Nr. 4. Abonnements- Bedingungen: 3 Abonnements Breis pränumerands: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Belt 10 Bfg. Bost Abonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Bost- Beitungs Preisliste. Unter Areuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Eribeint täglich außer Montage. Vorort- Ausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt. 23. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonel geile oder deren Raum 40 fg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 25 Bfg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fett. gedruckte) Wort 10 Pfg., jedes weitere Bort 5 Bfg. Borte über 15 Buchstaben sählen für zwei Worte. Jnferate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen. tagen bis 7 1hr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr bormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1983. Das Jahr 1905 in Italien. Sonnabend, den 6. Januar 1906. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernfvrecher: Amt IV. r. 1984. durch die Feldarbeiterstreits auf 53 im März und 59 im werden. Das Jahresergebnis tst: im März San Marco April. Der Mai bringt 74 Ausstände, der Juni 66, der Juli 2 Tote, 19 Verwundete; im April: Foggia 2 Tote, 4 Verbezeichnet mit 88 den Höhepunkt des Jahres. Im Auguft wundete; im Mai: Sant'Elpidio 1 Toter, 2 Ver Das Jahr 1905 ging für Stalien fo träg und schläfrig fintt die Streitzahl auf 59, im September auf 40, im Dftober wundete; im August: Granmichele 19 Tote, etwa zur Neige, daß man fast vergißt, daß es auch sein frisches, beträgt sie 47. 150 Verwundete und im Dezember: Taurisano 1 Zoter kampfreiches Frühjahr, seine schwer errungenen Siege und Besonderer Erwähnung wert ist der große Marmorarbeiter- und 2 Verwundete. Vielleicht ist die Liste nicht einmal vollfeine stolzen Niederlagen gehabt hat. Dem ganzen ver- ftreit in Carrara, der 55 Tage dauerte und 6000 Arbeiter ständig, da manche Gewalttat in den kleinen Flecken versumpften Milieu gegenüber eine gewiffe Schlaffheit des Prole- betraf. Die Unternehmer, die den Transport von Blöcken, tuscht wird. tariats, ein Ueberwuchern des inneren Haders in der Partei- die durch Streitbrecher gefördert waren, durchsetzen wollten, Zur Ermutigung für die mordlustigen Carabinieri brachte all' das hinterläßt den Eindruck, als jei das legte Jahr von konnten den Transport ebensowenig erzwingen wie die Ar- dieses Jahr auch die Freisprechung der Mörder von Castelluzzo, der italienischen Arbeiterschaft nicht voll genutzt worden. Aber beiter die Anerkennung des Rechts, Streitbrecherblöcke zu Torre Annunziata und Sestri ponente. Welch anderes Land der Gesamtüberblick über das Jahr zerstört diesen Eindruck boykottieren. sieht im Zeichen des sozialen Friedens" auf eine ähnliche oder mildert ihn doch bedeutend: Der passive Widerstand der An größeren Streits ist noch der der Werftarbeiter in Liste blutiger Gewalttaten? Eisenbahner, dann ihr Generalftreit, die parlamentarische Muggiano zu verzeichnen, der nach mehr als 40 Tagen mit Wie das Frühjahr von 1905, verspricht auch das neue Kampagne gegen die Eisenbahnliquidationen, schließlich die einer teilweisen Niederlage endete. Von großer prinzipieller Jahr ein energisches Zusammenraffen der proletarischen Gewerkschaftskämpfe der Marmorarbeiter von Carrara und Bedeutung ist der zurzeit noch andauernde Bontott, den die Energien zu bringen. Das Landvolk, in dem Schäße reboder Glasarbeiter bilden erfreuliche Merksteine in der Geschichte Flaschenarbeitergewerkschaft über das Konsortium der Glas- lutionären Geistes schlummern, wird in den ersten Reihen des Jahres 1905, wenn sie auch nur winzige Gefchehnisse dar- fabrikanten verhängt hat, dem alle Flaschenfabrikanten Italiens stehen in dem von der Partei geplanten Kampf für das allstellen zu einer Zeit, die in der russischen Revolution den ge- mit Ausnahme der genossenschaftlichen und einer kleinen gemeine Wahlrecht. Ist es doch in erster Linie sein Kampf, waltigsten revolutionären Kampf sieht, den je ein Proletariat Fabrit in Savona angehören. Das Konsortium hatte sich ge- der Kampf der Parias, die ihr Leben, über fremde Scholle ausgefochten hat. weigert, in üblicher Weise mit der Gewerkschaft die Arbeits- gebückt, verbringen und denen heute die herrschende Klasse Die herrschenden Klassen Italiens find weiter fort verträge abzuschließen. die Schule verweigert, um ihnen das Wahlrecht zu stehlen. geschritten auf dem Wege fanfter, phrasengeschmückter Reaktion, Zu den politischen Kämpfen des Proletariats rechnen wir Diefer Kampf ums Wahlrecht und um die Schule wird vor der ihnen durch den andauernden wirtschaftlichen Aufschwung die beiden Bewegungen der Eisenbahner: die siegreiche allem Süd- Italien und Sizilien aufwühlen, wo man das geebnet wurde. Durch eine allgemeine Amnestie hat man die Obstruktion und den erfolglosen allgemeinen Ausstand. Die Proletariat ausgeschlossen hat von jedem Recht und jeder ftrafrechtlichen Nachwirkungen des Generalstreits getilgt, jede Obstruktion( oder besser der passive Widerstand) hat bereits Stultur. Es ist ein proletarischer Stampf um die nationale Regierungskundgebung trieft von freiheitlichen und demo- im internationalen Proletariat Schule gemacht und verdient Einheit, die die Bourgeoisie Italiens formell geschaffen und fratischen Phrasen, aber hinter dieser wohlfeilen. Dekoration wirklich, daß man thres Geburtsjahres eingebent bleibe. Ist tatsächlich zerstört hat, es ist ein Kulturkampf im höchsten berbirgt sich eine geradezu beispiellofe Untätigkeit, eine Un- sie doch praktisch eine treffliche Waffe in Italien Sinne des Wortes. In seinem Zeichen zieht für das italienische fähigkeit zu jeder Reform, wie sie Italien nicht einmal unter fant nach offizieller Statistik der Personenverkehr um Proletariat das neue Jahr herauf. Crispi und Bellour erlebt hat. Wie auf einem toten Bunft 65 Prozent, der Frachtverkehr mußte gänzlich aufangelangt, ftiert die italienische Bourgeoisie verständnislos auf hören und stellt gleichzeitig prinzipiell eine beißende die langsam aber stetig fortschreitende Organisation des Kritik des bureaukratischen Unverstandes auf der einen, der Proletariats und weiß nur die eine Marime: Keinen großen dienstlichen Ueberbürdung des Personals auf der anderen Seite Konflift heraufbeschwören und alle Ordnungselemente" bar. Eine Woche passiven Widerstandes hat genügt, um eine gegen das Proletariat zusammenschließen! Daher eine Politit Situation zu schaffen, der gegenüber sich Giolitti nur durch der Nadelstiche, Beschlagnahme und Schifanierung sozialistischer feine Demission zu helfen wußte! Dadurch fiel das AusBlätter, Versammlungsverbote, gesetzwidriges Maulforbregime nahmegesetz, das den Eisenbahnern das Streifrecht absprach. in den kleinen Städten, aber schnelles Ergreifen des Hasen- Was Fortis statt jenes Ausnahmegesetzes schuf, nämlich die paniers, wenn eine Situation kritisch wird, wie z. B. während Ernennung aller Eisenbahner zu Staatsbeamten, die im Dienstder Eisenbahnerobstruktion. berweigerungsfalle entlassen werden können, das war zwar gesezwidrig, aber dem Geist nach weniger reaftionär als der vorige Entwurf. Trotzdem traten die Eisenbahner, um ihre feierlich ausgesprochene Drohung einzulösen, in den allgemeinen Ausstand, der nach sechs Tagen mit einem Mißerfolg endete, weil die Regierung seit langem auf ihn vorbereitet gewesen war und die Eisenbahner selbst ohne Siegeshoffnung und fast nur zum Zwecke der Demonstration den Kampf aufgenommen hatten. Ste bauten auf die Obstruktion der Fraktion im Parlament, die bekanntlich ausblieb. Die Revolution in Rußland. Dubassows Bericht über die Moskauer Straßenschlacht beweist ebenfalls, daß von einer Vernichtung der Mostauer Revolutionäre gar teine Rede sein kann. Der Bericht lautet: Mostan, 4. Januar.( Meldung der Petersburger Telegraphen Agentur.) Der Generalgouverneur Dubassow veröffentlicht einen ausführlichen Bericht über die letzten Gr eignisse in Moskau und sagt darin folgendes: Nach der am 28. Dezember erfolgten gründlichen Niederlage ergriffen die revolutionären Banden unter Benutzung der Eisenbahn, die sich noch bis zum 29. in ihrem Besize befand, die Flucht. Jetzt sind sie vollständig zersprengt. Der erbitterte Widerstand, den die Aufrührer leisteten, machte das Eingreifen von Artillerie notwendig, das jedoch durch das Bestreben gehemmt wurde, das Leben und die Wohnstätten der friedlichen Bürger zu schonen. Einige Fabriken, die der General dann in seinem Bericht aufzählt, wurden durch Artilleriefeuer zerstört. Nach der Uebergabe wurde die friegerische Aktion eingestellt und ein ganzer Zag entgegen den Intereffen eines gänzlichen Erfolges ausschließlich dazu verwendet, das Viertel, in dem gekämpft wurde, von Frauen und Kindern zu räumen. Am 3. Januar wurde der Kampf von den Truppen zu Ende geführt. Zur Konzentration der Ordnungselemente gehört das Umbuhlen der Radikalen, die sich sehr gern betören lassen, ge hört ein schamloses Sichprostituieren vor dem Vatikan und seinen Heerscharen. Mit dem Zurückziehen des non expedit durch den päpstlichen Stuhl schien ein neuer Lufthauch in die Politik der italienischen Bourgeoisie kommen zu sollen. Man sah der Bildung einer fleritalen Partei entgegen, die nach der ganzen Vergangenheit des dritten Italiens Oppositionspartei sein mußte. Statt dessen hat die Regierung die ersten Klerifalen im Parlament durch frommen Augenaufschlag und pfäffisches Ueber die zur politischen Aktion gehörenden Wahlkämpfe Getue in den Sumpf ihrer Mehrheit gezogen, hat wie bei des Jahres ist wenig Erfreuliches zu sagen. Von zehn dem letzten Wahlkampfe in Montagnana- die Klerikalen als parlamentarischen Ersazwahlen, bei denen die Partei beteiligt Regierungstandidaten unterstützt und jetzt gar in der Person war, endeten nur die in Budrio und Porto Maggiore mit des Aderbauministers Malvezzi einen Schwarzen in's dem Siege der sozialistischen Kandidaten; zwei bisher der Ministerium berufen! So tonzentrieren sich die Ordnungs- Partei gehörige Wahlkreise- Reggio Emilia und Ein gänzlicher Erfolg" ist also selbst nach Dubassows parteien nicht um ein Programm, nein, mit der Parole Montagnano gingen verloren. Die kommunalen Bericht nicht erzielt worden. Daß die Rücksicht auf die Frauen der Programmlofigteit, nicht zur Aftion, sondern zum Nichts- Wahlen in Reggio und in Genua bedeuteten ebenfalls eine und Kinder die Ausnutzung des Sieges verhindert habe, mag tun. Es ist dies die kürzeste Formel, in die sich die bürger- Niederlage, während in Turin und Carrara die ganze der glauben, der von den Bestialitäten der Zarenschergen liche Politik des Jahres 1905 fassen läßt. sozialistische Liste durchkam. bisher noch niemals etwas gehört hat! In diesem Zeichen war natürlich die parlamentarische Was das innere Parteileben betrifft, so können wir leider Arbeit des Jahres gleich Null. Eines Gedenkens wert sind nicht, wie für 1904, von einer wachsenden Festigung und Petersburg, 4. Januar.( Meldung der Petersburger Telecigentlich nur die Gefeßentwürfe, die abgelehnt wurden: Einigung berichten. Wie das oft in Zeiten geringen äußeren graphen- Agentur.) Aus Riga wird gemeldet, daß die Bediensteten die Liquidationen mit den Eisenbahngesellschaften, die die Druckes geschieht, hat sich der innere Zwist im Parteileben der Riga- Dreler Eisenbahn heute die Arbeit wieder aufgenommen Stammer als eine maßlofe Uebervorteilung des Staates zurück- bedeutend verschärft. Die Reformisten auf der einen, die haben, der Verkehr auf der Bahn ist normal. wies, und das Handelsabkommen mit Spanien, dessen fläg. Syndikalisten auf der anderen Seite fordern offen die Spaltung In Radom wurde heute im Mittelpunkte der Stadt gegen liches Ende noch frisch in der Erinnerung ist. Von Sozial der Partei. Die ersteren wollen eine Reformpartei gründen, die den Polizeimeister, der sich in Begleitung feiner Frau befand, eine gesetzgebung keine Spur, es sei denn, man wolle hierher die anderen predigen das Aufgehen der Partei in den wirtschaftlichen ihren Verlegungen erlegen. Auch einige andere Passanten wurden im Januar erfolgte Bewilligung der Zivilliste rechnen, die Organisationen, denen sie jede, auch die politische Attion zu verlegt. Viktor Emanuel III. sein Jahresgehältchen von 16 Millionen gewiesen sehen wollen! Die große Menge der sozialistischen Von Windau ist gestern ein Regiment mit Artillerie nach garantiert. Arbeiter steht freilich diesem Kampfe noch fern und begnügt Goldingen gefandt worden, das sich schon seit zwei Wochen in den Der totgeborene Versuch des Königs, durch ein inter- sich mit einem Sozialismus ohne Beiworte. Trotzdem dürfte Händen der Aufständischen befindet. nationales Institut die landwirtschaftliche Produktion einheit die nächste Zukunft eher zu einer weiteren Zuspigung als zu einem furzen Stillstande die Einzahlungen die Auszahlungen über. Aus Jaroslaw wird berichtet, daß in den Sparkassen nach lich zu organisieren, sei nur der Vollständigkeit halber er- einem Abstumpfen dieser Gegensätze führen. fchreiten. wähnt. Daß das Gesetz, welches die Eisenbahnen in den Für die Parteipresse war das Jahr 1905 kein schlechtes. Aus Bachmut wird gemeldet, daß die Station Debaltzetvo Staatsbetrieb überführt, nicht an den foalierten Interessen Der Avanti" hat endlich sein Format bergrößern und ver- ohne Blutvergießen genommen und das Streiftomitee auseinanderdes Privatkapitals scheiterte, ist einmal dem Umstande zu schiedene Verbesserungen einführen können. Die Genossen in getrieben wurde. Beschlagnahmt wurden viele Waffen, 16 Kisten danken, daß man unter dem Albdruck des Eisenbahnerstreifs Benedig haben eine eigene Tageszeitung erworben, die fünfte Dynamit, 26 Bomben. Das Fehlen von Widerstand in Debalgewo darüber beriet, dann auch der stillen Hoffnung, daß der in Italien, wenn man die zwar sozialistischen, aber nicht der erklärt sich aus dem Eindruce, den die Niederwerfung der AufStaatsbetrieb zu einem tolossalen Fiasko führen würde. Partei gehörenden Tagesblätter" Tempo" und" Lavoro" ständischen von Gorlowfa gemacht hat; auch alle fibrigen Stationen Regierung, Breffe und Kapitalistengruppen versuchen seit mitrechnet. Der von den Reformisten angestrebten Spaltung haben sich nachher ohne Widerstand ergeben. Der Führer der AufMonaten ihr Bestes, um diese Hoffnung nicht zuschanden dient die dies Jahr in Rom gegründete Azione Socialista", ständischen Denhega wurde in Gorlowka getötet. Warschau, 4. Januar.( Von einem Privattorrefpondenten.) Die werden zu lassen. der syndikalistischen Propaganda der„ Sindacato operaio".*) Bahnstation Kunow im Gouvernement Radom ist von einer beVon der Unfruchtbarkeit der parlamentarischen Tätigkeit Wie in den bisherigen Jahresübersichten müssen wir auch waffneten Bande zerstört worden. sticht das rege gewerkschaftliche Leben vorteilhaft ab. Nach den diesmal einer speziell- italienischen Rubrit Raum gewähren: Warschau, 5. Januar.( W. T. B.) Die Geschäfte bleiben un monatlichen Veröffentlichungen des Reichsarbeitsamtes, die der der Proletariermorde. Die Gewohnheit, Blei und Pulver geachtet der Drohungen der Aufwiegler geöffnet und die Arbeiter sich bis jetzt nur auf die 10 Monate Januar bis Oktober er- an wehrlosen Arbeitern zu versuchen, steckt dem italienischen nehmen mehr und mehr wieder ihre Tätigkeit in den Die sozialistischen Führer versuchen durch strecken, find in diesem Zeitraum genau 550 Streits protla Polizistenpad so tief im Blute, daß es trotz der Aera leise- Fabriten auf. miert worden, von denen für 446 Daten über die Zahl der tretender Reattion nicht davon lassen kann. Die lokalen zahlreiche Angriffe und Anschläge gegen Stationsgebäude und auf Beteiligten vorlagen, die im ganzen 89 513 betrug. In dem Machthaber hegen die ohnehin schon mit Bluthundinstinkten Bahnstrecken. besonders im Gouvernement Radom, Schreden zu gleichen Zeitraum gelangten zur Kenntnis des Arbeitsamts begabte Polizei, und das Ende ist eine ebenso verbrecherische erregen. So wurde ein Arbeiter der Warschau- Wiener Bahn, der 16 Aussperrungen, die 14 342 Arbeiter betrafen. Die Statistit wie sinnlose Mezelei, die die Minister„ tief beklagen" und sich dem Ausstande nicht anschließen wollte, von Sozialisten erschossen. über die Streifergebnisse ist noch sehr unvollständig 99 deren Urheber ein für allemal sicher find, freigesprochen zuzum bewaffneten Ausstande. Es ist aber unwahrAufrufe der polnisch- sozialistischen Partei reizen endeten mit einem vollständigen, 122 mit einem teilweisen scheinlich, daß ein so aussichtsloser Versuch gemacht werden wird. Siege der Arbeiter; 125 mit einer Niederlage; der Ausgang der*) Die„ Azione focialista" ist, nachdem 37 Nummern erschienen Rjeschiya, 4. Januar. Die revolutionäre Propaganda in dem Die Revolutionäre setzen die Dorfs übrigen ist noch nicht bekannt. Der Januar fezte ein waren, am 2. Januar 1906, vorgeblich weil sie ihre Aufgabe er hiesigen Streife dauert fort. mit 81 Streits, der Februar mit 33, dann schnellt die Zahl füllt hat," in Wirklichkeit wegen Abonnentenmangels eingegangen.-obrigkeit ab und bestellen dafür eine freie Voltsverwaltung. Nach bem hier Truppen, mit Artillerie eingetroffen sind, wird die Verhängung des Kriegszustandes ertvartet. Rostow am Don, 4. Januar. Die Stadt ist seit drei Tagen im Kriegszustand. Im Mittelpunkt waren Gefchütze in Tätigkeit. Die Aufständischen ergaben sich. Die Zahl der Opfer ist groß. Taganrog, 4. Januar. Der hier herrschende Ausstand ging in einen offenen Ausstand über. Nach Verhängung des außerordentlich verstärkten Schutzes fam es zu einem Zusammenstoß. Eine Kundgebung Daszynskis. gethan: die Arbeiterklasse will Thaten sehen!" Außerdem ist es aber eine ganz faule Entschuldigung, wenn die Frankfurterin sagt, die Sozialdemokratie wisse ganz gut, daß auch ihr Verhalten bei den. Wahlen den Freisinnigen Anlaß zu gerechtfertigten Beschwerden gebe, da es mehr als einmal der Reaktion gedient habe. Wenn das heißen soll, daß die Sozialdemokratie bei den Wahlen darauf verzichten solle, auch in Wettbewerb gegen den Freisinn zu treten, so ist das eine so lächerliche Zumutung, daß wir darauf fein weiteres Wort verschwenden. Nur das möchten wir fonstatieren, daß Krakau, 5. Januar. Der Abgeordnete Daszynsti richtet im nicht die Sozialdemokratie, sondern der Freifinn es gewesen ,, Naprzod" einen offenen Brief an das Zentralfomitee der polnischen ist, der jederzeit der Neaktion Vorspann, geleistet hat, sozialistischen Partei in Russisch- Bolen, in dem er sich gegen die wir brauchen nur an Memel Heydefrug, Branden Veranstaltung von Streits im gegenwärtigen Moment ausspricht, die burg, Pirna zu erinnern. In Forchheim Kulmbach weder eine wirtschaftliche noch eine politische Bedeutung hätten und zog während der Zollkampagne 1902 die Freifinnige Volkspartei soden Demonstrierenden selbst mehr Schaden zufügen als der Re- gar ihre Kandidaten zurück, um gleich bei der Hauptwahl für den gierung. Ferner warnt er das Komitee vor einer Unterstellung unter nationalliberalen Hochschutzöllner einzutreten! Schließlich aber das Kommando des russischen Revolutionskomitees, das eine all- wiederholt die Frankfurter 3tg." ihren Appell an den Freijinn, gemeine russische Republik anstrebe, durch welches die Ziele der fich gleichfalls am Wahlrechtstampf zu beteiligen: polnischen Sozialistenpartei nicht verwirklicht würden. Es müsse eine unabhängige polnische, littauische und finnische Republik ins Leben gerufen werden. Der gegenwärtige Augenblick scheint uns sehr wenig dazu geeignet zu sein, solche Erklärungen abzugeben. Die polnischen Genossen werden jedenfalls selbst am besten zu beurteilen wissen, was sie zu tun haben! Zum neuen Wahlgeset veröffentlicht der Historiker Miljutom folgende Ausführungen: Auf den ersten Blick hat das neue Wahlgesetz einiges und sogar recht viel gebracht. In dem Punkt, in dem die öffentliche Meinung am meisten gedrängt hat, ist es zurückgewichen. Wir haben, wenn auch fein allgemeines Wahlrecht erhalten, so immerhin etwas von der Art des englischen Systems", nämlich etwas vom Wohnungsinhaber- Benfus, dem System, das der führende demokratische Staat nach langem Kampfe um die Demokratisierung des Wahlrechts errungen hat. Warum sollen wir, sagt man uns, mit diesem System unser freies politisches Leben nicht beginnen? In erster Linie behält das neue Gesetz die alte Einteilung der Wähler, Wahlmänner und Abgeordneten in Kurien bei. Die Bauern wählen auch ferner für sich allein und in alter Weise; die Stadtbewohner wählen gesondert, die Fabrikarbeiter in den ersten zwei Stufen gleichfalls. Die Verteilung der Zahl der Abgeordneten in den Kurien bleibt vollständig willkürlich; das fann auch nicht anders sein, so Lange die Einteilung in Sturien selbst besteht. So lange die Bauern eine bestimmte Anzahl von Abgeordneten, die Stadtbewohner eine andere bestimmte Anzahl und die Fabritarbeiter eine dritte zu stellen haben, gibt es fein allgemeines und gleiches Wahlrecht, selbst wenn das Wahlrecht jedem Erwachsenen, und nicht nur den Besizern von Wohnungen und gehälterbesitzenden Angestellten eingeräunit wäre. = Nationen den Krieg wollen; der anti- englische Geist in Deutschland wird nur als Agitationsmittel für die Flottenvorlage benutzt. Das englische Volt hat sicherlich keine Lust, in den Krieg zu ziehen, und ein Blick auf die geographische Lage sowie die maritimen und wirtschaftlichen Interessen Deutschlands genügt, um die Bangemacher zu überzeugen, daß Deutschland nur dann gegen uns einen Krieg unternehmen wird, wenn es des Sieges sicher ist. Es ist die Aufgabe der Nation und des Parlaments, eine derartige Möglichkeit nicht herankommen zu lassen." . Deutfches Reich. Thron und Klerikalismus. " Das Handschreiben Wilhelm IIan den Erzbischof von Gnesen und Posen, Dr. Florian von Stablewski, ist von der liberalen Preſſe als eine Verwarnung Sr. Hochwürden" aufgefaßt worden. Bes sonders werde, so hieß es, der Erzbischof sich über den Say: ,, Umsomehr erwarte ich, daß Eure Hochwürden bei den näheren AnEbenso dringend ist indessen auch die Teilnahme der ordnungen über die Vervollkommnung des Vorbereitungsunterrichtes bürgerlichen Kreise an dem Kampf um das Wahlrecht dafür Sorge tragen werden, daß Ihre Geistlichen die ihnen zu zu verlangen; weil es sie nahe angeht, wäre es töricht. gebenden Weisungen in demselben staatstreuen Sinne handhaben wollten sie den Kampf etwa der Sozialdemokratie überlassen. werden, in dem sich nach Ihrer Versicherung von Ihnen erteilt Die Schulfrage zeigt wieder sehr deutlich, wie gefährlich werden" schwerlich gefreut haben, das jezige Wahlrecht für die allgemeinen Voltsinter Die liberalen Mannesseelen haben, indem sie den Oppositionseifen ist." " „ Auch die treue und entschiedene Erfüllung der Pflichten, die uns die Zugehörigkeit zum Staate nach dem Willen Gottes und nach den Vorschriften der hl. Religion auferlegt, wie auch die wirkliche Liebe und Pflege dessen, was uns heilig und teuer ist, wird uns am besten vor den Absichten des sozialen Umsturzes und vor dem immer mehr sich ausbreitenden Geiste des rücksichtslosen Egoismus und des nur irdischen Genusses bewahren." Biel energischer noch als die Frankfurter 3tg." tritt Theodor geist der höheren katholischen Geistlichkeit nach dem ihrigen beurteilten, Barth für den Wahlrechtstampf des Freisinns ein. Er schreibt in den Bosener Erzbischof zu niedrig eingeschätzt. In dem Rundschreiben, durch das er den Geistlichen seiner Diözese die kaiserliche der„ Hilfe": Was gedenkt der Liberalismus bei dieser Kundgebung mitteilt, stellt er sich, wenn auch in etwas Lage der Dinge zu tun? Daß er nicht neutral bleiben verklausulierter Form, strenge auf den Boden der alten katholischen fann, liegt auf der flachen Hand. Er muß Partei ergreifen, und Staatsrechtslehre, daß der Katholik nur so weit den Staatsgesetzen er fann, ohne sich und seine besten Traditionen aufzugeben, nur und Verordnungen zu gehorchen habe, als sie nicht mit„ dem Willen für die Wahlreform Partei ergreifen. Das kann zögernd und Gottes und den Vorschriften der heiligen Religion", d. h. mit den unter Berücksichtigung der Vorsichtsmaßregel:" Wasch mir den Lehren der katholischen Kirche, in Widerspruch stehen. Wörtlich heißt Belz, aber mach' mich nicht naß!" geschehen, oder resolut, indem es in seiner Auslassung: man den Stein ebensoweit wirft wie die Sozialdemokratie, d. h. indem man das allgemeine, gleiche, geheime und direkte Wahlrecht ohne irgendwelche Verklausulierungen fordert. Nur im letzteren Falle kann der Liberalismus verhindern, daß er unter den politischen Schlitten kommt. Nur so kann er sich auch selbständig neben der Sozialdemokratie behaupten und eine selbständige Kampagne unternehmen. Hier handelt es sich um eine politische Doch der Herr Erzbischof gestattet sich nicht nur das kaiserliche orderung, die teinerlei spezifisch sozialistischen harafter trägt, im besten Sinne des Wortes um eine Handschreiben nach seinem Gout zu kommentieren, sondern auch zu demokratische Forderung. Der Liberalismus findet hier eine korrigieren. Die Fassung, in der dieses Handschreiben von den Gelegenheit zu einer selbständigen politischen Aktion neben der Kanzeln verlesen wird, enthält nämlich einige höchst mertSozialdemokratie, die seine politische Existenz berechtigung würdige Henderungen des vom Wolffschen Bureau veröffentlichten wieder jedem verständlich machen kann. So notwendig die authentischen Wortlautes. So heißt es z. B. am Schluß nicht: Massenbewegung der Sozialdemokratie ist, um das.. stets wohlgeneigter", sondern nur wohlgeneigter Wilhelm R." Dreitlassenwahlsystem zu erschüttern, so gewiß ist es auch, daß diese Bewegung nicht ausreicht, die preußische Reaktion und in seinem wirklichen Handschreiben hegt„ Wilhelm II. auch nicht niederzudrücken, wenn ihr nicht der Liberalismus zu Hülfe die Hoffnung", sondern er erwartet", daß der Erzbischof kommt. In demselben Wake, wie die Reformbewegung immer bei den näheren( nicht:„ bei ( nicht:„ bei fünftigen") Anordnungen weitere Teile des liberalen Bürgertums ergreift, wächst die Wahr scheinlichkeit eines baldigen Sieges. Das liberale Bürgertum hat hier eine historische Mission zu erfüllen. Beigt es sich dieser nicht gewachsen, so muß es sich dauernd mit der Rolle eines bloßen Schleppenträgers der Reaktion begnügen. Der Liberalismus steht vor einer politischen Schicksalsfrage. Die Antwort muß im Jahre 1906 gegeben werden." Ob der Freifinn fich aufcaffen wird? Ob auch nur die Freisinnige Vereinigung samt den Herren Rickert und Pachnicke Herrn Barths Parole aufnehmen wird? Wir wollen es abwarten! Festnageln wollen wir einstweilen nur, daß ein freisinnigvolksparteiliches Blatt, die Brest. 3tg.", den Wahlrechtskampf der Arbeiterklasse durch die folgenden Schamlofigkeiten zu verhöhnen wagt: über die Vervollkommnung des Vorbereitungsunterrichts dafür Sorge tragen werde, daß Ihre Geistlichen die ihnen zu gebenden Weisungen( nicht die ihnen erteilten Hinweise") in demselben staatstreuen Sinne handhaben werden, in dem sie nach Ihrer Versicherung von Ihnen erteilt werden." Der Herr Erzbischof hat also einfach forrigiert, was ihm nicht paßte. Das zeugt kaum von demütiger Berknirschung. Die Lehrer und das Schulverpfaffungsgesetz. Wenn, woran ja nicht mehr zu zweifeln ist, die Schulverpfaffungsvorlage im preußischen Landtage angenommen wird, wird die Lehrerschaft gezwungen sein, nicht nur die moderne Hohenzollernlegende, sondern auch die alte biblische Legende mit all ihren Wundergeschichten den Kindern als positive Wahrheit vorzutragen. Nun schreibt aber Pastor Naumann in der Hilfe": „ Das ist nämlich der Haupteindruck, den ich persönlich aus dem interessanten dritten preußischen Lehrertage mit nach Hause genommen habe: mit dieser Lehrerschaft ein konfessionelles Schul system machen zu wollen, ist eine Heuchelei, die auf die Dauer den Wahrheitsgeist des ganzen Schulwesens ruinieren muß. Diese Lehrer find in ihrer überwältigenden Mehrzahl nicht tonfessionell. Das soll kein Lob sein und fein Tadel. Es ist nichts als die flare Aussprache einer Tat sache, die im Grunde von Freund und Feind nicht bezweifelt wird." Die Protestversammlung der preußischen Lehrer nennt Naumann eine Trauerversammlung. Es sei die fnirschende und wehmütige Fügung ins Unvermeidliche gewesen. Zwar habe man, um wenigstens zu retten, was noch zu retten gewesen sei, Borschläge zur Verbesserung des Gesetzes gemacht aber-, wer hört in Schulsachen auf Lehrertage?" Ein zweiter Zug ist noch sinnloser und fordert noch mehr zum Protest heraus: die durch die Zwischenwände der Kurien getrennten Wähler werden innerhalb einer jeder Kurie noch voneinander geschieden und in die Ställe des eigenen Wahlbezirks gepfercht. Niemand kann anders wählen oder gewählt werden, als nur an dem Ort, wo er ansässig ist und nur von seinen Drts- oder Bezirksgenossen. Da die Wahlen zweistufig bleiben, wird das Recht, in die Duma gewählt zu werden, noch durch eine Borbedingung eingeschränkt: man fann lediglich von seiner Gruppe Ein politischer Führer von herzum Wahlmann gewählt werden. vorragender Bedeutung wird vielleicht der Möglichkeit beraubt in die Duma zu gelangen, da seine Ansichten in seinem Wohnbezirk nicht geteilt werden. Eine solche Einschränkung des passiven Wahlrechts steht beispiellos in den Annalen der Gefchichte der westeuropäischen Volksvertretungen da. Die dritte Einschränkung, und zwar die argliftigste, besteht in einem Umstande, der auf den ersten Blick kaum bemerkbar ist. Die Sache ist die, daß die neuen Kategorien der Wähler tatsächlich in der Ausübung des Wahlrechts durch eine kurze Frist be=" Ganz im Einklange damit steht das Bemühen der sozialschränkt werden, die ihnen hierzu zur Verfügung demokratischen Blätter, die politischen und wirtschaftlichen Zustände steht. Sich in die Wahllisten eintragen zu lassen, bleibt dem in Preußen- Deutschland so erbärmlich wie möglich hinzustellen. guten Willen der neuen Wähler überlassen, falls sie keine Steuern Nun wird fein liberaler Mann leugnen, daß wir in Preußenzahlen und keine Gehälter beziehen. Die zur Aufstellung der Deutschland von einem Jdealstaat noch sehr weit entfernt sind; Wahllisten berufenen Behörden brauchen Arbeiter und andere aber daß die Zustände bei uns unerträglich seien und Vergleiche mit Rußland herausforderten, das ist eine Lüge. Kategorien nicht in die Listen einzutragen, wenn diese nicht per deren ständige Wiederholung nur sönlich für die Eintragung sorgen. Die Listen werden auf Grund agitatorischen Zweck hat. Von politischer Rechtlosigkeit der Arder persönlichen Anmeldungen zusammengestellt und zur Anmeldung beiter, wie man und in sozialdemokratischen Blättern ist ein kurzer Termin eingeräumt, nämlich drei Wochen Reden zuweilen lesen kann, ist bei uns keine Rede und nach Veröffentlichung des Gesetzes. In der Tat wird wirtschaftlich würde es den Arbeitern vielfach besser gehen, wenn auch diefer Termin noch abgefürzt, da die Anmeldungen bei Amtsstellen zu erfolgen haben, die gegenivärtig noch gar nicht geschaffen fie weniger in unbesonnene Streits hineingehest würden... Und find. Es bleibt also dem Gutdünten der Obrigkeit überjezt will man den Arbeitern einreden, daß es für sie nichts Tassen, die Anmeldungsfrist bis auf ein beliebiges Minimum Wichtigeres gäbe, als die Ersetzung des Klassenwahlrechtes durch das allgemeine gleiche und direkte Wahlrecht des Reiches." zu verkürzen, indem sie die entsprechenden Amtsstellen erst später einrichtet. Wenn man das allgemeine feindselige Verhalten Nach diesem Beispiel zu schließen, scheint die Freisinnige VolksSeltsam, daß Naumann nicht der Gedanke kommt, ob denn die gegenüber der Duma und den Wahlen in Betracht zieht, so fann die partei in der Tat gewillt zu sein, sich auch diesmal, wie Theodor Regierung hoffen, daß die ihr am wenigsten genehmen Glemente Barth sich ausdrückt, mit der Rolle eines bloßen Schleppenträgers Lehrer nicht selbst an dieser Mißachtung Schuld tragen. Ihre bisherige Fügsamkeit und Schmiegsamkeit hat die Reaktion ja zu sich gar nicht werden anmelden können. Denn nach der Reaktion" begnügen zu wollen! Die Arbeiterpresse, namentlich immer neuen Brüstierungen ermutigen müssen. Freilich hat auch Verlauf von drei Wochen werden die Wahllisten abgeschlossen, auch die gewerkschaftliche, sollte deshalb die Gelegenheit benutzen, der Freisinu, der die große Zahl der ihm angehörigen Lehrer und damit schließt man einem großen Teil von Personen, die durch den Hirsch- Dunckerschen Gewerkvereinlern die volksverräterische jetzt so gut wie ohne Widerstand der schmählichsten Gewissensdas neue Gesetz zu Wählern geworden find, die Wahltüre vor der Haltung des Freisinns in der Wahlrechtsfrage mit aller Eindringlich vergewaltigung preisgibt, durch seine ganze rückgratlose, servile Politik Nase zu. der Lehrerschaft jeden kampfesfreudigen Idealismus ebenso auss Daß das neue Wahlgefez tein allgemeines, direktes und gleiches feit vor Augen zu führen! getrieben, wie er andererseits die Reaktion jederzeit durch mutiges ist, daß seine Veröffentlichung ein politischer Fehler ist, der schwere Die deutsche Flottenvorlage in englischer Beleuchtung. Zurückweichen zu immer unverfrorenerem Draufgängertum provoziert Folgen in sich birgt, bedarf kaum noch der Beweise. Die Regierung hat eine ausgezeichnete Chance in der Hand, um einen bedeutenden Die neue deutsche Flottenvorlage erregt selbstverständlich in hat. Die Lehrer können sich beim Freifinn für die Verpfaffung der Bolksschule bedanken! Teil der öffentlichen Meinung des Landes tatsächlich zu beruhigen. England größtes Aufsehen. Die laufende Nummer der Fortnightly Wie immer aber, so hat die Regierung auch diesmal durch Heraus- Review" enthält eine von einem Fachmann geschriebene Würdigung Die Reichstagserfahwahl im Chemniter Kreise hat den schönsten gabe dieses jesuitischen Gesezes die Chance aus der Hand gegeben. der neuen deutschen Flottenvorlage. Der Verfasser gelangt zu Krafeel im bürgerlichen Lager hervorgerufen. Der als KartellWie soll nun die Gesellschaft auf die durch Herausgabe des Gesetzes folgendem Endurteile:„ Die beigefügte Tabelle dürfte geeignet sein, kandidat aufgestellte Kommerzienrat Hermsdorf ist politisch eine Null. geschaffene neue politische Lage reagieren?" die in letzter Zeit sich bemerkbar machende nervöse Gereiztheit zu Unter den Nationalliberalen ist die Opposition gegen diese Kandidatur beseitigen. Die britische Flotte, die in der Nordsee vorhanden ist, zum Teil so start, daß sich eine Minderheit unter Führung des fann ihrer Aufgabe wohl gerecht werden. Sie ist unvergleichlich Landtagsabgeordneten Langhammer von dem nationalliberalen Verm Die Notstärker als die ganze konzentrierte deutsche Flotte. Die Wahrheit abtrennen und eine neue Gruppe gründen will. ist, daß man bei uns die Stärke der deutschen Flotte überschätzt wendigkeit der Kartellkanditatur wurde großsprecherisch damit beBerlin, den 5. Januar. hat.... Wir dürfen die gegenwärtige Lage mit ruhiger Befriedigung gründet, es müſſe das äußerste getan werden, um der Freifinn und Dreiklaffenwahlunrecht. betrachten, aber es ist unmöglich, die ernste Bedeutung zu ignorieren, Sozialdemokratie den Kreis zu entreißen. Statt dessen wirkt die Der einsichtigere Teil des Freisinns beginnt doch allgemach ein- die in dem Entschlusse des deutschen Marineministeriums liegt, ganze Mache wie Sprengpulver auf die stärkste bürgerliche Partei zusehen, daß er dem proletarischen Sturmlauf gegen das Dreiklassen- Schlachtschiffe von größerem Umfange zu bauen. Dieser Entschluß im Kreise. Auf die bürgerlichen Wähler vermag es sicherlich nicht wahlrecht nicht völlig tatenlos zusehen darf, wenn er nicht als Partei würde bei uns einige Nervosität erzeugen, wenn wir nicht wüßten, begeisternd einzuwirken, wenn ganz ungeniert zugestanden wird, des politischen Fortschritts vollständig abdanken will. Was sollen daß die britische Admiralität das in sie gesezte Vertrauen stets ge- der Millionär Hermsdorf sei nur zum Kandidaten gemacht worden, die dem Freisim noch angehörenden Kleinbürger und Arbeiter von rechtfertigt hat. Schritt für Schritt hat sie in den letzten fünf weil er die Geldkosten für den Wahlkampf tragen werde und sich einer Partei denken, die in einer dem Kampfe so günstigen Situation Jahren der maritimen Herausforderung Deutschlands Rechnung ge- fein anderes Männlein auftreiben ließ. Kommerzienrat Hermsdorf aus feinen Finger rührt, um die skandalöse Wahlentrechtung der nicht tragen; und Schritt für Schritt wurde Deutschland geschlagen, ob ist ein sehr gewiegter Geschäftsmann, der sich Besizer mehrerer Riesenbetriebe und befizenden Klaffen zu beseitigen! Das war auch der Frantf. wohl der deutsche Flottenetat von weniger als fünf Millionen Pfund fleinen Färber zum Vermögens„ heraufgearbeitet" hat. Auch 8tg." zum Bewußtsein gekommen, als sie vor einigen Tagen der Sterling auf beinahe zwölf Millionen Pfund Sterling gestiegen ist eines gewaltigen Sozialdemokratie zuredete, sich doch nicht so eigensinnig vom liberalen und weiter steigen wird, bis er im Jahre 1917 über sechzehn und bei der Annahme der Kandidatur hat er seinen Geschäftssinn Bürgertum abzusondern, sondern mit diesem gemeinsam den Kampf eine halbe Million erreicht. Was haben die Deutschen für diese wieder bewährt, indem er sich erst dann dazu bereit erklärte, als gegen das Dreiflassenwahlrecht aufzunehmen. Wir hatten darauf Opfer zu zeigen? Wenn die Deutschen dieses Spiel fortiegen wollen, Durchfallskandidat zu fungieren, nachdem er die Zusicherung erhalten geantwortet, daß das freisinnige Bürgertum sich unserer Aktion so wird England sich auch nicht lumpen lassen, soviel wir auch das hatte, man werde ihn in die sächsische Erste Kammer berufen. Im nur anschließen möge, es brauche nicht zu fürchten, bon der Wachsen der Seerüstungen beklagen mögen. Chemmißer Wahlfreise ist es nichts Neues, daß die bürgerliche Sozialdemokratie zurück estoßen zu werden. Im übrigen trage der„ Es ist unangenehm, konstatieren zu müssen, daß diejenigen, Reichstagskandidatur nur dann einen Akzeptanten findet, wenn diesem Freifinn selbst die Schuld an der Jsolierung der Sozialdemokratie, die das Wachsen der deutschen Flotte mit Besorgnis und Gereiztheit die Gewißheit gegeben wird, daß ihm Orden und Titel oder ein die Frantf. 8tg." brauche sich nur an die schmätliche Haltung betrachten, viel zur Verhegung der beiden Länder beitragen Landtagsmandat als Lohn gewiß sind. Das Verhalten der Reden hat als об Anschein, die der Freisinu bei erinnerit, die Annahme legten Landtags und sie in einen Krieg hineintreiben; sie steigern die Spannung, gierung eine politische Glanzleistung wahlen eingenommen habe. Darauf entgegnet nun heute das Frant die im Moment irgend eines fleinen Mißverständnisses zum Kriege der Durchfallskandidatur als furter Blatt, daß es die damalige Haltung des Freisinns ja selbst führen kann. Krieg beginnt felten bei faltem Blut; deshalb werden bewerte, die in offenfimdiger Weise belohnt werden müsse. durchaus nicht gebilligt habe. Als ob es darauf irgendwie ankäme! alle Friedensfreunde es sich angelegen sein lassen, die Aufregung zu Im Jahre 1903 erhielt der bürgerliche Kandidat ebenfalls sofort Sagten wir doch schon in unserer ersten Replit:„ Mit ein paar un- befeitigen. Nichts fann durch britische Prahlerei gewonnen, aber nach der Wahl einen Orden und von seinen Parteigenossen ein verbindlichen Zeitungsphrasen einzelner Blätter ist es nicht vieles gefährdet werden. Man kann nicht annehmen, daß die beiden Landtagsmandat. Da in Zukunft in die sächsische Erste Kammer Politische Geberlicht. " " fie einem fönt Vertreter für Handel und Industrie berufen werden sollen, ist für Herrn Hermsdorf noch Platz frei. Die nötige politische Naivität für einen derartigen Sitz besitzt Herr Hermsdorf. An seiner Ouali- sikation kann also seine Berufung nicht scheitern.— Nationalliberalc Mannhaftigkeit. Eines der nationalliberalen Mitglieder des preußischen W- >zeordnetenhauses, dem der erste Satz der nationalliberalen politischen Ethik—„Das höchste Prinzip ist die Prinzipienlosigkeit"— tief ins Blut gedrungen zu sein scheint, ist Herr E. Schiffer. Die„Preuß. Lehrerztg." macht auf eine recht seltsame Korrektur aufmerksam, die dieser Herr sich in dem amtlichen Stenogramm seiner Schulgesetzrede geleistet hat. Nach übereinstimmenden Berichten verschiedener parlamentarischer Bureaus hat Herr Schiffer seine scharfe Kritik des ländlichen Schul- Vorstandes mit dem Ortsschulinspektor an der Spitze mit den Worten geschlossen:„Der Ortsschulinspektor muß aus dem Gesetz heraus". In dem stenographischen Bericht der Sitzung finden sich aber diese Worte nicht, es ist vielmehr dafür folgender Satz zu lesen:„Wir haben also nicht nur einen regel- mäßig geistlichen Schnlinspektor, sondern einen konfessionellen Stab um den Ortsschulinspektor herum, also geradezu eine Stärkung der viel umstrittenen Stellung, die dem Ortsschulinspektor in der Schul- organisation eingeräumt ist." Eigentümlich nimmt sich nun natürlich folgende Aeutzerung des Abgeordneten Ernst aus: „Herr Kollege Schiffer hat mit einer wohltuenden Eni- schiedenheit gesagt:„Der Ortsschulinspcktor muß aus dem Entwurf heraus 1" Ganz meine Meinung I Ich will hoffen, daß die uationalliberale Partei darauf besteht, daß der Ortsschulinspektor aus dem Entwurf entfernt wird." Herr Schiffer ist übrigens, wie anerkannt werden muß, höchst selbstlos; denn von den paar Sätzen seiner Rede, die nicht nur leere Redensarten enthielten, streicht er noch den vernünftigsten Satz raus. Es gibt doch noch genügsame Menschen!— Gegen die neuen Tabakbesteucrungspläne wendet sich auch der Generalrat des Hirsch-Dunckerschen Gewerkvercins der Zigarren- und Tabakarbeiter mit einem Aufruf, in dem es heißt: Ter Gewerkverein der deutschen Zigarren- und Tabakarbeiter erklärt sich mit aller Entschiedenheit gegen die angekündigten Tabaksteuer-Entwürfe wie überhaupt gegen jede Mehr- belastung des Tabaks und erhebt Einspruch mit der Begründung, daß dadurch die Ausbreitung der allgemein schädlichen Heimarbeit gefördert und die H e r a b d r ü ck u n g der Arbeitslöhne begünstigt, wie der Verbrauch an Tabak- sabrikaten eingeschränkt werde, und darum Arbeitslosig- leit, Not und Elend für die Tabakarbeiter und die damit verwandten Jndustrie-Arbeiter die Folge sein müssen. Ter Generalrat fordert alle Beteiligten der Tabakindustric auf, mit allen Kräften den Kampf gegen jede Mehrbelastung des Tabaks aufzunehmen und zu führen. Es wird vorgeschlagen, daß an jedem Orte, wo Gewerkvcreine sind, öffentlich Protestversamm- lungen abgehalten werden müssen. Die Tabakarbeiter find die schlechtest entlohnten Jndustrie-Arbeiter in Teutschland, Haupt- sächlich infolge der Steuerpolitik der Reichsregierung. Die Gewerkvereine sollten bei der Behandlung der Steuer- frage auch nicht die Ursache der neuen Steuerprojektc übersehen: die Kolonial- und Flottenpolitikl Wenn die Arbeiter- sdstift nicht ständig neue Gefahr laufen will, durch indirekte Steuern geschröpft zu werden, muß sie zugleich die Kolonial- und Flotten- Politik mit allein Nachdruck bekämpfen I Leider reicht aber die Kon- sequenz der Gewerkvereinler zur Anerkennung dieser Folgerung nicht aus._ Klassenjustiz. Dresden, 4. Januar. Mit der Aburteilung der Straßendemonstranten haben es die Dresdener Gerichte, wie schon erwähnt, sehr eilig. Am Donnerstag hatte sich vor dem S ch ö f f e n g e r i ä? t der 4üjährigc, ans Doberitz gebürtige Arbeiter Friedrich Emil Pappelbaum wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt und Uebertretung der Verkehrs- ordnung der Stadt Dresden zu verantworten. Der Angeklagte will am Sonntag, den 3. Dezember, an dem es bekanntlich zu den ersten Straßendemonstrationen kam, nach dem Innern der Stadt gegangen sein, um sich ans dem Altmarkte die Platzmusik an- zuhören. Auf der Wilsdrufferstraße geriet er unter die Straßen demonstranien, die vom Trianon her kamen. Der Gendarm Göpfert. der den Mann schon längere Zeit beobachtet haben will und ihn als einen der Hauptkrakeeler bezeichnet, forderte den An- geklagten auf, wegzugehen, doch vergebens. Pnppelbaum soll viel- mehr den Gendarm ausgelacht und, indem er mil der einen Hand auf den Schutzmann wies und mit der anderen seinen Spazierstock in die Höhe hob, ein lautes Hurra ausgebracht haben, in das die Menge einstimmte. "Darauf schritt der genannte Gendarm zur Arretnr; doch Pappelbaum Iveigerte sich, mit nach dem Polizeigebäude zu gehen. so daß noch ein zweiter Gendarm eingreifen mußte. Dem Trans- port zur Wache folgte ein größerer Trupp Menschen mit dem Rufe „Loslassen!" Der Angeklagte soll auch versucht haben, die am Altmarkt die Schloßstraße absperrende Schutzmannskette zu sprengen. jedoch vergeblich. Der Staatsanwalt beantragte eine strenge Bestrafung, weil das Treiben des Angeklagten, insbesondere sein hartnäckiges Verhalte» gegenüber den Anordnungen der Polizei gerade an einem solchen Tage leicht die schwersten Exzesie hätte hervorrufen können. Das Gericht gab dem Antrage statt und erkannte auf 3 Monate Ge- f ä n g n i s und 3WochenHaft. Während der Verhandlung kam eS zu einem Zwischenfall. Bei der Vernehmung des Gendarmen als Zeuge» rief aus dem Zuhörer- räum der Bruder des Angeklagten. Otto Pappelbaum:„Lüge!" Das Gericht verhängte über ihn eine sofort vollstreckbare dreitägige Haft- strafe. Als er abgeführt wurde, unternahm der Mann auf dem Korridor des Gerichtsgebäudes einen Fluchtversuch, der vereitelt wurde.—_ LanbtagSwahl in Sachsen Weimar. Bei der Landtagscrsatz- Wahl in Ilmenau wurde an Stelle des sozialdemokratischen Abge- ordneten Neidt, der wegen andauernder Krankheit sein Mandat niedergelegt hatte, der Genosse Karl Hauwede in den weimarischen Landtag gewählt. Die Wahl erfolgte durch die bei der letzten all- gemeinen Landtagswahl gewählten Wahlmänner, die in ihrer Mehr- heit sozialdemoiratisch siiid. Dem Landrag gehören nun wieder zwei sozialdemokratische Abgeordnete an.— Kolonialpolitischer Aberwitz. Die„Staatsbürger-Ztg." will nicht nur, daß Deurschland Südrußland annekliert, sie fordert auch die Schaffung dcnlicher Militärlolonien in Afrika. So schreibt sie: „Man verlege zunöchst�ctwa 20 000 Mann Freiwillige nach Südwest, als ackerbauende Soldaten, in Gruppe» über das ganze Land. Man lege Talsperren an und erbohre a r- tefi s ch e s Wasser. Und dann sorge man abermals für Frauen, unr der B a st a r d w i r t s ch a f t ein Ende z u»n a ch e n. Die Miliiärkoloiiisten, die nicht im Lande bleiben wollen, sind stets durch Nachschub z u ergänze n." Welche Geistesverfassung»mß das Blatt seinen Lesern zutrauen, um solchen Blödsinn zu Panier zu bringen. I» den amtlichen Denkschriften ist offen zugestanden worden, daß Südivestafrika al" A cke r b a n kolonie überhaupt t.i leriei Zukunft hat, sondern daß> günstigstenfalls 5000 Viehzüchter ihr Auskommen finden könnten.' Jeder der Ansiedler müsse aber über ein Kapital von mindestens. 20 000 M. verfügen. Tut nichts: das Antisemitenblatt will viermal so viel„ackerbauende Soldaten" angesiedelt wissen. Die An-l siedelungSkoften von 400 Millionen machen ihm ebensowenig Kopf- zerbrechen, wie die noch völlig ungelöste Wasserfrage, Für seinen Leserkreis hält das Blatt das Allerdümmste offenbar für gerade gut genug.—_ Aus der Stadt des heiligen Rockes. Die Entwickelung der modernen Arbeiterbewegung in Trier zu verhindern hat man sich bisher in der Stadt des heiligen Rockes mit allen Kräften bemüht. Namentlich wandte man in ausgedehntem Maße das beliebte Mittel der Lokalabtreibung beziehungsweise der Einschüchterung der Wirte an. Das Organ des bekannten Kaplans Dasbach, die„Triersche Landeszeitung", wachte sorgsam darüber, daß von dieser Praxis nicht abgewichen wurde. Weder siir freigewerk- schaftliche und noch viel weniger für sozialdemokratische Ver- sammlungen und Vereine war infolge des gegen die Wirte geübten Terrorismus ein Lokal erhältlich. Zum größten Schmerz sah man sich aber bald in dieser Hoffnung schnöde getäuscht. Die bösen Roten mieteten zunächst ein an der Peripherie der Stadt gelegenes Lokal und später erwarb eine mittlerweile gegründete Bau- und Erwerbs- genosienschaft ein an günstigerer Stelle gelegenes Gebäude. Nun begann sich die gewerkschaftliche wie die politische Be- wegung in Trier verhältnismäßig gut zu entwickeln. Zwar veuveigerte die Trierer Behörde die Erteilung der offenen Konzession für das Arbeiterheim— diesen Namen hatten die Trierer Genossen ihrem Vereinshaus gegeben—, aber das konnte die Entwickelung des Unternehmens nur vorübergehend hemmen, nicht aufhalten. Man half sich mit der auf die Mitglieder be- schränkten Konzession. Anfangs suchte die Polizei durch fleißige Ver- fügung von Strasmandaten dem Unternehmen das Leben zu erschweren, nahm aber davon Abstand, als sie bei den angerufenen gerichtlichen Entscheidungen mehrfach einen Reinfall erlebte. Die immerhin beschränkten Räume des erworbenen Heims genügten schon nach kurzer Zeit den Ansprüchen der Bewegung nicht mehr. Nach vieler Mühe und mit erheblichen Opfern, die sich die organisierte Trierer Arbeiterschaft auferlegte, gelang es, den Neubau eines etwa 500 Personen fassenden Saales nebst den erforderlichen Herbergs- und Gesellschaftsräumen zu ermöglichen. Am ersten Weihnachtstage wurde der Saal eröffnet. Die Erteilung der offenen Konzession lehnte die Trierer Behörde wiederum ab. Wir leben angeblich im Zeitalter der praktischen Sozialpolitik. Das Verhalten der Trierer Behörde ist eine drastische Jlllistrario» dazu. Durch die Verweigerung der offenen Konzession für das Arbeiterheim hat sie auch die teil- weise Regelung und Besserung der Hcrbergsvcrhältnisse, die in Trier wie kaum in einer zweiten Stadt Deutschlands im Argen liegen, wirksam verhindert. Das Unternehmen des Arbeiterheim selbst kann dadurch freilich nicht in Frage gestellt werden. Am 2. Januar sollte nun in einer öffentlichen Volks- Versammlung im neuen Saale die Fortsetzung eines im sozial- demokratischen Verein vom Genossen Hofrichter begoiillenen ZhkluS von Vorträgen über die Entwickelung des gesetzlichen Arbeiterschutzes in Deutschland erfolgen. Aber der Mensch denkt und die Polizei lenkt. Kaum hatte Genosse Verth, der Einberufer, die Versammlung eröffnet, da erhob sich der überwachende Polizeikommissar und sprach: Ich erkläre die Versammlung siir geschlossen und fordere die An- wesende» auf, das Lokal zu verlassen! Dem Einsprüche des Ge- Nossen Verth dagegen und dem Ersuchen desselben um Angabe der Gründe und der gesetzlichen Bestimmungen, auf die sich dies Vor- gehen stütze, entgegnete der Kommissar, er habe deren Angabe nicht nötig; dann wiederholte er seine Aufforderung zur Räumung des Lokals. Zähneknirschend kamen die Anwesenden dem nach. Die Polizei mußte wohl auf eine große Aktion gerechnet haben, denn außer dem Kommissar und einem Wcichttneister, die sich im Lokale befanden, waren vor demselben nicht weniger als noch sechs weitere Polizcibcamte aufgestellt I Selbstverständlich ist gegen das Vorgehen des Polizeikommiffars Beschwerde erhoben worden. Wenn die Trierer Polizei glaubt, mit solchen Mitteln die Weiterentwickelung der Bewegung in Trier auf- hatten zu können, so dürfte sie bald zu ihrem Verdrusse erfahren, daß sie damit lediglich das direkte Gegenteil der erhofften Wirkung erzielt.—_ Das neue bayerische Wahlgesetz ist gestern auch vom Rcichsrats- ausschuß angenommen worden, und zwar mit 11 gegen 1 Stimme. Ein Antrag Auer zu Artikel 14, statt„relativer Mehrheit"„absolute Mehrheit" einzusetzen, wurde mit 8 gegen 4 Stimmen abgelehnt.— Gendarmen als Erpresser. Der„Weser- Ztg." wird aus Münster i. W. geschrieben: Die Verhaftung zweier Gen- darmen wegen Verdachts der Erpressung erregt hier großes Aufsehen. Der Gendarm Ebel aus Neubeckum und sein in Oelde stattonierter Kollege Schöne hatten in der erwachsenen Tochter des Kolon Kl. Westhoff zu Bauerschaft Vellern den„Spuk", der seit längerer Zeit auf dem W'schen Hofe allerlei Allotria trieb und die ganze Gegend in Auftuhr brachte, erkannt, woraus diese ihnen dann mich alles eingestand. Die geängstigte Mutter glaubte, daß ihre Tochter, die offenbar an Hysterie leidet, eine schwere Gefängnissttafe treffen würde und bot, um das zu verhindern, jeden, der Gendarmen 20 000 Mark Schweigegeldan, welches diese auch annahmen. Ein Verwandter der Familie W. erstattete, als er hiervon erfuhr, sofort Anzeige, worauf die Gendarmen in Hast genommen wurden.— /Zustand* Frankreich. Paris, 5. Januar,(W. T. B.) Der Kolonialminister beschloß, aus Ersparungsrücksichten die Kolonien Martinique, Guadeloupe und Französisch-Guyana unter einem einzigen Gouverneur zu ver- einigen, dessen Sitz in Martinique sein soll. Der Borschlag des Majors Driant betreffend Gründung einer antifreimaurerischen Liga der Tat ist unverzüglich verwirklicht worden. Diese Bereinigung nahm den Namen„Französische Antifreimaurer- Liga" an und besitzt eine Frauengruppe, welche„Liga Jeanne d'Arc" heißt. Als Programm dieser Vereine wird die Boykottierung der Freimaurer auf allen Gebieten, insbesondere bei den Wahlen, an- gegeben.— Zwischen dem(General Percin und Major Driant, dem Schwiegersohn des Generals Boulanger, fand ein Duell aus blanke Waffen statt, bei dem General Percin zweimal verwundet wurde. Veranlassung zu dem Ztveikampf war der von Major Driant im „Eclair" veröffentlichte Artikel, in dem unter anderem General Percin der Angeberei beschuldigt wurde.— Italien. Antimilitarismus. Der nationale Verband der Jung-Sozialisten organisiert in ganz Italien eine Riesenkundgebung zugunsten der in Paris verurteilten Antimilitaristen. Der freigesprochene italienische Sozialist Cipriani hat einen neuen Maueranschtag in Paris anbringen lassen, worin dieselben Aeußcrungen, die Anlaß zu dem ersten Prozeß gaben, wiederholt werden. Der neue Anschlag enthält noch folgenden Zusatz:„Durch meine Freisprechung haben mir die Geschworenen das Recht zugestanden, meine Propaganda fortzu- setzen. Ich inache Gebrauch von diesem Recht." Es heißt, daß dem- nächst in Paris und in der Provinz neue antimilitaristische Mauer- anichläge verbreitet werden sollen, die Tausende von Unterschriften tragen.— Spanien. Sevilla, 5. Januar.(SB. T. B.) Tie Lage der Arbeitslosen ist ernst An mehreren Stellen sollen Arbeitslose auf den Märkten sich gewaltsam Lebensmittel genommen haben. Die städtischen Be- Hörden verteilen Unterstützungen. Ter Gouverneur hat die Re- gierung gebeten, öffentliche Arbeiten in Angriff zu nehmen. Alter schützt vor Torheit nicht. Der frühere Präsident des Unterhauses, Marquis Armijo, forderte den bisherigen Premier- Minister Montero Rios zum Pistolenduell heraus!— Rios ist 77, Armijo gar 82 Jahre alt!— England. Rederitis. Nachdem bekannt geworden ist, daß Eduard kommenden Montag die Auflösung des Parlaments verkünden will, legen Minister, Staatssekretäre usw. in Versammlungen ihre Meinung über die politische Lage dar. Am Donnerstag sprach der Kriegsminister Haidane in London über den SLert einer leistungsfähigen Armee, mil der man auch überseeische Expeditionen ausführen könne II Sluch auf den Ausbau der Miliz und des Freiwilligenkorps solle mehr Sorgfalt verwendet werden. Haldane erklärte ferner, daß Campbell-Bannerman ihn zu der Erklärung ermächttgt habe, er, Campbell-Bannerman, lege dieser Leistungsfähigkeit einen solchen Wert bei, daß er dazu bereit sei, mehr Geld auszugeben, wenn es die Umstände erforderten, und mehr Leute zur Erhöhung dieser Leistungsfähigkeit zu verlangen. Der Premierminister habe ihm darin freie Hand gelassen. Der Kriegsminister fügte noch hinzu, daß die Marine so stark bleiben müsse, wie sie es heute sei.— Am selben Tage sprach der Unterstaatssekretär im Kokomalamt Churchill in Manchester und führte aus, daß die Regierung, wenn sie sich halten sollte, die Pflicht habe, die Kolonien davon in Kenntnis zu setzen, daß England kein Uebereinkommen zum Zwecke einer Vorzugsbehandlung treffen könne, daZ einen Schutzzoll auf Lebens- mittel legen würde I Die Regierung werde so bald wie möglich die Leitung der Transvaalpolitik dieser Kolonie selbst überlassen I! Weiter erklärte Redner, die Regierung werde nur im Slmte bleiben, wenn sie eine wirkliche Mehrheit erlange, die sie instand setze, sich mit Ehre und Würde im Parlament zu halten. Zur selben Zeit hielt der Schatzkanzler Asquith in Sheffield eine Rede, in der er erklärte, im Zeitraum von zehn Jahren hätten die nationalen Ausgaben sich von 108 aus 151 Millionen Pfund Sterling vermehrt. Zur Hälfte sei diese Erhöhung auf Rechnung der Slrmee und der Flotte zu setzen. Die Gesamtsumme der Ver- bindlichkeiten des Staates sei innerhalb dieser zehn Jahre von 645 auf 791 Pfund Sterling angewachsen. Es sei weiter Spielraum für eine Verminderung der Steuerlasten, aber eine solche sei nicht möglich ohne Einschränkung der normalen Ausgaben. Es sei die Hoffnung und die Absicht der gegenwärtigen Regierung, mit allen mögluhen Mitteln das Ziel der E-parsamkeit anzustreben ohne die tatsächliche Leistungsfähigkeit der nationalen Verteidigung zu schwächen II— Bezüglich der Homerulefrage erklärte Asquith, der Versuch, eine im Streit um den Freihandel erlangte Mehrheit dazu auszunutzen, um das Homerulegesctz durchzubringen, würde nicht ehrenhaft sein. Endlich sprach noch der Minister des Slenßeren Sir Edward Greh in Zllnwick(Grafschaft Northumberland) und gab die nichts- sagende Erklärung ab, die Regierung werde die Verpflichtungen der früheren Regierung gegenüber fremden Mächten ihrem Geiste und ihrem Buchstaben nach erfüllen. Nur Chamberlain kam nicht zu Worte I Er wollte, gleichfalls am Donnerstag, in einer großen Versammlung zu Derby sprechen; fortwährende Unterbrechungen zwangen ihn jedoch, seine Siede ab- zubrechen. Danach kam es sogar zu einer Schlägerei zwischen Pro- und Slnti-Chamberlainiancrn.— DaS Personal der neuen Regierung. London, 3. Januar.(Eig. Ber.) In einer der letzten Nummern des„Labour Leader" gab Keir Hardie einige Charakterskizzen des Personals der nenen Regierung, die nicht ohne Interesse sind. Der liberale Charakter der neuen Regierung leidet darunter, daß siebzehn ihrer Mitglieder— Lords sind. Auch der Premierminister Sir Henry Campbell-Bannerman wurde in Torh-Ueberlieferungen erzogen; er ist klug und umsichtig, aber auch ausweichend in Fragen, die seinem bürgerlichen Empfinden fernliegen. Der hervorragendste Radikale der Regierung ist John Morley(Sekretär für Indien), der— ebenso wie John Burns— dem Volke nicht traut. Was ihr Temperament betrifft, so gibt es kaum zwei Menschen, die sich unähnlicher wären: Morley ist philosophisch, zurückhaltend und pedantisch; BurnS ist eigensinnig, impulsiv und ungestüm; aber— wie gesagt— sie sind sich gleich in ihrem Mißtrauen gegen die Demokratie. Morley entwickelt sich immer rückwärts zu einem Narren und fruchtlosen Individualismus. Als Sekretär für Irland(1892—05) hat er nichts geleistet, und es ist kaum zu hoffen, daß sein Name init irgend einer Verbesserung der Lage Indiens verknüpft sein wird. Das größte Interesse konzentriert sich um John Burns. In seinen ftüheren Jahren focht er tapfer für den Sozialismus, aber er erwies sich nicht als der Mann, der ein gefährliches Unternehmen leiten oder in einer Krise allein stehen könnte. Wa§ Asquith(Finanzminister) und Haldane(Kriegsminister) be- trifft, so ist es allgemein bekannt, daß beide kaltblütige Reaktionäre sind. Mit dem Bekenntnis des Liberalismus auf ihren Lippen, sind sie Despoten im Herzen. Von Herbert Gladstone als Minister des Innern und Sydney Buxton als Generalpostmeister darf man hoffen, daß die Arbeiterschutzgesetze und das Prinzip der menschenwürdigen Behandlung der Staatsbeamten in ihren Ressorts gewissenhafte An- Wendung finden werden.— Eine neue Zeitung wird vom 15. Januar an in London er- scheinen. Sie heißt„The Tribüne" und wäre die erste größere Tageszeitung des englischen Liberalismus. Das neue liberale Kabinett scheint sich in seiner Positton sehr sicher zu fühlen; denn wen» auch offiziell bestritten wird, daß die Zusainmeiisetzung des jetzigen Ministeriums in irgend welcher Be- Ziehung stehe zu der Gründung von„The Tribüne", so ist trotzdem ein gewisser innerer Zusammenhang niiverkennbar; jedenfalls wären die schon etwa ein Jahr schwebenden Verhandlungen ohne die jüngste Kabinettsbildung kaum gerade zu diesem Zeitpunkte zum Abschluß gelangt. „The Tribüne" soll ein Kapital von 6 Millionen Marl hinter sich haben und scheint ein echt-englisches Gewächs mit allen Tugenden und Untugenden der englischen Presse werden zu wollen.— Asien. Russen i» Japan. Nach Beendigung deS russisch- japanischen Krieges hat eine große Anzahl russischer Kriegsgefangener an die japanische Regierung das Ersuchen um Naturalisation gestellt! Dem „Sozialist" zufolge beläuft sich die Zahl der Russen, welche eS vorziehen, der Nation der„Gelben Teufel" beizutreten, anstatt in ihr teures Vaterland zurückzukehren, auf insgesamt 12 800!— Amerika. In San Domingo bestehen Unruhen. Der Präsident Senor Morales wurde verjagt; eine geordnete Regierung ist nicht vor- Händen, und in Washington glaubt man, daß ein amerikanisches Prolektorat über San Domingo notwendig sein werde. Die kleme Republik ist schwer verschuldet, und Roosewelt hatte schon vor Jahressrift einen Vertrag mit San Domingo abgeschlossen, nach welchem die Amerikaner die Regelung der finanziellen Angelegen- heilen übernehmen sollten. In die Zollämter kamen amerika- nische Beamte, und ein Teil der Zolleiniiahmen wurde für die Gläubiger San Domingos sichergestellt. Der Senat versagte aber zu den Abiiiachungeii Roosevelts seine Genehmigung und ist auch heute noch nicht geneigt dazu,„Gelder für fremde Nationen einzu- kassieren", wie sich einige Senatoren ausdrückten. Der Senat ließ Roosevelt im Stich, weil er sich nicht vorher bei den Senatoren Rats erholt hatte. Tlndercrseits will der Senat die Einmischung fremder Nationen in San Doniingos Angelegenheiten cbensoweiiig gestatten wie Roose-> velt. Das Verhältnis der Vereinigteil Staaten zu San Domingo ist also noch ein problematisches, drängt aber jetzt durch die aus- gebrochene Rebellion gegen MoraleS, der ganz für die Amerikaner eintrat, zu einer Klarstellung.— Aus der Partei. In den Sozialistischen Monatsheften" Solemisiert Genosse v. Elm gegen die vermeintliche Auffassung der„ Vorwärts" Redaktion über den Generalstreik und leistet sich dabei folgenden Satz: ,, Eine Erklärung dieser Erscheinung kann man vielleicht finden in dem Milien und dem ganzen Charakter der Berliner Bevölkerung, in der die Macht der Phrase allen, von den Spigen bis zum kleinsten Schusterjungen, Gemeineigentum ist. Wenn auch jeder sich über die gepanzerte Faust des anderen lustig macht, berauschend flingt's doch, wenn man in Wort und Schrift der herrschenden Gesellschaft den Donner der Revolution um die Ohren sausen läßt. Wer da nicht mitschreit, ist Revisionist oder verhöhnt, wie die neueste Phrase lautet, die Majestät des Proletariats." Wäre diese tiefsinnige" Betrachtung über den Berliner Bolfscharakter nur eine allgemeine Redensart, um auf billige Weise Beifall zu erhaschen, so fümmerten wir uns nicht darum, so weit aber die Berliner Parteigenossenschaft hierbei mitbetroffen werden soll, erheben wir nachdrücklichst Protest. Es ist doch nicht etwa das Vorrecht eines Abgeordneten unserer Partei, in so leichtfertiger Art Vorwürfe gegen eine Parteigenossenschaft zu erheben, die bisher in jeder Weise ihre Schuldigkeit getan hat und auch ferner tun wird. Wenn durch derartige Anwürfe der Glaube genährt wird, daß einzelne Genossen systematisch gegen die Berliner Parteigenossenschaft hegen, um ihre Eigenbrödeleien möglichst dahinter zu verdecken, so ist das nicht Schuld der Berliner. Das mag sich aber der Genosse v. Elm und tutti quanti gefagt sein lassen: Die Berliner Parteigenossenschaft wird ihren Weg gehen und ihre Pflicht erfüllen, ohne daß alle Augenblicke irgend eine alte Zante in der Partei ihre Betrachtungen und Warnungen den Berlinern vorsingen muß. Der Aktions- Ausschuß Berlins. Sozialdemokratische Marinenachrichten. Die Barkasse Hamburger Echo" hat in Wilhelmsburg das Winterquartier bezogen. Sie liegt an der Werft von C. Breuning und wird bei höherem Wasserstand auf Helgen gelegt. Beina he hinausbugfiert. Wegen Beleidigung des Radeberger Stadtverordnetenkollegiums wurde Genoffe Braune in Radeberg bei Dresden, der vor kurzem als erster Sozialdemokrat ins dortige Kollegium gewählt wurde, vom Schöffengericht zu 100 M. Geldstrafe eb. 10 Tagen Gefängnis nebst Tragung der Kosten verurteilt. Das Verbrechen" B.3 soll darin bestanden haben, daß er in einer Stadtverordneten- Wahlverfammlung geäußert hat:" Sie scheinen das ganze Jahr zu schlafen!" Der Angeklagte bestritt, daß diese Aeußerung dem Stadtverordnetenfollegium galt; er habe sie in bezug auf das dortige Bürgertum getan. Die Ueberwachenden und ein anderer Zeuge fagten indes aus, daß nur das Stadtverordnetenkollegium gemeint sein tönne. Das Gericht gelangte denn auch zur Verurteilung. Die Sache hat einen sehr pikanten Beigeschmack. Die rebidierte fächsische Städteordnung fieht vor, daß Städtväter, die eine Freiheitsstrafe zu verbüßen haben, aus dem Kollegium auszuscheiden haben. Vielleicht hat so manchen Gegner unserer Partei die stille Hoffnung beseelt, auf diesem ungewöhnlichen Wege den unbequemen Hecht im Starpfenteiche wieder los zu werden. Um diese Hoffnung sind sie uun ärmer. Gewerkschaftliches. Unverschämtes Betragen." Dem entlassenen städtischen Arbeiter Reiche It in Breslau hat man ins Zeugnis als Entlassungsgrund zu schreiben gewagt: Unverschämtes Betragen! Iöhne bon 18 bis 15 Mart, wie bei der Promenade, 1 worden. Sie berlangten Rohnerhöhungen von 10-15 Broz., fos Kanalisation, Straßenmeistereien usw. haben und fortige Wiedereinstellung der verheirateten streifenden Arbeiter, Ents einer Teuerungszulage dringend bedürfen. lassung des tyrannischen Direktors Funt und des gesamten gleichSchließlich erklären die Versammelten, daß sie durch die wertigen preußischen Aufsichtspersonals. Der Fabrikant KommerzienAusführungen des Oberbürgermeisters mehr wie je davon rat Solve gab gleichzeitig die Zusicherung, von nun an auf eine überzeugt sind, daß sie sich unbedingt zusammen bessere Gestaltung der Beziehungen zu den Arbeitern bedacht zu sein, schließen müssen, um ihr Koalitionsrecht gegenüber dem auch hat er noch weitere Lohnerhöhung in Aussicht gestellt. Der Magistrat und ihren Vorgesetzten zu verteidigen. Sie geloben 60fache Millionär scheint aus dem Streik doch etwas gelernt zu deshalb treu auch weiterhin zum Gemeindearbeiter haben. verband und seinem Leiter Mehrlein stehen zu wollen und Die Buchdrucker in Aaran haben ihren Streif erfolgreich beendet, nicht eher zu ruhen, bis sie die Anerkennung ihrer Organisation die Buchdrucker in Bern auf gütlichem Wege eine Zeuerungszulage vom Magistrat errungen haben." erlangt. " Dic Berlin und amgegend. Landesorganisation der Feldarbeiter Ungarns. Wie unserem Die Hausdiener, Bader und Kutscher der Firma G. Regeler Wiener Parteiorgan aus Budapest geschrieben wird, haben die vor u. Co., Ritter str. 71/75( Emaille- Engros), haben am Dienstag acht Jahren geschaffenen infamen Gesetze gegen die Feldarbeiter, die die Arbeit einmütig niedergelegt. Der Grund hierzu war kurz jede Lohnbewegung in der Landwirtschaft im Seime ersticken sollten, folgender: Schon seit langer Zeit und zu wiederholten Malen ver- den Agrariern eine Enttäuschung gebracht. Die Schandgefeße versuchten die bei genannter Firma tätigen Hausdiener, Packer fagen einfach. Es will eben heutzutage doch nicht mehr geund Kutscher ihren erbärmlichen Verdienst etwas zu ver- lingen, das ländliche Proletariat wie in den„ guten Zeiten" bessern, indem sie bei der Geschäftsleitung einzeln und der Hörigkeit und Leibeigenschaft bei langsamem Verhungern an zu verschiedenen Zeiten um Bulage nachsuchten. Diese Bitten die Scholle zu fesseln. Nach den statistischen Daten des Ackerbauwurden seitens der Geschäftsleitung stets zurückgewiesen unter dem minifteriums beträgt das Jahreseinkommen des ungarischen FeldVersprechen, daß zum Weihnachtsfest eine Verbesserung der Löhne arbeiters( ohne Verpflegung) im Durchschnitt 300 Kronen. stattfinden werde. Das Fest der Liebe kam und es gab Zulagen Feldarbeitergefeße bewirften vorerst die Zunahme der Ausvon 25, 50 und 75 Pfennige pro Woche!!! Die Weih- wanderung und im verflossenen Sommer kam es den drakonischen nachtsfreude und alle schönen Jllufionen der Arbeiter waren wie Bestimmungen der Schandgesetze zum Troß in vielen Gegenden des durch einen Nachtfrost vernichtet; die im stillen schon lange vor- Landes zu Schnitterstreils, die teilweise von Erfolg für die Arbeiter handene Gärung fam zum Ausbruch. Die Enttäuschten waren. Hätte man das Gesez prompt eingehalten und die Streifenden beschlossen nunmehr, der Firma Wünsche schriftlich massenhaft ins Loch gesteckt, so wäre in gar manchen Fällen die Ernte formuliert vorzulegen und wählten hierzu eine Kommission. mittlerweile auf den Feldern verfault. Jedoch der Arbeitgeber entließ furzerhand den Sprecher der Die Feldarbeiter haben also endlich gelernt, auf das Gesetz zu Kommission!( a la Bender- Breslau). Diese Provotation pfeifen", und hoffentlich gelingt es nun bald, sie einheitlich zu ließen sich die so leidenschaftslosen Arbeiter aber doch nicht gefallen organifieren. Der Minister des Innern hat dieser Tage die und erklärten sich mit dem Entlassenen einmütig solidarisch. Die Statuten des Landesverbandes der Feldarbeiter Ungarns genehmigt. feitens der Kommiffion unter Hinzuziehung eines Vertreters des Die neue Organisation wird ihre Zentrale in Budapest haben und in Handels- und Transportarbeiterverbandes nachgesuchten Verhandlungen jeder Gemeinde ohne weiteres Filialen errichten können, wobei es fanden statt, scheiterten jedoch daran, daß die Firma nur die ihr gefälligen allerdings die willkür der Stuhlrichter und Polizeihaupleute zu Arbeiter wieder einstellen wollte. Die Firma versucht nunmehr, überwinden geben wird. Die Organisation plant vorerst, das ihre Arbeitskräfte durch Annoncen in den bürgerlichen Blättern zu Arbeitsvermittelungswesen in die Hand zu bekommen, die Abschließung ersezen, auch sollen aus Thale a. H. und Angermünde der Arbeitsverträge zu beeinflussen und damit die Lohnfämpfe zu Emaillearbeiter eingetroffen sein, welche bei der Firma Arbeits- führen. Sonderbarerweise nehmen die Agrarier diese Meldung ohne Die Löhne der Streikenden Betergefchrei auf; vielleicht haben diese Herrschaften denn doch erwilligendienste verrichten. betragen pro Woche 15-21 Mart mit einer Ausnahme. kannt, daß die bisherigen Zustände unhaltbar sind. Die sozialdemo Die Arbeitsräume befinden sich in den Kellerräumen des fratische Partei hat für den 14. d. m. eine Landeskonferenz der Grundstücks, in welchen naturgemäß den ganzen Tag Licht Feldarbeiter nach Budapest einberufen, auf der die Konstituierung brennen muß und in welchen sich Dünste der gefähr- des Verbandes erfolgen soll. lichsten Art entwickeln. Troz der Versicherung des Inhabers, Ein neuer Tarifvertrag der Schuharbeiter Kopenhagens. Dic daß die Arbeiten der Hausdiener usw. in seiner Firma keine schwere Schuhwarenfabrikanten in Kopenhagen haben sich doch noch bereit fei, wird selbst derjenige, welcher fein Arbeiterfreund ist, zugeben müssen, daß ein Lohn von 15 und 21 Mark nicht im stande ist, einem ledigen Menschen ein halbwegs menschenwürdiges Dasein zu bieten, geschweige denn einem Familienvater. Die Streifenden ersuchen bringend um Fernhaltung von Zuzug. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten! Ueber die Differenzen zwischen dem Verband deutscher Gastwirts gehülfen und Herrn Tranz, Inhaber der" Prachtsäle des stens", Frankfurter Allee Nr. 151/52, ist am Freitag unter der Leitung des Ausschusses der Gewerkschafts tommission verhandelt worden. gefunden, einen für die Arbeiter annehmbaren Tarifvertrag abzuschließen. Der Minimallohn der über 20 Jahre alten Arbeiter wurde auf 35 Dere festgesetzt; er betrug bisher 30 Dere. Für die jüngeren Arbeiter wurden Minimallöhne von 25 und 27 Dere, vom nächsten Jahre ab 28 Dere, festgesetzt. Der Lohn der selbständig tätigen Arbeiterinnen wurde von 20 auf 22 Dere erhöht und steigt im nächsten Jahre auf 23, im folgenden auf 24 Dere. Die übrigen haben ebenfalls dementsprechende Lohnzulagen Arbeiterinnen erhalten. Ebenso ist der Affordtarif in einzelnen Punkten verbessert worden. Der Tarifvertrag ist auf drei Jahre abgeschlossen, und am 3. Januar von den Generalversammlungen beider Parteien angenommen worden. Eine Einigung tonnte jedoch nicht erzielt werden, da Herr Tranz die vom Ausschuß unterbreiteten Vorschläge ablehnte und die von ihm selbst im Laufe der zweistündigen Berhandlungen Letzte Nachrichten und Depeschen gemachten Zugeständnisse wieder zurüdzog, so daß die Einigungsversuche als gescheitert abgebrochen werden mußten. " Deutfches Reich. 17 Hamburger Wahlrechts- Versammlungen. Hamburg, 5. Januar.( Privatdepesche des Vorwärts".) Die Tarifbewegung der Dresdener Photographengehülfen ist nun- Die am heutigen Abend stattgehabten Protestversammlungen mehr mit gutem Erfolg für die Gehülfenschaft abgeschlossen. 39 Firmen, die insgesamt 123 Gehülfen beschäftigen, haben den der Arbeiterschaft des Hamburger Staatsgebietes waren Tarif unterschrieben; 4 Ateliers mit 9 Gehülfen haben den Tarif wohl sämtlich überfüllt. In der Stadt Hamburg selbst fanden drei ihrem Lohn- und Arbeitsverhältnis zugrunde gelegt, sich aber geweigert, Versammlungen statt, in denen die Bürgerschaftsmitglieder mit der sozialdemokratischen" Organisation einen Vertrag abzuschließen, to Iten, Fischer und Schaumburg dem„ klugen" während 7 Firmen mit 10 Gehülfen es für gut halten, ihre Gehülfen auch Plan der Wahlrechts- Kommission die verdiente Würdigung fernerhin mit Gehältern von 50 bis 60 M. pro Monat abzuspeisen. auteil werden ließen. Wie Genosse Fischer in einer der VerBei Beginn der Bewegung waren in Dresden 93 Gehülfen beschäftigt, fammlungen mitteilte, beabsichtigen die Hamburger PfefferNacht dauern sollte, die Vorlage durchzupeitschen.( Die Hamburger Bürgerschaft scheint von den Zollwucherparteien des Reichstages, die in der Adventsnacht des Jahres 1902 den Bolltarif durchdrückten, gelernt zu haben. Red. d.„ Vorw.") In allen Versammlungen wurde nachstehende Resolution einstimmig angenommen: Das dem Manne, der den aufrechten Mut hatte, seine fich die Zahl der Gehülfen in Dresden bedeutend vermehrt. Was fade am 17. Januar in einer Sigung, auch wenn sie die ganze Ehre gegen einen Dr. Bender zu verteidigen, gegen den Dr. Bender, der sich einen Freisinnigen nennt und das freie Wort nicht mag, gegen den Dr. Bender, der die organisierten Arbeiter hergelaufene Agitatoren" nennt, und aus Ostpreußen fam, um in Breslau Oberbürgermeister zu werden. Dieses Breslau aufgepfropfte Reis ostpreußischer Kultur besitzt selbst ein mimosenhaftes Feingefühl. Die am 5. Januar tagende Volfsversammlung ist entschlossen, mit allen verfügbaren Machtmitteln jedem Versuch, die spärlichen Boltsrechte zu schmälern, entgegenzutreten; sie wird deshalb den Kampf gegen den geplanten Wahlrechtsraub energisch durchführen und zugleich der Forderung eines freiheitlichen Ausbaues unferes Staatswesens Geltung verschaffen. Dem reaktionären Treiben der Wahlumstürzler setzt sie die Forderung des allgemeinen gleichen und direkten Wahlrechts entgegen. eine Organisation leisten kann, ist am besten daraus zu ersehen, daß in den Ateliers, wo sich organisierte Gehülfen befinden, der Tarif glatt durchgedrückt wurde, während die 10 für einen Schindlohn arbeitenden Gehülfen dem Verbande nicht angehören. Ilm den Tarif zur Anerkennung zu bringen, wurden in einigen Geschäften die Ueberstunden verweigert, in einem Geschäft streikte der eine dort beschäftigte Gehülfe zwei Tage, dann wurde auch dort der Tarif anerkannt. In den meisten Dresdener Ateliers war das nicht nötig. Der Tarif enthält u. a. 9 stündige Arbeitszeit, 80 M. Minimallohn nach In einer von weit über tausend städtischen Arbeitern be- beendeter Lehrzeit, 100 m. nach zweijähriger Gehülfenschaft, Besuchten Versammlung zu Breslau versuchte der liberale Herr zahlung der leberstunden bis 11 Uhr mit 25 Broz, nach 11 Uhr Justizrat Feige eine Lanze für seinen bürgermeisterlichen mit 50 Proz. Aufschlag, Bezahlung der Adventsonntagsarbeit, RegeGesinnungsgenossen zu brechen: Der Oberbürgermeister sei lung der Sonntagsarbeit, Einführung eines Affordtarifes und Einwohl manchmal ein wenig zu scharf, das liege aber nur ſegung eines paritätischen Tarifamtes. Um auch die letzten Firmen daran, daß Bender eine kräftige Natur sei, die keinen Wider- zum Nachgeben zu bewegen, fordern die organisierten Photographen spruch verträgt.( Stürmische Shorufe.) Sie unterbrechen mich Dresdens alle Kollegen und Kolleginnen auf, sich vor Annahme einer mit vollem Recht, denn er sollte tatsächlich mehr die Meinung Stellung erst bei dem Vorsitzenden der Tariflommission G. ReinDie Revolution in Rußland. anderer hören und verstehen können. Aber er habe nun ein- hardt, Dresden- A., Bürgerwiese 7, part., näher zu erkundigen. Warschau, 5. Januar.( B. H.) In Wierzbu wurde des mal ein besonders ausgeprägtes Ehrgefühl Nachts das Stationsgebäude geplündert, sowie die Bücher und die ( Zuruf: Haben wir auch!) und deshalb müsse man ihn nicht unnötigerweise angreifen, sondern dieses Ehrgefühl Kürzlich haben die katholischen Arbeitervereine des Regierungs- Apparate vernichtet. Auch auf mehrere andere Stationsgebäude der hochschäßen.- Ein Ehrgefühl also, das die Gefühle bezirks Aachen auf Antrag zweier Kapläne folgende Beschlüsse Strede. wurden lleberfälle verübt. Lemberg, 5. Januar.( B. H.) Aus Warschau wird begefaßt: anderer nicht zu schäzen weiß! 1. In Zukunft dürfen keine Mitglieder Hirsch Dunder- richtet, daß in der Bahnstation Starzysta der Magazinvorsteher dura) scher Gewerkvereine mehr in katholische Arbeitervereine einen Pistolenschuß getötet worden ist. Der Täter ist unbekannt. aufgenommen werden; 2. es sollen in den katholischen Arbeiter- Der Versuch, die Bahnstation in die Luft zu sprengen, mißlang. bereinen mehr als bisher die Ziele der Gewerkschaften bekannt gemacht und darauf hingewirkt werden, daß die Mitglieder den christlichen Gewerkschaften zugeführt werden. Wenn in dem Augenblicke, als die tausend Arbeiter erfuhren, was man dem Kameraden, der ihre Interessen vertrat, in den Entlassungsschein schrieb, diese Leute ihrem Bürgermeister ein Zeugnis auszustellen hatten, es wäre in der Form weniger beleidigend, in der Sache schärfer ausgefallen! Das besonders ausgeprägte Ehrgefühl" der Arbeiter hält sie gleich fern von niedriger Kriecherei wie von unverschämtem Betragen! Hirsch- Dunckersche Bittfahrt zu Kardinal Fischer. Väterchen ,, stellt amtlich fest". Petersburg, 5. Januar.( B. H.) Die Regierung stellt auf Grund amtlicher Informationen fest, daß die fremden Korrespondenten und auch zum größten Teil die russischen die Ereignisse in Die Berichte Moskau in tendenziöfer Weise aufgebauscht haben. über Brände und Meutereien verschiedener Truppenteile sind teils vollständig erfunden, teils sehr übertrieben wiedergegeben. „ Alles ruhig." Diefe Beschlüsse scheinen dem Mitgliederbestande des HirschDunderschen Gewerkvereins der Maschinenbau- und Metallarbeiter im Aachen- Eschweiler Industriegebiet empfindlich geschadet zu haben. Wie unserem Kölner Parteiblatt, der Rheinischen Zeitung", mit geteilt wird, hat jetzt der Hauptvorfizende des genannten GewerkDie Versammlung der Breslauer städtischen Arbeiter nahm vereins, W. Gleich auf, bei dem Kardinal- Erzbischof Fischer Bukarest, 5. Januar.( B..) In Nikolajew haben Fabrik einstimmig folgende Resolution an: in Köln, dem Oberhaupte der westdeutschen katholischen ArbeiterDie heute, den 3. Januar 1906, im großen Saale des vereine, um eine Audienz" nachgesucht und diese auch erhalten. Db arbeiter große Ausschreitungen begangen. Als der Polizeichef Gewerkschaftshauses tagende außerordentlich gut besuchte Ver- es ihm gelungen ist, den Sardinal zu einer Rüdgängigmachung der Truppen requirieren wollte, wurde er erschossen. Fürs allgemeine gleiche Wahlrecht. sammlung der städtischen Arbeiter aller Berufe protetestiert gegen seiner Genehmigung unterliegenden Beschlüsse zu bewegen, ist nicht Die Ver- bekannt geworden. die Entlassung ihrer Kollegen Reichelt und Böhler. die Hirsch- Dunderschen Es lennzeichnet Helsingfors, 5. Januar.( B. H.) In ganz Finnland haben dieser sammelten bedauern das arbeiterfeindliche Verhalten des Ober- Organisationen, daß fie so wenig innere Werbekraft und Tage Rundgebungen zu gunsten des allgemeinen und gleichen Stimm bürgermeisters Bender und des Breslauer Magistrates, das mit Wiederstandsfähigkeit befigen, daß sie zu solchen Mitteln greifen rechts stattgefunden. In Helsingfors nahmen 15 000 Personen an der Verfügung des Magistrates vom 18. April 1902, bas Koalitions- müssen. bem Umzuge teil, obgleich eine Kälte von 20 Grad herrschte. Die recht der städtischen Arbeiter betreffend, in völligem Wider= Demonstranten fangen revolutionäre Lieder; ähnliche Umzüge fanden spruche steht. 353 Lohnkämpfe find im Jahre 1905 in der Schweiz verzeichnet in anderen Städten statt. Die versammelten städtischen Arbeiter aller Stategorien er worden, wovon 110 Streits, 192 Lohnbewegungen, 42 Sperren und warten, daß die Stadtverordneten Versammlung 9 Aussperrungen waren. Weitaus die meisten dieser Kämpfe endeten Rache für Unterdrückung. Petersburg, 5. Januan( B. S.) Nach einer hier einüber ihr foalitionsfeindliches Verhalten zur Rechenschaft zieht und wurde die Arbeitszeit von 11 auf 10, von 10 auf 91%, und 9 Stunden getroffenen Nachricht ist das bereits im Jahre 1300 erbaute Schloß die brutal Hinausgeworfenen wieder einstellt. Sie erklären besonders, daß sie die gemaßregelten Kollegen reduziert und fo Millionen freier Stunden für die Arbeiterschaft Groß- Pop in Livland im Kreise Wolmerscher von einer Anzahl Reichelt und Mohaupt trotz der ihnen vom Oberbürgermeister errungen; besgleichen durch die Minimallöhne und Lohnerhöhungen Revolutionäre zerstört worden. Millionen Franken zur Erhöhung des gesamten Lohneinkommens. Bender vorgehaltenen Strafen für Ehrenmänner und ihres Bertrauens auch weiter für würdig halten. Husland. Ein Zusammenstoß. wit dem Abschlusse aahlreicher Tarifverträge ist die Fixierung des Szatmar, 5. Januar.( B. H.) Anläßlich einer hier stattWeiter spricht die Versammlung der Deputation ihre Aner Arbeitsvertrages erst zur Wahrheit geworden. Die schweizerische gehabten politischen Versammlung fam es zwischen den Teilnehmern fennung für die Wahrnehmung ihrer Interessen aus, wobei fie Gewerkschaftsbewegung hat einen bedeutenden Aufschwung erfahren. und der Gendarmerie zu einem blutigen Zusammenstoß, wobei der nochmals das negative Resultat der Unterredung bedauert. DeDer Streit im Walzwerk Solve in Thun( Schweiz) ist nach zirka Kommandant und zwei Gendarmen lebensgefährliche Verlegungen sonders im Interesse derjenigen städtischen Arbeiter, die Wochens achtwöchiger Dauer mit dem teilweisen Erfolg der Arbeiter beendet erlitten. Berantw. Redak Hans Weber, Berlin. Irferatenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Nr. 4. 23. Jahrgang. " 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mitzu Sonnabend, 6. Januar 1906. Entscheidung über den Konflikt im Beleidigungsprozeß gabe dessen, was das„ Berl. Tagebl." in der Nummer bom endgültigen Ausgang des Rechtsstreites, der von Bedeutung ist für gegen Geheimrat Dr. Pfeiffer. 3. Januar, Abendausgabe, in dieser Sache schrieb, nämlich die Konzentration in der Großindustrie, darf man immerhin gespannt sein. pörtlich folgendes: Die Eisenbahnverwaltung und das Kohlensyndikat. Wie wir Schutz der nationalen Arbeit. Da im deutschen neuen Zolltarif in unserer heutigen Frühnummer meldeten, ist auf der letzten der Zoll auf Uhrenbestandteile stark erhöht ist, verlegt die badische Sigung des Rheinisch- Westfälischen Kohlensyndikats von diesem Uhrenfabrik in Furtwangen ihre Fabrikation nach Mailand. Wir die Nachlieferung von zirka 89 000 Tonnen Dienstfohlen an die sehen also, daß die Erhöhungen unserer Zollsätze nicht nur indirekt, Eisenbahnverwaltung abgelehnt worden. Dieser Beschluß wurde weil die Nachbarländer ebenfalls ihre Rüstung verstärkten", sondern damit begründet, daß die Eisenbahnverwaltung durch die uns auch direkt die deutsche Industrie zur Ausivanderung veranlaßt. Es genügende Wagenstellung selbst Schuld an dem Ausfalle der mag hierbei auch noch auf die andere Folge unserer HochschutzzollStohlen trage. Wir haben Gelegenheit genommen, an zuständiger politit hingewiesen werden. Die Verschlechterung der LebensStelle über diesen Vorfall Erkundigungen einzuziehen. Wie uns bedingungen unserer Fertigfabrikation wird naturgemäß einen Teil dabei mitgeteilt worden ist, hat die ganze Angelegenheit in der der in ihr beschäftigten Arbeiter zwingen, auszuwandern oder sich, Zwischenzeit bereits ihre Erledigung gefunden. Die Eisenbahn- soweit als möglich, anderen Branchen zuzuwenden. Das bedeutet, verwaltung hat in der Zeit um Weihnachten Gelegenheit gehabt, daß wir eine Einbuße an Kräften erleiden, die nicht ohne im westlichen( Gebiet sowohl als in Oberschlesien ihre Lager wieder weiteres auszugleichen ist, wenn die äußeren Umstände sich einer mit genügenden Vorräten aufzufüllen. Die Eisenbahnverwaltung. Emporentwickelung unserer Fertigindustrie wieder einmal günstiger die übrigens zur Zeit der letzten Sihung des Syndikats über keine gestalten. für den direkten Verbrauch in Frage kommenden Bestände verfügte, Die Preisschraube zieht weiter an. Wie die„ Köln. Volksztg." hat ihrerseits ihre Forderung der Nachlieferung von Stohlen damit berichtet, wurden die Preise für Röhrenstreifen aus Schweißeisen un begründet, daß nur durch die Versorgung der Eisenbahn der 7 M. auf 142 M., für Streifen aus Flußeisen um 22 M. auf Transport der Kohlen und damit die Versorgung der Industrie 127, M. erhöht. möglich sein würde. Von einer Verstimmung zwischen dem Syndikat und der Eisenbahnverwaltung, auf die einzelne Preßäußerungen in der letzten Zeit hinzudeuten schienen, ist an zuständiger Stelle, wie uns weiter mitgeteilt wurde, nichts bekannt. Die Eisenbahnverwaltung legt vielmehr Wert darauf, als Großabnehmer des Synditats mit diesem in gutem Einvernehmen zu leben, was bisher nach Ansicht der leitenden Kreise auch stets der bleiben. gegen Fall gewesen ist. Auf dieses Gerede antworten wir vorläufig mit Wieder- zechen voll für ihren Selbstverbrauch in Anspruch nehmen. Auf den Wenn sich nachträglich Eisenbahnverwaltung und Kohlensyndikat, vielleicht infolge unserer Notiz, anders geeinigt haben, dann bleibt gegen die Norddeutsche" der Vorwurf bestehen, daß sie versucht, durch frivole Unterstellungen und die unwahre Behauptung, das Syndifat habe die Nachlieferung niemals abgelehnt, die öffentliche Meinung irrezuführen. Bechenstillegung Rohlenmangel. Die Zeche Julius Philipp" ist nunmehr, wie berichtet wird, vollständig still gelegt. Dazu paẞt gut ein Baffus in einem Schreiben des Kohlensyndikats. Es heißt barin:" Im übrigen lönnen wir auch sagen, daß die tatsächlichen Leistungen der Bechen weit hinter unseren Erwartungen zurückAlso die Bechen leisten nicht genug, trotzdem seht man Gruben außer Betrieb- Regelung der Produktion. " Hus der frauenbewegung. Soziales. D Differenzen mit Mitgliedern des Aerztlichen Vereins" zu Wies Baden, der größeren und älteren Organisation der Wiesbadener Aerzte, veranlaßte seinerzeit den Dezernenten der Medizinalabteilung der Regierung zu Wiesbaden, Herrn Geheimen Medizinalrat und Regierungsrat Dr. August Pfeiffer, zum Austritt aus dem Verein. Anläßlich eines bestimmten Falles tam es mit einem gliede jenes Vereins, dem Spezialarzt Dr. Fischenich, Reibungen, die schließlich einen großen Beleidigungsprozeß gegen Herrn Pfeiffer mit nicht weniger als 80 Aerzten als Klägern herbeiführten. Herr Geheimrat Pfeiffer war durch einen russischen General in die Honorarangelegenheit einer Russin, Frau v. Serebriafow, hineingezogen worden und hatte den Vermittler zu spielen gesucht. Dabei hatte er auch die in Betracht kommende Honorarforderung des Dr. Fischenich für zu hoch erklärt. Dr. Fischenich beschwerte fich über Geheimrat Pfeiffer beim Regierungspräsidenten mit der Angabe, daß sich Bf. in unbefugter und auch fachlich nicht begründeter Weise in seine, des Dr. Fischenich, Privatangelegenheiten gemischt habe. Der Regierungspräsident antwortete nach Erhebungen und nach Anhörung Pfeiffers, daß der Beschwerde weitere Folge nicht gegeben werden könne, weil einerseits die Vermittelung des Geheimrats lediglich eine Privatangelegenheit betreffe und andererseits das Verhalten des Herrn in der Angelegenheit feinen Anlaß zum dienstlichen Einschreiten gebe. Es gab nun allerlei Weiterungen. In einem Schreiben an den alten Aerztlichen Verein nannte Geheimrat Pfeiffer die Beschwerde des Dr. Fischenich eine ganz gewöhnliche Denunziation und den Beschwerdeführer einen Denunzianten. Dr. Fischenich strengte die Privat- Beleidigungsklage Geheimrat Pfeiffer an. Das Schöffengericht ließ die Regierungsaften fommen. Bei diesen befanden sich zwei interne Berichte des Geheimrats Pfeiffer an den Regierungspräsidenten, die Pf. zu seiner Rechtfertigung in jener Beschwerdeangelegenheit dem Vorgesetzten erstattet hatte. Der Anwalt des Klägers Dr. Fischenich nahm bom Inhalt Kenntnis, und so erfuhren ihn auch Dr. Fischenich und andere Mitglieder des Aerztlichen Vereins".- Dr. Fischenich erftredte Verbandes für Frauenstimmrecht will in der zweiten Hälfte des Zur Frage des Franenstimmrechts. Der Vorstand des deutschen darauf seine Klage auch auf Aeußerungen diefer amtlichen Berichte des Geheimrats Pfeiffer, und 80 weitere Aerzte, die Januar zu der allgemeinen Bewegung hinsichtlich des preußischen sich dadurch ebenfalls beleidigt fühlten, und zwar als Mit des Jahres 1905 an der Börse vollzogen. Von der Börse. Eine große Wendung hat sich zum Abschluß Wahlrechts Stellung nehmen. Diese Bewegung, welche bereits weite glieder des„ Aerztlichen Vereins", erhoben erhoben ebenfalls Während man bor Kreise erfaßt hat, wird auch bei den Frauen einen lebhaften Widergegen wenigen Tagen im Hinblick auf den düsteren politischen Horizont hall finden. Die beiden Vorsigenden des Verbandes für Frauenben Geh. Medizinalrat Dr. Pfeiffer Beleidigungsklage. In dem und die Schreckenstage des Barismus in Rußland weder aus noch stimmrecht wollen in einer großen öffentlichen Versammlung über einen Bericht wird zunächst u. a. gesagt:" Dr. Fischenich ist mir ein wußte, feierte der Optimismus am 30. Dezember wahre Orgien. Die Bedeutung des Wahlrechts für das Leben der Nation sprechen. und anderen seit Jahren als ein Arzt bekannt, der seine Patienten Daß sich die Hautefinance am legten Tage noch einmal alle Mühe in rüdsichtslosester Weise, auch wenn es sich um notorisch Arme geben würde, die Kurse so viel als möglich hinaufzutreiben, war Schöneberg. Der Frauen und Mädchen Bildungsverein zu handelt, überfordert und ausbeutet". Mit Bezug auf eine größere vorauszusehen, denn die Kursgewinne bilden feinen unerheblichen Schöneberg und Umgegend hält am 8. Januar, abends 8½½ Uhr, Anzahl Mitglieder des Aerztlichen Vereins, die einem Beschlusse auf Faktor in den Bilanzen unserer Großbanken. Doch auch die ersten in Weimanns Klubhaus, Hauptstr. 5/6, feine regelmäßige Vereins Nichteinladung des Geheimrats Dr. Pfeiffer zum Stiftungs- Tage des Jahres 1906 brachten eine Hausse, wie man sie sich in versammlung ab. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Schütte über: fest zustimmten, führte der Bericht aus:" Das feien wohl die normalen Zeiten nicht schöner denken kann. Ganz speziell machte Die Schule von heute". Distuffton. Pünktliches Erscheinen der jedermann bekannten Zuhälter des Herrn Fischenich". Der sich diese Hausse auf dem Außenmarkte bemerkbar. Gern gab man Mitglieder erwünscht. Gäste, Herren wie Damen, willkommen. zweite Bericht des Geheimrats Pfeiffer spricht wieder von dem schönen Gerücht Glauben, daß die Aufstände rebellischer" Der Vorstand. gehäffiger Denunziation und Verleumdung" und sagt:" Der Arbeiter vollständig niedergebrüdt feien und daß die russischen " Aerztliche Verein" hat seit Jahren bei den anständig denkenden Schatzwechsel bar und richtig eingelöst werden sollten. Die vierMerzten Wiesbadens jedes Ansehen als solcher verloren; ich muß prozentige russische Anleihe von 1902 stieg daraufhin von zirka ihm die Berechtigung und Fähigkeit absprechen, in eine Kritik meiner 77 auf 85 Proz., die 41/ prozentige 1905- Anleihe von 85 auf 923/4 Broz. Handlungsweise einzutreten." Nachträglich erst stellte sich heraus, daß diese Schazwechsel nur durch Zur Etatsberatung der Landesversicherungsanstalt Berlin. In Das Schöffengericht berurteilte Geheimrat Dr. Pfeiffer wegen eine Neuausgabe anderer Wechsel gedeckt würden, und daß diese unserem Bericht vom 8. b. M. über die Etatsberatung im Ausschuß Beleidigung des Dr. Fischenich und der lagenden 80 Mitglieder des Neuausgabe von 400 Millionen Rubel in Schatzwechseln ber heißt es u. a.:" Im Etat wird die Neuanstellung eines zweiten Merztlichen Vereins zu 450 M. Geldstrafe, wovon 50 M. auf den russischen Regierung eine Inspektors in den Heilstätten gefordert. direkte Mehrbelastung des Gold- arbeitervertreter, als folle dieser Bosten geschaffen werden, um Brief an den„ Aerztlichen Verein" und 400 M. auf die beiden schatzes der russischen Staatsbank bedeutet, der eigentlich nur zur jemand, der sich besonderen Wohlwollens erfreue, ein gutes unterEs scheine, sagte ein Pfeifferschen Berichte an den Regierungspräsidenten gerechnet Deckung der im Umlauf befindlichen Noten dienen sollte.wurden. Wegen der Ausdrüde:" Gewöhnliche Denunziation, Die finanziellen Verhältniffe Rußlands liegen feineswegs so glänzend, diese Angelegenheit in anderen Worten gesprochen hatte. Selbst tommen zu schaffen." Genoffe Ahrens teilt uns mit, daß er über Denunziant, bekannte Buhälter des Dr. Fischenich" und wegen der wie es vor einiger Zeit in die Welt hinauspofaunt wurde. Selbstverständlich habe er der Leitung der Landesversicherungsanstalt Berlin Pleußerung über den Verein wurde die Absicht der Beleidigung an wenn es der Reaktion in Rußland gelänge, die Volksbewegung nun einen beleidigenden Vorwurf nicht machen wollen, noch gemacht. genommen. Der Wahrheitsbeweis für die Behauptung der Honorar- in Blut und Eisen zu ersticken, was nach den bisherigen Erfahrungen Er lege Wert darauf, daß dies konstatiert werde, da Dr. Freund sich überforderung wurde für mißlungen erachtet. doch noch sehr zweifelhaft ist, so blieben doch die ökonomischen Ber Geheimrat Pfeiffer und auch die andere Seite legte Behältnisse des Landes auf Jahre hinaus die denkbar ungünstigsten, beleidigt erachtet. und die Besitzer russischer Renten werden noch mit manchen Kurs Wir kommen dem Wunsche des Genossen Ahrens vorstehend gern Runmehr erhob die Regierung zu Wiesbaden den Konflikt, rückgängen, wenn nicht Binsreduktionen zu rechnen haben. Der nach. Der Zusammenhang unseres Berichts erweist, daß es uns absolut fotveit die internen Berichte des Geheimrats an den Regierungs- gestrige Tag hat übrigens der Börse ferngelegen hat anzunehmen, die Arbeitervertreter wollten den Vorschon wieder präsidenten in Betracht famen, und verlangte soweit die Einstellung wesentlich Bild gegeben. Verschiedene ausländische stand der Landesversicherungsanstalt Berlin beleidigen. Sie wollten des Berfahrens. Hauptsächlich wurde geltend gemacht, daß diese Zeitungen haben von Berichte interner Natur und nicht für die Deffentlichkeit bestimmt Neujahrsrede des Kaisers berichtet, aus der unter Bezugnahme auf Interesse der Versicherten eintreten. Was die Stelle eines zweiten einer in intimftem Streise gehaltenen offenbar, und haben das mit der notwendigen Energie gethan, gegen Bureaukratie und weitere Bureaukratisierung der Verwaltung im gewesen seien. Dafür, daß Geheimrat Pfeiffer feine Behauptungen die bevorstehende Maroffofonferenz ein deutliches Säbelgeraffet Inspektors in Beelitz anlangt, so war von den Arbeiterbertretern in den Berichten wider besseres Wissen aufgestellt hätte, liege ein hervorgeflungen haben foll. leber folche Meldungen wurde durch Anhalt vor. Der erste Senat des Oberverwaltungsgerichts Nachrichten, die Revolution lebt, sie läßt sich nicht totreden und auch Beamter mit der Stelle betraut werden. Diese Befürchtung ist, wie Kursrüdgänge quittiert. Auch aus Rußland tamen wieder andere der Befürchtung Ausdruck gegeben, es fönne vielleicht ein seit drei Jahren vom Militär übergetretener und nicht ein alter, erfahrener erklärte gestern den Konflikt soweit für unbegründet, nicht totschreiben. Heute gingen die Nurse besonders der schweren wir glauben, durchaus berechtigt. Sekretär Grünthal, dessen Nichtverals erstens in dem einen Bericht Pfeiffers von den 44 Aerzten, Industriepapiere wieder um bis 2 Proz. zurück. Die Tonangebenden wendung im Ausschuß erhofft wurde, versieht bereits Dienste in Beelitz. Die gegen die Einladung des Geheimrats zum Stiftungs- in der Burgstraße werden auch wieder zu der Einsicht kommen, Sollte wirklich fein zweiter Inspektor für Beelig zu finden sein, der fest stimmten, gesagt wird, es feien wohl die jedermann bekannten daß der Winter des Mißvergnügens" noch nicht überstanden ist mit Arbeiterintereffen seit vielen Jahren bekannt ist und sozial Zuhälter des Dr. Fischenich". Zweitens erklärte der Senat den Ueberhaupt dürfte das Jahr 1906 mit seinen nun bald in Kraft empfindet? Es zeugt von wenig organisatorischem Geschick, wenn Skonflikt auch noch für unbegründet soweit, als es in tretenden neuen Handelsverträgen noch manche Ueberraschung es dem Dr. Freund nicht gelingen will, für die Besetzung derartiger dem anderen Bericht des Geheimrats heißt:" Der Aerztliche Verein bringen. hat seit Jahren bei den anständig denkenden Aerzten Wiesbadens Posten aus den Trägern der Versicherung heraus geeignete Leute zu jedes Ansehen als solcher berloren; ich muß ihm die Be- Die Nähmaschine in China. Für Nähmaschinen wird der Markt finden. Wenn Dr. Freund in einer scharfen Kritik der Verwaltung rechtigung und Fähigkeit absprechen, in eine Kritit meiner in China immer wertvoller; die Amerikaner machen die besten durch die nicht besoldeten Vertreter der Versicherten eine Beleidigung Handlungsweise einzutreten." Soweit es sich um diese beiden Geschäfte damit seit etwa vier Jahren, als die Singer Sewing erblickt, so kennzeichnet diese Empfindung ihn besser als die schärfste Bunkte handele, habe Geheimrat Pfeiffer seine Amtsbefugnisse über- Machine Co. in Shanghai eine Niederlage errichtete. In Bentral Stritit. treten und insoweit sei dem Strafverfahren sein und Nordchina wird auch deutsches Fabrikat verkauft, aber nur in Versicherungspflicht eines Hausverwalters. Zu dieser Frage Lauf zu lassen. sehr geringem Maße. Ueberall wird die amerikanische Nähmaschine bruden wir nachstehende Entscheidung des Berliner Magistrats über Was aber die Berichte in ihren übrigen Zeilen angehe, fei vorgezogen, obgleich die deutsche um 30-50 Proz. billiger ist. die Versicherungspflicht einer Hausverwalterin ab. der Konflikt begründet, weil eine Amtsüberschreitung in ihnen nicht Die Japaner machen seit einiger Zeit energische Bersuche," Sachverhalt: Kläger hat der Frau H. die Verwaltung liege; rücksichtlich dieser Punkte ist daher der Beleidigungsprozeß ihr Fabrikat auf dem chinesischen Markt zu bringen und die Amerikaner und Reinigung seiner Häuser gegen eine freie Wohnung, bestehend einzustellen. zu verdrängen, aber sie haben sehr geringen Erfolg damit. Dagegen aus Stube und Küche, und 40 M. bar monatlich übertragen. nehmen die Geschäfte der Amerikaner immer größeren Umfang an. Die Der Vorstand der Landesversicherungsanstalt( Bellagte) hält erwähnte Gesellschaft hat seit 1902 in China 50 Niederlagen errichtet, von diese Tätigkeit für versicherungspflichtig und fordert von dem Kläger benen 47 unter Leitung von Chinesen stehen. Der Jahresverkauf be bie Nachverwendung der erforderlichen Beitragsmarken, soweit noch trägt etwa 5000 Maschinen und viele Tausende werden ausgeliehen. Die Die Nordd. Allg. Zeitung" hatte gegen uns den Vor- Amerikaner machen große Anstrengungen, in allen Städten des nicht Berjährung eingetreten ist. Diesem Verlangen hat Kläger mit der Begründung widersprochen, Riesenreiches ihre Nähmaschinen befannt zu machen. Es ist sehr wurf erhoben, Behauptungen, die Vorwürfe gegen die Eisen- schwer, Privatleute zur Anschaffung einer Nähmaschine zu veranlassen, daß, Frau S. fich nicht an den Reinigungsarbeiten beteiligt, ihre bahnverwaltung darstellen, einfach aus der Luft gegriffen zu dagegen lassen sich Geschäftsleute, hauptsächlich Schneider und Schuh habe, während sie sich für die Reinigungsarbeiten besondere Personen Tätigkeit sich nur auf die Kontrolle genügender Sauberkeit erstreckt haben. Es handelte sich um die Frage der Nachlieferung von macher, leicht dafür gewinnen. Die amerikanische Nähmaschine foll halte. Kohlen durch das Rhein.- Westf. Kohlensyndikat. Frank und dauerhafter und praktischer gebaut sein wie die deutsche, jedoch geht Frau H. hat zunächst angegeben, daß sie sich an den Hausfrei stellte die„ Norddeutsche" folgende Behauptungen auf: man wohl nicht fehl in der Annahme, daß die entfaltete Energie Weder hat das Syndikat den Anspruch erhoben, daß die in der Einführung ihrer Fabrikate den Amerikanern das leber- reinigungsarbeiten beteiligt hat, später aber ihre Aussage dahin Staatseisenbahnverwaltung auf die Nachlieferung der Rückstände gewicht verleiht. Gelingt es ihnen, die Nähmaschine für den Haus geändert, fie lasse die Hausreinigungsarbeiten durch eine von ihr zu Vertragspreifen verzichte, noch hat die Verwaltung einen solchen gebrauch einzuführen, fo hätten sie einen Markt erobert, den fie bezahlte Frau ausführen; dagegen versehe sie die Arbeiten der HausVerzicht ausgesprochen oder in Aussicht genommen faum überschauen könnten. Gegenwärtig machen sie Versuche, die verwaltung allein. Diese hätten auch ihre ganze Zeit in Anspruch Wir stellten darauf mehrere detaillierte Fragen an die chinesische Regierung zu veranlassen, Nähmaschinen für die Here genommen, so daß sie einen anderen Beruf nicht ausüben tönne. HerNorddeutsche", in der Gewißheit, daß sie nicht darauf ein- ftellung von Militäruniformen zu verwenden. Der an die Näh- Ihr Mann sei Tischler und gehe seiner Beschäftigung nach. gehen werde. Wir täuschten uns nicht, das offiziöse Organ maschine anzusetzende Stidapparat hat sich bei den Chineſen ſchnelle 1. November 1902 ab bis zum Tage dieser Entscheidung 137 Marken Beliebtheit erworben und wird zahlreich verkauft. Der Durchschnittsschimpft also weiter: Gründe: Nach Biffer 23 der Ableitung des Reichsin völlig wahrheitswidriger Weise der Staatseisenbahnverwaltung von New York nach Schanghai für jede Nähmaschine soll 6 M. be- versicherungsamtes, betreffend den Kreis der versicherten Personen, Wir erbrachten gestern den Nachweis, daß der Vorwärts" preis für Fracht und alle mit dem Transport berbundene Arbeiten. Lohnklasse der Versicherungsanstalt Berlin nachzuverwenden. den Vorwurf mache, dem rheinisch- westfälischen Kohlensyndikate tragen. gehören die Hausverwalter zu den sonstigen Angestellten". einen unberechtigten Vorteil von über 50 000 M. durch Verzicht Hüttenzechenprozeß. Das Kohlensyndikat hat gegen das Urteil hierunter sind solche Bedienstete zu verstehen, die mit einer über auf rückständige Kohlenlieferungen zugewendet zu haben. Der des Oberlandesgerichts in Hamm, in der Streitfache mit dem die meist förperliche Arbeit eines Gesellen, Gehülfen oder Dienst " Vorwärts" sucht seine Bloßstellung jetzt durch eine Reihe von an Luxemburgischen Bergwerksverein betreffend Buerkennung des boten hinausgehenden mehr geistigen Tätigkeit beauftragt sind. Die uns gerichteten Detailfragen zu verdecken, die den Eindruck seiner Charakters als Hüttenzeche für neu erworbene Gruben, Revision an- sonstigen Angestellten sind aber nur dann zu versichern, wenn die Sachkunde eriveden sollen, in Wirklichkeit aber ebenso nichtig und gemeldet. Nach dem Urteil des Oberlandesgerichts behalten Hütten- dienstliche Beschäftigung ihren Hauptberuf bildet und ihr regelmäßiger ungereimt sind, wie sein ganzer Vorstoß. Wir tönnen biefen gechen diesen Charakter auch wenn sie in andere Hände übergehen. Jahresarbeitsverdienst 2000 m. nicht übersteigt. Streuz un Querfprüngen gegenüber nur nochmals flipp und flar Steine Bechen dagegen werden durch Uebergang in das Eigentum Frau. übt nach ihrer einwandfreien Befundung außer der erklären, daß das Kohlensyndikat die Nachlieferung von Rüd eines gemischten Wertes teine Hüttenzechen im Sinne des Kohlen Verwaltung eine andere Tätigkeit nicht aus. Sie erhält dafür ständen zu den jezigen Vertragspreisen niemals abgelehnt, viel syndikatsvertrages. Also, und damit wird diese Bestimmung in der eine freie Wohnung, deren Wert ungefähr 450 m. jährlich beträgt mehr noch ausdrücklich zugesichert hat. Der jeßige Versuch, die Pragis wieder inhibiert, bilden sämtliche zu einem Unternehmen ge- und 480 m. bar jährlich. Hiervon muß sie aber noch die früheren Behauptungen mit vagen Andeutungen zu stüßen, zeigt, hörenden Werke ein Ganzes und ist es der Verwaltung vollständig Kosten für die Hausreinigung bestreiten. Sie unterliegt demnach der daß der Vorwärts" nicht ansteht, frivole Anschuldigungen gegen freigestellt, in welchem Umfange fie die einzelnen Gruben an der Versicherungspflicht, auch wenn sie sich nicht selbst an den Haus die Staatsregierung trok tatsächlicher Widerlegung aufrecht zu Gesamtbeteiligungsziffer partizipieren läßt, das heißt, sie fann mit reinigungsarbeiten beteiligt haben sollte, in welchem Falle sie ohne erhalten," den reinen Bechen die ganze Beteiligung fördern und die Hütten weiteres versicherungspflichtig gewesen wäre." rufung ein. Aus Induftrie und Dandel. Frivole Anschuldigungen. Sie haben beziehen. berivendet werden. zu können. an Beitragswochen mindestens nachzuweisen: a) als Arbeiter, Gehülfen, Gefellen, Dienstboten, Handlungsgehülfen, Betriebsbeamte be= welcher Nachteil würde einen einfachen Eisenbahnbeamten bei " Die dem Bakel b) als Hausgewerbetreibende 600-640 Beitragswochen, vor der fünften Straffammer schilderte der Angeklagte die zuschlagen. Auffallend aber ist, daß der gelehrte Staatsanwalt und Tabakfabrikation c) als Hausgewerbetreibende der 560-600 " der 454-494 der Tertilindustrie mit Versicherungspflicht vom Jahre 1904. d) als Hausgewerbetreibende Textilindustrie mit Versicherungspflicht vom Jahre 1896 e) als Lehrer, Lehrerinnen, Erzieher, Gesellschafterinnen, sonstige An gestellte, deren dienstliche Beschäf tigung ihren Hauptberuf bildet und dergl. • 400-440 • " " Die in dieser Entscheidung niedergelegten Grundsätze entsprechen| Staatsanwaltschaft, da sie ja ihrer Ueberzeugung Raum gegeben Er ist noch jetzt arbeitsunfähig. Schuld an dem Unfall der ständigen Rechtsprechung des Reichsversicherungsamtes. hat, daß die„ Simplizissimus"-Nummer eine unzüchtige Schrift fei, war das Fehlen des Schutzfußbrettes. Dieser Unfall Freiwillige Weiterversicherung für Alters- und Invaliditätsrente. auch ohne die Strafandrohung des§ 346 Str. G.-B. verpflichtet, hatte gestern ein gerichtliches Nachspiel und führte zur VerDiejenigen Personen, welche aus der Versicherungspflicht aus- auch gegen die anderen Sünder vorzugehen, es sei denn, sie nimmt urteilung des Maurermeisters Rudolf aus Mariendorf zu gefchieden, für die also Beitragsmarken auf Grund der Ver- der normalmäßig Anstoß am Wig gefunden habe, während den Wären Arbeiterbaukontrolleure angestellt, so wäre schwerlich die geschieden, für die also Beitragsmarken auf Grund der Ver- an, der Buchhändler Müller ſei der reichsgerichtliche" Normalmensch", einem Monat Gefängnis wegen fahrlässiger Körperverletzung. sicherungspflicht verwendet worden sind, können sich weiter bersichern, ganz gleichgültig, ob für sie die Voraussetzungen übrigen Buchhändlern die zur Strafbarkeit erforderliche Einsicht mangelnde Schuzvorrichtung unentdeckt geblieben und wahrscheinlich für den Eintritt in die Selbstversicherung gegeben sind oder nicht fehlte, daß ein„ Normalmensch" in seinem Schamgefühl durch den der Unfall verhütet. vor denjenigen, welche von Anfang an in die" Simpliziffimus"-Artikel verlegt werden könnte. Das wäre freilich eine sehr bedenkliche Verurteilung der bürgerlichen Moral- Sind Bergwekrs- Aktiengesellschaften gar Behörden? Aus dem Selbstversicherung eingetreten find, den Vorteil voraus, daß anschauungen und ein eigentümliches Messen der Gerechtigkeit mit Begriff einer Beleidigung folgt, daß nur physische( leibliche) Personen fie, sofern für sie mindestens 100 Beiträge auf Grund der Versicherungspflicht entrichtet sind, bereits nach der Vergleichem Maß. beleidigt werden fönnen, nicht sogenannte juristische Personen wendung von 200 Beiträgen Invalidenrente erlangen fönnen. ( Vereine, Stiftungen, Aftiengesellschaften, kurz eine Mehrheit von Für diejenigen, welche nicht 100 Beiträge auf Grund der Versicherungspflicht verwendet haben, hat die Weiter- mittel" Orffinum gab gestern wiederum vor Gericht Anlaß zu Eine Ausnahme machen nach positiver Sagung des Strafgesetzbuchs Fahrlässige Körperverletzung durch Kurpfuscherei. Das„ Alheil- Personen, denen durch das Gesetz ähnliche Rechte auf dem Gebiete des Vereinigungsrechtes wie physischen Personen beigelegt sind). bersicherung nur dann einen Zweck, wenn für sie die Be- mehrstündigen Erörterungen und medizinischen Auseinandersetzungen dingungen für den Eintritt in die Selbstversicherung gegeben sind. über die Kurpfuscherei. Der Heilkundige Eduard Baumann hat nur Behörden, politische Körperschaften und gesetzgebende VerDie Bedingungen für die Selbstversicherung ein Heilmittel erfunden, welches gegen alle möglichen Krankheiten sammlungen. Demnach können niemals Aktiengesellschaften, vielmehr liegen für solche Personen vor, die noch nicht 40 Jahre alt sind und probat sein soll. Die von ihm" Orffinum" benannte Flüssigkeit höchstens deren für die Aktionen der Gesellschaft verantwortliche Leiter entweder Betriebsbeamte, Werkmeister, Techniker, Handlungs- stellt sich dar als starte Lösung von liquor ammonii caustici mit beleidigt werden. Das sind allbekannte, jedem Richter recht geläufige gehülfen, sonstige Angestellte, Lehrer, Erzieher, Schiffsführer mit gewissen, von dem Angeklagten als Geheimnis bewahrten Säße. Und doch verurteilte das Landgericht in Bochum den einem Lohn oder Gehalt von mehr als 2000 m. aber nicht über Pflanzen- und sonstigen Bestandteilen. Der Angeklagte Genossen Peter Agnes, Redakteur des„ Bochumer Volksblatts", 3000 M. find oder Gewerbetreibende oder sonstige Betriebsunter- hauptet, daß er emsig und fleißig fia mit Anatomie beschäftigt wegen Beleidigung einer Bergwerksaktiengesellschaft( Hibernia) zu nehmer sind, die nicht regelmäßig mehr als zwei versicherungs- habe und lobende Zeugnisse über seine Kenntnisse auf diesem Ge- 200 Mart Geldstrafe. Die Bergwerksgesellschaft mag tatpflichtige Lohnarbeiter beschäftigen oder als Hausgewerbetreibende biete vorweisen könne. Mit diesem Orffinum will er die furchtbarsten sächlich weit mächtiger als manche Behörde und mancher Minister ihr Brot verdienen oder endlich nur freien Unterhalt als Entgelt Krankheiten, darunter auch Krebs, Rückenmarksemündung und ſein. Aber so weit darf denn doch der Respekt vor der GrubenTuberkulose heilen können. Seine Methode besteht darin, daß er baronie nicht gehen, daß man sie juristisch einer Behörde gleichBei freiwilliger Fortsetzung der Versicherung müssen die gelben den Körper der Patienten stellenweise mit Watte bedeckt und dann achtete. für die Zwangsversicherung ausgegebenen Quittungskarten weiter von seiner Flüssigkeit bestimmte Quantitäten auf die Watte gießt. Das Das Reichsgericht reparierte diesen erheblichen Rechtsirrtum übt auf die Hautoberfläche die Wirkung aus, daß Pusteln entstehen. Das Bei freiwilliger Fortsetzung der Versicherung sind Schöffengericht hat ihn seinerzeit wegen fahrlässiger Körperlicher Fahrlässigkeit treffen! am Donnerstag durch Aufjede zwei Jahr mindestens 20 Marken zu leben; es läßt sich also, verlegung zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. Eine hebung des Urteils. Es gelangte aber noch nicht zur Freisprechung, da 14 Pf.- Marken verwendet werden können, die Versicherung durch Frau, die sich in seine Behandlung begeben hatte, hatte durch das weil es ja immerhin möglich sei, daß das Landgericht„ tatsächlich Zahlung von jährlich 1,40 M. aufrecht erhalten. versicherer müssen das Doppelte, nämlich für je zwei Jahre wöchigen Behandlung unsägliche Schmerzen erlitten, da nach ihrer Verhandlung an das Landgericht Bochum zurückverwiesen. Selbst- Befeuchten des Körpers mit Orffinum während der ganzen mehr feststellt die und die Personen sind durch die Kritik der Handlungsweise der Hibernia getroffen. Die Sache wurde zu abermaliger mindestens 40 Marken geklebt haben, um einen Anspruch begründen Behauptung die Flüssigkeit eine start äßende Wirkung aus übt; troß dieser Schmerzen wurde diese Behandlung fort Beleidigung wurde in der Beleuchtung der Mitteilung gefunden, Erfüllung der Wartezeit der Altersrentner. Altersrentenanwärter, gefeßt und schließlich ist die Patientin an einer schweren Nieren- daß die Zechen Shamrod III und IV" zwei Bergleute entlassen und einen dritten nicht wieder beigelegt hatten. entzündung erfrantt. Letztere soll nach Ansicht der medizinischen welche im Laufe dieses Jahres ihr 70. Lebensjahr vollenden, haben Sachverständigen eine dirette Folge der Behandlung mit dem Nicht auffallend ist, daß die Hibernia selbst sich einer Be Orffinum gewesen sein. Gegen das schöffengerichtliche hörde gleich erachtete und deshalb den Staatsanwalt ersuchte, mit weil ihr Vorgehen abfällig fritisiert war, Urteil hatte sowohl der Staatsanwalt als auch der Angeklagte Berufung eingelegt. In der gestrigen Verhandlung des Strafgesetzbuches im öffentlichen Interesse auf den Kritiker losWirkungen und den Wert seines Heilmittels in überschwänglichster die flinf noch gelehrteren Strafrichter der Hibernia eine StrafantragsWeise. In dem zur Anklage stehenden Spezialfalle bestritt der Angeklagte und Publikationsberechtigung gleich einer Behörde zubilligten. Bu entschieden jede Schuld. Als Sachverständige wurden Profesor einem solchen Betriebsunfall in der juristischen Maschinerie hätte Indenad, Apothekenbefizer Cohn, Dr. Lohnstein, Prof. auch der Respekt vor der machtvollen Aktiengesellschaft nicht führen Dr. Roßmann und Dr. Ruhemann vernommen. sollen. Wie hätten Staatsanwalt und Richter über einen überDie ärzt lichen Sachverständigen stimmten darin überein, daß die heftige lasteten Eisenbahnbeamten geurteilt, der in minder großer FahrErkrankung der Frau eine Folge der etwas barbarischen lässigkeit auf dem Gebiete des Eisenbahnbetriebes einen Unfall verBehandlung durch den Angeklagten gewesen sei und dieser schuldet hätte! sich einer Fahrlässigkeit schuldig gemacht habe, indem Ein Seminardirektor wegen Sittlichkeitsverbrechens verurteilt. er darauf los furierte, ohne die genügenden physiologisch- anatomischen Bom Landgericht Halle a. S. ist am 29. Mai v. J. unter Bu Kenntnisse zu besitzen und die schädlichen Wirkungen seines Mittels billigung mildernder Umstände der Direktor des Kindergärtnerinnen auf die Nieren ermessen zu können. Wenn ein Arzt so vorgegangen seminars August Emil Lägel zu einem Jahre Gefängnis und zwei 240-280 wäre, so würde er ganz unverantwortlich gehandelt haben. Der Kommunale Auskunftsstellen. Auch dem Bayreuth wurde von der bayerischen Regierung nahegelegt, eine Heilkunde gewerbsmäßig betreibe, habe etwa von ihm begangene genommen und ihr unzüchtige Handlungen zugemutet. Zu seiner Stadtmagistrat Staatsanwalt hielt die erkannte Strafe noch für zu gering. Wer die Jahren Ehrverlust verurteilt worden. Er hat im Jahre 1902 mit feiner Schülerin und Pensionärin B. unzüchtige Handlungen borstädtische Auskunftstelle in Form eines Arbeitersekretariats nach dem Fehler gegen die anerkannten Regeln der Heilkunde ebenso zu ver- Entschuldigung führte er an, er habe sich in einem schlaftrunkenen Muster des von der Stadt Kaiserslautern errichteten Instituts zu treten, wie eine approbierte Medizinalperson. Es würde von schweren Dämmerzustande befunden( er lag im Bett, als er die ihm zur Last errichten. Der Sekretär solle in allen Rechtsfragen Auskunft Folgen sein, wollte man den Leuten gestatten, darauf los zugelegte Handlung mit dem herbeigerufenen Mädchen beging), aber erteilen, Schriftstücke anfertigen und jährlich mindestens sechs Vor- furieren und sich dann damit begnügen, daß sie behaupten, sie hätten das Gericht hielt einen Zustand, bei dem die freie Willensbestimmung träge über einschlägige Fragen halten. Der Magistrat erklärte aber von der Möglichkeit einer schädlichen Wirkung ihrer Mittel feine ausgeschlossen gewesen wäre, nicht für festgestellt. Die Revision eine derartige Einrichtung für überflüssig, da die Stadt vier Rechts- Stenntnis gehabt. Rechtsanwalt Dr. Franz Jvers machte die räte beschäftige, bei denen sich jeder Auskunft erholen fönne. fchlechte Gesetzgebung für die Wiederkehr solcher Prozesse verantworte angeklagten wurde am Donnerstag vom Reichsgerichte berworfen. Die Arbeiterschaft Bayreuths ist schon lange mit dem Projekt be- lich. Solche wären nicht möglich, wenn das Kurieren mur studierten schäftigt, ein Arbeiterfekretariat zu errichten, und der Plan wird Aerzten gestattet wäre! Der Angeklagte habe nach bestem Wissen Selbstmord des Oberbergrats Chelius. Der wegen Sittlichkeite wohl auch bald realisiert werden können. So" überflüssig" ist also und in gutem Glauben gehandelt und erwarte seine Freisprechung. verbrechens verurteilte Oberbergrat, Professor und Ministerialrat ein solches Justitut für Bayreuth nicht. Nur" haben die Arbeiter Event. werde beantragt, 17 namhaft gemachte Schwerkranke, die von gegen derartige behördliche Unternehmungen ein berechtigtes Wig- dem Angeklagten geheilt seien, als Zeugen vorzuladen.- Der Gehelius hat sich in der Nacht zum Freitag in seiner Gefängnis. trauen, umſomehr als die Regierung bei ihrem Hinarbeiten auf die richtshof hielt die fahrlässige Körperverlegung für erwiesen, die zelle zunächst die Pulsadern mit einer Schere durchschnitten und fich dann erhängt. Errichtung kommunaler Auskunftsämter nicht von sozialpolitischen Strafe aber für zu hoch, da der Angeklagte wohl den Glauben an Erwägungen, sondern nur von dem Gedanken geleitet wird, den von die Kraft seines Heilmittels habe. Es wurde daher von der den Gewerkschaften unterhaltenen Arbeiterfekretariaten Konkurrenz zu Gefängnisstrafe abgesehen und auf 500 Mart Geldstrafe eventuell 100 Tage Gefängnis erkannt. machen. Eingegangene Druckschriften. Die Ansicht des Verteidigers ist außerordentlich rückschrittlich. Gewiß haben wir Der Aerztekonflift in Bamberg ist durch einen Vergleich beigelegt keinerlei Vorliebe für Kurpfuschereien nach Art des Angeklagten, für heft des V. Bandes. Mit diesem hefte endet zugleich die Herausgabe dieser Dokumente des Sozialismus. Heft 12. Jahrgang 1905. Schluß. worden. Die unter ultramontaner Verwaltung stehende Drtskranken- Allheilmitteln oder dergleichen. taffe hat zurückgehuft. Wie wir seinerzeit mitteilten, entstand der streiten, daß nicht zunftmäßig vorgebildete Leute Aber es läßt sich keineswegs be- Beitschrift. Berlag der Sozialistischen Monatshefte, Berlin W. 35. wir meinen da- Kritische Bemerkungen über die Nieselfelder in Dortmund, Konflikt dadurch, daß der Krankenhausarzt Dr. Teichert einen mit nicht den Angeklagten außerordentliche Dienste der Wissen- 19 Seiten. Preis 25 Pf. Verlag D. Fr. Püttelkow, Berlin, Stallschreiber Patienten, mit dem er eine kleine Differenz hatte, aus dem Kranken- fchaft und der franken Menschheit geleistet haben. Jedem Krankenstraße 18 hause entließ, obwohl der Mann noch bettlägerig war. Die General- muß überlassen bleiben, sich an die Leute zu wenden, zu denen er Dentschrift des Deutschen Tabakvereins zum Entwurf eines Gesezes versammlung der Drtskrankenkasse erklärte dieses Vorgehen des Vertrauen hat. Würde das Ausüben der Heilung ohne Approbation Degen alenderung des Zabatsteuergesetzes. Dem Reichstage überreicht im Arztes für rücksichtslos. worauf der Aerztliche Bezirksverein den Ver- verboten, so mehrt man lediglich die Fälle, in denen Kurpfuscher Niddaftr. 74. Dezember 1905. 22 Seiten. Drud von E. Grinser, a. trag mit der Drtstrankenkasse fündigte. Nunmehr ist ein Vergleich aufgesucht werden. Eine Aerzteschaft, die gesetzlichen Schußes bedarf" Plutus". Kritische Wochenschrift für Volkswirtschaft und Finanzabgeschlossen in der Richtung, daß die Ortskrankenkasse es für un- oder nach gesetzlichem Schutz schreit, zeigt, daß sie nicht imstande ist, wesen( Herausgeber: Georg Bernhard.) 1. Heft des dritten Jahrganges. erwünscht" erklärt, daß der Fall vor endgültiger Feststellung des Vertrauen zu erwerben. Daß das Vertrauen zu den Vierteljährlich per Poft und Buchhandel 3,50 M., Kreuzband 4 M. Tatbestandes in der Generalversammlung zur Sprache gebracht Aerzten außerordentlich gesunken ist und leider Berlag, Berlin- Charlottenburg, Goethestr. 69. wurde; ferner wird erklärt, daß die als objektive Beleidigungen auf- häufig Kranke in die Arme von Kurpfuschern treibt, daran sind zufassenden Aeußerungen der momentanen Stimmung entsprungen eine erhebliche Reihe von Aerzten, vor allem und nicht in beleidigender Abficht gemacht" seien. Der Aerztliche ihr Verhalten& affenpatienten, Unfallverlegten Bezirksverein zieht seine Kündigung zurück. und Kaffen gegenüber schuld. Und dann: wie viele. Aerzte wären in gleicher gleicher Weise wie der ber= urteilte Kurpfuscher zu verurteilen, ivenn man an ihre Kur dasselbe durchaus berechtigte Maß legen würde, wie dem Kurpfuscher gegenüber! In dem Augenblick ,, wo der vorliegende Wieder ein ,, Simplizisfimus"-Prozeß im heiligen Köln. Gerichtsbericht uns zuging, flagte ein Arbeiter darüber, daß ein Arzt Die Straffammer in Köln verhandelte am Mittwoch gegen den sein seind wiederholt zweifellos falsch behandelt hatte( er hat zwei Buchhändler D. H. Müller, weil er im Oktober 1905 das Flugblatt zugerufene Arzt hat sofort richtig, mit Eifer und Erfolg die Be durchaus irrige Diagnosen gestellt und danach behandelt), der dann des Simplizissimus", Fort mit der Liebe!", eine„ unzüchtige Nun präsentiert aber der erste Arzt eine Schrift", feilgehalten und verkauft habe. Die Verhandlung fand handlung vorgenommen. für falsche Behandlung. Und diese auf Antrag des Staatsanwalts bei verschlossenen Türen Rechnung von sechs Mark wird der Arbeiter zahlen müssen, denn falsche Diagnose und falsche statt. Schon einmal, im August, stand der genannte Buchhändler Behandlung auf Grund der falschen Diagnose wird beim studierten wegen Feithaltens eines Erzeugnisses des„ Simplizisfimus"-Verlages Arzt" vom studierten Richter nun einmal nicht als Fahrlässigkeit vor der Kölner Strafkammer. Es handelte sich damals um die Nr. 7, die Karnevalsnummer des„ Simpliziffimus". Damals wie erachtet. jetzt hatte man von allen Kölner Buchhändlern ganz allein Sechs Wochen wegen fahrlässiger Tötung. Wegen fahrlässiger Herrn Müller herausgegriffen, der sich von den anderen Buch- Tötung ist am 1. März v. J. vom Landgerichte Straubing der händlern Kölns dadurch unterscheidet, daß er in seinem Schaufenster Bauer Josef Forstner zu sechs Wochen Gefängnis verurteilt worden. neben anderer Literatur insbesondere sozialistische, gewerkschaftliche Er betreibt die Jägerei seit 38 Jahren. Er besigt selbst eine Jagd und freidenkerische Schriften, sowie den Vorwärts" und die und hat einen guten Rehstand. Eines abends ging er von seinem " Rheinische Zeitung" ausstellt. Hause aus auf den Anstand. Sein Hühnerhund war neben ihm. In einem Schreiben an den Ersten Staatsanwalt hatte der Die erwarteten Rehe tamen nicht. Der Angeklagte wollte schon Angeklagte um Auskunft gebeten, wie es komme, daß auch diesmal weggehen, als er ein Geräusch hörte. Der Angeklagte sah nichts, wieder er der einzige Kölner Buchhändler sei, den die Anklage- hörte aber mehrfach Geräusche, die er auf einen Fuchs oder behörde wegen des„ Simpliziffimus"-Flugblattes herausgegriffen Rehbock deutete. Endlich sah er eine dunkle Gestalt aus habe. Durch die Antwort wurde der Mann nicht flüger, denn sie dem Walde treten. Es war so finster, daß der Angeklagte nicht lautete:„ Wegen des Flugblattes Fort mit der Liebe!" ist nur unterscheiden konnte, ob es Mensch oder Tier war. Der Angeklagte gegen Sie Anklage erhoben worden, weil allein gegen Sie gab einen Schrotschuß auf den dunkelen Bunft ab, ohne sein Korn wegen dieses Flugblattes Anzeige erstattet worden ist." In der erkennen zu können. Er hörte einen Schrei und fand einen Verhandlung erklärte der Angeklagte: Nur bei ihm sei durch die 14jährigen Bauerntnaben auf dem Boden liegen. Kriminalpolizei das Flugblatt beschlagnahmt werden. Nach der Be- Am nächsten Morgen starb der Knabe. Schrote hatten schlagnahme habe er aber noch in sechs anderen Buch den Herzbeutel und die Eingeweide durchbohrt. Der Angeklagte will handlungen Kölns, darunter bedeutenden Geschäften, das Flugblatt angenommen haben, daß um die fragliche Zeit kein Wiensch mehr gekauft oder durch Zeugen kaufen lassen. Vierzehn Tage nachher draußen sei. Aber, hebt das Urteil des Landgerichts hervor, es habe das Blatt noch im Schaufenster einer großen Buchhand- hatte eben erst zum Abendgebet geläutet und es befanden sich auch lung einer der Hauptstraßen Kölns gehängt, und er habe es in einiger Entfernung Häuser. Der Angeklagte hätte nicht schießen bort durch zwei Zeugen taufen lassen, und das einseitige Vor- dürfen, wenn er nicht genau fah, auf wen er schoß. Die Res gehen der Behörden festzustellen. Im übrigen bestreite er, vision des Angeklagten, der Fahrlässigkeit und Voraussehbarkeit bas Flugblatt nach der in München erfolgten Beschlagnahme noch bestritt, wurde am Donnerstag vom Reichsgericht verworfen. feilgehalten und verkauft zu haben. Jufolge dieses Bestreitens jah fich das Gericht gezwungen, die Verhandlung auf unbestimmte Zeit Mangelhafte Schuhvorrichtungen. Auf dem Neubau in Tempelhof, zu vertagen, um über den Verkauf Zeugen zu laden. In Friedrich Wilhelmstr. 27, stürzte am 16. Juni 1905 der Klempnerdem ersten Prozesse gegen Müller war der einzige Belastungszeuge lehrling Albert Thiel aus der vierten Etage in die Tiefe. Er der evangelische Pastor Wendland. Ist in der Tat nur gegen einen erlitt einen schweren Schädelbruch, doppelten Oberschenkelbruch am Buchhändler der seltsame Prozeß eingeleitet, so ist nunmehr die linken Bein Bein und schwere Verlegungen des rechten Armes. " Gerichts- Zeitung. " " Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Nachruf. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Hülfsarbeiter August Krüger verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Nachruf. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Rohrleger Franz Fischer verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Ortsverwaltung. 110/4 Verein Berliner Hausiliener. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied Christoph Neidhardt Willibald Merisstraße 28 verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 7. Januar 1906, nachmittags 3 Uhr, von der Halle des Heiligen Kreuz- Stirchhofes in Mariendorf, Feldstraße, statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. 16915 Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß unser lang jähriger Einwohner, Herr Ferdinand Lorenz am 3. Januar nach längerem Leiden im 84. Lebensjahre ber storben ist. 16765 F. Brandt und Familie, Buttkamerstr. 8. Danksagung. Für die innigsten Beweise der Teil. nahme bei der Beerdigung unseres lieben Sohnes, des Pukers Rudolf Radloff, jagen wir allen Freunden, Bekannten und Kollegen, insbesondere dem„ Gesangverein der Puter" für seinen erhebenden Gesang unseren herzlichsten Dant. 16815 Familie Radloff. Kein ReisemusterSchwindel. Stola Muffen etc. etc. Nur eig. Fabrikat. Große Auswahl, gedieg. realle Ausf. bestes Material. Kein Zwischenhändler, daher Fabrikpreise. Kalman, Dresdenerstr. 75 vorn II. 2.Haus v.Thalia- Th. Verk. auch Sonnt. u. * Wochent. b. 9U. ab. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, 6. Januar. Anfang 72 Uhr: Opernhaus. La Traviata. ( Violetta.) Schauspielhaus. bon Homburg. Prinz Friedrich Urania Tauben.] Schiller- Theater. str. 48/49. Schiller- Theater O.( Wallner- Theater).| Schiller- Theater N.( Friedr.- Wilh. Th.) Nachmittags 4 Uhr: Sonnabend, abends 8 Uhr: Sonnabend, abends 8 Uhr: Zwei glückliche Tage. Hans. Variété Elysium Kommandantenstraße 3/4. Täglich: Im Lande der Mitternachtssonne. Drama in 3 Aufs. Don Max Dreher. Schwant in 4 Aften von Franz Auftreten von 36 erstklassigen Abends 8 Uhr: Am Golf von Neapel. Sternwarte Invalidenstr.57/ 62. Kasino- Theater Lothringerstr. 37. Täglich 8 Uhr. Deutsches. Der Kaufmann von Die goldene Brücke. Venedig. Neues. Ein Sommernachtstraum. Westen. Schützenliesel. Nachm. 3 Uhr: Schlaraffenland. Berliner. Gastspiel des Theaters des Westens. Lessing. Die Wildente. Anfang 8 Uhr: Schiller 0.( Wallner Theater.) Hans. Schaufp. in 3 Att. v. R. Sterowonnad. Im Neuen Theater 3. 3. m. sensation. Erfolg gegeben! Vorher: Das brill. bunte Programm. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Hotel Klingebusch. Sonntag, nahm. 3 Uhr: Nora. Sonntag, abends 8 Uhr: Die Logenbrüder. Montag, abends 8 Uhr: Der Veilchenfresser. Zirkus b. Schönthan und Gustav Kadelburg. Sonntag, nach m. 3 Uhr: Crainquebille. internationalen Spezialitäten. Die Bäuerin. Abschied vom Regiment. Schöneberger Wintergarten Sonntag, abends 8 Ubr: Zwei glückliche Tage. Montag, abends 8 Uhr: Zwei glückliche Tage. XI. Berliner Saison. Albert Schumann Zirkus Busch. Heute Sonnabend, den 6. d. Mts., abends präzise 72 Uhr: XVI. Grande Soiree High Life. Gala- Programm. U. a.: Sensationelle Novität! Prunk- und Parade- Abend. Zum 48. Male: E Die neueste und größte Sehenswürdigkeit Berlins: Indien. Walhalla- Theater Mirza- Golem- Truppe Orig- Pantomime des Zirkus Schiller N.( Friedrich Wilhelm. Nach Afrika städtisches Theater). Zwei glüdliche Tage. nach Kamerun! Ausst.- Boffe mit Ges. u. Tanz in 6 Bild. Hoffmanns Er- Anf. 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Kleines. Stilpe- Komödien. Komische Oper. zählungen. Residenz. Der Prinzgemahl. Trianon. Die Wetterfahne. Lustspielhaus. Der Weg zur Hölle. Nachmittags 3, Uhr: Das böse Brinzeßchen. Thalia. Bis früh um Fünfe. Nachmittags 4 Uhr: Hänsel und Gretel. Carl Weiß. Die lebende Brüde auf Kuba. Nachm. 3 Uhr: Max und Morig. Zentral. Musette. Nachm. 4 Uhr: Schneeweißchen und Rosenrot. Luisen. Der neue Herr. Deutsch- Amerikanisches. Er und Ich. Metropol. Auf ins Metropol Kajino. Das Opferlamm. Residenz- Theater. Direktion: Richard Alexander. Heute und folgende Zage 8 Uhr: in ihren hier noch nie gesehenen Leistungen. Los Queirolos, 6 Pers., span. Truppe. Die beliebte jugendliche Schulreiterin Frl. Dora Schumann. Sämtliche Spezialitäten u. Direktor Albert Schumanns neueste Monsterdreffuren. Zum Schluß! Bum 16. 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Gastspiel der Oper des Theater des Westens: Die Fledermaus. Sonntag nachm. 3 Uhr Borstellung zu ermäßigten Preisen: Wilhelm Tell. Abends 72 Uhr: Kean. Neues Theater. Anfang 7, Uhr. Sin Sommernachtstraum. Sonntag: Liebesleute( Amants). Montag: Ein Sommernachtstraum. stück mit Ges. u. Ballett in 7 Bildern von James For. Morgen und folgende Tage: Die lebende Brücke auf Kuba. Humorist. Bogdani Truppe militärisches Damen- Ensemble. Buddhas Tafel prolongiert. 14 neue erstklassige Nummern. WINDET EARTH 76 Sign. Maxini m. seinen Wunderhündchen. Herr Ernst Schumann mit den neudressierten sechs arabischen Vollblütern u. die vorzügl. Programmnummern. Avis! Morgen Sonntag: In beiden Vorst, nachm. 4 Uhr, abends 7, Uhr: Der amerik. Pferdebändiger Mr. Norton Smith. Sign. Maxini m. seinen Wunderhündchen. Kunst- u. Schulreiterin Signorina Rossi. Nachm. 4 Uhr: Mexiko. Abends 72 Uhr: Indien. Metropol- Theater Heute Sonnabend: 1. gr. MetropolTheater- Ball. Anfang 11 Uhr. Sonntag und folgende Tage: W. Noacks Thealer. Otto Reutter Auf- in's Metropol! Direktion: Rob. Dill. Brument. 16. Klein- Familie, Kunstradfahrer. Winter- Fest der Turngemeinde( V. Sugend- bt.) Ernst Perzina, Hundepantomime. Konzert, Borträge, Schauturnen. Ball. Einlaß 8 Uhr. Anfang 9 Uhr. Sonntag: Robert und Bertram. Otto Pritzkows Golzstraße 9. Täglich Theater und Speziali: tätenvorstellung. Sonntags 2 Vorstellungen. Nachmittags 4 Uhr zu halben Preisen. Jede erwachsene Person hat ein Kind frei. Abends 72 Uhr Große GalaBorstellung. Die Direktion. Achtung! Lederarbeiter! mittags 9 ur, im Marienbad, Babitr. 35/36: Versammlung. Sonntag, den 7. Januar cr., bor 1. Tages- Ordnung: Kommissionsbericht. 2. Wahl derselben. 16820 3. Vereinsaugelegenheiten. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen notwendig. Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Rixdorf. Achtung Möbelpolierer. Achtung! Montag, 8. Januar, abends 8 Uhr, im Lokale von Wilcke, Hermann- Straße Nr. 213: Versammlung Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Emil Kloth: Veisebilder aus Italien. 2. Bericht der Kommission. 3. Neuwahl. 4. Verschiedenes. 77/8 Der Obmann. Um regen Besuch der Kollegen nebst Frauen ersucht NB. Die Bibliothek ist jeden Sonnabend abend von 8-10 Uhr geöffnet. Zentral- Verband der Böttcher und deren Hülfsarbeiter Deutschlands. Filiale Berlin. Sonntag, den 7. Jannar, vormittags 10%, Uhr, bei Boeker, Weber- Straße 17: Außerordentl. Vereinsversammlung Tages Drdnung: 1. Neuwahl des gesamten Vorstandes. 2. Innere VereinsAngelegenheit. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. 39/1 Wegen der wichtigen Tagesordnung ist es notwendig, daß fämtliche Mitglieder erscheinen. Der Vorstand. Verband der Maschinisten u. Heizer sowie Berufsgenossen Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin und Umgegend. Sonntag, den 7. Januar, nachmittags 4 Uhr, bei Voigt, Ritterstr. 75: I Versammlung. Zages Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. Bueck: Die direkte Aktion". 2. Dis. ffion. 3. Verschiedenes. 4. Fragefasten. 5. Aufnahme neuer Mitglieder. 138/1 Die Ortsverwaltung. Stukkateure! Sonntag, den 7. Januar, vormittags 10 Uhr: Vereins- Befprechungen Lola Hawthorne, amerikanische Berliner Abnormitäten- Theater in allen bekannten Bahlstellen des Verbandes. amerikanische Elmo u. Recco, Exzentriks. f. 7 Uhr. Eintritt 30 Bi. Ball. Yulian Familie, Akrobaten. Die drei Holloways, DrahtseilKleines Theater Apollo- Theater. Anfang 8 Uhr. Ghetto. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Nachtasyl. Abends 8 Uhr: Hidalla. Zentral- Theater Täglich: Die glänzenden erstklaffig. neuen Spezialitäten mit Katsukuma Higashi Meifter der Selbstverteidigungslehre Jiu- Jitsu die Quelle japanischer Kraft! Vorher: künstler. BallettGebrüder Schwarz, Parodisten. ,, In Schottland", Divertissement. Burke, Andrus u. Frisco in ihrer Szene. Der Biograph ,, Rückkehr vom Ball". Bernhard Rose- Theater Gesundbrunnen, Badstraße 58. Morgen Sonntag nachmittag 3 Uhr: Operette). 4 Uhr. Kindervorstellung. Brinzek Rofine von Baul Linde Trudens Sommerreise. Schneeweißchen und Rosenrot. Abends 8 Uhr: Bum 46. Male: Musette. Luisen- Theater. Abends 8 Uhr: Der neue Herr. Sonntag nachm.: Der Kaufmann von Venedig. Abends: Der Goldbauer. Montag: Das Gefängnis. Trianon- Theater. Anjang 8 Uhr. Die Wetterfahne. Sonntag nachm.: Die herbe Frucht. Komische Oper. Friedrichstr. 104/ 104a. Sonnabend, 6. Jan., abends 8 Uhr: Hoffmanns Erzählungen. Sonntag, Montag: Die Bohème. Dienstag: Hoffmanns Erzählungen. Fröbels Allerlei- Theater Schönhauser Allee Nr. 148. Jeden Sonntag und Mittwoch: Konzert Deutsch- Amerikanisches Theater. Köpenickerstr. 67/68. Jed. Abd. 8 Uhr: Gastspiel Ad. Philipp. ER und ICH" Sonntag nachmittag 3 Uhr: Halbe Preise! , Ueber'n großen Teich". Gebrüder Her im Abends 7 Uhr: Berliner Droschkenkutscher. Montag abends 8 Uhr: Berliner Droschkenkutscher. Münzstr. 16. Riesen- Weihnachts- Programm! Nen! Die Elite- Liliputaner- Truppe, die fleinsten Sängerinnen u. Vortragskünstler der Welt. Riesin Ilona, 485 Pfd. fchiver. 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Billett- Vorverkauf von 10-2 ub Sanssouci. Dit. W. Reimer. an der Theaterkasse. Palast- Theater Burgstr. 24, 2 Min. v. Bh. Börse. Täglich 8 Uhr. Entree 50 Pf. Das errnfeldTheater. Riesen- Januar- Programm. Heute abend 8 Uhr: Familientag Berliner Die 3 Harders, sochturner, ehemal. Mitgl. d. Hegelmann- Truppe. The Baretts, urkomische Pantomimisten. Hause Prellstein. Paulas Beichte. Komödie in 3 Atten mit den Autoren Anton und Donat Herrnfeld in den Hauptrollen. Morgen abend 8 Uhr: Familientag im Hause Prellstein. Theater X Spezialitäten. Restaurant ,, Zum Prälaten" Stets wechselnde Spielfolge. Nach der Vorstellung: Gr. Tanz. Anf. Sonut. 6 Uhr, Mittwochs 8 Uhr. Etablissement Buggenhagen Moritzplatz. Täglich in den unteren Sälen Gottschalk- Konzert. Rummelsburg. Jnh. F. Boragk. Sonnabend, 13. Januar: GriginalHarburger Sänger Dir. Karl Frick und F. Kasche- Krause. Anf. 8 Uhr. Entree 30 Pf. Burleste von W. Gericke. 12 erstklassige Nummern. Familienfarten in allen Barbier, Friseur- u. 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Dienstag u. Mittwoch: Theater Abende. Anmeld. für d. großen Theatersaalu. d. fleineren Sale zur nächsten Saison werden schon jetzt entgegengenommen. Gegründet 1864. PelzwarenFabrik Neue Königstr. 21, II ( Ordonanzhaus.) Einzelverkauf Buchb. 8tg." die Zahlstelle Berlin als ein fruchtbarer Boden für„ charakterlose" und feine" Eigenschaften einzelner" Personen bezeichnet wird, ist es Pflicht aller Mitglieder der Zahlstelle Berlin, dazu Stellung zu Der Verbandsausschuß ist zu dieser Versammlung auf Verwaltungsbeschluß eingeladen und soll in dieser flar ausgesprochen werden, aus welchen Gründen die Versammlung vom 14. November 1905 diesen Beschluß faßte. nehmen. Zahlreichen Besuch erwartet Achtung! Die Ortsverwaltung. Achtung! Bauarbeiter! Wie vorauszusehen war, haben nach Aufhebung des S. Schlesinger Generalstreitbeschlusses seitens der Töpfer- Träger, sofort der größte Teil der Arbeitgeber unsere Forderungen anerkannt; nur ein fleiner Teil der Arbeitgeber verhält sich heute noch ablehnend. Um aber auch diesen die Möglichkeit zu nehmen, Arbeitswillige heranzuziehen, hat die Verbandsleitung beschlossen, Arbeitsberechtigungsfarten an die zu den neuen Bedingungen Arbeitenden auszustellen. Wir richten deshalb an alle baugewerblichen Arbeiter das Ersuchen, uns in diesem Stampfe insofern zu unterstützen, daß sie die auf den Bauten antreffenden Töpfer- Träger nach der Berechtigungskarte befragen. wie alljährlich nach beendeter Engros- Saison.Reisemuster bestehend in: Pelz- Stolas, Kolliers, Muffen etc. zu fabelhaft billigen Preisen. Sonntag geöffnet. Alle Träger, die ohne die rote Karte angetroffen werden, arbeiten nicht unter den neuen Bedingungen und lassen fich als Arbeitswillige benutzen. Die Verbandsleitung 32/3 Kaufhaus Max Mannheim Frankfurter Allee 109-112. BERLIN O. 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Bon den Bildern nennen wir neben der Titelseite: Die Erstürmung der Bastille und Befreiung der Gefangenen durch das Bolt Eine Dars stellung der Hinrichtung Karl I. von England Wie Bäterchen reiste Auspeitschung einer Frau im Reiche Bäterchens usw., daneben Porträts von Cromwell, Marat, Danton u. a. Zahlreichen Aufträgen entgegensehend Buchhandlung Vorwärts Berlin SW. 68 Verlangen Sie Lindenstr. 69 KNORR'S Hafermehl Hafergrütze, Haferflocken. Blitz- Schnell tommt man mit der Hochbahn bei Weingarten, Gitschinerstr. 72, Station im Hause. Empfiehlt: 1 Posten Monats- Anzüge, 1 Posten Monats- Paletots, 1 Posten Monats- Beinkleider zu staunend billigen Preisen, auch für korpulente Herren passend. Dieselben sind von feinen Stavalieren und Reisenden, die nur einen Monat ihre Garderobe tragen. 57012 Fahrgeld wird vergütet. Bitte auf Hausnummer zu achten. Genossenschaft Josef Fischer Kohlen- Großhandlung Berlin 0.34, Brombergerst. 19/20. Preise ab Platz von 10 3tr. an. 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Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 6. Januar 1906. Sozialistische Presse Deutschlands. I. Quartal 1906. Zentral- Organ. Vorwärts" Berliner Volksblatt, SW. 68, Lindenftraße 69. Täglich erscheinend. Wissenschaftliche Wochenschrift. Magdeburg Boltsstimme" Jakobsstr. 49. Redaktion:] Münzftr. 3. Mainz Mainzer Volkszeitung"( Hessische Volksstimme") Margarethengasse 13. Mannheim„ Boltsstimme" R 3, 14. Mülhausen i. E. fönigsstr. 37. Mülhauser Volkszeitung Drei München Münchener Post" Wittelsbacherplatz 2. Nürnberg Fränkische Tagespost" Luitpoldstr. 9. Offenbach Offenbacher Abendblatt" Große Marktstr. 25, Remscheid Remscheider Arbeiterzeitung" Neustraße 2. Die Neue Zeit", Revue des geistigen und öffentlichen Rostock Mecklenburgische Volkszeitung" Doberanerstr. Lebens. Stuttgart, Furthbachstr. 12. Redaktion: Saalfeld" Boltsblatt" Rosmaringasse 15. Berlin- Friedenau, Saarstr. 19. Täglich erscheinende Zeitungen. St. Johann„ Saarwacht" Hafenstr. 7-9. Solingen Bergische Arbeiterstimme" Hohegasse 7. Stettin Bolts- Bote" Schillerstr. 10. 6. Straßburg i. E. Freie Presse für Elsaß- Lothringen" Fintmattstaden 2. Altenburg Altenburger Volkszeitung" Kunstgasse 12. Augsburg Schwäbische Volkszeitung" Maximilian- Stuttgart Schwäbische Tagwacht" Furthbachstr. 12. ftraße B 31. Bant Norddeutsches Boltsblatt" Neue Wilhelmshavener- wickau i. S., Sächsisches Volksbiatt" Richardstr. 15. straße 82. Bayreuth Fränkische Boltstribüne" Kulmbacherstr. 20. Bielefeld Volkswacht" Schulstr. 20. Bochum Bolksblatt" Südhellweg 1. Brandenburg Brandenburger Zeitung, Märkisches Boltsblatt" Nurstr. 73. Braunschweig Braunschweiger Volksfreund" Kleine Burg 16. Bremen Bremer Bürger- Beitung" Hankenstr. 21-22. Bremerhaven Norddeutsche Volksstimme" Am Hafen 49. Breslau„ Volkswacht" Neue Graupenstr. 6. Caffel Boltsblatt für Hessen und Waldeck" Töpfermarkt Chemnitz Boltsstimme" Uferstr. 14. Crefeld Niederrheinische Volfstribüne" Breitestr. 62. Deffau„ Boltsblatt für Anhalt" Askanischestr. 107. Dortmund Arbeiter- Beitung" Kielstr. 5. Dresden Sächsische Arbeiter- Zeitung" Zwingerstr. 22. " Sächsischer Volksfreund" Zwingerstr. 22. Düffeldorf Bolts- Beitung" Benratherstr. 6. Elberfeld- Barmen Freie Presse" Friedrichstr. 37. Erfurt Tribüne" Kleine Arche 1. 6. Forst i. 2. Märkische Volksstimme" Frankfurterstr. 11. Frankfurt a. M." Bollsstimme" Großer Hirschgraben 17. Fürth Fürther Bürger- Beitung" Moststr. 7. Gera Reußische Tribüne" Alte Schloßgaffe 11 Görlik Görlizer Volkszeitung" Teichstr. 6. Greiz Reußische Boltszeitung" Untere Silberstr. 2. Wöchentlich zweimal erscheinende Blätter. Delmenhorst Delmenhorster Boltsblatt" Schulftr. 8. Langenbielau„ Der Proletarier aus dem Eulengebirge" Ober- Langenbielau, 2. Bezirk. Wöchentlich einmal erscheinende Blätter. Caffel„ Der Wegweiser" Hohenthorstr. 2. Dresden Der arme Teufel" Falkenstr. 10. Gießen Mitteldeutsche Sonntags- Beitung" Kirchenplak 11. Köln Rheinische Zeitung"( Wochenausgabe) Ursulaplab 6. Stuttgart Schwäbischer Volksfreund" Furthbachstr. 12. Aller 14 Tage erscheinend. Stuttgart Die Gleichheit" Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen, Furthbachstr. 12. Monatlich zweimal erscheinend. Königsberg„ Der Ostpreußische Landbote" Knochenstr. 32. Monatlich einmal erscheinend. Gotha" Boltsblatt für die Herzogtümer Coburg und Berlin„ Die Fadel" N. 31 Voltastr. 45. Gotha" Mohrenberg 7. Halle a. S.„ Boltsblatt für Halle" Harz 42/43. 11 Elberfeld„ Das Morgenrot" Friedrichstr. 37. Hanau Der Bauernfreund" Philipp Ludwigs- Anlage Hamburg Hamburger Echo", Hamburg I, Fehlandstr. 11. Stettin Der Pommer" Schillerstr. 10. Harburg Boltsblatt" Großer Schippsee 4, part. Hannover Volkswille" Burgstr. 9. Hof„ Oberfränkische Volkszeitung" Karolinenftr. 89. Karlsruhe Boltsfreund" Luisenstr. 24. Witblätter( Erscheinen aller 14 Tage). Kiel Schleswig- Holsteinische Bolts- Beitung" Bergftr. 11. München„ Süddeutscher Postillon" Senefelderstr. 4. Köln Rheinische Zeitung" Ursulaplap 6. Stuttgart Der wahre Jacob" Furthbachstr. 12. Königsberg i. Pr. Königsberger Bolls- Zeitung" BorderRoßgarten 50. Leipzig Leipziger Boltszeitung Tauchaerstr. 19-21. " Boltszeitung für das Muldenthal" Tauchaerstraße 19-21. Ludwigshafen Pfälzische Post" Marstr. 65. Lübeck Lübecker Boltsbote" Johannisstr. 50. Lüneburg Lüneburger Boltsblatt" Schröderstr. 11. Illuftrierte Unterhaltungsblätter. Gewerkschaftspresse Deutschlands. I. Quartal 1906. Dreimal wöchentlich erscheinend. Leipzig Korrespondent für Deutschlands Buchdrucker und Schriftgießer", Salomonftr. 8. Wöchentlich erscheinend. Altenburg Korrespondent für die Arbeiter und Arbeiterinnen der Hut- und Filzwaren Industrie", Wilhelmstr. 2, parterre. Berlin Bildhauer- Beitung", SW. 29, Solmsstr. 33. " Buchbinder- Zeitung", SO. 26, Elisabeth- Ufer 40 I. Correspondenzblatt der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands", SO. 16, Engel- Ufer 15. Die Einigkeit", Organ der freien Vereinigung deutscher Gewerkschaften, SO. 16, Franzstr. 2, part. " Allg. Fahr- Zeitung", SW. 12, Schüßenstr. 58. Der Gastwirtsgehilfe", C. 25, Dirdsenstr. 39 I. " Allg. deutsche Gärtner- Beitung", N. 37, Megerstr. 3. Der Handschuhmacher", O. 34, Tilsiterstr. 40, II. Fachzeitung für Schneider", SO. 33, Stöpeniderstr. 32. " Der Töpfer", SO. 16, Engel- Ufer 15. " " # Bochum Deutsche Berg- und Hüttenarbeiter- Zeitung", Wiemelhauserstr. 42. Bremen Deutsche Böttcher- Beitung", Hankenstr. 21/22. Charlottenburg Die Ameise", Drgan des Porzellanarbeiter- Verbandes, Rosinenstr. 3. Chemnitz„ Der Tertilarbeiter", Uferstr. 14. Gotha„ Schuhmacher- Fachblatt", Mohrenberg 7. Hamburg" Deutsche Bäcker- Beitung", Drgan des BäckerVerbandes, Hamburg 23, Marstr. 27. Der Bauhülssarbeiter", Bremerreihe 15, part. " Der Grundstein"( für Maurer), Hamburg 5, St. Georg, Brennerstr. 11, I. Schmiede- Zeitung", Hamburg 21, Herberstr. 2. " Der Stuffateur", Hamburg 22, Barmbeck, Am Holsten tamp 39a, II. " Bereins- Anzeiger für Maler 2c.", Hamburg 22, Barmbed, Schmalenbeckerstr. 17. „ Der Zimmerer", Hamburg 22, Barmbed, Feßlerstr.28, I. Karlsruhe Glaser- Zeitung", Schüßenſtr. 8 a. Leipzig" Der Steinarbeiter", Gr. Fleischergasse 14. I. " Der Tabatarbeiter"( für Bigarrenarbeiter)," Tauchaerstraße 19/21. Leipzig- Schfeudit„ Graphische Presse", Schkeudik. Linden- Hannover Brauer- Zeitung", Burgstr. 9. Löbtau- Dresden„ Der Fachgenosse"( für Glas-, Porzellanund Thonwaren- Arbeiter), Reisewizerstr. 34. Stuttgart Holzarbeiter- Zeitung", Adlerstr. 43. Metallarbeiter Zeitung", Druckerei des deutschen 9 Metallarbeiter Verbandes, Röteftr. 16b. Monatlich dreimal erscheinend. 9. Altenburg Müller- Zeitung", Publikationsorgan des Verbandes deutscher Mühlenarbeiter, 8widauerstr. 12. Berlin Zeitschrift für Graveure und Eiseleure", SO. 26, Mariannenplay 5, Hof I. „ Lederarbeiter- Zeitung", SO. 16, Engel- Ufer 15, IV. Hamburg Friseurgehülfen- Zeitung", Hamburg 19, Dfter straße 166. Berlin Jn freien Stunden" SW. 68, Lindenstr. 69. Er scheint in Wochenheften. Hamburg„ Die Neue Welt" Hamburg I, Fehlandstr. 11. Erscheint wöchentlich einmal. Monatlich zweimal erscheinend. Berlin„ Der Fleischer", O. 54, Dragonerstr. 15. Der Bureau- Angestellte", NW. 21, Emdenerstraße 4. Redaktion: Grünau, Stopeniderstr. 109. Aller 14 Tage erscheinend. Berlin Der Courier", Bentralorgan für die Intereffen der im Handels-, Transport- u. Verkehrsgewerbe beschäf tigten Arbeiter Deutschlands, SO. 16, Engel- Ufer 15.] Correspondenzblatt des Verbandes der Vergolder Deutschlands", NW. 5, Wilsnaderſtr. 39. Deutscher Maschinist und Heizer", Drgan der Ma schinisten und Berufsgenossen Deutschlands, SO. 33, Bücklerstr. 55. Der freie Gastwirt", N. 54, Brunnenstr. 164. Die Gewerkschaft", Organ für die Interessen der Arbeiter in Gasanstalten und sonstigen städtischen Be trieben, Berlin W. 57, Bülowstr. 21. " Sattler- Zeitung", SO. 16, Adalbertstr. 56. Allg. Steinfeger- Beitung", NW. 21, Wiclefstr. 16. " Solidarität", Drgan aller im graphischen Berufe be schäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, NO. 18, Elbingerstr. 27, b. IV. " Solidarität“ Publikationsorgan der deutschen Metallarbeiter- Gewerkschaft, C. 22, Rosenthalerstr. 57. Der Wäsche- Bote", Organ für alle in der Wäsche- und Krawattenbranche, Dampfwäschereien und Plättereien beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, NO. 55, Greifswalderstr. 218, II. Bremerhaven Der Werftarbeiter", Am Hafen 49. Frankfurt a. M." Neue Deutsche Dachdecker- Beitung", Brückenſtr. 31. Hamburg" Die Biene", Organ des Zentralverbandes der Konditorgehülfen 2c., St. Pauli, Seilerstr. 32. Correspondenzblatt der Tapezierer", Steindamm 99. " Der Hafenarbeiter", Hamburg 1, Gänsemarft 35, II. " Handlungsgehülfen- Blatt", Hamburg 6, Marktstr. 136. Der Schiffszimmerer", Gilbed, Konventstr. 5. St 27 0 Der Kupferschmied", Hamburg 23, Gilbed, Marstr. 6, I. Der Seemann", Hamburg 4, St. Pauli, Hafenstr. 116. " Weckruf der Eisenbahner", Hamburg 27, AusschlägerAllee 32. " Hannover" Der Proletarier"( für Fabrik 2c. Arbeiter und Arbeiterinnen) Burgstr. 9, I. Leipzig- Möckern Der Lithograph", Kirschbergstr. 54. Redaktion Leipzig- Neustadt, Marktstr. 1 b. Offenbach Portefeuiller- Zeitung", Waldstr. 8, I. Monatlich einmal erscheinend. Berlin Die arbeitende Jugend", Drgan des Vereins der Lehrlinge und jugendlichen Arbeiter Berlins, N. 54, Veteranenstr. 8. Redaktion W. 50, Ansbacherstraße 56, Hof part. " Der Asphaltarbeiter", Drgan des Verbandes deutscher Asphalteure, Pappdecker und sämtlicher Hülfsarbeiter, NW. 87, Beuffelstr. 19 parterre. " Der Bäder", Organ für die Interessen der Bäckergesellen Berlins und Umgegend, C. 54, Gipsstr. 2. Kürschnerwacht", NO. 43, Mendelssohnstr. 9. Zeitschrift für Aylographen", Organ der Xylographen des deutschen Sprachgebietes, Schöneberg- Berlin, Hauptstr. 110 I. 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Jnferate Sechsgefpaltene Kolonelzeile 20 Pfg. Bei größeren Aufträgen entsprechenden Rabatt. und # 1 Diskussion erklärten sich die Mehrzahl der Redner für das vor- Gutes zu melden. Bei der Gewerbe- und der Betriebssteuer geschlagene Statut. Dasselbe wurde dann auch mit geringfügigen haben allerdings die unbeitreiblichen Beträge sich verringert. Alenderungen einstimmig angenommen. Bei der nunmehr vorge- Der Bericht führt das zurück auf eine teilweise Besserung der Friedrichshagen. Dienstag, den 9. Januar, abends 8 Uhr, fißenden, der Genosse Schönberg- Reinickendorf- Oft zum Kassierer pflichtigen", aber gleich dahinter wird mitgeteilt, daß bei der nommenen Wahl wurde Genosse Stemnih- Wilhelmsruh zum Vor- wirtschaftlichen Verhältnisse der gewerbetreibenden Steuer im Saale von May Lerche, Rundteil: Deffentliche Gewerk und der Genosse Franke- Reinickendorf- West zum Schriftführer ge= schaftsversammlung. StaatsTagesordnung: 1. Vortrag des wählt. Als Delegierte zur erweiterten Streisvorstandssitung wurden Gemeinde Einkommensteuer Genossen Knüpfer- Berlin über: Bauarbeiterschutz. 2. Diskussion. Die Genossen Neumann, Boldt und Kuntsch, zu Revisoren( und außerdem auch bei der Ergänzungssteuer) wieder eine für den Bezirksvorstand die Genossen Jaedel, Grams und Zunahme der Ausfälle eingetreten sei, und es wird Wilmersdorf. Die am Mittwoch, den 10. Januar fällige Iban gewählt. Die Genossen Lorenz, Pritsch, Krätte hinzugefügt, daß das auf eine allgemeine Besserung der Generalversammlung findet nicht statt. Dagegen findet am Dienstag, und Przewerzinski wurden zu Mitgliedern der Lokal- wirtschaftlichen Lage noch nicht schließen lasse.". abends 8 Uhr, im Volksgarten, Berlinerstr. 40, eine Volts- fommission bestimmt. Nachdem noch der Vorsitzende auf die am versammlung statt. Genosse 3ubeil spricht über: Der Maffenstreit 14. d. M. stattfindende Flugblattverbreitung und auf die zum 21 d. als neues Kampfmittel des Proletariats. Zu dieser Versammlung M. geplanten öffentlichen Versammlungen aufmerksam gemacht hatte, findet am Sonntag, den 7. Januar, eine Flugblatt- schloß derselbe die Versammlung mit dem Wunsch, daß die Genoffen berbreitung statt. Jedes Mitglied ist verpflichtet, früh in Anbetracht der ernsten politischen Situation auch unter der neuen Organisationsform ihre Schuldigkeit tun mögen. 3. Verschiedenes. 7 Uhr in den bekannten Lofalen zu erscheinen. Nieder- Schöneweide. Der Wahlverein hält am Sonntag, den Schmargendorf. 7. Januar, nachmittags 3/2 Uhr, im Lofal von Reimann, Grünauer- Durch Feuer zerstört wurde am Freitag früh das in der Cunostraße 5, feine Generalversammlung ab. Der wichtigen Tagesstraße belegene, aus Brettern hergestellte Werkstattsgebäude des ordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Parteigenossen, pünktlich zu Schlossermeisters Franz Hebold. erscheinen. Der Vorstand. Deutsch- Wusterhausen. Sonntag, den 7. Januar, nachmittags S Uhr, im Lokale des Gastwirts Wilhelm Hoffmann, Deutsch Wusterhausen: Voltsversammlung. Referent: Genosse Friz Zubeil Erkner und Umgegend. Sonntag, den 7. Januar, findet in Begebrodts Gesenschaftshaus eine Volksversammlung statt. Tagesordnung: Die Fleischteuerung. Referent: Genosse kogte- Berlin. Vorort- Nachrichten. Charlottenburg. Potsdam. fommen. " Die Schwierigkeit, den Sollbetrag der Einkommensteuer annähernd vollständig zusammenfriegen, ist naturgemäß am größten bei den kleineren und kleinsten EinStaats- Einkommensteuer wegen Unbeitreiblichkeit aus: bei den Im Jahre 1904 fielen von dem Soll der Einkommen über 3000 m. nur 0,27 Proz., dagegen bei den Einkommen unter 3000 m. 7,32 Proz. Der ausgefallene Betrag belief sich bei den Einkommen über 3000 m. auf 68 288 M., aber bei den Einkommen unter 3000 M. auf 477 547 W., obwohl die Solleinnahme dort 25% Mill. Mart, hier aber nur 61/2 Millionen Mark betrug. Von 1899 bis 1904 ist der Prozentsaz der Ausfälle wegen Un beitreiblichkeit bei den Einkommen unter 3000 m. von 5,12 Broz. auf 7,32 Pro3. gestiegen, während er bei den Einkommen über 3000 m. in demselben Zeitraum zunächst von 0,20 Proz. auf 0,34 Proz. gestiegen und in den letzten beiden Jahren bereits wieder auf 0,27 Proz. heruntergegangen ist. Eine wenig angenehme Neujahrsüberraschung wurde der Potsdamer Stadtverordneten- Versammlung durch eine Vorlage des Magistrats bereitet. Der Zustand verschiedener Straßen ist der artig, daß eine Neupflasterung derselben dringend erforderlich er scheint und schon am 28. April v. J. der Magistrat zu diesem Zweck die Aufnahme einer Anleihe von 1600 000 Mart, aus welcher bis zum Jahre 1910 alle in Frage kommenden Straßen umgepflastert werden sollten, verlangte. Diese Vorlage wurde aber mit Rücksicht darauf, daß die Stadt so wie so eine große Schuldenlast hat, ab- Würde die Sonderung nicht nur für diese beiden Gruppen, gelehnt. Jetzt ist nun der neue Polizeidirektor von Stard an die sondern für alle einzelnen Steuerstufen durchgeführt, so ließe Stadt mit der Aufforderung herangetreten, innerhalb sechs Jahren sich noch deutlicher erkennen, wie die Notstandsjahre 49 Straßen mit Neupflasterung versehen zu lassen. Er begründet auf das Ergebnis der Steueinziehung einParsifal und Lohengrin werden bei dem volkstümlichen Gral dies damit, daß viele der Straßen noch mit veraltetem Rundstein- gewirkt haben. Die Steuerverwaltung sollte einmal ihren Abend der Stadt Charlottenburg am 7. d. Mt 8. in der Kaiser pflaster bestehen und mehr oder weniger unzählige Senkungen und Berichten eine solche Aufstellung beifügen, damit die Friedrichschule am Savignyplatz in größeren Bruchstücken, in der Schlaglöcher aufweisen, welche stellenweise so tief sind, daß die Pferde Schwindeleien der Notstandsleugner gründlich aufgedeckt werden Mufit wie in der Dichtung Wagners, zum Vortrag kommen. Best- die Beine und die Wagen die Achsen brechen, so daß die umgestürzten aftreditierte Künstler wie: Adele Otto- Morano, Hjalmar Arlberg, hochbelandenen Fouragewagen ein sehr häufig beobachtetes Bild darSydney Biden, N. Tomelli usw. haben die Partien des Gurnemanz, stellen. Da der Polizeidirektor die Forderung im verkehrspolizeiAmfortas, Parsifal, Lohengrin, Elfa und König Heinrich über- lichen Interesse erhebt, werden die städtischen Behörden wohl oder nommen. Eintrittskarten a 50 Pf., einige nummerierte, sind in den übel in den sauren Apfel beißen und eine Anleihe von mindestens Charlottenburger Buchhandlungen, dem Verein zur Förderung der zwei Millionen Mart aufnehmen müssen. Die Verzinsung und Kunst, Genthinerstr. 17 und im Dürerhaus, Kronenstr. 18 zu haben. Amortisation derselben wird, in Verbindung mit anderen städtischen Projekten, welche der Ausführung harren, eine nicht unerhebliche Wilmersdorf. Steuererhöhung beranlassen. Von einem Neubau abgestürzt ist gestern nachmittag der Klempner Alwin Lanois aus der Stralauerstr. 53. 2. war auf einem Neubau in Wilmersdorf mit Lötarbeiten beschäftigt und dabei durch Aus gleiten von der zweiten Etage herabgestürzt. Er erlitt einen Oberchenkelbruch, sowie eine flaffende Stirnwunde und wurde nach der Charité gebracht. Nowawes. Der Bahnbau Wildpark- Beelitz- Treuenbrieken macht jetzt der Gemeinde Caputh viele Sorgen. Dieselbe hatte sich verpflichtet, zu dem Ankauf von Terrain für die Bahn beizusteuern und zwar die Summe, die über 30 000 Mart beträgt. Durch die hohen Ankaufspreise für Grundstücke beträgt diese Summe nun 42 000 Mart, wovon 7000 Mark jetzt gezahlt werden sollen. Berliner Nachrichten. fönnten. Mannhaftigkeit und Festigkeit sind die Eigenschaften, mit denen der Liberalismus seine Sache verfechten wird, so äußerte sich in der legten Sigung des vergangenen Jahres der Wortführer der Freisinnigen Herr Caffel in der Stadtverordneten- Versammlung bei Besprechung des Schulunterhaltungs- Gesetzes. In derselben Sizung haben diefe Mannhaften einer Adresse an den Kaiser ihre Zustim mung gegeben, die man ganz genießen muß, um von der Mannhaftigkeit und Festigkeit der Liberalen im Rothen Hause den rechten Begriff zu bekommen. Die Adresse lautet: " Allerdurchlauchtigster, Großmächtigster Kaiser und König! Allergnädigster Kaiser, König und Herr! Der Jahreswechsel bringt die willkommene Gelegenheit, den Empfindungen Ausdruck zu geben, von denen die Berliner Bürgerschaft für ihren Landesfürsten, des Reiches Kaiser, erfüllt ist. Aufrichtigen Herzens sprechen tvir Eurer faiserlichen und föniglichen Majestät die Versicherung trener Anhänglichkeit aus. Mit Stolz und Genugtuung erfüllt uns die Erfahrung, daß unsere Bewunderung für Eurer Majestät Geistesgaben und Charaktergröße auf dem weiten Erdenrund allenthalben Wo nichts ist, hat der Steuererheber sein Recht verloren. geteilt wird. Wenn aber hier und da außerhalb unseres VaterIn Zeiten des Arbeitsmangels wird von den landes Eurer Majestät Absichten und Ziele Verkennung oder gar Freisinnsgrößen, die in der Berliner Gemeindeverwaltung das Entstellung begegnen, so ist uns dies ein neuer Anlaß für Wort führen, immer wieder dieselbe Taktik befolgt. Sie ver- samkeit der Aufgaben zusammengeschmiedet, eine untrenn die Erkenntnis, daß Fürst und Volk, durch die Gemeina suchen zunächst, so lange wie möglich zu bestreiten, daß die bare Ginheit bilden, daß die Verehrung der Bürger für den unbemittelte Bevölkerung von einer außergewöhnlichen Not erhabenen Repräsentanten aller Deutschen ohne Unterbedrückt werde. Das Verfahren ist bequem und billig. Wenn fchied des Standes und Bekenntnisses in einer geläuterten Gigensie sofort offen zugäben, daß weite Streise der Bevölkerung in liebe ihre natürlichen starken Wurzeln hat. Möge Eurer kaiserlichen Bedrängnis sind, so müßten sie Stellung nehmen zu dem und föniglichen Majestät für die ernste Hingebung an dem schweren läftigen Verlangen, daß die Gemeinde durch Veranstaltung von Herrscherberuf der Lohn des Erfolges nie fehlen, möge die Freude Notstandsarbeiten einige Erwerbsgelegenheit schaffe. glieder des kaiserlichen und königlichen Hauses gestärkt werden. daran durch ungetrübte Gesundheit Euerer Majestät und aller MitWenn sie aber dreist alle Not weglügen, so dürfen sie in tiefer Ehrfurcht verharren wir als Guerer Majestät getrost auch jede Pflicht, Notstandsarbeiten zu gewähren, von treu gehorsame Stadtverordnete zu Berlin. Langerhans." der Gemeinde abwälzen. Die am Mittwoch in Nowawes abgehaltene Gemeindevertretersigung erledigte u. a. folgende Angelegenheiten: Von der Verwaltung des Oberlinhauses war dem Gemeindevorstand die Mitteilung zugegangen, daß die bisherige Siechenstation für Frauen dortselbst in nächster Zeit eingehen soll; dagegen hat sich die Ortsgruppe Potsdam des Evangelischen Frauenbundes bereit erklärt, fieche Frauen, welche von der Gemeinde Nowawes unterhalten werden, in dem von ihr gegründeten Mädchenheim in Neuendorf unterzubringen und zwar zu einem Sake son 1 M. resp. 1,50 M. pro Tag, je nach dem Grade des Siechtums. Die Vertretung beschloß, dieses Anerbieten anzu nehmen, so daß in Zukunft die siechen Frauen im Mädchenheim untergebracht werden Einen weiteren Punkt der Tagesordnung bildete die Erweiterung des Friedhofs an der Aderstraße. Hierzu hatte der Gemeindevorstand bereits vor längerer Zeit mit der Regierung Verhandlungen angefnüpft behufs Erwerbs des hinter dem Friedhof gelegenen großen Terrains, welches dem Fiskus gehört. Derselbe verlangte pro Quadratmeter 2 Mark und ließ sich auch auf wiederholtes Vorstelligwerden auf eine Reduzierung dieses Breises nicht ein. Da nun die Erweiterung des Friedhofes erst vielleicht in 20 bis 30 Jahren nötig sein wird, so stellte die Gemeinde an die Negierung den Antrag, ihr das Terrain zu dem geforderten Preise zu Der Kaiser hat darauf folgende Antwort geschickt: Ich habe Dabei wird es gerade in der Gemeindeverwaltung mich gefreut, aus Anlaß des Jahreswechsels von den Stadtüberlassen mit der Bedingung, daß die Gemeinde erst dann mit der Verzinsung und Amortisation beginnt, wenn von ihr das Land tat- jedem, der sehen will, rasch genug bemerkbar, ob die Zeiten verordneten meiner Haupt- und Residenzstadt Berlin Glück und sächlich in Benutzung genommen wird. Dieser Antrag ist jetzt von besser oder schlechter werden, ob die Erwerbsgelegenheit sich Segenswünsche zu erhalten und in der Adresse der Versicherung der Regierung abgelehnt worden. In dem betreffenden Schreiben mehrt oder Arbeitsmangel eintritt. Wie sehr das bemerkbar treuer Anhänglichkeit und der Erkenntnis der engen Zusammen wird bemerkt, daß der Preis für das Land sich jetzt wahrscheinlich geworden ist, das erfährt man nachher aus den Jahres- gehörigkeit von Fürst und Bolt zu begegnen. Empfangen Sie erhöhen würde, da die Bodenpreise in Nowaives infolge der regen berichten, die der Magistrat über die einzelnen Zweige meinen besten Dank für diese Kundgebung. Gott der Herr aber Bautätigkeit in letzter Zeit allgemein gestiegen feien. In Rücksicht der Gemeindeverwaltung veröffentlicht. Mitunter wird in wolle das Jahr 1906 auch für die gesamte Berliner Bürgerschaft darauf, daß der jeßige Erwerb des genannten Terrains für die Ge- ihnen ausdrücklich auf die Folgeerscheinungen hingewiesen, die zu einem recht glücklichen werden lassen." meinde unzweckmäßig wäre, weil dasselbe wegen der schlechten Bodenbeschaffenheit für andere Zwecke nicht verwendet werden kann der Notstand gezeitigt hat. Solche Bekenntnisse der und die Verzinsung bis zur Inanspruchnahme beinahe die Stauf- Wahrheit sind zunächst ungefährlich, weil sie mit den Befumme erreichen würde, beschloß die Vertretung, die Verhandlungen richten gewöhnlich erst dann an die Deffentlichkeit gelangen, wegen dieser Sache mit der Regierung abzubrechen, das weitere der wenn die Lage sich wieder bessern zu wollen scheint und die Zukunft überlassend. Notstandsdebatten verstummt sind. Aber lehrreich bleiben sie auch so, und es ist nicht überflüssig, diese verspäteten Eingeständnisse nachträglich festzunageln. Lichtenberg. Der Frauen- und Mädchen Bildungsverein für Lichtenberg" begeht am Montag, den 15. Januar, abends 8 Uhr, im„ Schwarzen Adler"( Gebr. Arnhold) sein erstes Stiftungsfest. Die Mit glieder werden aufgefordert, vollzählig zu erscheinen. Billetts find zu haben bei Frau Fischer, Pfarrstr. 68, Frau Swenn, Pfarrstr. 47, Frau Müglich, Kronprinzenstr. 5, in der Spedition von Seifel, Kronprinzenstr. 50, bei Frau Balzer, Blumenthalstr. 22 und Fräulein Mahnhardt, Rummelsburg. Alt- Borhagen 8. Freunde und Gönner find freundlichst eingeladen. Eitel Freude herrscht wieder unter den Mannhaften und Festen. Neuerung bei der Hochbahn. Bei der elektrischen Hoch- und Untergrundbahn wird zurzeit eine zweckmäßige Neuerung durch geführt. Nach dem jezigen Fahrplan folgt in der Regel auf zwei Züge, die über den Potsdamer Platz gehen, einer, der zwischen Bften und Westen unmittelbar über das Gleisdreieck durchgeht. wenn nun der legte direkte Bug vor dem über den Potsdamer Platz auf den einzelnen Haltestellen fällig ist, so wird unter dem NichtungsAm redseligsten in dieser Hinsicht sind die Berichte arm ein zweiter Arm hochgezogen, der die Ankündigung trägt, daß der Steuerverwaltung, und das ist auch ohne der nächste direkte Zug in zwei Minuten nachfolgt. Dieser folgende weiteres begreiflich. Verwaltungen, die vorwiegend ausgeben, direkte Bug überholt natürlich den vorhergehenden Zug über den tönnen sich über schlechte Zeiten hinwegsehen, indem sie noch Botsdamer Plaz, während der letztere vom Gleisdreieck nach dieser Untergrundbahnhaltestelle und zurück fährt. Die Fahrgäste, welche mehr als sonst knappfen. Verwaltungen, die vorwiegend ein- den Wint benußen, kommen also früher auf den Haltestellen jenseits nehmen, sind übler dran. Da hilft es nichts, sich nach der des Gleisdreiecks an, als wenn sie den vorhergehenden Zug über Decke zu strecken". Wenn die Einnahmen hinter der Erwartung den Potsdamer Platz benutzen. Die Einrichtung hat ferner den zurückbleiben, so ist tein korrigieren, fein Be- Vorteil, daß der Berkehr nach den einzelnen Richtungen mehr ausReinickendorf und Umgegend. mänteln und kein Vertuschen möglich. Das einandergehalten wird. Die Züge nach dem Potsdamer Platz werden Am 4. diefes Monats fand bei Meinhardt, Reinidendorf- Dit, gilt vor allem von der Steuerverwaltung, die ja lediglich von den Fahrgästen nach Haltestellen jenseits des Gleisdreiecks und Residenzstraße 50/51, sine fombinierte Versammlung der drei Wahl einnimmt. Je schlechter die Zeiten sind, desto schwieriger die Züge nach Haltestellen des durchgehenden Verkehrs von den vereine Reinickendorf- Ost, Reinickendorf- West und Wilhelmsruh statt. wird die Einziehung der Steuern. Wo nichts ist, hat der Fahrgästen nach dem Potsdamer Platz entlastet. In derselben gab zurächst der Vertrauensmann Gursch den Bericht Steuererheber sein Recht verloren. Opfer der Kälte. über seine Tätigkeit während der letzten Amtsperiode. Derselbe In den Berichten der Steuerverwaltung sind wir nun fonnte ein erfreuliches Wachsen und Gedeihen der Bewegung in schon ein paar Jahre hindurch den lebhaftesten Stlagen über Erfroren aufgefunden wurde gestern nachmittag der Kuhschweizer seinem bisherigen Wirkungstreise konstatieren. Weiter beschäftigte die Ungunst der wirtschaftlichen Verhältnisse rüden am Lichterfelder Weg die Ueberführung der Stettiner Bahn Hermann Laneus. 2., welcher lahm gewesen war, hatte auf seinen sich die Versammlung mit der nach dem Kreiswahlvereinsstatut für und die dadurch veranlaßte Beeinträchtigung gefreuzt und war, durch die grimmige Stätte erstarrt, schließlich Niederbarnim vorzunehmenden Neuorganisation des Bezirks. Der Genosse Kemnih- Wilhelmsruh gab einen furzen historischen Ueber- des Steuererträgnisses begegnet. Auch der zusammengebrochen. Hülflos mußte der Wermste dann erfcieren. über daz Etatjahr 1904, blick über die bisherigen Organisationsformen und ging dann zur Bericht der erst jetzt Яis nach längerer Zeit Passanten des Weges famen, war 2. bereits Erklärung des neuen Bezirksstatuts über. In der darauf folgenden vom Wagistrat veröffentlicht worden ist, weiß noch nicht viel tot. Seine Strücken lagen neben ihm. An der Reinickendorfer renze wurde ein anscheinend obdachloser Arbeiter in erfrorenem wagen heran, und der Beamte, der sich infolge seines Unfalls| Kl. Frankfurterftr. 6: Vortrag des Herrn Dr. Bruno Bille:„ Ber ustande bewußtlos aufgefunden. Da sich mehrere Männer vergeb- nicht zu erheben vermochte, fürchtete, bon dem Motor Chriftus? IV. Das Jdeal urchriftlicher Gemeinden." Gäste, Damen und ich bemühten, den Unbekannten wieder ins Leben zurückzurufen, wagen erfaßt zu werden. Er drängte feinen Körper nach Herren, sehr willkommen. 10 sorgten sie für dessen deberführung in das Lazarus- Krankenhaus. dem Nebengleis hinüber, ohne zu beachten, daß auf diesem von B. Frante, Sebastianstraße 39: Beschließende Versammlung. Wichtige Montag, den 8. Januar, abends 82 Uhr pünktlich, im großen Saale ein Straßenbahnzug der Linie 81 herantam. Sch. geriet unter Tagesordnung. Beiße Quittung legitimiert. Millionenprozesse in Sicht. Ueber das Vermögen des früheren die Borderplattform des Wagens und blieb vor dem die Räder Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter. Berliner Vertreters der Haase- Brauerei in Breslau, Herrn Häsen, umgebenden Schuhrahmen liegen. Der aufmerksame Fahrer hatte( G. H. 29.) Hamburg. Filiale Schöneberg. Sonntag, den 7. Januar, ist jetzt der Konkurs eröffnet worden. Das Verfahren war schon glücklicherweise so viel Geistesgegenwart, Gegenstrom zu geben und vormittags 10 Uhr, im Klubhaus, Hauptstr. 5/6: Außerordentliche Mitgliederfrüher einmal vom Kommerzienrat Haafe beantragt worden, wurde verhütete so, daß der Verunglückte von dem Wagenkasten erfaßt Bersammlung. aber damals nach Prüfung der Geschäftslage vom Gericht abgelehnt. wurde. Schröter wurde von dem Wagenpersonal unter der PlattNeben dem Konkursverfahren laufen einige Prozesse einher, bei denen form hervorgezogen und nach der Unfallstation in der Seibelstraße es sich um ein paar Millionen handelt. Häfen hat bisher über übergeführt, von wo er nach Anlegung eines festen Verbandes nach fünfzigtausend Mart an Rostenvorschüssen leisten müssen. Es ist seiner Wohrung gebracht werden konnte. möglich, daß diese Kostenvorschüsse einen Einfluß auf die Eröffnung des Konkursverfahrens ausgeübt haben. Kurze Eisbahnfreuden. Nur wenige Tage durften fich die Anhänger des Eissports am Schlittschuhlaufen erfreuen. Der plögliche Umschlag der Witterung hat die Hoffnungen der Eisbahnpächter und Eisläufer jäh vernichtet. Die künstlichen Eisbahnen sind über Nacht zu Wasser geworden" und auf den Gewässern beginnen die Eisdecken bereits morsch zu werden. Unter dem plöglichen Witterungsumschlag leidet auch die Eisernte ganz erheblich; auf zahlreichen Getvässern mußte sie im Interesse der Sicherheit der Arbeiter eingestellt werden. Dagegen hat der Wechsel im Wetter den Bauhandwerkern wieder Verdienst gebracht. Gestern morgen ist auf vielen Bauten die Arbeit wieder aufgenommen worden. Spurlos verschwunden. Seit der Neujahrsnacht wird die zwanzigjährige Tochter Margarete des Lokomotivführers Strüger aus der Gartenstr. 6 vermißt. Das junge Mädchen entfernte sich abends aus der elterlichen Wohnung, suchte ein Vergnügungsfofal auf und verließ dasselbe gegen Mitternacht. Seitdem fehlt jede Spur von der Verschwundenen. Es ist nicht ausgeschlossen, daß die K. zu un Lauteren Zwecken verborgen gehalten wird. Zehn Ueberzieher beraubt hat gestern nachmittag ein dreifter Baletotmarder im Kaiserin Augusta- Gymnasium. Als die Schüler das Schulgebäude verlassen wollten, wurde ein Mantel vermigt, während aus neun anderen Ueberziehern insgesamt 6 Portemonnaies und 3 Taschenuhren gestohlen waren. Der dreiste Dieb, welcher feinen alten Baletot zurückgelaffen hatte, entkam ungehindert. Als Retter des Vaterlandes Der Verein für Feuerbestattung veranstaltet am Sonnabend, den 6. 5. M., abends 8 Uhr, im Bürgerſaale des Rathauses, einen Vortragsaus Kiel über den gegenwärtigen Stand der Feuerbestattung in Deutschabend, in welchem Herr Reich stagsabgeordneter Dr. Leonhart land" sprechen wird; ferner wird das Modell eines modernen KremaZutritt. toriums erläutert werden. Zu der Versammlung hat jedermann freien Briefkaften der Redaktion. Bermißt. Seit dem 30. Dezember 1905, nachmittags 2 Uhr, wird der Markgrafenstr. 64 wohnhafte Schneidermeister Johann Dzinezhnsti vermißt. Genannter, der schwer gallenLeidend ist, hat vermutlich in einem Anfall von Schwermut seine Wohnung verlassen mit der Absicht, sich das Leben zu nehmen. Er ist 42 Jahre alt, zirka 1,70 Meter groß, hat dunkelBanfftr. 42a. 1. Mit Bolfsschulbildung kann man nicht Ingenieur blonde Haare, graubraune Augen, lückenhafte Zähne, ovales Geficht, Beugnis zum Einjährigendienst kaum anzuraten. Erst praktische Tätigkeit, sondern höchstens Technifer werden, doch ist auch diese Laufbahn ohne blonden Schnurrbart, rötliche Gesichtsfarbe, schlanke Gestalt und dann Besuch eines Technikums, das ist der üblichste Weg. 2. Wo soll die spricht deutsch, russisch und polnisch. Bei seinem Fortgange war er" Boftschule" riſtieren? G. O. 109. 1. Brief an den Magistrat, befleidet mit schwarzem steifen Hut, schwarzem auf Seide gearbeiteten eventuell Oberbürgermeister. 2. Db Sonfessionslosigkeit ein Hindernis Gehrock, schwarzer Weste und Hose, neuen Knöpfftiefeln, grauen bildet, wissen vir nicht. M. W. 10. 1. Deputation der städtischen Gasbaumwollenen Strümpfen, weißem J. D. gezeichneten Leinenhemd, werke, Klosterstr. 68. 2. Heimstättenfuratorium, Neue Friedrichstr. 9.( Aerztgrünseidenem Selbstbinder und trug goldene Uhr und Kette. Zweckliches Attest nötig.) dienliche Nachrichten werden von der Kriminalpolizei, Zimmer 248 des Polizeipräsidiums, fowie von jedem Polizeirevier zum Attenzeichen 8. IV. 4. 06. schriftlich oder mündlich entgegengenommen. Die schwarze Liste der Hausbefizer. 1061 nicht empfehlenswerte Mieter hat der Bund der Berliner Grundbefizer- Vereine im Laufe des letzten Jahres zusammengestellt. Die Schutzliste nicht empfehlenswerter Mieter, die im Interesse der Hausbesitzer und auch der Anwohner im Jahre 1900 zum erstenma lers chienen ist, hat jetzt ihren zweiten Nachtrag erhalten, in welchem sich nicht weniger als 1061 neue Aufzeichnungen" befinden. Eine Zusammenstellung nicht empfehlenswerter Hausbesitzer würde sicherlich eine höhere Bahl wie die nicht empfehlenswerter Mieter aufweisen. Hausbefizer, die empfehlenswert sind, dürften nur sehr dünn gefät fein. pantomime Aus einem kleinen Garnisönchen" aufführt. Reichen Applaus ernten die Julian- Familie, die als Afrobaten Staunenswertes leisten. Vor allem aber bilden Otto Reutters humoristisch satirische Vorträge wie immer die Glanznummer des Abends. Vermischtes. Juriftifcher Teil. Die furistische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7 bis 9%, llbr abends statt. Geöffnet: 7 br. nichteinstellung führen.- Südende 100 und F. D. Für das Gebiet F. W. 21. Geringe förperliche Fehler, die voraussichtlich nicht zur der altpreußischen Gesindeordnung( Berlin, Provinzen: Ost, Westpreußen, Bofen, Schlesien, Sachsen, Brandenburg, Westfalen, Provinz Bommern mit Ausnahme von Neuvorpommern und Rügen und die rheinländischen Kreise Effen, Mühlheim a. d. R., Ruhrort) ist noch§ 36 der Gesindeordnung vom 8./11. 1810 in Straft. Dennoch kann die Herrschaft in allen Fällen, wo Weihnachts- oder Neujahrsgeschenke während eines Dienstjahres schon wirtlich gegeben werden, dieselbe auf den Lohn anrechnen, wenn der Dienstvertrag im Laufe des Jahres durch die Schuld des Gefindes wieder aufgehoben wird". Das Dienstjahr rechnet vom Dienstantritt an: Hat der Dienstbote den Dienst am 1. April angetreten, so endet es demnach mit dem 31. März. R. F. 25. Der Krantenfasse gegenüber steht Ihnen voller Anspruch zu. Machen Sie diesen geltend. Die weitere Frage, ob der Krankenkasse Der Wintergarten bietet auch in diesem Monat den schau- und gegen den Hauswirt ein Regresanspruch und ob Ihnen gegen den Hausproduziert sich jetzt für 20 Pf. ein Herr Friedrich Weißenborn. Unter bergnügungsluftigen Berlinern ein reichhaltiges Programm. Die eigentümer ein Schadenersabanspruch zusteht, hängt im wesentlichen davon der Firma„ Deutsch- nationaler Agitationsverband" beruft diefer amerikanischen Erzentrits, besonders der Clown, forgen dafür, daß ab, ob Sie beweisen können, daß nicht vorschriftsmäßig gestreut war, und Herr wiederholt öffentliche Versammlungen ein, in denen er sich als die Lachmuskeln des Publikums nicht schlaff werden, während die ob den Hauswirt ein Verschulden in der Auswahl seines Vertreters trifft. Aucharbeiter vorstellt und das dümmste Beug, vom Stapel lägt. Holloways alles im Atem halten durch ihre halsbrecherischen Kunst- Die Entscheidung ist eine zweifelhafte. Deshalb möchten wir Ihnen abVor einiger Zeit hatte er es auf den Verein der jugendlichen stücke. Bornehmlich ist es die Dame, die durch ihre Waghalsigkeit raten, den Prozeß zu beginnen ohne vorher das Armenrecht erwirft zu haben. N. P. Ja, aber nicht in dem Prozeß, in dem er als Richter Arbeiter und Lehrlinge abgesehen. Diese taten ihm den Gefallen und verblüffende Sicherheit auf dem Drahtseil aller Augen auf fungiert. 9. Z. 1000. Nein, Sie müssen aber im Termin Ihre Rechte und machten durch zahlreichen Besuch seine Versammlungen interessant, sich zieht. Auch die entzückende Ballettszene In Schottland" verdient wahrnehmen. Rigdorf 100. Es ist eine weitverbreitete, irrige Andie im anderen Falle gänzlich leer geblieben wären. Bon bestimmter der Erwähnung. Lola Hawthorne erfreut das Publikum nicht schauung, daß ein Mieter oder überhaupt ein Bertragschließender innerhalb Der Vertrag Seite wird uns mitgeteilt, daß dadurch den Herren nur gute Einnahmen allein durch ihren Gesang, sondern auch durch reizende Blumen- 24 Stunden einseitig vom Bertrag zurüdtreten tönne. M. M. 99. Nein. geliefert werden, und mehr wollen sie gar nicht. In einer neulich spenden. Großen Lacherfolg erzielen stets die vorzüglich dreffierten ist nur mit Zustimmung des Gegners auszuheben. R. B. 20. Sie müssen sich in Berlin anmelden. A. B. Der einberufenen Versammlung, die sich gegen die Heilsarmee richten Affen, Papageien und Kagen des Herrn Perzina, dessen Hundefollte, kamen nur Freunde der Heilsarmee zum Wort, obwohl gesellschaft auch wieder die aus dem Dezember bekannte Hunde- Raffierer eines Abzahlungsgeschäfts ist nicht gewerblicher, sondern laufmännischer Gehülfe. Ihm steht also, falls eine 14tägige Kündigungsfich Gegner gemeldet hatten. Um überhaupt Befucher in die Verfrist vereinbart ist, die sechswöchentliche zum Quartals ersten zu. Die sammlungen zu bekommen und recht viel Eintrittsgelder zu vereinBereinbarung, daß statt des Kaufmannsgerichtes das Gewerbegericht zunahmen, muß der Mund natürlich recht voll genommen und müssen die ständig sein son, ist nach§ 6 Abs. 2 des Kaufmannsgerichtsgesetzes ungültig. W. S. Versammlungen mit großen Worten angekündigt werden. Eine solche 1. Ja. 2. und 4. Nein. 3. Sie sind in vollem Umfange Ankündigung liegt uns heute vor. Nach derselben wird zum Sonnabend, schadenersatzpflichtig, müßten also den früheren Zustand wiederherstellen. M. B. 60. Die Penfionsinhaberin ist im Recht. B. W. 78. den 6. Januar, nach den Arminhallen eine große öffentliche VoltsVielleicht erreichen Sie Ihren Wunsch, wenn Sie ihn dem Stadtverordneten versammlung" einberufen mit der Tagesordnung: 1. Die StraßenTolksdorf vortragen. 5. 2. 38. Sie müssen sich mit dem Eigentümer demonstrationen in Dresden, ein Verrat an der deutschen Arbeiterdes Grund und Bodens in Verbindung setzen. Ob er Ihren Wunsch erschaft. Referent: Redakteur Dr. Alfred Berger Dresden- A. füllen wird, möchten wir bezweifeln. Das Gesuch richten Sie an 2. Bebel- Singer- Mehring, die revolutionären Maulhelden, die Verdie Gemeindeverwaltung, falls diese Gemeinde Eigentümerin ist. führer der vaterlandslosen Sozialdemokratie. 3. Der Vorwärts" bringen, weil ein Mitverschulden Ihrer Frau und Verjährung angenommen G. R. 75. Ein Schadenersabanspruch Ihrer Frau würde nicht durchStandal, ein Blick in den Zukunftsstaat. Referent: Friedrich würde. Ihre Frau würde durch Weiterfleben( mindestens 20 Marken in je Weißenborn- Berlin. Diskussion. zwei Jahren) die alten Rechte wieder aufleben lassen und eventuelle Rechte ( Möglichkeit einer Aufnahme in einer Heilstätte, Invaliditäts- und Alters- A. P. Ja,§ 103 Str. 6.-B. Alter Abonnent. 1. Nein, Kinder unter 15 Jahren haben einen ErBertrag ist maßgebend. Liegt fein Vertrag vor und wird monatliche Miete attungsanspruch auf die Hälfte der Klebemarken. 2. Leider nein. 3. gezahlt, ohne daß über die Vertragsdauer eine Vereinbarung getroffen ist, so ist bis am 15. zum Ersten zu kündigen. Y. 1. Pankow. 1. Die Scheidungsflage hat wenig Aussicht auf Erfolg. 2. Der Klage muß ein Sühnetermin vorangehen. 3. Sie tönnten sich etwas durch Aufhebung der Schlüffelgewalt Ihrer Frau schüßen. Den Weg finden Sie S. 225 Nr. 20 des Anhanges zu dem in den öffentlichen Bibliotheken ausliegenden Arbeiterrecht. Ein Namenloser. Am 19. Oktober ist in Biere im Regierungs- markthallen- Direktion. Rindfleisch Ia 64-68 pr. 100 Pfund, IIa 56-64, Berliner Marktpreise. Aus dem amtlichen Bericht der städtischen bezirk Magdeburg ein Unbekannter obdachlos aufgefunden, polizeilich IIIa 50-55, IVa 40-48. Stalbfleisch Ia 86-95, IIa 74-85, IIIa 60-72, untergebracht und bald darauf verstorben. Mangels jeglicher Legis Sammelfleisch Ia 62-72, IIa 50-60. Schweinefleisch 72-76. timation ist es bisher nicht gelungen, die Persönlichkeit des Toten zu Bfund 50-55 Bi. Sajen Stid 3,40-3,65, mittel 1,85-3,00. Staninchen ermitteln. Der Verstorbene, dem die linke Hand fehlte, war zirka Stüd 0,80-1,00. Hübner pro Stúd, alte 1,30-1,85, junge Ta 0,80-1,40, Zauben, junge 0,50 alte 0,00-0,00. Enten 1,60 Meter groß, etwa 45 Jahre alt, schlank und schlecht ernährt. bo. Ila 0,00-0,00. Er war mit einem grauen Jadett, brauner, schwarzgestreifter Hose, junge 1,80-2,50. Gänse pro Stüd la 0,00-0,00, IIa 0,00-0,00, pro Pfd. grauem, schwarzgestreiftem Barchendhemd, schwarzem Schlapphut la 0,58-0,68, IIa 0,00-0,00. Schellfische 22-24 M., Flunder 00,00 M. de Toten Angaben machen können, so möge er sich, eventuell schrift- Schottische Bollheringe( gesalzen) 36-38 M Gier, Schod 5,00. Butter pro und Schnürschuhen bekleidet. Sollte jemand über die Persönlichkeit pro 100 Bid. Hechte 96-111 M., Schleie, mittel 00-00 M. Male, groß 0,00, mittel 0,00, flein 0,00, Plögen 42-47 M., Starpfen uns. 00 M., Lachs 00,00. 100 Pfund Ia 118-120, Ia 114-118, IIIa 110-114, abfallende ich, zu Nr. 9386, IV. 27. 05. an die Kriminalpolizei wenden. 00-000. Startoffeln pr. 100 Pfd. rote 2,00-2,20, Rosen 0,00-0,00, blaue 0,00-0,00, runde weiße 1,80-2,00. Birfingtohl pr. Schod 7,00-12,00, eigtoh! 7,00-10,00, Rotfohl 6,00-10,00, holl. 14-17 2. Saure Gurken, Schod 2,00 M., Pfeffergurten 2,00 M. sehentlich dem Schmiedelehrling Wilhelm Lehmann, welcher bei dem Eine glühende Eisenstange in den Leib gestoßen wurde ber= Schniedemeister Grab in Beelitz in der Werkstatt arbeitete. Er hatte, als er Nägel schmiedete, einen Knaben, der zusah, gebeten, eine Eisenstange in der Effe glühend zu machen und drehte sich zufällig unachtsam um, als der Knabe mit der glühenden Stange zurüd rentenanspruch) begründen können. Zur fehrte. Diese drang ihm 7 Zentimeter tief in den Leib, traf dabei eine Schlagader und führte den Tod durch innerliche Verblutung des 16 jährigen Lehrlings herbei. Dann heißt es in der Einladung:„ Deutsche Männer und Frauen! Die Zeit ist ernst, unser Vaterland ist in Gefahr, es gilt zu kämpfen gegen die Heßer und Verführer der deutschen Arbeiter. Deckung der Unkosten 20 Pf. Eintritt. Der Einberufer: Robert Richter, Brunnenſtr. 169. Die Reichstags- Abgeordneten Bebel und Singer sind schriftlich zu dieser Versammlung eingeladen." Das ist doch etwas reichlich auf einmal. Natürlich ist die ganze Geschichte nur Humbug und wir glauben nicht, daß recht viele Arbeiter ihre 20 Pfennige Herrn Friedrich Weißenborn hintragen werden. Herr Weißenborn fann sich alle Mühe geben, den Grafen Bückler zu ersehen, es wird ihm nicht gelingen. In die Pückler Versammlungen ging mancher, um einmal recht herzlich zu lachen und man muß es dem Grafen lassen: seine Kalauer konnten immerhin noch auf eine gewisse Originalität Anspruch machen; außerdem war es ihm nicht gerade ausschließlich um das Eintrittsgeld zu tun. Wir wollen aber feineswegs Herrn Friedrich Weißenborn das Privatvergnügen rauben, für 20 Pfennige zu kämpfen gegen die Hezer und Berführer der deutschen Arbeiter. Was haißt Geschäft? Das Verfahren gegen den Chauffeur Gerlach des Ritterguts besigers Kiepert- Marienfelde wegen fahrlässiger Tötung ist ein gestellt worden. Gerlach war, wie wir seinerzeit meldeten, beschuldigt, den jungen Handwerker Linke, der als Leiche auf der Chaussee gefunden wurde, überfahren zu haben. Die angestellten Ermittelungen haben keinen Anhalt dafür ergeben, es wurde viel mehr festgestellt, daß die Räderspur des Kraftwagens mindestens 60 Zentimeter von der Leiche entfernt gewesen ist. Die Tragödie des Krankenwärters. Wegen verschmähter Liebe ist der 20 Jahre alte Krantenwärter Wilhelm Siatgumen gestern in den Tod gegangen. S. war in der Charité angestellt gewesen und hatte sich dort in eine Krankenpflegerin berliebt. Er glaubte Gegen liebe gefunden zu haben, wurde jedoch hierin bitter enttäuscht. Aus Gram hierüber griff der Werzweifelte zur Lysolflasche; er nahm von dem Modegift ein solch großes Quantum zu sich, daß alle sofort angewandten Gegenmittel nichts mehr halfen. Der Kaiser als Erbe. Nach einer Meldung der Frankf. 3tg." gehen aus der Hinterlassenschaft der Gräfin Laura Hendel- Donnersmard die Villen Neptun"," Rosalie" und" Aron" in Abbazia in das Eigentum Kaiser Wilhelms über, der somit Großgrundbesißer in Abbazia wird. Der Notwild Witterungsübersicht vom 5. Januar 1906, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm Wind richtung Windstärke Better Temp. n. 6. 5º C.= 4° R. Stationen Barometer. stand mm Wind richtung Windstärke Better Temp. n. G. 10 000 Dollar als Prämie für einen Abstinenzler. Eine gute Großmutter hatte Frank Rice, ein Bewohner eines Städtchens im Staate New Jersey in den Vereinigten Staaten. Frank verstand einen guten Whisky oder Brandy stets zu würdigen, was seine Großmutter fehr betrübte. Die alte Dame, eine stritte Temperenzlerin, hatte in ihrem Testamente festgefeßt, daß ihr Enkel 3000 Dollar nebst Binsen erhalten solle, wenn er zehn Jahre lang Enthaltsamkeit von alkoholischen Getränken übt. Frank bekam erst einen furchtbaren Schreck bei der Testamentseröffnung, entschloß sich aber dann mit schiperem Herzen zur Erfüllung der Bedingung. Vor zwei Wochen 50 Unterschriften von den Bewohnern des Städtchens zu sammeln, Swinembe. 761 waren die zehn Jahre abgelaufen und es gelang dem Schwergeprüften, bie alle bereit waren, zu bezeugen, daß sie Frank Rice niemals Damburg 756 GD 1 Haparanda 758 5 4 Petersburg 767 während der zehn Jahre trinken fahen. Er erhielt das gut- Berlin 761 S 2 Scilly 5 bedeckt 9 Aberdeen angelegte Geld, welches sich auf 10 000 Dollar vermehrt hatte und Frantj.a.m. 762 S München 768 S 2 Baris 2 wollig soll das Ereignis nicht schlecht gefeiert haben. Bien 773 GGD 1 Nebel-6 Wetter- Prognose für Sonnabend, den 6. Januar 1906. Zunächst mild, jedoch vorwiegend trübe mit Niederschlägen und lebhaften westlichen Winden; später auftlarend und wieder etwas tälter. Berliner Wetterbureau Aus dem Straßenverkehr. Gestern nachmittag gegen 2 Uhr bog ein Rollwagen er Firma Karl Scholz aus der Lennéstraße tommend in die Königgräßerstraße ein und fuhr unmittelbar vor Eine Stadt durch Erdbeben und Bulkan zerstört. einen herannahenden Straßenbahnzuge der Linie 6 auf das Straßenbahngleis. Der Führer des Kraftwagens gab zwar sofort In Nicaragua hat infolge eines Erdbebens eine schwere Gefahrbremse, vermochte jedoch den Zusammenstoß nicht zu ver- Statastrophe stattgefunden, bei der die Stadt Masaya, die 22 000 hindern. Der Rollwagen erfaßte die Borderplattform des Motor- Einwohner zählt, völlig durch den gleichzeitigen Ausbruch des ivagens und drückte dieselbe ein. Der Kutscher Friedrich Behne, Elbingerstr. 71 wohnhaft, stürzte auf das Straßenpflaster und Bullans San Diego zerstört worden ist. Tausende von Einwohnern erlitt Berlegungen am Kopf und rechten Arm. liegen unter den Trümmern begraben. Eine große Anzahl Bewohner Ein zweiter zufammenstoß ereignete sich gestern abend gegen wurde durch ausströmende Lava lebendig verbrannt. Die Natur 8 Uhr an der Ecke der Bismarck- und Alsenstraße. Dort stieß ein fatastrophe ist nach anderen Meldungen auf einen Ausbruch des Rollwagen der Firma Brest u. Co., Bollantstraße, beim Kreuzen der Vultans Momotomba zurückzuführen. Ein Lava- und Aschenregen Echienen feitlich gegen die Vorderplattform eines Motorwagens der ging über die Stadt nieder, von dem die Einwohner im Augenblick Linie 23( Gesundbrummen- Schöneberg). Der Anprall erfolgte, mit völlig überrascht wurden. In der Stadt lebten fast nur Indianer. solcher Getvalt, daß 3bebedt 4 bedeckt 1 bedeckt 2Nebel+4 1'ipolfenl- 10 758 WSW 6 halb bd. 10 751 WNW 2 halb bd. 3 763 SW 4 bedeckt 11. Wasserstand am 4. Januar. Elbe bei Auffig Meter, bei Unstrut bei Dresden- 1,75 Meter, bei Magdeburg+0,45 Meter. Straußfurt+ 1,05 Meter. Oder bei Ratibor+1,80 Meter, bei Breslau Oberpegel+ 4,74 Meter, bei Breslau Unterpegel-1,44 Meter, bei Frankfurt+1,69 Meter. Weichsel bei Brahemünde War the bei Bosen+0,90 Meter. Neze bei +3,34 Meter. 11sch->>- Meter. zertrümmert und die Perronstigen aus dem Lager herausgerijjen Meilen entfernt liegenden Stadt Granada. baß hie Borderplattform bes Bahnwagens Man hegt ernſte Besorgniſſe um die Sicherheit der nur 12 engliſche Charlottenburg. Aeltestes konz. wurden. Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt. Von einem Automobil umgerannt wurde gestern in Die vom Erdbeben zerstörte Stadt Masaya liegt zwischen dem der Seestraße die 34 Jahr alte Arbeiterfrau Lehmann. Sie wollte Nicaragua- und Managuafee, nicht weit von dem gleichnamigen in der Nähe der Residenstraße den Fahrdamm überschreiten, als ein Seebad Majaya. Das Unglück ist um so größer, als die fleißige Automobil, in großer Schnelligkeit um die Ecke biegend, herangesaust Bevölkerung von der umfangreichen Industrie in Hüten, Sätteln, fam. Bevor Frau 2. zurücktreten konnte, wurde sie von dem Straft- Tautvert und Hängematten abhängig ist. wagen erfaßt und niedergeworfen. Sie erlitt eine schwere Kopfverlegung und wurde nach einem Krankenhause überführt. Der Vereinigte MaurergesellenKranken- u. Sterbekaffe( E. H.) Sonntag, den 14. Januar cr., vor mittags pünfil. 10 Uhr, im„ Volks: 1 Treppe: Leihhaus Charlottenburg, haus", Rosinenſtr. 3, Bufett- Bimmer, Wilmersdorferstr. 40 I. Hohe Beleihung. Diskr. Sprechzimmer 22Vб General- Versammlung. Tagesordnung: J.Bieselt, Rixdorf, Steinmehſtr. 9, schuldige Automobilist entzog sich seiner Feststellung durch die Flucht. Oeffentliche Bibliothek und Lesehalle zu unentgeltlicher Be. In eine schredliche Lage geriet Freitag nachmittag nutung für jedermann, SW., Alexandrinenstr. 26. Geöffnet täglich von gegen 3 Uhr der Magistratssekretär Schröter, Prenzlauer Allee 10 5-10 Uhr abends, an Sonn- und Feiertagen von 9-1 und 3-6 Uhr. wohnhaft. Bur genannien Zeit wollte Sch. die Königstraße in der In den Lesesalen liegen zurzeit 515 Beitungen und Zeitschriften jeder Art und Richtung aus. Nähe des Alexanderplates überschreiten, glitt jedoch auf dem Fahr- Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 7. Januar, vormittags damm aus und fiel so unglücklich, daß er einen Bruch des linten 8%, ühr, im Rathause, Saal 109, Eingang Jüdenstraße: Bersammlung. Unterschenfels erlitt. In diesem Augenblicke nahte ein Straßenbahn- Freireligiöse Vorlesung. Um 10%, Uhr vormittags in der Schulaula, Verantwortlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Berlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. 1. Abrechnung vom 4. Duartal. 2. Jahresbericht des Kassierers. älteste Resterhandlung. Große Auswahl in Herren- u. Damen stoffen sowie fertiger Senaben und 3. Besondere Kassenangelegenheiten. Arbeitergarderobe, Mädchenmänteln, Der Vorstand. Kostümröden. 2285*