Nr. 45. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit bem ,, Sonntags- Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschlandu.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis i Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Das Karnickel. " Sonntag, den 22. Februar 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. Briefe aus England. mindestens eben so gut schmecken wird, als zähes altes ist nur ein Theil von den Lasten, die ihm auferlegt sind. Kuhfleisch oder auch Pferdefleisch, mit dem sich so viele Schwindet sie, so lebt er für den Moment etwas Mit dem Rufe: Fleisch für Alle!" wendet Arbeiter begnügen müssen. besser, aber vom ökonomischen Joch befreit ist er darum sich der Verein für Kaninchenzucht an die Hurrah!" ruft da der brave Philister, also soll nicht. Im Gegentheil werden da, wo die äußeren Lebensdeutschen Arbeiter und empfiehlt ihnen, Kaninchen zu sich der Arbeiter Kaninchen halten und dann braucht man bedingungen erträglicher sind, bald auch die Löhne eine mästen, um immer billiges und frisches Fleisch zu haben. unsere Ohren nicht mehr zu behelligen mit den Klagen sinkende Tendenz annehmen, weil dadurch die Konkurrenz Einige Professoren der Nationalökonomie sind ganz ent- über das Massenelend und die kümmerliche und schlechte der industriellen Reserve- Armee" verschärft wird. Bekanntzückt von diesem Vorschlag und meinen, nun sei die ganze Ernährung des Volkes!" dlich haben auch die halb ländlichen, halb industriellen Arbeiterfrage gelöst. Wir geben auch gerne zu, daß der Ach, die Sache liegt wieder anders und die Herren Arbeiter, die ein Stückchen Land besitzen und etwas Vorschlag weit besser gemeint ist, als der gute Rath, Philister mit dem ganzen Schwarm ihrer Gelehrten Viehzucht treiben, den städtischen Industrie- Arbeitern immer Pferdefleisch zu essen, den einige Kathedermänner so oft täuschen fich. Das Karnickel mitsammt dem ganzen die schwerste Konkurrenz bereitet, weil sie billiger arbeiten den Arbeitern ertheilten. Ohnehin werden viele Arbeiter Karnickel- Züchter und Mäster Verein wird die Ar- können. Diese können auch am besten Karnickel züchten zum Genuß von Pferdefleisch gezwungen, wenn sie über- beiterfrage nicht lösen. Das Karnickel ist nicht der und arbeiten infolge dessen wieder etwas billiger, so daß haupt Fleisch haben wollen, und wie Vielen reicht es nicht Heiland, der den Arbeiter aus den Fesseln erlösen kann, die Unternehmer auch die Löhne der städtischen Arbeiter einmal dazu! in die ihn der moderne Kapitalismus geschlagen hat. wieder kürzen können. Das Karnickel ist kein Retter aus Der Verein für Kaninchenzucht weist auf Frankreich, Zugegeben, daß es einer Anzahl von Arbeitern, denen solcher Noth. Belgien und England hin, wo die Karnickel- Mästung sich das Karnickelfleisch schmeckt, möglich ist, selber Karnickel eingebürgert hat und das Karnickelfleisch zu einem beliebten zu züchten und dadurch eine bessere und billigere FleischBolts- Nahrungsmittel geworden ist. nahrung zu erzielen. Vielfach wird man da, wo man Es ist ganz richtig, daß namentlich die Franzosen Lust zu der Sache hat, sich erst an das Karnickelfleisch ihren Fleischkonsum durch die Kaninchenzucht ver- gewöhnen müssen. Man darf aber nicht vergessen, daß, London, den 16. Februar 1891. mehrt haben. In Frankreich werden jährlich gegen wenn die Sache einen Werth haben soll, der Arbeiter die Die Frage der Maidemonstration ist nun auch für dieses achtzig Millionen Kaninchen verzehrt. Diese Thiere er- Karnickel- Mästung selbst betreiben muß. Wenn er das Jahr in der Hauptsache entschieden. Sonntag Bormittag hat reichen ein Gewicht von drei bis vier Kilogramm und der Karnickelfleisch auf dem Markte kaufen soll, wird er wenig eine von der Achtstundengesetz- Liga einberufene Delegirtenverfammlung nach längerer Berathung einstimmig beschlossen: Merktpreis wird zwischen zwei und vier Mark schwanken; Vortheil haben, denn der Verkäufer will seinen Gewinn 1. Daß eine Demonstration für den geseglichen Achtstundentag ein Fell bezahlt man 40-50 Pfennig. In Frankreich einstreichen und der Zwischenhändler obendrein. Das ver- stattfinden foll. 2. Daß diefe Demonstration am ersten Sonntag jich längst die kapitalistische Spekulation der Sache theuert den Preis der Waare. Aber von den Arbeitern im Mai, d. h. den 3. Mai, stattfinden soll. emächtigt und die Unternehmer haben ungeheure Plan- befinden sich nicht viele in der Lage, sich Karnickel halten etwa die Hälfte rein gewerkschaftliche, die andere Hälfte politische Die Versammlung war von ca. 70 Delegirten besucht, von denen lagen angelegt, auf denen die Karnickel nach Millionen zu können, namentlich nicht in der großen Städten. In Arbeitervereine vertraten. Auch die sozialdemokratische Föderation ezüchtet werden. Wer aber das Kaninchenfleisch wirklich den engen und ohnehin dumpfigen Massenquartieren würde hatte Bertreter gefchickt, und ebenso war die Gesellschaft der Den Vorsitz führte Dr. Ed. Aveling. illig haben will, der muß die Thiere selbst mästen, was der Aufenthalt von Kaninchen die Luft unerträglich machen Fabianer vertreten. der Debatte hat für die Leser des„ Vorwärts" bei den französischen Arbeitern sehr häufig geschieht. Die und die epidemischen Krankheiten vermehren. Zur Karnickel- us nur die Diskussion über die Wahl des Datums Franzosen verstehen es auch, ihre ,, lapins" sehr schmackhaft zucht gehört ein Hofraum mit der entsprechenden frischen der Demonstration Interesse. Mit einer Ausnahme zuzubereiten. Luft, und dessen erfreuen sich gewöhnlich nur die Arbeiter sprachen sich sämmtliche Redner dahin aus, daß so wünschensDas Karnickel ist, was Futter betrifft, ein sehr auf dem Lande oder in kleineren Orten. Gerade die werth es wäre, den ersten Mai als Arbeiterfeiertag einzuführen, genügsames Thier; es nährt sich von allen möglichen Ab- Hauptbedingung, welche die Karnickelzucht für den kleinen die Verhältnisse es nicht möglich machen, damit in diesem Jahre vorzugehen. Der Umstand, auf den schon in Deutschland auffällen und kann ohne besonderen Aufwand gemästet Mann und den Arbeiter ersprießlich machen soll, wird merksam gemacht wurde, daß der erste Mai gerade auf den werden. Diese Thiere vermehren sich bekanntlich sehr sonach in den meisten Fällen nicht zu erfüllen sein. Leider Wochenschluß fällt, wurde auch hier in erster Reihe betont, der rasch; ein Weibchen kann im Jahre vier bis sechs Mal ist es also nichts mit dem schönen Plan des Vereins für Freitag ist hier Lohntag und daher der ungeeignetste Tag, die Arbeit auszusetzen. Nur sehr start organisirte Gewerkschaften zwischen sechs und zehn Jungen werfen. Auf diese Um- Kaninchenzucht, oder wenigstens nicht viel. fönnten es ristiren, den Kampf mit den Unternehmern um den Aber auch, wenn die häusliche Kaninchenzucht all- Arbeiterfeiertag aufzunehmen, für die übrigen, und sie bilden die stände gründet sich die Billigkeit des Kaninchenfleisches für den, der die Thiere selber mästet. Es giebt aber viele gemein durchführbar wäre, so wäre dadurch an der große Mehrheit, wäre es der reine Selbstmord. Auf jeden Fall Lage Menschen, die einen unbesiegbaren Widerwillen gegen allgemeinen wenig oder nichts geändert. würde die Demonstration am 1. Mai bei Weitem nicht die Massen den Geruch und Geschmack des Kaninchenfleisches Empfindet der französische oder belgische Arbeiter das ihm vereinigen, wie die im vorigen Jahre am 4. Mai abgehaltene, während alle Aussicht vorhanden sei, daß am 3. Mai diesmal haben. fann allerdings diesem Fleisch vom Kapitalismus auferlegte Joch weniger, weil er ein noch viel größeres Kontingent von Arbeitern nach Hydepark ziehen werde als im Vorjahre. Und das sei doch das Entscheidende. einen pikanten Geschmack geben, indem Thiere mit mit aromatischen Kräutern, mit Pfeffer Oberflächliche Politiker meinen, daß mit der Billigkeit münze und Salbei füttert, was allerdings wieder die der Lebensmittel der Druck aus dem Dasein des Arbeiters Kosten der Mästung erhöht. Indessen wird man immer schwinde! Gitle Täuschung! Die Theuerung wird von sagen können, daß den Meisten frisches Kaninchenfleisch dem Arbeiter mit am schmerzlichsten empfunden, aber sie Man Feuilleton. Nachbrud verboten.] Bei Mama. Roman von Arne Garborg. man die Karnickelfleisch verzehrt? [ 45 Ueber die Richtigkeit des Schlußräfonnements fann man streiten, ich möchte es wenigstens nicht ein für allemal unter schreiben. Die Vordersäße aber sind unbedingt richtig, und ihr Gewicht ist vollauf ausreichend, den gefaßten Beschluß zu rechtfertigen. Wenn man bedenkt, daß fast alle größeren Vereine in " Aengstlich?" sagte Gram. Alle Thüren auf und alle wenn es Bücher in die Hand bekäme, die ihm sagten, wie das Weib wirklich ist und was das Weib unter den und den Schranken weg; das ist nicht gefährlich; die weiblichen gegebenen Umständen wirklich zu erreichen vermag.. Studenten heirathen lang, ehe sie die Beamtenprüfung Aber behüte, es ist klar, daß die Damen galante Dichter machen!"- Dagmar erröthete; Fanny erinnerte sich eines den ungalanten vorziehen! Wenn solch ein gewöhnliches Gerüchtes, welches sie nicht hatte glauben mögen: daß Hühnergehirn unsere berühmte norwegische Literatur liest Dagmar nämlich in der Stille verlobt sei.„ Ueberdies", fuhr und diese Frauen sieht, die nichts sind als Blumenduft und Gram fort, wenn es wirklich ein Weib geben sollte, die Vogelgesang und feine Empfindungen, da begeistert es sich; mehr dazu taugt, Professor als verheirathet zu sein, so laffet Dagmar konnte eingehen auf die naturalistische Dich Herrgott, seufzt Hühnergehirn, sind wir in der That so be sie in Gottes Namen Professor werden! Allein die Frauens zaubernd, wenn wir realistisch geschildert werden!" Fanny bewegung geht von dem Standpunkt aus, daß das Weib tung, sofern sie schön blieb; Gram fragte, ob sie Kapitän lachte. Dagmar sandte Fanny einen verächtlichen Seiten- haupt Professor sein soll, und das ist Literatur... Nicht Alving) als etwas Schönes dargestellt ſehen möchte. Nein, blick zu und sagte:„ es giebt wohl mehr Swanhilden und genug davon, daß wir Männer zu Junggesellen und Egoisten Das war etwas Anderes. Jm Ganzen liebte Noras im wirklichen Leben, als Herr Gram fich träumen erzogen werden und uns selbst genug sind und zum Teufel gehen; natürlich... sie unsere norwegische Dichtung. Dieselbe war realistisch, per läßt!"" Behüte, ja," antwortete er gleichgiltig. nun soll das Weib den gleichen Weg! Die Ehe gilt im leugnete aber das Schöne nicht; entmuthigte uns also nicht; Die ganze Frauensache wurde affeftirt und langweilig, Frauenverein" für eine Versorgungsanstalt; das Weib hat ftellte Ideale auf, denen nachzutrachten wir Lust betamen. nur eine. Weibliche Ideale, was?" sagte Gram.„ Ja, galant ist unsere behauptete er, weil sie auf dieser schönen Literatur mit den feinen anderen Grund zum Heirathen; also Seunst; allein ich glaubte, gerade für Frauen müßte das sehr vielen Idealen sich aufbaute. Es konnte doch kein sterblicher Fräuleinversorgung schaffen für so viele als möglich... anstrengend sein?- Arme Mädchen; sie gehen in ihrer Mensch sich für eine Sammlung Noras u. dergl m. inter- Hätten die Dichter die Wahrheit gesagt, nämlich, daß das Herzenseinfalt umher und möchten Agnes¹) und Aagote) und esixen!- Dagmar meinte, daß vermuthlich auch andere Weib so gut als der Mann nicht blos eine Versorgung Swanhild) und Svava) sein; sie können aber nicht; die Dinge Herrn Grams Unwillen gegen die Frauenfache braucht, sondern auch Liebe, und zwar nicht blos die feine Sache ist nämlich die, daß jene Buchbamen frei sind von weckten; Herr Gram wird z. B. wohl nur ungern unsere Liebe, die in den Büchern gestattet ist... Aber das ist eine einer Menge Menschlichkeiten, von welchen wirkliche Frauen Gleichgestelltheit anerkennen?"-" Nein, zum Henker; die der Menschlichkeiten, von denen die Poeten schweigen! Natüreben nicht frei sind... Dadurch verlieren sie den Muth, anerkenne ich nicht!"- Alle lachten; mur Fanny saß still; lich glauben dann die jungen Mädchen, es sei etwas Abdenke ich mir, und sagen zu sich selbst: ich kann also keine sie war betrübt. Er erklärte ſeine Worte; was man auch scheuliches und Unweibliches, dieser gesunde, heiße Drang Swanhild ſein; dann mag ich gerade so gut wie eines der vom Gehirn des Weibes sagen wollte, so hatte der Schöpfer im Blut nach der Umarmung eines Mannes." anderen Huhn im Hühnerhof werden! Dagmar hatte sich ganz zu Helga hingerückt und sprach Ein junges es doch so geordnet, daß die Frau brei Tage in jedem Muth ſchöpfen, Monat abnorm war, was wir nicht waren, und jedes zweite mit ihr halblaut über das letzte Buch von Björnson. Fanny Jahr neun Monate lang abnorm, was wir auch nicht hatte die Augen ganz geschlossen. Das war's also-! waren; wenn also selbst Männer und Frauen zu gleicher So hing es zusammen! Dies Entsetzliche, das sie gequält Siehe Ibsen's" Bromb. S. Björnson's Leonarda". Beit starteten, so würden wir Männer doch immer den hatte wie ein heimliches Schandmal, der böse Geist, den He Warum sind die Herren dann so mit Angst und Thränen zu vertreiben gesucht, Ibsen's Komödie er Liebe". 4) S. Björnson's" Band- Borſprung gewinnen. ängstlich, uns Freiheit zu gönnen, damit wir es versuchen!" kein böser Geist, und war kein Schandmal; es war etwas *) Siehe Ibsen's( Gespenster". Schuh". " es war London Rämpfe hinter sich haben oder noch auszufechten haben,| kartelle thatsächlich vorzugehen beginnt. So sind z. B. von Ergebniß unsere Genoffen von je 1000 Stimmen 36 ge die ihre ganzen Kräfte in Anspruch nehmen, daß die großen den Staatsbahnen neuerdings sowohl Kohlen- als Schienen- wonnen, während die Freisinnigen 9 und die National Streits der letzten Zeit die Mittel der Meisten von ihnen nahezu lieferungen an ausländische Firmen vergeben worden, nach- liberalen 27 verloren haben. Wir kommen nach Bekannt erschöpft haben, so wird man es begreifen, daß sie keine Neigung dem die biederen Herren des Kohlen- und Eisenrings fast werden des offiziellen Wahlergebnisses noch hierauf näher verspüren, die Zahl ihrer unterstügungsbedürftigen Mitglieder zu ein volles Jahrzehnt lang mit ihren Monopolpreisen den zurück. vermehren. Die Verhältnisse des Arbeitsmarktes, der Stand der zu ermuthigen. Geschäfte sind nicht danach geartet, zu so kostspieligen Experimenten deutschen Markt beherrscht und das deutsche Volk um HunDer Abgeordnete Röside hat den 15 stündigen derte von Millionen gebracht haben. Jm Uebrigen war die Versammlung vom besten Geiste be- Natürlich wird der Humor des Geldprozenthums, das Normal- Arbeitstag beantragt in der Form eines An feelt. Delegirte, die zugleich Mitglieder des Londoner Trades ohnehin seit einiger Zeit der Regierung keineswegs grün ist, trages für eine 9 st ündige Normal- Ruhezeit Council find, erklärten, mit allen Kräften dahin wirken zu wollen, nichts weniger als verbessert. Für diese Leute hört in und solche Anträge kann man im deutschen Reichstage stellen, daß derselbe in Sachen der Demonstration diesmal mit der Acht- Geldsachen nicht blos die Gemüthlichkeit auf, sondern auch ohne der Lächerlichkeit zu verfallen, und Männer wie Röſide ftundengefey- Liga Hand in Hand geht, und es sind die Aussichten die Königs- und Kaiſertreue. Und die„ Fronde" des be- und Dechelhäuser nennen sich Sozialpolitiker das Spaßbafür diesmal auch bedeutend günſtiger, als voriges Jahr. Von kannten„ unbekannten Oberen" wird immer rücksichtsloser hafteste ist, daß sich unsere Nationalliberalen vor den Plänen den Männern, die damals das Zusammengehen hintertrieben, find dieser Männer fürchten! Die Ginen heute von der Bildfläche verschwunden, Andere, wie und giftiger in ihren Angriffen. Mehrheit um seine Fahne zu schaaren. Shipton, haben nach dem glänzenden Erfolg des 4. Mai Ein köstlicher Wiz der Geschichte ist es jedenfalls, daß tapitulirt, und der Rest dürfte schwerlich im Stande sein, die fünf Monate nach dem Erlöschen des Sozialistengesezes die Die Polizeiverwaltung in Finsterwalde hat es rich Kapitalisten es sind, welche in wüthendster„ Reichsfeind- tig herausgekriegt, daß ein Hoch auf die Sozialdemokratie, Diefelben Umstände, die für die Wahl des Sonntags als schaft" machen, während den Sozialdemokraten, die den ausgebracht in einer gegnerischen Versammlung, grober Tag der Demonstration entschieden, unterſtüßen die Bewegung Bourgeoisprophezeiungen zufolge jezt in hellem Aufstande Unfug" fei. Die genannte löbliche Behörde hat die Hochfür den gesetzlichen Achstundentag bezw. das Achtſtundengeſetz. sein müßten, von den Vertretern des Kapitalismus im rufer in eine" Pon" von je 15 M. oder 3 Tage Haft ge Die Einwände gegen die Feier des 1. Mai sind ja doch weiter Reichstag vorgeworfen wird, sie riefen nach der nommen. Ueber eine derartige Recht 3- Wahrnehmung nichts als die Bestätigung oder das Eingeständniß von der Un- Reichstag zulänglichkeit des rein gewerkschaftlichen Kampfes, und die meisten Polizei". auch nur ein Wort zu verlieren, können wir uns bei der Redner haben dies auch am Sonntag unverhohlen ausgesprochen. allgemeinen Werthschäzung, welche die neuzeitliche Recht Im vorigen Jahre ließen sich noch wiele durch den günſtigen wash Zum ersten Mal seit dem deutsch- französischen Krieg, sprechung auf Grund des§ 360, Biffer 11 D. R.- St.- G.- B Ausgang der Streits des Sommers 1889 blenden, die feitdem d. h. seit 20 Jahren, befindet sich gegenwärtig ein Mitglied in- und außerhalb Deutschlands bereits gefunden hat, wohl durch den Gang der Ereignisse von ihren Illusionen geheilt sind, der preußischen Königsfamilie in Frankreich: die Mutter sparen. Aber unseren Genossen möchten wir den Rath und ob Ben Tillet, der Generalsekretär der Dockerunion, sich des deutschen Kaisers. Wir pflegen sonst nicht den Reisen geben, gewissen Rechtsschüßern das Anklagen und Verut barunter befindet oder nicht, er wird es schwerlich für opportun fürstlicher Persönlichkeiten irgend Bedeutung beizulegen, theilen dadurch nicht gar so leicht zu machen, daß sie durch, halten, noch einmal durch die Erklärung, daß die Masse der allein diese Reise, wenn sie auch keinen bestimmten wenn an sich auch ganz unschuldige, so doch auch ebenso Arbeiter nicht reif" sei für die Forderung des gesetzlichen Acht- politischen Zweck hat, gehört doch unzweifelhaft in die überflüssige Handlungen den Anlaß zu polizeilichem und stundentages, das Spiel der Reaktionäre im Trades- Council zu Reihe der erfreulichen Symptome, welche auf die Rückkehr richterlichem Einschreiten bieten. spielen. Was brauchten Ginen interessanten und zugleich lehrreichen Beitrag zur normaler Beziehungen zwischen der deutschen und der fran- zum Beispiel die Finsterwalder Genossen, nachdem sie Achtstundenfrage liefert der soeben veröffentlichte Bericht über die zösischen Regierung schließen lassen. Und das ist etwas das Gefalbader des Vortragenden im Bürgerverein jüngsten Verhandlungen zwischen den Vertretern der großen werth. Die deutsche Regierung wird immer weiter von den satt hatten, mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie den englischen Bergarbeiter- öderation und dem Komitee der ver- Bahnen des alten Kurses" abgedrängt, der Frankreich Saal zu verlassen? Ein ruhiges Weggehen hätte den einigten Kohlengruben- Besitzer über die Einführung des acht- gegenüber eine Politik systematischer Verhegung und Pro- felben Zweck erfüllt und sicher den Philistern mehr imponirt. stündigen Marimal- Arbeitstages auf Grund freier gegenseitiger votation war. Vereinbarung. Am 21. Januar und am 11. Februar haben zur Erörterung eines dahingehenden Vorschlages der Arbeiterkonferenzen einen sehr günstigen Eindruck gemacht. In Frankreich hat der Besuch der deutschen Raiserin zwischen beiden Parteien im Westminster- Hotel( London) stattgefunden und das Endresultat derselben war das übliche non fand und Frankreich nicht mehr gepflegt wird – wozu Wenn aber der künstlich erzeugte Haß zwischen Deutschpossumus" des Unternehmerthums. Rostbar ist die Begründung desselben. Es sei nicht wahr, daß die unreine Luft in den Berg- dann noch die Riesen arme en hüben und drüben? werken das Leben der Bergarbeiter verkürze. Die modernen Die verbesserten Beziehungen zwischen den beiden HauptVentilatoren machen die Lust in den Gruben" so rein wie die in kulturländern des Festlands von Europa nehmen dem Mili vielen Werkstätten." Merkwürdig richtig, aber fragt mich nur tarismus mehr und mehr den Boden unter den Füßen nicht, welche. Weiter: es sei übertrieben", von der hohen weg. Sterblichkeitsrate unter den Bergleuten zu sprechen, dieselbe überIm Uebrigen möchten wir bei der Gelegenheit erinnern an die vor einiger Zeit von den Genossen Auer und Fischer erlassene Aufforderung wegen Einsendung von Unfug Paragraphen gesprochen sind. Wer Urtheilen, welche auf Grund des groben im Besize solcher Urtheile oder Straf mandate ist, möge dieselben an einen der beiden vorstehend Genannten nach der Kaybach str. 9, SW., einsenden. steige vielmehr die Sterblichkeitsrate in anderen Beruien nur Die Börsenpresse ist voll patriotischen Jubels. Bourgeoisie. In der Sigung des preußischen Ab Zur Charakteristik der Religion und Moral ber um ein wenige3". Ob die Herren, wenn es sich um ihr Leben 40 ja 45 mal, soll die deutsche und preußische Anleihe über- geordneten hauses vom 18. Februar sprach der ultras handelte, das nur um ein Weniges" nicht als jedenfalls zu zeichnet worden sein. Gegenüber den unlängst in und für montane Abgeordnete Biesenbach die denkwürdigen Worte: viel" betrachten würden? Abgesehen davon, daß sie keineswegs Frankreich gezeichneten 14 Milliarden Franken sollen Deutsch Es gefällt mir nicht, daß man hier im Hause wieder ben damit einverstanden sein dürften, die Sterblichkeitsraten der anderen" Berufe als normal gelten zu lassen, soweit ihr foit- land 20 Milliarden Reichsmark für Konsols angeboten Gid mit der Deklaration verbinden will. Wird diese Be bares Leben in Betracht kommt. Nach dieser hygienischen Be- worden sein. Wenn sich vielleicht auch die Summe von ſtimmung nach dem Antrage Zedlig angenommen, so wirb lehrung kommt die ökonomische. Sie ist der Ersteren gleich 20 Milliarden kaum aufrecht erhalten lassen wird, wenn man ein großer Theil meiner Freunde gegen das Gesetz stimmen. werthig. Die Einführung des achtstündigen Maximal- Arbeits- auf die koloffalen Ankäufe des auf der Börse spekulirenden Die Anrufung Gottes des Allmächtigen tages bedeute die Verminderung der Förderung um mindestens und nicht mit ernstlicher Kaufabsicht 20-25 pGt. und infolgedessen ein entsprechendes Sinken der Publikums zeichnenden lediglich in Steuerangelegenheiten wiber in Erwägung zieht, Löhne der Bergarbeiter. Die Abnahme der Förderung werde unzweifelhaft der ſo zugleich den Preis der Brennstoffe erhöhen, und da die Gisen- bez Stredits Deutschlands bestehen. Weit mehr aber als das Heiligkeit des Gides in weiten Kreiſen reduzirt ist, ist doch spricht meiner Auffassung in den heilig Erfolg der Anleihe als Zeichenten Dingen. In einer Zeit, wo das Gefühl für die industrie ohnehin schwer bedrückt sei, allgemeine Stockung zur Vertrauen in den deutschen und preußischen Staatskredit gefährlich, das Gebiet, wo ein Eid gefordert ist, zu, Folge haben. Kurz, das bekannte ,, Unmöglich", das sich noch jedesmal durch das Eingreifen der Gesezgebung mit wunderbarer Schnelle veranlaßte das Mißtrauen in alle industriellen und ähn- weitern." in ein Möglich mit dem Zusatz Ersprießlich verwandelt hat, indem lichen Anlagen, sowie die schlechten Aussichten der Kolonialgenau das Gegentheil dessen eintrat, was die Fabrikanten prophe- politik den starken Zudrang an die Zeichnungsstellen. Das Religion und Moral des Besitzenden, Einkommensteue Sehr gering fürwahr benti Hero Biesenbach von zeiten, bezw. wie Figura zeigt prophezeien. bleibt Nach dieser Ablehnung bleibt den Bergarbeitern, wenn sie wirthschaftlichen Krise stehen und zieht deshalb sichere, aber dieser Klasse einfach falsch bei dem Namen ihres Gottes nicht auf den Achtstundentag verzichten wollen, nichts übrig, als schlecht rentirende Anlagen allen anderen vor. Der Geld- schwören werden, wenn sie unter Eid die Höhe ihres entweder einen Massenstreit in Szene zu sehen oder die gesetz überfluß in der Krise, in Zeiten toloffaler Arbeitslosigkeit, tommens angeben müssen. Und weshalb würden sie fall geberische Maschine in Anspruch zu nehmen. Und in Anbetracht der vielen Bedenken, die dem ersteren entgegenstehen, werden sie Elend und Noth, dies ist die Signatur unserer vernünftigen schwören? Um einige Silberlinge wahrscheinlich um so energischer für die gesetzliche Regelung der Gesellschaftsordnung! Arbeitszeit agitiren. Sie werden nicht die letzten sein, welche der Proletariats sich vollziehen sehen. Staatskaffe zu retten. vor f Aufforderung der Achtstundengesetz- Liga, den Arbeiterfeiertag auch Die letzte uns zugegangene Privatdepesche über die Als Dor nicht zu langer Zeit gottlose Sosial in der Provinz durch Demonstrationen zu begehen, Folge leisten. Sonneberger Nachwahl lautet: Für den sozialdemo- demokraten falsch zeugten, um ihre Mitmenschen Der 3. Mai wird nicht nur in London ein Massenaufgebot des kratischen Kandidaten Heißhaus wurden 7053, für den ihre treuen Genoffen vor langwieriger Haft 3" Freifinnigen 5726 und für den nationalliberalen Hans retten, da schrie die gesammte bürgerliche Pref Blum 3049 Stimmen abgegeben. Am 20. Februar 1890 Beter- Mordio über die meineidige Sozialdemokratie. Aje wurden 7215 sozialistische, 6512 freisinnige und 3848 national- nach der Ansicht unseres frommen Ultramontanen werden liberale Stimmen abgegeben. Während von je 1000 abge- viele Bourgeois wie Judas ihren Herrn und Gott um Politische Leberlicht. gebenen Stimmen am 20. Februar 1890 den Sozialisten 410, wenige Silberlinge verrathen, wenn die Deklaration mit dem den Freifinnigen 371 und 219 den Nationalliberalen zu Eide verbunden wird. fielen, erhielten bei der Nachwahl von je 1000 Stimmen die Sozialisten 446, die Freifinnigen 362, und die National Religion vieler unserer Bourgeois! Und doch bewilligen Giebt es eine vernichtendere Kritik der Moral und liberalen 192. Demnach haben schon nach dem vorläufigen diese Männer vielfach durch ihre Vertreter in den Gemeinde " Go Berlin, den 21. Februar. Verschiedene Mittheilungen lassen darauf schließen, daß die preußische Regierung gegen die Unternehmerganz Natürliches und Menschliches; die ärgste Frage ihres ständiger Mensch bin; ich habe mir die Hörner schon lange alle Lust, Lehrerin zu werden; allein das that nichts. Lebens war num gelöst. Und das sollte man nicht er- abgelaufen. fahren, ehe man vierundzwanzig Jahre alt war! weit mochte sie gar nicht denken; heute Abend traf fie Dagmar brach frühzeitig auf; Fanny hatte beschlossen, und das Leben war gar nicht mehr langweilig. Fanny machte mit Gram Lange Spaziergänge Gram und dann gingen sie miteinander bis hinüber nach so lang als möglich sitzen zu bleiben. Dieses idiotische Grönlien.. In der Schule hatte der praktische Kursus begonnen; weibliche Geschöpf machte mich alten Ravalier ordentlich alle die Anderen fanden das unleidlich; Fanny war in jedoch er hatte etwas verstecktes an sich; er schlich imme Er war eigentlich ein angenehmer Mann, dieser Opthun; böse", sprach Gram;„ sagen Sie mir, Fräulein Holmsen, glänzender Laune. Sie katechisirte ihre kleinen Böglinge wie auf Strümpfen einher. Er wußte viel zu erzählen war ich wirklich unanständig?" Sie waren arg", mit Vergnügen, sogar aus Religion; ihre Zweifel an Gott Aber eigentlich war nie er es, der Etwas erzählt hatte; e erwiderte Fanny, und Sie thun nicht recht, auf Dagmar waren verschwunden; er hatte ihr ja doch etwas Gutes hatte nichts gesagt! böse zu sein."" Eine solche Affettation macht mich böse", aufgehoben und bewahrte gewiß auch für alle Anderen sagte er. „ Ich glaube nicht, daß es Affettation war", etwas Gutes auf. Daheim ertrug sie die Humoranfälle den Thüren aller Klassenzimmer Gucklöcher find?- Ja, das Sagen Sie mir, Fräulein, haben Sie bemerkt, daß in versezte Fanny.„ Ueber das, was Sie heute Abends ihrer Mutter mit großartiger Geduld. Arme Mama, sie müssen Gie beachten. Wir haben so einen ausgezeichneten sprachen, weiß kein junges Mädchen Bescheid; es mag hatte nichts, woran sich erfreuen, es ließ sich also begreifen, und eifervollen Inspektor; er sonderbar klingen, allein es ist so."-Gram schüttelte den daß sie das Leben unerträglich fand. Nichts und niemand gut thut, wenn ein Lehrer zu sicher wird. Es könnte ja er weiß, daß es nicht Ropf. Wenn es so ist, so habe ich manchem jungen hatte sie. Onkel Solum zeigte sich so gut wie nie, Bruder einmal geschehen, daß der Böse in ihn führe, und er bet Mädchen Unrecht gethan." 213 es gegen zwölf Uhr war, sagte Gram:„ Beim sollte; Mama's einziger Trost waren Lea's zwei kleine bieje Gudlöcher ihn erinnern, daß jemand exiſtirt, der auf Nils war aufs Land gezogen, wo er eine Fabrik leiten jungen Brut von Kristiania Unglauben predigte; da sollen lebenden Gott, ich glaube, Fräulein Holmisen kann kneipen!" Kinder, die sie verzärteln half; und dann hatte sie noch past. Braver Junge, Bäterchen! nur feſt drauf 103 m Sie erröthete ein wenig; warum nicht?" meinte sie. In diesem Fall verlobe ich mich mit Ihnen auf der laß Mama und schwelgte in Kaffee und vertrieb sich die Brivatleben der Lehrer hinein; es gab Spione, die un Jungfer Thorsen, ihr ehemaliges Stubenmädchen. Mit ihr dem Pontoppidan!"") Man hatte auch Gucklöcher ins " Stelle", sagte er,„ jedoch unter der Bedingung, daß Sie Zeit mit Wiederholung alter Fredheimer Geschichten. Es Bastor gingen und sich Zuder auf den Kuchen streuten, in Ich war unglaublich, daß sie das aushalten konnten; sie dem sie von dem um sich greifenden Unglauben sprachen; ſelbſt bin nämlich fertig mit diesem Kapitel", fuhr Gram mußten alle beide Bapa geliebt haben, die Frau und die und der liest, Dagbladet", der und der geht in den Arbeiter font, und wiffen Sie, einseitige Liebe ist kein Vergnügen Dienſtmagd. Wenn aber Wiama von ihrem Leben als Näherin verein. o babu gab es anonyme Briefe, die in der Aljo, mil teipen ch bin aller meiner Bech- erzählte ,, da verſtand Fanny ſie in folchem Grab, saj jie Schulfommiſſion vorgelesen wurden, wo alle ſiebzehn Baſtoren kumpane bis zum Tode überdrüssig, und dieser Markussen meinte, ihr alles verzeihen zu können, selbst das Schlimmste. der Stadt saßen und mit langen Ohren lauschten nicht it jo tugendhaft geworden, jeitdem er verheirathet ist. Arme, alte, gemarterte Baut; Gott, und wenn sie nicht er ofte faßen und mit langenmundsnoten garret iſt ſo fugenbbaft sero en Gunſt! Gehen Sie darauf ein, ibrem, Ueberdruß, und ihrer Verzweiflung auch verslindigt teben, welche Bafter he paftor fandte, ſo oft ein eine wollte den geheimen hätte! Man durfte unmöglich darüber etwas sagen. einen Bosten suchte;" diese Leumiundsnoten enthalten eine so Ah!! ha! ha! ha!" Fräulein?" Sie reichte ihm die Hand: " Topp! Sie können also Bier trinken?" !" " Ja!" hieß, und sie wußte, Menge Merkwürdiges! " ber Darum werden in der letzten man sah bei ach, sie Zeit nur wohlgesinnte Menschen angestellt, gläubige, loyale Wenn Sie nur haben, was man von einem Menschen zu verlangen berech- allerlei Anderem durch die Finger, wenn nur der rechte nepps! Und Gie werben einen lebensmüden Hagestols daß ohne Liebe bas Dasein nichts anderes war, weiß nicht verachten, der im Lauf von zwanzig Minuten bis zu konnte alles verzeihen, alles; es mußte doch seine Grenzen Seelen, verläßliche Spioniertalente;" zwei Flaschen hinter die Halsbinde gießt?" ein bischen reden, während Sie trinken, so mögen es meinet- tigt war. wegen drei Flaschen sein! Staal! Es ist doch wirklich Sie saß bei Ebba und sprach Lebensmüdigkeit; aber gleichen erzählt man sich!" fromme Spionenfinn vorhanden war. dumm, daß ich Sie nicht früher getroffen habe, Fräulein; es wollte nicht gehen. Es saß in ihrer Brust der kleine hätte ich mit einem verständigen Weibe Kneipen können, heimliche Jubel, daß sie ihn treffen werde und daß er so wäre die Kneiperei keinesfalls so unsinnig ausgefallen, wirklich Lust hatte, mit ihr zu gehen und mit ihr zu " ( Fortsetzung folgt.) *) E. Pontoppidan's Erklärung zu Luther's Ratechismus", Aber nun dürfen Sie mich nicht im Stich lassen, Fräulein; reden. Bei Ebba traf fie Uchermann und Lehrer Opthun; furzweg" Pontoppidan" genannt, ist das an den norwegischen Frau Markussen kann es bezeugen, daß ich nun ein an- der lettere, ein ruhiger, vorsichtiger Mensch, nahm ihr Schulen eingeführte orthodoxe Lehrbuch. Es erschien 1737. versammlungen große Summen für den Bau neuer Kirchen, um die Religion dem Volke zu erhalten". 4 Wir benachrichtigen hierbei die Betreffenden, a) daß jeder Verband oder Verein die Summe von 5 Lire ( 4 Mart) als Rostenbeitrag für die Zusammenberufung und die Organisation des Kongresses einzusenden hat; der That übler daran, als die Männer; denn während der reiche Mann mindestens unabhängig ist, wird die Frau des Reichen von der Gunft des Mannes noch abhängiger, als die Frau des ärmsten Arbeiters, weil jene von Lugus umgeben ist. die nicht b) daß die Briefe, welche die Theilnahme an dem Kongreß, Und indeß ist eine große Anzahl von Frauen die Vorschläge für die Tagesordnung, den Ort und das Datum im Stande, Männer zu finden, welche fie unter ehrbareren Bebetreffen, sowie im Allgemeinen alle Mittheilungen für diesen dingungen zu ernähren Willens find- gezwungen, öffentlich( und Rongreß bis zum 10. März d. J. an den unterzeichneten Niemand kann sagen, wie viele heimlich) ihren Lebensunterhalt Sekretär des Komitees, Giuseppe Beraldi in Rom, zu durch den Verkauf ihres Leibes zu sichern, während eine Menge richten sind. Anderer sich genöthigt sieht, sich in lieblose Chefesseln schlagen zu laffen. Das Komitee: Andrea Costa, Camillo Prampolini, Giacomo Maffei, Pietro Cafilli. Und in Dresden predigte neulich einer dieser Kum pane ein Dr. Großmann gegen die„ unfittlichen Sozialdemokraten", welche die freie Liebe"" proklamirt hätten und dadurch die Prostitution förderten! Als ob nicht gerade die freie Liebe", die von den Kameraden des Dr. Großmann und vermuthlich diesem selbst geübt wird, Hand in Hand mit der wirthschaftlichen Ausbeutung die Prostitution hauptsächlich verschuldete! Die Bour In dieser alten Nation bietet sich eine Million starker geois Che, nicht die Arbeiter- Ehe ist es, die in der Männer vergebens zur Arbeit aus, obschon die Welt noch riesig Prostitution ihre nothwendige Ergänzung hat. Woher viel Arbeit nöthig hätte. Und während die Väter und Gatten würden die Prostituirten kommen, wenn es keine reichen Das serbische Kabinet hat demissionirt und zwar keine Beschäftigung finden, giebt es immer in Fülle für die kleinen Müßiggänger gäbe, die sich Frauen und Mädchen kaufen insbesonders wegen der widerlichen Streitigkeiten im Königs- Kinder, die in jammervollen Schaaren im Frostnebel der WinterFönnten und feine Frauen und Mädchen, die sich aus Noth hause. Mit der Neubildung des Ministeriums wurde der dämmerung in die Fabriken ziehen. verkaufen müssen? In dieser alten Nation verschlingt der Reichthum nicht nur Belgrader Bürgermeister und Präsident der Stuptschina Die württembergischen Staatsbahnen Baschitsch betraut. Herr Paschitsch, früher begeisterter Sozial- die Armuth, sondern ein Reicher den andern und von Jahr zu haben einem belgischen Werke den Zuschlag von demokrat, Führer der sozialistischen Jung- Omladina, wegen Jahr wandern die Attiva der Nation immer rascher und 65 Millionen- Boltes. 250 Gisenbahn- Wagen ertheilt. Was jagen dazu Hochverraths zum Tode verurtheilt, ist jetzt der begeistertſte vollständiger in die Hände einiger wenigen Individuen des unsere Vertreter der nationalen Wirthschaftspolitik? Und Anhänger Väterchens geworden und wird bemüht sein, durch was die Hunderttausende, welche seit Wochen und Monaten anti- österreichische und anti- bulgarische Politik sich den Dank Landes, das Grbtheil des Volkes, durch die Rücksichslosigkeit arbeitslos find? Unnöthige Staatsarbeiten will man den der Knuten- Zivilisatoren zu verdienen. Arbeitslosen nicht zuweisen und die nothwendigen überläßt Auch in Griechenland hat nunmehr die Arbeiter erschöpft.bewegung, wenn auch in eigenartiger Form, ihren Einzug man ausländischen Unternehmern! In dieser alten Nation wird der natürliche Reichthum des individueller Habsucht verwüstet; die Wälder geplündert, die Fluß- und Seefischerei zerstört, die Fruchtbarkeit des Bodens In dieser alten Nation mit ihrer nichtigen Form freier Die Wahlen in den österreichischen Landgemeinden gehalten und dabei die griechische Bourgeoisie in einer politischer Inſtitutionen, den Besitz- Ungleichheiten und dem unhaben begonnen. Die Wahlmänner sind zum Theil schon ge- etwas ungemüthlichen Weise aus ihrem bisherigen eng- widerstehlichen Einflusse des Geldes auf ein vom Mangel vera wählt. Wie vorauszusehen war, sind sie fast überall für die herzigen Parteileben aufgerüttelt. Schon kurz nach dem zehrtes Volt werden die nur nominell republikanischen InstiUltramontanen günstig ausgefallen, eine leberraschung be- Bariser Kongreß war der Grieche Drakulis, welcher tutionen eine noch geeignetere Maschine für die Zwecke ber reiteten nur die Kolommeaer Landgemeinden( Galizien), in lange Zeit in London mit den Führern der Arbeiterbewegung Plutokratie und der Plünderung als selbst der Despotismus, welchen die meisten Wahlmänner für einen Dr. Danilowicz in nahen Beziehungen gestanden und auf dem Kongreß einen alten Nation nicht mehr gehen will."" kleinen Arbeiterverein seiner Heimath vertreten hatte, nach stimmen werden, der von den radikalen Ruthenen und den Athen zurückgekehrt und hatte dort die sozialistische ArbeiterSozialisten gemeinsam aufgestellt wurde. Dieses sind nur wenige der Ursachen, warum es mit der Korrespondenzen und Parteinachrichten. 2. Die ländiiche Arbeiterfrage. Referent R. SalomonBriezen. 3. Die Arbeiterpresse. Referent Millarg- Berlin. verbindung Ardin"( d. h. von Grund aus!) begründet, in Die österreichische Wahlbewegung hat eine noch welcher er über die Grundsätze des Sozialismus Vorträge nicht dagewesene Rührigkeit in den Kreisen unserer Genossen hielt. Mit dieser rein theoretischen Agitationsweise ließ sich zur Folge gehabt. Es ist uns unmöglich, auch nur an- jedoch eine größere Bahl von Arbeitern nicht gewinnen, Sozialdemokratischer Parteitag. Für die Reichstagsnähernd vollständig über die Wahlbewegung zu berichten. zumal in Griechenland die Industrie noch in den Anfängen Heute sei nur eine Notiz über den Werth derselben für die ihrer Entwickelung steht. Im vorigen Herbst aber erhielt Wahlfreise Prenzlau- Angermünde, Königsberg Nm. und Ober Agitation aus der Wiener Arbeiter- Zeitung" wiedergegeben. Drakulis einen sehr tüchtigen Mitarbeiter in der Person barnim findet im großen Saale des Schüßenhauses in Wriezen a. D. Dudumis', welcher die Sache etwas praktischer angriff. am Sonntag, den 1. März d. J., ein Parteitag statt. Tages Unser österreichisches Bruderorgan schreibt: „ Auch die Wählerversammlungen erweisen sich als sehr Er stellte den Grundsatz auf, daß der Arbeiterschaft Athens ordnung: a) für die Vormittags- Sigung( Eröffnung 11 Uhr): 1. Agitation und Organisation. Referent Herr Pökelmanns gut ausnüßbar. In Gegenden, wo jede Volksversammlung an einem greifbaren Beispiel die Grundgedanken des Soziafyftematisch verboten wird, wurden im Wahlkreise des Genoffen lismus näher geführt werden müßten, und wählte sich hierzu Strausberg. b) Für die Nachmittags- Sigung( Eröffnung 8 Uhr): Adler in dieser Woche nicht weniger als sechs Wählerversamm die Schriftseher als Operationsgebiet. In Athen, lungen einberufen( in Schönwald, Haindorf, Krakau, Neustadtl, einer Stadt von 100 000 Einwohnern, erscheinen zur Zeit Johannesberg, Morchenstern). In denjenigen, über die zur Stunde bereits Nachrichten vorliegen, war durchwegs die wir zwölf tägliche Beitungen, so daß die Zahl der Schrift4. Wünsche und Anträge aus der Versammlung. kung die allerbeste. Gen. Adler war in der Lage, vor einem jezer eine recht ansehnliche ist. Ihr Verdienst ist Recht zahlreiches Erscheinen auf diesem so wichtigen Parteis Publikum, das sich uns sonst fern hält, vor Kleinbürgern und freilich ein sehr geringer, da manche Blätter oft unregel Kleinbauern, das sozialdemokratische Parteiprogramm ausführ- mäßig erscheinen und häufig nur wenige Käufer finden. tage ist nothwendig, und es ist Pflicht der Genoffen in den obenlich darzulegen, sowie die Ausbeutung des Voltes und feine Regelmäßige Abonnenten haben die Zeitungen überhaupt genannten Streifen, für die größtmöglichste Verbreitung dieser Knebelung vor Augen zu führen. Es zeigte sich auch da, daß nicht, sondern sie werden auf der Straße und in den öffent- Bekanntmachung Sorge zu tragen. Der Zutritt ist jedem Genossen wenn man den Leuten, selbst den uns scheinbar fernstehendsten lichen Lokalen verkauft. Dudumis machte daher den Schrift- gestattet. J. A.: H. Günther, Bertrauensmann für Oberbarnim. ( in Schönwald waren über 300 Bauern anwesend) ruhig und setzern den Vorschlag, sie sollten, um wenigstens einiger- Bernau. In meinem früheren Bericht theilte ich mit, daß fachlich auseinandersetzt, was wir wollen, sie sich der gesunden Vernunft feineswegs verschließen. Es wird nicht mehr lange maßen den Ertrag ihrer Arbeit selbst zu erhalten, eine man an die Bedürftigen Naturalien liefern wolle, doch auf das bauern, so wird der fleine Handwerker wie der fleine Bauer Genossenschaft begründen, welche den allei wollen ist teine That erfolgt, wohl weil die Stadt dazu aufhören, sich von allerlei fozialreformerischen" Quackjalbern nigen Wert auf aller Beitungen über- fein Gelb hat, oder aber haben sich die Stadtväter Herrn nasführen zu lassen und wird seine Stüße und seine Zukunft nimmt; so könnten sie sowohl ihren beschäftigungslosen Forckenbeck zum Schutzpatron ernannt? Doch hat sich, um der dort fuchen, wo sie allein zu finden: in Verbindung mit der und invaliden Kollegen, wie auch ihren Frauen und Kindern Kritik der Arbeiterschaft zu entgehen, der Baterländische Verein" Arbeiterklasse." einen Verdienst verschaffen. Den Schriftsetzern leuchtete dieser herbeigelassen, den Kindern, welche in die Schule ohne Schrippen zu ver= Plan ein, sie beschlossen in einer äußerst zahlreichen Ver- Nahrung tommen Die Lage der Dinge in Belgien läßt sich jetzt sammlung die Bildung einer solchen Genossenschaft und abreichen. In einer Familie ist der Vater nebst drei Kindern erkrankt, übersehen. Die Regierung, welche eine Zeit lang sich nicht wählten eine Kommission, welche an die Zeitungsbefizer die von der Frau wurde mir mitgetheilt, daß sie nebst ihren 9 Kindern feft fühlte, weiß jetzt, daß sie in ihrem Widerstand gegen Forderung stellte, der zu gründenden Schriftfehergenossen- feit Monaten kein Fleisch gesehen haben und der ganze Lebensdas allgemeine Wahlrecht auch der großen Mehrzahl der schaft den Vertrieb der Blätter in Athen zu überlassen. unterhalt nur aus trockenem Brot und Kartoffeln, welche auch liberalen Bourgeoisie sicher ist. Da nun die Agitation der Die Besitzer wiesen diese Forderung einmüthig zurück, und nicht in genügender Menge vorhanden waren, bestand. Troy Sozialdemokraten und des kleinbürgerlichen Radikalismus zu zwar in einer so verlegenden Form, daß die Schriftsetzer alledem foſtete es einigen Arbeitern noch Mühe genug, um die Gunsten des allgemeinen Stimmrechts reißende Fortschritte Gunsten des allgemeinen Stimmrechts reißende Fortschritte sofort eine allgemeine Arbeitseinstellung Armenverwaltung zur Unterstützung derselben zu veranlassen. macht; und da die Erfolge der sozialistischen Propaganda beschlossen, welche fast drei Wochen lang das Erscheinen einige Früchte getragen. Die Stadtväter haben sich herbei genamentlich in den bisher vorwiegend ultramontanen der meisten Blätter unmöglich machte. Auf einen solchen lassen eine Kommission zu wählen, welche sich mit dem Antrag Bezirken über alles Erwarten groß sind, so scheint die Re- Widerstand waren die Verlger nicht gefaßt und ließen sich laffen eine Kommission zu wählen, welche sich mit dem Antrag des Vereins, die Verabreichung von unentgeltlichen Lehrmitteln gierung zu der Ansicht gelangt zu sein, daß es in ihrem deshalb endlich in Verhandlungen ein, welche dazu führten, für Unbemittelte betreffend, befassen soll. Interesse wäre, den Gang der Reformbewegung durch einen daß ein allgemeiner Lohntarif von ihnen an verfrühten Butsch Aus dem 2. Meiningenschen Wahlkreise. Am Montag, unterbrechen und aufgenommen wurde. Jedenfalls hatte diese erste selbständige zuhalten. Die Führer der belgischen Sozialisten hegen Bewegung griechischer Arbeiter einen tiefen Eindruck ge- den 16. Februar, hielt Genoffe Bubeil in Pößnect in einer äußerst feinen Zweifel, daß bei dem bevorstehenden Streit der macht. Die von Dudumis jetzt begründete" Sozialistische zahlreich besuchten Versammlung einen etwa zwei Stunden dauernden Vortrag über die bevorstehende Reichstagswahl. Genoffe Grubenarbeiter Versuche gemacht werden, die Arbeiter zu Vereinigung" zählt bereits über 150 Mitglieder. Bubeil betonte, daß es der sozialdemokratische Randidat Reißhaus Gewaltthätigkeiten aufzustacheln und einen Konflikt mit der bewaffneten Macht herbeizuführen. Gelänge der Plan und Die Revolution in Chile scheint noch lange nicht ihr nicht leicht habe, ba ihm zwei gegnerische Kandidaten gegenüber ließen die Krawalle fich nur einigermaßen ausdehnen, so Ende erreic, t zu haben. Dem" Reuter'schen Bureau" gehen über ständen. Doch glaube er, daß die Bevölkerung Pößnecks am 19. Februar zeigen werde, was sie von den nationalliberalen könnte die sozialdemokratische Organisation zerstört, das Buenos Ayres Nachrichten aus Valparaiso vom 20. c. zu, Kohlenbaronen und den freisinnigen Manchestermännern hielte. Vermögen der Genossenschaften beschlagnahmt, und eine, daß denen zufolge ein Regierungsdampfer daselbst gestern von Arica Redner geißelte ferner die Politik der Nationalliberalen Vereins- und Versammlungsrecht, sowie die Preßfreiheit eingetroffen ist, wo er Truppen ausgeschifft hatte. Derselbe Freisinnigen. Es hieße immer; die Sozialdemokratie werde mit strangulirende Knebelakte eingeführt werden. Und dann war von den Rebellenschiffen Huascar" und" Esmeralda" jedem Tage begehrlicher. Die Begehrlichkeit der Arbeiter bestehe tönnte der Ideal staat des Ultramontanismus noch ein verfolgt worden und konnte sich nur mit Mühe retten. Der aber thatfächlich nur in einem Streben nach Besserung ihrer Dampfer paar Jährchen fortbestehen. Coufino" wurde von den Insurgenten ge- außerordentlich traurigen Lage, und troß aller Gegenanstrengungen Wir brauchen nicht zu sagen, daß die sozialistischen nommen. Drei Regimenter sind zum Schuhe von Tacna der Gegner würden die Bestrebungen der Arbeiter immer mitr gewinnen. Wenn man den SozialFührer ihr Möglichstes thun und thun werden, um den entsandt. Die Regierung entsendet ferner Truppen, um und mehr Boden man darauf nur erwidern, daß einem die Liebe chriftlichen Herrn Staatsrettern das fromme Spiel zu ver- Bisagua zurückzunehmen. Iquique befindet sich nach den demokraten ferner noch die Baterlandsliebe abspricht, felben Nachrichten in den Händen der Regierung. Das zu einem Lande, in dem man heute nicht weiß, was man morgen aber nicht auf Erden hungern und fein Glück erst vom Jenseits erhoffen, sondern er firebe darnach, schon auf Erden den Lohn ist jedoch nicht blockirt. für seine Mühsal zu erlangen. Und bei diesem Ringen helfe ihm die Sozialdemokratie. Darum mögen die breiten Maffen aufstehen und der Sozaldemokratie zum Siege verhelfen. berben. สิน Wie es gegen Ende des so ungewöhnlich harten, falten Rebellengeschwader ist längs der Küste vertheilt. Valparaiso zu beißen hat, recht schwer gemacht wird. Der Arbeiter wolle Winters in den italienischen Landgemeinden aussieht, darüber giebt uns ein Bericht aus Correggio Aufschluß, der fich in der jüngsten Nummer der Giustizia"( Provinz Reggio Emilia) findet. Dort läßt sich die Stimme eines Landarbeiters also vernehmen: = Die erste Nummer von Bellamy's New- Nation"( Neue Nation") ist heute erschienen. Bellamy's Programm für die New- Nation" ist folgendes: Warum eine neue Nation? Genügt die alte nicht? Hier die Gründe: Seit drei Monaten nun bauert die Arbeitslosigkeit für den Landarbeiter und Tagelöhner ununterbrochen fort. In der alten Nation ist das System, unter welchem die Jeden Morgen, den der liebe Gott schickt, muß der Arbeiter einzeln oder zu zweien und dreien seinen Marterweg antreten, Lebensarbeit ausgeführt wird, eine Art von beständiger Strieg bis auf den Tod zwischen um zu suchen, ob er nicht durch irgend welche Arbeit führung, ein Kampf- buchstäblich für seine hungernde Familie zum Abend wenigstens die Menschen und Menschen. Ein System, durch welches die StreiPolenta beschaffen kann. Und die Antwort, die er von tenden gezwungen find, im Kampfe mehr Kraft zu vergeuden, als den Ganz- und Halbpächtern erhält, ist immer und ewig die ihnen zur Arbeit übrig bleibt. Die schmutzige und bittere Natur felbe: Arbeit wäre schon genug zu thun, aber wir haben feine dieses Rampfes verhärtet meistentheils so die Beziehungen des Mittel," Euch zu bezahlen. Der Steuereintreiber vom Staat Menschen zum Nebenmenschen, daß er im häuslichen Kreise allein und von der Gemeinde und der Herr( der Besitzer des Gutes) Gelegenheit findet, die besseren, zarteren und edelmüthigen Elemente haben uns genommen und nehmen uns, was wir noch haben, seiner Natur zu üben. und uns bleibt nichts übrig, als was wir einzig und allein auch Euch geben können: eine kleine Scheibe Polenta und Wasser dazu." Ein anderer Grund, warum es mit der alten Nation nicht mehr geht, ist der; daß in ihr das Volk der Natur zuwider in Klassen getheilt ist; eine sehr kleine Klasse ist die reiche; die andere, viel größere besteht aus Denjenigen, welche mit Das Organisationskomitee des nächsten sozialistischen Schwierigkeit ein Verhältniß erträglicher Komfortabilität aufrecht Rongreffes für Italien hat das nachfolgende Hund- erhalten, beständig verfolgt von dem Schrecken der Furcht, sie zu schreiben erlassen: verlieren; und dann kommt endlich die viel größere und sozuGemäß dem Beschluß der am 18. Januar cr. zu Ravenna fagen überwiegende Klaffe der fehr Armen, die nicht einmal gehaltenen Versammlung, welche uns die Vollmacht übertrug, Etwas haben, worauf sie ihren bloßen Lebensunterhalt begründen für Italien den sozialistischen Kongreß zu berufen und zu können, außer einem Lohn, der von Tag zu Tag unsicher ist. In der alten Nation ist übrigens die Hälfte des Volkes organisiren, der auf dem letzten Kongreß zu Ravenna vom hinsichtlich des Lebensunterhaltes von 19. Oktober v. J. beschloffen worden war, laden wir hiermit die Die Frauenwelt Gettionen, Bündnißvereine und Gruppen, sowie alle einzelnen der anderen Hälfte- der Männerwelt-- abhängig. Den Frauen Unhänger der sozialistischen Partei Italiens ein, sich mit der bleibt heute nur diese Wahl, wenn sie nicht auf dem von Männern unterzeichneten Rommission brieflich in Verbindung zu setzen, bereits überfüllten Arbeitsmarkt ein kümmerliches Auskommen um die Tagesordnung, den Ort und das Datum des zu suchen wollen. In dieser alten Nation sind die Frauen, als Geschlecht, in haltenden Kongrees feft In dieser Versammlung wagte es kein Gegner, die Wahrheiten der von Genoffe Bubeil aufgestellten Säße in Zweifel zu ziehen. Am anderen Tage referirte Zubeil in Unterwellenborn über dasselbe Thema und fertigte in der Diskussion den Ortspfarrer und einen Hüttendirektor glänzend ab. Am Mittwoch hingegen, wo Genosse Zubeil in Probstzella sprach, meldete sich wieder kein Gegner zum Wort. Antwort wird nicht ertheilt. Briefkaffen der Redaktion. wet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen, Brieflich E. T., Borfigftr. Wir glauben ja; aber genau können wir es auch nicht sagen. W. D. 36. Die Firma braucht sie nicht wieder einP. R. Schreiben Sie nur unter der Adresse des betreffenden Abgeordneten an den Deutschen Reichstag. Dann erhält er Ihre Zuschrist. Thespis. Natürlich dürfen Sie tanzen. zustellen. G. Sch., Aachen. Sie müssen sich in Ihrer Angelegenheit schon an einen dortigen Rechtsanwalt wenden. P. A. 19. Die Schneiderin muß flagen. Ueber die Robe darf sie nicht ohne Weiteres verfügen. A. B. 1891. Sie müssen erst ein rechtskräftiges Urtheil erstreiten, dann können Sie die Sachen pfänden. G. S. 7. Wegen Ihrer Klagefache holen Sie sich doch mündlichen Bescheid. Verjährt ist die Sache nicht, aber die Söhe Ihrer Entschädigung hängt von dem Urtheil des gerichtlichen Sachverständigen ab. Bis Westend, so viel wir wiffen. Theater. Sonntag, den 22. Februar. Opernhaus. Die Meistersinger von Nürnberg. Montag: Der Sturm. Schauspielhaus. Roderich Heller. Montag: Der geheime Agent. Leffing- Theater. Der Volksfeind. Montag: Der Fall Clémenceau. Berliner Theater. Goldfische. Montag: Die Journalisten. Deutsches Theater. der Exzellenz. Montag: Fauft 1. Theil. Die Kinder Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. [ Circus Schumann. Friedrich- Karl- Ufer. Sonntag, den 22. Februar: 2 gr. Vorstellungen. Nachm. 3/2 und Abends 71/2 Uhr. Beide Vorstellungen mit verschiedenen Programmen. Circus unter Wasser. In der Nachmittags- Vorstellung: Eine ländl. Hochzeit. In der Abend- Vorstellung: Die Marionetten oder: Täuschungen in ein. Damen- Pensionat. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wallner- Theater. Miß Helyett. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz- Theater. Der felige Tou- Sensationelle Waferpantomime pinel. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Montag:" Dieselbe Vorstellung. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Montag: Dieselbe Vorstellung. Bellealliance- Thenter. Schöller. Pension Montag: Dieselbe Vorstellung. Ostend- Theater. Brot. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thomas- Theater. Der Registrator auf Reisen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kaufmann's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Borstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. Englischer Garten. Direktion: C. Andress, Alexanderstraße 27c. Margarethe Steinow, Liederfängerin. Paul Jülich, Gesangshumorist. Mr. Goswin, Musit. Neger- Clown. Fri. Bonné, Rostüm- Soubrette. Gebr. Corradini, Tanz- Duettisten. Mons. Bernard, Schnellzeichner. Anfang Wochentags 8 Uhr. Sonntags 51/2 Uhr. Entree Wochentags u. Sonntags 30 Pf. 50 Pf. und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. in 2 Abtheilungen. Zu dem heutigen Wiegenfeste ber Proletarierkämpfer 558b Bebel und Grillenberger senden die herzlichsten Glückwünsche die Hellrothen aus dem ersten Berliner Wahlkreis. Nach wie vor mache ich meine werthe Kundschaft auf meinen vorzüglichen 185 L Frühstück-, Mittagund Abendtisch, Grosse Volks- Versammlung am Montag, 23. Februar, Abends 8 Uhr, im großen Saale des Böhmischen Brauhauses. Tages Ordnung: 1. Die Aussperrung der Tabakarbeiter zu Hamburg, Altona und Ottensen und die falschen Berichte des Wolff'schen Telegraphen- Bureaus. Referent: Reichstags- Abgeordneter( Tabatarbeiter) Molkenbuhr. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Reichstags- Abgeordneten( Tabatarbeiter) Bruhns, Förster, Geyer und Meister haben ihr Erscheinen bestimmt zugesagt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht helles und dunkles Bier, direkt 284 vom Faß, ganz besonders aufmerksam. A. Kowald Nachf., Oranien- und Alexandrinenstrassen- Ecke. Empfehle allen Freunden und BeIn beiden Vorst.: Die Wassernymphen. fannten mein Montag: Große Vorstellung m. neuem Programm. Zum 3. Male: Die Marionetten. Circus unter Wasser. Elegante EinsegnungsAnzüge in Tuch und Kammgarn blau und schwarz von 16 Mark an. Gleichzeitig mache meine geehrte Kundschaft darauf aufmerksam, daß die Neuheiten für die Frühjahrsund Sommersaison bereits eingetroffen sind, und mein fertiges Lager eleganter Herren- und Knaben- Anzüge aufs Reichhaltigste ausgestattet ist. Julius Lindenbaum 139. Frankfurterstr. 139. Weiss- und Bairisch- Bier- Lokal, verbunden mit Frühstücks-, Mittagsund Abendtisch. Auch ist ein Vereinszimmer mit Piano zu vergeben. Fr. 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Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Hacke'schen Markt.[ 746 [ 189L Weiß- und Bair.- Bier- Lokal. Vereinszimmer zu vergeben. J. Leininger, Boyenstraße 40. Nordhäuser- Korn Ltr. 55 Pf. Der Einberufer. Achtung Putzer! DI Sonntag, den 22. Februar, Vormittags 11 Uhr: Grosse öffentliche Versammlung der Putzer Berlins und Umgegend im Saale der ,, Viktoria- Brauerei", Lühowstraße 111-112. Zages- Ordnung: 1. Stellungnahme zu dem geplanten deutschen Maurerverband. 2. Die Folgen des harten Winters und wie sind wir in der Lage dieselben zu mildern? 3. Verschiedenes. Referent: Herr Fr. Schulze. Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung statt. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, zu erscheinen. 246 Der Einberufer. Sozialdemokratischer Wahlverein des 5. Berliner Reichstags- Wahlkreises. Versammlung am Montag, den 23. d. M., Abends 812 Uhr, im Lokal der Brauerei Bötzow am Prenzlauer Thor. Tagesordnung: 340 1. Vortrag des Genossen Wilhelm Werner über Ursachen und Ents stehung der Krisen. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Der Vorstand ersucht um zahlreichen Besuch dieser Versammlung, sowie des am 7. März, Abends 8 Uhr, im Saale der Brauerei Böbow stattfindenden DS Stiftungsfestes. Billets sind zu haben bei Gumpel, Barnimstraße 42; Späth, Wein straße 28; Wagner, Neue Königstr. 89; Ruhlmey, Rosen- und Neue Friedrich straßen- Ecke; Wittchow, Elsasser- und Kl. Hamburgerstr.- Ecke; Buchhandlung Baginski, City- Passage, Dresdenerstraße. der Große öffentliche Versammlung Klavierarbeiter und verwandten Berufsgenossen am Montag Abend 8 Uhr, in Hoffmann's Festsäle, Oranien- Strasse No. 180. M Tages Ordnung: 1. Wie stellen sich die Klavierarbeiter und verw. Berufsgenossen zu Punsch, Grogk, Glühwein 1,40 1. Mai? Referent Kollege R. Schmidt. 2. Diskussion. 3. Bericht über den Mark, Rum, Arac, Cognac Streit bei Matz u. Ko. 4. Verschiedenes. 1,00 Mk. Ungarwein garantirt 185 echt 1/2 Ltr. 1,00 Mk. 187L Brauer& Grützmann Grossdestillation und Weinhandlung. Achtung! mit Frauen Der Einbernfer. Großer Frühſtücks- und Mittagstisch. Emil Franke Wittwe, Andreasstr. 63, Hof geradezu Gr. öffentliche Militär- u. Lieferungs- Schneider- Versammlun Spezial- Ausschank von Pazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. Saarbrückerstr. 6. Empfehle meine anerkannten guten Nähmaschinen, sowie Waschund Wringmaschinen zu den Bratweil'sche Bierhallen billigſten Breifen bei Abg. Reparatur Täglich: Grosses Concert mit Quartett- Sängern, Werkstatt im Hause. Eisenwaaren, Werkzeuge, 94 L ausgeführt von dem Mujiť- Direktor Haus- und Küchengeräthe H. Sanftleben. Wochentags: Frei- Concert. Sonntags Entrée 20 Pf. Empfehle auch zugleich 8 Billards, 3 Regelbahnen und einen Saal zu Vergnügungen und Versammlungen. 703 F. Sodtke. PassagePanopticum. Unter d. Linden 22/23. Knabe mit 2 Köpfen. Amerikanerin m. 25 cm langem Vollbart. 11-1 Uhr. 5-9 Uhr. Castan's Panopticum. etzt: Friedrichstr. 165. Neu: Azteken. Prof. Dr. R. Koch im Laboratorium. 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No Pflicht eines jeden Kollegen und jeder Kollegin, in dieser Versammlung Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung statt. Gs if erscheinen. 223/5 Der Einberufer. Fachverein der Tischler. ( Osten.) Montag, den 23. Februar, Abends 81/2 Uhr: Große Versammlung im Lokale des Herrn Haase( Königsbank), Große Frankfurterstraße 117. 31 Zages Ordnung: 1.„ Der Streif." Referent: Dr. Lütgenau Gaste Zutritt. Aufnahme neuer Mitglieder. Um regen Besuch bittet Der Bevollmächtigte. Größtes Etablissement 2. Distufion. 3. Berfchiedenes und Fragekaſten. des Nordens! Gebr. J.& A. Rosenberg, Reinickendorf. Bad Berlin N., Schönhauser Allee 146, Sonntag, den 22. Februar, Nachmittags 22 Uhr, im Restaurant 187- L Roth. Cylinderhut Nur Hüte mit Arbeiter- Kontrolmarke. neben Frister empfiehlt zur Einsegnung Preisen: u. Lüdecke, Amendestraße 1: Schwarze Cachemirs 55, 60, 50 H. 1,00. Versammlung des Arbeiter- Bildungs- Vereins„ Zukunft“, Neuheiten in earrirten Kleiderstoffen, 559b 20, 30 und 50 Pf. Tages- Ordnung: 1. Vortrag den Herrn Th. Mehner über:" Was lehrt uns die Schule Warps zu Hausfleidern 12, 20 u. 25 Pf. was lehrt uns das Leben?" 2. Diskussion. 3. Vorstandswahl. 4. Verfchiedenc Engl. Tüll- Gardinen, v. beiden Seiten m. Band eingefaßt 20, 30 u. 40 Pf. Herrenstoffe zu Anzügen, 2 Ellen breit, 1,00. 1,50, 2,00. 2,50 M. Stalizerstraße 131, und Rosmann, Bettfedern á fo. 50 f., 1,00 11. 1,50. Wilhelm Zapel, Hutmacher. Jede Uhr zu repariren und zu reinigen kostet bei uns unter Garantie des Gutgehens nur 1 M. 50 Pf.( außer Bruch), fleine Reparaturen billiger. Lager aller Arten neuer und gebrauchter Uhren. Verkauf au erstaunlich billigen Preisen. E. Rothert& Stolz, Uhrmacher. 42 L Andreasstr. 62, Chaufferstr. 78, Alte Schönhauserstr. 25. Nordd. Sänger- Gesellschaft, der Tyrol. Sänger- Gesellschaft Stiegler Dame Frt. Mnemosina, Sonntag von 12-2 Uhr: Concert von und der Gedächtnißder Gesellschaft Stiegler. [ 60M Hut- Fabrit Pfd. Betteinschüttung 20, 25 u. 30 Pf. Bezügenzeuge 15, 20 u. 25 Pf. Eleg. Bettvorlagen m. Thierbilder 65 Pf. Außerdem empfehlen wir noch zu staunend billig. Preisen: Damenmäntel, Jaquetts, Knaben- Anzüge, Gardinen, Teppiche, garnirte u. ungarnirte Hüte, Herren-, Damen- und Kinder- Wäsche, Woll-, Baumwoll- u. sämmtliche Posasämmtl. Tricotagen, Strumpfwaaren, mentier- Waaren. Preiscourante auf Wunsch gratis. Im Tuchgeschäft P. Diederich jest Oranicnstr. 126, I. ( Gegründet 1874.) F. Pietsch, Tanz- Institut, 1. Gesch.: Granienstraße Nr. 9. W 963 Dresdenerstr. 10. 2. Marianneuse. 43, Ede Stalizerstraße. D. letzte Lehrtursus in d. Saison f. Damen u. Herren beg. Sonntag, 1. u. 8. März, Größte Ausw. in Filz- u. Seidenhüten Nachm. 4 Uhr. Meld. Adalbertstr. 93 mit Arbeiter- Kontrollmarken. u. bei Beginn des Unterrichts. 607b Bitte genau auf Hausnummer 3. achten. Herren- und KnabenAnzüge, Paletots, sowie Damenkleider etc. Auf Wunsch auch gegen Theilzahlungen, 219L 218L Gäste willkommen. Der provisorische Vorkand. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt, Berlin SW., Beuthstraße 3. In unserem Verlage erschien soeben der dritte Neudruck von: Zwei Reden zum Reichshaushalts- Etat, gehalten von August Bebel im Deutschen Reichstag am 9. und 11. Dezember 1890. 32 Seiten 8°. Preis 10 f., 100 Exemplare 8 Mk. Wir empfehlen obige Reden fortgefeht den Parteigenoffen als ausgezeichnete Agitationsschrift. Sie ist von aktueller Bedeutung insofern, als die Zoll- und Steuerpolitik der Regierung, die jeder am eigenen Leibe verspürt, darin eingehend beleuchtet wird. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilage 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 45. geben wollen: Lokales. und Sonntag, den 22. Februar 1891. Gerichts- Beitung. Schiffe im Frieden! Gegen unferen Redakteur Curt 8. Jahrg. Versammlungen. Heil Dir Berlin! Jetzt wirst Du gänzlich gesäubert Volksversammlung in der Brauerei ,, Friedrichshain". werden, ein neuer Löwe ist auf dem Kampfplatz erschienen! Die Baake wurde gestern vor der zweiten Strafkammer des Land- Eine von etwa 4000 Personen besuchte Volfsversammlung gesammten katholischen, 7 an der Bahl," Arbeiter(!)-Vereine gerichts I. eine Anklage wegen Beleidigung der be- wurde am Freitag, den 20. Februar, unter dem Vorsitz des GeBerlins hatten sich vor einigen Tagen im Gesellschafthaus Ostend waffneten Macht" verhandelt. In den Nummern vom nossen Heindorf abgehalten. Zum ersten Punkt der Tagesordnung: zusammen, gefunden, um sich zu stärken" zum Kampf gegen die 12. Oftober und 31. Dezember v. J. brachten wir je einen Artikel Rechenschaftsbericht der Berliner Lokalkommission referirte Genosse umstürzlerischen Elemente, welche sich, wie verlautet, in die unter der vorstehenden Ueberschrift, welche die bekannten Affairen Werner und führte aus: Arbeiterwelt Berlins eingeschlichen haben sollen. Da es der Verwundung resp. Tödtung von Zivilpersonen durch miliE3 bat sich unerklärlicher Weise das Gerücht verbreitet, die hierbei gegen den leibhaftigen Satan geht, so waren Geistliche tärische Posten behandelt und die Beseitigung solcher Zustände heutige Versammlung sei aus ganz besonders wichtigen Gründen recht zahlreich erschienen und fargten auch nicht mit ihren Segens- auf das Dringendste fördert. In dem Wortlaut der Artikel fand einberufen worden; thatsächlich ist das aber keineswegs der Fall. sprüchen, damit Geist und Leib der muthigen Kampfhähne gegen die Staatsanwaltschaft den Thatbestand der obigen Anklage, Ver. Vielmehr war die Einberufung einer Volksversammlung schon die Versuchungen des Gottseibeiuns gefeit wären. Nachdem man geben gegen die SS 185, 196, 200 und 74 des Strafgesetzbuches. feit langer Zeit geplant, einmal weil die Mitglieder der Berliner tüchtig gebetet hatte, fang man ein gied, in dem die Arbeit des Der Angeklagte verweigert die Nennung des Verfassers, Arbeiters gefeiert wurde, welche aber mit Frömmigkeit gepaart sein und übernimmt die volle Berantwortung für den Inhalt der Lokalkommission ihre Mandate niederlegen wollten, und anderermüsse, wenn sie dem Bürger und dem Thron etwas nügen solle,( für Artikel, verwahrt sich aber entschieden dagegen, daß die Artikel, feits, um den Rechenschaftsbericht ablegen zu können. Legteres allein hat die Abhaltung der Versammlung bis jetzt verzögert, den Arbeiter braucht dabei nichts abzufallen, man nimmt wahrschein- die eine scharfe Kritik übten, in der Absicht der Beleidigung denn zahlreiche Beträge standen noch aus, ja bei einzelnen ist das lich als selbstverständlich an, daß der Arbeiter nur zum Arbeiten da wäre. geschrieben feien. Zur Beweisaufnahme werden die inkriminirten selbst heute noch der Fall. Auch über die eigentliche Aufgabe D. Red.) Hierauf hielt ein frommer Bolts" vertreter, seines Artikel verlesen. Die Staatsanwaltschaft erblickt die Beleidigung und Thätigkeit der Lokalfommission herrschen noch allgemein vollStandes nach ein Graf, mithin ein Mann, dem Bolt entsprossen, hauptsächlich darin, daß den Behörden und auch den einzelnen ständig irrige Ansichten. Die Lokalkommission verhängt die einen Vortrag, aus welchem wir folgende Kraftproben wieder Soldaten Ueberhebung vorgeworfen sei, sowie in dem Aus- Sperre nicht aus eigener Machtvollkommenheit, sondern sie ist nur druck, Sport" für eine vollständig instruktionsmäßige AusNur die Religion vermag die Kluft zu überbrücken, welche führung ihrer Pflichten; der Sinn beider Artikel enthalte in die ausführende Kraft der Beschlüsse der Arbeiterschaft, welche in Lokalen, die zu gewerkschaftlichen Versammlungen und die heutigen Gesellschaftslklassen trennen, wenn die feinem Zuſammenhang eine Verhöhnung der Milizu Vergnügungen, nicht aber zu spezifisch sozialdemokratischen Der§ 193 stehe dem An= Sozialdemokraten die Religion als Privatsache erklären, so ist tär Behörden. Seite, da eine Abstellung Bersammlungen zu haben sind, nicht länger verfehren will. Die das nur eine Leimruthe, mit der sie Gimpelfang treiben( aller- geklagten nicht zur dings wenn der„ Herr Graf" auf die Leimruthe ginge, dann der angeblichen Vorkommnisse auf dem vom Angeklagten ein Aufgabe der Lokalkommission war es nun, an die Besitzer oder wäre es fürwahr ein Gimpelfang. D. Red.), denn im sozial- geschlagenen Wege nicht zu erreichen sei. Es liege also eine Be- Dekonomen die Frage zu richten, ob sie ihre Räumlichkeiten zu demokratischen Staate solle es ja Brivatsachen nicht geben.( Der leidigung der bewaffneten Macht in Ausübung ihres Dienstes einer verneinenden Antwort war es dann selbstverständlich, daß sozialdemokratischen Versammlungen hergeben wollen; im Falle „ Herr Graf" hat das Lügengewebe der Sozialdemokraten an- vor. Erschwerend für den Angeklagten sei es, daß der zweite das betreffende Etablissement nicht in die Lokalliste aufgenommen scheinend gründlich durchschaut, seine Ausführungen zeugen von Artikel, dessen offenbarer Zusammenhang mit dem ersten nicht werden konnte. Die Lokalkommiffion war im Einverständniß einem sorgfältigen Studium der sozialen Frage." D. Red.) Die zu bestreiten sei, erst verfaßt ist, als die Vernehmung des An mit der gesammten Arbeiterschaft Berlins ferner der Ansicht, daß Religion hat zuerst die Arbeit" in Achtung gebracht, das alte geklagten wegen des ersten Artikels bereits erfolgt war. Durch Lokale, welche einmal auf der Liste gestanden hätten, später aber Heidenthum hat sie verachtet und das neue Heidenthum erklärt den Jubalt beider Artikel werde eine Aufreizung der sie für eine verfluchte Nothwendigkeit. Wenn aber Gott gear: Nichtsoldaten gegen den Soldatenstand herbei gestrichen seien, nicht wieder auf die Lifte zu sehen seien, bis eventl. ein Wechsel in der Person des Dekonomen stattgefunden beitet hat, weshalb sollen wir Menschen uns vor Arbeit scheuen." geführt! Der Staatsanwalt beantragt eine Gefängniß habe. Der konsequenten Durchführung dieser Ansichten ist es zu Wir möchten nur gerne wissen, von welchen Menschen, die strafe von vier Monaten. verdanken, daß wie in so kurzer Zeit so viel erreicht haben. arbeiten und arbeiten sollen, der würdige, fromme Mann ge Der Vertheidiger, Rechtsanw. Wolfgang Heine, beantragt, während uns in der Mitte der achtzigen Jahre 5 Lokale zur sprochen hat, hoffentlich hat er sich und die oberen Zehntausend in Erwägung des Umstandes, daß die Beurtheilung der Hand- Verfügung standen, ist deren Zahl heute bereits auf 93 gestiegen, nicht mit hinzugerechnet. Tungsweise des Angeklagten eine ganz andere sein müsse, wenn In ähnlicher Weise nahm die Stärkung" ihren Fortgang, der Beweis der Wahrheit für die in den Artikeln behaupteten und wir können sicher sein, daß auch das hundertste Lofal bald sodann trat an Stelle der geistlichen Stärkung" die geistige, Thatsachen erbracht werde, zum Zweck dieser Beweisführung die zu haben sein wird.( Beifall.) Genoffe Infinger: Um auch auf die Lokale in der Umgegend welche ebenfalls ihre Wirkung nicht verfehlt hat. Die Betbrüder Mititärbehörden über jene Vorgänge zu vernehmen. Dieser An- von Berlin den nöthigen Druck ausüben zu können, war auf traten da erst einander so recht näher, was auch der eigentliche trag wird vom Gerichtshof abgelehnt, weil diese Beweisführung Beschluß der Lokalkommission ein Almanach herausgegeben, in es sollen eine beträchtliche Anzahl auf die Strafabmessung ohne jeden Einfluß sei, da die Anklage welchem die Lokalitäten verzeichnet waren. Von diesen Almanachs Zweck des Abends war Brüderschaften ge- schlossen worden sein. nicht wegen Veröffentlichung jener Vorfälle, sondern nur wegen wurden 50 000 Stück gedruckt, 38 265 vom Buchbinder geheftet Demnächst soll der Norden der Stadt gleichfalls beglückt der Unterstellunng der Ueberhebung der betreffen- und 20 172 Exemplare verkauft. Die Gesammteinnahmen belaufen werden, wir sind neugierig, welche Blüthen dieser geistige den Personen und Behörden erfolgt sei. Der Gerichtshof nehme ich auf 2938,13 M., die Ausgaben auf 2714,30 m., so daß ein an, daß der Angeklagte die behaupteten Thatsachen als notorisch Bestand von 223,88 m. bleibt. Es sind aber noch einige Ausbetrachtet habe. Dem ,, Lokal- Anzeiger" hat ein Führer der Berliner Der Vertheidiger führt hierauf weiter aus, daß die Uebel- stände vorhanden, die bis jetzt nicht beigetrieben werden konnten. Nachdem der Revisor, Genosse Ehling, die Richtigkeit des Nationalliberalen, Herr Th. Müller, das Zeugniß ausgestellt, daß stände, wie sie in dem Artikel geschildert seien, wirklich vorhanden, Rechenschaftsberichtes anerkannt hatte, wurde der Antrag einer mit der Haltung desselben höchst einverstanden sei. Der Be- und dies allgemein anerkannt sei. Es werden oft von Posten, stimmig angenommen, den Rechenschaftsbericht- wir haben nur fizer des„ Lokal- Anzeigers", Herr Scherl, spendete Herrn Müller deren Aufstellung überhaupt wenig oder gar keinen Zweck habe, bas Resultat angeführt. und seinen mit ihm in den Räumen des„ Lokal- Anzeigers" er- Schüsse abgefeuert, das Zielen sei dabei fast ganz ausgeschlossen, das Resultat angeführt im Vorwärts" abdrucken zu laffen. Es entspann sich hierauf eine Diskussion, in welcher die schienenen Freunden gleichfalls eine Anerkennung, aber eine und wo es möglich, sei die Wirkung der Geschosse eine so uner- Lokalfommission wegen ihrer Stellung zu verschiedenen Lokalen Substantiellere in Gestalt eines reichen Menus, dessen Bestand meßlich große, daß deren Folgen gar nicht zu berechnen seien. interpellirt wurde, und schließlich gelangte ein Antrag zur Anheile nun wieder zur größeren Ehre des Spenders im Organ An der Invalidensäule seien die Körper der zwei Kinder vollständig nahme, welche dahin zielte, der Lokalkommission die Entscheidung ber Gastwirthe aufgezählt werden. Der Zotal- Anzeiger" seiner durchschoffen und das dritte noch verlegt worden. Er erinnere Veits hat es unterlassen, seinen Lesern das Menu gedruckt vorzu- nur daran, daß doch die Polizei, welche die Verhaftungen und zu überlassen, ob ein Lokal, welches bereits auf der Liste gestanden Legen. Müßte es dieselben nicht freuen, zu hören, daß der Ber- Verfolgung von schweren Verbrechern täglich, stündlich betreibe, babe, wieder aufgenommen werden könne oder nicht. Bum zweiten Punft der Tagesordnung: Wie stellen sich Teger ihres Leibblattes so gute Geschäfte macht, um hundert Gäste nie oder höchft felten von der Schußwaffe Gebrauch mache. In die Berliner Arbeiter in Zukunft zur Philharmonie? ergriff aufs Splendideste bewirthen zu können? Wir wollen uns denn Anbetracht der großen Gefahr, in welche ganz unschuldige Per- Genosse Werner abermals das Wort und bemerkte: auch mit der Speisekarte nicht weiter beschäftigen; es sonen kommen, sei es doch kein so großes Malheur, wenn ein Herrn Scherl wohl darum zu thun, sich auch einmal als Soldat, der seiner Uniform wegen schon nicht entkommen kann, Berabfolger guter Nahrung zu zeigen, während seine Zeitung sonst sich auf ein paar Stunden der doch später folgenden Berhaftung Zag aus, Lag ein das Gegentheil thut. Aber die Sinnesentziehe. Die Presse, sowie jedes einzelne Mitglied habe das übereinstimmung zwischen dem Lokal- Anzeiger" und dem Recht, auf solche Zustände hinzuweisen, es müsse also nationalliberalen Führer ist bemerkenswerth und sollte im Inter- der Schutz des§ 193 eintreten. Vor allem aber habe esse beider Theile mehr ausgenügt werden. Der Lokal- Anzeiger" Angeklagte dem militärischen Zeitgeist, hat fein politisches Ansehen; wenn er Organ der nationalliberalen feit" hervorrufe, die Schuld an solchen Vorkommnissen beiBerliner Nationalliberalen die sämmtlichen Leser des„ LokalAnzeigers" als ihre Partei anfähen, so würden sie mit einem gemessen, und in Verbindung damit einen Vorwurf gegen die Schlage stark- obschon die obschon die deserzahl des Blattes in den letzen fogenannte„ Bourgeoisie", gegen den Freiſinn" erhoben; der Jahren beträchtlich abgenommen hat. Die Beiden sind einander artige Gesellschaftsklassen könnten aber überhaupt im juristischen nach Erwägung dieser Erklärung der Direktion war die LokalKampf" treiben wird. war der " Die Berliner Lokalfommission hat den für ihre Handlungsweise absolut maßgebenden Grundsatz aufgestellt, daß kein Etablissement auf die Lokalliste gesetzt wird, welches nicht nur für gewerkschaftliche, sondern auch für politische Versammlungen nicht unbedingt zu haben ist. Auf eine diesbezügliche Anfrage erwiderte die Direktion der Philharmonie, daß sie den Saal gern zu gewerkschaftlichen Versammlungen hergebe, politische WerPartei irgend eine politische Versammlung in den Näumen ner Kunstinstitut ihren unparteiischen Charakter voll und ganz wahren. Philharmonie abgehalten worden sei. Die Philharmonie müsse als Sinne nicht beleidigt werden. Gegen die einzelnen Soldaten und die Philharmonie nicht die Armee sei dieser Inhalt der Artikel aber feine Beleidigung. tommission der Ansicht, daß als bloßes Kunstinstitut zu betrachten sei, da ja Das Wort" Sport" im zweiten Artikel aber sei nur gebraucht gewerbliche Versammlungen abgehalten wurden, worden, um eine Wiederholung oder den Gebrauch von Wörtern gewerbliche Versammlungen daselbst und beschloß deshalb mit großer Majorität, die Philharmonie Neber den Selbstmord eines Dienstmädchens machte vor wie Schießerei" zu vermeiden. Er beantrage Freisprechung nicht in die Lokalliste aufzunehmen. Nicht alle Arbeiter richteten Bei der Begründung des Urtheils, welches auf awei sich nach diesem Beschluß. Die Gewerkschaft der Hausdiener und weil, wie ne hatte, sich am frühen Morgen, vom Tanzvergnügen kommend, in Monate Gefängniß lautet, hebt der Vorfihende des Gerichts sagten, der Saal der Philharmonie allein geeignet für ihre Zwecke den Landwehrtanal gestürzt und ertränkt haben. Die That- hofes hervor, daß das Uebel, um welches es sich hier handle, zwar wäre, und sie in anderen Lokalen Defizit gehabt hätten. Senoffe Partei würde, so wäre das doch schon etwas. Und wenn die welcher die Schneidigkeit besonders schätze, ja diese Schneidig sammlungen müsse sie jedoch ablehnen, da bisher noch von keiner werth. Mögen also die Berliner Nationalliberalen der Parole ihres Führers Th. Müller folgen und erklären: Der" BokalAnzeiger" drückt unsere politischen Ansichten aus. einigen Tagen der Polizeibericht Mittheilung, darnach sollte die des Angeklagten. betreffende Person nachdem sie die ganze Nacht hindurch getanzt derselben von an" Abhilfe in feinem Fall Segnungen der Feriensie Jedermann anerkannt werde, daß aber Liebknecht folgte zweimal einer Einladung der Buchdrucker in die sache ist richtig; der Zusammenhang allein der eingeschlagene Weg zur den Artikeln Philharmonie, nun stellte sich die Sache anders, und manche Die Ausdrucksweise in der mit anderen Umständen, die der Polizeibericht nicht rechte sei. giebt, macht die Sache noch interessanter. Das in der Cuvryhätten. erschien, erhalten ftraße 53 in Dienst stehende Mädchen hatte mit Erlaubniß ihrer fei frivol", enthalte" Verhegungen" und" Berhöhnungen" Gane wußten nicht recht, wie sie sich nunmehr zu verhalten Herrschaft ein Tanzkränzchen besucht; es war ihr aber gesagt beleidigender Natur. Schon der Ausdruck Soldatesta" set in welcher Genosse Liebknecht seine Antwort gab, hatte die Lokal Diese beleidigend und für den Ausdruck Schneidigkeit" halte er worden, daß sie Abends 10 Uhr zu Hause sein müsse. Zeit hatte sie überschritten und mochte wohl fürchten, daß ihr eine andere Definition als der Herr Vertheidiger für angebracht. und eben die Frage betr. der Philharmonie auf die Tagesordnung nun alle diejenigen Liebenswürdigkeiten in Aussicht ständen, Das mit dem Ausdruck welche nach der Gesinde- Ordnung sich die Herrschaft den Dienſt- tolonie gemeint sei, sei ihn nicht recht verständlich. often. In tonſequenter Durchführung ihres Prinzips dit bie sperren ist. Jm boten gegenüber erlauben darf. Nach längerem Umberirren Was Bublikum babe oft selbst schuld, indem es den ofaltommiſſion der Anficht, daß die Philharmonie unbedingt di zum Schluß noch beflürzte sich das Mädchen in den Kanal und ertrant. Wie Soldaten die Ausführung ihrer Pflicht erschweren. Wenn auf fannt, daß die Mitglieder der Lokalkommission ihre Mandate Hierauf sprach Genosse Liebknecht: Wenn die Thätigkeit Der Polizeibericht stellte es so dar, als ob das Tanzvergnügen Pflicht, die Flüsse zuzudecken, damit tein Beder Lokalkommission von irgend jemand anerkannt wird, so bin ich werden solle, so hätte nach derselben Logik der Herrgott auch die niederlegen. trunkener hineinlaufen tönne! Es sei der Thatbestand der Beleidigung erwiesen und der Angeklagte könne zufrieden sein, es, der ihren hohen Werth voll und ganz zu haben weiß, th daß die Klage nicht aus§ 130, Schmähung staatlicher Ein- volt begreift, daß der Erfolg des 20. Februar 1890, beſſen Gerichtungen, erhoben sei. Für jeden Fall find 6 Wochen ange- denktag wir heute feiern, für Berlin nicht zum kleinsten Theile chmen Ich weiß genau, daß in unseren Reihen eine strenge Zucht, eine nommen und in eine Gesammtstrafe von 2 Monaten zusammen- dem unermüdlichen Wirken der Lokalkommission zu verdanken ist. gezogen worden. stramme Disziplin nothwendig ist, ich weiß aber auch genan, welche Macht wir dadurch in Händen haben. Zur siegreichen Durchführung eines Boykotts gehört die straffste Disziplin. Ohne Disziplin kein Erfolg denkbar. Darin sind wir Sozialdemokraten einig. Und wer bei einem Boykott nicht die strengste Disziplin übt, handelt gegen den Geist und das Interesse der Partei. Das verlautet, foll das Mädchen ihren Angehörigen in den Gesindedienst vermiethet worden sein. und der Selbstmord in unmittelbarem Zusammenhang standen; die eigentliche bewegende Ursache, das Gesindeverhältniß, war nur nebensächlich angedeutet, obwohl es die Hauptursache des Selbstmordes war. Soziale Uebersicht. Aufruf an die Schuhmacher Berlins! Laut Bekanntund # Die Reinickendorfer Lokalkommission macht hiermit bekannt, daß folgende Wirthe ihre Sle unentgeltlich zu allen Versammlungen hergeben: 1. Seeschlößchen, Martstraße 1/2; 2. Lüdicke, Amendestr. 1; 3. Budewiß, Hausotterstr. 4; 4. Bende, Nordbahnstr. 1; 5. Gördes' Waldschlößchen, Eichborn u. WaldStraßen- Ecte; 6. Marks, Tegeler Chauffee( Restaurant zum Feuer werker). Anfragen und alle eventuellen Unregelmäßigkeiten wolle man an die Unterzeichneten ist jeßt. As noch -F. Schäfer, Pankower Kollegen für beendet erklärt worden, doch sind noch 120 Mann Niemand hier an einen Boykott dachte, als man die Wirkung dieses Gammelstellen für gelesene Arbeiterblätter. zu unterstützen. Diese 120 Mann Allee 41. R. Duchateau, Gesellschaftsstr. 9. befinden sich in größter Noth, und dringende Hilfe es, der den Boykott empfahl, und auch den ersten Boykott( in Die Agitationstommiffion richtet nun an Sachsen) herbeiführte. Es ist also geradezu lächerlich, wenn ich in Polizeibericht. Am 20. d. M. Morgens wurde ein Mann ist nothwendig. im Keller des Hauses Zehdenickerstr. 17-18 erhängt aufgefunden. Die Kollegen die Bitte, die Listen für die Erfurter weiter zirkuliren Busammenhang mit einer geringfügigen Affaire, die tendenziös -- Als der Gafetier Weyer in der Wohnung des Schneiders zu lassen und dieselben dann auf schnellsten Wege der Agitations- von einigen dunklen Ehrenmännern aufgebauscht worden ist, in Pietsch, Philippstr. 6. seine dort wohnhafte Ehefrau bei einem kommission zu übermitteln. Die Agitationskommission der Schuh- Zeitungen als Gegner des Boykotts hingestellt werde. Ueberhaupt treiben jetzt wieder unsaubere Elemente ihr Wesen: es ist kein Streite mit einem Revolver bedrohte, warf lettere ihm macher Berlins. In Hartha befinden sich 17 Sutmacher der bloßer Zufall, daß Notizen durch die Presse laufen, daß Bebel Raffegeschirr ins Gesicht Gesicht und so bedeutend, daß er nach der Charitee gebracht Fein- schen Fabrik im Ausstande wegen Lohn- und ich in glänzenden Balästen wohnen sollen, daß Bebel ein Zu derselben Zeit trank ein Dienstmädchen in differenzen. Die Aussichten sind gute. Es wird ge- Einkommen von 36 000 Mart habe u. s. w. Und dieselben Glemente haben denn auch meinen hier schon erwähnten Besuch der der Wohnung der Herrschaft Friedrichstr. 195 in der Absicht, sich beten, den Zuzug feruzuhalten. Achtung, Glaser! Ich gebe meinen Kollegen hiermit be- Philharmonie schmählich entstellt. Als ich vorigen Herbst nach das Leben zu nehmen, 1/4 Liter denaturirten Spiritus und mußte| nach kannt, daß in Magdeburg und Stettin Maßregelungen unserer Berlin fam, ahnte ich nicht, daß die Philharmonie, deren Bender darauf folgenden Nacht fanden fünf kleine Kollegen an der Tagesordnung find. Der Zuzug nach beiden Ronzerte weltbekannt sind, geboykottet sei. Meine Familie Städten ist bis auf Weiteres fireng fernzuhalten. R. Stempahl. besuchte ein durch werden mußte. statt. da verlegte ihn die Philharmonie- ich selbst hatte kei Genosse Stößel rechtfertigt das Verhalten der Buchdrucker und bittet, die Philharmonie frei zu geben. Wie uns mitgetheilt wird, gebentt man sich in betheiligten Kreifen mit den Beschlüssen des Reichstags zweiter Lesung( die Sonntagsruhe der Kaufleute betreffend) nicht zufrieden zu geben. Es hat sich bereits hier in Berlin ein somitee gebildet, mit der Aufgabe, hier wie in ganz Deutschland die kaufmännischen Kreise zu einer energifchen Bewegung aufzurnfen, die die Abgeordneten des deutschen Reichsta es zu einer besseren Regelung der Sonntags: ruhe in 3. Lesung veranlassen soll. Zu diesem Zweck wird am Dienstag, den 24. Februar, Abends 9 Uhr, im Saale der Tivoli- Brauerei eine Massen- Verfammlung von selbständigen Kaufleuten, Handlungsgehilfen und Gehilfinnen veranstaltet, wozu sämmtliche Mitglieder der Arbeiterschuß- Kommission des Reichstages eingeladen sind. Tagesordnung: Wollen wir eine wirkliche Sonntagsruhe erlangen oder nicht? Im Interesse der betheiligten Kreise machen wir auf diese Versammlung besonders aufmerksam. Beit. Und Ende des vorigen Jahres nahm ich eine Einladung der Buchdrucker zu einer Matinee an.( Redner schildert wie er seit 1863 zu dem Berliner Buchdruckerverein in einem Ein Antrag auf Schluß der Diskussion wurde angenommen und freundschaftlichen Verhältniß gewesen). Nach der Einladung Genosse Werner betonte hierauf in seinem Schlußwort nochmals, erfuhr ich, daß die Philharmonie geboykottet sei, aber auch, daß daß dem Prinzip gemäß, alle Lokale, deren Säle wohl zu gewerk ein großer Theil der Berliner Genossen diesen Boykott miß- schaftlichen nicht aber zu politischen Versammlungen zu haben billige; und daß er thatsächlich nicht mehr best ehe. sind, müssen gesperrt werden, der Boykott der Philharmonie aufDas erfuhr ich von verschiedenen sehr tüchtigen und sehr wohl recht zu erhalten ist. orientirten Genossen. Darauf ging ich zur Matinee, und kurz Es wurde der Antrag gestellt, die Philharmonie sowohl wie darauf auf einige Stunden zu einem Maskenball der Buch- das Etablissement„ Kroll" für immer zu sperren; die Majorität Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 22. Februar, Vormittags Drucker. Als nun aber seitens des Buchdruckervereins die Ein- lehnte den Antrag ab. In der Abstimmung wurde der Boykott 10% uhr, Rosenthalerstr. 38. Vortrag des Herrn W. Bölsche über„ Alexander ladung an mich fam, einen Vortrag über ein gewerkschaftliches über die Philharmonie mit großer Majorität angenommen. von Humboldt". Thema in der Philharmonie zu halten, da mußte ich antworten, Genosse Auer brachte einen Antrag ein, dessen erster Theil, Abenos 8½ Uhr, bet Reyer, Alte Fatobftr. 83. Verein deutscher Schuhmacher, Filiale Berlin. Montag, den 23. Februar, Mitglieder- Versammlung. das gehe nicht, ohne daß ich mich mit der Lokalkommission ver- der Lokalkommission die endgiltige Regelung der Philharmonie- Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Discussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. ständigt habe es müsse überhaupt Klarheit in die Sache Frage zu überlassen, abgelehnt wurde, während der zweite Theil: Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. Säfte sind will tommen, und könne in feinem Fall mich zu den Partei- Die Versammlung erklärt im Einverständniß mit dem tommen. Maler und verwandte Berufsgenossen der Filiale 2. Außer genoffen in Gegensatz bringen. Ich schrieb nun an die Genossen Liebknecht, daß jeder Genosse sich der Parteidisziplin ordentliche Versammlung am Montag, den 23. Februar, abends 8 Uhr, bei Lokalfommission wir hatten eine Zusammenkunft und zu unterwerfen hat einstimmig angenommen wurde. Hammerle, Bülowstraße 59. Tagesordnung: Bortrag. Gäste sind will beriethen über die Sache, und auf meinen Wunsch tommen. Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekaffe.( G.$. 71.) ist die Frage heute dieser Versammlung vorBureau: Reibelſtr. 40. Montag, den 23. Februar, Abends 8% Uhr, im gelegt worden. Bittoria- Restaurant, Münzstr. 11. Vorstands- Sigung. Aufnahme neuer Mitglieder. Große öffentliche Versammlung für Männer und Frauen, am Straße 180. Wie kann man da von einem Auflehnen gegen Parteibeschlüsse" reden, wie es in Zeitungen geschehen ist. Ginige Genossen haben sich täuschen lassen, man hat mir in fleinen Kreisen ein paar Mißtrauensvoten ertheilt. Nun ich bin an derartige Dinge gewohnt, die Genossen werden inzwischen eingesehen haben, daß sie sich geirrt. Zu Punkt 3 der Tagesordnung erklärte Genosse Werner, daß die Mitglieder der Lokalkommission ihre Mandate niederlegten. Der Vorsitzende theilte ferner mit, daß vier Mitglieder eine Wiederwahl ablehnen würden. Hierzu wurde der Antrag gestellt Die bisherigen Mitglieder sollen im Amte bleiben; die fehlenden sollen von den Genossen selbst vorgeschlagen und in einer dem nächst abzuhaltenden öffentlichen Versammlung gewählt werden. Einstimmig angenommen. Unter Verschiedenem" wurde folgende Resolution angenommen. Die heutige Boltsversammlung wolle beschließen: in Erwägung, daß die Arbeiter von Pankow und NiederSchönhausen bisher nicht Gelegenheit hatten, ein Lokal zu Verfammlungen zu bekommen, indem die Inhaber aller Lokale dortselbst die Hergabe derselben verweigern, diese Ortschaften streng zu meiden; Meine Ansicht ist nach wie vor, daß der Boykott der Philharmonie eine Thorheit ist. Der Saal wird keiner Partei zu Parteiversammlungen gegeben und ein Runstinstitut wie dieses ist gezwungen, sich dem Parteikampfe fern zu halten. Ein solches Institut müssen die Arbeiter respektiren. Der Boykott gegen die Philharmonie ist meines Erachtens nicht bloß eine Ungerechtigkeit, sondern auch eine Unflugheit, denn wir fönnen ihn nicht aufrecht erhalten. Und ein in fernerer Erwägung, da der Direktor der Voltsbrauerei zu Boykott, der nicht durchzuführen ist, schadet der Sache des Moabit seinen in Pankow, Kaiser Friedrichstr. 50-51, befind Boykotts. Gerade durch das Verhängen eines Bontotts, der lichen Saal den Arbeitern zu Versammlungen verweigert, das nicht durchzuführen ist, lodern wir die Schraube, schädigen wir Bier dieser Brauerei so lange nicht zu trinken, bis der genannte die Wirkung dieser mächtigen Waffe. Saal für Versammlungen freigegeben ist. Man hat mir die Schroffheit der Briefkasten- Notiz vorNach Genehmigung eines Schlußantrages wurde die Vergeworfen. Nun sie war doch ziemlich harmlos. Aber wie's in den Wald schallt, schallt es heraus sie war die Antwort sammlung mit einem dreifachen Hoch auf die internationale auf einen höchst inpertinenten Brief, der noch eine schärfere Ant- Sozialdemokratie geschlossen. wort verdient hätte. Die ganze Philharmoniegeschichte, soweit meine Person ins Spiel fommt, ist eine so lächerlich unbedeutende Bagatelle, daß jedes Wort zu viel ist, das darüber gesprochen wird. Hätte man, statt daß ein paar Leute hinter meinem Rücken raisonnirten, mir offen ins Geficht die Meinung gesagt, dann wären wir in zwei Minuten eins gewesen. Um derartige Lappalien streiten sich vernünftige Männer doch nicht. Doch genug. Ich kann keinen Antrag stellen, und werde auch, meinem Entschluß getreu, mich in die inneren Angelegenheiten der Berliner nicht zu mischen, auch an den weiteren Berathungen nicht betheiligen, ich bitte Sie Sie aber im Interesse des Boykotts im Allgemeinen die Maßregel gegen die Philharmonie zurück zu nehmen. Wie der Entschluß nun ausfalle, es versteht sich, daß er für uns Alle bindend ist.( Lebhafter Beifall und Wider spruch.) Genosse Ortelt will den Boykott unbedingt aufrecht erhalten wiffen. Da über 20 Redner eingezeichnet sind, wird ber Antrag auf Schluß der Rednerliste angenommen, außerdem beschlossen, abwechselnd einen Redner für und einen wider den Boykott sprechen zu lassen und jedem Redner 10 Minuten Sprechzeit zu gewähren. Genosse Bratwit kritisirt das Verhalten der Buchdrucker betreffend der Philharmonie und empfiehlt, den Boykott aufrecht zu halten. Sonntag, den 22. Februar, Abends 6 Uhr, in den Zentral- Festfalen, DrantenReinickendorf. Sonntag, den 22. Februar, Nachmittags 2 Uhr, im Restaurant Lübecke, Amendestr. 1: Versammlung. Große Volksversammlung am Montaa, den 23. Februar, Abends s uhr, in großen Saale des Böhmischen Brauhauses, Landsberger Allee Nr. 11-13. Nationale Krankenkasse der deutschen Gold- und Silberarbeiter und verwandter Berufsgenossen( E. S.) Mitgliedschaft Berlin. Montag, den 23. Februar, Abends 8 Uhr, Mitglieder- Versammlung(§ 40 des Statuts) in den Armin- Sallen" Kommandantenſtr. 20. Große öffentliche Versammlung für Frauen und Männer der freien Gemeinde für Rirdorf und Umgegend am Montag, den 23. Februar, Abends 8% Uhr, in Soffmann's Saal, Bergft. 133. Große öffentliche Versammlung für Frauen und Männer. Sonn tag, den 22. Februar, Abends 6 Uhr, in Knebel's Salon, Badftr. 58. Was lehrt uns die Schule, was lehrt uns das Leben"? Referent Herr Theodor Wehner. Herrn Lehrer Schulz über„ Entstehung und Verhütung von Schulfrankheiten Serliner Naturheilverein 2. Montag, Abends 8% Uhr, Vortrag des im Restaurant Bährwirth," Rosenthalerstr. 4. Gäste, Damen wie Herren, willGenoffen, welche gewillt sind, einen Arbeiter- Gefangverein gründen zu helfen, mögen sich am Montag, den 23. Februar, Abends 8 Uhr, im Zotale des Herrn Bäzolt, Schönhauser Allee 46, einfinden. tommen. Bormittags Freie Volksbühne. Die Februarvorstellung für die 2. Abtheilung der Freien Bollsbühne( arüne Karten) findet am Sonntag, den 1. März, Nach Vereinigung der in der Kartonbranche beschäftigten Arbeiterinnen mittags 2 Uhr, im Ostendtheater statt. Zur Aufführung gelangt„ Der Leibs und arbeiter. Bersammlung Dienstag, den 24. Februar, Abends Puntt eigene", Schauspiel in 4 Atten von Pisemsty, übersetzt von E. v. Schabelsty. Achtung! Sonnabend, ben 28. Februar: Großer Mastenball, arrangirt 8 Uhr. Ausgabe der Mitgliedsfarten. Achtung, Möbelpolirer des Süd- Ostens! Montag, den 23. Februar, vom Bergnügungsverein Schönhauser Linde", Billets zu 50 Pf. find im abends 8 Uhr: Große außerordentliche Verbands- Bersammlung Mariannen otale des Herrn Payold, Schönhauser Allee 46, sowie Bernauerstr. 46 int Barbiergeschäft und Schönhauser Allee 118 im Barbiergeschäft zu haben. Alle 1. Bortrag. 2. Diskussion. Straße 32( Industriehallen). Tagesordnung: Freunde und Gönner sind freundlichst dazu eingeladen. Dienstag, den 3. Berschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Vergnügungsverein Georgetta. Jeden Montag Abend 8% Uhr: Sigung 24. d. M., Sigung Abends 8½ Uhr im oben angegebenen Lokale. Neue Mit glieder werden aufgenommen. Gäste willkommen. mit Damen bei Doberstein, Mariannenstr. 31-32. Oeffentliche Versammlung der Schlächtermeister und Gesellen. Lefe- und Diskutir- Klub May Kanser" Sonntag, Gäſte, durch dienstag, den 24. Februar, Abends 9 Uhr, in Norbert's( früher May's) Fest 10% Uhr, im Restaurant Bur Schneetoppe", Noftizstraße 29. fälen. Tagesordnung: Vortrag über Arbeiterschuß- Geseze. Referent Reichs: Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Sozialdemokratischer Reſetlub tags- Abgeordneter E. Schulze. Diskussion. Verschiedenes. Leffing", jeden Montag, Abends sy uhr, tm testaurant Spiekermann, öffentliche Bersammlung in Scheffer's Salon, Inselstr. 10. Tagesordnung: Brandstrahl. Schäftebrandje! Montag, den 23. Februar, Abends 9 Uhr: Große Oft, Marfusstraße 6: Vortrag.„ Spinoza", Oppelnerstraße 29, bei 3um sicht", Sonntag Bormittag 10 Uhr, im Restaurant unfere diesjährige Lohnbewegung. Reßner, Annenstr. 16. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Montag, Abends 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder- Gefangverein Senes felder" Restaurant Triefchmann, Jüdenstraße 55. Gefangverein 8 friedenheit" Willibald- Alerisstr. 5, bei Genger. Liebertafel der Maler und verwandten Berufsgenossen bet Berg, Kaiser- Franz- Grenadiers Play 7.- Gesangverein Myrthenblätter, Alte Schönhauserstraße 43, bet Reimann. Gefangverein, armonie", Meyerbeerftr. 9 bei Dornblatt. Männer- Gefangverein Stederlust", Fichtestraße 29 bei Strofche( früber Moewes). Gefangverein, Geselligtett 2", Münzstraße 11 bei Senter. Der Verein Berliner Hausdiener hält am Montag, den 23. Februar, Abends 9 Uhr, Armin- Hallen, Kommandantenstr. 20, einen geselligen Abend mit Damen ab, verbunden mit humoristischen Borträgen und Tanz. Lehrkursus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen zur ersten Hilfe bei Unglüdisfällen.( Männliche Abtheilung.) Montag, den 23. Febr., Abends 8 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstraße 75: Vortrag des Herrn Dr. Bernstein. Uebungsstunde. Aufnahme zur Prüfung. Billetausgabe zum Stiftungsfest. Vereinsangelegenheiten. Verein mr Wahrung der Intereffen der Schuhmacher. Gonntag, den 22. Februar: Gemüthliches Betsammensein bei Feuerstein, Alte JakobStraße 75. Montag, den 23. Februar, fällt die Vereinsversammlung zu Gunsten der öffentlichen Gewerkschafts- Versammlung aus. Oeffentliche Versammlung für Männer und Frauen Sonntag, den Zur Beachtung! Der heutigen Nummer liegt für die 22. Februar, Nachmittags 5% Uhr, in der Neuen Welt, Hafenhaide. Chirurgische Instrumentenmacher und Berufsgenossen. Große Stadtauflage unseres Blattes das neue Schriften- Ber öffentliche Bersammlung am Montag, den 23. Februar, Abends 8% Uhr, bei zeichniß unserer Verlags- Buchhandlung bei Bemter, Münzstr. 11. bearbeitungs- Fabriten und auf Holzplazen beschäftigten Arbeiter am Montag, beliebiger Zahl zur Verfügung. Achtung! Große öffentliche Versammlung fämmtlicher in Holz- Weitere Exemplare stehen auf Verlangen gratis und portofrei in den 23. Februar, Abends 8 Uhr, bei Säger, Grüner Weg 29. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt| Theilnehmer einer möbl. Stube wird Berein Berliner Hansdiener. Für Holzbildhauer- W. Gründel's Restaurant, ctilerieft. 27. 8-10,5-7, Count, 5-10 gesucht, Breis 7 Mart, Reichenberger Montag, 23. d. M., Abends 9 Uhr, 615b Armin- Gallen, Rommandantenfir. 20: Geselliger Abend mit Damen. Humoristische Vorträge und Tanz. Fachv. f. Schlosser u. Maschinenbauarbeiter Berlins u. Umg. am Montag, den 23. Februar, Abends 81/2 Uhr, in Feuerstein's Salon, Alte Jakobstr. 75: Beschließende Versammlung. Zages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Stadtv. Otto Heindorf über, Bourgeoisie und SozialDemokratie". Diskussion. 2. Ersatzwahl zweier Revisoren. 3. Aufnahme neuer Mitglieder und Entrichtung der Beiträge. 4. Berschiedenes und Fragekasten. Gäste willkommen. Um zahlreiches Erscheinen bittet 275 Der Vorstand. Achtung! Steindrucker! Der Streik bei der Firma Gehülfen! S., Dresdenerstraße 116. Das Arbeitsnachweisungs- Bureau Arbeitsnachweis u. Verkehr der Maler, des Vereins der selbstst. Bildhauer Buchbinder, Schlosser, Töpfer, Drechsler, pon Hamburg, Altona u. Umgegend ( gegr. 1863) befindet sich bei Herrn L.Schmidt, Bildhauer i. Hamburg, 221L Sattler und Gärtner. 2 Billards, Vereinszimmer und Saal. Brauerstr. 36, Abds. v. 6-7 Uhr. 154 Läglich: Frei- Concert. Den Mitgliedern zur Kenntniß, daß die Zahlstelle Lichtenbergerstr. 17 aufgehoben ist und nach der Elisabethstraße 65, Ecke der Wahmannkrahe, bei Grützmann, verlegt ist. Daselbst werden jeden Sonnabend Abend von 8-10 Uhr, sowie auf folgend. Zahlstell. d. Beiträge entgegengenomen: im Lotal Krautir. 48, " " " 10 " " " 306 Langestr. 90, Friedrichsbergerftr. 25, Am Ostbahnhof 7, Frankfurter Allee 107. Die Ortsverwaltung. Central- Kranken- u. Sterbekaffe der Tischler u.. w.( Dertliche Verwaltung Berlin G). 306 Spandauer Berg. Täglich in beiden Etablissements: Bock- BierAusschank. 224L Sonnt. 603b Knaben- Anzüge, Röde, Hosen und Straße 177, H. L. 2 Tr. r. Möbl. Zimmer ist zu vermiethen Baletots u. Herrenuhren, Regulatoren, Naunynftr. 14, v. 3 Tr. r. Wäsche, Ringe, f. b. 3. vert. G. Meyer, Stalizerstr. 25. Möbl. Schlafstelle für 2 Herren zu verm. Fürftenstr. 9, Querg. 2 2. 604b 83 bei Baate. 576b Kautsch.- Stempel, Monogr. u. Sign.Schablonen, Inschriften. H. Guttmann, Brunnenstr. 9. Garantie 2,50 M., fleine Reparaturen billiger. 56 P W. Maaske, Genosse, Christinen- Straße Nr. 34. Schlafstelle zu verm. Pücklerstr. 2, Empfehle allen Genossen und Freun- Jede Nähmaschine durepariren kostet 3 Tr. lints. 629b den mein Weiß- und Bairischbier- Lokal. Fr. Krüger, Hirtenstr. 10. NB. Jeden Sonnabend Zahlstelle des Fachvereins der Lederarbeiter von 81/ 2-91/ 2 Uhr Abends. Empfehle allen Freunden u. Genossen das Ernst Müller'sche Schanklokal, Rüdersdorfer itr. 60. Vertreter Friedrich Bethge, Metallbrüder a. D. Ein Schwein wird ausgespielt Montag, den 23. Februar, Abends 8 Uhr, bei C. Müller, Bernauerstr. 42. Arbeiter! Fil- u. Seidenhüte mit Rontroll marte empfiehlt Franz Haupt, Hutmacher, Gr. Frankfurterftr. 145, am Frankfurter Thor. 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Aufnahme neuer Mitglieder und Der Vorstand. Ausgabe der Mitgliedskarten. Achtung! Schneider und Schneiderinnen. Achtung! Deutscher Schneider- u. Schneiderinnen- Verband. Filiale Berlin lil. Mittwoch, 25. Februar, in Hensels Festsälen, Invalidenstr. 1a: Mitglieder- Versammlung. Bu dieser Versammlung hat Reichstags- Abgeordneter W. SchmidtFrankfurt das Referat übernommen. Alle in der Schneider- Branche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen sind freundlichst eingeladen. 270 Restaurant zum„ Bukunftsstaat" Adolph Scholz, Gebrauch vor und nach jeder Mahlzeit ein kleines Liqueur Gläschen voll zu nehmen. Zu haben in Flaschen à 0,60, 1,10 u. 1,80 M. Wiederverkäufer bedeutend. Rabatt. Bu haben in Berlin in allen besseren Geschäften, Restaurat. 2c. Ferner in: 228L Friedenan: Otto Voigt. Wilmersdorf: Hermann Petri. Schmargendorf: Herm. Petri. Breitestraße 7. Steglitz: Ernst Boddin. Zehlendorf: Hermann Thiele, Augustastraße 4. Tempelhof: E. Grune. Mariendorf: P. Mielenz. Riedorf: A. 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Diese Bescheinigungen werden im Büreau der Versicherungs- Anstalt( Moltenmarkt 1) ausgestellt und es werden daher alle dieBersicherten, jenigen vorerwähnten welche sich noch nicht im Besitze einer neuen Quittungskarte befinden, aufgefordert, die Ausstellung dieser Bes scheinigung baldmöglichst zu be= antragen. 2. Wir nehmen Veranlassung, wieder holt darauf hinzuweisen, daß es für die Frage, in welche Lohnklasse die einzelnen Versicherten gehören, nicht auf den wirklichen Arbeitsverdienst der Versicherten antommt, Vielmehr sind zwei Fälle zu unter scheiden: I. Ist der Versicherte Mitglied einer Ortsfraufenkasse, Be triebskrankenkaffe, Ban- oder Jnnungs- Krankenkaffe, so gilt als sein Jahresarbeitsverdienst der 300fache Betrag des für seine Krankenkassenbeiträge maßgebenden aus den Kassenstatuten ersichtlichen durchschnittlichen Tagelohnes. Ein Maschinenarbeiter, welcher Mitglied der Ortstrantentasse der Maschinenbauer ist, gehört sonach in die 4. Lohnklasse, weil der durch= schnittliche Tagelohn erwachsener männlicher Personen bei dieser Kasse 8 Mark beträgt, mithin der Jahresarbeitsverdienst der Mitglieder der Kaffe: 300 Mal 3 gleich 900 Mart. Dieser Jahresarbeitsverdienst ist anch dann maßgebend, wenn der Betreffende thatsächlich weniger verdient. 11. Ist der Versicherte nicht Mitglied einer der unter 1 genannten Kaffen, so gilt als sein Jahresarbeitsverdienst der 300fache Betrag des für Berlin festgesetzten ortsüblichen Tagelohnes gewöhnlicher Tagearbeiter. Dieser TageLohn ist festgesetzt: für erwachsene männliche Perfonen auf 2,40 M., für erwachsene weibliche Perfonen auf 1,50 M. Als Jahresarbeitsverdienst gift mithin für die erwachsenen männlichen Personen 300 Mal 2,40 gleich 7,20 Mart, für die erwachsenen weiblichen Personen 300 Mal 1,50 gleich 4,00 Mart. Es gehören also die erwachsenen männlichen Versicherten, welche feiner der unter 1. genannten Rassen angehören, z. B. Handlungs- Gehilfen, männlichen Dienstboten, Mitglieder Ein geschriebener Hilfskaffen in die 2. Lohnklasse, erwachsene weibliche Personen, z. B. weibliche Dienstboten, Näherinnen, Wäsche rinnen, Verkäuferinnen in die 3. Lohnklasse. Diese Lohnklassen kommen für die Betreffenden auch dann zur Anwendung, wenn dieselben thatsächlich einen größeren Arbeitsverdienst haben. 228 L Berlin, den 18. Februar 1891. Invaliditäts- und ab, aber nur an Handwerker, gut er Altersversicherungs- Anstalt Fernsprecher. Amt IX. 9482. Das Rechts- Bureau[ 401 b eines fönigl. preuß. Amtsrichters a. D., Alte Jakobstraße 102, II, erth. gewissenh. Rath u. Hilfe in allen Angelegenheiten. F.Unbemitt. unentgeltlich. Auch Sonntags. Linienftr. 88, werden von heute haltene Hofen von 3-5 M.; etwas getragene Röcke, Jackets von 4-7 M.; auch moderne Sommer- Ueberzieher wenig getragen von 8-19 m. verkauft. Nähmaschinen sämmtlicher Syfteme auf Theilzahl. Fünfjährige Garantie. Gebrauchte Singer von 15 M. an verf. 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Einhierdurch mit, daß ich Gitschiner- iehung von Forderungen. Pollak, Es wird dringend ersucht, zahlreich zu erscheinen, Die Ortsverwaltung. 189 Sozialdemokratischer " Agitations- Verein Spinoza". Hiermit laden wir alle Freunde und strasse 3 ein Cigarrengeschäft lebt Raupachstr. 7, I. Auch Sonntags. Genossen zu einem gemüthlichen Beiübernommen habe. Empfehle mein reichhaltiges Lager vorzüglicher Cigarren, Cigarretten u. Tabacke. J. Walterskötter. 608C Rohtabat! [ 36L Beste Auswahl sämmt licher Sorten. Billigste Preise. Eberhard Herz, Prinzenstr. 38, sammensein( Bockbier- Anstich) auf heute ftahl, Oppelnerftr. 29, freundlichst ein. Der Vorstand 624b Die Butterhandlung zu den drei Kronen empfiehlt in ihren 10 eigenen Geschäften Hochfeine füße Sahnen- und Molkerei- Tafelbutter à Pfd. 120 Pf Feine Mecklenburger Hoftafelbutter à Pfd. 110 Pf. Gute Tisch- und Kochbutter à Pid. 90-100 Pf. Hochfeine Pommersche Spickbrüste à Pid. 120 Pf. Landsbergerstraße 7, nahe Alexanderplatz. 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Von Wilhelm Bracke. 2 Bog. 8. Preis 10 f.( 100 Exemplare 8 Mk.) Die vorstehende Schrift Bracke's hat sich als sozialdemokratische Agitationsschrift vortrefflich bewährt. In mehreren hunderttausend Exemplaren bereits verbreitet, mag dieser beispiellose Erfolg den Parteigenossen ein Anfporn zu deren immer ausgedehnterer Verbreitung sein. E. Strauss, Schneidermftr., Empfehle mich Freunden und Gen. Achtung! Möbelpolirer. Die Versammlung im SO. findet wegen der Gewerkschafts- Versammlung erst am 9. März statt. 231 Der Vorstand. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 22. d. M., Abd3. 6½ 1hr, Versammlung Grenadierstr. 33, bei Seefeld: Vortrag des Herrn Völkel Oeffentliche Volks- Versammlung am Freitag, den 27. Februar, Abends 8 Uhr, itt Sanssouci, Rottbuserfraße 4a. Zages Ordnung: 1. Das Arbeiterschutz- Gesetz und Koalitionsrecht. Referent Reichstags ( Magdeburg): Ueber die Schule der Abgeordneter Molkenbuhr. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Vertrauensmann. Zukunft. Nachdem gesellige Unter- 330 haltung und Tanz. Gäfte( Damen u. Herren) haben Zutritt. Bur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. [ 140 für Vereinsbäckereien in Deutschland Sozialdemokratischer Wahlverein den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Große öffentliche Versammlung ( Eingetragene Genossenschaft mit unbe- am Dienstag, den 24. Februar d. J., Abends 82 Uhr, im Saale der Arendt'schen Brauerei, Thurmstr. 25. schränkter Haftpflicht). Tages Ordnung: Laut Beschluß der Generalversamm 9 1. Vortrag des Regierungs- Baumeister Kehler über Arbeiterschuk lung vom 4. November 1890 hat sich Gesetze. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Zur Deckung obige Genossenschaft aufgelöst. Der Vorstand. Die Gläubiger derselben sind hiermit der Unkosten findet Tellersammlung statt. Um rege Betheiligung ersucht aufgefordert, ihre Forderungen bei den 341 unterzeichneten Liquidatoren umgehend anzumelden, 229L Die Bilance wurde am 22. Novbr. 1890 im Voltsblatt" bekannt gegeben. Sozialdemokratischer Wahlverein Robert Nürnberg, Schönhauſer 2dee 28. des 6. Berliner Reichstags- Wahlkreises. Ernst Pfeiffer, Koloniestr. 20. Verein der Kurbelstepperinnen, Stepper u. s. w. Mitglieder- Versammlung am Montag, den 23. da. Mts., Abends 9 Uhr, Andreasstr. 26, bei Herrn Bolzmann. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. Der Vorstand. 194 Fachverein der Lederarbeiter. Am Montag, den 23. Februar, Abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Kehner, Annenſtr. 16: Sonnabend, den 28. Februar: Stiftungs- Fest im Etablissement Eiskeller, Chaussee- Strasse 88. Große Specialitäten- Vorstellung unter Mitwirkung des Gesangvereins ,, Nord." Festrede, gehalten vom Abgeordneten W. Liebknecht. Entree 20 f. Anfang 8 Uhr. Nach der Vorstellung Tanz in beiden Sälen. Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Billets find in den mit Plakaten belegten Geschäften zu haben. Das Komitee. Zu zahlreichem Besuch ladet ein Große öffentliche Versammlung zu Gunsten der 341 General-Versammlung. Arbeiter- Bildungsschule Tagesordnung: 201/5 am Mittwoch, den 25. Februar, Abends 8 Uhr, D Tages Ordnung: 1. Ergänzungswahl zum Vorstand. im Lokale der Norddeutschen Brauerei, Chauffee- Strake No. 58. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Max Schippel über: Der Mitgliedsbuch legitimirt. Zahlreiches alte Röhlerglaube an den Staat." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Erscheinen erwartet Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Der Vorstand. Bildhauer! Laut Beschluß der öffentlichen Ver3. ist die wöchent fammlung vom 8. Februar cr. if lichen Beitrag von 10 Pf. zu erheben. Derselbe wird von der 7. Woche ab erhoben. 117 " Bur Der Einberufer: H. Gumpel, Barnimstr. 42. 103 Zimmerleute! Gr. öffentl. Versammlung d. Lokalverbandes Die Quittungskarten find zu haben Dienstags und Sonnabends Abends 2. von 8 Uhr ab bei Kessner, Annenstraße 16. Da der Fonds für Agitationszwecke bestimmt ist, ist es Pflicht aller Kollegen, sich möglichst bald mit Karten zu versehen. Die Kommission. Cöpenick. Große Volfsversammlung für Männer und Frauen im Lokale ,, Kaiserhof" am Dienstag, den 24. Februar 1891, Abends 71/2 Uhr Tagesordnung: 1. Die Ursachen der Vertheuerung der Lebensmittel. Refer. W. Werner ( Berlin). 2. Diskussion. 3. Parteiangelegenheiten. 4. Verschiedenes. 335 Der Vertrauensmann. am Mittwody, den 25. d. M., Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Schröder, Manteuffelstrasse 9. Tages Ordnung: 1. Der Kampf mit geistigen Waffen. Referent Stadtv. Herr Klein Verschiedenes. Alle Zimmerleute, sowie Gäste sind freundlichst eingeladen. H. Ortland. Fachverein der in Buchbindereien und verwandten Betrieben beschäftigten Arbeiter. Montag, den 23. Februar ds. Js., in Feuerstein's oberen Saal, Alte Jakob- Strasse No. 75. Außerordentliche General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Wahl der Delegirten zum Verbandstag. 2. Berathung der ge sammten Anträge zum Verbandstag. 3. Verschiedenes und Fragefanten. Au ahme neuer Mitglieder. Ausgabe der Billets zum Stiftungsfeß Mitgliedsbuch legitimirt. 118 Der Vorstand. Bersammlung für Männer u. Frauen heute, Sonntag, den 22. Febr., Abends 6 Uhr, Posamentenbranche im Neustädter Volksgarten, Proskauerstr. 37-38. Versammlung 248 der Freien Vereinigung u. s. W. Dienstag, den 24. Februar, Abends 8 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstraße 75. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Th. Megner. 2. Verbandsangelegenheiten. 3. Gewerkschaftliches tc. Wir rechnen auf das Erscheinen aller Kollegen und Kolleginnen. Der Vorstand. Fachv.d.Lapezirer Referent und Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Nachher: Geselliges Beisammensein und Tanz. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Große öffentliche Versammlung 153 der Glasergesellen Berlins und Umg. am Mittwoch, den 25. Februar, Abends 8½ hr, in Feuerstein's Lokal, Alte Jakob- Strasse No. 75. Tages Ordnung: 1. Stellungnahme zur Generalversammlung der Innungs- Krantentaffe. Referent R. Stampehl. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes.- Der wichtigen Tagesordnung wegen erwarten wir, daß alle Kollegen, speziell die Mitglieder Dienstag, den 24. Februar, Abends der Krankenkasse erscheinen. Zur Deckung der Unkosten findet Zellers 81/2 11hr, in Feuerstein's Salon, fammlung statt. Alte Jakobstr. 75: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Türk über: Serenprozesse", 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Wir ersuchen die Kollegen, zahlreich zu erscheinen. J. A.: Der Vorstand. Allen Genossen zur Anfertigung von HerrenBlumenstr. 46, part.,[ 106L garderoben jeder Art. Reparaturen empfiehlt sich zur Anfert. eleg. Herren- schnell und billig. G. Richter, Kl. Garderoben. Für guten Sitz u. sanbere Frankfurterstr. 7, 32r. NB. Gefällige Arbeit wird garantirt. Lager v. Stoffen Aufträge nimmt entgegen G. Schulz, empfiehlt sich in grosser, geschmackvoller Auswahl. Rottbuser Thor, und W. Salzwedel, Roulante Zahlungsbedingungen! Klosterftr. 83. 59 311 161 Der Einberufer: Paul Hackebeil. Friedenan, Steglik und Umgegend. Große öffentliche Boltsversammlung ant Dienstag, den 24. Februar, Abends 8 Uhr, " Kurhaus zu Friedenau, illt ,, GGTagesordnung: 335 1. Vortrag über:" Bildung macht frei". Referent: Herr Reichstag 227L den zu gründenden Arbeiter Bildungsverein. 4. Wahl eines provisorischen Abgeordneter J. Bruhns. 2. Distuffion. 3. Berathung der Statuten Vorstandes. 5. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet Teller J. Stanischewski, Barbier, Andreas str. 63. V faminlung statt. Um zahlreichen Besuch bittet Berantwortlicher Redakteur: Curt Banke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Der Einberufer. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 45. Parlamentsberichte. langen fann. Abgeordnetenhaus. Der Abg. Schlabis( frt.) beantragte, diese Bestimmung wieder herzustellen und zugleich den Gideszwang auch auf die Fälle auszudehnen, wo der Kommissionsvorsitzende die Berufung eingelegt hat. Sonntag, den 22. Februar 1891. " 8. Jahrg. derung aus, daß die Regierung die Idee des Steuer Gerichts- bruar 1878, als die Arbeit zu Ende ging, mit vielen Anderen hofes aufgiebt, ohne von der öffentlichen Meinung dazu gedrängt entlassen. Ich fand dann Beschäftigung bei der Firma v. K. zu sein.( Sehr wahr!) Aus praktischen Gründen sei zu empfehlen, Hier hatte ich das Unglück, bei der Arbeit drei Mal tief herunter 88. Gigung vom 20. Februar. 11 Uhr. an der Vorlage festzuhalten.( Bravo! rechts.) zu stürzen. Ich war nie trant gewesen, hatte eine eiserne GeAm Tische des Bundesraths: Miquel und Kommissarien. Abg. Rickert( dfr.) ist erfreut, daß die Mehrheit für den fundheit; bei jenem Unfall aber hatte ich mir eine Verlegung am Das Haus setzt die zweite Berathung der Einkommen Antrag stimmen. Antrag Gneist gesichert erscheint. Redner wird ebenfalls für den Genick und am Rückgrat zugezogen. Nach 14 tägigem Krankenlager wurde ich entlassen und arbeitete dann bei der Firma steuer Vorlage mit dem Abschnitte 5 fort, welcher die Abg. Dr. Windthorst( 3.) wird für den Antrag Gneist H. u. Ko. Hier flog mir Kalt beim Löschen ins rechte Auge; Rechtsmittel gegen die Veranlagung betrifft.§§ 40 ff. behandeln stimmen aus den Gründen, die der Antragsteller entwickelt hat. ich mußte 7 Wochen in der Straßburger Univerſitätsklinik zunächst die Berufung.§§ 40, 41 und 42 werden debattelos genehmigt. Bei der Abstimmung wird der Antrag v. Gneist gegen die zubringen. Als ich entlassen wurde, warnte mich der Arzt, mich Stimmen der Konservativen angenommen, und in der dadurch vor Staub zu hüten; aber ohne Staub konnte ich nicht arbeiten und §43 betrifft die Entscheidungen der Berufungs- Kommission. bedingten Fassung der§ 44 der Vorlage. ohne Arbeit nicht leben; ich versuchte den Betrieb des Hausirgewerbes, Die Rommission hat hier diejenigen Bestimmungen der Durch die Annahme dieses Antrages werden die§§ 45 und aber ich hatte kein Talent dazu. Ich ging von Düsseldorf nach Regierungs- Vorlage gestrichen, wonach die Berufungs- Rommission 46 erledigt, welche nur Einzelbeſtimmungen über die Einrichtung Köln zu Fuß, überzeugte mich aber, daß ich große Fußstouren auf die Berufung des Zenfiten beim Mangel anderer Be- des( abgelehnten) Steuergerichtshofes enthalten. Die SS 47 bis nicht machen konnte. In Köln mußte ich ins Spital und mich weismittel, vom Zenfiten die eidesstattliche Versicherung ver- 67 werden debattelos nach den Kommissionsbeschlüssen erledigt. dort einer Operation unterwerfen, die an der linken Hüfte vor Es folgt Abschnitt VII.: Strafbestimmungen(§§ 68-72). genommen wurde und die sieben Wochen Zeit zur Heilung erZu§ 68 wird ein Antrag des Abg. Im walle, das forderte. Ich kehrte nach Straßburg zurück, fand aber keine geMinimum der Geldstrafen von 20 M. zu beseitigen( statt" 20 bis nügende Beschäftigung und mußte den Armenverein belästigen; 100 m." Strafe solle es heißen bis 100 M."), abgelehnt, da- aber da kam ich schön an! Ein Herr Mathieu sagte mir, daß gegen einige von ihm beantragte redaktionelle Aenderungen an- ich nur nach Deutschland, meiner Heimath, gehen sollte; in Reg.- Kommissar Geh. Finanzvath Wallach bittet, nur die genommen. Straßburg hätte ich hätte ich keine feine Ansprüche zu machen. In Regierungs- Vorlage herzustellen, den weitergehenden Antrag Nach§ 71 sollen die bei der Steuerveranlagung betheiligten der Straßburger Nervenklinik, 100 ich mich 21 Monate Schlabit aber abzulehnen. Beamten und Kommissionsmitglieder, welche die zu ihrer befand, wurde mir mitgetheilt, daß ich in das LandAbg. Frisen( Bentr.) bekämpft den Antrag Schlabitz im Renntniß gelangten Einkommensverhältnisse eines Steuer- Armenhaus in Trier überführt werden sollte. Ich bin jetzt ganzen und vertheidigte die Kommissionsbeschlüsse. pflichtigen offenbaren, mit Geldstrafen bis 1500 M. bezw. mit Ge- 61 Jahre alt, aber geistesfrisch und nicht gesonnen, mich einAbg. v. Buch( tons.) empfiehlt die Wiederherstellung der fängniß bis zu 3 Monaten bestraft werden. Die Strafverfol- schließen zu lassen. Trozdem wurde ich nach dem Land- ArmenRegierungsvorlage. Der darin geforderte Eid verstößt in keiner gung soll nach der Regierungsvorlage auf Antrag der Regie- hause in Trier übergeführt. Am 9. Februar ließ mich der Weite gegen die bisher bestehenden Einrichtungen; nur der über rung eintreten. Die Kommission hat beschlossen, daß auch Anstaltsarzt rufen und fragte mich, was ich noch arbeiten könnte. die Regierungsvorlage hinausgehende Theil des Antrages Schlabig der betroffene Steuerpflichtige den Antrag auf Verfolgung stellen Ich kann nur noch ein bischen am Stock gehen. Der Arzt sagte ist bedenklich; er öfinet dem Mißbrauche der eidlichen Versicherung kann. mir dann, die Landesdirektion habe angeordnet, ich sollte zu einer Thür und Thor. Abg. von Tiedemann- Bomst( frt.) beantragt, daß die Ver- Beschäftigung nach Brauweiler, eine Anstalt für Arbeitsscheue, Abg. Frhr. v. Bedlin- Neukirch( frk.): Wenn man die folgung nur auf Antrag der Bezirksregierung eintreten soll; sie gebracht werden. eidliche Versicherung auf den Antrag des Einschätzungs- Vorsitzenden muß erfolgen, infofern der durch die Verlegung des Geheimnisses Wir lassen die leidenschaftlichen Ergüsse eines durch körperliche nicht zuläßt, so gefährdet man damit die Sicherheit der Ein- betroffene Steuerpflichtige diefelbe unter Darlegung des Sachver Unfälle gepeinigten Gemüthes fort, die sich an diese Schilderungen schätzung in erheblichem Maße. Dem unredlichen Deklaranten halts beansprucht und nicht Rücksichten des öffentlichen Wohls knüpfen. gegenüber ist gerade dieser Eid das einzige Mittel, ihn zu der entgegenstehen. Es müsse für die Mitglieder der Veranlagungsnöthigen Gewissenhaftigkeit zu zwingen. kommission ein gewiffer Schutz gegen übermäßige Angriffe gegeben werden. Der Antrag entsprach den Beschlüssen der Gewerbesteuer- Kommission. Abg. Dr. Enneccerus( natl.) empfiehlt unveränderte Annahme der Kommissionsvorlage. Der Zenfit, welcher deklarirt hat, und nun noch seine Angaben beschwören soll, fommt dabei in eine ganz abscheuliche Lage und wird lieber höhere Steuer zahlen, als solchen Eid leisten, der ein Mißtrauen gegen die Ehrlichkeit des Deklaranten beseitigen soll. Geheimer Finanzrath Wallach empfiehlt ebenfalls den Antrag des Herrn v. Tiedemann. Abg. von Huene( 3.): Die Steuerpflichtigen müssen gerade Angesichts der Deklaration einen Schuß haben gegen Offenbarung ihrer Geheimnisse. Wenn die Gewerbesteuer- Kommission anders beschlossen hat, so wird es sich empfehlen, diesen Beschluß später umzuändern. Abg. Dr. Windthorst( Zentr.): Die Nothwendigkeit, die Eidesleistungen einzuschränken, wird von allen Juristen anerkannt. Von den gegenwärtig alljährlich geleisteten 4000 Manifestationseiden hält man nur 5 pCt. für wahrheitsgemäß, die übrigen nicht. Abg. Höppner( E.) empfiehlt den Antrag des Abgeordneten ( Hört! hört!) Den Eid soll man nicht profaniren. Wenn man von Tiedemann, der eine Verbesserung der Kommissions- Vordie Deklaration eines Zenfiten angezweifelt, so wird dieser dadurch lage sei. stigmatisirt, durch den Eid wird die Deklaration unleidlich. Wenn Abg. Ennecerus( nl) hat Bedenken gegen die Schlußworte in anderen Staaten wirklich die Eideseinrichtung besteht, so zeigen des Antrages und nicht Rücksichten des öffentlichen Wohles entwir, daß wir solche Einrichtungen nicht wünschen; denn sie ist gegenstehen". der Ausdruck einer weitgehenden Steuerleidenschaft. Dieser Eid Finanzminister Miguel: Die Streichung dieser Worte gleicht dem Reinigungseid des Angeklagten, den doch niemand würde die Bezirksregierung zivingen, auch wenn sie die Vermehr für zulässig halten wird. Die Anrufung des Namens folgung nicht für berechtigt hält, die Verfolgung eintreten zu Gottes in Steuersachen dürfen wir nicht zulassen. lassen. Abg. v. Tiedemann: Bomst( ft.): Die Streichung der Worte würde die Kommissions- Mitglieder vogelfrei machen; unter folchen Verhältnissen würde ich mich niemals entschließen, Mitglied einer Kommission zu werden. Generalsteuer- Direttor Burghart: Der Eid in Steuerfachen gleicht nicht dem Reinigungseide, sondern höchstens dem Erfüllungseide. Sie nehmen mit diesem Gide der Regierung ein wichtiges Mittel um die Wahrheit zu ergründen. Daß mit diesem Eide leichtfertig umgegangen werde, ist nicht zu fürchten, denn er kann erst erfordert werden, nachdem die Beschwerde- Kommission fich berathen hat über die Nothwendigkeit des Eides. Der Abg. Frhr. v. Zedlitz( frk.) zieht hierauf den über die Regierungs- Vorlage hinausgehenden Theil des Antrages Schlabit zurück. Nachdem der Abg. Dr. Windthorst sich auch gegen den noch verbleibenden Rest des Antrages ausgesprochen( die Anrufung des Namens Gottes gehöre nicht in die Steuerveranlagung) wird bei der Abstimmung der Antrag Schlabitz abgelehnt und die Kommissionsvorlage unverändert angenommen. § 45 enthält die Bestimmung, daß gegen die Entscheidung der Berufungskommissionen die Beschwerde an den Steuergerichts hof zulässig ist. Von dem Abg. Dr. Gneist( ul.) ist beantragt, an die Stelle des neuzuerrichtenden Steuergerichtshofes das bestehende Ober- Verwaltungsgericht zu sehen. Abg. v. Huene: Herr v. Tiedemann wird niemals Mittheilungen von seinen Kenntuissen machen: eine ungerechtfertigte Anklage gegen ihn werden die Gerichte zurückweifen. Gegen un gerechtfertigte Anklagen ist überhaupt Niemand geschützt. Nach einem Leben voll Mühe, Arbeit und Kriegsdienst, im Alter förperliche Unfälle und schließlich Aufenthalt im Landarmen-, vielleicht im Arbeitshause, das ist ein Arbeiterlebensbild aus den Reichslanden. Einige Mittheilungen über angeblichen Deutschenhaß, der dortigen einflußreichen Personen zum Vorwurf gemacht wird, haben wir fortgelassen, weil wir im Ganzen den Eindruck haben, daß es sich in diesem Falle vielmehr um Gleichgiltigkeit gegen das Schicksal eines Arbeiters, als um nationale Eifersüchteleien handelt, obwohl es ja möglich ist, daß auch diese dabei in Betracht gekommen sein mögen. " Versammlungen. Die Arbeiter- Bildungsschule hielt am 18. Februar eine von ca. 1500 Personen besuchte Verfammlung im Lokale des Herrn Joël ab. Der Saal wurde um ca. 8 Uhr polizeilicherseits wegen Ueberfüllung geschlossen. Auf der Tagesordnung stand ein Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Wilhelm Blos über Marimilian Robespierre als Mensch und Staatsmann". Der Referent führte ungefähr folgendes aus: Robespierre ist diejenige Person aus der großen französischen Revolution, der von unserem Bürgerthum alle Schuld an den Greueln, welche die Revolution mit sich brachte, zugeschoben wird. Unserer Meinung nach ist es ein Unding, wenn man die Verantwortlichkeit für diese Vorkommnisse einer einzigen Person zuschieben will. Robespierre war von Natur aus durchaus nicht der Schreckensmensch, für den er verschrien wird. Sein späteres Handeln ward durch die veränderten Verhältnisse bedingt, er wurde, was er unter diesen Verhältnissen werden mußte. Er stammte aus einer armen adeligen Familie, wurde Advokat und gelangte als solcher zu ziemlichem Ansehen in seiner Geburtsstadt Arras. Er trug Finanzminister Miquel: Die Dinge laffen sich nicht konkret fich hier durchaus nicht mit hochfliegenden Plänen. Er besaß bezeichnen. Es können Nachrichten auftauchen, die fich dann eine gute Praxis, wurde theilweise vom Glück begünstigt und nachher vergrößern, wie das bei Gerüchten zu gehen pflegt, es hatte den Anschein, als werde er dereinst ein behagliches Wenn solche Nachrichten verbreitet werden, wie z. B. heute, wo Bürgerleben führen. Aus Nachläffen aus jener Zeit ersieht man, die preußische Anleihe gezeichnet wird, an der Börse das abscheuliche Gerücht verbreitet war, daß Se. Maj. der Kaiser schwer er frankt sei( hört!), so bleibt doch schließlich Jemand daran hängen. Um in solchen Fällen eine genaue Untersuchung eintreten zu lassen, ist der Antrag Tiedemann erwünscht. Abg. v. Tiedemann: Eine absichtliche Indiskretion würde ich nicht begehen; aber es könnte eine Aeußerung fallen, die so aussieht, und sich gegen einen solchen Vorwurf vertheidigen, ist nicht angenehm. Der Antragsteller begründet seinen Antrag in längerer Rede.§ 71 wird unter Ablehnung des Antrags v. Tiedemann Gegen die neue Einrichtung sprechen zunächst zahlreiche und nach dem Antrage der Kommission angenommen, ebenso§ 72, wichtige formelle Gründe; man wisse nicht, wie der Gang des welcher von der Beitreibung der Geldstrafen handelt und AbBerjahrens geregelt sein werde. Ueber die Behandlung der außer Schnitt Vill: Roften(§§ 73-76). eingefchulten Kollegium. W daß er keineswegs ein trogiger, finsterer und mürrischer, sondern im Gegentheil ein lustiger Mensch war, der wohl geneigt, luftige Streiche mitzumachen. Da kamen die Ereignisse von 1789 und rissen Robespierre aus seiner idyllischen Gristenz in die Revolution hinein; seine Vaterstadt wählte ihn in dte Nationalversammlung, welche die Aufgabe hatte, die großen Defizite zu decken und die neue Verfassung auszuarbeiten. Im Anfang spielte er hier keine große Rolle, wurde, wie man aus den Berichten über die Verhandlungen erfieht, vielfach bei seinen in großer Menge gegerichtlichen Rosten herrsche Unklarheit. Die Bildung von Der Abschnitt IX., Heranziehung zu den Kommunalabgaben haltenen Reden ausgelacht, was bei der Zusammensetzung der Sonderbehörden empfehle sich nicht. Das Ober- Verwaltungs- sowie Regelung des Wahlrechts(§§ 77-79), wird ausgesezt, Versammlung nicht zu verwundern war. Die äußerste Linke, der gericht bestehe seit fünfzehn Jahren in geregelter Thätigkeit auch weil ein hierauf bezüglicher Antrag Bachem von der er angehörte, bestand aus nur 30 Personen; ihr standen bei der Bericht ihrem Streben nach einer demokratischer eingerichteten Verfassung, als Steuergerichte hof. Wenn es nöthig sei, sachverständige Mit Einkommensteuer Rommission berathen wird; werden. Ueber wie die konservative und die liberal- konstitutionelle Partei sie glieder für einen Steuergerichtshof zu finden, so werde es schwer dieser Kommission foll erst abgewartet sein, sachverständigere zu finden, als in einem seit 15 Jahren die Frage, ob über die Schlußbestimmungen, darunter die$ 8 84 schaffen wollten, insgesammt 700 Anhänger dieser Parteien gegenbis 85, wegen der Verwendung der Wehrerträge aus diesem über; ihr Stand war also ein sehr schwerer. Je weniger die Mini er Dr. Miquel: Gine prinzipielle Meinungsverschieden Gesetze, sofort weiter berathen oder ein Tex sizungsfrei gelassen Redner der Linken in der Nationalversammlung beachtet wurden, heit zwischen dem Antragsteller und der Regierung besteht nicht. werden soll, damit die Fraktionen Zeit haben, sich über die An- je mehr Beachtung fanden sie außerhalb derselben; Robespierre abhängigkeit der Richter gegeben, genau in demselben Maße, wie spinnt sich eine Geschäftsordnungs- Debatte, welche damit schließt, welcher voraussah, daß mit dieser Nationalversammlung Die Bei den Steuergerichtshof ist die möglichste Garantie für die Un- träge, die in großer Anzahl vorliegen, schluffig zu machen, ent- war bald in Arras die populärste Person. Er war der einzige, bei den Verwalt.ngsgerichten. Ich erkläre, daß die Regierung bei daß die nächste Sigung erst am Sonnabendur, be- Revolution noch nicht beendigt war, das bewies der Antrag, den der Idee eines besonderen Steuergerichtshofes in feiner Weise von ginnen soll und zwar soll die zerathung des Ginkommensteuer- er in der Versammlung durchbrachte, daß kein Mitglied Diefer einem Mißtrauen gegen das Ober- Verwaltungsgericht geleitet Gefeßes unter Aussehung der Bestimmungen über das Wahlrecht Versammlung in die nächste Nationalversammlung gewählt werden worden ist. Es waren lediglich Zweckmäßigkeitsgründe, welche fortgefest werden. die Regierung hierbei leiteten. Wenn in dem Steuergerichtshofe Schluß 32 Uhr. nur Leute siyen, die ausschließlich das Studium der Steuerfache Soziale tebersicht. dürfe. Wenn man auch Einzelnes, so die Erklärung der Menschenrechte, nicht unterschätzen darf, so muß man doch sagen, diese Nationalversammlung hat sehr wenig geleistet. Später zu ihrer Au gabe machen, so gewähren diese eine bessere Garantie in die dritte Nationalversammlung, den sogenannten Nationaljür die Zweckmäßigkeit und Einheitlichkeit der ergehenden Entkonvent, von der Stadt Paris gewählt, war Robespierre bald scheidungen, als die oftmals in ihrer Zusammensetzung wechseln neben Danton und Marat einer der Führer der Linken, der soden Senate des Ober- Verwaltungsgerichts. Die Annahme des genannten Bergpartei. Den Theil seines Lebens, welcher in die Antrages Gneist würde zu einer vollständigen Umgestaltung des Eine ,, patriotische" Arbeitergeschichte aus den Reichs. Beit zwischen seiner Thätigkeit als Mitglied der ersten und dritten Ober- Verwaltungsgerichts führen; denn dieses würde durch die landen. Aus dem Land- Armenhause zu Trier erhalten wir ein Nationalversammlung fällt, kann man als seine beste Zeit beRechtsprechung in Steuersachen zu sehr überlastet werden, und umfangreiches Schreiben von einem dort untergebrachten ehe- zeichnen. Seine Fähigkeit als Politiker gelangte zur vollen eine anderweite Gestaltung nöthig machen. Jin übrigen gilt für maligen Kellner und preußischen Soldaten, dessen Handschrift ein Geltung, und er war noch ein Mann von milden Sitten; den die Staatsregierung von diesem Antrage, was ich früher schon hohes, aber für uns begreifliches Maß von nervöser Erregung fanatischen Haß gegen seine Gegner, der sich später bei ihm befagte: In dubiis libertas. verräth, dessen strenge Wahrheitsliebe aber aus jeder Zeile her merkbar machte, tannte er noch nicht.- Jetzt im Konvent bestand Atg v. Meyer- Arnswalde( wild- kons.) verweist auf die vorleuchtet und dessen wesentlichen Inhalt mitzutheilen wir des seine Hauptthätigkeit im Kampf gegen die Girondisten. Es war das Vermehrung der verschiedenen Verwaltungsbehörden und Gerichte halb kein Bedenken tragen: die Partei, welche das bessere Bürgerthum vertrat, während die Bergfeit 1872. Die Vermehrung der Schreiberei und der Beamten Ich heiße Franz Jakob W., am 20. August 1829 zu Bad B., partei die der Kleinbürger und der niedersten Proletarier war. nehme überhand. Das Ober- Verwaltungsgericht sei ausreichend Kreis Cochem, Reg.- Bezirk Koblenz geboren; vom 14-21. Jahre Es gelang Robespierre ja denn auch, die Girondisten zu beund auch völlig zuverlässig in Steuerfachen, die ja doch alle an Kellner, genügte ich meiner Wiilitärpflicht vom 1. Oftober ſeitigen. Seine schwächste Seite war sein ökonomisches Wissen. einen besonderen Senat kommen würden. bis dahin 1852. Später war ich wieder Kellner und Mit ökonomischen Problemen beschäftigte er sich gar nicht. Abg. Dr. Krause( natl.) befürwortet ebenfalls den Antrag ging dann nach Frankreich, um die französische Sprache Ueberhaupt war die Beschäftigung mit derartigen Problemen das Zwei Tage nach der Kriegserklärung 1870 Schwächste an der ganzen Revolution. Um die große Noth zu wärtig in Steuerfachen gut bewahrt, trog der sehr mangelhaften verließ ich Paris, weil mein Patriotismus- heute habe ich Zeit, lindern, wurde sehr wenig gethan. Hauptbeschäftigung der gegenwärtig geltenden Geseze; in Zukunft wird die Aufgabe für ruhig über denselben nachzudenken- mich, den 41jährigen Mann, Regierung wurde es auf der einen Seite, recht viel Papiergeld die Steuerrechtsprechung erheblich einfacher sich gestalten. zu den Fahnen trieb. Am 21. Juli trat ich in das Bataillon drucken zu lassen; auf der andern, für die Beseitigung der HochAbg. v. Kendell( frk.) erklärt sich für den Antrag des Abg. Neuwied Nr. 29 ein, bei dem ich bis 21. Juni 1871 vertlieb und verräther" Sorge zu tragen. Es wurde das Revolutionstribunal d: Gneist. Die Begründung der Vorlage giebt keine Antwort auf dann entlassen wurde. Ich ging dann nach Paris, wo ich noch geschaffen. Von wem irgend angenommen werden konnte, er sei die Fragen, weshalb man am Ober- Berwaltungsgericht vorüber einige Geldangelegenheiten abzuwickeln hatte und kam dann, nach ein Verräther, der wurde vor dasselbe gebracht und hingerichtet. gegangen ist. Thatsächlich sind bei diesem Gericht sehr wenige furzem Aufenthalt in Italien und der Schweiz, im Herbste Mit diesen Mitteln arbeitete jest Robespierre; Veränderungen vorgekommen, nur dann, wenn neue Senate ge 1873 nach Straßburg, wo ich Anfangs bei der Stadt vollständig durch die Verhältnisse, welche ein solches fand, um später in der Thun gewissermaßen bedingten, umgewandelt. Dort wurde ich im Fees sich auch zur Aufgabe, um gründet wurden. Abg. Graf Limburg. Stirum( tons.) spricht seine Verwun- Artillerie- Werkstatt einzutreten. er war Er machte die anderen Parteien aus: unterbreitet werden. unschädlich zu machen, die Führer derselben zu beseitigen. Hier Metallindustrie Berlins umschließt. Wie Marx einst rief: ProKürschner! bei verfuhr er in einer Weise, die man demagogisch nennen kann. letarier aller Länder, vereinigt Guch! so rufen wir jetzt. Metall- Wie stellen wir uns zu einer diesjährigen Diese Mißbräuche waren es, welche wohl am meisten dazu mit arbeiter Berlins, vereinigt Euch! Wir spielen nicht va banque, onbewegung? Diese Frage bildete den Hauptgegenstand beigetragen haben, den Sturz der Republik herbei zu führen. Am sondern kämpfen für unser gutes Recht. Der Zeitpunkt ist der Tagesordnung einer öffentlichen, unter dem Vorsize des wenigstens waren mit dem Schreckensregiment die Arbeiter zu günstig, nun dann vorwärts: drauf und dran!( Beifall). Kollegen Wedemeyer stehenden Versammlung aller in der Pelz, frieden. Die Partei, welche das Meiste gethan, um die große In der Diskussion sprachen die Kollegen Reckner, Wernik, Müßen- und Zurichterbranche beschäftigten Arbeiter und Arbei Noth etwas zu lindern, war die der alten Kommune, waren die Vorreiter, Stabernac, ein Dreher, Knapp im Sinne der beiden terinnen. Dieselbe war gut besucht. Der erste Punkt der TagesHubertisten. Sie wurden von Robespiere gehaßt, weil sie Referenten. Einige Redner wollten sogar sofort eine allgemeine ordnung: Bericht der Streit- Kontroll- Kommission wurde ohne Atheister waren. Er selbst war der Meinung, der arme Mann Arbeitervereinigung eingeführt wissen; doch wurde ihnen ent- Debatte genehmigt. Es wurde über die Neuorganisation der müsse eine Religion haben, um sich über das traurige Erdenleben gegengehalten, daß die Durchführung einer solchen Vereinigung Kommission, sowie über die Streits der Glasarbeiter( Charlottenforitrösten zu können; der Atheismus sei etwas Aristokratisches. vorläufig noch nicht möglich sei. Der Vorsitzende forderte wieder burg), Steindrucker( Berlin) und Tabatarbeiter( Hamburg) fowie Diese Hubertiften zu vernichten, kostete Robespierre große Mühe, holt die Kollegen, welche gegen die geplante Verschmelzung aller der Bergolder( Berlin) berichtet und eine materielle Unterstützung er ließ ihnen darum einfach einen ordinären Tendenz- Branchen der Metallindustrie etwas einzuwenden hätten auf, sich der Kommission beschlossen. prozeß machen. Hierdurch erregte er den Unwillen der Bevölkerung. zum Wort zu melden. Es fand sich jedoch kein Gegner, Hierauf sprach Rollege Wedemeyer über die Lohnbewegung. Nachdem er auch Danton beseitigen lassen und Marat ermordet und es wurde von der Versammlung beschlossen, die Der im Jahre 1889 vereinbarte Lohntarif wird von überaus vielen worden war, war Robespiere der alleinige Herrscher von Frank Vereinigung ins Wert zu setzen. Folgende Resolution wurde Seiten nicht mehr eingehalten, ja oft gar nicht be reich und übte während vierer Monate von April bis Juli 1794, gegen zivet Stimmen angenommen: achtet. Die Einhaltung des Lohntarifs aber sei Eristenz wahre Diktatur aus. Die Verhältnisse hatten eine nie dagewesene" Die Versammlung macht die, auf dem Delegirtentag der bebingung für die Arbeiter. Der überaus andauernde und kalte Unsicherheit geschaffen, in jedem dritten sah' mau einen Gegner, Metallarbeiter der Provinzen Brandenburg und Pommern an: Winter habe einen so hohen Bedarf an Kürschnerwaaren aller es herrschte eine fieberhafte Erregung. Niemand war davor sicher, genommene Resolution, welche besagt, daß die vorhandenen Art zur Folge gehabt, daß die Lagerbestände auf den geringsten als Berräther behandelt zu werden. In der Macht Robespieres Formen der Fachorganisationen den Anforderungen unserer Zeit hätte es gelegen, die Uebelstände einigermaßen zu beseitigen; er nicht mehr genügen, zu der ihrigen und erklärt sich daher mit Bestand herabgedrückt, ja theilweise ganz aufgezehrt seien, so daß hätte das Schreckenssystem beschränken und die große Noth lindern der Schaffung einer Nenorganisation für die Berliner Metall- eine arbeitreiche Saison bestimmt zu erwarten sei. Von dem hohen Verdienst, dem„ Entbehrungslohn" wollen aber die fönnen. Statt deffen führte er an Stelle des Kultus der Vernunft, arbeiter auf folgender, allgemeiner Grundlage einverstanden: Rürschner ebenfalls ihren Antheil haben. In Anbetracht der alle den Kultus des höchsten Wesens ein. Es entstanden a) Bildung eines zentralen Vereins, dem alle Metallarbeiter gemeinen Krise aber möge man die Forderung nicht auf Zwiftigkeiten im Schoße der Regierung selbst. Eine ohne Unterschied der Branchen angehören, mit einem für alle eine Lohnerhöhung stellen, sondern nur die Berschwörung wurde gegen ihn angezettelt und er, Metallarbeiter gemeinsamen Arbeitsnachweis, einer zeitgemäßen volle Aufrechterhaltung des durchlöcherten nachdem er versucht, dieselbe anzuzeigen, am 27. Juli 1794 Serberge gleichmäßiger Reise- Unterstügung, sowie gemeinsamer Tarifs fordern. Die Berliner Streit- Kontrollkommission verhaftet und am 28. Juli hingerichtet. Hierdurch Bibliothek. aber habe, ebenfalls in Erwägung der„ Krise", ihre Unterstützung war mit einem Male die ganze Bergpartei vernichtet, es trat b) Außer den Generalversammlungen des Vereins finden, nur denjenigen Streits zusagen können, welche sich auf eine eine folloffale Reaktion ein. Aus diesem Verlauf der Dinge sieht soweit es möglich ist, noch wöchentlich Versammlungen in der Abwehr beschränken. Wenn es nun bei den Kürschnern zum Streit man, daß es sich, will man eine Reformirung einer Gesellschaft Weise statt, daß die verschiedenen Stadtviertel gleichmäßig berück- fäme, so seijderselbewahrscheinlichfals Angriffsstreit zu betrachten, an Haupt und Gliedern derselben vornehmen, nicht blos um die fichtigt werden, wie auch in der Reihenfolge der Tage, an denen, es müssen also die Verhältnisse genau erwogen werden, ehe man Aufstellung politischer Grundsäke handelt, sondern wesentlich um und der Lokale, in welchen die Versammlungen abgehalten zum Streit greift. Redner erklärt sich schließlich nochmals für ein in Betrachtziehen der ökonomischen Verhältnisse. Wir müssen werden, eine möglichst gleiche Ordnung einzuhalten ist. Diese das Gintreten in eine Lohnbewegung zur Aufrechterhaltung des die Vergangenheit studiren, da sie uns die Erkenntniß der Gegen- allwöchentlich abzuhaltenden Versammlungen haben zugleich den Tarifs. wart erleichtert. Wollen wir die Gegenwart verstehen, müssen Charakter beschließender Versammlungen. In der hierauf folgenden Diskussion wurden von den Selbst wir uns um die Vergangenheit kümmern.( Stürmischer Beifall.) e) Zur Betreibung einer regen Agitation unter den noch ständigen( Sausindustriellen) betont, daß sie sich in einer durchNach Erledigung einer Reihe von Anregungen und Fragen indifferenten Gewerksgenossen, sowie zur Besprechung spezieller au 3 nicht besseren Lage befänden. Sie können bei den wurde die Versammlung mit einem brausenden Hoch auf den Angelegenheiten empfiehlt es sich, innerhalb noch näher zu be- ihnen von den Fabrikanten bezahlten Preisen nicht mehr be Verein und auf den Abgeordneten Blos geschlossen. stimmenden Zwischenräumen Branchenversammlungen abzuhalten. willigen, an einen Druck ihrerseits auf die Fabrikanten sei nicht Eine öffentliche Versammlung der Metallarbeiter Die Ergebnisse der in diesen Versammlungen gepflogenen Er zu denken. Die Durch Is cherung des Zariss sei vor allen fämmtlicher Branchen von Berlin und Umgegend, bei wel- örterungen dürfen jedoch nur in der Form von Refolutionen Dingen den Arbeiterinnen zuzuschreiben. Es wurde speziell dar cher über 2000 Kollegen anwesend waren, tagte am Montag, den niedergelegt und müssen der Hauptversammlung zur Bestätigung auf hingewiesen, daß eine sehr große Zahl von Arbeiterinnen sich, nachdem sie 10 Stunden im Geschäft gearbeitet haben, noch Arbeit mit 16. Februar unter dem Vorsitz des Kollegen Pezold. Zu Punkt 1 d) Der Vorstand besteht aus einem 1. und 2. Vorsitzenden, nach Hause nehmen, und so die Arbeitszeit auf 14, 16, ja 18 Stunden der Tagesordnung, die Neugestaltung der Berliner Metallarbeiter- 1 Rendanten, 4 Kassirern, 4. Schriftführern und 10 Beisigern. verlängern. Ferner wurde der eventuelle Streit von anderen Organisation nach den Beschlüssen des Provinzial- Delegirtentages, ergriff zunächst Kollege Gerisch das Wort und führte Vorsitzende, Rendant, Kassirer und Schriftführer werden in der Rednern nur als ein Abwehrstreif bezeichnet, da es sich um Generalversammlung des Vereins gewählt. Die Beifizer, welchen Wiedergewinnung einer bereits erkämpften Forderung handle, Wie schon die Tagesordnung besagt, ist die heutige Versamm- sowohl die Rechte und Pflichten der Vorsitzenden innewohnen, Der Referent betont im Schlußwort noch, daß im Kürschner lung einberufen worden, um für Berlin der Verwirklichung der als sie im Bedarfsfalle auch als Schrift oder Protofollführer gewerbe, trogdem feine Zuchthausarbeit, teine auf dem Delegirtentag der Provinzen Brandenburg und Pom- au fungiren haben, werden von den Branchenversammlungen 51f3arbeiter, teine ungelernten Arbeiter, mern gefaßten Beschlüsse näher zu treten, den Beschlüssen einer vorgeschlagen und von der Hauptversammlung bestätigt. Sollten fast teine Maschinen anzutreffen feien und nur die Haus Versammlung, bei welcher alle Metallarbeiter, speziell die Ber- nicht genug Beifizer von den Fachversammlungen vorgeschlagen bennoch die Lage so ungünstig fet, liner, so einmüthig waren, wie nie zuvor. Die Erfahrungen, werden, so wählt die Hauptversammlung dieselben. Der Gesammt industrie Schuld sei. Es wird hierauf einstimmig beschlossen: vorstand beschließt über die Einberufung der Branchenversamm 1. In vier Wochen findet eine zweite Versamm welche wir in den letzten Jahren gemacht hatten, haben uns ge- umgen und delegirt die betreffenden Beisiger zur Leitung der Iung statt, in welcher eine Lohntommission fehrt, daß alle jene fleinen Zwiftigkeiten und Mißwählen ist. 2. Alle Anwesenden treten in den helligkeiten zwischen den Vertretern der verschiedenen selben. e) Der Fachkommission, in welche alle Branchen je nach Verband der Kürschner ein. 3. Alle erkennen Richtungen unferen Gegnern die gefährlichste Waffe in die Hand geben, sie haben uns gezeigt, daß wir nur durch ihrer Stärke 2-3 Mann entsenden, werden alle Resolutionen der die volle Gleichberechtigung der Frauen im an und 4. alle Anwesenden fagen Ginigkeit und feites Zusammenhalten etwas erreichen können. Branchenversammlungen überwiesen. Die Fachkommission hat er band Als der schwere Sturm des Sozialisten geseges über die gesammte denselben eine solche Form zu geben, daß ſie ſpruchreif der der Berliner Streit- Kontrollkommission ihre Arbeiterschaft hinwegbrauste und alle Anfäße zur Bildung großer Hauptversammlung zur Bestätigung unterbreitet werden können. Unterstützung zu. Es erfolgt zu diesem Zweck Teller f) Bei Einrichtung der Zahlstellen sind die bisherigen Ver Gewerkschaften mit einem Schlage hinwegfegte, da war es natür: tehrs- oder sonstigen Lokale, mit denen die Metallarbeiter bisher sammlung. lich, daß jede Branche sich nach Möglichkeit unter einander zu Beziehungen unterhielten, in erster Linie zu berücksichtigen. Die Eine außerordentlich stark besuchte öffentliche Ver organisiren fuchte. Man erinnerte sich daran, daß es in die Hand der Behörden gegeben sei, mit einem einzigen Federstriche die Beitragssammler werden von den Branchenversammlungen vor- sammlung der Vergolder, Vergolderinnen und ver großen Vereinigungen aufzulösen und so das Werk langjähriger geschlagen und von der Hauptversammlung bestätigt, oder wenn wandten Berufsgenossen fand am 19. Februar unter dem Arbeit zu vernichten, und man hielt es deshalb für das Beste, über die Zahl der vorgeschlagenen hinaus noch solche gebraucht Vorsitz des Herrn Mehring statt. Bunächst erstattete Serr Ganske Bericht über den Streif. Ga befinden sich danach im möglichst viele Vereine zu gründen, damit der eine noch bestehe, werden, von der Hauptversammlung gewählt. Die Versammlung ist mit der Wahl einer Kommission zur Ausstande noch 14 ledige und 19 verheirathete Kollegen mit 12 wenn der andere ausgelöst sei. Zudem glaubte man auch, daß man zunächst die speziellen Branchengenossen aus ihrer Lethargie, ihrem Borberathung des Statuts einverstanden und betrachtet diese Kindern. Die Lage des Streits ist zur Zeit noch eine unver Resolution als die Basis für die Verhandlungen derselben." änderte. Hierauf erhielt zum zweiten Punkt der Tagesordnung Indifferentismus aufzurütteln habe, ehe der große Bau begonnen Punkt 3 der Tagesordnung: Eventuelle Wahl einer" Der Beschluß des Fabrikantenvereins" Herr Fries das Wor werden könne. Unter diesen drückenden Verhältnissen haben wir länger Statuten- Beratungskommission wurde der Antrag gestellt, eine Derselbe theilte mit, daß die Kollegen Ganste, Niebergall und als ein Jahrzehnt gelebt. Heute ist das Sozialistengesetz ge= schwimben; mit der zurückgegebenen Freiheit uit auch der Muth Rommission von 11 Mitgliedern zu wählen, und gleichzeitig wur- in Gemeinschaft mit den Fabrikanten Görs, Ad. Werkmeiste zu großen Bersuchen wieder erwacht, und man sucht nachzuholen, den die Namen von 11 den verschiedenen Metallarbeiter- Branchen und Günther eine Sigung gehabt. Hier wurde ihnen mitgetheill, was man gezwungener Weise versäumt hat. Die letzten Jahre angehörigen Kollegen angegeben. Der Antrag wurde angenommen daß der Fabrikantenverein seinen Beschluß, betreffend die Schließung der Fabriken, deren Besizer ihm angehören, wenn haben einem jeden, der den Gang der Verhältnisse mit einiger und folgende Kollegen in die Kommission gewählt: 1. Körsten, Former; 2. Weber, Klempner; 3. Stabernad, am 21. Februar die Arbeit bei Ruthenberg nicht aufgenomme Aufmerksamkeit verfolgt hat, die Ueberzeugung ausgedrängt, daß wir vereinzelt nichts zu erreichen, am wenigsten dem Ansturm des Schraubendreher; 4. Trittelwig, Mechaniker; 5. Unverfärth, fei, zurückgezogen habe. Seitens der Arbeitgeber wurde vorge Maschinenbauer; 6. Prinz, Gürtler; 7. Redner, Rohrleger; schlagen, man solle, um die vielen Reibereien zwischen Unter organisirten Kapitals entgegenzutreten vermögen. Auf diesem Gebiete können wir von dem Kapitalismus lernen. Die Kapi. Gerisch, Schlosser; 9. Borisch, Nadler; 10. Machalski, Dreher; nehmern und Arbeitern etwas einzudämmen, in einer aus talisten sind uns mit gutem Beispiel vorangegangen; sie haben es verstanden, ihre kleinen Differenzen bei Seite zu lassen und Nunmehr schloß der Vorsigende mit einem dreifachen, brau- versuchen, einen Normal- Preiskourant zu schaffen. Dies wird große Schwierigkeit bereiten, und wenn durchgeführt, um be sich über Privatinteressen des großen, gemeinsamen Interesses senden Hoch auf die neue Vereinigung die Versammlung. Wenn ganz hinwegzusetzen. wegen voll sonderer im Gewerbe existirender Verhältnisse willen, zu Miß Eine öffentliche Versammlung der Drechsler aller helligkeiten führen. Jedoch muß man jezt etwas thun, heute die Frage an uns herantritt, wie wir Besserung Branchen fand am 17. Februar unter dem Vorsiz des Herrn einigermaßen eine Ginigung zu erzielen. Der Versuch, einen de schaffen, wie wir uns organisiren sollen, so müssen wir Sildebrandt statt. Zunächst verlas Herr Dienst die Ab- Vorschlage entsprechenden Breistourant zu schaffen, tönne ja uns hierbei unbedingt nach den Beschlüffen der Delegirtentage rechnung vom Stockarbeiter Streif. Danach betrugen die Ein- macht werden. Allgemeine Lohnzahlung einzuführen, dazu richten und in deren Rahmen wirken. Denn stets müssen wir im nahmen 7214,57 M. und die Ausgaben 7811,83 m.; bleibt ein die Fabrikanten, wie aus ihrem Gebahren in der betreffende Auge behalten, daß uns durch das Vereinsgefeß enge Schranken Defizit von 97,26 M. Nachdem die Richtigkeit der Abrechnung Sizung zu ersehen war, nicht zu bewegen. gezogen sind, und daß wir die Macht dieses Gesetzes nur vernichten können, wenn wir uns alle der Sache unterordnen. Darum Decharge ertheilt. Hierauf hielt der Genoffe Apeli einen Vor- gesperrten wieder in Arbeit zu nehmen. Gr, Redner, habe von einem der Revisoren bestätigt worden, wurde Herrn Dienst wurde Herr Werkmeister aufgefordert, die aus seiner Fabrik Au der Arbeiterschaft immer mehr und mehr erstarkt. Es ist hohe Versammlung aufgenommen. An der Diskussion betheiligten sich daß bei ihm nicht die nöthige Arbeit vorhanden sei; er aber be Zeit, endlich einmal Hand ans Werk zu legen, und besonders in die Herren Böhm, Sildebrandt und Mentzel. Folgende event. Einstellungen unter den früheren Arbeitsbedingungen feine Die heutige öffent alten Arbeiter berücksichtigen werde.- An die Ausführungen de und deshalb zu wählen, angenommen: damit wir als eine große, mächtige, starke Organisation den Kampf mit dem hiesigen Unternehmerthum erfolgreich aufnehmen tönnen.( Beifall.) Hierauf erhielt Kollege Körsten das Wort und bemerkte in längerer Rede: Kollege Gerisch hatte vollkommen Recht, wenn er uns unseren find In diefer Sigung Ale der unentwegtes Festhalten legten öffentlichen Die Distuffion liche Versammlung der Drechsler und Berufsgenossen erklärt sich Herrn Fries inüpfte sich eine lebhafte Distusfion. mit den Ausführungen des Referenten voll und ganz ein- Redner sprachen sich für ein verstanden; sie erklärt das dem Reichstage vorliegende an den Beschlüssen, welche in Schutzgesetz in seiner Gestalt nach den Kommissionsbeschlüssen Versammlung gefaßt wurden, aus. als ungenügend für einen wahren Arbeiterschutz, protestirt in der Gründe für ganz energisch gegen die Verschärfung des§ 158 und sieht nur den, endete mit der Annahme folgenden Antrages: und gegen geltend gemacht wur größten Feind, das Kapital, als nachahmenswerthes Beispiel vor in den von der sozialdemokratischen Fraktion gestellten Anträgen Kommission der Vergolder 2c. wird beauftragt, in Gemeinschaft geradezu furchtbaren Stärfe angeschwollen, und die Kapitalisten erkennt nur die sozialdemokratische Partei als Vertreterin der dies jedoch erst dann, wenn die Streits bei Ruthenberg gefch redt, Jogar bie Innungen, die sie Arbeiter an." Dann wurde über die„ Aufhebung der Sperre August Werkmeiſter beigelegt fine. Außerdem wurde eine per Die und früher aufs heftigste bekämpften, in ihren Verband hinein zu über die Paul Hinze'sche Perlmutterwaaren- Fabrit" verhandelt. solution angenommen, nach welcher sich die Anwesenden ver ziehen. Es ist aber eine unleugbare Thatsache, daß gerade unter Herr Hildebrandt theilt hierzu mit, daß noch immer einige pflichten, den bestehenden Organisationen beizutreten, um bet deihen des Ganzen außerordentlich hinderlich ist. Die Arbeiter Fabrit ausgebrochenen Streit aus zu unterstützen sind; die Lohn zu können. Unter„ Verschiedenem" wurden die Herren Tichel der Arbeiterschaft noch eine Klassifitation besteht, die dem Ge- Kollegen von dem im Oktober vorigen Jahres in der betreffenden Fabrikanten bei abermaligem Vorgehen energisch entgegentreten sollten bedenken, wie schnell die moderne Technik fortschreitet, kommission aber aus Mangel an Geld nicht mehr Unterstützungen ut ann und Nari dazu gewählt, die bei einer Sammlung für daß morgen schon zu den gewöhnlichen Arbeitern gehören fann, auszahlen könne. mer sich heute noch etwas besser dünkt. Nar geschlossen dürfen Unterstützungen gezahlt werden, so müßten die Kollegen für die die Abrechnung davon zu revidiren. wir gegen das organisirte Kapital 3'ehen. Aber nicht nach Aufbringung der Gelder sorgen. Die Versammlung folle be Siebener- Kommission vom Barockrahmen- Vergolder- Streit, welche Branchen dürfen wir uns organificen, nein! unsere Organisation schließen, ob die Sperre aufrecht erhalten bleiben oder fallen ge des Vergehens gegen den§ 158 der Gewerbe- Drdnung angeklagt muß alle Arbeiter der Metallindustrie umfassen, denn in den lassen werden solle. Zu der Angelegenheit sprachen noch die Herren sind, wurde Rechtsschutz bewilligt. Fabriken ist nicht eine Branche allein ausschlaggebend, sondern Gruno, Thomas, Löwe, Trautmann, Thieme, eine arbeitet der anderen in die Hand. Für uns muß das Dittmar, Luz, Plagens, Rautenberg. Die Mehrzahl Sprichwort maßgebend sein:„ Gleiche Brüder, einzelt etwas ausrichten, am aber Den Mitgliedern ber Bifeleure. Am Montag, den 16. Februar, hielt ihre Freit Kappen!" Nie und nimmer werden die Branchen ver- und so wurde auch demgemäß beschlossen. Die Regelung der Ein Antrag des Vorstandes, der Fachpresse 50 M. zu bewilligen, durch Unterstüßung wurde der Lohnkommission übertragen. Die Regelung wird angenommen. Hierauf werden die Paragraphen der Unter gonnen haben. Und wenn wirklich ein partieller Streif Rosinsti und Eisener" wurde dahin erledigt, daß beschlossen wurde, gliedern nach einjähriger Karrenzzeit, und wenn diefelben nicht Streiks, die für gewöhnlich schon begraben sind, ehe sie be- der Ueberstundenarbeit in der Perlmutterwaaren Fabrik von stützungstaffe berathen; es wird beschlossen: arbeitslofen Mit ausbricht, so ist es nur in den wenigsten Fällen möglich, die er die Angelegenheit als ersten Punkt auf die Tagesordnung der mehr wie zwei Monatsbeiträge schuldig, mit 6 M. für Ber forderlichen Mittel aus der betreffenden Branche aufzubringen, nächsten öffentlichen Versammlung zu sehen und den Chef, sowie heirathete, 4 M. für Ledige zu unterstützen, jedoch wird für die sondern stets muß an das Solidaritätsgefühl der ganzen Arbeiter die Arbeiter der Fabrit zu dieser Versammlung besonders ein- erste Kalenderwoche der Arbeitslosigkeit teine Unterstügung ge schaft appellirt werden. Mit Rücksicht auf diese Thatsache ist es zuladen.- An Stelle von zwei der Delegirten der Drechsler zur zahlt. Die Dauer der Unterstützung wird auf vier Wochen pro wenigstens sämmtliche Branchen eines Industriezweiges durch eine legten, wurde Herr Plagens gewählt. Das Bureau der Ver- Mitglieder, wenn die Entfernung mehr als zehn Meilen Streben sein müssen, die Arbeiter aller Industriezweige dereinst einer öffentlichen Versammlung die Abrechnung vom Streit der weisen, daß sie Abonnenten der Fachzeitung sind, 1 m. Klag einzige Organisation zu vereinigen. Gewiß wird es unser sammlung wurde beauftragt dafür zu sorgen, daß möglichst bald beträgt, 3 M.; durchreisende Kollegen erhalten, wenn fie nach zu vereinigen; augenblicklich ist das aber noch nicht möglich. Was Kammmacher der Fabrik von Krönert vorgelegt werde. Außer- baren Anspruch hat jedoch keiner und um allen unnöthigen aber erreicht werden kann, das muß auch erstrebt werden, und dem wurde beschlossen, der Lohnkommission der Stockarbeiter Weiterungen mit der Behörde zc. aus dem Wege zu gehen, wird unsere Aufgabe ist es deshalb, einen großen Metallarbeiter die Einziehung der Vorschüsse vom Stodarbeiter- Streit zu über- beschlossen, nach Lage der Kasse zu unterstützen. Des Weiteren absolut geboten, die Branchenvereinigungen aufzugeben, und Berliner Streit- Kontrollkommission, welche ihr Amt nieder Jahr festgesetzt. Verband zu aründen, der vorläufig sämmtliche Arbeiter der tragen. festgesetzt. Als Reise Unterstützung erhalten Die " Man schritt verpflichtet, seine Arbeitslosigkeit dem 2. Kassirer zu melden. Ein[ prüft und richtig befunden sein, mit welcher Erklärung die Ver- heute die Vorstandswahlen vornehmen könne. sogleich zu den Wahlen. Es sollte ein Vorstand von 9 Personen, Antrag, die Kontrolle aufzuheben, wird abgelehnt. Von der sammlung auch einverstanden war. Schaffung eines Reservefonds wird Abstand genommen. Im Ueber eine bestehende fiebener Kommission" berichtete Ge- 3 Männern und 6 Frauen, gewählt werden und zwar so, daß Verschiedenen liegt unter anderem die Frage vor: Wie verhält bauer, dieselbe habe im Ganzen 13 Versammlungen abgehalten; die möglichst aus allen Fächern der Branche ein Vertreter im Vorsich der Verein zum 1. Mai? In Anbetracht der vorgeschrittenen Einnahmen betrugen 161,25 M., die Ausgaben 143,42 M.,' also stand ist. Gewählt wurden: Grashold 1. Bors., Frau Wagner Zeit wird diese Frage zur nächsten Versammlung zurückgestellt. ein Bestand von 17,83 m., wovon allerdings noch ein Inserat 2. Vors., Schlesinger 1. Schriftf., Frl. Löchelt 2. Schriftf., RahnUm 2. Osterfeiertag findet ein Vergnügen mit Damen bei Schmiedel, im Berl. Volksblatt" zu bezahlen sei, außerdem wären neuer- führer 1. Kassirer, Frau Klukowski 2. Kassirer, Frl. Brafig Alte Jakobstraße, statt; daselbst wird Herr Peus die Festrede dings noch einige Ausgaben hinzugekommen, so daß die Ab- 1. Beis., Frl. Herbst 2. Beis. und Frl. Konrad 3. Beis. halten. rechnung nicht gleich abzuschließen ginge. Von den Mitgliedern Eine Versammlung der Kartonarbeiterinnen und Arder Damenmäntel- Schneiderkommission war trotz der AufDer Berliner Verein 3onentarif" hielt am Mittwoch, forderungen merkwürdigerweise Niemand erschienen. Auf Antrag beiter fand am Mittwoch, den 10. Februar unter Vorsitz des ben 18. Februar, im Geenpalaft eine öffentliche Versammlung ab, des Genossen Roloff wurde diese Angelegenheit zur Prüfung Kollegen Drews statt. Von Seiten der in einer vorausgegangenen welche außerordentlich ſtart besucht war. Bereits lange vor 8 Uhr und Regelung der öffentlichen Agitationsfommission überwiesen. Versammlung gewählten Kommission wurden die ausgearbeiteten: war der Saal vollständig gefüllt, und Hunderte von Menschen Während die vorhergehenden Kommissionen Ueberschüsse auf- Statuten vorgelegt; es lagen einige Abänderungsanträge vor; Beitung Die Arbeiterin" fonnten nicht mehr zugelassen werden. Selbst unserem Bericht zuweisen hatten, lag es mit der„ Kongreßkommission" wesent obligatorische Einführung der für die weiblichen Mitglieder, Beitrag für Arbeiter erstatter wurde der Einlaẞ verweigert, trotzdem er sich genügend lich anders, indem diese mit einem erheblichen Defizit Pfennige, für Arbeiterinnen 11. Pfennige. Die Anträge Legitimirte. Ob die rothe Farbe seiner Legitimationstarte bei dem arbeitete. Der Berichterstatter für dieselbe, Genosse Schulz, 15 beaufsichtigenden Polizeilieutenant Bedenken erregte, wagen wir erhob den Vorwurf, daß nicht von allen Mitgliedern so ge- wurden nach längerer Diskussion abgelehnt und das Statut nebst nicht zu entscheiden; Thatsache ist, daß unser Berichterstatter un- arbeitet sei, als erforderlich gewesen wäre. Ferner war auch Geschäftsordnung, wie es vorlag, angenommen. Die Konstituirung sanft angefahren wurde und auf den Zutritt jedenfalls hätte ver- unter Musnahmegeses das Mißgeschick passirt, daß eine Ver- der Vereinigung der in der Kartonbranche beschäftigten Arfieutenant issen, wenn er nicht durch einen ablösenden Polizei- janulung, fur welche bereits alle Borbereitungen getroffen waren, beiterinnen und Arbeiter" wurde ausgesprochen. Bei der Vorverboten wurde, wodurch ein größerer Ausfall entstand. Das landswahl wurden Kollege Drews und Frau Haberstroh mit übernommen, der sich betreffs Einführung des Zonentarijs an den Ueberschüsse der anderen Kommissionen der öffentlichen Agitations: Fräulein Dickow und Kollege Haberstroh, Janke und Frau Dos Referat für die Verſammlung hatte Herr Dr. Engel Defigit beträgt 31,42 M. Auf Antrag Wiesemann sollen die dem Vorsitz, Koll. Heyseldes und Frl. Kullmann mit der Kaſſe, tommission überwiesen werden und zur Deckung des Defizits Freudenberg mit dem Beisigeramt betraut. Unter Verschiedenem baten mehrere Kollegen um Nachweis von Beschäftigung. nicht Alles in Ordnung war, wurde nach langer und lebhafter Debatte beschlossen, daß die Kommission in der nächsten öffent lichen Versammlung, wo dieses als erster Punkt auf der Tages ordnung stehen wird, endgiltig Rechnung ablegen solle. Sodann wurden die übrigen Kommissionen, bis auf die eine Rongreß- Kommission", zu Gunsten der öffentlichen Agitations Kommission aufgelöst. deutschen Eisenbahnen folgendermaßen ausließ: dem verpflichtet hatte, die Einnahmen für Annonzen und Einzelabonnements dem Geschäftsführer der Vertrauensmänner zur Agitation zu überweisen, nur ca. 90 Mark abgeliefert habe, ob gleich der Betrag nach ungefährer Schäßung weit über 600 Mark betragen müsse. An der Debatte betheiligten sich Rogge, Gerwin, Täterow, Preuß, Timm, Wiesemann, Schulz, Böckelberger. Schließlich wurde die Agitationstommission angehalten, die Mißstände im Fachblatt im Auge zu behalten. Dieselbe wurde ferner beauftragt, in nächster Versammlung die Entscheidung über die Maifeier auf die Tagesordnung zu sehen. 1 D. Friederici, SW. Reinbeerenstr. 6, Vorsitzender. W. Krause, S. Prinzenstr. 6, Stellvertreter. E. Vogtherr, C. Landsbergerstr. 64, 1. Rendant. I. Heuer, S. Prinzenstr. 80, 2. Rendant. G. Franc, S. Jakobitirchfir. 4., Schriftführer. W. Börner, S. Ritterstr. 108, Schriftführer- Stellv. 2. Rubenow, N, Brunnenstr. 105, Begräbnißplay- Insp. H. Kotlow, N. Tresckowfir. 17, Begr.- Nevisor. 5. Auerbach, NO. Pallisadenstr. 11. W. Jahn, N. Rückerstr. 3. D. Kräter, S. Fichtestr. 2. Im Laufe der Zeit hat sich uns unwiderstehlich die Ueberzeugung follen neue Gammellisten ausgegeben werden. Da auch sonst aufgedrungen, daß in unserem Eisenbahn- Verkehrswesen durch Dem Jahresbericht der Freireligiösen Gemeinde" greifende Reformen unbedingt nothwendig sind. Abgesehen davon, entnehmen wir Folgendes: Die Gemeinde zählt zur Zeit 1747 daß sich das Publikum infolge der augenblicklichen Zustände, zahlende, erwachsene Mitglieder. Der Religionsunterricht wurde über die Länge einer zurückzulegenden Strecke, über die von Herrn Dr. Br. Wille ertheilt, Theil nahmen daran 353 KinDauer der Fahrt und den Fahrpreis nur in den seltensten Fällen einen genauen und einigermaßen raschen Ueberblick zu schaffen der. Die Aufnahme hat möglichst mit Beginn des Winter- oder vermag, ist der für die Benutzung der Bahnen verlangte Preis Sommerhalbjahres zu erfolgen; Nichtmitglieder haben sich schriftlich oder mündlich an den Vorstand zu wenden. Mitgliedern, viel zu hoch. Deshalb müssen eine ganze Menge von Staatsan- Als weiterer Punkt stand auf der Tagesordnung ein Vortrag deren Kinder wegen zu großer Entfernung vom Unterrichtslokale gehörigen, die gern einmal reisen würden, infolge ihrer Mittel- des Genofsen Timm über„ die französische Revolution und die Pferdebahn benußen müssen, werden auf deren Antrag beim Borlosigkeit darauf verzichten, von dem Eisenbahn- Institut, daß doch Ginwirkung derselben auf unsere jezige Zeit", der lebhaften Bei- ftande die Unkosten ersetzt. Die Bibliothek befindet sich Rosender allgemeinen Wohlfahrt dienen soll, Gebrauch zu machen. thalerstr. 38 I und ist jeden Sonntag von 10-111/ 2 Uhr geöffnet. Wenn man hierbei ferner die statistisch festgestellte Thatsache in fall fand. Von einer Diskussion wurde Abstand genommen. Unter Verschiedenem" wurden lebhafte und theilweise Begräbnißplatz und Zeichenhalle befinden sich Bappel- Alle 15/17. Grwägung zieht, daß von 100 Blägen der 1. Klasse 91, von 100 Plägen der 2. Klasse 80, von 100 Plägen der 3. Klasse 75 und heftige Beschwerden gegen das Fachblatt sowie dessen Ver- Auf demselben haben 96 Beerdigungen stattgefunden, 8 refervirte leger( Jensen und Comp. in Hamburg) laut. Man tabelte Stellen sind angetauft. Der Vorstand besteht aus folgendev von 100 Plätzen der 4. Klasse 70 durchschnittlich unbesetzt sind, den schlechten Stil in dem Organ, beschwerte sich darüber, Herren: so muß sich jedem doch unwillkürlich die Frage aufdrängen: daß ein von den Berliner Schneidern vor fünf Wochen eingeWeshalb ermöglicht es die Eisenbahnverwaltung durch Herab- sandter, für die Agitation sehr wichtiger Artikel über die Verhältnisse segung des Fahrpreises nicht, daß diese leeren Plätze besetzt wer- im Beruf bisher nicht gebracht sei und sprach ferner die Verden; denn diese Pläße sind nur aus dem Grunde leer, weil den wunderung aus, daß der Verleger, welcher sich auf dem Kongreß Leuten das Geld zum Reisen fehlt. Der scheinbare Ausfall an Einnahmen würde durch den gesteigerten Verkehr sicherlich nicht nur vollständig gedeckt, sondern ganz bedeutend überschritten werden. Der praktische Beweis für diese Behauptung ist zur Evi denz in Ungarn geliefert, wo bereits im ersten Monat nach der Einführung des Bonentarifs die Ausnuzung der Plätze um volle 12 pet. gestiegen ist. Betreffs der Einnahme hat sich in demselben Lande der lezten Statistik zufolge das Ergebniß herausBeitrittserklärungen zur Freireligiösen Gemeinde in Berlin gestellt, daß sich dieselben um 50 pet. vermehrt haben. Eine im werden vom Vorstande und Sonntags Vormittags vor und nach Königreich Preußen auf Grund des Zonentarifs angestellte Be dem Vortrage am Eingange zum Saal, wo viele freireligiöse rechnung hat das Ergebnis geliefert, daß sich bei einem den Schriften zu haben sind, angenommen. Mitglied wird man auch augenblicklichen Verhältnissen genau gleichen Personenverkehr die Eine öffentliche Versammlung der Sattler und BerufsEinnahmen um 62 000 000 m. niedriger stellen würden. Zieht genossen tagte am Donnerstag, den 19. Februar. Zu Punkt ohne vorhergegangenen Austritt aus der Kirche oder dem Judenman dabei aber in Betracht, daß durch die Einführung des ber Tagesordnung: Die ausgesperrten Arbeiter Deutschlands" thum durch Zahlung eines laufenden, nach Selbsteinschätzung zu Bonentarifs der Personenverkehr verzehnfacht würde, so können nahm der Vorsitzende, Roll. Bombin, das Wort und führte aus, bemessenden Beitrags, der aber nicht unter 50 Pf. vierteljährlich wir sicher sein, daß die augenblickliche Einnahme von 212 000 000 M. Daß die Zahl der ausgesperrten Arbeiter augenblicklich recht be: betragen darf. Zur Erlangung der Bollberechtigung( Stimmrecht) weit überschritten werden muß. Ein fernerer, durchaus nicht zu beutend sei und einige Aussperrungen noch vom 1. Mai des haben die neu hinzutretenden Mitglieder nachzuweisen, daß sie unterschätzender Vortheil ist der, daß durch die Einführung des vorigen Jahres herrührten. Der Hauptgrund bei allen Aus einer Konfession angehören( d. h. geborene Dissidenten oder geBonentarifes das ganze Verwaltungs- und Stationswesen be- sperrungen liege in dem Verlangen der Unternehmer, die Arbeiter richtlich ausgeschieden find). Auf die vor dem 15. Dezember 1800 deutend vereinfacht wird, wodurch sich auch folossale Ersparnisse sollten aus den Organisationen austreten. Da aber die Organi- beigetretenen Mitglieder findet diese Bestimmung keine Anwen erzielen lassen. Uebrigens haben wir auch in unserem Lande fationen die einzige Waffe seien, welche der Arbeiter gegen seinen bung. Besondere Zuwendungen, auch von Nichtmitgliedern, find ein Institut, welches genau nach dem Bonentarif eingerichtet ist, Ausbeuter in Händen habe, so stemmen sich die Arbeiter mit zur Förderung der freireligiösen Bestrebungen sehr erwünscht! nämlich das Postwesen. Früher war es nur bemittelten Leuten allen Kräften diesem Ansinnen des Unternehmerthums entmöglich, nach entlegenen Theilen des Landes Briefe zu und und kämpften auf Leben Tod gegen für ihr schicken, da verbunden das mit großen Kosten In der Umgegend von Berlins scheint es üblich zu werden, war gutes Recht. Die Pflicht eines jeden zielbewußten Arbeiters heute jedoch kann der ärmste Mensch eben so But fei es deshalb, den für die Prinzipien der ganzen Arbeiterschaft die Versammlungen wie in den schönsten Tagen des Sozialistenwie der reichste für 10 Pf. eiuen Brief und für kämpfenden Brüdern, besonders den Tabatarbeitern von Hamburg gefeßes aufzulösen. Damals fonnte man sich wenigstens auf ein 5 Pf. eine Postkarte nach allen Theilen feines Bater nach Kräften beizustehen. Man müsse es tief bedauern, daß Gefeß, freilich auf ein schlechtes und fluchwürdiges berufen, jezt landes schicken. Und dieselbe Forderung, die wir an das Post Berlin, welches doch sonst immer an der Spize der Bewegung aber wird in offenbar ungesetzlicher Weise von schlecht unterwesen stellen, und die uns hier ganz selbstverständlich erscheint, marschire, gerade für die Unterstützung der ausgesperrten Arbeiter richteten Beamten aufgelöst. Heute werden uns zwei Fälle dermüssen wir auch an das Eisenbahnwesen stellen: wir müssen so wenig gethan habe. An der Diskussion über diesen Punkt artiger Auflösungen aus Schöneberg und Wilhelmsberg mitgeverlangen. daß ein jeder von dem Eisenbahn- betheiligten sich die Kollegen Weiß und Saffenbach. theilt, über welche wir folgende Einzelberichte geben: Schöneberg. Am Montag wurde uns eine Versammlung Verkehrswesen zu einem erschwinglichen Preise Ein Antrag: Die heutige öffentliche Versammlung der möglichst ausgiebig Gebrauch machen fann. Die Sattler verpflichtet sich, die ausgesperrten Arbeiter in jeder Be- aufgelöst und zwar, weil es schon so spät und Zeit sei, Es war dies die Versammlung unferes Eisenbahnen sind die Adern unseres Verkehrslebens, und wer ziehung finanziell und moralisch zu unterstützen und denselben das zu Bett zu gehen. dieselben unterbindet, der ist in Wahrheit ein Staatsfeind! gesetzliche Koalitionsrecht zu erhalten- wurde einstimmig an- Arbeiter- Bildungsvereins. Stadtv. Heindorf aus Berlin hatte das Referat erstattet. Um zehn Uhr ersuchte der Wirth Wir haben umsomehr ein Recht zu dieser Forderung, als Nach genommen. baarstaaten diesem Bedürfniß schon Rechnung getragen haben, In der Diskussion über: Unsere Stellung zum 1. Mai d. J. den Vorsitzenden, die Versammlung zu schließen, da und in anderen Ländern ein Zonentarif vorbereitet wird. Speziell sprach sich Kollege Aßmann dahin aus, daß man trotz des Pariser nur bis 10 Uhr Konzession habe. Er erhielt natürlich die Ervon Rumänien steht es fest, daß dort bereits im Spätfrühling Stongreßbeschlusses auf Grund des Ausspruches der Fraktion die widerung, daß die Versammlung nicht an die Polizeistunde geder Bonentarif eingeführt wird. Ich halte es für wahrscheinlich, Feier am besten auf den ersten Sonntag verlege. In gleicher bunden und berechtigt sei, vierundzwanzig Stunden und noch daß auch in Deutschland der Bonentarif bald eingeführt wird, eise sprachen sich die Kollegen Dastig, Bombin, Achterberg, länger ohne Unterbrechung zu tagen. Da legt sich die überwachende unb sebe jede Reform als einen Schritt zum Bonentarif an. Weise, Maurer und Schreiber für die Jeter des Achtstundentages Polizei ins Mittel und erklärte, daß 10 Uhr der richtige Zeit( Stürmischer Beifall.) am ersten Sonntag aus. Die Versammlung beschloß hierauf punkt zum Schlusse der Versammlung sei, und da der Vorgegen vier Stimmen, am ersten Sonntag des Mai zu feiern. figende sie nicht schließe, so löse er dieselbe auf. Und Gin Antrag, die Sattler sollten am 1. Mai eine öffentliche Wer- uns blieb nichts anderes übrig, als uns solchen mit dem Gesetz durchaus unvereinbaren Maßnahmen der Polizeibeamten zu fügen! fammlung abhalten, wurde mit 47 gegen 20 Stimmen ange- Natürlich ist Beschwerde erhoben, und wir haben die Hoffnung, nommen. Kollege Achtermann stattete ferner den Bericht der Arbeits- daß dem Beamten eine Auftlärung, über seine Befugnisse zu Theit vermittelungs- Kommission ab und bemerkte, daß in der Zeit vom werde. In der Diskussion sprachen der Oberbürgermeister von Halle, Dr. Funke, Huth- Hamburg, Geheimrath Wernburg, Bormas, Schneider meiſter Schläger und Bapit im binne des Referenten. Ein Herr Hoffmann zog verschiedene Säge des Dr. Engel in Zweifel, würde aber widerlegt. Gine Resolution, die gegen eine Stimme zur Annahme gelangte, geben wir dem Hauptinhalt nach furz wieder: In Erwägung, daß das deutsche Eisenbahn Personentarif wesen einen Grad der Verworrenheit erreicht hat, der ein Studium erfordert, um sich darin zurecht zu finden, in fernerer Erwägung, daß die Aufgabe der Eisenbahn nur dann erfüllt wird, wenn sie Jedermann die Benutzung dieses Beförderungsmittels ermöglicht, erklärt die heutige Volts- Versammlung: 1. Nach Beseitigung aller Ausnahmetarife für Einzelfahrten ist ein Fahrpreis einzuführen, der einem Jeden ohne weiteres verständlich ist. Fahrpreis kann nur ein ganz billiger Bonentarif sein. 1. November bis zum 1. Februar 42 Gehilfen verlangt und 46 geschickt worden seien. Von diesen 46 Gehilfen seien 35 ein gestellt worden. Der Arbeitsnachweis findet an Wochentagen von 8-9 und an Sonntagen von 11-1 Uhr statt. Ein Antrag auf Bewilligung von 18 M. zum Ankauf von Briefmarken u. s. w. wurde genehmigt. Desgleichen wählte die Versammlung die Kollegen Scherer und Wolf einstimmig zu stellvertretenden Arbeitsvermittlern. Nachdem noch einige fleinere Angelegenheiten erledigt waren, speziell der Herbergsverhältnisse der Sattler Erwähnung gethan war, wurde die Versammlung geschlossen. Beiträge werden jeden Sonntag nach dem 15. des Monats entgegen genommen in Lehmann's Lokal, Schwedterstr. 23, von 11-1 Uhr; auch werden daselbst neue Mitglieder aufgenommen. Ungesetzliche Versammlungsauflösungen. er Wilhelmsberg. Dem Schicksal der polizeilichen Auflösung verfiel die am Sonntag, den 15. d. M., hier stattgefundene Boltsversammlung. Nachdem das Bureau, in welches der Einberufer, Genosse Grünberg als erster, Genosse Pankow als zweiter Vorsigender und Genosse Neubauer als Schriftführer gewählt wurden, konstituirt war, erklärte Genosse Grünberg, vor Eintritt in die Tagesordnung, daß er wegen ungenügender Bescheinigung der Versammlung eine Beschwerde an das Landraths Amt abgeschickt hätte. In dieser Bescheinigung war gesagt, daß bei Beginn der Gottesdienststunden, Nachmittags 2 Uhr, die Bersammlung geschlossen werden müßte. Da der Vorsitzende nicht beabsichtigte, sich dem zu fügen, so forderte er die Ver bei einer Auflösung sammelten auf, den Saal in der 2. Die 4. Klasse ist als menschenunwürdig abzuschaffen. Die Freie Vereinigung der Bauarbeiter Berlins hielt 3. Es ist ein Fahrpreis einzuführen, der einem Jeden die Benutzung der Eisenbahn mit geringen Opfern ermöglicht. Dieser am Sonntag, den 15. Februar, ihre regelmäßige Mitglieder- Ber- größten Ruhe zu verlassen. Dem als Referent erschienenen sammlung ab. Der Kassirer verlas die Abrechnung. Nachdem Schriftsteller Peus ertheilte der Vorsitzende nunmehr zu seinem 4. Nach Abschaffung des Freigepäcks ist ein billiger Bonen- bie Revisoren die Richtigkeit bekundet hatten, wurde ihm Decharge Vortrage das Wort. Derselbe sprach über die zehn Gebote und ertheilt. Sodann wurden mehrere Vereins- und persönliche An- die Kapitalisten. Als der Redner gerade bei einer Besprechung tarif auf das Gepäck einzuführen. 5. Ein solcher Zonentarif führt zu Mehreinnahmen für den gelegenheiten erörtert. Beschlossen wurde für einen kranken des achten Gebotes stand, wurde er durch den überwachenden Staat und ist geeignet, das Erwerbsleben und die gesaminte Kollegen, welchem im Krankenhause ein Arm abgenommen worden Gendarmen unterbrochen. Derselbe forderte auf Grund seiner ist, nach Schluß der Versammlung eine Tellersammlung zu ver- Instruktion den Vorsitzenden auf, die Versammlung zu schließen. Kultur zu heben. 6. Die Boltsversammlung erklärt die Reformpläne" der anstalten. Außerdem werden die Mitglieder, welche ihre richtige Genosse Grüneberg erklärte jedoch, daß er gegen die Bescheinigung, er die Versammlung auflösen deutschen Staatsbahnen für eine neue Vertheuerung eines großen Adresse noch nicht abgegeben haben, ersucht, sie bei dem ersten wie sie ihm eingehändigt worden, Beschwerde erhoben habe, und Theils aller Reisen. Sie legt deshalb schon jetzt Einspruch ein Vorsitzenden Ernst Gutsch, Oppelnerstr. 24, 4 Treppen, abzugeben, daß der Beamte, wenn gegen jene geplante weitere Bertheuerung eines wichtigen Theils damit ihnen das Organ zugeschickt werden kann. Nächste Ver- würde, sich einer Gesetzwidrigkeit schuldig mache. Hierauf sprach der Referent noch einige Worte über das neunte und zehnte des Eisenbahnverkehrs. Sie erklärt sie für eine schwere Schädi- sammlung am 15. März. Gebot, und schloß hierauf seinen Vortrag. Der Vorsitzende ergung der Volkswohlfahrt und zugleich für eine ernste Gefährdung theilte sodann einem Herrn Menzel das Wort zur Diskussion. unserer Staatseinnahmen. 7. Sie beauftragt den Vorstand des Vereins 3onentaris" in Jetzt erhob sich der überwachende Beamte und erklärte die Bersammlung für aufgelöst. Die Anwesenden verließen hierauf mit Berlin, diesen Beschluß dem Bundesrath, dem Reichstage, dem Eine öffentliche Versammlung fämmtlicher in der musterhafter Ruhe den Saal. Preußischen Staatsministerium und dem Preußischen AbgeordnetenFachverein der in Buchbindereien und verwandten Betrieben beschäf= haufe, sowie dem Landes- Eisenbahnrath und den Bezirks- Eisenbahn- Wäschebrauche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, welche endgiltig einen alle Zweige dieses Berufs umfassende Dr- tigten Arbeiter. Montag, den 23. Februar, in Feuersteins Salon, Alte Jatob räthen mitzutheilen. ganisation fonftituiren sollte, fand am Dienstag Abend statt. Der Straße 65, Bersammlung. Tagesordnung: 1. Wahl der Delegirten zum Verbandstage. 2. Stellungnahme zu den gesammten Anträgen zum Verbandstage. Eine öffentliche Versammlung sämmtlicher in der Be- Vorsitz wurde dem in einer vorangegangenen Versammlung er- 3. Berschiedenes und Fragekasten. Aufnahme neuer Mitglieder. Ausgabe der kleidungsindustrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen fand wählten provisorischen Vorstand übertragen. Zunächst hielt Ge- Billets zum Stiftungsfeft, Große öffentliche Versammlung für Männer und Frauen am unter dem Vorsiß des graulein Baader Donnerstag Abend statt. noffe Millarg unter lebhaftem Beifall einen Vortrag über die Dienstag, den 24. Februar, Abends 8 lthr, in„ Güb- D", Waldemarfir. 75. Auf der Tagesordnung standen zunächst eine Reihe von Ab- wirthschaftlichen Verhältnisse und die gewerkschaftlichen Organi- Referent Stadtverordneter Otto Klein über:" Stellung der Sozialdemokratie bis auf eine allgemeine Agitationskommission, sollten nach Rech- Zemke, Frau Hofstetten und der Referent in einem Schlußwort. Dienstag, den 24. Februar, Abends 8 Uor, in Jige's Salon, Wilsnakerfir. 60, nungslegung aufgelöst werden. Genosse Wiesemann legte über die Sodann theilte der Vorsitzende, als Bericht der in der Versammlung Moabit. Maifommission Rechnung ab, danach betrugen die Einnahmen vor 14 Tagen gewählten Kommission von 7 Personen, welche teferent: Stadtverordneter Otto Heindorf. 2. Distuffion. 3. Berschiedenes. 18,55 M. und die Ausgaben 10,95 m., es war mithin ein Ueber die nöthigen Schritte zur Bildung des geplanten Vereins treffen schuß von 2,60 M. vorhanden; die Rechnung sollte genau ge- sollten. mit, daß alle Vorarbeiten aetroffen wären, so daß man Große öffentliche Versammlung für Frauen und Männer am Tages Ordnung: 1. Bortrag. Die Ursache der Prostitution." Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Fernsprech Amt III. No. 1514. Aktien- Brauerei- Gesellschaft „ Moabit“ Berlin NW., Stromstr.11-16. Mit dem Versandt in Flaschen und Gebinden frei Haus bezw. frei Bahnhof Berlin unseres rühmlichst Telegr.- Adr. Brauerei Moabit. haben wir begonnen und liefern Kloster- Bockbieres bekannten diesjährigen Moabiter * MN 20 плод 20 Flaschen Bock- Bier für 3 M. Unsere sonstigen nur vom feinsten Malz und Hopfen hergestellten Biere empfehlen wir gleichfalls zu folgenden Preisen: 30 Fl. helles u. dunkles Lagerbier 24 ,, Klosterbräu( dunkel) 24 ,, Löwenbräu( München. 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Tischlermeister. NW. 67. Bremerstr. 67. NW. Sarg- Magazin und 294J 186 L Beerdigungs- Comtoir Berantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.