Nr. 233. Grscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1.10 mt, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer. 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage, Neue Belt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mr.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Sernsprech- Anschluß Amt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Mittwoch, den 5. Oktober 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Hinter den Dirchom- einem Hausbesitzer der Choleragefahr halber aufgegeben, fanden im Juni und Juli mehrere Ausstände, wenn auch Rulillen. " seine überfüllte Kloake zu leeren. Das war dem Mann zu nur kleine, meist auf eine Fabrit beschränkte, statt.) 3. Am fostspielig. Er wußte sich aber zu helfen. In die Wand eines 3. August gab es Cholera- Unruhen in dem Städtchen dane ben gelegenen tiefen Kellers ließ er ein Loch schlagen, Lysobyki, und in der polnischen Stadt Lublin ist die Cholera Man schreibt uns: um die Jauche in den Keller hineinfließen und dann das neuerdings in noch viel schlimmerer Form ausgebrochen, Es ist ein arges Mißgeschick für den Rektor der Loch zumauern zu lassen. Dann wäre der Kloakeninhalt als selbst in Hamburg. Universität Berlin, Herru Geheimrath Professor Virchow, außer Seh, wenn auch nicht außer Geruchsweite gewesen, Doch diese Skizze russischer Zustände hinter den VirchowRitter hoher Drden zc. 2c., daß außer den Worten der und der inspizirende Beamte hätte alles in schönster kulissen würde nicht vollständig sein, wenn wir zarischen Würdenträger, welche ihn auf seiner russischen" Ordnung" gefunden. Nun passirte dem schlauen Hans- nicht ein Exemplar jenes Beamtenthums, das den deutschen Reise angehuldigt, angetoastet und angeführt haben, wirth aber das Mißgeschick, daß die in den Keller ein- Geheimerath und Professor so sehr bezaubert hat, hineinauch noch andere Mittheilungen, gedruckte und ungedruckte, strömende Jauche ihn selbst und zwei Arbeiter ersäufte, und zeichneten. Kein Geeigneterer dazu, als der Gouverneur von über die fosatenbewachte Grenze zu uns dringen. Denn da so kam die geniale Erfindung dieser Potemkin'schen Kloaken- Nischuij- Nowgorod, Herr Baranow! Uns liegen zwei erfährt die Welt, daß es hinter den schönen Kulissen, die Kulisse an den Tag. Herr Rudolf Virchow aber kann Restripte vor, welche dieser Gewaltige vor einiger Zeit au man den deutschen Professor hat auftaunen lassen, ganz daraus ersehen, daß er doch selbst noch recht viel Russisch" die seiner besonderen Fürsorge überantwortete Unterthanenanders, barbarisch und schmußstarrend aussieht. So sind lernen muß, wenn er das Zarenreich und seine Bräuche schaft erlassen hat. Nach Form und Inhalt repräsentiren ns jegt wieder anläßlich unserer Kritik der Birchow'schen verstehen will. sie in so vorzüglicher Weise die mit einigem bombastischem Jubelhymnen auf den Zaren und seinen Tschin( die Als die ersten Cholera- Unruhen am Wolgaflusse, in Flitteriverk aufgeputzte Willkürherrschaft der Zarendiener, Beamtenschaft) Nachrichten aus Rußland zugegangen, die Sfaratow, Astrachan, Wolst, Chwalinst ausbrachen, war daß sie am wirkungsvollsten für sich selbst sprechen. Sie auf etwas gründlicherer Forschung und Beobachtung be- davon auch im Reichs Anzeiger"( Prawitelstwiennji lauten: ruhen, als sie dem reisenden Professor in der gastfreund- Wjestnik) die Rede, jetzt schweigt er sich über spätere Vorlichen Gesellschaft der Tschinowniti möglich gewesen wäre. tommnisse aber gründlich aus. Die Unruhen in den LandEs ist deshalb so außerordentlich schwierig, die volle bezirken dauern nichtsdestoweniger fort. Unzufriedenheit herrscht Wahrheit über die im Zarenreiche( herrschenden Uebelstände überall, wenn auch ohne klare Erkenntniß der Ursachen des ans Licht zu bringen, weil die Regierung mit einer injolge Voltselends, und bald hier bald dort kommt es zu ganz langjähriger Uebung großen Fertigkeit alle unbequemen selbständigen und urwüchsigen Ausbrüchen. Keine Silbe Thatsachen zu vertuschen versteht. Trotzdem sichert hin und davon darf in den Zeitungen berichtet werden. Nur ganz wieder doch( der Bericht über einen symptomatischen Vor- unvermittelt bekommen wir zu lesen, daß da oder dort so gang in die zenfurirte Presse hinein und selbst aus den und so viel Personen wegen Aufruhrs" verurtheilt worden Spalten der Regierungsblätter tann man manche über- find. So berichtete dieser Tage der Reichs- Anzeiger" über raschende Aufklärung schöpfen, wenn man zwischen den Zeilen die Verurtheilung von 33 Bauern aus Abakamowka( bei zu lesen versteht. Sfaratow). Ein Weib und zwei Männer wurden zu Zwangsarbeit, die übrigen zu mehr oder weniger langen Gefängnißstrafen verurtheilt. 9 " 1. Nebst vielen Tugenden besitzen die Bewohner der Stadt Nischnij- Nowgorod auch mehrere Fehler. Ich spreche hier von der Manie, anonyme Briefe zu senden, welche voll sind von Beschimpfungen und Androhungen mit Mordthaten, Brandstiftungen und Aufständen. In den letzten Tagen sind viele folcher Sendungen, darunter auch an meine Adresse gerichtete, durch die Post befördert worden. Die Vaterstadt von Minin*), der wegen seiner Liebe zu Gott und dem Zaren von ganz Rußland geehrt wird, darf für die Thätigkeit einer wahnsinnigen Bande fein Schauplaß sein. Aber nicht alle sehen das ein und benehmen sich gegen elende anonyme Drohungen so, wie sie sollten. Ich mache öffentlich bekannt, daß ich keinem Beamten befehlen werde, die übelthäterischen Verfasser der anonymen Briefe ausfindig zu machen. Aber wenn was Gott verhüten möge! jemand durch Ausnutzung der Dummheit und Leichtgläubigkeit der dunkeln Volksmasse irgend welche Krawalle zu Stande bringen sollte, so werde ich mit Hilfe des Militärs die Ordnung wieder herstellen und die Führer und Aufhetzer auf der Stelle hängen lassen. Auch alle übrigen Theilnehmer werden streng öffentlich bestraft werden. Wer mich fennt, weiß, daß ich das, was ich angekündigt habe, auch auszuführen den Muth habe. Ich fordere alle bedrohten Personen auf, ohne Sorge um ihre Sicherheit ihre nützliche Thätigkeit fortzusetzen. Diese Aufgabe hat der Monarch mir anvertraut." Im Anschluß an das vorstehende lautet denn das Restript: Auf dieses Lesen zwischen den Zeilen ist man jetzt besonders hinsichtlich der Choleranachrichten angewiesen. Es ist in diesem Sommer fast teine Woche vergangen, daß nicht Man munkelt jetzt auch von großen Krawallen in Je in irgend einer Gegend Unruhen stattgefunden hätten, faterinoslaw; theils soll ein Ausstand der Metallarbeiter, größtentheils wegen der Cholera, die eine mindestens theils die Cholera die Veranlassung dazu gegeben haben. Behumal so schlimme Ausdehnung angenommen hat Das Bolt kämpfte gegen die Kosaken und vergriff sich an als in Deutschland. Das Volk hat sich eingeredet, der orthodoxen Geistlichkeit. Letzteres ist eine bedeutsame daß die Regierung die Cholera macht". Das Neuerung in der Geschichte russischer Volksaufstände. Im ist allerdings einerseits ein Zeichen mangelnden Verständ- Reichs- Anzeiger" natürlich kein Wort davon! Nur im ehenisses für das Wesen dieser fürchterlichen Seuche, anderer maligen Königreich Polen lassen sich die Unruhen nicht fcits ist es aber auch ein Beweis dafür, wessen das Volk völlig todtschweigen. Die Nähe der Grenze und die die Barendiener für fähig hält. Die„ Bureaulisten und Entwickelung der Verkehrsmittel zwingen die amtliche Schreiber" büßen selbst im heiligen Nu land mehr und Bresse, wenigstens etwas verlauten zu lassen. Während 2. mehr von ihrem Nimbus ein. Böllig Unreche hat obendrein der drei letzten Monate wurden folgende Unruhen offiziell der Volksmund nicht, wenn er davon redet, die Regierung bekannt gemacht: 1. Ein jüdischer Krawall in Hrubieschow mache" die Cholera. Ist es doch vorgekommen, daß( 22. Juli). Die Regierung hatte befohlen, eine FriedhofsBeamte, die beauftragt waren, die Kleider der an Cholera mauer zu zerstören, worauf sich die Juden in einer Zahl Verstorbenen zu verbrennen, es vorzogen, sie zu verkaufen. von 1500-2000 Mann versammelten und von Drohungen " Geld riecht nicht"- es ist auch bazillenfrei nach Ansicht zu Gewaltthätigkeiten übergingen. 2. Vom 16.- 25. Juli dieser wackeren Tschinowniki. fand ein Streit der Bergleute in drei Kohlengruben statt.*) Kosma Minin war ein Bürger von Nischnij- Nowgorod, Die Arbeiter benahmen fich durchaus ordentlich und mit der im Jahre 1612 einen siegreichen Aufstand gegen die Herrselbstbewußter Zurückhaltung. Für russische Beamte zählt schaft der von den Polen unterstützten Bojaren erregte und so ein solcher Streit aber doch zu den„ Unruhen".( Uebrigens den Romanow's zum Throne verhalf. Dafür, daß auch die russische Bourgeoisie solchen beamteten Gaunern würdig zur Seite tritt, liefert ein Mosfauer Borkommniß einen klassischen Beweis. Dort war Feuilleton. Magbrua verboten.] Die Waffen nieder! ( 88 Eine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner. " Heute, am 10.( 22.) Juni, wurde auf der Kosakenstation ein großer Stein gegen das Gartenhäuschen geschleudert, in dem die Nonnen sich zu erholen pflegen, wenn sie von den Todtengebeten ausruhen. Der Anprall des Steins war so start, daß ein Brett losgeriffen wurde und ein Fensterrahmen niedergestürzt ist. Der Schurke, welcher den Stein warf, hatte bei der Dunkelheit Zeit, Ich hatte bisher regelmäßig Kunde erhalten. Obwohl geliebtes Weib. Auf mein Lager habe ich den Burl hiner in seinem ersten Briefe mich darauf vorbereitet hatte, gelegt. war der müd', Der arme Kerl! Ich bereue daß er nur wenig werde schreiben können, so hat Friedrich fast, ihn mitgenommen zu haben; der ist auch, was die doch jede Gelegenheit benügt, ein paar Worte an mich zu unseren immer von der preußischen Landwehr behaupten: richten. Mit Bleistift, zu Pferd, im Zelt in flüchtiger, an die Strapazen und Entbehrungen eines Feldzugs nicht nur mir leserlicher Schrift, so schrieb er die aus seinem gewöhnt". Jetzt schnauft er wohlig und süß ich Notizbüchelchen herausgerissenen, für mich bestimmten glaube er träumt, wahrscheinlich von seinem Freund Blätter voll. Manche hatte er Gelegenheit abzuschicken, und Gönner Rudolf Grafen Dozky. Und ich träum' manche gelangten erst später, erst nach dem Feldzug in von Dir, Martha... Zwar bin ich wach; aber Dann behaupte wenigstens nie, daß der Krieg die meine Hände. täuschend, wie ein Traumbild, sehe ich Deine liebe Gestalt Menschen vereble!- Gestehe, daß er sie entmenscht, ver- Bis zur Stunde habe ich diese Andenken aufbewahrt. in jener halbdunklen Zeltecke, auf einem Feldstuhl sitzen. tigert, verteufelt! Siedendes Del!... Ach!" Das sind keine sorgfältig stilisirten Kriegsberichte, Welche Sehnsucht ergreift mich, dort hinzugehen und mein Gebotene Selbstvertheidigung nnd gerechte Rache, liebe wie fie Zeitungskorrespondenten ihren Redaktionen, Haupt in Deinen Schooß zu legen. Ich thu' es aber nicht, Martha. Glaubst Du etwa, ihre Bündnadelgeschosse thun oder Kriegsschriftsteller ihren Verlegern bieten, keine mit weil ich weiß, daß dann das Bild zerflattern würde.. den unseren wohl?... Wie das wehrlose Schlachtvieh Aufwand strategischer Fachkenntnisse entworfene Gefechts- Ich trat einen Augenblick hinaus. Die Sterne flimmern müssen unsere Tapferen dieser mörderischen Waffe unter- skizzen, und keine mit rhetorischem Schwung ausgeführte gleichgiltiger als je. Auf dem Boden huschen verschiedene liegen. Aber wir sind zu zahlreich, zu disziplinirt, zu Schlachtgemälde, in welchen der Erzähler immer bedacht ist, Schatten: es sind Nachzügler. Viele, viele, blieben untertampftüchtig, um nicht doch noch über die" Schneider seine eigene Unerschrockenheit, Heldenhaftigkeit und patriotische wegs zurück; jetzt haben sie sich, vom Wachtfeuer angezogen, gefellen" zu fiegen. Zu Anfang sind gleich ein paar Fehler Begeisterung durchleuchten zu lassen. Alles dies sind hierher geschleppt. Aber nicht alle manche liegen noch begangen worden. Das gebe ich zu. Benedet hätte gleich Friedrichs Aufzeichnungen nicht, das weiß ich; was sie aber in einem entfernten Graben oder Kornfeld. Das war aber die preußische Grenze überschreiten sollen... Es steigen sind, das vermag ich nicht zu bestimmen. Hier folgen auch eine Hitze, während dieses forcirten Marsches! Die mir Zweifel auf, ob diese Feldherrnwahl leine ganz glück einige: Sonne brannte, als wollte sie uns das Hirn zum Sieden liche war... Hätte man lieber den Erzherzog Albrecht bringen; dazu der schwere Tornister, das schwerere Gewehr hinaufgeschickt und dem Benedek die Südarmee übergeben... Jm Bivoitak. auf den wundgewehten Schultern... und doch, es hat Aber ich will nicht zu früh verzagen bis jetzt haben ja„ Ohne Zelte Es ist ja eine so laue, herrliche Reiner gemurrt. Aber hingefallen find ein paar, und eigentlich doch nur vorbereitende Gefechte stattgefunden, Sommernacht der Himmel, der große gleichgiltige, voll konnten nicht wieder aufstehen. Zwei oder drei erlagen welche von den Preußen zu großen Siegen aufgebauscht flimmernder Sterne.. Die Leute liegen auf dem Boden, dem Sonnenstich und blieben gleich todt. Ihre Leichen die Entscheidungsschlachten kommen erst. Jetzt erschöpft von den langen, ermüdenden Märschen. Nur für wurden auf einen Ambulanzkarren geladen. fonzentriren wir uns bei Königgrätz; dort über hundert uns Stabsoffiziere wurden ein paar Belte aufgeschlagen. Die Juninacht, so mond- und sterndurchleuchtet, so tausend Miann stark- erwarten wir den Feind... dort In dem meinen stehen drei Feldbetten. Die beiden Kame- warm sie auch ist, ist doch entzaubert. Man hört keine wird unser nördliches Custozza geschlagen!" raden schlafen. Ich size an dem Tisch, worauf die ge- Nachtigallen und keine zivpenden Grillen; man athmet Dort würde auch Friedrich mitkämpfen. Sein letztes, leerten Groggkläser und eine breitende Kerze stehen. Beim teine Rosen- und Jasmingerüche. Die süßen Lante am selben Morgen angelangtes Briefchen krug die Nach- schwachen flackernden Schein der letzteren( es weht von dem werden durch die scharrenden und wiehernden Pferde, richt: Wir begeben uns nach Königgräs." offenen Eingang ein Luftzug herein) schreibe ich Dir, mein durch die Stimmen der Leute Stimmen der Leute und das Geräusch werden mit der Bes sich im Gebüsch von Baranowka zu verbergen. Ich bin darüber 1890/91 ein Tabat- Anbaugebiet von insgesammt 1983 Hettar. I gegangen und von der Kommission unverändert mit Giltignicht unzufrieden, da ich vor dem Erlaß der obigen Kundmachung Näh me man als Durchschnitts- Entschädigung pro Sektar 1000 m., feitsdauer bis zum 1. Oftober 1895 genehmigt worden war, Bedenken getragen hätte, den Schurken sogleich auf der Stelle so wären an die Pflanzer jener Bezirke 1983 000 Mart als wird, wie der Hamburger Korrespondent" meldet, dem bängen zu laffen und statt dessen zu schwache, seinem elenden Entschädigung auszuzahlen. Die Zahl der zu entGrevel nicht entsprechende Strafmittel hätte anwenden müffen. fchädigenden Tabatpflanzer beliefe sich auf 79 696. Reichstage in der bevorstehenden Tagung neuerdings, wahr Von morgen ab werde ich ganz frei von solchen Strupeln sein, wie man sieht, es handelt sich fast durchgängig( Anhalt aus scheinlich mit etwas verändertem Inhalt, vorgelegt werden. venn abermals ein derartiger Frevel begangen werden sollte, genommen) um 3wergbetriebe, bie größtentheils als Wie steht es aber mit der Kontraktsklaverei und der weder eines Chriften noch eines Russen würdig ist." Nebenbetriebe zu betrachten sind. Auf den Kopf träfe eine Lohnslaverei? Also aufhängen für das Verbrechen, ein Fenster ein durchschnittliche Entschädigungssumme von rund 24 Mart. geworfen zu haben: das ist die Ordnung im Zarenreiche, Saufter Zwang. Von offiziöser Seite kommt die Anso will es das höchsteigenhändig erlassene Gesetz des Herrn fündigung, man werde, um die fübbeutschen Staaten zum Ver Gouverneurs Baranow. Noch walten in Rußland die sicht auf das Reservatrecht geneigt zu machen, die nämlichen Typen, die uns Gogol in seinem Revisor" so e bergangssteuer vom süddeutschen Bier er treffend geschildert hat. Auch Gastmähler werden von höhen, damit die Konkurrenz des echten bayerischen Bieres mit diesen Liebenswürdigen Beamten noch immer bei der erschwert wird. Solche Maßnahmen laufen ungefähr auf die dem norddeutschen im Gebiete der Braufteuergemeinschaft erheblich Hospitalinspektion den" Revisoren" und ihren Freunden jenige Politik hinaus, welche f. 3. Fürst Bismarck inszenirte, um angerichtet. Da kann's" an Lob und Preis so trefflicher Hamburg in betreff der Aufgabe seiner Freihafenstellung mürbe Einrichtungen nachher nicht fehlen. Also, Herr Geheimrath zu machen. Virchow hat das Wort:„ Der Zar und seine gastfreien Beamten, sie leben hoch! hoch! und nochmals hoch!" Das preußische Dreiklaffen- Wahlsystem. tanntlich findet im ersten Berliner Landtags- Wahlbezirk eine Nachwahl für den verstorbenen deutschfreisinnigen Abgeordneten Klotz statt. Die Abtheilungslisten werden jegt für die Wahlmänner- Nachwahlen aufgelegt. Bum ersten Male bes Gesetzes vom 24. Juni 1892 für jeden Urwahl. find die Steuergrenzen der drei Wahlabtheilungen auf Grund bezirk besonders ermittelt und festgestellt. In einen Bezirke, wo der Geheimrath v. Bleichröder wohnt, der fich zu einem Jahreseinkommen von nahezu 3½½ MilJm Reichsschahamt, meldet die" Norddeutsche lionen eingeschäßt hat, schließt die erfte Klaffe mit einem Allgemeine Beitung" vom 4. Oktober, ist am 4. b. M. Steuerbetrage von 138 655, die zweite Klasse mit einem unter dem Vorsitze des Reichsschazzamts- Sekretärs v. Ma la hn Steuerbetrage von 6816 M. ab; in der ersten hat nur ein die its gestern erwähnte Konferenz von Sachverständigen der F I a tsbranche zusammengetreten. Die Steuerzahler Wähler, in der zweiten haben fünf zu stimmen; in einent andern, der einen Theil des reichsten Thiergartenviertels umfaßt, hört die zweite Klasse mit einem Steuerbetrage von 14479 Mt. Malyahu's Agitationsreife. Die Rölnische Die Militärvorlage soll nach der„ National- Beitung" eine 8e itung" theilt, wie Gerold" unterm 4. d." We.. depeschirt auf; wer weniger Steuern zahlt, fällt in die dritte Klasse. Erhöhung der Friedenspräsenzstärke um etwa 90 000 Mann wird, mit, der Schatzsekretär Malzahn habe zur Deckung der Umgekehrt giebt es Bezirke, wo schon ein Steuerbetrag von fordern, insbesondere auch eine große Verstärkung der Kavallerie Kosten der Militärvorlage die Besteuerung von Tabat, 102 M. Stimmrecht in der ersten Klasse, einer von 36 M. und eine abermalige bedeutende Verstärkung der Artillerie. Die Branntwein, Börse und Bier in Aussicht genommen und Stimmrecht in der zweiten Klaffe giebt. So ist es möglich laufenden Mehrkosten betragen für den Anfang etwas über bereits bei den füddeutschen Finanzministern 8ustimmung geworden, daß von den preußischen Ministern nur der Land60 Millionen Mart, später 65 Milliouen Mark, wozu noch die gefunden. Die Vorarbeiten feien soweit abgeschlossen, daß die wirthschaftsminister v. Heyden in der ersten, Miquel und Thielen Verzinsung der auf 80 Millionen Mark angegebenen, durch Vorlagen im Bundesrath und Reichstag noch vor Ende des in der zweiten, alle anderen Minister aber, den Reichskanzler Anleihe zu deckenden einmaligen Roften kommt. Jahres und zwar bald nach der Militärvorlage eingebracht an der Spize, in der britten Klasse wählen. Die Kölnische Beitung" findet, daß diese Zustände unhaltbar sind". Aber beileibe fordert sie zu ihrer Beseitigung nicht das verhaßte allgemeine Wahlrecht, sondern eine Berücksichtigung der Bildung" im Rahmen des Zensuswahlsystems. Wir ers Wahlsysteme" und betheiligen uns nicht an den Landtagswahlen. Wohl aber agitiren wir für den Sturz des Dreilaffen- Wahlgesetzes und seinen Ersatz durch das allgemeine gleiche geheime und direkte Wahlrecht.Militärvorlage und Stenerpläne. werden an diese Konferenz denken. Ministerielle Säfeleien. Ueber die Reibereien zwischen dem Reichskanzler und dem preußischen Ministerpräsidenten schreibt die Kreuz- Zeitung": Es läßt sich nicht bestreiten, daß der ganze Vorgang,( Uebergabe der Militärvorlage an das preußische Staatsministerium lediglich zur Kenntniß" werden. " nahme") wie wir bereits bemerkten, auf Reibungen hindeutet, Politische Meberlicht. gößen und an den Narretheidungen dieſes„ elendsten aller die sich zwischen dem Reichskanzler und dem preußischen Ministerium angebahnt haben. Als der erstere von seinem Posten als preußischer Ministerpräsident im März d. J. zurücktrat, haben wir der Besorguiß einen Ausdruck gegeben, es könnte diese Trennung unbequeme Friktionen leicht zur Folge haben. Es scheint so, als stünden wir schon jetzt bei dem Anfang solcher Störungen. Ob es gelingen wird, sie bald und gründlich zu be Störungen. Ob es gelingen wird, sie bald und gründlich zu ber feitigen, muß abgewartet werden." Berlin, den 4. Oktober. Reichstagsauflösung. Die Offiziösen spielen mit dem Feuer einer Reichstagsauflösung. Die bürgerlichen Parteien, die um ihren parlamentarischen Besitzstand bangen, sollen mürbe gemacht und für alle Zugeständnisse, welche Steuer auf die Dummheit, zwar ist es ein vom Staate bes Gelb, mehr Geld. Zwar ist das Lotteriespiel eine bie Militärvorlage erfordert, gewonnen werden. Nun triebenes Hazardspiel, das tein Staatsanwalt bedroht. ist eine Mehrheit für die Vorlage jedenfalls zu haben, Aber Geld riecht nicht, und der Fistus nimmt alles, was Zentrum, Konservative, Freifonservative, Welfen, Bolen, könnten? Die Kontingentirung des Tabakbanes hat schon die 1878er Tabatenquete- Kommission beschäftigt, deren Mehrheit forderte, es sollte die für den Tabakbau künftig zugelassene Fläche Protestler, stehen dem Reichskanzler zur Verfügung. Sollte er friegen kann. Die Zahl der Loose der preußischen drei Viertel der im Durchschnitt der 4 Vorjahre mit Tabat be aber das jest hinter den Kulissen sich abspielende laffenlotterie soll um 30 000 vermehrt werden, pflanzten Fläche nicht übersteigen. Nach den Vorschlägen der Schachergeschäft nicht glatt zu stande kommen, so Dadurch wird auch die Möglichkeit geboten, so und so viele Stommission sollte der Tabatbau in den preußischen Provinzen find für die Vorlage die konservativen Gruppen, Pensionirte Offiziere als Rolletteure unter Ost- und Westpreußen, Posen, Schlesien, Sachsen, Hannover, die Polen, die Welfen, die Protestler, die Nationalliberalen zubringen. Bum Heeresdienst sind sie angeblich nicht zu Rheinland, sowie in Anhalt- Dessau überhaupt untersagt werden. und der junkerliche Theil des Zentrums sofort ins Gefecht brauchen, die recht einträglichen Kollekteurstellen können sie In den preußischen Provinzen Brandenburg, Pommern, Seffen zu führen. Das wäre eine knappe Mehrheit, aber fie langte. beffer beschäftigt und die Ruhegehälter gespart werden verwalten. Als ob sie in der Heeres verwaltung nicht Nassau sollte der Tabakbau nur zugelassen werden in 4 bezw. Wie die Wa del strümpfe des Deutschfreisinns stimmen besser beschäftigt und die Rühegehälter gespart werden und 4 angeführten Streifen, in Bayern, Württemberg, Baden, werden, steht bis heute noch nicht fest. Sie fönnen umMecklenburg- Strelit, Schwarzburg, Sachsen- Meiningen, ElsaßDer Prozeß Baare Fusangel. Der famose Vers Bezirken sollte nach dem Vorschlage der Kommission der lich mit der starken Hilfstruppe des Zentrums( 113 Mann), gleich, bei dem Kläger und Angeklagter auf's Haupt ge Lothringen nur in bestimmten Bezirken. Auch in den zugelassenen fallen, fie verstehen es. Caprivi aber wird voraussichtAnbau von einer befonderen Erlaubniß abhängig gemacht mit den Konservativen( 91 Mann), den Polen( 16 Mann), schlagen wurden, gleicht einer Schlacht, die für beide Par werden, und zwar sollte sie nur dann ertheilt werden, wenn seine Schlacht schlagen. Die Reichsregierung felbft teten mit einer vernichtenden Niederlage endete. Herr Fusangel das zu bebauende Areal eines Pflanzers 4 Ar in einem Stück hat so wenig wie die Bourgeoisparteien, deren Kerbholz und Herr Baare sind einander werth, beide Brutuse, beide ehren zufammenhängender Fläche enthielte und die in der betreffenden über und über voll ist, ein Interesse daran, daß dieser werthe Wänner", wie sie sich gegenseitig bescheinigen, beide Gemarkung mit Tabat angebaute Fläche durchschnittlich nicht Reichstag, den sich Caprivi gar nicht fügsamer wünschen todt und ab im öffentlichen Leben für alle Zeit. Und es weniger als 3 Hektar betrüge. Die vom Tabakbau ausgeschloffenen kann, nach Hause geschickt wird. Geschieht dies, handelte sich bei diesem Vergleiche um feine Versöhnung aus Bezirke sollten Entschädigungen bis zum Betrage von 1500 m. per Hektar erhalten. Nach dem Statistischen Jahrbuch so tann nur die entschiedenste Opposition bem Stegreife, wie man so gerne die Leute glauben für das Deutsche Reich für 1892( S. 15) betrug der große Erfolge erringen. Die Wahl- Parole: Milis machen möchte. Man höre ein ausgezeichnet unterrichtetes Flächeninhalt der mit Tabat bepflanzten Grundstücke im tarismus schon ein halber Steg ultramontanes Blatt, die Kölnische Volks Erntejahr 1890/91: Dazu kommt die schleichende Krisis, die Hundert Beitung"( Nr. 548 vom 4. Oktober): tausenden bisher Gleichgiltiger die soziale Frage praktisch zu Gemüthe führt, furz, die Sachlage wäre vortrefflich für ums. Deshalb aber wird man sich hüten, den Reichstag aufzulösen. im gesammten Zollgebiet 20 115 ha, Breußen Bayern O Württemberg Baden Heffen Mecklenburg Davon entfielen auf: . 5127 ha. 3970 390 # " 7872 " 665 27 130 29 118 " 29 118 1722 " 1 " 1 Thüringen Braunschweig Anhalt Elsaß- Lothringen Nebr. Steuerdirektiv- Bezirke Die preußischen Provinzen, in denen nach dem 1878er Borist Jedenfalls aber ist auch diese Eventualität zut erwägen, und unsere Genossen, schlagfertig und gut organisirt wie sie sind, müssen Gewehr bei Fuß stehen und ihr Bulver trocken halten. Man sei also gerüstet und marschire, wenn die Auflösung wirklich erfolgen sollte, sofort! Die Agitation wird so leicht wie erfolgreich sein, wenn nach altbewährter Weise gekämpft wird. Und das wird geschehen. Der Gesehentwurf betreffs Bestrafung des schlage der Tabalanbau völlig untersagt werden sollte, umfaßten Sklavenhandels, der im Juli 1891 deni Reichstage zu" 1 In engeren Kreisen war es freilich schon früher bekannt, da eifrig an einem Vergleich gearbeitet wurde, aber öffentlich hat unseres Wissens nichts davon verlautet, und nur wenige Eingeweihte werden gewußt haben, daß der Ver gleich thatsächlich zu stande gekommen war. Denn daß er die wohlwollende Anregung des Vorsitzenden" in allen Ehren -in der Hauptsache bereits fertig war, als Herr Landgerichts Direktor Thöne gestern die Sigung der Straffammer zu Effen eröffnete, darüber wird wohl kein Streit sein. 75 Beleidigungen des Herrn Baare, eine Menge Beweisanträge, 220 Zeugen, viele Dugende von gespizten Berichterstatter- Bleistiften und nun ist's aus. Herr Thöne bescheinigt den Duellanten, fie feien beide, beide ehrenwerth und ein ehrenvoller Vergleich zu wünschen. Je ein Rechtsanwalt von hüben und drüben bean tragt einstündige Berathungspause damit konnte man Be denn der Kampf in einem bewohnten Orte ist gat der Patrouillenschritte unterdrückt; die süßen Gerüche der unter dem Hügel ausgebreiteten Landschaft nicht nur die Glück durch Fuchten- Sattelzeug und sonstige Kafernenaus Fortbewegung eines, sondern der Zusammenstoß zweier etwas fürchterliches, denn da fallen die Kugeln von dünstungen überduftet. Aber das ist noch alles nichts: noch Heere zu sehen ist. Wie da die blizenden Klingen, die Feind und Freund mitten in die Stuben hinein und hört man nicht festende Raben frächzen, noch riecht mau flatternden Fahnen, die Uniformen aller Art, die fich tödten Weiber und Kinder. -Eine Familie war dennoch nicht Pulver, Blut und Verwesung. Das alles kommt erst bäumenden Rosse gleich wildempörten Fluthen durcheinander in dem Orte zurückgeblieben, den wir gestern genommen, ad majorem patriae gloriam. Merkwürdig, wie blind die wogen; darüber Dampfwollen, die an manchen Stellen zu verloren, wieder genommen und wieder verloren haben, Menschen sind! Anläßlich der einft zur größeren Ehre dichten, das Bild verhüllenden Schleiern sich ballen, und nämlich ein altes Ehepaar und dessen Tochter- diese im Gottes" entflammten Scheiterhaufen brechen sie in Ver- wenn fie reißen, kämpfende Gruppen enthüllen Dazu Kindbett. Der Gatte dient in unserem Regiment. Er wünschungen über blinden und grausamen, finnlosen als Begleitung der durch die Berge rollende Lärm der Ge- sagte mir's, als wir uns dem Dorf näherten: Dort, Herr Fanatismus aus, und für die Leichenbefäeten Schlacht schütze, von welchem jeder Schlag das Wort Tod- Tod Oberstlieutenant, in dem Hause mit dem rothen Dach lebt felder der Gegenwart sind sie voll Bewunderung. Die Tod durch die Lüfte donnert.... Ja, so etwas mag zu mein Weib mit ihren alten Eltern... Sie haben nicht Folterkammern des finsteren Mittelalters flößen ihnen Ab- Kriegsliedern begeistern! fliehen können, die Armen.. mein Weib muß jede scheu ein auf ihre Arsenale aber find sie stolz... Das Auch zu der Verfaffung jener zeithistorischen Berichte, Stunde niederkommen und die Alten find halb gelähmt Licht brennt herab, die Gestalt in jener Ecke hat sich verwelche nach dem Feldzug veröffentlicht werden müssen, bietet um Gotteswillen, Herr Oberstlieutenant, kommandiren flüchtigt ich will mich auch zur Ruhe legen, neben unseren die Hügelpofition günstige Gelegenheit. Da läßt sich allen Sie mich dorthin." Der arme Teufel! er kam gerade falls mit einiger Richtigkeit erzählen: Die Devision& stößt zurecht, um die Wöchnerin und das Kind sterben 3 guten Burl." bei N. auf den Feind;-drängt ihn zurück; erreicht fehen; eine Bombe war neben dem Bette geplakt Auf einem Hügel oben, in einer Gruppe von Generälen das Gros der Armee; starte feindliche Abtheilungen Was mit den Alten geschehen- ich weiß es nicht. Ver und hohen Dffizieren, mit einem Feldstecher am Auge: das zeigen sich an der linken Flanke des Korps u. f. w. u. f. w. muthlich unter den Trümmern begraben; das Hans war ist die an ästhetischen Eindrücken ergiebigste Situation in Aber wer nicht auf dem Hügel durch den Feldstecher schaut, eins der ersten, welches in Brand geschossen wurde. Der einem Kriege, Das wissen auch die Herren Schlachtenmaler wer selber an der Aktion" theilnimmt, der kann nie- Kampf auf offenem Felde ist schaurig geung, aber der und Zeitungŝilluftratoren: bewaffneten Auges rundschauende nie etwas Glaubwürdiges über den Fortgang einer Schlacht Stampf inzwischen menschlicher Wohnstätten ist noch zehn Feldherren auf einer Anhöhe werden immer wieder gezeichnet erzählen. Er sieht, denkt und fühlt nur das Nächste; was er mal graufiger. Stürzendes Gebält, aufschlagende Flammen ebenso oft, wie die an der Spitze ihrer Truppen auf nachher berichtet, ist Konjektur, zu deren Veranschaulichung er erstickender Rauch vor Angst tollgewordenes Bich einem möglichst weißen, hochtrabenden Pferde voran sich der alten selichees bedient. He, Tilling," sagte mir heute jede Mauer Festung oder Barrikade, jedes Fenster Schieß stürmenden Führer, welche, den Arm nach einem rauchenden einer der Generäle, neben denen ich auf dem Hügel standist charte.... Eine Brustwehr habe ich da gesehen, die war Punkt bes Hintergrundes ausgestreckt, den Kopf zu den das nicht imposant? Ein Prachtheer, wie? Woran denken Sie aus Leichen gebildet. Da hatten die Vertheidiger alle in Nachsprengenden umgewendet, offenbar rufen:„ Mir nach, eben?" Woran ich dachte? Das konnte ich dem Vorgesetzten der Nähe liegenden Gefallenen aufeinander geschichtet, um nicht gut fagen; ich antwortete also allergehorsamst etwas so geschützt, darüber auf den Angreifer hinwegzuschießen Von der Hügelstation herab sicht man wahrlich ein unwahres. Allergehorsamlichkeit und Wahrheit haben ohne Diese Mauer vergeffe ich wohl im Leben nicht: Giner Stück Kriegsporfie. Das Bild ist großartig und genügend dies nichts miteinander zu schaffen. Letztere ift ein gar ber als Ziegel diente zwischen den anderen Leichenziegeln entfernt, um wie ein richtiges Gemälde zu wirken, ohne die stolzes Wesen: von allem Knechtischen wendet sie sich ver- eingepfercht, der lebte noch, bewegte die Arme " Lebte noch": das ist ein Zustand im Krieg i Schrecken und Efelhaftigkeiten der Wirklichkeit:. fein ächtlich ab. tausend Varianten vorkommend der die maßlojefte fließendes Blut, fein Sterberöcheln nichts als erhabenDas Dorf ist unser nein, es ist des Feindes Leiden in fich birgt. Gab es irgend einen Engel de prächtige Linien- und Farbeneffette. Diese auf der langund abermals des Feindes, aber Barmherzigkeit, der über den Schlachtfeldern schwebte, e gestreckten Straße sich fortschlängelnde Heersäule, dieser uns und wieder unser absehbare Zug von Fußvolt Regimentern, von Kavallerie- ein Dorf ist's nicht mehr, sondern ein rauchender Trümmer hätte vollauf zu thun, den armen Wichten- Mensch un Thierdie noch lebten" den Guadenstoß zu geben." Abtheilungen und Batterien; dann der Munitionstrain, haufen. ( Fortfehung folgt.) Kinder!" requirirte Bauernwagen, Backpferde und hinterher noch der Die Bewohner( war es nicht eigentlich ihr Dorf?) Troß. Noch gewaltiger gestaltet sich das Bild, wenn auf Ihatten es schon früher verlassen und waren geflohen. Zum 1, t t e t 11 De L' 1 er er 11 11, 5 ละ in CIL er tel De e Selegirtenwahlen zum Berliner Parteitage. Nied: fcheid wiffen. Wenigftens sind wir durchaus nicht überrascht, der Cohn- Fischer- Zeitung nichts Verwunderliches. Nun weiß Bezirken zu beforgen haben. Diese Bezirtsvororte unterstehen gewesen über das, was nach der Paufe tam. Sie scheint über aber jeder, der nur oberflächlich die Geschichte des bayerischen wieder der in Pößnec domizilirenden Zentral- Agitations- Romanderthalb Stunden gedauert zu haben, aber schwerlich sind Zeitungswesens kennt, daß der Bayerische Kurier" Jahr- mission. wichtigere Dinge berathen worden, als diese oder jene Arabeste zehnte lang schon ein sehr angesehenes ultramontanes Organ an der beiderseitigen Erklärung." war, ehe das Fremdenblatt" überhaupt existirte. Selbst ben Bes in Soden. Den Herren vom Zentrum und von der Gentleman- Bentrumsblättern wird der Skandal zu arg. Ein Münchener Partei ist allmälig die Erkenntniß aufgedämmert, daß der Berichterstatter der Kölnischen Volkszeitung" schreibt u. a.: Der Feldwebel Thiele in Magdeburg, welcher einen Baare ein fapitalistischer Typus ist, daß die„ Auch der ruhigste Parteigenosse wird uns zugeben, daß unserer Genossen thätlich mißhandelte, weil er ihm die„ BollsBochumerei eine schwärende Wunde der bürgerlichen ba vieles faul sein muß. Das Fremdenblatt" findet es ftimme" zum Abonnement anbot, und dann deffen Zeitungspacket Gesellschaft enthüllt, daß es sich um eine Sache handelt, bei also in der Ordnung, daß ein„ katholischer" Verlag an sich nahm, kann nicht einmal ordentlich schreiben, wie aus der sie alle, die Ultramontanen so gut wie die National- um des Geschäftsvortheils willen Blätter verfolgender Buschrift hervorgeht, die er der Redaktion der VolksParteien wieder. Rechtsanwalt Dr. Wallach erklärte für Fusangel: 群 " EP Thiele, Feldwebel." In Breslan fand am 28. September unter Vorsitz Bruno Geifer's eine Boltsversammlung statt, in welcher nach einer Ansprache deſſelben( worin er die Nothwendigkeit des Bufammenliberalen interesfirt sind als bürgerliche Fraktionen. fchiedener Tendenz herausgiebt, ein Zentrumsblatt stimme" überfandte: Die Geschichte des Falles Baare Fusangel drohte und ein parteiloses". Wenn das die Grundsäße sind, nach Magdeburg, den 28 9 92 Die von ihren Boten zurückgelaffenen Zeitungen sind seitens einzig und allein den Ordnungsfeinden", den unbarm- welchen in München die Zentrumspresse geleitet wird, dann des Königlichen Bataillons dem Königlichen Polizei- Präsidium herzigen Kritikern der Bourgeoisie, den Sozialdemokraten hört einfach jede Diskussion auf." Es versteht sich von als Fundsache" übergeben worden und stehen Ihn jederzeit zur zum Heile auszuschlagen. Deshalb wurde die Kriegsart selbst, daß man Blätter mit Unterbilang nicht halten" fann, Verfügung. begraben, und Herr Thöne, der Gerichtspräsident, ent- schreibt das Fremdenblatt" und zieht daraus einfach den zündete mit wohlwollendem Lächeln den Prozeßfidibus Schluß, daß ein solches Zentrumsblatt mit Unterbilanz für die Baare- Fusangel'sche Friedenspfeife. Uns ist diese ohne Verlegung der Prinzipien in ein farbloses Blatt Gemaßregelt wurden, wie die Mannheimer Boltsstimme" Wendung nicht verwunderlich. Aber der Ausgang des umgewandelt werden dürfe. Die bayerische Zentrumspartei meldet, in der badischen Anilin- und Sodafabrik fünf ArProzesses ist ein unschäßbarer Agitationsstoff. Die nächsten und ihre Führer werden nicht umhin können, aut biefen beiter deshalb, weil sie die Volksversammlung besucht hatten, zu Reichstagswahlen werden zeigen, wie er wirten wird. Herr Borgängen bestimmt Stellung zu nehmen. In welchem Sinne in welcher Bebel sprach. Eigentlicher Gründer und Haupt- TheilBaare ist ein stiller Mann; Herr Fusangel, der Demagog dies geschehen wird, kann gar nicht fraglich sein." Uns fache Millionär Gustav Siegle, nationalliberaler Reichstagshaber jener Fabrik soll der Geheime Kommerzienrath und vieldes Zentrums, ist politisch todt, und alle Weih ist die falomonische Weisheit des Münchener Patrioten"- Abgeordneter für Stuttgart, sein. Gemeinhin bringen auch nur wedel und Segenssprüche seiner Freunde können ihm nicht thums so gut bekannt, daß auch uns seine Stellungnahme reiche Leute solche Ungerechtigkeit fertig. wieder auf die Füße helfen. Arm in Arm mit dem Schienen- gar nicht fraglich ist. Die Gipstöpfe, Stuckaturer, flicker- Chef fordert er den heraus, der mehr Anrecht auf den Innungszopf, Reichs- und Landbote Biehl an der Spize, Beinamen hätte als er, zu sein der allerbla mirteste werden dem" Fremdenblatt" Recht geben. Und dann wird fortMitteleuropäer. Wir geben im folgenden die Erklärungen der Prozeß- gevettert und fortgegründet, was man auf gut münchnerisch so bisserl Geschäftstatholizismus“ heißt. haltens der Breslauer Parteigenossen betonte und erflärte, in dieser Hinsicht alles zu thun, was in feinen Kräften stehe) Genosse Delegationsgezänt. Die österreich ungari Kunert über die Wirkungen des Kapitalismus während der Der wohlwollenden Anregung des Herrn Vorsitzenden schen Delegationen find augenblicklich in Be ft ver- jezigen Cholera- Epidemie referirte. Es wurde dann einstimmig Folge leiftend, habe ich namens meines Klienten Fusangel fol- fammelt, um für den Militarismus etliche Millionen Gulden folgende Resolution angenommen: gende Erklärung abangeben: Die Angaben, auf grund deren locker zu machen. Der czechische Delegirte Gym, der Aus- erkennung und ihren besten Dank aus für seine reich belehrenden Die Versammlung spricht dem Referenten ihre wärmste Ans derfelbe seine Artil geschrieben hat, sind durch den Stempel funft über den Dreibund und die auswärtige Politik ver- und hoch interessanten Ausführungen. Sie erklärt sich aufs äußerste regelmäßigkeiten im Betriebe des Bochumer Vereins festget langte, wurde vom Minister Kalnoky mit den üblichen empört über die bodenlos jämmerliche Wirthschaft der Hamburger worden sind. Nachdem nun die Gisenbahn- Verwaltungen ben Rebensarten abgespeist. Die vertrauliche" Behandlung Behörden, wie sie gegenüber der Choleragefahr zu Tage getreten Erzeugnissen des Bochumer Vereins ein so gutes Zeugniß aus- gewiffer Seiten der auswärtigen Fragen sei ganz un ist, und empfindet die lebhaftefte Genugthuung, daß die Hamgestellt haben, und Herr Geb. Kommerzienrath Baare versichert erläßlich behufs Vermeidung aufreizender Mißverständ- burger Sozialdemokratie sich im Gegensatz zur Bourgeoisie so hat, jeden Unregelmäßigkeiten fernzustehen, erklärt Herr Fus- nisse. Er habe erklärte er ferner, bisher das tapfer und hochherzig bewährt hat. Sie beauftragt das Bureau, angel, daß er dieser Versicherung des Herrn Geb. Rath Baare feineswegs auf Einbildung begründete Gefühl, daß seine diese Resolution zur Kenntniß der Hamburger Barteigenossen zu Glauben schenkt und seine gegentheiligen Behauptungen zurück Politik die Billigung und Unterstützung der Delegation bringen." Nachdem Genosse Kunert noch einige Abschiedsworte gefinden werde, wodurch für die Stellung Desterreich- Ungarns sprochen, schloß der Borsigende die Versammlung mit einem Hoch Rechtsanwalt Dr. Schwering erklärte für Geh. zu der allgemeinen Lage Europas eine feste Basis gewonnen auf die Einigkeit der Breslauer Parteigenoffen. Rath Baare: und in alle Schichten der Bevölkerung das Gefühl der Mit Rücksicht auf die soeben abgegebene Erklärung des Sicherheit hineingetragen werde. Die Wirkungen von Reben, Herrn Fusangel, daß er in gutem Glauben gehandelt habe, eine Versicherung, der ich Glauben schenke, und mit Rücksicht wie die Eym's, könnten nur unheilvoll sein." Damit war auf das Ergebnis der bisherigen gerichtlichen Verhandlungen der Fastnachtsspaß zu Ende. Herr Eym wird von feinen und insbesondere auf das auftlärende Ergebniß des Stempel- Freunden als kühner Held gefeiert werden, im übrigen prozesses ziehe ich meine sämmtlichen Strafanträge gegen die bleibt alles hübsch im Dunkeln, und die Völker Herren Fusangel und Zunemann zurück.bluten. prozeß insoweit ber efen, als thatsächlich eine Anzahl von Un zieht. teht.# Parteinachrichten. * * In eigener Sache. Auf unfere der Bergischen Arbeiter stimme" in Solingen gegenüber im Brieffaften gebrauchte Be merkung, es dürfte dem genannten Blatte schwer fallen, Beweise für seine Behauptung beizubringen, daß gegnerische Blätter Beschlüsse des Parteivorstandes viele Tage früher publizirten, als der Vorwärts", antwortet jetzt die Bergische Arbeiterstimme" wie folgt: ( a) Die Anzeige, daß der Parteitag am 16. Oktober stattfinden sollte, hat ein hiesiges Lolalblatt etwa fünf Tage eher mitgetheilt, als der Vorwärts". b) Die Anzeige, daß der Parteitag vertagt wird, brachte die BoltsZeitung" 24 Stunden früher als der Vorwärts"; obwohl die Volts- Zeitung" nicht ganz genau war, insofern, als fie die Vertagung bis zum Frühjahr" meldete, war diese Nachricht ja doch im wesentlichen zutreffend. Andere Fälle sind uns augenblicklich nicht gegenwärtig; die obigen berechtigen uns aber zu unseren Ausführungen vollauf." " " von hiesigen Reportern mehrere Male tolportirt, lange ehe der Borstand einen Beschluß gefaßt hatte. Wenn aber an dem Tage, 100 Vormittags der Vorstand den Bertagungsbeschluß faßte, die Berliner Abendblätter davon Kunde hatten, so beruhte dies auf einer unvorsichtigen Aeußerung eines unterrichteten Parteigenoffen, aber Nichtvorstandsmitgliedes in einem Barteilokal, in dem zufällig ein Reporter anwesend war. Da der Vorwärts" keine Abendausgabe hat, so fonnte er erst am nächsten Morgen von dem Tags vorher gefaßten Beschluß Notiz nehmen. Gemeindewahlrecht Reform in Halle a. S. Die Carmaux. Wolff's Bureau meldet unter'm 4. Oktober neue Hallesche Bürgerliste zählt zum ersten Male alle über den Prozeß gegen die Bergleute aus Carmaux in Einwohner auf, die ein Einkommen von über 600 M.( früher Albi:" In der gestrigen Abendsigung vernahm das Zuchtwar das Mindestmaß 900 M.) haben. Die Zahl der Wahl- polizeigericht den Maire von Carmaux, Bergarbeiter berechtigten hat sich verdoppell, sie stieg von 7471 auf Calvignac. Derfelbe gab eine Darlegung der Ent15 851. Der Magistrat hat, wie die Saale- Zeitung" anstehung des Ausstandes und erklärte, er habe sich nach giebt, die Angehörigen der unteren Steuerklassen in die Möglichkeit bemüht, die Ordnung am 15. August aufrechtListe aufgenommen, weil er annimmt, daß diese Ausdehnung zuhalten, und kein Bergarbeiter habe daran gedacht, dem des Gemeindewahlrechts durch§ 77 des neuen Gin- Direktor Humblot nach dem Leben zu trachten. Die tommensteuer- Gesetzes vorgeschrieben ist und den Verhandlung wurde dann auf heute Vormittag vertagt." städtischen Behchen eine Gutscheidung darüber nicht zuuhtand und die Türket. Wie der Konftantinopeler Auf diese thatsächlichen Angaben haben wir zu erklären: a) Um einen Parteitag abhalten zu tönnen, ist es nothKorrespondent der offiziösen Politischen Korrespondenz" er- wendig, ein Lokal zu beschaffen, das acht Tage lang zur Ver Hamburger Lotterwirthschaft. Aus zuverlässiger fährt, beabsichtigt die russische Botschaft in Konstantinopel, fügung steht. Dies macht aber in einer Stadt wie Berlin Quelle, schreibt das Hamburger Echo", erfahren wir, daß nunmehr der Pforte eine Note zu übergeben, in welcher die Ahnung hat. Beim Aufsuchen des Sofals mußte natürlich der Schwierigkeiten, von denen mancher auswärtige Parteigenosse teine die gesammten Hilfskomitees bis jetzt von den eingegangenen Forderung bezüglich des Rückstandes der türkischen Kriegs- Termin des Parteitages angegeben werden, und so kam die Absicht Geldern im ganzen 300 000 R. ausgegeben haben. Rund schuld erhoben wird. Den Beweggrund zu diesem Vorgehen des Vorstandes, den Partelag zum 16. Oftober einzuberufen, 650 000 M. blieben also noch Bestand. Am Sonnabend der russischen Regierung suche man in diplomatischen eher zur Kenntniß von Nichtparteigenossen, ehe der Borstand Abend wurden per Draht von London und New- York Kreisen Konstantinopels, abgesehen von der Haltung der endgiltig beschließen konnte. An dem Tage, wo der Vorstand in 2 000 000 M. angemeldet, welche den Komitees aufließen Pforte gegenüber Bulgarien, auch in der Absicht Ruß der Lage war, den Gröffnungstermin für den Parteitag definitiv sollen. Trotzdem nun die bisherige Unterstügung sich als lands, auf die schwebenden Handelsvertrags- Verhandlungen festzusetzen, ging auch das Manuskript mit der Parteitags- Einabsolut unzulänglich erwiesen hat, ist folgender neue Be- mit der Pforte einen gewissen Druck auszuüben. Es werde ladung in die Redaktion des„ Vorwärts" und fand in deffen schluß gefaßt worden: In Zukunft soll die Unterstützung jedoch diesem Schritte der russischen. Regierung keine ernste nächsterschienene Nummer Aufnahme. b) Nachrichten über die Vertagung des Parteitages wurden Da, wo Arbeitslosigkeit die Ursache der Noth ist, fünfzehn Bedeutung beigemeffen. Das Schreckmittel der Geld Pfennige pro Kopf und Tag betragen, während dort, wo forderung soll die bankrotte Türkei dem Zarenthum geCholera- Todesfälle vorgekommen, das Doppelte gewährt fügiger machen. werden soll. Eine bedeutende Summe( die genaue Zahl fonnten wir nicht erfahren) ist an die Miethe Hilfsvereine abgeführt worden, so daß wenigstens die Hauseigenthümer zu ihrem Rechte fommen werden. Im Bewußtsein, daß die Miethe bezahlt ist, kann der Arme ja ruhig hungern! Nach einer oberflächlichen Berechnung dürften die im Best der Hilfskomitees befindlichen Summen bis April Das gleiche Wahlrecht zum preußischen Landtage ausreichen, wenn die Unterstützung so durchgeführt forderte eine Boltsversammlung, welche dieser Tage in tavols würde, wie sie im September gewesen, da schon hausen stattfand und zu der unser Genosse och aus Frant jetzt die Zahl der Unterstützung Erhaltenden auf das furt a. M. das Referat übernommen hatte. Mindestmaß herabgedrückt ist. Ob aber die Verwendung ber Gelder, wie sie von den Hilfskomitees jetzt beliebt wird, im Sinne der Geber ist, erlauben wir uns stark zu be zweifeln. Wir glauben nicht, daß die Spender daran gedacht haben, mit 15 Pf. pro Tag einen Hungernden er nähren zu tönnen, und das bei den Hamburger Breisen! Was wir vorausgesehen haben, ist gekommen. Mit dem allmäligen Sinken der Ziffern von Cholerafällen ist auch die Bereitwilligkeit unseres Bürgerthums, etwas zur Linde rung der Noth zu thun, geschwunden.( Einige ehrenvolle Ausnahmen ändern daran nichts.) Als die Gefahr am Von der Agitation. Die Parteigenossen in Bahr unter- oder in der Woche zwischen Weihnachten und Neujahr tagen höchsten war, als jeder von plößlichem Tode bedroht wurde, nahmen am Sonntag eine Agitationstour nach Etten heim, werde." Wie wir bestimmt versichern können, ist ein definitiver die Genossen in Mühlburg( gleichfalls in Baden) eine solche Beschluß seitens des Vorstandes noch gar nicht gefaßt und weiß da wurden gute Vorfäße gefaßt, da wurde alles Mögliche nach ziedolsheim und Rusheim. Es wurden eine Menge zur Zeit überhaupt niemand bestimmt zu sagen, wann der Parteiversprochen und unternommen. Jetzt aber meint man, nichts sozialdemokratischer Schriften vertheilt, Am selben Tage tag abgehalten werden wird. mehr fürchten zu müssen, und vergißt schleunigst alles Voe referirte Genosse Fris Bubeil aus Berlin in Neudam m bergegangene. Es war ja nicht anders zu erwarten, und( Kreis Königsberg in der Neumart) unter großem Beifall über wir sind nicht sentimental genug, uns zu beklagen. Aber die Sozialdemokratie und die bürgerlichen Parteien. Gute Aufwir werden nichts vergessen, und wir werden auch dafür nahme wurde den Saalfelder Genossen zu theil, welche am forgen, daß über die Grenzen Hamburgs hinaus es bekannt letzten Sonntag eine Ugitationstour aufs Land unternahmen. Monat Gefängniß zu verbüßen, sowie dem Arzte 500 M. Buße Liebknechtsprach in Karlsruhe und Mannheim in wird, wie man in der Hansestadt den" Nothstand beseitigt" überfüllten Bersammlungen; nach der Schätzung der MannStaatshilfe, teine Almosen, das ist die Losung. heimer Boltsstimme" war die letzte Bersammlung von ca. Die Hamburger Ehrbarkeit aber verzapft die Hilfsgelder 4500 Personen besucht. nach ihrem Ermesseit und läßt Staatshilfe Staatshilfe sein. Ihr geht es ja noch den Umständen gemäß gut." Das, Pöbelvolt" war gut genug, die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Jetzt aber mag es sehen, wo es bleiben wird. Der Hachmann über euch! * * Weitere Beweise kann die Arbeiterstimme" nicht beibringen und die beigebrachten beweisen nichts, wie wir gezeigt haben. Wir können nur wiederholt davor warnen, die vielen durch die Presse gehenden Notizen über unsere Partei für baare Münze zu nehmen. Was der Vorstand zu veröffentlichen hat, wird rechtSozialdemokratische Presse. Seit Oktober erscheint in zeitig und stets sofort im Vorwärts" bekannt gemacht. Für die Dortmund an Etelle der Westfäl. Freien Presse" und ihrer Nachrichten gegnerischer Blätter aber, auf Hörenoder zufällige Aeußerungen Einzelner komponirt Ropfblätter, fowie an Stelle der Gelsenkirchener Arbeiterzeitung" fagen bie Rheinisch 23 eft fälische Arbeiterzeitung, find, oder sich gar als Ausgeburten irgend eines sozialdemokratisches Organ für das Ruhrrevier". Das Blati indigen Reportergehirns präsentiren, fann weder der Vorwird täglich, mit Ausnahme der Sonn- und Festtage, zum monat stand noch die Redaktion des Vorwärts" verantwortlich lichen Preise von 60 Pf. in Dortmund herausgegeben und von gemacht werden. Daß die Entenzucht auch unter Barteigenoffen Dr. Fr. Diederich, redigirt. Druck und Verlag der West- gedeiht, zeigt jetzt wieder die, einem süddeutschen Parteiblatte fälischen Volksdruckerei( G. Lehmann u. Ko.). entnommene, durch fast die ganze Parteipreffe die Runde machende Notiz, wonach der Parteitag nunmehr entweder Mitte November F Erfolg im Elfah. In Burgfelden siegten bei der Erfahwahl von zwei Gemeinderaths- Mitgliedern die Kandidaten der sozialdemokratischen Arbeiterschaft mit 84 und 81 gegen 42 und 28 Stimmen, die auf die gegnerischen Kandidaten fielen. * Polizeiliches, Gerichtliches re. Wegen Beleidigung eines Arztes hat der Redakteur der Bremer Bürgerzeitung", Chr. Gottlieb, einen zu zahlen. Der Staatsanwalt hatte 300 M. Geldstrafe beantragt. In einem Artikel war von dem Arzte behauptet worden, er habe fich geweigert, einen auf der Straße am Blutsturz Erkrankten Die erste Hilfe zu bringen, indem er darauf hingewiesen hätte, daß er nicht Armenarzt sei. Erst nach mehrmaliger Aufforde rung sei er erschienen, habe dem Knaben ein Glas Wasser verordnet und dann jede weitere Behandlung abgelehnt. Letztere Behauptung war bestimmt falsch. Betreffs der ersteren scheint die Sache so gelegen zu haben, daß die Frau des Arztes die Hilfefuchenden abgewiefen hat. Die Buße von 500 M. hatte der Ultramontane Geschäftspolitik. Das Münchener Arzt mit der Begründung beantragt, daß er durch den Artikel in Frembenblatt", das den im gleichen Verlage erscheinenden gelassen hat, jest wieder Arbeiterversammlungen abgehalten. Auch in Jhehoe werden, nachdem die Choleragefahr nach seiner Existenz schwer geschädigt würde. Gegen das Urtheil, welches vom Schöffengericht gefällt wurde, wird Berufung einBayerischen Kurier" flugs aus einem Zentrumsblatte zu gelegt. Die höhere Instanz wird es hoffentlich umstoßen. einent parteilofen Boltsblatte" machte, weil dieser die Partei- Organisation. Mit dem 1. Ottober ist in Sachsen--In den Lokalitäten der Breslauer, Volkswacht" Ballestrem und Huene ein wenig am Ohrläppchen gezaust Meiningen die neue Partei- Organisation in Funktion getreten. wurde dieser Tage nach dem Manuskript einer Notiz erfolglos hatte, offenbart die Schönheiten ultramontaner Schacher Eingetheilt ist der Wahlkreis Meiningen II in die Bezirtsvororte gehaussucht, in welcher Vorkommnisse aus der Neisser Ferienpolitit mit naiver Offenheit. Tas ist bei der Vorgeschichte Pößneck, Saalfeld und Sonneberg, die die Beitung in ihren refp. kolonie besprochen waren. Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 5. Oktober. Opernhaus. Die Puppenfee. Schauspielhaus. Der Widerspenstigen Zähmung. Leffing- Thenter. Die Orientreise. Deutsches Theater. Die beiden Leonoren. Berliner Theater. Das Räthchen von Heilbronn. Wallner- Theater. Der Mann im Monde. Bellealliance- Theater. Der Weiberfrieg. Kroll's Theater. Linda von Chamounir. Rehdenz- Theater. Der selige Toupinel. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Schönröschen. Thomas Theater." Onkel Bräsig. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. Alexanderplah- Theater. Die Liebe vor Gericht. Hierauf: Tannhäuser. National- Theater. Don Carlos. Apollo Theater. Borstellung Spezialitäten24 Dechant's Welthippodrom Sammelplay fröhlicher Gesellschaft Schönhauser Allee der Wörtherstrake gegenüber. Höchst amüsanter u. interessanter Aufenthalt. hochelegante bestdressirte Pferde. Brillante Ausstattung. 49/1 Maler, Lackirer, Anstreicher und verwandte Berufsgenossen. Mittwoch, den 5. Oktober, Abends 8 Uhr, in Schmiedel's Festsälen( Orpheum), Alte Jakobstr. 32: Combinirte Mitglieder- Versammlung sämmtlicher Filialen Berlins. Zages Ordnung: Täglich: Großes Damen- Reitfest u. Herren- Corso à la Wien nachweis. 3. Berſchiedenes. bei Concert und Reitmusk. Damen- Reitkleider gratis. Ununterbrochen von 6-11, Sonntags von 4-6 Uhr. Entree 20 Pf. A Reittour 30 Pf. „ Concordia- Festfäle", Andreasstr. 64. Sonntag, den 9. Oktober 1892: Gr. Bofal- u. Instrumental- Konzert arrangirt vom Gesangverein Berliner Buchdrucker. 157/1 Musik von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker. Anfang 6 Uhr. Entree 30 Pf. Große Versammlung Theater der Reichshallen. Spezia- des Allgemeinen Arbeiterinnen- Vereins( Filiale Norden) litäfen- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. am Donnerstag, 6. Oktober, Abends 81 Uhr, im Lokale des Herrn Schneider, Belforterstraße Nr. 15. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Fräulein Baader über: Die Hausindustrie und ihre Folgen. Gebrüder Richter's Variété. Spe- 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. Herren : zialitäten Borstellung. und Damen, als Gäste, haben Zutritt. Um zahlreichen Besuch bittet 102/1 Die Bevollmächtigte. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. Gesangsposse in 3 Atten von L. Treptow. Couplets von G. Görss. Musik von G. Steffens. Mit neuen Kostümen und Dekorationen aus dem Atelier des Herrn Lütkemeyer in Coburg. In Scene gefekt von Adolph Ernst. Anfang 7 Uhr. Morgen: Diefelbe Vorstellung. Alexander- Play- Theater. Heute, den 1. Oktober: Zum ersten Male: Movität! Novität Die Liebe vor Gericht. ( Trial by fury.) Operette. in 1 Aufzug von W. S. Gilbert und Arthur Sullivan. Hierauf: Tannhäuser. Große Ausstattungs- u. Gesangs- Poffe. Anfang 7, Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. American- Theater. Wiederauftr. des urkomischen Bendix in seiner neuesten Saisonnummer. Man merkt's am Gang Da ist was mang. Neu! Der feine Reisner. Neu! Berl. Lokalfchwant v. Oskar Wagner. PassagePanopticum. Fuk!! ein RiesenKind!!! 9 Ohne Extra- Entrée. von 11-1 und 4-9 Uhr. Castan's Panoptikum. Geöffnet von 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. Gratweil's Bierhallen Kommandantenstraße 77-79. Täglich: Borussia- Konzert- und Kouplet- Sänger. und Gedankenleser à la Cumberland. 730 M Kein Trinkgeld! Zu einem Versuch fleischloser Kost laden ein folgende Begetarische Speisehäuser straße. G. Thurein, c. Neue Schönhauserstr. 10, I. Gde Rofenthalers Speisezeit von Mittags 12 bis Abends 10 Uhr. Paul Schulz, SW., Schützenstr. 53, I. Speisezeit von Mittags 12 bis Abends 10 Uhr. Derselbe, W., Potsdamerstr. 112. Speisezeit von Morgens bis Abends. Derselbe, Holzmarktstr. 73, I., Ecke Alexanderstrasse. Speisezeit von Mittags 12 bis Abends 10 Uhr.. D. Mader, S., Prinzenstr. 83, I., Ecke Moritzplatz. Speisezeit von Mittags 12 bis Abends 10 Uhr. F. Weber, c., Scharrnstr. 8, am Petriplatz. Speisezeit von Morgens bis Abends. Carlotto Schulz, NW., Dorotheenstr. 7. Speisezeit von Morgens 10 Uhr bis Abends 10 Uhr. Jacob Schramm, N., Chausseestr. 13, I. Speisezeit von Morgens bis Abends. Heinrich Kern, O., Gr. Frankfurterstr. 106, I. Speisezeit von Mittags 12 bis Abends 10 Uhr. Carl Behnke, NO., Gr. Frankfurterstr. 58. Speisezeit von Mittags 12 bis Abends 9 Uhr. Flugblätter gratis. 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Genossen, welche gewillt find, an der Agitationstour des 6. Berliner Reichstags Wahlkreises theilzunehmen, werden ersucht, bis Donnerstag, den 6. Oktober, Abends 7 Uhr, ihre Adressen persönlich bei den Genossen Hermerschmidt, Perlebergerstr. 28, Fr. Gleinert, Fennund Müllerstraßen- Ecke, Witzel, Elisabethkirchstraßen- Ede, Stritzkowsky, Baftanien- Allee 35, abzugeben resp. sich zu melden. Der Vorstand des Sozialdem. Wahlvereins für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. 239/1 Freie Vereinigung der Bau- Arbeiter Berlins. Sonntag, den 9. Oktober, Vorm. 11 Uhr: Mitglieder- Dersammlung im Lokale des Herrn Scheffer, Inselstraße 10 II. Tages Ordnung: 1. Stellungnahme zur Unterstützungsfrage. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom Stiftungsfest. 4. Vereinsangelegenheiten, Verschiedenes und Fragen. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Um pünktliches Erscheinen bittet Der Vorstand. Gesellschaft für ethische Kultur. 129/1 t Eine Anzahl von Männern und Frauen versandten in diesen Tagen Einladungen zu einer in Berlin vom 18. bis 21. Oktober anberaumten Verfammlung, in welcher eine Gesellschaft für ethische Kultur begründet werden soll. Dem beigefügten Sagungsentwurf entnehmen w.c§ 1 und 2: 3weck der Gesellschaft. § 1. Es ist der Zweck der Gesellschaft, im Kreise ihrer Mitglieder und außerhalb deffelben als das Gemeinsame und Verbindende, unabhängig von allen Verschiedenheiten der Lebensverhältnisse, sowie der religiösen und politischen Anschauungen, die Entwickelung ethischer Kultur zu pflegen. efteht die Geselt. Unter ethischer Kultur als Ziel ihrer Rostrobingen schaft einen Zustand, in welchem Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit, Menschlichkeit und gegenseitige Achtung walten. Mittel zur Erreichung be3 3wedes. § 2. Zur Erreichung des Zweckes der Gesellschaft sollen zunächst folgende Bethätigungen dienen: 1. Beranstaltungen zur Hebung der ethischen Jugenderziehung in allen ihren Stufen und zur Pflege des Wahrhaft- Menschlichen und Gemein samen im ethischen Unterricht, unabhängig von den trennenden Lehren der religiösen Konfessionen und der Parteien; 2. Veranstaltungen von Vorträgen und Erörterungen über ethische Forderungen und Probleme im Kreise der Mitglieder und Pflege Der weihevollen Wirkungen der Wissenschaft und Kunst auf die weitesten Kreise des Volkes; 3. Verbreitung von ethisch förderlichen Erörterungen durch Bücher, Zeitschriften, Flugblätter, Beitungsartifel u. f. w. 4. Betheiligung an der Hebung der Lebenslage der ärmeren Volks schichten, sowie an dem Schuße und der Hilfe für alle Leidenden und Bedrängten gegen jede Art von Unglück und Unrecht. Die Einladung ist unterschrieben von: t 11 Geh. Regierungsrath Prof. Dr. Wilhelm Förster, Berlin, Prof. Dr. Georg von Gizydi, Berlin. Oberst a. D. Hugo von Gizycki, Berlin. Dr. Martin Reibel, Berlin. Frl. Lily von Kretschman, Berlin. Geh. Sanitätsrath D. S. Kristeller, Berlin. Bildhauer Hugo Rheinhold, Berlin. Kaufmann Julius Türk, Vorstandsmitglied der Freien Voltsbühne", Berlin. Fabrikbefizer Leopold Bernhard, Berlin. Frau Hanna Bieber- Böhm, Berlin. Bartholomäus Ritter von Carneri, Marburg a. Dr., Desterreich. Prof. Dr. Hermann Cohen, Mars burg, Preußen. Rechtsanwalt Dr. Delbrück, Stettin. Frau Paula Ebel, Berlin. Dr. 2. Freund, Stettin. Maler George von Hoeßlin, München, Professor Dr. Friedr. Jodi, Prag. Frau Konstanze von Karczewska, Kowanowko bei Obornit. Sanitätsrath Dr. Roch, Berlin. Fraulein Elisabeth Krech, Berlin. Sanitätsrath Dr. Konrad Rüfter, Berlin. Stadtverordneter Dr. Paul Langer hans, Mitglied des Reichstages und des Hauses der Abgeordneten, Berlin. Rarl Märker, Vorstand des Vereins für Voltserziehung in Augsburg. Fabri befizer Ernst Matterne, Stadtverordneter, Berlin. Dr. Arthur Pfungst, Frank furt a. M. Hofrath Professor Dr. Alois Riehl, Freiburg i. B. Prof. Sic. Dr. Georg Hunze, Berlin. Frau Baronin Bertha von Suttner, geb. Gräfin C Kinety, Schloß Harmannsdorf, Nieder- Desterreich. Professor Dr. Ferdinand Tönnies, Kiel. Archivar Dr. G. Winter, Magdeburg. Privatdozent Dr. Walther Wislicenus, Straßburg i. E. Professor Dr. Theobald Ziegler, Straßburg i. E. An den beiden ersten Tagen, dem 18. und 19. Oktober, foll in der Berliner Ressource, Kommandantenstraße 57, eine Berathung der Sagungen Der Beginn der Verhandlungen ist für beide Tage auf Nachmittag 6 ühr In der alt. pommer- angefeßt. Am zweiten Tage soll ein Vorstand gewählt werden. Am dritten schen Küche, Oranien- und vierten Tage, dem 20. und 21. Oftober, werden im Leipziger Garten, Str. 181, of pt., bei Berlin W., Leipzigerstraße 132, engere Berathungen über die Bethätigung der Klein! Frühstück Gesellschaft abgehalten werden, und zwar am 20. Oktober, Nachmittags 5 Uhr 30 Bf. Mittagstisch, eine Berathung über die Hebung der Jugenderziehung, an demselben Tage, mit Bier 50 Pi., Abendtisch von 30 bis Abends 8 1hr, eine solche über Wer- anstaltung von ethischen Vorträgen, am Morlay- Trio, musikal. Excentriques, 50 Pf. nach Auswahl. 3050L 21. Oftober, Nachmittags um 5 Uhr, eine Berathung über publizistische und Curt Ellis, Verwandlungs- Sänger u. Kathreiner's Malz- Kaffee- Fabriken München, Wien- Basel- Mailand- Dijon, Filialen in Berlin und Paris, Feen- Palast Burgstraße, neben der Börse. Täglich Gr. Spezialitäten Vorstellung. Wo speisen Sie? stattfinden, eingeleitet durch Herrn Geh. Regierungsrath Prof. Dr. Förster. Berlin W., Kleiststraße 29, zu beziehen. fe er praktische Bethätigung. Bis zum Dienstag, Gastspiel Radolf, Baubertünſtler Tänzer, Oceana de Pontelli, Philipp's Festsälestein) Den 11. Oktober, sind die zum Besuche dieser Versammlungen erforder buktionen a. hochgespanntem TelephonWochentags frei. Sonntags Entree 30 Pf. Draht, Miß Selina, die singende Luft- Rosenthalerstr. 38. Fernspr. u. 3 Nr. 130 lichen Eintrittstarten von Herrn Dr. Martin Reibel, Wochentags frei. Sonntags Entree 30 Pf. fee, Leopard- Truppe, Straftturner zc. empf. seine Sälen Festlichkeiten Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch, Anfang Wochentags 7/8 Uhr. eleganten Zwei Säle Sonntags 6 Uhr. Entree 50 Pf. zu Bersammlungen und Vergnügungen. fowie 6 Billards, 3 Kegelbahnen. F. Sodtke. Dr. med. Böhm, praft. Arzt, Spezialarit 2081 b für Naturheilverfahren und Massage. Kochstr. 37, 2 Tr. 8-9 und 4-5. Allen Freunden und Genossen empfehle mein neu eingerichtetes Lokal und meiner werthen Nachbarschaft stets gute Speisen und Getränke. Um zablSO., Falkenstein ftraße 6. reichen Zuspruch bittet 6. Jenzió, 2354b Hochzeit, Ball, Kommers zc.) mit u. ohne Bühne. Gleichzeitig empfehle meinen vorzügl. Mittagtisch zu kleinen Preifen. Vorzügliche Abendkarte. Muster geschützt. Genossenschaftsbrot. 2353b Mein Geschäft befindet sich jetzt Reichenbergerstr. 160. Bitte Genoffen Für um Zuspruch. Carl Lueck. Dolks- Seife 2974L Muster geschützt. mit den Bildnissen bekannter Volksmänner. Preis: Stück 10 Pf., 6 Stück 50 Pf. Vortheilhafteste Seife für den Hausgebrauch. Wiederverkäufer d. d. Haupt- Agentur Max Koehler, Dresdenerstr. 33, 11 Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Berlag von May Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage fa g g a 9 ta S e C e Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 233. Von der Cholera. " Mittwoch, den 5. Oktober 1892. Paris, 4. Oftober. Hier sind 29 Erkrankungen und 11 Todesfälle an Cholera gemeldet, in Rouen 5 Todesfälle, in Havre 6 Erkrankungen und 2 Todesfälle. Cholera erkrankt und ebensoviel gestorben. Havre, 4. Oftober. Gestern sind hier 3 Personen an der der Cholera verboten worden. Amsterdam, 3. Oktober. für Herkünfte von dort angeordnet. vom 3. d. Mts, meldet, ist der aus Hamburg dort angekommene Wie das Reuter'sche Bureau" aus Adelaide( Australien) Dampfer„ Sommerfeld" zur Quarantäne beordert worden, obwohl keine Krankheitsfälle an Bord vorgekommen find. 9. Jahrg. franken geht es gut. Heute werden wohl zwei oder gar drei von ihnen zur Entlassung gelangen. Im Laufe der vorvergangenen Nacht und des gestrigen Tages sind acht choleraverdächtige Kranke eingeliefert worden. In allen diefen Fällen handelte es sich um Brechdurchfälle oder Darmfatarrh. Ueber die Desinfektion der aus Hamburg fom menden Waarensendungen hat der Reichs: tanzler unterm 3. d. M. an die Bundesregierungen nachstehendes Schreiben gerichtet: Wie ich aus zahlreichen hier Vergnügungszüge vom französischen Minister des Innern wegen Levehow aus Frankfurt a. D. nach Berlin wird der Berliner Gelegentlich des Liller Bentenal- Festes find sämmtliche einlaufenden Beschwerden ersehe, werden an vielen Orten des Ueber den merkwürdigen Umzug des Rieutenants von Reichs die von Hamburg anlangenden Waarensendungen infolge behördlicher Anordnungen einer Desinfektion unterworfen. Dieses frankung, aus Kempen ein Todesfall, aus Berit eine Erkrankung Einrichtung des genannten Offiziers von Frankfurt nach Berlin Aus Delft wird eine Er- Beitung" berichtet: Am 25. v. M. wurde die Ueberführung der für den Verkehr mit großen Belästigungen und Nachtheilen ver- und ein Todesfall, aus Stieuwendy werden zwei Erkrankungen, durch den dortigen Spediteur Bock bewirkt und hier der Firma trüpfte Verfahren steht mit den unterm 29. Auguſt d. I. aus Akkrum wird eine Erfrantung, aus Rotterdam eine Er- Paul Schur übertragen. Als die Arbeiter die Ausladung vor ( I. A. 5865) den hohen Bundesregierungen mitgetheilten Grund- frankung und ein Todesfall, aus Kartingen eine Erkrankung, aus nehmen wollten, fanden sie zu ihrem Erstaunen etwa 80 schwere fäzen für die zur Bekämpfung der Cholera zu ergreifenden Maß- Charlois ein Todesfall, aus Groningen eine Erkrankung, aus Kisten vor, deren jede über einen Zentner wog. Auf eine bezüg regeln nicht im Einklang. Nach Biffer A. 7 dieser Grundsätze Beufeten ein Todesfall an Cholera gemeldet. find Beschränkungen des Güterverfehrs im allgemeinen nicht an liche Anfrage wegen der im Ganzen 150 Zentner ausmachenden zurathen. Als Waaren, welche geeignet sind, eine Verschleppung nacht sind's Personen an der Cholera erkrankt und eine gestorben. Die Antwort, daß die Wagennummer und der Adressat stimme, Pest, 3. Oft. Von gestern Nachmittags 4 Uhr bis mitter originellen Risteneinrichtung erfolgte durch die Eisenbahnbehörde der Cholera zu bewirken, find nur diejenigen zu betrachten, be- Bon Mitternacht bis heute Vormittag 8 Uhr ist keine neue Er- man möge ruhig ausladen. Die Ladung wurde auch nach dem deren auch gegenüber dem Auslande Verkehrs frankung, jedoch ein Todesfall vorgekommen. beschränkungen angeordnet worden sind, nämlich gebrauchte Kurfürstendamm 122 befördert, wo die neue Wohnung liegt, und Leib- und Bettwäsche, gebrauchte Kleider, Hadern und Lumpen Cholera in Best hat die Regierung eine dreitägige Quarantäne eintraf, war er nicht weniger über die Kisten erstaunt, als es die Anläßlich des Ausbruches der zunächst in einer Remise untergebracht. Als später der Offizier aller Art, Obst, frisches Gemüse, Butter und Weichkäse. Demgemäß sind für diese Waaren in Preußen und, wie ich annehme, Arbeiter gewesen waren. Bei näherem Nachsehen ergab sich, daß auch in den übrigen Bundesstaaten Einfuhrverbote gegen Hamburg Spandauer Munitionsfabrik beſtimmt waren. Die Arbeiter verder Inhalt aus Shrapnels und Patronen bestand, die für die erlassen worden. Alle übrigen Waaren sind als ungefährlich zu weigerten nun die Rückbeförderung der gefährlichen„ Einrichtung"; betrachten; es liegt daher kein Grund vor, bei der Zufuhr der felben aus Hamburg besondere Sicherheitsmaßregeln zu treffen und ihre Zulassung von erschwerenden Bedingungen abhängig zu machen. In diesem Sinne hat sich auch die Cholerakommission in dem auf meine Veranlassung erstatteten, in Nr. 221 des Reichs- Anzeigers" vom 19. September d. J. veröffentlichten Gutachten ausgesprochen. Aus den Eingangs erwähnten Vortommnissen scheint mir hervorzugehen, daß der Inhalt jenes Gutachtens bei den Behörden hinreichende Beachtung noch nicht Ju Moabit wird gegenwärtig wieder einmal ein Prozeß gefunden hat. Es dürfte sich daher im Interesse des Verkehrs gegen einen Bankier verhandelt, der es mit Mein und Dein empfehlen, die in betracht kommenden Behörden auf das Gut- nicht genau genommen hat. Und während Herr Hugo Löwy dahin zu verständigen, daß für Waarensendungen aller Art, soweit sie nicht einem Einfuhrverbot unterliegen, die obrigkeit liche Anordnung einer Desinfektion, sei es der Waare selbst, fei es der Umhüllungen und des Verpackungsmaterials nicht angezeigt erscheint und daß derartige Maßregeln, wo fie ins Leben gerufen sein sollten, alsbald rückgängig zu machen find." Dem Kaiserlichen Gesundheitsamt vom 3. bis 4. Oftober, Mittags, gemeldete Cholera- Ertran tungs- und Todesfälle: Staat und Bezirk. Drt. Hamburg. Hamburg. Preußen: Schleswig Altona. Wandsbeck. erfrankt geftorben erfrankt Datum: groß erkrankt gestorben 6 4 10 8 1 138 erkrankt 32 aqoдaß Tokales. " ihre Furcht erwies sich indeß als unbegründet: die Kisten enthielten nur Patronenhülsen. Die beiden mit Möbeln und Munitionszuthaten beladenen Wagen waren beim Zeichnen und Plombiren höchstwahrscheinlich verwechselt worden, so daß die Munitionsfabrif die Wohnungseinrichtung erhielt, während Herr von Levezzow sich sein neues Heim mit Patronenhülsen und Shrapnels ausstatten sollte. Im Polizeipalast am Alexanderplat empfängt jeden Mittag der Chef der Kriminalpolizei die Vertreter der bürgerlichen Presse. Die bürgerlichen Blätter sind auf diese Polizeiwieder zwei Bankiers beim Staatsanwalt gemeldet mit der An- Herr Kayßler nicht den am Morgen im Landwehrkanal Ergabe, Gelder angegriffen zu haben, welche bei ihnen deponirt trunkenen schon in den Spalten des Abendblattes gehörig aus. Serren nicht zu trauen und seine Ersparnisse lieber anderswo Blätter die Hacken ab, um Mittags ja pünktlich zum Vortrage waren. Das Publikum hat also alle begründete Ursache, den geschlachtet hätten. Deshalb laufen sich auch die bürgerlichen dings nicht in der Lage, die Thätigkeit eines Bantiers in Un- au erscheinen. Auf diese Weise verschafft sich die Polizei einen anzulegen, als bei Bankiers. Unsere Leser befinden sich allerspruch nehmen zu brauchen: der Lohnfflave wird heutzutage so teit verhindert. Wagt aber wirklich einmal eine Zeitung, die Einfluß auf die bürgerliche Presse, der jede Kritit ihrer Thätigfärglich bezahlt, daß er froh sein muß, wenn fein Verdienst" aus der Polizeifrippe gespeist wird, wider den Stachel zu löken, zum Lebensunterhalt ausreicht. Von Sparen kann gar keine bann geht es ihr trübselig. Die„ Berliner 3tg." und die„ VoltsRede sein, Leute wie die Eugen Richter'sche Spar- Agnes find ganz Beitung" waren jüngst so anmaßend, nicht alles schön und gut ausschließlich Phantasiegebilde. denn auch die Strafe auf dem Fuße. Beide Blätter wurden in zu finden, was die Berliner Kriminalpolizei angiebt, und da folgte Acht und Bann erklärt und ihre Vertreter nicht mehr für würdig erklärt, ihre journalistische Weisheit aus dem Born der Kriminalpolizei schöpfen zu dürfen. Man wies ihnen ohne weiteres die Thür und sie mußten wieder abziehen, ohne sich mit Neuigkeiten vollgesogen zn haben. Daraus ist zu ersehen, daß die Kriminal polizei feinen Spaß versteht, entweder sind die Zeitungen hübsch ruhig, oder sie dürfen nicht mehr aus der Nachrichtenkrippe der Polizei miteffen. Die Geschäftspraktiken des Herrn Löwy waren die denkbar einfachsten: er betrachtete die ihm anvertrauten Gelder als 30./9. 1./10. 2./10. 3./10. feine eigenen und wirthschaftete damit nach Gutdünken. Ob er damit gegen das Gesetz verstoßen hat, werden die Richter zu be urtheilen haben, der Angeklagte ist der Meinung, durchaus ,, ufancemäßig" gehandelt zu haben. Herr Löwn hatte aber auch noch einen Rompagnon und der war Kriminalkommiffarius. Jetzt spielt er vor Gericht die Rolle eines Zeugen". Der Gang der Verhandlungen ist ein schleppender, weil eine große Menge Leute 47 14 43 21 26 12 43 9 vernommen werden müssen, die durch den Angeklagten geschädigt worden sind. Sie fingen alle daffelbe Lied: sie haben Löwy Unverhoffter Kinderfegen. Der Sohn der Wittwe D. in Gelder und Werthpapiere übergeben und dieselben nicht wieder der Rosenthalerstraße war vorgestern Abend die Treppe hinunter5 erhalten. Wurden sie ungeduldig und mahnten, fo erfolgte eine gegangen, hatte aber die Korridorthür nicht zugeschlagen. Gegen 1 Theilzahlung, auf jeden Fall aber mußten sie Haare laffen. 10 Uhr pochte es leise an der unverschlossenen Stubenthür und Löwy ging aber ziemlich vorsichtig zu Werke, er ließ die Leute auf den Ruf Herein!" trat eine Frau in das Zimmer, welches eine der bekannten usancemäßigen Geschäftsbedingungen unter- an die bereits im Bette liegende Frau D. die Frage richtete: Schreiben, welche dieselben in den seltensten Fällen durchlasen, die Bin ich hier recht bei D.? Es läßt sich ja kein Mensch sehen oder fie aber vollständig in die Hände Löwy's gaben. An hören? Frau D. erhob sich schnell, um Licht zu machen; ehe sie diese Unterschrift, die ihm einräumt, mit den De damit jedoch zu stande kam, war die Eingetretene verschwunden. pots nach Gutdünken zu verfahren, flammert sich der Die überraschte Frau glaubte zunächst, daß es auf einen DiebAngeklagte wie der Ertrinkende an einen Strohhalm. stahl abgesehen gewesen sei und hielt in ihrer Wohnung genau Db's ihm was helfen wird, wird das Urtheil ausweisen. Unter Umschau. Sie vermißte jedoch nichts, dagegen fand sie zu ihrer den Zeugen befinden sich auch wieder eine Anzahl der bekannten Ueberraschung auf einem dicht hinter der Thür stehenden Bette Leute, die immer in dem Glauben leben, über Nacht reich werden ein etwa drei Monate altes Knäbchen, das sie vorläufig bei sich zu können. Sie betrachten den Bankier als einen Mann, der behielt. Gestern Morgen sprach ein Mann bei Frau D. vor, der ihnen aus Häckerling Gold machen kann und wenn ihm das sich als Vater des Kindes ausgab. Er gab an, daß seine Frau nicht gelingt, dann laufen sie zum Staatsanwalt und denun das Kind in einem Anfall von Geistesgestörtheit ausgesetzt habe, ziren. da sie in dem Glauben sei, man wolle es ihr rauben. Der unglückliche Vater, der sein Kind wieder gefunden hatte, konnte vor Freude kaum noch ein Wort des Dantes hervorbringen. I Bereinzelte Ertrantungen: Regierungsbezirk Stettin: in der Stadt Stettin 2 Todesfälle. Regierungsbezirk Stabe: in einem Drt des Kreises Rehdingen 1 Erkrankung, von Hamburg eingeschleppt. Hamburg, 4. Oktober. Amtlich werden 43 CholeraErkrankungen und 9 Todesfälle gemeldet; davon entfallen auf geſtern 18 Erkrankungen und 7 Todesfälle. Die Transporte betrugen gestern 22 Kranfe und 2 Leichen. Swinemünde, 4. Oktober. In Lebbin auf Wollin sind zwei Personen unter verdächtigen Symptomen erkrankt und nach wenigen Stunden gestorben. Stettin, 4. Oftober. Amtlicher Mittheilung zufolge ist ber am 27. September an der Cholera erkrankte Arbeiter Deuzin gestern Abend gestorben. Neue Erkrankungen oder Todesfälle sind nicht gemeldet worden. Der Giftbaum Börse zeitigt wirklich nette Existenzen. Diesen Angeklagten hatte der Pleitegeier schon einmal in Wien und einmal in Paris am Kragen, trotzdem aber gelang es ihm, in Berlin fein famoses Bankgeschäft zu gründen". Wie diese Die Leiche der Modiftin Jung, welche in der Nacht von Gründung beschaffen war, zeigt die Gerichtsverhandlung. Solche Mittwoch auf Donnerstag in ihrer Wohnung in der Koloniestraße Unternehmungen können nur ins Kraut schießen auf einem Sumpf- unter eigenthümlichen Umständen, wie man vermuthete, an einer boden, und diesen Sumpfboden bildet der kapitalistische Staat. übergroßen Dosis Morphium, gestorben ist, wurde vorgestern Die Beseitigung desselben löscht allen schwindelhaften Existenzen fegirt. Durch die Sektion ist die Todesurfache nicht festgestellt fofort das Lebenslicht aus und macht all diese faulen Gründungen" worden, und man wird versuchen, durch die chemische Unterlungen hiermit zurückziehe, und bitte um Zurücksendung meiner Unterschrift. Achtungsroll L. Haase, Gr. Frankfurterstr. 47. Herr Haase hat seine Unterschrift zurückerhalten, auch unsere Genoffen werden nunmehr Herrn Haase gegenüber eine möglichst zuruckhaltende Stellung einnehmen müssen. Hoffentlich wird Herr Haase eines anderen belehrt. Eberswalde, 4. Oftober. Borgestern ist in Lieben walde der Schiffer Paul Werner, Sohn des Schiffseigenthümers Werner von hier, an der Cholera asiatica gestorben. Best, 3. Oftober. In der heutigen Sigung der Sanitätsfommission wurde ein Bericht des Oberphysitats vorgelegt. Derfelbe stellt das Auftreten der asiatischen Cholera in Pest fest und unmöglich. suchung einzelner Zeichentheile nach jener Richtung zu einem Erhebt hervor, daß der Bau neuer Baraden, die Reinigung der gebnis zu gelangen. Die Rentnersfrau D., welche zur Zeit des Ranäle, nöthigenfalls die Errichtung von Boltstüchen und die Der Lokalkommission ging folgender Brief zu: Der Lodes der Modiftin Jung bei dieser gewesen ist und dadurch, unentgeltliche Verabreichung von Speisen und Eis angeordnet Berliner Lokalfommission theile hierdurch ergebenft mit, daß ich daß sie später einige Tage ihre Wohnung gemieden hatte, fluchts worden ist. Der Vorsitzende Kammermayr konstatirte, daß die meine Unterschrift, bezüglich Hergabe des Saales zu Versamm verdächtig geworden war, ist wieder aufgetaucht. Die morphiumfanitären Verhältnisse der Hauptstadt gute seien und sprach die füchtige junge Frau, die nur 22 Jahre zählt und erst fürzlich Hoffnung aus, daß die Epidemie milde verlaufen werde. den 75jährigen Rentner D. geheirathet hat, ist die Tochter eines Budapest, 4. Oftbr. Bis gestern Abend waren 14 neue Gastwirths in Lübeck. Sie hat sich sehr bald nach ihrer VerCholerafälle gemeldet. Drei Personen sind gesterben. In das heirathung von ihrem Ehemann getrennt und scheint ein behiesige Barackenspital wurden von Montag Nacht bis Dienstag sonderes Vergnügen daran zu finden, sich vornehme" Namen Mittag 16 an der Cholera erkrankte Personen aufgenommen. beizulegen, zu deren Führung sie nicht berechtigt ist. So hat sie Bon gestern Abend bis heute Mittag sind neun Todesfälle infolge unlängst in Aachen unter dem Namen einer Gräfin Heydenreich, Cholera vorgekommen. Gestern und heute sind sechs Personen gestern( Dienstag) Nachmittag 2 Uhr in dem neuerbauten Haufe diefes Namens Zutritt zu Kreisen verschafft, die ihr sonst verBekränztes Kapital. Unter der nöthigen Reklame wurde geb. Gräfin Vizthum, gelebt und sich als angebliche Trägerin als geheilt entlassen worden. In dem Barackenspital befinden Chausseestr. 98a die dritte alle der Bolts- Kaffee und schloffen geblieben wären. fich gegenwärtig 55 Krante. Dem Neuen Pester Journal" zu Speise- Abfütterungsanstalt eröffnet. Gin Prachtbau folge sind seit dem Auftreten der Cholera 70 Personen erkrankt in rothem Sandstein- verdient" aus den Einfünften der beiden und 22 gestorben. Die Tochter des Köpnicker Ranbmörderpaares, deren ersten Hallen Krakau, 3. Oft. Vom 2. auf den 3. Oft. sind hier zwei zeigt er als Wahrzeichen eine Tasse, mit welcher Vater am 20. v. M. unter dem Beil des Henkers endigte, ist am Freitag von ihrer Mutter, Christiane Schütt, getrennt und dem Cholera Erkrankungen vorgekommen, von denen eine tödtlich die Herren Gründer das Fett abschöpfen. Fünf Prozent Dividende dürfen nur" ftatutenmäßig gegeben hiesigen Waisenhause überliefert worden. Aus Wolowice ist keine weitere Erkrankung zur werden, und froh, diese 5 pet. von dem armen Volfe einheimsen Meldung gelangt. In der an die Gemeinde Podgorze anzu können, hatte man das Gebäude bekränzt. Uebrigens Berliner Asyl- Verein für Obdachlose. Im verflossenen grenzenden Gemeinde Plascow ist ein Cholerafall amtlich fest haben die Herren Antheilschein Besiger eine glückliche Hand in Monat September 1892 nächtigten im Männer- Asyl 8909 PerAntwerpen, 4. Oftober. Von heute ab werden für die der Wahl des neuen Lokals gehabt, liegt es doch in unmittel- sonen, davon badeten 3392 Personen, im Frauen- Asyl 1308 Perbarer Nähe einiger Ferienkolonien" sonst auch Kafernen ge- sonen, davon badeten 105 Personen. Schiffe, welche den hiesigen Hafen verlassen, Gesundheitsscheine nannt. Nun,„ diese" Koft wird den jungen Kriegern die Wangen ausgestellt. Polizeibericht. Am 3. d. M. Vormittags fiel ein 12jähriger Die Sanitätskommission für die Schelde hat beschlossen, eine fchon röthen und ihnen die nöthige Widerstandskraft gegen die nabe an der Ecke der Lüneburgerstraße und der Straße AltBeschwerden des Dienstes verleihen. Beobachtungszeit von nur 24 Stunden für Herkünfte aus Moabit von einem in der Fahrt befindlichen Rollwagen und er Amsterdam und Rotterdam festzusetzen. Die siebentägige QuaranHere Zimmermann, der Restaurateur der Markthalle IX, litt hierbei eine bedeutende Verlegung an der Stirn. Auf täne für Herkünfte aus den Häfen Frankreichs( die Transportzeit Bücklerstraße, theilt uns zu der über ihn in Nr. 231 des„ Vor einem Heuboden des Hauses Nr. 5 am Nordhafen wurde ein obmit einbegriffen) wurde für die Herfünste von der atlantischen wärts" veröffentlichten Notiz mit, daß es eine infame Lüge sei, dachloser Arbeiter vom Schlage getroffen krank aufgefunden und Küste von der Gironde ab aufrecht erhalten. wenn die betr. Personen behaupteten, es werde Gästen der Zu- mittels Krantenwagens nach der Charitee gebracht." Vor dem Lüttich, 4. Oktober. Die gestrige Berathung des Gemeinde- tritt verweigert, welche der Sozialdemokratie angehören oder Hause Wallstr. 50-54 sprang ein Tischlergeselle von einem in rathes, welche von einer erregten Menschenmenge besucht war, teine weiße Wäsche tragen. Er dulde vielmehr nur keine Zu- der Fahrt befindlichen Rollwagen herab, fiel dabei zur Erde, beschloß das Verbot der Oktobermesse wegen der Cholera hälter und deren Anhang, Zuchthäusler ze. in seinem Bokal. wurde überfahren und erlitt einen Beinbruch. Nachdem ihm unter fortwährendem Pfeifen und Schreien der Zuschauer. Die Jeder anständig sich bewegende Gast sei ihm willkommen. Ferner auf der Wache des 27. Polizeireviers ein Verband angelegt Menge infultirte die Gemeinderäthe; vor dem Gemeindehaus sei es ebenso unwahr, daß sich seine Verhältnisse im Markthallen worden war, wurde er nach der Charitee gebracht.- Gegenfanden ernste Krawalle statt. Die Polizei mußte zum Schuße Restaurant so glänzend gestaltet hätten, daß er den Zuspruch der über dem Hause Engel- Ufer 8 sprang Nachmittags ein Tischler der Gemeinderäthe eintreten und nahm zahlreiche Verhaftungen arbeitenden Bevölkerung nicht nöthig hätte. verlief. gestellt worden. Dor. in den Luisenstädtischen Kanal, wurde jedoch noch lebend herauss gezogen und nach seiner Wohnung gebracht. Vor dem Hauſe Brüssel, 4. Ottober. Seit Sonnabend sind hier keine Die Nachrichten aus dem Krankenhause Moabit lauten Große Frankfurterstr. 110 fiel Abends eine Frau zur Erde und Erkrankungen und feine Todesfälle an Cholera vorgekommen. fortgefegt günstig. Ein neuer Fall von Cholera asiatica ist nicht erlitt hierbei so bedeutende Verlegungen am Hinterkopfe, daß sie Die Berichte aus den Grenzländern sind ebenfalls befriedigend. festgestellt worden, den fünf noch im Lazareth befindlichen Cholera- nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden Gerichts- Beitung. Die letzten beiden zur Verhandlung kommenden Anflagefälle boten tein besonderes Interesse, sondern paßten genau in das Bild, welches die übrigen Fälle darstellten. Staats Die letzte Sigung der Schwurgerichtsperiode des Lands mußte. Auf dem Bahnhof Bellevue fiel Abends ein Weichen, denden Differenzen zu verfügen, ohne vorher die Kommittenten erlassenen Pfändungsprotokolle giebt Zeuge Brint mener den ſteller beim Besteigen eines Stadtbahnzuges aus dem Kupee, zur Erhöhung der Ausschüsse aufgefordert und die Erlaubniß zum Tag der Zahlungseinstellung auf den 30. Oktober an. Ein Herr blieb mit den Füßen am Trittbrett hängen und wurde etwa Berkauf ausdrücklich eingeholt zu haben. Wachsmann hat als Kommanditär 249 000 M. zur Masse an 130 Schritte weit vom Zuge mit fortgeschleift. Er erlitt hierbei gemeldet, diese Forderung wird aber vom Verwalter befiritten; außer einer Verstauchung des Fußes bedeutende Hautabschürfungen, die Frau des Angeklagten hat nichts angemeldet. so daß er mittels Droschte nach seiner Wohnung gebracht werden anwalt Benedig beantragt die Ladung des Kriminalfommissarius mußte. Am 3. d. M. fanden 4 kleine Feuer statt. Direktor Wey I wird sodann darüber vernommen, welchen Wolff, um ihn über die Vorgänge bei der Verhaftung des AnVortheil der Zeuge Seiffert davon hätte haben fönnen, daß der geflagien zu befragen. Der Gerichtshof beschließt diese Ladung. Angeklagte ihm statt der verlangten österreichischen Gulden- Die Verhandlung wird hier abgebrochen, um Mittwoch 9 Uhr noten eine Anweisung auf die anglo österreichische Bank fortgesetzt zu werden. übergab. Der Angeklagte soll dem Seiffert bekanntlich gefagt haben, daß ihm aus dieser Transaktion ein Vortheil von etwa 400 m. erwachsen würde. Dir. Weyl berechnet den etwa gerichts I gelangte am Sonnabend erst gegen Abend zum Abentstehenden Vortheil auf etwa 99 Mart. Der nochmals vor. schlusse. Es handelte sich um eine Bankrottsache, die derzeit im gerufene Beuge Seiffert erklärt jetzt, daß er nicht gewußt Often der Stadt berechtigtes Aufsehen erregte. Der Kaufmann habe, daß man bei einer Anweisung 8 Tage Vista das Geld erst Dstar Schindelhauer befand sich wegen schwerer Urkunden8 Tage nach Präsentation erhalten fonne und daß er auch an- fälschung, betrügerischen Bankrotts, Betrug, Untreue und eine genommen habe, die Anglo- österreichische Bank habe auch eine Reihe anderer Strafthaten auf der Auflagebant. Im Jahre 1887 Filiale in Wien. Ihm sei es darauf angekommen, daß er am ererbte der Angeklagte im Alter von 23 Jahren das Holz- und 1. Oktober das Geld in Graz hatte. Direktor Weyl erklärt Fourniturengeschäft seines Vaters, welches seit einer langen Reihe ferner, daß nach dem Kontofurrent des Angeklagten mit der von Jahren im Hause Grüner Weg 57 betrieben wurde und Anglo- österreichischen Bank derselbe nicht in der Lage war, eine einen wohlbegründeten Ruf genoß. Des Geschäfts in feiner solche Anweisung auszuschreiben und daß er mindestens die Ver- Weise kundig, nahm der Angeklagte einen Sozius, der die pflichtung gehabt hätte, die Bank rechtzeitig zu avisiren, daß Führung des Geschäfts besorgte. Als dieser im Jahre 1890 aus eine solche Anweisung erfolgen würde. schied, engagirte er den Buchhalter May Freudenheim, Prozeß Hugo Löwy. V. lionen Mart an Spekulationsgeschäften übrig bleiben. und würden fie alle viel Geld ver= Iegte der Zu Beginn der heutigen Sigung, welche Landgerichtsdirektor Martius um 9½ Uhr eröffnet, tritt zunächst der Zeuge Kriminalkommissarius v. Arnauld vor, um folgende Erklärung abzugeben: Er wolle nach Rücksprache mit seinem Anwalt sich durch die vom Angeklagten erhaltenen Wechsel mit seinen Forderungen für befriedigt erklären und die von ihm zur Konkursmaffe angemeldete Forderung von 75 000. zurückziehen. Auf Antrag des Staatsanwalts Dr. Benedix wird der Bücherrevisor Töpfer veranlaßt, sich darüber zu äußern, welche Umsäge der Angeklagte erzielt hat, in welchen Papieren diese Der gesammte Fall Seiffert wird noch einmal eingehend dem er forglos die ganze Leitung des Geschäftes überließ. Dies Umfäße vorzugsweise erzielt worden und wieviel für Reklame- erörtert und nimmt wiederum geraume Zeit in Anspruch. Neu ging soweit, daß Freudenheim selbständig alles vornahm, und der und Annoncenzwecke gebucht sind. ist aus den Bekundungen des Zeugen Seiffert nur folgendes: Angeklagte, wenn er von seinen in lustiger Damengesellschaft Bücherrevisor Töpfer hat die Buchungen vom April bis Als die Sache mit der Anglo- österreichischen Bank nicht in unternommenen Spazierfahrten furz vor Komptoirschluß zurückMai 1891 durchgefehen und die Umsätze wie folgt feitgestellt: Ordnung ging, kam der Zeuge Seiffert nach Berlin. Nachdem fehrte, die ihm vorgelegten Sachen, ohne sie weiter durchzusehen, April 18 Millionen, Mai 19 Millionen, Juni 24 Millionen, vom Justizrath Fleck ein Arrest ausgebracht worden war, ist unterschrieb. Im Oktober v. J. brach das Geschäft zusammen Juli 20 Millionen, August 18 Millionen, September 12 Mil Löwy zu Seiffert gegangen und hat denselben flehentlich gebeten, und schon wenige Tage nach der Konkurserklärung wurde Schindellionen, Oftober 10 Millionen, November 40 900 Mart. ihn zu retten, da man zu beabsichtigen scheine, ihn zu verhaften. hauer verhaftet, während es Freudenheim gelang, zu entfliehen. Es ist dies eine Gesammt- Unsatsumme von 124 Millionen Mart. In diesem Falle würde Seiffert und die übrigen Gläubiger Er ist bis jetzt nicht ergriffen worden. Die Beweisaufnahme Die Raffageschäfte und sonstigen laufenden Geschäfte in diefer nichts erhalten, förderte tolle Sachen zu Tage. Die Tischlermeister- Ehefrau Zeit beziffern sich auf ca. 6 Millionen Mart, so daß 118 Millieren, wenn er verhaftet werden würde. Der Zeuge Mäther gab dem Angeklagten zur Deckung ihrer Schuld ein Afzept Die hat dann stch bereit erklärt, ein vom Angeklagten in Höhe von 300 M. Sie volführte die Unterschrift des Wechsels großen Zahlen kommen daher, daß pro und kontra aufgerechnet aufgesettes Schriftstück zu unterzeichnen und demselben im Komptoir des Angeklagten. Der Letztere meinte, daß die wurde. Der Umsatz geschah zumeist in Bergwerkpapieren, Frist zu gewähren. Landrichter Dr. Curtius wünscht zu Unterschrift zu zitterig" ausgefallen sei und Geschäfte in Staatspapieren wurden nur in geringem wissen, ob bei diesen Verhandlungen aus den Aeußerungen des Frau Nather ein neues Akzept zur Unterschrift vor. Sie unter Unifange gemacht. Der Angeklagte giebt zu, daß die Angeklagten nicht ein gewisses Schuldbewußtsein hervorging, aus schrieb auch dies und ließ den ersten Wechsel auf dem Tische Hauptgeschäfte in Harpener, Bochumer, Laurahütte, Hibernia welchem heraus er die Verhaftung befürchten mußte. Der Beuge liegen in der Annahme, daß derselbe vernichtet werden würde. und dergleichen stattgefunden haben. Die von dem Ange- fann darüber keine Auskunft geben, dagegen versichert der Ange- Der Angeklagte fette aber beide Wechsel in Umlauf und mußten flagten erzielte Provision im Satze von 1/10 pr. Mille berechnet klagte, daß ihm die Kunde von einer ihm drohenden Verhaftung beide von Frau Näther, die ihre Unterschrift nicht ableugnen Zwei Fälle von Betrug und Untreue Herr Töpfer auf 123 000 M. und im Durchschnitt pro Monat direkt aus dem Bureau des Justizrath Fleck gekommen sei. fonnte, bezahlt werden. auf ungefähr 20 000 M. Dem gegenüber stehen an Unkosten, Justizrath Fleck habe ganz eigenmächtig und durchaus gegen den wurden darin gefunden, daß der Angeklagte aus einem Posten Juferaten, Miethen, Gehältern 2c. 10 890 m. Der Konkurs Willen des Zeugen Seiffert den Arrest ausgebracht; aus den Hölzer, den er verkauft hatte, vor der Ablieferung mehrere massenverwalter Brinkmeyer giebt an, daß nach der Mit Bivilatten habe das Gericht Veranlassung genommen,' die ganze Stücke im Werthe von 150 M. heimlich entfernte und ferner, theilung eines früheren Angestellten des Angeklagten etwa 4000 M. Angelegenheit weiter nach der kriminalistischen Seite untersuchen daß der Angeklagte den Wechsel eines Kunden, der zur Ein pro Woche, in 72 Wochen also etwa 280 000 M. für Inferaten- zu lassen und so habe er eines Tages gehört, daß der Kriminal- lösung eines alten Wechsels gegeben war, nicht der Abrede gein Umlauf setzte. Als Haupt zwecke und Reklamen ausgegeben worden seien. Der Angeklagte kommissarius Wolff im Bureau des Justizraths Fleck gewesen mäß kassirte, sondern weist diese Behauptung entschieden zurück. Der Herr Verwalter und geäußert habe, daß er( Löwy) wahrscheinlich verhaftet theil der Anklage figurirte der einfache und betrügerische tönnte ebenso gut 40 000 m. pro Woche oder 2 Mill. Mark pro werden würde. Darauf und nicht auf ein Schuldbewußtsein sei Bankrott. Zunächst hat der Angeklagte zu Gunsten seiner Jahr an Juferaten- Ausgaben angeben. Die Geschäftsbücher lägen feine Furcht vor Verhaftung zurückzuführen. Bezüglich der Bezüglich der Mutter folgendes Manöver in Szene gesetzt: Seine Mutter ja vor und man würde ja doch die wirklich geleisteten Börsen- Situation des Angeklagten äußern sich die beiden Sach- hatte sich für ihn bei dem Bankhause F. M. Krause in Höhe Geschäftsuntoften auf Heller und Pfennig herausrechnen. Rechts- verständigen Lipmann und Weyl dahin, daß derselbe teinen von 20 000 m. verbürgt. Aus dieser Bürgschaft war sie nur in anwalt Dr. Friedmann stellt fest, daß es bei dieser ganzen Kredit an der Börse für seine Engagements hatte. Damit sei Höhe von 11 000 M. in Anspruch genommen worden. Trotzdem Frage immer nur um Ausgaben für Annoncen handeln könne, in nicht ausgeschlossen, daß er mit Mallerbanken und Maklern erkannte der Angeklagte furz vor Ausbruch des Konkurses in welchen der Angeklagte sein eigenes Geschäft zur Benutzung dem in Verbindung stand. Der Zeuge Konrath bestätigt dem einer notariellen Afte eine Forderung seiner Mutter in Höhe von Bublifum anempfahl. Da derselbe keine Papiere emittirte, tönne Angeklagten, daß zu der Zeit, als er die Anweisung auf die 34 000 m. an, und ließ auf Grund derselben sein ganzes Geschäft bei ihm von irgend welchen anderen Reklame- Ausgaben nicht Anglo- österreichische Bank ausstellte, er sicher sein durfte, daß pfänden. In der mit außerordentlicher Eile anberaumten Berdie Rede sein. Der Staatsanwalt überreicht im Anschluß hieran inzwischen aus dem Verkauf der Gräfin Kokorowa'schen Liegen- fteigerung erwarb die Mutter für den Preis von 6000 M. an ganze Geschäft, der Vorname einen dem Angeklagten unter dem 31. Mai 1890 zugegangenen Be- schaften die nöthigen österreichischen Gulden ihm zugeflossen das dem Firmenfchild geändert und der trat Angeklagte scheid der Reichsbant, wonach sein Gesuch um Eröffnung sein würden. Der Angeklagte habe dem Zeugen Seiffert außernunmehr eines Girofontos abgelehnt wird. Mutter auf " Verkäufer" in den Diensten seiner Mutter Der Angeklagte erklärt dem gesagt, daß eventualissime ihm noch Zeit genug bleiben Dies alles geschah nach Eröffnung des Konturfes und obgleich dies damit, daß sein Geschäft ein noch zu junges ge- würde, das Geld anderweitig zu beschaffen. wesen sei. Was die Geschäftsbedingungen des AnNach kurzer Pause wird der Kontursmassen- Verwalter der Konkursverwalter den Angeklagten auf das Strafbare dieser getlagten betrifft, die derselbe bekanntlich den Bedingungen Brint meyer über die Konferenz vernommen, die er mit dem Schiebung" aufmerksam machte. Was der Angeklagte von dieser Brinkmeyer des Hauses A. H. Heymann u. Ko. nachgebildet hat, so über Bücherrevisor Töpfer und dem Angeklagten gehabt hat. Löwy Versteigerung zurückbehielt, schenkte er seiner Braut, Unter den reicht der Staatsanwalt andere Geschäftsbedingungen der Darm- behauptet bekanntlich, daß sein Status am 24. November, also Gegenständen dieser Schenkung" befanden sich sonderbarerweise städter Bank, der Diskonto- Gesellschaft und der Genossenschafts- vor dem Zusammensturz ein weit günstigerer gewesen, als die auch für 600 M. Fourniere, wie auch die Uhr und sämmtliche bant Sörgel Parisius u. Ko. Mit der Durchsicht dieser Geschäfts- vom Massenverwalter gezogene Bilanz darstellt. Der Sach- Kleidungsstücke des Angeklagten. Ferner reiste der Angellagte bedingungen wird der inzwischen als Sachverständiger er verständige Brinkmeyer befundet folgendes: Was zunächst die nach der Konkurserklärung nach Leipzig und zog dort Außen Schienene Direktor Weyl von der Genossenschaftsbant betraut. 65 Stück Wechsel im Betrage von 181 501 m. betrifft, welche Stände ein, die er für sich verbrauchte. In der Hauptverhandlung Dr. Friedmann bittet, bei der Vergleichung nicht außer nachträglich im Portefeuille zum Vorschein gefommen, räumte der Angeklagte den hauptsächlichen Thatbestand ein, bestritt Acht zu lassen, daß zwischen großen Bankinstituten, die Grund- so habe Löwy selbst nur 8 Stück als einziehbares bezeichnet, jedoch die Wechselfälschungen, die das Werk Freudenheim's seien. Die fapital von vielen Millionen haben, und einzelnen Bantiers welche über 17 600 m. Tauten. Er selbst öetrachte trotzdem diese Beweisaufnahme fiel durchweg zu Ungunsten des Angeklagten aus. doch ein gewaltiger Unterschied besteht. Direttor WeyI er- Wechsel nicht für einziehbar und stelle sie 3. 3. nicht in den Staatsanivalt Großpietsch fennzeichnete das Verhalten des An Weyler- Wechsel z. klärt zunächst, daß bei großen Bankinstituten es nicht üblich Status. Der Schlußeffekt werde wohl sein, daß diese Wechsel geflagten als ein höchst frivoles und gemeingefährliches, er plais ist, sich die Vollmacht ertheilen zu lassen, Effekten, auf welche öffentlich meistbietend verkauft oder dem Angeklagten zur Ein- dirte für Schuldig im vollen Umfange der Anklage. Von den Darlehen gegeben sind, weiter lombardiren zu dürfen. Das tomme ziehung überlassen werden müssen. Am 24. November aber Bertheidigern, Rechtsanwälten Dr. Haase und Wronker führte der aber wohl daher, daß die großen Bantinstitute vollauf Mittel fonnte Löwy in dieser Beziehung zu einem anderen Resultat Erstere aus, daß der Angeklagte in einem Falle der Untreue und zur Verfügung haben. Bei fleineren Banthäufern seien aber fommen, er tonnte annehmen, daß diese Wechsel gut sind. Es in drei Fällen der Untreue nicht hinreichend überführt sei, wäh folche Lombardirungen, wie sie der Angeklagte hatte, gang und find nach den gemeinsamen Berathungen mehrere Posten der rend der zweite Bertheidiger dem Angeklagten mildernde Un gäbe. Was die allgemeinen Geschäftsbedingungen des Angeklagten Aftiv- Masse zugeschrieben und da die Berechtigung verstände zu erwirken suchte. Die Geschworenen sprachen den An betrifft, so habe er gegen dieselben im allgemeinen nichts ein- fchiedener gegen den Angeklagten geltend gemachter For- geklagten in einem Falle der Untreue und in zwei Fällen der zuwenden. Dagegen sei die Bestimmung, daß die den Kommittenten derungen allerdings zu bestreiten ist, find Posten bei Wechselfälschung für nichtschuldig, in allen anderen Fällen unter zu beschaffenden Papiere nicht in separato verwahrt, sondern der Passivmasse abgestellt worden. Die Bilanz stellt Versagung von mildernden Umständen für schuldig. Das Urtheil lautete auf 4 Jahre 6 Monate 3ucht mit den übrigen Papieren des Bankiers vermengt werden sich danach nunmehr wie folgt: Aus den Anfechtungsprozessen dürfen und der Bantier beliebig darüber verfügen könne, be- ist der Eingang eines Werthes von 108 433. zu rechnen; aus aus und 5jährigen Ghrverlust. denklich. Bei großen Bantinstituten fomme diese Methode den Portefeuille- Wechseln, die jetzt als werthlos zu betrachten Bei den Abrüstungsarbeiten, die in diesem Frähjahre sicher nicht vor. Mindestens müßten die Kunden des Bantiers sind, konnte Löwy immerhin auf den Eingang von 6000 M. in der Elbingerstraße vorgenommen wurden, ereignete fich ein ausdrücklich auf das Bestehen solcher Bedingungen aufmerksam rechnen: dazu kommen 4000 m. inzwischen ganz werthloß ge- schwerer Unglücksfall. Ein Balfen fiel aus beträchtlicher Höhe gemacht werden. Ein Vorwurf fei aber weniger denjenigen zu wordene Wechsel, 10 000 M. Wechselforderungen an einen herab, dem unten im Bau beschäftigten Steinträger Schröder ins machen, welche solche Bedingungen aufstellen, als denjenigen, die hiesigen Zahnarzt, 12 000 M. als eingegangener Baarbetrag und Genick und tödtete ihn auf der Stelle. Für diesen Unglücksfall so etwas unterschreiben, wenn sie es gelesen haben. Denen, die 450 M. aus Werthpapieren. Aus der Debitorenliste sind wurden der Zimmermeister Rohr und dessen Geselle S ch mödik die Bedingungen unterschreiben, ohne sie gelesen zu haben, fei 230 499 m. als gut zu betrachten und davon 90 pet. oder verantwortlich gemacht. Sie ftanden gestern vor der achten nicht zu helfen; man müsse doch von jedem, der Börsengeschäfte 207 443 M. als sicher eingehend eingestellt worden, ferner mußte Straffammer des Landgerichts 1, Rohr, der die Zimmerarbeiten machen will, mindestens verlangen, daß fie die Bedingungen ihres dem Angeklagten darin Recht gegeben werden, daß die von ihm ausführte, hatte dem Mitangeklagten Schmödtke die Leitung der Bantiers durchlesen. Unter feinen Umständen durfte der An- felbst auf 30 000 m. geschäßten Utensilien 2c. mit 20 000 M. ein- Abrüstung übertragen. Um einen Balten loszulösen, ließ Schmödike geklagte voraussehen, daß Leute, die seine Bedingungen nicht zu gestellt werden mußten. Die Aktivmasse stellt sich danach auf einen Negriegel entfernen, der Balken hatte das Uebergewicht gefandt erhalten hatten, annehmen konnten, daß er mit den ihm über- 368 346. Auch die ursprünglich auf 746 900 W. be- nach der Außenseite, war von den beiden innenstehenden Ar fandten Effekten nach Maßgabe dieser speziellen Bedingungen schalten rechnete Schuldsumme mußte anders berechnet werden. Es ist beitern nicht zu halten und stürzte hinab. Nach dem Gutachten und walten konnte. Der Sachverständige Lipmann hält einen unzweifelhaft, daß 230 249 M. Schulden mehr entstanden sind des Sachverständigen haben sich die Angeklagten in mehrfacher Bankier, der solche Bedingungen in seinem Geschäfte hat, für durch die gewaltsame Lösung der Engagements; dazu kommt Beziehung einer Fahrlässigkeit schuldig gemacht. Rohr hätte verpflichtet, seine Kommittenten ausdrücklich darauf aufmerksam die Summe von 105 949. als ausgefallener Betrag der mehr Leute und vor allen Dingen nur einen Polier als den zu machen. Die beiden Sachverständigen, Direktor Weyl und Hypothek von Westernhagen, deren Ausfall der Angeklagte da Aufsichtführenden anstellen sollen. Schmödtke mußte wissen, daß Lipmann, werden noch über die verschiedensten börsentech- mals nicht voraussehen konnte. Zieht man diese 336 218 M. der Balken vermöge seines Uebergewichts nach außen fallen nischen Angelegenheiten, Usancen der Börse bei Ultimospekulationen, von der ursprünglich berechneten Schuldenfumme von 746 895 M. mußte und Vorkehrungen treffen, dies zu verhindern. Der Staats den Begriff des Wortes" Remission" 2c. befragt. Die Auskünfte ab, so bleibt eine Gesammt Passivsumme von 410 676 Mart anwalt hielt die Fahrlässigkeit für eine so grobe, daß er gegen belasten den Angeklagten im großen und ganzen nicht. Dagegen übrig. Stellt man die Aktivsumme von 368 346 Mark dem Rohr zwei Jahre, gegen Schnödtfe neun Monate Gefängniß sind beide Sachverständige darin einig, daß der Bankier gegenüber, fo ergiebt sich nur ein Fehlbetrag von beantragte. Dem Vertheidiger, Rechtsanwalt Modler, gelang es die bezüglichen Effekten auf alle Fälle zur Verfügung 42 320 Mart. Ueber einen Betrag von 60 000 Mark, welche ein niedrigeres Strafmaß zu erzielen, Rohr wurde zu sech 3, der Auftraggeber halten muß, wenn sie diefelben verlangen. Eine Löwy für gut hielt, habe er eine andere Meinung und den Schmödtke zu vier Monaten Gefängniß verurtheilt. längere Erörterung erregt die vom Landrichter Dr. Curtius auf selben für werthlos erachtet, da es sich um Wechsel auf einen Unter der Auflage der Hochstapelei standen gestern de geworfene Frage, ob der Angeklagte, wenn er in seinen Annoncen internationalen Herrn handelt, welcher sich in Nizza, in feine Provision auf nur 1/10 pro Mille" angab, nicht bei Leuten Monac und auf Rennplägen vielfach aufhält und nur zuweilen Bimmermeister Albert Becker und dessen Ehefrau Martha in der Provinz den Glauben erwecken mußte, daß außer diefer in Berlin weilt. Ebenso habe er, entgegen der Ansicht des An- Becker vor der 2. Strastammer des Landgerichts I. Im Jul Provision andere Unkosten, Courtage 2c. nicht berechnet werden geklagten, die Grundstücke in der Markgrafenstraße 19, in der dieses Jahres tamen die Angeklagten mit drei Kindern von Bries würden. Die Grörterung dieser Frage schließt damit ab, daß Oranienstraße und Köpenickerstraße nicht weiter berücksichtigt, da nach Berlin. Sie stiegen im Knorr'schen Gasthofe ab und spielten das" nur" sich lediglich auf die Höhe der Provision bezog, der er der Ansicht ist, daß der Angeklagte sich am 24. November sich als Leute auf, die über ein großes Vermögen verfügten Angeklagte berechtigt gewesen wäre, daneben noch Courtage zu darauf gar fein Geld mehr machen konnte. Auch auf das Berg- Becker erzählte allen Leuten, daß seine Frau rund eine Million Der geerbt habe und dies wurde von der letzteren auch bestätig berechnen, thatsächlich aber nur 1/10 pro Mille inklusive Courtage wert habe sich der Angeklagte nicht Geld machen können. berechnet hat. Weitere längere Erörterungen verursacht die Angeklagte widerspricht dieser Darstellung seines Status jehr Sie gaben an, daß sie sich unweit Berlin ein Rittergut faufen wollte Frage, ob Löwy bei Differenzgeschäften und sich ergebenden großen lebhaft und bleibt dabei, daß er nicht nur feinen Fehlbetrag und als dies ruchbar wurde, meldete sich auch sofort ein Agent Differenzen zu Ungunsten des Kunden berechtigt war, die ihm von 42 000 M. gehabt habe, daß vielmehr die Firma im No- welcher ihnen ein solches nachwies. Es handelte sich un Direktor vember sehr gut fundirt war, wenn sie auch in jener kritischen ein Gut eines Herrn von Seidlig zu Brockmühle. zur Sicherung übergebenen Papiere zu verkaufen. eyl giebt zunächst der Vertheidigung zu, daß die hier in Frage Beit etwas festgelegt war. Außer den erwähnten 60 000. Angeklagte Becker war fofort bereit, es sich anzusehen, der Agen tommende Zeit infolge des Krachs bei Hirschfeld und Wolff, bei habe er noch viele andere seiner Forderungen damals für gut und ein Restaurateur, bei dem die reiche Familie" viel verkehrte Friedländer und Sommerfeld zc. für den fleineren Banfier außerhalten müssen und es gehe nicht an, daß der Massenverwalter begleiteten ihn dahin. Der Kauf tam auffallend leicht zustande Die weiteren Aus- 150 000 m. Forderungen einfach wegstreiche. An dem Hause in es wurde ein Kontrakt aufgefeßt, wonach Becker das Gut au ordentlich schwierig und kritisch war. führungen des Direktor Weyl zu diesem Punkte sind, da die der Markgrafenstraße verliere seine Firma allein 98 000 M. 1. August übernehmen sollte, nachdem er eine Anzahlung vo felben gemacht werden infolge der vorgenommenen Subhastation, seine Firma habe doch mindestens 50 000 m. geleistet. Becker erklärte, daß dies für ih ftets nur zum Gerichtstische gemacht imd den außerordentlich ungünstigen Berichterstatter- auch bis in den November hinein 70 000 M. in das Bergwerk hinein ein Kinderspiel fei, er werde in den nächsten Tagen nach Dresde Plägen überhaupt nur immer das zehnte Wort verstanden gesteckt, was doch nicht auf den blauen Dunst hin geschehen sei. reisen, um die Erbschaft zu heben. Er verzögerte die Reife in werden kann, leider nicht wiederzugeben. Der Sachverständige Der Beuge Seiffert theilt mit, daß das Bergwerk in seinem deffen von einem Tage zum andern und der erste Augu Lipmann vertritt den Standpunkt, daß ein Bankier keinesfalls jetzigen Zustande einen Werth von 400000 M. darstelle. Nach Ver- tam heran, ohne daß er Anstalten machte, das Gu berechtigt ist, über solche Depots oder Einschüsse bei größer wer- lejung mehrerer gegen die Firma Hugo Löwy im Oktober und November zu übernehmen. an De Der Hotelbesizer, der von den A 91 2 19 gangen, = Ge der getlagten gegen 300 m. für Logis und Verpflegung zu fordern| Bertrauen, welches wir uns vor zwei Jahren gelegentlich des Betriebsinspektor der Großen Berliner Pferdebahn- Aktiengesellschaft, hatte, wurde mißtrauisch, er zog bei der Behörde in Brieg Er Streits der Militärschneider erworben haben. Wenn die Reso- Herr Vogel, Veranlassung genommen, sich den ihm unterstellten fundigungen ein und erhielt die Antwort: Becker völlig ver- lution uns nachfagt, unfere Handlungsweise habe der Pferdebahn- Bediensteten gegenüber zu äußern: Schämen Sie sich mögenslos, alles versiegelt, von hier unbekannt verzogen." Nun Sache geschadet, so trifft das also nicht zu. Wenn nicht, solche Versammlungen zu besuchen? Wer sich noch einmal wurde dem Angeklagten die Rechnung vorgelegt. Er mußte ein- die Agitations- Kommission sich zurückgesetzt fühlt, so hat derartiges erlaubt, kann sich gefaßt machen, die umpen räumen, daß er mittellos war. Durch die falschen Vorspiegelungen das scheinbar seine Berechtigung. Es waren aber doch nur auszuziehen!( Allgemeine Entrüftung.) Herr Vogel müſſe der Angeklagten sind auch noch andere Personen geschädigt worden. technische Gründe, warum sie nicht zur Berathung mit hinzu- sich nachträglich doch wohl der Tragweite seiner Worte bewußt Im Termine behauptete Becker, daß er auf Hilfe feines gezogen wurde, und zwar weil sie feinen Uniform- Hosen- Schneider geworden sein, denn er soll sich bemüht haben, feine Aeußerung wohlhabenden Schwiegervaters gerechnet und sich darin ge- als Mitglied zu verzeichnen hat, daher nicht in der Lage ist, abzuschwächen, indem er meinte: Wir tönnen Sie ja allerdings täuscht habe. Der Gerichtshof belegte ihn mit einer Gediese Arbeiten alle beurtheilen zu können. Es war die Frage zu nicht hindern, Versammlungen zu besuchen, aber besser ist es fängnisstrafe von einem Jahre und zweijährigem beurtheilen: Ist es möglich, Stücke wie z. B. einen Noch, doch, wenn es nicht geschieht! Wie man aber über die ganze Ehrverlust, während der Vertheidiger der Angeklagten Ehefrau Position I, welcher mit Wt. 4 gekürzt ist, in türzerer Zeit als Sache bente, gehe aus der verbürgten Thatsache hervor, daß auf Becker, Rechtsanwalt Schwindt, für diefelbe, die unter dem Ein- jeden anderen aus feineren Stoffen fertig zu machen? Kann einem Pferdebahn- Bahnhofe bereits am Sonntage den Bediensteten fluffe ihres Ehemannes gestanden hatte, mildernde Umstände zu also der Aufwand an Zeit der Bezahlung angepasst werden? Das der Besuch der derzeitigen Versammlung bei fofortiger erzielen wußte. Sie wurde zu 200 M. Geldstrafe verurtheilt. Gleiche gilt auch für die anderen in Frage kommenden Stücke. Entlassung verboten worden sei! Ein solches Vorgehen Das alles können nur die Arbeiter richtig beurtheilen, welche tönne nicht scharf genug getadelt werden, und es würde Der ehemalige Feuerwehrmann Heinrich Peter, der ständig diese Sachen arbeiten. Dieses sind die wahren Gründe, fich empfehlen, hiergegen energisch zu protestiren. infolge seines fränklichen Zustandes diesen Dienst hatte aufgeben warum die betroffenen Kollegen und der Verein der Militär- noffe Millarg verkündete unter fautem Beifall müffen, wurde seit dieser Zeit beim Magistrat als Bogenschreiber schneider in dieser Sache eine andere Ansicht hatten, als die Versammlung, daß die Pferdebahn Angelegenheit in der beschäftigt. Er soll sich hierbei mehrfacher schwerer Urkunden- Agitationskommission. Wir betrachten die Angelegenheit als Stadtverordneten- Versammlung zur Sprache gebracht werden fälschungen in betrügerischer Absicht schuldig gemacht haben, die Lohntariffrage und nicht als Lohnstreitfrage. Hätte z. B. der würde. Die Pferdebahn- Direktion werde ihre Zwecke keineswegs ihn geſtern vor die achte Straffammer des Lanogerichts I. führten. Offizier- Verein vor zwei Jahren den Tarif anerkennen müffen, erreichen. Die Pferdebahn- Bediensteten dürfen sich durchaus nicht In dem Zimmer, in welchem der Angeklagte beschäftigt wurde, wie alle anderen Geschäfte, welche mit ihm in Konkurrenz stehen, beeinflussen lassen. Die Wahl sei eine geheime und niemand befand sich auch das Bult des Magistratssekretärs Schulz. Der so war es nicht möglich, diese Lohnkürzungen auf dem Wege des habe durch seine Stimmabgabe Nachtheile zu befürchten. Die Schlüssel zu diesem Behälter war eines Tags verloren ge- Verordnens vorzunehmen, und wir hätten flagen können, und Genossen Faber, millarg und Grauer erläuterten sodann worauf Peter als ehemaliger gelernter Schloffer fein Richter hätte uns abzuweisen vermocht. Die Vor- die hauptsächlichsten Momente der bevorstehenden Gewerbegerichtseinen neuen anfertigte. In diesem Pulte befanden legung eines Lohn Tarifes Offizier Verein Wahlen und geißelten das Vorgehen der Pferdebahn- Gesellschaft. fich auch die sogenannten„ Kanzleizettel", welche der wird also durch den Verein der Militärschneider erfolgen müssen. Speziell Genosse Faber gab die Versicherung ab, daß die BeBorgesetzte Peter's entsprechend der von letzterem geleisteten Ar. Natürlich mit Einverständniß und mit Hilfe der Kollegen, welche diensteten der Omnibus- und Pferdebahn- Gesellschaften die vollſte beiten auszufüllen hatte. Diefelben wurden dann zur Zahlung für den Offizierverein arbeiten." Sympathie der Bealiner Arbeiterschaft besäßen, diese hinter ihnen angewiesen und von Peter bei der Kasse vorgelegt. Es stellte sich heraus, daß mehrere dieser Zettel verfälscht worden waren, Der Fachverein der Klempner Berlins und Umgegend stehen und jede auf Grund der Betheiligung an den Vorindem die Zahlen zu Gunsten Peter's erhöht worden waren, hielt am 25. September eine Versammlung ab, in welcher Genosse bereitungen zu den Gewerbegerichts- Wahlen erfolgte Entlassung Nur der letztere konnte ein Interesse an diesen Fälschungen haben, 28 a ch über die„ Entwickelung des Kapitalismus" referirte. Gs als eine Maßregelung betrachten würde.( Bravo) Kandidaten 3 wurde angenommen, daß derselbe sich noch einen zweiten fam dann u. a. ein Antrag zur Verhandlung, wonach den Refe- sind aufgestellt worden: Von den Pferdebahn- Bediensteten 4, Schlüssel zu dem Pult angefertigt habe. Der so Be renten in Zukunft nicht mehr das Schlußwort ertheilt werden von den Droschken- Bediensteten 3, von den Roll- und Zusta schuldigte bestritt dies entschieden. Er ist Morphinist sollte, sondern sich diese in der Diskussion zum Wort melden fuhrwerks- Betrieben 2, von den Möbeltransport- Betrieben 1, von den im höchsten Grade, so daß Sanitätsrath Dr. Mitten müßten. Der Antrag wurde abgelehnt, nachdem Kollege Winter Die Aufstellung wurde seitens der Gruppen- Bersammlung nicht Hausdienern 7, von den Speicherei- Arbeitern und Kornträgern 2. aweig, welcher der Verhandlung als Sachverständiger geäußert hatte, daß man wohl schwer einen Referenten bekommen beanstandet. Nach Erledigung dieses Punktes entspann sich beiwohnte, ihm während derselben wiederholte Ginspritzungen bei- würde, wenn diese nicht mehr das Schlußwort erhielten. nochmals eine rege und ausgiebige Diskussion über die Lage der bringen mußte, um ihn vernehmungsfähig zu erhalten. Der In Nigdorf fand am 26. September eine Voltsversammlung Pferdebahn, Omnibus- und Roll- und Lastfuhrwerts- Bedienjteten, Staatsanwalt hielt die Thäterschaft des Angeklagten für erwiesen statt, in welcher Theodor Mehner unter reichem Beifall welche mit der einstimmigen Annahme folgender Resolution. und beantragte gegen ihn eine Gefängnißstrafe von über das Thema:" Gid und Meineid" referirte. An der Dis- endete: brei Monaten. Der Gerichtshof hielt das erbrachte Beweis- fussion, die sich in der Hauptsache im Sinne des Referenten be- Die heutige öffentliche Versammlung aller in den Pferdematerial aber nicht für vollständig ausreichend und zog es des- wegte, betheiligte sich auch ein Untisemit, der unserer Bartei nach- bahn, Omnibus, wie sonstigen Fuhrbetrieben, sowie der im halb vor, ein freisprechendes Urtheil zu fällen. fagte, fie verjude" mehr und mehr, und dann den Referenten zu Handelsgewerbe beschäftigten Arbeiter protestirt ganz energisch widerlegen suchte. Genosse Megner führte den Herrn gründlichst gegen das Verhalten der Direktion der Großen Berliner Pferde ab. Ein„ Unabhängiger", der in Sachen des Meineids die beisenbahn- Attien- Gesellschaft gegenüber ihren Angestellten und Lannte verrückte Ansicht vertrat, welche auf jener Seite gepredigt spricht ihre tiefste Entrüftung darüber aus, daß die Direktion ihren Arbeitern das ihnen gefeßlich gewährleistete Roalitionsrecht wird, erlitt ebenfalls das gebührende Fiasto. zu schmälern sucht, indem sie ihnen bei Strafe der Entlassung verbietet, Bersammlungen zu besuchen." Eine neue Schwurgerichtsperiode des Landgerichts I. beginnt bereits wieder am Montag, den 10. d. M., unter dem Vorsitze des Landgerichtsraths Rannenberg. Gine große Anzahl Sachen ist verhandlungsreif. Es wird unter Anderem auch der Prozeß gegen den Rechtsanwalt Stein zur Verhandlung ge Langen. Soziale Uebersicht. V Berliner Gewerbegerichts- Wahlen. Gruppe 1. J. A.: Wilhelm Börner, Delegirter der Tabalarbeiter. Polter, Delegirter der Gastwirthsgehilfen. Achtung, Gruppe Baugewerbe! Die von den Baugewerben gewählten Kandidaten zum Gewerbegericht werden hierdurch gebeten, am Freitag, den 7. d. M., Abends 8 Uhr, im Restaurant Pyrtet, Gipsstraße 3, zu erscheinen. Zur Gruppe Baugewerbe gehören bekanntlich: Bau- Arbeiter, Brunnenmacher, Dachdecker, Maler und Ladirer, Maurer und Buger, Steinmegen, Stuckateure, Töpfer und Zimmerer. Auf bestimmtes und pünktliches Erscheinen rechnend, zeichnet achtungsvoll Karl Blaurock. zu V an den und einander Nachdem Genosse Faber noch bekannt gemacht hatte, daß am Mittwoch, den 12. Oktober in demselben Lokale, ConcordiaFestfäle, Nachts 111/2 Uhr eine öffentliche Bersammlung für die in Omnibus- und Pferdebahnbetrieben beschäftigten Arbeiter ftattfindet, in welcher Genosse August Bebel über das Thema: die moderne Arbeiterbewegung und die Arbeiter im Verkehrsgewerbe" sprechen wird, schloß die Versammlung mit einem drei-. fachen Hoch auf die moderne Arbeiterbewegung. Von den Hilfearbeitern und Arbeiterinnen war zum Montag eine öffentliche Versammlung nach der„ Königsbank" in gerichts- Wahlen zu nehmen. Die Versammlung verlief jedoch resultatlos, weil der Besuch ein äußerst schwacher war. Verein ehemaliger Bad Schmiedeberger und Umgegend. Mittwoch den 6. Ottober cr., Abends 8% Uhr, im Restaurant Carl Boigt, Kaiserstr. 11., berg, Schweinit, Torgan and Liebenwerde. Versammlung, am MittSozialdemokratischer Agitations- Verein für die reise Wittenwoch, den 5. Ottober 1892, Abends 8 Uhr, bei Lehmann, Neue Grünftr. 14. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch, den 5. Dltober 1892, Abends 8% Uhr, Generalversammlung im Bereinslokal Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tagesordnung: Geschäfts- und Kassenbericht. Berliner Turngenossenschaft. 11. Männer- Abtheilung turnt Mittwoch Kranken- und Sterbe- Unterstützungskaffe der Berliner Hans-, biener. Kassentotal, Neue Friedrichsir. 44, bei Röllig, Sigung jeden Mittwoch. Abend von 8½ Uhr an. Bergnügungsverein ,, Lustig- Froh". Mittwoch, Stzung, Abends 9 Uhr. Bereinszimmer, Admiralstr. 18c im„ Martischen Hof". Bither- Club Alpenveilchen". Jüdenstr. 53. Mittwoch, Abends 8% Uhr, nebungsstunde. Musikverein Allegro". Jeden Mittwoch, Abends 8 Uhr, UebungsHumoristischer Shatklub Alamme Jungens." Mittwoch, Sigung und Sonnabend von 8 bis 10% ihr Pantstr. 26. Vermischtes. Der Verein deutscher Schuhmacher, Zahlstelle Berlin, hielt am 26. September seine Mitgliederversammlung ab, in welcher ein Vortrag des Herrn v. Such onzinski zur Verlefung kam und zur Diskussion gestellt wurde. Es gab dann ein Kollege das Resultat der mit dem Fabrikanten auff betreffs der Maßregelung des Kollegen Lenz gepflogenen Verhandlungen bekannt. Danach will Herr Mauff von der Thätigkeit des betreffenden Kollegen in der Arbeiterbewegung nichts wiffen, eben so wenig davon, daß dieser den Werkjührer auf in der Fabrit bestehende Mißstände aufmerksam machte. Er hätte ihn nur aus dem ihm schon angegebenen Grunde entlassen. Da aber von den Bäcker, Konditoren, Brotfabriten, Dampf Arbeitern bestätigt wurde, daß dieser Grund fein EntlassungsReismühlen, Schlächtereien, Brauer und grund sei, so betrachtet man diese Entlassung als Maßregelung, der Frankfurterstraße einberufen, um Stellung zu den Gewerbes Mälzer, Wein, Branntwein und Effig- wofür auch noch andere Beweise vorliegen sollen. Von einer fabrikarbeiter, 3uder, Chokolade, Käse, Arbeitseinstellung wurde aber Abstand genommen, da der beButter und Konserven Fabritarbeiter, Gasttreffende Kollege auf die Wiedereinstellung in der Fabrik ver wirths Gehilfen, Zabat u. 3igerenarbeiter, zichtete. Der Redner fordert fodann die Kollegen auf, auch Barbiere und Friseure. fernerhin bei Differenzen mit den Unternehmern einmüthig zu Die Delegirten der oben genannten Gewerbe zur Berliner sammen zu stehen. Nach einer längeren Diskussion über diese Streit- Kontrollkommission, soweit dieselben vertreten, wurden sich Angelegenheit wurde eine fünigliedrige Kommission gewählt, die einig, eine Versammlung obiger Gruppe auf Dienstag, den bei Differenzen mit den Fabrikanten sofort einzuschreiten hat. 11. d. M.( wo? wird noch bekannt gegeben) einzuberufen behufs endgiltiger Ausstellung der Kandidaten. Wir ersuchen alle In einer Verbands Versammlung der in Holzinteressirten Gewerbe, für diesen Abend keine Versammlung ein- bearbeitungs- Fabriken und auf Holzplägen beschäftigten Arbeiter zuberufen resp. abzuhalten. Arbeiterinnen Deutschlands, Filiale II, berichtete der Vorsitzende zunächst über die Stellungnahme des Vorstandes zum deutschen Holzarbeiter- Verband. Er führte aus, daß sich die Organisationen immer mehr und mehr mit vertraut machen, um im Einverständniß mit einander zu wirken und schaffen. Der legte Halberstädter Kongreß be stunde bei Mochert, Dresdnerstr. 54. veise, wie nothwendig es wäre, daß verwandte Beim Restaurant Bartelt, Flottwellfir. 5, Abends 8% Uhr. rufe in Aftion treten, um Unionen zu gründen; Redner gedachte hierbei der angenommenen Resolution des Holzarbeiter- Kongresses. Der Borstand des deutschen Tischlerverbandes sei demgemäß beauftragt worden, den Entwurf eines deutschen Holzarbeiter- Verbandes, oder eines Kartells auszuarbeiten. Nachdem die Statuten des ersteren verlesen waren und darüber debattirt worden war, beschloß man von der Errichtung eines Verbandes Abstand zu nehmen; dagegen wurde dem Kartellvertrage bis auf die Para- Schneidige Polizei. Das Dorf Pasing, ein bedeutender graphen 11 und 12, betreffend die Reise- Unterstützung zugestimmt. bayerischer Bahnkreuzungspunkt, in deffen Nähe" München" liegt, Wie schon bekannt, hat der Knopf Fabrilant H. Rasche, Gs tam dann die Abrechnung vom 2. Quartal des Haupt- hat, wie das„ Bayerische Vaterland" schreibt, folgendes HirschauerRöpenickerstr. 35, seine sämmtlichen Arbeiter ausgesperrt, weil sie vorstandes zur Verlesung; Einsprüche gegen diefelbe wurden stückchen zu Tage gefördert: Ein Fremder übergiebt einem Bahnfich einen Lohnabzug von 30-40 pet. nicht gefallen lassen wollten nicht erhoben. Im Weiteren beklagten sich einige Kollegen bediensteten seinen Reisefoffer mit der Bitte, denselben in Acht zu und konnten. Alle Ginigungsversuche scheiterten an der Hart darüber, daß bei der Arbeisnachweis- Kommission oft Stellen nehmen, weil er viel baares Geld enthalte. Viel Geld? das ist vernädigkeit dieses Fabrikanten. Die Ausgesperrten, meist Familien- angebote einlaufen, aber fein Arbeitsloser es der Mühe werth dächtig, der Koffer wird geöffnet und man findet 150000 Fr. oder noch väter, find entschlossen, bis auf's äußerste auszuharren. Da in halte, die Zahlstelle zu besuchen; deshalb sei man gezwungen, von mehr. Der Fremde wird sofort verhaftet, nach München transportirt, unferer Branche nur viertel und halbe Tage gearbeitet wird, so Filiale 1. Kollegen herbeizuholen. Kollege Binte ersuchte wo er sich und sein Eigenthum legitimirt, worauf ihn die Polizei tönnen wir von unseren Kollegen teine nennenswerthe Unter- Die Kollegen, für guten Besuch der nächsten öffentlichen wieder freiließ. Pasing ist also ein höchst penibler Ort, man ist ftügung erhalten. Deshalb bilten wir fämmtliche Gewerkschaften, Versammlung zu agitiren, ba in derselben über die dort immer verdächtig; denn es ist alles eins, ob man Geld hat uns in diesem gerechten Kampfe zu unterstützen. Die Berliner Frage der zum Gewerbegericht vorgeschlagenen Kandidaten ver- oder feins! Snopfarbeiter haben stets gezeigt, daß sie auf dem Boden der handelt werde. Gleichzeitig machte der Redner den Vorschlag, Rothschild und seine Majoliken. Rothschild berichtigt modernen Arbeiterbewegung stehen, wenn es galt, ihre in dem zu den während des Winters stattfindenden Versammlungen oder ergänzt vielmehr in einem neuen Gespräch mit einem ReKampfe gegen das Kapital stehenden Arbeitsbrüder zu unter- üchtige Referenten zu engagiren, zumal auch Frauen der Zutritt porter des Wiener Tageblatts" feine Weisheit über die soziale ftügen. Deshalb, Genossen, helft auch uns, damit der Sieg unser gewährt würde, um dieselben ebenfalls aufzutlären. Der Vor- Frage. Man muß wirklich schon sehr viele Millionen besigen, wird. Schnelle Hilfe ist doppelte Hilfe. Geldsendungen sind zuigende ersuchte darum, daß womöglich jeder Kollege eine Fabrit un es zu einer so selbstgenügsamen Dummheit zu bringen, wie richten an den Kajfirer des Fachvereins, Ernst Kinzel, Köpe- ordnung baldigit an den Vorstand gelangen lassen möge, damit der Pariser Geldfürst. Er zeigte dem Reporter eine einfache nicferstraße 181, III. die Statistik veröffentlicht werden könne. Zum Schluß wurden Reisetasche aus schwarzem Leder und sagte:" In dieser Tasche Mit follegialem Gruß die Programme des zum 15. Oktober stattfindenden Stiftungs- befinden sich einige Millionen in unzweifelhaften Noten. In festes i Gisteller( Schultheiß) vergeben und allseitig der dem Augenblicke, in welchem eine fojialistische Bewegung leber Schein Lehrverträge des Fabrikanten Karl Wunsch geäußert, lebhaft für dieses Vergnügen zu agitiren. Die in Paris ausbrechen sollte, ziehe ich einen Paletot an, nehme Friedrich Ern in Wittkulln bei Wald veröffentlichten enigen Kollegen, welche eine Anzahl von Programme entnehmen, ut und Stock und die Tasche hier, gehe zu Fuß zum wo mich der Zug in wenigen wir in Nr. 175 des„ Vorwärts" vom 29. Juli unter der Rubrit haben spätestens bis zum 21. Oktober abzurechnen, da am Bahnhof St. Lazare, von dann nach Gewerbegerichtliches" einen Bericht aus Solingen. Darauf er- 25. Oktober das Quartal zu Ende geht und die Neuwahl voll- Stunden zur Küste fährt, und begebe mich England. Die ganze Welt wird doch nicht gleichzeitig zu fundigte sich die Düsseldorfer königl. Regierung beim Gewerbe- 80gen wird. gericht zu Solingen, ob die Schilderung des Vorwärts" zuDer sozialdemokratische Lese- und Diskutirklub und Diskutirklub brennen anfangen! Für den nächsten Bedarf sorgt die Tasche, treffend sei. Sämmtliche Beisitzer bejahten das und legten ihre Spinoza" faßte in seiner Bersammlung am 27. September Das weitere wird sich schon finden, denn schließlich dringt die Ordnung und die Ruhe doch durch." Seufzend aber zeigte er Meinung über die Angelegenheit in einem Protokoll nieder, das einstimmig folgende vom Genossen Noack eingebrachte Resolution: auf seine Majoliken- Sammlung und hob eine Schüssel hervor dann der Regierung zugesandt wurde. Die heutige Versammlung protestirt entschieden gegen die Handlungsweise des Bürgermeisters Stein- und sprach seine Befürchtung aus, daß sie beim„ Umsturz" zertrümmert werden könnte. Millionen fann man wieder machen, hardt in Staßfurt in betreff des Altenaustausches und er aber diese Schüssel fann man nicht wieder machen." Das Schönste flärt dieselbe für unzulässig." ist, daß Rothschild gar nicht weiß, welch ein kluges Wort er gesprochen. Aus jedem Lumpen läßt sich ein Rothschild herstellen, aber tausende Rothschilde können auch nicht das Geringste herstellen, was zur Nothivendigkeit oder zur Verschönerung des Lebens dient. An alle Gewerkschaften Berline! Die Kommission. 11 Versammlungen. " In Sachen der Gewerbegerichts. Wahlen fand am 3. d. Mis. eine öffentliche Versammlung sämmtlicher Berufe der zweiten Gruppe( Pferdebahn- und Omnibus Bedienstete, Möbel Die Herren Kroll, Roloff, Jerwien sandten uns eine transport- Arbeiter, Droschten, Roll, Bier- und LastfuhrwertsKatastrophe. Tarbes, 3. Ottober. In einer Knabenschule Cutgegnung auf die Resolution, welche die am 21. September Kutscher, Hansdiener, Speicherei- Arbeiter, Packer ec.) in den stattgehabte Zivil, Militär- und Lieferungsschneider- Versammlung Concordia- Festsälen statt. Während die übrigen Berufe mehr brach während der Preisvertheilung der Fußboden ein. Mehrere gegen sie faßte. Es heißt darin: Wahr ist, daß die Kollegen, oder weniger vertreten waren, machte sich das Fehlen der hundert Personen stürzten in die untere Etage hinab. Ueber welche für den Offizierverein arbeiten, uns um Nath befragten, Pferdebahn- Bediensteten auffällig bemerkbar. Dieser Umstand 100 Verwundete find bereits gerettet; fortgefeßt werden jedoch wie zu handeln sei, damit der gekürzte Arbeitslohn, mit welchem sand durch den Vorsitzenden der Bersammlung, den Obmann des noch Schwerverletzte unter den Trümmern hervorgezogen. Wieder Einer. Würzburg, 1. Oftober. Das Schwurfie beglückt wurden, wieder aufgebessert werde, und wie es anzu- geschäftsführenden Ausschusses der Berliner Streit Kontrollgreifen sei, damit der Offizierverein einen Lohntarif als bindend kommission, Genossen Faber, seine Erklärung, welcher folgen gericht verurtheilte Dr. Rehun wegen Branntweinstener- Hinteranerkenne, und in Zukunft solche Ueberraschungen nicht so leicht des bekannt gab: Infolge der f. 3. in den Armin- Hallen statt ziehung zu 3000 m. Geldstrafe und 8 Tagen Gefängniß oder im wiederkehren. Wenn die Kollegen uns um Nath fragten, so wolle gehabten Versammlung von Pferdebahn- Bediensteten, welche fich Falle der Uneinbringlichkeit der Geldstrafe zu 6 Monawn und man das nicht falsch deuten; es ist doch nur ein Beweis von leines recht regen Besuches zu erfreuen hatte, habe der Ober- 120 Tagen Gefängniß, B Depeschen. nationales Büreau in Bern geschaffen werden soll, weld fämmtliche Verträge( Handels-, Auslieferungs-, Schifffahrtsve träge 2c.) veröffentlicht. storben. nur Brieffaffen de Rehaktion. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Berichtigung. Auf der erste Sauptblatts der Rom, 4. Oktober. Kopenhagen, 4. Dkt. Dem Folkething wurde vom Finanz- Jefuitenpater Martins gestern in Loyola zum Jesuitengeneral ge- zu lesen: 3ürich. Die Madrider Meldung, daß der gestrigen Nummer ist im ersten tufe Bee 12.0. statt Brüssel minister heute das Budget für das Jahr vom 1. April 1893 bis vählt worden sei, wird der„ Agenzia Stefani" aus vatikanischen 1. April 1894 vorgelegt. Die Hauptpunkte desselben find: Die Streifen bestätigt. Zu der Notiz in Nr. 230 unter F. K. 100 wird uns Gesammteinnahmen sind zu 55,5 Millionen Kronen, die Gesammt geschrieben: Die Ansicht, daß das Recht des Geburtsortes des ausgaben zu 54,2 Millionen Kronen budgetirt, folglich bleibt ein Sevilla, 3. Oktober. Der Generalfapitän von Andalusien Kindes gegen den unehelichen Vater zur Anwendung komme, Ueberschuß von 1,3 Millionen Kronen. Auf der Einnahmeseite Marin y Gonzales wurde gestern Abend durch ein Individuum, scheint mir nicht zutreffend zu sein, vielmehr wird das Recht find 1,3 Millionen Einnahmen durch Verbrauch von Staats- das unter dem Rufe:„ Es lebe die Republik!" in sein Zimmer desjenigen Ortes, wo der Beischlaf ausgeübt worden ist, entvermögen und Stiftung neuer Schulden, auf der Ausgabeseite eingedrungen war, durch einen Revolverschuß an der Schulter scheiden. Nicht das Geborenwerden, sondern das Schaffen der 3,5 Millionen Ausgaben zur Erwerbung von Staatsvermögen leicht verwundet. Man hält den Attentäter für geistesgestört. Eristenz ist der Rechtsgrund. Diese Handlung steht unter Rechtsund Tilgung von Schulden aufgestellt. Die Größe der Staatsanschauung des Ortes; man denke den daß ( Depeschen des Bureau Herold.) schulden am 1. April ist zu 183,7 Millionen veranschlagt, nämlich: eine unter der Herrschaft des Art. 340 des codo civil Inländische Schulden 174 Millionen, ausländische Schulden 9,7 Mill. der Polizeiverivaltung ist am Sonnabend auf dem Oderberger überhaupt reprobirt Oderberg, 4. Oktober. Laut amtlicher Bekanntmachung welcher Ansprüche aus der der angeblichen Baterschaft Die jüngst eingeführte Steuer auf in Dänemark gebrautes bayrisches See der Schiffeeigenthümer Bohm an der Cholera asiatica ge- dung nach einem Orte übersiedelt, wo die Baterschaft lage gegeschwängerte Person, vor der Entbin Bier hat im ersten Jahre 3,4 Millionen eingebracht, oder 16 Millionen weniger, als bei Auflage der Steuer gerechnet geben ist. wurde. Es wird beantragt, das schwedisch- norwegische WortOb de lege ferenda diese Frage anders zu behandeln sein tagergebnis für Telegrammporto( 5 Dere per Wort) einzuführen, wird, ist ja nicht zu erörtern, wie sie heute liegt in lege, wird und zugleich für inländische Preßtelegramme eine besondere Tage fie faum in Ihrem Sinne zu entscheiden sein. von 2 Dere per Wort. Der Staatsbeitrag zur Altersversorgung A. Schwandt und E. Baah. Es ist fein Bericht ein für Unbemittelte ist mit 1 Million Kronen aufgeführt, zu Krankengegangen. Die betr. Herren haben einen solchen wahrscheinlich faffen mit 1/2 Million Kronen. Der Ueberschuß des königlichen Frankfurt a. M., 4. Oktober. Jm Saale des Zoologischen auch gar nicht abgeschickt, sonst würden sie einem vom 1. Oktober Theaters ist mit 173 000 kronen aufgeführt. Das Ordinarium Gartens sprach Liebknecht vor einer von ca. 2000 Personen be- datirten Schreiben, das sich gegen die Agitationskommiſſion des Kriegsministeriums beträgt 10,6 Millionen, das Extra- fuchten Versammlung über die Grundsätze des Sozialismus. richtet, ganz gewiß eine dementsprechende Bemerkung beigefügt ordinarium 1,1 Million; das Ordinarium Ordinarium des Marine Derselbe bestritt, die vom Figaro" ihm zugeschriebenen Aus- haben. ministeriums 6,7 Millionen, das Extraordinarium 1 Million; laffungen über die elaß- lothringische Frage gethan zu haben. die gesammten Ausgaben für Militärzwecke betragen folg lich 19,4 Millionen. Stockholm, 4. Oftober. Der hiesige sozialdemokratische Zur Befestigung Kopenhagens wird Distriktsvorstand hat, wie die„ Ny Tid" berichtet, an mehrere Der hiesige sozialdemokratische nichts au neuen Anlagen gefordert, nur fleinere Be hervorragende ausländische Sozialdemokraten die Aufforderung träge für Positionsgeschüße und Unterhaltungskosten. Bern, 5. Oktober. Der Bundesrath hat an sämmtliche Eingeladen sind unter anderen Bebel und Liebknecht, Burns und gerichtet, nach Schweden zu kommen und Vorträge zu halten. Staaten ein Rundschreiben gerichtet, in welchem er dieselben zu Hardie. einer etwa Anfang nächsten Jahres in Bern abzuhaltenden Konferenz einladet behufs Besprechung des Beschlusses der ,, Société de droit international" in Brüssel, wonach ein interLeipzig, 4. Oftober. Das Reichsgericht erkannte auf Verwerfung der Revision des Rektor Aylwardt. Mannheim, 4. Oktober. Der flüchtige Hänsler hatte sechs falsche Bässe bei sich. Die Verhaftung erfolgte unter dem Namen Silvan Keller. Ich habe mein Bureau nach Circus Corty- Althoff. C., Rene Friedrichstr. 19 part. Berlin, Friedrich- Karl- Ufer. Mittwoch, 5. Oktober, Abends 71/2 Uhr: Ausserordentl. Vorstellung. U. A.: Hurdlerennen, ger. v. 12 Damen. Herr A. Rossi, Jockey. Die doppelte hohe Schule, ger. v. Frl. Helene Althoff u. Direktor Pierre Althoff. Gebr. Dunbar, Luftgymnastiker. Herren Stephan u. Nandroux am 3fach. Reck. Borf. des wunderbar dress. Rapphengstes Incroyable durch d. Dir. P. Althoff. Näheres die Plakate. Morgen, Donnerstag, Abends 72 Uhr: Große Vorstellung. Unserem Kollegen, dem Puter Ernst Golisch, zu seinem 40. Geburtstage ein dreifach donnerndes Hoch! Wird denn ein Achtel reichen? 9M Die Kollegen vom Bau Dorotheenstraße. M. P. Sch. P. Achtung Maurer! Den Mitgliedern des Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend zur Nachricht, daß der Kollege, das Mitglied August Saffe verlegt. Bureaustunden: 8-1, 3-7. Sprechstunden: 4-7. & 0 J. Böhringer Berlin S., Reichenbergerftr. 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