Nr. 228. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preistifte für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Naum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Mummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprech- Anschluk 3mt 1, v. 4186, 11 Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Donnerstag, den 29. September 1892. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Mit dem 1. Oktober eröffnen wir ein neues Abonnement auf den „ Vorwärts" Berliner Volksblaff ,, Neue Welt". mit der illustrirten Sonntagsbeilage Für Berlin nehmen fämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen aum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus, wöchentlich 28 Pfennige. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 3,30 Mark für das 4. Quartal entgegen.( Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652.) Neu hinzutretenden Abonnenten wird der bisher erschienene Theil des Romans Die Waffen nieder!" Die Herren Amtsvorsteher beauftrage ich, das nach geordnete Personal in eindringlichster Weise vor der Geschäftsanknüpfung mit den geschilderten Geldverleihern zu warnen. Der Kaiserliche Ober- Postdirettor. C 12510 J. B.: Schulze." • • Jahr entspricht. In einem zur Sprache gekommenen Falle hat einen auskömmlichen, wie nachstehender Bericht, der über ein Geldverleiher fich außerdem einen weiteren Vortheil dadurch die Verheirathung jedes nicht angestellten Unterbeamten au verschafft, daß er den Betrag, über welchen der Schuldschein die Postdirektion erstattet wird, darthut: ausgestellt war, nicht voll in Baar ausgezahlt, sondern den Schuldner veranlaßt hat, für einen einbehaltenen TheilBerlin, den 1892. betrag Waaren, und zwar Zigarren von ihm zu entnehmen. Der Posthilfsbote N. N. hat sich am verheirathet. Die Zinsen sind aber zu dem vollen im Schuldschein an Dem Genannten ist mittels Verhandlungsschrift, welche zu gegebenen Betrage zu 24 pt. berechnet worden. Es unterseinen postamtlichen Personalakten gebracht werden wird, erliegt feinem Zweifel, daß die wirthschaftlichen Verhältnisse öffnet worden, daß er auf Unterstüßung aus der Postkasse der Unterbeamten bei derartigen Geschäften bedenklich genicht zu rechnen habe, falls er aus Anlaß seiner Verheirathung schädigt werden. Das bereitwillige Entgegenkommen, vor Erlangung einer gesicherten Lebenswelches die Geldverleiher Anfangs den Unterbeamten stellung in Noth gerathen sollte. gegenüber befunden, und mit welchem sie die augenblickliche Postamt Nr. Geldverlegenheit beseitigen, geschieht lediglich in der Absicht, Wie nun aber, Herr Schulze, wenn die Unterbeamten den Betreffenden das Eingehen einer Echuldverbindlichkeit zu in dieser gesicherten Lebensstellung", die Sie mit dem erleichtern. Von einer völlig anderen Seite wird der Unter Eintritt einer Bezahlung von 940 M.( Sie verbrauchen beamte den Geldverleiher fennen lernen, wenn er nicht in der diese Summe jedenfalls als Taschengeld, Herr Schulze) Lage ist, die durch übermäßige Binsen wesentlich erschwerte für gekommen erachten, das Bestreben hätten, als Menschen Rückzahlung der Schuld regelmäßig durchzusehen; die Gefahr, nach und nach in eine Lage gebracht zu werden, die unwider zu leben, als Menschen zu wohnen; wenn sie den auch ruflich zum völligen wirthschaftlichen Ruin führt, liegt alsdann Ihnen wohl begreiflichen Trieb hegten, an den Genüssen, für den Schuldner sehr nahe. die das Leben doch nicht blos für Ihresgleichen, Herr Schulze, bietet, Theil zu nehmen, wenn sie das Bestreben zeigten, ihre Kinder in eine höhere Lebensstellung, als es ihre mit 940 m. ist, zu bringen, wenn die Unterbeamten also auch Bedürfnisse hätten? Was dann, Herr Schulze? Nicht wahr, das müssen Sie doch zugeben, dann ist, wie Der langen Rede kurzer Sinn ist: Die Unterbeamten die Inanspruchnahme der Geldverleiher gar nicht zu umwir in unserer Nummer 185(„ Postalisches") schon sagten, befinden sich in Wucherhänden, den Schluß bildet die übliche Warnung". Es ist dieselbe Komödie, die sich gehen? unseren Augen in dem berühmten Rehbock'schen ja unseren Post- Spar- und Vorschußverein, besser ge= Aber, wird Herr Schulze' entgegnen, dazu haben wir Erlaß darbot. Herr Rehbock und Herr Schulze, Beide fagt in Rücksicht auf die Unterbeamten:" Borschußverein". wollen ihre Beamten wie edel!- vor dem Ruin bewahren. Beileibe nicht durch Erhöhung des Gehalts, des Ganz richtig. Aber derselbe Herr Schulze, der in Verso jämmerlich knapp bemeſſenen Wohnungsgeld- Zuschusses, Mund so voll nimmt und seiner Entrüstung über die tretung des Herrn Ober- Postdirektors Griesbach den nein, durch wohlfeile Rathschläge, wie der Hungerriemen 24 pCt. der Wucherer so ungeschminkt Ausdruck giebt, derenger zu schnallen sei. selbe Herr Schulze sanktionirt in der Vertretung des Herrn Herr Schulze scheint wirklich der Meinung zu sein, das Griesbach auch die für Vorschüsse aus dem Bereine zur den Unterbeamten zugemessene Gehalt sei ein auskömmliches; Erhebung kommenden 5 pCt. Zinsen. Er erhebt als steller scheint wirklich in dem Glauben zu leben, ein Wohnungs- vertretender Vorsitzender dieses Vereins von den ihre geld- Zuschuß von 80 Thalern genüge vollkommen. Herr Koupons vor der Verfallzeit einwechselnden Beamten( und Schulze würde. fich sonst doch nicht auf eine Warnung" das sind nur untere Beamte) sogar 6 pCt.! beschränken können. Die in unserer Nr. 196 ihm vor die Er läßt es ruhig zu, daß die Gelder der in den höheren Augen gerückten, aus den elenden Verhältnissen der Unter- Post beamten- Kreisen zu suchenden Kapitalisten dadurch, beamten herausgegriffenen Fälle, die zu seiner Kenntniß ge- nämlich mit den sauer verdienten Groschen der Unterbeamten, langten Anzeichen, welche die erbärmliche Lage unzweideutig höher verzinst werden können, als dies in anderen Anstalten der illustriren, all' dieses scheint Herrn Schulze über die so Fall ist, wie dies mit dankenswerther Offenheit ein Spezials sehr verbesserungsbedürftige Lage der Unterbeamten noch follege von ihm, also auch ein höherer", bei dem Herr Man lese folgenden Erlaß: nicht belehrt zu haben. Schulze sich bedanken mag, in Nr. 329 der Bossischen Zeitung" Berlin C., den 8. Geptember 1892. Bekanntlich werden die Unterbeamten, nachdem sie sich eingesteht. Vielleicht gehört Herr Schulze selbst zu den, „ Es ist zu meiner Kenntniß gelangt, daß Unterbeamte, ca. 8-10 Jahre mit einem geringen Tagegeld( in Berlin Postkapitalisten, die bedauern, daß der Post- Spar- und welche sich in Geldverlegenheit befinden, mit hiesigen zweifel- 2,50 m. 912,50 m. jährlich) durchgeschlagen, mit 650 Vorschußverein nur Einlagen bis zum Betrage von 1500 M. baften Geschäftsleuten in Verbindung treten und von ihnen Darlehen gegen übermäßig hohe Zinsen erhalten. Die Geschäfts: oder 700 und 240 M.= 890 resp. 940 m. jährlich an- annimmt. Was sagte dieser Spezialkollege des Herrn Ieute berechnen, wie aus den vorliegenden Pfandscheinen hervorgestellt.( Worin die Verbesserung liegen soll, ist wahr Schulze in der erwähnten Nummer der" Bossischen Zeitung" geht, für Hergabe eines Darlehns 2 Pf. Zinsen für die Mart scheinlich nur dem sachkundigen Auge des Herrn Schulze doch noch weiter?" Daraus, daß dieser Zweig des Vereins und den Monat, was einem Zinssay von 24 pct. für das sichtbar.) Aber schon diesen Betrag hält Herr Schulze für( das Vorschußwesen) flotte Geschäfte macht"..., kann mit Eine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner, auf Verlangen gratis nachgeliefert, worauf wir noch besonders aufmerksam machen. Die Redaktion und Expedition des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Bur Tage der Post- Unterbeamten. Uns wird geschrieben: Als wir in Nr. 196( Bur Lage der Post- Unterbeamten) das Elend der Post- Unterbeamten, der Briefträger, ihre bedrängte Lage, ihre lebenslängliche stlavische Abhängigkeit schilderten, da ahnten wir nicht, daß die Postbehörde uns so bald schon unsere Ausführungen als richtig bescheinigen würde. Feuilleton. Nachdrud verboten.] Die Waffen nieder! 33 Eine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner. " Weil" Friedrich zog einen Bleistift aus der Tasche und zeichnete auf ein Blatt Papier eine Spirale-2, weil der Gang der Zivilisation so beschaffen ist wie dieses... Bewegt sich diese Linie, trotz ihrer gelegentlichen RückwärtsTrümmungen, nicht sicher voran? Das beginnende Jahr tann freilich eine der Krümmungen vorstellen, besonders wenn, wie es den Anschein hat, wieder ein Krieg geführt werden sollte. So etwas schleudert die Kultur- in jeder, in materieller wie in moralischer Beziehung immer wieder um ein gutes Stück zurück." = " wiederholen dazu hatten die wenigsten Leute die Geduld, und man gab den Streit lieber auf. Noch in derselben Nacht, nachdem wir nach Hause gekommen, nahm ich meinen Mann ins Berhör: Was hast Du meinem Vater gesagt?.. Daß es allen Anschein habe, man würde sich in diesem Jahre wieder schlagen? Ich will Dich in keinen Krieg mehr ziehen lassen, ich will nicht" " " Was hilft dieses leidenschaftliche ich will", meine Martha? Du wärest doch die erste, die es angesichts der Umstände wieder zurückzöge. Je wahrscheinlicher ein Krieg vor der Thür steht, desto unmöglicher wäre es mir, um Entlassung einzukommen. Unmittelbar nach SchleswigHolstein wäre es thunlich gewesen-" Ach, diese elenden Schmitt u. Söhne!" Doch jetzt, wo sich neue Wolfen ballen-" " Du glaubst also wirklich, daß-" " Ich glaube, diese Wolfen werden sich wieder verziehen die beiden Großmächte werden sich doch jener Nordländchen wegen nicht zerfleischen. Aber weil es nun einmal drohend aussieht, würde ein Zurückziehen feige erscheinen. Das leuchtet Dir wohl ein?" So schlug die Rüsterei in allen möglichen Varianten an mein Ohr. Aber wozu denn dieses Waffengeklirre, wenn man nicht angreifen will? fragte ich, worauf mein Vater den alten Spruch vorbrachte: Si vis pacem, para bellum: Wir rüsten ja doch nur aus Vorsicht. Und die Andern? - In der Absicht, uns zu überfallen. Jene sagen aber auch, daß sie sich nur gegen unseren Ueberfall vorsehen. Das ist Heinitücke. Und sie sagen, daß wir heimtückisch seien. Das sagen sie nur als Vorivand, um besser rüsten zu können. Wieder so ein endloser Zirkel, eine sich in. deu Schwanz beißende Schlange, deren oberes und unteres Ende zweifache Unaufrichtigkeit ist.... Nur um einem Feinde zu imponiren, der den Krieg will, kann die riftende Schreckmethode etwa des Friedens willen am Plaße sein; aber zwei Gleichgesinnte, Frieden Wollende, können unmöglich nach diesem System handeln, ohne daß Jeder fest überzeugt sei, daß der Andere mit leeren Phrasen lügt. Und diese Ueberzeugung wird nur so fest, wenn man selber hinter den gleichen Phrasen dieselben Absichten versteckt, deren man Du sprichst nicht wie ein Soldat, mein lieber Den Gegner beschuldigt. Nicht nur die Anguren anch Tilling." die Diplomaten wissen von einander genau, was jeder Ich spreche von einer allgemeinen Sache, mein lieber, Aber ich hinter den öffentlichen Zeremonien und Redeweisen im Sinne Schwiegervater. Darüber kann meine Ansicht eine richtige führt... oder falsche sein ob sie nun eine soldatische sei oder Das beiderseitige Ju- Kriegsbereitschaft setzen dauerte nicht, ist eine andere Frage. Wahrheit giebt es doch Mit Spannung folgte ich nunmehr der Entwickelung die ersten Monate des Jahres fort. Am 12. März tamt überall nur eine...... Wenn ein Ding roth ist der politischen Ereignisse und den darüber in Zeitungen mein Vater freudestrahlend in mein Zimmer gestürzt. soll es einer grundsätzlich blau nennen, wenn er eine und Gesprächen kursirenden Meinungen und Vorherjagungen. blaue Uniform, und schwarz, wenn er eine schwarze Kutte Rüsten", rüsten" war jetzt die Losung. Preußen rüstet trägt?" im Stillen. Desterreich rüstet im Stillen. Die Preußen Warum nicht gar! Im Gegentheil, die gute Nachricht Eine was?" Mein Vater pflegte, wenn ihm eine behaupten, daß wir rüsten, und es ist nicht wahr sie ist die: Gestern wurde großer Kriegsrath gehalten. Diskussion nicht recht genehm war, etwas Schwerhörigkeit rüsten. Sie leugnen nein, es ist nicht wahr: wir Es ist wirklich glänzend, über welche Streitmacht wir verhervorzukehren. Auf solches was" die ganze Rede zu rüsten. Wenn wir abrüsten, wer weiß, ob jene abrüsten? fügen... da kann sich der arrogante Preuße verstecken. Diesen Gründen mußte ich mich fügen. flammerte mich fest an das Hoffnungswort Die Wolken werden sich verziehen." " " Hurrah!" rief er. Gute Nachrichten" Abgerüstet?" fragte ich freudig. absoluter Sicherheit auf eine gänzlich ungenügende Be- Nr. 18 sehr zur Zeit die Machenschaften preußischer und überhaupt keine„ neform" denkbar, die nicht einen Profit zahlung der Unterbeamten geschlossen werden, sezen wir anhaltischer Beamten, die sich zu Handlangern Staßfurter für die agrarischen Junker bedeutet. hinzu. und Leopoldshaller Großindustrieller gemacht haben, wieder 0 Politische tebersicht. M Zur Reichstags Erfahwahl in Löwenberg. Die Deutschfreifinnigen wollen die Wahl des konservativen Landraths von Holleufer wegen angeblich vorgekommener Unregelmäßigkeiten anfechten. n 11 " H Die Ansichten und Gedanken der Post- Unterbeamten an das Tageslicht. Vor Jahr und Tag bereits hatte Eine Frage. In einem Leitartikel: Miquel und über das vor ihrem geistigen Auge entrollte Bild eines sich die Volksstimme" auf diese Koalition von Beamten und Schelling" vertheidigt sich die Bossische Beitung" über das flotte Geschäft" die Hände reibenden höheren Unternehmern gegen Arbeiter hingewiesen, und Genosse( Nr. 454 vom 28. d. M.) gegen die von der Kölnischen Postbeamten werden die nächsten Wahlen zum Ausdruck Märtens hatte vor etwa 8 Monaten bei der Magdeburger Bolkszeitung" aufgestellte Behauptung, sie sei ein Schellingbringen. Staatsanwaltschaft die Bestrafung des Meist- offiziöses Blatt. Das Berliner Blatt sagt nun u. A. von betheiligten, des Bürgermeisters Reinhard aus Staßfurt fich: Für sie( die Boffische Beitung") giebt es keine beantragt, man hat aber nichts davon geandere Nichtschuur als das öffentliche Wohl!" Auf diese hört, daß Reinhard zur strafrechtlichen Erklärung reagiren wir heute mit der einzigen Frage: Wie kommt es, daß die es, daß die Voffische Berantwortung gezogen worden sei, vielLeicht geschieht dies jest, nachdem auch das hiesige Beitung bis zu diesem Augenblic ben Berlin, den 28. September. freisinnige Organ auf das Ungesetzliche der Handlungsweise Fall Schiff auch nicht mit einem Sterben 3wörtchen erwähnt hat? Handelt es sich hier nicht Neichsgesetzliches. Dem Bundesrath ist der Ent- preußischer und anhaltischer Beamten hingewiesen hat." wurf eines Gesetzes, betreffend die Begründung der Fast die gesammte bürgerliche Presse( die um das öffentliche Wohl?" Revision in bürgerlichen Rechtsstreitig National- Zeitung" Nr. 548 vom 27. d. M. berichtet nach Orterer. Der Orterer wird bekanntlich wegen seiner feiten, nebst erläuternder Begründung zugegangen.- dem„ Vorwärts" kurz über den Sachverhalt) fchweig Ernennung zum Rektor sein Reichstags- Mandat niederlegen sich über die Staßfurter Enthüllungen und will nur noch das mit Diäten gesegnete bayerische mit rührender Ginmüthigkeit aus, bis heute Landtags- Mandat behalten. Im„ Bayerischen Vaterland" hat noch feines dieser sonst so schreibluftigen Blätter grund-( Nr. 220 vom 28. d. Mts.) liest man: Wie das( ultrasäglich zu dem mit amtlicher Beihilfe ins Werk gesetzten montane) Münchener Fremdenblatt" meldet, wird sich schmählichen Boykott Stellung genommen. Dr. Orterer nicht mehr in den Reichstag, wohl aber in den Futter für Pulver. Die beabsichtigte Heeres verstärkung erfordert ein Zurückgehen der Anforderungen Herr Miquel sich über den preußischen Gtat für eines großen Einflusses immer sicher war, daß er den Defizit in Preußen. Wie die„ Post" meldet, hat Bandtag wählen lassen. Das Fremdenblatt" ist darüber tief bekümmert und behauptet, daß man bei Ausübung an die persönliche körperliche Tüchtigkeit bei den Rekruten. 1893/94 recht ungünstig ausgesprochen. Die Mehrforderungen bayerischen Sonderinteressen, wo es erforder= Die Verelendung des Proletariats durch übermäßige Ausfeien bedeutend, die Miindereinnahmen erheblich, so daß ein lich war, zu Gute kommen würde." Das ist nun aber nicht beutung, verlängerte Arbeitszeit, Kinder- und Frauenarbeit Defizit von 86 Millionen in Aussicht stehe. Der Herr wahr. Herr Orterer steckte im Gegentheil bis an die Herrlich war, zu Gute kommen würde." Das ist nun aber nicht läßt schon diese Anforderungen immer geringer werden, jetzt Finanzminister liebt es, grau in grau zu malen, um für Nase im preußischen Sack und man konnte sicher sein, tommt noch die erhöhte Zahl der zu Rekrutirenden und jeine gefeggeberischen Pläne, Vermögenssteuer u. f. w., Stim das nennt man Erhöhung der Wehrhaftigkeit. Frei- daß er sich am liebsten auf die preußische Seite legte lich der Militarismus fragt weniger nach der Qualität, als mung zu machen. Deffen sind wir freilich sicher, wäre Geld und mit den Preußen pattirte und marschierte. Man könnte wie Heu„ in Bänken", für Kulturzwecke, Aufbefferung der wie Heu in Bänken", für Kulturzwecke, Aufbesserung der es deshalb mir begrüßen, wenn der Herr Kultusminister Gehälter unserer Volksschullehrer und Subalternbeamten, ihm diese Bedingung seiner Beförderung ge Wozn der Tärm? Als ob nicht Jedermann wüßte, Bewilligung von Mitteln für Sebung des sozialen und stellt hätte, wissend, daß Herr Orterer seine Beförde= rung vorziehen würde." daß die Junker die neue Militärvorlage stramm bewilligen geistigen Niveaus der Wasse, gäbe es doch keinen rothen stellt hätte, wissend, daß Herr Orterer seine Beförde= werden, wie alle früheren, sieht sich die fonservative Reichs- Hellev.Hamburgisches. Der unverantwortliche Nebakteur der tagsfraktion auch. noch veranlaßt, in ihrer Konservativen Korrespondenz" mit einem übermäßigen Schwall tönender Die Heptilien sind an der Arbeit, die scharfe Stritit über lung, welche während der Cholera- Epidemie reisende HamServ Boffe und die pommerischen Gymnasien. Hamburger Nachrichten", der sich über die Behand Worte zu erklären, sie werde„ prüfen" und-Ja! fagen. Den Bosse'schen Erlaß, worin die Nohheit der burger in Deutschland erfahren hätten, bitter beklagt und Die Konservativen, so heißt es, werden prüfen mit gebührender Rücksichtnahme auf die maßge benden Gutachten Pommerischen Gymnasiasten gerügt war, nach eine reichspolitische Kundgebung" vermißt hat, erhält in der militärischen Berather des Kaisers, sowie auf die Ent- Kräften abzuschwächen. Aber die Versuche, den Thatbestand seinem früheren Leibblatt einen scharfen Nüffel. In der scheidung des obersten Striegsherrn". Gebührende Rück zu verdunkeln, verfangen nicht. Bis heute hat der preußische Norddeutschen Allgemeinen Zeitung"( Nr. 454 vom 28. Sepfichtnahme" auf die ausgebeutelten Steuer. Stultusminister kein amtliches Démenti veröffent- tember) wird u. A. gesagt:" Wir sind keine Freunde von zahler nimmt diese Art Bolts" vertreter nicht, die als licht. Am nüßlichsten wäre es, wenn der Staats- Anzeiger" Vorwürfen gegen Unglückliche," auch wenn ihr unglück nicht Grundherren, Brenner, Zuckersteder, Gesetzgeber u. 1. w. die den Wortlaut des Erlasses mittheilen würde. ohne eigene Schuld hereingebrochen ist, aber wir müssen Masse aussaugen, daß allen Ernstes ein Gebahren zurückweisen, welches darauf das Raubritterthum ihrer Die Aufhebung der Grund- und Gebäudesteuer hinausläuft, von der Untersuchung der Ursachen abzulenten Ahnen eine vergleichsweise humane Einrichtung geist kein Geschenk für die Gutsbesitzer. Herrn von und das größere lebel nicht in den eigenen Fehlern, wesen ist.- Uebrigens ist das stehende Heer eine so Gneist nannte seiner Zeit, als Herr v. Gneist blos ein Herr sondern in dem Verfahren Dritter zu suchen, die gute Versorgung für jüngere Söhne, für die Sprößlinge Gneist war, der Kriegsminister Graf Noon den Mann, der benn doch auch unter der Gefahr der Weiterverbreitung des Adels überhaupt, daß jeder Einspruch gegen den alles beweisen könnte". Der jüngere professorale Nach- des Unheils zu leiden haben. Oder sollte das die Absicht Militarismus schon aus diesem Grunde selbstmörderisch wuchs des Herrn Gueist ist ihm in der Sucht alles zu der Hamburger Nachrichten" gewesen sein?" Es wird beweisen" noch überlegen, wenn ihm auch der Geist, das dann gezeigt, daß die Reichsregierung gegen unnöthige nach der Quantität seiner Opfer. wäre. 群 1 Ein frommer Wunsch. Den konservativen Bittauer Talent, das Gueist jedenfalls besitzt, vollständig abgeht. Belästigung des Verkehrs rechtzeitig eingeschritten und Nachrichten"; die allen Gegnern der neuen Militärvorlage" Bon Herrn Enneccerus ist eine Broschüre erschienen, die zur gegen Mißgriffe einzelner Behörden Abhilfe geschaffen habe. den Choleratod gewünscht hat, schreibt bie ultramontane Befriedigung der Kreuz- Zeitung" nachweisen soll, daß den Wenn dann aber gepindtert wird, zwischen der Hamburger Germania"( Nr. 223 vom 29. d. M.) Folgendes ins Gutsherren mit dem Erlaß der Grund- und Gebäudesteuer Regierung und dem Reich habe„ hinsichtlich der Bekämpfung Stammbuch: Mit Freude und Wohlbehagen ficht wohl gar kein Geschenk gemacht wird. Warum dann die Be- der Cholera" von Anfang an" enge Fühlung und volles Niemand im deutschen Volke den neuen Militärforderungen lastung aufheben? Warum neue Millionen aus der Steuer Einvernehmen" bestanden, so sind das Flausen. Der hamentgegen. Sollten also die, die mit einem gewissen Schrecken des gesammten Volkes, also zumal aus der Tasche des noth- burger Senat ist von außen durch nicht zu sanften Zwang den kommenden Dingen entgegen sehen, von der Cholera leidendsten Theils der Bevölkerung erheben, um dem Guts genöthigt worden, das Nothwendige zu thun. Davan ist hinweggerafft werden, so bliebe am Ende nur die besitzer eine Steuer abzunehmen, ohne daß er hierin eine nicht zu drehen und zu deuteln. Redaktion der Bittauer Nachrichten" übrig. Erleichterung steht? Und dann würde diesen Herren die präsentirte Rechnung am Ende selbst so hoch werden, daß ihnen auch Angst und Bange würde." Wir wollen doch abwarten, ob nicht das Zentrum, dessen Mannen im Reichstage den Ausschlag geben werden, der Redaktion des sächsischen Amtsblattes Gesellschaft leisten wird, ganz abgesehen von den Junkern, Nationalliberalen, Polen und den übrigen Mitverschworenen des Militär- Wartells. Im Jahre 1861 wurden an Grundstenerentschädigungen für Güter und Grundstücke der selbständigen Gutsbezirke bezahlt in Summa 17 128 164 M. Davon entfallen: 1. auf Fideikommißgüter 2. auf andere Güter, welche sich noch jetzt in der Hand des ursprünglichen Empfängers der Entschädigung befinden 3. auf Güter, die sich in der Hand der Erben des Entschädigungsempfängers befinden 2 844 366 M. 3 801 001 " " 5.473 717 Zusammen 12 119 084 M., Wahrheit und Dichtung. In der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" wird ein Brief des japanischen Majors Yasumasa Fukuschima, der zu Pferde von Berlin Der kühne in feine Heimath reift, veröffentlicht. Reisende ist am 30. August in Semipalatinsk am Jrtisch eingetroffen. Er schreibt u. a.:„ Ich habe Landstriche durchquert, die schwer unter der Cholera littent, speziell zwischen Tjumen und Semipalatinsk, ungefähr 1500 Werft. Ich will Ihnen einige Beispiele mittheilen. Pawlodar ist ein Städtchen am rechten Ufer des Frtisch mit etwa 5000 Einwohnern. In diesem Ort erkrankten binnen Die neuesten Nekunden and amtlichen Akten schränken, welche wir fürzlich unseren Lesern mitgetheilt haben, zeigten das unerhörte Komplott preußischer Bürger- oder 70% pet. der gezahlten Entschädigungssummen. Wenn 18 Tagen 365 Personen, von denen nur 28 genafen und meister, anbaltischer Amtsvorsteher, und großer Plus- diese Summen jetzt auch zum Theil in Anrechnung gebracht 337 starben. Außer in den Städten und Marktflecken giebt macher gegen die Arbeiterbewegung. Unser Bruderblatt werden, so bleibt doch noch ein nicht unerhebliches Sümm- es meistens einen Arzt auf den Stationen und den Dörfern. Die die Magdeburger Boltsstimme"( Str. 227 vom 28. d. M.) chen, das als reines Geschenk für die Gutsbesizer zu bein Bevölkerung steht schreibt nun: Die Magdeburger Nachrichten" ziehen in trachten ist. In unserer modernsten Sozialgefeßgebung ist der Krankheit völlig ununterrichtet gegens " * Mit 800 000 Mann sind wir stündlich bereit, auszurücken. Diese Falschheit, dem Volfe und den Friedliebenden zu ver- aber an die politischen Entstehungsgründe nird nicht Und Benedet, unser tüchtigster Stratege, wird Ober- sichern, daß all' die Waffenanschaffungen und Heerverstär- mehr gedacht. In den verschiedenen Geschichtswerten, welche Feldherr mit unbeschränkter Vollmacht. Jch fag' Dir's fungen und Militär- Kreditforderungen nur um des lieben nach jedem Feldzuge unter Titeln wie Der Krieg vom im Vertrauen, Kind: Schlesien ist unser, wenn wir nur Friedens willen geschehen. Wenn ihr schon die Zähne zeigt Jahre historisch und strategisch dargestellt-" und terwollen" und die Fäuste ballt, so flüstert teine fauften Worte dazu gleichen erscheinen, werden alle vergangenen Streitmot v O Gott, o Gott," Stöhnte ich soll denn wenn ihr schon vor Ungeduld zittert, das Schwert zu und alle taktischen Bewegungen des betreffenden Feldzuges wieder diese Geißel über uns kommen! Werwer tann schwingen, so macht doch nicht, als legtet ihr aus bloßer aufgezählt, und wer dafür Intereffe hat, kann in der eindenn nur so gewissenlos sein- aus Ghrgeiz, aus Länder- Borsicht die Hand an den Knauf" schlägigen Literatur sich Aufschluß holen; aber im Ge gier-" So redete ich eine Weile mit bebender Stimme und dächtniß des Volkes lebt diese Geschichte gewiß nicht Beruhige Dich. Wir sind nicht so ehrgeizig- noch steigendem Affekte fort -noch steigendem Affekte fort ohne daß mein verblüffter Vater fort. Auch von den Gefühlen des Hasses und der Befind wir ländergierig. Wir wollen( das heißt ich gerade ein Wort erwiderte und brach schließlich in Thränen aus. geisterung, der Erbitterung und Siegeshoffnung, mit welchen nicht, mir wäre die Wiedergewinnung unseres Schlesiens die ganze Bevölkerung den Anfang des Krieges begrüßt schon recht) aber die Regierung will Frieden halten Jett folgte eine Zeit der schwankenden Hoffnungen und Gefühle, welche sich in dem Schlagwort äußern:„ dieser das hat sie oft genug versichert. Und der ungeheuere Befürchtungen. Heute hieß es der Friede gesichert, Krieg ist sehr populär," auch davon ist nach ein paar Stand unserer aktiven Armee, wie derselbe aus den im morgen- der Krieg unvermeidlich". Die meisten Leute Jahren alles verwischt. geftrigen Kriegsrath dem Kaiser vorgelegten Mittheilungen waren letterer Anficht. Nicht so sehr, weil die Verhältnisse Am 24. März erläßt Preußen ein Rundschreiben, worin fich ergiebt, wird allen anderen Mächten gehörigen Respekt auf die Nothwendigkeit eines blutigen Austrages wiesen, es sich über die bedrohlichen österreichischen Rüstungen bes einflößen Preußen wird wohl zu allererst klein bei- als deshalb, weil, wenn das Wort Krieg" einmal gefallen, lagt. Warum rüsten wir denn nicht, wenn wir nicht Legen und aufhören, das große Wort führen zu wollen. wohl noch sehr lange hin und her debattivt werden kann, bedrohen wollen? Wie sollen wir? Es wird ja am Wir haben, Gott sei Dant, in Schleswig- Holstein auch noch aber erfahrungsgemäß das Ende jedesmal Krieg ift. Das 28. März preußischerseits verfügt, daß die Festungen in milzureden und werden sicher nie dulden, daß sich der kleine, unscheinbare Ei, welches den Casus belli" eut Schlesien und zwei Armeekorps in Bereitschaft gesetzt werden andere Großstaat durch allzu starke Machtausdehnung eine hält, wird da so lange ausgebrütet, bis das Ungethüm sollen überwiegende Stellung in Deutschland erringe... Da hervorkriecht. 31. März. Gott sei Dank! Desterreich erklärt, daß handelt es sich um unsere Ehre, um unser prestige" Täglich zeichnete ich in die rothen Hefte die Phasen sämmtliche umilaufende Gerüchte über geheimes Rüften falsch vielleicht um unsere Existenz- das verstehst Du nicht das verstehst Du nicht... des schwebenden Streites auf und so wußte ich damals, seien; es falle ihm gar nicht ein, Preußen anzugreifen. Es Das Ganze ist ja doch nur ein Hegemoniestreitum das und weiß noch heute, wie der verhängnißvolle 66er stellt daher die Forderung, daß Preußen seine Kriegsbereit miserable Schleswig handelt es sich am wenigften aber Krieg" fich vorbereitet hat und wie er ausgebrochen ist. fchafts- Maßnahmen einstelle. der prächtige Kriegsrath hat deutlich gezeigt, wer den Ohne diese Eintragungen wäre ich wohl über das betreffende Brenßen erwidert: Es denke gar nicht im Ent ersten Rang einnimmt und wer den Anderen Bedingungen Stück Geschichte in derselben Unkenntniß, in welcher die ferntesten daran, Desterreich anzugreifen, aber durch des vorschreiben darf; die Nachkommen der kleinen branden meisten, inmitten der Geschichtsabspielung lebenden Menschen ferntesten daran, Desterreich anzugreifen, aber durch des burger Kurfürsten oder diejenigen der langen römisch sich befinden. Gewöhnlich weiß die große Mehrzahl der letzteven Rüstungen sei es gezwungen, sich auf Angriff gedeutschen Kaiser- Reihe! Ich halte den Frieden für gesichert. Bevölkerung nicht, warum und wie ein Krieg entsteht faßt zu machen. So wird der zweistimmige Wechselgefang unausgesetzt Sollten aber die Anderen dennoch fortfahren, sich unverman sieht ihn nur eine Zeit lang kommen dann ist fortgeführt: schämt und arrogant zu gebärden und dadurch einen Krieg er da. Und wenn er da ist, so frägt man schon gar nicht unvermeidlich machen, so ist uns der Sieg verbürgt und mehr nach den kleinen Interessen und Meinungsverschieden mit demselben ganz unberechenbare Gewinne... Es wäre heiten, die ihn herbeigeführt, sondern ist nur noch mit den gewaltigen Ereignissen beschäftigt, die sein Fortgang mit zu wünschen, daß es losginge" und mit sich bringt. Und ist er einmal vorüber, so erinnert man Nun ja, das wünschest Du auch, Vater Dir wahrscheinlich der ganze Kriegsrath! So ift's mir sich höchstens der dabei persönlich erlebten Schrecken und lieber, wenn das aufrichtig gesagt wird... Nur nicht| Verluste beziehungsweise Gewinne und Triumphe 33 · Meine Rüstung ist die defensive, Deine Rüstung ist die offensive, Ich muß rüsten, weil Du ristest, Weil Du rüistest, rüste ich, Also rüsten wir, Rüften wir nur immer zu. Die Zeitungen geben die Orchesterbegleitung zu diesem lber und Sanitätsvorkehrungen fehlen absolut. Die Cholera wüthet daher uneingeschränkt. Ich war sehr oft in durchseuchten Häusern. Einmal brach ein armer Bursche gerade neben meinem Pferde zusammen. Manchmal gab ich den Kranken von meinen Medizinen. Jmmer war Gefahr dabei. Es war wirklich wie ein Traum, daß ich der Epidemie entging." Pan Rudolfuschka Virchow, patentirter Tamtam- Schläger zu Ehren des offiziellen Rußlands, erklärte bekanntlich: Die Vorkehrungen, welche in Rußland zur Bekämpfung der Cholera, sowie zur Vorbeugung einer Verschleppung ge troffen worden sind und noch immer neu getroffen werden, sind geradezu großartige; es stehen überall die besten Hilfsmittel reichlich zur Verfügung. Man kann sagen, daß die Russen in gewiffer Beziehung weiter sind, als wir hier in Deutschland und Berlin." Des Stegreifdichters Birchow phantasievolle Schilderung ist eben nichts als ein Märchen. " Sobann wurde eine Resolution angenommen, daß am 1. Mai| benüßen, um den Besuch von sozialdemotratischen Versammlungen 1898 überall die Arbeit ausgesetzt werden solle, wobei Jedem über- zu hintertreiben; fie verurtheilt das um so mehr, als jene Partei laffen bleibt, nach Belieben zu manifestiren. Endlich wurde in ihren Versammlungen die albernsten und ungeheuerlichsten beschlossen, daß die französische Arbeiterpartei an dem Londoner Anschuldigungen gegen uns vorbringt, ohne uns auch nur das Kongreß nicht theilnehmen solle, den die Glasgower Gewerk- Wort zur Rechtfertigung zu gewähren. vereine veranstalten, da die letzteren versuchten, die Arbeiter zu entzweien. Die Versammlung ist davon überzeugt, daß das Zentrum, troh Jahrhunderte langer Herrschaft den heutigen Zustand nicht. Herold" telegraphirt: allein nicht verhinderte, sondern nach jeder Hinsicht begünstigt. Paris, 26. September. Die Regierung Teugnet ab, um seine politische Macht zu erhalten, schachert das Bentruna jemals die Ausweisung Liebknecht's beabsichtigt zu haben. mit politischen Freiheiten, und unter dem Drucke der sozialisti: Liebknecht reifte gestern Nachmittag nach Lyon ab, wo er fchen Bewegung, macht" dasselbe in Arbeiterschuh, ohne deAbends demonstrativ und enthusiastisch empfangen wurde. Er selben auch nur im Entferntesten zu fördern. geht von dort nach Mülhausen( Elsaß), wo er in einer großen Versammlung über die elsak- lothringische Frage sprechen soll. Bei einer Unterredung erklärte Liebknecht, die nächsten Wahlen brächten den Sozialdemokraten infolge der Unpopularität der neuen Militärvorlagen eine Million neuer Stimmen; selbst die Bourgeoisie Deutschlands trage die Armeelaften nur, weil sie gegen die Sozialdemokratie gerichtet seien. Chauvinismus existire in Deutschland nicht. Liebknecht bedauert, daß die Berliner Weltausstellung vor der Pariser nicht ermöglicht worden sei. Die Franzosen würden in Berlin freundlichst auf genommen worden sein. Die Versammlung erachtet die sozialdemokratischen Bestu bungen als die allein geeigneten, der Arbeiterklasse sowohl in der heutigen Gesellschaftsordnung eine Befferung zu beschaffen, dis in ihren Endzielen eine Ordnung des allgemeinen Glückes wid der allgemeinen Wohlfahrt zu begründen." Als zweiter Punkt der Tagesordnung war„ Stellungnah me zum Parteitage" angefekt. Es wurde beschlossen, aus dem Saarrevier einen Delegirten zum Parteitage in Berlin zu entfen den und wurde hierzu fast einstimmig Genoffe Emmel aus St. Joha nn begeistert aufgenommenen Hoch auf die Sozialdemokratie geſchloſſen. Saarbrücken gewählt. Hierauf wurde die Versammlung mit einem Dem Genossen Bebel wurde bei seiner Abfahrt ein brausendes Hoch gewidmet. Von fast allen Kanzeln war gegen den Besuch der Versammlung gepredigt worden, stellenweise wurde gedi: oht: die Besucher der Versammlung erhielten die firchlichen Safranente Bergmann, der die Versammlung besuche, werde abgelegt. Trotznicht mehr. Bon anderer Seite war das Gerücht verbreitet, jeder dem die stattliche Zahl der Versammlungs- Theilnehmer! Es geht vorwärts. Streit im eigenen Hause. Ein in der Rheinpfalz erscheinendes nationalliberales Blatt, die Neustädter Zeitung" liegt seit einiger Zeit in bitterer Fehde mit den Führern der rheinpfälzischen Gentlemen, den Segen des Schutzzolles. Aus Paris wird geWein ,, bauern" Bahl, Bücklein u. s. w. und reibt sich auch an meldet:" Der Handel liegt hier schwer darnieder infolge dem offiziellen Geradhalter für Redakteure von schwacher Kon- ber durch den internationalen Schutzzoll herbeigeführten stitution", der von P a zig, dem Parteisekretär der National- Krisis: besonders hat der Handel in Luxusartikeln fast liberalen, herausgegebenen, Nationalliberalen Korrespondenz". gänzlich aufgehört." Das linksrheinische Blatt schreibt u. A.:" Heute erklärt man weise von oben herunter, daß das Sozialistengesetz über- Englifches. Der Minister für Jrland, John Morley, auch im Königreich Stumm und den Dasbach'schen Deanänen flüssig sei. Wenn das Kolumbusei von anderen Leuten glück richtete am 27. September an das Mitglied des Unterhauses, lich eingedrückt ist und auf dem Tische steht, hat man weise Justin Mac Carthy, den Führer der antiparnellitischen Kampf mit geistigen Waffen". Ein Vizefeldwebel, reden. Wir sind überzeugt, daß die Nationalliberale Kor- Frenfraktion, ein Schreiben, in welchem er mittheilte, die Namens Thiele, wohnhaft Magdeburg, 3fchokkestr. 9, 2 Tr., respondenz" nach Jahr und Tag auch für das Reichstags- Hegierung habe beschloffen, eine Kommission einzusetzen, um hat neulich einen unserer Genossen, der ihm in der höflichsten Wahlrecht eintritt, nämlich dann, wenn die Ereignisse feste die Frage der vertriebenen Pächter zu studiren Weise die" Bolfsstimme" zum Abonnement anbot, ins Gesicht Sozialdemo Thatsachen geschaffen haben und die Fraktion auf zwei und über die Mittel Bericht zu erstatten, wodurch den geschlagen und ihn unter Schimpfworten, wie: fratischer Lump", die Treppe hinabgeworfen. Dabei tieß der Dutzend Size zusammengeschmolzen ist. Es wäre gut, wenn Bächtern am besten wieder zu ihrem Pachtgute verholfen törperlich übrigens schwächliche Genosse das Pack Zeitungen bie rückwärtsblickenden Berliner Propheten fein vorsichtig in werden könnte. Die letzten von dem radikalsten der Ar fallen. Der Bizefeldwebel verwehrte ihm das Aufheben der die Zukunft blickten, denn für's Gewesene giebt der beiter- Abgeordneten, Keir- Hardie, in den schottischen Beitungen mit der Drohung, falls Jemand wieder heraufkomme, Wähler nichts." Ferner:... Mit warmem Herzen Bergstädten Middlesbrough und Barnsley gehaltenen werde er ihn mit dem Degen erftechen. Nach einigen Stunden unter das Volk zu treten, auch außerhalb der Wahlzeit Reden beleuchten die neueste Richtung des englischen Ge- begaben sich zwei Genossen nach der Wohnung des Feldwebels, die schwieligen Hände zu drücken, die politische Reife des wertvereinsthums. Keir- Hardie sagte nach der um die Zeitungen zurückzuverlangen. Sie erhielten von der Frau Boltes durch ehrliche Arbeit zu fördern, das ist es, wozu Boffischen Beitung" in Middlesbrough: Nie- deffelben zur Antwort, daß ihr Mann die Zeitungen mit nach sich viele Leute nicht hergeben". Wer im Interesse der mand könne sich der Thatsache verschließen, daß die Gewerk- der Kaserne genommen habe. Es wird nun gegen den Vizefeldwebel Strafantrag gestellt werden. Bemerkt fei noch, daß er eigenen Partei die Wahrheit sagt, oder wer gar einmal vereine heute weniger Macht befäßen, als vor 25 Jahren, nicht die Uniform, sondern Biviltleidung trug, als ihm unser vom verschwommenen Programm abweicht", gilt als Das Elend würde immer größer. Was sei die Ursache? Genosse die„ Boltsstimme" zum Abonnement anbot. Was man " Franktireur". Nur um Gottes Willen keinen Versuch Land und Produktionsmittel wären in den Händen der sich gegen Sozialdemokraten herausnimmt, das geht wirklich machen, neue Gedanken in die Bewegung zu werfen, sonst einen Klasse und die Arbeit hätte die andere Klasse zu über's Bohnenlied. bekommt die Partei Magenkrämpfe! Das sind Binsen- verrichten. Ehe Jemand sein täglich Brot verdienen könne, Zur Unterstützung der nothleidenden Samburger wahrheiten, aber erbaulich ist es, daß sie ein National- müsse er erst einen Anderen finden, welcher seine Arbeit liberaler ausspricht. Und dieser offenherzige Mann ist, wie auszubeuten bereit sei. Fände er Reinen, so könne er sich in Proletarier haben die Arbeiter Hofs i. B. eine Sammlung die Frankfurter Zeitung"( Nr. 271 von 27. d. M.) mit einen Graben hinlegen und sterben oder Steine hauen und ausgeschrieben, in dankbarer Erinnerung daran, daß als in den theilt, der Gründer und mehrjährige Redakteur des Baare- sein Wahlrecht verlieren. Die Politiker schwägten den Ar- 70er Jahren unter den Webern der Hofer Gegen's ein Noth stand ausbrach, die Hamburger 1000 Mart zur Winterſtüßung Schen Organs in Bochum, des Rheinisch- Westfälischen beitern so viel vor, wie wichtig es sei, daß Jeder nur eine sandten. Tageblatts", gewesen. Als er eines Tages nicht mehr so Stimme habe. Noch viel wichtiger sei es, daß Jeder Arbeit tanzen wollte, wie Baare vorpfiff, flog er hinaus. Wie dort habe. Bis der Arbeiter nicht Besik von der Staatsmaschine Der Nürnberger Sozialdemokratische Wahrverein vers den Kohlen, so kann er in der Rheinpfalz, meint die ergreife und Land und Kapital auf produktivgenossenschaft- einnahmte in der Zeit vom 1. Oktober v. J. bis jetzt insgesammt " Frankfurter Zeitung", den Flaschenbaronen noch Manches licher Grundlage verwalte, würden die industriellen Wirren 5840,74 m., wovon nach Abzug der Ausgaben 1808,71 M. zu schaffen machen. Bis er auch Neustadt a. d. Hardt nur immer stärker und drängender werden. Bildung einer Raffenbestand verblieben. Die Zahl der Mitglieder des Vereins Balet fagen muß! Arbeiterpartei sei das Allernothwendigste. Wenn beträgt gegenwärtig 2811; gegen das Vorjahr ist trotz der die liberale Partei wirklich den Arbeitern so freundlich ge- fchlechten Erwerbsverhältnisse ein Zuwachs von er 300 Mitgliedern zu verzeichnen. Die Sozialdemokratie in der Schweiz. Bei der sinnt sei, so habe sie ja nichts von einer Arbeiterpartei zu Großraths Ersahwahl in Bern( obere Stadt) befürchten. Die Frage, was aus den Arbeitslosen werden ist Genoffe Fürsprech Steck, der Redakteur. des Schweize- folle, müsse gelöst werden. Wenn andere das nicht thäten, an die Turngenossen der Provinz Brandenburg rischen Sozialdemokraten", mit 432 gegen 381 Stimmen, die fo müßten die Arbeitslosen es selber thun. Jeder, der und des Stadtkreises Berlin sweds Beitritts auf den liberalen Kandidaten fielen, gewählt worden. So arbeiten wolle, müsse auch Arbeit finden können. Der in den Märkischen Arbeiter- Turnerbund. geschehen in der Bundesstadt, die so lange berüchtigt liberale Abgeordnete für Finsbury( London), der Parse Nachdem bereits am 18. September 10 Turnvereine sich war als die Hochburg jener widerlichsten patrizischen Navroji, ein geborener Hindu, der erste Indier im unserer Sache angeschlossen und weitere 5 Vereine der Mark den Reaktion, an der einst auch Ludwig Löwe eine so englischen Barlament, erklärte am Sonnabend offen, er sei Beitritt erklärt haben wahrlich ein Erfolg, auf den wir stolz sein können richten wir an die übrigen Turnvereine der wißige wie vernichtende Kritik übte. Es geht vorwärts. ein Sozialist. Solche Zustände, wie heute, wären nur Mart, deren Mitglieder sich aus Arbeitern rekrutiren, das Ermöglich, wenn das gesellschaftliche System unrichtig sei. fuchen, ebenfalls unserem Bunde beizutreten. Ganz besonders Marseille. Das Wolff'sche Depeschenbureau meldet: Land und Kapital müßten Eigenthum der gesammten fordern wir die Turngenossen Berlins hierzu auf. In der TurnMarseille, 27. September. In der heutigen Schluß- Nation sein. fache sind diesmal die Vereine der Provinzialstädte die Pioniere fihung des Sozialisten- Kongresses forderte der belgische Delegirte gewesen, so z. B. gehören in Luckenwalde 3 Vereine dem Bunde Anseele im Namen Liebknecht's dazu auf, Delegirte für den In Sachen Peck gaben wir fürzlich mit Vorbehalt an, während Berlin nur mit einem Verein vertreten ist. Ist es nächsten sozialistischen Arbeiterkongreß in Deutschland zu be stimmen. Der Kongreß erklärte sich im Prinzip damit einvereine Meldung der Frankfurter Zeitung" wieder, wonach in einem Verein nicht möglich, den Beitritt durchzusehen, so erstanden und nahm darauf eine von Maillard beantragte Tages. Dieser bisherige Leiter des Newyorker arbeitsstatistischen richte man einen Arbeiter- Turnverein. Ordnung an, wonach die sozialistischen Munisipalräthe unablässig Amtes statistische Mogeleien im Interesse der die Ausführung des auf dem Lyoner Kongreß angenommenen Schutzöllner begangen habe. Wie wir jetzt aus uns vor Programms betreiben und die sozialistischen Gemeinderäthe in liegenden nordamerikanischen Parteiblättern ersehen, be nicht durchweg sozialistischen Gemeindevertretungen Alles daran stätigt sich diese Nachricht. Es ist sehr bedauerlich, daß setzen sollen, um in ihrem Wirkungsfreise Reformen durchzuführen. Beckt sich zu solchen schmählichen Fälschungen hat gebrauchen laffen. Duo ab. Die Leitartikler schwelgen in sogenannter Konjekturalpolitik. Es wird geschürt, gehegt, geprahlt, verleumdet. Geschichtswerke über den siebenjährigen Krieg werden veröffentlicht, mit der ausgesprochenen Tendenz, die einstige Feindschaft aufzufrischen. 1 Parteinachrichten. Aufruf Zum Zwecke der Agitation wird in nächster Zeit eine Broschüre in einer Auflage von 5000 Gremplaren zum Breise von 5 Pfennige pro Stück herausgegeben werden, welche folgenden Inhalt hat: 1. Verhandlung des Kongresses am 26. Juni, abgehalten zu Brandenburg a. 5. 2. Verhandlung des 1. Bundes- Turntages am 18. September zu Berlin. 3. Entwurf der Statuten. Daß wir unser Ziel, die Schaffung eines mächtigen freien deutschen Turnerbundes erreichen werden, fürchten bereits auch unsere Gegner, wie das aus der neuesten Nummer des Kreisblattes für den Turnkreis III b hervorgeht, in welchem der Kreisvertreter Herr Abrott den Turngenossen fagt: Wenn ich nun noch der in Brandenburg vorbereiteten Bildung eines ArbeiterTurnerbundes" gedente, fo geschieht dies lediglich zu dem Zweck, alle Turngenoffen vor der Betheiligung dringend zu warnen und Indessen, der Notenwechsel dauert fort. Unterm 7. April Eine Parteikonferenz der Sozialdemokratie des Wahlkreises alle Gutgesinnten aufzufordern, schwankende Genoffen zu halten Leugnet Defterreich nochmals offiziell seine Rüstungen, spielt giegnig Goldberg- baynau tagte am 25. September und den Uebertritt der zu unserer Gemeinschaft gehörenden aber auf eine mündliche Aeußerung an, welche Bismarck in Goldberg. Dieselbe befaßte fich u. A. mit der Regelung Vereine zu verhüten. Sache aller Leitenden in Gauen und gegen Karolyi gemacht hätte, daß man sich über den der Landagitation, zu deren Stüßpunkten die Städte Biegni, Vereinen ist es, dieser Angelegenheit ihre besondere AufmerkſamGasteiner Vertrag leicht hinwegsehen werde". Also davon Goldberg und Haynau bestimmt wurden.- Am gleichen Tage feit zuzuwenden und mir von allen Beobachtungen unverweilt sollen die Bölkerschicksale abhängen, was zwei Herren Di- verhandelte in Göttingen eine von den Genossen aus dem Mittheilung zu machen." Ferner steht auf der Tagesordnung plomaten in mehr oder minder guter Laune über Verträge 12. hannoverschen Wahlkreis Göttingen- Münden- Duderstadt zahl der am 2. Oktober stattfindenden Sigung des Kreisausschusses: sprechen? Und was sind das überhaupt für Verträge, deren reich besuchte Parteilonferenz ebenfalls über die Förderung der Stellung zum Urbeiter- Turnerbund. Der Herr Kreissekretär hätte sprechen? Und was find das überhaupt für Berträge, deren agitation. Man erledigte diesen Punkt durch Wahl eine Agita: fich feine Mühe sparen können, denn wir haben bereits am Einhalten von dem guten Willen der Kontrahenten abgitation. Einhalten von dem guten Willen der Kontrahenten ab- tionstommiffion, deren Vorsitzender der Genoffe Borchers in 18. September zu Berlin den Beschluß gefaßt, daß die Vereine, hängig bleibt und durch keine höhere schiedsrichterliche Ge Göttingen, Weenderstr. 72, ist. welche sich unserem Bund anschließen, nicht mehr zur bisherigen walt gesichert wird? Organisation der Deutschen Turnerschaft gehören dürfen 2c. Die geehrten Vorsitzenden der Vereine, welche bereits dem Bunde angehören, werden hiermit ersucht, die Zahl der Mitglieder ihrer Vereine dem Vorsitzenden anzugeben und dem Kaffiver die Geldbeträge einzufenden. Auf diese Note antwortet Breußen unterm 15. April, Bei den Stichwahlen zum reußischen Sandtag er daß die Anschuldigung unwahr jei; es müsse aber dabei hielten in der Stadt Gera unsere Parteigenoffen Betterlein beharren, daß Oesterreich wirklich an den Grenzen gerüstet und Mödiger 345 bezi. 337 Stimmen, während die habe; dadurch sei die eigene Gegenrüstung gerechtfertigt. gegnerischen Kandidaten mit 384 bezw. 407 Stimmen das Mandat Ist es Desterreich mit dem Nichtangreifen Ernst, so solle es ervangen. zuerst abrüsten. Hierauf das Wiener Kabinet: Wir wollen am 23. d. abrüften, wenn Preußen verspricht, am folgenden Tage das selbe zu thun. Preußen erklärt sich bereit. Welch ein Aufathmen! So wird denn trotz aller drohenden Anzeichen der Friede erhalten bleiben! Diese Wendung verzeichnete ich freudig in die rothen Hefte. Aber zu früh. Neue Verwickelungen stellen sich ein. Desterreich erklärt, es tönne nur im Norden, nicht aber zugleich im Süden abrüsten, denn dort sei es von Italien bedroht. Darauf Preußen: Wenn Desterreich nicht ganz ab rüftet, fo wollen wir auch gerüstet bleiben. Jezt läßt sich Italien vernehmen: Es wäre ihm nicht im Entferntesten eingefallen, Desterreich anzugreifen, aber nach deffen letzter Erklärung werde es allerdings Gegenrüftungen machen. Und so wird das hübsche Defensivlieb nunmehr dreistimmig gesungen. ( Fortsetzung folgt.) Anfragen und Anmeldungen find an den 1. Vorsitzenden B. Miller, Brandenburg a. H., Bahnhofstr. 4, zu richten. Gelbfendungen an den 1. Kaffenwart F. Trüßschler, Rathenow, Gartenstr. 3. Von der Agitation. Am Sonntag unternahmen die Bot3: damer Genoffen eine Agitationstour nach Keyin, woselbst auch eine Versammlung abgehalten wurde, welche von den Keziner Arbeitern sehr stark besucht war. Theodor Meyner aus Berlin referirte unter lebhaftem Beifall. In einer Resolution, welche einstimmig zur Annahme gelangte, sprach die Versammlung zu dem gehörten Vortrag ihre Zustimmung aus, Die Leip iger Parteigenoffen haben am Sonntag bei der Bertheilung beten. bes bereits erwähnten Flugblattes auch die Wohnungsverhältnisse infpizirt und werden das hierüber gesammelte material demnächst der Oeffentlichkeit übergeben. Mit turnerischem Gruße Der Bundesvorstand des Märkischen Arbeiter Turnerbundes, J. A.: P. Müller, 1. Vorsitzender. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck ges Polizeiliches, Gerichtliches ze. Genosse Peus ist, wie uns aus Stendal teleAus Bilbstock wird uns geschrieben: Am Sonntag graphirt wird, vom dortigen Gericht in erneuter Berhandlung Mittag fand hier in dem vom bergmännischen Rechtsschuß- Verein wegen Majestätsbeleidigung zu 1 Jahr Gefängniß verurtheilt eine geräumigen Saale von ca. 1200 erbauten bis worden, welche Strafe mit den übrigen gegen Peus verhängten 1400 Bersonen besuchte öffentliche sozialdemokratische Partei in eine Gesammtstrafe von 1 Jahr 3 Monaten zusammengezogen versammlung statt, in welcher Genosse August Bebel über wurde. Das Landgericht Magdeburg hatte ihn wegen der Maultramontanismus und Sozialismus“ einen zweistündigen, mit jeſtätsbeleidigung zu 2 Jahren Gefängniß und fünfjährigem großem Beifall aufgenommenen Vortrag hielt. Nach kurzer Ehrverlust" verurtheilt. Das Reichsgericht hob das Urtheil auf Debatte wurde nachstehende Resolution mit allen gegen zwei und verwies die Sache nach Stendal. Stimmen angenommen: Die heutige Versammlung verurtheilt das Vorgehen der Bentrumsführer, die ihre bevorzugte Stellung und die Kanzel Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, den 29. Septbr. Opernhaus. Freund Frih. Die Puppenfee. Schauspielhaus. Der neue Herr. Leffing Theater. Die Orientreise. Deutsches Theater. Rollege Crampton. Berliner Theater. Der Hüttenbesitzer. Wallner- Theater. Vorher: Die Geschwister. Papa Finder. Die schöne Bellealliance- Theater. Melusine. Kroll's Theater. Die Hochzeit des Figaro. Renbenz- Theater. Der selige Toupinel. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Schönröschen. Thomas- Theater. Onkel Bräfig. Adolph Grust- Theater. Die wilde Madonna. Alexanderplat- Theater. Das Versprechen hinter'm Herd. häuser. tend- Theater. Don Carlos. TannApollo Theater. SpezialitätenVorstellung. Theater der Reidjshallen. Speziafitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Borstellang. Kanfmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. Gesangspoffe in 3 Aften von L. Treptow. Couplets von G. Görss. Musik von G. Steffens. Mit neuen Kostümen und Dekorationen aus dem Atelier des Herrn Lütkemeyer in Coburg. In Scene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 7% Uhr. E Morgen: Dieselbe Vorstellung. Alexander- Plaz- Theater. Das Versprechen hinter'm Herd. Hierauf: Tannhäuser. Große Ausstattungs- u. Gesangs- Posse. Anfang um 7½½ Uhr. Zum ersten Male in Berlin!!! Circus Corty Althoff. Bekanntmachung. Der Haupt- und Residenzstadt Berlin hiermit die ganz ergebene Anzeige, daß wir demnächst mit unserer CircusGesellschaft, die nur aus Spezialitäten allerersten Ranges besteht, hier eintreffen und am Sonnabend, den 1. Oktober, in dem eisernen Circus am FriedrichKarl- Ufer( vorm. Circus Schumann) einen Cyclus von Vorstellungen in der höheren Heitkunst und bis jetzt unübertroffenen Pferdedressur eröffnen werden. Gleichzeitig wird das Programm eine Fülle von Spezialitäten, mimischen Feerien mit neuen glänzenden Ausstattungen 2c. 2c. bieten. Mit vorzüglichster Hochachtung Die Direction des Circus Corty Althoff. Alles Nähere durch demnächst erscheinende Annoncen und Affichen. Egyptische Ausstellung. Stadtbahnstation Zoologischer Garten... Geöffnet von Morgens 10 Uhr an. Heute Vorführung der Karawane nur um 70M Sonntag, den 2. Oktober: 412 Uhr. Grosse Gedächtniss- Feier zum Fall des Sozialistengesetzes int ,, Feenpalast", St. Wolfgangstr.- u. Burgstr.- Ecke, am Sonnabend, den 1. Oktober, Abends 8 Uhr, arrangirt von den Genossen des I. Berliner Reichstags- Wahlkreises. Unwiderruflich: Abschieds- Borstellungen Vokal- und Instrumental- Konzert, Goldene Medaille Halle 1891. um 4, 6 and 7½½ Uhr. Malz- Kaffee Kathreiner's Kneipp Goldene Medaille Leipzig 1892. 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Engels und Dokumenten 0,25 Bebel, Aug., Unsere Ziele. Eine Streitschrift gegen die Demokratische Rorrespondenz" 0,15 0,10 0,20 Wolff, Wilh., Die schlesische Milliarde. Abdruck aus der Neuen Rheinischen Zeitung" März bis April 1848. Mit Einleitung von Fr. Engels Dietzgen, J., Sozialpolitische Vorträge. 1. National Dekonomisches. 2. Die bürgerliche Gesellschaft: 0,20 0,15 • " Der todte Schulze gegen den lebenden Lassalle. Aus dem Berliner Sozialdemokrat" 1868 0,25 " Lafargue, P., Der wirthschaftliche Materialismus nach den Anschauungen von Karl Mary Lassalle, Ferd., Arbeiterprogramm. Ueber den Zusammenhang der gegenwärtigen Geschichtsperiode mit der Idee des Arbeiterstandes Kaler, Emil, Wilhelm Weitling. Seine Agitation und Lehre im geschichtlichen Zusammenhange dargestellt. 0,40 Christenthum und Sozialismus. Eine religiöse Bolemit. Separat- Abdruck aus dem Voltsstaat" 1872. 0,10 Engels, Fr., Zur Wohnungsfrage. Separat- Abdruck aus dem Volksstaat" 1872. • 0,20 0,15 • 0,25 • Deville, G., Gracchus Babeuf und die Verschwörung der Gleichen. Aus dem Französischen und mit einem Nachwort von E. Bernstein. Lassalle, Ferd., Die Wissenschaft und die Arbeiter. Eine Vertheidigungsrede • 0,25 0,15 Die Chartistenbewegung in England. Mit Anlagen: a) Rede v. Jos. Rayner Stephens, gehalten am 10. Februar 1889 in Staleybridge. b) Beschlüsse der Chartistenkonferenz vom April 1851 0,25 Liebknecht, Wilh., Hochverrath und Revolution Dietzgen, J., Streifzüge eines Sozialisten in das Gebiet der Erkenntnißtheorie 0,25 0,25 Lafargue, P., Das Recht auf Fautheit. 0,15 Lassalle, Ferd., Arbeiterlesebuch 0,25 Eccarius, J. Gg., Eines Arbeiters Widerlegung der Lehren J. St. Mill's 0,30 unter Mitwirkung von 250 Sängern( Mitgl. des Arbeiter- Sänger- Bundes) Dirigent: Rudolf Tietz. Festrede gehalten vom Reichstags- Abg. Aug. Bebel. Grokes Festspiel. 12 Jahre Verbannung, oder: Des Ausgewiesenen Heimkehr. Episch- dramatische Dichtung in 12 lebenden Bildern von C. M. Scävola, dargestellt vom Verein für volksthümliche Kunk", unter Leitung seines Dirigenten Genossen Friz Hansen. Nach dem Konzert und Festspiel: Grosser BALL. Billets à 30 Pfg. sind bei den bekannten Genossen und in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. NB. Tertbücher zu den lebenden Bildern sind à 10 Pf. bei den Festordnern zu haben. Um zahlreichen Besuch bittet Das Fest- Comité. Freie Volksbühne. Ausserordentliche General- Versammlung am Montag, den 3. Oktober, Abends 8½ Uhr, int Konzerthaus Sanssouci, Rottbuserstr. 4a. Die Tagesordnung wird noch veröffentlicht. J. A.: Julius Türk, Solmsstr. 24. Freie Vereinigung. 77/3 der Zeitungs- Spediteure n.-Verkäufer. Durch ein Versehen sind in unserer Bekanntmachung vom 25. d. Mts. folgende Adressen nicht resp. unrichtig angegeben: 3037L Carl Schäfer II, Gartenstraße 60. E. Rothenburg, Elfaferstraße 67. Frau Wolf, vom 1. Oktober ab Falkensteinstr. 41. Es bringt der Geißt sich ohne Entnis Za freier Welterenntnis AbonnementsEinladung Der Vorkand. FACER Humoristisch- fatirisches Arbeiterblatt.) Erscheint jeden peiten Treitag abends mit dem Dalum des folg. Cajis. Mit jedem 1. eines Monats fann ein Abonnement auf diefes nun im dritten Jahrgang erscheinende, durch seinen Inhalt und feine Jiluftrationen beliebte Arbeiterblatt be gonnen wirden. • Bengopteis . sierfeffährlich pro Exemplar mit freier Pofversendung Für Wien 35 fr. 25 p. Für Deutschland Für Oesterreich Ungarn. 40 fr. Für die übrigen Cander 1-15 Frcs, Hauptbezugaffelle für Deutschland: Albin Tanger, Buchhandlung, Chemnit( Sachfen), Simelne Exemplare 6 hr.-10 P- 15 Cant. Proben werden auf Delangen gratis and francs jugesendet. Post- Zeitungs- Katalog Hr Gefterreich Nr. 1223 Redaction und Administration: Wien Für Deutschland Str. 25971. Am Berget L Poffparcaffa Check- Conto x, 820.088. Feen- Valast Burgstraße, neben der Börse. Täglich Gr. Spezialitäten Borstellung. 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Erwiderung auf eine Rezension der Kreuz- 3tg." 0,15 Borkheim, S., Zur Erinnerung für die deutschen Mords patrioten 1806-1807. Mit einer Einleit. v. Fr. Engels 0,25 Liebknecht, Wilh., Ueber die politische Stellung der Sozialdemokratie . 0,10 Lassalle, Ferd., Affisenrede vor den Geschworenen zu Düsseldorf am 3. Mai 1849 gegen die Anklage: Die Bürger zur Bewaffnung gegen die Königliche Gewalt aufgereizt zu haben . Bracke, Wilh., Nieder mit den Sozialdemokraten!" Lafargue, P., Die Entwickelung des Eigenthums. Aus dem Französischen von E. Bernstein Der Zeitgeist. Eine Stizze von E. K. • 0,25 0,10 0,25 19 0,15 Das kommunistische Manifest. 5. autorifirte deutsche Ausgabe. Mit Vorreden von Karl Marx und Fr. Engels 0,15 Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Alle Buchhandlungen, Kolporteure und Zeitungsspediteure nehmen Bestellungen entgegen. Bei Aufträgen von Außerhalb bitten wir um gleichzeitige Einsendung des entfallenden Betrages( Porto extra). Altenberg's hem. 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Staat und Bezirk Gegen die vom Vorwärts" bereits beim Beginn der Seuche vorausgesagte schmachvolle Preistreiberei der Des infettionsmittel, die in den letzten Wochen große Dimenfionen angenommen und beispielsweise die Karbolsäure enorm vertheuert hatte, ist jetzt endlich die preußische Re gierung eingeschritten". Das Ministerium Dea Innern und der Kultusminister haben den Behörden folgenden Erlaß zugehen lassen:" Dem Vernehmen nach ist zur Samburg Zeit die Beschaffung der sogenannten 100 proz. Karbolsäure, welche zur Herstellung der in der Anlage IV unseres Erlasses Preußen: vom 1. September d. J.- M. d. J. 11 005 M. d. g. A. M. Schleswig 8310- zur Desinfektion bei Cholera empfohlenen Karbolsäure- Stettin lösung dient, mit Schwierigkeiten verbunden, da sich nur noch ein kleiner Vorrath derselben am Markte be: Mecklenburg finden soll. Um den Behörden die Deckung ihres Bedarfes zu erleichtern, hat nach einer Mittheilung des Herrn Reichskanzlers der Herr Kriegsminister eine für den Drt . Hamburg.. Altona Fiddichow Ueckermünde Boizenburg. . Datum: 9. Jahrg. lung, betreffend die Schaffung von Einrichtungen zur Untersuchung und Ueberwachung des Gesundheitszustandes der Gemeindeschüler. Miethung von Räumlichkeiten im Hause Post24./9. 25./9. 26./9. 27./9. ftraße 1, beziehungsweise Königstr. 4/6, zur Unterbringung rathhäuslicher Bureaus. Fünf Rechnungen, eine Unterstüßungssache. Außerdem findet in dieser Sigung und zwar um 6 Uhr die Wahl des Ersten Bürgermeisters, sowie von sieben unbefoldeten Stadträthen statt. erkrankt gestorben erkrankt gestorben erfrankt gestorben erfrankt gestorben 81 49 126 47 70 33 58 42 15 6 11 11 1. 423 121 9 9 12 15 Lokales: Die Entlassung der Schüler aus den Schulen beeinflußt gegenwärtig wieder sehr stark den Arbeitsmarkt. Der aus der Schule entlassene Knabe soll sich einem Lebensberufe widmen, und meist sind die Eltern bereit, noch für den Jungen ein Opfer Hamburg, 27. September. Unter Vorsitz des Ober- zu bringen, wenn er etwas Züchtiges" zu lernen Gelegenheit Schwerin. ersten Bedarf ausreichende Menge 100prozentiger Landgerichtsrathes Dr. Martin hat heute eine Sigung von Ver- findet. Karbolsäure in den Lazarethen am Size des Generalfommandos tretern der ersten Bank- und Handelsfirmen hier stattgefunden, Aber was kann man denn heutzutage noch als tüchtig" be= nieberlegen lassen, mit der Anweisung, gegen Erstattung der in welcher die Gründung einer Vorschußlasse für kleine zeichnen? und Gewerbetreibenden beschlossen wurde. Selbstkosten davon auf Wunsch an amtliche Stellen ab- Geschäftsleute Die Spalten der Blätter, in denen Arbeitskräfte verlangt zugeben." Wir schrieben damals( Nr. 199 vom 26. August): Demnächst sollen Zeichnungen für den Garantiefonds statt werden, enthalten jezt hundertfach die Anzeige: Gin Lehrling „ Eine Seuche, wie die aus den Niederungen des Ganges finden. Die neue Sparkasse hat bereits 200 000 M. in Aussicht wird verlangt!" Handwerker jeder Art werfen diese Inferatendurch gütige Vermittelung unseres Erbfreundes im Osten zu uns gestellt. Zum Vorsitzenden der Gesellschaft wurde Dr. Martin, Angel aus; es ist immer ein Glück, wie ein guter Fischfang, gekommene Cholera, ist für unser Unternehmerthum ein Gegen- zu Stellvertretern wurden Hugo Brandt und Rudolph Möring wenn sich ein solcher, mindestens halb unentgeltlicher Arbeiter für stand der Spekulation so gut wie Schweizerläse, oftelbischer gewählt. Dr. Mönkeberg und Moritz Melchior werden die die kleine Handwerkstätte findet. Fusel, Brüsseler Spißen und deutscher Seft. Hat die Wissenschaft einem dringlichen Antrag der Bürgerschaft vorgeschlagen, beide gewiesen sind, gleich Etwas verdienen zu müssen, verdingen sich Funktionen der Schriftführer übernehmen. Der Senat hat in Knaben, die durch ihre persönlichen Verhältnisse darauf ans den Kommatazillus entdeckt und als Schuß und vorbeugendes den Kommabazillus entdeckt und als Schutz und vorbeugendes Verordnungen in Betreff der Anmeldungspflicht choleraartiger als Laufjungen oder ste nehmen Beschäftigung in einer Fabrik. Mittel gegen Verbreitung und Uebertragung der todtbringenden Ansteckungsstoffe chemische Substanzen aufgezeigt, so erscheint sofort Erkrankungen und betreffend die vorschriftsmäßige regelmäßige Biele Eltern laffen den Jungen auch noch erst eine Zeit lang in auf dem Wahlplaye jenes blühende, durch die Erkrankungs- und Gesetz zu erheben. Die Gesammtsumme der bisher für die Noth- anzufüttern, denn der Junge ist unter dem Einflusse des SchulReinigung der Wasserkasten seitens der Grundeigenthümer zum einer leichten Laufjungen- Beschäftigung, um ihn noch ein wenig Sterblichkeitsziffer, den niedrigen Lebensmaßstab, den HungerJohn seiner Arbeiter, durch die berauschende Höhe seiner Geschäfts- leidenden eingegangenen Beträge übersteigt 1620 000 M. Viele unterrichts und vielleicht auch in der nicht sehr zuträglichen Luft einer wenig vortheilhaften Wohnung in seiner förperlichen Entgewinne, seiner Dividenden, durch die außerordentliche Straffheit abeffynische Brunnen sind bereits fertig gestellt. feiner Unternehmerverbände ausgezeichnete chemische Großgewerbe, Erkrankungen und 42 Todesfälle gemeldet; davon entfallen auf Büchtung von Lehrlingen legt, befigt in solchen Dingen KennerHamburg, 28 September. Amtlich werden 58 Cholera- wickelung zurückgeblieben. Der Lehrmeister, der sich gern auf die um in der Zeit eines furchtbaren öffentlichen Nothstandes den gestern 49 Erkrankungen und 30 Todesfälle. Der Rest find blick. Er giebt dem sich vorstellenden Lehrling die Hand und Rahm von der Milch zu schöpfen und ein nationales Unglück zu gestern 49 Erkrankungen und 30 Todesfälle. Gunsten seiner Aktionäre, seiner Geschäftsleiter, seiner Berwal- Nachmeldungen. Die Transporte betrugen gestern 58 Kranke und prüft Muskeln und Knochen, denn er muß wiffen, was der junge tungeräthe mit triumphirender Sicherheit auszubeuten. Chlor- 13 Leichen. Lehrling in der Werkstatt leisten kann. Solcher Meister ist auch falt, Kaliseife, Kallmilch, Salzsäure, Arzneimittel in Hülle und Nach einem Bericht des Medizinalamis sind in der letzten nicht selten menschenfreundlich genug, den Eltern zu rathen, ihren Fülle, nüßlich die Seuche zu bekämpfen, werden in unberechenbar Woche, wie die" Boffische Zeitung" meldet, in Hamburg Jungen noch ein Jahr zu Hause zu behalten, da das Kind für die großen Mengen gebraucht und gekauft werden, ein Springquell hundertzehn Personen an Typhus gestorben. Die Lehre noch zu schwach sei; erklären die Eltern aber, den Jungen unermeßlichen Vortheils für die Handvoll Großbetriebe, die nicht Typhuserkrankungen nehmen zu. Der Typhus findet seinen nicht mehr länger unentgeltlich ernähren zu können, so nimmt ihn Flos den deutschen, sondern den Weltmarkt beherrschen... Es ver- besten Nährboden in dem furchtbaren Nothstand der der Meister auch sofort, aber, wie er ausdrücklich zu betonen steht sich am Rande, daß alle diese Erzeugnisse, hergestellt unter Bevölkerung, die am Hungertuche nagt. nicht unterläßt, nur aus gutem Herzen", denn der Junge ist der Aufsicht und unter dem Zwange von Kartellen, gemeinsamen eigentlich noch viel zu schwach und verdient in den ersten LehrVerlaufsstellen u. f. w., bei den jetzigen Verhältnissen erst recht jahren nach der Behauptung des Meisters noch lange nicht sein ein Spielball in den Händen ihrer Herren und Meister Effen. Natürlich wird die mangelhafte förperliche Entwickelung sind, die über den Preis und die zu erzeugende Menge nach ihrem des Jungen bei der Vereinbarung über die Dauer der Lehrzeit selbstherrlichen Gutdünken entscheiden. Schon meldet die in GeldCharlottenburg, 28. September. Hier ist in den gebührend berücksichtigt; der schwächliche Lehrling muß länger fact en fo feinfühlige bürgerliche Preffe, die Fabriken könnten der letzten Tagen nur ein choleraverdächtiger Fall zur Kenntniß der lernen, als sein törperlich fräftigerer Genosse, um dem Meister Nachfrage nicht genügen, ein Steigen der Preise sei zu erwarten: Behörden gelangt. Die anders lautenden Meldungen sind dem die Entschädigung für die Bemühungen seiner Lehrthätigkeit" der Boden wird geebnet für die muntere Betriebsamkeit der nach unrichtig. wieder einzubringen. Kapitalisten, die eine Epidemie bewerthen nach den zahlen- Köln, 27. Sept., Abds. Das auf den 2. Oktober festgesetzte näßigen Ergebnissen in Mark und Pfennig und die an der Börse Ausfahren der Niederrad- Meisterschaft für Europa( Bertheidiger: den Kurs der Papiere um so höher treiben werden, je greuel- Bater Frankfurt) wurde wegen der Choleragefahr polizeilich voller die asiatische Cholera unter dem Volte wüthen wird. Zu untersagt. Nutz und Frommen des Gemeinwesens muß in allewege verhütet werden, daß die Raubritter hinter den hohen Schlöten der chemischen Fabriten ihr Handwerk aus dem Stegreif ungehindert betreiben. Es ist sowohl dafür zu sorgen, daß zur rechten Zeit eine dem Bedarf genügende Produktionsmenge vorhanden ist, als auch daß die Preise der Chemikalien nicht willkürlich emporgeschnellt werden. Bremen, 28. September. Da die Choleragefahr nunmehr für Bremen ausgeschlossen erscheint, ist das Verbot gegen öffentliche Tanzbeluftigungen im Stadt- und Landgebiet aufgehoben worden. " Nun wollen neuerdings viele Leute Nichts mehr von dieser meisterlichen Lehrthätigkeit wissen; sie behaupten, daß die ganze Lehrlingszüchterei gar feinen anderen 3wed habe, als die Ge winnung billiger Arbeitskräfte für den Unternehmer, und Stuttgart, 28. Sept. Sergeant Schell vom Grenadier- die größten Gegner dieser Lehrlingszüchterei sind begreiflicherweise Regiment„ Königin Olga" ist an Brechdurchfall erkrankt, die diejenigen Handwerksgesellen, die unter der Lehrlingskonkurrenz Aerzte hegen den Verdacht der Cholera- Erkrankung und haben die zu leiden haben. Das schließt natürlich nicht aus, daß gewisse bakteriologische Untersuchung eingeleitet. Handwerksmeister, deren handwerksmäßige Tüchtigkeit in würdiger Köln, 28. September. Die Köln. Bolts- 3tg." meldet aus Weise ihrer Menschenfreundlichkeit an die Seite zu sehen ist, St. Goar: Auf einem von Duisburg kommenden Schleppdampfer gerade in der Lehrlingszüchtung und-Ausnutzung den vielgerühmten ist ein choleraverdächtiger Fall mit tödtlichem Ausgang vor- goldenen Boden des Handwerks erblicken. gekommen. Die Schiffsmannschaft befindet sich in Quarantäne. Keine Behörde, kein Beamter fümmert sich um die Ausbildung Wien, 28. Sept. Nach authentischen Informationen ist des Lehrlings; tontrollelos ist dieser auf eine Reihe von Jahren bisher in Oberberg kein Cholerafall vorgekommen. Nach der väterlichen Gewalt" des Lehrmeisters unterstellt. Ist diese amtlicher Meldung find in Galizien keine neuen Erkrankungs- lange Lehrzeit vorüber, dann versucht der junge Mann in anderen oder Todesfälle infolge Cholera vorgekommen. Werkstätten zu arbeiten und dort zu lernen. Wie das zu geschehen hat? Unser Staat, so eifrig, das in seine Gewalt zu bringen, was in öffentlicher Verwaltung den Besigenden am ersprießlichsten ist, unser Staat, der im Interesse des Kriegsheeres Bahnen verstaatlicht und für fiskalische Zwecke Kohlengruben und Hüttenwerke bewirthschaftet, hat nicht tlos das Recht, er hat die Pflicht, in einem Augenblicke öffent Brüssel, 28. September. Hier sind gestern an Cholera licher Kalamität die Preise auch einmal zu Gunsten des Volkes 3 Todesfälle und 2 Erkrankungen, in Paturages 2 Todesfälle zu regeln. Hat er doch für die Getreidezöllner, für die Vieh- und 5 Erkrankungen vorgekommen. züchter, für die Schnapsbrenner, für Papiermüller und WaldAmsterdam, 27. September. Im Haag ist ein Cholerabefizer die angemessene Rente" gesichert! So möge er jetzt seine Todesfall, in Maarsen sind zwei Erkrankungen, in Utrecht, Alsen Hand mit festem Griffe auf jene Plusmacher legen, welche ge- am Rhein und Zwammerdam je ein Todesfall, in Goudzwaard willt find, mit diesem öffentlichen Elend Schindluderchen zu zwei Todesfälle vorgekommen. spielen, so möge er teine Preistreibereien dulden, Paris, 28. September. 29 Erkrankungen und 22 Todes im Nothfall sich der vorhandenen Vorräthe versichern, die fälle an Cholera wurden hier gestern gemeldet; in Havre 9 ErZufuhr und Erzeugung der Chemikalien reguliren. Er frankungen und 2 Todesfälle. möge dafür Sorge tragen, daß der in normalen Paris, 28. Sept. Gestern sind in Paris 29 Cholera Beiten übliche Marktpreis nicht überschritten, daß genügend Erkrankungen und 7 Todesfälle, innerhalb der Bannmeile 7 Er produzirt werde. Der preußische Staat zum Beispiel, frankungen und 9 Todesfälle vorgekommen. der in so innigen Geschäftsbeziehungen zur chemischen Industrie Havre, 28. Sept. Gestern erkrankten hier 4 Personen an steht ist er ja doch mächtiges Mitglied des marktbeherrschen- der Cholera, 3 find gestorben. den Kalikartells( auch in der Salzgewinnung, nicht blos im Stodholm, 28. Sept. Bezüglich der Postverbindung demischen Großgewerbe treibt der preußische Staat Syndikats- zwischen Schweden und Deutschland ist zwischen den beiderseitigen politit)-weiß sehr gut Bescheid auf diesem Gebiete, und wenn Bostverwaltungen vereinbart worden, daß, im Falle Pommern er will, kann er den Herren Unternehmern ein geschüttelt und für cholerafrei erklärt wird, die täglichen Fahrten der Dampfer gerüttelt Maaß sozialpolitischen Anstandes einpaufen." Sten Sture" und" Oscar" wieder aufgenommen werden sollen; Eine Maßnahme, getroffen post festum, nachdem es zu spät, bis auf Weiteres machen diese Dampfer nur je drei Reisen nachdem der Markt fünftlich entleert ist, nachdem die Kartell wöchentlich zwischen Malmö und Stralsund. Herren die Preise nach ihrem Belieben diktiren können, kann nur wenig nügen. Was aber hat denn die preußische Regierung gethan? Sie hat Palliativmittelchen verschrieben, deren Unzulänglichkeit und Chnmacht sofort zu Tage träte, wenn die Cholera in Preußen größere Gebiete epidemisch heimsuchte. Anstatt sofort die geeigneten Schritte mit aller Energie zu thun, fommit dieser ministerielle Grlaß im Schritte der Krähwinkler Landwehr, eine beredte Urkunde für die soziale Leitungsfähigkeit des Klassenstaats. Die Aktionäre und Leiter der chemischen Fabriken aber werden vergnüglich schmunzeln über den gelungenen Streich. brei weitere Cholerafälle vorgekommen, alle fünf erkrankten PerNew- Yort, 27. Sept. Auf der Bohemia" sind noch sonen sind nach der Swinburn- Insel gebracht worden. Kommunales. In den einzelnen Fällen gestaltet sich die Arbeitskonkurrenz der jungen Kräfte viel stärker, als man gewöhnlich glaubt. Ueberall hört man in diesen Tagen von der Entlassung älterer Arbeiter infolge der Einstellung von Lehrlingskräften. Da hat ein Konditor einen Lehrling 1 Jahr lang beschäftigt. Die Hauptarbeit des Lehrlings bestand darin, das Gebäck von der Keller- Werkstatt eine steile Treppe hinauf in den Laden zu tragen. Der Junge hat einige Tage die Gänge, die er auf dieser Treppe gemacht hat, gezählt und deren Zahl auf etwa 150 täglich festgestellt, was nicht unglaublich erscheint, da er eine etwa fünfzehnständige Arbeitszeit hatte. Jetzt ist der ehemals fräftige Junge frant und liegt zu Hause bei seinen Eltern; der Konditor hat aber so eine neue Lehrlingskraft gewonnen, die voraussichtlich wieder ein Jahr vorhält. In einer großen Restaurationstüche Unter den Linden werden zwei Töchter gutfituirter Eltern das Kochen erlernen; angeblich bezahlen sie dem Unternehmer noch ein Lehrgeld. Dieser hat nun in richtiger Würdigung der Verhältnisse eine alte Köchin entlassen. Er spart deren Lohn, erhält Lehrgeld für zwei Schülerinnen und bekommt die gleiche Arbeit geleistet, wie früher. Das sind Bilder aus der Zeit der Lehrlingsaufnahme im Sandwerk, und in den Geschäften liegen die Dinge genau ebenfo. Arbeiter- Bildungsschule. Am Montag, den 3. Oktober, beginnt in der Südost- Schule, Reichenbergerstr. 183, sowie am Dienstag, den 4. Oktober, in der Nordschule, Müllerstr. 179a, ein unentgeltlicher Kursus in der kaufmännischen Rechenfunst( sog. Kurzrechnen), Wechs elkunde, als auch in der kaufm. Korrespondenz( auch im Verkehr mit Behörden und dem Amtsgericht.) Dieser Unterricht wird nur an Mitglieder der Arbeiter- Bildungsschule ertheilt, doch kann auch ein Jeder, der die Mitgliedschaft durch Zahlung eines Mindestbeitrages. Tagesordnung für die Sigung der Stadtverordneten von 25 Pf. pro Monat erwirbt, daran theilnehmen. Versammlung am Donnerstag, den 29. September Es soll gelehrt werden: Rabatt, Zins, Diskont, Termind. J., Nachmittags 5 Uhr. Vorschläge des Ausschusses Rechnung, das Ausziehen von Kontokorrenten, Wechsel- und für Petitionen. Petitionen, betreffend die Verbreiterung der Effetten- Rechnung, Waaren-, Wechsel-, Effekten- und Geldforten, Potsdamerstraße zwischen Potsdamer Platz und Lützowstraße, und Ralfulation, Arbitragerechnen u. f. f. Das Aufsetzen von Die unentgeltliche Lieferung von Gas und Wasser für Zwecke der Birkularen, Anerbietungen, Geschäftsempfehlungen, Anfragen, Ausstellung von Wohnungseinrichtungen. Bewilligung der Erkundigungen, Aufträgen, Avisbriefen; von Briefen über KomKosten für bauliche Unterhaltungskosten auf dem Grundstücke des missions, Speditions, Geld- und Wechselgeschäfte, über AsseKrankenhauses Am Urban. Theilung der Stadtbezirke 78, turanzen, Schuldverhältnisse, Streitfachen und Fallimente, ferner 107, 112, 180 und 254. Gewährung einer Beihilfe an den das Mahn und Klageverfahren; die Ausstellung von Dem Raiserlichen Gesundheitsamt vom 27. bis Spreebornverein zur Errichtung eines Monumentalbaues über Rechnungen, Noten, Fakturen, Bescheinigungen, Vertragsurfunden, 28. September, Mittags, gemeldete Cholera- Ertran- der Spreequelle.- Erwerbung des Straßenlandes von dem Schuldscheinen, Wechseln, Anweisungen, Bürgschaften, Gessionen tungs- und Todesfälle: Grundstücke Artilleriestraße 7. Von der Cholera. 1 Erkrankung, 1 Todesfall. Bewilligung von Ver- und Vollmachten u. f. w. Vereinzelte Erkrankungen: gütungen für das Dienstpersonal der städtischen Fluß- Bade- Aus vorstehender Aufstellung ist ein Jeder im Stande, sich Regierungsbezirt Stade: in je 1 Ort, der Kreise Anstalten. Verwendung der städtischen Grundstücke Han- von der Wichtigkeit des Unterrichts zu überzeugen, und sei hierbei auf Kehdingen und Jork 1 Erkrankung. noverscheſtraße 10/11.- Umgestaltung der Straße Unter den die gleichfalls große Wichtigkeit der übrigen in der Arbeiter- BildungsRegierungsbezirk Potsdam: in der Stadt Spandau Linden. Abänderung und Ergänzung des zwischen Müller- schule gelehrten und in Nr. 226 des Vorwärts" vom 27. Sept. cr. straße, Seestraße und Jungfernhaide belegenen Theils der Ab- m Lehrplan der Schule zur Kenntniß gebrachten Fächer schon theilung X1 des Bebauungsplanes.. Projekt zum Neubau eines deshalb hingewiesen, weil der Unterricht in rein populärem Sinne Regierungsbezirt Frankfurt: in Frankfurt wurde Magen- und Materialienschuppens für die Desinfektionsanstalt gehalten und dadurch gerade der einzelnen Person Gelegenheit bei einem am 20. Septbr. erkrankten zugereisten Schiffer nunmehr in der Reichenbergerstr. 66. Projekte für den Neubau der gegeben wird, dasjenige ungenirt und auf leicht faßliche Weise Cholera festgestellt. dreifachen Schule in der Stephanstr. 25/26. Ankauf eines an nachzuholen, was zu erlernen ihr in jüngeren Jahren durch beRegierungsbezirt Magdeburg: in Rarlbau bei der Straße 36 a, Abtheilung XI, belegenen Grundstückes zu stimmte Verhältnisse unmöglich gemacht wurde. Deshalb sollten Tangermünde 1 Todesfall. Gemeindeschulzwecken. Antrag von Mitgliedern der Versamin- weder Damen noch Herren versäumen, der Schule beizutreten und Die Zahlstellen der Schule sind in Nr. 226 des Vorwärts" vom 27. September bekannt gegeben. " ganze An amfoweniger, als der Beitrag sowohl wie das Schulgeld so vor der angedrohten polizeilichen Schließung zu bewahren und es[ nahme und konnte sich seine schmerzenden Wunden verbinden gering ist, daß es auch dem wenigst Bemittelten möglich ist, ihr der Spekulation dienstbar zu erhalten, begann nun eine Reihe von lassen. Auf dem Bau sind schon wiederholt unglüdsfälle voranzugehören; es soll auch Niemand vergessen, daß durch Massen- Besitzverschiebungen, die den Behörden und Heimstättengegnern die gefommen, daß letzte Mal verunglückten eine beitritt der Arbeiter und Arbeiterinnen das der Schule gesteckte Faßbarkeit des eigentlichen Eigenthümers rein unmöglich machte. zahl Arbeiter. G3 ist unter diesen Verhältnissen doch sicher Ziel, der Allgemeinheit Aufklärung geschafft zu haben, recht Immer verstand es Scharfenberg, sich durch eine neue Mani- nicht zu viel verlangt, wenn von der Bauleitung gefordert schnell Verwirklichung findet, darum frisch ans Werk und beherzige pulation der Schlinge wieder zu entwinden. ein Jeder das Sprichwort Bildung macht frei". Unter solchem wird, daß wenigstens die Mittel vorhanden sind, um bei Unendlich durch energifches Andrängen beim Reichs Versicherungs- mäßig großen Geldopfern gewiß nicht verknüpft, denn einige Ber Kaze- und Mäufefpiel vergingen wiederum Monate, bis man glücksfällen die erste Hilfe leisten zu können. Das wäre mit überamte davon Kenntniß erhielt, daß die Heimstätte vom stell- bandkästen u. f. w. erfordern teine große Ausgabe und außerdem vertretenden Genossenschaftsvorsitzenden Wünn- Potsdam für werden dieselben nicht werthlos, sondern fönnen anderweit immer Die Zahl der zur Klaffenftener veranlagten Personen eigene Rechnung übernommen fei eine Mittheilung, an deren wieder Berwendung finden. Wenn die städtische Bauverwaltung betrug für das Jahr 1891,92 537 204, gegenüber dem Vorjahre Verläßlichkeit in gegnerischen Kreifen wohl nicht mit Unrecht ge- die Arbeiten an die Unternehmer vergiebt, kann sie sich außer mit 518 388, mithin im Berichtsjahre mehr 23 816 Personen. zweifelt wird und die selbst im Falle ihrer Nichtigkeit an den dem beim Zuschlag ausbedingen, daß der Unternehmer für die Das staatliche Klaffensteuer- Soll dieser Personen belief sich auf bestehenden Nebelständen erst recht nichts ändert, denn der Herr erste Hilfe bei Unglücksfällen ausreichend Sorge trägt. Wie das 3021 192 M. Die Zahl der zur klassifizirten Einkommensteuer Genossenschaftsvorsitzende und sein Stellvertreter wandeln eben vorgeführte Beispiel ergiebt, geschieht das leider nicht, so daß die veranlagten Personen betrug 43 432, gegenüber dem Vorjahre einträchtig Hand in Hand. init 41 308, mithin im Berichtsjahre mehr 2124 Personen. Das Verunglückten erst stundenlang von Pontius zu Pilatus wandern staatliche Einkommensteuer- Soll dieser Personen belief sich auf und das Zentralfomitee deutscher Fuhrherren und Fuhrunter Noch sind die Aften über die Heimstätte nicht gefchloffen, müssen. Abhilfe erscheint hier dringend geboten. 18 344 856 M., gegenüber dem Vorjahre mehr 1 154 325 M. Als nehmer, wie die in Acht und Bann gebrachte Sektion Berlin Gesammtresultat der Hauptveranlagung zur Gemeinde- Ein- der Fuhrwerks Berufsgenossenschaft laffen es fich angelegen fein, Durch die unzuverlässigen Angaben der Zeugen werden auch bei Zum Morde auf dem Spandauer Berg wird mitgetheilt: kommensteuer ergiebt sich bei 475 181 Personen, sowie bei einem Treiben, daß man unbedenklich als Unfug bezeichnen darf, diesem Morde die Nachforschungen nach dem Thäter unglaublich juristischen Personen und Gesellschaften, bei Forensen, Militär- den längst verdienten Garaus zu nmchen. Hoffen wir es! personen und Schiffer mit 20 011 397. erfchwert. Wie mitgetheilt, hatte ein Kellner Sell, der mit Bei der Erhebung verschiedener Steuern mußten gemahnt werden 620 349 Franzista Lowinska genau bekannt war, befundet, daß er in der Unsere Genossen in Weißenfee unternahmen am letzten Nacht zum Sonnabend im Schanklokal von Stepputat, InvalidenSteuerpflichtige und zwar 1603 bei der Haus- und Sublevations- Sonntag eine Agitationstour nach den Dörfern Heinersdorf, straße 18, mit der Dirne zusammengetroffen fei; er war auf die stener, 207 891 bei der Miethssteuer und 410 855 bei der Staatsklassen- Wartenburg, Blaufenburg, Malchow, Buschow, Lindenberg und unwahrscheinlichkeit feiner Zeitangaben und darauf hingewiesen und Gemeinde- Einkommensteuer, das sind 20,10 pc., da die Zahl Schwannbed. Mit Munition" waren die Agitatoren so reich- worden, daß er sich wahrscheinlich in der Nacht irre. Sell jedoch der Steuerposten 3084 816 betrug. Durch Zahlung nach stattlich ausgerüstet, daß fast jedes Haus mit fozialdemokratischen erklärte jeden Irrthum für ausgeschlossen und Stepputat bes gefundener Mahnung erledigten sich 414 946 Steuerposten, Echriften belegt werden konnte. Die Aufnahme war in sämmt- fräftigte feine Bekundungen. Dieselben waren sehr wichtig; denn während die eingeleitete Zwangsvollstreckung in 176 319 Fällen lichen Ortschaften eine ganz gute, die Schriften wurden überall mit ihnen fiel der Verdacht gegen den etwa 40 Jahre alten, wie fruchtlos verlief. Pfändungen wurden vollstreckt in Mobilien mit der größten Bereitwilligfeit angenommen und sehr viele der ein Schlächter aussehenden Mann, der mit der Ermordeten und und sonstigen Sachen in 18 780 Fällen, in Geldforderungen in Empfänger vertieften sich sofort mit großem Interesse in die deren Freundin am Donnerstag Abend auf der Pferdevahnfahrt 5026 Fällen. Von den gepfändeten Sachen find zur Deckung der Lektüre. In Buschow wurde eine längere Rast gehalten. Im nach dem Spandauer Bock Bekanntschaft angeknüpft hatte und Steuerreste wirklich versteigert worden in 192 Fällen. Gasthof waren mehrere Arbeiter anwesend, die in der Nähe mit dem sie, am Endpunkt der Fahrt angekommen, vom Wege ab beim Bahnbau mit Erdarbeiten beschäftigt sind. Die Lebens- in das Gebüsch geeilt war, indem sie ihrer Begleiterin Völber Ans dem Krankenhaus Moabit. Der letzte Bericht lautet lage dieser Arbeiter steht auf einem recht niedrigen Niveau. noch zurief:" Geh nur voraus, ich fomme gleich nach!" Infolge wiederum recht günftig. Es ist in der gestrigen Nacht vom Die Schlafstätte befindet sich in 76. Polizeirevier nur ein Mann eingeliefert worden, der von der nur einem Bretterschuppen, dieser Angabe fahndete die hiesige Kriminalpolizei nicht mehr nothdürftig Schuh gegen Wind und Krämpfen befallen war; außerdem wurde vorgestern Abend spät der gewährt. Die Leute müffen auf Strohlager schlafen, einige ab- sich heraus, daß sich sowohl der Kellner wie der Wirth doch in Wetter nach diesem Menschen, sondern suchte andere Spuren. Jetzt stellt Vater des an der asiatischen Cholera erkrankten jungen Gladow geschabte Decken giebt's zum Zudecken. Natürlich ist in unmittel der Nacht geirrt haben. Beide hatten nämlich unter Anderem von seinem Kahn nach Moabit geschafft. Gladow der Weltere barer Nähe der Arbeitsstätte die übliche Kantine errichtet, aus darauf aufmerksam gemacht, daß die Lowinska einen zerbrochenen weist teinerlei choleraverdächtige Symptome auf. Entlassen wurde welcher die Arbeiter während der Woche ihre sämmtlichen Lebens Schirm bei sich geführt habe, von dem sie erzählte, sie habe ihn gestern Bormittag die Krankenpflegerin Fräulein Bollen, sowie bedürfnisse entnehmen müssen. Für vieles Geld wird nur wenig bei einer eben vorgekommenen Schlägerei in der Friedrichstraße die unter ärztlicher Beobachtung gestellt gewesene Schifferfamilie und sehr mittelmäßige Waare verabreicht, in Berlin ist das Alles zerbrochen. Es ist nun festgestellt, daß die Lowinska den zerBeiß; morgen wird Herr Musikdirektor Bartolsen das Kranken- viel besser und billiger. Der größte Theil des Wochenlohnes brochenen Schirm bereits am Mittwoch, den 21. d. M., zwecks der haus verlassen dürfen. Mit Ausnahme des 18jährigen Gladow bleibt in der Kantine sizen. Die Arbeiter und auch die Orts Reparatur zu einem Schirmfabritanten gebracht hat, das Zu find fämmtliche von der Cholera befallenen männlichen Patienten bewohner würden es ganz gern sehen, wenn in jenen Dörfern fammentreffen mit Sell ist also bereits in der Nacht zum Mitt bereits als Refonvalesgenten zu betrachten und haben theilweise mal eine sozialdemokratische Versammlung abgehalten würde, woch, nicht in der zum Sonnabend erfolgt. Allerdings ist es schon das Bett verlassen; auffallend gebessert hat sich das Be- mehrere Wirthe erklärten sich sofort bereit, ihre Säle herzugeben. fchwer erklärlich, wie ein solcher Irrthum, namentlich nach den finden der bereits als aufgegeben betrachteten Frauen Orthmann An Einladungen, recht bald wieder zu fommen, fehlte es auch mehrmaligen Ermahnungen des untersuchenden Beamten, möglich und Babersti; dieselben dürften dank der aufopfernden ärztlichen nicht, so daß diese Gegend für die sozialistischen Bestrebungen ist. Die Nachforschungen nach dem erstgenannten Manne werden Pflege in dem oben erwähnten Krankenhause als gerettet gelten; als" gut" bezeichnet werden kann. ebenso befinden sich die Schiffer Woytkowski'schen Kinder in voller um so eifriger wieder aufgenommen. Es fann übrigens, da sich Genesung. die vermißten Armbänder der Ermordeten in der Wohnung vorDer Bestand an choleraverdächtigen Personen in gefunden haben, die Annahme eines Raubmordes nicht mehr aufMoabit betrug heute Vormittag 47. recht erhalten werden; denn die noch fehlenden Schuhe können wohl gefleddert" sein. Jedenfalls sieht die Bevölkerung der Enthüllung des Thatbestandes mit Spannung entgegen. Die Seimstätte für Verletzte", allas ,, Billa Scharfen berg" in Nieder- Schönhausen bei Berlin hat eine höchst reizvolle Vorgeschichte, deren Kenntniß zur richtigen Würdigung dieser seltsamen„ Heilanstalt" unerläßlich erscheint. An der Hand einer offiziellen entschrift der Sektion 4 der Fuhrwerts- Berufsgenossenschaft enthült die Allgemeine Fahr- Zeitung" die Geheimnisse der Villa Scharfenberg" wie folgt: mals fest. weise. Die Freireligiöse Gemeinde zu Berlin veranstaltet am Montag, den 3. Oftober, Nachmittags 3 Uhr, in dem großen Garten, sowie in den beiden Sälen der Brauerei Friedrichshain" ein Kinderfest und am Abend eine Jubiläumsfeier zur Erinnerung an die Entdeckung Ameritas vor 400 Jahren. Das Komitee der Zentral Kranken- und Begräbniß kaffe der Tischler, Filiale Berlin E, beschloß in seiner Sigung zum 18. Februar nächsten Jahres im Schultheiß"( Eisteller), Chausseestr. 88, einen Maskenball zu arrangiren. Polizeibericht. Am 27. d. Mts., früh, wurde im AusAin Drei Genossen, welche für die Richtigkeit ihrer Angaben einstehen, ersuchen uns um Veröffentlichung des Folgenden: Vergangenen Sonntag besuchten dieselben das Restaurationslokal von Sperling, Görlitzer- und Euvristraßen- Ecke. Hier geriethen sie in eine Unterhaltung mit einem ihnen unbekannten Gast, an welcher sich schließlich auch der Wirth und dessen Frau be theiligten. Das Gespräch spielte sich auf das politische Gebiet hinüber. Zuerst beobachteten die Genossen eine gewisse Reserve, weil sie den anderen Gast nicht kannten. Derselbe jentwickelte aber solche Ansichten, daß diefe Reserve bald als nicht mehr Rach vorerwähnter Sektions- Deutschrift hatte Herr Scharfen- nothwendig erschien. Der Meinungsaustausch wurde immer lebberg vor einigen Jahren mit einem Sargtischler und einem hafter und in der Hitze des Gefechtes passirte dem Unbekannten Kirchentüsler in dem benachbarten Nieder- Schönhausen eine der das Malheur, daß er einen Streichbolzbehälter umstieß, so daß Gründer- Hera entstammende faule Villa um billiges Geld zu die Hölzer auf den Tisch fielen. Dieselben wurden sofort wieder Epekulation gweden erworben. Die Epekulation schlug indeß gesammelt und in die Büchse gesteckt. Dem Wirth schien aber fehl und das Villen Konsortium rerhandelte nunmehr wegen Ver- die Wendung, die das Gespräch genommen hatte, nicht sonderlich miethung des Grundstücks mit einem Fräulein Grimm, die mit zu gefallen. Es ließ sich aber durch seine Mißfallens- Rundeinem Dr. Strube in gedachter Villa eine Frren- Pflegeanstalt einzu- gebungen Niemand in der Unterhaltung stören. Da stand der Stellungspark Hafenhaide 60-79 in einem Klofet für Frauen die richten beabsichtigte. Allein auch dieser Plan scheiterte, und zwar Wirth plötzlich auf, stellte sich vor den Unbekannten Seiche eines neugeborenen Rindes aufgefunden. Morgens ver an der Bersagung der behördlichen Konzession, denn der Bezirks- hin und schlug denselben, ohne daß ihn Jemand hieran bem Halleschen Thore, sich durch einen Schuß in die Brust zu physifus erflärte das Gebäude für Krantenanstaltezwecke in verhindern fonute, mit der geballten Faust in das jeder Hinsicht als ungeeignet. Das Villenkonsortium faß aber Gesicht. Der Geschlagene verließ sofort das Lotal, ohne sich tödten. Er wurde schwer verletzt, jedoch noch lebend nach dent auch nur im Geringften zur Wehre zu setzen. Obgleich einer der Krankenhaufe am Urban gebracht. Auf dem Hofe des Grunds Inzwischen war jedoch im Verbande der deutschen Berufs. Genossen sich schleunig daran machte, ihm zu folgen, um wenigstens stücks Landsberger Allee 31 schlug ein mit Preßtohlen schwer begenossenschaften die Idee des Baues gemeinsamer Krankenhäuser die Adresse festzustellen, war er doch nicht mehr einzuholen. Jetzt händler von der Last getroffen und erlitt eine Gehirnerschütterung, ladener Wagen beim Umwenden um. Hierbei wurde der Kohlenin Verbindung mit mediko- mechanischen Heilanstalten aufgetaucht wurde der Wirth zur Rede gestellt, weshalb er ohne Weiteres händler von der Last getroffen und erlitt eine Gehirnerschütterung, und der Berwirklichung nahegerückt. Als Vorsitzender seiner auf wehrlose Leute losschlage. Diefer wollte zuerst seine Hand- sowie bedeutende innere Verlegungen, sodaß seine Ueberführung hierbei mitinteressirten Berufsgenossenschaft tanute Scharfenberg lungsweise dadurch rechtfertigen, daß er Menschen in seinem nach dem Krankenhause am Friedrichshain erforderlich wurde. den Stand der Dinge; er wußte auch, welche überschwenglichen Lokal nicht zu dulden brauche, welche- Streichholzbüchsen um Bor dem Hause Emdenerstr. 26a wurde ein sjähriges Mädchen Hoffnungen an die Einbürgerung des mediko- mechanischen Heil- schütteten. Als ihm vorgehalten wurde, daß hierdurch. abfolut beim Ueberschreiten des Fahrdammes von einem Geschäftswagen verfahrens in den Berufsgenossenschaften geknüpft und durch eine feinerlei Schaden entstanden sei, erhielten die Genossen den Wink, überfahren und am Fuße so bedeutend verlegt, daß es nach geschickte Reklame genährt wurden, und hatte daher nach dem das Lokal gefälligft zu verlassen, in diesem sei er( der Wirth) dem Krankenhause Moabit gebracht werden mußte. Hinfälligwerden feines Miethsprojettes mit Fräulein Grimm Herr und nicht seine Gäste. Da dieses Lokal fast nur von Ar- Elifabeth Ufer hatte fich ein Mann auf das Brückennichts Siligeres zu thun, als die Idee der Errichtung einer beitern besucht wird und auch ein sozialistischer Männer- Gesang geländer gefeßt und fiel von da in den Kanal, wurde jedoch von medito- mechanischen Heilanstalt für Rechnung seiner Genossen- verein( Titania) in demselben tagt, ist es vielleicht von Nutzen, einem vorübergehenden Arbeiter noch lebend herausgezogen. schaft selbständig aufzunehmen natürlich in der mehr- wenn dieser Vorfall dem größeren Publikum bekannt wird. Die Schwiegervater in Streit, welcher in Thatlichkeiten ausartete und Im Hause Alte Schüßenstr. 8/9 gerieth ein Arbeiter mit seinem gedachten Villa Scharfenberg". Damit war die lettere die Genossen sind vielleicht in der Lage, dem Birth einleuchtend zu bei dem beide mit Meffern aufeinander losgingen. Hierbei wurde felbstverständlich zu diesem Behuse erft gehörig aufgeputzt und machen, daß die Zeiten des Fauftrechts längst vorüber sind. durch allerhand Atteste als zweifelsohne" hingestellt worden letzterer durch einen Stich mit einem Brotmesser im Genick verglücklich an den Mann gebracht, wenn auch vorläufig nur micths- 14. bis 20. d. Mis. sind aus dem im Schanzenholze bei Kau be- deutende Verletzungen an der Hand. Einbruch in eine Dynamitfabrik. In der Zeit vom leht, und erlitt ersterer durch Stiche mit einem Taschenmesser beAbends brannte ein Die Sache hatte indeß ihren Haken. Der Genossenschafts- legenen Magazin der Altenburger Patent Pulverfabriken Zweig Arbeitsbursche auf dem Marheinekeplatz unbefugt Feuerwerks vorstand war zu so weitgehenden Maßnahmen überhaupt nicht. Co. zwei und ein halbes Kilogramm Dynamit mittelst Gin- törper ab, wobei ihm die Finger der linfen und zum Theil auch berechtigt. Außerdem entsand nach dem Bekanntwerden tes mit bruchs gestohlen worden. Das Dynamit befand sich in einer aus der rechten Hand abgerissen wurden. Nach Anlegung eines Veraller Heimlichkeit betriebenen Gründungsprojektes in der ganzen strohgelber Pappe hergestellten Schachtel von 24 Bentimetern bandes wurde er nach dem Krankenhause am Urban gebracht. Fuhrwerks- Berufsgenossenschaft eine gewaltige Entrüstung, die in änge, 13% Zentimeter Breite und acht Zentimeter Höhe. Es Auf dem Fußwege hinter dem Schloß Bellevue, in der Nähe der einer stattlichen Zahl von Protesten, Beschwerden und Protest- besteht aus etwa vierzig Gelatine- Dynamitpatronen und etwa Bauibrücke, wurde Abends ein unbekannter, etwa 35 Jahre alter verfammlungen ihren Ausdruck fand, so namentlich vor Allem sechs sogenannten Schlagpatronen, deren erstere etwa zwölf Mann mit einer Schußwunde in der rechten Schläfe aufgefunden durch das jezige Zentralfomitee deutscher Fuhrherren und Fuhr Bentimeter, lettere vier bis fünf Bentimeter lang find. Beide und noch lebend nach der Universitätsklinik gebracht. Unternehmer zu Berlin und schließlich auch durch die Sektion 4 Arten sind im Durchmesser dreiundzwanzig Millimeter start und 27. d. M. fanden acht kleine Feuer statt. ( Berlin). Von da ab denn auch die systematische Chikanirung haben eine aus Pergamentpapier bestehende Umhüllung. Auf Der letzteren und die planmäßige Untergrabung der Sektions- dieser ist ein ruhender Löwe mit der Aufschrift Rheinische selbständigkeit und Sektionsexistenz, deren Folgen unsere unfall- Dynamitfabrit" etwas undeutlich schwarz aufgedruckt. verlegten Arbeiter leider mitauszubaden haben. unfall- Wahrnehmung, die zur Ermittelung des Diebes und des Ber Der allgemeine Entrüstungssturm über die erneut zu Tage bleibs des entwendeten Sprengstoffes führen kann, ist erwünscht. getretene Selbstfucht Scharfenberg's und das eigenmächtige Ver- Die Firma hat auf die Ermittelung eine Belohnung von 50 M. fahren des Genossenschaftsvorstandes hatte aber doch die Wirkung, ausgesetzt. daß die Frage der Heimstätten- Uebernahme auf Befehl des Reichs Versicherunge amtes auf die Tagesordnung ber für den 9. Juni v. J. Pallisadenfir. 13 wohnhaft, bei der Firma Schultz u. Co., Birken- vor der ersten Straffammer des Landgerichts I. Im September Verunglückter Arbeiter. Frau Emma Jhrer aus Velten stand gestern wegen Be Der Arbeiter August Wilke, leidigung der Offiziere und Fähnriche der preußischen Armee in München angestandenen Genossenschafts- Versammlung gefeßt traße 18b, in Arbeit stehend, war dieser Tage in der städtischen v. J. war die Augeschuldigte in einer öffentlichen Versammlung werden mußte. Die Lage für Scharfenberg und den Genossen- Gasanstalt in Schmargendorf am Eisenbahn- Brückenbau mit dem als Rednerin aufgetreten. Bei dieser Gelegenheit soll sie die be schaftsvorstand war nächjibem um so kritischer geworden, als furz Theeren von Holz beschäftigt. Die städtische Bauverwaltung leidigenden Neußerungen ausgestoßen haben. Nun machte der zuror der vom Zentralkomitce und von der Sektion 4( Berlin) liefert zu dieser Arbeit Theer und Kübel, die allerdings so wenig Wertheiger, Rechtsanwalt Morridis, im Termine geltend, daß als Sanitäts Polizeibehörde angerufene Landrath des Kreifes Nieder- widerstandsfähig sind wie etwa eine Konservenbüchse. Wille Verjährung eingetreten sei, weil der Kriegsminister erst im April Barnim nach erneuter Physikats- Feststellung der absoluten Untaug- stellte einen dieser Kübel, etwa zwei Liter enthaltend, zum An- b. F. lichkeit der„ Villa Schwamm" zu Krankenanstalts- Zwecken die wärmen auf das Koatsfeuer. Es dauerte nicht lange, da war Antrag gestellt habe. Als der Vorsitzende dem Vertheidiger also nach Ablauf von sechs Monaten Schließung der Heimstätte verfügt hatte. Indeß auch hier wußte der Boden losgelöthet, der Theer stand im Nu in bellen Flammen, entgegen hielt, Scarfenberg den Schlag durch Entfaltung einer Unverfrorenheit welche schnell um sich schlugen. Wilte fonnte sich nicht mehr zügliche Anfrage erklärt habe, daß ihn erst im April d. J. daß der Kriegsminister auf eine diesbe zu pariren, die in der Geschichte der Berufsgenossenschaften bis rechtzeitig in Sicherheit bringen. Er erlitt an Gesicht und Kenntniß von der Beleidigung geworden fet, erwiderte der Ver jeht wohl einzig dasleht. Troß landräthlicher Schließungs- Händen furchtbare Brandwunden. Die Haut hing an den vertheidiger, daß er sich hierbei nicht beruhigen fönne, sondern auf ordre und ernster Warnung einfichtiger Delegirter vor dem brannten Stellen in Fehen herunter. Einige der Mitarbeiter die Vernehmung des Kriegsministers bestehen müsse. Der Vers Sprung ins Dunkle" beschloß die zum Theil aus blinden eilten sofort zum Baubureau, un für einen Rothverband Sorge theidiger wiffe, daß die überwachenden Polizeibeamten ihren Bor Scharfenbergianern damals sich zusammenfeßende Genossenschafts- au tragen. Hier war aber fein Werbandskasten vorhanden, es gefeßten schon am folgenden Tage Bericht zu erstatten hätten und Versammlung die Uebernahme der Heimstätte auf die Genoffen- fehlte auch an dem Nothwendigsten, um auch nur das Geringfle zur feiner Ansicht nach tonne der Instanzenveg bis zum Strieg fchaft mit gegen 21 Stimmen, mit einer Stimme Majorität! Linderung der Schmerzen des Verlegten thun zu können. Einer minister eine Beitdaner von sechs Monaten nicht in Anspruch Dieses Resultat erklärt sich aus dem Umstande, daß die im Ge- der Arbeiter wurde zu Fuß nach Wilmersdorf geschickt, um einen nehmen. Der Gerichtshof beschloß die Vernehmung des Kriegsnoffenfa tsvorstande vertretenen Delegirten faimt Scharfenberg Arzt herbeizuholen. Die Sprechstunden desselben waren aber Die Sprechstunden desselben waren aber fich an der Abstimmung mitbetheiligt, fomit Richter und Bartei schon vorüber, er selbst in seiner Wohnung nicht mehr anwesend. ministers und vertagte zu diesem Zwecke die Verhandlung. in ihrer Perfon vereinigt hatten- eine unbegreifliche Thatsache, Der Arbeiter wollte nicht unverrichteter Sache zurückkehren, er die sich sogar unter den Augen des mitanwesenden Regierungs- lief eine Viertelstunde weiter zum nächsten Doktor. Hier war gestern vor dem Schwurgericht des Landgerichts I zur Verhand Ein ebenso seltenes als schweres Verbrechen gelangte tommissars abfpielte! ebenfalls nichts zu wollen, der Doktor war ebenfalls gerabe weg- lung. Gin vereideter Eisenbahn Bediensteter, der Hilfs- BahnSechs Monate später, Ende Dezember 1891, hob bas Reichs gegangen. Jeht ging's immer zu Fuß- weiter nach Schöne wärter Albert Hermann Gebert war beschuldigt, den Versuch Versicherungsamt infolge einer zahlreich unterstügten Protest- berg, Golzstraße, wo sich nach langem Suchen ein Droschfen gemacht zu haben, einen Personenzug zum Entgleifen zu bringen. beschwerde der Sektion 4( Berlin) diesen Beschluß auf, und die tutscher fand, der sich bereit erklärte, den Verlegten nach dem Man fonnte glauben, es mit der That eines Wahnsinnigen zu Heimstätte sel damit an ihre Gründer zurück. Um das Institut Elisabeth- Krankenhaus zu fahren. Hier endlich fand derselbe Auf- thun zu haben, wenn nicht ein solches Bedenken durch die Vera Jede Gerichts- Beitung. = 1 Aur den Straf nehmung der ärztlichen Sachverständigen, Geheimrath Dr. Lewin sie als Grund der Verhaftung weiter nichts als die Aufzeich- des Götterglaubens". Der interessante, wissenschaftliche, dabek und Medizinalrath Dr. Long, welche sofort nach Vernehmung nungen erkannt hätten. Nunmehr trat der Gendarm vor und sehr gemeinverständliche Vortrag fand allseitigen Beifall. Die des Angeklagten vernommen wurden, zerstreut worden wäre. bekundete zu fast allgemeiner Ueberraschung heute, daß die Be- Verkündigung des Wahlrefultats wurde von den zahlreich erDieselben bekundeten, daß auch nicht der geringste Anhalt leidigung einige Beit vor der Verhaftung stattgefunden habe. Er schienenen Genossen mit großem Beifall aufgenommen, wobei der dafür vorliege, daß der Angeklagte sich nicht im Be- habe sich erst mit dem Bürgermeister von Süchteln in Verbindung Borsigende, Genoffe Klein, darauf hinwies, daß die Ansitze feiner vollen Geisteskräfte befunden habe. Der gesezt, welcher ihn dann angewiesen habe, den Mann zu ver- strengungen der Gegner aller Richtungen nur dazu beigetragen Angeklagte ist seit etwa zwei Jahren bei der Stettiner Bahn haften. Der Angeklagte entgegnete, daß ein solcher Hergang sich haben, den Sieg zu einem vollständigen zu machen. Mit einem angestellt und im März dieses Jahres vereidet worden. Im überhaupt nicht abgespielt haben tönne, denn wenn er sich des dreifachen Hoch auf die Sozialdemokratie, in welchen Ruf die April dieses Jahres war eine Anzahl Arbeiter auf der Eisenbahn- Ausdrucks bedient habe, müsse er gewärtig gewesen sein, daß ihn Anwesenden begeistert einstimmten, schloß der Borsthende die strecke der Stettiner Bahn zwischen Hermsdorf und Berlin be- die Beamten in ihrer Aufregung niedergeritten und verhauen, Versammlung. schäftigt. Um den Hin- und Rücktransport der von den Arbeitern zum mindesten sofort verhaftet hätten. Der Amtsanwalt hielt Viele fonnten teine Stühle benutten Geräthschaften zu ersparen, pflegten fie diefelben in der nach der Aussage des Gendarmen den Angeklagten für Zu einer großartigen Demonstration gestaltete fich die Nähe der Bude 4 lose am Fuße des Bahndammes einzugraben. vollständig überführt und beantragte, ba Die Beamten Versammlung, welche vom Sozialdemokratischen Am Abend des 23. April d. J. entging der von Stettin fom- fich in Ausübung ihres Amtes befunden hätten, für Wahlverein für den 4. Wahlkreis am 27. September, mende Personenzug an dieser Stelle einer großen Gefahr. Es den Ausdruck einen Monat Gefängniß. Der Bertheidiger, dem Tage der Stadtverordneten- Wahlen, abgehalten wurde. Die hätte ein namenloses Unglück entstehen können. Der Zug, Rechtsanwalt Flöth, wies in flarer Weise die Schuld- Tausende, welche dicht gedrängt der um 9 Uhr 40 Minuten in Berlin eintreffen soll, hatte fieben losigkeit des Angeklagten nach. Die Beamten hätten ohne Zweifel mehr finden den großen Saal der Königsbank" füllten, Minuten Verspätung. Die Fahrgeschwindigkeit wurde deshalb ungefehlich gehandelt, dieselben hätten tein Recht gehabt, in die nahmen die Verkündung des Wahlresultats mit stürmischen Bravos noch nicht so ermäßigt, wie es sonst so kurz vor dem Ankunfts- Privathäuser zu dringen und die Leute sogar aus dem Schweine- und langanhaltendem Beifalltlatschen auf. Gin donnerndes dreipunkte der Fall zu fein pflegt. Als der Zug die Strecke zwischen talle, wo hinein fie fich vor den Waffen geflüchtet hätten, zu maliges Hoch auf die Sozialdemokratie schloß diesen ersten Theil Bude 4 und 5 passirte, gab es plötzlich ein Schwanken und vertreiben. Er berufe sich auf das Zeugniß der Niederrheini- der Verhandlungen. Nun ergriff 3ubeil das Wort. Er verKrachen, die Lokomotive hatte schwere Hindernisse zu überwinden, schen Volkszeitung", welche doch gewiß nicht im" Geruche stehe, wies auf die pöbelhaften Angriffe, welche das Blatt der„ Undie über den Schienen lagen. Der Führer brachte den Zug zum den Sozialdemokraten freundlich gesinnt zu sein und welche das abhängigen", der„ Sosialist" seit seinem Bestehen gegen die SozialStehen und nun zeigte sich, daß ein ruchloses Bubenstück be- Verhalten der Polizei in absprechender Weise kritisirt habe. Er demokratie richtet, und auf die bekannten Vorgänge, die während der gangen worden war. Neben den Schienen lagen die Trümmer von beantrage deshalb kostenlose Freisprechung, im anderen Falle Ver- legten Kommunalwähler- Versammlungen zu verzeichnen waren. Diese allerlei Geräthschaften, ein dicker Hebelbaum war zersplittert, tagung, behufs Vernehmung weiterer Zeugen. Der Angeklagte Thätigkeit der Unabhängigen" hierbei habe bewiesen, daß die eine eiserne Brechstange verborgen worden, Hammestiele konstatirte zum Schlusse nochmals, daß der Gendarm sich heute Genoffen recht handelten, als sie Leute wie Werner aus der Schaufeln und Hacken lagen im bunten Durcheinander zwischen im Widerspruche mit dem Protokolle der Anklage befände; Partei ausschlossen. Jetzt hätten diese ihr wahres Untlich gezeigt. den Schienen, theils von der Waschiene bei Seite geschoben, wenn das Gericht die heutige Aussage desselben in Betracht Fronischen Dank müsse man ihnen dafür sagen, daß sie noch am theils zertrümmert. Aber der Unhold hatte sich nicht damit be- zöge, so müsse ihm ebenfalls gestattet sein, weitere Entlastungs- Tage vor der Wahl hauptsächlich den 15. Bezirk mit Flugblättern gnügt, diese Gegenstände auf die Schienen zu legen, auch die zeugen zu laden. Das Gericht zog sich hierauf zurück, und ver- gegen die Betheiligung belegten und dadurch die fäumigen Schienenverbindung hatte derfelbe gelöst, indem er zwei Mutter fündigte der Borsitzende nach kurzer Berathung, daß die Schuld Sozialdemokraten zur Wahl aufmunterten. Die Bedeutungslosig schrauben gelöst und die Bolzen und Laschen herausgezogen hatte. des Angeklagten nach dem Zeugniß des Gendarmen für flar er- teit jener Herren werde sich bei der nächsten Reichstags- Wahl, Es ist als ein großes Glück anzusehen, daß der Zug nicht ent- wiesen sei. Angesichts der bisherigen Unbescholtenheit des An- auf die ein Werner so oftentativ verwiesen habe, ebenso gleift ift. getlagten habe man von einer Gefängnißstrafe abgesehen und auf zeigen, wie sie jetzt sich gezeigt habe. Genosse Mehner, mit Der Angeklagte hat vor der Polizei zugestanden, daß er die 100 Mart Geldstrafe, eventuell 10 Tage Haft, und Verurtheilung stürmischem Beifall empfangen, erklärte, die Genossen, welche That allein begangen hat. Vor dem Untersuchungsrichter be- in die Kosten erkannt.( Elberfelder Freie Presse".) außer dem Ziel die Mittel und Wege zur Erreichung desselben hauptete der Angeklagte dann, daß ein gewiffer Jankowsky sein erfannt, hätten am Wahltage die Antwort gegeben auf die schamMitthäter sei. Jankowsky wurde verhaftet und vernommen, bei Peine. Zum Eideszwang! In einer am 26. Auguft lofen Machinationen die ,, Unabhängigen". Diese Rowdies handelten der Gegenüberstellung mit dem Angeklagten zog der Letztere seine dieses Jahres hier abgehaltenen Schöffengerichts- Verhandlung nicht im Interesse irgend welcher Prinzipien, sondern im Interesse Bezichtigung zurück, Jankowsky wies auch sein Alibi nach und sollte der Gastwirth M. Hartenstein sen. als Beuge eidlich ver- der Gegner. Er, Redner, dante den Genossen für das Vertrauen, wurde entlassen. Im Termine beschuldigte Gebert den Jankowky nommen werden. Er erklärte aber, daß er freireligiös fei das sie ihm troy aller Angriffe durch seine Wahl bewiesen hätten. wiederum der Mitthäterschaft und behauptete ferner, daß er be- und die konfessionelle Eidesformel nicht mit seinen frei- Dann wandte sich Megner gegen einige dieser Angriffe und enttönne. trinken gewesen sei. Auf die wiederholten Fragen des Borsigenden, religiösen Grundsägen vereinbaren Dagegen er- fräftete diefelben. So habe er fich für den vorigen Sonntag schon lange warum er die ungeheuerliche That begangen, entgegnete der An- flärte er, die Verantwortung für sein gegebenes Wort den Potsdamer Genoffen zur Verfügung gestellt gehabt, um in einem, geklagte wie bei den Borvernehmungen stets: Das sage ich ebenso zu tragen, wie für den zu leistenden Eid. Als der Zeuge fleineren Orte die Ideen des Sozialismus zu verbreiten. Lediglic nicht". Durch die Beweisaufnahme wurde festgestellt, daß der An- dann darauf aufmerksam gemacht worden war, daß er gefeßlich aus diesem Grunde sei er nicht in die Versammlung gekommen, geklagte am Abende des 23. April mehrere Wirthschaften in der Grün- gezwungen werden könne, den Eid zu leisten, erklärte er, er werde melche in Berlin stattfand, und nun habe man ihm von Seiten thalerstraße besucht hatte. Gegen 1/29 Uhr hatte er das dort belegene Dadurch in die Zwangslage versetzt, feine der Wahrheit ent- der Unabhängigen"" Feigheit" vorgeworfen! Die Feigheit size Reglaff'iche Lokal verlaffen. Er hat dann einen sechs Fuß hohen fprechende Aussage durch eine unwahrheit zu erhärten. Für ganz wo anders. Die, aus deren Reihen der Vorwurf gelovumen, Bretterzaun übersteigen müssen, der den Bahnkörper von der diese Aeußerung wurde er von dem Schöffengericht wegen un- ftellten sich in den Dienst der Gegner durch ihr Thun, ganz Straße trennt, hat die Geräthschaften der Arbeiter ausgegraben gebührlichen Betragens vor Gericht zu 20 m. Geldstrafe ver- gleich, ob bewußt oder unbewußt, ob bezahlt oder nicht, und dann das schwere Verbrechen begangen. Staatsanwalt urtheilt. Mit diesem Urtheil war aber der Beuge nicht ein- und dadurch hätten sie sich selbst gerichtet. Die SozialMüller II hielt es für zweifellos, daß der Angeklagte sich im verstanden; er legte Berufung ein, und zwar mit Erfolg. Das demokratie aber fämpfe weiter für ihr Ziel, für die Bevollen Besitze seiner Geiftesträste befunden habe, während Rechts- Königliche Oberlandesgericht zu Celle konnte in der von dem freiung der arbeitenden Klasse. Thue ein Jeder seine anwalt oliner als Bertheidiger dies in Zweifel zog. Die Beugen gemachten Aeußerung fein ungebührliches Betragen er Schuldigkeit und sie werde siegen!( Stürmischer Applaus.) Geschworenen beriethen nur wenige Minuten. The Spruch blicken und hob daher das Urtheil des Schöffengerichts auf. Wernau führt aus, der heutige Sieg sei nichts als ein Protest lautete auf Schuldig. Der Staatsanwalt beantragte 5 Jahre Harzenftein wurde freigesprochen.( Bremer Bürgerztg.") Zuchthaus, Ghrverlust und Stellung unter Polizei- Aufsicht. Das Urtheil lautete dem Antrage gemäß.. Boziale Lebersicht. Da im Allgemeinen in unserer Branche nur halbe und Vierteltage gearbeitet wird, so sind unsere Kollegen nicht im Stande, uns nennenswerth zu unterstüßen. " 1 gegen die Ausbeutung, gegen die Knechtschaft. Wenn ein Theil Der Arbeiter dies nicht anerkenne und sich als Heerbann einer fleinen Zahl von Leuten hergebe, welche die Partei, die große, forrumpiren wollten, so passe auf diese Arbeiter das Wort:„ Es Gin bedanerlicher uglücksfall lag einer Anklage wegen thut mir in der Seele weh, daß ich Such in dieser Gesellschaft fahrlässiger Tödtung zu Grunde, welche gestern das fah. Es sei zu bedauern, daß sich ein, wenn auch nur kleiner 17 jährige Dienstmädchen Clara Gronau vor die II. Straf Theil von Genossen in die Gesellschaft der„ Unabhängigen" fammer des Landgerichts I führte. Die Angeklagte war als begab. Er, wie die anderen in das Stadtverordnetenkollegiumt Achtung, Knopfarbeiter allerorts! gewählten beiden Genossen würden Die Mädchen für Alles bei dem Werkführer Weber im Dienst und ihnen aufbestrebt sein, Der Fabrikant S. Rasche, Berlin, Köpenickerstr. 35 a, hat, erlegten Pflichten erfüllen und war am 22. März d. J. in der Küche damit beschäftigt, in einem im Sinne der sozialdemokratischen Forderungen Waschteffel eine Quantität Lauge zu Waschzwecken aufzutochen. wie schon bekannt, feinen sämmtlichen Arbeitern die Entlassung des Sozialismus und Der Kessel stand auf den Feuerheerde und das Mädchen gegeben, mit dem Bemerken, es sei nichts zu thun. In Wirklich zu wirken.( Lebhafte Zustimmung.) B. Bruns ftattete darauf hatte eben neue Kohlen aufgeschüttet und den Kessel feit handelt es sich aber nur darum, abermals die Preise, und den Genossen, welche ihn gewählt und für die Wahl thätig ge aus diesem Grunde etivas nach dem Rande Der zwar um 331/3 pet., zu türzen. Eine Einigung ist absolut nicht wesen sind, ebenfalls seinen Dant ab. Dieser Dant sei nicht Maschine zugeschoben, als das fleine dreijährige Töchterchen zu erzielen, trotzdem wir uns einen Abzug von zirka 10 pCt. ge- persönlich zu nehmen, denn dadurch, daß man den sozialdemo der Gronau'schen Eheleute in die Küche kam und in fallen lassen wollten. tratischen Kandidaten zu Siege verhalf, habe man nur der der unmittelbaren Nähe der Maschine ein Bedürfniß verrichtete. Sozialdemokratie zum Siege verholfen.( Lebhafter Beifall.) Das Mädchen mochte sich wohl beim Erscheinen des Kindes Der Vorsitzende Behrend erfüllte dann die traurige Pflicht, etwas herumgedreht haben und es bemerkte nicht, daß der Ressel den Tod der Genossen Gieseler und Franz Lüttge das Gleichgewicht verlor. Der siedend heiße Inhalt ging dem bekannt zu geben. Die Versammlung ehrte das Gedächtniß der armen Rinde über den Körper und verbrühte denselben dermaßen, beiden dahingegangenen Rämpfer in der üblichen Weise. Bon daß der Tod die unausbleibliche Folge war. Der Staatsanwalt dem angekündigten Vortrage Türk's wurde Abstand genommen, hielt hier eine Fahrlässigkeit des Mädchens für vorliegend und ebenso von der Wahl dreier Revisoren. Genosse Stabernac beantragte 3 Tage Gefängniß, der Gerichtshof sprach jedoch die Geldsendungen find au richten an den Kassirer Ernst sprach dann noch zu den Vorgängen während der Kommunal Angeklagte frei, ba er hier nur das Walten eines unglücklichen Ringel, Röpenickeritraße 181, 3 Tr. wähler- Bersammlungen und über das sonstige Verhalten ber„ UnBufalls annahm. Mit follegialem Gruß abhängigen" während der Wahlbewegung. Unter Anderem fonDer Vorstand des Vereins zur Wahrung statirte er, daß in dem einen Wahlbezirk zwei Unabhängige" Ein Joyll aus dem Paradiese des Herrn v. Stephan- der Interessen der Berliner Knopfarbeiter. bem Freifinnigen ihre Stimme gaben. Die„ unabhängige Exzellenz. Das Schwurgericht des Landgerichts I J. A.: P. Schneider. Bewegung" habe mit dem Siege der Sozialdemokratie ihren Todesverhandelte gestern gegen den Postgehilsen Richard Wotschke, stoß erhalten. Man bedente blos, daß die Leute 21/2 Stunden auf welcher des Verbrechens im Amte in vielen Fällen bebeten. der Straße warteten, um die aus der Versammlung kommenden schuldigt war. Der Angeklagte wurde abwechselnd bei den PostGenossen zu überfallen. Nachdem der Vorsitzende noch zu zahl= Den Kistenmachern zur Nachricht, daß in der Kistenfabrik reichem Anschluß an den Verein aufgefordert hatte, ging die ämtern 73 und 88 beschäftigt. Gr erhielt 2,50 M. Tagegelder. Er gerieth auf eine schiefe Ebene badurch, daß er von einer von Hermann Streubel Nachf. Siegfried Mann- imposante Versammlung mit einem begeisterten Hoch auf die Buchhandlung, von der er ein Konversationslegifon entnommen beim, Berlin, Wafferthorstraße 9, sämmtliche Kollegen wegen Sozialdemokratie auseinander. Der hatte, um Bahlung gedrängt wurde. Um diese Schuld zu decken, Lohndifferenzen die Arbeit bis auf Ginen niederlegten. unterschlug er Die erste Bostanweisung und Streit wurde jedoch schon im Verlaufe einer Stunde durch Beverwandte Deshalb appelliren wir an das Solidaritätsgefühl sämmt licher Gewerkschaften, uns so viel wie in ihren Kräften steht zu unterstüßen; wir werden das Erhaltene seiner Zeit mit Dank zurückerstatten. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck ge" Im sozialdemokratischen Wahlverein für den 6. Berden eingezahlten Betrag für sich. Am folgenden Tage mußte willigung der Gehilfenforderungen beigelegt, worauf die Gehilfen liner Wahlkreis sprach am 27. d. M. Genosse Dr. 3 adek die Arbeit unter der Bedingung wieder aufnahmen, daß der Zadek er wieder eine Unterschlagung begehen, um betrag vom vorigen Tage zu decken und so wurde fast tollege, welcher den Streit gebrochen hatte, entlassen würde, was mißstände; seine fachmännischen Darlegungen fanden die lebüber die Cholera unter besonderer Berücksichtigung der Berliner ein Monat hindurch von ihm verfahren. Die Postanweisungen denn auch geschah. bafteste Anerkennung der Versammelten. Der Referent bat noch, wurden immer einen Tag später gebucht, als sie beim Postamte Wegen Verweigerung der Sonntagsarbeit wurden am man möge die von ihm inaugurirte freiwillige Sanitätstolomne" eingezahlt worden waren und so bewahrheitete sich an dem An- Morgen des 26. September sämmtliche Tischler der nach Kräften sowohl durch persönliche Hilfe, als auch durch zu geklagten der Spruch von der Schuld, die fortzeugend Böses ge- Solzbearbeitungsfabrit Bendig u. Söhne in Berlin, verlässiges Material thatkräftigst unterstützen, und versprach sich bären mußte. Die Poft hat keinen Schaden erlitten, da der Fehl- Andreasstraße 32, entlassen. Der Prinzipal wollte den armen von dieser Thätigkeit die besten Erfolge. Die dem Vortrage folgende betrag gedeckt worden ist. Der Angeklagte, dem die Geschworenen Leuten feine Macht" zeigen. Leider waren im Nu so ziemlich Diskussion ergab völlige Uebereinstimmung der Redner mit deut mildernde Umstände zubilligten, wurde zu einer Gefängniß alle Stellen der Entlassenen befeht.§ 105a der Gewerbe- Referenten. Allgemein wurde anerkannt, daß nur durch Beseitigung strafe von einem Jahre sechs Monaten und zwei Drdnung schreibt vor:" Bum Arbeiten an Sonn- und Festtagen der privatkapitalistischen Produktionsweise endgültige Beſſerung für jährigen Ehrverlust bestraft. Und das Alles geschah bei 2,50 M. tönnen die Gewerbetreibenden die Arbeiter nicht ver- das Proletariat geschaffen werden könne. Dr. Zadek forderte Tagegeldern! Aber die Post muß ihre kolossalen Ueberschüsse pflichten." Was für fragwürdigen Werth diefe der Fest- schließlich noch auf, die demnächst in Rücksicht auf die Choleraabwerfen. fegung einer Strafe ermangelude Bestimmung in der Praris hat, gefahr in neuer, verbefferter Auflage erscheinde Broschüre: ergiebt sich aus der vorstehend mitgetheilten Machtäußerung"" Schutz gegen Krankheitsgefahr" zum Preise von 10 Pf. zu Crefeld, 27. September. Nachtlänge zum Süchtel- jenes Fabrikanten. Ist der Arbeiter ohne Kündigungsfrist ein kaufen. Der bisherige Absatz der Broschüre hat die Höhe von ner Pfingstausflug. Vor dem Dülkener Schöffengericht gestellt, so entläßt ihn der Unternehmer einfach, und damit geht 20 000 Stück erreicht; der Reinertrag biente bisher den Zwecken fand vergangenen Dienstag eine interessante Berhandlung statt. er des Schuges jener Gefehesbestimmung in aller Form Nechtens des Asyl- Vereins für Obdachlose. Der Reinertrag der neuen Ein hiesiger Genosse war beschuldigt, bei der bekannten Säbel- verlustig. Auflage foll dagegen der freiwilligen Sanitätskolonne die erattacke auf den Süchtelner Höhen, oder„ bei Gelegenheit der forderlichen Geldmittel liefern. Das hierauf bekannt gegebene Demokratenversammlung auf dem Berge", wie das Protokoll des Die Arbeiter Liverpools und der umliegenden Graf- Resultat der Kommunal- Nachwahl veranlaßte einen Beifallssturm Gendarmen von Hüls lautete, diesem auf die Aufforderung den schaften hielten, wie die Londoner Allg. Corr." berichtet, 25 bis und ein stürmisches Hoch auf die Sozialdemokratie. Damit schloß Play zu verlassen, statt sich zu entfernen, angeblich anrebete: 30 000 Mann start am lebten Sonnabend einen Umzug. Die die Versammlung. Was wollt Ihr Lumpen", worauf die Verhaftung erfolgte. Der gefaßten Beschlüsse fordern die Parlamentsabgeordneten auf, daAngeflagte bestritt entschieden den ihm zur Last gelegten Ans- für zu wirken, daß die Haftpflicht der Arbeitgeber verschärft, der kommandantenstr. 10 u. 11, Abends 8 Uhr, druck, sein Verbrechen habe vielmehr nur darin bestanden, daß er, Achtstundentag für die Berglente eingeführt, der Einwanderung empört über die skandalösen Vorgänge, sich Aufzeichnungen machte, ausländischer unbemittelter Personen Einhalt gethan und die um solche der Preffe zu übergeben. Dieses habe den Beamten Zahl der Fabrikinspektoren vermehrt würde. Das Nothwendigste nicht gepaßt, sie hätten ihn aus diesem Grunde verhaftet und fei, die 9 000 000 Nichtgewerkvereinter in den Verband der Gezwar habe der Hülser Gendarm kommandirt: Berhaften wertvereine aufzunehmen. Die lehteren zählen nämlich bisher Sie mir mal den Crefelder Redakteur ba." Man habe ihn so- immerhin nur 2 000 000 Mitglieder. dann mit 5 Mann Bedeckung nach Süchtelu transportirt und 11 bort den Tag über in ein Verließ eingesperrt. Unterwegs habe Aus Manchester meldet ein Telegramm des D. B. H." man ihn auf alle mögliche Weise chifanirt und am Abend ihn Die Berhandlungen der Arbeitgeber und der Arbeiter der ohne Angabe eines Grundes entlassen, dagegen habe man die Baumwollenindustrie sind ohne Ergebniß geblieben. gemachten Notizen als Auflagematerial tonfiszirt. Ginige Tage Weitere Besprechungen sollten stattfinden, doch erscheint der Aus Darauf habe der Süchtelner Bürgermeister ihm die Notizen zurück stand unvermeidlich. gegeben. Die nun folgenden drei Zeugen befundeten übereinstimmend unter Eid, daß ein solcher Hergang, wie ihn die Anflage schildert, nicht stattgefunden habe. Es wurde ferner feftgestellt, daß der Gendarm auf dem Hinwege in freundlicher Weise sich mit dem Angeklagten unterhalten habe, ferner Versammlungen. Ruderverein Verwärts", Sigung am Donnerstag, bei Bodenburg, Lese- und Diskutirklub Süd- 0. Donnerstag, den 29. September cr., Abends sy uhr, bei Tolksdorf, Görligerfir. 58: Bortrag des Genossen Treber über Bedeutende Männer im Judenthum". Verein für volksthümliche unit. Donnerstag, den 29. September, Abends to uhr, Sigung in der Süd- Ostschule, Reichenbergerstr. 139. Den Bundes- Bereinen hiermit zur Nachricht, daß Billets zu ermäßigten Preiſen Snub der geselligen Arbeiter- Vereine Berlins und Umgegend, bet Forsberg, Kommandantenstr. 48, Hof rechts 3 Treppen für nachstehende Etabiiffentents zu haben sind: 1. Gesellschaft Urania in Form von Stammtarten für den Familienbesuch das Stück 1,50 M. 2. Theater ber seich shaften, von 3. Ottober ab giltig für 1: und 2. Balkon mit 50 pet. Ermäßigung. 3. Feen Palast, Breibillets, giltig für 28., 29. und 30. d. a. Mis. Cast an's panoptitum mit 50 pet. Ermäßigung. Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag Abends-10% Uhr: Süda Schule: Hagelsbergerstr. 43: Unterricht im technen; Südost- Schule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Geschichte( alt); Ost Schule, Martusstraße 31: Unterricht in Stechnen; Nord- Schule, Müllerstr. 179a; Unterricht in Deutsch( mittlere) und Chemie. In alle Lehrfächer, mit Ausnahme der Buchführung, fönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jezt im Laufe bes Semesters, eintreten. Lese- u. Diskutieklubs. Donnerstag. Dieggen, Abends sy Uhr, bet Schröber, Wiesenftr. 39.- Neue Beit, Abends 8% uhr, Boyenstra 40, bei Gieshoit. Süd- Ost, bei Zoltsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Ede. daß er wiederholt der ihm von verschiedenen Aus- Im Wahlverein für den zweiten Berliner Reichstage Serwegb, Abends 8 Uhr, Retchenbergerstraße 64, Ecte Bausigerstraße, bet flüglern fredenzten Schnapsflasche zugesprochen hätte, und daß Wahlkreis sprach am Dienstag Dr. Lütgenau über den Ursprung Schayer.- aug. Geib, Donnerstag bei Zubeil, Naunynstraße ss, Abends weg Treptow. Emanzipation, Abends 8 Uhr bei Spät, Weinfir. 28. Grünftr. 21: Sigung. Uhr. Safenelever, Abends 8 Uhr, Restaurant Bischof, Baumschulen| Ertrag noch um 100 000 Pikuls vermehren, welche für von China angezettelt hat. Die Papiere find der chinesischen - Diskutirklub der Hausdiener, Abends 9 Uhr bei Sommer, fordert zur Förderung des Kaffeebaues einen Kredit von 11/2 Mildas nächste Jahr zurückbehalten werden. Der Minister Gesandtschaft ausgeliefert worden. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Donnerstag. Uebungs- lionen Gulden. Eine technisch gebildete Aufsichtsbehörde wird Stunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. St. Urban, Annenftr. 9, bet Broß.- Kornblume, Blumenstr. 54, bei Wuttte. Früh mit der Sorge für die Kaffeekultur beauftragt werden. Die ReIingslust, Flottwellstr. 5, bei Bartel. Brezelschluß, Annenstr. 16, gierung beabsichtigt außerdem neun Millionen Gulden für Beb. Reßner.- Weiße Rose, Reinickendorf, Reinickendorferstr. 25, b. Scheffler. wässerungsanlagen, Hafenbauten und den Bau der Eisenbahnlinie Briefkaffen der Redaktion. Morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerstr. 9, bei Friesecke.-Dorf Tarit- Soerbaya- Kalimas zu verwenden. Endlich wird vorgefchagen, glöcklein, Wilmersdorf, Berliner- u. Auguftstr.- Ecke bei Schulz.- Echo 2, Alte Schönhauserstr. 42, bei Reimann. ,, Bergische Arbeiterstimme", Solingen. Daß gegnerische Ginigteit,( Outmacher), Bappel die Zuckerunternehmungen mit einer Steuer zu belegen, welche Blätter Beschlüsse des Parteivorstandes viele Tage früher publiAllee 3-4, bei krause. Butunft 1, Steglitz, Kurhaus Friedenau. gleichkommt dem Durchschnitt der Ausfuhrzölle, welche diese Harmonie, Tempelhof, Dorfstr. 10, bei Gerth. Veilchenblau, kottbuser Damm 39, bei Jakob.- Bukunft 2, Nied.- Schönhausen, Buchholzerftr. bei Unternehmungen in den letzten drei Jahren zu leisten gehabt siren als der„ Vorwärts", ist eine Behauptung, für welche Beweise beizubringen Ihnen wohl recht schwer fallen dürfte. Freilich Hempel. Ostpreußischer Männer- Gesangverein, Holzmarktstr. 3 hätten, wenn die Zölle nicht suspendirt worden wären. wer so, wie Sie es jetzt wieder mit der Nachricht über die Verbei Deter. Edelweiß, Melchiorstraße 15, bei Stehmann. Borax, London, 28. September. Eine Depesche des englischen Wienerstraße 31 bei Trügemüller. Maiglöckchen 2, Süd- Ost, Reichenbergerstraße 16 bet Pätzold. Ginigteit 2, Groß= Lichter Konsuls auf Mozambique an das englische Auswärtige Ami legung des polnischen Parteiblattes thun, jede Ente, welche findige felde, Amalienstraße, bei Hann. Freie Sänger, Friedenstraße 74, meldet, daß eine portugiesische Schaluppe, auf welcher sich ein Reporter über unsere Partei in die Welt sehen, für baare Münze bei Engelhardt. Zukunft 3, Welten, bei W. Grunow. reuz Theil der Forschungsexpedition unter Führung Vivyians befand, nimmt, der wird viele Parteinachrichten" nicht im„ Vorwärts" berger Harmonie, Lindenstraße 106, bei Poppe. Nordstern, Müllerstr. 7 bei Reichardt. Morgengrauen,( Bäcker), 3 bis 5 Uhr im Juli auf einer Sandbank im Flusse Moma gescheitert ist. finden. Aber daß Sie so leichtgläubig sind, dafür können Sie Nachmittags, Gipsstraße 3 bei Pyrtect. Treue Brüber, Ahrendt Sämmtliche Insassen der Schaluppe mit Ausnahme des Englän- doch den Parteivorstand und den Vorwärts" nicht verantwortlich Straße 23. Libertee, Eisenbahnstraße 20 bei Siegmund.. machen. Liedes ders Gardner sind ertrunken. Unter den Todten werden geEcho, Reichenberger- und Forsterstraßen- Ecke, bei Spindler. Liedertafel W. F., Rigdorf. Sie müssen den Schlafburschen verklagen Weft end. Blumenthalftr. 5 bei Behrendt. Borwärts 9, Charlotten- nannt die Deutschen Hasselbach, Herz, Renner und Friß und dann die zurückgelassenen Sachen durch einen Gerichtsburg, Schillerstr. 102 bei Stahl. Gefangverein Freundschaft 1, Homann. Brunnenstr. 114 bei Oswald Berliner. Gefangverein Abendroth in Rom, 28. September. Von amtlicher Seite wird bestätigt, vollzieher pfänden lassen. Deutsch Wilmersdorf bei Mölter. Gesangverein der Stuckateure daß das Generalkapitel des Jesuitenordens seit dem 23. d. M. in Berlins und Umgegend, Seydelstr. 30 bei Preußer. Spandau Mönchstraße bei Winkler. Gesangverein" Vorwärts 2" dem Loyola- Kloster in der spanischen Provinz Guipuzcoa behufs Schönhauser Allee 28, bei Kuhlmey. Wahl des Ordensgenerals versammelt ist. Arbeiter- Gefangverein Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle Zuschriften den Bund betreffend sind zu richten an: Mar Geng, Berlin N., Belforterstraße 26, 1 Tr. Donnerstag: Geselliger Verein rei und Lustig bei Göze, Oranienstraße 153. Bimmer- Schüßengesellschaft Fein Korn bei Klatt, Bocchstr. 51.- Geselliger Verein Azalie, Michael Brücke 1( zu den 3 Raben). Humoristischer Verein Pautenschwenget, bei Sommer, Stallschreiberstraße 58. Musikverein Animo, bei Schmidt, Theaterverein Grüne Eiche( vor dem Halle'schen Wrangelstraße 141.Thor), bei Katorte, Solmsstr. 1. Straße 21. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. MännerGesangverein Alt- Dessau, Abends 9 Uhr, bei Kind, Wrangelstr. 91. Gesangsabtheilung des sozialdemokratischen Arbeitervereins für Weißenfee und Umgegend. Donnerstags und Sonnabends Abends Musitverein Osiris, bet Roll, Adalbertbei Müller( Pfeifenmüller), Königs Chauffee. Männer Gefangverein Tyrolienne, Abends 9 Uhr bei Fausimann, Reichenbergerstr. 73a. Musikverein Frisch Auf, Annenstr. 14, bei Ehrenberg. Privat- Theaterverein Fideler Geist 2", Abends 9 Uhr, im Märkischen Hof, Admiralstr. 18. Turnverein Gesundbrunnen( Lehrlings- Abtheilung) turnt Montag " 1 und Donnerstag Abend von 8-10 Uhr, in der Turnhalle, Banfftr. 26. Geselliger Verein Freiheit, Abends 9 Uhr, bei Thierbach, Schwedter: straße 44.-- Geselliger Slub Blau- Weilchen, Abends 9 Uhr, Annenftr. 9 bei 6. Prob. Verein ehemaliger 22. Gemeindeschüler, punti 9 1hr, bet Schröder, Etegligerstr. 18. Pfropfenverein Wedding, Abends 8 Uhr, bei Helterhoff, Antonstr. 5. Freundschaft, Abends 9 Uhr, bet Busse, Schönhauser Allee 46. Vergnügungs- Verein Renata jeden Donnerstag 9 Uhr Abends im Restaurant Göy, Oranienftr. 153.- 3ither flub Gleichheit, jeden Donnerstag Abend 9 Uhr, bei Sohn, Bionstirchplay 11a. Rauchllub Kollegia, Abends 9 Uhr, in Bernhardt's Destillation, Staligerstr. 41. Rauchflub Waldesgrün, Abends 8 Uhr, Restauran R. Kahlert, Reichenbergerstr. 113a.- Rauchtlub Ohnesorge, Abends 9 uhr in Rogge's Bierhaus, Kohlenufer 2.- Rauchflub Kernfpiye, Abends 8 Uhr, bei A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8.- Rauchflub Arcona, Abends 9 Uhr, bei Siemenliršti, Reichenbergerstr. 71.- Rauchtlub Arabi Pafcha, Abends 9 Uhr, bei Berndt, Perlebergerstr. 17.- Klub Ohne streit, jeden Donnerstag Abend 9 1hr im Restaurant Böhmer, Brizerstr. 32.- Rauchflub Süd- West, Abends 9 Uhr, Simeonftr. 23 bei flick.- Theaterverein mai glöckchen, Englischer Hof, Neue Roßstr. 3. Stattlub Tournee, Abends 8% Uhr, bei Ullrich, Wrangelstr. 84. Stat tlub Rückwärts, Abends 8% Uhr bei Arndt Pallisadenstr. 47. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Lemberg, 28. September. Landtag. In Beantwortung einer Interpellation erklärte der Regierungsvertreter, daß wegen des durch den vermeintlichen Ausbruch der Cholera in Galizien veranlaßten Verbotes der Einfuhr landwirthschaftlicher Erzeugnisse nach Preußen und Ungarn von Seiten der Regierung bereits Schritte gethau gethan seien, um Erleichterungen zu schaffen. Die Regierung habe hierbei gleichzeitig festgestellt, daß feit einer Reihe von Tagen in Galizien nirgends verdächtige Er frankungen vorgekommen seien. ( Depeschen des Bureau Herold.) Auf dem TorpedoWilhelmshaven, 28. September. Divisionsboot D 5 sind heute Vormittag vier Mann durch eine Kesselexplosion verbrüht. Mannheim, 28. September. Die hiesige Strafkammer verurtheilte den Fabrikanten Theodor Hirsch wegen Wechselfälschungen zu 3 Jahren 9 Monaten, dessen Sohn zu 4 Jahren 6 Monaten Gefängniß. Elbing, 28. September. Die Reichsregierung bestellte bei der Schischauschener Werft acht neue Torpedoboote. Amberg, 28. September. Die von anderer Seite verbreitete Nachricht von einer hier ausgebrochenen Typhusepidemie reduzirt sich, wie die Amberger Volkszeitung" von kompetenter Seite zu erklären ermächtigt ist, auf 7 Erkrankungen in einer Gasse bei 19 000 Einwohnern. " " A. R. 100. Wenden Sie sich schriftlich an die betreffende Eisenbahn- Direktion. " A. G., Landwehrstraße. Stadtbriefe für Soldaten genießen feine Bortofreiheit. Es wird bei uns angefragt, ob die Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung" noch existirt und wer zur Zeit Vorsigender ist. Im Jahre 1890 war der Tischler Herr E. Schade, später Herr Albert Fricke Vorsitzender. Zwei Wettende. Die Verluste im Kriege 1870/71 stellen sich folgendermaßen: Frankreich 80 000 Todle, 14 Milliarden Kriegskosten. Deutschland ca. 40 080 Todte. Insgesammt waren von deutscher Seite 33 101 Offiziere und 1113 254 Mann zum Kriege verwendet. Der Krieg hat 180 Tage gedauert. Es wurden 15 größere Schlachten und über 100 Gefechte geliefert. Emmerich. Von Ihrem Briefe ist uns nichts bekannt. Lange, Leipzig. Ein Schriftsteller dieses Namens ist uns gänzlich unbekannt. 2. W. 100. Melden Sie sich schriftlich unter Angabe Ihrer Verhältnisse bei der Direktion. 2. Kreisblatt des Bomster Kreises in Wollstein. Trener Abonnent, Steglitz. Die Abzahlungsgeschäfte haben leider dieses Recht. Wien, 28. September. Nach dem„ Warschauer Amtsblatt" hat die Cholera- Epidemie in der Stadt Lublin große Dimensionen infolge des Genusses schlechten Wassers angenommen; die Sterblichkeit erreicht unter Berücksichtigung der Bevölkerungszahl die K. Sch. Falckensteinste. Sie sowohl wie Ihre Braut von Hamburg. Einige Bezirke des Warschauer Gouvernements müssen die Taufscheine und Erlaubnißscheine Ihrer Eltern zur sind von der Seuche bereits erfaßt. Verehelichung haben. Kopenhagen, 28. September. In Veranlassung der via F. B. 65. Sie haben nur vierzehntägige Kündigung zu Panama und New- York eingegangenen Meldungen von Arbeiter- beanspruchen. unruhen auf St. Thomas, der dänischen Kolonie im westindischen F. 2. 100. Ein solcher Fabrikant kann in eine Jnnung Archipel, schreibt, Berlinste Tidende", daß von dem Gouvernement aufgenommen werden. bis gestern Abend feine telegraphischen Berichte über solche Unruhen eingegangen sind, und daß sie, wenn sie überhaupt stattgefunden, von keiner Bedeutung gewesen sein können. Paris, 28. September. Der Figaro" veröffentlicht einen sehr pessimistisch gehaltenen Artikel bezüglich der Orientfrage; er fündigt an, daß der neuesten griechischen Note gegen die Unterdrückung der griechischen Schulen in Bulgarien eine russische Note folgen werde, die Europas politische Welt aus dem tiefsten Schlafe aufrütteln werde, falls nicht die serbische Note betreffs der Eisenbahnfrage Europa noch jäher aufschrecken sollte. Marseille, 28. Sept. Der Gewerkschafts- Kongreß beschloß für den 1. Mai 1893 überall eine ausnahmslose Arbeitseinstellung zu proflamiren und überließ es den Arbeitern, je nach den lokalen Verhältnissen, für den Achtstundentag und die Arbeiter- Internationale zu manifestiren. Eine Betheiligung an dem zu London stattfindenden englischen Gewerkschafts- Rongreß wurde abgelehnt, weil England, trotz der Theilnahme am Brüsseler Kongreffe, den internationalen Bund gebrochen und einseitig einen Achtstundentag- Rongreß in Opposition gegen den internationalen Rongreß zu Zürich organisire. Eine Abordnung soll dagegen zum nächsten deutschen sozialdemokratischen Kongreß gesandt werden. Hierauf wurde unter großer Begeisterung der Kongreß geschlossen. Haag, 28. September. Das Budget von Niederländisch- Indien Washington, 28. September. Ein junger Chinese, Leony für 1893 weist bei einem Einnahme- Etat von 139 Millionen Feo, wurde hier verhaftet. Es sind kompromittirende Papiere Gulden ein Defizit von 9 Millionen auf. Der Kaffee- Ertrag bei ihm gefunden worden, wonach in San Francisco eine geheime wird auf 395 000 Pituls geschätzt. Die Ernte wird diesen Gesellschaft eine Verschwörung zwecks Ermordung des Kaisers Unserm Freund und Genossen Alwin Kersten zu seinem heutigen Wiegenfeste ein dreimal donnerndes Hoch, daß wir beim Teufel die Geister tanzen und die Gläser wackeln sehen. 2216b Mehrere Teufel aus dem Süden. Die Beleidigung, die ich und meine Frau gegen Frau Zimmermann aus gestoßen haben, nehmen wir hiermit zurück und erklären dieselbe für eine ehrliche, rechtschaffene Frau. 2251b W. Krüger, Lindenstr. 106. Gardinen- Fabrik. Großes Lager gestickter und engl. Tüllgardinen, Stores, weiß und crême. Große Auswahl in Sopha-, Tisch- und Bettdecken, auch im Einz. zu den billigsten Fabritpreisen. E. Knape aus Eutzsch in Sachsen. Brunnenstraße 26, 1 Treppe. H. Matthees 70 Grüner Weg 70 3. Haus v. d. Koppenstraße, 5 Minuten vom Schlesischen Bahnhof. 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Eine derartige Klage erscheint uns zweifelhaft. Was wollen Sie denn mit dem Diplom, da Sie die Innung doch gar nichts mehr angeht. Nr. 100, A. Sch. Der Wirth ist zur Herausgabe des zuviel Gezahlten verpflichtet. Erbe E. C. Das Waisenhaus ist berechtigt, den Betrag zurückzuhalten. Sch. 78. Die Eltern sind zur Zahlung des nothwendigen Lebensunterhaltes für ihre minderzährigen Kinder verpflichtet. Berichtigung. In dem gestern gebrachten Resultat der Berliner Stadtverordnetenwahl ist richtig zu stellen, daß der konfervative Kandidat Nanninger gegen die 1891 Wahl nicht 90 Stimmen mehr, sondern 90 Stimmen weniger erhalten hat. Volks- Seife W mit den Bildnissen bekannter Volksmänner. Preis: Stück 10 Pf., 6 Stück 50 Pf. Kapital! 2974L Muster geschützt. Die Sperre über die Fabrik von H. Kasche, öpniderir. 35 a, Vortheilhafteste Seife für den Hausgebrauch. dauert fort. Zuzug fernhalten. Für Wiederverkäufer d. d. Haupt- Agentur Max Koehler, Dresdenerstr. 33, 11 192/6 Behufs Erbauung eines eigenen Versammlungslokals fucht sich die Soz. Partei einer Stadt in der Niederlausit mit Dte Beerdigung findet heute Nacheinem oder mehreren Kapitalisten a. I. Parteigenossen in Verbindung zu setzen. mittag 4 Uhr von der Leichenhalle des Weltgeschichten, Brehm's Thierleben, Besagtes Unternehmen soll im genossenschaftlichen Prinzipe feine Ausführung Emmaustirchhofes aus Bücher jeder 30062 wissenschaft kauft. bannemann, finden. Geſt. Zuſchr. erb. unter Ch. Boltshalle, Gorau Nt.-J., pe im Alter von 37 Jahren. 307/18 Um zahlreiche Betheiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Sozialdemokratischer Wahlverein im IV. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Den Mitgliedern hiermit die traurige Mittheilung, daß unser treuer Genosse 398/11 Franz Liedtke am 26. Eeptember plötzlich verstorben ist. Die Beerdigung findet heute, Donnerstag, 29. September, Machm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes aus statt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand. Für die herzliche Theilnahme an der Wird den geehrten Hausfrauen zu Beerdigung meiner lieben Frau sage gefälligen Einkäufen hiermit beitens ich hiermit allen Verwandten und Beempfohlen. 29872 fannten meinen herzlichsten Dank. 2257b Rechtsbureau des königlichen Amtsrichters a. D., Alte Jakobstr. 130. Gewissenhafter Rath August Link. Werkzeuge in allen Angelegenheiten. Uubemittelten für Stuckateure, Bildhauer und Töpfer unentgeltlich. Auch Sonntag.[ 2656L find in großer Auswahl vorräthig bei Kurze, Invalidenstraße 107. 2249b Steppdecken!! größte Auswahl!! am billigsten in Emil Lefèvre's Fabrik, Berlin, Oranienstr. 158.[ 18201 mit kleinen 1 Boſten Schlafdeden Flecken rein. Stück 4, 6, 8 und 10 Marf. Werth das Doppelie!! Illustr. Preisliste gratis u. franto. Wegen Aufgabe des Geschäfts Federn zu Kinder und Unterbetten billigst fofort Nettelbeckplatz, Pajewalferstraße Nr. 11, part. J. A.: P. Schneider. 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Sie entschied auf eine Beschwerde Gymnasium zu Moskau untergebracht worden. Mit ihrer Familie Theil nehmen lassen. Da er sein Lokal an dem fraglichen Tage des Allgemeinen Arbeitervereins für den Plauenschen Grund, daß zerfallen, babe sie sich als Sängerin ernähren müssen und sei über vermiethet, so wurde er freigesprochen. für die Versammlungen politischer Vereine die Auf- Italien, Mentone, Baden- Baden u. s. w. nach Berlin gekommen, ( ,, Märkische Volksstimme.") tellung einer Tagesordnung gefeßlich nicht er wo sie im Zentral- Hotel abgestiegen sei. Sie behauptete, daß Leipzig, 27. September. Das Reichsgericht hat die Revision forderlich ist. Das ist zwar nichts Neues, aber in Sachsen ihr Vater der Titularrath v. Wsevolowsky sei, ein fürstliches Wappen war es bei der Polizei zum Brauch geworden, in den Versamm führe und von ebenso altem Adel sei, wie der ihm weitläufig des Angeklagten Heinze und dessen Frau, welche von dem Ber lungen die Redner auf die Innehaltung der Tagesordnung zu Rurik zurückführen lasse. Allerdings habe sie zu Hause den Titel jährigem, Lettere zu zehnjährigem Zuchthaus verurtheilt waren, verwandte Bar, da sich der Ursprung seiner Familie bis auf liner Schwurgerichte wegen Raubmordes, Ersterer zu fünfzehnverweisen und ihnen, wenn sie nicht gehorchten, das Wort zu entziehen oder wohl gar die Versammlung aufzulösen. Dem oben Prinzessin" nicht geführt, aber etwas Strafbares nicht zu be- verworfen. genannten Arbeiterverein war das ebenfalls widerfahren, er be- gehen geglaubt, wenn sie es als Konzert Sängerin that. schwerte sich erfolglos bei der Amtshauptmannschaft, beruhigte sich dazu gedrängt, sich Sternecker Der Mitangeklagte Grünspan habe sie überredet und bei deren Entscheidung nicht und führte seine Sache, wie er dazu gedrängt, sich Sternecker gegenüber als Prinzissin wähnt, fiegreich bei der habe sie nach jeder Richtung hin ausKreishauptmannschaft durch. auszugeben, Dieselbe entschied noch, daß Der Angeklagte es Sache gebeutet, ihn treffe die meiste Schuld. der poli: darüber tischen Vereine selbst ist, die Jackson für zu befinden, was Grünspan behauptete dagegen, daß in ihren Versammlungen verhandelt werden soll. Nur sind die eine wirkliche Prinzessin halten mußte. Er habe ihre Bekannt Aus Braunschweig wird uns geschrieben: In der Grenzen des Statuts und des§ 8 des Vereins- und Ver- auf der Straße Unter den Linden gemacht, als sie sich rathlos Sigung vom 9. September fällte das hiesige Gewerbegericht ein sammlungsrechts innezuhalten, welch' letterer besagt:„ Die Ordner bei einigen Vorübergehenden nach dem Wege erkundigte. Sie Urtheil, das nach der Ueberzeugung der Minderheit, der Arbeitoder Leiter einer Versammlung und, solange diese noch nicht habe sofort gesagt daß sie eine Fürstin und Verwandte des nehmer- Beisitzer, mit den Bestimmungen der Gewerbe Ordnung gewählt sind, die Veranstalter derselben dürfen nicht gestatten, Raisers von Rußland sei, die sich aber vom Hofe" zurück nach zweifacher Hinsicht nicht übereinstimmt. Da nun die Frage daß Anträge oder Vorschläge erörtert oder Aeußerungen gethan gezogen habe. Er habe sich für die Mittellose bei der ruffischen von einiger prinzipieller Bedeutung ist, und wir, die Minderheit werden, welche den Strafgesetzen widersprechen oder eine Auf- Botschaft verwendet und ein Attachee habe sie auch im der Beisizer, mit unserer Meinung im Rechte zu sein glauben, forderung oder eine Anreizung zu Gesetzesübertretungen oder un- Bentral Hotel besucht, entnehmen mußte, so wäre es uns erwünscht, wenn einer unserer Genossen, der im fittlichen Handlungen enthalten. Kommen dergleichen Dinge vor, daß ihre Angaben auf Wahrheit beruhten. Nach umfang- Reichstage dieses sogenannte Arbeiterschutz- Gesetz mit berathen half, so haben sie dem Urheber sofort und ohne einen Antrag von reicher Beweisaufnahme gelangte der Staatsanwalt zu der An- fich hierüber äußerte. Zunächst die eine Seite der Frage, die darin Seiten der polizeilichen Beauftragten abzuwarten, das Wort zu ficht, daß beide Angeklagte Schwindler seien, er beantragte eine gipfelt: Was ist eine rechtswidrige Auflösung des entziehen, auch, wenn ihnen nicht Folge geleistet wird, die Ver- efängnißstrafe von je einem Jahre. Die Berthei- Arbeitsverhältnisses auf Grund deren ein sammlung aufzuheben. Unterlassen sie dies zu thun, so find fie diger plaidirten aus rechtlichen und fachlichen Gründen auf Frei- Arbeitgeber( Fabritant, ber über 20 Personen für alles Borgefallene ebenso verantwortlich, als wenn der An- sprechung. beschäftigt) berechtigt wäre, einem Arbeiter trag, der Vorschlag oder die Aeußerung von ihnen selbst aus fundenfälschung, bezw. Anstiftung dazu, sondern gegen die Jackson lichen Wochenlohn gleich kommt, einzubehalten? Das Urtheil lautete gegen beide Angeklagte nicht auf Ur einen Betrag, der einem vollen durchschnittgegangen wäre." auf Betrug in einem Falle und unbefugte Führung des Adels- Bekanntlich kann ein Arbeitgeber, der weniger als 20 Arbeiter Prädikats, gegen Grünspan auf Betrug in einem Falle. Die beschäftigt, also ein Handwerksmeister, in diesem Falle nur einen Erstere wurde zu 3 Wochen Gefängniß und fünf Tagen Haft Betrag in Höhe des ortsüblichen Wochenlohnes zurückbehalten. verurtheilt und die ganze Strafe durch die erlittene Untersuchungs- Der schon erwähnte Fall, der dem Gewerbegericht hier zur Enthaft für verbüßt erachtet, Grünspan vurde zu drei Monaten scheidung vorlag, hat folgenden Sachverhalt: Gefängniß, unter Abrechnung von einem Monate verurtheilt. Polizeiliches, Gerichtliches ze. werden könne. aber Erben um aus, woraus er " Auz Düren wird uns geschrieben: Ende Sep tember vorigen Jahres gründeten wir Dürener Genossen einen Rauchtlub, in welchem wir jeden Montag Bufammenkunft hatten und qualmten. Wir hatten aber unsere Rechnung ohne die Bei der Aktien- Ziegelei Braunschweig war im Polizei gemacht. Als wir außerhalb des Rauchklubs einen Frühjahr der Arbeiter 2iersch schlechthin als Arbeiter anDelegirten für den Parteitag nach Goblenz gewählt hatten, wurde Vor dem Reichs- Versicherungsamt wurde am 22. Sep- genommen worden. Vor Kurzem sollte derselbe nun in der uns zur Laft gelegt, daß wir den Delegirten im Rauchflub ge- tember die Frage verhandelt, ob eine zu Unrecht gezahlte Alters Thongrube, an Stelle eines erkrankten Arbeiters vorläufig dessen wählt hätten und dieser deshalb als politisch angesehen würde. rente von dem Empfänger resp. deffen Erben zurückgefordert Arbeit verrichten. Derselbe war, als ihm der Aufseher Nun lud man uns wegen Nichtanmeldung des Rauchklubs vor Eine Spulerin hatte vom Schiedsgericht eine dieses anbefahl, mit dem Ziegelformen beschäftigt, welche Gericht, wo unser Vorsißender und Kassirer zu je 20 M. Geld- Rente zugebilligt erhalten. Die Versicherungsanstalt Branden- Arbeit er in Afford verrichtete. 2. der befürchtete, gleichfalls zu strafe und in die Kosten verurtheilt wurden. Es ist uns un- burg und der Staatskommissar von Sybel legten dagegen erkranken, da an dieser Stelle der Grube Waffer stand und die erfindlich, daß wir verurtheilt werden konnten, trozdem von Revision ein, weil die Spulerin als Hausgewerbetreibende Arbeit ohne im Wasser zu stehen nicht verrichtet werden fonnte, fämmtlichen Beugen, mit Ausnahme eines nicht anwesenden, flar feine Rente zu beanspruchen hätte. von Sybel ließ feine Stiefel aber auch im schlechten Zustande waren, wandte sich und deutlich erklärt wurde, daß wir während der Tagung des seine Revision Revision fallen, da die Frau gestorben an den Aufseher, um von dieser Arbeit befreit zu werden. Der Rauchklubs teine politischen Sachen erörterten. Weiter! Am war. Die Anstalt dehnte nun das Verfahren auf selbe hat den Arbeiter jedoch, ohne daß er ihn lange angehört 13. Juni d. J. unternahmen wir eine Agitationstour über die von diesen die Rente zurück zu hätte, wegen Arbeitsverweigerung sofort entlassen, da nach der Krauthausen und Niederau und traten von da auf Lendersdorf erlangen. Mit aller Energie wandte sich nun von Sybel Arbeitsordnung der Ziegelei jede Arbeitsverweigerung mit sozu den Heimweg an. In Lendersdorf angekommen, saben wir gegen die Anstalt und beantragte in langer Rebe, die er als fortiger Entlassung geahndet werden kann. Mit dieser Enteinen Trupp Musterungspflichtiger mit Fähnchen versehen durchs Denkschrift dem Reichs- Versicherungsamt übergab, dieses Verfahren laffung war nun aber auch der rückständige Lohn des Entlassenen Dorf ziehen. Wir zogen mit ihnen in eine Wirthschaft, bestellten zurückzuweisen. Das Landrecht kennt, so sagte er, wie das ge- nach derselben Arbeitsordnung im Betrage des durchschnittlichen und dort Bier und bezahlten dasselbe sofort. Das Bier war aber meine und französische Recht Vermögensansprüche, die nur Wochenlohnes, der 20 M. betrug, der Biegelei verfallen. Da L. dem so schlecht, daß es niemand trinken fonnte. Daraufhin schlugen der Person anhaften; auch die Alters- und Invalidenrente Rantineninhaber noch 7 M. schuldete und sein rückständiger Lohn noch zwei der Musterungspflichtigen auf den Tisch und verlangten hat einen höchst persönlichen Charakter. Die Bente foll allein 26 W. betrug, verweigerte die Ziegelei ihm die überschießenden 6 M. anderes Bier, worauf die Wirthin herbeikam, sämmtliche Gläser für eine Person als inappfte Lebensunterhaltung, nicht als auszuzahlen. Er wandte sich deshalb an das Gewerbegericht und mit dem Bier wegnahm und zum Ortsvorsteher lief. Der Orts- Vermögensvermehrung dienen. Pensionen sollen dagegen einer beanspruchte die einbehaltenen 26 M. Das Gewerbegericht wies vorsteher kam sofort und forderte sämmtliche Gäste auf, das Lokal gangen Familie den Unterhalt bieten. Die Spulerin hatte 1 Jahr 2. mit seiner Klage ab mit der Begründung, daß eine Arbeitszu verlassen, was auch seitens einiger Genossen unverweilt ge- die Rente bezogen, nach ihrem Tode fordert die Anstalt von den verweigerung einer rechtswidrigen Auflösung des Arbeitsverhältschah. Die Anderen waren noch in der Wirthschaft, als der" Erben", die Nichts erbten, die Rente zurück. Die Rückforderbarkeit nisses gleichkomme. Dies ist der Kernpunkt der Frage, um welche Ortsvorsteher zum zweiten Male tam und die erwähnte Auf ist aber mit dem Urtheile der Revisionsinstanz nicht erreicht, es sich handelt, und wo wir, die Minderheit, der Meinung sind, forderung wiederholte, worauf Alle die Wirthschaft verließen. fie muß noch durch Zivillage erftritten werden. In dieser daß der betreffende Paffus in der Arbeits- Ordnung Kaum waren die Genossen einige hundert Echritte von dem Weise die Arbeiterwelt zu belästigen, fann aber unmöglich die ungefeßlich ist, auf Grund deren das Gewerbegericht den Kläger Lokal entfernt, so saben sie sich von einer Anzahl Arbeiter ver- Absicht eines sozialpolitischen Fürsorgegesetzes gewesen sein, welche abwies. Nach§ 123, Absatz 3 der Gewerbe- Ordnung können folgt, welche mit Schippen, Hacken und Mistgabeln bewaffnet den Arbeiter mit der staatlichen Ordnung verföhnen will. Reicht Gesellen und Gehilfen, wenn sie die Arbeit beharrlich verwaren. Die Arbeiter mißhandelten in ihrem fanatischen Wahne man einem in feiner Erwerbfähigkeit geschwächten Arbeiter weigern, fofort entlassen werden. Da nun nach§ 134 der Geeinige von uns derart, daß diese von anderen Bauern in Schug monatelang, ja vielleicht ein ganzes Jahr den täglichen Unter- werbe- Ordnung auf Fabrikarbeiter die§§ 121 bis 125 gleichfalls mußten. Und was folgte daraufhalt, um dann auf einmal den ganzen Betrag zurückzufordern, Anwendung finden, konnte der betreffende Arbeiter nur entlaffen Um 8. d. M. wurden sechs unserer Genossen wegen; Haus- so ist dies das denkbar härteste Verfahren, um einen Menschen werden, nicht konnte ihm aber ein voller durchschnittlicher Wochenfriedensbruchs zu 1 Monat Gefängniß verurtheilt. Bon drei wirthschaftlich zu vernichten. Ein sozialpolitisches Fürsorgegeses lohn von der Ziegelei einbehalten werden. Nach§ 134 Absatz 2 berselben war in der Verhandlung durch die Belastungszeugen verlange sicher nicht unter solchen Voraussetzungen das gegebene tönnen Unternehmer von Fabriken nur bei einer rechtswidrigen erwiesen worden, daß sie an der Sache nicht betheiligt waren. Brot von dem Empfänger oder gar deffen Erben zurück. Von Auflösung des Arbeitsverhältnisses einen durchschnittlichen WochenTrotzdem wurden sie verurtheilt. Der Richter hielt uns wörtlich dem Verhältnisse zwischen dem Versicherten und der Anstalt find lohn als Schaden fordern. Hätte der Gesetzgeber eine beharrliche vor, daß, als der Skandal den Höhepunkt erreicht hatte, die drei alle privatrechtlichen Gesichtspunkte fern zu halten. Man ge- Arbeitsverweigerung einer rechtswidrigen Auflösung gleich erdie Klügsten hätten sein wollen. Gegen das Urtheil ist sofort fährdet sonst den Charakter der öffentlichen Fürsorge und verachtet, so hätte dieses in der Gewerbe- Ordnung ausgesprochen Berufung eingelegt. Die gegnerische Presse bringt natürlich über bunkelt den sozialpolitischen Zweck, welcher dahin ging, durch werden müssen; aber dann wäre der Absatz 3 des§ 123 überdie Sache die entstellendsten Berichte, um unserer aufteimenden staatliche Sorge für die Bedürftigen das Interesse der flüssig gewesen. Nun antworten uns unsere Kollegen, daß nach Bewegung zu schaden. Der Liebe Müh ist aber umsonst. arbeitenden Klassen an der staatlichen Ordnung neu zu beleben§ 134b, Absatz 3, der Gewerbe- Ordnung in der Arbeitsordnung und zu befestigen. Die Anstalt hat auch nicht den Nachweis er- auch noch andere Bestimmungen als die gefeßlichen über die bracht, daß die von ihr in den Prozeß gezogenen Personen Entlassung und den Austritt aus der Arbeit aufgenommen werden diejenigen find, die eine Bereicherung erfahren haben; es fehlt tönnen. Dem gegenüber sind wir doch der Ansicht, daß die Unterdie paffive Prozeßlegitimation. Diese Rede des Herrn v. Sybel nehmer nicht durch den Absatz 3( und auch wohl 7) dieses Paramachte auf die Spruchkammer einen tiefen Eindruck. Der Senat graphen, andere gesetzliche Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung beschloß diese Angelegenheit wegen ihrer außergewöhnlichen und grundsätzlichen Bedeutung an die erweiterte Spruchtammer zu überweisen. Die Entscheidung werden wir seinerzeit den Lesern mittheilen. genommen werden " Gerichts- Beifung. " auf den Haufen stoßen tönnen. Dieser erwähnte Arbeiter hat noch nicht einmal schlechthin die Arbeit verweigert, sondern nur Prinzessin Eveline Jackson de Wsevolowsky." Unter eine bestimmte Arbeit des Betriebes. Auch die übrigen 6 M. diesem hochtönenden Namen stellte ein Herr, der sich selbst als war die Ziegelei, unter Abzug des dem Arbeiter direkt auf ihre der griechische Sprachlehrer Santarelli zu erkennen gab, am Roften gelieferten Mittagessens für eine Woche, verpflichtet aus5. Juli d. J. dem Direktor Sterneder zu Weißensee eine junge Soran, 22. September. Heute fand vor dem hiesigen zuzahlen, was der Kantineninhaber von demselben zu bekommen Dame vor, welche russische Konzertfängerin sein sollte und sich Schöffengericht der große politische Monstreprozeß gegen die hatte, war nicht Sache der Ziegelei, mindestens hätte ihm aber um ein Engagement im Sternecker'schen Etablissement bewarb. Mitglieder der hiesigen Maikommission statt. Die Anklage das Gewerbegericht diese Summe zusprechen müssen, dann aber Herr Sternecker erklärte zwar, daß sein Personal vollständig be- wurde damit begründet, daß verschiedene öffentliche Versamm auch die übrigen 20 M., da deren Einbehaltung nicht gefeßlich war. setzt sei, eine Prinzessin als Konzertfängerin tönnte aber fungen zweds Arrangirung der Maifeier einberufen worden Pflicht des Gewerbegerichts wäre es in einem solchen Falle, die immerhin eine" Bugkraft" auf das Publikum ausüben, und feien, um eine gemeinsame Feier der Vereine zu ermöglichen. Behörde auf eine solche Arbeitsordnung, welche ungefeyliche Be deshalb wolle er das Gesuch nicht ohne Weiteres von der Die in diesen Versammlungen gewählte Kommission habe daher stimmungen enthält, aufmerksam zu machen und eventuell die Hand weisen. E2 begannen nun die Verhandlungen die Pflicht gehabt, ihre Versammlungen anzumelden, da deren Bestrafung des betr. Unternehmers zu veranlassen. N. Tigges." zwischen Sternecker und dem Begleiter der Dame, wobei die Berathungen sich auf öffentliche Angelegenheiten erstreckt hätten. Lettere, welche der deutschen Sprache nicht mächtig war, sich Dieser auf so schwachen Füßen stehenden Anklage gegenüber, Kapitalistische Kritik der neuen Gewerbe- Ordnung. ftillschweigend verhielt. Der angebliche Santarelli verlangte war es dem Vertheidiger, Herrn Rechtsanwalt Neumann, ein Zu einer der schönsten moralisirenden" Vorschriften der neuen zunächst für die Prinzessin eine Monatsgage von 1000 M., ermäßigte Leichtes, darauf hinzuweisen, daß zwischen Erörterungen öffentlicher Gewerbe- Ordnung gehört diejenige, daß nach§ 119 a zur Bedann seine Ansprüche aber auf 400 W., womit Sternecker sich Angelegenheiten und vorbereitenden Handlungen zu öffentlichen tämpfung der Verwilderung" jugendlicher Arbeiter durch Ortseinverstanden erflärte. Die Unterzeichnung des Kontrattes mußte Angelegenheiten, sowie zwischen politischen und gewerkschaft- statut die Lohnzahlung an die Eltern der jugendlichen Arbeiter die Sängerin selbst vollziehen, sie that dies mit dem Eingangs lichen Bereinen ein gewaltiger Unterschied ist. Der Amtsanwalt vorgeschrieben werden kann. Das Pharisäerthum und die Zurückerwähnten Namen. Ihre Leistungen waren nur mittelmäßig. beantragte 40 m. eventuell 8 Tage Haft, selbstverständlich erfolgte gebliebenheit der Anschauungen, die sich in dieser Vorschrift Nachdem sie etwa zehn Mal aufgetreten war, erschien Freisprechung. Möge unsere Behörde aus dieser Verhandlung äußern, sind s. 3. im Reichstag von unseren Abgeordneten scharf der angebliche Santarelli wiederum bei Sternecker, er die Lehre ziehen, daß bis jetzt unsere Geseze noch nicht so weit gegeißelt worden. Die Praxis zeigt jetzt die Berechtigung dieser flärte, daß er nicht griechischer Sprachlehrer, sondern ausgedehnt werden können, daß wenn ein paar Personen sich Kritit. Zu einer im Kreistag zu Saarlouis gegebenen Anregung, der kaufmännische Agent Simon Grünspan sei, der sich mit seiner darüber verständigen wollen, wie sie diese oder jene Feier darauf hinzuarbeiten, daß durch Gesetz festgestellt werde, der früheren Schußbefohlenen entzweit habe und deshalb verrathen arrangiren, z. B. wie die in Frage stehende Kommission, ob und Lohn von Minderjährigen solle nur an die Eltern gezahlt werden, wollte, daß diefelbe gar keine russische Prinzessin, oder überhaupt wie viel Kränze sie winden wollen, ob rothe Fähnchen angebracht, bemerkt die" Saar- und Blies- 3tg.", also Frhr v. Stumm, der eine Prinzessin sei. Sternecker verbot der Sängerin unter diesen ob getanzt, ob gesungen werden soll u. s. w., derartige Be-§ 119 a des sogenannten" Arbeiterschuß- Gesetzes habe bereits alles Umständen das fernere Auftreten. Nach einigen Tagen wurde sprechungen einer polizeilichen Anmeldung unterliegen. Wenn erfüllt, was in dieser Beziehung verlangt werden könne. Nach feitens eines Mitgliedes der russischen Botschaft gegen die berartige Besprechungen auch noch gemeldet werden sollen, dann diesem Paragraphen könne durch statutarische Bestimmungen einer Sängerin Anzeige erstattet und diese verhaftet. Dasselbe müßten schließlich noch extra in jedem Ort ein paar Dußend Beamte Gemeinde oder eines weitern Kommunal- Verbandes für alle GeSchicksal wiederfuhr dem Kaufmann Grünspan, nachdem angestellt werden, welche Register über diese Besprechungen führen. werbetreibenden oder für gewisse Arten derselben festgesetzt werden, deffen Thätigkeit bei der Angelegenheit bekannt wurde. Die Konsequenz wäre, daß schließlich die Mädchen ihre Be- daß der von minderjährigen Arbeitern verdiente Lohn an die Da die Jackson bei einer Schneiderin eine Robe besprechungen über die Toilette bei derartigen Festen auch noch an- Eltern oder Vormünder und nur mit deren schriftlicher Zustellt und eine schriftliche Zahlungszusicherung ebenfalls mit melden müßten, denn es könnten unter Umständen staatsgefährstimmung oder nach der Bescheinigung über den Empfang ber dem hochtönenden Titel unterzeichnet hat.e, so wurden ihr zwei liche Farben vorgeschlagen werden, wie ja unser Kommissar leßten Lohnzahlung unmittelbar an die Minderjährigen gezahlt schwere Urkundenfälschungen in betrügerischer Weise zur Last ge- schon Anstoß an zwei fleinen rothen Fähnchen nahm, welche bei wird. Ein gefeßliches Verbot der Sohnauszahlung an die Minder legt, während Grünspan beschuldigt war, sie im Falle Sternecker der Maifeier neben dem Bildniß Lassalle's angebracht waren. Db jährigen habe der Reichstag nicht gewollt. Dies würde angefiiftet zu haben. Die Bernehmung der Angeklagten Jackson nun mit dieser Verhandlung die Maifeier ihre Nuhe finden dort, wo die Arbeiter theils aus entlegenen erfolgte mit Hilfe eines ruffischen Dolmetsches. Sie gab an, daß wird, muß abgewartet werden. Veranlassung zur Klage- Orten zur Arbeit tommen, unmöglich sein. p ein Bedürfniß zur besseren Kontrolle der Minderjährigen vorliege,| Theorie natürlich nichts einzuwenden. Man kann auch aus dem| Mehrzahl der Kollegen auf ihrer Seite, weshalb bei einer Ür genüge der§ 119a vollständig. Es stehe ja auch jedem Arbeit- Irrthum lernen. Beffer ist's aber schon, man holt sich bei der abstimmung ein ganz anderes Resultat herauskommen würde. geber frei, die Lohnauszahlung Minderjähriger mit den Eltern Wahrheit selbst Rath, und dann studirt man nicht Freiland", Er unterzog die Gründe, welche die Hamburger bewogen, gegen oder Vormündern zu vereinbaren. Eine Bereinbarung von Fall fondern den wissenschaftlichen Sozialismus eines Mary, Engels 2c. den. Anschluß an den Textilarbeiter- Verband zu stimmen, einer zu Fall sei vorzuziehen, weil es auch Eltern gebe, die z. B. Red. d. V.) Der Vorsitzende theilte hierauf mit, daß eine große Anzahl der Kritik, und erklärte die Organisation daselbst für eine schlaffe. einem 20- jährigen Sohne einen fo tleinen Theil Mitglieder erheblich mit den Beiträgen restiren, und bat die Die Furcht vor Maßregelung sei die Triebfeder ihres Handelns seines Verdienstes zukommen ließen, daß der Kollegen, ihren Verpflichtungen nachzukommen. felbe fein Interesse mehr an einer erhöhten Nevisoren wurden die Herren Meiwald und Wittig ge- mißbilligen. Kollege F. Berger tadelte besonders, daß man Bu Kassen- gewesen; sich so vor dem Kapital zu beugen, sei schärfstens zu Arbeitsleistung habe. In diesem Falle sei auf die wählt, dieselben werden auch bei dem Vergnügungskomitee als nichts von der Resolution gehört habe, welche Berlin ein Wirkung des persönlichen Verhältnisses zwischen Arbeiter und Revisoren fungiren. Kollege Nät her erwähnte, daß der Bruder- fandte; man müsse dieselbe absichtlich todtgeschwiegen Arbeitgeber mehr Gewicht zu legen, als auf das Hereinziehen des Verein in Hamburg- Altona sich leider aufgelöst habe; weiter haben. Zu dieser Resolution sei man erst nach reiflicher UeberStrafrichters. Ein Vorgehen in dem oben angegebenen Sinne theilte er mit, daß er wegen Beleidigung des Deutschen Uhr legung geschritten, nachdem durch eine fünfgliedrige Kommission sei eher als schädlich zu bezeichnen." Freiherr von Stumm vermacher- Gehilfenverbandes angeklagt sei. Die Beleidigung soll in sich herausgestellt hätte, daß durch Verbesserung der Statuten tritt hier als Rapitalist ganz richtig die fortgeschrittene Technikt einigen Worten enthalten sein, welche auf dem für die letzte unserem Verbande nicht geholfen werde. Er dente heute noch so der großindustriellen Produktion. Diese kann sich auch bei der öffentliche Versammlung ausgegebenen Laufzettel standen. wie damals und sei für Anschluß an den Textilarbeiter- Verband. Lohnzahlung nicht mit moralisirenden Maßregeln aufhalten und Am 1. Oltober findet eine Generalversammlung statt. Herr E. Bute und Mosch nahmen die Hamburger Kollegen in außerdem wird in der Aeußerung über die Eltern jugendlicher 3unker wird in dieser Versammlung über die Entstehung der Schutz. Letzterer schilderte, auf welche Art und Weise die Herren Arbeiter das ganze Elend anderer Arbeiter ausgeplaudert, das Erde" sprechen. Außerdem werden die Kollegen zur Versammlung Innungsmeister vorgehen, wenn sich Jemand durch rege Besie zu solchen Schritten treibt, wie die Einbehaltung des Lohnes der Ortstrankenkasse eingeladen. ihrer Kinder. Wir sind mit der Stumm'schen Kritik zufrieden! theiligung am Fachverein hervorthue; werde ein Arbeiter dann entlassen, so setzen sich diese Herren durch Telephon miteinander Die hiesige Filiale des Verbandes deutscher Korb in Verbindung, damit er in Acht und Bann täme. Kollege Gegenwartsbild aus der bürgerlichen Gesellschaft. macher hielt am 19. September ihre Mitgliederversammlung ab. Schubert führte aus, er sei von Anfang an gegen den AnDie Burgstädter Boltsstimme" schreibt aus Mohsdorf: Weinend Die Anwesenden hörten einer Vorlesung aus der Arbeiter- schluß gewesen, sei auch nicht für den jezigen Verband. Man stand in unserer Redaktion vor kurzem eine Frau, welche erit bibliothek über: Die Unentgeltlichkeit der Lehrmittel in den verlange von den Filialen 4/5 ihrer Einnahme, 1/5 folle in ihren vor gar nicht langer Zeit dem Wochenbett entstiegen ist. Sie Volksschulen" mit Aufmerksamkeit zu. Nach kurzer Debatte hier: Staffen bleiben; mit einem solchen Taschengelde könne man nichts antlagte bitter, daß ein Gerichtsvollzieher die Gelder sich angeeignet über wurden die Kollegen Großmann und Sch all als fangen. Wir hätten in früheren Jahren mehr erreicht, und habe, welche Verwandte und Bekannte dem neugeborenen Ausschußmitglieder gewählt. Dann wurde beschlossen, in AnKinde als Pathengeschenk vermachten." waren für etwaige Fälle stets gewappnet, weil wir betracht des überaus schlechten Geschäftsganges und der dadurch stets eine gefüllte Kasse hatten. Er trete für den bedingten Arbeitslosigkeit einen Situationsbericht im Verbands- Lokalverband ein. Am Schlusse betonte er, nun haben die organ zu veröffentlichen, um die auswärtigen Kollegen vor der Kollegen in früheren Versammlungen für Anschluß gestimmt, Bureise nach hier zu warnen. Auch sei an dieser Stelle noch mögen sie auch demgemäß bei der heutigen Abstimmung fondarauf aufmerksam gemacht, daß Kollegen, welche aus der sequent bleiben. Kollege Kretschmann erklärte sich auch für Berliner Ortstrantentasse auszutreten beabsichtigen, den Anschluß, da ein Verband von 3000 Personen einen größeren die Kündigung bis zum 30. September d. J. an Herrn Plette, Rückhalt biete, als ein solcher von 400. Kollege Nolting tritt erfolgt am 1. Januar 1893. Unser Arbeitsnachweis befindet und 800 Textilarbeiter organisirt. Durch Anschluß erwachse den Ackerstr. 34, schriftlich zu besorgen haben. Der definitive Ausführte das Verhältniß in Elberfeld an; dort seien 12 Posamentiersich bei Jungnickel, Wienerstr. 11, unsere Herberge bei Kollegen dort ein großer Nuzen. Während Kollege Müller Stramm, Ritterstraße 123. 17. Oftober statt, Die nächste Versammlung findet am vor allzugroßer Uebereilung warnte und das Für und Wider in längerer Nede erörterte, lief beim Vorstand folgende Resolution ein: Die heutige Versammlung erklärt auf Grund ihrer zum Verbandstage gestellten Resolution den Anschluß an den Textilarbeiter- Verband." Die Abstimmung ergab: 34 dafür, 15 dagegen. Nach Bekanntwerden des Resultats erklärte Alschner das Amt als 1. Vorsigender niederzulegen zu müssen, und verließ mit werkschaftliches" nichts vorlag, wurde die Versammlung geKollegen Schubert die Versammlung. Da zum Punkt„ Geschlossen. Versammlungen. Der Verband der Geschäftsdiener, Packer und Berufs genoffen hielt am 21. September eine außerordentliche General Bersammlung ab. Auf der Tagesordnung stand: 1. Mittheilungen über die Konferenz der im Handelsgewerbe Angestellten Deutsch lands und Desterreichs. 2. Beschlußfassung über obligatorische Einführung der von der Konferenz beschlossenen neuen Zeitung für alle im Handelsgewerbe Angestellten. Referent C. Raßler, Korreferent D. Grauer, Die Freie Vereinigung aller in der chirurgischen Branche beschäftigten Berufsgenossen hielt am 20. September eine gut besuchte Bersammlung ab, in welcher Genosse Robert Schmidt über die Ziele der Sozialdemokratie referirte. Er erntete lebhaften Beifall. Nachdem einige Redner im Sinne des Referenten gesprochen und der Vorsitzende zur recht zahlreichen Betheiligung an den nächsten Versammlungen aufgefordert hatte, wurde die Versammlung geschlossen. und Hopsch. Hierauf wurde " Zunächst wurde mitgetheilt, daß am 4. Oktober die ordentliche Generalversammlung stattfindet, ferner daß drei Kollegen frank sind und Kollege Nürnberg sein Amt als Vorstandsmitglied niedergelegt hat, da er nach außerhalb verzieht. Hierauf erstattete Kollege D. Grauer Bericht als Delegirter der neulich stattgehabten Konferenz und verlas die Beschlüsse, welche auf der felben gefaßt wurden, und die den Lesern des Vorwärts" bereits Im Verband der in der Kürschnerbrauche beschäfMaschincubauer, welche im Süden am 22. September tagte, In der öffentlichen Versammlung der Schloffer und bekannt sind. Zum zweiten Punkt führte Kollege Raßler aus, tigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutsch hielt Genosse Gerisch einen Vortrag über die Gewerbegerichte. daß die Angelegenheit auf der Konferenz eingehend erörtert sei lands, Filiale Berlin, sprach fürzlich Genosse Mehner über An der Diskussion betheiligten sich die Kollegen Wute, und ihm nicht viel zu sagen übrig bleibe; er wies das Thema:" Was lehrt uns die Schule? Was lehrt uns das Kirmes und Wegner im Sinne des Referenten. Als Kanauf die öffentliche Hausdiener- Versaminlung hin, welche Leben?" Der Redner führte aus, die Schule, d. h. die Gemeinde- didaten wurden die Kollegen Heyne, N. Wegner, Kirmes eine Resolution faßte, wonach die Delegirten für eine neu ſchule ſei keine Vorbildung fit's Leben, denn um dieses zu sein, und Plötz einstimmig aufgestellt. zu begründende Fachzeitung aller im Handelsgewerbe Angestellten wäre es vor allen Dingen nöthig, Naturwissenschaft und Gesetzes= eintreten sollten. Redner wies nach, wie nothwendig die Er- funde mit in der Schule zu lehren, und nicht, wie es jetzt gerichtung eines solchen Fachorgans ist; daffelbe fönnte aber nur schehe, als Hauptfächer den konfessionellen Religionsunterricht Marmorschleifer sprach Genosse Millarg über GewerbeIn einer öffentlichen Versammlung der Granit und dann bestehen, wenn es der Verband obligatorisch einführt, wo- und die Geschichte zu betrachten. Eine Aenderung werde erst dann gerichte. Nachdem der Redner den Gesetzentwurf einer eingehendurch es eine größere Anzahl von Abonnenten bekommen würde eintreten, wenn die Schule nicht mehr im Sinne der jetzt herr- Den Kritik unterzogen und den Wahlmodus beleuchtet hatte, und aus dem engeren Rahmen heraustreten tönne, was z. B. bei schenden Selasse geleitet werde, und das könne nur bewirkt werden forderte er die Anwesenden auf, sich trotz der Mängel des Geder Einigkeit" nicht möglich gewesen wäre, da dieselbe fort durch den Sieg der Sozialdemokratie. Der Redner erntete feges rege an den Wahlen zu betheiligen. Nach längerer Diswährend mit Schulden arbeite. Redner verlas dann eine Auf- reichen Beifall. An der Diskussion betheiligten sich im fussion, in welcher die Herren Paulitat, Mudra, stellung, wonach der Verband keine Unkosten hat, wenn die Bei- Sinne des Neferenten die Kollegen Thomsen, Riehm, Sertel, Sturm und Katschmann sprachen, wurde in träge um 5 Pf. die Woche erhöht werden, und meinte, wenn Dittmann die neue Zeitung obligatorisch eingeführt sei, werde sie auch Fechner zum zweiten Kassirer gewählt. Vorsitzender Ditt Granit- und Marmorarbeiter aufgestellt. Dann machte Genosse Kollege der Person des Herrn Paulitat ein eigener Kandidat der agitatorisch wirken; die geverkschaftliche Bewegung sei ja das in ann erwähnte dann der Abreise der 2 Kollegen Pietschmann Millarg auf die freiwillige Sanitätskommission der Arbeiter Stückgrat der politischen.( Beifall.) Kollege D. Grauer als und gemter nach Paris, welcher Ort wegen Streits für die aufmerksam und forderte die Anwesenden auf, alle UngehörigRorreferent führte dagegen aus, daß er als Kassirer des Ver- Kürschner gesperrt ist; ferner beschloß man auf Antrag Nie hm: feiten, die in Bezug auf die Klosetanlagen u. f. w. der Fabriken bands nicht in der Lage sei, für die obligatorische Einführung Der Vorstand soll bei dem Pariser Fachverein anfragen, ob die und Wohnungen vorhanden, wahrheitsgetreu dem Genossen einzutreten, so lange es noch einen Konturenzverein gäbe; wenn zwet Kollegen Streitbrecher geworden sind. Wenn dies der Fall, Dr. Zadek mitzutheilen. Es wurde noch die Bildung eines Gedas nicht wäre, dann würde er heute nicht Korreferent, sondern sind dieselben aus dem Verband auszuschließen". In Betreff des sangvereins der Marmor- Granitarbeiter" in Anregung gebracht Referent fein. Ein großer Theil der Kollegen würde uns ver vorgekommenen ruheftörent en Lärms soll der Wirth befragt und Herr Mudra damit beauftragt, die einleitenden Schritte loren gehen und dann reichten die 5 Pf. pro Woche nicht aus, werden, ob er dies abändern wolle, wenn nicht, soll ein neues fonbern der Verband werde Einrichtungen fallen lassen müssen, Vereinslokal gesucht werden. Aus dem Bericht des Arbeitswas den Kollegen sicherlich nicht recht sein würde. Redner wünschte nachiveises( vom Kollegen Mertins gegeben), ergab sich, daß der Fachpresse feinen allzu großen Werth reigemeffen, zumal das denselben 35 Kollegen, wovon 10 nicht im Verband, in der Zeit Philipp, Rosenthalerstr. 38, ihre übliche Versammlung ab. Als Die Arbeiter Bildungsschule hielt am Montag bei gesprochene Wort oft mehr wirke als das geschriebene. vom 1. Mai bis 12. September benutzt haben. Arbeit erhalten Erläuterung zu dem am 9. Oktober stattfindenden Besuche der Ein großer Theil der Mitglieder gehöre dem Verbande nur wegen haben 19, wovon 5 nicht im Verband sind. Es wurde beschlossen, Urania referirte Herr Dr. Borchardt über die Sehens den Unterstüßungen an. Wlan würde durch eine Beitragserhöhung an fämmtliche Unternehmer in Sachen des Arbeitsnachweises ein würdigkeiten derselben, dabei kurz auf die Nüglichkeit der Urania dieselben dem Verein Berliner Hausdiener in die Arme treiben, Zirkular zu senden. Scharf getadelt wurde das Benehmen der für den Arbeiter hinweisend. Auch die sonst übliche moderne Deffen Monatsbeiträge niedriger sind. Stedner verwies noch auf Stollegen Sternberg und Matthäi, welche 14-20 Stunden Profitwuth sei bei diesem gemeinnüßigen Unternehmen nicht im den früheren Unterstüßungsbund der Hausdiener; als derselbe arbeiten. Spiele; dies beweise, daß der Ueberschuß immer wieder zur feinerzeit die Einigkeit" obligatorisch einführte, seien ihm in kurzer Beit über 300 Mitglieder verloren gegangen; daffelbe würde jetzt In einer Stuckateur- Versammlung berichtete am 20. Sep- des Sehenswerthen zu viel bietet, als daß alles in einem VorVergrößerung des Instituts verwandt werde. Da die„ Urania" auch der Fall sein. In der Diskussion sprachen die Kollegen tember Kollege Adolf Pohl, daß ihm die Firma Liefeld für trag behandelt werden könnte, wird der genannte Redner, dessen Poliz, Pinger, Uteß, Hoffmann, Wappler, Reihy, Dreher, Her- Ansehen an die Fassade Preise angeboten habe, welche weit Ausführungen großen Beifall fanden, am Montag, den 3. Ofmann, Berlemann und Plath für obligatorische Einführung, unter dem Tarif ständen. Der Bau befinde fich in Spandau und tober, über Elektrizität und Spektralanalyse sprechen. Es wurde die Kollegen Ruhle, Nürnberg, Wietz gegen dieselbe, worauf würden die jetzt dort arbeitenden Kollegen Richard Daske und noch auf den am 1. Oftober beginnenden neuen Lehrkursus, folgende Resolution angenommen wurde:" Die heute am Albert versuchen, noch andere Kollegen heranzuziehen, weshalb fpeziell auf die beiden neuen Lehrfächer Logik und Mathematit" 21. September tagende außerordentliche General- Versammlung hierdurch gewarnt werde. Weiter wurde berichtet, daß die Firma aufmerksam gemacht. des Verbandes der Geschäftsdiener, Packer und Berufsgenossen Schulte in Lichterfelde ihren Stuck von der gesperrten Firma werden." " " zu thun. " erklärt sich mit den Ausführungen des Kollegen Kaßler einver- Kleemann bezöge; daselbst arbeite der Kollege Winterlich, Im Fachverein der Mafifinstrumenten Arbeiter standen und beschließt auf Grund dessen das neu zu gründende welcher diesen Stuck ansetze. Ferner sollen die Kollegen Berlins hielt am 24. September Zahnarzt Dr. Wolf einen Fachorgan obligatorisch einzuführen. Die Versammlung ver- Meyer jr. und Rießler Theilungsgesimse unter dem Tarif ansehen. intereffanten Vortrag über das Thema: Wie stellt sich die pflichtet sich gleichzeitig, in ber Oktober Generalversammlung Der Vertrauensmann machte noch bekannt, daß die neuen Unter- bürgerliche Gesellschaft zum Gedanken des" Sozialismus?" Er dafür einzutreten, daß die Beiträge um 5 Pfg. pro Woche erhöht stüßungskarten und Marken von jeht ab zur Ausgabe gelangen. erntete reichen Beifall. An der Diskussion betheiligten sich die An Stelle des aus der Arbeitsnachweis- Kommission ausgetretenen Kollegen Sparfeld, Blugis, Blum, Rüdiger, Kollegen Kleinert wurde Kollege Im gewählt. Ulbrich und Wittig. Unter Vereinsangelegenheiten machte In der Freien Bereinigung der Seifenfieber und Berufsgenossen sprach der Vorsitzende bekannt, daß, nachdem die Werkstatt- Kontrollam 21. September Genosse Friedrichsfelde. Der hiesige Arbeiter- Bildungsverein hielt fommiffion, welche in letzter Zeit von der Deffentlichkeit gewählt G. Hoffmann über Arbeitslohn". Der Vortrag wurde mit am 22. September eine Versammlung ab, in welcher Genosse worden, ihr Amt niedergelegt habe, der Verein gezwungen sei, vielem Beifall aufgenommen. Zu dem am 22. Oftober statt- hal über das Thema" Geschichtsfälschung" sprach. Der selbst wieder eine solche zu wählen. Die Wahl wurde auf Arfindenden Vergnügen wählte man die Kollegen Hentschel, Dräger Referent entledigte sich seines ca. 1½½stündigen Vortrages in trag des Kollegen Lukas bis zur nächsten Generalversamm und Mandel als Festordner. Es ließen sich einige Kollegen als trefflicher Weise und bewies u. A. Klar und deutlich, daß der lung. vertagt. Weiter wurde bekannt gemacht. daß aus Mitglieder aufnehmen. Die Versammlung endete mit einem heutige Geschichtsunterricht in der Schule sehr viel zu wünschen einer Verhandlung, welche mit dem Vorstand und den Kollegen Hoch auf die internationale Arbeiterbewegung. übrig läßt. An der Diskussion betheiligten sich mehrere Genoffen aus der Fabrit des Herrn Laurinat stattgefunden hat, ein Kol im Sinne des Referenten. Das Stiftungsfest wird am Orte ge- lege aus der betreffenden Fabrik namens Hartmann( der jüngere Die Drechsler- Versammlung, welche am 21. September feiert. Am 9. Oftober findet eine Voltsversammlung für zweier Brüder) die Liebenswürdigkeit besessen hat, Aeußerungen stattfand, wählte folgende Kollegen in den Vorstand: Klotsch Friedrichsfelde statt, in welcher die Wahl eines Vertrauensmannes feiner Kollegen in entstellter Weise sofort durch Mittelpersonen 1. Borsigender, Freithaler 2. Worfiyender, Baumberg vorgenommen wird. Die Genossen werden ersucht, recht zahl- feinem Fabrikanten respektive dessen Vertreter mitzutheilen. Dann Kassirer, Trümper 1. und Stecher 2. Schriftführer, reich zu erscheinen. Nächste Versammlung: Donnerstag, den machte Dr. Wolf auf die freiwillige Sanitätskommission der Bruckner und Lehmann Beisitzer, 3eise und Trolle 6. Oktober. Revisoren. Die Ergänzungswahl zum Ausschuß wurde durch die Berliner Arbeiter aufnierksam und ersuchte, über wahrgenommene oder dem Genossen. Dr. Za det, Annenstr. 46, Mittheilung zu fanitäre Uebelſtände entweder ihm( Dr. Wolf, Chausseestr. 104) machen. Zum Schluß tam noch eine Augelegenheit aus der Fabrik von Gitschow zur Sprache; dieselbe wurde dem Vorstand zur Erledigung überwiesen. Neu aufgenommen wurden 6 MitBriefkaffen der Redaktion. Wahl des Kollegen 3eise erledigt.. Der Punkt Urabstimmung Die Filiale der Posamentiere Berlins hielt am 22. Sep: wurde bis zur nachsten Versammlung vertagt, er ist in tember ihre regelmäßige Monatssigung ab. Zum ersten Bunkt derselben als 1. Punkt zu verhandeln. Dann wurde der Tagesordnung: Bericht der Fachkommission und deren Neuvom Kollegen Bogt ein Brief der Kollegen einer Leip- wahl erstattete Kollege Mah I y Bericht. Aus demselben war zu ziger Werkstatt verlesen, den Beschluß darüber will Kollege ersehen, daß die Kommission meist mit Streitigkeiten zwischen Bogt selbst veröffentlichen laffen. Sollege Bruckner beantragte, Rapital und Arbeit zu thun hatte, denen einerseits Lohnabzüge, glieder. man folle die Abrechnung vom Sommervergnügen in fommender anderseits unwürdige Behandlung zu Grunde lagen. Die ThätigBersammlung bekannt machen. Kollege rolle theilte noch feit der Kommission ist oftmals in die Länge gezogen oder gänzmit, daß sich die Zahlstelle für den Dsten jetzt Langeftr. 35 be- lich lahm gelegt worden durch die Furcht der Kollegen und deren findet. Einem zugereiften Kollegen wurden zwei Schlafmarken Argwohn gegen einander. Aus der Neuwahl gingen die Kollegen und durch freiwillige Sammlung 1,19 M. überreicht Mahly, Peschke, Ad. Silberstein, Börner, Alschner, Nolting, Jasper als gewählt hervor. Den hierauf erstatteten Bericht der Im Fachverein der Uhrmacher und verwandten Berufs- Arbeitsnachweis- Kommission und deren Neuwahl mitzutheilen, sessionisten, die sich von der nationalliberalen Partei trennten, S., Schönleinstraße. Lasker gehörte zuleht zu den Se genoffen hielt fürzlich Herr Sparfeld einen Bortrag über Frei- würde zu viel Raum in Anspruch nehmen; es ist be- und sich nach seinem Tode mit der alten Fortschrittspartei zur land". Der Redner gab in längeren, mit Beifall aufgenommenen schloffen worden, einen Bericht darüber im Ausführungen ein Bild des Juhalts des Herzka'schen Romans blatt erscheinen Fach- deutschircisinnigen Partei" vereinigten. lassen. Hier fei nur die Neu Freiland" und von der durch dieses Buch entstandenen Freiland- wahl bekannt gemacht. Gewählt 6. H. Sollen wir etwa jeden Mist, der sich im„ Berliner wurden die Kollegen Tageblatt" ablagert, besonders fritisiren? Agitation überhaupt, und glaubte annehmen zu tönnen, daß auch Näckel, Ostar Müller, Zehms, Molting, die deutschen Arbeiter gut thäten, fich mit den Bestrebungen der Born, Peschke, Giers, Tensen. Zum Bunkt: Stellung Schadensersatz. 990. Weinstraße. Sie haben keinen Anspruch auf Freilandbewegung vertraut zu machen, da es nicht ausgeschloffen nahme zu den Beschlüssen des Verbandstages verlas Kollege. sei, nach Herzfa's Ideen bei uns günstige Resultate zu erzielen. Ischner die Hauptpunkte des Protokolls und äußerte sein aber für uns nicht zu verwenden. G. R., Jüdenstraße. Die Reime sind zwar gut gemeint, In der Diskussion pflichteten die Kollegen Krüger, Mäther und Bedauern über das Resultat des Kongresses; da dies aber nicht Wagner dem Referenten bei. Herr Wagner betont noch die kurze zu ändern sei, müsse man sich fügen, weil durch entgegengesetztes haben mit der Sozialdemokratie nichts zu thun. Freimaurer find ein geheimthuender Bourgeoisverein und Arbeitszeit, die in Freiland" herrschen solle.( Gegen das Studium Handeln noch mehr Verwirrung und Berfahrenheit geschaffen der Freiland- Theorie ist wie gegen das Studium jeder anderen werde. Kollege Klau meinte, die Telegirten hätten nicht die zu " Berantwortlicher Redakteur: Auguft Euders in Berlin Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.