N».»s. Nd»nn,«wt!.v,slnzeigen 2k Pfg. „lilelne Kmeigen", das erste ssett- gedruckte) Wo» l0 Big, jede» weitere Wort 3 Big. Worte über>ö Puchsiiibeii zühlen für zwei Worte, Iusernte iac die niichste Ziuniiner niüssen bi? ö Uhr nachmittags in der Sjspedilion abgegeben werden. Die Expedition ist an Woche,». tagen bi» 7 Uhr adendS, an Sonn, und Fesllagen bi»« Uhr«ormiliag» gMuct, HflM iiScr DlsntigL Verlinev Volksblcrtk. Zcntralorgan der roztatdemokratifcben Partei Deutfcbtande. Telegramm-Ndrefse! .SMialitCBeknt Btrlla". Redaktion: 8 Cd. 68, Lindenetrassc 69. ftrrnforrrtirr;«mt IV. Re, l!»we Sonntag, den 4. Febrnar 1900. Expedition: 8 AI. 68. Lindenstradsc 69. S»rrii(»ri-rti.T: IV. 11», I9.S4. Laßt uns neue Taten sehen! Die Wahlrechtsdemonstration des Proletariates am 21. Januar bildete nicht den Abschluß, sondern den Beginn des Kampfes der Arbeiterklasse gegen die preußische Drei- klassenschmach. Wenn sich die Reaktion eingebildet haben sollte, die Empörung der Massen gegen das„elendeste aller Wahlsysteme", die am 21. Januar einen so machtvollen Aus- druck fand, werde bald wieder abflauen, so befindet sie sich in einem verhängnisvollen Irrtum. Die Reaktion irrt nicht minder, wenn sie wähnt, der Empörung der ihre Bürgerrechte fordernden Arbeiterklasse auf die Dauer durch das Aufgebot der Polizeisäbel und Bajonette Trotz bieten zu können. Wenn auch das Prole- tariat nicht daran denkt, sich in den von der Reaktion so heiß ersehnten Straßenkamps einzulassen, so verfügt es gleich- wohl über ausreichende Machtmittel, den Widerstand der reaktionären Gewalten zu brechen. Seine Waffen sind der Appell an die Einsicht, das Gerechtigkeitsgefühl der ent- rechteten Volksmassen, die rastlose Agitation gegen das brutale Klassenrcgiment der besitzenden Klassen. Diesen unbesieg- lichen Geisteswaffen muß und wird es gelingen, die Mehr- heit des Volkes, die unter der Klassenherrschaft und Klassen- entrechtung seufzt, um das Banner des Wahlrcchtskampfes zu scharen. Die sozialdeinokratische Agitation wird die bürgerlichen Parteien, in deren Reihen sich noch proletarische Wähler befinden, zw i n g e n, Stellung zum Wahlrechts- kämpf zu nehmen. Und zwar Stellung nicht durch wohl- feile Redensarten, durch demagogische Phrasen, sondern durch die T a t! Sie wird sie zwingen, im preußischen Abgeordnetenhaus selbst energisch den Kampf gegen das Drciklassenunrecht aufzunehmen und sich gleich- zeitig an dem Wahlrechtskampf durch Massenkundgebungen gu beteiligen. Die preußischen Mitglieder des sozialdemokratischen Parteivorstandes haben am heutigen Tage folgende Petition pchgefandt: In die beiden Häuser des Preußischen Landtages zu Berlin. Äm 21. Januar haben hunderttausende preußische Staats- »ngehörige in vielen Hunderten von Versammlungen, die der Borstand der sozialdemokratischen Partei angeregt hatte, gegen da? für die Wahlen zur Zweiten Kammer des Landtages geltende Dreiklassenwahlsystem energisch protestiert; dieselben haben weiter resolviert, daß sie an Stelle des Dreiklaffcnwahlshstems die Einführung des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts für alle Staatsangehörige ohne Unterschied des Gc- schlecht«, die das 20. Lebensjahr erreicht haben, verlangen und daß die Wahlen auf Grund deS Verhältniswahlsystems stattfinden sollen. Die Protestierenden sind bei ihren Forderungen von der An- ficht ausgegangen, daß das bestehende Dreiklassenwahlsystem, um mit dem Fürsten Bismarck zu reden, das widersinnigste und elendeste Wahlsystem ist, das existiert. Daß auf Grund desselben eine Wahl, durch die der Wille deS Volkes zum Ausdruck kommt, unmöglich ist, wird schon dadurch bewiesen, daß die stärkste Partei im preußischen Staat, die sozialdemokratische Partei, die bei den Reichstagswahlen im Jahre 1903 über 1(WO 000 Stimmen auf ihre Kandidaten vereinigte und 27 Abgeordnete in den Reichstag sandte, und bei der Abgeordnetenwahl für die Zweite Kammer im Herbst 1003 über gib 000 Stimmen, d. h. nahezu 20 Proz. aller abgegebenen Stimmen auf sich vereinigte, auch nicht einen Vertreter in die Zweite Kammer deS Landtages zu entsenden vermochte. DaS arbeitende Volk Preußens, auf dem in erster Linie die Existenz und die Wohlfahrt deS Staates beruht, ist also von jeder Vertretung seiner Interessen im Landtage ausgeschlossen. Dieser plutokratischc Charakter des geltenden DreiklassenwahlsystemS ist seit seiner Einführung durch Oktroyierung im Jahre 1810 immer stärker zum Ausdruck gekommen. Das geltende Wahlsystem ist also der blutigste Hohn auf Recht und Gerechtigkeit. Eine Hand- voll Staatsangehörige, die durch die Kleinheit ihrer Zahl unfähig wären, den Staat zu erhalten, haben die ganze politische Macht in ihren Händen und diktieren Gesetze, wie sie ihnen die Förderung ihrer Klasseninteressen vorschreibt. Ein solch ungeheuerlicher Zustand mutz notwendig bei der großen Wählermasse der 3. Klasse Haß und Erbitterung oder Gleichgültigkeit gegen den Bestand eines Staatswesens hervor- rufen, das die sehr große Mehrheit seiner Bürger als Heloten behandelt, indem es sie zu politischen Nullen degradiert. Wir richten deshalb im Namen der vielen Hunderttausende. die am 21. Januar gegen die schreiende Ungerechtigkeit deS be- stehenden Wahlsystems protestierten, an die beiden Häuser deS Landtage« hiermit ergebcnst das Ersuchen: Dieselben wollen beschließen: Die Regierung aufzufordern, so schleunig wie möglich den beiden Häusern des Landtages einen Gesetzentwurf vorzulegen, durch den alle Staatsbürger ohne Unterschied des Geschlechts. die daS 20. Lebensjahr zurückgelegt haben, das allgemeine. gleiche, direkte und geheim- Wahlrecht für die Wahlen zum Landtage erhalten und diese Wahlen auf Grund des Ver- hältniSwahlsYstems stattfinden. Berlin, den ö. Februar 1006. Hochachtungsvoll ergebcnst: die preußischen Mitglieder des Vorstandes der sozialdemo- kratischen Partei Teutschlands: Bebel. Eberhardt. Molke nbuhr. Pfannkuch. Singer. W e n g e l s Damit sind die Parteien des preußischen Landtages in die unausweichliche Notwendigkeit versetzt, die Forderungen der preußischen Arbeiterklasse entweder zu den ! ihrigen zu machen oder sie zu bekämpfen. Es ist unmöglich, diese Forderung, die im Namen von Millionen politisch Entrechteter erhoben wird, zu ignorieren. Der Zeitpunkt ist da, wo die Parteien des preußischen Abgeordnetenhauses, die noch mit den Stimmen aus der Arbeiterklasse rechnen, Farbe bekennen müssen. Mit billigen Redensarten, mit Versprechungen läßt sich das Prole- tariat nicht mehr abspeisen. Es will Taten seben, voll- wichtige Beweise für die„Volksfreundlichkeit", die an- geblich deinokratischen Prinzipien. Und diese Taten können nur darin bestehen, daß die Parteien schleunigst den Antrag auf die Beseitigung des Dreiklassenwahlrechts und Ersetzung desselben durch das allgemeine, gleiche, direkte und geheime Wahlrecht stellen! In erster Linie gilt es für die freisinnigen P a r- t e i e n. dergestalt die einleitenden Schritte zum Wahlrechts- kämpf zu unternehmen. Sie können sich dieser Pflicht um- soweniger entziehen, als ja die freisin/lige Presse in den letzten Wochen unausgesetzt beteuert hat, daß der Freisinn der ehrlichste Verfechter einer demokratischen Wahlreform in Preußen sei. Wir haben zwar wiederholt dargelegt, daß der Vorgänger des heutigen Freisinns, die preußische Fort- schrittspartei, seinerzeit vom allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrecht nichts habe wissen wollen, und daß auch die bisherigen Aktionen des Freisinns selbst zugunsten dieses Wahlrechts überaus schwächlich gewesen seien. Aber wir wollen gern alle Sünden des Freisinns vergessen, wenn er jetzt wenigstens beweist, daß er es aufrichtig mit der Erkämpfung der Volksrechte meint. Der Freisinn hat ja umsomehr Ursache, gemeinsam mit der Sozialdemokratie den Kanipf aufzunehmen, als es sich ja auch um eine frei- sinnige Forderung handelt, die es durchzusetzen gilt. Ver- langte doch das auf dem Eisenacher Parteitag 1891 aus- gestellte allgemein eParteiprogrammderfrei- sinnigen Volkspartei Reform deS Wahlrechts in den Bundesstaaten, und zwar der- gestakt, daß das allgemeine, gleiche, direkte und geheime Reichs- tagSwahlrccht auch auf die LandtagSwahlen der Einzelstaatrn ausgedehnt werde. Die freisinnige Vereinigung hat sogar noch 1993 die Forderung einer solchen Wahlreform mit aller Dringlichkeit erhoben. Nahm doch die General- Versammlung des Wahlvereins der Libe- ralen nach den letzten Landtagswahlen am 11. Oktober 1993 eine Resolution an, in der es hieß: „Die Macht der reaktionären Parteien kann nur gebrochen werden durch eine gründliche Reform des LandtagSwahl- rechts. Als eine befriedigende Reform ist allein der Ersatz des DreiklassenwahlsystemS durch das allgemeine, gleiche, direkte und geheime Wahlrecht, wie wir es im Reiche haben, anzusehen." Die freisinnige Vereinigung wird sich bereits in aller- nächster Zeit mit der Frage des Wahlreckitskampfes zu be- fchästigen haben. Am 17. und 18. Februar findet nämlich eine Generalversamnilung des Wahlvereins der Liberalen statt, auf der auch der Abgeordnete Theodor Barth über„Die Reform des politischen Wahlrechts in den deutschen Einzelstaaten" sprechen wird. Nimmt der Freisinn beider Richtungen den Wahlrechtskampf auf, so kämpft er also nur für seine eigenen Forderungen! Setzt er nicht seine vollen Kräfte ein, so verleugnet er schamlos seine eigenen Prinzipien! Aber auch das Zentrum wird nicht umhin können, seine angebliche Gegnerschaft gegen die Dreiklassenschnmch endlich einmal zu beweisen. Ist cS doch schon mehr als drei Jahrzehnte her. daß das Zentrum für eine Wahlreform in Preußen eingetreten ist. Seit 1874, der Zeit des Kultur- kampfes, hat das Zentrum keinen Finger mehr ge- rührt, um eine Wahlreform durchzusetzen, im Gegenteil hat es sogar gegen die Anträge gestimmt, eine Nenein- teilung der Wahlkreise entsprechend der Bevölkerungsver- schiebung vorzunchnien. Daß dem Zentrum jetzt das Feuer auf den Nägeln zu brennen beginnt, beweist der Artikel der „Germania", der der Reaktion zuredet, doch endlich dem Volksdrängen nachzugeben. Das Zentrum ist sich also mit Freisinn und Sozialdemokratie angeblich einig in der Verurteilung des Dreiklassenwahlunrechts— mag es jetzt endlich auch durch die Tat beweisen, daß seine Ver- urteilungen des Helotentums des preußischen Proletariats etwas anderes sind, als volksbetörende Phrasen! So nimmt die Petition des Parteivorstandes den bllrger- lichen Parteien die Möglichkeit, sich mit faulen Redensarten an der Aktion vorbeizudrücken. � Der Phrasen sind genug gedrechselt: die Arbeiterklasse will endlich Handluiisseii voll Mark und Nachdruck sehen! Sie erwartet, daß Freisinn und Zentrum ohne Zögern den Antrag auf Einführung des all- gemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts stellen und mit aller Energie verfechten. Dafür, daß diese parla- mentarische Aktion im ganzen Lande Resonanz findet, wird sie Sorge tragen. Freilich erwartet sie zugleich, daß Frei- sinn und Zentrum auch ihre Wählermassen zu machtvollen Kundgebungen auf die Beine bringen! Versagen Freisinn und Zentrum, so führt die Sozialdemokratie den Kampf aus eigener Kraft weiter. Aber nicht nur gegen die offene Reaktion der Junker, sondern auch gegen die heimliche Reaktion des Frei» s i n n s und des Zentrums! Die Revolution in Rußland. Der weiße Schrecke«. Die„Russische Korrespondenz' erhält aus Petersburg folgendes Telegramm vom 2. Februar: Nach Darstellung volles Ver- trauen dienender Augenzeuge» erscheinen die Ereignisse in Hömel in fol- gender Gestalt. Seit einiger Zeit bestand in Hömel eine Abteilung des allrussischen PatriotenbundcS, er verbreitete Proklamationen, Auf- rufe, schickte an Vertreter der jüdischen und christlichen liberalen Intelligenz Drohbriefe. Der Patriotenbund bekam eifrige Unterstützung bei der unlängst in Hömel stationierten Kompagnie Kubanischer Kosaken, die täglich Raubanfälle gegen die jüdische Bevölkerung unter» nahmen. ES kamen auch Mordanfälle auf offener Straße vor. Die Polizei arretierte täglich auf den Straßen aufs Geratewohl einzelne junge Männer und mißhandelte sie auf da? schrecklichste. Alle Klagen halfen nichts, besonders unmenschlich waren die Mißhandlungen am 11., wo gegen 20 arretierte junge Leute auf der Polizei mit Füßen ge« treten und mit Flintenkolben geschlagen worden sind. Am Abend deS- selben TageS wurde Polizeioffizier A n 0 S z 0 w. der an den Miß- Handlungen regen Anteil genommen, erschoffen. Zwei Tage später, gleich nach Beerdignng AnoSzowS, erschienen gegen 15 Hooligane auf der Hauptstraße und fingen an, nach allen Seiten zu schießen. Alles Publikum lief auseinander. Es erschien sofort Militär und unter seinem Schutz und Anteil begannen die Hooligan? einen Laden nach dem anderen an- zustecken. Alle Versuche, daS Feuer zu löschen, waren unmöglich, denn beim ersten Erscheinen der Laden- und Hausbesitzer und aller die zur Hülfe eilten, wurden sie durch Geivehrsalven auseinandergejagt. und die Hooligans arbeiteten ganz ungestört. Wir haben cS hier also mit einer neuen Art PogromS zu tun, an Ort und Stelle war mir Militär. Polizei und kleine Gruppen Hooligans. Es waren weder Scharen für ihr Leben kämpfender Juden noch große Mafien von raubendem Pöbel. ES war ei» unter dem Schutz von Militär und Polizei von wenigen Hooligans organisierter Raub. Gegen das Haus des in ganzer Gegend geachteten Arzteö S a l k i n d ist eine spezielle Expeditton ausgeschickt worden. Gegenüber seinem Hause stellten sich rinige Soldaten ans, beschossen Fenster und Türen, drangen mit den Hooligans in» Haus. raubten aus und steckten an. Sonst ist in derselben Straße kein HanS angerührt lvorden. Danach find alle Nachrichten, die Vor- lommnisse seien entstanden durch den Zusammenstoß von Revolutionären und Militär, erlogen. Auch sind Beweise da, daß dieser genial angelegte Plan schon vor mehr oder weniger längerer Zeit ausgearbeitet war. Libau, 3. Februar. In den letzten Tagen wurden auf dem Gute Prekuln über zwanzig Letten wegen Teilnahme an dem Aufstände erschossen. Der Agitator Strauß, Mitglied der Kampforganilation. wurde vom Kriegsgericht zum Tode durch den Strang verurteilt. Täglich finden im hiesigen Kreise Hinrichtungen statt. Warschau, 8. Februar. In der hiesigen Zitadelle wurden gestern neuerdings 11 Mitglieder des anarchistischen«omitces kriegsgerichtlich erschossen. Eine Lüge der Reaktiv«. Aus M i t a u verbreitet das offiziöse Petersburger Telegraphen» bureau folgende gemeine Verdächtigung der Revolutionäre: Mehrere Bewaffnete drangen in das Krankenhaus zu Libau ein. verlvundeien die Wachen, schleppten einen Mann fort, der am Tage vorher schwerverletzt auf der Straße gefunden worden war. und warfen i h n i n s M e c r. vermutlich aus Furcht, daß er Anzeige gegen sie erstatten würde. Wenn eö gelaug, den Mann zu defreien, war e» auch ein leichte», ihn in Sicherheit zu bringen. In schwebender Pein. Woroncsch, 2. Februar. In der henttgen Sitzung der städtischen Duma erhob sich eine lebhafte Debatte wegen der Aufhebung des Belagerungszustandes. Dieselbe ivurde mit einer Stimme Majorität für wünschenswert er- klärt. In der Sitzung des S e m st w 0 s wurde die gleiche Frage behandelt. Nach längerer Erörterung wurde mit 20 gegen 2fi Stimmen ein Antrag angenommen, wonach der Wunsch auf Auf- rrchterhaltung des Belagerungszustandes zum Ausdruck gelangt. Die bewaffnete Furcht. Baku. S. Februar. Die Arbeiten an den Dock» finden unter militärischer Aufsicht statt. Im ferne« Osten. Shanghai, 8. Febrnar. Die Nachrichten aus Wladiwostok be sagen, daß die Meuterei unter den dortigen Truppen«inen immci ernsteren Charakter zeigt, und einen größeren Umfang annimmt, ali diejenige, welche vor einiger Zeit dort ausgebrochen ist. politifcde(lebersidn. Berlin, den 3. Februar. Stumms Erbe. Langsam fassen sich die bürgerlichen Parteien ein klein wenig, fast gegen ihren Willen, auf der Bahn des sozialen EortschiittS vorwärts drängen. Das ergreifende Bild, das die eimarbeitSanssteUuiig von dem grenzenlosen Elend einer großen Bevölkerungsschicht gibt, hat der frömmelnden Salbaderei fiter die„Heiligkeit" und„die Uuantastbarkeit des Familien- lebens" ein Ende gemacht, und die Redner, die heute bei der Fortsetzung der sozialpolitischen Generaldebatte im Reichs- tage zu Wort kamen, der nationalliberale Dr. Patzig, auch Herr D o v e von der Freisinnigen Vereinigung, erklärten sich bereit, endlich nach jahrzehntelangem Warten und Sträuben auch diesen am schlimmsteir ausgebeuteten Proletariern ein wenig gesetzlichen Schutz zukommen zu lassen. Ob diese eifervolle Reuestimmung die Ausstellung überdauern wird, bleibt immerhin abzuwarten. Im übrigen waren die beiden Redner voll satten Behagens über den un- vcrgleichlichen Hochstand der deutschen Sozialgesetzgebung. So beschränkte sich der Abg. Patzig im wesentlichen auf ein Kunterbunt nüttelstandsretterischer Forderungen, die halb ver- nünftig sind, wie die für Ausbau des kaufmännischen und Fortbildungsschnlivesens. halb urreaktionär, wie das Ver- langen nach dem— großen oder kleinen— Befähigungsnachweis für Handwerker. Der Abg. D o v e aber gestand, daß er in dieser Debatte über die Grundlagen der Stellung des Staates zu den Enterbten und Entrechteten eigentlich nur das Wort ergriffen habe, um gegen die Anstellung von Handelsinspcktoreu ini Interesse der von ihm vertretenen HandelShcrrenkreise zu protestieren! Diese Stimmung der bürgerlichen Parteien wirkt natürlich auf die Regierung so stark ein, daß auch Graf Posa- d o w s k y s heutige mehr als einstündige Rede, die einen Ueber- blick über alle gesetzgeberischen Vorarbeiten des Reichsamts des Innern bot, ganz auf den Ton seines Schlußsatzes:„Rur ein bißchen Geduld!" gestimmt war. Die Berufung auf die Rück- ständigkeit anderer Länder niuß dazu dienen, den augenblick- lichcn Stillstand der deutschen Sozialgesetzgebung zu ent- schuldigen. Selbst auf Italien berief sich der Staatssekretär, um die Einführung des prinzipiell beschlossenen Zehnstunden- tages für Arbeiterinnen bis nach 1907 hinauszuschieben. Die Krankenversicherung der Heimarbeiter, die bisher an dem Widerstand. des früheren preußischen Handels- Ministers Möller gescheitert ist, soll erst im Sommer dem Bundesrat erneut zur Annahme vorgelegt werden. Vom übrigen Heimarbeiterschutz ist nur ein Entwurf zugunsten der Tabakarbeiter angenommen worden, der allerdings uniso not- wendiger und— unsinniger ist, als man gleichzeitig durch die neuen Tabaksteuern Tausende von Proletariern in die Heim- arbeit gewaltsam hineintreiben will. Das Gesetz über die Berilfsvercine liegt längst fertiggestellt und angenommen im Aktenschrank des Bundesrats. Dem Reichstage soll es vor- läufig nicht zugehen, weil er init den— natürlich wichtigeren— Flotten-, Kolonial- und Steuervorlagen überlastet ist. Die Einschränkung der Sonntagsarbeit will man nicht durchgreifend auf reichsgesetzlichem Wege,. sondern Parti- kuläristisch durch zivanglose Verabredung unter den ein- zelnen Bundesstaaten weiter betreiben, wie man das etwa beim Strafvollzuge mit gänzlich negativem Erfolge getan hat. Selbst da, wo die Klassenjustiz den Sinn der von der bürgerlichen Mehrheit beschlossenen Gesetze noch weiter ver- fälscht, zum Beispiel in dein bekannten RcichsgerichtSurteil, daß jugendliche Arbeiter über die gesetzlich zugelassene Arbeits- zeit hinaus„freiwillig" weiter arbeiten dürfen, ist Graf Posa- doivsky zwar niit Recht univillig, hat aber nicht die Kraft, auf sofortige gesetzliche Abhülfe zu dringen. Wenn gleichwohl die Rede des Staatssekretärs beinahe wie die Offenbarung eines vorgeschrfttenen Staatssozialismus wirkte, so lag das daran, daß nach ihm der widerlichste und dreisteste aller Scharfmacher, der„freisinnige" Dr. M n g d a n seine Weisheit zum besten gab. Zuerst ritt er sein altes Steckenpferd, die„sozialdemokratische Herrschaft in den Kranken- lassen". Er ivagt nach all seinen Blamagen nicht mehr, mit den „Mißständen", den„unfähigen Beamten", den„gesetzwidrigen Gcldausgaben" nach seiner Urvater Sitte bei den Land- junkern hausieren zu gehen. Daß die Arbeiter überhaupt Ge- brauch von dem Rechte der Selbstverwaltung in den Kassen machen, daß sie überhaupt zu Beamten und Aerzten Männer ihres Vertrauens, d. h. auch Sozialdemokraten, machen, erscheint ihm an sich als Verbrechen, das nur durch die Er- drosselung der Selbstverwaltung gesühnt werden kann. Zum erstcnmale rückte Dr. Mugdan auch offen mit seinen Plänen heraus: An die Spitze der Kassenverwaltung soll ein lebens- länglich angestellter Kommunalbeamter treten, dessen Stimme natürlich zwischen den in gleicher Zahl vertretenen Arbeitern und Unternehmern den Arrsschlag geben soll! Nie hat schäbigere Raffgier, niedrigeres Geldinteresse schlimmer gegen die Volksrechte gewütet. Daß Dr. Mugdan danach die russischen Freiheitskämpfer und die deutschen Wahlrcchtsdemonstranten mit Schmutz beivarf, ihnen die Taten der schwarzen Banden und des Hamburger Pöbels zur Last legte, nahm niemand mehr wunder. Sein sozial- politisches Programm will auf dem Boden einer zuchthaus- gesetzlichen Rechtsfähigkeit der Berufsvereine die„brünstigen Hirsche" und die christlich betrogenen Arbeiter zum Kampf gegen die Gewerkschaften vereinigen. Daß er nebenbei auch noch die Gelverkschastler gegen die„revolutionsromantische" Partei scharfmachen möchte, nehme man ihm nicht übel. Er schätzt eben die gewerkschaftlich organisierten Arbeiter nach dem Maßstabe seiner eigenen Intelligenz. Schade, daß seine Abstammung diesen edlen Sproß aus der Partei von Max Hirsch hindert, bei Liebermann v. Sounenberg und Stöcker Platz zu nehmen. Vielleicht ge- währt ihm die Partei des Frhrn. v. Stumm neben denl Dr. Freund Unterschlupf. Die freisinnige Partei im Reichstage hatte sich während Mugdans Rede gespalten: Herr Mugdan stand oben auf der Tribüne, Herr Eickhoff saß unten im Saale— bis auch ihn die Schlaimuflut aus dem Munde seines Parteigenossen hinwegschfpemmte. Herr Mugdan war nun der einzige frei- sinnige Volksparteiler im Hause. Für Beifall aber sorgten die entzückten Scharsmacher von ganz rechts, für Lachen unsere Freunde. Sie werden diesen, Dr. Eisenbart und Eisenstirn bei der Fortsetzung der Debatte am Montag die Antivort nicht schuldig bleiben.— Ein neuer Borstoß gegen die sozialpolitische Gesetzgebung. Die Sitzung des Abgeordnetenhauses von, Sonnabend wurde in ihren, ersten Teil durch eine charakterisüsche Debatte über die angeblich zu hohe Belastung der Unternehmer durch die sozialpolitischen Gesetze ausgefüllt. Den äußeren Anlaß zu diesem Vorstoß, der, wie von einen, der Redner offenbart wurde, bereits in der Budgetkommission verabredet war, gab die Beratung deS Etats der Domänenverwaltung. Es war ein"interessantes Schauspiel, zu beobachten, wie in bunter Reihenfolge die Vertreter der agrarischen Interessen und die Vertreter der Interessen der Großindustrie auflnarsch.erten und den heiligen Podbielsk,. zu dessen Ressort die Domänenverwaltung gehört, um seinen Schutz an- flehten. Herr von Podbielski, der alles kann, soll seinen Einfluß im Staatsministerium und darüber hinaus im Bundesrate aufbieten, um bei der in Aussicht stehenden Re- sonn der sozialpolitischen Gesetzgebung eine gerechtere Ver- teilung der Lasten herbeizuführen, d. h. die Leistungen der Unternehmer zu verringern, die der Versicherten aber zu ver- größern. Vor allem sind es die Agrarier, die über die zu hohe Belastung durch die Unfallversicherung klagen. Aber anstatt die Ursachen zu untersuchen, anstatt auf eine bessere Be- obachwng und einen weiteren Ausbau der Unfallverhütungs- Vorschriften hinzuwirken oder endlich einmal an die obli- gatorische Einführung der Krankenversicherung für länd- liche Arbeiter zu gehen, versuche man die Rechtsprechung des Reichsversicherungsamtes für diese Erscheinung verant- wortlich zu machen und schlägt vor, die kleinen Renten bis zu 20 Proz. überhaupt zu beseitigen! Es wird so getan, als ob die Arbeiter nur so zum Vergnügen auf Unfallrentc klagen, als ob sie einen Sport damit treiben und als ob selbst voll erwerbsfähige Arbeiter Renten herauszuschlagen suchen, nur um nebenbei noch ein paar Mark Taschengeld zu haben. Die Schlot- und die Krautjunker im preußischen Landtage lvünschen in einiger Harmonie eine„Reform" der Sozial- gesetzgebung, aber eine Reform, die keinen Fortschritt, sondern einen Rückschritt bedeutet. Natürlich mußte auch gegen die Selb st Verwaltung der Krankenkassen Front gemacht werden. So offen allerdings geschieht das nicht, der Ausdruck„Selbst- Verwaltung" wird ängstlich vermieden, man sagt statt dessen, es müsse verhütet werden, daß niit sozialpolitischen Institutionen zu parteipolitischen Zwecken Mißbrauch getrieben wird. Ganz unsere Meinung. Aber gerade in den unter sozialdemokra- tischer Leitung stehenden Krankenkassen benlüht man sich ängst- lich, parteipolitische Bestrebungen fernzuhalten und die Kassen ihrem eigentlichen Zweck dienstbar zu inachen. Wenn gegen diesen Grundsatz in vereinzelten Fällen verstoßen sein sollte, so könnten die sozialdemokratischen Kassenvorstände sich darauf berufen, daß sie von der Bourgeoisie gelernt haben. Werden nicht alle Einrichtungen des Staates und der Gemeinden zu parteipolitischen Zwecken mißbraucht? Wird nicht überall in erster Linie darauf gesehen, wie man durch eine Institution, die allgemeinen Zwecken dienen sollte, die Sozialdemokraten bekämpfen kann? Die Herren vom Landtag sollten also, bevor sie über den Splitter in, Auge des Nächsten herfallen, erst einmal den Balken aus ihrem eigenen Auge cntferuen. Welchen Erfolg der Vorstoß hat, das wird sich später zeigen. Es sei für heute nur daran erinnert, daß es nicht das erste Mal ist. daß der preußische Landtag die Regierung in ihrem Kampfe gegen den Ausbau sozialpolitischer Gesetze oder gegen die Rechte und Freiheiten des Volkes scharf zu machen sucht. Das Drei- klassenparlament hat sich noch stets als Führerin bewiesen, wenn es sich um reaktionäre Anschläge handelte. Nach Erledigung deS Etats der Doinänenverwaltung beriet das Haus noch den Etat der Z e n t r a l g e n o s s e n- schaftskasse, oder besser gesagt, die Herren benutzen die Gelegenheit des zehnjährigen Bestehens dieser Kasse, sich gegen- seitig zu lobhudeln. Am Montag beginnt die Beratung des Etats des Mi- nisteriums des Innern._ Der italienische Kolonialskandal und die Partcifraktion. Rom, 31. Januar 1903.(Eig. Bericht.) In der italienischen Kolonie Bcnedir, aus der schon vor Jahren Klagen wegen der Fortdauer der Sklaverei»ach Italien gedrungen waren, sind jetzt eine Reihe neuer Skandale vorgekommen, die ein gerichtliches Nachspiel haben werden. Ein italienischer Offizier, M e r c a t e l l i, hat sich niit brutalen Mitzhandlungeii der Eilige- borenen befleckt und soll entsprungene Sklaven ihren„Besitzern" ans- geliefert haben. Um Klarheil in die Sache zu bringen, hat der Minister des Seußern, d i San G i» l i a n o, eine Uniersnchungs- Koniinisfion für Benedir ernannt und den Genossen Abgeordneten C a b r i n i aufgefordert, ihr beizutreten. Cabrini hatte seine Be- teiligung zugeiagt, ohne sich mit der Parteifraktion, die am 39. zu- sammentreten sollte, ins Eiiivernehmen zu setzen. In ihrer gestrigen Sitzung hat»un die Fraktion die Einwilligung CabriniS nicht gut geheißen, weshalb dieser sofort den Minister des Acußeren er>uchte, ihn der Beteiligung an der Enquete zu entheben.— Dentfckes Reich. Orakel-Tantchen. Tantchen Boß hat sich gestern abend wieder einmal auf ihren Orakel-Nachtstuhl gesetzt, um dem.Vorwärts" die Epistel zu lesen wegen seiner Ausführungen über den„Hofgänger" Cramcr. Wir haben nicht die Absicht, uns mit der guten alten Tante über die Eigenart dieses Spezialfalles zu unterhalten. Wir lassen sie ruhig weiter ihre Strümpfchen stricken, ihre Prischen nehmen und ihre» Blümchenkaffee trinken. Aber den Anhängern und Lesern des .liberalen" Blattes seien ein paar Worte allgemeiner Natur gesagt: Wir Sozialdemokraten,«wie wir gebaut sind", haben wahrhastig keine Furcht, uns mit irgend einem Monarchen— Kaiser, König. Grotzherzog u. dergl.— in ein Gespräch einzulassen, wen» der Zufall oder irgend ein Umstand es herbeiführt oder unausweich- lich macht. Aber uns Sozialdemokraten ist und bleibt der Monarch ein Mensch wie jeder andere. Wir können ihm keins jener vergötternden Byzantinervorrechte zugestehen, die der allerneueste Kurs in gewissen Ländern zu neuer.Glorie" hat erstehen lasten. Hätte» wir die Garantte, mit unseren Fürsten des zwanzigsten Jahrhunderts zu sprechen, wie sonst der Mensch zum Menschen spricht, so läge kein Grund vor, einer Unterredung aus- zuweichcn. Nun liegen die Dinge aber bekannttich so, daß ein Monarch„allerguädigst geruht", einein gewöhnlichen Sterbliche» die Huld zu gewähren, ihn eines Blicke», eines Wortes zu würdigen. In vorgeschriebener Tracht tritt der mit einer Audienz Begnadete olleruntertänigst vor seinen allerdurchlauchtigsten Herrn. Auf einen Wink naht er seinem Gebieter, auf einen Wink darf er reden, auf einen Wink mutz er schweigen, auf einen Wink mutz er wieder gehen ganz wie Kasperle im Kinderthcater. Wir haben nicht nötig, dies leider nur allzu bekannte Bild des weiteren auszumalen. Eingeweihte wiffen, datz die Dinge in der obigen Schilderung nicht übertrieben sind, trotzdem wir uns mit Fleiß nicht gerade zimperlich ausdrückten. Die gute Taute entehrt Schiller? Andenken, indem sie seine Worte vom.Männerstolz vor Königsthronen" zitiert. Ganz in die mächtige Hand seines Herzogs gegeben, dem grimmen Manne auf Gnade und Ungnade ausgeliefert, in �Gefahr, das Schick- sal eines Schnbart zu erleiden— hat Schiller, der Jüngling, zuweilen vor Karl gestanden nicht als� Memme vom Schlage jener modernen„Hofgänger", wie Tantchen Votz sie sieht, sondern als der Meister seines Meisters, als Mensch vor einem Menschen! Und so dürfen wir denn der„freisinnigen" Zeitung verraten, datz wir den„Männerstolz vor Königsthronen" nicht so auffassen, als dürfte ein M a n n sich überhaupt nicht dem königlichen Throne stellen— wir schätzen und verehren Johann Jacoby trotz seines Besuches beim preußischen Monarchen— sondern datz wir den„Männerstolz vor Königsthronen" genau so auffasse» wie jener Dichter, der das Wort geprägt hat, nämlich datz. wer sich vor den Königsthron stellt, dort als Mann stehen soll und nicht als Memme. Ist es unter dem heutigen Hofzeremoniell fast nirgends möglich, datz der simple Bürger dem Monarchen Auge in Auge als Mann dem Manne gegenübertritt, so pfeifen wir— das ist unsere Meinung— gcwitz mit Recht auf die„Hofegängerei". Traurig genug, datz die „Vossische Zeitung" für solche Gedankengänge kein Quentchen Verständnis hat, datz sie es fertig bringt zu behaupten, der Zorn des„Vorwärts" trage„zur Erheiterung des Bürgertums" bei. Viel trauriger aber, datz in der Tat ein grotzer Teil des deutschen Bürgertums sich die Wiegenlieder der Tanten und der Tunten vom Schlage der„Votz" alle Morgen und alle Abend noch immer und immer vorsingen lätzt. Die gute Tante niöge ruhig weiter orakeln, datz die Ansichte» der„radikalen" Sozialdemokraten wenig Chancen haben, sich durch« zusetzen, wir lasten die Nachteule ruhig kreischen und gehen zur Tages ordnung über.— Gefährliche Gegnerschaft. _ Graf zu E u l e n b u r g- P r a s s e». Mitglied des Herren- Hauses, hat an den Hauptritterschastsdirektor und Landtags- abgeordneten v. A r n i in- Z u e s e d o in. Mitglied des Vorstandes des„Reichsverbandcsfgegrn die Sozialdemokratie", folgendes Schreiben gerichtet: „Dorotheenftr. ül, den 2. Februar 1906. Ew. Hochwohlgeborcn ivarcn so freundlich, mich von der Mitzstimmuiig in ÄeuutniS zu fetze», welche meine Begründung zu der Jnterpellatiou im Herrenhaufe am 25. Januar in Ihrem Vorstand hervorgerufen hat. Ich bitte anerkennen zu ivollen, datz ich sowohl der gesamten stäatserhaltcndei! Presse wie auch dem Verein zugestandeil habe, datz sie das möglichste geleistet habe»: die ganze Tendeilz der Jnteipellation ging aber dahin, festzustellen, datz alle Arbeit wenig Erfolg verspräche, so lange nicht von scite» der Staatsregicrung niit der im letzten Jahre bereits spürbaren energischeren Bekämpstmg der volkovergiflenden Demagogie vorgegangen würde. Die guten Dienste des Verbandes habe ich da mit weder leugnen wollen noch könne n. Ich reiche hierinit die mir übergebenen Schriftstücke zurück und erkläre gern. datz m eine Vor- st c l l u n g e ii von unseren Erfolgen(ich bin selber Mit- glied des Vereins) durch deren Kenntnis weit über- tröffe ii s i ii d. So wenig jeinand wird glauben wollen, datz ich der Presse im Kanipfe gegen die Sozialdemokratie habe den Rat erteilen wollen, iiinl die Feder ruhen zulassen, ebensowenig konnte es mir einfallen, die Tätigkeit des Vereins als eine überflüssige hin- stellen zu wollen: ich hätte dann selber zum mindesten austreten müssen. Vielmehr mutz der Verein bleiben was er war: eine starke HülfStruppe in einem Kaiupfe, den alle staats- erhaltenden Parteien mit den Worten des Kauzlers: Seid einig, einig vor und neben der königl. Staatsregierung gegen das Gift der Demogogie zum Wohle unserer verführten und noch mehr der niit Verführung bedrohten Milbürger mutig aufnehmen wollen. Ich hoffe, datz meine Worte dem Vereine Befriedigung gewähren, und stelle beliebigen Gebrauch derselben anheim. Ew. Hochwohlgeboren ergebener Graf zu Euleuburg-Praffeu." _ Herr Graf zu E u l e n b u r g- P r a> s e n ist ein für seine Her- kunft und Stellung recht bescheidener Herr, wenn er seine Vor- stelliingen von den Erfolgen des.ReichSverbandeö gegen die Soflal- demokratie" durch Einsichtnahme in dessen Schriftstücke weit über- troffen sieht. Wir fühlen uns bei den angeblichen Erfolgen dieses Reichsverbandes pudelwohl!— Ganz ungefählich ist freilich die postalische Tätigkeit des Reichsverbandes und die schriftstellerische des Herrn Grafen zu E u l e u b u r g- P r a s s e ii nicht. Der Verband wird unweigerlich das Schreiben des Herrn Grafen seinem Reklame- Material einverleiben. Und da irgendwelche mitleidlosen, uns böswillig gesinnten Individuen uns die Zirkulare des Reichsverbandes regelmätzig ziffeuden, werden wir zum zweiten Male zu lesen bekommen, datz Herr Graf zu E u l e n b u r g- P r a s s c n das Mahnwort Atting Hausens„Seid einig!" zu reaktionären Zwecken mitzbrancht.— Der Herr Graf hat die Entschuldigung für sich, datz er nicht w e i tz, datz so ein wirklich Edler re- volutionäre Bauer» zur Erringmig der Freiheit aufrief. Seine Ignoranz aber schützt uns nicht vor dem beinahe physischen Schmerz, den eine solche literarische Gewalttat gegen die Sozialdemokratie selbst jedem BolkSschüler verursachen mutz.— Gegen den Reichskanzler rebelliert jetzt fast täglich die„Post". Ein Satz ans der„Leipziger Volkszeitimg" bat es derselben angetaii, in dem empfohlen wird, den Gedanken des politischen Massenstreiks in unablässiger Propa- ganda immer intensiver in die Herzen und Hirne der Arbeiter hinein- zuhämmern. Herr Dr. Ä r o n S b e i n jammert: «Dieser Ausgabe ivird sich die Sozialdemokratie umso inten- siver und unbekümmerter hiiigebeu können, als sie aus der Herren- hausrede des Fürsten Büloiv ja erfahren hat, datz sie eine Störung ihrer den Massenstreik vorbereitenden Tätigkeit vorerst nicht zu be- fürchten hat." Der Chefstratege der„Post" kann aber doch unmöglich verlangen, datz seiner persönlichen unglücklichen Veranlagung wegen die Reichs- gesetzgebuiigSmaschine geheizt werden soll. Er wird sich nach wie vor damit begnügen iiiiissen, iv ä h r e n d der Demoiistrationstätigkeit der Arbeiter zur Beruhigung sein technisches Personal und nach derselben seiner Unterkleider wegen eine Waschfrau in Anspruch zu nehmen._ Die Strafe folgt ihm— nicht aus dem Fuße. Mit einer erstaunlichen Fixigkeit arbeitet unser hl. Justttia, wenn sie des Staates Wohl und Sicherheit durch Bestrafung unistürzlcrischer Flugblattberbreiter und gegen das Kapital sündigender Streiker zu retten hat. Daß die Justiz aber auch durch schneckenartige Langsamkeit ihre— unverletzliche Objektivität, ihre gegen alle Erwägungen gefeite— Unbestechlichkeit zu wahren weiß, daran wird das deutsche Volk erinnert durch nachfolgende, von der sozialdemokratischen Fraktion int Reichstag eingebrachte Interpellation der Abg. Albrecht und Genossen: «Ist dem Herrn Reichskanzler bekannt, datz an, 10. Juli 1905 auf der Kohlenzeche.Borussia" bei Dortmund infolge eines Schacht- brandes 39 Arbeiter getötet worden sind? Ist dem Herrn Reichskanzler bekannt, weshalb die Ursachen des ftirchtbaren Unglücks noch immer nicht amtlich bekannt gemacht und die schuldigen Personen zur Verantwortung gezogen worden find? Ist dem Herrn Reichskanzler bekannt, datz die Borussiakata- strophe durch Autzerachtlassuug der allernotwendigsten Arbeiterschutz. bestiiiimuiigen herbeigeführt wurde, und was gedenkt der Herr Reichskanzler zu tun, damit ähnlichen Grubenunglücken vorgebeugt wird?" Was gedenkt der Reichskanzler zn tun? Am 10. Juli 190ss wurde ine Welt von dem entsetzlichen Unglück, bei dein 39 Knappen, die. laut Nachruf der° Verwalttmg. in treuer Pflichtersüllung— in kapitalistischer Fron— ums Leben famcit, überrascht. Mit erstaunlicher Geschwindigkeit wurde damals sofort amtlich bekannt gegeben, die Verwaltung sei schuldlos an dem furchtbaren Unglück, die Einrichtungen hätten zu Ausstellungen keinen Anlaß gegeben. Merkwürdig, sehr merkwürdig! Durch das Unglück war der Zugang zu den Betriebspunkten versperrt worden. Es bedurste erst Wochen- langer intensiver Arbeit, um einen Teil der Getöteten zu bergen. Obwohl nian also die Grube nicht befahren konnte, werden amtlich die Unternehmer von aller Schuld frei- gesprochen! Bei den Bergungsarbeiten kam's heraus: die Grube befand sich in skandalöser Verfassung, die berggesetz- lichen Bestimmungen waren in unglaublicher Weise mißachtet worden. Selbst ein Unternehmerorgan, die„Rh.-Wests. Ztg.", konnte nicht umhin, unumwunden ein Einschreiten der Staats- anwaltschaft zu fordern. Wohl hieß es auch wiederholt, es sei eine Untersuchung eingeleitet— aber keine Strafe folgte den Gesetzcsverletzungen auf dem Fuße! Zum Kameruner Skandal. Der Gouverneur von Kamerun Jesko v. Puttkamer ist numuehr in Berlin eingetroffen. Wie das Scherl-Blatt mitteilt, ist cc auch bereits von dein Kolonialsekretär empfangen worden. Das Blatt meldet darüber: „ I e s k o v. Puttkamer ist während der Tage seines Hierseins vom Erbprinzen zu Hohenlohe-Langenburg veranlaßt worden, sich über die in seinem Kolonialgebiete vor- genommene» Bestrafungen von Häuptlingen zu äußern. Ein abschließendes Urteil über die im Reichstage zur Sprache gebrachten Borkommnisse ist zur Stunde nicht möglich, da zu einer erschöpfenden Antwort über verschiedene Punkte d e m Gouverneur naturgeinäß die notwendige Zeit gelassen werden muß. Die Entscheidung der Angelegenheit dürfte aber erst in e i n i g e n T a g e n zu er- warten sein." Wenn, wie es den Anschein hat, diese Mitteilung des Scherl- Blattes wieder einmal einen halbofsiziösen Charakter tragen sollte, so muß denn doch bemerkt werden, daß eine„Entscheidung der An- gclegenheit" auch in„einigen Tagen" nicht erfolgen kann, da eine „Untersuchung" doch unmöglich dann als abgeschlosseil gelten kann, sobald der Angeklagte vernommen worden ist. Herr v. Pult- kamer wird sich natürlich herauszureden suchen und sich wahr- scheinlich auch auf die Gcrichtsaktcn berufen. Es wird aber gerade behauptet, daß hier das„Gericht" mit Puttkamer unter einer Decke gesteckt habe! Eine Untersuchung kann also nur an Ort und Stelle vorgenommen werden und zwar durch eine absolut u n a b- h ä n g i g e, mit der Kolonialverwaltung in keiner Weise versippte Untersuchungskommission! Geht man nicht in dieser Weise den Dingeil auf den Grund, so bleibt jede Untersuchung nur eine Farce!—_ OffiziSse Albernheiten. Die„Nordd. Allg. Ztg." hat die Ent- deckung gemacht, daß der Ton im„Vorwärts"„etwas«m- geschlagen" sei und daß man„die offene Revolutionspropaganda nach russischein Muster einstweilen nicht inehr fortzusetzen ivage". Diese originelle Wahrnehmung des offiziösen BlaiteL hat offenbar darin ihren Grund, daß in seiner Redaktion kein Umschlag ein- getreten ist und die stitpide Geistlosigkeit von gestern auch heute noch das Tintenszepter führt. Höchst ergötzlich ist auch, daß daS offiziöse Blatt seine Ver- mutung, die Arbeiterschaft sei mit dem„Treiben der Rrrrevoluzzer" nicht einverstanden, auf das Verhalten des— Rexhäuser stützt. Ebenso jjut könnte sich die„Nordd. Allg. Ztg." auf das Urteil des Viktor Schweinburg oder Max Lorenz berufen!— ZentrumS-Toleranz. Gerade noch zurecht als Beitrag zum Gesamtbilde der Zetitrums- Toleranz kommt eine Mitteilung, die der„Kor- respondent für Deutschlands Buchdrucker" bringt. Derselbe erzählt: „Mein Beichtvater verbietet mir an ketzerischen Werken zu setze»", mit diesen, auf einen Zettel geschriebenen Worten ver- weigerte dieser Tage in einer Düsseldorfer Druckerei ein taub- stummer Setzer das Arbeiten an den„Evangelischen biblischen Historien" von Zahn'trieorten mit teure» Lebensverhältnissen handelt, er erklärt sich aber zum Teil dadurch, daß die Organisation unter den Treibrieinensattlern nicht sehr weit verbreitet ist. Die Militäreffekten- Sattler haben lange Zeit unter sehr schlechten Verhältnissen gelebt. In neuerer Zeit gelang eS der Organisation für eine» Teil der Arbeiter bessere Löhne zu erlangen. Namentlich ist das in Berlin der Fall gewesen. Es wurden in 22 Orten 64 Betriebe ermittelt mit 1094 Gehnlfen, 2 Lehrlingen, 103 Arbeiterinnen nnd 138 Hülfsarbeitern. In dieser Branche Herrschi zumeist die 54stündige wöchentliche Arbeitszeit, ei» erheb licher Teil der Beschäftigten arbeitet aber noch 60 Stunden. Der niedrigste Stundenlohn ist mit 15, der höchste mit 79 Pf. angegeben. im Durchschnitt beträgt der Lohn 36 Pf. In der W a g c n b r a n ch e macht sich die Entivickelung zur Großindustrie geltend. In 266 Betrieben wurden 1043 Beschäftigte ermittelt. Hier herrscht die 60 stiiiidige Arbeitszeit vor, der durch- schnittliche Stundenlohn beträgt 37 Pf. Jin übrigen erstrecke» sich die Erhebungen auf eine Reihe kleiner Branche» mit verhältiiisii, ätzig wenig Beschäftigten. Betrachten wir das Gewerbe als ganzes, so kommt ein niedrigster Stnndenlohn von 12 Pf., ein Höchstlohn von 79 Pf. und ein Durchschnittslohn von 38 Pf. heraus. Ein großer Teil der Arbeiter hat den Neunstundentag, die meisten davon kommen auf die Branche der Neiseeffeklen.— Ferner sei noch bemerkt, daß in acht Städten Tarifverträge mit den Arbeitgebern abgeschloffen sind, von denen die meisten für die Reiseeffektenbranche gelten. Beettn una ltmqegena. Konditoren und verwandte Berufe! Bei I. Löwenstein, Finna Dncland Nachf., Sckiulzendorferstraße 23, sind infolge von Maß- regelimgen, Lohiiabznge», Arbeitszeitverlängerung und grobe Be- Handlung ernste Differenzen ausgebrochen. Zuzug, besonders auch von Arbeiterinnen, ist streng fentzuhalten. Die Lohnbewegung bei der Finna Gebr. Reichstein in Branden- bürg hat bereits weitere Arbeitergrnppen in Mitleidenschaft gezogen. Am Freitag legten 218 Arbeiter nnd Arbeiterinnen die Arbeit nieder. Am Abend wurde einem Teile der in der Schleiferei Beschäftigten mitgeteilt, daß sie aussetzen müßten. Ebenso kann die Ketten- abteilung nicht weiter arbeiten, da eS an den Vorarbeiten fehlt. In einigen Fällen wurde versucht, die Arbeit der AnSstäudigen den noch in Beschäftigung stehenden Arbeitern in anderen Abteilungen anzubieten, das«nsinnen wurde aber von allen Seiten mit Snt- rüstung zurückgewiesen. Oeutkchcs Reldi. Formersttcik in Kaiserslautern. Uns wird telegraphiert: Da das Verlangen der Arbeiter der Finna Gebr. Pfeiffer ans Rücknahme der Lohnabzüge und Entlassung de? Meisters nicht bewilligt wurde, legten fämt- liche Former und Gietzereiarbeiter die Arbeit nieder. Die Firma sucht von auswärts Arbeiter anzulocken. Zuzug von Formern nnd Gießcreiarbeitern ist strengstens fern- zuHallen._ Die Schnhniacher der Firma Juliuö Glaß u. Co. in Breslau ersuchten die Firnia um minimale Erhöhungen ihrer Löhne, welche zurzeit zirka 11— 19 M. wöchentlich betragen. Die Firnia erklärte den Arbeitern, nichts bewillige» zu können, da sie ohnehin schon mit Verlust arbeite. Die Arbeiter haben einstimmig beschlossen. die Kündigung einzureichen. Da die Firma aussperrungs- lüstern sein durfte, so bitten wir die Kollegen Deutschlands. Schlesien, besonders aber Breslau zu meiden. Verband der Schuhmacher. Gau 8. Versammlungen. Der Brauer) Zentralverband deutscher Brauereiarbeiter(Sektion l. hislt ain 28. Januar seine Generalversammlung ab. Der Vorsitzende H o d a p p erklärte der Versammlung, daß der Vorstand einen schriftlichen Jahresbericht erstattet habe. Danach haben im verflossenen Berichtsjahre stattgefunden: 10 Mitgliedcrversamm- ltiugeii und gemeinsam mit der Sektion ll eine öffeittliche Protest- Versammlung gegen die von der Regierung geplante Erhöhung der Brausteucr. 13 Vorstands- und Vertrauensmännersitznngen, außer- dem zahlreiche GeschäftSversanimlungen, sowie mehrere Unter- Handlungen mit den Unternehmern und vor dcni Einigungsamt. Die Mitgliederzahl betrug Ende 1903 795, die BeitragSleistnng pro 1905 46,9 Beiträge, gegenüber 43,9 im Jahre 1904. Die Agitationskommission entfaltete, wie immer, eine rege Tätigkeit, so fanden mehrere Tarifabschlüsse statt, in Spandau, Potsdam, Werder, Grünau. Mit den Brauereien Wusterhausen und Feldschlotzbrauerci Großlichterfelde, in welchen noch sehr mißliche Lohn- und Arbeits- Verhältnisse bestehen, wird die Organisation in nächster Zeit eben- falls in ein Tarifverhältnis eintreten. Die Abrechnung vom vierten Quartal ergibt eine Einnahme von 3954,60 M., gegenüber einer Ausgabe von 1555,04 M.. so daß der Hauptkasse 2399,56 M. zu- fliehen konnten. Die Lofolkasse verzeichnet eine Einnahme von 1403,36 M., Ausgabe 763,46 M., also ein« Mehreinnahme von 634,90 M., hierzu der Bestand vom dritten Quartal macht 6497,24 Mark. Die Neuwahl der Ortsverwaltung ergab folgendes Resultat: Hodapp erster, W. Richter zweiter Vorsitzender, Schwedlcr erster, Junghans zweiter Kassierer, Kamcnarz erster, Großfuß zweiter Schriftführer: Revisoren: Hcyder, Tröger, Thaler; Agitations- kommission: Hodapp, W. Richter, Tröger, Hcyder, Scktzoedler. Ter Fachverein der Tischler hialt am 24 Januar seine General- Versammlung ab. Lange hielt einen Vortrag über moderne Klassenkämpfe. Dann gaben die Funktionäre dcS Vereins einen Bericht vom vierten Quartal. Ferner beschloß die Versainmlnng, den Tischler Lokosf aus dem Verein auszuschließen und nie mehr aufzunehmen. Ebenso ist der Polierer Hermannc Geier wegen Streik- brecherdienste ausgejchlossen. Seit Mitte Januar befindet sich daS "MM' 161 bei Lange. ZcntralverinndeS der Töpfer hielt am e Generalversammlung ab. Ter Rechen. über das verflossene Jahr lag gedruckt Bnrcai! Köpntckerstra Tic Filtob 1. Februar schastSbericht Inseratenteil verantw.: Th bor. Die JahreSabrechntmg der Zentralkaffe schließt mit der Bilanz. summe von 58 943,89 M. An die Hauptkasse wurden 34 000 M. gesandt. Die Einnahmen der Lokalkasse iiciriigen. samt dem alten Bestand von 34 871,87 M., 75 122,85 M., die Ausgaben 21 778,1)7 Mark, so daß der Bestand am Schlüsse des Jahres auf 50 344,78 M. gestiegen war. Die Mitgliedcrzahl der Filiale ist im verflossenen Jahre von 2230 auf 2440 gestiegen. Das verflossene Jahr wird in> Bericht als ein Jahr des Kampfes und der inneren Krise be- zeichnet. Es mußten innerhalb der Filiale mancherlei Meinungs- Verschiedenheiten und Streitigkeiten erledigt werden, die zu einem großen Teil mit dem Arbeitsnachweis und den Beschlüssen der Münchener Generalversammlung des Verbandes zusammenhingen. Nach außen hin strebte die Filiale eine Einigung mit dem Loläl- verem der Töpfer an, besonders niil'Rücksicht auf den Ablauf des Tarifvertrages. Tie Eiitiguttgsvcrsilche blieben jedoch erfolglos. Die Lohnbewegmig bracht« Lohnerhöhungen von 5 bis 6 Proz. durch- schnittlich. Sperren wurden im verflossenen Jahre über zwei Firmen verhängt. Weil die Fenster nicht verglast waren, Wurde am 15. Oktober die Arbeit aus 86 Bauten niedergelegt. Auf elf Bauten dauerte die Arbeitseinstellung länger als drei Tag«, und demgemäß wurden 256 Kollegen unterstützt, was 2088,50 M. erforderte. Eine Bautenkontrolle, die sich auf 233 Bauten, wo Töpfer tätig waren, erstreckte, fand vom 11. bis 18. Dezember statt. Ter Arbeiisnachtoeis der Filiale hat gut fnnkiioniert. Im ersten Vierteljahr war eine größere Arbeitslosigkeit vorhanden, besonders im Februar, Wo von 1230 Arbeitslosen nur 249 in Arbeit gebracht werden konnten; dagegen standen im Juli 1014 eingeschriebenen Arbeitslosen 1042 Arbeitsangebote gegenüber; im Dezember wurden 791 Arbeitslose eingeschrieben, die alle in Arbeit gebracht Wurden, so daß am Jahresschluß keine Arbeitslosen gemeldet waren.— Jetzt ist allerdings wieder, wie das ja im Töpferbernf in den ersten Monaten des Jahres die Regel ist,«ine größere Arbeitslosigkeit eingetreten.— Der Vorsitzende Sorg gab zu dem gedruckten Bericht einige mündliche Erläuterungen. Die Diskussion, die sich daran schloß, endete mit Annahm« einer Resolution, in der die Erwartung ausgesprochen wird, daß der nett zu wählende Vorstand für Durch- fnhning der am Ort gefaßten Beschlüsse sorgen möge. Dem alten Vorstand wurde zum Vorwurf geniacht, dies nicht in vollem Maße getan zu haben, eine Auffassung, die wesentlich mit den Differenzen zwischen Beschlüssen der Filiale und Beschlüssen der Mütichmer Gencralversammlung zusammenhängt.— Die Vorstandswahlcn hatten folgendes Ergebnis: erster Vorsitzender Hans Sorg, zweiter Vorsitzender Hans R ei nicke, erster Kassierer Paul He ins ick. zweiter Kassierer Grüneberg, Schriftführer Max Frede. Beisitzer Hugo David und B o h m h a m m e l. Als Revisor wurde Franz S e g a v e gewählt. Berein Berliner Hausdiener. In der am 13. Januar statt- gefundenen Generalversammlung(der Bericht ist uns am 30. Ja- nuar, abends, übergeben worden. Red.) kam ein Antrag zur Bcr- Handlung, welcher besagt, den Kollegen Kremer, welcher bei der letzten Kommnnalwahl einem Mittelstandsretter seine Stimme gegeben hat. von seinem Amte als Revisor zu entheben. Nachdem Schmidt diesen Antrag begründet und eine lebhafte Debatte statt- gefunden hatte, wurde folgende Resolution angenommen:„Die Vcr- sammlung nimmt mit Bedauern Kenntnis von der entgegengesetzten Handlungsweise des Kollegen Kremer bei der letzten Komnninalwah! und verurteilt dieselbe auf das schärfste, indem sie denselben des Bekleidens eines Vertrauensamtes innerhalb der Gewerkschaftsbewegung für unwürdig erklärt." Tiecke, der anläßlich der Lohn- bcwcgung bei der Firma Werkmeister u. Retzdorf Streikbruch verübt hat, wurde aus der Organisation ausgeschlossen. Zu Revisorcit wählte die Versammlung Quaack, Schulz und Millhahti. Der Vierteljahresbericht ergab eine Einnahme von 19 785,19 M., an Ausgaben 18 835,54 M., mit einem Saldo von 949.65 M. betrug das Vereinsvermögen am 1. Januar 1906 62 949,65 M. Die Stellenvermittelung hatte 674 Vakanzen aufzuweisen. Arbeit er- hielten für fest 461 und zur?luöhülfe 159 Kollegen. AnS der Bibliothek wurden 1361 Bände entliehen. 568 Kollegen ließen sich neu aufnehmen. Der Bevollmächtigte Wappler machte zum Schluß der Versammlung bekannt, daß für die Zukunft unsere Versamm- lungen jeden Donnerstag nach dem 15. eines jeden Monats in den Zentral-Festfälen, Alte Jakobstraße 30, neben dem Zentral-Thcater stattfinden. Zentralverband der Konditoren. Nach dem Jahresbericht, der in der letzten Generalversammlung gegeben wurde, beträgt die Mit- gliederzahl jetzt 522. Tie Einnahmen im Jahre 1905 betrugen 6633,50 M., die Ausgaben 6631,66 M. Unterstützungen wurden gezahlt inkl. für Streiks 1661 M. Im Arbeitsnachweis liefen 819 Arbeitsgesuche und 763 Arbeitsangebote ein. Besetzt wurden ins- gesamt 509 Stellen. Als erster Vorsitzender und Bureauletter wurde F. Weidler wiedergewählt, aber in Aussicht gcttominen, im Laufe des Jahres eine Aenderung in der Bureanbesetzung vorzunehmen, um zur Agitation mehr Zeit zu gewinnen. In die Lokalverwaltung wurden außerdem gewählt fünf Fabrikgehülfen. zwei Arbeiterinnen und fünf Backgc hülfen. Verbandsbureau und Arbeitsnachweis be» finden sich nach wie vor Brunnenstraße 30. Verband deutscher Gastwirtsgehülfen. Die Ortsverwaltung Berlin hielt am 2. Februar eine außerordentliche Generalversammlung ab. Genosse Barge hielt einen Vortrag über die Abstammung des Menschen. Hierauf schritt die Versammlung zur Wahl eines Schriftführers für die Hauptverwaltung. Gewählt wurde Staate. Dann sollte über die Gehaltserhöhung des ersten Beamten ZeiSkc verhandelt werden. Nach einer sehr regen Diskussion wurde die Angelegenheit vertagt. Die Kollegen Poetzsch, Bonkatz und Ströhlinger erstatteten Be- richt über die erneuten Verhandlungen mit dem Gast- Wirt Cranz. Inhaber der..Prachtsäle des Ostens". Derselbe hatte am Dienstagabend einer bei ihm vorsprechenden Deputation des Vereins„Tourensegler Grünau", welcher am Sonn» abend einen Maskenball im genannten Lokale abhält und von ihm forderte, nur organisierte Kellner zur Bedienung zuzulassen,«in Scchnftstück folgenden Inhalt« unterzeichnet:„Ich Endcsunter- zeichneter erklär« mich bereit, von nun an den kostenlosen Arbeits- Nachweis des Verbandes deutscher GastwirtSgehüIfeit in der Weise anzuerkennen wie es von demselben gefordert wird." Am Mittwochabend Waren die BergniigungskomiteeS verschiedener Gesangvereine, welche ebenfalls Vergnügungen bei Cranz abhalten, bei ihm. Diesen gab er es ebenfalls schriftlich, daß er sich verpfltchte, nur organisierte Kellner zu beschäftigen und zu Verhandlungen mit dem Verband« deutscher Gastwirtsgehülfen bereit sei. Als daraufhin am Donnerstagvormittag eine Kommission des Verbandes in Begleitung eines Mitgliedes der Gewerkschafts- kommtssion, nämlich des Genoffen Körsten, bei Cranz erschien, hatte dieser seine Meinung schon wieder geändert, so daß eine Einigung nicht erzielt werden konnte. Das Lokal„Prachtsäle des O st e n s" bleibt also nach wie vor für organisierte Gast- wirtSgehülfen gesperrt Letzte Naebnebten und Depefeben« Der Streik beim Orsterreichische« Lloyd. Trieft, 3. Februar.(Privatdepesche des„Vorwärts".) Dem gestrigen Beschluß der Versamniliiitg. in den Ausstand zu treten, sind die Heizer des Lloyd einmütig nachgekommen. Infolgedessen stockt seit heute in Trieft der gesamte Schiffs- verkehr.___ Bernhigungmittelchen. Petersburg, 3. Februar.(Meldung der Pctersburoer Tele- graphcn-Agentur.) Ter Stadthanptmann von Petersburg hat das Verbot der wirtschaftlichen und politischen Pcrrinignneen aufge- habe». Sie solle» in Zukunft unter den im Reglement vom 25. No- vcmbct 1903 angeführten Bedingungen erlaubt sein. «lim Druck».Verlag: VorwäctSBuchdr.u. Verlagsanstalt PaulSiitgerScCo.,Berlin8W. HierzuS Beilagen. Hr.?». 23, lata««, heg Dmillts" Ktllilltl WldsdlM. »�»U»Zrr»«»»»»»>�»»UM»M>»»«»»»>>M>W»M>M»M�»»»»»»»W»»»>>WW>>MW»»»»»WW>>>>W>>>W>W>>>>>>W>> k<.eickstag. St. Sitzung von? Sonnabend, d e n 3. F e b r u a r, n a ch in i t t a g s 1 Uhr. Am BundeSratötische: Graf Pofadowsky. Die zweite Beratung des Etats für das R e i ch Z a m t oes Innern wird fortgcl'rtzt. Abg. Patiig snatl.Z stiinnit in gelvissein Umfange den Beschwerden über die Verzögerung notwendiger sozialpolitischer Gesetze zu, um- somehr. als Vorlagen eingebracht seien, mit denen man ganz gut noch hätte warten können. Wir sind mit banger Sorge erfüllt wegen der uns gemachten Versprechungen betreffend die Arbeit-kammern, die Rechtsfähigkeit der Bernfsvereine usw. Je länger man mit der Durchführung der ArbcitSkommern wartet, desto schwerer wird es werden� diejenigen Arbeiterorganisationen zurürkzudrängen, die gegen den Staat geschaffen worden sind. Dringend notw'endig tvird die Regelung des gesamten HeimarbeiterwesenS sein, Biel weiter ausgearbeitet muh das Versicherungswesen werden. Ich freue mich, daß die Pridatbcamtcnversicherung jetzt im Reicksanit des Innern vorbereitet wird. Ich' möchte die Privaibeamten bitten, sich nicht zu iibertriebeneir Hoffnungen hinzugeben. Leider muh man. überall auch mit beträcht- lichen Verwaltungskostcn rechnen. Auch bei den OrtSkrankenkajsen zeigen fich steigende VerivaltnnczSkostcn.— Dem Aba. Fischer gegen- über muh ich bestreiten, dah die Unfälle eine zunehmende Tendenz haben. Wenigstens die schweren Unfälle nehmen entschieden ab. Der heutige.Vorwärts" ist geradezu typisch dafür, Ivie die Ver- sicherungsgesetzgebung herabgesetzt wird. Er kalkuliert so. dah der Unternehmer eigentlich die ganzen Kosten der Unfälle bezahlen mühte, dah also die Untenrehmer durch die Unfallversichenmg ihrer ?lrbeiter direkt ein Geschenk erhielten. Wie sieht es nun aber im Auslände aus? Der Abg. Fischer-Berlin weist auf Frankreich hin, obgleich dort schon seit etwa 12 Jahren das Bersicherungsgesetz im Schlamme steckt, wie der Korrespondent des.Vorwärts" kürzlich selber berichten muhte. Ueberhaupt stecken im.Vorwärts" immer zwei Seelen: die der Redaktion, die das Ausland auf Kosten Deutschlands zu loben pflegt und die der auswärtigen Kor- respondenten, die etwas ganz anderes berichten müssen. In dieser Methode der einseitigen Darstellung und Herabwürdigung alles deffen, was bei uns geleistet ist, liegt zugleich das grvhte Hindernis für die Weiterentwicklung der Sozialreform. Es muh viel humane Gesinnung bei uns in Deutschland vorhanden sein, dah trotz dieses Hemmschuhs die Sozialreform weitere Fortschritte macht.— Der Abgeordnete Fischer war unvorsichtig genug, an den Elektrizitäts- streik in Berlin zu erinnern. So weit zeitlich liegt dieses Ereignis doch nicht hinter imS, dah man uns einreden könnte, es habe sich bei dieser Machtprobe der Arbeiter um„lumpige 33 Pfennig Lohn" gehandelt. Sie(zu den Sozialdemokraten) propagieren den Massenstreik zur Wahrung oder Eroberung der politischen Rechte. Benutzen Sie diese Macht der Aroeiter- organisationen doch einmal, um sozialpolitische Fortschritte da durch- zusetzen, wo sie am meiste» not tun: im Ausland!(Sehr gut! rechts und in der Mitte.) Der Abg. Fischer entwarf ein schauder- erregendes Bild unserer sozialen Zustände, desieu dunkelste Punkte die Steuerstatistik bildete, die er dein Finanzminister entgegenhielt. Aber in den letzten 16 Jahren ist die Zahl derer, die nicht 900 M. Einkommen haben, nur um 0,9 Proz. gestiegen, die Zahl derer, die von 900 bis 3000 M. haben, aber um 43,9 Proz,(Hört! hört! rechts. Bravo! bei den Nationalliberalen.) Staatssekretär Graf Pofadowsky: Der Herr Vorredner hat wieder hervorgehoben, dah in der sozialdemokratischen Presse die Arbeit der Regierung und der büraer- lichen Parteien zur Verbesserung des Loses der arbeitenden Klaffen verhältniSmähig so wenig Anklang findet. Ich möchte zu dieser Aeuherung einen kleine» Beitrag liefern. Bor wenigen Tagen habe ich eine englische Deputation von Arbeitern empfangen, die vier Wochen oder länger Deutschland bereist hatten, um deutsche Arbeiter- Verhältnisse, namentlich die Verhältnisse der Fabrikarbeiter und die staatlichen Einrichtungen zum Besten derselben eingehend kennen zu lernen. Diese Herreu sagten— es waren wirkliche Arbeiter, ich habe mich nach dein Berufe jedes einzelnen MtgliedeS der Deputation erkundigt, sie sagten mir, sie wären geradezu überrascht gewesen über das, was in Deutschland zum Besten der Arbeiter �geleistet wird(Hört I hört! rechts) und sie mühten zugeben, sie seien über die Verhältnisse in Deutschland irregeführt tvorden.— Herr Patzig hat dann auch auf die Verhältnisse in Frankreich hingewiesen:»vie dort Bilder aus Petersburg. Im Winterpalast. Ueber den Platz der blutigen Erinnerungen gehend, nähere ich mich dem Winterpalast. Durch daS grohe Mittelportal gelange ich in ein halbdunkles Vestibül und von hier aus weiter nach den Bureaus der Palastpolizei. einigen gefänguiSartigen niederen Räumet? im Erdgcschoh, mit gewölbten Decken und schweren Maucrpfeilern. Hier stehe ich mitten zwischen Trepows Trabanten, die ihrer Schlauheit und ihrer Polizeinasen wegen einen gewissen Ruhm gcniehen, aber doch nicht riechen können, dah ich geradenwegs von der Redaktion der verbotenen „Nowaja SchiSnj" komnie und einige der gröhtcn fozialdemokrati- scheu Blätter Skandinaviens und Deutschlands repräsentiere. Ich bestehe die Prüfung. Ein säbelrasselnder Polizeiadjutant gibt mir die nötige Passierkarte, und sogleich werde ich durch einen der kaiscr« lichen Haupteingängc auf der entgegengesetzten Seite des Palastes einge- lassen. Zwölf Lakeien verbeugen sich, und sechs von ihnen helfen mir. Hut und Ueberzicher abzulegen. Begleitet von einem Polizeiseraeanten in rotvcrbrämten Frack. gold- gestreiften Kniehosen und weihen Seidenstrümpfen beginne ich nun eine fast dreistündige Wanderung durch alle vier Flügel dieses RiesenpalasteS mit feinen 2000 Zinnnern, Auf breiten Marmortreppen mit glänzenden Marmorgelänbern. durch eine ganze, kleine Glyptothek von Sratuen werde ich nach den vorderen GesellschaftSsälcn geführt, die zu engeren Hosfestcn ge« braucht werden. Aus schimmernden Parketlfuhboden. deren kunstvoll geschnittenes Holz sich in eigentümlichen Schnörkeln windet, wandle ich hier zwiscven einem fast verwirrenden Gewimmel von schnee- weihen, glänzenden Marmorsäulen. Eine der Wände ist von GlaZ, vom Fuhbodcn bis zur Decke. Gewölbte Portale in dieser Glasivand führen in den Wintergarten, einem Saale grohen Stils, hoch wie eine Kirche. Palmen strecken ihre Kronen dem Glasdach entgegen, und unter einem Wald von seltenen Tropengewächien betäubenden DufleS schimmern fein geschnitzte lichte Stühle. Bänke und Tische, umgeben von Kunstwerken m Bronze, und leise plätschernde Springbrunnen. Könnten die Palmen reden, sie würden von glänzenden Hof- festen erzählen, von Grvhfürstc», die unter ihren breiten Blättern sahen und sich hochadelige Liebbaberinnen eroberten; von seiden- rauschenden Hofdamen, die bei Mokkakaffee und Mönchslikör giftige Intrige» schmiedeten: von wirklichen und nichtwirklichen Geheimräten. die sich um die Verteilung der Beute des letzten behende» DiebSgriffS in die Staatskasse oder die Ueberschüsse der kaiserlichen Wohltätig- keitskasse zankten; von goldgepuylen Andreasrittern, hingesunken in stillem Dilirtum nach dem letzten gnädigen Händedruck des Röten Aber weiter geht der Weg durch lang- Galerien, wo die Mit- glicder des Kaiserhauses Romanow abgebildet in lebensgrohen Gemälden in schweren Goldrahmen hängen, und von Saal zu Saal. der eine größer und mit mehr abenteuerlicher Pracht ausgeftalttet als trotz des großen EinflnffeS der sozialdemokratischen Partei und ihrer Führer doch nicht entfernt mit d e m Nachdruck zum Besten der Arbeiterbevölkerimg vorgegangen wäre wie bei uns. Da möchte ich ihn uns einen Grund dafür hinweisen: Frankreich hat ungefähr denselben Flächeninhalt wie Deutsli'land, hat aber eine sehr viel geringere Bevölkerung. Trotzdem bestehen in Frankreich bekanntlich sail eine halbe Million Bauernwirtschasten mehr als in Deutschland. Die Hälfte der gesamten französischen Bevölkerung beschäftigt sich mit Landwirtschaft. I» dieser französischen Landwirtschaft liegt der beste Anker des französischen Staates. Wenn Sie die französische Geschichte von der grohen Revolution verfolgen, werde» Sie sehen, daß trotz der dazwischen liegenden Revolutionen der Zustand der französischen Gesellschaft nnmer der gleiche geblieben ist. Den Wünschen in bezug auf die Ergänzungen der Jahresberichte der Invalidenversicherung werde ich, obwohl sie ein großes Matz voz> Arbeit erforderlich machen, nach Möglichkeit entgegenkommen. Ich bin ferner gefragt worden, wie es mit dem Gesetz über die Bernfsvereine steht. Wie Sie tvisien, hat der Reichskanzler beim Empfang der Abgeordneten der christlichen Gewerkschaften seine wohlwollende Prüfung zugesagt. und ich habe namens der verbündeten Regierungen am 30. Januar 1904 hier die Er- klärulig abgegeben, dah ein solches Gesetz vorgelegt werden wird.— Sobald dieses Gesetz hier im Hause nnd in der Kommission beraten und nach der Geschäftslage zur gesetzliche» Verabschiedung gebracht werden kann, wird cS— und zwar bestimmt noch in dieser Session vorgelegt ivcrden,(Bravo!) Eine weitere Frage betraf die Krmikcmicrsichcrung der Heimarbeiter. Die gegenwärtige Hcimarbeitansstellnng in Berlin bietet ja ein wahrhaft ergreifendes Bild von dem Elend dieser grohen Bevölkernngsklasse- kein fühlender Mensch wird diese Arbeiten ohne tiefes Mitgefühl gesehen haben.(Zustimmung.) Ich hatte eine Vorlage für den Bundesrat ausgearbeitet: aber ihre Ver- abschiedung scheiterte an einer Entscheidung des früheren Handels- Ministers v. Möller, der verlangte, dah der Sitz der Versicherung da sein müsse, wo der Hauptbetrieb sich befände. Das machte die Kontrolle der Heinrarbeit unmöglich in all' den Fällen, wo der Haupt- betrieb noch einzelne weit entfernte Nebcnbetriebe im Lande hat. Ich habe jetzt ein neues Gesetz ausgearbeitet, das wesentlich um- fassender und eingehender ist als die Ermächtigung in der letzten Krankenversicherungsnovelle und hoffe, im Liinsr des Sommers die Zustimmlmg der verbündeten Regierungen dafür zu erlangen. (Bravo!) Was den Heimarbeiterschutz selbst anlangt, so ist dies eine außer- ordentlich schwierige Sache. Ein Gesetzentwurf betreffend den Heim- arbeiterschutz im Tabaksgcwerbe liegt dem preuhiscben Staats- Ministerium vor. Ich kann aber nicht bestreiten, daß die auf den Heimarbcitcrschutz gerichteten Bestrebungen auf vielfachen Widerstand stoßen, indem man anführt, dah mau nicht in das Familicnlrben ein- greife» dürfe. Ich stehe aber auf dein Standpunkt, und täglich neue Ersahrungen bestärken mich darin, dah: je strenger die Fabriken bc- anfsichtigt werden, je mehr der gesundheitliche Schutz der Fabrik- arbeiter durchgeführt wird, destomehr die Arbeit gelvisser In- dustriezwcige ans der Fabrik in die Wohnstätten der Ar- beiter verletzt wird.(Sehr richtig! links.) Wenn aber die Heimarbeit nichts weiter ist, als eine Arbeitsstätte für die Fabrik, so hat sie mit dem alten Begriff einer historisch entstandenen, auf die landesüblichen Produkte gerichteten Heimarbeit nichts mehr zu tun. Sie muh deshalb ganz ander« behandelt werden als die alte Heim- arbeit, umsomehr als in ihr zweifellos Produkte erzentzt werden. deren Herstellung schwere gesundheitliche Gefahren mit sich bringt. Ohne einen solchen Heimarbeiterschntz würde die ganze Gesetzgebung zum Schutze der Kinderarbeit zum Teil nur auf dem Papiere stehen. (Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.)— Ich habe mich gefreut. dah der Abgeordnete Gamp für die Krankeiilassenverstcherung der landwirtschaftlichen Arbeiter und des Gesindes eingetreten ist. ES ist in unseren, Amte eine dahingehende Vorlage bereits fertiggestellt worden. Diese unterliegt zedoch der mathematischen Prüfung in beziig auf die Kosten.— Nun zur Frage der Zusammenlegung der drei große» BersichmmgSzwrigr. Ich habe fast lächelnd in der Presse immer wieder gelesen: ich hätte diese Zusammenlegung bersprochen, aber dieses Versprechen immer noch nicht eingelöst. Wer eine Idee davon hat. um welche Riesenarbeit cS sich dabei handelt, der würde einen solchen Tadel wenigstens jetzt noch nicht aussprechen. Handelt eS sich doch dabei un, ein Werk, daS schon rein äußerlich wesentlich umfmigrcichcr ist als das ganze Bürgerliche Gesetzbuch.(Hört! hört! rcchtS.) Wenn ich gesagt habe: es gehöre dazu die Befugnis eines Diktators, so habe ich daS natürlich nur als oratorischeS Bild ausgesprochen, der andere: die Tt. GeorgShalle, die nur einmal im Jahre zu dem grohen Fest der Ritter des St. GeorgSordcnS gebraucht wird, der Feld- marschallssaal nnd der GcneralSsaal mit wandgrohen Schlacht- emälden von den russischen Kriegen nnd PorträiS von RnhlaudS erü hinten Männern, Audienzsäle und Thronsäle in beständig wechseln- den Stilarten, und endlich der„weihe Saal", der an Größe und kostbar strahlender Ausstattung sicherlich alle_ Hofsäle der Welt übertrifft. Ich habe niemals so kolossale Kristall- lichtkronen gesehen wie diese, die in langen Reihen zwischen den doppelten Säulenreihen von blank poliertem Marmor herabhängen. DaS matte Tageslicht, daS sich in diesen Massen von geschliffenen Prismen bricht, läßt ahnen, welch berauschender Anblick sich hier cutfaltet, wenn daS elektrische Licht von diesen Kronen herab- strahlt auf die Reichsten und Mächtigsten Ruhlands. die sich hier zu den ersten Hofbällen der Winterscuson in Toiletten versammeln, auf die Vermögen verschwendet wurden, in Uniformen, deren bunte Flut einen Farbentraum hervorzaubert, deren Goldstickereien nnd Brillanten sich in raffiniertem Glanz vereinen, uniwogl von einem betäubenden Parfüm und dem Hofduft, der für die begnadeten Seelen ein Vorgeschmack der himmlischen Seligkeit ist. Aber es ist ja wahr, dah hier in diesem Saale kein Fest ge« feiert wurde, seitdem am Newa-Segnungstage, dem 6. Januar vorigen JahreS, der revolutionäre Signalschuh von der Peter Pauls- fcstung eine Sprenggranate zwischen die weihen Säulen sandte, die Fenster zertrümmerte und das blankgebohnte Tanzparkctt aufriß I , Ich bin schon lange müde und steif im Nacken von dem Auf- blicken und Umherschaucn nach all diesem LuxuS, und bin erstaunt darüber, dah mich mein Begleiter noch immer weiter führt. Kami denn wirklich noch mehr vorhanden sein, den Besucher zu imponieren? Ist noch etwas denkbar, was Wert und Interesse hat, nachdem man übersättigt und überwältigt ist von der Wanderung durch d,ese vielen Säle? Ja, im Palast de« Selbstherrschers gibt eS keine Grenzen für die Kostbarkeiten, die an einer einzigen Stelle aufgetürmt werde» können. Wenn man Gold auf Gold gehäuft hat. und Marmor auf Marmor, wenn man zu Säulen und Galerien und Paneelen und Fußböden und Decken und Möbeln und Kuustgegen- sländen in verschwenderischen Masten alles aufgewandt hat, was aus- zutreiben war a» seltensten und teuersten Mineralien, Steinen und anderen Naturschätze», die durch der Menschen Klugheit und durch totbringende Sklavenarbeit der Erde enlrissen ivnrdcn, so wendet mau sich zu den distorischcn Werlsachen, die durch Sauunlerwahnsiun und Traditioiisaberwitz eine künstliche Kostbarkeit erlangt haben, die kaum in Zadleu ausaedrnckt werden kaiiu. Ich waitdle vorvei an den wunderbaren Seltenheiten aus den Ueberrcstcn Pompejis vorüber an antiken Kunstwerken, gefunden in den griechischen, römischen, ägyptischen oder asiatischen Städten der Vorzeit. Schätzen, für deren Ausgrabung und Transport un- geheuere Summen geopfert wurden, und bei deren Erwerbung für den kaiserlichen Palajt auch nicht daS geringste an Geldopfern ge- spart wurde. Wenn die Not. die sich gegenwärtig in dem ausgesogenen Ruh- land ausbreitet, eines Tages den Thron des Zaren Nikolaus mit dem ich andeuten wollte, dah von allen Seiten ein hohes Maß voit Selbstbeschränkung geübt werden miiste, wenn das Werk zu- stände kommen solle. Die sachliche» Kosten der Versicherung tverden durch die Zusammenlegung infolge der dadurch ermöglichten schärferen Kontrolle ziveifelloS vermindert werden. Ob auch die Verwaltungskosten geringer werden, weih ich nicht. Unsere Ver- ivaltungSkosten betragen in der Krankenversicherung 1,3 Pfennig auf den Kopf, für alle drei Zweige zusaminen 2.71 Pfennig. Wir verwalten also immer noch unendlich viel billiger als alle privaten Versicherungsgesellschaften. Bei einer Reform wird aber darauf gesehen werden, daß unsere Kosten noch weiter herabgesetzt werden. Was die Witwen- und Waisciiversichcrulig betrifft, so habe ich schon im vorige» Jabre eine eingehende Denk« schrift an die verbündeten Regierungen gerichtet, in der ich meinen allgemeinen Plan auseinandersetzte. Die meisten Antworten der Regierungen sind eingegangen, und dieser Plan tvird jetzt einer ver- sichcrungstechnischen Prüfung unterworfen. Alst Illustration für die Wichtigkeit und Schwierigkeit dieser Materie möchte ich folgende Zahlen geben: Wenn eine Witwe eine Unterstützung in der Höhe der Jnvalidenuntcrstützung ihres verstorbenen Mannes erhält und für jede Waise bis zum 14. Lebensjahre eine Waisenunterstützung in der Höhe eines Drittels dieser Witwenunterstützungen vorgesehen werden soll, so werden die Gesamtkosten der Witwen- und Waisenversicherung annähernd so hoch sein wie die der Invalidenversicherung. Der Abg. Trimborn hat mich wegen des zehnstündigen Arbeitstage» für Arbeiterinnen interpelliert. Grundsätzlich ist meines ErachtciiS die Sache schon entschieden. Es kann sich nur noch darum handeln, den Zeitpunkt und die Art der Einführung fest- zulegen. Auf der internationalen Schlitzkonferenz in Bern wurde eine interuationale Einführung einer llstündigen Nachtruhe für Frauen vorgesehen. Nun ist es das mindeste, daß bei den erhöhten Anforderungen, die eine Frau in der Familie zu erfüllen hat, über Tag eine eiiieinhalbstündige Ruhepause gewährt werden muh, sodah höchstens noch eine Arbeitszeit von 11 Vz Stunde» für die Frau übrig bleiben würde— selbst in denjenigen Staaten, welche jetzt noch' sozialpolitisch rückständig sind. Dann wird das Verhältnis der deutschen Industrie zu den ausländischen Jndustrieen bedeutend besser sein in bezug auf die Arbeitszeit als gegenwärtig. Es wird dann kein Hindernis mehr entgegenstehen, bei uns den 10-Stunden- tag für Frauen einzuführen, umsomehr als die süddeutsche Textil- iuvustrie, auf die eS sehr wesentlich ankam, einen dahingehenden Beschluß schon gefaßt hat, Auch die Bauunfällr waren Gegenstand eingehender Erörterungen. Ich muh anerkennen, daß die Berufsgenostenschnsten im letzten Jahre bemüht gewesen sind, die Verhältnisse zu verbessern. Eö sind jetzt 76 technische AlifsichiSbeainte an den BernfSgenossenschaften tätig, meines Erachtens allerdings und auch nach der Ueberzeugung des ReichSbersicherungSamtcS eine noch nicht ausreichende Zahl, die nicht nur im humanitären, sondern auch im finanziellen Interesse der Mitglieder der BerufSgenosscnschaften zu vermehren sein wird. Aber ich möchte mich gegen den Irrtum wenden, als ob Ivir jemals eine solche Anzahl von Aufsichtsbeamten anstellen könnten, dah alle Bauten unmittelbar beaufsichtigt werden könnten, daS ist vollkommen unausführbar! Diese Aufsichtsveamten können nur den Zweck haben, Personal, das auf der Baustelle ist. anzuleiten, wie man Bauunfälle verhütet. Ein Beispiel: ES werden heute sehr häufig die Leiten, auf den Bauten so ge- stellt, daß wenn ein Ziegel vom obersten Stock herunter fällt, er bis zum untersten Stock durchfallen muh. Man muh also den Leuten zeigen, wie die Leitern zu stellen sind, damit ein etwa herabstürzender Ziegel nur ein Stockwerk duräifällt. Auch die Frage der Sonntagsruhe ist gestreift tvorden. ES ist ferner Zeit. daS unbedingte Verbot der SoinitagSarbeit im HaudelS- gewcrbe mit Ausnahme des auf dreiStunden zu beschräiileuden Verkaufs von Nahrungs- und Gcmlb»>itteln, durchzuführen. Ich hoffe, daß cS möglich sein wird, cinc-Vereiubarung der BuudeSregienuiaen zunächst dahin herbeizuführen, dah die Anwendung der bestehenden ein- schrniikciideii Bestiinmungen gleichmäßiger als bisher überall geschieht. Was die Frage der Tarifverträge anlangt, so erkeniie ich durch- auS an. dah die Tarifverträge unter den heutigen Verhältnissen eine sehr nützliche Form der Vereinbarung sind, die durchaus verdient, weiter ausgebildet zu werden. Die Voraussetzung dabei ist aber, daß derartige Tarifverträge auch von beiden Teilen für die ver- abredete Frist unbedingt gehalten werden. Geschieht dies nuter allen Beduigungeii von beiden Seiten, dann köniicn tarifmäßige Abniachinigen wohl dazu beitragen, die Arbcitiichiner und Arbeit- geber gleich schädigenden ArbeitSkämpfe wesentlich einzuschränken. erreichen sollte, so würde eine Vcrauktioliicruiig allein dieser Selten- Heitel, an Englands oder Amerikas Milliardäre mit Leichtigkeit so verblüffende Reichtümer einbringen, dah der Kaiser ohne ökonomische Sorgen seine Hofhaltung für den Rest seines Lebens fortsetzen könnte. Deimoch bin ich nicht zu Ende mit dem Beschauen der un- crschöpflichen Schätzesammluiigei, des Zaren. Ich betrete nun eine Reihe von Gemächern, die die verstorbenen Kaiscr Nikolaus I. und Alexander II. bewohnt haben. Was ein russischer Selbstherrscher an Möbeln und Effekte» hinterlasscii hat, ist heilig und unantast- bar; cS wird aufbewahrt und bewacht wie MuscumSgcgcnständc, und man betrachtet cö mit einer stillen Ehrfurcht, die nur an- nähernd dem fast überirdischen Wert entspricht. Ich sah den Schreibtisch, an welche», Nikolaus faß und starb, und daS Bett, auf dem Alexander seinen Geist aufgab, ich sah den Frack, den Alexander zuletzt anhatte, und den Zigarrenstummel, den Nikolaus rauchte, als er zu scilicn Vätern versammelt wurde. Auf einem Tisch tag ein Taschentuch, das eine der kaiserlichen Nasen zuletzt berührt hatte, und daneben stand ein Stuhl, der noch den Eindruck vom Hintern eines Selbstherrschers zeigte. Wenn ein kaiserlicher Nacht- topf aus diesen Gemächern zu bcrkaufc» wäre, sämtliche Eisen- und Pctrolcumkönige würden einander ruinieren, um ihn zu erstehen. Aber nun komme ich, vorüber an dem grohen Speisesaal des jetzt regierenden Nikolaus und an seinem Schlafgemach mit patriotisch einfachen Möbeln aus russischem Birkenholz, nach einer mächtigen Flügeltür, die von Goldbeschlag glänzte. Dahinter funkelt ln gcdäinpslem Licht zwischen den kaiserlichen Kronregalien der weltberühmte Diamant„Orlow", dessen Gewicht 193 Karat, desscii Größe und Glanz ein einzig dastehendes Wunder ist, dessen Wert — ja, dafür könnte man vielleicht den halben Palast kaufen. Doch nein, nicht die Hälfte, in der sich die Schlohtirche befindet. Tie Kirche ist da« letzte, was mir gezeigt wird. Sic ist klein, aber von unbeschreiblich verschwenderischer Pracht, und sie birgt Heilig- tun, er und teuer erkaufte Reliquie,,, die neben ihrem irdischen Wert, der unschätzbar ist, auch himmlische Köstlichkeit in sich schließen. Hier wird das diamantbcsetzte Goldkrcuz verwahrt, das der Zar küht, wenn er den Rewafluh segnet. Hier befindet sich eine der ältesten Bibeln der Welt in Goldcinband mit Brillanten; hier daS wundertätigste Madonnabild; hier ein Holz vom Kreuz des Heilandes und ei» Fetzen von seinem Gewand. Hier liegt— und nun neigt sich mein Führer tief zur Erde und bekreuzt sich zwei-, dreimal— in einem goldenen Schrein unter geschliffenem Glas die Hand Johannis des Täufers, d i e selbstverständlich, mit der er die Wasser des Jordans teilte. Und ich blickte auf ein schwarzes. halb verwittertes Stück Knochen, das wohl als die Reste einer Menschenhand erscheinen kann. Der größte Teil deS Daumens fehlt, aber die Hand ist echt, und ich crkcnüc zugleich, daß Johanne« die Leute mit der Linken getauft hat. «* Heller Mittag war es. als ich in den Palast eintrat. Beinahe Abend war es, als ich wieder in dem großen schweren Portal stand. " bariiker geklagt, laß tu der Thraurede iiidjis über die Mlttclstlindspolitil gesagt ist. Eine allgeineine Mittelstandsfrage kqiin es aber nicht geben, weil zum Mittelstände viel zu heterogene Elemente gehören; ein grober Teil der Privatbeainten, der Haiidwerkerstand, der kleine und mittlere Kaufmann. Die Fälle, wo diese Kreise der Schuh drückt, sind innerlich ganz verschieden! man kann deshalb nur von einer Handiverkersrage, einer Privatbeainten- frjjge usw. sprechen. Eine Erklärung in der Thronrede über die „Miitclstandsfrage" wäre also vollkoinmen inhaltslos gelvesen.--- ..,E>n Wunsch vieler Parteien des Hauses ist der sogenannte kleine -oesähiglMijjsmichwciS. Das heißt also, dah nur der das Recht haben soll, Lehrlinge zu halten, der die Meisterprüfung gemacht hat. Ich kann zu dieser Frage keine Stellung nehmen. Dazu bin ich nur "l der Lage, wenn ich zunächst die prenstische Stimme hinter mir habe lind dann auch die übrigen Bundesregierungen. Aber ich will über die Frage, ohne mich irgendwie für die Entschcidnng fesiznlegen, criicnt mit dem gegenwärtigen prenbischcn Haiidelsinintster ur Berbindimg treten.«Bravo! rechts.) Weiter ist die Forderung der gesetzlichen llnterscheidniig zwischen den Begriffen Handwerk und Fabrik erhoben lvordcii, um nicht alle die Koinpeteiizstreitigkeiten weiter daucru zu lassen darüber: ob jemand znin Jniinngsverband zu zahlen hat oder zur Handelskannuer, eine scharfe gesetzliche Unter- scheidnng ist unmöglich._ Ucbrigens ist mit dielem Wtinsche die Hoffnung bestimmter Kreise verbunden, das; der Begriff Handwerk ivcsentlich erweitert� werde und damit eine scharfe Kontrolle der Fabrikgesetzgebung für sie aufhöre I Solche Strönningen würde ich natürlich nicht unterstützen. Die Frage läßt sich aber vielleicht da- durch lösen, dast man in Zukunft die Bcstinnnungen darüber, ob ein Betrieb Handiver! oder Fabrik, ist nur innner von einer einheitlichen Instanz vornehmen läßt, während heute die Frage einmal im Vcrwaltnngsstreitverfahren und ein andermal durch die höhere Verwaltungsbehörde entschieden wird. Die Forderung der HimdelSinspektorrn ist vom Bundesrat abge- lehnt worden. ES erschien ihm doch sehr bedenklich, alle Erwerbs- zweige einer Aufsicht zu unterstellen. Wir bekämen da schließlich eine solche Masse Aufsichtspersonen, dast wirklich bald neben jedem Deutschen ein Aufseher, ein Polizist steht. Im Handelsgewerbe sind auch Nicht ivie in der Industrie technische Fragen zu lösen, Maschinen zu beaufsichtigen, Anordnungen zur llnfallverhiitnng zu treffen und sehr gefährliche, akut gefährliche Betriebe zu überwachen. Es muß doch endlich auch einmal ein Stand, wenn wirklich bei ihm schtvere Mißstände bestehen, sich allein seiner Haut wehren. Schließlich würden kaufmännische Inspektoren, die in Rontor oder Laden cm- dringen, auch nicht willkommener sein, als der Gewerbemspektor oder ein Poligeibeamter, und je gelvijseiihafter tmd selbständiger ein Gewerbeinspektor seine Funktionen erfüllt, desto linlvillkominciier ist er bekanntlich. Ueber die Mißstände im A u S V e r k a n s S w e s e n habe ich mich mit den verbündeten Regierungen in Bcrbinduug gesetzt. Die Antworten sind noch nicht von allen eingelaufen; aber ich habe innner mehr den Eindruck gclvonnen, daß allerdings auf diesem Gebiet eine Verschärfung der Gesctzgebimg uvtiveudig ist.— Auf die Frage der Schmiergelder bitte ich nicht näher einzugehen. Man ist sich in kansmännischen Kreisen über die gesetzliche Regelung dieser Frage außerordentlich zweifelhaft und noch vielmehr zweifelhaft darüber, ob diesem Untvesen überhaupt durch Gesetz entgegeiigetretcu werden kann I Das beste Mittel dagegen ist eben die Ehrenhaftigkeit des KänsmannsslandeS selbst: daß nicht versticht wird, den Angestellten des Kollegen oder Konkurrenten durch Geschenke von seiner Pflicht abzulenken.— Als Vorbereitung zu dem Gesetz über den Dienst- vertrag für P r i v a t b e a in de haben wir jetzt die Engnere über die Verhältnisse der Privatbeamten abgeschlossen und hoffen, dem iiöchstcu Reichstage eine eingehende Denkschrift vorlegen zu köimen. Auch die Arbeitszeit der Anwaltsgehülsen ist Gegeitstand einer Erhebung gelvesen, doch scheinen mir bisher solche Uebelslände nicht festgestellt zu sein, daß sie ein gesetzliches Einschreiten tmbcdiiigt notwendig machten. Zur Engnete über die H a n d w c r k e r o r g a n i s a t i o n e n sind letzt die Fragebogen eingegangen, aber die Arbeit ist so tut- geheuer groß, daß das Statistische Amt ein oder auch zwei Jahre zu ihrer Bewältigmig brauchen tvird. Vor zlvei Jahren köittteit Sie eine Denkschrift initer keinen Ilntstättdett erwarte».— Ter Abgeordnete Fischer hat erklärt, daß es k e i it e n Sozialdemokraten gebe, der nicht den sozialen Fortschritt mit Freuden begrüße. Die Aettßenmg hat mich gcftenl. Hoffentlich lernen die Sozialdemokraten auch, daß man ans sozialem Gebiete nicht alles, ivas man ivill und was notwendig und nützlich ist, ans einmal erreichen kann, sondern daß der Gesetzgeber iveise daran tut, Schritt für Schritt vorzugehen und auch einen kleine» Fortschritt zn ünterstützen, um überhaupt vor- tvärtS zu kommen.— Zn dem RcichSgerichtserkcimtnis, daß Lehrlinge und Gesellen freilvillig über die Ich sehe hinaus über den offenen, halbrunden Platz, der an der Sxiie vor dem Palast liegt, die dem Zentrum der Stadt zugewandt ist. In einem Halbkreis, fern auf der cittgegcngesetzten Seite deS Platzes, liegen die langen kasernenartigen Gebäude, hinter deren erleuchteten Fenstern die Bureaus des Finaiizmimsteriums und deS Gcncralftabes sich befinden. Mitten auf dein Platze erhebt sich die Alcrandcr-Sänle. die trotz ihrer Höhe von 150 Fuß und ihrem Utitfang von 14 Fuß aus einem einzigen finnischen Granitblock gehauen ist. Hier war es also, wo sich die armen Männer und Frauen St. Petersburgs am 22.(9.) Januar vor einem Jahre versammelten, den Zaren um Brot und Freiheit anzurufen! Und nun denke ich an eines, Iva» ich auch dort oben in den kaiser- lichen Sälen sah: die�Wände dieser Säle tragen einen originellen russischen Schmuck. Sie sind von oben bis unten behängt mit großen, inassiven Goldschüsscln, kunstvoll ziseliert und mit großen, köstlichen edlen Steinen von allen Farben besetzt. Es sind die Schüsseln, die der Kaiser erhält, wenn er im Lande auf der Reise ist. Bei jeder Stadt oder Station, wohin der Kaiser komint, bringen ihm die Männer des Distrikts eine solch kostbare Schüssel aus ge- triebcnem Gold, hergestellt für gesammeltes Geld aller Einwohner, selbst der ärinstcn, und überreichen es ihm mit Brot und Salz. Danach werden die Schüsseln im Winterpalast ausgehängt, wo jeder Kaiser seine Wand voll von solchen prächtigen Goldschüsseln hat. Im vorigen Jahre, am 22. Januar, kamen zum ersten und einzigen Male in ihrem Leben die Armen, deren sauer erworbenes Geld für diese teueren Geschenke ztisammengerafft wurde, vor den Palast des Zaren und streckten flehend die Hände hinauf zu den bohen Schloßfenstcrn, hinter denen die Goldschüsseln hängen. Sic baten treuherzig ein- für allemal ihr„Väterchen" um Brot und um ein paar Körnchen vom Salz des Lebens— Freiheit! Und da ging er seiner Wege und ließ seine Kosaken mit Gewehrsalven antworten. Reihenweise und in bebenden, flüchtenden Haufen sanken die armen Männer und Frauen mit ihren Kindern hin aus den weißen Schnee bei der Alexander-Säule. Derselbe Platz war rot von ihrem Blut. Die Pferde der Kosaken bäumten sich über ihre Leichen. Angstschreie und Weinen und Flüche, Eide und Drohungen füllten die. Luft vor dem Palast, und das Blutbad breitete sich anL durch die Straßen über ganz St. Petersburg. Schließlich erhob sich der arme Blusenmann zwischen den Pfützen vom Blute seiner Kameraden und streckte wieder die Hand empor gegen den mattroten Palast. Aber nun bettelte er nicht. Er drohte und schwor Rache für seine Brüder. Tie Rcvoltition begann. Tie'Pcler Pauls-Fejluug. Von dem Portal aus, das nach dem blutbesudelten Schloßplatz zu liegt, gehe ich zurück durch den Palast und weiter nach dem breiten Kai auf der anderen Seite. Die Sonne ist eben unter- gegangen, aber der Glanz des brandroten Himmels im Westen fällt aus die hohe, dünne, vergoldete Turmspitze der Peter Pauls- Festung, drüben auf dem culgegengesetzten Ufer der Rewa. Tie Turmspitze erhebt sich wie eine große glühende Nadel über die un- g'esetzliche Arbeitszeit hinaus arbeiten dürfte», muß ich beinerken, daß ich diese Anffasimtg für vollkoutiiien irrig halte. fSehr wahr! links.) Die Arboiterschutzbestiitmumgen sind öffentliches Recht, welches durch privaten Pakt nicht geändert werden kann. Freiwillige Verciiibarungen können nichl von Strafe befreien, sonst Ivürde die Arbettcrschntzgesctzgcbtmg zum großen Teil aufgehoben sein.— Ueber eine Frage, die mich besonders interessierte, habe ich telegraphische Erluitdiguiigen eingezogen. Die Akkordarbeiter beim Kanalamt erhalten tatsächlich mir vierioöchenilich den Lohn, haben aber um kürzere Frist niemals gebeten. Die festangestellteit Arbeiter bekommen natürlich den Lohn monatlich präntinteraitdo, die Tagelöhner wöwcntlich. Aber ich bin gern bereit, auch bei den Akkordarbeitern die Hand dazu zu bieten, die Lohitpcriode etlva auf 14 Tage abzukürzen.— Ich glaube, nun alle Fragen beantivortct zu haben, die bisher von den Rednern ans dem Hause berührt worden sind. Sie sehen: die sozialpolitische Arbeit ruht nicht, das Reichsantt des Innern ist eiftigst bemüht, die Forderungen, die von der Mehrheit dieses Hauses aufgestellt werden, in den möglichen Grenzen zu realisieren. Aber bei der ungchenren Arbeit, die uns obliegt, be- sonders durch die Vereinheitlichu-ig und Vereiufachtmg der Vcr- sicheruitgsgesetzgebtnig, muß ich Sie doch bitten, ein klein wenig Ge- duld zu haben. iViclfaches Bravo!) Abg. Dr. Miigdim sfrs. Vp.); In das Jnvalidenversicherun'gs- gcsetz empfiehlt es sich eine Bestimmung aufztmehmen, die die Unter- nehmer eventuell regreßpflichtig macht, wenn dadurch, daß sie das Markenkleben unterlaffeit. den Arbeitern die Rente entgeht.— Abg. Fischer wollte ttits glauben machen, daß die Uitterttehitter eigentlich gar keine Beiträge zur Arbeiterversichernng zahlen. sondern die Lasten ans die Arbeiter oder auf die Kottsumeuten abzuwälzen verstehen. Das ist aber eine ungeheuere Ueber- treibnng; doch dürfen auf der anderen Seite auch die Lasten der Unternehmer nicht übertrieben werden.— Redner polemisiert alsdann gegen den Abg. Stadthageiu Ter Abg. Stadthagen sprach in der blumenreichen Sprache, die ihn auszeichnet, wenn er über politische Gegner— oder auch über Parteigenossen spricht, die um einen Finger breit von der heiligen Rosa Luxemburg abweichen (Heiterkeit.)— von„ansgesttinkeiten Lügen".(Heiterkeit.)'Abg Sladt- hagen ist furchtbar empfindlich, wenn es sich um seine werte Person handelt. Als ob er und die ihm nahestehende Presie nicht gewöhn- heitsmäßig alle Gegner und selbst ketzerische Partei g'e nassen mit Koseiimnen wie„Zeilenschinder"(Heiterkeit),„Tintenknlis", „kapitalistisches Preßgcsindel"(Heiterkeit) belegen.(Sehr richtig! rechts. Lechen bei den Sozialdemokraten.)'— Ich habe über die Münchener OrtSkraitketikaffe gar nicht gesprochen, und was ich über die Krankeiikassen im allgemeinen gesagt habe, das haben, iveim auch wider Willen, die Abgeordneten Bernstein und Stadthagen selbst bestätigt. Dieselben haben ausdrücklich aiierkannt, daß die Sozialdemokratie bestrebt ist und— Ivie sie be- Haupte»— bestrebt sein muß. die Krankciikasicii unter ihre Herr- ichaft zn bringen. Ich habe für dies meist erfolgreiche Streben eine Anzahl von Fällen angeführt und könnte diese Fälle noch sehr vcr- mehren.(Rufe bei den Sozialdemokraten: Heraus damit! Heiterkeit.) Tatsache ist, daß sozialdemokratische und ge- iverkschastliche Agitatoren in den Krankenkassenverwaltnngett untergebracht werden, daß die sozialdemokratischen Kassen- verwaltuitgen einen starken Dritck z. B. ans Geschäflslente, die Licfernngen für die Kassen haben, attsiibeit, sodaß diese bei öffent- lichen Wahlen nicht gegen die Sozialdemokratie zn stiinmen wagen dürfen.(Lebhafte Zilstinminng rechts, lebhaflcr Widerspruch bei den Sozialdemokraten.) Die Sozialdemokratie zieht einen großen Teil ihrer politischen Macht ans ihrer Herrschaft über die Krankeiikasseit. (Lebhafte Zustiimnnng rechts.) Ans diesem Grunde und ans manchen anderen ist eine Reform der Versichernngsgesetzgebung und speziell der Krankenvetsichernng dringend nollvendig. Aber eine Vereiiibcitlichnng der gesamten Versickerniig ist nur in Ländern möglich, Ivo sie vm vornherein vorgesehen wird; in Deutschland würde nach mehr denn zwanzigjährigem Nebeiteittaitderbeftehni der Versicherungen ihr Zusammenlegeit einen Raub an erworbenen Rechten bedeuten. Wohl aber empfiehlt sich eine Zitsattttneit- legmig der verschiedenen Krankenkassen. Die jetzige Zer- splitterung der Krankenversichernng schafft ungeheuer hohe Verivalttiitgökosten. Auch ist die Aiisdehinmg der Kranken- Versicherung auf Frauen und Kinder dringend notwendig. (Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Bis hierher werden die Herren von der äußersten Linken mit mir einverstanden sein(Zn- stinnming bei den Sozialdemokraten) und sie werden auch darin mit mir einverstanden sein, ivciin ich die Erhöhung der llnternehmer- beitrage von einem Drittel ans die Hälfte verlange.(Sehr ivahr! bei den Sozialdeinokraten.) Jetzt aber kommt gleich der Differenz- Punkt. Die Erhöhung der Uiiternehmerbeiträge auf die Hälfte der Gcsaitttstunttte bedingt auch eine entsprechende Erhöhung der bisher auf ein Drittel beschränkten Sitze der Arbeitgeber in den Krankeitkaffenverwaltuiigeii.— Mein Vorschlag geht dahin, daß heimliche Festung. Dort drüben, hinter den klafterdickcn feuchten Mauern, deren Eiscngitter an der Flußscite unheimliche Ditige von den Grausamkeiten der Romanowschen Kaiser erzählen, sind die langen gelben Gefängnisgeväude überfüllt mit Männern, durch deren qualvolle Einsperrung das Haus Romanow seine letzte Lebenszeit künstlich zu verlängern sucht. Chrustalew sitzt hier, und viele andere Arbeiterführer, deren Namen der großen Welt nur wenig bekannt wurden, bevor sie ihrer Lcbcnssache ivcgcn ins Ge- fängnis geworfen wurden. Dort sitzen Männer, die ich vor zwei Monaten bei meiner Ankunft in Rußland kennen lernte, aber die plötzlich und spurkos verschwunden waren, als ich sie später wieder aufsuchen wollte. Für sie begannen dieselben Leiden, die vor ihnen viele Jahre lang Hunderte von Kampfgenossen in schmutzigen un- gesunden Hohlen tief unter dem Wasserspiegel der Newa erduldeten. Sie bilden alle zusammen gleichsam einen ächzenden Grundpfeiler unter dem wackelnden Thron der regierenden Romanows und eine kcttcnrasselnde Totenwacht an den Grabmälern seiner Vorgänger. Mitten in der Peter Pauls-Festuckg liegt die reich ansgestattele Kirche, in der die verstorbenen russischen Kaiser beigesetzt sind, von Peter dem Großen an und weiter, die ermordeten und die eines natürlichen Todes gestorbenen, Seite an Seite in Reihen weißer Marmorsarkophage, zwischen goldenen Gittern und brennenden Wachskerzen und ewigen Lampen. Wahrlich, dieses Kaiserhaus hat ein Familienbegräbnis, das seiner würdig ist— mitten im Kreise der Mörder der Ermordeten und der gefangenen Todfeinde ihrer trotzigen Nachkommen, im Kreise der Märtyrer des Volkes. Die Masse der Gefangenen ist nun so dicht gedrängt, das; kaum für einen einzigen mehr Platz gemacht werden kann, weshalb man in der Nähe am Flußufcr eine alte Kaserne als Gefängnis rin- richtet— und in der Grabkirche ist nur noch ein Platz frei. Der wartet auf Nikolaus II. Aber dieser verschüchterte Selbstherrscher flüchtete am 22. Januar vorigen Jahres nach seinem Sommer- schloß Zarskoje Selo, wo er es vorzog, in ein freiwilliges, aber prachtvolles Gefängnis zu gehen, statt hier zu sitzen und nach der wartenden Lcichenturmspitze vor den Fenstern des Wintcrpalastes zu blicken. Nun, ein Jahr später, stellt ihn das russische Volk vor dieselbe Wahl: nach Petersburg zu kommen und des Todes zu warten oder da draußen in seinem goldenen Käfig sitzen zu bleiben. Er hat den Käfig gewählt. Selbst der St. Georgssaal des Winterpalastes stand leer und düster am Tage des großen Ritterfestes, dessen man nur in einer Parade bei Zarskoje gedachte; und das Wasser der Newa wurde in diesem Jahre nicht gesegnet. Das dunkle Rußland. Ich gehe am Fluß entlang nach der Nikolausbrückc. Oben von der Jsaakskirche herab tönt das Geläute eines riesenhaften ge- borstenen Gongs, dessen Abendklänge dem tiefen Brummen einer ungeheueren Schmeißfliege gleichen. Dicht bei der Brücke stehe ich unwillkürlich stille: Sie erscheint wie eine scharfe Silhouette am glühenden Abcndhimntcl. In der flaimncndcii Purpurröte glättzeti did vlänlichen elektrischen Lichter wie funkelnde Diamantcp, und dahinter erheben sich in dem güldenen Sonnenglanz die dunklen Kuppeln und feinen Turmspitzen lebenslängliche von de« Gemciudcorgattcn gewählte Beamte an dle Spitze der großen Ortskrankeiikassen, wie sie mir vorschweben, treten. (Hört! hört! bei den Sozialdentokraten.)— Die Sozialdemokratie arbeitet mit dein Schlagwort, daß ich die Selbstver- waltuiig der Kassen beseitigen wolle. Ist das Beseitigung der Selbstverwalttmg, wenn der ansschließlichen Herrschaft der Arbeiter in den Kassen ein Ende bereitet wird?(Lachen bei den Sozialdentokraten.) Gettießett die Geitieindeu keine Selbst- Verwaltung?(Lautes Lachen bei den Sozialdemokraten. Rufe: Preußen!) Ich habe oft— ich will bemerken, im eigenen Namen, nicht im Auftrage meiner Fraktion(Hört! hört!)— ausgeführt, daß die sozialdemokratischen Krankenkassen auch die Arztfrage politisch etttschcidett: Abg. Bernstein hat zugeben müssen, daß � die sozialdemokratische» Aerzte bevorzugt werden. Glücklicherweise gibt eS wenig sozialdemokratische Aerzte in Deutschland.— Außer mit dem Schlagwort von der angeblich beabsichtigten Vernichtung der Selbst- Verwaltung arbeitet die Sozialdemokratie mit dem Schlagwort von der bureaukratischen Bevorinuttdutig, unter die die Kassen gestellt werden sollen. Da möchte ich doch an die großen Verdienste erinnern, die sich Beamte wie Dr. Freund von der Landes- versichertmgsatistalt und andere inehr um das Kassenwesen und die Volkshygiene erworben haben. Nicht von den Kassen, die sich dann allerdings beteiligt haben, sondern von der geschmähten Bureankratie ist die energische Bekämpftnig der Tuberkulose ausgegangen.(Hört! hört! rechts.)— Redner wendet sich nunmehr den Mittelstands- fragen zn, tvüiischt ein Reichshandwerkerblatt als Pendant zum Reichsarbcitsblatt und rühmt die brauchbaren objektiven Berichte der Handwerkerkainiitern. Redner tritt lveiter für die Schaffung von Handelsiitspektoren und die Vermehrung der Fabrikinspektoren sowie für die�Anstellung weiblicher Inspektoren ein.— Ten Heimarbeitern ist mit Sympathie- kmidgebuiigen wenig gedient; das beste Mittel, ihnen zn helfen. dürfte sein, daß das Publikum bei Einkäufen darauf achtet, daß für die gekauften Waren auch ein gewisser Mindestlohn gezahlt worden ist.— Der Abg. Fischer hat in seiner Rede die zahlreichen Wohlfahrts- einrichtnngen für Arbeiter mit Schweigen übergangen oder herabgesetzt. Schließlich können die Unternehmer doch nicht ihren ganzen Profit für die Arbeiter ausgeben. Abg. Fischer gibt als Leiter derBuchhandlung des„Vorwärts" auch nicht sein ganzes Gehalt für die Angestellten aus.(Lachen bei den Sozialdemokraten.)— Die Sozialdemokratie ereifert sich über die Aussperrungen und erinnert an das bekannte Wort des Kaisers über die Arbeitswilligen. Die Sozialdemokratie wählt unter den Kaiserworten immer die aus, die ihr in den Kram passen.(Lachen bei den Sozialdemokraten.)-7- Die Aus- sperrimgen sind eine natürliche Folge der Streiks, wie die Arbeitgeberorganisationen die natürliche Folge der Arbeiter- organisationen sind. Wahrscheinlich wird man in den nächste» Jahren weit mehr von großen AuSsperruitgen als von großen Streiks hören. Die Gewerkschaftsblätter, die„Metallarbeiter-Zeitung" vor- an, haben über den großen Elektrizitätsstreik viel kühler und ob- jektiver geurteilt als der Abgeordnete Bebel und der Abgeordnete Fischer. Dafür spricht denn auch der sozialdemokratische Radikalismus von„gewerkschaftlichem Kretinismus"_(Hört! hört I), wirft den Gewerkschaftlern Stupidität und sonstige schöne Dinge vor usw. Ueberhaupt tritt der Gegensatz zwischen Partei und Gewerkschaften immer mehr hervor. Die Gewerkschaftsführer haben die ganze Mai- feier einen„faulen Zauber" genannt.(Heiterkeit und Zustimmung rechts.) Tatsächlich muß die Sozialdemokratie schon Fackelpolonaisen und Spezialitätenvorstellungen veranstalten, um den Massenversamm- lmtgeu Zuzug zu schaffen. Das Spielen mit dem Massenstreik und nuit zumal unter dem Hinweis auf die russische Revolution ist das arbeiterfeindlichste, was sich die Sozialdemokratie geleistet hat. Tatsächlich sind ja auch viele Sozialdemokraten derselben Meinung Ivie ich über diese ganze Revolutioitsspielcrei, sie müssen sich aber hüten, mit ihrer wirklichen Ansicht hervorzutreten. Wie hat doch der„Vorwärts" die so zahme Erklärung der Abgeordneten Frohme, Lesche und v. Elm im„Ham- burger Echo" heruitterpntzt! Ilttd mit welcher blutrünstigen Be- trachtung im schönsten Stadthagen- oder Luxemburg-Stil(Heiterkeit) hat der„Vorwärts" das letzte Weihnachtsfest gefeiert!(Redner ver- liest den betreffenden Artikel.) In dem Weihnachtsartikel der„Leipziger Volks-Zeitung" hieß es kurz und bündig: Revolution auf Erden und allen Bedrückten ein Wohlgefallen!(Hört! hört! .rechts). Die Kundgebung am Sonntag für das allgemeine gleiche direkte LandtagSwahlrecht— dessen Einführung ich natürlich auch wünsche— war ursprünglich für den Montag geplant und bezweckte die Feier der russischen Revolution. Der Zusammenhang zwischen der deutschen Sozialdemokratie und der russischen Revolution ist nicht zu leugnen. Ilm nun die Mordtaten, die die russische Revolution im Gefolge gehabt� hat, von ihren russischen Partei- genossen abzuwälzen, hat die Sozialdemokratie eine nciie Methode erfunden:«sie unterscheidet da» ehrliche, aufgeklärte, klassenbewußte Proletariat von dem„Lumpenproletariat", den„schwarzen Banden" der Kirchen. Ganz oben leuchten ein paar Sterne von dem halb- dunklen Teil des Himmels herab, lluter der Brücke liegt das Eis der Newa, zusamnicitgedrängt zu großen Blöcken, einem Felsen- krater gleichend. Aber auf der Brücke selbst zeigt sich in schwarzen Umrissen ein lebendes Bild von eigentümlicher Wirkung: der endlose Zug von Lastwagen, ans dein Wege von und nach Wassilij OstrowS Fabriks- und Arbeiterstraßen, bewegt sich unaufhörlich in zwei Reihen, eine auf jeder Seite der Brücke, nach der einen wie nach der anderen Brücke. Zwischen den Reihen drängen sich die langsameren Schub- karren vorwärts und die schnelleren Jswostschijks. Jede einzelne lebende Figur hebt sich in bestimmten, kohlschwarzen Umrissen von dem flammroten Hintergrund ab; jeder nickende Pferdekopf, jede turbanförmige Pelzmütze, jeder Peitschenschlag, ja, beinahe der Rauch der«Shagpfcifen und Zigaretten der Fuhrleute. Ueber der unteren bewegten Linie erheben sich die Menschengestalten, mit ge- krümmtem Rücken oben auf der Ladung oder auf dem Bock des Fuhrwerks sitzend. Noch stärker wird die Linie des Bildes von tarnihohett Kistenstapeln unterbrochen und von ein paar Straßen- bahnwageii, aus deren Oberteil wiederum menschliche Figuren dicht zusammengepreßt sitzen, Frauen mit Shawls und Kopftüchern, Männer mit spitzen Mützen und hohen aufgeschlagenen Rockkragen. Sekundenweis bildet sich hier und da eine Lichtung in der vorüber- eilenden schwarzen Flut; dort sehe ich am Brückengeländer einen Bettler, der sich unaufhörlich verbeugt und die Vorübergehenden grüßt, lieber das Ganze ragt der Tempel des wundertätigen Nikolaus empor, eines der größten Heiligen Rußlands. In dieser Silhouette sehe ich ein lebendes Bild des dunklen Rußlands, des großen arbeitenden, lasttragenden Rußlands, dessen unendlicher Zug fast in jeder Tag- und Nachtstunde so über diese Brücke zieht, über jausende Brücken, über das ganze Reich. Der sich abplagende, abschleppende, der cselnde und fauchende, schweiß- dampfende Zug. Da plagt sich an seiner Karre ein Mann mit krummem Rücken, die große runde Mütze, das lange Haar über den Ohren— just derselbe, der mit Knutenschlägen in den Krieg ge- trieben wird, wenn der Zar— und sein Ausbeuterkomplott— cS befiehlt; der auf Straßen und Gaffen mit dem Bajonett nieder- gestochen tvird. wenn er zu mucksen wagt; der ins Gefängnis geworfen wird, wenn er über seine Schande spricht und unzufrieden mit dem Los eines Hundes ist; der auf der Brücke steht und bettelt, wenn man ihm seine letzte Kopeke gestohlen hat, seine letzten Kräfte ausgebeutet, seinen Bruder erschossen, seinen Sohn zujchanden ge- prügelt, seine Tochter gcnotzüchtigt, sein Haus verbrannt hat. Der Acrttiste aller Armen, der Elendeste aller verhudcltcn menschlichen Geschöpfe. Ter Sohn der heiligen Jungfrau hat gesagt, er sei nach „Gottes Bild" geschaffen. Aber der wundertätige Nikolaus des Kapitalismus zwingt ihn, in Gestalt eines Lasttieres zu leben. Oben von der Kuppel der Jsaakskirche ertönt das Brummen der heiligen Schmeißfliege zufrieden und segnend herab über die schwarze lebendige- Silhouette. Aber hoch oben über der Turmspitze der dunklen Kirchen ist der Himmel rot. in Rußland und dem Janhagel in Hamburg. Diesem Luinpenproletariat Ivird dann alles in die Schuhe geschoben, was der Sozialdemokratie nicht paßt. Bei den Wahlen� aber gibt cS diesen Unterschied nicht, da stimmen auch die„unreifen Jungen" für die Sozialdemokratie. (Sehr richtig! rechts.) Man hat sich gegen die Vorkehrungen der preußischen Regierung für den Demonstrationssonntag gewandt, auch wohl darüber gespottet. Aber wenn bei Unterlassen dieser Vorkehrungen irgendwelche Zwischenfälle sich crcignethätten, so hätte man derRegicrüng die Schuld gegeben.(Sehr richtig! rechts.) Bebel hat die Teil- nähme_ der_ Frauen an den Moskauer Straßenkänipfen gefeiert und diese Erscheinung als thpisch für künftige llievolutionen bezeichnet. iHört! hört! rechts.) lieber die Ausdrücke vollends, die Mehring in seinen Artikeln zum Demonstrationssonntag gebraucht hat— unter andern brauchte er die schöne Wendung„Zeilungsbestien, die mit Wollust das � Arbeitcrblnt lecken, das in ihrer schmutzigen Phantasie schon auf den Straßen floß iHört! hört! rechts.)— gibt es nur eine einzige Slritik, die scharf genug ist, und diese Kritik hat schon vor 25 Jahren— Mehring selbst geschrieben, als er noch Gegner der Sozialdemokratie war. iHört!-hört! und Heiterkeit rechts und im Zentrun?) Eigentlich sollten die Herren von der Rechten die Sozialdemokratie sördern, denn die Sozialdemokratie diskreditiert alle freiheitlichen Bestrebungen. Das einzig Gute, was die Arbeiter- bcwegung hervorgebracht hat, sind die Gewerkschaften. Dafür werden diese, zumal die, welche entschieden gegen die Sozialdemokratie Partei ergreifen, von den Sozialdemokraten geschmäht und verlästert. So werden die Hirsch-Dunckerschcn Gewerlvereine als ..brünstige Hirsche" bezeichnet.(Hört! hört! rechts.)— Ich bekämpfe die Sozialdemokratie mit allen mir zu Gebote stehenden Kräften. sRufe: Nur zu! bei den Sozialdemokraten.) Gegen ein Ausnahmegesetz muß ich mich aber erklären. Nicht auf ausnähme- gesetzlichem Wege, sondern durch die Förderung der unpolitischen, antisozialdemokratischen Arbeiterorganisationen laßt sich die Sozial- deinokratie am wirksamsten bekämpfen. Daher ist eS dringend notwendig, daß die BerufSvercine alsbald die Rechtsfähigkeit erhalten, � zumal rechtsfähige BerufSvereine die Vorbedingung gesunder Tarifverträge sind.— Nur durch die deutschen Arbeiter kann die furchtbare Gefahr beschworen werden, imt der die Sozialdemokratie unsere Kultur, unsere nationale Existenz bedroht.(Leb- hafter Beifall rechts.) Abg. Dovc(frs. Vg.); Ich will bei der vorgerückten Stunde inich nicht auf das Gebiet der russischen Revolution begebe», deren Zusammenhang mit dem Reichsamt des Innern mir auch nicht über allen Zweifel erhaben ist. In der Frage der Beschränkung der Frauen- arbeit geht uns die Regierung zu zaghaft vor. Die Heimarbcits-A»s- stellung beweist, daß mit diesem Schutze energisch vorgegangen werden muß. Weniger eilt die Vereinheitlichung der Versicherungsgcsetzgebniig. Die Konkurrenz der Gefängnisarbeit ivird sich nicht ganz betcitigen lassen. Schließlich dürfen wir doch die Gefangenen nicht faulenzen lassen.— Nirgends wird ein Eingriff in die wirtschaftliche Freiheit so bedenkliche Folgen haben wie iin Handelsgewerbe i denn gerade in ihm hat die selbständige Initiative der Persönlichkeit stets die reichsten Früchte getragen.(Bravo! links.) Hierauf wird die lveitere Debatte auf Montag, den ö. Februar, 1 Uhr, vertagt._ Huö der Partei. Straftonto der Arbeiterbewegung. Im Monat Januar wurden an Strafen erkannt.- 19 Jahre 2 Wochen 4 Tage Gefängnis, 89 Wochen Haft und 2! 09 M. Geldstrafe. Tie Zentrumspartei und die Tvlcranz. Eine schlimmere Heuchelei, als wenn von feiten des Zentrums iibcr Intoleranz geklagt wird, kann es unmöglich geben. Denn nirgendwo feiern Bosheit und Brutalität dem Andersnieincndeit gegenüber solche Orgien, als in den Herr- schaftsgcbieten des Zentrums. In den katholischen Landes- teilen des Westens sind die Agitationsberichte unserer Partei eine Geschichte des klerikalen Terrorismus. Proben davon haben wir des öfteren im„Vorwärts" gegeben. Zurzeit spielt sich in B o n n- R h e i n b a ch, dem Kreise, der eben erst wieder Herrn Dr. Spahn in den Reichstag geschickt hat, ein Trauerspiel dieser Art ab. Bereits in Nr. 16 des„Vor- wärts" haben wir berichtet, wie man dort im Orte Wesseling den Vertrauensmann unserer Partei verfolgt und peinigt. Zur Zeit der Rcichstagsnachwahl, also vor wenigen Wochen, bewarf man die Wohnung des Mannes mit Schmutz und mit Steinen. Vor dem Hause veranstalteten Zentrumswähler indianerhafte Szenen. Die Kinder des Genossen dürfen sich nicht ans der Straße blicken lassen, und dem Manne selber schreit alt und jung nach. Seit unserer damaligen Veröffentlichung hat man die Hetze unvermindert weiter getrieben. Am meisten bemüht man sich, dem Vertraueusmanne die Wohnung abzutreiben, weil man weiß, daß er eine neue Unterkunft in dem völlig katholischen Orte vergebens suche n w ii r d c. Ten auswärts wohnenden Besitzer des Hauses hat man mit Zuschriften geradezu überschüttet, so- daß dieser sich genötigt sah, persönlich nach Wesseling zu kommen, um den Mann, der ihm in den sck'wärzestcn Farben geschildert worden war, mal selbst zu hören. Man hat ihn, höhere Miete angeboten: ein anderer wollte das Haus kaufen, ein dritter alle Reparaturen umsonst machen: kviedcr einer droht dem Besitzer mit Unannehmlichkeiten; ein fünfter schildert die Wohltat, die er dem Orte durch die Obdachlos- machung des«ozialdcmokratcn erweise usw. usw. Bis jetzt ist die klerikale Hetze nutzlos gewesen: überdies hat der Ver- trauensmann auf ein Jahr gcinietet.• Ein weiterer Fall: In Bergrath im Landkreise A a ch c n sollte am jetzigen Sonntag, den 4. Februar, eine Volks- Versammlung gegen das preußische Landtagswahlrecht statt- finden, da die am 21. Januar abgehaltene Versammlung polizeilich aufgelöst worden war. Mittlerweile hatte aber der Volksvercin f ii r das katholische Deutsch- I a n d in dem Orte eine— Protestversammlung gegeil das Stattfinden der ersten sozialdemokratischen Versammlung veranstaltet, und man hatte, uächdem. die Pfarre r K l e i n e r m a n n s, C h a n t r a i u e und Kahle n als Redner aufgetreten waren, einstimniig eine Resolution bc- schlössen, die e n t s ch i c d e n e V e r w a h r u n g dagegen ein legt, daßderWirt mi Bergrath de n Sozial- d e m o k r a t e n seinen Saal hergegeben h at. Diese Kundgebung kommt dem klerikalen Boykott des Wirts in dem katholischen Orte gleich. Die Folge ist denn auch nicht ausgeblieben: der Wirt hat seinen Saal zurückgezogen. und einen anderen gibt es in dem Orte nicht für die Sozial- deinokratie. Derartige Fälle ließen sich dem Zentrum hundertweisc vorhalten, wenn es mit seinem heuchlerischen Tolcranzgeschrei kommt._ Die Reibungen zwischen der„Leipziger Voltszeitung" und dem „Korrespondent für Deutschlands Buchdrucker", richtiger gesagt, dem Redakteur R e x h ä u s e r desselben, haben auf Antrag des Leipziger Gauvorstandes" auch den Zentralvörstand des Buchdrucker-Vcrbaudes beschäftigt. In einer Erklärung- desselben, die der„Korrespondent" an der Spitze seiner gestrigen Nummer bringt, spricht der Verbands- vorstand„sein lebhaftes Bedauern über die fort- gesetzten Reibungen zwischen den beiden Organen anS". Am Schlüsse seiner Erklärung spricht der Vorstand die Er- Wartung ans, daß die Redaktion des„Korrespondent" gegenüber weiteren Angriffen der„Leipziger Volkszeitung"„einen re- s e r v i e r t e r e n Standpunkt einnimmt und solche An- griffe zu geeigneter Zeit den berufenen Ber- b a n d s i n st a n z e n zur Stellungnahme unter- breitet". poUrcUlches. GencbtUchca ulw. Lästige Ausländer. In Heeren in Westfalen wurden wieder drei ungarisch« Bergleute ausgewiesen, die sich nichts haben zu schulden kommenlassen, als daß sie brave Parteigenossen sind und auch als Ge- werlschastler ihre Pflicht erfüllten. Sie fallen eben lästig, weil sie unter den vielen jetzt wieder aus Ungarn ins Ruhrrevier geschleppten Ungarn aufklärend wirken könnten. Vor einigen Tagen wurde bei den drei Genossen durch den königlichen Bezirkskommissar Görke- Dortmund gehauSsncht, der dann auch eine ganze Menge Harmloser Sachen, wie Aufnahmescheine zum Konsumverein, Parteiniarken usw. beschlagnahmte. Gleichzeitig stellte Herr Görke die Ausweisung schon in Aussicht. Einem der drei Genossen wurde gesagt, er werde anö- gewiesen, weil er beim vorjährigen Bergarbeiterstreik Beamte beleidigt habe. Eine Klage hat man aber gegen unseril Genossen nicht angestrengt. Tatsächlich hat er in einer Bcrsamm- lnng auch nur über Mißstände auf den Zechen ge- redet. Das wird auch wohl der Hauptgrund der Ausweisung sein. Vergessen darf aber nicht werden, daß die Leute schon mehr als ein Jahrzehnt auf der Zeche täti g waren. Jetzt müssen sie innerhalb 14 Tagen Preußen verlassen haben. Auf dem Amte wurde ihnen noch niitgetcilt, daß man ihren Lohn ans der Zeche beschlagnahmen lassen würde, um damit die Kosten für den Schub zu decken. Wenn das wirklich geschehen sollte, so wäre das eine völlig gesetzwidrige Gewaltmaßregel. Es wird dafür gesorgt werden, daß der Fall auch noch an anderer Stelle zur Sprache gebracht wird. Die Regierung wird gezwungen werden, sich in der Sache zu äußern. Zilü'illllMlilfMeti.VsdIfei'öii! tue den li.BerlinerReUpablkim Todes- Anzeige. Am 31. Januar verstarb durch Unglückssall uujcr Mitglied, der Maurer Friedrich Nabe Salzlvcdclcrstraße 14. Ehre seinem Andenken! Tag und Stunde der Bc- crdigung wird in der Dienstag- Stummer bekannt gegeben. Um zahlreiche Bctciligimg ersucht Ter Vorstand. SozialdefflokratisctierWalilverciQ für den 6. Berliner Relchslags-Walilkreis. Todcs-Anzeigc. Am 2. Februar verstarb unser Mitglied, der frühere Bezirks- sührcr, Tischler Rodelt Blessing, Panlstr. 31. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet ani DienStag. den 6. Februar, nach- mittags S'/.j Uhr, von der Halle deS städiischen Friedhofes in Friedrichsfclde aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Ter Vorstand. leotrsI-Verbsllll derBnuierei-Ärbeiter Zweigverein Berlin, Sektion It. Todes-Anzeigc. Am 1. d. Mts. verstarb unser g Mitglied, der Heizer Otto Mertins (Spand. Berg-Brauercl). Ehre seinem Andenken k Die Beerdigung findet am Sonntag, den 4. d. Mts., nach- mittags 4 Uhr, von der Leichen- halle des neuen Panls-KIrchhoseS (Plötzenscc)' aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 41/3 Ter Vorstand. Todes-Anzeige. Allen Bekannten und Freunden die traurige Nachricht, daß mein Mann, der Tischler ködert Blessing am 2. Februar verstorben ist. Die Beerdigung findet am DienStag. den 6. Februar, nachmittags 3'/. Uhr, von der Leichen- Halle des ftädtischcn Gemeinde» Fncdhoses zu Friedrichssclde aus statt. Um stille Teilnahme bittet Wwe. Blessing. TodeS-Anzeige. Am 2. Februar verschied laust! nach kurzen Leiden meine liebe i Frau und Mutter Berta Müller geb. I,ange im 33. Lebensjahre. Die Beerdigung findet Montag, den 5. Februar, nachmittags 3 Uhr, vom LazaruS-KrankcnhauS, Ber- »auerstraße t lZ/t lö, aus nach dem Elisabcth-Kirchhos, Prinzeii-Allce. statt. 2474b DieS zeigt tiesbetrnbt an Franz üliiller, Modelltischler. Verein der Ciiemigraplien D. S.-B. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege und lang- jähriges Borstandsmitglied Albert Basse nach langen schweren Leiden ver- Horbell ist. ■ Vord.rschlus. O oCi vtv mit Handlangttten AchsoUchluss 1 ßtt O � mit Spitt. 1."2, �"*• .85, 2.60, 2.75 Ach.elsehluM Q nc. O 7c mit Handlangettco JSSÄSl.so, 2.50, 3«k. AchtelschlussQ en Lan- Q Of\ mit Stickerei gettea mit Stickerei-Motiv O 1 k Q und Durchbrucb C.,\0� C..£0 m. Stickorei-Ein- u. O QCu- A. 7� Ansatz u.Durcfabr. �.85 bis Neue Form mit Dujch- p c/-\ druck und Langettco suÄÄ. 2.85, 3.75 4.25 Garnituren mit Stickerei- Ein- und Ansatz Ballhemden mit Spitzengam. mit Stickeret mit Spitzen- Ein- und Ansatz Hemd 2.65 3.25 3.45 2.50 mit Hohlsaum- O 1 K Stick, u. Durchbr. � m. reich. Spitzon-Q c c gam. u. Durchbr.�«0� m. Stickerei und � 25 Beinkleid dazu pass. 2.80 3.25 3.45 2.75 2.40 2.80 3.35 Spitz, reich garo. Weisse Röcke 3.90, 4.25, 5 Mk, 6.50 Mk. ÄÄn 10.50 m. Stick.- Volant mit Stickerei- Ein- und Ansatz Beinkleider SUckeref.30, 1.90,2.40 Croist mit Langetten 2.20 Croisi mit Stickerei 2.35 Barcbent mit Spitze 1 ,40 lÄm- 1.50, 2.10, 2.25 Beinkleider kurze Fem SÄf0* 1.40 bi» 2.40 StiätereT" 2.20, 3«k. Barchent mit 1 r�\ O OR Stickerei' � Ball-Untertaillen mit Spitze garniert 2.25 Nachtjacken Sr°' 1.50 Äk'erei 2Mk.b.2.90 Croise m. Stickerei 2.55, 3,25 RenforcÄ mit Stickerei- O on Ein- und Ansatz Rcnforce mit O är Q Rn Stickerei, halsfrei �.OO, O.OÜ Barchent mit Besatz 1.50 mit 8üekerei2.1 0, 2.35, 2.50 Nachthemden�.ll,i?k.3.40 mit Stickerei 4Mk., 4.75 m. handgestickten A~j nc. Madeira-Passen H-.'O,/.20 m. Stickerei, halsfrei 3.25, 4.50 mit reicher MuU Stickerei 7.85 Kurze Röcke weiss Barchent mit Langettsn weiss Barchent O HR m. Stickerei weiss Barchent m. Volant und Handlangetteo weiss Barchent m. Stickerei Ein- und Ansatz Fenforcc mit Stickerei Dimiti mit Stickerei Batist mit Spitzen Herrenhemden Hemdentuch mit Falten Französische Damenhemden 2.90, Beinkleider daIU pa«.end Mädchenhemden Acbselachluss mit TfA. 1 7c Spitze. 11 Grössen /VJPf.b. I./O Achselscbluss mit 1«n, k O OS> Stickerei, II Grössen> Mic. b. Mädchenbeinkleider ?;e»chXos8.Form,Ken-1. 1 ert orci m. Stick. 9 Gr. I Mk. b. I.OU Knabenhemden Hamdentuch mit Falte u, mit kurzen * UDgb Orö«.n75 Ff. b. 1.80 Deckbettbezüge Uemdentucb 3.65 Mk, Renforc« 4.1 OMk. Louisianatuch 3.70 Mk. Louiliaoatucbö.25 Mk. Dimiti 4.50 Mk. Dimiti 7.50 Mk. ™,g.u.seniih..5,40Mk. Kissenbezüge Hamdentucb 1 Mk. Renforcf 1,15 Mk. Louisianatucb 1.10 Mk. Louieianatucb 1 ,75 Mk. Dimiti 1.35 Mk. Dimiti 2.50 Mk, mtiausgenähhleoMk. Bett-Garnituren Daraast, für 1 Deckbett u« Z Kissen 6.75, 9 Mk,, 1 2.50, 18.50 Bett-Inlette fertig genital, glatt rot oder geitxeifl Deckbett 4.50, 7,50 Mk. Unterbett 5 Mk., 6.35 Mk. Kineo 1.30, 2,1 OMk. geble?cht4.50 5.- 4.90 5.50 TISCHZEUGE, HANDTÜCHER Tischtücher balblaio. Jacquard, gebleicht, gesäumt für« Personen(ür S Personen m/no lao/nft i.'tomft i3o voo 1.20 1.35 1.65 2.10 Servietten«Ä M.80 Tischtücher reinleinen Jacquard gteäumt für 4 Per«, f. 6 Per«, Grö«se ea, 130/130 tao ici) 1.95 2.30 Servietten fSSS? �"4.50 Tischtücher-bÄÄ; für 4 Fers. 6 Fers. 8 Per«. 13 Fers. Gr. ca. I3u, t3> 1:10170 l.so/2>->.,> wm 2.90 3.60 5.90 8.25 Servietten««7.50 Damast-T afeltücher reinleinen, gebleicht, gesäumt für 6 Fers. f.* Fers. f. 10 Fers. Grösse ca. t6<»/t70» 160/Ä2.> l«�o*21 s 6 Mk. 6 Mk. 9.75 für Ii Per«, f. 18 Per». .Grö««« ca. Ifti340 i'l" 310 1 2 Mk. 18 Mk. Serviettena�/fjott. 1 0.so Teedecken reinleinen, gesäumt mit farbiger Kante mit>; Servietten 12 Serv. Grösse ca. 130 180 uo/ito ifio,22:» cm 4.80 5.50 1 0 Mk. Teegedecke bunt, feinfarbig merzerisiert Grösse ca. 163/225 cm 1 0.25 1 3.75 Frühstück-Servietten reinleinen mit Pranien Dtz.2.20 reinleinen mit Hoblitum Dtz. 4,80 Kaffeedecken F?£..mnM.25, 1.60 5r«mt 2.60 Stubenhandtücher Crösee ca. balbleinen Drell Dtz. Grö««e ca. reinleinen Drell gesäumt u. gebändert Grösse ea. reinleinen Jacquard gesäumt u. gebändert Grösse ca.___ reinleinen Damast 1 Q 1 A-re gesäumt u. gebänd. 1 O.OU I H-.IO 41 100 4.40 49 HO 6.20 48/110 6.50 so/m 48 HO 5.40 46/110 7.60 45/1« 9 Mk, 33113 Küchenhandtücher halbleinen Gerstenkorn A nn Grösse ca. 48/t 10 cm 4r.20 Grösse ca. 41/100 48/110 cm ÄÄ. Dtz. 4.40 6.20 Grösse ca. 41/100 m'iio cm reinleinen, grau Dtz. 4.20 5,50 Wischtücher gesäum« u. gabändert, reinleinen O mit verschied. Inschriften Dtz. w(OU Staubtücher Dutzend 1.20, 2.1 OMk. TASCHENTÜCHER Taschentücher o?«c«2.90, 4Mk.>?£m5 20 Reinleinen mit Hohlsaum Dtz. 2, 80 Taschentücher Reinleinen mit Hohlsaum u. O pr» Dutchbr. Dlz. im Karton 0 0 J Batist mit Hohlsaum, farbige A pr> Kante, merzerisiert Dtz. Taschentücher Batist mit Hohlsaum u. Buoh- 1 q/-, Stäben V, Dtz im Karton•."-J Batist mit Hohlsaum u. färb, i nn Punklborde i Ot». im Karton> Taschentücher Äwci"' atück33, 55 Pf. Linon weis« und 1 an O nn buntkamig Dtz.> 4. ZU Kindertücher Welche der beiden Bedeutungen nun ein bestimmter Relativsatz hat, das mag in einzelnen, seltenen Fällen ziveifelhaft sein— und dann kann man getrost von einer schlechten Sprachbeherrschung des Autors sprechen— im allgemeinen ist jedoch bei einigem Verstand und gutem Willen die Meinung des Schreibers mit Sicherheit zu erkennen. In meinem Falle habe ich, nachdem ich die Bern steinsche Polemik gelesen hatte und da mich das Mißverständnis wirklich frappierte, sofort eine Probe gemacht, indem ich den Satz einer Reihe von Personen— sowohl Deutschen als der deutschen Sprache genügend kundigen Franzosen vorlegte. Keiner von ihnen hat den Sinn so aufgefaßt wie Bernstein, und einige fügten sofort hinzu, daß ein Zweifel überhaupt nicht bestehen könne, da es doch notorische Anhänger von Kompromissen gebe, die keinen Radikalismus— also auch keinen dekorativen— zur Schalt tragen. Auch das la�ge Zitat Bernsteins beweist nur dasselbe, was ich kurz lvicdergegeben habe: daß JaureS anläßlich der Wahl in Herault die unaufrichtigen, auf den Kongressen radikal tuenden Kompromißler angreift, wogegen er die Frage der Nützlichkeit und der Erlanbtheit der Kompromisse überhaupt gar nicht berührt. Ich hätte natürlich ebenso, ohne den Sinn zu ver- ändern, sagen können:„Jaures legt Verwahrung gegen den dckora- tiven Radikalismus ein, der bei den Wahlen opportunistische Köm- promißlerei betreibt". Wenn im Anschluß an Jaures' Artikel eine irrtümliche und irre- führende Deutung vorgekonnncn ist, so liegt sie sicher nicht auf meiner Seite. Bernstein hat aus Jaures' Ausführlingen über- raschenderlvcise herausgelesen, daß just der doch wirklich nicht tvelt- erschütternde Vorfall in Herault dazu„dränge", die Zweckmäßig- kcit wahltaktischer Resolutionen überhaupt zu erwägen. Worum es sich Jaures diesmal handelte, das war doch offensichtlich die Auf- rcchterhaliung der Parteidisziplin, nicht die Anbahnung einer neuen Taktik, zu deren Empfehlimg sich ja wirklich gecignelere Gelegen- heilen darbieten dürften. Der Vorwurf gegen einen Joiirnalistcu,„Tatsachen nicht wahrheitsgetreu mitzuteilen", ist so schwer, daß dcmjeuigen, der ihn in unbedingter Form erhebt, ein einziger Satz als Beweis eigentlich nicht zureichend erscheinen sollte. Genosse Bernstein hat sich aber schon init einem halben, durch eine sinnverstiimmclndc Amputation gewonnenen, begnügt. Wirtschaftlicher Wochenbericht. Berlin, den 3. Februar IM. Schutz der»nlumnlcn Arbeit. Auf die borstchende Phrase besinne» sich Unterneblner und Junker jedesmal damr— wenn sie einen Griff in die Tasche des Volkes tun wollen. Die Bereicherung einiger Lcntc ans Kosten der Gesamtheit heißt nach einem noch nicht im Büchmann anfgenonnnenen Zitat: Heimalpolitik I Ein typisches Beispiel dafür, ivie Volks- Clgentum skrupellos der Bereicherung des Uiiternehmertums dienen muß, bietet die Kaliindustrie. In seinen Kalilagern besitzt Deutsch- land einen großen, vor einem Jahrzehnt kaum geahnten National- schätz. Das Kalisalz ist ein sehr gutes, hochwertiges Dünge- mittel. Kein Land erfreut sich dieses Schatzes. In England, Amerika usw. ist Kali ein von der Landivirtschaft sehr begehrter Artikel. DaS Kali hat demnach nicht nur hervorragende Bedeutung für die Landwirtschast, cS ist für uns ein Naturschatz, der als Exportartikel der deutscheu Volks wirtschast als Ausgleich für Lebcnsinitteleinfuhr dienen kann. Für das spekulative Kapital spielen natürlich alle nationalen und alle Volksiuteressen keine Rolle. Beutel das ist der kategorische Imperativ, der alle Erwägungen, die nicht in den Nahmen des kapitalistischen Profites sich einspannen lassen, einfach aus- schaltet. Und die Regierung schuf und duldet und konserviert die Ver- hältnissc, die die Ignorierung aller anderen Interessen zugunsten des privaten Geldschrankes, den Raubbau am Volkseigentum er- möglichen. Daß die Schätze der Erde Eigentum des Volkes sind, wird kaum bestritten. Der Bcsitztitcl des Volkes an den Naturschätzen ist staatsrechtlich ja auch noch festgehalten durch die Bcrgregale, die zlvar seitens des Staates außer Hebung, aber nicht außer Rechtskraft gesetzt sind. Daher haben wir auch das Novum, daß der Staat als Gergherr selbst keine BergwerkSregale erhebt, aber als Berg- Werksbesitzer an die ehemaligen Reichsumnittelbarcu, wie Graf Ticse- Winkler und Herzog von Arenberg, Regale zu entrichten hat. Natürlich erheben diese„nützlichen" Glieder der menschlichen Gesellschaft als Bergherren auch von der Privatindustrie die Steuer, die sich bei- spiclSweise für den Herzog von Arenberg auf zirka 1 Million Mark beläuft. So wird der in schwerer Arbeit geschaffene Mehrwert— verteilt. Durch da? preußische Berggesetz ist die Ausbeute der Erdschätze dem Privatlapital ausgeliefert worden, nicht zum Segen des Volkes, sondern nur zum Heile des spekulativen Kapitals. Anders liegen die Verhältnisse in Hannover, der eigentlichen Wiege der Kalischätze. Wie hier daS Volkseigentum spekulativen Zwecken dient, haben ivir schon in Nr. 23 des„Vorwärts" berichtet. Das Kapital erkor sich das Kali zu einem Objekt wildester PlnSmacherci. Bei einer üppig ins Kraut schießenden Konkurrenz traten die nationalen und Volks- intcressen vollständig in den Hintergrund. Das wertvolle Material wurde im Auslände teilweise unter den vom Kalisyndikat auf dem Jnnemnarkt hochgehaltenen Preisen verkauft. Wie begehrt daS Material im Auslände ist, zeigen die Ausfuhrziffern. Tie KalianSfuhr über Hamburg, die im Jahre 1804 über 4'/z Millionen Doppelzentner im Werte von über 3ö'/.z Millionen Mark betrug, ist im Laufe von 5 Jahren um IT/,, Millionen Mark gestiegen. Die Haupibezugsläiidcr sind die Vereinigten Staaten von Amerika und Großbritaiiuien, die bei jährlich wachsendem Bedarf drei Viertel der Gesamtnusfnhr HrnnburgS beanspruchen. Den Haupt- antcil hatten die Vereinigten Staaten, deren Kaliimport aus Hamburg im Jahre 1904 allein nach den Häfen am Atlantischen Ozean 22xlo Millionen Mark betrug. Dieser Anteil ist im Laufe von ö Jahren um zirka 10 Millioncil Mark im Werte gewachjeu. Auch die Vereinigten Staaten am Stillen Meer haben im Jahre 1904 um eine halbe Million Mark mehr Kali über Hainburg erhalten als 5 Jahre früher. Und Ehile, das Land des Salpeters, das vor fünf Jahren noch keine Kalisalze importierte, weist 1904 schon einen Bezug von über 44 000 M. bei jährlich wachsenden Zahlen auf. Ein Gleiches gilt für Algier und Japan, deren Kalicinfuhr über Hain- bürg ungefähr auf gleicher Höhe mit Chile sieht. In Japan begann die Äalieinfnhr sogar erst im Jahre 1901. Ganz bedeutend ist auch die Kaliausfuhr nach Schweden, das im Jahre 1904 für über 2 Millionen Mark von diesem Düngesalz über Hamburg bezog. Und auch nach den Niederlanden, deren Bezug im Jahre 1904 die Höhe von 328 000 M. erreichte, sendet Hamburg jährlich tvachseiide Mengen Kali. Ritt der Begründung, einer Verschlendernng der kostbaren Düngesalze ins Ausland vorzubeugen, wurde als Abwehrmaßregel rm Reichstage ein Antrag auf Belegung der Kalisalzaussuhr mit eiliem Zoll eingebracht. Ein solcher Zoll kann auf der einen Seite eine Verbilligung der Kalisalze für die inländische Landwirtschaft herbei- führen, er kann auf der anderen Seite aber auch ein HemumiS fein für die EntWickelung der Kaliindustrie. Der geforderte Ausfuhrzoll hat einen nur sehr problematischen Wert. Ganz entschieden sind wir dagegen, daß dem Auslande Materialien billiger geliefert werden als den inländischen Konsumenten. Eine solche Garantie wird aber durch Ansstihrzoll gar nicht gegeben. Andererseits können wir keillerUl künstlicher Verteuerung von Produkten das Wort reden. Das Kali wird immer mehr zu einem unentbehrlichen Bedarfs- artikel und damit ist die Möglichkeit der Preissteigerung auf dem Weltmarkt gegeben. Der eventuelle Zweck eines Ausfuhrzolles, den PrciSstatuS auf dem Inlandsmarkt, das heißt für die deutsche Land- Wirtschaft hcrabzndnickcn, würde nicht erreicht. Will man aber nur eine Differenz zwischen den In- und Auslandspreisen garantieren zugunsten unserer Landwirtschaft, dann bedeutet die Forderung eines Ausfuhrzolles einen neuen Schritt auf dem Wege. die Junker in dem Bestreben zu unterstützen, eine künst- liche Verteuerung der Lebensmittel hcrbeizufühen. Dieses Moment läßt den Gedanken an eine Verstaatlichung der Kaliindustrie schiver aufkommen, aber das wäre unter den ob- waltenden Verhältnissen wohl daS einzige erreichbare Mittel, die Gesamtheit vor weiteren Plündcreien zu schützen. Die Gründer- Haben Millionengewinnc eingesackt, ungeheuere Kapitalien sind in der Kaliindustrie investiert. Die Käufer der Kalikuxe wollen natürlich auch noch Beute machen. Die Kaliindustrie ist durch das Spekulantentum seiner Enttvickelung weit voraus mit Renten be- lastet worden. Das Volk hat aber leine Verpflichtung, solche Kosten und Lasten auf sich zu nehmen, um so weniger, als es sich dabei um eiu Volkseigentum handelt, das der privaten Ausbeute schleunigst entzogen werden muß. Aber nicht»ach den bei Erwerb der„Herchnia" maßgebenden Grundsätzen, nämlich Ablösung durch Zahlung eines Kapitals, dessen Verzinsung dem Ertrage deS Unternehmens entspricht. Der Staat zahlt also nicht nur für die lvirkliche» Anlagewerte, sondern auch noch für das spekulative Kapital dancrude Rente. Eine tollere Wirtschast läßt sich kaum denken. Das ist nicht mehr und nicht weniger, als eine Legalisierung deS Raubbaues am Volkseigentum und an. der Arbeitskraft. Die Plünderer lverden zu StaatSrentner» gemacht. Wir verlangen, daß der Staat bei llebenmhme im Betriebe befindlicher Werke nur die Anlagen aber keine Rentenwerte bezahlt. Wer Volkseigentum zu seinem Spehilationsobjekt erkor, hat kein Recht. � sich über Schädigung zu beklagen. wenn er sich verspekuliert hat. Vor allein ist notwendig, für alle Naturschätze, deren Hebung noch keine werbenden Kapitalien absorbiert habe», aus- drücklich die RechtSlvirksamkcit deS Besitztitels als Volkseigentum zu erklären. Entschädigungen an Dritte werden, wenn die Hebung solcher Schütze in Angriff genommen wird,' nicht gezahlt, ausgenommen die an die Grundbesitzer zu leistenden Entschädigungen nach Grund- läge des bisherigen N« tz u n g S w e r t e S. Hätten wir kein Klassen- recht und keine Regierung, die sich als Organ des kapitalistischen Klassenrechts fühlt, cS wäre ganz ausgeschlossen, eine Handvoll Leute, die Volkseigentum zur Schaffung von SpekulationZwerten benutz l. mit der Annehmlichkeit ewigen Rentenbezuges aus dem Ausbeuteertrag des Volkseigentums zu'machen, ohne daß die Rentner auch nur ein Jota Werte geschaffen haben. Die Interessen der Spekulanten gehen das Volk verteufelt wenig an. Wer schwimmen will, muß ins Wasser gehen und kann ersaufen. Um das Volk vor weiterer Belastung durch das spekulative Kapital zu schützen, die Preise der Produkte auf einen den wirk- licheir Anlagekosten entsprechendeix Stand zu halten, müssen die noch nicht erschlossenen Naturschätze sofort in solchem Umfange aus- gebeutet werden, daß die Konkurrenz dieser Produktion die Preis- regulierung bewirkt. Die Ausbeute sollte aber nicht allein durch den Staat geschehen. Unter gewissen Bedingungen, die in der Hauptsache die Betriebökonzentration sowie andere technische und organisatorische Formen sichern. welche die niedrigsten sachlichen Selbstkosten garantieren, sollten auch an große Kommunen, eventuell auch an Genossenschaften Naturschätze zur Ausbeute in Selbstregie überwiesen werden. Das Schmarotzertum, haS ganz unverdienterweise aus den Naturschätzen Märchengewinne einheimst, stark treibende Goldströme in seine Tasche leitet, oft unter Anivendung von Formen, die auch vom nationalen Standpunkt zu dem allerschärffteu Widerspruch reizen, ist teilweise unschädlich zu machen durch Unterbindung seiner Lebcnsquollen. Es ist fürwahr nicht nur ein Skandal, es ist auch ein Stück weltgeschichtlicher Ironie, daß die Regierung, die berufene Hüterin des nationalen StaatSprinzipS, als Nachtwächter jener Interessen dient, in deren Befriedigung der deutschen Volkswirtschaft schwere Wunden geschlagen werden. Wir sind auch nicht so töricht, anzunehmen, die Regierung könnte durch rechtliche Bedenken und sonstige Imponderabilien, die dem GeldsackS- und kapitalistischen Klassen- interesse widersprechen, veranlaßt werden, das Volkswohl zur Grund- läge ihrer Gesamthandlungcn zu machen. Nein, die Regierung lvird immer nur soweit Volkspolitik treiben, als sie sich durch reale Macht- faktoren, die daS Proletariat in Willenskundgebungen, in seiner politischen und wirtschaftlichen Organisation und Vertretung produziert, gezwungen sieht. Die endgültige Befreiung von der kapita- listischen Ausbeutung kann und wird dem Proletariat leine andere Macht abnehmen, es bleibt ihr eigenes Werk. Äonsiluiciitc»- und Produzentenstandpunkt. „Man hänge neben MeunierS Arbeitergruppen die Photographien der LLeberlvohnunge» n»d habe dann den Mut zu erklären, daß diesen ausgemergelten Gestalten mehr mit einein niedrigen Getreide- preis, als mit niedrigeren amerikanische» Zöllen geholfen ist." Diesen Satz, der zweifellos als die Krone wissenschaftlicher Ent- scheidung in der Frage deS Schutzzolles betrachtet werden soll, las man kürzlich in einer kritischeil Handelszeitschrift— iin„PlutiiZ". Wir bekennen uns zu dem Mut, die Verteuerung der LebeiiLhaltuiig durch unsere Schutzzölle auf Lebensmittel bei Würdigung der Heim- arbeitcrlöhne für schädlicher zu halten, als die amerikanischeil Zölle, so entschieden diese prinzipiell auch zu bekämpfen sind, so sehr sie die deutsche Exportindustrie auch belasten. Wie erläuternd bemerkt werden mag. kam der„PlutuS" zu der Verteidigung der Agrarzölle, die er vielleicht gar als Mittel zur Wahrnehnimig des Produzenten- standpuiltteS betrachtet, am Schlüsse einer Besprechung über die niedrigen Löhne in der Heimindustric. Derselbe„PlutuS", der vom Kamps gegen die amerikanische Schutzzollpolitik das Heil erwartet, verteidigt übrigens auch die schutzzöllnerischen Bestrebuugen Chambcrlains»ach der Formel: Ich rüste, du rüstest, er rüstet. Ich rüste stärker, du rüstest stärker, er rüstet stärker. Ich rüste noch stärker..... So fort mit Grazie durch alle möglichen Steige- rungen. Nach diesem Schema strategischer und wirtschaftlicher Riistung wird eine Uilsumme von geistiger und physischer Kraft nutzlos ver- sckiwelldct und die Produktion der Güter in ganz hervorragender Weise verteuert und erschwert. Doch das nur en passant. Kommen wir zu der eigentlichen Frage, ob die amerikanischen Zölle als Karnickel für alles betrachtet werden können. Schon die eine Tatsache, daß beispielsweise für dieselbe» Artikel in Frankfurt 42 Pf. und in Königsberg S'/a Pf. Stimdenlohn bezahlt wird, die auf der Hoimarbeitausstellung mehrfach zu konstatierende Differenz der Löhne bei denselben Artikeln muß doch schon den Gedanken nahe legen, daß andere Faktoren stärker als der amerikanische Zoll bc- stimmend auf den Lohn der Heimarbeiter wirken. In der Hauvtsache sind die lokalen Verhältnisse ausschlaggebend. Daß allen Heimarbeitern mit der Aushebung der Schutzzölle auf Agrarprodukte. mit der Verbilligung des Brotes und anderer Lebensmittel um 10— 40 Proz. mehr geholfen wäre, als mit Herabsetzung der amerikanischen Zölle, die für manche Produkte überhaupt gar nicht in Betracht kommen, haben wir den Mut zu behaupten trotz unserer scharfen Verurteilung aller Schutzzölle. Man betrachte doch nur, wie gering ost der Anteil des Lohnes am Verkaufspreise respektive an dem Handelsverdienste bei verschiedenen Produkten ist und man lvird nicht leugnen können, daß hier der Zoll einen zu geringen Faktor darstellt, um für den Produzenten von großer Bedeutung zu sein. Die Aufhebung des Zolles würde den Mehrwert für den Verkäufer, für das Kapital erhöben, nicht aber den Lohn der Arbeiter. Nach unseren Aufzeichnungen und einer noch nicht vollständigen Zusammenstellung durch daS AusstellungSkomitee bringen wir diese Aufmachung. Für die nachstehenden Artikel betrug: Der Lohn Ps- ____ Differenz zwischen Selbstkosten u. EnstroZ- prciS Pst 18-/. 112/., 8� 11 23 30 40 80 70 455 140 1375 850 1500 43-/4 Ol5/, 4«3/4 121 1 Paar Schuhe in. Filzsohle fürLwickerin u. Eiiileister IOV4 do. mit Ledersohle... 16-/z do. mit Ledersohle u. Fleck 10 Damen-Lack-Spangeiischuhe 39 Rings gcivendetc Kinder- Schnürstiefel..... 14 Dameii-Boxcalf-Schnurstief. 1 80 Damen-Zeugschuhe... 135 Herren-Chebreaux-Schnürst. 475 do. Boxcalf..... 200 100 Mtr. Leiste vergolden, Braun m. Altgold.. 1050 Solche Beispiele, zum Teil noch entschieden krasserer Natur, bei de neu die Differenz zwischen Selbstkosten und Verkaufspreise noch zzsel groster ist, lassen sich aus allen Gebieten der Heimarbeit auf- Engros- und Ladenpreis Pst elbstkosten und Ladenpreis Ps. führen. Nach dieser Richtung dürfte der Katalog der Ausstellung, der in den nächsten Tagen erscheinen wird, schätzenswertes Material beibringen. Bezeichnend ist die Angabe eines Heiniarbsiters, der auch zugleich Verkäufer seiner Produkte ist. Gewöhnlich bringen die Erzeugnisse Stundenlöhne von 3 Pf. Der Selbstverkäufer gibt an, mit Frau und zwei Töchtern erziele er dadurch, daß er selbst einen Weihnacktsstaud habe und seine Sachen selbst verkaufe, einen Durch- schniltsverdieust von 81 M. Selbstverständlich entstehen auf jedem Fall durch den Verkauf Unkosten, aber eine andere Organisation des Handels könnte die Unkosten zugunsten besserer Löhne erheb- lich herabsetzen. Nur ein Fall, wie Ware im Handel ver- teuert wird, mag hier noch augeführt sein. Man kauft in einzelnen Geschäften 5—10 Ansichtskarten für 10 Pf. Für genau dieselben Karten werden in anderen Geschäften pro Stück 3 bis 10 Pf. ver- laugt. Tatsache ist. daß für viele Artikel der Lohn einen so miminalen Faktor gegenüber dein Verkaufspreis darstellt— und das gilt im allgemeinen für die Heimarbeit— daß sich Zölle sehr schlecht zu ihren Gunsten verteidigen lassen. Ganz sicher bieten die schandbaren Löhne keine Handhabe, in irgend einer Form die Lebensinittelzölle zu rechtfertigen._ D. Wltternttgsübersicht vom 3. Februar 1900, niorgens s nyr. Skalionen Zwinemde. Hamburg Berlin Franks.a.M München Wie» s Z m« Weller 740 WSW! 746 W 747 WSW 754 WSW 756 NW> !752SW l 3 bedeckt 4 wolkig 4bcdcckt 3 wollig 4 Schnee 4 wolkig «s Zf H fk Skalionen SS L E §2 SS1— Haparanda! 746 NNO Petersburg 744 SO Scilly Uberdeen Paris 764 NB 752 WNW 753 W Wetter Ssi -4 Ii H.3 2 wolkig 1 bedeckt 7 Ncgcn 6 kalb bd. 2 bedeckt -11 1 fc" 1 4 ZNrtter-Proguofe für Sonntag, den 1. Februar 1900. EtlvaS kälter, zeitweise heiter, jedoch sehr unbeständig mit Niederschlägen und frischen nordwestlichen Winden. Berliner Wctterbureau. Wasserftaud am 2. Februar. Elbe bei Allsstg-j- 0,57 Meter, Bei Dresden— 0,78 Meter, bei Magdeburg+ 1,81 Meter.— II u st r n t bei Straiißsurt-f- 1,60 Meter.— Oder bei Ratibor— 0,00 Meiär, bei Breslau Obcrpegcl+ 5,03 Meter, bei Breslau UnterPegel— 0,86 Meter, bei Frankfurt-j- 1,52 Ptetcr.— Weichsel bei Brahemände + 3,32 Meter. Für de» Iiipalt der Inieraee überuiuiuit die Redaktion dein Publilui» gegenüber keinerlei Aerantwortiing. Ukeater. S 0 n 11 t a g, den 4. Februar. Freie Bolksbühne. Sonntag, 4. Februar, nachm. S1/» Uhr: 11/12. Abteilung im Metropol- Theater: Maria Magdalene. 1. Abteilung im Carl Weiß- Theater: Ein Frlihliugsopfer. Neue freie Bolksbüline. Sonn- tag, den 4. Februar,'nachm. 3 Uhr: 1. Abteilung im Schiller- Theater X.: Crainqucbille, Die Bäuerin, Abschied vom Regiment. 8. Abteilung im Schiller-Theater 0.: Nora. RachmittagS!!'/, Uhr: 11. Abfcilg. im Neuen Theater: Morgenröte. 4. Abteilung im Deutschen Theater: Eine Florentinische Tragödie. Die Nciivcrmählten. Der Herr Kommissär. Aiisaitg VI, Uhr: OperuhauS. Figaros Hochzeit. Montag: Der Ring dcS Nibe- lungen. Götterdämmerung. Sin- sang 6'/s Uhr. Schauspielhaus. Götz von Ber- lichingen mit der eiserne» Hand. Ansang 7 Uhr. Montag: Der Schwur der Treue. Deutsches. Oedipus und die Sphinx. Montag: Der Kausman» von Venedig. Berliner. Der Widerspenstigen Zähmung. Nachmittags 2-/, Uhr: Wilhelm Tell. ?Nontag: Unbestimmt. Weste». Schützculiesel. Nachmittags 3 Uhr: Die Zauber- flöte. Montag: Schützculiesel. ReneS. Ein sommcrnachtstraum. Montag: Dieselbe Vorstellung. Zentral. Der Logelhändler. Nachmittags 3 Uhr: Der/ Bettel- . student. Montag:' Die Geisha. Walhalla. Nach Afrika, nach Kamerun. Montag: Dieselbe Vorstellung. Dteeropol. Aus ins Mettopol. Montag: Dieselbe Vorstellung. Alisang 3 Uhr: Lesstug. Uno Pippa tanzt. Nachmittags.'! Uhr: Benigneiis Erlebnis. HamieleS Himmel- fahrt. Montag; RosmerSholm. Schittcr O. tW« Huer-Tkiealer.) lieber Misere Kraft.(I. Teil.) Nachm. 3 Uhr: Nora. Montag Eypriemie. Schiller dl.(Friedrich vilhtlm« städtisches Tbcater). Die Ehre. Nachmittags 3 Uhr: Erainquebillc. Die Bäuerin. Abschied vom Rc- gimcnt. Moniag: lieber unsere Kraft. (7. Teil.) Kleines. Kinder der Sonne. Nachmittags 3 Uhr: Nachtasyl. Montag: Kinder der Sonne. Komische Oper. Hossmanns Er- zählmige». Nachmittags 3 Uhr: HoffmannS Er- Zählungen. Montag: Der Corregidor. Residenz. Der Prinzgemahl. Nachmittags 3 Uhr: Die Höhle deS Löwen. Moniag: Der Prinzgemahl. Driauv». Loulou. Nachmittags 3 Uhr: Die herbe Frucht. Montag: Loulou. SustiplelhauS. Der Weg zur Hölle. Nachmittags 3 Uhr: Jugend. Montag: Der Weg zur Hölle. Dlialia. Bis sräh um Fimfe. Nachmittags 3'/, Uhr: Eharleys Tante. Montag: Bis früh um Fünse. Carl Weist. Die lebende Brücke aus Kuba. Montag: Dieselbe Vorstellung�. Luisen. Ein SommernachtStraum. Nachm. 3 Uhr: Der Verschwender. Montag: Pension Schüller. Deursch-Amertknuischcs. Er und Ich. Nachm. Z Uhr: UeSem großen Teich. Montag: Er und Ich. Kasiuo. Die goldene Brücke. Nachmittags 4 Uhr: DaS Opfer- lamm. Montag: Die goldene Brücke. RpoUo. Insel Tillipatan. Im Gri- settcn-Kabarelt. Spezialitäten. Nachmittags 3 Uhr: Bertiner Lust. Moniag: Insel Tulipatan. JmGri- jettcn-Kabarctt. Spezialitäten. Hrrrufeld. Familtentag im Hause Prellstein. �„ Montag: Dieselbe Vorstellung. »olles Caprice. Nach dem Zapfen- streich. Der Bcheme. Montag: Dieselbe Borstellung. Belle-Alliancr. Der grüne Teiiscl. Spezialitäten. Montag- Dicscwe Borstcllillig. Wiutergarte». Otto Neulter.— Spezialitäten. Montag: Dieselbe Vorstellung. ilikiehshallru. Stetliner Sänger. Passage. Spezialitäten. tlr»»ia. Tnnbciislraste 48/49. Wends 8 Uhr: Am Gols von Neapel. Montag: Dieselbe Vorstellung. Sternwarte, Juvalideustr. 57/62. Tägliw geölinci von I bis 7 ttdr. vefliiiep Ikesiei'. Nachmittags 2'l, Uhr Vorstellung zu cnnäßigtcn Preisen: Willielm Teil AbcndS VI, Uhr: Der Widerspanstigen Zähmung, Montag, Dienstag, Mittwoch: Ooe Vliilorspänsligsn 24hmvng�_ Neues Theater. Ansang 7,/j Uhr. Gin Sommernachtstrautn. Montag, Dienstag: Ein SommernachtStraum. Mittwoch: Liebesleute(Amants). Kleines Theater. Nachmittags 3 Uhr: AbcndS 8 Uhr: Ki/idtt der 5'l>i»lk. Montag: Kinder der Sonne. �.us-tspisSkKus. Nachmittags 3 Uhr: Jugend. AbcndS 8 Uhr: Der ÜUeg jitt We. Komische Oper. Sonntag, 4. Februar, nachm. 3 Uhr, bei ermäßigten Preiicn: Hvlkiiinnn» tii'�tllrlunxen. Abends 8 Uhr: IMmonns Erzählungen. Montag: Der Corregidor.__ Zentral-Theater 3 Ubr: Der Bcttclstudent. 7-/. Uhr: Der Pogelhäudlcr. Montag: Die Geisha. Residenz-Thealer. Direhtton: Richard HUxandcr. Heute und folgende Tage 8 Uhr: Der Prittzgemahl. Satirischer Schwank in 3 Akten von L. Zknnros und I. ChanccI. Sonntag, den 4. Febr., nachm. 3 Uhr: Die Höhle des Löwen. Luisen-Theater. Nachmittags 3 Uhr: Der Verschwender. AbcndS 8 Uhr: Sin SommernachtStraum. Montag: Pension Schüller. Dienstag: Ein SommernachtStraum. Mittwoch: Ein SommcriiachtSttaum. Donnerstag zum 1. Male: Die Aiina- Lisc. Freitag: Pension Schöller. Sonnabend: So sind sie alle. Sonntag nachmittag: Maria Stuart. Abends: Ein SommernachtStraum. Montag: Ein SommernachtStraum. T rianon-Theater. Anfang Idonlon. 8 Uhr. Sonntag nachm.: Dia herbe Frucht. Apollo-Theater. Nachm. 3 Uhr! Ermäßigte Preise! We Failen-tetelluiig. Das glänzende neue Spezialitäten- Programm und Berliner Luft P,�t. Abends 8 Uhr: Insel Tulipatan. Im Grisrtten-Kabarett und die vollständig neue» Spezialitäten! Metropoi-Theater Anfang-/.,8 Uhr. Große Jahresrevno mit Gesang u. Tanz in 9 Bildern v. JnL Freund. Musik von Viktor Hollaender. Kauchen in all. Bäume» gestattet. NchtSl�r-Tlieater. Schiller-Theater 0.(Wallner-Theatcr). Sonntag, nach m. 3 Uhr: �sora. Schausp. in 3 Auszügen v. Henrik Ibsen. Deutich von Wilhelm Lange. Sonntag, a b e» d S 8 II b r: Uebernnsere Kraft.(7. Teil.) Schauspiel von Björnstjerne Björnson. Montag, abends 8 Uhr: Öz'prlvnn«. DicnStag, abends 8 Uhr: _ Königwglaubc._ Schiller-Theater N. sFriedr.-Wilh. TH-) Sonntag, nach in. 3 Uhr: Oraiiiqaoblll«. Die Bäuerin. Abschied vom Regiment. Sonntag. nbctibS 8 Uhr: Die Khre. Schauspiel in 4'Akten von Hennann Sudermann. Montag, abends 8 Ubr: 17«bar m>s»erv Kraft.(7. Teil.) Dienstag, abends 8 Uhr: Ilan«. Albert Schumann Heute Sonntag, den 4. Februar, nachm. 3°/z Uhr und abends 7si2 Uhr: ir.außerord. Gala- Vorstellungen A 9 I Plätzen 0. Ausn W Jedes weitere Kind unter zehn U Jahren halbe Preise(außer Galerie). Abends jedoch volle Preise. In beiden Verstell., nachm. 11. abends: DaS Rätsel des Morgenlandes llirc IT.xseollenx The great Morgana Family. The Ergotti u King Louis Troupe. The great Grhard Troupe. In beiden Vorstell., nachm. u. abends; Berlins nrSBte Sensation! Miß Abic Mltciiell mit ihren 20 Studenten 20 Die beliebte jugendliche schulrcitcrin Frl. vora Schiimanii, sämtliche Spezialitäten, Clowns und Auguste sowie Dir. Alb. Schumanns neue und moderne Dressuren. Nachmittags zum Schluß die reizende «portpaniomimc: Ter Tag deS Englischen Derby. AbcndS: Zum Schluß: Die diesjährige große AuSstattungSpaiitomime kemitis das neue Francnrrlch. Zirka 400 Mitwirkende, 2 Musikkorps. Montag; Gala-Sport-Vorstellung. Das groBe internationale Programm und Femina. Neues Programm. Otto Reutter. Charles Hera, Jongleur. Sutcliffe-Truppe, schottisch. Akrob. Stein-Eretto, H andspringer. Robbins, Kunstradfahrer. Tschin■ Maa-Truppe Chinesische Gaukler und Zauberer. Mistinguette, Pariser Sängerin. Rococo, Ballettszene. Clark u. Hamilton, musik. Excentr. Japanische Garde, Danienensemblo. gpy Plosraph. [Tassage-flieater. 1 Anfang d. Abendvorstellung 8 Uhr. ] Das neue FelirDap-Propm | MIß Gortrude, Tänzerin Karl Bernhard, der Humorist. 14 Nummern „und Pepi singt" (Pepi Weiß) die aktuelle Berliner Soubrette. 1 DeytsEh-Ämerikaniselies Theater. Kopenickerstr. 67/68. Jed. Abd. 8 Uhr: - 1 1 Gastsoif' kd. PHilinn• mmsM buuntas littcauuwag 3 Uhr: Halbe Preise! „L-eber'n großen Teich". Horitzplatz Täglich � in den uutcccu Sälen-o Gottschalk-Konzert. XI. Berliner Saison. Zirkus Buseh. � große Galn-Vor- � Htellungeu � nachmittags 4, abends 71/2Uhr. Kachmittags zahlen Kinder auf allen Sitzplätzen halbe Preise. In beiden Vorstellungen: Neu! KMF~ Sensationell! Die gröBte SshemwQrdigkeit der Jetztzeit tl Zum ersten Male in Europa. 4# Noch nie dagewesen! Herr Emst Schumann, Original- dressuren, Zwergclown Francois mit dem /iwergpferd, die vorzüglichsten Clowns usw. usw. Kachmittags 4 Uhr: Mexiko Gr. Ausstattung?- Pantomime aus d. mexik. Pflanzerlebon. Abends 7'/. Uhr: Die neueste und g'röfite Sehenswürdigkeit Berlins: � Iiidieu. ♦ Orig.-Pantom. des Zlrlc. Busch. KasinosTheater Lothringerstr. 37. Täglich 8 Uhr. Die goldene Brücke. Schauspiel in 3 Akt. o. R. Skowronnek. Im Neuen Theater z. Z. in. sensation. Erjolg gegeben! Vorher: Das hrili bunte Programm. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Das Opferlamm. Reichshallen. Täglich; Stettiner Sänger (Mehsel, Pietro, Britton, Böckmann. Böhme, Waiden, Seidel, R. u. O. Schräder). Anlang Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Walhalla Theater Nach Afrika, nnch Kamrrun. AusstattungSposic in 6 Bildern. Ans'/, ,8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Kobriielor Heute und folgende Tage: ftumHenlsg im Hause Prellstein. Faniillonmltglicder: Fridolin Unterhat! Emmerich Unterbett Samuel S. Unterbett Frau Wolkenbruch Jonas Tischtuch Hannibal Sauerstoll Fredy EiweiB Maurice Archimedet Flora Prellstein Kicky v. Kitzky Monika». Kitzky Igel u. Kodak Stanislaus, Helens Schestak, Rcchtslonsulent (Anton Herrnfeld) Esau Prellstein (Donat Herrnleld). Ans. 8 Uhr. Vorberk. 11—2 Uhr. BernhanlBose-Tlieater Gesundbrunnen, Badstraße 58. Heute Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Das Gefängnis. Abeilds 7 Uhr: Mit Vergnügen. Billett-Vorverkaus vorm. v. 10 bis 1 Uhr an der Theaterkasse. Morgen Montag: Ter Leiermann mid sein Pflegekind. UraMia irÄ Abends 8 Uhr: Äm Golf von Neapel. Montag: Dieselbe Vorstellung. Sternwarte ,nval,u,!n- str. 57(62 fanoptihnm Frlcdi'ichNtr. 105. Ohne Sxtra-Snlree. Bergbewohner Abessiniens. 65 Eingeborene Männer, Weiber und Kinder, sowie das Baby„Berolina". Eintritt 56 Pf. Carl Weiß-Thealer. Gr. Franksurterstr. 132. Täglich abends 8 Uhr: Die lebkudk Knicke aufEuba. Großes amerlkan. SluSstattungsstück mit Gesang und Ballett in 7 Bildern von James Fox. volles CapricQ Budapester Possen• Theater 132 Linienstr. 132, Ecke Friedrichstraße. Zum 139. Male: Wach<1. Zapfenstreich. Vorher: Der Bcheme u. d. auSgezeichn. Spezialitätentcil. Anlang 8 Uhr. Vorverk. tögl. b. Wortheim u. an der Theaterkasse von 10 Uhr vor- mittags an. palasPfheii� Burgstr. 24, 2Mili. v.Bh. Börse. Heute'/a» Uhr. Entrce 56 Ps. � U.BelIosgr Aslre and Cissy Norton, Zlmerik. Bravour- Tänzerinnen. Miß A.«tre, die zweite Saharet La belle Leona einzig dastehende Gelen kphanlastiu. Die Herbstparade. Schwank in 1 Akt v. A. schmasow und � erstklassige Nummern. Otto Prifzkows Berliner Abnoriiiitöten-Tlieater Mliiizmtr. 16. Xenk-W SV«cn! j Die Elite-Liliputaner- Truppe t die kleinsten Vortragskünstler und» Sterne der Liliputalicr der Well, d Die Fuß- Künstlerin Margarete J Marjot. Hellseherin Armida, wahr« f sagende Wiuidcrdame. Pluto,! Wunderhnhn, geb. rnit 4 Beinen, d 2 Körpern, 1 Kops, lebend, zc. Ü Riesen, Zwerge, Phänomen, k Fakire nsw. V»W>yg>wvz, Schönhauser Allee 148. Jeden Sonntag und Mittwoch: Konzert, Theater, Spezialitäten, Tanz. Ans. Sonntags 6 Ubr, Wochen!. 8 Uhr. W. Noaeks Theaier. Dtrektio»: Rob. Dill. Brunueiiftr. 16. Die Räuber. Schauspiel in 5 Akten v. Fr. b. Schiller. Ansang 7 Uhr. Entrce 30 Ps. Ball. Montag: Die Räuber. DicnStag: Dnkel Bräsig. Mittwoch z. letzt. M.: WintersUIrme. Variete Elysium Koinninndantcmstraße 3/4. Um O'/s Uhr: Austreten des berühmten Stegreifdichters Paul Steinitz. berliner JUntanum Unter den Linden 68a Eingang Schadow-Straße No. 14. Heute Sonntag Eintrittspreis 50 Pf.-HW Reichhaltigste Ausstellung der Welt an lebenden Seetieren, Reptilien etc._ 84/7 Stadt-IheBter Moabit Alt-Moabit 47/49. Heute Sonntag, den 4. Fcbkuar: Gastyiiei ts Bernh. Bose-Tlieaters, Daö Gefängnis. Lustspiel in 4'Alifz, von R. Benedi�. Nach der Vorstellung: t»r. Ball. Slnsang 6 Uhr. Kasscneröffn. 5 Uhr. Billett-Vorverkaus von 16—4 Uhr an der Theaterkasse. Jeden Montag: Soiree der beliedlen Ei-It«!»itvi. Br z. Aus.), durch üieitbel. 8 eibstunterrieliu. Briete Vortciiiitiiissc unnötig. ggy- Taiisendc verdanken dieicn Briese» ihre Existenz oder bessere Slcllungen.» Mon. Teilzahlung nur 2-3 Mk Ausführliche Prospekte u. Probe. briejc der betr. spräche franko u. gratis. M. Ii iiprorseiimid. Luchhaiidlimg München 19,38. Vertreter gesucht.—• Im gFößten und schönsten Saale Berlins und Bnigcgcnd. Großes Münchener Bockbierfest Baron Muckl mit seiner Original I Oberbayrischen Bauernkapelle 0' Holl erlauer Bedienung durch 30 echte bayrische Madl'n in Nationaltracht. ff. Bergschloß-Bockbier— Münchener Küche. === Zwei Kapellen.= Große Ueberraschungon.——■ W Anfang heute 5 Uhr.— Entree M. 0,50. J «Morgen: Kongreß der schwersten Männer.# Hsmm yiiir Friedrichsberg. V TA lft Frankfurter- Fcrnsprcchcr Nr. 8.* Chuussee 5. Kestaupaiit und Festsäle. Jeden Sonntag: Ol*. Ball nittwocb.«icn 7. Februar: Gr. Bockbier-Fest unter Mitwirkung der Mlly Wlaläe- Sänger. Sensationelle ttebcrrnschungen.— Bons haben Gültigkeit. �6582*»Scbr. ArnboM. Msn Boeker* Ball-Salon, empfiehlt den geehrten Gewerkschaften und Vereine» seinen grohe» Saal zu Festlichkeilcn und Verfamniluiigen, auch sind noch zwei grosie Vercinszimmcr einige Tage in der Woche zu vergeben. .tedcv>o,.u!ag: IzN. Hierzu ladet crgebenst ein 66752* Allton Boeker, Weberstr. 17. Tages-Ordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal. 2. Wahl eines Beisitzers zum Zentral- vorstand. 3. VercinSangeleaenheiten. Zahlreiches und puiikllichcS Er- scheinen unter allen Umständen not- wendig. 2443b Oer Vorstaiui. Krilen- and Beprllteeirr SegfeBisieder und BeiTifsuenossen zu Berlin. (Eingeschriebene Hülsskasse Nr. 17.) Sonntag, den 11. Februar, vormittags 40 Uhr, im Gewerkschastshause» Engel-User 45, Saal 4: Or«lcntHchc General- Versammlung. Tages-Qrdnung: 4. Kassenbericht und Bericht der Nc- visoren. 2. PorstandSwahl. 3. Bericht vom HiilsStassenkongresi, und wie Passen wir unS dem neuen Gesetz an? 4. Wie stellen sich die Mitglieder zu einem eininnligen Extra- Beitrag? 5. Verschiedenes. 2359b Bas Mitgliedsbuch legitimiert. Oer Vorstand. I. A: 0. Beisier, Kopnickerflr. 423. Spandau. Wm! Krankenkassen! De» Mitgliedern der Allgemeinen QrlSkrankciikasse, der QrlSkrankenkasse der Handwerker und der OrtSkruiikeii« kasse der Tischler zur Kenntnis, daß vom 45. Februar d. I. ab bei In- anspruchnahme eines Arztes ein Koulrollschein erforderlich ist, welcher im Kasscnlokat, Brcitcstraste 69, täglich von 8—1 Uhr gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches ausgestellt wird. 270/10 Dir Bvrstäude. Heinrich Franck Berlin N., Brunnenstrabe 185. Havanna-Deck 200 Pf. schueeweister Brand, prima Farben, Bollbl., seine Dcckkraft. 56622� Zok-7sdsk Lumstra-Seeken Abfall d. Kl a Pfd. 1.00 i sehr billig, Berlin O., Magazinstr. 14. Flor de Borneo, große, vorzügliche Zigarre, moderne Form, licscrl 300 St. 10,80 M. srnnko Nachnahme. Zigarren- salirik Bremer Schlüsiel, Bremen IV. ?sul 7öbs. Schneidermeister s Achtung! Gewerkschaften, Vereine! Durch Verlängerung unfcvcS Vertrages ans mehrere Jahre hinaus sind wir wieder in der Lage, Bestellungen ans unsere Lokali- täten entgegenzunehmen. 569' Wir empschlcli daher für jetzt und zur bevorstehenden Saison groste und kleine Säle mit und ohne Dheaterbiihiie und hj Bereiiisziniiiirr. Zu Sommcrfcfte»: 4000 Personen fassenden schalligeu Naturgarlen(für Vereine auch Lasseeküche); Saal mit Nebenräumen und Hallen ebenfalls 1000 Personen fassend.— An allen Oslerjeier tagen ist»öch ein Saal, 450 Personen fassend, für Vereine frei. firminhflÜPtl" nebrlider Siemz, „NIIIIMIIlnllcll, jionimaniiaiitenslr. 20. (OrtsTerwaltnng Berlin.) Dircksenstr. 39 I. Amt III.>813 Das Lokal (1(Inhaber: Gastwirt Cranz) Frankfurten Allee 151/152 ist für organisierte Gastsvirts• Geliülfen wegen eitfikfiiumrg des kollfiilefcn Jlrbfiteneiiiiefiffg Verbandes gesperrt. Die seitens des Ausschusses der Berliner Gewerkschafiskommissio» angebahnte Einigung ist, wie bereits im„Vorwärts" berichtet wurde, gescheitert."HW 1�1 r? Mit diesem ersuchen wir alle Vorstände und Komitee?, I'1-�» soweit sie bei Herrn Cranz Bersammlimgen und Vergnügungen abgemacht haben, uns gefl. ihre Adressen anzugeben. damit wir in der Lage sind, über die Ursachen der Sperre die notwendige Aufklärung zu geben. 287(2 I. A.: F. Braun. Orts-Krankenkass e des Maurergewerbes. Das kSLSSNlobsl, HolLMNrWstr. 48a, bleib! wegen Umzug den 8. Februar er. gefchlossem Vom 9. Februar ab besindet sich dasselbe Sophienstr. 6, rechts III. Hol. 2397B* Der Vorftand. Partei- Speditionen: Berlin Zivcltcr Walilkvcl«: Hermami Werne r, Mitlenwalder- strasie 30, v. part.— Dritter Wubl kreis: et. Fritz, Prinzenstr. A, Hos rechts Part.— Vierter Wahlkreis O.: Robert W e n g e l S, Fraiiksurlcr Allee 79.—«D.: Paul Böhm, Lansitzcrplatz l4/I5 (Laden). Fitnkter Wahlkreis: Leo Zucht, Keibelftrasic 42 (Laden).— Sechster Wulilkrcis(Boabit): Karl A n d c r S, Jalzwedclcrstr. 8. im Laden.— WedNinge Karl W eiste. Wiesen- sfraste 44/42.— kioseii tlurler und Drunienbui'ger Vorstadt: Hermann Raschle, Zlckerslr. 36, Eingang AiiNamcrslr,— Gesiiiid- bruniien: F. Trapp, Rügcncrslr. 24, vorn pari, links.—(Bchöa- hauser Vorstadt: Karl M a r S, Lychcncrstr. 123.— Alt- taiienioke: Reinhold Schulz. Rudowcrstr. 83.— Qliarlotteaburg: Gustav Schar» b er g, Sesenbeimerstr. 4. Ecke Koelhestr., v. 4.— Wiiaiors- «ioi-f: Georg Frese, Berlin erftr 46, Laden.— I.ichteaberg, Friedrlchsfelde. Wilheimsberg, Boxbagcn, Stralau, und Kiiminelsbiirg: Cito S e i k c l, 0. 442, Kronprinzenslr. 50, i. — Griinnu: H. B! n h m c, Vikloriaflr. 2.— Et ix dorr: M. Heinrich, Prinz Handjenistraste 7, n» Laden.— Grbmargen- dork: Gustav Kamins kh, Cunvstrastc 2.— lSebiineborg: Wilhelm B ä u m l« r. Marlin Lutderstr. 54, im Laden.— 1'empeibof: M. Müller, Berlinersw. 44/42.— Ohcv- Kriiönen cide: Julius©vunom, Edisvnstr. 40, I.— fVieder» Sirbbaeu eide: BonakvlvSky, Hassclwerderslr. l ä.—»Lobaaais- tbal: Franz H ü n o l d, BiSmarckstr. 7.— Adlcrsiiof: Erich Steuer, Rounftf. 8, I— Königs Wusterhausea; Friedrich SS an mann, Luckenwalderstr. 4b.- Köpenick: Friedrich W v i ck, Grnuftr. 4.— Friedenau-hitegiit«: H. Berns de, Schlostslr. 115, Gartenhaus I, in Sieglitz. Bestellungen nehmen entgegen in Steglitz: H. Mohr, Düppclstraste 8, und Fr. S ch c t l h a i e. Ahornstraste 15a.— Rarleu- dorf: Herina»» Rcichardt, Chausseestrage 16.— Bauaisebulen- neg: Stock. Eruststr. 2,[f.— Treptow: R. Voigt, Elseustr. 37, vorn III i.—\eii- WciUenuee: 43. Rcätc, Tedanstr. 105, part. — Reinickendorf- llst, Wilheimsriili und Mcliöa- lio(/.: P. G u r I ch, Provinzstraste 108,11.— Tegel, Korsig- nalde, Wittenma, Waidmaansluat, ElenasdoiT und lleiaickcndoi-r- W'est: Paul N i e n a st, Borsigwalde, Schubart- sirnste 43.— Hankow-Vlederscliöaliaiisei.* G. F r e i w a l d 1, Florasir. 66.— Kiehwaidc. nSeuttaea. Iiiersdorf und ilnakcls Ablage; Alfons G r ä tz, Eichlvalde, Kronprmzenstr. 82, 1.— Teltow: Hermann Krüger, Neuestr. 2.— Aowawes: Wilhelm I a p p e, F-ricdrichstr. 4.— tzipaaöa»: Köppeu, Jagowstr. 9. Austcrdem ist sämlliche Parieiliteraiur sowie alle wifseiischafllichcn Werke dort zu haben. Wevdeß» �ttserute sÜV den„Vorwärts" entgegengeuomiueu» UtBT Ritte aussr Ii Oelde»"9BS18 Qafe�eyer Dresdener- Strafle 128/29. Kaffee IOii. 15, Bier, hell n. dun!., lOPf. ca. 50 Zeitungen; 2 Billards Kid. 40 Pf. Zahlstelle der Freien Volksbühne.* htcBn, Rute 5 Bu. an Baustellen, herrliche Lage am eign. Wald, gutes Land, bequeme An» und Abzahlung, groste Zulmist, verlaust Richter, Rehsclde(Oslbahn), täglich am Bahnhof. 671. /lchtueg!!! Ausschneiden!!! kleinste Wecbenigten. lidl!« WM Standuhren, Freischwinger. Regiilateur«, Broschen, Singe, Kette», Stöcke, echte Menzenhauer Zithern, Flionogrnphen Pialtensprechmaschinen, Polyphons, Harmonikas, Mandolinen, Geigen etc. Verkauf von Platten, echten Edison- und pa. 1 Bk.- Walzen. Juhre& König V/arschauersfr. 72(nahe Bahnhof) und ReinickendorferstraSs 57(nahe Bahnhof Wedding). ölL* Ausnahmepreise PreißelbeerensKompott oa. 28 Pfd.-Eimer 25 Pfg. a Rd. „ 10„ n" 27 5„ 28 inkl. Eimer brutto für netto. MelangesMarmelade e». 25 Rd- Eimer 1 7 Pfg. a Pfd. »10„ 19 » s..„ 20 inkl. Eimer brutto für netto. Erbältlicb in unseren 400 Niederlagen in Berlin und Vororten. Hermann Meyer& Co. Berlin, WattsfraBe 11/12. ücrkauf nicht an Wiederverkäufer. ßoweit der Vorrat reicht. Wir veranstalten aiese Woche in allen Abteilungen einen 'kaM| yon§0 Pfemniiii Die Ausgabe der Rabattmarken bleibt bestehen. Die annoncierten Artikel stellen nur einen kleinen Auszug aus einzelnen Abteilungen dar, an jedem Lager sind eine grosse Auswahl von 90 Pfennig-Artikeln vorhanden. Wir machen noch ganz besonders auf unsere Schaufenster-Dekoration aufmerksam. Don Donnerstag den 1. Februar bis Mittwoch den 7. Februar 1 Damen-Hemd?rieL-llkorm oS.Xcd5eI»<:dliiöZ 1 Damen-Jacke vel5, V»redevä oSer Dimiti 1 Damen-Beinkleid Koie- oder iaogcs r»con 1 Damen-ROCk vei« Barcbend m, Langnetten 1 Barchend-Unterrock rosa m-unguetten 1 Kissenbezug w. Einsatz, vorsokled. Sprüche 1 Kaffee-Decke In sohsnen»lnstem 1 Rrottier-Handtuch 2 Stuben- od. 3 Kllch.-Handtllcher 12 Wischtücher 3 TiSChservietten vreU oder Jacquard 1 RolltUCh mit Bordüre 2 Mtr. Barchend 3„ Louisianatuch(Abschnitt) 3„ Hemdentuch(Abschnitt) 3„ Hemdenbarchend in slreuea�' 2 Tändelschürzen weiea oder karbl« 1 Kinderschürze schvarz oder karblg 1 Reformschürze 1 Hausschürze mit Volant nnd Tasche 1 Hausschürze ,nit AchotÄrreifti,lf"bi8 3 Paar Damen-Strümpfe 1„ Damen-Strümpfei�SÄe 2„ Damen-StrümpfeftrbiggJriSjSit 3„ Herrensocken wintenMiitu 5 Corset�choner 1 Herren-Hemd Nomairaco» 1 Herren-Beinkleid Nomaixaco« 1 Barchend-Beinkleid m Damen 2 Damen-Unterjacken.Bome woiie« 1 Taillen-Tuch schottisch gemustert 1 Paar Damen-Filzpantoffel 1 Paar Damen-Filzschuhe 1 Paar Herren-Filzpantoffel 1 Paar Kinder-Filzschuhe 2 paar Damen-Qlacö-Handsch. 2 Paar farbige Damen-Handschuhe mit Druckknopf 1 Dam e n-Kleid errock d,1DkIer'8SSkti5Cher 1 Damen-BIUSe verschiedene Stoffe ü.«nster 1 Damen-Unterrook Mit Volant und Besät, 1 Damen-Unterrook 1 KinderkIeidchen''"M°�»e� 1 Batist-Untertaille 1 Pelz-Collier 1 Meter Kostüm-Stoff ea.«viioem 1 Meter Zi bei ine-Stoff bim-grün kauert 1 Meter Cheviotreine Wolle, diverse Farben 1 Meter Blusen-Sammet 1 Coupon Velour ode�eiÄ'dSfi.id 1 Paradehandtuch vor%l„Ächelohe,a V/2 Mtr. Läuferstoffe verschiedene hlnst« 1 Leitungsschoner i«atm| ö Augusta zusaam. 1 Lam penputztasche qq 1 Topflappentasche J,eic'"ieM 1 Tischläufer relchem t Küchentischdecke«�«1» garniert 1Tioz*l-i/-loz«l/o oa» 60, cm, vorgezeichnet mit I IbOnaeCKe reichem Durchbruch 1 Wäschebeutel reich garniert, vorgezeichnet 1 BeStecktaSChe für I! Paar, vorgezeichnet 1 Kissenbezug Mit Volant, vorgezeichnet 1 Journalmappe mit reicher Bandgarnitur 1 Bürstenkorb mit reicher Bandgarnitur 1 StaubtUChkOrb mit reicher Bandgarnitnr 1 Papierkorb 1 Chiffon-Jabot modernes Facon 1 Kragen- nnd Manschetten-Garnii 1 Meter Unterrock-Volant epuÄln., 1 Straussfeder-Fächer und\ 1 Fächerhalter( v? U Pf. 6 Stickerei-Einhefte-Kragen 1 Spachtel-Kragen u nabschen Hustem 3 gestickte Tüll-Kravatten 4 Gitterschleier mit Tupfen 1 Palme präpariert 1 V aS6 mit hübschem Bounuet 1 Makartbouquet oder 1 Rosentopf 2 Stilleben als Waoddekoration 6 Goldbandtassen m. Untertassen 1 Kaffeeservice£™uÄ7ndl"q�T aus I Kanne, 1 Milchtopf, 3 Tassen, I Zuckersch. J i/ U Pf. 1 ESS-SerViCe für Kinder. Porzellan, 4 teillg 1 Com pOttSatZ Porzellan, dekoriert 7 teillg 1 Satz Milchtöpfe Porzellan, 6 teilig 1 Likörservice dekoriert mit Tablett 1 Glas-Compottsatz l 1 grosse Schüssel, 8 Teller J 90'� 1 Käseglocke, 1 Butter- 1 �»nme» dose, 1 Zuckerschale I 90" 1 Satz Glas-Compotieren 1 Bierservice 1 Kanne, S Gläser 6 Majolika-Dessertteller 1 Waschgarnitur steiug 1 Satz Salatieren satz 6 stacs 12 Gambrinusbecher 1 Besen mit Stiel j««ammen 1 Handfeger| 90pt 1 Strassenbesen mit Stiel 1 Teppichklopfer 1 Möbelbürste 1 Teppichhandfeger 1 Brodbüchse 1 Petroleumkanne m. suter 1 Kohleneimer. 1 KohlenSChippe I zusammen 1 Feuerhaken j 20n 1 Ringständer J 1 Tablet mltElnlage ruBammeo 90 Pf. 90 n rusammen 90 Pf. 1 Waschständer mit Schüssel und Solfennapf 1 Emaille-Eimer 1 Scheuertuch 1 Scheuerbürste 1 Emaille-Wasserkessel] 1 Emaille-Sieb j 6 Vorratsbüchsen 1 Kleiderbürste, 1 Kopf- 1 bürste, 1 Hutbürste I 6 Esslöffel, 6 Teelöffel} a«e,90pt 6 Tischmesser 1 Waschleine 1 Nudelrolle, 1 Fleischklopfer, 1 Reibekeule, 1 Messerputzbrett, 1 Frühstücksbrett und 2 Fleischbretter 1 Tischlampe mitEisenfu« 1 Küchenlampe 10'" 3 Glühstrümpfe j zu,amm-» 6 Cylinder( 90 Pf. 3 Selbstzünder 1 Flasche„Halb und Halb'* aQBamiiec 90 pt Getreidekümmel Stonsdorfer Dose Bismarkheringe] zusammen Bratheringe i 90 pi Franz. Oelsardinen Gemischtes Gemüse Stangen-Spargel Pflaumen 5 Pfund ff. gemahlenen Zucker 1„ Cacao Vi Vi tt 11 11 11 'Ii 1 Kaffee znsammca OOk ls diversen Oerflcbeu 1 zusammen I 90pl tUHammea 12 Pack Seifenpulver 10 Stück Haus-Seifen 12„ Toilette-Seifen 1 Kammgarnitur enthaltend Frisier-, Toupier, Staub- u. Taschenkamm 1 Closettpapierhalter mit l"qJ? Papier, Licht und Lichtmanschette J üUPf. 1 Schwamm netz mit Schwamm u. HandbOrato 1 Fl. Bartbinden-Wasser\ m Kamm nebst Bartbinden. Fl. Brillen tine) u U Pt 1 Butter-Menage«teiug 1 Bowle 1 Photographie-Album pia»oh 1 Leder-Handtasche mit Kette 1 Aufsatz mit Vase 1 Caces-Dose 1 Krümelschaufel mit Besen 1 Wandspruch Imitiert Brandmalerei 1 modernes Bild lm Äx59DcmElhmoa pt Ein grosser Posten moderner Xcdergürtel eleg. Ansetattung, in welas xl vielen mod. Farben, zum Aussuchen, Stück 90 PL Vi Dutzend Photographien U|| Visit- oder Prinzessformat, in kanatlerischer Ausführung 12 Paar Armblätter 12 Stück Taillenverschlüsse 3„ Gürtel-Faqons 12 Meter Besenborte 12 Dtz. Druckknöpfe mit rede« 1 gefüllter Nähkasten 12 Stück weissgestickte Monogramme 2 Stück Bettlitze und| zusammen 2 Garnituren Bettsenkel( 90 Pf. 12 Paar Spiral-Stiefel-Senkel 10 Knäul Häkelgarn 3 Paar Strumpfbänder mit scueuen 1 Paar eleg. Damenstrumpfhalter mit oder ohne Gurt 1 Console nnssbaam fournlert 2 Scheibenschleier mit stange u. Zubehör 1 1mitiert. Perser Vorleger mit Franzen 1 Plättdecke mit hübscher Bordüre 1 Spachtel-Tüll-Läufer 1 SophakiSSen mit Volant, hübsches Muster StoreS weiss oder eräme 2 Filztuch-Nähtischdecken betÄ 1 Linoleum-Vorleger ca.7o/«ocm 1 Wachstuch-Garnit abu"Th"h4l"Si,,,BL decke, I Eimerspinddeoke, 1 Spindstrel.en,) 00-,- I Wasscrleitungsschoner, 1 Tablettdecke j vk/Pf. 1 Plastron, 1 Regatte,,»usammeu I züs&amtn Pf. 1 Schleife 1 90 pl 1 farbiges Serviteur,dazu passende Manschetten; und 1 weisser Kragen J 2 Stickerei-Stehumlegekrag. vi»«» 1 Matrosen-Mütze far �bÄ�oh« 1 Paar Hosenträger 1 Damen oderHerren-Regenschirm 12 SiLinon-Taschentüche�t 6 St.Buchstaben-Taschentücher 6 Stück Herren-Taschentücher bunt, gesäumt 1 Gorset OOrtel-Facon auf Fischbein 1 Gorset Emplrc-Faton, gras oder geblümt 1 GorSet halbhohes Facon, einfarbig oder geblümt 1 GorSettUCh mit Einsät» 1 Postkarten-Album o».««> Karte» S Rollen Butterbrodpapier 6„ Toilettepapier 1 Kochbuch vouGertrudeWiemaan, üluatrlert 1 Meter Engl. Satin in Vielen Farben 4 Rockfutter schwarz, grau 2 Cöperfutter 2„ Camlott 4„ Sammetstoss mit Borde i l/r>„kon.MriCQ 1BS blauem Cheviot oder irtnaoen riubedankeIk&riertem6toff Alter von ca. 3-8 Jabreu 1 Knaben-Bluse �ÄÄra? SÄ von ca. 3— 9 Jahren 1 Knaben-Tennis-Bluse Stoffe, für das Aller von ea. 3—9 Jahren CcranlrooTtli�erlnebafteut: HanS Weber. Berlin. Für den Inseratenteil vrrantw.: Th. Glücke, Berlin. DrucküTVcrlaa i BorwärtSVuchdruckcrci u. SStvIagSanftali Panl©««et Sc Co.. Berlin SW. Nr. 20. 23. Jahrgang. Z. Skilsge dcs.MmSrls" Knlim WKsM s™1" 4. Februar 1906. Theater. Deutsches Theater.„ O e d i p u s und die Sphinx". Tragödie in drei Aufzügen von Hugo v. Hoffmannsthal.— Datz ein Lyriker von dem eigeuarligen Gepräge Hoffmannsthals, der in seiner„Ballade de-Z äußeren Lebens" einen so neuen und so er- greifenden Ausdruck für das unausdenkbar Geheimnisvolle alles menscklichen Daseins gefunden, von den dunklen Schicksals- Verkettungen, den liefsinnigen Ideen und dem Stimmungsgehalt der alten griechischen Dedipusiage sich wahlverivandt angezogen fühlen mußte— daß ihn der Traum lockte, hier in großen Sym- bolen die ichwebenden Empfindungen seines eigenen Inneren auszü- sprechen, ist natürlich. Aber die gestaltende Krait hat nur für wenige Szenen ausgereicht. Nach einem kurzen verheißungsvollen Auftakt schlägt die Tragödie zum Schaustück um, in dem das malerisch De- koranve den Mangel seelischer llkotwcndigkeit und wahrhaft drama- tt scher Spannung verdecken soll. Als solch' ei» Schaustück lvurde das Werk in der farbenreichen glänzenden Instrumentierung der Reinhardtschen Bühne niit lauten Beifallsstürmen aufgenommen, als solch ein Schaustück wird es aber wohl bald auch wieder ver- gessen sein. Bier Stunden dauerte das Spiel, und dennoch brach das Drama weit vor dem entscheidenden Höhepunkt der Tragik, den uns Sophokles in seinem„König OedipnS" erleben läßt,»ritten in der Entwickelimg ab. Man sieht den fliehenden und aufsteigenden Oedipus, den Bernichter. der Sphinx, dem die Witwe des erschlagenen Thebanerkönig sich vermählt, den neuen vom Volk umjnbelten Herrscher, nicht den nach der Erfüllung des vorgeschriebenen Geschicks zerschmetterten. Und doch ist es dieser, der uns im Grund allein interessiert. Was kümmern uns seine Triumphe, seine inythischen Heldentaten? Wozu die breite und pomp- hafte Ausmalung dieses Stofflichen, da doch die ausgeschiedene Katastrophe allem anderen erst Licht und Schatten gibt. Die Aus- spinnung des Stoffes zu einer»rindestenS zwei Abende füllenden Trilogie, wie Hoffmannsthal sie planen soll, verrät am Ende doch nur das Unvermögen dramatischer Konzentration. Sein üppiger Wortreichtum, die Lnst an dem rhetorisch Schildernden, dehnt jede s-zene über ihr Maß, raubt ihm den Atem rüstigen Vorwärts- schreitens. Das beste schien der Dichter nur im ersten Bild zu geben. Da ist schicksalsschwere Gewitterstimmung, die langsam anschwellend in dumpfen Donnerschlägen sich entlädt. Dem Oedipus, der in Delphi aus priesterlichem Munde das grausige von den Göttern ihm be- stimmte Verhängnis erfahre», daß er den Vater töten, die Mutter freien werde, und verstört, ein einsamer Wanderer, durch die nächtlichen Wälder irrt, lauern die heimgesandten Diener an einem Hohlweg auf. Kniefällig bitten sie, er möge zu den königlichen Eltern nach Korinth zurückkehren. In hastigem Jähzorn treibt er sie fort; doch ein Alter, der schon den Knaben gewartet, weicht nicht von seiner«seite. Ihm enthüllt der Jüngling, aus der Starrheit erwachend, den ungeheuerlichen Spruch, der ihn ans ewig von der Heimat scheidet. Töne zarten, keuschesten Gefühls, hochfliegenden Stolzes, namenloser Angst vor den finsteren Mächten ererbten Blutes klingen in dem Geständnis ivunderbar zusammen. Hier entfaltet echt Hoffmannsthalsche Lyrik ihre Schwingen. Weinend scheidet der Alte, der Jüngling kinet nieder zum Gebet, und in seine fromm ergebenen Worte fallen aus dem Sturm- wind die Stimmen gestorbener Geschlechter, deren fluchbeladenes Los im Enkel weiter wirken soll. Der Beter wird zum Mörder. In Notwehr tötet er den Herold, der dem Wagen des Königs Laiös voraneilt, tötet er den König selbst. Er ahnt nicht, daß er in dem Unbekannten den eigenen Vater erschlagen, und begrüßt den Sieg gehobenen Herzens als Unterpfand von künftigen Ruhmestaten. Damit verschwindet OedipuS für lange Zeit vom Schauplatz. Was die zu einem ganzen Bilde ausgedehnte KreonSszene in dem Organismus des Stückes eigentlich bedeuten soll, bleibt unklar. Hoffmannsthal macht aus dein Schwager Lalos eine asiatische Despotenuatur mit grausam heimtückischem Instinkte,' ohnmächtig im Handeln, aber von wahnsinnigem Herrscherehrgeiz verzehrt. Sein Kreon wiegelt die Thcbaner auf, preßt aus sterbenden Magiern Prophezeiungen heraus, erdolcht Diener, weil die Haltung ihres Rückens ihm verdächtig scheint, und hat in seinem Hofstaat einen jungen Schwertträger, der sich aus purem Enthusias- mnS für den Herrn entleibt. Es wirkt das wie ein Ein- schiebsei aus einem Stücke von völlig anderer Stilart. Eindrucks- voller, obwohl gleichfalls durch Dehnungen stark beeinträchtigt, sind die Szenen zwischen den beiden Fronen im KünigSpalast. Laiös Mutter, die blinde, unbeugsame, erbarmungslose Antiope, klagt die milde Schwiegertochter mit harten Worten an, ihr Schoß sei un- fruchtbar geblieben, durch ihre Schuld der Thron des Laiös verwaist. Von Jokastens Lippen ringt sich das Geheimnis los, daß der König, ihr Gemahl, den Knaben, den sie ihm einst gebore», gewarnt durch ein: düstere Prophezeiung, habe aussetzen lassen. Die Wunden ihres Mutterherzens brechen wieder auf. Antiope aber verkündet in Plötz- licher Vision das Nahen eines neuen FreierS, der das Geschlecht des Laiös weiterpflanzen werde. Vor den Toren der Königsburg hat sich murrend die Menge geschart, einen Fürsten begehrend, der das Volk von der Sphinx erlöse. Sie rufen Kreons Namen. Aber dann tritt Oedipus der Fremdling als der vom blinden Seher verheißene Held und Retter unter sie! ihm soll die Krone und die Königin gehören, wenn er das Ungetüm bezwingt. Der bewegte Aufbau dieser Massenszenen war eine Meister- leistung der Regie. Kreon begleitet den Fremden zur Bergzinne der Sphinx; er will den Oedipus, der nach vollbrachter Tat in der Erinnerung an den alten Fluch zusammenschauernd, für sich den Untergang herbeisehnt, töten. Doch der Arm versagt. So voll- endet sich der Spruch des Orakels... Die Königin, gefolgt von ihrem Volke, schreitet dein Sohne als Braut entgegen: Reinen Herzens, durch tiefen Zauber zu einander hingezogen, knüpfen sie den unheilvollen Bund. Der großartigen Inszenierung entsprach nicht überall eine gleichmäßige Rundung der schauspielerischen Einzelleistungcn. Es lvurde vielsach so laut geschrien und so leis geflüstert, daß ganze Sätze des Textes unverständlich blieben. Sehr eindrucks- voll, vor allem in dem ersten Akte, war Kaißler in der Gestalt des jungen Oedipus und Agnes Sorma als still- leidende Fokaste. Imposant verkörperte Adele Sandrock das Gegenbild, die hochragende blinde Königsinutter des LaiöS. M o i s f i brachte die schleichende Ranbtiernatur Kreons in scharf charakteristischen Wendungen zum Ausdruck. ckt, Huö der fraucnbewegimg. Rixdorf. Am ivkittwoch, den 7. Februar er., abends 8Vz Uhr, hält der Verein gewerblich tätiger Frauen und Mädchen seine Mit- gliederversammluug bei Thiel, Bergstr. 1öl/l52, ab, in welcher Herr Dr. Silberstcin einen Vortrag über„Schulhygiene" hält. Gäste willkommen. Recht zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Steglitz. Am Montag, den 29. Januar, tagte in Steglitz bei Schellhase, Ahornstr. 15, eine sehr gut besuchte Frauenversammlung. Genosse Heinrich Schulz aus Bremen sprach über„Erziehung und Sozialismus". Dem mit großem Beifall aufgenommenen Vortrog folgte eine kurze Diskussion. Als Vertrauensperson für Steglitz- Friedenau wurde Frau Helene Dräger- Steglitz, Ahornstr. lös, gewählt. Die Kreisvertrauensperson ermahnte die Anwesenden, kräftig nntzuarbeiten, die nengewählte Vertrauensperson in ihrer Agitations- arbeit zu unterstützen und zahlreich die„Gleichheit" zu lesen. Die Versammlung schloß mit einem brausenden Hoch auf die internationalv völkerbefreiende Sozialdemokratie. Heimarbeiterinnen der Wäsche-, Krawatten-,'Schürzen-, Korsett-, Blusen- und Negligebranchel Montag, den 5. Februar er., abends 8 Nhr, findet eine Zusammenkunft bei Paul Ströhn, Reinickendorferstr. 23, statt. Die Parteigenossen werden gebeten, ihre Frauen und Töchter auf diese Zusammenkunft aufmerksam zu machen. Einen zahlreichen Besuch erwartet Die Sektionsleitung des Verbandes der Wäsche- und Krawattenarbcitcr. Arbeiter-Samariter-Kölonne. Montag t. Ülbteiluiig Drcsdener- siraße 45, Herr Dr. Ratkowski; Donnerstag 3. Abteilung in Schöneberg be! Obst, Meiningerstr. 8, Vortrag über Vergiftungen. Nachher praktische Hebungen. Neue Mitglieder können jederzeit eintreten. Gäste haben ein« maligen freien Zutritt. Lese- und Diskutierklnb„Moabit". Montag, den S. Februar bei Bachstein. Salzwedelersw. 16: Außerordentliche Generalsitznnz. Das Erscheinen- aller Mitglieder ist erjorderlich. Vermischtes. Der poetische Zugführer. Der bayerische„Eisenbahner" teilt einige Proben der Dichtkunst eines Zugführers mit. die der Wieder- gäbe wert erscheine». Äks Führer eines Güterzuges meldet in seinem Fahrbericht der Dichter auf dem Flügelrad: „Eingeladen in den Wagen acht 2070 Kilo schwere Eisenfracht." Zugverspätung meldet er: „Versäumt ab München vor dem Sperrsignal Wegen hoher Tonnen- und Achsenzahl." Ein schadhaftes Packwagendach besingt er: „Voll Flecken sind Papier und der Fahrbericht, Weil das Wagendach nicht wasserdicht." Eine Fahrkontrolle meldet er mit folgenden Worten: „Es fuhr im Zuge zur Kontrolle mit: Ein Direktionsassessor Namens Schmitt." Von einen, Leichentransport sagt er: „Es fährt der Zug zun, Aschenreiche Von Reichenhau nach Gotha eine Leiche." Die Dichtkunst sollte dem Zugflihrer nicht gut bekommen: Die Direktion München verbot ihm. in Fahrberichten poetische Ergüsse zu liefern, und nahm ihn vorläufig in 1 M. Ordnungsstrafe. ßrlefharun der Redahtfon. C. A. 100. Melden Sie sich bei der Oberposidireklion.-v „3 Wettende." 1. Ist jedensallS dem Spruch des jüngsten Gerichics nachgebildet, welcher lautet: Die Schafe zur Rechten, die Böcke zur Linken. 2. Beides gesverr?. Singer Nähmaschinen. Ginfache Handhabung: 56682* Graste Haltbarkeit! Hohe Arbeitsleistung! Weltausstellung rifon/i Dt-J-v Weltausstellung Paris 1900: vjranu ITIX s,. L0U|S 1904> Unentgeltlicher Unterricht, auch in moderner Knuftstickcrei. Glektromotore für Nähmaschinenbetrteb. Singer Co. JSsabmaecbimn Hct.6ee. Berlin W., Leipzigerstr. 92. Filialen in allen Stadtteilen BREUER5 Pestsäle ,Zur KönigsbanU' Gr. Frankfurterstr. 117. X Jnh- Curt Breuer. X ümt Vlla, 8142. Den geehrten Gewerkschasten, Vereinen, Klubs cinpjehle ich meine Gesamt- räume zur Abhaltung von Lersammlungen und Festlichkeiten jeder Art zu den kulantesten Bedingungen. Um recht regen Zuspruch bittet Our! Breuer, Gastwirt. 7üUe Sein Zeit mit neuen Gänfefederu! Ungerissen mit allen Daunen von 1,30 M. an „ gleich süllfertig„ 1,75,„ Gerissene Federn..„ 2,00„„ Reelle Bedienung! Umtausch gestattet t Paul Paegelow, Bettfedern-GroU handlang Wriczen, Cbcrbvuch. Meine Sprechstunden habe ich von Wilhelmstr. 30/31 nach Wilhelniatraße 143 8-9, 5-6 verlegt, 2371o Orthopädisch- chirurgisches Institut und Röntgenlaboratoriura befinden sich Königgratzerstr. 94, Gartenhaus part. Dp. J. Perl, Spezialarzt für Chirurgie und Orthopädie. \. Brauerei F. Happoldt Berlin S. Hasenheide§2-38 empfiehlt ihr Lasers Münchners TipsTops in Flaschen und Ciehmden. Telephon: Amt IV. Xd. 9115. 56331.* Bier ygraMrYg�tXXXXXXXXXXXZXXXXXXXXXXXXXXXXZXXXXXXXXXXXXXXTT« a Diese Woche Ball- und Braut-Seiden sowie Seiden und Samte jeder Art stelle nach beendeter Inventur sum direkten Verkauf an Private. Darunter: Reine Seiden tür Ball- und Gesellschafts-Roben, jetzt 1,25, 1,75, 2,20 etc. Reine Seiden für Brillit- und Hochzeits- Roben, jetzt 1,00, 1,26, 1,75 etc. Apart« Louisines ä iour und Chinö. Seiden für Blusen und Jupons, jetzt 1,25, 1.75, 2,50 etc. Schwere Damast-Futtei-Seidon. jetzt 1,50� Ein Poeten prima Kleider-Samte, jetzt 1,25, 1,50. 1,75 etc. Gestreifte Velours für Blusen anstatt 1,75 jetzt 95 Pf. Reinseidene»chw. DamastrJIerveilleux etc. 15,00, 20, Oft 25,00, 30,00 p. Robe. Masken-Seiden 0,60, 0,75 etc. C». 1000 Mtr. sobw. Seiden-Grenadines, 110 cm breit, für elegante Geaellschafts-Eoben, anstatt ca. 6,00 jetzt 3,85. 84/16 Muster franko. Adresse genau beachten. Seiden-Engros-Haus Herinann Herzog, tu.f ß oteÄt I0, Telcgi-iuuiu-Adresse: Scldeu-Hcrzvs. Der Aufsehen erregende Sonder-Verkauf endet Montag, den 5. Februar. Trotz grossen Käufer* An* dranges noch viele Hunderte Anzüge, Hosen und Westen zu teilweise bis unter die Hälfte herab' gesetzten, beispiellos billigen Preisen. Sohn Cbausseeslraße 24a/25« 11 Briiekenstraße 11 Große Frankfurterstraße 20. Dienstag, den 6. Februar, 8 Uhr abends Heffentllclie f rötest'Versammlunaen. Tages-Ordnung: . 1. Kebensmittel- Uertenernng und Stenervorlageu im Reichstage. 2. Disluisfion. I. Wahlkreis: Armin-Hallett» Kommandantenstr. 20. „ Spree-Hallett, Kirchstr. 13. II. Wahlkreis: Hofjägev-Vala� Hasenheide 62/53. „ Ziihlkes Salon, Dennewitzstr. 13. III. Wahlkreis: GewerKschaffsHans, Engel-Ufer 15. BV. Wahlkreis: Sanssonci, Kottbuserstr. 4a. Granmann, Naunynstr. 27. Keller, Koppenstr. 29. Koeker, Weberstr. 17. ,, Kitfin, Memelerstr. 67. V. Wahlkreis: Altes Schntzenl/aus, Linienstr. 5. VI. Wahlkreis: Kerolina-Siile, Schönhauser Allee 28. 99 99 99 VI. Wahlkreis: Wernau, Schwedterstr. 23/24. 99 Hensel, Jnvalidenstr. 1a. „ Wedelnnd(Schirm), Badstr. 19. „ Kösliner Kof, Köslinerstr. 8. „ Mill»rodt, Müllerstr. 7. „ Moabiter Gesell fchastshaus» Wiclefftr. 24. Rixilerf: Hoppes Festsäle, Hermannstr. 49. eharlettenhurg: Uolkshans, Rofinenstr. 3. Tchoneherg: Gbsts Festsäle, Meiningerstr. 8. Pankow: Rorzykr, Kreuzstr. 3/4. Oher-Schöneweide: Schloßpark Wilhelminenhof. Lichtenberg: Göhrsch, Kronpriuzengllrteu, Frankfurter Chaussee 86. Referenten sind die Neichstags-Abgeordneten resp. Stadtverordneten Genossen: Mreedl, Sorgmsno. Lberl, Riettönl Fischer, Fräßdorf, Dr. Cradnauer, Glocke, Grenz, Herberl, Kühn, Ledebour, Liebknecht, Lipinski, Molkenbuhr, Hitschke, Pens, Sassenbaeh, Roberl Schmidt, Schöpflin, Siudermann, Stadtbagen, Siidekum, Dr. Wey], Zubeil. Das Erscheinen aller Genossen und Genossinnen ist Pflicht! Ter 3lktio»S-Slusschuft. Mlung! jW SLiQ tchlung! und alle Im Berufe beschäftigten Personen. Montlig, 5.|f lirifnr, lilitnds 8'/-|(Ijr, im Geivtriischlistshinise, Engettifer 15. Ziuil 4: VsrsÄMmIunx.""WH Tages-Ordnung: Wahl der Gehülfenbeisitzer zum Jnnuxi�sschicdsgericht und Stellvertreter für das m/s Jahr 100«. Zur Teilnahme an den Wahlen ist nur berechtigt, wer das 23. Lebensjahr vollendet hat. Der Gehiilfeiiansschnsi. I. Si.: Wilhelm Wendel, Altgehülse, Krcuzbergstr. 31. Verein für Tranen und Jfiädehen der Arbeiterklasse. Montag, den S.Februar 1906, abends 8'/- Uhr, bei Buggenhagen, am Moritzplatz: Vortrag des Abgeordneten 13. Hornstein über:„Die materialistische Geschichtsausfajsnng und das moderne Geschlechtsleden.� S�T" Gäste willkommen. l>er V«r«t»»i»e. ! Am 18. Februar: iStlttaas.kv.t in den„.A.rin1i»Iu»Ilon". Billetts a 30 Pf. bei Jordan, 2übctfei'ftv. 43; Dentschniann, Zomboiferfti;. 11; Kalicke, Prinzenstr. 102; Klotzsch, Koppenstr. 81; KUhnemann, Müllerstr. 160.___ Vei'M teile ite» Ii». Haupt-Bureau: Engel-User 15, Zimnier 1—5. Fernsprecher: Amt IV, 9679. Arbeilsnachwels: Zimmer 34. Amt IV, 3353. Mittwoch, den 7. Februar, abends S'/a Uhr: Ungemeine Versammlung aller i» der Tarameter-Dranche tätigen Ardeiter l—. in den„Ai-uiinliallen'S Komiiiandanteilstr. 20... Tages-Ordnung: 111/t7 i.„Wie verbessern wir die Sohn* und �rbeiis-VerhaUnisse in unserer Branche." Referent: Kollege CtUiSCh6« 2. Diskussion. Zahlreichen Besuch erwarlet_ Die Ortsvcrwaltang. Lackierer. Mittwoch, den 7. Februar, abends 8'/, tthr, in vrtinel« W'e«ti>>i»Ie», Nene Friedrichstr. ZZ: VersÄMinlunx der 8ehtion der I�ack lerer der fiiiale Lerlin «ler Vereinigung der 1>1aier, Lackierer ufw. Tages-Ordnung: 1. DaS Bleimeisigesetz. Rcscrent: Kollege Job. Hoefs. 2. Die Ein- sührung der Arbeitslojenimlerstützung in unserer Vereinigung. Referent: Kollege P. Hille. 3. Verschiedenes. 107/2 Der wichtigen Tagesordnung wegen erwartet zahlreiches nnd pünktliches Erscheine» Ol« 8ektioii»Ieltanir. jlrbeiter-Sildungssebnle Berlin Sonntag, de» 4. d. M» abends 7 Ilhr. im GewerkschaftShaufe, Engel-llfer lä(Saal I): Dsrtrag des Genossen Freyer über Frnan. Nach dem Bortrage- GtlllÜttithtS§rillUI!II!tIlfeiIt II. Ttllll. Eintritt 20 Pf-, Garderobe frei. 4/6* Zentralverband taSehmiede. Zahlstelle Serlin. Bureau: Stralauerstr. 48. Telephon; Amt I 7779 Montag, den 5. Februar 1906, abends 8'/, Uhr: � Allgemeine Mitglieder-Versammlüng � in den„Armiiihalle»«, Kommaudanteiistr. SO. Tages-Ordnung: 176/4 1. Stellungnahme zur Generalversammlung. 2. Verschiedenes. Kollegen I Zu dieser wichtigen Versammlung erwarten wir vollzähligen Besuch.. JUT" Kein Kollege bnrf schien!"TW Mit Grusi Die Lrtsvcrwaltung. I. A.: W. Sisi-ing, C. 2, Stralauerstr. 48. 11 Montag, den 5. Februar, abends 81/, Uhr, bei firanmann, Naniiyiiftr. 27: Werkstatt-3elegierten- Versammlung. Tages-Ordnung: 1. Die letzten Vorgänge in unserem Berus. 2. Wertstaltangelegenheiten. Jede Werkstatt mutz vertreten sein. Sounabend, den 16. Februar, in Soknoxeldorx» Feststllen, Hasenheide 21: Großer Wiener Maskenball. Billetts sind in de» Zahlstellen sowie bei den Vorstandsmitgliedern zu haben. 141/3____ Ter Borstaud. Schnupfet„KlH*= Prise" Röster (D. R. G. M. 220 985) 204/5* in Flaschen und Pllckehen a 10 Pf.- zu haben in den Zigarrengeschäften. Qualitäls- Schnupftabak Kürschner! Mittwoch, den 7. Februar, abends 8 Uhr: Öffentliche Versammlung aller in der Kiirschlitr-Srailche besthäst. Albeitkr u. Arbeitemni'll im„Alten Schützenhause", Linienstr. 5. Tages-Ordnung: 1. Die Zlushebung des Koalitionsrechts durch den Hofkürschucr- meister Karl Salbach nud welche Stellung nehmen wir dazu? Referent: Kollege A. Hegge. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 102,4 Zahlreiches Erscheinen erwarten Oer Vorstand des Dentsehen Kürschner-Verb., Zahlstelle Berlin. I>er Vorstand des Verbandes der Kürschner Berlins n. IJiugcgcnd. Zuschneider aller Iranehen Berlins! DienStag, 6. Februar, abends 81/. Uhr. in Drüseis Feststtlen, Neue Friedrichstr. 35; Oeffentl. Versammlung. TagcS-Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Bitter. Sekretär der Berliner Gcwerkschasis. kommission, über: Die neuen Handelsverträge und die deutsche Konsektions- indnslrie. 2. Diskussto». 3. Verschiedenes.' 162/ 7 I» Anbetracht der wichtigen Dagesordnung werden die Zu- schneider aller Branche» gebeten, zahlreich und pünktlich zu er» scheinen. Der Finbernfer. Max Kliems Pestsäle, 57692* Hasenheide 13—15. Itdeu Sdinitng: Gr. Ball."WM "Sonnabend, den 24. u. 31. März sowie 7. April alle Säle frei. M WiSChtÜCher Halbleinen, la Qualität WiSChtÜCher Reinleinen, gesäumt Wischtücher ÄrÄsÄ 1, Disper mit Schrift Tischwäsche Drell-Tischtücher 95 pf, ps Drell-Servietten, Halbleinen, gesäumt 110X130 110x150 1S0X130 130x160 130 165 Dtz. 310 Jacquard-Tischtücher �30"g80 halbgebleicht, gesäumt I I<- Jacquard»Servietten, halbgebleicht, gesäumt Dtz. 390 Jacquard-Hausmacher-Tischtücher, 8esäu51t;a�iihrte 180x130 180x160 160X160 160 x 225 160 x 330 Servietten 190 g45 290 4°° 640 Dtz. 575 Reinleinen Jacquard-Hausmacher-Tischtücher, 180X132 130x165 130 x 225 160 x 380 Servietten 2io 260 350 750 Dtz. 540 Reinleinen Jacquard-Tischtücher, 130x160 160x160 160x225 160x320 Servietten 350 46O ß25 025 Dtz g20 Kaffee» und Teegedecke � blaäitTsÄe1�arbi8 260 EipoTner einzelne Tischtücher rÄnnGHr�"- bedeutend unterm Preis S Gerslenkoin-Handliiclier Halbleinen mit bunter Kante A]g vorzügliche Qualität, Dtz. J Gerstenko n-Handlüciisr Halbleinen mit bunter Kante, vorzügliche Qualität, ges. 48/110 cm Dtz. 4' Miteln ülckilmMM sehr bewährte Qualität ä g 42/110 cm Dtz. 4" Stuben- Handtücher Zwirn-Drell, gediegene Qualität A|jj 48/115 u. 48/120 cm ges., Dtz. Q Friilistücks-Servletten Jacquard- Hausmacher glatt weiss, weiss mit farbig. Bordüre und farbig Dtz. 1' Leinenwaren Reinleinen �Ä'ÄÄ.en Mtr- 60 75 80«. Reinleinen tso cm breit utr. I45 l65 l'5 Bettlaken Hanetucb ca. 150/205 cm I65 Bettlaken Dowla» ca. 146/205 cm I00 Pa. Dowlas ca. 165|230 cm 240 Bettlaken L-dbi«we» 200 2i0 290 Bettlaken Eelnlelnen ca. 160|215 cm■ 310 Taschentücher Reinleinen, ge8äumt' kleiQen ÄÄ; � l90 Ufkiwl Avnzara gesäumt, mit kleinen Wobefehlern, feine«>75 iveimemcil, Qualitäten, Wert bis 6,50, mz-& Linontücher, ses,, mit kleinen Webefehlern, gute Qualität Dtz. 1"° Halbleinene Tücher, s-s., mit kleinen Webefeblem, Dtz, I90 210 Prima Linontücher, sssänmt. Dtz. I90 Reinleinen, Pa- mlt eingewebter bÄu"oS; 310 Damenwäsche Taschentücher Reinleinen p' mlt vm. 3« Engl. Batist mit ä lenr getickt. Dncbstaben tj, Dtz. 1 99 Linentücher mit gestickten Buchstaben'l- Dtz. 90 PL 1™ Reinleinen Batist»It HoUa.nmjnd�andge.tickten 2« Reinleinen mit bandgestiokt. blonogramm q, Dtz. 3" BeiJene gestickte Tücher w weisz und farbig s stock 2W Damenhemden, Haustuch mit Spitze Beinkleider mit Stickereivolant Waohtiarlron üi Sommer- und Winter-Stoffen, lldüll IJaUKcIl mit soliden Besätzen Damenhemden mit Languette RoinHoirlDr aus Eenforce mit Stickerei- DdIIIMuIuCI Volant, auch Knieform Nachtjacken in Croise mit Languette namonhomHon AchseUchluss mit hand- UamenilBmUeil, gestickter Passe, mit Languette 1 sowie mit Stickerei-Einsätzen verziert durchweg 20 r durchweg 150 1 durchweg 175 nomonhomrlon ausvorz«Wiehern Eenforce, UdlllullilölllUull Passe mit Madeira-Hand- Q25 stickerc/ und Handlanguette namonhomrlon aus Prima Louisianatuch mit uamennemoen Hohlnaht-Languette 190 Beinkleider VUS1 �®inem Reuforce, mit breitem Stickerei- 2�5 Beinkleider aus P®. Elsasser Croise, mit Handlanguette 2� Damen-Nachthemden CaEe,lforce' mit farbigem 280 Damen- Nachthemden unjegekkr�enJlbot und � 325 Damen-Nachthemden lÖtic�Ä1� 37ä 425 Nachtjacken StintesS688■ � und l75 l90 Damenhemden•" 2 2 190 025 050 Stickereien garniert, besonders preiswert| mit feinen Stickereien garniert Nachtjacken Frisiermäntel � farbigem Besatz ROCk" aUS �öf)erbarc'ien/z Uhr.— Im Luisen- Theater wird Sonntaguachinittag„Der Verschwender" gegeben, während am Abend „Ein Sominernachtstraum" zum 1. Male wiederholt wird. Donnerstag, den 8., gelangt neu einsiudtert„Die Anna Life" zur Aufführung.— Zentral-Theater(Operette). Am Sonntag wird nachm. 3 Uhr„Der Bettelstudent" mit Willi Grabitz und Oskar Braun. und abends 7'/ä Uhr„Der Vogelhändler" gegeben. Am Montag>md Mittwoch finden zwei Vorstellungen zu halben Preisen.statt und zwar am Montag„Die Geisha" mit Wim Grabitz und Oskar Braun, und am Mittwoch„Der Vogelhändler" mit Mia Werber. An den übrigen Tagen der Woche finden folgende Aufführungen statt: Dienstag:„Der Bettelstudent". Donnerstag:„OrpheuS in der Unterwelt", Freitag:„Mikado"; Soliuabeud 4 Uhr: „Prinzeßchen Goldtraut". 8 Uhr:„Der Bogelhändler"; Sonn- tag 3 Uhr:„Die Fledermaus", 7>/z Uhr:„Mikado".— Theater des Westens. Sonntag nachm. 3 Uhr. halbe Preise: „Die Zauberflöte". Abends 7>/, Uhr„Schützenliesel"; Fritz Werner a. G. Montag„Schützenliesel"; Fritz Werner a. G. Anfang 7>/, Uhr. Dienstag bei aufgehobenem Abonnement„Gastspiel Jsadorn Dnncan". Anfang 8 Uhr. Mittwoch„Die Zauberflöte". Anfang 7Vz Uhr. Donnerstag, zum 1. Male„Herr der Hann". Anfang 7>/z Uhr. Freitag, 16. Vorstellung im Freitags-Abonneinent,„Herr der Hann". Anfang 7>/„ Uhr. Sonnabend, nachm. 3 Uhr,, kleine Preise, „König Lear"."Abends 7'/z Uhr„Schiitzenliestl"; Fritz Werner a. G. Sonntag, nachm. 3 Uhr, halbe Preise,„Der Troubadour". Abends 7'/- Ahr„Schützenliesel"; Fritz Wenier als Gast. Montag„Undine". Anfaitg 7>/2 Uhr.— Apollo- Theater. Die Februar- Spezialitäten werden heute in der Familien- Nachmittagsvorstellung, die zn bedeutend ermäßigten Preisen stattfindet, auftreten. Außerdem wird„Berliner Luft", die heitere Burlesle von Jacobsen mit der Musik von Paul Lincke in Szene gehen. Der Anfang der Nachmittagsvorstellung ist 3 Uhr. In der Abendvorstellung mit ihrem großen Spezialitätenprogrannn iverden„Die Insel Tuligatan". Operette von Jacques Offenbach, und Im Grisetten-Kabarett", Pariser Nnchtbild, gegeben. Feuerwchrdericht. Gestern früh um 8 Uhr wurde die Feuer- wehr nach der Rcicheubergerstrahe_61 gerufen. Dort war ein Schornsteinfeger beim Fegen eines SchornstemS abgestürzt und Halle einen Beinbruch erlitten. Er hatte aber zmn Glück noch so viel Kraft und Geistesgegenwart besessen, sich am Dach festzuhalten, bis die Feuerlvehr erschien, die ihn vom Dache herunterholte und nach dem städttschen Krankenhause mn Urban brachte. Un, 9 Uhr brannte in der Alexanderstraße 16 ein Keller, in dem Kästen, Kartons, Stroh usw. lagerten, und in der Chausseestrahe 123 mußte ein Feuer gelöscht werden, das Kartons im sieller ergriffen hatte. Wegen eines Tischlereibrandes erfolgte ein Alarm nach der Noandcr- straße 40 und wegen eines Kellerbrandes nach der Charlotten- straße 20. In der Stralsunderstraße 6 brannten Fußböden, Balken usw.. in der Schäferstratze 9 ein Badezimmer, in der Hoch- meisterstraße 11 Regale. Kleider u. a. Ferner hatte die Feuerwehr in der Holzmarktstraße 2, Badstraße 60 und anderen Stellen zu tun. Berliner Marktpreise. Ans dem amtlichen Bericht der städtischen Marlthallen-DtreNüin. Rindfleisch 1» 62-65 pr. 100 Pfund, Ha 54-60, Uta 48-52, IVa 38-46. Kalbfleisch la 80-88, Ha 63-78, INa 53-63, tammelsleisch la 65—75, IIa 59-65. Schweinefleisch 67—77. Rotwild sund 0.35-0.48, Damwild 0.45-0.60. Hasen Stück 3,70— 3.80. Kaninchen Stück 0 95—1,10 Hühner pro Stück, alte 1.60-3,10. jim«- 1,25—1,50, do. Ha 0,00- 0,00. Tauben, junge 0,60-0,79, alle 0,50. Einen, junge S-3,60. Gänse pr. Psd. la 0,60-0,65, IIa 0,00-0,00, russische 0,40— 0,60 W. Schellsische 00-00 Unuder 13—18 W. pro 100 Psd. Hechte 118 M. Schlei«, groß 00,00 M.«ale. groß 00,00, mittel 00,00, Plötzen 61—62 M, Karpfen 0,00, Rhemlach» 000, Seelach» 20—25 pr.50Ko. Schottische Vollheringe(gesalzen) 40-44 R. Eier, Schock 4M. Butter pro ,00 Psund la 116-llS. Ha 112-116. lila 108—112, abfallende 00 00. Kartofseln pr. 100 Psd. rote 2,00-2,20, Rosen 0,00-000 blaue 0,00-0,00, runde weiße 1,80-2,00. Wirsingkohl pr. Schock 7 00-12,00. Weißkohl pr. 100 Psd. 2,75-3,25, RotkM pr. Schock 6.00-10,00, Holl. 14-16 R. Saure Gurten, Schock 2,00 M., Psessergnrtcn 2,00 M, Beginn des onder- lierkaufe der bei meiner||)yen}(|r diesjährigen znrUcbgesetzten Waren und besonderer Gelegenbeits- Partien Teppiche, Portieren, Gardinen etc zu beispiellos billigen Raumiinos- Preisen! ilob-Speziall EmilLefeyre B�n0ranienslr.l58. Inventur-Extraliste besonderer Gelegenheitsangebote gratis u. franko! Selten jjünslige� für Hotels, Pensionate etc. Dieser Inventar Verlrank findet nur ßitlttt&l jährlich bei mir stott. □ In dieser Woche sind wieder mehrere □ Braut- Ausstattungen gestickt and gewaschen, zur Besichtigung ausgestellt. Ferner kommen zur Auslage Neuheiten für das Frühjahr m Waschstoffen, Blusen, Unterröcken.... Gleichzeitig in einzelnen Abteilungen V orteilhafte Qelegenheits-Angebote: Tischwäsche, Morgenröcke, Unterröcke, Trikotagen, ältere Muster, zu wesentlich ermäßigten Preisen. F.V. Qrünfeld Landesbuter Leinen- und Gebild Weberei. Berlin W., Leipziger Straße 20/21, □ Vertreter erhalten zur ReName stabile halb- m NLirnGar., renaer für ff. Mi UM Schläuche Pedale 70 PI, Mi&l 1.75. Decken 2,20, 2,50 M., ZB 2,20, Lenk- 2,90, 3,50 M., UZ stanz. 1.50. 1.90 M., gesp. Räder 3,50 Rahm. 26 M., M., Ketten 1,10 M., Sättel 1,50 M., Motorwagen 500 M., neue Fahrräder von 89 M. an. Rlclisi-d Sauer, Küpper- sieg 11, B. Köln. 55852* von 55992* Carl Ernst, Köpenickerstr. 126, 1 Tr. Gröstte Auswahl! Billigste Preise! Vorzeigcr dieser Annonce erhält 10"f,, Prciscrniägig. �fipossaBetten�Mk? (Obertctt, Itr.ltrbttt, 2 ßüfen) mit doppcltgereinigtcn neuen SBctt* federn, dellere Beilen 15, 19, U Di f.; IVjfchL Betten 15, 20, 23, 29, 36 Mr. usw. Bersand geg. Nachnahme. Preis» liste. Proben, Verpackung kostenfrei. Gustav Lustig, L«rößt.Epezial-GefchäftDeuifchl. � Ohne Konkurrenz. Gelegen Heils» kaufe, spottbillig, von besten Vueli- Fabrik- Rosten Herren-Anzug oder Paletot nach Mast, neueste Muster, reimv. Stoffe, feinste Zut., 2 Anpr., für tadell. Sitz goldcncMcdaille. Ludwig Engel, Pmi.v lauerstr. 23 If, Alexandcrplap. 73/3* �Hygienische �mmb� BeäansartiÄei. lseuo8t.Is.atalo3 jn. Empfehl.viel- Aerzte u.Prol grat. u.ft B. Unger, Gumxniwarenlabrik Berlin NW.. Friodrichstrass� Deutsche Bierbrauerei A.=Q. (Gesamtabsatz 1904/05 unserer Interessengemeinschaft 415 1 1 4 Hektoliter) empfiehlt ihre aus bestem Malz und Hopfen hergestellten Biere 5636L* in Fässern und Flaschen. Adresse für Faßbier: Alt Roabit SO. Telephon: Amt II, 1615 u. 1616. Adresse für Flaschenbier: Kaiserin Angusta- Allee 15/16. Telephon: Amt II, 3066. R. Voigts„Krampenburg";; gegenüber von Schmöckwitz am Fasse der Müggelberge auf einer von herrlichen Waldungen umgebenen Halbinsel am Langen- und Teddin-Zee und der Grasten Krampe gelegen. Vereinen und Gesellschaften bestens empfohlen, 2 Dampfer- anlcgestcllen, 3 graste Säle, zirka 3000 Personen fassend, schöne Restauralionsräume, Veranden, Terrassen, 35 Rielcr hoher Aussichls- türm mit elektrischem Fahrstuhl. Kegelbahnen. Kasseeküchc, Ruderboote, prächtige Spielplätze im schönsten Hochwald, Volksbelustigungen aller Art stehen zur Versügung, gute Bewirtung(auch«cistbicrausschank) zu soliden Preisen.— Zwecks Abschlüsse sur Sommerpartien ersuche gröxcre Vereine, Fabriken usw. um baldigste Rücksprache in meinem Berliner Lokal R. Voigts Rittersäte, S,, Ritterftraste 73. «• Robert Voigt. H. Greifenhagen Nchf Brunnenstrasse 17-18. ☆ Veteranenstrasse 1-2. Äosiis Wir hatten Gelegenheit aus allerersten Fabriken grosse Mengen Leinen* und Baumwoilwaaren, Tischgedecke, Servietten, Taschentücher, Schürzen, Gardinen, Corsets, Tapisserie, Spitzen, Wäschestickereien etc. bedeutend unter Preis zu kaufen und stellen diese tadellosen Waarenposten zu besonders billigen Preisen für eine Woche zum Verkauf.— Auch einen grossen Posten Damen-Wäsche aus allerbesten Stoffen und Stickereien haben wir für diese Woehe selbst angefertigt.— Die Artikel sind in unseren Schaufenstern, mit Preisen versehen, übersichtlich ausgestellt Unter Anderem: ca. iooo Fenster engl. Tüll-Gardinen, weiss u. creme, Fenster 1.75, 2.75, 4.50 M. Em grosser Posten engl. Tüll-Stores 1.95, 2.75, 4.50m. Ein grosser Posten engl.Tüll-Gardinen, weiss u. creme, meterweise, Mtr. 20, 30, 45 Pt, Ein grosser Posten Kaffeedecken.. 1,95 M. Ein grosser Posten Damast-Hand- iücher......... V, vtz. 3.25 m. ca. 2000 stück Spachtel- u. Batist- Kragen...... 50, 05 Pf-, 1.10 m. Ein grosser PostenWäsche-Stickereien, Coupon i 4'/, Mtr....... 60 Pf-, 1.10 M. Mehrere Tausend Meter ValencienneS- Spitzen und Einsätze, Mtr. 12, 20 Pf. Ein grosser Posten Stuben-Hand- tÜCher, vorgezeichnet, mhDurchbruch 60, 95 Pf. Ein grosser Posten vorgezeichnete Läufer, mit Dorchbruch.. 05 Pf-, 1.35 M. ca. 3000 stück Corsets, halbhoch, Frack und Spiral.• 1,25, 1.75 M, Ein grosser Posten Schürzen, Tändel- und Wirtschaftsschürzen..,,, 90 Pf. Ein grosser Posten Damen-Wäsche, Hemden, Beinkleider, Jacken..... 1 ,65 M. sooDt*'T aschentücher, feinmercerisirt Batist m. Hohlsaum u. färb. Kante..'/, Lta- 1.10 M. la. Linon m. handgestickt. Buchstaben'/« Dtz- 7 5 Pf. Veilchenmuster. 1 Waggon Porzellan, Kaffeetassen.. Paar 13 Pf. (so lange Vorrath). 1 Waggon Steingut, weiss und bunt. Butterdosen..... 20 Pf Kaffeebecher.... 6u. 0pf. Teller, ifef u. flach. Vorratstonnen. 5 Pf. 1 Gewürztonnen 7 PL 20 pl{ Toilette-Eimer„"uge 1.50 m. Wersau dlmus Jacob Matz« Berlin, Alexanderplatz, gegenüber dem Bahnhof. Wieder neu eingetroöen Konzert- Phonograph mit extra grossem Aluminium- Trichter (wie Abbildung) nur IL 6.75 bisher M 10.60. Konzeit-Lyra-Plionosraph tadellos spielend nur K. 1.95 Dieser Apparat wird nur bei Entnahme ▼. 6 Walzen abgeg. Neuester Toiinrm-Plionosrapi) mit Walzenbehälter y in yc u. Geldern wnrf nur■*. Izilu« Jeder Apparat wird bereitwilligst umgetauscht und jede Reparatur in eigener Werkstatt billigst und schnellstens ausgeführt. Man versäume nicht, meine Schaufenster Alexanderplatz. IMrck- eenstraseie u. tirnuerstrasse zu besichttffen Nlsderlao der Original- Editon- Apparate und echten Edison- Gcldgusswalzen Detail-Ver- kant zu Original-Preisen. Permanentes Lag-er von Äo.OOO Walzen. />,■ aus r Auf ins Metropol", Neueste Schlager Strohwitwer- 0.Gauner-Dnett-. Neueste Aufnahmen"Ld8rohm«rnhe„r, ausserdem tetzende Aufnahmen aus dem Februar-Programm, als: rFrühlings-St5adohen"t �Schjvalbenwalzer-._0 Susann" Platten-Apparate von 7.75 I&üiistler-Wavlis Wulzen 38 Pt. Kellte Hartguss-Walzen 50 Pt, 0rchester*tück3, Gesänge, Sprachwalzen eto Platten- Sprechmaschine-»it s gro»S8n Konzert-Platten®�lsonjE Tftnoi-m Annnrot prima Werk und Schalldose(genau wie Abbild.), mit grossem I Onarm-Mpparai, Tonarm, jetzt nur SS M.(bisher 50.-J. Besser© Apparate in jeder Preislage bis 60 0/0©rmftssigt, Zonophon-Platten, klein, die neuesten Aufnahmen, nur 75 Pü. Grosse Konzert-Platten, Uo"rti 25 � BOlaDB' � z u. 95 Pf. Günstigste Bezugsquelle für Wiederverkänfer auch in Edison-Fabrikaten. f«04ia Das C�cschütt Ist feiunntags bis S Uhr gredßnet« New-Departure-Freilauf-Bremsnabe Die beste der Welt In jeder besseren FahrraUh an dlung erhältlich. Millionen im Gebrauch MkS Jos. Qremmer's V)we. Landshut, Bayern. Erste und älteste Brasiltabakfabrik Braailachnupftabak per Pfd. Mk. 170, Mk. 1.60 und Mk. 1.30. Von 0 Pfd. an franco. Staniol-Packete zum 10 Pfg.- und 5 Pfg.-Verkau* «ST Bde und vonheiibaflcste Bczugsauclle.-MG 87/15 Reinseidene Chine-Bluse 10.°° Inventur-Verkauf mehrerer hundert seidener Blusen direkt an Private. Darunter: Reinseidene Blusen in aparten Streifen und effektvollen Chines jetzt 10,00, 12,00, 15,00 etc., schicke Theater- und Gesellschafts- Blasen jeder Art jetzt 15,00, 17,50, 20,00 eto. Schwarze Seiden-Blusen in nur soliden Geweben jetzt 9,00, 12,00 15,00 etc. Vornehme Samt- Blusen 10,00, 12,00, 15,00 etc. Sämtliche Blusen sind ganz auf Futter gearbeitet Aenderungen sofort. Maß-Anfertigung schnellstens. Adresse genau beachten. Sonntags geöffnet. Seide n-E n g r o s-H aus Hermann Herzog, Berlin, jetzt nur Leipzigerstr. 79, 1 Tr., am Dönhoffplatz. Telegr.-Adresse: Seiden-Herzog. 9! e l d) e 1*3.cht»»aarisch«» EWacüolder-Extrakt„nedico" ein rein natürltdjeä u. heiikrSsligeS, seit Jahrhunderten glänzend bewähr. i leg HauSmUte i. mit wunderbarem Erfolge Ivirlend, Ipezieli gegen 9ilie»matlemn3. Eiche, vaniore iioiden. lviagenichwäche, Pelchwer- de» der üvechseljalil c, Frauen leiden. Zlstlima, ist sthieenibjeno aus '«rnst u. Lunge und reinigt daS Viut>» der vollkommcnstc» Weise Vermö.ee seiner ableiicndcn, die Hauiausdllnstmig söivernden. harn reitende» u. Umelniglettcn ausscheidende» Eigenschasten ieistel er bei! Blase»- u. Nierenleiden bekannilich unschähbare DienNi und wirst, die Natur uniersiiihcnd. auf alle Teile des iDrganismns in wohllaligcr Weis« ein. Niemals lose, garantiert rcl» u. unvcrsäischt nur! i» Flasche» mit Marke„Medi c o" a 76 Pf., M. 1.60. u.!t 60 zu] beliehen ourch nt«nR»i««kol Berlin SO. 43, P.AnIchlüsse UIXO rieiCneijEisenbahnatr.4. IV 618, 3190, 1561 1 Wo IN den Oe.aseiea II gaoln llen N1 1 t ernältl,. sjiiiend 1 dl-r stel OauS. Filiale Chausseestraße 51 ist aufgelöst. Anzüge faletots 24, 30 und Mark Achtung! Achtung! Gewerkschafts-, Vereins-, Klubvorstände, Vergnügungskomitees! Lassen Sie sich von den Dampsschisssgescllschaftcn usw. oder deren Singeftellteii beim Abschluß der Dnmpscr für Ihre Sommerpariien bei der Wahl des Lokals nicht becinslussen, sondern übersührcn Sie sich selbst, welches sür Sie am besten erscheint. 2371b Asgtsursnt„Waldhaus" Rauchfangswerder&ci Zeuthen m das gccignclstc. Herrlich am Zeuthener See und Hochwald gelegen, drei grosic Säle, Hallen, Zelt, 1000 Sibplätze, gute Bewirtung. Änerkennungen zur Einsicht. Zur Besichtigung und Abschlug ladet ergebenst ein der Inhaber Clacl KUinisch. UnterGarantie des tadellosen Sitzes bei peinlichst gewissenhafter Anprobe liefere ich von prima modernen StofT- resten Anzüge u. Paletots nach Maß nur zu obigenPreiseu. Keinen Zwang zur Abnahme bei nicht passendem Sitzen, Sonnengchein* Herren-Hoden nach 9Iaß. Nur Linden-Straße Nr. 95, I, neben der Markthalle. DW!' Filiale Chausseestraße 51 ist aufgelöst. lonatlieh — 10 Mark— liefere Anzüge, Paletots nach Mag.* Per Kasse auch billigste Preise. ochneidermeisler, Priuzcnstr.!>ö. SV IVlApk öeloiinung demjenigen, welcher mir am 9. �a- nuar cr. anonym giaubhaste Mit- leilungen machte, welche' den Bau meines Hauses bctrcsicn. Dislrelion zugesichert.' 21626 HAnkfoPC Schiincberg. . AIlUCl»,«berssirasie 64. Ä Ä � M dMh 0'G'G M erzielt jede Hausfrau Schutzmarke na irkuche Ersparnis- Jtöche MD-> UM- Man lasse MA««I» Würze nur in Moggis Origtualfläschchen nachfüllen.-Mk» deshalb sparsam Vertvendcn. Krcuzstcrn. � Seht ausgiebig, deshalb sparsam vertvendcn. Krcuzstcrn. Ml ■r Won T als 15 Bi Pfennig Das erste Jedes i Wort: O 10 Pfg. Worte mit mehr Buchstaben zählen doppelt. fCIeine ßnzeigen. Anzeigen In den Annahmestellen für Berlin bis I Uhr, für die Voran e bis 1 2Uhr, In der Hauptexpedition Linden- Strasse 69 bis S Uhr angenommen. Verkäufe. Otardinenverkauf. Bettenverkaus, «teppdcckcn, Bcliwäsche, Verschiedenes slaunciierrrgend billig Weidcmveg »cuiizcbn.___ � t27* Bettenlagerei spottbilligst Psand- leihhans Weidenwcg neunzehn.+27* Verfallene Psandstückc, Bettenverkaus. AiiSItcucriväschc, Winter- valetols.llallcttnnzüge.Gehrolkanzügc, Taschenuhren. Wanduhren, Verschie- denes spottbilligsl Psandleihhaus Weideniveg neunzchn._______+27* Gardiiienliau« iÄrosieFrantiiirler- slrasic 9, parterre. Isi tOarbineu, Stores, Bettdecken, enorm billig. Reste 1 bis 3 Fenster Extraerinäszigung. Gardinen-Versand- Haus Ferusalcmcrstrasic tt/12. t22t!f Jiiventiir-AuSverkaus. Gardinen 10 Prozent Rabatt. Fenster(zwei Schals) llO. 185, 225, 285. 350, 185, 575, 665 usw.__> 120 UU Angeschmutite Gardinen für 1, 2, 3 Fenster Preisen. ZU spottbilligen 120211» StorcS 10 Prozent Rabatt. 18o, 225, 295, 350, 125, 550, 675 usw.* Erbstüllstorcs, nur so lange Vorrat, Stück 435. WeisicnbergS Teppichhaus, Große Franlsurter- ilraße 125.____ 1217fl* Inventur- Ausverkauf. Vorzieh- Gardine» init überraschend schöner Stickerei, creme, iocisj. Fenster 135, 165, 210, 255, 285, 325, 125 usw., goldfarbig und rot Fenster 265, 285, 325, 150 usw.____ 12011t* Tüllbettdeckcn. weiß, creme, sür große Bellen ausreichend, 195, 225, 285, 375, 150—790. Weißenbergs TcppichhauS, Große Frankfurter- s trage 125.____ 120',.«* JuvciiturpreiS. Steppdecken, Simili. Seide, rot, grün, oliv, blau, zirka 160 breit, 200 lang, Hand- arbeit fSiui 10�0) jetzt Stück 5,85. Steppdccfeii.oiclcgenheiistaus, nur so lange Vorrat, 285, 365, 125, 585, 675, 785 usw. Weißenbergs Teppich- bans. Große Frantsurtcrstraße 125. Inventur-Ausverkauf. Tuchlisch- decken mit kleinen Stickschlern in allen Farben, Größen, 1,85, 2,25, 2,75, 3,50, 1,35 iifiu. 1208K* Plüschtischdecteil, Gelegenheitskauf, mit kleinen Stickschiern, nur so lange Vorrat, 1,85, 5,65, 6,35, 7,50, 8,45, 9,05, 10,85,___ 120951* Möbelsiofsrefte in Wolle und buntem Plüsch, zu Sosabezügcn auS- reichend, in allen Preistagen. Weißen- beras TcppichhauS, Große Frankfurter- straße 125. l210K* Inventur- Ausverkauf. Abfall- Teppiche in allen Größen zu Spott- preisen. 121151* Vettvorleger, echter Plüsch, ein Posten, Wert 5,65, jetzt Stück 1,35; ein Posten Wert 1,85, jetzt Stück 3,65. Weißenbergs Teppichhaus, Große Franlsurierstraße 125._ 12125t* Lüuscrreste in Wolle und Plüsch (Zimmcrlängc) enorm billig. 12l3K* Teppiche, imitiert Japaner und Perser, 2 Meter lang, nur 3,25. Weißenbergs Teppichhaus, Große Franksurterslraßc l25. 1211K* Inventur-Preis. Portieren(zwei Shaivls, ein Lambrequln) Garnitur 1,35, in allen Farben. 12l5K* Einzelne Plüsch- und Tuchgnrni- turen cnonn billig. Weißenbergs Teppichhaus, Große Franksnrier- straße 125._ 121651* Teppiche niilFarbeusehkern Fabrik- Niederlage Große Fraiitsiirlerslraße 9, parterre.___ fl 100 Nähmaschinen. ohne An- zablung, Woche 1,00. Hahn, Prenz- laucrslraße 22._____ 73/4* �Tamenhütc, spottbillig nur Pappel» Zlllce Nr. 110, Eckhaus Schönhauser Allee.�______» Teppiche!(sel>Icrhaste) in allen Größen für die tzälstc des Wertes im Teppichlager Brünn, Hackescher Markt 4, Bahnhos Börse. 251/12* Graininophoiiptattcn und Repa- raturen. Rothenburg, Prenzlauer- straße 12, 2..Hos._ llTlSt Sofa, wie neu, 21,00. Meicke, Große Hamburgerstraße 18/19. 256/20 Leihhaus Küstrinerplatz 7, billige EinlausSguclle für Waren aller Art, großes Lager in Wäsche, Betten, Uhren, Goldsachcn, Teppichen, Stepp- decken, Gardinen, Hosen,'Anzügen:c.' Steppdecken billigst Fobrik Große Franksurterstraße 9, parterre. Fl Schöne große Federbetten, Stand 20 Mark. Dresdcnerstraße 38, vorn II links. 81; 5* Möbelsuchende, Brautlcnle, empfehle meine Möbeltischlerei sür WohnungS- Einrichtungen sowie einzelne Möbel. Bunte»lache. Eng- lische Schlafzimmer. Große Auswahl. 5lein Laden. Nur Keller und Hinter- räume. Teilzahlung. Harmack, Tischler- meister, Dresdenerstraße 121. 1130K* Wringinnschiuc», Zinkwaschsässer, Waschmaschinen, Zober, Sitzwannen, beste Ware. Teilzahlung gestaltet. Postkarte. Kottloss, Slalitzerstr. 108.* Kiiidrrwage», 51indcrbe>lsleUen, Sportwagen, gebrauchte, zurückgesetzte spvltbillig. Schneider, Kürsursten- straße 172. 2355b* Monatsanzüge und Winter- Paletots von 5,00 an, Joppen von 1,50 an,»�osen von 1,50 an Geh- rockanzüge von 12,00 an, Fracks von 2,50 an, sowie sür lorpulente Figuren. Nene Garderobe zu stannend billigen Preisen, ans Pfand- leihen versnlleii« Sachen kaust man am vorleilhnstcsten bei Naß, Mulack- straße 11. 23t7b* Plüschsofa 38,00. Bettstelle, Ma- tratze l5,00,«chlassvsa 20,00, Palli- sadenstraße 23, Tapezierer� 31/1 Herrenjackett- Anzüge, Paletot s vorjährige, nach Maß veslellt, nicht, abgeholt, verkaufe Hälft« Kostenpreis. Prcnzlauerstraßc 23 II. �_ 75/6* Gardincnrestc spottbillig. Gar- dincn- Fabnk-Lager 80 Grüner Weg 80 (kein Laden), Eingang vom Flur.* Gaskroncn, Pclrolcumkronen, Speisckronen. ohne?lnzahlung, Woche 1,00. Ricscnlager. Böttcher selbst.— Erstens: Borhagcnerstraßc 32(Stadt- bahn, Hochbahn: Warschauerstraßc). — Zweitens: Ravcnestraßc 6(Bahnhos Wcdding)._ 1127M* Nähmaschinen! Ringschist,'Adler, Zcntral-Bobbin, Orion, Wheeler und Wilson. Elastik, Säulen:c. Prima Qualität, Preise billigst. Für die Wüte meiner Nähmaschinen sprechen Tan- sende meiner Kunden. Drei Jahre reelle Garantie, bei Abzahlung ku- lantesle Bedingungen. E. Bellmann, Gollnowslraße 26, nahe der Lands- bergerstraße. Alte Maschinen nehme w Zahlung._____ 113651» Möbelfabrik. Oranicnstraße 58, direkt Nioritzplatz. In meinen drei Etagen stehen tomplelte Wohnungs- einrichtungeil in jeder Preislage vom Einsachsten bis zum Elegantesten. Besondere Gelegenheit biete ich in verliehen gewesenen, fast neuen Möbeln, die bedeutend herabgesetzt sind. Besichtigung erbeten, ohne Käus- zwang. Ausfallend billig verlause ich neue Chaiselongues 17, Schlassosa 27, Satlellaschensosa 35, Paneelsosa 55, Garnitur 50, hochelegante Plüsch- garnitur 75, Säulentrumeau 29, Bettstelle mit Matratze 18,'Auszieh- tisch 16. Gekaufte Möbel können drei Monate kostenfrei lagern. Teil- zahlung gestattet. Auch Sonntags geöffnet. 1163K* Brautleute, Möbel, Sofas, enonn riesige Auswahl vollständiger Woh- nungS-Einrichlungeii bekannt dilligst. „Nur Grünerweg 81.* Hermann Divinatzki. 1189Ä* Schankgeschäft, Garten und 5icgel- bahn, zu verlausen Britz, Rudower- straße 65._ �_ Fit?* Milchgeschäft, Genossenschasts- hauS, krankheitshalber sosorl oder später billig verkäuflich Nord-Uscr 13. Händelswagen, Ackiienwagen, vierräderig, paffend Kohlenhändler, verlaust billig Straßmannstraße 21, Grünlramgeschäft 2351b* Hochelcgniitc Herrenanzüge und Paletots aus scinstenMaßstossen 25—10 Mark. Verlaus Sonnabend und Sonn- tag. Versandhaus Germania, Unter den Linden 21. KeineFilialcu. llöOst* Herrenanzüge, Wiiitcrpaletois, wenig gctrngeneMvnalsgarderobcvon 5 Marl an, große Auswahl, sür jede Figur, auch neue, elegante, nicht ab- geholte Maßsachen laust man am billigsten aus erster Quelle direkt nur beim SchneiderineislcrFürstenzell, Noscnlhalerstraße 15 nur 3 Treppen, 5leme Ladenmiete. Fernsprecher III, 3016. 260/1* Kaiiarienhcihne und Weibchen, erste Bundes-'Ausstellung Meister- schastspreis. die gojdene Bundestette mit Medaille. Franke, Düsseldorfer- straße 12._____ tl03* Kniiarienroller 6,00, Vorschlager, Sciscrtslamm, Schloßplatz T_ 81/2* Kanarienhähiie mit Hohl- und Klingelrolle, und Weibchen verkauft Prinzessinncnstraße 12, abends und Sonntags. links. Nur 2216b Kananrnroller. Zuchtweibchen, spottbillig Höchslestraße 11,_ 2151b Kauarienhahuc, prima Zucht- Weibchen l,50. Zcmang, Britzerstraße 8 vorn IV. 2119b Kanartenhähiie» prämiiert, billig. Draeger, Willdenowslraße 21, Vorder- Haus..Haltestelle Bahnhof Wedding. Kanaricnroller. edler Stamm, Weibchen billigst. Krohs, Schönlcin- straße 17. � � �__ 21336 Kanartenhähiie nnd Weibchen verlause sehr billig wegen l'lnsgabc der.Hecke. 3ivilsdorsf, Lausitzerstraße 9. Ranarienhiihne. aus der Bundes- ausstellung hoch prämiiert, dillig Noll, Jagowstraße 14 21106 Käiiaricnhähiie, Weibchen, Seisert- stainm, billig. Krämer, Rigaer. straße 136.________ f33 Kanarienhähne. Weibchen, Feiserk- stamm. Weidell, Norduser 11. F91 Kanarienhähne, Weibchen, schus, PeterSvurgerstraße 2. Witt- f33 Seifert Heckhähne verkauft Schreiber, 115. und Vorsänge Brmmenstraße _ tlll Kanaricnroller Seisertsche Marke, Stargarderstraße 58._ jöß Kanarienvögel verkauft Wemmer, Kleine Marlusstraße 18�_+33 Kanarien, echl Seifert, prämiiert goldene Medaille, Schöneberg, Bahii- straße 43, Laden. r 103* Kanarienhähne, nienstraße 157 IV. Weibchen, Ora- _+62 Kaiiariciirollcr(Scijcrtstammi Scholtz, Schönkcinstraße 20, ITT.+107 Kanarieiihähne. Weibchen billig. Gödde, Reinickendorserslraßc 51.■■■ Kaiiarienhähne und Weibchen. Restaurant Vogelbörse von Karl Prill, Waldcmarslraße 51. Gemüt- licher Aufenthalt sür Liebhaber imd Züchter. 2167b 5!a»a>ie»lroller 5,00, Heckiveibcheji, Gesangspinde, ausgabchalber, Zloin- ininger, Kaiser Friedrichstraßc 238, Kottbuscrdami»._+117 Kanarieiihähne und Weibchen zu verlausen Barbarossastraße 9, vorn T links.+103 Kanarieiihähne, Weibchen, Seisci't, verkaust Hossmaiin, Neue Friedrich- straße 5, 5Hlls rechts III.+62 Kanarieiihähne, Zuchtweibchen, billig, Dresdenerstraße 53, Portal I. Kanarienhähne. prämiiert, goldene Medaille, kräftiges Zuchtmatcrial, verkaust Goltz, Lortzingstrastc 32.- «aiiariciihähiie 6,00. Pattloch, Waldemarstraße 59, Seitcnslügel.+7 Kanarienhähne und Zuchtweibchen, Scisertslainm, wegen Ausgabe vertäust billig Lebuserstraße 3, Restati- rant.___ 85/1 .Kanarienroller. ZnchtmeibchM, billigst 5iönig-Ehaussee 21a, Huth- mann.+123 Kanarienroller, Heck>veibck)cn verkausk Ichrmum, Kott. vuserdamm 36/37. Seisertslamm, ott- -/IS , Tretijfaiflg, 140,—((Sarau neschein) Turmftrahe 8. parterre� 83/M' ?>??öbcl»>crka»f in uieiiici Möbel- fnbiilW»lIstrii(je 80/81. nahe Spille! warkl Iiisolue des grvßei, NinziigZ befinden sich am Lager viele jmiitf- «csetzle und verliehen gclvesene Möbel, die wie neu sind. Nleidevipiud, Verlila 28,00, AuSziehIisch 16, Mnschel. bellslclle mit Fcdeniinlrntze und Keilkissen 86, Taschensoja 50, Paneel- sv-a 70, Waschioilelle 20, Nnhc- bell 25, ganze Eiinichlnngcn billigst, Transport fiel, Sili* Spottbillig Teppiche, Selten,(Sars einen, Portieren, Steppdecken, Gas- rroncn, Tischdecken, Renrontoiruhren, Ilhrketten, Regulatoren, Spiegel, Sildcr spottbillig Leihhaus Grüner Weg 113, Teilzahlungen gestattet. Hochvornehme Herrenanzüge, Wintcrpalctols, feinsten Maßstoffen herrührend, 16—38,00. Gcbrockanzüae, Lodenjoppen, Herrenhosen spottbillig, Täglich, Sonntagverkaus, Deutsches Versandhaus, Jägerstraße 63, I. Lieferwagen und alle Sorten Räder Palliiadenjtraße 101. 2163b Vronzegastrone»! dreiffammig 6,00, Gasznglampen 9,00! Salongas krönen 15,001 Schansensterlicht! Gas� Ihren l'/.I Ziveilochgaskocher 3,00! Gasbügelapparat! GaSplölleisen spotte billig! Wohlancr, Wnllnertbealer straße 32(Gaskocherhaus!) ISS&R* Bronzegaskronen, dreiffammig, 6,00. Salvngaskronen 15,00. Gaslyren 1,50. Wandarme 0,05 Schau sensterbeleuchtung, Gasbogenlampen, Pelroleumlampeii spottbillig. G, sparkocher 0,75, Zwciloch 3,00. Schröder, Hochstraße 43._ 23796* Eisenösen, gebrauchte, neue 2,00 an, Dauerbrandöseii 11,00, Gasösen 6,00, Lochmaschinen 14,00, Cadoösen, Gcrmanenöscn. Schröder, Hoch straße 43. 23806* Zigarrengeschäft verkaust sofort ?l!bert Richtet, Müllerstraße 37, Ecke Amsterdamerstraße. r80* Reftaurations-Tische, Stühle, alte, passend für Saukaulinen usw., ver- kaust billig Kantine Mauerstraße 43/14. �lottgehendeS Gemüsegeschäft und Kohlenhandel krankheitshalber ver- käuslich Dunckerslraßc 9._ fö3* Chaiselongue, Taschensofa, Tru- nieau, Mahagoni, Nußbaum. Auszieh- tische, Kreuzverband, Bettstellen, ein- zelnc Matratzen ganz billig. Andreas- straße 57. vorn Keller, Lazarus.' Spiegel, Spicgelspwd, Vertiko, Tisch verkaust Koppen, Zionskirch- straße 7. Händler verbeten. 24536 Hcckbauer, zweiteilig, billig. Meyer, Filiale, Rhcinsbergerslraße 67. 2154b Plätteret verkaust umständehalber Swincmünderstraße 100. 2455b Brautleute. Wohnungseinrichtung gen staunend billig. Kamerling, Kastanien-Allee 56, am Weinbergs- weg. 2157b Zigarreugeschäfte. Bei Neuem. richtung liefert leiswngsfähige Fabrik unter kulanten Bedingungen sehr preiswerte Zigarren. Vertreter; I. Meyer, Berlin, Wallnerthcater straße 21. flll Polyphon und Geige mit.Kasten verkaust billig Miltelstädt, Höchste- straße 30, Lokal. 2465b Cckdesttklation krankheitshalber billig zu verlausen. Lwdenstraße 73, »iahe beim.Vorwärts*. 2466b Schaukel, vierschissig. guter Stand, verkauft Kieschc, Willibald Alexis- straße 24._ fllO Nähiiiaschiilc» ohne Llnzablung Woche i,00, Käufer crhM 10 Mark, Nachweisung 15,00. Reell(Postkarte erbeten). Lewandowski, Ncander- straße 11. 2458b Bronzekrone, PInschteppich, ele- oante Steppdecken, Uetergardinen, Slandbettcn, Gardinen, Plüschiisch- decke billig. Hoffmann, Nannyii» straße 52. 2468b Verzugs halber rotbraunes Schlaf- sola 27,00, pikseines Taschensofa KIciderspind, Wäschespwd, Muschel- bcttJnvalidciiswaße 10, vorn HI. 2459b Junge Frau muß verkaufen sechs Zimmer Möbel, Brautlcutcn Gelegen- heii, Trumeau 32,00, elegantes Taschen- sosa 44,00, Bilder, StorcS, Gardinen, Steppdecken 3,50, Persertcppich 6,00. Landsbergcrstraße 42 II. 2445b Otnffbaunimöbel, Spinde, Plüsch- sosa, Bettstellen, Säulentnimeau, Ausziehtisch, Kommode, Spiegel- spind, Spiegel, Regulator, Bilder, Beltcn, Küchcnsachen sofort spott- billig verkäuflich Waldemarstraße 27, vorn I. 24466 ~sir Brautleute besichtigen Sie mein großes Lager im Fabrikraum und Keller. Möbel, Spiegel, Polster- waren, Wachstuch. Ausziehtisch, kreuz- verleimt, nur 16 Mark, im Inventur- auSverkaus Saalselds Möbelspeicher, Krautstraße 50. Kein Laden, daher die billigen Preise._ 24476 Brotstelle. Lebensmittel- Geschäft, passend lür Anfänger, da kleine Woh- „ung bei, verkaust billig Heil, Garten- straße 99. 2442b Gnmmireifeu für Kinderwagen liefert am billigsten Wicland, Westend, Spandauerberg 22. Größte Weite 1,10 Mark und dann billiger. Aus- ziehen 40 Pf. 2440b vcrkausk 5 Zimmer Mibeh Schränke. Salongarnitur, Dame Plüschsosu 50,00, Spiegel 5,00, Säulentrumcau 38,00; Tcppich, Steppdecken 4,00, Bilder, Köpenickcrstraße 39a I. 2444b ~Pl üschsosa, Salongarnitur, Kleider- s chrank, Säulentrumeau, elegant, sofort billig vcrkäuftich Jnvalidenstraße40i4i, Hochparterre links, herrschaftlicher Aus- gang.___ 286/13 2 i u hmasch inen I amtlicher Systeme ohne Anzahlung, Woche l,00. Ge- brauchte Ipulibillig. Postkarte genügt. Frantjurier'Allee 10 und Alt-Box- Hagen 4._ 1(29* Tarne verkaust 2 Zimmer Möbel, Salougarniwr. rot, grün, Schralik, Vertiko, engliiche Bettstellen, Bilder, Ilhr, Tisch, Plüschsosa 45,00, auch einzeln. Etsasserstraße 32, Gartenhaus parterre._ 24706 «Krünkram-, Kolonialwaren-Ge- fchüft anderen Unternehmens verkauft Wcißcnscc, Gäblerstraße 47. 1133 Gin gutgehendes Restaurant in Weißensee, in der Hauptstraße ge- legen, ist wegen Todesfalls zu ver- lausen. Zu erfragen bei Schillert, König-Chaussee bOa-_ 1188 Zigarrenarbeiter � Eristenz. Zigarrengeschäst, 14 Jahre in einer Hand, billig verkäuflich Demmincr- straße 32._ 1127 Abessinierpumpe 8,00. Sauger, lllohre, Gartenspritzen, Garten- schlauche. Pumpensabrik Schröder, Hochstraße 43. 23816* Schäfte und Unterleder, speziell Eichengcrbilng. Lederhandlung Rühi, Schöneberg. Bahiistraße 43. 1103' Nähmaschinen, äSe Fabrikate, ohne Anzahlimg, wöchentlich 1,00, ge- brauchte 12,00, Postkarle genügt. Wienerstraße 6, Ackerstraße 11?. 24306 Sichtung, Genossen! Ich muß mein Koloiiiallvarengeschäst mit Rolle und SchnapsauSfchairl wegen Krank- heit billig verlausen. Baugegend, lein Restaurant vorhanden, nur 350 Mark Miele mit Wohnung, 15 Minuten vom Bahnhos. Näheres Groß-Ltchterfetde 0, Mariaiincnstraße 20. 1234K Bettstelle mit Matratze 12 Mars. Kroll, Biandcnbnrgslraße 59. Sofa. straße billig. Weiland, Britzer. 2435b Türkoprad, Grammophon mit Platten spotlbillig. Wienerstraße 37. Lokal.___ 2434b Ruftbanmipinde-Vertikoräumungs halber sehr billig abzugeben. Magazin straße 18 b, Hos parterre rechts.* Grünkramaeschäft, Feuerung. billig verläuflich. Rixdors, Berliner. straße 26. 2267b* Größeres Parteilokal billig zu ver'- kausen.'Adressen unter Postamt 87, Berlin. A. Z. 100, 24206* Restaurant, brillantes Geschält, billige Miete, sofort preiswert verkäuflich. Offerten A. A. 100, Postamt 27 erbeten. Klempnerei mit Ladengeschäft und Werkstatt. Goldgrube im Westen Berlins. 8 Jahre in letzter Hand. Jahresumsatz 25000 Mark. Verzugs- halber sofort zu verkaufen. Offerten inlter V. 5 Expedition dieser Zeitung. Schaukeiwanue verkaust Bocckhstraße 4. MewcS, 2407b Menzenhauer-Gtiar-rezither 8,00. Skrabet, Brunnciistraßc 100. 196 Elegante Tuchkoffüme, lange Jacke auf Seide, Schnciderarbeit, 45 Marl. Svezialatelicr Blumenstraße 9, II.* Seidenblnsc», gestreiste, 9 Mark. Wollbwsen 4 Mark, Blumenslraße 9. Nähmaschinen Käufer ____... Röckenäy schneiden Blumenstraße 9 II. WWWHWW�Mternm gratis BlusennShcn, Röckenähen, Zu- �...... 84/10» Slltes SetsengeschSst verkauft Jckcs. Fluchtstraße 33/34. 133 Gemüse- und Kolonialwaren-Ge- schüft sofort billig zu verkaufen. Zu erfragen Kohlingeschäst Hochmeister- straße 22.__ 153 Einfache Staubmäntel. Bernauerstraße 48. Matcrnc, 196* Elkreftaurant. östlicher Vorort. vorn und hinten Garten, Kegelbahn. wegen Krankheit billig zu verkanien. Große BrattercstMe. Postamt p. 50.___ jlA)>(Allpaiiderplatz). Bercmtwortlichcp L�akteur; Phonographen-Wachswalzcn und Sartgutzwaizm, abschieiscn und neu- bespielen. Edison- Goldgußivalzcn, Exzelsior- Hartgußwaizen i Phono- graphcn bester Systeme. JuliuS Prediger, Prinzenstraßc 90 II. s23L8b Restauration umständehalber billig zu verkauscn Drontheinierslraße 13.* Eckrestaurant veränderungshalber zu verkauscn, gute Existenz, passend für Anfänger. Offerten unter HI. 17055 Postamt L. 59. 2394b* Testillatton und Restauration SW. mit Vereinszimmer wegen anderem Unternehmen billig zu verkaufen, Preis 3500, Miete 2500. Unier T. 5 Expedition dieses Statte?. 2398b Lebensiniitelwareil■ Geichäst, kleines, sauberes, gangbares, sichere Existenz sür jedcnnann, sosort ver- bällnissehawer billig verkäuflich. Näheres Christburgerstraße 17, Butter- geschäsi._ 21046* Obst, Gemüse, Materialwaren, Holz, Kohlen, sichere Existenz,'krank- heitshaiber billig verknust Gleim- straße 17.«__ 23906 Schennenviertel! Wegen Abriß spottbillig SosaS, Ruhebetten, Gar- nituren. Polstersabrit Kleine Aleran- derswaße 3.__ 260/6 Bettstelle«, gebrauchte, Eß- und Sosatische vertaust billig Blumcnthal, Lützowstraße 17, II._ 23966 Bekauiitmachung. Sonntag, Mvntag spolibilltgster Bettenverlaus, Sellen» Iltte, Bettwäsche, Taschenuhren, Garde- roden. Psandieihhaus, Weidenweg neunzehn._ 133* Kostümröcke, tadellos sitzend, eigenes Fabrikat, zu Fabrikpreisen (Maßanscrtigung). Spezialsabrik Blumenstraße 9._ 84/11* Milchgeschäft sosort oder'April zu verlausen. Fchmarnstraße 8, Nord- user._ 180 Geifengeschäft mit Rolle zu ver kausen, ohne Konkurrenz, wegen Per- zug nach außerhalb. Miete mit Wobnung 500. Guineastraße 3. t80 Piantno. gebrauchtes, gut erhalten, billig oertäuflich Pücklerstraße 33, I links. 17* Gelegenheitskauf. Reisemuster, Damenhemden, Nachtjacken, Bein- kleider, Stickereiröckc, Herrenhemden, etwas unsauber, zu auffallend billigen Preisen. Sonnlags gcöjtuet. Wüsche- sabril Salvmonsky, Dirckscnstrage 21 Nähmaschinen, ohne Geld. Woche 1,00, Uhr Gratiszugabe, gebrauchte 12,00 an. Köpenickerstraße 60/61, Große Frankfiirierstraße 43, Prenz- lauerftraße 59(60._ 189* Nahuiaschineti. Zahle bis 10,00, wer Teilznblung kauft oder nach- weist. Sämtliche Systeme. Woche i.00 Ohne Anzahlung. Postkarte. Brauser, Tilsiterslraße 90. 131* Herren- Garderobe nach Maß, saubere Arbeit, großes Stofflager, Paletot, Anzug 36 Mark an. Kaust beim Handwerker, lasset den Hand- werkcroerdiencn. Teilzahlung gestattet. F. Dörge, Dresdenerstraße 109. Kketnes Sofa mit zwei Polster- stüblen verkaust wegen Platzmangel Kowallis, Oppelnerstraße 29._ 17 Grammophone, Zonophonplatte», Lyrophonplatten, Konzerlplatten, 1,20. Reparaturen billigst. Treppensee, Reichenbergerslraße 1t6. 16 Metallbettstellen, zwei hochele- gante 110,00, Kinderbett 32,00. Ritterstraße 112, II. 85/2 Halbrenner, 30,00, Spottpreis, tadellos, seltene Gelegenheit, verkaust sofort Horn, Große Frankfurter- straße l24. 133 Herrenfahrrad. Damenfahrrad schönes, modernes, kurze Zeit be> miht, sofort 40,00. Große Franksurter- straße 14, Hos geradezu. 131 Nusibaum- Kleiderspind, Spiegel- Vertiko. Truneeau, rotbraunes Plüsch- sosa, Muschclbetten, Ausziehtisch, fast neu, verlause sosort billig. Königs- bergerstraße 11, erstes One» gebäudc l._, 132 Plattcrei mit Maschine verkauft Fruchtstraße 56. 133 EilisegnungS- Borkalsknabcnsticsel 6,00, Mädchenstiefel 4,75, seltene Gelegenheit, Pallisadenstraße 46, Möbel- keller. 133* Zigarrengeschäft, gangbar, wegen Kranlbeit verkäuflich, Thacrstraße 32a. Kleiderschrank, neu, Spiegel, Wcidemveg 85. Schie. 132 Große Riligschisschen-Maschine billig zu verkauscn. Voigt, Oderberger- straße 35 IV. 153 Verscliieclenes. Chauffenrschiile des Automobil- technikums„Berlin*,«pichern- strasje ll/12, bildet jedermann schnellstens zu erstklassigem Automobil. süyrer aus. Prospekte frei. 2290b* Patentanwalt Weisel, Glischiner- straße 94a. 17926* Pfandleihe, Prinzenstraßc 68, täglich 8—8, Sonntags bis 2. 83/5* Kunststopferei von Frau Kokosky, Charlottenburg, Goethestraße 84, I.* Wer Stoff hat? Fertige Herren- anzügc mit Futtersachen l5,00. Wagner, Cchncidermeister, Lichtenbergerstraßc9 (Pallisadensttaße). 83/1* Goldsachen. alte Platinabfälle. Bruchgold, Silber, Gebisse, Tressen, alle Uhren, Kehrgold, Staubgold, photographische Rückstände sowie sämt- liche goid- und filberhaitigen Abfälle kaust Goldschmcize Broh, Wrangelstraße 4. Telephon Amt 4, 6958.• Zahnärztliche Poliklinik, Wein- bergstveg 11, 1—3 Uhr. Zahnziehen mit Zahnfleischbetäubung umsonst. Künstliche Zähne a 1 Mark, Gold- und Porzellansüllung 2'Mark. Chauffeurschnle des Technikums Elektra, Berlin, Ncanderstraße 4. Gründliche theoretische und prallische Ausbildung von Chauffeuren in Tageskursen. Prospelte frei. 204/U' Wer Stoff hat, fertige Herrenanzug, ohne Konturrcuz, seuiste Zutaten, zwei Anproben. Für guten Sitz bekam goldene Medaille. Ludwig Engel, Prenzlauerstraße 23 II,'Alexanderplatz. Gegründet 1592. 75/10* Zur Ansertigung von Schuhwaren sowie Reparaturen empfiehlt sich Fladrich, Charlottenburg, Kaiser Frie- drichstraße 37, Hos parterre. 1125* Bier Vereinszimmer, 20 bis 130 Personen, frei. Engel, Seydel- straße 30._ 1894b* Vereinszimmer, renoviert, 40 Perjonen, Pianino. auch zwei Kegel- bahnen, zu vergeben. Karl Spaei, Lletzmamiflraße 26._ 189* Pfandleihe Markusstraße 27.* Veretnshaus, Jnvalidenstraße 146. Großes Vereinszimmer, Saal-bis 100 Personen einige Tage, auch Sonn- abend, frei. 1113* Wäsche wird ohne Chlor sauber gewaschen. Laken, Leibwäsche, 3 Hand- tücher, 4 Taschentücher 0,10. Ab- holung Ättttwochs. Frau Lehmann, Köpenick, Gartenstratze 9. 1233K Tanzunterricht Pietsch, DreS deiierstraße 10. Heute nachmittag 4 Uhr beginnt der neue LehrkursuS. 2417b Erklärung. Ich nehme die Bc- leidigung gegen Herrn Karl Randow jun. hiermit zurück. 21. Schumann. Aufpolsternng! Dauerhaft 1 Matratze 4,00, Sosa 5,00! Arlt, Moltcnmartt 1.(Karte.) 24016 AufPolsterung: Mattatzen 4,00, Sofa 5,00. Meide, Große Hamburger- sttaßc 18/19.' 260/5* MittagStisch, Wenbtijch, Voigt, I Kleine Wohnungen billig zn der- Holzmarktstraße 44». 2426b mieten Fedcrsdorj. Kloock, Mt- Wer«toff hat! Fcrttge Anzügc nach Maß 18, 20 Mark. Tadelloser Sitz, haltbare Futteriachcn. Franke, Zlckcrstraße 143, Ecke Jnvalidenstraße. Maskengarderobe. Große Zins- wohl komischer Slnzgge für Herren und Damen. Räder, Cremmcner« straße 3. 1127* Beretnszimmer mit Pianiua noch einige Tage zu vergeben. Restaurant, Löwesttaße 21. UblK* Klavierspiel, Ansänger, unter» richtet Bergmann, Demminerstraße 17, parterre.___ 23956* Eliaffer Ballsäle, Elsafferstraße 15, 600 Personen fassend, sind täglich sowie jeden Sonnabend und Sonntag un- entgeltlich an Bereine und Versamm- lungen zu vergeben. 2452b Achtung! Handwaschanstalt, Natur- bleiche. Chlorsreies Waschen garantiert. Freien trocknend. Bettwäsche, Leib- wasche, 4 Handtücher 0,10.'Abholung, Lieferung aus'Wunsch. Sicacimmd, Köpenick,'Alter Marli 7. 2461b Platina, alte Zahngcbisse, aller- höchste Tagespreise. 2Ickersttaßc 174, II nicht Laden. 2469b* Aufpolstern. Mattatze 3,00, Sofa 5,00.(Postkarte) Besuch sosort. Grenda, Steinmctzsttaße 43. 1103» Großes Vereinszwnner, auch als Zahlstelle zu vergeben. Körslen, Swinemünderstraße 99. 1127 Suche Bautischler als Kompagnon im Vorort mit tOOO Mark,'Arbeit dauernd, jetzt 4 Bauten. Posttagenid „B" Postamt 58._ 24646 Saal! Sonnabende, 24. Mörz, 28 Zlpril frei. Klubhaus, Annen- straße 16. 2429b Tanzlehrkurse! Grupe, Annen- straße 16. Zweimonatige Sonniags- kurie, Damen 3,00, Herren 4,00 (Monat). WochentagSkurse. Schnell- kurse 5,00. Vorortbewohnern cmv- sohlen.(Prospelle.) 2432b Maurer«, Zimmerern erteilt Fach- Zeichenunterricht abends, tagS, Sonn- tags, Zlrchilekt,. Lichtenberger- straße 7 II. 85/1 Lumpen, Mctallbruch kaust'August Buers chaver, Südost Naunynsttaße 19 und Norden, Kowniestraße 5. 1? Auktion der bei mir versallenen Pfänder aus den Monaten November und Dezember 1904 und Januar 1905 am 8. und 9. Februar er., nach- mittags 2 Uhr. L. Regen, Große Franksurterstraße 121. 66L Alte Möbel, Bodensachen kaust König, Ziaunyiisttaße 18. 16 Berolinasäle. Sonnabende. Sonn- tage im März, tzlpril, 2. Osterseiertag zu vergeben,«chönhauser Allee 28.* �Darlehen, 100 Mark, gesucht. Sicherhett, Zinsen. Offerten an Mars, Parlei-Speditton, Lychenerstraße 123. Wer will mich Maschinenslricken gegen Entschädigung anlernen? Maschine vorhanden. Offerten unter Z. W. Postamt 93, 0._ 132 Ehrenerklärung. Ich nehme die Beleidigung gegen Herrn Julius Schreiber mit Bedauern zurück. Paul Grieger.__ 132 Maskenanzüge! Amor, Tirolerin, Schmetterling verleiht spottbillig Meyer, Sttclitzerittaße 23. 19t* �Fahrrad oder Pfandschein kaust Sch midt,«iciimcrstraße 42.__ 107 �BereinSzimmer mit Pianino, bis 50 Personen, zu vergeben. Göddc. Reinickcndorsersttaße 54. 180* Kaufe Tauben und Kanarien- Weibchen. Pjeiffcr, Vogelhändler, Eharlottenburg, Schillerstraße 41. Vermietungen. Sparrstraße 14», Neubau, 2 Stu- den und 1 Swbe mit Küche und Zu- behör. Laden mit Wohnung zum 1. April zu vermieten. �179* Rroisenerstraße 13, Osten, Laden, Stube mit Kochojen40 Mark,2 Stuben, Küche, billig, 1 Stube, Küche. 1117' Laden mit oder ohne Wohnung sosort oder später Woidenberger- slraße 8. 2400b Rcstanrationsräume(Ecke) per 1. April zu vermieten Muslauer- straße 45._ 81/14 Wohnungeo. Kleinwohnungen, Zimmer 9, Zimmer, Küche 10, Zweizimmer, Küche 20, Rixdors, Wanzticksttabc 12 (Hermauupiatz), sofort, April. 286/6* Heriiiaiiußraße 62, Rixdors, neues öaus, Wohnungen von 2 und l stimmcr, Balkon, Zubehör, sofort zilligst zu vermieten. 1223K� Gottschalksiraße 5/6 in Pankow. Nur Borderwohnunge» von 2 Slubcii eventuell Bad, Ballon, zum l. 4. eventuell früher zu beziehen. Näheres beim Verwalter. 2372b* Grvße zwcizimmertge Vorder- Wohnungen, Kammer 35, Hintere 17 und 22,50, Pappelallee 128. 153* Oudenarderstraße 36, 37, 38, billige Wohnungen sofort und später. Näheres Wirt 37. 2472b- Große Küche. und tlciiie Stuben und Gudenerstraße 6.'2345b Freu ndl iche Zweizimmerivohnung Vorderhaus, billig l. April Wolden- bergerstraße 22. 23gSb Goßlerstraße IS. Osten. 2 Jim- mer, Küche, Loggia. Preis 26 Mark. Zum 1. 4. oder sosort. 2437b Weddinyplah. Zwei Zimmer, Küche, Speisekammer, modernem Zu- behör. Baderaum, eigenem Garten. April zu vermieten.'Müllerstraße 178. 24136 Warthestraße 1/18. Nähe Bahn- hos Hermannstraße. 2 Stuben mit und ohne Bad. 1 Stube nebst vielem Zubehör. Ferner Läden mit und ohne Wohnung sosort preiswert. Näheres Warthetttaße 41 und 71. mieten Fedcrsdors. Kloock, Alt landsbergerchaussee, drei Minuten vom Bahnhof._____ 132 Reintckendorf. Stube und Küche vermietbar Brunnenstraße 158. 233/9 Zimmer. Möbliertes Zimmer sofort zu vermieten, 19 Mark. Witwe Litschka, Luisenufer 23. 84/19 Möbliertes Zimmer für Teilnehmer sofort zu vermieten. Zu er- fragen Partcispedition Mittenwalder- straße 30. 1111 Möbliertes Zimmer sür an- ständige Dame Solmssttaße 21, Fr. Schneeberg._ 23926 Schlafstellen. Schlafstelle Leipzigersttaße 91, Hos rechts 3 Treppen. Dierdorf. 2424b Gemütliche« Heim findet Frau mit Bett K. Postamt 36._ 24316 Schlafstelle sosort, Frau Peschkc, Dresdenerstraße 105. 85/3 Schlafstelle, Herrn, Naunynsttaße 3, vorn L Hofcr.__ 17 Schulz, 2473b Krenndliche Schlafstelle Neue Roßstraße 2 II. Schlafstelle bei Schmidt, Simeon- straße 29, vorn IV links. 242lb ' Möblierte Schlafstelle Buckowersttaße 14, I links. Herr» 24146 Arbeitsmarkt. Stellengesuche. Volksduett Bogdanowltz. Rheins- bergerfttaße 17(auch Gesellschaft). Volkshumorift Henry Balzs, auch Gesellschast. Manleuffelsttaße 41. 16* Gnörich, Volkshumorist, auch Ge- sellschast, Fennstraße l». 23l0b* Bolkssäuger- Gesellschaft Anke, Swinemünderstraße l. 191* Schmelncr, Berliner � Volks- Humorist, auch Gesellschaft, Stettiner- sttaße 57._ 196* VolkSduettisten Lüders. Aus- füllung des ganze» Programms. Rummelsburg, Berlängertc Lessing- straße 8. 1129* Volkshumorift Hugo Krause, Bernauersiraße 108, vorn parterre. Komiker, Soubretten frei. Waldemarftraße 16. Halm, 17 Renreuempfänger, geivisfeuhast, 30er, bittet um innere Beschäftigung, auch Fabrikarbeit. Offerten unter W. 101, Wengcls, Frankfurter Allee 79. Suche Stellung als Kassierer, Kassenbote oder sonstige Vertrauens- stellunz. Kaution in jeder Höhe vor- banden. Offerten unter B. 31, Postamt 30. 241 86 Blinder Sinhlflechier bittet um 'Arbeil. Stühle werde» abgeholt und zurückgrtiesert. A. Gläser, Mulack- sttaße 27. 1468b Stclienangebole. Metalldreherlehrling verlangt Sandmann, Kottbusersttatze 4e.* Selbständige Gipsplattenletzer ver- langt sür Berlin, Sixt, Groß-Lichter- selbe. Fernsprecher Amt Groß-Lichter- selbe 4*5._ 2422b Bodens Berliner 21196 Ist geübte Leger ftigenlosen gesuäit Tcmpelhoser User 22,( teinholzwerle. Senerlehrling verlangt Slall- schreiberslraße 27/28. 2408b � Goldleisteu-Grundieranswlt sucht einen tüchtigen Eisenmacher. Offerten mit GehaltSaniprüche» unter 0. L. Postamt 45.__ 23916 Redegewandte Leute finden(o- sorligeu guten Verdienst I Oftermann, Schönhauserallce 14l.__ 153 Lehrling sofort oder später verlangt Andrer, Riltersttaße 32, Leder- warensabrik. 84/19 Klavieripieler gesucht vonGeigem spieler. L. 4 Postamt 16. 24416 ModeUschloffer. tüchtig, selbständig arbeitend, findet dauernde Beschästl- guna bei hohem Lohne. Eisengießerei Pamotv, Klorastratze 8. 1137 Blusen l Vorderietlstepperln sofort aus Lohn oder Siück. Haugk, Rigaer- sttaße 108. 84/17 Junge Mädchen, leichte Handar- beit Zlnsangslohn 6,00 M. Woche. Baermann Schuster, Neue Friedrich- sttaße 37._ 85/1 Flotte Mamsells aus Jacketts ver- langt O. SztelaSko, Muskauer« straße 52 I._ 17 Faffouhemden- Arbeiterinnen im und außer« Hauie, 15 bis 20 Mark, beschäftigt Fürte, Arkonaplatz 1, II.' 'Arbeiterinnen aus einfache Sakkos verlangt Buchholz. Panlstrape 5. Wilsonunherin, Damenwäsche, sowie Lehrdamen. Hartmaim, Wolliiicrsttaßc 12, Oucrgebäudc IV. Tirektriee sür einegrößereKarton� sabrik, welche längere Zeil in leileuder Slcllung war, gesucht. Meldungen unter V. öl. 3565 befördert Rudois Masse, Königstraße 56._ 84/6 Mamsells auf Paletots verlangt Schkoll, Elbingersttaße 76. 2!36b* Tüchtige Bclegerin verlangt Albert Spiesicke, Alexandrinenslr. 25. 2405b R-ecUkteiir Für den lokalen Teil der„Sächstscheu Arbeiter- Zeitung» wttd ein Itocki>I«terir- zum baldige» Rnttiit gesucht. Gesuche mit Angabe über die bisherige Tätigkeit sind zu r ichten an den Verlag von Kackeu äst t)«.. Prcfcden-A., Zwingerstr. 88. 632 Geübte Leger von sugculosem Fußboden gesucht. berliner Zapidon-Wtlke. �»oL«-»»..S'.i°I>enaucrstrabe Nr. 70. Meldung 9—10 oder 5—7 Uhr. Arbeiterinnen auf allerbeste Sie formschürzen verlangt Schürzenfabrik, Brüderstraße 39._ 24256 kl uterrock-Karnier erinnen im und außerm Hause verlangt Lange, Schön- hauser Allee 83. 2411b I« Arbeitsmartt durch befsnderen Druck hervorgehodenO Anzeigen kosten I« Pf.»»» Zeil«. MWs für ovalen Holzrahmen wird für Kopenhagen gesucht. Offerten unter Chiffre 8886 an L. Ehr. Nielsens Annoncen-Bureau, Kopenhagen K., Löwfttüde 14. 84/8* Kürschner! Die Werkstatt des Hofkürschner- meifters Istari Salbach, Unter den Linden 67, ist wegen Maßregelung sämtlicher organisierten Kollegen und Kolleginnen gesperrt. Zuzug ist streng fernzuhalten! Ter Vorstand des Deutschen Kürschnerverbandes. Zahlstelle Berlin. Ter Vorstand deS Verbandes derKiirschnerBcrlinS nnd Umgegend. 102/3 vemseker Holzarbeiler- Yerbanl Wegen Streik und Differenzen ist Iiiiiig scriisthtilien voiiBilderrahineumacheru, Kreis-, sägenschneider» lind Tischlern von der Firma Beck n. Co., Neander- straße 4, und Schtesischestr. 42; von Treppengeländer- Arbeitern (Drechsler, Tischler, Stellmacher. Polierer. Moschinenarbeiter und Bildhauer) von derTrcppeiigeländcr- fabrit Joseph Drechsler, Gubener» straße 33? Drechslern von PanUsch, Brinmenstr. 79 1 Stockarbeiter» von Müller, Grenadierstr. 21; Korbmachern von Knorr, Fricdrichsberg, Franks. Chaussee 127. von Parkettbodenlegern von der Firma Timme und der Bau Höpffner, Grunewald, Königsmarksttatze und Hohenzollerndamm-Ecke. von Perlmuttorbeiter» u. Knopf- macher» von der Firma Abramowsli ii. Steiner, Köpcnickerslr. 33. vi« vi't«v«i-tvalta»j». von von von Acdtiiug Korbmacher! Die Wcrlstait Kuorr in Fried- richsfelde ist gesperrt._ Bf' Zuzug ist jornzuhaltenl"TAB 78/14 Die OrtSverwaltung. Achtang! Actatnug 1 Haichimdmerker! Seit Donnerstag, den I. d. MtS., befinden sich die Fliesenleger des Maurerverbandes in einer Lohn- bewcgung. 136/1'2 Sämtliche Bauten folgender Firmen sind gcupcrct: R. Schäfter, Warnebold n. Nasse. Schmalisch u. Below. Ramiu, Fromm u. Hanns, Karsch, Leh- manu, A. Pick, Gohlke, Rosen- seid, Ende, Villeroy u. Voch. R. Werber. O. Rebolofsky» Wolf. Zuzug Ist fcrnzahalteu! Wir ersuchen die Bauhandwerkcr um strenge Beachtung obiger Sperr- nottz. Die Firmen: Gebrüder Bogel, F. Keller, F. Pflüger. M.Zander. I. Döscher. BilSki, H. Schaffrai» haben unsere Forderungen niiter- schriftlich anerkannt. Die bei diesen Firmen arbeitenden Fliesenleger müsse» sich durch eine gelbe Arbeits» karte ausweisen. ZeotralveM der Maurer. FUr die Streikleitung; I.?l.; Felix Hrelake. Spandau. Holzarbeiter! In der Sautischlerei von Gebr F. u. 0. Reinieke Spandau, Pichelsdorferetr. 12, befinden sich die Tischler-Maschinen- arbeiter und Einseher ti» Streik. Bau�immeeettsSe, Spandau, lleinloke, Bau ttonnendamm, Siemen»& Halske, Bau Siemens-Schuckerl in Fürsten- brunn. Zuzug fcrnznlialtcn! 79/1* Die Ortsverwaltung. J. 21.: Georg Hinze, Bcvollniächttgter. Ter Gesamranftage unserer heutigen Nuvnucr liegt ein Prospekt de, Firma Lehmann«» Aßmy in Spremberg(Lausitz), für Norde», Moabit und nördliche Vororts ein solcher des Warenhauses Wil» Helm Stein, Cyanffcestr. 6S/K6, Berlin, für Roserithaler Vorstadt nnd Gesundbruuue» ein Prospett der Schneiderei« Genoffenschaft �Hoffnung*. für Südosten ein Flugblatt dcs Konsumverein« »Selbsthilfe* G. m. l,. H., Berlin- Rrxdorf, Zietenstr. SI, bei. -v~ pr fegt Lnfcramuell v�«üv..' Tfe. Wh*«, SMliai Said u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co.. Verlif Rcdahtion und Expedition: � �BerU», Cindenttf. 69. fernipreifter: Hmt IT. 1983. Nr. ä». Sonntag, den 4. Februar 1906. 1 15 0(Bei jroBeren Bufträgen cntlprcdiendcn Rabatt. partci-Hnöfcköfenbciten. Nowawcs- Nciiciidorf. Am Mittwoch, den 7. Februar, abends 8'/z Uhr, findet im Lokale des Herrn Erns: Schmidt unsere Mitglieder- Versammlung statt. Tagesordnung: 1. Die bevorstehenden Gemeinde- Vertreterwahlen. Referent: Genosse Karl Gruhl. 2. Aufstellung der Kandidaten. Es ist Pflicht eines jeden Genossen, in dieser Ber- sammlung zu erscheinen. Der Vorstand. Woltersdorf. Sonntag. 4. Februar, nachmittags J UHr: Oeffei't- liche Bersannnlung für Männer und Frauen im Lokale des Herrn Volkniann, Rüdersdorferstr. 1. Tagesordnung: 1. Die politische Lage . Denrschlands. Referent Genofle S a s s e n b a ch- Berlin. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes.— Um recht zahlreichen Besuch bittet Der Einberufer Fricdrichsfelde. Zahlabend. 1. Bezirk: Montag, den 5. Februar, abends 8 Uhr, bei Losse, Luisenstr. 20. Karlshorst. Zahlabend: Dienstag, den 6. Februar, bei Kupsch, Treskow-Allec. Z.Bezirk: bei Losse, Luisenstr. 20. 3. und 4. Bezirk bei G. Schulz. Wilhelmstr. 11. Oberschöneweide. Die Genossen werden aufgefordert, am Mo» tag, den 5. Februar, abends 7 Uhr. an den bekannten Stellen zur Flugblattverbrcirung sich einzufinden. Am Dienstag, den 6. Februar, mittags 1 Uhr, treffen sich die Genossinnen bei Kaufhold, Wilhelminenhofstr. 18, um die Heim arbeiter-Ausstellnng gemeinsam zu besuchen unter Führung der Genossin Frau Reimann. Am Dienstagabend s'/.z Uhr findet im Schlofipark Wilhelminen Hof eine öffentliche Versammlung statt. Tagesordnung: Das Steuer bulett im Reichslage. Diskussion. Verschiedenes. Es ist Pflicht jedes Genossen, für rege Beteiligung zu sorgen. Der Vorstand. HermSdorf und Waidmannslust. Donnerstag, 8. Februar, abends 8 Uhr, findet bei Dimke(ForsthauS), Hernlsdorf, Auguste Viktoria strafie. eine öffentliche Versammlung statt. Reichstagsabgeordneter v. Elm spricht über: Mehr Macht! Mariendorf«no Umgegend. Am Dienstag,». Februar, abends 8 Uhr, hält der Wahlverein seine regelmäßige Mitgliederversamnilung im Lokale des Genossen Bernhardt ab. Auf der Tagesordnung steht: Die Technik des Landgemeinde-Wahlrechts sowie Stellungnahme zur Gemeindevertreterwahl. Es ist Pflicht eines jeden Parteigenossen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Gäste haben Zutritt. Die Bibliothek ist eine Stunde vor Beginn der Versammlung geöffnet. Köpenick. Dienstag, den 6. Februar, abends 8 Uhr, Bezirks Versammlung für die Damm-Vorstadt beim Genossen Karl Lehmann. Bahnhofflraße. Die Genossen werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Groß-Lichterfelde-Lankwitz. Mittwoch, den 7. Februar. abend» 8 Uhr, im Reisenschen Saale, Chaussee- st ruße 104: Volksdersammlung. Vortrag des Genossen Kurt EiSner über:„Marokkanische Weltpolitik" Diskussion. Der Flottenverein und der Reichsverband zur Be kämpfung der Sozialdemokratie sind brieflich eingeladen. Die Ver sammlung wird pünktlich eröffnet. Der Einbcrufer. Sitzung in der diesmal Vorort- I�admcbteu. Stixdorf. Die Stadtverordnetenversammlung erledigte in ihrer «nn Donnerstagabend zunächst in geheimer Beratung die vorigen.Sitzung vertagten Grundstücksangebote. Aber auch kam es zur endgültigen Beschlutzfassung nur über ein Grundstück. die Beschlutzfassung über die beiden anderen wurde nochmals zurück gestellt. In öffentlicher Sitzung wurde dann die Regulierung sowohl der Hobrcchtstratze von der Lenau- bis zur Wcserstratze, wie auch der Strasse 17s und der Strasse 34s zwischen der Teupitzerstrasse und der Strasse 17s genehmigt. Der Magistrat schlägt vor, dem Diakonissenkrankenhause Bethanien eine Beihülfe von 50 Pf, pro Tag und Person für vor- zugswcise Bereithaltung von Betten für arme Rixdorfer Kranke zu gewähren. Die Versammlung stimmt debattelos zu. In gleicher Weise erledigt wurden einige lveitere Vorlagen, darunter eine betreffend Bewilligung der Kosten für die Errichtung einer Reichsbanknebenslelle und eine andere, die«ine Verstärkung einer Etatsposition für Erweiterungsbauten des städtischen Kranken- Hauses in der Cauncrsirasse verlangt.— Dem für Benutzung der städtische» Kranken- und Leichenwagen vorgelegten Tarif eulwurs treten die Stadtvv. Conrad sSoz.) und Wutzky i Soz.) entgegen. Die darin enthaltene Erhöhung der Sätze gegen die früheren Festsetzungen könne nicht gutgeheissen werden, ebensowenig die geplanten Zuschläge für den Fall, dass durch Ad- Weisung der Patienten beim ersten Krankenhanse sich die Weiter- fahrt nötig macht. Dies könne bei der bekannten Unzulänglichkeit der Ärankenhausfürsorge in Berlin und Umgegend manchem Kranken sehr teuer iverden. Im übrigen sei es eine soziale Pflicht der Kommunen, die Krankentransporte unentgeltlich zu bewirken.— Stadtrat Hoffmann meinte demgegenüber, die Stadt könne dafür nichts ausgeben und müsse auf ihre Kosten kommen. Die Mehrheit teilte natürlich diese Ansicht und nahm die Vorlage an.— Wiederum� wurde die Oeffentlicvkeit ausgeschlossen. Hinter verschlossenen Türen krönte die von Patriotismus triefende grosse Fraktion ihr in der vorigen Sitzung begonnenes Werk der In- toleranz dadurch, dass sie bei der Wahl des Kuratoriums für den aus Anlass der Silberhoch, zeit des deutsch:» Äaiscrpaarcs gestifteten Wohltätigkeitssonds die Stadtverordneten der dritten Abteilung, obwohl auch für diesen Fonds der Stadtsäckel in Anspruch genommen wird, ausschlotz. Ein MagisiralSanirag ergab die überraschende Tatsache, daß auf einem der letzthin angekauften Grnndstucke zu Rieselzwecken Grundgerechtigkeiten lasten, von deren Vorhandensein der Magistrat erst nach der Uebernahme Kenntnis erhielt. Ter Verkäufer soll— wie vom Magistratstische ausgeführt wurde—„vergessen" haben, davon Mitteilung zu machen. O diese Gedächtnisschwäche I Nach Prüfung der Rechtslage sah sich die Versammlung schliesslich ge- zwungen, der Vorlage zuzustimmen. Britz. Feuer in einem Bürgerkasino. Ein mutiges Rettungswerk voll- brachte in letzter Nacht die Britzer freiwillige Fe terwehr. Auf bisher unaufgeklärte Weise brach auf dem Boden des Bürgerkasinos in Britz, Chausseestrasse 54, Feuer aus, das so schnell um sich griff, dass in kurzer Zeit der ganze Dachstuhl des Gebäudes von der Glut er- griffen war und ein wogendes Feuermecr bildete. In höchste Ge- fahr bei dem Brande gerieten zwei in einer Stube der vierten Etage eingeschlossene Arbeiterkinder im Alter von 7 und 8 Jahren, die ein Opfer der Flammen geworden wären, wenn es nicht im letzten Augenblick den Mannschaften der Britzer freiwilligen Feuerwehr gelungen wäre, mittelst der grossen mechanischen Leiter und unter Benutzung von Rauchhelmen durch das Feuer und den Qualm zu den gefährdeten Kleinen vorzudringen, worauf sie die bereits be- wusstlos Gewordenen unter dem lauten Beifall des Publikums heruntertrugen. Es war die höchste Zeit gewesen, denn die Kleider der Kleinen hatten bereits angefaiigen zu brennen.— Mittlerweile war im Erdgcschoh des brennenden Gebäudes eine andere Kalamität entstanden. Das Hauptlvasserrohr war geplatzt, und nun ergossen sich ganze Ströme des nassen Elementes in den Keller und in das Erdgcschoss. Hier stand gerade die Leiche des vor zwei Tagen ge- storbcncn Sohnes des Poliers Friescck« im Sarg« aufgebahrt, als nun das Wasser in dem Raum« stieg, begann der Sarg mit der Leiche fortzusclMnmmcn. Tie ebenfalls an die Brandstätte geeilte Britzer freiwillige Sanitätskolonne musste eingreifen und brachte die Leiche mit vieler Mühe in Sicherheit. Nach und nach trafen auch die Feuerwehren aus Rixdorf, Buckmv, Rudow, Tempelhof, Treptow usw. auf der Brandstätte ein. Der Tachstuhl brannte vollständig herunter. Der angerichtete Schaden ist bedeutend. Reinickendorf. In der letzten Gemeindevertretersitzung wurde zunächst die Wahl eines besoldeten Gemcindeschöffen vollzogen. Durch die rapide Entwickelung des Ortes haben sich die Geschäfte der vier Gemeinde- schössen so vermehrt, dass die Anstellung eines besoldeten Schöffen notwendig wurde.— Fast einstimmig gewählt wurde der Stadtrat Reichhelm in Kottbus auf die Dauer von 12 Jahren.— Gegen die Richtigkeit der Gemeindewählerliste hatten zwei Arbeiter Einspruch erhoben, der jedoch als unbegründet zurückgewiesen wurde. In dem einen Falle war die Mehrheit der Versammlung der Meinung, dass ein Mann, der bei der Mutter wohnt und dieselbe mit ernährt, ein ganz gewöhnlicher Schlafbursche sei und deshalb kein Wahlrecht be- ansprachen könne.— Dem Antrage der Gemeinde Pankow wegen Abgabe von Reinwasser stimmte die Versammlung prinzipiell zu und überwies diese Angelegenheit der Kanalisationskommission.— Eine sühsaure Miene machte der Bürgermeister bei dem nächsten Punkt der Tagesordnung. Das grosse Projekt des Ingenieurs Kiewitz, eine Hochbahn zu bauen, welche Tegel, Reinickendorf-West und-Ost mit Berlin verbinden sollte, ist kläglich zusammengeschrumpft, nur eine Kostenrechnung von 177 Mark für Anfertigung von Plänen ist übrig geblieben. Tie Gemeindevertretcr wurden ersucht, nachträglich ein Drittel dieser Kosten zu bewilligen. Da die Gemeinde solche Pläne nicht bestellt hatte, sondern ein Komitee, das amtliche Legi» timarion besass so forderte der Vcrfertiger der Pläne die Bezahlung von den einzelnen Korniteemitgliedcrn, darunter auch vom Bürger- meister und dem Schöffen Herrn Scheminel. Diese verweigerten aber die Bezahlung und wurden verklagt. Um aus dieser Situation herauszukommen, wurde einfach beantragt:„Tie Gemeinde soll be- rappen", und die guten Gemcindcvertreter nickten ganz freundlich dazu. So endete das schöne Hochbahnprojekt des Ingenieurs Kiewitzl Weil aber der Gedanke gar so nett war, soll diese Sache doch noch lveitere Förderung erfahren. Die Grundstücke der Oswald Berlinerschen Erben sind an eine Terraingesellfchaft verkauft worden und sollen der Bebauung erschlossen werden. Die Gesellschaft er- sucht nun die Gemeinde um Ucberlassung der öffentlichen Wege und Gräben, die diese Grundstücke durchschneiden. Als Aeguivalent dafür will sie der Gemeinde ein Schulgrundstück unentgeltlich über- lassen. Die Vertretung war hiermit einverstanden. Bemerkenswert dürfte sein, dass die Grundstücke vor zirka 15 Jahren 360 000 Mark kosteten, jetzt wurden dieselben für 1 200 000 Mark verkauft. Unsere Gcmeindctvählcrlistc weist in der ersten Klasse 24 Wähler auf, in der zweiten 506 Wähler und in der dritten 3290 Wähler. Der erste Wähler der ersten Klasse zahlt 35 453 M., der erste Wähler der zlveiten Klasse 1757 M. und der erste Wähler der dritten Klasse 137 M. Steuer. Pankow. Da das Krankenhaus der Gemeinde Pankow im Herbst dieses Jahres fertiggestellt sein ivird und der Benutzung übergebe» werden oll, so wurde in der Gemeindevertretitiig die Wahl eines Kranken« battskttratoriums vorgenommen und die bestehende Krankenhaus- baukommiision mit dieser Funktion betraut. Von unserer Seite ge- hört Genosse Freiwaldt demselben an. Ein wiederholt abgelehnter Antrag, den Handel mit Kurz- und chnittwaren auf dein Wochenniarkte zu unterbinden, hat nunmehr infolge einer erneuten Petition zum Erfolge geführt. Die„Rück- icht" auf den kleinen Geschäftsmann, dem der K'rammarkt fchiveren Schäden zufüge. musste herhalten, um eine Anzahl kleiner Handelsleute in ihren, Erwerb zu beeiuträchiigen. Jnferesse an dieser Massrcgel haben die Hausbesitzer, von denen auch die Petitton aus- gegangen ist, da sie ihre Läden vorteilhafter vermieten können. Mit dem Posten eines Marktkommissars ivurde Gemeindevertreter Baak betraut. Ein Autrag, für den Inhaber dieses Postens eine besondere Uniform zu beschaffen, wurde mit schallender Heiterkeit begrüsst, ebenso die Befürchtimg, dass durch die Wahl des Herrn Baak eine Revolution unter den Marktweibern ausbrechen würde. Eine längere Diskussion entstand, als Genosse Freiwaldt die Errichtung einer Waldschule aus privaten Mitteln zur Sprache brachte und auf den kürzlich von uns abgedruckten Aufruf des Komitees Bezug nahm. Namens unserer Genossen stellte er den Antrag, die Gemeinde solle die Angelegenheit selbst in die Hand nehmen und die Mittel zur Errichtung einer Waldschule zur Ver- nguiig stellen. Da einzelne Gemeindevertreter selbst den Aufruf unterzeichnet haben, so ist deren Stellungnahme zu dem Antrage besonders interessant. Gemeindevertreter Professor Bussler erklärte, dass sich die Schttlkoinmission mit der Sache befaßt hätte. Nach reislicher Ueberlegung und ttttter Berücksichtigung der Erfahrungen, welche die Stadt Charloltenbiirg gemacht hätte, könne er nicht dafür eintreten, daß die Mittel der Gemeinde in Anspruch genominen werden. Es lägen noch nicht genügende Erfahrungen über den Wert derartiger Eiurichtungeu vor; 15—18 000 Mark wurden wohl zu diesem Zweck gebraucht iverdcn. Zum Schluß wurde konstatiert, daß die Gemeinde- Vertretung der Aiigelegenheit sympathisch gegenübe» stehe. Mit der Sympathie ist es aber nicht getan. Erkennt man die Notwendigkeit einer derartigen Einrichtung an, und das ist in dem Ausruf ausdrücklich geschehen, so müssen auch Mittel und Wege zur Verwirklichung gesunden werden und zwar von Gemeindewegen. Rieder- Sdiönhausen. Am 30. Januar hielt der hiesige Wahlverein seine fällig« Monatsversammlung ab. Den Hauptpunkt der Tagesordnung bildete der Vortrag des Genossen D o m n i ck aus Berlin über die Frage: Wie gewinnen wir unsere Frauen und Kinder dem SoziaktSimtZ. Redner gibt eingangs eine kurze Schilderung der gegenwärtigen politischen Situation. Die glorreiche russische Revolution habe allenthalben und besonders auch in Deutschland eine Steigerung des politischen Lebens verursacht. Da? Auwachsen unserer politischen und gewerkschaftlichen Organisationen sowie die immer größere Verbreitung unserer Presse, seien erfreuliche Anzeichen einer Periode politischer Lebendigkett. die besonders gceiguel erscheine, gerade jetzt für grössere Teilnahme der Frauen am politischen Leben zu Ivirkcn. Redner gibt einen historischen Rückblick, wie die wirtschaftliche Entwickelung vom mittelalterlichen Zunsthaiidwerk, hinweg über die Periode der Mantifaktur bis hinauf zur modernen Grossiudustrie die Stellung der Frau im Wirtzchaftslebe» von Grund aus revolutioniert hat. Er schildert die Lage der Proletarierin in der Grossiudustrie und Heimarbeit, kritisiert die Tatsache, daß, im Verhältnis zu der großen Zahl der in der Industrie tätigen Frauen, nur sehr tvenige Fraue» bisher organisiert seien, und konstatiert als einen der Haupt- gründe dieses Ucbelstnndes die Gleichgültigkeit sehr vieler Männer gegen die Fraueitorganisation. Der sozialdemokratisch denkende Mann müsse dafür sorgen, daß seine in der Industrie beschäftigte Frau auch ihrer entsprechenden Berufsorganisation angehöre. Der Mann müsse die Frau zur Anteilnahme am politischen Kampfe erziehen, damit sie zur gleichstrebeuden und gleichberechtigten Mitkämpferin wird. Rekereni verbreitet sich dann über die Frage der Jugend» erziehmig, die in letzter Zeit lebhaft in der Partei erörtert werde. Er streikt kurz die Debatte in der„Gleichheit" und konuni. obivohl er die Schwierigkeiten der Sache nicht unterschätzt, zu dem Ergebnis, daß es dem guten Willen der Arbeiterklasse gelingen muß. einen gangbaren Weg zur Löstnig dieser Frage zu finden. Der Bortrag fand reichen Beifall. In der Diskussion wurde besonders die Lage der Heimarbeiter besprochen und zum Besuch der Heimarbeiter« oussiellimg aufgefordert. Zum Schluß der Versammlung macht der Vorsitzende noch auf die am 13. Februar ftattsindeude öffentliche Gemenidewählerversammluug aufmerksam, in der Genosse Koblenzer referieren wird, und ersucht ättßerdem, für daS am 17. Februar stattfindende Winterfest zu agitieret,. Zum Winterfest sind diesmal erste Kräfte engagiert. Die Genossen Böhne, Rismann und Beyer traten ivarm für den Austritt aus der Landeskirche ein. Alt-Glienicke. Eine neue Gcmeinde-Strassenbahn. Die Gemeindevertrettmg von Alt-Glienicke beschloß in ihrer letzten Sitzung, zur Verbindung zwischen Alt-Glienicke und Adlershof eine elektrische Straßenbahn in eigener Regie zu errichten und z» be« treiben. Damit erklärte sich die Gemeindevertretung gegen die AnS» fiihrung des sogenannten KrcisbahuprojekteS, in welchem der Bau der genannten Strecke gleichfalls vorgesehen war. Der Beitrag der Gemeinde für die Kreisbahn war ans 200 000 M. festgesetzt. Ob mit der Stadt Köpenick ein Abkommen getroffen wird, um die geplante Geiiieiiide-Straßeiibahn an die Linie Köpenick-AdlerShof an» zuschließen, steht noch dahin. Die Gemeindevertretung betraute eine Deputation, bestcbeuo aus dem Gemeindevorsteher Weiden, auii, einem Schöffen und einem Gemeindevertreter, damit, dem Landrat des Kreises den Beschluß der Gemeinde zu intterbreiten und um deffen Förderung durch die Regierung zu ersuchen. Wilmersdorf. Das Ministerium„des GristeS" und die Selbstverwaltung der Gemeinde». Das Proviiizialschulkollegium hatte, wie wir vor einiger Zeit berichteten, die Genehmigung zur Errichtung ziveier höherer Lehraustalien in Wilmersdorf davon abhängig gemacht, daß die er- forderlichen Grundstücke und Gebäude auf den Namen der beiden Anstalten als öffeutlich-rechllick�eu Korporationen grundbuchaiutlich eingetragen werden sollten. Die Gemeindevertretung hatte sich mit dieser Bedingung nicht einverstanden erklärt, da sie das Eigentums- recht der Gemeinde nicht aufgeben wollte, und den Geineindevorstand beauftragt, wegen der Errichtung des zweiten humanistischen Gyn,- nasiumS und der Realschule iiochmats mit dem Provinzialschnl- kollegium zu verhandeln. Dieses hat jetzt darin eingewilligt, daß die gnmdbuchamtliche Eintragung den Zusatz erhält, daß Grundstücke und Gebäude wieder in den Besitz der Gemeinde übergehen, sobald sie nicht mehr zu Schulzlveckeu Vcrlvendung finden. Für die Gemeinde liegt auch nicht der geringste Grund vor» wenn auch nur vorübergehend, auf ihr Besitzrecht zu verzichten. Schmargendorf. Hier tagte am Dienstag eine Generalverscnnmlung des hiesigen Wahlvereius. Ter Bericht des Vorstandes brachte nichts neues. Die Einnahmen beliefen sich nach dem Bericht des Kassierers auf 123,01 M., die Ausgaben auf 111,01 M., bleibt ein Bestand am Ort von 17 M. Als neue Mitglieder wurden der Lederzurichier Gustav Falkenberg, der Buchbiuder Max Ticken, am, und der Optiker Albert Peters in den Verein aufgenominei,. Der Zimmermann Wilhelm Gericke wurde tvegen zu laugen Rückstandes der Beiträge ausgeschlossen. Folgender Antrag Reck kam einstimmig zur An- nähme:„Genossen, die dreimal in einem gesperrten Lokale an- getroffen werden, ohne weiteres ans dem Verein auszuschlicssen." Tie nächste Versaimnlung findet in„Cafe Pein" statt, und zivar mit einem Vortrag über Alters- und Invalidenversicherung. Diebe statteten in der Nacht vom Freitag zum Sonnabend dem Genossen Otto Barowskh(„Wirtshaus Schmargendorf"), Warne- münderstratze 6, einen Besuch ab und erbeuteten zirka 1000 Zigarren und Zigaretten. Ein Faß Rum wurde zum Auslaufen gebracht. Die Empörung zahlreicher Einwohner Schmargrudorfs kam gestern aus Anlaß der Beerdiginig des vierjährigen Söhnchens der Drechsler Röiverschen El>elente auf dem Kirchhofe deutlich zum Aus- druck. Es wird behauptet, daß das Kind infolge körperlicher Miß- Handlungen gestorben sei. Der ärztliche Befund und die auf Aer- aulassttug der zuständigen Behörden angeordnete gerichtsärztliche Obduktion der Leiche sollen diese Behauptung bestätigt und dem Staatsanwalt Veranlassung zur Einleitting eines Verfahrens gegen die Eltern gegeben haben. Die Eheleute konnten gestern nur durch polizeiliches Eingreisen vor körperlichen Züchtigtingen betvabrt werden. WS" RixdoHF."WA spritz Hoppes �festsätc, ÜermannatraBe Vo. 48/40. ßibe» eonnfng; Großer öffenllielier Ball. «nfang 4 Uhr. Heute Sonnfftfl S'l, Uhr: KlndcrToratclInng. ___ See Rattenfänger von Hameln. Donnerstag, den 8. Fedniar: Wiederbeginn der beNebtcn Gasilpicle dcZ Tcnlselien VoltS-DheaterS. Zur Aufführung gelaugt: Der Fehltritt einer Frau. Kaslencrösfiiung 7'/, Uhr. Konzert-Anfang 8 Uhr. Theater- Llnsang 8'/, Uhr. Nach der Vorstellung: Familien.Danzrränzchen. Rmil Rvsgnsi» lriiiiemIiItlrM ll». WAarho-, Weiß-, Woll* nnd XannfnUtnrwaren. Vorgcaelchnete and fertiisc llundarboltea. Herren« Artikela MitgUcd von 8 Rabatt- u. Sparvcrclncn. 288V« lugusl Lucas, Slrtapie, Tritülagen Tpczial-Geschäft. Gegr. 1873.• Ollo Bredow, Miwen, Strumpfe, TnUageD. Pat«- und Modeware«.* ! Möbel Polsterwaren Sofas, Matratzen, Garnituren, Bettstellen. 312V* 6lto Dornbusch,®Ä«.b 47 BergstraOe 47. Polsterwaren n. aus eigener Werkstatt Leih-Haus Chnrlottenbarg, Friedrich- Karl< Plai, IS, Berlin, Zlnklamer-Strafte S. Beleihung von Brillanten, Gold- und Gilbersachen, Uhren, Büchern, Wäsche, Kleidungsstücken k. 854V* OOOOOOOOOOOOOOOOOO Vereins-Säle Bruse's Ball-Salon. RlxdorP, Knescbeckftrahe 1 13, (2 Min. v. Bahnhos Hermannstr.) l Jeden Sonnlag: 322S<*i ! Kavalier*Bail! bei stall besetztem Orchester. I Saal(600$od.) mit Bühne nnd, Restaurant bestens emvsohlen., J viaealt sUrüert, Sleinmetzftr.s, . DlCaCIl, iilisgto Resterhandlung. Kratze Auswahl in Herren- u. Dame», Nossen sowie sertiger Knaben- und Arbeitergarderobe, Mädchenmänteln. .-.it.------ KoslümrScktn. 313V« ösroald Scholz,- R,�dopf' Krawatte», Regenschirme, BergstraSetSf. tuhe. Wäsche, pazierftöcke. Setilrinreparaturen und Bezöge. ■sgujqv ahn 8 9>q pogsoHanusnop,» ?.i3jBJWg'u,, ISA'u-qm-S'aafogr ',sitmg.iiT'»u.ivSpp,D'4zvlu?aväiizoW 'S'2«!>qv.izjazq,,a!,i,oh>Z ��opx,Ai �SVSNZ plomask Wo gehen wir des S o n n t a g S tanzen? In Wollbrnndn«e- wolUclinrihliauM, R irdorf, Kirchhofftr. 41. Jeden Sonntag ab 4 Uhr: Qeffenellcher Stall. Monat Mär, sind noch zwei Sonn. abende frei. 82t V* Bersnann Sehleich Nacht. wbober: w. Schilling. Charlottenburg, Berliner Straße No. 111. Pfeifen und Tabake Reparaturen nnd Zobehörteile. En gros Zigarren En ddta» Einzelverkauf zum Fabrikpreis, j IG tttttck£5, 80, 95, 40 PI. usw. 276V« C. Grosse, C,,arl0"e",",r'1 ilmersdorlerstr.lll. Eventoell Teiltahlungl Spezialgeschäft lOr echte Edison- Phonographen und GoldcnBwaimien echte Oramniophone und Platten zu � Originalproisen. � Alle Reparaturen—~ Slmtliehe Zubehörteile. 76292« Kenner rauchen nur die Zigaretten der Zigaretten«IProduhti v- Gcnoflcnfcljaft m Dresden, gegründet von den e. Z. Der* nnwgonperrten Dresdener Zignrettenarboitern, Keine Pnternehmerproflte I X X War Handarbeitt Vorttltgl leimte«hnnlltttt. ■... In allen EiKarettenaewoharton>a haben.------- BoHte S Pf.- und 8 Pf.-Xlaarette. Vnhrililagor: Berlin SO., KOponlcUei-NCr.»On. Amt IV. 9490, »««»»««»»»»««««»»»««««»»««»»»»» 1 BS oii.- Umarbeitung Ichlechlsitzcuder Kcbisse. G Garantie sür guten Sitz. Znbnoperattouen.? Plomben. Zahnschmerz bcseiL ohne Operation. Z , Zahlreiche Anerteiinniigen. Tcilzalilung. «• Kmll SchaeferS Zahnateller, Luisenuser 22.? J.tzauieBadvranienpI. Vordem 16 Jahre Ui vaiistr u Kottbiiier Damm, a Otto Schräder üknnaciiee Fnearichsberg— Berlin O. ?ranUfurter Chaussee Wo. 8 am llahnliof Fraukrurtcr Allee empfiehlt sein großes Lager in Uhren, Gold-, Silber- nnd jUfenlde- Waren. sosv* Eigene Werkstatt fllr Keparaturen and llcnnpbelt. Fernsprecher; Amt Frisdriehsberg, Ne. 191. Eduard Möller 307V« killte, JVIützen, pclzwarcn Uirdorf, Kergstr. 84, W. Beckei«, Charlottenburg, Wümersdorferstr. 127 1, Billigstes Spezialgeschäft in G Phonographen.# HartguS-Walzen 70 pf, Scliallplatlen 66 Pf., Kontert- Phonographen 4.00 M.. Edison• Phonographen und Goldguß-Watzon. 234V* Alle Reparaturen und ZubehSrteeil. Emil Quade Schöneberg, Hauptstraße 138. OrOßtes und billigstes Spezialgeeohälc Schönabergs in Uhren, Juwelen, Gold-, Silberund mv« Alfenidewaren. Neoanleriigung und Reparatur in eigenen Werkstätten zu billigsten Preisen. Leiste(Dr Jede bei mir gekaufte Uhr drtijlhrl|t schriftliche Garantie. Altes Gold nehme In Zahlung. Weltbekannt sind Echt Rathenower Brillen 1,00 PlncenezfeohtNickelJM. 1.50 jlalhenower Jlngennläser.« jo0�•-- „ Schildpatt.. 4,30 Opern- a.ReiseglSserv. 6,00 an «ssysswi- JU GrÜtl, Optiker, Brunnen-Straße 4 - am Rosentbalcr Tor.— s H. Zimmermann 2 Berlin SO. Juwelier Oranienstr. 206 • Gold- und Silberwaren-Fabrik, Uhren-Großhandlung. Eigene Werhtlatt für Neuarbeit u. Reparatur. Streng reoll.— Billigste Preise. 5870L* «444444>•••>•••••••••••••••••••••••••••• -f- Blutreinignngsknr-f Laarmann'a Taufab rgor Wallt««, die best« und billifite Vorbeuaung 1» mungelhnfter BlaTbesrhRffenhelt Blltifea nÄönrnlttel, lollle Jed« WattHt letal irinken;«vtd»N: Erdbeer-, i�fTbl-,'R'IADN«!« Ids'.lrrani. Ktai»»emtn*e, StHt- <)n4, KnniifBliprf.ttn, Ani>]« Bvf tttig, CtirrAuhen Ksminen, Altliaete, rfoftc .tlnrft, Undtfi, afran Je 4,0. Petfab-T,»cmiicj, 8th«fg., Faulbmim, I.«»ei.
  • «erei* je 1,0. Dur« h«t blei bte« Bit. ntflehen: Rbsfilttm, Oicht, AiiRi.'hlftfj, unreiner Teint, Röteln, Pickali- ojif-rhm etö. Pack. 60 Pf. n l Mk. In dlesliexügl. Vcrkaul»«tellcn. hur ooh. .«n tiu«.t»v I�BBriuanu, Horforg. Zu haben in allen Apotheken und besseren Drogerien. H.& P. Uder, eeÄV?. FabriU-Lager sämtlicher gangbarer Kautabake. U; Nordhäuser Kautabak stets frisch zu billigsten Engros-Proisen. 6651 L« Amt 4. 3014. Pfeifenraucher!! „Ihr habt am Rauchen erst Geschmack* 64852* Glüht in der Psrife Tterntabak. Slanstem 20?J., Goldstern 25?J. mild, aromatisch, preiswert mit GratiSzngabe einer eleganten Pfeif«. � Tabnkfabrlk H. Stern, Steele. VngrdS Nertrlebi II.* P.®der. Hallen fllr 1000 Persenen. GroBe Spielplatz., Bes. W, Heinrich Far Gastwirte! I in enns-n Riidorf: StÄStZii Rpplin f' Spandauerstr. 45 w.• am Jtlolkenmarkt. 0- Kaiser-, Ecke ScMlling- ** Kleine und Große Frankiui-ivi'eti.Se. Glas. Porzellan. Bierbecher extra stark'j,. u.'s« Biter I p. 100 Stck. 8,50 u. 9,50. j Goldrandbecher leicht'Aj'U'Ja'la 1 Stück V 7 1« KS I Pf. Kafföötan Bouillontassen Mokkatassen Seiiokolaiientasseii mit hohem| Boden '/»'/» 1| St. Iii IS1/, 14',, 18 Pf| mit höh. Roden _. 8,00 M ra. Goldrand St. 5 Pf. tenrer. Weißbierpokale w. IFOFTH Äl in Kronengrlasi SB 38 In Schalenform 40 55 wier massiv u. halbstark 20 25 Pf. Aj Dessert- u. Stnllenteller massiv 15 18 Pf. 3 Kompolteller I IBBBÄlS 35 Pf. ms I SO M. l-12Port. W Ifir Kaffee- f kfieben VJ'/«11 in Por/.ell.n.ßtelhg. I ■ ■ ßier-Seidel I Sabncntöpfc Kronenglas, kriatallhall, B.k&WhW alle Formen. mit starkem Henkel ini, allen Größen von 7-70 Pf.* Zuckerschalen v. 5-15 Pf f. 1, 2,4.6 SpezialVertrieb KronensQlas (hrlntnllhcll). Likörgläser gepreßt'/„ u.'/„I S 6 7 Pf, glatt u. geschliffen, Halbkristall,'lM u. 1 15 18«» Pf, B Bestecks Messer u. Gabeln Paar»5 85 45 55 Pf Wasser-Becber 6 7 8 Pf. Fuß-Becher O 18 15 Pf. EU- und h Kaffee-Löffel 5 7 19 10 83 Ff. Grätzer-Tulpen Itck�i'ss'öagpf. geschliffen Stck 40 48 45 59 Pf Wein- und Portwein-Gläser lO 15»0-50 Pf. Sämtliche Porzellansachen m Restaorationsiietrieiie. Servier-Tabletls in Hol« u. Metall in allen Größen von lO Pf. hie 3 M. GUlhsirUmple 15»« 80 Pf. GIühlicbt-Apparale 48 Pf., System Auer 55 Pf. Gasglühlicht-Zylinder Dtzd. 05 u.»O Pf. Gasslilhliclit-ClImnierzylinilErl gr. 25 Pf, kl. 80 Pf. ® vanPnortijch* R e bol*� öne"«p'Bert1'' � üt" ben Inseratenteil verantw.; Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW,