Nr. 236. Grscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Bierteljährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. fret In's Saus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags- Nummer mit lluftr. Sonntags- Betlage Neue Selt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Streuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mr., für das übrige Musland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. In der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6682. Vorwärts S 9. Jahrg. Inserttons- Gebühr beträgt für dis fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Gonn und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. fernTprech- Anfchlu Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Quittung. An Beiträgen gingen im Monat September ein: a) Für die Partei. R. 2. 300,-. Zigarrenarbeiter und Sortirer der Tabatarbeiter Wolfenbüttel 3,-. Merseburg 1,50. Mann im Mond 750,-. Sonnabend, den 8. Oktober 1892. b) Für Maifestzeichen: Ronftanz 15,50. Haynau i. Schles. 50,50. Frankfurt a. M. 39,35. Tannenberg b. Geyer i. Erzgeb. 20,50. Charlottenburg 40,-. Wiesbaden 50,50. Regensburg 50,50. Witten a. R. 25, Spremberg 30,-. c) Für Reimer's Kinder: Glauchau 10, Dresdener Angler in Zegelort 10, 13,60. Dsnabrüct 3,50. Berlin 3,-. Dr. L. A. Berlin 20,- Heidenheim i./W. 5,50. Kranz der Tapezirer 6,15. Kontobuch- Arbeiter Leipzigerstraße Tischler- Verbandes 2,-. Barteigenoffen Berlin- 50. Golha 25,-, Weimar, Mitglieder des F. u. C. Berlin 1,25. Breslau, Lassallein Bant Wilhelmshafen 300,--. Ung. d) für Peu 3' Kinder: 4,80. Flensburg 15,-. Besigheim 50,- Sucher Neßsch bei Dresden Braunschweig 5,- Besigheim 25, H., Berlin 10, Berlin 4,35. Von der rothen Familie Hannover 10,-. Rothera Berlin 5,50. Ueberschuß einer Böttcher Versammlung Die Rothen der Straße Glf Gotha 25,-. Ges. bei einer Geburtstagsfeier in der LaufigerSchlepper Dresben 50,-. III. Berliner Wahlkreis 150,-. Vom Berlin Berlin 3, Tischler in Halberstadt durch F. R. 2,10. Verein Meißen, darunter 1 M. von E., 27,-. Sp. B. Brüderlichkeit, Glber- ammelt bei einer Festlichkeit von den Tischlern aus der Barnim „ Borwärts" Rostock 5,- Sonntagsarbeit Berlin 1,-. GeCelle 6,85. Bochum 7,20; darunter von einem sammelt Bousois 6, Berbst 2,60. Nördlicher Bezirk Chemnitz 6,30. traße Berlin 7,50. M. D. Berlin 5,-. feld 25, B. Bilgenhagen, Berlin, 35,30. Vom Bau an der neuen Ruppel Alfterweg, Hamburg, 25,-. Zwei Silberarbeiter aus der Ritterstr., Berlin 2, H. H. Schopfheim 1,-. Holzauktion im Grune e) für Kurowski's Rinder: S., Berlin 10,-. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Post- und Telegraphie, daß die Verschleierung des Thatbestandes für jeden Sachkundigen offen zu Tage lag. Zeigte dieses Vorkommniß schon, daß unter den Vorstehern der Bostämter das Bestreben zu Tage trat, ihre vorgesetzten Behörden über das Thun und Lassen der untergebenen Beamten zu unterrichten, so scheint diese Art Bericht erstattung neuerdings von oben herab organisirt worden zu sein. Man höre! Dem Bostgehilfen Jüttner, f. 3. in Slawen hitz ( Oberschlesien) war es aufgefallen, daß die an ihn gerichteten rascht er, und mit ihm als Zeuge der Unterbeamte, den Briefe sichtbare Spuren der Eröffnung trugen. Eines Tages überVorsteher des Poſtamtes, den Postverwalter M. Idner, und wieder verschließt. Unter der Wucht seiner Entzüstung wie derselbe einen an Jüttner adressirten Brief öffet, lieft läßt Jüttner fich hinreißen, dem p. Mildner ein Paar fräftige Ohrfeigen zu versehen. Darob Untersuchung dieses Vorfalles durch einen Postinspektor der Ober- Postdirektion wald Firina S. u. G. Berlin 5,05. E. Berlin 3,-. H. J. 2. f) für Fritsche's Kinder: in Oppeln. Jüttner erklärt die unbefugte Eröffnung Weimar 4,50. München 100,-. Die rothen Sänger ReichenBreslau, durch die Expedition der„ Volkswacht" 16,55. bach i. 2. 50,-. Greig 100,-. Zwei Ehrenfelder Schneider feines Briefes durch den p. Mildner den p. Mildner zu Protokoll, Jm Interesse einer geordneten Kassenführung werden die und zu Protokoll bestätigt dieses der Unterbeamte als Beuge. lae Parteigenossen dringend ersucht, bei Einsendung von Geldern, Längere Zeit ruht die Angelegenheit. Mildner thut troß dieser She lafel Westend Berlin 2,20. Von den Maurern Bau Alsterhausen wenn diefelben nicht als Parteibeiträge eingesandt werden, genau skandalösen Pflichtver legung Dienst nach wie vor. Plößlich 4,86. Vier Rothe, Domziegelhof, Schleswig, 1,50. Rheine i.. Bößeldorf, Hamburg 20,- Poller's Bau St. Georg Hamburg stimmt sind. So stellt sich nachträglich heraus, daß folgende Male auf, um Jüttner aufzufordern, seine Aussage über anzu geben, für welchen 3wed dieselben bestaucht der Abgesandte der Oberpoſtdirektion zum zweiten Beträge, die als Parteibeiträge quittirt wurden, für Mi a iSöhe 2,15. Gräfrath bei Splingen 50,-. Die rothen Buchbinder aus eft ze ich en bestimmt waren. Im Monat Mai: Elbing die unbefugte Eröffnung seines Briefes durch den Wildner Monat Juni mit seinem Dienſteide zu bekräftigen. Auch dies geschieht. Aber was ist die Folge? Jüttner wird In her ufiauittung murhen 50 m ola Maifest Ueberschußerfekt und milder zum ftaber d Auttion 8,70. A. B. 150,-. P. S. 50, Puzenhofer Zonne, Dranienstraße, Berlin, ameritanije ohne Angabe des Ortes aufgeführt, sie wurden von Pirna ein- pensionirt. Mildner, der Verleger des heis Wahlkreis, Moabit gesandt. In der Quittung für August wurde der Gesangflub Briefgeheimnisses, wird pensionirt, trohBomi Parteitag Des 11. fachſiſchen Reichstags- Wahlkreises Frohsinn Hamburg mit 100 M. aufgeführt, diese rühren vom dem es in dem von dem Geh. Oberpoſtrath. Da in bath 9,45. Altenbach bei Wurzen 4,90. Bon. Gästen des Karola Sefangklub Frohsein" her. Für Münden wurden unter mit Ausführungen versehenen Postgeseze§ 5 ad 14 heißt: Schlößchens, Wurzen 2,15. Mannheim 25,-. I. Berliner Wahl- H. A. 5,- quittirt, es muß heißen München H. A. 5,-. G. der Grünstraße Berlin 5,-. Bochum 50,-. Von den rothen| Maurern am Kirchenbau zu Harburg a./E. 20,-. Offenbach a./MHastedt 75,-. Bromberg 50,-. Derlinghausen 5, 87 3 Ireis 100, V. Berliner Wahl" Dr. Br., Berlin 30,-. 111. Berliner Wahlkreis Die Sammlungen für die Kinder von Reimer, Peus 2c. werden 100,-..., Berlin, für einen Vortrag 3,- Leihgeld für ein hiermit für geschlossen erklärt. Wir bitten die Parteigen offen, Bandelier, Berlin 1,-. Von polnischen Sozialisten durch M. 40,-fünftig folche Spezialfammlungen zu Händen des Parteitafsirers . 2. 50,-. Von Frant's Bau, Bullenhujer Damm, Hamburg zu unterlassen. Bedürfnisse, die sich geltend machen, werden aus 39, Witten a. H. für einen Ausflug 8,-. II. Berliner den allgemeinen Mitteln der Partei befriedigt. Bahlkreis 193,35. Werther 3000,-. Ges. b. Zechgelage und u. freiw. Sammlung Paßenhofer Zonne, Berlin 3,80. Gef. beim Drehorgelspiel Payenhofer Zonne, Berlin 1,80. Amerit. Auttion Rundgefang durch. H., Berlin 1,30. Gef. b. Geburtstag des Gen. Bl., Berlin 3,50. Gef. b. d. Geburtstagsfeier in der Bautischlerei Baeß, Reichenbergerstraße, Berlin 6,20. S. C. 2., Berlin S. 5, Berlin 30,10. 310, • Gesangverein der Böttcher, Steineiche", Dschatz in Sachsen 2. E., Berlin 3, Görlitz 25,70. VI. Berliner Wahlkreis, Oranienburger Vorstadt, Luckenwalde, gesammelt bei einer rothen Hochzeit 5,10. Berlin W., den 6. Oftober 1892. Für den Parteivorstand A. Bebel, Groß- Görschenstr. 22a. Bum Poffefat. Uns wird geschrieben: Als in der Situng des Deutschen Reichstages am Die Verlegung des Briefgeheimnisses seitens der Postbeamten zieht eine friminelle Strafe nach sich, wenn eine unbefugte Eröffnung oder Unterdrückung eines Briefes stattgefunden hat" und das Reichs- Strafgesetzbuch bestimmt im§ 354 aus drücklich: " Ein Postbeamter, welcher die der Post anvertrauten Briefe oder Packete in anderen, als den im Gesetze vorgesehenen Fällen eröffnet oder unterdrückt,... wird mit Gefängniß nicht unter 3 Monaten bestraft." Die Kaiserliche Ober- Postdirektion in Oppeln scheint an einer merkwürdigen Unkenntniß der einschlägigen Vorschriften zu leiden, an einer Unkenntniß des Postgesetzes, die dem jüngsten Postgehilfen sicher einen Reinfall" beim Examen bringen würde. Aber die merkwürdige Lauheit dieser Wedding 300,35, darunter Leseklub Dießgen 30,-. Lefeklub Heimer 11 10,-. Luther- Worms 100,-. IV. Berliner Wahl- 16. März v. J. von einem Abgeordneten ein Fall einer Behörde läßt auch noch eine andere Deutung zu, eine Deutung, 15 25 Bautischlerei von Lorenz, Urbanstraße 8.- Vortrag ba wies der Ministerialdirektor Fischer diesen Vorwurf übereifrigen, aber sonst gehorsamen Beamten kennzeichnet. durch 2. 5,-. Fahrgeld von Schmargendorf 3,-. Vortrag bei mit Emphase zurück. Aber seine Erklärung des betr. Der p. Mildner soll sich in seiner Verantwortung auf eine Drechslern durch 3. 2,-. Kontrolleur K. 75. Vl. Ber- Falles( es handelte sich um ein Telegramm des Verbandes von der Postbehörde erlaffene geheime Verfügung ner Wahlkreis, Rosenthaler Vorstadt 98,50. F. 6. Jimenau Telegraphen- Assistenten beth. 10,-. Bon den rothen Brüdern aus Loschwiz 3,05. Bon Deutscher Post- und Telegraphen- Assistenten an einen gestützt haben, worin die Poftamtsvorsteher angewiesen ben organisirten Bergarbeitern 2licherslebens 20 ,, Bejammelt bei Zweigverein) war so durchsichtig, deckte sich so wenig mit werden, die jüngeren Beamten hinsichtlich ihres gemüthlicher Stimmung in der Bazenhofer Zonne Berlin 1,30. den Bestimmungen der Allgemeinen Dienstanweisung für Schriftwechsels und ihrer Lektüre beffer zu überden Feuilleton. Radbrud verboten.] Die Waffen nieder! [ 41 Eine Lebensgeschichte von Bertha von Suttner. Leben oder Ladung Verwundeter nach der anderen brachte, offen bleiben den Martesaal aufsuchen, aber jeder verfügbare Raum war mußte. Baffagierzüge gingen heute überhaupt keine mehr in ein Hospital verwandelt. Wo man hinblickte, überall ab. Nur einer mit nachgeschickten Reservetruppen, und ein kauernde, liegende, verbundene, bleiche Gestalten. Ich mochte anderer zur ausschließlichen Benutzung des patriotischen nicht hinschauen. Das bischen Energie, das ich besaß, das Hilfsvereins, der mehrere Aerzte und barmherzige Schwestern mußte ich mir auf meine Fahrt und auf deren Ziel aufund eine Ladung nöthigen Materials nach der Umgebung sparen. Von aller Kraft, allem Mitgifühl, aller Hilfevon Königgräs abführen sollte. Und da fönnte ich nicht mitfahren?" " Unmöglich!" " Immer deutlicher und flchender vernahm ich Friedrichs Hilferuf und nicht kommen können: es war zum verfoll ich reges Sterben" sagen? Die Halle, die Säle, der zweifeln! leistungsfähigkeit, die mir zu Gebote stand, durfte ich hier nichts ausgeben; das gehörte nur ihm ihm, der mich rief. Es war indeß kein Winkel zu finden, wo mir der Jammeranblick erspart geblieben wäre. Ich hatte mich auf den Perron geflüchtet und dort mußte ich gerade das Aergste mit ansehen: die Ankunft eines langen Zuges, dessen sämmtliche Waggons mit Verwundeten gefüllt waren, und die Abladung der letzteren. Die leichter Blessirten stiegen Auf dem Bahnhof herrschte reges alles voll Verwundeter, viele davon in den letzten Da erblickte ich am Eingang der Halle Baron S., den Und ein massenhaftes Menschengewirre: Kranten- Vize- Vorsteher des patriotischen Hilfsvereins, denselben, Pfleger, Sanitätssoldaten, barmherzige Schwestern, Aerzte; den ich schon vom Kriegsjahre 59 her fannte. Ich eilte selber aus und schleppten sich vorwärts, die meisten mußten Berron, Bügen. Männer und Frauen aus allen Gesellschaftsklassen, die da auf ihn zu: tamen, um nachzusehen, ob der lezte Transport nicht einen Don den Ihren gebracht; oder auch, um unter die Ver- kennen mich doch?"; Poundeten Geschenke, Wein, Zigarren u. s. w. zu vertheilen. Das Beamten und das Dienstpersonal überall bemüht, das Dordringende Publikum zurückzudrängen. Auch mich wollte dienen?" man wieder fortschicken: " Was reichen von Eß- und Trinkwaaren ist verboten: Sie sich an das Komitee... dort werden die Geschenke in ja. durch. Ihre Thätigkeit, wie schön und edel Ihr Herz ist gewesen. Das war kein menschliches Angesicht mehr- der Um Gotteswillen, Baron S., helfen Sie mir! Sie erBaronin Tilling, Tochter des Generals Grafen Althaus gewiß habe ich die Ehre... Womit kann ich Ihnen " Sie expediren einen Zug nach Böhmen... lassen Sie wollen Sie?... Platz da!... Das Ueber- mich mitfahren! Mein sterbender Mann verlangt nach wenden mir.. Wenn Sie ein Herz haben und Sie beweisen -so schlagen Sie mir meine Bitte nicht ab!" Empfang genommen" ber nächste Zug?" " Nein, nein," sagte ich, ich will abreisen. Wann fährt Es gab noch allerlei Zweifel und Bedenken, aber schließ lich wurde meinem Wunsche willfahrt. Baron S. rief halten. Die meisten Abfahrtzüge seien eingestellt, erfuhr ich empfahl mich, als Mitreisende, seinem Schuh. Auf diese Frage konnte ich lange keine Auskunft er einen der vom Hilfsverein entfendeten Aerzte herbei und endlich, da die Linie für ankommende Züge, die eine Bis zur Abfahrt war noch eine Stunde. Ich wollte aber unterstützt, oder gar getragen werden. Die verfügbaren Tragbahren waren gleich besetzt und die überzähligen Patienten mußten bis zur Rückkunft der Träger einstweilen auf den Boden gelagert werden. Vor meine Füße, auf dem Plaze, wo ich auf einer Kiste saß, legten sie einen hin, der unausgesetzt ein gurgelndes Röcheln ausstieß. Ich beugte mich herab, um ihm ein theilnehmendes Wort zu sagen, aber entfett fuhr ich wieder zurück und verbarg mein Geficht in beide Hände der Eindruck war zu fürchterlich Unterfiefer weggeschossen, ein Auge herausquellend... dazu ein erstickender Onalm von Blut- und Unrathgeruch Ich hätte aufspringen und fliehen mögen, doch ward mir todtenübel und mein Kopf fiel an die hinter mir liegende Mauer zurück. Dich feiges, fraftloses Geschöpf!"- schalt ich mich- ,, was suche ich hier in diesen Jammerstätten, " ad 2) aus: Nun sagt aber der§ 5 des Postgesetzes: ,, Das Briefgeheimniß ist unverletzlich"; und der Geh. Ober- Poftrath Dambach führt hierzu(§ 5 Das Briefgeheimniß umfaßt alle Thatsachen, welche der Postbeamte durch eine stattgehabte Korrespondenz amtlich in Erfahrung gebracht hat, und.... dieser Auffassung hat sich auch der oberste Gerichtshof angeschlossen." " " u wachen. Sanach konnte Mildner mit einem Scheine von gänzungen der Militär- Pensionsgefeße vom 27. Juni 1871 hygiene und Fürsorge für die Schulkinder, Wohnung Recht sagen: Ja, wie soll und kann ich diese Ueberwachung und vom 4. April 1874, und, betr, die Gestattung des Feil- polizei und Verkehrsmittel, Lohn- und Arbeitsverhältni und Beaufsichtigung besser und nachhaltiger ausführen, als bietens von Bier im Umherziehen, des Antrages Bayerns der städtischen Angestellten find Fragen, die den heiter durch Eröffnung der Briefe? wegen Ausscheidens der bayerischen Staatsbau- Betriebe aus der Sommer Zelle'scher Lebensfreude nichts anfechten. W So flar es ist, daß diese Ueberwachung der Lektüre der Tiefbau- Berufsgenossenschaft, des Entwurfs eines Gefezes es jetzt nicht ein hochnothpeinliches Verbrechen, wenn jüngeren Beamten ein Post- Abonnement eines Bostbeamten wegen Ergänzung des Gesetzes vom 2. Juni 1869 über die Deutschfreisinnigen sich noch sperrten und dem konservativ 3. B. auf den Vorwärts" unmöglich macht, so klar ist Kautionen der Bundesbeamten, des Gesetzentwurfs, betr. 2 andrath Stubenrauch, Herrn Stryd's angenehme es auch, daß eine Beaufsichtigung und Ueberwachung, soll die Begründung der Revision in bürgerlichen Rechtsstreitig Gutsnachbar, den Zutritt zur Bürgermeisterei verwehrten fie nicht zwecklos fein, mit einer Berichterstattung feiten, und des Entwurfs neuer Bestimmungen über die Schon schwimmt die Tante Voß in Seligkeit. Und wette über die gemachten Erfahrungen an die Statistik der Krankenversicherung an die zuständigen Aus- wir, dem guten Rickert juckt es in den Füßen, vor d obere Behörde verbunden sein muß. schüsse erklärte sich die Versammlung einverstanden. Endlich verschwiegenen Spiegel den Fackeltanz zu üben. wurde beschlossen, der in der Bildung begriffenen AktienDie Sozialreform von oben" auf den Knie Gesellschaft für den Bau einer Anschluß- Eisenbahn zwischen dem Bahnhof Straußberg der königlich preußischen Ostbahn vor der Bourgeoisie. So armselig die„ Aera der Sozia und der Stadt Straußberg bis zum Betrage von 330 000 reform" auch in bezug auf den Arbeiterschutz sich gestalt Mart die Ausgabe von auf die Namen lautenden Stamm so entfacht sie doch die ganze Wuth der Bourgeoisie. D und Stamm- Prioritäts- Attien im Nennwerthe von 500 M. bischen Sonntagsruhe im Handelsgewerbe hat die deuts freifinnigen wie die konservativen Geldprozen in solche zu geftatten. regung versett, wie es die höchsten militärischen Forderung Ueber die Wiedereinführung der Berufung gegen nicht vermocht hätten. Statt aber dieser arbeiter Nach Beweggründen für das seltsame, mit den gesetzlichen Bestimmungen schwer in Einklang zu bringende Vor- die Urtheile der Strafkammer, schreibt das Berliner kulturfeindlichen Strömung entschieden entgegenzutreten, fut gehen der Ober Postdirektion in Oppeln gegen den Tageblatt", und zwar der Art, daß die zweite Instanz man auf offiziöser Seite(„ Norddeutsche Allgemein p. Mildner, der in seinem Uebereifer selbst noch über eine durch die Oberlandesgerichte gebildet werden soll, scheint nun 8eitung" Nr. 469 vom 7. Oktober) die Gegner durchaus unhaltbare Verfügung hinausging, brauchen wir doch im Bundesrath eine Einigung erzielt worden zu Sonntagsruhe kniefällig anzuflehen, den Widerstand vo also nicht zu suchen. Sollte die Sache todt gemacht wer sein, denn, wie wir aus gutunterrichteter Quelle vernehmen, läufig fahren und der Regierung Beit zu lassen, die Son den, so war die Pensionirung in Gnaden allerdings der find vom Justizminister bereits Erhebungen tagsruhe zu„ mildern". Die Sozialdemokratiem einfachste Weg: beiden Theilen war geholfen. Aber im bei den Landgerichten über den voraussichtlichen Umfang auch hier als Drohgespenst herhalten, wobei aber zuglei Jutereffe der öffentlichen Meinung, die gebieterisch Auf der Erfordernisse an Personal, und Geldaufwendungen für nicht verfehlt wird, der Sozialdemokratie unterzuschiebe Aufbeu tlärung dieses standalösen Vorganges verlangt, fragen wir: beu gebachten Fall angeordnet worden. Die Meldung ist daß sie die Sonntagsruhe nicht im Interesse der Arbeite Weshalb hat die Kaiserliche Ober- Postdirektion in zu erfreulich, um Anspruch auf hohe Wahrscheinlichkeit zu sondern nur zur besseren Förderung ihrer Agitation Oppeln nach Feststellung und Bestätigung dieses unerhörten haben. Wer mit Militärvorlagen und Steuerplänen so trete. Das offiziöse Organ erkennt an, daß die Beseitigu Falles durch eidesstattliche Aussagen des[ p. Jüttner die viel zu thun hat, denkt nicht an Reformen. Die Wieder der Sonntagsruhe den größten Theil der Bevölkerung Aufregung verfeßen werde, statt sich aber auf diesen in d Atten nicht der zuständigen Staatsanwaltschaft übergeben? einführung der Berufung ist freilich eine Nothwendigkeit. Weshalb wollte sie die Grörterung der erlassenen geheimen Die Reichstags- Erfahwahl im Wahlkreise Stuh m- Bertheidigung einer Regierungsmaßregel zu stützen, giebt Verfügung in öffentlicher Gerichtssigung durch Marienwerber ist auf den 28. November festgesetzt. der Bourgeoisie zu verstehen, daß die Regierung diese Me regel nur nothgedrungen, nicht aus eigenem Triebe ergriff Als die Frankfurter Zeitung" in ihrer Nr. 244 die Der bestätigte Herr Zelle. Der König von Preußen während ihr Herz sich voll und ganz im Lager der Bo Mittheilung brachte, daß das badische Ministerium verrichtete, wie Wolff's Telegraphisches Büreau im amtlichen geoisie befinde... traulich die unterstellten Bezirksämter aufgefordert habe, über Auftrage meldet, an den neugewählten Berliner Oberdie politische Gesinnung der angehenden Juristen 2c. ein Bürgermeister Belle folgendes Telegramm: Verzeichniß zu führen, da sagte der Vorwärts":" Welch' eine fette Weide für die Angeber, Gedankenspäher und Geschichtenträger, was für treffliche Arbeitsbedingungen für Strebelinge", und folgerichtig seite er hinzu: Im übrigen gehört diese Ueberwachung zum System, und nicht blos im badischen Probirländli" werden diese Konduitenlisten geführt". Und der Vorwärts" hatte ganz Recht. die Pensionirung des Mildner unmöglich machen? Ober- Bürgermeister von Berlin Herrn Belle. Marmor- Palais, 7, Oktober, 8 Uhr 50 Min. Borm. Spreche meinen Glückwunsch zur Wahl aus, die ich um so freudiger bestätige, als ich weiß, wie sehr Ihnen das Wohl meiner Residenzstadt am Herzen liegt. Ich hoffe Sie recht lange an der Stelle zu fehen und mit Ihnen manches schöne Wert zusammen zur Verschönerung Berlins und zu seiner Fortentwickelung durchzuführen. Ihre treuen Gesinnungen gegen mich und mein Haus wohl fennend, bin ich der Ueberzeugung, die Wahl fonnte keinen Besseren und Geeigneteren treffen. Wilhelm I. R. " th Aus dem Neiche des Herrn von Stephan. unserer letzten Enthüllung in Sachen der Bettelja Listen bemerkt die ultramontane Germania": Also! Noth soll geftillt werden durch milde Gaben solcher Beamt die zum Theil wahrlich selbst Noth genug haben, sich ihre Familie ehrlich durchzuschlagen!! Denn was so Aufruf zu freiwilligen Gaben mit Auflegung Sammellisten, die an die General- Postkasse einzuliefern f Wie wahr ist doch Heine's Wort:" Der leere Ropf bedeutet, weiß jedermann. Es ist einfach ein moralise pocht jetzt mit Fug auf sein volles Herz und die Gesinnung 8ang, zu zeichnen. Daß der Vorwärts" diesen Auf scharf geißelt und für seine Zwecke Kapital dar ist der Trumpf", und wie schön paßt es auf die bestehenden zu schlagen sucht, liegt auf der Hand, und kann man Zustände innerhalb der Postverwaltung, die von dem Allgewaltigen Stephan und seinem getreuen Adjunktus Fischer Nachdem Herr Zelle durch unseren Chef", den Ober- von seinem Standpunkte aus gar nicht verübeln. So wi vermittelst der Unterstützungs- und sonstigen Fonds in präsidenten von Achenbach als der genehme Kandidat für man ficherlich nicht der Sozialdemokratie entgegen. diesem Sinne weiter ausgebaut werden! Ist dies jedoch das freigewordene höchste Amt der Berliner Selbst- Reichspost liefert jährlich 9 Millionen Ueberschuß ans R nur eine Erscheinung im heutigen Klassenstaate, die jeden verwaltung bezeichnet worden war, nachdem ferner Herr ab. Sollen da nicht einige Taufende für die nothleiden Einsichtigen schon von der Unhaltbarkeit der heutigen Zu- Stryck, nicht allein Meister in der Kunst, in einem Postbeamten selbst abfallen können?" ftände überzeugen muß, so tritt die Frage nach der Feldzug Wagen zu requiriren, sondern auch ein Held Gegen die Ermäßigung des Zolle auf ruffifd Wahrung des Briefgeheimnisses um so mehr in den Vorder- im geschäftigen Ausführen der Befehle von oben, den Getreide arbeiten die altpreußischen Junker mit all grund. Wird Herr von Stephan angesichts des von uns Mittler gespielt hat, war es einleuchtend, daß Herr Zelle Kräften. Der bekannte. Präsident der Pommerschen De hier Mitgetheilten sein bekanntes Wort, bei der Post sei bestätigt werden würde. Diese Wahl bedeutet die Bankrott- nomischen Gesellschaft, eines Fachvereins der Großgru der Brief so sicher wie die Bibel auf dem Altare, ohne jede erklärung des Berliner Fortschrittsklüngels, der aus befizer, Herr von Below- Salesfe, will eine Petition Einschränkung auch weiterhin aufrecht erhalten? Angst vor einer fommissarischen Verwaltung der Stadt bewegung für den Differentialad( 15 m für cuffli Berin die Selbſtvetidaltung zu einem Kimbersport gemacht Korn) ins Leben rufen. Wenn die Volksschullehrer petiti hat. Herr Zelle ist der alamodische Deutschfreisinnige, wie niren, schnarrt sie der Bindter in höherem Auftrage er gebraucht wird, er hat gegen eine Erhöhung der Zivil verkappte„ Bühler" an. Hier, da es sich um agraris lifte nichts einzuwenden, er manschte und munkelte wie Borrechte handelt, ist wohlwollende Haltung von Hause a Einer bei der Schloßfreiheits- Affäre, er gehört zu den geboten. Hauptanstiftern der Begasbrunnen Gründung, er war ein Mitverschworener des berufenen Herrn Kunze. Herrn Preußische Landtagserfahwahl. Bei den am 6. Belle ist es nicht geschuldet, daß die Berliner feinen Enten- tober in in Frankfurt a. M. stattgehabten Wa Bom Bundesrath.= In der Plenarsizung vom teich beim Schloß gekriegt haben, Herr Belle wird für neue männer Ersatzwahlen zum Zweck der Neuwahl ei an Stelle des Stadtra 6. Oktober wurde der Antrag Bayerns, betreffend die Ab- Baupläne, die von oben angeregt werden, stets und aller- Landtags Abgeordneten änderung des Zollverwaltungstoften- Etats, und die Vorlage orten zu haben sein. Und so mag man nicht allzufehr sich Grimm, dessen Wahl vom Abgeordnetenhause wegen Abänderung der in der Verkehrsordnung enthaltenen wundern, wenn etwa der Kunze aus seiner Versenkung ungiltig erklärt wurde, sind 44 Deutschfreifinnige Beftimmungen über die Beschaffenheit des Papiers zu Eisen- emporsteigt die„ Verschönerung Berlins" nach Demokraten und 24 Nationalliberale gewählt. Nach betreibt des auf Roften bahn- Frachtbriefen, ersterer den Ausschüssen für Zoll- und Kräften gemeinen Wahlergebniß gilt die Wahl des deutschfreisinnigen Giebt es Steuerwesen und für Rechnungswesen, lettere den Aus- Sädels. in einem städtischen Gemein- didaten, Reichstags- Abgeordneten Funck als sicher. schüssen für Eisenbahnen, Post und Telegraphen und für wesen wie Berlin denn auch lockendere Aufgaben zu Handel und Verkehr zur Vorberathung übergeben. Mit der lösen, als die Errichtung von Brachtbauten und glänzenden Der Hamburger Senat, der so schneidig für bereits erfolgten Ueberweisung nachstehender Vorlagen: der Denkmälern kriegerischer Thaten?. Der chronische Rothstand, Shederkapital mit Berichtigungen" zur Hand ist, wird Anträge Preußens, betreffend einige Abänderungen und Er- die Arbeitslosigkeit, Armen- und Krankenpflege, Schul- unserem Hamburger Bruderblatt, dem" Echo", vortreff Politische tebersicht. Berlin, den 7. Oktober. Eine furchtbare Joee durchflog mein Hirn: Wie, wenn dieser Friedrich wäre? Ich sammelte meine Kräfte und blickte noch einmal hin: Nein, er war es nicht. * * * und M 12 be Ra " Ja, ja, Herr Doktor, erzählen Sie!" bat eine Nonnen, unser Dienst fann uns auch in die Lage bring bei solchem Suchen mitzuhelfen." wo ich nichts nichts helfen kann... wo ich solchem Gnädige Frau," sagte einer der Aerzte ich glaube, Etel unterliege"... Nur der Gedanke an Friedrich raffte Sie find selber frank Sie sehen so bleich und leidend mich wieder empor. Ja, für ihn, auch wenn er in solchem aus." Zustande wäre, wie der Elende zu meinen Füßen, könnte Jch blickte auf. Der Sprecher war eine sympathische, Und der Regimentsarzt erzählte. Den Wortlaut fo ich alles ertragen ich würde ihn noch umfangen und jugendliche Erscheinung. Vermuthlich war dies die erste Schilderungen kann ich natürlich nicht mehr wiedergebe tüffen, und aller Etel, alles Grauen verfänke in das eine praktische Thätigkeit des kaum promovirten Mediziners. Son auch sprach er nicht in einem Flasse, sondern mit häufi allbesiegende Gefühl in Liebe- Friedrich mein von ihm, daß er seine ersten Dienste diesem gefahr- und Unterbrechungen, und gleichsam widerstrebend, nur d Friedrich, ich komme!" wiederholte ich halblaut diesen einen beschwerdevollen Amte widmete! Ich fühlte mich diesen die hartnäckigen Fragen, mit welchen die wißbegieris firen Gedanken, der mich seit der Ankunft des Bresser'schen Menschen, die da neben mir im Waggon saßen, dankbar Nonnen und ich ihn bestürmten, zum Sprechen gezipung Briefes erfaßt und nicht mehr losgelassen hatte. für die Linderung, welche sie den Leidenden zu bringen im Die abgerissenen Erzählungen riefen jedoch eine geschlo Begriffe standen. Auch den opfermuthigen, wirklich barm- Reihe von Bildern vor mein inneres Auge, die sich herzigen" Schwestern zollte ich im Herzen Bewunderung und Gedächtniß so lebhaft eingeprägt haben, daß ich diesel Dant. Doch was brachte jeder diefer guten Menschen mit? noch heute an mir vorüberziehen lassen tann. Unter ande Ein Loth Hilfe für tausend Bentner Noth. Die tapferen Umständen hätte ich des Doktors Schilderungen nicht Die bange Wartestunde war doch auch vorübergegangen. Nonnen mußten wohl für alle Menschen jene überwin- deutlich erfaßt und behalten-man vergißt ja Gehö Den Röchelnden hatten fie fortgetragen. Legt ihn dort dungskräftige Liebe im Herzen tragen, wie fie mich für und Gelefenes so leicht aber das Erzählte machte auf die Bank," hörte ich den Regimentsarzt befehlen, ben meinen Mann erfüllte; so wie ich vorhin empfunden, daß, damals fast den Eindruck von Miterlebtem. Ich war da kann man nicht mehr in's Spital bringen er ist schon wenn der furchtbar entstellte und ekelerregende Soldat, der einem Zustand hochgradiger Nervenanspannung und der fire Gedanke an Friedrich breiviertel todt." Und doch diese Worte mußte er noch vor meinen Füßen röchelte, mein Gatte gewesen, aller Wider regtheit; verstanden haben, der Dreiviertel- Todte, denn mit einer wille entschwunden wäre so empfanden jene wohl jedem sich meiner bemächtigt hatte, bewirkte, daß ich bei jeder verzweiflungsvollen Gebärde hob er beide Arme zum Menschenbruder gegenüber, und zwar durch die Kraft geschilderten Szenen mir Friedrich als betheiligte Be Simmel. einer höheren Liebe diejenige zu ihrem erwählten vorstellte, und so sind sie mir wie selber durchgema Erfahrungen im Geiste haften geblieb Jetzt saß ich im Waggon mit den beiden Aerzten und Bräutigam Christus. Aber ach auch davon brachten die schmerzliche Erfahrungen im vier barmherzigen Schwestern. Es war erstickend heiß und Edlen nur ein Loth! Ein Loth Licbe dorthin, wo tausend Jn der Folge habe ich die von dem Regiments er Raum war mit einem Duft von Hospital und Safristei Zentner Haß gewüthet... mitgetheilten Ereignisse in die rothen Hefte eingetragen - Karbol und Weihrauch erfüllt. Mir war unsäglich fo, als hätten sie sich vor meinen eigenen Augen abgejpi bel. Ich lehnte mich in meine Ecke zurück und schloß die Jugen. - Nein, Herr Doktor", antwortete ich auf die theil nehmende Anfrage des jungen Arztes, ich bin nicht krant, nur ein wenig angegriffen." 4. -w Gi Die Ambulance ist hinter einem schützenden Hügelrü Der Zug fetzte sich in Bewegung. Das ist so der" Ihr Herr Gemahl", so sagte mir Baron S., sei bei aufgerichtet worden. Drüben tobt die Schlacht. Der Bo Augenblick, wo jeder Heisende sich das Biel vergegenwärtigt, Röniggräß verwundet worden und Sie reisen dahin, ihn zu zittert und es zittert die glühende Luft; Dampfwollen fi oem er entgegengetragen wird. Defters schon war ich auf pflegen", mischte sich jetzt der Stabsarzt in das Gespräch; auf, die Geschütze brüllen... Jetzt heißt es, Patroni ieser Strecke gefahren und da winkte mir die Ankunft in einem wissen Sie, in welcher der umgebenden Ortschaften er ausschicken, welche sich auf die Kampfpläge begeben, um Schwerverwundeten aufzulesen und hierherzubringen. cästegefüllten Schloffe, in einem fröhlichen Badeorte- auch liegt?" neine Hochzeitsreise-seliges Andenken hatte ich auf Das wußte ich nicht. Mein Biel ist Königinhof", es etwas heldenhafteres, als solchen Gang mitten in siesem Wege gemacht, einem glänzenden und liebevollen antwortete ich; dort erwartet mich ein befreundeter Arzt, summenden Kugelregen hinein, an allen Schrecken Kampfes vorüber, allen Gefahren des Kampfes Empfang in der Hauptstadt Preußens"( wie hatte letteres Dottor Bresser-" Bort doch seither einen anderen Klang bekommen!) entDen fenne ich.. er war an meiner Seite, als wir gefeßt ohne selber dessen wildem Rausche sich hing zu dürfen? Rühmlich ist dieses Amt nach Kri gegen.Und heute? Was war heute unser Ziel? vor drei Tagen das Schlachtfeld absuchten." Sin Schlachtfeld und umliegende Lazarethe die Stätten„ Das Schlachtfeld absuchten" schaudernd es Todes und der Leiden. Mir schauderte. erzählen Sie " nicht. wiederholte ich begriffen ( Fortfehung folgt.) eb 30 10 id 00 Si 0 20 0 10 30 " und " abgeführt wegen der auch von uns schon furz gekennzeich-| bekanntlich die Angeklagten mit Strafen von acht Tagen gewiß unliebfamen Vorgänge werden nun von der gegner chen neten Antwort auf die Anklagen des nordamerikanischen bis zu 4 Monaten Gefängniß belegt, wurde ziemlich ruhig auf- Bresse benüßt, um von einer sehr starten Opposition der UnVizekonfuls Burke. Der Senat, schreibt das„ Echo", besteht genommen. Einer der Angeklagten rief: Es lebe die abhängigen" in Solingen zu schreiben. Dem gegenüber wollen wie Shylot auf seinem Schein. Erst am 24. August sei Soziale!" Im Zuschauerraum wurde der Ruf hörbar: Totalen und persönlichen Charakter trägt und mit den sogenannten wir hiermit feststellen, daß die Solinger Opposition einen durchaus man sich im Senat darüber klar geworden, daß die Krant- Hoch Calvignac! Das sind keine Republikaner!" In Car Unabhängigen" rein gar nichts zu thun hat. Die Bergische heit einen epidemischen Charakter trage, und von dem maug wurden die Verurtheilten von einer großen Menschen- Arbeiterstimme", deren Redakteur Suth mit zur Opposition Augenblick an feien auch weitere reine" Gesundheitspäffe menge am Bahnhof erwartet. Dieselbe verhielt sich voll zählt, protestirt ausdrücklich gegen das Gebahren der gegnerischen nicht ausgestellt worden. Am 24. August waren bis gegen ständig ruhig. Die Angekommenen wurden von ihren Bresse, den Solinger Streit mit den Quertreibereien der Unab Mittag aber bereits etwa 800 Erkrankungen und 200 Freunden nach Hause geleitet. Später fand eine Wer hängigen" zufammen zu werfen; es heißt in dem bezüglichen Todesfälle an Cholera vorgekommen. Selbstverständlich faminlung der Bergarbeiter statt, in welcher der Deputirte Bericht: Gegen die bisherige Tattit der Partei hat nicht ein haben Senat und Medizinalbehörde an diesem Tage von Baudin das Wort nahm und den Arbeitern Muth zu einziger Redner gesprochen, im Gegentheil haben sowohl Huth, zu- trunt und Runtel erklärt, voll und ganz auf dem Boden des allen vorgekommenen Fällen noch keine Kunde gehabt, sprach. Die Versammlung ging auseinander mit dem Strunk und Kunkel erklärt, voll und ganz auf dem Boden des Erfurter Programms und der in Erfurt gebilligten Taftit, speziell aber die Mehrzahl derselben mußte ihnen doch bei Rufe: Es lebe die soziale Revolution!" und unter Ab- der Bebel'schen Resolution zu stehen, und das Vorgehen der soeinigermaßen geordneten Zuständen auf dem Gebiete singung der„ Carmagnole".- Wolff's Bureau meldet: genannten Unabhängigen verurtheilt." Gegenüber dieser Erdes Medizinalwesens bekannt geworden sein. Carmaux, 6. Oftober. Heute Abend fand eine Ber- flärung erübrigt es sich, auf das Geschwafel unserer 24. Auguft war sich in Hamburg so ziemlich jeder Laie fammlung der Frauen der Grubenarbeiter statt, die von etwa Gegner noch weiter einzugehen. Hoffentlich kommt es darüber klar, daß die Cholera einen epidemischen Charakter| 2000 Personen besucht war. Die Frauen betraten unter Ab- zwischen unseren Genossen recht bald wieder 8u einer singung der Carmagnole den Versammlungssaal und durch Verständigung wenn dann, als trage. Jm Senat" bezweifelte" man das noch. Erst nach Folge derselben zogen nach dem Schluß der Versammlung abermals die Car eine regere Thätigkeit im Kreise Solingen Blas greift, so wird einer telegraphischen Anfrage des Reichskanzlers, der Hierher magnole fingend unter Hochrufen auf den Streit und auf dieser Ausgang im Kreise der Genossen allerwärts mit Genugthuung sendung des Profeffors Dr. Koch aus Berlin und nach einer die soziale Revolution die Straßen, in denen die Grubenarbeiter begrüßt werden. längeren Berathung des Senats entschloß man sich, den Spalier bildeten. Chef der Medizinalbehörde zu beauftragen, ein Gutachten Unfer Genoffe, der Abgeordnete Schumacher in Sodes Professors Dr. Roch über den epidemischen Charakter Neue Schauermähren verbreitet im Intereffe der lingen, ersucht uns, im Anschluß an die in Nr. 230 bes Border Krankheit einzufordern. Wäre die telegraphische An- wieder äußerst munter sich rührenden internationalen wärts" über die geschäftlichen Verhältnisse der dortigen Gefrage des Reichskanzlers über den Charakter der Krankheit od spigelbande der Telegraph. So kommt aus nossenschafts- Buchdruckerei veröffentlichte Notiz zu fonstatiren, und die Hierhersendung Dr. Koch's nicht erfolgt, dann hätten Brüssel unterm 7. d. M. die Meldung: Die Polizei daß er zwar Mitbegründer der Bergischen Volksstimme" sei, die Welt und die hamburgische Bevölkerung vermuthlich noch hat in einem Hause in der Borstadt St. Gilles bei einer aber auf die geschäftlichen Angelegenheiten der Druckerei weder lange warten tönnen, bis der epidemische Charakter der Haussuchung eine vollständig eingerichtete Druckerei entdeckt, früher, noch heute einen Einfluß ansüben konnte. In der von Cholera von der Hamburger Medizinalbehörde und einem in welcher ein Blatt unter dem Titel„ Das Elend" her uns erwähnten Erklärung war von einem Einfluß des Genossen Schumacher auch keine Rede. Die veröffentlichte Verwahrung Hohen Senat erkannt worden wäre. Man hätte wahrscheinlich gestellt wurde." Ein feltsames Gewächs, dieses seltsame richtete sich nur gegen die unwahren Gerüchte", welche die Buchweiter gezweifelt" und die reinen" Gesundheitspässe für Blatt, das in dem für die Kolportagenromantik üblichen bruckerei als„ wirthschaftlich im Rückgange befindlich" bezeichneten, von Hamburg ausgehende Schiffe wären nach wie vor Duster erscheint. was nach der Erklärung durchaus nicht der Fall sein soll. ausgestellt worden. Am 16. August ist, wie amtlich zugegeben wird, der erste Todesfall an asiatischer Cholera in Der Stand der britischen Landwirthschaft. Im Magdeburger Gewerbegerichts Wahlen. Im Bezirk Hamburg vorgekommen; am 22. August war man bei der folgenden geben wir die kürzlich veröffentlichten amtlichen Gubenburg ergab sich folgendes Resultat: 1. Kammer 2. Rammer Medizinalbehörde glücklich so weit, glauben zu können", Bahlen betreffend den Stand der Landwirthschaft ( Baugewerbe)( übrige Gewerbe) daß hier die Cholera ausgebrochen ist. An diesem Tage, und Viehzucht in Großbritannien. Dieselben sind im 55 586 bis zum 21. August Abends, waren bereits 168 Personen Juni dieses Jahres erhoben; auf den gleichen Zeitpunkt 47 an der Cholera erkrankt und 58 gestorben. Am 24. August beziehen sich die vergleichenden Daten der Vorjahre. Es betrug die Anbaufläche( in Acres) für: war man immer noch zweifelhaft", ob die Cholera einen 6 epidemischen Charakter trage. Man fand sich auch noch nicht gemüßigt, dem Publikum, das sich bezüglich des epidemischen Charatters der Krankheit keinem Bweifel" mehr hingab, die Zahl der Erkrankungen und Sterbefälle bekannt zu geben. Hierzu bedurfte es erst einer telegraphischen Anfrage des Reichskanzlers über den Charakter der Krankheit, welcher wahrscheinlich auch der Wunsch" beigefügt war, weiteren Kreifen Kunde von dem Charakter der Krankheit zu geben. Hinsichtlich der„ wissenschaftlichen Feststellung" müssen wir denn doch unsere Verwunderung darüber ausdrücken, daß man die Zeit, pom 16.- 24. August gebrauchte, um die 1890 Cholera überhaupt„ wissenschaftlich" zu erkennen, und mehr Rinder und Kühe.. 6 508 632 als einer Woche bedurfte, um sich über den epidemischen 27 272 459 Schafe und Lämmer Charakter der so heftig auftretenden Krankheit klar zu Schweine. 2 773 609 werden. Der Senat stüßt sich natürlich auf diese Daten. Aber ist es nicht traurig, daß der bureaukratische SchlenDie Zahl der Rinder und Rüthe zeigt demgemäß gegen brian im Bunde mit einer recht zweifelhaften„ Wissenschaft" das Vorjahr eine Zunahme von 1,3 pCt., die der Schafe solche Zustände zeitigt, wie sie sich uns hier präsentirten? und Lämmer blieb stationär, während die Zahl der Schweine Statt weise Vorsicht walten zu lassen, ohne die wissen eine Verminderung um volle 26 pCt. erfuhr. In Großschaftliche Feststellung", auf die man sich so viel zu gute britannien vollzieht sich die Umwandlung von Ackerland in zu thun scheint, abzuwarten, schlendert man im alten Viehtrift noch immer. Und der Industrialismus, welcher bureaukratischen Geleise weiter. Und, fügen wir hinzu, König des Landes ist, holt die Brotstoffe sich aus der Fremde. us Unteroffe bes süßen Handels" der Die freigesezten Landarbeitet, die in Masse überflüssig Rhederei- Barone, des holden Geschlechter werden, weil Weideland nur weniger Arbeitskräfte bedarf, Regiments, ist auch eine schöne Gegend. ziehen in die Städte und drücken die Löhne der Arbeiterschaft. " AL 1890 1892 2 219 839 1891 2 886 886 2111 178 2 807 277 2112 798 2 036 810 . 9 2 902 998 529 661 53 961 Weizen. Gerfte Hafer Kartoffeln.. Hopfen.. 2 899 129 582 794 56 142 2 997 545 525 361 56 263 Das Jahr 1892 zeigt demgemäß im Vergleich mit dem Vorjahre eine Abnahme der Anbaufläche von Weizen um 8,8 pet.( gegen 1890 um 7 pet.), von Gerfte um 3,6 pt., von Kartoffeln um 1,4 pt., eine Zunahme dagegen bei Hafer um 3,4 pCt. und bei Hopfen um 0,2 pCt. Für den Viehst and werden folgende Daten gegeben: 9 1891 6 852 821 28 782 558 2888 773 1892 6 944 783 28 734 704 2137 859 Die französische Kammer tritt den 18. d. M. zufammen. Sie wird eine bedeutende Arbeitslast vorfinden Berichtigung. Jm Artikel Eine Berichtigung und und verschiedene sehr schwierige Probleme. So muß 3. B. eine Antwort"( fiehe vorige Nummer, zweite Seite des Hauptin Bezug auf den Konflitt von Carmaux etwas ge- blattes) muß es heißen: Im übrigen find 337 Kubikmeter schehen. Aber was? Die Regierung hat sich unfähig Luftraum für 118 Zwischendecks- Bassagiere, pro Person gezeigt, das kapitalistische Attentat gegen das allgemeine also 2,85( nicht 2,25) Kubikmeter Luftraum, gerade wenig Stimmrecht zu verhindern und zu bestrafen; sie wollte ver- genug." mitteln, wo es nichts zu vermitteln gab, sondern nur Wahl zwischen brutaler Vergewaltigung und sonnenklarem Recht. Ob die Kammer sich tüchtiger zeigen wird, als die P Sozialdemokraten Hirsch- Dunckerianer Christlichsoziale Ungiltig 3 Gewählt find sämmtliche 8 sozialdemokratische Randidaten. Interessant ist, daß bei den Wahlen in Magdeburg nachweislich auch christlichsoziale Arbeiter für die Sozialdemokratie stimmten. Das bestätigt die Richtigkeit der Ansicht, wonach ein Theil der Mitglieder dieser von Geistlichen und Unternehmern inspirirten sogenannten Arbeitervereine denselben nur aus Rücksicht auf das Arbeitsverhältniß zc. angehört. Der Schwindler Bobuchoff- Goldstein, vor welchem Genoffe Lux Magdeburg warnte, ist in Leipzig und Chemnih in Parteitreisen aufgetaucht. In legterem Orte las er die Lur sche Warnung im Vorwärts", worauf er schleunigst abdampfte. Die Genossen, die inzwischen die Warnung ebenfalls gelesen hatten, tamen auf dem Bahnhofe gerade an, als der Gauner ab gefahren war. " Polizeiliches, Gerichtliches sc. -Wegen Aufreizung zum Klaffenbaß ist, wie das Hallesche Boltsblatt" mittheilt, Genoffe Groß in alle a. S. amtlich vernommen worden. Er soll dieses Bergehen dadurch begangen haben, daß er Fris Kunert's" Soziale Weckrufe" verlegt hat. Soziale teberlimi. Aufruf an alle Post- interbeamten( Posthilfeboten, Poftschaffner, Briefträger, Landbriefträger)! Kollegen! Unsere jammervolle Lage, die Unzulänglichkeit unseres aus so gering bemeffenem Gehalt und Wohnungszuschuß bestehenden Einkommens brauche ich Euch nicht erst zu erörtern, geht. Unser Einkommen bleibt hinter dem Berdienst eines guten Ihr spürt täglich an Gurem eigenen Leibe, wie trübselig es Euch Arbeiters noch bei weitem zurück. Diese unsere Lage in eine gehenden Artikeln( ich verweise auf Nr. 136, 159, 166, 185, 196, 228, 232) in die Deffentlichkeit gebracht zu haben, ist das Verdienst des sozialdemokratischen Vorwärts". Damit wird unfer Standpunkt bestimmt, ein Standpunkt, der uns thatfächlich das Heil einzig ihre Haut färben mögen, fragt man die Schminke weg, so ist, die den Militarismus, dem wir unsere elende Lage doch in fommt der Bourgeois mit all seiner zynischen Begehrlichkeit weiter über militärpolitische Fragen. Die„ Norddeutsche für die allgemeine und unsere Wohlfahrt übrig wäre, tonſequent Der Reichskanzler Teftattifelt durch seinen Pindter noch erster Linie zu verdanken haben, weil er alles aufzehrt, was sonst nd Ausbeutungswuth zum Vorschein. Ein Plan auf Ver- Tlgemeine Zeitung" schreibt in ihrer Bolemit gegen bekämpft. Jedem Denkenden muß überdies auch sonst klar merftaatlichung der Bergwerke von Carmaux hat keine Aussicht die Kreuzzeitung":" Etiva 100 000 dienstfähige Deutsche sind den, daß nur mit der Hebung der Arbeiterklasse auch uns exe auf Annahme- es sei denn, daß sich dabei ein hübsches nach der Uebersicht über die Ergebnisse des Ersatzgeschäfts für Lage, die der Poftunterbeamten gebeffert werden kann. Geschäft machen ließe für die Minengesellschaft und einige bas große Geley" dusführen, und wenn auch nicht diese gelegenheit. In Nr. 196, im Artikel:" zur Lage der Post1891 der Ersatzreserve überwiesen oder überzählig geblieben. Wir Heute stehen wir vor einer für uns überaus wichtigen Anandere Leute. Und dieser Staat als Arbeitgeber ist 100 000, unter denen sich noch mancher nur zweifelhaft Taugliche Unterbeamten" brachte der Vorwärts" die Mittheilung, daß wollen wahrhaftig auch kaum besser als die pfäffisch- kapitalistische befinden mag, so boch den gweifellos tauglichen Theil von ihnen, nach dem Gesetze vom 30. Juni 1873 der Wohnungsgeldzuschuß Kompagnie, welche den Konflikt herbeigeführt hat. fagen wir 70 000 Mann, einstellen. Zwei Wege bieten sich dafür. aller 10 Jahre einer Neufestsegung unterliegt, und daß dieser Ein chauvinistisch antisemitischer Abgeordneter will Entweder der der zweijährigen Dienstzeit... oder der der drei- Zeitpunkt im Juni nächsten Jahres gekommen sei. auch ben Fall Liebknecht" zu einer Juter- jährigen. In letterem Falle entstehen um etwa 30 pet. höhere Aber bis jetzt hat unsere Behörde noch nichts von einer pellation benuzen und die Regierung fragen, was sie Mehrkosten. Wollte man diese aufbringen, um die allgemeine Erhöhung der bis jetzt giltigen, aber lächerlich gering bemessenen gegen internationale Wühlereien" zu thun gedenke? Nun, Wehrpflicht mit dreijähriger Dienstzeit zur Wahrheit zu machen, Säße verlauten lassen. unsere Abgeordnete werden dem Horrn die Antwort nicht tonnea, darauf einzugehen; denn wir würden uns schwerlich furt, Breslau, so würden wir den verbündeten Regierungen kaum rathen Kollegen! In Berlin, Hamburg, Köln, Frant fchuldig bleiben. in großen wie fleinen Orten, Das sozialistische Tageblatt von Paris fonnte entschließen, die daraus hervorgehende Erhöhung der Lasten dem überall leiden wir unter denselben Verhältnissen. Ueberall Steuerzahler zuzumuthen." 70 000 Mann mehr, das Geld für wohnen wir nicht wie Menschen, die ihre Kinder auf ein noch nicht erscheinen, da die sehr bedeutenden Fonds dieses Mehraufgebot, Kasernen u. s. w., mehr Difiziere, eine töst- höheres Niveau bringen sollen, überall wird dies durch die Zunoch nicht vollständig beschafft find. Und die finanzielle liche Aussicht. Die Mehr belastung der Maffe, die der fammenpferchung in beschränktesten Räumen vereitelt. Bon guten, Grundlage muß von vornherein ganz gesichert sein, weil Regierung angeblich Pein macht, ist da, wenn die Militärvorlage gesundheitlichen Zuständen kann jonst kapitalistische Einflüsse nicht abgewehrt werden Gefeß wird. tönnten. Bekanntlich sind alle franzöfifchen Tageblätter auch die radikalsten- von der Börse abhängig. Regiering? Wir wären arge Sanguinifer, wollten wir Militärvorlage und Stenerpläne. und allein bei der Sozialdemokratie fuchen läßt, weil ſie die einzige Barter hoffen. So roth dieje Bourgeois Republikaner Nachdruck zu vertreten, um Herrn v. Stephan unsere erbärmliche Kollegen! Um nun unsere Sache im Reich 3 tage mit Lage mit Erfolg vor Augen zu führen und die Erhöhung der Wohnungsgeldfäßze durchzubringen, dazu ist ein Material nöthig, aus welchem unsere Lage klipp und klar hervorgeht. bei uns deshalb keine Rede sein; Krankheiten, Krankheiten, Seuchen ist Thür und Thor bei uns geöffnet, und Zweijährige Dienstzeit und Lattenarrest. Also die un- weisen uns aufs deutlichste, daß der asiatische Gast auch unter die Hamburger Vorgänge bebestraften Soldaten sollen in Zukunft blos zwei Jahre dienen uns reiche Opfer findet. nach der neuen Militärvorlage. Für die Unbestraften soll die Carmang. Aus den Verhandlungen des Prozesses zweijährige Dienstzeit sogar Gefeß sein. Aber wer bürgt denn von Albi gegen die ausständischen Grubenlente von Car- nun dafür, daß nicht alle Soldaten unter der gefeßlichen zwei maug ist, so schreibt man der" Frankfurter Zeitung" aus jährigen Dienstzeit bestraft werden und gefeßlich drei Jahre Paris, die Rede des Vertheidigers Millerand von bienen müssen? Die Gnade des Feldwebels und Unteroffiziers Interesse. Er führte aus, daß Calvignac entlassen worden und Lieutenants und Hauptmanns u. f. w., u. f. w. Die sweis sei, nicht weil er ein schlechter Arbeiter war, sondern weil jährige Dienstzeit der neuen Militärvorlage erinnert sehr lebhaft bringen. Jeder von Euch, der eine höhere Miethe als 240 M. fr zum Maire von Carmaux gewählt wurde. Diese Ent- an die Thadden- Triglaff'sche Preßfreiheit mit Galgen. laffung habe die Bergwerks- Bevölkerung aufgebracht, welche ohnedies bereits durch die Härten der Gesellschaft gereizt gewesen sei. Die Gesellschaft habe seit mehreren Jahren auf ihre Arbeiterschaft einen politischen Druck ausgeübt. Das, was in Carmaux vorgegangen ist", sagte der Anwalt wörtlich, ist nur eine Episode in dem großen Drama, Keine Unabhängigen". In dem Wahlkreis Solingen welches in der ganzen Welt beginnt. Auf der einen Seite fanden in den letzten Tagen mehrere von unseren Parteigenoffen bas Bolt, und ihm gegenüber nicht der Direktor Humblot, einberufene Bersammlungen statt, in denen es zu sehr lebhaften Maßregelungen gesichert seid. nicht die Ingenieure und alle diese Subalternen und Auseinandersetzungen über die bisher beobachtete Haltung der Kollegen! Durch unterthäniges Bitten hat eine Klasse noch Marionetten, sondern die mächtige Gesellschaft von Carmaux, dortigen Parteileitung in der lokalen und Kreisagitation fam. nie ihre Lage dauernd verbessert; fordern wir, wo wir zu forwelche, nachdem sie 17 pCt. Dividende an ihre Aktionäre Aus der Mitte der Genoffen wurbe eine regere Agitation für dern als Menschen ein Recht haben. Trage jeder sein Scherflein vertheilt hat, noch Mittel findet, Millionen als Reserve- den Abgeordneten Schumacher, der es seit längerer Zeit an der unsere Bestrebungen verlangt; es fielen dabei Vorwürfe gegen bei und der Erfolg wird nicht ausbleiben. Rapital in ihren Rassen anzuhäufen. Gegen diesen wirth nothwendigen persönlichen Initiative für die Agitation have Briefe und Zuschriften aus Berlin am besten schaftlichen Despotismus hat die ganze Bevölkerung fehlen lassen. Eine dieser Versammlungen endete, infolge ent- durch die Packetfahrt- find zu richten an die Redaktion von Carmaux sich erhoben!" Das Urtheil, welches standener Unruhen, mit polizeilicher Auflösung. Diese an sich des" Vorwärts", Berlin SW., Beuthstr. 2. Parteinachrichten. Kollegen, dieses Material müßt Ihr selbst zusammenentrichtet, jeder, der mit größerer Familie in beschränkten, un genügenden Räumlichkeiten zubringen muß, alle haben die Verpflichtung, unter Angabe der Bahl der Familienmitglieder, der ihnen zu Gebote stehenden Räumlichkeiten, der Höhe der Miethe diese Zustände dem Unterzeichneten zu melden. Unter Zusicherung der strengsten Diskretion ist derselbe bereit, das ihm eingefandte Material zu ordnen, auszuarbeiten und den sozialdemokratischen Reichstags- Abgeordneten zugehen zu laffen. Gure Namen werden auf keinen Fall genannt werden, so daß Ihr durchaus gegen Ein Post- Unterbeamter. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, den 8. Oktober. Opernhaus. Lohengrin. Schauspielhaus. Die Jungfrau von Orleans. Leffing Theater. Die Orientreise. Deutsches Theater. Der Kompagnon. Berliner Theater. Die wilde Jagd. Wallner- Thenter. Der Mann im Monde. Circus Corty- Althoff. Berlin, Friedrich- Karl- Ufer. Sonnabend, den 8. Oktober, Abends 71/2 Uhr: Gala- Vorstellung. U. a.: 1. Auftreten von Miss Anna und Mr. Walton mit ihrer vorzüg lich dressirten Hunde-, Affen- und Ponny- Gruppe. Frl. Adele, Jockey. Die 6 fache Fahrschule. Vorführung des wunderbar dressirten Rapphengstes ,, Incroyable" burch den Direktor Pierre Althoff. Alles Nähere die Plakate.- Sonntag: 2 Vorstellungen. 4 Uhr( 1 Kind frei) und 72 Uhr. Bellealliance- Theater. Panbora Gratweil's Bierhallen oder: Götterfunken. Kroll's Theater. Der Barbier von Sevilla. Residenz- Theater. Im Pavillon. Borher: Nach zwei Jahren. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Banditen. Thomas- Theater. Kein Hüfung. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. Alexanderplat- Theater. Die Liebe vor Gericht. Hierauf: Tannhäuser. National- Theater. König Lear. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Die wilde Madonna. Gefangspoffe in 3 Atten von L. Treptow. Couplets von G. Görss. Musik von G. Steffens. Mit neuen Kostümen und Dekorationen aus dem Atelier des Herrn Lütkemeyer in Coburg. In Scene gefeht von Adolph Ernst. Anfang 7 Uhr. Morgen: Diefelbe Vorstellung. Kommandantenstraße 77-79. Täglich: Borussia- Konzert- und Kouplet- Sänger. Gastspiel des Charles Randolf, Zauberkünstler und Gedankenleser à la Cumberland, Wochentags frei. Sonntags Entree 30 Bf. Gr. Frühstücks- n. Mittagstiscy, Zwei Säle zu Bersammlungen und Vergnügungen. fowie 6 Billards, 3 Kegelbahnen. F. Sodtke. Empfehle nach wie vor mein vergrößertes Lokal, franz. Billard 2c. dem verehrten Publikum. Vorwärts, Volks- Tribüne, Volks- Zeitung, sowie andere Zeitungen liegen aus.[ 1142L M. Berndt, Oranien- u. Alexandrinenstr.- Ecke. Stramm's Restaur. H. 123. Ritterstraße 123. 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Bei den von uns notirten Preisen ist jede Uebervortheilung ausgeschlossen und bemerken wir ausdrücklich, daß unsere Waaren nur von freien Schneidern, und nicht in Zuchthäusern, nach neuesteur Schnitt aus nur gediegenen Stoffen angefertigt sind und jeden Vergleich mit nach Maass gefertigten Kleidern aushalten können, und ersuchen wir Jedermann, unser Riesen Etablissement in Augenschein zu nehmen und sich durch Einkauf persönlich davon zu überzeugen; denn in heutiger Zeit, wo ein Jeder, sei er Geschäftsmann oder Arbeiter, sei er kleiner oder großer Rentier, über Schmälerung seiner Einkünfte, ja sogar der Beamte über Bertheuerung der Lebensbedürfnisse berechtigte Klagen hat, ist es angebracht und muß es von Jedem mit Frenden begrüßt werden, daß ein Verkaufshaus hier existirt, deffen Zweck einzig und allein darin besteht, dem großen Publikum Bekleidungsstücke nach neuestem Schnitt dauerhaft und gut und für wenig Geld zu geben und den Arbeiter mit Verdienst zu unterstüßen. Wir sind gezwungen, Massenabsähe zu erzielen, so daß unsere Fabrikanten- Vereinigung nicht allein den von diesen beschäftigten Schneidern und Fabritarbeitern, sondern auch dem gesammten Publikum zu gute kommen, da sich qu. Fabrikanten verpflichten mußten, sämmtliche von ihnen hergestellten Herrenund Knaben- Garderoben uns mit dem denkbar fleinsten Nugen zu liefern, wohingegen wir für den Riesen- Absatz dieser Waaren Sorge zu tragen haben. Unsere 8 großen Säle in der I. Etage Am Dönhoffplat - I. Etage Ecke Leipziger- und Kommandanten Straße find eigens für derartige Maffen- Verkäufe hergerichtet, indem dieselben bei Tage durch das durch 15 große, 2 Meter breite und 32 Meter hohe Schaufenster einfallende Licht, bei eintretender Dunkelheit durch elek rische Bogenlampen erhellt werden, so daß jeder Käufer sowohl bei Tage wie Abends jeden Gegenstand genau besehen und auf seine Güte und Werth prüfen kann. Wir führen nur gute reelle Waaren vom einfachsten bis elegantesten, verkaufen dieselben jedoch einzeln zu Preisen, zu welchen andere dieselben en gros einzukaufen im Stande sind. Für Jedermann, selbst den Wermsten, dem mur wenige Mark zur Verfügung stehen, wie für den feinsten Ravalier, ist unser Welthaus eine Einkaufsquelle, um jedweden Bedarf in fertigen Herren- und Knaben- Kleidern zu decken, da man bei uns eine unübersehbare, wohl noch nie dagewesene Auswahl vorfindet. Mit Nachstehendem geben wir einen kleinen Auszug aus unserer Herbst- und Winterpreisliste. Abtheilung I. Abtheilung VI. Winter- Paletots in Schlafröcke in Double sonst M. 18 b. u. v. 7 M. an Double mit Tuchfutter sonst M. 20 b. u. v. 8 M. an. Schlafröcke Satin Schlafröcke Velour Schlafröcke Double Face 26 Schlafröcke Frisé Mout. Schlafröcke Floconné Schlafröcke mit Steppfutter Schlafröcke, Türkisch sonst 45 Ia Double m. Lamafutter Diagonal m. gestr. Serge Velour mit Clothfutter Düffel mit Steppfutter. Ratiné mit Atlas Floconné mit Zanella Frisé mit Tuch Montagnac mit Seiden Rammgarn mit do. Prince of Wales Winters Baletots exquifit..." 80 8234686223 78 " f IP 20 " " " 22 1919 19 9 101/2 15 ". "" " " 30 20 " ### 34 21 " ### 27 8 36 " ### " 29 " "#" 8. Abtheilung VII. ### 222 3224 " 37 " 24 26 28 12 ### 19" 13 ### "" 14 "" 30 16 " 9 " """ "" 34 18 V#: " "#" "" 30 16 •" 99 19" 45 29 ." " """ 19" 50 30 • " " " 10" 19" 56 P 10 ### " # ### 45" " Westen, einzelne Schwarze Tuchwesten Weiße Westen Hochelegante Weftent fonst M. 6 b. u. v. 1, M. an " " 71/2""" 12" 6 29 12 " " ### Abtheilung vill. Raifer- Paletots Paletotfaçon Prinz- Reg. Ulster 20 " P 22 : 36 10 20 "" en- Anzüge sonst M. 4,-, b. u. " 10 """ 15 " in Bukstin 25 15 " " " 5 ,, nw# 21/ " " " in Sheviot et 5,50, # 3 17 0 19 Ulster m. halber Pelerine Ulfter m. ganzer Pelerine Kaiser- Mäntel Kaiser- Mäntel I 32 20 " " P """ " " in Satin 31/2 17 " " 40 27 19 " " " " 20 12 in Diagonal" " 7, 4 "" " " #### " " in niveaut " " " 10, 5 " 28 18 " " 12# 1 22" Hohenzollern- Mäntel 50 27 · " " #"" "" Reife- Mäntel. Abtheilung II. .sonst M. 24 b. u. v. 12 M. an. Kutschier- Mäntel, elegant, sonst 65 M., Crimmitschauer 6, B " Haute auté- Anzüge, wie solche nur Spezial- Geschäfte führen. Quinzige, sonst M. 9 b.u. v. 5. an 512 53/4 " OP "# M. 15, b. u. v. M. 7 bei uns 25 M. Abtheilung III. in Butstin " P D OP 91/2 ### Complette Anzüge in " 9 in Cheviot 10 " " 29 12 blau Cheviot. . • sonst M. 24 b. u. v. 8M. an. in Satin 12 6 39 " 17 ### " Bukstin 22 9 " " """ " " " in Diagonal 13 7 # " ### " P " 28 14 " F " "#" " 29 17 hochfeine 18 8. " 1 "# Diagonal 32 18 " " "" Ic. Jünglingg- Anzüge att Sportfaçon 34 17 " " "" für die Reife 28 15 " " 9 " 20" in Butskin, Cheviot, 18, 19 " 01 29 77 71/2" 19, 8 20 " # 群 " Velour Satin Kammgarn do. Gehrockfaçon. do. 36 20 • " " " "" " " " Diagonal, 20, 11 10 45 # 9# 2 " 42 26 " " """ "" " " Kammgn." 24, 14 " ###" 27 34 19 " 27 rayé 42 " " """ """ " " 27 hochelegante, 30, 18 " " " " 26 " 50 30 " " " hochfein. 64 36 " " """ " " Abtheilung IV. 959 2222222 22222222 == IIa Knaben- Palet., sonst 6/2 M., b. u. v. 23/4 M. an Knaben- Balet, mit Plüsch. Knaben- Palet. Hosen- Westen und Hosen. soust M. 7 b. u. v. 3 M. an. mit Pelerine 6 E " h " " fa 費 " . 78 9 11 " "" Luch Knaben- Schuw. 12 " . "" Winterburkin 12 " " " 19" Schwarzem Tuch 14 " 99 19 #" Kammgarn 15 5 61/2 8 " P 19 Knaben- Reise" 22 Mäntel 6 8 " " " ### 29" Knaben- KaiserW.11. H. i. gedieg. Stoff 15 81/2 " " ## " " Mäntel 5 " " 21/2" " F W. u. H., hochfein 24 14 " 19 17 " " " Nouvauté Hofen, das Eleganteste der Saison, Herbst- Paletots sonst M. 21 b. u. v. 81/2 M. an Haute Nouveautés- Faletots zu jedem Preise. IIb Burfch.- Pal., Hr- Faç. sonst 12 M., b.u.v. 5 M. an Bursch. Schuw. m.Bel. Bursch. Menchikoffs. von 9, M. an. Abtheilung- V. M Herbst- Paletot, schwer Herbst- Baletot, ertra Juppen fürs Haus Loden- Juppen 28 49 " ### 36 13 20 "" Bursch.- Kaiser- Mtl.. OP " "#" "" IIc Jünglings- Paletots 10 6 17 SP 17 19 12 #P" 12 7 19 " : 我 " " " 17 11 " 92 " " " # " Interims- Façon Juppen 22 15 " " " " Gebirgs- u. Jagd- Juppen Spezialität in Juppen besseren Genres. Jüngl.- Schuw.m.Pel. 14 7 " " """ "" 15 9 " " 10 412 " " ### " " P 15 " ### #" 31 18 " P " " W 19 11 12 " " . " 19## 17 n # f 14 8 . On " 97 29 27 " " 12 71/2 " " ## n " F 2 20 8 29 P d Jüngl.- Menchitoffs Jünglings- Ulster Jüngl.- Kaiser- Mtl.. Jüngl.- Hohenz. Mil.." 282 Zum Prophet" 77 Welthaus fertiger Herren- und Kunben- Garderoben, I. Etage, am Dönhoffplatz, I. Etage, Ede Leipzigerstraße und Kommandantenstraße. Sendungen nach auswärts können bei dem Umfange unseres Etablissements nur gegen Nachnahme oder Vorhereinsendung des Betrages ausgeführt werden und wird Nichtkonvenirendes anstandslos umgetauscht. Nur gute Schneiderarbeit. Keine Sträflingsarbeit. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. be ba lie 9a ge di 10 C Hierzu zwei Beilage 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 236. Von der Cholera. Sonnabend, den 8. Oktober 1892. Der Reichskommissar für die Gesundheitspflege im Stromgebiet der Elbe macht bekannt, daß zur Ueberwachung des Schifffahrtsverkehrs auf der Elbe und den Störkanal eine der Station III( Lauenburg) unterstellte Reben- Kontrollstation Eldenschleuse"( Großherzogthum Mecklen burg- Schwerin), Vorstand: Assistenzarzt Dr. Barenholz in Eldenfchleuse; und zur Ueberwachung des Schifffahrtsverkehrs auf der Oberspree und deren Nebengewässern( ausschließlich des OderSpree- Kanals) eine der Station VII( Berlin) unterstellte Neben Kontrollstation Stralau", Vorstand: Assistenzarzt Dr. Ohlsen in Stralau errichtet worden sein. 9. Jahrg. rüstung wider die gemeinschädlichen Handlungen aller an dem zu verdrängen". Es ist amüsant, daß sich dieser geistreiche Herr Ring Betheiligten zum Ausdruck und in bezug auf die stark tompro- August Klöppel auf das preußische Handelsministerium berufen mittirten Beamten fordert die Versammlung die Amtsentsegung." fann. Der erwähnte Genosse Märtens, der eben das Gefängniß verlassen hat, brachte noch zwei bezeichnende Schriftstücke zur Kenntniß der Versammlung: Polizeiliches, Gerichtliches zc. Durch grobe Fahrlässigkeit anderer zog 1. Folgende Berufungsrechtfertigung des Bürgermeisters sich Genoffe Kühn aus Langenbielau am 4. Oktober vor der Reinhard: Straffammer zu Glah als Redakteur des Proletarier" eine " Die Polizeiverordnung vom 16. März 1890 macht die Er- Geldstrafe von 150 Mart event. einen Monat Gefängniß zu. Er hebung von Eintrittsgeld bei öffentlichen Versammlungen von hatte einen Artikel veröffentlicht, welcher der Neuroder Polizeieiner polizeilichen Genehmigung abhängig, um eine Handhabe zu Verwaltung Ueberschreitung ihrer Amtsbefugniß gegen Genoffen bieten, die Beschaffung von Mitteln zur Deckung der Unkosten vorwarf. Beim Termin ließen ihn die Zeugen vollständig im der Herkunft gewerbsmäßiger Hetzer() und Agitatoren, welche Stich. Beantragt waren gegen Kühn 4 Monate und gegen den die große urtheilslose Masse durch ihre Brandreden in fort- Genossen Lux, der die betreffende Nummer als Verantwortlicher" Dem Kaiserlichen Gesundheitsamt vom 6. bis währender Aufregung erhalten und ihr die thörichsten An- gezeichnet hatte, zwei Monate Gefängniß. Letzterer wurde frei7. Oftober, Mittags, gemeldete tranfungs- und Todesfälle: Cholera Erschauungen einzuimpfen versuchen, zu verhüten, die Besucher der gesprochen, weil er nachwies, daß er mit dem Artikel nichts zu artiger Versammlungen vor ganz ungerechtfertigter Schröpferei thun hatte. zu bewahren." Staat und Drt Bezirk Hamburg ° Hamburg = Datum: 3./10. 4./10. 5./10. 6./10. erkrankt gestorben erkrankt 43 9 gestorben erkrankt gestorben erkrankt 9 30 11 21 8 24 gestorben 2. Ferner folgenden, unterm 29. April ergangenen Bescheid: „ Der königl. Erste Staatsanwalt. Auf Ihre Anzeige vom 7./1. cr. gegen den Bürgermeister Reinhard u. Gen. wegen Vergehens gegen§ 339 d. St.-G.-B. erwidere ich Ihnen, daß die verlangte Strafverfolgung, wie hier mit geschieht, abgelehnt werden muß. Den stattgehabten Erhebungen zufolge bat allerdings am 13. März unter dem Vorsize des Bürgermeisters Reinhard eine Versammlung mehrerer Arbeitgeber von Staßfurt und Umgegend 4 stattgefunden, in welcher der von Ihnen angezogene Beschluß gefaßt und vom Polizeikommissar Ring protokollirt worden ist. Allein ganz abgesehen davon, daß aus der Thatsache der Abhaltung dieser Versammlung durchaus kein Sehl gemacht worden ist, hat der Bürgermeister in teiner Weise es unter nommen, durch Mißbrauch seiner Amtsgewalt oder durch Androhung eines bestimmten Mißbrauchs derselben die damals erschienenen Arbeitgeber zu einer Handlung widerrechtlich zu nöthigen, vielmehr hat feinem der Theilnehmer ein 3weifel darüber aufsteigen können, daß er in seiner Freiheit in der fraglichen Angelegenheit nicht beeinträchtigt werden solle, und daß Vereinzelte Erkrankungen: Regierungsbezir Schleswig: in den Städten Altona und Rendsburg 2 Erkrankungen, 1 Todesfall. Regierungsbezirk Lüneburg: in Stadt Harburg 1 Ertranfung. Regierungsbezirk Magdeburg: in Stadt Magdeburg 1 Erkrankung. Regierungsbezirk Potsdam: 1 Erkrankung( Arbeitshaus Rummelsburg, Schlafgenosse des gestern gemeldeten Stranten). teine Beiche. gemeldet. worden. strafbar. " Wegen Beleidigung des deutschen Kaisers foll Genosse Gustav Slomte in Bielefeld 3 Monate Gefängniß verbüßen. Der Staatsanwalt hatte ein Jahr Gefängniß beantragt. Slomke soll die inkriminirten Worte am 1. November v. J. in einer Voltsversammlung zu Bünde bei der Berichterstattung über den Erfurter Parteitag gebraucht haben, was er bestritt, da er vom Kaiser von Brasilien gesprochen hätte. Belastungszeugen waren Gendarme, die Entlastungszeugen haben die inkriminirten Worte nicht gehört. Die Bielefelder Volkswacht" meint hierüber, wer Slomte je sprechen hörte, dem werde es unbegreiflich erscheinen, daß er sich einer Majestätsbeleidigung schuldig gemacht haben solle. Er sei als ruhiger, fachlicher und geschickter Redner bekannt, der nicht im Rausch der Begeisterung etwas in den Saal hineinspreche; in den hunderten von Versammlungen, in denen er bisher in den verschiedensten Theilen Deutschlands gesprochen, hätten seine Reden nie Anlaß zu einer Vernehmung gegeben. 49 Lokales. ihm aus einem ablehnenden Verhalten irgend ein Nachtheil Hamburg, 7. Oftober. Amtlich werden 24 Cholera- feitens der Staßfurter Polizei oder Gemeindebehörde erwachsen Unsere Orthodoxie wacht mit ängstlicher Sorgfalt darüber, Erkrankungen und 4 Todesfälle gemeldet; davon entfallen auf tönne. Der Rest find G3 kann daher von der Anwendung des§ 339 keine Rede daß an ihren Sagungen nicht gerüttelt werde. Jeder Verstoß Nachmeldungen. Die Transporte betrugen gestern 11 Rrante, fein. Ebensowenig kommt die Verlegung einer Strafbestimmung von derfelben getroffen wird. In Berlin sind die" Positiven" gegen diefelben zieht eine Ahndung nach sich, ganz gleich, wer der Gewerbe- Ordnung in Frage, denn wie einerseits durch die Aus Altona wird eine Erkrankung und ein Todesfall felbe den Arbeitern das Koalitionsrecht garantirt und die Nieder- Giner unserer Leser theilt uns folgenden Vorfall mit: Die Tochter jetzt Hahn im Korbe und sie führen ein strammes" Regiment. legung der Arbeit ohne Kündigung nicht unter Strafe gestellt ist, eines Arbeiters aus der G.- Straße ging vom Oktober 1891 bis Stralsund, 7. Oftober. Der aus Demmin zugereifte soweit solche nicht durch Drohungen, Ehrverlegung, Anwendung Oftober 1892 in der Heiligen Kreuz- Kirche zum Prediger Griese Schmied Simon erkrankte gestern auf dem Bahnhofe unter förperlichen Zwanges oder durch Verrufserklärung herbeigeführt zum Unterricht. Das Mädchen ist augentrant und deshalb choleraartigen Erscheinungen. Er wurde in die Isolirbaracke wird, so ist andererseits eine Vereinbarung der Arbeitgeber mußte dieselbe zehn Stunden vom Unterricht fern bleiben. Der gebracht. Unfassende Vorsichtsmaßregeln sind sofort angeordnet über die, die Arbeiterentlassung beherrschenden Grundfäße nicht behandelnde Arzt( Homöopath) ist mit dem erwähnten Prediger Aus diesen Gründen darf dahingestellt bleiben, ob Ihre An- Kindes sich an den Arzt mit der Frage wandten, ob die Kranknahe verwandt. Es ist deshalb erklärlich, daß die Eltern des Pest, 6. Oftober. Der Handelsminister hat den hier statio nirenden Gisenbahn- und Dampfschiff Unternehmungen die Be- gaben über die Entlassung der von Ihnen namhaft gemachten heit nicht etwa hinderlich sein werde wegen der Einsegnung. förderung von Sadern, gebrauchten Kleidern, Wäsche, Obst, Personen richtig sind. Fleisch, thierischen Rohprodukten u. s. 1. untersagt. Desgleichen Der Arzt versicherte, daß die Krankheit hierauf gar keinen GinIn Vertretung:( Name nicht zu lesen.) fluß haben tönnte. Es muß noch bemerkt werden, daß das ist die Einfuhr der obengenannten Gegenstände nach Bosnien Mädchen geistig sehr aufgeweckt und im Lernen nicht zurückboten. Das auf den Bahnhöfen beschäftigte Postpersonal sowie und der Herzegowina fowie über Semlin nach der Türkei verHerrn Otto Märtens geblieben ist. Die Sache fam aber anders, als das Mädchen, 3. 3. im Strafgefängniß zu Gommern." deren Eltern und der Arzt sich vorstellten. Die Tochter wurde die Bemerkt sei, daß der Schlußpaffus des von der Unternehmer nämlich, trolder wiederholten Bitten der Eltern, nicht eingefegnet. unterworfen. - Der Besuch der Schulen hat der Choleragefahr Klique gefaßten Beschlusses lautete: Jedem ist es überlassen, bei Der Prediger erklärte, das Kind habe unbedingt erst die zehn Degen abgenommen. der Kündigung( die sofort geschehen sollte) den ihm geeignet Stunden nachzuholen und dann würde es nach bestandener Best, 7. Oftober. Amtlicher Mittheilung zufolge befanden scheinenden Grund anzunehmen". fich an 5. d. M. in den hiesigen Baracken 40 an Cholera erGenoffe Martens machte endlich noch die interessante umsonst darauf, daß das Mädchen 14 Jahre alt fei und Prüfung allein eingefegnet werden. Die Eltern beriefen sich frankie Personen, 17 Todesfälle kamen vor. In Privathäusern Mittheilung, daß bei dem dieser Tage wegen Ermordung zweier endlich helfen müsse, den Eltern etwas mit zu verdienen, da find am 4. und 5. Oftober insgesammt 2 Personen an Cholera Feldhüter in Magdeburg verurtheilten Arbeiter Schröder ein sie arme Leute seien, die das Kind nicht noch länger ernähren gestorben. Die Zahl der während diefer Zeit in Privathäusern paar Nummern der Halberstädter Sonntagszeitung" gefunden tönnten. Am Konfirmationstage erschienen die Eltern in der befindlichen Kranken betrug 11. Von den bisher in Budapest als worden sind. Darin sowie in der unkontrollirbaren Angabe Stirche, sie baten bringend, der Prediger möge doch Nachsicht choleratrant angemeldeten Personen ist bei 21 Kranten Cholera dieses Mannes, er fei Sozialdemokrat, bestand die Zugehörigkeit haben das half alles nichts, der Pastor ließ die Leute nicht erwiesen. zu unserer Partei", auf Grund wessen dann der Staatsanwalt unbeachtet sitzen. Das war denselben doch zu arg, fie trockneten Maizier den Nationalliberalen Nobiling mit unserer Partei in ihre Thränen und verließen die Stätte der christlichen NächstenAn den Paris, 7. Oktober. 22 Erkrankungen und 5 Todesfälle an Cholera wurden gestern hier gemeldet; in Havre 4 Erkrankungen, Verbindung brachte. in Rouen 1 Todesfall. König Stumm im Harz. In Harzgerode erläßt der Direktor Föhr folgende, gegen das„ Volksblatt für Anhalt" gerichtete amüsante Bekanntmachung. Paris, 7. Oftober. Gestern sind in Paris 14 CholeraCifrankungen und 8 Todesfälle, innerhalb der Bannmeile 4 Ertrantungen und 3 Todesfälle vorgekommen. Havre, 7. Otober. Gestern ist hier eine Person an der Cholera erfrantt und eine Person gestorben. Mache hiermit bekannt, daß gegen den Redakteur des Volts: Brüffel und dessen Bannmeile für vollständig überwunden. Brüssel, 7, Oftober. Die Cholera- Epidemie gilt für blattes, sowie gegen den Agenten Th. Nebert und Verbreiter des Blattes Auflage erhoben ist.(§§ 186 und 187 d. Str.-G.-B.) 1 Losessall an Cholera vorgekommen. Gent, 7. Oftober. Gestern sind hier 2 Erkrankungen und Wir warnen jeden, weder(!) in der Kantine noch auf unserem Werte das Boltsblatt oder andere politische Schriften zu lesen Antwerpen, 7. Oftober. Sämmtliche noch vorhandene oder zu verbreiten, da diese Blätter nur die guten Vereinbarungen Straaten befinden sich auf dem Wege vollständiger Refonvaleszenz. zwifchen Arbeitgeber und Arbeitnehmer in häßlicher Weise zu Geit mehreren Tagen sind teine neuen Fälle vergetemmen. Die ſtören ſuchen. Zuwiderhandelnde erhalten ihre Arbeit auf den hier als erloschen zu betrachten ist. ausländischen Konsuln berichteten sämmtlich, daß die Cholera Anhaltischen Blei- und Silberwerken gekündigt. gen Amsterdam, 7. Ottober. 5 Erkrankungen und 2 Todesfälle an gelangt. Dr. Föhr, Berg- und Hütten- Direktor." Cholera sind aus dem ganzen Lande zur Meldung Corf, 6. Oftober. Ein Bediensteter einer Dampfschiffahrts- vein. p. Vertrauensmänner für den 2. o I denburgischen Gesellschaft ist hier an der Cholera gestorben. und den 2. ostfriesischen Reichstagswahlkreis unter den Montreal( Kanada) wird die„ Hamburg- Amerikanische Pacet- bis jetzt 200 M. gesammelt. Nach einem Telegramm des" Reuter'schen Bureaus" aus Arbeitern und Parteigenossen Bant- Wilhelmshaven fahrt- Attiengesellschaft" infolge der strengen Quarantäne- Anordliebe. Die Mutter ist nun fest entschlossen, ihr Kind jetzt auf feinen Fall mehr kirchlich einsegnen zu lassen, die Familie beabsichtigt auch, aus der Landeskirche auszutreten. Die Gründe, welche den Herrn Prediger veranlaßt haben, das Mädchen von der Konfirmation auszuschließen, sind nicht bekannt, er felbst bat erklärt, daß nur das Fernbleiben von den wenigen Unterrichtsstunden der Grund sei. Das fann man aber doch kaum Es ist nicht Sache der Eltern, sich hierüber den Kopf zu zerannehmen, es müssen schwerwiegendere Sachen vorgelegen haben. brechen, sie haben am eigenen Leibe erfahren, was es mit der vielgerühmten christlichen Nächstenliebe auf sich hat und werden Mittel und Wege finden, um weiteren Unannehmlichkeiten nach dieser Richtung aus dem Wege zu gehn. Sparsystem der Post. Es wird uns mitgetheilt, daß in Berlin Telephonarbeiter entlassen und an deren Stelle zum Theil Frauen eingestellt worden sind. Der Lohn der Arbeiter betrug für eine Arbeitszeit von 6-6 Uhr, bei 11/2 Stunden MittagsFür die Nothieidenden Hamburgs haben die sozial- pause und 1/2 Stunde Frühstück, ohne Vesper, 8-3,50 m. Die Frauen erhalten 1,50 Mt. Sie werden allerdings zu leichteren Arbeiten( Reinhalten 2c. der Elemente 2c.) verwendet; aber diese leichteren Arbeiten sind vorher mit von Männern verrichtet worden. Jedenfalls liegt der Grund der Einstellung von Frauen nungen der Behörden von Kanada den Dampferdienst nach in dem bekannten Sparsystem der Reichspost. Die Männer sind Wieder einmal loben, weil's nicht anders geht, muß die zum Theil schon seit mehreren Jahren bei den Telephonarbeiten Montreal einstellen. Die Dampfer werden statt dessen in den Leipziger Zeitung" das positive Schaffen der Sozialdemokratie, beschäftigt gewesen, haben auch zeitweilig ausgefegt, wenn es Dafen von Boston einlaufen. indem sie erklärt, das von unseren Leipziger Parteigenossen ge- mit der Arbeit haperte, und stellten sich immer wieder der Post Einer Mittheilung der chilenischen Gesandtschaft in Paris gründete Auskunftsbureau für gewerbliche Streitigkeiten habe sich wie es auch ausgemacht gewesen sein soll zur Verfügung. ufolge hat die chi le nische Regierung Maßregeln gegen die als nüßlich und praktisch bewährt". Dieses Bureau ist derart Nun können sie sehen, wo sie mit ihren Familien bleiben. Einschleppung der Cholera ergriffen. Freie Einfahrt in die organisirt, daß die Arbeitervertreter beim Gewerbegericht ab Häfen wird den Schiffen nur bewilligt nach einer ärztlichen wechselnd an bestimmten Tagesstunden aus ihrer Spruchpraxis| Untersuchung. Die Schiffe werden einer Beobachtungsquarantäne unentgeltlichen Rath an Arbeiter ertheilen, die das Gewerbe- boot" vom 1. d. M. findet sich folgende Notiz: Heute begeht die oder auch einer strengen Quarantäne unterworfen, je nachdem gericht gegen ihre Arbeitgeber" anrufen wollen. diefelben nur verdächtig oder wirklich infizirt sind. Die strenge durch namentlich nußlose und kostspielige Prozesse vermieden Tages wird sich Herr Kommerzienrath E. Spindler mit seinen Quarantane foll acht Tage dauern. Parteinachrichten. Gegen den Staßfurter Bürgermeister Neinhard nud den " In Erwägung, daß das Vorgehen des Bürgermeisters Reinwerden. " * Er ist kein Freund der Diskussion. In Halle a. S. findet heute eine freisinnige Versammlung statt, in welcher Eugen Richter spricht. Der Halle'sche Vertrauensmann unserer Partei fragte beim Vorsitzenden des freisinnigen Vereins an, ob nach dem Richter'schen Vortrage Diskussion zugelassen werde. Die Antwort lautete, daß Richter eine Diskussion selbst nicht wünsche. Heiter! Ein Jubiläum in Spindlersfeld. Jm„ Röpnicker DampfArbeitern im Erholungshause zu Spindlersfeld zu einem Festessen vereinigen. Das Personal und die Vereine unter demselben, wie Ruderverein, Musikverein u. f. w. werden es an Ueberraschungen aller Art zu Ehren des Tages nicht fehlen lassen. " So der Bericht. In Wirklichkeit gestaltete sich die Sache etwas prosaischer. Von einem Festessen mit den Arbeitern" war gar keine Rede. Es waren etwa 250 Personen, hauptsächlich Buchhalter und Raumvorsteher", eingeladen werden, die übrigen 3000 Arbeiter fonnten ruhig zu Hause sizen und Rauch schnappen. Herr Kommerzienrath G. Spindler leistete sich die Festrede. Er Auf die warme Empfehlung eines hohen Handels- gab offen zu, daß die überwiegende Mehrzahl der Arbeiter nicht leben, indem er dem Unternehmerthum der Mansfeld'schen Be- mit, daß der gegenwärtige schlechte Geschäftsgang ihm nicht gezirke sein Wochenblatt für Schacht und Hütte" anpreist, welches statte, größere Feste feiern zu können. Damit die mit einer EinAmtsvorsteher Stammer faßte am 3. Oftober in Staß furt eine Bersammlung, zu welcher die Arbeiter in Schaaren| Bortrage des Genossen Märtens folgende Resolution: herbeigeftrömt waren, nach einem begeistert aufgenommenen minifteriums" beruft sich ein Herr August Klöppel in Eis- als Gäfte geladen worden wären und motivirte dies da hard und des Amtsvorstehers Stammer eine schwere wirthschaft- hauptsächlich die sozialistischen Umtriebe in fräftiger Weise be- ladung Beehrten nicht etwa übermüthig werden sollten, wurde liche Schädigung der werkthätigen Bevölkerung herbeigeführt tämpfen, Heimaths- und Vaterlandsliebe wecken, die Arbeiterschaft auch ihnen ein Dämpfer aufgesetzt, indem der Herr Kommerzien bat; in weiterer Erwägung, daß die Genannten zweifellos sich an Pflicht und Gehorsam ihren Arbeitgebern und Vorgesetzten rath wehmüthig hinzufügte, es scheine ihm überhaupt so, als ob oie am 3. Ottober im Linger'schen Lotale tagende, von mehr als artikel, guten Feuilletonstoff, passende Gedichte u. f. w." zuwege Jahre heranrückten. Und troz dieser schaudervollen Aussichten gegen Gefeß und öffentliches Recht vergangen haben, beschließt gegenüber mahnen" soll, und das alles durch 1000 ,, energische Leit- die sieben fetten Jahre vorüber wären und jetzt die sieben mageren widrige und Gemeinschädliche ihrer That, zwecks ftrenger diszipli- der Zeitung gütigft bestellen und dieselbe an ihre Arbeiterschaft wie Bilge aus der Erde. Von den„ fetten" Jahren mag die Firma Personen besuchte Versammlung in Hinsicht auf das Gesetz- bringen will. Die Unternehmer sollen ein größeres Abonnement wachsen in Spindlersfelde die Fabrikgebände und Schornsteine narischer Untersuchung event. Ahndung vorstellig zu werden. vertheilen". Gleichzeitig soll das Wochenblatt" ein gutes Mittel wohl etwas erspart haben, die Arbeiter entschieden nicht. Es giebt In letter Erwägung bringt die Versammlung ihre volle Ent- sein, um die traurige, fittenverderbende Kolportage- Literatur viele Arbeiter, die gehen am Sonnabend mit einem Wochenverdienst 21 Die Herren Festtheilnehmer geriethen zum Schluß in eine mehr denn animirte Stimmung. Mit dem Motto: Es foftet ja nichts" genossen sie mehr, als ihnen zuträglich war. Am anderen Morgen wurde eine Anzahl wirklicher Arbeiter beordert, welche die Treppen und Flure des Erholungshauses( Fabrits fantine) reinigten und desinfizirten. Es fchien fo, als ob die Feier bei einigen Theilnehmern Anjälle von Brechdurchfa erzeugt hätte. Im übrigen ist das Fest so harmonisch" wie nur igend möglich verlaufen. alot sa pot Soziale Ltebersicht. d von 13-13,50 m. nach Hause. Dieselben wiffen jezt schon nicht, 1„ Krämpfe- Wilhelm" lebt wie ein Bieh und schläft wie ein Vich, daß er diesen wie auch den früheren Hundertmarkschein feine 32 wie sie sich diese paar Groschen eintheilen und wen sie davon zuerst daher der Name Mensch in dem allerchristlichsten der christ- Herrn gestohlen hatte. Das Schöffengericht hatte angenomme bezahlen sollen wie soll's denen erst in den bevorstehenden mageren lichen Zeitalter. Es ist doch etwas Großes um die Humanität daß die Angeklagte in beiden Fällen wissen mußte, daß Jahren gehen? Ernst genommen hat wohl der gefeierte Feftredner seine des 19. Jahrhunderts! Gelb nicht gefunden sein konnte. Die Straffammer war anbe düsteren Prophezeihungen selbst nicht, sie sollten sicher nur dazu Ansicht. Im letteren Falle sei der Angeklagten das Gegenthe dienen, die Anwesenden darauf aufmerksam zu machen, daß sie Ein neuer Cholerafall ist bis gestern Mittag in Berlin ihrer Behauptung nicht zu beweisen und im ersteren Falle li ihre Ansprüche nicht etwa höher schrauben. Immer hübsch genüg- nicht zur Anzeige gelangt. Da die Infizirung der beiden Sträffeine Hehlerei, sondern nur eine Unterschlagung vor, die sam, die mageren Jahre kommen. linge in dem städtischen Arbeitshause zu Stummelsburg noch nicht einer Geldstrafe von 40 M. hinreichend gefühnt sei. Das e aufgeklärt werden konnte und die Gefahr einer erneuten Ver- Urtheil wurde dementsprechend abgeändert. feuchung Berlins von dort her nahe liegt, so haben sich die beiden Direktoren des Krankenhauses Moabit, Dr. Guttmann und Herr Merte, gestern Nachmittag nach Nummelsburg begeben, um der Infeltionsquelle nachzuforschen. In Moabit wurden im Laufe der letzten 24 Stunden drei Personen eingeliefert, zwei als gefund entlassen; der Bestand betrug gestern Vormittag 40 Personen. Auf den Fernbahnhöfen Berlins ist die aus Anlaß der Choleragefahr eingerichtete ärztliche Ueberwachung gestern auf- In Leipzig fand am Mittwoch eine Rellnerverfami gehoben worden, da nach Ansicht der Behörde eine drohende Ge- tung statt, in der es, wie sogar die Leipz. 3tg." berichten mu Daß unsere Litfaßfäulen kein Plakat anstößigen oder fahr für Berlin nicht mehr vorliegt. In einzelnen Fällen etwaiger der Sozialdemokratie gelang, einen Theil der Leipziger Kellner f aufreizenden Inhaltes aufgefleistert erhalten, darauf konzentrirt choleraverdächtiger Krankheiten bei ankommenden Reifenden soll die sozialdemokratische Arbeiterbewegung zu gewinnen. Es wu die hohe Benjurbehörde am Alexanderplatz einen ganzen Theil zur Begutachtung des Leidens ein in der Nähe wohnender Arzt die Gründung eines Vereins zur Berbefferung der sozialen La ihres Interesses. Che sie nicht ihr placet ertheilt hat, darf fein zugezogen werden. Der Polizeipräsident von Berlin hat den der Kellner beschlossen. Die verschiedenen in Leipzig schon b Theaterzettel, teine politische Versammlungsanzeige, fein Band- Aerzten, welchen bis jetzt die Ueberwachung der Bahnhöfe oblag, stehenden Kellnervereinigungen sollen, wenn möglich, dies wurmmittel den Blick der neugierigen Berliner auf sich lenken. im Auftrage des Ministeriums des Innern ein Schreiben zugehen Vereine einverleibt oder zu einem einzigen Verein verschmolz Es wird sehr streng genommen und es giebt eine Menge Fälle, laffen, in welchem ihnen der Dank für die aufopfernde, selbstlose werden. in welchen das Anhesten der Plakate nicht erlaubt worden ist, Thätigkeit und die Hoffnung ausgesprochen wird, daß die Herren weil deren Inhalt der Zensur zu fengerig" erschien. Um zu bei einer etwa später auftretenden Gefahr sich in gleicher Weise zeigen, wie weit die Ansicht der Zenjur von der des Bublikums um das Wohl ihrer Mitmenschen verdient machen werden. Die abweicht, geben wir den Wortlaut eines Platates wieder, welches leberwachung des Personenverkehrs auf dem Lehrter Bahnhofe jeden Morgen, den der Zettelankleber begrüßt, an die Säule wird jedoch noch aufrecht erhalten. gepappt wird: Rellnerinnen. In der Poliklinik des prakt. Zahnarztes M. Silber Gebildete Damen, welche einen anderen Beruf er- manu, Friedrich- und Johannisstraßen- Ecke, finden Unbemittelte wählen wollen, können in einer Herrenwäsche- Fabrik das unentgeltliche Behandlung. Für Betäubungen, Plomben und Zuschneiden, Musterzeichnen, Maschinennähen unentgeltlichtünstliche Zähne werden nur die Auslagen berechnet. erlernen. Modeliebhabern, korpulenten Herren, Reisenden 2c. empfehle ich meine nenen ventilirenden Coeur- Ober hemden mit separaten wechselbaren Einfäßen, welche durch ihre vielen praktischen und sanitären Vorzüge, verbunden mit der höchsten Eleganz, alles in Herrenwäsche bisher Dagewesene in Schatten stellen. In meinem Restaurant, dem urgemüthlichen ( folgt Name) ist jetzt Kellnerbedienung, aber nach wie vor amusante Konversation in diversen Sprachen, Musik, Gesang und Heiterfeit. Nendezvous der vornehmen Herrenwelt, Lebe männer und Fremden. Anständige Damen sind als Gäfte sehr willkommen Für Damen separate Speisesalons und extra billige Preise. Damen und Herren, welche durch Musik und Gesangsvorträge zur Heiterkeit beitragen, sind in meinem Lokale ganz besonders gern gefehen. Die neuen separaten Wein- Salons sind eröffnet. Bolizeibericht. Am 6. d. M. Vormittags fiel ein Klempner beim Anbringen eines Schildes an dem Hause Königstr. 31 von der Leiter und erlitt eine Verstauchung des Hüftgelenks, so daß er nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden mußte. Auf dem Neubau Friedrichstr. 241 stürzte ein Arbeiter beim Ausbaggern des Bodens von einem Senttaften etwa sieben Meter herab und erlitt einen Bruch des Unterschentels, so daß feine Ueberführung nach der Charitee erforderlich wurde. Im Laufe des Tages und in der darauffolgenden Nacht fanden drei tleine Brände statt. Gerichts- Beitung. 11 Was lange währt, wird's gut? In Mannhei beauftragte eine von etwa 1000 Personen besuchte Volksverfam lung die sozialistischen Stadtverordneten, bei dem Stadtra energisch dagegen zu protestiren, daß das im Jah 1888 eingeführte Gewerbeschiedsgericht troh im Jahre 1891 vom Reichstag angenommenen Gesetzes betreffen die Gewerbegerichte noch funktionirt. Sie verlangte en lich einmal die Beendigung der schon so lange dauernden Ba arbeiten und die Feststellung des Termins zur Wahl der B senden zum Gewerbegericht. Der Stadtrath würde damit bie feinerzeitigen Beschlüsse des Stadtverordneten- Kollegin ausführen. ertheilt, nach der Reuß'ichen Tribüne", die Polizeiverwalt Ablaßzettel für Sonntagsarbeit zum Preise von 25 der Gemeinde Deb's chwi y. Für diese Steuer darf der a Mann am Sonntag außerhalb der Gottesdienstzeit mit feine Angehörigen Startoffeln auf seinem Felde ausnehmen! 11 = al 路 De be Das Sparsystem, schreibt das Berl. Tagebl.", daß Jahr und Tag in der Eisenbahn Verwaltung dur geffihrt wird, ist leider geeignet, Gisenbahn- Unfall herbeizuführen. Namentlich erscheint es uns sehr verhängnißv die Heizer bei besonderen Gelegenheiten als Lokomotivführer benugen. Folgender Unfall brachte den Heizer Sagert Flensburg, der im Januar bei Sturm und Schneegestöber Führer einer Vorspannmaschine fungirte, auf die Anklageba Nenu Angeklagte und neun Vertheidiger traten gestern Der Bug traf mit Berspätung auf der Station Nortorf ein; Um den Inhalt dieses famosen Plakates recht zu verstehert, in einer Diebstahlssache auf, welche die dritte Straffammer Schaffner öffneten die Thüren und die Fahrgäste stiegen muß daran erinnert werden, daß seit dem 1. d. Mts. den hiesigen Landgericht I beschäftigte. Angeklagt waren der Schlosser Da setzt sich plöglich der Zug nach rückwärts in Bewegung; Animirkneipen" des Handwerk in etwas gelegt worden ist durch Wilhelm Schacht, der Tischler August Johann Schulz, in demselben Augenblick aussteigende Arbeiter Reimer stürzte firengere polizeiliche Bestimmungen. Um diesen Bestimmungen zu Agent Johann Ernst Krüger, Kaufmann Christoph Gustav den Hinterkopf zur Erde und wurde besinnungslos ins Station entgehen, ist irgend ein findiger Wirth auf all die Mittelchen Wolfgang, Hausdiener Martin August Beiersdorf, gebäude getragen; er lag etwa einen Monat frank und das verfallen, die in dem obigen Platat angegeben sind. Hausdiener und Portier Wilhelm Heller, Händler Julius triebsamt mußte eine Entschädigung zahlen. Der Angeflas Kleinschmidt, Plättfrau Louise Franke geb. Beiers- Heizer Sagert wurde vom Kieler Landgericht freigesprochen, Nach altbewährter Schwindelmethode hat der Schneider dorf aus Bärwalde und Töpfer Wilhelm Beierses war ihm gesagt worden, daß das Signal Rückwärts" bu meister B. in Spandau verschiedene Personen zu täuschen verdorf. Es handelte sich in erster Reihe um einen Geld- Sin- und Herschwenken der Laterne gegeben würde; auf die ftanden. Er hörte vor einiger Zeit plöglich auf zu arbeiten und ich rant- Diebstahl, bei welchem die beiden ersten An- Beichen hin hatte der Heizer den Zug rückwärts gehen lassen. erzählte, daß er der natürliche Sohn eines hochgestellten Mannes geklagten als Diebe, die beiden folgenden als Hehler in Frage sei, der kürzlich gestorben wäre; derselbe habe ihm mehrere standen. In der Nacht zum 20. September v. J. wurde in dem Ueber die Veränderung des Prozentsatzes der La hunderttausend Mark vermacht. Er wußte die Geschichte völlig Konfektionsgeschäft von Jofeph Meyer, Kleine Jägerstr. 6-7, bevölkerung gegenüber der Stadtbevölkerung glaubhaft zu machen und soll auch Dokumente vorgezeigt haben, ein dreister Einbruchsdiebstahl verübt. Die Diebe erbrachen zu Königreich Sachsen giebt das„ Statistische Jahrbuch Die feine Angaben bestätigten. Bald fanden sich bei ihm ver- nächst die Eingangsthür zur zweiten Etage und haben sich von das Königreich Sachsen" interessanten Aufschluß. Im Jahre 18 jchiedene personen ein. Quusvejser, die Hypotheken brauchten, hier aus in die Partecreräume des Sefchäfts begeben, in welchem betrug die städtische Bevölkerung 37, die ländliche 63 pet.; Unternehmer, die Baugelder benöthigten, und andere geld ein eiserner, verschlossener Geldschrank stand. Dieser wurde in Jahre 1880 war die erstere auf 41 pet. gestiegen, lettere bedürftige Leute. Allen versprach er Erfüllung ihrer Wunsche außerordentlich kunstvoller Weise mittels Gewindeschneider und gemäß auf 59 pet. gefallen; die neueste Aufnahme, aus unter humanen Bedingungen; dem einen 80 000 t., dem anderen Brecheisen geöffnet und die Summe von 3719 M. in Baar und Jahre 1890, konstatirt das Anwachsen der Stadtbewohner 40 000 M. 2c. Auf Verlangen gab er auch schriftliche Zufage 1500 W. in gwei Stücken preußischer Konsols gestohlen, ferner über 45 pet., so daß für die Landbewohnerschaft etwa 54 p und verpflichtete sich, falls er nicht Wort halten würde, verschiedene Goldsachen und mehrere Koupons. Am Thatorte bleiben. zur Zahlung Konventionalsirajen. Natürlich mußte wurde ein Gewindeschneider, sogenannter Gnabber", und ein eine gewiffe Beit vergehen, bis die Erbschaft realisirt wurde, und Brecheisen vorgefunden. Die eigenthümliche, tunstgerechte Art der leber den ersten österreichischen Kupferschmiede- o da der bis dahin blutarme Schneider, der obenein noch eine zahl- Deffnung des Geldschrankes lenkte den Verdacht der Kriminal- greh, der in Prag vom 13. bis 15. August stattfand, bri reiche Familie besigt, fiber Geldmittel nicht recht verfügte, fo polizei auf den Angeklagten Schacht. Derselbe ist früher Geldschrank bas Fachorgan ber deutschen Kupferschmiede," Der Kupferschmied waren die neuen Freunde gern bereit, ihm vorläufig auszuhelfen. fabrikant gewefen und hatte schon früher ganz ähnlich ausgeführte einen längeren Bericht. Danach waren insgesammt 27 Delegi Sie schossen ihm Geld vor, damit er standesgemäß" leben könnte; Geldschrank Ginbrüche begangen, die ihm eine sechsjährige Bucht- anwesend, unter ihnen als Gast ein Vertreter des Unterſtügung auch fuhren sie mit ihm aus und bewirtheten ihn reichlich. Von hausstrafe eingetragen haben. Schacht wohnte seit einigen Mo- vereins der Kupferschmiede Deutschlands", Herr Sau pe einen hat er allein 700 M. erhalten. Am vergangenen Montag naten bei seinem Freunde Schulz. Als man bei Schulz Haus- Magdeburg. Dieser hielt auf der Vorversammlung eine Aufpra endlich sollte die Erbschaftssumme ausgezahlt werden, worauf fuchung abhielt, fand man daselbst auf dem Boden zwei neue in der er seiner Freude darüber Ausdruck verlieh, daß die dann die Geldsucher ihre großen Darlehen erhalten würden. Brecheisen vor, welche nach Art der Anfertigung mit dem am reichischen Kollegen durch Einberufung des Kongresses wieder Seit dem Lage ist der reiche Erbe hier nicht mehr gesehen worden. Thatorte gefundenen übereinstimmten. Dazu kommt, daß Schulz ihren Willen fundgegeben hätten, fich der modernen Arbeiter Die ganze Erbschaftsgeschichte ist eitel Schwindel gewesen. Jetzt im Befiße der gestohlenen beiden preußischen Konsols gewesen wegung als zielbewußte Genossen anzuschließen. Schon in die heißt es, der unternehmende Schneider wolle seinen Wohnsih nach sein soll. Der Angeklagte Krüger behauptet nämlich, daß Borversammlung sprachen sich die meisten Redner für die Gr Berlin verlegen. er die beiden Werthpapiere zur Tilgung einer Schuld dung eines Intereffenvereins aus. Die Wünsche der verschiede von Schulz erhalten habe. Krüger, Krüger, welcher auf Er- Delegirten wurden theils in deutscher, theils in böhmischer Spra Der Nachlaß jenes Sonderlings in Paukow, des kundigung erfahren hatte, daß die Konsols gestohlen worden, vorgebracht. Nach längerer Debatte beschloß der Kongres früheren Glasermeisters Johl, ist viel geringer, als bisher an wagte nicht, sie hier umzuseßen und betraute damit den An- Errichtung eines den Landesgesehen entsprechenden Unterstüßu genommen wurde. Nachdem amtlich der Nachlaß geordnet ist, geklagten Wolfgang, Leyterer fuhr mit den Papieren nach Vereins für die Kronländer der Monarchie. Das Abstimmu beziffert sich der Nennwerth der gefundenen Papiere auf 84 000 Röthen, versilberte sie bei einem dortigen Bantier und behielt Resultat wurde mit großem Enthusiasmus aufgenommen. Mart, die jedoch nur einen wirklichen Werth von ca. 12 000 M. von dem Erlöse 500 m. für sich, während er den Rest an Schulz beschloß man die Gründung eines Fachorgans, sobald dazu haben. Brieffragmente, welche in dem Chaos entdeckt worden einschickte. Trotz dieser Bezichtigung bestritten sowohl Schacht Mittel vorhanden. Das Blatt wird Eigenthum des Vereins find, laffen darauf schließen, daß J. den größten Theil seines wie Schulz, von dem Geldspinden- Diebstahl irgend etwas zu und in deutscher und böhmischer Sprache erscheinen. Bis da Vermögens im vorigen Jahre verloren hat und zwar hatte der wissen. Schacht wurde ferner beschuldigt, Stiefel, welche der ist der Stopodelnit" für die böhmischen, der in Wien erscheine Verstorbene ein Kapital bei einem hiesigen Bankier es scheint Angeflagte Sarl Beiersdorf seinem Dienstherrn, dem Schuh- Metallarbeiter" für die deutschen Kupferschmiede als Pu Die Bantierfirma Friedländer u. Sommerfeld gewefen zu fein waaren- Händler Siegfried Meyer gestohlen, an sich genommen zu tationsorgan zu betrachten. als Depot niedergelegt, das durch den Zusammenbruch derselben haben. Der Angeklagte Heller endlich, welcher 14 Jahre für J. gänzlich verloren gegangen ist. in dem Kinder- Garderobengeschäft von Arnold Müller in der Leipzigerstraße Hausdiener und Portier war, soll seinen Dienstherrn seit vielen Jahren systematisch bestohlen und mit der gestohlenen Waare selbst einen flotten Handel betrieben haben. Das gestohlene Gut soll zunächst an Beiersdorf gegangen sein und dieser soll die Waare an den Angeklagten Kleinschmidt zu Mohrin und die Angeklagte Franke, welche zu Bärivalde feit Ju Bernau fand Ende September eine Generalverfa Der Schrecken aller Nachtwächter und Schuhleute ist Jahren einen Handel mit Kleiderstoffen betrieb, weiter verkauft lung der Textilarbeiter und Arbeiterinnen statt. In derfel Krämpfe- Wilhelm", ein Simulant. Hat er die Asyle der Obdach haben. Die Franke ist die Schwester des Beiersdorf. Da die legte der bisherige erste Borsigende sein Amt nieder, weil losen der Reihe nach so oft in Anspruch genommen, daß deren Angeklagten fich aufs Leugnen legten und theilweise mit neuen feiner Leitung die Mitgliederzahl von 400 auf ca. 150 gefunfen Pforten für ihn verschlossen bleiben, so bricht feine Krankheit aus, umfangreichen Beweisantragen hervortraten, tam die Verhandlung Seit seiner Antirung, und zwar feit 5. Dezember 1891, ha beren Verlauf und Erfolg gewöhnlich der ist, daß Wilhelm seine nicht zu Ende, sondern mußte nach längerer Danier behufs weiterer nur zwei Versammlungen stattgefunden. Die Abrechnung müden Glieder auf der Pritsche eines ver Wind und Wetter ge- Beiveiserhebung vertagt werden. Kassirers ergab einen Bestand von 100,15 M. Aus der Vorsta schütten Polizeigewahrsams ausstrecken darf, ein Glück", das wahl gingen hervor als erster Vorsitzender W. Reinhardt, Eine arme Mänteluäherin, die Wittwe Schönfelder, zweiter P. Heinze, als Schriftführer F. Horning, als Kaffenfu Wilhelm auf folgende Art sich zu sichern versteht, Durch die Stille der Nacht vernimmt man plöglich in schreckliches Geächze suchte gestern unter dem Beistande ihres Bertheidigers, des Nechts G. Wolf, als Revisoren A. Pöppel und H. Elsner. Zur Nege und Gestöhn. Man eilt herzu und fini ec einen Mann, dessen anwalts Guhrauer, von der Berufungs- Strafkammer ein milderes des Kassirerwesens wurden dem Vorstand 3 M. pro Monat tonvulsivische Zudungen jeden mit Grauen und Mitleid Urtheil zu erzielen, als ihr seitens des Schöffengerichts zu theil wiesen. Dann beschloß man die Errichtung eines Arbeitsnachwe erfüllen. Bald sind die Hüter der öffentlichen Ord geworden, das sie wegen Hehlerei zu 4 Wochen Gefängniß ver für die Rechtsschutztommission wurde ein Baarbestand von 50 Stelle. die „ Er hat zur Krämpfe!" belehrt urtheilt hatte. Der 14jährige Knabe der Angeklagten wurde von niedergelegt. Das Stiftungsfest wird mit Versamml die den dem Drechslermeister Wt. zu Botengängen benußt. Im Dezember und Tanzkränzchen abgehalten herbeigeeilten Beamten, Bublikum die und soll am 22. Otto Unglüdlichen pflichtgemäß, sobald er nur transportfähig ist, bem v. I. fand der Junge Gelegenheit, feinem Herrn einen Hundertmark stattfinden. Das Arrangement des Festes ist dem Vor nächsten Revier zuführen um hier regelmäßig ausgelacht zu Schein zu entwenden. Freudestrahlend kam er an jenem Abende werden, da man diesen Stammgast hier längst fennt. Troßdem nach Hause, er erzählte semer Mutter, er habe einen Hundertmark überlassen. Hierauf berichtete Strüger, daß die Petition Errichtung eines Gewerbe- Schiedsgerichts an das Minister hat Wilhelm mit seinen Krampfanfällen eine hübsche Zahl von Schein in der Friedrichstraße gefunden, nun habe ihre Noth ein Ende. abgeschickt sei und er( Hedner) sich davon den besten Erfolg Treffern, zu verzeichnen, das kommt daher, weil er immer eine Die Angeklagte lieferte das Geld nicht, wie es ihre Pflicht gefpreche und ermahnte noch der neuen Vorstand, fleißiger, geraume Zeit vergehen läßt, bis er seinen Anfall wieder einmal wesen, bei der Polizei ab, sondern sie suchte mehrere Tage in in demselben Bezirk bekommt, denn Wilhelm liebt schlauer Weise den Beitungen nach, ob der Verlust bekannt gemacht würde. Da war mindestens alle sechs Wochen Versammlungen abzuhall dies nicht geschah, ließ sie sich durch ihre Noth verleiten, das Im Fachverein der Uhrmacher und verwand Krämpfe Wilhelm." 3u welchen verzweifeltn Mitteln der proletarier seine Zuflucht nimmt, wenn es sich für ihn darum handelt, die Nacht nicht im Freien zubringen zu müssen, zeigt folgente: Artikel, den ein hiesiges demokratisches" Blatt dieser Tage zum Abdruck brachte: nung das die Abwechselung. " Versammlungen. Es ist wirklich ein herrliches Leben, was Krämpfe- Wilhelm" Geld theils für sich zu verwendeu, theils nach der Sparkasse zu Berufsgenossen Berlins und Umgegend sprach führt. Die Genüsse des Lebens erschöpfen sich bei diesem Aermften bringen. Nach etwa drei Monaten wiederholte sich das Spiel, 1. Oktober Genosse Bunter unter Beifall über die Entwi der Armen in zwei Vorstellungen: der harten Matraße im Asyl wieder kam ihr Sohn mit einem Hundertmarkschein nach Hause, lung der Erde". Nach der Diskussion, an der sich die Rolle für Obdachslose und der Pritsche auf der Polizeiwache. Das ist den er gefunden haben wollte. Diesmal will die Angeflagte Glinger und Rather betheiligten, gab Kollege 2ät ſein Sinnen und Denken den ganzen lieben Tag. Wovon er Berdacht geschöpft und beschlossen haben, nach beendeter den Raffenbericht vom verflossenen Quartal. Danach bet sonst lebt? Bah, von den Brosamen, die von der Reichen Arbeitszeit sich bei zu er die Einnahmen 79 W., der Kassenbestand am 30. Juni 86,49 Zische fallen und die deren Hunde übrig laffen. Er wird natür fundigen. Ginstweilen schloß sie den Schein in ihre Kommode zusammen 165,49 M.; diesem stand eine Ausgabe von 84,65 lich auch dem Alkoholteufel verfallen sein, ein Schluck Schnaps ist ein. Nach wenigen Stunden erschien ein Kriminalbeamter, der gegenüber, demnach bleibt ein Staffenbestand von 80,84 m. ihm daffelbe, wie dem Kommerzienrath eine Flasche Champagner, den Schein holte. Der Knabe der Angeklagten hatte gestanden, Kassirer wurde Decharge ertheilt. Der Bibliothetsbericht dem Prinzipal des Knaben 2 " 11 intl. Bestand eine halbjährige Einnahme von 47,85 M., die Aus- Amt zu bleiben, darauf wurden sämmtliche als wiedergewählt| find zu richten an Mar Gent, Berlin N., Belforterfie. 26, 1 Tr. Sonn32 gabe betrug 35,85 m., bleibt demnach in der Bibliothekstasse ein Be- von der Versammlung bestätigt. In die Arbeitsnachweis- bend: Theaterverein" phigenia", bet Kramer, Nirdorf, HerrmannTambour Berein straße Nr. 140. Borwärts" Rirdorf, Herrmann trag von 12 M. Kollege aether berichtete sodann über den Arbeits- Kommission wählte man die Kollegen Regel, Wiedemann, und wand tickstraßen- Ecke bei Kober. Tambourverein Deutsche Eiche nachweis; es hatten sich 145 arbeitslose Kollegen einschreiben. Stein, Jahnke, Biertulla, Genfecte und bet ieder chub, Fürbringerſtr. 7. Rauchtlub, Anita" bei Rette, Weberlaffen, offene Stellen waren 60 angemeldet, wovon der größte Schuch. Kollege D. Schmidt wurde als Bibliothekar wiederstraße 15. Rauchklub Dornröschen bei Krech, Schulstraße 104. Theil von Vereinsmitgliedern besetzt wurde. Derselbe Redner gewählt. Geselliger Berein Nord" bei Krüger, Fennstr. 5. Geselliger Berein Unterm Gervertschaftlichen" theilte der Vorfißende uftige 18" bei Schatnat, Dresdenerfir. 28. Geselliger Verein Waldes gab noch bekannt, daß der Bruderverein in Hamburg- Altona sich mit, daß der Vorstand den ihm zugesandten Statutenentwurf des grün" bet Buchholz, Krautste,& liner Revenge); Geselliger Verein ,, Gut nicht aufgelöst hat, wie er in vorhergehender Sigung erwähnt zu gründenden Holzindustrie- Verbandes durchberathen und einige Straße 23. Setl", Nene Königftr. 89. Geselliger Verein, talta" bei Voite, Kollbergerhabe. Zum Schluß wurde den Anwesenden der Beitritt in die Aenderungen beantragt habe. Ferner wurde bekannt gegeben, allee and Trescowstraßen- Ece. Geselliger Verein Jugendfreunde" bei Schulz, Prenzlauer Bergnügungsverein Helgoland 2 bet Arbeiter- Bildungsschule empfohlen. Die nächste Vereins- Ver- daß die Billets zum Besuch der„ Urania" am 30. Oftober bei Mierel, Giralauerfir. 57. sammlung findet am Sonnabend, den 15. d. M., Abends präzise sämmtlichen Vorstandsmitgliedern zu haben find. Sonntag, den micel'scher Musikverein Allegro bet Spindler, Reichenbergerstraße 118, Gefang- Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Paul 9 Uhr im Vereinslokal bei Wienecke, Alte Jakobstr. 83, statt. 9. Oftober, Bormittags 10 Uhr, findet in Säger's Lotal, Grüner Ede Forsterstraße. Dafelbst ist jeden Abend von 8/ 2-10 Uhr der Arbeitsnachweis Weg 29, eine öffentliche Versammlung statt, in welcher die etablirt. Agitationstommiffion Bericht erstatten und Rechnung legen wird. Die nächste Verbandsversammlung wird am 7. November abgehalten. Der Vorstand des Graufen Unterstügungs- und Wegräbnißvereins für Bau- und gewerbliche Hilfs arbeiter hat in seiner Gigung am 5. Oktober einstimmig beschlossen, die Zahlstelle für Südost von der Manteuffelste. 112, bei Bohl, nach der Wrangelstr. 84, zu Karl Ullrich zu verlegen. Diefelbe befindet sich daselbst vom nächsten Zahlternine, den 16. Oftober, ab. Dies den Mitgliedern zur Kenntniß. " Zurnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute von 8%-10% Uhr in der Turnhalle, Freienwalderstr. 39. Bühnenverband Normanta jeden legten Sonnabend im Monat bei Seichniß, Königsbergerstr. 24.- Brivattheatergesellschaft Schneeglöckchen", Abends X9 Uhr bei Schulz, Brunnenstr. 116. Theaterverein Berliner Bär jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Abends sy Uhr bei Weick, Röpe abend im Monat 9 Uhr Abends Sigung bei Rudolph, Krautstr. 6. nickerstraße 68. Theaterverein Lessing. Jeden ersten und legten SonnBergnügungsverein Azalia 9% Uhr bei D. Heindorf, Barnimftr. 16. Bergnügungsverein Zuftige Jugend Abends& Uhr, im Reſtaurant 9% Uhr Mendelssobufix. 9. Lautenbach, Cuvryfte. 3. Bergnügungsverein Suftige Becher Abends Bergnügungsverein Carmen Sylva Sigung uhr im Restaurant von D. Wils, Mariannen- Ufer 2. Touristenverein Wanderlust Abends o Uhr im Restaurant Märkischer Im Kranken- Unterstützungs- und Begräbnißverein der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter Berlins gab am 2. Oktober der Vorsitzende bekannt, daß der Verein jetzt 137 Mitglieder zählt. Dann erhielt der Rendant zur Abrechnung das Bort, für welche ihm Decharge ertheilt wurde. Das Andenken des am 26. September verstorbenen Kollegen Franz Liedtke ehrte die Versammlung in der üblichen Weise. Der Genannte ist langjähriges Mitglied der aufgelösten Hilfskaffe Nr. 18 gewesen Geselligkeitsverein Palltfaden Giche, Abends 9 Uhr, Pallisadenund hat aus derselben niemals etwas bezogen; da er dem neuen firaße 103 bei Rabte. Danst Forening Freia( Dänischer Verein Verein aber nicht angehörte, so konnte seiner Familie, welche Freia), Lindenstraße 106 bet Poppe. Verein ehemaliger Schüler der 30. Gemeinbeschule, Abends 9 Uhr, Restaurant Wurl, Koppenaus Frau und sieben Kindern besteht und fich infolge seines In Charlottenburg referirte am 5. Oftober in einer von fraße 58. Geselliger Verein Italia, jeden Sonnabend tun Restaurant plöglichen Todes in einer sehr traurigen, bedürftigen Männern und Frauen gut befuchten Wolfsversammlung Neichs- Boite, Rotbergerfir. 28. Sage befindet, aus der Vereinskaffe nichts gegeben werden. In- tags- Abgeordneter Arthur Stadthagen über die Frage, abends Reichenbergerstr. 73, bei Faustmann. Statflub reuzbube bei Steuer, Weinfir. 22. Statflub Revolution Schaftopf- Klub Bruderfolge dessen wurde von der Versammlung einstimmig beschlossen, ob das Sozialistengesetz noch lebe. Als Beispiel dafür, daß der tette tagt jeben Gonnabend Abends 9 Uhr bei Wels, Andreasstraße 77a. in aller Eile eine Matinee zu veranstalten und den Ueberschuß Geist dieses Schandgesezes noch fortwirke, führte der Redner die Kartenfiub uile tagt jeden Sonnabend und Montag im Reſtaurant Sum der trauernden Wittwe zu überweisen; daraufhin stellte man ihr Kühnemann'schen bezw. die Praktiken des Verbandes der Metall- boldhein, Hochstr. 32a. fofort 20 M. aus der Vereinskasse als Vorschuß zu. Hiermit industriellen gegen die auffäffigen" Arbeiter an, die Unter- sof, Admiralstr. 18c. werden im voraus alle Bau- Arbeiter Berlins und Ungegend auf stützung dieses Unternehmer- Verbandes durch staatliche Behörden, diefe Matinee aufmerksam gemacht, um sich recht rege daran zu die Duldung von Ungefeßlichkeiten der betreffenden Unternehmer betheiligen, denn der verstorbene Kollege war auch niemals der durch lettere, das Vorgehen des Staßfurter Bürgermeisters, welches legfe, wenn es galt, für eine gute Sache einzutreten, oder um die Noth zu lindern, fein Schärflein in die Waagschale zu werfen. Ferner wird bekannt gemacht, daß die Zahlstelle vom Grünen ben Arbeitern die Besprechung ihrer Angelegenheiten in Versamm Wegen Majestätsbeleidigung wurde vom Landgericht Weg 29 nach dem Weidenweg 12 in das Lokal des Rendanten lungen mindestens zu erschweren, wie z. B. das Berbot der Teller- Dresden der Musiker K. E. Rehn aus Gersdorf bei Pirna Herrn Feldhahn( an jedem Sonntag nach dem 1. des Monats) sammlungen deren eine war. Der Nebner verbreitete sich dann zu neun Monaten Gefängniß verurtheilt. verlegt worden ist. Dies allen Mitgliedern zur Kenntnißnahme. über die verschiedenen sozialpolitischen Gesetze, die seiner Meinung nacht zum 6. Oftober im 88. Lebensjahr gestorben. Um der Lord Tennyson, der berühmte englische Dichter, ist in der nach nichts weiter bezweckt hätten, als Lasten auf die Schultern Die Arbeiter Bildungsschule Süd hatte zum 2. Oftof er der großen Arbeitermassen c.bzuwälzen, welche bis dahin von Modedichter der feinen Welt zu werden, mußte er freilich seine eine gut besuchte Bersammlung einberufen, in welcher Herr Staat und Kommune getragen werden mußten. Darüber bärfe Mufe der Soffitte anpassen, dafür aber ernannte ihn die Königin Dr. E. Bernstein in seinem interessanten Vortrage:" Die an- man fich ebenfalls in einer Zeit nicht wundern, in der zum gekrönten Hofpoeten und ertheilte ihm die Baronswürde. ſteckenden Krankheiten" die Ursachen derselben und im befonderen Militarismus und Bigottismus ungeheure Sunnnen verschlängen. Die Kraft und Manneswürde eines Shelley fehlte ihm, dafür die Zuberkulose und auch die Cholera besprach. Biernach leistet als einziges Abhilfsmittel gegenüber diesen Zuständen gebe es aber dürften seine in Goldschnitt gebundenen Dichtungen im die medizinische Behandlung zur Bekämpfung dieser Krankheiten nur die Aufklärung, Die Stevolutionirung ber Köpfe, Boudoir keiner englischen Dame fehlen. bis heute noch sehr wenig, die Hauptsache sei die Verhütung welche eine vollständige Umwandelung Der M " vom Vorwärts" schon gebrandmarkt wurde, und die verschiedenen Maßregeln von Verwaltungsbehörden, welche darauf hinauslaufen, Vermischfes. In contumaciam. Paris, 7. Oftober. Die Ge Literarisches. Depelthen. dieser Krankheiten, doch hierzu zeigten sich die herrschenden sellschaftlichen Beziehungen der Menschen untereinander nach schworenen verurtheilten in contumaciam die Anarchisten Klassen unfähig, deshalb liege namentlich in starker Arbeiter sich zöge. Nach dieser Richtung hin müsse jeder Sozial- Bevdeo und Fortune wegen Aufreizung zum Morde zu 1 Jahr verbindungen diese Gewähr. Dann erwähnte Referent die vom bemokrat mit Gnergie wirken. – Der intereſſante Vortrag wurde resp. 4 Monaten Gefängniß und 2000 Fr. Geldstrafe. Genossen Dr. Zadet ins Leben gerufene Sanitätskommission und mit großem anhaltenden Beifall aufgenommen. Nach kurzer Distheilte mit, daß diese nicht nur während der augenblicklichen fuffion wurde einstimmig folgende Resolution angenommen: Cholera- Epidemie funktioniren, sondern beständig in Thätigkeit Die Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des bleiben werde. Unter Verschiedenem theilte Herr Dr. Keil mit, Referenten Reichstags- Abgeordneten Stadthagen voll und ganz vielfach sei die Ansicht verbreitet, es werde in der Südschule einverstanden. Da fie einen Unterschied zwischen dem alten" Sonntag Bormittag Geometrie gelehrt. Das sei jedoch ein Ferthum, und„ neuen" Kurs nicht entdecken kann, vielmehr die herrschenden denn es werde, dem Stundenplan entsprechend, Rechnen( untere Stufe) Klassen mit denselben Mitteln weiter arbeiten siebt, die im Vierteljahr 1,50 M., monatlich 50 Pfg. Inhalt der Nr. 41: Berliner Wolfstribüne." Sozialpolitisches Wochenblatt. gelehrt. Wer am Unterricht in der Geometrie theilnehmen wolle, Sozialistengefeg verkörpert waren, und da sie der Meinung ist, vom 8. Oftober 1892: Aus der Woche. Die soziale Kenntniß müffe den Kursus in der Südost- Schule besuchen. Der hierauf daß den bestehenden schlechten Verhältniffen und Zuständen nur und die geschichtliche Entwickelung. V. Bourgeoismoral! folgende Tanz hielt die Anwesenden noch lange in vergnügter durch den Sozialismus abgeholfen werden kann, verpflichtet Berliner Wohnungselend. Die lebensheitere Tendenz des Stimmung beisammen. sich die Versammlung mit allen Mitteln, und zwar auf dem Sozialismus. Gedicht.- Novelle. Der ländliche Wucher Die Freie Vereinigung der Kaufleute hielt am 2. Oftbr. Bieles zu fämpfen. Auch spricht sie ihre volle Verachtung sowohl Michael Bakunin. Vll. Aus Frankreich. Von der BeweBoden des Erfurter Programms fußend, für Erreichung dieses in der Bukowina.( Fortsetzung.) Die Juraföderation und eine Bersammlung ab, zu welcher befonders die Kollegen aus über das gefallene Schandgesetz als auch über die Erzeuger des- gung. Vom Schlachtfelde. Gewerkschaftliches zc. den Materialwaaren- und Zigarren Handlungen eingeladen felben aus." Genosse M. Schulze legte dann der Bersammworden waren. Herr Bochardt referirte über die Frage- lung die Abrechnung über Einnahmen und Ausgaben für die bogen, welche von der Reichskommission ausgegeben werden Gewerbegerichts- Wahlen vor. Die eriteren betragen 184,50 W., sollten, um die Zahl der Gehilfen, Lehrlinge, deren Arbeitszeit Die Tekteven 183,50 M., so daß ein Ueberschuß von 1 i. ver. und Kündigungsfristen in den einzelnen Geschäften zu erfahren. bleibt. Die Abrechnung wurde vom Revisor für richtig erklärt. Nachdem er den Fragebogen einer Kritik unterzogen und dessen Genosse o Iter beschwerte sich dann darüber, daß man in der Unzulänglichkeit nachgewiesen hatte, da in demselben die wichtigsten legten Bersammlung einen" Unabhängigen" nicht ruhig angehört Dinge, wie Gehälter, Arbeits- und Wohnräume, Zahl der habe. Dazu äußerten sich mehrere Genossen, unter ihnen auch Volontäre, Art der Beföftigung u.. w. gar nicht in Betracht der Abgeordnete Stadthagen. Sie waren selbstverständlich der gezogen wären, wurde aus der Mitte der Versammlung mit Ansicht, daß man in den öffentlichen Versammlungen diejenigen getheilt, daß die Vertheilung und Sammlung der Fragebogen" Unabhängigen" dulden und ihre Sache" vertreten laffen bereits vor zirka 14 Tagen stattgefunden habe. Da unter den müsse, welche fich anständig betragen. Cine Dis Anwesenden aber nur 2 Herren von diefem Ereigniß" etwas tuffion mit ihnen über den wußten, und der Vorstand versicherte, sich bei allen mög hagen, fei jedoch überflüssig und zwecklos, da man ja Stadt Lichen Instanzen nach Zeit und Art Art der Ausgabe er immer auf ein Belogenwerden gefaßt sein müsse. Nachdem noch fundigt zu haben, ohne daß er den geringsten Bescheid zu größerer Agitation für die sozialdemokratische Literatur, haupt hätte erhalten tönnen, war sich die Versammlung darüber fächlich die Beitungen, und zu befferer Unterstützung der Lotal einig, daß diese gewisserniaßen„ unter Ausschluß der kommission aufgefordert worden war, schloß die Versammlung Deffentlichkeit" vor sich gegangene Enquete, mangelhaft geplant mit einem stürmischen Hoch auf die Sozialdemokratie. und noch mangelhafter ausgeführt, einen neuen Beweis dafür erbrächte, was von der Regierung in pofitiver Sozialreform" zu Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( G. 6. 29 erwarten wäre. Unterm 2. Punkt der Tagesordnung besprachen u. 89. Samburg), Filtale 4, Berlin. Sonnabend, den 8. Ottober cr., Abends die Herren Borchardt und Blum ausführlich alle ble fleur, bei Schlüter, Kleine Mariusfir. 10. Zagesordnung: Raffenbericht. lichen und gehässigen Angriffe, welche in letzter Zeit gegen die sabelle Miroorf und lugegend. Generalversammlung am connaben, de Sonntagsruhe im allgemeinen und speziell gegen den vielgenannten. Ottober cr., Abends 8% Uhr, im Lokale von Biedermann, Brins Handiery: § 41 a von der gesammten liberalen Presse und leider auch unter Verein der Rügenwalder. Sonnabend, den 8. Oftober, Abends 9 Uhr, großem Entgegenkommen der Offiziösen in Szene gesezt wurden. Belpatgerstr. 184: Besprechung über ein Kränzchen. Vortrag des Herrn Hugo Die Anwesenden wurden aufgefordert, sämmtliche Umgebungen 2. Schmidt über Geburts- und Geistesadel. Der Sonntagsruhe Herrn Borchardt, Wallstr. 89, mitzutheilen. versammlung jeden Sonnabend nach dem 1. im Monat, Abends 8½ Uhr, bei Deutscher Werkmeister- Verband, Bezirksverein Berlin Oft. Mitglieder Nachdem noch aufgefordert war, Geschäftsordnungen mit den saberecht, Gr. Frankfurterstr. 35. bekannten zuchthausähnlichen Bestimmungen dem Vorstande zu eber, Spinner, Färber str., G.§. 67, Sis Chemniz. Berfammlung am Allgemeine deutsche Kranken- und Begräbnißkaffe für Wicker, übermitteln, wurde auf die demnächst stattfindende öffentliche Ber- Sonntag, den 9. Cttober cr., wittags 12 Uhr, im Zolate Große Frantfurter fammlung aufmerksam gemacht, in welcher der Abg. Bebel fraße 133. referiren wird. Auch lud man zu regem Besuch des Stiftungsfestes ein. Die Versammlung schloß mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie. " Vereinigung Straße Nr. 7. Zans erklärte Humanistische Gemeinde. Kommandantenstr. 79 am Montag, den 10. Fertenreife. Sterauf Fragebeantwortung und Besprechung. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Depesche des Obersten Dodds. Nach derselben traf die französische Paris, 7. Oktober. Der Marineminister empfing eine Streitmacht am 3. d. M. bei Gbede auf die Dahomeer; es gelang, diefelben zu überflügeln, worauf die Dahomeer nach ein stündigem Kampfe zurückgeschlagen wurden. Der Feind ergriff Schnellfeuer- Gewehre wurden auf dem mit Buschwerk bestandenen die Flucht, 200 Toote, darunter 20 Amazonen fowie etwa 200 Gefechtsfelde aufgefunden. Die franzöfifche Kolonne sette sodann ihren Bormarsch fort und nahm am 4. Oftober bei Bogeffa Stellung. In dem Kampfe bei Gbede hatten die Franzosen 8 Todte, darunter 5 Europäer und 33 Verwundete, darunter 20 Europäer. Infolge dieses Gefechtes fonnten die um Tohue und Pogeffa aufgeworfenen Vertheidigungswerke umgangen und sodann zerstört werden. Paris, 7. Oftober. Anläßlich der Beisetzung Ernest Renan's gesetzt werden. Belgrad, 7. Oftober. Alle wegen Preßvergehens ver urtheilten Personen sind von der Regentschaft begnadigt worden. ( Depeschen des Burean Herold.) hatte sich an den Zugängen zu dem Collège de France von mor gens 9 Uhr ab eine to beträchtliche Bolksmenge eingefunden, daß die Zirkulation untersagt werden mußte. Die sterblichen Ueberrefie Renan's waren um 8 Uhr früh auf einem Katafalk in der Mitte des Hofes aufgebahrt worden, wo 3 Eskadrons Kavallerie Der Unterrichtsminister Bourgeois hielt die Gedächtnißrede, in und 2 Bataillone Infanterie die militärischen Ehren erwiesen. französische Literatur, die Wissenschaft und den humanistischen welcher er hervorhob, der Tod Renan's sei eine Trauer für die Gedanken. Sein Werk habe Bewunderung hervorgerufen durch Oeffentliche Versammlung für Männer und Frauen. Sonntag, den die Tiefe des Wissens, die Freiheit der Prüfung und den Zauber Bortrag des Genoffen Folger über Militarismus und die in Aussicht stehende gehört werden. Der Minister schloß, Renan habe die ihm heute 9. Ottober, Abends 6 Uhr, in der Berliner Bockbraueret, Tempelhoferberg. feiner hohen Ausdrucksweise. Auf Renan müsse mit Vertrauen Militärvorlage. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein mit erwiesenen Ehren verdient, weil er die Wahrheit liebte, und sprach In der Freien Vereinigung der Graveure, Zifeleure Bratwell's Bierhallen, oberer Saal, Bortrag des Frl. Ottilie Baader über Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 9. Oftober cr., Abends 7 Uhr, in den Wunsch aus, der Dahingeschiedene möge im Pantheon beiund verwandten Berufsgenossen Berlins und Umgegend das Wesen der Haus industrie und ihre Wüstungen". Nach dem Bortrage hielt am 3. Oftober Herr Dr. Jessen einen Vortrag über die gemüthliches Beifammensein und TanzSilfsmittel im Kunstgewerbe". Redner gab zunächst einen Ueber- bet Grünbel, Dresdenerstraße Nr. 16, Bersammlung. Tagesordnung: Stehe Verein deutscher Schuhmacher, Filiale Berlin. Montag Abends 8% Uhr, blick über das Kunstgewerbe im allgemeinen, beleuchtete dann den Sonntagsnummer. Unterschied zwischen früher und jetzt und führte in leicht ver.., Abends 8½ Uhr, hält Serr Schäfer einen Vortrag über seine diesjährige Bittan, 7. Oftober. Als dringend verdächtig der Theilnahme an dem in der ersten Oftobernacht 1891 gegen den Kaiser schreitenden Technik und Arbeitstheilung auch die Zustände im Freireligiöse Gemeinde, Rosenthalerstraße 38. Sonntag, Bormittags von Desterreich gelegentlich dessen Ankunft in Reichenberg verRunstgewerbe ganz andere geworden seien und bedeutend höhere 10% Uhr, Bortrag des Herrn Waldect Manaffe über: Ludwig Feuerbach: übten Dynamit- Attentats( Sprengung des Bahnviadukts bei RosenAnforderungen an den Einzelnen gestellt würden. Er empfahl abends& Shr: Vortrag von Herrn Wilhelm Völsche: Auf den Spuren Ciszett. thal), wurden in dem böhmischen Nachbarort Reichenberg der beshalb das hiesige Museum für Kunstgewerbe zur regen Be= Vergnügungs- Verein armlos". Sigung Sonnabend 9 Uhr mit Bremser Autosch von der füd norddeutschen Verbindungsbahn, ugung. Man diskutirte hierauf über die obligatorische Bei- Damen Gollnowir. 40 bei Saß. Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend, Abenbs 8%-10% Uhr. Süd- sowie der Schuhmacher Swoboda in Königgräb verhaftet. behaltung der Fachzeitung. Seiner Zeit war beschlossen worden, Schule, Sagelsbergerstr. 43: Unterricht in Deutsch( unt.); Süd- Ost- Genua, 7. Oftober. Der Bergstrom Biscagno ist überdie Fach- Zeitung verfuchsweise auf/ Jahr gratis einzuführen. chutte, Steichenbergerfir. 193: Unterricht in Physiologie; it cute, getreten und hat zwei Säle der Columbus- Ausstellung überfluthet. Da diese Zeit nun abgelaufen ist, so wurde der Vorstand von Martusfir. 31: Unterricht in Rechnen( unt.); storbichute, Wüllerftraße Guatemala, 7. Oftober. Die Berichte der englischen Geder Bersammlung beauftragt, in nächster Versammlung einen Be- önnen noch Schüler und Schülerinnen auch jest tut gaufe des Geniesters fandtschaft stellen fest, daß der gesammte hiesige Handel fast ausricht, hauptsächlich über die finanzielle Seite der obligatorischen eintreten. Einführung zu erstatten. Deutscher fozialdemokratischer Leseklub in Paris.„ Cafe de la schließlich sich in deutschen Händen befindet. Die Kaffee- und Nouvelle Poste", Ecke von Nue Montmatre und Rue Etienne Marcel, Gin- Buckerplantagen gehen allmälig in deutsche Hände über; mehr Der Verband der in Holzbearbeitungsfabriken und reiche Bibliothet, Bettungen, franzöfifcher Unterricht. Der deutsche Arbeiter, hältniß in den übrigen Handels- und Industriezweigen. Jeden Sonnabend öffentliche Versammlung; als 10 pet. der Kaffeepflanzer sind Deutsche, ebenso ist das VerHolzplägen beschäftigten Arbeiter und der fremb nach Parts tommt, findet hier einen Anlehnungspuntt, Rath und Arbeiterinnen Deutschlands( Drtsverwaltung Berlin 1) Belehrung. hielt am 8. Oktober eine Versammlung ab. Zunächst erstattete atte, von art marr und Friebrich Engels gonbon. Der einzige hiesige fozialdemokratische Verein Londons, der der Kassirer Bericht vom 3. Quartal; darnach beläuft sich der kommunistische Arbeiter Bildungsverein befindet sich nach gegenwärtige Rassenbestand auf 154,71 M. Der Kassirer erhielt wie vor 49 Tottenham Street, Zottenham Court Rd., W. London. Decharge. Weiter erstatteten die Arbeitsnachweis- und die Rechtsschuskommission ihre Berichte; aus dem Bericht der letzteren ist hervorzuheben, daß sechs Klagefachen eingeleitet wurden, davon find zwei gewonnen, eine verloren; die übrigen harren noch ihrer Erledigung, obwohl eine davon schon seit März d. Js. schwebt. Breblow.. An die Stelle der zivei ausscheidenden Revisoren traten die wiedergewählt; in dieses Amt berief man den Kollegen F. Ott. Kollegen D. Schmidt und F. Brose. Rechtsschutzkommission theilte der Vorsitzende derselben mit Schulze. suf in gang Rue Etienne Marcel. 1840 begründete Arbeiter- Sängerbund Serlins und Umgegend. Sonnabend, Abends 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Grüne Eich e, Nirdorf, Sermann- und Anefebecitr.- Gde bei Benerte. Lyranta, LandsbergerBraße 31 bei Muſehold. Ganges Echo, Naunynstraße 86, bei Zubeil. bet Freundi af! 2, Friedenfiraße Nr. 49 bet toutüg Senebel, Babit raße 58( Gesundbrunnen). Bhönty, Bülowstraße 6s bei Glüd zu, Briefkaffen der Redaktion. E. 5. in Kattowik. Lassen Sie senden C. W. Am 1. Dezember 1890 zählten die 5 größten Städte Deutschlands und zwar Berlin 1578 794, München 349 024, eltow in Zeltow, Schwarzer Abler.- Esmeralda, Königs- Breslau 335 186, Hamburg 323 923, Leipzig 295 025 Einwohner. 24.- Bieberfranz in Brandenburg, Mengert's Boltsgarten. Julius. Ob Dr. Martin Luther eines natürlichen oder, wie Hand in hand 2, Friebrichsberg, Friedrich Karlstraße 11 bei seinette. Katholische Schriftsteller behaupten, eines nicht natürlichen Todes Gesundbrunner Wännerchor, Gesundbrunnen, Prinzen- Allee 10. Offenbacher Sängertrans", Drantenstr. 158, bet Schönwälder. gestorben, wissen wir nicht, ist uns auch durchaus gleichgiltig. Gefangvere in Bruderhand" in Schönwalde( in der Mart) bei Leo Kotluba, Brüffel. J. Konicguy, Srestan. Geben Frisch auf Friedrichsberg, Rummelsburgerstraße bei Deckert. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Sie uns Ihre genaue Adresse an, dann werden wir Ihnen den: bie bisherigen Mitglieder derselben seien gewillt, weiter im aue Sufchriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, Anfang des Romans zusenden. Bei der Wahl der An die Mitglieder der ,, Freien Volksbühne. Unferm Freunde und Genossen Wilhelm Helfer nebst Frau zu ihrem heut stattfindenden filbernen Hochzeitsfeste senden die besten Glückwünsche. 23966 Oeffentliche Versammlung der 88/1 33 Familie Soffmann. Brauerei- Hilfsarbeiter Berlins u. Umg. Allen Kollegen, Freunden und Bee Die Generalversammlung vom 4. Oftober beschloß, sich auf einen an- fannten meines verstorbenen Mannes, beren Tag zu vertagen. Da bisher der Kassirer die Aufgabe hatte, die Ber- unseres Schwagers und Schwiegerfammlungen unseres Vereins anzuzeigen und anzumelden, und die Säle zu sohnes Franz Musold, sagen miethen, so entledigte ich mich meiner Pflicht dadurch, daß ich am Donnerstag, hierdurch ihren herzlichsten Dank für den 6., Vormittags, das Konzerthaus Sanssouci" für Mittwoch, den 12. Obie rege Betheiligung an dessen Be tober miethete. Da erhalte ich von dem Vorsitzenden am Donnerstag Nach- erdigung. Ww. Musold. L. Wegener. mittag 5 Uhr folgenden Brief: E. Kreseler. Friedrichshagen, 6. 10. 92, Berlin. Herrn Julius Zürt In einer Vorstandssitzung, an der Theil zu nehmen Sie sich geweigert, wurde beschlossen, Sie von der Pflicht, die Versammlungen der Freien Volksbühne" anzuzeigen und anzumelden, so lange zu entbinden, bis Sie wieder an den Vorstandssihungen theilnehmen. Diesem Beschluß entsprechend theile ich Ihnen mit, daß der Vorsitzende die Besorgung des Lokals, der Anmeldung und Bekanntmachung der nächsten Generalversammlung übernommen und wenn Sie diesen Brief empfangen möglicherweise schon vollführt hat. Dr. Bruno Wille. ( Stempel.) Diesen Vorstandsbeschluß kann ich als bindend nicht anerkennen, erstens weil der Tag der Sigung, an dem der Beschluß gefaßt wurde, nicht in dem Briefe genannt ist und ich somit nicht kontrolliren kann, ob ich zu der Sigung ordnungsgemäß eingeladen bin; zweitens weil mir von diesem Beschluß erst jest Mittheilung gemacht wird. Aus diesen Gründen kann ich meiner Pflicht mich nicht entledigt fühlen und lade die Mitglieder der Freien Voltsbühne" ein, nachstehende Versamm Tung zu besuchen. Fortsehung der außerordentlichen General- Bersammlung am Mittwoch, den 12. Oktober, Abends 8/2 Uhr, im Konzerthause Sanssouci, Rottbuserstr. 4a. Wegen der Wichtigkeit der auf der Tagesordnung stehenden Berathung wird jedes Mitglied dringend gebeten, in der Versammlung zu erscheinen. Der Kassirer der ,, Freien Volksbühne". 862/2 Julius Türk, SW., Golmsstraße Nr. 24. Berein der Arbeiter und Arbeiterinnen der Buch-, und Lederwaaren- Industrie. 23836 Montag, den 10. Oktober, Abends 9 Uhr, in Bolt Festfälen, Alte Jakobstraße 75( unterer Saal). Tages- Ordnung: 1. Vortrag: Wie verhalten wir uns betreffs einer Organisation der Brauerei Hilfsarbeiter? 2. Stellungnahme zum Gewerbegericht. 3. Verschiedenes. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Ausserordentliche General- Versammlung Orts- Krankenkasse der Hand- der Krankenkasse der Hutmacher schuhmacher und verw. Gewerbe Berlins. Sonntag, den 16. Oktober 1892, Vormittags 10 Uhr: Ausserord. Generalversammlung im Lokale von Reimann, Alte Schönhauserstraße Nr. 42. Tagesorduung: 1. Borstandswahl. 2. Wahl der Kaffen- Revisoren. 3. Statuten- Vorlage nach dem Entwurf der Krankenkassengesetz- Novelle vom 10. April 1892. 4. Verschiedenes. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung, namentlich des dritten Punktes derselben, werden die großjährigen männl. Mitglieder sowie deren Arbeitgeber aufmerksam gemacht, in Berlin( E. H. Nr. 67) am Sonntag, den 9. Oktober, Vorm. 10 Uhr, im Lokale des Herrn Feindt, Wein- Strasse No. II. Tagesordnung: 1. Statutenänderung( Anpassung an den§ 75 der neuen Krankenkassen Novelle). 2. Antrag auf Erhöhung der Beiträge und Erhöhung des Ver pflegungsgeldes. 3. Verschiedenes. Pflicht eines jeden Mitgliedes is es, zu erscheinen. 2378b Der Vorstand. J. A.: Otto Tschoppe. Achtung! Möbelpolirer! Montag, den 10. Oktober 1892, Abends 8 Uhr, in den Konkordia Fettsälen( aberer Saal), Andreasstraße 64: Grosse öffentl. Versammlung mit Frauen. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Zadek. 2. Diskussion. Ausgabe der Fragebogen.-Wir ersuchen die Kollegen, recht zahlreich mit ihren Frauen J. A. der Kommission: Schönicke. [ 2388b 252/1 zahlreich und pünktlich zu erscheinen. in dieser Versammlung zu erscheinen. Berlin, den 8. Oftober 1892. Der Vorstand. Berthold Hollubarsch, Borfizenber, Lese- und Diskutirklub ,, Neue Zeit", Fehrbellinerstraße 49. Allg. Arbeiterinnen- Verein Berlins und Umgegend. Filiale Moabit. Sonntag, den 9. Oktober 1892, Nachmittags 5 Uhr: Große Versammlung bei Herzog, tromstraße 28. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Silberberg über: Zweck und Nuhen der gewerkschaftlichen Organisation. Herren und Damen, als Gäste, sehr willkommen. Nach der Papier- Bersammlung: Geselliges BeisammenSonnabend, den 22. Oktober, im ,, Böhmischen Brauhause", Landsberger Allee: Gr. Bokal- u. Juftrumental- Konzert, unter Mitwirkung der Gesangvereine Buchbinder- Männerchor und Kaiser'scher Männerchor( M. d. A.-S.-B.). Zu regem Besuch ladet ein 118/2 Der Vorstand. Ausschneiden! Aufheben! Die Zahlstellen des Vereins sind geöffnet jeden Sonnabend Abends: Bon 6-8 Uhr: Lenz, Alte Jakobstraße 69. Thalmann, asserthorstraße 22. Bon 8-10 Uhr: Grändel, Dresdenerstr. 116. Norbert, Beuthstr. 22. Henke, Blumenstr. 38. Reichert, Friedrichstr. 34. Krüger, Hirtenstr. 10. Die Zahlung der Beiträge, Aufnahme neuer Mitglieder und Ausgabe Der Eintrittskarten zu obigem Fest fann in den Zahlstellen geschehen und ist fleißige Benutzung erwünscht. Nächste Versammlung am 17. d. M., Alte Jakobftr. 75. Große öffentliche Versammlung Tanz. Um zahlreichen Besuch bittet Die Bevollmächtigte. Lackirer. Montag, den 10. Oftober, Abends 81 Uhr, Blumenstr. 78, bei Wollschläger, Versammlung der Filiale IV. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. Lütgenau. 2. Quartalsabrechnung. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. und Berufsgen. Freie Vereinigung der Seifensteder Berlins u. Umg. Mitglieder- Versammlung am Donnerstag, 13. Dft., b. 812 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstraße 44. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Zahnarzt Robert Wolf, über: Bourgeoisie und 267/1 Sozialismus. 2. Diskussion. 3. Vierteljahresbericht des Raffirers. 4. Entrichtung der Monatsbeiträge; neuer Mitglieder und Aus Grosse öffentliche Versammlung für Frauen und Männer b fe 允 p d b 5 198/1 am Sonntag, 9. Oktober, Nachm. 4 Uhr, in Paper's Salon( fr. Rnebel), Badstraße 58. Zagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Sallenbach. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nach der Versammlung: Gemüthliches Zusammensein und Tanz. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. GESCHAFTSHAUS S.HEINE a vie rirma besteht seit 1878. Neuheiten für die Herbst- u. Wintersaison in Kleiderstoffen. dauerhaft, praktisch und elegant! Grosse Auswahl! 3063L Billige Preise! Die schönsten Kinderkleider für Mädchen jeden Alters, sowie Morgenröcke, Unterröde, Blousen und Schürzen in größter Auswahl vorräthig, ev. MaaßBERLIN.N.CHAUSSEESTR.14. Reste n. einzelne Rohen srollbillig! anfertigung schnell! Jm Verlag des ,, Vorwärts" vor Dem Herrn Wilhelm Helfer nebst Gattin, Friedrichsbergerstraße, zur filräthig: bernen Hochzeit die herzlichsten Glück- Die Gleichheit. wünsche. Schwiegersohn und Tochter. Ich nehme die von mir gegen den Beleidigung zurück und selben für einen Ehrenmann. 23976 Zeitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen. der Steinsetzer und Berufsgen. Berlins gabe der Billets zu dem am 22. Oktober Stadto, Schmidt, Schöneberg, gethane Preis pro Nummer 10. Pfennis ( Rammer, Steinhauer und Hilfsarbeiter) am Sonntag, den 9. Oktober, Vormittags 10% Uhr, im Lokale des Herrn Hensel, Invalidenstraße 1. Tagesordnung: 1. Vortrag über Gewerbegerichte. 2. Diskussion. 3. Auf4. Bericht des Delegirten zur Streit- Kontroll stellung eines Kandidaten. tommission. 5. Wahl von zwei Revisoren. 6. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen bittet 2385b Der Vertrauensmann. Oeffentliche Versammlung für Männer und Frauen am Sonntag, den 9. Oktober 1892, Abends 6 Uhr, in der Berliner Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Folger über Militarismus und die in Aussicht stehende Militärvorlage. 2. Diskussion. 153/1 Der Einberufer. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein mit Taus, veranstaltet vom Sozialdemokratischen Wahlverein für den 2. Berliner ReichstagsWahlkreis. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Hilfsarbeiter und-Arbeiterinnen Berlins und Umgegend. Große öffentliche Versammlung 160/2 am Sonntag, den 9. Oktober 1892, Vormittags präzise 9 Uhr, im Lokale des Herrn Schirmacher, Adreasstr. 26. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Discussion. 3. Wahl von 6 Kandidaten zum Gewerbegericht. 4. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung.- Kollegen, nachdem die Versammlung am Montag in der Königsbant" wegen schwachen Befuchs Versammlung am Montag in der Königsbank" wegen schwachen Besuchs resultatlos verlief, ist es Pflicht, daß ein Jeder am Sonntag erscheint, speziell erwarten wir es von den organisirten Kollegen. Die Agitations- Kommission der Hilfsarbeiter. Berliner Schriftgiesser- Gehilfenverein. Vereins- Versammlung am Montag, den 10. Ottober, Abends 6 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Zagesordnung: stattfindenden Vergnügen. 5. Verschiedenes. Die Mitglieder werden ersucht zahl reich und pünktlich zu erscheinen. Gäste willkommen. Der Vorstand. Allgemeine Unterfügungskasse für Lederzurichter im Polizeibez. Berlin( E. H. Nr. 50). General- Versammlung am Sonntag, 23. Oftober, Wm. 11 Uhr, Weinstraße 11( Serberge). Tages Ordnung: 1. Rechnungslegung vom 3. Quartal 1892. 2. Geschäftliche Mittheilungen. 3. Revisorenwahl. 204/1 Der Vorstand. J. A. G. Busse. Freireligiöse Gemeinde. Rosenthaler- Straße Nr. 38. Sonntag, Vormittags 104 Uhr: Vortrag von Herrn Waldeck- Manasse: CHVEREIN DER 25 PE MAURE P. Stuhlmann. Marken 3. quittiren von ParteiBeiträgen empfiehlt allen Genossen die Quittungsmarken und Kautschuk- Stempelfabrik von Conrad Müller, Schkendit- Leipzig. Preisliste gratis und franto. Lausitzerstr. 20, Wild- u. Badiwaaren- Geschäft den Nachbarn und Genossen empfohlen. Weißbier ohne Wasser, fr. Haus. Schmädike's Nachf. Meifen 50 Bi., Zeifige. Rothfehlchen, Finken 1 M., Stieg lige 1,25, Staare und all. Arten billig. Igel 1,25, weiße Ratten 25 Bf., bunte Getauft werden Kanarienvögel u. Vogelbauer, 1 M. Tauben, Kaninchen. Mehlwürmer. [ 23426 Für Vereine Rabatt. Die zehn Gebote -> und die besitzende Klasse. 3. Auflage. Von Adolph Hoffmann-( Zeitz). 80 Seiten. Preis 30 Pfennige. Frdl. Schlafft. sof. 3. verm. Lausitzer ftraße 41, v. 1 Tr. bei Pick. räntel, Engel- Ufer 3. Tischler oder Ein Arbeiter verlangt bei Gotthilf Bimmermann wird bevorzugt.[ 23866 P be 北 U d δι a TL 410 St. 11 23456 et D Xi 2 2 10 SE E Tüchtige Belegerinnen M. Redtmann, auf Barotleisten werden sofort verlangt Berlin, Stralauer Platz 21, Schles. Bhf. bei 2. Rehfeldt, Charlottenburg, Eng lischestr. 23c, 1 Tr., am Stadtbahnho 2374b Papierschläger können sofort bei uns eintreten. Pauly u. Pinner, Röpnider Thiergarten. richters a. D., Alte Ludwig Feuerbach. Rechtsbureau des töniglichen Amts. Abends 7 Uhr: Beginn der ge- Jatobftr. 130. Gewissenhafter Rath selligen Versammlung unter Mitwir in allen Angelegenheiten. Unbemittelten fung des Männer- Gesangschors der unentgeltlich. Auch Sonntag.[ 2286L straße 87. Magdeburger und des gemischten Chors Versilberer auf glatte Leisten Größtes Lager Berlins Markusstr. 44, II. der Berliner Gemeinde. 151/2 um& the. Vortrag von Seun Kinderwagen. Audreaute. 23. h.p. Wilh. Bölsche: Auf den Spuren der Eiszeit. in usw. u. 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I. bestrebungen attiven Antheil nimmt und mit denselben aufs innigste ve traut ist, wünscht, da er zur Zeit al Berichterstatter an einem Parteiorga thätig ist, und diese Stellung Be hältnisse halber aufzugeben gedenkt, ein ähnliche. Auch wäre derselbe berei die Redaktion eines wöchentlich mehr mals erscheinenden Parteiorgans übernehmen. Offert. bitte unt. B. G., an die Expedition des„ Vorwärts" ein zusenden. 2377b Raffenbericht und Verschiedenes. Der Bevollmächtigte. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. to i d. S it D n 23 71 1 sets 56 Silf Der 566 ngt ng bot 4b in ter 801 1 33 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Voltsblatt. Nr. 236. Der Kongres Sonnabend, den 8. Oktober 1892. 9. Jahrg. der marxistischen Fraktion der sival: Programms wurde febr lebhaft bistutirt; der spekulationsluftigen Leuten seine Dienste leiht. Wenn man die französischen Arbeiterpartei, toren der Partei ein, sich von heute an auf die nächste Wahl im Gerichtssaale nicht im Ramsch arbeiten und sagen: Der schlacht vorzubereiten und ohne Berzug Wahlfonds zu sammeln. Angeklagte ist ja schon dringend verdächtig, weil er ein so Ueber die Durchführung der Artikel des Lyon er Muni- schlechter Kert ist, daß er eine Spekulationsfirma aufmacht und wird Kongreß forderte die sozialistischen Gemeinderäthe auf, ihr mög- Sand aufs Herz legt, man zugestehen müssen, lichstes zu thun, um einen Artikel nach dem anderen zu ver- daß es teinen Stand giebt, der nicht in letzter Zeit wirklichen und so das Proletariat kampffähig zu erhalten; wo Vertreter auf den Spekulationsmarkt entsandt hat. welcher vom 24. bis zum 27. September in Marseille getagt nicht die nöthigen Gelder vorhanden seien, möge man den be- der Staatsanwalt hat so Und viel Mitleid mit den armen hat, ist ohne allen Zweifel der wichtigste und einflußreichste von güterten Klaffen neue Steuern auferlegen, wie die Bourgeoisie Fliegen, die ins Netz der Spinne gerathen. Nein! Wenn die all den verschiedenen sozialistischen Kongressen, die in diefem bisher alle Lasten auf das Proletariat abgewälzt habe. Jahre auf französischem Boden stattgefunden haben. Gegen Motten zum Licht hinflattern, ist es ihnen ganz recht, wenn sie 180 Delegirte, eine für franzöfifche Verhältnisse ungewöhnlich den Gegenstand sehr ernster Grörterungen. Man arbeitete zum Blajebalg macht, so ist ihm daraus doch kein besonderer Die Frage der Agitation auf dem Lande bildet sich verbrennen, und wenn einer das Feuer schürt, indem er sich große Zahl, waren zu den Verhandlungen eingetroffen; fie vertraten ein vollständiges Programm für die Landpropaganda aus, ver- Borwurf zu machen. über sechshundert Gewerkschaften, politische Studienvereine und mittelst dessen man nicht nur den ländlichen Proletarier, sondern Remissier" in seiner liebenswürdigen objektiven Weise mit Der Herr Staatsanwalt hat das Wort o weiter. Auf der Liste der Städte, aus denen Delegirte entfandt auch den Bächter und Kleinbauern an die Fahnen der Sozial-" Schlepper" überfest, während doch die bekannteren Worte waren, zählte man über 100 Namen; feine einzige größere Stadt demotratie zu fesseln hofft. fehlte. Wohl die Wehrzahl der Kongreßmitglieder gehörte " Agent" oder„ Afquifiteur" ihm auch zu Gebote standen. Nun Endlich sprach sich der Kongreß noch für die Konzen- gut: Sollten sich doch die Leute nicht schleppen lassen! einer der öffentlichen Körperschaften, der Abgeordnetenkammer, trirung der sozialistischen Schulen und für einen er gern tanzt, dem ist leicht gepfiffen! Dann tönnen sen General, Arrondiffements oder Stadträthen an. Eine allgemeinen Straferlaß für politische Vergehen aus die Tänzer doch nachher nicht tommen und das Klagehervorragende Bedeutung verlieh dem Kongresse die glänzende und lud die Organisationsfommission des 3 richer Ron- lied fingen: Rundgebung internationaler Ach, ich arme Fliege, ich bin ins Net die in der Person des Genossen Liebknecht ihren Mittel: Bresses ein, mit Rücksicht auf die im September stattfindenden gegangen! Dem Angeklagten kann aus der Thatsache, daß er die in der Person des Genossen Liebknecht ihren Mittelpunkt fand. Aus allen zivilisirten Ländern waren Begrüßunge- französischen Wahlen den internationalen Kongreß schon für die spekulirt und 20 Millionen Mark pro Monat umgesetzt hat, nie Schreiben eingetroffen; und unvergeßlich werden jebent erste Hälfte des April einzuberufen. Solidarität, AnGerichts- Beitung. Prozeß Hugo Löwy. VII. ein Vorwurf im Gerichtssaal gemacht werden, weil sich andernwesenden jene Augenblicke bleiben, als Jules Guesde das falls der Richter auf ein gefährliches Gebiet begeben und Recht Telegramni vorlas, das die Absicht der Regierung aufündigte, mit Moral verwechseln. Aus der bloßen Thatsache, daß der den Vertreter der deutschen Sozialdemokratie wegen seiner furz Angeklagte in mehreren Fällen den Vollzug des Lieferungsver vorher abgegebenen Solidaritätserklärung mit dem französischen trages verzögert hat, kann man ihm doch noch keinen Strick Proletariat aus Frankreich auszuweisen. Der Entrüstungssturm drehen, man fann, wie gesagt, es sich nicht so bequem unter den französischen Delegirten, der dazu führte, daß man machen, wie ber Herr Staatsanwalt, sondern hat dem deutschen Genossen den Vorsitz der Verhandlungen anvertraute, ernsthaft und energisch in jedem einzelnen Falle zit und die Beifallsfalven, welche bei seinem Eintritt in den Saal prüfen, wo denn in diesem besonderen Falle eine strafbare begrüßten, spotten jeder Beschreibung. Stellte sich auch der InHandlung zu finden ist. Man hat auch juristisch zu untersuchen, halt des Telegramms als unrichtig heraus, die moralische ob das, worüber der Angeklagte verfügte, für ihn eine fremde Wirkung jener begeisterten Rundgebung verliert dadurch nichts andeutender. Zu seinem Plaidoyer nimmt zunächst das Wort: Der Andrang des Publikums zur Sigung ist ein ganz be Sache" war. Von alledem hat aber der Herr Staatsanwalt tein ihrer Bedeutung und an ihrem Werthe. Wort gesprochen. Die Jurisprudenz läßt sich doch nicht Rechtsanwalt Dr. Fr. Friedmann: Der Herr Staats- auf den Kopf stellen und man kann doch nicht sagen: Leute haben Der Bericht des Nationalrathes der Partei, in dessen Auf- anwalt hat gestern u. a. erwähnt, daß sein Standpunkt bei diesem Geld verloren, der Angeklagte ist einmal in Paris wegen abus trage die Genossen Guesde und Lafargue das Wort er- Prozeß kein leichter fei, weil er einem so energischen Angeklagten de confiance in contumaciam verurtheilt worden, also griffen, konstatirte die großen Fortschritte, welche die Arbeiterbewegung im letzten Jahre gemacht hat. Im gleichen Sinne gegenübersteht. wie er sich ausdrückte seinen drei Herren" allein der Staatsanwalt in feiner Sprechweise sagen würde ab Das Klingt ja unendlich liebenswürdig und Pfutsch mit dem Angeklagten, durch die Mitte!" äußerten sich die Delegirten der verschiedenen Provinzialstädte; fönnte bei Laienrichtern vielleicht die falsche Vorstellung er Juristen haben die juristischen Gesichtspunkte zur Erdicht geringen Antheil an den Erfolgen schrieb man dem auf wecken, als ob der Staatsanwalt mit vielen Dingen zurückwägung zu ziehen, aber auch in moralischer Beziehung kann dem Denn vorigen Kongreffe zu Lyon ausgearbeiteten Munizipal- hält, die er eigentlich noch jagen tönnte. Nicht der Stand Angelflagten aus seinen Geschäftsbedingungen feinerlei Vorwurf punkt des Staatsanwalts ist in Wahrheit in diesem Prozesse gemacht werden, denn es sind dies die Bedingungen auch der Sollte denn in dieser Be programm zu. einen nationale!" und 11 Seele . " Sehr wohl: wie aber fehr eingehenden Diskussion über den Generalstreit, für Gachlage an fich eine schwierige ist, sondern weil auf dem An- ziehung der Staatsanwalt nicht sehen, was alle Welt sieht? Die sen sich der dem volitischen Kongresse vorangehende Gewerk geklagten von vornherein als dem bantbrüchigen Bantier aus dem Schußmannsfrau, welche spekulirt, muß die ihr zugesandten Ge schaftstongreß ausgesprochen hatte. Befürwortet wurde das schlimmen Jahre 1891 ein häßliches Odium liegt, welches der Staats- schäftsbedingungen lesen. Das Strafgesetzbuch ist durchaus Prinzip des allgemeinen Streits aller Arbeiter namentlich von anwalt noch durch allerlei Schlaglichter, die er auf das Vorleben nicht dazu da, die Dummheit und den Leichtsinn zu Es geht nicht an, daß die armen Leute" post Ferroul, Guesde und Lafargue dasselbe energisch be- stärken für angebracht hielt. Er hat dem Angeklagten in freund- festum kommen und sagen, sie hätten die Geschäftsbedingungen, fämpften. Vorläufig wurde die Grörterung Dieser Frage durch licher Weise das schöne Land Sibirien vor Augen geführt, er hat die für die Wertheidigung natürlich die ultima ratio bleiben, nicht bezug Uebergang zur zur Tagesordnung abgeschlossen. In ihm in Aussicht gestellt, daß er ihm bei einer anderen Gelegen- gelesen. Der Staatsanwalt ist auch jeden Beweis dafür schuldig auf die Feier des ersten Mai nahm heit bis nach Bosnien verfolgen werde. Die Vertheidigung ant- geblieben, daß Löwy in den Fällen, wo die Leute die Geschäftsman nach langer Debatte folgende Resolution an: In Gr- wortet auf alle diese Drohungen mit dem alten Berliner Wort: bedingungen nicht unterschrieben haben, dies auch gewußt wägung, daß die internationale Maidemonstration bezweckt, die Bange machen gilt nicht!" Einstweilen find wir hat. Die Vertheidigung behauptet im Gegentheil, daß der AnSolidarität der Arbeiter aller Länder zu bekräftigen und dieselben noch nicht in Bosnien, sondern in Deutschland, einstweilen liegt geflagte in dieser Beziehung vollständig bona fide war und an burch gemeinsames Handeln zur öffentlichen und ökonomischen noch kein belastender Schatten auf dem Borleben des Angeklagten. nehmen mußte, daß die Geschäftsbedingungen gelesen und Enteignung bet kapitalificnttäffe zu führen; in Erwägung, daß Griaunlich und befreundlich ist es, daß der Staatsanwalt gerade unterschrieben woren. Der Staatsanwalt hat sich einfach der Achtstundentag, der als hauptsächliche und allgemeine Forde den Boden, auf welchem sich die Bertheidigung bis dahin mit mit Der Bemerkung geholfen, daß Der Angeklagte rung gewählt worden ist, zugleich die wichtigste der bürgerlichen dem Staatsanwalt begegnete, jetzt plöglich fallen läßt, den die des Geschäfts war. Gesellschaft zu entreißende Reform und ein Protest gegen die Boden des einfachen Bankroits. Der Angeklagte hat unum doch nicht die Hand. Der Staatsanwalt läßt die Heberarbeit ist, deren Opfer die Proletarier zum alleinigen wunden zugegeben, daß seine Buchführung nicht ordentlich war; Thatsache, daß viele Geschäfte ohne jede Mitwirkung des Rugen der Schmarotzerklasse sind, und ebenfalls das Mittel er hat sich damit entschuldigt, daß er mit Arbeiten so überhäuft Angeklagten in den Filialen abgemacht worden sind und bildet, den noch unwissenden Massen zu zeigen, daß sie nichts von war, daß er sich bezüglich der Buchführung auf sein Personal ver- daß viele Briefe von fremden Personen und nicht vom den öffentlichen Gewalten zu erwarten haben, solange dieselben lassen mußte. Gerade der Kronzeuge des Herrn Staatsanwalts, der Angeklagten gefchrieben und unterschrieben sind, einfach in die in den Händen ihrer ökonomischen Ausbeuter sind, beschließt der sittlich so ungeheuer entrüftete Zeuge Jahn hat hier ausgesagt, daß der Versenkung fallen. Hugo Löwy, der Jude wird verbrannt! Mit sebute Nationalkongreß der Arbeiterpartei, daß die Arbeit am Angeklagte dem Personal eine Champagnerbowle versprochen feinem Werte hat der Staatsanwalt die Behauptung zu be 1. Mai überall eingestellt werden soll, und daß die habe, wenn die Bücher à jour gebracht würden. Den Vorwurf gründen versucht, daß der Angeklagte der Räuberhauptmann ist, Fabriken, Gruben und Werkstätten, wo die Arbeiter Bere des übermäßigen Aufwandes hat der Staatsanwalt selbst fallen ber seine athanasischen Räuber um sich versammelte und mögen für ihren Herrn und nur Glend für sich und ihre gelassen und hat dem Angeklagten in gefährlicher Liebenswürdig mit ihnen berathen hat, wie und 100 eine Fliege Familien schaffen, leerstehen sollen; daß die Arbeiter feit timeo Danaos et dona ferentes das Kompliment ge- gefangen werden fann. ist nicht wahr, daß übrigen nach den örtlichen Verhältnissen und unter der Form, macht, daß er ein eminent fleißiger, energischer, nüchternet Mann der Angeklagte durch die Geschäftsbedingungen, auf Grund deren die ihnen die beste dünkt, zu manifestiren haben, sei es, daß fie fei. Und nun kommt der Staatsanwalt mit dem Antrag, die die Kommanditgesellschaft Hugo Löwy ihre Geschäfte gemacht thre Stimme abgeben wie in Paris, wo sie offen für die Bankrottfrage dem Schwurgericht zu überweisen. Die Ver- hat, inhonest gehandelt hat, es ist nicht wahr, daß der Angeklagte Standidaten ihrer Klasse eintreten können; sei es, daß sie von theidigung sieht dazu keinen Grund ein, sie hält es für ein gutes die ganze Sache von langer Hand vorbereitet hat. Jeder Jurist ihrem Recht ans Leben Gebrauch machen; sei es, daß Recht des Angeklagten, daß dieser Gerichtshof die Bankrottfrage muß überall, wo er den Dingen hier auf den Grund geht, zu sie zur Entscheidung bringt und bei der dem Angeklagten dafür einer Freisprechung kommen, ganz gleichgiltig, ob die vox populi Der Gemeindegewalt feiern; sei es, daß sie durch neue zuzudiktirenden Strafe an die gehumonatige Untersuchungs- darüber murrt oder nicht. Zivilrechtlich mag der Angeklagte an die herrschenden Bourgeois gerichtete Aufforderungen haft des Angeklagten zu denken. Im übrigen hat die Ver- vielleicht herangezogen werden können, nicht aber strafdie Böswilligkeit und die Ohnmacht derselben farlegen; theidigung den Antrag zu stellen, den Angeklagten in allen rechtlich. Aus dem Geschäfts- und Lombardverkehr der der Rongres will feine Art der Betheiligung am ersten Mai übrigen Fällen freizusprechen. Der Staatsanwalt hat lediglich Kommandit Gesellschaft abfolut Hugo Löwn läßt sich ausschließen; er läßt alle zu und verlangt vom französischen mit moralischen und ethischen Aussprüchen gekämpft und da nichts für eine mala fides des Angeklagten selbst folgern. Im Proletariat nur, es möge an jenem Tage aufrecht dastehen und zwischen einige juristische Aussprüche nach Vulpian geftrent, aber Anwaltsverein haben sich die tüchtigsten Juristen darüber herumrufen: Es leben die acht Stunden! Gs lebe die Arbeiter- Inter- teinerlei juristische Ausführungen gemacht. Man muß, wenn gestritten, ob ein Banfier lombardirte Effekten weiter begeben gelehrte Nichter zu urtheilen haben, zunächst fortlassen alle die- darf oder nicht. Die Gegensätze plasten sehr scharf auf einfolgenden Punkt der Tagesordnung, den jenigen Dinge, welche auf dem Gebiete der Moral liegen oder die ander darüber war man aber doch einig, daß zur Zeit die Büricher Kongreß, einigte man sich auf folgende Re- mehr oder weniger doch nur zum Fenster hinausgesprochen werden große weite Geschäfts- und Börsenwelt anderer Meinung ist, Jolution hin:" Ju Erwägung, daß der Achtstundentag auf sollen. Der Staatsanwalt hat gestern das schöne Wort ge- als die Juristen, welche diese Weiterbegebung negiren, und daß dem Programme der sozialistischen Parteien der zwei Welten braucht, der Angeklagte sei von der Börse ausgespien" und weite Streise der Meinung sind, daß andernfalls das gesammte leht, und daß seine Verwirklichung auf dem internationalen er hat hinzu gefeht, alles was ich sage, ist nicht gegen das Bankgeschäft lahm gelegt und nur noch die Reichsbank im Stande Züricher Kongreß studirt werden wird; in Erwägung, daß die Inftitut gerichtet, welches der reelle Kaufmann Börje" nennt. sein würde, Darlehne zu gewähren. Der Vertheidiger geht Gewerkschaften( Trades- Unions) Großbritanniens und Irlands Es ist sehr leicht, so zu operiren, daß man in einem konkreten dann zur juristischen Erörterung der Frage über, ob das, worüber nach ihrer Theilnahme an dem Brüsseler Kongresse den inter- Falle einem Angeklagten scharf auf den Leib rückt und dann der Angeklagte verfügte, für ihn eine fremde Sache war. Er national abgeschlossenen Vertrag zerreißen, indem sie zu London binzufügt: Damit will ich aber dem gesammten Stande, dem bedauert, daß sich der Staatsanwalt dieser schwierigen juristischen einen internationalen Kongreß im Gegensatz zu dem Züricher der Angeklagte angehört, nichts zu Leide thun! In Bezug auf Frage einfach entzogen hat und sucht, gestützt auf Erkenntnisse organisiren; in Erwägung, daß die Bewegung für den gesetz- feine Geschäftsbedingungen, nach welchen der Angeklagte gehandelt des Reichsgerichts und Aussprüche hervorragender Juristen nachlichen Achtstundentag aus dem internationalen Pariser hat, ist der Angeklagte von den Stockschößen der Börse nicht abzuweisen, daß derartige Effekten, die mit den eigenen Beständen Kongreffe hervorgegangen ist, und daß die Trades- Unions zuschütteln. wenn Der Staatsanwalt fommit und des Bankiers vermischt sind, für denselben teine fremde" Sache des Druckes Der sozialistischen fagt: in abstracto find solche Geschäftsbedingungen hals- sind. Die Juristen streiten sich darüber, ob es dereinst einmal Bewegung angenommen haben; in Erwägung, daß die inter- abschneiderische, so antworte ich: Tas sagen Sie viel durch Gesetz eine fremde Sache werden könnte, darüber aber, mationale fozialistische Partei nicht dulden kann, daß sich die leicht mit Fug und Recht, Denn Sie urtheilen daß es bis heute nicht Gesez war, bestehe bei Juristen nicht der grünen Tisch aus! Die Praxis und die Börse geringste Zweifel. fchränke, wie es die Mehrheit der Gewerkschaftler zu Glasgow aber wird darüber den Kopf schütteln, denn sie weiß, daß es Rechtsanwalt Dr. Friedmann bedauerte in Fortsetzung wünscht, beschließt der zehnte Nationaltongreß der französischen ohne diese Bedingungen nicht geht. Der Staatsanwalt be- feines Plaidoyers, daß auch in der Frage des Betruges der Arbeiterpartei, per fich aus den Vertretern von 622 Ge- schränkt sich, wie gesagt, in juristischer Beziehung auf den Sah Staatsanwalt jebe juristische Unterlage schuldig geblieben sei, daß werkschaften und sozialistischen Gruppen zusammenscht, an dem von Vulpian: Honeste vivere, neminem laedere, suum er in dieser Beziehung absolut nicht mit Thatsachen operit, Londoner Kongreß nicht theilzunehmen; tadelt die antifozialistische cuique tribuere", wobei er das suum cuique mehr in dem sondern mit dunklen, in Grau und Grau und in Sepia gemalten Glasgower Mehrheit, weil sie durch die Organisation des Londoner Sinne des altpreußischen Wahrspruchs betrachtet hat. Bulpian Bildern. In längerer diesbezüglicher juristischer Ausführung Rongreſſes versucht hat, die Arbeiterpartei zu spalten, und läd fagt aber an einer anderen Stelle auch:„ Qui jure suo utitur, fommt der Vertheidiger zu der Ueberzeugung, daß auch kein Die Trades: Unions ein, sich wieder an die internationale neminem laedet", zu Deutsch: Wer sein gutes Recht wahr Fall des Betruges juristisch konstruirt werden fann. Arbeiterbewegung anzuschließen und sich auf dem Züricher Kongreß nimmt, verletzt Niemand. Wenn der Angeklagte fein gutes Auch ein dolus eventualis fiege nicht vor. Der An Recht, seine Geschäftsbedingungen, gebraucht, so begeht er damit geklagte habe den Ausbruch des Konkurses absolut nicht Es handelte sich weiterhin um die Taktik der Partei bei nicht eine strafbare Handlung. Es giebt nicht zweierlei Recht, voraussehen können, er durfte der Meinung sein, daß den im nächsten Jahre stattfindenden legislativen a blen; in eins zugeschnitten für den Börsenverkehr und eins zugeschnitten er ein vermögender Mann sei, denn die Beweisaufnahme hat dieser Frage beschloß der Kongreß: 1. Treu ihrer Holle als gi für den Staatsanwalt. Es giebt nur ein Recht, und diejenigen, abstrakt ergeben, daß der Angeklagte zu damaliger Zeit nichts tatorin und Erzieherin der proletarischen Massen, soll die Partei die„ zu dumm" sind und die der Staatsanwalt schüßen will, weniger, als infuffizient war wenigstens nicht nach seinen im nächsten Jahre den Kampf in allen Wahlkreisen auf- tönnen daran nicht rütteln. Wir stehen doch hier im Gerichts- Augen und seinen Berechnungen, denn seine Tagen waren natürnehmen, wo sie Gruppen oder Anhänger zählt. 2. Im Falle, faale nicht de lege ferenda, sondern de lege lata, wir müssen lich ganz andere als die nachträglichen Tagen des Konkursdaß sich an einzelnen Orten Koalitionen aufdrängen, find die doch damit operiren, was Gesetz ist und nicht mit dem, was massen- Verwalters. Daraus, daß der Angeklagte im gegebenen Kandidaten der Partei auf dem Boden des Klaffenkampfes zu bleiben Gesetz vielleicht einmal werden soll und wie sich der Zukunfts- Augenblick nicht Raffa genug zu feiner Verfügung gehalten, einen unmöglich und das allgemeine Parteiprogramm aufrecht zu erhalten. 3. Gs bantier fin de siècle darstellen sollte. Es ist sehr bequem, wenn den könne ſteht den Gruppen immer frei, diesem Programın solche örtliche Herren Spekulanten etwas schief geht, den Bantier als Prügelknaben struiren. Der Zeuge Schönlant habe den Angeklagten der Unvorsichtigkeit gewarnt, oder gewerbliche Forderungen beizufügen, die für nöthig erachtet vorzuholen. Ein solcher ist er auf alle Fälle immer: will er von den vor werden, unter der Voraussetzung, daß diese Beifügungen unter Kunden Geld haben, so ist niemand zu Hause, erfüllt er aber Immobilien festzulegen und ihm gerathen, möglichst viel feinen Umständen im Witerspruch mit dem Ziel der Partei und nicht prompt feinen Lieferungsvertrag, so tommt der Staats Geld flüssig zu behalten. Dafür, daß der Angeklagte unvorsichtig ihrer Zaktik stehen. Der Kongreß läd außerdem die raanisa- lanwalt und steckt ihn als Betrüger ein. Wir dürfen doch hier genug war, diefem Rathe nicht zu folgen, sondern zu viel Geld leber ben infolge nur vertreten zu lassen. tei mt ver al gan Ber eine reit ebr ein 77b Und man " dolus eventualis tone fo piel Geld in Er in's 6fg iluft Unga Musl In de Säusern und Bergwerren fefizulegen, habe der Angeklagte in set flügellahm" gewesen, als er in Haft genommen weichende Nichtung in dem Sandelsgewerbe, die darauf ausgeht, zehnmonatiger Untersuchungshaft gebüßt. Aber gerade die Fest- wurde. Kunststück! Als об dies nicht jedem in die etwas dehnbaren handelsgeseßlichen Bestimmungen dazu zu sch legung der Gelder beweist auch, welche hohe Meinung der An- solcher Situation passiren würde! Was aus dem Vorfeben benutzen, um ein System herzustellen, dem Bankier zu einer prirei getlagte zu jener Zeit von seiner finanziellen Situation hatte. gegen den Angeklagten erbracht werden sollte, ist als Seifenblase vilegirten Sonderstellung zu verhelfen, nach welcher derselbe nur Dém Angeklagten fann doch nicht zum Vorwurfe zerplatzt! War Löwy wirklich der Mann, als der er hier ge- Rechte und keine Pflichten hätte, was auf den Gimpelfang und s machen, daß er die Katastrophen von Hirschfeld ut. Wolff schildert wird, dann hätte er möglichst viel zu sich gesteckt und die Aussaugung Unverständiger hinauslaufen würde. und Friedländer u. Sommerfeld nicht vorgeahnt hat. Und wäre weggegangen. Er hat ganz recht, wenn er behauptet, daß, Rechtsanwalt Dr. Friedmann erwidert in längerer Rede. wenn man bedenkt, daß, wie die Beweisaufnahme ergeben hat, wenn ihn Herr Wolff nicht verhaftet hätte, es besser für alle Er halte sein Amt für genau so vornehm, wie der Staatsanwaltet Der Angeklagte zu jener fritischen Zeit noch 300 000 m. baar aus- feine Kunden gewesen wäre. Die Vertheidigung steht auf dem das feinige und gebe diesem darin durchaus nicht nach. Er 309 zahlte, 300 000 m. Wechsel in seinem Portefeuille hatte über Standpunkt: Nicht mangelnder dolus liegt vor, auch nicht bleibe bei der Behauptung, daß der Staatsanwalt nirgends den band Hypotheken, Häuser und 50 Kure der Grube Deutschland" ver- dolus eventualis, vielmehr ist dem Angeklagten absolute bona juristischen Boden betreten habe und daß Bosnien und Sibirien fügte, so wird man zugestehen müssen, daß der Angeklagte fides nachgewiefen; hätte er sie nicht gehabt, dann fäße der Mann den gelehrten Richter am Ende doch nur wenig interessiren vielleicht an eine vorübergehende Zahlungsstodung, feineswegs mit der vom Staatsanwalt gerühmten Intelligenz nicht hier, dann fönnen, vielmehr nur die Jurisprudenz. Er seinerseits hahe nur aber an eine Insuffizienz zu glauben berechtigt war. Wer ultimo wäre er längst über alle Berge. von juristischen Dingen gesprochen und das sei doch wohl nie Oftober noch 30 000 M. an Differenzen auszahlte, der hatte keine Der Vertheidiger betrachtet sodann eingehend das Juristische mals Kopffechterei. Das Amt des Staatsanwalts mag ein vor schlechte Meinung von seiner Zahlungsfähigkeit! Der Herr Maffen- und Thatsächliche jedes einzelnen Falles, um überall die Be- nehmes sein, daß es aber immer von absolutem Erfolge gekrönt verwalter war Ehrenmann genug, nach Benehmen mit dem An- hauptung aufzustellen, daß weder Unterschlagung, noch Untreue, fei, werde wohl niemand behaupten. Wenn daher der Staatss geklagten zuzugeben, daß aus dem Haben desselben manches noch Betrug vorliegt, sondern nur einfacher Bankrott. Er er anwalt erklärt, daß er den Angeklagten ins Zuchthaus bringen hinwegjonglirt ist, was zu jener Zeit für den Angeklagten örterte auch zugleich die Frage, inwieweit, wenn man einmal will, so sei ihm das zu glauben, daß es ihm einen großen realen Werth hatte, wenn es auch jeht für den das Vorliegen eines Betruges annehmen wollte, irgendwie eine gelingen wird, sei aber nicht zu glauben. Festzu Konkursmassen- Verwalter teinen Werth hat. Daß der An- Mitwisserschaft oder Mittyäterschäft des Angeklagten anzurechnen sei. nageln sei immer wieder, daß die Anklagebehörde, nachdem ihr geklagte, während man hier auf ihn lauert, ob es nicht gelinge, R.-A. Dr. Friedmann schließt sein fast stündiges Plaidoyer mit alle mit Herrn v. Arnauld vorgenommenen Transaktionen daß er seinem Wolfe verfallen könnte, ruhig in Waldenburg fizt dem Ausdrucke der Zuversicht, daß der Gerichtshof den Angeklagten seit Monaten bekannt waren, bis gestern Mittag und mit den Beauftragten des Fürsten Pleß über die Trans- nur wegen einfachen Bankerotts verurtheilen werde. fein Wort von der Meinung verlautbart hatte, daß ferirung eines Bergiverts fonferirt, beweist doch wahrhaftig nichts Der letzte Vertheidiger Rechtsanwalt Dr. Rich. Goldstein es sich hier um betrüglichen Vankrutt handele. von einem schlechten Gewissen. Es ist ferner unerwiesen und erklärt, daß er sich auf nur wenige Bemerkungen beschränken halte es um auf den vorgelesenen Satz des Staatsanwalts zu deshalb für diesen Prozeß unwahr, daß der Angeklagte jemals wolle, um den Eindrück des vorzüglichen Plaidoyers seines antworten, für einen Abweg der Rechtspflege, wenn man einen Schwierigkeiten mit der Behörde in Bosnien wegen einer Kollegen nicht zu stören. Er weist besonders darauf hin, daß Ginzelnen bluten lassen will für das, was eine ganze Gruppe Militärlieferung gehabt oder daß er in Wien irgend etwas nirgends in den zur Antlage gestellten Fällen eine Depotnahme auf dem Boden des Rechts und Gesetzes gethan hat und noch Strafbares begangen hat. Wo hat denn der Staatsanwalt vorliegt. Die Fälle, in denen der Staatsanwalt selbst die Frei- thut. Alle Börsenenqueten werden daran nichts ändern. die Unterlage für seine Behauptung, der Angeklagte habe in fprechung beantragte, lägen juristisch genau so, wie die übrigen. Nachdem der Angeklagte nochmals seine Unschuld betheuert, Wien abgewirthschaftet"? Und nun fommt der Staatsanwalt Die vom Staatsanwalt beantragte Strafe halte er für ganz zieht sich der Gerichtshof um 4 Uhr zur Berathung zurück. in der allerletzten Stunde mit einem Telegrammi des Konsulats exorbitant. Nach etwa einer halben Stunde erscheint der Gerichtshof in Paris, wonach der Angeklagte dort in contumaciam zu G3 folgt eine längere Replit des Staatsanwalts. wieder und der Vorsitzende verkündet zunächst den Beschluß des zwei Jahren Gefängniß verurtheilt worden ist. Jeder Jurist Derselbe verwahrt sich gegen den Vorwurf, daß er die einzelnen Gerichts dahin, daß der Gerichtshof den Antrag des Staats weiß doch aber, welcher Art dieses Kontumacial- Erkenntniß ist Fälle nicht genügend begründet habe. Er habe einem rechtsanwalts, sich in Sachen des Bankerotts für unzuständig zu er und daß dasselbe in demselben Augenblicke außer Kraft gelehrten Richterfollegium gegenüber vollständig genügend seinen flären, ablehne, da der Angeklagte nach Ansicht des tritt, venn der Angeklagte nach Paris tommt und Standpunkt angezeigt. Er treibe feine persönliche Klopffechterei, Gerichtshofes nicht hinreichend verdächtig erscheint, zum Nach sagt:" Guten Morgen, mein Name ist Löwn!" Mit derartigen dazu sei ihm sein Amt viel zu wichtig und viel zu vornehm. Er theile der Gläubiger Vermögensstücke, insonderheit 94 000 m. blaffen Schatten, die der Staatsanwalt auf das Vorleben des An- lasse sich auch nicht über den Löffel barbieren und wisse ganz beiseite geschafft zu haben. Auch sonst hält der Gerichtshof die geklagten werfen will, läßt sich doch ernsthaft absolut nicht ope- genau die unfehlbare Folge einer Aburtheilung des einfachen Kriterien des betrüglichen Bankerotts nicht für vorliegend. riren. Auch nicht mit den großen Wahrnehmungen, die der Bankerotts wäre, daß ihm die Möglichkeit genommen Kriminalfommissarius Wolff bei Gelegenheit der Verhaftung des wäre, Der Gerichtshof zieht sich dann zur Berathung über die ihn wegen betrügerischen Bankerotts dahin 81! Angeklagten gemacht hat. Es ist eine gefährliche Operation, wenn bringen, wohin er gehört: ins Zuchthaus. sonstigen Schuldfragen abermals zurück. Er habe an dieser Herr zugiebt, daß er schon seit 88 auf den Angeklagten ge- feinen Strafanträgen nichts zu ändern. Er sei gewöhnt, gerade Die Verkündigung des Urtheils erfolgte um 10%/ 4 Uhr. Der lauert hat. Gewiß: der Wolff hatte eine Löwy- Jagd vor und weil er von dem Eindruck staatsanwaltlicher Worte überzeugt Angeflagte wurde wegen einfachen Bankrotts, Befrugs in 2 Fällen es ist flar erwiesen, daß der Angeklagte, trotzdem er die bösen sei, nicht eine Silbe mehr zu sagen, als er kraft seines Amtes und Unterschlagung in 5 Fällen, sowie des Steuervergehens zu Pläne des Kriminalfommiffars Wolff tannte, während des fagen muß. Der vorliegende Fall sei typisch. Der Staatsanwalt 2 Jahren 6 Monaten Gefängniß verurtheilt, unter Ani ganzen 25. November vor aller Augen in seinem Geschäfts- verliest einige schriftlich von ihm sirirte Worte etwa folgenden rechnung von 6 Monaten, ferner zu 2000 M. Geldbuße und wegen auf Totale sich aufhielt. Herr Wolff meint, der Angeklagte Inhalts: Der Angeklagte sei typisch verantwortlich für eine ab- des Steuervergehens zu 576 M. Geldbuße. Möbel-, Spiegel- n. Polsterwaaren- Magazin Neu eröffnet! Großes Lager Don voit SW. Oranien- Straße 83/84. SW. Neu eröffnet! Herren- u. Knaben- Garderobe. Neichhaltiges Sortiment in- u. ausländischer Stoffe. Beßellungen nach Maak werden geschmackvoll und korrekt ausgeführt. Bei eintretendem Bedarf bittet um geneigtes Wohlwollen Joseph Goldstein, 3086L 51. Yorkstrasse 51, Ecke Katzlerstrasse. Arbeiter- Garderobe in nur guten Qualitäten." Fabrikniederlage von Trikotagen. Strenge Reellität! Neu eröffnet! Billige Preise. F Neu eröffnet! Leweck's Goldwaaren- Fabrit, N., Müllerstr. 174( Cing. Fennstrasse), 2981L empfiehlt sein großes Lager von Gold, Silber und Korallen zu ganz enorm billigen Preisen. Massiv gold. Trauringe v.5 M. an. Reparaturen schnell u. billig. Möbel, Spiegel- und Polsterwaaren- Magazin, Ganze Ausstattungen in Mahagoni u. Nussbaum. 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