Nr. 298. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerando: Bierteljahrl. 3,30 Mr., monatl. 1,10 r., wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Belt" 10 Bfg. Bost. Abonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Bost- Beitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mark pro Monat. Erideint täglich außer Montags. Vorort- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt. 22. Jahrg. Die Infertions Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Versammlungs- Anzeigen 25 Big. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fett. gedruckte) Wort 10 Big., jebes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 5 11hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen. tagen bis 7 1hr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: ., Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Mr. 1982. Vor der Entscheidungsschlacht. Die Situation im Reiche der Revolution ist sehr ernst. Die Reaktion holt zu einem letzten Gewaltstreich aus, indem sie das ruhige und tiefernste schöpferische Werk der Revolution gewaltsam zu unterbrechen und dem Proletariat die Schlacht zu liefern sucht, bevor es selbst den für sich günstigen Moment wählt. Die Arbeiterklasse und die um ihren Kampf gruppierten Volksklassen: das Militär, die Marinemannschaften, die kleinen Staatsbeamten, die sogenannten liberalen Berufe- alles ist mit Feuereifer in der Arbeit der Organisation begriffen. Berufliche Organisationen, politische Organisationen feimen und sprossen aus dem im Feuer der Revolution aufgetauten Eisboden des Zarenreichs, wie Grashalme im Frühling. Aufklärungsarbeit, Organisation- das find die zwei Aufgaben, oder vielmehr die eine Aufgabe, die alle revolutionären Kräfte in den letzten Wochen berschlingt. Die Früchte dieser edelsten geschichtlichen Kulturarbeit abwarten, das arbeitende Bolk sich erst die unüberwindliche Rüstung der Organisation geben lassen, das will aber die verzweifelte Ramarilla des untergehenden Zarenthrons nicht. Und da der im ganzen Lande organisierte Kreuzzug der Schwarzen Hunderte", des Lumpenproletariats, im legten Ende versagt hat, da aus der vom Absolutismus angestifteten Verwirrung und Anarchie immer und immer wieder der revolutionäre Gedanke und die revolutionäre Organisation- auch im Militär- fiegreich hervorgegangen sind, so drängt die Konterrevolution jezt zum Blutbad und zur Militärdiktatur. " Donnerstag, den 21. Dezember 1905. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernfprecher: Amt IV. Nr. 1984. Nun Wie ist denn die wirkliche Sachlage? John Bull, ein weltbekannter Seeräuber, der ein hübsches Stück des Erdbodens zusammengestohlen hat, kam mit Jacques Bonhomme überein, daß Dieser ihm freie Hand in Egypten lassen soll, wofür Jacques Bonhomme Marokko friedlich durchdringen" fann. tommt ein dritter Mann einher, der in diesem Handwerk nicht ganz unerfahren ist, und sagt:„ Hört' mal, Ihr Kerle, Ihr sollt nicht in allem Guren Willen haben; ich bin im Begriff, an diesem Geschäft teilzunehmen". Schon dieser Vorgang gibt Ihnen den Anlaß, über das Unheilstiften", die durchaus schlechten Manieren" und" die groben Methoden" Deutschlands zu klagen. Sehen Sie denn nicht, daß John Bull, Jacques Bonhomme und Michel in demselben Boote siten, dieselbe Profession betreiben, und daß Sie als Sozialist tein Recht haben, zwischen den kapitalistischen Schurtereien, mögen fie englische, französische oder deutsche sein, einen Unterschied zu machen? Ich bin übergeben würde. Aber eine solche Metzelei würde heute talismus gegen die deutsche Sozialdemokratie erhebt. Aber dieficher der lezte Tag der absolutistischen Regierung sein, ein jenigen Leute, die dem deutschen Reichskanzler die angebliche BeTag, wo die Vertreter der Regierung ihre eigenen merkung Hyndmans denunzierten, hätten auch hinzufügen sollen, Stöpfe aufs Spiel sehen und verlieren würden. daß Hyndmans Marokkopolitik von allen anderen Mitgliedern der Die Reaktion fann ein Blutbad anrichten. Sie kann Sozialdemokratischen Föderation nicht geteilt wird. Belfort- Bar hat nicht mehr siegen, sie hat nicht mehr die Kraft dazu. Ihr dagegen protestiert; ebenso Askew, der jede Woche für die Justice" entgegen steht das Proletariat, das bereits seine Interessen schreibt. Dann hat der Londoner Korrespondent des Vorwärts" begriffen, fein Ziel erkannt hat, das durch mächtige Bande am 19. August in der Justice" gegen Hyndman Stellung genommen. der Klassensolidarität nnd der Organisation zusammen- Schließlich hat ein deutscher sozialdemokratischer Arbeiter in gwei geschweißt ist. Ihr entgegen steht das Bauerntum, das eine trefflichen Artikeln der Justice" vom 24. Juni und 1. Juli die radikale Lösung der Bodenfrage fordert, eine Lösung, die un- Politit Hyndmans scharf verurteilt. Der deutsche Arbeiter, der denkbar ist ohne den Sieg der Revolution. Ihr entgegen E. V." zeichnet, sagt u. a.: steht derjenige Teil der Demokratie, in dessen Händen gerade all die Fäden konzentriert sind, die den Zusammenhang und die Funktion des staatlichen Mechanismus bedingen: Eisenbahnen, Post und Telegraphie, Telephon werden dem Absolutismus in dem Moment den Dienst verweigern, wo er vielleicht nach einer momentan gelungenen Bartholomäusnacht den Sieg zu feiern sich anschicken würde. Ihr entgegen steht ein immer wachsender Teil der Armee, und immer häufiger und häufiger trifft es sich, daß ihr die gedungenen Knechte der Reaktion, die zum Kampfe gegen die Revolution zu dienen berufen sind, selbst die Polizisten, selbst die Polizeispitzel den Dienst verweigern. Ihr entgegen steht endlich jenes internationale Rapital, das in seiner Profitgier und seinen ausschließlichen Sorgen um die Prozente nach Ruhe und Ordnung" lechzt, das der Revolution zwar mißtraut, aber noch mehr der Reaktion, die bereits ihre Dhnmacht erwiesen hat, die Ordnung" wiederherzustellen und die ,, ordentliche" Entrichtung jener Abgaben zu garantieren, In diesem verantwortungsvollen Moment ist es wichtig, womit Rußland von der Raubwirtschaft des Absolutismus zu Am 19. August hieß es in dem bereits erwähnten Justice" Artikel des Vorwärts"-Rorrespondenten:... Die deutsche Sozialdie Stimme derjenigen Partei zu hören, die an der Spitze gunsten der internationalen Finanz belastet worden ist. Sympathie mit Der Kapitalismus hat die entlegenſten und verschieden- demokratie hat keine der Ereignisse in Rußland steht und die Leitung in ihren den diplomatischen Händen inne hat. Das Natsch alo", eines der beiden artigsten Teile des russischen Reiches mit festen Banden zu Methoden des Kaisers, aber, sie kann es wohl begreifen, daß offiziellen Petersburger Organe unserer russischen Bruder einem Ganzen gefügt. Die Klassenbewegung des Proletariats er eine geeignete Gelegenheit ergreift, der Welt fundzutun, daß partei, bringt folgenden Leitartikel über die jetzige Situation hat diese materielle, ökonomische Verbindung in die lebendige Deutschland nicht gesonnen fei, fich ignorieren zu lassen." in Rußland: Form eines einheitlichen politischen Kampfes der Arbeiterklasse So schreiben deutsche Sozialdemokraten im Auslande! Aber Die Reaktion mobilisiert ihre Kräfte. Aus luxuriösen gegossen. Die führende Rolle des Proletariats im Stampfe man muß es auch Hyndman laffen, daß er gelegentlich recht scharf Brachtpalästen steigt sie in dunkle Steller hinab und sucht sich um die russische Freiheit hat in die gesamten freiheitlichen gegen die englische Politik und gegen die englischen Politiker zu hier, in dem von der kapitalistischen Gesellschaft produzierten Regungen des Reiches Einheit, Zielsicherheit und Organisation schreiben weiß. Seine Anklagen wider die britische Politik in Schlamm und Schmutz, ihre Verbündeten für die Verteidigung gebracht. Indien, seine flammenden Reden gegen den Burenkrieg fanden den größten Beifall der deutschen Patrioten". Wenn ein deutscher der heiligen" Rechte der schrankenlosen Ausbeutung und Sozialdemokrat so gegen seine Regierung auftreten würde, wie Hyndman gegen die englische, dann würde er sein Leben im Gefängnisse zubringen müssen. Wir machen dem Fürsten Bülow teinen Vorwurf daraus, daß er die Justice" nicht tennt, es gibt wichtigere Dinge, die er nicht kennt, so z. B. den Geist Englands, wie die„ Morning Post" vom 7. Dezember hervorhob, wohl aber hätten seine Hintermänner so viel Klugheit befizen sollen, ihren Brotgeber nicht bloßzustellen. " 1 " Ein Blutbad in Petersburg würde heute das Signal zu einer der schrankenlosen Willkür. Die Reaktion entwaffnet jenen allgemeinen Erhebung in der Proving sein. Ein Triumph der immer größeren Teil der Armee, dessen Herz im gleichen Soldatesta in Petersburg würde ihre endgültige Niederlage Tatte mit ben Herzen der Voltsmassen zu schlagen anfängt. in der Provinz bedeuten. Die internationale Börse würde Die Reaktion überschwemmt die Hauptstädte mit Militär, zu einen Petersburger ,, Sieg" des Absolutismus damit quittieren, dem noch der heiße Odem des revolutionären Gewitters durch daß sie ihn aus der Liste der zahlungsfähigen Schuldner die dicken Mauern der Kaserne nicht zu dringen vermocht hat. streichen würde. Die von der internationalen Börse aus Sie bedankt fich für den„ treuen Dienst" bei den Kosaten, gehaltene Regierung wäre in dem Momente tot, wo ihre Nähr die in ihren Raubzügen in der Mandschurei ein schmähliches mutter ihr vollends ihr„ Vertrauen" entziehen würde. Fiasto erlitten haben und sich jetzt durch Raubzüge im Deshalb können wir um die Schicksale der Revolution eigenen Vaterland schadlos halten wollen. Sie fegnet mit ruhig sein. Deshalb fann man auch falls die absoluBeihwasser und Heiligenbildern die treuen Truppen" ein, tistische Regierung nicht gänzlich vom Wahnsinn befallen ist, die bereit sind, gegen die junge Freiheit Sturm zu laufen, indem man sich selbst in den Abgrund stürzt in bezug auf um die alte Sklaverei wiederherzustellen. Sie wirft die eine Militärdiktatur und ein Blutbad ruhig sein. Trifolore des Absolutismus auf und schreibt darauf ihre Die Regierung kann in ihrer ohnmächtigen Wut der freiLosung: die Militärdittatur! " Und das Schreckgespenst der Militärdiktatur geht im ganzen Reiche um und macht den Bürger" erzittern, d. H. diejenigen Schichten der bürgerlichen Gesellschaft, die ihre unmittelbaren materiellen Privilegien über alles schäßen und deshalb die Revolution und die Gewaltherrschaft der Reaktion gleichmäßig hassen. heitlichen Bewegung und dem Proletariat an ihrer Spize einzelne Schläge versehen und sie kann darauf zählen, daß die Arbeitertlasse mit einer sofortigen Antwort zögern wird, um sich in dem großen Werke der Selbstorganisierung und der Vorbereitung zu dem nahenden Augenblick der offenen Schlacht auf der ganzen Linie nicht stören zu lassen. Regierung wird und kann es nicht wagen, die blutigen Pläne in Verwirklichung zu bringen, die von der verbrecherischen Phantasie der Hofkamarilla gehegt werden. Aber die Doch mag sich die Reaktion noch so drohend aufrichten, mag sie die ihr noch treu gebliebenen Truppen mobilisieren, mag fie noch so freche Gewaltstreiche, wie die Verhaftung der Und sollte sie es dennoch wagen... mun, dann wird sie Führer der Arbeiterbewegung wagen, das Proletariat erleben, daß nicht die Revolution, sondern der Absolutismus fann fühn behaupten: ich fürchte die Reattion, in dem vergossenen Blute ersticken wird. ich fürchte die Militärdittatur nicht im Deshalb braucht das Proletariat bie Reation und ihre mindesten! Anschläge nicht zu fürchten. Und deshalb kann es allen Die Sachlage ist klar: die Reaktion kann jetzt nicht mehr furchtsamen Seelen zurufen: Habt keine Angst! Eilt fiegen. Und wenn es der Hoffamarilla, wenn es den Garde vielmehr aus allen Sträften dem Proletariat zu Hülfe, denn offizieren, den tapferen Helden im Stampfe gegen Wehrlose so oder so- wir werden siegen! gelingen sollte, die Regierung zu dem wahmvißigen Entschluß zu bewegen, eine Militärdiktatur jetzt über Rußland zu verzeugt, daß alle drei kapitalistischen Länder nichts anderes sind als organisierte Räubersyndikate. Aber ich bestreite entschieden, daß Deutschland schlechter sei als andere Länder. Sie täten also besser, Ihre eigenen Unheilstifter aufs Korn zu nehmen." Fürst Bülow kennt auch nicht die Ansichten Englands über die sie nämlich für deutsche Sozialdemokratie. Hier hält man patriotisch! Der„ Outlook" vom 14. Oktober enthält einen Artikel über Imperialismus und Internationalismus", in dem gesagt wird: „ Die französischen Sozialisten, die stets bereit sind, ihr Vaterland den Interessen der Menschheit u opfern, sollten doch einige Lektionen bei ihren deutschen Brüdern nehmen. Der deutsche Sozialist ist ein praktisches Geschöpf". Er ist natürlich international in der Theorie, aber da der Internationalismus noch nicht durchführbar ist, so ist er pangermanisch oder imperialistisch in der Praxis. Er ist gerne bereit, mit Jaurès an der Solidarität des Proletariats( und nebenbei am Gelingen der deutschen Weltpolitit) teilzunehmen, aber er sagt es rund heraus, er würde unter großem Bedauern auch auf Jaurès schießen, wenn der Kaiser einen Angriff machen sollte. Deutsche Liberale haben auf ihrem Kongresse die aggressive Politit ihrer Regierung getadelt, aber die deutsche Sozialdemo fratie hat es in Jena abgelehnt, einem entsprechenden Antrage Bernsteins zuzustimmen." So der Outlook", der das hervorragendste imperialistische Wochenblatt Englands und auch das Leiborgan Chamber. lains ist. Und die National Review", die hervorragendste Monatsschrift des britischen Imperialismus, schreibt im Taufenden Heft in einem Artikel über Die deutsche Flottenliga": „ Alle Parteiunterschiede verschwinden, sobald es sich um das Streben hängen, nach Lagen und nicht mehr nach Fürst nicht mehr nach Fürst Bülow und die Sozialdemokratie. Deutschlands nach der Seeherrschaft handelt; obwohl die fozialWochen müßte alsdann die Existenz dieser London, 17. Dezember.( Eig. Ber.) Regierung gezählt werden. In seiner Rede vom 14. Dezember hat der deutsche ReichsDie Reaktion fann nicht mehr fiegen. Sie ist ja nicht mehr imstande, jetzt in Petersburg oder in Mosfau ein Blut- fangler eine Reihe von Anflagen gegen die deutsche und die englische bad anzurichten, wie sie es vor einiger Zeit noch in der Sozialdemokratie erhoben, die sich als auf entstellten Informationen Provinz fertig gebracht hat. Gewiß, auch in Petersburg beruhend und als ungerecht zurückweisen lassen. Er klagte die oder Moskau finden sich noch schließlich Individuen a la deutsche Sozialdemokratie an, daß sie durch ihre Agitation und durch Neidhardt oder Raulbars, die nur auf den Augenblick warten, ihre Auslegung der äußeren Politik Deutschlands den Engländern um ihre Hände im Blute des wehrlosen Volkes zu röten. den Glauben einflöße, die deutsche Flottenpolitik sei gegen England Aber in der Bevölkerung Petersburgs und Mostaus gerichtet. Ferner, daß die Sozialdemokratie im allgemeinen gegen wird die Regierung eine ausreichende Anzahl Handlanger zur über Deutschland feindliche Absichten an den Tag lege. Als Beweis Ausführung ihrer verbrecherischen Pläne nicht mehr vorfinden führte der Reichskanzler eine angeblich von Hyndman in der fönnen. Das gänzliche Fiasto der patriotischen Demonstra- Londoner Justice" in diesem Frühjahr gemachte Bemerkung an, tionen" der schwarzen Hunderte, die in Petersburg und in England solle sich mit Frankreich verbinden, um die deutsche Flagge Moskau unter der Führung des Metropoliten selbst organisiert vom Meere zu vertreiben. Die angebliche Bemerkung des Genossen Hyndman ist nicht waren und doch weniger als 1500 Menschen im ganzen um das schwarze Banner" zu scharen vermochten, hat es zur richtig wiedergegeben. Es soll gar nicht geleugnet werden, daß Genüge bewiesen. Höchstens fann die Regierung eins unter Hyndman die deutsche Politik bekämpft, aber gleichzeitig bekämpft nehmen: eine direkte und brutale Niedermegelung der wehr- er die Haltung der deutschen Sozialdemokratie, die er als national lofen Bevölkerung durch die Soldateska, vorausgesetzt, daß und patriotisch bezeichnet. Es ist dieselbe Klage, die auch die fransich d Militär Petersburas und Mostaus dazu her- zösischen Radikalen, ja man darf sagen, der europäische Radi. demokratischen Abgeordneten aus Parteigründen gegen den FlottenEtat stimmen, sind in Wirklichkeit mit ganzem Herzen für die offizielle Flottenpolitik." Auch der Nicht- Sozialdemokrat kann daraus ersehen, wie ausgezeichnet der deutsche Reichskanzler über England und die Sozialdemokratie informiert ist! Nur die„ Times" enthalten zuweilen einige zustimmende Bemerkungen über Bebels Etatsreden, aber diesem Beifall mertt man nur allzu sehr die Absicht an, den Reichskanzler dadurch zu ärgern. Uebrigens sind die Zeiten vorbei, wo die„ Times" die englische Politik machten. Die englische Politit, wie sie sich nach manchen Erperimenten. seit 1895 Deutschland gegenüber durchsetzte, ist soweit wirkliche Politiker in Betracht kommen von Spenser, Wilkinson und Kapitän Masan ausgearbeitet worden. Wer das politische England tennen lernen will, der soll diese Autoren studieren. Und wer die offiziellen deutsch- englischen Beziehungen seit 1895 aufmerksam berfolgt, die Wirtschaftsgeschichte und die strategische Geographie Englands und Deutschlands studiert hat, der wird imstande sein, die Spannung zwischen den beiden Reichen zu verstehen und die Möglichkeiten ihrer Lösung vorauszusagen. Das Wahlmanifest der Trades- Unions. London, 18. Dezember.( Eig. Ber.) Das Parlamentarische Komitee des Trades- Unions- Kongresses hat ,, Gewerkschaftskollegen! In den letzten gehn Jahren hat das Eigentumsmonopol ungestört geherrscht. Die Regierung, die auf Grund ihres Versprechens, Alterspensionen zu gewähren, bei den Wahlen gesiegt hat, tat alles, um das Volk zugunsten der reichen Müßiggänger auszupowern. Die Sozialdemokratie ist an dieser Spannung ebenso un- gehauen hätten. Wir weisen demgegenüber darauf hin, daß die braucht darum der schlafmügige Freifinn von sich noch nicht auf die schuldig wie Fürst Bülow am Kampfe zwischen Volk und Krone in Menge mit blanker Waffe erwartet wurde, daß die Säbel schon vor Arbeiterklasse zu schließen. Wir haben in unserem gestrigen Artikel Rußland. Sie sagt nur, daß Gegensätze vorhanden sind und wie dem Erscheinen der Demonstranten gezogen wurden. Daß sich hinter- ausdrücklich betont, daß die Sozialdemokratie frei ist von aller sie nach ihrer Meinung beseitigt werden könnten. Aber die deutschen her einige Leute gegen die angreifenden„ Schuß" leute durch Gegen- tindischen Revolutionsromantit; aber wenn man dem Politiker, die noch immer in den persönlichen Faktoren die wehr zu decken suchten, das wollen wir glauben; von Würfen mit Proletariat den Fehdehandschuh hinwirft, so wird es sich wehren, Hebel der Geschichte sehen, können sich des Gedankens nicht ent- Steinen und abgebrochenen(!) Eisenstücken vor dem Polizei- Angriff wehren mit den der Situation angemessenen Mitteln. Das wurde Und auch auf dem Jenaer Parteitage ausgesprochen. Und wenn es dem schlagen, daß ein Artikel des„ Vorwärts" oder eine Rede Bebels aber haben alle nichtpolizeilichen Beobachter nichts bemerkt! das ganze Unheil gestiftet habe! Gewiß persönliche Faktoren wie war's denn am Zeughausplaze? Daß dort die bewaffnete Scharfmachertum infolge der Feigheit und Perfidie des liberalen spielen immerhin eine Rolle, und soweit sie in der deutsch- englischen Macht auch nur in der leisesten Weise bedrängt worden wäre, kann Bürgertums gelingen sollte, in Deutschland russische Zustände Spannung in Betracht kommen, ist Fürst Bülow der nicht einmal der amtliche Bericht behaupten! Dort wurde auf die zu schaffen, so wird auch der russische Zusammenbruch Schuldige. Wenn er wirklich wissen will, seit wann in England ahnungslose Menge ein vollständig unmotivierter Angriff verübt, nicht ausbleiben. Das ist keine„ rrrevolutionäre" Renommiſterei, die deutschfeindliche Stimmung zu einem" olitischen Faktor geworden wenn nicht etwa das Demonstrieren an sich schon ein so todeswürdiges sondern die nüchterne Stonstatierung einer historisch unabwendbaren ist, dann soll er über seine Behandlung des deutsch- englischen Ab- Verbrechen sein soll, daß es mit Säbelhieben und Wunden gefühnt Tatsache. Wenn das Organ des Berliner Philistertums deswegen sie ergehe sich in„ düsteren kommens wegen China vom 16. Oftober 1900 noch einmal nach- werden muß. Verschärft wird der sinnlose Charakter dieser Attacke der Sozialdemokratie vorwirft, denken. Der Bruch dieses Vertrages und die Auslegung, die der durch den Umstand, daß zeitweise Demonstrantenscharen von zwei Drohungen", so liefert es seinerseits gerade das Wasser für die deutsche Reichskanzler diesem Vertrage im Reichstage also vor Seiten zugleich angegriffen wurden, so daß ihnen nicht einmal ein Schleifsteine des Scharfmachertums! aller Welt gab, haben in England einen viel tieferen und Weg zum Ausweichen blieb! schmerzhafteren Eindruck hinterlassen als die Krüger- Depesche des Tatsächlich ergeben auch die Meldungen aus anderen Kaisers. Trotz der Krüger- Depesche war England geneigt, sich mit Städten, daß man dort die Gelegenheit gekommen wähnte, Deutschland zu verbinden Chamberlain hat im Jahre 1898 und mit den ihr elementarstes Recht fordernden Arbeitern ab1899 in zwei öffentlichen Versammlungen die Bereitschaft Englands zurechnen und sorgfältig alle Vorkehrungen getroffen hatte, folgendes Wahlmanifest erlassen: zu einem Bündnisse mit Deutschland tundgegeben aber nach der um sofort nachdrücklich st", d. h. mit rücksichtsloser deutschen Auslegung des Chinavertrages erhob sich die ganze| Brutalität einzuschreiten. So wird uns von zuverlässiger öffentliche Meinung Englands gegen das Zusammengehen mit Seite aus Leipzig gemeldet, daß dort das Militär zum AnDeutschland in Venezuela, wohl aber für eine Aussöhnung mit griff bereit stand; jeder Mann hatte 60 scharfe Patronen Frankreich. Das Jahr 1901 ist das entscheidende Jahr in der Ge- erhalten. Auch die„ Leipziger Volkszeitung" berichtet, daß schichte der deutsch- englischen Beziehungen so entscheidend wie noch am Sonnabendabend das alte Leipziger Rathaus von das Jahr 1905 für die deutsch- französischen Beziehungen geworden einer Kompagnie Infanterie mit scharfen Patronen bezogen ist, und zwar durch die deutsche Behandlung der Marokkofrage. worden ist. Die eine Hälfte zog am Sonntagmittag unter Ebenso wie im Jahre 1875 die Legende entstanden ist, daß Führung zweier Offiziere wieder ab. Die Wache am NaschRußland die Franzosen gegen einen deutschen Angriff geschützt habe, markt war auf das Doppelte verstärkt. Im Hofe der so hinterläßt das Jahr 1905 in Frankreich die Legende, daß Eng- Baracken, wo früher das 134. Infanterieregiment einquarYand die Franzosen gegenüber Deutschland in Schutz genommen habe. tiert war, stand am Sonntag eine friegsstarke Stompagnie Der deutsch englische Chinavertrag und die Behandlung des deutsch( 250 Mann) ebenfalls mit scharfen Patronen. Und auch französischen Marokko- Konfliktes sind zwei Taten, die vollständig in den Kasernen in Gohlis war alles bereit, um auf den hinreichen, den Ruf eines Staatsmannes zu ruinieren. Die Be- ersten Wink zur Straßenschlacht auszurücken. handlung dieser beiden wichtigen Fragen beweist zur Genüge, daß Fürst Bülow nicht das Zeug zu einem leitenden Staatsmanne be- Wie der Frantf. 3tg." telegraphisch aus Dresden gemeldet fizzt. Als Werkzeug in den Händen eines Cavour oder Bismarck wird, haben die Straßendemonstrationen den Staatsminister würde er feine ihm anvertraute und genau umschriebene Aufgabe v. Metsch veranlaßt, feine Familie von Dresden wegzubringen. lösen können, aber zur Leitung einer so schwierigen und kom- Frau und Sohn befinden sich auf der Besitzung des Ministers im sächsischen Vogtlande. plizierten Politif, wie sie Deutschland jetzt betreiben will, muß man einen viel stärkeren und reicheren Geist besigen als Fürst Bülow. Doch zurück zum Jahre 1901 zur deutschen Auslegung des deutsch- englischen Chinavertrages. Damals hat in England das Mißtrauen gegen Deutschland feste Wurzeln geschlagen, die nunmehr schwer auszurotten sind. Gleichzeitig begann eine Ueber- Ferner wird aus Leipzig gemeldet: Die Chemnizer Staatsprüfung der ganzen äußeren Politik, die sich vor aller Welt in der anwaltschaft leitete gegen den Redakteur Noske, der für die " Fortnightly"," Contemporary ,, und National Review" vollzogen Reichstagserfazwahl als Kandidat aufgestellt ist, ein Strafverfahren und zu einem ganzen System von Bündnissen und Abkommen geführt wegen Anstiftung" zu den letzten Straßendemonstrationen ein. hat. Zu jener Zeit fümmerte sich die deutsche Sozialdemokratic aber nur sehr wenig um äußere Politik und fast gar nicht um den eben Die reaktionäre Presse philosophiert eifrig über die geeigneten entstehenden deutsch- englischen Gegensatz. Erst dieser Gegensatz selber und die Ereignisse in Ostasien überzeugten die Partei von Mittel, um einen eventuellen Massenstreit des Proletariats unwirksam der Notwendigkeit, die weltpolitischen Ereignisse in ernster und zu machen. Das bekannte Weltblatt, der Lübeckische Anzeiger", systematischer Weise zu beachten und zu registrieren. Daß diese macht den Vorschlag, daß man Freiwilligentorps organisiere, um im Falle eines Streits den Post-, Telegraphen- und EisenbahnRegistrierungen so oft zu ungunsten der deutschen Politik ausfallen, dienst sowie die Versorgung der Städte mit Licht und Wasser aufist sicherlich nicht die Schuld des Registrators. Und nach der ganzen Der Rücktritt des Ministers wird noch vor dem 1. Januar erwartet. Am Sonntag fand im Residenzschloß ein Ministerrat unter Vorsitz des Königs statt.( Ein anderer Berichterstatter will wissen, daß der König den Ministern dringend eine Aenderung des Wahlrechts empfohlen habe.) " Amazonenkorps gegen den Massenstreik. Lage der Dinge zu urteilen, wird es nicht besser werden, solange recht zu erhalten. Für das Post- und Telegraphenwesen eigne fich das Deutsche Reich nicht den engherzigen preußischen Nationalismus borzüglich ein Freiwilligenkorps von Damen. Beim Eisenbahn abstreift. Eine erfolgreiche Weltpolitik verlangt ein freies, modernes betriebe fomme die arbeitswillige Weiblichkeit nicht in Betracht. Reich, ivo der Kritiker nicht vor dem Geruche des Antipatriotismus Hier müßten Maschineningenieure und Maschinentechniker zurückschreckt. In England konnte ein Campbell- Bannerman, der solchen Arbeitswilligenkorps gedrillt werden. Auch die Städte während des Burenkrieges in unpatriotischer Weise" den Eng- ihrerseits müßten ähnliche Organisationen haben, damit auch ihre ländern Methoden des Barbarismus" vorwarf und dafür von den Betriebe nicht still gelegt werden könnten. Zum Schlusse appelliert Alldeutschen gelobt wurde, Premierminister werden; in Deutschland das Blatt an den Reichsverband zur Bekämpfung der Sozialdemo wäre er ins Gefängnis geworfen worden-siehe den Prozeß fratie, damit er die Durchführung des vorgeschlagenen Gedankens in Angriff nehme. Kunert! Es ist jene Unfreiheit, jener patriotische Dünkel, jenes Kleinliche Denken der deutschen Regierung, die dem deutschen Volke überall Verachtung und Haß eintragen. Nur ein freies Deutschland wird in der Weltpolitik eine ihm gebührende Stellung einnehmen fönnen. Politische Uebersicht. Berlin, den 20. Dezember. Wahlrechtskampf in Sachsen. Die Stimmung der sächsischen Arbeiterschaft zeigt immer deutlicher, daß sie feineswegs gewillt ist, sich durch die Dresdener Mezeleien von der Fortsetzung ihres Kampfes um das allgemeine, gleiche Landtagswahlrecht abschrecken zu lassen. Aehnlich wie die gestern von uns zitierte Leipziger Volkszeitung" schreibt auch die Sächs. Arbeiterzeitung": Die" Post", durch die wir von diesen interessanten Projekten Kenntnis erhalten, findet eine solche Art der Organisierung einer Arbeitswilligen- Reservearmee gar nicht so übel, nur wirft sie die Frage auf, ob in einer Situation, die der russischen ähnlich sei, die Arbeitswilligen nicht durch die Streikenden eingeschüchtert werden könnten. Seze man den Fall, daß durch die Stilllegung des Eisenbahnbetriebes die Verwendung von Militär Schwierig feiten begegne, so müsse mindestens auch eine Art freiwilliger Schußmannschaft vorhanden sein, um da, wo die Polizeimacht zu schwach sei, Ausschreitungen wirksam zu verhindern. Aber solche Vorkehrungen kämen erst in zweiter Linie. Vor allen Dingen müssen die Regierungen dafür sorgen, daß eine solche Art des politischen Bankrotts der Regierungen überhaupt aus. geschlossen sei, man müsse endlich mit dem System des Gehenlassens gegenüber der Sozialdemokratie brechen. Eine ihrer Pflichten sich bewußte Regierung müsse handeln, ehe es zum äußersten tomme. Sie hoffe daher, daß die Regierung rechtzeitig für die aus füllung der Lüden im Strafgesetzbuch gegen die Inszenierung von politischen Massenstreits Sorge trage. Rücksichtslose Abenteuer nach außen, massenhafte Beraubung im Innern dies ist die Bilanz der Regierung. Durch kein gemeinsames Prinzip verbunden, ohne Ehrlichkeit und ohne politischen Gemeinsinn, aber voller Mißtrauen gegen das Volk, flammerten sich die Minister an ihre Posten, so lange sie noch irgend einen Stützpunkt finden konnten. Jetzt ist die Zeit der Wahlen für ein neues Parlament gekommen. Bis jetzt haben die Arbeiter einen sehr ungleichen Kampf im Parlament geführt, da die Mehrheit des Unterhauses ganz auf seiten des Kapitals stand. Ihr seid die Reichtumserzeuger des Landes, und da Ihr das Wahlrecht befißt, so sollt Ihr es in Eurem eigenen Interesse gebrauchen. Die Unternehmer handeln immer so und bemugen zudem allen ihren Einfluß, um die Arbeiterreihen zu teilen und Euch zu überreden, für sie zu stimmen. Der Trades- Unions- Kongreß hat jedes Jahr Resolutionen an genommen, die aber nur dann Gefeßestraft erhalten können, wenn eine starke Arbeiterpartei im Parlament vorhanden ist. Der Kongreß hat ferner verlangt, daß die Gewerkschaftstassen sichergestellt werden und das Gewerkschaftsrecht so gestaltet wird, wie es vor dem Taff- Vale- Entscheid war. Wir ersuchen Euch, nur solchen Kandidaten Eure Stimme zu geben, die für folgende Grundsäge und Maßnahmen einzutreten sich verpflichten: 1. Die Grundsäße, die in der Trades Disputes- Bill( Gewerkschaftsvorlage) niedergelegt sind; 2. die Verbesserung des Unfallgesetzes; 3. Verbesserung des Truckgesetzes, so daß Arbeitslose, die bei Notstandsarbeiten beschäftigt werden, Gewerkschaftslöhne erhalten; 4. die Abschaffung der chinesischen Arbeitskontrakte in Südafrika; 5. die Gewährung von Alterspensionen an Arbeiter im Alter von 60 Jahren; 6. die Erweiterung des Behausungsgesetzes; 7. Uebernahme der Wahlkosten durch den Staat; 8. allgemeines Wahlrecht( Frauen eingeschlossen); 9. die Einführung des Achtstundentages. Jetzt ist die Gelegenheit da, für diese Reformen zu wirken. Stimmt für keinen Kandidaten, der das gewerkschaftliche Programm nicht vertritt. Stimmt für Arbeiterkandidaten und andere Kandidaten, die sich bereit erklären, gegen den Schutzzoll zu wirken, für eine Schulreform und für das Gewerkschaftsprogramm zu stimmen. In allen Wahlkreisen aber, wo ein Arbeiterkandidat aufgestellt ist, da sollen die Gewerkschaftler einheitlich für ihn stimmen, ganz gleich, welcher politischen Schule er angehört. Zeigt Euren Gegnern, daß Ihr Männer seid, die fähig sind, ihre Pflicht zu erfüllen." Dies ist das erste Wahlmanifest des Parlamentarischen Komitees des Trades- Unions- Kongresses, also des von den Gewerkschaften gewählten Ausschusses oder der„ Generalkommission". Das Wahlmanifest des Labour Representation Committee( der politischen Arbeiterpartei) ist noch nicht erschienen. Aber schon das Gewerkschaftsmanifest zeigt, wie weit die englischen Trades- Unionisten fortgeschritten sind. Der Gedanke einer politischen Klassenpartei tritt bereits mit einer gewissen Klarheit hervor. 黃 Deutfches Reich. Zentrum und Flottenlaften. Erweiterung der Flottenvorlage Stimmung macht, wendet sich die " Die Reaktion möchte freilich, daß wir angesichts der Folgen Gegen die Agitation des Flottenvereins, der für ette unseres Wahlrechtsprotestes jetzt zurückschrecken und ins Mauseloch Kölnische Voltszeitung". Das Zentrumsorgan gibt dem friechen sollten. Dazu aber, das mögen sich die Herrschenden, mögen Das Scharfmacherorgan vergißt dabei nur eine Kleinigkeit. Flottenverein den Rat, erst einmal die Steuerfrage zu lösen und sich Regierung und regierende Partei gesagt sein lassen, verspürt die Wenn nämlich in Deutschland wirklich russische Zustände feine Aufrufe folgendermaßen zu schließen: ,, Mitbürger! Vers sächsische Sozialdemokratie feine innere Nötigung! Der Kampf ums einreißen würden und wenn dann die Volksmasse zu dem anstaltet Volksversammlungen und erklärt euren Reichsboten, daß gleiche Wahlrecht ist überhaupt keine Sache, die sich nach Belieben Kampfmittel des politischen Massenstreits griffe, so würden auch die ihr gern bereit seid, die durch eine Beschleunigung der Schiffsbauten abbestellen läßt. Er ist geboren aus dem Willen des Volkes heraus drakonischsten Paragraphen des Strafgesetzbuches vollständig eintretenden weiteren so ft en in gerechter Verteilung je der Leistungsfähigkeit auf die verschiedenen und die Leitungen der Organisationen sind nur die Ausführenden. wertlos fein. Die russische Regierung befand sich ja dem Volte nach Insbesondere, meint die Polizeigehirne mögen meinen, die Aufregung sei das Werk unserer gegenüber noch in einer viel besseren Lage, als es die deutsche Schultern willig zu übernehmen. Agitation. Wer tiefer sieht, der weiß, daß die Herrschenden selbst Regierung dann im ähnlichen Falle sein würde: sie war nicht ein- Kölnische Volkszeitung" würde es sich empfehlen, für eine eventuell nötige Erweiterung der Erbschaftssteuer zu agitieren. es sind, die die Massen auf die Straße getrieben haben, daß die mal an das Strafgesetzbuch gebunden, sie konnte ihre Polizeiwillfür Diese Aufgabe sei freilich etwas schwieriger und dornenvoller, als Reaktion der große Agitator für die verschärfte Form des Wahlrechts- unbegrenzt schalten lassen. Das Eigenartige eines revolutionären das Geschrei nach rascherem Ausbau der Flotte. kampfes war. Sie hat beständig Del ins Feuer gegossen und sie gustandes ist es aber gerade, daß in ihm die Regierungs. Der Rat des Zentrums ist ja ganz schön, aber das Zentrinn sollte sich deshalb nicht wundern, daß ihr die Flamme entgegen gewalt versagt und das Recht des Stärkeren hätte doch alle Ursache, zunächst einmal vor der eigenen Tür δας Da gilt. Volk nun an geschlagen ist. Es gibt ein Maß für die Geduld selbst eines so be= die Zahl befizende zu ehren. Auch das Zentrum hat es ja unentschieden gelassen, trot, oder sonnenen Volkes, wie das Sachfens ist. Und wenn das sächsische Klasse überragt, ist es auch in der Lage, wie die Kosten der neuen Flottenvorlage, für die ja auch das Proletariat sehen muß, wie in Ländern niederer Kultur das Recht wie es sich in Rußland zeigt, sogar mit der bewaffneten Macht die Zentrum eintritt, aufgebracht werden sollen. Es hat zwar Kritik an des Proletariers größer ist und werden soll als bei uns, wenn der Herrschaft an sich zu reißen. Gegen revolutionäre Streits und der Tabaksteuer geübt, aber noch keinen Weg angegeben, wie die Summen anderweitig aufgebracht werden sollen. Sein Vorschlag, die sächsische Arbeiter sehen muß, daß er hinter dem russischen, hinter gegen die Revolution gibt es also schlechterdings kein anderes Erbschaftssteuer zu erweitern, wird, darüber kann sich ja auch das dem österreichischen Proletarier zurückstehen soll an Geltung im Mittel, als ein rechtzeitiges vernünftiges Gintenten Zentrum nicht im umflaren sein, teine Gegenliebe finden. Staate, wenn er sich den Unterschied in der Behandlung demon- der Regierung und der besigenden Klassen! Durch Wenn das Zentrum also nicht abermals schmählichsten Volksverrat strierender Arbeiter in Wien und Dresden vergegenwärtigt, dann ein provokatorisches Scharfmachertum beschwört man nur russische üben will, bleibt ihm nichts anderes übrig, als so lange gegen müßte er allerdings ein Hundsfott sein, so ihm nicht das Blut zu Situationen und russische Katastrophen herauf! Kopfe stiege und die Fauft sich ihm nicht ballte! " die Flottenvorlage zu stimmen, bis die Erbschaftssteuer in einer Form angenommen ist, daß die Kosten der Flottenverstärkungen tatsächlich aus ihrem Ertrage gedeckt werden! Handelt das Zentrum anders, so übernimmt es die volle Verantwortung für die indirekten Steuern, die durch das Flottenrüsten notwendig werden! Reichstagsdiäten. Eine seltsame Stellung zu den Scharfmachereien nimmt die Was in den Straßen von Dresden blutig aufgegangen, das ist Bossische Zeitung" ein. Sie weist zwar die Heße der Saat, die die Reaktion gesät hat. Wie sich ein Wahlfeldzug in im- reaktionären Bresse zurück, kanzelt aber auch den„ Vorwärts" ab, ponierender Ruhe und Ordnung vollziehen kann, selbst wenn die weil er auf die schließlichen Konsequenzen eines scharfmacherischen Aufregung wild. im Volke gärt, das zeigt uns Desterreich. Wären Vorgebens, einer Etablierung russischer Regierungspraktiken unsere Herrschenden nur halb so einsichtsvoll und so faltblütig, tie hingewiesen hat. Das sei nichts als„ törichte fanatische Groß jene innerhalb der schwarz- gelben Grenzpfähle! Aber in Sachsen, sprecherei", die nur alle Bestrebungen zur Verbesserung der sozialen Die Rhein- Westfälische 3tg." wollte fürzlich wissen, daß es sich in Deutschland ist man so wenig an Boltsbewegungen gewöhnt, daß und politischen Zustände hindere". In Wirklichkeit werde ganz und bei der Unterredung, die in voriger Woche der Zentrumsführer Spahn man hinter jeder selbständigen und temperamentvollen Kundgebung gar kein russischer Zusammenbruch erfolgen, sondern die Sozialdemo- mit dem Fürsten Bülow gehabt hat, um die Diätenfrage gehandelt habe. Angeblich sollte es dem Reichskanzler gelungen sein, die Bebon Massen schon die Hydra der Revolution emporzüngeln sieht. fratie eine völlige Niederlage erleiden. Das ist eine echt liberal- mannesmutige Tattit, die Regierung Die landbündlerische Deutsche Tageszeitung" bestreitet, daß es denken des Kaisers gegen die Reichstagsdiäten zu zerstreiten. Unser Dresdener Barteiblatt geht dann auf die unrichtigen Behauptungen des amtlichen Berichtes über die Dres zu freiheitlichen Maßnahmen zu drängen! Eine Taktik, die ja auch sich bei der Konferenz um die Diätenfrage gehandelt habe; dener Vorgänge ein und schreibt: den Liberalismus glücklich zur absoluten Ohnmacht heruntergebracht doch fügt sie ihrem Dementi einige Säße hinzu, die tatsächlich bes und dem Kindergefpött preisgegeben hat. der stätigen, daß die Regierung in dieser Sache ihren Kurs get: chielt Liberalismus sich an die Wand drücken ließ, daß er quietschte, so hat. Sie schreibt: Der amtliche Bericht behauptet, daß die Demonstranten auf der Wienerstraße die Polizei angegriffen hätten, ehe die Plempen losAber wenn 11 Richtig ist ja, daß die Bedenken gegen Reichstagsdiäten in Die Ausschreitungen des Panther" werden nunmehr offiziös daß bei den meisten Knappschaftsvereinen früher und zum Teil noch Letzter Zeit sehr abgeschwächt zu sein scheinen; und es ist bestätigt. Wie die„ Nordd. Allg. 3fg." mitteilt, hat die deutsche jetzt Beiträge und Leistungen nicht nach fachgemäßen Grundfäßen benicht ganz ausgeschlossen, daß der Reichstag sich binnen Regierung durch ihren Gesandten in Petropolis auf die Beschwerde messen worden sind. furzem auf Grund einer Bundesratsvorlage mit der Angelegenheit der brasilianischen Regierung folgende Antwort geben lassen: Was zunächst die Krankenkassenleistungen anlangt, so schreibt der befassen wird. Wir halten aber nach wie vor an der Anschauung 1. Steinhoff ist nicht an Bord des" Panther" und auch sammlung eines Refervefonds im Mindestbetrage der durchschnittlichen Entwurf, dem Krankenversicherungsgesetz folgend, vor: die Anfest, daß der gegenwärtige Reichstag nicht für sich, sondern erst niemals dort gewesen. für seinen Nachfolger Tagegelder beschließen kann. Die jetzigen Abgeordneten sind unter der Voraussetzung der Diätenlosigkeit gewählt worden; es würde dem Geiste der Verfassung nicht entsprechen, wenn diese Voraussetzung beseitigt würde. Daß die Regierung, ohne irgend welche Gegenzugeständnisse zu fordern, sich dem Verlangen des Reichstages fügen wird, ist in Anbetracht ihres reaktionären Charakters höchst fraglich. Wahrschein lich wird sie daran die Bedingung knüpfen, daß der Reichstag auf einige seiner Rechte verzichtet. Nichts umsonst: erst die Selbst entmannung, dann die Fütterung. Flotte und Steuerprivilegien. 2. Der Kommandant des„ Panther" hatte an Land be- Jahresausgabe der drei letzten Jahre. Die hauptsächlichsten Gefahren drohen den Knappschaftsvereinen indessen vor allem aus einer unsachurlaubte Offiziere und Mannschaften beauftragt, unauffällig gemäßen Bemessung der Beiträge für die Pensionskassenleistungen. den Verbleib eines der Desertion verdächtigen Matrosen fest- n dieser Beziehung verlangt der Entwurf fortan eine derartige Bezustellen. Da nach den stattgehabten Ermittelungen die Beteiligten messung der Beiträge, daß lettere unter Hinzurechnung der etwaigen sich eine Ueberschreitung ihres Auftrages haben zuschulden kommen weiteren Einnahmen der Pensionskasse und unter Berücksichtigung laffen, hat die kaiserl. Regierung der brasilianischen ihr Bedauern aller sonstigen für die Leistungsfähigkeit des Knappschaftsvereins in über das Vorkommnis ausgesprochen. Betracht kommenden Umstände die dauernde Erfüllbarkeit der Pensionstassenleistungen ermöglichen. Diesmal hat es also der„ Panther" nicht„ brav gemacht", vielDie südwestafrikanischen Verluste. 1 1 Verein eine Mitgliederzahl von 282 000 1 113 000 " " " 1 49 000 " SP " " 1 5 " " 32 000 zwischen 10 000 und 20 000. mehr hat sich Fürst Bülow veranlaßt gesehen, das überschneidige Das zweite Hauptübel unseres heutigen Knappschaftswesens ist Vorgehen des„ Panther", dem wohl nach der Haitianischen Heldentat tie bereits erwähnt die Zersplitterung in eine überder Kamm geschwollen ist, zu desavonieren und Abbitte zu leisten. große Zahl von Knappschaftsvereinen und die dadurch verursachte Hoffentlich sorgt aber auch die deutsche Regierung dafür, daß solche zu geringe Mitgliederzahl vieler einzelnen Knappschaftsvereine. Es Unter diesem Titel erörtert die Breslauer 3ei- lebergriffe sich nicht wiederholen. Zwar ist Deutschland ja stets bestehen zurzeit im ganzen 72 Knappschaftsvereine. Von diesen tung" die Steuerfreiheit der kleinen fleinen nur ohnmächtigen Gegnern gegenüber so schneidig, allein solche haben: Dynastien. Diese kleinen Dynastien, die in Deutschland ja Episoden sind gleichwohl nicht geeignet, Deutschland in der Welt bekanntlich im Ueberfluß vorhanden sind, hätten seit dem Be- Sympathien zu erwerben! stehen des Reiches niemals einen Pfennig zu den Kosten der Rüstungen beigetragen. Diese kleinen Dynastien berschlängen nicht nur unverhältnismäßig hohe Summen für die Verwaltung, sondern auch die Zivilliſten der regierenden Herren repräsentierten eine außerordentlich stattliche Summe. Die acht selbständigen thüringischen Fürstentümer umfaßten zusammen nur zirka vier Fünftel des Flächenraumes der fleinsten preußischen Provinz Hessen- Nassau und befäßen insgesamt 662 000 Einwohner. Die allgemeine Verwaltung dieser Kleinstaaten koste, die einzelnen Ressorts nicht eingeschlossen, die Summe von 1584 456 M., also 2,38 M. auf den Kopf der Bevölkerung. Preußen müßte unter folchen Umständen für den gleichen Zweck mehr als 80 Millionen ausgeben, d. h. nur für die allgemeine Staatsverwaltung, nicht für die einzelnen Ressorts. Die Verluste im zweijährigen füdwestafrikanischen Kolonialkriege Mithin haben von den 72 Knappschaftsvereinen nur 9 Vereine betragen einschließlich der ermordeten Farmerfamilien 1997 Köpfe. eine Mitgliederzahl von 10 000 und mehr Mitgliedern. Von den Die militärischen Verluste vom Beginn des Bondelzwarts- übrigen 63 Knappschaftsvereinen haben 27 Vereine eine Mitgliederaufstandes bis jetzt belaufen sich auf 1775 Mann, davon tot 1109, zahl zwischen 1000 und 10 000 Mitgliedern und gar 36 Vereine eine verwundet 666. Wegen Krankheit oder in Rekonvaleszenz befindlich, Mitgliederzahl von weniger als 1000 Mitgliedern, und zwar hinab refp. wegen Uebertritt ins Heer find heimgeschickt zirka 1000 Mann. bis unter 10 Mitglieder. Der Gefechtsverlust der Truppe beläuft sich auf 1172 Mann, Troß dieses Eingeständnisses der Zersplitterung auch des davon 110 Offiziere, der zehnte Teil des Ganzen. Gefallen sind Knappschaftstassenwesens gelangt der Entwurf nicht zu der allein vor dem Feinde einschließlich der Chargen 498 Mann, verwundet tonfequenten Zentralisierung aller Snappschaftsvereine, begnügt sich damit, der Aufsichtsbehörde folgende Befugnisse beiwurden im Gefecht 634 Mann. in Höhe von rund 400 Millionen hinzu! Zu diesen enormen Menschenverlusten kommen die Kriegskosten zulegen: " 1 Husland. Frankreich. Der Sozialismus auf dem Vormarsch. sondern Ist die Leistungsfähigkeit eines Vereins derart gefährdet, daß eine dauernde Abhülfe nicht mehr zu erwarten ist, so soll die Aufsichtsbehörde den Verein auflösen und seine Mitglieder einem anderen Verein überweisen können, lezteres naturgemäß mit der Maßgabe, daß gegen den neuen Verein aus der bei dem aufgelösten Verein verbrachten Beitragszeit Ansprüche nicht geltend gemacht werden können. Ferner soll die Aufsichtsbehörde befugt sein, im Interesse der Danach werden An Zivillisten zahlten z. B. Sachsen- Meiningen für das herzogliche Haus 394 286 M., Weimar- Eisenach 1005 266 Mark, Schwarzburg- Rudolstadt 304 932 M., SchwarzburgSondershausen 520 600 M., das seien 2 225 084 M. für vier Paris, 18. Dezember.( Eig. Ber.) Die günstigen Ergebnisse der dauernden Sicherstellung der Ansprüche der Mitglieder die VerFürstentümer von zusammen 384 859 Einwohnern. Auf den letzten Ersatzwahlen werden durch das Resultat der gestrigen Wahl einigung von zwei oder mehreren Bensionstassen anzuordnen, und Kopf der Bevölkerung entfalle also ein Betrag von 5 M. im zweiten Wahlkreise von Toulouse noch übertroffen. Diese zwar in der Weise, daß entweder die vollständige Vereinigung der Diese Zivillisten repräsentierten aber noch lange nicht das Stadt war lange die eigentliche Hochburg des Radikalsozialismus, Pensionskassen erfolgt, oder daß sie ihre Selbständigkeit behalten, bolle Einkommen der Dynastien, vielmehr komme noch un- bis in der letzten Zeit die geeinigte sozialistische Partei mit einer aber sich zu einem Rückversicherungsverband vereinigen. Diese Maßgefähr eben so viel an Erträgen der Domänen, ferner das fraftvollen Agitation einsetzte, die den zweidentigen Demokraten nahmen dürften eine ausreichende Handhabe bieten, die übermäßige Privatvermögen in Betracht, dessen Höhe sich jeder Ein- einige wichtige Pofitionen geradezu im Sturm wegnahm. Den Zersplitterung des preußischen Knappschaftswesens allmählich zu beschäßung entziehe. Wie mit Thüringen, so stehe es auch mit Erfolgen bei den jüngsten Kommunalwahlen entsprach allerdings das seitigen." Als weiteren sehr erheblichen Mißstand bezeichnet der„ Neichsanderen Kleinstaaten. Der Großherzog von Oldenburg be- gestrige Ergebnis nicht vollkommen. Doch gelang es, unseren Kandiziehe außer seinen sehr bedeutenden Dominialeinkünften Daten, den Gymnasialprofessor Ellen Prévot mit 4767 Stimmen anzeiger" die Beeinträchtigung der Freizügigkeit der dem ziehe außer seinen sehr bedeutenden Dominialeinfünften in die Stichwahl zu bringen. Sein Sieg ist wenig wahrscheinlich, Snappschaftszwang unterworfenen Personen. Die so von den Berg400 000 M. Man könne also rechnen, daß die kleinstaatlichen da der Radikalsozialist mit 6231 Stimmen an erster Stelle steht und Leuten schwer beklagte Ungerechtigkeit soll durch die von uns bereits Dynastien mindestens 20, vielleicht auch 30 Millionen Mark ein Progressist d. h. ein Reaktionär 4643 Stimmen er- mitgeteilten Vorschriften beseitigt werden, die dem in einem anderen jährliches Einkommen besäßen, ohne davon auch nur einen halten hat. Trotzdem bedeutet diese Wahl einen erfreulichen Knappschaftsverein Uebertretenden die Rechte aus dem früheren Pfennig zu versteuern, ebenso sei das Privat- Sieg der sozialistischen Propaganda. Seit der letzten Verein sichern. Um dies ermöglichen zu können, sei in der Art der einkommen allen Steuern entrückt. Wahl nämlich haben die Radikalsozialisten 2200 Stimmen Berechnung der Pensionskassenleistungen ein Weg Es ist dies sicher ein ungeheuerlicher Zustand, daß durch verloren, die Sozialisten um 3000 Stimmen zugenommen. Da der vorgeschlagen, der den geringsten Eingriff in die bestehenden Vers Diese Kleinstaaterei dem Volke so gewaltige Lasten auferlegt von den Reaktionären verzeichnete Stimmenzuwachs von 700 durch hältnisse darstelle und die fast einstimmige Zustimmung des allgemeinen werden, und daß das Privileg der Steuerfreiheit sogar die die Zunahme der Wählerzahl und die stärkere Wahlbeteiligung voll- deutschen Knappschaftsverbandes gefunden hatte. werden, und daß das Privileg der Steuerfreiheit sogar die ständig erklärt wird, bedeutet der Gewinn der Sozialisten, daß ein die Invalidenunterstügungen und Witwenunterstützungen lediglich privaten Millioneneinfünfte der Dynastien von jeglicher großer Teil der ehemals radikalen Wähler zur sozialistischen Bartei nach in Zeitabschnitten eintretenden Steigerungssägen, also unter Steuer entlastet. Aber diese Dynastien gelten den Junkern abgeschwenkt ist. Es sind dies die Arbeiterwähler, die sich Fortfall der bisher meist üblichen Grundbeträge, abgestuft; die geund Kapitalisten nur als na chahmenswerte feine bourgeois- radikalen Flausen mehr vormachen lassen wollen. nannten Unterstügungen bemessen sich alsdann auf die Summe der Vorbilder. Der Protest gegen die klägliche Erbschafts- Es muß festgestellt werden, daß die Sozialisten eine prinzipielle von dem einzelnen Mitglied erdienten Steigerungssäge; sind letztere steuervorlage zeigt ja, daß auch die Großgrundbesizer und die Wahlagitation mit dem Programm des Klassenkampfes und des in verschiedenen Knappschaftsvereinen erdient, so fällt jedem einzelnen Industriebarone es für ihr nobile officium( Ehrenpflicht) Internationalismus betrieben haben, wogegen der Radikale mit Verein die Summe derjenigen Steigerungsfäße zur Last, welche von halten, so wenig als möglich Steuern gerade für jene Reichs- feinem wahren Sozialismus“ hausierte und daneben die reaktionären dem Mitglied in dem betreffenden Verein erdient sind. Märchen von Vaterlandslosigkeit" usw. nicht verschmähte. Das Was die Reform der Rechtsmittel anlangt, so ist nach dem biszwede aufzubringen, die ganz allein in ihrem Interesse gibt heute auch der„ Temps" zu, dem es freilich in den Stram paßt, herigen Recht gegen alle Entscheidungen des Knappschaftsvorstandes die liegen! die Unfähigkeit des bürgerlichen Radikalismus, den Sozialismus Beschwerde an das Oberbergamt und in weiterer Instanz die Beschwerde aufzuhalten, zu zeigen. an den Minister für Handel und Gewerbe zugelassen. Daneben steht Eröffnung des hessischen Landtages. Nachdem gestern in beiden Ein großes Verdienst an dem Fortschritt der Partei kommt aber hinsichtlich aller Entscheidungen über solche Ansprüche, für welche Kammern tonstituierende Sigungen stattgefunden hatten, wurde jedenfalls dem jüngst gegründeten sozialistischen Tageblatt von an und für sich der Rechtsweg zulässig sein würde, auch der Rechtsweg heute mittag im Thronsaale des Residenzschlosses der Landtag durch Toulouse,„ La Cité", zu, das von Ellen- Prévot geleitet wird und offen. Es liegt auf der Hand, daß die dadurch den Knappschaftsden Großherzog mit einer Thronrede eröffnet. Jaurès, Pressensé, Vaillant und 2afargue zu seinen mitgliedern und ihren Angehörigen gegebene Möglichkeit, einen und Die Thronrede bespricht, wie der Telegraph meldet, zunächst die regelmäßigen Mitarbeitern zählt. Es hat die Alleinherrschaft der denselben Anspruch sowohl im Beschwerdewege bei den Aufsichtsin der vorigen Session unerledigt gebliebenen Gesezentwürfe. radikal- sozialistischen„ Dépêche de Toulouse", die mit ihren behörden als auch im Klagewege bei den ordentlichen Gerichten Die Regierung hält hält an der Revision des landständischen 400 000 Gremplaren lange die öffentliche Meinung der republikanischen geltend zu machen, zu Unzuträglichkeiten führen kann, die namentlich Wahlgesetzes feft, fest, ebenso an den den Gesetzen betreffend die Proving machte, erheblich erschüttert. Wenn die Genossen von in der Rechtsunsicherheit bestehen, welche durch das NebeneinanderGemeindeumlagen und über die Gemeindeabgaben. Ferner sollen Toulouse gleich jenen von Reims in ihrer Propaganda so fortfahren, bestehen einander widersprechender endgültiger Entscheidungen dem Landtage die Revision der Verwaltungsgefeße und Gesez ohne deswegen zu erschlaffen, weil die optimistischen Erwartungen, der Verwaltungsbehörden und der Gerichte notwendig herentwürfe über die Dienstverhältnisse der Staatsbeamten wieder zu die mancher an diesen ersten Sturmlauf geknüpft hatte, nicht in Er- vorgerufen wird. Tatsächlich find diese Unzuträglichkeiten gehen. Der Etat schließt auch wiederum gegen den Voranschlag füllung gegangen sind, dann darf man für die Neuwahl im Früh- in der Praris auch recht empfindlich zutage getreten. für die Verwaltung mit einem erheblichen, noch aus den ling ein noch weit besseres Resultat erwarten. verfügbaren Resten früherer Jahre zu deckenden Fehlbetrage Wenn die Regierung nicht gleichzeitig die unerläßlichen Vorschläge zur nachhaltigen Herstellung des Gleichgewichts zwischen Der Chinesen- Aufruhr in Schanghai, zu dessen Dämpfung die Einnahmen und Ausgaben der Staatsverwaltung unterbreite, so sei im Safen liegenden fremden Nationen große Truppen- Landungen dies lediglich veranlaßt durch den engen Zusammenhang dieser Auf- nötig zu haben glaubten, ist nun auch ohne ihr Eingreifen beendet. gabe mit der eben in Berhandlung begriffenen dringend notwendigen Jedenfalls beweist dieses plöhliche Aufflammen, daß die chinesische Veränderung des Reichshaushalts. An der Notwendigkeit solcher Gefahr" um so größer ist, je mehr sich die europäischen Großmächte nach dessen Entscheidung binnen einer Ausschlußfrist der ordentliche Vorschläge kann auch die Tatsache nichts ändern, daß gleichzeitig in die Regelung der Dinge einmischen, zumal da nicht zu verkennen infolge der Entwicklung der Eisenbahngemeinschaft namhafte Rüd- ist, daß allmählich das chinesische Volt die Situation, in der es sich lagen in den zur Ueberwindung unverhoffter Rückschläge gebildeten befindet, als einer großen Nation unwürdig zu betrachten beginnt. Ausgleichsfonds erfolgten. Allerdings machen sich chinesische Beamte darum verdient, die Zum Schluß weist die Thronrede auf die noch in Vorbereitung Erbitterung gegen die Fremden zu bekämpfen, nichtsdestoweniger begriffenen Gefeßentwürfe hin. Die Regierung ist unter anderem muß aber leider damit gerechnet werden, daß Erhebungen, wie der mit der Prüfung der Frage beschäftigt, in wie weit das geltende Borer- Aufstand und schlimmere sich leicht und aus scheinbar Bergrecht im Hinblick auf das gesetzgeberische Vorgehen Preußens geringfügigen Anlässen wiederholen könnten. Die verantwortlichen und im Sinne der im vorigen Landtage stattgehabten Erörterungen Leiter der Großmächte haben da wieder einmal eine Suppe einabgeändert oder ergänzt werden soll. gebrockt, die sie natürlich nicht auslöffeln werden. ab. Asien. Soziales. Der Entwurf sieht daher vor, daß über die Ansprüche der Mitglieder und ihrer Angehörigen fortan nicht mehr Beschwerdeweg und Rechtsweg nebeneinander zulässig, sondern daß für eine bestimmte Entscheidung stets nur eine Behörde zuständig ist. Insbesondere sind die Rechtsmittel gegen Entscheidungen über Krantenansprüche in Anschluß an das Krankenversicherungsgeseh dahin gereegelt, daß zunächst die Beschwerde an das Oberbergamt und Rechtsweg gegeben ist. Gegen die Entscheidungen über Pensionsfassenansprüche wird dagegen ein schiedsgerichtliches Verfahren unter Ausschluß des Rechtswegs zugelassen. Der Reichs- Anzeiger" erachtet die vorgeschlagene Reform des Knappschaftswesens für erforderlich, um das„ Knappschaftswesen auf die Dauer leistungsfähig zu erhalten und zugleich den Segen aus dieser Einrichtung zu ziehen, den sie unserer Bergbau treibenden Bevölkerung überhaupt zu verschaffen vermag." Unseres Erachtens genügt das vorgelegte Snappschaftsfaffengeset trotz einiger Besserungen, die es notgedrungen zur Aufrechterhaltung der Knappschaftsvereine vorschlagen mußte, feineswegs den Forderungen, die die Bergarbeiter zu erheben berechtigt sind und erhoben haben. Es sind insbesondere die Leistungen für die Arbeiter nicht ausreichend und die Selbstverwaltung ist den Arbeitern vorenthalten. Wir behalten uns vor, auf den Inhalt des Gesezentwurfes zurückzukommen, sobald seine Begründung vorliegt. Gegen die Bier, Tabak- und Verkehrsstenern. Der Zentralausschuß hiesiger kaufmännischer, gewerblicher und industrieller Vereine hat nach zwei Vollversammlungen am Montag beschlossen. dem Reichstage die schweren Bedenken, die gegen die von der Reichsregierung vorgeschlagenen Steuern auf Bier, Tabat und 3igaretten sowie die Verkehrssteuern seitens des Zum Knappschaftstassen- Gesezentwurf. Die Begründung zum Berliner Handels nnd der Berliner Industrie erhoben werden, in Knappschaftskaffen- Gesezentwurf ist dem Landtag zugegangen, liegt Erhebungen über den Arbeiterschutz in Superphosphatfabriken. Bei einer eingehend begründeten Eingabe zur Kenntnis zu bringen. aber noch nicht im Druck vor. Der„ Reichsanzeiger" macht in seiner der Fabrikation von Superphosphat find die Arbeiter mannigfachen In den beiden Versammlungen wurde nach einem General- gestrigen Ausgabe längere Mitteilungen über die Grundzüge der gesundheitsschädlichen Einflüssen ausgesetzt. Hauptsächlich bietet die bericht und den eingehenden Ausführungen von vier Spezial- Reformnovelle, deren wesentlichsten Inhalt wir nachfolgend wieder- Berbreitung des Mineralstaubs in den Arbeitsräumen und das Aufsachverständigen durchweg dem Gedanken Ausdruck gegeben, geben. treten giftiger Gase und Dämpfe Anlaß zu gesundheitlichen Bedenken. daß durch diese Steuern, die, wenn überhaupt, nur sehr Die bestehenden Vorschriften über die Knappschaftsvereine sind Die Gewerbeaufsichtsbeamten haben aber, wie ihre Jahresberichte schwer auf die Konsumenten abwälzbar sind, einzelne Erwerbs- aus dem Knappschaftsgesetz vom 10. April 1854 in das Berggefeß ergeben, die schädliche Wirkung der Arbeit in Superphosphatfabriken zweige mit einer Sonderbelastung getroffen werden und hierdurch in übernommen. Sie seien, zumal der Bergbau damals im Verhältnis wiederholt betont. Von sozialdemokratischer Seite wurde noch in ihrem Gewerbe besonders die kleineren und mittleren Betriebe unerledigt gebliebener zu seiner heutigen Ausdehnung noch in den Kinderschuhen steckte, in der letzten Session ein Antrag gestellt, außerordentlich geschädigt, zum Teil sogar völlig vernichtet werden. vielfachen Beziehungen als veraltet zu bezeichnen. Hinzu trete, daß den Bundesrat zu veranlassen, für alle Betriebe mit hoher VergifDiese Steuern widersprechen somit den Grundsäßen der Gerechtig- der Knappschaftstitel des Berggesetzes durch die Reichsgefeßgebung in tungsgefahr, in denen giftige oder infizierende Stoffe hergestellt oder feit und Wirtschaftlichkeit. Die Verminderung des Verbrauchs von einem Maße geändert und beeinflußt ist, daß selbst unter den verwendet werden, auf Grund der§§ 120 e und 139 der GewerbeBier und Tabak wird großen Arbeitermassen ihren Verdienst ent- aünftigen Juristen nur fundige Spezialisten Ordnung Vorschriften zu erlaffen. Zum Schuge gegen Vergiftungen ziehen, wobei es den körperlich leistungsschwachen in der Tabak- beurteilen tönnen, ob und inwieweit eine Vorschrift noch zu durch schädliche Gase sind von der Berufsgenossenschaft der chemischen industrie angestellten Kräften schwer werden wird, anderweitig Recht bestehe. Am bedenklichsten sei es, daß die dauernde Industrie besondere, aber durchaus unzulängliche UnfallverhütungsUnterkommen zu finden. Auch aus sozialpolitischen Gründen darf Leistungsfähigkeit der meisten Knappschaftsvereine nicht ausreichend vorschriften für Düngerfabriken erlassen. Behufs umfassenderer Bes nicht zugelassen werden, daß der großen Masse der Bevölkerung sichergestellt sei, wiewohl es sich um einen Kreis von rund fämpfung der in jenen Betrieben obwaltenden Gesundheitsgefahren gerade jetzt, wo infolge der Zollerhöhung die Preissteigerung 660 000 aftiver Mitglieder handle und außerdem an Pensionen jähr- hat neuerdings, wie der Reichsanzeiger mitteilt, der Staatssekretär für die notwendigsten Rahrungsmittel unmittelbar bevorsteht, auch lich rund 281 Millionen zu zahlen waren. des Innern Dr. Graf von Posadowsky- Wehner die Bundesregierungen noch die wichtigsten Genußmittel verteuert werden. Noch größere„ Der Gesetzentwurf, heißt es im Reichsanzeiger", sieht es als um die Anstellung eingehender Ermittlungen über die Einrichtung Bedenken machen sich gegen die geplanten Quittungs, Fracht feine Hauptaufgabe an, auf tunlichste Sicher und den Betrieb der Superphosphatfabriken ersucht. Auf Grund des urkunden-, Gepäckschein-, Fahrkarten-, Postpaket- und Postanweisungs- ftellung der den einzelnen Snappschaftsvereinen Ergebnisses der Erhebungen soll geprüft werden, ob zum Schuße der Steuern geltend. Neben der Mehrbelastung, die der hierdurch be- obliegenden Leistungen hinzuwirken. Das preußische Arbeiter in Superphosphatfabriken einheitliche Vorschriften gemäß sonders betroffene Handel taum wird abwälzen fönnen, wird diesen Knappschaftswesen frankt in dieser Beziehung an zwei Hauptübel-§ 120 e der Gewerbeordnung zu erlassen sind. der Zeitverlust, der mit dem jedesmaligen Kleben der Stempelmarken ständen: einmal an der ungemeinen Zersplitterung in eine übergroße Zahl von Knoppschaftsvereinen und sodann an der Tatsache, yerbunden ist, außerordentlich belästigen. か! Gewerkschaftliches. Ein Kampf gegen den Tarifvertrag Also dem unbequemen Tarifvertrag gilt der Kampf, nicht einer einzelnen Arbeiterkategorie! Die Direktion der Werft meint, daß die Zeit für ein solches Uebereinkommen Verfammlungen. Frühjahr 1906, der als unvermeidlich gilt, Der gegenwärtig in 1 In die Schiedskommission wurden gewählt: Krause( Moabit), Straft befindliche Arbeitstarif erlischt zu diesem Zeitpunkt, und dann Mieß( Wedding), Heine( Oranienburger Borstadt), Statehn( Rosenwollen die Bergleute höhere Löhne fordern. Auch die Bergwerks- thaler Vorstadt), Brunner( Gesundbrunnen), Wehle( Schönhauser besiger rüsten sich. Tausende von Tonnen Kohlen über den augen Vorstadt). Die Abteilungsführer und Kaffierer wurden nach den ist es, den die Direktion der„ Neptun"-Werft in Rostock blicklichen Bedarf werden gefördert und in nächster Nähe der Berg Vorschlägen der betreffenden Abteilungen bestätigt. führt. werte aufgespeichert, um bei einer Betriebsunterbrechung eine Reserve Sie ist jetzt bemüht, nach Unternehmermanier die Aus zu bilden. Die Bergwerksbefizer werden dadurch noch vor dem Eine Bertrauensmännerversammlung für die Musikinstrumenten gesperrten für den von ihr verübten Aft der Unter- Frühjahr die größte Menge Kohlen über Tag verfügbar haben, die arbeiter des Holzarbeiterverbandes beriet über die Anträge zu der nehmerwillfür verantwortlich zu machen. Dabei entschlüpft fie je auf Vorrat hatten. Um die Bergwerke herum einschließlich am 30. und 31. Dezember stattfindenden Klavierarbeiterfonferenz in aber der Direktion folgendes interessante Geständnis: der Kohlenlagerpläge werden vier Meter hohe Bäune angelegt, die 3eiz. Aus verschiedenen Orten waren Anträge gestellt, durch welche Die furze Zeit des Bestehens des Tarifvertrages hat zur durch Stacheldraht gesichert werden. Außerdem werden noch weitere teils eine planmäßige und beffere Agitation unter den deutschen Klavierarbeitern betrieben werden soll, teils einheitliche und geregelte ArbeitsGenüge bewiesen, daß die Zeit für solches Uebereinkommen noch Vorsichtsmaßregeln gegen etwaige Ueberraschungen getroffen. verhältnisse im Berufe angestrebt werden sollen, teils auch die Einführung nicht da ist. Es war ein Irrtum der Direktion, den Vertrag als eines Zentralarbeitsnachweises bezweckt werden soll. Bestimmte Beschlüsse Friedens instrument zu begrüßen." zu diesen Fragen wurden nicht gefaßt. Soweit nicht bei den Bes ratungen in früheren Versammlungen die Ansichten der Berliner Klavierarbeiter zu diesen Fragen festgelegt worden sind, soll es den Sechster Wahlkreis. Am Dienstag hielt der Wahlverein eine dazu gewählten Delegierten überlaffen bleiben, welche Stellung sie zu noch nicht da iſt.- Der Direktion kann geholfen werden! außerordentliche Generalversammlung ab, welche die in der General diesen Fragen einnehmen. Dann wurde berichter über den Streit Die Zeit für den Vertrag wird auch für sie kommen, wenn versammlung am 5. d. M. nicht erledigte Tagesordnung fortsette. in der Pianomechanikfabrik von Genz u. Co. Dort hatte der Unterdie Organisation der Arbeiterschaft einmal derartig machtvoll zur Disfuffion stand der Bericht der Breßkommission. Der erfte nehmer, weil die Arbeiter und Arbeiterinnen dieser Firma die vergeworden ist, daß sie der Direktion ohne Vertrag Redner, Genosse Dannenberger, besprach den„ Vorwärts" langte Ueberstundenarbeit verweigerten, zwei Kollegen entlassen. Um weitere bevorstehende Entlassungen abzuwehren, legten die dort unangenehmer ist als mit demselben. Wo das der Fall ist, Konflikt. Er verurteilte das Verhalten der ausgeschiedenen Redakteure, beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen die Arbeit nieder. Jede vergessen auch die schlimmsten Scharfmacher den Hohn und billigte das Vorgehen des Parteivorstandes und der Preßkommission Berhandlung wurde seitens des Unternehmers in schroffer Weise begrüßen den Tarifvertrag gern und ohne Vorbehalt als in dieser Angelegenheit und meinte, die Parteigenoffen bätten schon Das rigorose Verhalten desselben wurde scharf Friedensinstrument". längst eine Aenderung im Vorwärts" verlangen müssen, denn sie zurückgewiesen. fritifiert, zumal der Fabrikant. wie er selbst angibt, seien mit dessen Schreibweise schon lange unzufrieden gewesen. Der Vorgang wirft übrigens wieder ein grelles Schlag- Schon zu Anfang des Jahres habe eine Generalversammlung des burch seine Leute, welche in ihrer Mehrzahl als bie tüchtigten licht auf die Vertragstreue des Unternehmertums. Wenn die Wahlvereins beschlossen, es solle die Haltung des„ Vorwärts" im Arbeitskräfte der ganzen Branchen gelten, in wenigen Jahren reich Scharfmacher einsehen, daß sie einmal eine anständige Hand- Verein besprochen werden und Ledebour solle darüber referieren. geworden ist. Die Branchenleitung erhielt den Auftrag, in den lung begangen haben, quält sie hinterher die Reue. Nur die Er beantrage, den Vorstand zu rügen, weil dieser Beschluß nicht Mechaniken der Firma Genz u. Co., da es nur Streifarbeit sein Bianofabriken darauf hinzuwirken, daß die Verarbeitung von Macht der Arbeiterorganisation imponiert ihnen; fein Stück ausgeführt worden fei. Papier", das sich zwischen sie und ihre Arbeiter" drängt!" kann, verweigert wird. Von mehreren Seiten wurde empfohlen, für einen Teil der Streikenden, welche noch nicht unterſtüßungsberechtigt find, freiwillige Sammlungen unter den Kollegen zu ber anstalten. Berlin una amgegend. Die Rammer Berlins und Umgegend beschäftigten sich in ihrer letzten Mitgliederversammlung unter anderem auch mit der„ Allgemeinen Steinfeger- Zeitung" Nr. 23 vom 12. November, in welcher der Redakteur noll einen Artikel über den Konflikt im VorWiesenthal hält es nicht für angebracht, jetzt noch über die Vorwärts"-Angelegenheit zu reden, weil ja die ausgeschiedenen Redakteure durch die Erklärung Gradnauers ihre Sache selbst auf Die Forderungen der Berliner Straßenbahner, wie fie unlängst gegeben haben und dieselbe damit als erledigt gelten könne. Weiter in einer stark besuchten Versammlung der im Transportarbeiter beschäftigte sich der Redner mit der im Bericht der Preßkommission Verbande organisierten Angestellten der„ Großen Berliner Straßen- erwähnten Beschwerde des Genossen Cohen wegen der vom Redner veröffentlichten Einsendung. Er bemerkte hierzu, er habe mehr bahn" aufgestellt wurden, hat die Direktion in der am Dienstag Anlaß, sich gegen den„ Vorwärts" zu beschweren, wie Cohen, denn stattgefundenen Vertrauensmännerkonferenz Direttor Mide tat sehr verwundert darüber, daß die Angestellten seine Einsendung sei erst nach mehreren Tagen abgedruckt worden. furz nachdem ihnen erst eine Gehaltserhöhung bewilligt worden ist, Mezke erklärt sich in der„ Vorwärts" Angelegenheit mit wärts" gebracht hatte. Gegen diesen Artikel wurde Stellung geschon wieder mit Neuforderungen fämen. Er glaubte, die Ein- Dannenberger einverstanden, er fei überzeugt, daß auch die Mehrheit nommen, und die Versammlung stimmte einstimmig folgender Rereichung der vermehrten Forderungen lediglich auf die„ Heße" der der Genossen des Kreiſes derselben Meinung ist. Ueber die von solution zu:" Die Mitgliederversammlung der Filiale Berlin II Hintermänner in der Organisation zurückführen zu können, denn die Dannenberger beantragte Rüge des Vorstandes würden die Ansichten des Verbandes der Steinseher und Berufsgenossen Deutschlands Straßenbahner selbst seien im Grunde genommen mit den Verhält wohl auseinander gehen. Ausführlich besprach der Redner eine von protestiert gegen die Schreibweise des Redakteurs des Fachorgans ihm an die Preßtommiffion gerichtete Beschwerde, die in seinem in der Vorwärts"-Angelegenheit. Die Versammelten erwarten, daß niffen völlig zufrieden. Welche Fürsorge die Direktion für ihre n Sinne entschieden wurde. Er habe einen Artikel über fanitäre Mig- die Redaktion der Allgemeinen Steinfeger- Zeitung" alles vermeidet, gestellten an den Tag lege, beweise allein schon die fürzlich stände auf dem Neubau des Patentamtes eingesandt, die Redaktion was 3mietracht zwischen Partei und Gewerkschaft erzeugen könnte. erft durchaus freiwillig zugebilligte Lohnerhöhung, die der Gesellschaft habe den Artikel nicht gebracht. Weiter rügte der Redner, daß die Weiter aber verurteilen die anwesenden Mitglieder auch die Stellungeine jährliche Mehrausgabe bon rund 600 000 Marl verurfache. Was aber die Redaktion zu einer Einsendung über den Konflikt der Maurer aufnahme des Correspondenzblattes" der Generalfommission der Ge Zugehörigkeit zur Organisation anbelange, so laffe die Direktion jedem An- dem Bau Kaiserhof eine die Vertragsbestimmungen über die werkschaften Deutschlands, da dadurch verschiedene GewerkschaftsArbeitszeit, um die fich der Konflikt drehte, betreffende Be- blätter als Nachtreter desselben eine einseitige Darstellung dieser gestellten freie Hand, sich zu organisieren wo er wolle. ging auch diesmal wie schon immer: Alles, was mit weiteren Geld- mertung gemacht habe. Derartige Konflikte solle man durch die Angelegenheit und damit eine Diskreditierung der Partei in weite foften verknüpft fchien, wurde abgelehnt, im übrigen wurde wohl Beteiligten allein ausfechten lassen, ohne daß sich die Nedaktion da Streise getragen haben." wollende Prüfung" zugefagt. Die organisierten Straßenbahner hineinmische. nehmen von der Zusicherung der Organisationsfreiheit auch diesmal wieder Notiz; sie erwarten jedoch, daß von nun an aber auch niemand mehr wegen seiner Zugehörigkeit zum Transportarbeiters Verbande direkt oder indirett gemaßregelt werde. Mit der Frei willigkeit der jüngst erfolgten Lohnerhöhung dürfte es aber doch feinen Haten haben. Die Sache stand doch einfach so, daß die Direktion der allgemeinen Unzufriedenheit der Angestellten rechtzeitig Rechnung getragen hat, bevor es möglicherweise zum Streif fam. Dadurch aber, daß die Direktion vor der offiziellen Gin reichung der Forderungen einen Teil derfelben bereits bewilligte, wird die Unzufriedenheit der Angestellten noch keineswegs aus der Welt geschafft. Achtung! Dachdecker! Die Sperre über die Firma Kinze, Steglitz, Lindenstraße 7, ist, da der Tarif anerkannt und das Fahrgeld gezahlt wird, aufgehoben. Bentralverband der Dachdecker Deutschlands. Ortsverwaltung Berlin. Deutfches Reich. Ausland. Handle wandte sich gegen eine Ausführung Wiesenthals, welche sich auf dessen Konflikt mit Cohen bezit. Weber ging auf die Beschwerde Meßtes ein und führte aus, dieselbe fei durch die Verhandlung der Preßtommiffion, an der Megte teilnahm, erledigt. In dem anderen Fall handele es sich um eine die Leser informierende redaktionelle Bemerkung, die man der Redaktion nicht unterfagen tönne. Bittorf legte die Gründe dar, welche die Preßkommission bei ihrem Entscheid in der Beschwerde Cohens gegen die EinWeiter rechtfertigte er die fendung Wiesenthals bestimmten. Funktionäre gegen den Vorwurf Dannenbergers, welcher meinte, fie hätten hinsichtlich der„ Vorwärts"-Angelegenheit schon früher eingreifen sollen. " B ( Wiederholt, weil nur in einem Teil der Auflage.) in ause man Der Fachverein der Musikinstrumentenarbeiter hielt am Montag feine ordentliche Generalversammlung ab. In den Vorstand wurden neus refp. wiedergewählt: zum 2. Borfizenden Darfo w, 1. Staffierer Hensel, 2. Schriftführer Drabnid, Beifizer Baschin, zu Böttcher und Kamenz Unter VereinsRevisoren angelegenheiten wurde folgende Resolution angenommen:" Bezug auf eine Notiz der Branchenkommission des nehmend Rummer 293 des„ Borwärts" Holzarbeiter Verbandes erklärt die Versammlung: Es ist unwahr, daß von uns mitgeteilt wurde, es werden in den meisten Betrieben Ueberstunden gemacht. Wahr dagegen ist, wie wir in Nr. 277 des Vorwärts" berichteten, daß in einer ganzen Reihe von Betrieben tatsächlich leberstunden Se a big ti stimmt der Beschwerde Megles wegen Nichtaufnahme gemacht werden. In den letzten Jahren hatte die Ueberarbeit nahezu bon wenigen Kollegen, die eben feines Artikels zu; weiter fordert er, daß der Vorwärts" gegen aufgehört und wurde nur diejenigen Gewerkschaftsführer vorgehe, welche gegen die Intereffen einer besseren Ueberzeugung nicht zugänglich waren, Bebauerlicherweise ist es in diesem Jahre anders der Partei arbeiten, und daß die Redaktion in Fragen der allgeführt. Da die betreffenden Kollegen zu den Werkstattgeworden. gemeinen Politik radikaler und herausfordernder schreiben solle. Ledebour ging in längeren Ausführungen auf den Vor- bersammlungen nicht oder nur sehr spärlich erschienen, mußte der wärts"-Konflitt ein. Er empfinde ein gewisses Unbehagen, wenn er Weg in die Deffentlichkeit angetreten werden. Daß ein Teil der Die Tarifbewegung der Notenstecher Leipzigs ist beendet. Eine fich mit dieser Angelegenheit jetzt noch beschäftigen müsse. Das Ver Stollegen die Ueberstunden ablehnte, ist von uns an anderer Stelle Wir halten dafür, daß Mißstände in Verkürzung der Arbeitsreit von 9 auf 8 Stunden und eine enthalten der ausgeschiedenen Rebatteure mache es schwer, diese Angelegen berichtet worden. Berufe nur daß dadurch beseitigt werden, sprechende grundsätzliche Erhöhung des Lohnes konnte nicht durchge- heit zu behandeln, denn es sei unmöglich, einer Molluste die Knochen im einem Jm Bericht setzt werden, dagegen wurde eine Erhöhung einiger Tarifpofitionen Leibe zu zerbrechen. Ein Irrtum sei es, wenn die Genossen meinen, fie zur Sprache bringt und nicht bertuscht." und die Regelung des Lehrlingswesens von der Prinzipalität zuge- die Angelegenheit wäre durch die Erklärung Gradnauers erledigt. betreffs der Kollegen von Bechstein in der Johannisstraße muß es standen. Die Gehülfenschaft will sich vorläufig mit diesem Buge- Das sei nicht der Fall. Der nächste Parteitag werde sich mit der heißen: Wegen Üneinigkeit unter den Kollegen, welche durch das ständnisse begnügen, will aber den neuen Tarif nicht, wie die Sache beschäftigen müssen, schon deshalb, weil sie im Bericht des Längerarbeiten verursacht wurde, verfügte der Wertführer, daß alle Prinzipalsvorlage, bis zum 30. Juni 1909, sondern nur bis 30. Sep- Parteivorstandes erwähnt werden müsse. Hätten die Redakteure alles Kollegen länger arbeiten sollten. Dieses Verfügen" war die Ursache, tember 1908 gelten lassen. zurückgenommen, dann würde sich der Vorstandsbericht auf eine kurze daß die Angelegenheit den Organisationen gemeldet wurde." Erklärung beschränken tönnen. Durch die Erklärung Gradnauers fei Sodann hielt Dr. Buek einen beifällig aufgenommenen Bortrag aber nur die Einleitung und der Schluß der grünen Broschüre über: Die direkte Aftion". Ein Generalftreit der französischen Postbediensteten in Sicht. aber zurückgenommen, nicht der Inhalt Robert Inhalt selbst. Verband deutscher Gastwirtsgehülfen. Was verstehen wir Paris, 18. Dezember.( Eig. Ber.) Die Unterbeamten der PostSchmidt, der mit den ausgeschiedenen Redakteuren persönlich und Telegraphenverwaltung sind durch die fortdauernden Drohungen in Verbindung stehe, habe in deren Namen erklärt, daß der Inhalt unter sozialem Stampf" war das Thema eines Vortrages, den Genosse gegen ihre gewerkschaftliche Vereinigung und nicht minder durch des Grünbuches nicht zurückgenommen werde. Dieser Inhalt aber Düwell in der legten, bei Sollivig, Große Frankfurterstraße 99, Eine Dis die provozierende Geringfügigkeit der Zugeständnisse, die man ihnen bringe schwere Anschuldigungen gegen Barteigenoffen. Eine Richtig: tagenten Mitgliederversammlung hielt. gemacht hat, nachgerade in eine Erbitterung geraten, die ohne die Bemühungen der Vertrauensmänner sicher schon dem Konflikt die einige in der Broschüre gemachten Ausführungen ein, stellte ihnen trag nicht statt. Bemühungen der Vertrauensmänner sicher schon dem Konflikt die tellung in dieser Hinsicht sei notwendig. Der Redner ging auf fussion fand nach dem mit lebhaftem Beifall aufgenommenen VorDer Vorsitzende Bonta gab noch bekannt, daß schärfsten Formen gegeben hätte. Gestern fand hier eine von die bekannten Tatsachen, welche sich im Laufe des Konflikts ab- seitens der Zentralfommission für die Beseitigung des Soft- und tausenden Briefträgern und anderen Unterbeamten besuchte Versammlung statt, in der der Sekretär der neuen Ge- gespielt haben, gegenüber und meinte, es sei durchaus ungerecht- Logiszwanges eine zweite Publitation erschienen ist und zweds fertigt, wenn bie Verfasser der Broschüre behaupten, der statistischer Erhebungen diesbezüglche Fragebogen zur Ausgabe gewerkschaft, Genosse Brangier, referierte. Er protestierte Barteivorstand wollte sich auf parteigenössisches Verhandeln mit langen werden. Eine Mitte Januar einzuberufende öffentliche Ber ber Reform des Gewerkschafts- den Redakteuren nicht einlassen. werde Ferner gegen die Verschleppung in der sammlung aller im Gastwirtsgewerbe Angestellten wird sich damit gefeßes und gegen die Einschüchterungsversuche der höheren Beamten. Broschüre gesagt, es sei eine ehrlose Verleumdung, wenn beschäftigen. Ueber die Wiederaufnahme eines aus dem Verbande Ein Redner sagte: Wir haben nicht die Absicht, in Streit der Parteivorstand sagte, der Weg, auf dem die Kontroverse Ströbel ausgeschlossenen Kollegen entstand eine rege Diskussion, welche mit zu treten, aber wir werden nicht zögern, au diefem gegen Eisner in der Fünfzehner- Kommission des Parteitages in die der einstimmigen Ablehnung des Antrages endete. Mittel zu greifen, wenn Gründer der Berl. Voltsz." gelommen ist, sei aufgedeckt worden. In der Tat Gewerkschaft maßregelt und wenn sich die Verwaltung fei dieser Weg, auf dem die fenfationell entſtellte Angelegenheit in die nicht beeilt, uns andere Bugeständnisse als die bisher mitgeteilten Berl. Volksz." fam, aufgedeckt worden. Der Reichstagsabgeordnete zu machen. Die Versammlung nahm diese Erklärung mit dem Ruf: Haase habe bem Redner mitgeteilt: Eisner habe jene Geschichte unEs lebe der Streit!" auf. Eine Resolution, die den Willen der Beamten in der„ Berl. Volksztg." stand, am des Journalistentische Parteitages ausspricht, ihre Forderungen mit allen Mitteln durchzusetzen gefähr fo, wie fie unferer Letzte Nachrichten und Depeschen. den Gewerkschaftsvorstand beauftragt, geeigneten Parteijournalisten laut und vernehmlich erzählt, so daß es Maßnahmen zu treffen, wurde einstimmig angenommen. die in unmittelbarer Nähe befindlichen bürgerlichen Bahlreiche Delegierte aus der Provinz überbrachten Versicherungen Berichterstatter hören mußten. Damit ſei also der Weg in die der Solidarität und eine Menge Telegramme und Schreiben Berliner Volts- Beitung" aufgedeckt. In seinen weiteren Ausbewiesen, daß die große Mehrzahl der Unterbeamten hinter der Gewerkschaft steht und bereit ist, ihr Koalitionsrecht nötigenfalls führungen legte der Redner dar, das ganze Verhalten der aus. Helenenschacht sind heute vormittag 19 Arbeiter infolge Ginatmens mittels des Ausstandes zu verteidigen. Die Versammlung schloß gefchiedenen Redakteure laffe erkennen, daß fie, um ihre eigene Sache von Brandgafen verunglückt. Die Rettungsarbeiten sind bisher ermit dem Gefang der Internationale". Die Proletarier der Boft- im Gegensatz zu den Parteiinstanzen zu betreiben, es darauf an folglos gewesen. trog der gelegt hätten, das Erscheinen des Vorwärts" unmöglich zu machen, verwaltung wiffen jetzt, wohin sie sich zu stellen haben trotz der indem sie es als eine ehrlose Handlung hinzustellen suchten, daß patriotischen Wasser suppe, die die politischen Köche der Bourgeoisie andere Genoffen an ihre, der angeblich Gemaßregelten, Stelle Bödstein( Salzburg), 20. Dezember.( W. T. B.) Von den bei jetzt wieder aufbrodeln lassen. Das sei das schlimmste an der ganzen Sache. handeln könne, der habe nie wahres parteigenössisches Empfinden dem Bau des Tauerntunnels befchäftigten Arbeitern sind 900 in den gehabt. Der Parteitag werde dafür sorgen müffen, daß derartige Ausstand getreten. Ihre Hauptforderung ist der Achtstundentag. Literatenrebolten unmöglich gemacht werden. 21 und Väterchen Minister. die die Ausständige Pariser Erdarbeiter wollten sich gestern nach dem Ministerium des Innern begeben, um dort ihre Forderungen vorzubringen. Sie wurden von der Polizei zurüdgetrieben. Dabei tam es zu einem Handgemenge, bei dem mehrere Ausständige und mehrere Polizisten verlegt wurden. Von den Die Arbeiter hatten sich mit Stühlen aus den benachbarten Cafés bewaffnet und griffen damit die Polizei an. Bolizisten wurden zehn schwer verlegt, fünf mußten ins Hospital gebracht werden. Vor der Oper fam es nochmals zu Zusammenstößen. Als Verstärkungen eintrafen, zerstreuten sich die Arbeiter. Amerikanische Streifvorbereitungen. traten. einem zu Wer so Ein Schlußantrag, der damit begründet wurde, daß über die Borwärts" Affäre schon genug geredet worden sei, fand Annahme. Es folgten versönliche Bemerkungen. Dannenberger og feinen Antrag, dem Vorstand eine Rüge zu erteilen, zurück. In der Angelegenheit des Vorwärts"-Konflikts stimmte die Versammlung der bereits veröffentlichten, von der Kreisfonferenz angenommenen Resolution einstimmig zu. Hierauf gab Henschel einen furgen Bericht von der Lokaltommission. Daran schloß sich eine Debatte, in der einige Redner für Freigabe der Philharmonie eintraten, während andere die Aufrechterhaltung der Sperre befürworteten mit der Begründung, daß uns verschiedene Versammlungslokale entzogen werden würden, wenn große Vergnügungen, die jetzt in anderen Lokalen stattfinden, in der Philharmonie abgehalten würden. ( Wiederholt, weil nur in einem Teil der Auflage.) Opfer des Kapitalismus. Neufattel( Desterreich), 20. Dezember.( W. T. B.) In dem Für den Achtstundentag. Aufruhr im Kaukasus. Konstantinopel, 20. Dezember.( B..) Gestern aus Tiflis über Batum hier eingetroffene Reisende berichten, daß sich das Gebiet In Tiflis hat das des Kaufafus in voller Anarchie befindet. Vor der Abfahrt von Batum, armenische Element die Oberhand. die am Sonnabend erfolgte, fing die Stadt zu brennen an. Auch wurden in der Sonnabend nacht fünf russische Frachtdampfer auf der Neede in Brand gesteckt. Der türkische Generalkonsul, der über Teheran telegraphieren fonnte, bestätigt das wüste Bild. Das Leben des Generalfonsuls selbst ist in höchster Gefahr. Die letzten Berichte aus Tiflis und Batum lauten fortgesetzt recht ungünstig. Maffaters von Muselmanen finden im ganzen Rautasus statt. Polizei und Behörden fordern zum Morden auf. Die Bergleute in den Anthrazit- Bergwerken von Pennsylvanien treffen bereits ungewöhnliche Vorbereitungen für den Ausstand im Verantw. Redakteur: Hans Weber, Berlin. Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagenu. Unterhaltungsblatt Nr. 298. 22. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donerstag, 21. Dezember 1905. Die Revolution in Rußland. " Ein Aufruf der Sozialdemokratie Finnlands. Zum Vorwärts"-Sonflift hat auch die Generalversammlung der Wir erhalten den folgenden Brief: Ortsverwaltung Leipzig des Allgemeinen deutschen GärtnerDie sozialdemokratische Partei in Finnland sendet hiermit den vereins Stellung genommen, indem sie sich beschwerdeführend an Die Regierung des Durnowo- Kurses fährt fort, zu pro- Parteigenossen aller Länder ihren Gruß. den Hauptvorstand des Verbandes wendet wegen eines Artikels in bozieren. Verhaftungen namhafter Führer der ArbeiterDem politisch gebildeten Publikum lann es nicht unbekannt sein, der Allgemeinen deutschen Gärtnerzeitung", der den Personenwechsel bewegung werden fortgesetzt. Der sterbende Absolutismus daß troß aller Reflamationen von seiten der oberen Klaffen eine in der Vorwärts"-Redaktion zu einer Angelegenheit gewerkschaftspielt va banque und will gewaltsam die Entscheidungsschlacht tiefe Spaltung unter dem Volle Finnlands herrscht. Dieselbe droht lichen Charakters zu machen suche. Dadurch werde Berwirrung in herbeiführen, bevor die Arbeiterschaft sich zum Siege start fogar die Bestrebungen für die Eroberung der politischen Freiheiten, die Reihen der Kollegen hineingetragen, indem man die Leitung der genug fühlt. Trotz all dieser Provokationen bleibt die Haltung für die alle Kräfte hätten zusammenwirken sollen, fruchtlos zu einzigen Bartei, welche die Intereffen der Gärtner ernsthaft und der leitenden Organisationen fest und ruhig. Die von den machen. Nicht nur, daß der Stapitalismus jeden Tag bedrohlicher nachhaltig verficht, als brutale Arbeitgeber" hinstelle. Die Refolu bürgerlichen Blättern folportierten Gerüchte über einen bereits wird und die in Lohnfflaverei und Arbeitslosigkeit schmachtenden tion ersucht den Hauptvorstand, fünftig eine derartige Stellungnahme Arbeiter immer mehr bebrüdt, auch herrscht die größte politische nicht zuzulaffen. mißlungenen Versuch des Generalstreiks sind alle erlogen, Unterdrückung, die nur in einem Lande dentbar und auch natürlich In den Mitteilungen des Vereins Arbeiterpresse" finden wir genau so wie die Gerüchte über die von den Arbeitern in ist, wvo die überwiegende Mehrheit des Bolkes nicht das folgende Protokoll: Riga verübten Greuel oder über die rote Garde" in Finn- mittels einer zuverlässigen Majorität einer einer wirklichen Volks " Refolution. Die Berliner Mitgliedschaft des Vereins Arbeiterpresse setzte die land. Die Beser werden unten aus eigenen Zuschriften der vertretung ihrem Willen Ausbruck geben kann. Die Unzufriedenheit in einer voraufgegangenen Versammlung unterbrochene Distuffion betreffenden Genossen ersehen, daß das Chaos und die Anarchie mit diesen unerträglichen Zuständen hat sich während der letzten über den„ Vorwärts"-Konflikt am 26. November fort. Parteivorstand durch offiziöse Telegramme und bürgerliche Korrespondenten Jahre in immer gewaltigeren Demonstrationen Ausdruck zu ber- und Berliner Preßkommission waren der Einladung nicht gefolgt, aus freien Stücken dem Publikum vorgemacht werden. Es fchaffen gewußt. Als lezten Frühling der Landtag Finnlands, eine besgleichen waren die Kollegen der Versammlung ferngeblieben, die handelt sich vielmehr überall um ganz zielbewußte politische tammerrepräsentation sich weigerte, daß allgemeine Stimme längerer Aussprache gelangte folgende Resolution zur Annahme: in miserabelster Weise zusammengefeßte Vierdie Maßnahmen des Parteivorstandes vollständig billigten. Nach und ökonomische Bestrebungen, die der Abfolutismus recht zu den Bürger- und Bauernständen anzuerkenneu, drohten die längerer Aussprache gelangte folgende Resolution zur Annahme: allerdings in einem allgemeinen Chaos der Mezelei und der Demonstrationen in offenen Tumult überzugehen, was nur dank Plünderungen ersticken möchte. der festen Haltung der Arbeiterorganisationen verhindert wurde. Die Versammlung von Berliner Mitgliedern des Vereins Arbeiterpresse erklärt: Alexandrowo, 20. Dezember.( Von einem Privatkorrespondenten.) litische Entwicklung bedeutend beschleunigt und im Laufe des im Oktober Die lezen Ereignisse in Rußland haben unterdessen unsere poAus Warschau wird gemeldet: Der Vorsitzende des Warschauer durchgeführten Generalstreiks wurde gleichzeitig vielfach die EinEisenbahnerverbandes Moracewicz ist heute verhaftet worden; berufung einer fonftituierenden Nationalversammlung gefordert. Die der Verband hat deshalb beschlossen, daß am Freitag ein Ausstand Intriguen der herrschenden Klasse und der Mangel an Solidarität der Beamten der Weichselbahnen beginnen soll. verhinderten jedoch die Verwirklichung dieser Forderung, aber dann Kiew, 20. Dezember. Neuerdings wurden mehrere Mitfam das famose Barenmanifest vom November, das wieder die Frage glieder des Rongresses der südrussischen Redes allgemeinen gleichen direkten Stimmrechts auf die Tagesvolutionäre verhaftet. Alle Versammlungen, mit Ausordnung fegte. Nachdem ist auch kein Vorschlag gegen das Prinzip nahme des christlichsozialen Verbandes wurden von der Polizei verboten. Seitens der Schwarzen Hundert" wird zu neuen Juden maffalers aufgefordert. Aus verschiedenen Ortschaften Bessarabiens berlautet, daß die Polizei selbst zur Verfolgung der Juden auf fordert. In Odessa sind neuerdings Unruhen ausgebrochen. Organisation im Heere. 1. Daß sie es als ein schweres Unrecht erachten, Redakteure oder andere in amtlichen Vertrauensstellungen der Partei befindliche Genossen ohne deren vorherige Anhörung zu entlassen; 2. daß es unwürdig ist, zu versuchen, durch Entlassung minder berantwortlicher Genoffen auf einem Umwege eine fünstliche Mehrheit in der Redaktion eines Parteiorgans zu schaffen. Die Versammlung erklärt ferner, daß die Stellungnahme des Parteivorstandes und der Berliner Preßkommission zu der in Nr. 52 des allgemeinen Stimmrechts hervorgetreten und die herrschenden der Mitteilungen des Vereins Arbeiterpreffe bekannt gegebenen Parteien haben sämtlich in großen Parteiversammlungen mit be- Bermittelungsresolution des Vorstandes des Vereins Arbeiterpreſſe deutender Majorität fich für das Einkammersystem erklärt. Aber trop für die Parteiredakteure anzustrebenden Rechtsstellung nicht als eine Anerkennung der nach sozialdemokratischen Grundsäßen dem kann man beunruhigende Symptome bemerken, besonders innerhalb für die Parteiredakteure der altschwedischen Fraktion, welche durch große, reiche Stimm- betrachtet werden kann, daß vielmehr die von den bezeichneten gegenüber gemachten Vorberechtigte einen entscheidenden Einfluß ausübt bei der Zusammen- Parteiinstanzen jener Resolution sezung des Adels- und Bürgerstandes, teilweise auch des Priester- behalte, bezw. die von ihnen verlangten Abänderungen die Anund Bauernstandes. Immer deutlicher läkt man uns verstehen, daß erkennung der Parteiredakteure als vollberechtigter, nach demokratischPetersburg, 19. Dezember. Die heute erschienene neue sozial- die herrschende Klasse die Absicht hat, durch das Zweikammersystem vermiffen lassen. Sie erklärt es unter diesen Umständen für Pflicht demokratische Arbeiterzeitung" Severni Golos" veröffentlicht einen eine Schutzmauer für ihre Klaffenprivilegien zu retten, wodurch bes Vereins Arbeiterpresse und aller feiner Mitglieder, durch jedes Aufruf des Zentralto mitees des allrussischen Ber unsere proletarischen Interessen und demokratischen Fortschritts- ihnen zu Gebote stehende Mittel loyaler Aufklärungsarbeit bandes bon Militärpersonen aller affen- reformen natürlich in empfindlichster Weise beeinträchtigt würden. für die gattungen, in denen die Offiziere, Mannschaften und Um das Volk aus dieser drohenden Gefahr zu retten, bereitet Beamten der Garde, Armee und der Flotte aufgefordert werden, sich die sozialdemokratische Partei vor, einen neuen General dem Verbande beizutreten. Dieser bezwecke die Unterstreit zu proklamieren in dem Augenblick, da diese Lebensstügung der freiheitlichen Bewegung als Endziel die frage unseres Boltes wieder durch Verschulden des Klassenparlaments im Einberufung einer konstituierenden Bersammlung auf Grund vollsfeindlichen Sinne entschieden werden sollte. Im Vertrauen darauf, lage des allgemeinen, direkten und geheimen Stimmrechts und die Berwirklichung einer von dieser Versammlung ausgearbeiteten Staatsordnung und Armeereform. Die Taftit des Verbandes werde bestehen in der Nichtanwendung von Waffengewalt gegen die Freiheitskämpfer, Aufrechterhaltung der Ordnung, Schutz der Bürger gegen Gewalttätigkeit, Berhinderung von Heßen und Verwirklichung eines allrussischen Armeestreits. Als Schlußatt seiner Tätigkeit verspricht der Verband allen denen Hülfe, die wegen Beteiligung an demselben leiden müßten. Enie Ente. Eine Laffan- Meldung aus London besagt: Unter den von der Polizei in Petersburg verhafteten Arbeiter delegierten follen sich, wie„ Daily Telegraph" meldet, u, a. befinden: Mera Saffulitsch, die beinahe ein Vierteljahrhundert im Auslande zubringen mußte, ferner der bekannte Revolutionär Burzew, Blechanow und Tschernow, einer der glänzendsten Redner der Partei. Genosse Blechanow ist überhaupt im Auslande, nämlich in der Schweiz, von der Genoffin Saffulitsch ist es sehr zweifelhaft, ob sie im Rate der Arbeiterbelegierten teilnahm. Die ganze Nachricht sieht nach einer Ente aus. Vorbereitungen zum Generalstreik. daß die Mitglieder der internationalen sozialdemokratischen Organi fationen in allen Ländern verstehen werden, daß wir uns auf eine vollständig programmmäßige und unvermeidliche Kraftanstrengung vorbereiten, wendet sich die finnische Parteivertretung biermit an bas internationale Sekretariat in der Hoffnung, daß wir durch Vermittelung desselben Unterstügung für eine vielleicht balb erforderliche, berechtigte Anstrengung erhalten, damit Finnlands Proletariat die elementarsten Freiheiten und politischen Rechte bekommt und dann besser ausgerüstet sich mit der großen internationalen Armee der Sozialdemokratie zu weiteren Kämpfen vereinigen kann. Selfingfors, 18. Dezember 1905. Emil Berttilai, August Rissanen, Schriftführer. grjo E. Sirola, Parteisekretär. Die revolutionäre Erhebung in Livland. Mitau, den 15. Dezember 1905.( Eig. Ber.) Die Nachrichten über die von den hiesigen Revolutionären verübten„ Greuel", die geflissentlich von der reaktionären Presse ausgestreut werden, find völlig erlogen. Es handelt sich um eine von der Sozialdemokratie geleitete ganz ruhige Generalstreitsbewegung der hiesigen Arbeiter fchaft. Nur auf einzelnen Dörfern oder Gutshöfen kommen Ausschreitungen gegen die Gutsbesizer seitens der Bauern vor wie überall im ruffischen Reich, als unausbleibliche Folge der brutalen haltung der Gutsbefizer wie der Regierungsbeamten. Petersburg, 20. Dezember. Die Eisenbahnangestellten Moskau beschloffen, fich dem allgemeinen Ausst and anzuschließen. Infolgedeffen ordnete der hiesige Arbeiterdeputiertenrat, wie versichert wird, an, heute mittag um 12 Uhr den Er war in der Voraussicht angefagt worden, daß der allgemein Der Streit begann in Mitau am Sonnabend, den 9. Dezember. Ausstand zu beginnen. Die Meldung bedarf indessen Er war in der Voraussicht angesagt worden, daß der allgemein noch der Bestätigung. ruffische Waffenftreit beginnen sollte eine Voraussetzung, die sich vorläufig nicht bewahrheitet hat. Das Gerücht, daß die streikenden Arbeiter das Mitausche Schloß gestürmt hätten, ist, wie alle anderen gruseligen Geschichten, freie Dichtung. Desgleichen ist Dichtung, daß hier von den„ Revolutionären" Livland als" freie Republik" proflamiert worden sei. Das Programm der hiesigen Arbeiter ist genau dasselbe, wie im übrigen Rußland, eine demokratische Republik im ganzen russischen Reich. Wie der Nowoje remja"( einem reaktionären Blatt) aus Mostau gemeldet wird, verfaßten gestern die Vertreter der revolutionären Parteien ein Manifest, das die Arbeiter und die Truppen zur Gründung einer demokratischen Republik aufruft. Der Zon Siefes Manifeftes foll derartig herausfordernd" sein, daß selbst radikale Blätter sich entschloffen, es nicht zu veröffentlichen. Petersburg, 20. Dezember. Der Generalaus stand foll hier morgen um 12 Uhr mittags beginnen. In Moskau streiten feit heute früh die Angestellten der elektrischen Straßenbahn. Knjafew, der neue Gouverneur von Kurland, ergriff die altbekannten energischen Mittel". Am Sonnabend und Sonntag hieben Petersburg, 20. Dezember. In der gestrigen Sigung des Ver- die betrunkenen Stofaten auf das demonstrierende Volk ein und am bandes der Berbände wurde mitgeteilt, daß in Sewastopol Montag, ben 11. Dezember wurde auf das Volk bloß aus dem wiederum Unruhen stattfinden. Charlow foll in den Händen Grunde gefchoffen, weil die Leute gelacht hatten, als des Bolkes aufrührerischen fein, bas eine neue Duma ein Kosakenoffizier vom Pferde gefallen war. Als der Offizier gewählt habe; die letztere habe fir die Ausständigen fich erhob, rief er feinen Kosaken Pli"( das Schuß- Kommando) zu 10 000 Rubel angewiesen. Nach einer Meldung Slowo ging aus Tiflis eine amtliche Meldung ein, daß und unverzüglich begannen die Schüsse. Einige Personen wurden dort seit dem 12. d. M. abermals blutige Zusammenstöße zwischen getötet, 20 bis 30 verwundet. Die Kosaken hieben unbarmherzig Armeniern und Tataren stattfinden, nachdem der Statthalter den auf die Menge ein, welche fich in den Höfen der umliegenden Armeniern auf deren Gesuch 500 Gewehre zur Bildung einer Miliz Häuser hatte retten wollen, umringten die Höfe und zielten nach bewilligt hat. Die Truppen und die Gesellschaft fordern die Ent- den Häusern, in denen sich jemand am Fenster blicken ließ. waffnung der Miliz. Die Truppen haben aus eigener Initiative " Die hiesigen zarentreuen Deutschen sind bis zur Verzweiflung Anerkennung dieser demokratischen Rechtsstellung ber als Redakteure oder in ähnlicher Tätigkeit in der Partei angestellten Genossen zu wirken und weist bie in der Sigung der Berliner Parteifunktionäre erhobenen Vorwürfe, als vertrete der Verein ein Parteijournalistentum, modernen Arbeiterbewegung widersprechend mit aller Energie zurück. bas Sonderinteressen verfolge, als unberechtigt und dem Geist der modernen Arbeiterbewegung widersprechend mit aller Energie zurück. Wie jeder Berufsgruppe muß auch den in der Arbeiterbewegung tätigen Schriftstellern das Recht zustehen, dafür zu wirken, daß ihre Angehörigen in ihrer Berufsstellung nicht nach Herrenrecht, fondern nach genossenschaftlichen Grundsägen behandelt werden. " Ed. Bernstein. Genosse Bernstein fieht sich endgültig gezwungen, mit dem neuen Jahre die Herausgabe der von ihm redigierten historischkritischen Zeitschrift Dokumente des Sozialismus" einzustellen. Ein legter Verfuch, die finanziellen Schwierigkeiten zu beheben, ist gescheitert. Mit dem demnächst erscheinenden Dezemberheft findet das Unternehmen im fünften Jahrgange seinen Abschluß. ADV Gegen die Tabaksteuer. Im Gewerkschaftshause in Breslau fand am Montag eine große Demonstration der Breslauer Tabalarbeiter und Arbeiterinnen ftatt, der sich auch Bigarrenfabrikanten, Händler und sonstige Intereffenten angeschlossen hatten. Der Besuch war ein starter. Mehr als 800 Personen waren anwesend. Nach einem Referat des Genoffen Antric aus Berlin wurde die folgende Resolution angenommen: Die heute am 18. Dezember im Gewerkschaftshause tagende Protestversammlung erklärt sich ganz entschieden gegen jede weitere Erhöhung des Tabatzolles und der Tabak- und Zigarettenpapiersteuer. Sie erblickt hierin eine ungeheure Schädigung der ganzen Tabatindustrie, worunter hauptsächlich die jetzt schon sehr schlecht gestellten Tabalarbeiter am meisten leiden müßten. Sie fordert alle Beteiligten der Tabakindustrie auf, mit allen Kräften am Kampfe gegen jede Mehrbelastung des Tabaks teilzunehmen. " Behn Gebote für die Männer." Die legte Gleichheit" schreibt: Unter dieser Ueberschrift veröffentlichte fürzlich das Dessauer Parteiblatt in feiner Unterhaltungsbeilage die folgenden Regeln: 1. Bedenke stets, daß du wohl der Herr deines Hauses sein sollst, aber nicht sein Tyrann. 2. Vergiß nicht, daß deine Frau kein Engel, sondern ein menschliches Wesen mit allerlei Unvollkommenheiten ist, die du mit derselben Geduld ertragen mußt, wie sie die deinigen. 3. Denke daran, daß die Frau meiſtenteils förperlich viel schwächer ist als der Mann und unter den täglichen angreifenden Pflichten des Haushaltes oft mur mit geduldiger Ueberwindung ihrer förperlichen Schwäche arbeitet. 4. Wenn du diese Pflichten nicht bis ins lleinste kennst, so giebt dir das noch kein Recht, fie geringer zu achten als die beinigen: Frauenarbeit fieht man meistens erst dann, wenn fie liegen bleibt. mit dieser Entwaffnung begonnen. In der Stadt herrscht Banit. Dasselbe Blatt berichtet aus Jaroslawl, daß 600 bewaffnete Arbeiter erbittert. Sie tragen den Rosalen Bier und Ehwaren zu und sich der Korsinkinschen Fabrit bemächtigten und sie als Eigentum des freuen sich unbändig, endlich den„ rechten Schuz" gefunden Das, was er selbst nicht machen kann. Broletariats erklärten. dürfte. zu haben. Die Juden befürchten, daß der neue Gouverneur nach berfihmten Petersburg, 20. Dezember. Die Antwort der Arbeiterführer in Mustern eine Judenheze inszenieren wird, doch dürfte ihm dieſes General- Muſtern Mostau ist gestern hier eingetroffen. Sie lautet für den General- hier wohl faum gelingen, da die revolutionäre Arbeiterschaft ein zu ausstand günstig, so daß derselbe unverzüglich verhängt werden gewichtiges Element der Bevölkerung ist, um sich etwas Derartiges ungestraft gefallen zu lassen. Das Militär ist gereizt, es hat nämlich keinen Moment Ruhe Warschau, 20. Dezember. Die Beiter des Post und Telegraphen Ausstandes find verhaftet worden; die tele- und wird von einem Ort zum anderen geheizt, um die immer mehr graphische Verbindung zwischen Moskau und Petersburg ist wieder anwachsende Bewegung im Lande zu erstiden. hergestellt worden. Die„ Boffische Zeitung" schreibt: Aus der Partei. Aus den Organisationen. Wir erhalten die folgende Mitteilung: Resolution an: d Bürgerkrieg in Finnland? Sonderbare Dinge bereiten sich, wie ein uns aus Helfingfors autommender Brief berichtet, in Finnland bor. Die die Arbeiterschaft vertretende rote Garde" und die vom Bürgertum organisierte weiße Garde" stehen einander be- Das Gewerkschaftskartell Brezenheim nahm am 24. November twaffnet gegenüber. Die Waffenpreise find stark gestiegen und folgende, den bekannten Artikel im„ Correfpendenzblatt" betreffende kaum ist in ganz Finnland heute noch ein Revolver fäuflich zu haben. Es ist nicht ausgeschlossen, daß schon heute, am Tage der Eröffnung des Landtages, ein Bruderkampf fich entspinnt und daß, wenn die Arbeiterpartei siegen sollte, die finnische Republit ausgerufen wird. Schon vor einigen Tagen fand sich in dem Arbeiterblatte Tuomier" die geheimnisvolle Bemerkung, daß die ,, rote Garde" nicht zum Schuße für den Landtag oder zur Aufrechterhaltung der Ordnung in der Stadt, sondern für andere Swede" bestimmt ist. Es handelt sich darum, daß die Arbeiter den finnischen Landtag, der bekanntlich aus Ständewahlen hervorgeht, nicht als richten. Bollsvertretung anerkennen wollen. Die heutige Kartellfizung verurteilt auf das entschiedenste den Artikel betr. Vorwärts" Konflift in Nr. 45 des Correspondenz blattes", insbesondere verurteilt es die Herabsetzung der jetzigen Redaktion als Streifbrecher und erklärt das Vorgehen des Parteivorstandes als einzig mögliche Lösung des Konflikts." NB. Diese Resolution wurde bereits am 26. November dem Correspondensblatt" übermittelt, jedoch bis heute noch nicht veröffentlicht. Deshalb ersuchen wir, im Vortvärts" darüber zu beDas Gewerkschaftskartell Brezzenheim 18. Dezember 1905. 21 5. Halte dir öfter den Spruch vor: „ Leicht überschäßt der edle Mann Verkleinernd unter das seine Herabzieht's der Gemeine." 6. Gib deiner Frau gesondertes Geld für die Wirtschaft und für ihre persönlichen Bedürfnisse. Laß sie die Sorgen für die täglichen Lebensbedürfnisse nicht ganz allein tragen, sondern besprich hin und wieder freundlich mit ihr, wo etwa Einschränkungen möglich find. Gebt dann, wo es nötig ist, beide etwas von teuren Gewohnheiten auf und bedenkt, daß der eigene Herd uns immer lieber wird, mit je größeren Opfern wir seinen Befis erkaufen müssen. 7. Habe hin und wieder ein freundliches Lob für die Geschicklichkeit deiner Frau im Haus. halt und ein zärtliches Wort für sie. Es tut ihr unbeschreiblich wohl, wenn sie es vielleicht auch nicht fagt. Ihr Sorgen und Mühen für dein Wohl geschieht dann mit doppelter Freudigkeit und hilft ihr über manche Stunde hin weg, wo du im Geschäftsärger und unter sonstigen Sorgen dich einmal wenig gerecht zeigst. 8. Laß die Gerechtigkeit auch im Hause deine vornehmste Tugend sein und habe keine Lieblinge unter deinen Kindern, die vielleicht das Schmeicheln besser verstehen als die zurückhaltenden. Das fränkt das Mutterherz fehr. 9. Frage deine Frau nach dem Grunde ihrer Handlungsweise, ehe du tadelst. Table sie aber niemals in Gegenwart deiner Kinder, sondern fei dann stets einig mit ihr. Du machst ihr sonst die Erziehung fehr schtver, die bei deiner häufigen Abwesenheit fast ganz auf ihren Schultern liegt. 10. Habt ihr einen Streit oder ein Mißverständnis gehabt, so denkt an das alte schöne Wort: Lasset die Sonne nicht untergehen über euren Zorn! Versöhnt euch beizeiten, che es oft zu spät wird, und macht unter euch aus, abwechselnd das erste Wort zum Guten zu sprechen! Mit Recht bemerkt dazu Genosse Heinrich Schulz: „ Der leitende Redakteur des betreffenden Parteiorgans, Ges nosse Peus, hat vor Jahren einmal die amüsante Ansicht vers fochten, der erste Teil unseres Erfurter Programms fönne eigentlich gestrichen werden, der zweite Teil sei die Hauptsache. Genosse Beus scheint jetzt auch auf den zweiten Teil kein besonderes Gewicht mehr zu legen. Sonst müßte er wissen, daß in der ersten Forderung des Erfurter Programms das allgemeine, gleiche, geheime und direkte Wahl- und Stimmrecht ohne Unterschied des Geschlechtes für alle über zwanzig Jahre alten Reichsangehörigen verlangt wird, daß es ferner in der fünften Forderung heißt: Abschaffung aller Gefeße, welche die Frau] in öffentlicher und privatrechtlicher Beziehung gegenüber dem Manne benachteiligen." Alles in allem: die zehn Gebote des„ Dessauer Volksblattes" mögen für Spießbürger passen, zu Sozialdemokraten stehen sie in demselben Verhältnis wie die Eugen Nichterschen Jrrlehren zu Mary' Kapital." Briefkaften der Expedition. M. K. 14. Hannemanns Buchhandlung, Berlin SW. Friedrichstr. 208. Witterungsübersicht vom 20. Dezember 1905, morgens 8 Uhr. Stationen Berlin Barometerstand mm Wind Bumpa Windstärke Better Temp. n. T. 5°.4° R. Stationen -1 Haparandal Barometer. stand mm Wind. richtung Windstärke Better 2 Petersburg 763 WSW 2 bedeckt 770 W 758 SW 772 SW 3 bedeckt 767 SW 4 bedeckt 2 bedeckt 0 Scilly 2 bedeckt 775 Still 774 NO wolkig 1 Nebel 1 Aberdeen -7 Baris Sozialdemokratischer Zentral- Wahlverein für den ReichstagsWahlkreis Kalau- Luckau. Ortsverein Berlin. Donnerstag, den 21. Dezember 1905, abends 8, Uhr Versammlung beim Genossen Swinemde 765 SW Georg Weihnacht, Grünstraße 21. Tagesordnung: 1. Bericht von der Hamburg 766 SS Stalender- Berbreitung. 2. Verschiedenes. Gäste willkommen. Versammlung am 21. Dezember, abends 10 Uhr, Rosenthalerstraße 11/12. München Verband der Friseurgehülfen Deutschlands, Zweigverein Berlin. Frantj.a.M 772 SW Bahlreiche Beteiligung erwünscht. Verband der Friseurgehülfen Deutschlands, Zweigverein Rigdorf. Donnerstag, den 21. d. M., abends 10 Uhr, bei Schmidt. Berlinerstraße 14. Mitglieder- Versammlung. Erscheinen nötig." Wien Temp. n. C. 50 5.4° R. 4 halb bd. 3 wolfig 2 bedeckt 3 Wetter- Prognose für Donnerstag, den 21. Dezember 1905. Etwas wärmer, ziemlich trübe mit Niederschlägen und mäßigen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau HP Schmelzen des Goldes. Walzen des Goldes. Prägen der Trauringe. Glühen der Trauringe Polieren der Ringe. Total- Ansicht I. Total- Ansicht II. Kaufen Sie nur noch fugenlose Trauringe Wir haben die technisch vollMarke B& C kommenste mechanisone Einriohtung und sind die alleinigen Fabrikanten von fugenlosen Trauringen am Platze. Achten Sie bei unser. Geschäft Königstrasse genau aut Hausnummer, da häufig Verwechselungen vorkommen. Früher wurden dieselben so hergestellt und zusammengelötet, wobei fast immer beim Tragen die Lötstelle zum Vorschein kommt. Vorgeprägt D Leipzigerst 35 Belmonte& Co. Ecke Charlottenstrasse und Königstrasse 46. Fabrikation mit elektrischem Kraftbetrieb. Gold- und Silber- Walz- und Prägewerk. Atelier für Juwelenschmuck und Kunstarbeiten. 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Das lang ährige Renommé aber, welches unsere Firma ge niesst ist die beste Bürgschaft für eine reelle Garantie, Wir suchen auch nicht durch scheinbar billige Preise zu Wir haben durch den Vertrieb reeller Waren zu blenden, da in den meisten Fälen der Preis ohne Prütung des billigsten Preisen ein grosses Geschäft aufgebaut, und Fabrikates keinen Massstab für den Wert desselben abgeben man kann sich darauf ver assen, dass die Ware von solcher kann. Denn das Notieren niedriger Lockpreise, welches schlechte Qualität und so hergestellt ist, dass sie in jeder Weise empfohlen Arbeit und Material voraussetzt, führt nicht zum Erfolg und werden kann. gewinnt kein Vertrauen. Donnerstag, Freitag, Sonnabend sind beide Geschäfte bis 10 Uhr, Sonntag bis 8 Uhr abends geöffnet. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, 21. Dezember. Anfang 7%, Uhr: Opernhaus. Bajazzi( Pagliacci). Cavalleria rusticana( Bauernehre). Schauspielhaus. Die Räuber.( Anfang 7 Uhr.) Deutsches. Das Käthchen von Heilbronn. Steiner Gänger. Urania a Luisen- Theater. Nach dem Zapfenstreich. Meichshallen. Paffage. Spezialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. str. 48/49. 8 Uhr: Luisen- Theater. Zum erstenmal: Abends 8 Uhr: Im Lande ber Im Lande der Mitternachtssonne. So find fie alle. Mitternachtssonne. Sternwarte, Invalidenstr. 157/62. Täglich geöffnet von 7 bis 1 libr. Neues Theater. Anfang 7%, libr. Ein Sommernachtstraum. Freitag, Sonnabend: Ein Sommernachtstraum. Sonntag: Geschlossen. Montag, Dienstag, Mittwoch: Ein Sommernachtstraum. Neues. Ein Sommernachtstraum. Kleines Theater. Westen. Undine. Nachm. 3 Uhr: Torquato Tasso. Anfang 8 Uhr: Schiller 0.( Wallner Theater.) Gyges und sein Ring. Schiller N. Freitag abend 8 Uhr: Marquis von Keith. Friedrich Wilhelm- Zentral- Theater städtisches Theater). Wanjuschins Kinder. Lessing. Die Frau vom Meere. Zentral. Musette. Nachm. 4 Uhr: Schneeweißchen und Rosenrot. Kleines. Marquis v. Steifh. Komische Oper. Die Bohême. Residenz. Der Brinzgemahl. Trianon. Die herbe Frucht. Lustspielhaus. Der Familientag. Thalia. Bis früh um Fünfe! Carl Weiß. Geschlossen. Luisen. So sind sie alle. Deutsch- Amerikanisches. großen Teich. lebern Metropol. Auf ins Metropol. Kajino. Geschlossen. ( Operette). 4 Uhr: Schneeweißchen und Nosenrot. Abends 8 Uhr: Musette. Komische Oper. Friedrichstr. 104-104 a. Donnerstag, den 21. Dezember, abends 8 Uhr: Die Bohême. Freitag zum 25. Male: Hoffmanns Erzählungen. Walhalla Theater Apollo. Brinzes Rofine. Ein beli Volkstümliche Preise. fates Menu. Walhalla. Unser Doktor. Herrufeld. Familientag im Hause Prellstein. Wintergarten. Eugenie Fougère. Spezialitäten. Folies Caprices. Soll und Haben. InvalidonSternwarte str. 57/62. Castans Panoptikum Friedrichstr. 165. Ohne Extra- Entree. Heute und folgende Tage: Zum ersten Male in den Räumen der I. Etage: Bergbewohner Abessiniens. 65 Eingeborene Männer, Weiber und Kinder. Eintritt 50 Pr. Metropol- Theater Anfang 8 Uhr. Unser Doktor. Auf- in's Metropol! Boltsstüd mit Gesang in 4 Aften von 2. Treptow und L. Herrmann. Anfang 8 Uhr. Rauchen in allen Räumen gestattet. Große Jahresrevue mit Gesang u. Tanz in 9 Bildern v. Jul. Freund. Musik von Viktor Hollaender. Rauchen in all. Räumen gestattet. Freitag: Der neue Herr. Sonnabend nachm.: Sneewittchen. Abends: So sind sie alle. Sonntag nachm.: Sneewittchen. Abends: Geschlossen. Residenz- Theater. Deutsch- Amerikanisches Theater. Köpenickerstr. 67. Direktion: Richard Alexander. Abends 8 Uhr zum 595. Male: Heute und folgende Tage 8 ur: ,, Ueber'n großen Teich" Der Prinzgemahl. Satirischer Schwant in 3 Aften von 2. Xanrof und J. Chancel. Montag, den 25. Dezember, nachm. 3 11hr: Der Schlafwagenkontrolleur. Montag nachm.: Die Waise aus Dienstag, den 26. Dezember, nachLowood. Abends: Der Kaufmann mittags 3 Uhr: Denise. von Venedig. Dienstag nachm.: Fauft. Abends: Folies Caprice. So find sie alle. Mittwoch nachm.: Tell. Abends: Der neue Herr. Trianon- Theater. Heute und folgende Tage: Die herbe Frucht. Anfang 8 Uhr. An beiden Weihnachtsfeiertagen 3 Uhr: Das Ende der Liebe. 8 Uhr: Die herbe Frucht. Belle- Alliance Theater- Variété. Anfang 8 Uhr. Josephine Petit Flammen- und Radium- Tanz. Seppl Werner Charakter- Komiker. Rebusas lustiger Bauernhof. 14 hervorrag. Debüts. Sonnabend, 23. u. 30. Dezbr., nachmittags 3 Uhr: Prinzessin Tausendschön. An den 3 Feiertagen nach der Vorstell. Konzert. Entree frei. Budapester Possen- Theater 132 Linienstr. 132 Ecke Friedrichstraße. Zum 93. Male: Nach dem Zapfenstreich. Vorher: Soll und Haben. u. d. ausgezeichn. Spezialitätenteil. Anfang 8 Uhr. Sonnabend, 23. Dez., 8 Uhr: Premiere ER& ICH 4 Bilder mit Gesang aus dem Leben der Deutsch- Amerikaner von ADOLF PHILIPP. Billetts( ohne Vorverkaufsgebühr) jetzt an der Theaterkasse, bei A. und Wertheim, Invalidendank Kosmos zu haben. Fröbels Allerlei- Theater Schönhauser Allee Nr. 148. 2. und 3. Vorverkauf täglich b. A. Wertheim Gelertag: Gr. Festvorstellung. und an der Theaterkasse v. 10 Uhr vormittags an. Neue erstklassige Spielfolge. Weihnachtsglocken. Lebensbild Stadt- Theater Moabit Nach der Vorstellung: Feſt- Tanz. Alt- Moabit 47/49. Gastspiel des Bernh. Rose- Theaters Der Kaufmann von Venedig. Schauspiel in 5 Aufz. v. Shakespeare. Anf. 8 Uhr. Kaffeneröffnung 7 Uhr. W. Noacks Theater. Direktion: Rob. Dill. Brunnenstr. 16. Heute: Geschloffen: An allen drei Feiertagen: Breise der Blaze wie gewöhnlich. Große Left- Vorstellungen! Carl Weiß- Theater. Br. Frankfurterstr. 132. Bis inklusive Freitag geschlossen. Der Billett- Vorverkauf findet schon jekt täyl. von 11 Uhr vorm. ab statt. Sonnabend 4 hr Kindervorstellung Schöneberger Wintergarten ( leine Preise): Frau Holle. Abends 8 Uhr( alle Bläge 60 Pf.): Rabale und Liebe. Sonntag 4 Uhr Kinderborstell.( fl. Br.): Klein Däumling. Bom 1. Feiertag ab täglich 8 Uhr: Die lebende Brücke auf. Kuba. Golzstraße 9. Täglich Theater und Spezialis tätenvorstellung. Sonntags 2 Borstellungen. Nachmittags 4 Uhr zu halben Preisen, Jede erwachsene Person hat ein Kind 1. Feiertag nachmittag 3 Uhr( halbe frei. Abends 7, Uhr Große Gala Preise): Maria Stuart. Borstellung. Die Direktion. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- Wilh. Th.) Donnerstag, abends8 Uhr: Donnerstag, abends 8 1hr: Gyges und sein Ring. Eine Tragödie in 5 Aften von Friedrich Hebbel. Freitag, abends 8 Uhr: Der Veilchenfresser. Sonnabend, abends 8 Uhr: Zapfenstreich. Wanjuschins Kinder. Drama in 4 Aften v. S. A. Naidjonom. Deutsche Bearbeitung v. Hans Kaufmann und May Lie. Freitag, abends 8 Uhr: Heimg'funden. Sonnabend, abends 8 Uhr: Zum erstenmal: Hans. Freie Volksbühne. Dienstag, 26. Dezember( 2. Feiertag), Anfang 22 Uhr: Metropol- Theater. 15./16. Abteilung Die Wölfin und Fräulein Freschbolzen. Carl Weiß- Theater. 6./7. Abteilung Amphitryon und Die Frage an das Schicksal. 5. Serie im Metropol- Theater vom 1. Januar 1906 ab: Maria Magdalena Ein bürgerliches Trauerspiel in drei Aufzügen von Friedrich Hebbel. 12. Kunst- Abend im Rathaus Dienstag, den 16. Januar, abends 8%, Uhr: Mozart. 230/10 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Zirkus Albert Schumann. Heute Donnerstag, den 21. Dezember, abends präz. 7½ Uhr: TF Premiere der diesjährigen großen Ausstattungs- Pantomime Femina Das neue Frauenreich. Große Ausstattungs- Pantomime in 7 Abteilungen. Entworfen Kasino- Theater Lothringerstr. 37. Täglich 8 1hr. Bis Sonntag geschlossen. An allen drei Feiertagen: Nachm. 4 und abends 8 Uhr: Fest- Vorstellung. Das Opferlamm und das Passage- Theater. Apollo- Theater. Anfang abends 8 Das sensationelle Dezember: Programm. einzig dasteh. Festprogramm. Buddhas Tafel Montag( 1. Feiertag) nachm. 4 Uhr: Hotel Klingebusch. Dienstag( 2. Feiertag) nachm. 4 Uhr: Arbeit schändet nicht. Mittwoch( 3. Feiertag) nachm. 4 Uhr: Ein Sohn des Volkes. Billettvorverk. zu allen Vorstellungen vormittags v. 10-1%, ohne Gebühr. Gebrüder HerrnfeldTheater. Heute präzise 8 Uhr: Familientag im HausePrellstein Komödie in 3 Akten mit den Autoren Anton und Donat Herrnfeld in den Hauptrollen. Borbert. 11-2 Uhr.( Theaterkaffe.) 8 7 6 5 7 Eugenie Fougère Pariser Excentrique- Sängerin. C. Bernardi, Verwandlungskünstler. Mc. Banns, Keulenjongleur. Rosa Naynon, dressierte Vögel Perzina, Hundepantomime. Lene Land, Parodistin. Siegwart Gentes, Humorist. de Grey, Barfußtänzerin. Im Pensionat, Ballettdivertissement. und in Szene gesett vom Dir. Alb. Schumann. Einstudiert vom königl. italienischen Hofballettmeister G. Pratesi. Mufit vom Rapellmeister Dominik Ertl. Sämtliche Dekorationen, Kostüme und Requisiten aus dem Atelier der Hoflieferanten Hugo Baruch& Cie. Die Die 30lympier, Bronzestatuen elektrischen Lichteffekte von Schwabe& Co., Hoflieferanten. Die Perücken Biograph. aus der Fabrik bon Georg Anton. 1. Abt. Ein Polterabend. 2. Abt.: Das Meeting der Frauen. 3. Abt.: Die Hauptstadt Emanzipatoria. 4. Abt. Im CoiffeurLaden. 5. Abt. Das Sportfest der Damen. 6. Abt.: Waffen und Liebe. 7. Abt.: Die eroberte Festung- Amors Triumpf. Borher: Gala- Programm und sämtliche Spezialitäten. Sonntag, den 24. d. M.: 5 Nur eine Vorstellung. Gala Fest- Programm. Große Ueberraschungen. Ein Kind frei. Avis! Der Billettverkauf zu sämtlichen Feiertags- Vorstellungen beginnt heute Donnerstag und dann täglich von 11-2 Uhr. XI. Berliner Saison. Zirkus Busch. Gala- Abend. Zum 33. Male: Die neueste und größte Sehenswürdigkeit Berlins! Indien. Orig. Pantomime des Zirkus Busch in 8 Bildern. Besonders hervorzuheben: Eine Tigerjagd in den Dschungeln Indiens. Ferner: Eine Witwenverbrennung. Außerdem: Sensationell! Elefanten- Kämpfe. Sensationell! Mr. Norton Smith, Amerikas berühmt.Pferdebändiger. Lustspielhaus. Abends 8 Uhr: Der Familientag. Morgen: Nemesis. Reichshallen. Heute: Stettiner Sänger. Zum Schluß! Fräulein Doktor. Zeitburleske von Weysel. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Außerdem: Weihnachts- Programm Dienstag, 26. Dez., 2. feiertag, Uhr: Colosseum Dresdener- Str. 97. Heute: Rin in's Colosseum! Heitere Szenen v. Leopold Ely, Musik von Rudolf Nelson, vorkommende Tänze vom Ballettmeister Eugen Chlebus. Hauptdarsteller: Fortunatus Biedermann Martin Bendix. Anastasia, seine bessere Hälfto Sophie Eduard Alice Düring. } beider Kinder Trudy Truth, Gustav Waldau. Theodor Steiner Fred Carlo. Rudel v. Brillwitz Littke Carlsen. Manon Frelu Paulette v. Roy. Pauline, modernes Dienstmädchen Martha Wald. Johannes Bliemchen Hugo Hochgemuth. Anf. 8 Uhr. Sonntag 82 Uhr. Dazu: Lotte Sebus, der kleine Gabrun, Lucia Ravello, Oskar Fürst etc. Konzertsaal. Fest- Dekoration. Musik u. Ges. b. 1 Uhr nachts. Sonntag nachm. 3 Uhr: mittags 12 llbr: Gr. Weihnachts Volks- Spezialitätenvorstellung. Fest- Matinee zum Benefiz für die Herren Britton, Pietro, Böhme, Walden, Bockmann, Seidel, R. und D. Schrader. 1 Kind frei. Jeder Platz 30 Pf. Palast- Theater Burgstr. 24, 2 Min. v. Bh. 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Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, der Restaurateur Ludwig Hahn, Neue Hochstr. 23, nach kurzem, aber schwerem Leiden verstorben ist. 1358b Die Beerdigung findet Freitagnachmittag 3 Uhr, von der Leichenhalle des Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Um stille Teilnahme bittet Die trauernde Fantilie Frau Hahn mit Kindern. Verein Berliner Hausdiener. Todes- Anzeige. Hierdurch den Mitgliedern zur 13466 Nachricht, daß Sollege Wilhelm Gutsche Görlitzerstraße 60, nach langem Leiden an der Proletarierkrankheit gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 22. Dezember 1905, nachmittags 3 Uhr, auf dem Emmaus Kirchhofe, Rigdorf, Hermannstraße, statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. 0 Verband der Schneider, Schneiderinnen und verwandten Berufsgenossen Deutschlands. ( Filiale Berlin.) Nachruf. Den Mitgliedern geben wir hiermit bekannt, daß der Kollege Ernst Franke am 17. Dezember 1905 im Alter von 35 Jahren gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Spar- Automat. Dr. Lell für 10- und 50- Pf.- Stücke schliesst von -15 128 10 selbst, zeigt den Betrag an u. öffnet sich erst bei 3.- bezw. 20.-. Inhalt. Nach Leerung wieder verwe dhar. Der kleine Nickelautomat weckt den Sinn zur Sparsamkeit bei Jung u. Alt. per Stück M. 0.80 6 Stück M. 3.50 12 Stück M. 6.franko Nachn. 30 Pf. Anweisung gratis. Fabrik- Angestellte. können sich durch den Vertrieb dieses einen praktischen Artikels hübschen Nebenverdienst erwerben, in diesem Falle besondere Vergünstigung. Gotth. Hayn, Breslau 81. Tauenzien- Straße 60. Achtung! = Fleisch billiger!!= Schlächterei Veteranenstraße 15 offeriert: Schabefleisch Rinderbruſt Schmorfleisch die Arbeitszeit um 2½ Uhr beendet ist. Felippe 170/6 Die Verbandsleitung. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Haupt- Bureau: Engel- llfer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt IV 9679 Arbeitsnachweis Zimmer 34. Amt IV, 3353. 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Dienstag, den 26. Dezember( 2. Weihnachts- Feiertag), in Louis Kellers Festsälen, Koppenstr. 29: Gr. Matinee, arrangiert von den Zum Kampf im Frifeurgewerbe. In nachfolgenden Geschäften werden Gehülfen mit der weißgrünen Kontrollfarte beschäftigt und sind die Forderungen der Gehülfen durchgeführt. Die Karten sind nur gültig, wenn die laufende Woche gestempelt ist. Da die Karte nachgeahmt ist zum Zwecke, die Erfolge der Lohnbewegung illusorisch zu machen, ersuchen wir, darauf zu achten, daß die gültigen Karten untenstehenden Titel, hellgrün und die Unterschrift Paul Liere tragen. Genossen des Kreises außerdem ift mit der Freien Vereinigung felbſtändiger Barbiere, Grifeure sc. vor denn unter Mitwirkung der Berliner Volkssänger- Gesellschaft Gnörich Balze und des Neuen Berliner Billetts 25 Pf., an der Kasse 30 Pf. Gewerbegericht ein Tarifvertrag abgeschlossen. Diese Mitglieder sind kenntlich durch Plakate. N. NW. Flöter, Fennstr. 52. Becke, Berlebergerstr. 42. Genossenschaft„ Boran", Pantstr. 32d. Giese, Rostoderstr. 1. Sinfonie- Orchesters unter Leitung des Direktors Herrn Tietz. Kassen- Eröffnung 11 Uhr. Anfang pünktlich 12 Uhr. 264/ 12* Das Komitee. Witte, Gropiusstr. 7. Ziegelsti, Buttmannstr. 1. Klees, Egerzierstr. 11. 21a. Pöthke, Drontheimerstr. 5d. Hohmann, Prinzen- Allee 11. Hübner, 26. Rugner, Koloniestr. 127. Schmidt, Badstr. 18. Dtte, Stettinerstr. 39. Leonhardt, " " 42. 46. Herbst, Raft, Peters, Beuffelstr. 80. Cichy, 84. Buttenstr. 32. Arlt, Sidingenstr. 7. Schneider, Bufall, Bietenstr. 31. Stlein, 40. Malid, Mainzerstr. 5. Erdmann, Elbestr. 8. Siebke. Allerstr. 1. Henning, Warteftr. 69. Leich, Steinmetzstr. 21. Bogel, 33. Beder, Berlinerstr. 79. Grünthal, Falfstr. 25. 44. Reiche, Berlichingenstr. 6, Dehlte, Wittstoderstr. 2. 2B) Röhl, 8. Weiß, Zwinglistr. 10. Strehlte, Walterstr. 3. Schmidt, Hermannstr. 35. Ron, Neumann, Müller, 207. # 210. " 229. 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis Süd- Ost. Dienstag, den 26. Dezember 1905( 2. Weihnachtsfeiertag): Große Matinee veranstaltet von den Parteigenossen des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises Süd- Ost unter Mitwirkung der Volkssänger- Gesellschaft Strzelewicz und des Berliner Konzert- Orchesters Kapellmeister: Otto Runge. Billett 30 Pf. Das Komitee. Bock, Soldinerstr. 10. Graff, 66. Boy, Ruheplatstr. 18. Berninger, Uferstr. 18. Hoppmann, Lüderitstr. 59. Schwanebeck, Hochstädterstr. 26. Mende, Schulstr. 117. Leopold, Liebenwalderstr. 5. Mehling, Utrechterstr. 5. Staralsti, Plantagenſtr. 8. Schenk, Wiesenstr. 19a. Brandt, Müllerstr. 58. Lasetti, 168. Kleinert, Togoste. 80. Effer, Nazarethfirchstr. 40. Papenfuß, Lynarstr. 15. Kolberg, Grünthalerstr. 11. Lange, Weddingstr. 1a. Marts, 8. " Holz, Reinidendorferstr. 61. Heinrich, Scheringstr. 12. Stnaft, Huffitenstr. 29. Kogmann, Huffitenstr. 45. Lorenz, Usedomstr. 9. Bull, Hermsdorferstr. 6. Kappe, Gartenstr. 54. Schimming, Battstr. 18. Borges, Stolbergerstr. 12. Krause, Anfang mittags 12 Uhr. 264/ 13* Neue Stukkateure! 30. Ebel, Stralsunderstr. 51. Heese, Aderstr. 47, Bybell, 81. Heute, 21. Dezember, abends pünktlich 8 Uhr, bei Franke, Sebaftiauftr. 39: af, eue Hochstr. 16. Oeffentliche Versammlung. Tages Drdnung: 1. Die Tarifbrüche in den Firmen Bissing, Schirmer, Zeyer& Drechsler unb Karl Schultze. 2. Diskussion. Kollegen! Da es sich um maßgebende, prinzipielle Berlegungen unseres Zarifvertrages handelt, die unsere gesamten Abmachungen in Frage stellen, so ist das Erscheinen alter, besonders der Kollegen von oben genannten Firmen, dringend notwendig! Ganz besonders feien alle arbeitslosen Kollegen eingeladen! 181/ 15* Zur Dedung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Der Einberufer. Max Kliems großer Fest- Saal Hasenheide 13-15. Montag, den 25. Dezember( 1. Feiertag) Weihnachts- Feier des Gesangvereins ,, Norddeutsche Schleife", Mitgl. d. Arb.- Sängerbundes. · Direktion: Herr H. Bosch. Dem Tage entsprechendes Programm. Anfang abends 6 Uhr. ☐ Programm a 30 Pf. zu haben: Restaurants: Wilh. Erbe, Hasenheide 9; Rob. Schaller, Gräfestraße 4; Max Richter, Adalbertstr. 5.- Zigarrengeschäfte: C. Brodowski, Reichenbergerstr. 73; A. Hoffmann, Pücklerstr. 30; 0. Hentscher, Wrangelstr. 107; C. Wolff, Gubenerstr. 29. Seltener Ausverkauf. Saal SalonSpeiseZum Feste: Teppiche 50, 65 bis 90 Mk. Teppiche 30, 40 bis 65 Mk. Teppiche 25, 30 bis 50 MK. Wohn- Zimmer- Teppiche 20, 25 bis 35 Mk. HerrenSofaBettDie Prostitution als foziale Klaffenerscheinung und ihre sozialpolitische Bekämpfung Bon Paul Kampffmeyer Preis 1,50 Mark Agitations- Ausgabe 75 pfg. Der Verfaffer wendet sich in erster Linie an das kämpfende Proletariat, deffen weiblichen Mitgliedern so häufig bas Schandmal der öffentlichen Prostitution aufgebrückt wird. Die Arbeiterklasse bekämpft die Ausbeutung in jeder Gestalt. Sie ist also auch berufen, gegen diese Form der Knechtung und Unterdrückung die Stimme zu erheben. 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Baude, Münchenerstr. 44. Rabe, Jägerstr. 41. Ciecielsti, 75. Jungmann, Prinz Handjerhstr. 54. Stöbe, Hobrechtstr. 6. Uter, Reuterstr. 47. Fütterer, 77. Kahlbach, Richardstr. 18. Schröder, Bißmannstr. 12. Nagel, 22. Dehmchen, Kaiser Friedrichstr. 77. Wisodi, Mar, Bannierstr. 5. Steinke, Schachler, " " 33a. 15a. Bawlidi, Hermannplag 4. Rummelsburg. Münster, Neue Bahnhofstr. 22. Tauchnik, " Jasch, Bühlischftr. 26. Welt, Gärtnerstr. 14. 31. 244. Friedrichsberg- Lichtenberg. Rente, Frankfurter Allee 172. Glende, Friedrich Karlstr. 16. Strögner, Gürtelftr. 29. Treptow. Hecht, Elsenstr. 37. Reinickendorf. Toft, Provinzstr. 82. Straube, Ernststr. 22. Lemte, Eichhornstr. 71. Weißensee. Arndt, Langhansstr. 9. Heimlich, 150. Simon, Straßburgstr. 24. Koch, Gustav Adolfstr. 24a. Junte, Streuftr. 4. " Olschock, Lehderstr. 5. Groß- Lichterfelde. Scheeler, Jägerftr. 14. Schöneberg. Radke, Grunewaldstr. 45. Apik, Hohenfriedbergstr. 1. Hertel, 27. Hantel, Alazienstr. 21. Badschte, Gothenstr. 40. Charlottenburg. Hübner, Potsdamerstr. 44. Mefferknecht, Knobelsdorffstraße. Stummer, Spreeftr. 5. Laute, Rückerstr. 3. Wartmann, Seefenheimerstr. 4. Stärschner, Strummeftr. 33. Grunewald, Pestalozziftr. 67. Stanz Schafer, Osnabrüderstr. 3. Behrend, Rietsch, Kantstr. 60, 83. 27. Köpenick. Schwark, Müggelheimerstr. 2. Rother, Grünauerstr. 71. Besener, Kaijer Wilhelmstr. 103. Kubisch, Kaiserin Auguste Bittoriaftraße 24. Kerber, Rudowerstr. 27. Leuchtenberger, Schönerlinderstr. 15. Bohl, Müggelheimerstr. 33. Hädecke, Elisabethstr. 2. Adlershof. 53. # 50. Preuß, Bismardftr. 17. Heinrich, Treffehn, Müller, Hadenbergstr. 7. Donner, Radiceftr. 33. Ober- Schöneweide. Langner, Wattstr. 12. Keich, Frischestr. 1. Friedrichshagen. Billemann, Friedrichstr. 59. Klook, Linden- Allee 7. Fischer, Sturzestr. 1. Schwarzkopf, Stirchstr. 18. Aus der Liste sind zu streichen: Fride, Schwedenstr. 19. Kriegel, Hochmeisterstr. 19. Rühl, Oberbergerftr. 31. Seele, Kottbuser Ulfer 59. 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Aus Industrie und Handel. Weihnachtspräsent. Den Gewerken des Bergwerks" Hercynia" wird außer der laufenden Monatsausbeute von 100 m. pro Stur noch eine Weihnachtsausbeute von 600 D. präsentiert. Damit erreicht die Gesamtausbeute pro 1905 das hübsche Sümmchen von 1800 m. gegen 1500 M. im Vorjahre. Die Gewerke werden mit folcher Ordnung gut zufrieden sein. Und die Arbeiter? 17 500 Dollar. Banama- Skandal. Bei der Debatte im Senat in Washington Obergutachten des Herrn Stallmann in der Münzstraße einzuholen sei. Da über die Bewilligung von 11 Millionen Dollars für die Panama- Herr St. fein Bahnarzt ist, so erregte die Buschrift bei den Krankens Kanal- Kommiffion wurde festgestellt, daß die der Kommiffion ange- faffen- Bahnärzten sehr böses Bsut; diese beschlossen in einer Ver hörigen Beamten insgesamt Gehälter im Betrage von 110 000 Dollar sammlung einen energischen Protest gegen diese Zumutung, die den beziehen, und zwar der Präsident der Kommission 30 000 Dollar ganzen Stand der Zahnärzte beleidige. Der Zahnarzt Libertius jährlich, der Chefingenieur 25 000 Dollar, und der Bezirksgouverneur Beschwerde an den Oberpräsidenten. machte das Schriftstück der Orts- Krankenkasse zum Gegenstand einer Er richtete aber auch am von je 10 000 Dollar, darunter ein Breßagent, der günstige Nach er einige drastische, beleidigende Ausdrücke gebrauchte. Außer diesem Ferner erhalten eine Anzahl Personen Gehälter 24. Juni ein anonymes Schreiben an den Vorstand, in welchem richten über die Kommission in die Zeitungen bringt. Da ein Senator Schreiben bildete noch ein zweites Schreiben vom 28. September Faule Zahler. Wie der Confektionär" erfährt, find von der Vereinigten Staaten nur 5000 Dollar jährlich erhält, haben die Grundlage der Anklage. Dieses spitzte sich zu dem Satze ruffischen Belzfirmennamentlich in Südrußland verschiedene biefe Feststellungen im Senat tiefen Inwillen erregt und es dürften zu: Niederträchtig ist der Stand, der nicht alles einſeht für ſeine fällige Bahlungen ausgeblieben. Auch in den größeren Städten, erhebliche Streichungen an den Voranschlägen stattfinden. Ehre!"( Frei nach Schiller.) Der Verteidiger beantragte die Freitwie z. B. Petersburg, machen sich Schwierigkeiten bemerkbar, da die sprechung des Angeklagten. Das Schöffengericht nahm an, oaß der Banten mit der Kreditgewährung zurückhalten. Im allgemeinen Weniger Produktion höherer Gewinn. Die Getverkschaft Angeklagte in dem ersten Briefe in seinen Ausdrücken zu weit gedürfte der Leipziger Rauchwarenmarkt nicht allzu start in Mitleiden- König Ludwig" bei Recklinghausen leidet jedenfalls auch unter den gangen sei und verurteilte ihn zu 15 M. Geldstrafe. Im zweiten schaft gezogen werden, da die Kreditgewährung an russische Belz- angeblich gesteigerten Produktionskosten durch höhere Löhne alle wurde auf Freisprechung erkannt, da Wahrnehmung berechtigter firmen in letter Beit sehr eingeschränkt worden ist. Eine nachteilige denn im November blieb die Förderung um 935 Tonnen gegen das Interessen vorliege. und störende Folge der Unruhen in Rußland ist aber das Ausbleiben Ergebnis des Vorjahres zurück, dagegen stieg bei 59 699 M. Abder Berichte über neue Ware, so daß über Quantitäten und Preise schreibungen für Neuanlagen der Betriebsgewinn um 2696 M. völlige Ungewißheit herrscht. Bei solchem Notstand werden die Papierbesiger sehr- darben. Mai Der Eisenbahnverkehr im Jahre 1905. Hus der frauenbewegung. Gerichts- Zeitung. vor Gericht. Sie Das Spremberger Eisenbahnunglück vor Gericht. Am 7. August waren der von Berlin kommende Schnellzug 118 mit dem von Görlig kommenden Nachzuge zum Schnellzuge 112 furz vor der Haltestation Schleife, etwa 2 Kilometer von Spremberg entfernt, Die Einnahmen der deutschen Eisenbahnen aus dem Güters zusammengestoßen. Jufolge des Zusammenstoßes auf der starken berkehr weisen im laufenden Jahre eine fräftige Steigerung gegens Kurbe der nur eingleisigen Strede waren 15 Personen getötet, eine über 1904 auf und spiegeln den Aufschwung des gewerblichen Der Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse veranstaltet große Anzahl schwer verwundet. Die öffentliche Meinung führte Der Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse veranstaltet Sen Unfall auf technische Mängel in der Betriebssicherheit, vor allem Beschäftigungsgrades im Jahre 1905 deutlich wieder. Die Ein- am Donnerstag, den 28. Dezember, nachmittags pünktlich 5 Uhr, auf die Eingleisigkeit, nahmesteigerung ist umso bemerkenswerter, als atvei Momente in den Arminhallen, Kommandantenſtr. 20, eine Weihnachtsfeier für nicht überangestrengtem Bersonal zurück. den Mangel ant hinreichendem und zwei Hingegen erblidt im laufenden Jahre bei einem Vergleich mit 1904 ungünstig Kinder. Tilla Durieng vom Deutschen Theater wird Märchen vor die Anklage, ins Gewicht fielen. Gleich zu Beginn des Jahres unterband lesen und die Konzertfängerin Elise Fröhlich verschiedene Lieder zum Beamten im wesentlichen auch auf Gutachten höherer der Bergarbeiterstreit im Stuhrrevier den Güterverfand sehr start. Vortrag bringen. Daran schließt sich ein geselliges Beisammensein verwaltungstechnische Mängel vielleicht vorliegen würde, die Vergeftügt, deren. moralische Berantwortlichkeit für Als dann diese Störung wegfiel und die Versandtätigkeit all- der Großen und Kleinen. mählich immer kräftiger zunahm, trat im Juni und besonders im schuldung in fahrlässigen Handlungen des Stationsvorstehers, Herbst ein so scharfer Wagenmiangel ein, daß die Eisenbahnen nicht Eisenbahnassistenten Gustav Artur Stullgys aus Spremberg, des imstande waren, die außerordentlich günstige Konjunktur auszus Weichenstellers Oswald Wiedemann aus Schleife und des Weichenstellers Gustav Schmidt aus Spremberg. Die drei Beamte nugen. Schließlich ist noch in Betracht zu ziehen, daß 1904 infolge Berleumderische Beleidigungen der„ Essener Boltszeitung" abermals haben sich wegen fahrlässiger Tötung in Joealkonkurrenz mit der Einstellung der Binnenschiffahrt im Sommer die Eisenbahnen stärker in Anspruch genommen waren, während im laufenden Jahre Transportgefährdung durch Vernachlässigung der ihnen obliegenden ber Wasserstand ber großen Flüsse sehr Vor dem Schöffengericht in Essen wurde in zweitägiger Ver- Pflichten( Berstöße gegen§§ 316, 319, 222 Strafgesetzbuchs) vor günstig war. bandlung ein zweiter Beleidigungsprozeß verhandelt, in dem die Gericht zu verantworten. Die Verhandlung, zu der zahlreiche Trotz all dieser für den Eisenbahnverkehr im Jahre 1905 Vorstandsmitglieder des Bergarbeiterverbandes und der Abg. Hue Zengen und Sachverständige geladen sind, begann gestern vor der ungünstigen Umstände war die Zunahme der Erträgniffe bon 1904 auf 1905 weit größer als in anderen Jahren. flagten. Auch dieser Prozeß endete mit einer moralischen Ver- oder Sonnabend dauern. Wir werden dann zusammenfassend über gegen den Redakteur der Essener Volkszeitung" Hankamer Stottbuser Straffammer. Sie wird voraussichtlich bis zum Freitag Die absoluten Einnahmen aus dem Güterverkehr betrugen im ersten Quartal 302,90 Millionen Mart oder 0,9 Proz. mehr als im Vorurteilung, aber mit einer juristischen Freisprechung des An den Inhalt der Verhandlungen und über das Ürteil berichten. jahr, im zweiten 317,73 oder fast 6 Proz. mehr, im dritten 353,08 Effener Volkszeitung" vom 28. Juni. In diesem war behauptet, vor Beteiligung an der Amsterdamer Serienlotterie und ähnlichen getlagten. Gegenstand der Anklage bildete ein Artikel der Lotterieschwindel vor dem Reichsgericht. Wiederholt haben wir oder 6 Proz. mehr und in den Monaten Oktober und November endlich der deutsche Bergarbeiterverband arbeite im Gegensatz zum Gewerk- Unternehmungen gewarnt. Wiederholt haben wir auch darauf hin354,06 oder ca. 4 Proz. mehr als 1904. Im Personenverkehr entfällt der Höhepunkt auf den Monat für Bebel und Singer und schädige die Jntereffen der Arbeiter. Er pflichtet sind, ja sich vielleicht durch die Spielerei strafbar machen verein christlicher Bergarbeiter nicht für die Bergarbeiter, sondern gewiesen, daß die Lotteriespieler feineswegs zur Weiterzahlung verJuni, in dem die abfolute Steigerung gegenüber 1904 12 Millionen betrachte das Berggesez nur als Hegstoff. Es sei ihm recht, wenn die tönnen. Eine Bestätigung unserer Ansicht liefert eine Berhandlung Mark oder pro Kilometer 21 Pro3. beträgt. Berechnet man die Migstände fortbestünden, damit sie ihre sozialdemokratische Suppe daran vor dem Reichsgericht, über die uns folgender Bericht zugeht. Kilometereinnahme für die einzelnen Monate, getrennt nach dem tochen könnten. In der Verhandlung betonte Hue, daß lediglich eine Personen- und Güterverkehr, so betrug diese bei sämtlichen deutschen ideelle Einheit zwischen dem Verband und der Partei bestehe, aber preußische Lotteriegefey find am 1. August vom LandVon der Anklage des Vergehens gegen das Eisenbahnen in Mark aus dem teine tatsächliche Einheit. Als Beleidigung würde selbstverständlich gerichte Baugen Güterverkehr Personenverkehr der Fabrikarbeiter Alwin Grosse nicht aufgefaßt, wenn behauptet wäre, Mitglieder des Verbandes in Harwigsdorf, fein Bruder August Groffe und die 1905 1904 1905 feien sozialdemokratisch. Behauptet sei aber, der Verband arbeite Mitangeklagte minna wirsig freigesprochen worden. gegen die Intereffen der Arbeiter. In der Verhandlung gaben haben sich an einer Amsterdamer SerienlosgefellBeugen und der Angeklagte zu, daß vor dem Umfall des Zentrumschaft beteiligt. Sie glaubten, daß dies gestattet sei. Die Ge auch vom christlichen Verein das Berggefeh scharf verurteilt ist. Als nehmigung der sächsischen Regierung hatte aber die Bank in Rechtsanwalt Bell für den Angeklagten darauf erklärte: Für jeden Amsterdam nicht.( Ebensowenig hat die Bank eine preußische Gevernünftigen Politiker ist doch die Stellungnahme vor Annahme nehmigung für Breußen.) Es handelt sich bei der Amsterdamer eines Gefezes eine ganz andere, als nach Annahme, erwiderte Abg. Lotterie um Beteiligung an einer Serie an sich gestatteter oder Sachie: Das ist nur Zentrumstaftit, nicht unsere Tattit.( Seiterkeit.) meist gestatteter Lotterien. Die Serien veranstaltung Die Regierungsvorlage ist das mindeste, was wir auch heute noch selbst stellt aber ein neues Lotterieunternehmen dar, für anerkennen müssen. Die verschiedenen Organisationen der Berg- bas eine behördliche Genehmigung fehlt. arbeiter waren auch nach Zustandekommen des Berggesetzes noch bes Die Unzulässigkeit einig. Erst nachdem die Agitation für die Reichstagswahlen einsetzte, nicht. Es erkannte aber auf Freisprechung, Serienlosunternehmens verkannte auch das Landgericht weil es nicht Rohlenproduktion. Nach dem in der Sitzung des Kohlensyndikats Verein, Borsitzender der Siebenerkommission) bestätigt, daß Sachse auch einen Irrtum über einen Tatumſtand. wurden wir Hezer genannt. Der Beuge Effert( chriftlicher nur einen einen Rechtsirrtum der Angeklagten annahm, sondern erstatteten Bericht betrug der rechnungsmäßige Kohlenabsag im im Anfange gegen den Streit gesprochen hat, er tönne nicht betevision des Staatsanwalts hob das Reichsgericht das Urteil November 5 054 154 Tonnen 82,42 Broz. der rechnungsmäßigen stätigen, daß die Leiter des Verbandes gehezt oder die auf und verwies die Sache an das Landgericht zurück. Beteiligung gegen 75,09 Proz. im Oftober d. J. und 81,64 Proz. im unzufriedenheit geschürt hätten, Die Frei November des Vorjahres. um zu einem besseren Gesetz zu gelangen. Der Beklagte vermochte eine feiner Bezutreffen. Nur dann wäre die Freisprechung gerechtfertigt, wenn die sprechung sei nur aus subjektiven Gründen erfolgt, die aber nicht Der staatliche Hafenbetrieb in Hamburg. Hamburg besitzt in hauptungen zu beweisen, die Kläger erklärten sich bereit, zu be Angeklagten angenommen hätten, die Ausspielung sei durch besondere feinen gewaltigen Hafenanlagen und seinem von Jahr zu Jahr weifen, daß das genaue Gegenteil der Ausstreuungen der„ Essener Genehmigung zugelassen. wachsenden staatlichen Hafenbetriebe eine Finanzquelle, deren Be- Boltszeitung" der Wahrheit entspricht. Der Angeklagte gab als deutung für den hamburgischen Staatshaushalt stetig zunimmt. Verfasser des Man hüte fich also vor Beteiligung an Serienlotterien, die Artitels den Berliner Schriftsteller Friedrich nicht als solche genehmigt sind. Denn das Spielen ist nicht nur Dies wird aufs neue durch den soeben erschienenen Entwurf des Nienfemper an. Budgets für 1906 bestätigt. Danach sind die Nettoeinnahmen aus Das Urteil lautete mit folgender Begründung auf Frei- geeignet den Beutel leer zu machen, sondern kann auch den Spieler den Kaianlagen auf 4 861 000 m. veranschlagt, während der Vor- sprechung des Angeklagten: in den zur Verhandlung stehenden auf die Anklagebant bringen. anfchlag für das laufende Jahr mit 4 813 000 m. rechnete. Artikeln wird gegen die Kläger erstens der Vorwurf erhoben, Ein Reichstagsabgeordneter Weinpantscher? Der Reichstagsabg. Der Entwurf fchäßt die voraussichtliche Höhe der Bruttoeinnahme ihre gewerkschaftliche Tätigkeit gehe lediglich darauf aus, Sartorius( frf. Bp.) befindet sich bekanntlich seit Monaten unter speziell aus dem öffentlichen Kaibetriebe auf 8175 000 2. und die Bergarbeiter in das sozialdemokratische Lager hinüber der Anschuldigung, in den letzten fünf Jahren fortgesezt durch Zufah awar: die Raum- und Landungsgebühren c. für Schiffe auf zuziehen, bezw. ihre sozialdemokratische Parteisuppe an der von Wasser und Chemikalien Weine verfälscht zu haben, in Unter 4812 000 M., die Gebühren für An- und Ablieferung der Güter auf Gewerkschaftsbewegung zu kochen; zweitens die Kritik der Kläger fuchung. Ein Antrag auf Einstellung des Verfahrens während 943 000 M., das Lagergeld auf 534 000 M., das Wiegegeld auf gegen das angenommene Berggesetz gehe von den Motiven aus, die der Reichstagsfeffion ist nicht gestellt. Die Verhandlung vor der 303 000 M., die Einnahme aus dem Hafenbahnbetriebe auf 1818 000 M. Bergarbeiter zu verheßen; drittens die Kläger arbeiteten jeder Strafkammer zu Frankenthal( Pfalz) hat nun begonnen. Da Dieser Bruttoeinnahme werden Ausgaben gegenüberstehen, deren Reform entgegen, weil sie von der Unzufriedenheit der Massen lebten. 39 Beugen und Sachverständige geladen sind und ein umfangreicher Höhe mit 5419 000 m. veranschlagt ist, so daß die Nettoeinnahme Für alle diese Behauptungen sei es dem be- Beweis durch Verlesung und Prüfung der Geschäftsbücher voraus dem öffentlichen Staibetriebe sich auf 2.757 000 m. belaufen flagten Rebatteur Hantamer in teiner Weise ge- zunehmen ist, so wird der Prozeß schwerlich vor Weihnachten in würde. Als Ertrag aus der Verpachtung von Kaistreden stellt der lungen, den Beweis der Wahrheit zu erbringen. erster Instanz seine Erledigung finden. Wir werden über den Ausfall Entwurf ungefähr die gleiche Summe wie im Vorjahre in Rechnung, Der Bellagte hätte somit verurteilt werden müssen, denn zweifellos des Prozesses berichten. nämlich 1 903 000 m. hätte er sich der schweren Beleidigung schuldig gemacht. Das Gericht Das gute Zutrauen des hamburgischen Staates aur Fort hatte aber auch zu prüfen, ob dem Angeklagten der Schutz des§ 193 entwickelung des hamburgischen Handels- und Schiffsverkehrs kommt Str.-G.-B. zur Seite zu stellen sei, und hat diese Frage durchaus in der Erhöhung der Einnahmen aus dem Tonnengeld und aus bejaht. Denn der Artikel erschien zurzeit der Reichstagswahl, wobei der Deklarationsabgabe, die der Voranschlag vorsieht, zum Ausdrud. der Angeklagte als Redakteur und Wahlausschußmitglied der Die Staatstaffe glaubt für das tommende Jahr auf 506 000. Bentrumspartei in berechtigter Weise die Interessen dieser Partei Deklarationsabgaben und 2 799 000 M. Tonnengeld( der vorjährige bertrat. Es mußte daher die Freisprechung erfolgen. Budgetentwurf stellte nur 502 000 m. beztv. 2 675 000 M. in Ausficht) rechnen zu dürfen. 1904 Januar Februar März April 2048 2033 748 764 • 2086 1998 729 726 • • 2354 2336 890 910 . 2106 2153 1026 1121 2129 Juni 2134 Juli 2230 Auguft 2362 September Dftober • November 1080 2189 1128 1365 2285 1434 1489 2480 1302 1366 2454 2599 1183 1185 2621 2696 1059 1055 2447 2567 828 2362 1234 868 • Auf die Berliner Marktpreise. Aus dem amtlichen Bericht der städtischen Martiballen- Direktion. Rindfleisch Ia 64-68 pr. 100 Pfund, Ila 56-64, IIIa 50-55, IVa 40-48. Stalbfleisch Ia 82-86, IIa 70-80, IIIa 50-67, Sammelfleisch Ia 64-74, IIa 48-60. Schweinefleisch 66-72. Notwild Stüd 0,80-1,10. Qubner pro Stud, alte 1,20-1,75, junge Ja 0,80-1,25, Bjund 50-58 Pf. Hajen Stück 3,50-3,80, mittel 2,50-3,20. Staninchen do. IIa 0,60-0,70. Tauben, junge 0,55-0,70, alte 0,45-0,50. Enten junge 1,80-2,40. Gänse pro Stüd Ia 0,00-0,00, IIa 0,00, pro Bfd. Zahnarzt und Krankenkasse. Vor dem Schöffengericht Berlin Ia 0,60-0,70, IIa 0,55-0,58. Schellfische 33-36 W., Flunder 10-16 M. wurde gestern eine Anflage wegen Beleidigung des Vorstandes der pro 100 Bfd. Hechte 81-88 m., Schleie, unsortiert 00,00 2. Aale, groß 0,00, Drtstranfenfaffe für das Brauereigetverbe gegen den Zahnarzt Hans mittel 0,00, flein 0,00, Blößen 00,00 M., Karpfen uns. 0,00 M., Lachs 116. Wie die Rheinisch- Westfälische Zeitung" erfährt, find in der in Tiburtius verhandelt. Die der Bereinigung der Berliner Kranten Schottische Bollheringe( gefalzen) 36-38 M Gier, Schod 5,00. Butter pro Köln abgehaltenen Roheisensyndikatssitzung für das 2. Quartal 1906 faffen angehörige Ortskrankenkasse für das Bierbrauergewerbe hatte 95-110. Startoffeln pr. 100 Bib. rote 2,00-2,20, Stolen 0,00-0,00, 100 Bjund Ia 124-126, IIa 118-124, IIIa 115-118, abfallende die Preise für Buddel, Stahl- und Bessemereisen um 6 M., die unterm 23. Juni cr. fämtlichen Krankenkassen- Bahnärzten ein Schrift blaue 0,00-0,00, runde weiße 1,80-2,00. Birsingkohl pr. Schock für Gießereiroheisen und Hämatit um 5 M. für die Tonne erhöht ftück zugestellt, wonach bei zahnärztlichen Verordnungen, wie fünfts 6,00-10,00, Weißfohl 6,00-8,00, totfobl 4,00-8,00, hol. 12-17 2. lichem Zahnerfaz, Blomben zc. vor deren Ausführung in jedem Falle ein Saure Gurken, Schock 2,00 M., Pfeffergurfen 2,00 M. worden. " Höher hinauf. Sonntag bis 8 Uhr geoffnet. Sielmann& Rosenberg, Kommandantenstrasse 3/4. Grosses Spezial- Haus für Damenkonfektion Gegr. 1879 Ecke Fahrgelegenheit überall, 2 Häuser vom Dönhoffplatz. 500 Abendmäntel, Anfang Januar werden unsere grossen Lokalitäten umgebaut. Zur Räumung der grossen Lagervorräte verkaufen wir jetzt für den halben Preis Jacketts u. Paletots, Eskimo,| Frauenpaletots und Havelocks 12, 15, 20, 25 Mk., früher 30-50 Mk. 8, 10, 12, 15 Mk., früher 15-30 Mk. Plüsch- u. Astrachan- Paletots 3000 Kostümröcken. 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Das Lokal 299/ 18* ,, Prachtsäle des Ostens" Frankfurter Allee 154 ist für organisierte Gastwirtsgehülfen gesperrt! Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Redaktion und Expedition: Berlin, Cindenltr. 69. fcrnfprecber: Amt IT, 198}. Nr. 298. Donnerstag, den 21. Dezember 1905. Inserate Sedjsgdpaltenc Kolonelzelle 26 Pfg. Bei größeren Ruitragen entsprechenden Rabatt. partci-Hngclcgcnbclten. Zur Lokalliste. In Reinickendorf iOsten) steht das Lokal„Schützenyaus" sGebr. Leder), Residenzstr. 1—3, der Arbeiterschaft nicht mehr zur Verfügung und ist mithin streng zu meiden. In K i e l e m a l steht das Lokal zum»Heidekrug', Köpnicker Allee, der Arbeiterschaft zur Verfügung. Die Lokalkommission. Lorfigwalde. Den Mitgliedern dcS Wahlvereins zur Nachricht, hast am 3. Weihnachtsfeierlage abends von ö Uhr ab in unserem Vereinslokale von Kube ein geselliges Beisammensein mit Familie, bestehend in komischen Vortragen und Gesangsaufführunaen, statt- findet. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Vorort- l�admchten. Die Berliner Berkchrsprojekte und die Bororte. Wie erinnerlich, sollte die städtische Nord-Südbahn ursprünglich durch die Uork- und Göbenstraste nach dem Botanischen Garten und eventuell weiter nach Schöneberg geführt werden; dieser Plan scheiterte indes daran, daß die Gemeinde Schöne- berg sich nicht geneigt zeigte, angemessene Kostenbeiträge zu dem Unternehmen zu garantieren, ja, es wurde sogar gesagt, Schöneberg werde sich seme Schnellverbindungen selbst bauen. Neuerdings scheint man jedoch die Vorteile einer gemeinsamen Groß Berliner Verkehrspolitik schätzeil gelernt zu haben und so wurde denn die Frage der Weiterführung der Nord-Südbahn nach den Vororten auch im Stadtverordneten-Aus- schusie wieder erörtert. Die Magistratsvertreter erklärten indes, es fei als ein„besonderer Vorzug des Bahnprojektes' anzusehen,„daß seine Linienführung sich innerhalb des städtischen Weichbildes bewegt und die Stadtgemeinde daher selbständig und ohne Mitwirkung der Vorortgemeinden über dasselbe beschließen könne. Gleichwohl sei die Möglichkeit gegeben, die Bahn in die Vororte weiterzuführen. was wohl auch geschehen werde, falls das Bedürfnis hierfüt hervor- tritt und die Vorortgemeinden sich dieserhalb an die Stadtgemeinde wenden sollten." Tatsächlich nimmt auch schon das vorliegende Projekt auf eine etwaige Verlängerung der Nord-Südbahn„nach Schöneberg und Wi'lmersdorf" Rücksicht, indem der vor- läufige Endbahnhof„Kreuzberg", an den sich ein„Aufstellung� bahnhof" für achts Züge schließt, so angelegt werden soll, daß eine Fortsetzung des Tunnels nach dem Westen zu ohne weiteres aus- iührbar ist. Anders steht es mit der von der Gemeinde Reinicken- darf verlangten Fortfuhrung der Bahn nach Norden. Eine solche war ursprünglich zwar beabsichtigt: die Bahn sollte vom Wedding durch die Reinickendorferstraße nach Reinickendorf geführt werden. Man hat aber mit Rückficht auf das geringere Vorkehrsbedürfnis von diesem Plane Abstand genommen und beschlossen, die Bahn nach Nord- Ivesten, durch die Müller- bis zur Seestraße zu führen, weil hier lebhaftere Gegenden erschlossen werden und die Rentabilität des Unternehmens gesicherter erscheint. Von hier aus ist eine Ver- längenmg der Bahn nach dem vielbesuchten Tegel, das mit seinen staatlichen und städtischen Anstalten ungleich verkehrsreicher ist, geplant und zwar würde die Nord- Südlinie hier wohl als Hochbahn auszuführen sein. Schon der Betriebs- und W e r k st ä t t e n- B a h n h o f, der sich an die vor- läufige Endhaltestelle„Seestraße" anschließt, wird sich im Straßenniveau befinden; die Gleise der Unterpflaster- bahn sollen neben den Kirchhöfen der Philipp-Apostel« und Charitö- Gemeinde in einer Rampe mit 40 Proz. emporsteigen und hinter den Kirchhöfen in den Betriebsbahnhof einmünden, der zum großen Teil auf städtischem Gelände liegt. Der Gemeinde Reinickendorf dürfte also nicht» weiter übrig bleiben, als mittels einer Flach- bahn an die Endhaltestelle der Nord-Südlinie heranzukommen zu suchen._ Die Eröffnung deö Teltowkanals ist, wie Landrat v. Stubenrauch während des Festmahles des Teltower Kreistages in seiner Ansprache mitteilte, auf den 22. März kommenden Jahres festgesetzt worden. Geflügeldiebe in den Bororten. Mit der Annäherung deS Weih- nachtsfestes häufen sich die Anzeigen über Geflügeldiebstähle. durch welche besonders die Bewohner der Vororte geschädigt werden. Täglich laufen jetzt Meldungen über derarrige Diebstähle bei den Polizeibehörden ein. So sind in den letzten Tagen solche Einbnichs- diebstähle in Lichtenberg. Friedrichsfelde. Rixdorf. Reinickendorf. Oranienbnrg und anderen Orten der nördlichen und östlichen Um- gebung Berlins verübt worden. In allen Fällen haben die Räuber gleichartig gearbeitet, indem sie das gestohlene Geflügel, Haupt- sächlich Hühner und Tauben an Ort und Stelle abschlachteten. Ob- wohl der dringende Verdacht vorliegt, daß die anscheinend plan- mätzig arbeitenden Diebe ihre Beute im Straßenhandel oder in den Markthallen verwerten, ist c-Z bisher noch nicht gelungen, die Bande aufzuheben. Zwar gelang eS vor einigen Tagen, in Rummelsburg drei Geflügelräuber zu verhaften, als sie ihre Beute. 20 Gänse in Säcken verbackt, nach Berlin schaffen wollten, doch konnten weder bisher die Komplizen, noch die Abnehmer der Verhafteten ermittelt werden. Charlottenburg. In der Stadtvcrordneten-Bersammlung ging es am Mittwoch ziemlich erregt her. Nachdem die Versammlung die Vorlage betr. Verstadtlichung der Müllabfuhr mit einigen Aen- derungen angenommen hatte, erfolgte die Besprechung der bereits am 3. Mai eingebrachten sozialdemokratischen Interpellation über den Versuch eines Versammlungsverbotes an die städtischen Gas- arbeiter. Nicht nur unser Redner, sondern auch die der anderen Fraktionen erklärten, daß sie diesen Versuch einer Beeinträchtigung des KoalitionSrechtcS verurteilen. W-ir werden über die wichtige Debatte sowie über den sonstigen Verlauf der Sitzung eingehend berichten und begnügen uns vorläufig nur noch mst der Mitteilung, daß die Versammlung alle am S. und 23. November vollzogenen Stadtverordnetenwahlen für gültig erklärte und über einen von sozialdemokratischer Sette eingegangenen Protest, der sich auf Wahl. bcemflusiungen.stützte, zur Tagesordnung überging. Rixdorf. Bon eiuew Laudsmann mit dem Messer übel zugerichtet wurde in der gesttigen Nacht der ungarische Arbester Witgosch. Bergstr. öv s zu Rixdorf wohnhaft. W. hatte einem Landsmann und Arbeits- .lollegen namens Johann Hadyn Geld geliehen. Als beide nun in , oer vorletzte» Nacht von einer Kneiperei heimkehrten, mahnte W. den H. au seine Schuld. Hierüber wurde letzterer dermaßen auf- gebracht, daß er das Messer zog und dasselbe seinem Landsmann mehrmals mit großer Gewalt ins Gesicht stieß. Blutüberströmt schleppte sich W. noch der Unfallstation in der Steinmetzstraße, wo ihm die erste Hülfe zu teil ward. Der Messerstecher wurde ver- haftet und dem Untersuchungsrichter vorgeführt. Wilmersdorf. Die Wilmersdorfrr Gemeindevertretung befaßte sich in ihrer Sitzung am Dienstag abend mit der Stadtwerdungs-Angelegenheit und genehmigte, auf Grund der zwischen der Kreisbehörde und der Stadtwerdungs-Konimission der Gemeinde gepflogenen eingehenden Verhandlungen, die Vorschläge für die Auseinandersetzung des Kreises Teltow mit der Gemeinde Wilmersdorf anläßlich ihres Ausscheidens aus dem Kreisverbande. Dies erfolgt am 1. April 1007 unter»achstehenden Bedingungen: Wilmersdorf erhält 25 Proz des vorhandenen Aktivvermögens des Kreises; es beteiligt sich an der Verzinsung und Tilgung der vorhandenen Kreisschulden zu 25 Prozent; es trägt die Unterhaltung der bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt vom Kreise erbauten Verkehrsanlagen, und zwar bis zum Jahre 1013 zu 25 Proz., bis 1920 zu 18,75 Proz. und später zu 12,5 Proz.; diese Last ist am 1. April 1925 ablösbar: es trägt die Unterhaltungskosten der Kreiskrankenhäuser bis zur Fertigstellung von 550 Betten zu einem Betrage, der 130 Betten entspricht, und hat dafür da§ Recht, in den Kreiskrankenanstalten von Groß Lichterfelde und Britz dauernd 130 Betten zu beanspruchen: es trägt zu 25 Proz. die Ausgaben für den Teltowkanal nebst Verzinsung und Tilgung der gesamten Baukosten und ist zu 25 Proz. an den Einnahmen deS Preises beteiligt; an weiteren Schulden, die der Kreis künftighin aufnehmen sollte, nimmt Wilmersdorf nicht Anteil. Die Gemeindeverttetung beschloß sodann die Gründung einer Stiftung zur Erinnerung an die Silberhochzeit des KaiserpaareS und bewilligte zu diesem Zwecke 30 000 M. Die Stiftung erfolgt in Gestalt eines Stipendienfonds für die Schüler der höheren Lehranstalten und Gemeindeschulen. Die Entwickelung von Wilmersdorf ist eine ungewöhnlich rasche und wird nach der Stadtwerdung noch eine weit schnellere werden. Die Einrichtungen haben mit dieser EntWickelung nicht gleichen Schritt halten können. Die Feuersicherheit in dem ausgedehnten Gebiet von Wilmersdorf ist zum Beispiel eine ganz unzureichende und kann unter den jetzigen Verhältnissen, falls nicht bald Vorkehrungen getroffen werden. einmal recht un- angenehme Folgen haben. Um Wandel zu schaffen, muß öffentlich darauf hingewiesen werden, daß in Wilmersdorf nur zwei kleine Abteilungen einer gut geschulten fteiwilligen Ortsfeuerwehr bestehen, von denen die eine für Halensee bestimmt ist. Da es an einer genügenden Wachbereitschaft fehlt, so ist Wilmersdorf bei größeren Bränden in den meisten Fällen auf nachbarliche Hülfe an- gewiesen. Bis jetzt ist diese auch nicht versagt worden. Es können aber Fälle eintreten, wo diese nicht rechtzeitig einttifft, wo die Wehren von Charloltenburg und Schöneberg usw. selbst im eigenen Orte beschäftigt sind und bei großen Bränden diese Hülfe nicht aus reicht. Die letzten größeren Brände haben in dieser Beziehung schon gezeigt, daß die Feuerstcherheit vergrößert werden muß. Marienfelde. Eine Ermäßigung der Kommunalsteuer, die zurzeit 140 Prozent beträgt, hat auch Marienfelde in Aussicht genommen. Die Gemeindejahresrechnung für 1904 hatte ein sehr günstiges Er gebnis, zu dem namentlich die hohe Umsatzsteuer viel beitrug. Wie der Gemeinderendant mitteilte, wird die geplante Einführung der Grundwertsteuer eine Herabsetzung des Kommunalsteuersatzes er- möglichen. Schöneberg. Dir Sätze für Pflegekinder, die in Familienpflege gegeben werden und bisher 18,15 und 12 M. betrugen, sind auf Antrag deS Magistrats erhöht worden, und zwar werden gezahlt für Kinder bis zu einem Jahre 21 M., für 2jährige 13 M., für 3— Sjährige 15 M. und für 7— 12jährige 12 M. Von den Hewaldschen Erben ist dem Magisttat aus einem „hohen" Anlaß ein Kapital von 50 000 M. zu einer Stiftung zur Verfügung gestellt werden. Die Zinsen sollen als einmalige oder laufende Unterstützungen an bedürftige Einwohner gegeben werden. Waidmannslust und Umgegend. Die Generalversammlung des sozialdemottatischen Wahlvereins fiir WaidmannSlust und Umgegend tagte am 10. Dezember im „Schweizerhäuschen" und erledigte ihre umfangreiche Tagesordnung. Zuerst gab der Vorsitzende, Genosse Kotterba, den Bericht des Vor- stände» während seiner viermonatlichen Tättgkeit. Es fanden 5 Mitgliederversammlungen, 3 Borstands-, 4 erweiterte und 2 kom- dinierte Vorstandssivungen statt. Während dieser Zeit wurden 51 Mitglieder gestrichen wegen restierender Beiträge, 12 Mitglieder wegen Serzugs, ein Mitglied wurde ausgeschlossen wegen Streik- bruch. Zur-Aufnahme hatten sich 34 Mitglieder gemeldet, so daß ein Mitgliederbestand von 224 vorhanden ist. Davon haben Borsigwalde 87, Stolpe-Hohcn-Neuendorf 24, Hermsdorf 47, Wittenau 39. WaidmannSlust 27. Wegen Krankheit deS Kassierers wurde der Bericht zur nächsten Mitgliederversammlung vertagt. Bei dem Bericht der Abteilungsführer stellte sich heraus, daß die Dis- kutierabende, außer Borsigwalde, leider sehr schlecht besucht waren. Hierauf erfolgte die Wahl des Vorstandes, die folgendes Resultat ergab: 1. Vorsitzender Genosse Kotterba, 2. VorsitzenderGenosse Simon, Kassierer Genosse Meick, Schriftführer Genosse Scheck. Revisoren Genossen Blümel, Sorauer, Büring. Lokalkommission Genosse JariuS. Abteilungsführer für Borsigwalde Genosse Straube, für Wittenau Genosse Müller, für Waidinannslust Genosse Daberkow, für Herms« dorf Genosse Ulfert. Die Wahl deS Abteilungsführers für Hohen- Neuendorf wurde bis zur nächsten Mitgliederversammlung vertagt. Zur Wahl der Delegierten zur Generalversammlung des Verbandes der sozialdemokratischen Wahlvereine für Berlin und Umgegend macht Genosse Ouade bekannt, daß es notwendig sei, den ersten Vor- sitzenden und aus jedem Ott den Abteilungsführer auf ein Jahr zu wählen. Dem wurde zugestimmt. Dann gab Gen. Ouade den Bericht von der Kreiskonferenz. Der Resolutton, welche dort wegen der„VorwZrtS"-Angelegenheit angenommen wurde, wurde zugestimmt. Gen. Adam als Gemeindevertreter machte darauf aufmerksam, daß in jedem Orte Gemeindewahlen stattfinden und fordette die Genoffen auf, sich rege an der Agitation zu beteiligen. Potsdam. Ein Speckbrand. In der Potsdamer Garnison° Wurstfabrik, welche in der Leipzigerstratze 13g. unter Leitung des Fleischermeisters Georg Druschky betrieben wird, entstand gestern ein umfangreicher Speckbrand. In der Räucherkammer hingen 150 Pstmd Speck an einer Leine über dem Feuer, als plötzlich die Leine riß und die Hälfte der Speckfetten in die Glut stürzte. Diese lohte sofort hoch auf und setzte auch den hängengebliebenen Rest des Specks in Brand, so daß die ganze Räucherkammer ein Flammenmeer bildete und die Feuerwehr zur Ablöschung des SpeckbrandeS herbeigerufen werden mußte. Die Straßen der Teltowvorstadt erfüllt seitdem ein behag- sicher Bratengeruch._ Berliner JVaebriebten. Seine Geschichte. ES ist in der Dämmerstunde. Ein leichter Schnee rieselt nieder. Durch eine von der Hauptskatze abzweigende Gasse taumelt ein Mensch... Er stolpert, bleibt liegen.--- Wenige Schritte weiter flutet ein breiter Strom Menschen vor- bei. Glückliche Menschen, Jnteressenlose, auch Traurige und Unglückliche. Kaum ein Wesen ist unter der Schar, das sich nicht in Gedanken mit dem bevorstehenden Wcihnachtsfest beschäftigt. Gedanken an die Freude, die man mit Geschenken bereiten wird, bewegen das Gemüt. Mancher wiegt sich in kühnen Hoffnungen, viele Evatöchter lugen aus nach Pelzwerk und Schmuck... Andere schweben in Hoff- nung und Pein: wirds Christkind das Gewünschte bescheren? Viele, sehr viele sind betrübt, sie haben nichts zu erhoffen, sie können nichts schenken... Alle hasten sie vorbei. -- Endlich haben ein paar neugierige Augen die menschliche Gestalt am Boden entdeckt. Ein Bursche bleibt stehen. Bald sind es zwei, drei... Männer, Frauen, Damen, geschniegelte Herren und Kinder, alles schaut hin, hält an in der geschäftigen Eile. Berlin gafft ja so gern!--- AuS der Menge fallen bald verächtliche, spöttische Bemerkungen. Ein Betrunkener! Einige„bessere" Dämchen und Herrchen mit Konditoreigesichtern find entrüstet.... Vollständig betrunken.... Pfui! Ein junger Mensch macht einen rohen Witz. Alles lacht I Die Entrüsteten am tollsten. Ein Schutzmann erscheint.... Er requinert eine Karre. Der Betrunkene wird ausgehoben— auf die Karre geworfen. Er ist ein Krüppel, der rechte Arm fehlt. Und er ist ein rechter Trunkenbold. DaS ganze Aussehen, verwildert, verkommen— ein Alkoholikertyp. ,-Fritz Heil", sagt mit einer bezeichnenden Betonung der Schutz- mann.... Fritz Heil war eine stadtbekannte Persönlichkeit. Er hatte eine Geschichte. Eine kurze Geschichte, und doch ein— Drama I... Bor 20 Jahren war Fritz Heil einer der geschicktesten Mechaniker in der Stadt. Sein Chef, Besitzer einer kleinen Werkstatt, setzte große Hoffnungen auf seinen Mechaniker.„Fritz wird mich hoch- bringen!" So empfand der Chef und richtete danach sein Verhalten ein. Auch Elvira, die Tochter des Hauses, sonst gerade nicht sehr liebenswürdig zu„Untergebenen", war freundlich zu Fritz. Und er vergötterte sie I-- Seit mehreren Monaten arbeitete er an der Konstruktion eines ganz neuen Regulators für Kraftmaschinen. Das Werk, das großen Gewinn versprach, war vollendet. Gerade am Tage vor Weihnachten wollte er seinem Chef den Regulator in Tätigkeit vorführen... Wenn das Werk den Erwarlungen entsprach, dann werde es Weihnachten eine Verlobung im Hause geben... Der Chef hatte es Fritz mit bezeichnendem Lächeln angedeutet. Wie stolz er war, wie glücklich I... Die Stunde der Probe kam. Fritz hatte selbst alles in Ordnung gebracht. Er setzte die Maschine in Bewegung. Der Regulator arbeitete vorziiglich. Der Chef, hoch befriedigt, kalkulierte den Gr- winn.... Ein wertvolles Patent und den Inhaber als Tochtersohn und Kompagnon.... Da ein Aufschrei!... Fritz war in Eifer und Geschäftigkeit einen, Gettiebe zu nahe gekommen. Dieses hatte seine Hand erfaßt. sie zermalmt, den Arm nachgezogen und mehrmals gebrochen. Mit dem Kopf war Fritz dabei gegen einen Ständer geschleudert. Eine Gehirnerschütterung war die Folge... Am Boden lag der blutige, leblose Körper... Fritz wurde ins Spital gebracht.— Viele Monate kämpfte er mit dem Tode... Endlich entließ man ihn, als Bettler, als Krüppel. Niemand hatte sich um den Aermsten gckümmett. mich Elvira nicht, und nun Ivies man ihn stolz aus dem Hause. Der Chef hatte das Patent fiir sich an- gemeldet— er war reich geworden und Elvira an einen Millionär verheiratet. Als Leiter eines Unternehmens, als Direktor, oder, hätten ihm Geldmittel zur Verfügung gestanden, als Unternehmer, als Lehrer, vieles würde Fritz noch geleistet haben. Ueberau, bald mit bedauerlichem, mitleidigem Lächeln, bald grob wurde Fritz mit seinen Ansprüchen an die Erfindung ab- gewiesen.... Die Gehirnerschütterung hatte nur noch Nach- Wirkungen!... Fritz verzweifelte und hungerte l Eine mitleidige Seele reichte ihm Schnaps. Das betäubte, täuschte den Magern In aller Leute Mund war der Reichtum seines ChefS, dag Glück Elvirens. Er sah sie in seiner Equipage, mit Brillanten geschmückt, durch die Stadt fahren... Ohnmächtige Wut wallte in ihm auf... Er suchte Vergessen, er suchte Sättigung! Schnaps war der Retter— und blieb es.... So wurde Fritz Heil ein notorischer Trunkenbold, eine Spott« gestalt. Und die Schuldigen entnisten sich über den Verlorenen I... Der Stadtbahnbettieb an den Feiertagen. An den beiden Weihnachrsfeiettagen wird von 1 Uhr mittags ab im Stadtbahn- betriebe der Sonntagsfahrplan mit verstärktem Nord- und Südring- verkehr Geltung haben. Eine besondere Verstärkung erhält der Betrieb am Nachmittag und Abend deS zweiten Feiettages, an welchem der Verkehr erfahrungsgemäß einen bedeutenden Umfang an- nimmt und innerhalb der Stadt demjenigen eines Sommer-Sonntags gleicht. ES werden dementsprechend auch nach Bedarf Halbringzüge zwischen Wilmersdorf— Rixdorf und Westend-Gesundbrunnen respelrivc Weißensee über die Stadtbahn geleitet werden. Eine Kircheneinwlihung in Berlia-Südost hat eS am Mittwoch wieder einmal gegeben. Das ist in diesen, Jahre nun schon die zweite neue Kirche, die dem gottlosen Südosten beschert wird. Im August wurde in der Wrangelstraße die katholische Licbfrauen- kirche geweiht, und jetzt im Dezember haben es auch die Evangelischen mit ihrer am Görlitzer Ufer gelegenen Taborkirche endlich erreicht. mit er er die Vermischtes. Man hatte gemunkelt, der Hof verspüre wenig Luft, an der Ein-| herbor, richtete die Waffe mit den Worten: Wenn Sie mir kein hatten sich Lumpen in einem Keller entzündet, während in der weihung der Taborfirche teilzunehmen. Aber schließlich ist der Gemeinde Geld leihen wollen, dann..." auf den Hotelier und drückte ab. Schulstr. 1 die Dachverschalung brannte. Weiter wurde die Wehr doch noch das Schidial einer faiserlosen Kircheneinweihung erspart Getroffen brach G. zusammen. Die Kugel war ihm in in der Ebertystr. 16, Adalbertstr. 79 und in der Gubenerstr. 58 in geblieben. Der Kaiser war da und die Kaiserin auch, falls die Schläfe gegangen und durch das wir richtig gefchen haben. Wir haben uns nämlich den Genuß Wenige Augenblide später war Gehirn gedrungen. Anspruch genommen. An allen drei Stellen waren Fußböden, Als er tot. Außerdem liefen noch aus der der Mörder Balkenlagen 2c. in Brand geraten. bereitet, den gottlosen Südosten in seiner Kirchweihstimmung aus Paulstr. 20b und aus der Wolgasterstr. 13 Alarmierungen ein. was Entsetzen sah, der Nähe zu betrachten. Viel Ross' und Neisige sicherten die Wrangel angerichtet, schoß straße, die von der Stadt her den Hauptzugang zu der neuen Kirche Waffe auf sich selbst ab, verlegte berlegte sich jedoch nur leicht am Görlizer Ufer bildet. Wenn man die Straße hinunterschritt, er an der Stirn. Von hinzugerufenen Schuhleuten wurde 3. blidte man im Vordergrunde ein Meer von blinkenden Schußmanns- gefesselt und abgeführt. Not und Verzweiflung hatten den Unglückhelmen, im Hintergrunde einen Wald von schwarzweiß bewimpelten lichen zum Mörder gemacht. Die Leiche des G. wurde, nachdem der Lanzen. Es machte aber feine besonderen Schwierigkeiten, bis Tatbestand durch die Staatsanwaltschaft aufgenommen worden war, im Eisenbahnwagen vierter Güte, oder der Europamide, der„ übers Wie Salonpaffagiere reisen. Etwas anders als der Proletarier vor die Kirche zu gelangen. Die Trottoirs waren so spärlich nach dem Schauhause gebracht. G. hatte im 35. Lebensjahre ge- Wasser macht“, um„ drüben" meist dasselbe gottgewollte Ordnungsmit Schaulustigen besetzt, daß man überall noch bequem standen und vor etwa drei Jahren eine Witwe mit zwei noch un- Glend zu finden, reisen die Leute mit vollem Portemonnaie. Luxus durchkani. Was ba an den Bordschwellen stand, waren zumeist Kinder, die ja eben Ferien bekommen hatten. Das mündigen Kindern geheiratet. und Bequemlichkeit, das ist das Grundprinzip, auf das überall bezwischen sah man Frauen, die gerade nichts besseres zu tun hatten, Ueber die Mordtat in der Invalidenstraße erfahren wir nach- standen wird, wo diejenigen auftreten, die in der Wahl ihrer Eltern und auch einige Männer, die auf dem Heimwege zum Mittagessen träglich noch folgendes: Es hat den Anschein, daß der Hotelbefizer vorsichtig waren. Ein Bildchen davon gibt die Schilderung über die begriffen waren. Grethe der unseligen Handlung eines Wahnsinnigen zum Opfer ge- Verwendung der Elektrizität an Bord des modernsten der Hamburger So etwa um 41 war der Weiheaft vorüber, die Gloden be- fallen ist. Die Ermittelungen über die Persönlichkeit des Schrift- Riesenschiffe, der„ Amerika". 5 große Dynamomaschinen, die 400 gannen zu läuten, und die Festteilnehmer verließen die Kirche. Ner- stellers Dr. Ziehmert haben ergeben, daß 3 früher an Verfolgungs- Pferdekräfte entwickeln, stehen im Maschinenraume des Schiffes. vöse Unruhe bemächtigte sich der Polizisten. Reitende trabten die wahnsinn litt. Er hatte mehrere Jahre Stellungen eines Haus- Diese Kraft wird zu Beleuchtungszwecken und zum Antrieb von Wrangelstraße hinauf, noch einmal alles zu inspi- lehrers inne gehabt, ging derselben jedoch bald verlustig. Auch mehr als 100 Motoren benutzt. Für die Beleuchtung des Schiffes zieren, Radelnde fauften davon, um die Botschaft vorauf seinen früheren Hauswirt in Heilbronn bedrohte 8. wiederholt. Als stehen über 4000 Glühlampen von 10, 16, 25 und 32 Kerzenzutragen. Und da zeigte sich auch schon die erste Hof- der 3. gestern sein Opfer niedergestreckt hatte, eilten auf den Revolver stärken zur Verfügung. Sollte die Hauptkraftquelle eine Störung equipage. Bei dem Anblick des Kutschers mit dem breiten Streifen schuß hin mehrere Hotelbedienstete nach dem Gastzimmer. Wütend erleiden, so kann ein auf einem Decke oberhalb der Waſſerlinie um den Hut und des Lalaien mit dem wehenden Federbusch er- wandte sich 3. nun gegen die Eintretenden und schoß auf sie los. aufgestellter Hülfsdynamo in Funktion treten, der die Lampen des hoben die Wartenden ein Hellstimmiges Geschrei oder eigentlich mehr In der Erregung traf er jedoch fehl. Leicht hätte dem Tobenden Deckes, des Maschinenraumes 2c. speist. Von den elektrisch ge= ein Gequarre, dem man es anhörte, daß viel Kinderstimmen darin noch ein Menschenleben zum Opfer fallen können. 8. selbst hat sich triebenen Motoren dienen 19 der Ventilation. Die reine Luft wird waren und der Rest der Schreienden aus Frauen bestand. Als die feineswegs lebensgefährlich verlegt. Er wurde als Polizeigefangener durch Kanäle vom obersten Deck hinabgedrückt und dann durch ein Equipage vorübersauste die Herrschaften vom Hofe haben es nach der Charité gebracht und dürfte unter der Obhut der Aerzte ganzes System von Kanälen in alle Räume des Schiffes verteilt. immer sehr eilig sah man darin einen Offizier mit grauem bald wieder genejen. Jedenfalls wird die gerichtliche Untersuchung Infolge dieses Lüftungssystemes fehlen die sonst gebräuchlichen, Mantel und neben ihm eine Dame mit großem Federhut. Tas völlige Klarheit in diese unglückliche Affäre hineinbringen. Der er schornsteinartigen Druckventilatoren auf der" Amerika" vollständig. war der Kaiser, das war die Kaiserin!" eiferten die Kinder." Un- mordete Hotelbesiger war in Fachkreisen außerordentlich beliebt und Elektrisch werden weiter die vier an Bord befindlichen Elevatoren mittelbar hinter der Equipage radelten etliche Gestalten erfreute sich überall des besten Leumunds. In der Nachbarschaft, in drei für Gepäck und Ladung, einer für Personen- betrieben. in Zivil. Sie waren so wenig elegant gekleidet, daß wir zunächst der G. recht angesehen war, herrscht über die Tat des Schriftstellers Die Kabinen find mit elektrischen Fußwärmern und dachten, es feien Arbeiter aus der benachbarten Heckmannschen Fabrit, die größte Entrüstung. Apparaten für das heißmachen der Brennscheren die nach Hause radelten. Wir erwarteten, daß sofort ein halbes versehen. Eine außerordentlich vielseitige Anwendung hat die Dugend Behelmte herbeistürzen würden, um die Frechlinge" Gemeldet wird, daß der Verdacht auf den ehemaligen Bierzapfer waschmaschinen, Der Mörder des Kellners Giernoth ist noch nicht gefunden. Elektrizität in der Schiffstüche gefunden, dort werden zwei Tellerdafür hielten wir sie zu paden und nach Nunimer Sicher zu und Restaurateur Reimann schon seit einigen Tagen als erledigt Kaffeemühlen, Teigknetmaschinen 2c. elektrisch betrieben. sechs Messerpußmaschinen, Fleischhackmaschinen, bringen. Die radelnden Gestalten im schlichten Rock mögen uns gilt. Dafür wird wieder ein anderes Gerücht verbreitet. In der unseren Jrrtum verzeihen. Da sie unbehelligt blieben, so begriffen 12. d. M., dem Tage, an dem Giernoth auf dem Begräbnisplatz an die durch Elektrizität in Bewegung gesetzt werden. Turnhalle findet der Passagier die bekannten Zanderschen Apparate, wir bald, daß sie zum unentbehrlichen Gefolge gehörten. Auch Als das Häuflein der Schaulustigen sich zerstreute, stellte sich für G.'s Better ausgab, in Klein- Glienecke eingehend nach dem uhren werden elektrisch der Sternschanze beerdigt wurde, erkundigte sich ein Mann, der sich für elektrische Lichtbäder ist Sorge getragen. Die Schiffs heraus, daß inzwischen die Querstraßen abgesperrt worden waren, Toten und feiner Beerdigung. Zuerst sprach er in Abwesenheit in Gang erhalten, elektrische Glocken geben die Signale für von einer Präzisions- Normaluhr aus um der Wrangelstraße den weiteren Zustrom von Menschen zu ent- des Gendarmen mit seiner Frau, dann ging er nach Glienede das Deffnen und Schließen der Schottentüren, der Ruderlageanzeiger ziehen. Die Maßregel war überflüssig gewesen, und das ſtarte zum Stüſter, bei dem er als ein Bruder des Toten auf- und der Umdrehungsanzeiger, der die Anzahl der Umdrehungen der ruhig zu Hause bleiben können. Der erwartete Zustrom blieb aus. die Leiche seines Bruders nicht Schrauben pro Minute anzeigt, wird elektrisch betrieben und als Die Kirchweihstimmung beschränkte fich auf die allernächste Um- beerdigt sei. Seitdem ist jener Mann aus der Gegend verschwunden. befinden sich noch die nötigen Vorrichtungen für drahtlose Telegraphie, und suchte genau zu erfahren, wo sie Positions laternen werden elektrische Lampen verwendet. Endlich gebung der Wrangelstraße und des Görlizer Ufers, und schon wahrscheinlich hält er sich jetzt in Berlin auf. zweihundert Schritte weiter wußte taum jemand, was eigentlich Es liegen Gründe für die Vermutung vor, daß Giernoth von für den nautischen und maschinellen Schiffsdienst und für den Untervier getrennte Telephonanlagen für die Passagiere, für die Küche, los war. dem Mörder vor der Tat betrunken gemacht worden ist. Vielleicht wasserschall- Apparat an Bord. Luftsport im Grunewald. Für die zahlreichen Anhänger der Luft- ift dem Ermordeten fogar ein Betäubungsmittel beigebracht worden. bäder in der Reichshauptstadt liegen die Verhältnisse zurzeit recht in der Umgebung des Tatortes soll nämlich eine geleerte Portweinungünstig. Nach dem Eingehen des Luftsportbades am Kurfürsten- flasche und ein angebissenes Sardinenbrötchen gefunden worden damm, das der wachsenden Großstadt zum Opfer fiel, find die An- sein. Es sind Ermittelungen im Gange, ob dieser Fund mit dem hänger dieses Sports auf einige fleinere Luftbäder im Often von Morde zusammenhängt. Berlin angewiesen. Da die Gesuche an die Stadtverwaltung um " Bolizeiaufgebot, das dazu in Bewegung gesetzt worden war, hätte trat. Er flagte, daß er austaufen könne, Am Die Bilderdiebstahl im Weimarer Schloffe. Ein großer Bilder diebstahl ist, wie aus Weimar berichtet wird, im Residenzschloß des Großherzogs verübt worden. Wie das großherzogliche Hofmarschallamt bekannt gibt, werden besonders dreizehn sehr wertvolle BeichErrichtung öffentlicher Luftbäder noch nicht zum Ziel geführt haben, hiefige Kriminalpolizei. Durch laute Schüsse wurden in der gestrigen marktszene, Werner: Bemooſter Bursche zieh' ich aus, Geibel: Eine geheimnisvolle Revolveraffäre beschäftigt seit gestern die nungen und Aquarelle vermißt, unter anderen Hosemann: Jahrso ist man jetzt entſchloſſen, aus privaten Wetteln ein großes Luft- Nacht gegen 12 Uhr die Anwohner und Nachbarn des Hauses Stur- Schlachtenszene, Profeffor Preller: Odyssee und Polyphem, Schnet: ſportbad im Grunewald zu errichten. Vom Fistus ist ein 2 Morgen fürstenstr. 4 aus dem Schlafe aufgeschreckt. Auch Schreie des Ent- Walchensee und zwei Chodowiecki- Zeichnungen. großes Terrain am Königsweg gegenüber dem Gärtnerhaus der jegens wurden vernommen. Kurz darauf wurde beobachtet, daß ein Igl. Tiergartenbaumschule auf 15 Jahre gepachtet worden. Das Terrain fremder, junger Mann das Haus verließ und sich eiligst nach der evangelischen Schulfaffe in Babrze festgestellt worden. Namhafte Fehlbeträge sind vor einigen Tagen in der liegt anßerordentlich günstig in der Nähe des Bahnhofs Eichkamp, Potsdamerstraße zu entfernte. Die Kriminalpolizei, welche sofort evangelische Schulsozietät steht, wie der Oberschleſ. Anz." ausführt, 8 Minuten von Halensee entfernt. Durch die Errichtung des neuen benachrichtigt wurde, stellte feft, daß die Schüffe in dem Hausflur unter der Leitung eines aus Hausvätern der Gemeinde bestehenden Bahnhofs Wigleben wird die Verbindung noch verbessert werden. gefallen waren. Sämtliche sechs Kugeln waren in die Wand ein Schulvorstandes, dessen Vorsitzender der Kreisschulinspektor Schulrat Hier sollen hauptsächlich turnerische Uebungen gepflegt werden. Auch gedrungen und hatten dieselbe beschädigt. Die Ermittelungen nach Bolaget ist. Aufsichtsbehörde der Schulsozietät ist das königliche wird für Liegeplätze( Sonnenbäder) Sorge getragen. Es ist geplant, dem Täter gestalten sich aus dem Grunde um so schwieriger, als die Landratsamt., Rendant der Schultasse war bis zum Jahre 1903 der eine Frauen- und eine Männerabteilung zu schaffen, ebenso be- in Betracht kommende Frauensperson über die Affäre völliges Kaufmann Czeppan. Dann ging dieses Amt an den ehemaligen, sondere Näume für Massage. Das Luftbad soll verbunden werden mit einem Lesezimmer und einem Erfrischungsraum, der im Winter Hause Surfürstenstr. 4 wohnhaftes Mädchen, welches dem unfittlichen welcher die feit Frühjahr 1905 unbesezt gebliebene Stelle des GemeindeSchweigen bewahrt. Es ist wohl duzunehmen, daß ein in dem vor einigen Wochen verstorbenen Kreisausschußsekretär Breh über, für öffentliche Vorträge reserviert bleibt. Im Freien ist eine große Gewerbe nachgeht, mit dem Fremden in Zahlungsdifferenzen gevorstehers bis zu deren Wiederbesetzung im Herbste d. J. verwaltete. Laufbahn eingerichtet. In dem neuen Luftbad sollen Wettkämpfe raten ist, worauf die beiden in Streit gerieten. In dessen Verlauf Die Fehlbeträge in der Schulfasse rühren aus der Zeit der und Schönheitskonkurrenzen unter Leitung bon Aerzten und Künstlern vorgeführt werden; an Ringer, Borer und Fechter Bas Mädchen ab. Infolge der Dunkelheit verfehlten die Kugeln nicht festgestellt werden, da Ermittelungen hierüber noch schweben. zog der junge Mann dann den Revolver und feuerte sechsmal auf Verwaltung durch Breh her. Ihre Höhe konnte bisher noch wird Unterricht erteilt. Der Verein für Körperkultur, der die ganze Sache arrangiert, hofft die Anstalt am 1. Mai 1906 eröffnen jedoch sämtlich ihr Ziel und schlugen in die Wand ein. Die Feststellung der Fehlfumme gestaltet sich darum so schwierig, zu können. Eine Rede am Grabe sollte Genosse Thöns gehalten haben, als weil vielfach Beträge in der Ausgabe gebucht sind, über welche kein Ein eigener Bahnhof für den Kaiser wird in einiger Entfernung in Nieder- Schönhausen erfolgten Beerdigung des Genoffen Harder werden konnte, ob die Auszahlung tatsächlich erfolgt ist. Das VerEin eigener Bahnhof für den Kaiser wird in einiger Entfernung er bei der am 2. September auf dem Friedhof der Friedensgemeinde Belag vorliegt, und betreffs welcher nicht augenblicklich festgestellt von der Station Dallgow- Döberitz in der Nähe des Barackenlagers einen Kranz niederlegte mit den Worten: Im Namen des Zentral- mögen der Schulkaffe war in gesperrten Sparkaſſenbüchern angelegt, errichtet. Es wird ein besonderer Bahnsteig angelegt und ein Gebäude zum vorübergehenden Aufenthalt der Fahrgäste aufgeführt. berbandes der Maurer lege ich diesen Kranz nieder. Der Toten von deren einem ein Betrag von 4000 M. abgehoben worden ist. Der Kaiserbahnhof soll zum Beginn der nächſtjährigen Uebungszeit als dieses ungeheuerliche Vergehen sofort dem anwesenden Gendarm Bur Deckung sind die Möbel und eine Lebensversicherung des ver Der Kaiserbahnhof soll zum Beginn der nächstjährigen Uebungszeit gräber anf diesem Friedhofe hatte damals nichts Besseres zu tun, Die Höhe der Fehlsumme dürfte annähernd 16 000 m. erreichen. fertig sein. mitzuteilen, der denn auch Anzeige erstattete. Dieser Tage hatte sich storbenen Brey mit Beschlag belegt worden. Es erscheint indeffen Der Berein der Lehrlinge und jugendlichen Arbeiter Berlins nun Genosse Thöns ob feiner Freveltat vor dem Richter zu verzweifelhaft, ob zulängliche Deckung vorhanden sein wird. entwickelt sich den„ christlichen" Jünglingsvereinen und dem deutsch- antworten. Aber selbst der Richter konnte in diesen einfachen nationalen Agitationsverband" zum Troz immer günstiger. Und Widmungsworten keine Rede" erblicken und so wurde Genosse aus Chicago entstand in einem großen Geschäftshaus in der NorthEin Riesenbrand. Nach einer Meldung des„ Daily Telegraph" da die Vertreter dieser Vereine und die ihnen geistesverwandte Thöns freigesprochen. Der Liebe Müh' war also umsonst. Breffe in sachlicher Weise nicht gegen diese Entividelung ankämpfen woodstraße ein Brand. Sechshundert Angestellte, darunter fünfZeugen gesucht. Personen, die am Montag, den 4. Dezember, hundert Frauen, waren im Hause versammelt und versuchten verfönnen, greifen fie zu Verdächtigungen und Entstellungen. Am abends 7 Uhr, auf dem Bahnhofe Beuffelstraße gesehen haben, wie gebens die regelmäßigen Ausgänge zu gewinnen. Es entstand eine Sonnabend ist es erst wieder zwischen den leitenden Personen dieser ein Mann beim Verlassen des Zuges schiver verunglückte, insbesondere furchtbare Panit. Viele sprangen aus den Fenstern auf das StraßenVereine zu lebhaften Auseinandersegungen gekommen, die damit die beiden Herren, die vor dem Berunglückten ausstiegen, werden pflaster, woselbst sie schwerverletzt liegen blieben. Zahlreiche Perabschlossen, daß gegen zwei Stimmen eine Resolution angenommen wurde, nach der die Versammlung Kenntnis nimmt von der gebeten, ihre Adresse an Krähe, Spandau, Linden- lifer 17, ge- fonen wurden ein Opfer des Rauches und der Flammen. Bisher wurde festgestellt, daß 40 Personen ums Leben gekommen find. Die schäbigen Kampfesweise der„ chriftlichen" Jünglingsvereine und langen zu lassen. des Deutsch- nationalen Agitationsverbandes" und erklärt, Eine geftörte Weihnachtsfeier in der Mädchenschule. Großes Un Bahl der Verletzten ist sehr groß. Noch ist es ungewiß, ob nicht noch nur der Verein der Lehrlinge und jugendlichen Arbeiter heil ist gestern wie durch ein Wunder von einer Anzahl unschuldiger weitere Leichen in dem brennenden Hause liegen. Berlins und Umgegend die Intereffen der arbeitenden Kinder abgewendet worden. In der Aula der 224. GemeindeEin Eisenbahnunglück in New York. Wie der New Yorker BeJugend vertritt. Der Aufforderung, dent Verein beizu Mädchenschule auf dem Gesundbrunnen, Christianiaftr. 36-39, sollte treten, leisteten 95 Personen sofort Folge. Bemerkenswert war gestern vormittag zwischen 11 und 12 ihr eine Weihnachtsfeier statt richterstatter der„ Times" seinem Blatte meldet, hat sich ein furcht barer Zusammenstoß auf der New Yorker Zentral- Eisenbahn er wieder das starke Polizeiaufgebot. Die Christlichen müssen wohl finden. Die Mädchen hatten sich zum größten Teil schon versammelt eignet. 3wei Schnellzüge rannten einander sehr heftig an. Man selbst das Gefühl haben, daß sie bei diesen Auseinandersetzungen und freuten sich über den schönen Baum, der im vorderen Teile der glaubt, daß der Menschenverlust sehr groß ist. Sämtliche Ambulanzen feine Seide spinnen, denn der Kreisverband der Berliner evange- Aula in hellem Lichterglanze strahlte. Plöglich stürzte mit großem in Harlem wurden nach der Unglücksstelle berufen. lifchen Jünglingsvereine hat befchloffen:" Da erfahrungsgemäß eine Getöse der vordere der beiden meffingenen Kronleuchter zur Erde, in Harlem wurden nach der Unglücksstelle berufen. fachliche Auseinandersetzung schwebender Fragen mit Vertretern und es entstand eine allgemeine Banif. Ein Teil der Mädchen Ueber amerikanische Räuberbanden wird aus New York berichtet: fozialdemokratischer Jugendvereine unmöglich ist, so empfiehlt drängte unter lauten Hülferufen aus dem Saale hinaus. Bald stellte Die Räuberbanden im Innern, von denen man in der legten Zeit der Kreisverband den Vereinen und den Mitgliedern dringend, auf sich jedoch heraus, daß ein schweres Unglück nicht entstanden war. weniger gehört hatte, machen sich wieder bemerkbar. In dem irgend welche Verhandlungen mit denselben nicht einzugehen." Der Kronleuchter war mit seiner ganzen Wucht in den leeren Gang Städtchen Suffield( Connecticut) drangen sechs mastierte Männer in Das beste ist es auch schon, wenn die Herren fern bleiben; sie gefallen und nur ein einziges Kind wurde leicht am Auge verletzt. die Bank ein und fesselten die Beamten. Dann sprengten sie die ersparen sich meistens dann die Blamage. Die 224. Schule ist ein neueres Gebäude, das durch seine im- Stahlfammer mit Dynamit und raubten daraus Bonds im Werte von ponierende Front eine Bierde der neuangelegten Christianiastraße 50 000 Dollar. Die Papiere können jedoch nur von ihren Inhabern auf bildet. Wie ein solcher Unfall hat eintreten können, der leicht vielen den Markt gebracht werden, so daß der Bank kein Schaden erwächst. Kindern hätte das Leben fosten können, bedarf der eingehendsten Ferner übersahen die Räuber in ihrer Eile mehrere Hundert Dollar Großes Anffehen erregt eine schwere Bluttat, die gestern morgen Untersuchung. Bargeld, die in einem offenen Kasten lagen. Die Explosion im in der elften Stunde in dem Hotel Norddeutsches Haus", InvalidenSeinem Leben durch Erhängen ein Ende gemacht hat gestern Bankgebäude weďte die ganze Bevölkerung auf, doch wagte sich straße, berübt worden ist. Der aus Tilfit zugereifte Schriftsteller der Portier Rühl, Hasenheide 48. Als Motiv werden Familien- niemand an die bewaffneten Räuber heran, so daß diese ungehindert abziehen konnten. Ein Ueberfall anderer Art wurde vont Dr. Ziehmert hat in der Verzweiflung den Besizer des Hotels, streitigkeiten angegeben. einer bewaffneten Bande auf einen Zug der Northern Pacific Herrn Albert Grethe erschossen und sich dann selbst durch eine Arbeiter- Bildungsschule Berlin. Die Bibliothek wird am Eisenbahn verübt. Bei dem Platz North Yatima, wo der Revolverfugel zu entleiben versucht. Ueber die Tat wird uns 30. d. M. zweds Instandsetzung geschlossen. Die Mitglieder werden Zug langsamer fährt, der Räuber auf den folgendes berichtet: erfucht, sämtliche Bücher bis zum Donnerstag, den 28., Tender und zwang mit vorgehaltenem Revolver den Zugführer, Vor 14 Tagen traf der Schriftsteller Dr. Ziehmert aus Tilfit in spätestens aber Freitag, den 29. Dezember, abends zwischen und den Heizer, den Zug halten zu lassen. Andere Mitglieder der Berlin ein und nahm in dem Hotel„ Norddeutsches Haus" Wohnung 8-9 Uhr abzuliefern. Wiedereröffnung 15. Januar 1906 beim Bande sprangen mun ebenfalls auf den Zug, der dann weiter fahren mit voller Pension. Er befand sich in großer Geldnot und ver- Wiederbeginn der Kurse. mußte. Mehrere Mitglieder der Bande begaben sich darauf zum Die letzte Unterrichtsstunde in der Naturerkenntnis im Postgeldschrant und brachen ihn auf, erbeuteten jedoch nur mochte die Hotelrechnung nicht zu begleichen. Als Grethe geſtern 500 Dollar. Der Zug mußte dann wieder langsamer fahren, und morgen gegen 11 Uhr im Gastzimmer mit dem Schriftsteller au- Saal 8 findet heute abend statt. Sie führten ihre Arbeit" so schnell und un fammentraf, erinnerte er ihn Ian die Rechnung. 3. gab Feuerbericht. In den letzten 24 Stunden hatte die Wehr viel alle sprangen ab. jedoch an, et habe kein Geld und könne daher nicht zu tun. Gestern mittag wurde sie nach dem„ Sandmannshof" in auffällig aus, daß die Fahrgäste im Zuge nichts davon merkten. zahlen. bat schließlich den Hotelbefizer, ihm 100 Mart der Megandrinenftr. 105/106 gerufen, wo im zweiten Stod des Wafferstand am 19. Dezember. Elbe bei Ausfig+ 0,67 Meter, bei 11 1 st cut bei Er Quergebäudes in der Sprechmaschinenfabrik von Bumb u. König, leihen. tverde ihm fo bald möglich G. m. b. H., durch einen elektrischen Motor Feuer entstanden war. Dresden-0,76 Meter, bei Magdeburg+1,95 meter. 140 M. hatte die Rechnung betragen Oder bei Ratibor+1,66 Meter, bei zurückerstatten. Straußfurt+ 1,40 Meter. Der 17. Löschzug beseitigte die Gefahr. 0,66 Meter, Betten, Wäsche und Breslau Oberpegel+ 5,19 Meter, bei Breslan Unterpegel G. erwiderte jedoch, er könne darauf nicht eingehen, da er bereits Kleidungsstücke gingen in der Fürbringerstr. 26 und eine Bretter- bei Frantjurt+ 1,80 Meter. Weichsel bei Brahemünde zahlreiche traurige Erfahrungen in derartigen Sachen gemacht habe. bude in Alt- Moabit 61 in Flammen auf. In beiden Fällen mußte 3,06 Meter.ar the bei Posen+ Meter. +3,06 Der Gaft zog nun plöglich einen schwerkalibrigen Soldatenrevolver längere Zeit Wasser gegeben werden. In der Mathieuftr. 17 usch Meter. zu 240 M. Mord und Selbstmordversuch. wie -Neke bei Die Insertionsgebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonelzeile oder deren Raum 20 Pfennig. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends geöffnet, J.B J. Baer Ecke Badstr.26, Prinz- Allee Herren- und KnabenMeden. Berufskleidung. Elegante Paletots und Joppen. Großes Lager in- und ausländischer Stoffe, zur Anfertigung nach Maß. Allerbilligste, streng feste Preise.* Die schönsten WeihnachtsGeschenke izz teppdecken fauft man am prewertesten nr direkt in der Fabrit, 72 Wall ftraße 72, wo auch alte Steppdecken aufgearbeitet werden. 8. Strohmandel, Berlin 14. Jalustrierter Breistatalog gratis. Sonntage vor Weihnachten geöffnet. Rixdorf, 6swald Scholz, Bergstraße 141 Krawatten, Handschuhe, Wäsche, Regenschirme, Spazierstöde. Schirmreparaturen und Bezüge. VORORT- ANZEIGEN Alt- Glienicke: Reinhold Schulz, Rudowerstr. 83. 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