Nr. 235. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Biertels jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pig. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. Desterreichs Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pig., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Grpedition abgegeben werden. Die Grpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Fesitagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Gernsprech- Anschlug Amt I, Nr. 486. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Freitag, den 7. Oktober 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Baare und Fusangel. nicht vom abstrakt fittlichen und klerikalen Standpunkt, er sich sagen muß, daß eigentlich er selbst einen nicht un" = " sondern nur vom proletarischen, sozialistischen erfolgreich be- bedeutenden Theil dieser Lasten auf sich nehmen müßte!" Den seltsamsten Vergleich, der in den Annalen der fämpfen läßt, daß die Angriffe, wenn sie ins Herz treffen Herr General- Direktor Baare hat sich von dem ihn hochdeutschen Rechtspflege verzeichnet ist", nennt die„ Köl- sollen, gerichtet werden müssen gegen gegen die ganze verehrenden Stadtverordneten- Kollegium der Stadt Bochum nische Boltszeitung", falso eine Parteigenoffin von bürgerliche Gesellschaftsordnung mit ihrem verfaulten zum Ehrenbürger ernennen lassen, und er zeigt sich dieser Fusangel, die Komödie, mit welcher Baare und Fusangel Prozenthum auf der einen und der Lohustlaverei Ernennung würdig dadurch, daß er jedes Jahr aus ihre Prozesse am 3. d. M. vor der Straftammer zu Essen auf der anderen Seite. Aber Fusangel ist vor dem Irrthum Der Einschäzungs- Kommission stillabgeschlossen haben. Wir meinen, wer die betheiligten Ber- dieser Konsequenz seige zurückgeschreckt. Die bürgerliche schweigend Nutzen zieht und viele Tausend Mark, welche fonen kennt und die Zersetzung, in welcher sich die bürger Justiz, die ihm eine Gefängnißstraße nach der anderen eigentlich in die Bochumer Stadtkasse wandern müßten, liche Welt am Ende unseres Jahrhunderts befindet, wird biftirte, hat ihn mürbe gemacht, statt seinen Blick zu ganz ruhig in der Tasche behält."" Wenn bei einem Theile den Vergleich nicht allzu seltsam finden. Unerwartet tam er erweitern. Die ideale Begeisterung für eine große Welt- der Arbeitgeber das Unterscheidungsvermögen zwischen uns deshalb, weil Fusangel bis jetzt alles durchgefochten bewegung, die alle 3 Berdorbene wegräumen will, fehlte Mein und Dein" das Rechtsbewußtsein, soweit wie Staat hat, was er fich mit Baare eingebrockt hatte. Aber, wie ge- als Rüdhalt bei einem Manne, der nur für die Interessen und Gemeinde in Betracht kommen, so sehr abgeſtumpft ist, jagt, feltsam im bürgerlichen Sinne ist an der Sache eigent einer anderen Bourgeoispartei tämpfte. Fusangel entdeckte so wird wohl ein gelinder Zweifel daran laut werden lich nichts. Die Erklärung ist doch aus unseren Zuständen wieder sein gut bürgerliches Herz- und damit war der dürfen, ob man den Arbeitern gegenüber nach reinlicheren ziemlich zuverlässig zu geben. Baare ist der Musterunternehmer komödienhafte Abschluß in Essen gegeben. Grundsätzen verfährt." Auch hier spielt die ProfitDer Großkapitalist fin de siècle( auf der Höhe des Jahr- Nach dieser einfachen Erklärung eines Vorganges, wuth, die schrankenlose Selbstsucht Selbstsucht ihre niedrige hunderts) der von jeder neuen Prozeßverhandlung neue welcher der sozialistischen Sache wiederum einen herrlichen Rolle." Ferner wird, wie wir bereits mitgetheilt, Schande und neue Blamage zu fürchten hat. Wie Augen- Triumph verschafft, brauchte es eigentlich eines weiteren dem Geheimen Rath Baare unreelle Geschäftsgebahrung", zeugen versichern, ist er übrigens bereits jekt förperlich Eingehens auf dasjenige, was in Essen zur Verhandlung„ Mogelei"," schmachvoller Betrug"," unreelle Machenuinirt und gebrochen durch die Aufdeckung aller der Thaten, stehen sollte, kaum mehr. Und doch soll, um die bürgerliche fchaften"," lare Geschäftsmoral" und dergleichen mehr vordie von ihm und in seiner Umgebung begangen worden. Korruption' bis in ihre Einzelheiten zu malen, das Bild geworfen." In einem Artikel wird behauptet, daß Herr Es tann sich also nur fragen, wie Fusangel dazu kommt, hier ein für alle Mal vollständig gezeichnet werden. Ein Geh. Kommerzienrath Baare Zolldefraudationen begangen den Kampf gegen die rheinisch westfälische Unternehmer Theil der Artikel, wegen deren Baare, den Fusangel zur und den Staat um hohe Summen betrogen habe. In forruption plöglich feige im Stich zu lassen. Die Antwort Berantwortung ziehen wollte, behandelte die beispiellosen einem ferneren Artikel heißt es:„ Die Siegesgewißheit, welche ift furchtbar einfach: Fusangel ist selbst our Bochumer Stenerdefraudationen. In den meisten dieser Herr Baare zur Schau trägt, imponirt uns nicht im geringsten, geois, selbst verbunden durch unlösliche Bande mit der Artikel spielte die Person und die kommunale und politische denn wir kennen unseren Pappenheimer, der niemals mehr augefaulten Gesellschaft, aus welcher er einzelne Vertreter Thätigkeit des Generaldirektors Baare die Hauptrolle; auf flunkert, als wenn er einen Mißerfolg voraussieht. Wir erinnern zu bekämpfen begann aus rein bürgerlichem Inter- feinen Einfluß und seine Thätigkeit wurde ein großer Theil nur an Savona, dessen Emporblühen Herr Baare mit großem effe, im Intereffe ber ultramontanen Oberherr der gerügten Uebelstände in Bochum zurückgeführt, er wurde Nachdruck zu einem Zeitpunkte als unmittelbar bevorstehend schaft schwarzer Priesterschaaren über die nationalliberale förmlich als die Seele derselben hingestellt. U. a. wurde von ihm ankündigte, wo das Wert bereits nicht mehr zahlungsfähig Unternehmerherrschaft. Die katholische Kirche, die Fusangel auch behauptet, er habe ein jährliches Ginkommen von 330 000 M., war und Mittel, den Krach zu verhüten, absolut nicht mehr mit ihren weltlichen Machtgelüften vertritt, will vor- bezahle aber nur für ein Einkommen von 28 000-32 000 Wi. beschafft werden konnten. Uns macht Herr Baare mit seinen herrschen, aber sie will es in wohligem Einvernehmen mit Steuern. In seiner eidlichen Vernehmung am vierten Ver- Rebensarten nichts weiß; im Gegentheil, wir sind froh, ihn den Mächtigen dieser Erde, die sie als ihre Werkzeuge zur handlungstage( am 4. Juni) erklärte dann Herr Baare, er in dieser Weise wider besseres Wissen sich äußern zu hören, geistigen Versklavung des Volkes braucht, nachdem diese habe 1889 nur 110 000 m." Einkommen gehabt, wozu denn er untergräbt selbst das Vertrauen zu seiner GlaubWerkzeuge die materielle Berstlavung, die Unternehmer die allerdings noch einige Summen kämen, die er alljährlich an würdigkeit bei denjenigen Personen, welche wissen, wie die Unterdrückung der Arbeiter besorgt haben. Also wohl Verwandte zahlen müsse und deshalb als nicht steuerpflichtig Sache eigentlich steht." Des weiteren wird Herr Geheimer Briefterherrschaft, aber unter der Priesterherrschaft die vor abgezogen habe. Dazu schrieb Fusangel:" Er( Baare) hat Rath Baare ein„ Verbrecher" genannt, es wird ihm ein bereitende Unternehmerherrschaft. Und die Unternehmer- nichts gewußt, obgleich er Stadtverordneter war und sich„ weites Gewissen" vorgeworfen und ausgesprochen, daß erherrschaft drohte beim Fortgange der Prozesse Baare- mit Handschlag verpflichtet hatte, nach bestem Wissen uns zur„ Ausbeutergesellschaft" gehöre, daß er in das Ausland Fusangel ein arges Loch zu bekommen. Erst hatte Fusangel Gewissen für das allgemeine Wohl und den gemeinen Säckel fliehen wolle 11. f. w. Ju einer Polemik gegen das blos die Korruption in Staats- und Gemeindeverwaltung zu sorgen."" Es ist bekannt und gerichtlich festgestellt, daß" Rheinisch- Westfälische Tageblatt" heißt es: Wenn die bekämpft, deren Haupt Baare in Rheinland- Westfalen er( Baare) es sich ein Trinkgeld von 100 W. hat fosten Montenegriner Hammel stehlen und die Türken sich dies Aber der Eifer des ihn lassen, um einen total verlogenen, mich( Fusangel) persödlich nicht gefallen lassen wollen, jammern die ersteren über zu der materiellen Unterlage geführt, verleumdenden Artikel in die„ Köln. Ztg." hineinzuschmuggeln." die Schädigung ihrer nationalen Interessen. So machen es alle bürgerliche Berfaultheit hat: Schandwirthschaft in den Baare schen Unternehmungen baß die schrankenlose Selbstjucht ihre häßlichsten Triumphe Schmerz, theilen ihn aber nicht." In einem ferneren Artikel jelber. Der letzte Stempelprozeß, dessen urkundliche Fest- feiert und daß unser Kaiser übel berathen wäre, wenn er heißt es: Vor einer solchen Geschäftspraxis müffen selbst stellungen hier seiner Zeit trot dem freisprechenden Urtheil den Einflüsterungen von Leuten Gehör geben würde, deren die alten Raubritter den Hut abnehmen, denn so im Großen Der bürgerlichen Richter zu einem Strauß übelriechender blinde Profitwuth sie weit über die Grenzen des Anstandes haben diese die Uebervortheilungen ihrer Mitmenschen doch Blüthen am Baume der rheinisch- westfälischen Unternehmer- und der guten Sitte schweifen läßt." Ist es nicht geradezu nicht betrieben." Wenn Liberalismus und Protestantismus man ihnen Herrn Baare an die Rockschöße einer bürgerlichen Beschränktheit herausführen können. Er zu erröthen oder sich unbehaglich dabei zu fühlen, seinen hängt, so ist das lediglich ihre Sache, und es wird uns hätte ihm tlar machen müssen, daß sich jene Korruption Arbeitern die Steuern monatlich vom Lohn abhält, obschon nicht einfallen, auch nur ein Mort darüber zu verlieren." war. Schließlich die Madbrud verboten.] Kampfes hat Feuilleton. Die Waffen nieder! der 140 fie eben in der Hitze der Partei auch dem besten Spieler Beremonie, der sie da beiwohnen, auf Thorheit passiren können." auch mitunter grausame Thorheit, wie bei den religiösen Opferschlachtungen beruht, dann wollen sie nicht mehr neben Es ist beschlossen; wenn ich aus diesem Feldzug den anderen Bethörten knieen, nicht mehr sich und die Welt zurückkehre, so verlasse ich den Dienst. Alles andere hintau- betrügen, indem sie den nunmehr entgötterten Tempel begesetzt wenn man einmal eine Sache mit einem solchen treten. So ist es mir mit dem grausamen Marsdienst erAbscheu zu erfassen gelernt hat, wie der Krieg mir nun gangen. Das geheimnißvolle, überirdische, Andachts schauermehr einflößt, so wäre es unausgesetzte Lüge, im Dienst erweckende, welches das Erscheinen dieser Gottheit auf dieser Sache zu verharren. Ghedem bin ich, wie Du weißt, die Menschen hervorzubringen pflegt, welches auch in Eine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner. auch schon mit Widerwillen und mit verdammendem Urtheil früherer Zeit noch meinen Sinu umdunkelte, das ist mir Ein zweiter Anblick hingegen, den man von derselben in die Schlacht gezogen, aber erst jetzt hat sich dieser Wider jetzt vollständig abhanden gekommen. Die Armeebefehls Binhöhe aus beobachten konnte, bedeutete einen Schnitzer der wille so gesteigert, diese Verurtheilung so verschärft, daß Liturgie und die rituellen Heldenphrasen erscheinen mir Beißen: Unfer Regiment Khevenhüller wird in einen alle Gründe, welche mich früher bestimmten bei meinem nicht mehr als inspirirter Urtext; der gewaltige Orgelton Sumpf dirigirt, wo es nicht heraus fann und bis auf Berufe auszuharren, aufgehört haben, zu wirken. Die Ge- der Kanonen, der Weihrauchdampf des Pulvers vermag Wenige niedergeschossen wird." in theilweise angeerbt-in meinem Innern noch zu Gunsten furchtsvoll wohne ich der fürchterlichen Kultushandlung bei Mund und Nase und Augen Schlamm des Soldatenthums sprachen, sind mir jetzt, während der und kann dabei nichts anderes mehr sehen, als die Dualen es war ein zuletzt erlebten Greuel ganz verloren gegangen. Ich weiß des Opfers, nichts hören, als dessen jammervollen TodesFehler desjenigen, der die Leute dorthin kommandirt hatte; nicht, sind es die mit Dir gemeinschaftlich gemachten schrei. Und daher kommt es, daß diese Blätter, die ich mit irren ist menschlich" und der Verlust ist kein Lektüren, aus welchen hervorging, daß meine Kriegs meinen Kriegseindrücken fülle, nichts anderes enthalten, als stellt ungefähr einen geschlagenen Bauer vor; ein verachtung nicht vereinzelt ist, sondern von den besten schmerzlich geschauten Schmerz." nächster genialer Zug mit Thurm oder Königin, und alles Geistern der Zeit getheilt wird; sind es die mit Dir geführten| in den Sumpf... Hier versinken, ersticken müssen aber " großer ist wieder gut gemacht. Der Schlamm bleibt zwar in Mund Gespräche, in welchen ich mich durch Aussprache meiner das der * Die Schlacht von Königgräß war geschlagen. Wieder eine Niederlage! Diesmal, wie es scheint, eine entscheidende .. Mein Vater berichtete uns diese Nachricht in einem Zone, als hätte er ben Weltuntergang verkündet. Und kein Brief, keine Depesche von Friedrich! War er todt? Konrad gab seiner Braut Nachund Augen Gefallenen, aber das ist ja nebensächlich Ansichten und durch Deine Zustimmung in denselben geZadelnswerthe dabei ist der taktische Fehler; der muß stärkt habe;-kurz, mein früheres dumpfes, halbauterbrücktes durch eine spätere glückliche Kombination ausgemerzt wer- Gefühl hat sich in eine flare Ueberzeugung verwandelt den, und dem betreffenden Führer tönnen dann immerhin eine Ueberzeugung, die es mir fortan unmöglich macht, noch schöne Orden und Beförderung blühen. Daß neulich dem Kriegsgott zu fröhnen. Das ist so eine Wandlung, verwundet unfer 18. Jägerbataillon während eines Nachtkampfes wie sie bei vielen Leuten in Glaubenssachen eintritt. Zuerst richt: er war unversehrt. Die Verluftlisten waren noch durch mehrere Stunden auf unser Regiment König von sind sie etwas zweiflerisch und gleichgiltig, fie tönnen aber nicht gekommen; es hieß uur, bei Königgrätz gab es vierzig= Breußen schoß, und man erst bei Tagesanbruch den Jrrthum noch mit einer gewissen Ehrfurcht den Tempelhandlungen tausend Todte und Verwundete. Und die letzte Nachricht, bemerkte; daß ein Theil des Regiments Gyulai in einen beiwohnen. Wenn aber einmal aller Mystizismus ab- die ich erhalten hatte, lautete:„ Wir begeben uns hente Reich geführt wurde; das sind auch so kleine Versehen, wie gestreift ist, wenn sie zu der Einsicht gelangen, daß die nach Königgräh." Endlich wird in den inkriminirten Artikeln mehrfach be-| meter Luftraum, gerade wenig genug, um ermeffen zu von zirka 38 Quadratmetern, in welchem 13 Menschen überein hauptet, daß Baare in dem Bochumer Steuerprozeß einen fönnen, unter welch jämmerlichen Verhältnissen die Aus- ander schlafen und sich eventuell bei schlechtem Wetter aufhalten Meineid geleistet habe, daß er die Steuerlast von sich auf wanderer die Ueberfahrt nach Amerika haben unternehmen Hieraus tann sich wohl Jeder ein ungefähres Bild machen mie angenehm der Aufenthalt im Zwischendeck für 130 M. auf feine Arbeiter wälze, daß er ein Lohnbrücker sei und daß er müssen. Es ist weiter selbstverständlich, daß die Schiffe einem der neuesten und besten Dampfer der Hamburg- Amerikanischen feine zumeist katholischen Arbeiter zwinge, bei den öffent vor ihrer Abfahrt in Hamburg gehörig auf Reinlichkeit Packetfahrt- Attien- Gesellschaft ist. lichen Wahlen für nationalliberale Kandidaten zu stimmen. untersucht werden, das Gegentheil dessen war auch nicht Im weiteren eine kurze Beschreibung der Schiffstoft für Diese herrliche Lifte bürgerlicher Tugenden hatte Fusangel behauptet, aber eine andere Frage ist es, in welchem Bus Bwischendecks- Passagiere. dem Baare, dieser Säule der Bourgeoisie in Rheinland- stande die Schiffe während der Fahrt gehalten werden, wo Morgens giebt es ein undefinirbares Getränk( bas Original Westfalen, nach und nach vorgehalten. Und neben dieser kein Reichskommiffar und keine Hamburger Behörde an- hat ein schärferes Wort hierfür), welches unter dem Namen Kaffe Fülle von Thatsachen und Beschuldigungen steht jetzt die wesend ist. Was sollte denn ein Passagier für ein Inter- verabreicht wird. Als zweites Frühstück verabreicht die Gesell lahme Erklärung Fusangel's: Nachdem nun die Eisen- effe daran haben, von Amerika aus über die Zustände eines fchaft Waffer". Als Mittagstoft muß ein unappetitliches Effe bahn- Berwaltungen den Erzeugnissen des Bochumer Vereins Schiffes sich in Deutschland zu beschweren? Die Berichtigung das Original hat ein schärferes Wort hierfür) seitens der Passa ein so gutes Zeugniß ausgestellt haben und Herr Geheimer des Herrn Hachmann kann sich also auf die Fahrtperiode giere aus der Küche geholt werden. Als Nachteffen wird Schwarzbrot und alle drei Tage Mar Kommerzienrath Baare versichert hat, jeden Unregelmäßig felbft gar nicht erstrecken und ist deshalb hierin garine für ca. 20 Personen verabfolgt und unter dem Schlaf teiten fern zu stehen, erkläre ich, daß ich dieser Versicherung gegenstandslos. Maßgebend kann über die letztere fasten aufbewahrt, ist also am andern Tage vollständig un des Herrn Geheimraths Baare Glauben schenke und meine Angelegenheit nur das Urtheil der Passagiere, welche genießbar. gegentheiligen Behauptungen zurückziehe." Die Steuer die Fahrt im Zwischendeck unternahmen, und der Was ferner die Schiffstompagnie in ihren Prospekten unte mogeleien werden dabei gar nicht erwähnt! Aber Baare amerikanischen Behörde sein, die das Schiff bei Matraße und Keillissen versteht, ist für die Zwischendecks- Paffa hat nach dem Strohhalm gegriffen; er weiß, warum. Er seiner Ankunft zu untersuchen hat. Amerikanische Behörden giere schwer verständlich; thatsächlich besteht beibes in einem zahlt die gesammten Prozeßkosten und zieht seine Be- nun haben über den Befund der Hamburger Auswanderer- fleineren und größeren Sack mit verdächtig riechendem Inhalt leidigungsklagen zurück. Vorsichtigerweise hatte der Gerichts- schiffe Urtheile veröffentlicht, die nicht der Berichtigung des dem Aussehen nach scheinen sie für Bennbrüder beſtimmt zu sein Ferner heißt es, Trint- und Nachtgeschirr wird den Passagiere vorfizende die 220 Beugen gar nicht geladen, wohl um dem Herrn Hachmann, wohl aber der von demselben berichtigten unentgeltlich zur Verfügung gestellt; wie und in welcher Ba armen Generaldirektor wenigstens diese Kosten zu sparen. Mittheilung des Vorwärts" als Beweis zu dienen ver- felbiges vorhanden ist, darüber schweigt des Sängers Höflichkeit Der famose Vergleich" hatte so sehr in der Luft ge- mögen. Herr Hachmann, der sich so sehr beeilt, das an Für 12-16 Mann sind 3 Töpfe vorhanden, worin abwechselnd Legen, daß sich der Baare'sche Anwalt nach der be- gegriffene the der kapital zu schüßen, hat thatsächlich das Mittagessen, wenn man es fo nennen will, ferner Kaffee rühmten Friedensansprache des Gerichtsvorsitzenden zuerst uns nicht widerlegt. Wir halten unsere Mittheilungen auf- Thee, Wasser, Margarine, Kartoffeln und Heringe gereicht werden; zum Wort meldete, obgleich nach Lage des Prozesses recht und da sich die Gelegenheit gerade so fügt, so wollen daß es nicht von Reinlichkeit glänzt, ist selbstverständlich, denn von der vielgepriesenen Bedienung ist in diesem Punkte nichts z Fusangel die erste Erklärung hätte abgeben müssen, wie wir ihm mit weiterem Material dienen, das uns I angefehen. Oft genug ist gar kein Wasser zu haben. Von törper der Vorsitzende betont hatte. Der Anwalt Fusangel's vor dem Ausbruch der Cholera zugegangen istlicher Reinigung fann man gar nicht sprechen, denn dafür steh revanchirte fich für diese Zuvorkommenheit seines Gegners und der Hamburger Auswandererbehörde jezt sicherlich den Zwischendecks- Passagieren nur Seewasser zur Verfügung. Da dadurch, daß er undelikater Weise auf die Anregung des Anlaß geben wird, die Dampfergesellschaften schärfstens im baffelbe keine Seife annimmt, ist es zum Waschen unbrauchbar Vorsitzenden" anspielte, die ihn und seinen Klienten zu Ver- Auge zu behalten. Das Material besteht in folgender Bu Da aber auch solches Wasser oftmals nicht zu haben ist, so hat gleichsverhandlungen veranlasse! Als ob nicht schon genug schrift: man das Vergnügen, einige Tage ungewaschen umherzulaufe Komödie bei dieser Farce gewesen wäre.. Vorstehendes mag zufünftigen Zwischendecks- Passagieren al ein Bild der sonst so verherrlichten Fahrt dienen. Warnung! Gesellschaft. Wäre der Bourgeois Fusangel so tapfer geblieben, Gine Reife als Zwischendecks- Passagier auf dem Schnell dampfer wie er feig geworden ist, so hätten wir zunächst nur die" Columbia" der Hamburg- Amerikanischen Packetfahrt- Attieneine Partei, die fapitalistische Unternehmerflique in Rheinland- Westfalen, kompromittirt bis auf die Knochen gesehen. So hat sich auch noch die andere bürgerliche Koterie jener gefegneten Gegenden vor dem Profit prostituirt, der Ultramontanismus mit Fusangel. Das stimmt zu dem sonstigen reaktionären Verhalten des Zentrums unter der neuen era. Unfre Genossen in Rheinland- Westfalen werden über diesen Doppelfang bantend quittiren! Eine Berichtigung und eine Antwort. Aus Hamburg geht uns eine Berichtigung folgenden Jubalts zu: " Die in der Nr. 227 der Druckschrift Borwärts" enthaltene Mittheilung, daß es nirgends unreiner gewesen sei, als auf dem Hamburger Schnelldampfer Augusta Bittoria", auf welchem bei einer Anhäufung von 118 ZwischendecksPassagieren auf 137 Quadratmetern Luftraum Waschgelegenheiten nicht vorhanden und die Klosets in standaWir, die unterzeichneten Passagiere des am 18. Mai d. 3 von Hamburg abgegangenen Dampfers Columbia", erkläre vorstehendes als in allen Punkten zutreffend und verpflichte uns, für diese Thatsachen jeden Augenblick zeugen zu wollen. Name Stanb Seitens der Agenten der Gesellschaft wurden den Passagieren Geschäftskarten der Herren Schmolle, Ziphin und Konforten übergeben, welche bei Ankunft in Hamburg sichtbar zu tragen find, damit niemand den Herren durch die Fänge geht. In welcher Weise sich diese Herren nun aufs Gelbmachen verstehen, mag folgendes beweisen: Eine Familie von 6 Personen Tommt, von der Eisenbahnfahrt erschöpft, an und kann, nachdem sie angeranzt war, wie das liebe Vieh, für sage und schreibe 6 Per- Oscar Floerer, per Handlungskommis fonen" Mart 10,-, in Worten: Zehn Mark, auf der harten Adr. R. Jendricke Holzbank logiren. R. Zerin " Otto Nowad Gin zweiter Fall: Ein Auswanderer wendet sich behufs Auskunft über die Aufgabe seines Gepäcts an den Agenten Herrn Flattau dortfelbst. Es wird ihm mitgetheilt, daß ihm gar feine Rosten und weitere Mühe verursacht würden, wenn er das Gepäck an seine Adresse aufgiebt. Die Schlußbetrachtungen über diesen H. Haupt freundschaftlichen Rath konnte er erst bei seiner Abreise machen, denn es wurde ihm von einem gewissen Herrn Braun, Stell G. Pommerien vertreter des Herrn Flattau, eine Rechnung überreicht, worauf Paul Straube folgende Kosten standen: B Expediren des Koffers auf den Lagerraum 3,00 M. Abholen von der Bahn 0,75" Beförderung aufs Schiff..... 0,75 2,00" 6,50 M. " " Chr. Böhme Mäcker! Musterzeichner Schloffer Dreher Bigarrenarbeiter Klempner Gärtner Schuhmacher Sattler Zimmermann Findeisen Johann H. Schröder Josef Tiebermayer Schamp Schreiner Maurer löser Unordnung gewesen sein sollen, ist in jeder Beziehung auf Befrag wäre, bas Auf Befragen, was der letzte Posten von 2,00 m. bedeute, Weichfelgärtner unwahr. Der den Zwischendecks- Passagieren der Auguſta erklärte er, das wäre das Trinkgelo, was an ihn zu zahlen fei". 2. Jacob Viktoria" zugemessene Luftraum beträgt vielmehr 337 RubitFreitag fährt das Schiff ab, Donnerstag müssen die Zwischen- Johann Girtler meter, sodaß bei 118 Auswanderern für einen jeden der decks paffagiere an Bord gehen und werden mittels Extra Serm. Schlotterbeck felben der gesetzlich vorgeschriebene Raum von 2,85 Rubit Dampfers nach der" Columbia" befördert, um möglichst lange. Werner meter vorhanden war. Ebenso unrichtig sind die Angaben tönnen. Daß bei den Zwischenbecks- Paffagieren Zeit auch Geld in den angenehmen( Zwischendects Näumen verweilen zu J. ist und 3. Eſelt über die mangelhafte Reinlichkeit auf dem Hamburger ist und dieselben infolge dessen Schneidampfer benutzen, scheint Schnelldampfer. Klosets und Waschhäuser sind vielmehr die Gesellschaft nicht zu wissen; diejenigen, welche aber den m. Auster. in ausreichender Menge vorhanden und vor einer etwaigen größten Prozentsaz zur Reise beisteuern, müssen bis Freitag Verunreinigung dadurch geschützt, daß sie während der Fahrt Mittag auf die Kajüts- Passagiere warten. mit fließendem Wasser versehen sind. Die Räume im Zwischendeck werden überhaupt stets vor der Einschiffung der Passagiere auch auf ihre Reinlichkeit hin von dem Reichskommissar und den Besichtigern gründlichst untersucht. Der Senator, Präses der Behörde für das Auswandererwesen. Ha chmann." Der irrthümlichen Angabe des den Zwischendeckspaffagieren zugemessenen Luftraums liegt vermuthlich ein doppelter Druckfehler zu Grunde, was sich jetzt leider nicht mehr fest stellen läßt. Im übrigen sind 337 Kubikmeter Luftraum für 118 Zwischendeckspassagiere, pro Person also 2,25 Stubit May Reichel Raufmann Landwirth Hutmacher Roch Maler Maler Kaufmann Commis Doch es kommt noch beffer. Die Prospekte der Gesellschaft, von den Agenten noch nachträglich durch Versprechungen golden gefärbt, lesen sich sehr schön; es heißt z. B. in den Prospetten Moritz Schweitzer wörtlich:" Das 8 Fuß hobe Zwischendeck ist durch Seitenfenster Leopold Landsberg Dentist erhellt und wird durch Ventilatoren neuester Konstruktion ausgezeichnet ventilirt." Thatsächlich ist es folgendermaßen: Die Beleuchtung am Tage durch Seitenfenster entspricht der in unteres so bestellt, daß wer diese Stäume das erste Mal betritt, in irdifchen, matt erleuchteten Gefängnissen; mit der Ventilation ift eine Düngergrube" gefallen zu sein glaubt. Erhöht wird dieser Genuß noch durch das öftere Desinen der im sogenannten Speiseraum befindlichen Kühlraumtlappen, aus welchen einem ein pestialischer Geruch entgegen kommt. Dazu ein Bretterverschlag Wohnort. New- York 2657.8teve West- Hoboken, Sumi Av. and Lorilland J 8. B. Chicago, fonit Berlin ftraße 63, Arlington, Pallifaben County Columbia, Wisc. Jowa Columbia St. Soint. New- York Burgstädt Burkersdorf Bürger der Vereinigte Staaten Straubing( Bayern) 44. Rushit Brooklyn München New- York New- York New- York 308.61 S New- York WuitStr.12 Fostoria 792 S. Main Ohio Steinschönau, zur Be Fostoria- Ohio Stanislau, 3.3. inNew York Limbach( Sachsen), Zeit Brooklyn, G ham Street 157 Artorney Str. Nr.9 City New- York Rali Dolitische Lebericht. Berlin, den 6. Dktober. 2 Der Bundesrath hat in seiner Sigung am 6. Oftob Am dritten Tage noch immer kein Zeichen. Ich weine wollte, lag möglicherweise Friedrich... Ich würde mich ihr unter dem Vorsitze des Staatssekretärs des June und weine stundenlang. Eben weil mein Kummer noch anschließen und den theuern Kranken finden, pflegen v. Bötticher die Anträge Preußens, betreffend einige nicht ganz hoffnungslos ist, kann ich weinen; wenn ich retten... Die Idee erfaßte mich mit zwingender Gewalt, änderungen und Ergänzungen der Militär- Pensionsgef wüßte, daß alles vorbei ist, so gäbe es für die Wucht meines fo zwingend, daß ich sie für eine magnetische Fernwirkung vom 27. Juni 1871 und 4. April 1874, ferner den E Schmerzes teine Thränen mehr. Auch mein Vater ist tief des sehnenden Wunsches auffaßte, mit dem der Geliebte wurf eines Geseges über die Begründung der Revision gedrückt. Und Otto, mein Bruder, tobt vor Rachsucht. Es nach mir rief. bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten und den Entwurf neu heißt, daß jetzt in Wien Freiwilligen- Rorps errichtet werden Ohne Jemandem aus meiner Familie meinen Vorsatz Bestimmungen über die Statistik der Krankenversicheru zuständigen Ausschüssen zur Vorberathung übe diesen will er sich anschließen. Ferner heißt es, Benedek mitzutheilen denn ich wäre nur auf allseitigen Wider den zuständigen Ausschüssen solle seiner Stelle entsegt und statt seiner der siegreiche Erz- spruch gestoßen machte ich mich ein paar Stunden nach wiesen.herzog Albrecht nach dem Norden berufen werden, Erhalt des Bresserschen Briefes auf den Weg. Ich hatte bann gäbe es vielleicht doch noch ein Aufraffen, ein vorgegeben, daß ich die von dem Doktor verlangten Dinge Frgend ein Offiziofus hatte die Nachricht hausirt, m Die Volksschullehrer und der preußische Sta Zurückschlagen des übermüthigen Feindes, der jetzt in Wien selber besorgen und expediren wolle, und so konnte uns ganz vernichten wolle, der im Vormarsch auf Wien ich ohne Schwierigkeit von Grimiz fortkommen. Von Wien werde die Zinsen des nach§ 83 des preußischen Einkomme begriffen sei... Angst, Wuth, Schmerz erfüllt alle Ge- aus würde ich dann meinem Vater schreiben: Bin nach stener- Gesetzes anzufammelnden Fonds zur Berbesserung müther; der Name„ die Preußen" drückt alles aus, was es dem Kriegsschauplage abgereist." Wohl stiegen mir Zweifel materiellen Lage der Volksschullehrer verwenden. Nun s Hassenswerthes giebt. Mein einziger Gedanke ift Friedrich auf: meine Unfähigkeit und unerfahrenheit, mein Abschen für's erste fest, daß diese Absicht, bestünde sie wirklich, - und keine, keine Nachricht! vor Wunden, Blut und Tod; aber diese Zweifel verjagte nur durchführen ließ, wenn die gefeßliche Bestimmung, Nach einigen Tagen langte ein Brief Doktor Bressers ich: was ich that, ich mußte es thun. Des Gatten Blick. diese Mittel für Zwecke der Steuerreform zu verwend an. Er war in der Umgebung des Schlachtfeldes thätig, flehend und gebietend, war auf mich gerichtet; von seinem seien, vom Landtage beseitigt würde. Aber die Send bo um zu helfen, was er helfen konnte. Die Noth sei grenzen Schmerzenslager streckte er die Arme nach mir aus und: des Herrn Miquel wiegelu bereits ab. Einer von ih los, schrieb er, jeder Einbildungskraft spottend. Er hatte ich tomme, ich komme," war das einzige, was ich zu erklärt in der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung": Es liegt die Frage nahe, ob in der That d fich einem sächsischen Arzte, Doktor Brauer, angeschlossen, denken vermochte. Verwendung des Fonds zur Verbesseru der von seiner Regierung ausgesandt worden war, um nach Ich fand die Stadt Wien in unfäglicher Aufregung der materiellen Lage der Volksschullehr dem Augenschein über die Lage zu berichten. In zwei und Bestürzung. Verstörte Gesichter ringsumher. Mein nach der Finanzlage als am dringlichsten a Tagen sollte auch eine sächsische Dame ankommen- Frau Wagen kreuzte sich mit mehreren Wagen, welche mit Verzusehen ist. Das Etatsjahr 1891/92 schließt mit ein Immer spähete ich, ob nicht Rechnungsdefizit von einigen 40 Millionen Mart, das Simon, eine neue Miß Nightingale welche seit Aus- wundeten gefüllt waren. Aber nein: sein um einige Millionen größer wäre, wenn nicht die Einnah bruch des Krieges in Dresdener Hospitälern thätig gewesen, etwa Friedrich darunter sei.... des Hinterlegungsfonds die Ausgaben un soviel b und welche sich erboten hatte, die Reise nach den Sehnsuchtsruf, der an meinen Fibern zerrte, drang von stiegen hätten. von Böhmen. Hätte man ihn zurückböhmischen Schlachtfeldern anzutreten, um in den um weiter her Nach den Ergebnissen des ersten Ha jahres zu schließen, wird sich das laufende Finanzjahr sch liegenden Hospitälern ihre Hilfe zu leisten. Doktor Brauer transportirt, so wäre die Nachricht davon gleichzeitig zu uns lich günstiger gestalten. Im Gegentheil. Für 1893/94 di und mit ihm Doftor Bresser wollten sich an dem bestimmten gelangt. selbst der Etat nur mit Hilfe einer Anleihe balanciren. Staatsfchuld Preußens wächst daher erheblich. Die Verzinf der zur Deckung der Fehlbeträge erforderlichen Anleihen laftet den Etat mit dauernden Ausgaben in ansehnlicher H Dies würde in der Hauptsache zu vermeiden fein, wenn aus den Mehrerträgen des Einkommensteuer- Gesetzes gefammelten Summen aur Dedung des Defizits wendet würden. Sicher find die geplanten Mehraufwendung für Volksschulzwecke sehr nüßlich und verdienen bei a reichenden Mitteln in erster Linie in Betracht gezogen werden. So wie die Dinge liegen, würden sie in Wirklich Datum, fieben Uhr Abends, nach Königinhof, der letzten Ich ließ mich in einen Gasthof führen. Von dort aus Station vor Königgräh, bis wohin die Eisenbahn noch ver- besorgte ich meine Einkäufe, expedierte den für Grumis betehrte, begeben und die muthige Frau daselbst erwarten. stimmten Brief, warf mich in einen möglichst einfachen, Bresser bat uns, womöglich eine Sendung von Verbandzeug strapazenfähigen Reise- Anzug und fuhr nach dem Nordbahnund dergleichen nach jener Station zu schicken, damit er sie hof. Ich wollte den nächstabgehenden Zug benutzen, um dort in Empfang nehmen könne. rechtzeitig an meine Bestimmung zu gelangen. Es war wie Raum hatte ich diesen Brief gelesen, war mein Entschluß eine fire Idee, unter deren Herrschaft ich meine Handlungen gefaßt: die Kiste mit Verbandzeug würde ich selber ausführte, bringen. In einem jener Spitäler, welche Frau Simon besuchen ( Fortfegung folgt.) 26 der Staatsschuld zu ermöglichen ist." aber nur im Wege der Anleihe zu machen sein.... So keit und die Loyalität der anständigen Forscher, welche gehört die unbeschränkte parlamentarische dringlich aber können doch die Aufwendungen für Volksschul- bürgerliche Dekonomen sind, aber Respekt vor den Thatsachen Redefreiheit, Kritik zu üben. Jedenfalls hätte der zwede taum erachtet werden, daß sie selbst dann stattfinden haben, ihr eitel Gift und Galle ist. mit seiner Verfassungstreue prunkende prunkende Liberalismus müßten, wenn ihre Deckung nur durch Vermehrung der Zinsen gegen jeden Versuch, eine Wolksvertretung in dieser Marseille und die Frankfurter Zeitung". Die Weise zu beeinflussen, sofort Einspruch erheben müssen. Das Daß der Fehlbetrag im preußischen Staatshaushalt Frankfurter Zeitung" drückt sich mit nichtssagenden Nedens- geschieht aber nicht, weil den liberalen Jämmerlingen, die gar nicht so groß ist, wie die Rechenkünstler des Finanz- arten um die Thatsache herum, daß sie die französische mit dem Geldjudenthum als der Blüthe der Geldsackminifteriums behaupten, da ja die Einkommensteuer- Erträge Arbeiterpartei schnöde verleumdet hat, indem sie ihr chauvigruppen verfippt und verschwägert sind, dies Kaiserwort in über Erwarten hohe Ueberschüsse liefern, ist bekannt. Er- nistische Beweggründe unterstellte. Daran ist nicht zu drehen den Kram paßt. Welches Klagegeschrei sie wohl erheben freulich aber ist die Offenheit, mit der die Voltsschullehrer und zu deuteln. Uebrigens hat die deutschfreifinnige Nation" würden, wenn der Monarch im entgegengesetzten Sinne geauf den Sch machtriemen als Reformmittel, auf die fich über diese Angelegenheit mit wünschenswerther Klarheit sprochen hätte! Hungertost als Hilfe für alle Noth hingewiesen werden. und Objektivität ausgesprochen. Daß die Frankfurter Geld ist da, aber wir brauchen es für andere Zwecke. Eine Beitung" die unwahre Behauptung aufgestellt hat, die an Protot. Vor zwei Jahren erwähnten wir eines geAnleihe wegen der Schulmeister aufnehmen? Lächerlich. den Unruhen im nordfranzösischen Kohlenbezirk betheiligten wissen Protot, ehemals Mitglied der Kommune von Paris, Wenn die Schulmeister Reich 3 unmittelbare wären, Arbeiter seien zum großen Theil Sozialisten, steht aber allezeit unsicherer Kantonist, der bei den letzten Wahlen Großgrundbesizer, steinreiche Standesherren, sofort würde gleichfalls fest. Wenn das Frankfurter Blatt die in Frankreich- 1889- plöglich als Antisemit, Boulangist der Pump aufgenommen. Für die Standesherren wird ja kapitalistischen Entsagungsmärchen eines belgischen Unter- und Chauvinist auftauchte, und unseren in Marseille fanthatsächlich eine Anleihe gemacht, um sie für den Entgang nehmerblattes übernimmt, so versteht sich dies. Aber bidirenden Genossen Guesde als Agenten der im Solde ihrer ungesetzlichen Steuerfreiheiten zu entschädigen". Ja, nicht minder klar ist es, daß sie die belgischen Arbeiter- Bismarck's stehenden deutschen Sozialdemokratie denunzirte. Schulmeister, das ist ganz was anderes." zustände so sieht, wie der belgische Kapitalismus es will, Dieser nämliche Protot hat seine blödsinnige Denunziation gezogen. Der preußische Justizminister Herr von Schelling nicht wie sie wirklich sind. Bum Schluß behauptet die neuerdings, und zwar insbesondere gegen Liebknecht wiederhat den Strafantrag gegen den Antisemiten Paasch, der Frankfurterin, deren Gedächtniß durch Altersschwäche zu holt, und die Tante Voß läßt sich das von einem Bariser ihn in seinen Druckschriften angegriffen hatte, zurück- leiden scheint, es sei nicht richtig, daß die Stuttgarter und Klatschkorrespondenten als funkelnagelneue Neuigkeit und Frankfurter Bantiers der Bolkspartei 1868 ihren Anschluß als Beweis des französischen Chauvinismus berichten. Ob an die Statuten der Internationale erklärt haben. Aber Tantchen Boß wohl den Herrn Ahlwardt als lebendigen Die Furcht vor der Sozialdemokratie veranlaßt Herr Sonnemann, Herr Sonnemann! Einige niedliche Daten Beweis dafür annehmen würde, daß Deutschland chauvi ben wohlgesinnten" Verband der deutschen Handlunge. feien vorläufig wir können mit mehr aufwarten hier nistisch geworden ist? Und Ahlwardt ist ein Herkules des gehilfen zu einer Vorstellung an die Handelskammern, auf aufgezählt! Auf dem Nürnberger Arbeitertage, ahrhunderts, verglichen mit Protot, und obendrein ein die Geschäftsinhaber einzuwirken, damit sie die Agitation der im Jahre 1868 unter Bebel's Vorsitz stattfand, waren Ehrenmann verglichen mit Protot. gegen die Sonntagsarbeit fa hren laffen. Allerdings ist das auch die Volksparteiler Leopold Sonnemann aus Frank Berhalten der Prinzipale sowie der ganzen Bourgeois- furt a. M., Kröber aus München, DrDr. Landmann, Erklärung. Ich lese in der Fränkischen Tagespoft": preffe in Beziehung auf die Sonntagsruhe ein der Morgenstern, Räderlin, Degen aus Fürth als Liebknecht wird 8 Tage lang zu berichtigen haben, wenn artiges, daß auch dem blödesten Handlungsgehilfen Vertreter der Internationalen Arbeiter Affoziation er all den Unsinn zurückweisen will, den ihn die interbie Augen aufgehen. Nur dürfte die Bitte an die anwesend. Sie stimmten sämmtlich für den interviewenden Reporter reden ließen." Es ist die Rede von Handelskammern wenig verfangen, und was die nationalen Charakter der Arbeiterpartei. allerhand„ Unfinn", der in französischen Blättern über Brinzipale betrifft, so haben diese sich bisher so wenig Die Frankfurter Beitung" fagt in ihrem Abendblatt meinen Aufenthalt in Marseille veröffentlicht worden ist. um die Prinzipien der Sozialdemokratie bekümmert, daß sie vom 4. d. Mts.: Was den Marseiller Kongreß anbelangt, Mun- bie Tagespost" macht sich zum Glück unnöthige schon jeden Gehilfen, der den freien Sonntag beansprucht, so möchten wir allerdings kein besonderes Gewicht legen Sorgen. Ich spare meine 8 Tage ich war so vorsichtig, für einen Sozialdemokraten ansehen. Der Prinzipal will auf die dort vorgekommenen heftigen Szenen, selbst wenn mtch gar nicht interviewen zu lassen, was natürlich frei schalten und walten können über sein Personal, und es Prügeleien gewesen wären, da dergleichen Dinge in den nicht verhindern konnte, daß französische wie deutsche wer ihn hierin beschränken will, wird von ihm, und wenn sozialistischen Bersammlungen gerade nichts Außerordent- Zeitungsschreiber mir viel Unsinn in den Mund gelegt es das unschuldigste Lamm wäre, zu den bösen Böcken der liches sind. Ernster ist aber der Umstand, daß Herr haben. 20 b Sozialdemokratie gestoßen. Was von den Handelskammern Liebknecht seine so start international gehaltenen Aeuße Wie viel, das weiß ich noch gar nicht, da ich erst zu erwarten, hat erst in dieser Woche die ober- rungen in bezug auf die elfaß- Lothringische Frage gethan gestern Abend zurückkam, und unterwegs nur selten Zeit bayerische Handels. und Gewerbekammer hat, und zwar durchaus nicht aus eigenem Antriebe. Die hatte eine Zeitung zu lesen. Natürlich werde ich Näheres gezeigt, die eine Ausdehnung der Geschäftszeit an den französischen Sozialisten haben, nach übereinstimmenden Be- über meine Reise veröffentlichen, deren Zweck in, meine Sonntagen verlangt, welche die Sonntagsruhe vollständig richten, die elfaß- lothringische Frage auf's Tapet gebracht, fühnsten Erwartungen übersteigender Weise erfüllt worden illusorisch macht. Der Leipziger Verband der deutschen zu dem Zwecke, dem deutschen Sozialistenführer so zu sagen ist. Für heute, nachdem der Vorwärts" schon mit ver Handlungsgehilfen wendet sich vergebens in dieser Agelegen das Gewissen darüber zu erforschen. Wären die französischen schiedentlichen Albernheiten aufgeräumt hat auch die heit an die Bourgeoisie; wenn die Sonntagsruh erhalten Sozialisten so gute Internationalisten wie Herr Liebknecht, gegenwärtige Nummer räumt mit etlichem auf nur bleibt und eine weitere Ausdehnung gewinnt, so werden so würde eine elsaß- lothringische Frage für sie einfach nicht folgendes, bas mehr persönlicher Natur ist. Es werden die Handlungsgehilfen es einzig und allein der sozialdemo- existiren. Daß sie dieselbe auschnitten, zeigt eben zur mir unfo Tegialische Aeußerungen über Bollmar in fratischen Arbeiterbewegung zu danken haben. Genüge, woran diese Internationalisten" Frank find. Daß den Muno gelegt. Hiergegen muß ich mich ver gewisse Leute das nicht zugeben oder nicht sehen wollen, wahren. in Ich habe Gegen die schwere Anklage des nordamerika bas ändert nichts an der Sache." Die Frantf. Beitung" mit Bollmar nicht abgebrochen Deutschland die Polemik um sie in Franknischen Bizekonsule Burke, daß noch am 24. und ist vollkommen falsch unterrichtet. Ein Mitglied des Kon reich wieder aufzunehmen. Auf Anfragen erklärte ich, einen 26. August d. J., also zu einer Zeit, wo die asiatische greffes brachte allerdings, nach Eintreffen der chauvinistischen Kollegen zu fritifiren wäre sehr unschön, im übrigen halte Cholera bereits amtlich in Hamburg festgestellt war, Tartaren- Nachricht von der Ausweisung Liebknecht's aus ich, da die Partei in der Frage des Staatssozialismus fich reine Gesundheitspässe für Auswandererschiffe Frankreich die elfaß lothringische Frage auf's Tapet" so deutlich und so einstimmig ausgesprochen, den ganzen ausgestellt worden seien, erläßt jetzt der Hamburger Senat indem er den Wunsch aussprach, eine bezügliche Frage an wischenfall für erledigt. Bei dieser Gelegenheit sei auch eine Berichtigung, die nichts als eine Beschönigung Liebknecht richten zu dürfen, die Versammlung erklärte dies erwähnt, daß die grotesken Aeußerungen, welche ich über ist. Es heißt darin, daß das Attest für die" Moravia" aber so energisch und so einstimmig für eine Tattlosigkeit, die sogenannten„ Unabhängigen" gethan haben soll, windige am 16. Auguft ausgestellt worden ist, als noch nicht der daß der Neugierige, der sich gar nichts Böses gedacht hatte, Phantasien sind." Man fragte mich einmal nach den Herren geringste Verdacht des Cholera- Ausbruchs vorlag. Die Sachverständigen stellten am 22. August die entscheidenden reichs sind, wie Liebknecht sich aufs gründlichste überzeugen felben in um Entschuldigung bat. Die sozialistischen Arbeiter Frank- Werner und Comp. und theilte mir mit, wie die Merkmale feft. Am 28. und 24. Auguft erschien es zu konnte, durch und durch eben so gute Internationalisten" Titanen, als Robespierre, Marat, Danton und Comp. französischen Blättern als himmelstürmende nächst zweifelhaft, ob die konstatirte Krankheit epidemisch und dem Chauvinismus ebenso feindlich gesinnt freilich geschildert sind, die uns arme girondistische Knirpse von sei. Am 24. Auguft wurden in der Sitzung des Senats die von ihm auch ebenso gehaßt., wie die deutschen Sozial Alten" demnächst aufspeisen würden. Mein homerisches Berichte des Medizinal- Inspektors zur Kenntniß genommen, bemokraten. eine Anfrage des Reichskanzlers wegen der hier aufgeGelächter scheint irgend einem Reporter zu Ohren getretenen verdächtigen Krankheit beantwortet und die tägliche Ahlwardt, der„ Rektor aller Deutschen", soll für den tommen zu sein, der es in seine Sprache übersetzt hatBekanntgabe der Krankheits- und Todesfälle angeordnet. Reichstags- Wahlkreis Friedeberg- Arnswalde, dessen Mandat oder in die Sprache der" Unabhängigen". Geheimrath Koch wurde zugleich um Abgabe eines Gut durch v. Meyer's Tod erledigt ist, von den Berliner Anti- Und ehe ich schließe, möchte ich-nun zum drittenachtens über den epidemischen Charakter der Krankheit er- semiten als Kandidat aufgestellt werden. Hoffentlich nimmt oder gar viertenmal die Bitte wiederholen, mir doch endlich sucht und die Senatskanzlei angewiesen, die Ausstellung fich der Wackere für seinen Wahl- Feldzug Herrn Paulus zu glauben, daß ich keiner fremden Feder bedarf, wenn ich teiner Schiffspäffe sofort einzustellen. Die bereits aus- Meyer als Schildknappen und als Feldprediger den etwas zu sagen wünsche, und daß jedes mir zugeschriebene gestellten Bässe wurden zurückgehalten. Der Paß der Nor- Stöcker mit. mannia" batirte vom 24. August, war aber vor der Siftirung bereits ausgehändigt." Das sind schöne Borte. " den " Interview unecht ist. Berlin, den 6. Ottober 1892. Wilhelm Liebknecht. Parteinachrichten. Sozialdemokraten 80 Hirsch- Dunckerianer) 15 Christlichsoziale Ungiltige Stimmen 510 108 33 Ultramontan- liberales Kompromiß. In München haben mit bajuvarischer Gemüthlichkeit", während die Maßkrüge dumpf zusammenstießen und knusprige Spanferkel Herrn von Stephan widmet auch die Kölnische auf den Schüsseln dampften, die kulturkämpferischen Bolts Zeitung" anläßlich unserer jüngsten Veröffent Bentrumstödter, Nationalliberale und Deutschfreifinnige, ein lichung eine milde Betrachtung. Das rheinische Zentrums Bündniß mit den Schwarzen geschlossen, um gegen die ver Bei den Magdeburger Gewerbegerichts- Wahlen wurde blatt bemerkt u. a.: Die Sozialpolitik des Herrn von haßten Sozialdemokraten gemeinsam bei am 5. Oftober in der 1. und 2. Kammer der Arbeitnehmer folgenStephan erregte schon längst bei allen Unbefangenen leb- Landtagswahlen vorzugehen. Die Schauße und des Resultat erzielt. Es erhielten Stimmen: haftes Kopfschütteln. Seine großen Ueberschüsse sind zum Dallér, die Orterer und Eckart begraben die Streitagt und 1. Rammer 2. Rammer Theil erzielt auf Kosten der Unterbeamten, der Briefträger, die Münchener Arbeiter werden ihnen zeigen, wo Barthel ( Baugewerbe)( br. Gewerbe). Post- Assistenten, Post- Hilfsboten, Land- Briefträger u. s. w. den Most holt. Wie die Furcht vor der Arbeiterbewegung Traurige Besoldungs- und Anstellungsverhältnisse schaffen die feindlichen Gruppen der bürgerlichen Parteien zu einem in der unteren Beamtenschaft ganze Kolonnen von Randi Rattenkönig verwachsen läßt, erweist auch die neueste, nicht daten für die Sozialdemokratie. Bekannt sind die Maß die erste Münchener Spanferkelei. regelungen, unter denen der Post- Assistenten- Verband zu leiden hat. Im Reichstage sind dieselben wiederholt zur Herr Virchow soll nicht umsonst die Lobespauke für Sprache gebracht und allseitig verurtheilt worden, während Bäterchen" geschlagen haben. Als wir Rudolfuschka's vom Bundesrathstische kein ernsthafter Vorwurf gegen den Jubellieder unter die kritische Lupe nahmen, sagten wir, Verband erhoben werden konnte und die Versuche der Ber- daß die pumpbedürftige russische Regierung nächstens ihren theidigung des gegen ihn beliebten Vorgehens überaus Köder in Deutschland auswerfen werde. Jest tommt die Bei den Gemeinderaths- Wahlen in Roftheim wurden schwach waren. Die Wendungen von Wohlwollen der Ver- Nachricht, daß Rußland, wo ja nach Virchow alles gar waltung gegenüber den Beamten, von dem vertrauensvollen herrlich bestellt ist, nicht nur den in Paris einst unter- wei Sozialdemokraten gewählt. Hätte die WahlBorbringen" der Wünsche u. s. w., werden treffend be gebrachten Nestbetrag der Pariser Anleihe, sondern auch zeit für die Arbeiter nicht ungünstig gelegen, so würde die ganze leuchtet durch die Fälle erschreckender Härte und eine neue große Anleihe begeben wolle, für deren Mit- Liste unserer Partei gesiegt haben. So tamen noch einmal zwei Mitleidslosigkeit bureaukratischer Borgesetter, wirkung auf ein Busammenwirken der französischen und Gegner mit Ach und Krach durch. 4 Ob der 6 Damit find sämmtliche 82 sozialdemokratische Randidaten gewählt. Auch die 33 ungiltigen Stimmen fielen auf Randidaten Der sozialdemokratischen Bauarbeiter- Liste; nur der unbegreiflichen Nachlässigkeit einiger unserer Wähler ist es zu danken, daß in die Urne der nicht baugewerblichen Arbeiter Stimmnzettel der Bauarbeiter- Kandidaten hineingesteckt wurden. wie wir fie von Zeit zu Zeit in den Blättern lesen. der deutschen Finanzwelt gerechnet werde". Von der Agitation. In Offenbach sprach Lieb. Neulich hat die Postverwaltung den Einfall gehabt, die deutsche Spießer, nun so wacker für das Barenreich Stim necht gleichfalls in überaus start besuchter Versammlung. Beamten vor den Wucherern zu warnen und ihnen deren mung gemacht worden ist, dem Erbfreund im Osten seinen In Nat el fand am 25. September eine Boltsversammlung Aniffe zu schildern. Daß ein großer Theil des Beamten entfagungsvoll aufgehäuften Entbehrungslohn an den Kopf statt, in welcher Genosse Bogs aus Bromberg über die gegenpersonals in Wucherhänden ist, war längst kein Geheimniß. werfen wird? Wenn große" deutsche Bankhäuser die Nege wärtige soziale und politische Lage referitte. Der Vortrag fand Um fie daraus zu befreien, bedarf es aber feines billigen aufstellen, werden die" Gimpel schon ins Garn fliegen. Der vielen Beifall und gab einen Beweis dafür, daß unsere Beguten Rathes", sondern besserer Bezahlung... Nachdem russische Finanzminister Witte wird sie rupfen, daß es eine wegung auch hier im Fortschreiten begriffen ist. Der württembergische Landesvorstand beabsichtigt, die Nede, dann der Griesbach'sche Sammellisten- Erlaß gebührend er Lust ist. Und der Krady wird kommen. welche Vollmar am 25. September in Gmünd über„ Die Beläutert worden ist, bemerkt die Köln. Bolts- 8tg.":" Daß strebungen der Sozialdemokratie und die Bestrebungen Der Kaiser von Oesterreich wird von der deutschen bes Zentrums" gehalten hat, als Flugblatt herauszugeben die Sozialdemokraten sich solche Dinge nicht entgehen lassen, nehmen wir ihnen durchaus nicht übel, denn sie verdienen Presse des Liberalismus umschmeichelt, weil er über die und besonders in den katholischen Bezirken zur Massenverbreitung antisemitischen Kratehle, die der bekannte zu bringen. die schärffte Kritik." Mechaniker Schneider christlich- sozialen Angedenkens im Konservative Denunzianten. Die schoflen Ge- niederösterreichischen Landtage aufgeführt hat, Zu 50 Mark Geldstrafe und den üblichen Nebenkosten schichtenträger ber Schlesischen Zeitung", die das sich lebhaft beschwert hat. Der Kaiser hat nach den Sozialpolitische Zentralblatt" und seine Beitungsberichten u. a. zit den Landtags- Abgeordneten ge- wurde wegen Beleidigung des herzoglichen Schwurgerichts zu atademischen Mitarbeiter putttämerlich denunzirt haben, sagt:" Das war ein schöner Landtag! So fann es nicht Deffau der verantwortliche Redakteur des Boltsblatis für Anhalt", Genosse Schoep 3, verurtheilt. Die Befinden begeisterte Zustimmung in der Magdebur fortgehen. Da war jede gedeihliche Arbeit unmöglich; bas leidigung ist in dem Großes Aufsehen" betitelten, in Nr. 76 gischen Zeitung". Die Literatenbande, welche für die ist eine Schande vor der ganzen Welt... Das ist eine des Boltsblatts" veröffentlichten Artikel gefunden worden, bürgerliche Presse öffentliche Meinung fabrikmäßig herstellt, Schande, ein Standal." Gerade der Herrscher sollte sich welcher die Gerichtsverhandlung in der Coswiger Körperverist so heruntergekommen, daß die wissenschaftliche Sachlich- hüten, an verfassungsmäßig festgelegten Rechten, und dazu legungs- Affäre( Tödtung des Schlofferlehrlings Senft) behandelte, zu BB Polizeiliches, Gerichtliches ze. " Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 7. Oftober. Opernhaus. Djamileh. 24 Dechant's Welthippodrom Sammelplatz fröhlicher Gesellschaft Schönhauser Allee der Wörtherßraße gegenüber. Höchft amüsanter u. interessanter Aufenthalt. hochelegante bestdressirte Pferde. Brillante Ausstattung. 49/1 Achtung! Zimmerleute. Achtung! Große öffentliche Versammlung der Zimmerer Berlins und Umgegend am Sonntag, den 9. Oktober, Vorm. 10 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandanten- Strasse 77-79. Tagesordnung: rusticana( Bauern-& hre). Vallavi. Täglich: Großes Damen- Reitfest u. Herren- Corso à la Wien vom 3. Quartal 1992. 3. Wahl eines Revisors. 4. Verschiedenes. Schauspielhaus. Der Widerspenstigen sche Brautwerbung. Leffing- Theater. Die Orientreise. Deutsches Theater. Zähmung. throp. In Zivil. bei Concert and Reitmusik. Damen- Reitkleider gratis. Ununterbrochen von 6-11, Sonntags von 4-11 Uhr. Entree 20 Pf. F Reittour 30 Pf. Der Milan Bur gefl. Beachtung für Vereins- Vorstände! Berliner Theater. Das Käthchen von Heilbronn. Wallner- Theater. Der Mann im Monde. Bellealliance- Theater. Geschlossen. Kroll's Theater. Fidelio. Residenz- Theater. Der felige Toupinel. 363/1 1. Die schlechte Lage im Baugewerbe und deren Folgen. 2. Abrechnung Pflicht eines jeden Zimmerers ist es, in der Versammlung zu erscheinen. Die Vertrauensmänner. J. A.: E. Obst. Freie Vereinigung der Bau- Arbeiter Berlins. Sonntag, den 9. Oktober, Vorm. 11 Uhr: Das in der Mittwoch Ausgabe seitens der Lokal- Kommission zurück Mitglieder- Versammlung gezogene Lokal Große Frantjurterstraße 47 ist nicht identisch mit der Königsbank, Gr. Frankfurterstr. 117. Dieselbe empfiehlt nach wie vor den geehrten Vereinen ihre Prachtsäle [ 2376b] J. Haase. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. au Bersammlungen und Festlichkeiten. Die Banditen. Thomas Theater. Dniel Bräsig. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. Alexanderplat- Theater. Die Liebe vor Gericht. Hierauf: Tannhäuser. National- Thenter. Theodora. Apollo Theater. SpezialitätenVorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Freie Bereinigung der Kaufleute. Sonnabend, den 8. Oktober, Abends 82 Uhr: III. Stiftungs- Fest Gebrüder Richter's Variété. Spe- Für zialitäten- Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Nr. 4a. im Concerthaus Sanssouci, Rottbuserstraße Groker Ball. Theater- Aufführung: Ein Stündchen im Comtoir. 188/1 Vollständig umgearbeitet und mit neuen Einlagen versehen. musikalische u. deklamatorische Vorträge sowie Ueberraschungen ist gesorgt. Billets à 50 Pf.( inklusive Tanz) sind zu haben in allen Zahlstellen der Freien Volksbühne" und bei Alfons Borchardt, Wallstr. 89. Die wilde Madonna. Fachverein der Tischler. Gesangspoffe in 3 Atten von L. Treptow. Couplets von G. Görss. Musik von G. Steffens. Mit neuen Kostümen und Dekorationen aus dem Atelier des Herrn Lütkemeyer in Coburg. In Scene gefeßt von Adolph Ernst. Anfang 72 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Alexander- Play- Theater. Novität! Novität! Die Liebe vor Gericht. ( Trial by Jury.) Operette in 1 Aufzug von W. S. Gilbert und Arthur Sullivan. Hierauf: Tannhäuser. Große Ausstattungs- u. Gesangs- Poffe. Anfang 6% Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. American- Theater. Wiederauftr. des urkomischen Bendix in seiner neuesten Saisonnummer. Man merkt's am Gang Da ist was mang." New! Der feine Reisner. Neu! Berl.Lokalschwant v. Oskar Wagner. Circus Corty- Althoff. Berlin, Friedrich- Karl- Ufer. Freitag, den 7. Oktober, Abends 71/2 Uhr: 1. Komiter Vorstellung. U. A.: Auftreten sämmtlicher Clowns in ihren komischen Entrees u. Intermezzos. Außerdem Auftr. der renommirtesten Künstlerinnen und Künstler; Reiten und Vorführung bestdressirter Schul- und Freiheitspferde.- Sonnabend, 72 Uhr: Große Vorstellung. Alles Uebrige die Plakate. Dersammlung Tages- Ordnung: am Dienstag, den 11. Oktober, Abends 8½ Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Sommandantenstraße 77-79. 1. Vortrag. 2. Discussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Sonnabend, den 15. Oktober 1892: Vereins- Kränzchen im Rottbuserstr. 4 a ,, Konzerthaus Sanssouci" Rottbuserstr. 4a. Anfang Abends 8½ hr. Billets find auf allen Zahlstellen des Vereins sowie bei folgenden Herren u haben: Conrad, Bärwaldstr. 53, Quergeb. 2 Tr.; Schulz, Briger ftraße 4, 4 Tr.; Mieke, Adalbertstr. 9, 4 Tr.: Glocke, Lausitzerstr. 52, 3 r.; Koblenzer, Adalbertstr. 96, Quergeb. 1 Tr.; Hoppe, Nixdorf, Berlinerstr. 84/85; Mews, Mariannenstr. 13, 4 Tr.; Klawitter, Oppelnerstr. 16; Gruschke, Bickler straße 58, Hof 2 Tr.; Siobert, Koppenstraße 27, 1 Tr.; Zwanzig, FürbringerStraße 27; Thiel, Boechstraße 15: Maass, Schwedterstraße 1, 1 Tr.; Forner, im Lokale des Herrn Scheffer, Inselstraße 10, II. Zages Ordnung: 129/1 1. Stellungnahme zur Unterstützungsfrage. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom Stiftungsfest. 4. Vereinsangelegenheiten, Verschiedenes und Fragen. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Um pünktliches Erscheinen bittet Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung der Schirmmacher und Schirmmacherinnen und aller in der Branche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen am Freitag, den 7. Oktober, Abends 8%, Ahr, Zages- Ordnung: im Restaurant Bolt( früher Feuerstein), Alte Jakobstraße 75. 1. Vortrag über Gewerbegerichte. 2. Wahl eines Kandidaten. 3. VerUm recht zahlreides Erscheinen bittet schiedenes. 2366b Der Einberufer. Verein der Sattler und Tapezirer. Filiale Berlin. OS Versammlung I am Sonnabend, 8. Oktober, Abends& Uhr, im Lokale des Herrn Wienecke, Alte Jakobftrage Nr. 83. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Roland über Glauben und Wissenschaft. 2. Disfussion. 3. Abrechnung vom 3. Quartal 1892. 4. Wahl eines Bevollmächtigten. 5. Verschiedenes. Um zahlreiches Eischeinen bittet 264/1 Der Vorstand. Achtung! Müller. Achtung! Große öffentliche Versammlung. 251/1 der Müller und Mühlenarbeiter Berlins und Umgegend am Sonntag, den 9. Oktaber, Nadm. 1/2 hr, in Peter's Salon( Moabiter Gesellschaftshaus), Alt- Moabit 80. Zages Ordnung: 1. Vortrag über Gewerbegerichte. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Dele girten zur Streit- Kontrollkommission. 4. Verschiedenes. Anmerkung: Da bereits eine Versammlung über Gewerbegerichte verhandelte und dabei verschiedene Meinungen laut wurden, und wegen zu geringer Betheiligung die Verhandlungen nicht zu Ende geführt wurden, so bitte ich die Kollegen recht zahlreich zu erscheinen. Der Einberufer. Große öffentliche Versammlung Elisabethstr. 49, Quergeb. 3 Tr.; Wiedemann, Wallstr. 7/8, im Arbeitsnachweis. der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplätzen 85/6 Der Vorstand. GESCHAFTSHAUS S. HEINE Die Firma besteht seit 1873, Blousen, hervorragende Neuheiten für die Saison in Wolle, Seide u. Sammet. Morgenröcke, Unterröcke und Schürzen. Großes Lager von Herren-, Damen- und Kinderwäsche Eigenes Fabrikat. Saubere Arbeit. Billige Preise. Die schönsten Kinderkleider für Mädchen jeden Alters, in größter Auswahl voräthig. eventuell Maaßanfertigung schnell! Neuheiten W in Tischdecken, Bettdecken, Schlafdecken und Reisedecken. BERLIN N.CHAUSSEE STR.14 Castan's Feen- Palast Panoptikum. Burgstraße, neben der Börse. 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Bericht der beiden Delegirten zur Streit- Kontrollkommission. 4. Verschiedenes. 183/1 Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Der Einberufer. Freie Volksbühne. Am 16. Oktober findet im Leffing- Theater eine Vorstellung ür die 1., am 23. Oktober dieselbe Vorstellung für die II. Abtheilung Zur Aufführung gelangt: statt. Nathan der Weise" von G. E. Leffing. Die Hauptrollen liegen in den Händen der Herren Rober, Molenaar und Prechtier, der Damen Marie Meyer und Sauer. Die Mitglieder werden gebeten, nunmehr die Umwechselung der Karten bei den bekannten Zahlstellen schleunigst zu besorgen, da sie später nur in eine etwaige III. Abtheilung aufgenommen werden können. Außer in den bekannten Zahlstellen werden noch Umschreibungen und Neuaufnahmen vorgenommen bei den Herren Aug. Penn, Demminerstr. 63; Otto Köppen, Gitschinerstr. 109, und Brano Scheithauer, Musikalienhandlung Rosenthalerstr. 63/64 vis- à- vis der Auguststraße. 62/1 Der Kassirer Julius Türk, SW., Golmsstr. 24. Aufruf! Deutsche Freidenker und Freidenkerinnen! Zur erfolgreichen Fortsetzung unseres seit zehn Jahren geführten Kampfe für die Befreiung des Volkes aus der Nacht des religiösen Wahnes und Aber glaubens beabsichtigen wir die Gründung eines größeren, auch dem Familien leben näher tretenden Preßorganes. Aus den engeren Kreisen unserer Bundes angehörigen liegen infolge eines Aufrufes bereits Geldopfer dazu vor. Wit bedürfen aber der Unterstützung aller derjenigen, die gleichen Sinnes mit uns aus den Banden der Unwissenheit und der Gleichgiltigkeit gegenüber den religiösen und sozialen Fragen, welche uns als die wichtigsten Probleme det Zeit auf Schritt und Tritt entgegentreten. Deshalb fordern wie hiermit alle unsere Freunde und Freundinnen auf Verein d. Gummiarbeiter find, bie wie wir das Heil der Zukunft sehen in der Erivedung des Bolles Berlins und Umgegend. Sonntag, den 9. Oktober, Vorm. 92 Uhr: und Gedantenleier à la Cumberland. Mitgl.- Versammlung uns ihre materielle und moralische Unterſtüßung zuzuwenden und sich, sowell Wochentags frei. Sonntags Entree 30 Pf. Zwei Säle fowie 6 Billards, 3 Kegelbahnen. F. Sodtke. Passage-Panopticum. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch, Fu!! zu Bersammlungen und Vergnügungen. ein Riesen- Ein großes und 1 kleines Vereinszimmer und eine Kegelbahn sind zu verKind!!! geben Schüßenstr. 18/19, Restaurant. 9 Ohne Extra- Entrée. von 11-1 und 4-9 Uhr. in Rixdorf, Berlinerstr. 136 bei Kummer. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Thall über Geschichtsfälschung. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom 2. Stiftungsfest. 4. Vereinsangelegenheiten. 2362b die Verhältnisse es ihnen erlauben, unserem Bunde anzuschließen. ein schäkenswerthes Leben ohne ideales Streben, kein ideales Strebet ohne Opfermuth und Hingabe an eine gute Sache. blatt des deutschen Freidenkerbundes" ist durch die Post( Postliste Nr. 1429, Unser vorläufiges, monatlich erscheinendes Bundesorgan, Correspondenz Nachtrag 15) oder unter Kreuzband für 50 Pf. pro Quartal zu beziehen. Der Jahresbeitrag als Bundesmitglied beruht auf Selbsteinschätzung, beträgt aber wenigstens 3 M., wogegen das Bundesorgan unentgeltlich erfolgt. Anfragen Anmeldungen und Geldsendungen believe man zu adreffiren: Redaktion di des Correspondenblattes des deutschen Freidenkerbundes, Költe: erwarthstraße 12. 3084 Gäste haben Zutritt. Um zahlreiches Gäste haben Zutritt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Empfehle mein Cigarren- Geschäft. Fritz Gerlach, Berlin W., Potsdamerstr. 66. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, 2263b Linienstr. 149. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10 Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. " 7 Der Vorstand des deutschen Freidenkerbundes. 2 Vierzu eine Bellage e 27 Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 235. Freitag, den 7. Oktober 1892. ist. Trotz wird 9. Jahrg. Militärvorlage und Steuerpläne. diefer nicht wegzuleugnenden Thatfadenjenigen Wadenooten, werden zwei Erkrankungen an Cholera und ein habe. Reaction. Der Wochenbericht des Ministers des Innern M Oftober. Aus Drumpt, Gemeinde Gegen den unpopulären militärischen Betrachter", Opferwilligteit gegenübertreten, die sie stets bewiesen Todesfall gemeldet; aus 3veterwoude eine Erkrankung, aus det" Kreuz- 3tg.", Der bekanntlich die zweijährige Dienst etiva das wirklich nothleibende und durch den Heeresdienst schwer Barik zwei Erkrankungen und ein Todesfall, aus footftertille hat." Die Landwirthschaft" bedeutet für die Agrarier nicht Affelstein ein Todesfall, aus Bleskensgraaf eine Erkrankung, aus beti heftig bekämpft hat, wendet sich in höherem Auftrag geschädigte 2 and volt, sondern die Junkerschaft. Hübsch Gemeinde Achtkarspelen, eine Erkrankung aus Rotterdam eine Der erste einer in der Norddeutschen Allgemeinen Seitung" eröffneten" Artikelreihe: Militärpolitische Betracht die Klage über die Städte, die den Zandarbeiter das hei Erkrankung. ist lungen. Für die Regierungen, führt das Onzie Wicht mische Landparadies vergessen machen. Die Opferwilligkeit der tonstatirt 45 Todesfälle an astatischer Cholera. aus, Krautbarone auf Kosten der großen Masse ist der Paris, 6. Ottober. Gestern wurden hier 27 Erkrankungen Weh liege die Sache so:„ iſt eine erhebliche Verstärkung unserer Gipfel der Unverfrorenheit.„ Wir werden", sagt eisenstirung der und§ Todesfälle an Cholera gemeldet; in den Hoſpitälern der Wehrkraft möglich, ohne auf die zweijährige Dienstzeit ein9 ugehen? Würde das Reich die wirthschaftlichen und finanziellen Parlamentarier der„ Kons. Korrefp."," die Militärvorlage ledig- Stadt Paris befinden sich 167 Cholerakrante. Rouen, 6. Oktober. Hier sind gestern 4 Erkrankungen aften einer erheblich erhöhten Refruteneinstellung bei reilich beurtheilen unter dem Gesichtspunkte eines für die Sicherjähriger Dienstzeit der Fußtruppen tragen fönnen? Gs fomme des Vaterlandes nothwendigen Opfers". und 1 Todesfall an Cholera vorgekommen; 13 Rrante befinden nicht darauf an, einen hohen Friedens- Präsenzstand mit der Opfer wird dargebracht von Blut und Gut des sich im Hospital. Mindestzahl von Ersatzgestellung zu erhalten, sondern so vielen und der Götze, dem geopfert wird, ist der Götze der Athen, 6. Oftober. Der Sanitätsrath hat für PassagierRefruten eine genügende Ausbildung zu geben, daß Friedens schiffe aus Desterreich Ungarn eine elftägige Quarantäne, stand und Beurlaubtenstand für Schiffe ohne Passagiere eine fünftägige Beobachtung be zusammen diejenige KriegsStärte ergeben, welche die politischen Verhältnisse fordern. antragt. Sei es hierzu nöthig, jährlich eine gewisse Zahl von Rekruten einzustellen so würde zweifellos die Friedenstruppe bei dreijähriger Dienstzeit jährlich ungefähr ein Drittel mehr toften, als bei zweijähriger. Es ließen sich die Mittel und Wege finden, die Ausbildung intensiv so zu steigern, daß bei zweijähriger Dienstzeit im ganzen dasselbe Ergebniß für die Kriegs- wonnene Erfahrung, daß die Schiffer mit ihren Familien der Nachdem die schon in früheren Cholera- Epidemieen getüchtigkeit der Armee erreicht werde, wie bei der jetzigen verftümmelten dreijährigen Dienstzeit. Wir stehen", heißt es dann, Wir stehen", heißt es dann, Cholera- Erkrankung besonders ausgesetzt sind, in den letzten in dieser Beziehung auf demselben Boden, wie die preußische Wochen mannigfache Bestätigung gefunden hatte, ist von der Militärverwaltung in der Konflittszeit." CB were im Kaiserlichen Gesundheitsamt errichteten Es AufBabe der Heeresverwaltung sein, wenn die nöthigen Geld: Cholera- Kommission die Ausarbeitung einer die mittel zur Verfügung gestellt würden, ihr die Mittel und Wege eigenthümlichen Lebensverhältnisse der Schiffer meister angenommen; die Bestätigung wird nunmehr nachzur Regelung diefer Sache zu finden. Daß dieser Ausgleich bevölkerung berücksichtigenden Belehrung über die gesucht werden. Mehrkosten verursache, liege auf very and geeignetften Schuhmaßregeln gegen Cholera beschlossen worden. Stadtrath Röst el lehnt die Wiederwahl zum Stadtrath Der Kern dieser aus dem Reichskanzlerami stammenden Darlegung Dieselbe ist nunmehr als Ergänzung des Ende Auguſt aus dem vom 1. Januar 1893 ab. Von der Cholera. Der Reichs- Anzeiger" schreibt: Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Deffentliche Sigung vom Donnerstag, den 6. Oktober, Nachmittags 5 Uhr. Bürgermeister Belle hat die Wahl zum ersten Bürger-/ : 3weijährige Dienstzeit unter allerlei bebentſamen Gins Raiserlichen Gesundheitsamt unter dem Titel:„ Schußmaßregeln Die Versammlung feht zunächst die Erörterung der schränkungen, ohne Entlastung der Steuerzahler und Behr gegen die Gholera" hervorgegangenen, für weitere Streife be- Betition von Boy und Genoffen fort, betreffend die Berfähigen, ueue furchtbare Erhöhung des Kriegsbudgets our timmten Flugblatts hergestellt worden und soll demnächst unter breiterung der Potsdamerstraße bis zur LühowDurchführung dieser„ Reform", die mehr Soldaten und mehr den Schiffern verbreitet werden. Das neue Flugblatt, welches straße unter Beseitigung der Vorgärten. im Verlag von Julius Springer erschienen ist, Preis 5 Pfennige, Bereits am 4. Juni 1891 hat die Versammlung aus Anlaß 100 Gremplare 2 M., 1000 Exemplare 15 m., hat folgenden Wortlaut: " 1 Wie schützt sich der Schiffer vor der Cholera? ( Ergänzung zu den Schuhmaßregeln gegen Cholera", zusammengestellt im Kaiserlichen Gesundheitsamt.) Schiffer sind mit ihren Familien der Cholera besonders aus gefeßt. Durch die Beachtung nachstehender Regeln kannst Du Dich in wirksamer Weise vor der Cholera ſchüßen. Geld heischt. deutschen" sagt: Spaßhaft ist es, wenn der caprivistische Hausgeist der Nordeines Antrages Bortmann beschlossen, den Magistrat um eine Vorlage wegen Verbreiterung des Fahrdammes der PotsdamerAm meisten überrascht uns die Behauptung ( der Kreuz- Zeitung"), daß die Verkürzung der Dienstzeit bei den straße vom Potsdamerplatz bis zur Lützowstraße, sowie wegen Fußtruppen, weil eine Forderung der Gerechtigkeit, die Neubaues der Potsdamerbrücke zu ersuchen. Der Petitions Herabsetzung der Ausbildungsperiode auch bei den berittenen ausschuß empfiehlt, unter Aufrechterhaltung dieses Beschlusses die Waffen auf zwei Jahre zur Folge haben werde. Kann es, wenn Petition dem Magistrat zur Berücksichtigung zu überweisen. die Berathung auszusetzen und zunächst den Magistrat um AufIn der vorigen Sitzung hatte Stadtv. 2ö wel beantragt, überhaupt eine Stätte hat, etwas ungerechteres geben, 1. Das Choleragift findet sich häufig im Wasser, mit welchera ftellung eines Kostenanschlages für die bezügliche Verbreiterung zu der ungefähr drei Jahre dient, und einem andern, der es nicht Dein Beruf, 8. B. beim Staken, Rubern, Ginholen der Taue und ersuchen. auf zwei Jahre bringt, den Einjährigen, den Volksschullehrern Retten Dich vielfach in Berührung bringt. Auch wenn dies Stadtv. Blisch te hält den Ankauf von Häusern im oberen und den Erfahreserven mit ihren zehn Wochen?" In der That, Wasser ganz tlar ist und gut schmeckt, kann das Choleragift darin Theil der Potsdamerstraße vom Potsdamer Thor bis zur Potsfeine Stätte", sintemal der Klassenstaat die Söhne der Reichen damer Brücke entgegen dem Stadtv. Löwel zur Verbreiterung der ein erlösendes Wort! Im Militarismus hat die Gerechtigkeit enthalten fein. 2. Trinke daher niemals Waffer aus Kanälen, Flüssen und Straße nicht für nothwendig und auch kaum für denkbar und Fach Seen; benuge dasselbe aber auch nicht zum Waschen der Dände bittet um Annahme des Ausschußantrages, ebenso für friegstüchtig, sondern auch für befähigt zum Offi- und des Gefichts, zum Spülen des Eßgeschirrs und der Trink- Stadtv. Wohlgemuth, der darauf hinweist, daß nicht iersdienst hält, die Broletarier, Die teinen gefäße noch zum Aufwischen des Wohnraums, Hüte Dich, Gegen- die Verbreiterung der Straße, sondern die des Fahrbammes dereute aber, obwohl ein Bauernknecht oder Handwerksgesell viel ſtände, bie mit solchem Wasser in Berührung waren, ober die felben in Frage steht. Durch die Beseitigung der Borgärten gewandter ist, als ein auf der Schulbant oder in der Kneipe Du mit nassen Händen angefast haftt( Cigarren, Pfeifen 3. B.) würden 5 Meter auf jeder Seite der Straße gewonnen. Bon feifgefeffener Bourgeoissprößling, drei Jahre und länger bei der zum Munde zu führen. der durch Ueberbrückung des Ranals im Zuge der Röthenerstraße Fahne bleiben müffen. zu erwartenden Entlastung der Potsdamerstraße tönne man sich genügende Abhilfe nicht versprechen. Der Ausschußantrag wird nach Ablehnung des Antrages Löwel angenommen. " 1 3. Nimm zum Trinken, Waschen und Spülen nur unver dächtiges Waffer aus guten Brunnen und Wasserleitungen. Bei den Schleusen und Kontrollstationen sind die Entnahmestellen zu erfragen oder schon kenntlich gemacht. Die lupopulären militärischen Betrachtungen" der reuz- Beitung" find ausgezeichnet durch ihre schnauzenwüchsige Aufgeknöpftheit. Man höre( Nr. 467 vom 6. d. M.): 4. Halte an Bord gutes Waffer in einem zugedeckten Gefäß fehlenden Stellen aus dem Unteroffizier Korps ersetzen von ausreichender Größe( Tonne, Eimer). nöthigt, aus dem Fahrwaſſer au ſchöpfen, to bewuße dies Waffer 5. Bist Du aus Mangel an unverdächtigem Wasser gebenn selbst der freisinnige Oberlehrer, freisinnige Richter, Beamte nur, nachdem es mehrere Minuten lang gefocht ist. und selbst der demokratische Arzt werden sich mit Hand und Fuß 6. Vor dem Effen reinige stets die Hände gründlich mit Wasser und Geise! Noch besser ist die Desinfektion mit fünf fein, sich durch Subalterne verstärken zu lassen? Und doch lehrt und Krankenpfleger schützen. Selaſſen wehren. Sollen nur die Difiziertorps gut genug dazu prozentiger Carbolsäurelöſung, burch welche fich. B. auch Aerzte die Geschichte, daß nichts die Truppe höher bringt, als die Güte nd der Geist des Offizierkorps. Daß dieses wächst mit der Homogenität( Gleichartigkeit) desselben, ist eine Thatsache.. unterm 29. August die Nachbewilligung von 7400 M. für bauFür das Krankenhaus am Urban hatte der Magiftrat ſammlung hatte einen Ausschuß für die Prüfung dieser Borlage liche Unterhaltungsarbeiten nachgesucht. Die Ver und zur Untersuchu ng darüber eingesetzt, woher es fomme, daß bei diesem erst vor einigen Jahren in Betrieb genommenen Krankenhause schon so umfassende, in den Rahmen der gewöhn lichen Unterhaltung nicht unterzubringende Reparaturen nothwendig seien, bezw. ob hier ein Verschulden der Unternehmer 7. Verunreinige das Wasser nicht durch Ausleerungen und oder der Bauverwaltung zu Grunde liege. Bei der Besichtigung halte auch Deine Angehörigen davon ab. Benutze zur Ver- durch den Ausschuß hat sich u. a. ergeben, daß die Erneuerung richtung Der Nothdurft besondere Gefäße, in welche zuvor des Fußbodens in der Waschküche, wofür 1176 m. gefordert M. an werden, bereits ausgeführt ist. den Kontrollstationen ausgetheilt wird, ge- bauert, burch dies Verfahren gezwungen zu sein, mit etwaigen Der Ausschuß bes 8. Vermeide jedes Uebermaß im Genuß von Speisen und Ge- Verbesserungsvorschlägen zurück zu halten, empfiehlt aber im Die Versammlung tritt ohne Debatte dem Ausschußantrage bei. Zur vorläufigen Kenntnißnahme hat der Magistrat der Ver eine Sonderblüthe, an der man sicher nicht ohne schüttet worden ist. Gefahr für ihr Gedeihen experimentiren dürfte." Ton und Auf-| faffung flingen lebhaft an die Denkweise des preußisch en tränken, entnimmt die Lebensmittel nur aus zuverlässig reinlichen Uebrigen die Annahme der Magistratsvorlage. Militäradels von 1806: der gleiche Hochmuth, diefelbe Verkaufsstellen und schütze Dich durch zweckmäßige Kleidung vor bodenlose Beschränktheit und die gleiche Unfähigkeit. Die„ Sonder- Erkältungen. Halte Deine Kabinen peinlich sauber; genieße alle deutet für die Schulung und Zucht der Mannschaft, als ein unreinlichen Lokalen. ben zahlen. Als ob nicht ein tüchtiger Unteroffizier mehr be- Bermeide ven Werkehr mit choleraverdächtigen Personen und in Duhend jugendgrüner Milchbärte von Lieutenants, die von der Radettenschule weg ins Heer eintreten? 9. Bei Erkrankungen, insbesondere an Durchfall, Leibfchmerz, und Erbrechen, wende Dich sofort an den nächsten Arzt. Ausleerungen fo Erkrankter dürfen unter feinen Umständen in das Wasser gelangen. fammlung ein Profilblatt nebst Grläuterungsbericht überſandt, aus welchem das Wesentliche über die bisherigen Verhandlungen und Vorschläge betr. die Umgestaltung der Straße unter den Linden zu entnehmen ist. Die erwähnten Verhandlungen haben seit April d. J. geruht. Nach dem Erläuterungsbericht hat das Polizeipräsidium aus Verkehrsrücksichten eine Anordnung empfohlen, welche die Beibehaltung der äußeren Baumreihen unmöglich machen würde. Mit einer Baumreihe auf jeder Seite der Promenade bestehen zu lassen, erklärt der Magistrat nicht einverstanden sein zu können, da eine solche ihm weder aus ästhetischen Gründen empfehlenswerth erscheint, noch auch mit dem der ganzen Bevölkerung der Stadt 2./10. 3./10. 4./10. 5./10. liebgewordenen Bilde je ner Hauptstraße in Einklang stehe. 6. Den Saiferlichen Gefundheitsamt vom 5. bis Anordnung aber, die schließlich dazu zwingen würde, nur je eine Staat und Bezirk. Ort. der Ronservativen, veröffentlicht an der Spitze ihrer legten AusDie ,, Konservative Korrespondenz", das amtliche Organ gegangene Zuschrist, in der es u. a. heißt:" Die fonservative| Partei steht unbedingt auf dem Boden der Reichsverfassung; fie tungs- und Todesfälle: verlangt die Aufrechterhaltung der Bestimmungen des Artikels 59, wonach jeder wehrpflichtige Deutsche die Verpflichtung hat, die ersten drei Jahre der siebenjährigen Dienstzeit im stehenden Heere bei den Fahnen zu dienen. Bei der Infanterie ist jedoch thatsächlich diese Dienstzeit bei den Fahnen auf den Durchschnitt| von zwei Jahren und zwei Monaten herabgesunken. Wenn nun hervorragende militärische Autoritäten in ihrer großen Mehrheit| die Ausbildung der Infanterie in zweijähriger Dienstzeit bei den Fahnen für ausreichend erachten, so würden wir keinen Anlaß baben, einem folchen sachverständigen Urtheil entgegenzutreten. Samburg. Die Aufrechterhaltung der Bestimmungen der Verfassung ist dagegen schon mit Rücksicht auf die Spezialwaffen die Kavallerie und die Artillerie unbedingt nothwendig. Die Konsequenz einer nur zweijährigen Ausbildung der Infanteristen würde ein mal fein: die Möglichkeit der Einstellung einer entsprechend größeren Zahl von Mannschaften und nach den bisher, auf machten Erfahrungen ein erhöhter Bedarf an Unteroffizieren und Offizieren. Daraus resultirt aber ein zweifellos nicht unerheb- Fiddichon 1 Todesfall. licher, dauernder finanzieller Mehrauswand." Diese Verfassungs Preußen: erfranft gestorben ertranft Hamburg. 26 12 43 Schleswig. Altona. Rendsburg. Stettin. Stettin. Datum: gestorben erfrantt gestorben erfranft 9 30 11 21 3 3 5 6 328 8 in der Stadt Auf Antrag des Stadtv. Giese, der die Beseitigung des Reitweges für nothwendig hält, um zu einer zweckentsprechenden Umgestaltung der Straße zu gelangen, und in dieser Forderung von den Stadtv. Kyllmann und Sachs 1 unterstützt wird, überweist die Versammlung die Vorlage einem Ausschuß. Für den Neubau der dreifachen Schule Stephan straße 25/26 werden nach furzer Debatte weitere 100 000 m. zur Verfügung gestellt und der Kostenanschlag mit 783 000 m. genehmigt. Bur Unterbringung der bisher im Miethshause Brunnenstraße 76 befindlichen 190. Gemeindeschule soll ein neues 1 Doppel- Schulgebäude errichtet und dazu ein unbebautes, 2 der Baugesellschaft Humboldthain" gehöriges Grundstück an der Straße 36 a für 259 400 M. erworben werden. Die bezügliche Vorlage wird einem Ausschuß überwiesen. Es folgt die Verhandlung des Antrages der Stadtvv. Stadthagen u. Gen.: Vereinzelte Grtrantungen: Regierungsbezirk Stettin: Regierungsbezirt Stade: in je 1 Ort der Kreise fie die jetzigen Heereseinrichtungen, so reaktionär sie sind, vertrene der Junter ist wirklich so rührend wie gewinnreich. Daß Jork und Kehdingen 1 Todesfall. ewigen wollen, liegt in der Natur der Sache. Dann heißt es: und sehr viel die Mehr Stadt Berlin: 1 Erkrankung. Regierungsbezirt Potsdam: in 1 Drt des Kreises Niederbarnim 1 tödtlich verlaufene Erkrankung. Hamburg, 6. Oftober. Amtlich werden 21 CholeraDen Magistrat zu ersuchen, die für eine geordnete ärztliche Untersuchung und Ueberwachung des Gesundheitszustandes der Gemeindeschüler erforderlichen Einrichtungen zu treffen. Stadtv. Meyer I beantragt, den Antrag Stadthagen dem Schwerer als die anderen Klassen der Bevölkerung hinzu, daß die Truppen, die auch fernerhin drei Jahre bei den gestern 11 Erfrankungen und 5 Todesfälle. Der Rest find Nach tation für öffentliche Gesundheitspflege zu überreichen und von laften jeder numerischen Verstärkung der Armee. Wir fügen noch Erkrankungen und 8 Todesfälle gemeldet; davon entfallen auf Magiftrat mit dem Ersuchen mitzutheilen, denselben der Depu Fahnen Artillerie zu bleiben haben werden fast Kavallerie und meldungen. Die Transporte betrugen gestern 21 Kraute und ausschließlich aus der Landwirth 1 Leiche. nicht in chaft treibenden Bevölkerung sich ergänzen. läßt sich auch leider Dann aber Pest, 6. Oftober. Im Laufe des gestrigen Tages find Abrede stellen, daß 40 Cholera- Erkrankungen und 17 Todesfälle gemeldet worden. Lemberg, 5. Oktober. Die bakteriologische Untersuchung bie Ableistung der Dienstpflicht in den Städten dem Ergebniß der Erörterungen s. 3. der Versammlung Mit theilung zu machen. Stadtv. Spinola beantragt, den Magistrat zu ersuchen, zunächst ein Gutachten dieser Deputation über den Antrag zu ertrahiren. Antragsteller Stadtv. Stadthagen: Der vorliegende bie bedauerliche Wirkung hat, die jungen Leute zu ver hat ergeben, daß bei den in Pankowice( Bezirk Brody) Krownifi anlassen, in den Städten zu verbleiben, was( Bezirk Przemysl) Ilince( Bezirk Sniatyu) und Mielec unter Antrag ist ja kein neuer; er ist schon vor zwei Jahren, wenn bei dem Mangel an Arbeitskräften auf dem choleraverdächtigen Umständen erkrankten Personen nirgends auch in etwas anderer Form, von uns eingebracht worden. Wir ande von nicht zu unterschäßender Bedeutung l asiatische Cholera vorliegt. bringen ihn jetzt wieder ein, weil inzwischen Stichhaltiges nicht gegen ihn vorgebracht ist, man ihn vielmehr damals blos als wieder zu solchen gemacht werden. Die Entlassung| einer Beschwerde des Magistrats von den betheiligten Mi micht opportun bezeichnete, andererfeits weil es gerade jezt noth- ganzer Klassen hatte nicht ihren Grund in mangelhaften sanitären niſtern eingesetzte Kommission hat den Magistrats- Vorschlag, wendig scheint, mit der alleräußersten Schleunigkeit vorzusorgen, Verhältnissen der Schulen, sondern war eine vielleicht weit ge- die Gemeinde Weißensee zu veranlaffen, die Abwäffer daß der Gesundheitszustand, der jetzt vielleicht ein einigermaßen triebene Vorsichtsmaßregel, aus diesen 8 bis 10 Fällen die Noth- an der Weichbildgrenze abzufangen und vermittelst Pumpe leidlicher ist, nicht ein unteidlicher wird, wenn infolge der wirth- wendigkeit der Untersuchung des Gesundheitszustandes der und Druckrohr auf Weißenseer Felder zu bringen, gebilligt; die schaftlichen Krise und der elementaren Ereignisse, welche große Schüler herzuleiten, ist geradezu eine Verkehrung der Begriffe. Gemeinde hat sich darauf entschloffen, die Anlage wegen der Theile Deutschlands betroffen haben, der Nothstand in Berlin In der Prinzen- Auee 62/63, einem sehr großen Grundstück, ist gar bestehenden Choleragefahr sofort auszuführen. Da die Stadt noch viel größer werden wird, als er im vorigen Winter war. Die feine Gemeindeschule, sondern eine höhere Bürgerschule, und zwar gemeinde ein wesentliches sanitäres Interesse an der schleunigen Seuche, welche Hamburg ergriffen hat, wird ja wohl nicht ihren durchaus zweckentsprechend, untergebracht. Die Ueberfüllung der Herstellung hat, ist bereits seit dem 7. September ein Technifer Einzug in Berlin halten, jedenfalls nicht erheblich um sich greifen; Selaffen nimmt erfreulich ab; die jetzige Frequenz ist keineswegs ge- beurlaubt, welcher die Bauausführung leitet. Das Darlehn foll aber einen anderen Gaft fönnten wir hierher bekommen, den fundheitsschädlich. Aus der' Unentgeltlichkeit des Unterrichts darf auf 5 Jahre zu 31/2 pet. gewährt und aus dem Cholerafonds Hungertyphus.( Gelächter.) Wenn Sie darüber lachen wollen... man nicht folgern, daß die Schulverwaltung das Recht hat, die von 300 000. entnommen werden. ( Großer Lärin und stürmische Unterbrechungen.) Der Herr Kollege Kinder ärztlich dauernd zu überwachen, die Wohnungen der Eltern Stadtv. Borgmann: Wir werden die 50000 M. gern be dort hat vielleicht die Güte, seine unartifulirten Baute nachher zu untersuchen u. f. w. Wir brauchen die Einrichtung der willigen, fordern aber gleichzeitig gründliche Remedur der hier von dieser Stelle aus...( Neue stürmische Unterbrechungen; Schulärzte, wie sie anderswo besteht, deswegen nicht, weil vorliegenden unglaublichen Misstände. Die Kalamität biefer Borsteher Stryck ruft den Redner wegen des Ausdrucks„ un unsere Zustände im allgemeinen normal find.( Lebhafte Bu- Stintgräben wird auf dem Wege der Vorlage nicht beseitigt. Die artikulirte Laute", den diefer nicht zurücknehmen will, zur ſtimmung.) Den Antrag pure abzulehnen, würde das Nichtigste bort stagnirenden üblen Gewässer fommen nicht nur von Weißen Ordnung.) Jeder, der Kopf und Angen an der richtigen Stelle sein, denn sonst fönnte der Schein entstehen, als ob unfererseits see; die angrenzenden Terrains werden vielmehr vielfach als Müll hat...( Andauernde Zwischenrufe, die die folgenden Ausführungen es an der nöthigen Sorgfalt fehlte.( Beifall und Hände Schutt- und Unrath Abladestätte benutzt. Die Graben haben nur zum Theil auf der Tribüne verständlich werden lassen.) flatschen.) teinen natürlichen Abfluß und entfalten daher nights als Schlamm Wenn Sie nicht zuhören wollen, steht es Ihnen frei, hinaus Stadtv. Meyer I würde es trotz der Emphase, mit der der, wenn er herausgeschafft wird, einfach auf die Felder ge zugehen( Stürmischer Widerspruch und Aufregung. Vorsteher der Schulrath geschlossen, für einen schweren Fehler halten, wenn worfen wird, und von dort bei jedem Niederschlage wieder Stryd: Ich muß doch bitten, daß Sie die Redefreiheit die Versammlung einfach über den Antrag zur Tagesordnung in die Gräben zurückkehrt. Die Gräben müssen gepflastert respektiren!) Wer offenen Kopf und offene Augen hat, und einiger überginge. Der Antrag habe einen berechtigten Kern, wenn auch und an die Kanalisation angeschloffen werden; es wäre das, wie maßen lesen will, weiß, daß amtlicherseits in Hamburg bereits die Begründung an den bekannten Uebertreibungen gelitten ng man in der Bevölkerung anzunehmen scheint, auch schon geschehen, zugegeben ist, daß der Hungertyphus seinen Einzug gehalten hat. Den Antragstellern liege es überhaupt an einer dane en wenn nicht gerade der Norden und Osten die Gegend wäre, wo ( Rufe: Nein!) Mit Nein schaffen Sie die Sache nicht aus der Kontrolle des Gesundheitszustandes der Gemeindefchüler; das sei die besitzende Klasse wohnt und auch die Herren vom Welt, versuchen Sie doch nicht, ähnlich wie in Hamburg, ein ein erstrebenswerthes Biel für alle, die hierbei mitzusprechen Magistrat haben dort nicht ihr Domizil aufgeschlagen.( Unruhe.) solches Elend zu verfufchen!( Fortgesetzter großer Lärm.) hätten. Da seit zwei Jahren in der Sache nichts geschehen sei, müsse Nach längerer Debatte, an der sich Stadtbaurath Ho brecht In Hamburg sind jetzt mindestens 50 000 Menschen man ihr jetzt näher treten, am besten auf dem Wege des Antrags des und die Stadtvv. Virchow und Sachs 1 betheiligen, wird außer Arbeit; wenn nicht die Cholera, so kann also sehr Redners, wodurch das nöthige statistische Material für die weitere die Vorlage angenommen. wohl von dort aus in Verbindung mit dem großen Nothstand, Erörterung gewonnen werden würde. Danach würde zweckmäßig Schluß 9 Uhr. der sich hier entwickeln wird, der Hungertyphus fich einfinden. ein Ausschuß einzusetzen sein. Der Antrag ist dadurch besonders dringlich geworden, weil die Stadtv. Spinola will für die„ oratorischen Exzesse" des Verhältnisse außerordentlich schlimm zu werden drohen. Ist Antragstellers die Sache nicht büßen lassen, hält aber den Anunsere Besorgniß unbegründet, desto besser, aber Vorkehrungen trag in der vorliegenden Form für unklar und unannehm zu treffen, ist jedenfalls nöthig, um uns vor einer Kalamität wie bar. Da man aber mun einmal im Zeitalter der in Hamburg zu bewahren. Derartige Sachen follten Sie mit öffentlichen Gesundheitspflege lebe, so müsse man auch diesem allem Ernst behandeln und es unterlaffen, fich auf's hohe Pferd Antrage einen berechtigten Rern zuerkennen, auch die Frage der zu setzen und darüber zu lachen.( 8wischenrufe.) Wer sich Schulärzte, die übrigens schon früher ventilirt fei, nochmals ergetroffen gefühlt hat, hat wohl eben geantwortet.( Beiterkeit.) örtern. Bunächst aber würde es sich um ein Gutachten der in das Moabiter Baractenlazareth eingeliefert worden, darunte Ale choleraverdächtig sind seit vorgestern drei Persone Bei der Berathung vor zwei Jahren erklärte Stadtschufrath Bertram, Gesundheitspflege- Deputation zu handeln haben. es sei den Lehrern durch besondere Borschrift untersagt, aus der Schule zwei, bei denen lediglich Brechdurchfall tonstatirt worden ist. B Die Debatte wird geschlossen. zu plaudern, an dritte Personen über die Schulverhältnisse zu der dritten, einem 40jährigen Arbeiter Mor Minter, handelt Im Schlußwort erklärt berichten. Dieser Umstand erschwert erheblich die Gewinnung fich dagegen um afiati che Cholera. Winter war feit mehr al Stadtv. Stadthagen Meine Ausführungen haben zu anderthalb Jahren als Korrigende im Arbeitshause zu Nummel von Material. Ich bin nun trotzdem in der Lage, eine große den pathetischen Schlußworten des Stadtschulraths gar keine Verburg, ertranfte dort gestern unter sehr verdächtigen Erscheinunge Anzahl Mißstände vorzuführen; nebenbei glaube ich, daß diese anlassung gegeben. Ich habe nur nackte Thatsachen angeführt, und wurde Abends nach 9 Uhr in das Baradenlazareth gebracht angeblich sehr zweckmäßige Bestimmung des Magistrats den die ich durchaus aufrecht erhalte. Von einer Verkehrung der Be wo er furz nach der Einlieferung verstarb. Entlassen ist heu Prinzipien der Selbstverwaltung vollständig ins Gesicht schlägt. griffe tann ich nichts entdecken. Der Schluß der Klassen ist doch der Kaufmann Hirschtowiß aus Bukarest, der an cholera nostras ( Unter großem Lärm der Versammlung ruft der Vorsteher den erfolgt, weil man eben nicht im stande war, den Gesundheits gelitten hat. Redner für diese Aeußerung zur Ordnung. Rufe: Zum zustand genau festzustellen. In der Prinzen- Allee handelt Zu dem Fall Winter wird noch folgendes mitgetheilt: Gefter zweiten Male!) Also Sie können bis zwei zählen. es sich allerdings um eine höhere Bürgerschule, daß Abend gegen 9 Uhr wurde aus dem Arbeitshause in Rumme ( Erneute andauernde Unterbrechungen. Vorsteher Stryck; ist aber doch ein ganz unwesentlicher Unterschied; ich burg der Sträfling Winter in das Moabiter Barackenlazare Wenn Sie fortfahren, in dieser Weise die Versammlung zu be habe übrigens nur von einer Schule gesprochen. Wir leidigen, muß ich Ihnen das Wort entziehen!) Herr Vorsteher, haben gar nichts dagegen, daß die Einrichtung auf alle Schul- im Sterben lag. Tros energischer therapeutischer Eingriffe als cholerakrant eingeliefert, wo alsbald erkannt wurde, daß bis jest glaubte ich, der Redner hat Anspruch auf Schuh durch finder ausgedehnt wird, wir haben nur nach unferer Meinung. eine Stunde später verstorben. Da W. im Krankenhau Sie gegen Unterbrechungen; ich meine, man foll nicht versuchen, den Gemeindefchülern gegenüber die größere Verpflichtung, weil felbst feine choleraartigen Krankheitserscheinungen dargebote demjenigen, der sich gegen fortgesetzte Invektiven verwahrt, au für biefe der Schulz wang besteht. Die Größe des Grund hatte, so tonnte es zweifelhaft erscheinen, ob ein Fall vo fagen, er habe Unrecht.( Vorsteher Stryd: Es find feine ftücks in der Pringen- Allee thut gar nichts zur Sache. Die Frage Cholera vorlag. Die gestern Morgen vorgenommene Geftion he Invektiven gegen Sie geschleudert worden; es find Unter der Armenschulen läßt sich doch hier nicht erörtern. Ein Recht diefen Zweifel aufgeklärt, indem sich bei der Leiche die typische brechungen gewefen, die auch ich bedauere, ich fonnte fie aber der Gemeinden zu solchen Einrichtungen muß doch bestehen, da Krankheitserscheinungen der Cholera im Darm vorfanden. nicht hindern.) Jene Vorschrift macht ja die Anführung es schon vielfach ausgeübt wird; eventuell wird Der fehlen zur Zeit noch alle Angaben über die Persönlichkeit un von Thatsachen sehr schwer; aber ich verweise doch Ausspruch der Aufsichtsbehörde abzuwarten fein. Die das Leben des Verstorbenen. Es ist immerhin möglich, daß darauf, daß eine ganze Anzahl Schultlaffen vor ganz furzer Ablehnung des Antrags würde allerdings beweisen, daß allein gerade sich vor ganz furzer Zeit irgendwo der Anstecku Beit geschlossen worden find aus Furcht vor der Cholera und Sie die Feststellung des Gesundheitszustandes deswegen ausgesetzt hat. Zieht man aber in Erwägung, daß die Stra & hnlichen Krankheiten. Die Hauptfrage ist ja übrigens: Welche fürchten, weil Sie dann die Konsequenz anerkennen müßten, daß linge des Rummelsburger Arbeitshauses vielfach zur Arbeit a Verpflichtungen haben wir gegenüber der Gesundheit der Ge die bestehende Gesellschaftsordnung nicht genügt.( Schlußrufe die Rieselgüter der Stadt Berlin geschickt werden, so muß d meindefchüler? Die Pflicht, hierfür zu sorgen, folgt schon formal und Lärm.) Nehmen Sie den Antrag an, damit für die Kinder Gefahr einer Verfeuchung unserer Nieselwäffer in Betracht aus dem Grundfahe des Schulzwanges; es darf nichts geschehen thatsächlich etwas geschieht, denn das wünschen wir; vom poli oder zugelassen werden, was die Gesundheit der Kinder beein- tischen Standpunkte mußte uns ja die Ablehnung das Aller- ogen werden. trächtigt. Beim Militär wird diese Verpflichtung ja auch erfüllt, erwünschteste fein. und niemand wird so unbillig sein, die Sorge für seine Gefund heit dem Soldaten selbst zu überlassen. Diefelbe Berpflichtung wird ferner auch vom Standpunkte des Unterrichts diftirt: Mens In der Abstimmung wird der Antrag Meyer, au deffen gunsten der Antrag Spinola zurückgezogen war, abgelehnt. Es erhebt sich hierauf eine lange und heftige Geschäftsordnungsdebatte über die Frage, ob, wie der Antragsteller behauptet, der Antrag, da er eine Geldbewilligung involvire und nicht durch Tagesordnung befeitigt fet, nach der Geschäftsordnung einem Ausschuß überwiesen werden muß. Lokales. Von anderer Seite wird uns noch gemeldet: An der Leiche des gestern verstorbenen Winter ist heutigen Nachmittag nach beendeter bakteriologischer Untersuchu Cholera asiatica konstatirt worden und zum ersten Male, Ginzelfälle der Seuche in Berlin vorgekommen, stehen die Aer einem Räthsel; es hat bis jezt noch nic des Krankenhauses, sowie die sofort benachrichtigte Polizei v fonstatirt werben tönnen, auf welche 23 ei Winter infizirt worden ist. Die amtlichen Grmit fungen haben bis jetzt bezüglich der Erkrankung des Rumme burger Korrigenden folgendes ergeben: sana in corpore sano! Mich persönlich leitet aber darüber hinaus der Gebante, daß wir im äußersten Maße für die Kinder zu sorgen verpflichtet sind, wenn es noth thun sollte, sie auch zu nähren und zu fleiden( Lachen). Die gesellschaftlichen Zustände sind vielfach derart, daß die Familien das nicht vermögen. Ein Stabtv. Spinola will seinen Antrag wieder aufnehmen; Arbeiter schreibt mir, daß er dem äußersten Elend verfallen ist; von anderer Seite wird ein Antrag auf Uebergang zur er wohnt mit 9 Kindern in einem Raum auf Stroh, die Schulbücher Tagesordnung eingebracht. Für legteren refp. für die Zu- Winter war bis 31m 18. September d. J. den Sommer find abgepfändet( Gelächter)- ich habe Erfundigungen eingezogen, läffigkeit desselben erklären sich die Stadtvv. Neumann und burch auf den städtischen Rieselfeldern in Heinersdorf beschäf die Sache ist richtig; die Adresse steht Ihnen zur Verfügung. 2 angerhans, während Stadtvv. Friedemann, Gaffel und kehrte dann mit anderen Korrigenden in die Rummelsbur Muß nicht jeder von Ihnen der Ansicht sein, daß mindestens und Meyer 1 den Standpunkt des Antragstellers theilen. Anstalt zurück; am 24. September erhielt Winter wegen Berge in solchen Fällen die Gemeinde einzutreten hat? Ich erinnere Stadtv. Singer macht, entgegen dem Stadtv. Neumann, warten ist. weiter an die theilweise horrende Ueberfüllung der einzelnen geltend, daß nach der Geschäftsordnung auch solche Anträge, die gegen die Disziplin eine Arreststrafe und büßte dieselbe gestern in der Gefängnißzelle ab. Er erfrankte in dieser Klaffen. In der Pringen Allee 62/63 hat der Magistrat eine eine Geldbewilligung erst in Zukunft nach sich ziehen, Ausschuß wittwoch Nachmittag plöglich an allen Anzeichen der Chole Schule mit 150 Knaben miethsweise untergebracht. Für die berathung erfordern, und weist den Stadtv. Spinola darauf hin, asiatica, und so schnell trat die Seuche bei Winter auf, daß Schüler find allerdings besondere Klosets vorhanden; aber die daß er mit der Wiederaufnahme feines Antrages gleichfalls die um 11 Uhr Nachts, also innerhalb sechs Stunden eine Leiche we dankenswerthe Arbeit der freiwilligen Sanitätskommission, die Geschäftsordnung verlege. Beiber hat aber die unheimliche Kranth fich bekanntlich zusammengethan hat, hat horrende Zustände auf Stadtv. Virchow warnt vor der Zulassung von Anträgen allem Anschein nach noch einen weiten Ror diesem Gruadstücke ans Licht gezogen. In dem Hause find auf Tagesordnung noch während der Abnimmung, empfiehlt im genden des Rummelsburger Arbeitshaus 110 Miether und eine Destillation, aber nur drei fleine Klosets übrigen die Berweisung an einen Ausschuß, ebenso Stadtv. ergriffen. Amtlich wird uns weiter gemeldet: senden vorhanden! Solche Zustände dürfen nicht einreißen. Wie vor 28ohlgemuth. Am geftrigen Nachmittage gegen 1/28 Uhr wurde der gle zugehen ist, um den Zweck des Antrages zu verwirklichen, das ist Die Angelegenheit wird nach Schluß dieser Ge- falls im Rummelsburger Arbeitshause internirt gewe ein Gegenstand sehr verschiedener Auffassung; wir halten für schäftsordnungs- Debatte ohne besondere Abstimmung Feder Schubert eingeliefert. Derfelbe befindet sich seit zweckmäßig, eine Stommission einzufegen. Es wäre eine Ein- einem Ausschuß überwiefest. 26. August d. J. in Rummelsburg und saß mit Winter in richtung zu schaffen, welche auch dem Laienelement bedeutenden Die vom Magistrat vorgelegte spezifizierte Rostenberechnung Raum gewähren müßte, eine Einrichtung ähnlich den Pariser der elektrischen Beleuchtung im Krankenhause und derselben Arreſtzelle; auch er ist dort ertranft unter chole verdächtigen Anzeichen, die leider verdächtigen Anzeichen, die leider wie wir erfahren Gefundheitsämtern mit besonderer Berücksichtigung der Schule. am Urban ist von einem Ausschuß unter Vorsitz des Stadt cholera asiatica hindeuten! Doch ist in diesem Falle Auch die Ursachen der Krankheiten müßten durch diese verordneten Gymnasialdirektor Schwalbe geprüft worden. bakteriologische Untersuchung noch nicht beendet, so daß Kommission erforscht werden; fie müßte auch in die Ueber die Hauptfrage, die Kosten der elektrischen Beleuchtung für Häuser gehen, in die Wohnungen eindringen dürfen, um die Privatwohnungen der Aerzte und Beamten, hat eine er genante Feststellung der Krankheit vor heute früh nicht zu Die Untersuchung der Gesundheitsverhältnisse vorzunehmen. Die schöpfende Aufklärung noch nicht gegeben werden können. Der Aerzte und Behörde arbeiten mit angeftrengtestem Gifer, Vermehrung der Schulen hätte in schnellerem Tempo zu er Ausschuß beantragt: die Ursache des Falles Winter Schubert scheint nur von die folgen; dem Unfug, daß die zarten Kinder zum Austragen von a) Resolution: Den Magistrat zu ersuchen, die Backwaaren und Zeitungen mißbraucht werden, müßte ein Ende Kontrolle über die betr. Kosten fortzusehen und infiairt zu ſeinzu erforschen. Sonst ist das Befinden der Cholerakranten in Moabit gemacht werden. Es müßte auch erwogen werden, ob nicht noch vor Der Etatberathung über den Strom Schulfantinen zu errichten wären, die Frühstück und Mittagbrot verbrauch in den Beamtenwohnungen Auskunft zu ertheilen, günstig. Frau Orthmann wird heute entlassen werden; a verabreichten( Widerspruch). Sie wären nicht die ersten, die im übrigen aber die Beleuchtungskörper, welche sich noch Schubert wurde niemand im Laufe des heutigen Tages geliefert. das thun würden, in Frankreich sind solche segensreichen in Wohnungen einzelner Unterbeamten befinden, wo keine Einrichtungen vorhanden. Der Kostenpunkt darf uns Elektrizitätsmesser aufgestellt sind, abnehmen au laffen; nicht abschrecken, für 10 bis 20 10 bis 20 Pfennige ist Mittag- b) Antrag: Den Magistrat zu ersuchen, für die Anstellung brot herzustellen, und im allerhöchsten Falle tönnten sich eines Elettrotechnifers Sorge zu tragen und die dann die gesammten Ausgaben auf 76-77. für den Kopf be= Mittel in den Etat für 1893/94 einzusehen; Laufen, gegen 47-48 M.; die die Stadt schon jetzt für den Ge- c) Anfrage: Ist der mit den Berliner Elektrizitäts- Werken meindeschüler ausgeben muß, und gegen 94 M. pro Kopf der vereinbarte Nachtragsvertrag im Sinne der in der Sigung Schüler der höheren Anstalten. Der Widerspruch der Rechten im vom 23. Juni cr. abgegebenen Erklärung des Magistrats Anfang meines Vortrages stammte gewiß von dem Unbehagen,( sc. Abfaffung in einer jedem Intereffenten leicht verwelches gewisse Mitglieder bei der Diskussion eines sozialständlichen Form) abgeschlossen, sodaß jeder Zweifel über demokratischen Antrages empfinden, und ich gebe zu, die Auslegung ausgeschlossen ist? daß die Gesundheitsämter, wenn fte richtig funt Sämmtliche Vorschläge des Ausschusses werden angenommen. tioniren, die Erkenntniß gewinnen und weiter tragen Die Vorlage, betreffend die Gewährung eines Patronats. tönnen, daß die mangelhaften hygienischen Verhältniffe den wirth beitrages von 3000 m. zu den Kosten der baulichen Andreaskirchen Gebäude( Anschaftlichen Verhältniffen entspringen, daß diefe der Aenderung Reparaturen vor allem bedürfen. Ueberweisen Sie unseren Antrag nicht der schaffung von 4 neuen eifernen Defen, Ausbesserung der Dächer Deputation, das ist ein zu großer Umweg, feßen Sie eine und Kirchenfenster der Wände und des Auftrichs, Herstellung von Kommission von 15 Mitgliedern ein, und sehen Sie bei der Be- 4 neuen Jalousiefenstern im Thurm, Belegen der Emporentreppen) schlußfassung von allen politischen Motiven, allen Velleitäten ab, wird nach dem Antrage des Ausschusses genehmigt. tommen Sie auch uns entgegen! Der Gemeindevorstand von Neu- Weißenfee hat beim Stadtschulrath Bertram: Der heutige Augenblick ist für Magistrat beantragt, der Gemeinde zum Zwecke der schleunigen den Antrag noch weniger opportun, als der vor zwei Jahren. Ausführung einer provisorischen Entwässerung 3 Gerade jegt, in diefer gefahrvollen Zeit, haben sich die sanitären anlage ein Darlehn von 50 000 M. gegen mäßigen ZinsVerhältnisse unserer Schulen glänzend bewährt. Nach der Be- fuß zu gewähren. gründung sollen unfere Gemeindeschulen zu Armenschulen ge- Mit der Ausführung dieser Anlage würden endlich die ohne daß er es indessen verstanden hat, sich bei den macht werden. Die armen Kinder bilden in den Gemeinde- Mißstände beseitigt werden, welche aus dem Uebergang der feines Bezirkes Sympathien zu erwecken, weil diese stän schulen Die Minorität; über das Herabsehen unsere Gemeindeschulen waren Sausabwäffer von Neu- Weißensee in die Chauffeegräben über feine Anmaßung und teine Standesschulen, würden aber durch den Antrag der Greifswalderstraße sich ergeben haben. Die auf grund ihnen bewilligten Armengelbes flagten. Im vorigen Jahre am Ihren herrlichen Wohlthätigkeitssinn und ihr war erz für die Nothleidenden offenbart die Bourgeoisie wiede Das Berliner Morgenblatt" berichtet, daß zahlreiche a Familien in Berlin fich eine Nebeneinnahme" durch Sammeln von leeren Wichstöpfen verdienten, und fügt f Mittheilung die hochherzige Wahnung hinzu:" Vielleicht bewi diese Beilen, daß Hausfrauen, die bisher die leeren Gefäße Mülltasten opferten, fie tünjtighin aufbewahren; es wird sehr bald ein armes Kind einfinden, das Verwendung dafür b Eine treffliche Selbstkarrikatur des bürgerlichen Wohlthätig finnes"! Eine Stüße der Gesellschaft. Die Blätter berich Ungeheures Aufsehen erregt in Potsdam die am Dienstag mittag erfolgte Berhaftung des Kaufmanns und städtis Armenvorstehers für den 7. Stadtbezirk E. Bogen, Nau ftraße 55 im eigenen Hause wohnhaft, wegen fortgesetter schw Diebstähle, an welchen auch seine Ehefrau betheiligt ist. Potsdamer Berichterstatter schreibt auf Grund eingeber Recherchen folgende Einzelheiten: Bogen betrieb seit la Jahren ein Mehl, Bortost, Futter- und Geflügelgeschäft galt allgemein als gut fituirt. Von der Stadtverwaltung Bogen mit dem Ehrenamt eines Armenvorstehers bett 10 C 1 genommen. Gerichts- Beitung. Bogen sein Geschäft auf, um dasselbe an einen jungen Kauf-| S. einen ca. sechs Monate zurückliegenden Vorfall in Grinne-| Gerlift gedrückt und erlitt schwere innere Verlegungen, so daß er 28 mann, Namens Kramm, dessen Vormund er war, zu verkaufen, rung, wo ein ebenfalls aus der Strafhaft entlassener Mensch nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden mußte. zu welchem Zweck er den 19jährigen Kramm erst noch als mündig den Rechtsanwalt Arnold G. unter ähnlichen Umständen arg Vor dem Hause Kommandantenstr. 77 gerieth ein 7 jähriges erklären laffen mußte. Kramm fonnte indessen das Geschäft nicht beschwindelt hatte. Auch dieser wollte in der Klinik des Pro- Mädchen unter die Räder eines Arbeitswagens und wurde am lange halten, wie sich nunmehr herausstellen dürfte, infolge von feffors von Bergmann gewesen sein. S. erklärte dem neuen Rücken bedeutend verlegt. Nachmittags wurde ein 11 jähriges hinterlistigen unredlichen Manipulationen, die sein Vormund vor- Mandanten, er solle des Nachmittags wiederkommen, da er jetzt Mädchen vor dem Haufe Friedrichstr. 131d durch eine Droschte Kramm vermißte nämlich oftmals kleinere und auf's Gericht gehen müsse; den Entlassungsschein behielt er zurück. überfahren und erlitt so bedeutende innere Verlegungen, daß seine größere Geldbeträge aus seiner Ladenkasse, sowie Waaren aller Dieser Ausgang hat offenbar nicht in der Berechnung des Ueberführung nach der Charitee erforderlich wurde. Im ErdArt, cyne daß er dafür eine Erklärung finden konnte. Sein Schwindlers gelegen, er erbat fich feinen Entlassungsschein zurück, geschoß des Hauses Libowstr. 88 entstand Abends eine GasVormund nahm schließlich das Geschäft zurück und verkaufte das den er als Legitimation gebrauche. Auf die Entgegnung des explosion, bei der die Portierfrau und ein Laufbursche bedeutende selbe vor etwa drei Monaten zum zweiten Male an eine Wittwe Rechtsanwalts, daß er sich nur auf ihn beziehen solle, äußerte Brandwunden erlitten. Sie wurden nach dem ElisabethDderich, welche sich indessen vergeblich bemühte, ihre Ausgaben Siegel, er wolle fich auf den Schein einen Mittagstisch ver- Strankenhause gebracht. Außerdem fanden noch zwei tleine mit der täglichen Einnahme in Einklang zu bringen. Auch Frau schaffen. Dann kommen Sie Mittags zu mir, da werden Sie Brände ftatt. Oderich mußte die Erfahrung machen, daß ihre Ladenkaffe gut zu effen bekommen," antwortete der Anwalt. Jetzt besann niemals stimmte und oft Beträge bis zu 10 M. fehlten, so fich der Schwindler, daß er noch drei Speisemarken besize, und daß sogar ihre Verkäuferin in den Verdacht des Diebstahls ge- legte sie vor; sie waren von der jüdischen Volksküche. Als er rieth, zumal auch Waaren aller Art aus dem Geschäft ver- fah, daß er den Entlassungsschein nicht zurückerhalte, machte schwanden. Als schließlich die Diebstähle überhand nahmen, zeigte Siegel Verfuche, sich ohne denselben zu entfernen; dann räumte Frau Dderich dieselben der Polizei an und diese ließ nun dem er ein, daß alles Flunkerei und Schwindel sei, und bat um Diebe eine Falle ftellen. Man bestreute das in der Ladenkasse Schonung. Der Rechtsanwalt sandte aber nach einem Schutzliegende Geld mit einem weißen Pulver, ebenso wie den Fuß- mann, um den Betrüger festnehmen zu lassen. Leider gelang es boben in dem Laden und harrte der Dinge, die da kommen ihm aber, sich gewaltsam loszureißen und zu entfliehen. sollten. In der Nacht zum Dienstag stattete nun der ehemalige Geschäftsbefizer und Hauseigenthümer Bogen in Gemeinschaft mit feiner Gattin dem Laden der Wittwe Oderich einen Besuch ab und bestahl die Ladenkasse. Frau Oderich war schon längere Beit gegen Bogen mißtrauisch geworden und so wurde denn ihr Verdacht, daß ihr Laden mittels Nachschlüssels geöffnet wurde, bestätigt, denn eine Vergleichung der Fußspuren ergab, daß Bogen nebst Frau den Laden zur Nachtzeit aufgesucht hatten. An den Stiefelfohlen Bogen's, sowie an der Schleppe des Kleides feiner Frau wurden noch die Spuren des weißen Pulvers gefunden, ebenso wie das Geld, das aus der Ladenkasse gestohlen, noch weiß betupft war. Eine am Dienstag Morgen vorgenom mene Haussuchung in der Bogen'schen in der ersten Etage belegenen Wohnung ergab ein kleines Waarenlager von gestohlenen Sachen. Große Säcke Mehl und Hülsenfrüchte, ferner verschiedene Inventarienstücke 2c. wurden bei Bogen vorgefunden. Eine erwachsene Tochter Bogen's versuchte es, unbemerkt den Nach schlüssel zu dem Laden zum Fenster hinauszuwerfen, derselbe wurde aber gefunden, so daß an der Thäterschaft der Bogen schen Familenmitglieder absolut fein Zweifel besteht. Man ist allgemein der Ansicht, daß Bogen, welcher sofort verhaftet wurde, die Frau Oderich, welche ihren Verlust an baarem Gelde innerhalb der drei Monate auf 1000 M. schätzt, durch seine Handlungsweise zum Ruin bringen wollte, um sodann das Geschäft wieder anderweitig zu verkaufen. Frau Bogen befindet sich noch auf freiem Fuße. Wie Verwechselungen von Arzeneien entstehen können, lehrte eine umfangreiche Verhandlung, welche gestern vor der fiebenten Straftammer des Landgerichts I stattfand. Es handelte fich um eine Anklage wegen fahrlässiger Körperverlegung, an der leberraschte Einbrecher haben sich in der letzten Nacht nicht weniger als sieben Personen betheiligt waren. Folgender ihrer Festnahme durch verzweifelte Gegenwehr zu entziehen ver- Thatbestand lag der Antlage zu Grunde: Am 14. Juni 1889 sucht. Der Vorfall trug fich folgendermaßen zu: In dem Hause erschien der Dr. Presch in der H.'schen Apotheke, um Binden Wilhelmstraße 121 befindet sich im Erdgeschoß des über einen nebst Wasserglas zu einem Verbande au bestellen, den er am sehr tiefen Hof hinweg belegenen Quergebäudes das Komtoir folgenden Tage bei einem zweijährigen Kinde anlegen wollte. der Simion'schen Buchdruckerei. Von dem zu diesem Raum ge- Die verlangten Gegenstände waren in der geforderten hörenden Korridor gelangt man auch durch eine Treppe in den Menge nicht in der Apotheke vorrüthig, es wurde desPapierteller, von dem wiederum ein besonderer Ausgang nach halb dem Arzte versprochen, dieselben bis zum Nachdem Hoje führt, und auch das Komtoir hat einen Eingang mittage des folgenden Tages zu beschaffen. Der Defeftar vom Hofe. Vor etwa vier Wochen war die Doppelthür mittels Hartfop bestellte sodann am Abend des 14. Juni telephonisch bei Nachschlüffels geöffnet worden und Diebe hatten zwei er- der Drogenhandlung Teichgräber 1 Kilo Wafferglas. Die Ordre, brochenen Bulten die Summe von 100 M. entnommen. Dies die als eilig bezeichnet wurde, lief furz vor Geschäftsschluß ein. gab die Veranlassung, eine elektrische Leitung von dem Der Lehrling Wohlberedt erhielt von seinem Vorgesetzten, dem Komtoir nach der im Keller des Vorderhauses belegenen Lagerverwalter Klinge, den Auftrag, das verlangte Wafferglas Pförtnerwohnung anzubringen. Um 14 Uhr wurde nun einzufüllen. Wohlberedt ging mit einer Lampe in den Keller, der Pförtner Wittig und dessen Frau durch ein anhalten- holte ein Gefäß herauf, dessen Inhalt er für Wasserglas hielt des Läuten der elektrischen Glocke geweckt. Während sich der und wog davon im Lagerraum ein Stilo ab, welches noch an demMann schnell ankleidete, rief die Frau nach der Straße zu um selben Abend nach der H.'schen Apotheke gebracht wurde. Am Mittag Hilfe, und es erschienen infolge dessen zwei Straßenreiniger mit des folgenden Tages wurde der Rezeptar Retslag von seinem Kollegén ihrem Aufseher. In Begleitung dieser drei Personen begab sich Hartkop abgelöst. Retslag übergab seinem Stellvertreter das noch zu Wittig nach dem Komtoir und bemerkte auch sofort, daß in dem erledigende Rezept mit den Bemerken, daß die Verbandsmittel im angrenzenden Maschinenraume die Gasflammnen brannten. Hier Laufe des Nachmittags abgeholt werden würden. Wie der mitbatten zwei Einbrecher, wie sich später ergab, ihr nur aus einem angeflagte Apothekerlehrling Kirstein im Termine versicherte, hatte Zentrumbohrer, einem Messer und feinem Brecheisen bestehendes Metslag ihm kurz vor dem Verlassen des Geschäftes aufgetragen, von Handwerkszeug durch Mitnahme von Zangen, Meißel und dem Inhalte der Flasche, die von Zeichgräber gekommen war, Hammer vervollständigt. Als Wittig mit der Hilfsmannschaft ein halbes Rilo abzuwägen. Kirstein hatte diesen Auftrag ausUnsere Genossen in Hermsdorf haben am legten Sonn- bas Romtoir betreten wollte, wurde die Thür von innen zu geführt und die Flasche dann auf das auf Rezeptirtische liegende tag eine Agitationstour veranstaltet: Man sieht, Berlin steht mit gehalten. Dann gaben die Einbrecher den Zugang frei und Rezept gestellt. Hartkop vollendete dann die äußere Ausstattung diesem Agitationsmittel nicht mehr allein, es findet in den Bor- fuchten durch den vorher geöffneten Bapierteller zu entlommen. der Flasche und lieferte sie der Schneidermeister- Ehefrau Fröhlich, orten schon Anklang und wird auch bald in der Proving feinen Wittig hatte aber durch den Verschluß der nach dem Hofe für deren Kind der Verband bestimmt war, aus. Die Einzug halten. Es handelte sich in dem vorliegenden Falle in führenden Thür des Vorderhauses den Ausweg abgesperrt, Letztere begab sich dann zum Dr. Presch. Dieser hatte sich einen der Hauptsache darum, den in der Nähe arbeitenden polnischen und die Spitzbuben sahen sich in einer Falle. Während einer jungen Mediziner, den Dr. Gutkind bestellt, der ihm bei der AnArbeitern, die in großer Zahl vorhanden sind, Agitationsmittel von ihnen mit gezüchtem Messer auf einen Straßenreiniger legung des Verbandes Hilfe leisten sollte. Die beiden Aerzte zu verschaffen. Ein polnischer Genosse aus Berlin langte am eindrang, schlug ihm dieser mit dem Befen das legten dann den Verband um das Bein des Kindes an. Dem frühen Morgen an mit einigen tüchtigen Packeten der Gazeta Werkzeug aus der Hand und überwältigte ihn mit Hilfe seiner Dr. Presch fiel es dabei auf, daß er an einem Finger, der ein Robotnicza." Zuerst wurde eine nahe gelegene Ziegelei in An Genossen. Inzwischen hatte Wittig den zweiten Vogel ergriffen, wenig mit der Flüssigkeit in Berührung, gekommen war, ein griff genommen. Hier waren theils deutsche, theils polnische der aber mit einer aus dem Maschinenraum entnommenen Bange brennendes Gefühl verspürte. Er legte hierauf kein besonderes Arbeiter beschäftigt, die ersteren erhielten den Vorwärts", die feinen Widersacher zu Boden schlug. Er hatte ihn an der linken Gewicht legteren die Gazeta". Die Leute waren hoch zufrieden, als sie Seite der Stirn getroffen und derart verlegt, daß Wittig auf der Anlegung und ebenso wenig darauf, daß das Kind nach Verbandes heftig umb anhaltend schrie. Lektüre erhielten, die für sie geeignet war. Die Bertheiler wur Sanitätswache, Bimmerftr. 71, durch den Heilgehilfen Werner ge- In der Nacht wachte Dr. Presch, von heftigen Schmerzen den überall mit Freuden aufgenommen. Die sogenannten näht und verbunden werden mußte, bevor er ärztliche Hilfe fuchte. gepeinigt, auf. Sein Finger war Wohnungen" der Arbeiter sind sehr schlecht, die Leute sind zu Er darf noch jetzt das Bett nicht verlassen. Der Schläger wurde von der Flüssigkeit benegt worden war, heftig entzündet. an jener Stelle, die fammengepfercht wie Häringe in der Tonne. dann auch durch den Aufseher der Straßenreinigung wehrlos ge- Num tam dem Arzte die Idee, daß eine Verwechselung in der der Lürbaß Hermsdorfer Ziegelei wurde die andere macht und mit seinem Genossen mit Hilfe von Bäckergesellen, die Apotheke vorgekommen sei. Hälfte der Munition" vertheilt. Er brachte in der Frühe des Hier sind die Woh auf das Geschrei der Pförtnersfrau herbeigeeilt waren, nach der Morgens eine Probe der Flüssigkeit zum Gerichtschemiker nungsverhältnisse etwas bessere, es giebt wenigstens keine Wache des 35. Polizeireviers am Bellealliance Platz abgeführt. Dr. Jeferich, der sofort feststellte, daß dieselbe kein Wasserglas, Holzschuppen, welche den Menschen als Nachtquartier dienen Wenn auch die Persönlichkeiten nicht gleich festgestellt werden sondern äzende Natronlauge war. Der Arzt eilte schleunigft zu müssen. Aber dort giebt's eine Arbeitsordnung, die ist faftig! fonnten, so glaubt man doch in der einen einen früher in der den Fröhlich'schen Eheleuten, um dem immer noch wimmernden Die meisten Paragraphen handeln von Strafen und immer wieder Druckerei beschäftigten Arbeiter zu erkennen. Haus- und Komtoirs Kinde den Verband abzunehmen. Das unglüdliche Wesen bot einen Strafen. Es giebt zwei Sorten: leichte und schwere. Die leichten thür waren auch diesmal mittelst Nachschlüffels geöffnet worden. traurigen Anblit. Wo der Verband gefeffen hatte, zeigte sich anbeginnen mit einem Abzug von 25 Pf., die schweren mit dem Verlust eines Lohnes für die halbe Woche. Das ist eine drakonische statt der Haut rohes Fleisch. Um das Leben des Kindes zu Ein geistreicher Scherz. Eine verdiente Strafe wurde retten, ist demselben das Bein Strafe, wenn man den niedrigen Lohn überhaupt in Betracht vorgestern Abend dem Sentier H. zu theil, als er einen recht allen diesen Vorgängen sollen nun sieben Personen mit das Bein amputirt worden. zieht. Die Arbeitszeit der Ziegelei- Arbeiter dauert mindestens frivolen Scherz auszuführen im Begriff stand. Dem Genannten mehr oder weniger großer Fahrlässigkeit betheiligt sein. Bu 10 Stunden, an den meisten Tagen aber auch 12 und noch mehr. tam ein Wagen entgegen, auf dem sich ein leerer Sarg besand. nächst der Inhaber der Firma Theodor Teich gräber, dem Die Arbeit ist schwer, trotzdem muß der Arbeiter darauf ver- S. fragte den Kulscher, ob dieser wohl gestatte, daß er sich in den zur Last gelegt wurde, daß er die, sich im Aeußeren ziemlich Bichten, sich etwas" Gutes" leisten zu fönnen. Brot, Schmals, Sarg legen dürfe, er wolle seiner Frau einen fleinen Schreck ähnlich sehenden Flüssigkeiten Wasserglas und Natronlauge nicht Kartoffeln, Schnaps," das sind die Genüsse, die sich ein Ziegelei verurfachen. Der Kutscher willigte ein; H. legte sich in den getrennt aufbewahrte und dadurch die Verwechselung ermöglichte, Arbeiter leisten kann. Daß an das Halten einer Zeitung unter Garg, ohne aber dabei seine Zigarre ausgehen zu lassen. Noch die von seinem Lehrling und Mitangeklagten Wohlberedt solchen Umständen kaum zu denken ist, ist erklärlich. ehe das Fuhrwert an dem Ziele angekommen war, fingen die begangen wurde. Dem Lagerverwalter Klinge wird zur Last mit einad überzogenen Stiffen in Sarge zu brennen an und gelegt, daß er die Arbeit des ihm untergebenen Lehrlings im Nu schlugen die bellen Flammen aus dem Sarge heraus, die Wohlberedt nicht überwachte. durch den Firnißanfirich des Holzes reichliche Nahrung erhielten. beiden geprüften Gehilfen Retslag und Hartkop, und dem Dem Apothekenpersonal, den Nur mit großer Mühe gelang es, den mit Brandwunden bereits Lehrling Kirst ein wurde vorgeworfen, daß sie erheblich bedeckten Scheintodten" aus feinem selbstgewählten fäumt hatten, das von Zeichgräber gesandte Medikament Gefängniß zu befreien; außerdem hatte er noch die Kosten für zu prüfen, bevor sie es weiter abgaben. Schließlich wurde noch einen neuen Sarg zu tragen. der Assistenzarzt Dr. Gutfind zur Verantwortung gezogen, Der Letztere war nicht erschienen und wurde deshalb in deffen welcher beim Anlegen des Verbandes die Hauptrolle gespielt. Abwesenheit verhandelt. Den übrigen sechs Angeklagten standen ebenso viele Bertheidiger, die Nechtsanwälte Munkel, Wrouter, Sauer, Oberneck, Jonas und Heimbach zur Seite. Es war auch die Anklage gegen Dr. Presch erhoben, derselbe ist aber flüchtig geworden. An ver= Ein interessanter Prozeh, der auf dem kriminalistischen Gebiete sowohl, als auch auf dem Zivilwege schwebt, ist von ein Schneidender Wirkung für die Hausbesitzer, deren viele die polizei lichen Borschriften in betreff der Beleuchtung der Treppen und Sausflure unbeachtet laffen. Der Kürschner Hermann Blanari fuchte neulich Abends einen Kürschner Hellmann in dem Hause Auflamerfir. 16 auf. Als B. gegen 73/4 Uhr den Rückweg an trat, waren die Treppen nicht beleuchtet; er trat fehl, stürzte aus Zugentgleisung. Gestern Nachmittag furz nach vier eindem ersten Stock hinab und schlug unten mit dem Kopfe auf einen halb Uhr entgleiste zwischen Erkner und Nahnsdorf ein Waggon eifernen Fußabfrater. Der Hauswirth Rentner Weber brachte den aus dem fahrplanmäßigen Zuge. Paffagiere wurden glücklicher Berlegten zunächst zu dem Dr. Pietsch in der Anklamerstraße und Weise nicht verletzt. dann nach Hause. Der Zustand des Verlegten verschlimmerte sich in der Nacht derart, daß ein hinzugezogener Arzt die Ueber- Ein Gaunerstreich ist gestern Abend gegen einen Jünger führung Blanari's nach dem jüdischen Krankenhause veranlaßte. der Baukunft verübt worden. Dieser war um Abends in einen Hier ist er am Sonntag infolge des Sturzes verstorben. Die Restaurant der Luisenstadt eingeschlafen. Der Wirth war gerade Der Angeklagte Wohlberedt gab zu, daß er sich vergriffen Staatsanwaltschaft hat gestern die Beerdigung verhindert und dabei, den Schläfer zu ermuntern, als aus der Billardstube zwei habe. Die Flaschen hätten nebeneinander gestanden und die gerichtsärztliche Deffnung der Leiche angeordnet. Die Folge junge Leute traten, um nach Hause zu gehen. Kaum hatten sie feien in gleicher Weise, schwarze Schrift auf weißem Grund, dürfte sein, daß gegen Weber ein Strafverfahren wegen fahr- den Schläfer gesehen, als der Eine von ihnen erstaunt ausrief: etiquettirt gewesen. Der Angeklagte Teichgräber führte zu läffiger Körperverlegung mit tödtlichem Ausgange eröffnet wer- Ah, da ist ja der Otto!" und den Kopf des jungen Mannes feiner Entschuldigung an, daß es für ihn geradezu ben wird. Gleichzeitig hat die hinterbliebene Frau mit ihren emporhob. Echnell bestellten die Beiden durch den Kellner eine unmöglich sei, sich in seinem großen Geschäfte um die Signirung sieben Kindern den Rechtsanwalt Dr. Markuse in der Dresdener Nachtbroschke, bezahlten die Beche des Freundes und riesen nach jeder Flasche zu kümmern. Er besolde einen examinirten Apostraße mit der Führung ihrer Angelegenheit betraut, die darin Verabreichung des Trinkgeldes an den Kellner dem Kutscher eine theker, der die Kontrolle auszuüben habe, daß das Geschäft wor besteht, daß Weber um monatliche Unterhaltungsgelder von ein- Adresse zu. Heute Morgen ist der junge Mann von seinem Rausch schriftsmäßig und den geschlichen Bestimmungen gemäß betrieben hundertundfechszig Mark verklagt werden soll, sobald ein Bor- bewacht und zwar in einem- Neubau in der Landsbergerstraße. werde. Klinge sei Lagerverwalter gewesen, der die Thätigkeit mund bestellt worden ist. Gleichzeitig fehlte feine Uhr, non dem baaren Gelde hatte man des Lehrlings zu überwachen hatte. Er mache allen seinen Anihm noch 1,50 M. gelaffen unter Beifügung eines Bettele: 3um gestellten die größte Gewissenhaftigkeit zur Pflicht und mehr Frühstück!" fönne er nicht thut. Der Angeklagte Klinge behauptete dagegen, daß die Räume in dem Teichgräber'schen Geschäft Das Gerücht von einem Morde verbreitete sich vorgestern su flein feien, eine Trennung der verschiedenen 11 Ein raffinieter Schwindler, welcher vorzugsweise auf die Gutherzigkeit junger Rechtsanwälte spekulirt, erschien Dienstag Vormittag bei dem Rechtsanwalt Hugo S. hier, um denselben su ersuchen, für ihn gebührenfrei ein Wiederaufnahme- Verfahren Nachmittag im Südosten unserer Stadt. Dasselbe ist darauf Gegenstände, so wie sie vorgeschrieben fei, durchzuführen. Die in Antrag zu bringen. Er erzählte demselben, daß er am 2. b. M. zurückzuführen, daß am Nachmittage gegen vier Uhr in der Nähe Angeklagten Netslag und Hartkop suchten die Schuld einer auf aus der Strafanstalt bei Plößensee entlassen worden fet, wo er ber Rottbuser Brücke die Leiche eines etwa vierzehnjährigen den andern zu wälzen. Hartfop halte am Morgen des Tages, eine viermonatige Gefängnißjirafe wegen Diebstahls unschuldig Jungen aus dem Landwehr- Kanal gezogen wurde, dessen Füße an dem des Nachmittags die Arznei abgegeben wurde, eine abgelegt habe und legte zum Beweise dieser Behauptung einen an den Knöcheln gefesselt und mit Eisenstücken beschwert waren. Feftlichkeit mitgemacht und deshalb die von Teichgräber anEntlassungsschein vor, welcher folgenden Wortlaut hat: Die Leiche, welche erst kurze Zeit im Waffer gelegen haben dürfte, gekommene Flasche nicht untersucht. Als er gegen Mittag feinen Littr. 129. D. Mr. 660 de 1892. Der Arbeiter Leo Siegel hat war mit sehr schlichtem Anzuge bekleidet. Irgend welche Gegen Kollegen Retslag ablöste, habe er die verhängnißvolle Flasche die durch Mandat vom 28. 6. 92. festgesette viermonatige" stände, welche über die Persönlichkeit des Todten Auskunft hätten bereits auf dem Rezeptirtische stehen sehen und daraus annehmen Gefängnißstrafe verbüßt. Strafgefängniß bei" Berlin, den geben fönnen, wurden in den Taschen nicht vorgefunden. Die müssen, daß Retslag die Kleine Arbeit der Untersuchung bereits 2. Oftober 1892. Die Expedition. Samann.( Stempel Zeiche wurde zum Zwecke der Obduktion nach dem Zei enschau- gemacht. Retslag wollte wiederum der Meinung ge Der Anstalt.) Im weiteren theilte er bem Rechtshause übergeführt. wesen sein, daß Hartkop die Untersuchung vorgenommen, von Mitteln gänzlich entblößt set, anwalt mit, daß er Straßensperrungen. Das Görlitzer Ufer, zwif en Wiener bevor derselbe sich aus dem Geschäfte entfernte. In der Verda er die bei der Entlassung aus der Anstalt erhaltenen ftraße und Straße I, sowie die Reichenbergerstraße, zwischen bandlung tam zur Sprache, daß der Angeklagte Teichgräber und 8 M. Arbeitsverdienst bereits ausgegeben habe. Er sei Willens, Görliger User und Straße I, werden behufs Umpflasterung vom der Vater des Angeklagten Wohlberedt zufammen 6000 M. nach Leobschütz zu reisen, wo er wohlhabende Verwandte habe, 6. d. M. bis auf weiteres für Fuhrwerte und Reiter gesperrt; geopfert haben. Hiervon hat das Fröhlich'sche Ehepaar 3000 M. die ihm ficher helfen würden. Es fehle ihm nur an Reisegeld, das Görliger User, swischen Reichenbergerstraße und Straße I erhalten, die übrigen 3000 M. bat Dr. Presch beansprucht, der um dessen Vorschießung er den Rechtsanwalt gern gebeten hätte an den Grundstücken 38-40, Play I und II, desgleichen auch sich in Indien befinden soll. Dr. Jeferich war der Ansicht, daß und wofür er ihm ewig dankbar sein würde. Das Material zu für Fußgänger, Ebenso werden die Friedrichsgracht, zwischen ieber, der nicht völlig Laie sei, die beiden Flüssigkeiten einzureichenden Wiederaufnahme- Antrage werde er von Leob- Gertraudtenbrücke und Scharrenstraße, sowie die Oberwaffer- bei einiger Aufmerksamkeit garnicht verwechselu fönne. schüz einschicken. Um die Unmöglichkeit darzuthun, den Dieb- straße, von der Gertraudtenbrücke bis zum Hause Nr. 15 behus Apotheker Kobligk begutachtete, daß Natronlauge zu den= ftahl begangen zu haben, wegen dessen er unschuldig verurtheilt der Erneuerung der Userschälung bis auf weiteres für Fuhrwerke jenigen Medikamenten gehöre, welche für sich getrennt fei, erzählte der angebliche Siegel weiter, daß er sich zur Zeit und Reiter gesperrt. und in Flaschen aufbewahrt werden mußten, die mit bes Diebstahls in der Klinik des Professors von Bergmann beeinem Schild, rother Schrift auf weißem Grunde, zu versehen sei. funden habe, wo er wegen einer Halsverlegung operirt worden In betreff der Nichtuntersuchung des vom Droguisten bezogenen Medikaments müsse er dem Angeklagten Retslag eine Pflichtversäumniß vorwerfen. bem Polizeibericht. Am 5. d. M. Bormittags wurde auf dem ist. Er wies auch auf die davon zurückgebliebene Narbe hin. Neubau Münzstr. 16 der Arbeiter Splittgerber von dem zur BeDiese lettere Mittheilung insbesondere brachte dem Rechtsanwalt förderung von Baumaterialien dienenden Fahrstuhl gegen das Der Staatsanwalt n. Saroczewsti beantragte gegen bie Angeflagten Dr. Gutkind, Hartcop und Kirstein die Freisprechung, gegen Teichgräber 3, gegen Klinge und Retslag je 2 Monate Gefängniß, gegen Wohlberedt 30 M. Geldstrafe. Die Bertheidiger plädirten sämmtlich für Freisprechung. Das Urtheil lautete gegen Teichgräber und Netslag auf je 800, gegen Klinge auf 100 und gegen Wohlberedt auf 30 m. Geldstrafe. Die übrigen Angeklagten wurden freigesprochen. Im Prozeß Löwh, über welchen wir morgen ausführlich berichten werden, erfolgte die Verkündigung des Urtheils um 103/4 Uhr. Der Angeflagte wurde wegen einfachen Bankrotts, Betrugs in 2 Fällen und Unterschlagung in 5 Fällen, sowie des Steuervergehens zu 2 Jahren 6 Monaten Gefängniß verurtheilt, unter Anrechnung von 6 Monaten, ferner zu 2000 m. Geldbuße und wegen des Steuervergehens zu 576 M. Geldbuße. Soziale Lebersicht. Achtung, Gewerbegerichts- Wahlen! Gruppe VII, Buchund Papier- Industrie! ( Album und Lederwaaren Fabriken, Kar tonagens, Tapetenfabriken, Formft echer, Buchbinder, Steindrucker, Buchdrucker, Schriftgießer, Stereotypeure und Hilfsarbeiter und Hilfsarbeiterinnen.) etwas zu beschweren hätte, er sich direkt an ihn wende. Auf die her die Vereine, bie etwa fchon begonnene Ginübung obigen Erwiderung unsererseits, sein Meister, Herr Hackspiel, habe Riedes auf kurze Zeit bis zur Ausgabe der forrigirten Partitur den Arbeiter, welcher sich direkt an den Chef wenden würde, mit auszusehen. Gleichzeitig machen wir die Gesangvereine darauf sofortiger Entlassung bedroht, erklärte Herr Winkler, er sei selbst aufmerksam, daß bei dem Unterzeichneten ein Verzeichniß von Meister und Herr Hackspiel von ihm nur als Mittelsperson ein- Dirigenten mit Angabe ihrer Wohnung und freien Abende zur gesetzt, welche nach Ordnung zu sehen habe. Da Kollege Kaiser, unentgeltlichen Einsicht bei etwaigent Dirigentenwechsel ausliegt. des geringen Betrages wegen von einer Klage Abstand ge Der Vorstand des Dirigentenverbandes. nommen hat, ist die Sache für den Verein erledigt. Die nächste D. Suchsdorf, Vorsigender, Bersammlung findet am Dienstag, den 11. Oktober, bei Schröder, Hochstr. 29, II. Reichenbergerstr. 24, statt. Der sozialdemokratische Agitationsklub für den Osten Berlins hielt am 2. Oftober eine Versammlung für Frauen und Männer ab, in welcher Fräulein Baader unter vielem Beifall über die Stellung der Frau zum Sozialismus sprach. An den Vortrag knüpfte sich eine lebhafte, interessante Diskussion. Der Versammlung folgte ein gemüthliches. Beisammensein nebst Zanz fit Welten, bei Schröder. Blaue Buch Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Best, 6. Oftober. Im Finanzausschusse des Abgeordneten Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 8%-10% Uhr: Süd: Schule, Sagelsbergerstr. 48: Unterricht in Buchführung( doppelte); oberes hauses begann heute die Verhandlung des Budget- Voranschlages Rechnen. Süd- Ostschule, Reichenbergerstr. 133: Deutsch( unteres); Ma- für 1893. Abgeordneter Pazmandy meinte, die ungarische Res thematit und mathematische Geographie. Ost Schule, Markusstraße 31: Unterricht in Geschichte( neue). Nord- Schule, Müllerstraße 179a unter- gierung follte dagegen Protest einlegen, daß die österreichischricht in Deutsch( unteres); Physiologie. In alle Fächer, fönnen Schüler ungarische Staatseisenbahn- Gesellschaft auch die Bezeichnung und Schülerinnen, auch jezt im Laufe des Semeſters, eintreten. ,, ungarische" in ihrem Namen führe, da sie hierdurch Ungarn vor Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Mary, Abends 8 Uhr, dem Auslande kompromittire. Der Finanzminister Weferle er bei Grube, Mariendorferstr. 10. Westen, bei Hämerle, Bülowstr. 59. Holzarbeiter". Abends 8½ Uhr im Lotale des Herrn Peterson flärte, die österreichisch- ungarische Staatseisenbahn- Gesellschaft Veteranenfir. 22, habe in Ungarn als folche zu existiren aufgeyört; er habe seine Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Freitag. Uebungs- Ansicht ohne jeden Rückhalt dahin ausgesprochen, daß die Ge tube bends or Aufnahme von Mitgliedern. alebeth sellschaft nicht berechtigt sei, die Steuer von den Prioritäten ab Männerchor,, Schönhauser Allee 28, bei Kuhlmey. Nord, firchstr. 14, bet Nikolay.- Vorwärts 1, G.D. Adalbertstr. 21, bei Roll. zuziehen; doch da die Gesellschaft als solche in Ungarn nicht beum meischer Gesangverein, Langestraße 65, bei Tempel. binder Männerchor Berlins, Alte Jakobstraße 68, bei A. Richter stehe, könne die ungarische Regierung auf die Get.rung der - Maiglöckchen, Hochstr. 32a, bet Wilte. Gemüthlichkeit Gesellschaft weder einen direkten noch indirekten Einfluß ausüben. Bußer), Seydelstraße 30. Fris, Naunynstraße 86, bei Zubeil. Petersburg, 6. Oktober. Die Verordnung des Leiters des at me, Schleife, in Finanzministeriums Witte über die bereits angekündigte neue Bantow, Mühlenstr. 24, bei Stöhr.- Sänger- Freiheit, Naunynstr. 43, temporäre Emmission von 25 Millionen Kreditrubel gegen Sicher bei Fröhlich. Morgenroth 4, Köpenick, Müggelheimerstr. 3 bei Held. wahrheit, an der Zwölf- Apostellirche 7b, bei Framle. Karthausstellung durch Gold ist in der heutigen Nummer der Gesetzfcher Gefangverein, Lichtenbergerstr. 21, bei Heise. Moabit" fammlung veröffentlicht worden. Collegia, Beughofstraße 8, Wilhelmshavenerstraße 23, bet Brosch. London, 6. Oktober. Das„ Reuter fche Bureau" meldet aus bei koch. Freie Liebertafel, Martgrafenftr. 8. Eintracht zu Alt- und Neu- Glienice, bei S. Stavelhof Rudowerstraße. Simla vom heutigen Zage, daß nach einer Meldung von der Gesangverein Morgenroth 2, Charlottenburg, Leibnigftr. 78 bet Arbeiter- Gesangverein Freies Sieb 1, Friedrichsberg, gegen die rebellischen Stämme der Schwarzen Berge gesandten Friedrich Karlstraße bei Heinecke. Berliner Expedition General Lockhart ohne Schwertstreich das Dorf Baio Typographia, Fischerstr. 25. ant Indus genommen habe, wohin Hashim Ali, der Führer der Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Rebellen, geflohen war. Die gesammte Einwohnerschaft von Den Menschenhändlern, nämlich den Agenten, welche alle Buschriften sind zu senden an War Gent, Berlin, Belforterstraße 26, 1. Baio habe schon vor der Ankunft der Expedition die Flucht er Arbeiter, billigst" nach irgend einem Orte„ versenden", wo die Ereitag: Vergnügungsverein Grüne Zanne bei Raiser, Martusstr. 8. Tambour- Berein Borussia bei Zeichnis, Königsbergerftr, 24( Uebungs- griffen. Unternehmer billigste Kräfte" verlangen, und damit auch diesen stunde). Tambour- Verein Ruf bei Sperling, Inselstr. 1. Tambourverein New- York, 6. Oftober. Jm Staate Georgia wurden bei 28ir bel bei Müller, Gartenstr. 52. Ausbeutern hat die Stadt Altona einen allerdings dünnen Theaterverein Acacte in Hoff- den Wahlen für die Staatsämter alle demokratischen Kandidaten Strich durch die Rechnung gemacht, indem sie beschloß, daß die mann's Festsälen, Oranienſtr. 180. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Männer- Gesang mit 50 000 Stimmen Mehrheit gewählt. Uebernehmer städtischer Arbeiten nur Altonaer Arbeiter berück- verein union, Abends 9 Uhr, Berliner Bockbrauerei. Männerchor fichtigen sollen. Leider vergaß die Kommune, wie das bei der wedding, Abends 8 Uhr, bei König, Gerichtsstraße 35.Waldesrauschen, Abend 9 Uhr, bei Weigt, Martgrafenftr. 87. Privatbürgerlichen Leitung der deutschen Städte nicht Wunder nehmen Theaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bei Schulz, Buttbuſerſtr. 35. fann, jenem vernünftigen Beschluß den ebenso vernünftigen hin- musikverein Tusch, Freitag Abend 9 Uhr, Restaurant Nebelin, Langezuzufügen, daß bei städtischen Arbeiten die Arbeiter den für ftraße 108.- Buchbinder- Männerchor, Abends 9 Uhr, Restaurant Richter, Alte Jakobstr. 68. Musit- Dilettantenverein, Zonita", Abends Alto na austömmlichen Zohn bekommen müssen. 8% Uhr bei Schent, Krautstr. 39, Uebungsstunde. In der letzten Sigung der Streit- Kontrollfommission haben die anwesenden Delegirten der obengenannten Gruppe beschlossen, eine Gruppenversammlung zur endgiltigen Normirung der Kandidaten zum Gewerbegericht einzuberufen, und den Unter zeichneten mit der Einberufung dieser Versammlung betraut. Derselbe ersucht nunmehr die Angehörigen sämmtlicher Berufe obiger Gruppe, am Donnerstag, den 13. Ottober, in den Armin hallen, Kommandantenstr. 20, Abends 9 Uhr, recht zahlreich zu erscheinen. Näheres wird durch Inserat im " Vorwärts" noch bekannt gemacht werden. Ullrich. J. A.: Albert Massini, Buchdrucker. Bellealliancestr. 66. " 1 Versammlungen. Deutscher Schneider- und Schneiderinnen- Verband tFiliale Berlin). In der Mitgliederversammlung am 26. Sep( ember hielt Genosse Roland unter großem Beifall einen Vortrag über die allgemeine Arbeiterbewegung und den Kampf gegen die alte Gesellschaft auf ökonomischem Gebiet. Alsdann erstattete Kollege Ad. Schulz eingehend Bericht über den diesjährigen Verbandstag, dem er als Delegirter beiwohnte. Zum Schluß wurde auf das, seitens der Agitations tommission zum 16. Oktober bei Joel in der Andreasstraße arrangirte Herbstvergnügen aufmerksam gemacht. 1 11 Gefangverein " Gefangverein Quartettverein Berliner Turngenossenschaft. Die erste Männerabtheilung turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des Leffing- Gymnasiums Pantstr. 9-10. Turnverein Gesundbrunnen halle des Leffing- Gymnasiums, Pantstr. 9-10. 1 23 jä in Б 您 ba LIT S In ST Ꮆ B ( Depeschen des Bureau Herold.) Paris, 6. Oktober. Der„ Eclair" meldet aus Konstantinopel 4, der Großvezier sei in Ungnade gefallen infolge der letzten Rekla mationen von seiten Rußlands. Pisa, 6. Oktober. Der verhaftete Anarchist Schiachi gestand die Absicht ein, die spanische Botschaft zu Rom in die Luft M sprengen und die Inhaftirten in Barcelona habe rächen zu fe Die 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8-10% Uhr in der Turn- wollen; er leugnet, Mitschuldige zu haben und erklärt, daß er nach Ausführung des Attentats in Rom nach Sizilien gehen Bergnügungsverein Esperance, Abends 9 Uhr, Rosenthalerstr. 11-12, wollte, um dort Bauernaufstände zu organisiren. Dynamit ist im Restaurant. Bergnügungsverein Beilchen, Abend 9 Uhr, bet Brauns, bei ihm nicht gefunden worden; die Polizei glaubt jedoch, daß B Oranienftr. 183 p. Gefelliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8% Uhr, das Dynamit durch ihn begleitende Amerikaner beseitigt worden Alte Jatobfir, 128( Logenhaus). Unterhaltungstlub Schiller, jeden Stattlub fei. Schiachi gehört einer reichen sizilianischen Familie an und Freitag Abend 8 Uhr im Restaurant Holzbächer, Dreifeftr. 3. Grand. Jeden Freitag, Abends 8 Uhr, bet Subrich, Lübbenerftr. 22. Rauchtlub Rothe Pfeife. Freitag: Gibung bei Schulze, Plantagen- studirte in Palermo, er desertirte später von einem Artillerie be regiment.( Lockfpigelei oder Verrücktheit! Red.) ftraße 9. English Reading& Conversational Club Shakespeare. Meeting every Friday at 9 p. m. at Behrens Restaurant Königstr. 62, Guests are welcome. Spreulaal. Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür abzugeben ist, dem Bublifum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Verfügung; sie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. Briefkaffen der Redaktion. G. Allecke, Steinmeh. Wie Sie gesehen haben werden ist ein Bericht schon in der Donnerstag- Nummer veröffentlicht. W. Eggert. Wird besorgt werden. 1. ta 48 10 $ De 45 20 ty 9 Im Verein zur Wahrung der Intereffen der Zinkgießer und Stürzer Berlins und Umgegend erstattete am 27. Septemb Kollege Max Schulz Bericht über den Verlauf Postaffiftent. Selbstverständlich; im Uebrigen alles nad 8 der Unterhandlungen, die mit dem Fabrikanten Herrn Winkler Wunsch. Barth, Rigdorf. Ihr Inserat fostet, wenn laufend auf inbetreff des dem Kollegen Kaiser gemachten Abzuges für schon fr vor 10 Wochen gelieferte Arbeit gepflogen worden waren. Redner Westpreußen Verein. Vergnügungsanzeigen müssen al it führte an, Herr Winkler habe erklärt, er hätte sich, nach noch Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. gegeben, 1,80 m. netto. Den Herren Dirigenten die ergebene Mittheilung, daß die Inferat aufgegeben werden. maligem Durchsehen der Bücher, überzeugt, daß der Abzug seine Für die Arbeiter Bildungsschule von Herrn Ranke Richtigkeit habe, und deshalb möge sich Kollege Kaiser sein Recht Prüfungsfommission unseres Verbandes die Komposition von Winkler, es fei M. Bombelfe:" Maiengruß für Alle!" einer Revision unterzogen 6 M., Andreas B. 20 M. cpfangen. Besten Dant, H. Gumpel 89 weiter suchen. Ferner erklärte Herr ihm lieb, daß, wenn einer sich über und den Umbrück der Partituren beschlossen hat. Wir bitten den Barnimstr. 42. 730M Goldone Medallio Halle 1891. seiner Arbeiter Goldens Medaille Leipzig 1892, Nur in Packeten mit dieser Schutzmarke. Patentirtes Fabrikations- Verfahren. 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Ein Genosse, der feit 20 Jahren an unseren Parteis bestrebungen attiven Antheil nimm und mit denselben aufs innigste vers traut ist, wünscht, da er zur Zeit als Berichterstatter an einem Parteiorgan thätig ist, und diese Stellung Ber hältnisse halber aufzugeben gedenkt, eine ähnliche. Auch wäre derselbe bereit die Redaktion eines wöchentlich mehr Arbeiter- Bildungsschule( Südost- Bezirk). als erscheinenden Bartelorgans Versammlung am Sonntag, den 9. Oktober, Abends 7 Uhr, in den Armin- Hallen, Kommandantenstraße 20. Vortrag des Herrn Dr. Pinn: Die Volksschule und die Arbeiter. Nach dem Vortrag: Geselliges Beisammensein und Tanz. Gäste willkommen. I 103/2 Bruchbänder, chirurg. Gummiwaaren, GummiStrümpfe, Geradehalter, Leibbinden, Spritzen, Suspensor's etc., Umstands binden, medicin. Verbandstoffe, Brillen etc., Pincenez, sowie Artikel aller Art Krankenpflege empfiehlt[ 2950L J. Ch. Pollmann, gepr. Bandagist, Berlin, 30 Linienstrasse 30. 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