Nr. 292. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerando: Bierteljährl. 8,30 R., monatl. 1,10 m., toöchentlich 28 fg. frei ins Haus. Eingine Nummer 5 Bfg. Sonntags, nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. Bost Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. ragen in die Bost- Beitungs Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich. Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mark pro Monat. Crideint täglich außer Montags. Vorert- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt. 22. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonel geile oder deren Raum 40 ẞfg., fü politische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 25 Bfg Kleine Anzeigen", das erste( fett. gedruckte) Bort 10 Bfg., jedes weitere Bort 5 Pfg. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen. tagen bis 7 1hr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1982. Zentrums- Schaubrote. Donnerstag, den 14. Dezember 1905. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Ferniprecher: Amt IV. Nr. 1984. Die Revolution in Rußland. stundentages und einen weitgehenden Bergarbeiter. Sehr bemerkenswert war die Erklärung, die Reichsschatschutz als dringende Aufgaben. Dabei ist es, um nur das sekretär v. Stengel vor Eintritt in die Tagesordnung eine Erempel anzuführen, gerade das Zentrum gewesen, abgab und die in der Mitteilung gipfelte, daß dem Hause Jm Mittelpunkt der Reichstagsverhandlungen stand heute das im Dreitlassenparlament durch sein Kompromiß mit demnächst noch ein vierter Nachtragsetat für Südwestafrika eine zweieinhalbstündige Rede des Zentrumsabgeordneten den Konservativen den Bergarbeitertrug der Berggesegnovelle zugehen werde, der eine Forderung von nicht weniger als Gröber. Nachdem das Zentrum als ersten Etatsredner vor zustande bringen half. Hätte es gegen dieses ganz un- 30 Millionen Mark enthalten werde! Diese Mehrforderung einigen Tagen Herrn Frißen, einen Sprecher von wenig volts- zulängliche Gesetz gestimmt und somit die traurige Flick- wurde von dem Reichsschatsekretär mit den Transporttümlichem Gepräge, vorgeschickt hatte, sette es heute die arbeit im Abgeordnetenhaus bereitelt, so hätte es dadurch schwierigkeiten im Hottentottengebiet begründet. In Wirklichrhetorisch wuchtigere Kraft des Herrn Gröber ein, um die jene Regelung auf reichsgesetzlichem Wege erzwungen, die es feit ist dieser Nachtragsetat nur die unausbleibliche Folge der proletarischen Streise seiner Wähler durch das biedermännische so auf Jahre hinaus selbst hat bereiteln helfen! seinerzeit von der Regierung fed geleugneten EtatsPathos dieses im Geruche demokratischer Anwandlungen So stumpf und unwirksam, so demagogisch unehrlich sich überschreitungen! stehenden Barlamentariers über seine voltéverräterische Politit die Zentrumstritit auf dem Gebiete der Steuer- und Sozialhinwegzutäuschen. Und man muß es Herrn Gröber lassen, politit erweist, als so heuchlerisch entpuppt sie sich auch auf daß er eine so schöne Rede zum Schuße der wirtschaftlich dem Gebiete der Kolonialpolitit. So brachte Herr Gröber Schwachen hielt, daß sie stellenweise von einem sozialdemo- eine Darstellung zur Sprache, wonach der schlechtverschleierte Nach kaum sechsstündigem Dienst wurde ber telegraphische Ver kratischen Redner nicht besser hätte gehalten werden können. Nur Landraub die eigentliche Ursache zu dem Heroro- fehr mit dem Barenreich um Mitternacht wegen beschädigter Linie an einigen Punkten ließ sich Herr Gröber unvorsichtige Wendungen Aufstand gewesen sei. Treffe diese Darstellung zu, sowie Betriebseinstellung des dänischen Kabels wieder eingestellt. entschlüpfen; im übrigen verriet sich die liftige Demagogie der so erscheine der Aufstand der Herero nur zu be- In Moskau hält sich der Post- und Telegraphenstreit nach wie Rede durch das, was sie nicht sagte, was sie mit auf greiflich. Diese Kritit übt das Zentrum jetzt, wo der bor. Den Streifenden gehen bedeutende Spenden aus der Gesellschaft fallendem Schweigen überging. Hererofrieg inzwischen durch die Ausrottung des zu. Jeden Tag finden Zusammenstöße mit der Polizei und dem Um die wichtigsten, zugleich aber auch für das Zentrum Stammes als beendet angesehen werden kann! Was Herr des Post- und Telegraphenverbandes nahm eine Militär statt. Das Egekutivkomitee der Petersburger Abteilung peinlichsten Momente übergehen zu können, verweilte der Gröber heute im Reichstage vortrug, waren nur die alten, Resolution an, in welcher erklärt wird, tros des Tagesbefehls Redner mit breitester Ausführlichkeit bei beiläufigen Punkten. bereits vor zwei Jahren von der Sozialdemokratie vor- Durnowos werbe der Verband auf Grundlage des Manifeftes vom So trattierte er gleich zu Anfang wohl dreiviertel Stunden gebrachten Anschuldigungen. Damals hätte sich das Zentrum 30. Oftober bestehen. Die Rebellen feien nicht die Post- und Teles lang die Diätenfrage. Was Herr Gröber über die folossale der unterdrückten Eingeborenen annehmen müssen, nicht jetzt, graphenangestellten, der Rebell sei Durnowo, der das kaiserliche Ausdehnung der Seffionen, über die Privilegierung der wo nur noch fümmerliche Reste eines zahlreichen Volkes übrig Manifeft verlege. An der Moskauer Börse sind Gerüchte über bepreußischen Abgeordneten usw. sagte, war an sich ja geblieben find! Wie wenig ernst es dem Zentrum damit ist, deutende Fallissements verbreitet. Jm Gouvernement Nowgorod burchaus richtig. Nur nahmen sich solche Jeremiaden höchst den Grundsäßen der Gerechtigkeit und Humanität in den seltsam im Munde des Vertreters einer Partei aus, die es Kolonien Geltung zu verschaffen, beweist zudem schon die völlig in der Hand hat, wenn sie nur ernstlich will, die Tatsache, daß Herr Gröber auch nicht ein Wort der VerRegierung zur sofortigen Gewährung von Diäten zu urteilung für die berüchtigten Trotha- Erlasse fand! awingen. Es scheint aber, als als ob dem Zentrum Dagegen ließ sich Herr Gröber nicht die billige Geber agitatorische Effekt der Forderung von Diäten legenheit entgehen, die Regierung wegen unglaublicher wertvoller ist, als die Bewilligung der Diäten selbst. Vorkommnisse in Kamerun zu interpellieren, die von Dieser Argwohn wird durch die Begründung Gröbers nur be- einem Hamburger Blatt an die Deffentlichkeit gezogen worden. stärkt. Fragte er doch pathetisch, wo denn heute die Vertreter find. Die Notiz, auf die Herr Gröber sich bezog, lautete im des Arbeiterstandes im Reichstage fäßen? Ein wirklicher," Hamburger Fremdenblatt": noch an der Werkbank stehender Arbeiter könne schon mangels der Diäten nicht in den Reichstag gewählt werden. Wir halten es für mehr als fraglich, ob wirkliche" Arbeiter vom Zentrum in den Reichstag geschickt werden würden, wenn die Abgeordneten Tagegelder erhielten. Wo sind denn, die Zentrumsarbeiter im preußischen Abgeordnetenhaus? Sind doch die Herren Brust und Giesberts auch keine wirklichen" Arbeiter. Zudem hindert ja niemand die Zentrumsfraktion, ultramontanen Proletariern durch Diätenzahlung den Eintritt in den Reichstag zu ermöglichen. Denn den Einwand des Herrn Gröber, daß durch Diätenzahlung aus der Parteikasse die Selbständigkeit der Abgeordneten gefährdet werde, kann doch nur der gelten lassen, der schon in der Zugehörigkeit zu einer Partei und in dem Bekennen von Parteianschauungen überhaupt eine Bedrohung der Selbständigkeit erblickt. famt es zu einem blutigen Handgemenge. Auf der Bahnstation dem Staatsanwalt und nach Militär. Sieben„ Agitatoren" tourden Woromenka sandten die von der Polizei aufgestachelten Bauern nach verhaftet, gegen die Anklage wegen„ Aufreizung zum Aufstande" erhoben wird. Aus dem Fabrifort Drechowo- Sujeto bei Mostau wird ein blutiger 8usammenstoß awischen Arbeitern und osalen gemeldet. Drei Kosaken wurden durch Schüsse getötet. Das Parteiblatt Nowoja Schisn" meldet, der Vorsitzende des Arbeiterdeputiertenrats Chrustalew befinde fich auf der Beter PaulsFestung, wo Maßnahmen getroffen seien für den Fall eines Verfuches der Arbeiter, ihn zu befreien. Das Haupttor sei geschlossen, „ Wir haben seinerzeit die Beschwerdeschrift der im Hofe seien Geschüße aufgestellt, die Wachen verstärkt. Kameruner Häuptlinge gegen den Gouverneur v. Putt- Brivatmeldungen aus Riga schildern die dortige Lage als höchst famer mitgeteilt. Bekanntlich lag die Beschwerdefchrift lange im ernst. Beim Bahnhofe ist ein Geschüß aufgefahren, Auswärtigen Amt, ohne daß irgend das geringste getan wurde, bei der Bost ein Maschinengewehr. Das Militar wird aber die Beschwerden der Kameruner auf ihre Stichhaltigkeit als nicht auberlässig betrachtet. Lettische Sozialdemokraten hin zu prüfen. Vielmehr glaubte man offiziös die An- sollen Herren der Stadt sein. gelegenheit dadurch abtun zu können, daß man durch die brigade in Mostau unterzeichnetes Telegramm, worin fie mitteilen, Der Ruß" beröffentlicht ein bon Mannschaften der 6. SappeurKöln. 8tg." berbreiten ließ, das Ganze set eine Bagatelle, die Mannschaften, welche in diesem und im vorigen Jahre aus die nicht der Beachtung wert sei, denn hinter der gedient hatten, feien auf ihr Gesuch um Entlassung ohne Antwort Beschwerdeschrift ständen ja" nur" etwa 6000 Gingeborene. Erst geblieben. Sie bringen daher ihr Gesuch nochmals in Erinnerung die öffentliche Diskussion der Angelegenheit durch die Bresse, nach mit dem Hinweis, daß sie sich im Falle eines abschlägigen Bescheides dem der Wortlaut der Kameruner Beschwerdeschrift inzwischen be- ihre Sandlungsfreiheit vorbehalten. Bis zum fannt gemacht war, beranlaßte Herrn Dr. Stübel zu der Er- 12. d. M. würden sie warten. flärung, daß die Beschwerde Gegenstand ernster Untersuchung sei. Der Kriegszustand wird weiter ausgedehnt. Was es aber mit dem Ernst dieser Untersuchung auf sich Petersburg, 12. Dezember.( Meldung der Petersburger Telehat, kann man daraus ersehen, daß Herr b. Butttamer graphen- Agentur über Eydtkuhnen.) Die Generalgouverneure, Gounichts Eiligeres zu tun hatte, als nun jene Schreiber aus berneure und Stadthauptleute der nicht im Ausnahmezustande beKamerun, die Unterzeichner der Beschwerdeschrift, ins Ge- findlichen Gegenden erhielten die Berechtigung, für den Fall, daß fängnis werfen zu lassen. Und jetzt ist, wie uns mitgeteilt die öffentliche Ordnung bedroht würde, für die Dauer von höchstens wird, den Beschwerdeführern der Prozeß gemacht worden, strafen zu verhängen und die Einfuhr von Waffen aus dem Ausbrei Monaten obligatorische Bestimmungen zu erlassen, Verwaltungsder mit der Berurteilung der Angeklagten zu mehrjährigen lande und Finnland sowohl Verkäufern als Privatpersonen zu verGefängnisstrafen geendet hat. Wir würden dieses unerhörte Bor- bieten. gehen des Gouverneurs Buttkamer nicht für möglich halten, wenn uns nicht das Originaltelegramm aus Duala bor Täge, das die Mitteilung von der erfolgten Verurteilung enthält eine konstituierende Bersammlung einzuberufen, welche sich mit der Petersburg, 18. Dezember. Die Regierung hat die Borschläge, und das faum befördert worden wäre, wenn die Nachricht nicht Brüfung des allgemeinen und gleichen Wahlrechts befaffen sollte, rundden Tatsachen entsprochen haben würde. Die Angelegenheit bedarf weg abgelehnt. bringend der Aufklärung." Herr Gröber versicherte, daß er diese Mitteilungen einstDie Konterrevolution provoziert. Banernunruhen. Militärrevolten. Ebenso ausführlich berweilte Herr Gröber auch bei der Frage der Begrenzung der Matrikularbeiträge. Als ob davon, ob die Bundesstaaten ein paar Millionen mehr oder weniger zu den Reichslasten beitragen, die Reichssteuerpolitik auch nur im geringsten abhängig wäre! Deshalb bleibt der Reichsetat doch aufgebaut auf dem verwerflichen System der die Massen belastenden indirekten Besteuerung. Aber dadurch, daß Herr Gröber sich so eingehend über die Bedeutung der Matrikularbeiträge für den föderativen Charakter des Reiches verbreitete, ermöglichte er es sich, über die Frage der Rostenaufbringung für die neuen Flotten- und KolonialLasten um so rascher hinwegzukommen. Herr Gröber ver. mied es, irgend etwas Bestimmtes über die Stellung des Zentrums über die Tabak- und Biersteuerborlagen zu äußern! Auch über die Stellung des Zentrums zur weilen unmöglich glauben könne. Er wurde schleunigst eines unruhen sich nunmehr über ganz Südrußland ausAus Odessa meldet der" Standard", daß die BauernErbschaftssteuer verbreitete er feineswegs Klarheit. Besseren belehrt: Nachdem Gröber geschlossen, erhob sich der gedehnt hätten. Wie schon Herr Frigen schlug auch er Ausdehnung der Erb- neue Kolonial- Prinz Hohenlohe Langenburg, um schaftssteuer auf die Deszendenten und Ehegatten vor. Ein die Darlegung des Hamburger Blattes vollauf zu bestätigen! ehemaliger Dffizier habe seinerzeit eine Schrift über die Das Kolonialamt habe Herrn v. Buttkamer die Beschwerde aus Charkow berichten, daß die Regimenter Bielostot und Petersburg, 12. Dezember.( Laffan"-Meldung.) Reisende Aufbringung der Mittel für die Flotte veröffentlicht. schrift der Kameruner Häuptlinge zur Rüdäußerung Dchotsty gemeutert haben. Er habe darin dargelegt, daß die Reichen, deren übersandt. Antwort habe es fedoch nicht erhalten, Interessen die Flotte diene, auch die Kosten dafür auf wohl aber sei ein Telegramm Buttkamers mit der lakonischen daß die Revolutionspartei in Militärkreisen aufs energischste Petersburg, 13. Dezember. Aus Odessa wird gemeldet, bringen müßten. Der Verfasser dieser Schrift habe den nicht Meldung eingegangen, daß die Unterzeichner der Beschwerde agitiert. ganz unbekannten Namen Ignatius von Loyola ge- fraft richterlichen Urteils auf mehrere Jahre ins Gefängnis tragen. Diese Auffassung vertrete auch heute noch das geworfen worden seien! Das ist Puttkamers ,, Rückäußerung", Zentrum. Freilich sei eine solche Erbschaftssteuer nur der so wird der gründlichen Untersuchung" bor „ äußerste Notbehelf". Das Zentrum hoffe in der gearbeitet, die von Herrn Stübel versprochen worden Kommission die widerstrebenden Parteien für seine Ansicht zu war! Das Zentrum wird in diesem Falle zeigen können, wie Wir erhalten von Herrn Gapon die folgende Buschrift: gewinnen, daß, wenn tein anderer Weg gangbar ernst es ihm mit der Beseitigung der Mängel der folonialen Geehrte Redaktion! sei, die Erbschaftssteuer auch auf Deszendenten und Ehe- Verwaltung ist. Tritt es nicht mit aller Energie für die sogatten ausgedehnt werden müsse. Da Herr Gröber felbft fortige Freilassung der Eingeterferten und die fand ich in den Nummern 285 und 287 des Vorwärts" einige Aufs neue gezwungen, zeitweilig Rußland zu verlassen, Sarauf hingewiesen, daß in allen anderen Ländern weit befchleunigte Entfendung einer parlamentarischen Zeilen über mich, welche geeignet sind, die Motive, die mich ertragreichere Erbschaftssteuern schon längst beständen, wie Untersuchungs- Kommission nach Kamerun ein, zu diesem Schritt bewogen, im falschen Lichte darzustellen. denn überhaupt das System der direkten Steuern in Frant- fo liefert es damit den Beweis, daß seine Kritik Ich verließ Rußland bei weitem nicht darum, weil ich wie reich, England usw. viel besser ausgebaut sei als in Deutsch- der kolonialen Schäden mur ebenso auf Täuschung seiner im Vorwärts" gefagt wird selbst gefühlt habe, meine land, ist es doppelt seltsam, daß er die erfte und einzige leichtgläubigen Wählermassen berechnet ist, wie seine sozial- Rolle in der russischen Revolution sei ausgespielt, nein, direkte Reichssteuer als äußersten Notbehelf" bezeichnet. politische Demagogie! Warum erklärt nicht einfach das Zentrum, daß es für die sondern nur angesichts der Gefahr, jeden Moment von den Nach Gröber sprachen außer dem genannten Regierungs- Schergen der Regierung ergriffen zu werden, d. h. gerade von Erbschaftssteuer nur dann zu haben sei, wenn sie er bertreter, der sich auf die Erklärung zu der Kameruner Affäre der Wission abgeschnitten zu bleiben, die ich unternommen. giebiger gestaltet werd:?! beschränkte, noch der süddeutsche Boltsparteiler Payer und Außerdem habe ich hier, im Auslande, manche rein geschäftDie hohle Demagogie des Zentrums, die die Arbeiter mit der deutsch- soziale Reformparteiler Zimmermann. Bevor lichen Aufträge seitens der mir treu gebliebenen Arbeiter zu ben Schaubroten leerer Versprechungen abspeist, trat vollends in die Weiterberatung des Etats eingetreten worden, war das erledigen. in Gröbers Behandlung der sozialen Gesetzgebung Handelsprovisorium mit England gegen die zutage. Hier bezeichnete der Zentrumsredner die Einführung Stimmen der Wirtschaftlichen Vereinigung angenommen bon Arbeitskammern, die gesetzliche Festlegung des Zehn worden. haftung der Arbeiterdeputation in Petersburg sich dem Die Odessaer Eisenbahner beschlossen, wegen der Verallgemeinen Streit anzuschließen. " Ich bin nach wie vor den Grundprinzipien des internationalen Sozialismus treu geblieben und werde es bleiber; nur gehe ich in der Verwirklichung derselben meine eigenen Wie dem aber auch sei, um eins möchte ich nur bitten: feinen Interviewberichten über meine vermeintlichen Pläne und Absichten Glauben zu schenken, da ich weder bis heute mit irgend einer meiner Organisation fernstehenden Person darüber etwas gesprochen habe, noch auch späterhin zu sprechen geneigt bin. Genf, 9. Dezember 1905. Wege, die mir von einseitigen Dottrinären, nicht aber von letzten Jahre besonders groß, da einige Vororte eingemeindet deutschen Markt fernhalten und deshalb auf diesem der Preis den Menschen der sozialrevolutionären Tat als für die wurden. Im allgemeinen berechtigt die Aufwärtsentwickelung für die bisher aus Rußland eingeführten landwirtschaftlichen Arbeitersache schädlich angesehen werden können. der Stuttgarter Sozialdemokratie zu den schönsten Hoffnungen Erzeugnisse, besonders Getreide, beträchtlich steigern wird. auch für die nächstjährigen Landtagswahlen. Diese Gelegenheit, das arbeitende Volk zu schröpfen, möchten sich unsere Kanige nicht entgehen lassen. Gar zu gern sähen John Burns Kabinettsminister. die Herren von Ar und Halm im nächsten Jahre neben der London, 11. Dezember.( Eig. Ber.) fünstlichen Fleischteuerung eine künstliche Brotteuerung entHeute wurde die Zusammensetzung des neuen liberalen Mi- stehen. Für eine Hinausschiebung des Ablauftermins des zurnisteriums bekannt gemacht. Wie bereits mitgeteilt, hatte es Sir zeit geltenden deutsch- russischen Tarifvertrages werden sie desHenry Campbell Bannerman mit zwei Richtungen zu halb kaum zu haben sein und die Regierung stellt sich, tun: der liberal- imperialistischen und der radikalen( demokratischen wie die Reichssteuervorlagen aufs neue beweisen, bereitwilligst und freisinnigen). Die erstere Richtung erhielt u. a. die Ministerien in den Dienst der agrarischen Wünsche. der Finanzen( Asquith), der äußeren Politik( Sir Edward Grey), und des Krieges( Haldane). Die Radikalen erhielten die Leitung der inneren Politik( der Sohn Gladstones; John Burns), Irland( Brhen), Indien( Morley), Schulwesen( Birrell). Mit sozialistischem Gruß Georg Gapon. Politifche Ueberficht. ſeine Zähung di angenommen: Tabaksteuer und Zentrum. Dr. „ Die im Saale des Herrn Krab in Geldern tagende Versammlung von Tabakinteressenten erklärt sich gegen die von der Regierung geplante Besteuerung von Rohtabafen des Tabakgewerbes, welches heute schon 70 Millionen Mark an Steuern und Zöllen aufbringt. Es würde ohne Zweifel durch eine höhere Besteuerung schwer geschädigt. Es ist zweifellos, daß eine große Anzahl der 180 000 Personen, welche die Tabakindustrie beschäftigt, brotlos werden würde, besonders, da die Arbeitskraft der vielen schwächlichen Arbeiter für andere industrielle Berufe und besonders für landwirtschaftliche Beschäftigung nicht ausreichen kann. Die Versammlung bittet den hohen Reichstag, in Gemäßheit des§ 6 des Flottengesetzes, von jeder, den Massenkonsum betreffenden Belastung Abstand nehmen zu wollen und insbesondere eine Erhöhung der Tabaksteuer abzulehnen." Kreis Kleve- Geldern vertritt, hat es für ratsam gefunden, sich Der Zentrumsabgeordnete Dr. Marcour, der im Reichstage den Berlin, den 13. Dezember. seinen Wählern einmal selbst vorzustellen. Seinerzeit hatten die Das neue Ministerium hat in der bürgerlichen Presse eine katholischen Bauern in dem Kreise Stellung gegen ihn genommen, Eisenbahnfragen im Abgeordnetenhause. freundliche Aufnahme gefunden. Sie anerkennt, daß Sir Henry eine weil er nicht energisch genug ihre Interessen bertreten habe. Jest Das Abgeordnetenhaus besprach am Mittwoch zunächst schwierige Aufgabe zu lösen hatte und seine Lösung die einzig mög- werden in dem Kreise die Tabatarbeiter gegen ihn rebellisch und die nationalliberale Interpellation betreffend den Wagen- liche gewesen ist. verlangen eine glatte Ablehnung der neuen Steuervorlage. mangel auf den Staatsbahnen. In der Haupt- Die Ueberraschung dieses Ministeriums ist die Ernennung von Marcour hat nun in Geldern in einer großen Versammlung für sache kamen Vertreter der Grubenbarone zu Wort, die lebhaft John Burns zum Präsidenten der Lokalregierung, obwohl man all- Ablehnung der geplanten Erhöhung der Tabaksteuer gesprochen über die Kürzung ihrer Dividenden klagten. Gewiß verlangen gemein angenommen hatte, daß Burns Minister wird. Bebel hat und in seiner Rede ausgeführt, daß das Zentrum seinen auch wir, daß die Staatseisenbahnverwaltung sich mehr ihrer diese Ernennung schon auf dem Amsterdamer Internationalen Standpunkt teile. Folgende Resolution wurde einstimmig Aufgaben bewußt wird und in erster Linie der Befriedigung des Sozialistentongreffe( 1904) vorausgesehen. Burns wird einen Siz Verkehrsbedürfnisses dient. Gewiß sind auch wir der Meinung, im Kabinett haben und der erste Minister sein, der in England aus daß wenn nicht mit der unheilvollen Miquelschen Thesaurierungs- der Arbeiterklasse hervorgegangen ist. Die Arbeiterabgeordneten politik gebrochen, wenn nicht endlich dafür gesorgt wird, daß Burt und Broadhurst waren nur Unterstaatssekretäre. Wenn Burns ohne Rücksicht auf die sonstigen Bedürfnisse des Staates die einen starken Charakter hätte, könnte er als Präsident der Lokalhohen Eisenbahnüberschüsse in erster Linie zu Verkehrsver- regierung ein gutes Stück sozialpolitischer Arbeit leisten; denn in besserungen verwendet werden von einer Beseitigung der fein Reffort fallen: Armenwesen, Arbeitslosigkeit, Sanitätswesen, Uebelstände nicht die Rede sein kann. Aber andererseits darf Behausung. Es gibt in England noch alte und unwiderrufene Gesetze man doch nicht verkennen, daß die Interpellanten lediglich über Armenunterstützung, die, wenn in Kraft gesetzt, zur Verstaatlichung für das von ihnen vertretene Grubenkapital, insbesondere eines großen Teiles des Grund und Bodens und zur Schaffung von für das Kohlensyndikat, wesentliche Erleichterungen ver- großen Aderbau- Genossenschaften führen könnten. Ferner könnte Burns langten, ohne ihrerseits auch nur das geringste Entgegen- auf Grund der Sanitätsgesetze das sogenannte Schwigsystem kommen zu zeigen. Vor allem glaube man doch nicht, daß das( sweating system) abschaffen; ebenso könnte er die Slums( die Das Zentrum wird sich schwerlich durch derartige Resolutionen Syndikat im Falle der Erfüllung seiner Wünsche eine Ver- alten ungefunden und überfüllten Arbeiterhäuser) niederreißen lassen billigung der Sohlenpreise herbeiführen würde. Die Herren und eine gründliche Wohnungsreform einleiten, wobei sich auch abhalten lassen, hinterher doch für die Tabaksteuer- Erhöhung einwollen eben, wie sie ganz offen erklärten, für die Lasten, die wenigstens teilweise der Arbeitslosigkeit abhelfen ließe. Der Präs zutreten vorausgesezt, daß es auf firchenpolitischem Gebiet dafür eine entsprechende Entschädigung erhält. Vielleicht gestattet ihnen die Berggeseknovelle angeblich auferlegt, indirekt vom fident der Lokalregierung hat sicher, kaum wie andere englische Mi- der Fraktionsvorstand Herrn Marcour, wenn die Annahme der VorStaate entschädigt werden. Es ist die nackteste Interessen- nister, die Gelegenheit, durch eine systematische Praxis, durch eine lage ohnehin gescheitert ist, sich als einen Mann von Wort zu be politik, die hier getrieben wird. An diesem Urteil ändern auch unausgesetzte und von den Umständen selbst bestimmte Reform weisen und gegen die Steuererhöhung zu stimmen sonst dürfte die Klagelieder nichts, die einige Redner über die Schädigung der tätigkeit die Vergesellschaftung der Produktionsmittel in Angriff zu zur Zeit der Abstimmung Herr Marcour plötzlich gefährlich erArbeiter anstimmten, die infolge des Wagenmangels zu feiern ge- nehmen. Aber Mr. John Burns ist nur ein liberaler Minister in franken, z. B. am Schnupfenfieber, und deshalb bedauerlicherweise" zwungenseien. Man kennt dies Lied zur Genüge. Es ist ein alter einem liberalen Kabinett, und von seinen Kollegen abhängig. Er verhindert sein, an der betreffenden Reichstags- Sitzung teilMan darf von ihm nichts er- zunehmen. Gaunerkniff, durch den Hinweis darauf, daß die Arbeiter un- wird nichts Gescheites leisten. zufrieden werden und zur Sozialdemokratie übertreten, sich warten. Er ist ein guter Kerl, unbestechlich; aber er hat selbst die Taschen zu füllen. vom Sozialismus nie etwas mehr besessen, als die Phrase. Er Der Verlauf der am Sonntag in der Tonhalle abgehaltenen Nach Erledigung der Interpellation über den Wagen hat niemanden verraten; er ist auch sich selbst nicht untreu ge- Protestversammlung gegen die neue Braufteuervorlage( siehe die mangel begründete Abg. Dr. v. Savigny( 3) seine Inter- worden. Liberal war er und liberal ist er geblieben. Geändert hat vorgestrige Nummer des" Vorwärts") hat die schon seit langem pellation über den Tunneleinsturz bei Altenbeten. sich nur sein Temperament. Burns ist älter, ruhiger, nüchterner ge- zwischen den Großbrauereien und Kleinbrauereien bestehenden Die soeben erschienene Die Regierung erklärte, daß kein Mensch die Schuld trage, worden, aber auch ehrgeiziger. Der Ehrgeiz ist seine stärkste Trieb- Gegensätze noch mehr verschärft. sondern daß es sich um ein Naturereignis handle, daß im übrigen feder; in allem anderen gleicht er dem englischen Durchschnitts- Nummer der Brauerei- Korrespondenz" beschwert sich in schärfster Weise über die Mundtotmachung der Vertreter der kleineren alles geschehen sei, um die wirtschaftliche Schädigung der in arbeiter. Die einzige Gabe, die ihn auszeichnet, ist die der Nede. Mitleidenschaft gezogenen Eisenbahnbeamten abzuwenden, daß Brauereien, namentlich derjenigen, die sogen. obergäriges Bier fofort eine Untersuchung aller übrigen Eisenbahntunnels in liefern, auf der Brauerparade" und schließt mit folgendem Kampfruf: Breußen angeordnet sei und daß kein Grund zu Befürchtungen vorliege. Mit dieser Erklärung begnügte sich das Haus, eine Besprechung der Interpellation fand nicht statt. Die nächste Sigung findet erst am 9. Januar 1906 statt. Der Finanzminister wird dann den Etat einbringen. Die Stuttgarter Gemeinderatswahl. Zur Ergänzung der telegraphischen Meldung in der Sonntagsnummer des Vorwärts" wird uns geschrieben: Seine Ernennung zum Kabinettsminister ist überdies noch eine vorläufige. Bei der Parlamentsauflösung muß er selbstredend, wie jeder andere Abgeordnete, sich der Neuwahl in seinem Kreise unterziehen. Seit 1892 vertritt er Battersea( Südwest- London). Fällt er bei den Wahlen durch, so ist es mit seiner ministeriellen Herrlichkeit aus. Es gibt hier viele Sozialisten, die Lust haben, dort einen Gegenkandidaten aufzustellen, um die Arbeiterstimmen zu zersplittern und den Konservativen siegen zu lassen. . Deutfches Reich. Deutsch- russischer Handelsvertrag. Nachdem das tückische Listenwahlsystem die Sozialdemofratie, obwohl sie die stärkste Partei in Stuttgart ist, schon In den Kreisen der rheinisch- westfälischen Eisenwarenhäufig um ihren berechtigten Erfolg betrogen hat, so daß die und Maschinenindustriellen sieht man dem Inkrafttreten des Parteigenossen die für die Wahl notwendigen Vorbereitungen neuen deutsch- russischen Tarifvertrages am 1. März nächsten entgegen, zumal angesichts des drohenden negativen Ergebnisses oft nur wider- Jahres mit einem gewissen Bangen entgegen, willig trafen, hat uns der vergangene Freitag diesmal einen die revolutionäre Gärung in den wirtschaftlichen Zentren besonders die durch die Streits der vollen Erfolg gebracht: alle von uns aufgestellten Kandidaten Rußlands, sind gewählt worden. Das Resultat dieser Wahl wird er- Eisenbahnangestellten herbeigeführten Verkehrsstörungen ohnemunternd auf die Tausende von Arbeitern in Stuttgart hin die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und wirken, die es bisher immer noch nicht für angebracht ge- Rußland sehr beeinträchtigt haben. Einzelne Korporationen funden haben, das Bürgerrecht zu erwerben und fünf Mart rheinischer und westfälischer Induſtrieller, besonders der bergisch: märkischen Kleineisenindustrie haben sich bereits an den Reichs fanzler mit dem Ersuchen gewandt, die russische Regierung dazu zu bestimmen, daß sie in eine Verschiebung des Ablauftermins des jetzt gültigen Handelsvertrages um einige Monate willigt. In einer der Vossischen Zeitung" aus rheinischindustriellen Kreisen zugegangenen Zuſchrift kommt diese Stimmung deutlich zum Ausdruck. Es heißt darin: als Preis für das Gemeindewahlrecht zu zahlen. Im einzelnen ist das Wahlresultat nach den amtlichen Feststellungen wie folgt: unabgeändert: abgeändert: bom Sozialdemokratie. Volkspartei Nationalliberale 6698 1623 289 448 5200 863 • 1407 318 151 260 140 262 25 Konservative Zentrum Bürgervereine Neutraler Zettel Freier Wahlzettel Bettel Groß- Stuttgart 228 Der Kampf im Braugewerbe. " Der große Sonntag ist vorüber. Die Großbrauerei hat eine blamable, moralische Niederlage erlitten. Soll auf seiten der Sieger der Sieg unausgesetzt bleiben? Soll auch auf ihrer Seite die alte Uneinigkeit weiter dauern? Wir waren zum Friedens schluß in der gestrigen Versammlung bereit. Die Großbrauerei hat diesen Friedensschluß schnöde von sich abgewiesen. Damit ist wenigstens auch für die bisher Vertrauensseligen unter uns und in den Reihen des Bundes" Klarheit geschaffen, die Klarheit, wonach es zwischen der Großbrauerei und allen anderen braugewerblichen Kreisen nur eine Losung gibt: Krieg! " Wir im Verbande obergäriger Brauereien sind krieggewöhnt und kampfgestählt. Die titelbekleideten Herren von der Groß brauerei, das hat der gestrige Sonntag gelehrt, fürchten uns, nicht umgekehrt. Die Herren flüchten sich wie ein Reptil in seine Höhle in ihre stillen Konventikel, um auf geduldigem Papier mit Druderschwärze ihre flägliche Geschäftspolitik zu bes treiben. Aber deshalb scheint es nützlich alle, deren moralischer Widerwille von solchem Treiben geweckt und deren persönliche und berufliche Stellung, Ehre und Würde dadurch berührt bezw. herausgefordert wird, zu gemeinsamer rücksichtsloser Verfolgung solcher Politit zu verbinden." Zur Abwehr der geplanten Brausteuer wird diese gegenseitige Feindschaft sicherlich nicht beitragen; aber sie zeigt, wie die Brauereibefizer in ihrer Stellungnahme zu der Regierungsvorlage durch feinerlei Rüdsichten auf die Konsumenten oder die politische Lage bestimmt werden, sondern ausschließlich durch das roheste Profitinteresse. Eine kleine Balastrevolution macht zurzeit dem Nürnberger Gemeindefreifinn viel zu schaffen. Vorige Woche, am Tage nach der Wahl der Magistratsräte, legte plötzlich die gesamte Vorstand„ Die Vorgänge in Rußland machen es von Tag zu Tag zweifel- fchaft des Gemeindekollegiums ihre Aemter nieder, so daß am hafter, ob es dem russischen Handelsministerium gelingen wird, Dienstag Neuwahl stattfinden mußte. Hierbei wurde mitgeteilt, bis zum 1. März 1906 alle Vorbereituegen zu treffen, die für das daß die Vorstandschaft am Tage vor der Magistratswahl dem GeInkrafttreten des neuen Vertrages unerläßlich sind. Wenn aber meindekollegium eröffnete, der Magistratsrat Heim habe einem der Termin etwa um zwei Monate hinausgeschoben würde, jo fubalternen Gemeindebeamten gegenüber erklärt, bei der jetzigen würde das für die deutsche Exportindustrie nur von Vorteil sein. Geschäftsführung im Bureau des Gemeindekollegiums sei die Mög Es ist offenkundig, daß die infolge der politischen Wirren eins lichkeit gegeben, die Protokolle zu fälschen. Von dieser Aeußerung getretenen Verkehrsstörungen dem deutschen Kaufmann das Auf wurde der Magistrat in Kenntnis gesezt, aber Herr Heim sah sich suchen von Warenbestellungen in den verflossenen Monaten un nicht veranlaßt, eine entsprechende Erklärung abzugeben. Die gemein erschwert haben, ebenso wie die russischen Handelshäuser dadurch vielfach verhindert wurden, ihre für Deutschland be- Borstandschaft überließ das Urteil in der Sache dem Kollegium, aber dieses wählte am anderen Tage Herrn Heim zum Magistratsstimmten Aufträge rechtzeitig zu erteilen. Nun haben zwar rat wieder. Dadurch sieht sich die Vorstandschaft vom Kollegium die letzten Wochen durch größere Bestellungen einen gewissen im Stich gelassen und erfolgte deshalb die Amtsniederlegung. Ausgleich für diese der deutschen Erportindustrie sehr fühlauch darf man bar gewordenen Absaßstodungen gebracht, mit Sicherheit erwarten, daß diese regere Nachfrage auch in den kommenden Monaten noch andauern wird, weil einmal die gänzlich geräumten Lager zu größeren Warenbestellungen geradezu nötigen und sodann der demnächstige Ablauf des alten Vertrages mit seinen günstigeren Tarifsägen die russische Geschäftswelt ver- Landtagserfatwahl in Berlin. Bei der Wahl eines Abgeordneten anlassen wird, sich für längere Zeit, als es sonst üblich ist, mit im ersten Berliner Wahlbezirk wurde Dr. Hugo Gerschel( freifinnige Waren zu versehen. Eben deshalb aber wird die Lage der Volfspartei) mit 603 Stimmen gewählt. Professor Eduard Engel deutschen Exporteure in den nächsten Monaten voraussichtlich eine( freis. Voltsp.) erhielt 110 und Professor von Wendstern( fons.) recht schwierige werden. Schon jetzt ergiebt sich in vielen Fällen 10 Stimmen. die absolute Unmöglichkeit, die Waren so rechtzeitig zu liefern, daß fie an der russischen Zollgrenze noch zu den bisherigen Tariffäßen berzollt werden können. Die drei letzten Zettel stammen von bedeutungslosen Gruppen und sind wohl von indifferenten Mittelschichten abgegeben, worden, die man kaum jemals irgend welchen Parteirichtungen, rechts oder links, wird dienstbar machen können. Die Bürgervereine" sind jedoch dem reaktionären Kartell zuzurechnen, zumal ihr Zettel mit dem der drei bürgerlichen Parteien bis auf einen Namen übereinstimmte. Es geht daraus hervor, daß die Sozialdemokratie allein die Gesamtheit der übrigen Parteien noch nicht überwinden kann, in der Lage daß sie aber in ist, Gemeinschaft mit der Volkspartei die politische und soziale Reaktion Da völlig fernzuhalten. Stuttgarter Rathaus die Sozialdemokratie im Verhältnis stärker wächst als die bürgerlicher Parteien, inklusive der Volkspartei, so versteht es sich von selbst, daß die Stärke unserer Partei, nachdem der Sieg des linfen" Zettels einmal zweifelsfrei sichergestellt ist, in der Zahl der uns auf dem gemeinsamen Zettel zugestandenen Kandidaten zukünftig noch deutlicher als bisher wird zum Ausdruck gebracht werden müssen. Da alle zwei Jahre ein Drittel des Gemeinderats und ebenso die Hälfte des Bürgerausschusses erneuert wird, so ist bei Innehaltung des Diesmal eingeschlagenen Wegs die Zeit nicht mehr allzufern, mo die Sozialdemokratie auf dem Stuttgarter Rathaus die maßgebende Partei sein wird, nach deren Grundsätzen die Stadtverwaltung zu folgen hat. Diese Konsequenz, welche naturgemäß unserer Die deutsche Arbeiterschaft hat sicherlich nichts dagegen, Partei eine große Verantwortung für ihre gemeindepolitischen wenn der deutsch- russische Handelsvertrag erst mit dem 1. Juni Maßnahmen auferlegt, ist auch unseren Gegnern flar, wie an nächsten Jahres in Kraft tritt; sie ist sogar völlig damit eindem berserkerhaften Toben des nationalliberalen„ Schwäbischen verstanden, daß dieser Vertrag niemals Geltung erlangt. Wesentlich anders denken jedoch die agrarischen Parteien des Merkur" zu erkennen ist. Die unabgeänderten sozialdemokratischen Stimmen wuchsen Reichstages. Sie rechnen darauf, daß die revolutionäre Gävon 4363 im Jahre 1903 auf 5031 im Jahre 1904 und auf rung im Verein mit den Zollerhöhungen die russischen Agrar 6698 im Jahre 1905. Das Wachstum war allerdings im produkte im nächsten Jahre noch weit mehr als bisher vom er= Es hat den Anschein, als ob nicht alles gesagt worden sei, was hinter den Kulissen vorgegangen ist und als ob Heims Aeußerung nicht so ganz unbegründet sei, denn sonst hätte er sich wohl nicht geweigert, eine Erklärung abzugeben, auch hätte man ihn schwerlich nochmals in den Magistrat gewählt. Die empfindsame Justitia. " Die politische Vergangenheit des antisemitischen ReichstagsUnter so großen unseren russischen Export drohenden Gefahren abgeordneten Grafen b. Reventlow bildete den Untergrund eines haben sich daher mehrere Korporationen aus den Kreisen der Strafverfahrens gegen den Redakteur Olden vom" Hamburger bergisch- märkischen Kleineisenindustrie, die beim ruffischen Export General- Anzeiger". Der Anklage liegt folgendes zugrunde: Das ganz wesentlich beteiligt ist, mit der Bitte an den Reichskanzler inzwischen eingegangene Bernsteinfche Montagsblatt" brachte vor gewandt, die russische Regierung zu veranlassen, den Termin längerer Zeit Angaben über die Vergangenheit des Grafen des Ablaufes des bestehenden Handelsvertrages b. Reventlow, wonach dieser als Student für den während des Aus nahmegefeßes in Zürich erscheinenden Sozialdemokrat" Artikel bis zum 1. Juni 1906 zu verschieben." geschrieben haben sollte. Der Redakteur Nebelung von der freis finnigen Nordhäuser Zeitung" verwertete diese Angaben gegen den antisemitischen Grafen, mit dem er während der Reichstags. wahlkampagne einige Male scharf zusammengeraten war. Der Graf trengte gegen N. eine Beleidigungsklage an und erzielte in der ersten Instanz die Verurteilung des Nebelung zu einem Monat Gefängnis: ein Urteil, das in der Berufungsinstanz in eine Geldstrafe von 450 M. umgewandelt wurde. Während in der Urteils. begründung des schöffengerichtlichen Urteils ausdrücklich hervor gehoben wurde, Nebelung habe nicht aus unedlen persönlichen Motiven, sondern als politischer Gegner gehandelt, heißt es in der späteren schriftlichen Urteilsbegründung des Landgerichts, der Angeklagte habe eine gemeine Gesinnung" an den Tag gelegt. " Der General- Anzeiger" kritisierte in einigen scharfen Redewendungen diese Urteilsbegründung und bemerkte u. a.:... Und eine Richterkammer entblödet sich nicht, mit dieser beschimpfenden Beleidigung in ihrem Erkenntnis zu operieren. Es spricht mehr aus diesem Erkenntnis als stilistische Hülflosigkeit. Es erhellt hier die einfache Tatsache: Das Ehrgefühl eines Bürgers wird von den Richtern nicht geschont. Mit Beleidigungen, die sie selbst mit Pistolenforderungen beantworten würden, fühlen sie ihr entflammtes Entrüstungsgefühl einem Manne gegenüber, der als Angeklagter wehrlos ist. Ein Richterstand, der geradezu eine Kaste bildet, der sich fast ganz aus Reserveoffizieren und Korpsstudenten zusammensett, erkennt ganz einfach die Empfindlichkeit des Ehrgefühls anderer Menschen nicht an. Im Vollgefühl seiner Macht hält er sich weder an Vorschriften des guten Geschmacks noch an die des Strafgesetzbuchs." Die Straffammer III des Landgerichts zu Hamburg hatte am Montag über diese angebliche Beleidigung der Mitglieder der Straffammer zu Nordhausen zu befinden. Der Angeklagte Olden wurde zu 150 M. Geldstrafe verurteilt. -U berlassene Missionsstation Bangire in Nord- Songea ist inzwischen| Rathaus zu schießen, ohne vorherige Warnung, ohne erst eine Salve in zerstört. Hauptmann v. Schönberg geht morgen mit der 14. Kom- die Luft abzugeben. Jetzt wurden einige Steine geworfen, während die pagnie nach Samanga und übernimmt die Unterwerfung der blutdürftigen Karabinieri Salve auf Salve in die zum Glück nicht Matumbi. Die Marine- Infanterie wird aus Kibatta an die Küste dicht gedrängte Menge abgaben. Nach dem Bericht der„ Tribuna" gezogen und übernimmt den Telegraphenschutz bei Mtingi, die wurden über 100 Schüsse, alle in Brusthöhe, abgegeben. Ein alter Marine- Infanterie auf Etappenstation westlich Kilwa wird durch Mann blieb tot, zwei Passanten wurden leicht, ein junger Mann Farbige ersetzt und übernimmt den Drtsschutz von Kilwa. Die schwer verwundet. Drei volle Stunden hielten die Karabinieri den Matrosen werden aus Mtingi und Kilwa an Bord genommen. Arzt von diesem Verwundeten zurück, so daß er wahrscheinlich an dem Blutverlust sterben wird! Neue Opfer der Kolonialpolitik. Ein Telegramm aus Windhuk meldet: Am 1. Dezember 1905 bei Gubuoms verwundet: = England. Das alte Lied das alte Leid. Leutnant Hans Wende, geboren am 31. 7. 76 zu Nauen, früher im Feldartillerie- Regiment Nr. 66, leicht, Schuß rechte Ohrmuschel; London, 13. Dezember. Hier hat heute wieder eine Demons Unteroffizier Gustav Welsch, geboren am 26. 9. 79 zu Gefell, früher stration von Beschäftigungslosen stattgefunden. Kontingente aus ver im Feldartillerie- Regiment Nr. 18, leicht, Prellschuß Kopf; Reiter schiedenen Teilen der Stadt London, insgesamt mehrere tausend Alfred Strehl, geboren am 20. 1. 81 zu Steppen, früher im Husaren- Manu, versammelten sich mittags am Themse- Ufer und marRegiment Nr. 2, schwer, Brustschuß, am 6. Dezember 1905 im schierten später in geordnetem Zuge nach dem Hause des Lazarett Amiruis an Blutverlust gestorben. Premierministers Campbell- Bannerman am Belgrave Square. Am 7. Dezember 1905 im Patrouillengefecht bei Gabis ge- Bannerman empfing eine Deputation. Die Teilnehmer am Zuge fallen: Zahlmeister- Aspirant Christian Seelbach, geboren am trugen Banner mit den Aufschriften:„ Wir wollen Arbeit, keine 5. 10. 81 zu Eichen, früher im Infanterie- Regiment Nr. 16, Kopf Almosen!" und„ Wir wollen nicht verhungern!" Eine Abteilung schuß; Sergeant Gustav Durchholz, geboren am 16. 4. 77 zu trug ein rotes Kreuz mit einem Totenkopf und gekreuzten Knochen. Schwirgsden, früher im Train- Bataillon Nr. 7, Stopf- und Der Zug begab sich nach dem Hyde Park, wo eine Demonstration Brustschuß. veranstaltet wurde. Die Musikkorps spielten die Marseillaise. Gegen die geplante Erhöhung der Tabakstener. Am 8. Dezember 1905 bei Aub verwundet: Gefreiter Peter Asien. Die einzelnen Berufszweige machen gegen die in der so- Wieprzlowski, geboren am 27. 4. 83 zu Thorn, früher im JägerKonfliktsstoff. genannten Reichsfinanzreform vorgesehenen Steuer- Bataillon Nr. 2, schwer, Schuß rechten Oberschenkel; Reiter Starl Frizz, geboren am 11. 7. 79 zu Themar, früher im Infanterieerhöhungen mobil. Den Brauern am Sonntag folgten gestern Regiment Nr. 32, leicht, Schuß linken Unterarm; Reiter Wilhelm die Tabalinteressenten, die im überfüllten alten Orpheum Hauptmann, geboren am 9. 8. 84 zu Naundorf, früher im königlich saale eine Protest Versammlung abhielten. Syndikus sächsischen 6. Infanterie- Regiment Nr. 105, leicht, Schuß rechten Willner wies als Hauptredner mit Nachdruck auf den§ 6 des Unterarm. Flottengefeßes hin, der eine weitere Belastung der breiten Massen geradezu verbiete! Diese gefeßliche Festlegung habe man dadurch zu umgehen versucht, daß man sage, der Konsument könne die Steuer ja selbst bestimmen und dann brauche er ja nur weniger zu rauchen. Es sei gar nicht wahr, daß der Mensch die Genußmittel ohne weiteres entbehren könne. Die Regierung könne sie nicht aus der Welt schaffen, wohl aber könne sie die billigen und guten Genußmittel abschaffen und das Volk dem Schnaps, Fusel und Aether in die Arme treiben. Zum Schluß nahm die Versammlung eine Resolution an, in der es heißt: Die in Nede stehenden Gesetzesvorlagen erscheinen zudem in besonderem Maße um deswillen bekämpfenswert, weil sie geeignet sind, den gewerblichen Mittelstand in der Produktion wie im Bertriebe zu dezimieren, einen Teil der im Tabakgewerbe beschäftigten Arbeiter brotlos zu machen und auf die Löhne der übrigen in beklagenswerter Weise zu drücken. Die am 12. Dezember 1905 zu Berlin in den Zentral- Theatersälen, Alte Jakobstraße 38, stattgehabte, von mehr als 1000 Personen besuchte Versammlung aller Tabatinteressenten, richtet an den hohen Reichstag die dringende Bitte, im Interesse der Gerechtigkeit und Billigkeit und im besonderen Interesse der mehr als 200 000 deutscher Bürger, die mit ihren Familien aus der Herstellung oder aus dem Vertrieb von Tabak und Tabakfabrikaten gegenwärtig ihren Lebensunterhalt haben, dem Gesetz wegen Abänderung des Tabaksteuergesetzes und dem Zigarettensteuergesetz die verfassungsmäßige Zustimmung zu versagen." -> Vermißt: Unteroffizier Hans Overiveg, geboren am 15. 8. 77 zu Reichsmart, früher im Ulanen- Negiment Nr. 15. Washington, 12. Dezember.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) Der frühere amerikanische Resident in Söul, der jetzt hier in der Eigenschaft eines besonderen Gesandten des Kaisers von Storea weilt, erklärte, er habe eine Depesche aus Korea erhalten des Inhalts, daß der Kaiser den kürzlich mit den Japanern abgeschlossenen Vertrag als nicht vorhanden betrachte, da er ihm abgezwungen worden sei. Der Kaiser wolle den Vertrag in seiner Außerdem: Reiter Wilhelm Krause, geboren am 18. 10. 82 zu gegenwärtigen Form auf keinen Fall unterzeichnen und erkläre, daß füdöstlich Kuis leicht verwundet, Fleischschuß linken Oberschenkel; Tage des Abschlusses der Verhandlungen, an dem der Vertrag Berlin, früher im Ulanen- Regiment Nr. 11, am 2. Dezember d. J. sich Unruhen wiederholen werden, wie solche am 17. November, dem Reiter Oswald Kluge, geboren am 12. 5. 82 zu Bohrauseiffersdorf, zwischen den japanischen und koreanischen Bevollmächtigten unterfrüher im Infanterie- Regiment Nr. 155, am 9. Dezember d. I. zeichnet wurde, zum Ausbruch gelangt seien. im Feldlazarett Lüderitzbucht an Herzlähmung nach Ruhr gestorben. Nachträglich gemeldet: Reiter Karl Meineke, geboren am 13. 1. 77 zu Strasburg, früher im Infanterie- Regiment Nr. 64, am 3. Juli 1905 in Dawignab am Typhus gestorben. 17 Sekretariat. Husland. Schweiz. Aus der Bundesversammlung. Frankreich. Sozialisten" von Bürgers Gnaden. und Zu besserem Verständnis dieses Telegramms muß man wissen, daß Amerika bereits früher vom Kaiser von Korea gebeten worden war, einzuschreiten. Das Ansuchen wurde abgelehnt mit der Motivierung, der Vertrag sei unterzeichnet, also als bindend anzu= erkennen. Die im Telegramm gegebene neue Erklärung nun foll beweisen, daß der Vertrag als null und nichtig zu betrachten, Amerika also wohl in der Lage sei, das japanische Protektorat über Korea beseitigen zu helfen. Ein zweites Telegramm meldet aus Tokio: Die chinesische Regierung beabsichtigt, in der Mandschurei eine stehende Heeresabteilung in einer Stärke von 100 000 Mann zu unterhalten. Japanische Offiziere sollen für diese ana geworben werden, und es werden deswegen jetzt in Pefing Verhandlungen geführt. " Aus der Partei. Zum Vorwärts"-Konflift. Der Verlag G. Birk u. Co. erklärt in der Münchener Post": " Bern, 12. Dezember.( Eig. Ber.) Die Nachäffung der schlechten Beispiele des Auslandes durch die schweizerischen bürgerlichen Politifer erstreckt sich nun auch schon auf das schneidige Säbelraffeln in der „ Thronrede". So gebrauchte der den Nationalrat mit einer Ansprache eröffnende Alterspräsident Dr. Böhler die alberne Redewendung: Nur mit geschliffenem Schwert an der Seite kann das Genug Konfliktsstoff hat sich bereits im asiatischen Herenkessel Schweizerbolt, als noli me tangere", im Vertrauen auf die Vor- angesammelt und immer neue Nahrung wird dem unter dem Kessel schung der Zukunft mit Zuversicht entgegensehen." Diese„ Vor- leis knisternden Feuer gegeben. Hoffen wir, daß wenn der große die Völker allentfehung" verdient kein Vertrauen, wenn sie das scharf geschliffene Brand in Afien eines Tages ausbrechen sollte Schwert" notwendig macht. Wenn es auf dieses allein ankommt, halben soweit sind, sich von ihren Regierungen nicht mehr in Kondann ist die„ Vorsehung" völlig entbehrlich. Aber abgesehen von flikte verwickeln zu lassen, die sie nichts angehen. Und wenn sich's diesen inneren Widersprüchen der fäbelrasselnden Scharfmacherei ist darum drehen sollte, begangenes Unrecht wieder gut zu machen, so Die Preissteigerung der wichtigsten Lebensmittel in den größeren solches Bramarbasieren schweizerischer Politifer einfach lächerlich. werden die Nationen hoffentlich allmählich entgegen den ihnen Ruhig und still erledigte die aus 165 gutbürgerlichen Politikern offiziell beigebrachten Lehren begreifen, daß es auch für ein Volk preußischen Marktorten dauert noch immer an. Nach der Uebersicht ber„ Stat. Korr." find im Monat November nicht nur die Durch bestehende Nationalratsmajorität in wenigen Sizungen das relativ genau wie für den Einzelmenschen durchaus feine Schande ist, Fehler große Millionenbudget mit 121 190 000 Frant Einnahmen und einzugestehen und zu korrigieren. Die Kultur- Welt muß endlich ſchnittspreise für Getreide, Mehl und Fleisch, sondern auch für Star 123815000 Frank Ausgaben, durch die den vielen bürgerlichen dahinter kommen, daß mit der Politik gebrochen werden muß, die toffeln, Hülsenfrüchte, Eier und Schmalz weiter gestiegen, nur die Ehbutter nimmt an der allgemeinen Preissteigerung nicht teil. Interessen allseitig befriedigend Rechnung getragen ist. Der neue Fehler auf alte häuft, statt durch das Eingeständnis früherer Verwaltungs und Gesetzgebungs- Apparat ist aus- Irrtümer neues Unheil zum alten zu fügen. Die bedeutendsten Preiserhöhungen gegen den Monat Oftober gange betragen beim Weizen: in Bromberg, Kiel, Denabrid, ichließlich auf die bürgerlichen Interessen zugeschnitten Neuß und Trier je 8, in Danzig, Magdeburg, Hannover für die Schweigfamkeit der Herren liegt. Wozu sollen fie lange er funktioniert so vorzüglich, daß hierin das tiefe Geheimnis und Paderborn je 7, int Stettin, Stralsund, Berlin, reden? Der Bundesrat ist ihr Verwaltungsrat, der seinen bürgerHalle a. S., Kassel, Hanau und Koblenz je 6, in Röslin, lichen Auftraggebern möglichst viele Vorteile zuzuwenden als seine Gleiwig und Aachen je 5 M. pro Tonne; beim Roggen in Pader- heiligste Aufgabe betrachtet, sie auch erfüllt und so, wie Schillers born 15, in Staffel 14, in Dsnabrück 13, in Hannover und Trier je Mädchen aus der Fremde, jedem Gliede des Bürgertums eine In Nr. 288 des„ Vorwärts" vom 9. d. M. befindet sich folgende 12, in Rönigsberg i. Pr., Röslin, Stralsund und Hanau je 11, in schöne und nüßliche Gabe spendet. Gar nicht eingerichtet ist aber Notiz: Berlin und Koblenz je 10, in Stettin und Neuß je 9, in Bromberg, dieser bürgerlich- kapitalistische Verwaltungs- und Gesetzgebungs- Die sechs ausgeschiedenen Redakteure des Vorwärts" haben Magdeburg, Kiel und Aachen je 8, in Frankfurt a. D. 7, in Danzig apparat auf die Arbeiterinteressen. Darum die Notwendigkeit für im Verlage von Birt u. Co. in München eine Broschüre unter dem und Posen je 6 M.; bei der Gerste: in Königsberg i. Pr. und die Arbeitervertreter, oft, lange und viel zu reden. Erhalten doch Titel: Der Vorwärts"-Konflikt, gesammelte Aftenstücke, veröffentStralsund je 13, in Breslau, Berlin, Osnabrück und Koblenz je 9, in Görlig 8, in Frankfurt a. D. und Stettin je 7 M.; beim a fer: 2. von den 123 Millionen Ausgaben die Bauern 3 Millionen licht, worin sie ihren Briefwechsel mit dem Parteivorstand und der in Magdeburg 17, in stöslin 14, in Stettin 13, in Hannover und Grant Subventionen und die Arbeiter 25 000 Frant für ihr Prezkommission, sowie ihre Repliken mit entsprechenden Einleitungs- und Schlußglossen vorlegen. Wir werden auf diese Neuß je 11, in Danzig, Breslau und Stralsund je 9, in Bromberg, Broschüre noch zurüdkommen, borläufig fei nur folgendes fon Stiel und Hanau je 8, in Frankfurt a. D., Berlin und Aachen je statiert: In dem Augenblick, wo wir dies schreiben, ist die gegen 7 M. pro Tonne. Die Schweinefleischpreise sind in Köslin, Gleiwitz den Parteivorstand gerichtete Schrift in der Parteibuchhandlung und Kaffel um je 10, in Berlin und Halle a. S. um je 8, in Paris, 11. Dezember.( Eig. Ber.) Die gestrige Nachwahl in des Vorwärts", also auch im Buchhandel überhaupt noch nicht erHannover um 6 und in Stettin um 5 Br. gestiegen, dagegen in Stiel hon hat der geeinigten sozialistischen Partei keinen Erfolg gebracht. hältlich. Troßdem sind die Blätter unserer bürgerlichen Gegner, um 10 sowie in Bosen und Frankfurt a. D. um je 1 Pf. pro Kilo- Gs handelte sich um die Neubesetzung des Mandats, das der„ parla- die„ Berliner Volkszeitung", das Berliner gramm gesunken. mentarische" oder auch unabhängige Sozialist" Augagneur Tageblatt" und andere in der Lage, bereits in ihren heutigen inne gehabt hat, bevor er vom„ Kaiser von Lyon" zum Vizekönig Abendausgaben die Broschüre ausführlich zu besprechen und, wie es von Madagaskar aufrückte. Das Mandat war schon früher in Besiz sich von selbst versteht, gegen die Sozialdemokratie auszuschlachten." Unter den Patrioten der guten Stadt Dreusteinfurt der Sozialisten. Vor Augagneur hatte es der verstorbene Genosse Die Redaktion des Vorwärts" behauptet hier Dinge, die so ( Provinz Westfalen) ist ein seltsamer 3 wiespalt entstanden, er auß besessen. Augagneur war in einer Nachwahl fast ein- ungefähr das direkte Gegenteil der Tatsachen bilden. Denn nach der zu dem Aufsehen erregenden Beschluß des Kriegervereins stimmig gewählt worden. Der Kandidat der Partei war gestern der unseren Büchern haben wir die Broschüre: Der Vorwärts" geführt hat, anno D. 1906 den Geburtstag des Kaisers nicht zu Rechtsanwalt Genosse Mouttet. Ihm stand ein„ unabhängiger Konflikt zuerst am 6. d. M. an die Partei- und Gewerkfeiern. In geheimer Abstimmung, mit 53 gegen 52 Stimmen, hat Sozialist", der Buchdruder Fort, gegenüber, für den schaftspresse gesandt, am 7. d. M. sechs Exemplare an die der Verein diesen Beschluß gefaßt. Die Veranlassung hierzu soll die reaktionären Parteien wie der Anhang Augagneurs arbeiteten. Redaktionen bürgerlicher Blätter und am gleichen Tao das Verhalten des Polizeisergeanten Claffen gegeben Fort, der jetzt ein kleiner Unternehmer ist, aber in der Wahl- plare an die Buchhandlung des Vorwär.s" J Eremohne haben, der vor einiger Zeit seinen Austritt aus dem Verein eragitation den Proletarier mimte, wurde mit 2500 gegen fast 1900 daß eine Bestellung vorlag. Zudem war die Broschüre Ilärte und diesen Schritt in folgendem putzigen Schreiben an den Stimmen, die auf Mouttet entfielen, gewählt. Der Ausgang der auch noch im Inseratenteile des" Vorwärts" vom 7. Dezember an= Verein begründete: Wahl bestätigt nur, was sich schon unlängst in Reims gezeigt hat, gekündigt. Wenn die„ Berliner Volkszeitung", die ihr Da ich am Kriegerfestabend von Gästen und teils auch nämlich, daß es jetzt, nach der Einigung der Sozialisten, für mandat- Eremplar einen Tag später als der Vorwärts" erhielt, sofort Mitgliedern des hiesigen Vereins vor der Wösteschen Wirt füchtige Streber ein lohnender Kniff ist, sich als unabhängige Auszüge aus der Broschüre brachte, während der Vorwärts fchaft mit Steinen beworfen wurde, so kann ich es mit Sozialisten" zu präsentieren und gegen die Kandidaten des Prole- jetzt erst ein späteres Eingehen darauf ankündigt, so ist das nicht meinem Sr. Majestät dem Kaiser und König geleisteten Dienſteide tariats als Vertreter eines von der Bourgeoisie tolerierten un- unsere Schuld. nicht vereinbaren, noch länger einem solchen Verein anzugehören schädlichen Sozialismus aufzutreten. Herr Fort vermehrt die Zahl Wenn die Redaktion des Vorwärts" einige Schritte zu ihrer und trete hiermit am 5. September aus dem Verein aus. diefer Schüßlinge der Bourgeoisradikalen, zu denen ja auch der von Buchhandlung oder eine telephonische Anfrage ristiert hätte, so Bemerken muß ich besonders, daß gerade die Zentrumspartei Bülow zum hervorragenden" Sozialisten gestempelte, vielgewandte würde sie sich erspart haben, unwahrheiten aus dem Handgelenk zu die Mäßigkeit im Trinken überschritten hat und 3 évaès gehört. Es ist die fünftige Garde Millerands und schütteln. auch, daß nicht ich es bin, der die Gesetze macht, sondern das freie Doumers. Mit der sozialistischen Arbeiterbewegung hat sie nicht München, 11. Dezember 1905. G. Birk u. Co. deutsche Volt selbst. Auch ist es meine Pflicht, daß ich die Polizei- das mindeste zu tun. stunden innehalten muß, und mögen daher diejenigen, die Demgegenüber sei festgestellt: mirin Ausübung meines Amtes Schwierigkeiten in den Weg legen, dieses auf dem Sterbebette mit Rom, den 10 Dezember.( Eig. Ber.) Der Telegraph bringt ihrem eigenen Gewissen selbst abfinden. Von jetzt an werde ich mich bei jeder öffentlichen Luftbarkeit des Vereins einfinden und mit der üblichen Verspätung von 48 Stunden ein neues Blutbad mit sehr bewaffneter Hand mich vor den Angriffen zu in Süditalien zur Kenntnis. Wer zählt sie noch all' die großen und Claffen, Polizeisergeant." kleinen Gewalttaten, die Polizei und Gendarmerie an dem wehrlosen schützen suchen. Proletariat Italiens berübt hat? Wer erinnert sich nicht der mannigfaltigen Anläffe- Streifs, Arbeitslosendemonstrationen usw.? verschieden der Hergang war, es blieb immer dasselbe: Tote und Verwundete unter dem Volke und straffreies Ausgehen der Totschläger oder Mörder! Getränkte Patrioten. Der logische Zusammenhang zwischen diesem Utas und jenem oben erwähnten Vereinsbeschluß ist für die Außenstehenden nicht ohne weiteres einleuchtend. Oder fürchten die Vereinsmitglieder etiva, daß es am Geburtstage des Kaisers zu einem blutigen Zusammenstoß mit dem sehr bewaffneten" Herrn Polizeisergeanten tommen tönnte? Zu den Kämpfen in Deutsch- Ostafrika. Von allerlei Siegen weiß wieder mal der Gouverneur des deutsch stafrikanischen Schutzgebietes, Graf Götzen, zu berichten. Er telegronhiert aus Dar es Salam: Italien. Das Blutbad von Taurisano. So In Taurisano, einem Städtchen der Provinz Lecce, haben wir die Variante, daß die Karabinieri betrunken waren. Am Freitag= morgen hatte eine Demonstration gegen die Regierung und gegen die Präfettur stattgefunden, weil der Unterpräfekt einen Beschluß des Stadtrats, der sich gegen das Handelsabkommen mit Spanien aussprach, annulliert hatte. Die Demonstration war Der Großzauberer Hongo hat mit 2000 Rebellen das Lager- friedlich verlaufen, da keine Karabinieri und keine Polizei zur Stelle detachement des Hauptmanns Seyfried im nördlichen Teil des waren. Leider befand sich ein Korporal mit fünf Karabinieri auf Bezirks Lindi angegriffen. Der Feind wurde geschlagen und verlor der Durchreise im Orte, der nichts Schlaueres zu tun verstand, als 81 Tote, darunter den Hongo. Diesseits wurde Inspektor Lindner nach der Demonstration um Verstärkung nach Gallipoli zu Am Abend und trafen zehn Manu am rechten Handgelenk schwer verwondet, außertem ein Hülfs telegraphieren. frieger. Leicht verwundet wurden Hauptmann Seyfried, drei Polizeikommissar ein, deren Ankunft die Bevölkerung so er Asfaris, zwölf Hül skrieger. bitterte, daß sich einige hundert Personen vor dem Nathanse Aus Fringa meldet Hauptmann Nigmann siegreiches Gefecht aufammelten. Die Karabinieri zogen sich in das Rathaus zurück einer Steilung unter einem farbigen Unteroffizier gegen Wasagara und wurden verspottet und verlacht, aber man warf noch nicht einmal am 16. November bei Lula; längerer Kleinfrieg im Gebirge am Steine nach ihnen. Trotzdem begannen die Carabinieri, für die Ruaha und Utchungwe- Bergen ist noch zu erwarten. Die früher I Trunkenheit der einzig mildernde Ümstand ist, auf die Leute vor dem ein " " " " " 1. Es ist unwahr, daß die Redaktion des Vorwärts" ihr Exemplar einen Tag früher bekommen hat, als die bürgerlichen Blätter. Die Das Umgekehrte dürfte eher zutreffend fein. Redaktion des„ Vorwärts" hat nämlich die Broschüre erst am 8. Dezember erhalten, die bürgerlichen Blätter haben aber bereits an demselben Tage in ihren Abendausgaben ausführliche Artikel und Auszüge aus der Broschüre gebracht. 2. Es ist unwahr, daß die Buchhandlung des Vorwärts" am 8. Dezember, d. h. gleichzeitig mit den bürgerlicher Redaktionen, die Broschüre erhalten hat. Vielmehr war sie noch spät am Abend des 8. d. Mts. nicht in der Lage, mehrfachen Nachfragen aus der Redaktion auch nur mit einem Eremplar zu entsprechen. 3. Es ist endlich unwahr, daß der Partei- und Ge= wertschaftspresse zuerit, und zwar vor den bürgerlichen Redaktionen, die Broschüre zugesandt wurde. Wir lesen z. B. in der Bremer Bürgerzeitung" vom 13. Dezember: " „ Charakteristisch für das geschäftliche Vorgehen der Herausgeber dieser Broschüre ist u. a. der Umstand, daß wir schon in einem bürgerlichen Berliner Blatt einen Leitartikel über das „ sozialdemokratische Grünbuch" lesen konnten, ehe wir als parteigenössisches Blatt nur eine Ahnung davon hatten, daß ein der= artiges Buch erscheinen würde. Erst am Tage darauf erhielten auch wir das übliche Rezensions. exemplar." Demnach muß sich der Verlag der Münchener Post" selbst mit seinen Geschäftsbüchern auseinandersetzen: die unwahr in seir heiten" können nur entweder in seinen Büchern oder Erklärungen in der Münchener Bost" au finden sein. Di« Organisationen und der.,VorwartS"-Konflikt. Ml der am Sonntag, den 10. Dezember in Berlin stattgehabten Konferenz des XV. Gaues des Deutschen Tabak- arbeiter-Verbandes wurde eine Resolution angenommen, welche der Redaktion ihres Verbandsorgans, speziell dem Reichstags-Abgeordneten Geyer als Redakteur desselben, ihre unverhohlene Zustimmung darüber aus- spricht, das Ansinnen der Generalkomniission an die Gewerkschaftsorgane ihrerseits strikte zurückgewiesen zu haben, indem sie das Vorgehen der Generalkommission auf das entschiedenste verurteilt. Demonstration und Organisation. DaS„Volksblatt für Anhalt' erwidert auf unsere Bemerkungen ZU seinem Artikel unter dem obigen Tbema das Folgende: Wir möchten den„Vorwärts" nur darauf aufmerksam machen. dast die Parallele zwischen Rußland und Deutschland doch ihre starke Begrenzung hat. Der russische Massenstreik wird unter Zustimmung des Bürgertums, ja sogar unter materieller Unterstützung durch Auszahlung des Lohnes während deS Streiks geführt: bei uns in Deutschland steht das Proletariat ganz allein da. Wir leugnen durchaus nicht das aufrüttelnde Moment aller Massenaktionen, aber wir bleiben dabei, daß vor wie nach der Massenaktion die Organisation die Hauptsache ist. Massen auf die Straße zu führen, Massen zur Demonstration zu veranlassen, ist gewiß geeignet, den revolutionären Geist des Klassenkampfes zu schüren, aber zur Selbstregieruug und Selbst- Verwaltung. zur datiernden Herrschaftsausübung werden Massen nur durch Organisation reif. Und das stelle man sich nicht zu leicht vor! Sonst gibt's Enttäuschungen. Unser Dessauer Parteiblatt irrt sich aber ganz gründlich über die Vorgänge in Rußland. Die Massenstreiks werden dort. namentlich jetzt, nachdem die erste Begeisterung auch des liberalen Teiles der Bourgeoisie längst verflogen ist, nicht nur nicht mit Hülfe der bürgerlichen Klassen, sondern uuter g r i m m i g st e r Wut derselben durchgeführt. Das Proletariat in Rußland ist— abgesehen von der deklassierten Intelligenz— heute so isoliert und ganz auf sich angewiesen, wie wir in Deutschland. Und schließlich handelt es sich für die Sozialdemokratie gar nicht darum, die Arbeitermasse zur »Herrschaflsausübung", sondern bloß zum Kampfe um die Er- oberung der politischen Herrschaft vorzubereiten. Der politische Massenstreik. In einer sehr gut besuchten Versammlung des Sozialdemokra- tischen Vereins in Bürgel hielt am 10. Dezeniber Genosse Jmmhof einen Vortrag über:„Die Befreiung der Arbeiterklasse durch den Generalstreik." Die Erziehung zum Klassenkampf erläuterte der Redner dahin, daß ein jeder Genosse seine Kinder derart erziehen solle, daß die Aufforderung zum Schießen, selbst auf die Eltern, bei unseren Nachkommen das Gegenteil zeitige von dem, was die Macht- Haber verlangen. Die letzten Aussperrungen in Berlin haben gezeigt, daß zum Kampf mehr gehöre als finanzielle Mittel; kämpf- bereit müsse das Proletariat jederzeit dastehen, jederzeit zu einem Generalausstand gerüstet. Und dies könne nur geschehen durch die Aufklärung, daß der Generalstreik das Radikalmittel, das beste im Kampfe um die wirtschaftliche Freiheit sei. Darum müsse in jeder Gewerkschafts- und Parteiversammlung diese Frage des Massen- streiks diskutiert und unsere Jugend in dem Gedanken, daß der Generalstreik jeden Tag eintreten kann, erzogen werden. Der obige Bericht, den wir im„Offenbacher Abendblatt" finden, beweist deutlich, daß es sich um typische anarchistische Redensarten handelt, die nur geeignet sind, Konfusion statt Aufklärung zu ver- breiten. Charakteristisch ist, daß sich die Anarchisten als„Genossen" einschmuggeln, um unter dem Schilde der Sozialdemokratie das all- gemeine Interesse für das Thema des Massenstreiks für sich zu fruktifiziercn._ Der Sozialdemokratische Verein in Breslau hielt am Montag- abend im Gewerkschaftshause eine Mitgliederversammlung ab, in der über die Haltung der„Volkswacht" zu den letzten Partei- streitigkeiten debattiert wurde. Genosse Burgund als erster Redner bemängelt, daß in der „Volkswacht" zu wenig geschehen, um über Zweck und Ziele der Sozialdemokratie Aufklärung zu verbreiten. Redner tadelt dann, daß die letzten Reichstagsverhandlungen, insbesondere die Rede Bebels, nicht ausführlicher gebracht worden seien. Genosse P r a g e r meint, daß die Redaktion der„Volkswacht" nicht die An- sichten der Mehrheit der Breslauer Genossen vertrete. Die Redakteure, als Vertrauensleute der Partei, hätten aber die Pflicht, das Parteiblatt nicht in ihrem, sondern im Sinne dieser großen Mehrheit zu redigieren. In der„Vorwärts"-Frage habe sich die „Volkswacht" verhauen, wie jetzt aus der soeben im„Vorwärts" von Gradnauer namens der ausgeschiedenen Redakteure veröffent- lichten Erklärung ersichtlich sei. Dort hätten die Redakteure alles zurückgenommen. Genosse H e n n e m a n n ist mit der Redaktions- führung wohl einverstanden. Genosse Burgund tadelt die An- griffe der„Volksmacht" auf Mehring und Rosa Luxemburg. Tie prinzipielle Haltung der„Volkswacht" lasse zu wünschen übrig, trotzdem die Dresdener Resolution verlange, daß die Parteipressc die Genossen bilden solle. Redakteur L ö b e verteidigte die Haltung der„Volkswacht". Die Fortsetzung der Diskussion wurde vertagt. Der Sozialdemokratische Berein Erfurt ersucht den Partei- vorstand, als Protest auf den von der Regierung im preußischen Abgeordnetenhause eingebrachten Schulgesetzentwurf eine Agitation für den Massenaustritt aus der Landeskirche in die Wege zu leiten.— Der Antrag war von der Generalversamm- lnng des Verein? einstimmig angenommen worden. Allerdings hatte Genosse Hennig in der Diskussion darauf hingewiesen, daß unsere wichtigere Aufgabe die Erkämpfung des Landtags. Wahlrechts in Preußen sei und man sich von dem Eintreten für diese besondere Frage nicht allzuviel versprechen möge. Die Kirche sei nur eine Stütze der herrschenden kapitalistischen Ge- sellschaft; diese Gesellschaft aber, die nur der Ausfluß unserer kapitalistischen Wirtschaftsweise sei. sei unser H a u p t f e i n d. der nur durch die Eroberung der politischen Macht niedergeworfen werden könne. Darauf müssen wir nach wie vor unsere ganze Kraft konzentrieren. Eine Wahlkreiskonferenz für Darmstadt-Groß-Gerau tagte am Sonntag in B ü t t c l b o r n. Der'Krcisverein zählt jetzt 2100 Mit- glieder gegen 1700 im Vorjahr und 400 im Jahre 1805. 45 sozialdemokratische Gemeinderatsmitglieder gibt es im Kreise. Die Kasse balanzicrt mit 11 732,96 M. in Einnahme und Ausgabe. Die Konferenz beschäftigte sich weiter mit Vorschlägen zur besseren Aus- gestaltung und Verbreitung der„Mainzer VolkS-Zeitung". Ueber die Abonnentrnzahl des„Vorwärts" bringen die Partei- blätter, wie die Erfurter„Tribüne", das„Hamburger Echo", in ihren letzten Nummern irrige Angaben. Die betreffende Notiz lautet: Die Abonnenteuzahl des„Vorwärts" ist auf 00 000 gestiegen. von denen 30 000 auf die Vororte kommen. Der Preis der Inserate muß erhöht werden, weil sonst bei der großen Auf« läge die Kosten nicht mehr gedeckt werden. Vom 1. Januar ab tvird der„Vorwärts" auf besseres Papi:r gedruckt, was eine Er- höhung der Ausgaben um 24 000 M. zur Folge hat. � Eine Ermäßigung des Abonnementsgeldes ist wegen des Ausfalles, der damit verbunden wäre, nicht möglich. Den Angestellten mit unter 40 M. Wochenlohn ist wegen der Lebensmittelteuerung eine Zulage von 1 M. gewährt worden. Der„Vorwäns" hat 00000 Abonnenten nicht bloß erreicht, sondern bereits vor sechs Monaten auch überschritten. Der Abonnentenstand bezifferte sich nämlich am 30. Juli auf 91 167. Seitdein ist eine weitere erbebliche Zunahme zu verzeichnen: am 31. Oktober hatten wir 97 045, heute, am 13. Dezember, 98 992 Abonnenten. Kerantw. Redakteur: HanS Weber, Berlin. Inseratenteil verantw.l SevverKfcKaftUcKes. Die überlaufeitde Kompottschüssel. Wir brachten dieser Tage im sozialen Teil eine Schilderung der Art, in>m Icher Arbeiter für den Staat auf Herz und Nieren geprüft werden, ehe sie für würdig erachtet werden, Mehrwert für den kapitalistischen Staat, statt fiir den Einzel- kapitalisten zu liefern. Es handelte sich um die Einstellung Von Setzern in der Reichsdruckcrei. Der Vorfall wird aber noch skandalöser, wenn man er- fährt, wie der Arbeitermangel in diesem staatlichen M'ilsteriiistitut entstanden ist: Tie Direktion der Reichsdruckerei sah sich vor einigen Wochen veranlaßt, sieben oder acht Setzer, die bis zu acht Jahren im Betriebe beschäftigt waren, wegen Arbeits Mangel zu entlassen. Merkwürdigerweise geschah dies am Sonnabende derselben Woche, in welcher die Betriebsleitung durch Einwirkung des Tarifamtssekretärs (auf Vorslelligwerden der beschäftigten Gehülfen) veranlaßt wurde, die von ihren Arbeitern verlangte Arbeit am zweiten Oslerfeiertage dem deutschen Buchdruckertarife entsprechend zu bezahlen. Zuvor hatte sich bereits der Arbeiterausschuß ver- geblich bemüht, dieses Resultat herbeizusiihren. Die Eni- lassung wurde mit Arbeitsmangel begründet. Sechs Wochen später mußten nicht nur fortwährend Ueber- st u n d e n gemacht werden, es erfolgten auch N e u e i n- st e l l u n g e n. Auf Verlangen der Setzer ersuchte der Arbeiter- ausschuß die Direktion, doch bei weiteren Entlassungen die wegen Arbeitsmangel Entlassenen zuerst zu berücksichtigen und wurde selbiger dahin beschieden, daß die in Betracht kommenden Entlassenen dann entsprechende Eingaben machen müßten. Nachdem dies geschehen, erfolgte überall prompt die Antivort, daß„zu einer Wiederbeschäftigung kein Anlaß vorlieg e". Inzwischen sind wieder zwei bis drei Wochen ins Land gegangen. Der angebliche Arbeitsmangel hat sich s o ver- loren, daß die Direktion kaum rveiß, wo sie Ar- beitskräfte herbekommen soll, und nunmehr wurden ihr erst vom paritätischen Bnchdruckerarbeitsnachiveis Gehülfcn ver- mittelt. Von 29 vermittelten sollen angeblich 2— sage und schreibe zwei— den Anforderungen der Direktion entsprochen haben. Daß überhaupt Arbeitskräfte seitens des Nachweises an die Neichsdruckerei— die außerhalb der Tarifgemeinschaft steht— vernnttelt wurden, mögrn die Buchdrucker unter sich abmachen. Für die Allgemeinheit ist nur von Interesse, wie sich ein S t a a t s i n st i t u t seiner langjährigen Arbeiter entledigt, die, in der Hoffnung auf einen leidlich auskömm- lichen Lohn im Alter, all die Jahre zu den niedrigsten Staffeln der dortigen Bezahlungsweise ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellten. Beim Ueberlaufen der Kompottschüssel müssen in der Reichsdruckerei gerade die besten sozialen Grundsätze zuerst über Bord gegangen sein I Oder war vielleicht die de- rühmte Konipottschüssel seit je leer? Die Arbeiter glauben das letztere I_ Bcrlta una Clmgcgentf. Die Musikinstnnncntcnlirbeitcr(Holzarbeiter-Verband) beschäftigten sich am Montag in einer öffentlichen Versammlung mit dem bisherigen Verlauf ihrer diesjährigen partiellen Lohnbewegung. Wir haben gestern darüber saion in einem Teil der Auflage bc- richtet, wiederholen aber, weil sich in den ersten Bericht auch einige Irrtümer eingeschlichen haben. S i ck f e l d berichtete, daß die Kollegen dort wo sie es für angebracht hielten, unlängst mit neuen Forderungen an die Arbeitgeber herangetreten seien. Der Verlauf der diesjährigen partiellen Lohnbewegung beweise, daß der von dem Unternehmerorgan und einigen Kollegen als verloren bezeichnete vorjährige Streik nicht nur für eine größere Zahl Kollegen von materiellem Vorteil, sondern auch moralisch von Erfolg ge« wesen sei. Diesmal hätten eS selbst die größten Scharfmacher der Branche vorgezogen, sich mit den Arbeitern rechtzeitig zu verständigen, ohne es erst zu einer längeren ArbeitSmederleaung kommen zu lassen. So u. a. die Firma R ö s e n e r. die sich in, vorigen Jahre ganz besonders mit ihrer Unnachgiebigkeit gegen die Arbeiter gebrüstet hatte. Forderungen wurden im ganzen in 18 Betrieben gestellt, woselbst 660 Kollegen beschäftigt waren, darunter 288 im Hoizarbeiter-Verband organisierte. Direkt beteiligt waren von diesen 351 Kollegen und hiervon ge- hörten 187 dem Holzarbeiter-Berbande an. Unorganisiert waren im ganzen 192 Kollegen, die übrigen gehörten dem Fachverein und zun,' geringsten Teil der christlichen Organisation an. In 11 Be- trieben erfolgte die Verständigung ohne Arbeitsniederlegung; in 7 Betrieben kam eS jedoch zu Streiks, die allerdings nur 1—6 Tage dauerten. Nur in einem Betriebe, bei der Firma Krause u. Dreß, ist die Arbeit noch nicht wieder aufgenommen worden, weil der Fabrikant erklärte, er könne für seine„Mistarbeit" nicht Mehrzahlen. Sonst ist in allen in Frage kommenden Betrieben eine Lohn- erhöhung von 3 bis 10 Pro z. durchgesetzt worden. Auch die längst gewünschte Aushängung des Tarifs in den Werkstätten haben diese Fabrikanten zugestanden. Redner ersuchte, auch fernerhin die Organisation zu stärken, damit den �Fabrikanten weitere Zu« geständnisse abgerungen werden können. Die Diskussion gestaltete sich zum Schluß wieder zu einer Nuseinandersetzung mit den anwesenden Fachvereinsvertretern über Orgamsationsform und Kämpf- takttl. DiiitM»«» R*(cfe. Ein Boykotturteil. Die ParteiblStter, die den„Vorzug genießen� im Bezirk des OberlandeSgerichtS Naumburg zu erscheinen, sind seit Jahr und Tag in Beziehung auf Boykotweröffentlichungen einer Knebelung unter- warfen, die erneut durch ein Naumburger Urteil bestätigt wird. Dinge, die anderwärts ungestraft veröffentlicht werden durften, find in Halle, Magdeburg k. verpönt. Beantragte doch einst ein Haller Amtsanwalt gegen einen Redakteur vom.Volksblatt" in einer Schöffengerichtsverhandlung in einem Zuge wegen Boykotts 6X6 Wochen— 36 Wochen Haft. Mitte November hat nun der Vorsitzende des Z e i tz e r Gewerkschaftskartells, Genoffe Wolf mehrere Bekanntmachungen erlassen, nach denen die organifierten GewerkschastSgenossen ersucht wurden, Biere der Oettlerschen Brauerei nicht mehr zu trinken, da der Brauereimhaber den Wünschen der Brauereiarbeiter nach Ver- besierung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse nicht nacdkam, sondern Entlassungen und Maßregelungen vornahm. Herr Oettler fühlte sich durch die Veröffentlichungen geschädigt, klagte vor der Zivil- kammer deS Landgerichts Naumburg„wegen vorsätzlicher Schaden- zufügung". Man stützte sich auf die für Unternehmerinteressen so ehr dehnbaren Kautschukparagraphen 823 und 826 deS Bürgerlichen Gesetzbuchs(Verstoß gegen die guten Sitten?c.) Der Kläger ließ die von ihm gezahlten Löhne durch seinen Anwalt als„sehr angemessen" und die Auslegung des 8 152 der Gewerbe- Ordnung„durch den Gewerkichasts- •Ührer" als konfus bezeichnen. Dann berief er sich auf den UnfugSparagraphen und beantragte, eine Verfügung zu er- lassen, nach der Bohkott-Publikationen zu untersagen seien. Das Gericht gab dem Antrage des«lägers statt, verurteilte Wolf zu Th. Glocke, Berlin. Druck».Verlag: VorwärtSBuchdr.u. Verlagsanstalt den Kosten und erkannte, daß der Angekkagte bei Vermeidung einer Geldstrafe von 590 Mark jede weitere Kundgebung zu unterlassen habe.— Die Militär- behörden dürfen jedoch ruhig weiter boykottieren. Ein schneller Sieg. Die Gasarbeiter Augsburgs gelangten durch ihre einmütige Solidarität innerhalb 24 Stunden an ihr Ziel. Länger dauerte ihr Streik nicht und sie errangen dabei die Durchdrückung ihrer sämtlichen Forderungen. Den Deutschen Textilarbeiterverband erklärte der Landrat des Kreises Kempen für einen politischen Berein, an dessen Ver- sammlungen keine Frauenspersonen, wie eS so schön heißt, teilnehmen dürfen. Der Gaubeanite des Deutschen Textilarbeiterverbandes, linksrheinischer Gau. hatte eine Agitationstour für den Bezirk arrangiert mit der Frau Kühler- Dresden als Referentin. In keinem der in Betracht kommenden Orte wurden von der Behörde Schwierig- leiten gemacht, nur in Lobberich, Kreis Kempen, fand sich ein— Bürgermeister, der keine Frauenspersonen in der Ver« samnilung duldete und als der Borsitzende dieselben nicht auswies, die Versammlung auflösen ließ. Eine zweite Ver- sammlung erlitt das nämliche Schicksal. Der Gaubeamte, Genosse Reimes, crbob Beschwerde beim Landrat wegen dieser Gesetz- Widrigkeiten, doch dieser stellte sich, wie oben bemerkt, ans den Standpunkt, daß der genannte Verband ein politischer Berein sei. Genosse Reimes als Geschäftsführer des Verbandes habe die Ver- sammlung einberufen, folglich handele es sich um die Ver- sammlung eines politischen Vereins, zu welcher Frauens- Personen nach§ 8 des Vereinsgesetzes keinen Zutritt haben. Man muß sich wundern, daß es noch Beamte gibt, die den Gewerkschaften gegenüber einen solchen Standpunkt ein- nehmen können, außerdem ist die Deduktion deS Landrats, daß alle Versammlungen, die ein Vcrbandsangestellter einberuft, als Vereins- Versammlungen zu betrachten sind, eine so gewagte, daß sie wohl sofort von der höheren Instanz über den Haufen geworfen wird. Gegen den Bürgermeister von Lobberich wird Strafantrag wegen Auflösung der Versammlungen gestellt, und gegen die Entscheidung des Landrats wird Beschwerde erhoben. Die passive Resistenz gewinnt an Ausdehnung. Ein Telegramm meldet: Wien, 13. Dezember. Nachdem gestern die Bediensteten der Südbahn in Trieft mit dem untätigen Widerstande begonnen haben, ist dieser heute auch auf dem Bahnhofe Oderberg-Mährisch-Ostrau der Nordbahn eingetreten. Versammlungen. Die Zahlstelle Berlin des Zentralverbaudes der Schmiede hielt bei Boeker, Weberstraße, eine außerordentliche Generalversamm- lung ab. Die Versammlung beschäftigte sich mit der Gehaltsvorlage des Vorstandes und der Neuwahl eines Bureaubeamten. Zum ersten Punkt erläuterte Haberland die von den Revisoren auSgearbeinne Gchaltsskala, welche folgendes besagt: Die Beamten der Zahlstelle erhalten ei» Anfangsgehalt von 1800 M. Dasselbe steigt in den ersten fünf Jahren um je 100 M.(2300 M.), in den weiteren zwei Jahren abermals um 100 M. und in weitereu drei Jahren ebenfalls um 100 M. So daß nach zehnjähriger Tätigkeit ein Höchstgehalt von 2500 M. zu verzeichnen ist. Nach kurzer Diskussion wurde je- doch diese Gehaltsflala mit 177 gegen 113 Stimmen abgelehnt. Bei der Neuwahl der Bureaubeauiten lehnten alle tiandidaren bis auf Siering ab. Derselbe machte seine Wahl aber davon abhängig, daß ihm ein Jahresgchalt von 2000 M. garantiert werde, da er mit 1800 M. nicht mehr auszukommen in der Lage sei. Nach lebhafter Diskussion wurde beschlossen, diesem Antrage stattzugeben und Siering zum Beamten gegen einzelne Stimmen wiedergewählt.— Unter Verschiedenes gibt Basner die Abrechnung vom VergnügungS. komitee bekannt. Daraus geht hervor, daß sich in den Händen ge- nannter Körperschaft die Summe von 432,73 Ml befindet. Nach- dem wird in Sachen deö„VorwärtS".KonflikieS nach kurzer Diskussion einstimmig eine Resolution angenommen, in der es heißt: Die heutige, am 6. Dezember, bei Boeker, Weberstraße 17, tagende Versammlung der im Zentralverband organisierten Schmiede der Zahlstelle Berlin verurteilt mit aller Entschiedenheit die unter dem Scheine der Unparteilichkeit ganz einseitige, gegen die Partei hetzend« Stellungnahme in Nr. 45 unseres Fachorgans(„Schmiede-Zeitung")� zum„V o r w ä r t ö"- K o n f l i k t. Die Bersamnckung spricht dem Partcivorstand und der Preßkommission ihr volles Vertrauen aus.— Nachdem wurde auf Antrag Kriening daS Gehalt des Kassierers Henffchel ebenfalls von 1800 M. auf 2000 M. erhöht. Hierauf wurde auf Antrag der Verwaltung einem in Not geratenen Kollegen eine einmalige Unterstützung von 20 M. gewährt. Itach Bekanntgabe einiger interner Angelegenheiten erfolgt Schluß der qutbesuchten Versammlung!_ eingegangene Vrucklckritten. Bon der„Reuen Gesellschaft«, Sozlalisttsche Wochenschrift, Heraus- aeber Dr. Heinrich Bmun und Lily Braun(Verlag: Berlin W- 16- Preis für das Einzelheit w Pf., pro Monat 40 Pf., pro Vierteljahr 1,20 M.), ist soeben das 37. Hest«ichienen. Grundsätze über Ausstellung und Bcwirtichastung de» Etats der Deutschen Schutzgebiete von Dr.«eltz. 163 Seiten. Prei» kart. 2,40 M., geb. 3 M. Verlag: D. Reimer(E. Vossen), verlin Sw. 48. Letzte jVachncbtcn und Depefeben. Eine Antwort der Bergleute. Bochum, 13. Dezember. Wie uns eine Privatdepesche unseres dortigen Korrespondenten meldet, erhielt bei der heuttgen Berggewerbegerichtswahl der Verband 51 Sitze. Dem Gewerkverein fielen K. den Polen und der Zechen- Partei je 1 Beisitzer zu. 27 Bezirke stehen noch aus. Eine bessere Antwort konnte der Bergarbeitcrverband auf den Humbug der ArbciterauSschutz,.wählen" den Grubenbaronen nicht erteilen.__ Arbeitslosen-Demonstration. London, 13. Dezember.(B. H.) Eine Kommission der Arbeits- losen beichloß, nächsten Sonnabend eine Riesenversammlung vor der St. Pauis-Kirche abzuhalten._ Berpsianzung der Militärrevolte«. Warschau, 13. Dezember.> 70 PL. Melange Pfirsiche halbe Frucht » 1.15 Melange Pfirsiche halbe Frucht »> 70 P. Johannisbeeren Erdbeeren 1½" 1.15 Johannisbeeren Erdbeeren 1/2" 1/2" 70 PL. 1.15 70 P. Früchte in Gläsern, in dünnem Zucker: Kirschen rot, mit Steinen 1.15 Kirschen rot, mit Steinen%» 70 Pf. Dunstfrüchte 1/1* 1.15 1/3 12 70 PE Glas Pf. 1/1 1.15 33 1/3" Stachelbeeren, Birnen, Oelsardinen Johannisbeeren, 55 Amieux Frères/ Dose 90 Pt. Pflaumen 70 PL Dunstfrüchte in Zucker 93 1.15 70 Pf. Pfirsiche Pflaumen/ Frucht Glas 1.40 Glas 50 Pf, Amieux Frères/ Dose 1.50 Mk. ,, Martell" D. 45P., D. 1.25 Mk. ,, La Rose" Dose 35 PL Reineclauden Reineclauden Mirabellen % 70 Pt. " 1/1 95 1/2" " 93 1.15 70 PE 1.15 Birnen rot, halbe Frucht Birnen rot, halbe Frucht Kirschen rot, ohne Steine Kirschen rot, ohne Steine KOLONIAL- WAREN extrafein Budapest. Mehl Pid. 24 Pf. Kais.Auszg.- Mehl feinstes ,, 17 Pf. Korinthen Pid.30 P. Süsse Riesenmandeln 95 1.10 Backpulver Backpulver Weizenmehl 93 15 Pf. Süsse Mandeln 90 Pf. 99 Rosinen 45 Pf. Bittere Mandeln 1.10 93 S Sultaninen I 50 Pf. Citronat 93 70 Pf. Kuchengewürz 19 Sultaninen II 93 40 Pf. Orangeat „ 60 Pf. 30 Pf. Selbsttät. Backmehl 32 Pf. " 53 Sultaninen III Gebrannter Kaffee Mischung I 955 Pt. I IV V VI VII Pfund 80 95 Pf. 1.10 1.35 1.50 1.70 1.90 MK. Deutscher Kakao Pfund 90 Pf., 1.15 Mk. Holländischer Kakao Pfund 1.80, 2.10 M. Salami- u. Cervelatwurst Pfd. 1.20 Mk. Geräucherte Gänsebrust Pfd. 1.50 Mk. Pfd, Packet 45 Pr. kleiner Beutel 8 Pf. Backmonda Packet 20 Pf., 40 Pf. Citronen- Essenz( gefärbt) 99 Vanillin- Mandelessenz Fläschchen 8 Pl. Vanillinzucker Pfd. Packet 50 Pt. Ananas Pfund 68 Pf. WEIN Mosel- Wein Preise incl. Flasche Kongo- Tee Franz. Pflaumen Pra. 35.60 Pf. Kalifor. Pflaumen Prd. 35 b. 60 Pf. Gemischt. Backobst Pfd. 35 Pt. Gemischt. Backobst I, 48 PL. Pfd. 24 u. 28 Pf. Türk. Pflaumen Italien. Prünellen Pfd. 70 Pf. Kaliforn. Aprikosen III 99 55 Pt. Pfund 2.40 3.20 3.40 Mk. I ။ וון IV Souchong- Melange Pfd. 1.60 2MK. 2.80 3.40MK Ceylon- Melange Pfund 3.60 M Pecco- Melange MK. Pfund 4.80 Mk. Kasseler- Rippespeer Kasseler- Kammstücke Haselnüsse Pfund 90 Pf. Pfund 85 Pt. Pfd. 35, 45 Pf. PP. Amerikanisch. Nüsse Pfd. 50 P Kieler Sprotten Pfund 45 Pf. Bordeaux- Wein Rhein- Wein Ober- Moseler 55 Pf. 1902 Ernster Mark 75 Pf. 1903 Alsheimer 1903 Lorcher 70 Pl. 1901** Pauillac 95 Pf. 1900 St. Vivien 80 PT. 95 PL 1903 Zeltinger 1 MK. 1901 Niersteiner 1.10 1900 Latresne 1 Mk. 1902 Piesport. Falkenberg 1.25 1.30 1900 Berncastler Graben 1902er Enckirch. Steffansberg 1.40 1902* Dhroner Hofberg 901.701 1903 Scharzhofberger ( Fuder 15. Crescenz: Egon Müller) 1901 Rüdesheimer 1.20 1901 Chât. La Tour Carnet 1.20 119 19 1900 Binger Rochusberg 1.40 1899 Libardac Listrac 1.25 1902 Rauenthaler 1.60 1899er St. Julien 1.30 2 MK. 1904 Reiler Sorentberger 1903 Piesporter( Fuder 261) 2.20 2.40 ( Crescenz Reichsgräfl, von Kesselstadt'sches Majorat) 1899* Chật. Palmer hewadendo! Verantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glede, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. 1900er Rüdesh. Bischofsberg 2 MK. 1903 Scharlachberger 2.80 1900 Oestricher Kellerberg 3.50 1897 Hallgart. Meerhölzchen4 M. 1899 Beychevelle 1.40 1900 Chât. D'Agassac 1.50 1900 Chất. Desmirail 1.80 2.10 16 Nr. 292. 22. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. ouerstag, 14. Dezember 1905. Verfammlungen. -Genosse Adolf Ritter machte nunmehr auf§ 7 des Statuts aufmerksam, wonach die Vorstandswahlen per Stimmzettel zu erfolgen hätten. Sie wären somit ungültig. Ihm wurde vom Borsitzenden, Genossen& rit, entgegen gehalten, daß die Angelegenheit als erledigt gelten müsse, weil die Versammlung vorher einen Antrag Büttner, per Stimmzettel wählen zu lassen, abgelehnt und ihren Willen damit fundgetan habe. Von anderer Seite wurde dazu betont, daß die Generalversammlung souverän wäre, ihren Willen entgegen dem Statut durchzusetzen. Man ging dann in der Tagesordnung weiter. Genosse Frik gab den Bericht des Vorstandes, worin er besonders hervorhob, daß nach den Beschlüssen des Vorstandes dieser noch mehr wie bisher die ganze Parteiarbeit im Streise zu leiten haben werde. Darum sei auch der von der Versammlung bei den Wahlen anerkannte und schon durchgeführte Antrag gekommen, die Zahl der Beifiker von 1 auf 5 zu vermehren. Er erwarte, daß sich die Genossen in den Bezirken nun auch recht zahlreich an den Arbeiten und der Agitation beteiligen möchten. Der Kaffenbericht wird im Januar gegeben werden. Es war ein Genosse Pohl als Vertrauensmann berichtete über die Beit bom 19. September 1904 bis zum 2. Oktober 1905. alter Bestand von 303,22 M. vorhanden. Einschließlich dieses Bestandes betrug die Gesamteinnahme 19 509,42 M., darunter 8973,34 M. Liftenfammelertrag, 2515,20 M. für Bons und 1650,05 m. als Ueberschuß der Maifeier. Ausgegeben wurden insgesamt 18 894,80 m., mobon 14 309,65 M. an die Haupttasse gingen. Am 2. Oftober verblieb ein Bestand von 614,62 M. Gegen das Vorjahr haben sich die Einnahmen um 2500 m. vermehrt. Der Wahlberein habe 2250 Mitglieder. Die Zeitungsspedition babe auch einen Fortschritt zu verzeichnen, wenn auch nicht in dem Maße, wie es erwünscht wäre. Den Vertrauensleuten wurde Decharge erteilt. " Zur Diskussion erhielt nunmehr " stiegen. Hoffentlich werde die Verbreitung unseres Blattes noch Der Antrag wurde fast einstimmig abgelehnt. weitere Fortschritte machen. Jeder möge dafür eintreten. In Wels gab sodann eine kurze Erklärung darüber ab, weshalb einer gangen Reihe Sigungen habe sich die Stommission mit Be- der Parteivorstand dem Wunsche der Genossen entgegen von einer schwerden teils fleinlicher, teils prinzipieller Natur beschäftigt. In Vertretung in dieser Versammlung Abstand genommen habe. Der Der sozialdemokratische Wahlverein für den dritten Berliner dies Gebiet falle auch die vom Genossen Steinide besprochene An- Parteivorstand fei der Ansicht gewesen, daß die Genossen des Reichstagswahlkreis hielt am Dienstag im großen Saal des Gewerk gelegenheit des Vereins Berliner Hausdiener, auf die Redner eben- fünften Kreises einmal selbst Mannes genug sein würden, schaftshauses wieder eine Generalversammlung ab. Zunächst er- falls näher einging unter Bezugnahme auf die befannten, unlängst berechtigte Borwürfe gegen ihn zurückzuweisen, dann aber auch halte folgte die Wahl der Parteifunktionäre( Mitglieder des Zentral auch in der Gewerkschaftskommission wieder durchgesprochenen der Parteivorstand nur den nächstjährigen Parteitag zu Mannheim vorstands des Verbandes für Berlin und Umgegend). Gewählt Gegensätze zwischen dem Verein Berliner Hausdiener und dem Ver- für den einzig richtigen Ort, um über diese Angelegenheit in offi wurden Genosse Pohl in das Aktionskomitee, Genoffe Kräder band der Handels- und Transportarbeiter. Die Preßkommission zieller Eigenschaft Rede zu stehen. Nichtsdestoweniger sei der Genosse in die Preßkommission, Genosse König in die Lokalfommission, habe, als Beschwerden über Nichtaufnahme von Annoncen erhoben Bebel bereit gewesen, als Privatperson in der Versammlung zu Genosse Gehrmann in die Agitationsfommission, Genoffe rib wurden, nachdem vorher die Aufnahme einer Annonce des Vereins erscheinen. Nach der von Gradnauer dem Vorwärts" überals Ersatzmann. Darauf wurde die Neuwahl des Wahlvereins der Berliner Hausdiener dem Handels- und Transportarbeiter- fandten Erklärung der sechs Redakteure aber habe auch Bebel mit Verstandes vorgenommen. Die Bersammlung erklärte sich mit Verband zu einer Beschwerde Anlaß gegeben hatte, die Sache den Recht seine Teilnahme an der Debatte jegt für unnötig gehalten. dem Vorschlage einverstanden, daß das Mitglied des Aktionskomitees Vertrauensleuten überwiesen, weil der von einer Volksversammlung( Bravo!) Weiter teilte der Redner mit, Gradnauer habe, als zugleich als erster Borsitzender des Wahlvereins fungiert. Damit vor Jahren gefaßte Sperrbeschluß nur von den Vertrauensleuten unter ihnen die Versammlungsangelegenheit besprochen wurde, in bezug war Genosse oh I zum 1. Vorsitzenden des Wahlvereins bestimmt. habe aufgehoben werden fönnen. Für die Vertrauensleute sei nun auf die Münchener Konflittsbroschüre erklärt, er sei willens, Ferner wurden gewählt die Genossen Wartenberg als 2. Vor- bei Aufhebung der Sperre maßgebend gewesen, daß man im Verein noch sofort nach München an den Birkschen Verlag fibender, Harndt als 1. Staffierer, Schmidt als 2. Kassierer, Berliner Hausdiener immer mehr bestrebt gewesen sei, ihn in eine au telegraphieren, um zu veranlassen, daß die Sahn als 1. Schriftführer und Engelicht als 2. Schriftführer, moderne Arbeiterorganisation umzuwandeln, und daß das neu- Broschüre, soweit dies noch möglich wäre, forie als Beifiber die Genossen tausch, Rappert, Jonas geschaffene Statut durchaus diesem Streben Ausdruck verleihe. Jest aus dem Buchhandel wieder zurüdgezogen Frik und Cavier. Die Vorstandsmitglieder haben die Funk fei nun auch die Aufnahme des Vereins in die Gewerkschafts- werde, denn es fei notwendig, mindestens bas tionen der Gruppenführer auszuführen. Die Wahl der Beisiter fommission beschlossen worden. Die Sprechstunde im Vorwärts" Vorwort und Schlußwort daraus zu entfernen. hatte zu einer mehr oder minder persönlichen Debatte geführt, ziehe fobiel Leute an, daß die nächste Breßkommission sich damit Redner bemerkte dazu: Wenn jo die Redakteure nun auch elendiglich welche sich an die Anregung eines Genossen knüpfte, ob es nicht werde beschäftigen müssen, noch einen zweiten Anwalt abends mit- au Kreuze gefrochen feien, fo sei die Sache damit für die Genossen demokratischer wäre, das bisherige System der Vorbereitung der arbeiten zu lassen oder einen Anwalt anzustellen, daß er im Laufe noch durchaus nicht kurzerhand aus der Welt geschafft, denn dazu Kandidaturen für die Wahlen von Vorstand und sonstigen Funktio- des Tages die juristische Auskunfterteilung besorge. Bum habe sie durch die Schuld der Ausgeschiedenen doch zuviel Staub nären fallen zu lassen. Ein Beschluß zur Sache wurde nicht ge-" Vorwärts"-Konflikt habe er zu erklären: Die führenden Genossen aufgewirbelt.( Beifall.) faßt. Revisoren wurden die Genossen 3idenroth, Schröder im Kreise, die Bezirksführer, Stellvertreter usw., hätten in einer und Hoffmann. In die Zeitungskommission wählte man die Sigung ihre Stellung flar zum Ausdruck gebracht. Er halte damit Umrath das Wort. Er bemerkte, daß er nach dem für die Genossen Kurt, Mittag und Niediger. die Sache für erledigt. Alle hätten auch wohl die Erklärung des Redakteure so blamablen Abschlusse der Sache, nur noch einige der Genossen Gradnauer im„ Borwärts" gelesen. Dieser Erklärung Ausführungen Gradnauers von der vorigen Versammlung streifen wolle er sich anschließen." Auch er wolle sagen, es sei genug des wolle. Dieser habe sich so sehr über den Vorwurf entrüftet, daß bösen Spiels. Möchten auch die Genossen des dritten Streises dazu er nicht auf dem Boden der Dresdener Resolution stünde. Nun beitragen, daß die Sache nunmehr aus der Welt sei. habe aber der„ Vorwärts" unter der Leitung Gradnauers bei der Genosse Wus chit, ebenfalls bisheriges Preßkommissions. Einigungsfrage der französischen Genossen nicht nur die Guesdistische mitglied, sagte: Er wolle selbstverständlich den Ausführungen des Richtung, die doch zweifellos auf dem Boden der Dresdener Genossen Gehrmann nichts hinzufügen, nur wolle er, weil er eine Resolution stehe, einseitig heruntergerissen und dafür stets auffällig andere Stellung eingenommen habe, für seine Person eine furze Jaurès verherrlicht, sondern er habe sich auch auf die Seite der Erklärung abgeben. Er habe aus den Zeitfäßen für die Breß- russischen Liberalen gestellt und sei hämisch gegen die russischen tommission entnommen, daß die Berliner Genossen einen mit Margiften losgezogen. Noch stets habe die frühere Redaktionsbestimmenden Einfluß haben sollten. Das habe er so aufgefaßt, mehrheit mit dem bedeutendsten publizistischen Verfechter der daß, wenn bedeutsame Wenderungen in der Redaktion beabsichtigt Dresdener Resolution, mit Kautsky, in Konflikt gelegen. Das sei feien, die Berliner Parteigenossen das Recht haben sollten, direkt doch Beweis genug, wie man von jener Seite der Dresdener bazu Stellung zu nehmen. Sie feien num aber nicht gehört worden. Refolution gegenüberstand. Auch anläßlich des Kölner Gewerkschaftsweil sie nicht gehört worden seien und weil man auch die Re- fongreffes habe die Redaktion ihre ganze geistreiche Kafuiftit aufbaktion, die doch die angegriffenen gewesen seien, nicht hörte, des geboten, um es so darzustellen, als ob zwischen der Partei und den halb habe er sich gesagt, das Vorgehen sei ungerecht. Aber er wolle Gewerkschaften reip. Gewerkschaftsführern gar keine Differenzen be auf die Frage selbst nicht eingehen. Wir hätten jetzt befferes zu stünden. Angesichts dessen sei es doch ganz unverständlich, Gradnauer fonnte, der fagen tun, als darum zu streiten. Er verweise auf die Kämpfe in Ruß- wie Borwärts" habe stets land, Desterreich und Sachsen. Auch in Preußen werde der Kampf die Anschauungen der Genossen vertreten. Redner fritisierte alsdann gegen das Klassenparlament aufgenommen werden müssen. Gegen- scharf den bekannten Artikel der Generalfommission, aus dem Auf die Leute wärtig ständen wir vor großen Aufgaben, und darum hoffe er, daß nicht das geringste sozialistische Verständnis spreche. verschivinde, was den Freund dem Freunde entfremden könne, und im Gewerkschaftshause sei das Wort eines französischen Sozialisten wir einig dastehen, wenn der Ansturm auf das Klaffenparlament anzuwenden, der da sagte, bevor er die Bariser Arbeiterbörse beerfolgt. trete, lege er den Sozialismus ab. Dieses Wort sei den Körsten, Auf Vorschlag von Wartenberg und Friß war die Ver- Robert Schmidt usw. förmlich auf den Leib geschnitten, nur daß fammlung ebenfalls damit einverstanden, daß der Vorwärts"- diese es vergäßen, auch beim Verlassen des Engelhauses den Die Sozialismus wieder anzulegen.( Beifall. Sehr richtig!) Sonflift aus den weiteren Verhandlungen ausscheide. Die Debatte erstreckte sich fast ausschließlich auf die An- Solidarität der Gewerkschaftsbeamten mit den sechs Redakteuren sei gelegenheit betreffend den Verein Berliner Hausdiener. Im Sinne zweifellos mur der Furcht entsprungen, daß die Gewerkschaftsmitglieder der Ausführungen von Steinicke sprachen dazu die Genossen einst vielleicht genau so mit ihnen aufräumen fönnten, wie die BarteiSie begenossen mit den Redakteuren aufgeräumt haben. Mit all' solchen Genoffe Steinide( Mitglied des Handels- und Transport- Ibold, Serling, Mäurer und Bernhard. arbeiter- Berbandes) rügt, daß die seinerzeit von einer Bolfsber- ftritten vor allem, daß es sich wirklich um eine moderne Organi- Leuten, die fich unabhängig über die Maffe stellen wollten, müsse Das sei das beste Ersammlung über den Verein Berliner Hausdiener" verhängte fation handele, und betonten, daß zur Zeit der Aufhebung der ein entschiedenes Wort gesprochen werden. Borwärts" sperre von den Berliner Vertrauensleuten wieder auf- Borwärts"-Sperre über den Verein dieser weder dem Getvertschafts- gebnis des Vorwärs" Konflikts.( Beifall.) Robert Schmidt ist der Ansicht, daß die von Gradnauer gehoben worden sei, so daß der Verein Annoncen und Versamm. tartell noch der Gewerkschaftskommission angeschlossen gewesen sei, lungsberichte hineinbekomme. Und zwar sei der Beschluß, die sowie daß das neue Statut, von dem geredet wurde, überhaupt erst namens der Redakteure im" Borwärts" veröffentlichte Erklärung Sperre aufzuheben, gefaßt worden, noch ehe mal der denkwürdige am 1. Januar in Straft trete. Sie protestierten gegen den Beschlug wohl vielfach falsch verstanden worden sei. Nicht in der Cag Anschluß des Vereins" an die Gewerkschaftskommission vor sich der Vertrauensleute. Genoffe erling wünschte noch, daß die hätten die Redakteure einen Burüdzieher gemacht, sondern die Regegangen sei." Redner erkennt den„ Verein Berliner Hausbiener" Vorortbeilage des Vorwärts" wieder verschwinden möge, damit bozierung beziehe fich lediglich auf den Inhalt des Vor- und als eine moderne Arbeiterorganisation nicht an, wenn sie auch durch auch die Berliner Genossen und Gewerkschaftler aus den Vororten Schlußworts der Broschüre. Was nun seine so sehr gemißbilligte Stellungnahme zugunsten der Redakteure anlange, so erkläre sich das energische Drängen der im Handels- und Transportarbeiter rechtzeitig und gut unterrichtet würden, Genosse Gehrmann stellte gegenüber einzelnen Aus dieselbe an sich schon aus dem Umstande, daß er mit jenen Genoffen Verbande organisierten lassenbewußten Stollegen etwas vom Hara monieftandpunkt fortgedrängt sei. Einer der im Berein" ton- führung von Herling fest, daß man bei der Einführung der Vorort- felbst jahrelang in der Vorwärts"-Redaktion zusammengearbeitet angebenden Herren gehöre zur Mittelstandspartei, ein anderer habe beilage den an sich sehr berechtigten Wünschen der Genossen in den und sie dort als Menschen und Parteigenossen lennen und schätzen bei den Stadtverordnetenwahlen antisemitisch gestimmt. Eine An- Bororten, die einen erheblichen Teil der Vorwärts"-Refer stellten, gelernt habe. Sein Urteil möge deshalb vielleicht subjektiv etwas zahl Vorstandsmitglieder seien ja politisch organisiert, aber seit gefolgt sei. Indem er auf die Hausdiener- Angelegenheit noch ein- Betrübt fein; aber auch rein objektiv betrachtet laffe sich das Verwann! Seit 2, 3 und 6 Monaten gehörten sie zum Wahlverein. mal einging, bemerkte er, daß man da, wo die Hand zur Einigung halten gegen die sechs Redakteure nicht rechtfertigen, wenn er auch Rebr führt das Entgegenkommen der Vertrauensleute darauf geboten werde, fie auch ergreifen solle. Unsere Bewegung sei doch ohne weiteres zugebe, daß sie mit der Kündigung sowie mit der auch von ihren besten Freunden zu der erwähnten Erklärung ver daß der Verein Berliner Hausdiener" angefangen hätte, darauf gerichtet, die Fernstehenden zu uns herüberzuziehen, fie zu Broschüre Ungeschicklichkeiten begangen hätten. Deshalb feien fie ja in der Vorwärts" bruderei Bestellungen zu machen. Manche andere Stämpfern zu erziehen. Durch nichts sei jedoch bewiesen, daß die Nach einigen Mitteilungen im Verschiedenen" schloß die Ver- anlagt worden. Gewerkschaft fönne fich auch beschteren über die Aufnahme der Aenderung in der Redaktion in einer so unfreundlichen Art Annoncen von Geschäften, wo schlechte Verhältnisse herrschten und ſammlung. vor sich zu gehen brauchte. Habe die Breßtommission doch die Gewerkschaften um die Befferstellung ihrer Mitglieder fämpften. nie etwas davon berichtet, daß die Zustände in der Redaktion Auch aus anderen Fällen, so beim Falle Wertheim, habe man erfahren, Der Borwärts"- Konflikt vor dem 5. Berliner Reichstagsje unerträgliche gewesen seien. Ja, die Breßkommission habe die Wahlkreise. daß das Geschäft beim Vorwärts" eine zu große Rolle spiele. Redaktion fogar öffentlich verteidigt, beispielsweise gegen die Angriffe ( Das ist eine aus freier Sand erfundene leichtfertige Verdächti Am Dienstag fand im„ Alten Schüßenhause" eine startbesuchte der„ Leipziger Volkszeitung". Wenn nun gefagt sei, die Redaktion gung, für die Genosse Steinide auch nicht den Funken eines Be- außerordentliche Generalversammlung des Wahlvereins vom 5. Kreise hätte zu auswärtigen Angelegenheiten nicht genügend Stellung geweifes erbringen fann weder für diesen noch für irgend einen statt, in der die Fortsetzung der vor einer Woche vertagten Debatte nommen, so sei er der Meinung, daß wir uns auch gar nicht so viel anderen Fall. Es ist eine sogar von allen anständigen Gegnern über den„ Vorwärts" Konflikt erfolgte. Vor Eintritt in die Tages- in ausländische Konflikte einmischen sollten; wir hätten an unseren anerkannte Tatsache, daß für die Saltung und Stellungnahme des ordnung verlas der Vorsitzende Leo Zucht folgenden an ihn ge- eigenen Konflikten gerade genug. Wenn man z. B. den Genossen " Borwärts" teinerlei geschäftliche Interffen, son- ordnung Jaurès so niedrig einschäße wie Umrath, weshalb habe man ihn dern einzig und allein die Parteiintereffen in Frage fommen. richteten Brief des Genoffen Gradnauer: dann zu einer Rede nach Berlin herholen wollen?( Burufe: Eisner, R. d.„ V.) Die Parteigeschäfte hätten sich aber nach dem zu Gradnauer.) Diese haben aber doch in vollem Einverständnis mit richten, was vom Standpunkt der Parteigenossen verlangt werde. den Vertrauensleuten gehandelt. Redner weist darauf scharf die Auf Wunsch Pohls, der an jener Sibung der Vertrauens. Vorwürfe Umraths gegen sich zurück. Niemals habe er höhnisch über Yeute nicht teilgenommen hat, wird die Debatte über die Angelegen= den russischen Maffenstreit gesprochen. Wenn Umrath, der nur ein heit bis nach dem Bericht aus der Breßkommission vertagt. Sammelsurium unverdauter Lesefrüchte aufgetischt habe, derartiges behaupte, so sei das eine unerhörte Verdrehung. Uebrigens stehe er bollständig auf demselben Standpunkte, den die vielgeschmähte„ Vorwärts". tedaktion seinerzeit hinsichtlich der Berriffenheit in den russischen Parteiverhältnissen eingenommen habe. Die von Umrath angezogenen Artifel über den Stölner Gewerkschaftstongreß aber feien gar nicht von einem Mitgliede der früheren Borwärts"-Mehrheit geschrieben, sondern von dem in der Redaktion verbliebenen, sehr radikalen Genoffen John, der, als er von anderer Seite auf die Unzulänglichfeit jener Artikel aufmerksam gemacht wurde, obendrein erklärt habe, er wisse über den Kölner Kongreß nichts weiter zu schreiben. Ich möchte mir noch gestatten, auf die in der letzten Sonn-( Genosse Schmidt ist falsch unterrichtet: Die Artikel, in denen mit tagsnummer des" Borwärts" erschienene Erklärung der sechs Unerath zu reden, die Redaktion ihre ganze geistreiche Kasuistik Redakteure hinzuweisen, in welcher die subjektiv guten Absichten aufbot, um es so darzustellen, als ob zwischen der Partei und den des Barteivorstandes und der Preßkommiffion von uns anerkannt Gewerkschaften respektive Gewerkschaftsführern gar keine Differenzen werden und damit der Weg zum Ausgleich auch in diesem schlimmen Sonflikt gesucht wird. Es versteht sich, daß ich und meine Kollegen beständen", stammen nicht von dem sehr radikalen John. bis auf ein ehrliches ehrliches Lob über die tatsächlichen Vorgänge selbst nach wie vor dieselbe An- Johns ficht vertreten, wie ich sie vor acht Tagen in Ihrer General- des Genossen Schmidt- entweder nicht aufgenommen oder aber als makelhaft nur mit besonderem Zeichen versehen an zweiter Stelle bersammlung dargelegt habe. Mit parteigenössischem Gruß Georg Gradnauer. gebracht. Daß die frühere Redaktionsmehrheit so verfuhr, weil sie Pötzsch stellte hierauf den Geschäftsordnungsantrag, nunmehr objektiv von der Unzulänglichkeit der Artikel überzeugt war, ist gern Genoffe Dimmid gab einen längeren Bericht über die über die ganze Angelegenheit zur Tagesordnung überzugehen. zu glauben. Es ist aber interessant, daß beispielsweise die Wiener Tätigkeit der Brandenburger Agitationsfommission und über die Zur Begründung des Antrages verwies er auf die Erklärung der Arbeiterzeitung" einen der bereits gesetzten, als Abzug in Berhältnisse der Partei und der Geverifchaften in der Provinz. ausgefchiedenen Rebatteure in der letzten Sonntags. Die Broving gegangenen, dann aber nicht in den Vorwärts" hineinIn den Kreis- Wahlvereinen, jo faßte er sich zusammen, sei die Nummer des„ Borwärts". Er bezeichnete diefelbe als einen depris getonimenen artifel tro feiner„ Unzulänglichkeit" abdruckte. Steigerung der Mitgliederzahlen zwar nicht sehr erheblich, aber mierenden 8 ur idzie her und bemerkte, es müſſe jest natürlich man fönne nicht abstreiten, daß die Entwidelung der Kreis- Wahl jedermann schwer fallen, für die Redakteure noch einzutreten, da sie doch Die Artikel, welche Uner ath meint, die auch in der Sigung der bereine eine normale und die entfaltete Tätigkeit eine anerkennens selbst de- und wehmütig pater peccavi gefagt bätten, In der Sache Berliner Funktionäre vom 17. Juni besprochen wurden, finden sich werte fei. selbst sei er zwar nach wie vor der Meinung, daß der Parteis in den Nummern des Vorwärts" vom 8. und 9. Juni und stammen Gerfoffe Gehrmann als Preßkommissionsmitglied er borstand bei dem Personenwechsel in der Bortvärts"-Redaktion in der Tat von einem Mitgliede der früheren Mehrheit. M. d.„ V.") Ein wie wenig geeigneter Kritiker gerade Umrath fei, beweise staltete darauf seinen Bericht. Die Abonnentenzahl des" Bortvärts", formell falsch gehandelt habe; jedoch sei es besser, jetzt die ganze aur Genüge der Umstand, daß dieser jenes verlogene anarchistische die jest zirka 99 000 betrage, fei gegen das Vorjahr wieder ge- Angelegenheit auf sich beruhen zu lassen.( Widerspruch.) zur " Genosse Jakob gab eine Uebersicht über die Tätigkeit der Lokalfommiffion im berfloffenen Geschäftsjahr, wobei er die Frage des Bohlottsbruchs der„ Neuen Freien Voltsbühne" in Sachen Philharmonie berührte und das Verhalten der Lokalfommission und Der Bertrauensleute rechtfertigte. Allen Arbeitervereinen, die Dampferfahrten im Sommer veranstalten, fei zur Beachtung dringend anheimzugeben: Herr Tismer, der Dampfschiffsunternehmer und Besizer des Restaurants Kyffhäuser an der Oberspree, habe den Dekonomen dieses Etablissements kontraktlich verpflichtet, bas Lokal der Arbeiterpartei nicht zur Verfügung zu stellen, während es allen anderen Parteien offen stehe. Die Vorstände von Arbeitervereinen, welche Dampferpartieen machen wollen, möchten fich vorher an den Obmann der Lokalfommission wenden. 41 2ofalen im dritten Streis stehen 36 den Arbeitern für Versamm. lungen zur Verfügung. Von Genoffe Büttner wünscht, die Lokalfommission möge mit der Abnormität aufräumen, daß auch Lokale dort gesperrt werden, wo gar teine Arbeiter angesiedelt seien, wie z. B. in Grünheide oder gar At- Buchhorst. Wenigstens sollte man solche Lokale für den persönlichen Verkehr freigeben. Wer nach dem arbeiterlosen MtBuchhorst verschlagen werde, müßte oft stundenlang laufen, ehe er fich restaurieren fönne. " Werter Genoffe! Sie haben wohl die Güte, die folgenden Zeilen zur Rechtfertigung meines Ausbleibens in der heutigen Versammlung zu berlesen. in ber Als ich vor acht Tagen in der Generalversammlung des fünften Wahlfreises erschien, lag es mir fern, über den Vorwärts". Konflikt eine Erörterung herbeiführen zu wollen. Nur weil von anderer Seite diese Angelegenheit ausführlich behandelt wurde, war ich genötigt, meinen und meiner früheren Kollegen Standpunkt darzulegen. Da nun, wie ich höre, der Parteivorstand sich in der heutigen Versammlung nicht vertreten laffen wird, woraus ich schließen darf, daß der Parteivorstand keine Neigung hat, den Streit fortzuführen, so darf ich wohl auch auf das Einverständnis der Genoffen des fünften Kreises rechnen, wenn ich gleichfalls in der heutigen Versammlung nicht nochmals erscheine. Artikel wurden " " " " Flugblatt unterzeichnet habe, in welchem den Gewerkschaftsdelegierten| handeln, wie die sechs Redakteure. Mit der Verlegung der Partei-[ Zurückzieher, den er und feine Kollegen jest gemacht, gäbe es bei borgeworfen wurde, sie hätten in Köln boykottiertes Bier getrunken. grundsäge müsse es in der alten Redaktion doch gar nicht so schlimm allen Genossen nur noch ein Gefühl, das des aufrichtigen Mitleids Sollte die Versammlung aber mit Umrath der Meinung sein, daß bestellt gewesen sein, weil man Eisner ja behalten wollte. Am schlimmsten mit den blamierten Redakteuren.( Lebhafter Beifall.) er, Redner, nicht mehr sozialdemokratische Grundsäge vertrete, nun sei es, daß jeder, der nicht gerade durch dick und dünn mit einigen Liepmann erklärte, den Ausführungen vollinhaltlich bei so müsse er es den Genossen überlassen, die Konsegenzen maßgebenden Genossen, von denen die Parteimeinung gemacht werde, pflichten zu können. Auch ihn interessiere jetzt nur noch hauptsächlich daraus zu ziehen. In aller Ruhe und Entschiedenheit wolle gehe, als Revisionist und demzufolge als Parteiverräter geächtet die rücksichtslose, durch und durch falsche und fehlerhafte Stellung, er aber erklären: Wenn er auch Gewerkschaftsmann sei, so sei er werde. Das Schlagwort Revisionist" berfange bei den meisten die die Generalfommission in dieser Affäre eingenommen habe. auch als folcher doch in erster Linie Sozialdemokrat, und niemand Parteigenoffen denn auch gewöhnlich. So auch hier. Wer sich heute Er wolle fagen: Wenn in dieses Verhalten der Generalkönne ihm nachweisen, daß er nicht in jeder Hinsicht in der Arbeiter auf die Seite der sechs Redakteure stelle, werde einfach als Re- fommission ein bewußtes gewefen fel, meme bewegung seine Pflicht und Schuldigkeit getan habe. Wenn er nun visionist verschrien. Selbst zubeil und Frohme feien jetzt zu Anstand rund heraus zu erklären, daß sie einen schmählichen in einer oder der anderen Frage nicht mit den Ansichten der Genossen Revisionisten" gestempelt worden. In Wirklichkeit denke natürlich Verrat an der Arbeiterfache begangen habe. Von einer Maßregelung übereinstimme. so könne man ihm doch unmöglich vorschreiben, welche fein Mensch an eine Revision unserer Grundsäge. Auch die sechs der Sechse zu sprechen, sei einfach eine Flunkerei. Vielleicht hätte Stellung er als Abgeordneter in Gewerkschaftsfragen einzunehmen habe. Redakteure hätten dies nicht getan. Stets handelte es sich nur um der Parteivorstand anfangs anders vorgehen können. Nachdem die Der vielerwähnte Artikel der Generalfommission sei durchaus nicht Meinungsverschiedenheiten über taktische Fragen. Beim Vorwärts" Redakteure jedoch unter Hinwegießung über alle Disziplin den in der Absicht versandt, daß die Gewerkschaftspresse gegen den Konflikt fielen aber selbst diese fort. Hier fäme lediglich die Frage öffentlichen Standal vom Baune brachen, war ein anderes Verhalten Parteivorstand Stellung nehmen sollte, vielmehr sei er der Gewerk- des parteigenössischen Anstandes in Betracht, und der sei vom Partei- gegen sie zur puren Unmöglichkeit geworden. Jetzt blieb auch den schaftspresse, wie viele andere Artikel auch, nur zum Abdruck zur vorstande allerdings verletzt worden.( Unruhe.) Wohin solle man Funktionären nichts anderes übrig, als sich auf die Seite des flaren Verfügung gestellt worden. Er habe ihn nicht geschrieben, jedoch nun eigentlich kommen, wenn alle Genoffen so angefeindet werden, Rechtes zu stellen, und das sei auf feiten des Parteivorstandes habe er ihn vorher gekannt und, soweit die vom gewerkschaftlichen wie Robert Schmidt! Es gäbe in Wirklichkeit kaum einen geplagteren gewefen. Hiermit wolle er auch gleich die der Oeffentlich Standpunkt nicht gn rechtfertigende Art der Abfägung der Re- Menschen, wie einen Gewerkschaftsbeamten.( Widerspruch, große Un- feit noch nicht bekannte Tatsache mitteilen, daß sowohl dakteure darin behandelt werde, auch gebilligt. Ob nun die Ge- ruhe.) Wenn man wolle, daß die Beamten immer ihre eigene Richard Fischer wie auch Robert Schmidt die Redakteure vor nossen den Standpunkt der Generalfommiffion zu teilen vermöchten Meinung zurückstellen und nur blindlings der Waffe gehorchen der Einreichung und Veröffentlichung ihrer gemeinsamen Kündigung oder nicht, soviel stehe jedoch fest: in der Praxis verlangten fie doch follten. so schaffe man eben Leute, die den Mantel nach dem Winde dringend gewarnt haben, weil diese sich sonst ohne weiteres ins alle eine andere Behandlung, als wie sie der Parteivorstand drehen würden. So werde dann naturgemäß ein widriges Streber- Unrecht sehen würden. Der Rat sei von ihnen jedoch nicht befolgt den sechs Redakteuren habe angedeihen lassen. Die Redakteure hätten tum gezüchtet. Es sei doch wirklich keine Kunst, den Massen hübsch| worden; vielmehr hätten fte geglaubt, die Masse Masse der zum mindesten gehört werden müssen. Um diese Unterlassung tomme radikal nach dem Munde zu reden. Ungleich mehr Mut gehöre dazu, Parteigenoffen stelle fich fofort fritillos auf ihre Seite. man nicht herum. Nun sei auch gesagt worden, die Generalfommission eine eigene Meinung zu vertreten. Er tönne nur empfehlen, sich Jetzt endlich seien sie wohl von ihrer argen Selbsttäuschung habe sich unbefugter Weise in die Personalveränderung der Vor nicht noch mehr in Gegenfäßlichkeiten hineinreden zu lassen. Man furiert worden. Es sei ihnen ungefähr so gegangen, wie den Gewärts"-Redaktion eingemischt. Wer aber wie die meisten Genossen möge vielmehr das versöhnende Moment betonen, denn auch die sechs werkschaftsführern in der Maifeierfrage. Auch diese hätten geglaubt, auf dem Standpunkt stehe, Partei und Gewerkschaften feien eins, der Rebafteure haben zweifellos geglaubt, nach bester Ueberzeugung die die Mitglieder der Gewerkschaften hinter sich zu haben; sie hätten müsse auch zugeben, daß die Generalfommission zweifellos das Recht Parteiinteressen wahrgenommen zu haben. von der Masse jedoch recht fühlbar eins auf die Müze" bekommen. hatte, diesen Konflikt zu behandeln, da er eben in der Art, wie er Koyke kritisierte scharf die Auffassungen Bauers und Robert Dem Genossen Robert Schmidt sei nun einmal der Vorwurf nicht zum Ausdrucke tam, auch die Gewerkschaften angehe.( Widerspruch, Schmidts. An dem ganzen Vorwärts"-Konflikt interessiere am zu ersparen, daß, da er den ganzen Sachverhalt mit den Redakteuren Unruhe.) Er bedauere, daß von gewisser Seite aus systematisch meisten die Stellungnahme der Gewerkschaftsführer; die Maffe habe genau tannte, nicht die Versendung jenes Artikels der General gegen die Gewerkschaften Stimmung gemacht werde.( Unruhe. fich ihr Urteil längst gebildet. Auch er stehe seit einem Jahrzehnt kommission verhindert habe. Nicht persönliche Treibereien feien Stufe: Nicht gegen die Gewerkschaften, sondern gegen gewisse an der Spize einer Gewerkschaft, allerdings nicht als Beamter. gegen Schmidt im Gange, sondern die Differenzen zwischen ihm und Beamte.) Es sei nichts leichter, als Mißtrauen gegen die Beamten Dennoch sei es ihm nie eingefallen, sich über die Masse zu den Genossen resultieren aus fachlichen Auffassungsunterschieden. zu säen. Ließen sich die Beamten jedoch nicht von ihrem Verant- erheben. Hier aber hätten sich zwei Gewerkschaftsbeamte hingestellt Jetzt aber, nachdem die Redakteure ihre jämmerliche Erklärung loswortlichkeitsgefühl leiten, so wäre es ihnen doch nur eine und beweisen wollen, wie dumm doch eigentlich die Masse sei und gelassen hätten, würde auch Schmidt wohl etwas unbehaglich bei Kleinigkeit, sich stets bei der Masse in Gunst zu setzen; sie von welchen Geistesheroen sie geleitet würde.( Heiterkeit.) Wenn der Geschichte zumute geworden sein. Der Generalfommission aber brauchten ja nur zu allem Ja und Amen zu fagen. Robert Schmidt sage, es habe schon immer Streitigkeiten gegeben, wolle er zu bedenken geben, daß auch sie nicht so hoch gefürstet ſei, Es feien aber ficher nicht die schlechtesten Beamten, fo ertvidere er, daß Robert Schmidt feit zehn Jahren auch stets an um nicht ebenfalls heilsame Lehren aus dem„ Vorwärts"-Konflikt die in ihrer abhängigen Stellung den Mut hätten, der Masse allen Streitigkeiten beteiligt gewesen sei.( Rufe: Sehr richtig!) ziehen zu dürfen.( Lebhafter Beifall.) Redner erfuchte die Angelegentlich auch einmal etwas unangenehmes zu sagen. In der Selbst wenn man nun zugestehen wolle, daß der Parteivorstand in wesenden sodann um Annahme der bereits von den Bezirksführern Maifeierfrage habe doch auch Wels feinen, Redners, Standpunkt dem Vorwärts"-Konflikt einen Fehler gemacht habe berechtige angenommenen Resolution. eingenommen gehabt. Auch die Vorwürfe gegen den Verein Arbeiter- denn das jene Redakteure, noch viel größere Fehler zu machen? Sie Hierauf wurde ein Schlußantrag angenommen. presse seien unberechtigt. Dieser habe vielmehr alles getan, um den durften den Vorwärts" nicht mißbrauchen, denn er gehörte nicht Wels ging in seinem Schlußworte noch kurz auf die Konflikts. häßlichen Konflikt beizulegen. Nun verstehe er allerdings die ihnen, sondern den Parteigenossen, die unzählige Male treppauf treppab broschüre ein und bemerkte dazu: Schmählicher und herabsezender Stimmung und das Urteil der Genossen. Sie sagen einfach: die gerannt wären, um dem Blatt seine jezige Abonnentenzahl zu wie in diesem Machwerke sei wohl noch nie über Parteiinstanzen Redakteure hätten mit der Veröffentlichung ihrer Kündigung an- werben. Nicht den Redakteuren sei die Ausbreitung des Vorwärts" geschrieben worden. Wenn man damit nun die elende, traurige gefangen", deshalb hätten sie auch die alleinige Schuld. Es würde zu verdanken, sondern der rührigen Tätigkeit der Genoffen. Schon bbitte in der Sonntags- Erklärung der Redakteure bera aber völlig außer acht gelassen, daß auch auf der anderen Seite feit Lübeck seien die Redakteure permanent ermahnt worden, gleiche, so schwinde auch noch der letzte Rest von parteiFehler gemacht worden seien. Letzteres sei seine feste Ueberzeugung. anders zu schreiben. Wenn sie da nicht gefühlt hätten, daß sie sich genössischer Achtung vor ihnen. Wie würdig steche da doch das Man möge nun aus seiner Stellungnahme Konsequenzen ziehen, mit der Meinung der Genossen im Widerspruch befanden, so tönnten Verhalten des Parteivorstandes von jenem der sechs Redakteure ab. twie man wolle: er sehe der Entscheidung ruhig entgegen. Nach sie ihm nur leid tan. Das stärkste Stück in dem Artikel der General Er, Redner, fei autorisiert zu erklären, daß der Parteivorstand all den persönlichen Angriffen, denen er ausgesetzt worden sei, fommission sei, daß die neuen Redakteure verblümt als Streit während der ganzen Konfliktsperiode auch nicht eine Beile an Vermüsse er nun auch verlangen, daß die Genossen klipp und brecher bezeichnet worden seien. Bären sie dies wirklich, so trauensleute oder Redakteure der Partei geschickt habe, um diese flar aussprechen, ob er zur ferneren Vertretung des Kreises noch hätten doch die gewerkschaftlich so befonders taktfesten Buchdrucker etwa zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Wie ganz anders hätten würdig erachtet werde. Er könne nur abermals versichern, der Vorwärts"-Offizin einen groben Prinzipienbruch auf dem dagegen die Redakteure gehandelt. Nun, die Partei habe bewiesen, Gewissen, weil sie doch anstandelos die Artikel der neuen Redakteure daß fie einmütig hinter ihrem Vorstand stehe. Das weitere werde fegten und damit„ Streifarbeit" verrichteten. Man sehe also, wohin sich in Mannheim finden.( Beifall.) eine solche Auffassung führe. Wenn die Gewerkschaften aber schreien, als hätten sie Jahrzehnte zu tun, um die üblen Folgen des Vorwärts"-Konfliktes wieder auszugleichen, so möchten fie doch bedenken, daß sie es ja selbst gewesen seien, die durch ihre Fachblätter den Streit fast bis ins fleinste Dorf ges tragen hätten. Gradnauer habe in der vorigen Versammlung in der Lindenstraße angefangen und in Dresden aufgehört. Mit dem " 1 " daß er nach bestem Wissen stets seine Schuldigkeit getan habe und fie auch weiter tun werde. Was aber den Konflikt anbelange, so wisse er, die Partei sei in ihrem inneren Kern viel zu gefund, um nicht auch darüber hinwegzukommen. Deshalb empfehle er, die ganze Angelegenheit nach der erfolgten Aussprache munmehr ruhen zu lassen und alle Kräfte zum einigen Vorgehen gegen unsere gemeinsamen Gegner draußen zusammenzufassen.( Schwacher Beifall.) Bauer stellt sich im wesentlichen auf den Standpunkt Robert Schmidts. Der Kernpunkt im Vorwärts" Konflikt sei, daß bei der Abwimmelung der Redakteure wichtige gewerkschaftliche und parteis meisterhaften Hinweis auf die Dresdener Wahlrechtsdemonstration genössische Grundsäge außer acht gelassen seien. Wer von den Genossen das jetzt auch gutheiße, der würde doch höchstwahrscheinlich, falls er von einem ähnlichen Schicksal betroffen würde, ähnlich so Für den Inhalt der Jnierate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber teine let Verantwortung. Theater. Donnerstag, 14. Dezember. Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Der schwarze Domino. Schauspielhaus. Der Damenkrieg. Die Dienstboten. Neues Opern Theater. schlossen. Neues Theater. Anfang 7 Uhr. Ein Sommernachtstraum. Morgen und folgende Tage: Ein Sommernachtstraum. sei es ihm ja auch gelungen, die Genossen zum Teil von dem Kern der Sache abzulenten und einigen Beifall zu erzielen. Heute würde ihm das wohl schwerlich gelungen sein, denn nach dem kläglichen Schiller- Theater. |( Friedr.- Wilh. Th.) Nach einigen persönlichen Bemerkungen wurde sodann die Resolution nach Mitternacht mit allen gegen 12 Stimmen an genommen. Sie lautet: " Die heutige Versammlung der Funktionäre des 5. Streifes erklärt sich mit der Haltung des Parteivorstandes und der Preßtommission in Sachen des Vortvärts" Konflittes durchaus ein verstanden. Sie verurteilt entschieden die Stellung der General fommission, die durch Hineinwerfen ihres Artikels den Streit in bisher ganz unbeteiligte Kreise trug und so die vorhandenen Gegensäve zwischen der Partei und den Gewerkschaften zum Schaden beider verschärfte. Zirkus XI. Berliner Saison. Schiller- Theater 0.( Balliner Theater). Schiller- Theater N.( Friedr. 86. 5) Albert Schumann Zirkus Busch. Donnerstag, abends8ubt: Donnerstag, abend 38 Uhr: Heimg'funden. Weihnachtstomödie in 3 Atten von Ludwig Anzengruber. Freitag, abends 8 Uhr: Wanjuschins Kinder. Wanjuschins Kinder. Drama in 4 Aften v. S. A. Naidjonom. Deutsche Bearbeitung v. Hans Kaufmann und May Lie. Freitag, abends 8 Uhr: Zapfenstreich. Kleines Theater. Gonnabend, abends 8 Ubr: Sonnabend, abends 8 Uhr: Abends 8 Uhr: Marquis von Keith. Freitag: Ge- Das vierte Gebot. Neues. Ein Sommernachtstraum. Weften. Der Barbier von Sevilla. Zentral- Theater Nachmittags 3 Uhr: Die Grille. Deutsches. Das Käthchen von Heilbronn. Berliner. La Rafale. Anfang 8 Uhr: Leffing. Zwischenspiel. Zentral. Musette. Abends 8 Uhr: Musette. Luisen- Theater. Abends 8 Uhr: Kleines. Marquis von Keith.( ni. Die Mönche. 7½ Uhr. Schiller 0.( Wallner Theater.) Heimg'funden. Schiller N.( Friedrich Wilhelm. städtisches Theater). Wanjuschins Kinder. Romische Oper. Die Bohème. Residenz. Der Prinzgemahl. Trianon. Die herbe Frucht. Lustspielhaus. Der Familientag. Thalia. Bis früh um Fünfe! Carl Weiß. Von Stufe zu Stufe. Luisen. Die Mönche. Deutsch: Amerikanisches. Herr Herzog! Metropol. Auf ins Metropol. Kafino. Das Opferlamm. Aber Apollo. Prinzeß Rofine. Ein delitates Menu. Walhalla. Spezialitäten. Herrufeld. Familientag im Hause Prellstein. Freitag zum erstenmal: Der Kaufmann von Venedig. Sonnabend: Die Waise a. Lowood. Sonntag nachm.: Sneewittchen. Abends: Der neue Herr. Montag: Der neue Herr. Trianon- Theater. Heute und folgende Tage: Die herbe Frucht. Anfang 8 Uhr. Komische Oper. Friedrichstr. 104-104 a. Donnerstag, den 14. Dezember, abends 8 Uhr: Wintergarten. Eugenie Fougère. Die Bohême. Spezialitäten. Folies Caprices. Soll und Haben. Meichshallen. Stettiner Sänger. Passage. Spezialitäten. Freitag, Sonnabend: Hoffmanns Erzählungen. Sonntag, Montag: Die Bohême. Urania. Taubenstrasse 48/49. Lustspielhaus. Abends 8 Uhr: Jm Lande der Mitternachtssonne. Sternwarte, Invalidenstr. 157/62. Täglich geöffnet non 7 bis Der Abends& Uhr: Wanjuschins Kinder. Gyges und sein Ring. Freie Volksbühne. Anfang 2, Uhr: Metropol- Theater. 13./14. Abteilung Die Wölfin und Fräulein Freschbolzen. Carl Weiß- Theater. 4./5. Abteilung Amphitryon und Die Frage an das Schicksal. 11. Kunst- Abend im Rathaus Freitag, den 15. Dezember, abends 8%, Uhr: Georg Herwegh. Einleitender Vortrag • Rezitation . Am Flügel Friedrich Stampfer. Ferdinand Onno. Fräul. Frida Wanjura. Billetts a 30 Pf. in den bekannten neun Zahlstellen. 230/9 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Kasino- Theater Metropol- Theater Lothringerstr. 37. Täglich Uhr. Allabendlich ausverkauft. Großer Lacherfolg! Das Opferlamm. Anfang 8 Uhr. [ Auf- in's Metropol! Vorher das sensation. Dezemberprogr. Große Jahresrevue mit Gesang u. Baldwin Broth. Neu! Heute abend präzise 72 Uhr: Elite- Abend. Gala- Programm. 11. a.: Die größte und sensationellste Attraktion der Gegenwart: Autobolide La belle Mile. de Thiers. Ferner: Der Zum 26. Male: Die neueste und größte Sehenswürdigkeit Berlins! Indien. Orig.- Pantomime des Zirkus Busch in 8 Bildern. 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Sonntag nachm. 3 Uhr: Der Schlafwagenkontrolleur. Bum letztenmal: Der Glöckner von Notre- dame. Schauspiel in 5 Aufz. von Charlotte Birch- Pfeiffer. Anfang 8 Uhr. Eintritt 30 Pf. Freitag zum lektenmal: Am Altar. Montag: Letzte Vorstellung vor Weihnachten. Walhalla Theater Volkstümliche Preise. Unser Doktor. Boltsstüd mit Gesang in 4 Aften von 2. Treptow und L. Herrmann. Anfang 8 Uhr. Rauchen in allen Räumen gestattet. 8 765 Familientag.tes, magm. 4 lipri" Strett Tana in 9 Bildern Jul. Prema Folies Caprice. Eugenie Berliner Theater. Morgen: Nemesis. Abends 7/2 Uhr: Lektes Gastspiel Mme. Réjane: La Rafale. Freitag 7, Uhr: G'wissenswurm. Borh.: Der Geigenmacher v. Cremona. Sonnabend nachmittag 3 Uhr: Die Wunderglocke. Artus- Hof Perlebergerstr. 26. Stendalerstr. 18. Säle bon 100-1200 Berf. stehen den geehrten Vereinen zur Verfügung. Jeden Sonntag, Dienstag u. Freitag: Gr. Theater Vorstellung. Jeden Montag: Cuartettsänger und Abends 7, Uhr: Annemarie. Borhumoristische Soiree. her: Der Geigenmacher v. Cremona. I Seden Donnerstag: Gr. Konzert. Carl Weiß- Theater. ( Gr. Frankfurterstr. 132. Von Stufe zu Stufe. Lebensbild mit Gesang in 5 Aften von Dr. H. Müller. Anfang 8 Uhr. Morgen und folgende Tage: Dieselbe Vorstellung. Musik von Viktor Hollaender. Rauchen in all. Räumen gestattet. Budapester Possen- Theater 132 Linienstr. 132 Ecke Friedrichstraße. Zum 87. Male: Fougère Pariser Excentrique- Sängerin. C. Bernardi, Verwandlungskünstler. Mc. Banns, Keulenjongleur. Rosa Etablissement Buggenhagen Nach dem Zapfenstreich. Naynon, dressierte Vögel Moritzplatz. Täglich in den unteren Sälen Vorher: Soll und Haben. u. d. ausgezeichn. Spezialitätenteil. Anfang 8 Uhr. Vorverkauf täglich b. A. Wertheim Hundepantomime. Lene Land, Parodistin. Siegwart Gentes, Humorist. de Grey, Barfußtänzerin. Im Pensionat, Ballettdivertissement. Connabend nochm.: Klein Däum- Gottschalk- Konzert. und an der Theaterkasse v. 10 Uhr Die 3 Olympier, Bronzestatuen ling. 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Leopold Ely, Musik von Rudolf Nelson, vorkommende Tänze vom Ballettmeister Eugen Chlebus. Hauptdarsteller: Fortunatus Biedermann Martin Bendix. Anastasia, seine bessere Hälfte Alice Düring. Sophie Eduard } beider Kinder Trudy Truth, Gustav Waldau. Theodor Steiner Fred Carlo. Rudel v. Brillwitz Littke Carlsen. Manon Frelu Paulette v. Roy. Pauline, modernes DienstMartha Wald. mädchen Johannes Bliemchen Anf. 8 Uhr. Hugo Hochgemuth. Sonntag 82 Uhr. Dazu: Lotte Sebus, der kleine Gabrun, Lucia Ravello, Oskar Fürst etc. Konzertsaal. Fest- Dekoration. Musik u. Ges. b. 1 Uhr nachts. Sonntag nachm. 3 Uhr: Volks- Spezialitätenvorstellung. 1 Kind frei. Jeder Platz 30 Pf. Gebrüder Her errnfeldTheater. Sonntagnehm. 3 Uhr, ,, Ueber'n großen Teich". Montag, 18. Dez., u. folgende Tage: Freitag, den 15. Dezember, abends 8 Uhr, in Kellers Festsälen, ,, Ueber'n großen Teich' Sonnabend, 23. Dez., 8 Uhr: Premiere ER& ICH Koppenstraße 29: Gemeinschaftliche General- Versammlung aus dem der beiden Wahlvereine ,, Oft" und" Südoft". 4 Bilder mit Gesang aus dem Leben der Deutsch- Amerikaner von Ad. Philipp. Billetts für Tages- Ordnung: 1. Zusammenschluß beider Wahlvereine. 2. Beratung und Beschlußfaffung des neuen Statuts. 3. Bericht allle Vorstellungen jetzt zu haben. des Vorstandes. 4. Wahl des Vorstandes und der Funktionäre. 5. Verschiedenes. Otto Pritzkows Berliner -Theater Bahlreichen Besuch erwarten Mitgliedsbuch legitimiert. 264/9 Die Vorstände. Abnormitäten Tea Achtung! Brauereiarbeiter!! Münzstr. 16. Riesen- Weihnachts- Programm! Barnum u. Bailays Abnormitäten. Wunderhahn Pluto, geboren mit Sonntag, den 17. Dezember, vormittags 11 Uhr, in Kellers Festsälen, Koppenstraße 29: 4 Beinen, 2 Körpern, 1 Kopf. Oeffentl. Protest- Versammlung gegen die von der Regierung geforderte& rhöhung der Brausteuer. Der Welt- Koloẞ, schwerste Dame, die je gelebt. Die fliegende Venus?? DerSkelettmensch, 27 Kilo schwer Die Hellseherin Armida. Riesen, Zwerge, Phänomen, Fakire, Hellseher, Feuerkünstler, Gedankenleser etc. Entree wie immer. Keine Nachzahlung. Gustav Behrens SpezialitätenTheater FrankfurterAllee 85. Tages- Ordnung: 42/ 4* 1. Die von der Regierung geforderte Erhöhung der Braufteuer und welche Konsequenzen haben die Brauereiarbeiter daraus zu ziehen. Referent: Reichstagsabgeordneter Genosse Dr. Südekum. 2. Diskussion. Zu dieser Versammlung find alle in den Lagerbier, Weiß- und Braunbierbrauereien, Malzfabriken und Bierniederlagen beschäftigten Arbeiter eingeladen. Kein Mann darf fehlen! Kollegen! Agitiert für starken Besuch dieser Versammlung! Zentralverband deutscher Brauereiarbeiter. Die Agitationskommission der Brauereiarbeiter Berlins und Umgegend. Deutfcher Metallarbeiter- Verband. Arbeitsnachweis: Verwaltungsstelle Berlin. Haupt- Bureau: Das Riesen- Dezember- Programm. Zimmer 34, Amt IV, 3353. Engel- Ufer 15. Neu! 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AmtiV, 9679 Sonntag, den 17. Dezember, vormittags 10 Uhr: General- Versammlung im Saale der Brauerei Am Friedrichshain 16/23. Zages Ordnung: 1. Fortsetzung über die Aussperrung in der Elektrizitätsindustrie. 2. An die Verwaltung gelangte Anträge. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Bahlreichen Befuch erwartet [ 168/9] Die Ortsverwaltung. Zentral- Verband der Töpfer. Die für Freitag, den 15. Dezember bei Keller, Koppenstraße, anberaumte Verfammlung fällt aus, da die Tarifberatungen in den Lohnkommissionen noch nicht abgeschlossen Löwe- Ensembles. find und infolgedessen die Meisterversammlung noch keinen endgültigen Beschluß fassen konnte. Gastspiel des Moritzpl. Buggenhagen Kaisersal. Heute sowie jed. Donnerst. u. Sonnt.: Gr. Weihnachts- Soiree der Fritz SteidlSänger. Wunderbares Programm. Anf. 8, Uhr. Entree 30 PI., Sperrsitz 50 Pf. Nachh.: Freitanz. Schöneberger Wintergarten Golzstraße 9. Täglich Theaters und Speziali tätenvorstellung. Sonntags 2 Borstellungen. Nachmittags 4 Uhr zu halben Breifen. Jede erwachsene Person hat ein Kind Die Versammlung findet nun statt am Mittwoch, den 20. Tezember cr., abends pünktlich 6 Uhr, bei Keller, Stoppenstraße Nr. 29. Die Tagesordnung wird noch durch den Vorwärts" näher bekannt gemacht. Der Vorstand. Wir machen im Anschluß hieran unsere Kollegen, welche der Orts- Krankenkasse der Töpfer Berlins angehören, auf die Versammlung aufmerksam, welche am Dienstag, den 19. Dezember, abends 6 Uhr, im Gewerkschaftshause stattfindet. Eintritt nur gegen Vorzeigung des Krankenkassenbuches oder Bescheinigung des Arbeitgebers. 201/6 Es ist Pflicht jedes Kollegen, diese Versammlung unter allen Umständen zu besuchen. Zentralverband der Maurer Deutschlands Zweigverein Berlin. se Sektion der Gips- und Zementbranche. frei. Abends 7%, Uhr Große Gala Freitag, den 15. Dezember 1905, abends pünktlich 8 1hr, im Gewerkschaftshause, Vorstellung. Die Direktion. Variété Elysium Jnb. C. Eisermann. Kommandantenstraße 3/4. Heute Donnerstag: Täglich: Keine Soiree. Auftreten von 36 erstklassigen Am 2. Feiertag: Gr. Matinee internationalen Spezialitäten. der GriginalDie Fleischnot. Harburger Sänger. Intereff. fatir. Beftfarte, 25 Stüd C. Frick und F. Kasche- Krause. Anfang mittags 12 Uhr. Nächste Soiree am 28. Dezember cr. 1. Bu beziehen von L. Schober, Freiburg i. B., 1182b Rennerstr. 2. Im Krug zum grünen Kranze. Achtung! Karton- Nieter. Singspiel von D. Richter Familienfarten in allen Barbier, Frifier- und Zigarrengeschäften sowie im Theaterbureau unentgeltlich. zu haben. Belle- Alliance Theater- Variété. Abends 8 Uhr: Josephine Petit Flammen- und Radium- Tanz. Seppl Werner Charakter- Komiker. Rebusas lustiger Bauernhof. 14 hervorrag. Debüts. Achtung! Heute, Donnerstag, den 14. Dezember, abends 19 Uhr: 2 Versammlung der Karton- Nieter bei Feind, Weinstraße 11. Tages- Ordnung: 1. Das Resultat der Verhandlungen mit den Prinzipalen. 2. Eventuell Wahl von 5 Beksitzern zum Schiedsgericht. 3. Ver=" schiedenes. Stollegen! In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht aller Stollegen in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Tariffommiffion. 29/10 Leihhaus NORDEN 2034 Linienstr. 2034, 53922* am Rosenthaler Tor. Billigster Verkauf von Brillanten, Uhren, Gold- und Silberwaren! Kulante und diskrete Beleihung aller Wertsachen. Engel- Ufer 15.( großer Saal): Kombinierte Versammlung der Rabitz- und Luginowandputzer sowie deren Träger und der Rabitzspanner. Tages Drdnung: 1. Die Schädlichkeit der Affordarbeit im Rabikgewerbe. Referent: Sollege Hermann Silberschmidt. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 160/ 1* NB. Die Wichtigkeit der Tages- Ordnung erfordert das Erscheinen sämtlicher im Rabitgewerbe beschäftigten Mitglieder unserer Seition. Der Vorstand. Gesundheit ist Reichtum! 000 Regelmäßiges Baden erhält und fördert die Gesundheit. Bade Berlin- Ost im: Bade Berlin- Süd im: Bad Frankfurt Ritter- Bad Soot-, KLEIE SCHWEFEL FIGHTENNADELBADER Gr. Frankfurterstraße 136. 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Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW Redaktion und Expedition: Berlin, Cindenftr. 69. Fernsprecher: Amt IV, 1983. Vorort Beilage des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt | Nr. 292. Donnerstag, den 14. Dezember 1905. Inferate Sechsgeipaltene Kolonelzeile 20 Plg. Parteigenossen von Berlin und Umgegend! Gemeindevertretung gerichteten Gesuchen, Bittschriften, Beschwerden und sonstigen Briefen nur solche zur Verlesung bringt, die er als einzelne Person für gut befinde. Diese Ansicht brachte nun selbst die liberalen Gemeindevertreter in Oppositionsstellung und die sonstigen anwesenden Bürger schüttelten die Köpfe. Der GeSonntag, den 17. Dezember 1905, mittags meindevorsteher blieb jedoch bei seiner Ansicht, so daß die Liberalen präzise 12 Uhr, findet in den Germania Festicht den Beschwerdeweg beim Landrat beschreiten wollen. sälen"( oberer Saal), Berlin, Chausseestraße 103, die Be- Man braucht nicht nach Rußland zu gehen, um unter ein absoluratung und Beschlußfassung über das Statut des Verbandes tistisches Regiment zu kommen, wir haben das viel bequemer. der sozialdemokratischen Wahlvereine Berlins und Umgegend Schöneberg. sowie die Wahl der Vorstandsmitglieder statt. " 9 Zur Teilnahme berechtigt sind nur die mit Legitimationsfarten versehenen Vertreter der sozialdemokratischen Wahlbereine Groß- Berlins. Vertreter der Presse wollen sich wegen Eintrittskarten an den Genossen wenden. Eugen Ernst, Buchdruckerei Vorwärts", SW., Lindenstr. 69, 2. Hof 2 Tr. Außerdem sind eine beschränkte Anzahl Starten für Zuhörer an die Wahlvereine ausgegeben. Der Eingang für Zuhörer ist: 2. Hof 2 Treppen; für alle anderen Teilnehmer 1. Hof 2 Treppen. Die Kommission zur Vorberatung der Statuten. Partei- Angelegenheiten. Mahlsdorf. Am Sonnabend, den 16. d. M., abends 81 Uhr, findet im Lokale von Wernete, Hönowerfir. 6, eine Generalversammlung statt. Auf der Tagesordnung steht: Bericht der Gemeindebertreter. Bericht des Vorstandes und Neutvahl desselben. Konstituierung des Bezirkswahlvereins. Vereinsangelegenheiten. Der Vorstand. Grünau. Vorort- Nachrichten. Die Rückständigkeit unseres Borortes haben wir wiederholt Gelegenheit gehabt, an verschiedenen Beispielen zu veranschaulichen. Zu den bereits berichteten können wir heute noch einige weitere hinzufügen. Eine Handarbeitslehrerin bittet wiederholt die Gemeindevertretung um die Ueberlassung eines Klassenzimmers für zweimal in der Woche, um den Handarbeitsunterricht ungestört er zweimal in der Woche, um den Handarbeitsunterricht ungestört er teilen zu können. Jezt muß die Lehrerin diesen Unterricht in einer mangelhaft geheizten Sneipe erteilen und dieser Umstand wirkt auf den Unterricht nicht gerade fördernd. Obwohl die Erfüllung dieser Bitte eigentlich ganz selbstverständlich sein sollte und Kosten nicht verursacht, wird sie dennoch abgelehnt. Man sollte einen solchen Beschluß nicht für möglich halten, denn Grünau liegt nicht in Ostelbien, sondern vor den Toren Berlins, aber bei uns ist noch viel mehr möglich. Gin anderes Beispiel: Der patriotische Turnverein veranstaltet ein großes öffentliches Schauturnfest, dieses verregnet und ergibt ein Defizit von 263 M. Der Turnverein wandte sich aber nicht an den Gauverband der Turnerschaft zur Deckung des Defizits, sondern an die Grünauer Gemeindevertretung, und diese bewilligte aus Gemeindemitteln 150 M., genau so, als wenn es fich um eine Kaiser- Geburtstagsfeier oder Grundsteinlegung der Kirche handelt. Eine große und neue Kirche wird jetzt hier vollendet( Baukosten zirka 100 000 m.), aber für die 380 Schulfinder ist bis heute noch keine Turnhalle bewilligt, diese müssen in einer offenen Gartenhalle eines entlegenen Lokals turnen. Die Rechnungslegung geschieht auch Ia in unserem Orte. Von dem im Jahre 1902 ausgeführten Schulhausbau wurde jetzt erst, wo wir schon an das Jahr 1906 heran sind, die Abrechnung gegeben. Ein Sprißenhaus ist in dem letzten Jahre gebaut worden, aber zu klein, so daß ein Wasserwagen draußen, oder besser gesagt 1000 Meter entfernt auf dem alten Grundstück stehen muß, damit die Sache bei schneller Alarmierung recht umständlich ist und erheblichen Schaden im Gefolge haben kann. Auch die Tiefe des neuen Sprizenhauses ist zu gering, so daß die an und für sich noch nicht einmal in borschriftsmäßiger Länge vorhandene Leiter, die stets auf dem Sprißenwagen liegen soll, nicht hineinging, sondern es mußte in die hintere Wand des neuen Gebäudes erst ein großes Loch gestemmt werden, damit Wagen und Leiter vollständig hinein gehen. Die Wehrleute haben für ihre Sachen kein Gelaß, und der holperige Steinfußboden spricht gerade nicht für Fachkenntnis der Abnehmer des Gebäudes. Bei größeren Aufträgen entsprechenden Rabatt. 10 Proz. des Gehaltes, und solchen bis 3500 M. Gehalt eine solche von 5 Proz. zu gewähren mit der Maßgabe, daß die Summe von 150 M. nicht überschritten werden darf. Unverheiratete erhalten die Hälfte dieser Sätze. Die Mehrbelastung der Gemeindekasse aus diesen Bewilligungen beträgt zirka 7000 M. Die Schaffung von 2 Mittelschullehrerstellen ab 1. April 1906 wird beschlossen. Der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft wird widerrufliche Erlaubnis erteilt für Anlage eines elektrischen Ferndruckers Berlin- Ober- Schöneweide analog den Bestimmungen, welche in Berlin für diese Anlage getroffen find. Nowawes. Daß die Polizei sich vielfach um Sachen bekümmert, die ihr eigentlich gar nichts angehen, ist ja genug bekannt. Mitteilungen in dieser Richtung sind schon oft durch die Presse gegangen. Auch Verloren gegangen ist die Russenliste Nr. 1850, auf der bereits wir können vom hiesigen Orte einen kleinen Beitrag hinzuliefern. 6,45 M. gezeichnet waren. Es wird ersucht, dieselbe anzuhalten und Hatte da am Sonntag in dem Festsaal des Obstschen Lokals ein an den Genossen C. Gomoll, Priesterstr. 24, abzugeben. in Genossenkreisen bekannter Artistenverein ein kleines VereinsPankow. vergnügen in sogen. geschlossener Gesellschaft arrangiert, wo außer einem harmlosen Tänzchen auch Darstellungen auf artistischem Gebiete zur Unterhaltung beitrugen. Die ersten Nummern des Programmteiles waren eben vorüber, die anwesenden Vereinsangehörigen und zahlreiche Gäste gaben durch lebhaften Beifall ihre Zufriedenheit mit dem Gebotenen fund, als plötzlich auf der Bildfläche die heilige Hermandad in Gestalt eines Leutnants nebst Begleitung erschien und den Vorsitzenden kurzerhand die Weiterführung der Vorstellung verbot angeblich auf Grund eines Paragraphen einer unbekannten Polizeiberfügung. Was bisher für Veranstaltungen gleicher Art unbeanstandet blieb, scheint für das einaige größere Arbeiterlofal am Orte nicht zuzutreffen. Gine Gin wirkung auf öffentliche Angelegenheiten trifft bei der streng geschloffenen Vereinsfestlichkeit, die sich doch nur auf Mitglieder und eingeführte Gäste erstreďte, in feiner Weise zu. Deshalb ist die Inhibierung geradezu unverständlich. Selbstverständlich haben die Beteiligten Beschwerde eingelegt. Lichtenberg. Am 14. Dezember, abends 8% Uhr hält die Arbeiter- SamariterKolonne Abteilung 4 ihren Uebungsabend bei Pieckenhagen, Scharrnweberstraße 69, ab. Vortrag des Augenarztes Dr. Hoffmann über Augenverlegung. Nach dem Vortrag geselliges Beisammensein. Gäste sehr willkommen. Eichwalde. Das Resultat der Volkszählung am 1. Dezember liegt nunmehr vor. Die Bevölkerungszahl beträgt 29 061, und zwar 15 168 weibliche und 13 893 männliche Personen. Die Volkszählung 1900 ergab eine Einwohnerzahl von 21 429, so daß in den 5 Jahren eine Vermehrung um 7532 Personen oder 27,8 Proz. stattgefunden hat. Die Prüfung und die Feststellung der Gemeinderechnung für das Jahr 1904 zeitigte folgendes Resultat: Die Einkommensteuer war veranschlagt auf 175 000 m., tatsächlich wurden bereinnahmt 187 000 M.; die Grundwertsteuer war mit 194 000 m. veranschlagt und brachte 206 000 M. Die Umsatzsteuer, die auf 85 000 m. veranschlagt war, brachte 115 000 M. Größere Ausgaben, als veranschlagt waren, sind bei dem Etat der Volksschulen notwendig gewesen, nämlich 190 672 gegen 174 000 m. des Voranschlages. Der Referent der Gemeinderechnung, Professor Mendel, glaubte ganz besonders darauf hinweisen zu müssen, welche ungeheuren Mittel für Schullasten aufgewendet würden, um daraus den Beweis herzuleiten, daß die immerwährenden Forderungen und das„ Herum nörgeln der Herren" gemeint sind die Sozialdemokraten durchaus nicht am Blaze sei. Von unserer Seite wurde sehr kühl auf die Tatsache hingewiesen, daß jezt schon der Realschüler der Gemeinde einige 30 M. mehr kostet als der Gemeindeschüler. Ist das Realgymnasium fertig, wird die Differenz noch größer werden. Im übrigen sollen die bürgerlichen Vertreter dafür sorgen, daß durch ihre Vertreter im Landtag der preußische Staat gezwungen wird, von Staats wegen für die Schullasten aufzukommen. Der tatsächliche Ueberschuß beträgt 38 535 M. Dazu kommt noch ein SollUeberschuß von 15 122, so daß der Gesamt- Ueberschuß sich auf 53 657 M. stellt. Dieser Ueberschuß wird für das Jahr 1906 in Einnahme gestellt. Da für Bespannungszwede für Feuerwehr, Kehrichtabfuhr und Besprengung über 20 000 m. pro Jahr ausgegeben werden, so erachtet die Gemeinde den Zeitpunkt für gekommen, die Abfuhr und Besprengung in eigene Regie zu übernehmen. Mit der Prüfung dieser Frage wird eine besondere Kommission betraut, zu welcher von unserer Seite Genoffe Fengler gewählt wird. Die Tempelhofer Gemeindevertretung nahm in ihrer lebten Sigung gegen die Berliner Rettungsgesellschaft insofern Stellung, als darüber Beschwerde geführt wurde, daß die Rettungsgesellschaft der Gemeinde höhere Preise berechne als die Privatunternehmungen für Krankentransport. Die regelmäßige Beihülfe der Gemeinde Tempelhof für die Berliner Rettungsgesellschaft wurde zwar bewilligt, jedoch nur unter der ausdrücklichen Bedingung, daß eine Berbilligung der Krankentransportfosten eintrete. Zu einer öffentlichen Versammlung luden kürzlich die angeklebten Plakate ein. Auf der Tagesordnung stand: Beratung über den Bau einer Gasanstalt für Eichwalde, Schmödwiß und Karolinenhof. Einige unserer Genossen, welche reges Interesse an den kommunalen Angelegenheiten unseres Ortes haben, folgten dieser Einladung, um nach Schluß der Versammlung mit reichen Erfahrungen beschwert die gastliche Stätte zu verlassen. Herr Kaufmann Lehmann, der Einberufer der Bersammlung( nebenbei bemerkt der Vater der projektierten Kaßensteuer), zitierte nach Eröffnung der Versammlung einige Herren aus der Versammlung an den Vorstandstisch, worunter Herr Amts- und Gemeindevorsteher Beschorner, und gab dann das einleitende Referat. Er Tempelhof. schilderte in bewegten Worten die Gefahr, in welcher Eichwalde schwebt, wenn es dem bösen Nachbar" Beuthen" gelänge, den Anschluß des Bahnhofs an seine Gasanstalt zu erringen. Da nun doch ein Fond in Höhe von 11 000 m. sowie die Kandelaber vor handen seien, möchten doch die Grundbefizer beisteuern. Selbstverständlich würden dann die Mieten steigen. Bei dieser Aeußerung entschlüpfte einem Genoffen ein„ Aha". Diese unerhörte Freveltat wurde aber sofort höchst schauerlichst gerochen. Der Herr Beschorner ob er in diesem Augenblid als Amts- oder Gemeindevorsteher fungierte, entzieht sich unserer Kenntnis donnerte den Zwischen rufer an:" Von Ihnen will ich kein Wort mehr hören, oder Sie werden entfernt." Zum besonderen Nachdruck wurde der Amtsdiener hinter dem Sünder sichtbar, welcher natürlich geknidt auf seinen Stuhl fant. Nach beendetem Referat erhielt der Herr Amts: borsteher das Wort. Von seinen Ausführungen interessiert uns besonders der Passus, daß doch jedenfalls die Mieter auch ihr Scherflein beitragen würden. Darauf erhielt unser Genosse von vorhin das Wort. Dieser schien sich in der Zwischenzeit erholt zu haben und verstieg sich zu der schändlichen Behauptung, der Herr Amtsvorsteher hätte hier überhaupt nichts zu sagen, er wäre nicht von der Versammlung gewählt. Sofort erhielt der Amtsdiener bom Herrn Amtsvorsteher den Auftrag, den Mann hinauszuführen. Dieser Mühe wurde er allerdings enthoben, denn unser Genosse ging freiwillig, indem er noch einige anscheinend nicht gern gehörte Worte rief. Da fiel am Vorstandstisch das Wort:" Was sich der Pöbel nicht alles erlaubt." Aus den Verhandlungen bemerkenswert ist die Aeußerung des Amtsvorstehers, er habe an den Landrat geschrieben, daß die Bürger Eichwaldes bereit seien, den Fond zu ergänzen und er hoffe, daß diefe ihn, den Amtsvorsteher, doch nicht in Stich laffen würden, sonst wäre er ja der Blamierte. Der Herr Amtsvorsteher mag beruhigt sein, er wird nicht der Blamierte sein. Es ist in Eichwalde genau wie anderswo. Die Grundbefizer opfern" sich auf für das Gemeinwohl und der Pöbel" bezahlt die Roften. " Fragen möchten wir aber doch bei dieser Gelegenheit: War der Herr Amtsvorsteher in der Versammlung als Polizei oder als Privatperson? Im ersten Falle möchten wir ihm raten, das preußische Vereinsgeset recht eingehend zu studieren; er wird da manches finden, was der Ueberwachende einer Versammlung tun darf und was nicht. War er als Privatperson anwesend, so ist nicht minder sein Verhalten ein derartiges, das entschieden ver urteilt werden muß. Ueber die Stockungen der Kanalisationsarbeiten hat man hier nur ein allgemeines Kopfschütteln. Was soll nun werden? wurde in der letzten Gemeinderatssitzung von mehreren Vertretern gefragt. Das Rohrnet liegt, ist aber an vielen Stellen so undicht, daß mehr Grundwasser in die Röhren eindringt, als aus denselben herauszupumpen möglich ist. Auch mit den beiden großen Klärbassins( sogenannte Sandfänge) ist es dasselbe, auch da müssen die Pumpen fortwährend in Betrieb bleiben, um des Wassers Herr zu werden. Alles das kommt von dem elenden Submissionswesen, bei dem das unter normale Verhältnisse gehende Gebot den Zuschlag erhält. Dann soll mit ausländischen, minder bezahlten Arbeitern( Polen, Ruthenen, Italiernern) etwas Gutes geschaffen werden. Die Folgen dieser Art der Vergebung der Arbeiten haben die Arbeiter und auch in letter Linie die Gemeinde selbst zu tragen. Der Lohn wird gedrüdt, ausländische ungelernte Ober- Schöneweide. Arbeiter, wie Bolen, Ruthenen, Italiener werden herbeigeholt, Gemeindevertretersizung. Der Vertretung lag ein Gesuch der um die Arbeiten fertigzustellen. Und wie wird die Arbeit aus- Lehrerschaft um Erhöhung des Wohnungsgeldes von 550 W auf geführt? Die Gemeinde kann in den späteren Jahren ja ſehen, 650 M. vor. In Anbetracht der den Lehrern nach den Normativwie sie mit dem fortwährenden Flicken und Reparaturbauten zu bestimmungen zustehenden Wohnungsverhältnisse erfolgte ein rechtkommt. stimmige Zustimmung. Ein Antrag Silchmüller, den Rektoren eine Vorsicht ist die Mutter der Weisheit, denkt unser Gemeinde- Gehaltsaufbesserung zuteil werden zu lassen, wurde dem Schulvorsteher. Er hat sich auf neun Jahre neu wählen lassen, vorstande überwiesen. Von unseren Genossen wurde zu bedenken trotzdem er noch 3 Jahre seines Amtes zu walten hat. Jebt, gegeben, daß erst im Februar das Grundgehalt der Rektoren um bevor diese Mängel in ihrem ganzen Umfange zum Vorschein 200 m. erhöht worden ist; man dürfe auch hierin der Rücksichtkommen, ist ja die Gegenströmung noch nicht so start; später wäre nahme auf die übrigen Gemeindeglieder nicht zu weit aus dem Seines Amtes waltet unser Vorsteher so schneidig, wie man es Ein Antrag der Gemeindebeamten wegen Aufbesserung des von einem Hauptmann a. D. nur erwarten fann. Er bestätigte Grundgehaltes fand keine Zustimmung; jedoch wurde beschlossen, jogar in Tekter öffentlicher Gemeindevertretersizung vor der ver- sämtlichen Gemeindebeamten und Arbeitern mit einem Einkommen fammelten Gemeindevertretung, daß er von den an die gesamte bis zu 1700 M. eine einmalige Teuerungszulage von es ihm wohl schwerer geworden. Wege gehen. Die Gemeindevertretung beschloß ferner die Schaffung neuer Schulklassen zur Beseitigung der fliegenden Klassen" am Orte. Es wird auch die höchste Zeit, daß diesem Uebelstande abgeholfen wird. Die Lehrer der Gemeindeschulen haben, angesichts der Wohnungsteuerung, eine Erhöhung der Mietsentschädigung nachgesucht. Ihre Eingabe wurde einem Ausschusse zur Prüfung überwiesen. Berliner Nachrichten. Der Polizeipräsident erläßt folgende Bekanntmachung: Auf Grund des§ 105e der Reichs- Gewerbe- Ordnung verordne ich mit Ermächtigung der Herren Minister für Handel und Gewerbe, der geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten und des Innern für den die Stadtkreise Berlin, Charlottenburg, Schöneberg und Nixdorf umfassenden Landespolizeibezirk Berlin was folgt: In Zeitungsdruckereien dürfen, abweichend von den bezüglich der Beschäftigungszeit für Arbeiter ergangenen allgemeinen Sonntagsruhevorschriften, am Dienstag, den 26. Dezemuer 1905, Arbeiter mit solchen Arbeiten, die zur Herstellung der Morgenausgabe einer Beitung für den 27. Dezember 1905 erforderlich find, jedoch frühestens von 6 Uhr abends ab beschäftigt werden. Als Weihnachtsprämien für unsere Abonnenten gibt die Buchhandlung Vorwärts einige empfehlenswerte Bücher. Ein Familienbuch im wahrsten Sinne des Wortes ist Wurms Gesundheitsschus, ein starker Band mit vielen trefflichen Abbildungen. Für den Arbeiter und seine Familie ist das Buch besonders wertvoll, weil der Wohnungs- und Fabrikhygiene sowie der Ernährungslehre besondere Kapitel gewidmet find, in denen unter voller Kenntnis der Arbeiterverhältnisse auf die traurigen, die Gefundheit schädigenden Zustände hingewiesen und gezeigt wird, wie sich die Betroffenen vor Krankheit schüßen tönnen Das Buch hat in der ersten Auflage 7,50 M. gefoftet, die Buchhandlung Vorwärts liefert es jegt für 4 M. Friz Reuters fämtliche Werke, in zwei Bänden gebunden, mit vielen Frizz Reuter ist wohl einer der Illustrationen. Preis 3 M. beliebtesten Volksdichter. Staum ein anderer hat es verstanden wie er, die traurigen sozialen Zustände seines Vaterlandes zu schildern. Aber auch der urwüchsige Volkshumor findet bei ihm eine Stätte. Wer sich in seine Sprache vertiefen kann, wird so manche fröhliche Stunde bei ihm verleben. Ein schweres Fahrstuhlunglück, wobei eine Person getötet und eine schwer verletzt wurde, hat sich gestern in der Mittagsstunde auf dem Grundstück der Berliner Bodbrauerei( Abteilung II) in der Chausseestr. 58 zugetragen. In der Höhe der zweiten Etage waren die beiden Schloffergesellen Valentin Witkowski und Bernhard Ginat auf das Dach des Fahrstuhls gestiegen, um die Laufschienen frisch zu schmieren. In bisher noch nicht aufgeklärter Weise löste fich plöglich der Fahrstuhl von dem Gehänge ab und stürzte famt den beiden Schloffern in den Schacht| Rettungswert ertrunken. Auch das junge Mädchen fand den Tod im hinunter. Beim Aufschlagen des Gehäuses wurden die zwei Ver- Wasser. " Gerichts- Zeitung. Theater. Apollo Theater. Am 17. und 24. Dezember fallen die Nachmittagsvorstellungen aus. Die nächsten Nachmittagsunglückten mit großer Gewalt gegen die Seitenwand geschleudert. Auf Mißstände bei der Ablieferung von Pateten haben wir erst aufführungen finden am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertage W. erlitt einen Schädelbruch und schwere andere Verletzungen und dieser Tage hingewiesen und dabei auch der Zustände gedacht, wie nachmittags 3 Uhr statt, an welchen Tagen Paul Lindes wurde in einem Krankenwagen nach dem Augusta- Hospital gebracht, fie sich gewöhnhnlich in den Abendstunden in der Umgebung des treten die gesamten Spezialitäten des Dezember- Programms auf. Operette Frau Luna" zur Aufführung gelangt. Außerdem starb jedoch bald nach seiner Einlieferung. G. war mit einem Hauptpoftamtes in der Spandauerstraße abspielen. Um die jetzige Zeit Coloffe um, Dresdenerstr. 97. Heute Donnerstag findet die leichteren Schädelbruch und Beinverlegungen davongekommen. Er find diese Zustände ganz besonders unhaltbar. 100 bis 150 Handwagen erste Aufführung von Rin- in's Colosseum"- heitere Szenen erhielt in der nahen Nettungswache die erste Hilfe und wurde von und Gespanne, die mit Baketen hoch beladen find, fahren an die Bürger- von Leopold Ely, Musik von Rudolf Nelson, statt. dort nach seiner Wohnung übergeführt. steige heran und versperren so von beiden Seiten den Fahrdamm bis zu den Straßenbahngleisen. Auf den Bürgersteigen herrscht Ein wild gewordener Bulle verursachte borgestern im Stadtteil beim Abladen der Pakete hauptsächlich in den Abendstunden ein Moabit große Aufregung und eine längere Verkehrsstörung. Das derartiger Verkehr, daß alle diejenigen Passanten, welche RippenTier, das anscheinend nicht abgeblendet transportiert wurde, hatte ſtößen aus dem Wege gehen wollen, auf den rettenden" Fahrdamm sich in Plötzensee von seinem Führer losgerissen und jagte, vom bezw. auf die Straßenbahngleise eilen. Sie fommen dann meist Wer trägt die Schuld am Eisenbahnunfall? Ein schwerer EisenKönigsdamm kommend, durch die Beusselstraße. Einen Arbeiter, der vom Regen in die Traufe. Diese unhaltbaren Zustände inmitten bahnunfall bildete gestern den Gegenstand eines Strafprozesses, der bei dem Bahnhofe Beuffelstraße den Versuch machte, den Bullen des Zentrums der Stadt sind nur dadurch zu beseitigen, daß es den vor der Straffammer 10a, stattfand. aufzuhalten, erfaßte das Tier mit den Hörnern und schleuderte ihn Wagenführern gestattet wird, in den Posthof hineinzufahren und Tötung und Körperverlegung war ber Vorarbeiter Wegen fahrlässiger in die Luft. Glücklicherweise kam der Angegriffene mit leichten dort die Pakete abzuladen. Wilhelm Schmidt angellagt. Am 11. Juli d. J. ereignete Verlegungen davon. In der Huttenstraße stellte sich das Strede zwischen Bahnhof Schönhauser Allee wild gewordene Tier auf den Fahrdamm der Straßenbahn und hinderte den Verkehr. Hier gelang es endlich einem von Berlin und den Vororten fahnden eifrigst nach den Urhebern arbeitete in der Nähe der Blockstation Vns der Verfolger, dem Bullen ein Seil über die Hörner zu werfen; eines großen Einbruchdiebstahls in einem Gold- und Silberwaren- 26 Uhr zehn Männer erfaßten das Tau, um das Tier festzuhalten. Der geschäft, wobei den Dieben reiche Beute in die Hände gefallen ist. Arbeiterkolonne. Plöglich brauste der um 5,30 Uhr von Weißensee eine von dem Angeklagten Schmidt als Borarbeiter angeführte Stier feste fich aber wieder in Bewegung und rig alle zehn Ber- Gestohlen wurden: Ein Baar vergoldete Ohrringe( chinesische Arbeit), abgelaffene Güterzug 9012 heran. Da es unterlassen worden war, sonen zu Boden. Nun jagte er der Turmstraße zu, wo es endlich eine silberne Herren- Taschenuhr mit Goldreifen und Silberkette, ein wie sonst üblich, einen Wächter aufzustellen, der die Arbeiter durch einem Manne gelang, dem Tiere einen Ueberzieher über den Kopf goldener Fingerring mit rotem Stein, eine Armfette, eine goldene wie sonst üblich, einen Wächter aufzustellen, der die Arbeiter durch zu werfen, und in dieser Weise abzublenden. Jetzt konnte das Tier Damenuhr nebst Goldfette mit zwei Quasten, ein goldener Finger- Hornsignale warnt, wurden die Arbeiter erst im letzten Moment auf gefeffelt und nach Blößensee zurückgeführt werden. ring mit rotem Stein, eine goldene Armfette, eine filberne Brosche mehrere Arbeiter auf das Rebengleis, ohne darauf zu achten, daß in den herannahenden Zug aufmerksam. In ihrer Todesangst sprangen Wie uns eine Leserin schreibt, sind derartige aufregende Vor- aus einem Siegestaler und ein Taschenspiegel mit vergoldeter Fassung demselben Augenblick der um 5,34 Uhr von Bantow abgelassene fälle in jener Gegend durchaus nichts feltenes. Auf dem Moabiter und Silberkette. Güterzug 8973 in entgegengesetter Richtung heranbrauste. Es tam Güterbahnhof( Ede Wald- und Siemensstraße) werden täglich viele nunmehr zu einer entfeßlichen Szene. Bor Schred gelähmt, Rinder verladen, ohne daß irgend welche Absperrungsmaßregeln ge blieben die Arbeiter auf dem Gleis stehen und wurden von dem troffen werden. Fast alle Tage entspringt dabei ein Tier und eilt Buge erfaßt. Dem Angeklagten und mehreren anderen Arbeitern in mächtigen Säßen die Straßen entlang, alles in die Flucht war es noch rechtzeitig geglückt, mit einigen Sägen dem sicheren jagend. Ganz in der Nähe befinden sich einige Schulen, wodurch auch die aus der Schule heimkehrenden Kinder sich in ständiger Gefahr befinden. Es ist Sache der Eisenbahndirektion Mittel zu finden, durch welche die Wiederholung derartiger Vorkommnisse vermieden würden. Warnung vor dem Ankauf von Diebesbeute. Die Polizeibehörden sich auf der und Gesundbrunnen ein entjeßlicher Unfall. Kurz nach er fam Zeugen gesucht. Personen, die am 9. September abends auf dem Bahnsteige des Bahnhofes Karlshorst Beugen einer Mißhandlung eines Arbeiters durch mehrere Bahnbeamte waren, werden gebeten, ihre Adressen an Rappert, Mirbachstr. 23, gelangen zu laffen. Feuerwehrbericht. In der letzten Nacht hatte die Feuerwehr Tode zu entgehen. Der 23jährige Arbeiter Müller hatte die Geisteslängere Zeit in der Horndorferstr. 31 zu tun, wo Fußböden, die gegenwart, fich platt bor ben herannahenden Bug auf die Schienen zu werfen und diesen über sich Um an den Brandherd zu gelangen, hinwegrollen Balfenlage u. a. brannten. Diese Geistesgegenwart rettete ihm das Leben; zu mußte das Zwischengebält ausgeriffen werden. Im Scheunenviertel 3 laffen. fam nachts Feuer aus, dort brannten in der Koblankstr. 11 Möbel, bavon. Als der Zug über die brei Unglüdlichen hinweggefauft war, ohne jede Verlegung mit dem bloßen Schrec Betten, Kleider, Fensterrahmen, Türen u. a. Die 1. Stompagnie mußte bot sich ein entfeglicher Anblid. Der erst 20jährige Arbeiter Schneider fräftig Waffer geben, um die Gefahr zu beseitigen. Die Wohnung ist lag mit abgefahrenen Beinen zwischen dem Gleis. Der 50jährige faft ausgebrannt. Wegen eines Schaufensterbrandes in einem Arbeiter Bolte lief blutüberströmt umher, er war von dem Zuge Drogenwarengeschäft erfolgte ein Alarm nach der Winsstr. 58. förmlich stalpiert worden. Er hatte einen schweren Schädelbruch erlitten, Arbeiter Bolte lief blutüberströmt umher, er war von dem Zuge Ferner hatte die Feuerwehr einen Wohnungsbrand in der Hübner- der ganze Stopf war förmlich zerfleischt. Gellende Angstschreie ausHübner- förmlich ftraße 14 au löschen. Stiften, Badmaterialien u. a. wurden gestern stoßend lief 23. fortwährend im Streise umher. Dit schweren in der Ritterstr. 86 ein Raub der Flammen und Holz in der Duetschungen und schmerzhaften Hautabschürfungen wurde der Franfediftr. 8. In einem Maleratelier in der Zietenstr. 21 brannte Arbeiter Goldmann zwischen den Gleisen hervorgezogen. Die drei bas Zwischengeball. Außerdem wurden noch Brände aus der Bor- unglücklichen Opfer wurden sofort nach dem Lazarus- und Friedrichs hagenerstr. 31a und anderen Stellen gemeldet. Einem Stadtbahnsledderer ist gestern der Kaufmann E. aus Charlottenburg zum Opfer gefallen. Er hatte einen Zug von der Station Wedding nach der Jungfernheide benutzt und war während der Fahrt eingeschlafen. Als C. später wieder aufwachte, machte er die unangenehme Entdeckung, daß ihm seine Taschenuhr im Werte von 40 W. gestohlen worden war. Der Fledderer war auf der Station vorher berduftet. Der Beruf des Bauarbeiters fordert tagtäglich seine Opfer. Gestern nachmittag hat sich am Bariser Platz ein schwerer Unfall zugetragen. Beim Aufbau eines Gerüftes war der 26 jährige Arhain- Krankenhaus geschafft, wo Schneider bald darauf verstarb. beiter Mag Arnold aus der Hennigsdorferstr. 24 damit beschäftigt, Die Ringkämpfe im Walhalla Theater haben ihr Ende erreicht. Trotz der lebensgefährlichen Verlegungen, die Bolte erlitten hatte, Sproffen an dem Gebälke anzunageln. Dabei stürzte er plöslich ab Nachdem am Freitag Eberle mit Siegfried 2 Stunden gerungen gelang es biefen wieder herzustellen. Die Schuld an diesem und fiel von beträchtlicher Höhe auf den Bürgersteig hinab. Schwer hatten und legterer Sieger geblieben war, follte am Dienstag der bedauerlichen Unfall wird dem Angeklagten Schmidt aufgebürdet, verletzt wurde der Verunglückte nach dem Krankenhauſe in legte Entscheidungskampf ausgefochten werden und zwar zwischen weil dieser es unterlassen hatte, einen Wächter aufzustellen. Bor Moabit gebracht. Glück im Unglück hatte gestern der dem Bulgaren Petroff und dem Deutschen Siegfried. Dieser Kampf Gericht behauptete S., dieses Amt des Wächters versehen zu haben. Bimmerpolier Starl Gersdorf auf dem Neubau Donaustr. 84. ist vorläufig der legte, den das Polizeipräsidium erlaubt hat, und Da die Gleisarbeiten nach der Instruktion erft um 6 Uhr beendet Er war damit beschäftigt, auf der dritten Etage Ballen zu verlegen. auch nur unter der Bedingung, daß er um 11 Uhr beendet fein mußten, habe er nicht annehmen können, daß vor dieser Zeit irgend Als er dabei einen solchen anheben wollte, glitten seine Finger an sein müsse. 1 Stunde standen zur Verfügung, um die ein Bug die Strecke paffiere. Wie ein Beisitzer des Gerichtshofes durch dem glatten Starbolineum- Anstrich ab und G. stürzte kopfüber in die Entscheidung herbeizuführen. Nach furzer Zeit hob Betroff, feinen Fragen feststellte, war dem Angeflagten ein Fahrplan, nach Tiefe. Wäre er direkt auf den Bürgersteig aufgefchlagen, fo würde Gegner hoch in die Luft und ließ ihn zu Boden fallen. Siegfried bem er sich hätte richten fönnen, nicht auser zweifellos zerfchmettert worden sein. Glücklicherweise fiel G. fiel nun berartig unglücklich, daß er außerhalb des Teppich mit dem gebändigt worden. Der Gerichtshof tam deshalb zu einer jedoch in günstiger Lage auf ein Schußdach, brach durch und stürzte Stopfe so schwer auf die harte Diele aufschlug und bewußtlos liegen reisprechung des Angeklagten, da nach den Ergebnissen bann mit bedeutend gehemmter Wucht auf das Straßenpflaster. blieb. Des Publikums bemächtigte sich starke Aufregung und es der Beweisaufnahme diesem eine Schuld an dem beDiesem Umstand hatte es der Verunglückte zu verdanken, daß er mit entstanden wüste Lärmizenen. Nach Verlauf von 10 Minuten wurde trübenden Unglücksfall nicht beizumessen war.. Die Schuld an dem einer leichten Kopfwunde davonkam. verkündet, daß Siegfried fampfunfähig sei und sich als besiegt Unglüd einem Arbeiter oder Vorarbeiter zuzuschieben, ist ebenso erfläre. Wiederum neue Lärmizenen; Betroff, der sich vorstellte, unberechtigt wie die Bragis, als Schuldige für Bauunfälle nicht die wurde ausgepfiffen. Bauunternehmer oder Baumeister, sondern einen Polier oder VorUeber den bisherigen Verlauf dieser Kämpfe zu berichten, haben arbeiter verantwortlich machen zu wollen. Ist im vorliegenden Falle wir geglaubt unterlassen zu sollen. Frühere Vorkommnisse auf der Fistus mit seiner Sparsamkeit, die Leitung der Eisenbahndiesem Gebiete haben den Beweis geliefert, daß es sich bei diesen verwaltung, das mit Geldausgaben zur Berhütung von Unfällen fo Veranstaltungen um ein Geschäft handelt, dessen Neellität hart fnauferige Dreillassenparlament und Herrenhaus ohne Schuld an angezweifelt werden mußte. Mit Sport hat diese Sache jedenfalls dem Tode und der Verstümmelung der zu Schaden gekommenen nichts zu tum. Die Leiche eines braven Lebensretters ist gestern aus der Spree gelandet worden. Mürzlich war am Nonnendamm ein junges Mädchen in das Wasser geraten und der Landmesser Scholz aus Charlottenburg, welcher den Vorfall beobachtet hatte, sprang sofort, fein eigenes Leben in die Schanze schlagend, in die Spree hinab. Bange Minuten verbrachten die Bassanten, die vom Ufer aus dem aufregenden Borgang mit zusahen. Sie warteten jedoch vers geblich auf ein Wiedererscheinen des Sch. Er war bei seinem 210 Puppenwagen, b. 2-17 M., davon 40 mit Gummi. 50 Puppen- Sportwagen, v. 90 Bf. an. 35 Lehn: und Plüsch- Polsterstühle. 75 Triumphstühle, v. 1,75-15 m. 65 Kindertische. 45 Kinderstühle zum Umflappen mit Spieltisch. 250 versch. Kinderstühle, v. 48 Pf. an. 50 " 150 44 300 35 " 150 Papierförbe, b. 1,25-4,50 M. Handkörbe. Strick, Häkel und Arbeits. törbchen. Zeitungstaschen. Wasch und Reiseförbe. 150 Kinder Sportwagen, Kinderwagen u. Kinder. Metallbettstellen, in den Sommermonaten 300 Stück auf Lager. F. Franke, Rixdorf. 1. Geschäft: Bergstr. 15. 2. Geschäft: Berlinerstr. 30. 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Aus dem amtlichen Bericht der städtischen Liese Rubrik ist bei Damen strengste Diskretion zu wahren. Amts- Markthallen- Direktion. Rindfleisch Ia 64-68 pr. 100 Pfund, IIa 56-64, Die größte Mühle in Deutschland, die Ludwigshafener Walzen- Stellung im Hauptberuf:( Im Formular find für die Muster- Bfund 40-55 Pf. Hafen Stüd 2,50-3,70, flein 1,50-2,00. Kaninchen Jeheimnis. Hauptberuf: Pensionärin( mit einem r). IIIa 50-55, IVa 40-48. Stalbfleisch Ia 82-86, IIa 70-80, IIIa 50-67, mühle, ist in vergangener Nacht ein Raub der Flammen geworden. Familie" folgende Eigenschaften vorgedruckt: selbständig, Fabrik- Stüd 0,80-1,00. Hühner pro Stück, alte 1,40-1,85, junge Ja 0,80-1,10, Hammelfleisch Ia 62-72, IIa 46-58. Schweinefleisch 65-72. Rotwild Nachts 12 Uhr brach das Feuer im nördlichen Flügel wahrscheinlich arbeiter, Geselle, häusliche Arbeiten, Hausierer, Musketier.) Die bo. IIa 0,60-0,70. Tauben, junge 0,00-0,00, alte 0,00-0,00. infolge einer Mehlstaub- Explosion aus und binnen einer halben Antwort lautet: selbständig in Ansichten; arbeitet in einer Fabrik junge 1,80-2,50. Gänje pro Stüd, Ia 3,50-3,80, IIa 3,00-3,25, pro Pfd. Stunde stand das mächtige siebenstöckige Gebäude nebst Neben für Snittelverse ohne Lohn, verrichtet häusliche Arbeiten dito ohne la 0,60-0,62, IIa 0,45-0,58. Schellfische 27 M., Flunder 00,00. gebäuden in seiner ganzen Ausdehnung in einem Flammenmeer Lohn und ist nebenbei ein ganz fröhlicher Geselle; hausiert nicht pro 100 Bfd. Hechte 94-100 M., Schleie, unsortiert 124 M. Aale, groß 0,00, Unter den in dem Etablissement befindlichen Müllern brach ein mit hohlen Phrasen und ist kein Musketier, überhaupt kein Tier, mittel 0,00, flein 0,00, Plößen 51-54 M., Karpfen uns. 0,00 M., Lachs 176. große Panit aus. Einer derselben stürzte sich vom sechsten Stoc sondern höchstens ein gutes Tierchen. Staatsangehörigkeit: Schottische Vollheringe( gesalzen) 36-38 m Eier, Schock 5,00. Butter pro werk auf die Straße hinab und wurde mit zerschmettertem Stop Ausbildung: Nicht militärisch ausgebildet und doch nötigenfalls blaue Ungarn; Ungarisch- Vollblut in Freiheit dressiert. 100 Pfund Ia 124-126, IIa 118-124, IIIa 115-118, abfallende Militärische 95-110. Startoffeln pr. 100 Pfd. rote 2,00-2,20, Rosen 0,00-0,00, aufgefunden. Ein anderer brach ein Bein, mehrere andere wurde schneidig. Stellt sich freiwillig zum Landsturm, sobald der Strieg 4,00-8,00, Weißtohl 6,00-8,00, 0,00-0,00, runde weiße 1,80-2,00. irsingkohl pr. Schock schwer verletzt nach dem Hospital gebracht. Von der großen Müe erklärt wird der Heuchelei und Dummheit. Rotkohl 4,00-8,00, boll. 12-16 M. Saure Gurken, Schod 2,00 M., Pfeffergurken 2,00 M. stehen nur noch die Mauern. Der Schaden beziffert sich auf mehre Millionen, in den sich sieben Versicherungs- Gesellschaften teilen. Witterungsübersicht vom 13. Dezember 1905, morgens 8 Uhr. Arbeiterrifiko. Aus Duisburg wird unterm 13. Dezerer gemeldet: Auf der Gewerkschaft Deutscher Kaiser" im berch barten Brudhausen sind heute früh furz nach 7 Uhr fünf Hochen arbeiter schwer verunglückt. Nach der Darstellung der Geert fchaftsverwaltung war nach einer Reparatur des Stichloche des Hochofens der Betrieb wieder aufgenommen worden, als pblich eine Flamme aus dem Stichloch hervorschlug und fünf 2beiter verletzte. Man hofft, daß die Verunglückten alle mit dem Leben davonkommen. Eine richtige Antwort. Nicht selten kann, so schreibt unser befferer Kreise", besonders auch von den Damen aus solchen Kreisen Bremer Parteiblatt, man beobachten, wie Arbeiter von Angehörigen hochnasig behandelt werden. Jeder, den schon einmal eine solche Behandlung empört hat, wird, wie wir an dem folgenden Vorgang, den wir in den„ Nachr." geschildert finden, seine helle Freude haben: Stationen ien 773 23 Better Stationen Wetter Temp. n. G. 50 G. 4° R. 763 783 NND 3 bedeckt 1wolfig 2heiter -8 N 5 bedeckt 5 Haparanda 742 NNW 2 heiter 4 Pinst 5 bedeckt 4 Scilly 3 bedeckt 1 Aberdeen 779 SS -6 Paris 1 780 ND 3 bedeckt 780 SW 776 28 Szene: Ueberfüllter Wagen der Ringbahn, fürzlich. Eine Dame steigt ein und muß stehen; ein Arbeiter erhebt sich und Swinemde. 768 num entspinnt sich folgendes Gespräch: Arbeiter: Madamm, pamburg 775 SW 3bedect nehmen meinen Play, id lann ehder stahn. Dame( hoch Berlin mütig): Dante, ich fete mich auf keinen warmen Platz. Arbeiter: Franff.a.M. 780 NO Heiteres von der Volkszählung. In einem thürgischen Denn so tann't dett nich helpen, Madamm, een Jsbüdel tant'k mi München Städtchen füllte eine aus Ungarn stammende Witwe, die it ihrer nich in de Boren hangen. Für diese treffende Antwort soll der nah irlichen Bestimmung als Weib offenbar nicht ganz frieden Arbeiter von einem Herrn drei Mark erhalten haben. ist, fich aber zu einer modernen Lebensanschauung durchrungen Der Arbeiter hat der hochmütigen Dame eine gute proletarische und einen gefunden Humor bewahrt hat, den ihr am 1. szember Antwort gegeben. Unsere Freude daran würde noch ungetrübter dieses Jahres zugestellten Zählzettel in folgender originelt Weise sein, wenn er nun in proletarischer Selbstachtung auch die drei Mark aus: or- und Zuname: Emma M. Stellung in der jamilie: des Herrn" zurückgewiesen hätte. Denn im Grunde genommen geHaushaltungsvorstand ohne eigenen Herd, aber mit eigenem hört die in dieser Bezahlung der betreffenden Antwort liegende Spiritus tocher. Geschlecht: weiblich, leider, doch win nach Serablaffung des Herrn" mit der hochmütigen Antwort der„ Dame" Aeonen da Atome meines Körpers sich wieder zu einem ntenden in eine Kategorie. Beides war eine leberhebung des eigenen Jchs Wesen vereinigt haben werden, hoffe ich so viel Plus" vo Atomen über den Arbeiter, gegen die jedes echte proletarische Gefühl sich zu besitzen, um berechtigt zu sein, dann die erste Rubrik( ännlich) auflehnen wird. Sonntag bis 8 Uhr geöffnet. " " 81812 2 Nebel 3 heiter Wetter- Prognose für Donnerstag, den 14. Dezember 1905. Beitweise auftlarend, vorwiegend trübe mit geringen Niederschlägen und lebhaften westlichen Binden; Temperatur wenig verändert. Berliner Wetterbureau. Wasserstand am 12. Dezember. Elbe bei Aluffig+1,65 Meter, bei Dresden-0,86 Meter, bei Magdeburg+1,62 Meter. Unstrut bei Breslau Oberpegel+ 5,29 Meter, bei Breslau Unterpegel Straußfurt+1,20 Meter. Oder bei Ratibor+ 2,40 Meter, bei Frankfurt+ 1,58 Meter. + 3,04 Meter. Weichsel bei Barthe bei Posen+ 0,96 Meter. Usch Meter. 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