10 Nr. 234. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pig. Sonntags- Nummer mit fauftr. Sonntags- Beilage Neue Belt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 1hr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Bormittags geöffnet. Fernsprech- Anschluk Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Donnerstag, den 6. Oktober 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Volkswirthschaftlicheffe des Arbeiters, durch keinerlei Kniffe das thatsächliche in London als in Deutschland zu beziehen ist. Zur Zeit Gespenster. Verhältniß verwischen zu lassen. Daher die Abneigung des Aufschwunges der Zuckerindustrie warfen sich auch noch des Arbeiters gegen alle Versuche, ihn durch sogenannte eine Reihe von Maschinenfabriken nur auf Herstellung der Wohlfahrtsanstalten vom Kapitalisten abhängig zu machen, Buckerfabrik- Utensilien und Maschinen, und um Absatz für Die französische Sprache hat für die Gespenster die gegen Fabrikwohnungen, Fabritschulen, Fabrikkassen u. s. w. diese zu haben, fördern und subventioniren sie selbst Bezeichnung revenants, die Zurückkehrenden. Die Todten Auch die Versuche, unbezahlte Mehrarbeit aus dem Arbeiter die Gründung neuer Zuckerfabriken. So ist künstlich tehren aus dem Grabe zurück und erscheinen den Lebenden. durch das Blendwerk augenblicklicher Vortheile herauszn- und weit über den Bedarf die deutsche Zuckerindustrie Ein solches Gespenst führte uns jüngst die National- schlagen, wie es mittelst der Akkordarbeit und der Ueber zu einer Höhe hinaufgeschwindelt, bei der ein um so tieferer Beitung" in einem Leitartikel„ Das moderne Lohnsystem stunden geschieht, sind von den Arbeitern schon in ihrer Sturz, eine noch größere Ratastrophe, als die vor einigen und die Möglichkeit seiner Verbesserung" wieder vor. Es Gefährlichkeit erkannt und gewürdigt worden. Die Vor Jahren bereits eingetretene, unausbleiblich ist. Das muß ift ein alter Bekannter aus der Vulgär- Dekonomie der Bour- theile, die der Fabrikant aus der Akkordarbeit zieht, sollen auch jeder Industrielle einsehen, aber jeder nährt die geoisie, von dem wir wissen, daß er längst todt und be- noch gesteigert werden durch den Gewinnantheil der Arbeiter. Hoffnung, daß nicht ihn, sondern seine Konkurrenten der graben ist, den die National- Beitung" uns vorführt, das Der Antheil, den der Arbeiter am Gewinn bezieht, und der Sturz mitreißen wird, und in dieser Hoffnung sucht er Gespenst der Versöhnung zwischen Kapital und Arbeit, selbstverständlich ein minimaler Bruchtheil von dem Gewinn durch noch massenhaftere und billigere Produktion, die er welches bewirken soll, daß das Privattapital immer fetter des Unternehmers ist, soll ein Sporn für den Arbeiter durch Verlängerung der Arbeitszeit und Herabsehung der wird und die Arbeiter dennoch den Vortheil haben. zu erhöhter Emsigkeit und Achtsamkeit sein, die Pro- Löhne erzielt, seine Konkurrenten zu überbieten. Würde Die National Zeitung" nimmt zum Ausgangspunkte buktion vermehren und die Beaufsichtigungskosten ver- ihm hierzu die Gewinnbetheiligung der Arbeiter noch eine ihrer Betrachtung den amtlichen Bericht über die Arbeits- ringern. #besondere Hilfe gewähren, so würde er sie auch gern mit einstellungen in den Vereinigten Staaten während der Jahre Denn die Erfahrung hat gelehrt, daß im Bergleich zu dem nehmen. In dem Artikel der National Zeitung" bleibt, 1881-1886. Der Bericht schätzt die dadurch entstandenen reinen Lohnsystem die Gewinnbetheiligung gewöhnlich eine er trotz der Gewinnbetheiligung" der Arbeiter, der UnterBetriebsverluste der betheiligten Firmen auf mehr als hebliche Steigerung des Gewinnes zur Folge hat, mithin einer nehmer der Herr des Unternehmens mit der vollständigen 34 Millionen Dollars und die Lohnverluste der Arbeiter gesunden Geschäftspolitik gleichkommt." freien Verfügung über die Geschäftsführung und die auf 60 Millionen. Wir haben schon oft den Nachweis „ Eine erhebliche Steigerung des Gewinnes" des Unter Spekulation. Der Arbeiter bleibt ein willenloses Werkzeug geführt, daß die Lohnausfälle während eines Streits durch nehmers. Das ist vom Bourgeois- Standpunkt die gesunde in der Hand des Unternehmers, und sein Antheil am Ge aus nicht als Lohnverluste aufzufassen sind. Was wollen Geschäftspolitik". Was der Arbeiter vom gesteigerten Gewinn des Unternehmens ist blos ein Köder, der ihn zu 60 Millionen einmalige Lohnausfälle bedeuten, wenn durchwinn erhält, ist nur ein Theil des Ertrages der geleisteten größerer Arbeitsleistung bei geringerem Lohn locken soll. die Streifs oder die Furcht vor denselben bewirkt wurde, Mehrarbeit, der gesteigerten Intensivität der Arbeit. Der daß für 10 Millionen Arbeiter der Lohn auch nur um gauze Vortheil ist nur ein größerer Profit des Unternehmers " 1 Gent( 100 Gents= 1 Dollar) erhöht oder auch nursan, sojen des arbeiters, den die Lockung eines Gervinn m 1 Cent nicht herabgesetzt ist. Dieser 1 Cent deckt antheils zu schnellerem Verbrauch seines einzigen Kapitals, in einem Jahre bereits die Hälfte jenes angeblichen Lohn- feiner Arbeitskraft, anreizt. " 1 ausfalles von 60 Millionen Dollars= 250 Wiillionen Mark. Vor Allem wird hier aber noch ein wichtiges Moment Politische Uebersicht. Berlin, den 5. Oktober. Selbst von den Arbeitern verlorene Streiks sind noch keine der Ausbeutung des Arbeiters übersehen. Die Ausbeutung vergeblichen. Wir haben gegenwärtig gewiß in Berlin recht des Arbeiters besteht nicht bloß in dem Profit des UnterFür die erste Bundesrathsfihung nach den traurige Arbeitsverhältnisse, und doch sind die Löhne im nehmers, sondern auch in der Art der Mittel, durch welche Ferien liegen an Gesezentwürfen vor: der Antrag Preußens Allgemeinen nicht auf das Niveau von 1880 herabgefunken. der Profit erzielt wird. Welche Masse Arbeit wird in dem betreffend Abänderung der Militärpensions- Gesetze, sowie Trozdem besonders auf dem Gebiete des Baugewerbes ein Konkurrenzfampf geopfert? Um die Konkurrenten aus dem Gesetzentwürfe, betreffend die Kautionen der Bundesbeamten großer Rückschlag gegen den Aufschwung der letzten 80er Jahre Felde zu schlagen, wird oft das Zehnfache an Arbeitskraft und die Begründung der Revision in bürgerlichen Rechtseingetreten ist, haben sich doch die Löhne, welche in jener vergendet, als der Profit des Unternehmers beträgt. Maß streitigkeiten. Die anderen Vorlagen betreffen nur VerZeit unter harten Kämpfen errungen sind, nicht mehr auf gebend für diesen ist allein der von ihm um jeden Preis waltungsgegenstände. Auch steht, nach der Freisinnigen den niedrigen Standpunkt zurückdrängen lassen, auf welchem erzielte Gewinn. Die anarchische Produktion ist die Zeitung", ein Antrag Preußens betreffend Gestattung des fie vor jenen Rämpfen standen. Hauptschädigung, welche die privatkapitalistische Wirthschaft Feilbietens von Bier im Umherziehen auf der TagesDer Bericht über die Betriebs- und Arbeitslohn- Ver- mit sich führt. Daher die immer wiederkehrenden Krisen, ordnung. luste legt nun der„ National- Zeitung" die Frage nahe, die Ueberproduktion bald auf diesem, bald auf jenem Gebiet. ob das bestehende Lohnsystem die Schuld an diesen Uebel- Wir wollen Beispiels halber nur einen Zweig der Industrie, die Aus der Miquel'schen Steuerreform rechnet die ständen trägt, und ob eine Abänderung desselben, welche Zuckerfabrikation, betrachten. Mit Hilfe der besonderen Staats- Broschüre von Enneccerus für Berlin folgendes Resultat diese ausschlösse, möglich ist". Und die Lösung dieser Frage unterstützung, der Prämien für den exportirten Zucker, ist die heraus. Danach erhält Berlin bei der Steuerreform überhat das Bourgeoisblatt gefunden in der„ Gewinnbetheiligung Buderindustrie zu einem sehr lohnenden kapitalistischen Aus wiesen der Arbeiter". Wen will die„ National Zeitung" mit bentungsobjekt geworden, auf das sich die Profitfucht mit Mart. diesem Gespenst rödern? Die Arbeiter doch gewiß nicht. Eifer warf, bis eine solche Ueberproduktion entstand, daß Mit der privatkapitalistischen Wirthschaft ist das Lohn heute unsere Zuckerindustrie nur noch dadurch besteht, daß system untrennbar verbunden, das System, nur einen Theil der Zucker des einheimischen Konsumenten mit einer hohen Der Arbeit zu bezahlen und die unbezahlte Arbeit in die Steuer belastet wird, welche den Fabrikanten für den nach dem Tasche des Kapitalisten fließen zu lassen. So lange aber Ausland exportirten Zuder als Prämie ausgezahlt wird. dieses System der Privatwirthschaft besteht, liegt es im Inter- Auf diese Weise kommt es, daß der deutsche Zucker billiger Feuilleton. Nachbruc verboten.) Die Waffen nieder! ( 39 an Grund-, Gebäudes und Gewerbesteuer 10 772 856 Dagegen büßt es ein resp. hat mehr zu zahlen: 1. Den Antheil der durchschnittlich 30Millionenüberweisung nach der lex Huene 2. Die Steigerung der Staats- Eintommensteuer in Berlin infolge des neuen Einkommensteuer- Gesetzes • 2 524 980. 7 279 395 Mt. geht mir nahe und ich kann es nicht loswerden... Burl Wagen, worin eine Leiche liegt und darauf fizzend, an die - unser armes, lebensfrohes, gutes Pintschelach, hätte Leiche gebunden, der Sohn des Todten, ein zwölfjähriger ich ihn doch zu Hause gelassen, bei seinem kleinen Herrn, Knabe auch verurtheilt... Rudolf! Er lief uns nach, wie gewöhnlich. Plötzlich stößt Ich mag die Hinrichtung nicht sehen und entferne er ein jammervolles Geschrei aus... ein Granatsplitter mich. Aber die Schüsse habe ich vernommen... Hinter hat ihm die Vorderbeinchen abgerissen. Er fann nicht der Mauer steigt eine Rauchwolte auf alle hin, auch der nach verlassen bleibt er zurück und lebt noch"; vierund- Knabe." zwanzig und achtundpierzig Stunden vergehen und er lebt Eine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner. noch. Mein Herrl-mein gutes Herrl, ruft er mir Endlich ein bequemes Nachtquartier in einem kleinen Heute hatten wir ein kleines Kavalleriegefecht auf offenem tlagend nach, laß den armen Burl nicht da! und sein kleines Städtchen! Das arme Nest!... Vorräthe, die den Leuten Felde. Da kam ein preußisches Dragonerregiment im Trab Herz bricht... Was besonders an mir nagt, ist der Ge- auf Monate hinaus genügen würden, haben wir ihnen durch einher, deployirte in Linie und, die Pferde fest im Bügel, danke, daß das sterbende treue Geschöpf mich verkennen eine Requisition fortgenommen. Requisition"... es ist den Säbel über dem Kopf, ritten sie in furzem Galopp muß. Er hat es gesehen, daß ich mich umgewendet daß nur gut, wenn man für ein Ding einen hübschen, sankgerade auf uns zu. Wir warteten den Angriff nicht ab, ich seinen Hilferuf vernommen haben mußte, und doch so tionirten Namen hat. sondern sprengten dem Feind entgegen. Kein Schuß wurde talt und hart ihn liegen ließ. Er weiß es ja nicht, der Ich war aber doch froh, das gute Nachtlager und gewechselt. Wenige Schritte von einander brachen beide arme Burl, daß einem zur Attacke vorstürmenden Regiment, das gute Nachtessen gefunden zu haben. Und Reihen in ein donnerndes Hurrah aus( Schreien berauscht: aus dessen Reihen die Kameraden fallen und am Wege Dir erzählen: lap das wissen die Indianer und Zulus noch besser als wir), bleiben, nicht eines gefallenen Hündchens wegen Halt" Schon wollte ich mich zu Bett legen, als mir meine und so stürzten wir aufeinander, Pferd au Pferd und Knie kommandirt werden kann. Von einer höheren Pflicht, der Ordonnanz meldet: ein Mann von unserem Regiment sei an Knie; die Säbel fauften in die Höhe und kamen auf ich gehorchte, hat er keinen Begriff, und das arme, so treue da und verlange dringend, eingelassen zu werden, er bringe die Stöpfe nieder. Bald waren alle zu dicht ineinander ge- Hundeherz tlagt mich der Unbarmherzigfeit an... mir etwas." So soll er kommen." Der Mann trat rathen, um die Waffen zu gebrauchen; da wurde Brust an Daß man inmitten der großen Ereignisse" und der ein. armen Bugl." Brust gerungen, wobei die schen und wild gewordenen Riefenunglücksfälle, welche die Gegenwart erfüllen, über Und als er wieder ging, da hatte ich ihn reich bePferde schnaufend stürzten, sich bäumten und um sich solche Kleinigkeiten sich betrüben kann! würden viele schenkt und ihm beide Hände geschüttelt und ihm verschlugen. Ich war auch einmal zu Boden und sah das nicht Du, Martha-achselzuckend sagen. Nicht Du ich sprochen, für sein Weib und Kind zu sorgen, falls ihm ist kein angenehmer Anblick schlagende Pferdehufe eine weiß, Dir tritt jegt auch eine Thräne ins Auge um unseren etwas geschähe. Denn was er mir gebracht hat, der Linie weit von meiner Schläfe entfernt." Brave das hat mir eine große Freude gemacht und mich von einer Bein befreit, unter der ich seit sechsundWas geschieht da? Das Erelutions- Peloton wird auf dreißig Stunden litt was er mir gebracht hat: gestellt. Ward ein Spion gefangen? Giner... Diesmal das war mein Burl. Verwundet zwar- ehrenvoll siebzehn. Dort kommen sie schon. In vier Reihen, je zu blessirt In vier Reihen, je zu blessirt- aber noch lebend und so se lig, wieder bei vier Mann, von einem Carré Soldaten umgeben, schreiten seinem Herrn zu sein, an dessen Benehmen er wohl erkannt die Verurtheilten, gesenkten Kopfes, daher. Dahinter ein haben mußte, daß er ihm mit dem Vorwurf der Lieblosigkeit Wieder ein Marschtag mit ein oder zivei Gefechten. Ich habe einen großen Kummer erlebt. Es verfolgt mich ein so trauriges Bild... Unter den vielen Trauerbildern, die mich rings umgeben, sollte dies nicht auffallen, sollte mir nicht so weh thun. Aber ich kann nichts dafür: es · 3. Vermuthlicher Antheil Berlins an der Vermögenssteuer mindestens 5 000 000 M., zusammen also etwa 14,8 Millionen Mark. Dies ergiebt also für Berlin eine Mehrbelastung von vier Millionen Mark. # 1 " Militärsport. Für das Vaterland handeln wir, es darum von Baare, sich mit Fusangel zu vergleichen. während wir zu spielen scheinen, so heißt die vielgebrauchte Ein edles Brüderpaar! Devise für adeligen Sport. Was aber das Vaterland für Nuzen hat von dem Wettrennen, das an hundert österKonservative Denunziationen. Gegen das„ Dema reichische und deutsche Offiziere von Wien nach Berlin bezw. gogenthum im wissenschaftlichen Gewande" bringt die von Berlin nach Wien unternahmen, sehen wir nicht ein. Schlesische Zeitung" einen Hetzartikel, der sich vornehmlich Das Rennen liefert nur den Beweis, daß es noch Leute gegen das von Dr. Heinrich Braun in Berlin herausSozialpolitische giebt, welche sich das Vergnügen leisten können, Tausende gegebene, vortrefflich geleitete von Mark zu opfern, welche auch nicht davor zurückschrecken, Bentralblatt" richtet. Das Blatt begeht nämlich das Pferde zu Tode zu heben. Selbstverständlich fehlt es weder Verbrechen, in seinen sachlichen und wissenschaftlichen Erin Wien noch in Berlin an Schmausereien und Trinkgelagen, örterungen aus der Hauptquelle der Erkenntniß, den thatoder, wie es neudeutsch heißt, Liebesmahlen zur Feier der fächlichen Verhältnissen, zu schöpfen. Sind diese thatsächlichen Verhältnisse geeignet, die Unzufriedenheit unter den Arbeitern zu schüren", nun, so tragen eben diese thatsächlichen Ver hältnisse die Schuld daran. Die Hetze des konservativen Blattes richtet sich gleichzeitig gegen verschiedene Universitätsschaftliches Gewissen sich nicht genügend den pfäffiſch- junkerprofessoren, wie Wagner und Sombart, weil ihr wissenlichen Gelüften anpaßt. Hierzu bemerkt die Freifinnige Zeitnug": Die Vermögenssteuer ist hier offenbar zu niedrig an. genommen. Auch hat Berlin nach der lex Quene in diesem Jahr nicht 2½½, sondern nahezu 5 Millionen Mark erhalten. In jedem Fall wird sich Berlin um mehrere Millionen nach der Durchführung der Steuerreform schlechter stehen, als es sich vor derselben bis zum 1. April 1892 gestanden hat. Es kommt außerdem noch in betracht, daß von 1898 ab die Stadt Berlin 21/5 Millionen Mart mehr als bisher zu den beiderseitigen Sieger. Kosten der königlichen Polizeiverwaltung beizutragen haben wird. " " Carmang. Die Klassenjustiz rast und will ihr Opfer haben. Aus L.bi meldet Herold": " Die Samburger Cholera, ein Werk der. Sozial demokratie! Es fehlt nicht mehr viel, daß die offiziöse Denkmäler und öffentliche Gelder. nünftigen Standpunkt in der Frage der Verwendung daß der Hamburger Handel und Berkehr eine Einbuße er Ginen ver- Bresse diesen Vorwurf erhebt. Gegenüber der Besorgnis, kommunaler Gelder zu Denkmalszwecken hat der Regierungs leiden könnte, nehmen die„ Berliner Politischen Nachrichten" präsident von Arnsberg gegenüber den Stadtverordneten den Mund recht voll und geben zu bedenken, daß hinter von Iserlohn eingenommen. Die Stadtverordneten Hamburg das ganze Deutsche Reich und Volk steht". Dr. Lieber reist mit Graf Ballestrem zu redenVersammlung hatte, wie die, Frankfurter Beitung Borkomminiffe, wie die seitens der ganzen Befagung eines wie ein Engel herum, um die Bolksmassen für die katho ( Nummer 277 vom 3. b. M.) meldet, den Beschluß gefaßt, englischen Schiffes in corpore erklärte Weigerung, ihr Fahr- lische Sache aufzurufen". Dieser Tage ist den Augsburger einen Theil der städtischen Zinsüberschüsse für ein hier zu Batrioten" das Glück widerfahren, den herumreisenden zeug nach der Elbe zu führen, wären nicht zu verzeichnen geerrichtendes Kaiser Friedrich Denkmal zu ver- wesen ohne die durch Wochen von der gesammten sosial- preußischen Engel bei sich zu sehen. Nun kann die Angswenden. Die Regierung hat ihre Zustimmung zu diesem demokratischen Preise gegen Hamburg lancirten und von burger Sozialdemokratie einpacken. Beschluß versagt und zwar mit der richtigen Begründung, der schadenfrohen Auslandskonkurrenz natürlich mit verständnißinnigem Schmunzeln übernommenen Verrufsartikel, nach deren daß es sich bei dem Denkmal nicht um ein kommunales Inhalt Dante's Hölle, mit Hamburg verglichen, noch als ein Bedürfniß handle und daß nur zur Bestreitung eines solchen behagliches Plätzchen erscheinen mußte." die fraglichen Ueberschüsse verwendet werden dürften. Die Man sieht, daß die Cholera im Abzuge wer weiß, Stadtväter", heißt es in der Frankfurter Beitung", find ob nicht blos im vorübergehenden begriffen ist, sonst über diesen Bescheid arg aus dem Häuschen gerathen; sie würde sich solche Dreiftigkeit nicht hervorwagen. haben die Angelegenheit nochmals an den Magistrat verwiesen und beabsichtigen, mit einer Beschwerde an den Ober- Tausende von Bourgeois, die aus Hamburg flüchteten, die präsidenten zu gehen. Hoffentlich werden sie dort die Angstmaßregeln Hunderter von Städten und Orten gegen die flüchtigen Hamburger, die bogenlangen Spalten der gleiche Antwort bekommen, vielleicht mit dem Zusatz, Bourgeoispresse, welche wochenlang mit Berichten über und Wolff's Bureau berichtet aus Paris:„ Der Minister Denkmäler errichten wollten, möchten sie aus Hamburg gefüllt waren, sind vergessen, und der Verruf, rath trat am 4. Oktober Abends zusammen und berieth freundlichst in die eigene Tasche greifen und nicht den die Cholera über Hamburg brachte, soll nun das Wert dem Bernehmen nach über die Vorgänge in Carmaux. Der in den Stadtsäckel, der nicht zu solchen Zwecken der Sozialdemokratie sein! Minister für öffentliche Arbeiten, Viette, soll in der Sigung von der Mehrzahl zusammengesteuert wird." Wir sind selbstverständlich mit diesem Entscheide der Arnsberger erklärt haben, er werde in der Kammer im Falle einer Baare Fusangel. In den zahlreichen gegen Baare Interpellation über diese Angelegenheit einen Gesetzentwürf Regierung einverstanden. Aber wie wäre der Entscheid ausgefallen, wenn es sich z. B. um eine Bildsäule Wilhelm I. gerichteten Artikeln des Herrn Fusangel, die in dem so über die Umgestaltung der Gesetzgebung, betreffend die Bergoder um ein Monument zu Ehren des jetzt regierenden wundersam ausgegangenen Prozeß der Klage zu grunde werke, ankündigen." Der bereits angekündigte Antrag des Herrschers gehandelt hätte? Die von den Steuerzahlern gelegt worden waren, wird Baare unreelle Geschäfts- Deputirten Lockroy, betr. die Verstaatlichung der Berg gebahrung"," Mogelei"," schmachvoller Betrug"," unreelle aufgebrachten Gelder sollen nur zu gemeinnüßigen Zwecken Machenschaften", glare Geschäftsmoral" und dergleichen werke, bezweckt, dieſe in ein Verhältniß zum Staate zu bringen, verwendet werden. Steuer zahlen muß jeder, er fei Heide mehr vorgeworfen." In einem Artikel wird behauptet, daß und das Recht der Kontrolle gewährt. welches der Regierung die Möglichkeit einer Jntervention wenn sie Die oder Christ, königstreu oder Republikaner, Konservativer Baare Zolldefraudationen begangen und den Staat um = Sämmtliche ausständige Angeklagte wurden verurtheilt, und zwar zu 8 Tagen bis 4 Monaten Gefängniß; große Volksmengen füllten die Versammlungslokale in Albi und Carmaux, wo die anwesenden Abgeordneten die Verurtheilten feierten. Die Verurtheilung sei für die Sozialisten die höchste Ehre. Bis spät in die Nacht hinein fanden Umzüge unter Führung der Abgeordneten und unter dem Rufe Hoch die soziale Revolution" statt." oder Sozialdemokrat. Geld für Statuen u. f. w. mögen hohe Summen betrogen habe. In einem ferneren Artikel Englisches. Der Londoner Grafschaftsdarum Die hergeben, die besonders ein Interesse daran heißt es:" Die Siegesgewißheit, welche Herr Baare zur rath, in welchem auch das sozialistische Parlaments- Mithaben. In Berlin hat die Stadtverwaltung den Schau trägt, imponirt uns nicht im geringsten, denn wir glied Burns fizt, beschloß, wie der" Post" telegraphisch Bega3 Brunnen gegen Wunsch und Willen der er kennen unseren Pappenheimer, der niemals mehr flunkert, gemeldet wird, die Enteignung und Uebernahme einer drückenden Mehrheit der Bürgerschaft geftiftet, und der als wenn er einen Mißerfolg voraussicht. Wir erinnern ersten, zwanzig Meilen langen Strecke der Pferdes Deutschfreisinn unter der Führung der Belle und Stryd nur an Savona, dessen Emporblühen Herr Baare mit bahnen von London im Norden von der Themse. Bei hat sich mit Todesverachtung in das Forden beden gestürzt.„ Unser" Chef, der Oberpräsident von Achenbach großem Nachdruck zu einem Zeitpunkte als unmittelbar uns wuchern kapitalistische Verbände die städtischen Ver aber hat nicht erklärt, daß es sich bei dem Denkmal bevorstehend ankündigte, wo das Werk bereits nicht mehr fehrsmittel aus. nicht um ein kommunales Bedürfniß handle, folut nicht mehr beschafft werden konnten. Uns macht Herr zahlungsfähig war und Mittel, den Krach zu verhüten, ab Portugal. Die wirthschaftliche Lage ist anhaltend und daß nur zur Bestreitung eines solchen" Baare mit seinen Redensarten nichts weiß; im Gegentheil, eine schlimme. Auch die Gemeindeverwaltungen sind viel die Groschen der Steuerzahler verwendet wir sind froh, ihn in dieser Weise wider besseres Wissen fach mit ihrem finanziellen Latein zu Ende. Diejenige von werden dürften." sich äußern zu hören, denn er untergräbt selbst das Ver- Montemar o Velho hat förmlich den Bankrott angemeldet Herr von Stephan und seine Leute. Die„ Magde- trauen zu seiner Glaubwürdigkeit bei benjenigen Personen, wie es geißt, when war wurden vom ponen despre sorgen. burgische Zeitung" druckt die von uns veröffentlichten aller- welche wissen, wie die Sache eigentlich steht." Des weiteren Auch zahlreiche Fabriken in den gewerblichen Zentren haben neuesten Aftenstücke aus dem Reiche des Herrn von Stephan wird Baare ein Verbrecher" genannt, es wird ihm ein weites geschlossen. ab und bemerkt dazu:„ Das sozialdemokratische Blatt be- Gewissen" vorgeworfen und ausgesprochen, daß er zur„ Ausnutzt diese Aftenstücke zu sehr heftigen Angriffen beuter- Gesellschaft" gehöre, daß er in das Ausland fliehen auf die Postverwaltung. Wir meinen auch, daß wolle ze. In einer Polemit gegen das„ Rheinisch- Westfälische für die nothleidenden Beamten nicht durch solche Beiträge Tageblatt" heißt es: Wenn die Montenegriner Hammel von Beamten und Unterbeamten, sondern aus Reichs- ſtehlen und die Türken fin liber bie banigung er Militärvorlage und Stenerpläne. sich dies nicht gefallen lassen mitteln gesorgt werden müßte." wollen, jammern die ersteren Schädigung ihrer nationalen Interessen. So machen es auch diejenigen um Maltahu. Anscheinend offiziös schreibt die„ Köln. 3tg.", Neichstags Erfahwahl. Das Reichstags Mandat Baare". In einem ferneren Artikel heißt es: Vor einer daß die Malzahn'schen Steuerpläne die Billigung der süddeutschen für die Kreise Marienwerder- Stuhm ist infolge der Er- solchen Geschäftspraxis müssen selbst die alten Raubritter Minister gefunden haben Danach soll der Tabakzoll auf 115 m. nennung des Abg. Landraths Weffel zum Polizeipräsidenten den Hut abnehmen, denn so im Großen haben diese die erhöht werden, weil, der nach Deutschland eingeführte Tabat in Danzig zum zweiten Male in dieser Legislaturperiode Uebervortheilungen ihrer Mitmenschen doch nicht betrieben". als der Vergleich zum heimischen weit bessere und theuere und erledigt. Die Konservativen haben als Kandidaten den Endlich wird in den Artikeln mehrfach behauptet, daß deshalb als der von den Wohlhabenderen bevorzugte auch eine Major a. D. v. Dienstau- Belrau aufgestellt. War denn Baare in dem Bochumer Steuerprozeß einen Meineid ge- höhere Bollbelastung vertragen kann, ohne daß dadurch sein b kein Landrath da? Merkwürdig! Diese Leute waren doch leistet habe, daß er die Steuerlast von sich auf seine Arbeiter ausländische Tabat ist bekanntlich unbedingt nöthig, um auch für fazgebiet in Deutschland wesentlich eingeschränkt würde." Der fonft für Parlamentsmandate nicht rar. Die Polen haben wälze daß er ein Lohndrücker sei und daß er seine zumeist den kleinen Mann eine wohlfeile erträgliche Waare Herrn von Donimirsti 8ajezierze auf den katholischen Arbeiter zwinge, bei den öffentlichen Wahlen herzustellen. Dies soll jest unmöglich gemacht werden, Schild gehoben. für nationalliberale Kandidaten zu stimmen. Brav war der Arbeiter mag unverfälschte Pälzer Stinkadores rauchen wwww Unrecht gethan... Ja, war das eine Wiedersehensszene! das Gewehr fallen laffen und, mit dem Kopf nach rückwärts daß er mir noch im Ohre gellt daß er mich die folgende Vor allem ein Trunk Wasser. Wie das schmeckte... das sich überschlagend, die Anhöhe hinabstürzen stufenweise Nacht im Traume verfolgt hat. Ein abscheulicher Traum heißt, zehnmal unterbrach er das gierige Trinken, um mir von Felsvorsprung zu Felsvorsprung fich die Glieder übrigens Mir war, als sei ich-wie soll ich das seine Freude vorzubellen. Hierauf habe ich ihm seine Bein- zerschmetternd. nur erzählen?- Träume find so finnlos, daß die dem stummel verbunden, ihm ein schmackhaftes Couper von Ich sehe einen Reiter in einiger Entfernung schief Sinn angepaßte Sprache sich schwer zu ihrer Wiedergabe Fleisch und Käse vorgesetzt und ihn auf mein Lager ge- hinter mir, neben welchem eine Granate plagt. Sein Pferd eignet als sei ich das Kummerbewußtsein eines solchen bettet. Wir haben beide gut geschlafen. Des Morgens, wirft fich zur Seite und drängt sich an das Hintertheil des Artilleriepferdes nein! nicht eines, sondern von als ich erwachte, leckte er mir nochmals dankend die meinen dann schießt es an mir vorbei. Der Mann figt 100 000 denn rasch hatte ich im Traum die Summe Hand dann streckte er seine Gliederchen, schnaufte tief noch im Sattel, aber ein Granatsplitter hat ihm den Unter der in einem Feldzug zu grunde gehenden Pferde be auf und - es ist leib auf und alle Eingeweide herausgerissen. Sein Ober- rechnet und da steigerte sich dieser Kummer sofort ins hatte aufgehört zu sein. Armer Burl besser so!" körper hält mit dem Unterkörper nur noch durch das Rück- hunderttausendfache... Die Menschen, die wissen doch, grat zusammen- von den Rippen zu den Schenkeln ein warum ihr Leben der Gefahr ausgesetzt ist, sie kennen das Was habe ich heute alles gesehen? Wenn ich die einziges großes, blutiges Loch... Eine kleine Strecke weiter Wohin? das Wozu? und wir Unglücklichen wissen nichts, Augen schließe, tritt mir das Geschaute mit furchtbarer fällt er herab, bleibt mit dem Fuß im Bügel hängen und um uns ist alles Nacht und Grauen. Die Menschen gehen Klarheit vor das Gedächtniß. Nichts, als Schmerz und das fortrasende Pferd schleift ihn auf dem steinigen Boden doch mit Freunden gegen einen Feind, wir aber find Schreckbilder!" wirst Du sagen. Warum bringen denn nach." rings von Feinden umgeben... unsere eigenen Herren, andere vom Kriege so frische, fröhliche Eindrücke mit? Je die wir so treu lieben wollten, denen zu dienen wir unsere nun, diese anderen verschließen sich gegen den Schmerz und Auf einem regendurchschwemmten und steilen Stück letzte Kraft aufbieten, die hauen auf uns nieder die den Schreck verschweigen sie. Wenn sie schreiben, Weg staut sich eine Abtheilung Artillerie. Bis über die lassen uns hilflos liegen... Und was wir nebenbei leiden wenn sie erzählen, so geben sie sich überhaupt teine Mühe, Räder versinken die Geschütze in den Schlamm. Nur mit müssen: Furcht, daß uns der Angstschweiß vom ganzen die Erlebnisse nach der Natur zu schildern, sondern sie be- äußerster Anstrengung. schweißtriefend und von den er Körper rinut; Durst denn auch wir haben Fieber fleißigen sich, einst gelesene Schilderungen schablonenhaft barmungslosesten Schlägen angefeuert, kommen die Pferde o dieser Durst, dieser Durst von uns armen, blutenden, mißnachzubilden und diejenigen Empfindungen hervorzukehren, von der Stelle. Aber eins, schon todmüde, kann nicht mehr. handelten hunderttausend Pferden!. Hier erwachte ich welche als heldenhaft gelten. Wenn sie mitunter auch Das Hauen hilft nichts: es wollte ja es fann nicht, es und griff nach der Wasserflasche: ich hatte selber brennens von Vernichtungsszenen berichten, welche den ärgften Schmerz tann nicht. Sieht denn das der Mann nicht ein, dessen den Fieberdueft." und den ärgsten Schreck in sich bergen, in ihrem Tone Hiebe auf den Kopf des armen Thieres hageln? Wäre 11 darf von beiden nichts enthalten sein. Im Gegentheil: der rohe Wicht der Fuhrmann eines zu irgendwelchem Bau Wieder einen Straßentampf- in dem Stäbchen je schauerlicher, desto gleichgiltiger je abscheulicher, dienenden Steinwagens gewesen, jeder Polizist ich selber Saar. Zu dem Lärm des Kampfgeschreies und der Gedesto unbefangener. Mißbilligung, Entrüstung, Empörung? hätte ihn arretirt. Dieser Kanonier jedoch, der das schütze gesellt sich das Krachen der Balken, das Stürzen der Davon schon gar nichts da noch eher ein leiser Unhauch tobbeladene Fuhrwerk vorwärts bringen sollte, der waltete Mauern. Es schlägt eine Granate in ein Haus und der fentimentalen Mitleids, ein paar gerührte Seufzer. nur seines Amtes. Das fonnte aber das Pferd nicht wissen; durch das Platzen derselben verursachte Luftdruck ist so ge Aber schnell wieder den Kopf in die Höhe, das Herz zu das geplagte, gutmüthige, edle Geschöpf, das sich bis zu waltig, daß mehrere Soldaten von den in die Luft ge Gott und die Fauft auf den Feind". Hurrah und Trara! seiner äußersten Lebenskraft angestrengt wie mußte das schleuderten Trümmern des Hauses verwundet werden. Da siehst Du nun zwei Bilder, die sich mir ein über solche Härte und über solchen Unverstand in seinem Ueber meinen Kopf weg fliegt ein Fensternoch mit dem geprägt: Juneren denken? Denken, so wie Thiere denken, nämlich Fensterflügel dran. Die Schornsteine stürzen herunter, Šteife, felsige Anhöhen- kazenbehend hinaufkletternde nicht mit Worten und Begriffen, sondern mit Empfindungen, Gipsbewurf löst sich in Staub und füllt die Luft mit einer Jäger; es gilt, die Anhöhe zu nehmen"; von oben desto heftigeren Empfindungen, als sie äußerungsunfähig sind. erstickenden, augenäßenden Wolfe. Aus einer Gasse in die schießt der Feind herab. Was ich sehe, sind die Gestalten der Nur eine Aeußerung giebt es dafür: den Schmerzensschrei. andere( wie die Sufe auf dem spitzen Pflaster klappern!) emporftrebenden Angreifer und einige darunter, die von feind- und es hat geschrien, jenes arme Stoß, als es endlich wälzt sich der Kampf und langt auf dem Markt lichen Geschossen getroffen, plöglich beide Arme ausstrecken, zusammenfant einen Schrei, so langgedehnt und klagend, play an. In der Mitte des Plazes steht eine hohe 11 191 8 11: a De ות m di to 8 wein" V Parteinachrichten. Zur neuen Militärvorlage schreibt das, Voltsblatt für Teltow Beeskow " " wesenden Schriftführer des Vereins; dieser erbot sich, die Schlüssel zum Schranke vom Vorsitzenden zu holen, tehrte aber unverrichteter Sache zurück. Nun ließ der Inspektor den Schrank trog Protestes von einem Hufschmied öffnen. Nach Durchsicht der Bücher erklärte er dieselben mit der Begründung für beschlagnahmt, daß Unregelmäßigkeiten in der Geschäftsführung, und zwar bei der Abmeldung von Mitgliedern, vorgekommen seien; zweitens wäre der Verein, weil er einige franke Mitglieder unterstützt habe, als eine Kranken- Versicherungs- Anstalt zu betrachten, welcher die staatliche Genehmigung fehle. Soziale tebersicht. Friseure. beau ven zabarverbrauch verzichten. Beim Brannt- dern giebt auch eine weniger Triegsbereite Armee." Der Staatsanwalt hatte als„ Erschwerungsgrund" angeführt, der heißt es in der Kölnischen", wird es in Kriegsbereit" find u. a. wohl auch die zahllosen Offiziers- Artikel sei in einem Blatt erschienen, welches zum Klaffenhaß erster Linie darauf ankommen, den Unterschied von 20 M., burschen, die als Mädchen für Alles in den Haushaltungen der aufreize. Unterm alten Kurs" war das auch schon„ erder in der Besteuerung zwischen fontingentirtem und nicht- Offiziere ihre Zeit dienen". Für die Sprößlinge des Adels ist das schwerend". fontingentirtem Branntwein liegt, um einen nicht zu hohen Bestehende Heer mit allen seinen Schäden und Mißständen ein-Wie die Magdeburger Volksstimme" berichtet, verlangte trag man spricht von höchstens 5 M. für das Hektoliter Springquell des Gewinns. Hier finden sie Unterschlupf, gute am 29. September der Polizei- Inspektor Scholz in Stendal herabzusetzen. Man hofft damit einerseits den Kartoffel- Versorgung, Beförderung, können ihre krastadliche Schneidigkeit von der Wirthin des Versammlungslokals, in welchem der Arbau in den östlichen Provinzen nicht zu gefährden und anderer- bewähren und sich schlimmstenfalls beim Scheitern an der beiter Bildungsverein seine Zusammenkünfte abhält, feits den Branntweinabsatz nicht von neuem übermäßig zu ver- Majorsecke pensioniren und als Lotteriekollekteure mit festem Gin- weds Revision die Herausgabe der Geschäftsbücher dieses mindern und damit den Ertrag der Steuer nicht erheblich zu fommen anstellen lassen. Wie käme die Junkerschaft dazu, ihre Vereins. Die Birthin verwies den Beamten an den zufällig anbeeinträchtigen." Durch das Reichsgesetz vom 24. Juni 1887 ist, wie milchende Kuh, die sie mit Butter versorgt, abzuschlachten? bekannt, die bisher in der norddeutschen Steuergemeinschaft üblich gewefene Maifchraumsteuer für die gewerblichen Brennereien durch einen 20 M. pro Sektoliter absoluten Alkohols betragenden Buschlag zur Verbrauchsabgabe erhöht worden. Die Verbrauchss abgabe beträgt von einer Gesammt- Jahresmenge, die 4,5 Liter Alkohol auf den Kopf der bei der jedesmaligen lehten Boltszählung ermittelten Bevölkerung gleichkommt, 50 M. pro Hektoliter, von der darüber hinaus hergestellten Menge 70 M. pro Hektoliter reinen Alkohols. Die Gesammt Jahresmenge, von welcher der niedrigere Abgabesatz zu entrichten ist, sowie der Betrag des niedrigeren Abgabesatzes selbst sollen alle drei Jahre Wenn wir gegen den Militarismus tämpfen, so haben wir einer Revision unterliegen. Den Vortheil, der in der niedrigeren überhaupt nicht die Absicht, das Volk wehrlos zu machen, sondern Besteuerung des fontingentirten Branntweins liegt, und der eine nur den Mißbrauch des Vertheidigungsbedürfnisses des Volkes Liebesgabe von jährlich 40 Millionen bedeutet, fädeln allein die zu voltsfeindlichen Zwecken bekämpfen wir. Jeder von uns, der ostelbischen Junker, die altpreußischen Kartoffelfusel- Macher ein. bei flarem Verstande ist, wird gerne bereit sein, alle die Opfer Mit fanster Hand will man ihren Gewinn um ganze 5 M. auf sich zu nehmen, die erforderlich sind, um unsere Kultur, türzen, fie statt 50 wirklich 55 m. pro Sektoliter erlegen leider können wir nicht sagen, um unsere Freiheit zu vertheidigen, Berliner Gewerbegerichts- Wahlen. laffen, wenn, ja wenn die Reichsregierung das Zugeständniß dem sondern höchstens um unfere Unabhängigkeit von barbarischen Gruppe 1. schwarzen Kartell anbringt und dem Reichsschatze etliche Mächten und dadurch die Möglichkeit, uns die Freiheit zu Bäcker, Konditoren, Brotfabriken, DampfMillionen sichert. Die Erhöhung der Biersteuer", erzählt erringen, zu vertheidigen. Wir sehen in der maßlofen Ver- Reismühlen, Schlächter, Brauer und Mälzer, der Offiziosus weiter, würde lediglich die norddeutsche mehrung des stehenden Heeres aber durchaus nicht das ein, Branntwein- und Essig- Fabritarbeiter, Brausteuergemeinschaft betreffen... Vielleicht läßt sich geeignete Mittel, die Wehrkraft des Volkes bis zu feiner Buckers, Chokolades, Käse, Butter- und Konbei diefer Gelegenheit der eben mehrfach angestrebte Eintritt größten Leistung anzuspannen, sondern im Gegentheil, wir ferven- Fabritarbeiter, Gastwirths Gehilfen, Elsaß Lothringens in die Norddeutsche Brausteuer- fehen in der enormen Belastung, die durch das stehende Heer dem abat- und Bigarrenarbeiter, Barbiere und gemeinschaft erzielen. was nach vielen Richtungen einen großen Wolfe aufgelegt wird, eine Schädigung seiner Wehrkraft, da Fortschritt bedeuten würde. Die drei übrigen süddeutschen Staaten einerseits durch die ungeheuren Steuern, welche doch in letter sind diesem Eintritt durchaus abgeneigt, sie würden also ihren auf die Linie aus der Arbeit des arbeitenden Volkes genominen werden Biersteuererhöhung entfallenden Antheil durch Zuschlag zu den müssen, die schon so schlechte Lebenshaltung desselben noch mehr Matrikularbeiträgen zu decken haben." Elsaß- Lothringen verschlechtert wird, also das Material, aus dem sich das Heer zu verlöre so feine bisherige Stellung, und die Steuerzahler fammensetzt, noch mehr an Brauchbarkeit verliert, und andererBadens, Bayerns, Württembergs werden mittelbar getroffen, in- feits das ſtehende Heer zur Aufrechterhaltung des Klassen- Kandidaten müssen in dieser Versammlung anwesend sein. dem sie es sind, welche das Mehr an Matrikularbeiträgen auf- staates und der mit diesem unabänderlich verbundenen Ausbeutung zubringen haben. Was endlich," heißt es zum Schlusse, die der Volksmehrheit durch die Minderheit der privilegirten Börse betrifft, so scheint Herr v. Malzahn in erster Linie den Klassen dient. Das stehende Heer ist eine Einrichtung, die die jetzigen Werthstempel bei Abschluß der Geschäfte, ein Zehntel und natürliche Fortentwickelung unserer fozialen Verhältnisse im zwei Behntel vom Taufend, ins Auge gefaßt zu haben. Schiver- friedlichen Wege erschwert und behindert. Wir finden ein viel lich wird sein Vorschlag über die Verdoppelung dieser Säge hin- besseres Mittel zur Erhaltung der Wehrfähigkeit des Volkes und ausgehen. Eine Weinsteuer scheint mit Rücksicht auf die seit zu ihrer Ausbildung in der Reform des Jugendunterrichts, um zwei Jahrzehnten einer guten Weinernte entbehrenden Winzer dem Bolte statt der Religion den Verstand und die Gesundheit und ihre durchweg wenig erfreuliche wirthschaftliche Lage zu erhalten, in einem frästigen Arbeiterschutz, der die schrankenfowie mit Rücksicht darauf, daß der deutsche Wein- lose Ausbeutung abschafft, in der Einführung wirklicher sozialer bau bei den neuen Handelsverträgen nicht unerhebliche Reformen, die die Lebenshaltung und die Ernährung des Volkes Opfer gebracht hat, nicht in Frage zu stehen. Die zu verbessern geeignet sind, in einer freiheitlichen Entwickelung Die Zeitschwingen", Monatsschrift für Volksbildung, Borarbeiten für alle diese Steuerpläne scheinen soweit ab der Staatsverfassung, die zufammen den Boden abgeben, aus dem Aufklärung und Unterhaltung. Verlag von J. Beranet, geschlossen zu sein, daß die Vorlage im Bundesrath und Reichstag ein wirkliches Boltsheer herauswachsen tann, in welchem jeder Reichenberg, Böhmen, Friedländerstr. 11. Preis pro Heft 20 Kr. 40 Pig. jedenfalls noch vor Ende dieses Jahres und bald nach der wehrfähige Bürger zum Vertheidiger seines Bodens und seiner Militärvorlage folgend eingebracht werden können." Soeben erschien das 9. Hest, 3. Jahrgang. Inhalt: Die Börse Rechte gegen äußere und innere Femde ausgebildet werden kann, Christoph Columbus und Amerika. Zur 400jährigen Feier der wird milde genug behandelt und setzt sich über derartige Alfan- welches Heer dann eine so furchtbare Macht darstellen würde, Entdeckung Amerika's. Von W. Holm I.- Die historische Entzereien lärmend, aber innerlich schmunzelnd hinweg. 23 a rum wenn die Mittel der fortschreitenden Technik benutzt werden, daß wickelung der menschlichen Gesellschaft. Von A. Behr. I.- Die greift das Reich nicht, wenn es denn Geld braucht, zu niemand es wagen wird, gegen uns den Frieden zu brechen, Wissenschaft und die gesellschaftliche Entwickelung. Von Paul einer einträglichen und gerechten allgemeinen progressiven daß ein Angriffstrieg ganz aussichtslos wird. Wir behaupten, Breitum. VII. Die gesellschaftliche Umwandlung. Alexander Einkommensteuer? Auf diesem Wege tönnte es der indirekten das jetzige System ist auf dem besten Wege, das Land wehrlos Petöfi. Eine Studie von Manfred Wittich.( Schluß.) Steuern quitt werden und heidenmäßig viel einnehmen.- 31 machen, feine Wehrkraft wenigstens erheblich zu schwächen, Sprichwörter und ihre sozialen Beziehungen. Soziale Plaudereien während dieselbe sich erst im sozialdemokratischen Staate zur von Otto Stolten.( Fortjeßung.) Gedicht: Humane Zeit. Ministerielle Häkeleien. Die Kreuz- Zeitung" schreibt: vollen Unbesiegbarkeit ausbilden wird." " Die, National- Zeitung" verwahrt sich gegen diese von uns aus Gegen die Militärvorlage sprach sich ferner eine Wolfs- Feuilleton: Das Patent. Novelle von. Otto Walster. gesprochene Vermuthung, und wir müssen ihr nach den versammlung in Halle a. S. aus, in welcher Genosse Gerisch Fortfehung.) X. Rechtskämpfe. Mammons Einfluß. Soziale. Studie von Edmund Schröpel. Fortseßung. Literatur von uns eingezogenen Erkundigungen Recht aus Berlin über dieses Thema referirt hatte. In der zur Annahme ihre ganze Alarmnachricht ist thatsächlich eitel Wind, gelangten Resolution wird der Reichstag aufgefordert, keinen Mann Probehefte stehen zur Verfügung. von einem Konflikt zwischen dem preußischen Staatsministerium| und keinen Groschen zu bewilligen, da der Militarismus der größte und dem Reichskanzler ist, wie wir bestimmt versichern fönnen, Kulturfeind der Nationen fei. Dieselbe Versammlung forderte feine Rede." Gestern glaubte aber das Junkerblatt noch an die in bezug auf die Choleragefahr bei„ elementaren und die Beerusten Reibungen". Wir haben von Anfang an daran fest völkerung schädigenden Vorkommnissen unbedingteste Staatshilfe" gehalten, daß zwar Eifersüchteleien bestehen, daß aber das und verwarf die Selbsthilfe als ein Palliativmittel. preußische Staatsministerium nie fich unterfangen würde, eine vom König von Preußen gebilligte Borlage zu bekämpfen. geben " oder Mehrere getroffen, ich weiß es nicht: in solchen Augen blicken bleibt einem nicht viel Besinnung. Dennoch haben fich mir wieder zwei Fälle in die Seele photographirt, und ich fürchte, der Marktplay von Saar wird mir ewig unvergeßlich bleiben: " * Dienstag, den 11, d. M., Abends 8 Uhr, findet in der Brauerei Friedrichshain( früher Lips) eine große öffentliche Versammlung sämmtlicher obengenannter Gewerbe behuss endgiltiger Ausstellung der Kandidaten statt. Pflicht Aller ist es, für zahlreichen Besuch zu agitiren. Die J. A.: Wilhelm Börner, Delegirter der Tabakarbeiter. Emil Polter, Delegirter der Gastwirths Gehilfen. Literarisches. Deutsche Das rothe Programm. Leitfaden für Agitatoren sowie zum Selbstunterricht in der Sozialdemokratie. Von Dr. Eduard von der Hellen. Weimar, Herm. Weißbach, 1892. das Volk erdrückt würde, wenn eine Million Wieder eine Schrift, welche die Sozialdemokratie todtschlagen soll, aber nichts weiter bewirkt, als daß sie die Gehirnerweichung des Spießbürgers fördert. Ein Pröbchen aus der Schrift mag Von der Agitation. Siebknecht sprach in Frank für den Geist derfelben zeugen. Es heißt da, wenn aus einer furt a. M. in überfüllter Versammlung unter stürmischem Beis Militärwerkstatt hundert Arbeiter entlassen werden, dann wird Die Freifinnigen rufen sich Muth zu. Anders läßt sich fall über die Grundsäße des Sozialismus.- 3eizer Partei von den Sozialdemokraten Zeter und Mordio geschrieen. Dabei die Haltung der Freifinnigen" gegenüber der Militärvorlage genossen unternahmen am Sonntag eine Agitationstour auf's aber wollen sie eine halbe Million Männer aus dem Heere entnicht erklären. Daß sie dieselbe zum Fall bringen werden, ist land in der Richtung nach Rayna bezw. Soda. Sie wurden lassen, und dadurch noch eine zweite halbe Million, die von der faum abzusehen. Die„ Bossische Zeitung" fragt:" Ob nicht aber von den Bauern freundlich aufgenommen. In Soldin fand militärischen Riefenarmee lebt, brotlos machen, und also mit die Militärvorlage noch ein ebenso jähes Ende finden könnte, am 2. Oktober die erste sozialdemokratische Versammlung statt, einer ganzen Million„ die Armee der überschüssigen Arbeiter" wie das Caprivi Zedlib'sche Schulgesetz?" Daß dieses von der in der vor überfülltem Saale der Genoffe Meiner aus Berlin vermehren und so die Arbeiter erdrücken. Diese Weisheit, Regierung zurückgezogen wurde, nachdem der Liberalismus auf unter großem Beifall über die Ziele der Sozialdemokratie sprach. daß Der ganzen Linie den Grundgedanken des Gesetzes, die konfessionelle Vollmar referirte in Augsburg über die bayrischen Menschen mit arbeitet, statt ohne zu arbeiten ernährt zu Schule, anerkannt hatte, ist doch fein besonderes Verdienst der Landtagswahlen und das sozialdemokratische Wahlprogramm". werden, ist des Erfolges so sicher, daß kein Sozialdemokrat ihr " Freifinnigen".wird widerstehen können. Gegen die Begründung der Verurtheilung unseres GeJunkerkedheit. Die Kreuz Beitung" schreibt in einer nossen eu 3, wie sie den Berichten nach vom Landgericht wider Sozialismus und Antisemitismus, und die äußerste NothRuhende Rampfmittel des Nationalliberalismus unpopulären militärischen Betrachtung: Die verkürzte Stendal gegeben wurde, indem dasselbe dem Sinne nach aus wendigkeit ihrer Verwendung. Zweiter Beitrag zur Lösung der Dienstzeit ist nicht nur theurer und schlechter, son- führte: daß die Einwendungen des Vertheidigers wohl durch- sozialen Frage von Cäsar Asfaldt in Köln am Shein. Selbstschlagend sein würden, wenn ein Professor seinen Studenten die verlag des Verfassers, Köln 1892. fteinerne Mariensäule. Die Mutter Gottes hält ihr Kind aber habe vor Arbeitern gesprochen und gewußt, daß diese schaftlicher Grundlage. Statt die Welt zu kennen und ihre Entin Frage kommenden Darlegungen gemacht hätte; der Angeklagte Kannegießerei und Salbaderei ohne eine Spur von wissen in einem Arm, den anderen streckt sie segnend aus. Hier nur an die gegenwärtigen Zustände denken und die Ausdrücke wickelungsgesetze zu erforschen, philofophirt sich der Verfasser wird weiter gerungen. Mann an Mann. Sie hauen auf auf den preußischen König beziehen gegen diese Begründung eine besondere Welt zusammen. Da die Welt aber anderen Ge mich drein ich haue um mich herum Ob ich Einen wendet sich auch die Freisiun ge Beitung". Gine derartige feßen wie den ihr von Herrn Astfaldt vorgeschriebenen folgt, hat Unterscheidung", sagt dieses Blatt, muß das gerechteste Befremden es noch eine Weile Beit für die ruhenden Kampfmittel des erregen. Ganz abgesehen davon, daß es doch etwas sehr gewagt Nationalliberalismus" und für die neu zu gründende„ eutoist, das Begriffsvermögen der Arbeiter ohne weiteres auf eine burger Partei"! niedrigere Stufe zu stellen, als das von Studenten, muß man doch verlangen, daß für die gerichtliche Entscheidung lediglich der objektive Thatbestand entscheidend ist, nicht aber, daß über Ein preußischer Dragoner, start wie Goliath, reißt einen ben gleichen Thatbestand verschieden geurtheilt wird, je nach unferer Offiziere( einen schmucken, schmächtigen Lieutenant- der Verschiedenheit der Person des Thäters oder der Zuhörer". wie viel Mädchen schwärmten wohl für ihn? aus dem Sattel Die Freifinnige Zeitung" scheint die gegen Arbeiter ausgeund zerschmettert ihm den Schädel am Fuße der Madonnen- sprochenen Urtheile wenig zu verfolgen, sonst würde sie hinzugefügt fäule. Die milde Heilige schaut unbeweglich zu. Ein Anderer haben, daß die von ihr gerügte Gerichtsprattit eine von unserer in Hamburg. Hagen i. W. Verlag von H. Risel u. Ko. Preis von den feindlichen Dragonern, ebenso goliathstart, knapp vor Partei zwar stets bekämpfte, aber leider sehr, sehr alte ist. mir, faßt meinen Nebenmann an und biegt ihn so kräftig im Warnm schreien unsere Kinder? Beseitigung des Sattel nach rückwärts, daß ihm Der Landes- Parteitag für Braunschweig und die Kindergeschreies. Dresden. Verlag der Druckerei Glöß. Preis ich habe es krachen ge- angrenzenden Harzbistrikte tritt, da das wegen der 50 Pfennig. hört das Rückgrat bricht... Choleragefahr erfassen gewesene Verbot nunmehr aufgehoben ist, Anti- Korruption." Böllig unabhängiges Wochenblatt zur Auch dazu gab die Madonna ihren steinernen Segen." nächsten Sonntag Vormittag 11 Uhr in Wolfenbüttel Bekämpfung der Wißstände, Schäden und Auswüchse sowie der ( Juliusstadt) im Lokale des Herrn Karl Buchheister zusammen. Heuchelei auf allen Gebieten des öffentlichen und privaten Von einer Anhöhe aus bot sich den bewaffneten Augen Die Tagesordnung lautet: 1. Bericht des Vertrauensmannes; Lebens, in Politik, Staat und Gemeinde, Familie ber Stabsoffiziere heute wieder manch abwechselungsreiches 2. unsere Lattik( Referent Reichstags Abgeordneter Wilhelm und Gesellschaft, Literatur und Tagespresse, Wissen Schauspiel. Da war zum Beispiel der Einsturz einer B103; 3. die Landagitation( eferent en el Seefen); schaft und Kunst, Rechtspflege und Erziehung, Handel und BerBrücke, während über dieselbe ein Train von Wagen sich 4. unsere Presse; 5. Anträge aus der Mitte des Parteitages. fehr u. f. w. Herausgegeben von Dr. Hermann Wesendonck bewegte. Waren in den letzteren Verwundete?- ich in Leipzig. Vierteljahrlich 1 M. 60 fg.( Poft Zeitungsliste Nr. 488 a.) weiß es nicht das fonnte ich nicht erkennen. Ich sah Berliner Verkehrs- Lexikon. Ein alphabetischer Wegweiser. nur, daß alles- Wagen, Pferde und Menschen in die Berlin, Verlag von May Schildberger, Schiffstr. 3. Preis 40 Pf. an jener Stelle tiefen und reißenden Fluthen sank und dort geb. 70 Pf. verschwand. Das Ereigniß war ein günstiges- finte- Todtenliste der Partei. Plöhlich vom Tode ereilt wurde malen der Wagentrain den Schwarzen" gehörte. Ich denke der Genosse T. 2üders, Schantwirth in Delligsen( Braunmir nämlich in der eben gespielten Partie uns als die schweig). Er war ein treues and thätiges Mitglied der Partei. weißen Figuren. Die Brücke war nicht zufällig eingestürzt; die Weißen hatten, wissend, daß der Gegner darüber tommen sollte, die Pfeiler abgesägt ein feiner ( Fortfeßung folgt.) Bug also. * 12 = Für die Hamburger Nothleidenden sind bis jeht beim Landesvorstand der Sozialdemokraten Württembergs 3743 Mart eingegangen, wovon 3600 Mart abgesandt wurden. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. In Frankfurt a. M. löfte nach dem Bericht der Frankfurter Beitung" ein Polizeibeamter eine öffentliche Schneider versammlung deswegen auf, weil der Vorsitzende derselben nicht anerkennen wollte, daß seine Uhr im Gegensatz zu der des Beamten falsch gehe. -Wegen Beleidigung einer Lehrerin durch einen Artikel des roletarier" wurde Genosse 2ur vom Schöffengericht Weichenbach i. Schl. zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt. Bei der Redaktion eingegangene Druckschriften: Sozialismus und Antisemitismus, und die äußerste Ruhende Kampfmittel des Nationalliberalismus wider Nothwendigkeit ihrer Berwendung. Bon Cafar Ast falt in Köln a. Rh. Preis 1 M. Die Mikerfolge der Staatsmedizin und ihre Opfer 1 Miark. Briefkaffen der Redaktion. D. F. 1. Das würde voraussichtlich als Diebstahl bestraft werden. 2. Die Strafanträge fönnen Sie an den Ersten Staatsanwalt beim Landgericht I richten. R. N., Lübeckerstraße. Der Betreffende kann nicht ohne weiteres herkommen. Es ist sicher in seiner Abwesenheit ein Strafurtheil gegen ihn ergangen. Erst in 5 Jahren seit der Rechtskraft dieses Urtheils ist die Strafe verjährt. Für den Jubalt der Juferate über. nimmt die Rebaftige tem Publikuw gegenüber feinerlei Verantwortung Theater: Donnerstag, den 6. Ottober. Opernhaus. Mida. Schauspielhaus. Was ihr wollt. Eeng Theater. Die Orientreise. Deutsches Theater. Faust's Tod. Berliner Theater. Das Räthchen von Heilbronn. Wallner- Theater. Der Mann im Monde. 24 Dechant's Welthippodrom Sammelplatz fröhlicher Gesellschaft Schönhauser Allee der Wörtherstraße gegenüber. Höchst amüsanter u. interessanter Aufenthalt. hochelegante bestdressirte Pferde. Brillante Ausstattung. 49/1 Täglich: Großes Damen- Reitfest u. Herren- Corso à la Wien bei Concert und Reitmusik. Damen- Reitkleider gratis. Nnunterbrochen von 6-11, Sonntags von 4-11 Uhr. Entree 20 Pf. Reittour 30 Pf. Falentin Clubhaus ,, Süd- Ost" ideal. Straße 41. Sirage 41. Aktien- Brauerei Friedrichshain Am Friedrichshaint. ( früher Lips). Am Königsthor Sonnabend, den 8. Oktober 1892: 4. Stiftungsfest des Vereins zur Regelung der gewerblichen Verhältnisse der Töpfer Berlins und Umgegend. unter Mitwirkung des Gesangv. Sängerchor der Töpfer. Großer Ball. " Y Musik ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der ZivilBerufsmusiker unter Zeitung des Herrn G. Schonert. Der Ueberschuss ist zu einem wohlthätigen Zweck bestimmt. Anfang präzise 8%, Uhr. Einlasskarten für Herren 50 Pf., Damien Hierzu ladet alle Kollegen, Freunde und Genossen ein Bellealliance- Theater. Der Weiber Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal- C. Trittelwitz. 30 f. find auf allen Zahlſtellen des Vereins zu haben. frieg. Kroll's Theater. Der Trompeter von Sättingen. Reßdeny- Theater. Der selige Tou pinel. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Schönröschen. Thomas- Theater. Dufel Bräsig. Madonna. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Alexanderplatz- Theater. Die Liebe vor Gericht. Hierauf: Tannhäuser. Apollo Theater. Spezialitäten National- Theater. Theodora. Vorstellung. Theater der Reidshallen. Spezia litäten- Borstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor stellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. 2 Vereinszimmer mit Piano. Fr. Billard. 2 Winter- Kegelbahnen. Warme und falte Speisen zu jeder Tageszeit zu soliden Preisen. Zur Beachtung! Der Mufifer G. Jahnke wurde fürzlich laut Beschluß einer Mitgliederversammlung aus unserer Vereinigung, wegen eines grossen Vertrauensbruchs als Kassirer unserer Vereinigung, ausgeschlossen. Derfelbe ist also nicht, wie er zu verbreiten sucht, freiwillig selbst ausgetreten. 367/1 Der Vorstand der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Berlins und Umgegend. Der Vorstand. 449/3 Achtung! Maurer. Achtung! General- Mitglieder- Versammlung des Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend am Sonntag, den 9. Oktober, Vormittags präzise 10 Uhr, im Lokale des Herrn Brochnow, Sebastianstr. 39. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung des Kassirers vom 3. Quartal 1892. 2. Neuwahl des gesammten Borstandes. 3. Ergänzungswahl des Ausschusses und der ThürUm das Erscheinen aller Mitglieder ersucht Kontrolleure. 4. Vereinsangelegenheiten und Fragekasten, Der Vorstand. 380/2 NB. Die neuen Legitimationskarten für unsere Mitglieder find Arbeiter- Bildungsschule( Südost- Bezirk). Heberegister, Mitgliedsbücher, am Sonntag, den 9. Oktober, Abends 7 Uhr, in den Armin- Hallen, Gebrüder Richter's Variété. Spegelb mit braunem Quer strich. zialitäten- Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. Gesangspoſſe in 3 Atten von L. Treptow. Couplets von G. Görss. Musik von Dekorationen aus dem Atelier des Beren Lütkemeyer in Coburg. In Scene gefegt von Adolph Ernst. Anfang 7 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Merander- Plaz- Theater. Novität! Novität! Die Liebe vor Gericht. ( Trial by Jury.) Operette in 1 Aufzug von W. S. Gilbert und Arthur Sullivan. Hierauf: Tannhäuser. ~ Große Ausstattungs- u. Gesangs- Posse. Anfang 6% Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. American- Theater. Wiederauftr. des urkomischen Bendix in seiner neuesten Saisonnummer. Man merkt's am Gang Da ist was mang." Neu! Der feine Reisner. Neu! Berl. Lokalschwant v. Oskar Wagner. Circus Corty- Althoff. Berlin, Friedrich- Karl- Ufer. Donnerstag, 6. Ottober, Abends 71/2 Uhr: Elitevorstellung. Hippolog. Potpourri mit vierzehn Hengsten, vorgef. v. Direktor Pierre Althoff. Der Jockey. Epsom, dargestellt v. Frl. Adele. Austr. d. Akrobatentruppe Gantier, sowie der Luftgymnastiker Gebr. Dunbar. Troika, 8fache hohe Schule, ger. v. Dir. P. Althoff. Frl. Clotilde, Drahtseilkünstlerin. Roccocco- Quadrille. Alles Uebrige die Plakate. Morgen 71/2 Uhr: Große Vorstellung. Für Krankenkassen: sowie sämmtliche Kaffenbücher, vorschriftsmäßig, Statuten 2c. sämmtliche Drucksachen, liefert die Versammlung Kommandantenstraße 20. Vortrag des Herrn Dr. Pinn: Die Volksschule und die Arbeiter. Gäste willkommen. Säulen- Anschläge, fowie sämmt be 30691 Nach den Vortrag: Geselliges Beisammensein und Tanz. Buchdruckerei von Maurer& Dimmick, Elisabethuser 55. 103/2 Altenberg's hem. Färberei, Wäscherei, Garderob.- Reinig.Anstalt, Neue Jakobstr. 9, Brunnenstr. 123, Andreasstr. 54, Fruchtstr. 36, der Potsdamerstr. 57/58, empf. f. 3. Färb. u. Reinig. v. Garderob. jed. Art, Spizen. Gard., Möbelst. gef. 1 Mt. p. Pfd., Bettdeck. gef. 1,25 Mf. p. Stück. HerrenAnzug gereinigt, gebügelt von 2,50 Mk. an. Reparaturen billigst. Neu! Glanzentfernung von blankgetragenen Kammgarn- Garderoben. Konkursausverkauf. 2646L Das vom gerichtlichen Tayator abgeschäßte Waarenlager des Tuchhändlers G. Blankenstein, Stralauerstraße 33, bestehend in Tuch, Buckskin, Kammgarn, Winter- und Sommer- Paletotstoffen wird Mittwody, den 5. 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Oktober 1892, Vormittags präz. 9 Uhr, im Restaur. L.Trieschmann, Jüdenstr.55: Ausserordentliche General- Versammlung. Die Schulkommission. General- Versammlung Getreideträger und Speicherarbeiter am Sonntag, den 9. Oktober, Vorm. 10 Uhr, im Lokale des Herrn Röllig, Neue Friedrichstraße 44. Tages Ordnung: 1. Raffenbericht. 2. Vorstandswahl. 3. Vortrag des Genossen Wilke über: Ist die Organisation der Getreideträger und Speicherarbeiter noth wendig und nüßlich?" 197/1 C. Münch, Straßburgerstr. 19. Freie Vereinigung der Lohgerber u. Lederzurichter 206/1 Berlins. Sonntag, den 9. Oktober, Vormittags 10% hr: Dersammlung i Takalo e o Feindt tot 11( erkernel. **************** Tages Ordnung: fi 30 Der Vorstand. 1. Abrechnung vom 3. Quartal 1892. 2. Verschiedenes. Deutscher Tischler- Verband. Zahlstelle Berlin. Versammlung für den Osten am Montag, den 10. Oktober, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Schirrmacher, Andreas- Straße Nr. 26. Tagesordnung: 1. Wissenschaftlicher Vortrag. Referent Herr Carl Bach. 2. Distussion. 3. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Sonnabend, den 15. Oktober, in den Concordia- Festfälen, Andreas- Straße 64: 1. Stiftungsfest bestehend in Gr. Vokal- und Instrumental- Konzert und Ball. Das Konzert wird ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker unter Leitung des Dirigenten Herrn Schonert. Mitwirkung der Gesangvereine„ Frühlingslust"," Vorwärts 5" und Ihn'scher Gesangverein unter Leitung des Dirigenten Herrn Oskar Jh n. Lebende Bilder. Dargestellt vom Verein für volksthümliche Kunst" unter Leitung feines Dirigenten Herrn Friz Hansen. " Anfang 72 Uhr. Billets à 25 Pf. sind auf sämmtlichen Beitrags sammelstellen zu haben. Die Beitrags- Sammelstelle Westen ist nach der Kaglerstr. 15 bei Furchtbar verlegt Die Ortsverwaltung. 1. Bevollmächtigter Albert Heß, Johanniterstr. 8 pt. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Sonntag, den 16. Oftober, Vormittags 10 Uhr, in den Arminhallen Kommandantenstr. 20: General- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen F. Berndt, über: Malthus und seine Lehre 2. Vorstand und Kassenbericht. 3. Bundesangelegenheit und Fragelasten. 172/1 NB. Die Vereine werden ersucht, die Billets vom Sommerfest bi Freitag Abend, den 14. d. M., beim Kassirer Puppe, Marfusstr. 21a, vor Der Vorstand. Borisch, Borsigender. 4 Treppen abzurechnen und die Anzahl der Mitglieder beim Genossen Kosel Zehdenickerstr. 19, Hof part., bekannt zu geben. Hierzu ladet ergebenst ein 2361b Sonntags 6 Uhr. Entree 50 Pf. Gratweil's Bierhallen Fachberein d. Tischler. PassagePanopticum. Fuß!! 9 ein RiesenKind!!! Kommandantenstraße 77-79, Täglich: Borussia- Konzert- und Kouplet- Sänger. Gaftspiel des Charles Randolf, Bauberkünstler und Gedankenleser à la Cumberland. Vorstandsund Werkstatts- KontrollKommissions- Sitzung am Freitag, den 7. Oftober cr., Abends 8%, Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75( Gartenfaal). Die Mitglieder der Werkstatt- Rontrollkommission, welche mit Recherchen betraut waren, sind hiermit besonders eingeladen.[ 808/8] Der Borstand. Der Vorstand. Buchhandlung und Buchbinderei sowie Galanterie- und Schreibwaaren- Geschäft befindet sich jetzt 3 Brandenburgstrasse 3. 3052L Achtung! Rabiz Puzer. R. Kohlhardt. Ich habe mein Bureau nach Wochentagsfrei. Sonntags Entree 30 Bf. Gr. Frühstücks- u. Mittagstifd, 3wei Säle E zu Bersammlungen und Bergnügungen. fowie 6 Billards, 3 Kegelbahnen. F. Sodtke. Linienftr. 149. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10 Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Jeden Sonntag findet im Lokal des C., Neue Friedrichstr. 19 part Kollegen Niedrig, Naunynstraße 23, Morgensprache behufs Arbeitsvermitt verlegt. Bureaustunden: 8-1, 3-1 lung statt.[ 23576] Karl Nieke. Sprechstunden: 4-7. Dr. Hoesch, homöopath. Arst Kinderwagen. Andreasr.23.§.v. Ohne Extra- Entrée. von 11-1 und 4-9 Uhr. Größtes Lager Berlins 29.ins Wolfgang Heine, Rechtsanwalt. Hierzu zwei Beilage 33 3 算 aty Der er ter g3 bei pt. en e bi Dorn 22 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 234. Von der Cholera. Donnerstag, den 6. Oktober 1892. 9. Jahrg. Paris, 5. Oftober. Gestern sind in Paris 19 Cholera- Rathhaus zu herrschen berufen ist, kann durch nichts Erkrankungen und 7 Todesfälle, innerhalb der Banumeile 6 Er- drastischer illustrirt werden, als durch die Knechtseligkeit, Dem Kaiserlichen Gesundheitsamt vom 4. bis frankungen und 3 Todesfälle vorgekommen. mit welcher der Freifinn Herrn Stryck auf seinem Posten 5. Oftober, Mittags, Havre, 5. Oftober. Hier ist gestern eine Person an Cholera duldet. gemeldete Cholera Grerkrankt und eine gestorben. frantungs- und Todesfälle: Datum: Staat und 1./10. 2./10. 3./10. 4./10. Drt Bezirk erkrankt geftorben erkrankt gestorben erkrankt Hamburg Hamburg 43 21 26 12 43 . 9 Preußen: Schleswig Altona . 2. gestorben erkrankt gestorben Vereinzelte Erkrankungen: der Stadt Regierungsbezirk Schleswig: in Wandsbeck und noch 1 Ort des Kreises Stormarn 2 Erkrankungen, 1 Todesfall. Regierungsbezirk Stettin: in der Stadt Fiddichon 1 Todesfall. Urban. Kommunales. L Für das Elend der Großstadt ist unseren satten Bürgern schon längst jedes Verständniß und damit auch jedes Gefühl des Mitleids abhanden gekommen. Davon zeugt die Sprache der anständigen" Bresse der Bourgeoisie. So finden wir in den Berliner Zeitungen auch in den sogenannten„ freifinnigen" eine Notiz, welche nach ihrem Stile und ihrer Ausdrucksweise von dem Hektographen eines Reporters stammt, der als Reklamefrize Alles macht", um ein paar lumpige Zeilen herauszuſchinden verspottet dieser Gemüthsmensch auch die Armuth und das Elend: Tagesordnung für die Sigung der StadtverordnetenVersammlung am Donnerstag, den 6. Oktober d. J., Nachmittags 5 Uhr. Ein Naturalisationsgesuch. Fort930 11 fegung der Berathung über die Petition, betreffend die Verbreiterung der Potsdamerstraße zwischen Potsdamer Platz und Lühowstraße. Bewilligung der Kosten für bauliche Unter10 8 1 3 3 56 4 haltungsarbeiten auf dem Grundstücke des Krankenhauses am Umgestaltung der Straße Unter den Linden. Neubau eines Wagen- und Materialienschuppens für die Desinfektionsanstalt in der Reichenbergerstraße 66. Projekte für den eines an der Straße 36a, 2bth. XI, belegenen Grundstückes zu Neubau der dreifachen Schule in der Stephanstr. 25/ 26.- Ankauf lung, betr. die Schaffung von Einrichtungen zur Untersuchung Gemeindeschulzwecken. Antrag von Mitgliedern der Versammund Ueberwachung des Gesundheitszustandes der GemeindeZum Kommissar für die Gesundheitspflege schüler. Roftenberechnung der elektrischen Beleuchtung in dem im Stromgebiet der Weich fel ist Oberpräsident Krankenhause am Urban. Gewährung eines Patronatsbeitrages von Goßler ernannt worden. zu den Kosten der baulichen Reparaturen an dem AndreasKirchengebäude. Bauabnahme der Markthalle XIV in der Reinickendorferstraße.- Gewährung eines Darlehns an die Gemeinde Neu- Weißensee zur Ausführung einer provisorischen Entwässerungsanlage. versicherung der Handlungsgehilfen und Lehrlinge, sowie der im das Theilung des 242. Stadtbezirts.- KrankenGeschäftsbetriebe der Anwälte, Notare und Gerichtsvollzieher, Leistung der Krankenkassen Berufsgenossenschaften und Versicherungs- fann. anstalten gegen Gehalt oder Lohn beschäftigten Personen. Aufhebung des init dem Pächter des Restaurants in der Markt halle XIII abgeschlossenen Vertrages und die anderweitige Ausschreibung des Restaurants. Errichtung eines Gewerbegerichts in Berlin. Drei Rechnungen. Zwei Unterstügungsfachen. Hamburg, 5. Oftober. Amtlich werden 30 Cholera Erkrankungen und 11 Todesfälle gemeldet; davon entfallen auf gestern 16 Erkrankungen und 6 Todesfälle. Transportivt wurden gestern 17 Krante, ein Transport von Leichen ist nicht vor gekommen. In Altona find 6 Personen erkrankt und 4 gestorben. Stettin, 5. Oftober. Nach amtlicher Meldung sind seit gestern hier zwei Personen an der Cholera gestorben. Bremen, 5. Oktober. Der Senat verbot die Einfuhr und Durchfuhr von Wäsche, Hadern, Lumpen, Obst und Butter aus den Niederlanden zur Berhütung der Cholerei- Einschleppung. Rratau, 4. Oftober. Seit gestern sind 2 Cholera= Erfranfungen und 3 Todesfälle zur Meldung gekommen. Antwerpen, 5. Oktober. Hier sind 3 neue Er frankungen an Cholera vorgekommen. 6 Kranke befinden sich in den Hospitälern. gehört. aturage3, 5. Oftober. Die Cholera hat hier aufCharleroi, 5. Oftober. Die Cholera ist hier in vereinzelten Fällen aufgetreten. Amsterdam, 5. Oftober. In 3waag, Kampen, Aftrum sind vereinzelte Fälle von Cholera vorgekommen. Rupelmonde, 5. Oktober. Die Cholera wüthet furchtbar M Lokales. " Die Schlafburschen" von„ Mutter Grün", von welchen die Großstadt während der wärmeren Jahreszeit verschont zu bleiben pflegt, haben nunmehr, dem allgemeinen Brauch Rechnung tragend, ihren Einzug nach der Stadt bewerkstelligt und tauchen bald hier, bald dort, aber meistentheils in den besseren Vierteln, in unverfrorenster Weise auf. Am verflossenen Sonntag Nachmittag beispielsweise tauchten solch' Baffermann'sche Gestalten vielfach im dichtesten Gewühl Unter den Linden und in der Friedrichstraße auf und schienen sich weidlich an dem Schrecken zu ergögen, welchen sie den Passanten durch ihr im höchsten Grade unappetitliches Exterieur einflößten. Auch in den besseren Häusern der Stadt merkt man das Gintreffen der„ Pennund Sonnenbrüdergemeinschaften", denn da treten sie in furzen Intervallen an, reißen die Glocken fast ab und betteln die Bewohner in unverschämtester Weise an. Hoffentlich macht die Straßenpolizei mit diesem Gesindel in allerkürzester Zeit tabula rasa." Schreien nach der Polizei, So viel Zeilen, so viel Gemeinheiten! Zum Schluß noch es ist wirklich eine an Frechheit nicht mehr überboten werden Natürlich werden diese armen Teufel, die bis jetzt unter Sträuchern durch und Hecken genächtigt haben, den Nachtfrost gezwungen, nach der Stadt zu kommen, um hier wenigstens einen Stall oder Neubau zu finden, in dem fie die Nächte kampiren fönnen, ohne zu erfrieren. Daß die Leute nicht im Fulldreß- Jacket und mit Gigerlhofen angethan einherspazieren, ist ebenso natürlich, ihnen fehlt leider nicht mehr wie alles, um nur nothdürftig ihre Blößen decken zu können. Das unappetitliche Exterieur" ist nicht ihre Schuld, es bildet eine Anflage gegen die Nichtsthuer und Gecken, die Unter den Linden flaniren. Da die Unglücklichen nicht verhungern wollen, müffen sie in unverschämtester Weise" betteln, denn aus freien Stücken schenkt ihnen niemand auch nur einen Bissen Brot. Daß ein Reporter solchen Blödsinn zusammenschmiert, kann man seiner Dummheit zugute rechnen, daß es aber tonangebende" Beitungen giebt, welche diesen Literaturschund abbrucken,- das ist auch ein Zeichen der Zeit! die Die vielgerühmte Sparsamkeit der Poft hat sich mit Zur Stryck Affäre. Die gestrige Sigung der oberen Fraktion", d. h. der mit dem StadtverordnetenBorsteher unzufriedenen freisinnigen Gruppe, scheint rechi luftig gewesen zu sein. Herr Stryck, der keinen anderen in Steendorp; von 2801 Einwohnern sind bereits 38 gestorben. Chef als den Oberpräsidenten anerkennt, erschien nicht in Das Choleralazareth ist überfüllt. Auswärtige Aerzte müffen der Fraktion, sondern ließ seinen politischen Freunden sagen, der Zeit zu einer förmlichen Knauferei ausgewachsen, wie man Hilfe leisten. Budapest, tober. Von gestern bis heute Mittag er sei von der Majorität der Versammlung gewählt und sie bei Privatleuten nur selten antrifft. Auf welche Weise Exzellenz find 85 Erfranfungen 9 Todesfälle an Cholera zu verde seine Freunde, auf deren Schultern er die höchste Sproffe von Stephan Ueberschüsse erzielt, ist männiglich bekannt. Das zeichnen. 4 Perf onen find s geheilt entlassen worden. städtischen Ruhms erklettert hat, nicht die Majorität in der Schnorrzirkular für seine nothleidenden Hamburger Beamten hat ja Best, 5. Etober. Das Ungarische Telegraphen Korre Bersammlung haben, so sei ihre Unzufriedenheit ihm zwar dieser Tage erft gezeigt, wie die Boftverwaltung die wirthschaftspondenz- Bureau erklärt die Weldung des Befter Lloyd", daß nicht gerade gleichgiltig, aber doch nicht schwerwiegend genug, im Großen, so ist es auch im Kleinen. Jetzt ist's schon soweit liche Lage ihrer Angestellten zu heben" bestrebt ist. Und wie von gestern Abend& br bis Mitternacht 24 an Cholera er ihn zu veranlassen, von seinem Posten zurückzutreten. frantte Personen is as Barackenhofpital gebracht feien, für ungekommen, daß die Post Umzugsfosten nicht mehr zu zahlen in Diese Antwort ziert den Mann; er kennt seine der Lage ist. zutreffend. Es feies vielmehr nur 4 Choleratranke während Pappenheimer, und weiß, daß die freisinnigen Helden stunden das Postamt Nr. 31 von der Huffitenstr. 16 nach der An 27. v. M. wurde nach Schluß der DienstDieser Zeit in das attal aufgenommen worden. Pest, 5. Oftober. Bon Mitternacht bis heute Mittag des Rothen Hauses mit einem Fußtritt zur Ruhe gebracht Schadowftr. 9 verlegt. Anstatt zu dem Umzuge Arbeitsfräfte ang nehmen an welchen doch wahrlich kein Mangel ist, wurden 12 Personen in das Barackenhofpital aufgenommen, werden können, wenn sie zu mucken wagen. 3 sind gestorben. In der Hungariastraße, wo sich 2 Cholera- Das Berliner Tageblati", auch ein Vorkämpfer echten wurde sämmtlichen 40 Unterbeamten Antreten" kommandirt fälle zutrugen, fam es bei dem Erscheinen der Desinfektions- und rechten Freisinus, weiß zu melden, daß die Fraktion und Alt und Jung mußte erscheinen" und den Umzug vor arbeiter zu Zusammenrottungen einer großen Menschenmenge, über die an die Stryck'sche Antwort anknüpfenden Anträge 10-12stündigen Dienst hinter sich, trotzdem mußten dieselben bis nehmen. Die Leute hatten zwar zum Theil schon einen welche die ersteren an dem Eintritt in die Wohnungen der zur Tagesordnung übergegangen ist, und somit ist denn spät in die Nacht hinein den Transport der Einrichtungsstücke Cholerakranken verhinderte. Die Menge nahm eine drohende die Angelegenheit nach Berpuffung eines erheblichen Quan- des Postbureaus bewerkstelligen. Die Leute, welche den NachSaltung au, fodaß die Desinfektionsarbeiter unverrichteter Sache tums Theaterfeuerwerks wie das Hornberger Schießen aus- mittag dienstfrei hatten, hatten schon Nachmittags um 5 Uhr fich zurückziehen mußten. Einer Lokalforrespondenz zufolge sind gestern hier 38 Ber: gegangen. fonen an der Cholera ertranft und 8 gestorben. Es macht sich ein fühlbarer Mangel an Eis geltend. Wien, 5. Ottober. Nach amtlicher Mittheilung ist gestern Gholera erkranti, zwei davon sind bereits gestorben. In Zwier Podgorze, Plaszow und Debniki je eine Person an der ayniec unweit Kratau ist die Cholera neu aufgetreten; daselbst ist eine Person an der Cholera gestorben. In Krakau wurden von gestern früh bis heute früh 3 Cholerakranke nach dem Hospital transportirt. werden. Karl Stauffer- Bern." Herr Dr. Stryck bleibt Vorsteher und die Stadtverordneten- Versammlung wird wohl als Genugthuung für den schwer gekränkten Mann nächstens beschließen, die feinen Chef den Oberpräsidenten von Berlin ernennen zu Mitglieder des Magistrats durch Herrn Dr. Stryck und lassen. Jede Stadtverordneten- Versammlung hat nur den Vorsteher, den sie verdient, und daß Herr Stryck im Berliner ... anzutreten. Regale, Schränke. Pulte u. f. w. mußten in die neue Wohnung geschleppt werden, schließlich tam noch eine ganze Ladung Steinkohlen an die Reihe, die aus dem alten Keller hinaus und in den neuen hinein getragen werden mußten. Für ist den Beamten für diese Nebenbeschäftigung" natürlich nicht Leute, die an so schwere Arbeit nicht gewöhnt sind, ist das nicht gerade ein angenehmes Geschäft. Irgend welche Entschädigung gezahlt worden, dazu langt's bei der Post nicht. Das gehört eben noch mit zum Dienst, der in den Augen vieler Leute über haupt blos als ein Polterabendscherz erscheint. " des Gesellenlebens durch. So trüb es ihm aber auch ging, werthen, den der Künstler für sein besseres Selbst, für seine sein Ziel, ein Künstler zu werden, verlor er nie aus den Ideale, für seine unft führt gegen die verflachende, Er war jung und schön und ein Künstler mit schier ugen, und nach harten Kämpfen und Entbehrungen ge- torrumpirende, das künstlerische und das moralische Gewissen unerschöpflichen Gaben. Weil er etwas Rechtes werden Er erhielt ein Bernisches Stipendium. Als er aber 1880 zu leben er verdammt ist. Die Herrschaft der Bourgeoisie Weil er etwas Rechtes werden lang es ihm 1876, die Münchener Akademie zu besuchen. zersetzende Einwirkung des gesellschaftlichen Mittels, worin wollte, darum mußte er sterben. Go ließe sich in brei in der sklavischen Zeilen die Geschichte des Schweizers Stauffer erzählen. in Bern seine ersten Bilder aufstellte, gemalt in dem damals über die Kunst offenbart fich Beilen die Geschichte des Schweizers Stauffer erzählen. neu emporgekommenen realistischen Stil, einen Winkelwirth Abhängigkeit des Künstlers von den Launen, Wünschen, Aus guten Gründen soll seiner in diesen Blättern gedacht Denn dies Einzelschicksal, das wohlfeiler Ent- und einen Arbeiter, wurden die Berner Perrücken, wie es Bedürfnissen seiner, Brotherren. Heute ist die Kunst ein rüstung dreifach gewappneter Tugend und wehleidiger Klage scheint, unwillig. Wozu auch einen heruntergekommenen Vorrecht der Besitzenden. Mag der Künstler das verhimmelte, empfindsamer Seelen reichlichen Stoff darbietet, erscheint Wirth und einen Proletarier malen, der weder Kragen in Gold beinahe erstickende Schooßkind sein, im Grunde Das Stipendium wurde Stauffer seines Wesens ist er nichts als eine neuzeitliche Umbildung bedeutsant als ein urkundlicher Beitrag zur Erkenntniß der noch Kravatte trug? entzogen, und so stand er 1880 mit einer im akademischen des schöngeistigen oder gelehrten Haussklaven der Antike. bürgerlichen Klasse. In mehr als einem Betracht ist der Werdegang dieses Sinne unfertigen Bildung wieder einmal ohne einen Heller Paßt sich sein Geschmack nicht dem Geschmack ſeiner AufMannes, jein kurzes Glück und sein jähes Ende, lehrreich in der Tasche auf dem Münchener Pflaster. Kurz ent- traggeber an, sei dieser auch noch so verderbt, wandelt der hre für Alle, die den gesellschaftlichen Zusammenhängen nach Schloffen zog Stauffer von München nach Berlin, unbekannt bildende Künstler Pfade, die abseits führen von der großen 72/ spüren. Lehrreich für den Psychologen, dem die soziale und ungenannt. Ein Jahr darauf war er berühmt. Ein Heerstraße der bürgerlichen Aesthetit, so ist sein Urtheil geGrundlage seelischer Vorgänge ein anziehender Vorwurf der von ihm auf der Berliner Ausstellung 1881 ausgestelltes sprochen, er wird deklassirt. Die Bourgeoisie formt den Betrachtung ist, lehrreich als Beleg für die verhängnißvolle Porträt eines Freundes verschaffte ihm die kleine goldene Künstler nach ihrem Bilde, fie verzerrt und zerstört sein Verknüpfung von Kunst und Kapitalismus und für die Sitten- Medaille und mit dieser amtlichen Bescheinigung seines Talent, fie hezt ihn unter dem Zwange eines wahnwizzigen geschichte unserer Tage, lehrreich auch für den Politiker, Talents die Kundschaft der Berliner Bourgeoiste. Die Auf- Wettbewerbes auf Abwege, fie züchtet sich ihre„ Spezialisten", der den Einfluß der wirthschaftlichen Mächte auf die Wirk- träge drängten sich, die Bankiers von Berlin W, noch die Jahr für Jahr dasselbe Motiv handwerksmäßig ermehr ihre Gattinnen und ihre Töchter wetteiferten darin, zeugen, im Hasten nach dem Gewinn, im Kampf ums Dasein. samkeit staatlicher Organe untersucht. der jungen Berühmtheit gefällig zu er Stauffer sagt einmal in einem Briefe: Viele sehr hochKarl Stauffer, am 2. September 1857 als ältester fich Und Stauffer fäumte nicht, ein ur- klingende Namen sind in diesem Spital des Philisteriums Sohn eines Pfarrers im Emmenthal geboren, offenbarte schon weisen. in früher Jugend die Eigenart seines Wesens, stürmische wüchsiger schweizerischer Naturbursch, mit beiden Händen zu- krank. Wenn ich mich nach den Ursachen frage, so kommt Leidenschaft gepaart mit starrnadiger Zähigkeit, und eine zugreifen. Aber während er verhätschelt und gefeiert wurde, vor allen Dingen die Existenz." Immer unerträglicher wurde für Stauffer die prohervorragende fünstlerische Begabung. Früh trat er in Bern regte sich in ihm die gesunde Ueberlegung und er, der vielin das Atelier eines Zeichners ein, that dort nicht gut und gesuchte Porträtist, erkannte mit scharfem Blick die Grenzen fessionsmäßige Lohnarbeit, die ihn zu Boden drückte, tam mit sechzehn Jahren als Handwerkslehrling zu einem feiner Schaffenskraft gerade als Porträtmaler; er prüfte, ihn, der gezeigt hatte, daß er Bedeutendes leisten ihn, der die Kraft in sich spürte, hochMünchener Malermeister. Dort foftete er die ganze Mifère er zweifelte, er kämpfte mit sich und flüchtete aus der ent- fonnte, nervenden Luft der Berliner Salons, um in stiller Zurück fliegende Pläne zu verwirklichen. Er beherrscht die gezogenheit die Kunst des Grabstichels und der Radirnadel, Technik der Malerei, er handhabt meisterhaft den Grabfür die er mit Recht sich befähigt glaubte, zu erlernen. Er stichel und er erkennt, daß er auch und zwar vor Alleni dazu berufen ist, den spröden Stoff des Marmors zu bewurde in der That ein ausgezeichneter Radirer. sel art 38-7 Karl Stauffer Bern. Sein Leben. Seine Briefe. Seine Gedichte. Dargestellt von Otto Brahm. Nebst einem Selbstporträt des Künstlers und einem Brief von Gustav Freytag. Stuttgart. G. J. Göschen'sche Verlagshandlung. 1892. 80, Vif und 340 SS. Geheftet 4,80, gebunden 6 M. Man muß Stauffer's Briefe, die sein Biograph mit leben. theilt, lesen, um den erschütternden Kampf richtig zu be Stauffer, und das ist sein Schicksal, gehört nach seiner " Die Freuden des tmzuges haben alle die Miether kennen gelernt, welche zum jetzigen 1. Oftober in dem neu erbauten Hause Huffitenstr. 58/59 gemiethet hatten. Der Eigenthümer des Hauses ist der Tischlermeister Walter, Thurmstr. 43( Moabit). Das Haus in der Huffitenstraße ist natürlich eine Miethsfaserne, so daß am Ersten etwa 50 Parteien einziehen wollten. Das war aber leichter gedacht, wie gethan. Am Morgen nämlich wurden Schuhleute vor das Haus, postirt mit der Weisung, keinen der Miether hinein zu lassen, da die polizeiliche Abnahme noch nicht erfolgt sei. Es dauerte nur wenige Stunden und schon lagen 30 Familien mit ihrem Hab und Gut buchstäblich auf der Straße. Von früh 8 Uhr an tam immer ein Möbelwagen nach dem andern angefahren und es blieb nichts anderes übrig, als die Möbel vorläufig auf der Straße abzuladen. Die Schuleute hielten treue Wacht, selbst das kleinste Kind darf nicht in die Wohnung. Gegen Mittag standen die Möbel fast bis zur Höhe der ersten Etage aufgestapelt, da kam endlich die Erlaubniß, die Sachen bis auf weiteres auf die nebenan gelegenen Baustellen transportiren zu dürfen, weil die Straße für den Verkehr frei bleiben muß. Zum Glück regnete es nicht, so wären die Sachen zum Theil noch durch die Nässe ruinirt worden. Endlich um 53/4 Uhr Abends wurde das Haus von der Polizei frei gegeben. Die Erlaubniß zum Beziehen war eingetroffen. Wenn ein Unterbeamter auszieht, so foster's tausend Laufe- I genommen. Dadurch aber, daß die Verheiratheten ihre Familien| 20jährigen Thätigkeit diese Bedingung in den meisten Bankier reien und gute Worte, ehe er hierzu ein paar Stunden Urlaub außerhalb Spandaus wohnen haben, haben sich so viele Un- geschäften vorgefunden hat. Rechtsanwalt Dr. Friedmann: erhält. Allein kann er aber den Umzug auch nicht bewerkstelligen, suträglichkeiten herausgebildet, daß ich mich gezwungen sehe, nur Es ist hier einmal zur Sprache gekommen, daß der Angeklagte er muß sich Leute hierzu halten und die muß er bezahlen, es hier( in Spandau) wohnende Leute anzunehmen. Zur Zeit habe auf einen bestimmten Kunden um dessentwillen nicht hätte mag ihm schwer fallen oder nicht. Und daß es ihm nicht leicht ich 3 verheirathete Arbeiter in der Fabrik." traciren dürfen, weil es sich nur um Differenzen handelte. Ist wird, dafür ist ja bei dem knappen Gehalt bestens gesorgt. Wenn es dem Zeugen je vorgekommen, daß in dem Löwy'schen Ge im Reichstage Herr von Stephan den Volks" vertretern lange Eine eigenartige Klage wird demnächst das Gericht beschäft irgend ein Kunde den Einwand des Differenzgeschäfts Zahlenreihen vorrechnet, aus welchen zu ersehen ist, wieviel schäftigen. Am 15. August d. J. verschwand aus der Wohnung erhoben hat?- 3 euge: Als das Geschäft im Gange war, ist Ueberschüsse er wieder dem Reichsfäckel zugeführt hat, dann sind der Eigenthümerin des Hauses Andreassir. 17, Wittwe Läste, ein solcher Einwand niemals erhoben worden. Erst als der die Abgeordneten der bürgerlichen Parteien überglücklich. die achtzehn Jahre alte Gesellschafterin Luise Schuhknecht aus Konturs ausbrach, famen alle möglichen Leute und machten den Höchstens, daß der eine oder der andere unterthänigst um ein Mey, nachdem sie nicht unbedeutende Diebstähle verübt hatte. Einwand des Differenzspiels, weil sie die Gelegenheit für günstig neues Postgebäude für die Hauptstadt seines Wahlkreises bittet, Sechs Tage später wurde ihre Leiche zusammen mit derjenigen hielten, sich von ihrer Zahlungspflicht zu befreien. Der Zeuge das ist aber auch alles. des jungen Mechanifers Hermann Marin, mit dem die Schuh- hat, wie durch weiteres Befragen festgestellt wird, sich im Aufs fnecht ein heimliches Liebesverhältniß unterhalten hatte, im trage mehrerer Hauptgläubiger bemüht, eine Lipuidation durchWannsee durch Fischer aufgefunden. Bei der Leiche des jungen zuführen. Die Sache ging auch sehr gut, bis plöblich ein Mädchens waren noch einundzwanzig Mark vorhanden, die es Gläubiger den Antrag auf Konturseröffnung stellte, in der furz vor dem Entlaufen der Frau Läste angeblich entwendet irrthümlichen Meinung, daß er diesen Antrag jeden Augenblic hatte. Diese Summe wurde der Bestohlenen behördlicherseits zurückziehen könnte. Noch am Tage nach der Ver nicht ausgehändigt, vielmehr zur Bestreitung der Beerdigungshaftung find größere Geldposten für die Firma des foften verwendet. Frau Läske glaubt einen Anspruch auf das Angeklagten eingetroffen, Don denen der Beuge mit Geld zu haben und hat bereits Schritte gethan, um die Heraus Genehmigung des Untersuchungsrichters auch einen Posten gabe im Wege der Klage zu erzwingen. Es dürfte ihr indessen zurückbehalten hat.- Rechtsanwalt Dr. Friedmann beruft schwerfallen, den Nachweis zu führen, daß ihr das Geld ent- fich auf das Zeugniß dieses Zeugen, daß, abgesehen vielleicht von wendet worden ist und daß die aufgefundene Summe die ge- den ganz großen Häusern, kaum ein Bankier zu finden sein stohlene ist. dürfte, welcher nicht an der Bedingung festhielte, daß die über Zu dem Morde auf dem Spandauer Berg wird be- sandten Effekten mit den eigenen Beständen vermischt werden richtet, daß jener Mann, der mit der Lowinska auf der hinteren hebt hervor, daß die gegentheilige Aeußerung des einen Börsendürfen. Der Zeuge bestätigt dies. Rechtsanwalt Friedmann Plattform der Pferde- Eisenbahn gestanden hat, ein Kaufmann hebt hervor, daß die gegentheilige Aeußerung des einen Börsen aus Aachen, nicht mehr als der That verdächtig angesehen wird. Sachverständigen inzwischen in allen Börsenkreisen lebhaftes Aussehen und Befremden hervorgerufen hat. Der Börsen- SachDagegen hat ein Zeuge sich gemeldet, der einen verdächtigen verständige Lipmann bestätigt seinerseits nochmals, daß die frag Mann an der Pferde- Eisenbahn auf dem Spandauer Berg gesehen verständige Lipmann bestätigt seinerseits nochmals, daß die frag haben will und diesen genau beschrieben hat. Deffentliche Be- liche Bestimmung bei vielen Bankiers vorkommt und auch die großen Häuser immer mehr zu der Erkenntniß kommen, daß auch sie diese kanntmachungen stehen auch über diesen Punkt bevor. Bestimmung und ihre Geschäftsbedingungen aufnehmen müssen. Polizeibericht. Am 4. d. M. Vormittags fiel ein Arbeiter Der Beuge Karl Jahn, ein 22 Jahre alter junger Mann, vor dem Hause Yorkstraße 49 von einem in der Fahrt befind- welcher bis dahin in einem Eisenwaarengeschäft thätig war, ist Es war durchaus nicht ausgeschlossen, daß sich das Ertheilen lichen Stohlenwagen und erlitt hierbei so bedeutende Verlegungen durch seinen Vetter von Arnauld in die von Konrath geleitete derselben noch länger hinziehen konnte, was hätten die Aus- des Rückgrats, daß er nach dem Elisabeth- Krankenhause gebracht Filiale gekommen und hat dort die Schmierkaffe und die kleine gesperrten dann anfangen follen? Kluge Leute sind mit einem werden mußte. An der Ecke der Gneisenau- und Solmsstraße Kaffe geführt. Er erzählt, daß es ihm bei der Gesellschaft" gat guten Rath fofort bei der Hand: ganz einfach auf Rosten des fand ein Busammenstoß zwischen einem Pferdebahnwagen und nicht gefallen hat und daß es ihm schließlich nicht gepast hat, Hausbesitzers andere Wohnungen gemiethet und diesen dann auf einem mit Möbeln beladenen Handwagen statt, wobei der daß man ihm zumuthete, Kouverts zu schreiben. Er erklärt weiter, Bahlung verklagt. Das flingt alles sehr schön, ist aber doch mit Schaffner durch Glassplitter eines herabgefallenen Küchenspindes daß er nach der Verhaftung des Angeklagten den Beugen Konrath Vor dem Hause einmal auf der Straße getroffen und derselbe habe ihn ansprechen großen Schwierigkeiten und noch größeren Kosten verknüpft und an der Hand bedeutend verletzt wurde. es ist nicht Jedermanns Sache, die letzteren tragen zu fönnen. Alexandrinenstr. 47 a wurde Nachmittags ein Kandidat der wollen. Als er darauf bemerkt, daß er früher leider mit ihm habe Man kann sich aber vor solchen peinlichen Zwischenfällen ganz Theologie von einem Geschäftswagen überfahren und erlitt hier verkehren müssen, jetzt aber dafür danke, habe ihm Konrath bei eine Verlegung am Kopfe. Im Landwehrkanal, zwischen die Beleidigung Rohjunge" an den Kopf geworfen. Der Beuge leicht selbst schützen, indem man eine Wohnung erst dann miethet, wenn der Wirth den polizeilichen Abnahme- Rottbuser- und Admiralbrücke, wurde die Leiche eines Drechsler- foll über einige bedenkliche Wahrnehmungen, die er persönlich ge Seine diesbezüglichen Bekundungen Lehrlings angeschwemmt. Lehrlings angeschwemmt. Abends wurde ein Arbeiter in seiner macht, Auskunft geben. schein vorlegen kann. Dieser wird zwar mit einer Hand voll Wohnung in der Fehrbellinerstraße erhängt gefunden. In der bringen aber absolut nichts neues. Er behauptet, daß Konrath Versicherungen, daß bis zum Umzugstage die Erlaubniß ganz bestimmt vorhanden sein werde, nicht sparsam umgehen, aber Belle einer Badeanstalt wurde ein Restaurateur vom Herzschlage von Berliner Börsengeschäften nichts verstehe, es ist ihm auf solche Versicherungen sind, wie das Erempel lehrt, billig wie getroffen und verstarb bald darauf. Am 4. d. M. fanden fünf gefallen, daß die der Filiale zufließenden Effekten immer sehr fleine Feuer statt. schnell nach der Zentrale übergeführt wurden und die Kaffe bat Brombeeren. Es werden sich freilich immer wieder Leute finden, einmal um 4000 M. nicht gestimmt. Er hat seinen Vetter von Arnauld die auf die Geschichte hineinfallen, denn die Zahl derer, die nie schließlich vor Löwy gewarnt, ist dann aber veranlaßt worden, alle werden, ist eben leider noch zu groß. Eine radikale BeLöwy deswegen Abbitte zu leisten. Leider habe ich mich soiveit feitigung wäre erst dann möglich, wenn sich die Polizei ins erniedrigt," so schließt der Zeuge seine Befundung.-Recht Mittel legte und das Vermiethen eines Neubaues erst dann Anwalt Dr. Friedmann, welcher bezweifelt, daß der aus der gestattete, wenn die Abnahme desselben erfolgt ist. Das wird aber so bald nicht geschehen und deshalb ist es nothwendig, daß Eisenbranche kommende junge Mann das genügende Urtheil über die Verhältnisse eines Bantgeschäfts habe, erklärt, daß die Ver sich die Miether selbst schützen, indem sie beim Miethen in einem theidigung zu dieser ganzen Aussage nichts zu bemerken habe. Neubau stets die Vorlage des polizeilichen Abnahmefcheines ver Langen. Ist ein solcher nicht vorhanden, dann soll man das Miethen der Wohnung lieber bleiben lassen. Gerichts- Beifung. Prozek Hugo Löwy. VI. Die noch restirende Beweisaufnahme, welche heute fortgefeßt Dem Verdienst seine Kroue. Die Bolts- Zeitung" wird, dreht sich vorzugsweise um den allgemeinen Theil der Anflage, um die Geschäftspraxis des Angeklagten zc. Der frühere schreibt: Der Gefreite Lück, dessen Schießaffäre in der Wrangel- Korrespondent des Löwy'schen Geschäfts, klintsch, giebt zu, straße seiner Zeit so viel von sich reden machte, ist jetzt nach daß mehrfach die Erledigung eingegangener Aufträge sich veraweijähriger Dienstzeit entlassen worden. " Beuge Bernick, Leiter der Filiale an der Neuen Prome nade, giebt Auskunft über Reisen, die er noch kurz vor dem Zu sammenbruche unternommen hat, um Geld anzuschaffen. Es wird sodann der Kriminalkommissarius 28olff über die Vorgänge bei der Verhaftung des Angeklagten vernommen. Derselbe bezeugt, daß die Kriminalpolizei den Angeklagten schon feit dem Jahre 1888 infolge einiger Mittheilungen aus Wien zögerte und von Kunden deshalb gemahnt werden mußte. Der im Auge gehabt habe. Im Oktober und November 1891 feien Aus dem Krankenhause Moabit. Eingeliefert in das Beuge hat aber darin niemals etwas Auffälliges gefunden, da verschiedene Anzeigen gegen den Angeklagten eingelaufen, welche Strantenhaus Wloabit find in ben legten 24 Stunden sieben Berhäufig die allgemeinen Börsenverhältniffe eine Gifeftuirung der polizeiliche Feftitellungen verursachten, Löwn habe aber immer Eine opulente Lebenshaltung des An- wieder ein Loch gefunden, durch welches er entschlüpfte. Auf fonen, hierunter zwei gestern von Hamburg angefomniene Aufträge verzögerte. Reifende zur Beobachtung, bei den übrigen fünf Personen hat geklagten hat der Zeuge niemals bemerkt, fich im Gegentheil Grund der im November vorliegenden neuen Anzeigen, nament lich des Seiffert, habe er, der Kommissar, geglaubt, zur Fest fich bereits deren Cholera- Unverdächtigkeit herausgestellt. Ent- häufig über dessen Anspruchslosigkeit gewundert. Kaufmann Schönlant, ehemaliger Leiter der Filiale nahme des Angeklagten schreiten zu können. Löwy sei nicht lafsen wurden gestern morgen 14 Personen, unter denen sich die drei Schiffer Dannenberg( Water), Michaelis und Gladow be Potsdamerstraße, bestätigt dem Angeklagten, daß er im Auftrage sichtbar geworden und schließlich ist derselbe verhaftet worden. fanden. Es befinden sich in dem Krantenhause jetzt nur noch desselben eine Hypothek von 40 000 m., welche auf dem Hause Was der Zeuge über die bei der Verhaftung vorgekommenen brei Cholerakrante und zwar Kutscher Meinte, die Schiffersfrau des Angeklagten in der Markgrafenstraße stand und durch die Einzelheiten bekundet, bleibt am Berichterstattertische leider völlig Orthmann und die Handelsfrau Babersti. Der Gesammtbestand nachträgliche Subhastation werthlos geworden ist, noch turz vor unverständlich. Der Angeklagte verwahrt sich mit großer Leb der Verhaftung des Angeklagten lombardiren sollte. Das Geld haftigkeit gegen die Richtigkeit dieser Darstellung. Er habe beträgt 42 Personen. war auch in ganz sichere Aussicht gestellt, die Unterhandlungen tinerlei böjes Gewissen gehabt, sei auch nicht unsichtbar gewesen, waren aber schließlich ohne Resultat, weil Löwy plöglich ver- sondern hätte am ganzen 25. November in seinem Romtoir ge haftet und sein Geschäft geschlossen wurde. Bei Lombard funden werden können. Er habe von Waldenburg aus bei Herrn geschäften hat der Zeuge, wie er befundet, den Leuten immer zu- v. Arnault telegraphisch angefragt, ob die Sache mit dem Kom nächst mündlich auseinandergesetzt, welche Rechte und Pflichten missar Wolff preffant fei und er zu einem bestimmten Termin beiden Theilen aus dem Geschäft erwuchsen und ihnen dann zu kommen müsse. Herr v. Arnault habe dieses telegraphisch ver meist die Geschäftsbedingungen zur Durchlesung noch mit nach neint und deshalb habe er seine Rückkehr um einige Tage auf Hause gegeben. Dies ist namentlich stets bei allen den Leuten geschoben. Zeuge v. Arnault bestätigt dies. der Fall gewesen, welche mit der vom Zeugen geleiteten Filiale in Kontokorrent- Berkehr treten wollten. Die Bedingung, daß der Bankier über die ihm eingesandten Effekten frei zu verfügen befugt ist, hält der Zeuge nicht für bedenklich, da er in seiner Der Malzmeister S. Proskauer in der Spandauer Malzfabrit( Emil Bleßner) theilt uns mit, daß er allerdings dem Prinzip huldige, verheirathete Leute nicht zu beschäftigen, das gefchehe aber nur dann, wenn dieselben außerhalb Spandaus wohnten. Diesen letzten Zusah habe er vergessen, der Postkarte zuzufügen, die er an einen Arbeitsuchenden gerichtet habe. Dieser sei also nur deshalb nicht angenommen worden, weil seine Familie nicht in Spandau selbst wohnte. Der Malzmeister motivirt sein Vorgehen wie folgt:" Bisher habe ich ohne Rücksicht auf den Familienstand jeden durch den„ Arbeitsnachweis der Berliner Brauergesellen", Krausenstr. 42/43, mir zugeschickten Brauer auf3112 Da auf die Vernehmung weiterer Bengen allfeitig verzichtet wird, wird die Beweisaufnahme geschlossen. Der Staatsanwalt befragt den Angeklagten: ob er in Wien nicht schon mit dem 20. Lebensjahre für großjährig erklärt worden a je D fu ra fä 2 ge ma 10 G di fo h ft e 8 8 IE It 11 b C g al in g 31 fi Q be S fin be 2 fü V ſc do de fä 2 ge 111 Ca 11L P ge Li in Da We ra id 100 Un ſtel Br zu ganzen Individualität, durch die Vielseitigkeit seiner An- Mannes die Verstimmungen und schwarzen Humore, da selbstsüchtig- eitle Großbürgerin vom Scheitel bis zur Behe, die lagen, durch die Gewalt seiner Leidenschaften, in jene sonnigen rufen nach anderthalbjähriger Trennung ihn seine Freunde ihrem Geliebten brutal den Laufpaß schrieb. Kunsthändler Zeiten der Renaissance, da ein Mann Bildhauer, Maler, heim nach Zürich. Und nun folgt Schlag auf Schlag die beantworten seine Angebote nicht mehr. Als er bei Baumeister und Kunstschriftsteller in einer Person war Ratastrophe. Eine seltsame Rolle spielt von Anfang an einer Ronkurrenz für das Bubenberg- Denkmal in Bern sich und frei sich entfalten fonnte. Oder er gehört in eine Periode, der Gatte. Er ist damit einverstanden, daß das Welti'sche betheiligt, wird der Termin plößlich hinausgeschoben, und die erst kommen muß. In eine Periode die Besitzthum verkauft wird, er und seine Frau siedeln mit es kommt zu feiner Entscheiding. In Bern, wo ein Gut das Talent ungehemmt Blüthe bringt und Stauffer nach Florenz über. Der Wahnsinn Stauffer's achten des berühmten Bildhauers Hildebrand, das Stauffer fein reifen läßt, hellen Flammen Thun eine Existenz verschaffen sollte, der Regierung vorgelegt ohne daß auf, es, gebunden durch wirth loht jetzt in Treiben ist das eines schaftliche Hörigkeit, einer herrschenden Klasse Frohndienste und Irren. Abenteuer- wurde, erklärt man, nichts thun zu können. Der Boykott war vollkommen. Stauffer, nachdem er leiften muß. So aber schürzt sich für Stauffer der tragische liche Pläne, einer verrückter als der andere, werden Knoten seines Lebens: indem er strebt, sich zu emanzipiren, von ihm entworfen und mit allem Eruft erörtert; sein in bereits früher einen erfolglosen Selbstmordversuch gemacht, verstrickt er sich doppelt in die alte Knechtschaft. Um feinen jener Beit geführtes Tagebuch ist ein vollwichtiges Doku- stirbt am 24. Januar 1891 durch eigene Hand. Frau Idealen tren zu bleiben, muß er das Angebot reicher ment für die Verwirrung seiner Sinne. Frau Lydia, die Welti- Escher, von später Reue gepackt, folgt ihm etliche Gönner, die ihm die Mittel zu sorgenloser Arbeit bieten, nervöse, exzentrische, erblich belastete und durch Chloral Monate nachher freiwillig in den Tod. So zerraun Stauffer's Leben und Dichten. Was er ge annehmen. Der Sohn des Echweizer Bundesraths Welti, zerrüttete Weltbame wird sein. Sie geht, während der verheirathet mit der Tochter des Gotthardtunnel- Erbauers Gatte in Geschäften nach Zürich reist, mit dem von Ver- schaffen und was er versprochen, ließ noch Fruchtbringendes und Großes erwarten. Ein düsteres Verhängniß walte Escher, weiland des liberalen Gewalthabers von Zürich, folgungswahn gehetzten Stauffer nach Rom. lädt den jungen Landsmann, Künstler und Schulfreund auf Ter Ehemann ist nicht umsonst der Sohn des über den Dichtern und Künstlern der Schweiz. Der Lyrike seinen Herrensik am Büricher See. 1888 tann Stauffer schweizerischen Bundesraths Welti. Giebt es keine diplo Leuthold stirbt in der Heilanstalt Burghölzli. Gottfried nach Nom gehen, um sich als Bildhauer auszubilden; ein matische Kabinetjustiz, um die ramponirte großbürgerliche Reller endet, ein hirukranker Mann. Konrad Ferdinand Vertrag, wonach er seine Schöpfungen der Familie Welti Reputation zu flicken? Herr Bavier, der schweizerische Meyer ist im Irrenhause. Arnold Böcklin, der größte Der geistes- deutsche Maler der Jeztzeit, wie Keller und Meyer ihr zu überlassen hat, verbürgt ihm eine sichere Existenz. So Gesandte in Rom, spielt den Vermittler. günstig dieser Zustand landläufiger Auffassung erscheinen franke Stauffer wird Mitte November 1889 fraft eines besten Posten sind, ist vielleicht für immer durch böse mag, so sehr sich Stauffer, dem der Kopf voll bürgerlicher Rechtsbruchs in einen römischen Kerker gesperrt. Frau Lähmung in die Krankenstube gebannt. Und auch Stauffer ste In Haft wirft eine geistige Erkrankung auf den Grund. Borurtheile und aus dem Pfarrhaus mitgebrachter dogmatischer Welti wandert in ein römisches Irrenhaus. Nicht blos für den Künstler ist die kleine litterarisch Schrullen steckte, darüber freute, der Sachverhalt ist einfach der, wegen einer lächerlichen unbegründeten Anklage, wird daß ein genialer Künstler, um sich ausleben zu können, auf Stauffer unter einer neuen unerhörten und nichtigen Aus Hinterlassenschaft Stauffer's, Briefe und Gedichte, von Begu die schwankende Gunst eines bürgerlichen Mäcen's an schuldigung( Bergewaltigung, einer Geisteskranken, der deutung. Reich an Anregungen, an genialen Lichtblicken gewiesen ist. Frau Lydia Welti nimmt lebhaften Antheil Fran Lydia Welti) in ein florentinisches Gefängniß sind diese Briefe die intime Beichte eines großveranlagter fo Die kräftige Persönlichkeit eines aufwärts er an Stauffer, sie bleiben im regen brieflichen Verkehr, und und von dort, nachdem Verwandte und Freunde für ihn Talents. die Freundschaft zwischen Beiden wird allmälig zur eingetreten, in das Irrenhaus von Florenz gebracht, aus Strebenden fesselt jeden Leser dieser offenherzigen Beton leidenschaftlichen Neigung. Stauffer, der im Vertrauen auf dem er Mitte März 1890, geistig und leiblich ein gebrochener Cenntnisse. Seine Gedichte bekunden eine nicht gewöhnliche seine eiserne Natur rastlos sich abmüht, um ein Wert seines Wlann, als geheilt" entlassen wurde. Die gegen ihn er- poetische Kraft, einzelne im Voltston gehaltene sind von ble Meißels zu schaffen, reibt sich beinahe auf in dieser Arbeit hobenen Auflagen mußten als hinfällig niedergeschlagen überraschender Schönheit. Schweres Unrecht ist Stauffer geschehen, häßliche Nach seg ohne Muße. Ter gefährliche römische Sommer treibt ihn werden. nicht aus seiner Werkstatt, seine Nerven werden mehr Die gute Gesellschaft", verheuchelt wie stets, und in rede hat sich an sein Andenken geheftet, und pharisäis und mehr zerrüttet; in seinem Sirn bohrt das Leiden, das allervege bereit, öffentlich die Einrichtungen zu verleugnen, flopft der Spießbürger an seine Brust. Der Schweize fein im geistigen Sied thum gestorbener Vater ihm als die einen Grundpfeiler ihres Daseins bilden, verhängte über Bundesrath hat die Pflicht, sich von dem unerhörten Makel böse Erbschaft hinterlassen hat. den Frevler die Acht und Aberacht. Die Frau, die Stauffer's den der Fall Stauffer ihm angeheftet, zu reinigen, wenn er e Kaum noch bändigt die eherne Willenskraft dieses unglückseliges Geschick mit heraufbeschworen, war die Erste, vermag. Von dem Makel, daß er einen schuldlosen Schweize au Tö fott B D 2 fe G war. und raffen, Der Angeklagte giebt zu, daß er noch nicht 20 Jahre alt| Nächsten Haus oder Alles was sein ist!" Gegen dieses Gesetz auch das Leffing- Theater für Borstellungen der Freien Boltsbühne Auf eine weitere Frage des Staatsanwalts bestreitet der hat sich Angeklagte, daß über ihn als Firma in Wien der Konkurs er denn der Angeklagte in arger Weise verfündigt. gewonnen werden solle, sowie die mangelhafte Buchführung öffnet worden sei. Er fei fchon lange aus Wien fort gewesen, nehmen er hat nur darauf gefonnen, an fich zu feitens des früheren Kassirers Wildberger, andererseits die er erlangen Behauptung Dr. Wille's, durch Türk seien politische Tendenzen ats aus einem ihn als Privatperson angehenden Wechſel in Wien tönnte, ganz gleichgiltig, ob es sich um das Gelb eines un- in die fünfileriſche und technische Leitung des Vereins zu tragen Sota Staatsanwalt überreicht ein Telegramm des deutschen Kon- bandelte, som har a les egal, el befolgte nur die 2pfung: öffentlichte Gerie von Sprechſaalartikeln und durch das von fundigen Provinzialen oder die Ersparnisse einer armen Wittwe versucht worden, betreffen, sind durch die im Vorwärts" verfulats in Paris, wonach wy dort viermal in Konkurs rathen, wegen Bankerotts und Betruges zu 6 Monaten Gefchleunigst alles zu Gelb gent if eine Bersönlichkeit, Tilgner herausgegebene Flugblatt genügend bekannt. Die von Her den Aktien aus Filialen nach der und Wilhelm Bölsche, Julius Hart und Wilhelm fängniß und am 15. Mai 1889 wegen, abus de confiance zu bem es leicht gelingt, leine Stontrahenten schließlich, sum Gegen gegen 2000 Personen besuchte Versammlung brachte die ob3 Jahren Gefängniß verurtheilt worden seina soll. Der Antheil von dem zu beschlagen, nas, dieselben ursprünglich beab- schwebenden Differenzen zu feiner Erledigung, weshalb eine neue getlagte bestreitet, in Paris jemals in Korurs gerathen oder zu sichtigt hatten; er wußte fie gehörig in Vertrauen einzulullen Generalversammlung einberufen werden soll. Monaten Gefängniß verurtheilt zu fein. Gr sei in contu- und ihnen alles abzunehmen, was sie besaßen, wie die Spinne 2 maciam wegen abus de confiance Treu und Glauben. 2 verspeist, in ihr Net geräth. In einer öffentl. Versammlung für Männer und Frauen, Allgemeiner Arbeiterinnen- Verein, Filiale Norden. Große Versamm tung am Donnerstag, Abends 8 Uhr, Belforterstr. 15 bei Schneider. Bortrag des Fräulein Baader. Barbiere, Friseure und Verrüdtenmacher Sevline. Bersammlung am Donnerstag, den 6. Oftober, Abends 10 Uhr, Rosenthalerstr. 38. Ruderverein Vorwärts" Sigung am Donnerstag, Abends 8 Uhr, bei Bodenburg, Kommandantenstr. 10-11. Bortrag des Herrn Wt. Thiele über Waffersport. Donnerstag, Abends 9 uhr, bet Möwes, Böchſtr. 8. Gefangverein Proletariat"( Gemischter Chor). Uebungsstunde jeben Geselliger Klub der alten Moabiter. Sizung am Donnerstag, Abends Uhr, bet Sittto, Stephanftr. 23. Berliner Turngenossenschaft. Die erfte Lehrlingsabtheilung turnt Montag und Donnerstag von 8-10% Uhr im Lessing- Gymnasium, Pantſtr. 9. Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag Abends 8%-10% Uhr: SüdSchule: Sagelsbergerite. 43: interricht in Deutsch( oberes), Logit; it boitSchule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Geschichte( mittel); Dit= saule, Marfusfir. 31: Unterricht in Physiologie; Nord- Schule, Müllerstraße 179a; Unterricht in Chemte. In alle Fächer tönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jezt, im Laufe des Semesters, eintreten. Lese- u. Diskutirhlubs. Bonnerstag. Dießgen, Abends 8 Uhr bei dröber, wieſenſtr. 39. Neue Zeit, Abends 8 Uhr, Boyenstr. 40, bet erwegh, Abends 8½ Uhr, Reichenbergerstraße 54, Ede Laufizerſtraße, bei Sayer.- Uus. Gelb, Donnerſtag bei Zubell, Naunynstraße 86, bends weg Treptow. Emanzipation, Abends 8% Uhr bei Spät, Weinstr. 28 9 Uhr. 1 -St. Urba 11, い Hasenclever, Abends 8 Uhr, Restaurant Bischof, BaumschulenDistutirklub der Hausdiener, Abends 9 Uhr bei Sommer, Grünftr. 21: Sigung. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Donnerstag. Uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. Annenftr. 9, bet Broß.- ornblume, Blumenjir. 64, bei Wuttle.- Fri Brezelschluß, Annenſtr. 16, lingsluft, Flottwellstr. 5, bet Bartel. b. Steiner.- eiße Rose, Reinickendorf, Reinickendorferstr. 25, b. Scheffler. Dorf= Morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerstr. 9, bei Friefecte. c02, tödtein, Wilmersdorf, Berliner- u. Augufiftr.- Ecke bei Schulz. Alte Schönhauferstr. 42, bei Reimann. Ginigteit,( Sutmacher), Pappel allee 3-4, bet Straufe. 8utunft 1, Stegliz, Kurhaus Friedenau. Sarmonie, Tempelhof, Dorfstr. 10, bet Gerth. Beilchen blau, kottbufer Damm só, bet jatob. Butunit 2, Nied.- Schönhausen, Buchholzerftr. bet Hempel.- Ostpreußischer Männer- Gefangverein, Holzmarttstr. 8 - Borax, bet Deter.- Edelweiß, Melchiorstraße 15, bet Stehmann. Matglöckchen 2, Süd- Ost, Ginigteit 2, Groß LichterReichenbergerstraße 16 bei Bagold. felde, Amalienstraße, bet Hann. Freie Sänger, Friedenstraße 74, bei Engelhardt. Kreuz8ufunfts, Belten, bei 2. Grunow. berger Garmonte, Sindenfiraße 106, bet oppe. Nordstern, Müllerstr. 7 bei Reichardt. Morgengrauen,( Bäcker), 3 bis 5 Uhr Treue Brüder, Nachmittags, Gipsstraße 3 bei Pyrtec. Ahrendt Siebes fraße 28. Libertee, Gisenbahnstraße 20 bet Siegmund. Liebertafel Echo, Reichenberger- und Forsterstraßen- Ecke, bei Spindler. Vorwärts 9, Charlotten28 est en b, Blumenthalftr. 5 bet Behrendt. burg, Schillerstr. 102 bet Stahl. Gesangverein Freundschaft 1, Brunnenstr. 114 bei Oswald Berliner. Gefangverein Abendroth in Deutſch- Wilmersdorf bet Mölter. Gesangverein der Stuckateure Arbeiter- Gefangverein Berlins und Umgegend, Seydelftr. 30 bet Preußer. Borwärts 2" Gesangverein Spandau Mönchstraße bet Wintler. Schönhauser Allee 28, bet Kuhlmey. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Untgegend. Alle Zuſchriften den Bund betreffend find zu richten an: Mar Gens Berlin N., Belforterstraße 26, 1 Tr. Donnerstag: Gefelliger Verein Frei und Lustig bet Göze, Oranienstraße 158,- Simmer- Schüßengesellschaft Humoristischer Verein Pautenschwengel, Gache Nach dem geltenden frozzofischen Recht spiele fich, die gehend su ben eigenen Sälen er antara berbie am 2. Oftober, in der Berliner Bockbraueret, Lempelhofer die be bort so ab, daß in folchen Fällen einfach in contumaciam Stenbau ben einzelnen Fällen ber Anklage erklärt der Staate Berg, stattfand, hielt Herr Dr. Bernstein einen ſeſſelnden for bichte zuläſſige Stranje extamit wird, daß, dies Urtheil aber caratterien tam, einiger ber 17 Jälle fich als Bortrag über ansteckende Krankheiten, welche reichen Beifall Sofort hinfällia in ranzöfifchen Gerichte stellt. Der französische Massenverwalter habe auderen Fällen müsse Freisprechung erfolgen. Bei der Strafwenn sich der Betreffende persönlich dem fchlagung und 12 Fälle als Betrug. In den fünf fand. Der Versammlung folgte ein gemüthliches Beisammensein. ihm direkt mitgetheilt, daß er feinerlei Anforderungen an ihn abmessung seien wesentlich persönliche Momente zu berüc habe und er nun ruhig nach Paris kommen solle. fichtigen." Der Angeklagte, so etwa schließt der Staatsanwalt, Es folgen hierauf die Plaidoyers.. ist nicht als Gewohnheits- Verbrecher anzusehen, sondern den Staatsanwalt Dr. Benedig: Es ist nicht zu leugnen, deutschen Gerichten gegenüber als homo novus. 3 giebt manche daß der Angeklagte vermöge seiner ganzen Persönlichkeit ein Lebewesen, die selbst, wenn sie von einer Kirchthurmspike gewisses Interesse erregt. Der Angeklagte ist, das läßt sich nicht herabfallen, unten immer wieder auf die Beine kommen. leugnen, ausgerüstet mit ungewöhnlichen Vorzügen an Körper Der Angeklagte gehört auch zu dieser Spezies. Ich hoffe, eine und Geift. Durch die Art, mie er das hier in spätere Verhandlung wird Gelegenheit geben, den Lebenslauf und Frage stehende weit verzweigte Material beherrscht, hat die Schicksale des Angeklagten zu verfolgen selbst bis nach er bewiesen, daß er ein nahezu seltenes Gedächtniß be- Bosnien hinein. Ueberall ist es ihm gelungen, sich aus nichts fizt und sein glänzender, entschiedener Vortrag giebt den Be- herauszuarbeiten und in gewissen Kreisen der Geschäftswelt eine weis einer ihm inne wohnenden ungewöhnlichen rednerischen bedeutende Rolle zu spielen. 230 er gewesen ist, ist er immer Begabung, aber diese ist nicht derartig, daß sein Vortrag be- mit unangenehmem Beigeschmack von dannen gezogen: als er in deutend wirkt, sondern sie ist mehr marktschreierisch und seine Wien abgewirthschaftet, hatte, ging er nach Paris, als er dort theatralische Darstellung schließt immer mit einem Applomb und nicht mehr bleiben konnte, fam er nach Berlin, aber einem Siegesblick ab. Die Beweisaufnahme hat ferner ergeben, ich hoffe, daß ihm auf recht lange Zeit die Möglich daß der Angeklagte mit rastlosem Fleiß und großer Energie von feit genommen werden wird, sein Finanzgenie weiter Gieshott.- Süd- Ost, bei Zoltsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Ede. früh bis spät gearbeitet hat und nüchtern und sparsam ist. Aber zu entfalten. Er dürfte wohl auch kaum einen Blas mehr dafür die Schrſeite der Medaille ist der raftlose Drang des Angeklagten, finden; London dürfte nicht, ber rechte Boden für ihn ein af möglichst viel in seine eigene Tasche hineinzuarbeiten. Er hatte ob er Sehnsucht nach Petersburg mit der Nähe von Sibirien hat, nicht das Verständniß für die ethische Seite eines großen Bedürfte doch zweifelhaft erscheinen. Hervorzuheben ist noch befizes und für, das, was man mit einem großen Besitz für Staat sonders, daß der Angeklagte mit dem, was in der und Familie leisten kann. Er hatte bei seinem Geld- soliden Geschäftswelt Börse" heißt, nichts zu Erwerb lediglich die eigene Tasche im Auge. Der Angeklagte ge- thun hat und die ihm mangelnde Kreditfähigkeit beweist hört zu den Leuten, die überall verstehen, sich aus nichts heraus- fchon, daß die Börse als solche den Angeklagten aus zuarbeiten und die entweder Feldmarschall oder Räuber- Haupt gespien hatte." Indem der Staatsanwalt schließlich noch mann werden. Der Angeklagte hat der letzteren Alternative sich einmal hervorhob wie der Angeflagte auf feinen zugewandt und den alten guten Grundfah:„ Honeste vivere, Generalstab" einen bestimmenden Einfluß ausübte, beantragte er neminem laedere, suum cuique" in jeder Beziehung zu ver- nach dem Grundsaze:" Wem viel gegeben ist, von dem wird auch Lehen. Die Ehre des Handelsstandes wurzelt in dem Begriff von viel gefordert" und unter Berücksichtigung der Thatsache, daß der Der ehrliche Handeltreibende wird stets Angeklagte namentlich im Falle der Wwe. Schucht perfide, infam Rechte, sondern auch schwere Pflichten auferlegt, daß da, wo ihm Gefängniß, 6000 m. Gelbbuße event, noch 400 Licht und Luft gewährt wird, sich durch Bethätigung der kaufmännischen Tage Gefängniß und 5 Jahre Ehrverlust, außer Ghre das Vertrauen von Kunden zu erwerben, er sich zu hüten dem für das nebenherlaufende Steuervergehen eine Strafe in hat, vom Wege der Ehre abzugehen. Die Ehre des Kaufmanns Höhe von 576. liegt aber zunächst äußerlich erkennbar in seiner Buchführung, Rechtsanwalt Dr. Gotthelf behält eine Würdigung des und für die ungenügende Buchführung in feinem Ge persönlichen Theiles der staatsanwaltlichen Ausführungen für schäft ist der Angeklagte verantwortlich. Er war die Seele einen späteren Theil der Vertheidigung vor. Er glaubt, daß in ganzen Geschäfts, ohne sein Wissen fonnte weder keinem Falle dem Angeklagten eine strafbare Handlung nachin der Zentrale noch in seinen Filialen ein Apfel zur Erde gewiesen werden könne, daß es demselben vielmehr durchweg gefallen, seine Angestellten waren seine Werkzeuge, die blindlings fungen sei, den gegen ihn erhobenen Verdacht zu zerstreuen. feinen Instruktionen folgten, er saß in seiner Zentrale Betrug könnte nur dann vorliegen, wenn der Angeklagte, als wie die Spinne im Netz und wartete, was da fommen er die betreffenden Effekten bekam, gewußt hatte, daß er werde, Bur Treue im Geschäftsleben gehört doch auch, daß nicht in der Lage war, dieselben zurückerstatten อิน man sein Benehmen den Kunden gegenüber so eingerichtet, daß tönnen. Der Bertheidiger sucht dann in einer Tän der Geschäftsabschluß mit den Kontrahenten sich auch als mutuus geren rechnerischen Darlegung nachzuweisen, daß der An- Fein Korn bet Klatt, Boechstr. 61. Gefelliger Verein Azalte, Michaelconsensus darstellt. Was die Geschäftsbedingungen des Angeklagte, selbst nach den Grundsägen des vorsichtigsten Kauf- bei Commer, Grallschreiberst 58.- Musikverein Animo, bet Schmidt, getlagten betrifft, so find diefelben, objektiv betrachtet, hals- manns annehmen durfte, daß er vollkommen zahlungsfähig war. Wrangelstraße 141. Theaterverein Grüne Gich e( vor dem Salle'schen abschneiderische, denn sie tnebeln einfach die Kunden, welche sich Schuld des Angeklagten sei es nicht, daß die große Krisis eintrat Thor), bei Raporte, Solmsstr. 1. in die Hände des Bantiers begeben. Es ist ja richtig, daß diese und jene Reit anbrach, in welcher jeder, der Forderungen an fra Geschäftsbedingungen von Tausenden für richtig und zuläßig einen Bankier hatte, nur noch die Hilfe des Staatsanwalts in Gesangverein Alt- Dessau, Abends& Uhr, bet kind, Wrangelfir. 91. gehalten werden, aber die Geschäftsbedingungen allein machen es Anspruch nehmen zu können glaubte. Nichts von alledem, was nicht, der gute Kaufmann muß sich vielmehr auch be- den Angeklagten zur Last gelegt werde, sei erwiesen, ausgenommen mühen, einen mutuus consensus zu erzielen. Der Angeklagte hat den zugegebenen einfachen Bankrott und selbst im Falle fich darum nicht weiter bekümmert, er war zufrieden, wenn die Seiffert, dem der Staatsanwalt als einen der schwersten beahnungslosen Leute das Blankett unterschrieben hatten und er trachte, habe der Angeklagte Strafbares nicht begangen. bestand dann„ auf seinem Schein". Etwas anderes ist es auch, Der Vertheidiger geht alle Fälle durch und sucht den Nachweis ob sich solche Bedingungen in Händen von Heymann, Meyer zu führen, daß noch weit mehr, wie vom Staatsanwalte bean- und Donnerstag Abend von 8-10 Uhr, in der Turnhalle, Pantſtr. 26. Sohn und anderen Leuten befinden, welche sich bewußt sind, daß tragt ist, ausscheiden müsse. Man müsse dem Angeklagten ein- Geselliger Verein Freiheit, Abends 9 Uhr, bet Thierbach, Schwedter fie ihren Kontrahenten Treue bewähren, oder aber in der Hand räumen, daß er mit beispiellofem Fleiße gearbeitet habe, wenn G. Bros. Verein ehemaliger 22. Gemeindeschüler, punft des Angeklagten, der den Leuten in der Provinz durch seine es ihm nicht geglückt sei, die höchste Staffel zu erreichen, so fei suhr, bet Schröder, Stegligerfir. 18. Pfropfenverein Webbing, Abends Annoncen vorspiegelte, daß er die Börsengeschäfte am billigsten dies zum Theil wohl auf den Umstand zurückzuführen, daß die subt, bet Selterhoff intonir. 5. Freundschaft, Abends 9 uhr, mache und dieselben dadurch zu sich heranzog.. Vergnügungs- Verein Renata jeben Ueber den einfachen rauhe Hand des Staatsanwalts ihn plöhlich daran hinderte. Die Donnerstag 9 Uhr Abends im Restaurant Gös, Drantenſtr. 153.- BitherBanfrott etwas zu sagen, erübrigt sich, es ist aber auch überflüssig. Beweisaufnahme habe doch wohl faum in einem Un- lub Gleichheit, jeden Donnerstag Abend 9 Uhr, bei Hohn, Bionstircheinen Strajantrag nach dieser Richtung zu stellen, denn ich halte befangenen die Ueberzeugung eriveden können, daß der play 11a. für erwiesen, daß sich der Angeklagte sogar des betrüge Angeflagte von Rauchflub Kollegia, Abends 9 Uhr, in Bernhardt's Deftillation, Dorne herein die Absicht gehabt habe, Staligerstr. 41.- Rauchflub Waldesgrün, Abends 8% Uhr, Restauran tischen Banterotts schuldig gemacht hat, flage ihn an, feine Gläubiger zu benachtheiligen. Ver- St. Kahlert, Reichenbergerstr. 113a.- Rauchflub Ohnesorge, Abends 9 Uhr Vermögen sstücke von über 90 000 W. in der Abficht beiseite gehalten, seine ganze Lebensweise spreche dagegen. Wenn der in Mogge's Bierbaus, Roblenufer a Rauchflub Kernspige, Abends 8½ Uhr, bei A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Rauchflub Arcona, Abends schafft zu haben, seine Gläubiger zu benachtheiligen und beantrage, Angeklagte der Ansicht war, daß er etwas Strafbares begangen, sur, bei Siementinét, Reichenbergerſtr. 71.- Rauchtlub Arabi pafcha, daß sich der Gerichtshof als unzuständig erklärt und die Sache fo würde er doch sicher seine Bücher so geführt haben, daß man abends 9 Uhr, bet Berndt, Perlebergerſtr. 17. Klub Ohne streit, jeben dem Schwurgericht überweist. Du sollst nicht begehren Deines ihm in dieser Beziehung keinen Vorwurf machen konnte. Der Donnerstag Abend 9 Uhr im Restaurant Böhmer, Brizerstr. 82. Süd- West, Abends 9 Uhr, Simeonstr. 23 bet lid. Theaterverein MatAngeklagte sei ein Opfer der unglücklichen Börsenverhältnisse Bürger, der als hilfloser Geisteskranker seines Schutzes be- geworden, die im vorigen Jahre Play griffen, eine betrügerische be- bsicht durft hätte, mit Hilfe der italienischen Regierung ins Ge- Absicht sei ihm nicht nachgewiesen. Der Vertheidiger schloß mit dem Ausdrucke der Hoffnung, daß der Gerichtshof sich diesen fängniß werfen ließ, weil Stauffer dem Patriziergeschlecht Ausführungen anschließen werde. Des # Mufitverein Dftris, bei Stoll, AdalbertGelona, Turn- und gefellia Vereine, anmerkaa. MännerGesangsabtheilung bes fozialdemokratischen Arbettervereins für weten fee und Umgegend. Donnerstags und proiienne, Abends 9 Uhr bei Fausimann, Reichenbergerstr. 78a. Sonnabends Abends bet Müller( Pfeifenmüller), Königs Chauffee. Männer Gefangveretn Musikverein Frisch auf, Annenstr. 14, bet Ehrenberg. Privat- Theaterverein Fideler Geist 2", Abends 9 Uhr, im Märkischen Hof, Admiralstr. 18. Turnverein Gesundbrunnen( Lehrlings- Abtheilung) turnt Montag 44. Geselliger Klub Blau Veilchen, Abends 9 Uhr, Annenftr. 9 bei bet Busse, Schönhauser Allee 46. 1 glöd chen, Englischer Hof, Neue Roßstr. 3. Rauchtlub Statflub Tournee, Abends 8% Uhr, bei Ullrich, Wrangelfir. 84.- Stat tub üdro arts, Abends z uhr bei Arnor Paulſadenſtr. 47. Vermischtes. Salle a. S., 4. Oktober. Auf dem Rittergut Ehdorf bei Welti, dessen Haupt damals im Bundesrath saß, lästig" Der Präsident erklärt, daß er die Fortsehung der Vertheidigevorden war. Das ist die Politit der lettres de cachet, gung die Rechtsanwälte Dr. Friedmann und Goldstein haben und ist es nicht die Bastille, so sind es die römischen noch zu plädiren der vorgerückten Zeit wegen bis morgen Carceri nuovi in der Via Julia. Nußeffekt und Nutz- vertagen müsse und schließt die Verhandlung um 4 Uhr. anwendung bleiben dieselben. Die Schweizer Presse erörtert Unter der Anklage der fahrlässigen Tödtung stand augenblicklich auf das lebhafteste das Für und Wider, und gestern der Handelsmann August Burmann vor der dritten Teuschenthal richtete der Dienstknecht Bamasch aus Eifersucht mit rühmlicher Energie heischt allen voran die Züricher Straftammer des Landgerichts I. Der Angeklagte war geständig gegen die Köchin Becker wegen des von dieser gelösten LiebesPost", nachdem sie rücksichtslos die Sonde in die Wunde und höchst zerknirscht über das von ihm angerichtete Unglück. verhältnisses vier Revolverschüsse auf den Kopf und den Hals gesenkt, daß über den Rechtshandel Stauffer vollkommenes In der Nacht zum 6. Juli hätten er und sein Kutscher ununter der Becker, den fünften gegen die eigene Stirn. Der Thäter Licht verbreitet werde. Denn die inhaltslose Erklärung des brochen in der Zentral- Markthalle thätig sein müssen. Erst gegen schwebt in Lebensgefahr, das Mädchen ist weniger gefährlich verBundesraths, worin Herr Bavier in Nom den Herren Mittag des folgenden Tages hätten sie nach Hause fahren können. wundet. in Bundesstadt, Beide hatten mit Müdigkeit zu kämpfen. Dazu sei die Hitze un- Prinz Pedro von Koburg in Wien, Enkel des verstorund die Herren in Bundesstadt erträglich gewesen. Schon in der Königstraße waren dem Kutscher benen Kaisers Dom Pedro von Brasilien und ältester Sohn des Herrn Bavier in Rom gegenseitig bescheinigen, die Augen zugefallen. Der Angeklagte hatte ihm die Bügel aus Prinzen August von Sachsen- Koburg und Gotha, ist wahnsinnig daß sie ehrenwerthe Männer seien, ist das Bapier nicht der Hand genommen und das Juhrwert selbst gelenkt. In der geworden. Der Brauch der Fürsten- und Adelsgeschlechter, nur werth, worauf sie gedruckt ist. Ist es nicht derselbe Bundes- Greifswalderstraße war der Angeklagte dicht neben der Bordstandesgemäße" Ehen einzugehen, wird auch hier als eigentliche rath, der durch den Schreckschuß eines Gerichtshandels den schwelle gefahren. Gr bemerkte nicht, daß ein dreijähriges Kind Ursache des Wahnsinns bezeichnet werden können. Das Heirathen Herausgeber des Karl Stauffer abhalten wollte, die Stauffer- auf der Bordschwelle saß und die Beine über den Straßendamm in mehr oder weniger mit einander verwandten Familien, das schen Briefe zu veröffentlichen? herunterhängen ließ. Dazu tam noch, daß auch ihn die Müdig- Heirathen also im eng begrenzten Kreise muß irgendwann einmal feit zu übermannen drohte. Er bemerkte das Kind nicht, der zur körperlichen oder geitigen Verkümmerung der Nachkommen agen riß es von der Bordschwelle herunter, es gerieth unter und schließlich zum Aussterben der betreffenden Geschlechter die Räder und erlitt so schwere Verlegungen, daß es nach furzer führen. Die Geschichte bietet hierfür Beispiele in Menge. Gerichtshof erkannte auf einen Monat Herr Brahm hat sich unstreitig ein Verdienst er worben, indem er die Lebensgeschichte, Schicksale und den Untergang Karl Stauffer's mit urkundlicher Treue dar stellte. Das Buch ist sehr lesenswerth, die Kritik, die Gefängniß. Brahm am Bundesrath übt, trifft ins Schwarze: es ist ihm zu danken, daß er mit anerkennenswerthem Eifer und gutem Erfolg die Rettung Stauffer's unternahm, wenn er auch viel zu sehr bürgerlicher Schriftsteller ist, um den sozialen Kern der Geschichte reinlich herauszuschälen. Wenn er den Boykott geißelt, der über den Unglücklichen verhängt die Geißel hätte noch viel schärfer treffen wurde e können -, so thut er nur, was sich geziemt. Aber Boykott bleibt Boykott. Und das hätte herr Brahm bedenken follen, als er vor nun zwei Jahren sich mit aller Schärfe gegen eine Unterdrückte gewendet hat. Bruno Schoentant. Versammlungen. Unfallentschädigung. Basel, 5. Oftober. Das Bezirksgericht in Arlesheim( Baselland) sprach gestern den vermögenslofen Eltern eines 18jährigen jungen Mannes, welcher bei dem Mönchensteiner Eisenbahnunglück getödtet wurde, eine Entschädigungssumme von 10 000 Francs zu. Auch dieses Gericht führte das Eisenbahnunglück auf grobe Fahrlässigkeit zurück. Ein Brückeneinsturz. Belgrad. Die für den Verkehr von Semendria nach Pozarevac über die Morava erbaute Brücke ist bei der Probebelastung, wie Augenzeugen melden, eingestürzt Freie Volksbühne.( Vorläufiger Bericht.) Um die Mei- und liegt in Trümmern. Die Brücke war von einer belgischen nungsverfchiedenheiten und Streitigkeiten zwischen den Vorstands- Gesellschaft erbaut. Ueberschwemmung. Christiania, 5. Oktober. mitgliedern Dr. Bruno Wille und B. Kampffmeyer einerseits und Julius Türk andererseits zum Austrag zu mehrere Tage andauernder Regen hat ein außerordentliches bringen, war am 4. d. Mts. eine außerordentliche General- Steigen der Flüsse im südlichen Theile des Landes verursacht. verfammlung einberufen, die bei gefülltem Saale in Sanssouci Das Mandal und das Undal sind überschwemmt. In der Stadt stattfand und einen außerordentlich erregten Werlauf nahm. Die be- Mandal stehen alle Brücken und viele Straßen unter Waffer. stehenden Differenzen, welche einerseits die Vergebung von Druck- Aus Christiansand wird gemeldet, daß eine große Fabrik von fachen auch an andere Buchdrucker, außer an Wilhelm den Fluthen bedroht ist. Die Turbine und die Laderinne, große 28erner, ferner die Theaterfrage, ob neben dem National Theater Holzbestände sowie ein Schoner wurden fortgeriffen. Von der 24 Insel Hufö flüchten die Bewohner, da das Wasser schon bis zum ersten Stockwerk der Häuser gestiegen ist. Viele Bauern müssen hre Höfe verlassen. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Kopenhagen, 5. Oktober. Im Folkething brachte der Minister des Innern heute eine Vorlage ein, wonach den AktienGesellschaften eine Steuer von 2 pet. ihres Nettogewinnes auferlegt werden soll. Ausländische in Dänemark domizilirte Aktien- Gesellschaften sollen von dem in Dänemark erzielten Nettogewinn Steuer zahlen. jährlich. Die zur Gewerbesteuer veranlagten Betriebe zahlen, füt ( Depeschen des Bureau Herold.) Durham, 5. Oft. Die Abstimmung der Bergarbeiter über jede Betriebsstätte besonders, in der 4. Klasse 15, in der 3. Kl. 23, den Achtstundentag ergab eine erdrückende Majorität für die gesetz- in der 2. l. 50 und in der 1. Kl. 100 Mark, Wir haben ſ. 3. liche Einführung desselben. Bekanntlich stimmten im vorigen das Gewerbesteuer- Gefeß, und die sich an dasselbe knüpfenden Landtagsverhandlungen eingehend besprochen. Jahre die Durhamer gegen den Achtstundentag. Paris, 5. Oktober. Die Zolleinnahmen des 3. Quartals 1892 betragen 4 Millionen Frants mehr als in der gleichen Periode des Vorjahres. Tabak und Zucker ergaben 1 Million Frants über den Voranschlag. W. B. 31. Die Forderung der Hebeamme ist berechtigt. Ch. H. 24. Wenn einem Dienstmädchen aus der Wohnung der Herrschaft etwas gestohlen wird, so ist die Herrschaft dafür nur im Falle eines ihr zur Last fallenden Verschuldens ersat pflichtig. F. J. 30. Wir wissen nicht, was für Krankengeld Si meinen. Wiederhole. Sie Ihre Anfrage nochmals etwas aus führlicher. E. H. 49. 1. Die Betreffenden haben keine Invaliditäts rente zu verlangen. 2. Warum soll der Chef in das Attest diese Vermerk nicht aufnehmen dürfen, da der Inhalt doch auf Wahr heit beruht? 2. So lange kann es unmlich dauern, wenn de Konsulent die Sache nicht etwa verbummelt hat. ungen von ihm Auskunft. Gi Briefkaffen der Redaktion. Th. L., Baden- Baden. Besten Dank. Ist schon in der Dienstags- Nummer berichtigt. Paris, 5. Oktober. Wie aus parlamentarischen Kreisen ver- Zwei Wettende. Wir führen kein Köpfregister. Wenden T. Schlagen Sie eine mit den Verhältnissen vertraute Per lautet, wird der Deputirte Millevoye an den Ministerpräsidenten Sie sich persönlich an den Scharfrichter. Loubet eine Anfrage richten über das Verhalten der Regierung B. B. 105. Die Kündigung muß 6 Wochen vor Ablauf fönlichkeit als Auseinandersehungspfleger dem Vormundschafts gegenüber Ausländern, welche gleich dem deutschen Reichstags- des Quartals erfolgen. Sie müssen spätestens am 15. November gerichte vor und gehen Sie mit demselben zum Termin. Wenn derselbe bei Gericht bestätigt, daß Ihre Frau nichts hinterlassen Abgeordneten Liebknecht in Frankreich selbst Haß und Verachtung zum 1. Januar kündigen. gegen Frankreich erregten. Ein Telegramm des Afrikareisenden May Winckelmann. Bringen Sie das in der nächsten hat, so giebt es auch natürlich nichts auseinanderzusetzen. E. J., Kottbufer- fer. Das ist so ausdrückliche Vorschrift Mizon vom 4. d. meldet, daß seine Expedition aufgebrochen ist, um Versammlung der Freien Volksbühne vor. den Niger aufwärts zu ziehen. Nach Berichten, welche bei dem Allgemeiner Arbeiterverein Luzeru. Derartige War- des Strafgesetzbuches, über deren Berechtigung sich freilich Ministerium des Auswärtigen eingegangen sind, ist der französische Ab- nungen veröffentlichen wir nur in Ausnahmefällen. Ein solcher streiten läßt. G. S., Gitschinerstr. 100. Die Forderung des Bürgen gesandte d'Aubigny von dem Verlauf seiner Mission nach liegt nicht vor. Marokko und den bisherigen Ergebnissen derselben überaus be- R. K. Die Betriebssteuer ist eine Schauksteuer, die verjährt erst in 30 Jahren. Auf Ratenzahlung braucht sich der friedigt. Der Gouverneur von El Araisch habe zwar Lebens- wir dem neuen Gewerbesteuer- Gesetz verdanken. Sie ist eine AusGläubiger, wenn er nicht will, nicht einzulassen. J. G., Schaukwirth. Der Betreffende hat keinen Antheil mittel nicht verweigert, derselbe habe indeß deren Lieferung, wie na hmesteuer schlimmster Art. Grhoben wird sie von Wirthübrigens auch schon früher gegenüber dem englischen Gesandten, schaften und Branntwein- Kleinhandlungen. Die Wirthschaften am Gewinn, wenn nicht etwa besondere Abmachungen zwischen nur ungern ausgeführt. mit einem jährlichen Ertrag bis zu 1500 Mark zahlen 10 Mart| Ihnen getroffen worden sind. Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Im Verlage von J. H. W. Dietz, Stuttgart, erschien und halten wir ständig auf Lager: Internationale Bibliothek I. Serie. Weltschöpfung und Weltuntergang. Die Die Geschichte der Kommune von 1871. Bon wickelung von Himmel und Erde auf Grund der Naturwissenschaften populär dargestellt von Oswald Kähler. Mit 64 Abbildungen und 2 Sternfarten. Preis: brosch. in 15 Heften à 20 Pf., gebunden 3,50 M. Liffagaray. Zweite vom Verfasser autorisirte und durchgesehene Auflage. 480 Seiten. Preis broschirt 2,50 M., gebunden 3,- M. Die Darwin'sche Theorie. Von Ed. Aveling. Der 2. Auflage. Illustrirt. Mit einer ausführlichen Biographie Darwin's. Preis gebunden 2, M. des Privateigenthums und des Staats. Von Friedrich Engels. Bierte durchgesehene Auflage. Preis broschirt 1, M., gebunden 1,50 M. Ursprung der Familie, Von Karl Marx. Thomas Moore nud seine Utopic. itiner Das Glend der Philosophie. Mit Borwort und historischen Einleitung von Karl Kautsky. Preis geb. 2,50 M. Nach dem Russischen Die ländliche Arbeiterfrage. des Bablukow. 2. Auflage. Preis gebunden 2,- M. Noten von Friedrich Engels. Zweite Auflage. XXXIV und 188 Seiten. Preis broschirt 1,50 M., gebunden 2, M. seinem Die Philosophie Spinoza's. Erstmals gründlich Das Erfurter Programm. fchen Theil erläutert aufgehellt populär dargestellt von J. Stern. Preis broschirt 1, M., gebunden 1,50. von Karl Kautsky. VIII und 262 Seiten. Preis broschirt 1,50 M., gebunden 2,- M. Charles Fourier, fein eben und feine Theorien. Die Lage der arbeitenden Klasse in England. bunden 2,50 M. Von Ausu Rebel, Preis ge 9 Die Frau und der Sozialismus. Bon A. Bebel. Fünfzehnte unveränderte Auflage. 388 und XVI Seiten. Preis broschirt 2, M., gebunden 2,50 M. Nach eigener Anschauung und authentischen Quellen von Friedrich Engels. Zweite durchgesehene Auflage. XXXII und 300 Seiten. Preis brosch. 2, M., gebunden 2,50 M. Internationale Bibliothek II. Serie. Volksthümliche DarGeschichte der deutschen Die französische Revolution. Battliche Day: Die deutsche Revolution. Bewegung von 1848 und und Zustände in Frankreich von 1789-1804. Von Wilhelm Blos. Mit vielen Porträts und historischen Bildern. 632 Seiten. Preis brosch. in 20 Heften à 20 Bf., gebunden in Prachtband 5,50 M. 1849. Von Wilhelm Blos. Mit vielen Porträts und historischen Bildern. VIII und 670 Seiten. Erscheint in ca. 21 Heften à 20 Pj. R. Großer deutscher Bauernkrieg. Bimmermann. Bon Dr. Wilh. Die Geschichte der Erde. Bon. Bommeli. 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Angeklagt 19 Personen( anläßlich des Döbelner Formerstreifs) wegen Auflaufs, Hausfriedensbruchs, Widerstands gegen die Staatsgewalt und BeamtenBeleidigung. 9 Personen freigesprochen. Die übrigen Angeflagten insgesammt 24 Jahr 14 Tage Gefängniß. 3. Augsburg. Genosse Breder, Redakteur der Augs burger Volkszeitung", wegen Ingenieur- Beleidigung 80 M. Geldstrafe. " 4. Magdeburg. Redaktion der Magdeburger Volksstimme", wegen groben Unfugs 30 M. Geldstrafe. 5. Magdeburg. Genoffe Lux wegen Beleidigung des Offizierftandes und des Stabsarztes Dr. Langerfeld 150 M. Geldstrafe. " Magdeburg. 12 Mitglieder des Magdeburger Allgem. Arbeitervereins, im 6. Termin von der Anklage der Sonntagsentheiligung freigesprochen. 6. Straßburg. Jean Martin, wegen Beleidigung des Betriebsmaschinen- Juspektors 300 M. Geldstrafe. Staatsanwaltsantrag 200 m. Stuttgart. Genosse Basler, Vorsitzender des Sozial demokratischen Vereins in Heßlach, vom Schöffengericht 3 M. beziv. 1 Tag Haft, weil das Stiftungsfest begonnen ehe der Pastor mit seiner Predigt in der Kirche fertig war. Polizeimandat lautete auf 60 W. " Erfurt. Genosse Hülle, Redakteur der Erfurter Tribüne", wegen Polizeikommissar Beleidigung 50 Mart Geldstrafe. V 7. Bielefeld. Genosse Robusch, Redakteur der„ Volksw.", wegen Beamten- Beleidigung 50 M. Geldstrafe. » Bielefeld. Genosse Groth wegen Ortsvorsteher- Beleidigung 50 M. Geldstrafe. " Braunschweig. Genosse Braun, Redakteur des„ Volks. A freund", wegen Beschimpfung der christlichen Kirche und Landtags Beleidigung 10 Monate Gefängniß. Genosse Günther, als Verleger und Drucker freigesprochen. Düren. Donnerstag, den 6. Oktober 1892. Septbr. 22 27. Zeit. Genoffe Sentfchel wegen Magistratsbeleidigung 150 M. Geldstrafe. Frankfurt a. O. Genosse Faber und 6 weitere Partei genossen von der Auflage, Druckschriften auf öffentlichen Wegen und Plägen verbreitet zu haben, freigesprochen. Crefeld. Ein Genosse wegen Gendarmenbeleidigung 100 M. Geldstrafe event. 10 Tage Haft. 28. Stendal. Genoffe Peus wegen Majestätsbeleidigung 9 Monate Gefängniß. 29. Sagan. Genosse Jahn wegen Offiziersbeleidigung und Aufreizung 6 Monate Gefängniß. 81 n #F . e 22 n Katscher. Genosse Brause wegen unerlaubter Schriftenverbreitung 3 M. Geldstrafe. Dortmund. Anarchist" Beigt wegen Majestätsbeleidigung und Widerstand gegen die Staatsgewalt 2c. 1 Jahr 2 Monate Gefängniß. Nordhausen. Dr. phil. Rar! Rüger aus Elberfeld wegen Vergehens gegen die Religion vier Monate Gefängniß. Düren. Vorsitzender und Kassirer des Rauchklubs wegen angeblicher Beschäftigung des Klubs mit politischen Angelegenheiten je 20 M. Geldstrafe. Zwickau. Die vom Genossen Gladewis, Redakteur des„ Glückauf", wegen Grubenbesitzer- Beleidigung eingelegte Revision vom Landgericht verworfen. Urtheil: 1 Jahr Gefängniß. AM " 9. Jahrg. Das Landgericht Zwickau hat das gegen den Redakteur des Glückaufs", Genoffen Gladewit, ergangene Urtheil be stätigt, wonach derselbe wegen Beleidigung einer Bergwerts Verwaltung 1 Jahr Gefängniß verbüßen muß. Gerichts- Beitung. Bielefeld. Vor der Straffammer des Landgerichts hatten fich fürzlich die beiden Polizisten Ebmeyer und Nickel aus Bünde wegen Mißhandlung mehrerer Personen zu verantworten. Der Hergang ist kurz folgender: Im Juli vorigen Jahres war in Bünde Schüßenfest, welches u. a. auch von dem Orgeldreher Wels nebst dessen erblindeter Frau und der Schießbudenbesigerin Wittive Fischer besucht war. Am Tage vor dem Feste besuchten auch die beiden in Bünde stationirten Polizisten Ebmeyer und Nickel den Platz, auf dem das Schüßenfest ge feiert wurde, und einer derfelben forderte den Orgelspieler Wels auf, sofort den Platz zu verlassen. Auf die Erwiderung des Wels, man möge ihm einen anderen Platz anweisen, wurde derselbe von den Wächtern der Ordnung mehrmals vor die Bruft und unter das Kinn gestoßen. Auch die Frau des Wels wurde von den Polizisten trotz ihrer Blindheit gestoßen.( Nebenbei wollen wir hier noch bemerken, daß der Polizist Ebmeyer in der 30. Mithausen i. E. Redakteur Martin von der„ Elsaß gejirigen Verhandlung erklärte: er bezweifle überhaupt, daß die Lothringischen Volks Zeitung", wegen Lehrerinnen- Be- Frau blind sei.) Auf die Hilferufe der Frau eilten mehrere AnJeidigung 14 Tage Gefängniß. Antrag: 400 m. bezw. wesende herbei, unter anderen auch die Tochter der Frau 100 Tage Gefängniß. Fischer, welche die betreffende Säule der öffentlichen Ordnung Stuttgart. Genosse Eichhoff, Redakteur der Schwä- darauf aufmerksam machte, daß die Frau blind sei. Der Polizist bifchen Tagwacht", wegen Beleidigung 20 M. Geldstrafe. griff dieselbe jedoch an die Brust und stieß sie in den Graben. Schfendig. Genosse Müller, wegen groben Unfugs Ebenso erging es dem Schlossergesellen Herbrechtsmeyer; derfelbe 9 M. Geldstrafe bezw. 8 Tage Saft. erhielt außerdem einige Hiebe mit dem blanken Säbel. In der Kierske. Genosse Schröder, Sinn und Günther geftrigen Sitzung erklärten die beiden Haudegen, daß sie den wegen Nichteinreichung des Mitglieder- Verzeichnisses je Blayz auf Befehl des Amtmannes hätten räumen müssen. Die 30 M. Geldstrafe. Bom Schöffengericht freigesprochen. Aussagen der Zeugen stimmten darin überein, daß die beiden Elberfeld. Genosse Gewehr und Lingweiler, Gesetzeswächter sich grobe Ausschreitungen hatten zu Schulten Redakteure der„ Elberfelder Freien Presse" wegen Beleidi- tommen lassen. Der Hauptheld des Tages sei Ebmeyer( der gung der Gefängnißverwaltung je 150 M. Geldstrafe. dieser Bagatelle wegen hoffentlich nicht entlassen werden wird): gewesen. Der Antrag der Staatsanwaltschaft lautete gegen Insgesammt im Monat September: 1 Jahr 6 Monate Ebmeyer auf sechs Monate, gegen Nickel auf vier Monate Ge6 Genossen wegen der Bedersdorfer Affäre Suchthaus, 10 Jahre 4 Monate 28 Tage Gefängniß, fängniß; außerdem gegen den Mitangeklagten Orgeldreher Wels ( Hausfriedensbruch, Theilnahme an öffentlichem Aufzuge) 2018 M. Geldstrafe und 10 Jahre Cheverluft.) ( derfelbe sollte die beiden Polizisten durch die Worte:" Sie sind je 1 Monat Gefängniß und diverse Geldstrafen. besoffen!" beleidigt haben) auf Freisprechung. Der Vertheidiger, Herr Rechtsanwalt Klasing, suchte nachzuweisen, daß das Vorgehen der beiden Polizisten nicht unter den§ 340 falle. Er betonte insbesondere, daß den beiden Polizisten in der Ausübung ihres Berufs in diesem Falle thatsächlich passiver Wider stand geleistet worden sei. Hierbei bemerkte der Herr Vertheidiger, daß die Korpulenz der Frau Wels wohl geeignet wäre, passiven Widerstand zu leisten. Herr Wels entgegnete dem Herrn 13. Saalfeld. Genosse Becker, Redakteur des„ Saalfelder Zum Gebahren der Unabhängigen" bei den Berliner Bertheidiger, daß die Korpulenz seiner Frau durchaus nicht Boltsblattes", wegen Breßvergehens 6 Wochen Gefängniß. Kommunalwahlen meint die„ Niederrheinische Bolts tribüne" in dazu angethan sei, passiven Widerstand zu leisten, da die Glauchau, Genossen Münch) und Wagner wegen Str. 118 vom 1. Oftober:" Der Wahlkampf hat gezeigt, daß die selbe ohne Führung überhaupt nicht gehen könne. Der Herr unerlaubten Verkaufs von Mai- Entreekarten fetzterer 15 wt., ganze Bewegung der„ Unabhängigen" nur persönliche Gegenfäße Vertheidiger wußte hierauf nichts zu erwidern. Das Urtheil ersterer 5 M. Geldstrafe. Der mitangeklagte Genoffe zur Grundlage hat und daß die Arbeiter alle-- vielleicht mit lautete gegen Ebmeyer auf 7 Wochen Gefängniß, gegen Nickel Schmalfus wurde freigesprochen. wenigen Ausnahmen, welche mehr dem theoretischen Anarchismus auf 30. Geldstrafe, gegen die Eheleute Wels auf Freizuneigen mit unserer Taktik vollständig einverstanden sind und sprechung. Die Mißhandlungen, welche sich die beiden Poli15. Breslan. Die Anklage gegen Genosse Kunert, wegen nicht allein die Betheiligung an den Reichstags-, sondern auch aisten zu Schulden kommen ließen, zeugten von einer so rohen Aufreizung zum Klaffenhaß, wegen Verjährung zurück- ben Stadtverordnetenwahlen wünschen. Was bleibt also noch Gesinnung, wie man sie sich nicht schlimmer denken kann. Wehrgezogen. 6 Anklagen wegen Majestätsbeleidigungen ver- übrig für eine besondere Parteirichtung? Unzufriedenheit mit lofe Leute werden nach allen Regeln der Kunst von Polizisten tagt. der Haltung einzelner Genoffen? Eine politische Strömung, durchgebläut wegen nichts und wieder nichts. In der Rede des Stettin. Genosse Krause wegen Beleidigung berwelche eine weltgeschichtliche Bedeutung erlangen will, macht sich Herrn Staatsanwalts vermißten wir ganz die Charakterisirung Polizei 30 M. Geldstrafe. Antrag 1 Monat Gefängniß. 17. Dresden. Genosse Wetter, Redakteur der Sächs. einfach lächerlich, auf dieser Grundlage eine neue Partei gründen der Handlungsweise dieser eigenartigen Schuhengel. Hier wären zu wollen. Dadurch aber, daß die Unabhängigen" bei dem Ausdrücke wie zynische Rohheit 2c. jehr am Blaze gewefen. An Arbeiter- Zeitung", wegen Beleidigung in zwei Fällen zu Wahlkampf unseren Genossen in den Rücken zu fallen versuchten, dem Urtheil dürfen wir nicht deuteln, wie wir auch nicht die 10 M. Geldstrafe. Genosse Kaden als Verleger frei- um den bürgerlichen Parteien zum Siege zu verhelfen, haben sie Neustadt O./S. Genosse Höflich von der Anklage der nicht allein das Recht auf den Anspruch ehrliche Kämpfer für die Emanzipation der Arbeiter zu sein" verwirkt, sondern sie Magistratsbeleidigung freigesprochen. Staatsanwaltshaben auch gezeigt, daß sie trotz ihres revolutionären Geschreies antrag 6 Monate Gefängniß. eher reaktionär als revolutionär thätig sind." " 9. Hannover. Genosse Heinemann aus Gr. Berkel von der Antlage der Uebertretung des Vereinsgesetzes freigesprochen. 10. Remscheid. 4 Tischler von der Anklage der Uebertretung des Vereinsgefeßes und unerlaubten öffentlichen Aufzuges freigesprochen. 1 Theilnehmer wegen der zweiten Anflage 25 M. Geldstrafe. " BP " gesprochen. 19. Meerane. Landtags Abgeordneter Genoffe Stolle wegen Gefangenenbefreiung 3 Wochen Gefängniß. » Der Parteivorstand. Parteinachrichten. Frage aufwerfen dürfen: wie würden wohl Arbeiter bestraft worden sein, wenn sie sich umgekehrt in gleicher Weise an Brlizisten vergriffen und diese so bearbeitet haben würden, Wir finden das Schlagen überhaupt etwas gefährlich, jeder findet seinen Mann und es tann passiren, daß die Angreifer einmal ihre Schneidigkeit gehörig büßen müssen. Den Standpunkt, Wie's gemacht wird. In Betschau( Mark) sollte welchen der Bertheidiger der angeklagten Polizisten eingenommen • Altenburg. Genosse Bogenis, Redakteur des" Wähler", neulich Sonntags eine von sozialdemokratischer Seite einberufene hat, verdient nicht weiter widerlegt zu werden. Jeder Lefer wegen Beleidigung des Staatsministers v. Leipziger drei Wolksversammlung stattfinden. Darob große Aufregung unter wird wissen, daß eine Frau, welche total erblindet und ohne Füh Monate Gefängniß. den Freisinnigen. Der Inhaber des betreffenden Versammlungs- rung nicht gehen kann, nicht im stande ist, passiven Widerstand » Stendal. Genosse Görges wegen Preßvergehens 10 M. Totals verweigerte nun dasselbe troß Ehrenworts und Hand zu leisten. Der Herr Vertheidiger war noch der Ansicht, daß sich Geldstrafe. schlags, als schon die Versammlungsbesucher vor der Thür die Polizisten in Ausübung ihres Berufes befänden. Der Beuge Straßburg. Genosse Brustowit wegen Majestätstanden. Eeine Frau sei plöglich erfrankt, hieß es, was die Ber- Herbrechtmeyer, welcher fah, wie die wehrlosen Leute von den beleidigung 2 Monate Gefängniß. Genosse Schlichting fammlungebesucher zur schleunigen Flucht bewog, da sie natürlich Bolizisten mißhandelt wurden und sich darüber aufhielt, indem von der gleichen Auflage freigesprochen. sofort an die Cholera dachten. Der Wirth hatte also falfch er sagte: es wäre doch nicht recht, wenn sie( nämlich die Schutz» Magdeburg. Genosse Lux, Redakteur der Bolts- spekulirt, wenn er etwa meinte, die Leute würden trotz des feute) die wehrlosen Leute mißhandelten, wurde von einem Polizisten Stimme", wegen Majestätsbeleidigung drei Monate Ge- Unterbleibens der Versammlung doch bei ihm verweilen und ihm in den Chauffeegraben geworfen und mit der Klinge bearbeitet. Bur fängniß. so zu einem guten Geschäft verhelfen. Man zog vielmehr nach Entschuldigung hatte der Polizist das eine Mal nur anzuführen, daß Pillau. Vier Genossen wegen Verbreitung von Druck Weißagt und amüsirte sich dort nach Kräften. Der Redakteur der Zeuge ihm als ein gefährlicher Mensch bekannt sei, und das schriften ohue polizeiliche Erlaubniß je 15 M. Geldstrafe. Des Betschauer Weltblattes aber setzte sich hin und schrieb andere Wial( bei amtlicher Bernehmung): weil er( der Beuge) Genosse Karl Schulze, Königsberg, wegen Anstistung gewissenbaft, wie die bürgerlichen Helden von der Feder nun Sozialdemokrat sei, hätte er ihn geschlagen. Der Vertheidiger hierzu, 30 M. Geldstrafe. einmal find die Versammlung in Vetschau sei von der bestritt dem Zeugen das Recht, den Polizisten Vorwürfe zu Saarbrücken. Genosse Pfeiffle aus Mannheim, Ne- Polizei aufgehoben worden. machen; es könnte jeder Kaffer fommen und Einspruch erheben. dakteur des„ Boten von der Saar", wegen dreifacher ( Ob Kaffer oder Gaffer gemeint, war nicht zu unterscheiden.) Beleidigung durch die Presse, insgesammt 160 M. GeldUm die Rohheit des Polizisten Ebmeyer ins rechte Licht zu ftrafe. stellen, wollen wir noch anführen, daß er einen Mißhandelten frug, ob er genug hätte und denselben dann ohne weiteres wie der schlug. Wegen diefes Falles von Rohheit diftirte der Gerichtshof, wie aus der Begründung des Urtheils hervorgeht, dem Polizisten 6 Wochen Gefängniß. ( Bielefelder„ Volkswacht".) " " " * Polizeiliches, Gerichtliches ze. Aus Strasburg i. U. wird uns unterm 2. Oftober 20. Königsberg. Genosse Braun wegen Aufreizung 14 Tage geschrieben: Wir hatten hier auf heute nachmittag eine Arbeiter Gefängniß, Genosse Quessel von derselben Anklage frei versammlung mit der Tagesordnung Die Ziele der Arbeiter gesprochen. bewegung und die Kulturaufgaben unserer Zeit" einberufen. " Döhlen. Genoffe Weidner von der Anklage der Ueber Das Wochenblatt" brachte nun ein Gingesandt, in welchem die tretung der Gewerbe Ordnung freigesprochen. " Ordnungsparteien"- die hier vom Freisinn" geführt werden22. Leipzig. Schriftseher Fled, Redakteur des Saalfelder zu vereinigter Opposition" aufgefordert und zu einer Vor- VerBoltsblatts", wegen Aufreizung zu Gewaltthätigkeiten 100 m. fammlung eingeladen wurden. Vor unserer Versammlung herrsche Geldstrafe. große Epannung. Statt des Stadtverordneten Mezuer- Berlin Nach der Sorau. Die Mitglieder der Maifest- Kommission von der erschien Dr. Lütgenau Berlin als Referent. Anflage der Uebertretung des Vereinsgesetzes freigesprochen. Bureauwahl sagte der Vorsitzende:„ Ich ertheile dem Referenten 23. Magdeburg. Genosse Hempf, früher Kolporteur der das Wort," und nun bestand die ganze Diskussion in wörtlich " Boltsstimme", wegen Gewerbefontravention und Verfolgendem: Lütgenau:„ Meine Herren! Ich habe es übernommen, breitung 48 M. Geldstrafe. " " über die Ziele der Arbeiterbewegung vor Ihnen zu sprechen." Soziale Lebersicht. Achtung, Gruppe Baugewerbe! 24. Bamberg. Monteur Roch wegen Vergehens wider die Ueberwachender Beamter:" Wollen Sie( der Vorsitzende) die Ver Die von den Baugewerben gewählten Kandidaten zum Ge Neligion( derfelbe bezeichnete Chriftus als den ersten sammlung auslösen oder soll ich es thun?" Vorsitzender: Sie werbegericht werden hierdurch gebeten, am Freitag, den 7. d. M., wollen auflösen?" Beamter: Sie( der Referent) sollen hier Abends 8 Uhr, im Restaurant Pyrtet, Gipsstraße 3, zu erscheinen. Sozialdemokraten) 14 Tage Gefängniß. Augsburg. Gen. Breder, Rebatteur der Boltsztg.", nicht sprechen und deshalb schließe ich die Versammlung." Bur Gruppe Baugewerbe gehören bekanntlich: Bau- Arbeiter, wegen Fabrikdirektoren- Beleidigung 20 M. Geldstrafe. Lütgenau:" Es muß Jonen doch wohl einer gesagt haben, daß Brunnenmacher, Dachdecker, Maler und Lackirer, Maurer und Auf Der mitangeklagte Weber Henke freigesprochen. Genosse Sie das so machen, sollten." Beamter:" Der Rechtsanwalt Buger, Steinmegen, Stuckateure, Töpfer und Zimmerer. Breder wegen einer zweiten Beleidigung 25 M. Geld- Trapp." Die Versammlung, welche die größte Ruhe bewahrt bestimmtes und pünktliches Erscheinen rechnend, zeichnet achtungshatte, intonirte die Arbeiter- Marseillaise und verließ, da auf der voll Karl Blaurod. trafe. Auflösung bestanden wurde, den Saal. Wir glauben, jeder Eine angenehme Nachricht ging uns aus Geestemünde Kommentar fönnte die Wirkung dieses Berichtes nur abschwächen. Beschwerde ist sofort abgegangen. zit. Die Rheder der dortigen Fischdampfer hatten, wie unsere -14 Tage Gefängniß erhielt der Redakteur der, GIsaßefer wissen, den auf diesen Dampfern beschäftigten Arbeitern othringifchen Volkszeitung", weil er ein Ein- eine Kürzung des Lohnes mit der Begründung angekündigt, daß gefandt aufgenommen hatte, worin mitgetheilt war, daß ein die Geschäftsverhältnisse dies bedingten. Das Geestemünder Ge Schulkind durch die Lehrerin mißhandelt worden sei. 26. Dortmund. Bergmann Ley de cer, wegen Majestätsbeleidigung und Beschimpfung der chriftlichen Kirche fechs Monate Gefängniß. Magdeburg. Gen. Müller aus Gr.- Ottersleben und Gastwirth Hoppe wegen Meineid, letterer 1 Jahr 6 Monate Zuchthaus, ersterer 1 Jahr 6 Monate Gefängniß. Beide 5 Jahre Ehrverlust. Liegnitz, Genosse Tschirke 5 M. Gelbfirafe wegen Nichtangabe des Textes der Lieder und Deklamationen, welche bei der Lassallefeier zum Vortrag kamen. 27. Harburg. Genofje Bärer wegen Magistratsbeleidigung 40 M. Geldstrafe. 27 In der Zusammenstellung pro Monat Auguft ist bei Aufführung der Gesammtstrafe infolge eines Druckfehlers die verhängte Buchthausstraße auf 22 Jahre 10 Monate statt 23 Jahre 10 Monate angegeben. werkschaftskartell vertrat demgegenüber die Meinung, der Profit der Rheder sei immer noch) genügend, so daß diese selbst nach tapitalistischer Anschauung nicht nöthig hätten, den Arbeitern den ohnehin magern Lohn noch zu schmälern. Wie uns nun ein Telegramm meldet, ist die Angelegenheit, die vom Gewerkschaftsfartell den seemännischen Arbeitervereinen Geestemündes zur fach in erster Linie " 1 Tundigen Behandlung überwiesen war, zu Gunsten der Mann- die Kollegen Pähold, Gerisch und Thomae gewählt wurden, s neue Versammlung in der Friedrichstadt stattfinden würde. Die schaften der Fischdampfer geregelt worden. zeigte, daß die fraktionelle Richtung in der Majorität war. Zum Versammlung schloß mit einem Hoch auf die moderne. Arbeiter Die Leipziger Steinmetzen führten in ihrer legten Ver- bewegung, erhielt Herr Sparfeldt das Wort. Derfelbe führte den ersten Punkt der Tagesordnung, Vortrag über die Arbeiter bewegung. fammlung lebhafte Klage darüber, daß in vielen Werkstätten Anwesenden die Entwickelung der Arbeiterbewegung auf wirthDie Arbeiter Bildungsschule( Nordschule) hielt am unter den vereinbarten Lohnfäßen bezahlt werde. Bon der schaftlichem Gebiete von Anbeginn der Manufakturperiode vor 2. Oktober eine Versammlung ab, welche von 500-600 Personen Innung ist zwar eine Abhilfe sehr schwer zu erwarten, doch soll Augen und war der Ansicht, daß es mit dem freien Arbeits- besucht war. Erfreulicherweise hatten sich auch viele Damen einnoch einmal der Berſuch gemacht werden, auf dem Wege güt verizag, welcher über die Mißstände in der kapitalistischen Pro- gefunden. Herr Dr. Joel hielt einen Vortrag über das Thema: licher Borstellungen die Bezahlung des Tarifs zu erreichen. duktionsweise triumphiren sollte, sehr faul stehe, denn die Gesinde Aus den ältesten Tagen der Menschheit", der mit regem InterSchlägt der Versuch fehl, so sollen die Namen der tariffeindlichen Ordnung und§ 52 der Gewerbe- Ordnung, welche Ueberbleibsel effe angehört wurde und großen Beifall fand. In der lebhaften Dis Meister durch die Presse bekannt gegeben werden. aus alter Zeit wären, feien geeignet, die freie Bewegung der fussion, an welcher sich auch einige Damen betheiligten, wurde Junungsimpotenz. Die Handels- und Gewerbekammer zu wie das Interesse des Kapitals es erfordere, die Waaren so billig schichte hingewiesen. Zum Schluß forderte der Vortragende und Arbeiter in jeder Weise zu hindern. Des weiteren zeigte der Referent, namentlich auf die Widersprüche der biblischen Schöpfungs- Ge Plauen wies das Gesuch der Crimmitschauer Schlosseriunung, ein Gutachten dafür abzugeben, daß wie möglich herzustellen und wie es anderseits das Intereffe der ein Schüler die Anwesenden auf, recht zahlreich der Schule beidiese Innung die aus§ 100 e der Gewerbe- Ordnung hervor- Arbeiter ist, ihre Waare, Arbeitskraft" so thener wie möglich zu zutreten und dieselbe gegen innere und"" ßere Feinde zu ver gehenden Rechte( Schiedsrecht der Junung; Prüfung der Lehr- verkaufen, endlich, daß es auf die Form der Arbeiterorganisation theidigen. Nach der Versammlung blieben. ie Anwesenden noch linge; Recht der Innung, allein Lehrlinge auszubilden) erhalte, weniger ankomme, jedenfalls aber zweierlei in der Organisation lange bei Tanz und geselliger Unterhaltung beisammen. mit der Begründung ab, es habe sich ein Mißverhältnis der verkörpert sein müsse: erstens das politische und zweitens das ge- In einer Knopfarbeiter- Versammlung hielt am 2. Di Zahl der von den Innungsmeistern gehaltenen Lehrlinge zu den wertschaftliche Glement. Seit ca. 30 Jahren bewegten sich viele tober Genosse W. Wach einen Bortrag über:„ Die Entwickelung Gesellen herausgestellt; außerdem sei die gewerbliche Fortbildungs- Gewerkschaften in ganz falschen Bahnen und wenn das so weiter schule nicht von allen Jnnungslehrlingen besucht worden. Aus- fortgehe, wäre die Zeit nicht mehr fern, wo die ganze Arbeiter des Kapitals", der mit Beifall aufgenommen sourde. An das schlaggebend wäre aber für die ablehnende Stellungnahme der schaft konsumtionsunfähig ist. In erster Linie müsse dort organi- Referat knüpfte sich eine lebhafte Debatte über die bei der Firma Kommission die Minderzahl der Junungsmitglieder gegenüber firt werden, wo die Leidensgefährten zuſammenſtehen und zwar eine Anzahl Arbeiter mit dem Bemerken entlassen, die Arbeit Rasche vorgekommenen Lohnabzüge. Die Firma hatte im Auguft den Nicht- Innungsmitgliedern gewesen. Auf dem Gewerbe- in den Werkstätten, auf Bauten u. s. w., zweitens verbunden mit kammertag zu Lübeck sei ferner von allen Gewerbekammern als lokalen Vereinen und drittens in Verbänden. Genau so wie von mangele und sie könnten ja mal wieder anfragen. Am 10. September entließ Herr Kasche die noch beschäftigten Arbeiter, denen Vorbedingung zur Erlangung der Rechte aus§ 100 e die Beauf- oben herab die Parole gelte, im Frieden sei zum Kriege zu fichtigung der Lehrlinge durch ein Organ der Innung aufgestellt rüsten, so müßte zur Zeit des wirthschaftlichen Niedergangs mit ebenfalls Beschäftigung, sofern Aufträge einliefen, in Aussicht gestellt wurde. Nachdem die Arbeiter verschiedene Male worden. Die Crimmitschauer Schlofferinnung habe aber nichts sei die Möglichkeit gegeben, den Gegnern mit Nachdruck entgegen Rajdhe aller Kraft zum Kampfe für eine beffere Zeit gerüstet werden. Dann vergeblich wegen Arbeit angefragt hatten, machte Herr derartiges geschaffen. 0011 einigen treten zu fönnen. Der Vortrag fand Beifall. In der Disihnen den Vorschlag, nach einem Hinsichtlich der Einschulung von in Waisen und tussion sprach Kollege Könemann sein Bedauern darüber von ihm ausgearbeiteten Tarif weiter zu arbeiten, welcher Rettungshäusern und ähnlichen Anstalten untergebrachten aus, daß die öffentliche Versammlung nur im„ Sozialist" und eine Lohnverkürzung von ca. 333 pct. in sich schloß. Dies AnKindern hat, wie die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" mit- infolge deffen nicht genügend publizirt sei. Kollege Guschte erbieten wurde abgelehnt und sämmtliche vormalige Arbeiter der theilt, der Unterrichtsminister entschieden, daß zwar die betreffende meinte, erit müßte die politische, dann die gewerkschaftliche Be Firma erklärten sich miteinander folidarisch. Von allen Rednern wurde das Verhalten des Herrn Kasche verurtheilt und konstatirt, Gemeinde, in deren Bezirk sich eine derartige Anstalt befindet, zur wegung fommen. Kollege Heim hold war nicht so optimistisch daß mit den herabgesezten Löhnen ein Arbeiter nicht austoimen Aufnahme solcher Kinder in die öffentliche Volksschule verpflichtet wie der Referent anzunehmen, daß selbst die beste Gewerkschaft könne, noch dazu, wenn er Familie habe. Die Versammlung erist, jedoch, soweit nicht besondere Vereinbarungen vorliegen, nur im stande wäre, die Konsumtionsunfähigkeit der Massen irgend lärte sich darauf mit den Kasche'schen Arbeitern solidarisch und gegen Entrichtung eines angemessenen, von der Königlichen Ne- wie aufzuhalten, resp. zu beseitigen. Kollege Bernity: gierung festzusetzenden Fremdenschulgeldes. Die Erlasse vom Jedenfalls hat der Referent mit seinem objektiv gehaltenen Vor- verpflichtete sich zur Unterstüßung derselben. Die betreffenden 5. Januar 1860, 20. April 1863 und 14. Juli 1864, welche die trage den Oppositionellen keinen großen Gefallen erwiesen; es Arbeiter selbst wählten sich eine Kommission, bestehend aus den und Pflege genommenen Kinder in die öffentlichen Bolksschulen bestehende Organisation treiben wollten. Kollege Naether foll. Gs wurde dann ein neuer Delegirter zur Streit- Kontrollunentgeltliche Aufnahme der ohne besondere Vergütung in Kost ist wohl nicht zu bezweifeln, daß die letzteren einen Keil in die Herren Heilmann, uddig, Hänchen und Schütt ( Stellvertreter), welche die Angelegenheit in die Hand nehmen anordnen, beziehen sich lediglich auf die von einzelnen Personen Der Vorschlag des Referenten, die Werkstatts- Organis tommission in der Person des Herrn Brandt gewählt, da angenommenen Kinder und dürfen nicht auf diejenigen Kinder fation gu beachten, ist stets von Der bisherige Delegirte seinen Pflichten nicht genügend nachkam. ausgedehnt werden, welche in Rettungs-, Waisen- oder ähnlichen unserer Seite betont worden; davon zeugt das Vertrauensmanns- Der Ertrag der Tellersammlung wurde dem Ausschuß der StreifUnstalten unentgeltlich aufgenommen sind, weil eine derartige system. Vor allen Dingen müſſe erst für die gewerkschaftliche Kontrollkommission als Zuschuß für die Unkosten der GewerbeVerpflichtung denjenigen Gemeinden, in welchen zufällig eine Organisation gesorgt werden, denn die gewerkschaftliche Besolche Anstalt errichtet wird, ganz unbillige Lasten aufbürden wegung sei die Wutter der politischen; die Oppositionellen gerichts- Wahlen überwiesen. würden sich selber ins Gesicht schlagen, wenn sie eine andere Die Steinmetzen hielten am 2. d. M. eine wiederum fehr Form der Organisation schaffen wollten. Dieselben hätten auch zahlreich besuchte öffentliche Versammlung ab. Genosse Reßter, Wo bleibt die Geistlichkeit, um die Sonntagsruhe wissen müssen, daß schon lange vorher von seiten des Verbandes welcher eine Reihe von Vorträgen über die neue Gewerbe- Ord vor dem Ansturm des Krämerthums zu schüßen? Ja, wo bleibt eine Versammlung auf diesen Tag angesezt war. Kollege Wegnung beginnt, erläuterte in diesem seinem ersten Vortrage die fie, die am energischsten für die Sonntagsruhe eintreten sollte, ner versicherte, daß die Einberufer nicht die Absicht gehabt gesetzlichen Bestimmungen über Innungs- Schiedsgerichte in deren wenn es ihr um die religiösen Vorschriften wirklich so ernst hätten, einen Keil in die Organisation zu treiben; es sollte nur Beziehungen zu den Bestimmungen über die Gewerbegerichte und wäre, wie sie ftets behauptet? Sie getraut sich einfach nicht, eine Agitationskommission gewählt werden, um die Massen besser kam zu dem Schlusse, daß die Steinmeß- Junung fein rechtsgegen den Stachel bürgerlicher Profitfucht zu löken. Stets mit gewinnen zu können. Von einer anderen Bersammlung hätten giltiges Jnungs- Schiedsgericht dabe. Der zweite Theil seines der herrschenden Klasse gehend, läßt sie auch in dieser Sache die sie zu สน der Zeit, wo die heutige Versammlung ver- Vortrages beschäftigte sich mit der Entstehung der neuen Ge Arbeiterinteressen sammt den religiösen fints liegen, schweigt abredet war, nichts gewußt; ferner hätten sie den Referenten werbe- Ordnung und deren Bestimmungen über die Sonntags: wo fie reden, thut nichts, wo sie handeln sollte. Das macht: nicht näher über das abzuhaltende Thema gefragt. ruhe. Redner veranschaulichte in eingehender Weise die Mängel ihre materielle Existenz beruht im Wohlwollen der bejizenden Kollege 2itfin spricht im Sinne des Vorredners; im weiteren und Unzulänglichkeiten dieser Bestimmungen, die ausschließlich Klassen; da na ch wurde jederzeit die Uhr der Kirche gestellt. maß derselbe der englischen Gewerkschaftsbewegung, feine Beauf eine" Sonntagsruhe" zugeschnitten feien, auf welche deutung bei. Kollege Brandt meinte, man müffe jetzt endlich es den Arbeitern gar nicht ankomme, indem diefelben E Kapitalistischer Entbehrungslohn. 16 pCt. Dividende einmal Ernst machen und mit aller Energie' rangehen um die vielmehr einen Ruhetag in der Woche verlangen, ers d gewährt diesmal die Zuckerfabrik Heilbronn ihren Noth der Massen zu beseitigen. Derselbe bemerkt ferner, der Verband läuterte die vielen Ausnahmebestimmungen, die in ihrer t fei forrumpirt und übe Diktatur. Kollege Gerisch will nicht näher Dehnbarkeit geeignet feien, die gesetzliche Sonntagsruhe if Mit- auf die Aeußerungen des Vorredners eingehen, der sich mit der gänzlich illusor sch i machen und die vielfachen Bestrebungen Re- artigen fühnen Behauptungen selber ins Gesicht schlage. Ueber nach dieser Richtung hin. Der nächste Vortrag wird sich mit die Gestaltung der Dinge in der Organisation sei niemand den wechselseitigen Beziehungen zwischen Unternehmern und Ar anders als die Majorität entscheidend gewesen, infolge- beitern.( Arbeitsordnungen, Kündigungen 2c.) beschäftigen. Die dessen wäre es geradezu unerfindlich, wie die erwähnten Be trennen varlegungen des vortragenden wurden mit aujeutigem nteresse hauptungen aufgestellt werden könnten. Mit dem Vortrage und Beifall aufgenommen. An den Vortrag knüpfte fich eine fr erklärte Redner im großen und ganzen einverstanden zu sein rege Fragestellung. die englische Gewerkschaftsbewegung mit ihren Riefenstreits sci Schiedsgericht besitzt, wird von den Arbeiter- Stadtverordneten Die Frage, ob die Steinmeßinnung ein nicht zu unterschätzen, wenn auch bedauert werden müsse, daß genau untersucht und beantwortet werden. dieselbe nicht in dem Fahrwasser der modernen Arbeiterbewegung von einer Fachkommission ein Tarif für die Marmorbranche aus d Bekanntlich war h In einer Branchenversammlung der Rohrleger und vor sich gehe. Die Erfolge ber alten englischen Gewerkschaften gearbeitet worden und sollten über diesen mit den Meistern BerGehilfen, welche am Sonntag, den 25. September, in Boly' seien nur durch die Sonderstellung Englands möglich gewesen, handlungen stattfindeen. Zu der diesbezüglich anberaumten Zu Festjälen tagte, referirte Genosse Schwarze unter lebhaftem Bei denn Jahrzehnte lang habe die englische Industrie den Weltmarki fammenkunft war nur ein Meistervertreter erschienen, demzufolge fall über das Thema„ Von der Wiege bis zum Grabe des Pro- beherrscht. Nach einem Schlußwort des Referenten wurde zum konnte die Sitzung gar nicht eröffnet werden. Ungesichts dieser letariers". In der Diskussion wurde recht lebhaft bedauert, daß dritten Punkt der Tagesordnung: Wahl einer Agitations- Thatsache und des Umstandes, daß der bestehende Tarif nirgends wurde die Nothwendigkeit der Organis Intereffe entgegenbringen, ja selbst organisirte Kollegen den Ver- worauf die Wahl abgelehnt und dann folgende, vom Kollegen fation und des festen Zusammenhaltens immer wieder betont.h sammlungen des Verbandes fernbleiben; die anwesenden Mit- Narther eingebrachte Resolution angenommen wurde: Die öffent- Mit der Veranstaltung eines Vergnügens am 22. Oftober glieder wurden ersucht, die indifferenten Kollegen aus ihrem liche Versammlung der Berliner Wietallarbeiter erklärt, an der im Saale der Berliner Bock Brauerei erklärte stch Schlaf aufzurütteln und sie der Organisation zuzuführen. Zum bestehenden Organisation, dem Verband, festzuhalten und mit die Bersammlung einverstanden und wählte hierzu einen Werb Beisitzer für die Heizungsrohrleger in der Fachkommission ganzer Kraft für denselben einzutreten." Kollege Wegner gnügungsausschuß. Die Regelung des Begräbnißwesens nach wählte man den Kollegen Mari mann. Ferner wurde darauf meinte noch, daß sie doch Mittel und Wege finden würden, um früherer Art( mit Musik) wurde beschlossen, das Weitere den aufmerksam gemacht, daß jeder arbeitslose Kollege bei Benutzung Nach einigen persönlichen Angelegenheiten, welche noch zur Sprache Gewerbegericht wurde Einspruch erhoben. Die Gewählten solen ihr Vorhaben in betreff der Agitationskommission durchzusetzen. Platzvertretern überlassen. Gegen die Wahl der Kandidaten zum des Arbeitsnachweises sich nach den dort aushängenden Be stimmungen richten möge, da bei deren Nichtbefolgung unnach- famen, bejchloß man, den event. Ueberschuß der Tellerjammlung noch einmal geprüft werden. Zu den Kosten der Gewerbegerichts sichtlich Ausschluß von Arbeitsnachweis eintritt. Die noch aus dem öffentlichen Fonds der Metallarbeiter zu überweisen, worauf Wahlen wurden 30 m. bewilligt. stehenden statistischen Fragebogen sind umgehend an Karl der Vorsitzende die Bersammlung mit dem Wunsche schloß, daß sie Gutschte, Sebastianstr. 39, einzusenden. Die nächste Branchen- dazu beigetragen haben möge, die Einigkeit unter den Metallarbeitern vollständig herzustellen. versammlung findet am 23. Oktober statt.. würde. Aktionären. Vom Aschenbrödel„ Volksschule". Nach einer theilung des Westf. Anzeigers" fehlen allein im gierungsbezirt Arnsberg 172 ehrer. " 1 Versammlungen. -In der Entgegnung der Herren Kroll, Roloff und Jerwien( siehe gestrige Nummer) muß es heißen:„ Es waren 2 aber doch nur technische Gründe, warum sie( die Agitations Im Fachverein der Tapezirer, welcher am 26. September In einer stark besuchten Kellner- Versammlung, welche kommission) nicht zur Berathung hinzugezogen wurde, und zwar tagte, hielt Kollege Friedmeier eine Vorlesung aus der am 30. September stattfand, referirte Kollege Bösch über das weil sie nur einen( nicht: feinen) Uniform- Hosenschneider als Broschüre Freiland und die Freilandsbewegung", herausgegeben Thema:" Die Gefeßgebung und die gastwirthschaftlichen An- Mitglied zu verzeichnen hat, daher nicht in der Lage ist, diese h vom Freiländischen Aktionsfomitee, woran sich eine lebhafte gestellten". Am Salusse seines Referats kritijirte Redner die Arbeiten alle beurtheilen zu können." Diskussion schloß, in welcher das Werk Herzfa's als eine Phan- schlechten sanitären Verhältnisse, die in den Wohn- und Arbeitstafterei bezeichnet wurde, denn es würden sich wohl wenige Ar- räumen der meisten gastwirthschaftlichen Betriebe herrschen. beiter verlocken lassen, in den dunklen Erdtheil zu ziehen und Auch auf diese Betriebe müsse die Fabrik Inspektion fich dort allerhand Gefahren auszusetzen, um Freiland zu gründen; ausgedehnt werden. Weiter sprach er sich tadelnd über das Verdie Arbeiter wollten vielmehr am Orte bleiben, um da die halten des Hamburger Senats aus und empfahl folgende RejoFrüchte ihrer Arbeit zu genießen. Eine lebhafte Debatte drehte lution zur Annahme: " Literarisches. a sich ferner darum, ob das Werk Herita's angeschafft" Die Versammlung der Gastwirthsgehilfen verurtheilt die Hausschau des Wissens. Unter diesem Titel erscheint im werden folle oder nicht. Einige erklärten es nicht Absicht des Hamburger Senats, die Sorge für die dortigen Noth- Verlage von W. Pauli's Nachf.( 6. Jerosch), Berlin und für nöthig, man folle lieber die sozialdemokratische leidenden der privaten Mildthätigkeit zu überlassen; sie fordert Leipzig, ein volksthümlich- wissenschaftliches Sammelwert, das in Literatur lesen. Ein Redner bezeichnete dies als Pfaffenmoral, desto entschiedener, daß der Staat, der die Pflicht hat und allein folgende Abtheilungen gegliedert ist: Die Natur: I. Ent dieselben sagen auch zu ihren Gläubigern: Dies dürft ihr lesen, im Stande ist, dem durch die Epidemie hervorgerufenen außer- wickelungsgeschichte der Natur( Bd. 1 u. 2). II. Die Naturfräfte jenes nicht. Man müsse im Gegentheil auch andere Schriften ordentlichen Nothstand wirksam entgegen zu treten, ge- Physik u. Mechanik]( Bd. 3 u. 4). III. Die Lehre vom Stoff lesen, denn so nur tönne man selbständig urtheilen lernen. nügende Mittel hierzu zu bewilligen." [ Chemie]( Bd. 5). IV. Das Mineralreich( Bd. 6). V. Das Mehrere andere Kollegen waren ebenfalls dafür, daß das Buch In der Diskussion sprach der Gastwirth Herzberg sich ganz Pflanzenreich( Bd. 7). VI. Das Thierreich( Bd. 8 u. 9). angeschafft wird. Bei der Abstimmung war die Mehrheit für im Sinne des Referenten aus, fand aber nicht für gut, daß die Die Menschheit: VII. Länder- und Völkerkunde( Bd. 10 die Anschaffung des Buches. Unter Vereinsangelegenheiten Kellnerbewegung ins politische Fahrwasser" eingemündet sei. In und 11). VIII. Geschichte der Menschheit[ Weltgeschichte]( Bd. wurde auf die am 10. Oktober stattfindende außerordentliche Bezug auf die Resolution meinte er, Geldbewilligungen wären 12 u. 13). IX. Kunstgeschichte nebst Geschichte der Musik und Oper Generalversammlung aufmerksam gemacht, in welcher der Antrag feitens der Barlamente erst nach langer Zeit zu erwarten, des.( Bd. 14). X. Geschichte der Weltliteratur nebst einer Geschichte Grässel zur Abstimmung kommt. Gleichzeitig bemerkte der Bor: halb müffe die Privathilje eintreten, überhaupt werde sich die des Theaters aller Zeiten und Völker( Bd. 15 u. 16). XI. Gesammt figende, er beantrage seinerseits, daß/ der anwesenden Mit- halb Humanität" durch Resolutionen doch nicht einschränken lassen. register( Bd. 17).[ Gratiszugabe für die Abnehmer der ganzen Samni glieder zur Auflösung erforderlich sind. or empfahl daher, sich an dem in Aussicht stehenden Kellner lung.] Der Hausschat des Wissens" soll in ca. 4 Jahren vollendet In einer gut besuchten Versammlung des Arbeiter- Kommerse zum Besten der Hamburger Kollegen zahlreich werden, im Zeitraum von 1892-1896, so daß aller Jahre vier vereins für Rummelsburg und Umgegend, die zu betheiligen. Demgegenüber machte Pötzsch geltend, daß es Bände von je 50 Druckbogen, bez. 800 Seiten erscheinen. Das am 27. September in Stralau stattfand, sprach Genosse mit der Humanität wenig vereinbar wäre, es überhaupt bezeich- Werk erscheint in 320 Heften à 30 Pf., von denen monatlich J. Folger über den Militarismus und die in Aussicht stehende nend für unseren Kulturzustand" sei, wenn erst ein großer Verca. fünf zur Ausgabe gelangen und in 16 elegant und dauerhaft Militärvorlage. Er erntete lebhaften Beifall. An der Diskussion gnügungsapparat in Bewegung gefegt werden müsse, wenn erst gebundenen Bänden à 7,50 M., von denen ca. aller 4 Monate betheiligten sich die Genossen Delking, Thilicke, Deutschmann, große Quantitäten Bier vertilgt werden müssen, um einige Brocken einer ausgegeben wird. Sobald die Bände vollständig erschienen Weigel und Scheip. Der Vorsitzende machte dann bekannt, daß für die dem trasfesten Elend Verfallenen herauszuschlagen. Die sind, werden diefelben auch einzeln abgegeben, jedoch nur die u die Vereinsbibliothek am 4. Oktober eröffnet wird und der Resolution wurde denn mit dem von Ebert beantragten Zufügen Abnehmer des Gesammtwertes haben Anspruch auf GratisBibliothekar die Bücher am Dienstag und Freitag Abend in einstimmig angenommen, wonach das Bureau der Versammlung die lieferung des Generalregisters, durch welches der„ Hausschatz des d feiner Wohnung ausgeben werde. Die Wohnung des Bibliothekars, Resolution dem Samburger Senat zur Kenntniß bringen soll. Wissens" den Besitz eines Konversations- Lexitons entbehrlich Genossen Bramschiffer, befindet sich Rummelsburg, Lessingstr. 28. Eine weitere Resolution Ebert's, in welcher die Anwesenden machen foll. Der Hausschatz des Wissens" ist reich illustrirt Zum Schluß wurden die anwesenden Gäste aufgefordert, dem aufgefordert wurden, dem auf dem Boden der modernen Arbeiter- Die uns vorliegenden beiden Heft 1 und 2 lassen das Unter bewegung stehenden Verein Berliner Gastwirthsgehilfen beizu nehmen als ein empfehlenswerthes erscheinen; einigen Jau Werein beizutreten und auf die Arbeiterblätter zu abonniren. treten, sowie auch den politischen Vereinigungen sich anzuschließen, ftrationen wäre schärferer Druck zu wünschen fand ebenfalls Annahme. Von der Verhandlung über den Punki Gewerbegerichts- Wahlen" wurde der vorgerückten Seit wegen Abstand genommen, dagegen befannt gegeben, daß in bälde eine l Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. In der Volksbrauerei( Moabit) fand am 26. September eine von seiten der" Opposition" einberufene öffentliche Metallarbeiter- Bersammlung statt. Die Wahl des Bureaus, in welches 9 h C 3 g Q e fc