Ur. W. flboniwnentS'Bfdinaung«»: nonnemmtt■ Vre,? prSnumercmdo> «ert-rjShrl.&SO Sil., monatl 1,10 Sit, wöchentlich 28 Psg. frei in« HauZ. Ewzelne Rümmer 6 9fg.«onnlags. »umm« mit illustrierter EomUagZ. Scilagt.Di, Reue Seif 10 Psg. Post- Abonnement: 1,10 Marl pro Monat. Singekagen in die Post-ZeitungS. Preisliste. Unter«reuzban» für Deutschland und Oesterreich. Ungarn Wart, für das übrige lluöland I Marl pro Monat. 23. Jahrg. Bit Inlerfions-Gfblltjr betrögt für die lechSgespaltene Kolonel. geile oder deren Raum 10 Pfg.. ILr pvlitiiche und gewerlschaftliche Vereins. und«ersammlungs-Anteigen 2ö Psg. „llileine Unreigen", das erste(feit. gedruSlet Werl 10 Pig. jede» weitere Wort 5 Psg. Worte über IS Puchslabcn zühlen sür zwei Worte Jnierate für die nöchste Rununer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden Die Expedition ist an Wochen. tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- nnd Festlagen bis 8 Uhr vormittags geöftncl CrftoM ligNch auBir llloottgg Devlinev Volksblnkk. Zcntraiorqan der rozialdemokratifcbcii Partei Deutfcblands. relegramm-Udresse: „SulaMtotkrat Rirlli". Redaktion: 8 CO. 68, Llndcnetraaee 69. Jternfvredier: Amt IV, Rr IHK» Das Ergebnis der englischen Wahlen. Am heutigen Sonnabend wird der Wahlkampf szwar erst be- endigt werden, aber die Hauptschlacht ist bereits geschlagen und ent- schieden. Was nachträglich noch von den 67(1 Resultaten bekannt wird, kann das jetzt bekannte Ergebnis nicht mehr beeinträchtigen. Die liberale Partei hat einen entscheidenden Sieg errungen. Ihre Mehrheit wird mindestens um bv Stimmen stärker sein als die Stiinmenzahl aller übrigen Parteien zusanimengenommen. Sie wird also im Unterhause entschlossen handeln können, ohne von den Nationalisten(Iren, Honierulern) und den Arbeitervertretern ab- hängig zu sein. Das Ministerium wird vorläufig dasselbe bleiben wie seit dem lt. Dezember lllvö. Die konservative sunionistische) Partei hat eine zerschmetternde Niederlage erlitten. Ihre offiziellen Fühier erhielten vom Volke ein unzweideutiges Mifitraucnsvotum; mehrere der früheren Minister wurden bei den Wahlen geschlagen. Besoilders schlecht erging eS der Familie Cecil,." Diese Vorschriften könnten manche Mißstände beseitigen, wenn sie gehandhabt würden. Wie sie aber zunilgunste» der Arbeiter nicht gebandhabt werden. das lehren uns Beispiele alltäglich. Aus den»ms zur Verfügung gestellten Beispielen systematischer Ausbeutung, insbesondere der Fleischergesellei,— andere Arbeiter, wie Bäcker, Kellner, Schiffer und vor allen» Landarbeiter und das Gesinde haben gen»«' so zu leiden— greifen wir drei heraus. 1. Der Fleischsrgeselle R. R. hatte daZ Glück, durch einen anderen Gesellen Stellung beim Fleischermeister Elert, Fenn- st r a ß e 2 3, zu erhalten. Herr Elert schickte den N. R. zu dem Gastwirt und Stcllciivermittlcr G. Mielenz, Dircksen- straße KV, damit er sich eine Karte hole. Herr Mielenz be- anspruchte für die Karte, wiewohl er absolut keine Tätigkeit entwickelt hatte, die„tarifliche" VermittelungSgebühr von 5 Mark, während der Geselle nur 1 Mark zahlen wollte und leider schließlich auch zahlte. Schon nach einer Woche mußte der Geselle die Er- fahnmg machen, daß der Vermittler doch Ansprüche machte, die Stelle durch„seine" Gesellen zu besetzen, um die„tarifmäßige" VermittelungSgebühr einheimsen zil können. Meister Elert er- klärte dem Gesellen Li. R., daß er mit seiner Arbeit sehr zufrieden sei, nur könne er ihn nicht weiter beschäftigen, weil er soeben erfahren habe, daß er— verheiratet sei. Die Kündigung war kaum geschehen, als auch schon ein von Mielenz vermittelter Geselle zur Stelle war. Herr Mielenz betreibt ein G a st- und S ch a n k g e s ch ä f t. hat nirgends, der Ministerialverordnnng entsprechend, eine Aufschrift, die auf sein Vermittlergewerbe hinweist, scheint einer Einwirkung auf den Fleischermeister nicht fernzustehen— alles Verstöße gegen die Ministerialverordnung. Die Höhe der im Fleischer- ge werbe, wie eö scheint, üblichen Gebühr sauf einen Taler� Verdienst eine Mark Vermittler- g c b ü h r) ist eine wuchermäßig hohe. Dem Polizeiprä- stdium sind alle diese Dinge bekannt. Welche Gründe liegen vor, daß trotz des Erlasses des Handelsministers bislang nicht eingeschritten werden konnte? 2. Herr Simon Matthes, Dragonerstr. 10 und 8 hat im Hause Dragonerstr. 8 ein Zimmerchen geinictet. Dragonerstr. 10 wird eine Gastwirtschaft unter der Firnia„Kommission Jnh. A n» a Matthes" betrieben. Die um Vermittelung nachsuchenden Gesellen verkehren in der Gastwirtschaft der Frau Anna Matthes. Dort bringt auch Herr Matthes den Tag zu, dort werden auch die telephonischen Be- stellungen entgegengenommen und auch Arbeitsstellen vergeben. Nur die Verabreichung des Vermittelungsscheines und die Einstrcichung der Vennittelungsgebühr wird dann im Bureau— Nr. 8— er- ledigt. Die vorgeschriebene Aufschrift Stellenverniittelung fehlt auch im Fall Matthes. 3. Mnlackstr. 3 befindet sich ein Institut, das sich als„Wohl- fahrtseinrichtung" bezeichnet. Erst kürzlich hat die hiesige Gewerbe- deputation ein herbes Urteil über die skandalösen Einrichtungen dieser„Wohlfahrtseinrichtung" sHerberge und Arbeilsuachioeiss gefällt und ist der Innung anheimgestellt ivorden, den Arbeitsnachweis baldigst zu verlegen. An das Polizeipräsidium sollte das Ersuchen gerichtet werden, die Herberge aus hygienischen Rücksichten baldmöglichst zu schließen. Trotzdem werden nach wie vor die vakanten Stellen vom„Jniiungssprechmeister" auf dem Hofe oder im S ch a n k lokale ausgerufen und Stück für Stück für 50 Pf. bis 1 M., also gewerbsmäßig, vergeben. Den Fleischergesellen sollten diese Zustände die Notwendigkeit eines gewerkschaftlichen Zusammenschlusses klar machen. Aber an den Herrn Handelsminister richten lvir die Frage: wie kommt es, daß in unmittelbarster Nähe des Handelsministeriums— wie niagS erst außerhalb Berlins aussehen?— die Vorschriften der zitierten Verordnung tagtäglich straflos mißachtet werden? Ist das Ministerium außer stände, die Fleischergesellen gegen die gröbste Alisbeutung zu kchiitzeu? GevverK lckaftlickes. Kongreß der Tabakarbeiter Deutschlands. Die Delegierten des am 29. Januar in Berlin statt- findenden Kongresses der Tabakarbeiter Deutschlands, welche ihre Anmeldung bis jetzt noch nicht nach hier gesandt und auch noch nicht gemeldet haben, ob Logis gewünscht wird, ersuchen wir nochmals, dies schleunigst nachzuholen. Gesuche um Mandatsformulare können wir, wegen Kürze der Zeit, nicht mehr berücksichtigen; wir bitten die betreffenden Delegierten deshalb, sich von dem Bureau der öffentlichen Versammlung eine Bescheinigung, mit den diesbezüglichen Unterschriften versehen, ausstellen zu lassen und diese mitzu- bringen und gegen Ausstellung der Delegiertenkarte hier ein- zuhändigen. Das Bureau der Zcntralkommission ist vom Sonntag früh 8 Uhr im Saal 5 des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15, für die ankam in enden Delegierten geöffnet. Die Eröffnung des Kongresses erfolgt im großen Saale Montagvormittag präzise 9 Uhr. Für Vertreter der Presse, die sich als solche ausweisen, sind angemessene Plätze reserviert. Zutritt für jedermann frei. Die Zentralkommission der Tabakarbeiter Deutschlands. I. A.: Karl Butry, Stralsunderstr. 41. straße 63, Gneisenaustr. 69, Nostizstr. 14, Manfteinftr. 2, Ackerstraße 32, Alexanderplatz 2, Äönigstr. 62; Schöneberg, Eolonnenstr. 54; Steglitz, Schützenstr. 54. Verband deutscher Barbier-, Friseur- und Perückenmacher-Gchülfen. Auch diese Kommission wurde ihre Petition nicht loS. Sie wurde noch nicht einmal in ihrer Gesamtheit— 3 Mann!— vom Oberwerftdirettor, Kontreadmiral v. Usedom, empfangen, sondern zunächst wurden bloß zwei, dann das dritte Mitglied vorgelassen, da die Werftordnung, wie der Herr den verblüfften Delegierten eröffnete, den Empfang von drei Arbeitern auf einmal verbiete. Die Entgegennahme der Petition lehnte der Herr mit der Be- gründung ab. daß sie in einer Versammlung beschlossen sei, in der auch Personen, die nicht auf der Werft arbeiten, zugegen gewesen. Einkommen und Lebenshaltung der Berliner Maler und Anstreicher. Tie Maler und Anstreicher Berlins haben bekanntlich ihren| Lohntarif, welcher am 1. April d. I. abläuft, gekündigt. Ein neuer Die beiden Kommissionsmitglieder, denen diese Eröffnung gemackü Tarif ist nunmehr an die Berliner Innung sowie an die in Be- wurde, stellten sofort fest, daß außer„kaiserlichen" Arbeitern nur tracht kommenden Innungen der Vororte eingereicht und haben drei Vorstandsmitglieder von Gewerkschaften, die nicht auf der auch bereits Verhandlungen mit Vertretern obengenannter Werft arbeiten, sowie der überwachende Polizcibcamte anwesend Innungen und der Gehülsenschaft stattgefunden, die bisher noch zu gewesen, der Herr beharrte aber auf seinem ablehnenden Stand- keinem Resultat geführt haben. Gefordert wird ein Stundenlohn punkt und ließ sich nur dazu herbei, inoffiziell und ganz unver- Berlin und Umgegend. Ernste Differenzen drohen in den Fahrradwerken der Geb r. R e i ch st e i n zu Brandenburg a. H. auszubrechen. Die Firma ließ bis vor kurzem noch immer 41 Stunden täglich arbeite», ob- wohl in de» übrigen Fabriken schon seit längerer Zeit die Illstündige Arbeitszeit besteht. Bor mehreren Monaten streikten NUN die Korb- macher bei Reichstem mit Erfolg um die Einführung der Ivstündigen Arbeitszeit. Darauf mußte die Firma, wenn auch sehr widerwillig. den übrigen Arbeitern auf deren Dränge» hin ebenfalls den Zehn- stundentag bewilligen. Die Löhne blieben jedoch dieselben wie vorher. Sie bewegen sich zwischen 20 bis höchstens 4V Pf. pro Stunde für Arbeiter und zwischen 12 bis 15 Pf. für Arbeiterinnen. Dem Arbeiterausschuß war vo» der Firma zivar zugesichert worden, daß die Löhne erhöht werden sollte», wen» sich herausstellen würde, daß die Arboitsleistnng in zeh» Stunden die gleiche bliebe wie früher in elf Stunden. Nun hat sich tatsächlich ergeben, daß die Produktion nicht die geringste Vennindcrnng erfahren hat. Trotzdem löste die Firma ihr Versprchen bezuglich der Lohnerhöhung nicht ein. Die Arbeiter vermögen nun nicht einzusehen, weshalb sie bei vermehrter Leistnug nicht mindestens denselben Vordienst für 60 Wochcnstunden er- zielen sollen, wie vordem für 65 Stunden. Sie wurden des- halb nochmals durch ihren Ausschuß um eine Lohnerhöhung vor- stellig. Der Chef aber wies sie ab. Hierauf wandten sich die OrganisationSleitungen in der Angelegenheit schriftlich an die Firma. doch ebenfalls vergeblich. Die Forderimg wurde rundweg ab- gelehnt. Darauf beschlossen die Arbeiter am Donnerstag fast einstimmig, daß wenn ihre Forderung bis zum Sonnabend, den 2 7. Januar. nicht bewilligt iverde, am Montag, den 2 9., in den Streik zu treten. In Frage kommen Metollarbeiter aller Branchen, Maler und Lackierer, Stellmacher und Korbmacher, da in dem Werk auch Kindertvagen fabriziert werden. Der Verband der Barbier- uitd Friseurgehülfen teilt mit. daß sich der Arbeitsnachweis nicht mehr Gr. Frankfurterstr. 65, sondern' Schil fingst r. 15/16, im Restaurant Polley(Telephon 2824 Amt VI!) befindet. Die Vermittelung geschieht durch den Nach- wcisvorsteher Baumgart von 10— 1 Uhr. Dort sind auch die Kontrollkarten zu haben.— Die Arbeiter und Parteigenossen, welche Barbicrgcschäfte benutzen, werden ersucht, darauf zu achten, daß dort die weiß-grüne Kontrollkarte sichtbar am Spiegel angebracht ist. Wo die Kontrollkarre fehlt, sind die Forderungen der Gchülsen nicht bewilligt.— Die Geschäfte der Firma Gros u. Comp, sind immer noch gesperrt; sie befinden sich: Bergmannstr. 112. Stallschreiber- von 70 Pf. für gelernte Waler und 65 Pf. für Anstreicher, Ver- kürzung der Arbeitszeit von 9 aus Stunden. Ter bisherige Stundenlohn betrug 55 bezw. 50 Pf. Während alle anderen Bau- berufe in den letzten Jahren durch Lohn- bczw. Tarifbewegungen ihre Löhne den Verhältnissen entsprechend aufbessern konnten, mußten die Maler, gebunden durch ihren langjährigen Tarifvertrag, die gute Konjunktur bisher unausgenutzt verstreichen lassen. Es ist daher ganz natürlich, daß die jetzige Lohnerhöhung prozentual höher ausfallen muß, als wenn eine jährliche Aufbesserung in dieser Zeit stattgefunden hätte. Die Unternehmer aber möchten, trotz der laugen Vertragsperiode, die Arbeitnehmer mit einigen Pfennigen Lohnerhöhung abfinden, obwohl sämtliche Bauberufc bereits höhere Löhne haben als die Maler jetzt fordern. Zur Begründung ihrer Forderungen stützen sich die Maler und Anstreicher auf eine Erhebung, welche ihre Zcntralorganisatipn veranstaltet hat. An dieser Statistik, die über ein volles Jahr reicht, haben sich im Durchschnitt 1188 Mitglieder pro Monat beteiligt. Von diesen waren 60 Proz. auf Neubauten beschäftigt. Während bei allen früheren Feststellungen die Arbeitslosigkeit eine bedeutend größere war und auf den Kopf der Beteiligten immer über 40 Arbeits- losentage kamen, ergibt diese Erhebung nur 33 Arbeitslosentage pro Kopf und Jahr der Beteiligten. Im Januar war die Arbeits- losigkeit am größten, nämlich 46,06 Proz. In Zeiten minder reger Bautätigkeit waren die Maler sonst bis zu 70 Proz. arbeitslos. Infolge der verhältnismäßig geringen Arbeitslosigkeit ist auch das Durchschnittseinkommen für das Aahr der Statistik ein außer- gewöhnlich günstiges. Der Durchschnitts-Stundenlohn beträgt nach der Statistik 57,70 Pf. Die tägliche Arbeitszeit beträgt im Durchschnitt 8,36 Stunden. In den sechs Sommermonaten April bis einschließlich September wurden 0 Stunden täglich gearbeitet, während in allen sechs Wintermonaten die durchschnittliche Arbeitszeit unter 9 Stunden betrug. Im Monat Dezember war die Arbeitszeit am kürzesten, sie betrug im Durchschnitt des Moimts 7 Stunden pro Tag. Naq der durchschnittlichen Arbeitszeit von 8,36 Stunden pro Tag und dem Durchschnitts-Stundenlohn von 57,70 Pf, beträgt die tägliche Einnahme 4,82 M.— Nach der Statistik entfallen auf den Kopf der Beteiligten 33 Arbeitstosemage und 8% Krankheits- tage im Jahr. Es bleiben also 864H Arbeitstage übrig, für die sich ein Gesamtverdienst von 1274,80 M. ergibt. Das ist also das durchschnittliche Jahreseinkommen eines Berliner Malers bezw. Anstreichers in einer Zeit guter Bautätigkeit. Lassen wir diese Summe als Durchschuittscinkollimen gelten und sehen zu, wieweit dieses Einkommen ausreicht, auch nur die bescheidensten Ansprüche einer vierköpfigen Familie zu decken. Nach dem Erhebungen des Statistischen Amtes der Stadt Berlin im Jahre 1903 entfallen an Ausgaben(Haushaltung mit 4 Personen) auf: Miete, Heizung und Beleuchtung 348 M., Bekleidung 140 M., Nahrung 832 M., Essen im Wirtshaus 20 M., Straßen- bahn, Stadtbahn, Omnibus usw. 32 M., Handwerksgerät 4 M.. Beitrag für Kranken- usw. Versicherung 36 M., Steuern 16 M-, Schulbedarf 4 M.. Bäder 8 M., Trinken im Wirtshaus 54 M., Zigarren und Tabake 28 M., Zeitungen und Bücher 16 M., Ver. gnügungen 28 M., Privatversicherungsbciträge 16 M., Vereins- beitrage 20 M-, Arzt und Medizin 16 M., Möbel, Umzug usw. 16 M. Das ergibt eine Gesamtausgabe von 1634 M. Hiernach entsteht also für den Berliner Maler mit einem Jahreseinkommen von 1274,89 M. ein Defizit von 359,11 M., und doch wird niemand behaupten können, daß hier irgend welche Aus- gäbe zu hoch bemessen oder gar unnötig ist. Im Gegenteil, es wird noch so manche Ausgabe im Laufe des Jahres vorkommen, die hier in dieser Aufstellung nicht mit enthalten ist. Betrachten wrr einmal die Hauptsache, die Nahrung im Hause, das„Kostgeld". Es be- trägt, geteilt durch 52 16 M. pro Woche. Wenn die Frau mit dieser Summe an sieben Tagen alle Bedürfnisse decken will, so muß sie— besonders angesichts der teuren Fleischpreise— eine Ivahre Rechenkünstlerin sein. Nun muß der Maler täglich seine„Stullen", welche er von Hause zum Frühstück und Mittag mitnimmt, aus der Arbeitsstelle'verzehren, wobei eine Ausgabe von 25 Pf. für Zu- brot nicht zu hoch sein dürfte. Die Ausgabe für ein warmes Mittagbrot würde sich auf mindestens 130 M. mi Jahre belauft». Das kann sich aber der Maler nicht leisten. Könnte er es, so würde er den Berufskrankheiten, vor allem der verheerenden Bleitrankheit, nicht so leicht zum Opfer fallen. Daß also eine Erhöhung des Einkommens der Berufskollegen dringend notwendig ist, dürfte hiernach außer Zweifel stehen. veutklb,»» RelA. An dir GewerkschaftSkcirtellt und Vertranenslent». Wie bereits durch die Tagespresse bekannt, sind durch das brutale Vorgehen der Direktion der Rostecker Neptun-Werft seit den» 15. Dezember v. I. 1500 Mann der Nephm-Werft ausgesperrt. Durch Aunonciercu in auswärtigen Blättern und durch Vermitteler versuchen nun diese Werstgewaltigen von auswärts Arbeitswillige jeder Branche heranzuziehen. Wir richten deshalb an Euch die dringende Bitte, uns durch Fernhaltung jeglichen Zuzuges von Arbeitskräften in dem uns anfgezlvungenen Kampfe zu unterstützen. Wenn Ihr Euer Teil dazu beitragen werdet, so hoffe» wir zuversicht- lich. siegreich aus diesem Kampfe hervorzugehen. Die Zentral st reiklertung. Tic Sozialpolitik der Kieler Reichswerft und die..kaiserlichen" Arbeiter. Am Dienstagabend fand wieder eine jener Massenversamm- langen der„kaiserlichen" Werftarbeiter in Kiel-Gaardeu statt, deren kolossale Besuchsziffer und entschlossene Haltung der Marine- Verwaltung sine ernste Mahnung sein sollten, endlich das renom- mistische Wort von den staatlichen Musterbetrieben für die Kieler Reichswerft wenigstens soweit zur Tatsache werden zn lassen, daß die„kaiserlichen" Arbeiter es nicht nötig haben, die Durchsetzung der bescheidenen Anfänge zeitgemäßer Sozialpolitik, wie sie i» ihren Forderungen formuliert sind, durch den wirtschaftlichen Kampf zn erzwingen. Die Versammlung war noch stärker als die voran- gegangenen besucht, mindestens 4000 Werstarbeiter füllten den großen Saal des Etablissements..Käisorsaal". Es sollte der Bericht einer aus orei Arbeitern dcr Werft bestehenden Kommission ent- gegengenommen werden, die von der Versammlung am 13. Januar dazu bestimmt, worden war, der Werftleitung die in einer Petition zusammengefaßten Wünsche der ATbeitexschgft per- sönlich zu übermitteln, nachdem die Direktion ein hem gleichen Zweck dienendes Schreiben der QrtSverwaltung des Metallarbeiter- Verbandes mit Berufung auf die Arbeitsordnung und den Instanzen- weg hochfahrend zurückgewiesen hatte. Die Forderungen der kindlich mit den Arbeitern über ihre Forderungen sich zu unter- halten. In dieser Unterredung, der die Kommissionsmitglieder als „Untergebene" des Herrn Oberwerftdircktors nicht ausweichen konnten, eröffnete er ihnen, daß er der Verkürzung der Arbeitszeit durchaus sympathisch gegenüberstehe. Auch über die zerstörende Wirkung, die die auf dcr Werft herrschende Arbeitszeit auf das Familienleben der Arbeiter ausüben muß, hatte dcr Herr Ober- Werftdirektor— inoffiziell— ganz zutreffende Ansichten. Er verspreche sich eine Besserung von der Einführung der ungeteilten englischen Arbeitszeit. Mittags könne eine Pause von Stunde gemacht und von dcr Werft eine Schüssel Suppe zu 20 Pf. ge- liefert werden. Von einer Teuerungszulage könne kerne Rede sein, ohnehin hätte der vierte Teil der Arbeiter eine Lohnzulage erhalten und die Teuerung„lasse ja jetzt schon wieder nach". Die Arbeiter, meinte er, seien zufrieden, die Führer der Gewerkschaften sollten sich nur ruhig verhalten, und es würde auch unter den Arbeitern wieder ruhig werden. Daß dieser fromme Wunsch des Herr» nicht in Erfüllung gehen wird, zeigte der weitere Verlauf dcr Versammlung. Unter dem lebhaftesten Beifall der erschienenen Arbeitermassen übte der Gr- schäftsführer des Metallarbeilerverbandcs. Genosse Garbe, Kritik an de» sozialpolitischen Herzensergüssen des Oberwerftdircktors. Daß man bloß einem Viertel der Arbeiterschaft eine Lohnzulagc gegeben, während doch alle gleichmäßig unter der verteuerten Lebenshaltung zu leiden haben, sei offenbar geschehen, uni einen Keil zwischen die Arbeiterschaft zu treiben. Die ungeteilte Arbeits- zeit unter den Bedingungen, wie sie Herr v. Usedom einführen wolle, nämlich bei effektiver llVistündiger Arbeitsdaucr, sei ein sozialpolitifthes Unding. In England arbeite man bei diesem System höchstens 8 Stunden. Und wie die Schmiede oder Schlosser aus der 20 Pf.-Suppe der Werft die Kraft schöpfen sollen, den Hammer zu schwingen und die schweren Feilen zu führen, sei gleichfalls ein Rätsel. Sei es dem Herrn Oberwerftdirektor irgend Ernst mit seinem Wohlwollen für die Arbeiter, so möge er dafür sorgen, daß zunächst die neunstündige Arbeitszeit bei zweistündiger Mittagspause eingeführt würde. Die Versammlung faßte darauf einstimmig den Beschluß, die Forderungen hochzuhalten und nunmehr die Petition direkt dem Reichsmarineamt zu übermitteln. Mit stürmischem Applaus wurde die Mitteilung ausgenommen, daß auch die Kollege» von der Reichs- werft in Wilhelmshaven in eine Bewegung für die neun- stündige Arbeitszeit und allgemeine Lohnerhöhung eingetreten seien. W«»u Jnnungs«lder Verwendung finde«.§ 81 der G.-O. schreibt bekanntlich vor, daß die Innungen die Aufgabe haben, ein „gedeihliches" Verhältnis ztoischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu fördern. Wie die Brcslauer Maleriimung sich diese Förderung vorstellt, geht daraus hervor, daß in der Jahresabrechnung der Breslauer Malerinnung 1081 M. für Streikobwehrzwecke als verausgabt ausgeführt siud; darunter befinden sich über 100 M- für den Breslauer Mersterstreik, gegen 600 M. persönliche Auslagen des Vorsitzenden, ferner ein Posten für Streikmferate. Es scheint, bah der Jnnungsvorstand glaubt, er sei an gesctz- liche Vorschriften nicht gebunden. Hoffentlich wird ihm klar gemacht werden, daß Melsterorganisatlonen die Gesetze ebenso genau zu beachten haben wie Arbeiterorganisationen. Versammlungen. Tie Sattler hielten eine Generalversammlung der OrtSver- lvaltung Berlin am Mittwochabend in den Armrnhallen ab. Nach Bericht und Abrechnung vom 4. Ouartal 1905 betrugen die Ein- nahmen 9452,75 M. Unter den Ausgaben steht die Arbeitslosen- Unterstützung mit 2306,40 M. verzeichnet. Es wurde darauf auf- merksam gemacht, daß fast in allen Branchen der Sattlerei die Zahl der Arbeitslosen im Verhältnis zum vorhergehenden Quartal stark gestie«,, sei. Der Arbeitsnachweis ist in den letzten drei Monaten von 491 Kollegen in Anspruch genommen worden, dagegen waren nur 211 Nachfragen nach Arbeitskräften cingelaufeir. Der Mitgliederbestand hat 2067 erreicht. Vom 1. Januar d. I. bis dato waren 83 neue Ausnahmegesuche eingereicht worden. Dft Biblio- thek wurde war in empfohlen und auf die statistische Umfrage bei den Gewerkschaften als wichtig hingewiesen. Die Versammlung wählte acht Delegierte zur.Gerreralversammlung des Sattlerver Hundes und beschäftigte sich in lang ausgedehnter Diskussion mit ecloa 30 Anträgen zu dieser Generalversammlung. Die Anträge bezogen sich auf Llbänderungen in den Statuten; darunter war ein bestimmtes Streik-Reglement vorgeschlagen. (Wiederholt, weil nur in einem Teil der Auflage.)! lUt2te Nachrichten und Depeschen, Militittboykott. Wiesbaden, 28. Januar. lB. H.i Bei dem hier garnisonlerenden Infanterieregiment ist den Unteroffizieren und Mamrschaften ver- boten worden, das nationale„Wiesbadener Tageblatt" zu lesen. Auch außerhalb der Garnison soll das Blatt möglichst gemieden werden. Der Anlaß hierzu wird i» dcr Berichterstattung des Blattes über die Wahlrechtsdemonftration am vergangene» Sonntag gesucht. Ein Schwarzer. Offenbach, 26. Januar.(B. H.) Der katholische Pfarrer in Jügesheim ist feit einigen Tagen verschivunden- Dft Staats- anwaltschaft beschästigi sich bereits mit dieser Angelegenheit und hat in Jügesheim dieser Tage Ermittelungen anstellen lassen. ArbeilerauSstand. Mannhffm, 26. Januar.cX) M.-Affäre und teilte mit, daß eine deutsche Handelsfirma sWoerinann) 87 oder 88 Konzessionen zm» Verkauf von Schnaps in den Kolonien habe! Geheimrar Lenz führte in längeren Tarlegmigcii ans. wie er sich die kolonisatorische Tätigkeit denke, die mit dem Bahnbau einsetzen soll. In erster Linie müsse versucht werden, die Eingeborenen zur Kultivierung des Landes heran- zuziehen, indem man ihnen Maschinen und Samen überlasse. Wo Eingeborene ansässig sind, solle das Land nicht aufgeteilt werden, und selbst dort, wo der Urwald ausgerodet werde,»uisse zuerst versucht werden, die Eingeborenen zur Kultivierung des Bodens zu gewinnen. Abg. Erz berger verlangt, daß auch gleichzeitig mit der Nordwest-Kamerungcsellschaft reiner Tisch ge- macht werde; diese Gesellschaft habe sonst den Hanplvorleil vom Bahnbau, der den Wert ihres Grundbesitzes ansierordentlich steigere. Die Landlouzession an diese Gesellschaft umfasse einen Komplex von der Größe des Königreichs Bayern. Sehr interessant sei auch, wie die Gesellschaft zur Konzession gekommen sei. In einer Sitzung des Kolonialrats habe vormittags der Herzog Johann v. M e ck l e n b n r g den Antrag gestellt, der Gesellschaft die Kon- zessio» nicht zu erteilen; nach dem Frühstück aber zog der Herzog seinen Antrag zurück und die Konzession wurde erteilt! In den Kreis der Betrachtungen müsse auch die Südwest- Kamernngesellschaft gezogen werden, die eine Landkonzession auf 60 Onadratkilometer besitze. Der Reichstag»verde gut tun, zu ver- langen, daß von jedem Hektar Land, der nicht kultiviert werde, eine Steuer von 10 Pf. pro Jahr erhoben wird. Dann werden die Ge- sellschaften schon klein beigeben. Das alte Kanienntslindikat habe sich ivegen der 360 000 Mark-Affäre niit einer Beschwerdeschrift an den Reichskanzler gewendet und erklärt, diese Stimme komme dem Slindikat zu und zwar von.Rechts wegen", denn das Syndikat habe ja auch die auf 50 000 Hektar lautende Landkonzession, alio Land im Werte von 3 Millionen Mark, aufgegeben. Diese Behaup« tung sei stark; den» das Syndikat sollte die 50 000 Hektar ja erhalten, wenn es die Kamerunbahn— ohne Zinsgarantie durch das Reich— baut. Tatsächlich hat aber das alte Syndikat weder die Bahn gebaut, noch sonst etwas geleistet, stellt aber trotzdem derartige Forderungen. Das lasse das Vorgehen des Syndikats' in viel schlimmerem Lichte als zuvor erscheinen. Daß der Direktor des Syndikats, Herr Konsul Reils, mit 1.0 000 M. bezahlt werden soll, obwohl gar nichts geleistet worden ist, sei doch ungeheuerlich. Redner verlangte auch,, daß die Kamerunbahn keinen Schnaps befördern dürfe. Kolonialdirekior Prinz Hohenlohe teilte mit, die Nord- west-Kamerum-Gesellschaft habe auf 70 000 Hektar Land Anspruch erhoben. Die Regierung lehnte jedoch ab und der Streitfall unterliegt zurzeit dem Urteil eines Schiedsgerichts. Abg. Ledebour fordert, daß im Gesetz für die Kamerunbahn eine Bestimmung Aufnahme findet, die verhindert, daß die Nordwest- Kamerun-Gesellschaft die Werlsteigerung des Grund und Bodens durch den Bahnbau in die Tasche steckt. Redner besprach weiter ausführlich die sehr unglückliche Politik, den Eingeboreilen Reservate anzuweisen.— Die Kommission genehmigte schließlich gegen die sozialdemokratischen Stimmen die Vorlage mit folgenden Abände- rungcn: die 330 000 M, Abflndnnasiumme wurden gestrichen; das Rückkaufsrecht des llieichs tritt mit dem 2t. Betriebsjahre ein statt uiit dem 31. Jahre, wie die Vorlage besagt. Der Z 2 deS Gesetzes erhält folgende Bestimmung: das Privateigentum auf der Halbinsel Bona Bert(das ist am Ansgaiigspnnktc der Bahn) ist vom Mungo Krick bis Bonamatuinbo zwei Kilometer landeinwärts alsbald zu enteignen; für dieses Gebiet ist ein Bebauungsplan fest- zustellen. Weiter fand eine Resolution Erzberger Annahme, wonach oie Gesellschaften eventuell nach Maßgabe ihrer Interessen an der Kolonie zu den Unkosten herangezogen werden sollen; endlich fand eilt Antrag Ledebour Annahme, der bestimmt, daß das Areal der Landblöcke, die links und rechts der Bahn der Gesellschaft gegeben werden, das übrige Gesamtareal nicht übersteigen darf. Das Statut der Bau- und Belriebskonzession wurde mit großer Mehrheit angenommen.— Nächste Sitzung am Dienstag. Die Finanzrcformkommission trat gestern in die erste Lesung der Tabak st eu erVorlage ein. Dazu lag ein ZentrumSantrag vor, der zu Z 1 folgende Zollsätze vorschlägt: 1. Für Tabakblätter, un- bearbeitet oder nur gegoren lferiuentiert) oder über Rauch getrocknet, auch in Büscheln, Bündeln oder Puppen 85 M.(VorInge 125 M.); 2. Tabalsabrikate: a) Tabakrippchen und Tabaksteiigel, auch mit Tabakbrühe behandelte(gebeizte) 35 Mark(Vorlage 110 Mark). b) Tabaklängen, auch gemischt mit Tabakbrühe, 85 Mark(Vorlage 125 Mark); c) Tabakblätter, bearbeitete(ganz oder teilweise entrippt, auch mit Tabakbrühe behandelte sgebeiztes usw.), Karotten, Stangen, Rollen zu Schnupftabak, Abfälle von bearbeiteten Tabakblättern 130 M.(Vorlage 300 M.); 6) Kau- und Schnupftabak. Rauchtabak in Rollen, geschnitten usw. mit Ausschluß des fein geschililtenen Tabaks, Tabakmehl, Tabakstaub und Abfälle von Tabaksabrilaten, auch gennscht mit Abfällen von Rohrabak (Scraps); Papier aus Stengeln oder Nippen von Tabakblättern 180 M.(Vorlage 300 M.); s) feingeschnittenen Tabak 300 M. (Vorlage 500 M.); und i) Zigarren 40 Proz. vom Wert(Vorlage 300 M.). Mi Ausschluß der letzten beide» Positionen stimmen die Zollsätze des Zentrums mit dem bestehenden Tnbaksteuergeietz von 1370 überein. Der Zollsatz für fein geschnittenen Tabak beträgt jetzt 180 M. und der für Zigarren 270 M. Der Referent Held sowohl wie der Korreferent Geyer treten sehr entschieden für die Ablehnung der Regierungsvorlage, letzterer auch für Ablehnung des ZentrumsantrageS ein. Ans den eingegangenen zahlreichen Petitionen ans allen Gegenden Deutsch- lands sowie aus den verschiedensten Berufskreisen, sogar ans land- wirtschaftlichen und von Pfälzer und norddeutschen Tabakpflanzern, von Handelskammern, Tabakfabrikantenverbände», Stadtverlretungen usw., ertönt einstimnlig der Ruf: Weg mit der Vorlage! ES wird betont von den beiden Referenten, daß bei Annahme der Vor- läge sowohl ein Rückgang im Konsuln und infolgedessen eine Verminderung der' Prodnktion eintreten würde, die durch Brotlos mach un g von vielen Tausenden von Arbeitern unsägliches Elend, ja für ganze Distrilte, in denen die Zigarrenfabrikatlon dominiert, eine effektive Verelendung im Gefolge haben würde, wie auch eine völlige Vernichtung des so- genannten Mittelstandes der kleinen Zigarrensabrikanten. Geyer empfiehlt dem Schatzsekretär, die ganze Vorlage zurückzuziehen, damit endlich die unheilvolle Beunruhigung der Tabakindustrie wieder beseitigt würde. Bezüglich des Zentrumsantrages ans Erhöhung des Zolles auf feingeschnittenen Tabak von 180 M. auf 300 M. tritt er ebenfalls für Ablehnung ein, weil die Voraussetzung, daß der eingeführte feingeschnittene Tabak Haupt- fächlich zu Zigaretten verwandt wird, unrichtig ist, es wird auch viel davon in Pfeifen verraucht und demnach bedeutet die beantragte Erhöhung eine Verteuerung der Pfeife des armen Mannes, die Bismarck sogar seinerzeit nicht einmal so hart treffen wollte. Des- gleichen bekäinpfte Geyer de» Antrag ans Beleihung der importierten Zigarren mit einem Wertzoll von 40 Proz., weil die Absicht, imr die feineren, teueren Sorten zu treffen, damit nicht erreicht, die Be- »irteilimg des Wertes durch Sachverständige nicht allein»mständlich, sondern auch kostspielig sei. Von sämtlichen Sachverständigen sei schon 1870 und 1805 die Unmöglichkeit eines Wertzolles auf Tabak zur Evidenz betoiesen und was in bezug ans den Rohtabak fest- gestellt sei, treffe auch bezüglich der fertigen Zigarren zu. Wenn aber das Zentrum mit dein Antrage schntzzöllnerische Zwecke ver- folge, so sei es ebenso verfehlt; denn dieser Schutz käme nur einigen wenigen Großsabülanten zngnte, die die Fabrikation von imitierten als Spezialität betreiben; der heimischen Zigarrenindnstrie im allgemeinen erwachse nicht der geringste Vorteil. Mithin empfehle er Ablehnung der Regierungsvorlage und des Zentrumsantrages. Der Schatzsckretär v. Stengel findet, daß es fich die Referenten sehr leicht gemacht haben, indem sie Ablehnung der Vorlage be- antragen. Diese sei aber doch eingebracht, um'die Mittel zu be- schaffen, dem Reich ans der Finanzklemme zu helfen. Nicht mir. daß man die geforderten 67 Millionen aus der Biersteuer auf 24 Millionen heruntergedrückt habe, nein, nun wolle man auch die dein Tabak zugedachten 23'/.i Millionen ans die Kleinigkeit von vielleicht nur 2— 3 Millionen herunterdrücken. Wo solle da die von der Kommiision als Mehrbedarf festgestellte Summe von 200 Millionen her- kommen? So wie bisher könne es nicht mehr weitergehen. Denn schon jetzt seien die üblen Rückwirkungen der Schnldenwirtschaft des Reiches volkswirtschaftlich bemerkbar, und das müsse stblimmer werden, iven» nicht Abhülfe geschaffen werde. Er will die Vorlage nicht zurück- ziehen, sondern hofft, daß sie schließlich doch noch Gnade finde» iverde. Daß der Tabak in der vorgesehenen Höhe besteuerungs- fähig sei, habe eine der größten Autoritäten der deutschen Zigarren- indnstrie zugegeben und habe bestritten. daß sie größeren Schaden in der Zigarrenindustrie anrichten werde. Wenn der Tabak in Frankreich, England und Amerika Hunderte von Millionen bringe, müsse es bei uns auch mehr als 60'/z Millionen bringen. Vo» dem Antrage auf Einführung des Wertzolles auf Jiilporten verspricht er sich sehr wenig. Der Vorsipende B ü s i» g weist den in den Worten deS Schatz- sekretärS enthaltenen Bortvnrs gegen die Kommission zurück. Woher daZ fehlende Geld kommen soll, sei nicht Sache der Kommission, die nur die Aufgobe habe, die ihr überwiesenen Vorlagen auf die Mög- lichkeit ihrer Durchführbarkeit zu prüfen, nicht aber neue Steuer- quellen zu suchen, wenn ihr die vorgeschlagenen nicht durchkührbar erscheinen. Der Schatzsekretär erklärt, daß er einen Vorwurf nicht habe machen, sondern nur seiner Empfindung Ausdruck verleihen wollen, daß es ihm unfnßhar iei, wie man die 200 Millionen be- schaffen will, iveiin ma» so fortfahre wie bisher. Von den Genossen M o l k e n b u h r und v. E l m wurde in längeren Ausführungen die Notwendigkeit der Ablehnung der Vor- läge einschließlich des Zentriimsantrages mit großer Sachkemilnis. gestützt aus unfehlbare statistische Nachiveise vertreten. Wenn immer auf die Monopolländer Frankreich usw. und die Millionen die der Tabak dort bringe, exemplifiziert werde, so unterläßt man es aber sehr sorgfältig, die bei der Frage in erster Linie in Betracht kommenden sozialen Gesichtspunkte in Be- tracht zu ziehen. Während in Frankreich in der Tabakindnstrie nur zirka 26 000 Arbeiter beschäftigt werden, belänft sich die Zahl der in der deutschen Tabakindnstrie beschäftigten Arbeiter auf mehr als 200 000. Wenn man die sämtlichen direkten und indirekten Stenern, die diese große Anzahl von Interessenten, Fabrikanten und Arbeiter alljährlich entrichten, zusammenrechnet, so würde sich herausstellen, daß in keinem Kulturstaate der Tabak eine so hohe Steuersumine aufbringt wie in Deutichland. Mit Annahme der Vorlage würde die Verschiebung der Industrie von Norden»ach Süden, die mit der Eiilfübrnng der Steuer 1870 begoniien, niit Niesenschrilten gefördert und damit die Hernnterdrückung der Löhne ans ein Existenz- Minimum. Wenn der Schatzsekretär sich ans eine Autorität berufe. die eine Verschlechterung der Tabakindustrie durch Erhöhung der Steuer bestrillen habe, so möge er sich die Petition der Tabakfabrikanten- vereine gegen die Vorlage ansehen, da finde er den Namen dieser Autorität, den Großfabrikanien B i e r m a n n— in Firma Engelhardt u. Biermann, bei den Gegnern der Vorlage. Wenn er frage, wober die nötigen Mittel nehmen, so möge er sich an die Mitglieder des Flotteilvereuis wenden, die die fehlenden Summen gewiß besser aufbringen könnten, als die ohnebin schon schwer gedrückten Tabak- arbeiter. Finaiizminister v. Rheinbaben operierte wieder mit cinein statistischen Zahlenmaterial, das, wie ihm v. Elm nachlvies, sehr anfechtbar war. Er vermochte nicht, der Tabaksteuervorlage Freunde zu gewinnen. Selbst der konservative Abg. Sielermanu(Minden- Lübbecke) sprach sich gegen die Vorlage ons. Der ZmtruniS-Abgeordnete Müller- Fulda bat den Staatssekretär, die Vorlage zurückzuziehen. die dock to unpopulär wie möglich sei. v. Stengel gab dennoch die Hoffnung auf ein Zustaiidekoinmen de� Vorlage nicht auf. In der nächsten Sitzung(Dienstag) soll auch die Zigaretlenstener die erste Lesung in der Komniission passieren. WahlprüfungSkommissio». Die Wahl des Abgeordneten B a s s e r- mann, nationalliberal. Wahlkreis Frankfurt a. O.-Lebns. ist durch Protest des sozialdemokratischen Wahlkomitees in Frankfurt an- gefochten worden. Bassermann wurde in der Nachwahl 1004 ge- wählt. Bei der Hauptivahl erhielten Stimmen: B a s s e r- mann 11 738; v. Jagwitz(konservativ) 2847; Dr. Braun (Sozialdemokrat) Ii 383; in der Stichwahl siegte Bassermann mit 14 388 gegen 11 882 Stimmen. Der Protest behauptet, daß amt- l i ch e Wahlbeeinflnssung betrieben worden sei. Bei der Kandidaten- aufftellung habe bereits der Landrat v. d. Marwitz, der Wahl- kommissar des Wahlkreises, sein amtliches Gewicht in die Wagichale geworfen, unter deffcn lebhafter Beteiligung Basser- manns Kandidatur in einer Versammlung proklamiert worden sei. In �derselben Versammlung habe sich der Regiernngsrat v. Schroetter in das zur Durchsetzung der Wahl gebildete Wahlkomitee wählen lassen; das sei unter Hervorhebung seines Amtscharakters durch die ganze Presse verbreitet ivorde». Ferner habe der Reichskanzler F ü r st B ü l o w am 11. Mai im preußischen Herrenhanie eine Rede gehalten, in der er die Führer deS Bundes der Landwirte ersuchle, dahin zu wirken, daß die Kandi- datur eines Bündlers zurückgezogen werde, damit die Einigung der bürgerliche!» Parteien auf einen einzigen Kandidaten und dadurch der Sieg desselben im ersten Wahlgange erzielt werde. Die Mehrheit der Kommission hielt diese die Wahl beeinflussende Tätigkeit dieser Amtspersonen für keine unzulässige und erklärte diese Proiestpunkle für unerheblich! Außerdem sind nun aber eine Reihe Verstöße bei der Wahl behauptet: Gemeindediener haben in Amts- kleidnng Stimmzettel für Bassermann verbreitet; fenier sind ver- zogene Wähler nicht zur Wahl zngelaffen worden, obgleich sie in der Wahlliste standen; in einigen Wahlbezirken sei die Oeffentlichkeit der Wahl ausgeschlossen worden; die Isolierzelle fehlte in einigen Orten und in Steintoch benutzte der Wahlvorsteher gar die Wählerliste vom Jahre 1808. Diese und noch andere Verstöße würden jedoch selbst bei Kassierung der Wahlalte das Endresultat nicht geändert haben; deshalb beschloß die Kommission, die Wahl BassermanS für gültig zu erklären. Darauf folgte die Prüfling der Wahl des Abgeordneten immer mann, Anlifemit, im Wahlkreise Z s ch o p a u- Marien- e r g(Sachsen). Bekanntlich siegte Zimmermann mit der geringen Mehrheit von 56 Stimmen über Pin kau, Sozialdemokrat. Hunderte von Wählern haben entgegen dem Gesetz aber nicht wählen dürfen, die wohl in de» alten Wählerlisten(die wieder benützt wurden) verzeichnet waren, aber inzwischen den Wohnort gewechselt hatten; sie wurden aus Anweisung der AmtShouptmannichaft systema- tisch zurückgewiesen, wenn sie wählen wollten. Außerdem liegen einige andere Verstöße vor. die jedoch kaum zur Kassierung der Wahl führen würden. Wegen vorgerückter Zeit wird die Entscheidung über die Frage der Zulässigkeit der erfolgten Zurückweisung der Wähler bis zur nächsten Sitzung am Dienstag vertagt. Die Budgetkommission des Abgeordnetenhauses beriet am Freitag den Etat des Handelsmini st eriums. Von freisinniger Seite wurde eine Anfrage an den Minister gerichtet, inwieweit er sich bei der Untersuchung der Ursachen der Fleisch- not und deren Beseitigung beteiligt habe. Der Minister erklärte, nicht in dcr Lage zu scin, sich darüber zu äußern, zumal die Er- ledigung dieser Frage vor seinem Eintritt inS Amt stattgefunden habe.— Von freikonservativer Seite wurde die Uebertragung der Verwaltung des Kaiser Wilhelm-Kancils vom Reich an Preußen angeregt. Der Minister erwiderte, daß eine Erfüllung dieses Wunsches nicht angängig sei.— Vom Zentrum wurde erneut der Wunsch nach einem Religionsunterricht in den Fortbildungsschulen und Erteilung des Unterrichts am Sonntagnachmittag zum Aus- druck gebracht, welcher Anregung der Minister, soweit obligatorische Fortbildungsschulen in Betracht kommen, nicht Folge leisten zu können erklärte.— Ein von dem Grafen Douglas und Genossen gestellter Antrag betreffend den Landeswohlfahrisrat sowie die dazu gehörige Etatsposition wurden bis zur Entschließung des Staatsministeriums in dieser Frage, zurückgestellt.>— ,Bei dem Titel„Förderung der Arbcitsvermittelnng und Rechtsberatung für die minder bemittelten Bevölkerung klaffen, welcher jetzt von 40 000 auf 50 000 M. erhöht wird, wurde allseitig zum Ausdruck gebracht, daß sich die Einrichtung insbesondere als Mittel gegen sozialdemokratische Beeinflussung nicht organisierter Arbeiter er- probt habe.— Die Ergebn�se bei der Porzellanmanufaktur wurden als sehr befriedigende bezeichnet, insbesondere wurde auf die Er- folge hingewiesen, die die Ausstellung in St. Louis gezeitigt habe. — Bei dem Titel„Förderung der Meisterkurse" trat der Minister der Auffassung entgegen, daß die Bestrebungen der Handwerker im Handelsministerium nicht genügend Beachtung geftmden hätten.— Der Etat des Handelsministeriums wurde sodann un- verändert bewilligt. Hierauf beschäftigte sich die Budgetkommission mit dem Ge- setzentwurf betr. die Erhöhung der Wohnungsgeld» Zuschüsse für die Unterbeamten. Berichterstatter war Abgeordneter H i r s ch- Essen. Er hob hervor, daß seitens des Abgeordnetenhauses das Bedürfnis nach einer Erhöhung des Woh- nungsgeldzuschuffes der Unterbeamten wiederholt anerkannt sei. Die Gründe, welche für eine solche Erhöhung sprechen, faßte der Berichterstatter dahin zusammen, daß seit Erlaß des die Woh- nungsgeldznschüssc dcr unmittelbaren Staatsbeamten regelnden Gesetzes vom 12. Mai 1875 mit einer wesentlichen Verbefferung der Lebenshaltung derjenigen Kreise der Bevölkerung, denen die Unterbeamten angehören, eine starke Steigerung der Mietspreise dcr kleinen Wohnungen eingetreten sei. Infolgedessen entspreche heute der Wohnungsgeldzuschutz in keiner Weise mehr den Mieten. die seitens der Unterbeamten tatsächlich gezahlt werden müssen. Wenn nun auch der Wohnungsgeldzuschuß nicht so gedacht sei, daß er eine Deckung des vollen Mietsaufwandes bieten solle, so muffe doch eine so klaffende Differenz, wie sie sich namentlich in Städten der höheren Servisklasseu herausgebildet habe, als ein einpfind- licher Uebelstand angesehen werden, dessen Beseitigung erforderlich erscheine. Die vo» dem Gesetzentwurf ins Auge gefaßte bOproz. Erhöhung des Wohnungsgeldzuschusses der U n t e r b c a m t e n werde das vorhandene Mißverhältnis zwischen Wohnungsgeldzuschuß und tatsächlichem Mietsaufwand in wesent- fjchem Umfange mildern. Zur Vermeidung umständlicher und lästiger Kontrollen empfehle es sich, den Zuschuß nicht nur den ver- heirateten, sondern auch den unverheirateten Unterbeamten zu ge- währen, zumal nur 5 Prozent der Unterbeamten unverheiratet seien. Die Budgetkommission stimmte den Ausführungen des Be- richterstatterö zu und genehmigte den vorgelegten Gesetz- cntwurf, der folgende Jahresbeiträge des Wohnungsgeldzuschuffcs vorsieht: Für Berlin 360 M.. für Servisklasse I 270 M., für Servis- klaffe II 216 M.. für Servisklasse III 162 M.. für Servisklaffe IV 108 M. Nächste Sitzung Montag, den 29. Januar.(Beratung des Justizetats). )Zus äer Partei. Genosse de Man ersucht uns uin Aufnahme folgender E r« k l ä r u n g: Aus dcr vom Genossen Bebel im„Vorwärts" deS 25. Januar beröffentlichten Erklärung geht hervor, daß er den Bericht, den ich über ein von ihm gewährtes Interview dem Brüsseler„Pcuple" zusandte, nicht gelesen hat. Um die darin veröffentlichten Aenßerungen als„geradezu aus den Fingern gesogen" oder„aus dem Zusammenhang gerissen" und mein Verhalten als„illoyal" zu bezeichnen, stützt er sich nur auf Berichte der bürgerlichen Presse über das im„Penple" veröffentlichte Interview. Die Beschuldigung dcr Illoyalität, die Genosse Bebel gegen meine Berichterstattung äußert, trifft ans diese Berichte der bürgerlichen Presse zu, die„geradezu aus den Fingern gesogen" oder„auS dem Zusammenhang gerissen sind". nicht ans meine Berichterftattung nn„Penple", die eine durchaus richtige und vollständige Wiedergabe der Aenßerungen ist, die Gc- nosfe Bebel inir gegenüber gemacht hat, und die übrigens völlig übereinstimmt mit seiner ftüher auf den internationalen Kongressen, im Reichstage, und zuletzt in einem Artikel der französischen Zeitschrift„La Vie Socialiste" gemachten Erklärnngen. Das hätte Ge- nosse Bebel gesehen, wenn er den Bericht über sein Interview im „Penple" gelesen hätte, und er bätte sich damit sparen können, in, Vertrauen auf die falschen Berichte der bürgerlichen Presse einem Parteigenossen eine„illoyale Handlung" vorzuwerfen. Leipzig, den 25. Januar 1906. H. de Man. Auf die vorstehende Erklärung habe ich zu antworten, daß ich von meiner in der Donnerstagnummer des„Vorwärts" veröffent- lichten Erklärung nichts zurückzunehmen habe. Richtig ist, daß die Wiedergabe des Berichts in der bürgerlichen Presse sich in einigen Punkten mit dem Wortlaut deS Berichts in, „Penple" nicht deckt; aber der Bericht des„Penple" deckt sich auch nicht mit meinen Ausführungen, die ungenau und zum Teil direkt falsch wiedergegeben wurden. Als illoyal betrachte ich aber daS Verfahren des Parteigenoffci, H. de Man insofern, als ich ihm ausdrücklich ein Jnter- View verweigerte und, nachdem ich inich mit ihm. wie mit jedem anderen Parteigenoffen, der mich besucht und um eine Aus- spräche ersucht, unterhielt, ihn beim Abschied noch ausdrücklich bat, über unsere Unterhaltung nichts zu veröffentlichen. Den- noch nahm er die Veröffentlichung vor. A. Bebel. Einen weiteren bedeutsamen Schritt vorwärts ist die Partei und Gewerkschaftsbewegung in Halle insofern gegangen, daß sie sich im Punkte der Lokalftage auch auf eigene Füße gestellt hat. ES wurde ein in der Mitte von der Altstadt und den Vororten belegenes Etablissement(Stadtpark) mit etwa 8000 Quadratmeter Flächenraum für 135 000 M. zu einem der Neuzeit entsprechend einzurichtenden Saalbau ulw. erworben. Unsere„Freunde", die am 2t. Januar die Partei ausrotte» wollten, find darüber empört, daß Kapitalisten jener „vaterlandslosen Gesellschaft" auch noch Grund und Boden ver- äußern(non olst), daran denken aber die bornierten OrdnungSreltcr nicht, daß sie erst durch Verweigerung der Säle, Boykotts usw. diesen Zustand heraufbeschworen haben. Es leben unsere Freund«— die Feinde.— Nachklänge von der WahlrechtSdemonstration. Die Hamburger Polizeibehörde ist sehr empfindlich geworden; sie fühlt sich beleidigt durch zwei Artikel in den Nummern 16 und 17 des„Hamb. Echo", in denen ihre taktische Ungeschicklichkeit anläßlich der Exzesse des Janhagels und ihre UnterdrücknngSsucht gegeißelt werden. Um den oder die Verfasser dieser Artikel kennen zu lernen, fand am Mittwochnachmittag in den GeschäftSränmei, des„Echo" eine sehr gründlich geführte Haussuchung statt, bei der einige Exeniplare der betreffenden Nummern beschlagnahmt wurden. Sonst wurde nichts gefunden. Gestern fand vor dem Isntcrsnchungsrschter eine Vernehmung der Genossen Heinrich und Lohse statt, die bei der Herstellung eines im 8. und 10. schleswig-holsteinischen Wahlkreises zur Ver- breitung gelangten Flugblattes betreffend die preußische Wahlrechts- demonstration mitgewirkt haben sollen. Das Flugblatt soll Hoch- verrat, Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen und Aufreizung zu/, Uhr, findet im Restaurant von W. Kleinschmager, Baumschulensw. 67. die Generalveisammluiig statt. Infblg�e Platzmangel kommen nur die annoncierten Artikel zum Verkauf! Großer Ausnahme-Verkauf! Abt. 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Pr., durch die Expedition der„Königsberg«: Volksztg." 174,75..pamburg, em- gcgangen in der Expedition des„Hamburger Echo", 4i Rate 30ÄZ,—. Langenbielau, gesammelt von"der Expedition deS„Prole- tarier" 100,—(darunter vom sozialdemokratischen Wahlverein in Reichen- dach i. Schi. 30,—.) Cassel, gesammelt von der Expedition des„Volksblatt" 31.60. Offenbach a. M., eingangen in der Expedition des„Offcnbachcr Abendblatt" 136,71. Forst i. L., eingegangen in der Geschästsstelle der „Märkischen Bolksstinime" 171,20. Brandenburg a. tz., durch die„Branden- burger Zeitung" 150,—. Berlin. Sammlungen der Wahlkreise:!. Kreis aus Listen gesammelt 304,30(darunter der Sparverein„Hamster" 4,30; Liste 16013 Pianosortesabr. E. Rock u. Co. durch Libnitz 7,70). 2. Kreis. Listen: 15450 1.80: 15451 3.55; 15462 5.60; 15466 14.60; 15467 3,75; 15468 8,20; 15469 Personal der Schriftgießerei Aursch 49,55; 15470 10,50; 15475 10,10; 15474 25,80; 15487 25,80; 15493 8'45; 15496 7,—; 15498 7,50; 15499 11,90; 35102 6,10; 35109—112 Schrift. gießerci und Maschinensabrit Berthold 61,70; 35128 8,50; 35133 5,15; 35136 9,20; 35145 Fabrik Goliers u. Co., Lindcnstr. 23 12,80; :!5I47 8,15; 15593 6,93; 15600—.50; 35001 7,90; 35003 2,90; 35004 Bautischlerei Hcgelmann, Rirdors, Richardplatz 19 12,10; 35016 Tischlerei Krausenstr. 31 36.—; 35017 13,15; 35018 4,05; 35019 3,75; 35020 8,75; 35021 4,95; 35023 22,85; 35025 6,55; 35029 18.20; 35034 Buchdruckerei B. Paul 10,30; 35039 1,60; 35040 1,75; 35158 23,70; 35160 9,75; 35162 Autobau SiemenS- Schuckert, Kabelwerk 19,15; 35 190 9,—; 35 194 7,90; 35 196 4,90; 35199 15,30; 35301 Deutsche Telephonwerke, Abt. Maschinenbau 25,10; 35302 12,20: 35321 4.95; 35351 4,92; 35352 3,05; 35354 11,60; 35361 8,90; 35415 14,75; 35416 10,66; Sparverein„Hufeisen" 24,26. Summa 678,03. 3. KreiS 500,—(darunter Listen 31328 Tischlerei Wegener, Belzigerstraße 9,75; 31311 Mechanische Werkstatt Böse, Köpenickerslr. 154 langer einem Kollegen) 25,20; 31461 JalousicsabRk Wohlsart u. Co. 4,50; 31462 Jalousiesabrik David u. Co. 4.35; 31495 Buchbinderei Fritsche-Baum- dach m Schöneberg 13,05; 31 612 von den Drückern bei R. Schulz, Groß. görschenstr. 38 5,50; 31555 Bau Orauienstr. 24 5,95; 31563 Martin Melchert 10,40; 31514 Schulze u. Jost 2,70; 31561 Tischlerei Olm. Köpnickerstr. 127 9,95; 31576 Berliner Mctallwarensabrik Jürst, Adlershos 12,30; 31493 Personal der Buchdruckerei Liebheit u. Thiefcn 11,75; 31483 Buchdruckerci Ashelm 9,20; 31620 desgl. 9,20; 31486 d Wolff 13,60; 31615 Ledeisabrik v. Solomon, Rixdors 15,55; 31468 gesammelt d. Becker 11,15; 31469, 31472 und 31473 Telephontischlerei von Becker 21,70.) 4. KreiS Ost 2600,-(darunter Tischlerei H. u. A. Schul, 38,45; von den Arbeitern der Firma Klug 32,05; Werkstatt Daum u. Kutschkau 5,15; Wohltätigkcitsmatince„Harmonie Oft",„Esmeralda" u. Musikverein „Hoffnung Ost" 63,55; Skatklub„Union" 5,—; Listen 30 062 und 63 Gasmesser- Werkstatt Maricndors 24.75; 30 064 bis 67 desgleichen 57,10; Möbelsabr. I. C. Psaff 17,10; Möbelsabr.„Stern" 11,25; Listen 10552, 10554— 60, 10569—73, 30171— 74 Gasapparate-Fabrik v. Julius Pin tsch 177,65; Bronzewaren-Fabrik Brodrecht, Stallschreiberslr. 6,—; Tischlerei der Möbel- sabrik Friedrich, Fruchtslr. 20,—; Tischlerei Reichel u. Co., Jmmanuelkirch- straße 6 13,10; Arbeiter der Stocksabrik A. Ludwig u. Co. 7,75: Listen 30031 u. 37 Telegraphenbauanstalt v. Schubert, Runaestr. 21,80; Werkstatt Kukulenz 18,—; Krause und Korilla 15,75; D. Roscnblatt 15,10; Hüljenbeck und Kroll 4 Treppen 10,10; Listen 30175 von den Maurern Neubau Pariser- platz 4 17,30; 30176 desgl. 22,75; 30481 desgl. 14,85; Kupserschmiede Borsig 20,05; W. Wöllmcrs Schristgietzerei 49,75; Lungenpfeiser Eichlamp 3,50; Stocksabr. v. Schälke Nach!., Ritterstr. 59, 2. Rate 20,—; Werkzeugsabr. Weber u Co., Gr. Franksurterstr. 13, 23,10; Werkstatt Frentzel 13,80; Kollegen der Mützen- sabrik S. Gärtner u. Co., Mariusstrahe, 3. Rate 18,60; Bau Beuffel- strahe 44 V 12,40; Tapezierer von Groschkus 13,80; Bau Kuhn. Dorotheen- strahe 23(24,-- Kollegen der Tischlerei Lormann, Admtralstr. 13.-; Möbelsabr. Lennig u. Jatzki 12,75; Tischlerei Sänger, Maucrslr., 4. Rate 11,80; Möbelsabrik Ende, Mai u. Co. 7,70; Listen 30489 bis 30500 Gas- opparatesabr. Julius Pintsch 117,80; Arbeiter der Firma A. S. Ball 31,70.) 4. Kreis Südost 1634,43. Listen: 12100, Arbeiter der Stuhl- sabrik Heims u.Sohn 10,—; 12054 12,—; 12057 10,80; 12066 6,15; 12067 2,—; 12077, Bureau der Holzarbeiter 3,50; 12084, Tischlerei Wols, Waldemarstr. 27 25,—; 13751 17,45(darunter Tischlerei Feldmann 8,30); 13757 9,45; 13759 8,75: 13782 9,65; 13783 7,60; 13788 18,20; 13789 13,56; 12109 2,75; 12276 7.—; 12277 18,60; 12278 1,50; 12279 10.—; 12280 2,20; 13752 4,40; 13753 8,50; 13754 10,-; 13756 13,95; 13758 2,70; 13760 13,95; 13761 6,80; 13762 10,85; 13763 1,—; 13764 2,45; 13765 4,50; 13766 11,35; 13768 8,95; 13769 6,25; 13770 11,55; 13771 6,55; 13772 4,85; 13773 4,—; 13774 5,75; 13775 3,40; 13776 5,05; 13780 4,50; 13781 3,65; 13785 5,75; 13787 2,40; 13790 9,—; 13793 3,55; 13794 3,40; 13797 1,50; 13798 1.25: 12472 15,10; 12474 13,60; 12396 1,25: 12397 7.75; 12400 6.80: 12410 5,25: 12422 3,40: 12445 2,20: 12446 5,95: 12448 3,50: 12450 6.75: 12452 4,—; 12453 3,60- 12455 2,70; 12457 3,70; 12458 4,40: 12460 1,50; 12462 5,35; 12464«,0; 12518 14,35; 12520 3,-1 12521 9,05; 12522—,50; 12523 3,45; 12524 Rohrleger und Heiser der Firma Herwagen 7,50; 12525 5,25; 12529 1,50; 12536 1,70; 12553—,60; 12565 Mechanische Werkstatt von Auerbach 5,65; 12570 19,30; 12572 3,85; 12576 7,55; 12581 10,50; 12582 1,—; 12585 9,-; 12587 Deutsche Tclcphonwcrke, Abt. Spiralbohrer, Saal I 22,85; 12589 8,95; 12590—,50; 12598 13,20; 12613 2,—; 12614 11,10; 12615 7,40; 12616 2,80; 12617 1,45; 12619 15,50; 12620 2,85: 12622 7,—; 12623 14,30; 12624 2,10; 12654 5,60; 12655 Pianosortesabrik von W. Hoffmann 23,—: 12671 7,70; 12701 1,85; 12741 7,25: 12743 K.-W. O.. Saal 21. Gidr.?lbt. 13,70: 12744 3.25; 12747 1,95; 12748 7.40; 12770 1,30; 12774 2,65; 12777 6,05: 12795 12,20: 12801 9,20: 12802, R. Auerbach, Grünauerstr. 17 6,25: 12803 desgl. 14,90; 12804 8,20; 12808 1,10; 12857 Werkzeugbau A. E.-G. Ackerstrahe 17,25; 12858 Hausverwaltung A. E.- G., Ackersirahe 8,50; 12865 2,95; 12866 7.85; 12867 2,65; 12868 8,—; 12869 2,30; 12870 4,80; 12886 1,20; 12887 3,50; 12892 8.10; 12894 5,65; 13457 3,35; 13459 7,—; 12473 1,90; 12920 8,20; 12921 11,80; 12951 9,20; 12953 5,95; 12993 3,55; 12997 5,70: 13010 2,95; 13012 7,70; 13014 2,60; 13019 10,-; 13042 Buchdruckerci Ullstein u. Co.. Abt, Buchbinderei 15.-; 13044 11,—; 13054 6,25: 13070 2,50; 13072 Schöffer u. Hausdors, 2. Rate 11,60; 13084 4,25; 13090 11,10; 13092 6,15; 13952 12,55; 16,45; 30321 6,85; 30322 4,40; 30323 4,10; 30325 4,65; 30363 17,—; 30331 3,50; 30382 1,20; 30383 4,10; 30384 1,75; 30388 6,55; 30389 6,80; 30390 2,40; 30411 10,90; 30420 4,45; 30421 10,10; 30424 9,60; 30427 4,40; 30432 W. Fritze, Rummelsburg 5,70; 30433 2,35; 30563 2.95; 30565 7,75; , 02566 5,60; 30568 5,30; 30573 6,55; 30574 1,30; 30582 5,05; 30585 2,70; 1«0586 2,50; 30588 3,80; 30590 8,15; 30593 1,20; 30594 4,95; 30597 6,65; 30598 7,10; 30599 19,55; 30651 1,60; 30653 8,35; 30659 2,70; 30662 5,—; 30663 5,25; 30664 6,50; 30674 12,50; 30676 12,50; 30682 1,85; 30853 4,90; 30856 u. 57 25,—; 30858 8,85; 30860 1,—; 30878 2,90; 30880 3,95; 30881 8,70; 30885 4,75; 30898 1,25; 30952 9,85; 30955 3,75; 30956 4,30; 30963 7,35; 30968 36,40; 30972 4,30; 30973 14,70; 30975 7,70; 13976 1,10; 30980 1,50; 30985 4,20; 30987 6,10; von Arbeitern der Möbelsabrik Groschkus 66,70. 6. Kreis 11 129,64. Schönhauser Vorstadt: Listen: 6005 20,50; 6223 3,95; 7707 8,35; 7712 18,40; 7713 Bautischlerei Gustav Meyer, Neue Jakobslr. 18 13.—; 7714 5,50; 7715 Schultheiß I. Saal II 16,05 I 7716 7,40: 7718 8,—: 7724 9,35: 7729 7,95: 7731 7,50; 7733 6,05; 7734 9,35; 7735 15,10; 7738 18,55; 7746 15,60; 7748 3,40; 7751 4,40; 7752 durch Gcntschmar 8,25; 7755 7,05; 7757 durch A. Herpich 8,70; 7758 desgl. 7,60; 7759 deSgl. 8,35; 7760 desgl. 8,50; 7769 7,90; 7770 3.—; 7772 4.35: 7773 8,35: 7774 Maurer Brauerei Schultheiß. Abt. 1. I. Rate durch Auiawa 8,—; 7775 desgl. II. Rate 4,20; 7776 Maurer Beamtcnhaus- bau in Rirdors. Jnnst. durch Siewert 8,75; 7777 durch Guhl 3,70; 7782 8,25; 7784 26,10; 7785 7,05; 7786 5.—; 7787 26,05; 7788 7,70; 7791 6,70; 7792 4,90: 7793 durch Meiß 11,75; 7794 durch August Piper 14,10: 7795 8,60; 7796 durch Otto Metzle 6,45; 7797 Bau Engel, Prenzlauer Allee durch Mar Kiclbleck 12,95; 8501 7,50; 8504 6,25; 8505 5,40; 8506 5,50; 8507 18,60; 8508 14,15; 8510 2L5; 8511 durch Hillen 10,45; 8512 desgl. 3,35; 8513 desgl. 3,70; 8514 desgl. 2,50; 8515 desgl. 5,15; 8516 8,95; 8520 15,85; 8522 durch Grüning 8,05; 8523 durch R. Guntow 19,15; 8534 5,25; 8551 Schultheiß I, Saal II 17,85; 8552 desgl. 18,75; 8558 9,65; 8564 1,70 I 8568 12,—; 8566 6,85: 8574 10,30; 8576 8,60; 8741 Protest- Versammlung der Braucreiarbeiter 12,40; 3539 6,80; 3548 2,75; 3759 3,—; 758? von den HülsSarbeitern der„National-Zeitung" 15,10; 7588 gesammelt von den Maschmcnmeistcrn der„Nattonal-Zcilung" 19,80; 7589 5,95; 7590 8,—; 7592 Tischlerei S. u. H. Wernerwcrk 20,95; 7597 2,10; 7598 Ich»; 7599 1,25; 8707 7,90; 8708 Rd. A. Hartmann, Gitfchinerstr. 65 21,70; 8718 12.80: 8719 5,20: 8723 8,45; 8728 5,75: 8729 3,65 1 8732 3,60: 8733 11,10; 8735 3,45; 8736 von den Arbeitern der Pianomechaniksabrik Köhler 17,75; 8738 9,95; 8739 2,75; 7600 1.25; 7602 4,60; 7603 3,40; 7605 5,70; 7606 Schuhsabrik Salli Rosenbcrg 18,05; 7609 4,90; 7613 8,10; 7621 10,75; 7622 11,85; 7623 1,45; 7625 16,90; 7626 3,45; 7627 19,40: 7629 23,75; 7630 8,25; 7631 Eisbeinessen Karger, Weißenburgerstr. 70, 9ch5 I 7633 5,65; 7634 19,75; 7645 13,10; 7649 16,70; 7650 2,—; 7657 7,60; 7660 6,75; 7661 7,10; 7667 8,50; 7670 11,10; 7678 6,50; 7680 10,65; 7681 Daimler Motoren. Abt. V 23,65; 7683 5,80; 7684 6.—; 7685 13,45; 7693 8,45; 7694 Bau Boswau u. Knauer, Greifswaldcrstratze, 9,—; 3919 1,—; 6416 11,80; 7501 10,65; 7502 3,—; 7503 14,16; 7504 7,50; 7506 von den Maurern Wilmersdorf, Motzstraße, durch Rofenberg 6,90: 7507 desgl. 21,90; 7508 3,20; 7510 4,10; 7522 21—; 7525 3,90; 7526 Bronze- sabrik Karl Legel, Rückertstr. 4, 9,45; 7527 desgl. 11,15; 7531 12,85; 7532 11,70; 7543 3,—; 7545 5,—; 7546 13,70; 7547 Geldschrankschlosser der Firma„Panzer" Schadow 4,95; 7560 desgl. 12,90; 7571 3,70; '- 7584 6chO; 8606 12,20; 8612 3,80; 8614 3,25; 8618 3,25; 8622 17,40; 8624 5,55; 8627 8,70; 8628 19,90; 8629 18,80; Werkstatt Koppermann, Kottbuscr User 7, letztes Geld der 15,80; A.D. 3,-; H.B. 3.—; E.W. 3,-; 391? 4,25; 7516 2,70; 7517 9,10; 7519 6,90; 7520 4,70; 7524 2.—; 7529 Bau Buchstr. 6 12,50; 7538 1,—; 7541 1,50; 7542 gc. der Weihnachtskneipe der 8. M.-Abt. dcs Turnvereins„Fichte' 7544 5,30; 7548 11,05; 7562 8,65; 7576 6,45; 7578 4,10; 7579 7580 Weber u. Hainpcl, Saal 1 8,40; 7581 3ch0: 7583 6,40; 13954 11,40; 14000 6,20; 13036 3,50; 13034 9,75; 13073 8,55; 13063 1,—; 13062 1,—; 13061 6,65; 13076 8,15; 13021 2,05; 13027 1,—; 13028 1,65; 13046 4,25; 13048 2,70; 13050 2,80; 13057 1,20 1 13060«echserkaffe der Tischlerei Stavcnow 10,—; 13065 4,75; 13083 5.50; 13085 Tischlerei von Dübbelt u. Rothe, außer Mitglieder vom Fachverem 5,90; 13 088 2.75; 13 958 10,85; 13 996—,85; 12 917' 6.20; 12 924 5.15; 13 150 10.80; 13160 1,15; 13165 1,25; 13 196 6.90; 13 197 5,50; 13 200 1,75; 13 216 1.—; 13 217 2,45; 13 213 5,—; 13 223 1,—; 13 226 3.40; 13 227 2.—; 13 228 1,05; 13 229 2.50; 13 230 2.20; 13 231 6.10; 13 233 1.10; 13 234-.35; 13 235 1,75; 13 236 1,30; 13 238 2,40; 13 240 10,05; 13 242 7,60; 13 250 7,70; 13 251 3,—; 13 252 7,50: 13 258 2,50; 13 259- 95; 13 260 3,25; 13 261 2,50; 13 262 7,93; 13 264 von den Einicbern der Firma H. ir A Mittag 13,20; 13265 4,60; 13269 1,—; 13811 9,60; 13814 I. C Psaff. Saal lv. 3. Rate 12,15; 13815 3,90; 13816 1.30; 13831 2,05; 13834 Zlrbcitcr der Finna Sommer- lalle 12,—; 13844 1,73; 13849 3,20; 13901 6,05; 13904 6,75; 13905 14,70; 13906 4,25; 13907 8,45; 13910 2,60; 13911 4,40; 13921 5,55; 13924 7,45; 13926 16,30; 13928 9ch0; 13929 1,35; 13932 3ch5: 13933 3,—; 13934 9,—; 13939 Tischlerei F. u. Co. 11,90(darunlcr iL W. 6,60); 13941 7,15; 13942 4,50; 13943 11,70; 13944 3,30; 13945 Tischlerei Kümmel ptr. 2. Rate 10,25; 13919 Schraubensabrik Lüben u. Busse sAbt. Sibirien) 12,75; 13711 13,05; 13712 1.-; 13715 2,15; 13717 4.—; 13719— chO; 13724 12,—; 13736 4,25; 13743 2,15; 13746 5,25; 13855 6,—; 13857 3,80; 13852 1—; 13860 4,05; 13861 8,20; 13862 1,55; 13865 7,75; 13868 2,75; 13871 3,80; 12272— 25; 12986 7,90.(In der Ouillung in Nr. 301 des„Vorwärts" vom 24. JDc- zember 1905 muß es heißen: Liste 12653 Deutsche Telcphonwerke, Saal Lehmann u. Honiinq 27,—.) 4. Kreis. Wahlverein 1068.95. Liften 30831 ZchO; 30833 475; 30834 5,90; 30836 6.—; 30842 18,05; 30843 3.70; 30844 II-.; 30850 6,40; 11834 6,10; 30198 1,80; 30201 5,—; 30204 13,65; 30205 2,45; 30206 5,60; 30213 3,60; 30216 4,75; 30224 Dobrowolsti u. Barich 7.30; 30226 30.40; 30228 Genoffen u. Gesellen Möbelsabrik „Viktoria" 11,—; 30230 12,90; 30269 16.35; 30270 10,35; 30344 10,50; 35516 17,70; 35520 8,—; 10123 2,10; 11001 5chO; 11151 9,10; 11053 9,65; 11082 4,30; 11064 7,10; 11065 4,60; 11066 14,30; 11067 5,75; 11075 7,66; tOV!» RAR- 10532 3.10: 10537 10 45- 10538 16.60; 10550 5.65: 30001 10 75: 30221 17,30; 30222 15,10; 30223 15,05; 30225 4,85; 30227 2,30; 30274 16,25; 8241 Abt. Meyer 12,80; 8242 Abt. Kühne, Schlosser 18,35; 8243 desgl., Maschinen 20,—; 8244 desgl., Schmiede 12,85; 8245 Abt. Stommcl 18,10; 8246 Abt. Schumann 10,60; 8247 Abt. Scheer 13,35; 8248 Abt. Nahrstedt 31,05; 8249 Abt. Düllmami 31,30; 8250 Abt. Seelert 11.30; 8251 Abt. Krull 11,65; 8252 desgl. 15,50; 8253 Abt. Schieber 4,85; 8254 Abt. Schmidt 13,30; 8255 desgl. 11.90; 8256 und 8257 desgl. 38,25; 8258 Abt. Handrock 17,90; 8259 Abt. Poßelins 28,35; 8260 Abt Netzband 20,50; 8262 Abt. Schmidt 8,95; 8263 Abt. Nebkee 16,15; 8264 Abt. Netzlass 7572 6,35; 8619 0,70; 8630 5,40. Sechserkassc 6415 7,70; 7528 5,75; sammelt 34, 2- OT 8601' durch Krüger 4.80; 8602 6,95; 8603 Falzcrci Abt. Ullstein u. Co. 18,40; 7701 4,-; 7709 9,05; 7710 4,30; 7717 3,30; 7719 4,70; 7720 8,20: 7736 4,45: 7739 5,95: 7740 0,50: 7741 10,30: 7743 5,65: 7744 2,05: 7745 10,10: 7750 4,80: 7753 4,50: 7754 5,20: 7789 3,15: 7790 3,05: 8502 5,40: 8517 5,75: 8521 durch Seltenkorn 19,05: 8524 7,25: 8581 4,50; 8532 10.45; 8535 3,10; 8536 10,20; 8537 5,95; 3538 10,95; 8539 -.80; 8540 7,80; 8541 11,45; 8542 4,35; 8543 3,—; 8544 7,95; 8545 4,70; 8556 6,70; 8557 14,65; 8570 17,65; 8572 5,15; 8583 3,85; 8584 3.85; 8586 8.45; 8589-.95; 8592 10.20; 8598 Schultheiß I. Saat II 17,50; 8600 deSgl. 13,80; 8604 3,90; 8605 14,45; 8607 7,75; 8609 5,60; 8610, 1,30; 8613 2,60; 8615 3,30; 8616 Chemigraphen d. F. Labisch 14.85; 8621 3,40; 8636 2,45: 8637 Bau Buchslraße 6 4,40: 8643 3.60: 8644 7,70; 7586 6,35; 7591 8,50; 7593 6,50; 7594 6,—; 7596 2,85; 7604 7,85; 7607 3,70; 7612 2,30; 7614 21,45; 7615 3,95; 7620 2,90; 7654 1,50; 7655 3,70; 7656 1,10; 7658 5,40; 7562 1,70; 7664 6,55; 7665 12,05; 7666 8,20; 7672 15,80; 7674 2,05; 7677 4,70; 7679 6,70; 7682 4,-; 7699 16,70; 7700 6,60; 8701 1,80; 8702 Eisengießerei und Maschinensabrik Louis Gnmaner, Müllerstr. 11, 24,10; 8703 1,70; 8704 3,65; 8706 6,65; 8710 7,05; 8711 11,70; 8717 12,85; 8720 1,95; 8721 3,10; 8722 7,55; 8730 6,55; 8731 3,25; 8737 6,05; 8740 10,20; 8745 11,50; 8746 10,15; 8747—,90; 8748 6,70; 8760 gesammelt von den Setzern der„Nationalzcitung" 19,80; 8761 gesammelt von den Maschinen- meislern der„Nationalzeitung" 17,80; 7695 2,10. Rosen thaler Vor« st a d t: Listen: 4138—45; 4170 4,60; 7205 Pianosortesabrik Bell u. Co. durch Gvldacker 7,45; 7210 15,35; 8301 7,75; 8302 14,65; 8305 Bau Teuto burqer Platz 11,35; 8306 7,80; 8307 gesammelt v. d. Tapezierern d. Firma Loeber, Eöthcnerslr. 45, 12,-; 3803 3,60; 8310 7,45; 8312 9,10; 8314 durch Ludwig 10.25; 8316 durch Malterne 14,65; 8318 durch Wescner 5,45; 8319 durch Müller 4,35; 8320 durch C. Helbing 10,15; 8321 durch Gchrke 6,30; 8323 durch Gerbig 17,25; 8331 7.05; 8333 5,50; 4334 5,15; 8335 5,85; 8336 durch Eitner 8,05; 8337 11,10; 8346 7,05; 8347 7,50; 8349 Bronzegießerci S. A. L. 16,90; 8352 12,10; 8353 Neubau Große Hamburgersir. 21 10,05; 8360 gesammelt Siemens u. Schuckert-Wcrke, Abt. 11, 12,75; 8362 durch Bendt 12,45; 8363 durch Hoffmann 6,90; 8366 durch Schwarzmüller 8,—; 8375 6,—; 8376 9,25; 8379 3,—; 8381 1,65; 8383 13,45; 8385 11,75; 8396 5,90; 8397 10,30; 8402 14,15; 8403 9,70; 8404 10,30; 8406 durch Golzo 6,50; 8419 gesammelt Lithographen u. Stein« druckcr d. Firma W. Hagelberg. Marienstr. 19 23,85; 8430 gesammelt vom Personal der Buchdruckerei R. Boll, Georgenstr. 23 17,15; 8433 9,10; 8441 gesammelt A. E.-G. Turbinensabrik, Werkzeugbau, durch Hoffmann 22,10; 8442 Gcsamtpersoual der Buchdruckerei A. Seydel u, Co. 24,40; 8444 Personal der Druckerei R. Boll durch Schröder 11,85; 8446 Personal der Buchdruckerci D. Jcilchenscld 8.65; 8447 7, 7ö; 8449 5,25; 8450 8,75; 8452 durch Wenzel 24,10; 8453 4,80; 8461 5,25; 8465 15, 8472 durch Matterne 21,40; 8485 d. Pockhandke 14,25; 8486 desgl. 14,62; 8491 5,70; 8493 12,80; 8328 durch Vorwerk 5,95; 8329 5,75 I 8340 9,25; 8350 gesammelt Werkstätte Esen stein durch Selz 14,05; 8365 7.90; 8398 gesammelt Tischlerei von Grunert u. Seemann 11.50; 8401 7,05; 8474 durch H. Wescner 5,85; 4167 10,80; 4169 11,70; 7203 gesammelt Lackierer von Lange u. Gutzeit 13,10; 7231 11,25; 8311 10,75; 8351 11,10; 8361 5.45; 8364 12,—; 8420 3,50; 8428 2,90; 8429 5.15; 8469 10.60. Gesund- b runnen: Listen 6633 9,65; 6634 19,85; 6640 7,05; 6641 10,85; 6642 11,55; 6643 15,50; 6644 20,70; 6645 22.10; 6661 4,20; 6664 5,25; 6665 26,56; 6685 15,65; 7803 7,15; 7804 2,75; 7805 13,25; 7810 12,10; 7811 18,95; 7812 8,40; 7814 4,35; 7816 23,60; 7820 27,50; 7824 1,80; 7825 9,50; 7826 20,15; 7841 10,15; 7846 7,35; 7848 15,76; 7849 7,25; 7853 2,45; 7854 6,90; 7855 6,05; 7858 7,90; 7871 18,45; 7872 10,85; 7873 8,20; 7874 12,10; 7875 12,45; 7876 8,80; 7881 11,50; 7882 16,-; 7883 13,25; 7885 10,85; 7886 4,95; 7887 8,35; 7890 2,75; 7891 6,45; 7892 6,70; 7893 12,15; 7894 6,30; 7896 11,—; 7899 6,35; 7901 17,55; 7902 27,55; 7903 5,75; 7901 20,—; 7905 11,25; 7906 17,30; 7907 11,30; 7908 12,30; 7909 9,30; 7910 5,05; 7912 6,45; 7913 19,45; 7917 8,75; 7918 7,65; 7922 10,55; 7923 8,05: 7925 3,40; 7927 8,60; 7928 11,25; 7929 5,45; 7930 8,70; 7941 6,20; 7961 12,20; 7963 18,80; 7964 4,—; 7965 10,35; 7966 8,85; 7967 9,80 I 7972 7,70; 7973 14,40; 7978 10,25; 7981 11,90; 7983 11,20; 7987 16,50; 7974 15,60; 7995 11,20; 7996 5,45; 8002 13,55; 8004 31,10; 8031 8,90; 8034 18,—; 8035 12,—; 8036 6,50; 8061 5,15; 8965 7,60; 8068 10,70; 8082 11,85; 8088 9,60; 8091 8,—; 8098 8,45; 810121,—; 8102 7,45; 81114,95; 8112 3,—; 8116 8,75; 813110,95; 8132 13,50; 8134 5,90; 8135 11,80; 8137 8,80; 8138 8,80; 8142 11,35; 8143 9,50; 8144 13,95; 8145 6,20: 8146 13,60; 8162 11,10; 8163 12,65; 8164 5,—; 8165 29,85; 8166 11,55; 8167 8,85; 8168 20,30; 8169 4,25; 8170 22,50; 8171 4,85; 8172 8,90; 8173 4,80; 8174 27,50; 8175 8,95; 8176 10,55; 8177 7,20; 8178 11,40; 8179 8,75; 8181 4,40; 8183 15,—; 8185 9,70; 8186 8,20; 8187 11,60; 8189 7,95; 8190 6,10; 8194 7,70. A. E.-G. Brunnen st ratze: Listen: 8201 Abt. Hildebrandt 16,15; 8202 desgl. Galerie 8.90; 8203 Abt.«testen, Maschiimi 8,05; 8204 desgl. Schlosser 13,95; 8205 Abt. Weyer 63,50; 8206 Abt. Priebe 9,30; 8207 Abt. Mechler 14,65; 8208 Abt. Thieme 14,10; 8209 Abt. Abt. Aedemeyer 17,80; 8210 Abt. Lehmann 0.95; 8211 Abt. Berg 16,70; 8212 Abt. Schurig 22.80; 8213 desgl. 16,20; 8214 Abt. Breyer 14,70; 8215 Abt. Knoop 2,85; 8216 Abt. Riffe 10,—; 8217 Abt. Pietsch 20,55; 8218 Abt. Tiedemann 15,55; 8219 Abt. Krause 740; 8220 Abt. Arlt 4,00; 8221 Abt. Flohr 15,05; 8222 Abt. Seeseid 42,—; 8223 Abt. Schneider 6,30; 8224 Abt. Hannemann 15,25; 8225 Abt. Rowe 10,25; 8226 Abt. Schwittau 12,45; 8227 desgl. 14,40; 8228 desgl. 19,10; 8229 Abt. Kirstein 2,05; 8230 Abt. Korth 19,65; 8232 Abt. Scholz 15,55; 8233'Abt. Wcrnicke 23,85; 8234 Abt. Franz 7,75; 8235 Abt. Datzdors 6.—; 8-236 Abt. Becker 36,75; 8237 Abt. Ktenscherper 18,60; 8238 Abt. Scharnow 16,50: 3239 Abt. Harhaus 11,20; 8240 Abt. Bösel 8273 desgl. 7,05; 8274 Abt. Horn 2.-; 3458 Knä» Polcmkin 19.50: 6630 D. Meier, Linarslratze 30,40; 8115 Kranzüberschutz vom 718. Bezirk 8,85; 8193 Bnreauangestcllte der Jnnungskasse der Schneider 20,—; 7991 gesammelt von Arbeitern der Firma Bolzani 31,70; 7992 desgl. 21,70; 32552 2,65; 32553 2,25; 32557 6,30; 32558 1.—; 32561 9,50; 32562 2.-; 32565 3,55; 32569 3,70; 32574.1,50; 32575—,50; 32576 1,70; 32577—,50; 32578 1,80; 32579 2,20; 32580 1,40; 32583 1,—; 32585 1,75; 32587 5,-; 32989 1,30; 32591 4,40; 32592 1,10; 32594 3,-; 32595—,30; 32596—,25; 32597 4,80; 32598 1,25; 32599 1,20; 32601 5,40; 32604—,90; 32607 3,20; 32608 1,50; 32610 1,80; 32611 -.45; 32612—,60; 32615 3,50; 32617 2,60; 32618—,50; 32620 4,—; 63622 5,85; 32623 1,60; 32624 1,35; 32625 2,35; 32626 4,—: 32630 1,70; 32631 6,20; 32633 1,—; 82634 2,10; 82635 5,40; 32636 1,80; 32637 4—; 32638 3,—; 32644 2,75; 32615 3,20; 32648 1,55; 32650 1,30; 32655—,50; 6632 18,65; 6653 1,70; 6655 1,50; 6656—,40; 6662 17,—; 6681 10,85; 6688 13,45; 7835 9,75 I 7861 3,50; 7862 3,—; 7863 27,70; 7864 13,50; 7865 11,35; 7869 3,05; 7870 4,10; 7877 5,25; 7884 4,35; 7952 13,20; 7955 5,40; 7957 7,75; 7958 4,75, 7969 7,35; 7970 18,50; 7976 12,50; 7977 6,05; 7985 4,85; 8003 8,—; 8021 2,95; 8022 15,—; 8023 4,50; 8024 1,—; 8026 20,65; 8023 12,35; 8029 11,10; 8048 15,70; 8049 5,50; 8072 4,70; 8073 7,70; 8074 6,60; 8076 14—; 8077 7,85; 8080 3,—; 8086 12,60; 32501 9,20; 32504 6,80; 32505 5,75; 32506 11,40; 32508 5,85; 32529 8,85. Von einem Kommmialbeamten 1,—. Oranienburger Vorstadt; Listen: 4554 4,55; 4557 2,90; 4.811 14,95; 4812 12,—; 4813 12,—; 4815 7,95; 4816 3,30; 4826 14,10; 4827 9,55; 4829 3,50; 4830 5,35; 4831 6,50 I 4832 2,60; 4833 13,20: 4834 9,75; 4835 6,10; 4836 4,85; 4837 19,05; 4841 7,30; 4842 1,30: 4843 4,85; 4844 17,30; 4845 12,-; 4846 Bautischlerei Walz 25,95; 4847 11,20; 4848 6,60; 4849 6,60; 4852 9,50; 4854 13,15; 4855 11,80; 4856 11,10; 4858 15,75; 4861 6,85; 4862 6,10; 4874 Stammgäste von Rothackcr, Ackerstr. 48 7,95; 4875 Thcatcrvercin„Gemütlicher Geist 1890" 3,05; 4887 7,25: 4891 Filzschuhsabrik Werner, Skalitzerslr. 5.—; 4892 7,10; 4893 5,75; 4894 9,25. 4899 2,35; 4902 Kl. Dreherei T. F. 2 29,20; 4903 8,45; 4904 10,—; 4908 36,85; 4911 14.10; 4914 15,40; 4917 4,10; 4918 13,35; 4921 11,50; 4923 2,25; 4927 14,15 I 4928 4,—; 4930 Arbeiter der Firma Speirer u, Co. 22,85� 4931 Tischlerei Roscnow, Pflugstr. 5 4—;. 4932 9,50; 4933 Filzschuhsabrii Werner, Skalitzerstratze 5,—; 4935 Sicmcns-Schuckert-Wcrke, Abt. 81, 22,75 4936 Weber u. Hampel, Saal II 10,30; 4937 Siemens-«chuckert-Wcrlc Abt. 86, 23,—; 4939 Sicmens-Schuckcrt-Werke, Abt. 12, 13,55; 4915 18,— 4917 6,50; 4918 7,65; 4919 6,—; 4950 5,65; 4952 42,85; 4954 7,95; 4956 2,35; 4967 12,75; 4978 23,75; 4980 8,90; 4982 21,10; 4989 1,75; 4990 6,50 4994 5,40; 4996 8,10; 7301 5,30; 7304 3,50; 7308 11,60; 7310 25,-; 7311 5,80; 7322 11,05; 4521—,50; 4814 10,70; 4838 4.30; 4839 8,30; 4850 8,50 4853 1,50; 4857 4,50; 4863 7,75; 4867 5,65; 4868 6,—; 4877 9,90; 487 e Firma Keffer u. Schmidt 14,-; 4835 6.50; 4889 2,50; 4896 4,20; 4897 P. Lorenz 10,—; 4920 C. Flohr, Schlosserei II 10.10; 49-22 2,90. 4926 2.—; 4929 C. Flohr, Dreherei I. 8.45; 4953 9,70 4955 6,45; 4958 6,10; 4979 11.—; 4981 16,25; 4983 3,50 4985 1,—; 4986 10,—; 4987 3,50; 4993 1,25; 4995 Kollegen Z. und B. Badstratze 19.-; 4999 3,—; 7306 7,55; 7317 T. s. II Kleindreherei 32,05 7318 Ad. Fischer 11,50; 7320 3,80; 7324 10,10.- Wcdding: Listen 5088 3,30; 5339 t,70; 5079 6,70; 5334—,20; 5335—,30; 5336 5,80; 5337 von d. Arbeitern u. Arbeiterinnen o. F. F. Bergemann?l.-G. 4,15; 8861 Abt. Schwarz. Revolverdrehcrei 22,15; 7358 desgl. 21,10; 32 108 dcsgl 9,75; 8868 Frauen Abt. Schwicger u. Schmidt 4,15; 8869 Abt. Schwiege.: 'Ankerwickelei 8,35; 8870 desgl. 15,85; 8871 Ilbt. Ehrke, Werkzeugbau und Schleiferei 18,40; 8872 desgl. 11.10; 8873 Abt. Schulz 10,40; 8374 Abt Spiclhagcn 25,60; 32 039 Abt. Glühlampenwerk 4,15; 32 041 Abt. Windol 6,05; 32043 Abt. Träger, Stanzerei 6,60; 32046 Ab. Lichtenseid 16,45; 32017 Abt. Richter 8,60; 32 018 Abt. Stanzerei u. Lackiercrei 6,50; 7360 Abt. Kühne 1,— 7366 Kabelwerk Autob. Oberspree 15,95; 7357 13,70; 8802 10.45; 8803 6.— 8804 14,45; 8813 11,45; 8814 10,95; 8819 7,60; 8822 F. Schuchard, Saw 4 Treppen 42,—; 8823 Tischlerei Rahn, Brunnenstr. 196, 1. Rate 19,— 8824 7,95; 8827 Fräserei Borsig 22,95; 8831 18,30; 8837 7,50; 8838 10,95. 8839 9,70; 8841 5,85; 8842 27,55; 8843 25,—; 8846 9,25; 8847 3,50. 8848 7,80; 8849 9,55; 8850-9,55; 8851 7,20; 8853 16,15; 8856 Kunst- schmiede Drcgerhos u. Schmidt, 2. Rate 37,95; 8865 F. A. Schwartzkopff. Rcinickendors 19,55; 8866 desgl. 19,85; 8877 7,95; 8879 18,25; 8883 2,10 8884 2,—; 8885 Heine u. Lehmann. Abt. III 29,85; 8892 3,50; 8898 19,10 8899 11,10; 8902 9,50; 8905 19,15; 8911 19,05; 8911 13,15; 8926 13,90 8928 9.50; 8931 15,45; 8932 3,35; 8934 11,90; 8936 2,65; 8939 11,60 8940 7,20; 8946 19,35-; 8944 7,65; 8948 2,20; 8949 Arbeiter dcl Knorr- Bremse 26,65; 8950 Bau Luiscnstratze 7,75; 8961 17,05 8962 Ludwig Löwe. Abt. Koppitz u. Briste 25,30; 8963 9.20; 8964 11.15 8965 11,30; 8966 30,25; 8967 23,10; 8968 2,90; 8969 11,75; 8970 15,90 8972 6,75; 8974 Kollegen von Karney 11,20; 8975 6,20; 8977 5,—; 8975 4 25; 8980 A. E.-G.. Ackerstraße, Saal 38 20,20; 8981 9,55; 8984 5,80 8987 3,60; 8988 12,55; 8990 14,-; 8991 Werkzeugbau Hennig 36,95 8993 13,85; 8995 9,20; 8998 4,43; 8999 4,40; 9000 7,50; 32011 9,70 82012 14,60; 32018 27,25; 32019 9,20; 32020 18,30; 32021 8,—; 32026 9,25; 32031 9,55; 32032 5,25; 32038 12,15; 32049 3,65; 32050 1,60; 32051 23,90; 32052 10,80; 32053 Birghan Rinne-Motor 15,80; 32064 11,80; 32066 5,-; 32067 8.—; 32074 Arbeiter der Firma Bolzani 20.75! 3207'. desgleichen 6,70; 32078 desgleichen 15,45; 32084 6,50; 32087 10 70; 32102 4,10; 32105 9,10; 32106—.95; 32115 30,85 32116 24.— I 32117 10,50; 32118 6,75; 32119 16,10; 32120 22,—; 32121 12,80; 32122 18,80; 32123 8,90; 32128 18,20; 32129 7,45; 32131 11,20 32132 2,10; 32137 6,20; 32151 5.30; 32152 11,—; 32153 9,70; 32154 9,50 32155 7,25; 32173 Turbinen-Fabrik, Signalbau 6,55; 32174 Kleiner Turbinenbau 14,70; 32184 20,75; 32190 10,50; 5125 3,95; 7352 3,75 7353 2,65; 8828 6,35; 8829 2,35; 8830 3,—; 8857 7,95; 8860 6,26; 8891 9,15; 8906 7,-; 8907 9,-; 8910 4,10; 8941 4,65; 8942 9,10; 894 3 4,15, 8945 3,45; 8947 8,25; 32023 10,80; 32130 7,35; 32014 5,15; 32015 4.60; 32017 8,10; 32045 9,25; 32107 2,60; 32145 7,30; 32147 2,80; 7371 Zahlstelle Gundiach 6,50; 7372 Turbinen-Fabrik, Pumpen- Abteilung 10,45; 8825 11.30; 32113 17,40; 32175 11,10.— Putzerkolonne Ahl, Bau Chaussecstratze, KriegcrvcreinShauS, srühcr Eis- keller 15,—. Moabit: Listen: 5652—,50; 5556 Gießerei Löwe 16,80; 6560 dcsgl. 6,80; 5561 C. Sl. 2,—; 5570 2,-; 5577 Deutsche Telephon- werlc, Zcughosstr. 6/7, Schraubendrchcrci 13,50; 5580 14,—; 5581 9,85; 5584 3.25; 5585 1 0,05; 5586 Gietzcrci Löwe 10,55; 5587 dcsgl, 14,40; 5588 Werkstatt Goffow. Tischlerei 24,30; 8889 14.—; 5590 8.20; 5612 29,30; 5613 gesammelt Versammlung der Formstecher durch Weiner 18,30; 5614 21,55; 5640 4,20; 5841 1,85; 5692 3,50; 5901 9,20; 5905 7,60; 5907 Abt. Büttner, Schleiferei 15,70; 5903 14.—; 5909 8,15; 5910 7,80; 5912 12,85; 5913 12,25; 5914 Bau Köpenickerslr. 24 4,80; 5916 7,70; 5918 21,85; 5919 22,90; 5920 30.—; 5027 21,10(darunter Ilcberschuß Telegramm Krause 2.—); 5929 12,05; 5933 11,45; 5949 7,35; 5951 34,25; 5951 Maschinenbau Ludwig Löwe, Abt. Lettau u. Götz 26,10; 5952 6.—; 5957 12,75; 5958 2,65; 5959 8,75; 5960 Karl Leonhardt 22,95; 5961 9,—: 5962 4,60: 5963 2.—: 5967 10,35: 5968 5,35! 5969 7,50: 5974 25,—: 5979 8,20; 5993 20,30; 5994 3,—; 5996 4.75; 5997 11,35; 5998 7,30; 32201 12,30; 32202 12,90; 32203 31,10; 32204 21,35; 32205 8,70; 32209 6,55; 32212 Emil Billig Nachfolger, Buchdruckerci 9,75; 32216 10,30; 32218 13,30; 32219 20,15; 32220 13,50; 32221 18,60; 32223 13,80; 32230 5,70; 32231 12,50; 32236 7,25; 32237 14,50; 32238 21,70; 32239 Deutsche Waffcnsabrik, Abteilung Lindener 8,40; 32251 6,15; 32265 Tischlerei Gebr. Raabe 17,85; 32233 10.-; 32228 8,30; 32232 3,—; 5940 7,55; 5951 12,10; 32250 8,70; 32263 Tischlerei Aktiengcsellschast sür Bauaussührungcn, Charlottenburg, Salzuscr 14,20; 5579 6.50; 5582 7.40; 5583 20,75; 5626 5,55; 5652 4,40; 5655 1,30; 5820 1,10; 5821 2,15; 5915 7,95; 5930 2,35; 5932 2,05; 5942 8,25; 5945 8,45; 5956 15,05; 5976 3,50; 5978 4,20; 5980 4,55; 32206 7,50; 32270 8,10; 32271 9.55; 32214 13,10; 32215 7,—.— Gesammelt aus der Kindtause bei Stein- bowski 2,60. WahlkreisTcltow-BeeSkow-Charlottcnburg, sozial- demokratischer Zentralwahlverein aus Listen und Einzelbeiträge 2360,65 Darunter: Eichwalde, Listen 15,—; Königswustcrhausen, Listen 41,45; Wilmersdorf, Listen 89,40, Daimler, Motorwerke durch Ncumann 32,25, Summa 121,65; Maricndors, Listen 100,—; Rixdors, Listen 926,30, Lau Holland, Rixdors 13,25, Städtische Gasanstalt Rixdors R. I. II. 5,20, Zcntralverband der Dachdecker Deutschi., Zahlstelle Rixdors 7,—, Firma C. P. Görz, Friedenau, Abt. mechanische Werkstatt 12,50, Daimler, Marien- leide, Abt. 8 u. 4 37,35, desgl. Abt. 8 31,50. desgl. Abt. 14 9,70, Setzer des „Berliner Lokalanzeiger" 14,25, Buchdruckerci Billig, Rarkltraßc 8,70. Bau- tischlerci Metz 14.30, Tischlerei Emmeluth 14.50, Tegel u. Co. 5,45.«nipinn 1100; Rixdors, Uebersch. der Matinee für russische Opfer 859,95; Wannjec, Listen 18,20; Ncuzittau, Listen 8,45; Teltow, nmi k«,;,»,-» der Elberselder Papiersabrik in Teltow 31,- graspieSkc, Liften 3,80; Grünau, Listen 31,65). iste von den Bauaröcitei-ii Steglitz, Listen 29,50; Mark- Nied er? arnimer Wahlkreis 1116,15. RummelSbura: Listen 177 �.30; 178"-SO; 179 1,6?: 180 5,05; 181 3,15; 182 14,10; 183 •4i>5; 184 11,—; 185 7,45; 186 7,65; 189 3,20; 100 8,25; 191 7,70; 193 13,15; gesammelt Sparverein Arbeiterpseimig, Rumindsburg; 199 9,60; -02 25,60; 204 6,20; 426 4,50; 433 8,55. Friedrichshagen: Listen 175 13,50; 174 15,15; 173 12,10; 172 12,30; 171 15,95; 170 25,55; 169 11,60; 168 8,35; 167 3,40; 166 20,50; 165 32,—; 164 11,30; 163 4,60; 162 5,80; 161 7,05. Lichtenberg: Listen 322 gesammelt von den Arbeitern der deutschen Telephon-Werke vorm. Stock 7,60; 323 desgl. 12,55; 7124 desgl. 2,65: 326 desgl. 19,10; 327 desgl. 7,30: 328 desgl. 7,25: 329 Ziesgl. 7,35; 330 desgl. 7,85; 332 desgl. 4,15; 333 desgl. 6,05; 334 desgl. ■9,75; 935 desgl. 18,25; 936 desgl. 13,85; 516 desgl. 7,—; 514 14," 518 10,30, 545 3,80; 546 1,30; 601 10,55; 602 2,—; 603 3,40; 615 10,60; «20 5,65; 638 9,10 I 639 9,65; 642 9,25; 647 7,50; 652 Wolshardt u. Gold schmidt 7,20. 657 2,85, 664 2,50; 665 1,95; 671 4,10; 678 6,10; «79 3,60, 681 15,75; 687—,50; 690 2,20; 691 2,80; 693 Automobilball Oberschoiieweide 9,40; 695 desgleichen 28,20; 694 5,20; 696 durch �cmmrich 5,95, 698 4,60; ges. v. den zcntralorganisierten Bauhülfsarb Bau Pariser Platz 9,90; ges. von den Arb. d. Kunslsandsteinfabr. Gebr. Frisicke, Britz 18,85. Pankow: Listen 259 5,—; 230 5,60; 209 14,75 211 5,—: 201 8,10: 208 1.—. W e i tz e n s e e: Listen 934 4,10; 936 2,10; 941 9,45; 943 4,95; 949 11,50; 950 4,50; 954 16,—. Reinickendors: Listen 901 2,90; 902 10,65; 903 11,75; 904 10,55; 905 3,—; 917 8,80; 906 3,85; 908—,85; 909 6L5: 910 2,75; 913 7,—; 914 6,60; 915 5,10; 912 5,50; 921 3,30; 922 2,—; 923 1,90; 924 4,75; 927 4,60; 928 1,95; 930 1,40; 951 1,45; 953 6,50; 954 1,95; 967 1,15. Berlin, diverse: Gesammelt Firma F. Spengler, Lindenstr. 44 7,25. Hülssarbciter Druckerei„Woche" 12,60; desgl. 12,60; desgl. 14,30; desgl. 13,50. Anilin-Treptow P. III 50,—. F. 138, Frankfurter Allee 2,—. K 2,05. Tischlerei von Jonuleit u. Psaff, Krautstr. 18/19 15,—. Ges. bei einer Kindtausc laut Klopsch 1,—.«zparv crcin„Namenlos", Gasmcsser- sabrik Mariendors 25,—.„Pulver" 1,—. Ein Maler 1,—. P. d. sidelen roten Gesellschast, Köbenstr. 19 4,—. Zwei Spiritualisten 3,—. Ungenannt aus Berlin W. 25,—. V. Tanzlehrer O. Klatt-für angeblich zu viel er haltenes Tanzhonorar 2,—. Wcihnachtsgabe von Arbeitern der Firma Schneidter 18,60. S. M. 10,—. Bierprozente von Branereimaschincusabrik L. A. Enzinger 20,—. T>l.-G.-V. Liederlust II 30,— Polierer der Firma Hülsenbeck, Kroll>:. Eo. 9,—. K. Stiller, Rentenempfänger 3,05. Silvester- seier bei Jakob Wicbe, Gr. Franksnrterstv. 38 d. Hcinze 11,—. W. E. 20,—. Weihnachtsbcfchcrnng des Rauch klubs„Psälzer" 15,—.„Für die Opfer der russischen Revolution," von Unbekannt 30,—. Von der Putzer kolonne Äakerow 17,—. Töpfer vom Bau Putzke durch Gerlach 10,—. Töpfer, Bau GreifSwaldcrstr. 134 4,25. Gesammelt Silvesterabend bei Grobler 3,85. Silvestcrfeier b. Habermann, Waldemarstr. 67 2,—. Von den Kollegen der Firma Dudcck 14,72. Von den Mitgliedern des Verbandes deutscher Buchdrucker im„Vorwärts" 100,—. Brandenburg 15,—. Polierer der Firma Kümmel, Franks. Allee 117a 10,—. Buchdruckcrci K. Rosen 10,—. Werkstatt Ehrlich, Kronenstr. 31 6,50. Turnverein„Fichte", 7. Männcrabt. 14,70. V. nackten Sperling 1,50. Nichtgetrunkencs Bier v. Geburtst. bei Firma Roth u. Vallentin 2,65. Gesangverein„Nordwacht" 25,—. Hochzeit Reichenbergerstr. 11, ges. d. Möckel 4,— Von einer Feier des Rauchklubs „Brasil" 5,05. Für die russische Freiheitsbewegung Th. 100 1,05. Gesang- verein„Loreleb" u. E. Schreiner 13,80. Lithographen und Steindrucker Deutschlands 500,—. Möbelfahr. A. S. Ball, 2 Treppen 10,—. Vom Rauch- Hub„Ohne Zwang", Wcinstr. 28 25,—. Ueberschujz der Bierkafse der Wöllmerschen Schristgietzerei 50.—. Gesangverein„Kreuzberger Harmonie" 50,—. M. G. 3,—. Gesammelt Bau Hopp, Charlottenburg 9,50. Polierer von Dischleit, Admiralstr. 18b 4,30. Ueberschutz der Neujahrswünsche der Zeitungsfrauen, von Südost, eingeliefert durch Heinisch 5,75. Bei der Gcschästskommisfton der Freier Verciuiguiig deutscher Gewerkschaften eingegangen; Töpfer Berlins Liste 1 Bau Bonhof 6,05; desgl. Liste 2 5,50; Verein der Maurer Spandaus 50,—; Verein der Fliesenleger Berlins 100,—; Summa 161,55. Sonstige Eingänge: Jena, Deutscher Metallarbeitcrvcrband, von Arb. der Firma Karl Zeitz 289,44. Bunzlau, vom Zentralverband der Steinarbeiter, Zahlstelle B. 20,—. Butzbach i. H. E. K. 4,60. Flensburg, sozialdemokr. Verein, 2. Rate 100,—. Ripdorf, Sparverein„Hand in Hand" bei Müller 6,21. Zwei deutsche Arbeiter in Schweden 5,55. Paris, Weihnachtssammlung der deutschen Kürschner 103,22. Karlsruhe i. B., gesammelt v. d. Gesangvereinen„Bruderbund" und„Lassallia" 23,10, Rest- betrag v. Matinee 3,90, summa 27,—. Lauf bei Nürnberg, Zentralverband der Töpfer, Filiale L. 10,—. Statzfurt, Wahikr. Ealbc-Aschcrslcben-Ouedlin- durg 218,09. Kiel, v, 7. schlesw.-holst. Wahlkreise, 1. Rate 500,—. Toluca(Mexiko) 100,—. Daimstadt, von der sozialdemokratischen Partei 70,—. Hannover, von einer Abteilung der Gasarbeiter Hannovers 13,10. Universitätsstadt Erlangen 47,70. Schmargendorf, A. T. 10,—. Ripdorf, ge- sammelt bei der Wcihnachtsbeschcrnng des Klubs„Fidele Raucher" 6,25. Rietz, anicrik. Versteigerung b. Familienabcnd d. soz. Bezirksvereins Lothringen, Filiale Metz 22,—. Wannscc, ges. am Heiligabend durch H. M. bei A. W. 3,20. Höchst a. M.. gesammelt durch den KreiSwahIverein 122,30. Bern, ge- sammelt vom internationalen Arbeiterverein 21,05. Desgleichen 16,20. Hamburg, ges. v. d. 3 Hamburger Wahlkreisen u. v. 6., 8. u. 10. schleswig- holsteinischen Wahlkr. 3000,—. Schleswig, durch H. B. 223,90. Wittenberge, aus Listen gesanimelt 50,—, v. Gcwcrkschafkskartell bewilligt 50,— Summa 100,—. Danzig, 2. Rate 34,10. Mofscrsdors i. B., A. Lonsdorser 5,10. London, A. Fohrmann 1,—. Königsee i. Tb., Arbeiterbildungsverein 10,60. Königsec i. Th., Weitzlcderzurichter d. Firma Ast u. Kühne 7,—. Verden a. A., gesannuelt von Partcigen. 50,70. M.-Gladbach, gesammelt von den Partei- genossen 45,30. Spandau, vom Zentralverband der Maurer, Zwcigverein Spandau 100,—. Cöthen, sozialdcm. Verein Bernburg-Cöthen, Bez. C. 10,75. Limbach i. s>., v. d. Parteigenossen 86,15. Hannover, vomP. hannoversjftcii ReichStagswahlkr. 500,—. Ripdorf, ges. durch Dietze, Jäaerstr. 57 3,55. Wcitzenscc, Tischlerei Broszat" 6,—. Weitzensee, aus der Sechserkasse der Tischlerei Hummel 6,—. Augsburg, v. d. sozialdemokr. Frauen Augsburgs durch Marie Greisenberg 15,25, München, Gesangverein Neuhausen�lO.—. Anklam, v. den Parteigenossen 56,25. Gollnow, durch D. 2,—. Stettin, Silvesterseier Gesangv.„Vorwärts" 7,65. Stettin, durch H. 1,-r. Helmstedt, vom sozialdemokr. Wahlverein 50,—. � Celle, 14. hannov. Wahlkreis 52,50. Sonncbcrg S.-M., für unsere russischen Brüder die rote 101 4,30. Potsdam- Spandau-Osthavelland, sozialdemokr. Krciswahlv. 5. Rate 475,75. Charlotten- bürg, in der Silvesternacht ges. b. Schmidt u. Schilling durch Vicrck 4,90. Hannover-Mündcn, durch F. A. 38,75. Altona, v. d. Agitatiouskommission der Provinz Schleswig-Holstcin 333,61. Ebcrsbach, ein Gematzregcltcr von Wünsches Erben 3,—. Flensburg, sozialdemokr. Verein 3. Rate 100,—. Elberfeld, v. Agitationskomitee für den Nicderrhein 3. Rate 600,—. Gotha, durch Sp. 80,—. Bamberg, Hutmachcrorganisation Filiale B. 5,—. Summa 34 515,91. Bereits quittiert 190 300,88. Im ganzen 224 816,82. Berlin, den 22. Januar 1906. A. G e r i s ch, Lindenstr. 69. Heimarbeit- Ausstellung. Metall-Jndustrie. Solingen ist seit altersher ein Hauptort für die Herstellung von Stahlwaren, besonders Schwertern, Messern und dergleichen. In früheren Zeiten herrschte die Schwertindustrie vor. In der Neu- zeit ist sie dagegen hinter der Produktion von Messern, Gabeln, Scheeren lveit zurücktreten. Ten größten Anteil an der gegen- wärtigen Produktion stellt die Messerindustrie. Ihre Erzeugnisse finden wir auf der Ausstellung in den verschiedensten Arten sowie in allen, Stadien des Produktionsprozesses vertreten. In der Messer- industrie herrscht eine weitgehende Teilarbeit. Nicht nur für jede Art, wie Taschenmesser, Küchenmesser usw. gibt es besondere Ar- bciterkatcgoricn, sondern auch jedes einzelne Messer, welcher Art es auch sei, geht durch die Hände verschiedener Arbeiter, ehe wir es in gebrauchsfähigem Zustande vor uns sehen. Die Messerindustrie ist heut nur noch zum Teil Heimarbeit.— Im allgemeinen ist der Werdegang eines Messers der; In der Fabrik werden die Klingen gesckmicdet und gehärtet. Tann erhält sie der Schleifer, der fast ohne Ausnahme Heimarbeiter ist. Das Schleifen ist eine sehr un- gesunde Arbe.it, iveil dabei viel Metallstaub entwickelt wird, den der über dem Schleifstein gebeugte Arbeiter«inatmet. Lungen- krankheiten sind deshalb bei den Schleifern eine häufige Erscheinung. Tie Sterblichkeit der Schleifer ist fast doppelt so groß wie bei der übrigen Bevölkerung.— Die Hefte oder Sckalen zu den Messern werden meistens von Heimarbeitern hergestellt.— Der Fabrikant übergibt die fertigen Klingen samt den beiden Teilen des Heftes (bei Taschenmessern auch die übrigen Bestandteile) einem dritten Heimarbeiter, dem Neider, der daS Messer zusammcnzusctzcki hat. Pom Neider geht das Messer in die Hände des Ausmachers, der die letzten Arbeiten auszuführen hat, welche noch nötig sind, um dem fertigen Produkt ein gefälliges Aussehen zu geben.— Die Löhne ixt verschiedenen Arbeiterkatcgorien weichen sehr voneinander ab. Ter durchschnittliche Tagesverdienst wird auf 3 bis 4 M. angegeben. Manchmal wird etwas mehr, oft aber auch, namentlich bei minder- wertigen Torten— weniger verdient. Die gewöhnliche Arbeits- zeit beträgt 10 Vj bis 13 Stunden, wird aber bei flottem Geschäsis- gang oft überschritten. Daß die Werkstätten der Heimarbeiter durchweg enge, ungesunde Räume sind, braucht unter solchen Um- ständen uichl erst gesagt zu werden. Ein ausgestelltes Bild zeigt uns die Werkstatt eines Neiders. Es ist ein Raum von 3 Meter Länge, 2V2 Meter Breite und 2 Meter Höhe. Außer diesem Ar- beitsraum hat die Familie nur noch ein Schlafzimmer. Die Verhältnisse der Messerarbeitcr mit einem Tagesverdienst von 3 bis 4 M. sind gewiß keine guten-. Und doch stehen sie unter den Heimarbeitern in der Metallindustrie— soweit die Ausstellung eine Uebersicht darüber gibt— noch am besten da. Schon bei den Schlossern in Velbert, welche Schlotzteile, die in der Fabrik angefertigt sind, zu fertigen Schlössern der verschiedensten Arten zusammensetzen, sindcn wir Löhne, die häufig bis zu 10 bis 13 Pfennig pro Stunde herabgehen. Nur sehr nichtige Arbeiter können einen Verdienst von 30 bis 40 Pf. pro Stunde erreichen. Bei den Heimarbeitern der Schloßindustrie ist es die Regel, daß Frau und Kinder mithelfen, indem sie dem Vater mit leichteren Arbeiten zur Hand gehen. Doch alles, was wir bis jetzt von schlechten Verhältnissen der hausindustriellen Metallarbeiter gesehen haben, ist nock glänzend gegenüber den Arbeitslöhnen, die in einem Industriezweige gezahil werden, der seinen Sitz in einem der schwärzesten Winkel unseres Vaterlandes, im Regierungsbezirk Aachen, Hai. Tort werden Druckknöpfe, wie sie an Handschuhen gebräucklich sind, Haken und Oese n, Schnallen und S i ch e r h e i t s- nadeln fabriziert. Das größte Unternehmen dieser Art ist die Firma WilliamPrhm, G. m. b. H. in S t 0 l b e r g(Rheinland.) Damit sie den„Segen" ihrer Heimarbeit recht weit ver- breiten kann, hat die Firma in Aachen, sowie in vielen Orten des Landkreises, Ausgabestellen für Heimarbeit. Durch Inserate werden Arbeiterinnen für„leichte, saubere und lohnende Hausarbeit" ge- sucht und ihnen ein Verdienst von 1,50 bis 2 M. täglich in Aussicht gestellt.— Welcher Art ist nun diese Heimarbeit?— Es handelt sich um das Fertigmachen der Dr uckknöpfe. Da ist zunächst in den einen Teil des Knopfes eine kleine Feder einzusetzen. Eine Arbeit, die nicht wenig Geschicklichkeit erfordert und Augen und Fingern in hohem Grade anstrengt. Dann sind beide Teile des Knopfes ineinander zu drücken und der fertige Knopf auf Kärtchen von Kartonpapier durch Eindrücken zu befestigen.— Andere Arbeiten sind; das Aufnähen von Haken und Oesen auf Karton, Einpacken von Schnallen und Sicherheit s» nadeln, sowie Aus- und Zumachen von Sicherheit s- nadeln. Wie ist es nun mit dem in Aussicht gestellten Verdienst? Für das Einsetzen der Federn in die D r u ck k n ö p f c gibt es für ein Gros(144 Stücks 4 Pf. Arbeits loh n. Dabei kann ein erwachsener Arbeiter, wenn er fleißig ist. in Is-h Stunden 8 Pf. verdienen. Er würde es also in einem zehnstündigen Arbeitstage auf 55 Pf. bringen. Beim Eindrücken der Knöpfe auf Karton kann der fleißige erwachsene Arbeiter i n 10 Stunden 1 M. verdienen. Andere Nummern dieser Knöpfe bringen unter gleichen Voraussetzungen einen Tagesverdienst von 50 be z w. 80 Pf. Haken und Oesen kommen ans Karten genäht in den Handel. Das Aufnähen von einem Gros Haken und Oesen er- fordert 570 Stiche. Dafür gibt es einen Lohn von 214 Pf. Ein geübter fleißiger Arbeiter kann bei dieser Beschäftigung in 10 Stunden 50 Pf. verdienen. Davon gehen aber noch 3 Pf. für Nähgarn ab, welches der Arbeiter selbst zu besorgen hat, so daß ein Tagesverdienst von 47 Pf. übrig bleibt. Ein fleißiger und geübter Arbeiter, der Schnallen ver- packt, kann dabei in 10 Stunden 70 Pf. verdienen. Mit dem Auf- und Zumachen von Sicherheitsnadeln(eine Arbeit, die für das Lackieren der Nadeln erforderlich ist) erreicht er einen Stundenlohn voni 5 Pf. Das Einstecken fertiger Sicher- hcitsnadeln in winzige Mappen von Papier gilt als die beste von allen hier genannten Arbeiten. Der fleißige geübte Arbeiter kann damit in 10 Stunden 90 P f. verdienen. Hungcrlöhne im wahren Sinne des Wortes!— Es ist selbstverständlich, daß männliche Arbeiter in der Regel nicht die Hand nach diesen Arbeiten ausstrecken werden. Meistens werden sie von Frauen und noch vielmehr von Kindern angefertigt. Das läßt aber die Verhältnisse keineswegs besser, sondern eher noch schlimmer erscheinen. Erstens stellt sich der Verdienst der Kinder ja erheblich geringer als der vorstehend angegebene. Vor allem aber ist diese Arbeit für Kinder im höchsten Grade gesundheitsschädlich. Anhaltendes Sitzen, Mangel an Bewegung, die Augen und Nerven anstrengende Hantierung mit den winzigen Gegenständen, müssen geradezu vernichtend auf den Gesundheitszustand der Kinder wirken, die schon von frühester Jugend an mit diesen Arbeiten beschäftigt Werden. Und die Zahl der Kleinen ist nicht gering, die, um den knappen Verdienst des Vaters um ein ganz geringes ausbessern zu helfen, bei anstrengender Arbeit eine trostlose Kindheit verbringen müssen. Noch eine andere nicht minder elend bezahlte Arbeit liegt aus dem Aachener Bezirk vor. Es sind Halsuhr ketten sertigzu- machen. Der Heimarbeiter bekommt Ketten von 25 Meter Länge. Er hat sie in der gewünschten Länge abzuschneiden, die beiden Enden zusammenzufügen und einen Haken für die Uhr daran zu befestigen. Für ein Gros Ketten gibt es 15 Pf. Ein geübter Arbeiter kann klbei in 10 Stunden 1 ML verdienen, Kinder bringen es nur auf 50 Pf.— Eine andere Art von Ketten sind die, welche man an der Zugvorrichtung von Hängelampen, an Ventilationsklappcn und dergleichen sieht. Der Heimarbeiter hat die einzelnen Ketten- glieder aneinander zu reihen. Diese Arbeit wird nach dem Gewicht der fertigen Ketten bezahlt. Sie bringt dem geübten Arbeiter einen Verdienst von 70 Pf. in 10 Stunden. Ebenso jammervolle Zustände wie im Aachener Bezirk herrschen in Iserlohn und Umgegend, wo Nähnadeln, Haarnadeln und dergleichen fabriziert werden. Auch dort wird das Verpacken der Erzeugnisse durch Heimarbeiter verrichtet, wobei Stunden- löhne von 4 bis 6, höchstens 8 Pf. erzielt werden. Eine andere Abteilung der Ausstellung zeigt uns Weiß- blechwaren aus dem Erzgebirge. Gießkannen, Milch- und Petroleumkanncn, Laternen und eine Menge kleiner Küchen- gerätschaften. Die einzelnen Teile dieser Gegenstände werden in der Fabrik angefertigt, die Zusammenstellung ist das Werk des heimarbeitendcr» Klempners. Einige Angaben geben uns ein Bild von den Verhältnissen, unter denen hier gearbeitet wird: Ei» enger, niedriger Raum," meist nicht höher als 2 bis 214 Meter,. dient als Werkstatt. Ein Lötofen, in dem beständig ein Kohlenfeuer� unter- halten wird, strömt große Hitze aus, die Lötmatcrialien; Salmiak und Salzsäure, verbreiten scharfe, die Atmungsorgane angreifende Dünste. In solchem Räume arbeitet täglich 13 bis 14 Stunden der„Meister" mit Gesellen, Lehrlingen und— Kindern. Das ist nicht etwa ein besonders krasser Einzelsall, sondern die Regel für die erzgebirgische Blcchüxircn-Hausindustrie. Ilnd Ivas unter solchen Verhältnissen verdient wird, das ist wahrhaft jammervoll. Hier nur einzelne ohne Wahl herausgegriffene Beispiele: Ein Meister in Sachsen- selb arbeitet mir einem Lehrling, zwei eigenen und drei fremden Kindern. Er macht Milchkannen und verdient dabei pro Stunde 57 P f., aber nicht für seine Person, sondern mit Einschluß seiner sechs jugendlichen Hülfskräfte.— Ein Meister in Beierfeld, der kleine Handlaternen anfertigt, er- zielt einen Verdienst von 70 Pf. pro Stunde für sich, zwei erwachsene Ge hülfen, einen Lehrling und zwei Schulkinder.— Ein Vater arbeitet mit seinen vier Kindern an der Herstellung von Schniicrölkaimen. Tie fünf Personen erzielen in diesem Falle einen Stundenverdicnst von 32 P s.— Diese Beispiele ließen sich noch in großer Zahl anführen. Sie zeigen alle dasselbe Bild des Elends, welches die Hungerlöhne im Gefolge haben, und das sich überall gleichbleibt, welchem Zweige der Hausindustrie wir uns auch zuwenden mögen. Die Uhrcnindustrie im Schwarzwald tvar in früheren Zeiten ein lohnender Nebenerwerb für die dortige Be- völkerung, deren Existenz sich in der Hauptsache aus Acker- und Waldbau stützte. Heut führen die Arbeiter, welche in der haus- industriellen Produktion von Uhren beschäftigt sind, ein Hnnger- dasein. So sind aus Trisicrg die Einzelteils einer Uhr aus- gestellt, mit deren Anfertigung eine ganze Familie: Mann, Frau und Kinder— je nach der Zahl der mitarbeitenden Kinder — in der Stunde 15 bis 25 Pf. verdient.— Eine Weckeruhr besserer Qualität ist ausgestellt. Ter Arbeiter, welcher sie aus den Einzelteilen zusammenzusetzen und in Gang zu bringen hat, ver- dient dabei 14 Pf. pro Stunde.— Für das Lackieren und Be- malen eines Zifferblattes einer kleinen Schwarzwälder Wanduhr wird ein Arbeitslohn von 7 Pf. gezahlt. Bei dieser Arbeit ver- dient der Meister nebst einem Gehülfen und einem Lehrling 32 P f. proStunde. Werfen wir noch einen Blick auf die ausgestellten Spiel- waren aus Blech— einer Spezialität der Nürnberg- F ü r t h e r Industrie— so sehen wir wieder Beispiele haar- sträubender Kinderausbeutung. Die hier in Frage kommenden Gegenstände sind Tiere, aus zwei halbrunden Hälften zusammen- gesetzt, sowie Lokomotiven, Eisenbahnwagen und ähnliches. Die Einzelteile dieser Sachen werden auf Blechtaseln farbig gedruckt und dann mit der Maschine ausgestanzt. Das Zusammensetzen der Teile ist Aufgabe der Heimarbeit, die wohl ausschließlich von Kindern verrichtet wird und darin besteht, daß die an dem einen Teil befindlichen Zangen durch Schlitze in den anderen Teil gestecki und dann umgebogen werden. Oft ist ein einziger Gegenstand aus vier bis sechs Teilen zusammengesetzt. Die Arbeit wird für das Gros(144 Stück) fertiger Sachen mit 10 bis 14 Pf. bezahlt. Da es sich hier um Kinderarbeit handelt, die selten regelmäßig betrieben wird, so läßt sich der Stundenverdienst nicht genau berechnen. Er wird auf Ibis 114. P f. geschätzt.— Wenn diese niedlichen Spielsachen Kinderhcrzen in aller Welt erfreuen, dann sollte man sich auch dessen erinnern, daß fern in der großen Industriestadt Kinderaugen sich angestrengt und Kinderbände sich wundgearbcitet haben, um die schönen Dinge fertigzustellen, und daß diese Kinder durch den Kapitalismus zu einem freudlosen Da- sein verurteilt sind._ Eue der frauenbep?egung. Eine Fraiien-Orgaiiislitio» hat sich kürzlich in der Stadt Lugos gebildet, die Milgliederzahl derselben beläuft sich bereits auf 125. Diese Organisation hat sich zur Aufgabe gestellt, in den Kreisen der Arbeiterinnen Aufklärung zu verbreiten und sie in ihren Kämpfen um bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen zu unterstützen. Rcinickendorf-Ost- Wilhelmsruh. Sonntag, den 28. Januar. mittags 12 Uhr: Oeffentliche Versaminlung für Frauen und Männer bei Fr. Benker, Restaurant zur Eisenbahn, Rcinickendorf-Ost, Provinz- straße, am Bahnhof Schönholz. Genosse H. Schulz-Bremen referiert über:„Erziehung und Sozialismus". Die Wahlvereins-- Mitglieder werden ersucht, mit ihren Frauen recht zahlreich zu erscheinen. Wcißciisee. Der hiesige Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse hielt am 22. Januar im Lokal von Ulrich, Roelkestraße, seine monatliche Mitgliederversammlung ab. Herr A. Stern referierte über„Die Enttoickelungslehre als Grundlage einer neuen Welt- anschaniing". An zahlreichen Beispielen wies der Redner nach, wie iich die Erde entwickelte. Die gut besuchte Versammlung folgte den AnSfilhrungen des Referenten mit großer Aufmerksamkeit und spendete demselben reichen Beifall. Es folgte eine rege Diskussion. Unter anderen wurde ans die Heimarbeiter-Ausstellnng aufmerksam gemacht._ Gerichts-Zeitung. Die Charlottenburger Kommunalkämpfe vor Gericht. Zu Beginn der gestrigen Sitzung wurde der mit so viel Tamtam und Trara auf beiden Seiten inszenierte Prozeß durch einen Vergleich beigelegt. Namens der Angeklagten wurde erklärt: „Es hat uns, wie wir schon in der Verhandlung hervorgehoben haben, icrn gelegen, die persönliche Ehrenhaftigkeit de? Herrn Ströhler anzutasten, insbesondere ihm den Vorwurf zu machen, er hckv'e bei der Ausübung seiner ehrenamtlichen Tätigkeit sich von eigennützigeu Motiven leiten lassen oder gar materielle Vorteile gesucht. Wir er- kennen aber auch weiter an, daß die Beweisaufnahme den Beweis dafür nicht erbracht hat, daß Herr Ströhler den Zutritt zu städtischen Ehrenämtern von einer Beteiligung an dem ZeitungS- .unternehmen abhängig gemacht hat. Soweit daher in den ver- öffentlichtcn Artikeln ein derartiger Vorwurf zu finden ist, nehmen wir ihn hiermit zurück." Der Nebenkläger nahm darauf den Strafantrag zurück, der Staatsanwalt beantragte und das Gericht beschloß die Einstellung des Verfahrens. Die Sucht, politische Prozesse durch Vergleiche aus der Welt zu schaffen, greift in einem bedenklichen Maße uni sich. Ist eine Behauptung anfgestcllr, deren Hinfälligkeit die Beweis- aufnähme ergeben hat, so ist es selbstverständlich, daß die unrichtige Behauptung zurückgenommen wird. Durchaus zu verwerfen ist eS aber, der Auslegungsmaine Konzessionen zu machen, die aus einer zutreffenden oder unziitreffendcn auf Tatsachen aufgebauten Schluß- jolgerung heraus eine Beleidigung konstruiert. Eine solche Aus- legung ist eine Unterbindung der freien Kritik und eine Einengung des trotz aller reichsgerichtlichen Judikatur bestehenden Rechts und der insbesondere für die Presse vorhandenen Verpflichtung, berechtigte Jntcresseii wahrzunehmen. Ein Redakteur, der den straftechtlichen Folgen solcher AnslegungSmöglichkeit ficki durch einen Vergleich eilt- zieht, ist unfähig zur Wahrnehiimiig öffentlicher Interessen. Der Charlottenburger Prozeß, insbesondere aber sein Ausgang hat aufS neue bewiesen, daß die sogenannten„liberalen" oder„im- parteiischen" oder„freistimigep" Gruppen demselben Ziele zustreben, und daß sie im wesentlichen nur die Frage trennt, welche Gruppe oder welcher Klüngel Einfluß haben soll. Weit weniger sachliche als rein persönliche Motive nach größerem Einfluß nuterscheideu die einzelnen Gruppe». Einig sind sie in der Bekämpfung der Be- strebungen der Arbeiterschaft. Die Beilegung des häuslichen Streites der bürgerlichen Gruppen der Charlottenbnrgex Kommunal- Vertretung ist wohl mit ans den Wunsch zurückzuführen, diese Be- kämpfung energischer zu gestalten. Ferdinand Bonns Berliner Theater vor dem Gcwerbegericht. Wir berichteten anläßlich der ersten Verhandlung vor dem Gewerbe- geeicht am 14. d. M. ausführlich über den Rechtsstreit zwischen ehe- maligen Theaterarbeitern des Berliner Theaters und Herrn Ferdinand Bonn. Im gestrigen Termin war der beklagte Thealcrdirektor Bonn nicht erschienen. Es erging gegen ihn Versüuinnisurteil. Nnterschlagungen von niederländischen Postwertzeichen bei der deutschen Gesandtschaft im Haag bildeten den Hintergrund zu einer Anklag?, die am Donnerstag längere Zeit die Reichsdiszipli- narkammcr zu Potsdam beschäftigte. Angeklagt wegen leicht. fertiger Anschuldigung des Hofrats Schneider von der deutschen Gesandtschaft im Haag und wegen Bruch des Amtsgeheimnisses ist der 44jährige, seit dem 9. Oktober 1904 vom Amte suspendierte Geheime expedierende Sekretär Richard Ernst Ball von der beut- scheu Gcsandschaft im Haag. Der Angeklagte war bis zum Jahre 1895 Wachtmeister beim 1. Gardc-Fcld-Artillcrie-Regimeut in Ber- lin, wurde dann Geh. Konzleidiätar im Auswärtigen Amt, kam später als Legationskanzlist zur deutschen Gesandtschaft nach. Bern, dann als zweiter Kanzlist 1900 zur Gesandtschaft nach dem Haag. Es gefiel ihm dort nicht, weil seine Frau das Klima nicht vertragen konnte und deshalb wollte er nach Bern zurück, aber man bat dort, ihn nicht zurückzuschicken, weil er sonst durch sein Wesen die kaum beruhigte Kanzlei aufs neue in Aufregung ver- setzen würde. Ball wurde deshalb im Dezember 1903 als Lega- tionSkanzlist nach Petersburg versetzt. Zur Verhandlung vor der Disziplinarkammer ist er wegen hochgradiger Nervosität nicht er- schienen und hält sich gegenwärtig am Zürichersce auf. Er hatte zuletzt ein Diensteinkoinmcn von jährlich 7200 M. und erhielt, da er sowohl von dem früheren Gesandten Grafen PourtaleS, wie anfänglich auch von dem Gesandten von Schlözer im Haag, ein gutes Zeugnis erhielt, den Titel Geh. expedierender Sekretär. Als erster Kanzlijt fungiert bei der Gesandtschaft im Haag der Hofrat Schneider, und diesem fytt nun in der Zeit don April 1900 bis Anfang 1904 der Angeklagte durch fortgesetzte Eingaben an den Reichskanzler, die Gesandten Graf Pourtales und von Schlözer usw. beschuldigt, amtlich ihm anvertraute niederländische Poltmert- zeichen für sich verwertet zu haben, so datz dadurch das Deutsche Reich innerhalb dreier Jahre um etwa 1000 Gulden geschädigt wurde. Außerdem soll Ball zu dem Zahnarzt Dr. Engler und dem Hofphotographen Woll- rabe im Haag mündlich diese Beschuldigungen wiederholt und ihnen mitgeteilt haben, daß er dic'erhalb Anzeige erstattet habe. Hierdurch soll er einen Bruch der Amtsverschwiegenheit begangen haben. In Petersburg hat Ball daraus erklärt, er halte die Be- schuldigungen zwar für objektiv wahr, bäte aber, da er nicht mehr im Haag sei und ihm deshalb der Beweis schwer falle, die Ein- gaben als nicht geschrieben anzusehen. Hierauf ist das Aus- wältige Amt indessen nicht eingegangen, sondern hat Ball auf- gegeben, den Beweis der Wahrheit zu erbringen. Er hat infolge- dessen seine Zeugen, und zwar den deutschen Kanzleidiener Pfaff im Haag und den holländischen Kanzkeidiener van Wyck, ferner Zahnarzt Dr. Engler und Hofphotograph Wollrabe angegeben. Gegen Hofrat Schneider wurde die Untersuchung eröffnet, welche keine positiven Unterlagen für die Bkhauvtungen des Angeklagten ergab. Hofrat Schneider selber wurde dabei merkwürdigerweise eidlich vernommen und stellte die Unterschlagungen in Abrede. Der Spieß wurde nun umge- kehrt und gegen Ball eingeschritten, der infolge des Disziplinar- Verfahrens immer nervöser wurde, so daß er in dem Gesandten von Schlözer seinen Feind sah. der ihn vernichten wolle. Er, sowohl wie seine Frau, gaben dies in verschiedenen Eingaben kund. In dem Verfahren gegen Hofrat Schneider hatte man den Kanzlcidiener van Wyk nicht vereidigt, weil er Holländer war. Er war aber gerade derjenige, welcher Ball Mitteilungen darüber gemacht hatte, daß er Schneider Briefmarken in Geld umwechseln mutzte und der gesehen hat, wie er einen ganzen Bogen Brief- marken in seiner Brusttasche verschwinden ließ und mit nach Hause nahm. Der Gesandte von Schlözer hat van Wyk als närrischen Menschen hingestellt, der gern trank und einmal der Königin von Holland, als sie auf der Gesandtschaft erschien, ein Blumen- bukctt nach eigenem Arrangement überreichte, van Wyk wurde aber vier Jahre auf der Gesandtschaft beschäftigt und ist nach ein- geholtem Gutachten des Vorstehers der Irrenanstalt im Haag durchaus normal. Er steht jetzt im Dienst der Hofküche im Haag. Es wurde festgestellt, daß das von Hofrat Schneider ge- führte Po st buch durchaus mangelhast war. Es sehlte darin jede Kontrolle über die Verwendung der Marken. Im Juni 1992 machte Ball dem Gesandten Grafen Pourtales über dies Buch Mitteilung und nun wurde die Acndcrung getroffen, daß die Postsendungen überhaupt nicht mehr in der Gesandtschaft frankiert wurden, sondern daß dies auf der Post geschah, worauf dann vierteljährliche Abrechnung erfolgte. Ball erhielt den Auf- krag, dem Hofrai Schneider den ferneren Ankauf von Postwert- zeichen zu untersagen. Dieser verbrauchte aber für die Sonntags- sendungcn usw. noch nach wie vor Postwertzeichen. Es sollen dies vierteljährlich für 49— 59 Gulden gewesen sein, was durch die um- 'fangereicheren Geschäfte der Gesandtschaft anläßlich des Buren- krieges und der Hochzeit der holländischen Königin erklärt wird. Hofrat Schneider, der in schlechten Vcrmögcnsverhältnissen lebte, hat zugegeben, daß er einmal dem Hofphotographen Wollrabe eine Rechnung über 5 Gulden mit Briefmarken bezahlt habe, es sollen dies aber Marken aus dem Geschäft seines Schwiegersohnes gewesen sein. Was den Bruch der Amts- Verschwiegenheit anbelangt, so erklärte der Angeklagte Ball, daß er lediglich, weil Zahnarzt Engler und Wollrabe ihm Vorstellungen darüber machten, daß er Schneider angezeigt habe, die Aeußerungen getan. Sclmeidcr hatte zuvor darüber diesen Zeugen Mitteilung gemacht. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft beantragte gegen Ball die Dienstentlassung. Er habe schwere Beschul- digungcn erhoben, ohne sie zu beweisen, gegen einen Beamten, der 35 Jahre im Dienst sei. Der Verteidiger stellte in Abrede, daß Ball leichtfertige Beschuldigungen erhoben habe, er babe im guten Glauben gehandelt. Darüber stellte er noch weitere Bcivcisanträge. Der Gerichtshof hielt nach stundenlanger Beratung weitere Be- weismittel nicht für nötig, weil er der Ansicht war, daß Ball nicht leichtfertige Beschuldigungen erhoben habe und dieserhalb freizusprechen sei. Ob und wie weit seine Beschuldigungen zutreffen, dies zu untersuchen, sei nicht Sache der Disziplinarkammer. Ball habe aber durch Mitteilung der Schneiderschen Angelegenheit an Privatpersonen die A m t s V e r- schwiege nheit verletzt. Dafür sei er mit einem V c r- weis und 399 Mark Geldstrafe belegt, habe auch die Kosten zu tragen. Einbruch aus Nnzurechiningsfähigkeit. Ein weiblicher Ein- brecher erschien gestern in der Person der Kochfrau Hulda F i n k e vor der ersten Strafkammer des Landgerichts I. Bei der Ange- klagten wohnte seit längerer Zeit ein Schmiedegeselle als S ch I a f° b u r s ch e. Eines Tages mußte dieser die unangenehme Entdeckung machen, daß während seiner Abwesenheit Diebe in seiner Stube gehaust hatten. Aus seinem Koffer, der erbrochen war, fehlte die Summe von 49 M. Er machte der Angeklagten sofort Mitteilung. Diese lief zur Polizei und erstattete dem Kriminalwachtmeister Birras Anzeige, daß in ihrer Wohnung eingebrochen wäre. Durch ein etwas sonderbares Wesen der Angeklagten kam der Beamte auf den Verdacht, daß die Anzeigende selbst die Diebin sei. Am nächsten Tage erschien der Kriminalschntzmann Zipp in der Woh- nung der Angeklagten und konstatierte hier, daß sich tatsächlich an der Korridortüre deutliche Eindrücke eines Stemmeisens befinden. Auch sonstige Spuren deuteten auf die Arbeit eines Einbrechers hin. Der Beamte verwickelte die Angeklagte nunmehr in ein Kreuzverhör, durch welches zahlreiche Widersprüche zutage traten. AIS er der Frau F. den Diebstahl schließlich auf den Kopf zusagie. tat diese anfänglich sehr entrüstet, gestand schließlich aber ein. den Diebstahl in der— Trunkenheit verübt zu haben. Wertere Recherchen aber ergaben, daß die Angeklagte tatsächlich eure notorische Trinkerin ist. Vor Gericht trat Rechtsanwalt Herne den Beweis an, daß die Angeschuldigte den Einbruch in eurer krankhastcn Störung der Geistcstätigkeit begangen hatte. Ter aus seinen Antrag als Sachverständiger geladene Gerichtsarzt-r r. Stürmer bestätigte, daß die Angeklagte alle Anzeichen eines chronischen Alkoholismus an sich trage. Ein vielfach von ihr ge- äußerter Ausspruch sei, essen brauche sie überhaupt nicht, wenn)iz nur einen Schnaps habe. Nach dem Gutachten des Sachverstandlflen ist es sehr wohl möglich, daß die Angeklagte rnsolge des Arkoholw- mus in Verbindung mit einem schweren Herzfehler sich Zur Zeit der Tat in einem Zustande von krankhafter Störung der Gerstes- tätigkeit sich befunden hat. durch welchen ihre freie Willens- bestimmung ausgeschlossen war. Die Angeklagte wurde deshalb aus Grund des§ 51 St.-G.-B. freigesprochen. Eingegangene Druckschriften. Neue russische Literatur: Drama in vier Akten von Maxim Gorki. der Sonne Preis Drama in vier Akten von Maxim 1.„Barbaren" Mark. 2.„Die Kinder i) 0 r f i. 2 5N. 3.„Das Feldgericht". Erzählung von Skitoletz. Preis 50 Pf 4.„Christen", Novcllette von L c o n i d Andrei e s I. Preis 50 Pf_ Zu 1—4 ill russischer Sprache lErftnusgabcii) erschienen bei i). H. 3. Dich, Verlagsbuchhandlung m Stuttgart. Dr. R. Michels. Patriotismus und Ethik Eine kritische Skizze. 32 Seiten. Preis 50 Pf Verlag F. Dietrich, Leipzig. Ilse Trapa». Armenier und Zarismus. Herausgegeben von der Union der armenischen Studciiteii in Europa. Preis 40 Pf Verlag Union des Etudianfcs Armeniens de TEurope, Rue de TEcole de C.unue-- Geneve(Suisse). Dr. jur. SC. Pleiftner. Deutscher Kampf Eine Halbmonatsschrist. Heft t und 2. Preis pro Hest 30 Pj. Bering„Deutscher Kamps", Leipzig, KronprilizcNstr. 70. Plulus. Kritische Wochenschrift siir BolkSwirtschast und Finanzwesen. (Herausgeber Georg Bernhard.) 4. Hest.(Abonnements einschliehlich der PlutuS-Mcrllafcl, vieteljährlich per Post und Buchhandel 3,50 M., direkt voni Verlag 4 M. Bering Berlin-Charlottenburg, Goetheftr. 69.) Sozialer Fortschritt: Heft 57/58: Katscher, Leopold: Einträgliche Nibcitcrsieimdlichkcit. Zeitgemäste Mahnrusk. 50 Pf— Hest 50: Damaschke. Sldols: Joh. Heim:. Pestalozzi und Adolf Diesterweg. Zwei Mahner zur Sozialresorm. 25 Pf— Heft 60: Esche, F. A.:®lnd unsere Wanderarme» arbeitsscheu? 2o Pj.— Hest 61/62: Furth, Henriette: Weitere Beiträge zur Kinderarbeit und Kiiiderjchutz. Verlag F. Dietrich, Leipzig. Für de» Jnpal» der Juicrate iiberiiiiuiiit die Redaktion dem Publikum gegenüber teiucrlci Aeräutwortung. Ukeater. Sonnabend, den 27. Januar. Ansang VI, Uhr: Schauspielhaus. Prinz Friedrich von Homburg. Neues Opern- Theater. Ge- schlössen. Deutsches. Der Kausman» von Venedig. Berliner. Kean. Neue«. Em Sommernachtstraum. Westen. Schützenlicsel. Nachmittags 3 Uhr: Der Kurprinz von Brandenburg. Zentral. Die Fledermaus. Nachmittags 4 Uhr: Prinzeßchcn Goldtraut. »liifaiig 8 Uhr: Opernhaus. Der Lange Kerl. Lessiug. Und Pippa tanzt. Sttiiller O.(Walliier- Theater) Königsglaubc. Schiller'S.(Friedrich Wilhelm- städtisches Theater). Cyprieime. Kleines. Kinder der Sonne. Komische Oper. Die Boheme. Residenz. Der Prinzgemahl. Driniion. Die Wetterjahne. Lustspielhaus. Der Weg zur Hölle. Thalia. Bis srüb um Fnnfe. Nachmittags 4 Uhr: Hansel und Gretel. Earl Weis«. Die lebende Brücke aus Kuba. Nachmittags 4 Uhr: Der gesticselte Kater. Luise». Der Kaufmann von Venedig. Tcutsch-Zlnierikauisches. Er und Ich. SNrtropol. Aus inS Metropol. Kasino. Die goldene Brücke. Slpollo. Prinzetz Rosine. Speziali- täten. Hcrrufelb. Familientag im Hause Prellstein. Belle-Sllliance. Der grüne Tcusel. Spezialitäten. Wintergarie». Otto Rculter.— Spezialitäten. Walhalla. Nach Asrika, nach Ka- merun. Folicö Eaprice. Nach dem Zapscn- streich. Der Behcme. Rrittiolialle». Stettiner Sänger. Passage. Spezialitäten. >Ir»»i». Tanvruslraür 4K/49. Nachmittags 4 Uhr: Im Laude der Mitternachtssouiic. Abends 8 Uhr: Am Gols von Neapel Sternwarte, Jnvalidenstv. 57/62. Täiklirti aeösiuei»o» 7 bis I Uhr. Berliner Tlieslei'. Abends VI, Uhr: Kean. Sonntag nachm. a'/j Uhr zu crmätz. Preisen: Hie Jungfrau von Orleans. Abds. 7I/j Uhr: Oer Widerspänstigen Zähmung. Montag. Dienstag: Der V/iderspänstigen Zähmung.__ Beiiiliarä Rose-Theater Gesundbrunnen, Badslratzc 58. Morgen Sonnlag, den 28. Januar, nachmittags 3 UHi bei ermätz. Preisen: Atr Roland von Kerlin. Abends 7 Uhr: Kerluter Kinder. Billett-Borverkauj voir 10—1 Uhr an der Theaterkasse. Montag: Das Gefängnis, Neues Theater. Slnfang 71/, Uhr. Sin Scnunernaehtstram Sonntag, Montag: Sin Sonunernaclitstraum. Kleines Theater Anfang 8 Uhr. flinke der Sonnt. Sonntag nachm. 3 Uhr: Nachtasyl. Mcnds 8 Uhr: Kinder der Sonne. Zentral-Theater (Operette). 4 Uhr: EPrinxeKohen Goldtrant. Ab. 7'/. Uhr: Oie Fledornians. Luisen-Theater. Abends 8 Uhr: Sonntag nachm.: Pension Schöller. Abends: Der Verschwender. Montag: Die lustigen Weiber von Windsor. Komisehe Bper. Friedrich str. 104/104a. Sonnabend, den 27., abends 8 Uhr: ]>ie Jloheme. Sonntag nachm. 3 Uhr bei ermätz. Preisen: 0er Oorregidor. Abends 8 Uhr: iiottmanns Erzählungen. Montag: Hoffmanns Erzählungen. Apollo-Theater. s uhr: Prinzeß Rosine von Ijlncke. Hieraus die glänzenden 8pv«l»kität<-n mit Xsisttkuma ftigashi Meister der SelbstverteidigungSlehre Sonntag nachm. 3 Uhr: Berliner Luft und Spezialitäten._ IKelropot-Theater Anfang 8 Uhr. Große Jahresrevue mit Gesang n. Tanz in 9 Bildern v. Jul. Freund. Musik von Viktor Hollaendor. Kinichon in all. Räumen gestattet. Residanz-Theater. Oirehtton: Richard Hlexander. S8 Uhv:"b PrOlOg. Hieraus: Der Prinzgemahl. Sonntag und lotgende Tage: Der Prinzgemahl. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Herkutesplllen. Wathaüa Thealer lind) Wido,«üdj Komruii. Ausslatlungspofse in 6 Bildern. Ans. 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Schiller-Theater 0.(Wallner-Theaierj. Se n nabend, abends 8UHr: Künigft&'laiibe. Ein bibliicheS Drama in 5 Auszügen von Hermann Stodtc. Sonntag,» ach m. 3 Uhr: �7»»-n. Sonntag, abends 8 U b r: FiachMinann als Erxicher. Montag, abends 8 Uhr: Clypidonne. Sohlller-Theater N.(Friedr.-Wilh. Th.) Sonnabend, abends 8 Uhr: Gz-pidonne. Lustspiel in 3 Auszügen v. Bictorien Sardou und E. de Najac. S o Ii Ii l a g, nach m. 3 Uhr: Oai,>«,,,t?lt»ni«;. Die Bäuerin. Absehled vom Regiment. Sonntag, abends 8 U h r: I/qI.ci' unsiore Kraft. Montag, abends 8 Uhr: Zaplcnstrcicli. Arnold Scholz. Heue Welt. Hasenheide I OS/1 14. Im festiicii dekorierten Riesensaale vom 28. Januar bis 18. Februar: Großes Miinchener Bockbierfest Baron Muckl mit seiner Original Oberbayrischen Bauernkapelle D'Holiertauer Bedienung durch 30 echte bayrische Madi'n in Nationaltracht. ff. Bergschloß-Bockbicr— Münchener Küche. Sensationelle Ucberraschungen.——— Sonntags 2 KapelleA. 58412* Anfang 7 Uhr, Sonntags 5 Uhr.— Enfree M. 0.30. Zirkus Albert Schumann Heute abend präzise 7'/. Uhr: Oalu-Fcat-VorstcUiiiie. Ganz besonders gewählt. Programm! Neue Debüts! Ferner Novität! Direkt von Nordniiierikn! ZRiB Abie Mitcliell und ihre «chwariAen -SU Neu! Die persische Karawane. Neu! Die ausgezeichnete Jßivza- Golem-Truppe. Original-Kaukasior. Die spanische Truppe les Quoirolos. Neu! Die sibirischen Turnispringer. 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Um rege Beteiligung ersucht 6I/4 Die Ortsverwaltung. I.A.: Bmii Kerlin. Maschinen beschäftigt. Arbeiter =3 Berlins und Umgegend.- Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied Paul Inders am 24. d. Mts. verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, de» 38., nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause Eberty- straße 11 aus nach dem Aus- erslehungs-Kirchhose statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet 75/3 Der Vorstand. Den Mitgliedern hiermit die traurige Nachricht, daß unser alteS, treues Mitglied Emil Seidel plötzlich gestorben ist. Wir werden ihm dauernd ein ehrendes Andenken bewahren! Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag 2 Uhr vom Trauer- Hause aus nach dem HI. Kreuz- Kirchhose in Mariendors statt. tü-liill. Olga Jacobson, ÄÄ für den 2. Berliner Reietistagswatilkreis. Todes- Anzeige. Am 25, d. Mts. verstarb unser Mitglied, der Barbier Franz Mehnke Teltowerstr. 42. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 29. d. Mts., nach- mittag 3 Uhr, aus dem Christus- Kirchhose(Mariendors) statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 238/4 Der Vorstand. Nach kurzem, schwerem Leiden verstarb am 23. d. Mts. meine l liebe Mutter, unsere Schwester, s Schwägerin und Tante. Frau Mmms firiiekmann geb. Bernhoiz. Die Beerdigung findet am Sonntag. den 28. d. M., nach- mittags 3 Uhr, von der Leichen- halle des Auserstehungs-ÄirchhoseS in Wcißensee aus statt. Um stilles Beileid bittet im Namen der Hinterbliebenen Paul Brückmann t88 als Sohn. Sozialdemokratisclier WatMo fiyerLReichstags- Walilkreis. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Genosse Schlosser �.uxust Lteinke Prinzenstr. 43 verstorben ist. Ehre feinem Andenken i Die Beerdigung findet Sonntag. den 28. Januar, nachmittags 4 Uhr. von der Halle des neuen Luisen-Kirchhoses in Britz aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Dee Vorstand. Danksagung. Für die herzliche Teilnahme bei der Beerdigung unseres lieben Bruders und Schwagers Willtelm Scliapkowski sagen wir allen Freunden und Bc- kannten, insbesondere dem Rauchltnb „Psälzer" den besten Dank. 2185b Carl Sasse nebst Frau. Krön;- und Klnmknhilldtrei von Köder! lieber,. nur Wnriannkn-Straße 2. BereinS-Kräuze, Palmen- u. Blumen» Arrangements, Buketts, Gnirlanden. usw.werdensein».preiswert geliesert. Bruch-Pollmann empfiehlt sein Lager i» Bruolidandagen, Leibbinden, Geradehaltern, Spritzen, Suspensors sowie sämtliche Artikel zur Krankenpflege. Eigene Werkstatt. Lleser. s. Orts- u.Hülfs-Krankenknssen Berlin C-, 56491!* 30. Liniktt-Straßk 30. Alle Bruchbänder mit elastischen Be- loiten, angenehm».weich am Körper. veulscder Kolzsrbejler-Verbsvll. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Tischler Albert Plötz am 24. Januar an Gesichtsrose verstorben ist. Ehre seinem Andenken: Die Beerdigung findet am Sonntag, den 28. Januar, nach- mittags um 4 Uhr, von der Leichenhalle desMoabitcr Kranken- hauseS(Eingang Birkenstraße) aus nach dem Friedhose in Plötzen- sce statt. Um rege Beteiligung ersucht 79/2 Die Ortsverwattnng. �Hygienische BedansartiKei. Neuest. Katalog I. Empfehl.viel Aerzte« Prof. grat. u.£r. H. Onger, Gommiw&rentabrik Qerlin NW.. Friedrichstras««' � Vemnigung der Waler, Fackierer, Anstreicher. =(Filiale Berlin.)- Todes- Anzeige. Den Kollegen hiermit zur Nach- richt, daß unser Mitglied, der Kollege Johann Longkowski am Mittwoch, den 24. d. MlS., verstorben ist. Ehre seinem Andenken: Die Beerdigung findet am Sonnabend, nachmittags 2 Uhr, vwn der Halle des Emmaus- Kirchhofes. Rixdors, Hermann- straße, aus statt. 12>.l/5 Die Ortsverwaltung. Achtung! Rurdorf! Sonntag, den 23. Januar 1906, vor- mittags präzise 10 Uhr, bei Thiel, Bergstraße 151/152: Außerordentliche nsH« der Zentralkrankenkasse der hlanrer, Gipser, Weißhinfler und Slukkaleure heutsclilands(Zahlstelle Rixdor!|. Tages-Ordnung: 1. Besprechung und Beschlußsassung über den zu gründenden Invaliden- sonds. 2. Ouartals- und Jahresbericht. 3. Neuwahl der Lrtsverwaltung. 4. Verlchiedenes in Kasscnanae- legenheiten. 149/1 Mitgliedsbuch legitimiert! Tie Ortsverwalfung. I. A.: Zllb. Grodehky, Wipperstraße 11. Danksagung. Herzlichen Dank für die überaus zahlreiche Beteiligung sowie die Herr- lichen Kranzspenden bei der Bcerdi- gung meines lieben Mannes und guten Vaters. Besonders der Direk. tion und den Arbeitern der Firma Panzer A.-G. sowie dem Sparverem „Einigkeit* und„Goldperlc" und dem ..Deutschen Metallarbeiter- Verband". 21815 W. Hennig nebst Kindern. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, sprechen wir allen Bekannten, Verwandten und Kollegen, sowie allen Vereinen unseren innigsten Dank aus. Frau Kleeberg 58952 nebst Kindern. Spezial- Möbel-Halle Harry Goldschmiilt Moritzplatz 59, 1. Ecke Stallschreiberstraße. 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Kreis- siigenschneider» und Tischlern von der Firma Beck u. Co., Reander- straße 4, und Schlesischestt 42; von Treppengeländer- Arbeitern (Drechsler, Tischler, Stellmacher. Polterer, iviaschinenarbcttcr und Bildhauer) von derTrcppengeländer- sabrst Joseph Drechsler, Gubener- straße 33; von Drechslern von Panitsch, Brunnenstr. 79; von Ttoctarbcitcrn von Müller, Grenadierstr. 21; von Bürstenmachern von Vogel- mann. Annenstraße, und Bötnng, Wassertorstraßc; von Korbmachern von Änorr, Friedrichsberg, Franks. Ebaitssce 127; von Tischlern und Maichinen- arbeitern von der Kebtleistenfabrik Schäfer, Schönleintlr. 5; von Parkettbodenlegern von der Firma Timme und der Bau Höpfincr. Grunewald, Königsmarkftratze und Hohenzollerndamm-Ecke. DI«-<»,-tsvov,raItang. SpKNÄASS. ««!>-! UMdeilöl! In der Bautischlerei von Gebr. F. u. 0. Relnicke Spandau, Pichelsdorterstr. 12, befinden sich die Tischler Maschinen- ardeiter und Eiusester im Streik. Bau 2immerstraSo, Spandau, Reinicke, Bau Nonnendamm, Siemens 4 Halske. Zuzug fernzuhalten: 79/1* Die Ortsverwaltung. I. A.: Georg Hinze, Bevollmachstgstr. KanS Weber, Berlin, Zur den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SV, � 23.i.itSm, 3. Mkw k>tg„üoriiiiirtö" Kerlilltr Poltelilutt. Die Auslegung der Wählerlisten zu den im März stattfindenden Gemeindewahlen erfolgt in der Zeit vom 13. bis SV. Januar. Versäume niemand, sich zu überzeugen, ob er in die Wählerliste eingetragen ist. Wer nicht in der Liste steht, darf nicht wählen. Wer nicht selbst die Einsichtnahme vornehmen kann, wende sich an einen bekannten Parteigenossen am Orte mit dem Ersuchen, für ihn die Liste einzusehen. Die Listen liegen aus:. In Pankow von 8—3 Uhr im Rathause, Sonntags von 1.0— 12 Uhr. Listen zum Einzeichnen der Wähler werden in folgenden Lokalen aus- gelegt: Restaur. G ri f f e l, Kaiser Friedrichstr. 15: Restaur. Müller, Berlinerstr. 86; Restaurant Abendrolh, Mühlenstr. 25; Re- staurant Clemen, Wollankstr. 122; Restaurant Buge, Schulze- stratze 28; Restaurant Wolf, Wollankstr. 23; Vorwärtsspedition von Georg Freiwaldt, Florastr. 66. Reinickendorf. Die Listen liegen im Rathause Zimmer 11 von vormittags 10 bis nachmittags 2 Uhr aus. Für die- jenigen, welche die Listen nicht persönlich einsehen können, haben sich die Nachfolgende» bereit erklärt, die Listen einzusehen: W. B o h n, Gesellschaftsstr. 33; F. B o l i e n, Gesellschaftsstr. 42; H. Scholz, Provinzstr. 7; E. Hohmuth, Provinzstr. 108; E. Kirsch, Markstr. 1/2: K l ä h n, Residcnzstr. 31; Nicolai, Residenz- strotze 137; M e i n h a r d t, Hauptstr. 50/51; Brückner. Provinz- stratze 82; Schiller, Provinzstr. 79; Wolffram, Hausotter- stratze 43; Petrat, Provinzstratze, Ecke Bürgerstratze; Gründer, Hoppestr. 24; G e h r k e. Nordbahnstr. 11. Groß-Lichtcrselde-Lankwitz. Die Wählerlisten zur Ge» meindewahl liegen aus für G r o tz- L i ch t e r f e l d e: aus dem Ratbause, Zimmer Nr. 8; für Lankwitz: aus dem Gemeinde- bureau, Hauptstr. 13, Zimmer Nr. 2. Die Parteigenossen werden dringend aufgefordert, ungesäumt die Listen einzusehen. Für diejenigen Genossen, die verhindert sind, selbst die Listen einzusehen, werden dies veranlassen für Grotz-Lichterfelde: Reisen, Restaurateur, Chausseestr. 104. H a r r i n g, Lagerhalter, Dürerstr. 37. Wenzel, Zehlendorfer- stratze 3. T h e r o w, Töpfer, Brauerstr. 13, Für Lankwitz: B o x h e i m e r, Kaiser Wilhelmstr. 53, Hl. Link, Restaurateur, Calaudrellistr. 27. Adlershof. Vom 15. bis 30. Januar liegen im Gemeinde- bureau die Wählerlisten zur Gemeinderatswahl aus. Diejenigen Parteigenossen, welche keine Gelegenheit haben, selbst nachzusehen, wollen ihren Namen, Wohnung und Beruf bei nachstehenden Ge- nossen abgeben: Hermann Hildebrandt, Selchowstr. 14; Ernst Tost, Bismarckstr, 10; Richard Kaul, Bismarckstr, 16; Gustav Tempel, Äronprinzenstr. 46; Louis Stemwedel, Adlergestell 20 II; August Beck, Hackenbergstr. 29. Treptow-Baumschulenweg. Die Wählerliste für die Ge- meindevertrewng liegt in der Zeit vom 15, bis 80. Januar im Ge- meindehause, Neue Krug-Allee 5, Zimmer 15, an den Wochentagen von 9 bis 3 und an den Sonntagen von 9 bis 10 Uhr vornnttags öffentlich aus. Zur Einsicht fiir behinderte Genossen sind bereit: Robert Gramenz, Zigarrengeschäft, Kicfholzstr. 412, an der Elsenstratze, Fritz Preutz, Gastwirt, Neue Krug-Allee 59, Otto Mette, Zigarrengeschäft, Baumschulenstr. 70, Gustav Wangen- heim, Zigörrengeschäft, Baumschulenstr. 15, und die Bezirksführer. Ju Schmirgendors kann die Liste im Rathause, Zimmer 45, iverktäglich von 8'/, Uhr vormittags bis nachmittags 3 Uhr ein- s�sehen loerden. Grünau. Im Gemeindeamt, Mittelstr. 11, Zimmer 2, liegt die Wählerliste während der Amtsstunden— 9 bis 1 Uhr— zur öffent- licheu Kenntnis aus. Wähler, die verhindert sind, selbst nachzusehen. wollen sich an G, Becker, Jägerstr. 18. wenden. Mariendorf. Die Einsichtnahme in die Wählerliste kann während der Dienststunden im Rathause, Zimmer 6, erfolgen. Marirnfclde. Im Geschäftszimmer der Gemeindeverwaltung liegen während der Dienststirnden von 9—3 Uhr die Listen aus. Für Mariendorf ist Genosse Reichardt, Chausseestr. 16, und für Marienfelde Genosse Greulich, Berlinerstr. 73, bereit, für diejenigen, die verhindert sind, selbst die Wählerlisten einzusehen, diese Mühe zu übernehmen. Buckow. Im Gemeindebureau, Dorfstr. 8, ist die Wählerliste ausgelegt und kann eingesehen werden. Rowawcs-Neuendorf. Die Einsichtnahme der Wählerlisten kann bis zum 30. Januar in den Gemeindcbureaus Nowawes sowie Neuendorf während den Dienststunden von 8—3 Uhr erfolgen. Wem es an Zeit fehlt, kann seine Adresse in den Lokalen von Karl Gruhl, Priesterstratzc. Otto Hicmkc Wallstratze. Paul Junger, Grotzbecrcn- stratze 100, abgeben. Johannisthal. Die Listen liegen beim Genossen Gobin, Roon- stratze 2, zur Einsicht aus. Französisch- Buchholz. Die Liste liegt öffentlich auS vom 15. bis 30. Januar vormittags 8—1 und nachmittags 3—6 Uhr. Für diejenigen, welche während dieser Stunden an der Einsichtnahme ver- hindert sind, liegen Listen zum Einzeichnen aus im Restaurant Ernst Globig, Hauplstratze, Restaurant zum Storch sKliemas), An der Kirche, und in Kühnes Festsälen, Berlinerstratze. In Niederschöncweide können die Listen im Gemeindegeschäfts» zimmer, Grünauerstr, 1 l, während der werktägigen Dienststunden eingesehen werden. Diejenigen Parteigenossen, welche keine Gelegen- heit haben selbst nachzusehen, wollen ihren Namen, Wohnung und Berus bei nachstehenden Genossen abgeben: Ferdinand Reimann, Gastwirt, Grünauerstr. 5; Paul G r ä b n i tz, Berlinerstr. 22; Paul B e n g s ch, Hasselwerderstr. 2. Britz-Buckow. Vom 15, bis 30. Januar liegt die Wählerliste im Amtshause während der Dienststunden aus. Für diejenigen, welche persönlich an der Einsichtnahme verhindert sind, haben sich in Britz die Genossen Fritz Weniger, Werderstr. 27, Richard B a e n i s ch, Rndowerstr, 35, A u g u st Ringe, Chausseestr. 38, und in Buckow die Genossen Karl Kercher, Chausseestr. 36, und Alex Gau, Neü-Buckow, Rudowerstr. 5, bereit erklärt, die Liste einzusehen. Nieder-Schönhausen. Listen zum Einzeichnen der Wähler liegen in den folgenden Lokalen aus: D ü ck e r, Eichenstr. 70: Thul- mann, Uhlandstr. 53; R o g a l l a, Eichenstr. 12; Schäfer. Waldowstr. 33, und Stephan. Lindenstr. 43. Königs-Wustcrhousen. Laut Bekanntmachung vom 11. Januar liegen die Wählerlisten für die Wahl zur Gemeindevertretung in Königs-Wusterhausen in der Zeit vom 15. bis 30, Januar dieses Jahres im Zimmer Nr, 7 des Rathauses von 8—3 Uhr während der Dienststunden öffentlich aus. Steglitz. Die Wählerlisten zur Gemeindewahl liegen vom 15, bis 30. Januar auf dem Rathause wochentags von 9—3 Uhr auf Zimmer Nr. 10 und von 5—7 Uhr abends aus Zimmer Nr. 1 aus. Lichtenberg. Die Gemeiudewählerlisteii liegen in der Zeit vom 15. bis 30, Januar im grotzen SitzungSsaale des Rathauses, hier, Dorf- stratze, in der Geschäftszeit von 8—3 Uhr zur Durchsicht aus. Am Sonntag, 23. Januar, werden an gleicher Stelle die Listen in der Zeit von 9— 12 Uhr ausliegen. Friedrichshagen. Die Gemeindewählerliste liegt vom 15. bis 30. Januar im Rathaus, Zimmer 13, während der Wochen- tage von 9 Uhr vormittags bis Ii Uhr vormittags und Sonn- tagsvon9bisl1 Uhr zur Einsicht aus. Die Parteigenossen werden ersucht, sich davon zu überzeugen, ob ihr Name in die Wähler- liste eingetragen ist. Wer nicht in der Liste steht, kann bei der Wahl im März sein Wahlrecht nicht ausüben. Stralau. Vom 15, bis 30. Januar liegen im Gcmeindebureau während der Dienststunden von 8—1 Uhr und von 3—6 Uhr Wochen- tags die Wählerlisten zur Gemeindevertreterwahl, welche im März stattfindet, aus. Für diejenigen, welche während dieser Stunden an der Einsichtnahme verhindert sind, liegen Listen zum Einzeichnen aus in, Restaurant Max Schmidt, Markgrafen-Damm 16, und Restaurant Paul Schöps. Alt-Stralau 17. Tempelyof. Die Parteigenossen werden hierdurch aufmerksam gemacht, datz die Gemeindewählerliste vom 15. bis ein» schlietzlich 30, Januar d, I. im Gemeindebureau, Dorfstr. 17, Ziinmer 7. ausliegt. Parteigenossen, welche nicht selbst Zeit haben, die Listen ein- zusehen, werden gebeten, ihre Adresse dem Genossen M, Müller, Berlinerstr, 41/42, zur Einsichtnahme zu übermitteln. Wilmersdorf. Die Wählerliste liegt im Rathaus, Zimmer 21, von 8 bis 3 Uhr aus. Gleichzeittg ist eine Abschrist der Liste beim Genossen Fr, Kasler, Lauenburgerstr. 20, ausgelegt. Für den 6. Bezirk übernimmt die Einsicht im Bezirkslokal Fischer, Dnrlacher- stratze 8 sowie Genosse Henkel; Halensee: W. Meuser, Westfälische- stratze 55, sowie Koletzky, Westsälischestr. 60. Neuenhagen fOstbahn). Die Gemeindewählerliste liegt vom 15. bis zum 30. d, M. im hiesigen Gemeindebureau, Dorfstratze, zur Einsichtnahme für die Stimmberechtigten aus. Diejenigen, die ver- hindert sind, die Liste persönlich einzusehen, wollen ihren Namen, Wohnung und Beruf bei einem der nachfolgenden Genossen an- geben: Otto Warttig, Bahnhos. Neuenhagener Allee; Julius D allmann, Bahnhof, Wolterstratze; Richard Böhm, Detti» stratze. Mahlsdorf. Die Wählerliste für die Gemeindevertreterwahl liegt von 8—3 Uhr an den Wochentagen und von 9—10 Uhr vor- mittags am Sonntag im Gemeindebureau aus. In Alt-Glienicke kann während der Dienststunden die Liste im Gemeindebureau eingesehen werden. Obcr-Schöneweidc. Die Genossen werden aufgefordert, die Wählerlisten sür die GeineinderatSwahl einzusehen. Dieselben liegen aus im Gemeindebureau, Zimmer Nr. 10, in der: Zeit von 8 bis 3 Uhr, Wem es nicht möglich ist, dieselbe selbst einzusehen, der wolle sich an die Genossen Jacobsen, Rath enaustr, 21a, Karl Tabbertstr, 5 wenden, die die Einsichtnahme übernehmen. Wilhelmsruh, Für Wilhelmsruh. Rosenthal und Nordend liegt die Wählerliste im Gemeindebureau Rosenthal aus. Die Partei- genossen werden dringend aufgefordert, ungesänint die Listen einzu- iehen, da wir beabsichtigen, in diesem Jahre mit allem Nachdruck in die Wahlbewegung einzutreten. Friedenau. Die Wählerlisten liegen h tute und am nächsten Sonntag von 9—12 Uhr vormittags zur Ciinsicht aus. Ueber- zeuge sich jeder, ob er eingetragen ist. Zchlendorf. Die Wählerliste liegt aus vom 15, bis 30. Januar an den Wochentagen von 8 Uhr vornnttags lrili 3 Uhr nachmittags und Sonntag vormittag von 9—10 Uhr im Gem eindebureau, Haupt- stratze. Wer nicht in der Lage ist, selbst die Ztiste einzusehen, der wende sich an folgende Genossen, die sich bereu: erklärt haben, sich dieser Mühe zu unterziehen: I, Ruelius, Te ltowerstr. 2 lKonsum- laden; O. Jäckel, Flensburgerstr. 1; Herm. Schulz, Wilhelm- stratze 30; Max H e ck i n g, Rondelstr. 1; Ed. S ch e l e r ,, Schiller- stratze sVilla Rausch). Tegel. Für Tegel liegen die Gemein, deWählerlisten m den Dienststunden von 9—1 Uhr im Gemeindebureau zur Einsichtnahme aus. Für diejenigen Wähler, welchen eS cm Zeit mangelt, haben sich zur Einsichtnahme folgende Geno-ssen bereit erklärt: L, Ro deicke, Schlieperstr. 30. R o b, Schmidt, Schlieper- stratze 64. Schiihiiiacherineister K a r g i u s, Schlieperstr. 64. C. Drescher, Spandauerstr. 15. E, G m t s ch, Schlieperstr, 61. Barbier Ochs, Brunowstr. 15. Wcisiciisce. Die Listen zur Gemeindevertreterwahl liegen in der Zeit vom 15, bis 30, Januar auf dein Gemeindebureau, Ziinmer 15 zur Einsichtnahme aus. Eine Abschrift der A.sten kann beini Genossen W. Schmutz, König-Chaussee 38. eingesehen werden. Boxhageii-RummelSburg. Die Wählerlisten zu den Gemeinde- Wahlen, welche im März d, I. in allen B-ezirkcn stattfinden, liegen zur Einsicht bis zum 30. Januar im Ratk,«us, Zimmer 26 und bei folgenden Genossen aus: Für den I. Bezirk, welcher sämtliche Stratzen innerhalb der Ringbahn umfatzt, also dcrr ganze Ortsteil Boxhagen bei G u st a v T e in p e l, Alt-Boxhagen 56, Für den II, Bezirk, ivelcher sämtliche Stratzen nördlich der Cstbahn umfatzt, also Türr- schmidt- und Kantstratze nebst den Ouei stratzen bei Otto John. Äarlshorsterstr, 1. Für den III, Bezirk, welcher sämtliche Stratzen südlich der Ostbahn umfatzt, also der ganze Kietz. Prinz Albert-, .Haupt-, Rathaus- und Liebigstratze, bei Albert GorgaS, Prinz Albertstr, 71. Einsprüche gegen die Richtigkeit Zier Liste find sofort zn Protokoll zu g-eben. ßriefbaften der Redabtion. G. M. 77. Die Papiere geben zu Bedenken keinen Anlatz, A. L. 166. Beides richtig.— G. B. 36. 1. Hanisch, Treuenbtttzcr» stratze 6. 2, 21 099. ?uriktikcb«r rell. Tie inriftische TvrcchsNnwc findel mit ZliiSiiahnie vc» Soiuiabeiid« von?>/, biS»>), lllir abend? statt. ttteZssnet: 7 Uhr. Jeder Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl alS Wierkzeichcn bcizusiigcli. Briefliche Autwort wird nicht erteilt. P. F. IL. Die Möglichkelt, eine Kaution zu pfänden, liegt stets vor, wenn diese nicht ausdrücklich von einem anderen gestellt ist.— F. M. 7. 1. Ja. 2. Nein. 3. Soweit ersichtlich, nein: es ist aber unmöglich, über einen schwebenden Prozetz ohne Kenntnis der Akten zu urteilen, Ihr Anwalt kann Ihnen die beste Auskunst ertellen.— A. 11. Dem Betreffenden steht ein Anspruch gegen die Krankenkasse zu. Er mutzte Bc- fchwerde beim Landrat führen und eventuell daiiii beim Amtsgericht klagen. — P. B. 76. t. u, 3. Siehe R. B. 74. 2 Nein. 4. Ja.— R. B. 74. 1. Der Sohn ist nur soweit rechtlich unterstützungspflichtig, als er dies kann, ohne seinen und der Seinen standesmätzigen Unterhalt zu bcein- trächtigen, 2, und 3. Nein,— St. 76. Der Mann ist im Recht, — F. P. 36. t. Kündigen Sie spätestens am 15, zum Ersten, Der Umsang der Rechte hängt von der Vereinbarung ab, 2. Ihre Frau ist nicht verpflichtet, zu wecken,— Privatklage. 1. und 2. Ja, 3, Nein, — N. M. 1. Nein, 2. Ja, aber der Eigentümer kann intervenieren. 3. Ja.— W. W. Zum Erlatz eines Reichsgesetzes ist Uebereinstimmuiiz zwischen Reichstag und Bundesrat ersorderlich.— P. W. 16. Ein Straf- antrag wäre zwecklos, da angenommen würde, der Dolus fehle.— A. D. 23. Da die Wartezeit 3—4 Jahre beträgt und eine Hebamme bei ihrer Anstellung nicht älter als 39 Jahre sein soll, so wäre eine Meldung zwecklos.— P. Tch. Riimmelsburg. Nein. Ausführlich ist die Rechts- tage rücksichtlich der Weihnachtsgeschenke an Dienstboten in Nummer IS (23. d. M.) dargelegt.— E. 1885. 1. und 2. Ja.— F. 886. Nein. m UhatossTOstTo □ Unser Angebot * für Sonnabend, den 27. Januar „ Montag,„ 29.„ ,, Dienstag, ,, 30. ,, so lange Vorrat. * Vorkaok an WiedervorkSufer findet niolit statt. Fleischwaren Cösliner Cervelatwurst......... Stettiner Cervelatwurst....... Holsteiner Schlackwurst..... Holsteiner Salami............ Schnittfeste Pomm. Salami..... Schnittfeste Pomm. Schlackwurst Thüringer Bauern=Bratwurstj.... Prima Zungenwurst........... Pfd. Feinste Kalbsleberwurst...... la. Landleberwurst.......... Vorzügliche Jagdwurst....... Feinste Braunschw. Mettwurst. Prima harte Mettwurst....... Thüringer Sülzwurst......... Pommersche Rotwurst........ Pfd. Pommersche Zwiebelleberwurst.. pn. Pfd. Pfd. Pfd. Pfd. Pfd. 1.00 M. 0.90 m. 1.00 M. 0.90 m. 0.70 m. 0.70 m. 0.50 m. 0.50 m. Apfelsinen Zitronen. Dutzend 30 Pf- Dutzend 30 Pf- Dutzend 35 Pf. Dutzend 40 Pf. Dutzend 45 Pf- Dutzend 45 Pf- Dutzend 55 Pf- MIhsI GroOe öffentliche Alhwng: Nrotest-Uersaunnwng Sonntag, den 28. Januar 1906, mittags 1 Uhr, ==(Feen-Palast)> 11 Burg- und Wolfgaugstraßeil-Ecke. im Tages-Ordnung: (Feen-Palast) Burg- und Wolfgangstraßeu-Ecke. Das Schuld erpfaffnngs-Gesetz und der Anstritt aus der Kirche. Referent: Reichstags-Abgeordneter Sfcunöe uuö Freundinnen der Volksschule! Männer und Frauen! 11��� Wenn Ihr Euere Kinder lieb habt, agitiert für Massenbesuch! �Ter gesamte Ertrag der Tellersainuiluitg wird für Mittellose, Der Ginberufer. "wm 62/4 welche ans der Kirche austreten wollen, verwandt! r Sitzmöbel-Sranche. Sonntag, 28. Januar, vormittags 10 Uhr, im Gcwcrkschaftshansc (Saal 1), Engel-Ufer IS: PIF* Versammlung."MD Taaes-Ordnung: 1. Vortrag dcS Kollege» Exner: Die gegenwärtige Lage im Berufe und ivie verbessern wir dieselbe. 2. Branchen- und Vcrbandsangelegenhcit. s MmM 78/20 Pünktliches und zahlreiches Erscheinen ist dringend notwendig.. Die Koinmisslon. Mtung! Killltischler. Mung! Sonntag, den 28. Januar, vormittags 10 Uhr, im Gcwcrlschaftshansc (Saal 4), Engel-Ufer lä: PP Branchen-Versammlang."WW Tag«»-Ordnung: I. Bericht dcZ Branchenleiters vom letzten Vierteljahre. 2. Wie stellen die Kollegen zu der Frage: Abschaffung des eigenen Werkzeuges? !.'Diskussion. 4. Verschiedenes. gSF* Kollegen! Es ist Pslicht, dag Ihr alle Mann in dieser Ver- samnuüng erscheint, um m der Frage des eigenen Werkzeuges Eure Meinung zu sagen. Der- Di-anel»eillelter: Karl lloiebo. !!* Achtung! EifisetzePa Acl1t[ing' Sonntag, den 28. Januar, in den bekannte» Lokalen: WP Bezirks- Sitzungen."WD Tagesordnung in allen Sitzungen: Unser neuer Taris und Wahl eines Kollegen zur Tariskommiffion. ME" Zugleich werden die Kollegen ausgesordcrt, aus allen Bauten Kcrtraucnsmänncr zu wählen, da am 21. Februar Vertraucnsmäniicr-Ver- lammUmg stattsindct._ Der Obmann. MSbelpollerer. Zonntag, de» 28. Jauuar 1906, nachmittags 1 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel-llfer 15(Saal 1): Branchen- Bersnuinilnng. Tages-Ordnung: t..„Kragen der Kindererzichuiig«. Referent: Genosse l». Löln-s. 2. Diskunion. 3. Wabl der Branchenleitung. 4. Verschiedenes. gÄ!?- Nach Schlug der Versammlung: Geniiitlielics Beisammen- sein' mit Tanz.— In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht der Kollegen, nebst Frauen in dieser Versammlung zu erscheinen. Mittwoch,»1. Januar, abends 8'/., llhr, bei Knbat. Blnmenstr. 38: Branchen-Kommissions- Sitzung. w/71« Ter Branchenleiter. Verband der Fabrik-� Land-, Hülfsarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. ZnlilKtelle Iterlin.———— Bureau: Linicnstr. 2t 5.«Geöffnet von 8—1 u. 4— 3 Uhr. Tel.: Amt 3, 038. Sonntag, den 28. Januar liwv, vormittags iv/- Uhr, im Englischen Garten, Alexanderslr, 27c(oberer Saal): General tun g. Vorsitzenden, m. 3. Neu TagcS-Ordnung: 1. Vorstands bericht: a) deS<_■ b) dcS Kassierers. 2. Bericht von der GewerlschastSkommission......e„- wählen: o, der Verwaltung, b) der Delegicrlen zur GewerlichailSkommission, c) des Bibliothekars. 4. Anträge und Verschiedenes.— Buch legitimiert. Zahlreichen Besuch erwartet 64/2 Die Ortsvertraltung Zentralverband der Steinarbeiter. ===== Berlin I.—— Sonntag, den 38. Januar Ii)««, mittags 12 Uhr: Mitglieder Urrsammtung in den„Arminhallen", Komniandantenstrasie Nr. 2v. Tages- Ordnung: 172/3* 1. Bericht über die Verhandlungen mit der Innung. 2. Die Gau- konfercnz in Stettin. Wahl der Delegierten. 3. Der Verbandstag in Nürn- dcrg, Anträge dazu. Ansstellimg- d« Kandidaten. 4. Abrechnung vom vierten Ouartal, Rechenschaftsbericht. 5. Nculvahl dcS GejaintvorstandeS. L. Verschiedenes.■-■• v■ In dieser Versammlung darf kein Kollogo fehlen! mwwwmk Mitgliedsbuch legitimiert! Zweigverein Berlin, Sektion I(Brauer). Ucsclittftsstelle Berlin C. 54, Linienstr. 19 I. Fernspr. VII, 2340. Sonntag, 28. Januar 1906, nachm. 2 Uhr, in Drlisels Fcst- sälcn, Nene Frtedrichstr. 35(grober Saal): General-Versammlung. Tages-Ordnnng: 1. Vorstandsbericht. 2. Kassenbericht vom 4. Ouartal 4905. 3. Wahl der gesamten Ortsvcrwaltung und der Revisoren. 4. Abrechnung vom letzten Stistungssest. 5. Innere Vercinsangelcgenhciten. 6. Verschiedenes. 41/1___ Ter Borstand. Verband der Fabrik-, Fand-, Dülfsarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Zahlstelle Ober-Schöneweide- Sonntag, den 28. Januar, nachmittags 3 Uhr, bei F. Kanfhold, Wilhclminenhofstr. 18: General-Versammlung. TagcS-Ordnung: 1. Bericht vom 4. Ouartal 1903. 2. Wahl der Bezirlsleitung. 3. Vcrbandsangctcgcnheiten und Verschiedenes. 64/1 ES ist Pflicht eines jeden, zu dieser Versammlung bestimmt und pünlt- lich zu erscheinen._ Tie Ortsverwaltung. Achtung! Kleber. Achtung Von Montag, den 29. d. M., au tritt für die nächsten 14 Tage die rote Kontrollmarke in Kraft, und muh dieselbe sich im 3. Felde der Karte befinden. Jeder zu tarifmäßigen Preisen arbeitende Kleber muh im Besitze dieser Karte sein. Dieselbe wird verabfolgt Sonntag, den 28. Januar, von 9—12 Uhr in folgenden Lokalen: Krüger, Lychenerstr. 8; Stephan, Wienerstr. 31; Pnde, Kunkelstr. 6; Pankow, Perlcbergerstr. 32; Richert, Steinmetzstr. 35; Biittners Fmchtstr. 54. sowie Sonnabend und Sonntag bei Merker, Bergstr. 10; Raick, Charlottenburg, Pestalozzistr. 32, Quergeb. I und im Arbeitsnachweis, Rückerstr. 9, vormittags von 8—10 Uhr. 177/3_ Die Verbandslcltnng. Weltbekannt sind ftathenorcer Augengläser. Echt Rathenower Brillen Pincenez(echtNickel)M. 1,00 1.30 Doublt... 5,00 Gold.... 12,00 Schildpalt.. 4.50 Opern- u.Reisegläserv. 6,00 an Barometer, Grün, Optiker, Brunnen-Straße 4 am Rosenthaler Tor.— Itdn Arlikiter, Jeder Handwerket sollte zur Hrbctt die Lederhose Hcrknles tragen Allcin-Vcrkaus. Sehr starkes Lcder ir praktischen grauen n. braunen Strcisen auch einsarbig. Am Bund aus einen Stück gearbeitet Sehr feste Kappnähte. 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Htuiniatswlnii«-. Mara 75000 59000 25000 15000 3*5000=15000 10*2000=20000 204000=20000 40 500 20000 100�290=20000 asw. Lod« a 3.60 einhchliesslich Porto u. List« empfiehlt Carl Heintze, Berlin W.,Unt. d.LindenS. Redaktton und Expedition: Berlin, Gindcnitr. 69. fcrnlprecher: Amt IV. 1983. Nr. ÄÄ. Sonnabend, den 27. Januar Inserate Sechzgeipzltene«olsneleeile 2i Ptg. Bei größeren Bufträgen entlpredtenden Rabatt. partei-Hngelcgenheitcn. Schenkcudorf. Der Wahloerein hält am Sonntag, den 28. Januar, nachmitlag-Z i Uhr. bei Patsch seine Mitglieder- Versammlung ab. Zahlreichen Besuch erwünscht. Der Vorstand. Rcinickcndorf-Wcsi. Parteigenossen! Bin Sonntag, den 28. d.M., Vormittags 11 Uhr. findet im Lokale von Franke. Eichbornstr. 18, eine kombinierte Mitgliederversannnlnng der Wahlvereine Tegel, Borsigwalde und Reinickendorf-West statt. Der änfierst wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht jedes Parteigenossen, pünktlich zu erscheinen. NB. Der am Dienstag, den 30. d. M. fällige Diskutier- abend fällt der Versammlung lvegen aus.' Der Vorstand. Ober-Schönewcide. Am Sonntag, den 23. d. M., abends 8 Uhr, findet bei Kanfhold, Wilhclminenhofstr. 18. ein Vortrag statt über: Japanische Kultur. Danach gemütliches Beisammensein. Die Genossen werden ersucht, sich mit ihren Frauen zahlreich zu beteiligen. _ Der Vorstand. Vorort-J�achnch ten. Charlottenburg. Gewerbegerichtswahleu in Charlottenburg. Arbeiter, Parteigenossen 1 Am Montag, den 29. Januar, finden Hierselbst die Neuwahlen der Beisitzer zum Gewerbe- gericht auf zwei Jahre statt. Wenn wir uns die Zahlen der bei den früheren Wahlen abgegebenen Stimmen vor Augen führen, so müssen wir sagen, daß in dieser Hinsicht bei einer solchen für die Arbeiter sehr wichtigen Wahl von der Arbeiter- schast Charlottenburgs viel gesündigt worden ist. Haben wir auch keinen ernsthaften Gegner zu fürchten, so erwächst doch der Arbeiterschaft die Pflicht, in Anerkennung eines für sie so wichtigen Instituts, ihre Beisitzer durch eine wuchtige Stimmen- zahl in dasselbe hineinzuwählen. Deshalb hat am Tage der Wahl jeder Arbeiter und in erster Linie vornehmlich der ge- werkschaftlich und politisch organisierte, seine Stimme für die Kandidaten der freien Gewerkschaften abzugeben. Die Wahl dauert von vormittags 10 Uhr bis mittags 1 Uhr und nachmittags von 5—8 Uhr. Nur wer bis 8 Uhr im Wahllokale anwesend ist, wird zur Abgabe seiner Stimme zugelassen. Die Wahl ist geheim und erfolgt durch Stimm- zettel.— Wahlberechtigt sind alle diejenigen Arbeitnehmer. die am Wahltage das 25. Lebensjahr vollendet haben und in Charlottenburg wohnen oder Hierselbst beschäftigt sind. Gewählt wird in folgenden Bezirken: 1. Betirk: Ahorn-, Aknzicn-Allce, Am Bahnhof Westend, Bahnhos Westend, Birken-Allcc, Branitzer Platz, Christstratze, Danckclmannstr. 1—9 und 52— Kt, Ebereschen-, Eichen-, Eschen-Allee, Forsthaus Westend, Fürsten- brunncr Weg, Fürftenbrun», Friedrich Karl-Platz, Gollsried Kellerftratze, <ÄardeS du Eorpsstratze, Kastanien-, Rirschcn-Allce, Königin Elisabeth- stratze, Königsweg zwischen Ringbahn und Weichbildgrenze, Linden- Allee, Alter Luisen- Kirchhof, Neuer Luisen- Kirchhos, Magazin- strotze, Mollwitzstratze, Nutzbaum- Allee, Nehringstr. 1— 6 und 26— 34, Platanen- Allee, Potsdamcrstr. 1—22' Rüstern- Allee, Soorftratze, Spandauer Berg, Spandauer Bock südlich der Spandaucr Chaussee, Spandaucr Chaussee Südseite und Nordseile, Spandauerstratze, Sprcethal-Allce, Schlotz und Schlotzgarten, Sophie Charlottenstr. von 1—33 und 83—118, Schlotzsir. 1—13, Trabrennbahn, Ulmen-Allee.— Wahllokal: Restaurant von Erstling, Am Bahnhof Westend 2.— Kandidaten: Paul Zorges, Porzellanarbcitcr, und Paul Penschke, Kunst- und Land- schastsgärwer. 3. Bezirk: Amtsgerichtsplatz, BiSmarckstr. 51— 72a, Danckelmannstr. 10 bis 17 und 44— 51a, Friedbergstratzc, Horstweg. Holtzcndorsfstratze, Fäger- ftratze....-...... und! . I (Lrangenstratzc) jetzt F r i t s ch e st r a tz c, PvtSdamerstr. 23—47, Pestaiozziftratzc 44—63, Rönneftratze, Stallitratzc, Slrntzcn 12 c, 12 d, 14 a und 14 o— V— 3, Schlotzstratze 14—27,«ophie Windscheidstratze, Witzlebcn.— Wahllokal: Restaurant„Hohenzollern", Schlotzstr. 3.— Kandidaten: Wilhelm Nendorf, Maurer; Wilhelm G r i x, Zimmerer; Bruno Jäger, Maler. Bezirk 3 A. Bahnhof Jungscrnheide, Beuiselslr, 77—31), Darwin- slratze, Erasmusstratze, Gautzstratze, Gustav Adolsplatz, Habsburger User, Huttenftr. 17—44, Kaiserin?lugiistaE wird wie 40 abgeleitet. In der vorgestrigen geheimen Sitzung der Stadtverordnetenvcr- saninilung wurde der Magistratsvorlage über die Anstellung des Magistratsbaurat S z a l l a als Direktor des Berliner Straßen- mnigungswesens und Nachfolger des verstorbenen Direktors SchloSky zugestimmt. Direktor Szalla, der das neue Amt sofort antreten wird, erhält ein Anfangsgehalt von 0000 M., steigend bis zum Höchstgehalt von 12 000 M. Auch die Vorlage wegen der Er- stattung eines bei der Gehaltsauszahlung entstandenen Verlustes an das Lehrerkollegium einer städtischen Gemeindeschule wurde an- genommen und eine dritte, wegen der Wahl von Sachverständigen zur Abschätzung der durch Vernichtung bezw. Desinfektion von Gegenständen auf Grund des Gesetzes vom 28. August 1905 ent- standenen Schäden einem Ausschuß überwiesen. Die Teuerungszulage der städtischen Arbeiter. Ans Kreisen städtischer Arbeiter wird uns geschrieben: Man würde eine ständige Rubrik unter obigem Titel führen müssen, wollte man all die Un- gcrechtigkciten und Absonderlichkeiten herzählen, welche sich St. Bureaukratismus in unserer Kommune gegenwärtig leistet. Nicht genug damit, daß die im November zum Antrag erhobene Teuerungszulage bis jetzt ihrer definitiven Erledigung harrt, daß Ausschuß, Plenum und Magistrat in gesonderten und gemeinsamen Beratungen anscheinend nicht das Rechte finden können, auch die Auszahlung der als Anfangsrate bewilligten 25 M. scheint den ein- zelnen Verwaltungen furchtbare Schwierigkeiten zu bereiten. Man zerrt die Geschichte dergestalt in die Länge, daß viele städtische Arbeiter den Kopf schütteln. Sie begreifen nicht, warum beim Er- scheinen irgend eines exotischen Potentaten die Hunderttausende auf einmal flüssig werden, während die Auszahlung an städtische Arbeiter und Beamte schier kein Ende finden kann. Nachdem auf sämtlichen städtischen Gasanstalten Hundertc von Entlassungen in- folge des vcrminderien Gaökonsums vorgenommen wurden, sollte es doch wohl genug sein des grausaiiicn Spiels, oder will man die Arbeiter mit Gewalt unzufrieden machen? Hat man sich jetzt endlich dazu bequemt, den überbleibenden Jnnenbetricbsarbeitern die erste "" BerantwoÄlicher Redakteur: Hans Weber, Berlin. Für den ' Rate von 25 M. zu bezahlen, so harren die zirka 800 Revier- Jiispektionsarbeiter bis auf den heutigen Tag vergeblich auf Zahlung! Dabei mußten sie bereits am 15. Januar über die noch zu erhaltende Summe quittieren. Aber einzelne Verwaltungen leisten sich noch ganz andere Stückchen. So sind z. B. ans den städtischen Rieselfeldern Drainagearbeiter seit 10— 15 Jahren tälig, welche in der Regel vom Hcchsoinmer bis Ende des Jahres be- schäftigt werden bei recht kärglichen Löhnen, wie sie ja schon des öfter» im„Vorwärts" veröffentlicht wurden. Auch diesmal sind die Entlassungen prompt erfolgt ohne Zahlung der Teuerung»- zulagc. Dabei lautet die Bestimmung bekanntlich, daß die Arbeiter zur Zeit des BescMnsses zirka 60 Tage in städtischen Diensten gestanden haben müssen, sollen sie die Teuerungszulage erhalten. Man sieht, wie solche unangenehmen Beschlüsse umgangen werden. Gespannt darf man wohl sein, was endlich mit der generellen Lohnerhöhung wird- welche von feiten de» Magistrats zugesagt worden ist. Wird wan auch hierbei vor lauter Sitzungen, Be- raiungen und Erwägungen nicht zur endgültigen Ausführung kommen? I« den Markthallen Berlins haben in den setzten drei Jahren die S t a n d g e l d e i n n a h m e n sich nur noch ganz wenig ver- mehrt. In den Etatsjahren 1906/08, 1008/04, 1904/06 waren sie 2 136 199 M., 2 136 494 M., 2 142 372 M. Stark verschoben hat sich aber das Verhältnis der nur tageweis erhobenen Standgelder zu den Standgeldern der festen Abonnenten. Ter Betrag der tageweis erhobenen Standgelder ist gestiegen, dafür ist aber der Betrag der von Abonnenten gezahlten Standgelder herunter- gegangen. Jener stieg von 141 737 M. auf 153 787 M. auf 166 019 M., dieser aber fiel von 1 994 462 M. auf 1 982 707 M. aus 1 976 353 M. Hierbei ist zu beachten, daß die bereits im Abonnc- ment vermieteten, aber augenblicklich nicht benutzten Stände bei eintretendem Platzmangel nochmals an Tagesstandinhaber ver- geben werden dürfen. Das kommt namentlich in den beiden Zeutralmartthallen oft vor, während in manchen anderen Hallen zahlreiche Stünde dauernd unvermietet bleiben. Ein neues Denkmal im Tiergarten. Ter Kaiser hat dem ver- storbenen Tiergartendireklor Geitner eine besondere Ehrung zu- gedacht. Der Bildhauer Kraus hat den Auftrag erhalten, eine Herme des Verstorbenen herzustellen, die an der Kreuzung der Bcllevueallee— Große Ouerallee im Zuge der letzteren aufgestellt werden wird. Die preußische Regierung gegen den Alkohol. Die Bekämpfung des übermäßigen Alkoholgenusses bezweckt ein neuer Erlaß der Re- gierung an den Oberpräsidenten sowie den Polizeipräsidenten von Berlin und die Regierungspräsidenten. Es werden darin die Be- mühungcn anerkannt, welche die unteren Behörden sowie zahlreiche Vereine und Privatpersonen in dankenswerter Weise gemacht hätten. Provinzial- und Bezirksbehörden hätten es sich angelegen sein lassen, mit einem der hohen Bedeutung der Angelegenheit ent- sprechenden Eifer zu wirken, vorbeugende Maßnahmen anzuregen, die bestehenden einschlägigen Bestrebungen in geeigneter Weise zu unterstützen und für die Verbreitung des Verständnisses der durch den Mißbrauch geistiger Getränke bedingten Schädigungen in den breitesten Schichten der Bevölkerung Sorge zu tragen. Das Ergeb- nis wäre denn auch schon jetzt als ein bemerkenswertes und erfreu- liches zu bezeichnen. Bei den vorliegenden Schwierigkeiten könne aber ein nachhaltiger Erfolg nur durch eine dauernde gemein- schaftliche Arbeit aller Beteiligten erreicht werden. ES soll nach zwei Jahren wieder über die Bestrebungen berichtet werden. Wäre es der preußischen Regierung wirklich ernst mit ihrem Kampfe gegen den Alkohol, so müßte sie in erster Linie dafür Sorge tragen, daß den Arbeiterorganisationen, die für die geistige und materielle Hebung der Lage der Arbeiter wirken, keine Sck'wierigkeiten in den Weg gelegt würden; denn eine wirksam« Bekämpfung des Alkoholismus kann nur erfolgen durch bessere Lebensverhältnisse der arbeitenden Klassen, Lediglich durch Per- ordnungen erreicht man da nichts. Die halb verkohlte Leiche einer Frauensperson ist vor einigen Tagen in der Nähe von Rosengarten, einer kleinen Haltestelle der Ostbahn zwischen Berlin und Frankfurt a. O., direkt am Bahn- damni aufgesunden worden. Die ursprüngliche Annahme, daß die Tote das Opfer eines Verbrechens geworden ist, hat sich nicht be- stütigt. Die Persönlichkeit der Verstorbenen iourde festgestellt als diejenige der S3jährigen Tochter eines Lehrer» Becker, welche geisteskrank war und aus ihrer Heimat, einer schlesischen Provinz- stadt, vor etwa 8 Tagen verschwand. Die Kranke hat vermutlich ihre Kleidung mit Spiritus getränkt und in Brand gesetzt. vier schwere Unglücksfälle haben sich vorgesiern abend im Straßenverkehr zugetragen. In der Badstraße wurde der Ivjährige Kutscher Wilhelm Droschl, Lieben« walderstr. 58 wohnhaft, vom eigenen Wagen überfahren und so schwer verletzt, daß er in fast hoffnungslosem Zustande in das Lazams-Krankenhaus eingeliefert werden mußte. D. war beim Heraussahren aus einem Schacht unter das Lastfuhrwerk geraten.— Durch die Unsitte, während der Fahrt einen Straßen- b a h 11 w a g e n zu verlass en, hat der Kaufmann Hermann H. aus der Cadinerftr. 18 die Finger seiner linken Hand einbüßen müssen. In der Andreasstrahe war H. von einem in voller Fahrt befindlichen Motorwagen des Großen Ringes abgesprungen, zu Fall gekommen und mit der linken Hand unter die Räder de» nachfolgenden An« Hängewagens geraten. Die Finger wurden dem Unvorsichtigen voll« ständig vernichtet. Die erste Hülfe wurde dem Verunglückten in der Unfallstation Vlll zuteil.— Bei eineni gusammenstoh eines Ge- schästsfuhrwerles der Firma Burow, Lindenstr. 106, mit einem Straßenbahnwagen der Linie 9 wurde der Kutscher Otto Wegen«. Hermannstr. 62 wohnhaft, in der Holzniarktstraße schwer verletzt. W. erhielt gleichfalls in der Unfallstation Vlll die ersten Notverbände. — Durch einen einstürzenden Zaun begraben wurde der fünf« jährige Sohn Artur des Ziminermeisters Wolfs aus der Urban- straße 96. An der Bodestr. 21 sRixdorf) hatte sich ein Teil des Bau- zauneS gelöst und stürzte unglücklicherweis« aus den gerade vorüber- gehenden Knaben, der schwerverletzt in das städtische Krankenhaus gebracht werden mutzte._ Unfall auf dem Eise. Auf einer am Tiergarten belegenen Eis- bahn stürzte der Kaufmann Georg Voigt aus der Kleinen August- straße 2 beim Schlittschuhlaufen gestern nachmittag derart un- glücklich, daß er sich einen Bruch der Knöchel des linken Fußes zu- zog. Er mußte nach Anlegung eines Notverbandes durch einen Heil- gehüljen im Krankenwagen nach seiner Wohnung geschafft werden. Eine sehr unwahrscheinlich klingende Meldung verbreitet die „Morgenpost". Danach soll der auch in Berlin unter dem Namen Senna Höh bekannt gewordene Schriftsteller Holzmann in Warschau erschossen worden sein, als er mit einer Schar Revolutionären den Versuch unternommen habe, einen gefangenen Genossen zu befreien. Die Nachricht klingt deshalb sehr unwahrscheinlich, weil Herr Holz- mann wegen verschiedener gegen ihn schwebenden Strafversahren und einer gegen ihn erkannten viermonatlichen Gefängnisstrafe es vorzog, in seinem grenzenlose Mute den deutschen Staub von den Pantoffeln zu schütteln. Der Verdacht, daß er sich durch die Ver- breituug dieser Nachricht in gebührende Erinnerung bringen will, ist nach seinem bisherigen Verhalten nicht von der Hund zu weisen. Die große Unvorsichtigkeit, kleinen Kindern Messer in die Hände zu geben, hat gestern wieder einen recht bedauerlichen Un- fall herbeigeführt. Das vierjährige Töchtcrchen des Steuermanns E. aus der Boxhagencrstraße lies mit einem Messer in der Hand im Zimmer umher, stolperte, und kam so unglücklich zu Fall, daß sich die Schneide tief.n die rechte Augenhöhle bohrte. Die Kleine wurde in einer Privatklinik untergebracht._ Inseratenteil verantlm: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Eine grßßere Betriebsstörung im Straßcnbahnverkehr wurde heute morgen fast in dem ganzen Westbezirk des Straßenbahiinctzcs infolge des Schueefalls herbeigeführt. Durch Ueberlastuug der Strecken war in der Zentrale der Südwest-Station der Elektri- zitätswerke die Hauptsicherung durchgebrannt, wodurch die sämt- liehen Speisepuukte der Kraftstation stromlos wurden. Infolge- dessen war das Straßenbahugebiet im Grunewald, Steglitz, Friedenau, ein Teil von Wilmersdorf, Lanlwitz, Tempelhofer Weg sowie Grunewald Goltz- und Maßenstraße in Berlin ohne Strom und ruhte in diesen Bezirken der Straßenbahnverkehr etwa eine Viertel- stunde, nach welchem Zeitpunkt der Defekt beseitigt war. Eine schwere Gasexplosion, bei der drei Personen erdeblicb verletz! wurden, erfolgte gestern früh in der Niederlvallstraße 13. Hier besitzi die Firma Adolf Joachim 11 Co. eine Kontobuch- und Etiketieusabiik, die im linken Seilenflügel de» zweiten Hofes untergebracht ist. Dieser Bau ist einstöckig und schon sehr alt. Vom Erdgeicboß. wo sich die Kontor-»nd Lagerräume befinden. sühn nur eine enge, winkelige Treppe nacd dem Obergescboh, ii, dem die Bucbbinderei uutergebrachi ist. Als dasPer'oual gester» irilh die Arbeitsränme betrat, verspürte es einen starken Gasgeruch. Wenige Minuten ipäter erichütterle da» Haus unter einer heftigen Detonation, dir ihren Ausgangspunkt im Erdgeickwß hatte. Hülferufe wurden laut und dabei'chossen hohe Stichflammen durch die Fenster. Der Buch. Halter Max Lpatz, die Buchbalierin Fräulein A. Köhler und der erst gesteni zugezogene Hausdiener M. stürzten aus dem brennenden Räume aus den Hof hinaus. Sie waren bei der Explosion zi. Boden geschleudert worden, halten sich dann aber noch ins Freie gerettet. Die in der Buchbinderei<1. Stock) beschäftigten zehn Arbeiterinnen wurden größtenteils ebenfalls zu Boden geworfen. Eine Panik enlstand unter ihnen, und nur dem umsichtigen Ver- halten des Werkführers ist es zuzuschreiben, daß auf der Flucht über die enge Tieppe keine Unglücksfälle vorkamen. Die Feuerwehr war bald mit mehreren Zügen zur Stelle und löschte in kurzer Zeit den Brand ab. Die verletzten Personen wurden auf der Unfallstatton in der Brüderstraße verbunden und dann nach ihren Wohnungen entlasten. Außer Brandwunden hatten sie auch Verletzungen durch GlaSjplitter davongetragen. Die Wirkung der Explosion war eine gewaltige. Nicht nur im brennenden Seitenflügel sondern auch bei den übrigen Gebäuden de» zweiten Hofes waren fast sämtliche Fensterscheiben durch den Luft- druck eingedrückt worden. Die Decke über dem ExplosionSherde wurde an einer Stelle durchschlagen und auch sonst noch stark zerstört. Die Ursache der Explosion ist noch nicht mit Sicherheit festgestellt. Da mit Bestimmtheit behauptet wird, daß weder Streichhölzer noch Licht angezündet seien, so neigt man zu der Annahme, daß die un- dicht gewordene Gasleitung über Nacht viel Gas ausströmte, das dann die G a s s e l b st z ü n d e r der Lampen in Tätigkeit setzte, wo- durch die Explosion erfolgte._ Die Russen-Liste Nr. 8454 ist verloren gegangen; gezeichnet waren darauf 3,40 M. Dieselbe ist abzugeben bei Wilhelm Knick, Wollinerstr. 36. Der Arbeitcr-Notizkalender, ein allgemein beliebtes Notiz- und Nachschlagebuch für alle gewerksckmstlich und politisch organisierten Arbeiter, enthält reichhaltige» Material, wie es von Arbeitern fast täglich gebraucht wird. Für 60 Pf. ist der Kalender von allen Parteibuchhandlungen und Kolporteuren, in Berlin auch von den Parteispediteuren, sowie auch direkt durch den Verlag: Buchhandlung Vorwärts, Berlin, zu beziehen. Gestohlen worden ist das Mitgliedsbuch Nr. 982, auf den Namen Franz Rietz lautend, Mitglied des ZentralverbaudeS der Asphalteure Deutschlands,„Verwaltung Berlin". Dasselbe soll, wie berichtet wird, zum Betteln benutzt werden. Der Zentralverband der Asphal- teure bittet denjenigen, dem daS Buch zum Sammeln vorgelegt wird, dasselbe anzuhalten und an Friedrich Weiglin, Berlin NW. 87, Beusselstr. 19, abzuliefern. Auf dem Eise eingebrochen««b gestern auf den Gewässern der Umgebung Berlins wiederum vier Personen. Auf der Krummen Lanke im Grunewald hatten sich mehrere waghalsige Knaben herumgctummelt, wobei einer derselben plötzlich un Eise einbrach und zweifellos ertrunken wäre, wenn es seine» Spielkameraden nicht mit vereinten Kräften gelungen wäre, ihn zu retten.— In der Havel, in der Nähe des Tcglcr See», brach der Kaufmann Selchior ans der Bcrnauerstraße ein und konnte ebenfalls noch rechtzeitig gerettet werden.— In einer zugefrorenen Tongrube geriet der 12jährigc Schüler Willy Mechelke in die größte Gefahr zu ertrinken. Mittels zugeworfener Stangen und Stricke konnte der Knabe aus dem gefährlichen Gewässer befreit werden.— Einen traurigen Abschluß hat dagegen ein Unfall aus dem Eise ge- nommen. der sich auf dem Müggelseo dicht an den Müggclvergcn ereignete. Am Uferrand war das Gewässer mit einer dünnen Eis- schicht bezogen, auf die sich ein Knabe hinaufgewagt hatte. Der Unvorsichtige brach natürlich ein und ertrank, bevor Hülfe zu seiner Rettung herbeieilen konnte. Wenn junge hübsche Mädchen gesucht werben. Eine höchst ver- dächtige Anzeige erschien vor einiger Zeit in mehreren Blättern. Vier junge hübsche Mädchen wurden für Deutsch-Sudwestasrika gesucht. Ein Beruf, hieß es, sei nicht erforderlich. Versprochen wurden ein gutes Gehalt mit freier Station sowie Familienanschluß und freie Fahrt. Die Vorstellung der Bewerberinnen sollte in Schönberg, Vorbergstraßc 6, im Kontor stattfinden. Viele junge Mädchen, die sich meldeten, wurden im Kontor von einem Herrn empfangen. Einige erklärten sich gleich bereit, nach Afrika zu fahren, andere waren mißtrauisch und gingen zur Kriminalpolizei. Die Zentralstelle zur Bekämpfung de» internationalen Mädchen- Handels sah sich das Unternehmen genauer an und stellte fest, daß die Mädchen eine in Windhuk zu errichtende Schießbude bedienen sollen. Das wird aber wohl nicht die Hauptsache sein. Die Mädchen seien daher vor dem Unternehmen gewarnt. Der Verein zur Errichtung von Arbeiterinnenheimr«, der ein Heim in der Brückenstraße 8 und eines in der Usedomstraße 7 unterhält, eröffnet zum 1. April eine dritte Anstalt Kottbuser User 33. Während die beiden ersten Heime für Fabrikarbeiterinnen nur in den Mittags- und Abendstunden geöffnet sind, ihnen außer guter, gesunder Kost nur Belehrung und Unterhaltung bieten, wird das dritte, neu zu eröffnende Heim daneben auch eiwa 25 Betten aufweisen, di>. an Arbeiterinnen zu dem üblichen Preis einer Schlaf- stelle slO M. monatlich mit Kaffee) vermietet werden. Tie Betten werden nicht in großen Schlafskuben, sondern in kleinen Zimmern untergebracht, die für je zwei Personen eingerichtet sind. Nähere Auskunft.rbalten Interessenten durch die Vorsitzende des Vereins, Frau Elsa Strauß, Alexanderufer 1. Waflerftflnd«im 25 Januar Elb« bei Aussig-st 0,10 Meier, bei DreSbeu— 1,16 Meier, bei Äugdebing-st 2,1k Meier.— U 1, ii> u I bei Aliaußsurt-st 1,65 Meier- Oder bei Ralibor-st 1.04 Meier, bei Breslau Obcrpegel-st 5.00 Meier, bei Breslau Uniervegel— IM Meier, bei FrmillmI+ 1,63 MVlec.— Weichsel bei Brabcmimde -st 3.51 A.eier.— Warthe bei Posen Meter.— Netze bei Usch— Meter.______ ßmfftaften der Cxpectttion. W. G. Baumjchulemoeg. Einzelne Exemplar« der«N. W." von 1995 find noch vorrätig.____ siVettrr-Prognole für Soiiiiabeiid, den 27. Januar 1906. Etwas niänulr, teil. cisc ausklarend. vorwiegend trübe mit genngeit Nlederlchlägen und müßigen jüdivesllichen Linden. Berliner Welterb 11 reau. Zuchdruckcrei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co.. Berlin SW.