Nr. 231. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Stertelfährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28- Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. Defterreichs Ungarn a Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile ober deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 hr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Eern( pred- Anschluß 3mt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Korruptes aus Oesterreich. Wien, 30. September. Sonntag, den 2. Oktober 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Gehalt, welcher in Desterreich Regel ist, in der Bukowina in mehrfachen Revolten Luft, welche vollständig den bei dem Mangel jeglichen Mittelstandes auf die Gesellschaft immer wiederkehrenden russischen Unruhen" analog find. von den paar polnischen und rumänischen Kavalieren an Wenn diese Ausbrüche freilich mit Knüppeln und Ba gewiesen ist, mit deren lumpigem Lurus er einigermaßen jonnetten immer wieder niedergeschlagen und von dem gleichen Schritt halten muß, und man wird begreifen, daß weiteren Publikum immer wieder vertuscht werden, so geht die Bestechung für den Beamten ebenso einen regelmäßigen das nicht in gleicher Weise mit der radikalen ruthe Erwerbszweig bildet, wie der Wucher und Schmuggel für nischen Bauernbewegung, welche anfängt, eine den Juden, und daß diefe beiden Klassen auch in diesem Sache von ernsthafter politischer Bedeutung zu werden, Prozesse als ein fiamefisches Schwindlerpaar erscheinen, deren von viel ernsterer als die entsprechende radikal- polnische Beziehungen in einen unauflöslichen Weichselzopf verknüpft Bewegung, aus Gründen, die hier zu erörtern zu weit sind. führen würde. " nun Der große Standalprozeß, welcher sich nun seit 14 Tagen vor dem Wiener Geschworenengerichte abspielt, enthüllt mehr, als daß es im Osten Oesterreichs biedere Handelsleute giebt, welche mogeln, wo sie können, und höhere Staatsbeamte, welche Bestechungen nehmen, wo sie fie friegen. Das Aufsehen, das dieser Prozeß macht, ist eigentlich ein völlig unverdientes. Nicht unerhörte, verAber auch politische Momente spielen in diese Nun hat diese junge Bewegung vor allem die einzelte Thatsachen sind es, welche hier our Gericht enthüllt Dinge hinein. Der Nationalitäten streit bildet Wirkung, daß man den Wucherern und Beamten mehr auf werden, sondern das Unerhörte und Seltene besteht vielmehr nämlich für die österreichische Regierung seit jeher nicht die Finger sieht, und ihre Heldenthaten mehr ans Licht gedarin, daß man fich genöthigt fah, das Alltägliche im nur die Quelle der größten Verlegenheiten, sondern auch zogen werden. Darum ließen sich auch die Czernowitzer Beröffentlichen Gerichtssaale zu verhandeln. Der brot- und den Hebel jener Staatspfiffigkeit, welche darauf ausgeht, hältnisse nicht länger verheimlichen, und deshalb mußte die fleischvertheuernde Zoll hat inimer und überall den die eine Nation durch die andere erdrosseln zu lassen und Regierung endlich in den sauren Apfel dieses Prozesses Schmuggel zur Begleiterscheinung, und es ist eine bekannte That- so alle zu beherrschen. Für diese Politik bilden die Juden beißen. fache, daß ziemlich breite Voltsschichten an allen Landesgrenzen, gerade in Galizien und Bukowina ein ganz unschäßbares In Czernowitz konnte der Prozeß nicht geführt und wir erwähnen nur die böhmisch- sächsische, ohne Schmuggel Werkzeug. Sie sind stets regierungstreu und bereit, für den das Wiener Geschworenengericht mußte delegirt werden noch elender leben würden als heute; der Schmuggel ist liberalen Lasser die Polen und Ruthenen an die Wand zu und zwar aus zwei Gründen: Erstens so sehr man bisher den einen Erwerbszweig, für die andern macht er es drücken, und ebenso für den polnisch- feudalen Dunajewsky die Spizbuben im Kaftan und in Uniform ungeschoren man Die zu lassen wünschte, so sehr wünschte möglich, wenigstens eine Kleinigkeit mehr zu konsumiren. die Wahlen zu besorgen, wie er sie braucht. Die zu lassen die Verurtheilung einer und ganz insbesondere in mehr handvoll Sünden Trotzdem haben die Verhältnisse in der Bukowina einige uden sind Und diese war in Czernowih fraglich, wo es individuelle Züge, welche werth sind, festgehalten zu werden. Buto wina, die eigentlichen Stüßen der böce. Die Bukowina, wesentlich ein Ackerbau treibendes Land, Politit und Verwaltung der Regierung. schwer geworden wäre, eine Geschworenenbank zusammenwird zu drei Viertheilen von Ruthenen und Rumänen be: Daß diese Stüßen zufällig Wucherer und zusetzen von Leuten, die niemals Bestechung geübt oder ge= wohnt( Ruthen en 42 pCt., Rumänen 33 pCt.), beides Schmuggler find, ist allerdings Bech, aber nicht für nommen hätten. Die öffentliche Meinung in Czernowis wirthschaftlich schivache Boltsstämme, welche ben 11 pet. fie. Man hüte sich übrigens vor dem Furthume, hält eben Beamte für Leute, deren berechtigte EigenthümlichJuden und 8 pet. Deutschen vollständig wehrlos als об etwa bie Waffe der handeltreibenden teit es ist, sich bestechen zu laffen. Aber zweitens, und vor gegenüberstehen. Die Deutschen betreiben das bischen Juden etwa in tonomisch günstiger Lage allem wollte man dem Prozeß den Charakter eines gründ Industrie, das sich überhaupt vorfindet und bilden einen wären; zum allergrößten Theile sind sie Chassidim lichen Läuterungsprozesses geben, wollte den falschen Theil der Beamtenschaft, für welche die Bukowina einfach( Fronime) mit denkbar niedriger Lebenshaltung. Die Mehr Sch ein erwecken, als ob mit der Abstrafung einiger Leute als Straffolonie gilt. Die Juden sind das handel- zahl sind ausgebeutete Werkzeuge des Wuchers, und der Ober- das Uebel mit der Wurzel ausgerottet sei, und zu diesem treibende Element, oder besser gesagt, sie leben vom wucherer, welcher den Wahin abschöpft, ist ebenso oft ein Zwecke mußte man versuchen, die Korruption als eine a b Wuch er in seinen urwich sigsten, geradezu rumänischer Grundbe iger, als ein aufgegrenzte Erscheinung darzustellen. Das aber wäre in russischen Formen. Bedenkt man, daß die Bergeflärter" Jude. Aus dieser flüchtigen Stizze schon Czernowitz bei derOffenkundigkeit aller geschilderten Verhältnisse splitterung des Grundbesitzes in diesem Laude und damit wird begreiflich, warum die Regierung es sich dreimal über ganz unmöglich gewesen. Dort hätte die Verhandlung der Uebergang voit der Bauernwirthschaft zur Zwerg- legte, bevor sie in das Wespennest von Czernowitz hinein- Leute blosgestellt bis in die höchsten Regionen des wirthschaft so reißend schnell wächst, daß, während im griff. Sie hat in Galizien sowie in der Bukowina an Beamtenthums hinauf, während man ja blos ein paar Jahre 1857 auf einen Grindbesitzer noch 16 hektar mit einem Achtung in der Bevölkerung nicht viel zu verlieren. Die Delegirte von ihnen exekutiren wollte. Die eiserne. Hand Steuerpflichtigen Reinertrag von 20 Gulden 80 Kr. entfielen, Willkür der Beamten, an sich nicht viel größer als im des zu jedem Mißbrauch der Justiz bereits im Jahre 1883 nur mehr 6,2 Hettare mit 12 Gulden 48 Kr. übrigen Desterreich, trägt dort im Osten die brutalen Züge willigen Werkzeugs, des Wiener Landesentfielen( neuere Zahlen fehlen), und daß der durchschnitt- nackter Klassenherrschaft. Während der Gendarm im ganzen gerichts- Präsidenten Holzinger, mußte es liche Hypothekarziusfuß für den landtäflichen( guts Reiche als Büttel der Besitzenden fungirt, aber ohne sein, welcher allein die taftvolle" Abgrenzung des Läuteherrschaftlichen) Besiz 6,5 pCt., für den Bauer aber daß es ihm bewußt ist, empfängt empfängt der Polizist rungsprozesses anvertraut werden durfte. In Wien spielen und Der Bukowina seine Aufträge bei Prozessen mit politischem Hintergrunde oder bei welchen 14,29 pet. ist( es handelt sich um grundbücherlich in in Galizien tabulirte[ eingetragene] Zinsen), so kann man sich eine Vor- direkt vom Grundherrn, und wenn Bauern körperlich miß- hochgestellte Persönlichkeiten Schaden leiden könnten, stets stellung machen, welcher Wucher bei solchen Darlehens- handelt werden sollen, so ist der Umweg durch das Amts die vertheidigenden Advokaten mit der geschäften getrieben wird, welche nicht in den Grundbüchern lokal des Bezirkshauptmannes schon darum überflüssig, weil Staatsanwaltschaft unter einer Decke. Gefestgelegt werden. Die äußerst interessanten Aufsätze von dieser beim gnädigen Herrn Grafen sitt und mit ihm meinsam sind die im Gerichtssaal scheinbar sich befehdenden Parteien bemüht, den Skandal zu vermeiden, das„ öffentMarie Mischler*) enthüllen wahre Wucherphantasien. Macao spielt. Nun füge man hinzu, daß der Beamte bei dem elenden Das Gefühl der absoluten Rechtlosigkeit, der unbedingten liche Wohl" zu wahren und zu hindern, daß nicht vor dem schadenfrohen Herr Holzinger ist Beamten und Wucherer, macht sich übrigens in letzter Zeit Publikum kompromittirt werde. *) Pernersstorffer's" Deutsche Worte" 1892, 4.- 9. Heft. Feuilleton. Nachbruc verboten.) Die Waffen nieder! ( 36 Eine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner. Der erste Zusammenstoß unserer in Böhmen befindlichen Truppen mit dem Feinde fand am 25. Juni in Liebenau statt. Diese Nachricht brachte uns mein Vater mit seiner gewohnten triumphirenden Miene: " Ohnmacht gegenüber den Verbündeten, Großgrundbesitzer, der Ruf höherer Beamten Rinderpest" bedrohliche Art" erfreuliche nicht gewöhnt worden, der alles, nur kein abgehärteter Soldat ist." Die Blätter sind überhaupt voll prächtiger NachVor allem die Berichte vom glorreichen richten. Custozza- Tage. Du solltest Dir diese Zeitungen aufheben, Martha." trachte den Krieg als schon entschieden; denn wenn man mit den Italienern fertig geworden, welche doch ein regelmäßiges und geschultes Heer uns gegenüberstellen, da wird es uns mit den Schneidergesellen" weiter nicht schwer fallen. Diese Landwehr es ist eine wahre Frechheit und es gehört nur die ganze preußische Selbstüberhebung dazu, um damit gegen richtige Armeen auszichen zu wollen. Da Und ich habe sie aufgehoben. Das sollte man immer werden die Leute von der Werkstatt, vom Schreibtisch hin- thun; und wenn ein neuer Völkerzwist heränzieht, dann lese weggerufen, find an feinerlei Strapazen gewöhnt, tönnen man nicht die neuesten Zeitungen, sondern die, welche vom also unmöglich als blut- und eifenfeste Soldaten im Felde vorigen Kriege datiren, und man wird sehen, was all den stehen. Da scht einmal her, was die Wiener Zeitung Prophezeihungen und Prahlereien und auch den Berichten in einer Originalkorrespondenz unterm 24. Juni schreibt. und Nachrichten für Wahrheitswerth beizumessen ist. Das ist lehrreich. Das sind doch gute Nachrichten: Bom nördlichen Kriegsschauplatz. " In preußisch Echlesien ist die Rinderpest ausgebrochen Das ist ein prächtiger Anfang!" sagte er. Man und wie man vernimmt in änßerst bedrohlicher Art Aus dem Hauptquartier der Nord- Armee wird unterm 25. Juni über den Feldzugsplan(!) der Preußen ge sieht es: der Himmel ist mit uns. Es hat was zu schrieben:„ Nach den neuesten Nachrichten hat die preußische bedeuten, daß die ersten, mit welchen diese Windbeutel zu thun bekommen, die Leute unserer berühmten eisernen Bri- Nachrichten", sagte ich mit leisem Kopfschütteln." Hübsche Armee ihr Hauptquartier nach dem östlichen Schlesien vergade" waren... ihr wißt doch: die Brigade Boschacher, Dinge, über welche man zu Kriegszeiten Bergnügen haben legt.( Folgt in dem gewöhnlichen taktischen Stile eine welche den Königsberg in Schlesien so tapfer vertheidigt soll... Es ist mir gut, daß schwarzgelbe Schlagbäume längere Aufzählung der von dem Feinde projektirten Beda kann die Pest nicht wegungen und Stellungnahmen, von welchen der Herr Behat. Die wird's ihnen gehörig geben!"( Die nächsten Nach an der Grenze stehen richterstatter gewiß ein flareres Bild vor Augen hatte, als richten vom Kriegsschauplaße aber ergaben, daß nach fünf herüber"... Aber mein Vater hörte nicht und las das Erfreuliche Moltke und Roon). Es scheint demnach in der Absicht der ftündigem Gefecht diese in der Avantgarde Clam- Gallas' Breußen zu liegen, hierdurch dem Vormarsch unserer Armee befindliche Brigade sich nach Podol zurückzog. Daß Friedrich weiter: dabei war ich wußte es nicht, und daß in derselben Nacht Unter den preußischen Truppen aus Neiße herrscht gegen Berlin durch den eigenen zuvorzukommen, was ihnen das verbarrikadirte Podol vom General Horn angegriffen das Fieber. Das ungesunde Sumpfland, die schlechte Ver- jedoch bei den getroffenen Vorkehrungen( welche unser und dort bei hellem Mondschein der Kampf fortgeführt pflegung und die miserable Unterkunft der in den um- Spezial- Korrespondent" ebenfalls genauer fennt, als Benedek) ward das hab' ich auch erst später erfahren,) Aber liegenden Ortschaften aufgehäuften Truppen mußten solche schwerlich gelingen dürfte. Mit vollstem Vertrauen kann herrlicher noch als in Norden," fuhr mein Vater fort, Erscheinungen zur Folge haben. Von der Verpflegung der man den günftigen Berichten von der Nord- Armee entgegen " gestaltet sich der Anfang im Süden. Bei Custo33a ist ein preußischen Soldaten macht sich der. Desterreicher feinen sehen, die, wenn sie auch nicht so schnell, als die Sehnsucht Sieg errungen worden, Kinder- so glänzend wie nur Begriff. Die Junker glauben dem„ Volk" eben alles bieten des Boltes fie erwartet, einlaufen, dafür aber um so bedeuteneiner... Ich habe es immer gesagt: die Lombardei muß zu können. Sechs Loth Schweinefleisch für den Mann, der der und inhaltsreicher sein werden." unser werden!... Einen hübschen Zwischenfall bei dem Durch ... Frent ihr euch denn nicht? Ich be an die forcirten Märsche und sonstigen Stravozen' nur Meister in der Zusammensetzung der Vertheidigerbank| und verwendet auf die Erzielung einer anständigen Ber handlung ebenso viel Geschicklichkeit, wie der geriebene Advokat auf die Zusammensetzung der Geschworenenbank. Trotzdem kam es bei diesem Prozesse dazu, daß die Mitschuld der Bukowinaer Statthalterei an den korrupten Zuständen auch dem blödesten Auge deutlich wurde, daß der Staatsanwalt selbst konstatirte: Der " ling zu 3, Robiersti zu 2 Jahren, und 11 andere Angeklagte| stets in gleicher Höhe, die zur Gewerbesteuer in der Regel zu 4 bis 18 Monaten durchweg schweren Kerkers verurtheilt. in derselben Höhe, wie die zur Grund- und Gebäudesteuer, Die übrigen Angeklagten wurden freigesprochen. Der Borfihende des Gerichtshofes hatte unter dem Beifalle des Publikums erhoben werden sollen. Dagegen soll die Betriebssteuer in in seinem Resumé festgestellt, daß ein derartiger Fall von höherem Maße bei den kommunalen Zuschlägen in Anspruch Die unter Miquel durch forrumpirter Beamtenhierarchie von der Spizze bis in die genommen werden dürfen." unterften Ausläufer in Desterreich bisher der erste, hoffentlich geführte Reform" der Gewerbesteuer hat bekanntlich die zugleich der letzte Fall sei. Gastwirthe durch die chikanöse Betriebssteuer besonders Der Artikel unseres Rorrespondenten beleuchtet treffend scharf getroffen und sie dem Belieben der Verwaltungswesene Minister Petrino wußte davon, Hauptschuldigen aber Landespräsident Bino wußte davon, der ge- diefe Holzingeriade. Die Sündenböcke hat man, die behörden noch mehr ausgeliefert als früher, was für find unantastbar. auf allen Märkten sprach man davon, und wenn das alles Sauptschuldigen aber nicht genügt, so verweise ich Sie auf ein offizielles Schriftstück, in welchem die höchste Behörde der Bukowina die herrschende Korruption beklagt. Es ist der Erlaß der Landesregierung vom 10. Mai 1891. Daß diefe Mitſchulb aber weit tiefer begründet ist, als es die Politische Meberlicht. abgesehen von all Den anderen Abgaben auch noch einen Staatsanwaltschaft wollte merken lassen, geht aus einigen Szenen im Gerichtssaale unzweideutig hervor, insbesondere Berlin, den 1. Oktober. politische Zwecke recht dienlich ist. Bewahrheitet sich die Mittheilung der Schweinburgischen Korrespondenz, so ist ein Wunsch der oktroi- süchtigen rheinischen Bürgers meister erfüllt, sie haben eine höhere höhere indirekte Gemeindesteuer erhalten, die in letzter Linie die Verbraucher trifft. Wird der Gastwirth gezwungen, größeren Zuschlag zur Betriebssteuer zu entrichten, so wälzt aus jener höchft charakteristischen, wo der Vorsigende Zur Militär vorlage. Wie die„ National- Zeitung" Preise der Speisen und Getränke die Betriebssteuer zahlen Militärvorlage. er diesen auf seine Kundschaft ab, die in dem erhöhten Holzinger dem Vertreter der bestochenen Hofräthe, dem An- meldet, ist die Militärvorlage nicht an den Bundesrath, muß. Es geht nichts über die ausgleichende Gerechtigkeit geklagten Trzcie niedi, eifrigft zuredete, über seine das nationalliberale Blatt hört, wird in der Vorlage für sondern an das preußische Staatsministerium gelangt. Wie ber preußischen Steuerweisheit. Berhandlungen mit dem Landespräsidenten Bino, dem die Zeit bis zum 31. März 1899 eine Jahresdurchfelben Pino, der aus seiner Ministerzeit sehr genau weiß, chnitts- Stärte der Friedenspräsenz an Gemeinen geordnete A. Seine ist fürzlich in Staßfurt mit einer Staßfurt. Der sozialdemokratische Reichstags- Absowohl was Wucher als was Trinkgelder sind, zu ich we igen. Die Sache war so auffallend, daß der Verano Gefreiten, nicht, wie bisher, eine Maximalstärke fest Geldstrafe von 200 m. belegt worden, weil er in einer theidiger, Regierungsrath Friedmann, sagen mußte, gestellt, während die Zahl der Unteroffiziere- wie Versammlung in Söderburg gesagt hatte, daß diejenigen und gewiß mit blutendem Herzen:„ Wir Bertheidiger ezt schon die der Offiziere- alljährlich im Etat nor Arbeiter, welche bei der öffentlichen Wahl auf Grund der wollen die Männer, die auf ihre Ruhe ein mirt werden soll. Die zweijährige Dienstzeit Landgemeinde- Ordnung einem Sozialisten ihre Stimme wollen die Männer, die auf ihre Ruhe ein ber Infanterie ist als Regel angenommen; für be gäben, sofort einen dicken rothen Strich angezeichnet beAnrecht haben, nicht hierherziehen( Pino ist penfionirt), aber ich muß es sagen, Sache des Staats- strafte Mannschaften braucht die Verkürzung der Dienstzeit kommen würden. Dies sollte nach Auffassung des Gerichts anwaltes wäre es gewesen, Herrn v. Pino genauer ver- auf zwei Jahre aber nicht einzutreten. In der Begründung soviel bedeuten, daß die dortigen Behörden, insbesondere hören zu lassen." Und der Vertheidiger Dr. Singer, des deutschen Volkes" als das Ziel der Vorlage" Arbeiter zu deren Ungunsten Listen führten. Die richtige wird die volle Ausnuzung der Wehrkraft Polizei und Gendarmen, über die politische Denkweise der auch ein Regierungsrath, mußte feiner Pflicht gegen seinen Klienten wenigstens soweit genügen, daß er Reden und Schrift ist die unbestreitbare Folge dieser Neuerung. Recht an uns veröffentlichten Staßfurter Urkunden aus bürgermeisterbezeichnet. Die volle Ausnutzung" des deutschen Volkes Anleitung zur Beurtheilung dieses Urtheils bieten die von stücke des gewesenen Finanzministers Dunajew 3 ty zitirte, in welchem Trzcieniecki als ein sehr ausziehend sind die Randgloffen, die am 25. September der lichen Attenschränken. Wir stellen übrigens nochmals feft, gezeichneter Mann polnischer Nationalität dargestellt berufene Prügelapostel, Strafanstalts- Direktor Stroffer, daß bis zu diesem Augenblick die ganze bürgerliche wird, welchen er in die Bukowina geschickt habe, um dort der langjährige konservative Landtags- Abgeordnete, in einer Presse, verschwindende Ausnahmen abgerechnet, die es tonservativen Bersammlung zu Gütersloh anläßlich der aber auch nur zu einem matten Seufzer oder gar Ordnung zu machen". Militärvorlage gemacht hat. Eine andere Frage," nur zu einer verstohlenen Notiz bringen, den Staß Aus dem ganzen Verlauf der Verhandlung wird klar, führte er aus, daß bie grotesfe Gestalt des Wunderrabbi von enormen Geldforderungen. Die Besteuerung gehe bei bes Deutsch freisinns. Bittern die Helden um Stryd feien bei der Militärvorlage die furter Fall todtschweigt, muthig voran die Preffe Sabagora, dieses jüdischen Papstes von Gnaden der Un- uns fast an die Grenze dessen, was ein Volt und Belle vor einer Kritik dieser Selbstverwaltung und wiffenheit der Chassidim, in der Bukowina eine polizu leisten vermag. Es sei ja leicht, Schulden zu Gemeindewirthschaft, wie sie in Herrn Steinhardt ver tische Rolle ersten Ranges spielte, und vielleicht noch machen, und trotz der franzöfifchen Milliarden haben wir törpert ist, weil sie selbst im Glashause figen? spielt. Die Statthalter Alefani, Petrino, anter Bismarc gut gelernt, Schulben zu machen." Pino und wahrscheinlich auch ihre Nachfolger, benutten Deshalb sei es dringend nothwendig, die allergrößte Spar- Klerikale Zugeständnisse. In dem zu M. GI ad den Wunderrabbi für Wahlawed e, und es ist gar nicht famkeit, die alte preußische Sparsamkeit, die nicht zum ba ch abgehaltenen praktisch- iozialen Rurfus, unwahrscheinlich, daß die Anklage in Bezug auf jene Bewenigsten zu Preußens Wachsthum und Macht beigetragen einer ultramontanen Vorschule zur Bekämpfung der Sozials stechung, die von ihm ausgehen soll, wirklich unbegründet habe, geltend zu machen." Beiläufig, die historische Spar- demokratie, hielt dieser Tage Kaplan Dr. Oberdörfer ist. Der Wunderrabbi hatte nicht nothwendig, zu bestechen, famkeit" der Hohenzollern bestand darin, aus dem aus Köln eine Vorlesung über Stellung und Aufgabe der 12 fein politischer Einfluß war hinreichend, um um ihm Boltsfäckel die Mittel aufzuschazen, die erforderlich waren, Geistlichkeit gegenüber unserer Partei. Er führte(„ GerSteuerdefraudationen gratis zu geftatten; kein die Hausmacht zu stärken, Heer und Bureaukratie, die mania" Nr. 225 vom 1. Oktober) aus:" Die Aufgabe der Wunder, daß weder ihm, noch seinen Schüßlingen irgend Werkzeuge des Königsthums zu den ausschlaggebenden Geistlichkeit ist, den Menschen zum Himmel zu führen; der ein Statthalter an den Leib wollte. Die österreichische Re- Mächten zu machen und die persönlichen Bedürfnisse der neueste Feind in dieser Beziehung ist der Sozialismus, und gierung ftützt sich eben in der Bukowina ebenso auf den Regenten ausgiebig zu decken. Wie viel geraubte Kirchen- darum muß der Klerus Stellung gegen ihn ichmen..... jüdischen Aberglauben, als auf den 2 uch ergüter zum Beispiel das Liebesleben der Joachime Wir müssen von den Feinden selbst lernen. Sie üben einen und sie müßte den Aft abfägen, auf dem fie sitzt, wenn sie verschlungen hat, was die blaublütigen Gräfinnen Voß und großen Einfluß auf das Bolt aus: a) fie zeigen dem Wolk, Diese beiden Säulen der Ordnung ernstlich untergraben Dönhoff und die plebejische Gräfin Lichtenau Friedrich daß sie seine Lage kennen, b) sie versprechen, zu helfen, wollte. Das fällt ihr aber auch nicht ein, und der ganze Wilhelm II. gekostet haben, darüber ließe sich bei Gelegen- c) sie studiren die einschlägigen Fragen( daher scheint es Prozeß ist ein Scheingefecht gegen die Korruption. heit ein recht stattlicher Zahlenstoff beibringen. Die nothwendig, daß in den Priesterseminarien besondere VorDaß die Korruption übrigens eine ordentliche Post" vom 2. d. Mts. schreibt: Die Kölnische lesungen über die soziale Frage eingerichtet werden), d) fie internationale Einrichtung ist, welche den Re- Boltszeitung" bringt thatsächliche Angaben über die sind zielbewußt, e) sie stehen mitten im Volke, f) sie helfen, spekt eines jeden loyalen Unterthans verdient, geht drastisch Militärvorlage, welche, wenn fie authentisch find, wo sie können, g) fie machen sich an die Jugend heran, h) e daraus hervor, daß die rumänischen Grenz- abgesehen von der Infanterie, so ziemlich den ganzen Um appelliren an die Leidenschaften, i) sie machen alle zu Aposteln behörden über das nach Desterreich eingeschmugfang und Inhalt der geplanten Heeresverstärkung erkennen ihrer Sache, k) fie verweisen auf die Religionslosigkeit der gelte Getreide regelmäßig Buch führten und lassen. 53 Felbartillerie- Batterien, 6 Bataillone Fußartillerie, besigenden Stände, 1) sie theilen ihren Wirkungsfceis gut fich davon auch eine Gebühr entrichten Rabres für 10 Kavallerieregimenter sollen danach, abgesehen ein, m) sie suchen das Bolt dem Klerus abwendig zu ließen. von kleinen Verstärkungen der technischen Truppen, neu machen, n) fie organisiren sich in Vereinigungen, c) fie unterMillionen wurden gestohlen, und werden gestohlen wer- formirt werden. Hieraus erklärt sich der hohe Mehrbedarf ftügen ihre Preffe, p) fie bekunden maßlofen Fleiß und den, in demselben Lande, in dem die Gehaltsaufbefferung von 65 Millionen Mart bauernder und 80 Mill. Gifer und große Eintracht. Wenn für ein. Phantasiegebilde eines Finanzwachmannes, wenn er heirathet, 33/ s Kreuzer Mart außerordentlicher Ausgaben. Ob die Mittheilungen und für das Böse solche Opfer gebracht werden, was soll monatlich beträgt; auch wieder ein Zeichen, daß der überall thatsächlich richtig sind, läßt sich mit Sicherheit da der Klerus erst thun!" Sobald sich unsere Gegner Staat mit der Bestechung wie mit einer ständigen Ein- nicht beurtheilen; in manchen Punkten stimmen sie mit ernsthaft mit uns beschäftigen, sind sie dazu gezwungen, uns richtung rechnet. unseren Informationen überein." ein Zugeständniß nach dem anderen zu machen. Ob aber die Hörer des Kursus nicht dahinter kommen, daß das Bhanta siegebilde" handgreifliche Wirklichkeit, und das " Böse" ein Biel aufs innigste zu wünschen ist, das ist eine andere Frage. Der Zollamtsleiter Banczestul, welcher ben Selbstmord ber Anklagebank vorzog, hinterließ es tefta- Betriebsstener Pläne. In der Norddeutschen mentarisch: Der Fisch stinkt vom Kopfe"- und Allgemeinen Zeitung" liest man die wie es scheint offiziöse er wird weiter ſtinten troy alles Hokuspokus von Aus- Notiz: In dem Kommunalsteuer- Gesetzentwurf soll, den rottung der Korruption. Berliner Politifchen Nachrichten" zufolge, den Ge. meinden das Recht auf erhöhte Heranziehung der Nicht positiv sind sie, die bösen, nur in zerseßender Betriebssteuer zur Deckung kommunaler Bedürfnisse zu Kritit sich gefallenden Sozialdemokraten. Beweis z. B.: gesprochen werden. Es soll nämlich bestimmt werden, daß Das Bebel sche Schriftchen, worin zum ersten Male die die Zuschläge zu der Grund- wie zu der Gebäudesteuer elende Lage der deutschen Bäckerei Arbeiter mit Wolff's Telegraphisches Bureau meldet: Wien, 1. Oftober. In dem Bukowinaer Bollprozeß wurde Hofrath Trzieniecki zu 4 Jahren, die Angeklagten Spend " marsch österreichischer Truppen italienischer Nationalität durch Feldzug im Süden eröffnet. Das glorreiche Custozza prangt möchte wiffen, ob der die ganze Zeit über mit jenem Rufe München, erzählt die Neue Frankfurter Zeitung" wie folgt: auf dem Ehrenschild des kaiserlichen Heeres." Soldaten der geri stirbt." Unter den durch München gekommenen Truppen befinden Nord- Armee! Mit Jubel werdet ihr die Nachricht be- Du frevelft... Du sprichst zudem in so grellen fich Linienbataillone, sie wurden, wie die übrigen durch die grüßen, mit erhöhter Begeisterung in den Kampf ziehen, Worten für eine Frau ganz unanständig." bayerische Hauptstadt gekommenen Truppen, in einem dem daß auch wir sehr bald ruhmvolle Schlachtennamen auf" Ja, ja, das wahre Wort- die aufgedeckte Wirk Bahnhof nahegelegenen Wirthschaftsgarten bewirthet. Jeder jenes Schild verzeichnen und dem Kaiser auch aus dem lichkeit ist frevelhaft, ist schamlos... Nur die Phrase, mann tonnte sich überzeugen, daß diese Venezianer unter Norden einen Sieg melden, nach dem eure Kampfbegierde die durch tausendfältige Wiederholung sanktionirte Phrase, Jubel ihre Kampfluft gegen die Feinde Desterreichs tund- brennt, den eure Tapferkeit und Singebung erringen wird, ist anständig". Ich aber versichere Dich, Vater- dieses gaben.( Vielleicht hätte auch Jebermann" denken können, mit dem Rufe: Es lebe der Kaiser! naturwidrige Gern- sterben", welches da allen Männern zu daß betrunkene Soldaten fich willig für das begeistern, was gemuthet wird, so heldenhaft es dem Aussprechenden auch ihnen zur Begeisterung angeboten wird.) In Würzburg war mir flingt es wie gesprochener dünken magTodtschlag." Benedek." Auf obiges Telegramm ist folgende Antwort aus der Bahnhof angefüllt mit der Mannschaft eines öfter- Berona telegraphisch in Böhmisch- Trübau angelangt: reichischen Linien- Jufanterieregiments. So viel wahrnehmbar, Der Süd- Armee und ihres Kommandanten gerührten Ueberzeugt überzeugt" habe ich einen Brief gefunden, den ich ihm in jenen Tagen nach Unter Friedrich's Papieren viele Tage später dem Kriegsschauplatz schickte. Dieser Brief zeigt am deut ich einen Brief gefunden, den ich ihm in jenen Tagen nach lichsten, von welchen Gefühlen ich damals erfüllt war. Grumig, 28. Juni 1866. Theurer! Jch lebe nicht... Stelle Dir vor bestand die ganze Mannschaft aus Venezianern. Gleichfalls Dank ihrem geliebten früheren Feldherrn und seiner braven freundlich aufgenommen( b. h. gleichfalls befäuft), fonnten Die Leute nicht Ausbruck finden, ihre Freude und ihre Ab- Armee. Ueberzeugt, daß auch wir bald zu solchen Siegen sicht, gegen die Friedensbrecher( von zwei kriegführenden werden Glück wünschen können." Parteien ist die friedensbrechende stets die andere) zu tämpfen, aufs lebhafteste fund zu geben. Die Evivas nahmen" Lacht euch nicht das Herz im Leibe, Kinder, wenn ihr daß fein Ende."( Sollte der auf den Bahnhöfen sich herum- derlei Sachen lefet?" rief mein Vater entzückt. Könnt ihr in einem Nebenzimmer die Leute berathen, ob ich in den treibende, von Soldatengeschrei so erbaute Herr von Jeder euch nicht zu genügendem patriotischem Hochgefühle auf- nächsten Tagen gehenkt werden soll, oder nicht, während mann" nicht wissen, daß es nichts Ansteckenderes giebt, als schwingen, um angesichts solcher Triumphe eure eigenen An- ich draußen auf diese Entscheidung warten muß. Ju dieser Bivat- Rufen; daß tausend miteinander brüllende Stimmen gelegenheiten in den Hintergrund zu drängen-um zu Wartezeit athmie ich wohl aber kann ich das leben nicht den Ausdruck von tausend einmüthigen Gesinnungen, vergessen, Du, Martha, daß Dein Friedrich, Du, Lilli, daß nennen? Das Nebenzimmer, in welchem die Frage ent sondern einfach die Bethätigung des natürlichen Nach- Dein Konrad einigen Gefahren ausgesetzt sind? Gefahren, schieden werden soll, heißt Böhmen... Doch nicht, Ges ahmungstriebes bedeuten?) welchen sie wahrscheinlich heil entkommen und denen selbst zu liebter, das Bild ist noch nicht ganz zutreffend. Denn ein Loos, das sie mit den besten Söhnen wenn es sich nur um mein Leben oder Sterben handelte, unterliegen des Vaterlandes theilen thnen nur zu Ruhm und so wäre das Bangen nicht so groß. Denn mein Baugen Ehre gereicht. Es giebt keinen Soldaten, der mit dem gilt einem viel theuerern Leben, als dem eigenen Rufe Für das Vaterland!" nicht gern stürbe." Und sogar noch ärgerem als Deinem Tode gilt In Böhmisch Trübau hat der Feldzeugmeister Ritter von Benedek die drei Bulletins über den Sieg der Süd- Armee der Nord- Armee bekannt gegeben und daran nachstehenden Tagesbefehl geknüpft: nicht der Im Namen der Nord- Armee habe ich folgendes Tele- Wenn einer nach verlorener Schlacht mit zerschmetter- meine Angst jie gilt Deiner möglichen Todess gramm an das Kommando der Süd- Armee abgesendet: ten Gliedern auf dem Felde liegen bleibt" entgegnete qual... D, wäre es doch nur schon vorüber, vorüber! Felbzeugmeister Benedek und die gesammte Nord- Armee ich und da ungefunden durch vier oder fünf Tage und Kämen doch unsere Siege in rascher Folge dem glorreichen durchlautigsten Kommandanten der tapferen Nächte an Durst, Hunger, unter unfäglichen Schmerzen, Siege, sondern des Endes halber! Süd- Armee mit freudiger Bewunderung herzlichste Glück- lebendig verfaulend, zu Grunde geht dabei wissend, daß wünsche zum neuen ruhmvollen Tage von Custozza. Mit durch seinen Tod dem besagten Vaterlande nichts geholfen, einem neuen glorreichen Siege unserer Waffen ist der seinen Lieben aber Verzweiflung gebracht worden ich ( Fortfeßung folgt.) urkundlicher Treue enthüllt ward, hat den Anstoß gegeben wüsten Chauvinismus beschuldigt, ein Gewerbe, bei dem ihr der Lage des arbeitenden Boltes verspricht, um bereinfi in jeber Bu den Erhebungen der Reichskommission für Arbeits- die Neue Freie Presse" in Wien Knapperdienste leistet, Weise vorbereitet und gerüstet das Grbe der heutigen Gesellschaftsstatistit. Jetzt werden die über das Bäckereigewerbe aus schreibt die„ Nation", die bekannte deutschfreisinnige Wochen- ordnung antreten zu können." 7 gegebenen Fragebogen, gleich denen über die Handels- schrift in ihrer letzten Nummer über die bekannte 2ieb Barteiblättern der betreffenden Bezirke das Folgende mit: In geschäfte, in faiserlichen statistischen Amte bearbeitet. Und nech t'sche Kongreßrede: in der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" ( Nr. 459 vom 1. Oftober) liest man:" Nachdem zur Sprache gebracht worden, daß Werkstätten zur Her ftellung, Verpackung zc. von Nahrungs- und Genußmitteln, 3. B. in Brot und Kuchenbäckereien, Ronbitoreien, Wurstfabriken und dergleichen, nicht selten als Schlafstellen für Gehilfen und Lehrlinge bemugt werden und eine solche Verwendung nicht nur unappetitlich, sondern auch für Schläfer in jenen Räumen sowohl, wie unter Umständen für die Konsumenten jener Artikel gesundheitsgefährdend sein kann, find seitens des Ministers der Medizinalangelegenheiten die Regierungspräsidenten ersucht worden, sich darüber zu äußern, in wie weit diese Unfitte in ihren Bezirken besteht und welche Maßregeln eventuel dagegen angezeigt erscheinen möchten." Nein, nein, fiefind nicht positiv, die bösen Sozialdemokraten, Der Kleine Soldaten- Katechismus". Jm Verlage des Berliner Hofbuchdruckers E. S. Mittler ist ein Kleiner Soldaten- Katechismus" erschienen, und das„ Berliner Tageblatt", dessen nächste Versippte doch das Pulver nicht ricchen können, lobt mit anerkennenswerther Selbstlosigkeit den offensiven Geift" des Schriftchens. Hören wir, was für Lehren dem jungen Krieger eingepauft werden: Ueber Liebknecht's Agitationstour theilen wir nach den Mülhausen i. G. sprach er in einer außerordentlich stark, Diese Liebknecht sche Ansprache beklatschten Franzosen, und auch von Angehörigen der angeblich besseren" Klassen zahlreich franzöfifche Zeitungen drucken sie nach, so das angesehene besuchten Boltsversammlung über die wirthschaftliche Lage und " Journal des Débats". Daß eine solche Rede vor Franzosen bie Sozialdemokratie. Einstimmig erklärte die Versammlung in von einem Deutschen gehalten werden fonnte, ift bemerkens einer Resolution sich mit Liebknecht's Ausführungen vollständig werth; unbedingt muß man zugestehen, daß einverstanden und versprach diesem unermüdlichen Kämpfer für Diese Saltung franzöfifcher Sozialisten den Volksfreiheit und Recht", treu, fest und unerschütterlich zur Fahne Beweis eines kühnen Bruches mit der chauvinistischen der einzigen und wahren Arbeiterpartei, der Sozialdemokratie zu Phrase darstellt, und daher ein gutes Beispiel für stehen und deren Interessen immer und überall zu vertreten. In bie Bourgeoisie ist, die drüben wie bei uns noch immer Freiburg i. B. referirte Liebknecht in einer von ca. 4000 Peroft genug den Chauvinismus für die gebotene Bekräftigung fonen besuchten Versammlung. Der ultramontane Reichstags. des Patriotismus hält." Abgeordnete für Zähringen, Pfarrer Wacker, sprach ebenfalls. Zwischen ihm und Liebknecht tam es zu einer lebhaften Auseinandersetzung. " Wie schrieben doch die siebengescheidten Wegweiser der bürgerlichen Demokratie in der Frankfurter Zeitung"? Wenn die französischen Sozialisten dem deutschen So Borigen Sonntag fuhren einige Halberstädter Genoffen zialisten Liebknecht den Bruderkuß gaben und auf das arbei- nach Rodlum, um dort für die Sonntags- Beitung" zu tende Deutschland" es wird verhältnißmäßig nur wenige agitiren. Selbstverständlich waren sie unterwegs, im EisenbahnDeutsche geben, die nicht arbeiten ein Hoch ausbrachten, so wagen nicht müßig, sondern vertheilten jene Zeitung mit der liegt der Grund zu dieser großen Freundlichkeit für jeden üblichen Empfehlung. Diese Unthat hat die Braunschweiger Kundigen auf der Hand: nicht echt brüderliche Landeszeitung in Erfahrung gebracht: fie schreibt darüber Gesinnung hat bei den meisten Sozialisten dieses Ver- Folgendes:" Eine neue Methode in der Agitation für ihre halten diktirt, sondern wohl die stille Hoffnung, Zeitungen hat die Sozialdemokratie jetzt in einigen Bezirken zur daß die deutsche Sozialdemokratie einen Anwendung gebracht, wo auf den Eisenbahnen ein starker VerRiß in das gehaßte Deutsche Reich macht, an lehr der Bevölkerung vom Lande stattfindet. Ein Genosse dem dieses selbst zu Grunde geht." nimmt ein Billet 4. Klaffe und fährt auf der Strecke mit einem Back Zeitungen hin und her, um unter den Reisenden seine Probeblätter unentgeltlich zu vertheilen und für seine Zeitung zit werben. Am Sonntag wurde dies Verfahren z. B. in einem Wagen 4. Klaffe zwifchen Jergheim und Nienhagen beobachtet. Man vertheilte ein in Halberstadt erscheinendes Sozialistenblatt." Was wird nun die Braunschweigische Landeszeitung" erst sagen, wenn sie erfährt, daß die Verbreitung sozialdemokratischer Literatur im Eisenbahntoupee gar nichts Nenes ist, sondern in vielen Bezirken Deutschlands namentlich zur Sommerszeit sehr betriebsam ausgeübt wird? Wie neunmalweise fie doch sind, diese kundigen Thebaner! meldet: Arbeiterbewegung in Frankreich. Wolff's Bureau Carmaux, 1. Oftober. In einer gestern stattgehabten, von 2000 Ausständigen besuchten Versammlung wurde beschlossen, die franzöfifchen Bergarbeiter zu täglichen Beifteuern von je einem Sou behufs Weiterführung des Ausstandes aufzufordern. Dein letter Gedanke auf dem Felde der Ehre muß Deine Fahne und Dein Ruhm sein. Der Gott, der die Welt regiert, regiert auch die Schlachten. Ihm mußt Du Dein Leben anvertrauen Wie die Treue die Grundlage des Staates überhaupt ist, so ist der Gehorsam die Grundlage des Heeres Der Feind will nichts, als Dich muthlos machen. Mache ihn muthlos, und Du hast den Sieg. Eine schneidige In Fürth referirte Bollmar in start besichter VerInfanterie wirft jeden, auch den stärksten Feind; die besten Paris, 1. Oftober. Die republikanischen Blätter be Deckungen und Waffen helfen ihm nichts.... Nirgends fann der Mensch ohne Ausdauer etwas leisten. Niemand flagen einmüthig das ablehnende Verhalten der Bergwerks- jammlung unter großem Beifall über die bayerischen Landtagsa Wahlen. Gesellschaft in Carmaux den Streifenden gegenüber; die braucht mehr Ausdauer als der Infanterist. Nirgends braucht radikalen Blätter glauben, daß der Beschluß der Gesellschaft, Sozialdemokratische Presse. Um auch den ärmsten Leuten der Infanterist mehr Ausdauer als im Gefecht Der den Forderungen der Streifenden keinerlei Rechnung zu tragen, Rechnung zu tragen, hat der Verlag der„ Mainzer BoltsBorgefeßte ist Dein Lehrer und Führer. Er ist aber auch ernste Folgen haben tönne, für welche die Gesellschaft die Ver- Beitung" feit 1. Oktober Wochenabonnements eingerichtet. Dein bester Berather. Sollte Dir schweres Unrecht ge antwortung zu tragen habe. Mehrere Blätter eröffnen eine um 1. Oktober sind der Thüringer Boltsfreund" und schehen sein, so hast Du das Recht und die Pflicht, das Substription zu Gunsten der Streifenden. zu melden. Dadurch zeigst Du, daß Du ein ehrliebender die Thüringer Waldpoft" zu einem Blatte größeren Soldat bist.. Nur derjenige hat Anspruch auf den Namen Glückauf den wackeren Kämpfern für das freie Wahl Formats verschmolzen worden, das ben Titel führt: Thüringer Soldat, der sich selbst verleugnen und gehorchen recht! Volksfreund( Thüringer Waldpost), Arbeiterorgan für die Wahltann Nur dasjenige Bolt ist groß und start, Aus St. Etienne wird von Serold" gemeldet: freife Meiningens und Roburg" und Donnerstags und Sonntags, welches richtigen militärischen Geist besigt und Der Bergarbeiter Rongreß faßte einen Beschluß also zweimal wöchentlich erscheint. Erscheinungsort: Saalfeld, hochhält. Nur derjenige, welcher freudig und ohne auf Berechtigung zum Empfange des ganzen Arbeitslohnes Druck und Verlag Arthur Hofmann. Preis: vierteljährlich Murren die Beschwerden des Dienstes auf sich nimmt, tennt als Bension nach 25jähriger Arbeitszeit und eines Theiles. 20 Pf. feine Pflichten und hat Anspruch auf den Namen„ Soldat" . " Warnung. Am 18. Mai 1892 warnte ich vor einem Der Garnison- Wachtdienst ist der einzige Dienst, den beffelben nach 10 Jahren; derselbe verlangte ferner den Die Gründung eines Arbeiter Sängerbundes für der Soldat direkt dem Staate leistet... Kein In- Acht stunden tag mit halbstündiger Ruhepause." Westfalen wird vom Borstand des Bochumer Gesangvereins fanterift ift etwas werth heutzutage, wenn er nicht ein guter " Freundschaft" betrieben. Anfragen zc. find zu richten an Johann Schüße ist. Nur dann fannst Du Deinen Gegner treffen, die einen glänzenden Erfolg der organisirten Arbeiterschaft Homestead. Aus New- York kommt eine Nachricht, chauerte, Bochum, Humboldstr. 50. wenn Du selbst schießen gelernt haft. Keine Ausbildung erfordert mehr den ganzen Mann und mehr Sorgfalt als bie bezeugt: Die Carnegiewerte in Homestead mußten bes Schüßen. Im Einzelgefecht bist Du nur dann im Borant 80. September die Arbeit infolge der Unmöglichkeit, Schwindler, der sich Bobuchoff nannte und angeblich ein aus theil, wenn Du den Anderen zuerst niederschießt. Wenn nicht, entsprechend geübte Arbeiter zu engagiren, Rußland entkommener politischer Flüchtling fei. Damals hatte so schießt er Dich nieder.... Wenn Du fällt, fo rächen Dich einstellen. Die Scabs", die nichtorganisirten Lohnt sich Bobuchoff anscheinend nach London gewandt. Eine NachDeine Kameraden, und wenn sie fallen, so rächst Du ste." brücker genügen nicht, und die Ausständigen werden nun richt aus Halle vom 28. September läßt darauf schließen, daß dieser Schwindler wieder in Deutschland sein Wesen treibt und hoffentlich zum Ziele kommen. Parteigenossen brandzuschatzen fucht. Jeht nennt er sich Alex Goldstein aus Odeffa; in Paris, wo er wegen diverfer Schwindeleten und Diebstähle flüchten mußte, nannte er sich Bachrach.. Der Kleine Soldaten Katechismus" ist gewiß ein Meisterwerk triegerischer Erziehungskunst. Nur etwas vermissen wir. Es fehlen als Einleitung die Kaiser- Rede an die Potsdamer Rekruten, die Erlasse des Prinzen Georg zu Sachsen und des bayerischen Kriegsministers von SafferIing, der Brief, den der Musketier Schweng ber, ehe er Hand an sich legte, feiner Mutter schrieb, eine tnappe voltsthümliche Uebersicht über Reich schulden, Militärbudget und indirekte Steuern, und als Titelbild das Porträt des Gefreiten 2üd. Wir sind mit Vergnügen bereit, die Klaffende Lücke des Kleinen Soldaten Ratechisms" auszufüllen privatissime und gratis. Darfeinachrichten. Der betreffende Schwindler ist etwa, 23-24 Jahr alt, von tleiner, schmächtiger Statur mit dunklem Haar, grauen Augen und spezifisch jüdischem Gesichtsschnitt, früher trug er einen tleinen Schnurrbart, jetzt aber einen schwarzen Vollbart. Der Schwindler tann. herzogthum Heffen. Unter Bezugnahme auf die Beschlüsse der Großwandtheit. An die Partei und Gesinnungsgenossen im Groß- pricht deutsch, englisch, französisch und russisch mit gleicher GeWenn der Betreffende sich bei irgend einem Parteigenoffen Landestonferenz vom 18. September ersuchen wir die Partei einfindet, so bitte ich, denselben unter irgend einem Vorwand und Gesinnungsgenoffen der verschiedenen in Betracht kommenden aufzuhalten und mich sofort telegraphisch davon zu benachZandtags- Wahlkreise unverzüglich uns über folgende Punkte Ausrichtigen, damit ich den Schwindler persönlich refognosziren tunft zugehen zu lassen: 1. Wie viel Orte gehören zu dem be treffenden Wahlkreise? 2. Jn welchen Orten ist nach Ansicht Magdeburg, den 30. September 1892. Dr. H. Dur. der borligen Genossen eine besondere Agitation zu entfalten? 3. Wie hoch ist die Seelenzahl nach der letzten Volkszählung? Todtenliste der Partei. Gestorben in Bielit der Ein interessantes Geständniß, schreibt Dr. Sigl im eventuell wie viel stimmberechtigte Wähler sind vorhanden? Parteigenosse Jantofsty. Bayerischen Vaterland", liest man in Nr. 215 der ultra 4. Wie viel Stimmen wurden für unseren Kandidaten bei der montanen Augsburger Postzeitung". Dort lehten Reichstagswahl abgegeben? Wohnen in dem Orte viele versichert ein bekannter Korrespondent dieses lottes, daß Ausländer, d. h. Nichtheffen? Wir bitten, daß sich, wo eine er schon im vorigen Winter von der Absicht Organisation nicht besteht, einzelne Genoffen opferfreudig dieser Dr. Orterer's im Falle einer Beförderung Arbeit unterziehen, damit wir in der Lage sind, das Nölbige zu. sein Reichstags- Manbat nieberzulegen, ber Landtags- Wahlbezirke. Auf denselben kann neben dem Vorschlag veranlassen; wenn erforderlich, berufe man Konferenzen der Genossen unterrichtet gewesen sei. Gi! ei! Der tapfere ber Kandidaten, welche dann dem Landeskomitee zur Genehin Die Redaktion fellt die Benutzung des Sprechfaals, forelt der Raum dafür Zentrumsrebner hatte also schon während der Land- gung resp. zur endgiltigen Feststellung zu unterbreiten sind, auch Sntereffes zur Berfügung; file wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit beta tags- Verhandlungen den Gymnasialrektor gleichzeitig über die Zentralisation der Kreise Verhandlung ge in der Tasche! Jetzt läßt sich freilich manches bepflogen werden; dadurch würden wir bis zur nächsten Landesgreifen, sagt Sigl, was wir aber vorerst nicht weiter fonferenz einen gehörigen Schritt weiter fein. Weiter fordern. ausführen wollen. Der alten Base in Augsburg einstweilen wir zur thatkräftigen Unterstützung des Landes- Agitationsfonds verbindlichsten Dank für das werthvolle Geständniß! auf; Gelder find an Balthafar Gramer, Arheilgerstr. 50, Briefe an Ph. Müller, Schirmgasse 16, zu adressiren. Darmstadt. $ " " Das Landestomitee. Sprechtfaal. abzugeben ist, dem Publifum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Inhalt desselben identifizirt zu werden. Aufruf an jämmtliche Parteigen offen Berlins! Unter Bezugnahme auf den in Nr. 220 des Vorwärts" erlaffenen Aufruf mache ich nochmals darauf aufmerksam, daß der Verein Berliner Hausdiener, dessen Stiftungsfest am 2. Oftober in den Kontordia- Festsälen, Andrasstr. 64, stattfindet, nicht auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung steht, * Berlins. Trinkgelder rechts und links, fie bilden noch immer den Lebensnerv der gesanimten Wiener Bourgeoispresse, ob Der Landesvorstand der fozialdemokratischen Partei semitisch oder antisemitisch. Unser Bruderorgan, das Buch- Eljak Lothringens ist in Matha ufen am 28. September und ersuche deshalb die Parteigenoffen, dieses Fest nicht zu bebruder Fachblatt, Vorwärts", brachte vor einigen Wochen eine gewählt worden. Er besteht aus folgenden Genoffen: Karl fuchen. Liste der„ Betheiligungen" von Attiengesellschaften, von denen Neweczerzal, Jean Martin, Jerome Doppler, Alfred Hoffmann Der Vertrauensmann der Hausbiener fich seiner Zeit die Wiener Allgemeine Beitung" und Jafob Haug; Kontroller ist G. Schleifbeller. Die Ston so redlich nährte, als es dem Baron Rolisch gegönnt war stituitung des Vorstandes hinsichtlich der Vertheilung der GeOtto Plath, Neue Promenade 5. zu sein. Natürlich druckte das antisemitische Deutsche schäfte unter sich hat noch zu erfolgen. Eine der wichtigsten Boltsblatt", ihm nach die Berliner Antisemitenblätter, Aufgaben des Landesvorstandes wird die Beranstaltung statistischer Verein der Lithographen, Steinbrucker und Berufsgenossen Deutschlands! das Sündenregister des Judenblattes mit schmaßendem Be- Erhebungen über die Verhältnisse der elsässischen Arbeiter sein. Auf die Entgegnung des Gastwirths Herrn Sixtus Bers hagen ab. Aber die Freude sollte nicht lange dauern, denn Von der Agitation. In Ettlingen, einer Domäne mann( siehe Nr. 224 vom 24. Septbr.) erwidern wir, daß sein am letzten Sonntag veröffentlichte die Sonn- und des Ultramontanismus, sprach fürzlich Dr. Rübt in einer start Privat- Arbeitsnachweis fein fostenloser ist, denn die Arbeiter find Montags 8eitung" den Speisezettel von Be- besuchten Versammlung über den Kapitalismus und die Sozial- wohl oder übel genöthigt, bei ihm zu verzehren. Herrn Her theiligungen oder Pauschalien des antisemitischen und antidemokratie. Die Versammlung war in ihrer großen Mehrheit mann's eigene Worte der letzten Kommission gegenüber waren: forruptionistischen Deutschen Volksblattes", einen Speise von den Wählern des Zentrums Abgeordneten Pfarrers Wacker Ein Groschen bringt den anderen". Und dies ist auch Grund weshalb er den Arbeitsnachweis nicht zettel, der, wenn auch etwas weniger fett, boch keineswegs besucht, derfelbe war gleichfalls erschienen und betheiligte sich an Ser Wenn Herr Hermann bestreitet, gegen appetitlicher ist als der der Judenpresse". Ueber diesen der Diskussion, natürlich als Gegner unferer Partei. Die Ver aufgeben will. Epeisezettel schweigen alle Flöten des Volts", des fammlung war für uns nicht erfolglos, denn es sind eine Menge die moderne Arbeiterbewegung zu arbeiten, so erinnern wir daran, daß er Streitbrecher nach Krimmitschau schickte, und Reichsboten" u. s. 1. Das Luftigste an der Sache freilich ist, neue Anhänger gewonnen worden. Die Versammlung zu Ludwigshafen, in welcher Webel weiter, daß er auf Grund seiner Handlungsweise aus dem Fachbaß Herr Alexander Scharf, der Verleger der Sonn und Montags- Zeitung", welcher dem Verganischen Amis prach, nahmi folgende Resolution unter begeisterndem Beifall an: verein der Steindrucker und Lithographen Berlins ausgeschlossen Die heutige im Rheinpart" in Ludwigshafen tagende, von etwa wurde. blatte für Erottelosis seine Sünden nachrechnet, selbst 3000 Personen besuchte Boltsversammlung erklärt sich mit den Daß sich nun die maßgebenden Kollegen aller großen AnMeister ist im„ Nehmen", ja daß er die Betheiligungen Ausführungen des Referenten, Genossen Bebel, einverstanden. ftalten gegen unsern Versammlungsbeschluß ausgesprochen haben geradezu als das heilige Recht der Tagespresse ansieht, ein Sie ist überzeugt, daß alle von den bürgerlichen Parteien ein- sollen, dafür hat Herr Hermann feinen Beweis erbracht. Die Recht, zu welchem er eine förmliche Theorie erfunden hat, geleiteten Verfuche zur Besserung der wirthschaftlichen Miß gegen feinen Arbeitsnachweis gerichtete Resolution wurde am worüber im Berichte über den Prozeß Schiff- Scharf das verhältnisse des arbeitenden Volkes an den sozialen Einrichtungen 15. September 1892 in der Versammlung einstimmig angenommen, Nähere nachzulesen ist. Woraus Flar folgt, daß wenn die der kapitalistischen Gesellschaftsordnung scheitern müssen, und daß ebenso erklärten sich die Vertrauensmänner aus allen Anstalten insbesondere die reaktionären Bestrebungen der ultramontanen Personen also, welche für uns die maßgebenden Kollegen sind Leute sich gegenseitig die Augen aushacken, sie dessen Partei entschieden kulturfeindlich sind und nur den Zweck haben, in ihrer Versammlung am 26. September 1892 einstimmig für ungeachtet noch immer alle miteinander Krähen sein den großen Massen des Volles die Erkenntniß ihrer Klassenlage die Resolution. Wir erklären zum Schluß, daß dies unsere letzte önnen. unmöglich zu machen. Die Versammlung erkennt deshalb, daß Erklärung in dieser Sache ist und der Versammlungsbeschluß vom der heutigen Wirthschaftsordnung unabweislich der verdiente 15. September aufrecht erhalten bleibt. Zum Marseiller Kongreß. Während die Frank- untergang gewiß ist, und verspricht, mit allen Mitteln für die Verein der Lithographen, Steindrucker und furter Beitung" in der von uns gekennzeichneten Weise die deen und Bestrebungen der internationalen Sozialdemokratie Berufsgenossen Deutschlands. französische Arbeiterpartei der schnöden Heuchelei und des leinzutreten, von deren Programm allein sie sich eine Besserung Die Verwaltung Berlin, " " Für den Inhalt der Juferate überNeue Welt. Bergiglof- Brauerei, Safenhaide. Gewerbegerichts- Wahlen 2. Gruppe. Heute, Sonntag: nimmt die Redaktion dem Publikum Internationales Wettlaufen. gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 2. Oktober. Opernhaus. Wem die Krone? Diamileh. Slavische Brautwerbung, Montag: 1. Sinfonie der Königlichen Rapelle. Schauspielhaus. Nomeo und Julia. Montag: Die Braut von Messina, ober: Die feindlichen Brüder. a Leffing- Theater. Die Orientreise. Montag: Dieselbe Borstellung. Deutsches Cheater. Der Misanthrop. Das Wunderkind. Montag: Faust. Berliner Theater. Krieg im Frieden. Montag: Der Hüttenbesizer. Wallner- Theater. Der Mann im Monde. Montag: Dieselbe Vorstellung. Bellealliance- Theater. Der Weiberfrieg. Montag: Dieselbe Borstellung. Kroll's Theater. Don Juan. Montag: Diefelbe Vorstellung. Residenz- Theater. Der selige Toupinel. Montag: Diefelbe Borstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Schönröschen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thomas- Theater. Onkel Bräsig. Montag: Dieselbe Vorstellung. Concert. Zu diesem sind bis jetzt 11. der berühmtesten Länfer aller Länder gemeldet. Neu: Dreibeiniges Rennen oder: Laufen um die Meisterschaft der Welt. Montag, den 3. Oktober, Abends 10 Uhr, in den ,, Concordia- Festsälen", Andreas- Strasse No. 64: Große öffentliche Versammlung Schimarowsky, feldmässig ausgerüstet. Im Champêtre: Ball. rämmtlicher Serufe der 2. Gruppe( Pferdebahn- und OmnibusEntree 25 Pf., im Vorverkauf 20 Pf. Egyptische Ausstellung. Stadtbahnstation Zoologischer Garten. Hente, Sonntag, den 2. Oktober: Abschied der Beduinen von Berlin. !!! Lezte drei Vorstellungen um 4, 6 und 7 Uhr!!! Entree pro Person 25 Pfg. Zu den Vorführungen: Entree pro Person Loge M. 1,50. 1. Tribüne M. 1,-. II. Tribüne 50 Pfg. 24 Déchant's Welthippodrom Sammelplatz fröhlicher Gesellschaft Schönhauser Aller der wörtherßrahe gegenüber. Höchst amüsanter u. interessanter Aufenthalt. hochelegante bestdressirte Pferde. Brillante Ausstattung. 49/1 Adolph Ernst- Theater. Die wilde Täglich: Großes Damen- Reitfest u. Herren- Corso à la Wien Madonna. Montag: Dieselbe Vorstellung. Alevanderplay- Theater. Die Liebe vor Gericht. Hierauf: Tannhäuser. Montag: Diefelbe Borstellung. Untional- Theater. Theodora.. Montag: Dieselbe Borstellung. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialifäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor stellung. Kantmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. Gesangsposse in 8 Aften von L. Treptow. Couplets von G. Görss. Musik von G. Steffens. Mit neuen Kostümen und Dekorationen aus dem Atelier des Herrn Lütkemeyer in Coburg. In Scene gefeßt von Adolph Ernst. Anfang 7 Uhr. Morgen: Diefelbe Vorstellung. Alexander- Play- Theater. Heute, den 1. Oktober: Zum ersten Male: Novität! Nouität Die Liebe vor Gericht. ( Trial by Jury.) bei Concert and Reitmusik. Damen- Reitkleider gratis. Ununterbrochen von 6-11, Sonntags von 4-6 Uhr. Entree 20 Pf. F Reittour 30 Pf. E Jeden Sonntag: Tauz. strasse. Kaffeeküche. Kegelbahnen. Treptow. ParkBade's Volksgarten. Vorzügliches Weiß- u. 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Für die Hausdiener, Speicherarbeiter, Packer u. f. w. Plath. J. A.: Hermann Faber, SO., Grünauerstr. 4, Hof I. 278/1 Unterstützungsverein der Maurer im Westen Berlins. Mitglieder- Versammlung am Montag, den 3. Oftober, Abends 81/2 Uhr, in Königshof, Bülowstr. 37. Zages Ordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal 1892. 2. Wahl des gesammten Vorstandes. 3. Abrechnung von den. Vergnügen. 4. Verschiedenes.- Um recht zahlreichen Besuch dieser Versammlung bittet 246/1 Der Vorstand. Graveure und Ciseleure. Montag, den 3. Oktober, Dresdenerstraße Nr. 45 Lei Bachmann: Versammlung. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Kunstgewerblicher Vortrag des Herrn Dr. Sessen über: Die Hilfsmittel zum Studium des Kunstgewerbes." 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Der Vorstand. 167/1 Arbeiter- Bildungsschule( Nordbezirk). Große Versammlungam Sonntag, 2. Oftober, Ab. 6 Uhr, in Pape's Salon( fr. Knebel), Badstr. 58. 1. Vortrag des Herrn Dr. Joël: Aus den ältesten Tagen der Menschheit. 2. Diskussion. Nachdem: Geselliges Beifammensein und Tanz. Gäste sehr willkommen. Die Schulkommission. Arbeiter- Bildungs- Schule( Süden). 2261b Sonntag, 2. Oftober, Abends 6%, Uhr, in Heinrich's Festsaal, Blücherstr. 61 Versammlung. Vortrag des Herrn Dr. Bernstein über: Ansteckende Krankheiten. BERLIN N.CHAUSSEESTR.14. Operette in 1 Aufzug von W. S. Gilbert und Arthur Sullivan. Hierauf: Tannhäuser. Große Ausstattungs- u. Gesangs- Posse. Anfang 7 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. American- Theater. Wiederauftr. des urkomischen Bendix in feiner neuesten Saisonnummer. Man merkt's am Gang Da ist was mang." Neu! Der feine Reisner, Neu! Berl. Lofalschwant v. Oskar Wagner. PassagePanopticum. 9 Fuß!! rin Circus Corty- Althoff. Berlin, Friedrich- Karl- fer. Sonntag, 2. Oktober, Abends Vor71/2 Uhr: Brillante stellung. u. A.: Auftreten der Turnerkönige Stephan u. Nandroux. Herr Angelo als Jockeyreiter. Mignon, Apportirpferd vor geführt v. Direft. Pierre Althoff. Auftr. der chinesischen ExcentriqueAfrobaten 3 Gebr. Gelli, der Reitfünstlerin Frl. Clotilde, des Driginal- Gigerl- Klowns Mr. Alfred Daniels, der Luftgymnast. 3 Gebr. Dunbar 2c. Blumenquadrille ger. von 4 Damen und 4 Herren. -Montag, 3. Oftober, Abends 712 Uhr: Große Vorstellung. Näheres die Plakate. Feen- Valast RAUERE RIEDRICHSHAIN Nach dem Vortrag: Geselliges Beisammensein mit Tanz. BS Gäste find willkommen. 8 e 1 f: b IE e fe a h 2254b It Arbeiter- Bildungsschule. Versammlung Uhr. 4103 103/1 L 1. g am Montag, den 3. Oktober 1892, Abends 8 Fortsetzung des Vortrages des Herrn Dr. Borchardt über die ,, Sehenswürdigkeiten der Irania" und zwar im besonderen über: Elettrizität und Spektral- Analyse. Gegen Zahlung von 10 Pf. haben Gäste Zutritt. Unterrichtstarten können dort in Empfang genommen, der Mitgliedsbeitrag bezahlt und Mitglieder aufgenommen werden. Der Vorstand. Aktien Verband deutsch. Zimmerleute Brauerei Friedrichs..hain: am Königsthor. Heute, Sonntag Grosses InstrumentalKonzert W. Böhme unter Mitwirtung der neuen großen Konzert- Orgel. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf. Programm unentgeltlich. Kinder frei. [ 3064L Restaurant H. Pomplun, Ritterstr. 121, empfiehlt seinen fräft. Mittagstisch für Herren 50 Pf. inkl. Bier, für Damen 40 Pf., im Abonn. 35. Pf. Vereinszimmer zu vergeben. " Vorwärts" liegt aus.[ 23286 Das größte Brot giebt's OppelnerBurgstraße, neben der Börse. straße 20. Täglich 2324b ( Lokalverband Berlin). Am Mittwody, den 5. Oktober, Abends 8½ hr, im Lokale des Herrn Feuerstein, Alte Jakobstraße Nr. 75: 馨 Dersammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag über:" Die Manifestationsbestrebungen der Arbeiter." Refer. Genoffe Völkel. 2. Berichterstattung der Vertrauensmänner aus den Arbeitsvermittelungsstellen und event. Neuwahl derselben. 3. Verschiedenes. Hiermit werden fämmtliche Vertrauensleute aufgefordert, in dieser Versamm 360/1 lung zu erscheinen. Gäste willkommen. Pünktliches Erscheinen ist erwünscht. Der Vorstand. Freireligiöse Gemeinde. Heute, Sonntag, Vorm. 10% Uhr, Rosenthalerstr. 38: Vortrag des Herrn Dr. Pinn, über: Huf und Savonarola. Morgen, Montag, Nachm. 3 Uhr, in dem großen Garten und in den beiden Sälen der Aktienbrauerei Friedrichshain( vorm. Lips), vor dem neuen Königsthor: Kinderfest und 400 jährige Jubelfeier der Entdeckung Amerikas. Das Konzert ausgeführt von Zivil- Berufsmufitern unter Mitwirkung des Gesangschors der Gemeinde, beginnt pünktlich 3 Uhr. Die Festrede hält Herr Dr. Bruno Wille um 8 Uhr. Zum Schluß findet ein Tanskränzchen statt. Billets mit Programm zu 20 Pf.( an der Kaffe 30 Pf.) find in der heutigen Versammlung zu haben, außerdem bei Altmann, Zimmerstr. 31, 3 Tr.; Decker, Schwedterstr. 245, 1 Tr.; Eisert, Grüner Weg 58, 4 Tr.; Heber, d. Berl. Hausdiener.(.. 61.) Reichenbergerstr. 121, 1 Tr.; Meyer, Stralsunderstr. 2; J. Dertel, Rykestr. 8; 4. ordentliche Pütter, Gerichtsstr. 28; Peege, Rüdersdorferstr. 48; sowie in den Geschäften Rubenow, Brunnenstr. 105; Börner, Ritterstr. 108; A. Schweizer, DresGr. Spezialitäten Vorstellung. Kranken- und Sterbekasse = Morlay- Trio, musital. Excentriques, Curt Eliis, Verwandlungs- Sänger Tänzer, Oreana de Pontelli, Bro- General- Versammlungenerstr. 52/53'( City- Passage); Vogtherr, Stephanstr. 27a( am Stephanplatz); Riesen- buftionen a. hochgespanntem Telephon am Donnerstag, 20. Ottober, Ab. 9 Uhr, Gumpel, Barnimstr. 42; Amelung, Waßmannstr. 12 und an den mit Plakaten draht, Miß Selina, die singende LuftKind!!! fee, Leopard- Truppe, Krajtturner 2c. Anfang Wochentags 72 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Entree 50 Pf. Gratweil's Bierhallen Ohne Extra- Entrée. von 11-1 und 4-9 Uhr. Castan's Panoptikum. Geöffnet von 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. Kommandantenstraße 77-79, Täglich: Alte Jakobftr. 74. Tages Ordnung: 1. Mittheilung. 2. Vierteljahrsbericht. 3. Verschiedenes, Auflage und Fragekasten. Quittungsbuch legitimirt. 2303b Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand: Albert Reßler. Borussia- Konzert- und Stockarbeiter Berlins! Kouplet- Sänger. Große offentliche Versammlung Gafifpiel des Charles Randolf, Zauberkünstler am Dienstag, 4. Oftober, Ab. 81/2 Uhr, und Gedankenlefer à la Cumberland. in Joël's Saal, Andreasstr. 21. Wochentags frei. Sonntags Entree 30 Bf. Zages Ordnung: Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch, wei Säle Allen Freunden und Parteigenenofi empfehle mein Weiß und BairischBier- Lokal. Vereinszimmer m. Pianino zu Versammlungen und Bergnügungen. zu vergeben. 26232 sowie 6 Billards, 3 Kegelbahnen. Frių Fröhlich, Naunynstr. 43. sehr geräumig, D 288/1 belegten Stellen. Kinder in Begleitung Erwachsener haben freien Zutritt. Gäste sind sehr willkommen. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 2. Oktober, Abends 7 Uhr: 2 Versammlungen. a ร a TL d. au fo tr L nt DE fi sc h de be tä A de DC DU 151/1 111 A 1: 1 C ist fr D E 10 sti 140/1 fef Schmerzloses Falckensteinstr. 22. Zahnz., Nervt. Süss öff ge fag Si der ge 1. Kommandantenstr. 79: Vortrag des Herrn Roland, über: Robespierre. 2. bei Seefeld: Vortrag des Herrn Haupt, über: Die Todes versammlung findet am Dienstag, den 4. d. Mts., Abends 8 Uhr, bei Seefeldt statt. Mitgliedstarte legitimirt. ftrafe: Nach den Vorträgen: Beisammensein und Tanz. – Die GeneralMoabit Zahnklinik. 1. Die Stellung der Fabrikanten gegenüber der Referent Gustav Menzel. Schleuderkonkurrenz. E. Fuhrmann, Perlebergerstr. 26F ( Ecke Stromstraße). 2. Diskussion. den Monaten Aug., Sept. Unbemittelte( 11-3). Bahnziehen Auktion der verfallenen Pfänder aus unentgeltlich), Plomben 50 Pf., tünst- und Ott. 1891 am 6. Oftober, Nachin. Die Fabrikanten find hierzu ein- liche Zähne nur 1 M. Privatsprech- 2 Uhr. 2. Regen, stunde 9-12, 2-6. 2306b Große Frankfurterstr. 121. Hierzu zwei Beilagen. 3. Verschiedenes. F. Sodtke. Vereinszimmer und Regelbahn zu Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Vereiusz. Blano, Flick, Simeonstr.23. verg. Markgrafenſtr. 8. 2297b geladen. 8 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 231. Lokales. 11 Sonntag, den 2. Oktober 1892. 9. Jahrg. tägigen und monatlichen Lohnzahlungen. Die für den Arbeiter außerdem auf spezielles Ersuchen des Magistrats der Stadt den Werth des Lohnes thatsächlich schmälern, denn dem Berlin. Die Wasserproben werden an der Entnahme in Stralau Vom preußischen Landtags- Wahl ,, recht".„ Die tollsten Arbeiter sind zwei Mal zwanzig Mart, die er je in einer Woche in der üblichen Weise in einem sterilisirten, mit Wattepfropf zu Unterschiebe", schreibt die„ Freifsinnige Zeitung", ergiebt für den erhält, lieber, als vierzig Mark, die ihm erst nach zwei Wochen verschließenden Glasfölbchen aufgefangen und so in das ausgezahlt werden. Nur Leute, die entweder dem genügend an- Institut transportirt. Die Untersuchung der einzelnen Wasserersten Berliner Landtags- Wahlkreis die soeben veröffentlichte Be- erkannten Sparsystem huldigen, oder die nicht Herr ihrer wirth- proben wurde so vorgenommen, daß das Wasser zunächst kräftig Abtheilungen in den einzelnen Urwahlbezirken nach Maß längere Löhnungstermine. anntmachung des Magistrats über die Abgrenzung der schaftlichen Entschließungen sind, begeistern sich heute noch für durchgeschüttelt und dann eine kleine Quantität deſſelben( dem hohen Keimgehalt des Stralauer Wassers entsprechend circa gabe der neuen Bestimmungen, wonach für jeden Bezirk eine beEs muß doch aber auch den Staatsbehörden daran gelegen 1/20 ccm) in einem sterilisirten Doppelschälchen mit ca. 10 ccm fondere Drittelung stattzufinden hat. Es kommen bei den Ersatz- sein, daß die von ihr selbst zum Gesetz erhobene Sonntagsruhe geschmolzener, 30-40° C warmer Nährgelatine innig vermischt wahlen 186 Bezirke in Betracht. Die erste Wählerklasse schließt den Arbeitern nicht Nachtheil und Schaden verursacht, und das wurde. Nach dem Abkühlen und Erstarren der Gelatine wurden im 40. Bezirk mit 138 656 M. Steuer ab, dagegen im 201. Be- wäre eigentlich schon Grund genug, die Freitagslohnzahlung in die Schälchen bei Zimmertemperatur( ca. 20-220 C) stehen gezirk mit 102 M. Steuer. Ein Bezirk schließt mit der Steuer- staatlichen Betrieben einzuführen und sie auch für alle anderen lassen. Nach Ablauf von 2 mal 24 Stunden( und ebenso an den fumme von 74 830 M. ab, dann folgen fünf mit Steuersummen behördlichen Arbeiter anzuordnen. über 20 000 R., neun mit Stenersunimen von 10 bis 20 000 m. nächstfolgenden Tagen) wurden die entwickelten Kolonien einer als Minimum für Wähler erster Klasse; in 80 Bezirken der Unternehmer gegen die Sonntagsruhe zu thun haben, zogen. Daß wir es in der nächsten Zeit mit einem Ansturm Prüfung bei schwacher mikroskopischer Vergrößerung unterAlle irgendwie cholerakolonien ähnlich erscheinenden beträgt die geringste Steuersumme des Wählers 1. Klaise dafür sprechen unter den mancherlei Anzeichen auch die Kolonien wurden abgeimpft und in hängenden Tropfen bei zwischen 1000 und 10 000 Mart in 91 Bezirken unter frampfhaften Agitationen der Unternehmer, von benen starker Vergrößerung geprüft. Bis zum heutigen Tage hat sich 1000 Mr. bis 102 M. In der zweiten Abtheilung schließt in gerade erst in den letzten Tagen wieder die Rede gewesen ist, wo in feinem einzigen Falle mit Hilfe der geschilderten Untersuchungseinem Bezirk die Steuersumme des letzten Wählers mit 14497 M. ab, in einem anderen mit 36 M., in 26 Bezirken mit es sich um Massenpetitionen der Unternehmer an die gesetz- methode das Vorhandensein von Cholerateimen in dem Stralauer 1000 bis 6816 M., in 140 Bezirken zwischen 100 und 1000 m., gebenden Körperschaften und an die Reichsbehörden handelte Wasser nachweisen lassen. Dr. C. A. Günther, Privatdozent und in 19 Bezirken unter 100 m. bis 36 M. herab. Jm ganzen Sonntagsruhe. um Aufhebung beziehungsweise Einschränkung der gegenwärtigen Assistent am hygienischen Institut." find in den 186 Bezirken 65 499 Wähler dritter Klasse, 4920 zweiter und nur 1317 Wähler erster Klasse. 3 welchen lächer- hörden nicht ruhig zusähen, wie der neue Ansturm verläuft, Nacht ist nur eine, im Laufe des gestrigen Vormittags zwei BerSolchen Versuchen gegenüber wäre es gut, wenn die Be Aus dem Krankenhause Moabit. In der vorverflossenen lichen Folgen die neue Dreitlaſſen- Eintheilung für die Landtags- sondern entschieden, zu den getroffenen Anordnungen Stellung fonen eingeliefert worden, doch sind alle brei choleraunverdächtig. Ersatzwahl in Berlin mit der neuen, bekanntlich durch den Abg. nähmen. Die Caprivische Regierung, die ja so gern betont, daß Gegenwärtig befinden sich in dem Krankenhause nur noch zwei von Huene vorgeschlagenen besonderen Drittelung für jeden sie auch gegen den Strom schwimmen fann, hätte hier Gelegen an der asiatischen Cholera erkrankte Personen, und zwar Gladow einzelnen Urwahlbezirk führt, beweist ein Vorkommniß aus einem heit, dies Regierungskunststück wieder einmal im Interesse einer und Meincke, währen die übrigen an der Seuche erkrankt ge= westlichen Bezirk Berlins. Dafelbst hat ein hoher Beamter, ob- den Arbeitern nüglichen Sache zu erproben; sie könnte diese wesenen Personen als Genesende zn betrachten sind, welche aller gleich er mehr als 5000 M. Wohnungsmiethe bezahlt, in der Leistung sehr leicht vollbringen, indem sie die wöchentliche Lohn- Wahrscheinlichkeit nach Anfangs nächster Woche entlassen werden. bitten Klaſſe zu wählen, während ein paar Häuſer weiter in zahlung für alle in Staatsbetrieben thätige Arbeiten auf den Auch Gladow und Meince befinden sich verhältnißmäßig wohl einem anderen Urwahlbezirk sein Schneider in der zweiten Klasse Freitag anordnet. und ein paar Straßen davon einer feiner Untergebenen stolz in und in ständiger Besserung. Der Bestand ist, nachdem 9 Perder ersten Klasse wählt." fonen aus dem Krankenhause entlassen worden sind, 49 Personen, Der Postschaffner Möwe wird voraussichtlich schon am Montag als geheilt entlassen werden können. Ueber den Dekonomen, welcher die Restauration in der in der Bücklerstraße gelegenen Markthalle in Pacht hat, wird bei uns folgendermaßen Kelage geführt. Während der Geschäftsstunden der Markthalle könne in dem Restaurant Jedermann verfehren; Abends aber und zwar an Sonnabenden und Sonntagen gestalte sich die Sache anders. Wer dann nicht in weißer Wäsche Als Symptome der tiefgehenden Umwälzung der Geister, Die Lohnanszahlung am Freitag scheint nur schwer in welche mit Bezug auf alle religiösen und ethischen Anschauungen Fluß kommen zu wollen. Man hat bisher noch nicht gehört, auch in bürgerlichen Streifen Platz gegriffen hat, hat sich hier Ans Spandan wird gemeldet: Der Schiffseigenthümer Daß außer den wenigen Unternehmern, die sich bald nach dem neuerdings eine Gesellschaft gebildet, deren Zweck es ist, im 1. Juli d. J. zur Auszahlung des Wochenlohnes am Freitag Kreise ihrer Mitglieder und außerhalb desselben das Gemeinsame Stolp aus Berpenschleuse ist auf der Fahrt von Berlin nach bereit erflärten, noch weitere zu dieser Einrichtung bereit ge und Verbindende, unabhängig von allen Verschiedenheiten der Spandau an aftatischer Cholera gestorben. Die Leiche ist gestern funden hätten. Die Sache hatte einen ganz guten Anfang ge- Lebensverhältnisse, sowie der religiösen und politischen An- in Spandau gelandet worden. nommen. Auf einer Anzahl Bauten wurde damals ebenfalls am schauungen, die Entwickelung ethischer Kultur zu pflegen. Freitage ausgezahlt und möglicher Weise wäre Unter ethischer Kultur als Ziel ihrer Bestrebungen versteht es den Berliner Bauarbeitern gelungen, die allgemeine Lohn- die Gesellschaft einen Zustand, in welchem Gerechtigkeit und zahlung für den Freitag durchzusetzen, wenn nicht die im Wahrhaftigkeit, Menschlichkeit und gegenseitige Achtung walten. allgemeinen wenig günstige Bausaison in diesem Jahre unter Als Mittel zur Erreichung ihrer Zwecke sollen zunächst lich ist die Zahl derjenigen Bauten gerade in diesem Jahre wieder in allen ihren Stufen und zur Pflege des Wahrhaft- Menschlichen erscheint, müsse unweigerlich das Lokal sofort wieder verlassen, dem Einflusse des Wetters früh zu Ende zu gehen drohte. Frei- folgende Bethätigungen dienen: 1. Veranstaltungen zur Hebung der ethischen Jugenderziehung eine sehr große, wo der Bauarbeiter schon vergnügt sein kann, und Gemeinsamen im ethischen Unterricht, unabhängig von den andernfalls werde er durch eine zu diesem Zwecke anwesende wenn er überhaupt nur sein Geld bekommt und nicht felten wird es Montag und Dienstag, ehe Maurer und trennenden Behren der religiösen Konfessionen und der Parteien; andere Bauarbeiter den Lohn von der Woche voll erhalten 2. Veranstaltungen von Borträgen und Erörterungen über ethische Forderungen und Probleme im Kreise der Mitglieder und Pflege der weihevollen Wirkungen der Wissenschaft und Kunst auf die weitesten Kreise des Volkes; 3. Verbreitung von ethisch förderlichen Erörterungen durch Bücher, Zeitschriften, Flugblätter, Beitungsartikel u. f. w. haben. Bon den großen Fabriken hatten sich im Sommer d. J. nur wenige zur Lohnzahlung am Freitag bereit erklärt: Auch hier Scheint die Sache feinen rechten Fortgang zu nehmen; wenigstens haben wir daran, daß in zahlreicheren Fabriken die Freitagszahlung eingeführt worden wäre, nichts gehört. Lauschen nicht alle Anzeichen, so will man die Freitag: Lohnzahlung seitens des Unternehmerthums im engeren 3u fammenhang bringen mit der Sonntagsruhe and die Agitation, die sich gegen diese richtet, wirkt zugleich gegen jene. 4. Betheiligung an der Hebung der Lebenslage der ärmeren Leidenden, und Bedrängten gegen jede Art von Unglück und Boltsschichten, sowie an dem Schutze und der Hilfe für alle Unrecht. Berlin eine Versammlung tagen, die sich mit der Gründung des Innerhalb der Zeit vom 18.- 21. Oftober wird hier in Person in der rücksichtslosesten Weise herausbefördert. Dabei würden die betreffenden Gäfte mit den liebenswürdigsten Ausbrücken gegen die Sozialdemokraten regalirt. Als der Dekonom Zimmermann ist sein Name- noch in einen Verhältnissen lebte, sei er sehr zufrieden gewesen, wenn sozialdemokratische Arbeiter bei ihm verkehrten. Nachdem er aber Dekonom im Restaurant einer städtischen Markthalle geworden, habe sich das offenbar geändert. Das hier mitgetheilte wird uns von mehreren bezeichnet, und so glaubten wir dem Wunſche der Einsender nach Personen, die wir für glaubwürdig halten müssen, als zutreffend Veröffentlichung dieser schnurrigen Historie kein steinern Herz entgegenbringen zu sollen. Ein neuer Vaukkrach ist zu melden. Die Inhaber der Firma Schulz und Viert haben sich am Freitag Nachmittag felbit Der Staatsanwaltschaft am Landgericht I mit der Angabe gestellt, daß fie Depots in Höhe von 1 Millionen Mark veruntreut hätten. Die Selbst denunzianten haben sich direkt an die Staatsanwaltschaft gewandt, um nicht erst von der Kriminalpolizei gefaßt zu werden. Richtig ist ja, daß die Freitags- Lohnzahlung nachdrücklich Vereins befassen wird. gefordert wurde, als die Vorschriften über die Sonntagsruhe am 1. Juli d. J. in Kraft traten; richtig ist aber auch, daß diese And dem hygienischen Institute der Universität Berlin Forderung seitens der Arbeiter längst und bereits vor vielen Jahren ist dem Magiftrat folgender Bericht über die Untersuchung des angeregt worden ist; fie wurde erst brennend durch die Sonntags- Stralauer Waffers auf Cholerabazillen zugegangen: Berlin, den ruhe, weil bei der Sonnabend- Lohnzahlung den Familien vielfach) 23. September 1892. Angesichts der der Stadt Berlin drohenden die Möglichkeit genommen wird, ihre Bedürfnisse für den Sonntag Choleragejahr ertheilte Herr Prof. Dr. Rubner mir am 1. September noch rechtzeitig einzukaufen. dieses Jahres den Auftrag, eine tägliche bakteriologische Unter- Eine Vergiftungsgeschichte und ihre Folgen. Der bei So einleuchtend nun die Forderung der Freitag- Lohnzahlung suchung des Spreewassers, entnommen an der Schöpfstelle der dem Reichsanzeiger" angestellte Expedient R. wohnt als Wittwer auch ist, und so dringend diese infolge der Sonntagsruhe ge- Berliner Wasserwerke in Strala, auszuführen, um in dem Wasser mit seinen beiden Töchtern und den 13 Jahre alten Sohn Erich fordert werden muß, so bedauerlich bleibt es, daß die Staats- etwa auftretende Cholerabazillen möglichst frühzeitig zu ermitteln. in dem Hause Möckernstraße 83. Vor acht Tagen hatte die behörden sich den in den staatlichen Wertstätten und Be- Das Kuratorium der städtischen Wasserwerke hat auf Ersuchen Familie eine Suppe gegeffen, in der ein Bleilöffel liegen geblieben trieben beschäftigten Arbeitern gegenüber noch nicht zur Freitag- des hygienischen Instituts zu diesem Zwecke dem Institute vom war. Alsbald traten Vergiftungserscheinungen bei allen MitLohnzahlung haben entschließen fönnen. Hier herrscht vielfach 2. September ab täglich Vormittags eine Probe des Stralauer gliedern zu Tage, so daß ein Arzt hinzugezogen werden mußte. noch das für unsere großstädtischen Arbeits- und Arbeiter( unfiltrirten) Spreewassers zugefandt. Vom 20. September ab Erich H. ist bei dem Manufakturisten Krohn, Anhaltfir. 14, als verhältnisse wenig empfehlenswerthe System empfehlenswerthe System der vierzehn geschehen die in Rede stehenden täglichen Wasser- Untersuchungen Laufbursche beschäftigt und hatte trotz der eingetretenen Schwäche Sonntagsplandevei. unter den Entrüfteten, und wem das Herz ob dieser Helden- der Minister des Innern etwas. Immerhin ist auch die Cholera that nicht überging, der muß wirklich einen Stein im Busen nur eine Krankheit für arme Leute, die Hamburger Zeitungen mit fich herumschleppen. verkünden das täglich zur Beruhigung der zahlungsfähigen R. C. Im Herbste, wenn die Nüsse reifen, bricht eigentDie freisinnigen Hüter der Selbstverwaltung wollen Publikums, indem sie den Nachweis erbringen, daß unter lich die schönste Zeit des Jahres an. Die Periode der den Oberpräsidenten nicht als ihren Chef anerkennen. Sie den durch„ Besitz und Bildung" ausgezeichneten Gesellschaftsscuren Gurte neigt sich ihrem Ende zu, die Seeschlange haben Recht daran, denn so lange Herrn Eugen Richter's schichten die Cholera nennenswerthe Opfer überhaupt nicht hängt geknickt am Stengel und alles schaut mit gespannter Augen wachen, hat Niemand auf der ganzen, weiten Welt gefordert hat. Und so lange wie das der Fall ist, soll Erwartung den kommenden Ereignissen entgegen. Unter ein Aurecht auf diesen Titel. Seine Zuchtruthe man nicht an der althergebrachten, von Gott gewollten dem neuen Kurs kann man sich über Langeweile im all mag vielleicht auch nicht sehr zart sein, aber man Ordnung rüttelu, und den kirchlichen Vorurtheilen darf nicht gemeinen nicht beklagen, Bismarck ist als Lückenbüßer un- beugt sich willig unter seine republikanischen Allüren, um eine Bazillenbreite näher gerückt werden. bezahlbar, und die Jugenderinnerungen Eugen Richter's und seine Wasserstiefel find dem Philister immer Moral und Sittlichkeit sind alles. Seit heute haben täuschen ebenfalls angenehm über die länger werdenden noch erträglicher, als der feidene Wadenstrumpf die Restaurants mit Damenbedienung Trauer angelegt; Abende hinweg. eines Oberpräsidenten. Ueber den Geschmack läßt sich nicht wie man hört, soll in diesen gastlichen Hallen nur noch Als Herr Zelle kürzlich morgens erwachte, war er streiten, und seitdem die Cholera dem Fortschritts- Philister dunkles Bier verzapft werden. Wer wird in Zukunft Oberbürgermeister von Berlin, der Jubel, der in weitesten sogar die Weiße verekelt hat, ist dieser zu allem bereit und die schon zur Fabel gewordenen Wollonkel rupfen, Kreisen über dieses erlösende Faktum ausbrach, stellte den scheut selbst vor dem Verwegenſten nicht zurück. So wird wo wird der wildgewordene Strohwittwer feine Fall Stryd gänzlich in den Hintergrund, so daß die munter gewühlt und gewettert, und wenn man nachher alles Keuschheit zu vertheidigen haben? Die diskreten Buthausbrüche der linksfortschrittlichen Blätter über beim Alten gelaffen hat, blickt man mit Siegeszuversicht und Eingänge vom Flur haben ihren Reiz verloren, den „ neuen Chef" der Selbstverwaltung fast ungehört voller Befriedigung auf das Geschehene. Die mit dem Kloset- denn um sich von einer schweigsamen Noune bedienen zu verhalten. Herr Stryd ist der geborene Stadtverschlüffel bewehrte Fauft des Stadtverordneten Borstehers laffen, braucht Niemand das Licht der vollsten Deffentlichkeit ordneten Borsteher: hätte er in seinem Leben weiter wird noch lange im Rothen Hause regieren, denn in den zu schenen. Selbst die frommsten Mucker dürfen sich frohen nichts erfunden als seine siegreiche Klosetordnung seligen Annalen des Fortschrittringes ist es bisher unerhört ge- Muthes in die tollsten Animirkicipen begeben, sie können Angedenkens, so würden ihn die spätesten Enkel noch preisen, wesen, daß eine freisinnige Krähe der anderen die Augen höchstens durch Pantomimen vom Pfade der Tugend abund sie würden sich glücklich schätzen, daß fie gerade in der aushackt. gelenkt werden. Rein Rippenstoß, fein fanftes Streicheln, Cholerazeit nicht in einem seiner Häuser zu wohnen ge= Es muß daher jeden loyalen Unterthan mit einer außer lein lispeludes Kosewort, tein Anschnauzer wird sie an ihre zibungen waren. Der derzeitige Stadtverordneten- Borsteher ordentlichen Zuversicht erfüllen, daß sich Herr Virchow nach Pflicht erinnern, daß sie etwas zum Besten zu geben ist kein Freund des Brechdurchfalls, und in der jetzigen wie vor unentwegt über die Cholera interviewen läßt. haben einsam liegt das Eisen in der Halle! Aber ach, kritischen Zeit hat das gewiß seine Vorzüge. Aber auch die Die zweischläfrigen Nasenquetscher, die der Magistrat die fittenstrenge Moral, die stets durch einen Schuhmann Dickfelligkeit ist eine Eigenschaft, die für Jemand, der ein schon für die Massengräber in Aussicht genommen hatte, bewacht und vertheidigt werden muß, lauert meist nur Ehrenamt inne hat, nicht ohne weiteres von der Hand zu harren glücklicherweise noch ihrer Bestimmung, und wären auf die passende oder unpassende Gelegenheit, um mit Glanz weisen ist. Wenn die bürgerlichen Myrmidonen einen An- die leidigen Schiffer nicht, welche die Bazillen literweise zu und vollen Segeln in die Brüche gehen zu können. fturm versuchen auf das Rothe Haus und auf den geweihten sich nehmen, so könnte auch der letzte Kommerzienrath in wenn hinter jedem Gast, der seinen inneren Menschen mit Sessel des Stadtverordneten- Königs, so drückt sich dieser ungestörtem Frieden weiter die Depots seiner Kunden ge- Wein und echten Bieren erquicken will, ein Schutzmann mit fester in die sanften Bolster, lächelt diplomatisch und er- nießen. Die Mittheilungen des Herrn Profeffor Virchow gezogenem Säbet stände, wenn jede Kellnerin von Beamten öffnet die Sitzung mit der üblichen Tagesordnung und der haben also nur ein theoretisches Juteresse, und es ist liebens- der Sittenpolizei belagert wäre, wenn vor jeder rothen gewohnheitsmäßig tuarrenden Stimme. würdig von den Bazillen, daß sie wegen der schöngefärbten Laterne ei grüner Wagen bereit stände vielleicht wäre russischen Berichte sich nicht nach Berlin getrauen. Die das der Traum manches Gutgesinnten, aber würden wir drohende Leichenverbrennung haben sie nicht zu fürchten, denn dadurch sittlicher werden? Vielleicht bemächtigen sich einwir sind allzumal Sünder und mäten bei der Auferstehung mal die berufenen Hüter von Gesetz und Ordnung dieses der Todten alle mit geraden Guedern erwachen, und von der Gedankens, dann könnten uns vielleicht die Frommen im Sage vom Vogel Phönig hält weder der Reichskanzler noch Lande Auskunft ertheilen. Halt' Dir feste, Aujust, et feht nochmal los" fagte ein Berliner Junge in einer besonders kritischen Situation, und mit derselben Seelenruhe scheint Herr Stryck Der weiteren Entwickelung des Froschmäusler- Krieges entgegenzusehen. Sogar der Berliner Arbeiterverein marschirte Und wurde dann noch nach In der Poliklinik von Profeffor Dr. Sotten, Dorotheenstraße 8, werden innerlich. Krante wochentäglich von 12-2 Uhr unentgeltlich behandelt. Auch sind dort Apparate zur mecha nischen Behandlung von Lungenkrankheiten ausgestellt. Polizeibericht. Am 30. v. M. früh wurde ein Mädchen in feiner Wohnung in der Calvinstraße todt aufgefunden. Anfcheinend liegt Bergiftung durch Morphium vor. An der Ecke der Teltower- und Möckernstraße hatte sich Mittags ein vierjähriger Knabe unbefugter Weise an die zur Befestigung der Schrotleiter dienende Kette eines in der Fahrt befindlichen Fracht. wagens gehängt er fiel dabei zur Erde, wurde überfahren und erlitt so schwere Verlegungen am Fuße, daß er nach dem ElisabethKrankenhause gebracht werden mußte. Vor dem Hause Lindenstraße Nr. 10 wurde Nachmittags ein Dienstmädchen von einer Droschte überfahren, wobei es außer einem Schädelbruch innere Verlegungen erfitt, so daß seine Ueberführung nach dem Krankenhause am Friedrichshain erforderlich wurde.- 2m 30. v. M. fanden fünf kleine Feuer statt. feiner Glieder den Dienst nicht ausgefest. Am Dienstag- Nach ein gleiches Papier, wenn auch eine andere Nummer zu be- derungen an die Masse etwa[ 300 000. fich befinden, welche mittag wurde er von seinem Prinzipal nach der Vortstraße anspruchen hat. geschickt, Der Angeklagte erklärt, daß er von diesem zu Unrecht anerkannt worden und sei ganz sicher, daß den Ver blieb aber mehrere Stunden seines Bustandes ganzen Fall, der von seinen Angestellten in der Filiale bearbeitet walter bei näherer Aufklärung sich wundern werde, wie solche wegen fort und dauer Straße der Span worden sei, nichts wiffe. Frau Lehmann hat bei diesem Geschäft Forderungen anerkannt werden konnten. Hatte man ihn nicht beordert. Von diesem Gange fehrte er 332 m. verloren. Bücherrevisor Töpfer stellt fest, daß die verhaftet, so wäre kein Gläubiger auch nur um einen Heller weder in das Geschäft noch auch in die väterliche Woh- 20 Lire- Attie sofort an das Zentralgeschäft und von dort schon gekommen. nung zurück. Nachdem der besorgte Vater eine schlaflose Nacht nach 2 Tagen zu Friedländer u. Sommerfeld gegangen ist. Der nächste Antlagefall betrifft einen Raufmann Müller. verbracht hatte, erfuhr er Tags darauf durch einen Schuhmann, In dem folgenden Fall soll der Angeklagte dem Direktor Derselbe hatte früher Wechselgeschäfte mit 2öwy gemacht und daß sein Sohn mittels Krankenwagens der Charitee zugeführt Röder eine Leopold Fall'sche Kohlenattie über 500 M., die übergab demselben 10000 m. Konsols zum Verkauf. Er wollte baares worden sei. Nunmehr ergab sich, daß der Knabe bei seinem dieser ihm zur Ansicht übergeben, unterschlagen haben. Der Geld dafür haben, weil er ein Geschäft in Nürnberg dafür kaufen zweiten Gange bis zum Dönhofplatz gelangt, dort aber vor Angeklagte erklärt, daß Direktor Nöder eines Tages zu ihm ge- wollte. Die Erledigung ließ aber von Tag zu Tag auf sich warten, bald Mattigkeit auf einer Bank ſizen geblieben war. Infolge der Ver- fonimen fei, um mit ihm über die Uebernahme von 100 000 m. hieß es das Geld sei knapp, bald war Löwy im Geschäft nicht anwesend. giftung hatte er ausgeworfen, und das Publikum, das hierin An- Obligationen zu verhandeln. Er habe dann eine Aktie zur An Endlich wurde dem Zeugen eine Anweisung auf den Bankier zeichen von Cholera erblickte, hatte einen Schuhmann des 40. Polizei ficht verlangt, um sich über die Bedingungen zu orientiren. Aus Feuchtwanger in Nürnberg mitgegeben. Dieselbe wurde nicht reviers herbeigeholt. Der Knabe wurde zunächst unter großem dem Geschäft sei nichts geworden, die Aktie habe lange Zeit in honorirt, dagegen wurden dem Bantier F. auf telegraphische Bes Aufsehen nach der Wache und dann nach dem Krankenhause be- feinem Privattomtoir unter Stripturen gelegen, und er wisse nicht, schwerde 3000 m. baar und der Rest in Wechseln zugeschickt. fördert. Hier wurde er gründlich desinfijirt. wie sich dieselbe verfrümelt habe. Die Attie habe damals gar Beides ging in die Hände des Zeugen über. Die Wechsel sind feinen Werth gehabt, er habe sie absolut nicht verwerthen können, nicht eingegangen. Ein von Oskar Lüdolf in Leipzig ausgestellter Der Nachlaß des Geizhalfes. Der alte Rentier Johl aus und es sei doch nicht anzunehmen, daß er sich an dieser einen Wechsel lautete auf einen Mann, der mittellos war und im Bankow, welcher am vorigen Sonnabend beerdigt wurde, nach Attie habe bereichern wollen, wo ihm auf seinen Wunsch event. vierten Stock wohnte und der Aussteller selbst hatte manifeftirt. dem er bereits sechs Tage in seiner Wohnung als Leiche gelegen so viele zu Gebote gestanden hätten. Zeuge Röder fann zur Ein anderer Wechsel über 6000 m. auf Wüstendörfer und hatte, ist am Dienstag noch einmal ausgegraben worden. Wie Aufklärung dieses Falles nichts beitragen, auch nichts dafür bei- Eenftner war auch ziemlich werthlos, ba die Akzeptanten bereits gemeldet, war in seinem Nachlaß, unter Lumpen und bringen. daß Löwy die 500 m. verwerthet hat. Matulatur versteckt, ein Vermögen von 300 000 M. in Werthverkrachten. Im Altordverfahren sind dafür 18 pet. heraus Ein Zeuge, Kaufmann Müller, hat eines Tages für gekommen. Der Angeflagte will auch hier nicht in papieren und ein großer Stoß von Kouponbogen gefunden einen Bekannten 4800 m. baar eingezahlt, um sich dafür 5800 m. betrügerischer Absicht gehandelt haben und glaubt beweisen zu worden. Bei dem Raffinement, mit welchem der Geizhals seine Stribs liefern zu lassen. Die Einzahlung erfolgte in der Filiale tönnen, daß die Firma Lüdolf u. Prehl in Leipzig eine sehr Schäße zu verbergen gewußt hatte, lag die Möglichkeit nahe, Belle- Allianceplay, die Lieferung der Stribs verzögerte fich aber solvente Firma war, die auch, nachdem größere Summe an ihn daß er in der Jacke und den Beinkleidern, seiner einzigen von Tag zu Tage. Auf seine Anfragen bei der Filiale erhielt eingeschickt haben. Nach der Bekundung des Bücherrevisors Kleidung, in welcher er beerdigt worden war, noch Vermögens er immer bilatorische Antworten, und man sagte ihm, die Ver- Töpfer hat diese Firma große Spekulationsgeschäfte mit dem objekte verborgen gehabt habe. Auf Veranlassung der Behörde zögerung liege an dem Lieferanten, welcher exekutorisch ge Angeflagten gemacht. erfolgte daher die Exhumirung der Leiche. Der Erfolg war zwungen werden solle. Der Zeuge wurde bedenklich und lief In dem letzten heute verhandelten Falle hat ein Kanzleinicht erheblich, immerhin lohnte sich die Arbeit, denn in der nach der Zentrale, wo ihm gar feine Auskunft wurde. Er ist rath Schmidt, der inzwischen verstorben ist, dem im ZentralSicherheitstasche der Beinkleider wurden noch 65 M. gefunden, dann zur Polizei gegangen und hat die Sache zur Anzeige ge- gefchäft thätigen Schwager des Angeklagten, Namens Levin, Die vorgefundenen Lumpen und das Papier, die einen großen bracht. Wagen füllten, find abgefahren und verbrannt worden. In den er den Angeklagten persönlich Trotzdem ging er nochmals zur Zentrale, wo eine große 100 Pfd. Note merikanischer Anleihe mit dem Aufantraf und ihn nächsten Tagen wird der Nachlaß des Geizhalfes, soweit er nicht dem Vorgefallenen benachrichtigte. Der Angeklagte hat dem hat von von trage übergeben, dafür zwanzig lleine Noten anzuschaffen. Er dem Papier nichts wieder gesehen. Der als in Werthpapieren besteht, öffentlich versteigert. Dazu gehören Beugen darauf gesagt, daß die Anzeige bei der Polizei ein ver- Beuge vernommene Levin bekundet, daß die große Note ohne eine goldene Remontoiruhr im Werthe von mehreren hundert fehlter Schritt sei, da er auf Heller und Pfennig befriedigt werden Vorbehalt übergeben worden fei, einer Beräußerung derselben also Mart, ein ganzes Stück Gardinen, ein Duzend Paar nagelneuer würde; er solle nur alle zwei Tage bei der Zentrale mit vor nichts im Wege gestanden habe. Die Wechselstuben des Geschäfts Glaceehandschuhe, ein Stück Portierenstoff, mehrere Dutzend neuer sprechen, dann solle ihm gegeben werden, was da fei. Inzwischen feien auch angewiesen worden, vorkommende kleine Noten für Taschentücher, einige neue Oberhemden und diverses Kinder- ist dem Bengen in der Filiale zu seiner Sicherheit ein Wechsel die Zentrale anzuhalten und dieselben wären dem Schmidt auch fpielzeug, fämmtlich Sachen, für die der alte Sonderling feine ber 6000 22. auf Wüstendörfer und Senftner überantwortet geliefert worden, wenn nicht der Krach dazwischen getreten wäre. Verwendung hatte und die er nur getauft hat, um mit Ver- worden. Nach zwei Tagen erhielt der Zeuge, als er wieder bei Damit schließt die Sigung um 4 Uhr. Die nächste Situng täuferinnen Anknüpfungsgelegenheit zu suchen. Soweit der Nach- Löwy vorsprach, 2000 M. Scribs, Weiteres hat er nicht erhalten, findet Montag 9 Uhr im großen Schwurgerichtssaale statt. laß in Geld und Werthpapieren besteht, ist derselbe dem Gericht und dann wurde das Geschäft des Angeklagten geschlossen. Auch in Verwahrung gegeben worden. das Geschäft von Wüstendörfer und Senftner verkrachte Eine schwere Verfündigung gegen das vierte Gebot damals, der Wechsel wurde nicht eingelöst, aus demselben wird gelangte gestern zur Kenntniß der 127. Abtheilung des Schöffen dem Zeugen noch eine Quote von 18 pet. aufallen. Derfelbe gerichts. Auf der Anklagebant befand sich der 17 jährige Strafanzeige wieder bat später seine zurückgenommen. Kaufmannslehrling Paul Michelsohn, der beschuldigt war, Der Angeklagte kann die befremdliche Thatsache, daß die seine Mutter fortgesetzt befchimpft, gemißhandelt und sie in einem Lieferung der Scribs nicht Zug um Zug erfolgte, nicht recht auf- alle mit dem Verbrechen des Todtschlags bedroht zu haben. Der tlären, erklärt auch, daß er über die Spezialabmachungen in der Angeklagte, der der strengeren Bucht des Vaters entbehrte, ist Filiale nicht orientirt gewesen sei. Er habe, als er von dem völlig ungerathen. Seine Mutter hat ihn in zehn verschiedene Mißtrauen des Zeugen gehört, denselben zu sich tommen lassen Pensionen gegeben und ihn schließlich in die Zwangserziehungsund ihm die erwähnten Propofitionen gemacht. Der Zeuge sei anstalt am Urban gebracht. Dann hat er 5 Lebrherren gehabt, stets damals als Selbsttäufer aufgetreten, und da habe er ihm gejagt: lief er fort, um sich beschäftigungslos umhertreiben zu können. Wir haben fein Mißtrauen gegen Sie, denn Sie sind uns aus Wollte seine Mutter die fortwährend an sie gestellten Geldforde Ultimogeschäften 5000 m. schuldig, wenn Sie aber Mißtrauen rungen nicht bewilligen, so mißhandelte der jugendliche haben, so werden wir Ihnen die Seribs fufzeffive liefern. Unhold sie auf das empörendste, es gelangte ein bei den Aften bes Der Zeuge müsse auch die Ueberzeugung gehabt haben, daß findliches ärztliches Attest zur Berlesung, worin bescheinigt wurde, diefe Lieferung erfolgen würde. Auf Befragen des Rechtsanwalts daß Frau Michelsohn fünf thalergroße blutunterlaufene Stellen Dr. Friedmann giebt Zeuge zu, daß er persönlich der auf ihrem Körper aufzuweisen hatte. Im geftrigen Termine vers Firma des Angeklagten aus Differenzen 5000 m. schulde und weigerte die Zeugin, eine Aussage gegen ihren Sohn zu machen, dieselben noch nicht beglichen habe. sodaß die Beweisaufnahme sich auf die Bernehmung einer AufEs wird sodann nochmals der Kriminalfommissarius wartefrau beschränten mußte, welche seit Jahren in den Diensten v. Arnault vernommen, um dem Staatsanwalt Auskunft der Frau Michelsohn stand. Diese bekundete, daß der Angeklagte feine darüber zu geben, welche Bewandtniß es mit einer Depesche des Mutter mit den unfläthigsten Schimpfworten belegte und mit Zeugen an den Angeklagten hat, in welcher es heißt:" Es liegt der Faust auf sie einschlug, wenn sie sich weigerte, ihm Geld zu gegen Dich nichts vor." Der Zeuge betundet: Er habe einige geben. Ginmal habe derselbe einen Stuhl gegen sie erhoben mit Zeit vor dem Zusammenbruch des Geschäfts dem Angeklagten der Drohung:" Du A..! ich schlage Dich todt!" Der Staatsgefagt, daß es ihm lieb wäre, wenn ihre gefchäftliche Verbindung anwalt beantragte gegen den Angeklagten, der sich während der gelöst werden könnte, da er doch Beamter sei und gern freie Hand Verhandlung so frech benahm, daß ihm wiederholt eine fofortige haben möchte. Löwy sei auch bereit gewesen, ihm einst- Haftstrafe wegen Ungebühr angedroht wurde, eine Ges weilige Deckung zu geben und sei dann nach Walden fängnißstrafe von drei Monaten. Der Gerichtshof burg gefahren, um zu feiner Deckung ein Bergwerk zu erkannte auf sech 3 Wochen Gefängniß, dem Angeklagten transferiren. Inzwischen hatte Löwy eine Vorladung vor den im Widerholungsfalle eine äußerst strenge Strafe in Aussicht Kommiffarius Wolff erhalten und als die Zeit vergangen war, stellend. bis zu welcher Lörvy zurückkehren wollte, habe er( Beuge) demElberfeld, 28. September. Ein überraschendes Ende nahu selben eine Depesche zugestellt, daß er doch zurücklehren möge, ba gegen ihn nichts vorliege. Inzwischen sei er ins Löwy'sche vor der hiesigen Strafkammer die Klage des Nachtwächters Geschaft gegangen und habe dem Angestellten Klingsch nahe ge- Waider gegen eine Fabrikarbeiterin, die beschuldigt war, den legt, ihm doch aus dem Portefeuille Deckungswechsel zu geben. Sicherheitsbeamten beleidigt und sogar mißhandelt zu haben. Klingsch habe gesagt, daß die Portefeuille- Wechsel in Händen des Die Zeugenaussagen stellten nämlich in zweifelloser Weise fest, Herrn Lewin fei. Darauf jei ihm die Aeußerung entfahren:" Hier daß die genannten Vergehen nicht von der Angeklagten, sondern feht wohl Jeber, wo er bleibt!" Dies sei die gestern vom Konkurs von dem zum Schuße des Bublifums bestellten städtischen Beamten maffen- Verwalter Brinkmeyer ihm fälschlich in den Mund gelegte begangen worden waren. Das Mädchen wurde freigesprochen Der Angeklagte behauptet, daß es fich auch hier wieder Menßerung. Lewin habe ihm sodann das Portefeuille zur Dis- und stellte gegen Maider sofort Strafantrag. Außerdem wird die um den Einschuß zu einem Ultimogeschäft gehandelt habe. Der position gefiellt und ihm gestattet, Wechsel im Gesammtbetrage Staatsanwaltschaft gegen ihn die Anklage des wissentlichen Zeuge sei in einem gewissen Moment im Kontoforrent Schuldner von zirka 90 000 m. zu seiner Deckung zu nehmen. Der größte Meineids erheben, weil Waider nicht zu bevegen war, seine Beder Firma geworden und er habe sich berechtigt gehalten die Theil dieser Wechsel sei noch nicht gerirt gewesen. Am 23. No- fchuldigungen trotz der entgegenstehenden Zeugenaussagen fallen Lombardirung der Aktie vorzunehmen. Ob der Zeuge die Be- vember sei der Angeklagte zurückgelehrt und habe ihn aufgesucht. 8 laffen. Das Wunderbarte an der Sache ist aber, daß der dingungen genehmigt habe oder nicht, wiffe er nicht. Er habe die Hingabe der Deckungswechsel genehmigt und die Genannte noch immer im Dienst steht, obgleich vor Gericht ers felben, wo es nöthig war, gerirt. Der Zeuge hat dann, wie er wiesen wurde, daß vor dem Sicherheitswächter die Bassanten der weiter befundet, einem Pfuschmaffer Rohn Vollmacht ausgestellt, Straße nicht sicher sein können. Die Lokalpreffe verlangt daher das Jukasso der Wechsel für ihn zu besorgen. Rohn habe auch mit vollem Recht die sofortige Suspendirung des gewaltthätigen einen Wechsel über 6000 m. und einen solchen über 2500 m. Beamten. einkassirt, das Geld aber unterschlagen. Seine Abmachungen mit Löwy seien dahin gegangen, daß ihre Geschäftsverbindung gelöst und Rechtsanwalt Dr. Friedmann beantragt, durch den nach Eingang der Wechsel abgerechnet werden sollte. Auf Befragen Bücherrevisor Töpfer feststellen zu lassen, wie groß der Um- des Staatsanwalts giebt der Beuge zu, daß er und feine Familienfang der Geschäfte des Zeugen mit dem Angeflagten gewesen. glieder gelegentliche Geschenke von Löwy erhalten haben, die aber durch Er behauptet, daß es sich hier nicht um ein Depot, sondern um feine eigenen Geschenke fompenfirt erscheinen. Ein Beisitzer hebt einen Spekulationseinschuß handelte, und daß der Zeuge fofort es als auffällig hervor, daß der Zeuge trotz diefer Deckungsvon Anfang an größere Ultimo- Geschäfte aufgegeben hat. Der wechsel noch 94 000 m. zur Masse angemeldet habe, der Zeuge Bertheidiger behauptet ferner, daß der Zeuge erst im November erklärt aber, daß alle diese Schritte fein Bevollmächtigter Rohn Am Montag, den 8. Oktober, findet eine große öffentliche Auguft- Differenzen beglichen hat, und daß ein Bankier in solchen gethan habe.- R.-A. Dr. Friedmann: Alle diese neueren Versammlung aller zur II.Gruppe gehörigen Berufe statt, behufs endFällen, in denen sich die Regulirung Monate lang hinzieht, wenn Befragungen haben für die Bertheidigung nur aus einem gewissen giltiger Aufstellung von Kandidaten für die Gewerbegerichtsgleichzeitig die Surfe fallen, berechtigt ist, zu seiner eigenen Gesichtspunkte Interesse. Ich höre, daß der Zeuge von Arnault Wahlen.( Näheres: Inserat von heute.) Sicherheit und um sich bei anderen Banthäusern Geld zu schaffen, neuerdings von der Staatsanwaltschaft vernommen ist, ebenso Da nun zu dieser Gruppe auch die Bediensteten der Pferdefolche Einschußpapiere zu lombardiren. Der Vertheidiger beruft höre ich, daß neuerdings noch eine verantwortliche Verbahnbetriebe gehören, diesen Arbeitern jedoch schon nach der ersten sich in dieser Beziehung auf das bekannte Gutachten, welches der nehmung des Angeklagten Löwy stattgefunden hat. Die Verthei- Versammlung, welche in den Arminhallen tagte, von Seiten des Handelsrichter Grelling f. 3. in einem Prozeß gegen Gohn abgegeben digung hat an all diesen Dingen nur das Intereffe, zu ers Ober- Betriebsinspektors der Großen Berliner Pferde- Eisenbahnhat. Der Börsen- Sachverständige& ipmann erklärt, daß er fahren, ob innerhalb dieses Strajverfahrens etwa der Gesichtspunkt Gesellschaft wegen des Besuches dieser Versammlung mit Entsich diesem Gutachten des Handelsrichters Grelling nicht an der Begünstigung" geltend gemacht werden soll. Staats- laffung gedroht wurde, so ist es Pflicht aller Arbeiter, schließe und den Bantier unter den angegebenen Verhältnissen an waft: Ich habe Herrn von Arnault persönlich nicht ver- welche Pferdebahn und Omnibus benugen, die zur Lombardirung nicht für berechtigt, giebt aber zu, daß ein nommen. Was den Angeklagten betrifft, so habe ich denselben Schaffner und Kutscher derfelben auf diese solcher Usus, den er für einen Abusus hält, bei vielen Bantiers am 2. Sigungstage in mein Zimmer kommen lassen, um persönlich ersammlung aufmerksam zu machen, da unter vorkommt. Staatsanwalt Benedir bittet wiederholt, das Borkommnisse aus seinem Vorleben mir mittheilen zu lassen. Es Punkt II der Tagesordnung eine Besprechung über die flare Bild der Auflage nicht zu verwischen. Hier handele es sich ist ganz richtig, daß auf Grund einer Denunziation eine zweite Gründung einer Organisation für die Pferdeum ein Depot, über welches der Angeklagte sojort nach Empfang Untersuchung gegen Löwy eingeleitet und Löwy verantwortlich bahn- und Omnibus- Angestellten stattfinden verfügt und nach Ansicht der Anklage dasselbe unterschlagen vernommen worden ist. Dies hat aber mit der Sache garnichts foll habe. Nach den Ermittelungen des Bücherrevisors Töpfer sind zu thun. Der Gedanke, Herrn v. A. als Begünstiger in dieser die Spekulationsgeschäfte des Angeflagten ziemlich umfangreich Angelegenheit anzunehmen, sei ihm nicht gekommen.- Rechtsgewesen und haben mit einem Berlust von 4289 M. abgeschlossen. anwalt Dr. Friedmann: Der Vertheidigung kommt es, um Auf Antrag des R.-A. Dr. Gotthelf wird aus der Ge- fich eventuell vorbereiten zu können, auch viel mehr darauf schäfts- Korrespondenz festgestellt, daß der Beuge mehrere Ultimo an, ob gegen den Angeklagten der Gesichtspuntt der Geschäfte gemacht, dann persönlich für ein Geschäft Stücksprache Begünstigung geltend gemacht werden folle. Staats genommen und dann brieflich aufgefordert worden ist den ver- anwalt: Im Rahmen dieses Verfahres zweifellos nicht! sprochenen Einschuß zu hinterlegen." Darauf ist dann die Neuroder Aktie hingegeben worden. 10 Uhr. Gerichts- Beitung. Prozeß Hugo Löwy. Landgerichts- Direttor Martius eröffnet die Sigung um Staatsanwalt Dr. Benedig überreicht das Berzeichniß von 14 Prozessen, welche gegen den Angeklagten geführt worden sind und außerdem 7 Protokolle über bei Löwy vor seiner Verhajtung vorgenommene ßfändungen. Zur Berhandlung fommt zunächst folgender Fall: Am 2. April v. J. sandte ein Kaufmann Piper an die Firma des Angeklagten eine Aktie der Neuroder Kunstanstalt über 1000 m. als Depot. Bereits am folgenden Tage hat der Angeklagte die Aktie lombardirt. Piper hat erst später die Geschäftsbedingungen des Angeklagten zugefandt erhalten, sich aber sofort energisch gegen Annahme folcher Bedingungen verwahrt. Der Zeuge bestätigt das Thatsächliche diefes Falles, nament lich, daß er das Papier als Depot gegeben, und bekundet noch, daß in der vom Angeklagten ausgestellten Quittung über den Empfang der Attie zuerst die Nummer derfelben nicht angegeben war, auf Wunsch des Zengen vielmehr erst in einer neuen Quittung nachgeholt wurde. # Boziale Leberlicht. An die Gewerkschaften Berlins! Hermann Faber, SO., Grünauerstr. 4, Hof 1 Tr. Au die Arbeiterschaft Berlins und Imgegend! Wenn wir jetzt, Eingang des Winters, an Euch herantreten mit dem Ersuchen, uns, wie bisher, in unserm schweren Kampje unterstüben, so wollen wir nicht unterlassen, einige flärende Worte beizufügen. zu Der Angeklagte verwahrt sich niit großer Lebhaftigkeit gegen Wir wissen, daß die feinerzeit zwecks Stärkung unserer Drden etwa auftauchenden Gedanken, als ob er sich in Waldenburg ganisation zur Einführung gebrachte Mitgliedskarte( ErkennungsDer nächste Fnll betrifft eine Schuhmann frau 2ehmann. verborgen gehalten hätte und erst zurückgekehrt wäre, nachdem er zeichen) von mancher Seite für ein unberechtigtes Zwangs angesehen wird, aber das nur, weil es ant Dieselbe hat auf eine Megitaner- Attie über 20 Pfd. Sterl. ein erfahren, daß nichts gegen ihn vorliege. Thatsächlich habe er mittel" Darlehn über 200 m. in der Filiale Belle- Alliance- Platz erhalten. verschiedene Reisen im Juteresse der Transferirung des Berg- fangs fälschlicher Weise mit der politischen Ueberzeugung Sie behauptet, daß sie geglaubt habe, die Originalpapiere gegen werts gethan. Er habe, als er zurüdgekehrt sei, sehr in Verbindung gebracht wurde. Rückgabe, des Geldes zurück zu erhalten, hat aber, wie Rechts- balb den Kriminalfommiffarius Wolff aufgesucht und nach Es wird durchaus nicht behauptet und garantirt, daß jeder Anwalt Dr. Gotthelf feststellen läßt, bei beiden Dahrlehnsgeschäften seiner Meinung nicht zu vertuschen gehabt. über Inhaber unserer Mitgliedstarte ein volltommen überzeugter die Geschäftsbedingungen unterschrieben, wonach Löwy berechtigt ihn verhängte Berhaftung sei sein und auch der Gläubiger Sozialdemokrat sein müsse, wiewohl er durch unser Fachorgan war, das Papier anderweitig au lombardiren und sie nur event. Unglück gewesen. Er bleibe dabei, daß unter der For Der Gastwirthsgehilfe" durch Vorträge in unseren Versamm Die g Vermischtes. fungen u. f. w. bazu erzogen wird; sondern der Verein Berliner seitens der Kommission der Brauer unternommenen Schritte f Gastwirthsgehilfen hat sich neben den allgemeinen Zielen, die bisher erfolglos geblieben sind, erbat Preuß die Unterstützung der jebe auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehende Streit- Kontrollkommission. Der Ausschuß wurde beauftragt, die Au8,, besseren" Kreisen. Dem 23jährigen Töchterlein Gewerkschaft zu verfolgen hat, die besondere Aufgabe gestellt, Sache zu untersuchen und der nächsten Versammlung Bericht zu Mathilde des Professors Richter in Eisleben war das Unglück den unsere Berufsgenossen so tief torrumpirenden Trinkgeldbettel erstatten. Schneider( Knopfarbeiter) ersuchte um Unter- zugeftoßen, ihr un eheliches neugeborenes Kind fahrlässigerweise su beseitigen, des weiteren die unsere Kollegen bis aufs Blut flüßung in der bekannten Angelegenheit beim Fabritanten Rache, u tödten. Sie schaffte dann den Leichnam des Kindes heimlich aussaugenden Stellenwucherer, mit denen viele unserer Herren Röpenickerstraße. Die Angelegenheit Krüger( Buchdruckerei bei Seite. Als die That ruchbar wurde, entstand unter der BeArbeitgeber" pattiren, auszumerzen. Silfsarbeiter) wurde der Gewerkschaft überwiesen. Anwesend völkerung Eislebens ein förmlicher Aufstand. Man belagerte das waren 56 Delegirte. Haus und würde wahrscheinlich die ganze Familie gelyncht nicht die Polizei durch Verhaftung des wenn Das Trinkgeld zu beseitigen liegt ebensosehr im Interesse des Arbeiters und überhaupt des Publikums wie im Interesse der Kellner, die durch das Trinkgeld im höchsten Grade demoralisirt In einer vom sozialdemokratischen Agitations Klub haben, Mädchens ben Zorn der Eislebener abgelenkt hätte. werden. Es ist eine Steuer, die der Wirth dem Wirthshaus- für den Often Berlins einberufenen Versammlung für Frauen Das Mädchen wurde dieser Tage Tage wegen fahrlässiger besucher auferlegt, indem er seine Bediensteten auf die Mild- und Männer sprach Genosse Köster über: Die Astronomie, des Tödtung Kindes und wegen Beiseiteschaffung des thätigkeit der Gäste verweist. Wir kämpfen dagegen an, aber bei ihre Entwickelung und ihre Errungenschaften". Der Vortrag Leichnams des Kindes zu 4 Monaten Gefängniß und 1 Woche den zerfahrenen Zuständen, bei der bis ins Ungeheuerliche aus wurde von der gut besuchen Versammlung mit großem Beifall Leichnams des Kindes zu 4 Monaten Gefängniß und 1 Woche gedehnten Arbeitszeit in unserem Gewerbe ist es erklärlich, aufgenommen. An der Diskussion betheiligte sich Genosse Haft verurtheilt, welche Strafe durch die Untersuchungshaft verdaß der Indifferentismus, der Stumpffinn der Betheiligten ein other. Mit einem begeisternden Hoch auf die Sozialdemo- büßt ist. Die 21jährige Schwester der Verurtheilten hat 10 m. großer. fratie schloß die Versammlung, worauf ein geselliges Beisammen- Strafe zu zahlen, weil sie bei der Beiseiteschaffung des LeichWer aber nicht für uns ist, wer durch nichts zu belehren, fein folgte, wobei auch der Tanz nicht fehlte. Nächste Versamm- nams Beihilfe geleistet hat. Die Gerichtsverhandlung war ge heim. sondern den schamlofen Trinkgelbbettel verewigen will, der möge lung am Sonntag, den 2. Oftober im selben Lotal. durch Euch keine Unterstüßung finden, während auf der anderen Seite das Erkennungszeichen ebenso wenig eine stehende Inftitution bleiben, sondern uns nur über das Uebergangsfiadium hinweg helfen soll. Verein der Maschinisten und Heizer Berlins, Sonntag, ben 2. Oftober, Nachmittags 5 Uhr, Schulthets' Brauerei- Ausschant, Neue Jakobstr. 24/25, Berfammlung, Bortrag des Ingenieur Mittag. Verein ehemaliger Schüler der 4. Gemeindeschule", Sonntag, den 2. Oftober cr., Ball in Schmiedel's Festfälen, Alte Jakobstraße 32. Anfang 7 ubr. Freier Diohutirverein", Sonntag, den 2. Oktober, Nachmittags 4 Uhr, bet Leopold, Martgrafenftr. 88, Sigung: Vortrag des Mitgliedes Saupi über: Todesstrafe." von 3. E. Liebers. In dem Maße, als wir den Arbeitsnachweis in unfere Hände bekommen, sind wir auch in der Lage, die Arbeitsbedingungen für uns günstiger zu gestalten und gerechte Bezahlung zu fordern. Unterstützen könnt Ihr uns dadurch, daß Ihr beim Miethen von Sälen zu Festlichkeiten die Bedingung 2. Oftober, Abends& Uhr, in der Berliner Bockbraueret, Tempelhofer Berg, Oeffentliche Versammlung für Männer und Frauen, Sonntag, den stellt, daß der Wirth nicht durch den Kommissionär, bem unsere Tagesordnung: 1. Vortrag über: Broletarierkrankheit. Referent Dr. Bern Kollegen für jeden Arbeitstag noch 50 Pf. bis 1 M. zu zahlen fein mit Zans fait, veranstaltet vom Wahlverein des 2. Berliner Reichstagsstein. 2. Disfussion. Nach der Versammlung findet gemüthliches Beisammen haben, sondern durch den kostenlosen Arbeitsnachweis des Babltreises. Um zahlreichen Besuch bittet der Vorstand. Vereins Berliner Gastwirths- Gehilfen seine Hilfsmontas, ben 3. Dttober, Abends sy uhr, in Seife's Salon, Lichtenberger: Achtung, Textil- Arbeiter. Filiale Berlin. Große Versammlung fräfte sich zuweisen läßt, auch schon deshalb, weil damit die Ge- traße 21. Tagesordnung: 1. Bortrag des Genossen Theodor Glocke über: währ gegeben ist, daß dann der geforderte Lohntarif inne ge- Die Gewerkschaftsbewegung und ihre Ziele". 2. Diskussion über den Vortrag halten wird. Die feit dem 1: Oftober d. J. zur Ausgabe ge- und den vom Zentralvorstand und Ausschuß gestellten Antrag auf zoslösung langten Erkennungszeichen unserer Mitglieder sind blau, roth fut, saytreich 8u erscheinen. Gäfte haben Zutritt. Der Bevollmächtigte: durchstrichen. Verein Berliner Portiers und Berufsgenossen. Generalverfammlung Montag, den 8. b. M., Abends 9 Uhr, Markgrafenfir. 87 bei Weigt. Jahresbericht. Neuwahl des gesammten Borstandes. Ortsverein der Porzellan- und Glasmaler Berlin 2. Bersammlung am Montag, den 3. Oftober Abends 8 Uhr in Schultheiß' Brauerei- Ausschant, Neue Salobftr. 24/25. 1. Wahl der Delegirten zur Krantentasse. 2. Bortrag des Herrn 6. Hoffmann über ,, die Gewertschaftsbewegung." Arbeiter- Gefangverein Nord". Montag, den 3. Ottober, Abends 9 Uhr, bet Nikolay, Elisabethtirchstr. 14, Generalversammlung. Borstandswahl u, f. w. Erscheinen aller Mitglieder ist Pflicht. Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der Such, Papier- und Böttcher werden vor dem Zuzug nach Mülheim a. Rh. everwaaren- Industrie. Montag, ben 3. Ottober, bei Bols( Feuerstein), Alte Jakobstr. 75, Versammlung. Tagesordnung: 1. Bortrag des Genossen G. Kehler über Arbeiterschutz und fapitalistische Begehrlichkeit. 2. Wahl der In Mitterteich haben am 27. September die Porzellan- pitstaffirer. 3. Abrechnung der Liquidationstommiffion der Freien Bermaler der Firma Meusel die Arbeit niedergelegt. Um Fern- einigung und des Arbeiterinnenvereins. haltung des Zuzugs wird gebeten. Der Vertrauensmann der organisirten Berliner Kellnerschaft. Hugo Pötzsch, Waldemarstr. 39. In Hamburg wurden am 26. September sämmtliche Glas fchleifer der Firma Herwig plöglich entlassen. Zuzug ist streng fernzuhalten. gewarnt. Die Firma Ferdinand Bendig Söhne, HolzbearbeitungsFabrit, Andreasstr. 32, sendet uns zu der in Nr. 228 des Vorwärts" unter„ Sozialer Uebersicht" veröffentlichten Mittheilung, wonach fämmtliche Tischler jener Firma wegen Verweigerung der Sonntagsarbeit entlassen wurden, eine Berichtigung folgenden Juhalts: 1. Es handelte sich nicht um unsere sämmtlichen Arbeiter, fondern um etwa 24 Mann, welche auf einem Bau in der Leipzigerstraße beschäftigt waren. 2. Die Leute sind am Sonnabend von dem Chef unseres Berliner Hauses felbft befragt worden, ob sie am Sonntag von 7-10 Uhr Vormittags bei höherem Lohnfaye arbeiten wollten, und erst nach deren Zustimmung ist die Arbeitszeit zwischen 7 bis 10 Uhr angeordnet worden. Abends s mann. Depescrent. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Pest, 1. Oktober. Das ungarische Staatsbudget für 1893 Vorjahr 7 706 199 mehr), Uebergangs- Ausgaben 85 083 348 weist auf: Ordentliche Ausgaben 378 005 231 Gulden( gegen das ( 77 792 620 mehr), Investitionen 15 248 994( 1976 966 mehr), außerordentliche gemeinsame Ausgaben 6 928 023 ( 280 900 mehr), zusammen 485 265,596( 87 756 685 mehr), Ordentliche Ginahmen 402 278 985 Gulden( gegen das Vorjahr 10,554 804 mehr), Uebergangseinnahmen 83 000-658 ( 77 201 203 mehr). Es verbleibt somit ein leberschuß von 14 047 Gulden d. 5. 678 Gulden weniger als im Vorjahr. Die Bilanz des Ordinariums schließt hiernach in den Ausgaben mit 378 005 231 Gulden, in den Einnahmen mit 402.278 985 Gulden ab. Der Ueberschuß beträgt 24 273 754 Gulden. Paris, 1. Oftober. Der Graf von Paris richtete an den Grafen d'Haufsonville ein Schreiben, in welchem er den letzteren zu seiner Rede in Montauban beglückwünscht und erklärt, daß das monarchische Prinzip allein im Stande sei, unter Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und der Freiheit der Arbeit die sozialen Probleme unparteiisch zu prüfen und gerecht zu lösen. Alle seit einem Jahrhundert begangenen Fehler seien darauf zurückzuführen, daß die Traditionen vergessen seien. Die Erhaltung der Traditionen sei für die Macht und das Gedeihen Er schließe einer großen europäischen Nation nothwendig. sich der denkwürdigen Feier zum Gedächtniß des Tages von Valmy an, welcher für seine Familie ein werthvoller Gedenktag sei. Verein zur Wahrung der Intereffen der Schuhmacher, Montag, den 3. d. M., Berjammlung, bei Bolz( Feuerstein). Freie Kranken- und Begräbnißkasse der Schuhmacher und Berufeaenoffen Berlins( G. S. 27.) Montag, den 10. Ottober, GeneralversammLondon, 1. Oftober. Der Staatsfettretär des Auswärtigen, lung, bei Herrn Bols, Alte Jatobftr. 75. Stehe Inserat von Sonnabend. Earl Rosebery, hat der britischen Ostafrika- Gesellschaft ein Arbeiter- Bildungschule. Sonntag Vormittag 10-12 Uhr: SüdSchule, bagelsbergerſtr. 48: Unterricht in: Rechnen( unt.); D It-& ch ute, Schreiben zugehen lassen, in welchem er sich mit der Räumung Martusftr. 31: Unterricht in Buchführung und oberes Rechnen. Arminhallen, von Uganda im Prinzip einverstanden erklärt, indeß der GeKommandantenstr. 20: Unterricht in der Nationalötonomie. Montag, fahren, welche die unverzügliche Räumung jenes Gebietes, die 10% Uhr: Süd Schule, Hagelsbergerstr. 43, Unterricht in auf den 31. Dezember d. I. festgesetzt sei, mit sich bringe, der Physiologie. Süd- Ostschule, Reichenbergerftr. 138: Unterricht in Buch führung und oberes Rechnen. Dit schule, Martusstr. 31: Deutsch( aberes) Gesellschaft eine staatliche Beihilfe gewähren werde, um ihr logit. Nord- Schule, Müllerstraße 179a: Rechnen( unt.); Deutsch( oberes). zu ermöglichen, bis zum 31. März n. I. in Uganda zu. In alle Lehrfächern, mit Ausnahme der Buchführung können noch bleiben und um die Räumung des Landes zu erleichtern. Die Schüler und Schülerinnen, auch jest im Laufe des Semesters, eintreten. Sozialdemokratische Lese- und Diskutiek tube. Sonntags. Mar Regierung übernehme keinerlei Verantwortlichkeit und betone, aufer, Nachmittags& the, Schneetoppe, Rostisstr. 29. daß die bewilligte Subvention nur die Näumung Ugandas erArbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag von leichtern solle. 2-4 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Gefangverein ber Glas arbeiter zu Stratau„ Borwärts 7" Rummelsburg, bet Borg( Depeschen des Bureau Herold.) Arbeiter- Sängerband Berlins and Imgegend. Montag, Abends Karlsruhe, 1. Oft. Liebknecht hat hier gestern Abend vor 3. Der Chef des Berliner Hauses machte erst von seinem suhe: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Norddeutsche ca. 2000 Zuhörern einen Vortrag über den Staatssozialismus Rechte, die Leute sofort entlaffen zu können, Gebrauch, nachdem Schleife, Maunguje. 86 bet Zubeil.- Siederlust, Fichteftr. 29 bei strösche. und die Anarchie gehalten; es fand keine Debatte statt. Der die Arbeiter versucht hatten, ihre Macht Liedertafel der Maler und verw. Berufsgen. Annenstraße 14 zeigen Moabiter Siedertafel, Arminiushallen. Redner erklärte einem Karlsruher Redakteur, die französischen wollen, indem sie ihn in dem Glauben ließen, daß fie Sonntag Sarmonie 3 Landsbergerstraße Nr. 31 bei Muſehold. bei Ehrenberg. Tonblüthe, Preßmeldungen über polizeiliche Belästigungen feiner Person feien arbeiteten, aber, durch zwei Arbeiter aufgehetzt, ohne ein Wort zu Wörligerfir. 58 bei Zoltsdorf.- BIütbe, Prenzlauer- Allee 28 bei Riebel. chauvinistischen Ursprungs, es feien ihm nirgends Unannehmlichfagen, sämmtlich der Arbeit fern blieben. Sängerdor der Chirurgischen Branche, Alte SchönhauserMr. 42 bet Reimann. Sängergruß, teiten widerfahren. Friedrichshagen bei Blant. Froh Hoffnung der Zimmerer Berlin West. let ch beit. Pappel- Allee 3-4 bet Strufe. yra 2 Charlotten Charlottenburger- Ufer Sängerhain, RetchenKrüger. Frohe Hoffnung( der Simmerer Berlin West), Sulmstr. 36 bet Stockholm, 1. Oft. Der Chef der Nebelfors Goldgruben, Raumann. Wyrthenblätter, Belforterstraße 15, bet Schneider. Stuttgarter Buchdrucker, welche durch Streifbruch Ber- Felsenburg, Koppenstraße 43c.- Brüderschaft( Hausdiener), Stall die einem Hamburger Konfortium gehören, hat den Betrieb einrath an ihren Arbeitsgenossen begingen, wollen ein Preßorgan reiberstraße 23, zum Eichenen Stab.- Süd- Ost 2, Naunynstr. 43 bei geschränkt und 75 Arbeiter entlassen; man befürchtet dort, daß Frih Fröhlich. Gangesblüthen, Koppenstraße 35, bet teller. die Gruben ganz niedergelegt werden möchten, wodurch eine für die Nicht- Verbandsmitglieder gründen. Wenn dieje Streitarbeiter Gefangverein Freiheit 2, Adlershof, bei Albrecht.- Gesangbrecher- Gesellschaft fonsequent wäre, dann würde sie irgend ein verein steder zweig, Sermsdorf, bei Gastwirth Sievert in Weidmannsluft. große Arbeiterschaar brotlos werden würde. Gefangverein Berliner Bildhauer, Ornament." Beughofftr. s. Stockholm, 1. Oktober. Zur ersten Kammer haben jetzt Blatt der Buchbruckereibesiger zum Amtsblatt füren. Amüsant Sund der geselligen Arbeitervereine Serlins und Umgegend. 21 Neuwahlen stattgefunden und ist heute nur noch eine Wahl ist es, daß sich diese Leute gleichfalls den Titel„ unabhängig" aus( ate Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, find zu von den hiesigen Stadtbevollmächtigten vorzunehmen. Von den legen. Er ziect sie wie die Andern", richten an Mar Genz, Berlin N. Belforterjir. 26, 12r.) en Gewählten sind 17 Schutzöllner( zwei davon nennen sich Theaterverein Borussia bet Odert, geugyofstraße s. Theaterverein Barzantria" bei Hartmann, Danziger- und Hagenauerstraßen- Ecke. Moderate") und 4 Freihändler. Die letteren gewannen drei Theater- und Vergnügungsverein" Elmenhors" bet strüger, Dresdener neue Pläge, verloren dagegen aber fünf an die Schutzöllner, so straße 105. Theater- Berein aiglöd chen", Englischer Hof, Neue Roßstraße 3. daß diese bei den jezigen Wahlen zwei Mandate erobert haben. Zurnverein Fichte", Bichtenberg, Schölzel's Seeschlößchen. Die offiziöse Nya Dagl. Allenanda" erklärt auf gegebene BerTambourvereint u f" bet Sperling, Infelsir. 1. anlassung, daß die Regierung die Ablehnung der Vertheidigungsvorlage seitens des außerordentlichen Reichstages nicht zu einer Kabinetsfrage zu machen brauche, daß aber nur durch die Lösung der Vertheidigungsfrage der Möglichkeit der Auflösung des Reichstages vorgebeugt werden könne. 4. Wir bemerken, daß es bei uns nicht Usus ist, Sonntags zu arbeiten und daß es während unserer ganzen Pragis hierselbst ftraße taum vorgekommen ist, daß wir Sonntags resp. Feiertags ar bergerstr. 24 bet paybold.- Zie de sfreiheit II, Strausberg, im teftaurant beiten ließen." " Versammlungen. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Montag: Theaterverein Soutien städtischer Sumor, Manteuffelstr. 9 bet Schröder. Rauchklub Blaue Quaste, bei Mücke, Wöhlertstr. 2. tauchtiub Frisch auf bei Schulze, Fürstenwalderstr. 12. BergnügungsVerein alpenvet ichen, Straußbergecftr. 3 bei Dirts. gefellschaft 23 albatta, jeben Sonntag Nachmittag 5 Uhr Restaurant Gefang, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Privat- TheaterBautenbach, Cuvrystraße 77. Privat- Theatergesellschaft Preciosa jeben Sonntag 4 Uhr bet Foge, Röpeniderfir..91. verein Sarletin, heute Nachmittag 5 Uhr bet Bade, Zenghofstraße 8. Theater verein Concordia Zeughofftraße 8 bei Koch. Vergnügungsverein Nord, Nachmittags 5 Uhr Fennstr. 5 bei Krüger. 6 Theater und BergnügungsLiterarisches. " Nürnberg, 1. Oktober. Am 23. Oftober findet hier eine Versammlung zwecks Gründung eines bayrischen Vereins zur Herstellung von Schifffahrtskanälen statt. " Wien, 1. Oftober. Vier in Triest geborene Studirende der Universitäten Turin, Padua und Pisa wurden nach erfolgter Haussuchung wegen des jüngsten Betardenattentats dem Strafgericht übergeben: ein Verhafteter gehört der Landwehr an. 20ien, 1. Oktober. Der Kriegsminister verlangt zur Anschaffung von Manlicher Gewehren 2 Millionen( Gulden, für rauchloses Pulver 2/2 Millionen Gulden und für Verstärkung der galizifchen Festungen 1 Million Gulden. Rom, 1. Oftober. Infolge des starten Münzmangels ist die Banknoten- Eimwechselung schwierig geworden; die Banknoten fielen 4 pCt. unter Nominalwerth. Athen, 1. Oktober. Die Regierung entfendet Mr. Low nach London, um über die griechischen Finanzen zu berichten, nach dem Vorbilde der egyptischen Finanzberichte Wilson's. Briefkaffen der Redaktion. Berliner Streik Kontrollkommission. In der öffent lichen Versammlung der Delegirten am 30. September stand die Frage zur Verhandlung: Wie weit ist die Berliner Arbeiterschaft mit den Vorbereitungen zur Gewerbegerichtswahl?" Wie konstatirt wurde, haben die zur Gruppe 2, 3, 5, 6 und 7 gehörigen Berufe die Vorwahlen vollzogen, in den Gruppen 1, 4, 8 und 9 sind noch einige Berufe rückständig. Diese Rückständigkeit wurde verschiedenseitig scharf getadelt, auch nochmals darauf hingewiefen, Bergnügungsverein Germania, alle 14 Tage Versammlung Liniendaß die Gruppenversammlungen berechtigt sind, für Berufe, die ftraße 150. Tambour- und Vergnügungsverein Gut Seit, alle 14 Tage bei Seyffert, entweder nicht wählen wollen oder können, Kandidaten aufzu Drantenstr. 121. Bon 4 Uhr an. stellen. Mit der Einberufung der Gruppenversammlungen foll Gefang- Turn- und gesellige Vereine. Montag. Gefelliger Berein schleunigst vorgegangen weeden. Auch wurde es den Gewerk- 3 wiebeljife, Rirdorf, Abends% 9 Uhr in Barta's Lofal, Berlinertraße 120.- Bergnügungsverein Freundestreue, jebeit Montag bei schaften zur Pflicht gemacht, für zahlreichsten Besuch dieser Ber- möring, Admiralfir. 18c.- Gefelltger Klub Na mentos, jeden Montag bei fammlungen Sorge zu tragen. Des weiteren hatten sich die Abraham, Straßburgerstr. 5. Delegirten darüber schlüffig zu werden, auf welche Weise die Vergnügungsverein Gulalta" bei Herrn Reggentin, Barnimftr. 4-5. nicht unbedeutenden Rosten der Gewerbegerichts- Wahlen aufzuigung br. Pfeifentlub Felfen feft, abends 9 Uhr, Königsbergerstr. 20 bei Schabrodt. bringen sind. Allgemein wurde anerkannt, daß fämmtliche Ge Rauchtiub Brüderlich feit, Abends 9-11 Uhr bei Willi Schmidt Nauchttub Weiße Wolfe, Abends von 9-11 Uhr, wertschaften, welche Kandidaten aufstellen, auch die Pflicht haben, Brangelstr. 141. Bernauerstr. 14. Rauchtlub( otra, Abends 9 Uhr bei Lehmann zu den Kosten beizutragen. Von den meisten Rednern wurde der Friedrichsfelderstr. 27. Standpunkt vertreten, daß jede Gewerkschaft, doch nicht die gewerkschaftliche Bereinigung, der Einfachheit wegen eine beliebige Summe für diese Zwecke auswerfen möge. Andererseits wurde aber der Listensammlung durch die Streit- Kontrollkommission, um die beschlossene Einheitlichkeit im Sammelwesen zu wahren, das Wort geredet. Mit 38 gegen 16 Stimmen beschloß man endlich, Die Nera Tramm- Grote. Beleuchtet an der Hand des die Delegirten feien verpflichtet, in ihren Gewerkschaften dafür zu Prozesses gegen Direktor Dr. Schnutz von H. Leuß, Hannover, forgen, daß jede Gewerkschaft eine beliebige Summe der Streit Selbstverlag des Verfassers 1892. Kontrollkommiffion zur Deckung der Unkosten der Gewerbe- Die Gemüthlichkeit" der Bourgeois- Verwaltung hat zur gerichts- Wahlen überweist. Diese Summen sind dem Genoffen Rehrseite die Broßenhaftigkeit. Steht ein Angestellter unter dem Millarg baldmöglichst unter Angabe der Zweckbestimmung zu Schuße des Klüngels", dann ist er geborgen, dann läßt man übermitteln. Seitens des Bureaus der s. 3. in der Berliner auch gerade sein, die Ehrenhaftigkeit" und" Respektabilität" Ressource stattgehabten öffentlichen Versammlung aller im der wohlweisen Herren deckt alles. Wehe aber, wenn er ihre fich an P. Müller, Brandenburg a. H., Bahnhofstr. 4. Handelsgewerbe Angestellter waren die gegen den Verein Ber- Gunst verscherzt, dann wird jebe vertrauliche Aeußerung am Bierfiner Hausdiener gerichteten, im Vorwärts" schon veröffent- tisch, jebe Heimlichkeit des Privatlebens zu einem Neße gemoben, lichten Resolutionen eingelaufen, welche vom Obmann des ge- dann wird hinter seinem Rücken intriguirt, seine Untergebenen schäftsführenden Ausschusses, Genossen Faber, zur Kenntniß der werden ausgeforscht und zu Denunziationen aufgeftachelt, und die Versammlung gebracht wurden.( Siehe Nr. 226 des Vorwärts".)" Gemüthlichfeit" der Bourgeoisverwaltung besteht dann nur Genosse Grauer erbat die Unterstügung in diefer Angelegen- darin, daß sie sich selbst über die gewöhnlichsten Auftandspflichten Für die Arbeiter- Bildungsschule empfangen von den heit. Die Versammlung nahm Kenntniß davon, daß der Verein hinwegseht. Wir können nicht die Einzelheiten der genannten Drechslern und Berufsgenossen Berlin A durch Herrn Rauch Mark, von Berliner Hausbiener seine Feste in gesperrten Lokalen abgehalten Schrift auf ihre Richtigkeit prüfen, aber im ganzen bestätigt sie 5,00 einer Geburtstagsfeier durch Herrn den Besuchern des hat bezw. abhält. Die Streif- Kontrollkommission hat sich früher die hier ausgesprochene Erfahrung. Herr Dr. Schnuß war Di- Türke 4,00 Mart, gesammelt von bahin ausgesprochen, daß Arbeiter, welche ihre Vergnügungen in rektor des städtischen Lebensmittel- Untersuchungsamts in Hannover, Niefelfeldes Malchow 2,20 M., von der Expedition des„ Vorgesperrten Lokalen abhalten, als nicht auf dem Boden der mo- und die Schrift handelt von der Art und Weise des gegen den wärts" durch Bruns 1,30 M. bernen Arbeiterbewegung stehend zu betrachten sind. Genosse selben von der Stadtverwaltung, insbesondere dem Stadtdirektor Preuß( Brauer) brachte die Angelegenheit der Berliner Boc- Tramm und dem Senator Grote in Hannover eingeschlagenen Brauerei, betreffend die Arbeitsordnung und sechs gemaßregelte Verfahrens. Was in Hannover passirt, gehört auch anderwärts Brauergesellen am Bortrag. Da die in dieser Angelegenheit au den Alltäglichkeiten, B. W., Leipzig., Der Roman„ Die Waffen nieder!" von Bertha v. Suttner ist im Verlage von E. Pierson, Dresden, erschienen und kostet, 2 Bände broschirt, 6 M. F. G., Herne. Zu empfehlen ist" Le Sozialiste", Paris, Avenue d'Orleans 26. Dieses Blatt erscheint aber, wie es heißt, demnächst auch täglich. C. 2., 3. Die Adresse haben wir selbst nicht. Wenden Sie Emil Krause. Zu einer Berichtigung liegt unseres Grachtens gar kein Anlaß vor. Berichtigung. In der Politischen Uebersicht der gestrigen Nummer unter:" Deutsche Justiz" ties: Revision, nicht Berufung. H. Gumpel, Barnimfir. 42, Achtung! Maurer. Achtung! Mitgliederversammlung der Zahlstelle Berlin II Rein Feilschen tein Handeln, sondern streng feste sehr am Mittwoch, 5. Oktober, Abends 8 Uhr, Inselstr. 10. billige Breife Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal. 245/1 2. Mittheilung des Kollegen Schijo1sty, über seine Erlebnisse in Finnland( Rußland). 3. Verschiedenes. NB. Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen und find die Statistikbücher mitzubringen. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden auf- und Beiträge entgegengenommen, in der Versammlung sowohl wie in folgenden Lokalen jeden Sonnabend und Montag Abend von 8 bis 10 Uhr: Für W Bülowstr. 159 bei Werner. " S Mariendorferstr. 10 bei W. Grube, " SO Waldemarstr. 61 bei Hoffmann. " " SO Wienerstr. 1-6 bei Boll 0 Krautstr. 42 bei Henze. N Kastanien- Allee 35. Da in legter Zeit mehrfach der„ Grundstein" nicht pünktlich zugestellt worden ist, so bitte ich die Mitglieder dies nicht so genau nehmen zu wollen, weil die Verbreiter oftmals mit den Packeten nach der Polizei mußten, behufs Desinfektion gegen die Cholera, ich bitte aber jede unpünktliche Zustellung mir schriftlich oder mündlich mitzutheilen, damit Abhilfe geschaffen wird. Die örtliche Verwaltung. Achtung! J. A.: Wilh. Kerstan, Lübbenerstr. 2, v. 1 Tr. Achtung! Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Often Berlins. Grosse öffentliche Versammlung für Frauen und Männer am Sonntag, den 2. Oktober, Abends 6 Uhr, tu Schneider's Gesellschaftshaus, Proskauerstraße 37-38. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Fräulein Baader über:" Die Frau und der Sozialismus." 2. Diskussion. Entree 10 Pf. Nach der Versammlung geselliges Beisammensein und Tanz. 2913b Andreasstr. 21 Joël's Gesellschaftshaus Andreasstr. 21 Sonnabend, den 8. Oktober: 4. Stiftungs- Fest des Gesangvereins ,, Männerchor Süd- Ost" Mitglied des A.-S.-B., unter Leitung seines Dirigenten Herrn Bombelke. Concert und Ball, unter gütiger Mitwirkung einiger Zitherspieler, sowie Auftreten des VoltsHumoristen Herrn Osang und der 9jährigen Ella Osang. Anfang 8 hr. W 28206 Billet 30 f. Genossen und Sangesbrüder von Nah und Fern ladet freundlichst ein Das Komitee. Ausserordentliche General- Versammlung der Delegirten der Orts- Krankenkasse der Weber und verwandter Gewerbe am Dienstag, den 11. Oktober, Abends 8 hr, im Lokale des Herrn Joël, Andreasstraße 21( oberer Saal). Zages Ordnung: 1. Wahl eines Vorstandsmitgliedes bis 31. Dezember 1892. 2. Statutenberathung. 3. Verschiedenes. Berlin, den 30. September 1892. 23276 A. Schuster, Vorsitzender. G. Weiss, Schriftführer. Anmerkung: Sollte vorstehende Tagesordnung nicht zu Ende kommen, so findet Dienstag, den 18. Ottober, eine weitere Bersammlung in demselben Lokale statt. Hilfsarbeiter u. Arbeiterinnen aller Branchen Berlins u. Umg. Große öffentliche Versammlung am Montag, den 3. Oktober, Abends 81%, Uhr, im Saale der Königsbank, Große Frankfurterstr. 117. Tagesordnung: 1. Vortrag über Gewerbegerichte. 2. Diskussion. 3. Wahl von 6 Kandidaten. 4. Verschiedenes.- Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung. 160/1 Kollegen, es ist Gure Pflicht in der Versammlung zahlreich zu erscheinen und nehmt den Ausruf von gestern in der 2. Beilage unter„ Soziale Ueberficht" in Augenschein und handelt danach. Die Agitationskommission. Tischler- Verein. Charlottenburg. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß bas Mitglied Hermann Büusow am Anläßlich der Annonce der verGeschäfts- Hauser NormalHemden 1 M NormalHofen 1 M. Baer Sohn BERLIN. 24a. Chausseestrasse 24a. 8. Brückenstrasse 8. 16. Grosse Frankfurterstrasse 16. Eröffnung der Winter- Saison. Als Beispiele unserer Leistungsfähigkeit dienen: 20 Herren- Winter- Paletots 36 " Touble gefüttert 10 M.| Altväter. Ratené 80 M. Hochf. Montagnac 45 M. Feiner Estimo Allerfeinst. Estimo 50 Estimo- Atlasfutt. 40 Estimo m.Persiana55, Herren- Winter- Mäntel Prima Double Estimo gefüttert 27 Kaiser- Mantel Raiser- Mantel Kaiser- Mantel # " " 12 M. Pelerinen- Ulster 25 Mt.Hohenzoll.- Mant. 32 M. 18 Pelerinen- Ulster 30 " 25 " " " " " Hohenzoll.- Mant. 45 " " Belerinen- Ulster 36 Hohenzoll.- Mant. 50 Herren- Anzüge " " " 1 Dunkel 3wirn 10 M.| Cheviot zweireih. 22 M.| Bemust. Kammg. 27 M. Gezwirnt. Bukstin 14 HaltbarerCheviot 30, Prima Rammg. 36 Prima Butstin 25 Prima Cheviot 36 Bester Kammgarn 42 Knaben- Anzüge u. Paletots Knaben- Baletots 5 M. Jüngl.- Paletots 8 M.| Knaben- Anzüge 2,90 M. Knaben- Baletots 7 Jüngl. Paletots 12 Knaben- Anzüge 8, Knaben- Baletots 9 Jüngl.- Paletots 21" Jüngl- Anzüge 10,-" Herren- Beinkleider " " " " " " Geftreift Zwirn 2,75 M.| Mod. Kammg. 6,50 M.| Engl. Sederhose 2,35 M. Feines Kammg. 10,- Engl. Lederhose 4,50 Bestes Kammg. 14, Engl. Lederhose 6,75, Arbeiter- Bekleidung " " n " 2,75 97. Gestreift Velour 4,25 Gestreift Velour 6,50 Engl.Leder- Jaquets 5,75| Maschinisten- Hosen 1,80 Maler- Kittel Engl. Leder- Westen 2,50 Majchinisten- Jacken 1,90 Arbeits- Hemden 0,95 1,50 Schloffer- Blousen 1,-Drillich- Hosen 1,30 Tadellose Maass- Anfertigung Zeug- Westen " Hosen nach Maaß 12 M.| Anzüge n. Maaß 36 M.| Anzüge n. Maaß 45 M. Herren- u. KnabenBekleidung Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuth- Strasse No. 2. Soeben erschien in unserem Verlage: Das Vereins- und Versammlungsrecht in Deutschland. In ausführlichen Erläuterungen zum Preußischen Vereins. gesen vom 11. März 1850 und einer Uebersicht des Ver eins- und Versammlungsrechts nach den reichsgesehlichen und landesrechtlichen Vorschriften. Mit einem Anhange, enthaltend: eine Zusammenstellung des Tertes der in den einzelnen Bundesstaaten bestehenden Bestimmungen über Vereins- und Ber sammlungsrecht, und alphabetischem Sachregister. VIII. und 210 Seiten 8°. 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Gewissenhafter Rath fenden. in allen Angelegenheiten. Unbemittelten 29. September im Alter von 53 Jahren einigten Berliner Spediteure bringestorben ist. Die Beerdigung findet Milchgeschäft gen wir den Parteigenossen in Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, vom Erinnerung, daß der Genosse G. Das Waarenlager der Tuchhändler kann ein Genosse billig kaufen Man Trauerhause, Cuvrystr. 34, nach dem Beyer, Ebniftr. 7, alleiniger G. Blankenstein'schen Konkurs steinstraße 10. St. Emmaus- Kirchhofe statt. Parteispediteur für Charlotten- maffe, bestehend in Kammgarn, 381/1 Der Vorstand. burg ist und ersuchen die Partei- Cheviots, Buckskin. und Baletot. genoffen, Beitungen, Brochüren, stoffen, soll von Montag, den 3. OttoBücher u. s. w. nur durch den- ber, Morgens von 9 bis Nach340/1 mittags 5 thr, werftäglich zu billigen felben zu beziehen. Schäfer, 1. Bertrauensmann. straße 33 ausverkauft werden.[ 23056 Stieffenhofer, 2. Vertrauensmann. Danksagung. Hiermit sage ich allen Gesinnungsgenossen, Freunden und Bekannten, sowie dem Gesangverein Freya" für die rege Theilnahme bei der Beerdigung meines unvergeßlichen Bräutigams, des Buchbinders May Eichhorn, meinen herzlichsten Dant. 2300b Seine Braut Nuna Panten neben Eltern. Für die herzliche Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes fage allen Freunden, Kollegen und Verwandten meinen tiefgefühltesten Dant. 2329b Wittwe Liedtke nebst Kindern. Verband der in Holzbearbeitungsfabriken und auf Holzplätzen befchäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands Ortsverwaltung Berlin I. Mitglieder- Versammlung am Montag, den 3. Oktober, Abends 82 Uhr, bei Säger, Grüner Weg 29. 2310b Genossenschaftsbrot- Bert. Stiefler's Charlotte burg, den 28, Sept. 1892. Preisen im Geschäftslotal Stralaner. unentgeltlich. Auch Sonntag.[ 2286 Milchgeschäft Goltstr. 4. Geschäf 8- Eröffnung. Allen Freunden und Bekannten, namentlich meinen früheren Kollegen, fowie meiner werthen Nachbarschaft in Rixdorf hiermit zur Nachricht, daß ich tie Resta iration Faltstr. 4, Ecke Prinz Handzerystraße, von der Frau we. Scholz vom 1. Oftober ab über nommen habe. Es wird mein auf richtigstes Bestreben sein, für gute Speisen und Getränke Sorge zu tragen. Insbesondere mache ich auf meinen Garten, sowie 2 Kegelbahnen und franz. Billard aufmerksam und bitte um geneigten Zuspruch. Hochachtungsvoll Goedel, Konkursverwalter. Freunden und Genossen hiermit zur Kenntniß, daß ich meine Zeitungs: spedition nach Göbeuftr. 13 verlegt habe. Daselbst habe ich ein Lesezimmer eröffnet, verbunden mit Verkauf von Schreibmaterialien. Liefere sämmtliche Zeitungen, Beitschriften, Journale, Vorwärts, Tribüne, Wahrer Jakob, sowie sämmtliche sozialdemokratische Schriften.[ 23296]. Henzka. Zum bevorstehenden Quartalswechsel empfehle meine Zeitungsspedition. 3033L E. frdl.Schlafft. 3. verm. b.Hildebrandt, Auguststr. 38, Querg. 3 Tr. 2312b Schlafstelle, sauber, sogleich z. verm. Luisenstr. 28, Nähe d. Linden. 23116 Bessere Schlafft. f. H. Stalizerstr. 146, v. 2 Tr., bei Krüger. 2301b Sep. frol. Schlafft. Dranienstr. 187, 2231b Seitenfl. 3 Tr. 1. Arbeitsmarkt. Lehrling Max Kirsch, Ritterstr. 107, Ecke Prinzenstr. verlangt sofort In der Pfandleihe Gerichtsir. 32 I, am Nettelbedplay, werden täglich die verfallenen Sachen Friz Barth, Stellvertretender Rassenrendant des Vereins Berliner Droschkentutscher. Schwarzplatter Sprachmeister, Tagesordnung: 1. Abrechnung vom Droffeln 3 M., Wachteln, Lerchen, unter Tage verkauft. 3. Quartal. 2. Bericht der Rechts- Staare 1,50 M. Stiealize. Bluthänf fchuh- und Arbeitsnachweis- Kommission. linge, Buchfinken 1,25 M., Zeisige, Empfehle allen Rauchern meine 3038L G. Superczynski, Zahnkünstler, Invalidenstr. 105, 11. Bergolder, tüchtige Farbigmacher für Blainleisten verl. Ruthenberg, Friedenstraße 10. 2314b Blätterinnen a. Steh- u. Umlegetragen in und außer dem Hause gef. M. Treppe, 3. Vorstandswahl. 4. Wahl der Rechts- Kreuzschnabel, Rothlete, alben- Cigarren eigener Fabrit, Lothringerstr. 16, Querg. IV. 23086 schutz- und Arbeitsnachweis- Kommission, fazen 2,50 Wt. Schnelle, 6. Gewerkschaftliches. 6. Fragetasten. straße 7. Mitgliedsbuch legitimirt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. zahlreiches Erscheinen bittet 173/1 23220 Um Mein Holz, Kohlen, Obst, Ge müsegeschäft, Drehrolle verkaufe abTabak und Cigaretten.[ 2284b Julius Ulbrich, Staligerstr. 41. Tapezierarbeiten werden aufgear46/1 2307b Als Schildermaler empfiehlt sich P. Schön, Reichenbergerstr. 162.[ 3053L Genossenschaftsbrot, Backwaare und Milch fendet in's Haus 2316b Haune, Gneisenauftr. 83. Für Leitspindeldreher etc. beginnt am 11. Oktober ein neuer Kursus zum Ausrechnen der Räder für alle vorkommenden Gewinde, mit erforder lichem Borunterricht im Rechnen. Herm. Nack, Techniker u. Werkmstr., SO., Mariannenstr. 32, 3 r. KRONEN 1000 GARN YARDS Bestes Nähgarn! 29161 Ginsegnungs- Anzüge Marmorschleiser verlangt Kleine Hamburgerstr. 20, Einpacker erhalten Arbeit reifehalber sehr bill. fof. Auguftstr. 84 beitet Georgenkirchstr. 24a, v. 3 Tr. 1. S. Joers& Sohn, Stalizerstr. 28. verlauf. Reisner, Friedrichstr. 244. 23176 billigst zu beziehen v. 8 M., auch Einzels Berantwortlicher Redakteur: August Euders in Berlin Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Der Vorstand. 10 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 231. Von der Cholera. Sonntag, den 2. Oktober 1892. Vereinzelte Erkrankungen: Regierungsbezirk Stettin: in der Städten idbichon, Kreis Greifenhagen, und Pöliz, Kreis Rand, 1 Gr Regierungsbezirk Lüneburg: in 1 Drt des Kreises Harburg Land 1 Todesfall. frantung. frantung. V Behuss einer wirksamen feuchenpolizeilichen Ueberwachung des Schifffahrtsverkehrs auf dem Rhein von der niederländischen Grenze ab aufwärts sowie auf den mit dem Rhein in Ver bindung stehenden Fluß- und Kanalwegen hat der Reich 3 tanzler gemäß Artikel 4 der Reichsverfassung in der Person Stadt Berlin: 1 Erkrankung am 28. September, von des föniglich preußischen Landraths Gescher einen„ Neich 3- Hamburg eingeschleppt. tommissar für die Gesundheitspflege im StromMecklenburg Schwerin: in der Stadt Rostod 1 Ergebiete des Rheines" mit dem Size in Koblenz berufen. Dem Reichskommissar ist das erforderliche ärztliche Personal zur Erkrankungen und 17 Todesfälle gemeldet; davon entfallen auf Hamburg, 1. Oftober. Amtlich werden 47 Cholera Verfügung gestellt. Er ist angewiesen, unverweilt mit den Behörden derjenigen Bezirke, welche durch seine Amtsthätigkeit be- gestern 30 Erfrankungen und 7 Todesfälle. Die Transporte be rührt werden, in Verbindung zu treten. Ueber die Einrichtung trugen gestern 57 Kranke und 7 Leichen. Aus Altona werden des Dienstes und über die Vertheilung des zur sachverständigen amtlich 6 Erkrankungen und 4 Todesfälle gemeldet. Nach amtlicher Mittheilung sind in Hamburg bis zum Beaufsichtigung der Gesundheitsverhältnisse auf den vorbezeichneten 29. September 17 514 Erkrankungen und 7510 ZodesSchifffahrtsstraßen berufenen ärztlichen Personals wird der fälle an Cholera gezählt worden. Reichskommissar das Erforderliche bekannt machen. Stettin, 1. Oftober. Laut amtlicher Meldung ist am Dem Raiserlichen Gesundheitsamt vom 30. Sep- 29. September eine Arbeiterfrau gestorben und am 26. September tember bis 1. Oftober, Mittags, gemeldete Choleraein Arbeiter ertranft. Erkrankungs- und Todesfälle: Die erst jetzt beendete bakteriologische Untersuchung hat astatische Cholera ergeben. Pest, 1. Oktober. Im Laufe der vergangenen Nacht und des heutigen Vormittages find sechs unter choleraverdächtigen 27./9. 28./9. 29./9. 30./9. Erscheinungen erkrankte Personen in das Barackenhospital eingeliefert worden. Staat und Drt. Bezirk. Datum: erfrankt gestorben erfranft gestorben erkrankt gestorben erkrankt gestorben Kratau, 30. September. Von gestern auf heute sind zwei choleraverdächtige Erfrankungen vorgekommen; in benachbarten Dorfe Debniti ist ein siebenjähriger Knabe an der Cholera gestorben. Peft, 30. September. Gegenüber einigen hiesigen Blättern, 58 42 70 25 33 24 47 14 welche es als zweifellos hinstellen, daß die asiatische Cholera hier aufgetreten fei, wird in einer amtlichen Mittheilung festgestellt, daß der Charakter der asiatischen Cholera bei den legten Erfrankungen bisher keineswegs erwiesen ist. Hamburg. Preußen: Schleswig Altona. Stettin. Hamburg. 9 9 6 9 9 6 4 Stettin. Brüssel, 30. September. Jm Weichbilde von Brüssel sind 1 2 1 heute 7 Perfonen an Cholera ertranft und 3 gestorben. In Tervueren ist eine Cholera- Erkrankung vorgekommen. 9. Jahrg. Paris, 1. Oktober. Gestern sind in Paris 29 Choleras Erkrankungen und 12 Todesfälle, innerhalb der Bannmeile 6 Erkrankungen und 2 Todesfälle vorgekommen. Havre, 1. Oftober. Gestern erfrankten hier 4 Personen an der Cholera, eine ist gestorben. 3 Amsterdam, 30. September. Aus Rotterdam werden Cholera- Erkrankungen und 1 Todesfall, aus Maarsen 4 Er frantungen und 2 Todesfälle gemeldet. In Bleskensgraf find 2 Personen an der Cholera ertranft, in Zuid Beyerland nur eine, in Groningen und Kapelle sur Ysel ist je eine Person der Krantheit erlegen. Amsterdam, 1. Oktober. 2 Todesfälle an Cholera find in Gonda und Yslettein vorgekommen. Paris, 1. Oktober. Hier find gestern 55 Erkrankungen und 22 Todesfälle an Cholera gemeldet. aufgetreten und zwar in der schwersten Form; die Bevölkerung Calais, 1. Oktober. Die Cholera ist in der Umgegend. ist vollständig demoralisirt und lehnte sich gegen die Behörden auf, welche fämmtliche Brunnen durch Gendarmerie absperren laffen mußten, aber nicht genügend gutes Trinkwasser beschaffen konnten. Infolge des Wassermangels nahmen die Unruhen gestern eine sehr ernste Wendung. Die Aerzte sind wiederholt an gegriffen und mißhandelt worden. Die Gendarmerie schickte Ver stärkungen nach Arras, um die Ordnung dort wieder herzustellen. Southampton, 1. Ofteber. Der Personenverkehr nach den Vereinigten Staaten, welcher infolge der durch die Cholera bewirkten Maßnahmen der New- Yorter Sanitätsbehörden zeitweilig sich sehr verringert hatte, nimmt jest wieder den um diese Jahreszeit üblichen großen Umfang an. Einer Depesche aus Chartowo zufolge ist die Untersuchung über die jüngst in Jusowka( Gouvernement Jekaterinoslaw) aus Anlaß der Cholera stattgehabten Boltsunruhen, wobei die Gifenwerke des Engländers Hughes von der Voltsmenge beschädigt wurden, abgeschlossen. 180 Personen, die der Theilnahme an jenen Unruhen angeklagt sind, werden durch das Militärgericht in Jekaterinoslaw abgeurtheilt werden. Herren- u. Knaben- Garderobe, Arbeitssachen, Einsegnungs- Anzüge, Bestellungen nach Maaß, empfiehlt wie bekannt in reellster Ausführung und allerbilligsten Preisen J. BAER, Berlin N., Gesundbrunnen, Badstrasse 18, Edre der Stettinerstraße. Muster geschützt. Ich habe keine Filialen und Behe mit ähnlich lautenden Firmen in keinerlei Beziehung. Bitte daher genau anf Firma zu achten. Dolks- Seife W mit den Bildnissen bekannter Volksmänner. Preis: Stück 10 Pf., 6 Stück 50 Pf. 2974L Vortheilhafteste Seife für den Hausgebrauch. geschützt. Muster Für Wiederverkäufer d. d. 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