungen der Arbeiterklasse eintritt und der kapitalistischen Ausbeutung der Arbeiter auf kommunalem Gebiet ein Ende zu machen bestrebt ist. Wähler der III. Abtheilung! In Eure Hand ist es gegeben, am 27. d. M. dafür zu sorgen, daß durch die Wahl des Genossen Th. Metzner im 15. Wahlbezirk " " Jul. Wernau 25. Bernh. Bruns 26. " " " " " Eure Intereffen nach haltig und Traftvoll im Rothen Haufe vertreten werden, daß die Forderungen der arbeitenden Bevölkerung nicht ungehört verhallen. Eure Pflicht und Aufgabe ist es, durch energische Agitation bei den Arbeits- und Klaffengenossen die Majorität für die sozialdemokratischen Kandidaten zu erzielen, damit die III. Abtheilung Eurer Wahlbezirke nicht wieder im Gefolge der Bourgeoisie marschirt, sondern in zielbewußter Erkenntniß ihrer Klassenlage Vertreter der Unterdrückten und Ausgebeuteten in's Rathhaus schickt. Parteigenoffen! Benutzt die Zeit bis zum Wahltage, um die alten Kämpfer anzufeuern und um neue Streiter zu werben. Laßt Euch von Niemandem an der Erfüllung dieser Pflicht hindern. Haltet fest an den Beschlüssen unserer Parteitage, und beweist damit den Genossen im Reiche, daß die Berliner Sozialdemokratie allzeit voran ist, wenn es gilt, die Gegner in offener Feldschlacht zu schlagen und dadurch die Position unserer Partei zu stärken. Genoffen! Ihr werdet nicht dem Gegner das Feld räumen, ohne gekämpft zu haben. Nichtbetheiligung bei der Wahl ist die Parole der Feigheit, und gereicht einzig und allein unseren Feinden zum Vortheil. Deshalb vorwärts in den Wahlkampf! Jede sozialdemokratische Stimme für unsere Kandidaten im 15. Bezirk Genossen Th. Metzner 25. " " 1 " 26. Jul. Wernau Bernh. Bruns " " " und ein glänzender Sieg ist Euch gewiß. Die sozialdemokratische Fraktion der Stadtverordneten- Versammlung. Borgmann. Gnadt. Henke. Herzfeld. Klein. Singer. Stadthagen. Herzfeld. Klein. Singer. Stadthagen. Tempel. Vogtherr. Zadek. Zubeil. Von der Cholera. Rotterdam, 26. September. Aus Utrecht, Heerjansdam, Zwammerdam sind je 2 Erkrankungen, aber kein Todesfall an Dem Raiserlichen Gesundheitsamt vom 24. bis Cholera zu verzeichnen. 21. September, Mittags, gemeldete Cholera- Erkrankungen und 2 Todesfälle an Cholera gemeldet. Diesmal ist Brüssel, 26. September. Gestern wurden 4 Er trantungs- und Todesfälle: die Krankheit im Innern Brüssels selbst aufgetreten. Auch in den Gemeindeschulen ist die Cholera ausgebrochen; eine Anzahl Kinder waren gleichzeitig daran erkrankt und wurden die Schulen 25./9. Deshalb geschlossen. Paris, 26. September. Die Cholera ist bei Boulogne fur mer aufgetreten. 23 Erkrankungen und 18 Todesfälle haben stattgefunden. Datum: Staat und Bezirk 22./9. 28./9. 24./9. Drt Hamburg Preußen: erkrankt erfrantt gestorben erfrankt gestorben erkrankt gestorben Paris, 25. September. Gestern sind in Paris 33 CholeraErkrankungen und 18 Todesfälle, innerhalb der Bannmeile 12 Erkrankungen und 4 Todesfälle vorgekommen. Paris, 26. September. Gestern tamen in Paris 14 CholeraErkrankungen und 9 Todesfälle, im Weichbilde von Paris 5 Er7 frankungen und 3 Todesfälle vor. Aus Havre werden von gestern 4 Erkrankungs- und 5 Todesfälle gemeldet. 3 2 Havre, 25. September. Gestern find hier 7 Personen an der Cholera erkrankt und 4 gestorben. Hamburg 199 69 115 56 81 49 126 47 • 12 6 9 5 15 6 11 D. Schleswig Altona Stettin • Stettin. Vereinzelte Erkrankungen: Die„ Wiener Abendpost" meldet die Einführung einer ärztRegierungsbezirk Schleswig: in der Stadtlichen Revision der Reisenden aus Rumänien und die Wandsbek sowie in 3 Orten der Kreise Stormarn und Binne- eventuelle Desinfektion des Gepäcks in Jhkany und Nowoberg 5 Erkrankungen, 1 Todesfall. Regierungsbezirt Lüneburg: in 1 Drt des Kreises Harburg, Land, 2 Erkrankungen. Regierungsbezirk Stade: in Achim, Kreis Achim, 1 Erkrankung, 1 Todesfall. Regierungsbezirk Hannover: in Stadt Bruch hausen, Landkreis Hoya, 2 Erkrankungen. Regierungsbezirk Aurich: in Wilhelmshaven 1 Er trantung. Regierungsbezirk Magdeburg: in 1 Orte des Kreises Wangleben 1 Erfranfung, 1 Todesfall. Regierungsbezirt Stettin: in 1 Ort des Kreises Randow 1 Todesfall. Berlin: 2 Erkrankunnen. Großherzogthum Mecklenburg- Schwerin: im Amt Boizenburg 1 Todesfall. Kommunales. Wähler des 15., 25. und 26. Berliner Kommunal. Wahlbezirks! Hente, am 27. September findet die Ersatzwahl für die auss geschiedenen Stadtverordneten Tubauer, Sabor und Höhne statt. Es ist Eure Ehrenpflicht, dafür zu sorgen, daß diese Bezirke auch ferner von Sozialdemokraten vertreten sind. Thue deshalb ein Jeder seine Pflicht, sowohl in der vorhergehenden Agitation als auch am Tage der Wahl. Als Kandidaten sind folgende Parteigenoffen aufgestellt Für den 15. Bezirk: Theodor Mehner, Schuhmachermeister, Naunynstr. 72. Für den 25. Bezirk: Julius Wernan, Schankwirth, Rosenstr. 30. Für den 26. Bezirk: Bernhard Bruns, Tischler, Wrangelstr. 61/62. S = Die Wahlbezirke erstrecken sich über folgende Straßen: Der 15. Bezirk: sielica. Ferner sollen verdächtige Reisende zurückgewiesen und Mariannen Ufer. Bethanien- Üfer. Elisabeth- Ufer Nr. 87 die aus Rumänien eintreffenden Reisenden einer fünftägigen bis 59. Naunynſtr. 2-58, 60-90. Waldemarstr. 23-61. ärztlichen Beobachtung unterworfen werden. Auch ein Einfuhr- Adalbertstraße 18-28, 67-84. Mariannen Platz Nr. 1-6a. verbot für gewisse Gegenstände aus Rumänien ist in Vor- Mariannenstr. 1-11, 43-53. Manteuffelstr. 42. Oranienbereitung. größten Theiles Galiziens, sowie der ganz cholerafreien BufoZum Schutze des gänzlich cholerafreien, weitaus straße 1-26, 180-205. Staligerstr. 121." Heinrichs- Play. Der 25. Bezirk: wina wird eine Rette ärztlicher Revisionsstationen an den Eisenbahn- Knotenpunkten im Innern des Landes errichtet; die be- Mühlenstraße. Warschauerstraße. Vor dem Stralauer Thor.. Roppenstr. 1-7, 40, 87-94. Stralauer Platz 1-28, 29-35 züglichen Vorbereitungen sind nahezu vollendet. Diese Maßnahmen Markgrafendamm. Fruchtstr. 1-10, 23-38, 49-66, 81-86. find keineswegs durch eine Beunruhigung wegen des gegen Rüdersdorferstr. 34-70. Königsbergerstraße. Posenerstraße. wärtigen Standes der Cholera in Galizien und der Bukowina Memelerstraße. Brombergerstraße. Gubenerstraße. Borhagenerveranlaßt, da in Galizien die Cholera asiatica nur sporadisch auf- straße. Graudenzerstraße. Straße am Schlesischen Bahnhof. tritt und die Bukowina gänzlich se uchenfrei ist, sondern nur durch die Fortdauer der Epidemie im Gouvernement Lublin sowie durch das Fortschreiten der Cholera in Bessarabien und die dadurch erhöhte Gefahr einer Einschleppung nach Galizien und der Hamburg, 25. September. Eine allfeitige starte Ab- Bukowina. nahme der Cholera macht sich bemerkbar. Die ausgekniffenen Rußland. Neu aufgetreten ist die Cholera im GouverneBourgeoisfamilien tehren massenweise hierher zurück. Der Stadtment Wolhynien. Bis zuni 16. September sind daselbst 13 Erverkehr gestaltet sich außerordentlich lebhaft. Amtlich werden frankungen und 5 Todesfälle vorgekommen. 81 Cholera- Erkrankungen und 49 Todesfälle gemeldet; davon entfallen auf gestern 62 Erkrankungen und 28 Todesfälle. Der Rest sind Nachmeldungen. Die Transporte betrugen gestern 76 Kranke und 18 Leichen. Hamburg, 26. September. Die Gesammtzahl der an Cholera erkrankten Personen beträgt nach amtlicher Meldung bis einschließlich 24. September 17 157, die Zahl der Todes fälle 7339. Hamburg, 26. September. Amtlich werden 126 CholeraErkrankungen und 47 Todesfälle gemeldet; davon entfallen auf gestern 70 Erkrankungen und 31 Todesfälle. Der Rest sind Nachmeldungen. Die Transporte betrugen gestern 71 Kranke und 19 Leichen. Wien, 26. September. Der nieder- österreichische Landtag bewilligte heute nach lebhafter Debatte 15 000 Gulden, die für arme Gemeinden zu Desinfektionszwecken bestimmt sind. Der Landtag wurde darauf im Auftrage des Raisers vertagt. Lemberg, 26. Sept. Auch in den letzten 24 Stunden ist in Galizien kein neuer Cholerafall vorgekommen. Lemberg, 25. September. In den letzten 36 Stunden ift in Galizien fein choleraverdächtiger Krankheitsfall vorgekommen. In der Gemeinde Wolowice, welche gänzlich isolirt ist, erkrankte feit dem 18. d3. Mts. Niemand mehr unter choleraartigen Erscheinungen. Kopenhagen, 26. Sept. Das Kommerzkollegium hat das Rönigreich Italien für cholerafrei erklärt. Der 26. Bezirk: Friedenstr. 32-96. Fruchtstr. 39-48. Roppenstr. 41-43. Große Frankfurterstr. 1-19. 127-146. Straußbergerstr. 1-9. 35-52. Friedrichsbergerstr. 1-14. 18-27. Distelmayerstraße. Straße 42, 46 und 58. Frankfurter Allee 1-150. Weidenweg. Thaerstraße. Petersburgerstraße. Möglinerstraße. Tilſiterſtraße. Liebigstraße. Eldenaerstraße. Proskauerstraße. Elbingerstraße. Langenbeckstraße. Landsberger Allee. Matthiasstraße. Verlorner Weg. Virchowstraße. Choteniusstraße. Elbingerstraße. Olivaerstraße. Thornerstraße. Pallisadenstr. 39-65, 88, 89. Lands. berger Platz 1-5. Die Wählerlisten sind bei folgenden Genossen einzusehen: 15. Bezirk: Friz Zubeil, Naunynftr. 86. 25. Bezirk: Gustav Tempel, Langestr. 65. 26. Bezirk: Otto Zabel, Frankfurter Allee 90. Wir machen noch darauf aufmerksam, daß jeder Preuße Stettin, 25. September. Wie amtlich mitgetheilt wird, Butarest, 26. September. Die Agence Roumaine" er wahlberechtigt ist, welcher das 24. Lebensjahr erreicht hat, seit ist bis gestern Abend 10 Uhr feine Cholera- Erkrankung mehr ge- lärt auf Grund bester Informationen die Nachricht des Tele- einem Jahre in Berlin wohnt, die bürgerlichen Ehrenrechte nicht meldet worden. Der gestern gemeldete Fall, in welchem ein graful Roman", daß die Cholera in den rumänischen Grenz- verloren hat, keine Armenunterstützung erhält, mindestens zur Knabe an asiatischer Cholera erkrankt sein sollte, ist als Brech- distrikten aufgetreten und mehrere Todesfälle infolge von Cholera 2. Klassensteuerstufe eingeschätzt ist, seine Gemeindeſteuer bezahlt durchfall festgestellt. in Krajowa vorgekommen feien, für völlig unbegründet. New York, 24. September. Die Dampfer der Hamburg halben Jahr aus diesen Bezirken Verzogenen besitzen in diesen hat und in der Gemeinde- Wählerliste steht. Auch die seit einem Oberbürgermeisters find im Zollhafen Todesfälle infolge von Amerikaniſchen Backetfahrt- Aktiengesellschaft Augusta- Bittoria," Bezirken noch ihr Wahlrecht. Cholera asiatica vorgekommen. Rhaetia" und Polaria" sind heute angekommen. An Bord ist Alles wohl. Die Zwischendecks- Passagiere des Dampfers Nor mannia" sind gelandet. Duisburg, 26. September. Laut Bekanntmachung des Spandau, 26. September. Wie der„ Anzeiger für das Savelland" meldet, ist gestern der Schloffer" Fenske, der Hausnachbar des kürzlich an asiatischer Cholera verstorbenen Schiffs eigenthümers Lowin, ebenfalls der asiatischen Cholera erlegen. Jeder Wähler der oben genannten Bezirke hat sich zur Legitimation mit der Wahlkarte, welche vom Magistrat jedem Wähler zugestellt ist oder mit der letzten Steuerquittung zu versehen. Das Komitee. Parteinachrichten. 0 Delegirtenwahlen zum Berliner Parteitage. Rottbus: Krahl Groß- Buckow. Blumenau( Schlesien): Grosser Tann hausen. Sozialdemokratische Preffe. Bom 1. Oftober ab erscheint das Sächsische Boltsblatt" in Zwickau. Alle für dieses Blatt bestimmten Sendungen sind vom 29. September ab nach Zwickau, Magazingaffe 2, zu adressiren. " * Ein polnisches Pfaffenblatt verbreitet die Nachricht, daß die Gazetta Robotnicza" nach Oberschlesien verlegt werde, um von dort aus das Zentrum energifcher bekämpfen zu können. Wahrscheinlich ist der Wunsch der Vater dieses Gedankens. In Oberschlesien, wo man die Sozialdemokraten so halbwegs als vogelfrei behandelt, könnte Pfaff, Gendarm und Landrath das Arbeiterblatt natürlich ganz anders malträtiren, als dies jetzt möglich ist, wo dasselbe hier in Berlin erscheint und es nur den jenigen Gefahren ausgesetzt ist, mit denen jedes oppofitionelle Breßorgan bei uns nun einmal zu rechnen hat. Die Gazetta Rabotnicza" wird gewiß nach wie vor Alles daran setzen, um in den Reihen der polnischen Arbeiter Aufklärung und Klassenbewußtsein zu fördern, um aber dieses zu können, braucht das Blatt nicht im Bannkreis der polnischen Leuteschinder zu er scheinen, soweit es dort verbreitet werden foll- und es geschieht dies sogar sehr stark besorgt dies die deutsche Reichspost." Freifinniger Kampf mit geistigen Waffen". Aus Görlig wird uns geschrieben: " " Ein fozialdemokratischer Banernverein wird in 2an schießen zahlreicher Neubauten beweist, daß diese Preise gezahlt towih bei Röflach( Desterreich) gegründet. Diesen Beschluß werden. faßten wirkliche Bauern in einer Versammlung, in der ihnen Ein sehr gutes Geschäft machen ja auch diese glücklichen von unsern Genossen die Organisation empfohlen worden war. Hausbesitzer mit jenen bornirten Berlinern, die, blos um die Die Bauern Desterreichs stchen bekanntlich der Sozialdemokratie Mode mitzumachen und um vor ihren Nachbaren als besser mit größerem Verständniß gegenüber, als die Bauern des Deut- fituirt" zu erscheinen, auf„ Sommer- Wohnung" in solche Miethsfchen Reichs. fafernen ziehen und für die wenigen Sommermonate gegen 50 Thaler Miethe zahlen. Der Hausbesizer hat bei einem solchen girtenversammlung der Sozialdemokratie des 9. württembergischen eingeheimft und läßt die Räume ruhig einige Monate leer stehen. In Rottweil tagte voergangenen Sonntag eine Dele- Sommerwohner seine Jahresmiethe für ein Quartier beinahe Wahlkreises, auf welcher die Orte Ebingen, Tuttlingen, Mühl- Wie werden aber die Kasernen noch einigen Jahren aus heim und Schwenningen vertreten waren. Es wurde festgestellt, fehen? In vielen ist noch nicht einmal Wasserleitung. Die daß auch in diesem Kreise die Agitation auf dem Lande meist armen Leute, die, eng zusammengepfercht, vier Treppen hoch in von gutem Erfolg gewesen ist. solchem Hause wohnen, und den gesammten Wasserbedarf von der Straße herauftragen müssen, werden sich begreiflicher Weise mit Todtenliste der Partei. Gestorben in Weimar der dem Wasserverbrauch möglichst einschränken. Und wie wird es da in Gastwirth Albrecht. diesen armen Familien mit der Reinlichkeit aussehen? Es scheint auch, als ob selbst der einsichtigeren Bourgeoisie bange würde, bei dem rapiden Umfichgreifen der Bauwuth in den Ohne Strafe geht's nicht ab. 5 M. mußte der Ver- Vororten. Die Tante Bossin hat bereits zu wiederholten Malen tranensmann Tschirke in Liegni zahlen, weil er der Polizei gemahnt, man möge ernstlich an die Herstellung gefunder nicht den Text der Lieder und Deklamationen eingereicht hatte, Arbeiterwohnungen denkeu und nöthigenfalls in dieser Richtung die bei der Lassallefeier zum Vortrag tamen. des Boltsblatte für Anhalt", am 22. September eine öffentliche behördliche Schritte thun. Vielleicht wird diese Weisheit auch -Anhaltisches. In Dessau wurde, nach Angabe in den maßgebenden Kreisen begriffen, wenn es zu spät ist. unpolitische Versamlung vom überwachenden Beamten aufgelöst, Often und Südosten Berlins in den nächsten Vororten aufals der Referent in seinem Vortrage über das Thema:" Die geführt wird, wird das Berliner Wohnungselend erheblich ver. Der Gürtel von Arbeiter- Miethskasernen, der jetzt im Norden, Frau in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft" gesagt fchärfen und wenn es nicht gelingt, behördlicherseits in Bezug batte: Es muß danach gestrebt werden, daß die Frau die auf die Reinhaltung, Klosetanlagen, Wasserleitung u. s. 10. ge gleiche Erziehung, die gleiche körperliche Ausbildung wie der wisse Verbesserungen durchzusehen, so dürfte sich aus dieser erhalte." Mann, überhaupt die volle Gleichberechtigung mit dem Manne Miethetaserne eine beständige gesundheitliche Gefahr auch für die innere Stadt entwickeln. * Bolizeiliches, Gerichtliches ze. furt a. M. ist der Müller Schramm, von Geburt Desterreicher, Die gastfreundliche Germania. Aus Frank aus allgemeinen polizeilichen Gründen" ausgewiesen worden. Schramm ist, wie die Frankfurter Zeitung" mittheilt, in der Arbeiterbewegung und namentlich gelegentlich des Brauerstreits thätig gewesen. = Cholera Baradenlazareth lauten recht günstig. Es sind weder Neu- noch Nacherkrankungen zu melden und das Befinden der 11 Von der Cholera. Die neuesten Nachrichten aus dem an der Seuche Erkrankten ist ein fortgesetzt günstigrs. Bei dem noffen Baerer wegen Magistratsbeleidigung zu 40 M. Geld Brechdurchfall konstatirt worden. Gestern Mittag endlich ist die Die Straffammer zu Harburg verurtheilte den Ge- Hafenplatz mit seinem Fahrzeug vor Anker lag, ist ungefährlicher am Sonnabend Mittag eingelieferten Schiffer Lück, welcher am strafe. Er hatte gerügt, daß der Harburger Magistrat auf eine aus Mann, Frau und drei Kindern bestehende Familie Zeiß, Beschwerde keine Antwort ertheilte. Das Schöffengericht hatte in auf deren Kahn der Bootsmann Jarodi von der Cholera derfelben Sache auf Freisprechung erkannt. boten", Genoffe entschel, zu zahlen, oder auf 10 Tage Beit giebt an, am 18. d. M. von Oderberg abgefahren zu fein - 15 M. hat der Lokalredakteur des Beiger Bolts- Krankenhauses Moabit von Blößenfee nach hier eingeliefert worden. asiatica befallen wurde, auf wiederholte Requisition des ins Gefängniß zu spazieren, weil er in einer Notiz über einen und ist am 23. in Plößensee angelangt. Die Infizirung seines Ehrenbecher, den die Weißenfelser Stadtväter zum Bundesschießen Bootsmannes Jarodi fann also nur im Finow- oder im Oberkanal bewilligten, mit Gänsefüßchen nicht knauferte. Tokales. 15. Wahlbezirk: Restaurant 3 u beil, Naunynstr. 86, Sonntag, den 18. d. M., Nachmittags, fand in Rabishau, Kreis Löwenberg, im Gasthofe zur Stadt Friedeberg eine frei finnige Wahlversammlung statt. Dieselbe war von 34 Bauern aus Rabishau und von 10 Sozialdemokraten aus Görlig besucht Letztere hatten in der Umgegend Flugblättter und Stimmzettel vertheilt und wollten sich den freisinnigen Kandidaten einmal ansehen. Der Vorsigende eröffnete die Versammlung um 53/4 Uhr mit einem Hoch auf Kaiser Friedrich II". Obwohl ein solcher Monarch uns nicht befannt ist, denn der jetzige Raiser heißt Wilhelm II., so erhoben wir uns doch von den Plägen, um dem Redakteur Dir hold aus Hirschberg nicht etwa die Freude zu bereiten, uns wegen Majestätsbeleidigung denunziren zu können. Nach dem Hoch nahm Herr Ehlers zur Erläuterung seines Programms" das Wort. Von einem eigentlichen Programm haben wir aber in der ganzen Rede nichts gefunden. Er erzählte nur Scherze und dergleichen aus seiner früheren Zeit, wo er schon als Kandidat fungirt hatte, und gab seiner Entrüstung darüber Ausdruck, daß man ihm von fonservativer Seite die Säle abtreibe. Nachdem er über sämmtliche Parteien weidlich geschimpft hatte, versprach er den Bauern, nur für das eintreten zu wollen, was zu ihrem Nuzen sei. Nach Schluß seiner Rede meldete sich Genosse Schöbel zum Wort und führte dem Herrn Ehlers zu Gemüthe, daß doch die Freifinnigen nicht die sind, als welche sie Herr Ehlers hinzustellen versuchte; auch sei die Entrüstung des Herrn Ehlers über das Abtreiben der VersammlungsParteigenoffen. Diejenigen, welche sich heute, am Tage Totale nicht angebracht, da die Freifinnigen in den Kreisen, wo der Wahl, an der Agitation betheiligen wollen, haben sich an fie genügenden Anhang und überhaupt die Macht besitzen, uns folgenden Stellen zu melden: die Säle auch abtreiben. Wenn es gegen die Arbeiter gehe, seien fie Alle einig, die Freisinnigen und die übrigen Parteien, möchten sie sich sonst auch noch so sehr in den Haaren liegen. Die Arbeiter hätten den Freisinnigen keinen Glauben zu 25. Wahlbezirk: schenken, denn sie brauchten nur an die Stimmenthaltung der felben zu denken, als 1884 das Sozialistengesetz verlängert werRestaurant Beyer, Mühlenstr. 50 b. den sollte; die Freisinnigen hätten damit Schuld an dem UnRestaurant 3immerling, Fruchtstr. 53. glück, das so viele deutsche Arbeiter erdulden mußten. Die ArRestaurant Rockendorf, Bosenerstr. 5. beiter tannten nur eine Partei, welche für den Arbeiter eintritt, 26. Wahlbezirk: Diese sei die Sozialdemokratie. Sie habe Hugo Reller aus Görlig als Kandidaten aufgestellt und jeder fleine Bauer, HandRestaurant 3abel, Frankfurter Allee 90. werker und Arbeiter, der seine Lage begriffen, sei verpflichtet, Restaurant 2ock, Friedrichsbergerstr. 11. seine Stimme diesem zu geben. Weiter ließ man unseren Genossen Parteigenossen! Es ist Ehrenpflicht eines jeden Genossen nicht sprechen. Herr Dürhold bezeichnete ihn als Lügner 2c., rief: heute, am Tage der Wahl, thätig zu sein. Hauptsächlich werden Ihr seid nur Faulenzer, ihr habt fein Recht, euch Arbeiterpartei aber Diejenigen, deren Verhältnisse es nur irgendwie geftatten, zu nennen, ihr verzehrt nur ſammt euren Führern die sauer verdienten aufgefordert, sich dem Wahlkomitee zur Verfügung zu stellen. G3 Arbeitergroschen, welche man unter allerlei Vorspiegelungen dem Arbeiter abfchwindelt u. f. f. Als wir den Unsinn des Herrn werden von Seiten der Gegner große Anstrengungen gemacht, Dürhold zurückweisen wollten, wurde uns wieder das Sprechen uns den Sieg zu entreißen. Um so mehr müssen wir alle Hebel verboten und man drohte mit Hinauswerfen. Da uns so die in Bewegung sehen, um unser altes Befihthum zu erhalten. Diskussion abgeschnitten war, verließen wir den Saal und gingen nach dem Bahnhof, um den Zug zu erwarten, welcher uns nach Görlitz führen sollte. Wir hatten uns taum im Wartesaale hingesetzt, da famen die aufgehezten Bauern uns nach und beschimpften uns fortgefeßt während der zwei Stunden, welche wir warten mußten. Ob uns auch das Blut tochte, reagirten wir Berlin. doch nicht auf die Injurien, lediglich um eine Schlägerei zu vermeiden. Kurz vor Abgang des Zuges famen die Helden Ehlers und Dürrhold. Nun bekam die wilde Horde frischen Kreis Teltow- Beeskow Charlottenburg. Muth. Man bewarf uns mit Zigarrenstummeln und spie uns Brih. Vorwärts" liegt aus bei No ster, Jahnstraße. an, worüber Herr Dürhold herzlich lachte. Herr Ehlers hingegen Groß- Lichterfelde. Zu Versammlungen zu haben: Wilhelm schämte sich seiner eigenen Leute und verließ den Wartesaal. Grieß( fr. Weichert) zu Giesensdorf. Wäre nicht der Stationsvorsteher in der Thüre erschienen, so wäre es jetzt zu Thätlichkeiten gekommen. Wir glaubten, der Pankow. Gastwirth Storr, Mühlenstraße, ist von der Lifte Beamte würde uns von den fanatischen Menschen befreien, aber weit gefehlt! Denn Herr Dürhold fagte ihm: Das sind Sozial demokraten, denen schadet's nicht, und so konnten uns die So " Das Wahlkomitee. Veränderungen in der Lokalliste Berlins und Umgegend. Unterschrieben, sein Lokal zu Versammlungen unentgeltlich hergeben, hat Bohm, Parlamentshallen, Landsbergerstr. 38. Kreis Nieder- Barnim. zu streichen. Derselbe will seinen neuerbauten Saal nur dem„ besseren Publikum" geben. Kreis Potsdam Osthavelland. nicht zu haben. Der Inhaber hat folgenden Brief an den Vertrauensmann gesendet: Bauern ungestört weiter beschimpfen. Wir verlangten nun vom Potsdam. Voigt's Blumengarten( G Edelmann) ift für uns Vorsteher das Beschwerdebuch. Das wurde verweigert. mußten wir denn schutzlos aushalten, bis der Zug kam und uns von der Gesellschaft der aufgestachelten Bauern befreite. Bei unferer Ankunft in Görlig reichten wir gegen den Stationsvorsteher aus Rabishau Beschwerde ein. Wir wollen doch sehen, ob ruhige reisende Passagiere seitens der Bahnbehörde feinen Schuh wider flegelhafte Beschimpfungen seitens Ortsangehöriger zu beanspruchen haben, die nur die Bahnhofsräumlichkeiten aufsuchen, um Passagiere zu beschimpfen und sonst zu insultiren." Soweit der Bericht, wie er uns aus Görlig zuging. Die Freifinnigen haben sich in anderen Orten des Wahlkreises jedenfalls nicht manierlicher aufgeführt. Troßdem fielen fie mit Glanz burch. So bleibt ihnen denn weiter nichts als die doppelte Blamage. . " M " Zu meinem Bedauern kann ich Ihnen mein Lokal zu der von Ihnen beabsichtigten Versammlung am nächsten Dienstag nicht zur Disposition stellen; in der Aussicht, das Verbot für das Militär, mein Lokal zu betreten, auf gehoben zu sehen, fann ich mich der Gefahr neuer Behelligungen durch die Behörden nothgedrungen nicht ausfetzen. Achtungsvoll G. Edelmann, Voigt's Blumengarten." erfolgt sein und es ist ziemlich ausgeschlossen, daß Jarocki sich die Seuche durch Trinken von Wasser bei Plößensee geholt hat. Gestern Mittag ist nun auch der Schiffer Orthmann( Vater) aus dem Barackenlazareth entlassen worden; der Bestand Choleraverdächtiger und Kranker betrug gestern Mittag 47 Personen, nachdem im Laufe des vorgestrigen Tages und des gestrigen Vormittags 3 Personen eingeliefert worden waren; auch diese drei letteren Fälle deuten, wie wir jetzt schon mittheilen können, nicht auf Cholera hin. Seitens der Krankenhausverwaltung ist man nach dem rapiden Rückgang der Einzel- Cholerafälle der Ansicht, daß weitere größere Verbreitung der Seuche ziemlich ausgeschlossen ist, und so ist denn seit dem heutigen Tage im Krankenhause Moabit die Poliklinik allerdings vorläufig nur für Ver legte wieder eröffnet worden. Als choleraverdächtig ist am Sonnabend Vormittag der in Nixdorf in der Jägerstr. 40 wohnhajte Lumpenhändler Kohukow erkrankt und nach der am Maybach- Ufer belegenen Cholerabarade überführt worden. Der selbe erschien bereits schwer leidend auf dem Amtsbureau, um fich als cholerakrant zu melden und verfiel bald darauf in heftige Krämpfe. Das Amtshaus sowohl wie die Wohnung Rohnkow's wurden gründlich desinfizirt, die Lumpenvorräthe des Mannes sofort verbrannt. Die bakteriologische Untersuchung ist alsbald eingeleitet worden. In Rathenow wird amtlicher seits bekannt gemacht, daß die unterm 8. d. M. erlaffene KreisCholera- Orten kommenden Personen und die Behandlung der PostPolizeiverordnung, betreffend die Anmeldepflicht der aus sendungen aus den gleichen Gegenden, mit Bezug auf die nach träglich ergangene, denselben Gegenstand betreffende Regierungs Polizeiverordnung vom 12. d. M. aufgehoben ist. die Mißstände zu opponiren. Eine Versammlung von Eisenbahn- Arbeitern in Berlin beschäftigte sich am Sonntag, wie die Freis. 3tg." mittheilt, mit den Lohnreduzirungen in den Berliner Eisenbahn- Werkstätten. In der Versammlung wurden die lebhaftesten Klagen gegen das von den Eisenbahn- Verwaltungen jetzt eingeführte Sparsystem laut. Besonders wurde darüber Klage geführt, daß die Beſtimmung des Lohnes im Einzelfall ganz in der Hand des Wertführers liegt, welcher den Preis für die von den Ars beitern angefertigten Sachen nach seinem Gutdünken aus werfe. Aus Furcht vor Maßregelungen wagten auch die Arbeiterausschüsse in den Eisenbahn- Werkstätten nicht gegen Deshalb habe auch schon baß einzelne Eisenbahndirektionen angeordnet haben, die bisherigen die Mehrzahl in den Berliner Eisenbahn- Werkstätten beschlossen, ihre Mandate niederzulegen. Weiterhin wurde mitgetheilt, halbmonatlichen Löhnungen in monatliche Löhnungen umzuändern trotz des Widerspruchs der Arbeiterausschüsse und ohne daß die Berfammlung beschloß, dem Eisenbahnminister eine Erklärung zu Arbeitsordnungen dementsprechend geändert worden sind. Die übermitteln, in welcher derselbe gebeten wird, eine Entscheidung zu erlassen, daß die Löhnungen alle 8 Tage und zwar am Freitag stattzufinden haben, damit die Arbeiterfrauen ihre Einkäufe des Sonnabends auf den Wochenmärkten beziehungsweise für Berlin in den Markthallen, in für den Haushalt vortheilhafter Weise besorgen fönnen. Ferner bittet die Versammlung den Minister, den fortwährenden Lohn- und Akkordreduzirungen Einhalt zu ge bieten. Ein Mord, der zuerst den Anschein erweckte, als ob eint Luftmord vorliege, ist Sonnabend Nachmittag um 12% Uhr unweit der Spandauer Bergbrauerei an einer etwa 30jährigen Frauensperson verübt worden. Rechts von der Chauffee, die von Charlottenburg nach Spandau führt, und zwar zwischen dem lisches Gelände ein Feldweg, der die Chauffee mit den Wirth Bechmann'schen Garten und der Bergbrauerei, führt über fiska Die Errichtung Kleiner Wohnungen in den nächst Berlin gelegenen Vororten hat sich neuerdings zu einer Art von Ju Döbeln hielten neulich die Hirsch Dunckerianer eine trieben wird und von dem auch, nach den Berechnungen, die von Spekulationsunternehmen ausgebildet, das recht schwunghaft beöffentliche Bersammlung ab, in welcher ein Herr R. Klein aus fachverständiger Seite darüber aufgestellt worden, anzunehmen schaftsgebäuden der Brauerei verbindet. Als vorgestern Mittag Berlin durch Herabsehung der Sozialdemokratie Gesinnungs- ist, daß es einen recht erkledlichen Gewinn abwirft. Die Mani- gegen 12 Uhr eine Frau den Feldweg entlang ging, fab fie in genoffen für die Hirsch- Dunckerei zu werben trachtete. Aus- pulationen der Geldgeber sind die bekannten, wie sie schon seit dem Gebüsch die Leiche einer Frau liegen. Der Gutsvorsteher reichende Zeit zur Diskussion über den Vortrag" getrauten sich einer Reihe von Jahren auch bei vielen, wenn nicht bei den und Brauerdirektor Bremer stellte an dem Fundorte sofort das die Hirsch- Duncker'schen natürlich nicht zu geben; fie fehten hier neuesten, Berliner Neubauten vorkommen, die von den sogenannten Folgende feft: Die mit einem schwarzgestreiften wollenen Kleide für 10 Minuten fest, was sich die Versammlung nicht gefallen ließ, Strohmännern als Unternehmern aufgeführt werden. indem sie unbeschränkte Redezeit verlangte. Nach dem sächsischen während der Schwindel bei diesen Berliner Bauten darin bestand, Stellung; ein blutiges schmutziges Taschentuch ohne Zeichen Aber angethane Todte lag in einer hier nicht wiederzugebenden Versammlungsrecht, nach dem Gesetz also, hat jede öffentliche Ber- daß der vermögenslose Strohmann die Handwerker, die für war ihr in den Mund gewürgt worden; links neben ihr sammlung darüber selbst zu beschließen; den Hirsch- Dunckerianern den Bau beschäftigt waren, indessen mußte dies erst noch von unserem Chemnitzer Genossen es um ihren Lohn betrog, ift lag ein graues Damenjacket, in einiger Entfernung ein schwarzes in den Vororten Grenz gefagt werden. Troydem gaben sie dem Begehren der Jahre thatsächlich vorgenommen, daß die begonnenen Neu- Zobten steckte tief in der Erde ein metallener Haarpfeil. Bei während der letzten anderthalb Strohbarett mit schottischem Bande. Zu den Füßen der Versammlung nicht statt, was eine folche Entrüftung hervorrief, bauten durch vermögenslose Unternehmer zu Ende geführt sind, näherer Besichtigung ergab sich, daß die Verstorbene am Halse daß der überwachende Beamte die Auflösung vornehmen mußte. daß diese die sämmtlichen Handwerker, wenn auch nach einigen Eindrücke von Fingern hatte, die wahrscheinlich vom Würgen Genoffe Baginski vom Langenbielauer Proletarier" ist, angefochtenen Besige ihres neuerbauten Hauses find. Abzügen, bezahlt haben, und daß sie beute noch im un herrühren, ferner baß zwei Stiche wahrscheinlich mittelst eines wie dieses Blatt mittheilt, immer noch in ärztlicher Behandlung, nicht sehr scharfen Instruments in den Unterleib beigebracht da in seinem Zustande eine wesentliche Besserung nicht eingetreten. heit der neuen Miethstasernen, die mit 14 bis 20 Fenstern Front burger Kriminal- Polizei und die Staatsanwaltschaft beim LandDas Geheimniß liegt in der geradezu standalösen Beschaffen worden waren. Der Direktor Bremer benachrichtigte die Charlotten Baginsti wurde bekanntlich seiner Krankheit halber einstweilen durchgängig in Wohnungen aus Stube und Küche eingerichtet gericht II, welche alsbald am Thatorte erschienen. Diese stellten aus der Haft entlassen. find. Die Wohnräume haben natürlich in allen fünf Etagen nur fest, daß, bevor der Mord verübt wurde, ein Kampf zwischen Heiteres aus Westfalen." Pastor Jstraut, der wie Temperatur machen, die in einem solchen Raume zur Winterzeit Gesicht des Lehteren war durch Kohlenstaub geschwärzt, der einfache Fenster und man kann sich einen Begriff von der bem Thäter und seinem Opfer stattgehabt haben muß; denn das die Bielefelder, Volkswacht" mittheilt in Bielefeld den Lauf- herrscht, wenn das freistehende Gebäude von Wind und Kälte von einem Haufen für die Brauerei an jener Stelle ab paß bekam, den Staatsdienst zweimal quittiren mußte, in einem umtobt wird. Ort bei der Geistlich; enwahl durchfiel und in einem anderen Ort geladener Kohlen herrührte. Die Behörde ist weder der Ansicht, Und für solche entsetzliche Wohnlöcher verlangen die glück- Daß ein Lustmord, noch daß ein Raubmord vorliege, wenn ( Dornburg) auch nicht antam, ist auf der Herforder Konferenz lichen Hausbesitzer 60 bis 72 Zhaler Jahresmiethe, auch bis auf eine Granatbroche feine Werthgegenstände vor des Vereins für innere Mission als Agent angestellt worden. und das Bewohntsein solcher Miethstasernen, sowie das Empor. handen waren, und auch die Stiefel fehlten. In dem Morde " -VO Gerichts- Beitung. " " " glaubt man den Rache- Att eines zuhälters erblicken zu sollen. Berlaffen eines Pferdebahnwagens von einer vorbeikommenden Iwandern, um ihre Waare, Arbeitskraft, dem Unternehmerthum Die Leiche ist vorläufig in der Charlottenburger Leichenhalle Droschte erfaßt und überfahren und erlitt eine Quetschung des rechten oft vergeblich anzubieten. Bald flopft der Winter, der arge untergebracht worden. Was die Zeit der Blutthat anlangt, so unterschenkels.- Vor dem Hause Linienstr. 241 wurde ein Kaufmann Feind der Bauhandwerker, an unsere Thüren und quartirt sich kann der Mord vor Freitag Abend nicht vollführt worden sein. von einem Bostwagen überfahren und erlitt hierbei einen Armbruch, mit seiner Gefolgschaft: Jammer, Noth und Elend in die ProNach weiteren Nachrichten, die uns zugehen, hat die Char: so daß seine Ueberführung nach dem Krankenhause am Friedrichshain letarier- Wohnungen ein. lottenburger Polizeidirektion die Nachforschungen übernommen erforderlich wurde. In der Nacht zum 26. d. M. versuchte ein daß der Sensenmann", welcher unter dem Namen„ Cholera" Es ist aber auch nicht ausgeschlossen, und den Kriminalkommissar Krause damit betraut. Diesem Be- Biseleur auf dem Grundstück Bülowstr. 84, sich durch einen Schuß in Hamburg so amten ist es denn auch gelungen, die Ermordete in der Person in die Schläfe zu tödten. Er wurde noch lebend nach dem uns noch vor Hereinbruch des Winters einen unangenehmen schrecklich die die Volkskraft vernichtet, der unverehelichten Franziska Lowinska, die 32 Jahre alt ist Elisabeth- Krankenhause gebracht. Am 26. d. M. Morgens Besuch abstattet und uns den Todtenmarsch bläft. Wenn wir und Gartenstr. 148 im Keller als Mietherin wohnte, zu ermitteln. wurde ein Maurer in seiner Wohnung, in der Barnimstraße, er- uns auch nicht vor dem Sensenmann" fürchten müssen wir Bereits kurz nach Auffindung der Leiche meldeten sich zwei hängt gefunden. Vormittags wurde ein Steinbrucker, als er ihm doch täglich, ja fast stündlich bei unserer gefahrvollen ArFlaschenspüler der Spandauer Bergbrauerei, die nach der mit mehreren Freunden durch den Humboldthain ging, in der beit in die Augen schauen, so haben wir dennoch die VerKleidung in der Todten eine gewisse Fränzel" aus der Garten- Nähe des Spielplates von mehreren unbekannt gebliebenen Ber- pflichtung, uns unserer Familie zu erhalten und uns der Menschstraße zu erkennen glaubten. Diese sei mit einer Mieße" fonen überfallen und durch Schläge auf den Kopf so verletzt, daß heit nüßlich zu zeigen. Wir sagten vorhin, die Cholera vernichte aus derselben Straße eng befreundet und auf dem häufig er besinnungslos liegen blieb. Spandauer Bock Er wurde zunächst nach der die Wolfskraft", aber das war nicht richtig, denn die Seuche gewesen. AIS ihnen Leiche gezeigt wurde, erklärten sie mit voller Bestimmtheit: Verlegungen festgestellt worden waren, mittelst Krankenwagens durch die fapitalistische Ausbeutungsmuth bereits physisch zu die Sanitätswache in der Bankstraße, und als dort ärztlich innere rafft vornehmlich den durch einen anderen Feind der Menschheit, ,, Nein, das ist Fränzel nicht!" der Kriminalkommissar Strauſe ſeine Nachforschungen auf diesen sieben kleine Brände statt. Nichtsdestoweniger segte nach der Charitee gebracht. Am 24. und 25. d. M. fanden Grunde gerichteten, ausgemergelten Theil des Boltes hinweg. Namen, der eine Abkürzung von Franziska bildet, an. Die Die besten Schuhmittel gegen die Cholera sind num, wie von Lowinska ist Mäntelnäherin und arbeitete bei einer Frau volksfreundlichen Männern der Wissenschaft rückhaltlos anerkannt Schmidt, Ackerstr. 5. Seit einigen Monaten hatte sie sich mit wird, eine träftige, geregelte Lebensweise und reinliche, gesunde einem Droschkentutscher aus Spandau verlobt, und die Hochzeit Wohnungen. Wie es mit der fräftigen", geregelten" Lebensfollte am 1. Oktober d. J. stattfinden. Eine Wohnung war in weise und den gefunden, geräumigen" Wohnungen dagegen bei Spandau, Neuendorferstr. 87, gemiethet worden. Trotzdem führte uns aussieht, das ist so allgemein bekannt, daß wir darüber kaum die Lowinska einen leichtsinnigen Lebenswandel und wurde vor ein Wort zu verlieren brauchen. Um die enormen Miethspreise vier Wochen unter fittenpolizeiliche Aufsicht gestellt. Am Ein etwas wildromantisch angehauchter jugendlicher aufzunehmen, wodurch die sanitären Berhältnisse keineswegs gezu erschwingen, sind viele Kollegen gezwungen, Schlafburschen Donnerstag Nachmittag gegen sechs Uhr erschien sie bei der ehe- Angeklagter, dem wohl die Lektüre von Schauer- und Hinter beffert werden, und wie auf den verschiedenen Bauten für Leben verlassenen Emilie Fälber( Mieze), Gartenstr. 161, und beide treppen- Romanen etwas zu Ropfe gestiegen sein mag, stand und Gesundheit Rechnung getragen ist, das spottet oft geradezu fuhren vom Lehrter Bahnhof aus nach Westend, von wo sie zu gestern in der Person des noch nicht 19jährigen Hans Nöhring jeder Beschreibung. Es ist nichts Seltenes, daß die Baubuden so Fuß nach nach dem auf der Höhe belegenen Café Morih vor dem Schwurgericht hiesigen Landgerichts I, um sich wegen wasserdicht" hergerichtet sind, daß unsere Arbeitsloden", wenn gingen und hier die Pferde- Eisenbahn nach dem Spandauer räuberischer Erpressung, Betruges, Urkundenfälschung und verwir sie Morgens anziehen wollen, oft durchnäßt sind von dem Bock abwarteten. Die Fälber stand während der Fahrt suchter Erpressung zu verantworten. Der Angeklagte hat hier Regen, der Nachts in die Bude drang. Wir forderten längst für auf der vorderen Plattform, die Lowinska setzte sich in den eine Szene aufgeführt, die einigermaßen an kalifornische Zustände die Winterzeit heizbare Baubuden, aber nicht einmal für Buden, Wagen. Neben dem Schaffner stand ein feingekleideter Mann, erinnert. N. war hier in dem Geschäft von Horn u. Francke in welche Schutz gegen Regen bieten, wird gesorgt. der die Lowinsta auffallend musterte. Später hat der Schaffner der Gollnowstraße als Kommis angestellt gewesen, hatte Stelle bemerkt, daß die Lowinska mit dem Fremden sich auf der sich als brauchbarer Mensch gezeigt, Und warum werden diese fo berechtigten, aus sanitären ber aber hinteren Plattform unterhalten hat. Am Zielpunkte äußerte die wohl in lüderliche Gesellschaft gerathen ist, in seinen Weil diese jammervollen Zustände der großen Mehrzahl der in dann Rücksichten so dringend gebotenen Forderungen nicht bewilligt? Lowinsta zu ihrer Freundin:" Geh' nur immer hinunter, ich Leistungen sehr nachließ und schließlich entlassen werden Berlin und Umgegend arbeitenden Kollegen zur Gewohnheit Tomme gleich nach." Während die Fälber den sogenannten mußte. Seine Kenntniß von den Einrichtungen Pariser Tanzfaal aufsuchte, sah sie, daß ihre Begleiterin mit dem Horn u. France benutzte er dazu, um sich mit Hilfe eines ge- leben, ohne die allereinfachsten und berechtigtsten, selbst von bei geworden sind, weil die Kollegen gleichgiltig in den Tag hineinFremden das fiskalische Gelände betrat, wo fie später als Leiche fälschten Bestellzettels in den Besitz zweier Malkasten im Werthe feinem Kapitalistenblatt zu bekämpfenden Forderungen energisch gefunden wurde. Als sie sich um 10/4 Uhr noch nicht wieder von 30 M. zu sehen. Den einen derselben verkaufte er schleunigft, durchzusetzen. Wohl giebt es noch einige Baugeschäftsinhaber, hatte sehen lassen, trat die Fälber die Rückfahrt an in der An- den anderen suchte er zu verkaufen, indem er einen mit der welche dafür sorgen, daß vernünftige Baubuden eingerichtet und nahme, ihre Freundin habe sich nach Spandau zu ihrem Bräuti- Unterschrift Lieutenant Guler" verfehenen Brief an die Firma das sogenannte„ Goldhaus" in entsprechender Entfernung von gam begeben. Die Fälber giebt ferner an, daß der Todten Wertheim in der Passage schickte und derselben mittheilte, daß der Baubude aufgestellt wird, eine Geldtasche mit etwa einer Mart Inhalt, ein Regen- feine Schwester zufällig zu ihrem Geburtstage zwei Malkästen nünftig denkenden Baugeschäftsinhaber wenden wir uns, sondern nicht gegen diese wenigen verschirm, ein goldener Ring mit blauem Stein und zwei Wachs- geschenkt erhalten habe und nun den einen umtauschen möchte. gegen diejenigen Sünder, welche sich in der brutalsten Art und perlen und endlich noch der Wohnungsschlüssel geraubt worden Der Herr Lieutenant" versicherte gleichzeitig der Firma sehr Weise über die einfachsten Gebote der Pflicht und des Aufeien. Der letztere scheint in der Untersuchung eine wohlwollend, daß er nicht verfehlen werde, die Firma standes hinwegsetzen, welchen die gesundheitlichen Einwesentliche Rolle spielen zu sollen. In dem Hause seinem großen Bekanntenkreise aufs Angelegentlichste Gartenstr. 148 wohnt im linken Seitenflügel zu ebener Erde eine empfehlen." aufs Angelegentlichste zurichtungen auf den Bauten geradezu Wurst sind. Der blutjunge, bis dahin gänzlich Frau Fahrenkrug. Die vom 1. Oktober ab die Lowinska'sche Woh bescholtene Mensch scheint Baubude und Goldhaus" find oft in so unmittelbarer Nähe dann mit vollen Segeln errichtet, daß die ihr Frühstück in der Bude einnehmenden Arnung bezicht. Frau Fahrenkrug hat am Donnerstag Nachmittag in das Fahrwasser des Verbrecherthums hineingesteuert zu beiter den aus dem" Goldhaus" herauskommenden Gestank einmit der Lowinsta gesprochen, als diese im Begriffe war, sich zu sein; er hatte feinen Erwerb, trieb sich in schlechter Gesellschaft athmen müssen. der Fälber zu begeben. Sie hatte die Fenster ihrer Wohnung in Berlin umher und verweigerte gestern standhaft, mitzutheilen, geschlossen und mit Gardinen verhängt, so daß die Fahrenkrug o er gewohnt und welchen Unterhalt er gehabt hat. An wenig Zeit Vom Desinfiziren ist keine Rede, das fostet ja Geld und ein und Die Aeußerung nicht unterdrücken konnte:" Na, Sie laffen aber 5. Dezember v. J. Abends gegen 82 Uhr betrat der An- Aber damit nicht genug. Einige Erz- Bauschwindler sind, angemem's nicht paßt, der kann ja gehen! auch Luft und Licht in Ihre Wohnung nicht kommen!" Tags geffagte, mit einem geladenen Revolver bewaffnet, das Komtoir fichts der drohenden Choleragefahr, auch noch so frech, die erdarauf fiel es der Fahrenkrug auf, daß die Fenster, ohne daß von Horn u. Francke, verlangt nach dem Geschäftsführer Saffert schreckende Arbeitslosigkeit zu Lohnreduzirungen zu benutzen. die Wohnungsinhaberin zurückgekehrt war, offen standen und und als derselbe erschien, warf er ihn einen Brief auf den Laden Gegen alle diese angeführten Uebelstände Front zu machen, die Gardinen zurückgezogen waren. Unter dem einen Fenster tisch und herrschte ihn, indem er ihn den Revolver entgegen hielt, muß Ehrenfache aller in Berlin und Umgegend arbeitenden war entgegen der Gepflogenheit der Zowinska ein Stuhl auf mit den Worten an: Lesen Sie den Brief, Sie haben 5 Minuten Kollegen sein. gestellt worden. Hiernach gewinnt es den Anschein, als ob der Zeit, der Revolver ist mit 5 Kugeln geladen und das ist genug Mörder nach der That die Wohnung der Ermordeten betreten habe. für uns Beide!" Der anwesende Kommis Travel wollte Aufruf des Genossen Dr. 3 adet, welcher mehrfach im„ VorBir fordern Euch daher, Kollegen, unter Hinweis auf den Der Keller ist deshalb polizeilich durchsucht und dann versiegelt den Brief ansehen, aber auch ihn herrschte der Angeklagte wärts" veröffentlicht ist, hiermit auf, an einen der unterzeichneten Verworden. Heute Morgen um fünf Uhr bemerkte Frau Fahrenkrug an: Rühren Sie sich nicht von der Stelle, wenn Sie den Brief trauensleute oder an die Redaktion oder Expedition des Bauhandvor der Lowinsta'schen Wohnung einen Mann, der anscheinend anfaffen, schieße ich los!" Der Brief war an Herrn Saffert werkers" von allen gesundheitswidrigen Einrichtungen auf den Bauten einen Schlüssel in der Hand hatte. Auf ihre Frage: Was gerichtet und lautete etwa wie folgt:" Ich verlange fofort sofort Nachricht zu geben. Die Namen der betreffenden Bauwollen Sie denn da?", antwortete er:" Ich wollte zwei hier 125 M. Ich bin gekommen, um von Ihnen Ersatz zu holen für Unternehmer werden im Bauhandwerker" und im Vorwärts" wohnhafte Mädchen besuchen." Leider ist dieser Mann ent- das durch Ihre schurkischen Intriguen mir verloren gegangene veröffentlicht werden. Ferner ist es dringend nothwendig, etwaige tommen, von dem auch die Fahrenkrug eine genaue Personal Gehalt. Ich stehe auf einem Standpunkte, wo ich vor Nichts Lohnreduzirungen sofort einem der unterzeichneten Vertrauens beschreibung nicht geben kann. Dagegen besitzt die Polizei ein mehr zurückschrecke. Bittern Sie für sich und andere Jbres leute anzuzeigen, damit gegen die Verwüster der Volkskraft sofort genaues Signalement des muthmaßlichen Mörders; im Interesse Gelichters, die ich für meine Kugel reif halte. Zur Erledigung geeignete Maßregeln ergriffen werden können. Der Untersuchung fann dieses jedoch noch nicht veröffentlicht dieser Angelegenheit gebe ich Ihnen fünf Minuten Bedenkzeit, werden. Ueber die Art des Mordes fann erst, wenn der Befund wenn Sie Schurke zurückkehren, ohne mein Verlangen zu erfüllen, sozialdemokratische Arbeiterpreffe, Des Weiteren ist es aber auch Pflicht aller Kollegen, auf die Bauinsbesondere den der Leichenöffnung vorliegt, Genaues berichtet werden. so schieße ich Sie über den Haufen. Ich will nur hoffen, daß es handwerker", welcher von der öffentlichen Maurerversammlung jedem Schurken so geht und die Nachwelt von Leuten Ihres Gelichters sowie vom Verein zur Wahrung der Intereffen der Maurer befreit wird." Das Auftreten des bewaffneten Menschen hatte Berlins und Umgegend als unser Publikationsorgan anerkannt in dem Geschäftslokale natürlich große Bestürzung hervorgerufen. ist, zu abonniren und denselben möglichst weit zu verbreiten, damit Der Kommis Traxel suchte ins Nebenzimmer zu gelangen, der wir in der Lage sind, den schlimmsten Ausbeutern mit größtmögAngeklagte drohte ihm aber wiederholt, loszufchießen. Schließlich licher Wirkung vermittelst der Presse entgegentreten zu können. entschlüpfte Herr Travel ins Nebenzimmer, er ergriff einen dort zu diesem uns aufgezwungenen Kampfe gegen das Kapital ist liegenden Revolver und schoß ihn, als er zurückkehrte, in die auch etroas Kapital erforderlich, erstens um die schlimmsten AusLuft, um den Angeklagten zu erschrecken. Dieser schoß in dem- beuter hier am Orte wirksam bekämpfen zu können und zweitens Bon religiösem Wahnsinn befallen ist junger Handwerker, Jemand zu verlegen, warf dann die Thür zu und entsprang. Er hinauszutragen zu unsern noch unorganisirten Kollegen in den felben Augenblick feinen Revolver los, glücklicherweise ohne die welterlösende Jdee des Sozialismus auf agitatorischem Wege der am Freitag in unserem Nachbarort Blankenburg festgenommen blieb fast 6 Monate lang verschollen. Inzwischen versuchte er Provinzen. wurde. Bewohner dieses Dorfes fanden einen etwa 23jährigen noch, einen Verwandten durch einen bramarbafirenden Brief, Mann, der nur mit einem defekten Beinkleide bekleidet war, in welchem er unter Androhung von allerlei Verbrechen und indem Ursachen unseres Elends in der kapitalistischen Produktionsweise Jeder zielbewußte Genosse ist sich darüber klar, daß die auf der Feldmark umherirren. Der Geistesgestörte sitirte unaus er sich selbst ein düsteres Verbrecher- Relief gab, eine Summe von wurzeln und nur nach Beseitigung derfelben und durch Eingesetzt unzusammenhängende Stellen aus der Bibel und ant: 150 M. zur Ueberfahrt nach Amerika verlangte. Während die führung der sozialistischen, auf demokratischer Grundlage beruhenwortete auf Befragen, daß er einer der Jünger Jesu Christi Polizei nach dem steckbrieflich Verfolgten suchte, hielt sich den Produktionsweise dauernde Besserung unserer Lage zu er sei, welcher ihn beauftragt hätte, feine Kleider zu zerreißen und berselbe gemüthlich hier in Berlin auf, es gelang warten ist. Zu diesem Kampfe sind, wie gesagt, auch Mittel erzu faften. Der Wahnsinnige gab an, Friedrich Böttcher zu ihm sogar, unter dem Namen„ Scheller" zwei Monate hin- forderlich. Um auf dem Marsche zum Ziele nicht zu ermatten heißen und in Berlin als Schlosser in Stellung zu sein. durch eine Schreiberstelle bei einem Direktor Zapfe zu versehen, und nicht zu erlahmen, unsere ärgften Feinde, die Dummheit und Am 17. d. M. erschien bei der Frau eines Arbeiters am wofür er einen Gehalt von 75 M. monatlich erhielt. Dann den Kapitalismus unermüdlich bekämpfen zu fönnen, ist eine ge= Waterloo- Ufer ein Mann im Alter von etwa 30 Jahren mit blieb er eines Tages fort, lebte wieder ohne Subsistenzmittel füllte Kriegsfasse von Nöthen, welche Generalfonds der Maurer dunklem Schnurrbart und einer Narbe auf der Stirn und sagte, und stellte sich schließlich im Juni d. J. selbst der Polizei. Berlins und Umgegend heißt. daß er von dem Mann der Frau den Auftrag erhalten habe, Der Angeklagte war durchweg geständig. Der Staatsanwalt Benedig Darum auf, Kollegen, die ihr noch Arbeit habt, sammelt eine Tonne Bier abzuliefern. Die Frau verweigerte die Annahme beantragte das Schuldig, empfahl aber selbst mildernde Umstände, fleißig zum Generalfonds der Maurer Berlins und Umgegend, der Tonne, da sie von der Absicht ihres Mannes, so viel Bier indem er den Angeklagten als das Opfer schlechter Erziehung und stärkt Euren bewährten Fachverein, abonnirt auf die sozials zu bestellen, nichts wußte, ließ sich aber schließlich doch bewegen, der Lektüre von schlechten Romanen erachtete. Rechtsanwalt demokratische politische, sowie auf Eure Fachpresse und bie Tonne abladen zu lassen und zahlte dem Ueberbringer 6 M. Bobländer gab zur Erwägung, anheim, ob der Angeklagte, bringt alle gesundheitswidrigen Einrichtungen, sowie schlechte BeAls der Mann nach Hause kam, stellte es sich heraus, daß er der sich in kindischer Wichtigthuerei gefallen, bei der Begehung handlung, Lohnreduzirung, Sonntags- und Ueberstunden- Arbeit feinen Auftrag ertheilt hatte, Bier zu bringen. Die Tonne der räuberischen Erpressung flaren Geistes gewesen sei. Die Ge- den von Euch gewählten Vertrauensleuten zur Kenntniß, damit wurde angestochen, und es ergab sich, daß sie nichts als Spree- schworenen bejahten sämmtliche Schuldfragen unter Zubilligung wir ausgerüstet mit erdrückendem Belastungsmaterial die Feinde, wasser enthielt. Da ganz derselbe Schwindel unlängst in einem mildernder Umstände und der Gerichtshof verurtheilte den An- der Arbeit nicht nur anklagen, sondern auch wirksam und unHause in der Belleallianceftraße verübt worden ist, so liegt die geklagten zu einem Jahre Gefängniß. ermüdlich bekämpfen können, bis der Sieg unser ift. Bermuthung nahe, daß Jemand diese Art Betrügereien gewerbs= mäßig betreibt. " Der ganze Fahrpark feines Flohtheaters ist vor einigen Tagen einem hiesiger Schaubudenbefizer gestohlen worden. Ein Theil der Wagen, deren sich die schwarzen Künstler zu ihren Schaustellungen bedienten, waren aus Silber hergestellt, einige fogar vergoldet und alle von sehr schöner und zierlicher Arbeit. Der Verlust des Schaubudenbesitzers beläuft sich auf 300 Mart. Soziale tebersicht. An die Gewerkschaften Berlins! " " In der Erwartung, daß jeder Rollege je nach seinen Kräften bemüht sein wird, im Befreiungstampfe des Proletariats in politischer wie in gewerkschaftlicher Beziehung stets seine Schuldigkeit zu thun, schließen mit sozialdemokratischem Gruß und Handschlag Die Vertrauensleute der Maurer Berlins und Umgegend. Die Vertraue neleute nehmen jeden Sonnabend von 8-10 Uhr ftraße 61. Peters. Polizeibericht. Am 24. d. Mts. Bormittags wurde im Landwehrkanal vor dem Grundstück Tempelhofer Ufer 28 die Leiche eines unbekannten, etwa 30 Jahre alten Mannes an gefchwemmt. Als der Lehrling Weißner in dem Geschäftsteller einer Weinhandlung Unter den Linden mit dem Berkorken von Weinflaschen beschäftigt war, stieß er eine neben ihm stehende Am Freitag, den 30. September, Abends 8/2 Uhr, findet bei Flasche mit Sprit um, deren Inhalt sich an einem in der Nähe Deigmüller, Alte Jakobftr. 48a, eine öffentliche Versammlung freiwillige Beiträge zum Generalfonds in folgenden Lokalen entstehenden Lichte entzündete. Er erlitt an den Händen und im sämmtlicher Delegirten zur Berliner Streit- Kontrollkommission gegen: Geficht so bedeutende Brandwunden, daß er nach der Universitäts. ftatt. Da zu öffentlichen Versammlungen Jedermann Zutritt hat. Roll, Staligerstr. 33, faffirt bei Hoffmann, Waldemarflinit gebracht werden mußte. Nachmittags wurde ein Dreh- und da die Versammlung ſich hauptsächlich mit den Gewerbeorgelspiegel in der Einfahrt zum Grundstück Klosterstr. 49, wo er gerichts- Wahlen beschäftigen wird, so werden diejenigen Arbeiter, H. Jänisch, Kastanien- Allee 74, kassirt Veteranenstr. 22 bei welche sich für diese Sache interessiren, eingeladen, in dieser Verfich zum Schlafen niedergelegt hatte, von einem Geschäftswagen D. überfahren und an beiden Unterschenkeln so bedeutend verlegt, daß fammlung zu erscheinen.( Näheres Inserat von heute.) Mit. Hurras, Puttbuserstr. 17, tafsirt bei Wendt, Röslinerstr. 17. solidarischem Gruße F. Wagner, Alt- Moabit 125, fassirt bei Holzbecher, Dreyse feine Ueberführung nach der Charitee erfolgen mußte. In der straße 8. Sonntags, Bormittags von 8-10 Uhr, bei Nähe der Fennbrücke fiel ein unbekanntes, etwa 11jähriges Rieger, Rathenowerstr. 89. Mädchen in den Schifffahrtskanal, wurde jedoch von vorübergehenden Personen noch lebend herausgezogen. Am 25. d. Mts. Morgens stürzte sich ein Arbeiter von der Bärivaldbrücke in den Landwehrkanal, wurde jedoch noch lebend herausgezogen und und Komp. ist auf gutlichem Wege zu Gunsten der Arbeiter bei- Ad. Die Lohndifferenz der Glasschleifer der Firma Seibt, Lena A. nach dem Krankenhause am Urban gebracht. Nachmittags gelegt. J. A.: Richter. sprang ein Arbeiter auf dem Kreuzungspunkte der Köpnickerund Neanderstraße von einem in der Fahrt befindlichen PferdeAn alle Maurer Berlins und Umgegend! bahnwagen, fiel zur Erde und erlitt einen Bruch des rechten Kollegen, Genossen! Bald sind die paar Sommermonate W. Garbe, Ostbahnhof 15, tafsirt bei Böhl, RüdersdorferFußgelents. Nach Anlegung eines Verbandes auf der Sanitäts- verstrichen, in welchen unser Handwerk blüht" und zwar wache wurde er nach dem Krankenhause Bethanien gebracht. derartig blühte, daß tausende unserer bravsten Kollegen die Buttlih, An der Ede der Karl- und Friedrichstraße wurde eine Frau beim goldene Freiheit" hatten, hungernd von Bau zu Bau zu Der geschäftsführende Ausschuß der Berliner Streit Kontrollkommission. Achtung, Glasarbeiter! H. Fetting, Fürbringerstr. 8, Seitenft., tafsirt bei Rose, Gneisenauftr. 35. Ulrich, Hirtenstr. 8, tafsirt bei Wernau, Rosenstraße 30, Behrendt, Arndtstr. 16, faffirt bei Behrend, Blumenthalstraße 6. Sonntags Vormittags von 8-10 Uhr bei Krüger, Hirtenstr. 10. straße 8. Belforterstraße 16, vorn 4 Tr. bei 3abel, kaffirt bei Schmidt, Diedenhofeners und Tresckowstraßen- Gate F. Wille, Urbanstr. 124. T. Dittmann, Friedrichsberg, Frankfurter Chauffee 8, kaffivt bei Schulz, Frankfurter Chauffee 1. Joh. Hahn, Weißensee, Pistoriusstr. 35( vom 1. Oktober Schönstraße 77), faffirt jeden Sonnabend Abend von 8 bis 10 Uhr und jeden Sonntag Vormittag von 8-9 Uhr bei Gebauer, Charlottenburgerstr. 61. NB. Am Donnerstag, den 29. September 1892, Vormittags 9 Uhr, findet im Feen- Palast, Wolfgang- und BurgstraßenEcke, eine öffentliche Versammlung arbeitsloser Maurer und verwandter Berufsgenossen statt. Näheres siehe Inserat in heutiger Nummer. Der Schuhmacherstreik in Krenzlingen ist beendigt. Die Kämpfenden hielten sich wacker, aber die Masse der unorganisirten Arbeiter, der Ueberfluß an Arbeitskräften und die Möglichkeit, jeden ungelernten Arbeiter in der Schuhfabrik zu beschäftigen, verhinderte den Sieg. Immerhin ist ein anständiger Vergleich zu Stande gekommen. Für Schneider! Kollege Brosig unternimmt im Einverständniß mit dem Kollegen Reiß baus eine Agitationstour nach folgenden Orten: Darmstadt, Worms, Frankenthal, Mannheim, Ludwigshafen, Speyer, Kaiserslautern, Kreuznach und Bingen. Die Bevollmächtigten der Schneider dieser Orte find gebeten, hierzu Stellung zu nehmen und nähere Mittheilungen an Franz Brosig, Mainz, Mittlere Bleiche 19, gelangen zu lassen. Versammlungen. Zur Beachtung! Wir bitten die Herren Schriftführer, bei der Abfaffung Einwände der Gegner ein, wies in überzeugender Weise die Salt- 1 Paris, 26. September. Gegenüber der Meldung der„ France", losigkeit derfelben nach und schloß nochmals mit der Mahnung: der Ministerpräsident Loubet habe befchloffen, den deutschen DeleVorwärts, auf zur Wahl! Vorwärts, zu Kampf und Sieg! girten Liebknecht wegen seiner gestrigen Rede in Marseille auszu ( Stürmischer Beifall.) Nachdem noch Genosse 3u beil bekannt weisen, wird in Regierungskreisen versichert, es liege noch keinerlei gegeben, daß die vom Zentral- Wahlkomitee abgestempelte Liste bezügliche Entschließung des Ministers vor, derselbe wolle erst Nr. 1643 verloren gegangen und dieselbe im Auffindungsfalle bei den Wortlaut der fraglichen Rede abwarten und danach seine ihm, Naunynſtr. 86, abzugeben sei, und nachdem er eindringlichst Entschließung treffen. davor gewarnt hatte, auf der Straße sich irgendwie mit„ Un- London, 26. September. Nach einer Meldung der„ Times" abhängigen" einzulassen, schloß er die musterhaft verlaufene Ver- aus Shangai vom gestrigen Tage hat eine große Versammlung sammlung mit einem dreifachen Hoch auf die internationale von Literaten und Studenten in Tschangscha( Provinz Hunan) Sozialdemokratie, in welches die Genossen stürmisch einstimmten. beschlossen, sich dem Einzug des neuen Gouverneurs Wutachang, Leider kam es auf der Straße durch die Frechheit der Un- der den Europäern freundlich gefinnt sein soll, zu widersehen. abhängigen" zu heftigen Schlägereien, denen sich die Genossen London, 26. Sept. Unter den Gardes du Corps in Windsor nicht zu entziehen vermochten, da fie die Angegriffenen waren. ist es Sonnabend zu einer Meuterei gekommen. Bei derselben Diesmal hatte man es hauptsächlich auf den Genossen Stabernack wurden von den widerseßlichen Soldaten etwa 80 Sättel und das abgesehen, der schon vorher mit einem Ueberfalle in seinem Ge- Pferdegeschirr vernichtet. schäftslokale bedroht worden war. Die Widersetzlichkeiten werden auf Den vereinigten Kräften der angebliche Ueberanstrengung im Dienste zurückgeführt. Infolge besonnenen Genossen gelang es endlich, den Rüpeleien der Un- dieser Vorfälle ist die gesammte Mannschaft in den Kasernen abhängigen" ein Ende zu machen. tonfignirt. " Verband deutscher Bimmerlente Schönebergs und Umgegegend. waldstr. 110. Prog", Annenstr. 9. Gesellschaft. Referent: Dr. Bernstein. Montauban, 26. September. Auf einem gestern hier ver Dienstag, den 27. September, Abends 8 Uhr, Bersammlung bei Jatob, Grune- anstalteten Bankett der Royalisten hielt Graf d'Haussonville als Verein Serliner Hausdiener, Heute, Dienstag, Abends 9 Uhr, Drdent: Bezug auf die Haltung des Papstes gegenüber der Republik beVertreter des Grafen von Paris eine große Rede, in welcher mit liche Mitgliederversammlung in Den Arminhallen, Kommandantenftraße 20. tont wurde, die Royalisten seien dem Papste in allen, was den fammlung Annenftr. 16, 2% Uhr. Tagesordnung: Vortrag. Diskussion über Ueberzeugung, der Papst habe ihnen unmöglich befehlen wollen, Zentralverein der Bildhauer Deutschlands, Gauverein Berlin. Ber- Glauben und die Sitten angehe, unterworfen, hegten jedoch die ein abzuhaltendes Weihnachtsfeft. Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekaffe. Dienstag, auf die Hoffnung einer Wiederherstellung der Monarchie zu ben 27. September cr., 8½ uhr, im Restaurant P. Bodenburg, Komman- verzichten. Sie würden deshalb mit Festigkeit in einem dantenstraße 10-11, Borstandssigung. Vergnügungsverein Berolina. Sigung jeden Dienstag im Restaurant respektvollen und kindlichen Widerstande verharren. Nachdem der Graf sodann die Unzerstörbarkeit der royalistischen Partei Rixdorf. Verein Vorwärts. Dienstag, den 27. September, Hoffmann's hervorgehoben und an die Ideen des Grafen von Paris bezüglich Salon, Bergfir. 133, Abends 8% Uhr, Vortrag. Die Cholera und die heutige des monarchistischen Regiments erinnert hatte, erklärte er, die Hagelsbergerſtr. 43: Unterricht in Deutsch( mittleres); Gübost- Sule: liten im zeitweiligen Einvernehmen bei den nächsten Wahlen Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend 8-10% Uhr: Südschule: Royalisten könnten mit den zur Republik übergegangenen Kathoder Bersammlungsberichte sich aller nur möglichen Kürze zu befleißigen. Reichenbergerfir. 133: Unterricht in Deutsch)( mittleres): Ost Schule, zusammengehen, wenn nicht ernstliche Programmänderungen von Für den 15. Kommunal- Wahlbezirk fand am Sonntag traße 179a: Unterricht in Geschichte( mittlere). In allen Lehrfächern, ihnen verlangt würden, denen sie niemals beizustimmen verBormittag nochmals eine sehr stark besuchte öffentliche Kommunal- mit Ausnahme der Buchführung, tönnen noch Schüler und Schülerinnen, möchten. Inzwischen würden die Royalisten sich mit doppeltem wählerversammlung unter Zeitung 8ubeil's statt, in welcher auch jezt im Laufe des Semesters, eintreten. Genosse Singer an Stelle des durch Parteipflichten von Berlin bei S. Wintler, Manteuffelfir. 60. Lese- und Diskutirklubs. Dienstag. Johannes Webde, s uhr, hauptung, daß die Idee der Republik unwiderruflich in FrankEifer der Propaganda widmen. Er proteſtire gegen die Beferngehaltenen Kandidaten des Bezirks, Theodor Mehner, 8% Uhr, bei Schayer, Reichenbergerfir. 54.Agitationsverein Lassalle, Abends Lese- u. Diskutirtlub Spinoza, reich begründet sei. über die bevorstehende Erfahwahl referirte. Der Referent gab abends 8% uhr, bei Tripfe, Reichenbergerstr. 47. Empor", Abends der Ueberzeugung Ausdruck, daß Niemand dem Genossen Mehner 8% Uhr, bei C. Behrend, Blumenthalstr. 5. aus der Erfüllung ihm auferlegter Parteipflichten im gegebenen Manteuffelstraße 60. Sozialdemokratischer Lese- und Diskutirklub. Dienstag 8% Uhr, Augenblicke einen Vorwurf machen würde. Er war der Ueberzeugung, daß alle Genoffen am Tage der Wahl trotz der Abwefenheit Megner's doch einmüthig für ihn eintreten und ihm zum Siege verhelfen werden. In seinem Referate behandelte Singer hauptsächlich die Frage, ob sich die Arbeiter an den Kommunalwahlen betheiligen sollen. Er war der Meinung, daß das Markusstraße 31: Unterricht in Physiologie; Nord- Schule, MüllerVermischtes. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) ( Depeschen des Bureau Herold.) Lübeck, 26. September. Hiesige Firmen haben eine Petition an das Reichskanzleramt eingereicht, um die Herabsehung der, hohen russischen Zölle auf Schmirgelfabrikate anläßlich der Handelsvertrags- Verhandlungen zu erlangen. München, 26. September. Nach dem Münchener Fremden blatt" legt Dr. Orterer das Reichstagsmandat nieder und unterzieht sich nur der Neuwahl zum bayerischen Landtag. Heinrichbahn ist heute Mittag auf der Station Boevingen ents Luxemburg, 26. September. Ein Personenzug der Prinz gleist. Zwei Personen sind schwer, mehrere andere leicht ver wundet. Der Schaden ist sehr bedeutend. In vergangener Nacht ist das Staats- Waisenhaus niedergebrannt, 45 Waisen wurden unversehrt aus den Flammen gerettet, der Schaden ist groß. einen offiziösen Artikel, worin sie die Vertragsmächte auffordert, Paris, 26. September. Réplubique francaise" veröffentlicht den Kongostaat daran zu erinnern, daß er lediglich von Europa geschaffen sei, damit er allen Nationen den Handel im Kongoseine Grenzen zurückgewiesen werde. becken eröffne. Es sei die höchste Zeit, daß der Rongostaat in Madrid, 26. September. Die Regierung will eine neue farlistische Verschwörung entdeckt haben; angeblich haben Haussuchungen dieserhalb im Norden Spaniens stattgefunden. Zahlreiche Verhaftungen sind in Leon vorgenommen worden. Drei Kinder verbrannt. In Hamburg entstand auf abermalige Aufwerfen dieser Frage, nachdem dieselbe bereits end der Uhlenhorst am Sonntag in der Geibelstraße ein Bodenbrand, giltig entschieden sei, den betreffenden Elementen nicht wobei drei Kinder, der sechsjährige Gustav Lindigkeit, die drei zur Ehre gereiche. Von wiederholtem stürmischem Beifalle unter- jährige Anna Lindigkeit und der vierjährige Gottfried Gottschalt brochen, entwickelte der Vortragende die Richtigkeit der Betheiligung durch die Flammen ums Leben tamen. der Sozialdemokraten an den Kommunalwahlen ebenso wie an Eisenbahn- Unfall. Auf der Gotthardbahn bei Sisiton er den Parlamentswahlen. Die Sozialdemokraten seien nicht geeignete sich am Sonnabend Abend ein Unfall dadurch, daß ein willt, unthätig zu warten, bis ihnen die gebratenen Tauben in Güterzug mit voller Kraft in ein Sacfgeleise fuhr. Die den Mund geflogen kommen, und würfen nicht die Flinte ins Lokomotive und drei Wagen wurden total zertrümmert. Der Korn, lediglich weil eine Hand voll Leute behauptet, es nüße ja Führer und der Heizer des Huges wurden unversehrt unter den doch nichts. Daß durch die Vertretung der Sozialdemokratie im Trümmerhausen hervorgezoge rothen Hause die Klassenlage der Arbeiter verändert werde, habe noch niemals irgend ein Vertreter der Sozialdemokratie behauptet; Das in der Hauptstraße von Pera belegene neue französische Theaterbrand. Aus Konstantinopel wird gemeldet: dennoch fönnten die Arbeitervertreter im Hause vielfach nüh- Theater ist abgebrannt. Berlust an Menschenleben ist nicht zu lich wirken, vor allen Dingen Schlimmes verhüten. Die beklagen. Theorien der Unabhängigen" zerstöben unter der Lupe der Kritik wie Spreu im Winde. An verschiedenen Beispielen veranschaulichte der Vortragende die Wirkung der kritischen Thätigkeit der sozialdemokratischen Stadtverordneten, die darauf gerichtet ist, die Bourgeoisie im rothen Hause zu entlarven und deren Interessenwirthschaft vor aller Welt flarzulegen, wie auch der Thätigkeit unferer Abgeordneten, die Interessen der Allgemeinheit, die Rechte der Arbeiterschaft zu wahren. Würden die Unabhän- Trier, 26. September. In dem Prozesse gegen den Vergigen" ehrlich urtheilen, so müßten sie die Thätigkeit der fasser und den Verleger der Broschüre" Die Rückfahrt nach Trier fozialdemokratischen Stadtverordneten als nutzbringend an- unter der Aera Korum" hat die hiesige Strafkammer gegen den erfennen. Ein Fernbleiben der Sozialdemokratie von den Wahlen Studenten Reichard, als Verfasser der Broschüre wegen Beschimpfung läge nur im Interesse der Bourgeoisie. Von dieser Betheiligung der Reliquienverehrung und wegen Beleidigung des Bischofs ließen sich die Genossen nun und nimmer abhalten. Die Wahl- Korum auf sechswöchentliches Gefängniß erkannt. Der Verleger betheiligung auch an den Kommunalwahlen sei die Willens- der Broschüre, Sonnenburg, wurde zu dreiwöchentlichem Gemeinung der gesammten Partei, und Ehrenpflicht eines jeden Gefängniß verurtheilt. noffen sei es, dem Parteibeschlusse Geltung zu verschaffen. Eine Beft, 26. September. Der ungarische Reichstag ist heute Echande sei es, daß gerade aus den Reihen der Arbeiter Gegner nach den Ferien wieder zusammengetreten. Die Wahlen für die erstanden und Zwietracht in die gefchloffenen Reihen der Sozial- Delegationen sind auf den 29. d. festgesetzt. demokraten zu tragen bemüht find. Redner schloß seine Aus Wien, 26. September. In der heutigen Verhandlung des führungen mit dem Mahnrufe:" Auf zur Wahl! Vorwärts! Der Prozeffes gegen den ehemaligen Finanzdirektor der Bukowina Sieg muß der unsere sein!"( Stürmischer Beifall.) An das Referat Trycieniecki und Genossen wurden den Geschworenen die 39 SchuldInüpfte sich eine längere Diskussion, in welcher Geffrois, fragen vorgelegt. Die von den Bertheidigern beantragten Stabernad, 3ubeil, Daftig, Kröhn mit den Un- Abänderungen wurden vom Gerichtshofe zumeist abgelehnt. spruch. abhängigen" scharf ins Gericht gingen, die" Theorien" derselben Rom, 26. September. Hier ist das Gerücht verbreitet, das C. H. Ist der Miethsvertrag einmal geschloffen, dann ist ad absurdum führten und zum einmüthigen Eintreten für den General- Kapitel des Jesuitenordens habe sich vorgestern behufs das Mädchen an den Vertrag gebunden. Der Miethsherr kann Kandidaten Metzner aufforderten. Als Gegner der Kommunal- Ernennung des Ordens- Generals versammelt. Ueber den Ver- auf denselben bestehen und für seine Einwilligung zur Aufhebung wahlen gerirte sich ein Herr Winter, welcher den alten verdienten fammlungsort verlautet nichts; wie es heißt, ist den Ordens- des Vertrags Entschädigung verlangen. Gen.Mehner nicht für würdig erklärte, Bertreter der Arbeiter zu sein!! mitgliedern unbedingtes Stillschweigen darüber unter Verweisung In seinem Schlußworte ging der Referent des Näheren auf die auf ihren Eid auferlegt worden. = Der Jäger Karl mit dem Farbentopf, Das ist ein feiner, heller Kopf,[ 2209b Der stets die rothe Farbe liebt Und heute' was zum Besten giebt; Drum gratuliren ihm sehr schlau: Die Freunde und die kleine Frau. Achtung, Klempner! 500/7 Sämmtlichen Kollegen zur Nachricht, daß heute Abend 81/2 Uhr Komman dautenstraße 57 die Versammlung der Mitgl. der Orts- Krankenkasse stattfindet( siehe Annonce von vorgestern)." 2234b Zeugen gesucht! Dem Tischler Franz Jahn zu seinem heutigen Wiegenfefte ein donnerndes Hoch! Wenn ein Jeder seine Die Herren oder Damen, die SonnSchuldigkeit thut. Franz, nun geh' ran! abend, den 24. d. M., 81/2 Uhr Abends 2208b R. M. S. F. F. Nixdorf. in der Köpenickerstr. 8 gesehen haben, wie ein Droschkenkutscher meine Frau, Unferem Sangesbruder Hermann die mit einem Back Betten ging, be 1832 L Sophabezüge! Reste in Rips, Damast, Granit, Plüsch u. bunt. Stoff, pottbillig. Emil Lefèvre, Oranienstr. 158. Proben franko! Meyer's Lexikon, Muster geschützt. Briefkaffen der Redaktion. Berichtigung. In den Leitartikel der Nr. 223 hat sich am Schluß des ersten Absatzes ein finnstörender Druckfehler eingeschlichen. Anstatt vom Bolt unter das Volt" muß es heißen: ,, vom Volt über das Volt". A. B. Wir bitten um Ihren Besuch( 12-1 Uhr Mittags oder 7--8 Uhr Abends.) Otto Ehlers, Pankow. Wir bitten, um Ihren Besuch. K. W., Aschersleben. Die Entgegnung wollen wir doch lieber dem betreffenden Verein überlassen. Löwe. Wenden Sie sich an das Kommunal- Wahlkomitee. P. S., Rügenerstraße. Daß Jemand wegen einer von Ihnen bereits bezahlten Schuld Ihnen einen Zahlungsbefehl zufchickt, enthält teine strafbare Beleidigung. Erheben Sie WiderZwei Streitende, Hamburg. Die Verhandlung ist von einem unserer Gerichts- Berichterstatter. Volks- Seife 1 mit den Bildnissen bekannter Volksmänner. Preis: Stück 10 Pf.. 6 Stück 50 Pf. 2974L Vortheilhafteste Seife für den Hausgebrauch. Mufter geschützt. Für Wiederverkäufer d. d. Haupt- Agentur Max Koehler, Dresdenerstr. 33, II Möbel, Spiegel und Polsterwaaren, Weltgeschichten, Brehm's Thierleben, reelle Waare, solide Preise. Graf aus Bumelsdorf zu seinem schimpft hat und schlagen wollte, bitte Bücher jeder Kochstr. 56( Fernspr.)| Sonnerndes Hoch, in der Hoffnung, daß steinstraße 8 abzugeben. derselbe sein Bumelsdorf vergißt: gratulieren mehrere Sangesbrüder. Charlottenburg. 11 Warnung. Hiermit warne ich einen Jeden, A. 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Redtmann, Stralauerplay 21. straße 15, 4 Tr. 2240b ebenfalls dort melden. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Enders in Berlin Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. aus Eutzsch in Sachsen. Brunnenstraße 26, 1 Treppe. R.HECHT BERLIN Sattlerei, alle Arten Stempel. Brot für 50 Pfennig Seni Bäckerei, 2238b " 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 226. Aus Australien. Melbourne, 23. Juli 1892. Dienstag, den 27. September 1892. 9. Jahrg. um vollen Eisenarbeiter leiden ebenfalls unter der Krisis und der Löhne derfelbe fortbesteht, bleibt abzuwarten. Jahre können erheben sich ihre Löhne nicht über die anderer Arbeiter, Arbeits- vergehen, ehe die Entlassenen wieder Aufnahme finden. zeit 48 Stunden. Zapezirer. Das Tapeziergeschäft zerfällt hier in zwei Für Korb ma cher ist die Lage die gleiche, wie in Deutsch- Theile; das eigentliche Zapeziren und Dekoriren der Zimmer 2c. In Erfüllung unseres Versprechens senden wir Ihnen einen land, Aussicht auf Selbständigkeit ist in Melbourne nicht vor- gehört zum Malerfach mit Ausnahme der Möbel, Gardinen, weiteren Bericht ein über die wirthschaftliche Lage Australiens, soweit handen. Nur zwei Geschäfte sind hier maßgebend, das eine für Teppiche 2c. Der andere Theil, das Polsterfach, wird nur im unsere Erfahrung und Kenntniß reicht, und besonders die der Korbarbeit, das andere für Korbmöbel. Wenige kleine Ge- Großen fabrikmaßig betrieben. Vor zehn Jahren war es noch Rolonie Vittoria. Die herrschende Krisis feiert hier ihr Orgien schäfte vegetiren nur noch. Korbmöbel waren früher eine eine lohnende Beschäftigung, doch seitdem das Großkapital fich und der Vampyr Kapital hat es fertig gebracht, die Löhne in lohnende Arbeit, ist aber durch chinesische, europäische und auch dieses Zweiges bemächtigt hat, ist es aus mit der Herr Turzer Zeit bedeutend zu reduziren. Die Arbeitslosigkeit, welche amerikanische Konkurrenz, sowie Theilarbeit der jugendlichen un- lichkeit. in fteter Bunahme begriffen ist, fommt dem Kapitalismus trefflich gelernten Arbeiter sehr heruntergekommen. Die Arbeitszeit be- Die Arbeit wird jetzt vorwiegend von Jungen gethan. zu statten. Zur Zeit haben sich in dem vor Kurzem von der trägt 49%/ 2 Stunden pro Woche. Der Lohn der ungelernten und Dieselben arbeiten sechs bis acht Jahre als Lehrling für Regierung errichteten Arbeitsnachweise- Bureau 10 000 ein- gelernten Arbeiter differirt von 10 Sh. bis 2 Pfd. Sterl. wöchentlich. einen Hungerlohn. Hat einer die Kourage, gefchrieben. Dieses ist aber nur ein Bruchtheil. Die in den übrigen Branchen besteht nur Stücklohn, welcher in den Lohn anzuhalten, so wird er einfach auf die Straße Bahl der Unbeschäftigten auch nur annähernd anzugeben, ist letzten Jahren beinahe um die Hälfte reduzirt; der beste Arbeiter geworfen, und ein neuer Lehrling tommt an dessen unmöglich. Wenn man an irgend einen Arbeiter die Frage fann es trotz der größten Anstrengung taum auf 2 Pfd. 5 Sh. Stelle. Trotz dieser grenzenlosen Ausbeutung ist das ganze Ge richtet: Hast Du Arbeit? ist man gewohnt fast nur ein dumpfes bringen. An achtstündige Arbeitszeit ist nicht zu denken. Arbeits- schäft ruinirt. Drei der größten Firmen Melbournes sind fürzlich Nein zu hören. Die Arbeiten, welche von der Regierung unter lofe in allen Zweigen des Korbachergewerbes, trotzdem aus dem Bankrott verfallen und andere stehen auf der Rippe. Die nommen, um die Nothlage zu lindern, und welche sich auf Solidarität die Uebrigen sich mit dreiviertel bis halber Arbeits- Kauffraft der großen Maffe ist gelähmt, und wer etwas braucht, Eisenbahnen und Drainirung von Sumpfland erstrecken, reichen zeit begnügen. Gin Theil der besten Arbeiter hat Australien den fauft vom Althändler zu Schleuderpreisen. Eine Tapezier- Verbei Weitem nicht aus, um nur einigermaßen Abhilfe zu schaffen. Rücken gewandt. einigung vegetirt auch noch, doch ist sie machtlos, die Löhne zu Nebenbei bemerkt werden von der Regierung Löhne bezahlt, Die Schuhmacher haben mehrere Vereinigungen, davon die beeinflussen. Der Lohntarif der Union steht auf 2 Pfd. 10 Sh. welche dem Schwigsystem gleichen wie ein Ei dem andern. An der Fabrikarbeiter die stärkste Mitgliederzahl derselben vor einigen die Woche. Aber die Arbeitgeber nehmen hiervon keine Notiz, diesen Zuständen sind die Trades Unions nicht ganz schuldlos, weil Jahren 1500. Doch die Arbeitslosigkeit hat sie bis auf 800 vermindert. Die Herren geben, was ihnen beliebt, und die Gehilfen nehmen, sie noch an den althergebrachten Statuten festhalten, obwohl dieselben Die Arbeitszeit in den Fabriken ist eine achtstündige, Durchschnitts- was fie triegen können. Der Zohn der letzteren kommt nicht sich mit unserer modernen Industrie nicht mehr vereinbaren lassen, verdienst 30-35 Sh. die Woche. In mehreren Fabriken wird höher, als 30-35 Sh. pro Woche und der der Lehrlinge 5-20 Sh. hohe Gintrittsgebühren und Verträge erschweren es den Arbeitern nur halbe Zeit gearbeitet, andere sind ganz geschlossen. Nicht in demselben Zeitraum. ( und besonders in flauer Zeit) denselben beizutreten, ebenso schwer etwa, daß die Bevölkerung Ueberfluß an Schuhwaaren hätte, im In Brokenhill, New- South- Wales, sind seit drei Wochen wird es den Mitgliedern, ihren Verpflichtungen nachzukommen, Gegentheil, die große Masse ist nur nothdürftig bekleidet, eine 6000 Miner( Grubenarbeiter) ausgesperrt worden. auch die Geldstrafen bei Uebertretungen seitens der Mitglieder große Anzahl Kinder müssen barfuß gehen.( Die Algewalt des Bei dem allgemeinen Niedergang der Löhne konnte das haben zerstörend auf die Trades- Unions eingewirkt, so daß Kapitalismus.) Die Handarbeiter sind in drei Klassen getheilt. Direktorium der Silberbergwerke der Versuchung, sich an dem manche schon ganz und andere beinahe aufgelöst find. Die Die erfte Klaffe ist mit ungefähr 40 Mitgliedern organisirt, Raubzug zu betheiligen, nicht widerstehen, obwohl es durch einen Wirkungen von Angebot und Nachfrage sind ihnen noch zu wenig welche nur in drei Werkstellen für feinere Arbeit beschäftigt Kontratt( geschlossen 25. September 1890 auf einer Minertonferenz bekannt, hoffentlich wird die jetzige Stalamität sich mächtig genug find. Lohn 30-40 Sh. die Woche, geregelte Arbeitszeit besteht zu Brokenhill) gebunden war, keine Aenderungen vor Ablauf des zeigen, die Gewerkschaftsvereinigungen den Forderungen der Neu- nicht, von früh bis spät, genau wie in Deutschland. Geschäfts- Bertrages vorzunehmen und etwaige Differenzen vor ein zu er zeit entsprechend umzugestalten. Wir lassen nun einen kurzen gang gegenwärtig sehr flau. Vorrichter befizen ebenfalls einen wählendes Schiedsgericht zu bringen. Der Termin ist zwar noch Ueberblick folgen, über Löhne und die allgemeine Lage in ver- Berein und bekommen etwas höheren Lohn denn Schuhmacher; nicht zu Ende, doch das nimmersatte Rapital scheut nicht Morb schiedenen Branchen. als Stepper fungiren nur Mädchen, welche ihre eigene Organi- und Galgen, vielweniger noch den Bruch eines Schwures. Bisher Maurervereinigung. Die Arbeitszeit der Maurer fation haben, dennoch in den Fabriken wahre Hungerlöhne er- arbeiteten die Miner im Tagelohn, Achtstundenschicht und 10 Sh. tắ beträgt 44 Stunden pro Woche. Die ersten 5 Werktage acht und halten. lich, das ist den Direktoren zu viel, nun soll den Minern Akkordarbeit Sonnabends 4 Stunden. Der tarifmäßige Lohn ist ein Shilling Die Schneider befinden sich ebenfalls in einer gedrückten aufgehalst werden, das bedeutet nichts anderes als sweatingund 4 Pence( 1 Sh. 12 Pence 1 M.) die Stunde. Der Lage, ein Theil derselben arbeitet nur auf halbe Zeit, während system. Außerdem ist es darauf abgesehen, die Miner- Union zu Durchschnittslohn( pro Woche) der Maurer bei guter Zeit kommt der andere gar nichts thut. Nur Wenige arbeiten sprengen. Die Arbeiter sind sich dessen wohl bewußt und stehen nicht höher als 2 Pfd. Sterl.(= 40 m.). Die Arbeitszeit auf volle Zeit bei einem wöchentlichen Lohn von 30-35 Gh. daher fest wie ein Mann. Die Aktiengesellschaft der Bergwerke auf den Bauten ist mehr oder weniger unterbrochen, sei es durch Das sogenannte sweating system( 3wischenmeister) ist die reine hat in den letzten 6 Jahren fage und schreibe 6 000 000 fund unrechtzeitige Herbeischaffung des Baumaterials, durch Balken Bestbeule. Sterling( 120 Millionen Mark) in ihre Taschen geschoben, Tegen, Eisen- oder Steinkonstruktion 2c. Der australische ArbeitDie Arbeitszeit der Sattler ist 52 Stunden, Lohn und nur 1 Million Pfund( 20 Millionen Mart) ist in geber nimmt aufs Peinlichste seinen Vortheil wahr. Bei dem 30-45 Sh. wöchentlich; Täschner und Kofferarbeiter hingegen demselben Zeitraum als Lohn an an die Bergleute auskleinsten Hinderniß müssen die in Betracht kommenden Arbeiter nur 48 Stunden, Lohn wie die Sattler. Mit Borliebe werden bezahlt. Dennoch sind die Dividenden nicht hoch genug und innehalten und sei es auch nur für eine Stunde. jugendliche Arbeiter verwandt, Burschen von 14-16 Jahren bei soll die Schraube noch fefter angezogen werden, um günstigen einem Wochenlohn von 5-10 Sh., von 17-20 Jahren 10 bis Falles noch ein paar lumpige Laufend mehr herauszupressen. Nebenbei bemerkt ist die Arbeit, weil das Quarz sehr bleihaltig, höchst ungesund, so daß die Bergleute fast ohne Ausnahme oder den mehr weniger an Krankheit leiden. Der Friedhoft in Brokenhill weiß davon gar viel zu erzählen, so mancher junge Bergmann fiel dem Profit oder der Krankheit zum Opfer; doch was kümmert das den Geldproßzen? Was fümmert ihn Leben und Gesundheit der Arbeiter, so lange er seinen Säckel füllen fann? Die ausgesperrten Miner haben diesmal eine andere Methode bei Vertheilung der Unterstützung gewählt; Geld wird nur in Ausnahmefällen verabreicht, die Unterstügung geschieht blos in Lebensmitteln. Sie haben einen Konsumverein errichtet verbunden mit Bäckerei und Schlächterei. Auf diese Weise gedenken die Streifenden, sich auf Monate hinaus halten zu können. In Ame betracht der schlechten Zeiten werden die Miner von allen Seiten unterstüßt; auch die Sympathie des Boltes ist voll und ganz Wales sich neutral verhält und den Minenbefizern fein Militär zur Verfügung stellt, dann denken die organisirten Bergleute mit Den übermüthigen Herren schon fertig zu werden. Nieder mit dem Kapital! Es lebe die internationale Sozialdemokratie! Verein Vorwärts. arbeiten nach den Achtstundentag und errungen, Bedingungen der Union: Lohn 2 Pfd. 10 Sh. pro Woche. Die anderen Kleinbetriebe stehen auf der Stufe der deutschen Bäcker, lange Stunden, niedriger Lohn( 15-25 Sh. pro Woche), dürftige Roft und schlechte Schlafstelle. Juweliere. Die Edelmetallarbeiter fristen auch hier und besonders in der Gegenwart ein fümmerliches Dasein. Die Hälfte der Juweliere sind außer Stellung, von der anderen Hälfte arbeitet ein Theil auf halbe Zeit, nur wenige, wozu die Geschicktesten oder Begünstigsten zu zählen sind, arbeiten volle Zeit, eine Vereinigung der Gehilfen existirt nicht mehr, dieselbe hat sich vor Kurzem aufgelöst. Die Ursachen sind auf innere zerrüttete Zustände zurückzuführen, es fehlt den Vereinen das politische Interesse sowohl wie auch das Solidaritätsgefühl. Die Löhne schwanken von 2 Psd. bis 2 Pid. 10 Gh. bei acht stündiger Arbeitszeit. Gerichts- Beitung. Die Eintrittsgebühren in den Maurerverein find: unter 35 Jahre 5 Gh.; 35-40 Jahre 10 Sh.; 40-45 Jahre 17 Sh.; 45 bis 20 Sh. 50 Jahre 1 Pfd. 2 Sh. 6 Pence. Die wöchentlichen Beiträge Bäcker haben in vierzig der größeren Werkstellen find 6 Pence( 50 Pf.). Außerdem 1 Sh. vierteljährlicher Beitrag für in Noth gerathene Mitglieder. Bei Unfällen auf Bauten erhalten die Betroffenen 1 Pfd. 10 Sh. Unterstützung aus der Vereinskaffe pro Woche. Krankenversicherung ist hierbei ausgeschlossen. Da aber kraft des Gesetzes die Arbeitgeber für Unfälle verantwortlich, so find ble Arbeiter auf den meisten Bauten Die Schlächter organisirten sich vor zwet Jahren; the durch die ersteren versichert, doch müssen auch hier die Arbeiter erster Schritt war die Erlangung des Achtstundentages und eines die Versicherungstoften tragen, abermals 6 Pence.( Es läppert Wochenlohns von 3 Pid. Sterl. Ein halbes Jahr später provosich zusammen). In Todesfällen erhalten die Mitglieder, ob zirten die Arbeitgeber einen Streit, in welchem die Gehilfen Mann oder Frau, 7 Pid. Maurer über 50 Jahre können nur als unterlagen. Der Lohn ist gegenwärtig: Hammelschlächter 18 Sh. Ehrenmitglieder aufgenommen werden und bezahlen beim Gin- pro Hundert. Ochsen, Kälber- und Schweineschlächter 1 Bfo. tritt 2 h. 6 P. und 5 Sh. jährlichen Beitrag, welcher im Voraus 15 Sh. bis 2 Pid. 10 Ch. wöchentlich. Schlachthausarbeiter zu entrichten ist. Doch fallen hier alle Unterstützungen weg, aus- 1 Pfd. 10 Sh. bis 2 Pfd. Zahl der Arbeitslosen 200, bei 600 Begenommen bei Streifs, aber auch hierbei werden sie zu Beiträgen schäftigten. Die in Verkaufslokalen Beschäftigten haben eine für die Ausgesperrten, und wenn die Regierung in Neu- Südherangezogen. Die Maurervereinigung in Melbourne hat zur eigene Organisation, jedoch von geringem Werthe. Lohn ohne Beit 150 zahlende Mitglieder, und zirka 250 find rückständig, kost und Logis 1 Bfd. 10 Sh. bis 2 Pfd. 10 Sh., mit Soft außerdem bestehen in einigen Vorstädten Zweigvereine, worin es und Logis 10 Sh. bis 1 Pfd. 5 Sh., Arbeitszeit 58 Stunden. ebenso trostlos aussieht. Die Gesammtzahl der Maurer in Mittwoch Nachmittag frei. Arbeitslose 300 bis 400. Melbourne beträgt ungefähr 1200, wovon nur ein kleiner Bruchtheil beschäftigt. Ein Theil der Beschäftigungslosen sind nach anderen Kolonien gereift, um womöglich demselben Schicksale entgegen zu gehen und die Zurückgebliebenen stehen in der Mehrzahl außer halb der Vereinigung( fogenannte freie Arbeiter). Da nun viele vorwiegend fleine Bau- Unternehmer 48 Stunden die Woche arbeiten lassen, so fommen die organisirten Maurer oft arg ins Gedränge, besonders bei flauem Geschäftsgange, weil ihnen nicht Der Spielteufel trieb, wie die Polizei auf Grund bes erlaubt ist, auf solchen Bauten in Arbeit zu treten. Bei Zuwider stimmter Anzeichen anzunehmen Veranlassung hatte, in dem handeln haben sie eine Strafe von 5 Pfund zu gewärtigen. Doch Schantlokale von Wegner in der Schüßenstraße allnächtlich wie die Erfahrung gelehrt hat: Noth bricht Eisen, so zieht es sein Unwesen und es wurden wiederholt Agenten abgeschickt, um Mancher vor, aus dem Verein auszutreten. Ein weiterer Uebel- Uhrmacher erhalten geringeren Lohn als die Juweliere. in das geheimnißvolle Hinterzimmer, in welchem allabendlich stand ist die Akkordarbeit( Subkontrakt). Dadurch kommt die Domestic servants, die modernen Haus„ Meine Tante Deine Tante" gespielt werden sollte, einBereinigung in Widerspruch mit sich selbit; den Mitgliedern ist stlaven. Die Dienstboten sind auch hier in Australien um ihr zubringen. Das Zimmer wurde aber stets von einer Vernicht erlaubt, unter dem tarifmäßigen Zohn zu arbeiten, wohl aber 2003 nicht zu beneiden, wo der Geldsack regiert, hört die Huma- trauensperson bewacht, welche, wie es scheint, den Spielern rechtStücfarbeit zu übernehmen, auch wenn sie nur 3 oder 4 Sh. täg nität auf. Die Löhne der weiblichen sowie der männlichen Haus- zeitig Warnungszeichen zukommen ließ, so daß ungebetene Gaße lich verdienen. Auf diesem Gebiete herrscht die reine Hals- bedienung sind wie alle anderen sehr herunter gegangen. Vor ziemlich sicher fern gehalten werden konnten. In einer Februarabschneiderei( sweating system). Aus dem Angeführten ersieht Jahresfrist waren die Löhne der weiblichen von 10-20 Sh. nacht nahm die Polizei jedoch die Gelegenheit wahr, einen der Leser, daß eine durchgreifende Reform nöthig ist; und zwar: die Woche, die der männlichen von 15 bis 25 Gh. Hauptangriff gegen das verdächtige Lokal auszuführen. Tags niedrige Gintrittsgebühren, fleine Beiträge, Abschaffung der Geld- Die Lage hat sich seitdem erheblich verschlechtert, der Lohn ist vorher war nämlich eine Kellnerin bei der Polizei erschienen strafen und Stückarbeit. Ohne dieses wird eine gründliche Re- jetzt Weibliche 6-15 Sb., Männliche 10-20 Sh. wöchentlich, von und hatte sich über die ihr in dem Lokal widerfahrene Be organisation nie erreicht werden. So reformbedürftig wie die einer achtstündigen Arbeitszeit ist hier keine Rede. Diese Aschen- handlung beschwert. Sie erzählte, daß sie schon zu wiederholten Maurervereinigung sind alle übrigen Organisationen. Der kon- brödel werden abgerackert von früh bis spät. Hervorstechend ist Malen in dem W.'schen Lokale im Kreise der ständigen servative Geist muß durch den sozialistischen ersetzt werden, nur das Verlangen nach jungen Dienstboten, Mädchen von 14 bis Spielergesellschaft, in welcher sich Leute, wie der Schlächter dann ist an ein kräftiges Wiederaufleben der Trades Unions zu 16 Jahren gegen einen Lohn von 4-5 Sh. die Woche, einige Gesuche August", der" Seft- Albert", der Klavier- Paul" und so weiter denken. geben schon so weit, daß Mädchen verlangt werden nur zur befänden, an dem Glücksspiel sich betheiligt habe. In jener Steinhauer Vereinigung. Die Steinhauer- Orga- Ausbildung im Haussklavendienste ob dieselben noch Geld Nacht aber habe sie nicht nur ihre ganze Baarschaft und alle nisation erstreckt sich über die ganze Kolonie und ist eine der mitbringen sollen, steht nicht vermerkt. In allen Fabriken, Kon- Schmuckgegenstände verloren, man habe sie auch schließlich noch besten Gewerkschaften; sie zählt 825 Mitglieder, von denen die fektionsgeschäften u. f. w., wo Mädchen zur Anwendung kommen, verbauen und hinausgeworfen. Nach ihrer Behauptung wisse der größere Hälfte leider auch ohne Beschäftigung ist. Vermöge werden Hungerlöhne von 10-15 Sh. pro Woche bezahlt. Wirth von dem Treiben in dem Hinterzimmer und beziehe von ihrer Organisation haben sie bis dato ten besten Widerstand Die Durchschnittslöhne der Eisenbahnarbeiter von den Spielern sogenanntes Gasgeld, welches sich in mancher Nacht geleistet, ob sie es auch in Zukunft werden können, ist zweifelhaft, Victoria belaufen sich wie folgt. Tagelohn: auf 10-12 m. belaufe. Die Polizei beschloß daher, das Spielerweil sie eben so fonservativ als die anderen, Politik ist ihnen nest auszuheben. Die Zugänge nach dem Hofe, wie auch noch verhaßt. Der Lohn ist derselbe wie der der Maurer, ebenso die der Straße wurden besetzt und der Polizeikommissar v. Treskow Arbeitszeit. drang mit mehreren Beamten gewaltsam in das Hinterzimmer. Die Spieler, die dort versammelt waren, waren aber auf solche Uebeberraschungen offenbar gut vorbereitet, denn in demselben Augenblick, als die Beamten eintraten, waren Karten und Geld vom Tische verschwunden, und die Anwesenden nahmen fogar eine drohende Haltung an, ehe sie sich dazu bequemten, ihre Personalien feststellen zu lassen. Es waren 14 Personen anwesend, ihrem Stande nach Kellner, Schlächter, Artisten 2c., welche sich nun gestern mitfammt dem Schankwirth Wegner wegen gewerbsmäßigen Glückspiels vor der 7. Strajkammer zu verantworten hatten. Der Beweisführung entstanden erhebliche Schwierigkeiten. Die An geklagten bestritten sämmtlich ihre Schuld; der als Hauptbelastungszeuge figurirende Kellner, welcher die Spieler bediente, war nicht erschienen und die Kellnerin, welche in dem Lokale so schlecht behandelt worden war, hatte plöglich ihr Gedächtniß vollkommen verloren. Trotz aller Verwarnungen vor dem Meineide verblieb diese Zeugin dabei, daß sie sich auf die Streckengänger. Vorkommnisse absolut nicht mehr befinnen könne. Sie berief fich Ueber 3000 Arbeiter sind theils entlassen, theils auf Urlaub auf ärztliche Zeugnisse darüber, daß sie inzwischen ein schweres geschickt, jedoch ohne Gehalt. Die Eisenbahnen find Staats- Kopfleiden durchgemacht habe. Unter diesen Umständen mußte eigenthum, die Arbeiter werden im Vergleich zu den andern noch der Gerichtshof die Verhandlung vertagen. Der Staatsanwalt ziemlich gut bezahlt. Ob aber bei dem allgemeinen Niedergang wird nunmehr anderes Belastungsmaterial beibringen. 3immerleute. Deren Organisation ist sehr durchlöchert, die Arbeitszeit beträgt 48 Stunden pro Woche. Der tarif mäßige Lohn steht nur noch auf dem Papier, derselbe variirt Don 9-6 Sh.( pro Tag). Das Tischlergewerbe unterscheidet fich wenig von den Zimmerleuten und zählt zu den schlechtesten in Australien. Hauptursachen: riesiger Import und die Chinesen, welche Werk und Sonntags zu jeder Zeit ungehindert arbeiten. Wurde von denselben früher nur geringere Arbeit geliefert, so hat sich das Blatt bereits gewendet. Lohn für Möbeltischler war früher 9 Sh. pro Tag, ist aber gegenwärtig auf 2 Bfd. bis 2 Pfd. 8 Sh. die Woche gesunken. Die Arbeitszeit ist ebenfalls 48 Stunden. Neue Bauarbeiten liefern fabrikmäßig große Sägemühlen mit Holz- Bearbeitungsmaschinen jeder Gattung, Fenster und Thüren in allen Größen sind jederzeit Dorräthig. Kleinere Geschäfte machen fast nur Reparaturen. Die Arbeitslosigkeit im Bau- und Möbelfach ist eine unglaubliche. Möbelpolirer erhalten einen Lohn von 30-40 Sh. pro Woche. Holz- Bildhauer sind nur wenige beschäftigt, Lohn wie die Tischler. Die Kunst geht betteln bevor fie zur Entfaltung kommt, für Ideales ist hier fein Raum gelaffen. Tagelöhner Rangirer Weichensteller. Pence O 0 . 6 Sh. 6 Pence 5 " " bis 7 Gh. 6 6 9 6 " " " " " 6 6 7 6 " " " " " 6 9 6 " n " " " • 5 7 " " " " Güterschaffner. Personenschaffner. Portiers. • • Lokomotiv personal: 5 Sh. Pence bis 6 Sh. 6 Pence 6 • . 6 " " 10 " 8 6 " " 15 " " Puter Heizer Führer Mechaniker, Tischler und Zimmerleute 10" Sh. Sen Tag, müffen jedoch eigenes Werkzeug stellen. Anstreicher 7 Sh. Pence bis 9 Sh.- Pence Bauer von elektrischen Apparaten 10 Linienreparateure Apparatreparateure " " 18 8 " #t " " " 7 6 10 " " " 6 6 7 " " " " " Zum Kapitel Protettionswirthschaft gehört der Fall Lippert. Die Familie des gegenwärtigen Oberfinanzrathes extra statum Andreas Lippert spielt in der Amtsverwaltung des Hofraths die Rolle der„ Meistbegünstigten". Lippert gehörte eben zu den Wissenden", der Hofrath hatte Grund, die Familienmitglieder des Herrn Lippert su protegiren. Es wurden demnach angestellt: Der Schwiegersohn des Herrn Lippert, der Rechnungspraktikant Hugo Zotte, zum Steuerinspektor( neunte Rangtlasse). Lippert's zweiter Schwiegersohn als Bollamtsleiter. Lippert's Bruder als Finanzwach- Kontrolls Bezirksleiter. Lippert's Schwager als Finanzwachkommissär. Lippert's Neffe als Bollamts- Assistent. Lippert selbst wurde auf Trzcieniecki's Vorschlag Ober- Finanzrath extra statum und konzipirte selbst den Bericht über seine Ernennung. Sprecisaal. 1. Resolution. Hierzu stellte Genosse Türk das Amendement: Ferner werden alle überzeugten Mitglieder des Vereins aufgefordert, dem Verband beizutreten, sofern sie beschließen, den Verein zu verlassen." 2. Resolution. " In Erwägung, daß sich die Unternehmer in und um Deutsch Land" immer mehr zu Verbänden zusammenschließen, um gegen die Arbeiter vorzugehen; in weiterer Erwägung, daß nur durch eine einheitliche Organisation etwas für die Arbeiter zu erreichen ist, beschließt die heutige Versammlung: Nachdem der Verein Berliner Hausdiener zum vierten Male die Einigungsfrage abgelehnt, ferner den Antrag der öffentlichen Versammlung, welcher dahin ging, den § 21 feines Statuts abzuändern, nicht Folge geleistet, be schließt die Versammlung, den Verein Berliner Hausdiener als nicht auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehend zu betrachten und fordert die Streif- Kontrolltommission, sowie alle übrigen Gewerkschaften auf, hierzu Stellung zu nehmen. Sie beschließt ferner, den Vorwärts" zu ersuchen, Inferate, sowie Berichte von dem Verein Berliner Hausdiener nicht mehr aufzunehmen." Zum Bukowinaer Korruptionsprozeß wird der„ Frankf: der Freien Vereinigung entnommen habe, trotz über- wasser für die Kinder höchst schädlich wäre. Redner wünschte, 3tg." aus. Wien, 21. September, geschrieben: nommener Verpflichtung. Dagegen wurde im ersten Fall die daß sich die Herren Gemeindevertreter darüber einmal näher Es ist nicht möglich, alle die interessanten Details hier zu Musik dem Beamtenmusiker Freund, Musiker, W. informirten. verfolgen, welche der große Bukowinaer Korruptionsprozeß zu Gent, im andern Falle dem mit Lehrlingen musizirenden Tage fördert. Wegen Raummangels müssen wir uns auf einiges Herrn Völkerling übertragen, welcher auch mit seinen LehrWenige beschränken. Seit mehreren Tagen beschäftigt sich der fingen die Musit thatsächlich ausführte( mit der Bezeichnung auf Gerichtshof nicht mehr mit Zollgeschichten, sondern mit allerhand den Programmen: Berufsmusiker"). Weiter theilte Sonstigen Echwindeleien, welche die angeklagten Staats- Finanz Kollege Banse mit, daß bei einem Vergnügen, welches am 17. Sepbeamten begangen haben: Geschenk- Annahme in Amtssachen, tember in den Konkordiasälen" von einem Herrn Noack arProtektionswirthschaft bei Stellenverleihungen, falsche Ver- rangirt wurde und bezüglich dessen cs auf den Plakaten hieß:" Musik Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür rechnungen von Ausgaben für Dienstreifen, fingirte Sihungs- von der Freien Vereinigung der Zivil- Berufs- abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen protokolle. musiker Berlins und Umgegend", thatsächlich sich Interesses zur Verfügung; sie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. unter den drei engagisten Kapellen nicht eine Kapelle der Freien Aufruf Vereinigung befand. Leiter der drei Kapellen waren die Nichtmitglieder Bischoff, A. Schulz und wiederum der obenan sämmtliche Parteigenossen Berlin3. erwähnte Herr Völkerling. Es wurde dem Vorstand überIn der öffentlichen Versammlung sämmtlicher Hausdiener laffen, in all diesen Eachen Wiaßregeln zu ergreifen. Dann fam und Berufsgenossen am 31. August 1892 wurden folgende zwei eine Angelegenheit in Betreff der Nixdorfer Stadtmusikdirektoren Resolutionen fast einstimmig angenommen: ( Lehrlingskapellen) Kramer und Zimmermann zur Sprache, nach welcher sich genannte Personen geäußert haben sollen, daß die Die heute, am 31. August 1892, in der Berliner Ressource Freie Mufitervereinigung bei Mangel an nöthigen Kräften Ersatz tagende öffentliche Versammlung erklärt ausdrücklich, daß der durch Entnahme ihrer Lehrlinge schaffe und diese Kräfte bedeutend Verein Berliner Hausdiener als nicht auf dem Boden der zielgeringer honorirt würden. Es stellt sich dies als Unwahrheit bewußten Arbeiterschaft stehend zu betrachten ist, und fordert heraus und sollen die Genannten um eine Erklärungd für ihre die Versammlung die anderen zielbewußten Arbeiter Aeußerungen angegangen werden. Mit einem Hoch auf die organisationen auf, hierzu ebenfalls Stellung zu nehmen. Da Freie Vereinigung schloß die Versammlung. zu wiederholten Malen mit dem oben genannten Verein in Hofrath Trzcieniecki hatte einen Freund und entfernten Verwandten, Radomysli, und dieser hatte einen Sohn, welcher Friedrichsberg. Im Arbeiter- Bildungsverein sprach am Gesammtorganisation in's Leben zu rufen, um so gemeinsam Unterhandlung getreten wurde, in unserem Beruf eine Kommis in einem Schnittwaarengeschäfte war. Am 6. Februar 20. September der hiesige Arzt Herr Dr. Birnbaum über die den Kampf gegen unsere Ausbeuter zu führen, waren sie e3, 1888 nun wurde aus dem Schnittwaarenkommis ein Finanz- Cholera. Er erörterte die Entstehung, Verbreitung und Ber- die sich diesem entgegenstellten. Darum Genoffen, unterſtüßt uns beamter und der junge Radomysti that daran sehr Recht. Er hütung derselben in zirka einstündigem Vortrag und erntete in diesem Kampf, denn wer nicht mit uns ist, der ist war am 6. Februar- Zollamtskandidat; 8. Mai- geprüfter reichen Beifall. In der Diskussion sprach Genosse Weis fluck Zollamtskandidat; 15. Mai- provisorischer Zollamtsassistent; über die Verhältnisse in Hamburg und zeigte, daß die herrschende gegen uns, und muß dementsprechend bekämpft werden. Außer29. September definitiver Zollamtsassistent, und hatte es bürgerliche Gesellschaft nicht in der Lage ist, beffere Zustände zu erlassen werden, damit Niemandem der Irrthum passirt, zu deralso in nicht ganz neun Monaten vom Schnittwaarenkommis schaffen, vielmehr, wie Hamburg zeigt, in der Gefahr seige aus- erlassen werden, damit Niemandem der Irrthum passirt, zu derzum definitiv angestellten Staatsbeamten gebracht, während An- reißt, statt die Gefahr zu beseitigen; letteres überläßt sie artigen Vergnügungen hinzugehen." dere Jahre brauchten, um es so weit zu bringen. den verhaßten und sonst chifanirten Sozialdemokraten Hofrath Trzcieniecki hatte noch einen Freund, den Lemberger Die Seuchengefahr könne nur dauernd gemildert, bezw. verhütet Landes- Hauptkassen- Kontrolleur, Herrn Olpinsti, dessen Sohn werden unter einer neuen, sozialistischen Gesellschaftsordnung, in eines Tages in Ezernowih um eine provisorische Assistentenstelle der dem Arbeiter ausreichender Lebensunterhalt gesichert ist. einfam. Trzcieniecki wollte ihn dazu ernennen, da er aber die Genosse Günther theilte hierauf mit, daß nunmehr sämmtliche erforderlichen vier Gymnasialklassen nicht hatte, so wurden ihm Billets vom Sommerfest eingelaufen feien und der gesammte dieselben einfach hinaufqualifizirt, und der Hofrath forderte sogar Ueberschuß 14,80 M. betrüge. Alsdann wurde die Gründung den Finanzsekretär Bogucki auf, zu bestätigen, daß er die dem einer Gesangsabtheilung diskutirt und beschlossen, daß fanges Hofrath Trzcieniecki erklärt, daß er von dem Bater des Ladislaus D. Schulze, Friedrich Karlstr. 34, Abends 81/2 Uhr einzufinden Olpinski/ in der ärgsten Weise moleſtirt worden sei, dem Sohne eine haben. Genosse Schulze brachte noch den Beschluß der letzten Stelle zu verfchaffen; Olpinski fen. habe behauptet, daß sein Sohn öffentlichen Versammlung zur Sprache, betreffend Sammlung der vier Gymnasialklassen absolvirt habe, und er, der Hofrath, sich mit Arbeitsordnungen, und tabelte, daß bis jetzt so wenig Genossen dieser Versicherung, die er für reine Wahrheit nahm, begnügt. Dem fich an der Sammlung betheiligten. Hierauf schloß der VorFinanzsekretär Bogucki habe er nur gesagt, er foll, wenn feine figende die Versammlung mit dem Wunsche, daß die Versammwürdigeren Kandidaten auf der Liste wären, Olpinski berücklungen und Lefe- Abende fleißig besucht werden möchten. Nächster fichtigen. Der Hofrath seht nun auseinander, daß der Referent Lese- Abend Tienstag, den 4. Oktober, Abends 9 Uhr, bei Heinicke, es fei, welcher den Würdigsten empfehle, und daß in den Friedrich Karlstr. 11. Die Zahlstellen des Vereins befinden sich Sigungen, die unter dem Vorsitze des Landespräsidenten statt- bei Heinicke, Friedrich Karlstr. 11; Schulze, Friedrich Karlfinden, ja ein Anderer, als der vom Referenten Vorgeschlagene, straße 34; Lange, Wartenbergstr. 68. gar nicht ernannt werden kann. Präs. Da haben Sie aber ein einfaches Mittel gehabt, indem Sie die Sitzung einfach gar In der Zivil, Militär- und LieferungsschneiderDiese Refolutionen wurden, erstere mit dem Zusatz Türk's, nicht einberiefen und falsche Protokolle anfertigten. Wir Versammlung, welche aur 21. September in den Arminhallen wiffen, daß Oberfinanzrath Dr. Korn sich beflagt hat, er fei in tagte, referirte Herr Pfeiffer über den Magdeburger Schneider- gegen 2, lettere gegen 3 Stimmen, angenommen. Im Anschluß an diese Resolutionen erwarten wir von der einem Protokoll über eine angebliche Sigung, in welcher sein und Schneiderinnenfongreß. Dann schilderte Herr Täterowozielbewußten Arbeiterschaft Berlins, insbesondere aber von der Bruder ernannt wurde, als Beisitzer angeführt worden, obwohl den wahren Charakter der Offizier- und Beamtenvereine, worauf sielbewußten Arbeiterschaft Berlins, insbesondere aber von der auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehenden Haus er an einer solchen Sigung niemals theilgenommen hätte. folgende Resolutionen einstimmig zur Annahme gelangten: Trzcienniecki: Das ist, wo ich anwesend war, nie geschehen. 1. Die heutige öffentliche Schneiderversammlung erkennt das dienerschaft, eingebent unserer gemeinsamen Interessen und in Anbetracht des bevorstehenden Stiftungsfestes obiger Ver -Präs.: Das ist nicht richtig. Gerade das Sigungsprotokoll, über Bestreben der Offizier- und Beamtenvereine, welches darauf ge- einigung( 2. Oftober d. I.) diese Resolutionen zu be welches Dr. Korn fich beklagt. beginnt mit den Worten: Unterrichtet ist, ihren Klaſſengenoffen billige Waaren, d. h. nicht durch folgen und denselben die weiteste Berbreitung angedeihen zu dem Vorsitze des Landespräsidenten in Anwesenheit des Finanz- Zwischenhandel vertheuerte und den Unternehmerprofit ausdirektors Hofraths Trzcieniecki." Die Bezeichnung unter dem schließende Waaren zu verschaffen, vollauf an, verurtheilt lassen, da durch eine Betheiligung an diesem Feste von Seiten Borsize des Landespräsidenten" ist nur eine Formalität, aber entschieden, daß dies auf Kosten der Arbeiter, durch Lohn der zielbewußten Arbeiterschaft jener Vereinigung die Mittel in die Hand gegeben würden, uns den ohnehin schon schweren weil mit dem Landespräsidenten vereinbart war, daß Sie ihm drückerei u. f. w. geschehe, wie es in legter Beit namentlich im Die Protokolle zur Unterschrift zusenden. So wäre es auch hier Deutschen Offizierverein vorgekommen ist. Die Versammlung er- Rampf gegen unsere Ausbeuter noch mehr zu erschweren. Bei diefer Gelegenheit soll, um Verwechselungen der Fall gewefen. Die Sigung hätte nicht stattgefunden, es wäre flärt den seitens dieser Vereine auf die Arbeitslöhne darauf aufmert ein Protokoll über eine Sigung verfertigt worden und Sie hätten ausgeübten Druck für um so verwerflicher, da sie gesetz- vorzubeugen, nicht unterlassen werden, fam zu machen, daß die in Rede stehende, nicht liche und behördliche Begünstigungen genießen, dadurch auf auf dem Boden der modernen Arbeiter Gleich darauf kommt etwas zur Sprache, was für den Hof- andere Gewerbtreibende eine foloffale Konkurrenz ausüben und Bewegung sich bewegende Vereinigung der Verein rath nicht minder unangenehm ist die fingirten Reife diese zwingen, in gleicher Weise vorzugehen. Die Versammlung Berliner Hausdiener" ist, welcher sein Bureau Alte pauschalien, welche er nach der Behauptung der Anklage appellirt daher an alle Offiziere und Beamte, vom volkswirthaus dem Staatsfäckel einkafirt haben soll. Trzcieniecki( verant- fchaftlichen Standpankt aus in diesen Vereinen der kulturwidrigen Leipzigerstraße 1 hat. Deshalb ist jeder Hausdiener und Berufsgenosse, der die wortet sich dieser Beschuldigung gegenüber, er habe wissentlich Lohndrückerei ihrer Direktoren entgegenzutreten, da andernfalls mißlichen Zustände in unserem Berufe erkannt hat, und zu deren nie einen fingirten Posten in seine Rechnungen gesetzt, allein er die Allgemeinheit gezwungen ist, allen Bestrebungen, die auf Beseitigung mit Hand anlegen will, verpflichtet, dem Berband habe über seine Reifen nur ungenaue Aufzeichnungen geführt, Berbefferung der sozialen Lage der hier in Betracht kommenden der Geschäftsdiener, Backer und Berufsgenossen Berlins, Neue und da fönne ihm mancher Fehler passirt sein. Er Beamtenschichten gerichtet sind, nicht nur entgegenzutreten, fon- Grünstraße 10, beizutreten. schließt mit den Worten: Wer niemals einen dern vielmehr gleichfalls für Herabsehung ihrer Gehälter in Es wäre feine Veranlassung genommen worden, diesen agen unrechtmäßig verrechnet, der werfe Agitation zu treten. Verein einen Stein auf mich! Aufruf zu erlassen, wenn nicht der obengenannte Ich bedauere tief, daß 2. Die Berichterstattung wird ersucht, diefe Resolution allen Berliner Hausdiener" stets die Firma„ Wir stehen ja auf dem Berliner Hausdiener" stets die Firma„ Wir stehen ja auf dem meine Aufschreibungen nicht besser geführt habe, Beitungen zugehen zu lassen, besonders der Volkszeitung( Organ Boden der modernen Arbeiterbewegung" als Aushängeschild aber schuldlos bin ich!" Präs.: Wenn mir ein junger Praktikant, für Jedermann aus dem Bolte"), da diese in letzter Zeit tenden- benutzte, um bei seinen Bergnügungen Geschäfte zu machen, ein ganz unerfahrener Mensch, sagt, er habe Aufzeichnungen un siöfe Berichte über die Arbeiterbewegung, besonders über die während er sich sonst um Nichts in der Arbeiterbewegung genau geführt, fo glaube ich es ihm; wenn dasselbe aber ein Schneiderbewegung in die Deffentlichkeit gebracht hat." Beamter von Ihrem Range und von Ihrer Dienstzeit, den seine Nachdem den Versammelten das Verhalten einiger Mitglieder ganze Thätigkeit zur Ordnung hinführt, thut, kann ich es nicht resp. Vorstandsmitglieder des Militärschneider- Vereins largelegt glauben! Sie haben Ihre Reifenoten ja man möchte fast war, wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: fagen gedichtet". Bei der Berhandlung über die PauschDie heutige öffentliche Schneider- und Schneiderinnen- Verfumme für Amtsausgaben im Betrage von 2020 Gulden fm sammlung protestirt gegen das eigenmächtige Vorgehen, welches Sahr geht hervor, daß dieselben fast gänzlich von dem Herrn die Kollegen Roloff, Jerwin und Kroll in der StreitHofrath für sich verbraucht seien. Es gelangte der Bericht zur frage Militärschneider fontra Offizierverein eingeschlagen haben. Berlesung, welchen der Nachfolger des Hofrathes über den Zu- Mit Rücksicht auf Beschlüsse mehrerer öffentlicher Versammlungen, richtigung der Herren Wille und Kampffmeyer geht in ihrer schiefen Tie in der legten Nummer dieser Zeitung enthaltene Be stand, in dem das Amtsgebäude und die Einrichtungsstücke die besagen, daß dergleichen gewerbliche Streitigkeiten durch die richtigung der Herren Wille und Kampffmeyer geht in ihrer schiefen in weiterer Er Darstellung und ihren Unwahrheiten bis an die Grenze des im Amte sich befanden, erstattet hat. In demselben wird mit- Agitationskommission geregelt werden, getheilt, daß die Einrichtungsstücke in einem defolaten, ver- wägung, daß genannte drei Herren sich auch jetzt noch Möglichen. Aus der Fülle der Entstellungen greife ich nur drei heraus. fommenen und unbrauchbaren Zustande vorgefunden wurden. weigern, mit der Agitationskommission in Beziehung zu 1. Es ist eine völlige unwahrheit, daß die Die noch vorhandenen Tische, Stühle nud Kasten waren derart treten, spricht die heutige Versammlung der Agitationskommission gebrochen, daß eine Reparatur derselben sich als unmöglich erwies. allein das Recht zu, und macht es derselben zur Pflicht, diese erren Wille und Kampffmeyer meine Kal Biele Gegenstände hatten schon einige Jahre vorher außer Ge- Streitfrage zum Besten der Kollegen zu regeln. Schließlich hält fulation in Sachen des Lessing- Theaters ge brauch gefeßt und von den Beamten aus eigenen Mitteln ersetzt es die Verfammlung in Anbetracht der Arbeiterschaft für geboten, prüft hätten, sie haben sie sich nicht einmal werden müssen. Für die Aufbewahrung von Alten war keine daß die Mitglieder des Militärschneider- Vereins mit den Personen angesehen. 2. Die politischen Gesichtspuntte, die ich Vorsorge getroffen, der größte Theil der Einrichtung rührt noch Jerwin, Roloff und Kroll wegen ihres durchaus ungebührlichen, aus der Zeit der Kameral- Bezirksverwaltung verwerflichen, den allgemeinen Interessen schädigenden Verhaltens nach der Ansicht der Herren in das Vereinsin Czernowiz her und war seither weder reparirt noch er zu brechen haben. Die Versammlung erklärt das Auftreten dieser Leben getragen haben soll, bestehen darin, daß ich empfahl, die gänzt worden. Einige Möbelstücke drohten umzustürzen. Jahre Herren für um so verwerflicher, als von diesen sogenannten Druckarbeiten nicht nur von Wilhelm Werner, sondern alter Staub und Schmus, sowie schlecht schließende Thüren" Unabhängigen" der gewerbliche Kampf als der allein einzig auch von Gillier, Janiscewsky u. Ko. oder Maurer u. Dimmick herstellen zu lassen, da überdies Wilhelm Werner machten den Aufenthalt in dem Bureaus zu einem gefundheits- richtige in der Theorie hingestellt wird." widrigen. Im Weiteren theilte Herr A. Schulz, Delegirter der einen bei weitem höheren Preis für gewisse Arbeiten forderte, Schneider in der Streit Kontrollkommission, der Versammlung als die gebtgenannten. mit, man werde den einen Beisiger zum Gewerbe- Schiedsgericht, 22. September erfahren hatten, daß die Mitglieder eine General 3. Nachdem Wille und Kampffmeyer am Morgen des welchen die Schneider gewillt sind abzugeben, den daruin ersuchen versammlung fordern wollen, waren die Herren Nachmittags den Hutmachern zusprechen. Sodann wurde zur regen Be theiligung an die Werkstellendelegirten- Sitzung aufgefordert, die bereit, eine Generalversammlung seitens des Vorstandes einzu am fommenden Mittwoch bei Leopold, Markgrafenstraße 88, statt- berufen. findet, sowie zum zahlreichen Besuch der am 26. d. M. in den Mitglieder! Die Herren wissen, daß ich die Absicht habe, in Die freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker hörte Arminhallen stattfindenden Verbandsversammlung, zu welcher dieser Generalversammlung nicht nur über die Meinungs in ihrer Mitgliederversammlung am 20. September einen Vor- auch Gäste Zutritt haben. Ferner wurde hingewiesen auf das verschiedenheit im Vorstand, sondern über die gesammte bisherige trag des Genossen K. Hoffmann über den Begriff„ Arbeits Herbstvergnügen, welches am 18. Oktober bei Joel abgehalten Berwaltung und das Kaffenwesen zu sprechen; ich habe nuu Iohn". Von der Neuwahl der Geschäftskommission wurde auf wird. den Verdacht, daß die Herren Wille und Kampff meyer mich daran hindern wollen. Infolge Antrag der Kollegen Voigt, Vogel und Brandt Abstand genommen, dagegen beschlossen, in Zukunft den Arbeitsnachweis In Weißensee fand am 21. September eine öffentliche dessen bitte ich die Mitglieder der Freien durch einen zu wählenden Vorsteher besorgen zu lassen. Ge- Versammlung des Allgemeinen Arbeiterinnenvereins" statt, in Boltsbühne, mich in der Generalversammlung wählt hierzu wurde Kollege Dr appe. Honorirt wird der Posten welcher Fräulein Baader über das Thema: Das Wesen der aufzufordern, über die Meinungsverschieden mit derselben Summe, welche die bisher aus zwei Personen Hansindustrie und ihre Folgen für die Arbeiterinnenbewegung" heiten und das Kassenwesen zu sprechen. Ueber die weitere Unwahrheit, daß 7 Vorstandssitzungen statt zufammengefeßt gewesene Geschäftskommission erhielt. Unter sprach. Die Stednerin löfte ihre Aufgabe zur vollsten Zufrieden" Bereinsangelegenheiten" beschloß man, gegen das heit der Anwesenden. In der Diskussion sprachen die Genossen gefunden haben, daß ich mich eigenmächtig in die schwebenden ausgeschloffene ehemalige Mitglied G. Jahuke ener Boffelt und Salzmann im Sinne der Referentin. Unter Verhandlungen gedrängt hätte, gehe ich an diefem Orte nicht Danu zu ergreifen. gische Maßregeln Kollege Verschiedenem macht Genosse Dehnert darauf aufmerksam, ein; in der Generalversammlung werde ich den Mitgliedern der Blanchefsfy zur Kenntniß, er habe durch angestellte Recherchen daß er sich in Betreff der Sanitätstolonne mit Herrn Dr. Zadet Freien Boltsbühne Rede stehen. in Erfahrung gebracht, daß zu zwei Vergnügungen des vierten in Verbindung gesezt hat, und ersuchte die Anwesenden, ihm Wahlkreises einmal die Direktion der Lip3'schen Brauerei Material über irgend welche sanitäre Mißstände zufommen zu ( Friedrichshain), das andere Mal der Defonom von Imbs laffen. Weiter machte Jakobs die Mittheilung, daß die hiesige Ostbahnpart nicht, wie ihnen aufgetragen, die Musiker aus Schule auf einer Pfütze erbaut sei und infolge dessen das Trinkden Olpinsti ernannt. ich " Versammlungen. brachte 41 bekümmert. Der Vertrauensmann der Hausdiener Berlin's. Otto Plath, Neue Promenade 5. An die Mitglieder der Freien Boltsbühne. Erklärung. Julius Zürt, SW. Solmsstraße Nr. 24. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.